Nr. 62. " Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Arbeiter und Fabrikinspektion in Baden. II. 2. Art und Umfang der Aufsicht im Jahre 1895. Presse bemerkt: Freitag, den 13. März 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. von solchen Elementen wäre doch die sonst so trefflich or- dem Gesetz Anspruch haben. Gewiß allein schon Grund ganisirte badische Fabrikinspektion ganz entschieden rein zu genug zur Beamtenvermehrung! Am intensivsten halten. Der Chef des Ressorts dürfte selbst keine Freude wurden beaufsichtigt die Verhältnisse der Textil, Papieran ihnen erleben, noch weniger aber würden die Arbeiter und Leder sowie der Zigarrenarbeiter, wo die revidirten mit solchen Anstellungen zufrieden sein. Betriebe den größten Theil der Beschäftigten umfassen; auffällig wenige Revisionen fanden dagegen noch immer in den Buchdruckereien statt, wo auf 137 Betriebe mit 2864 sowie in der Metallverarbeitung, wo von 673 Betrieben Arbeitern nur 21 mit 466 Arbeitern besichtigt wurden, mit 16 762 Arbeitern nur 109 mit 4476 revidirt wurden. Das kann so nicht fortgehen. Da auf diese Weise eine Personalvermehrung in sicherer Bei der Besprechung des vorjährigen Berichtes über Aussicht steht, erübrigt es diesmal, auf die wiederum hervor die Fabrikinspektion in Baden wurde in der sozialistischen gehen, so gutes Material derBericht auch dazu bietet. Nur nebenbei getretenen Mängel der ortspolizeilichen zc. Hülfs- Aufsicht einzu Es ist richtig und gerade von den Arbeitern immer am sei bemerkt, daß der neue Bericht S. 2 eine Erwiderung auf offenften anerkannt worden, daß Dr. Wörishoffer durch sein die Kritik enthält, die Genosse Quarck voriges Jahr an fozialpolitisches Verständniß die badische Fabrikinspektion in ihrer dem mangelhaften statistischen Nachweis über die Zahl der Auch bezüglich der Sprechstunden für Arbeiter hat die Beurtheilung der Arbeiterverhältnisse auf die erste Stelle im ganzen Revisionen und der davon betroffenen Betriebe und Arbeiter Fabritinspektion in ihren Anschauungen einen erfreulichen Deutschen Reich erhoben hat. Darüber dürfen aber die vielen Mißlich übte.*) Aber die Erwiderung macht es sich etwas gar zu Fortschritt gemacht. Voriges Jahr war mit ihr zu polefeiten, mit denen die Arbeiter in Fabriken zu kämpfen haben, nicht ver- leicht damit, daß sie die Bemerkungen der Quarch'schen misiren, weil sie geschrieben hatte, die Einrichtung von geffen werden und diese können nur dann wirksam tontrollirt Broschüre als„ hinfällig" und" oberflächlich" bezeichnet. Sprechstunden der Aufsichtsbeamten bei ihren Besuchen in werden, wenn jeder Betrieb jährlich wiederholt inspizirt wird. Sie will die zugegebene Thatsache, daß im vorjährigen Be- Industrieorten sei ausgeschlossen, weil das Ungewohnte Die Vermehrung der inspettio3- Beamten ist also eine unabweis- richt mehr Betriebe mit mehr Arbeitern als revidirt einer solchen Maßregel auffallen und zweifellos zu vielen bare Forderung im Arbeiterinteresse, welche bezeichnet waren, als in einzelnen Gruppen überhaupt vor Mißstimmungen Anlaß geben würde". Im neuesten Bericht unsere Abgeordneten im Landtage hoffentlich mit demselben Er- handen waren, damit rechtfertigen, daß große Betriebe heißt es, die Rücksicht auf" Mißstimmungen" habe nur folge ftellen, wie unsere Genossen in Hessen für eine viel kleinere mehrfach besucht und deshalb mit der doppelten und verzögernd" gewirkt: auf die Dauer fonnte sie aber Industrie bereits vier Beamte durchgesezt haben." dreifachen Arbeiterzahl eingesetzt seien. Das ist aber nicht für so wichtig angesehen werden, um deswegen von Wir erhalten jetzt im neuen Bericht die entgegenkommende eine schwache Entgegnung. Erstens ist und bleibt einer Veranstaltung abzusehen, die eine an sich selbstAntwort, die von dem sozialpolitischen Verständniß der es verwirrend, wenn die Arbeiterzahl mehrfach revidirter verständliche Ergänzung des Dienstes der Fabrikauf Fabrikinspektion zu erwarten war. Es sollen in den Betriebe ohne nähere Angabe mehrfach eingesetzt wird; statt ficht bildet, gleichgiltig, ob anzunehmen war, daß sie thatnächsten zwei Jahren zwei weitere Hilfsbeamte angestellt dessen hätte die Angabe zu stehen, daß so und soviel Be- sächlich viel oder wenig benutzt würde. Von allen solchen werden wegen der zahlreichen kleineren Geschäfte, die sich triebe mit so und soviel Arbeitern einmal, so und soviel Einrichtungen kann außerdem erwartet werden, daß sie sich durch die stattgefundene Ausbildung der Arbeiterschuß- Betriebe mit so und soviel Arbeitern mehrfach revidirt fortschreitend mehr entwickeln, weil die ihnen entgegen Gesetzgebung selbst ergeben." Auch die Kontrolle der ge- wurden. Zweitens ist es unrichtig, daß die falschen Zahlen stehenden Hindernisse allmälig mehr verschwinden, und daß troffenen Einrichtungen lasse eine intensivere Thätigkeit er überall durch die mehrfache Zählung doppelt revidirter Be- aus ihnen gegenseitige Anregungen entstehen, die sich im wünscht erscheinen." Das sind faft wörtlich die Gründe, triebe entstanden seien. In der vorjährigen Tabelle waren voraus gar nicht beurtheilen laffen". Das ist jetzt in etwas die im vorigen. Jahre für eine Vermehrung angeführt unter sonstigen Industriezweigen" 4 Betriebe mit 418 Ar- schlechtem Deutsch ein recht gutes Urtheil, und wir fügen wurden, so daß man fagen fann, hier hat beitern als einfach revidirt aufgezählt, die ganze Gruppe hinzu: gebt den Arbeitern volle Elnbogenfreiheit, dann wird endlich einmal ein gutes Wort einen guten Ort hatte aber nur 9 Betriebe mit 46 Arbeitern. Auch die öffentliche Meinung und Arbeiterorganisation die beste gefunden. Etwas langsam soll es ja mit der Verschiebungen in den Arbeiterzahlen einzelner Gruppen Gewähr für eine rege Benutzung der Sprechstunden sein. Beamtenvermehrung immer noch gehen. Hier hat offenbar während eines einzigen Jahres können solche Widersprüche Einstweilen plädirt der Fabrikinspektor sehr richtig auch die Rücksicht auf den Landtag mitgesprochen. Vielleicht nicht erklären. Der beste Beweis für die Richtigkeit der dafür, daß die Sprechstunden nicht blos in den Amtsmachen unsere badischen Landtags- Abgeordneten dadurch Ausstellungen Quarc's wird aber dadurch geliefert, blättern, sondern auch in der weit mehr gelesenen Arbeiteretwas mehr Dampf hinter die Sache, daß sie bei der bevor- daß in der diesjährigen Tabelle über die Revisions- presse bekannt gemacht werden möchten. stehenden Etatsberathung beantragen, daß alle beide thätigkeit die gerügten Zahlenfehler völlig ver Die Unternehmer leisteten sich im verflossenen Jahr Hilfsbeamte auf einmal in den Staatsvoranschlag für schwunden sind. Mehr verlangen wir ja nicht beim Verkehr mit der Fabrikinspektion gerade keine offenen 1896/97 eingestellt werden. Außerdem werden sie wohl nach und die Fabrikinspektion mag deshalb ihre Gegen- Feindseligkeiten mehr, aber sie erschienen auch niemals einer genaueren Erläuterung des Zusages fragen müssen, bemerkungen gemacht haben, um sich ihre Rückzugslinie in den neu eingerichteten Sprechstunden und setzten im der im neuen Bericht enthalten ist:" Die Auswahl der neu durch ein paar blinde Flintenschüsse zu decken; wir nehmen übrigen der Wirksamkeit der Gewerbeaufsicht passiven hinzutretenden Beamten wird mit Rücksicht auf die Natur ihr das nicht weiter übel. Diesmal stimmt alles recht gut: Widerstand entgegen. Sie machten es wie die bösen Buben, der Geschäftsverrichtungen, die zur Personalvermehrung auf 5796 ihr unterstellte Betriebe mit 143 623 Arbeitern die darauf los wüften, bis sie eben einmal erwischt werden: Anlaß geben, zu erfolgen haben." Soll das heißen, hat die Fabritinspektion 1030 Betriebe revidirt mit 79 891 fie erklärten häufig, sie hätten mit dem Vollzuge( der ArHilfsbeamten keine akademische Bil Arbeitern, also etwa 20 pCt. der Betriebe( gegen 19,7 pCt. beiterschutz- Vorschriften) warten wollen, bis bei ihnen dung verlangt wird, und daß man mehr auf im Vorjahre) und 55 pCt. der Arbeiter( gegen 64 pCt. im revidirt würde". Kam der Inspektor nicht, so wurde ihre praktischen Kenntnisse vom Fabrik- und Arbeiterleben Vorjahre), sodaß sie also etwa 10 pCt. weniger Arbeitern eben ungefeßlich fortgearbeitet; tam er, so war leider" sehen will, so begrüßen wir diese Wendung. Soll sie aber denjenigen Schutz gewährte, auf welchen dieselben nach die unbeschränkte Ausbeutungsherrlichkeit zu Ende. Und bedeuten, daß man etwa wie in anderen Staaten lediglich das will im Landtage mit sittlicher Entrüstung über die stramme" Forst, Bau- oder gar Militärbeamte heranziehen *) Vergl.„ Arbeiter und Fabrikinspektion in Baden". 1895. Fabrikinspektion und den Arbeiterschutz zu Gericht sizen, will, so müßte energische Verwahrung eingelegt werden. Verlag der Mannheimer Aktiendruckerei. das will den Arbeitern Moral und Gesetzlichkeit predigen! er der größte Schreier unter den Stadtverordneten war, zum Stadtrath gewählt; da war er zwar stiller geworden, aber sein Wißgeschick blieb ihm auch hier treu und spielte ihm einmal einen argen Possen. daß von 78 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Eine Stunde später wurde der Stadt eine allseitig geachtete Bewohnerin entführt, die in kurzer Zeit auf lange hinaus segensreich gewirtt", wie ein ihr zuerkanntes Ehrendiplom kundgab. Sie blieb um so mehr in regem Andenken, als man wußte, daß sie hier viel Leid erfahren und gemildert hatte. * Etwas über zwei Jahre mochten verstrichen sein, seit Hanne vollständig wieder gesund ausgegangen war, um ihren ersten Kirchgang zu thun. Friedrich hatte sie begleitet zum Abendmahl. Eine Schenkungsurkunde war ihnen vom FriedrichKomitee überreicht worden. Danach waren sie in den Besit eines eingerichteten Hauses mit Garten gelangt, um des vollen Genusses ihrer wieder erlangten Freiheit sich zu erfreuen. Die Oberin des Magdalenenstiftes sah dies zwar nicht gern und redete Hanne zu, doch zu bleiben, aber Friedrich Srängte hinaus. Es sollte bei dem Einzuge zugleich ihre nachträgliche Hochzeitsfeier stattfinden. Die damalige tirchliche Trauung der Friedrich'schen Eheleute wurde ein Ereigniß für die Stadt und füllte die Kirche mit theilnehmenden Zeugen. Der Gärtner Künzel, der sich inzwischen eine eigene Gärtnerei und eigenen Herd gegründet, hatte es sich nicht nehmen lassen, den Altarplatz mit Lorbeerbäumen auszuschmücken. Nach dem Orgelspiele ertönte ein erhebender Traugesang. Der Prediger hielt eine ergreifende Traurede und weihte die goldenen Trauringe, das Geschenk des Gefängnißinspektors, durch goldene Worte ein. Der Einsegnung folgte wieder Gesang. Hanne vergoß Freudenthränen bei den vielen Beglück wünschungen und Grüßen, welche ihr und ihrem Manne in der Kirche und bis in den Wagen dargebracht wurden. Wieder standen vor dem Hause, aus dem Hanne einst von einer hartherzigen Frau hinausgewiesen wurde, eine Menge Menschen, um Hanne's Einzug und ein glückliches Paar zu sehen. Vom Festkomitee wurde dasselbe feierlich empfangen und in ihr neues Heim und Eigenthum eingeführt. Hanne und Friedrich kamen aus dem Erstaunen nicht heraus, als sie umher geführt wurden. Durch die Langenberg'schen Möbel waren auch für Vornehme Fremdenzimmer da. Der Wirth vom„ Weißen Roß" hatte für ein Festmahl gesorgt und die Einzugs- und Hochzeitsfeier verlief sehr fidel. Bei einem späteren öffentlichen Einzugsschmause zeigte sich Friedrich bereits als gewandter aufmerksamer Wirth, und seine Frau, daß sie der Küche und der Wirthschaft vorzustehen verstand. Die Gaststube war zwar nicht allzu groß, bot aber einen freundlichen Aufenthalt. Der Garten, von der gräflichen Besitzung abgetrennt, hatte einen parkartigen Buschnitt und wurde für Spaziergänger ein gern besuchter Drt. Sogar der Halbe Sechserklub hatte ihn zum Sommer lokal" erwählt, weil der Kandidat, wie er ehemals hieß, hier Stammgaft war. " Der Kandidat Schulze hatte doch noch sein Examen gemacht, seine treue Braut, der er vor zwanzig Jahren Liebe geschworen, geheirathet und war jetzt wohlbestallter Vilar im Nachbarorte. Von dort kam er oft hierher. Einige vom Klub waren verschollen, gestorben und ver dorben. Der alte Professor und der Hauptmann Kohl waren zur großen Armee gegangen. Der Wunderdoktor Mittenentzwei hielt noch immer auf Anstand, der Direktor Eichwald auf Pünktlichkeit. Den Bürstenbinder- Obermeister Zapf hatte man, weil Es wurde ihm an Königs Geburtstag der ehrenvolle Auftrag zu theil, ein Hoch auf den König auszubringen, wenn dieser im Theater erscheinen würde. Der König erschien Alles erhob sich von den Sigen, eine lautlose Stille trat ein und der Stadtrath Zapf begann zu sprechen, verwechselte aber die Namen des früheren und jetzigen Königs und ließ den verstorbenen König hochleben! Zum Glück setzte das Orchester schnell zum dreimaligen Tusch ein. Der König verbeugte sich lächelnd, setzte sich und nach ihm auch die Festversammlung. Warum einige darauf den Stadtrath Zapf so vers wundert angesehen, erklärte sich dieser erst, als er hörte, welchen Bock er geschossen. Dem Halben Sechserklub gefielen die Wirthsleute der Friedrich'schen Gastwirthschaft, die auch lebhaften Fremdenverkehr bekam, so gut, daß er auch zuweilen im Winter dort zusammen kam. Vom nahen großen Teiche hielten Schlittschuhläufer und Ruderer hier Einkehr. Der jezige Teichpächter, der im Sommer zu Gondel fahrten, im Winter zum Eislauf einlud, war Jean Barbo. Er hatte die blonde Christel" geheirathet, und die fleine Restauration am Teiche, Bum Wasserpavillon" ge nannt, inne. Die blonde Christel hatte sich wenigstens in einem Zweige der Kochkunst vervollkommnet; wer einmal ein gutes Fisch oder Krebsgericht genießen wollte, ging nach dem Wasserpavillon zur blonden Christel. Aber keiner hielt sich in der engen Hütte lange auf, denn das Bier war nicht zum Trinken.( Forts. folgt.) " und Dr. Lusweig m Glende Heuchelei, bei der man sich nicht aufzuhalten Impfschutz fehlt, und erwiderte auf die Empfehlung der Soweit erweckt der Gesehentwurf keine Bedenken. Auters braucht. Zur Bollständigkeit dieses Abschnitts gehört nur Hygiene als bes besten Mittels gegen die Pocken: das verhält es sich mit den Bestimmungen wegen der Anstellung noch der Hinweis auf die Klagen der Fabrikinspektion sei schon ganz richtig, allein wir könnten mit der Assessoren. Es soll nämlich fünftig die Justi über die milden Urtheile der Gerichte bei Verhandlungen dem Kampf gegen die Pocken nicht warten, bis verwaltung es in der Hand haben, den Referendaren d.e gegen Fabrikanten wegen Arbeiterschutz Uebertretungen, das ganze Bolt in befriedigenden hygienischen, d. h. Ernennung zu Assessoren zu verweigern, trotzdem sie die jowie auch über die nachsichtige Art, wie die Staatsanwälte in befriedigenden sozialen Verhältnissen lebe. Den sogenannte große Staatsprüfung bestanden haben. Die Begegen solche Herren vorgehen. Sie sind eben alle Fleisch Redner ergänzte der freisinnige Langerhans, nament- gründung weist besonders darauf hin, diese Vorkehrung er von einem Fleisch und Blut von einem Blut, unbewußt lich mit bezug auf die Kritik der statistischen Angaben mögliche die Fernhaltung zwar wissenschaft, beeinflußt von ihren bürgerlichen Anschauungen. Nicht der Impfgegner. Der Minister v. Bötticher nahm das lich befähigter, aber persönlich( nach Lebenseinmal die durch ungefeßliche Ausbeutung erzielte Be Wort, um, wie er sagte, sowohl den Antragstellern Klarheit erfahrung, Tatt, Umsicht und Unabhängigkeit) nicht reicherung der Unternehmer wird von den Gerichten in über ihre Aussichten zu verschaffen, als auch nach außen geeigneter Elemente." Da jemand auch nicht Rechtsbetracht gezogen, sie erkennen auf die möglichst niedrigen beruhigend zu wirken. Er erklärte daß sicher die anwalt werden kann, wenn er nicht vorher zum Assessor Strafen. Im Rechtsstaate" Baden muß der großherzog- meisten vielleicht sämmtliche Regierungen der ernannt wurde, würde damit der Regierung ein neues liche Fabrifinspektor folgendes feststellen: Manchmal sind Aufhebung des Impfzwanges widersprechen würden. Denn Mittel in die Hand gegeben, politisch unbequeme Leute, die ausgesprochenen Geldstrafen nur gerade so hoch wie die gemachten Erfahrungen seien solche, daß sie der Auf- insbesondere Sozialdemokraten, die ja nach Ansicht unserer die Sportel( Gebühr), die hätte entrichtet werden hebung durchaus widerriethen. Ein kurzes Schlußwort Behörden stets zu den nicht geeigneten Ele= müssen, wenn für die vollzogene ueberarbeit er hatte Gen. Schmidt Frankfurt, der für die zweite men ten" gehören, aus der Rechtsanwaltschaft fernzuhalten. wachsener Arbeiterinnen behördliche Genehmigung nach- Lesung ausführlicheres Eingehen in Aussicht stellte. Der Also auch dieser Gesetzentwurf ist ausgearbeitet nach dem gesucht und erhalten worden wäre. Der Arbeitgeber Antrag auf Einsehung einer Kommission zur näheren Stichwort: Auf zum Kampf für Religion, Ordnung und fann in solchen Fällen ohne Risito das Prüfung der Impffrage fand nicht die Mehrheit. Der Sitte!" Gejez übertreten." Ein Beispiel wird S. 22 des zweite Gegenstand der Tagesordnung: Ausdehnung des Ein Schutzbund gegen agrarische ltebergriffe ist Die Gründung Berichts gegeben: eine Bijouteriefabrik ließ Arbeiterinnen deutschen Breßgefeßes auf Elsaß- Lothringen, kam nicht mehr gestern in Berlin gegründet worden. 15 mal ungefeßlich bis in die Nacht arbeiten, ein Ver- zur Berathung. Morgen: Etat des Auswärtigen Amts Versammlung war besucht von Vertretern der Börse, des gehen, das mit Strafe bis zu 2000 M. oder 6 Monaten und der Kolonien. Handels und der Industrie, die, politisch den Parteien Gefängniß bedroht ist, und wurde von den bürgerlichen Richtern zu 35 M., fage und schreibe fünfunddreißig Berathung des Staatshaushalts- Etats ihrem Ende. Am Donnerstag Im preußischen Abgeordnetenhause nähert sich die zweite liberaler Färbung von der freifinnigen Volkspartei bis angehörten. zur nationalliberalen augehörten. Den Vorsitz Mart Geldstrafe verurtheilt! Dazu kommt, daß Frei- wurde zunächst der Etat der Ansiedelungstommission führte der Kommerzienrath Wilhelm Herz, Vor fprechungen erfolgen, die mit dem Wortlaut und Sinn des für Wenpreußen und Posen erledigt, wozu, wie in jedem Jahre sitzender des Aeltesten Kollegiums der Kaufmannschaft. Gesches in offenbarem Widerspruch stehen, wie in dem S. 51 der Antrag Motty vorlag, der die Regierung ersucht, eine Das große Wort hatte Stadtrath Dr. Weigert, Brauereiðirektorice tes Berichts angeführten Falle; daß die Unternehmer ferner baldthunlichste Aufhebung des Ansiedelungsgesetzes durch eine Brauereidirektor Rösicke einen starken Druck auf die Arbeiter ausüben, die als Zeugen furzer Debatte, an der sich nur Redner der Polen und gliedern des 17 gliederigen Ausschusses noch Herr Kihu eentsprechende Vorlage in die Wege zu leiten. Nachberger. Bemerkenswerth ist unter den übrigen Mite vorgeladen werden und sich an mißliebigen Zeugen durch des Zentrums betheiligten, wurde der Antrag gegen Entlassung rächen( vgl. S. 52 des Berichts). Wenn man das alles die Stimmen des Zentrums, der Polen und der beiden mann- Stettin. Der Bund bedeutet also die Mobilzusammennimmt, hat man ein herrliches Bild von der freisinnigen Parteien abgelehnt. Der Etat der Staats- machung der Bankiers, Kaufleute und Industriellen gegen Durchführung des Arbeiterschutzes in Baden. schulden Verwaltung wurde ohne Debatte bewilligt, die Großgrundbesitzer. Interessenkoalition gegen Jutereffen Es zeigt sich eben, daß für die Zustände nicht der an- während sich an den Etat der allgemeinen Finanz foalition. Wir finden, die eine so natürlich wie die andere. erkannt gute Wille eines einzelnen, wie hier des tüchtigen verwaltung, wie vorauszusehen war, eine agrarische Der Bund der Proletarier steht beiden Interessenkoalitionen Fabrikinspektors, sondern die ganze Struktur der Gesellschaft Noth st and3debatte aufchloß. In Verbindung mit diesem gleich fern und wird mit beiden fertig werden. maßgebend ist, an welcher die besten Absichten des einzelnen führung der gesetzlichen Vorschriften über die Rückerstattung Aus Leipzig wird uns geschrieben: Stat stand nämlich die Berathung der Denkschrift betr. die Ausscheitern. Die tapitalistische Struktur unserer Gesellschaft der Grundsteuer- Entschädigungen auf der Tagesläßt die Gerichte, die Behörden kapitalistenfreundlich werden, ordnung. Die Agrarier, die in der ihnen gesetzlich auferlegten„ Eine von über 600 Personen besuchte Parteiverfamemund das wird nicht eher anders, als bis die Gesellschaft Berpflichtung eine schwere Schädigung erblicken und die Ent- lung des 12. und 13. sächsischen Reichstags- Wahlkreises nach anderen als tapitalistischen Gesichtspunkten geordnet bindung von dieser Verpflichtung für eins der kleinen nahm nach dem Referat des Genossen Grenz und nachist. Solche Ueberlegungen lassen Herrn Dr. Wörishoffer Mittel zur Hebung der Noth der Landwirthschaft dem sich die Genossen A dé, Wittich und Weber mit der Zeit vielleicht auch noch anders über die all- halten, haben bereits im vorigen Jabre sowohl im Abgeordneten- gegen die Mandatsniederlegung der sozialdemokratischen gemeinen Grörterungen" in Arbeiterversammlungen denken, hause als auch im Herrenhause einen Antrag auf Aufhebung der Abgeordneten im sächsischen Landtage erklärt hatten, und die er jetzt noch so tadelt. Sie haben ihren guten Sinn Rückzahlungspflicht durchgesetzt, dem aber die Regierung, wie der nachdem eine Resolution: die am 7. und 8. April in Dresden und Zweck. Finanzminister fürzlich im Herrenhause erklärte, teine Folge ge= geben hat. Den Gipfel der Dreistigkeit erflommen die Funker abzuhaltende sächsische Landeskonferenz nicht zu beschicken, heute durch einen Antrag, worin die Regierung ersucht wird, gegen eine große Minorität abgelehnt war, folgende die Beschlüsse beider Häuser des Landtages Allerhöchsten Resolutionen gegen wenige Stimmen an: Ortes zur Bestätigung vorzulegen." Es scheint aber, als 1. Die Versammlung der sozialdemokratischen Partei des 12. Berlin, 12. März. ob den Herren auf dieser Höhe schwindlig wurde, denn und 13. fächsischen Neichstags Wahlkreises spricht der LandDer Reichstag beschäftigte sich am heutigen Schwerins- erschrocken über ihre eigene Kühnheit befannen sich die Antrag- tagsfrattion wegen der späten Ginberufung der tage mit dem Antrag auf Aufhebung des Impfzwang- fteller eines besseren und zogen ihren Antrag zurück. Die Debatte Landeskonferenz ihren entschiedenen Zadel gesetzes. Den Antrag, der von Mitgliedern der verschieden- selbst verlief sehr einförmig, da über ein so abgedroschenes Thema au 3. Die zu wählenden Delegirten zur Landesversammlung find ten Parteien gestellt war, begründete der Antisemit Dr. faum noch etwas Neues vorgebracht werden kann. Am Freitag mit imperativen Mandaten in dem Sinne auszustatten, daß sie Förster. Dieser Schrecken des Hauses vermochte sich stehen noch einige rückständige Statstheile sowie die Inter- unter allen Umständen für sofortige Niederlegung nicht einmal heute Gehör zu verschaffen, wo ein ziemlicher pellation Ring betr. Maßregeln zur Verhütung der Einschleppung der Mandate zu stimmen haben. 