Morgenausgabe Nr 55_.. ■ a 26 47.Iahrgang WScheuSch 8SP,» movstNch IMWL tm voraus zahlbar. Postbezug AJS2 V. einschließlich 60 Pfg.Postzeiwll»« und 72 Pfg. Postbestellgebühren. Ausland»- abonnement S�— M. pro Monat. Der.Vorwärts� erscheint«ochentSg» lich zweimal. Sonntag» und Montag« einmal, die ÄbLndausgaben für Berlm und im Handel mit dem Titel»Der Abend". Illustrierte Beilagen.Boll und Zeit" und»Kinderfreuno*. Ferner »Unterhaltung und Wissen".»Frauen« stimme".»Technik".»Blick in die Bücherwelt" und»Iugend-Borwärts� NsrUner Voltsblatt Sonntag 2 Februar 1930 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswärts 20 pf. Die e t n t p o m g c NonpareillezeNa 80 Pfennig. Reklame eile 5— Reichsmark.„Sllclnc Anzeigen' das ettge» druckte Won 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wott 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben cihlen für zwei Worte Arbeitsmoitt eile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze le 1) Pfennig. Anzeigenannahme im5iaupt- gefchäft Lindenstraße 3. machen täglich von 8' z bis 17 Uhr. Jentvalovgan der Sozialdemokratischen Vavtei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Uindenstraße 3 Fernsprechern Törchol» 292—297 Teleararnm-Adr: Evoaldemokra» Berlin. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Bosischeckkonio� Berlin 37538.— Bankkonio: Bank ver Arbetter Anacslellie» vnd Beamten. Wallklr KS Tt B n Tiec-Gci Tepositenkasie Lindenlir 3. Verunglückte Weltrevolution. Wegen Mangel an Veieiligung gescheitert. „Revolutionäre Situation." Kommuniflische Parolen werden nicht ernst genommen. > Die Funktionäre der Komintern und der russischen Regierung werden gestern in fleberhaf'.er Spannung auf Nachrichten aus Deutschland gewartet haben. Gestern war der Tag. au dem die KPD. beweisen wollte, daß in Deutschland„eine u n m i t t e l> bar« revolutionäre Situation"' besteht, an dem sie u f bolschewistisch« Art schlagen" wollte. Die Sowietpresie hat feit Wochen die unmittelbare revalutio- näre Situation in Deutschland sestgestellt, sie hat in den Tagen vor dem 1. Februar„das Wetterleuchten der deutschen kommunistischen Revolution" gesehen und hat für den 1. Februar nun dos krachende Anschlagen des Blitzes erwartet: den politischen Masienstreik, die Eroberung der Straße durch die Kommunisten, und wer weiß was noch. Wenn die Leitung der Komintern heut« morgen das Gesamt- bjld der Nachrichten aus Deutschland überblickt, so muh sie feststellen: Za Berlin haben sich einige Demonstralionszüge gebildet, deren stärkster etwa 390 Teilnehmer hatte, sie sind ohne ernstere Zwischenfälle von der Polizei ausgelöst worden. Ja Hamburg sind Demonstralionsversuche kleinerer Gruppen mühelos verhindert worden, der sogenannte Hungermarsch ist völlig in» Master gefallen. Der..politische Masienstreik" la veulschland besteht darin. daß aus drei Baustellen In Hamburg einige Leute am Sonnabend nicht zvr Arbell gegangen stad.> Salles in' allem': die..unmittelbare revolutionäre Situdtimr in Deutschland" besteht in der völligen Isolierung der Som- inunistischen Partei von der Arbeiterschaft. Ihre verbrecherischen Parolen werden selbst von ihren Anhängern abgelehnt. Oie„Welirevoluiion" in Hamburg. Kläglicher Zusammenbruch des kommunlstischea ErwerbSlo'entonqresses. Hamburg, 1. Februar.(Eigenbericht.) . Der Sonnabend ist bisher ohne ernstliche Zwischen- fälle verlausen. Der Verkehr im Hamburger Gängeviertel war allerdings stärker als zu normalen Zeiten. Es genügte aber, hier und da zum Weitergehen aufzufordern und einige Sistierungen vorzunehmen. TN« Ruhe mag auch darauf zurückzuführen sein, daß der er- wartete Zuzug von auswärts ausgeblieben ist. Es kommen noch heute Meldungen aus Lübeck und Itzehoe und anderen schleswig- holsteinischen Orten, nach denen kleine Gruppen von Kommunisten, die sich nach Hamburg aus den Weg machen wollten, zurückgehalten worden sind In Lübeck hat man rund 50 Personen festgenommen und zu- nächst in der Strofanstoll Deierhof untergebracht. Es sind zumeist junge Leute, unter ihnen befinden sich zwei Lübecker Bürger- fchafsmitglieder. In Itzehoe haben dl« Kommunisten die Segel völlig gestrichen. Auf dies« Weise ist au» der ganzen Aktion weiter nichts ge- worden als ein mehrtägiger verbrecherischer Kra- w a l l im Gängeviertel. Der„Crwerbslosenkongreß". der am Sonnabend vormittag durchgeführt wurde, war«Ine ganz klag- klche Angelegenheit. Nur etwa zwanzig Delegierte beteilig- ten sich daran. Oer �Hungermarsch� gescheitert. l Hamburg, L Februar. Der sogenannt«.Hungermarsch noch Hamburg" kann al« ge- scheitert angesehen werden. Es dürft« nur vereinzetten Hunger- Märschlern S«glückt sein, noch Hamburg durchzukommen. Die Ehausseen der Provinzen Schleswig-Holstein und Hannover werden auf das strengste bewacht, und an vielen Orten sind Gruppen und Einzelgänger ausgehalten und an ihren Ausgangsort zurückbesördert worden. Auch die Fähren über den Kaiser.Wilhelm-Kanal werden von Landjägerbeamten überwacht. Am Fehmarnsund konnte ein Kommunistentrupp, der sich von der Insel nach dem Festland übersetze» lassen wollte, an der Uebersahrt gehindert werden. Völlig isoliert. Siel. 1. Februar.(Eigenbericht.) vi« Kammunisten verbretteten am Sonnobettd Flug- MS'tet. tu tunfp fu y| Demonstrationen aufrufen und die Arbeiter der Betriebe auffordern, in den politischen Massenstreik einzutreten. Soweit die politischen Obleute der Arbeiter in den Betrieben zu den kommunistischen Forderungen Stellung nahmen, sind sie zu einer einmütigen Ablehnung gekommen. Selbst kommunistisch« Arbeiter bezeichneten das Bor- gehey der kommunistischen Zentrale als«in Verbrechen, das sich einzig gegen die Arbeiterschaft richte. Hochverraisverfahrengegen�oieFahne Hastbefehle des Reichsanwo'.iS gegen Redakteure. In Gegenwart des Reichsanwolts Neumann aus Leipzig als Vertreter der Oberreichsamvattschost sand gestern vor dem Amt»- gericht Wedding durch Amtsgerichtsrat Brandt«in H a s t p r ü- fungstcrmin für den am 22. Januar verhasteten verantwortlichen Schriftleiter der„Roten Fahne". Karl Sothmann, statt. Gegen Sothmann ist vom Oberreichsanwall auf Grund von in zwei Nummern der„Roten.Fahne" erschienenen Artikeln«in Ver- fahren wegen Vorbereitung zum Hochverrat«in- geleitet worden. Die betreffenden Nummern der„Roten Fahne" sind bekanntlich auch beschlagnahmt worden. Der von Rechtsanwalt Dr. Äpfel eingehend degründete Haftentlassungsantrag wurde, nachdem sich Reichsanwatt Neumann dagegen ausgesprochen hatte, mit der Begründung abgelehnt., daß es sich um ein Verbrechen Handel«, und daß bei«inem Derbrechen Fluchtverdacht nicht einer besonderen Begründung bedürfe. Me Reichsanwatt Skeumann im Läufe der Verhanillttngen mit» teille,. ist.«in.«v e i t e r e r Haftbefehl des Oberreichsanwolts gegen den Redakteur hampel(Slang) erlassen worden. hampel ist ebenfalls Redakteur der„Roten Fahne". Reichsrat am Dienstag. Reichstag wahrscheinlich am Freitag. Die vereinigten Ausschüsse des Reichsrats setzten am Sonnabend ihre Verhandlungen über die haager Abkommen fort. Di« Arbeiten sind inzwischen soweit fortgeschritten, daß in der nächsten Woche neben einigen kleinen Resten. in der Hauptsache nur noch da? Polenabkommen zu erledigen sein wird. Für die ab- schließende Plenarsitzung des Reichsrate ist daher jetzt der Dienstag nachmittag in Aussicht genommen. Unter diesen Umständen würden einer Einberufung des Reichstags zum Freitag keine geschäftsordnungsmäßigen Schwierigkeiten im Wege stehen. Greuelgerüchte um die Sowjetbotschast. Sin russisches Dementi. pari», t Februar.(Eigenbericht.) Um den im Zusammenhang mtt dem Verschwinden des Generals Kutiepoff von lveißrussisckjcn Kreisen über die reaktionäre Press« lancierten sensationellen Gerüchten ein End« zu machen, veröffenttickst am Sonnabend die Pariser Sowjetbotschast ein Kommunique, in dem sie aufs energischste gegen den Berdacht einer politischen Entführung protestiert und die ganze künstlich aufgebauscht« Affäre als einen V o r w a n d bezeichnet, den gewisie interessierte Kreis« dazu benutzen, um einen neuerlichen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Frank- reich und Rußland herbeizuführen. Die polizeiliche Untersuchung selbst ist bis Sonnabendabend um keinen Schritt weiter gekommen. Nur von«inigen Pariser Banken sind Anzeigen bei der Kriminalpolizei eingelaufen, in denen die Banken mitteilen, daß sich bei ihnen eine Anzahl ungedeckter Wechsel Kutiepoff» in Umlauf befinden. Im übrigen wächst die Schar der Denunzianten, die bei solchen Gelegenheiten immer aufzutauchen pflegen, und die die Polizei mit den haarsträubendsten Halluzinationen überschütten So gibt es Leute aus der Nachbarschast der Sowsetootschast in der Rue de Grenclle. die sich plötzlich entsinnen, seit Monaten markerschütternde nächtliche Schreie aus dem Botschaftsgebäude vernommen haben und sogar den Gärtner der Botschaft beim Schaufeln von Gröbern im Morgendämmer belauscht zu haben. Das Tollst« leistet sich die reaktionäre Press«, allen voran die.Mdertö", die am Sonnabend auf ihrer Titelseite die Schlag- zeilen.Lutieposf auf der Folterbank" und„Die Empörung der Pariser veffentlichkett nimmt immer bedrohlichere Formen an" bringt und offenbar demülst ist. eine Nassenpsqchos« zu ent- fesseln. Bedrohte Demokratie. Sem letzter Seufzer war:„Amalie!" Nun haben wir es von der demokratischen Presse schwarz auf weiß: Die Demokratie, das parlamentarische System, sie sind in Gefahr. Warum? Nicht etwa, weil im Lairde Württemberg die D e u ts ch- D e m o k r a t i s ch e Partei in da? deutschnationale Ministerium V a z i l l e eingetreten ist. Nicht etwa, weil im Prooinziallandtag der Pro- vinz Hannover die Deutsch-Demokratische Partei in Gemeinschaft mit den Nationalsozialisten einen Bürgerblock gegen die Sozialdemokratie gebildet hat. Nicht etwa, weil die D e ut s ch- D e m o k r a t i s ch e Partei sich in Chemnitz und einem Dutzend anderer sächsischer Städte mit den gleichen N a t i o n a l s o z i a l i st e n paaX um die Sozial« demokratie und die Arbeiterschaft von jeder Anteilnahme an der Stadtverwaltung auszuschließen. Nein, die Demokratie ist in Gefahr, weil die sozialdemo» kratische Fraktion des Preußischen Landtags, die mit ihren 137 Abgeordneten drei Zehntel der Wählerstimmen und drei Fünftel der von der Weimarer Koalition ausgebrachten Stimmen repräsentiext, es gewagt hat, ihre Hand nach dem Kultus- Ministerium auszustrecken und den preußischen Kultusminister Becker, der sich in den letzten Iahren systematisch allen Wünschen auf eine soziale Volksschulpolitik verschloß, durch einen sozialdemokratischen Unternchtsminister zu ersetzen. Um völlig gerecht zu sein: es gibt auch in der Demokrat!» schen Partei vernünftige Leute, die bei aller Sympathie für Herrn Becker das Notwendige und Logische eines solchen Bor- ganges einsehen. In der„Vossischen Zeitung" setzt Georg Bernhard gerade den Gebildeten auseinander, daß auch sie sicb an die veränderte Bedeutung der parlaMentari- schen Minister gegenüber dem früheren Regime gewöhnen müßten..Die Hauptaufgabe des pgrlamentyrjschen Ministers. so schreibt Bernhard, liegt darin,„der regierenden Partei oder der berrschenden Parteikoalition dafür zu sorgen, daß die von ihr f e st g e l e g t e n Grundsätze für die Gesamtoolitik den Niederschlag in seinem Ressorr finden". Zwischen Becker und der Sozialdemokratie hätten über bestimmte Fragen seit langem Konflikte bestanden, die zwar äußerlich beigelegt wurden, aber unter der Oberfläche weiterscbwelten. Diese Konflikte seien entscheidend gewesen für Beckers 2lb- gang. Bernhard gelangt zu dem Schluß:„Der Fall Becker gibt also wirklich keinen Grund, die allgemeine Un- zufriedenheit zu nähren und die Gebildeten im Lande zu beunruhigen." Diese Aufgabe, die Gebildeten zu beunruhigen, hat der Chefredakteur des„B T.", Herr Theodor Wolfs, um so gründ« sicher übernommen. Wir sind nicht unbewandert in den Grundsätzen des altdeutschen Rechtes, das dem vor Gericht Unterlegenen das Recht gab. drei Tage lang das Urteil zu schelten. Diese Frist wäre für das„B. T." mit dem Sonn- abend abgelaufen. Aber statt den erregten Freundeslchmerz abklingen zu lasten, steigert sich Herr Theodor Wolff in eine Stimmung hinein, die man nur noch mit Freud'chen Ausdrücken als P s n ch o s e oder K o m p l e r bezeichnen kann. Wie der versiebte Sekundaner in Heinrich Manns, Profestor Unrat" die„Künstlerin Fröhlich", so stellt Theodor Wolfs den vergötterten Becker auf das Piedestal der erhabensten Un- erreichbarkeit. „Durch feine Kultur, Eleganz der Formen und de? Rede, Vielseitigkeit der Bildung und der geistigen und künstlerischen Interessen war er allen Kultus- ministem, die wir in Preußen gesehen haben, weit überlegen. ... niemals befaß einer«in ähnliches internationales Ansehen. «ine solche Autorität und Beliebtheit in der ganzen Geisteswelt." Die diesen Göttlichen gestürzt haben, können natürlich nur eine Rotte vemichtester Bösewichte sein. Der gesamte Schiller muß berhasien. um ihre Schurkerei mit Zitaten zu belegen. Für G-nosten Heilmann t"t es Theodor Wolkf mcht unter F r a n z M o o r aus den„Räubern", da er aber in dem Zentrumsführer Heß noch einen Komplizen Heilmanns er« iväht. so werden sie beide zusammen M't den Mördern W a l l e n st e i n s. den Deveroux und Macdonald in Par- allele gestellt. Wodurch nun allerdings die Frage akut wird: Was hat der verflostene Kultusminister Becker mit Wullen- stein zu tun?— Wallenstein war bekanntlich ein Hochver- räter. Aber auch der Franz-Moor-Bergleich findet noch eine merkwürdige Erweiterung. Die Ueber'chrift des Gesamt- artikels lautet nämlich:..Das Drama vom alten Moor", und der aste, vom teuflischen Franz belogene Graf Moor, der den genialen Sohn Karl vi»,»ößt. ist niemand anderes als— man höre und staune— Ministerpräsident Otto Braun! Wir zitieren: „Wir haben an ihn geglaubt, vor zehn Tagen noch, bis er. in diesen zehn Togen, immer mehr zusammenbrach von t-em Unheil mann sich anketten ließ, wie ein besiegter Ger- «»nenhäuptling de« breiten Rücken unter da» Joch frflmmtf und fc*r Nimbus«rlosch... ve» att« Moor, im Garn de» herrschgicrigen Franz, stößt Karl von sich fort. Armer alter Moor!' Anqssichts dieser stilistischen Leistung bleibt uns nur übrig, an Theodor Wolfs die berühmte Frage de» Fron� Moor zu richten:„Aber ist Euch auch wohl, Baters Ihr seht so blaß." * Wir glauben nicht, daß den Demokraten, die mit diesen Klagen sympathisieren ganz wohl ist. n-cht etwa wegen des Falles Becker. Die Demokraten sind eine zerbröckelnde und �erfallende Partei. Auch ihre jetzige Kleinheit hat die Abnahme von Wahl zu Wahl nicht oerhindert. Die Hand- werker und den kleinen M.ttelstand, zu Eugen Nichters Aeiten das Rückgrat der Freisinnigen Partei, hat zum großen Teil die W i r t s ch a f t s p a r t e i an sich gezogen, die Angestellten und Beamten sehen immer mehr in der Sozialdemokratie, in der Partei der Arbeitnehmer, ihre wirkliche Interessenvertre- lung. In dieser aussichtslosen Situation werden zwei ver- schiedene Wege eingeschlagen: ein Teil der Demokraten sucht durch reaktionäre Hausbesitzer- und philiströs« Spießerpolitik die Konkurrenz mit der Wirtschaftspartei aufzunehmen. Dieser Teil verleugnet jede Geistigkeit und hat z. B. in Thüringen In einer Regierungskoalition mit dem Landbund unter dem„demokratischen" Ministerpräsidenten Pausten Politik nach dem Herzen des wirtfchaftsparteilichen Spießertums getrieben. Der andere Teil klammert sich krampfhaft an die Gebildeten. Man bescheinigt einander in einer Art Versicherung auf Gegenseitigkeit den Alleinbesitz van Geist und Kultur. Wobei lediglich an die geistigen Inter- essen der Bourgeoske und ihres st u vierten Teiles gedacht wird In den vier Artikeln, die das„B. T." dem Ausscheiden Beckers bisher gewidmet hat. kommt etwa fünfzig mal das Wort„Universität"— nicht einmal das Wort„Volksschule" vor. Was geht die Gebildeten auch die Volksschule an?! Die Zeit ist noch nicht lange her. da in jedem Dorf der Voltsschullebrer freisinniger Vertrauensmann w-'r. Auch sie dürfte zu Ende fein,— nicht zuletzt durch die Art wie ein Teil der demokratischen Presse die Kampagne für Becker ge- führt hat. Niemand hat ihr das E'ntreten für den Mann verübelt, der ihr nahestand. Die Art aber, wie es geschah, w rd gerade von den Volksschullehrern den Demokraten in Jahrzehnten nicht vergessen werden. Mit zwei Argumenten hat die demokratische Landtagsfraktion in Gemeinschaft mit der demokrostschen Presse die Kandidatur des Genossen K ö n i g zu Fall gebracht: 1. Es sei unerträglich, daß e!» ehemaliger Volks» f ch u l l e h r e r das Kultusministerium und damit auch die Verwaltung der Hochschulen erhalte: 2 es fei unerträglich, daß ein Dissident Kultus- Minister werde. A$as ist die u n q e i st i g e Praxi» der..Ge'stigen und (Wradeten", das ist die Praxis der Partei, die sich einmal „Partei der Vosksichullebrer" nannte. Fort mit dem Dissi- dentenl Fort mit dem Volksschullehrer! Kunst und Brot. Eiaaisfe/reiär Heinrich Schulz in der Freien Sozialistischen Hochschule. Etaatssekretör Genosse Heinrich Schulz sprach g-stern über das Thema.Kunst und Bröl" vor den Miigliedern der Freien sozialistischen Hochschule. In' den Uranfängen der Menschheit stand das Ringen ums nackte Leben im Vordergrund: erst nach siegreichem Kamps lauschte man dem Liebe der Barden. Aber das war noch nicht eigentlich« Kunst. Erster Uebergang der Menschheit vom Urkommunismus zur Sklovenwlrtschaft gab den einen, den Bürgern, Muße und Alem- pause zur Pflege der Kunst, während die anderen, die Sklaven, in Fron standen. Di« Bürger gewannen Zeit, sich sür den Haovel und die Politik zu bilden und Kunst und Wissenschaft zu lieben und zu pflegen. Di« Wissenschaft wurde bevorzugt, da sie materiellen Aufschwung brachte und ihre Erkenntnisse sich in wirtschaslliche Werte umsegen ließen. Die Notwendigkeit, Zeit und Raum zu messen, führte zur Pflege der Mathematik. Die Bevorzugung der Wissenschost tritt auch noch heut» in Erscheinung: da« zeigt die staatliche Sorg« sür die Kaiser-Wilhelm-Gesellschast und die Not- gemeinschast der Wissenschast. sür die in den leytea Jahrzehnten viele Millionen gegeben wurden. Ihr gegenüber wurde die Kunst ver» nachlässigt. well vom Staichpuntt der Nützlichkeit aus für sie keine Notwendigkeit vorlog: sie lief nebenher, wenn die einzelnen und die Gesamtheit Besinnungepausen hotten. Schassend« und Genießende über Zeit und Muße verfügten. Unter den Waffen schweigen die Musen. Deshalb ist auch heute noch für dl« arbeitenden Massen Kunst mehr Wort als Wirklichkeit. Muße allein genügt nicht, an- gemessene wirtschastliche Grundlagen müssen vorhanden sein. So, st wären die Arbeitslosen heute die Hüter der Kunst. Die Kunst aber ist im wesentlichen noch jetzt ein Vorrecht der Besitzenden. . Im Altertum pflegten die Bürger Athens, im Mittelalter die Vertreter der Kirch« den Bau und Ausstattung der Dome, im 17. und 18. Jahrhundert die Fürsten die Kunst. Der Künstler ist nicht Angehöriger einer Kaste. Aus seiner Leronlagung heraus muß er sich entwickeln, um mit dem Blick auf die Schönheit aus innerer Notwendigkeit Farbe, Form und Klang zu geben. In Notzeiten schafft er aus Vorrat und hungert dabei, er verschleudert sich. Das ist die Tragik der Gegenwart. Schon im alten Rom ward er zum Lohnarbeiter, zum Anhängsel. An den Fürstenhöfen der Renaissance ward der Gelehrt«, der Kunst- ler, zum Kollegen des Hausnarren und des Koches. Welche unwür» dige Stellung hatten noch Shakespeare, Malier«, Bach und Mozart. fa selbst ein Goethe. Nur Energien wie Lrsstng. oulkanische Naturen wie Beethoven, beugten sich nicht. Das Bild ist bekannt, wie aus dem Spaziergang in Karlsbad Goethe vor fremden Fürstlichkeiten sich tief verneigt, während Beethoven stolz den Rücken zeigt. Mit dem Erstarken des Bürgertums im 19. JahrhurSerl er- stärkte auch das Selbstbewußtsein des Künstlers. Trotzdem machte «r sich nicht frei von der Beugung unter die Fürsten, weil da» Wort galt:„Wes Brot ich eh. des Lied ich sing." Anton von Werner matte für die Fürsten, Laufs dichtete sür dt« Hoslheater und die Bildhauer schufen die Siegesallee. Was Hauptmann und Lieber- mann leisteten, galt als Rinnsteinkunst. Di« Republik hat wenig, fast nichts sür die Kunst geleistet, zum Teil auch nicht leisten können, weit die Zeiten zu schwer sind und zu- weilen kaum di« Beamtengehäller gezahlt, die notwendigen Der- pflichtungen der öffentlichen Wohlsahrt eingehalten werden konnten. Ader darf man die Kunst dorren und oerhungern lassen.' versün- digt man sich nicht auch an der Republ k? Ist der Wert der Ideen, der Wert für das Gemüt nicht von größter WikH'gkeit? D i e Kunst muß zum Besitz oller werden. Jeder muß auf ihren Genuß Recht und Möglichkeit haben. Wir sind auf dem Weg« dazu. Der Sozialismus weist den Weg nicht von heute aus mar. gen. ober In langsamer, zäher Arbeit. Da» Volk muß sich den Be» sig der Kunst erringen. Das gute Buch ist heute nicht mehr Kultur- Monopol der Besitzenden. Der Bortrag künstlerischer Werke Ist gieichsalls heute schon Mitbesitz des Proletariats. Da» zeigt der proletarische Sprechchor, durch den sich die Arbelterschast esiie eigene Kunstform schuf. Da» Theater wird durch die Volksbühnen den Menschen mit schwachem Geldbeutel gewonnen. Aber auch den Künstlern müssen neu« Weg« gezeigt werden. Noch mehr al« b! her müssen sie den Rhythmus der Zeit spüren, die Kunst muß Gut des Gesamtvolkes werben. Wegweisend ist hier die moderne Baukunst mit Ihren großen, «infachen Linien, mit ihrer Zweckmäßigkeit und Echtheit. Hier wer- den alte Qkgensätze zwischen Doit und Kunst überbrückt, hier wird der Anschluß ans Volk gefunden. Die Schule der Zukunft muß b.'i- tragen zum Werke. Der Unterricht in der Musik und im Zeichnen muß vervollkommnet und vor allem muß der Arbeltsunterricht an Holz, Elsen. Stein und Papier, den Elemente» der Künste, gepfl-tzt werden. So erschließen wir die Begabungen. Das Ende der Ar- beitshast, die Beseitigung der langen Arbeitszeit muß den Er- wachsen«» Gelegenheit zur Teilnahme am künstlerischen Lebm geben. Der Sozialismus wirb das Zusammenleben schaffen, in k«m di« Bestnnungcvausen nicht mehr die Begünstigung einzelner sind. Er wird das Problem Kunst und Brot, da» Problem Kunst»ich Not lösen, damit die Kunst nicht mehr Aschenbrödel, sondern Be- glückerin ist. „Von der Amtslast befreit, in ntßiger Gelassenheit, reist Becker gen Süden, um sich bei der Schönheit des Altertums Und der Rena ssance von drm Anblick dsr. Eovlmrgötler. zu erholen." Wen» Theodor Wosst seinen Hefben Ii* in der Pose ensternen läßt. ntkt.'der die RsmonMirifisteller der vorigen Generation den in seiner Liebe enttäuschten Roman» Helden im letzten Kapitel abschoben, so gönnen wir Herrn Becker die Reise und Herrn Wolsf den Schnörkel. 7, Das deutsche Volt ist leider in seiner gegenwärtigen Lage mit sonnigem Süden und klassischen Altertümern nicht zu trösten. Ihm geht es nicht um die Sorge eines Hümvels von Aestheten, sondern es verlangt se'n Drot.— sein t ö r n e r- li ch e s wie sein g e i st i g e s d Es verlangt auf Wirtschaft- lichem Gebiet seine Arbeitslosenversicherung, für deren Ab- b au das„B. T." so warm einaetreten ist. Es verlangt auf dem Gebiete des Unterrichts die Ankbaufchule, die endlich dem begabten Proletarierkinde dos Studium vor dem un- begabten Sprößling der Bourgeoisie sichert. Das aber oerade werden ihm die Kulturdemokraten versagen, die für sich den sonnigen Süden erspähen, denen aber für die geistigen wie leiblichen Nöte des düsteren Norden» und Ostens Sorge und Sinn fehlen!_ Eötting Präsident des Landgerichts l Aendervngen in der Iu�izverwaltung. Sofort nach Beendigung der Regierungskrise Hot das preußische Stoateministerium eine Reihe von Neuernennungen, namentlich im I u st i z r e i s o r t vorgenommen. Von besonderer Bedeutung ist die Ernennung des Ministerialrat» S ö l l i n g zum Präsidenten des - Landgerichts I in Berlin, als Nachfolger de» wegen Erreichung der Allercgrenze in den Ruhestand tretenden Präsidenten Ramdohr.. Sölling, der Mitglied der Sozialdemokratischen Par» tei ist. begann seine Laufbahn als Staatsanwaltschastsrat in Altona, wurde dann an das Kammergericht in Berlin und von dort als Ministerialrat ins Justizministerium berufen. Ihm erwachsen jetzt als dem Leiter de» größten preußischen Landgericht», dos einen bedeutenden Teil der Hauptstadt umschließt, besondere Ausgaben, namentlich auf � dem Gebiet der Gcschäftsoertellung, der Personal- polttit und der Disziplinaraufsicht. Ein besonderes Verdienst würde sich der neue Landaerichtsprästdent erwerben, wenn es ihm gelingen würde, die wirtschaftlich überaus notwendige Zusammen- legung der drei Berliner Land g e r i ch t«, dl« leider aus .dem Stadium der Projekte nich, heraucwachsen will, so zu fördern, daß sie in den nächsten Jahren endlich zur Tat wird. Von sonstigen Beförderungen erwähnen wir noch: Ministerial- dlrigent Weber wurde ernannt zum Vizepräsidenten des Kammer- gerichls. Ministerialrat Wirth, politischer und Dersönalreserent im Justizministerium zum Ministerialdirigenten: Ministerialrat i 50 Utzdorf(bisher Justizministerium) zum Präsidemen de» Straf-' vollzugsamtes am Kammsrgerichr.(als Nachfolger Finleinburgs): Ministerialrat D a n k w o r t h.(bisl)«r Justizministerium) zum Leiter : des Strafnollzugsamts in König°dei.g. (sriedrich-Ebert-KrankenhaUs in Zleumüoster. Ja Gegenwart des Reichstagcpräsidenten Lob« fand die. Einweihung de» Friedrich- Ebert-Krankenhaujes statt Oberbürgermeister Schmidt. Reumünster, hielt die Festansprache. Alcdonn gab Reiäzstagspräsi�ent Löbe ein Lebensbild des. verstorbenen Reichspräsidenten Ebert. Musikalische Darbietungen und eine Besichtigung des Krankenhauses bitdeten den . Abschluß der Fei-r. Diskont auch in Dolcn ermäßigt. D.er Derwaliungsrat der Bank von Polen hat beschlossen, den Diskontsatz mit Wirkung vom 1. Fe» bruar von«ms 8 Pro», herabzusel»«», � Arbeitslosigkeit wächst weiter. Lieber 330000 suchen Arbeit in Berlin Di« tage aus dem Arbcil-morkl Hot sich in der letzte« Berichts- wache zum 25. Januar weiter verschärft. Zw Bereich» des candesarbeitsamis Brandenburg(Berlin. Brondcnbu g. Grenzmark) stieg die Zahl der Arbeitsuchenden um 9875. der Unter- flühungbezleher um 14 545. Damit hat die Zahl der Arbeitsuchendeu 482109«reicht." von deuen aus Berlin ZZI bZS entsallerru Dt« Zahl der' HauptuntcrsiühnrrgeempsSngcr b-trng ZgZ 877. in dervKriseu. Unterstützung ZS 422. zusammen 556 099 Verlanen. Aast 150 000 Erw-lbrlose sind also ohne Uvterslühuog und aus Vöhl- sahrlebeihUfen der Sommuncn angewiesen. Die Zunahme an Arbeitsuchenden hat sich zwar In der Berieht»- wosversahr«n und die Met- cinigiingsämter fallen. Bei der Verteilung der Haurzin-steuer. hypolheken herrsche eine volitssche Vetternwirtschaft jzum Schaden der privaten Bauwirtschast. Ein Schlußan trog de» Abg. cadeadorss wird gegen die Stimmen der Regier, lnrsvartcieN abgelehnt. Abg. Hoff(Dem.) betont, daß olme Staatsmittel von einer Reu- bautätiqkcit bent« nicht mehr die Red« fein könne. Diese staats- sozialistische Methode habe dach Erfola gehabt. Die Hauszinssteuer müsse in ein- wirkliche Entschuldungssteuer umgewandelt- werden. Abg.- Tftenß.(W.-P.) meint, daß heute nicht mehr der freie Wille des einzelnen, sondern der Unteroffizier vom Wvhnu nasamt entscheide, i wo der Bürger fein Obdach erhält. Der Jetzige Mieterschutz verneine völlig di« Lerantwortlichleit. Nur durch vrioatwirtschosttiche Initiativ« könne der Wohnungsneukian "° A�bg. Dr. Vonflck(Dt. Fraktion) spricht sich ebenfalls gegen die Wohnungszwangswirtschast au». �" Hierauf tritt raif sozialdemokratischen Antrag Schluß de? Debatte ein. Die Beratung der Einzeltitel de» Houshall» findet am Montag, dem Z. Februar, mittag» 12 Uhr., statt. Außerdem steht auf der Tagesordnung: Zweite Lesung de» Hauehalts de» Finanzministeriums._ H«rr Oberfohreu wirdvtrhöri. Hakeokreuzlnqoifltiön geseu Heu beutschaationaleu; Frattioasvorsttzendeu. «s der Reichspräsident gegen Herrn G Veddel» Strafantrag wegen Leleidigung stellte, warf sich Herr vberfohren. von Hugenbergs Gnaden Vorsitzender der deutschnationalen Reichstag». srakticn, in die Brust und erklärte, daß sich-in anständiger Politiker überlogen müsse, mit Leuten wie Herrn Goebbels an einem Tisch zu sitzen. Herr vberfohren war immer noch In dem schZnen Wahn de. fangen, es s« in der Deutschnatioi alcn Dolkspartei wie zuvor nur daß eben Herr Hilgenberg und er selbst Gras Westarp beerbt hätten, Hindenburg sei nach wie vor als Retter zu betrachten und seldstoer- stündlich außer oller Kritik. Herr Oberfohren wird txm den Leuten Hitlers nun sehr un- sanft geweckt und daran erinnert, daß e» auch noch einen Reichs- a u s s ch u ß gibt, dem er selbst angehört, und in dem er mit eben den Leuten an einem Tisch sitzt, bei denen er sich» erst überlegen wollte. Die völkische Presse verlangt schnellstens ein« Erklärung� od Herr O b e r f o h r e n die ominösen Wort« gesprochen habe oder nicht. Wenn ja, so sei er als Politiker erledigt Die Uederschrist zu dieser Forderung lautet in Hillers Zentralorgan: JS i n a n- ständiger Politiker." Herr Oders ohren wird nun wohl aus dem Schlaf erwacht sein und erkannt Heiden, daß sich einiges geändert hat: daß nämlich der Vorsitzende der d eu t s ch n a t i o n a l e n Reichstags» fraktion ein kleiner Sietrut sst gegenüber Herrn Hitler— alle» dank der Gemalität des Herrn Hugenberg.-' Für die meisten Berliner Genossen unerwartet,, kommt die schmerzliche Kunde pon dem Ableben eine» unserer treu esten und rührigsten Mitglieder: Im Alter von nur. 47 Jahren ist.Senosi« Artur Häußler nach längerer Krankheit gestorben. In den -Zeiten, als nach dem Krieg« die sozialdemokrat.sche Parteiorgauisa- tirrn in Berlin von Grund auf wieder oufgebout werden mußte, lesstete als Bezirkrfekretär Genosse Artur Häußler miermüdlich« und«solgreiche Arbeit, um die Massen instruk iv zum Sozialismus auch parteipolitisch zu organisieren. Seine propagandistische Tätig- keit in normalen Zeiten— wenn man diese außerordentlich beweg- ten Rachtriegsjahre so bezeichnen darf— und por.allem hei Wahlen hat sich besonders in den halb städtsschen, halb ländlichen Borörten bewährt, die zum Weichbild der. Reichshaupsstadt gehören., In dieser fünfjährigen Arbeit von 19l8 bis' 1923 ist. Artur Häußler mit allen aktiven Elementen der Partes in ständiger„ Be» rührung gewesen und olle wußten seinen Eifer, sein« Ueberzeugungs- treu«, seinen Mut und auch seine Bescheidenheit, zu. schätzen., Als der organisatorische Zusammenschluß der beiden lozialdemokratischen Parteien eine Reorganisation der Berliner Bezirkssekrelariat« er» forderlich machte, fand Häußler von der-Partei an verschiedenen Posten im Reiche Verwendung, so in Breslau und Hagen. Nun ist er viel zu früh, als Opfer eines schleichenden Leidens, van uns ge- schieden. Die Partei, besonder» di« Berliner Genossen, werden da» Andenken diese» treuen Funktionär» in Ehren halten!.< Oer FünfjaHrsplan. Besorgnisse wegen manyelkaster Durchführung. In letzter Zeit hat dl« Sawjetpresse immer wieder mit grotztem Nachdruck darauf Hingewiejen. daß die bisherigen Ergebnisse der industriellen Produktion während des wusenden Wirlschaftsjahree tOktober 1929 bis Oktober 1930) den Voranschlägen längst nicht ent- sprechen und«in erheblicher Rückstand zu verzeichnen ist T-eser Umstand hat neuerdings das Zentralkomitee der Kommum- stischen Partei zu einem Ausruf veranwtzt, der sich an all« Partei. organisationen. Gewerkichosten und Wirtschafteorgane wendet und den die Sowjetprcsse an leitender Stelle veröffentlicht. Wir ent- nehmen der-..Sa Industrialisaziu"(Nr. 20 v. 25. Januar), dem Organ des Obersten Bolkswtrtschaftsrates, folgende Ausführungen aus diesem Ausruf: ..Die Ergebnisse des ersten Diertelfohres des laufenden Wirt- fchaftsjahres zeigen bedeutende Erfolge im Tempo der Entfaltung der industriellen Produktion.— Jedoch sind diese Errungenschosten vom Standpunkt der Durchführung des Wirtschaftsplans voll» ständig unzureichend. Das Zentralkomitee sieht sich genötigt sestzustellen. doh diese Ergebnisse eine ganz unzulässige, ja in«inigen Fällen verbrecherische Rückständigkeit gegen den im Wirtschofteplan festgestellten Umfang der Produktion und der Arbeitsergiebigkeit dedeuten. Ganz besonders bezieht sich das auf die Senkung der Selbstkosten. In bezug auf die Kohlenförderung z. B. Ist ker Doranschwg nur bis zu 94 Proz. er- reicht worden, was bedeutet, daß für die Volkswirtschaft 860 000 Tonnen Kohle zu wenig bereitgestellt worden sind.-- Diese unzureichend« Durchführung der Voranschläge ist in allen wichtigsten Industriezweigen zu beobachten. Das Zentralkomitee ist der Meinung, doh die kiauptursache dieser Erscheinung darin zu er- blicken ist, dost die Wirtschaftsorgane, die Gewerkschaften, die kom. munistischen Jugendvcrbände und die Parteiorgan« nicht in aus- reichendem Umfang ihre Kräfte für die Durchführung der Wirt- schaftspläne mobilisiert haben. Außerdem ist festzustellen, daß die Verfügung de» Zentralkomitees der Partei über die einheitlich» Befehlsgewalt in der Industrie nicht durchgeführt worden ist. In einer ganzen Reihe von Fällen vermeiden es die Wirtschaftsorgane, diese Verfügung durchzuführen, um auf dies« Weise sich der Verantwortlichkeit für die Durchführung der Produktionepläne entziehen zu können. Anderseits werden die Wirtschaftsorgane viel- fach von den Partelzellen und den gewerkschaftlichen Funktionären nicht nur nicht unterstützt, sondern dies« Stellen greifen vielfach in die Befugnisi« der Wirtschaftsführung m ganz unzulässiger Weis« ein.''''''-----' Das Zrnkrakkomitee der Partei fordert zum Schluß des drei Spalten füllenden Aufrufes all« Parteiorgan«, gewerkschaftlichen Stellen und Wirtschaftsorganisationen auf, alle« daran zu setzen, um die gerügten Mängel zu beseitigen und die Durchführung des Pro. duktioneprvgramms der Industrie stcherzustellen. Stalins Programm wackelt also beträchtlich! Eine moderne �obinsonade nach Dr. Riiter. . Sowjeiherrlichkeii. Moskau im Lanvar ohne Butter. Pyeschnend dafür,. Mo. peiMch�gs d««, �wjetrsgwnmg emp- findet, daß sie immer noch nicht imstande ist.«in« geregelte und au».> reichende Versorgung der Grdßstätte oM den elementarsten Leben»--! Mitteln zu gewährleisten, ist die Art. wie die Sowietprefse über den l Stand und die Aussichten der Lebensmittelversorgung berichtet.< ll irter der lteberschrift„Die Ianuorration für Butter werden die Werktätigen in vollem Umfang erhalten' bringt die„Iswestifa' (Nr. 27 v. 28. Januar) an möglichst unauffälliger Stell« in Petit. druck folgend« Mitteilung: ..Zahlreich« Arbeiter haben an die Abteilung für Butter» Versorgung Klagen gerichtet darüber, daß sie bisher ihre Butter- ration auf die Korten.für Januar nicht. erhalten haben. Aus diesem Anlaß erklärt die Abteilung für Butterversorgung, daß dieser Zustand daraus zurückzuführen ist, daß aegenwärtig fämt- »che Berteilungsstellen k«» Verband«» für Molkereierzeugnisie unter die Leitung des Moskauer konsumgenossenschastlichen Per- bandes gestellt werden. Dies« Ueberführung wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Damit dadurch aber die Versorgung der' Arbeiterschaft nicht beeinträchtigt wird, sollen die Januar- karten bis zum 10. Februar in Geltung bleiben.' Aus dieser.Mitteilung geht jedenfalls hervor, daß zum mindesten«in großer Teil der Moskauer Arbeiterschaft, die hin- sichtlich der Lebensmittelversorgung eine bevorzugte Stellung ein- nimmt, im Januar keine Butter aus ihre Bezugs. karten erhalten hat. Ob tatsächlich nur eine organifatorifche Umstellung an diesem Ausfall die Schuld trägt, kann man mit Recht bezweifeln. Außerdem ist darauf hlnzuweisen. daß die Ueber- lchrift der Notiz, wonach die Werktätigen ihr« Ianuarration in vollem Umfange erhallen, dem Inhalt der Notiz nicht ganz entspricht. Die Notiz besagt, loh voraussichtlich im Februar die Ianuarration zur Ausgabe kommen wird, bedeutet also eine Vertröstung auf die Zukunft. Ganz ww bei uns in„großer Zeit'! Linden in Berlin. Dortrag über den Angriffskrieg. Auf dem Earnegie-Lehrstuhl der Hochschule für Politik hielt Jenofse Prof. Undän aus Upfala— als schwedischer Außenminister hat er' TÖ2T Dcufschland den schwedischen Rats sitz zur Verfügung zestellt, um die bei der Ratsfitzfrage auftauchenden Schwierigkeiten zu überbrücken einen Dortrag über die Versuche, den Angriffs- krieg zu einem Verbrechen zu machen. Das modern« Straf- cecht kennt kaum noch Strafen gegen Kolletlioperfonen: nur Einzelpersonen werden als Verbrecher bestraft. Del V-griff des Angriffskrieges ist weniger wegen der Strafbar- k-it eines solchen Angrisse», als wegen der Sanktionen not- -vendig die nicht als Straf«, sondern als Poli-eimoßnahme gedacht find. Da» Vorliegen eines Angriffes hat man nach vermiedenen Jesichtspunkten zu beurteilen oersucht: Ueberschrbitung der Grenze. Ablehnung des Schiedsverfahren». Weigerung, T�bllisierungs. lnahnahmen einzustellen. Der Versuch, den Angriffskrieg zu t r i ml n all s i e r e n. scheitert auch daran, daß Angreifer und Angegriffener sich oft nicht wie Morder und Opfer, sondern wie Üoflnehmer einer Schlägerei gegenüberstehen. Rechtlich wlrkungs- voll sei«ine Ersatzpflicht für den angerichteten Schaden. Daneden jst die Strasdrohung rechtlich nicht möglich. Hingegen sei es.entscheidend. wichtig, daß die Weltmeinung den Angriff moralisch ächtet,'___.i.•, .Eine Insel an der e nsamen Küle von'Zenlral-Afrika habe ich bereit« ausfindig gemocht." .Herr Dokior. ziehen Sie mir alle Zähne aus. damit ich nicht in Versuchung komme, etwa einen Affen zu beißen." »Dort liegt unsere Insel der Verheißung'" »Hollo. Boys,— seht her. da kommen zwei Wilde uns besuchen Exkronprinz als Nachbarpoincares . Eine sonderbare Zdee des Königs von(Spanien. Part». I. Februar.(Eigen beruht.) Der SSnlg von Spanien scheint. Madrider Meldungen französischer Blätter zufolge, seine Befreiung von dem allzu mächtigen Diktator durch«ine besonder» xeindrucksvolle Geste feiern zu wollen. wie der»Pari» Midi' mittesst, hat er sämtlich?„Ritter de» Orden» vom Goldenen Btleh'. desfxn Vorsitzender er ist. zu eine«-f�ierli chen Sitzung nach Bär,«tou-«lnge� luden, ltn.« den Eingeladen«» befinden sich auch der ehemalige franzSsifch« Mlnlsterpräsideul p o i a c a r« and derdealsche Ex. krouprlaz. die nach de« unergründlichen Gesetzen de» rtiter- llchea Protokoll» bei der Festtafel aebeaeinander sitzen müssen— anVers gehl es nämlich nicht. Der spanische König hat deshalb bei beiden aufragen lasten, ob ihnen die gegenfeistge Tifchnachbarfchafl genehm wäre. Zar Beruhigung der besorgten Milwell haben beide versprochen, daß sie sich gut.mtteiaander vertragen«ollen. » Mitglieder des Ortens, der im Jahr« 1430 vom Herzog Philipp III. von Burgund gestiftet worden ist, können nur souverän« Staatsoberhäupter und sehr hochgestellte Persönlichtetten sein. Die Zahl der Ritter beträgt zurzeit 51, darunter die Könige von England. Schweden, Italien und Dänemark, der ehemalige Kaiser Wilhelm Hz, der Ex» kronprinz, der Prinz von Wales, Poincore/ Doumergue und andere. Das Abzeichen der Ritter vom Goldenen Vlies besteht au» einer Kette mtt Etclsteinen, an der ein goldenes Lamm hängt. Wenn em Ritter stirbt, ist die Familie verpflichtet, den Orden dem König von Spanien zurückzugeben. Mi! Auenohme des Ordens, der dem letzten russischen Zaren gehörte und besten Rückgabe von ter Sowjetregierung unter dem Vorwand verweigert wird, er sei Staatseigentum, ist dos bisher immer geschehen. (Spaniens presse gegen Zensur. Eme einmütige Forderung Madrid, l. Februar. Die presse forderk clnrnfiflg von der Regierung Mc wie- derherstellong der prefsesrelhelt als ersten Schritt der Rückkehr zum normalen Regime. -10 Minuten Abschiedsaudien,., Madrid, 1 Februar.< Die heutig« Abschiedsaudienz Primo de Rrvera» beim König war bereits nach zehn Minuten beendet. Wiedereinstellung spanischer llniversitätsprofessoren Part», l. Februar. In einer Meldung aus Madrid wird die von einem Morgen- blatt verbreitete Nachricht, daß die ihres Amtes enthobenen Univer- fitätsprofestsren. inzbefonder« Uno m u no. wieder einge- fetzt würden/ bestätigt. Al gemeine Amnestie Paris, l. Februar. „Chicago Tribun«' berichtet aus Madrid, daß für den S. Februar, den Todestag der Königin-Mutter von Spanien,«ine allgemeine Amnestie vorgesehen fei. Beruhigung in Madrid. -. pari», 1. Februar. Havas berichtet aus Madrid, die Lage fei in militärischen und Bürgerkreisen tatsächlich sehr gespannt gewesen Die Straßen im Zentrum von Madrid hätten beunruhigend ausgesehen. Gerade wie zur Zeit de» ersten Universitätstonslikte« habe man ein beträchtliches Polizeiausgebot feststellen können Noch der Bildung de» Kabinetts Berenguer stell« man eine vollkommene Ent- s p a n n u n g fest, und die Stadt Hab« wieder normales Aus» I k h« n._ Ein Kriegsüberrest beseitigt. Sie all ierten Miiitärsachv«rfländigen aus Berlin abberufen Lmttich wird berichtet: Als die Interalliierte Kontrolttommlff'on am 31. Imiuar 1927 abberufen wurde, waren noch in zahlreichen, die EntoDfnung betreffenden Einzelfragen zur Ausführung der grund» sätzlichen Vereinbarungen zwischen der deutschen Regierung und der Botschofterkonferenz Maßnahmen erforderlich, deren. Durch» führung aus technischen Gründen längere Zeit In Anspruch nehmen muhte. Zur Erleichterung der Verhandlungen hierüber war im Genfer Protokoll vom Dezember 1926 über die Zurückziehung der Kontrollkommission die Zuteilung von technischen Goch» oerständigen an die betreffenden Berliner Missionen vor» gesehen. Ansang dieses Jahres ist dann in kurzen mündlichen VerHand- lungen mit der Botschafterkonferenz in Pari» eine Verständigung darüber erzielt worden, daß die Aufgaben der Sachverständigen nunmehr erledigt sind. Dementfprechrnd haben die i» der Botschafterkonferenz vertretenen Regierungen Ihr« Sächverstän« dlgen am 31. Ianu.ar dieses Jahres zurückgezogen. Volkspartel hat Vertrauen. Zu bem Putschisten Fr.ck, der Stresemann befchimpfi. �- Weimar, 1. Februar. Der Thüringische Landtag nahm heute eine En.schließung der Rechtsparteien mit 28 gegen 20 Stimmen der Linien an nach der der Landtag die Regierungserklärung billigi und der Regierung das Bertrauen ausspricht.<. Eine sozialdemokratisch« Entschließung, noch der die Regierung beaustragt werden sollte, im Reichsrat für die Vorlage der Reichs- regierung über das Haoger Abkommen zu.stimmen, wurde mit 28 gegen 20 Stimmen abgelehnt. Für die sozialdemokratisch« Eni- schließung stimmten außer den Antragstellern der demokratisch« Ab- giordnet« und die Deichsch« Dolkspartei, während mck den Rechts» Parteien auch die Kommunisten gegen den Antrag stimmten Zündholzmonopol und Kreuger-Anleihe In dem soeben erschienenen Heft 5 der Zeitschrift„Das Freie W o r t' würdigt E e n o f f e H.e i n i g abschließend den Kampf um Zündholz Monopol und Kreuger-Anleihe. An leinen Aufsatz schließen sich eineÄnzahl von Zufchristen zu den allge- meinen Fronen der Finonzresorm. Einen sehr interessanten Vor- fchlog. macht Genosse S. Katzen stein in einem Artikel„Mord und Totschlag— wie lange n o ch". Er iordcrt dazu aus die intellektuellen Urheber der kommunistischen und faschistischen Ge- watttaten zivilrechtlich für den angestifteten Schoden an Mcmchen und Sachen hastbar zu machet). Die freie Aussprach« wird über verschiedene Themen der Kulturpolitik und das Aufkommen einer sogenannten Arbeiteraristokratie fortgeführt. Mit Feuilleton, poin- tierten Notizen und Parteinachrichtcn schließt das Heft ab. „Das Freie Wort' erscheint wöchentlich und kostet monatlich. bei der Post bestellt, 91 Pf. Eitzzelheste sind zum Preise von 20 Pf. durch jede Volksbuchhandlung zu beziehen. Probeeremplare versendet gratis und portofrei der. Freie-Wort-Berlag,. Berlin. SW 68. Lindeustroße 3. Tfächslen Sonnlag, 9. Febmap, mehlige FIwigblaftvevbveiluiMg von den Zahlahend* lokalen aus. Es soll wieder wärmer werden. Die Wetterprophet«» geben für die nächsten Tag««ine Pro- gnofe, äie all« Hoffnungen äer.hiesigen"' Wintersportler abermals zunichte macht. Mit den Schneefällen soll es bereits n>>ed«r«in Ende hoben und die Temperaturen werden vermutlich schon in den nächsten Tagen unter der Einwirkung milder ozeanischer Luftströme über den Nullpunkt steigen. Danach wird es auch mit dem präch- tigen Winterkleid, das die Natur feit Freitag nachmittag in der Um- gebung Berlins und weiter draufjen in der Provinz angelegt hat, von nicht mehr allzu langer Dauer sein. Während in der Innen- stadt von dem Schneefall überhaupt kaum noch etwas zu merken ist, bietet sich in den Bororten überall ein« herrliche Winterland- fchaft. Leider ist die Schneedecke so schwach, daß mrgends Gelegenheit zum Sti'ausen oder Rodeln besteht. In den mitteldeutschen Gebirgen und den Alpen ist seit einigen Tagen viel Schnee niedergegangen, die T« m- peraturen liegen dort weit unter dem Gefrierpunkt. Sehr ergiebig waren die Schneefälle im Süden Deutschlands! im Norden dagegen betrug die Höhe der Schneedecke nur 2 bis Z Zenti- meter und in der Umgebung Berlins, nach Messungen des Wetter- dienstes, sogar nur 1 Zentimeter. Die Temperatur, die gestern früh in Berlin minus 3 Grad betrug, stieg in den Vormittagsstunden ganz erheblich und um 1 Uhr war die Quecksilbersäule dem Ge. fnerpunkt schon verdächtig nahegerückt.