2. Der„ Vorwärts" hat in den Nummern vom 29. Februar, Theil der Boltsvertreter ihm allen Erfolg wünschte; darum von Biehfeuchen auf der Tagesordnung. redete er aber doch unverdrossen und gleichmäßig zwei Ein Gefeßentwurf, betreffend die Regelung der 35., 7. und 11. März in der Frage der Mandatsniederlegung der sozialdemokratischen Landtags- Abgeordneten gegen die„ Leipz. Stunden lang; er ist es eben gewöhnt, nicht angehört zu Nichtergehälter und die Ernennung der Gerichts- Volkszeitung" polemifirt und der Meinung Ausdruck gegeben, werden. Darauf kam Genosse Reiß haus zum Worte, der affefforen, nebst Begründung ist dem preußischen Ab- die Stellung der Volkszeitung" in dieser Frage entſpreche nicht sich sofort, um nicht den Schein des Anspruchsvollen geordnetenhause zugegangen. Aus den Motiven geht her- dem Willen der Leipziger Gesammtpartei, sondern sei die Ansicht zu wecken, als medizinischen Laien bezeichnete. Seine vor, daß der bisherige Zustand, der die Richter inner- der Redaktion oder vielmehr nur des Chefredakteurs der VoltsDarlegungen zeichneten sich gegen den Vorredner halb der Oberlandesgerichts- Bezirke im Gehalt auf- zeitung". ließ, durch größere Burückhaltung, rhetorische Lebendigkeit und steigen 311 Mißständen geführt habe. Kürze aus. Das erkannte auch der nationalliberale Gehaltsaufbesserungen sollen fortan nach den An- tagende öffentliche Versammlung der sozialdemokratischen Partei Dr. Kruse an. Dieser Redner ging auf die Haupt- ciennetätsverhältnissen innerhalb des ganzen Staats argumente der Impfgegner ein, fragte, warum denn seit erfolgen, Es soll auch damit der Uebelstand beseitigt werden, der Einführung der Impfung die Pocken verschwunden sind daß Richter, die in eine höhere Stellung aufrücken, unter oder doch nur noch da gelegentlich auftreten, wo der Umständen in ihrem Gehalt Einbuße erleiden. " Politische Uebersicht. " Die Eine Protestresolution gegen den Vorwärts". Dem gegenüber erklärt die heute am 11. März im Pantheon des 12. und 13. fächsischen Reichstags- Wahlkreises, daß die Leipziger Gesammtpartei in einer am 23. Februar im Felsenfeller abgehaltenen Versammlung zu der Frage der Mandats. niederlegung Stellung genommen und sich einstimmig auf den von der Leipziger Volkszeitung" vertretenen Standpunkt ge" Kunst und Wissenschaft. junger Leute. Trude's Vater ist freilich von dem Aufruhr in Die Polizeizenfur. Schiller's Räuber sind dem der Seele seiner Tochter nicht sonderlich erbaut; allein er hält hiesigen Fremdenblatt" zufolge fürzlich von der gestrengen Neues Theater. Ein junges Menschenkind vergeht in den Schriftsteller zwar für einen komischen Kauz, doch nicht für Bensur in Beuthen eingefo dert worden. Der dortige Theaterbanger Dede vor Sehnsucht nach Licht. Ein freundlicher einen schlechten Kerl, trotzdem Herr Meinecke mit Vagabunden direktor glaubte, der Herr Bürgermeister scherze, aber der Polizei Schimmer erhellt, wie ein Borbote des nahenden Frühlings, auf zusammen gesessen hatte. In seiner Naivetät fragt er sogar, diener fam wiederholt, und das Buch lag nun dem Gestrengen ein Weilchen dies arme verzagte Leben. Dann fällt ein Reif, als er von der Gefängnißstrafe Meinecke's hört: Sind denn vor wahrscheinlich hatte er sich auf diesem Wege und Winterschlaf erstickt und ertödtet, was taum begonnen hat, diese Kerle, die Schriftsteller, jetzt verboten?" Das prophetische eine Bekanntschaft mit Schiller vermittelt. Der Bürgermeister fich selbständig zu regen. Dies ist der elegische Inhalt eines Gemüth! So willigt der Alte schließlich ein. Seine Tochter von Beuthen that ganz staatserhaltend" daran, fich Schiller's Dramas von Max Dreyer, das den sinnbildlich gemeinten soll noch ein Jahr oder zwei bis zu ihrer Hochzeit in Berlin Räuber genau anzusehen. Es stehen darin viel gefährlichere Titel Winterschlaf" führt. Das Stück wurde bleiben, wenn sie durchaus will. Worte, als in neueren Stücken, die der preußischen Polizeiweisheit gestern im" Neuen Theater" zum ersten Male auf- Anders der Bräutigam. Ihn packt die Eifersucht; eine zum Opfer gefallen find. geführt. Als achtunggebietendes Talent, eher feinsinnig, boshafte Greisin, Trude's Tante, erhitzt seine Phantasien, und nachdenklich, als von hinreißender dichterischer Gewalt, hat um sein Mannesrecht zu sichern, schleicht er in Trude's Schlaf- Der Adel ist durch zwei Ernennungen ausgezeichnet worden. Der Dreyer sich bereits in seinem Erfilingsdrama, Drei" bewiesen. tammer und vergewaltigt seine Braut. Ahnungslos verläßt der König von Preußen hat den berühmten Arzt Professor Dr. Leyden Seine feine, grüblerische Art löfte das Eheproblem in dem Schriftsteller, um dessentwillen die graufige That geschah, das und der Prinzregent von Bayern dem Entdecker der X- Strahlen, Schauspiel Drei" reiner als in dem Drama Winterschlaf"; Forsthaus; vereinfamt wimmert Trude; fie fieht sich hilflos, Professor Röntgen, das Prädikat„ von" verliehen. hier hat nach meiner Empfindung Dreyer's zartere Natur den einem verthierten Menschen preisgegeben, und erhängt sich in Nansens letter Brief. Die Hamb. Nachr." veröffentlichen herb- tragischen Vorwurf seines Dramas nicht erschöpft. Scharf. Verzweiflung. finn überwiegt manchmal die poetische Anschauung und mitunter Nicht auf die größere oder geringere Wahrscheinlichkeit der das legte Schreiben des vielgenannten Nordpolfahrers seit seiner ersetzt die arm klingende Phrase das lebendige Wort. Die Auf- bestialischen That möchte ich eingeben; aber das Sentimentalisch- Abfahrt ins Karische Meer. Der Brief ist vom 2. August 1893 gabe, die sich Dreyer in seinem jüngsten Drama stellte, war eben Weichliche, was darauf folgt, möchte ich mit einigen Worten an Bord des" Fram", Chabarowa, Yugor- Straße, datirt und tiefer und schwerer, als die in dem engeren Chedrama. beleuchten. Noch immer spuft eine allzu romantische Auffassung giebt sehr anschaulich die Ueberzengung Nansens wieder, eine In ein entlegenes Forsthaus der niederdeutschen Ebene von geschlechtlichen Verhältnissen in den Köpfen unserer jungen Der Schlußfat lautet:„ Nachdem wir den Olenetfluß pafsirt überaus schwere, aber ebenso hoffnungsvolle Sache zu führen. wird der Hörer geführt. Keine verklärende Forstromantik um- Dichter. Ein entfesseltes Thier hat ein verschämtes Mädchen an haben, werden wir entlang der Westküste der neusibirischen giebt die Waldhütte. Wie Josef Ruederer in München, der gefallen. Es ist möglich, sie fonnte sich seiner nicht erwehren. In feln, soweit wie möglich, in offener See nördlich gehen. Ich fürzlich im„ Borwärts" einen Roman veröffentlichte, in einer ft ihre Ehre, ihr Selbstgefühl darum hin? Strömen der hoffe, zu Anfang September dort zu sein. Es ist möglich, oberbayerischen Komödie mit dem gefälschten Theaterglanz Jugend nicht aus so vielen Quellen Lebensfäfte zu? Soll das weichlicher Bauernstücke brach- dafür wartet er freilich vergeblich Beib, dem ein Unglück zufließ, in Wahrheit geschändet sein für Insel Roftclug treffen, und möglicherweise tann dort entlang den daß wir auf unbekanntes Land oder Inseln nordwestlich der auf eine Aufführung in Berlin- so hält es ähnlich Dreyer. Der alle Zukunft? Soll es gelten, was der Sekretär in Hebbel's Maria Küsten offenes Wasser sein. Wenn dies der Fall ist, werde ich es enge Gesichtskreis macht die Menschen arm und unduldsam, Magdalena sagt: Darüber kann kein Mann hinweg? Und noch eins. natürlich bestmöglichst benutzen. Allein, wenn wir nicht weiter selbst wo sie gut geartet sind von Natur. In die trostlose Warum die trübe Melancholie in unserer dichtenden Jugend. tommen können, bleibt nichts anderes übrig, als den Fram" im Waldeinsamkeit verirrt sich ein junger Schriftsteller. Leider ist Der Reif fällt und alle Blüthenträume find verweht. Soll unser Gise festigen zu lassen und von der Strömung nordwärts oder er die blaſſeste und konventionellste Gestalt des Stückes. Bur poetisch empfindendes Geschlecht ewig in schwacher Jugendlichkeit nordwestlich getrieben zu werden, die meiner Meinung nach in Hälfte ist er ein zigeunerhafter Bagant, zur Hälfte erfüllt vom lagen? Warum kein lodernder, aufwärtsstrebender Kampf troß diesen Gegenden in dieser Richtung vorhanden sein muß. Als. Drang, mit seinem Wissen und seiner Kunst einzustehen für die alledem und alledem? Warum nicht zur Männlichkeit sich auf- dann wird voraussichtlich lange Zeit vergehen, bevor wir durch Enterbten. Das hat ihm in Hamburg eine Gefängnißstrafe ein- raffen? getragen. Ein leidenschaftlicher Wandersmann geht er nach vers Gespielt wurde zum Theil mit schlichter Herzlichkeit; ins- trieben sind oder an eine Küste, von der wir nach der Heimath die unbekannte Polarregion und wieder in offenes Wasser ge büßter Strafe zu Fuß nach Berlin. Er ist ohne Schutz auf der besondere von Herrn Werner( dem Förster) und Frl. Kur zurückkehren können. In dieser Zeit wird nichts von uns gehört Landstraße, als gerade ein heftiger Schneesturm sich erhebt.( Trude). werden. Allein wenn Jahre vergangen sind, hoffe ich, wird Seine geschwächten Kräfte verlassen ihn, er wäre verkommen, hätten den Erstarrten nicht der Förster und fein Gehilfe getroffen Das Nationaltheater versuchte es am Donnerstag Abend man eines Tages die Nachricht erhalten, daß wir alle gej und le Nachricht erhalten, daß wir alle gejund und ins Forsthaus gebracht. nach einer Reihe minder rühmlicher Abschwenkungen wieder mit zurückgekehrt sind, und daß die Kenntnisse der Menschheit Mit seinem Eingang hebt die Tragit des Stückes an. Des einem klassischen Drama. In Schiller's" Maria Stuart" sollte um einen weiteren Schritt nach Norden erweitert worden sind, Försters Tochter Trude hat bereits einen Theil von der weiten, sich ein Gaft aus Frankfurt a. D., Fräulein Jda Weiß, dem farbigen Welt jenseits der trostlosen Föhrenwaldungen gesehen. Publikum vorstellen. Leider wußte diese Künstlerin, der die Thr verfeinertes Empfinden scheut bange zurück vor der Rohheit Rolle der Elisabeth anvertraut worden war, sich noch nicht recht und geistigen Beschränkung ihres Kreises. Wäre ihr Vater nicht in das Ensemble der Bühne zu fügen. Während ein Theil der von so gutmüthiger Herzlichkeit, sie hätte es nicht ertragen. Sie Darsteller aus Leibeskräften schrie, sprach Fräulein Weiß mit hat sich mit dem Forstgehilfen verlobt. Das Weib hat eine ge- einer fast unheimlichen Ruhe und Temperamentlosigkeit. Es wird demnächst, wie schon von mehreren bürgerlichen Zeitungen horsame Magd zu sein; und am Ende, der Jäger Franz ist ein war etwas viel vom Publikum verlangt, die von Davison im angedeutet worden, in drei Sprachen: deutsch, französisch und Kraftmensch, schmuck und tüchtig, freilich auch brutal und tattlos. vierten Atte gesprochenen Worte, daß die Königin von ihm im In dumpfer Entsagung lebt Trude nun so hin. höchsten Zorne geschieden sei, glaubhaft zu finden, so nonchalant Aus ihrer dumpfen Verzagtheit weckt sie nun der Schrift betrieb diesmal die Elifabeth die Beseitigung ihrer gefährlichen steller Meinecke. Er führt sie zu selbständigen Entschlüffen; er Gegnerin. Vielleicht geht Fräulein Weiß nächstdem in einem zeigt ihr eine neue Welt; es schreit in ihr: hinaus, hinaus! Schaffen Konversationsstück ein wenig mehr aus sich heraus; sie braucht und genießen; nicht freudlos, theilnahmlos dahinvegetiren! Das die Berliner im Often wahrlich nicht zu fürchten. Fräulein Arco geschah alles abfichtslos; wie im unbefangenen Berkehr zweier spielte brav die Maria. Literarisches. 道光 Ein bisher unveröffentlichtes Wert von Carl Marg englisch bei Swan- Sonnenschein in London durch Mary' Tochter veröffentlicht werden: Revolution und Kontre- Revolution". Das Werk behandelt die Lage und die Zustände von Deutschland und Desterreich im Jahre 1848, und enthält eine Menge neuer Thatsachen und alte Thatsachen in neuer Beleuchtung und ist geschrieben im Geist und Stil eines Carl Marx. Bu näheren ttheilungen sind wir vorläufig nicht ermächtigt. durchaus billigt. ficat hat, mithin auch deren prinzipielle Haltung in dieser Frage davongetragen, hat noch mehr zerschmettert als das die von allen Seiten den Familien der verunglückten braven Crispi'sche Blut- und Eisenregiment und die Grundlagen Bergleute entgegengebracht wird, dringt troftvoll die Nachricht der savoyischen Dynastie. Er hat die ganze die in der Leipziger Volkszeitung" und im Vorwärts" veröffent: Kolonialpolitik durchlöchert und wird an jedem/ worden ist. Allen Beainten und Mannschaften der so schwer lichten Berichte über diese Veriammlung überzeugen fönnen. heimgesuchten Grube und der benachbarten Rohlenbergwerfe, Die Versammlung bedauert deshalb, daß der„ Borwärts" so Punkt der ungeheuren Fläche des dunklen Erdtheils gefühlt welche sich an den anstrengenden und mit äußerster Lebensgefahr wie geschehen vorgegangen ist, und daß er eine ihm vom hiesigen werden und seine Wirkungen äußern. Nach den ersten Niederlagen verknüpften Rettungsarbeiten in so überaus hingebender und Agitationskomitee übersandte Erklärung als unmaßgeblich bezeich der Europäer in Afrika machten wir schon darauf aufmerksam, aufopferungsvoller Thätigkeit betheiligt haben, spreche ich meine net hat. Die Versammlung erwartet vom Zentralorgan der Partei, daß die Eingeborenen den Glauben an die Unbesiegbarkeit ungetheilte Anerkennung und wärmsten Dank aus." daß es durch Abdruck dieser Resolution seine unrichtige Darstellung der Europäer verlieren mußten, und daß sie, da nichts Das ist sehr hübsch vom Minister des Staates der Sozialden Genossen Deutschlands gegenüber richtigitet. Im weiteren proteſtivt die Versammlung gegen die persön- bald militärisch ebenbürtig sein würden. Die militärische ficherung, daß der Staat alles zur Verhütung solcher Unglücks leichter zu lernen sei, als das bischen Kriegshandwerk, uns reform. Noch hübscher wäre aber neben dem Danke die Verlichen Angriffe des„ Vorwärts" gegenüber dem Genoffen Schoenlant. Tüchtigkeit der Gingeborenen iſt denn auch in der That fälle thun werde und daß er hierbei vor nichts, selbst nicht vor dem Hierauf wurden acht Delegirte gewählt." Bu obigem haben wir zu bemerken: Es thut uns um Niederlagen der Europäer waren aber allesammt vergleichs feit Jahren fortwährend und stetig gestiegen. Die früheren elinteresse der Unternehmer und vor der Stärkung der Arbeitervereinigungen zurückschrecken werde. der Leipziger Genossen willen leid, daß eine Versammlung weise kleine Affären und Ueberrumpelungen. Jest bei Thaten sind vor allem nothwendig!-infinit ayisdas in Leipzig in bezug auf den Vorwärts" von anderem Adua haben die Europäer eine große Feldschlacht der Nordd. Bolksstimme" entnommene Depefche des ReichsDie„ Nordd. Allg. 3tg." bruckt heute die von uns wollen wir nicht reden sich zu einer so vollständig unverloren, und motivirten Resolution hat verleiten lassen. Freilich, die nur wenige Schlachten, von denen die neuere Geschichte feinen Inspektionsbesuch auf der„ Havel" deſſen erſtem Offizier so gründlich verloren, tommissars für das Answanderungswesen ab, in der er Bersammlung war von nur über 600" Genossen besucht, uns Kunde giebt. Nicht ein Bataillon, nicht eine vorher anfündigt. Diesem Telegramm fügt sie eine lange Grund die beiden Leipziger Reichstagswahlkreise hatten bei der Kompagnie ist zusammen geblieben es war die allge- tlärung an, die aber trotz ihrer Länge nichts anderes beweist, legten Wahl 47 572 sozialdemokratische Wähler bei 100 155 meine Auflösung, das allgemeine Rette sich wer kann!" Wahlberechtigten. Wir können uns die Annahme einer als daß die vorherige Benachrichtigung der Jusfpektion fein ver solchen Resolution blos darin erklären, daß die Genossen, Folgen der italienischen Niederlage für die Kolonialpolitik Die Hamburger Nachrichten" sprechen sich über die einzelter Fall sondern die Regel ist. welche dafür stimmten, über die Sachlage nur einseitig unterrichtet waren, was um so wahrscheinlicher, da die Redaktion der Leipz. Volksztg." die ihr nicht genehmen Aussprachen Tes Vorwärts" entweder unterdrückt oder inkorrekt wieder gegeben hat. der " 〃 also aus: zwar wie " Desterreich. W Leipzig, 11. März.( Eig. Ber.) Die Kreishauptmannschaft Leipzig hat den Rekurs gegen die von der Leipziger Polizei ver ist beeinträchtigt und zwar selbst bis in solche Kreise binauf, die, weil die Wahlrechts Liga nur eine Erweiterung der in der Das Prestige des Europäerthums auf afrikanischem Boden fügte Auflösung der Wahlrechts Liga abgewiesen, wie z. B. die von abendländischer Kultur beleckten hohen egypti- Stötterizer Versammlung am 5. Januar 1896 gewählten Komschen Würdenträger, gestützt auf ihre Kenntniß europäischer Ver- mission gewesen sei und auch deshalb nicht als Verein anzusehen Der Vorwärts" ist für die sächsische Wahlrechts- hältnisse, bisher annahmen, daß afrikanische Machthaber gegen sei, weil den Mitgliedern nicht die in den Vereinen üblichen bewegung mindestens mit demselben Nachdruck ein- die Kriegführung der Weißen wohl einmal einen Augenblicks Rechte eingeräumt worden sind, die Wahlrechts- Liga auch die getreten, wie die Leipz. Volksztg.", aber er hat erfolg einheimfen, aber ihr niemals in offener Feld. Beschimpfung der Landtagsmehrheit laut der in Stötterit an es auch gerade im Jnteresse der Bewegung für schlacht den Rang ablauren könnten. Die Niederlage, genommenen und zu der ihrigen gemachten Resolution verfolgt feine Pflicht erachtet, sich gegen Spaltungsversuche als Brägedenzfall nicht in betracht gezogen werden. Sie betraf welche s. 3. Hicks Pafcha gegen die Mahdisten erlitt, fann hier habe und eine verdeckte Geldsammlung dargestellt habe. und taktisches Ungeschick zu wenden. Zu berichtigen nur eine relativ fleine Truppe und unter Umständen, welche es In unseren Kolonien haben wir nach dem haben wir nichts und auch nichts zurückzunehmen. verhinderten, daß ihre demoralisirende Wirkung einen das Ziel deutschen Kolonialtalender 21 deutsche und 8 englische und englischNicht wir haben diesen Streit vom Zaune gebrochen; oder den Raum nach nennenswertheren Umfang annehmen deutsche Kolonialunternehmungen.-nicht wir haben das persönliche Moment in eine fonnten. Der Mißerfolg des abessynischen Feldzuges der Tebatte geworfen, die, um ihren Zweck zu erfüllen, in Italiener aber bildet das erste Beispiel dafür, daß männlicher Ruhe und Würde geführt werden mußte. Und größere europäische bezw. nach europäischer Art Wien, 11. März. Der Ausschuß für die Wahlwir haben auch die Genugthuung, die gesammte geschulte und bewaffnete eingeborene Truppen- reform vorlage fegte heute in Anwesenheit des Miniſtermaffen trot bewiesener glänzender Tapfer- präsidenten Graf Badeni und des Ministers Rittner die Besächsische Presse mit alleiniger Ausnahme teit von dem afrikanischen Gegner zu Paaren rathung über die Bestimmung der Wahlorte fort. Der MinisterLeipziger Volkszeitung" auf unserer getrieben worden sind. Die starke Uebermacht der präsident erklärte, er sei mit feinem der gestellten Amendements Seite zu finden. In der sicheren Erwartung, daß die Abessynier kann als entlastender Umstand hier nicht in betracht einverstanden und setzte an der Hand der Vorlage die BeLeipziger Genossen ihren Irrthum einsehen werden, ver- kommen, denn die in Afrifa kämpfenden Europäer find es ge- ftimmungen über die Wablorte, Wahlbezirke, direkten und inzichten wir der Sache zu liebe auf jede weitere Bolemit wohnt, den Vortheil der vielfachen numerischen Ueberlegenheit birekten Wahlen auseinander. Zum Schluß bat der Ministerund überlassen es der sächsischen Landesversamm auf feindlicher Seite zu wissen, und troydem der Regel präsident, den Antrag der Regierung anzunehmen, zumal Iung, das begangene Unrecht und die begangenen Fehler nach als Sieger aus allen Engagements hervorzugehen. der Regierung hierdurch keine zu große Macht eingeräumt Das wieder gut zu machen. für die moralische Machtstellung des Europäer- werde. Der Ausschuß nahm sodann einen Antrag Ruß thums in Afrifa psychologisch bedentliche Mo- an, nach welchem tleinere Wahltreise innerhalb der GeDer dreizehnte März! Die Gedenktage des Prole- ment der neuesten abessynischen Vorgänge liegt vielmehr richtsbezirke gebildet werden sollen, sowie den Antrag Faltentariats beginnen. Vor 48 Jahren am 13. März des Jahres darin, daß sich von den abessynischen Waffenerfolgen der nament- bayn, nach welchem bei Einführung unmittelbarer Wahlen in den achtzehnhundertvierzig und acht" erhob sich das Volk von lich im äquatorialen und im nördlichen Afrika vorhandene Wählerklassen der Landgemeinden in dem betreffenden Lande Wien, verjagte den damaligen Großmeister der inter- ation zu neuen Ausbrüchen zuspißen und zu einer gewalt- Landesgesetzgebung für die Landtagswahl überhaupt als Wahlort inter- fanatische Haß gegen die europäische Zivili jeder Ort einen Wahlort bilden soll, welcher durch die nationalen Reaktion: Metternich und zerschmetterte samen Erschütterung der noch jungen und darum nicht überall bestimmt ist. Abgeordneter Beer erklärte sich namens der Deutschsein Wert. in wünschenswerthem Maße gefestigten Fundamente der euro- Linken bereit, bei der Berathung der Steuerreform einem Antrage Der 13. März von Wien war der Vorläufer des päischen Kolonialsphäre führen fönnte, wenn nicht zwischen heute auf Erhaltung des Wahlrechts bisher Wahlberechtigter entgegen18. März von Berlin.si und morgen, so doch immerhin in absehbarer Zeit. zukommen. Schließlich wird ein Antrag Dipauli einstimmig an genommen, in welchem die Regierung aufgefordert wird, vor der Berathung des Einführungsgesetzes über die direkte Personalsteuer eine Novelle zur Reichsraths Wahlordnung, betreffend die thunlichste Sicherstellung des Wahlrechts der durch Steuernachläffe oder Steuerbefreiungen tangirten Wählerklaffen einzubringen. Minister V Das Bolt erinnert sich seiner Vorkämpfer, es vergißt nicht die treuen Todten" und wird ihren letzten Willen vollstrecken. 9 Der fanatische Haß" der Afrikaner gegen die europäische Bivilisation" der Leist, Wehlan, Crispi wird beiläufig von allen anständigen und gebildeten Europäern Das Kanuegießern über den ,, Dreibund" dauert immer getheilt. noch fort. Statt überflüssiger Argumente nur eine Frage: Ist Ueber die Einkommenftener sind die französis präsident Badeni hatte gegen diesen Antrag keine Einwendungen von Italien bewaffnete Hilfe im Fall eines Krieges mit Frant- schen Geldsäcke ganz außer sich. Wie die Vosfische Ztg." erhoben. reich zu erwarten? Wer es glaubt, der gehe in eine Anstalt für sich telegraphiren läßt, haben die Pariser Handelssyndikate Wien, 12. März. Abgeordnetenhaus. Bei der fortNerventrante. Und wer es nicht glaubt, nun, der spricht beschlossen, die Steuer, wenn die Kammer fie beschließen gesetzten Berathung des Budgets des Act er bauministeriums nicht von dem„ Dreibund." Das Crispi'fche Italien, das von Deutschland und Desterreich auf den Gipfel militärstaatlichen sollte, zu verweigern. Nun auch in Deutschland haben erklärte der Minister Graf Lebebur- Wecheln, die Lösung der Ruhunes geschleppt sein wollte, ist bei Adua in die Brüche ge- die Geldsäcke solche Entschlüsse gefaßt, sie haben sich aber agrarpolitischen Fragen sei nur unter wert. gangen. Und das andere Italien fann sich blos dadurch bald gefügt. Und auch die französischen Geldsäcke werden thätiger Mitwirtung des Großgrundbefizes retten, daß es mit der militärstaatlichen Ruhmespolitik bricht. fich lammfromm fügen, sobald sie merken, daß die Regie- möglich. Ueber die Maßregeln, die gegen die Auswüchse des Getreidehandels zu ergreifen feien, fänden gegenwärtig BeItalien ist von einem schweren Unglücksfall" betroffen rung ernst macht. rathungen statt. Die Vorlage über die landwirthschaftlichen worden und das kann jedem Lande widerfahren" das ist Daß England gute Beziehungen zu Frankreich Berufsgenossenschaften werde einen Schuß gegen die Auswirklich der Inhalt eines Leitartikels der Boffischen Zeitung". hergestellt habe, wurde gestern in einer Rede des englischen wüchse des Getreidehandels ausländischer Konkurrenz gewähren. Aus einer Niederlage ist bereits ein Unglücksfall geworden, und Staatsmanns und Ministers Harcourt ausdrücklich als ein wenn das so weiter geht, wird sich auch bald herausstellen, daß freudiges Ereigniß hervorgehoben. Damit werden unsere Frankreich. es nicht einmal ein Unglücksfall war, sondern nur ein MißverWeltausstellung von 1900. Bis jetzt haben ständniß, daß die italienische Armee sich nur irrte, als sie die früheren Mittheilungen bestätigt. Harcourt erklärte es auch 22 auswärtige Mächte ihre Betheiligung an der WeltFlucht ergriff, daß sie eigentlich gefiegt hatte, und daß die für seine Ueberzeugung, daß die Differenzen Englands mit ausstellung von 1900 offiziell zugefagt, nämlich: DeutschAbessynier es sind, welche in Wirklichkeit die Niederlage er den Vereinigten Staaten sich leicht und in Güte ausgleichen land, Desterreich, Rußland, England, Standinavien, Dänemark, litten haben. Schon jett heißt es ja in den halbamtlichen Tele- würden was wir niemals bezweifelt haben. Italien, Holland, Türkei, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Bulgrammen, ihr Verlust sei viel größer, als der der Italiener. Staaten, Brasilien, Kanada, Bolivia und die Argentinische garien, Spanien, Portugal, Persien, China, Japan, Vereinigte Republik. Wenn man den genannten Staaten den Blag einräumt, welchen sie für ihre Abtheilungen in der Ausstellung verlangen, so würde man die doppelte Oberfläche des Marsfeldes nöthig haben. Italien. Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Diesem Unfinn gegenüber ist es gut das Urtheil zu hören, Wegen Majestätsbeleidigung in einem Falle wurde unter FreiSelten ist im Laufe der Kriegsgeschichte an einen einzigen fprechung in einem zweiten Falle am 10. d. M. der Kaufmann fehlerhaften Gutschluß der Heerführung und eine einzige Nieder- Josef Matiste von Breslau von der ersten Strafkammer zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Das Delift wurde in einer lage ein derartiger Umschwung der militärischen age getnüpft gewesen, wie an den Angriff und die Nieder- Bezeichnung gefunden, die der Angeklagte einer Bigarrenforte beizulegen pflegte, unter Bezugnahme auf ein die kaiserliche lage Baratieri's. Bereits heute tann als feststehend gelten, daß Familie darstellendes Bild, das den Deckel der Rifte schmückte, in der Herbst- und Winterfeldzug 1895/1896 für die Jtaliener ein der jene Bigarrenforte verpact war. Zur Amnestie. Der Kabinetsrath entschied sich Die Verhandlung fand dahin, auch die von den Militärgerichten Verurtheilten in die vergeblicher, verlustreicher an lebendem und todtem Material sowie an petuniären Opfern hinter verschlossenen Thüren statt. gewesen ist. Vor Ende der in der zweiten Hälfte des März beginnen- Nummer der Wiener Allgemeinen Zeitung" vom Wegen Majestätsbeleidigungen, die in der politische Amnestie einzuschließen. Maffanah, 11. März.( Agenzia Stefani.") Das Heer des den Regenzeit, d. h. Anfang Oktober, ift italienischerfeits 22. Januar enthalten waren, hatte die neunte Straftammer des Negus, welches langfam vorrückt, steht noch bei Entiscio. nicht an eine Fortsetzung des Krieges in Gestalt der geplanten hiesigen Landgerichts 1 gestern ein objektives Verfahren gegen G3 tehren noch fortwährend Ueberlebende aus der Schlacht bei Offensive zu denken. Die Abessynier sind bereits heute unbestrittene bas genannte Blatt zu erledigen. Der Gerichtshof erkannte auf Adua zurück, der größte Theil derselben ist verwundet. Herren des ganzen tigrinischen Blateau's bis zu der Linie As Ginziehung und Unbrauchbarmachung der vorfindlichen Exemplare, mara- Saganciti- Digfa- Baffo di Cascafé, hinter welcher Adi Caje, Platten und Formen. der erste Sammelpunkt der Trümmer des Expeditionstorps, liegt, und die Italiener befinden sich somit durch die einzige Niederlage von Abba Carima auf das ursprüngliche Gebiet der Erythrea verwiesen. 54 Deutsches Reich. -Der Bundesrath hat in feiner heutigen Sigung die Vorlagen, betreffend den Entwurf von Vorschriften über die Abgabe start wirkender Arzneimittel, sowie über die Beschaffenheit und Bezeichnung der Arzneigläser und Standgefäße in den Apotheken und betreffend den Entwurf eines Gesetzes über den Abgabentarif für den Nord- Ostsee- Kanal den zuständigen Aus: schüssen überwiesen. Spanien. Madrid, 12. März.( E. N. of G.) Es wird die Aufnahme einer fubanischen Kriegsanleihe beschloffen. Der Finanzminister hat die spanischen Bankiers dahin verständigt, daß Ende Juli zirka 100 Millionen Mart zu Kriegstosten gebraucht würden und diese durch eine 6 pet.- Nationalanleihe beschafft werden sollen. China. Bon einer Fortsetzung des Krieges mit, wie bisher beabsichtigt, etwa 50-60 000 Mann, wird nicht die Rede sein können. Italien wird sich entschließen müssen, mit einem sorgfältig organiMadrid, 12. März.( Frankfurter Zeitung".) Der Gerichtsfirten und in jeder Hinsicht gut ausgerüsteten, an Zahl dem hof hat gestern den früheren Minister Bosch freigesprochen und Menelit's wenigftens annähernd gleich starten die Denunziation des Marquis Cabrinana als falsch bezeichnet. Heere den Feldfrieg im Herbste wieder aufzunehmen, vorausLetzterer müsse gerichtlich belangt werden. gefeßt, daß die Antikriegspartei der Republikaner und Sozialisten Zur Frage der Zivilehe. Daß der Kultus- Urtheil gegen einen Mann, der noch vor wenigen Wochen Bei der bekannten Abhängigkeit der Gerichte ist auf dieses in der Kammer nicht die Oberhand gewinnt. Entschließt sich jedoch minister sich aus Anlaß der Berathungen des Bürgerlichen Gesetz- Minister war und dessen Kollegen es noch sind, nichts zu geben. Italien zu diesem Kriege, so wird die Durchführung deffelben im buches gegen die obligatorische Zivilebe ausgesprochen haben Bei der Anklage handelt es sich bekanntlich um große UnterHochgebirgslande, dem Herzen des Reiches, in den Gebieten von solle, wird jetzt auch von der amtlichen Berliner Korrespondenz" fchleife in der Madrider Stadtverwaltung zur Beit, als Bosch Amhara und Schoa und der Marsch gegen die Hauptstadt Autalo als erfunden bezeichnet. Auch sonst findet der Versuch der Bürgermeister der Hauptstadt war. ins Auge zu faffen sein, da Menelit vor dem Angriff in jene Konservativen, die fakultative Bivilehe einzuführen, keineswegs Bürgermeister der Hauptstadt war. der Vertheidigung noch weit günstigeren Gebiete zurück- Antiang. Die freifonservative Frattion, auf die die Antragsteller weichen kann. Man wird sich dafür italienischerfeits erinnern rechneten, hat folgende Resolution mit 16 gegen 2 Stimmen an müssen, daß der Zug der Engländer unter Lord Napier genommen:" Der Antrag Himburg ist geeignet, das Zustande treffs der chinefifchen Anleihe ist gestern hier von den Peking, 12. März. Der förmliche Präliminatvertrag bevon Magdala bei einer Streitmacht von damals aller kommen des Bürgerlichen Gesetzbuches ernstlich zu gefährden. Die Mitgliedern des Tsung li Yamen, der Hongkong und Shanghai dings nur 25 000 Mann, darunter 15 000 Eingeborenen, Frattion spricht sich entschieden gegen dessen An- Banting Korporation und der Deutsch Asiatischen Bank über 30 000 Laftthiere für seine Approvisionirungnahme aus und erwartet von ihren Kommissionsmitgliedern, unterzeichnet worden. bedurfte. Somit eröffnet sich Italien eine Perspektive auf einen daß sie gegen die Abschaffung der obligatorischen Bivilehe sehr hohe materielle und petuniäre Opfer stimmen werden." Afrika. beanspruchenden neuen Feldzug und der neue Der Minister und das Grubenunglück. Pretoria, 11. März. Die Verhandlung in dem Prozesse höchstkommandirende General Baldissera findet eine schwierigsten Aufgaben, die einem Feldherrn das Oberbergamt in Breslau aus Anlaß des Grubenbrandes auf heute wieder aufgenommen. Ein Zeuge Namens van der Merwe der Der Minister für Handel und Gewerbe Freiherr v. Berlepsch hat gegen die Mitglieder des Johannesburger Reformkomitees wurde zu theil werden können. Kleophasgrube bei Katto with beauftragt, nachstehende Befagte aus, er fei am 5. November von Charles Leonard und Nun, hoffentlich kommt in Italien die Vernunft zur Ober- tanntmachung durch Veröffentlichung zur Kenntniß der be- Lionel Philips angeworben worden und habe dabei den Auftrag hand, und wird der Welt dieser sinn- und aussichtslose Krieg theiligten Kreise zu bringen:" In die tiefe Trauer, welche durch erhalten, sich mit acht anderen nach Mafeting zu begeben, wo erfpart. die Größe des am 3. d. M. auf der Kleophasgrube bei Katto- fie fich der Truppe Dr. Jameson's anschließen Adua. Der Schlag, den der sogenannte Halbbarbar" with vorgekommenen Grubenunglücks in allen Kreifen der Be- follten, die wie dem Zeugen gesagt wurde, nach Transvaal Menelit über das sogenannte zivilisirte Herr der Italiener völferung erregt morden ist, und in die schmerzliche Theilnahme, tomme. 1 1 Frauen 3,50; Arbeiterinnen, deren Männer sonstige Beschäftigung| desselben berücksichtigte:„ Wer erdichtete oder entstellte hat. in der Konfektions- Industrie. Ausständigen für jedes Kind 50 Pf. Die in den Fabriken belich behauptet oder verbreitet 2c. 2c." E3 nahm an, daß haben oder mitstreifen, erhalten 2,50 M.; ferner bekommen die sa chen, wissend, daß sie erdichtet oder entstellt sind, öffent Vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichte erschien schäftigt gewesenen sogenannten Fadenkinder werden mit 2,50 M. der Angeklagte in den zitirten Ausführungen der Regierung gestern unter anderem auch eine Arbeiterin, die ausschließlich unterstützt. zwar ausgesprochenermaßen, aber lediglich im Wege der Knopflöcher an Knabenanzügen macht. Für einen Anzug für Dem Berliner, Lokal- Anzeiger" wurde von seinem Rottbuser Schlußfolgerung verwerfliche Motive unterstelle, daß er einen Knaben von 7-12 Jahren, welches Kleidungsstück 8 bis Korrespondenten telegraphirt: ,, Der Fabrikantenverein beschloß, die diese jedoch nicht als unmittelbar greifbare, zur Er9 Knopflöcher hat, erhält sie 5 Pf. und erreicht dabei einen Ausständigen aufzufordern, innerhalb der nächsten 14 Tage die scheinung gekommene,( d. h. als Thatsachen) Wochenverdienst von 8 M. Sie giebt aus für Schlafstelle und Arbeit wieder aufzunehmen, sonst würden die Fabriken auf drei behandele. Der Angeklagte hat der Auffassung des Gerichts Kaffee 2 M., für Mittageffen 2,45 M., für Abendbrot 1,05 M. Monate geschlossen. Die Aachener und Krimmitschauer nach nicht hatsachen behauptet, sondern sich in den und für Krankenkassenbeiträge 0,22 M. Da sie in der Werkstatt Industriellen haben den Fabrikanten Unterstügung zugesagt. Grenzen eines wenn auch verlegenden und abfälligen Urtheils des Meisters arbeitet und einen weiten Weg dahin hat, giebt fie Die Lohnweber haben zur Abwebung der angefangenen Lohn gehalten. Der 2. Straffenat des Reichsgericht 3 hat nun noch wöchentlich 1 M. für Fahrgeld aus, so daß ihr also zur Be- fetten die Arbeit wieder aufgenommen." Diese Nachricht rührt obige Entscheidung aufgehoben und die Sache zur nochmaligen streitung aller sonstigen Lebensbedürfnisse 1,28 M. übrig bleibt. offenbar aus Fabrikantenkreisen, ist also betreffs des letzten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. Aus den Die vernommenen Zwischenmeister, unter denen sich auch ein Punttes mit Vorsicht aufzunehmen. Gründen des schriftlichen Erkenntnisses ist folgendes interessant: früherer Kaufmann der Kolonialwaarenbranche bestand, bemühten Der Vergleich der bremischen Tabakarbeiter und Der Begriff Behauptung" sei verkannt worden. Es fich, die Berhältnisse ihrer Arbeiterinnen möglichst günstig zu Fabrikanten ist nach der„ Bremer Bürgerzeitung" cadurch er sei irrig anzunehmen, daß für die Entscheidung der Frage, schildern, ihren eigenen Verdienst dagegen möglichst niedrig an- möglicht worden, daß die Sortirer Schüler und Stimmer, ob eine Behauptung vorliege oder nicht, die Form und die Bezugeben. Ferner stellte sich bei den Bernehmungen heraus, daß die die ursprüngliche Veranlassung zu dem Streit gewesen sind, gründung der Kundgebung maßgebend ſei. Werde etwas als eine Konfektionsfirma, obwohl sie der Vereinigung angehört, noch freiwillig auf weitere Beschäftigung bei der Firma G. Kleven- geschehen hingestellt, so werde eine Thatsache behauptet, und es nach dem Streik Herrenhofen zu 55 Pf. an einen Schneider husen verzichtet und anderswo Arbeit gefunden haben; zugleich erklärte fomme dann nicht darauf an, in welcher Form die Behauptung ausgegeben hat. Eine andere Firma, bie es sich der Verein Bremer Zigarrenfabrikanten, daß er durchaus nicht zum Ausbruck gebracht, ob sie auf eigene oder fremde finnliche zum Prinzip gemacht hatte, jetzt nur noch zugeschnittene Sachen die Absicht habe, das Vereinsrecht der Arbeiter im mindesten an- Wahrnehmung, auf ein Urtheil oder auf Folge. auszugeben, hat einem Schneider auf seinen Wunsch unzu- zutasten; wie auch schon in den Statuten dieses Vereins vom rungen aus anderen Thatsachen gestützt und ob das eine oder geschnittene Sachen zum Preise der zugeschnittenen übergeben. Jahre 1890 der Say enthalten ist:" Die Freiheit der Arbeiter, andere als Grund der Behauptung mitgetheilt werde. Auf eine Dem anwesenden Firmeninhaber wurde bedeutet, daß auch diese Bereinigungen anzugehören, soll prinzipiell nicht angetastet derartige Folgerung weise das vom Angeklagten gebrauchte Wort Handlungsweise sich als Vertragsbruch darstelle und ihm ge- werden." „ sicherlich" hin.- Der erste Richter übersehe bei seinen ratben, um allen möglichen Weiterungen zu entgehen, sich streng an die Bestimmungen des Tarifs zu halten. Aeußerungen des Angeklagten bestimmte, Erwägungen, daß nach seinen eigenen Feststellungen die äußerlich in die 6 Partei- Nachrichten. " Der Streit der Maler, Anstreicher und Be rufsgenossen von Barmen Elberfeld umfaßt jetzt 500 Personen; davon ist bereits ein großer Theil abgereift. Es Erscheinung getretene Regierungsmaßnahmen, die wiederwird nur noch in wenigen Werkstätten gearbeitet. holten Truppenkonsignationen, zum Gegenstand hätten. Und ferner übersehe er, daß diese äußeren Thatsachen durch Dar Bei den Wahlen zum Gewerbegericht für die Dem Streit der Dreher, Schlosser, Modell- legung der Zwecke und Motive der Maßnahmen sich nicht zu Arbeiterbeifizer in Frankfurt a. M. ist die sozial- tischler und Drechsler bei der Lübecker Maschinen- abstrakten Schlußfolgerungen verflüchteten. Vielmehr würden demokratische Liste mit einem Mehr von rund 300 Stimmen bau- Gesellschaft in Lübeck haben sich nun auch die hierdurch lediglich innere Thatsachen() mit äußeren verbunden gegen das Vorjahr glatt durchgegangen. Abgegeben wurden Schmiede und Kesselschmiede, sowie die Mieter und und die Kundgebung behalte ihrem ganzen Umfange nach den 3487 Stimmen; eine gegnerische Liste war nicht aufgestellt. Hilfsarbeiter angeschlossen, weil ihnen die Firma zu Charakter des Thatsächlichen. Parteipreffe. Die sozialdemokratische Presse der Schweiz muthete, die Arbeiten der Streifenden mit zu übernehmen. umfaßt 14 Organe. Davon find 8 politische und 5 gewerkschaft Ju Hamburg haben 17 Steinmetzen der Firma Berschwendungssucht haben den jugendlichen Lieutenant Noch ein Edelster und Bester. Leichtsinn und liche Blätter. 8 dieser Blätter erscheinen in deutscher, 4 in fran- Schlid u. Sohn, Schwarzestraße, die Arbeit niedergelegt. a. D. Hasso von Wedel auf sehr bedentliche Bahnen gebracht. zösischer und 1 in beiden Sprachen. Sie bitten die auswärtigen Kameraden, Solidarität zu üben. Er wurde gestern aus der Untersuchungshaft der 9. Straffammer Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Schmiede Dresdens stellten an die Unternehmer des Landgerichts I vorgeführt, um sich wegen Betruges in - Redakteur Thielhorn vom" Boltswillen" in folgende Forderungen: Behustündige Arbeitszeit, 30 pet. Lohn- sechs Fällen zu verantworten. Der in Dortrecht in Südafrika Hannover, der wegen eines Artikels, worin frankhafte zuschlag für Ueberstunden, 50 pCt. Lohnzuschlag für Sonntags: geborene junge Mann stand stand als Offizier in Wittenberg, sexuelle Vorgänge erörtert wurden, angeklagt war, die Sittlichkeit arbeit; denselben Wochenverdienst bei zehnstündiger, wie jetzt bei mußte aber im September v. J. wegen eines Uebermaßes verlegt zu haben, ist am Mittwoch, wie uns ein Privattelegramm der elsstündigen Arbeitszeit; der Lohn darf nicht unter 18 M. von Schulden den Abschied nehmen. Nach dieser Ratastrophe meldet, kostenlos freigesprochen worden. betragen. Gemeinschaftlicher unentgeltlicher Arbeitsnachweis. erhielt er von seinem Vormund sein Vermögen im Betrage von 10'000 Mt. ausgezahlt, das Geld reichte aber nicht lange aus, denn die drei W's Wein, Weib und Wetten die in seinem jungen Leben schon eine so verhängnißvolle Rolle gespielt hatten, beherrschten ihn auch weiter, und so tam es, daß sein Verdie und der mögen in fünf Monaten schon vollständig verschwunden war die Noth bei ihm anklopfte. In In seinem Best befand sich nur noch eine afrikanische Goldminen- Attie, die er Der Streik in der Gratweiner Papierfabrik, die der bei dem Schwerdtfeger'schen Bankgeschäfte in Baargeld umzu besitzer den Verband, als den Träger der Bewegung, schachmatt nach bürgerlicher Angabe beendet. Die Ausständigen haben mehr hatte der Bankier über den Werth der Attie einige Bedenken, Bertretung" erhielten. Dadurch wollen die Leipziger Buchdruckerei bekannten Grazer Firma Leytam Josefsthal gehört, ift feßen sich bemühte. Es gelang ihm dies aber nicht sofort, viel fezen. Gegen diesen Verfuch, feßen. Gegen diesen Verfuch, den bisherigen Jahrzehnte alten Brauch, die Arbeit unter der Bedingung wieder aufgenommen, daß der wurde nämlich schon seit Jahresfrist an der Börse nicht mehr die nähere Erkundigungen in London nöthig machten. Das Papier wonach die Gehilfen ihre Vertreter durch Urwahl bestimmen, Berwaltungsrath über die Beschwerden der Arbeiter bis zum 20. D.. entscheide, seinen Berathungen einen der dann auch unter den Buchdruckergehilfen ganz Deutschlands Arbeiter zuziehe und den entlassenen Arbeiter Lindtner bis zum ftie gleich Null war, da die Gesellschaft inzwischen in Konkurs ein Sturm der Entrüstung erhoben und selbst in Prinzipals 20. b. M. beschäftige. freifen wird gegen das Verlangen der Leipziger Buchdruckerei Gewerkschaftliches. Zur Buchdruckerbewegung. Eine Versammlung der Innung Leipziger Buchdruckereibefizer hatte am 5. März die Zusage, mit den Gehilfen über die Abänderung des Tarifs zu berathen, u. a. davon abhängig gemacht, daß bei diesen Berathungen fowohl die Nichtverbands wie Verbandsgehilfen eine entsprechende Eine Holzarbeiter- Versammlung in Fürth beschloß die 11/ 2stündige Mittagspause zu fordern. Die Forderung wird zunächst in 6 Werkstätten gestellt und bei Nichtbewilligung soll in den partiellen Streit getreten werden. etter'schen Kupferschmiede und Gießerei In Rottweil( Württemberg) legten 16 Arbeiter Arbeit nieder. gegangen ist. Trotzdem diente dieses Papier dem Angeklagten als Folie für einige Betrügereien. Als er noch Geld flüssig befizer Junung sehr energisch protestirt. So hat in Aus Karwin erhalten wir folgendes Privattelegramm: hatte, war er bei zwei hiesigen Juwelieren ein guter Kunde, denn Berlin eine fast vollzählig von den Mitgliedern des Bundes Herold's Berichte über den Stand des Streits entsprechen nicht er hatte wiederholt das Bedürfniß, sich die Gunſt irgend der Berliner Buchbruckereibesizer und des Kreiſes Brandenburg den Thatsachen. Der Streit nimmt durchaus nicht ab; es ist erschmeicheln. Dieser Juwelenhändler erinnerte er sich in feiner einer Schönen durch Ohrgehänge oder funkelnde Ringe au des Deutschen Buchdruckervereins besuchte besuchte Versammlung mit allen gegen eine Stimme folgende Resolution Resolution be- alle Hoffnung auf Erfolg vorhanden." Nothlage. Bei dem einen fam er eines Tages in einer feinen schlossen: Die am 11. März 1896 versammelten Mitglieder des Im Anschluß hieran mögen einige Stellen aus einem Spezial- Equipage mit gallonirtem Diener auf dem Kutschbock vor Bundes der Berliner Buchdruckereibesitzer und des Kreises VIII bericht Play finden, den die Wiener„ Arb.- Zeitung" unterm gefahren, erzählte dem Geschäftsinhaber, daß er sich die Equides Deutschen Buchdruckervereins erklären, daß sie entgegen den 10. März aus Mährisch Ostrau erhielt und der ein ganz page gekauft habe und suchte sich einen Schmuck im Werthe von am 10. März vom Vorstande des Deutschen Buchdruckervereins anderes Bild giebt, als die in den legten Tagen von der 700M. aus. Er gab dafür eine auf das Bankgeschäft von Schwerdtfeger in Leipzig gefaßten Beschlüssen nach wie vor auf dem Stand- bürgerlichen Preffe folportirten Nachrichten. Dort heißt es lautende Anweisung, die nichts werth war, da die werthlose punkt stehen, daß bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen u. a.: Die Hoffnungen der Unternehmer, daß Streitbrecher am Goldminen- Attie als ein Guthaben nicht angesehen werden konnte. nur mit Vertretern der Gehilfen verhandelt werden soll, welche Montag den Gruben schaarenweise zuströmen werden, ist Kurz nachher hat er noch einmal einen Dienstmann zu dem Juwelier auf grund allgemeiner Wahlen gewählt sind. zu Schanden geworden. Man kann fagen, ohne fich geschickt und sich noch einen Schmuck im Werthe von 600 M. Ebenso erklärt die Versammlung, daß fie auf dem bisher von einer Uebertreibung schuldig zu machen, daß gestern aushändigen lassen. Aehnlich hat er gegenüber einem zweiten dem Bunde vertretenen Standpunkt verharre, nämlich jedem vollständige Arbeitsruhe geherrscht hat. Aus diesem Juwelier gehandelt. Die Schmucksachen hat er schleunigst verfekt Versuch der Gehilfen, etwaige Forderungen gewaltsam durch Grunde hat Montag eine Direttorenkonferenz statt und das daraus erzielte Geld zum Lebensunterhalt benußt. Er zusetzen, energischen Widerstand zu leisten und auf keinen Fall in gefunden, die Beschlüsse gefaßt hat, die am Abend dem Streit war geftändig und konnte zu seiner Entschuldigung nur geltend einzelnen Druckereien die Forderungen zu bewilligen, sondern fomitee mitgetheilt wurden. Der ganze Dünkel der Kohlenproßen mechen, daß er die feste Zuversicht hatte, daß sein Bruder und nur gemeinsam vorzugehen." tommt in ihren Beschlüssen zum klaren Ausdruck. Da heißt es: feine Bekannten ihn nicht untergehen lassen, sondern im letzten Ueber das Ergebniß der Verhandlungen, die am Mittwoch" Im Nachhange zu den Beschlüssen betreffs der Abschlags- Augenblick für ihn einspringen würden. Der Staatsanwalt be in Leipzig zwischen den Vertretern der organisirten Buch zahlungen haben die Direktoren erklärt, daß sie dafür Sorge antragte ein Jahr und der Gerichtshof erkannte auf neun druckereibesitzer und Buchdruckergehilfen des Deutschen Reichs ge- tragen werden, daß dort, wo es die geänderten Berhältnisse be- Monate Gefängniß. pflogen wurden, liegen uns folgende Nachrichten vor: dingen, um die Mitte des Monats die bisher üblichen Der ehemalige Lieutenant Hans von Schleinih wurde Leipzig, 11. März, abends.( W. T. B.) Wie das Gedingrevisio nen sorgfältigst vorgenommen werden. Dem Wunsche gestern der 140. Abtheilung des Schöffengerichts aus der Unter Leipziger Tageblatt" meldet, einigten sich die Bertreter wegen Wiederaufnahme in die Arbeit der besuchungshaft vorgeführt, um sich wegen Betruges zu verantworten. ber deutschen Buchdruckerei Besizer und der Gehilfen reits Gekündigten oder Entlassenen tann aus Rück- Der Angeklagte stand beim 7. Grenadier- Regiment in Königsberg, heute über eine friedliche Beilegung der entstandenen Lohn- ficht für die Erhaltung der Disziplin(!) nicht entsprochen hat aber Schulden halber im Herbst v. J. seinen Abschied nehmen differenzen. werden. Weitere Kündigungen beziehungsweise Ent- müssen. Er wandte sich nach Berlin, fonnte aber hier eine geeignete Leipzig, 12. März.( B. H.) Zwischen dem Vorstande laffungen werden, falls die regelmäßige Arbeit spätestens Mitt- Thätigkeit nicht finden. Am 15. Februar besuchte der Angeklagte des Deutschen Buchdruckervereins und Vertretern des Verbandes woch den 11. d. aufgenommen wird, nur aus triftigen den Bock, wo er dem Biere fleißig zusprach. In seinem Besize deutscher Buchdrucker fanden gestern Abend Verhandlungen statt, Gründen ausgesprochen werden." hatte er 3,50 M. Nachdem dieser Betrag verkneipt war, wurde deren Ergebniß eine friedliche Lösung der Tariffrage erwarten läßt. An die Maler Berlins! Kollegen und Berufsgenossen! Seit Montag, den 9. März, befinden wir uns in einem partiellen Streit. Wo der Lohntarif nicht bewilligt ist, wird nicht weiter gearbeitet. Da nun die Sache für uns durchaus günstig steht, so bitten wir die Kollegen, überall dort, wo der Tarif nicht bewilligt wurde, aber die Arbeit noch nicht niedergelegt is sogleich das Erforderliche zu thun. Namentlich die Kollegen bei Den großen Firmen von Sobotta, Lange u. Bodenstein werden hierum ersucht. Ferner bitten wir die streikenden Kollegen der Firma Bodenstein, muthig auszuharren, damit der Sieg um so eher errungen wird. Die Streifenden haben sich täglich zweimal, vormittags von 8-9, nachmittags von 3-4 Uhr im Bureau Neue Friedrichstraße 44 zu melden, wo die Abstempelung der Kontrollkarten geschieht. Die Bureaustunden sind von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Sonnabends bis 9 Uhr abends. Gleichzeitig bitten wir, daß die Gelder zum Streitfonds( pro Woche und Mann 2 Mart) unbedingt am Sonnabend abgeliefert werden, und zwar im Streitbureau, Neue Friedrichstr. 44. Die Lohntommission. = " Die Kellner Berlins protestirten in einer von 2000 Per fonen besuchten Versammlung gegen die von den Pächtern der Gewerbe Ausstellung aufgestellten Engage ments Berträge. Die Versammelten verpflichten sich, Stelhingen durch die Vermittelung von Kommissionären in den Ausstellungs- Restaurants nicht anzunehmen.( Näheres unter der Rubrik Bersammlungen".) Die Streikenden haben es daraufhin abgelehnt, noch ferner, der Angeklagte plöglich wie vom Größenwahn befallen, er Direktoren zu verhandeln; sie verlangen die Einberufung einer start vertretene weibliche Geschlecht. Immer neue Zufuhren von wie bisher, durch die Vermittelung des Oberkommissars mit den traftirte alle, die sich in seiner Nähe befanden und besonders das Konferenz, bei der ihre Vertrauensmänner mit den Direktoren Bier mußten die Kellner herbeischaffen. Als die Beche eine Höhe von 120 M. erreicht hatte, wurde den Kellnern wegen der direkt verhandeln können. haften Verhaltens die Abschreckungsmethode fortwähgebige Gast ohne einen Pfennig Geld war. Zur Wache gebracht, Inzwischen wird gegen die Streikenden trotz ihres muster. Bezahlung bange. Sie mahnten und erfuhren, daß der frei rendangewendet. Am vorigen Freitag hat der Bezirks- erklärte der Angeklagte, daß er noch aktiver Offizier sei. Die richter von Freistadt zwei Arbeiterinnen, welche einen Bergarbeiter unwahrheit stellte sich bald heraus. davon abhalten wollten, die Arbeit aufzunehmen, wegen Ueber- verurtheilte den Angeklagten zu einer Gefängnißstrafe von Das Schöffengericht verurtheilt und beschlossen, sie sofort in Haft zu behalten. Eine Gefängniß und 1 Tag Hast durch die erlittene Untersuchungs tretung des§ 3 des Koalitionsgesetzes zu zwei Monaten Arrest 3 Monaten und einer Haftstrafe von 3 Tagen, wovon 1 Monat Intervention auf Haftentlassung, um den Verurtheilten die haft für verbüßt erachtet wurden. Der Vorsitzende betonte, daß Möglichkeit zu geben, Berufung einzulegen, blieb erfolglos; eine ein berartiges Verhalten bei einem Manne aus den höheren Ständen besonders empfindlich geahndet werden müsse. Anrufung des Juftizminifters blieb bis jetzt unbeantwortet. Am 11. März wurde der Arbeiter- Zeitung" noch berichtet: Auch heute herrscht vollständige Arbeitsruhe. Die Sympathien der Bevölkerung find für die 30 000 Streifenden, Depeschen und lehte Nachrichten. die mit Begeisterung in den zahlreichen Versammlungen erklären, Köln, 12. März.( W. Z. B.) Die größte Hochwassergefahr daß sie nicht eher die Arbeit aufnehmen, bis ihre gerechten scheint vorüber. Zwar wird vom Oberrhein noch Steigen des Forderungen erfüllt sind. Wassers gemeldet, indessen fallen Saar, Neckar und Mosel. Hier war der Wasserstand abends 7,41 Meter; derselbe nimmt stünd lich nur noch 2 Centimeter zu. In Reichenberg i. B. beschlossen die Textilarbeiter, am Zehnstundentag festzuhalten und ihn dadurch zu erzwingen, daß sie die Arbeit täglich eine Stunde später beginnen oder eine Stunde früher aufhören. Gerichts- Beitung. Auffee, 12. März.( B. H.) Eine vom Darstein abgegangene Lawine hat einen mächtigen Schußdamm vollständig zerstört und die Bahn auf eine Entfernung von über zweihundert Metern unfahrbar gemacht. Die Fahrtunterbrechung dürfte bis Anfang Mai dauern. Unser Parteigenosse Blaurock hatte sich durch die Rede, Bukarest, 12. März. Nachts 1 Uhr 10 min. wurden hier welche er am 1. Mai 1895 in emer öffentlichen Maurerversamm- sowohl wie auch in Jaffy zwei heftige Erdstöße wahrgenommen. lung hielt, eine Anklage zugezogen, die ihm besonders Verächt- Paris, 12. März.( W. T. B.) Die Berhandlung in der AngelegenAn die Stockarbeiter Berlins! In Uebereinstimmung lichmachung von Staatseinrichtungen bezw. Anordnungen der heit Lebaudy wird nach der Vernehmung Berrière's, welcher erklärt, mit unserem bisherigen Verhalten nehmen wir auch in diesem Obrigkeit vorwarf; er war dann aber von der Straffammer von Lebaudy kein Geld empfangen zu haben, auf Antrag des Jahre an der Gedenkfeier der 48er Revolution theil. Den freigesprochen worden. Für thatsächlich festgestellt hielt Staatsanwalts- Substituten auf morgen vertagt. würdigsten Ausdruck findet sie für unsere Branche in der öffent- das Gericht, daß Blaurock geäußert habe:" Am heutigen Tage London, 12. März.( B. H.) Ein mit Menelik befreundeter lichen Versammlung, die nächsten Montag Abend abgehalten( 1. Mai 1895) find sicherlich die Truppen wieder in italienischer Forschungsreisender ist mit Friedensvorschlägen zu wird.( Näheres in der Annonce.) Zugleich ist Aussprache über den Refernen tonfignirt worden", und:" Ich glaube Menelit abgereist. Der Negus soll nun, wie dem„ Daily Chroden 1. Mai. Alle Kollegen find eingeladen und werden hier bestimmt, daß die Regierung durch derartige Maßnahmen nicle" aus Rom gemeldet wird, diese Vorschläge annehmen durch veranlaßt, die Versammlung zu einer imposanten zu ge- die Arbeiter nur provoziren will; die Regierung hat eine zu ge- wollen, wenn sich die Italiener hinter den Mareb- Fluß zurückstalten. ringe Meinung von den Arbeitern, als daß sie nicht annehmen ziehen. Aus Kottbus wird uns über die Höhe der den Streifenden sollte, dieselben ließen sich zum revoltiren anreizen". Das Land- Rio de Janeiro, 12. März. Auf dem italienischen Kriegs. gewährten Unterstüßung folgendes berichtet: Es bekommen ver- gericht hielt den§ 181 des Strafgesetzbuches hierauf nicht für schiffe Lombardia" sollen bereits 147 Mann von der Besakung heirathete Männer 6 M., ledige 4 M.; Wittwen 4 M., ledige anwendbar, indem es besonders die folgenden Eingangsworte am gelben Fieber gestorben sein. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Injeratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Druck und Verlag von Wiag Bading in Berlin. " Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 62. Reichstag. Freitag, den 13. März 1896. liegt. " 13. Jahrg. Die Zuckerstener Kommiffion läßt nach ihrer ganzen geblieben; das ist ein Beweis für den Schuh, der in der Impfung beschlossenen Erhebungen eingegangen sein wird. Reich muth ift in der Stichwahl gegen unseren Genossen Abg. Langerhaus( frs. Vp.): Die Antragsteller haben es Baudert mit einer Mehrheit von 116 Stimmen gewählt worden, 58. Sigung vom 12. März 1896. 