— In der Rheingegend ist ber/its wieder mildes WeUer«ingetreten und die Erwärmung wird sich ziemlich schnell nach Osten ausdehnen. lieber die Z�aubtierp'yche. Der Zirkusdirektor Stofch. S a r r a s o n i hielt anläßlich seines bevorstehenden Berliner Gastspieles in der Berliner U n i o e r s i- t ä t eine Vorlesung über„die Psyche des Raubtieres". Zahl- reiche Professoren wie ein großes Gremium der Studenten fchaft lauschten dem Fachmann mit größtem Interesse. Sarrasani erklärt«: „Das Tier Ist weder gut noch böse, und die Grohraubtier« sind keine „Verbrecher". Selbst Mensch und Haifisch könnten sich miteinander befreunden, wenn es«ine praktische Möglichke t dafür gäbe. Im Grunde ist auch kein Tier unzähmbar, nicht einmal der schwarze Panther oder das Zebra oder der afrikanische Elefant. Freilich werden Löwen, Tiger, Elefanten und andere Tiere dann recht unbe- rechenbar und bösartig, wenn sich ihr Sexualleben wandelt, also etwa im„gefährlichen Alter". Aber das ist beim Menschen schließlich genau so— eine Feststellung, die die Zuhörerschaft mit akademischem Beifallsgetrampel bestätigte._____ .Serotis 1930* betitelt sich die neue Revue im Haus Bater. l a n d. In bunter Bilderfolge reihen sich Aktuelles und Vergar.ge- nes, leider durch sine oft allzu witzlos« Lupe gesehen, aneinander. Da ist das Mädchenpensionat mit seiner traditionellen, bebrillt.'n, ewig kneifenden Tugendhüterin und dem allseitigen Schrei nach dem Mann, der hier, so will es die Mode als ,Nachtgespcnst" in Er. scheinung tritt; das.vollschlanke" Mannequin, als dermer cri. der künstliche Mensch, in ähnlicher Eigenschaft, Olympiade und Rund» funk, Angelsport und Marsflug. Dazwischen als ebenso fades, wie stereotyp wiederkehrendes Brimborium, die Persiflage auf rh.ini- fches Studententre'ben mit sentimentaler Suffstimmung und holdem Wirtstöchterlein. Gut gesehen und vom unermüdlichen B ine schwingenden Kurt Fuß dargestellt, das„Zille-Vild" vom alten Leierkastendrcher. Sonst viel Getanze, viel Halbbekleidetes, kcsia und schmalzige Weisen und eine recht lebendig wirkende Ausstat- tung. Umwandlung des Lichlenberger Zahn-Realgymnasiums in eine Resormanftalt. Der Herr Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung hat durch Erlaß vom 11. Januar 1930 genehmigt, daß das Iahn-Realoymnasium in Berlin-Lichtenberg, Marktstraße 2— 3» von Ostern 1930 ab, mit Sexta beginnend, in ein Reformreal» g y m n a s i u m umgewandelt wird. tGewcrtschaftliches stehe 2. Beilage.) Serantworttich Ur ZTotiti!- Z�r. CnH Stq«;■SirKAoft-®. flltmclV": «öe»«rkschaktsdewcgung. Z. Ziel»»! Feuilleton: Et. Zoh» Sckik»o>sti: Lokale« und SonNioe» gri«»aestädt: Lnieiacn: Td. Stock«: töintlich in Berlin. Bcrlaa: Borwärto-Berlan S. m d. S. Beilin Druck: Borwärio-Buckdruckerel und Lerlonsanliali Boul Tinner u. So.. Berlin£33«8 Lindenltraß» 8. Siriiu 3 93«'lagen und.UnterhaUung und Wilsen». PREISWERTE HAUSWÄSCHE UND TISCHWÄSCHE lillllll WlschtOchor Rainleinen,-»«iß ackae erou-roe kariert, SS/SS cm\fwm ( Roinl., waift Oiopar,»ins«« intchri« .,„02.„02 KOchenhandtCcher Reinleinen, Miiitardreii «S/100 Vm» StubenhandtOcher Reinleinen, Sireifen- oder SluiMnmuttar. 48/100»W W« Reinleinen, Gertientoni M 30 Jaeduord oder Dr«ll, 48/1 W Immb JACQUARD. 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Iabrgaag Sonntag,?.FeSr«sr �SZo Am Fuß des M uggelturms befindet sich das M useum Auf her schnurgeraden Chaussee von Köpenick nach MügzÄheim, «o tagsüber die dreiachsigen Wagen der Autobuslinie 43 vollbesetzt vorübersausen, sollen in hellen Mondnächten die Pferde scheuen und nur in zitternder Angst und mit schlotterndem Gebein weüerzu- treiben sein, weil auf irgendeinem Meilenstoin am Fuße der Müggel- berge«ine gespenstische schlohweiße Gestalt lerbhastig hockt. Die alten Bauern aus Rahnsdorf berichten in den Dämmerstunden cm- brechender Winterabende darüber ihren Enkeln, erzählen von der Prinzesfin, deren Schloß in den Teufelsee versunken ist und die oerwünscht wurde, weil st« ihrem Auserwählten die Treue brach. Einstmals in einer Iohannisnacht, dem» nur dann ist es möglich, zog ein junger Fischer-ras dem Köpenick« Kietz hinaus, um sie zu erlösen, vom See in die Stadt und dann noch dreimal um die große Kirche hätte er sie tragen müssen. Unter einer Bedingung: sich nie und nimmer umM'cyauen, komme, was da wolle. Aber kaum hatte er die Prinzessin aus den Rücken genommen, der zwölfte ■ Schlag der Kirchturmuhr war eben verhallt, da brach die wilde liagd las, Ungetüme mit dem Kopf unter dem Arm. mit feurigem Atem und entsetzlichem Heulen versperr ien ihm den Weg. Doch der junge Fischer blickte nicht nach links und nicht nach rechts, nur als er gerade zum ersten Mol« die Kirche unrschreiten wollte, da stieg ein riesiger F«uerschein auf, ganz Köpenick schien in Flammen auf- zugehen,«rschrocken sah er sich um— und die Prinzsesin entglitt seinen Arnien. Am nächsten Morgan fand man ihn besinnungslos auf, wenige Tag« darauf ist er gestorben. Oos Museum m der Gaststube. Dies« romantischen Geschichten aus den mythischen Vorstellungen des alten Heidentums gehören zu den Müggelbergen wie die geologischen Rätsel dieser s«ltsa,nen Bodenformaüou oder wie jene prähistorischen Schätze, die die Grasnarbe verbirgt. Schon der � Rundblick von der swrmgepeitschten Kuppe der Wüggelberge hat etwas Bezauberndes, eingebettet zwischen dunkelgrüne Kiesenrwälder fließen blau grau Spre« und Dahme dahin, an der Friedrichs- Hagener Ecke des Müggelsees kriechen zwei weiße Ausflugsdampfer aneinander vorbei, aus der Rohrwallinsel warten Persenning- überzogene Segelboote auf die ersten warmen Sonnenstrahlen, vom Osten leuchten die Gosener Berg« in ihrem fahlen Sandkleid herüber, rm Süden sind noch schwach die Türm« des Königswust« r- hausener Senders erkennbar und der westlich« Teil des Horizonts verschwimmt in den Dunstfchwaden der Industrievororte Berlins. Es war deshalb ein glücklicher Gedanke, als das Märkisch« Museum vor kurzem daran ging, in dieser sagenumwobenen, reizvollen Landschaft gewissermaßen ein« Zweigstelle zu errichten. Der einmalige Besuch dieser Kulturjchutzstelle. wi« man die kleine Museumsfiliale getauft hat, vermag der Berliner Schuljugend «inen besseren und nachhalligeren Einblick in die Vorgeschichte der Mark zu geben, als ein« ganze Reihe von mehr oder weniger abstrakten Unterrichtsstunden zusammengenommen es'vermögen. Alles, was man beim Straßen- und Häuserbau von dem allen Germanenskamm der Semnonen. die hier in de» Alvggelbergen hausten, noch fand, haben berufene Hände in das bescheidene Himmer chen im Müggelturm getragen, dessen Tür sich jedem für 10 Pfennig öffnet. Da liegt nun eine alle Herd stell« aus der Bronzezeit, sorgfällig aus stachen Steinen gepackt, wie sie keine hundert Meter von ihrer heutigen Ruhestätte entfernt gefunden wurde und vor Jahrtausenden irgendeiner Senmonenfrau dazu diente, Gerstenbrei zu kochen und Hirschfleisch zu braten. Oder daneben der Glaskasten, der natürlich nicht aus der.Semnvnenzeit stammt, denn diese armen Barbaren bestaunten ja noch jede Eisen- stange. die sich aus südlichen Ländern in ihre Gegenden»erschlagen hatte, kopsschullelnd als ein Wunderding, nein, den Glaskasten hat Demonstrationsversuche. Zehn Polizeibeamte von Kommunisten verletzt. Der Polizeipräsident keilte gestern abend mit: Rachdem der Vormittag und der frühe Jlachmillag des Souu- abend ohne Zwischenfälle verlaufen waren, wachten sich von 16.30 Uhr au zunächst geringere, dann stärkere Versuche zur Bildung vou Demoustratlonszügeu bemerkbar. Kleiner« Trupps von vemoustrauleu versuchten immer wieder, sich plötzlich zu größereu Zügen zusammeuzuschlleßeu: beim Herannahen der Pollzei lösten sich diese Demoostratiooszüge jedoch meist vou selbst wieder auf. Wo die, ulcht geschah, schritt die Polizei eiu uod zerstreute die Vemoastrauteu. Dabei mußte sie in verschledeucn fallen den Gummiknüppel ia Anwendung bringe». Von der Schußwaffe mußte bisher ersreulicherwelse kein Ge- b ra nch gemacht werden, mit Ausnahme vou d« Abgabe eines Schreckschusses, der keinerlei Verletzungen zur Folge hatte. Durch Sketuwürfe uod hiebe mit Schlagringen uud anderen harten Gegen- stänoen wurden zehn Pollzeibeamte verletzt; ein Lc. amter crhiell einen Messerstich. Von den Demonstranten wurde eine Person durch den Gebrauch de» Gummiknüppel» leicht verlehk. Bis 20 llhr wurden 20 Personen wegen Richibefolgung polizeilicher Anordnungen zwang, ge st ellt; bei einem Zwangs- gestellten wurde eine Pistole beschlagnahmt. selbstverstävdlich die Museirmsdirektlön gestiftet, aber hie Geschiebe- ablageruagcn aus der öiszell. wie sie an den Müggelbergen so gut zu beobachten sind, oder der aus verwrllerten Seelilierz. bestehende Krinoideickalk oder der seine, helle Sand mit den bohnengrvßen roten Feldspotstücken und de» handgroßen Feuci�teinen, ja, das sind alles ehrfürchtig anzuschauende, in unserer Zeiten Tage hineinragende Zeugen versunkener Epochen, deren Dirntel aufzuhellen sich heute noch ein« ganze Armee von Prähistorikern bemüht. Oder wie wäre es mit dem linken unteren Backenzahn eines Mammuts, so groß wie ein Zweiliierkachlopf, den man im Diluvialkiez bei der Müggelheimer Mühle fand. Dazu em holbmeterlongrr Dolchsläb ans Bronze, mit dem man sich vor viertausend Iahren die Schädel«inschlug oder die irdenen Topfe und Tassen neben sinnreichen Gewandnadeln. Aber das ist alles ein Kinderspiel gegen die Grabstätte eines Sxmnoaen mit ihrer schlichten Urne, die den Leichenbrand enthält und durch einen gewölbten Deckel verschlossen wird, di« man so liebevoll aufgebaut hat in der Hinteren, rechten Eck« dieses wohl kleinsten Museums, daß man sogar di« Stein■ Packung, in der die Urne des Toten log. mitgebracht und ebenso hingestellt hat, wie die Trauergemeinde ihren Stanimesgenossen zur ewigen Ruhe gebellet hatte. Dann ist noch etwas da. was allerdings in noture weder ge- funden werden konnte, weil es längst vermodert ist. noch Härte es in das Ziinm«rch«n gepaßt: ein Modell der großen Halle, die am Ausgang der Bronzezelt auf dem Eichenhügel zwischen dem Müggelturm uud der Lismarck-Warl« gestanden haben soll. Obwohl man hier in den Müggelbergen nur noch die Pfostenlocher von dieser.Halle fand, vermochte man st« doch zu rekonstruieren, well solch« Hallen den Forschem aus Grabungen in anderen Gegenden der Mark gut bekannt sind. Mit ihren aus übereinandergelegten Baumstämmen bestehenden und mit Lehnt verkleideten Wänden. mit dem Schilfdach und den fehlenden Türen und Fenstern, nur oben, wo der Giebel an den Dachfirst stößt, sind zwei Abzugslöcher für den Rauch, dem Fußboden, der eb«nfalls nicht da ist. wer sitzen wollte, konnte sich ja in den Sand setzen, oder der«wigen Nacht, die in solch einer Halle herrschte, mit all diesen Dingen. über die man stundenlang staunen kann, ist dieses Modell das Schmuckstück des Märkischen Museums. Nur schade, daß der Besuch fq sehr zu wünschen übrig läßt. Al? n»r gingen, wurde die �Lr hinter uns abgeschlossen, 5erner voll de» vielen Ausflüglern, die auch im Winter in die Müggslbergs pistftrr.. kommt auf den Gedanken, da einmal hineinzugehen. � Allerdings zum großen Teil Schuld der Museumsleitung selbst, die nur an der Autobushaltestelle«in Schill) anzubringen brauchte: ,3 Minuten bis zur Kulturschutzstelle", so, wie jeder Budiker seine Kneipe anpreitzt. Semnonenvision. Auf dem abschüssigen Weg zum Teufelsie« hin gesellen sich zu den Kiefern«in paar Birken, die aber beide am Ufer des kleinen Sees den Weiden Platz machen müssen. Jedesmal, wenn ein Kind Das Innere des kleinen Museums mit der Semnonenhütte jUuhi* „Es ist eine Lüge", wiederholte die angeklagte Ehefrau. iesmal ltntsr Tränen.„Seit langer Zeit sucht dieser ge- reine Kerl schon nach einer Ausrede, um mich zu verlassen, nd ich habe niemals einen—* Aber der Rest ging m schluchzen unter. Jetzt lachte niemand mehr, sondern«in reis murmelnder Trostspender versammelte sich um sie. „Und jetzt", fuhr sie fort und wischte sich die Augen mit srem Handrücken ab,.�veiß ich nicht, was aus mir werden rll, denn nach allem anderen, was ich von seinen Händen Hab rduldell müssen, hat mir dieser Kerl npch dm Sachen zer- rochen, dia ich in die Ehe mitgebracht Hobe."„ „Beruhigen Sie sich doch, hören Sie doch auf zu weine», edete ihr Aier andre mit serner weichsten Stimme zu und 'eckte seine Pistole w'reder in den Gürtel..Letzt ist ja alles zieder gut, und Ihr Mann wird freundlich zu Ihnen fein und üie w'eder aufyebmen." ,Lch sie wieder aufnehmen?" schrie der Schmied-„Da ennen Sie mich schlecht." ,,ÄlS 0b ich zurückwollt«", entgegnete Leocadia.„Lieber föchte ich im Stall leben neben einer Schindmähre, als wester ist diesem brutalen Kerl" Sie nahm aus dem Haufen vor dem Haufe ew paar �______....-------- � der. „Wv gehst du hin?" fragte sie leise. «Ich weiß noch nicht, mein Kind: aber ich werde schon gendwo ein Winkelchen finden. Das bringen ja sogar Hund« ctig." „Wart' einen Augenblick", befahl die Mulattin und dachte rch.„Oh. ich weiß. Komm, leg dein Bündel einen Augen- ick in mein Zimmer." Und sie rannte zu ihrer Waschwanne rück. .Dh. Albino, wring' doch, bitte, die Wäsche für mich aus - w. du bsst ei» cy«er Junge. Und wenn Firma aufwacht. i ihm, ich habe euren Augenblick weggehen müssen." Dmm lief sie in ihre Wohnung, zog sich rasch einen trocke- nen Rock an, warf sich einen gehäkelten Schal um di« Schullern, gab Leocadia einen freundlichen Klaps auf den Rücken und flüsterte ihr ins Ohr:„Komm nur mst, wir werden schon eine Schlafstelle für dich finden, patz auf." Mst wehenden Röcken gingen sie fort und, ließen das Haus in fieberhafter Spannung und Neugier zurück. 9. Ein paar Wochen waren vergangen, und Ieronymo trank fetzt jeden Morgen eine Tasse starken Kaffee, wie ihn„Rita macht", und goß ein paar Schluck„Paraty" hinein. Eine langsame aber unaufhallsame Wandlung ging in ihm vor und veränderte ihn Stunde um Stunde und Tag um Tag an Körper und Seele. Sogar seine Energie war jetzt lahmer. Er wurde nachdenklich und romantisch. Die Atmosphäre der Neuen Well und seiner braslllanischen Umgebung schien ihm auf einmal verführerisch und anregend. Er vergoß seme früheren Ziele und fing an, die neuen Freuden, dte stärker und lauter waren, zu verherrlichen. Er wurde sarglos tfnd verschwenderisch und hörte auf zu sparen. Er verlor seine Herbheit, wurde vergnügungssüchtig und bis zu einem ge- wissen Grads trage. Allmählich wurden die allen Sitten des portugiesischen Landmairno veränderst Ieronymo war brasillanisierst Setzt Haus verlor feine frühere streng« Miene und empfing ab und zu Besuch von Freunden, die nach den Arbeit-istunden ein Gläschen„Parotn" tranken, während an Sonntagen hm und wieder sogar Gäste zu Tisch geladen wurden. Portugiesischer Wein wich dem Rum, der aus dem Saft des Zuckerrohres ge- wonnen wird. Geschmortes Rindfleisch mst schwarzen Bahnen und Mandioca ersetzte Stockfisch mst Kartoffel» und gekochten Zwiebeln, und andere Fleischgerichte au« dem olle» Portugal machten eins nach dem anderen den Nationalgerichten von Bahra oder Mino« oder den Küsten von Guanabra Platz. Gest M. auch seine« Zwil und bald paffte änderen. Je mehr er sich die Sstten Brasiliens aneignete, um so gefühlvoller wurde er, obgleich seine physischen Sräfte ab- nahmen. Er fing an. sich an Musik zu freuen und verstand sogar bis zu eurem gewissen Grade dte Wildheit der Dichter. die vou leidenschaftlich« Liebe fangen und ihre Lieder auf her Kaffes auf Nummer fünfunddreihig Wi'lltommen war, haste er auch seine« ZwMingsbruder, den Tabak,»ach sich gezogen, und bald paffte Zeronymo zufrieden mit allen der Mandoline oder der einheimischen Gitarre begleiteten— ja, Jeronymo hoste sogar sein alles Instrument beiseste gelygt und spielle jetzt auf einem brasilianischen. Früher war es sei» Traum gewesen, nach Portugal' zurückzukehren, aber jetzt hasten sich seine Augen an den weiten Horizont und an das wirbelnde brasilianische Leben und seine wilde Lustigkest ge- wähnst Aber P ted ade de Jesus hatte an dieser Wandlung ge-- ringen oder gar keinen Teil. Sie war aus einem Stück ge- gossin. Sie verändern hieß sie zerbrechen Aeußerlich putzt« sie sich allmählich ihrem nsuen Leben an, aber ihre Natur konnte sich niemals so verändern wie Ieronymos. Ihre porm- glesifche Seele harmonierte nicht mst dem„tempo allegrd" des brasilianischen Lebens. Aeußerlich erledigte sie die neuen Pflichten ihres Haushaltes. Innerlich aber mar sie dieselbe schweigsame und ernste aus der Heimat Derbannte, die. von wogender Sehnsucht und Heimweh überwältigt war und unter der unerklärlichen Peränderung, die in Leranymo vorging. unsäglich lltst Stehaste beinah das Gefühl, Aeronymo sei gar nicht mehr da, und dieses sellsame Wesen sei irgendein Unbekannter, der sich an Ieronymos Stelle gesetzt haste. „Warum kochst du denn nicht die Gerichte, die sie hier kochen?" ..La. vh dachte—" stammelte die arme Frau. „Du könntest Rita bitten, daß sie dir einiges zeigst Es war' teil» Wenn wir mal solche-Garnelen essen könnten, wie ee nestlich bei ihr gab." Dte dauernd bekundeteBorsiebe für alles was brasilianisch war. bekümmerte das arme Wes?« tief: ihr Instinkt sagte ihr. daß die Krankheit möglicherweise fortschreiten und auch das Best genau wie den Tisch ergreifen könnte Sie war sich durchaus klar, daß Jeronymo ihr viel weniger gcharte als ..sich lassen und sich auf das kleine Lager im Wohnzimmer gelegt haste, mst der Begründung, daß es in dem winzigen Schlaf. zimmer zu heiß und zu drückend fei- Wer er nahm die alle Gewohnheit nicht wieder auf, sondern befestigte am nächsten Tag eine Hängemast« vor der offenen Tür. wte es Rita in ihrem Haufe getan haste. (Fortsetzung folgt.) codBemniti, schwankt Der Boden hier unten-, denn«lr stehen ans etnem Vkbcmocr, wo noch die Moosbeere und der Sonnentau zwischen dichtem Wollgras wächst. Auf dem gefrorenen See liegen Eisstücke umher, die von weitem wie Seerosen aussehen, und in die dick« Eisdecke sind Luftblasen gefroren, die nicht mehr rechtzeitig genug an die Odcrsläche kommen konnten. Der Biograph der Mark, Theodor Montan«, ist hier oft umhergestreift, er. hat auf diese Aegend ein hübsch«? Gedichtchen gemacht,„Semnonenvision�, wo es am Schluß heißt, als er die Semnonen nach Schmöckwitz hin «�wandern sieht:„gen Schmöckwitz, wo. o Wandel der Epochen, heut« Familien Kaffee kochen... So ziehen sie südwärts, mit Kiepen und Kobern, von der Müggel aus die W«lt zu erobern." * Nun, so ohne Dämmerung und ohne Morgengrauen, wie die Jahr der Not. Berliner Haushalt-ISSO/S-t.- Vorbelastung und Ausgleich. alten Semnonen, di« ejnstigcn Herren der Müggelberge, plötzlich ins volle Licht der Geschichte traten, so sang, und klanglos oerschwinden sie wieder aus der geschichtlichen Arena. Nach einer unentschlossenen Politik um den Beginn unserer Zeitrechnung herum beginnen sie 200 n. Ehr. ihr« Zelte an der Müggel abzubrechen, der Strom der Döverwanderung trägt sie mit ihren germanischen Verwandten in dir Ebenen Nordttaliens, und sie, einst Freie und der angesehenst« Stamm der suevischen Völkerfamilie, oerbluteten als Vasallen Theoderichs, Alarichs und Wittges fern ihrer Heimat. Und als die ersten Wenden UM 600 n. Chr. von den Müggelbergen ins Spreetal schauen, ist ihr Name längst ausgelöscht aus dem Buch der Geschichte. Ein paar Grabstätten, Absallgruben, Pfostenlöcher und Herdstellen ist ihre ganze Erbschaft, die sie uns hinterlassen haben. Die hütet das kleine Museum da draußen. f' ve- l Eröffnung der 5. Grünen Woche. In Gegenwort von Vertretern der Regierung, des Magistrats, von Technik und in- und ausländischer Press« wurde gestern die Landwirtschaftliche Ausstellung und Messe, Grün« Woche, eröffnet. Herr von Hak« vom Ausstellungs» und Messeamt wies aus die Bedeutung der Grünen Woche im Rahmen des deutschen Auestellungswesens hin. Reichsminsster Dietrich führte in seiner Eröffnungsansprache aus, man müsse neue Wege suchen, um den Znlandsoerb rauch de» Roggens zu heben. Der jetzige Zustand, bei guter Ernte eine halbe Million Tonnen oder noch mehr Roggen ins Ausland zu verschleudern und gleichzeitig für fünf» oder sechshundert Millionen Mark Weizen zu importieren, sei unhaltbar. In Zukunft müsse cm Stell« des Roggens Weizen angebaut werden. Der preußische Landwirtschaftsminister Dr. Steiger erörtert« die Maßnahmen. di« zur Hebung und Weiterentwicklung der deutschen Landwirtschaft notwendig' seien, um«ine ausreichende Ernährung des deutschen Voltes auf eigener Scholle zu sichern. Die Landeskultur» schau gebe zum erstenmal«inen umfassenden Ueberblick über die Meliorationstätigteit der deutschen Länder. Der Redner wies darauf hin, daß alle Meliorationen das Endziel hätten. Deutsch« fand von der Einfuhr ausländischer Lebensmittel, die da» deutsche Aolksvermöge» alljährlich um annähernd 4 Milliarden Mark verringere, unabhängig zu machen. Der Mlnsster er» mahnte dann die„Lehrschau Holz", die in erschöpfender Weise di« mannigfaltig« Verwendungsmöglichkeit des lo überaus wichtigen Werkstoffes Holz dartut. Für die Stadt Bertin sprach Astrgermeister Scholtz: Gerade dl» Entstehung und Entwicklung der„Grünen, Woche" Berlins beweise, daß der Gedanke der Berliner. Fachausstellungen auf einer gesunden volkswirtschaftlichen Grundlage aufgebaut sei.. Die trotz aller gegen. «Zrtigen Schwierigkeit überragende und nach wie vor zukunftsreiche Stellung Berlins mache sich auch in der Entwicklung de» deutschen Ausstellungswesens bemerkbar. Die Eröffnungsfeier war umrahmt von musikalischen Darbietungen. Es läßt sich schon seht klar erkennen, daß der Berliner Etat de» kommenden Iah res in ganz außergewöhnlichem Maße vorbelastet sein wird und daß der Ausgleich da- her. wie das Slädllsche Nachrichlenaml milleilt, mit de» aller. gröhlen Schwierigkeiten verbunden ist. Der Beschluß der Swdtverordnetenoersamnckrng, wohl die Spar« maßnahmen im letzten Etatsviertelsahr durchzuführen, aber keine Steuererhöhungen vorzunehmen, b e l a st e t den neuen Haushalt im voraus mit rund 40 Millionen. Die Ausgabsnseit« de» neuen Haushalts wird außerdem durch die schlecht« wirk- schaftliche Lage noch weit mehr als bisher angespannt werden. Hinzukommt, daß im letzten Hahrs notwendige einmalig« Aus» gaben zurückgestellt worden sind» die im neuen Jahre unbedingt ge- leistet werden müssen, und zwar nunmehr aus dem ordentlichen Haushalt. Weiter sind in den nauen Hausholt einzustellen: der Kredit der Brandenburgischen Girozentrale in Höhe von 8 Millionen und die ersten Rückzohlungsraten des Elektrokredits von S X 4— 12 Millionen. Selbst wenn die Sparmaßnahmen des letzten Vierteljahres, die nicht mehr gesteigert werden können, im vollen Umfange weiter durchgeführt werden, so steht doch (nach der Deröffentstchung des Rachrichtenamte«) schon heute unter ollen Umständen fest, daß der Ckal de» Jahres 1$30/31 aus keinen Fall ohoe Er- schNeßuog neuer Einnahmen balanciert werden kann. Wenn man also nicht die Werke zu höheren Abgaben heranziehen will, wa» eine weitere Tariferhöhung bedeuten würde, so sind im neuen Haushalt unbedingt Steuererhöhungen erforder« lich. Dies« Feststellung wird den Kennern des Berliner Haushalts nicht überraschend kommen: es erscheint aber erwünscht, die Oessenk, üchkeit rechtzeitig davon zu unterrichten, damit scheinbare lieber, raschungen vermieden werden. Mehrfach ist die Vermutung ausgesprochen worden, daß es durch eine Umorganisation der Verwaltung möglich sei. alle Fehlbeträge auszugleichen. Hierbei wird übersehen, daß die Neu- geslalkung der Berliner Verwaltung, wenn man von Einzelmoß- nahmen im Rahmen der jetzigen L�ganisationsform absieht, eine Sache der Landesgesetzgebung ist, daß aljo wirtlich durchgreifende Maßnahmen, die wesentliche Ersparnis� bringen können, ohne die Aenderung des Gesetz»-» Groß-Verlu» Hcht möglich sind. Auch bei größter Beschleunigung der Verhandlungen innerhalb der Stadt wie innerhalb der gesetzgebenden Körperschaften würde sich eine Reu- ovdnung der Verwaltung demnach frühestens für den Etat 1931/32 auswirken können. Die Beurlaubten. Urlaub des Oberbürgermeisters und Qr. Langes verlängert. Der Oberpräsident hat auf Ersuchen de» Oberbürger- meister» dessen Urlaub vorläufig bis zur Erledigung des an die städtischen Körperschaften gerichteten Antrages auf Ausscheidung aus den städtischen Diensten verlängert. Stadtkämmerer Dr. Lange, der seinen Dienst wieder an- treten wollte, hat sich genötigt gesehen, unter Ueberreichung eines Attestes von Prof. Dr. Zondck wegen nervöser Erschöpfung um einen weiteren Urlaub von zunächst vier Wochen zu bitten. Bürgermeister Scholtz hat diesen Urlaub bewilligt. Gturmopfer des Atlantik. 