1 Uhr. sich allerdings sehr leicht gemacht, wir machen es uns sehr Gegen die Wahl liegen drei Proteste vor, aus denen über eine Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher und Rom- schwer. Die Regierungen und das Reichs- Gesundheitsamt haben größere Anzahl Beschwerden Erhebungen beschlossen worden miffarien. manchen Dank verdient für die schwere Arbeit, die sie geleistet sind. Im übrigen hat die Kommission ihre Aufgaben so weit Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Anträge wegen haben und dafür, daß es allen einzelnen Fällen so genau nach erledigt, daß sie in der nächsten Woche wohl ihre letzten Sigungen Aufhebung des Impfawang- Gefeßes vom 8. April gegangen ist. Es wird behauptet, daß die französischen abhalten wird. Insgesammt hat die Kommission bis zum Schlusse 1874, welche gestellt sind von den Abgg. För ster Neustettin Gefangenen troh der Impfung hier erkrankt sind. Man hat aber ihrer Thätigkeit mehr als hundert Sizungen abgehalten. ( Peform- P.) und Meyner Neustadt( 3.), unterstützt von vergessen, daß die meisten Gefangenen erst nach Wochen geimpft Aus der Justiznovellen- Kommission. In der Sizung am einigen Konservativen, Zentrumsmitgliedern und Welfen, und werden konnten, weil nicht so viel Lymphe vorhanden war. Donnerstag wurde im Gegensatz zu der bestehenden Rechtsprechung von den Sozialdemokraten Blos und Genossen. Die Bemängelung der Statistik, welche das Reichs- Gesundheits auf Antrag des Abg. Rintelen unter Widerspruch der Abg. Förster- Neustettin( Reform- P.) führt aus, daß nur der amt in allen Fällen beweisen kann, seitens der Antragsteller ist Regierung die Beschwerde gegen einen Beschluß zugelassen, durch Impfzwang beseitigt werden solle, der allmälig zur Erbitterung ge- doch eine sehr dreiste gewesen; Beweise sind nicht beigebracht den das Gericht auf Antrag eines Sachverständigen die Unterführt habe. Die wissenschaftliche Frage der Schuhimpfung stehe nicht worden. Wenn früher Schädigungen eingetreten sind, so lag das bringung eines Angeklagten in eine öffentliche Frrenanstalt zwecks in Frage. Die Rechtsprechung hat ergeben, was der Reichstag ficher- daran, daß die Lymphe früher nicht so gut war wie jetzt. Ob Beobachtung seines Geisteszustandes beschlossen hat. Eine erhebliche lich niemals gewollt hat, nämlich daß die Verweigerung der Impfung die Schädigungen wirklich eine Folge der Pockenimpfungen Debatte entspann sich bei§ 354. Dieser führt die Berufung gegen nicht blos Polizeistrafen nach sich zieht, sondern daß auch ein waren, muß doch erst wissenschaftlich festgestellt werden. Die Urtheile der Straffammern ein. Unsere Genossen hatten vergeb direkter Zwang ausgeübt werden kann. Inzwischen ist aber der Rein einziger wissenschaftlicher ärztlicher Verein, kein lich beantragt, der Staatsanwaltschaft ein Berufungsrecht nicht Widerspruch gegen die Zwangsimpfung gewachsen und zwar nicht bedeutender Arzt hat sich gegen die Impfung aus blos auf feiten der Laien, sondern auch auf seiten der wissen gesprochen. An der Impfung haben die Aerzte auch kein geben. Abg. Mundel will folgende Beschränkung einführen: Die zum Nachtheile des Angeklagten eingelegte Berufung schaftlich gebildeten Männer, speziell der Aerzte. Trotzdem in Interesse; sie verdienen dabei wirklich nicht viel. Erst in diesem gegen ein Urtheil der Straffammer fann nur auf Anführung Deutschland der Impfzwang besteht, ist das deutsche Volt nicht Jahre hat die Medizin einen Fortschritt gemacht in der Be- neuer Thatsachen oder Beweismittel oder darauf gestützt werden, ficher vor dem Ausbruch einer Epidemie; denn die Schuß- ziehung, in der Jenner angefangen hat. Ich würde mich schämen, daß das Urtheil auf einer Verlegung des Gesetzes beruht." Abg. impfung wirkt nur 10 Jahre; nach dieser Zeit sind wenn wir heute das Impfgesetz aufheben würden, wo wir durch Beck h will der Staatsanwaltschaft kein Berufungsrecht geben, die Menschen nicht mehr immun, also alle Frauen und alle Impfung Immunität gegen diese oder jene Krankheit herbei- wenn der Angeklagte einstimmig freigesprochen ist. Die Regierung Männer, welche nicht gedient haben und dabei wieder geimpft zuführen suchen. Ich möchte Sie dringend bitten, das Jmpfgesetz erklärt wieder einmal diese Anträge für unannehmbar. Die find, nach dem 20. Lebensjahr, und alle gedienten Männer vom bestehen zu lassen. 30. Lebensjahre ab. Seit 1874 ist allerdings die Sterblich Albg. von Hodenberg( Welfe): Die schädlichen Folgen der Frohme und Stadthagen abgelehnt. Bis§ 380 werden, Anträge werden gegen die Stimmen der Abag. Munckel, Beckh, teit an den Poden sehr zurückgegangen, wir Impfung bestehen nicht in der Impfung selbst, sondern in ihrer nachdem die Regierung wieder einmal bei§ 366 der Romhaben auch keine große Epidemie gehabt. Aber die Epidemien mangelhaften Ausführung. Vielleicht könnten die Ausführungs- missionsbeschluß zu§ 366 hält das Prinzip der Mündlichkeit haben auch ihre Perioden, und wenn wir davon verschont vorschriften geändert werden. Die Zahl der zu impfenden Kinder aufrecht die von der Kommission in erster Lesung beschlossene geblieben sind, so ist das auf die Besserung der Lebens- und in den einzelnen Impfterminen ist eine viel zu große. Gestaltung für unannehmbar erklärt hatte, im wesentlichen die Gesundheitsverhältnisse, Verbesserung der Wohnungen 2c. zurück- Auch größere Borsichtsmaßregeln bezüglich der Reinigung der zu Beschlüsse der ersten Lesung aufrechterhalten. Die nächste Sitzung zuführen. Die guten Folgen des Impfzwanges schreibt man benußenden Instrumente find nothwendig. Unzufriedenheit erregt findet am Freitag vormittags statt. Es wird angenommen, daß immer diesem zu, obgleich sie vielleicht andere Ursachen haben; es, daß die Aermeren in die öffentlichen Impftermine gezwungen noch in dieser Woche die zweite Lesung beendet wird. Es soll aber die bösen Folgen, die schreibt man anderen Ursachen zu werden, während die Reicheren ihren Hausarzt benutzen können. auf Vorschlag des Abg. Rintelen dann eine dritte Lesung Die Statistit aus Sachsen, Preußen und Bayern beweist, daß so Würden alle Kinder in den Impftermin gebracht werden müssen, bezüglich der Punkte stattfinden, die die Regierung für absolut viele Impfschädigungen vorgekommen sind, daß die Sache nicht so würde sich die Zahl der Gegner in diesem Hause schon mehren. unannehmbar erachtet wissen will. Vor dieser dritten Lesung mehr so weiter gehen kann, da die sichere Garantie, daß die( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Impfung unter allen Umständen unschädlich erfolgen kann, nicht soll den Kommissionsmitgliedern Gelegenheit gegeben werden, Staatssekretär v. Bötticher: Wenn es auch mißlich ist, mit ihren Fraktionen in Verbindung zu treten. Unsere Genossen gegeben ist. Die schweizer Kantone, welche den Impfzwang daß vom Bundesrathstische zu Initiativanträgen das Wort ge- erklärten, fie würden wie bislang ihre prinzipalen mit großer nicht gehabt haben, hatten weniger Todesfälle an Bocken, als nommen wird, so möchte ich doch heute einige Worte sagen, um Mehrheit in der Kommission abgelehnten Anträge in der Rom Diejenigen, welche den Impfzwang hatten. Redner verweist auf Silarheit zu schaffen und nach außen hin beruhigend zu wirken. mission nicht wiederholen, behielten sich aber ausdrücklich die die Verhältnisse in Frankreich und folgert daraus, daß auch dort Ich bin dem Vorredner sehr dankbar für seine Stellung zu den Einbringung dieser Anträge für das Plenum vor. Irgendwie die nicht Geimpften weniger Erkrankungsfälle gehabt haben Anträgen. Der Weg, den er vorschreibt, wird auch nach meiner in den von der Regierung als unannehmbar bezeichneten als die Geimpften. Bezüglich der Impfschädigung ist die persönlichen Meinung zu dem Ziele führen, daß die Impf Punkten zu kompromittiren, feien sie außer stande, wollen aber vorhandene Statistit nicht ausreichend; denn es besteht fein 3wang ichädigungen aus der Welt geschafft werden. Ich weiß nicht, einer dritten Lesung in der Kommission nicht widersprechen. für die Aerzte, Impfschädigungen zur Anzeige zu bringen. Es wie die Einzelregierungen fich zu der Frage der Aufhebung des wird auch seitens der Impfärzte natürlich nach Möglichkeit ver- Impfgefeyes stellen. Aber nach der mir aus früheren Korrefpon- Busammenſegung das Schicksal der Vorlage wesentlich günstiger mieden, die eingetretenen Todesfälle auf diese Ursache zurück- denzen bekannten Auffassung glaube ich nicht in Auszuführen; ebenso wird in vielen Fällen das spätere Auftreten ficht stellen zu können, daß die vorliegenden erscheinen, als es sich im Plenum herausstellen wird. Zrozdem von Siechthum und Krankheit auf diese Ursache zurückzu- Anträge eine Mehrheit im Bundesrath finden. geht es durchaus nicht so glatt vorwärts, als die vereinigten führen sein. Wenn nun auch gegen Diphterie, Cholera und Die Erfahrungen weisen feineswegs darauf hin, daß es noth- Interessenten wohl glauben mochten. Freilich sind für das andere Krankheiten Schuhimpfungen stattfinden, dann wird wendig ist, dieses werthvolle Schutzmittel gegen eine verderb- Plenum noch einige werthvolle Reservekräfte zurückgehalten: so man sich immer mehr vernachläffigen, und sich auf die Güte liche Krankheit aufzugeben. Die Antragsteller haben die vom nimmt nicht Herr v. Bennigsen, sondern nur der Abg. des Schußes verlassen, statt gesundheitlich leben. Reichsgesundheitsamt vorgebrachte Statistit zu bemängeln gesucht. if che, der Direktor der Zuckerfabrik Bennigsen, an den Die Gerichte wiffen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Ginige Diese Statistit stützt sich auf amtliche Erfahrungen und Auf- Kommissionssitzungen theil. Gerichte haben eine fleine Ordnungsstrafe bei der Impf- nahmen. Ich freue mich, daß Herr Langerhans den Werth dieser Schon die Wahl des Vorsitzenden entsprach nicht den verweigerung festgesetzt; einige haben gemeint, es tönne nur ein- Arbeit ins rechte Licht gestellt hat. Ich spreche es auch meinerseits Wünschen der Zuckerindustrie, da, wie schon erwähnt, der Abg. mal gestraft werden, andere haben bei wiederholter Verweigerung aus, daß die Arbeit außerordentlich werthvolles Material enthält, so aafche nur wenige Stimmen erhielt und der Abg. Göz des Impfens von einem andauernden Vergehen gesprochen und daß ich den Gegnern nur empfehlen kann, an die Prüfung des Ma- v. Dlenhusen mit großer Mehrheit zur Leitung der Ver fortlaufende Strafe verhängt. Wir müssen volle Freiheit der terials zu gehen, sie werden dann ihre Meinung sehr bald ändern. handlungen berufen wurde. Staatsbürger verlangen auch in der Frage des eigenen Leibes. Das gegenwärtig lebende Geschlecht hat gar keine Vorstellung sich um die Festlegung des Kontingents, d. h. derjenigen Am Dienstag fam es zur ersten Abstimmung. Es handelte Redner empfiehlt die Verweisung der ganzen Frage an eine mehr von dem Elend, welches durch eine Blatternepidemie hervor Rommission, welche aber das Recht haben sollte, Sachverständige, gerufen wird.( Sehr richtig!) Das erklärt die Zunahme der Jahresmenge an Zucker, welche von den Fabriken ohne Nachnicht blos feitens der Regierung zu Rathe zu ziehen. Nach dieser siebenviertelstündigen Rede erhält als Antrag auszusehen, allseitig schwer empfunden wird. Der Staat hat Gesammtkontingent natürlich möglichst hoch, die Regierung Impfgegner, zumal der Zwang, die Kinder einer gewissen Gefahr ahlungen, also unter dauerndem Anspruch auf die volle Prämie hergestellt werden kann. Die Zuckerindustrie wünscht das steller für den sozialdemokratischen Antrag das Wort das Wohl der Gesammtheit dem Wohle des Individuums voranwar anfänglich ein sehr schwacher; es tamen nur wenige opfern des Individuums das Wohl des Ganzen sicher erklärt letzteres für unmöglich: je höher das Kontingent, desto Abg. Reißhaus( Soz.): Der Widerspruch gegen das Gefeß zustellen, und wenn er zur Ueberzeugung kommt, daß nur unter widerstrebt, weil ohne Herabsetzung der Prämie ihre Kassen dann um so mehr geleert werden. Der Reichsschatsekretär Petitionen an den Reichstag; jetzt kommen alljährlich tausende zu stellen ist, so hat der Staat allerdings das Recht, niedriger müsse dann die Prämie werden. Die Regierungsvon Petitionen mit hunderttausenden von Unterschriften. Bei der auch über den Leib des Individuums zu verfügen. Berathung des Gesezes sagte schon der Abg. Reichensperger voraus, Bum Schuße des Vaterlandes thun wir ja nichts anderes in der vorlage schlug 14 Millionen Doppelzentner als Kontingentsziffer daß dieses Zwangsgesetz bedenkliche Dinge mit sich bringen würde; allgemeinen Militärpflicht. Der Staat hat aber auch seinerseits vor; Herr v. Staudy forderte 19 Millionen, v. Romierowsky 18, Müller Fulda 16, v. Putttamer Plauth 17 Millionen, das ist vollständig eingetroffen, denn die Behörden weichen sogar alles zu thun, um etwaige Schädigungen auf ein Minimum wie das ja auch der Verein für Rübenzucker- Industrie verlangt. vor ungefeßlichkeiten nicht zurück, um die Impfung zu erzwingen, zurückzuführen. In dieser Beziehung ist die deutsche Regierung mit 18 gegen 7 Stimmen entschied sich die Kommission für die während von einer Zwangsimpfung teine Rede sein tann. nicht lässig gewesen, sie hat schon sehr schöne Erfolge erzielt. Der Widerspruch gegen das Impfgefeß ist aus dem Kreise der Seit Verwendung der Thierlymphe hat die Zahl der Impf- lezte Ziffer. Laien auch in die Kreise der Aerzte übergegangen. Wenn nicht schädigungen abgenommen, weil Menschenkrankheiten nicht mehr dung des Herrrn Miquel, der die bessere technische AusDie gestaffelte Betriebsabgabe, diese kostbare Erfin die Polizei einschreiten würde, vor welcher viele Leute Furcht übertragen werden können. Jedes Kalb, von dem die Lymphe haben, dann würde bald das ganze Volt sich der Impfung ent- genommen ist, wird geschlachtet und untersucht, und die stattung mehr und mehr mit Strafsteuern belegen will, fand ziehen. In der Denkschrift, welche das Reichsgesundheitsamt Lymphe eines tranfen Thieres wird nicht verwendet. wenig Gegenliebe, obwohl Herr Miquel felber in der ihm eigenen Bockenfällen im französischen Heere gesprochen, während folgt; es wird vielleicht auch in anderen Theilen des Reiches Luft, dafür Steuern zu entrichten. Mit der Staffelung fällt aber über die Impfung ausgearbeitet hat, wird von den zahlreichen Im Westen wird die Lymphe den Aerzten unentgeltlich verab- Schillernd- oberflächlichen Weise den sozialen Gedanken" des Entwurfs vertrat. Der Osten hat die großen Fabriken und keine thatsächlich eine Statistit darüber nicht vorhanden ist. ähnlich verfahren werden können. Es soll in Zukunft nicht mehr die ganze Betriebssteuer, denn proportional nach den produzirten Die Impfung für die Schafe hat man 1880 bereits aufgehoben, auf beiden Armen geimpft werden, sondern nur auf einem, dem Zuckermengen berechnet, ist sie nichts wie ein nochmaliger Verda muß man doch fragen, warum sie für die Menschen bestehen linken Arm. Wir werden uns bemühen, die unbleibt.( Widerspruch.) Allerdings besteht ein Unterschied zwischen angenehme Seite der 3wangsimpfung bintan brauchssteuer Aufschlag. So fällt der ganze zweite Theil der Mensch und Schaf( Heiterkeit), die Schafe fosten Geld, während zu halten. Jedenfalls steht soviel fest, wenn wir auch den Vorlage hinter der Progression her. Für die Stellung der man das Menschenmaterial nicht so hoch veranschlagt. Warum gegenwärtigen Zustand beibehalten müßten und wenn es uns famer- Plauth die Führung gegen die Betriebssteuer übernommen heutigen Regierung war es charakteristisch, daß Herr v. Putthat die Impfung bei den Schafen schädlich gewirkt und bei den nicht gelänge, eine größere Sorgfalt bei der Behandlung der hatte, die nach den Illusionen des Reichs- Schatzsekretärs dem Menschen nicht? Das beste Mittel gegen die Bocken sind gute Impflinge herbeizuführen, so würde ich der Meinung sein, daß Reichstage die Vorlage annehmbarer machen sollte! hygienische Einrichtungen und ein guter Unterricht in der Schule der gegenwärtige Zustand weitaus den Vorzug verdient vor über die Gesundheitslehre. Nehmen Sie den Antrag an und es wird dem Zustande, in den wir verfallen würden, wenn wir Am Donnerstag tam die eigentliche Konsumentenbelastung die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes den Tag segnen, an den Impfzwang aufheben würden.( Sehr richtig! links.) zur Erörterung: die Ausfuhr prämie, die zu decken ist aus welchem das Impfgefeß aufgehoben worden ist. Denn aus der graphischen Darstellung( die der Staatssekretär lande. Die Regierungsvorlage schlägt bekanntlich 4 Mr. Prämie einer Erhöhung der Zucker- Werbrauchsstener im InAbg. Kruse( natl.): Ich glaube in kürzerer Zeit als die dem Hause vorhält) geht hervor, daß Deutschland neben Schweden und darum eine Erhöhung der Zuckersteuer von 18 auf 24 Mt. beiden Borredner die vorgebrachten Behauptungen widerlegen zu und Schottland das günstigste Land in bezug auf die Pocken: vor. Die Mehrheit der Zentrum 3 mitglieder überraschte die fönnen. Ihre Ausführungen haben gezeigt, daß sie troß ihrer Todesfälle ist. Seit 1874 find die Pocken- Todesfälle bei uns auf Rommission mit einem Antrag auf eine Prämie von 1,85 Mt. gründlichen Studien teine Erfahrungen haben. Eine Kommissions- ein Minimum zurückgegangen. Wer will da die Verantwortung berathung ist nicht nothwendig in diefer klaren Frage; ebenso übernehmen, jezt ein Gesetz aufzuheben, welches zum Segen der heute 1,25 Mt.) und auf eine Verbrauchssteuer von 20 Mr. wenig ist die Zuziehung von Sachverständigen erforderlich; die Bevölkerung bestanden hat, und dessen Aufhebung die Be-( heute 18 Mt.). Die Wortführer der Zuckerindustrie erklärten übereinstimmend diesen Vorschlag für unannehmbar; für einen Redner waren ja so sachverständig, daß fie taum noch belehrt völkerung dem Glend preisgeben würde.( Beifall.) werden tönnen. fo geringen Gewinn nehme man die Kontingentirung und alle Die Broschüre des Reichs- Gesund- Abg. Reikhaus verliest eine Reihe von Namen der Aerzte, heitsamtes ist so unparteiisch, fo fachlich, so flar welche mit Namensunterschrift sich gegen den Impfzwang erklärt Schubriegeleien des Gesetzes nicht in Kauf; da laffe man es und deutlich, daß man taum etwas hinzufügen kann. haben. Wenn alle Kinder die öffentlichen Impftermine aufsuchen lieber beim alten. Die weitere Debatte darüber wurde vertagt Herr Reißhaus fragt, weshalb die Schafimpfung aufgegeben müßten, dann würde die Zahl der Gegner größer sein. An sich und kommt vielleicht auch Freitag Abend noch nicht zum Abschluß. worden ist. Da zeigt sich schon der Mangel an Sachverständig haben wir gegen den Zwang nichts einzuwenden, wir bekämpfen Jedenfalls hat sich gestern der Wind wieder einmal gegen feit des Vorredners. Die Schafpocken sind direkt mit dem den Schulzwang ebensowenig wie den Militärzwang. Damit schließt die Diskussion; in seinen Schlußworten verPockengift geimpft und nicht mit einer abgeschwächten Vaccine; die Vorlage gedreht. damit hat man schlechte Erfahrungen gemacht, ebenso wie zur langt Die deutsche Reichspartei nahm gestern mit 16 gegen Beit, als man die Menschen direkt mit Pockengift impfte. Die Abg. Förster Neustettin( Reform- P.), daß die durch den 2 Stimmen einen Beschlußantrag an, in dem erklärt wird, der zahlreichen Unterschriften unter den Petitionen bedeuten garnichts, Jmpfzwang Geschädigten mindestens entschädigt werden müßten. Antrag Simburg, betreffend die fakultative Sivildie meisten Unterzeichner fennen kaum die Tragweite der Frage, Abg. Schmidt: Frankfurt( Soz.) als Antragsteller verzichtet ehe, fei geeignet, das Zustandekommen des Bürgerund außerdem fosten ihre Unterschriften nichts. Daß die Schuß auf das Wort und behält sich vor, bei der zweiten Lesung näher lichen Gesetzbuches ernstlich au gefährden. Die impfung nach 10 Jahren ihre Wirkung verliert, ist ein Irrthum auf die Schrift des Gesundheitsamts einzugehen. Fraktion spricht sich entschieden gegen die Annahme aus und des Vorredners. Es ist nur festzustellen, daß in den ersten Jahren nach erwartet, daß ihre Kommissionsmitglieder gegen die Abschaffung der Impfung ein vollständiger Schuh vorhanden ist, der sich aber der obligatorischen Zivilehe stimmen. von Jahr zu Jahr abschwächt. Die Behauptungen über die Impfschädigungen haben fast alle als übertrieben sich herausgestellt, sobald man sie genauer untersuchte. Die Gefahr solcher Schädigungen ist auch eine geringere geworden, seitdem nicht mehr abgeimpft wird, sondern möglichst nur animale Lymphe zur Verwendung fommt. Die Zahlen kann ich nicht so genau tonIm preußischen Landtage ist ein Antrag Wallbrecht trolliren; aber das ist sicher, während des Krieges von 1870/71 Die Wahlprüfungs Kommission beschloß in ihrer letzten betr. die Einführung von Ortsstatuten zur Sicherstellung find viele Franzosen an den Pocken erkrankt; aber unsere Armee Sigung, die Entscheidung über die Wahl des Abg. Reichmuth, der Forderung für Lieferungen und Arbeiten ift, trotzdem sie sich unter dieser Bevölkerung befand, verschont Weimar- Apolda, auszusetzen, bis das Ergebniß der bei Bauten, sowie ein Antrag v. Mendel Steinfels Der Antrag auf Ueberweisung des Antrages an eine Kommission wird verworfen. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Etat des Auswärtigen Amts und der Kolonien.) Parlamentarisches. 1 F B find die Herren Freiherr v. Gültlingen und Graf Bernstorff aus In Folge des gestrigen Fraktionsbeschlusses der Reichspartei der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch ausgeschieden und seitens der Fraktion durch die Herren Pauli und Müller( Har burg) ersetzt worden. " betr. die Abwässerungsverhältnisse in der Stadt nicht dasselbe. Im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt, nicht im desetlub Carl Mary" aufmerksam. Außer einer Kapelle des Leipzig eingegangen. Interesse meiner politischen Partei, sondern im Interesse der Zivil- Berufsmusiker werden ca. 150 Sänger und Sängerinnen Die polnische Fraktion des Abgeordnetenhauses hat Wahrheit müssen wir von der Gerechtigkeit des Magistrats er- mitwirken. Die Feftrede hält Genosse Wilh. Liebknecht. Unter einen Antrag eingebracht, die königliche Staatsregierung zu erwarten, daß er das nöthige thut, daß diese Geschichtsfälschung Anderem gelangt das Melodrama„ Columbus" zur Aufführung. suchen, die baldthunlichste Aufhebung des Gesetzes den Leuten nicht mehr als Wahrheit vorgetragen wird.( Leb An die Kommunalwähler in Schöneberg! Parteigenossen, hafter allseitiger Beifall.) vom 26. April 1886, betreffend die Beförderung bafter allseitiger Beifall.) Wähler! Durch die Auflösung der letzten Versammlung hat deutscher Ansiedelungen in den Provinzen West-| Beim Etat der höheren Mädchenschulen stimmt die man es uns unmöglich gemacht, in der Weise, wie es die bürgerpreußen und Posen, durch eine entsprechende Vorlage in die Versammlung dem Magistratsbeschluß zu, den festangestellten lichen Parteien können, unsere Wahlgeschäfte zu erledigen. Es Gemeindelehrerinnen, welche als Beichenlehrerinnen an eine muß daher das, was in der Versammlung noch mitzutheilen war, Wege zu leiten. höhere Mädchenschule übergehen, die Beit ihrer Anstellung an in unserem Parteiblatte nachträglich befannt gegeben werden. den Gemeindeschulen anzurechnen. Am bedeutsamsten fällt ins Gewicht, daß nicht allein unser Antrag, Beim Etat der Gemeindeschulen beantragt der Etats- bei der am 20. März stattfindenden Gemeindewahl den Wahlaft ausschuß: Die Versammlung ersucht den Magiftrat, Einrichtungen bis acht Uhr abends auszudehnen, abgelehnt worden zu treffen, wonach 1. die Deffnung der Gemeindeschulen früher ist, sondern daß man die Wahlhandlung im Gegentheil als bisher erfolgt, 2. die Entscheidung über die Hergabe der sogar noch abends um eine Stunde verkürzt hat. unentgeltlichen Zehrmittel nicht wie bisher den Schul- Während vor zwei Jahren die Wahlhandlung wenigstens bis fommissionen, sondern dem Rektor und dem Lehrerkollegium über- abends 6 Uhr dauerte, ist sie für den 20. März auf die Zeit von tragen wird." Die Resolution wird angenommen. vormittags 11 Uhr bis nachmittags 5 Uhr angesetzt worden. Arbeiter, Parteigen offen! Parirt den Schlag, den man gegen Euch führt, zeigt, daß Ihr trok alledem das Bestreben Eurer Feinde zu nichte machen werdet, agitirt mit verdoppeltem Eifer dafür, daß unsere Kandidaten Tischler Hermann Köster und Maurer Wilhelm Bäumler gewählt werden! Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 12. März. Stadtverordneten Borsteher Langerhans eröffnet die Sigung um 51/2 Uhr. Bei Beginn der Sigung werden der wiedergewählte Stadtv. Liebenow und der neugewählte Stadtv. Ed eingeführt und vom Vorsteher begrüßt und durch Handschlag verpflichtet. = in Die als nächster Punkt auf der Tagesordnung stehenden Vorlagen wegen der Anstellung jüdischer Lehrkräfte, wegen des Auf der Tagesordnung steht zunächst die Berichterstattung Religionsunterrichts der Dissidentenkinder und wegen der Ueberdes Etatsausschusses über eine Reihe von Spezialetats. tragung der Befugnisse föniglicher Kreis- Schulinspektoren an die Gemäß den Anträgen des Ausschusses werden folgende Etats Stadtschulräthe werden nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte auf festgestellt: die nächste Sigung vertagt, weil heute für diese wichtige Be Am Sonntag früh 7/2 Uhr wird ein Wahlflugblatt ver Grundstücke, Kalksteinbruch zu Rüdersdorf, Berechtigungen, rathung die nöthige Zeit und Muße fehlt. breitet. Es ist Ehrenfache eines jeden Parteigen offen, bei Krankenhaus im Friedrichshain, Krankenhaus Moabit, Kranken- Nach der Vorlage betreffend die Veräußerung der der Berbreitung thätig zu fein. Das Wahlkomitee. haus am Urban, Hilfs Krantenftation Gitschinerstraße 104/105, städtischen Grundstücke am Spittelmarkt 4-7 Frren- und Idiotenanstalt zu Dalldorf, Irrenanstalt Herzberge und die Festsetzung von Baufluchtlinien für den Spittelmarkt am Tagen in verschiedenen bürgerlichen Blättern verhältnißmäßig Ueber die Berliner Kriminalpolizei wird seit einigen bei Lichtenberg, Anstalt für Epileptische( Wuhlgarten bei Treffpunkt mit der Wallstraße und dem projektirten Fußgänger- faut räfonnirt. Die Morde an der Galle und dem Knaben Burr, Biesdorf Bade Anstalten, Desinfektions- Anstalt, Heimwege sowie für den letzteren, sollen diese Grundstücke für sowie die Moabiter Brandstiftungen alles Fälle, in denen die ftätten für Genesende und verschiedene Einrichtungen für 950 Mart pro Quadratmeter, das heißt insgesammt mächtige Polizei- Organisation bislang nichts zu leisten vermochte die öffentliche Gesundheitspflege, Bart und Garten für 1914 012,50 Mart an den Unternehmer Treibel verwaltung, der Gasanstalten, des Viehmarktes, des Schlacht veräußert werden, welcher dagegen verpflichtet ist, die sämmt und ihre Organe fühlen haben auch die staatserhaltende Bürgerschaft arg beunruhigt; hofes und der Fleischschau auf dem Schlachthofe, Gymnasien, lichen erworbenen Flächen und die Grundstücke Spittelmarkt 1-3 fichtigen Worten, als es die angegriffene Polizei gestattet, fich bemüßigt, so vor= Realgymnasien und Ober- Realschulen, Realschulen, Höhere binnen Jahresfrist nach erhaltener Uebergabe einheitlich und Mädchenschulen, Turnhallen der städtischen höheren Lehranstalten, monumental zu bebauen und den Fußgängerweg am linksseitigen benn drollig mit anzusehen, wie die bürgerlichen Blätter Dabei ist es dieser Beunruhigung Ausdruck zu geben. Spielpläße und Turuwesen im allgemeinen, Verschiedene Gin- Ufer des Spreeschleusenkanals von der Wallstraße bis zur um den Brei herumschleichen, und von äußerlichen Mitteln wie richtungen für die städtischen höheren Lehranstalten und die Gertraudtenbrücke anzulegen. höheren Mädchenschulen, sowie Gemeindeschulen. Der zur Borberathung der Vorlage eingesetzte Ausschuß be- großer Knauferigkeit den recherchirenden Beamten gegenüber eine 3.2. Vereinfachung des bureaukratischen Apparats und weniger Beim Etat der ftädtischen Krantenhäuser beantragt, die Zustimmung zu derselben nach Maßgabe des zwischen Besserung erhoffen. Die eigentlichen Ursachen, warum die Ber antragt der Etatsausschuß folgende Resolution: Die Versamm- dem Magistrat und Herrn Treibel getroffenen Abkommens zu liner Polizei den an sie billig zu stellenden Anforderungen nicht lung ersucht den Magistrat, ihr eine vergleichende Uebersicht über ertheilen, sowie gleichzeitig den Magistrat zu ersuchen, in Fort genügt, werden gar nicht oder nur ganz leise berührt. Zunächst das bei anderen großen hiesigen und auswärtigen Krankenhäusern führung des vorliegenden Projekts der Versammlung möglichst wäre doch das Verhälniß der Polizei zur Presse schärferer Gr beschäftigte Personal zugeben zu lassen, damit bei der Berathung bald eine Vorlage zugehen zu laffen, betreffend den Erwerb der wähnung werth. Es ist nun doch einmal nicht anders, daß die des Stadthaushalts- Etats für 1897/98 eine Prüfung dahin ein Grundstücke Wallstr. 94-98. Die Versammlung beschließt ohne Einwohnerschaft in treten fann, ob das in den städtischen Krankenanstalten be- Debatte nach dem Antrage des Ausschusses. lokalen Dingen zu ihren Blättern ein größeres Vertrauen hat, als zum Schuhmann; Schäftigte Personal nicht zahlreicher ist, als das wirkliche Be- Die Vorlage, betreffend den Erwerb von Ländereien zur auch verkennt wohl niemand den Einfluß der Presse dürfniß erfordert." Die Resolution wird ohne Debatte an Erweiterung der nördlichen Rieselfelder, wird auf das lokale Leben. Wo soll aber Blättern, die genommen. nach dem Antrag des Ausschusses angenommen. Beim Etat der Frrenanstalt Herzberge bei Lichten etwas auf sich halten, die Luft herkommen, bei öffentlichen MißVon den Stadtvv. Rosenow u. Gen. ist schon vor mehr ständen der Polizei freundschaftlich Fingerzeige zu geben, wenn berg beantragt der Etatsausschuß:" Die Versammlung ersucht als 4 Wochen folgender Antrag eingebracht worden: den Magistrat, Versuche anzustellen, um das für den landwirth diese Blätter sich die Behandlung vor Augen führen, die die Die Unterzeichneten ersuchen den Magistrat um Auskunft: Bolizei ihnen angedeihen läßt. Müffen sie doch sehen, daß die schaftlichen Betrieb der Jrrenanstalt Herzberge und der Anstalt 1. Ist dem Magistrat die Verfügung der Armen Sicherheitsbehörde sich ihrer fast nur erinnert, wenn Beleidi für Epileptische Wuhlgarten nothwendige Wasser aus Brunnen direktion, d. d. Berlin, 15. Januar 1896, bekannt, gung 3- RI age wegen irgend eines nicht ganz sanften Wortes zu gewinnen." Die Resolution wird ohne Debatte angenommen. in der unter anderem bie Armendirektion Don den Zum Etat der Part- und Gartenverwaltung Armentommissionen verlangt, daß diese bei ge Zweifel, daß die militärische Schulung, die bei den Beamten Auch ist wohl kaum jemand darüber im schlägt der Magistrat vor, den Wassersturz im Bittoria part wiffen Extra Unterstübungen berichten sollen, wie Borbedingung ist, für Leute, die in den Strudel des bürgerlichen vom 1. Mai bis 15. Oftober täglich 8 Stunden funktioniren zu die Bedürftigen das Geld verwendet haben, damit die Lebens eingreifen sollen, eher von Schaden als von Nußen ist. laffen. Der Ausschuß beantragt, die 8 Stunden von 11-7 Uhr Armendirektion entnehmen könne, ob die Kommissionen den was weiß der Mann, der gemäß dem Grundsaß der vornehmste festzusetzen. Bedürftigen näher treten und sich um diese wirklich be Stadtv. Bergmann empfiehlt, für die spätere Jahreszeit, tüm mern oder ob nur gebantenloses Geben statt- feines Lebens von der bürgerlichen Deffentlichkeit abgeschlossen, Umgang für den Soldaten ist der Soldat" die besten Jahre in welcher es früh dunkel wird, dem Partausschuß eine Ber- findet? 2. Welche Stellung nimmt der Magistrat zu dieser Wer in der Kaserne zugebracht hat, überhaupt noch viel vom Leben änderung der Stunden zu überlassen. fügung ein?" in der zivilen Kulturwelt? Die Beantwortung dieser Anfragen ist auf die heutige Tages- anderen modernen Staate anzutreffende Idee, daß oit die ordnung gefeßt. Beamten, die von ihren Vorgesetzten für die Gescheidtesten ge Stadtrath Koch han empfiehlt, bis Ende August die Stunden 11-7, danach 10-6 Uhr zu bestimmen. Der Magistratsvorschlag bezüglich der 8 Stunden vom 1. Mai bis 15. Oktober wird angenommen, im übrigen faßt die Bersammlung feinen bestimmenden Beschluß. antragt der Etatsausschuß folgende Resolution:" Die VerfammBeim Gtat für die städtischen Gasanstalten be lung ersucht den Magiftrat, zu der Bewilligung von laufenden jährlichen Unterstützungen an die nicht pensionsfähig angestellten Beamten und Arbeiter der städtischen Werke und deren Hinter bliebenen die Genehmigung der Stadtverordneten Versammlung vorher einzuholen." Die Resolution wird ohne Debatte au Im Etat des städtischen Schlachthofes werden für die Benuzung der öffentlichen Schlachthäuser auf dem städtischen Schlachthofe die Gebühren wie folgt festgefeßt: Für ein Rind 1,50, ein Schwein 0,80, ein Ralb 0,50, einen Hammel 0,30, eine Biege 0,40 M.; für die Untersuchung des Schlachtviehs sollen erhoben werden: Für ein Rind 0,40, ein Schwein 0,80, ein Kalb 0,10, einen Hammel 0,10, eine Ziege 0,05 M. genommen. Beim Etat der Gymnasien, Realgymnasien und Ober- Realschulen bemerkt erhoben werden soll. Und drittens die kaum in einem Stadtv. Rosenow: Die Verfügung der Armendirektion enthält Ausdrücke, die tief verlegen müssen. Ich will dem Ma- balten werden, in die politische Abtheilung eingereiht werden giftrat Gelegenheit geben, diese Sprache zu mißbilligen. Außer- müssen, damit sie, wo nur irgend angängig, etwa vermutheten bürgern zu zeigen, daß sie, wenn sie sich verletzt fühlen, auf sturzes" nachstöbern. Als Ende November vorigen Jahres der bem haben wir bei unserer Anfrage den Zweck, unseren Mit- Bergehen gegen das berühmte preußische Vereins- und Verfammlungsgesetz und anderen staatsgefährlichen Thaten des Umunsere Unterstüßung rechnen fönnen. Oberbürgermeister 3elle: Die Armendirektion ist nach felige Köller, furz bevor er nach Walhall ging, die große Aftion Eingang des Antrags schon aus eigener Bewegung bestrebt Schäßung gegen 200 Kriminalbeamte in Berlin zu Haussuchungen gegen Auer und Genossen ins Wert segte, waren nach ungefährer gewesen, den Bassus 3 ihrer Verfügung zu deklariren, und sagt ausgeschickt worden, und in ähnlicher Ueberfülle zogen die Leute in einer Verfügung an die Armenkommissionen:" Die Rom- auch am 11. Februar d. J. aus, als eine Reihe Sozialdemokraten, die miffionen werden daher gebeten, den Paffus lediglich dahin sich in der Admiralstraße beim Bier vergnügt hatten, aufgelöft und zu aufzufaffen, daß bei der Beantragung solcher Unterstützungen später Abendstunde dem Alexanderplatz zugeführt werden sollten. besondere Vorsicht geboten sei." Deffen ungeachtet hat Wenn die besten Kräfte, die die Polizei hat, zu solchen Aktionen der Magistrat beschlossen, der Armendirektion zu sagen, daß er verbraucht werden, wo soll da bei dem gewiß nicht überreichlichen die Fassung der Verfügung vom 15. Januar gemißbilligt und Material an talentirten Leuten in der Beamtenschaft der öffentverbraucht werden, wo soll da bei dem gewiß nicht überreichlichen namentlich auch getadelt habe, daß überhaupt die Verfügung liche Sicherheitsdienst in der hier vom Publikum gewünschten nicht nur an die betheiligten, sondern an alle Armenkommiffionenliche Sicherheitsdienst in der hier vom Publikum gewünschten Tüchtigkeit versehen werden tönnen? Die Reform fann nur erlassen sei.( Beifall.) langsam im System erfolgen. Zunächst aber würde schon ein Die Vorlagen, betreffend den Neubau einer Brücke im Zuge großer Theil der einsichtigen Bürgerschaft Berlins ein wenig beder Köthenerstraße, den Umbau der Potsdamer Brücke, den Um- uhigt sein, wenn der neue Polizeipräsident diejenigen seiner Untergebenen, die sich bisher in politischen Dingen aufreiben bau der Schöneberger Brücke und den Umbau der Alsenbrücke mußten, fortan im nüßlichen Dienst gegen Mörder und Brandbeantragt Stadtv. Bortmann einen Ausschuß von 15 Mitgliedern zu überweisen und hofft, der Ausschuß werde die über- ifter verwendete. Sehr wahrscheinlich fährt dann auch die öffentliche Sicherheit um einiges beffer. flüssige Köthener Brücke ablehnen. Damit ist die Anfrage erledigt. Stadtv. Singer: Ich möchte die Aufmerksamkeit auf ein an den höheren Lehranstalten benutztes Lehrbuch der Geschichte von Professor Wessel richten. Der Magistrat hat zwar keinen Einfluß auf die Bestimmung der Lehrbücher, aber er tann bei der Regierung wegen einer Aenderung vorstellig werden. Es mag schwer sein, die Vorgänge der Jetztzeit, in der wir Stadtv. Es mann hält diese Brücke nicht für überflüssig, Die geplagten Aktionäre. Bei der Aktiengesellschaft felbst eine tolle spielen, objektiv darzustellen, aber von Jemand, der sondern für den Verkehr sehr förderlich. Ludwig Löwe u. Ko. weist der Geschäftsabschluß für 1895 eine Geschichte für die heranwachsende Jugend schreibt, fann Stadtv. Singer: Ter Magistrat hat uns die Köthener einen Gewinn von 2 955 284. auf( gegen 2 643 000 m. in man verlangen, daß er die Vorgänge wahrheitsgemäß schildert. Brücke wohl nur vorgeschlagen, um unserem Streichungs- 1894), wovon nach dem Vorschlage der Direktion 974 610 M. Im zweiten Theil Seite 183 beschreibt Professor Weffel unter bedürfniß zu genügen, im Ernst fann er nicht an( gegen 1 309 000 i. B.) zu Abschreibungen verwendet, 100 000 M. der Ueberschrift" Die soziale Gesetzgebung" die Zeit die Annahme dieser Brücke glauben. Wir wollen( gegen 171 000) dem Spezialreservefonds und 50 000.( wie feit 1878 und bemerkt über die beiden Attentate wenigstens erst abwarten, wie sich die an Verbreiterung 1894) der Ludwig Loewe- Stiftung überwiesen werden sollen. auf Raiser Wilhelm I.:" Diese ruchlosen Thaten ge- der Potsdamer Brücke geknüpften Hoffnungen erfüllen. Ein Ver- Aus dem verbleibenden Reingewinn soll eine Dividende von wannen durch ihren Zusammenhang mit der sozialdemokrati- fehr, der sich einmal historisch entwickelt hat, läßt sich sehr schwer 20 pCt. wie für 1894 vertheilt werden. schen Bewegung eine große Bedeutung und beleuchteten ableiten. Zu gleicher Zeit, wo wir die Potsdamer Brücke Die Angelegenheit Friedmann zieht sich in die Länge. plöglich grell die sittlichen Zustände eines Theils des verbreitern, dürfen wir nicht diesen Neubau machen. Eine deutschen Bolles und zwangen den Staat, den Urfachen solcher Ausschußberathung ist nicht nöthig, lehnen wir die Brücke gleich hatte am Sonnabend bezüglich des zweiten Auslieferungsantrags Der Vertheidiger Friedmann's, Advokat Lainé von Bordeaux, fittlichen Verwilderung nachzuspüren. Jene Mordanschläge waren heute ab. Ausbrüche des Hafjes der unteren Klaffen gegen die bestehende Stadtbaurath Hobrecht bittet um Ausschußberathung, weil sich mit dem Justizminister Ricard in Paris eine längere UnterGesellschaftsordnung." Die Behauptung von dem Zusammenhang nur in einem Ausschuß die Gründe des Magistrats für die Röthener rebung, von der er sich sehr befriedigt erklärt. Friedmann, der eine unwahrheit.( Sehr richtig!) Man möge fich an die Bar- zwar verbreitert werden, aber nicht nur die Potsdamer Straße, einer interessanten Person zu machen. der Attentate mit der sozialdemokratischen Bewegung ist einfach Brücke eingehend darlegen lassen. Die Potsdamer Straße werde siemlich gut französisch spricht, hat es bekanntlich verstanden, sich vor den Franzosen als politischen Märtyrer aufzuspielen und zu teien halten, zu denen die damaligen Attentäter gehört haben. sondern auch namentlich die Leipziger Straße müsse entlastet Södel war Mitglied der christlich- sozialen Partei( Sehr werden, dazu könne der Straßenzug der Köthener Straße außer Kommerzienrath Emil Jacob, Mitinhaber der Speditions. richtig!) und Dr. Nobiling war Mitglied der nationalliberalen ordentlich nügen. Die Köthener Brücke sei schon lange geplant. firma Jacob u. Valentin, ist durch Verleihung des württem Partei. Ich fann Ihnen einen Brief des Dr. Lewin zitiren, Stadtv. Bortmann meint, dann wundere ihn, daß der bergischen Olga- Ordens ausgezeichnet worden. Es ist dies derder den Nobiling, der sich selbst verwundet hatte, im Magistrat so lange zu der Vorlage gebraucht. Die erste Anfrage selbe Mann, welcher im vorigen Jahre ein großes Wohlthätigkeit. Gefängniß behandelt hat. Nach diesem Brief hat Nobiling auf wegen der Verbreiterung der Potsdamer Straße sei schon 1892 feft im Boologischen Garten zur Linderung der Noth überdie Frage des Untersuchungsrichters, ob er gar feinen Respett erfolgt. Der Magiftrat folle die Dinge nicht dilatorisch be- schwemmter württembergischer Gemeinden mit arrangiren balf. vor dem Greiſenalter Sr. Majeftät habe, geantwortet: Nein, und handeln. Aus dieser Thatsache nahmen wir damals Veranlassung, den in später habe Nobiling sich auf einer Tafel schriftlich dahin erklärt, Stadtfyndikus Menbrink verwahrt den Magistrat gegen folchen Dingen aufopferungsfähigen Charakter des Herrn daß er teinen Respekt vor dem Alter des Kaisers haben den Vorwurf, sich der Verfäumniß schuldig gemacht zu haben; Rommerzienraths zu preifen gegenüber den fast unmenschlichen fönne, weil dieser selbst keine Macht habe, sondern sich von der Magistrat habe nur nicht so gewollt wie Herr Wortmann. Anforderungen, die er an die Arbeitskraft seiner Leute stellt. anderen leiten laffe, aber doch eine furchtbare Waffe in der Hand Stadtv. Kyllmann wünscht auch die Köthener Brücke in derjenigen sei, die ihn beeinflussen; er habe den Kaiser erschossen, einem Ausschuß berathen zu sehen. weil er glaubte, der Kronprinz würde selbständiger und un- Nach weiterer kurzer Debatte werden alle vier Vorlagen beeinflußter regieren. Es giebt niemand, der, wenn er einem Ausschuß von 15 Mitgliedern überwiesen. auch von der irrigen Voraussetzung ausgeht, daß die Die Vorlagen, betreffend den Ankauf des Inselspeicher Sozialdemokratie in politischen Attentaten ihre Aufgabe sehe, Grundstücks und betreffend den Neubau einer Bolts- Badeanstalt, ihr zutrauen würde, einen Regenten ชิน erschießen, eines Depotgebäudes für die Straßenreinigung, eines Gerätheum einen anderen auf Den Thron zu sehen.( Sehr schuppens für die Parkverwaltung und eines Wohnhauses auf richtig!) Die Auskunft Nobiling's beweist, wie un- dem Grundstücke Dennewigstr. 24a werden an Ausschüsse über zutreffend die Geschichtsauffassung des Herrn Professors wiesen. Weffel ift. Er mußte die Dinge kennen und wissen, daß Die Vorlagen, betreffend die Herstellung eines öffentlichen Fürst Bismarck damals die Auflösung des Reichstags provisorischen Durchgangs durch die Erdgeschoßräume des brauchte, um eine willfährige Majorität für seine Grundstücks Königstr. 1-6, und betreffend das generelle Projekt Steuer und Zollpolitik zu bekommen. Wir müssen für die Feuerwache in der Wilmsstraße werden angenommen. diesem Unfug der Geschichtsfälschungen ein Ende machen, sonst wird der Klassenhaß unter den jungen Leuten, die auf deni Gymnasium für den Staatsdienst vorbereitet werden gepredigt, und sprechen dieselben später als Richter über die Leute aus dem Volke Recht nach dem Karl Mary- Gedächtnißfeier. Wir machen nochmals auf Grundsatz des Justisministers: wenn groei dasselbe thun, ist es die in der heutigen Nummer angekündigte Veranstaltung des Schluß 82 Uhr. Lokales. Auch ein Boykott. Wenn sozialdemokratische Arbeiter im wirthschaftlichen Kampfe oder im Kampfe um Berwirklichung ihres Vereins- und Versammlungsrechtes nothgedrungen zu dem Mittel des Boykotts greifen, dann erhebt sich regelmäßig ein großer Lärm in der gutgesinnten Preffe und der Staatsanwalt beeilt sich, auf grund des berühmten groben Unfugsparagraphen die kämpfenden Arbeiter und ihre Presse unter Antlage zu stellen. Aus bürgerlichen Kreisen heraus ist der Boykott jedoch stets wohlgethan. Aus welchen nichtigen und lächerlichen Gründen der Philister zuweilen zu diesem Kampfmittel greifen möchte, zeigt ein Kuriosum, das wir in einem Vorortblatte finden. Dort empfiehlt jemand der Rigdorfer Einwohnerschaft, einen Berliner Birkus zu boykottiren. Und warum? In einer dort aufgeführten Panto. mime wird eine Szene dargestellt, in der Leichenfledderer eine Person ausrauben, die auf einer Bank eingeschlafen ist. Während Dies geschieht, spielt die Musikkapelle den Nixdorfer! Darin müsse man eine schwere Beleidigung dieses Vorortes erblicken und des halb dürfe keiner seiner Einwohner den Zirkus besuchen. So art besaitet hat sich wohl noch kaum jemand das Nixdorfer Philifterium vorgestellt! # 1 Auf der Berliner Dampfstraßenbahn soll am 1. Mai] Die vermißten Knaben Paul und Arthur Hammer: 1 grell gerade zur Berliner Gewerbe Ausstellung zu tage tritt, ab bei der Linie Steglitz- 3oologischer Garten der 20 Minuten| ling, über deren Verschwinden wir gestern berichteten, sind am Front zu machen, und um die Zustände, wie sie im Gastwirths. Belvieb und bei der Strecke Friedenau- Boologischer Garten der Dienstag Nachmittag auf dem Mariannenplage gesehen worden. gewerbe hervortreten, zu beseitigen. Lebhafter Beifall folgte den Von ben nachfolgenden 10 Minuten- Betrieb eingerichtet werden. Bwei Frauen aus dem Hause in der Waldemarstraße, in dem Ausführungen des Referenten. wurden noch weitere Mißstände angeführt und ihre Stiefschwester wohnt, erfannten die Kinder und suchten sie anzuhalten. Sobald aber die Knaben merkten, daß man sie von allen die Nothwendigkeit eines einheitlichen Vorgehens tannte, liefen sie nach der Köpnickerstraße zu eiligst davon. Seit betont. Bon den betheiligten Gastwirthen, die zu dieser Verfammlung eingeladen waren, schien keiner den Muth gefaßt zu dem hat man sie nicht wieder gesehen. Rednern schlossen. $ " Den Tempelhofer Elektrizitätswerken ist jetzt von der Reichs- Post- und Telegraphen- Berwaltung der Bescheid ertheilt worden, daß gegen die Anlegung der erforderlichen Startfiromleitung nach Treptow von letterer Seite nichts einzuwenden fei. Ebenso haben auch die übrigen noch in betracht kommenden Durch einen heftigen Sturm wurde gestern, Donnerstag, baben zu erscheinen, da troß der Aufforderung des Vorsitzenden Behörden ihre Genehmigung zum Spannen der Leitung über das mehrfach Schaden angerichtet. In der Bergstraße Nr. 78 brickte fich feiner zum Wort meldete. Nachdem nachfolgende Resolution weite Gelände von Tempelhof bis Treptow gleichfalls schon er- der Sturm, gegen 2 Ühr mit einem furchtbaren tote an einer einstimmige Annahme gefunden, wurde die imposante Versamm theilt, so daß nun mit den Arbeiten dazu alsbald begonnen Echantwirthschaft ein großes Schaufenster ein und warf die ung mit einem Hoch auf die Berliner Kellnerbewegung gewerden kann. Gegenwärtig werden mit elektrischer Beleuchtung Trümmer mit solcher Bucht in den Schankraum hinein, daß Die Resolution lautet: Die heute am 11. März 1896 im die Gemeinden Tempelhof, Mariendorf und Südende versehen, taufende von Splittern umberflogen. Glücklicherweise wurde geenpalast, Berlin, Burgstraße, von ungefähr 2000 Personen besuchte während der bezügliche Bertragsabschluß mit den Gemeinden niemand verlegt. In der Kesselstraße erfaßte um 14 Uhr der öffentliche Bersammlung der Kellner, Köche und Beruisgenossen Briß und Lantwit nahe bevorsteht. Wind einen leeren Handwagen und schleuderte ihn gegen einen Berlins verurtheilt in der schärfsten Weise die Handlungs. Zonentarif der Stadt- und Ringbahn? Uns wird ge in einiger Entfernung stehenden Kohlenwagen. In derfelben art der Bächter der Gastwirthschaften der Berliner Ge schrieben:„ Es ist begründete Aussicht vorhanden, daß der viel Straße warf der Wind vor dem Hause Nr. 23 eine Dame zu werbe Ausstellung, die ungeachtet dessen, daß sie infolge der getadelte Fünfftationentarif der Stadt- und Ringbahn demnächst Boden, die zum Glück mit dem bloßen Schrecken davontam. von der Berliner Kellnerschaft eingereichten Petition von fallen wird. An seiner Stelle foll ein 3onentarif, der gegen Auf eine eigene Art verunglückt ist am Mittwoch Mittag dem Arbeitsausschuß der B.-G. A. ganz besonders auf das wärtig ausgearbeitet wird, zum Frühjahr in traft treten." ir um 12 Uhr der 28 Jahre alte Rutscher Karl Hartung aus der Ausbeuterthum der privaten Stellenvermittler aufmerksam gemacht geben diese Mittheilung, die uns von sonst zuverlässiger Seite Schmidtstraße Nr. 19 in Pankow. Hartung hielt mit seinem wurden, die Stellensuchenden der Ausbeutung gewerbsmäßiger zugeht, unter Vorbehalt wie uns 3 Fuhrwerk in der Linienstraße und wollte es eben befteigen, als Stellenwucherer überantworteten. Die Versammlung beauftragt Ahlwardt's Abentener. Ueber den bekanntlich in Amerita ein Ro2wagen daher tam, ihn von seinem Wagen herunterriß das Bureau, geeignete Schritte bei den übrigen Bächtern zu thun, weilenden Reichstags- Abgeordneten Ahlwardt berichtet die„ Bolfs. und überfuhr. Mit einer schweren Wunde am linken Schenkel um die sich in einer Mothlage befindenden Stellungsuchenden von Beitung", daß er in Hoboken( New York) auf der Straße arg mußte man ihn in ein Krantenhaus bringen, wo er durch starken der unberechtigten und drückenden Steuer zu befreien und bedrängt worden ist. Er wollte in der Grandstraße einen Vor- Blutverlust sehr erschöpft ankam. späteren Versammlung Bericht zu erstatten. trag gegen Eintrittsgeld, für Christen 1 Cent, für Juden Durch einen Hufschlag wurde Mittwoch Morgen der Die Versammlung fordert als eine Ehrenpflicht von sämmtlichen 50 Cents, halten, doch weigerte sich am Abend der Besiger des 45jährige Droschkentutscher Karl Rallies aus der Neuen Jakob- Berufsgenossen, die private Stellenvermittelung zu vermeiden und Lokals, Basel mit Namen, bie Thüre zu öffnen, fodaß Aylwardt straße 13 schwer verlegt. Er hatte im Stalle des Fuhrherrn sich zur Wahrung ihrer Interessen einem Fachverein anzuschließen. unverrichteter Dinge abziehen mußte. Biele Menschen folgten Mispel in der Friedrichsfelderstraße zu thun und erhielt von Gleichzeitig appellirt die Bersammlung an die auswärtigen ihm und warfen an der Ecke der Ersten Straße mit allerlei einem sonst gutartigen Thiere, das plöglich hinten ausschlug, Kollegen, sich durch vage Versprechungen der Stellenvermittler Wurfgeschossen nach ihm. In dem Gewühl wurde alsdann Ahl- einen so wuchtigen Schlag, daß ihm der rechte Oberarm zer- nicht nach Berlin locken zu lassen, denn mit der Zahl steigert wardt gegen eine große Spiegelscheibe geworfen, welche in tausend schmettert wurde. Der Verunglückte mußte ein Krankenhaus auf sich zugleich das Elend ihrer Lage. Stücke ging. Eine Abtheilung Polizei machte schließlich dem fuchen und wird voraussichtlich lange darniederliegen. wüsten Treiben ein Ende. = in einer Ferner profeftirt die Versammlung energisch gegen die von ben Bächtern der Gewerbe- Ausstellung beliebten Berträge", deren fflavische Bestimmungen den Kellner vollständig rechtlos machen. Schließlich erwartet die Versammlung von der Oeffentlichkeit und besonders der ihr dienenden Presse, zur Abschaffung dieser schreienden Mißstände ihr die nöthige Unterstüßung nicht verfagen zu wollen." Unbekannt gestorben ist in der Charitee ein Mann, den Der Versuch einer gewaltsamen Entführung eines Kindes am Mittwoch Nachmittag ein Schuhmann des 3. Reviers dorthin verursachte, wie uns ein Berichterstatter in einer etwas aben- brachte. Der Beamte fand den Mann, der anscheinend Russe tenerlich klingenden Meldung schreibt, am Mittwoch Abend ist, in einem hilflosen Zustande an der Ecke der Sommer- und in der Umgebung des Frankfurter Thores großes Aufsehen. In Dorotheenstraße auf und nahm sich seiner an. Der Krante ist der zweiten Etage des Hinterbauses Königsbergerstr. 11 wohnen gestern, Donnerstag, Nachmittag gestorben, ohne das Bewußtsein die Klempner Werner'schen Eheleute mit ihrer vierundzwanzig wiedererlangt zu haben. Ueber seine Persönlichkeit und seine Der Verband der Möbelpolirer( Filiale Nord) hielt am jährigen Tochter, der verehelichten Mai, und deren dreijähriges sonstigen Verhältnisse ließ sich bisher nichts feststellen, man fand 9. März eine Versammlung ab, in der das Mitglied Reuter Kind, ein Mädchen. Frau Mai ist seit etwa vier Jahren mit bei ihm nichts als eine Karte mit dem Namen Michael über das Resultat der Lohnbewegung sprach. Redner äußerte dem Pofthilfsboten Georg M., der auf dem Boftamt 17 angestellt Boholubsky. fich im allgemeinen befriedigend über den Ausgang des Lohnist und Koppenftr. 80 wohnt, verheirathet, doch war diese Ehe Die Leiche eines unbekannten Mannes ist Mittwoch tampfes und forderte die Anwesenden auf, nunmehr treu zur wie es heißt durch die Schuld des Mannes feine glückliche. Mehrmals mußte auf Charlottenburger Gebiet im Wasser gefunden und ge- Organiſation zu halten, damit die Errungenschaften auch dauernd sich die junge landet worden. Sie hat wohl schon etwa vier Wochen im Wasser erhalten bleiben. Bei der hierauf vorgenommenen Ersazwahl Frau Mißhandlungen durch die Flucht entziehen und wurde Malchow zum Bevollmächtigten, Driestner zum Beisitzenden gelegen. feit Anfang dieses Monats hatte sie sich endgiltig und Hoffmann zum Kassirer gewählt. Zum Schluß wurde auf von dem Posthilfeboten getrennt und die nöthigen Schritte Wetter Prognose für Freitag, den 13. März 1896. die Vorstellung in der Urania, Taubenstraße, aufmerksam gemacht. zur Scheidung der Ehe eingeleitet. Gestern Abend gegen Kühles, zeitweise aufklarendes, vorwiegend trübes Wetter Die Vorstellung findet am 2. Osterfeiertag statt und werden am 6 Uhr fam Georg Mai in Begleitung seines 15 jährigen Bruders mit geringen Niederschlägen und frischen nordwestlichen Winden. Sonnabend Billets à 60 Pf. auf allen Bahlstellen verausgabt. Otto und eines unbekannten etwa 20 jährigen Menschen, über Die au Holzbearbeitungsmaschinen und auf Holzplähen deffen Persönlichkeit M. jede Auskunft verweigert, nach der beschäftigten Arbeiter erörterten am 8. März in einer öffentlichen Werner'schen Wohnung. Der Postbeamte bat um die Erlaubniß, Versammlung im Lokal Gründel, Brunnenstraße, das Thema: sein Kind sehen zu dürfen, was ihm auch gestattet wurde. Kaum Die Krankenfaffen und die freie Arztwahl. Nach einem einjedoch hatte man die Kleine zu ihrem Vater geführt, als In dem Prozeß Lebaudy zu Paris wurde Mittwoch leitenden Referat des Genoffen Sauerzapf wurden in der Dis diefer plöglich einen Revolver hervorzog, zwei Schüsse auf seine gegen Rofentbal genannt St. Cére verhandelt. Der Präsident fussion von mehreren Rednern die legten Delegirtenwahlen zur Schwiegermutter abgab und diese durch einen Schlag mit dem des Gerichtshofes stellte fest, daß St. Cère, welcher etwa allgemeinen Orts- Krankenkasse einer herben Kritik unterworfen. Kolben der Waffe verlegte; alsdann versuchte Mai, gedeckt 50 000 Fr. jährlich verdiente, im Augenblicke seiner Verhaftung Sollten die Wahlen tafsirt werden, so empfehle fich tünftig eine von den Begleitern, mit dem Kinde zu entfliehen. An der Thür gegen 300 000 Fr. Schulden hatte. St. Cère versicherte, er habe etwas regere Betheiligung an den Versammlungen. Ueber den trat ihm Werner jedoch entgegen und nun griff M. nochmals von Lebaudy niemals Geld verlangt, seine Artikel hätten einfach Ausgang der Lohnbewegung fonnte mitgetheilt werden, daß bis nach der Waffe und drückte diese auf den alten Mann ab, doch seinem Unwillen über die Haltung Lebaudy's Ausdruck gegeben. jegt noch 65 Arbeiter im Ausstand stehen. Die meisten der Auserlitt dieser nur leichte Brandwunden am Auge. Trotzdem miß- Erpressungsversuche habe er niemals gemacht. Der Prozeß wird ständigen bezeichnete man als Gemaßregelte. Es wurde deshalb glückte, da inzwischen Hausbewohner hinzutamen, der Ent- morgen fortgesetzt. führungsplan; die beiden Brüder wurden festgenommen, jedoch nach Feststellung der Personalien auf der Polizeiwache wieder entlassen. Der Revolver wurde beschlagnahmt und in demselben noch zwei Plakpatronen vorgefunden. Die Waffe war blind geladen gewesen und sollte lediglich als Schreckmittel gegen die Werner'schen Eheleute dienen. Berliner Wetterburea ut. Gerichts- Beifung. Versammlungen. M oider Kommission der Auftrag ertheilt, bei den Arbeitgebern vorstellig zu werden, eventuell die geeigneten Schritte zur nach drücklichen Geltendmachung ihres Verlangens zu unternehmen. Zum Schluß wurde noch bekannt gegeben, daß zu gunsten Eine Nachtversammlung der Kellner, Röche und der Ausgesperrten am Sonntag, den 22. Wärz, 12 Uhr, eine Berufsgenossen, die vom 11. zum 12. März im Feen Matinee in Joel's Festfälen, Andreasstr. 