32(Steleaie fanden den Tod. London, 1. Februar. Tie letzten schweren Stürme in fast allen Teilen des Atlantik haben außerordentlichen Schaden angerichtet. Nach den jetzt in London vorliegen»«» Berichte« ist zu befürchte«, daß bei zwei schwere» Schif�fsunfäl» le« insgesamt SS Personen ihr Leben ver» loren haben. Eines der beide» dem Sturm zum Opfer gefallene» Schiffe ist der 1300 Tonneu große spanische Dampfer„Ciervana". der mit der gesamten 10 Mann starken Besatzung als verloren gM. Eine zweite schwere SchisfSkatastrophe ereignete sich im Golf von Mexiko» wo der Schleppdampfer ..Edgar S. Coue" sank. Hierbei sind IS Mann der Besatzung ums Lebe» gekommen. Aus zahlreiche» anderru Gebiete» werden ernste Stürungen der Schiffehrt und Beschädigungen Von Dampfern, jedoch ohne Mens-he»Verluste, gemeldet. Die nächste Skadwerorduetenversammlvng tagt am Donnerstag, dem 6. Februar 1930. Beginn der Beratung um 16% Uhr. Gisttod eines Ehepaares. Gemeinsamer Selbstword. Gestern abend wurden der 34iährige Händler Ernst Loenser und seine 29iährige Frau Hedwig in ihrer Wohnung in der Friedrichsberger Straß« 19 tot aufgefunden. Das Ehe- paar hatte sich seit Freitag nicht mehr im Haus« sehen lassen. Als gestern abend Besuch eintraf, erhielt«r keinen Einlaß. Man schöpfte schließlich Verdacht und ließ die Wohnung össnen. Da» Ehe- paar lag leblos in de» Betten: vom Arzt der nächsten Retrungs- stelle wurde der T o d durch Gift festgestellt. Welcher Art da» Gift war, tonnte bisher noch nicht festgestellt werden. Zweifellos handelt es sich um gemeinsame» Selbstmord. Fälschungen„im Interesse der Firma". Sllarek-ZSuchhaiier klagt vm Sehalt. Der BuchhalterLehmann. bekant aus den Sklarek-Skan« dalen. klagt« vor dem Arbeitsgericht um sein Gehalt für die Zeit vom 1. Oktober 1929 bis zum Ablauf der gesetzlichen Kündiguags- frist(er war neun Lohre bei dem Sklarek-Untertiehwen beschäftigt)� das ist bis zum 31. März 1930. Er perlangt-für den Monat«Iii Gehalt von 1300 M, insgesamt 7800 M. In dem Sühn«, termin, der in dieser Angelegenheit zunächst stattfand, wurde der Konkursoerwalter durch Dr. Neipel vertreten. Er wandt« folgendes ibn V«c Kläger Hab« sich, wie aus dem Strafprozeß bekannt wir«. der Urkundenfälschung schuldig gemacht, es fei daher«inem Arbeltgeber nicht zuzumuten, ihn welter zu beschäftigen. Man habe dem Kläger die fristlose Entlassung in einem Schreiben vom 1. November 1929 ausgesprochen. Es käme weiter hinzu, daß L«h- mann sich in der Zwischenzeit zwei Geschäft« gekaust, also selbstän. diger Unternehmer geworden wäre und dann zum mindesten sich das anrechnen lasten müsse, was er in diesen Geschäften verdient habe. Ws der Richter dem Wäger nunmehr die Frage vorlegt«, ob er zu- gebe, sich der von dem Beklagten behaupteten Urkundenfälschung schuldig gemacht zu haben, erwiderte Lehmann'„Was ich gstou habe, habe ich im Interesse der Firma getan, und es ist doch selbstverständlich, daß die Firma mir dann auch mein Gehalt! weiterzuzahlen hat". Nach längerer Verhandlung beschloß das Ge- i richt, die Angelegenheit in einem neuen Termin vor der Kammer zur Entscheidung zu bringen, zu dem auch die Strafakten gegen den Wäger vorgelegt werden sollen. Dieser T:rmin findet am IL. Februar 12 Uhr statt. Allgemeine Betterlage. Die Wetterloge hat in den letzten 24 Stunden keine wesentlich« Aendorung«rfahren. Die Depression über Westeuropa hat sich noch etwas nach Süden verlagert. Sie schwächt sich ober schon merklich ab. Ueber Nordeuropa hat der Luftdruckonstieg angehalten, so daß sich die von Rußland nach Ostgrönland reichende Hochdruckbrücke verstärken konnte. Daher werden bei uns die Ostwinde anhalten. Da aber die südlich« Hälft« Mitteleuropas mit etwas miliaren Luft- mossen angefüllt ist, dürfte das Wetter ziemlich trübe blechen. Auch besteht Neigung zu Schneefällen. wetlerausfichlen für Verlin und Umgegend: Wolkig bis trübe mit Neigung zu leichten Schneefällen, Tenperaturen etwas unter Null. Allgemeine Aussichten für Deutschland. Im Südwesten wolkig, «itweise etwas Nieders citlag, Temperaturen etwas über Null, im Nordosten größtenteils trübe, allgemein Neigung zu leichten Schnee» fällen, Temperaturen im ganzen etwas über lldül. Konsum in Weiß. Auf eine ganz besonders schön«, geichmockoolle Weife hat die Konsumgenostenfchaft Grog-Berlin und Umgebung im Waren- haus am Oranienplatz das weiße Problem gelöst. Biel Mühe, gepaart mit künstierlsch empfindendem Auge und geschickler Hand verwandelten den ganzen Verkaussraum in ein« Sinfonie in Weiß-Silber-Türtisenblau. Der Lichchos gleicht«inem Palmenhain: aus allen Ecken und Enden streben silbrig glänzende Blatt- arangeinents fächerartig nach oben, die Wände zeigen scherenschnitt- mäßige Blattmotive, Tausende und aber Tausende gestanzter Silber- plättchen zittern an langen Silberfäden von der Decke herab: weiß- verkleidete Pfeiler, silberbezoaene Kugeln und Kü gelchen vervoll- ständigen dos schneergglitzernd« Bild. Und was mit das Wert- vollste daran ist: Jedes Siück, von der großen Wandverzierung bis zum winzig kleinsten Silberplättchen wurde im eigenen Haiise, vom eigenen Personal hergestellt. Auch die Schausenster präsentieren sich in geschmackvollster Aufmachung. Wäsche, Kleider, Blusen und Spitzen, schön arrangiert, zu vorteilhaften Preisen, fesseln das Auge des Dorübereilendcn._ .ecfmorjc Do che»-®c* SSubbof eine Vtranlialwnp. Me in ber- fttfim Zeit in feinen fom liche» fiwf VcrkavtelMIcn ftatiflrfKt, IN der llbttall .Weifte Wockeil" find, d. i. vom SO. Zanver bis 12. ssebevar. ttj ist allneoiein bekannt, daft t't»Weiften Wochen" manche Vorteile«ntbalten. Lbenfo Verkält es lich mit den»schivaricen Wochen", die dem Säuftt große Vorteile bieten. Die Crtraanaebote in den.Schwarten Wochen" find aufterordentlich beachtenswert, und c» cmvsieblt sich, daft man sich an Ort und Stelle selbst davon ltbertcvat. ob es irgendwo vreiswcrtcre Schübe gibt als im schubbof. Ein Besuch dürste empfeblenowert sein. Da» erste Ereiavi» de» Z-dre». besonder» für all» kreis« de» Landvolk» und die daran iNteresfiersen Gewerbe, ist die ,S. Krün« Wold« Berlin 1830", die com X. bi» S. sscbruar in den Äusstellungshallen am Kaiserdomm stattsindet. Äus den aufterordentlichen Znbalt dieser Veranstal-ung. die räumlich die aröftte oller bi-cherloen Untornebmungen auf diesem Gebiete Ist. macht die Beilag« .Zlluliriert« Polt" aufmerksam. DI« Fabrikat« der bekannte» gigarren.Iivwort.Airm« Ott» Bo»nicke, Berlin M. z, französisch« Str. A, stechen sowvbl was Konsum- al» auch Dlncr- ZZigarren anbelangt. Kinsichtlich idrer Gü- und Preiewürblgkeit an der Svifte. Oa» beweist der im Jahre XWS mit dem Bocnlik».L>au»marks�5oronai-Svrtim.>»t erj-ielte Umsatz von etwa 2» Millionen Stück, Kuck) die neuen Smnatra-Sorti- mcnt« �subeliabr" und»Inbiläumsmark«" haben sich al» groß« Schlager er- wiesen. Illustrierte Preisliste kostenfrei, Eckstein-Lalvau», entstanden au» der Bereinigung«Weier der ältesten und bebcutendst'N Zigarettensadrik-n. stellt sich dem Bauckier vor, Di- beiden kiaiiv'. marken Ulmenried Z Pf.. Parität< Bs., find in neuem Gewand« erschienen. Tie Tevvel-ule. die neue markante Echvftmarke. findet(Ich aus feder Packung und Klgarette. Sie weist darauf hin, daft e» sich um die neue, gang k-londer» gut« Ware handelt. Gerade der sachkundige Raucher wird freut* au Ulmen. rieb und Parität finden. Ein literarisches Ereignis! Der 4. Band de»»Großen TroFkiaus" liegt bereits vor. da» gräftte und neueste Nachschlagewerk der Gegenwart. Alz da, s» lange mit Spannung erwartete Werk vor einigen Monaten»u«rschenirv begann, hat«» durch Inhalt. Ausstattung und Preis Aufsehen erngt: es ist nicht etwa«ine �veränder'e Auflage", sondern ein ran Grund auf neue» Werk. Sa umsaftt das arfamt« Dissen unserer Seit und bringt rs wiss'-schaltlich ein- wandfrri. aber in jedem verständlicher Sprache dem praktisck*» Menschen unser praktischen Gesicht«v unkte» nah«. Wir machen unsere Leser besonder» daraus aufmerksam, daft da» Werk durch die detanute Buchhandlung Karl Black, Berlin SM. 65, Kvchstr. t, gegen sehr de-meme Monatseablungcu belogen werde» kann. Nähere» ist au» der Anzeige unserer heutigen Dummer»rlichtlich. Die blaue Limousine. Indizienbeweis in einem Verliner Verkehrsunfattprozeß. Vor der Verkehrsadiellung de» Schösfeogericht» Berlin. Mitte unter Vorsitz von Amlsgerichlsrol Marggraf wurde in einer Tagessitzung gegen den Kraftwazenführer Haas Vöhl verhandelt, dem znr Last gelegt wurde, am ft. Februar in Treptow den Arbeiker Richard habemann tot- gefahren, einen Zeitungshändler schwer verletzt und weiterhin eine ganze Reihe von Vertehrvvorschrisleu für Anlas übertreten zn haben. Der 24iährige Angeklagte bestritt die Schuld und es war daher ein umfangreicher Indizienbeweis notwendig, durch den be. wiesen«erden mußte, ob die blaue Limousine,«in Buick- Wogen, den der Angeklagt« an dem Tage gefahren hatte, jene blaue Limousine gewesen ist, die an zwei Stellen kurz hintereinander lln- hell angerichtet hat. Gegen 8.2S Uhr abends fuhr ein» blaue Limousine in übermäßiger Gefchwindigkeit— wie vi«s«> Zeugen sagen, in wahnsinnigem Tempo— durch die Straße Am Treptower Park in der Richtung nach Berlin. Ohne die Geschwindigkeit herab- zumindern, fuhr der Wagen über die Kreuzung der Elsenstraße, auch ohne das Hupensignal zu geben. An der Straßenkreuzung wurde der Arbeiter Richard Habermann angefahren, nach vorn ge- schleudert und noch etwa 39 Meter weitergeschleift. Haber- mann ist an den Verletzungen gestorben. Der Wagen sauste, unbekümmert um den Unfall, mit noch größerer Geschwindigkeit weller. Gleichzellig erlosch sowohl die Beleuchtung vorn am Wagen. al» auch hinten an der Erlennungsnummer. Schon an der nächsten Straßenkreuzung überfuhr das rasende Auto den Zeitungshändler Ernst Steinkamm, der vorschriftsmäßig in der Rich- hing des Auto» auf der rechten Salle der Straße auf seinem Fahrrade fuhr. Steintamm wurde zu Boden geschleudert, erlitt schwere Verletzungen, dos Rad ging in Trümmer. Auch in diesem Falle hatte die blaue Limousine beim Ueberholen kein Hupensignal gegeben und raste mll ungeheurer Geschwindigkeit weiter, wiederum, ohne daß sich der Fahrer um das Opfer kümmert«. Erst an der Ecke der Schwedischen und Falkensteinftraße, wenige Minuten hinter der zweiten Unfallstelle, kam die blaue Lunousine infolge einer Verkehrsregelung zum Stehen, weil ein Straßenbahn- wagen vorüberfuhr. Das Auto wurde bei dieser Gelegenhell von zwei Beamten angehalten, weil es ohne Beleuchtung fuhr. Der Fahrer und ein neben ihm sitzender Begleller, der Fuhrherr Friedrich Stellmacher, wurden zwangsgestellt, da die Beamten Beschädigungen an dem Wagen feststellten, die auf einen Unfall schließen lassen konnten und well der Fahrer des Wagens auch stark angetrunken war. Der Angeklagt« war sogar so st artberauscht. daß er nicht gleich vernommen werden tonnte, sondern daß das erst am nächsten Tage geschehen konnte. Inzwischen waren Augenzeugen der vorhergegangenen Unfälle auf der Bildflüch« erschienen und e r- kannten die blaue Limousine wieder. Der Angeklagte bestrill aber, daß es sein Wagen gewesen sei. der den Unfall ver- schuldet hotte. Er hatte an dem Tage Hochzellsgäste gefahren und dann mit seinem Freunde Stellmacher in einem Cafö in Treptow gekneipt. Von den Zeugen hat memand'wahrgenommen, daß zu jener Zeit noch eine zweite blaue Limousine durch Treptow gefahren ist. Bei der polizeilichen Vernehmung hatte der Angeklagte aus- gesogt, er bedauere den Unfall und bitte um mild« Beurteilung. In später Abendstund« wurden die weiteren Verhandlungen auf Dienstag früh vertagt. Verleumderin ,/Rote Jahne". Gie bedauert und geht Lerglelch ein. j Auf der Euch« nach neuen Obfektea für ihr« Verleumdungen in Verbindung mit dem Sklarek-Fall beehrt« die„Rote Fahne" auch de» sozialdemokratischen Stadttat Peter» vom Bezirk Treptow mit ihrer Aufmerksamkeit: Auch er und sein« Frau sollten je«inen Sklarek-Pelz im Werte von je 2990, M. erhallen haben— billiger machte«» damals die„lltote Fahne" nicht. Da sie aber großzügig ist und es ihr auf ein« Verleumdung mehr oder weniger nicht ankommt, so warf sie Peters bei dieser Gelegenhell auch gleich «Nlg» Dienstvergehen an den Kopf. Genosse Peters wollte dies« Verleumdungen auf sich nicht sitzen lassen und strengte«ine Privat. klag« an. Bor dem Schöffengericht Berlin-Mitte wurde sie gestern ttuvgetragen. Di» Angeklagte, verantwortlich« Redakteurin der „Roten Fahne", Frau Altmann, ließ sich von Rechtsanwalt Dn Apfel verteidigen. Als der Richter wie üblich einen Vergleich vorschlug, war Rechtsanwall Apfel natürlich sofort ein ver- standen. Genosse Peter» wollte anfangs nichts davon hören. Ob- gleich es nicht feine Sache gewesen wäre, den Beweis dafür zu . erbringen, daß die Behauptungen der„Roten Fahne" nichts anderes al» Verleumdungen waren, erklärte er sich trotzdem bereit. diz erforderlichen Beweis« beizubringen. Die Rechnungen der Firmen, bei denen er die angeblichen Sklarek-Pelz« gekauft haben sollt«, legt« er übrigen» sofort dem Richter vor. In einem Falle handelt« e» sich um einen ganz allen Pelz, der einen neuen Bezug erhallen hatte, und der„Sklarek-Pelz" seiner Frau stellte sich als simpler Seol-ßlertru; heraus, der bei einer Firma in der König. straße beim Inventurausverkauf gekaust worden war. Um die Der- Handlung jedoch nicht einer Vertagung anheimfallen zu lassen, er- klärt« Genosse Peter» sich jedoch zu einem Vergleich bereit, unter der Bedingung, daß der Dergleichstext ihm volle Genugtuung gewähren würbe. Nach langem hin und her bequemt« sichjchließlich di« Gegenpartei, die geforderte Erklärung abzugeben. Sie lautet folgendermaßen: „Die Angeschuldigte erklärt, daß si« bedauert, in dem Artikel den PrwatNäger in ehrenrührige Verbindung irgendwelcher Art mit dem Sklarek-Fall gebracht zu haben, und daß sie gegen ihn nicht den Vorwurf pflichtwidriger Wahrnehmung von Dienst- geschäften und Mißbrauch eines Kraftwagens aufrechterhält. Sie nimmt die in dem Artikel enthaltenen Beleidigungen zurück. De- schuldigte trägt die Gerichtslosten." Anschließend an dies« Gerichtssitzung fand auch eine weiter« Derhandlung gegen die.Mate Fahne" statt. Diesmal saß auf der Anklagebank der Redakteur F i r l. d. h. er war nicht erschienen, statt semer aber wieder Rechtsanwall Dr. Apfel. Die„Rote Fahne" hatte einem Metallarbeiter in bezug auf die Maivorgänge Wort« in den Mund gelegt, die er nicht gebraucht hott«. Auch in diesem Falle wurde di« Beleidigung zurückgenommen. Di«.Ldot« Fahne" täte gut. speziell« Formular« auszuarbellen. damit si« in jedem einzelnen Fall solch ein Formular in die Gerichtsverhandlung mitbringen kann-, denn schließlich lauf«,» ja fast sämtliche Beleidigungsklagen, die gegen sie angestrengt werden, auf B« r- gleiche hinaus. Im zweiten Falle hatte die„Rote Fahne" auch die Anwaltskosten der Gegenpartei zu tragen. Einschulung für die weltlichen Schulen In Reinickendorf-Vesl nnd Ost. Der Einschttlungstermin im Bezirk Reinickendorf ist auf den 6. und 7. Februar dieses Lahres seftgsfetzt. Die weit- liche Schule in Reinickendorf(West), 9. Volksschule, Auguste- Diktoria-Tlllee 37, nimmt schon jetzt täglich von 19—11 Uhr im Amtszimmer des Rektors Busack die Anmeldungen entgegen. Wer seinen Kindern den Weg zu einer besseren Zukunft weisen will. führe sie einer weitlichen Schule zu. Anmeldungen nehmen in Reinickendorf(Oft) entgegen: Rektor Wolf in der 8. Volksschule, Holländer, Ecke Baseler Sttoße, und Rektor Wethlo in der 19. iOolks- schul«, Hausotterplatz 4 it i SozialistischeArbetterjugendGr.-Verlln Nnstildungen Wr diese Jtutrif nur an da« ZujeBbfefrdaeiat Salin 62568, tinbenffiate J SAZ-Zunabnchdrnckcl! Moraen, 17 llbr, Sufammenlunft der!?ort. biIi>ungssckiüIe:.Jrt Tellowtanal: Der SoTTsumfutsu» für den 10. und IZ. Krei» beginnt 18 Uhr im Keim in Llchterk-Id«. Asbrechtlir. 14».— Di« Leitung». Bbleuitfifeunn moraen, J9U Uhr, findet nicht In zeblcndorf, sondern bclm Gr- nossen Ä. ftran. Lankwitz, Weper-Daldeck-Str. 1, statt. Derbebnirl«tuliain: Keim kanner Strafte: IS Uhr.Amerita-Ab-Nd", ausaestaltet durch die SSG. Neukölln: Werbebeiirl LWUnbcrfl:.Keu>rich-zille".Ad«nd erst Sonntag. 9, ffedruar. In Karlshorst.— Di« W.'B..Torstandslitzuna findet Dicnstaa nicht Gunter- st-afte. sondern im Keim Karlshorst. Gnmnastum. Dreokowallee. statt. S Werdelini rk Pankow: Keim Gärschstr. 14: 16 Uhr W.-B.-Delegierten. W konserenü: 18 Uhr W.-B.-Miialiederversammluna. Genossin Tora ßsi ssabian spricht über„Die Aufaaben der proletarischen Jugend". All« g Miialicicr müssen erscheinen. W Abteilungsmilgliederversammlungen. Montag. IfP/s Uhr. Vranienburaer Tor: Keim Elisabetdlirchstr. 19.— Sellen I: Keim Bülmv- strafte 88.— ssnlkplatz I; Schule Sonnenburaer Str. SO.... g allplatz II: Schule Sonnenburoer Str. 20.— Kumanrplatz: Schul« Schrrenbcrastr. 7.— Nordost ll: Keim Dan,iaer Str. 62.— Kallesche, Tor: Keim Aorckstr. 11.— Paolos w, ii. Keim kisstnaenstr. 48. � Schönhauser Lorstadt: Schult Lonnenbiiraer Str. 20:.Kameradschaft. iZreundschaft. Liebe"— Relcheaderaer Biertel: Seim Britzer Str. 28:{tunk- tionärsitzuna.— Siemen»stadt: u. Polloschul«, Schulstrafte! ssunttionärsitzuna. Neukölln l: isunltwnärützuntz der Genossen Sieetz.— Lichtend« r«, Nord: Zstnaercutzruppe: Lote ssallen". l l r�achgeof,�1� r doch nie erreicht» Coronos• SortI m ent � ttaur-narste- Zabkvsadsatt.�e. Unübertrefflich in aÜenPreislagenl eOj Rabatt bat Raibasug» ' 0 Ortginatktaten. MbtUff. JobUboms' Marke 20 Pf. AURORAS ;APARTOS ORACIAS HERALDOS PROSRESOS ENCANTOS m. Rg. EXCLUSIVOS m. Rg. IDILIOS m. Ra. SIN leUALES m, Rg. in „ 11'"am l06Uck 11 em 11''» cm lnK1ct«n11% em tu 12 em »Slfictz 12'» em 13 Pf. 80 Pf. 8t» Pf, 30 Pf. 40 Pf. 30 Pf. «OPf 83 Pf 13'» em 100 PI Ott hervonegeneUs Sumatra-Sortiment/ Pertofnt bmarbalb Dtaix/Uandt"an H sa« an iOO ZigatTan an • BSRUN. IV. 6• FRANZÖSISCHE STRASSE St- Zn>eiogeich£tre, Haas am Zoo Kffntffstrake 4» Koehttrafie 59 öayerixhet Pia*» Sehlaßstt. 06, SiegL Invaliden» Straße 112 am Sletitnar Bahnhof ßlbcrtcld Königsberg L Pt. Leipzig Wertheim Weiße Woche Größter Sonder-Verkauf des Jahres Wäsche, Wäschestoffe Tischzeug, Handtücher,! aschentücher usw. 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Der Umschlag am Geldmarkt« wurde damals, wie erinnerlich fein dürste, durch die Politik der amerikanischen Notenbanken erzwungen; die Geldnachfroge für Börsenzwecke wurde gewaltsam eingedämmt, gleichzeitig vermehrten die durch den Börsenkrach arbeitslos gewordenen Spekulaiionskapitalien da« International« Geldangebot, und zwar in einem Zeitpunkt, wo auf der anderen Seit« die Nach- frag« nach Geld für Wirts choftszwecke wegen der rückgängigen Wirt- sä�aftskoniunktur beständig nachlieh. Steigendes Angebot und sinkende Nachfrag« bedeuten aber auch auf dem Geldmarkt sinkende Preise, also sinkenden Zins. Die Zinsverblllignag erfasike von Amerika an« den gesamten weltgeldmarkt. so dah fast all« großen Notenbanken in den letzten Monaten des verflossenen Jahres den Zinsfatz für den Ankauf von Wechseln lDiskontsatz) herabsetzen tonnten. Dadurch wurde die international« Zinssenkung abermals weiter getrieben; die Zinssätze für kurzfristige Ausleihungen gingen infolge des ständig wachsenden Geldangebots wiederum unter die amtlichen Diskontsätze zurück, so daß heut« die meisten Notenbanken den Kontakt mit den Zinssätzen des freien Marktes wieder verloren haben. Ein« zweite Diskont- f e n k v n g s a k t I o n der Notenbanken, die in der Mehrzahl mit .ihrem Diskontsatz nur die Zinshöhe am freien Geldmarkt«„konstatieren�, kann daher nicht ausbleiben. Die Bant von Frankreich hat mit ihrer kürzlichen Diskonlermähigung bereit» die praktisch« Folgerung aus der weiter nach unten gerichteten Geldmarktentwicklung gezogen, und es de» steht kein Zweifel, dah auch die anderen Notenbanken dem franzö» fischen Beispiel über kurz oder lang folgen und ihr« Diskontraten den fallenden Zinssätzen am freien Markt anpassen müssen. Denn die Geldslüssigteit oerteilt sich gleichmähig über alle Märkte der West; überall ist die Zineentwicklung nach abwärts gerichtet, weim auch die Zinssätze der einzelnen Länder wegen des jeweils ver- langten höheren oder geringeren Risitozufchloges auf die internatio- naten Normalsätze ein« verschiedene chöhe ausweisen. Eine saisonmähig« Geldmarktverflüssigung ist in den ersten Monaten jedes Jahres immer wieder dieselbe Erscheinung. Di« dann fälligen Zins« und Dividendenzahlungen, die Rückflüsse au» dem Weihnachtsgeschäft usw. speisen erfahrungsgemäh zunächst den Geldmarkt, bis sie in die endgültige Anlage übergesüihrt werden. In diesem Jahre kommt hinzu, dah der Rückgang der Wirtschasts- koajunktur in großen Teilen der Well allmählich größer« Kapitalien frei fetzt, die ebenfalls zinsrragende Verwendung am Geldmarkt suchen und das Geldangebot vermehren. Einem noch stündig steigenden Geldangebot steht also auf der anderen Seite un» recht fühlbare Verringerung der Geldnachfröge für Wirtschasts- zK»ck« gegenüber.. Da» natürlich« Ergebnis dieser Entwicklung sind fällend« Zinssätze: so ist der Satz für täglich kündbares Geld in New Fork. dem maßgebenden Geldplatz der Well, feit dem ZI. Dezember von S Proz. auf heute 4 Pro-, gesunken, in London bewegt sich der Tagesgellisatz gleichfalls um etwa 4 Proz.. und selbst in Deutschland, das zur Deckung seine« Qstldbedärses auf da« Ausland angewiesen ist und deshalb das ausländisch« Geld- angebat nur durch einen höheren Zinsanreiz an sich ziehen kann, ist der Satz für Tagesgeid in den letzten Tagen zeitrosilig auf 4 b i s 6 Proz. gesunken. Den größten Geldreichkum vnd die niedrigsten Zinssätze hat jetzt Frankreich. Der französisch« Geldüberfluß ist hauptfächlich die Folg« der sehr lang« andauernden Aktivität der französischen HcntMsbikm.; und der stets aktiven Zahlungsbilanz. Frankreich führte, abgesehen »am letzten Jahr«, dem Werte noch jährlich mehr Waren aus, als es»inführt: der daraus entspringende Ueberschuß im Geldverkehr mit den übrigen Ländern wird durch die deutschen R e p a r a- tionszahlungen, durch die Einkünfte au« dem Reiseverkehr. durch die Zinszahlungen für die französischen Kapitalanlagen im Ausland« ufw. bedeutend verstärtt, während der innerfranzöstsche Geldbedarf bäi weitem nicht die schnelle und sprunghafte Entwick- kung genommen hat wie in den übrigen Ländern der Welt. Die technische Rationalisierung, die z.B. in Deutschland soviel Kapital beansprucht hat, wird in Frankreich langsam und mit Bor- flcht betrieben, die Landwirtschaft bringt ihren Geldbedarf im wesentlichen aus eigenen Ersparnisien auf usw., so daß für den fran- zS fischen Geldüberfluß im Lande selbst keine Verwendung ist. Er drängt inä Ausland, und zwar vorwiegend in kurzfristiger Form: vorzu,z«weise in London, das jetzt wieder einen um 2 Proz. höheren Zins bietet, unterhalten die französischen Banken außer- ordentlich hohe kurzfristige Guthaben, und auch in D e u i s ch l a n d mit seinen mehr al» doppelt so hohen Zinssätzen findet sranzöstsches Geld immer stärkeren Eingang. Man schätzt den Betrog des zurzeit in Deutschland„arbeiten- den' kurzfristigen französischen Geldes auf erheblich mehr als 1 Milliarde Reichsmark, also mehr als sin Viertel der gesamten tiirzfristigen deutschen Auslandsverschuldung. Dabei sind die»e- strebungen, die hohen Derdicnstwöglichkciken in Deutschland für das französische k apikal nutzbar zu machen, erst im Ausbau begriffen. So ist die Gründung einer Bank, die speziell Wechselkrediti- an Deutschland vermitteln soll, in Vorbereitung, wie überhaupt fest dem Abschluß der Haager Verhandlungen sehr ernste Bestrebungen zur Verdichtung des deillsch-französtsche» Geldverkchrs(auf beiden Seiten) eingesetzt hoben. Zweifellos wird die Erweiterung des.' Zinsabftandes zwischen Deutschland und Frankreich Infolge der französischen Dis- kon fenkung stärkere sronzösische Getdangebote zur Ausnützung der großen Zinsdisierenz noch sich ziehen, so daß der Druck aus das deutsche Zinsniveau von dieser Seit« her sich weiter verstärkt. Ane weitere Senkung der deutschen Zinssätze für kurz. 