21, stattfindet. Billets Ueber den Selbstmord eines Berliners wird dem Berl. palast abgehalten wurde, nahm einen imposanten Verlauf. sind bei den Filialvorständen im Norden und Südosten zu haben. Gegen 2000 Personen waren tros des starken Regens erschienen, Tagebl." aus Ehrenbreitstein bei Koblenz geschrieben: Vor einigen um Stellung zu nehmen zu dem Placirungswesen und den Vermischtes. Tagen bezog der Einjährig- Freiwillige des Fußartillerie- Regiments Arbeitsverhältnissen in der Berliner Gewerbe Ausstellung. Nr. 9 Gustav J., der einer angesehenen Berliner Familie ent- Der Kollege Bösch, ber das Referat übernommen, wies In Hamburg fchoß Mittwoch Abend der 23 jährige Bäderstammt, in einer hiesigen Wirthschaft Quartier. Ais er eines eingangs seines Vortrags darauf hin, wie auch hier, wo es sich knecht Bernhard Schneider mit einem Revolver auf seine 18jährige Morgens nicht wie gewohnt zum Frühstück erschien, ging man angeblich um ein Unternehmen handele, das im Intereffe der Geliebte Maria Kaufmann, welche er leicht verlegte. Schneider zum Zimmer und fand dort den 23jährigen, hoffnungsvollen Allgemeinheit ausgeführt wird, in Wirklichkeit die schmutzigste erschoß sich dann selbst. jungen Mann todt vor dem Spiegel liegend, in der Hand hielt Interessenwirthschaft vorherrsche. Die Tagespresse habe in den Aus Königsberg i. Pr. wird vom Donnerstag berichtet: er noch den Revolver. Ein Schuß in die Schläfe hatte den so- legten Tagen darüber die merkwürdigsten Dinge zu tage gefördert. Gestern sind mit Hilfe der Eisbrecher 6 Dampfer von Billau fortigen Tod herbeigeführt. Als Ursache des Selbstmordes giebt Dasselbe sei auch der Fall, so weit die gastwirthschaftlichen Be- herausgekommen, von denen der man an: J. sei mit anderen Kameraden in Zivilkleidern aus friebe der Ausstellung in Frage Nachdem der Bregelmündung festgerathen ist. Die Flottmachung des Dampfers gegangen. Ein ihm begegnender Vorgesetter drohte ihm, thn Referent an kommen. der der Hand von bedeutendem Beweismaterial ist im Gange; der Dampfer ist voraussichtlich unbeschädigt. wegen dieses Vergebens zu melden. Furcht vor Strafe hat dem die Ausbeutung der Gastwirthsgehilfen durch die privaten Aus Freiberg i. Br. meldet die Karlsruher 3tg." am jungen Mann die Mordwaffe in die Hand gedrückt. Die Leiche Stellenvermittler einer scharfen Kritik unterzogen, be: Donnerstag: Die Leiche des Geb. Regierungsraths Sonntag wurde wurde von den betrübten Angehörigen nach Berlin überführt. leuchtete er eingehend die sonderbaren Verträge für Bächter, Mittwoch nachts bei Nenershausen aufgefunden. Durch einen feltsamen Unglücksfall ist am Mittwoch daraus den Schluß ziehend, daß auch hier wieder die Angestellten Ein Eisenbahn- Zusammenstoß wird aus Junsbruck ge Nachmittag der 7%, jährige Knabe Felig Engel aus der Prinzenes sind, welche die Beche zu zahlen haben. Daß dies der Fall meldet. Auf der Strecke St. Johann- Bischofshofen der Gisela Allee tödtlich verlegt worden. Während der Snabe gegen 5 Uhr sei, beweisen die bisher bekannt gewordenen Engagements- bahn fand Mittwoch Mittag ein Zusammenstoß zwischen einem an der Ecke der Prinzenallee und der Soldinerstraße auf dem bedingungen, die sogar im allgemeinen den gefeßlichen Be- Schnellzuge und einem Personenzuge statt. Die Lokomotive des Bürgersteige stand, fam aus der Pringenallee ein Wagen mit ftimmungen der Gewerbe Ordnung zuwiderlaufen und nur ersteren entgleiste, die beiden Dienstwagen und mehrere andere Baurüstzeug gefahren, das zum theil weit über den Wagen hinaus- Pflichten, aber feine Rechte für die Arbeitnehmer enthalten. Waggons wurden start beschädigt. Ein Obertondufteur wurde ragte. Als der Wagen in die Soldinerstraße einbog, fonnte der Hervorragendes leistete darin der Käsehändler und demnächstige getödtet, ein anderer schwer verlegt. Zwei Kondukteure und Kutscher es nicht verhindern, daß eine besonders weit vorstehende Defonom in der Ausstellung Herr 3ellermeier deffen mehrere Bafjagiere erlitten leichtere Verlegungen. Ueber die Stange einen Träger der elektrischen Straßenbahnleitung streifte. Arbeitsbedingungen im Vorwärts" bereits beleuchtet worden Ursache des Zusammenstoßes ist noch nichts bekannt. Tie fo gespannte Stange federte zurück und traf Felix Engel am find. Nicht anders verhalte es sich mit den Verträgen des Herrn Zweihundert Fischer, welche im Finnischen Meerbusen auf Kopfe. Bewußtlos stürzte der Knabe zu Boden und mußte in Brunfaut, großherzoglich mecklenburgischer einer Gisscholle in die offene See getrieben waren, wurden, wie die elterliche Wohnung getragen werden. Die ärztliche Unter- Softraiteur, und der Kontinental Bodega Kom- vom Mittwoch aus Petersburg berichtet wird, gerettet und bei suchung ergab, daß er außer mehreren äußerlichen Verlegungen pagnie. Hohe Kaution von den Angestellten, Strafgelder in Narva gelandet. am Kopje auch eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hatte. eminenter Höhe, Haftbarkeit für zerschlagenes Geschirr und für In der Köpenicker Linoleumfabrik, die schon vor längeren Jahren einmal von einem größeren Schadenfeuer heimgesucht wurde, entstand Mittwoch Abend 6 Uhr ein gefahrdrobender Brand und zwar in der Korkmühle. Es gelang bald, das Feuer zu löschen. fehlendes sonstiges Juventar, wenig oder gar feinen Gehalt machung eines Donauarmes große Felsmassen durch Sprengen ( 5-15 M. monatlich!), alle möglichen und unmöglichen Ent- beseitigt werden, fand Mittwoch Mittag ein ungeheurer Felssturz laffungsgründe verbunden mit Kautionsverlust, find die wesent ftatt. 40 000 Rubifmeter stürzten in den neuerbanten Kanal; lichsten Punkte in der sogenannten Arbeitsordnung. Trotzdem Menschenleben famen nicht in Gefahr, da die Arbeit zwei sich die Gastwirthsgehilfen Berlins an die maßgebenden Stellen, Stunden vor der Katastrophe eingestellt war. Ans Longwy wird berichtet: Ein Wasserreservoir in den Ein Raub ist am Dienstag Bormittag furz nach 8 Uhr Berliner Magistrat, Generalpächter Adlon und Dressel, sowie an den Arbeitsausschuß der Ausstellung petitionirend ge Stahlhütten zu Mont Saint Martin ist am Mittwoch geauf dem Grundstück Reichenbergerstraße Nr. 71 verübt worden. wandt haben, die privaten Stellenvermittler von der Aus- borsten. Zwölf Arbeiter wurden verschüttet. Bis jetzt sind zwei Am Dienstag Vormittag war die 27 Jahre alte Frau Lina stellung fernzuhalten und ihren Einfluß dahingehend geltend Arbeiter todt, ein Arbeiter verwundet hervorgezogen. zu machen, daß das benöthigte Personal nur durch die größeren Vom Hochwasser liegen heute einige Nachrichten vor, Fiebig allein zu Hause, als ein etwa 40 Jahre alter Mann in Berlin in betracht kommenden Vereine nachgewiesen welche erkennen lassen, daß die größte Gefahr noch nicht ihren Kohlenkeller betrat. Der Mann fragte um Arbeit an, erhielt werden soll, müsse leider jetzt schon fonstatirt werden, daß die vorüber ist: aber den Bescheid, daß das Geschäft gegenwärtig flau gebe und Wirthe keine Rücksicht darauf genommen haben und der größte Röln, 12. März. Der Wasserstand des Rheins ist heute daher wenig Kräfte beanspruche. Als nun Frau Fiebig in das Theil der Aufträge sich in den Händen der Stellenvermittler Vormittag 7,20 Wieter; das Wasser steigt langsam weiter hinter dem Geschäftsraume liegende Wohnzimmer gehen wollte befindet. Nicht genug, daß den Berliner Kommissionären und ist über den Quai bis zur festen Brücke getreten. Aus und die Thür schon in der Hand hatte, hürzte der unbekannte Gelegenheit gegeben wurde, Jagd auf die Taschen der Koblenz wird von heute Vormittag 6,75 Meter Wasserstand Arbeiter auf sie zu, ergriff mit der rechten Hand die lederne Gastwirthsgehilfen zu machen, selbst nach Köln a. Rhein gemeldet, auch dort sowie in Mannheim steigt das Wasser Geldtasche, die sie an einem Lederriemen trug, und riß sie ihr haben sich die Unternehmer gewandt, um von dort billige und weiter. Bei Trier war der Wasserstand der Mosel heute Vormit dem Inhalt vom Leibe. Starr vor Schrecken konnte Frau willige Arbeitskräfte von Kommiffionären zu erlangen. Die Ver- mittag 5,20 Weter; seit gestern Vormittag ist das Waffer Fiebig zunächst weder um Hilfe rufen, noch sich von der Stelle mittelungsgebühren, die in keinem Falle unter 20 M. direkt um 30 Zentimeter gefallen.- Weißenfels, 12. März. bewegen. So entkam der Räuber mit seiner Beute, die nicht betragen, erfahren noch eine Steigerung bis in das Unendliche Der Wasserstand der Saale ist 3,60 Meter. Oberhalb groß ist, da die Tasche fast nur die Morgeneinnahme von etwa durch große Bechen bei dem Vermittler und durch Geschenke, und unterhalb Weißenfels find weite Thalflächen überschwemmt. die der Arbeitslose in der Regel, um überhaupt Das Waffer steigt anhaltend. Mannheim, 12. März. In An einer Morphinmvergiftung ist abermals ein Menschen Arbeit zu erhalten, gezwungen ist zu geben. Alle der gestrigen Bürgerausschuß- Sigung wurde die von dem Stadtleben zu grunde gegangen. Ein Gemeindebeamter, dem ein möglichen Elemente versuchen, sich an dem Infrativen rath beantragte Summe von 10 000 Mart zur Unterstüßung förperliches Leiden viele Beschwerden machte, fuchte zeitweilig Geschäft der Ausbeutung der Arbeitslosen zu betheiligen. der durch das Hochwasser Beschädigten einstimmig bewilligt. feine Schmerzen durch Morphiumeinspritzungen zu lindern. Dabei welche Auswüchse das System der heutigen Stellen Straßburg i. E., 11. März. In der heutigen Sigung des nahm er vorgestern durch einen unglüdlichen Zufall zu viel des vermittlung im Gastwirthsgewerbe zeitige, sei am besten daraus Landesausschusses beantragte der Unterstaatssekretär v. Schraut Giftes und ist daran gestorben. Der traurige Fall mahnt zu ersehen, daß ein Inhaber einer Kellnerinnentneipe, Gastwirth im Auftrage des Statthalters einen außerordentlichen Kredit bringend zur Vorsicht. Hoffmann, Prenzlauerstr. 19, wahrscheinlich um Gäste an- von 100 000 Mark augesichts der in den letzten Tagen 2 M. enthielt. Arbeiterrifiko. Mit schweren innerlichen Verlegungen zuloden, laut Inserat 200 Kellner für die Ausstellung verlangt, durch Hochwasser entstandenen Schäden. Unter dem Beifall wurde am Mittwoch, abends um 6 Uhr, der 42 Jahre alte ohne daß ein einziger der vielen, die sich gemeldet, eine des Hauses befürwortete der Abgeordnete Köchlin den Antrag, Klempner Karl Schulz aus der Steinmeßftr. 70 zu Rigdorf in Stellung nachgewiesen erhielt, sondern immer für die welcher alsdann einstimmig angenommen wurde.- Salzburg, worden set. Um diesem Treiben 11. März. Aus mehreren Ortschaften wird Hochwasser gemeldet, ein hiesiges Krankenhaus eingeliefert. Er war auf dem Grund- Bufunft vertröstet fück Schellingftr. 9 beschäftigt und stürzte dort drei Meter hoch ein Ende zu machen empfahl Redner den Anschluß an die Ver- welches jedoch theilweise bereits sinkt. Der Schaden ist groß. von einer Leiter herab. eine, um gefchloffen gegen die schrankenlose Ausbeutung, wie fie Der Eisenbahn- und Straßenverfehr ist theilweise unterbrochen. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Der Graf Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung v. Hammerstein. Theater. Freitag, den 13. März. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Cavalleria rusticana. Phantasien im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus. Besonderer Umstände halber. Die Höllenbrücke. Deutsches Theater. König Heinrich IV. Leng- Theater. Comtesse Guckerl. Berliner Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Neues Theater. Winterschlaf. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Schiller- Theater. Hammerstein. Der Graf von Theater Unter den Linden. Die Chansonnette. Columbia. Adolph Erut- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Alexanderplay- Theater. Die kleinen National- Theater. Die Waife von Lämmer. Vorher: Pitts. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurternraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedentend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Frl. Klara Leub vom Berliner Theater: Die Waise von Lowood. Schauspiel in 4 Akten und einem Vorspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. Regie: Max Samst. Morgen: Mutterſegen. Nach mittags 4 Uhr: Kinder- Vorstellung. Sneewittchen und die 7 Zwerge. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Graf von Hammerstein. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Buchdrucker! Sonntag, den 15. März, vormittags 11 Uhr: Allgem. Buchdrucker- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Konferenz in Leipzig. 2. Wahl eines Gehilfenvertreters. Zu dieser wichtigen Versammlung werden lämmtliche Buchdrucker Berlins Lezte Woche! und der Vororte hiermit freundlichst eingeladen. Affentheater und Circus. Ohne Extra- Entree, Soldaten und Kinder 25 Pf. Vorst. 5½ und 8, Sonntags 4, 6, 8 Uhr Castan's Panopticum. Die Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! Parodie- Theater. Oranienstrasse No. 52 am Moritzplatz. Freitag, den 13. März: 1. König Heinrich. Wildromant. Schauspiel von Ernst v. Sanftenbruch. 2. Gräfin Ilse, Was willfe oder der Trompeter von Bilse. Nach Dr. Frig Friedmann's Kriminal- Roman. 3. Zscheus, das Waldmädchen. Anfang 7/2 Uhr. Wochentags 8 Uhr. I. Rennen Central- Theater. in Carlshorst Alte Jakobftr. 30. Donnerstag, den 12. März 1896: Emil Thomas als Gast, Zum 190. Male: Eine tolle Nacht. Große Bosse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern, von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Jul. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Letzte Woche. Bum 145. Male: Die kleinen Lämmer. Vaudeville in 2 Aften v. 2. Varney. Borher: Pitts. Operette von Hans Löwenfeld. Dienstag, 17. März: Benefiz für Frau Ilka Paulet, Adolph Ernst- Theater. Jeden Abend das urkomische Purzelbaum- Jockey- Rennen Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Das neue Programm hat gelacht. Der singende Hahn C. C. XX- Strahlen von Stephanie& Behrens. Hokus, Pokus von Joc Marro. Charley's Tante v. Max Menzel. Das Unikum Schindler. 1000 Köpfe hat Räuschle. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Neu! Sensationell! Neu! Charley's Tante. Servais Le Roy Schwant in 3 Akten von Brandon die räthselhafte Jllusion. Thomas. Repertoirstück des GlobeTheaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Att von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von J. Roth. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Börse). Freitag, 13. März, abends 71 Uhr: Gr. Komiker- Vorstellung. Die Jagd nach d. Glück. Nach d. 4. Att: Lebende Bilder, geft. v. d. Kiliany- Truppe.( Dir. J. Borella). Letzte Neuheit von Paris, London und New- York. Außerdem: Bär und Schildwache, höchst komische Episode. Auftr. der Klowns Gebr. Cavallini, Gebr. Dux, Mr. Veldemann und Tom- Tom. Eine Miniatur- Steeplechase mit Riesensprüngen über 3 und 5 Paar Pferde. Ein Equestrisches Arrangement von 100 Hengsten, vorgef. vom Dir. Busch. Adjunkt, oftpr. Hengst, ger. v. Mme. Maria Doré. Der phänomenale Drahtseilfünstler Mr. Lloyd. Sonnabend: Die Jagd nach dem Glück. Sonntag, nachm. 4 Uhr( Gewöhnliche Preise: Auf numerirten Pläßen Kinder halbe Preise; auf unnumerirten ein Kind unter 10 Jahren frei): Zscheus, das Waldmädchen. Abends 712 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. Eugenie Fougère die unerreichte franz. Excentrique. Fritzi Ferry die pikante Wiener Soubrette. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Victoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute, Freitag: Neu! Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Neu! Cavalleria schufticana. ( Die Ehre des Schubbejacks.) Romantisch diabolisch infernalische Oper von Ferd. Meysellino. Anfang präz 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf.( f. Platate). Sonntag: Concerthaus Sanssouci. Eine Hestauration zu verkaufen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Das Rauchen ist verboten. Der Einberufer. Das Lokal wird morgen bekannt gegeben. Feen- Palast Direktion: Winkler& Fröbel. Das folossale März Programm Tanisan, bie Königin der Luft. Hiese& Nogat, Miniatur- Ringer. Borsini- Trio, Afrobaten auf der Kugel. Jackley's Affenspiele. Urkomische Original- Pantomime. Michaelenko- Familie. Je Engstra. Silvanowio's- Truppe. Charles Fox. Gebr. Görs. Toni Waldburg. Gebr. Cornells. 45562* Anfang Sonntags 612 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Eden- Theater. Welt- Restaurant 97. Dresdenerstr. 97. Jim vorderen Saal täglich: Weltberühmte E Tyroler Sänger- Gesellschaft Almenrausch u. Edelweiss. Direktion: Alois Ebner. Entree vollständig frei! Jm Theater- Saal: Benefiz für Käthe Kiondé. Anfang 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Neu! Neu! Familie Schenk( 5 Personen). Trappe Marvelli( 6 Personen), darunter d. kleinste u. jüngste Clown der Welt Alexis Geschw. Stuzky- fächs. Orig.Jur- Duett. Neu! Neu! Schnapphahn, Finke u. Schraube! Poffe in 1 Att v. A. Anno. Entree: Wochent. 10 Pf., Anf. 8 U. " Sonntag 30 R.Winkler. 61/2 " Gegründet 1845. Gegründet 1845. Circus Renz Karlstrasse. Freitag, den 18. März 1896, Anfang präzise abends 71/2 Uhr: Novität! Novität! Kolossaler Erfolg! Lustige Blätter! Eigens vom Direktor Franz Renz und dem Großherzoglich Darmstädtischen Hofballetmeister August Siems für Berlin fomponirt, mit gänzlich neuen technischen Apparaten und Be leuchtungs- Einrichtung. infzenirte Original- Vorstellung in 2 Abtheilungen mit den AusstattungsDivertissements Aufforderung. Hierdurch fordere ich den Drechsler und Stodbieger Karl Ernst Franz Borchert, Berlin, Wasserthorstr. 72, auf, seinen Pflichten mir gegenüber nachzukommen. 240b Leipzig, März 1896. Gust. Schlund. Hochbeglückt = ist Jeder, der nur ein Mal den Verfuch mit Opal Fleckenwaffer gemacht hat, von dem Erfolge desselben. Opal- Fleckenwaffer nimmt jeden Fleck und schädigt selbst die zartesten Ges webe in feiner Weise; es ist weder giftig noch feuergefährlich und nach einstimmigem Urtheil aller Konsumenten das Urtheil billigste Fleckenreinigungsmittel der Welt. Benzin dagegen hinterläßt Ränder, riecht unan genehm und ist feuergefährlich. Preis 30, 50 und 90 Pf. Erhältlich in Drogenhandlungen. Achtung! 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Jahrg. im Westen zwischen den Fabrikanten und den Arbeitern ent- in Anspruch genommen. Unter den Stellungsuchenden befanden standen ist. fich 2036 Frauen und Mädchen; davon waren 1205 Dienstboten. An 21 884 Beschäftigung Suchende wurden Anweisungszettel ausgestellt. Die Zahl sämmtlicher Personen, die die Anstalt passirten, belief sich auf über 41 000. 3 Diese Leute, welche schlimmste Feinde nicht nur der gefell. 41. Sigung vom 12. März, 11 Uhr. schaftlichen Ordnung, sondern auch der wirklichen Interessen der Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein, Dr. Miquel Arbeiter selbst sind, erscheinen um so gefährlicher, als sie in die und Kommissarien. Arbeiterkreise Aufruhr im Namen abstrakter oder notorisch Eingegangen ist der Gesezentwurf betr. die Regelung der falscher Ideen, welche dem russischen Volksgeifte und dem Im Jahre 1893 find 125 deutsche registrirte Seeschiffe mit einem Verunglückungen deutscher Seeschiffe im Jahre 1893. Richter Gehälter und die Ernennung der Gerichts- russischen Leben ganz fremd find, säen. Da Ihr( d. h. die Im Jahre 1893 find 125 deutsche registrirte Seeschiffe mit einem Assessoren, ferner ein Antrag Wallbrecht( natl.) betr. Beamten der Fabrikinspektion) dem Fabrikleben nahe ſteht und zwar find 44 Schiffe geftrandet, 21 gesunken, 5 gefentert, Nettoraumgehalt von 51 117 Register- Tons verloren gegangen, die Einführung von Ortsstatuten zur Sicherstellung der und wißt, wie leicht die Menge den Anstiftungen Anstiftungen 8 verbrannt, 20 infolge schwerer Beschädigungen und 8 durch Forderungen für Lieferungen und Arbeiten bei Bauten und einzelner Personen Folge leistet, so sollt Ihr besonders Kollision verunglückt, 24 verschollen. Dabei büßten 278 Personen ein Antrag von Mendel- Reinfels( f.) betr. die Entwässerungs- auf die möglichst häufige Aufklärung der Arbeiter in verhältnisse in der Stadt Leipzig. bezug auf die ungefeßlichkeit ihres Auftretens, welches zu Fabrik:( fämmtlich der Besatzung angehörend) von 1200 an Bord geDer Etat der Ansiedelungs- Kommission für unruhen führt, und auf die Verantwortung der Arbeiter wegen wefenen Menschen( 1169 Mann Besatzung und 31 Passagiere) ihr Leben ein. Westpreußen und Posen steht, in Verbindung mit der Gesetzesverlegung nnd Ruhestörung bedacht sein. Dentschrift über die Ausführung des Ansiedelungs- In unserer Industrie walten die patriarchalischen Verhält- Ausgewandert aus dem Deutschen Reich sind über geseges zur Spezialberathung. nisse zwischen den Unternehmern und den Arbeitern vor. Diese deutsche Häfen sowie über die Häfen Antwerpen, Die Budgetfommission beantragt: den Etat unverändert zu Patriarchalität äußert sich in vielen Fällen bei den Fabrikanten Rotterdam, Amsterdam und Bordeaux im vorigen genehmigen und die Denkschrift durch Kenntnißnahme für erledigt für die Bedürfnisse ihrer Fabrikarbeiter und Angestellten, in den Jahre 35 629 Personen; davon gingen 30 698 nach den Ver zu erklären. Bestrebungen ein friedliches Verhältniß aufrecht zu erhalten, in einigten Staaten von Amerika, 1396 nach Brasilien, 1100 nach Von den polnischen Abgg.( Motty und Brodnicki) der Einfachheit und Gerechtigkeit in den gegenseitigen Be- Britisch- Nordamerika, 748 nach Argentinien und Uruguay; 461 liegt ein Antrag vor: Die Regierung zu ersuchen, die Aufziehungen. Wenn solche Verhältnisse sich auf das sittliche Gesetz Deutsche wählten andere Theile Amerikas als Reiseziel, 886 hebung des Ansiedelungsgeseges in die Wege zu und auf die christliche Gefühle gründen, dann thut es nicht gingen nach Afrita, 211 nach Australien, 134 nach Asien. 18 955 leiten. Noth zur Anwendung des geschriebenen Gesetzes und des Zwanges Auswanderer waren männlichen, 16 298 weiblichen Geschlechts; zu schreiten. bei 376 Auswanderern ist das Geschlecht nicht verzeichnet. Ein Abg. v. Brodnicki befürwortet diesen Antrag; obwohl die polnische Bevölkerung mit Gut und Blut für Preußen eingetreten, lege es die preußische Regierung jetzt darauf an, daß die polnische Bevölkerung untergehe. Alle Jahre werden seine Freunde diesen Antrag wiederholen; er beantrage das Gehalt des Präsidenten der Ansiedelungskommission zu streichen. Jn ähnlichem Sinne spricht Abg. Dr. Mizerski( Pole). Abg. Seer( natl.): Es müsse darauf gehalten werden, daß die Ansiedler Wohnungen auf der Ansiedelung vorfinden. A5g. Eckels( natl.) wünscht ebenfalls eine regere Thätigkeit der Ansiedelungskommission. Abg. Glebotzki( Pole): Die Herren kommen über die Thatfache nicht hinweg, daß die Kolonifirung eine Vergewaltigung der Polen darstellt. Abg. Jm Walle( 3.): Selbst wenn die Erfolge der Ansiedelungskommission beffere wären als sie sind, so würde wegen der nachtheiligen Wirkung des Ansiedelungsgesetzes auf die polnische Bevölkerung sich doch dessen Aufhebung empfehlen. Damit schließt die Debatte. Der Antrag der Polen wird gegen deren Stimmen und die des Zentrums abgelehnt und der Etat genehmigt. Der Etat der Staatsschulden- Verwaltung wird debattelos genehmigt. Beim Etat der allgemeinen Finanzverwaltung liegt vor ein Antrag des Abg. v. Dobeneck( f.), die Regierung zu erfuchen, die fönigl. Vollziehung des vom Landtage angenommenen Gefeßentwurfs, betreffend die Aufhebung der Rückzahlungs- Verpflichtung der Grundsteuer- Entschädigung, herbei zuführen. Abg. Jürgensen( natl.) erklärt, diesem Antrage zustimmen zu wollen. Der Antrag v. Dobenec( f.) wird zurückgezogen. Abg. Groth( natl.): Die Aufhebung der Rückzahlungspflicht fei eine Forderung der Gerechtigkeit. Minister Dr. Miquel verliest eine an die Regierung zu Echleswig gerichtete Verfügung, wonach in allen Fällen mit größter Rüdsicht vorgegangen werden soll; überhaupt sei nichts unterlassen, um in allen diesen Fällen Milde und Wohlwollen walten zu lassen. Die Annahme des Gesezentwurfs des Landtages wäre wegen der Konsequenzen sehr gefährlich; wir würden zu einer allmäligen Aufrollung der ganzen Steuergesetzgebung kommen. Eine Genehmigung des vom Landtage angenommenen Gesetzes ist jedenfalls nicht in Aussicht zu stellen. Abg. Frhr. v. Tobeneck( t.) legt nochmals eingehend die Berechtigung der geforderten Aufhebung dar. Minister Miquel: Man werde ihm keinen Fall nachweisen fönnen, wo er es an der nöthigen Milde und Nachsicht habe fehlen lassen. Er habe großen Respekt vor den Beschlüssen des Landtages; aber solle er nun vor dem ersten oder vor dem zweiten Beschluffe mehr Respekt haben?( Unruhe und Widerspruch.) Es liegen teine Nova für den zweiten Beschluß vor. Abg. Engelbrecht( f.) legt dar, daß die Rückzahlungspflicht zahlreiche Landwirthe schwer drücke; er schließt sich Dobeneck an. Abg. Krause( natl.) wird durch eine objektive Prüfung der Sache doch zu einem andern Resultat geführt als die Vorredner. Abg, Hansen( frk.) theilt völlig den Standpunkt Dobenec's. Damit schließt die Debatte und die Position, Antrag der zurückzuerstattenden Grundsteuer- Entschädigungen 1 000 000 m. wird genehmigt, ebenso der Rest des Etats ohne wesentliche Morgen 11 Uhr: Refte des Etats und Interpellation Ring( f.) betreffend Maßregeln gegen Einschleppung von Vieh. Debatte. Seuchen. Schluß 312 Uhr. " Indem Ihr diese gute Strömung mit mit allen von Vergleich der 1895er Zahlen mit denen der Vorjahre ergiebt Euch abhängigen Mitteln unterstüßen und fördern werdet, folgendes Resultat. Es wurden über die bereits genannten indem Ihr durch die Kraft Eurer ſittlichen Autorität Häfen sowie über Havre( für welchen Hafen die Angaben für wirken werdet, indem Ihr den Arbeitern die Bedeutung 1895 noch fehlen), deutsche Auswanderer befördert im Jahre 1890: all des Guten und Nüßlichen, was die Fabrikanten für sie ohne 97 103, 1891: 120 089, 1892: 116 339, 1893: 87 677, 1894: 40 964, dazu verpflichtet zu sein, sondern aus christlichen Beweggründen 1895( ohne Havre): 35 629. und mit edlen Absichten thun, auseinandersehen werdet, werdet Ihr diejenige lebendige und fruchtbare Thätigkeit entwickeln, Kartellwesen. Ein Holztrust, dessen Mitglieder über welche abgesehen von ihrem direkten Nugen für andere Euch ein Gesammtkapital von 70 Millionen Dollars verfügen, ist in selbst eine größere sittliche Genugthuung gewähren wird, als die Port Townsend( Washington) in den Vereinigten Staaten bloß unparteiische und strenge Erfüllung Eurer Pflichten, als gegründet worden. Er will den ganzen Holzbandel an der formelle Wächter des Gesetzes. Pacifictüfte unter seine Kontrolle bringen. Alle großen Holzfirmen " Ich habe das Departement für Handel und Manufaktur be- in Kalifornia, Oregon und Washington sowie Britisch- Kolumbia auftragt, Euch aufzufordern, mit besondrer Aufmerksamkeit jede sind ihm beigetreten; auch haben die Besitzer der im Küstenhandel Aeußerung der Fürsorge seitens der Fabrikanten für ihre Arbeiter und im überseeischen Frachttransport verwendeten Dampfer und. zu verfolgen und Beschreibungen aller Wohlfahrtseinrichtungen Segelschiffe sich dem Trust angeschlossen. Man wird für einen zu gunsten der Arbeiter vorzulegen, um nach der Veröffentlichung jeden Distrikt eine gewisse Holzlieferung pro Jahr festsetzen, um dieser Thatsachen, die übrigen Fabrikanten auf dieselben auf die Gesammtproduktion genau kontrolliren zu können. In ähnmerksam zu machen und bei ihnen einen edlen Wettstreit licher Weise soll die Vertheilung der Fracht erfolgen. Der neuen in der Befolgung guter Beispiele zu entfachen. Gleichzeitig Gesellschaft, der es um Schonung der Wälder natürlich nicht zu habt Ihr mit besonderer Aufmerksamkeit alle ungesunden thun ist, sondern lediglich um die denkbar größte Ausplünderung Erscheinungen und ungeordneten Zustände in den Fabriken, des Publikums, werden über 150 Segelschiffe und eine stattliche weiche Unruhen hervorrufen können, zu verfolgen und das Bahl Dampfer zur Verfügung stehen. Finanzministerium darüber in Kenntniß zu sehen. In England hat sich ein Verband britischer Als Männer, die Ihr die Wichtigkeit der Euch obliegenden Stahlschienen- Fabrikanten gebildet, der durch RePflichten flar begreift, als gebildete und mit dem Fabrik- gulirung der Verkäufe die Aufrechterhaltung beziehentlich Steige wesen vertraute Leute, habt Ihr jede passende Gelegen- rung der Preise bezweckt. Dagegen ist in Desterreichder Versuch, die Petroleumraffinerieheit zu ergreifen, um den Arbeitern einzuprägen, daß nicht nur die Ungefeßlichkeit ihrer Forderungen, sondern Besiger, nachdem die hervorragendsten von ihnen das Konauch das Streben, auf ungefeßlichem oder gewaltsamem tingent pro 30. April d. J. gekündigt haben, wieder zu einer Wege ihre gefeßlichen Rechte zu verwirklichen, unvermeidlich nicht neuen Vereinigung zu veranlassen, ohne jeglichen Erfolg gedie Besserung ihrer Lage, sondern deren Berschlechterung herbei- blieben. Die betreffende Versammlung, fagt wehmüthig das führen wird, denn bei sothanen Umständen kann die Regierung Wiener Fremdenblatt", ging vollständig resultatlos auseinander, die Verwirklichung der Wünsche der Arbeiter selbst in dem Falle da die Schwierigkeiten, welche sich einer neuen Vereinigung nicht zulaffen, wenn die Fabrikanten selbst unter dem Einflusse entgegenstellten, so groß sind, daß alle betheiligten Faktoren einder Drohungen oder aus Gutmüthigkeit(!!!) auf Ronzesionen sehen, daß unter den momentanen Verhältnissen ein gemeinsames eingehen, obgleich das Gesetz berufen ist, in gleicher Weise Borgehen ausgeschlossen erscheint. die berechtigten Interessen sowohl der Fabrikanten als auch der Arbeiter zu schüßen. " Gewerkschaftliches. Zum Schluße kann ich nicht umhin, mein Vertrauen auf die günstigen Wirkungen meiner an Euch gerichteten Aufforde Aufruf an alle Maschinisten, Heizer und Berufs=" rung Ausdruck zu verleihen, da ich mit besonderer Freude aus genoffen in Deutschland. Am 1. und 2. Osterfeiertage Euren Berichten erfahren habe, daß auf allen Fabriken, auf( 5. und 6. April) d. J.) wird in Hannover im Lokal der welchen Unruhen stattgefunden haben, die Arbeiter, nachdem Börse, Osterstr. 16b, die dritte Generalversammlung sie über ihre gefeßlichen Pflichten aufgeklärt wurden, den des deutschen Verbandes der Maschinisten und Mahnungen der Fabrikinspektoren und anderer örtlichen Heizer abgehalten, wozu die Maschinisten und Heizer sowie Obrigkeiten folgten und unverzüglich die Arbeit wieder auf- Berufsgenossen Deutschlands eingeladen werden, sich durch nahmen. Ich habe mich auch davon überzeugt, daß seitens der Delegirte dort vertreten zu lassen, um Anschluß an den Verband Inspektion alle vernünftigen Maßregeln zur schleunigsten Wieder zu gewinnen. Dem Verband gehören zur Zeit 28 Vereine beherstellung der Ordnung ergriffen worden sind: alle Inspektoren, ziehentlich Filialen an. Die vor einiger Zeit vom Verband aufinsbesondere der Oberinspektor des Gouv. Wladimir, welcher genommene Lohnstatistik zeigt ein erschreckendes Bild von dem laut meiner Erlaubniß den verantwortlichen Posten Elend in unserem Beruf: der langen und nur theilweise durch des temporären Direktors einer Fabrik übernommen und die Natur des Betriebes( elektrisches Licht!) bedingten Arbeitszeit, dadurch die Verbreitung. der Unruhen auf benachbarte die in vielen Fällen bis 19 Stunden täglich beträgt, während Manufakturen verhindert hat, haben eine lobenswerthe Tüchtig die Löhne troß der in der unerträglichsten Hize zu leistenden teit an den Tag gelegt." förperlichen Anstrengung äußerst gering find, ja sogar herab bis Soweit Herr von Witte. Ueber dieses geheime" Zirkular zu 10 Pf. pro Stunde schwanken. Wenn man bedenkt, daß schon des Herrn von Witte liegt mir eine von sehr kompetenter und die geringste Unaufmerksamkeit und Unkenntniß betreffs der dem Fabrikaufsichtspersonal angehörender Seite herrührende allgemeinen Regeln des Dampfkesselbetriebes Leben und GeAeußerung vor. Diefelbe bezeichnet das Birkular selbst vom Stand- sundheit unserer Mitarbeiter gefährdet, so ist es wohl punkte der bestehenden Gesetzgebung als„ dumm und unlogisch." Denn der Minister fürchtet offen den Fabrikanten gegenüber die an der Zeit, daß die Kollegen sich überall organisiren, um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erringen. wahre Sachlage zu betonen, nämlich daß alle in letzter Zeit statt Wir richten deshalb an unsere Berufsgenossen die Aufgefundenen Unruhen die Frucht ihrer groben Willfür und forderung, in allen Städten Deutschlands MaschinistenDer Gesegesverlegung ihrerseits sind, er weise gar und Zweigvereine beziehentlich Filialen zu gründen und sich dem nicht auf den normalen Weg des Schutzes der Rechte der deutschen Maschinisten- und Heizerverbande anzuschließen, der Arbeiter durch den Inspektor hin, er erkläre nur, daß die seit vier Jahren besteht und in Berlin seinen Siz hat. Die Ein geheimes Birhular des Aeußerung der Unzufriedenheit der Arbeiter in Form von Vereine bez. Filialen haben die Aufgabe, ihre Mitglieder theorussischen Finanzminiffers Witte. Arbeitseinstellungen ungefeßlich ist. Zum Glück fügt retisch wie praktisch zu unterweisen, damit diese auch befähigt sind, unfer Gewährsmann hinzu holt sich das Leben ihrer verantwortungsvollen Stellung vorzustehen. Der Verband, 26. Februar/ 9. März. Die elementare Gährung Rath weder bei Beamten, die sich wie Bediente be der von den Vereinen bez. Filialen gebildet wird, hat die unter den Arbeitern verschiedener Orte und die Anfänge einer nehmen, noch bei tugendhaften Fabrikanten! Früher oder Kollegen in jeder Lebenslage zu unterstüßen, so unter anderem vom Klassenbewußtsein erfüllten Arbeiterbewegung, diese zwei später, heute oder morgen müssen die Arbeiter sich in Verbände durch Stellenvermittelung, Gewährung von Rechtsschutz, UnterEntwickelungen gehen in den Tiefen unserer Gesellschaft vor sich. und Zirkel mit klarem Programm organisiren, sie werden in ſtützung der Hinterbliebenen Verstorbener, Lieferung einer eigenen Der Philister selbst der liberal angehauchte merkt sie nicht, Form organisirter Streits auf die Verbesserung ihrer Lage hin: Fachzeitschrift„ Der deutsche Maschinist und Heizer" denn sein Blick haftet immmer an der Oberfläche. Und an arbeiten, indem sie als eine der ersten Forderungen das Recht u. f. w. Einzelne Kollegen an einem Orte fönnen dem Verdie Oberfläche gelangt- dank der väterlichen Fürsorge der Koaliton aufstellen werden, welches im Westen den Arbeitern bande auch als Mitglieder beitreten. Zu näherer Auskunft und unserer Obrigkeiten fast gar nichts von dem, was nur längst zugestanden ist, das in Rußland aber nur die Fabrikanten zur Uebersendung von Statuten ist gern bereit K. Kirschnic irgendwie als Gefahr für die bestehende Ordnung angesehen frei ausüben." So weit der Untergebene des Herrn v. Witte. in Berlin SW, Pücklerstr. 3. werden kann. Der Unterthan soll nicht den leisesten Verdacht schöpfen, daß etwas im Staate Rußland faul sei. Und doch wissen die Herren vom Rathe" unter sich sehr gut, z. B. daß der Kapitalismus selbst mit der patriarchalischen Unschuld der Achtung, Klempner Berlins! Die Vertrauensmänner Arbeiter in sozialer und politischer Hinsicht gründlich aufräumt. beschlossen am 11. März der allgemeinen KlempnerversammSie rechnen mit dieser Thatsache. Militär und Arbeiter. Unser Bielefelder Parteiorgan, lung, welche am Sonntag, den 15. März vormittags 10 Uhr im schon geschrieben, daß aus Anlaß der Arbeiterunruhen im Jahre die" Volkswacht", schreibt:" Von der Bielefelder Maschinenfabrit Feenpalast stattfindet, zu empfehlen, in allen Werkstätten folgende 1895 der Finanzminister ein Zirkular an die Fabrikaufsichts- vormals Dürkopp u. Co. werden zur Zeit Soldaten beschäftigt. Forderungen zu erheben: 9 stündige Arbeitszeit, 45 Pf. beamten erlassen hat. Jetzt kann ich den Wortlaut dieses im Aus- die natürlich nicht in der Fabrik, sondern in der Büchsenmacherei Mini mallohn pro Stunde, 25p Ct. Zuschlag für gange des 19. Jahrhundertes für einen Westeuropäer höchst be- arbeiten. Es handelt sich um eine neue Sorte von Kurbeln, die Ueberstunden, Sonnabends 1 Stunde und am fremdlichen Schriftstückes mittheilen. Hören wir Herrn von den Arbeitern das Stück zu 11 Pf. im Akkord angeboten worden Tage vor den 3 hoben Festen 2 Stunden früher waren, ein Lohn, wofür die Arbeiter sie nicht herstellen zu Feierabend ohne Lohnabzug. Unter Zustimmung des " Die Arbeiterunruhen, die auf einigen Manufakturen im fönnen erklärten. Nunmehr werden sie von Soldaten in der Obermeisters der Klempner- Junung Langenbucher werden zu der belaufenden Jahre vorgekommen sind, bewegen mich, Eure Auf- Büchsenmacherei angefertigt, wie es heißt, das Stück für 7 Pf. schließenden Versammlung sämmtliche Klempnermeister eingeladen. Gang der Induſtrie zum Nachtheil der Fabrikanten und noch viel Militärverwaltung etwas davon weiß, erwarten aber schleunigste erste Woche auf Streit unterstüßung zu ver mehr zum Schaden der Arbeiter selbst unterbrechen, zu lenten. Die Aufklärung dieses unerhörten Falles. Das Militär ist doch nicht zichten, sowie jeden arbeitenden Kollegen zu einem wöchent Unruhen der letzten Zeit sind, in Uebereinstimmung der früheren dazu da, die Arbeiter, welche es durch ihre Steuern erhalten lichen Extrabeitrag von 50 Pf. für den Streitfonds zu verBeobachtungen, hervorgerufen worden entweder von Arbeitern, müssen, arbeitslos zu machen oder denselben die Löhne zu pflichten. Zu diesem Zweck werden von dem Unterzeichneten welche von Fabrit zu Fabrik wandern und auf grund ihrer drücken." Marken zu 50 Pf. ausgegeben. Die noch ausstehenden Frage= Witte: Ich habe Ihnen Soziale Mebersicht. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden freundlichst um Abdruck gebeten. fittlichen Eigenschaften auf teiner Manufaktur im stande waren, Aus den Arbeitsnachweisen. Die Zentralanstalt für bogen sind sofort abzuliefern. Die Vertrauensmänner aller fefte Stellung zu erwerben oder von Leuten, vie eine ganz ver- Arbeitsnachweis in Mannheim hat im vorigen Jahre nahezu Werkstätten haben sich am Sonntag bereits früh 9 Uhr im fehrte Auffassung der Arbeiterinteressen haben und bestrebt find, 18 000 Vermittelungsgesuche erledigt, gegen 10 500 im Jahre 1894. Feenpalaſt einzufinden. Der Vertrauensmann der Berliner bei uns tünstlich jenen traurigen Gegensatz zu schaffen, welcher von Arbeitern haben die Anstalt 10 661, von Unternehmern 6967 Klempner: F. 3 immermann, Pücklerstr. 55. Der Streit der Klempner bei der Firma Baer u. Stein„ Im Schwarzen Wallfisch zu Askalon"; er wurde zur Thür, riemenarbeitern. Nach eingehender Erwägung sind folgende in Berlin, Alexandrinenstraße 24, dauert fort. Die Klempner hinaustomplimentirt. Mit einem fürchterlichen Moralischen" Forderungen an die Fabrikanten gestellt worden: Erhöhung der haben, als sie aus schon bekannter Ursache in den Ausstand irrte er, der Heimathlose, mehrere Stunden umher. Da hörte er bisher gezahlten Löhne um 25 pCt. Die Ueberstunden bis traten, gleichzeitig folgende Forderungen gestellt: Neunstunden- Glockentlang und Orgelspiel. Fromme Leute gingen zur Kirche, 10 Uhr abends find mit 25 pSt., nach 10 Uhr mit 50 pCt. Sohnauftag, 45 Pf. Stundenlohn, 15 pet. Zuschlag für Affordarbeit, und plötzlich fühlte er in seiner Stimmung ein unbezwingliches schlag zu bezahlen. Für die Arbeiter auf Montage, abgesehen von Sonnabend und Montag eine Stunde früher Feierabend. Der Verlangen nach religiöser Erbauung. Er trat ebenfalls in die den Spesen, 50 pCt. Lohnaufschlag. Die Attordarbeit ist, wo Stand des Streits ist günstig, da sich Streifbrecher unter den Kirche ein und setzte sich auf eine Bank. Als nun der Prediger fie noch besteht, abzuschaffen. Die Fabrikanten, denen durch die Klempnern noch nicht gefunden haben und wohl auch auf der Kanzel mit Bezugnahme auf die herannahende Passions- Lohnkommission die aufgestellten Forderungen mit dem Ersuchen nicht finden werden. Wie die Behörde dem Unterzeit die Gläubigen ermahnte, ihre Sünden zu erkennen und Buße zugesandt worden sind, bis zum 6. März eine Erklärung abzunehmer zur Seite steht, haben die Streifenden trotz der kurzen zu thun, um der Gnade des Erlöfers theilhaftig zu werden, geben, haben sich nicht gemüßigt gesehen, dem Wunsche nachzuDauer ihres Ausstandes schon am eigenen Leibe erfahren. Der da übermannte es den Angeklagten, er brach in lautes Schluchzen kommen. Hingegen sollen die Fabrikanten als Antwort auf die Ausstand begann am Freitag. Bereits am Sonnabend wurden drei aus, das er mit ausdrucksvollen Gesten begleitete. Aus dem Forderungen einen Ring gebildet haben, wonach sie sich bei Streifende, die in der Alexandrinenstraße promenirten, arretirt, Schluchzen wurde ein Geheul, so daß die Andacht der frommen hohen Konventionalstrafen verpflichteten, mit der Lohnkommission obwohl sie ganz ruhige Passanten waren. Am Montag wider Gemeinde völlig gestört wurde. Als der Prediger geendet hatte, nicht zu verhandeln und die Aufwiegler" auf dreiviertel Jahre fuhr zwei Mann dasselbe Schicksal, am Dienstag und Mittwoch warf ihm der Angeklagte Kußbände zu und als nun das Prä aus den Fabriken auszuschließen. In der Diskussion konnte vier Mann. Von den letzteren Streifenden protestirte einer auf ludium für das Schlußlied begann, da hob er mit lauter Stimme festgestellt werden, daß sich die Fabrikanten dadurch selbst in eine der Wache etwas energisch gegen seine Verhaftung; man legte den gar nicht zur Melodie passenden Gesang Lobe den Herrn" Bwangslage gebracht haben, aus der sie gerne wieder heraus ihm Handschellen an und brachte ihn so geschlossen nach dem an, so daß alle Kirchenbesucher aufstanden und sich nach dem möchten. Da die Konjunktur eine sehr günstige ist und die Alexanderplatz. Die Ortsverwaltung des deutschen Störenfriede umfahen. Ein Gendarm war von Anfang Arbeit drängt, so versuchten einige sich aus der Kalamität dadurch Metallarbeiter Verbandes Berlins und Uman gegenwärtig gewesen, derselbe hatte aber nicht ein herauszuhelfen, daß sie den Arbeitern versprachen, den Zuschlag vom gegend. schreiten wollen, weil er als Mann der Prosa den 1. Mai ab zu bewilligen, wenn die Arbeiter bis dahin weiter Fast alle Setzer und die beiden Maschinenmeister der poetischen Kirchenbesucher für verrückt hielt und weil er arbeiten. Ein Fabrikant versprach sogar den Zuschlag für den Buchdruckerei von J. Fußangel in Hagen i.. die Störung des Gottesdienstes nicht durch sein Einschreiten noch in betracht kommenden Zeitraum am 1. Mai nachzuzahlen. Von haben wegen fortgesetter Kündigung von Verbandsmitgliedern größer machen wollte. Nun aber holte er sich den Störenfried den Arbeitern werden diese Versprechen als ein Schachzug be= am Sonnabend gekündigt und am Montag die Arbeit eingestellt, heraus und brachte ihn zum Polizei- Amte. Unterwegs dichtete trachtet, sie von ihren Forderungen abzubringen, da bis zu diesent weil sie von Herrn Fußangel beleidigt worden waren. Troy der Angeklagte den Beamten in allen Versmaßen an, so daß Zeitpunkt der größte Theil der Arbeit fertig gestellt sein wird. zweimaliger Verhandlungen kam es zu teiner Einigung, weil letterer noch mehr in der Annahme bestärkt wurde, er habe es um eine Uneinigkeit unter den Kollegen herbeizuführen, find Herr Fußangel Bedingungen stellte, auf die die Arbeiter nicht mit einem Verrückten zu thun. Von Verrücktheit hat sich aber einzelnen Arbeitern Lohnerhöhungen bewilligt worden. Nachdem eingehen konnten. beim Angeklagten während der Untersuchungshaft teine Spur festgestellt wurde, daß die große Majorität der Anwesenden In Hannover und dem Vorort Linden streiken sämmt gezeigt. Auch der Gerichtshof war der Ansicht, daß der An- Treibriemenarbeiter sind und Saffenbach, Pörsch und andere liche in der Bierfaß Branche beschäftigte Böttcher. geklagte nicht geisteskrant, sondern nur eigenartig theatralisch nochmals darauf hingewiesen, daß nur dann etwas zu erzielen Sie fordern 91/2 stündige Arbeitszeit, für schwere Arbeit 25,50 Mt. sentimental veranlagt sei. Derselbe habe eine Nacht hindurch sei, wenn die Einigkeit, wie sie jetzt vorhanden ist, auch weiter und für leichte 24 Mt. Minimallohn, ferner Erhöhung des gesungen und gezecht. In der dadurch hervorgerufenen Stimmung habe bestehen bleibt, gelangte folgende Resolution zur Annahme: Glocken- undOrgelfang ein religiöses Bedürfniß in ihm geweckt, welches" Die Versammlung beschließt, daß am 11. März Akkordlohns für neue Fäffer um 10 pCt. Die Ausständigen ihn zum Eintritt in die Kirche bewog. Die Rede des Predigers habe früh in allen Treibriemen Fabriken nochmals an die find sämmtlich organisirt und hoffen ihre Forderungen durchWo die Forde zusehen, wenn die Kameraden im übrigen Deutschland Solida- ihn übermannt, habe ihn zum Weinen gerührt und die Gesten, Fabrikanten herangetreten werden soll. die man für Kußhände hielt, möchten wohl der Ausdruck des rungen nicht bewilligt werden, ist die Arbeit sofort rität üben. Beifalls und des Dantes gewesen sein, den er dem Prediger niederzulegen. Wo die gesammten Forderungen schriftlich be zollte. Ordnungsmäßig sei dieses Verhalten nicht, ob aber der willigt, fann weiter gearbeitet werden, wo in den Streit eingeAngeklagte absichtlich und in bewußter Weise die Kirchen- treten wird, haben nicht mehr die betreffenden Arbeiter, sondern ordnung gestört habe, sei angesichts der eigenartigen Veranlagung die Lohnkommission die Verhandlungen mit den Fabrikanten zu des Angeklagten und seiner damaligen Stimmung nicht erwiesen, führen. Den Streifenden ist es untersagt auf eigene Hand mit weshalb auf Freisprechung zu erkennen sei. Mit einer ihrem Arbeitgeber Vereinbarungen zu treffen. Das Streiflotal theatralischen Verbeugung nahm der Angeflagte die Nachricht ent- befindet sich bei Pasch, Alte Jakobstr. 83 und werden dortselbst gegen, daß er sofort auf freien Fuß gesezt werde. die Berichte entgegengenommen. Die moralische und petuniäre Unterstützung wurde den Streifenden von den anderen Branchen zugesichert. Die in Luguspapier- Fabriken beschäftigten Arbeiter und Die Steinsetzer Harburgs beschloffen ihre Forderung betreffs der Pausen dahin abzuändern, daß die Nebenpausen um vormittags 7 und 10 Uhr und nachmittags um 3 Uhr wegfallen follen, desgleichen die Bezahlung des Weges von und nach der Arbeitsstelle bei Arbeiten außerhalb Harburgs. Für lettere Arbeit werden pro Stunde 8 Pf. mehr gefordert. Soziale Rechtspflege. 0 Versammlungen. Die Verlegung durch einen Mitarbeiter als Betriebsunfall. Die Arbeiterin Starke war im März 1895 in GemeinDie Volksversammlung, welche am 10. d. M. in Rabe's Arbeiterinnen hatten sich am Dienstag in Meyer's Vereinssalon, schaft zweier Knechte mit einer landwirthschaftlichen Arbeit be- Salon, Kolbergerstraße 23, tagte, war vornehmlich zur Agitation Ackerstraße, versammelt. Genosse Faber zeigte, anknüpfend an schäftigt, als ihr plötzlich einer der beiden Mitarbeiter mit seiner unter den Frauen bestimmt und erfüllte ihren Zwed vollkommen, die in letzter Zeit sich vor aller Augen abgespielten riesenhaften eisernen Forte über den Kopf schlug und sie sehr erheblich ver- indem die Frauen zahlreich vertreten waren. Reichstags- Ab- Lohnbewegungen, welche fast alle einen für die Arbeiter günstigen legte. Der betreffende, Grewe mit Namen, hatte sich durch den geordneter Bueb hielt den Vortrag und hatte derselbe sich das Ausgang genommen hätten, wie wichtig es ist, sich fest zuſammenanderen Knecht gehänselt" geglaubt und in großer Erregung Thema gewählt:„ Es giebt bienieben Brot genug zuschließen und zu organisiren. Ein jeder Arbeiter babe die darüber wahllos zugeschlagen. Da er nach einiger Zeit als für alle Menschenfinder". In scharfer Weise geißelte Pflicht, für beffere Lebensbedingungen einzutreten, allein jedoch wahnsinnig in eine Frrenanstalt überführt werden mußte, ist der Vortragende die heutige Interessengesetzgebung, das Be- ist er hierzu nicht im stande; in der Organiſation findet er die anzunehmen, daß auch schon am fraglichen Tage sein Geist streben, auf Kosten der breiten Masse des Boltes die Taschen Kampfgenoffen, welche in der Lage find, Schulter an Schulter gestört war. Die zuständige Landwirthschaftliche Berufsgenossen weniger Mothleidender" zu füllen, erörterte die Politik der fämpfend den Kampf auch siegreich durchzuführen. Vertrauensschaft und auch deren Schiedsgericht lehnten es ab, der St. Brotvertheurer, der Agrarier, die ihren drastischen Ausdruck finde mann Bergmann schließt sich der Aufforderung des Genossen Faber eine Unfallrente zu gewähren, fie vermochten keinen ursäch in dem berüchtigten Antrage Kanik, besprach die weitere voll und ganz an, daß alle Arbeiter fich der Organisation und Tichen Zusammenhang zwischen dem Betriebe und dem Vertheuerung Des wichtigen Volksnahrungsmittels, des zwar in diesem Falle dem Verbande aller in Zuruspapierfabriken Unfall zu erkennen. Das Reichs- Versicherungsamt Buders, ging auf den Feldzug gegen die Margarine ein beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen anzuschließen haben. jedoch verurtheilte die Berufsgenossenschaft. Es vertrat den und stellte in Gegensatz zu diesem liebevollen Eingehen der Erfreulich sei es, daß in der Versammlung, die von nahezu 500 Standpunkt, daß nach den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen Reichsregierung auf die begehrlichen Wünsche der oberen Bersonen besucht sei besonders die Arbeiterinnen der eingeladenen anzunehmen sei, die Arbeiter sollten auch gegen Gefahren ver- Behntausend das Verhalten der Regierung und Barteien den be- Fabriken W. Hagelberg, Buttner u. Ko. erſchienen seien. Ift fichert werden, welche für sie aus dem im Betriebsinteresse rechtigten Forderungen des Volkes gegenüber, insbesondere auch boch nunmehr zu hoffen, daß auch sie, die bisher die rückliegenden Zusammenarbeiten mit ihnen gänzlich fremden Per- in bezug auf die Frauen, für deren Rechte er in warmer Weise ständigsten in der Bewegung waren, sich auch auf ihre Pflicht fonen entstehen. Giner solchen Gefahr sei hier die Klägerin zum eintrat. Redner übte eine oft von rauschendem Beifall unter- besonnen haben, und sich der Organisation anschließen werden. Opfer gefallen, denn ihr Dienstverhältniß habe sie mit Grewe in brochene Kritik an den heutigen Zuständen Preußen- Deutschlands Bergmann theilt auch bezüglich der Uebertretungen der enge Berührung gebracht. Das Rekursgericht berücksichtigte auch und zeigte, wie allein die sozialdemokratische Partei die Bolks- Gewerbe- Ordnung mit, daß besonders in Luruspapiernoch, daß die Klägerin durch die Art der ausgeführten Arbeit interessen in wahrer Weise vertrete.( Anhaltender Beifall.) Den Fabriken Maximal Arbeitstag für Frauen fich zu bücken gezwungen war und deshalb das Vorgehen Grewe's Vortrag des Heine'schen Gedichtes, dem obige Tagesordnung ent- jugendliche Arbeiter nicht beachtet wurde. Ferner finden nicht von vornherein bemerken und sich seinem Angriff nicht nommen war, schloß das höchst wirkungsvolle Referat. Eine Uebertretungen statt hinsichtlich der der Mittagspause, der entziehen konnte. Anders wäre der Fall zu beurtheilen, führte Diskussion fand nicht statt und schloß die Versammlung mit Sonntagsarbeit, der Schlußzeit am Sonnabend u. das Gericht aus, wenn die Klägerin selbst zu ihrer Verlegung einem Hoch auf die sozialdemokratische Frauenbewegung. außerhalb des Betriebes den Anlaß gegeben hätte.. Gerichts- Beitung. der und a. m. Er bittet, alle derartigen Uebertretungen oder sonstigen Mißstände unverzüglich an seine Adresse: A. Berg= Gegen das neue Margarine- Gesetz nahm am Mittwoch mann, Lübbenerstr. 