'ristige Ausleihungen wird also voraussichtlich nicht auebleiben. Schon feit mehreren Wochen beträgt der Ankaufspreiz für Privat- bis tonten(Wechsel van Großbanken und erstklassigen Großunler- nchmungen) mir noch 6 Proz. bei einem unverändert hoch gehal' tenen, Relchsbanksotz van P«� Mit der allgemeinen Gelb- markklag« steht also der deutsche«eichsbaaksah längst i« Widerspruch. Di«..billigst« S r e d i t q« e l l« des Landes' vsrlangt encn um-4 Proz. HSHeren Zinssatz beim Wechielairkauf al- die Privat- danken: kein Wunder, baß diesen do» an sich schon abnehmend« Wechselmaterial der Wirtschaft in erster Linie zufließt. Man ersieht diese Entwicklung aus dem Rückgange der Wechseleinreichungen bei der Reichsbank, der nach dem letzten Ausweis« geradezu einen Rekord«rreicht hat. Im Zusammenhange damit steht die Verringe- rung des Notenumlaufes, so daß die Deckung der umlaufen« de» Reichsbanknoten durch Gold und Denisen(nach dem Bankgesetz 40 Proz.) nunmehr die Rekordhöh« von 68 Proz. erreicht hall Auf wirtschaftlichem Gebiete sucht man also vergeblich nach Gründen, die die unentwegte Aufrechterhaltung des hohen Reichs- bankjatzes erklären könnten: denn auch die Annahme, daß durch die Hochhalwng de« deutschen Diskontsatzes das kurzfristige AuÄandsgeld an Deutschland gekettet roerden soll, erweist sich bei näherer Unter- suchung als gegenstandslos. Zugegeben, daß dieses jeweils noch den fette st en Weideplätzen strömende kurzfristig« Geldkapital nur durch einen entsprechenden Zinsanreiz zw» Ler. bleibe« in Deutschland bewegt werde» kann, so erscheint eine Zi»c° differenz von höchstens 1 Proz. gegenüber dem gtldgebendsn ilos- lande als ausreichend. Das jetzig« Zinsgefäll« gegenüber SiigtonA. unserem hauptsächlichsten europäische» Geldgeber, beträgt ab«' l ü Proz. und gegenüber Frankreich jetzt Stf Proz. Di« Reichsdonk hat also nicht nur die Verbindung mit den medrigersn Sätzm de- mnerdeutlchen Marktes, sondern auch den Anschluß an die inst?' nationalen Diskontsätze verloren. Wenn man bis jetzt verschiedener Ansicht sein könnt«, ob die Eng länder eine Zinsdifferenz von lü Proz. für ihre Ausleihungen noch Deutschland als nötig erachten oder nur 1 Proz., so ist e« jedenkqll? erwiesen, daß die immer wieder an die Hemd gemalte Gefahr von plShllche» Geldküadignngea bei«mem iXprozentigen Zinsabstands nicht besteht: denn die eng- lisch«» Geldangebot«(durch Zuflüsi« aus französischen Quellen ver stärkt) gehen jetzt bei dem iXprozeptigen Zinsunlerschied- so resch- lieh ein. wie seit langem nicht mehr. Auf jeden Fast sind schon heust auch die letzten Borwände für die Deutsche Reichsbank entkräftet. daß die internationale Disksntloge den fetzige» zu bebe» Reichsbark- satz nötig mache. Noch 1000 Jahre Siemens? Auch Siemens beugt sich der General Electric./ Friede Siemens— AEG. Der Siemens-Truft hat die letzten Schleier über die große aus« ländifche Siemens-Anleihe gelüstet. Unsere Schätzung aus ein« Kapitalstärkung bei Siemens im Betrage von ISO Millionen Mark stimmt. Siemens wird aus seiner amerikanisch-holländisch. deutschen Großanleih« etwa 150 Millionen Mark einnehmen: 32 Millionen Dollar oder rund 135 Millionen Mark au» dem in Amerika und Holland aufzulegenden Anleiheabfchnitt und rund 17 P Millionen Mark au» jenen Schuldverschreibungen, die den deut- schen Aktionären von Siemens angeboten weiden sollen. Es bleibt bei der Verzinsung in Höhe der Dividende— mindestens sind jedoch K Proz. garantiert— und auch dabei, daß die Schuldvsrjchreibun- gen im Gegensatz zu den Aktien kein Stimmrecht ausüben. Das neue Kapital joll zur Verstärkung der Betriebsmittel dienen und zur Lösung der zahlreichen Finanzierungsaufgaben, die S'e- mens in der nächsten Zeit erwartet. Welche das sind, wird oer- schwiegen. Mehrere Momente an der Siemens-Ertlärung sind dabei inter- essant. Einmal, daß die Anleih« erst im Jahre 2330, also nach tausend Jahren., fällig werden soll. Da« heißt natürlich nicht, daß die Siemens- Herrlichkeit noch tausend Jahr« wäkren wird; die hier ausgesprochene.Ewigkeit' des Laufes der Schuldverschreibung?» erklärt sich vielmehr aus formellen onierikanischm Börsenoorfchriften. Von hoher»l«! t r o p o litis ch e r Bedeutung ist aßet etwa« anderes. Nach der Liemens-Erflürung hat da« tt« Anleihe vermittelnd« amerikanisch« Bankhan» Dillon, Read u. Es. bei Siemen» angefragt, ob«in erheblicher Posten der n-uen Siemen»- Schuldverschreibungen von der amerikanischen General Elec- tric Comp, übernommen werden dürfe. Siemen» hat ausdrück« lich diese Absicht begrüßt,.da die aus einer solchen Uebernahm« sich ergebenden freundschaftlichen Beziehungen zu einem lo großen und angesehenen Weltunternehmen durchaus in der' Richtung unserer Geschäftspolitik und derjenigen der Siemens-Schuckert-Werke A-G. liegen'. Man wird Siemen» zugestehen müssen, der ja vor einigen Wochen die AEG deshalb auf« schärfst« angegriffen hat. weil sie der ausländischen General Electric d. h. Owen Paung-v(einen Einfluß auf die deutsch« Elektroindustrie gab, daß der Siemens-Trust durch die Ausschaltung des Stimmrechts formell den ausländischen Einfluß vom Siemens-Trust fernhält. Aber es wäre lächerlich, ipenn man das auch für die Praxis behaupten würde, denn der Siemens- Trust erklärt ausdrücklich, daß er jetzt dieselbe freundschoftlick.« Politik mit der General Electric treiben wolle, die der AEG. so fchmer angekreidet wurde. Aber noch etwas sehr viel Ernsteres ergibt sich aus der Kapital« belieferung von Siemens durch die General Electric. Es wird nämlich ein doppelter Frieden geschlossen, einmal zwischen Siemens und der Siemens verbundenen amerikanischen Westinghouse- Gruppe auf der«inen und der G e n« r a k Clectric-AEG-Gruppe auf der anderen Seit«, sowie zwischen Siemens und der AEG selbst. Das aber bchsutej. wenn die jetzt angebahnte Verständigung Fortschritte macht, die Möglichkeit der Bildung eine» Weltelektrotrusts unter amerikanischer Führung. Für Deutschland selbst wäre diese Entwicklung sehr Nützlich, denn zum mindesten ergibt sich durch die Konkurtenzaus- schaltung bei der Leistung»- und Produktiänestärf« der besten d«itt> schen Konzern« ein« gewiss« Anteilsgarantie am Weltmerkt. geschäst. Darüber hinaus ist die groß« Siemens-AiÄeihe zweisev,»? ein belebendes Moment für die Wirtschaft, so daß mast hoffe» kann, daß die Eiemens-An-leih« zusammen«st de« Anleihe») für die Reichsbahn und die Reichspost der Anlaß zp einem baldig«» neuen Mrtschaftsaufftieg sei» können. Freflich ruft die Sicni«ns>Anleihe mij Wfctt, Read u. Co die traurige Tatsache ins Gedächtnis, daß nach immer den Kam- munen und den öffentliche» Unternehmungen her Weg zum ausländischen Kapitalmarkt verspertt ist, und zwgr ai>? rein politischen, nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Diese Erinnerung muß das Gewissen dzr Oeffent licht it wächrüstcl». schleunigst dieser künstlichen Behinderung der EntwicklüNg der öffeat- lichen Wirtschaft und der Verewigung der kammitnalen Finanz. schwierlgtesten sitz End« zu machen. Ausbeutung der Arbeitskrast. Sin RationalisierunaSbericht de« Gtahltrvst«. Der Rheinisch-westsälisch« Stahltrust(Vereinigte Stahlwerke. Düsieldorf) verL-ffentticht jetzt seinen Geschäftsbericht für das am 30. September abgelaufen« Betriebsjahr 1028/29. Die wichtigsten Abschlußzahlen haben wir berests nach dem Auszug aus der Aufsichtsratssitzung bekanntgegeben, jedoch enthält der fetzt vor- liegende Jahresbericht noch eine Anzahl bemerkenswerter Hinweise über die Betriebsentwicklung dieses größten deuischcn Montan- Unternehmens im letzten Jahr«. Di« Verwaltung des Stohktrusts versucht, wie schon in den letzten Jahren, auch in dem jetzt vorliegenden Bericht der Oeffent. lichkeit in langatmigen Aueführungen zu beweisen, daß di« Herr- schend« Wirtschasts-, Steuer» und Sozialpolitik di« Unternehmer um die besten Früchte Ihrer Rationakisierungsarbeit gebreicht habe. Diese Polemik ist jedoch nur als«In reichlich plump ss Ablenkungsmanöver von der' außerordentlich kräftigen schwer- industriellen Konjunktur des letzten Jahres anzusehen. Im übrigen beweisen die Produktiong- und Umsatz- zahlen des Stahltrusts genug. Bei diesem Unternehmen, das mit Hilfe seiner Kapitalsmacht eine weitaus größer« Stoßkraft besitzt als andere schwerindnstrfckle Betrieb«, hat sich dieMontan- konjunktur noch weit stärker ausgewirkt als im Durchschnitt der gesamten Schwerindiistrie. So stieg im letzten Jabr die Kohlen- förderung bei diesem Unternehmen von 20,4 auf 27,2 Milli«».'» Tonnen, also um reichlich 3 Proz. gegenüber 2,4 Präz. im übrigen Ruhrgobiet. Bei der im' Frühjahr vorigen Jahres durch Schiebsstiruch ei. folgten Lohn- und Gehaltserhöhung um 2 PkoZ. Im Kohlenbergbau hat die Schwerindustrie ein großes Lamento er- hoben. Aber ganz abgesehen davon, daß durch gleichzeitige Senkung der KnappschoftkbeitrSge diese kleine LohnerhShung für die Unter- uchmer kaum spürbar wurde, sind infolge d«r Rationakisterung auch im Berichtsjahr ganz bedeutende Leistungssteige- rung en eingetreten, welche die Lohnerhöhung um das Mehrfach? übersteigen.?» den letzten drei Jahren betrüg der Förder-ini?!! je Mann und Schicht? 1926'27........ 1 s» Kilo 1927/28........ 1 23*. 1928/29........ 1 327. Aljo allein im lebte» Urft! ebf jähr Ist eine Steigerung der Schichflelsturig um 92 Silo odrr 7,5 Proz. elncektelen, ivährtrb In den lebten beiden Jahren die Arbeikxleistnng s« Mann u r. d Z ch I ch i sich sogar um fast 13 Proz. erhöht Hai. Mau muß schon die Stsruder jchwerindusteielleo Unkervehwer besitze», um bei derartig schlagende« Beweise» di« Behauptung aus- zustellen, daß Arbeiter und Angestellte allein von der Rational,- sieruog profitiert hätten. Die Leistungefähigkeit der-' Zechen- und Hüttenkokere-en mr nach dem Bericht aufs höchst« angespannt. Die Kokzprvbuktion stieg um 212 000 aus 9,62 Millionen Tonnen. Bei den Produktionszohstn der Stahlwerks- und Hüttenbetriebe muß die vierwöchig« Äur- fperrung berücksichtigt werden, doch konnte auch dieser Ausfall im- Teil wieder«ingeholt werden. So stellte sich gegeniidr" 1927/28 die Produktion(man achte auf den ausgefallenen Mona'/ an Roheisen auf 6.0 gegen 6,-5 MIT Tonnen , Rohstahl„ 6,4, 6,9„ p„ , Walzeisen, 4,7„ 5,1 Der Auftragsbestand, der Ende September 1928 gleich 100 Prpz. angefetzt wurde, erreichte End« März vorigen Jahre« fast 138 Proz., stellte sich Ende Juni auf 128 Proz. und Hag Ende September 1929 mit 107,2 Proz. noch immer erheblich über dem Stand vom Herbst 1928. Zu dem bereits mitgeteilt?!! Umsatz der Stammmerke von 1,44 Milliarden kommt noch der«üf den Stohltrust entfallende Umsatz der vielen B e t e i li g u n g en von insgesamt 1,15 Milliarden hinzu. Auf die 800 Millionen Eigen- kapital und 500 Millionen Fremdkapital(Ausländsanleihen) de? Stahltrusts entfällt damit ein Gesamtumsatz von 2.6 Mii- liarden, also ein zweifacher Kapitolumschlng. Immer strafferes Eisenmonopol« 3n der vom 30. Zanuar bis 1. Februar in Paris zwischen den Läudrrn Frankreich. Deutschland. Belgien und Luxemburg geführten Verhandlungen wurde über die Gründung von Derkaufsverbändcn für Halbzeug. Formeisen. Stabelsen,«rat-. blech« vnd Bandeisen eine Einigung erzielt. Sinkender Lebenshaliungsindex. Das Reichsstatistisch« Amt teift mit: Die Ret ch si nbsx- Ziffer für die Lebenshaltui�skasten(Ernährung, Wohin/ng. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und sonstiger Bedarf) beläufs sich noch den Feststellungen des Statistischen Reichsamte» für den Durch- schnitt des Mpnats Januar auf 131,6 Pro Z. Sie ist gegen Dezember um 0,7 Praz. zurückgegangen. Dieser Rückgang ist haupi- sächlich aus«ine Senkung der Ernährungsäuegabeu zurüejjusuhren. Hierhel wirftc sich der Rückgang der Preise für Milch, Butler und Eier stärker au« al« die für Kartpsieln und Gemüse einseiretsiie Preiserhöhung. Die Indexziffern für d'« einzelnen Gruppen betragen(1913/1014 � 100) kür Ernährung IM, 7. ♦ür Wohnung 126,7. für Heizung und Beleuchtung 1ä6H» kür B-- kleidung 16SL. für den sonstigen Bedarf einschließlich Verkehr 193,0. Oer Bankrott! Die kommunistischen Parolenmacher entlaweu sich selbst. .Deshalb genügt es nicht, um Stcbenstttndealag utch Lohnerhöhung in den einzelnen Betrieben und Zudustriegruppeu zu kämpfen, sondern es gilt, den Masfenkampf der Milliouen gegen die Haupt- Positionen des Klassenfeindes zu fuhren." t(„Rote Johne" vom 1. Jebrnar 1930.) Es sind knapp zwei Monate her, da murhe auf dem kom- munisttschen Gewerkschaftskongretz die vor Jahressrist altsgegebene Parole der Betriabslohnbewegungen. zwifcheinonitichen Lohnforderungen. Kmnpfleitungcn von Betrieb zu Verrieb feierlich be- stätigi. Bis goftern schien noch alles beim ollen. Plötzlich ein scharfer Frontwechsel. In allen Versammlungen, Flugblättern, Zeitungen der Kommunisten wird jetzt der Befehl van Moskau weitergegeben:„Revolutionärer Massenstreik." Die Parole von gestern wird mit einer Handbewegung abgetan.-' Die KPD. hat den Versuch gemacht,„praktisch« Arbeit" zu leisten. Sie wollte den Gewerkschaften beweisen, daß sie es besser machen könne. Mit Hilf« der„roten Betriebsräte" und der .�eoplutionären Umorganisierten" sollten Lohnkämpfe geführt, der Giebenstundemag durchgeführt, hie Arbeitslosigkeit beseitigt werden. Das Ergebnis?— Dioch nie haben so wenig Känipse stattgefunden, noch nie war die Arbeitslosigkeit so groß, wie jetzt. „Rechts um, schwenkt!" kommandiert die KPD.„Sieben. sbnrdentag, Lohnerhölhung vollständig ungenügend. Bemal,« sozial- faschistisch. Revoulionärer Massenstreik! Womit sich die unfähigen und skrupellosen„Führer" der KPD. selbst«ntlarnen. Vorgestern: Massenstreik. Ergebnis: Bankerott. Gestern: Kämpfe in den Beirieben. Crgebms: Pleite. Heute: Massenstreik. Das Ergebnis wird das von gestern uiä' vorgestern sein: Bankerott! „Die Ironien des Klassenkampfes." Proletarier aller Länder veruneinigt euch! Wem nicht das Hirn mit kommunistischem Parolegewäsch voll- ständig umnebelt ist. der erinnert sich, daß bis vor Iakiresfrist die von der KPD. weilergegobcne Moskauer Parole lautete: Ein- h s i i s f r o n t.— Und jetzt? Wir zitieren kr.«„Rote Fahne" vom l. Februar: .�n letzten Jahr haben sich die Frontcndcs Klassen- kämpf es im Betrieb schärfer herausgebildet. Zwei Fron- t e n stehen im Kampf gegenüber. Bei der Betriebsräte- 'wähl steht seder Arbeiler klar vor der Frage: für die Kampffront des revolutionären Proletariats und für rote Betriebsräte oder für dos sozialfafchifdifche Hungerregime und damit für die Kandidaten der Sozialfaschisten oder Faschisten." Ein gewisser Karl Marx hat vor mehr als achtzig Jahren den vom gesamten intcrmrtionaien Proletariat aufgenommenen Ruf hinausgesandt:„Proletarier oller Länder vereinigt euch!" Die KPD. wirft das zum alten Eisen. Für sie gibt es nicht einen Kan,x' gegen das Unternehmertum. Arbeiter sollen auf Befehl der'KHD/ gegen A?'llel'ie'r kämpfeil.... Gegen die Organisierten, für /.rote Betrkebsräte". Wie es Mit diesen„roten«Betriebsräten" aber bestellt ist, darüber wird man in demselben Artikel aufgeklärt, dem wir vorstehendes Zstat ent- nommsn haben. Vemichiendes Llrteil. .?iote Fahne" über.roie Betriebsräte�. ' Also urteilt die„Rpte Fahne" vom 1. Februar in ihrem Leit- arttkel. g»zsi.chn«t von dem kommunistischen Reichstagsabgeordneten Walter Ulbricht, über.die im vorigen Jahr auf Geheiß der KPD. mit Hilfe der Unorganisierten gegen die Kandidaten der freien Ge- merkschaften gewählten angeblichen„roten Betriebsräte":. „Sie lzaben bei der Entlassung van Arbeitern mllgewirkl. sie haben aus den Kampf gegen die Masse neutlasiungen nerzichtet, sie haben nichts unternommen, um den Kampf der Arbeiter für Lohn- erhöhuagcn zu führen. Sie haben nicht in den Velegschastsuer- iammlungeu die aktuellen Fragen des politischen Kampfes be- sprachen, sie haben damit auf die politische Erziehung der Belegschaft verzichtet und nichts getan, um die Arbeiter in den Betriebsabteilungen für die Wahl von Delegierten zum Bezirk skougrcß der Ge- merkschafksopposikion zu mobilisieren." Wahrlich est' vernichtendes Urietl! Man soll es sich ausschneiden und autheüen. Denn bei den nächsten Betriebsrätemahlen mird die KPD. chieher(dieselben oder ander«)„roch" Kandidaten vorschlagen. Und«in Jahr wird noch nicht vergangen sei» und da» Stolinblatt wird«teder die von der KPD. bestimmten Betriebsräte als um tähiae Schwachköpf« und pflaunienweiche Rechnungsträger brand- marken. Oelegierienwahl. M wählen für Zehvtavfende. Wir haben erst vor einigen Tagen an einem Beispiel aus der Transformatorenfabrik in Obsrschonewoid« gezeigt, wie die.Massennersarnmlungon" aussehen, in denen die Wahl von sage- nännie» Delegierten zu dem kommunistischen Antige wertschofts. rummel in der Hasenheide nargenoinmen worden sind. Ein weiteres Beispiel für die Eintliißlosigkeit der kommunistischen Gewerkschafts- Zerstörer lieferte noch kurz vor dein Beginn des Bezirkskongresses der sagenhafte„Erwerbslosenauzschuß der Ange- stellten G r o ß- B e r l i n s", der die erwerbslosen Angestellten zu.gestern vormittag lll- Uhr noch dem„Rosenthaler Hos" zu einer„Diskussionsveronstaltung" geladen batte. Anderthalb Stunden nach dem sestgesetzten Bersammbmgsbeginn, als sich außer den fünf Arrangeuren von den zehntausenden Er- werbsloser gemru 34 Menschen eingefunden hatten, der indisch« Referent aber immer noch nicht erschienen war. ergriff«in Beauftragter der KPD. das Wort zu einer Berlepensheiisred«, die man eigentlich Berlogenheitsrede nennen wüßte. Schließlich erschien doch noch der Inder, der. liebenswürdig lächelnd, aus einem M.muskript über die Lag« der arbeilenden Klasse in Indien vorlas. Eilte Diskussion fanid„wegen dar vorgerückten Zeit"»ich» statt. Es wurde nur»och schnell ein„Delegierter" zum koinmunistischen Bezirkskongreß gewählt. Zur Finanzierung dieser Delegation wurden jedem der Anwesenden, soweit sie sich nicht schon verdrückt hatten, noch 10 Pf. abgeknöpft und danach die„Massenversammlung" ge- schlosien. Wieviel« von den Anwesenden wirklich arbeitslose Angestellte waren, war nicht festzustellen. Gewerkschaftlich organisiert war außer dem Delegierten, der noch Mitglied und Funkionär des ZdA. ist, fast niemand, wie aus der Anwesenheitsliste, in der muh die Frage nach der gewerkfchaflichen Zugehöngkeft gestellt war, hervor- ging.___ 'Die Durchbruchsschlacht im Geiseltal. falsche Analyse der Symptom«. Die Befchtüsse der„revolutionären Gewerkschaftsopposittou" sangen langsam an lebendig zu werden. Di« SPD.-Führung Mittel- deutschlands ging von der Theorie zur Praxis über. Und das iah fo aus: Die Lellung der Braunkohlengrube„CScilie" im Geiselial hatte Feierschichten bzw. Entlassungen angekündigt. Das ist natürlich eine harte Maßnahme für die betroffene Arbesterichast. Die KPD.-Leitung wollte aber mit„geeigneten" Maßnahmen dagegen kämpfen. Sie borief eine Bclegschaftsversammwng«in, und diese befchloß.„einstimmig"—. am folgenden Morgen zur Be- kämpfung der Feierschichlen in den Streik zu treteu. In dieser Versammlung waren von der etwas über 300 Mann starken Belegschaft ganze 13„Revolutionäre" vertreten, die übrigen waren Erwerbslose, denen der Streikbeschluß für die anderen keine Kopsschmerzen bedeutete. Dann wurde«ine Streik« leiwng gewühlt und Streikposten bestimmt, die am anderen Morgen um 3 Uhr ihre Positionen bezogen und den zur Arbeit kommenden Bergleuten«in gebieterisches„Hall, hier wird gestreikt!" entgegen- riefen...• . Soweit hatte, wie der„Klasienkampf" mitteilte, der„Austakt einer breiten Masscnmobilisierung der Berga rbeit« tschost des Geisel- tals" ganz gut geklappt. Aber die„Massenbewegung" fand auch gleich ei» von den„Führern" sicher unvorhergesehenes Ende. Die zu'BO Proz. organisiert« Belegschaft pfiff auf die wilden Streikparolen und ließ die von unveranrwortlichen Hinter- männern befohlenen Streikposten verdutzt stehen. NursechsMann haben noch dem Bericht des„Klassenkampf" vorläufig die Arbeit ruhen lassen in der Hoffnung, daß in den nächsten Tagen doch noch ein„richtiger Streik" zustande käme. Und dies« sechs bezeicbnet der.„Uassenkamps" als die„revolutionäre Kerntruppe" des Betriebes und behauptet dann weiter: eine Rieder- tage sei dieser Kampsbeginn nicht. Im Gegenteil: Der Kampsesnmt der sechs Aufrechten bedeutete:„Symptome bevorstehender großer klasienkämpfe". ' 7) Uns scheint ällerdina-?, daß die Parole der tonmiuniftisch-revo. .ftiftonären Führer dbr. Hebterffchastsopposition» Feierschichten und Kündigungen mit wilden Streiks zu bekämpfen, ein unzweifelhaftes Symptom totaler Verrücktheit ist. Die gewerkschaftlich organisierte Belegschaft der Grube„Eäcilie" hat das auch ganz klar erkannt und hat die großen Geisteshelden«iiffach mitleidig belächelnd stehen lasten. Einige Tage vorher hatte der.Fklastenkampf" in gr---ßen Buchstaben angekündiat. daß ine„große Durchbruchsschlacht gegen die Taktik der Gewerkschaften beginne. Allem der geplante Durch- bruch endete in einem glatten Durchfall. Wehrminisier und Gparkommiffar. Sie vermehren das Heer der Arbeitslosen. Vom Gesamtveiband wird uns geschrieben: Im Frühsjahr haben wir mst dem Reichswehrminister und General Schleicher«ine Aussprache gehabt. Zweck dieser Aussprache war: Der Zieichswehnninister möge neronlassen, daß seine nach- geordneten Stellen angewiesen werden, mit den zur Verfügung stehenden Geldern so zu wirtschaften, daß die Mittel auch für die Arbeiterentlohnung bis zum Schluß des Etatjahres aus- reichen. Außerdem wurde gewünscht, daß Angelegenheiten, die die Arbeiter berühren, von den einzelnen Abteilungen des Mi- nisteriums nur unter Hinzuziehung des Arbeiterreferenten behandelt werden dürfen. Der Reichswehrminister sowohl wie auch der General Schleicher versprachen, nach dieser Richtung hin olles zu tun, was in ihren Kräften stehe. Im November ISZg wurde jedoch von der Abteilung V Z eine Verfügung Herausgegehen, in der die Dienststellen der Heeres- unterkunftsämler darauf hingewiesen wurden, haß mit den Haus- Haltmitteln aus Kap. 7 Titel 16 sparsam gewirtschaftet, und, falls die Mittel nicht ausreichten, zu Arbeiterentlassungen geschritten wevden müsse. Man hat in dieser Verfügung auch gleich- zeitig daraus hingewiesen, daß für dies« Arbeit In Zukunft Soldaten Verwendung finden sollen. Das ist auch prompt erfolgt. Aus einer ganzen Anzahl Orr« sind uns Mitteilungen zu- gegangen, daß de» Leuten einfach gekündigt wurde. In Verliu allein 1500 per so neu. Bon dieser Verfügung Hab«, das Arbetterreferat und der Hauptbetriebsrat erst Kenntnis befomjnen, nachdem die Entlastungen in vollem Gonge waren. Bei diesen Entlassungen sind weder die im Betriebsrätegesetz der Arbeiterschaft gewährleisteten Rechte, noch die im Tarifvertrag niedergelegten Bestimmungen beachtet worden. Auch die von dem früheren Reichswehrminister herausgegebene Verfügung, daß bei der Auswahl der zur Entlastung kommenden Arbeiter die wirffchaftsiche Lage, das Lebens» uni( Dienstalter des einzelnen zu berücksichtigen ist, wurde nicht beachtet. Dem Reichswehrministerium sind im Etatjahr 1923 für das Kap. 7 Tit. 16 insgesamt 14 082 290 M. bewilligt worden. Es bandelt sich bei diesem Titel um Heizung, Beleuchtung, Reinigung. Feuerversicherung. Mieten und sonstig« hauswirtschastltche Kosten. Davon werden etwa 2100 Arbeiterinnen und Arbeiter entlohnt, deren Lohn im Etat aber bedauerlicherweise nicht extra aufgeführt worden ist. Es«fchisn im votfährtgen Etat. nur«in Mehr von S41 120.M. Infolge Erhöhung der Arbeiterlöhn«. Da aber die Löhne im vorigen Jahr« durchschnittlich um all«höchstens 4 Pf. pro Stunde erhöht worden sind, fo kann diese Summe unmöglich 341000 M, sondern höchstens 210000 M. betragen. Trotz dies« durch nichts begründeten Höherforderung werden jetzt die Leute, für die der Reichstag das Geld bewilligt hat. auf die Straße ge» worfe», angeblich, weil die Kohlen im letzten Jahre so teuer geworden seien. In Wirklichkeit rft es so: Es gibt keinen Etat. der so undurchsichtig ist wie der Reichs wehretat und mit dem di« untergeordneten Organe soviel Mißbrauch treiben können wt« gerade hier. Von der Reichstagsfraktion fordern wür. daß sie diesem unwürdigen Zustand ein Ende bereitet und daß die Arbeiterlohne m den einzelnen Kapiteln im Etat des Reichswehrimnisteriums ge» trennt nach Arbeitnehmerzahlen und Lohnfununen aufgeführt werde». Ein weiterer Abbau, soll auf. Geheiß uns«es berühmten S p a r-- k o m m i s s a r s erfolgen und ebenfalls in den irächsten Wochen, im Bereich der Reichsmarineleitung 153 Personen entlassen werden. Auch hier handelt es sich um Arbeiter» die mehr als 10. ja teilweise sogar 20 Ialzve und darüber im Dienste des Reichswchrmunfteriums gestanden haben. Der Sparkomniistar hat auch nicht davor haltgemacht, Leute aus den Betrieben hinaus» zuwerfen, die nachweislich der Behörde Gest» eingebracht haben. Der Reichsarbeitsminister erläßt Derfügungen, damit die öffentlichen Behörden Arbeiten vergeben, und der Spctr, kommisfar und die Beamten des Rrichswehrmiinsteriums sorgen im Gegenteil dafür, daß dte Zahl der Arbeitslosen wächst. Vielleicht beschäftigt sich das Reichst abivett einmal mit diesen Dingern, denn hier handelt es sich nicht um Entlassungen wegen Arbeitsmangels,, sondern um eine noch unser« Meinung unglaubliche Schlamperei der Beamten im B«eich« des Reichs- wehrministeriums, die sich bis heute noch nicht die geringste Müh« gegeben haben, den Reichs wehretat so zu oerwalten, wie er ort». nungsmäßig Verwalter werden müßte._____ ,Vt., Berliner Schuhmacher! Geht am Oleusiag zvr Generalversammlung: Die KPD. treibt den Kampf gegen unser« Organisation auf die Spitze. All« Kollegen, die die Zeffplittermig ablehnen und sich zur Durchführung der kommunistischen Beschlüste gegen unseren Verband nicht herabwürdigen lassen, rufen wir auf, die Generalversannnlung am Dienstag zu besuchen und in den Betrieben für guten Verlauf Propaganda zu machen. Vcm der O rt s v e r wal tu n g ist zu verlangen, daß sie alle Maßnahmen trifft, um das von der KPD. gewünschte Auffliegen zu verhindern..Ursprünglich rief die„Rote Fahne" die Betriebe zum gemeinsamen Marsch zur Generalversammlung auf. Der letzte Be- schluß geht nun dahin, vor der Generalversammlung am Michael- ktrchplatz ein« größere Menge zu sammeln, die dann auf einmal vor der Saaltür erscheinen soll und die Ausgeschlossenen auf diess Art mit durchschmuggelt. Auch dieses Manöver muß durchkreuzt werden. Die Losung für alle Schuhmacher, die auf dem Boden der Am st er- damer Gewerkschaftsinternarionale stehen, ist. Diens» tag, zeitig, um 17 H Uhr, zur Generalversammlung der Schuhmacher im GeMrkschastshaüs'zu erscheinen.' Berliner Gewerkschaftsschule. Der nächste Arbeitsrechtliche Information«« abend für Betriebsräte fft am Dienstag, dem 4. Februar, abends 7 Uhr, im Saal 3 des Gewertschafcshoufes. Engelufer 24/ZS. unter Leitung des Genosten Dr. Broecker vom Vorstand des ADGB. Allen freigewertschastlich organisiertea Arbeiter- und Angestellten-Betriebsräten w-.rd der Besuch dieser Abende dringend empfohlen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die nächsten Jnjormationsabende finden statt am Dienstag, dem 18. Februar und ausnahmsweise am Mittwoch, dem 5. März, B Uchtcuig, StaNt-irtwäZcril-ft! Tienstaa. 16 wir, im-.tische drimat, N-u- iZrieiJrichftr.. l. mlaniac Setfantutluitit aller-ZPS-S«. r.atTcn.©ennffe Bruno Ärauf; iMitaUrd d-r Ti-ibouti-vulai�n! spricht übri!.Dir®ttfd»fl5lasc Berlin? uift» die Abbaumaftnabmei: de« Maqiitrats". Srnnpatlusteriurde willtomtncn. Der gn>lti«»»i>orlte»d. Acht»«-», BBS., ltniprodestrabe! Diensiag, 16 Uhr, bei RNelel, Goldaver Str. g. michtige Bersanimlun, allur Ba-te!«en»ssen. Svr-I. vachisierenbe können«inaeglhrt imröen. Genosse M. Sendvoann spriczt über �Lie ginanalaar der Stadt Berlin". Der FraUioiiroarüand. BVG., Selnidolditragr. Versammlun« aller SvD�Senosse» noch Swioatfnfi«endeni»i«iiÄte Nr. 4z> gretä» graue Füllfedern lUlll. bessere OLY, 1 JO. ILO veUle...... tM. 6 00. d.40 Iteass.«»,»» ZM 7 AK SAQ Steppdecken KI Dnonendecke SEI 36 80 IANNIMANN 108580, gefüllt.... 2.Ä. 160, 4S5, 5.40 OllisNlS l.eek.ISScw lenx 055. S.1S. 10 75. 15L5-------—--- aß&rm zchf., 2 a Is-z m m!3�'.6-55 KettbuserOannMsTisfiBStrrflsRofeiiShalerstr.s |l. 6 u.81/, Uhr. Bsrbaiossa 9256 Pr. 1-6 U. Wochentg. 9 U, SO Pf.-3 M. Con Colleano, 4 Bror.etta und weitere zum U Male In Europa gezeigte Spitzenleistungen Ugi. S u. SIS Sonau Z. 5 i. 8" A ex. 8046 INTERNAT. VARIETE «kst Olreztis.i Or. Martin ZicZaJ r&a Komische Oper Inednzhstr.lIH Meiimr 1401 40311. Nach vollständiaetn Umbau Täglich S>-. Uhr Hulla di Bulla Schwank von Arnold und Bach mit Guido Ttilolsc«r, Scholl. Sehroih, turg K.ldobrand. Walter Rare. Flink« Behraer. Wensk SOBBtfiü BBOimltlflg 4 Ubr: Frau ohne Kussl Lustspielhaus Friedrich str. 236. Bergmann 2922-23. üelie iiHnMIdi. Riemann— Hoack* Vorverkau) In öeiden Häusern ab 10 Uhr ununterbrochen. G o 9 ss o ron«* Operette von Mlllficker leilas Wofflcn.ao 8.15, Scsclsg 9 dir. NeueinfOhrimg ab I. Februar: Jedpn Sann nhend 11-30 Uhr NACHT VORSTELLUNa l.?5nüh?..Oz2rßasiorsi(a" Sbnnabend S und Sonntag V-t Uhr .Der gestiefeli« Kater'*. Da« Theater der billigen Preise: L Mit'el rang 0/0. L Rangbaibon u. 1. Parkett 1A0, Orchestersessei 2S0l Programm u. Garderobe je 0,25 M. ,Keln Zwang). SCose'Tbeatf«r , Gr. Frankfurter Str. 112. 8.15 Uhi ignii. 9818 Banften erlanot I | Casl-Famille, Jurg-Chlna. 2 Ell Ist's, j Marika RSkk, 9 Allisons usw. taste. 1 Sonaabendu.toBBtag|e 2 Verstellunsen I [4 und S'-5 Ubr. 4 Uhr kleine Preise. 3 Uhr 8 Uhr ErunoeMtraBe Volksstock von CroBmann und Hessel Xesit: 0» Esuskn. fejir; JtnB Mbf. StaalLSdiifler-Tli. 8 Uhr Florian Geyer 11188 IßT SB SdiUUiaBerlitaa 8V» Uhr Ole&artenU Komische Oper| Friedrichstr. 104. Merkur 1401/4330. Allabendlich 8h« U. Ha Ii Baiia Siwji von inoli anä Baö. Lustspielhaus Friednchsir. 230. , Bergmann 2922/23. I Täglich S'-j Übt Liebe auf den * zweiten Bilek Frankfurter Allee 313-314 Der Srofte iwsen-nim menschmarsenai iiiiiicMiiiiiuuiiiiimiiiiuiiiiiiuiiinuiHUiiiiitUiwUMjmuiuiiiiuiUiiiiirur Auf der Bühne: EU Bollflndlsdie aHHord on- Ylrl aosen mn& copiPe Beginn: Wochentags 6 Ubr Sonnabends 5.30 Uhr Sonntags 3 Ubr Hotel F'ycA|Qioil'�er'ln Elgwtta..(tartElKliMr n InhaUnr Bafcakot Größtes Hotel des Kontinents 600 Zinn mar/ 800 Betten- Zimmer von Mnrk 8»-» an Inklusive (ke! ne Zuschläge keine Prozente)> Sitzfläche IQr ca. 2000 Personen Sehenswürdigkeit Berlins Russisch-Römische Bäder/ Heilbäder direkter Zugang vom Hotelzimmer �IHOrößter�telfunnel Oealsöiss IVesikr 0.1. Norden 12310 Tägl. 8'/« Uhr Oer Kaiser v. 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Übt Der Soldat der ißapia Metropol-Tft. 8t'« Uhr Das Land des Lächelns Vera Schwarz, Eichard Tauber Mu$ik von Franz Lchär Lessing-Tliefiler Norden 10846 Täglich 8 Uhr Atföre Drayfus von ReMiscb und Herzo? GROSSES SGHAUcPIELHAUo 8 Uhr: 3 Musketier« Regie: ERIK CKARELL A SonaiBB naflun. oneok. CalBe Pt. Berliner Illk-Tllo Maukölin. wW Liba*tr.7irii. und ein ersikl. buntes Programm Für unsere Leser I iutsehein iBr t— 4 Person er Fauteuil nur 1.25 M, Sessel 1.75 M- sonstige Preise: Parkett u. RangO�OM Biesenstitvaiü bei tmiUtfai Preten roh emain. Küthe Lotith.......... Kfldte CbrlsKae mit Anwehte Refcrmköche Bella(Schrank 180 cm). lasiert und weiß Schlei llack. komplett.... Kleiderschränke 90 cm mit Hutboden und Stange 100 cm mit Wäscheeinricht u. Stange 55— 75. 120 cm mit Hutboden und Stange 58— 78— 120 cm mit Wäscreeinr. und Stange 40.- 80.- Himmel Hauptgeschäft: lothringer Str. 22(Schönhauser Tor) Filiale Gr. 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Februar 7( Funkgymnastik. 8: Ffir den Landwirt. bJZ: Standen glockenspiel der Potsdamer Qarnjsonkirche. 9: Morgenfeier. Anschliegcnd: Glockengeläut des Berliner Doms. 10: Wettervorhersage. II: Clternstnnde. II-10: studio. 12: Aus Breslau: Mittagskor sert. 12 20: Was Deutschlands Osten von Deutschland tordert. M: Dr. Dolitties Abenteuer. 15: Konzert. 15.30: Franz Theodor Csokor liest elgpne Balladen. 16: Unterhaltungsmusik. 17-50: Kulturbankrott des Bürgertums. 1 5-10; Schallplattenkonzert 19: Aus Leipzig: Nietzsche als -Musiker. 19.30: PVgigramm der Aktuellen Abteilung. 19.45: Theaterquerschnitt 20: Studentenmusik aus alten Zeiten. 21: Klingler-Onartett 22.30: Aas den Ausstellungthailen am Kaiserdamm: Jubiläumsturaier des Reichsverbandes lür Zucht and Prüfung deutschen Wannbluts. AnschlieBend: Tanzmusik. Montag. Z. Februar: Ts Funkgymnastji. I2J0: Wettermeldungen für den Landwirt. Hl Schall- plattenkonzett 1520: Kundendienst— kein Schlagwort. 15.40: Medizinisch- hygienische Plauderei. 1625: Momentaufnahmen von europäischen Hauptstädten. 1620: Konzert, 17-30: Jugendstunde- 18: Stunde mit Büchern. 18-30: Täglich 44 mal um den Aequator. 19: Mandolinenorchesterkonzert. 20: Das Gesicht der Zeilsciiift 20.30: Uebertragung Budapest 22 30: Funktanzunter- rieht f2r Fortgeschrittene. 22-50; Uebertragung aas dem Filmtheater Capitol- AnschlieBend: Tanzmusik. Dienstag, 4 Februar: 7; Funkgymuastik. 9: Schulfunk. 12.36; Die Viertelstunde für den Land- Wirt. 14: Schallplattenkonzert. 15 20: Rationalisierung des Maashaltes. 1540: Mit ddro Fischdampfer anl Fang. 16418: Kleine Fälle in Moabit 1630: Aus Leipzig: Orchestei konzert. 18: Jugendstunde. 1820: Das Wesen der Wärme. 19: Volkslieder. 1920: Schallplattenkonzert 1920: Debatte ans der tschechoslowakischen Politik. 2020: Aus Breslau: Neue Rundfunkmusik. 214)5: Josef Schmidt singt. Mittwoch. S. Februar: Ts Fnnkgymnastik. 1220: Wettermeldungen Br den Landwirt. Ms Schall- plattenkonzett 1520: Frauenrecht und Franenrechte. 1540: In Moskau. 1605: Pcrsiens Transversalbahn. 1620: Tanzteemnslk. 1720: Jugendstunde. 18: Rundschau für Blumen- und Gartenfreunde. 1825; Das deutsche Buch In England- 1820: GroBstadtbilder. 19 10: Zur Unterhaltung. 20: Wovon man spricht. 2020: Französischer Abend. Danach: Tanzmusik. Donnerstag. 6. Februar; Ti Fnnkgymnastik. 9: Schulfunk. 1220: Die Viertelstunde für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert 1820: Unterhaltsansprüche der Frau. 15 40; Zum 70. Geburtstage des Gründers der Volksbühne: Bruno Wille. 1625: Auf Jagd- ezpediüon in alle» Erdteilen. 16 30: Konzert 17: Violiuvorträge. 17.30: Jugendstunde. IS, Konzert anl mechanischem Klavier. 1820: Menschenkenntnis. 19: Chorgesänge. 1920: Melnr. Eduard Jakob liest ans seinen Werken. 20: Das Interview der Woche, 2020: Russische Musik. 2220: Funktanzunterricht. Danach: Tanzmusik. Freitag 7. Februar: Ts Fnnkgymnastik. 1220: Wettermeldung» flr den Landwirt Ms Schall- plattankonzert 1520: UafallvcrbOtung Im Haushalt 1540: Heiteres und Ernstes aas den Sammlungen des Staatstheatcr-Museuras. 1605; Klaviervortrlge. 1620; Aus Breslau: Köngen- 18: Faulheit, ein seelisches Leid»? 1820: Jugendstunde. 1820: Das neue Buch. 19: Welche Anforderung» stellt der moderne Verkehr an die StraBe? 1920: Programm der Aktuell« Abteilung. 20: Opezn- Oncrscheitt 21: Improvisierte Et Zählungen. Danach: Abenduuterhaltsng. Sonnabend. 8. Februar: Ts Funkaymnastik. 1220: Wcitermetdnngen für den Landwirt. 14: Sehatl- plattenkonzert. 1520: Jugendstunde. 1545: Sledlerleben Im btaslllanisch» Ob mm sich CKSre selbst machen(mn? Das sagt Ihnen Dr. Reichels Rezoptbüchlein. Es enthält außerdem wichtige Kniffe zur Bereitung guter Bowlen, herrliche Rezepte für Bar-Getranle, Gwg und vieles mehr. Umsonst zu hoben in Drogerien und lpocheken. Otto Reichel. Berlin TO., Eisenbahnstr. 4 Urwald. 16.05: Adolf von Menzel, das Genie der Pflicht 1620: Aus Leipzig; Heiteres Nachmittagskonzert 18: Max Barthel liest aus eigenen Werk«. 1820: Programm der Aktuellen Abteilung. 18.40: Französisch lür Anfänger. 19 05: Dehmel zum 10. Todestag. 19.15: Blasorchesterkonzert 20.40: Austin Egen siegt 21: Kabarett Danach: Tanzmusik. Königswusterhausen. Sonntag, 2. Februar: Ab 7: Uebertragung aus Berlin. 18: Aus Köln: Die wirtschqffllchM Probleme der Saarrückglicderung. 1820: Stunde des Landes. 19: Dichterstundo- Oeutschlandscnder: 1920: Aus der Städtischen Oper Charlottenburg; JPique Dame". Oper von Tschaikowsky. AnschlieBend: Uebertragung aus Berlin. Montag, 3, Febrnar: 16: Englisch(knllurkundnch-literarische Stunde). 1620: Aus Berlin: Nach- miltagskonzert. 1720: Das Tanzlied- 1725: Was Jedermann von den Infektionskrankheiten wissen mnB. 1820 Kritische Augenblicke aul der QroBwild- Jagd. 18.40: Englisch für Anfänger. 19 05: Dichtungen von Detlev von Lllien- cron. 1920; Geflügelzucht 20: Europäische und deutsche Kolonialprobleme. Deutschlandseuder: 20.30:„Elf Uhr vlerundvferzlg Minuten", eine Fuuknovelle von Alfred Prügel. 2125: Neue Sing- und Spielstunde. AnschlieBend: Ueber- tragung aas Be'lin. 3n seinem Dortrag„Geistige Inzuchtt' spricht Herbert Ihering über«in wichtiges Problem. Er erörtert die Isolierung der einzelnen Berufsgruppen, der Cliquen und Gemeinschaften. Diese Isolierung bedeutet eine schwere Gefahr für das Geistesleben, sie ertötet und oerengt den Horizont. Ablehnen, nur weil es sich um einen Gegner handelt, den man nicht einmal kennt, ist das typisch« Zeichen dafür. Diese Isolierung muß aufgehoben werden, wenn man den Weg zu einer neuen Geisteskultur beschreiten will. Gut ist das Programm der Jugendstunde. Dr. Walter Bensamin zeichnet die Entwicklung der Doltsbühne und den Friedrichshagener Kreis der Hauptmann, Bölsche und Gebrüder Hardt, die dahinter standen. Es ist ein knapper und charakteristischer Abriß, der durch Form und Inhalt den jugendlichen Hörer fesseln muß. Alfred Braun interviewt in dieser Woche den Zirtusdirektor Hans Etofch- Sarrafam. Singend« Indianer bilden den Schluß des Interviews. Mit starker Konzentration und Intensität spielt der Pianist Franz O» b o r n kleinere Kompositionen von Debussy und Strawinski. Es ist«in klarer Bau, den Osborn errichtet,«in sachliches Aufdecken der musikalischen Figuren, ein« groß entworfene Zeichnung. Abends wird dann aus der Philharmonie das 5tonz«rt der Utica Iubilee-Singers übertragen und zwar sehr gut übertrogen. Der Hörer genießt diese wundervoll abgestimmten Stimmen, den Ausdruck einer tiefen Mufikalitöt. In dem Zwiegespräch zwischen dem Pressechef des Reichsminlsteriums des Innern, Dr. Ha Ubach, und dem Geschäftsführer des Arbeiter-Radio-Bundes, Segall, wurden die Beziehungen der Arbeiterschaft zur Togespress« be- handelt. Das Gespräch brachte keine Resultate. Da aber die Probleme eingehend und überzeugend behandelt wurden, waren sich die Zuhörer nicht im unklaren. Ihnen blieb es überlassen, sich«ine eigene Meinung selbständig zu bilden. F. Sch. Dienstag, 4 Februar: 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Das Unjarc von hegte* I?.30: Hygiene Uer Erziehung Im scholpflichtlgcB AJter. 18.40: EranzAslscb fflr Fortgeschrittene. 19,05: Schöpferisches Mnsiker kennen. 19.30z Wir tsebaf tl\cher Banbetrieb. Dentschlandseoder: 20: Moderner War enhansbe trieb. 20*30: Egon Pet/i spielt- Anschließend: Uebertragung ans Berlin, Mittwoch, 5. Febrnar: 16: Der jugendliche Mensch wo Spiegel seines Ich. 16.36: Aas Hamburg: Kadimittagskonzert 17.30: Ballatfcn. 17 55: 25 Jahre dentscfie Arbeftgeber verbände. ISJO: Der Wolf in der Legende und In Wirklichkeit- 18.40; Spanisch fQr Anfänger. 19.05: Gutes Deutsch für Jedermann. 19 30: Vor- cfnd Ausbildung der höheren Verwaltnngsbeamten Dcascblandsender: 20; Franzö&iÄcber Ah®3d- Anschließend: Uebertragung aus Berlin, Donnerstag. 6. Februar: 16: Mädchenbildung In(Jei tändUchcB Volks-Fortbildüngsschnle- I4t30: Ans Berlin: Kachmittagskonzert 17.30: Europäische Balladen>(n■ eigenen Keu- dichtnngen. 17.55: Deutsche Kulturarbeit In der södrasslschcn Steppe. 18.26: thi entschvundenes afrikanisches Märchenland. 18.40: Spanisch für Fortgeschrittene. 19.05: Untei nahmung ond Steuer. 19.30: Stand und Bedeutung der ZOc�tnn� von Futterpflanzen. Deutschlandsender: 20-30: Konzert Anschließend: Uebertragung ans Berlin. � Freitag. 7. Febrnar; 16: Was erwartet die Volkssciule von einer Ncuordnun» der Fcrl«? 1620: Aus Leipziz: Nachmiiiagskonzfert. 1720: Von Schiflen In alter und neuer Zeit. 17.55: BcsLmliche Viertelstunde. 18.15: Die WaruIIuuz der Reparatlonsfrace durch den Venne Plan. 18.40: Englisch für Fortgeselirlttcue, 19 05: Totifver. edlunc- 1920: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. Dcutschlaudsendcr: 20: Aus Hamburg: Karuevaikonzert. Auschllehend; Oebertragnng aus Bertin.. Sonnabend, 8. Februar: 1620: Uebertragung aus Hamburg 1720: Musik der orlentallscb» Kulturvölker. 1725: Neues aus der AngestcIHenvcrsleherung. 1820: Die Walztrköulgc BtrauB. 18.40: F'anzösisch für Anfänger. 19.C5: Große Menschen- Deutschland. sender: 20: Aus Hamburg: Tanz. In. fünl Erdteil». AnschlieBend: Ueber. tragung aus Berlin._ Vorträge, Dereine und Versammlungen. /N» Reichsbanner �Schwarz- Kot-Gold' mtSm« e f 4 8 M» B» I j»:»ttfin E 14. ecbofllanBt S7-S8 fiof i. Tr. '*y|Yy ffiaunotflttth. atftttnn, Spicltentel. Gämtliche Sometabep, Mt fi,di cm SReitbstteffcn her icplflltute in Sttosiebi'tfl m Pfincfleu ho teiliflen wollen. wetSen erfncht fidi cm®!cnslan. 4.{fthnict. 20 Uhr. ukZ gnBrurnrnten in ObetfdjönEmtiie, Siemenoftr 1, fotol-Zw ttthlen(Stutthe*, bei flantcrcb Icqiellc tu melde». Die SVimhoutlorp« Treptow. iTtiebi'.dishdin und Äopenid treten aefd>-nslen on.©Teidweitic flteitRabsfilfltetbefprcdiuna.— SRnn'oa, Z. ssebrucr. Mitte, Iunahcnner: 20 Uhr Zuaendheiw Tieckltr. 18, Ziorirca t>- Mcn»:.Smlcle Demofrct!«— Äkpublifcn'lche Demplratte�. SÄSnewe'de.Inhcnnlstbaf: All« gvnakcmercde» beieillqen ilck cm Turnabcnd um 19 Mir in der Schule Ohersdiöneweide. SEottBrcfie. Bitfrierbeta, Zun». wennschest und Schufcfpuriler: IP1-!, bi« 21 M Uhr frcoininqsabrnb In der Turn. belle Rummefsdurcer Str. 64. Anrnesenheit de« Scnltüler» ist notw'Ndi«.— Dienntca. 4. gebtner. SchSReBera-ilr'edeuett: Unter Kamerad Spor'mcrt Sic: Kacke rt Iii periiorhen. 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Krcierorslanbssitzung mit Äbleiluna»! vier., tag, 4. sttbruar. 19Vi Uhr, im Lokal«er, Matiernstr. 19. 7. ktrei» tsharloitenbnrg. Dienstag. 4. Rebruar, 19 W Uhr, erweil vorstanbssitzuna bei Weimer. W lmerodor'er Str. 21. s?- 9. ttrei» Wiluieeedoes. Mittwoch, 5. Rcbrnar. 20 Uhr; i» Viktoria- fä fcV«arten. Bildeimeaue 114/113, Ree,, Mitglieder peisammlunq. Vortrag: ä r;.?ioung.?Ian und die StHacht-Krise." Referent che Nolle Roodtali.-W Buchlonirolle. 10. t.rei» cndors. Mlttwoi .ot-tamer Sir,?b, Vorsionbssitzmtg. Echrueberg. Dienstag, 4. Rebrnar, 20 Übe. erweiterte ftteUobt. 5. Rebruar, 19 Va Uhr, bei Schneider, Rehlen. -»ntw stanbssitzung bei Bill, Martin.Lutber.Str. 09. Der Ziortraiwtursu» llber Parteio.eschichte am Montag. 3. Rebruar,. mutz wegen De'rhlnderung de, ZIeserenten aussaNen.'. 12. Are!, Steglitz. Montag, 3. Rebruar. 18 Uhr, im Ratbau» Steglitz. Rraktlonesitzung. Um 2l llbr an gleicher Stelle»reisoorstanbssitzuna. r't a'�t/i i ij.r I I n�TTTif ff' 14. Staie Reulölln. Dienetag. 4. Rebruar, tgH.Übt, in alten« fä Resisälen,(trotzet Saal. Da'endribe 13, Aeeismltalicdeivrrsckmmluag. Vortrog:.Nounq.Plan. Rinan-I-pital und Demolratie'. Relereot ""•'|(|n(n aller Senofu». De. Kurt Löweustein, M. b.«.«»»sprach«. .. WM_____________.____.WWW....j. Arsch«!.___ W..... ■cn und Senosiea wirb erwartet. Oodue Mitgliebebuch kein Rutritt. 13. arri» Treptow. Montag, 3. Rebruar,'>910 Uhr, im Lokal Vrllckenklause, NieberschSueweibe. Vrllckrnstr..13, Versammlung aller SPD..Rretbenker. ZIeferent Eenosie Mehlhose. Portelbuch und Freitenkcrmiigltebsbuch biencn als Ausweis.— Mittwbch, 3. Rebruar, 191d Uhr. im Kort her Gemeinbe- schule, Wilbcnhruchstratze. Treptow. Beginn beo siursu» Aleranber Stein: ..Staat, Partei und Sozialismus". Das Kdrgelb betrügt für den Kursus l Mk. 13. sirei» Köpenick. Mittwoch,.3. Rebruar. Illld Ubr. Sitzung sämtlicher Funktionäre im ,;«Ihn fficreralsf.of", Inhaber Naumann, Am Stabtpark. 17: Kreis Lichtenberg. Miltmoch, 3. Rebruar, 1913 Uhr, Kreisoorslonbssitzuug bei Tempel, Gudrunstr. 7. 1». Krei» Pankow. Montag, 3. Rebruar. 1814 Uhr, Rraktionositzung mit PUtgerdepuiierten Im Rimmer 118 bc, Rathause, Pankow. Jravtnveran slattv n gen. I. Kreta Reiebrichsbala. Donnermag. 8. Rebruar. 1918 Uhr. im Lokal Seiblitz. Kursusabend der Senosill Dr. Dorn Rabian über 9ou-ntunci Str. 7. 2. .6ttaft«öt»ttfonn*. 17, fltti» kichtenbrra. vorm. Alb recht, Dienstag. 4. Rebruar. 19/4 Ubr, im Lokal Hotfmann, thogener Stratze Ecke Neue Babnhossiratze. 2. Kursus» abend der Senossin Malhilbe Wurm. M. b. R.. llber.Wirlschasispolilik". 30. Krei» Reinickendorf. sAqilaiion und Arbeilerwohlsahri/k 4. Rebruar. 19V8 Übt, in Tegel, Schäneberger Str. 3, Runklionärinnensitzung. Die Runklionärinnen der Arbei...... werden gebeten, die Merkbllchlein miuub'.ingen.— Rrcitag.. 7� Rebruar, 12.«it..Unser_ . werben. Kru!r„ Heule. Sonnlag. 2. Februar. i" kann sofort vom Kassierer, Senossen Bengel, aiaedolt »onntao. nur von.11 b!» 13 Uhr. • 8t.«it. Rtirbraan. Winterfeit in» Vllrqersaal de» Rathayse», SA m Lauterp l-tz, Kuworistisch.saiärischer Abenb. Tan», Betitatlonen und Z m Erdichte. Mitwirkend«, Eisriebe Wollmann, Albert R-lkenbera. Rran, S Werbet,«rtue Döring, Senossin Killbier, Dr. Mar Brie. Beginn S kii 13 Uhr. Ende 1 Uhr. Eintritt einschlirtzlich Tan» 1 M. Morgen, Montag, 3. Februar. 4. Abt,, 19V4 Uhr bei Brandis, Stralaucr Str.. 10, Runkttonärsitzuna. 12. Abt. 20 Ilbr Borstandssitzung bei Schmidt, Wiekes itr. 17. u. Abt. 20 ijlir s>ei Bessel. Bremer Str..48, Borstandssitz.ung..Unser Weg" abholen, von der.Bprwiirts�.Spedüion, Wilhelmshavener Str. 48. 14., 13., 13. Abt. 8. R-hlgruv« der Rrctdenker: 20 Uhr hei Earu», valta. sipttz« 19. wichtige Versammlung aller SPD..Rrcidenker. Partei, und Rreibenkermitaliedsbuch dienen al« Auswei». Wichtige Tagesordnung. 38. Ait. WVt Utzr wichtige Runktionärsitzung bei Bartusch, Rticbenftt. 88. Stcyungnahmr ,u den Krcismahlrn. 43. Ait. 20 Uli RUnk ioniirsitzuntz im Lokal Wrongelstr. 37 Sckr Taborsiratzc. 3». Ait. Renküll». tOVi. Uhr bei Saas«. Sieinmrtzftr. 78. wichtig» Borktanb». sibung mit allen Runktionären und Helfern. Zeder Berlik mutz vertreten sei». l«ick »ersa»« „____-------------------------- Ul. Bit, Kieberfchi'nhanfrn. 7» Uhr 4m Lokal Klinbt. Rrtedea«»latz, Bartrag b«, S-nosien Dr. Rri» Schtdtz Hier:.Sahllahrtslrageu�. Hieraus«Nd» gültige Wahl bar Wohlf-hrtep fleger. �lenskag. 4. Februar. 33.«it. Eiarlottenburg. 20 Uhr bei A. Stein. Pasiauer Str.«3, Borsiants. und Runk tonllrsitung. 1Z9». Ait. Rrrie Scholle. 20 Iffit RunktionSrsitzung im Sitzung-saal. 100. Ait Zohannitthal. 20 Uhr wichtige Funktionärsitzung int Logenbau». Rriebrichftr. 01. Stellungnahme ,ur Neuwahl. t*tn al»«uswei»,>../'> WW Dienstag. SchSnederger Str. 3, Jugendheim, ArbeUerwohlsahri _______________________ itag. 7. Rebruar, 1944 Uhr. Beginn de» Kursus der Senossin Mörse Kunert,' M. b. R., llber„Ramilienrechi, Schutz der Mutierschast»nd Bevölkernngsolilik". Kursutraum: Rinuner 17 des Bathaufe». Reinickendorf-Osi. Hauptsiratze. Montag. 3. Februar. 18.«bt. 194h Uhr bei Sorgatz. Usersir. 12, gemll'liche» Beisammensein, che. nossin Rriebel Hall wirb da» Programm de» Abend« bestreiten. 29. Abt: l9>4 Uhr hei Klug, Dan, iget Str. 71,.Grundsätze und' Rorberunaen der Eogialdemokratic". Referent Kurl Lücke. 93. Abt. Neukölln. Tressen der Runktionärinnen und interessierten Senossinncn um 11 Uhr im Konsum. Warenhaus. Erkrischungsraum. 114.«it. Lichtenberg. 1944 Uhr hei Hützel. Wllhlifch. Ecke Dahries.Mar.Stratze/ »Die Frau in Wirtschaft und Sesellschast". Referentin Käthe Kern. viens'ag. 4. Februar. 33.«it. 1944 Uir hu Konferen,, immer der Schule Hahenlohestr. 10,.Die Rrau in der Dichtung", ernste und heiter« Regitationen der Eenosstn Rriebel Hall. 128./130. Abi. Pankow. Befichtiauna de« Museums fllr Rrauenkunb«. Sbarlakten. bürg. Berliner Str. 137 lKrankenhaus). Treffpunkt 18 Uhr pünktlich vor dem Ddisemn. Mittwoch. 5. Februar. 21.«it. 1944 Uhr bei«roll. Utrechter Str. 21-Da» Wirts choftmielb her Haiisstau". Referentin Margarete SckxnkalowM. 8«. Ait. Lankwitz. 20 Uhr hei Lehmann. Kailer-Wilhelm-Str. 29/31. L Reu. wähl. 2. Aussprache llber die Kinbergruppe. IIB. Ait. Ablershos. 19% Uhr bei Schmidtdaner, BIsmarckstr. 74,.Die Rlnan,. noi der Stadt Berlin". Referentin Luis« Köhler. M. b. L. 134. Abt. Buch. 20 Uhr im Lokal Düpfert am Bahnh°! Buch...Boll-humor wl Klassenkampf". Resirent Hanns H. Kamm. Donnerstag, S. Februar. 74.«it. Rehlenborf. 1944' Uhr bei Schnorre. Potsdamer Str. S,„Arbeiterschaft und Alkohossraae". Referent Eenosie Dr. Drucker. Bericht vom Beairks» parleltaa. Derschledenes. 133.«it.«eiirickc-dorf-cn. 20 Uhr in der Linbauer StraOe. Dlskussionsabenh. Bezirksausschuh für Arbeiterwohlsahri. 2. Kvei» Tiergartrn. Wegen technischer Schwierigkeiten fällt der Kursus» abend am Montag. 3. Rebruar. llber..Seburtenregelung" au». D»an«r»ta«, 8. Reirnar, 1944 Uhr. im No'bnolhof. Blllowstratze, H RIlmausfllhrnna. E» w.rd der russikch» Meisterfilm..Di« Mutter" Er lausen, ba,u spricht b!« Senossin«ohm�Schncki. M. b R. Eintritt äegnn § Abschn'tt eine» Arbeiterw-hlsahrt-losee ober SO Ps. Um nhlrcichen W kN Besuch wirb gebeten. Arbeitsgemeinschaft soziatdemokraiislber Lehrer und Lehrerinnen Deutschlands(ASL.) «"»fegrnp»« Krenaberg: Mit'nwch. S. Februar. 20 Uhr, Sitzung im Bezirks. -mt.. Porckstr. U. llagesorbn.r gg: 1. Wahlen. 2. Satzungsontwuri. 3. Bor. trag:„Erunblegenbe Sedank-n llber so,'allstisch« Ertziehung" tSenossick Else Stroiauerl. Sozialistische Studentenschaft, Ortsgruppe Berlin. V. Rebruar. 20 Uhr. Philosophische Rachschaft:.Die Zbeostigte sm historischen Proaetz".— 4 Rebruar, 14 Uhr: Srogrgph'sch«r Arbeitetrel«. 18 Uhr: Soor', gruppe. Turnhall« der Tauhstunrmenschul», Bshrechtstr. 78. Testate werben bei rcqelmätziger Boteiligi-na ausgegeben. 20 Uhr: Sekt'ön Unioersität. Mit- gliederver�ammlung sBorwärts-Eehände. Linb/�str. 3. Nährre» heim Pfürt. mt).— 6 Rebruar. 1844 Uhr: Anglistischer Arbeitskrei«. 20 Uhr: Med»» nlich« Rachschalt:.Soa'alisteruna de» Heilwescn»". 20 Uhr: Mathrmatischer Arbeitskrei».— 7. Rebruar. 20 Uhr: Bh�ofophifche Rachschast. Aussprach« ,ur Stublenrekorm. 2041 ItHr: Sekt'on Hochschule sstr Bollfk. Mitalieberversamm» lung. sRr'ebRchsaracht 37.1— 8. Rebruar, 9 Uhr: BoMan'ltzscher Arhett». irri». 20 Uhr: Sescllige» Beisammensein. Bolit�sch« Au-svrache. Autzerdem find?« die fachlichen ArbeiUkreise der Sektion Handelzhochschule xtrt Üblich statt. Beranstaltunatzort. soweit nicht anders angegeben, der»Bund". RW. 8, Albrechtstr. 11, Eartenhaus 3 Tt. RLS. Rorben: Taanng-'otal Sonnend urger Str. 30 VU»?ahn Norbringl. Mittwoch. 3. Rebruar. 1944 Uhr. Arbeitsgemeinschaft:.Heibelheraer Programm". Erundsützlicher Teil.: RSS. Rrrdweften: Tagnngslokal Kaiser.Rriebrich-Schnle. Knesedeckstr. 24. Dt'ttwbäi, 5. Rebruar, 30 Übt, Arbei'gemeinschaft: Heidelberger Aktion» Programm". RLS.«eftene Taaungvlskal Rürstln.B'Umarck-SchuIe. SnbelsteaS». Donner» iäe--ft Rebruar,- SS Nr. Arheitsgemeinschatzit- Heidelberger Aktivnsprogramm". JuugsoziaNsten. Gruppe Bai«»iarf: Dienstag. 4. Rebruar. pünktlich 30 Uhr. im Zuaend. heim Wachtel str. 1. Satirischer Abend. Dartragenber Senosse Bock. Gäste will- eier«: Stutze. Sonntag. 14 Uir. Aicheit»an»fchutzsitnu« bt ommen. hof Ernnpe Renkella: Heute. Sonntag. Rahrt. Neukölln. Treffpunkt 744 Uhr Ringbahn- Drnppe Lichtenberg: Morgen. Montag. 3. Rebruar, 1944 Uhr. im Zugenh- heim Gunterstr. 44. Bortrag:.Tel'giöse Soaialistea". Referentin Dr. Marie Thorhorst. Eäst» heralickst willkommen. Zuge, dbeim Hauplstt. 2»— 24. Gruppe Webbivg.Eelunbbrnnnen: Montag, 8. Rebruar. 1944 Uir, im Zugenbbe.m der Schule Wiesen- Ecke Paickstratze. Rimmer 11, Borrraa: Uitn- b rucke eines Äuslänbers in Dcu'schianb". Referent E. Liebenfteiu. Gruppe Rricbrick.»haia: Wir mochen unser« Genossinnen und Genosien aus den am Montag. Z Rebruar. im Anbrea»B«algvmnasil.m ftattfinbenb/n Kursus der. Arbliter-BÜbungsschuIe nochmal» aufmerksam unb erhofsen regste Beteiligung. Thema:»Die Wirtschaftsformen bes moderne» Kav.talismus". Leiter Eenosie Schlesinger ArbeUsgemeinschafl der Sinderfreunde Groß-Lerlin. Keei» Krcuaberg: D!en»ia». 4. Rebruar. 20 Uhr, im Heim Potckstr. 11- Kreikhclsersitzung. Erscheinen aller Helfer erwllnlcht. Marienborf: Montag. 3.-Rebruar. rO Uhr, Helsersitzung. Kurforftenstr. 10«. Kre» ffitlle: Achtung. Helfcrl Am Montag, 2044 Uhr, Helferkursu» im Seim Rehbonicker Str. 24.— Gruppe Hugo Haas«: Dienstag, 4. Rcornar. He.mabci.b. Sonnabenb, 8. Rebruar. Lieberabrnb. Heim Wa.ftnstr. 18. Miltmoch. 3.. Rebruar. Turnen In der Blumenstr. 77.- Diergartra, Ernpp« August Bebel, 9 ote Ralk:n: Dienstag. 4. Rebruar. .von 1744 bis 1944 Uhr Disknssionsadeirb im Heim Walbenserstratz«.— Zung» fallen: Sonntag. 2. Rebruar, Trcftvunkt 8 Uhr Bahnhos Butlitzstratz» aur Rahrt nach Bernau— Uetzdors. 30 Pf. Rahrgelb m tbringen. Dienstag, 4. Re-rnar, von 1744 b s 1944 Uhr Leimabend m t besonderem Programm.— Nestsalken I: Sonntag, 2. Rclruar, Besichtigung des Posnnuseum». Treftpunk' 941 Utzr Wald» Ecke Waidenserstratzk. Truppe l: Msttwoch. 3. Rebruar. von 17 di» 19 Uhr Spiel und San,. Gruppe Nt Basieln. Krei» Pren, lauer Lerft, Gruppe Bil or Adlet, Zungsalken: Sonntag 9 Uhr Tressen an der Ralkenccke ,UUI Spa, irrgang. Montag und Dienstag von 1744 bis I9'4 Uhr treffen sich alle Ostsee-Rahrer und Klein-Käris-Rahrcr tum Ueben im Heim. kreis Weitzensee. Erxpp« Hahenscköahanieu: Rahrt nach Tegel—-HeiUgense«. 8 Uhr Abfahrt Rrei-nwaldtr Stratze. Eltern willkommen. Dienstag von 17 bis 19 Uhr in der Schulbaracke Dingelstebtcr Stratze Singsp'ele, und Boiks- tänae. Donnerstag, pllnktljch um 17 Uhr. Bolloersommlung aller 9 otrn und Zunafalken>m Zugcndhrim Rreienwa'der S'r. 0. Der Bettrag für Rehruar ist fällig. Di« Bersicherung für 1930 mutz erneuert werden. Geburlstage, Jubiläen ufw. 18.«it. Unserer lieben trrnen Eenslsin Lnile Roack. vlrlenstratze» an ihrem«0. Geinrtsiage die heralichsten Glückwünsche der«iteiiung. 121. Abt. Karlsborst. Leute feiert»nser Genasie August Heitmann va» Berkcbrsbnrb fein 49jätzrige» Parteiinbilänm. Gr g-häet an den eifrigste» Runktionärea der K-ri-horfter Parteibewegnng. Unlerem Genosien Heitmann die hcralichftea Glückwünsche der Abteilung. � Sterbetafel der Groß- Berliner Partei> Organisation| 27. Ait» Unser Gerolle Hermann S ck lt l tz k», Gleimstr. 23. ist am 30. Zanuar versiockben. Di« Bertb aun« findet Montag, 3. Rebruar, 1544 Uhr, auf dem Etthsemane-Rrirbhof in Norbrrb statt. 32. Abt. Am 23. Januar verstarb unser Genosie Kästner, Lange Strgtze 38. Ehre feinem Anbenkcnl Die Beerdigung bat bereit» stat'gefunbin. 81. Ait. Rriebevau. Am 30. Zanuar ist unser sangsähriaer Beatrk-sübrer Genosie Mar Lockert, Ma'nauer Str. 8. nach schwerem Lelieu verstorben. Ebre seinem Anb"kenl Elaöschenina am Dienstag. 4. Rebruar, um 1044 Uhr im Krematorium Wilmerrdorf(siehe Amieigel. Wir bitten um rege Beteiligung. 99.«dt. Brltz-Bnckow. Am 29. Zanuar verstarb unser lieber Genosie August Daehne. geboren 23. September 1852. Mit dem Senossen Doehne geht w eder einer von der.alten Garbe von UN«, hat er doch»nter dem Soa'alistengefttz für die grotze Zbee der Menschheitsdesreiung gewirkt unb ge- kämpft. Trotz seine» hohen Alter» konnte man den Genossen Daehne nach in jeder Abteilung», und Sfftnilichen. Versammlung sehen. Bei b:u Werbe. i-m,ügen für d e Kommunalwahlen sah man ihn in den Reihen der Demo»- stranten, manchen inngen H---oss?n- heschämenb. Mit seiner Treu« aur Ar» bei'erbewrgung wirb er.uns stets ein. leuchtendes Beispiel sein.. Wir werten unserem lieber, Rttunb unb alten Borkampfer ein ehrende» Andenken be. wahren! Die Einäscherung findet am Mvn:aa, 8. Rebruar. 1344 Uhr, im Krematorium Baumschulenwe« statt. Rege Beteiligung erwartrt der«hteilnug»» vorstanh. 108.«it. KZpeuia. Unser after bewährter senosse«naust Labtwi«, Köpenick. Mahleborfei Str. 22. ist im 07. Lebenzsahre verstörten. Gire seinem Andenken! DI« Einäscherung findet am Dienstack. 4. Rebruar. 1544 Uhr. im Krematorium Baumschulenwe« statt. Rahlreiche Beteiliguna Wirt erwartet. 131. Abt. Nleberschknhau'eu. Am Sonnabend. 1. Rebruar. früh, verstarb unser langjähriger treuer Genosse Artur Läutzler. Tr«»kowstr. 18. nach langer Krankheit im Alter van 48 Zahren. Ehre seinem Andenken! Sin, äschrrnn« am Mittwoch. 3. Rebruar. 1044 Uir. im Krematorium Gericht stratze. Wir bitten um reg» Beteiligung. 139. Abt. Schvlaenb-rf. Unser Genosse KonradLstcht. Schalsenstars. Mitdcarlln.der unserer Ortsaruvve in Schulaendorf und Helliaenftz«. Ist al, ...n..-'___ r___ � r'-- erster unserer Gemeinschaft einem tückischen Leibea erlege». Wir werte» ihm ein ehrende» Andenken bewahren! » Die„Staatliche Porzellan-Manusaktur verlier- stallt in ber Zeit vam 3, di» 17. Februar 1SZV yi chren LertaufsrHumen. Wwelizstr� 1/ am Stadtbahnhoj Tiergarten 1—«erttäglich»Ott 9 ms.,19 Uhr— eine, große Anzahl' von weihen und bemalten Porzellanen zum Verkauf, die kleiner Fabnka'sonsfehler wegen mit Nachlaß abgegeben werden. Es befinden sich hierbei Figuren. Vafen und Blumenflafchen, Dosen und Schalen, Einzelteller und Tassen, sowie komplette Tafel-, Kaffee, und Teeservice. Den zahl» reichen Liebhabern von Berliner Porzellan wird Gelegenheit geboten. schöne Stücke zu äußerst günstigen Preisen zu erwerben. Am t. Februar morjsrens verstarb nneb längerer Kran teil eit der. frühere Sekretär des Bezirkiverbaudes Berlin der Sozialdemokratischen Partei Arlur Häusler im 48. Lebensjahr. Die Beiliner Paitei hat in den J.ihren von 18,12 bi» 1823 in Arthur Häußler einen treuen und auf opfeiun)rs vollen Sekre&r besessen.. Naoh seinem Ausscheiden stellte er sieh auch den Genossen in der Provinz zur VerfüRnnjf und hat in politisch zurückgebliebenen Gegenden Deutsehlands kör unsere Partei gewirkt. Die Berliner Partei wird das Andenken an Arthur Häußler in Ehren halten. Der Bezirksvorstand. I. Ä,; Franz Künstler. Die Einftsobernng findet am Mittwoch, dem S. Febrnar. IO'/i Uhr im Krematorium Geriobtstritzüe statt., Am sä Januar, abend» Uhr. rntichtiel sanft nach langem, schwerem. mit Geduld petragenem Heiden mein lieber, guter Mann., unser lieber Bati. Sohn unb Schwiegerlohn Artur Häußler im vollendet kn 47 Lebensjahre. In tiefer Trauer jeigt die» an Ami Kgotz'er imd Kinder. Riebe, schänhpulen. Treskowstt. 14. Die Einä cherung findet am Mittwoch, dem 5. Rebruar. nachmittag, 4>/, Uhr.' im Kreyialorwm' Berlin. Gertchtstratz«. lall A!en Fretinbrn und Bekannie» b e trourg« Nachricht, daß am 30 Januar. trllh b Uhr unier 1 ebe» München Axnes I>iekrinx «eck»tzdow im 72 Levens ahr» iann«ntichialen ist. D es ,ri t Ii» beirllvt an Frli* Nebrlnck and Feen. Sir Einäscherung'finllel Dienstag. den 4 Reviuar. nachm. 3 Uhr, im remaioiium Baumichu enweg statt. Rur. i» viele» iBitssife hetilicher Teilnahme beim Hinicheibe» meine» [.iteb«»'Mannes, unseres pulen Bder, sogen.wir untere» autrichttgen Dant M«.»nn»V«N v.mnder Unser langjähriger Bezirlksührer, Genosse Max Lückert ist am 80. Januar oet Amben. Gr war emec unterer Steuefien. Sein . ndenien werben wir jederzeit in Ehren ha lern Oer Vorstand der 61. Abteilung ZPO. Ginäicherung Dienstag. in<4 Uhr, im Krematorium Wiimersbori. Für die äuirichtige Liebe unb Ehre die unterem tieben Toten oo» allen Sei en lo rtlchltch entgegengebiachl wurden, sagen wir htermtl unteren herzlichen Dank . Linn 8t!c fenhofer neb» Kinbe, unb.tin.eilinber. »«WS««««« 9« � Un»rem 2. Vorsitzen den. dem � Genossen t Wilhelm Strieder K zu seinem heutigen 30. Geburt»tag*; z Mt herzlich sten Glückwünsche. ch m ? Die Mitglieder der>0'. AMlg. der SPD. Treptow. Rur b« vielen Beweile herzlicher Teilnahm» beim Hinicheiben meiner lieben Frau, unserer gulen Mutter Hedwig Jfcrasdi sagen wir hiermit unser« innigsten Dank. Berlin, Januar 1230. Die trauernden H nterbliedenen Hermann Jeraodz and K»der h.ii» Kapitin- Kautabak schmeckt mir doch am besten! BUUesle BemesQaeUe fOr Phofoappmralc Marken-Kameras stets Qelegenhei Photo- Schlesinger 4»r. Franst nr er t-r. 7?> h. i V: Xbk.r. 1 2. hb 18. Ftk. 1*30] ■ Elite eraB« blkswohl« Lotterlal 4SU» ürnmimm* m. 2 PrS«»M ml w«rt# trwm RM| 430 500001 ä-75000! Sioooool »TrmSOO1 �40000 � 20000 Lese«» t HMbotzyigei««« Z UM IllfiiksiiriBtKNLsr.rSi Giösl'.sbriJtBrs�Äill!: Porte uck GcwiulUts 15 Pf w*0«> t.rck Plakate kawlM '..j--r-!>-o mmd ckarak fi. Blsolilalls i Co. IsiUbCI. Uslptr. 5t Poa»cliecltksnta Barll««TT» W>r5l?,t>. n. lte» I iui uro Billig 7 Nur aross- Berlin Alaxandarplatz Am Dienstag,'dem 29. Januar, verstarb im 62 Lebentjah-e durch Schlar anfal! unser lieber , Kollege, der Arbeittvermluler,- August Falkenberg Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.' Die Kollegen der Facfaabteflungen Im ArbeiiMiDl„Ber In-MIfle". Di; Einäscherung findet am Montag, dem Februar,. bends 7 Uhr, im Krematorium QerichtsiraBe statt Möbel- Ausverkauf wegen Cescfafiftsverlegung 20 Proz. Ermäßigung Speise-, Herren- und Schlalzimmer. Küchen. Einzelmöbel in froher Atuwafil. und durchaus gediegener Verarbeitung Teilzahlung geelatiel mobemauss. Gottlieb nur Rosenthaler Sir. 54 Gegründet 1875 Aurclie geht scharf Aufbewahren I ICIS 2/Clig/ Fortsetzung folgt f Wahrend Dr. Unblutig das Hühnerauge Nr. 17 daraufhin prüft ob es durch das unübertreffliche Kuklrol-Pflaster schon in zwei Tagen oder erst In drei beseifigt Werden kann, bewirft ihn Frau verwitwete Aurelle Zwldcfutz meuddings ml» KutzhSnd- cben und ladet Ihn dann ein, sie auf eine Woche zum Wintersport nach Garmisch-Partenkirchen zu begleiten, sozusagen als Ihr Lelbhühneraugenarzl. Weil sie.ein hohes Honorar zusichert, ist Dr. Unblutig einverstanden. Ach, Sie ganz schlimmes Doktonhen. sagt sie schelmisch lächelnd. Sie hätten es ja gar nicht nOtfg. sich mit den sdunerzenden Hühneraugen anderer Leufe zu befassen, widmen Sie»ich ganz den meiner». Ich denke es mir wonnig, wenn idi so In meiner hypothekenfreien Villa gegenüber dem mit eisten Geldschranke in me.nem Klubsessel aus rotem Safiian hingegossen liege und Sie kukl- rolen so an meinen Fützen hnrum. 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Und schließlich hatte ich an diesem Priag die schöne Sllt« miterlebt, die jetzt schon in den meisten en Häusern außer Ge» brauch gekommen ist: daß die jüngeren FeckienmllAieder nach dem Essen des Ojterlamms aufstehen und mn'gehen— die muntere», starken Burschen und die stillen, lieblicheiangen Mädchen—, um vor jeder alleren Person der Familie ederzu knien und sie um Verzeihung zu bitten, wenn ihnen im auf des Jahres Kummer bereitet wurde. Ich sah Tränen aus jge» und ollen Gesichtern. ich sah ein Lächeln, das selbst die all Frauen wunderbar ver- ichönte. Diese Gesichter, scheinbar eiiGewebe von Furchen und Runzel» der Sorg«, hatten dennoch d Lächeln bewahrt in seiner ganzen Tiefe, wem, ein freundliche-Wort oder ein Festtag wie dieser zur Freude ausrief. Ein solch- Lächeln ist wie ein Feigen- bäum, der in einem Felseaspall sich unpfend lebendig erhält. Wer als der Arzt Kostas Hatzakis vor seiuer allen Mutter kniet«, breitet« sie segnend ihre Hän aus und sagte: .Lu mein Sohn! Du mein St»! Nur einen einzigen Ku nmer bast du wir zugefügt, daß du so coß und tüchtig geworden bist, daß ich dein teure» Antlitz nur seln erblicken darf." Zwölf Tag« lang hatten mir.riechisch« Gastfreiheit und Hatzi- dakis' erprobte Freundschaft Fre>« bereitet. Jetzt saßen wir auf der Rückfahrt nach Athen in Paäs vor dem kleinen Cafä aus der Mole und genossen den Anblick d, Neinstadtjugend, die ihren Abend. Ipa ziergang machte. Wohl durch den Anblick«opäisch gekleideter Damen angeregt. lenkt« sich unser Gespräch auf>ie Frauen, zum erstenmal während unseres Zusammenseins. „Qst die Moral ebenso streng wie vor zwanzig Jahren?" frag-tte ich- �.. .Zu Haus« im Dorf gV� es nur eine einzige Aenderung: früher konnte ein Mann—«in eifersüchtiger oder verschmähter Lieb- Hab«— die Zukunft eines jungen Mädchens durch eine» Plötz- llchen gewalljaMeri-Kuß im Beisein anderer völlig vernichte«.- Sie «erkor dadurch jede Aussicht.auf Verheiratung. Natürlich war der Liebhaber'in Gefahr, von den Verwandten des Mädchens ein Stilet »der ein« Reoolverkugel zwischen die. Rippen- zu bekommen. Aber dieses Risiko übernahm er gern, weim die Lieb« ihn wild machen könnte. Än diesem Frühjahr jedoch hat sich«in junges Mädchen trotz eines solchen Ueherfalles dennoch verheiratet. So well sind wir also dacht" "„lind das Bürgertum von Zllhen?" ,JSa, da müssen wir unsere?keiu eichen ausnehmen, die Kriegs- lieferaitten, die die Unarten Europas nachzuahmen suchen. Aber im mittleren Bürgertum weiß immer noch jedes junge Mädchen. daß es besser ist, das Leben zu verlieren als die Tugend." „Und die jungen Mann«? Sind sie leichtsinnig oder—?* „Unsere jungen Männer sind unschuldig, obgleich keiner von ihnen rein ist im Sinne der englischen Moral. Sie kennen nur die käuflich« Liebe, und diese gewährt nicht größer« Erfahrungen über Frauen als die Arbell am Operationstisch. Deshalb ist für uns die Ehe das' Erlebnis des Weibes in seiner ganzen Süßigkeit. Diele von uns haben, bevor sie heiraten, niemals em« Frau bei chrer Toilette gesehen. Jetzt sehen wir sie im Morgenlicht das Haar auf- stecken, in der Abenddämmerung das Haar lösen und kämmen. Kennen Sie überhaupt etwas so Reizendes wie Ftauen, die ihre Arme heben und ihre Hände um das dunkle Haar spielen lassen? Erst von dem Tage an, an dem ich mich verheiratete, verstand ich die Kunst—, Bildwerke, wie unsere attischen Grobmäler, wo die Frau in chrer ganzen reiche» Anmut lebendig ist. Und doch habe ich mehr Erfahrung als die meisten meiner Landslsute. well ich in Berlin studiert habe, wo ich mit fünf deutschen Mädchen auf einmal verlobt war und mit fünfzehn verlobt sein konnte." „Eine beträchiliche Anzahl. Würden Sie mir das Konto em wenig spezifizieren?" „Also sehen Sie. wir waren drei griechische Mediziner, die zuerst in Paris zusammen studiert hatten. Aber dort erlebten wir nicht Z, was über unsere Erlebnisse in Athen hinausging. Europa begaun erst in Berlin. Wir hatten soviel von den deutschen Mädchen gehört, und deshalb gründeten wir einen Derein. Jeder von uns zahlte eine Mark, und für drei Mark setzten wir«in« Annonce in cm, große Berliner Zeitung: „E n hockbegobier junger Grieche wünscht di- Bekanntschaft einer hochkullwierten jungen deutschen Dame im Hinblick auf spätere EMcklleßun?-" Wir erhielten 45 Offerten, dl« wir unter uns teilten. IS für kde«. Ich sagte zu ihnen:„Jetzt seht ihr wohl, daß ihr in Europa seid! Ihr bekommt 15 Geliebte für«ine Mark. Was können wir mehr verlangen?" „Entschuldigen Sie. daß ich Sie unterbreche. Stand*cht in der Annonce: im Hinblick auf später« Eheschließung?" ..Natürltch! Sonst hätte» wir doch- nicht die richtigen Berbin- düngen bekommen." Ich hielt mich an der Tischkante fest, während ich mich sammell«. Dätte mich jemand vor zehn Minuten gefragt, ob Hatzrdakis ein Gentleman s«i. würde ich ohne Zögern Ja geantwortet haben. Und im Hinbl-ck auf unser« gemeinsame Reis« würde ich einige lobende Dorie über sein««dlen Eharaktereigenschaften hinzugefügt haben. Aber jetzt schien der Kullurfirnis von ihm abzublättern. Cr wurde primlliv, wurde Orientale in einer weniger poetischen Weif« als oben in seinem arkadischen Heimatsort. Vorläufig jedoch verbarg ich me>n« Gemütsbewegung. „Die beiden anderen waren ganz wlld". fuhr Hatzidakis fort, ..ich mußte sie zurechtweisen.„Ihr könnt natürlich nicht mit 15 Verlobten herumlaufen", jagt« ich,„wenn ihr euren Studien obliegen wollt, und dos seid ihr eurem Vaterland schuldig. Besucht sie alle nacheinander und wähll die fünf beste» au«, und dam» treffen wir uns heute in 14 Tagen in, Diktoria-Eas4 und besprechen die Resultate." Aber mein Freund Papantonios, der schlecht deutsch sprach und leicht einzuschüchteru war, fragte: „Was fall man m'tt solchen Mädchen reden?" „Ich werde euch das sagen", erklärte mein anderer Freund, Diamontopullos, der seine Sommerferien in einem deutschen Badeort zugebracht hatte und infolgedessen bereits über eine gewisse Erfahrung verfügte,„ihr müßt nämlich wissen, daß ich in den ersten 14 Tagen allein in dem Badeort umher ging, von niemandem beachtet. Die Damen glaubten gar nicht, daß ich deutsch sprach. Aber eines Abends sollten wir deklamieren, und da- brachte mir ein Berliner einen Vers bei, den ich dann aufsagte: Ener allen« is nich schene, aber ener und«ne und denn allen«— det is schene! Ich machte natürlich das entsprechend« Gesicht zu dem Der«, versteht ihr, und nachher kamen alle Damen und oersicherten, es war groß- artig. Sie waren ganz überwältigt. Sie hatten gar nicht gedacht, daß so viel in mir steckte. Am gleichen Abend wurde mir gestattet, eine von ihnin unten am Strand« zu küssen. So sind die deutscheu Mädchen, sie sind so poetisch Wem, ihr nur Gesichter schneidet und deklamiert, so geht es alles, wie es gehen soll." Wir lernten den Vers auswendig und trennten uns. Zehn Tage später hatte ich mein« fünf Derlobungen abgeschlossen. Es waxen hübsche junge Mädchen und ausgezeichnet« Väter mit guten Zigarren und ohne dumme Redensarten, wenn ich mit meiner Verlobten allein sein wollte. Zuletzt hatte ich sie alle abwechselnd zu Hause in meiner Studentenbude.. Das war ein gehaltvoller Winter." „Und die anderen?" „Der arme Papantonios hatte natürlich kein Glück. Zuerst geriet er m zwei Bordelle— und das war ja nicht beabsichtigt—, aber dann brachte ihn der dritte Brief in ein sehr feines Haus mit zwei Dienern in Livree und sieben Papageien in goldenen Bauern. Für ihn hatten sie eine große Gesellschaft«ngeladen, und sie glotzten ihn an und grinsten und examinierten ihn, um sein« hohe Kultur und seine Begabung festzustellen. Nach dem Essen bekam Papantonios Mut und bat um die Erlaubnis, etwas vortragen zu dürfen. Dann sagte er seinen Der? auf, aber da grinsten sie der- . l.IUI...„ III.■.. i.iii.. i|||... j II I ,.| 3. trnhäty: SteUel-Song Ach quatsch mich nicht an. Mensch, mit deinem Sermon. lehr du mill) die Melk verftehnl Mat weißt denn du nu schon davon. mal es heißt, betteln zu sehn! „Da« is keeue Arbeit," hör ich dir sagen. ttu— sag's schont Ich kann eine Menge vertrage«: ich bin ja so vieles sewohvtt Aber vor den Türen steh», betteln sehn, Nacken beugen. Treppen steigen, t. Stock. 2. Stock, 3. Stock. 4. Stock. immer höher, höher rauf, runter, rauf... Eines Tages, da hängste dir auf! Dat is denn das Leben? Asyl und Spital! Ieboren, jeslorben. veriestea. And der Hunger, mein Sohn, is manchmal fatal, und du kriegst nich das mind'fle zu fressen. ..Ach bitl schön, Madam, eine Kleinigkeit!" Aber solche Lenke, die haben nie Zeil. das mußt du zu allererst misten. Da fehlk den« das Kleingeld. oder Madam is nich da. oder..der Herr is nich zu Haufe..." (is nämlich alles nich wahr!) Und vor Schwäche knicken die Deine dir weg.. Eines Tages, da liegsle im Dreckt Ich Hab schon'ue-Aebunq im Türensystem, ich kenne die Klinken-Gesichker: ich brauche die Herrschaften jarulch zu sehn. ich rieche schon det Zelichter. Und was so ein Hans alles in sich birgt! Mich hat schon manchmal da» Kotzen jcwürgt. viel heftiger als der Hunger. Und vor diesen Türen steh«, betteln seh«. Nacken beugen. Demut zeigen. 1. Stock. 2. Stock. 3. Stock. 4. Stock. immer und ewig diejelbe Nok—: Steine stakt Drol! Aber einmal kommt es dann anders, mein Sohn! Verlier nich das bißchen Mut. was wissen denn alle, die satt flnd. davon. wie wohl uns der Hunger tut! Und hat uns das Leben um manche» beschissen: was betteln... was Nacken beugen wüsten...! Mir find so Menschen wie jene sind! Mir haben das nich zu vergesten! Vir sind nich faul, aber wir sind auch ulch blind au ihrer Verblendung gemessen! Und gibt man dir wieder stall Drot einen Stein sag..Danke!" und steck ihn für später ein—: >u wirst ihn mal brauchen müssen! Dan« gibt es kein Vor-den-Türev-stehn. kann einer neben dem andern gehu. Zw 1- Stock. 2. Stock. 3. Stock. 4. Stock macht kein Dünkel sich breit- D as ist unsere Zeit! (Verlag der Dagabundev. Stnktgart-Vegerioch.) inotzen, daß« davonlief, an den Nase» der Hvaevtei, Diener vorbei, die auch grinsten. Er vergaß einen guten Hut in, Werte von 14 M. und war vollkommen untröstlich. Na, glücklicherweise hatte Diomon- topullos sich acht Geliebt« gesichert— drei mehr als er eigentlich sollte—, so daß er zwei an Papantonios abtreten konnte. Der Winter war. wie gesagt, sehr gehaltvoll, aber so gegen den Frühling begannen einig« der Mädchen zu weinen und wollten geheiratet werden. Ich wußte Rat: „Nehmt sie einzeln zur griechischen Messe mit. Das sollte mich wundern, wenn sie nicht spöttisch dies oder das über unseren Gottes- dienst äußern werden. Dann werdet ihr ärgerlich und verlaßt sie draußen vor der Kirchentür. Denn in religiöser Hinsicht sst mit euch natürlich nicht zu spaßen, da seid ihr unerbittlich, selbst wenn die Mädchen Buße tun und Besserung geloben." Es glückte uns wirklich, auf diese Wesse unser« Geliebten los- zwverden. Nur Papantonios war natürlich ,in Trottel. Ems von seinen beiden Mädchen war sehr fügsam, kniete nieder, küßte den Fußboden, weinte und sagte kein böses Wort." „Bielleicht erwartete sie ein Kind?" bemerkte ich. .Leicht möglich! Mehrer« von ihnen erwarteten Kinder." Das war zu niedrig. Dies« Antwort brachte den Becher zum Heb erlaufen.. Ich ergriff das Wort und hielt— so schart, wie die erwiesen« Gastfreundschaft es zuließ— ein« kleine Red« über europäisch« Gentlemanmoral. So und so betrachteten wir«inen Mann. der die Ehe gelobt«— Hatzidakis starrte, während ich sprach, ein wenig zerstreut über das Wasser, und als ich fertig war, sagte er mit«wem ganz leichten Gähnen: „Ich glaube, daß Sie vollkommen«cht haben,»nd daß hier öm Konstruktionsfehler in der Moral Europas vorliegt." $wan Stellbui:*DiS cJI loUC Außer einer kleinen Motte, die Abend für Abend im graugoldenen Ballkleid unter metner Lampe sitzt, habe ich noch sin« reizende kleine Bekanntschaft. Das ist die Tochter eines Postbeamten, der Innten im Hause wohnt. Wenn ich zum Berliner Fenster hinaus- blicke, sehe ich sie unten im Hose spielen. Und wenn ich morgens die Wohnung verlassen habe und unten die Muskeln gegen di« schwere eiserne Haustür stemm«, steht sie mitten In einer Schar gleichaltriger kleiner Modchen im Flur. -„Wir können die Türe nicht offenkriegen," sagt sie.. Ich öffnek Und wie aus einen, aufgeschlossenen Käfig braust es ins, Freie. Aber wenn die anderen schon langst in der Weite sind, steht mein« fleiite Bekannte noch vor mir und knickst. Auf solche kurze Bogegnung, die aber bestimmt tagtäglich ge- schieht. beschränkt sich unsere Bekanntschaft. Sehr seltsam sind ihr« Augen, die strahlen können wie richtige Frauenaugen. Auch ihrs Hände sind von merkwürdig ausgewachsenem Ansehen: die Finger- nägel sind kräftig und an den Rändern sehr schwarz. Aber immer- hm. wie man sieht, sind diese Hände doch noch nicht kräftig genug. die eiserne Haustür zu öffnen. Meine kleine Bekannte ist sieben Jahre alt. Eines Tages knickste sie nicht, lachte sie nicht— sie grüßt« nicht— Was sie wohl hat? dachte ich und ging weiter Ueber dp, ganzen Morgen war mir trübe zumute. Sie mault, das ist klar. Gut, es ist aus. Gut— Am nächsten Morgen traf ich sie, und— sie grüßte. Ich hätte gleich in einen Loden gehen mögen, um ihr ein Stänglein kandierter Nüsse zu kaufen. Aber das war nur mein innerliche» Gefühl. Aeußerlich blickte ich über sie weg und sagte, so kalt als es ging. Guten Morgen! Wie schüchtern war sie gewesen! Sie traute sich nicht, wie früher fröhlich zu rufen.— Den ganzen Tag lang war ich versöhne (ich gestimmt Ich hätte«wen Polizisten umarmen mögen, der auf der Straß« ging. Denn meine kleine Bekonnte knickste wieder und grüßte mich. Ich brauche das nun einmal zum Leben. Und ich glaube, daß sie sogar im Recht gewesen ist In irgend- «inen Gedanken vertieft bin ich viel« Tage mit zu Boden gerichtetem Blick durch die Straßen gegangen. Ja. ich erinnere mich, daß meine kleine Bekannte mich oft aus meinen Gedanken hat wecken müssen— sonst hätte ich sie, weiß Gott, übersehen. Aber dann stand sie vor mir und schne durch die hohlen Hände mit furchtbarer Kraft: Guten Margen— 1 Wie leicht kann es sein, daß sie dam, eines Tages den Mut verloren oder gedacht hat: Er will mich nicht mehr sehen... Mein Gott, wenn ich denke, auf welch eine banale Weise Zer- würfniss« zw- schon Menschen entstehen! Man blickt zu Boden, weil man einen Sedanken hat.— und die klein« Bekannt« meint es sei Absicht— Am nächsten Tage, als ich sie wiedersah, hätte ich fast den Hut vor ihr abgenommen. Ich nahm mich zusammen. Ich ant- worti-te einfach, aber laut und klingend: Guren Morgen! Und in meiner Stimm« war die Höflichkeft meine» Herzenz. Meine kleine Bekannte war rot ich denke vor Freude.-- Seltsam, seltsam— wie es sich dann entwickelt hat Eines Tages, als sie mich sah, begann mein« kleine Bekannt« zu grünasfleren. Und als ich sie erschrocken betrachtet«, knickst« sie, aber unnatürlich lang« und tief. Da ging ich vorbei und hörte hinter mir das laute Gelächter— sie hatte den anderen kleinen Mädchen auf meine Kosten dies Schauspiel gegeben. So so. Am nächsten Tage tanzte sie immer im Kreise um mich herum, riß mich an meinen Händen und schrie unaufhörlich: Guten Morgen, mein Herr, guten Morgen... Ich sah geradeaus und ging weiter.- Heute, als ich das Haus betrat, stand sie wieder hinter de? schweren eisernen Tür. Und fi« sagte leise, bescheiden wie ein'?' Guten Morgen-., Es war aber Nachmittag. Da meinte ich, meine Leine Bekannte hätte sich nor geirrt, sab da irrte ich mich, lächelnd, wie sie. Guten Morgen, gab ich zur Antwort. Da schrien sie alle und johlten. Guten Morgen, riefen sie durcheinander, guten Morgen! Und das Leine Mädchen, das einmal meine kleine Bekannte war, lacht« mir frech ins Gesicht und riß mich wieder an meiner Hand. Vom ist's genug. Cs ist aus. Oben, in meiner Stube, fetzte ich mich an den Tisch. Das Brot sag vor mir auf den, Papier, denn ich wollte ein Stück davon essen. Aber ich bin nicht imstande, das Messer zu nehmen, um abzu- schneiden. Ich bin wohl zu faul dazu. Ich blicke nur auf die Lampenkuppel, die vor mir schimmert, und in die rote Flamme, die kegelflächiz dahinter glüht. Da seh' ich die Motte in ihrem graugoldnen Ballkleid aus einer verborgenen Rille in, Kuppelring herunterspazierev. Sie schreitet langsam über den Tisch, bas malle Kleid schleppt etwas am Loden hin. Dann kriecht sie auf's Brot, das vor mir liegt. «Geh weg vom Brot!" sage ich. Sie bleibt sitzen. „Du bringst mich in Wut!" sag« ich, aber viel lauter..Lch '««stehe heute gar keinen Spaß." Die Motte rührt sich nicht. Da schlag' ich, von meinen Schläfen herunter, fest auf den Tisch die Fäuste. Die Lampe klirrt. Die Motte fliegt im Bogen. Wohin— weiß ich nicht. Ich habe sie während des Abend» nicht wiedergesehen, llebrigens ging ich bald zu Bett. Aber dann stand ich wieder auf und las. Auch am folgenden Tage sah ich sie nicht.— Am nächsten Sonntag, als ich den Holzoorhang in die Höhe zog, fand ich sie auf der ffcnsterbank. Steif ünd grau, unbeweglich. Der Himmel über der Straße war falb, das Pflaster schmutzig und grünvzrschlammt. Die Motte in ihrem»erschossenen Ballkleid war tot. So habe ich an einem Abend meine beiden kleinen Be- kannten verloren. Feststellung oou BUdersälschungeu. Gegen die gerade in letzter yiell häufigen Bilderfälschungen soll man jetzt ein wirksames Gegen- mittel erfunden haben. Die Bilder werden mit einer besonderen Art von X-Strahlen durchleuchtet, auf diese Weise kann n,an leicht feststellen, ob sie gefälscht oder irgendwie übermalt sind.. Das Der- fahren beruht auf der Tatsache, daß verschiedene Farbschichten verschiedenartig aus die Strahlen reagieren. Da auch der allergeringste Unterschied in der Zusammensetzung der Farbe sich bemerkbar macht, und da ja die Farben alter Meister heute nicht mehr existieren, ist dies Ermittlungsverfahren als ziemlich sicher anzusehen. Ausdauer im Dienst. Emen Rekord in bezug auf Ausdauer im Dienst bat Elisabeth Gadsby aufgestellt, die im Aller von neun Vahren iij ein« Weber« in Leicester eintrat und noch beute, mit«in- nndneunzig Iahren dort beschäftigt ist, also 83 Jahr« rn der gleichen Firma ausgeholten hat. Znsssskädle. Venedig ist nicht die einzige Stadt, die auf Inseln gebaut ist. Auch Amsterdam und Gent sind auf einer Anzahl kleinerer Inseln errichtet. Venedig ist auf IS Inseln erbaut und hat 378 Brücken. Amsterdam liegt auf etwa 1A> Inseln, die durch SlXZ Drücken miteinander oerbunden sind. Gent ist auf 26 Inseln erbaut, die durch 270 Brücken miteinander in Verbindung stehen. Die erste Hvpolhek, von der wir wissen, wurde vor mehr als 400» Jahren m Babylon ausgenommen; dort verpfändete ein Moiy, schriftlich seinen Grundbesitz für eine als Darlehn erhaltene Geld- summe. jaroiuw mek: QoliesXob Als Abbe Peter mit seinen beiden Zöglingen, Gottfried und Theophil, Grafen von Bohdaletz, böhmische Adelige im Alter von zehn und zwölf Iahren, das freie Feld erreichte, lachte die Sonne strahlend auf sie herab. Wbe Peter stand auf der grünen Wiese, breitete die Arme aus und sprach, indem er aus die Berge und die weite Landschaft wies: „Hier erblicken Durchlaucht das glorreiche Werk des Schöpfers. Durchlaucht sehen Fabriken, die Eisenbahn. Berg-?, Wälder. Bäche winden sich dahin wie silberne Schlangen. In den Wäldern singen die Bogel, aus den Berghängen blüht herbstliches Heidekraut. Durch- laucht müssen den Schöpfer all dieser liebreizenden Dinge lieben. llebrigens können wir uns setzen. Ich sehe im Geiste einen schönen Morgen auf den kubanischen Inseln, sehe Tabakpflanzungen. Auch darin merke ich die Hand des Schöpfers." „Die Tropen haben die schönen Inseln Hinterindiens mit einer Fülle ausgezeichneter Tabakblätter beschenkt. Gott hat die Neger geschaffen, damit sie diese Gabe Gottes auszuwerten trachten, und sie tummeln sich so fleißig vi« arbeitsame Lienen. Und siehe da, der Schöpfer führt ihre Hand, damit sie die Blätter dieser wohl- riechenden Pflanze trocknen, die in die ganze Welt exportiert wird. Diese Erzeugnisse kommen nach Havanna und von dort auf einein Schiff nach Europa und Böhmen. Gott läßt das Schiff nicht � unier- gehen, das dies« kostbare Ladung mit sich führt, und schirmt die Schiffer mit seiner festen Hand. Larrdet das Schiff, lädt man die Kisten vorsichtig im Hasen ab und siehe da. Durchlaucht, hier habe ich so eine Zigarre, da? Erzeugnis des frommen Geschlechts der Neger. Sehen Sie, Durchlaucht, ich brenne sie an in der aufrichtige, r Liebe zu Gott dem Schöpfer, der die PlaNtogen in Hinterindien vor Unwettern schirmt." „Ja", sagte er, Rauchwölkchen in die Luft blasend,„Sie spüren. daß der duftende Rauch wie ein Friedensoxfer gen Himmel schwebt. So rotsien Sie denn, daß ich nur aus Ehrerbietung vor den frommen Arbeitern schwarzen Angesichts rauche, die Gott als gute Christen ihren Dank für di« gute Ernte bezeugen. Ja, Durchlaucht, in allem ist di« Hand des Schöpfers fühlbar. Alles, was Sie ringsumher erblicken, ist«in Denkmal für Gottes Ruhm. Betrachten Sie. wie di« Natur im Herbst« bunt gefärbt ist. Wie die Blätter dort gegen- über alle Farben spielen. Und das alles krönt mit ihrer prachtvollen Farbe die feurige Glut der Wacholderbeeren. Der Schöpfer in seiner unendlichen Güte hat auch hier an uns gedacht. Deshalb losten Sie uns den Schöpfer preisen. Durchlaucht. Gott wollte nicht, daß sich das armselige Menschengeschlecht nur zum Lob und Preis der Güte Gottes und seiner unendlichen Weisheit begeistert. Der Schöpfer des Alls naht uns als Helfer der Menschheit in all ihren Nöten, er weiß, war ihr frommt, er läßt schmackhafte-Früchte reisen, ja, selbst die roten Beeren des Wacholderbaumes überläßt er dem Menschen zur Verwertung. Die Menschheit leidet seit oltereher an mannigfachen seelischen und körperlichen UebAn. Ein schlaffer Körper macht auch den Geist schloff, allein Gott hat bereits vor langer Zeit auf vsychiodene Früchte, Pflanzen und Kräuter hingewiesen, aus den.-n sich stärkende Getränke bereiten lasten. Und so bereitet denn der Mensch, von Gottes Eingebung geleitet, dieses Getränk." Abbe Peter zog mit einem frommen Blick aus der Tasche seiner Soutane eine Flasche Wacholderschnaps von nicht geringem Umfang. und während er mit langen Zügen den goldgelben Schnaps trank und seinen Kopf gen Himmel hob..durchströmte.. ihn wohlige Zu. friedenhett..... Er legte die Flasche neben sich und fuhr fort: „Ja. Durchlaucht, die unendliche Barmherzigkeit Gottes gibt hier den Antrieb zu mannigfachen Erwägungen und man tut am besten, sich ihnen gerade in Gottes freier Natur zu ergeben, die sechst in dem lleinsten Käser Gottes Lob und Preis verkündet. Ei, wie schön ist es hier! Auf der Wiese wachsen Blumen, hier fliegt eine Fliege, hier«in Käferchen, dort wieder sehen Sie Maulwurfs- Hügel und wissen, daß unter diesem Lehmhousen ein Maulwurf lebt. Unten am Bache gibt es eine Unmenge von Geschöpfen, die das Werk Gottes lobpreisen. Die Böget auf den Zweigen, die Eichhörn- chen auf den Bäumen, die Füchse in den Höhlen und andere Gr- schöpfe sind ebenfalls aus Gottes Werkstatt hervorgegangen. Und der Schöpfer wollt« der Menschheit durch dies« mannigfachen Taten seiner Lieb« zum Nutzen gereichen und zeigen, daß er st« aufrichtig liebt und ihr himmlicher Aaler ist." „Deshalb hat Gott die Flüss«, Felder und Wälder mit oer- schiedenen Lebewesen belebt, die Nutzen bringen und seinem Namen zum Ruhme gereichen. Gewiß haben Durchlaucht bereits gesehen. wie ein Hase läuft und getroffen zu Boden sinkt, um den Menschen auf Grund der unendlichen Barmherzigkeit Gottes als leckere N h- runz zu dienen. Und gerade«in auf Rahm ge backener Hasenrückcu ist es. der so vollendet gut schmeckt, daß der Mensch bei seinem Se- nuß die eigene Nichtigkeit dem Schöpfer gegenüber doppelt fühlt. denn ahne seinen Willen und seine Liebe zu uns sündigen Geschöpfen könnte niemand so in die Tasche greisen und aus einem Papier ein so hübsches Stück Hasenbraten auspacken, wie ich es jetzt tue. Nun frage ich euch, könnte der elend«, sündig? Mensch ohne die Eingebung Gottes so handeln?" „Und wenn ich so mtt dem Messer hineinfahre", fuhr er fort. indem er den Hasenbraten zerschnitt und feiste Bisten in den Mund schob,„dann begreise ich erst voll und ganz die göttliche Fürsorg«, die der Schöpfer uns Menschen angedeihen läßt, und sehe die ganze Natur, dos vollendete Werk Gottes vor mir." Er nahm einen Schluck Wacholderschnaps und sprach weiter: „Wie entsagungsreich ist das menschliche Leben, wie armselig ist d?r Mensch und wie grenzenlos elend wäre er. wenn Gott ihm den Schlaf versagte! Hymnen sedoch ließen sich über die Augenblicke schreiben, in denen der Mensch langsam in den Schlaf hinübergleitet. Und wie wunderbar ist es. wenn ihm der Schöpfer in Gottes freier Natur unter dem weiten Firmament einen erfrischenden Schlummer gewährt und der Mensch, ein Gebet auf den Lippen, mitten in Gottes Pracht zu schlummern beginnt!" Abbe Peter kreuzte die Arme unter dem Kopf und bald darauf konnte man sein zufriedenes Schnarchen vernehmen. Mitten auf der Malle saßen seine Zögknge und hörten bestürzt, wie ihr Erzieher in Gottes freier Natur durch die Nase pfiff. mezeMatt Ndxrftfcxme au» km VAe&rAen ttn Oadt Der fischreichste Strom. Im NS leben nach den neuest« Fest- stellungen well mehr Fischarien als in irgendeinem anderen Flusse der Welt. Man hat nicht weniger als 8000 verschiedene Fischarien gezählt. London wächst in seiner Bevölkerungsziffer schneller an als irgend eine andere Großstadt der Welt. In den letzten ZS Iahren hat es eine Bevölkerungszunahme van anderthalb Millionen zu verzeichnen. "goucß Bettyprlat Motried. bo* 2Ei£S3|,5 Mus«' Vl-Äe' lUSSSfäfel/ SS 21� I A ZW ismmfrt* fransagetreue Copicn itPerserTeppichcn 'rmm.- In Jnsc re- Sstlügeltarm- Siedlung NarKendorf d. llUerbod verkaufen wir dicht am Bahnhot Baustrllen qm 20—40 PL behaut. Q undst. 7000 RM. auch enige Rtit- Saiz pro Mg. 140—<00 RM. rassend lr Handwerker u. Gescräftsltute Dcnlsdrer Fanner. Berlin LOtzowufeT 17. Telephon UJ eow 2568 Aufgebot. Wer karm Änsknnfl erteilen über den Verbleib oder Tod der Frau Anna BenBel »eb. Ibrke. früher wohnhaft Berlin, Gntisenaustr. 40. Meldun en ru richten an Rechtsanwalt Paate In Fflr»tcnwa!de«. d. Spree. MÖBEL Schill-. SM-. SmniMMk »n teifpie'IoS nteDtlflen Qretten. Sraß.S Leger hocheleganter Sinnchtungen nnb«Intel- mboet jeber Art— liebet loa Mit lerjwuuer. ZnhfssgSerleichterung. 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Handbuch de» Blff en» fr. 20 Sauden,«nat aNgamelna» Laven- um UStifeiibuna de» Adiek. ' j------— ßenbonZPi. mai-ead- uet Litte- nntg VON Land i PI» IV toion UNO icot» tocueicn toano« utumueioornaa»«tichcutnu Der tfweU'flt Rrchnungsdenaz— die ttfie Rate— f ngt gieudMig— Ist nachjunehmcn. cNichtgrwünfchte» jei- streichen.) SrlüLunzsstt Stiiin. OB u. Datum: Bettgarnituren J"�b«°"nnDd ein relob gern, od- best. u. eis glatt. Kiseeo Laken Baoetacb. 200x140...... Barchentlaken Handtücher i0,g?b£Äft Cfrvff» e*- fso cm breit, für Knnben- Olone anittge......... Meter ea. 140 cm breit, für Datoen- SUZtie rOoko.......... Meier Strickwesten"[„�o�g�w.": Kindersweater Limiten,'"g?!1'* Daraenschlüpfer Damenschlüpfer kiatooB Feh lern............. Damen untertaill. Damenuntcrtaillen Damen-Unterkleider guireltu Kasetielde. gute QuaBilten. Damen• Unterkleider NN.' •ehwere Qualitit mit kl. Fehler».... Damenstrümpfe geideefior alt fcleiseo Fehlern.. 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