23, Quergebäude 8 Treppen, gelangen zu eine in folge des schlechten Wetters nur schwach besuchte, von lassen. Zum Schluß werden die Anwesenden noch auf den befreifinniger Seite einberufene Versammlung Stellung. Der Herr stehenden Arbeitsnachweis der Branche aufmerksam gemacht. Die Stadtverordnete Dr. Goldschmidt besprach in eingehender Weise Arbeiterinnen mögen doch endlich aufhören, von Thür zu Thür An die Ausdauer der Geschworenen, sowie der übrigen die einzelnen Bestimmungen des Gefeßes, indem er nachwies, daß gehend um Arbeit anzufragen, sondern sich vor allem des Arbeitsbetheiligten Faktoren wurden in der vorgeftrigen Schwurgerichts- es den Agrariern durchaus nicht darum zu thun sei, das Volk nachweises bedienen. fizung des Landgerichts I Anforderungen gestellt, wie es bisher vor Betrug zu schützen, sondern nur die Konkurrenz der Marga: Die öffentliche Versammlung der Arbeiter und Arnoch nicht vorgekommen ist. Die Verhandlung gegen den des rine, der Butter gegenüber vollständig zu beseitigen. Die Ber: beiterinnen, die am Dienstag bei Hente, Naunynstraße, tagte, Meineides in sieben Fällen beschuldigten Reisenden May Rob fammlung erklärte ihr Einverständniß mit den Ausführungen des hörte als ersten Punkt der Tagesordnung einen Vortrag des gelangte nämlich erst um 4 Uhr morgens zu Ende. Infolge Redners durch einstimmige Annahme einer Resolution, nach Genoffen Dr. 2ütgenau über„ Der Sozialismus als Weltdeffen wurde die zu gestern anberaumte Sigung ausgesetzt. Die welcher fie energisch Proteft erhebt gegen das neue Margarine anschauung". Der Referent veranschaulichte in furzen Umrissen umfangreiche Beweisaufnahme fiel für den Angeklagten höchst Geses, besonders wie es aus der Kommission hervorgegangen ist. Den Uebergang der Güterproduktion zur Waarenproduktion und ungünstig aus, es zeigte sich, daß er in höchst frivoler Weise mit dem Eide Die Versammlung erkennt in dem Gesetz den charakteristischen nach diesem den Schritt zur heutigen privatkapitalistischen Progespielt hatte. In zweistündiger Rede entrollte Staatsanwalt Bug der Zeit, welcher nur darnach trachtet, den Agrariern auf duftionsweise, welcher als Unterlage der gebietende Faktor aller Kleine ein Bild von dem verwerflichen Treiben des Angeklagten Koften des arbeitenden Volkes die Taschen zu füllen. Die Durch politischen Rechte, das Privatkapital dient. Gegenüber diesem stehe und beantragte, ihn in allen Fällen schuldig zu sprechen. Die führung des Gesetzes verhindert nahezu die Fabrikation der Mar- der vom juristischen Standpunkte aus sogenannte„ freie" ArbeiterBertheidiger plaidirten für Ausscheidung einiger Fälle. Die Gegarine, macht hunderttausende Arbeiter brodlos und schädigt die d. h. frei von jedem Produktionsmittel- als Ausbeutungsobjekt. schworenen sprachen den Angeklagten des wissentlichen Mein- Interessen des Volkes. Die Versammlung richtet an den Reichs: Redner erläuterte dann des näheren die Bildung des ersten eides in vier und des fahrlässigen Meineides in einem Falle tag das Ersuchen, die Vorlage strikte abzulehnen. griechischen Staates und die weitere Fortentwickelung. Aus schuldig, worauf der Gerichtshof denselben zu einer Gesammt Die Lederarbeiter hatten am Montag Abend eine auch der derzeitigen feudalen Gesellschaft bildete sich die heutige ftrafe von sechs Jahren Zuchthaus und zehnjährigem Ehrverlust unter Wegfall der bereits gegen ihn wegen Betruges von Arbeiterinnen sehr gut besuchte Versammlung einberufen, um bürgerliche, die, sind die Produktionsmittel in die Hände der Ge zuerkannten zweijährigen Gefängnißstrafe verurtheilte. über ein einheitliches Vorgehen bei einer fünftigen Lohnbewegung fammtheit übergegangen, einer sozialistischen Plaß machen muß. zu berathen. Das einleitende Referat hielt Genosse Jahn, Nachdem der Referent den Ursprung der Religion und deren Vom Unfug der Detektiv Justitute. Daß ein Detektiv welchem ein Rorreferat des Kollegen Hoffmann folgte. Beide heutige Bedeutung genügend beleuchtet, zugleich auch bedeutet, beamter sich nicht für einen Polizeibeamten ausgeben darf, wurde plädirten für ein gemeinsames Vorgehen in der Lohnbewegung. daß Polizei und Armee im Dienste der herrschenden Klasse, der gestern dem Schreiber Denkmar Thiebecke vor der neunten Bereits im vorigen Jahre ist versucht worden, die Lokal: Beschützerin des Großkapitals stehen, griff er zurück auf das Straffammer des Landgerichts I recht nachdrücklich zu Gemüthe organisirten zum Zusammengehen mit den Verbandsmitgliedern Wirken von Marg und Engels, die den Sozialismus zur geführt. Thiebecke hatte für das Weien'sche Detektivbureau zu veranlassen, aber bis jetzt sei man leider nicht zu einem Wissenschaft gemacht, fodaß er heut als Weltanschauung gelte. Diesen einer Verlobungssache eine Recherche Recherche auszuführen, greifbaren Resultat gekommen. Von den Fabrikanten habe man zu studiren, sei Pflicht eines jeden Arbeiters und jeder Arbeiterin. und um einen befferen Erfolg zu haben, ftellte zwar die Zusage einer Lohnerhöhung von 381/3 pet. erlangt, Redner schloß mit den Worten: Schaart Euch zusammen, Ihr er sich den Betheiligten als Polizeibeamten an. Er erzielte da die aber bis jetzt noch nirgends bewilligt worden ist. habt eine Welt zu erobern und nichts zu verlieren als Eure durch auch, daß ihm Auskunft ertheilt wurde. Da die Aus- Deshalb sei es am zweckmäßigsten, wenn beide Organisationen Ketten.( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion betheiligten sich gehorchten aber garnicht daran gedacht haben würden, dem zusammengehen, um gleiche Forderungen aufzustellen für einige Anwesende im Sinne des Referenten. Unter" Ver Thiebecke Rede zu stehen, wenn sie gewußt hätten, daß er nur ein eine Lohnbewegung in diesem Jahre, die aber erst in den Monaten schiedenes" werden wiederholt Mißstände der Velvetfabrik von Detektiv war, erstatteten sie Anzeige, und Thiebecke wurde der Juni oder Juli frühestens beginnen kann. Als Vorbereitung Mengers zur Sprache gebracht und ersucht der Vorsitzende, unbefugten Ausübung eines öffentlichen Amtes angeklagt. Der hierzu sei es nothwendig, eine von beiden Theilen zusammen- ihm bezügliches Material weiter zuzustellen. Weiter giebt man Gerichtshof war der Ansicht, daß die Sache nicht zu milde angefeßte Lohntommiffion zu wählen und eventuell Bons bezw. bekannt, daß der Polizeibeamte Naporra augenblicklich in gefehen werden dürfe und erkannte auf 1 Monat Gefängniß. Streitfarten für einen Streitfonds auszugeben, worüber in einer Berlin domizilire. Hierauf nimmt die Versammlung einen Antrag Der fromme Sänger. Wegen Störung des Gottesdienstes in etwa 14 Tagen stattfindenden Versammlung Beschluß gefaßt an, nach Schluß die Tellersammlung fortzusetzen und deren In der Diskussion, an der sich Heindke, Ergebniß den streikenden Textilarbeitern zu überweisen. hatte sich gestern ein origineller Kauz vor der ersten Straftammer werden kann. in her. = am Landgericht II zu verantworten. Es war ein kleines Konrad, Brückner, Schönfeld, Sauer und Schmidi Die Maler und die Auftreicher waren am Mittwoch Männchen, welches aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde, betheiligten, wurde besonders auf die immermehr zunehmende Abend in einer ungewöhnlich zahlreichen, von etwa 2000 Pers ein Mann, nahe den fünfziger Jahren, deffen spiegelglatte Platte Sch und fabrikation und die weiter um sich greifende fonen besuchten Versammlung im Keller'schen Saal zusammenvon der Nasenwurzel bis an den Rockfragen reichte. Mit Stolz Mädchen arbeit hingewiesen, desgleichen auf die jammer gekommen, um den Bericht der Lohnkommission über die gegenerklärte er:„ Mein Name ist Arthur Smetana, in Sprottau vollen Zustände in der Haus industrie, deren Beseitigung wärtige Situation des Streits entgegenzunehmen. Nach der habe ich das Licht der Welt erblickt, das ist allerdings lange ein Redner für nothwendig hielt, während ein anderer Darstellung des Referenten Lint ist das Resultat der LohnIch bin Dichter und Gänger!"" Sie sind aber die Einrichtung von Betriebswerkstätten verlangte. Junge bewegung ein außerordentlich günstiges. Der Beschluß der von Profession Steinsetzer- warf der Vorsitzende ein Leute, die faum die Lehrzeit hinter sich, aber selbst noch vorigen Versammlung, am Montag den 9. März die Arbeit und haben, wie aus den Akten ersichtlich ist, auch nichts gelernt haben, machen sich selbstständig", d. b. bei der überall dort niederzulegen, wo die Forderungen der Gehilfen früher einmal als Steinseher in Nauen gearbeitet!" Un Mutter in der Küche, und nehmen Lehrlinge an, die nur auf nicht bewilligt wurden, ist von so vielen Malern ausgeführt getlagter: Das geschah nur nebenbei! Mein Beruf ist der des einige Handgriffe bei der Schundarbeit angelernt werden. Im worden, wie wie es bei früheren Lohnbewegungen nicht der war. Die Zahl der in Berlin Arbeitenden Dichters und Sängers! Ich erfreue die Menschen durch meinen allgemeinen war man der Ansicht, da eine prozentuale Lohn- Jall weit gewöhnlich überschätzt. Auf grund sta= Gefang und erheitere sie mit meinen Improvisationen." Wie erhöhung wie ein Lohntarif schwer durchzuführen sei, man eher wird die Anklage ergiebt und wie durch die Beweisaufnahme bestätigt einen Minimallohn fordern müsse. Auch erklärten sich die tistischen Materials ist festgestellt, daß in der besten Zeit wird, hat der zur Zeit domizillose und deshalb in Untersuchungs- Anhänger beider Organisationen zum gemeinsamen Vorgehen höchstens 5000, gegenwärtig etwa 3000 Maler und Anstreicher haft genommene Angeklagte in der Nacht vom Sonnabend, den bereit durch einstimmige Annahme einer dahingehenden Re- in Berlin anwesend sind, von denen 1884 in Arbeit stehen. Bon 15., zum Sonntag, den 16. Februar ds. Js., in einem Kneip solution. diesen sind 740 bei 85 Firmen- darunter namhafte InnungsTotale zu Nauen fleißig den Barden gespielt gespielt und da= Eine gut besuchte Versammlung der Sattler, die am mitglieder die Forderungen bewilligt worden, so daß also bei nach echter Sängerart wacker gezecht, allerdings 10. März bei Cohn, Beuthstraße, tagte, beschäftigte fich mit dem 1144 als Streifende anzusehen sind. Als ein erfreuliches Zeichen ist es auf Untoften seiner Zuhörer. Am frühen Morgen des bevorstehenden Streit der Treibriemenarbeiter. Porsch be- zu betrachten, daß in einem der größten Geschäfte schon am ersten Tage Sonntags erging es ihm wie dem Becher in dem bekannten Liede richtete über die bisher gepflogenen Berathungen mit den Treib: 170 Maler die Arbeit niederlegten, von denen leider wieder einige Stande der Bewegung, aus eigener Initiative das Einigungsamt zurückgetreten find. Wenn die Betheiligung am Streit derart wächst Iung beschlossen werden. 2int erinnerte an den Be-| 18-21 Mart bei 1012-11 stündiger Arbeitszeit begnügen. und namentlich auch die in anderen großen Geschäften Ar- schluß der vorigen Versammlung, wonach die arbeitenden Kollegen haben eben das selbstbewußte Auftreten eines Arbeiters verloren beitenden für die Forderungen mit Entschiedenheit eintreten, wo wöchentlich 2 M. zum Streitfonds zu zahlen haben, und ersuchte Mit einem energischen Appell, sich der Organisation anzuschließen, der Lohntarif nicht bewilligt wird, dann muß ohne Zweifel in um strikte Innehaltung dieses Beschlusses. Die imposante Ver- schloß Redner seine Ausführung. Nachdem noch Rautenhaus furzer Zeit die Bewegung mit einem Siege der Arbeiter enden. sammlung wurde mit einem träftigen Hoch auf die Lohnbewegung seitens der Lackirer und Littfin( Metallarbeiter) die Arbeiter aufDas Gewerbegericht hat bei der Zohnkommission angefragt, ob der Maler geschlossen. gefordert, nunmehr ihre Meinung über die Dinge zum besten zu sie das Einigungsamt anrufen wolle. Die Kommission hat die Anrufung abgelehnt mit dem Bemerken, daß sie vor dem Einigungsamt Kutscher fand am Dienstag Abend im Märkischen Hof" statt, Tagesordnung find. Nachdem eine Resolution, in der die AnEine öffentliche Versammlung der Hausdiener und geben, meldeten sich nur wenige zum Wort. Es ging aber zur genüge hervor, daß Lohnabzüge und Ueberzeitarbeit an der erscheinen würde, wenn es seitens der Meister angerufen um die Agitation für den Süden und Südosten Berlins zu be: wird. Die Lohnkommission glaubt es vor ihren Mandatgebern treiben. Genosse I a hn referirte über„ Die Arbeiterfrage der wesenden sich verpflichteten, sich der Organisation anzuschließen, aunicht verantworten zu können, wenn sie jetzt, bei dem günstigen Gegenwart" unter besonderer Bezugnahme auf die im Handels- genommen war, wurde eine Kommission gewählt, welche die Forderung formulirt, die der Firma vorgelegt werden soll. anrufen würde; sie ist vielmehr der Ansicht, daß die Kollegen gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter und Kutscher, die leider sehr Die Entgegennahme des Berichtes dieser Kommission wird in anrufen würde; sie ist vielmehr der Ansicht, daß die Kollegen schwer für die Organisation zu gewinnen sind, weil ihr Beruf ihnen der Versammlung erfolgen, die am Sonntag, den 15. d. M., aus eigener Kraft ihre Forderungen durchzusetzen in der Lage find. Wentker wies auf den fürzlich in Hildesheim durch nur wenig freie Zeit zur Erholung übrig läßt, wenngleich fie gefochtenen Streit hin, wo die Kollegen in zwei Tagen einen von ihrer traurigen Lage bei 16-18stündiger Arbeitszeit über- vormittags 8 Uhr, in Kliem's Volksgarten stattfindet. Rigdorf. Hier tagte am 9. März eine KommunalwählerSieg errungen haben, und sogar Innungsmeister, die zeugt sind. In der Diskussion forderten Pohli, Raßler sich für die ftritte Ablehnung der Gehilfenforderungen und 2 adewig zu reger Betheiligung an der Agitation und versammlung, in der Genosse Metzner in einem beifällig auferflärt hatten, zum Nachgeben gezwungen haben. Dies zum Anschluß an die Organisation sämmtlicher Hilfsarbeiter im genommenen Vortrag die Bedeutung einer sozialdemokratischen Handelsgewerbe auf, da die ungelernten Arbeiter bei ihrer Bertretung im Gemeinderath schilderte. Eine Diskussion fand großen Zahl und unsicheren Lebensstellung mit demselben Recht nicht statt und wurden hierauf Regerau und Thomas als Stan wie andere Berufe in eine Lohnbewegung eintreten tönnten, didaten nominirt. Wahlberechtigt ist jeder, der mindestens die wenn sie eine geschlossene Maffe bildeten. Ladewig theilt zum zweite Steuerstufe zahlt, ein Jahr am Orte wohnt, feine Armen Schluß noch mit, daß die Versammlungen jeden Dienstag unterstützung aus öffentlichen Mitteln erhalten hat und im Besitz nach dem 1. des Monats im Bolt'schen Lokal, Alte der bürgerlichen Ehrenrechte ist. Die Wahl findet am 16. März Jakobstr. 75, stattfinden, wo auch neue Mitglieder aufgenommen statt. werden. In der Versammlung fanden gegen dreißig Aufnahmen statt. = Beispiel zeige den Berliner Kollegen, daß man durch muthiges und entschloffenes Vorgehen in türzester Zeit den Sieg erringen könne. Die übrigen Diskussionsredner erörterten zu meist Vorgänge, die sich in einzelnen Geschäften gelegentlich der meist Vorgänge, die sich in einzelnen Geschäften gelegentlich der gegenwärtigen Bewegung ereignet haben, auch wurde der Lohnkommission der Vorwurf gemacht, daß sie den Ausbruch bez Streifs nicht genügend im Borwärts" publizirt habe; es sei deshalb noch vielen Kollegen unbekannt, daß in Berlin gestreift Nowawes. Am Sonntag den 8. d. M. sprach hier in einer wird. Dem gegenüber betonte Link, daß es doch auf die Länge öffentlichen Kommunalwähler- Versammlung der Abg. W. Liebknecht der erlassenen Veröffentlichung nicht ankomme. Im übrigen wäre Die Arbeiter der Eisenmöbel Fabrik von G. Schulz, unter großem Beifall über die Bedeutung der Wahlen. Hierauf es Pflicht jedes Kollegen, bei so wichtigen Ereignissen die Hafenhaide 9, waren am Mittwoch, den 11. d. M., im Ewald: gab der Gemeindevertreter Grubl einen turzen Ueberblick über Versammlungen zu besuchen, 100 man über alle schen Lokale, Schönleinstr. 6, versammelt, um über die Abhilfe die Thätigkeit der Sozialisten im Gemeinderath, dabei die Haltung Vorgange, die auf die Bewegung bezug haben, sich am besten der Mißstände in jener Fabrik zu berathen. Neumann, der Ein- der Gegner einer scharfen Kritik unterziehend, und empfahl der unterrichten fann. Dem von mehreren Rednern geäußerten berufer der Versammlung, schilderte die bisher mit den dort be- Versammlung, die sozialdemokratischen Kandidaten zu unterstützen. Wunsche, die Lohnkommission solle verstärkt werden, ist bereits schäftigten Holzarbeitern gepflogenen Berathungen und forderte Aufgestellt sind: 1. Robert Lange, Kaufmann, 2. Paul Rechnung getragen. Die Versammlung beschloß, daß alle auch die dort beschäftigten Metallarbeiter auf, zu erklären, wie Neumann, Weber, Angesessene; und in Vertretung Gärtner, Streifenden sich zweimal täglich im Bureau, Neue Friedrichs sie sich gegenüber einer Forderung auf Abstellung der herrschen- Bigarrenfabrikant, und Wilh. Jappe, Schuhmachermeister. straße 44, behufs Abstempelung ihrer Karten einzufinden haben, den Uebelstände verhalten würden. Bedauerlich sei es, meint mit Ausnahme der auswärts Wohnenden. Die Unter Redner, daß von zirka 150 Metallarbeitern noch keine 30 organisirt Briefkasten der Redaktion. stübung der Streitenden soll in der ersten Woche seien und somit der geringen Zahl der Arbeiter aus anderen fünf Mart betragen. Ueber die Höhe der ferneren Berufen der Kampf erschwert werde. Wundern könne man sich Riftenmacher 71. Er muß sich melden und muß die Ers Unterstüßungen soll in der nächsten Versamm natürlich nicht; denn Arbeiter, die sich mit einem Verdienst von laubniß nachsuchen. 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Dekorationen, wie ich dieselben seiner Zeit in der MobiliarAustellung 1892 ausgestellt, und welche den ungetheilten Beifall des hochgeschätzten Publikums fanden, zu denselben damaligen Preisen und in derselben wirklich reellen Ausführung noch heut liefere.( Soweit meine weit ausgedehnten Waaren- Vorräthe reichen.) Daß meine Fabrikate den Beifall des Publikums gefunden, bezeugen die weitesten Empfehlungen meiner hochgeehrten Kundschaft. Gleichzeitig bemerke, daß ich meine Tischlereien und Lagerräume bedeutend erweitert habe, um allen an mich gestellten Anforderungen pünktlich und prompt gerecht werden zu können, wofür das langjährige Bestehen meiner Fabrik( seit 1859) die beste Bürgschaft bietet. Eine Belästigung des Publikums durch Reisende findet meinerseits nicht statt, jedoch stehen meine illustrirten Preisverzeichnisse auf Wunsch franko zur Verfügung. Möbeltischlereien von Rud. Lorenz, Reichenbergerstrasse 157. Achtung, Holzarbeiter! Folgende Werkstellen haben unsere Forderungen bisher nicht bewilligt: Kastenmöbel und Büffets: Ahl, Schüßenftr. 68. Stoppert, Brenzlauer Allee 26. Hagenow, Waldemarstraße 23. Meier, Pallisadenstr. 47. Eckert, Ruppinerstr. 9. Bauarbeit: Ehemann, Brunnenstr. 84. Ladeneinrichtung und ähnliche Arbeit: Loth, Pappel- Allee 5. Reutel, Stralauerstr. 35. Mühlbauer, Andreasplatz 3. Dohse, Grüner Weg 2. Reimann, Feilnerstr. 5. Nähmaschinen: Frister u. Roßmann, Staligerstr. 134/185. Goldleiften: Methlow u. Co., Röpnickerstr. 109. Stieghahn, Waldemarftraße 14. Luxusmöbel: Bab, Gitschinerstr. 75. Rose, Wasserthorstraße 46. Fritsche, Oranienstr. 36( streiken die Drechsler). Klempner! Sonntag, den 15. März 1896, vormittags 10 Uhr, im ,, Feen- Palast", Burg- und Wolfgangstrassen- Ecke: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Beschlußfassung über den Eintritt in die Lohnbewegung. Ref.: 0. Naether. Im Einverständniß mit dem Obermeister der Klempner- Innung Herrn Langenbucher find zu dieser Versammlung fämmtliche Klempnermeister eingeladen. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Die Werkstatt- Vertrauensleute der Klempner Möbel nach Zeichnung und gute Bauarbeit: Ferd. Voigts, Alte werden ersucht, präzise 9 hr im Feen- Palast zu erscheinen. Jakobstraße. Telephon: Trumpfe, Holzmarktstr. 48. Alle noch ausstehenden Fragebogen sind sofort dem Unterzeichneten einzusenden. Von heute ab, hat jeder in Arbeit befindliche Kollege pro Woche mindestens 50 Pf. zum Mühlenban und Maschinenfabrik von Kappler, Prinzen Allee 75-76 Streikfonds zu zahlen und sind Marken à 50 Pf. hierzu von dem Unterzeichneten zu beziehen. und( Abth. Moabit) Alt- Moabit 86. Buzug fernhalten. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Sonntag, den 15. März 1896, vormittags präz. 10 Uhr, 2 bei Herrn Keller( großer Saal), Koppenstr. 29: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Der Vertrauensmann der Berliner Klempner: F, Zimmermann, SO., Pücklerstr. 55. Achtung, Zimmerer! Sonntag, den 15. März, vormittags 10 Uhr: große öffentliche Versammlungen sämmtlicher Zimmerleute Berlins und der Vororte Kaffenbericht vom IV. Quartal. Bericht des Borstandes, der Kommiffion in der Brauerei Schweizergarten, Am Königsthor, und in der und des Arbeitsvermittlers. Wahl eines Delegirten zum Gewerkschaftskongreß in Berlin. Erfahwahlen zur Ortsverwaltung. Stellungnahme zum 1. Mai. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/48. Tages Ordnung: 1. Welche Stellung haben wir einzunehmen, um die neunstündige Arbeitszeit zu erhalten, und wie verhalten wir uns zu denjenigen Arbeitgebern, welche unsere Forderung noch nicht anerkannt haben? 2. Verschiedenes. Die Kassirer zum Agitationsfonds von den Zahlstellen Nordosten, Often, Süden, Südosten und die der dazu Hente Abend, bei Schöning, Stallschreiberstraße 29: gehörigen Vororte sind im Schweizergarten, die Kassirer von den Zahlstellen Norden, Moabit, Weften, Schöneberg Sihung der Orksverwaltung. und die der dazu gehörigen Vororte sind in der Kronen- Brauerei anwesend. Die Lohnkommission der Berliner Zimmerleute. 258/16 Fachverein der Holz- u. Bretterträger ets- Krantentasse für das Berlins und Umgegend. Sonntag, 15. März, vorm. 10%, Uhr, Schönleinstr. 6: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Lapezirer- Gewerbe Berlins. Sonntag, den 15. d. M., vormittags 10 Uhr, Versammlung aller großjährigen Kaffenmitglieder be84/18 hufs Neuwahl von Vertretern zur Generalversammlung. Arbeitgeber Achtung! Putzer. Achtung! Montag, den 16. März 1896, nachmittags 4 Uhr, im Lokal von Joël, Andreasstraße 21: Große öffentliche Versammlung der Pußer Berlins und der Umgegend. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu den von uns im Herbst. 1895 gestellten Forderungen. 2. Neuwahl des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. Kollegen! Erscheint Mann für Mann in der Versammlung, dadurch beweist Ihr dem Unternehmerthum, daß Ihr gewillt seid, die von uns gestellten Forderungen strikte zur Durchführung zu bringen. Darum rufe ich Euch nochmals zu: Erscheint Mann für Mann. 132/11 Der Vertrauensmann. Aug. Vogel. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 15. März, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuth- Straße Nr. 20-21: Mitglieder- Versammlung bei Ehrlich, Stralauerstraße 36/37, wählen 10 Vertreter. Arbeitnehmer in Ebert's Neues Klubhaus, Kommandantenstr. 72, wählen 20 Ver treter. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 234b Zu kaufen gesucht zu guten Preisen: Meltere sozialistische Bücher, Broschüren und Zeitschriften( Vorbote, Zukunft, Neue Zeit 2c.), kompl. u. einzeln. Calvari& Co., Buchhandlung Berlin NW., Quisenstr. 31. Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik Gustav Lustig. Berlin S., Brinzenstr. 46, versendet gegen Nachnahme( nicht unter 10 M.) garant. neue vorzügl. füllenbe Bettfedern, b. Pfb. 55 Bf. Halbbaunend. Vfd. M. 1,25 h. weiße Halbdaunen, d. Pfb. M. 1,75, borzügliche Daunen, d. Vfb. M. 2,85. Bon diesen Tannen genügen 3 Pfund zum größten Dberbett. Verradung wird nicht bererbnet. Charlottenburg. Achtung! Achtung! Verein zur Wahrung der Interessen aller in Berlin und Umgegend auf Holz- n. Kohlenpläzen, Bahnhöfen, Gasanstalten usw. beschäftigten Arbeiter und Kutscher. Sonntag, den 15. März 1896, abends 62 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Vereins- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben freien Zutritt. Achtung! Der Vorstand. 42/11 Achtung! Appreteure, Dekateure, Färber und verwandte Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 15. d. M., vormittags 10 Uhr, im Zotale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Staat und Arbeiter. Referent: Genosse Faber. 2. Wahl eines Hilfskassirers. 3. Vereins- Angelegenheiten. Der Vorstand. 64/3 Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 15. März, vorm. 11 Uhr, im Lokal des Genossen Wernau, Rosenthalerstr. 57. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Sassenbach über: Fortschritt und Armuth. Wasch- u. Plättgeschäft, gut gebend, 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 31/11 Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. dorferstraße 32. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. der Zahlstelle Berlin II des Zentralverb. deutscher Maurer. iu vert. Näh. 6. Pirdy, Wilmers Zages. Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Aufnahme neuer 136/13 Der Bevollmächtigte. Mitglieder. Gäste haben Zutritt. 2236* Genossen Berlins! 300 NB. Das Romitee betr. der Statistik wird ersucht, die Bücher mitzu- Sonnabend, den 14. März, abends 82 Uhr, im Feen Palast, Burgstraße 22, Ecke Wolfgangstraße: bringen. Genoffenſchaftsbäckerei für Berlinu. Umg. Gedächtnissfeier für Karl Marx ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Donnerstag, den 26. Märs, abends 8 Uhr, in dem King'schen Brauerei- Ausschank, Alte Jakobstraße 83: 38/9 General- Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsraths. 2. Wahl des Vorstandes und Aufsichtsraths. 3. Verschiedenes. Rothe Mitgliedstarte legitimirt. Der Vorstand. 2. Freytag. A. Schweizer. Achtung! Gesellige Vereine. Achtung! Sonntag, den 15. März, vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexander str. 27c: Oeffentl. Versammlung der geselligen Vereine ( Theater-, Vergnügungs-, Musikvereine, Skat- und Kegelklubs etc.) Tages- Ordnung: 1. Vortrag eines Rechtsanwalts über: Das Vereinsgesetz mit bezug auf die geselligen Vereine. 2. Fragen und Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree.( Der Ueberschuß wird nach Beschluß der Versammlung verwendet.) 43/9 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet zahlreichen Besuch Der Einberufer: P. Gent, Dresdenerstr. 107-108. Möbel, Empfehle allen Genossen meine Spiegel und Polsterwaaren, fowie Kücheneinrichtungen. ( 45372) G. Röseler, Brandenburgstr. 25. veranstaltet vom Reseklub ,, Karl Marx", Großes Vokal- und Instrumental- Konzert 100/14 ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker, Dirigent: G. Graß, unter Mitwirkung der Gesangvereine: ,, Alpenveilchen"," Freya I",„ Nordwacht'',„ Olympia" u. ,, Norddeutsche Schleife". Dirigent: R. Blobel. Festrede, gehalten von W. Liebknecht. U. a. gelangt zur Aufführung: Billet 30 Pf. Columbus". Nach dem Konzert: Ball. Lankow, Bülowstr. 21; Schüler, Mittenwalderstr. 43, bei 3ielowsky. Sensationelle Brechüre: Billet 30 Pf. Dr. Fritz Friedmann. Authentische Enthüllungen eines langjährigen Vertrauten. Inhaltsangabe: Genie und Verbrechen Ein Stündchen bei dem berühmten Vertheidiger Geld! Geld! Geld! Die angedrohte Ausstessung aus dem Anwaltsstande Friedmann als Vertheidiger in Sachen Kotze On est la femme? Der Zusammenbruch Die Flucht Die Verhaftung Epilog. Mit Bildnik. Preis 50 Pf. pro Exemplar, Porto 5 Pf. Verlag von G. Fritzsche, Hamburg. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin,