Morgenausgabe 5lr 65 A 33 47. Jahrgang SMyatn«) 8S»f. monmlWb MO«. tan DDrau» iaOIbat. P->sU> und 7! MS Poltbksltllgtdühnn. Ausland». adonnemeru k.— M. pro Monat. Ser.Sonoirt»*«Ich»«« wochontig- Cch zweimal, Sanmog» und Montao, einmal, die Abendausgaden für Berlin und im chandel mir dem Tirol.Der Ubenb". SQuftrirrt» Beilagen.Volk und Zeil' und �iinderfreund". Ferner .Unlerhalluna und Willen',.grauen» Kimme'.Technik'.Blick in die !lt' und»z BücherweU" .Jugend-AorwäN»' VsLttnsr Volksblat» Sonnabend S. Februar 1930 Groß-Äerlin IT Pf. Auswärts 15 pf. Cte c l n t p a 1 1 1 g• Nonparervezetl« 10 Pfennig. Reklame eile S.— Reich»« mark.„Aleine An eigen' da» ettge« druckt« Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettaedructte Worte), jedes weitere Work >2 Pfennig. Stellengesuche da» erste Dort 15 Pfennig, jedes weitere Work 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben ylen für zwei Worte. Ardeitsmo-tt leile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze l» " Pfennig. Anzeigenannahme imchaupt» Geschält Lindenstrafte 3. wochentüglich von SV« bi» 17 Uhr. Äenkeatovsan der GoziatdemoSraMchen Vavtei DeuttchtandS Redaktion und Verlag: Berlin TW 68. Lindenstraße 3 Ferniprcckkll Tönbotk 222—297 Zelegramm-Adr: Soualdemokrai Berlin. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Posllchcckkcnio: Berlin 37AZK,— Bankkvnio: Bant der Arbeiter, Lnaeslelllcn vnd Beamten. Wallslr KS Dl B v Tiir-Gel, Teposiienkasie Lindenslr S. Moldenhauer zerstört Illusionen. Der Etat vor den parteisührern.— 310 Mlttionen neue Steuern. Am Freitag fand unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Müller«ine Befprechung der Parteiführer statt. Anlaß dazu gaben die Schwierigkeiten bei der Aufstellung des Etats für das Jahr 1980 und der Wunsch des Zentrums und der bayerischen Volkspartei nach einer Verständigung über die Finanz- fragen noch vor der Erledigung der Voung-Gesetz«. Reichsfinanzminister Dr. M o l d« n h a u« r berichtete eingehend über die oorauesichtliche Gestaltung des neuen Etats,, der mit einem Fehlbetrag von rund 790 Millionen Mark abschließe. Di« wesentlichste Ursache dieses Fehlbetrages sei die Tilgung der Schulden, in Höh« von 4Z0 Millionen Mark, der Fehlbetrag aus dtei Jahre 1928 In Höhe von 184 Millionen Mark und dos Dar- lehen an die Arbeitslvscnocrstcherung. das im Jahre 1939 mit etwa 230 Millionen angesetzt werden müsse. Der hohe Fehlbetrag trotz der Verminderung der Reparationsleistungen durch den?)mmg-Plan sei außerdem aber auch darauf zurückzuführen, daß verschiedene Ausgaben eine Steigerung aufweisen, vor allem aber, weil die Steuereinnahmen Infolge der ungünstigen Wirtschosts- Iqge auch im Jahre 1939 iwch einen Rückgang von etwa 2?9 Millionen Mark bringen dürften. Der Etat enthalte außerdem noch geWiste Unsicher- heitsfaktorcn. so daß man ihn nicht als übertriebe» pessimistisch ansehen dürfe. tkeinessalls vertrag« er«eitere AusgabeerhShungen. Auch Länder und Gemeinden befänden sich in schwieriger Lage, so daß für ihre Fehlbeträge ebenfalls gesorgt werden müsse. - Dr.. Moldcnhauer beschäftigte sich auch eingehend mit der Finanzlage der Arbeitslosenversicherung. Durch Reform der Dervmllung seien nennenswert« Ersparnisse kaum noch zu erzielen. Ein« Aenderung der Gesehgebnug bringe nur ei« geringes finanzielles Ergebnis, sei politisch aber sehr gefährlich, scheide deshalb gegenwärtig aus. Zur Deckung des Fehlbetrages seien zwei Vor- schlage gemacht worden: erstens die Erhöhung der Bei» träge aus 4 Proz. und die Uebernahme des dann noch ver- bleibenden Fehlbetrages auf die Reichskosse, und zweitens die Deckung des Fehlbetrages der Arbeitslosenversicherung durch einen Kredit der Sozialversicherung, wobei das Reich die Bürgschaft zu übernehmen Hobe. � Dieser letzte Weg erschein« ihm als der geeignete, doch liege«ine Stellungnahme des Kabinetts dazu bisher nicht vor. Würde der Fehlbetrag der Arbeitslosen- Held in allen Sätteln. Bayern und der �oung-p an. Der bayerische Ministerpräsident Held hat gestern im Derfastungsausschub des bayerischen Landtags sich über den Foung-Plan ausgesprochen. Herr Held ist der Ansicht, daß Deutschland nicht in der Lage sei, die rm Haager Ab- kommen übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Herr Held fordert jedoch nicht die Ablehnung der Young-Eesetze, sondern die Zurückstellung, bis der Reichs- etat für 1930 in Ordnung gebracht sei. Herr Held hat im Reichsrat ebenfalls nicht gegen die?)9ung-Gesetze gestimmt— und zwar mit Rücksicht auf die gefährdete Pfalz, wie er selbst erklärte. Es ist zu viel auf einmal, was Herr Held alles will und nicht willl Was er der staunenden Oeffentlichkeit vorführt, ist nicht ein politischer Wille, sondern seichtester Opportunismus, der in allen Sätteln sitzen will: ein wenig Huaenberg. ein wenig Brüning, e.n wenig Cur- t i u s. Und das alles in dem tröstlichen Bewußtsein, daß Reichsregierung und Reichstagsmehrheit durch die Annahme der Noung-Eesetze schon für die Rettung der � fQiyCr;Ä m großen Dingen zu schlau zu sein! Gewerbelehrer aus der Praxis. Vorstoß gegen SaS Berechtiavngsunwe en. Am Freitag entwickelt« der preußisch« Minister für Handel und Gewerbe. Dr. Schreiber, sein Programm über die künftige Aus- blldung der Gewerbelehrer Das HauptkoMingent der Anwärter für den Beruf soll in Zu- tunft nicht aus dem Dolksschullehrerstand, sondern au» de» Versicherung auf diesem Wege gedeckt werden, und geling« es, noch 80 Millionen an Ersparnissen zu erzielen, dann müßte der Restbetrag von 370 Millionen durch Steuererhöhungen gedeckt werden. Die von Moldenhauer dasür dem Kabinett vorgeschlagenen Möglich- keilen wurden ebenfalls eingehend dargelegt. In der Aussprach« über diese Vorschläge des Reichsfinanz- Ministers wurde vom Zentrum dargelegt, aus welchen Ursachen Zentrum und Bayerisch« Volkspartei vor der Erledigung der Voung- Gesetze eine Entscheidung des Reichskabinetts und der Partelen wegen des Etats 1939 wünschen. Im Vordergrund steht dabo, die Erwägung, daß nu� auf diesem Wege eine echte Balan- cierung des Etats, die Durchführung der Schuldentilgung> und der Sanierung der Kasse erreicht werden könnt«. V o n d e m 1 Finanzprogramm über das Jahr 1939 hinaus Ist! dabei nicht gesprochen worden. Der Grundgedanke der> Anregung des Zentrums fand auch bei den anderen Parteien An- � erkcnnung. Bedenken ergaben sich jedoch wegen der z« I t I i ch e n Verzögerung des Zoung-Planes und einer eventuellen fach- lichen Rückwirkung. In der nächsten Woche sollen die Besprechungen zwischen dem Reichsfinanzminister und den Finanzsachverständigen der Fraktionen sortgejetzt werden. Zwangsanleihe derVerflcherungsiräger Zentromsprotest gegen MoldeohauerS Pläne. Stuttgart. 7. Februar.(Eigenbericht.) Der Zentrumsadgeordnete des Württembergischen Landtags und Präsident der Landesversicherungsanstalt Württemberg An drä erläßt in der FreUagausgabe des Stuttgarter Zentrumsorgans unter der Ueberfchrift:.Lände weg von der Sozlolverslche- r u n g" einen Protest gegen die Absicht des Reichsfinanzministers Moldenhauer, das Defizit der Arbeitslosenversiche» ru n g durch eine Art Z wa n g sa n l e l h e bei der Inva- liden. und An g« st e l l t« n v« rf i ch e r u n g zu decken und den Reichsetat dadurch zu entlasten. Andrä lehnt es mit Eni« schicktenheit ab, daß die auf der gesamten deutschen Wirtschaft ruhende Last der Arbeitslosenversicherung künstig ollein von der versicherungspflichtigen Bevölkerung getragen werden soll. Ein solcher Weg müsse zur Zerschlagung und zum Zusammenbruch der I Sozialversicherung überhaupt führen. Di« Wegnahme der Rück- ' logen der Sozialversichenmgsträger wäre ein gesetzgeberischer } Gewalt st reich, den die Versicherten nicht zulassen dürften. Kreisen der Praktiker kommen. Es wird erstrebt, den Fachschulabsolventen der höheren Fachschulen mit nochfolgender Be- Währung in verantwortl-icher Stellung ohne Prüfung den Anschluß an die Gewerbelehrerausbildung zu sichern. Es ist daneben crforder- ltch, den Praktiker ohne Fachschulbildung, Meister wie Facharbeiter, über seine Berufsausbildung hinaus in Sonderkursen vorzubereiten für die Sonderreiseprüsung, die ihm gleichfalls die Aufnahme in di« Gewerbelehrerausbildung garantiert. Damit wird zugleich gegenüber dem Privileg der allgemein bildenden Schulen, gegenüber den vielfachen Barrieren, die das Berechtigungs- wesen schafft, die Anerkennung der technischen und wirtschaftlichen Bildung garantiert. Weniger Reprafeniaiion. Mehr Mittel zur Unverung der Not. Der Reichspräsident hat im Hinblick auf dl« wirtschoft- liche Notlag« beschlossen, den üblichen parlamentarisck)en Bierabend auefallen zu lassen. Den hierdurch ersparten Betrag wird er der Hindenburg-Hilfe zur Linderung der Rot der Kriegs- beschädigten und Kriegerhinterbliebenen über- weisen. Die Reichsregierung hat sich diesem Entschluß de« Reichs- Präsidenten angeschlossen und wird ihren Betrag der Stadt Berlin zur Speisung von Schulkindern überwessen. Der Reichstogspräsident L ö b« verfährt ebenso und überweist den Betrag einer Wohlfahrtseinrichtung für langfristige Erwerbslose tm Osten des Reiches. Das Beispiel, das� hier in erfreulich allgemeiner Weise befolgt wird, ist vor einigen Tagen von der Preuße nregi«ru/g gegeben worden. Illiquid und illegal. OieHintergründe des kommunistischen Ausverkaufs. Am Donnerstag war's für die„Rote Fahne" eine blöd- sinnige Erfindung", am Freitag wurde es zu einer„ollen Kamelle", aber abgeleugnet oder zurückdatiert— der Ausverkauf des kommunistischen Parteieigentums ist durchaus eine Tatsache der Gegenwart. Die neueste offizielle Sowjetlüge, daß dieser Ausverkauf„längst vollzogen" sei. hat ebenso kurze Beine wie die vorangegangene, daß an der Geschichte„kein wahres Wort" sei. Wir wissen sehr wohl, wie dle Dinge liegen, und andere wissen es auch. So konnte der kommunistische„Volkswille", das Organ des Lenin-Bundes, am 7. Februar in Unkenntnis der neuesten Verlautbarung des ZK. bereits folgendes mitteilen: Genossen der KPD. haben uns in den letzten Monaten bereits wiederholt daraus hingewiesen, daß in den Betrieben der Partei merkwürdige Dinge vorgehen müssen, denn erstens würden dle Be- triebe wiederholt von Fremden, offenbar bürgerlichen Geschäfts- leuten, besichtigt darunter auch die Druckerei der„Roten Fahne". und zweitens sind tatsächlich seit Monaten dle Löhne z. B. m der „Roten Fahne" meistens nur„auf Stottern" ausgezahll worden. Das deckt sich durchaus Mit unseren Informationen. Die Ableugnungsoersuche der„Roten Fahne" werden auch da- durch nicht zur Wahrheit, daß sich der letzte Stotterakt am Freitag und nicht am Sonnabend abgespielt hat. Die Pleite der kommunistischen Parteiunternehmungen ist ganz allge- mein, muß es sein. Denn wer so gründlich wie die kommu» nistischen Diktaturschwärmer die dreimal verflucht« Demo- kratie aus dem Hause treibt, der vertreibt damit auch ihre segensreiche Tochter: die demokratische Kontrolle. In der KPD. gibt es weder«ine politische, noch«ine finanzielle Kontrolle der leitenden Instanzen. Keines der Mitglieder erfährt je, wohin das Geld verschwindet, das er zahlt. Keine Macht der Partei kann die Gewaltigen zu irgendeiner Rechnungslegung zwingen. Kein Wunder, daß daher auch die Parteiunternehmungen wanken, denen un- zweifelhaft große Mittel zugeströmt sind: Das kommunistische Oppositionsorgan„Arbeiterpolitik" fordert die Mitgliedschaft auf, von sich aus die Einsetzung eines Kontrollausschusses zur Prüfung der erhobenen Anschuldigungen zu verlangen. Das Opposttionsorgan schreibt zur Begründung: Die Anschuldigungen sind um so gewichtiger, als wir positiv wissen, daß auch die ehemals einflußreiche Massenorganisation,„Die Rote Hilfe Deutschlands", vor ihrem finanziellen Zusammenbruch steht. Das Kinderheim Barkenhof in Worpswede wurde geschlossen. Auch die Angestellten des Elgersburger Kinderheims befinden sich bereits in Kündigung. Auch hier besteht die Gefahr, daß die beiden Häuser und Gnindstücke, die meistenteils geschenkt und zum anderen aus nnchfam gesammelten Arbeitergroschcn gebaut und erhalten wurden, zum Verkauf kommen. Auf die Einsetzung eines Kontrollausschusses wird die kommunistische Opposition gewiß vergeblich warten. Hat es etwa die KPD. bisher notwendig gefunden, die schweren Anschuldigungen gegen den kommunistischen Häuptling Willi Leow ernsthaft nachzuprüfen? Wenn sie es getan hätte— oder vielmehr: wenn dis Mitglieder der KPD. unSer Ausschaltung der jetzigen Führung(denn hier gilt das Wort von der Krähe...) diese Anschuldigungen hätten prüfen können, stände Leow gewiß nicht mehr dort, wo«r steht. Im Falle Thälmann-Wittorf hat die KPD. bekanntlich nur den absolut nicht zu rettenden Wittorf fallen lassen; Thälmann wurde mit„Stalin" blank geputzt und wieder an die Spitz« gestellt. Soll man sich wundern, daß in dieser Partei selbst d i« Presseunternehmen finanziell ausgezehrt sind, die nach Auf- lageziffern und Verbreitung unbedingt mit Ueberschuß ar- beiten müßten? Es ist so, die KPD. sucht sie loszuwerden, man muß suchen, sie loszuwerden, weil ja bei einem Bank- rott das Strafverfahren wegen Bilanzverschleierung und verwahrloster Buchführung so sicher wäre wie das Amen in der Kirche! Bürgerliche Unternehmer sollen die Betriebe durch Lohndrückerei wieder rentabel machen. Trotzdem darf man nicht annehmen, daß die Illiquidität ihrer Unternehmungen der einzige Grund ist, der die Kom- munisten zu dem Riesenramsch veranlaßt, dem ungeheuer- lichsten Ausverkauf, den die Geschichte der politischen Parteien in Deutschland kennt. Man fürchtet die Illiquidität— aber man ersehnt gleichzeitig die Illegalität. Vielleicht hängt auch das ein bißchen zusammen. Wir erinnern uns an fol- gendes: Als vor dem Raiffeisen-Ausschuß der Schwindler Uralzeff nach den Unterlagen für fein« angeblichen russi- Schamlos gegenüber dem Tode! Oer Leichenhandel der KPO. scheu und amerikanischen Riesengeschäfte gefragt wurde, zuckte er bedauernd die Achseln: die Geschäfte seien illegal gewesen. und für illegale Geschäfte gäbe e» bekanntlich keine schrist- lichen Unterlagen. Wie schön kann auch die KPD. aus der Illegalität heraus einem forschenden Staatsanwalt antworten: „Bedauern, wir Kommunisten tonnten keine Bücher führen. weil wir illegal sind." In diesem Punkte ist die am Freitag veröffentlichte Mit- teilung des Zentralkomitees der KPD. bei aller Schwindelei, die sie enthält, doch in einem Punkte recht lehrreich: S'.e ge» steht nämlich zu, daß bereits am 1 S I un i 192g der Weddinger Parteitag die Flucht in die Illegalität„in einer geschlossen en Sitzung" gutgeheißen hat. Wenn die Kommunisten beteuern, daß sie einem erwarteten Verbot ihrer Partei schon damals hätten zuvorkommen wollen. so erinnert das stark � an den berühmten Präventiv» krieg: Der Staat, der einem andern den Krieg erklärt, tut das bekanntlich immer nur, well sonst der Gegner angefangen hätte! So hat auch die Kommunistische Partei ganz ersichtlich einen„Präventivkrieg der Illegalllät" sell langer chand vor- bereitet und durchzuführen versucht. Weit entfernt, ein Ver- bot zu fürchten, sehnt die KPD. ein solches herbei, sucht die Regierung durch Herausforderungen jeder Art zur Berhän- gung des Verbotes zu zwingen, well die Oberleitung in der Illegalllät die einzige Rettung nicht nur vor dem finanziellen, sondern dem noch viel ungeheurer drohenden politischen Bankrott sieht. Die Le'tung der KPD. weiß nur zu gut. daß trotz aller pompösen Ankündigungen und trotz aller verloge- nen Siegestelegramme ihre„Hungermärsche",„Kampftage" usw. zum Scheitern verurteilt sind. Sie sieht mit Zagen den Augenblick voraus, in dem die aufgehetzte Gefolgschaft er- kennt, daß sie durch die revolutionären Parolen betrogen ist, daß diese die Arbeiterschaft im Kampfe für bessere Existenzbe- dingungen durch den kommunistischen Wahnwitz nicht einen Schritt vorwärts, sondern immer weiter rückwärts bringen. Da hilft dann nur noch eins: der Nimbus und die Märtnrer- kröne der Illegalität, die gleichzeitig für d's Führer das A b- st reifen der letzten lä st igen Kontrollmog- l i ch k e i t e n durch die Mitgliedschaft bedeutet. Wir können dem bereits zitierten„Volkswillen" durchaus beipflichten, wenn er schreibt: Dir betonen: 5owobl das Be-schlendern des Parteiei'-enlums als mich das verbrechen einer bewußten Herbe'.silhrung des Verbote» der Partei ist den Gesellen Thälmann-Ikeumann zuzutrauen. Es ist ihnen nicht nur zuzutrauen: es ist erwiesen. daß. sie es tun. Es ist für jeden Denkenden auch klar, warum sie es tun. Avanciert! Die Belohnung für den Hamburger Krawall. Hamburg, 7. Februar.(Tigenbericht.) Die Eeschöfteleitung Wasserkante der KPD. stand bisher unter de? Fühning des Mitgliedes des Preußischen Landtags Grube und des Vorsigendsn der Aitonaer konpnumstischen Stadtoerord- netensräktion John Sche H r. Velde war«, bssondere- Schütz- linge T h ä l m a n n s, Sie sind letzt a b g s setz t. und.durch den ReiHetagxabgeordneten Bogt und den Landtagsobgeordneten Schubert ersetzt worden. Beide haben mit dem Gänge- viertelkrawall in Hamburg ihren„Befähigungsnach. weis" erbracht.__ Vorgehen gegen Razirüpel. Die Llniversität München wehrt sich. München, 7. Februar. Ve! der Reichegründungsfeier in der Aula der Universität am 18. Januar hatte sich der nationalsozialistische Deutsche S t u d e n t e n b u n d offiziell mit Standarten und Abzeichen be« teiiigt. Der Bund stand unter Führung des Reichsleiters von Schierach. Beim Auszug der Gäste und Dozenten kommandierte er „Stillgestanden": als Herr von Kohr vorbeischritt, befahl er: „Rührt euch!" und als Kahr vorüber war, wieder„Stillgestanden". Wie der„Böltische Beobachter" dazu schrieb, sollte bekundet werden, daß lediglich' dieser eine Gast unsympathisch war. Da eine vom nationalsozialistischen Studentenbund auf Auf- forderung des akademischen Senats abgegebene Erklärung nicht als genügend anerkannt wurde, hat der Senat«instimmig beschlossen, dem nationalsozialistischen Studentenbund für zwei Sem«st er die Beteiligung an Unioersitätsfeiern zu unter- sagen und sür die gleiche Zeit das Tragen seiner Ab- zeichen auf dem Boden der Universität, ihrer Anstalten und In- stitute zu verbieten. Der Senat machte weiter dem Bund« die Auflage, bis spätestens zu Beginn des Sommerhalbjahres eine Aenderung seiner Verfassung herbeizuführen, nach der sür sein« Handlungen oder llriterlassuflgen ein der akademischen Disziplinargewalt unterstehender Vorstand verantwortlich gemocht werden kann. Dem Studentenbund wurde endlich d i« S u s- p e n s> o n sür den Fall angedroht, daß er sich nochmals eine» Verstoßes gegen die akademische Sitte und Ordnung schuldig machen soMe. Das Reichskabinett erledigte in Fortgang seiner Beratungen weitere laufende Angelegenheiten. Es befaßte sich mit den letzten Beschlüssen des Reichrsats zum Reichsbankgeseg und zum Nachtragshaushalt 192 g. Ferner wurde dem vom Reichs» minister sür Ernährung und Landwirtschaft vorgelegten Entwurf eines Brvtgesetzes die Zustimmung erteilt, von dem ein stärkerer Verbrauch des heimischen Roggens erwartet wird. Schließ- lich legte das Reichslabinett entsprechend dem Vorschlage des Reichswirtschaf-Ministers die deutschen Richtlinien für die bevor- stehende Zollfriedenskonferenz fest, die am 17. Februar in Genf zusammentreten wird. Der Rechlsaurschuß des Preußischen tandkag» schloß am Frei- tag de zweite Lesung des Aenderungsgesetzes zu den preußischen Fideikommihbestimmungen ab. Die Beschküsse erster Lesung wurden im wesentlichen bestätigt. Dos Plenum des Landtags wird sich erst nach Abschluß der Etatsberatungen mit der zweiren Lesung des Fideikvmmißgesetzee, also« rst na ch O st e r n. beschästigen. Der mexikanische Staatspräsident Orti,' Rubio unterzog sich einer zweiten Operation, bei der einige Knochensplitter entfernt wurden._. �-..........----- Honfturg, 7. Februar. �Eigenbericht.) Die Kommunisten sind eifrig bemüht, die Enthüllung über den beabsichtigten Ankauf der Leiche des bei den Ham- burger Unruhen erschossenen Itzjährtgen jungen Menschen als„Fälschung und Lüge" hinzustellen. Der Later und Großvater des erschossenen Jungen haben die Ableugnung»- oersuche der KPD. durch einen Brief an die Sozialdemokratische Partei zerstört. Der Brief lautet: „Hamburg, 6. Februar 1930. An den Vorstand der Soziale mokratischsn Partei, Landesorgamsatlou Hamburg, Hamburg. Sehr geehrter Herr! Heut« abend brachte mir mein Sohn die .chamburger Volkszeitung"(KPD.) mit dem Besicht über di« Der- Handlungen der Bürgerschaft von gestern abend. W i r- b e i d e waren empört, daß der Redner der Kommuni st i- schen Partei und die„Volks Zeitung" in ihren Be» richten abstreiten, daß die von mir mitgeteilten Vorgänge unwahr seien. Demgegenüber stelle ich fest, daß die von Herrn m a südafrikanischen Senat kam es Jr•!? unb früheren Arbeiteminister Boidell und w®l. 3"|tnem Faustkamps bei dem letzterer durch frn�n V" nrPel$ sen unb bewußtlos aus dem Saal ge- Ratten?'e war die Weigerung Maripicks, sich bei Boidell- wegen eines Wahlzwischenfalls zu entschuldigen. "föchfri Einwanderung. Ein Gesetzentwurf der Regierung, m dem die Einwanderung aus Süd- und Osteuropa al» un- erwünscht bezeichnet wird, ist Im südafrikanischen Parlament eingebracht worden. Die Bestimmungen des Gesetzentwurfs sind Drastischer Art und setzen fest, daß die Einwanderung aus den Landern Süd- und Osteuropas nach der südafrikanischen Union nicht mehr als 1000 Personen im Jahr betragen dürfe. Don dem Gesetz- entwurf werden Deutschland und Oesterreich nicht be tross«». �__________.,....."■...... Kampfjahr der Textilarbeiter. Streiks und Aussperrungen im Lahre �929. Die anhaltende wirtschaftliche Depression im Jahre 1323 trug wesentlich dazu bei, den Widerstand bzw. die Zl n g r i s f s l u-t der Textilunternehmer zu ver st arten. Nicht blaß, daß sie sich jeder, auch der geringsten Lohnerhöhung widersetzten. Sie gingen sogar dazu über, mit allen Mitteln«inen Lohnabbau anzu- streben Der beste Beweis für die Angriffslust der Unternehmer und den Derteidigungswillen der Arbeiter ist die enorm hohe Zahl der infolge Streits und Aussperrungen verlorenen Arbeltstag«, die jene aller vorhergegangenen Jahre ganz wesentlich überschreiten. Das Jahr 1329 kann man als «in Großkampfjahr bezeichnen Bei den gewaltigen Kämpfen zeigte sich die Notwendigkeit einer geschlossenen und finanzkräftigen Organisat'on der Textilarbeiter. Es gelang nicht nur, die Angriffe der Textilarbeitgeberverbänd« ab- zuwshren, sondern darüber hinaus Lohnerhöhungen und sonstige B e r b« s s« r u n g e n sür die TextUarbeiter zu erreichen. Als Meß- ziffer über die Größe der Kämpfe kann nur die Zahl der durch diese verlorenen Arbeitstage gelten. verlorene Arbeitstage: Beteiligt waren an den 28 A n g r i f f s st r e i k s 24 314, an den 12 Abewehrstreiks 1220, an den 26 Ausfperungen 61904, insgesamt also 88 033 Personen. Daaon entfielen aus die drei großen Kämpfe in den sächsisch. thüringischen Webe- r e I e n 21 1S1 Beteiligte und 624S80 verlorene Arbeitstag«, in der L a u f i tz e r T u ch i n d u st r i e 22 342 Beteiligte und 268 104 verlorene Arbeitstage, in der schlesifchen Textilindustrie 39 206 Beteiligte und 1688 920 verlorene Arbeitstags, zusammen 82 639 Beteiligte und 2581604 verlorene Arbeitstage. Diese drei Bewegungen hatten 33,13 Proz. aller durch Streiks und Aus- sperrungen verlorenen Arbeitstage zu verzeichnen. Auf Schlesien alle n kamen 60,93 Proz. sämtlicher verlorenen Arbeitstag«. Der schlefisch« Kampf war der größte, der jemals in der deutschen Textilindustrie ausgesochten worden ist. Deshalb ge- bührt auch den schlesifchen Textilarbeitern für ihre Geschlossenheit und Zluedaner besondere Anerkennung. Die durchschnittliche Dauer betrug, auf den einzelnen Beteiligten umgerechnet, bei Angriffcstreiks 31,8 Tage, bei Abwehrstreiks 15,4 Tage, bei Ausspsrrr>ngen 31,7 Tage. Bei den Angriffestreiks waren in 19 Fällen, bei den Aus- sperrungen in 22 Fällen Lohndifferenzen d'e Ursache. Dies« Abwehrftreiks wurden sämtlich aus Anlaß von Akkordlohn- dlfferenzen geführt. Aus dem gleichen Grunde acht Zlngriffs. streiks und eine Aussperrung. Die verbleibenden vier Kämpfe hatten sonstig« Ursachen zum Anlaß. Erfolg hatten bei 24 Angriffsstreiks 23 476, bei 6 Abwehr- streiks 743, bei 25 Aussperrungen 63 045 Personen, zusammen also 87 270 Personen oder 99 Proz. aller Lctelliotcn. Di« gewaltige Ausdehnung der Kämpfe in der deutschen Tertil- industrie sollte auch den Lauen und Abseitsstehenden zu denken geben, auch ihr Teil beizutragen, die Schlagkraft der Organisation zu heben. Dann wird es möglich sein, auch in Zukunft nicht nur Verschlechte- rungen abzuwehren, sondern weitere notwendige Verbesserungen zu erzielen. Der Schlüssel zum Erfolg, zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse ist die gefchlossen« Organisation der Textilarbeiter im Deutschen Textilarbeiter. Verband. Kommunistische Wahlmanöver. Angsthasen in der Löwenhaut. Nach Schluß ber vom Arbciterrot der Berliner Berkehrs-A.-G. einberufenen Versammlung am Donnerstag stellte sich der kommunistisch« Landtagsabgeordnete D« t e r vor und sagte nach dem Bericht der„Roten Fahne"': „Wir dürfen uns die Lohnkürzung nicht gefallen lassen. Es gilt, schon morgen früh in allen Abteilungen, Werkstätten und Bahnhöfen K a m p f m a ß n o h m e n zu beschließen und Kamp s- l e i t u n g e n. die gleichzeitig als Wahlausschüsse fungieren, zu wählen.(Stürmische Zustimmung.) Auf den Brolat-Anfchlag innß mit dem Streik geantwortet werden(Donnernder Beifall.)'' Wozu wir zunächst millellen können, daß trotz der Anweisung des Deter und des angeblich donnernden Beifalls weder gestern in den Abteilungen, Werkstätten und Bahnhöfen Kampfmaßnahmen beschlossen und Kampsleitungen gewählt wurden, noch daß heut« oder «n einem anderen der künftigen Tage«in Streik beschlossen werden wird. Es wird ersten» deshalb kein Streik beschlossen werden. melk wöder Brolat noch sonst jemand in der Direktion der Berliner Verkehrs- A.-G. an einen Lohnabbau denkt: zweitens, weil die Freunde Deters die allerletzten sind, die den M.ut aufbringen würden, zu ihren großen Worren zu stehen. Es Händelt sich, wie ja aus dem Bcrschlag des Deter hervorgeht, wonach die sogenannten Kampfleitungen«gleichzeitig als Wahlausschüsse sür die kommenden Betricbsratswahlen" fungieren sollen, um ein ganz gewöhnliches kommunistisches Wahlmanöver. Genau so wie die Kommunisten im vorigen Jahr vor der Bctriebsratswahl groß« Töne gesprochen lzaben, hinterher aber, obwohl sie doch die Übergroße Mehrheit hatten, wie abgebrauchte Taschenmesser zusammenklappten und selbst ihr« Führer schmählich im Stich ließen, genau so werden die als„Kampsleitungen" verkleideten Wahlausschüsse der KPD. ihr« eigenen Worte verraten, ehe noch der Hahn dreimal kräht.» Und nun noch einige sachliche Feststellungen: Die Gewerk- schasten hatten die Absicht, aus?lnlaß der von der Direktion der Berliner Derkehrs-A.-G. zur Verhinderung von Eni- lassungen vorgeschlagenen Arbeitsstreckung des Verkehrs- Personals über«ine Herabsetzung der tariflichen Arbeitszeit von 8'.4 auf 8 Stunden mit der Direktion zu verhandeln. Diese Zlbsicht wurde jedoch von den kommunistischen Arbeiterraismitgliedern durchkreuzt. Diese gaben ihr« Zustimmung zur Einführung einer unbezahlten Feierschicht. Erst jetzt als Wohlmanöver und aus Besehl der KPD. hoben sich diese Helden umgestellt. Es ist daher eine glatte Lüge, wenn der kommunistische Arbeiter- raisoorsitzende behauptet, daß zwischen den Gewerkschaften und der Betriebsleitung der Berkehrs-W-G. irgendwelche Ab- rnachungen über Lohnkürzungen getroffen worden seien. Das Verhalten des Arbeiterrates ist von der Angst d i k- tiert. Angst vor der KPD. Angst davor, bei den bevorstehenden Neuwahlen der Betriebsoertretrmgen die längst verdiente Ab- fuhr zu erhalten. Angst vor der Verantwortung. Aus Angst lehnt der kommunistische Arbeiterrat ab, Entlassungen durch Arbellsstreckung zu verhindeni. Aber die Verantwortung bleibt an chm lzaften. Und die Abrechnung mit diesen seigen Demagogen wird bei der Betriebsratswahl erfolgen. Oanzig und dieLAO. Keine Bedenken gegen seinen Beitriit. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, dürften einer Auf- nahm« D a n z i g s in die International« Arbeitsorganifation. die angesichts der industriellen Bedeutung dieser Stadt, ihrer sortschritllichen Sozialpolitik und nicht zuletzt ihrer guten Gewerkschaftsbewegung zweifellos wichtig ist, keine Hindernisie im Wege stehen. Zwar ist Danzig nicht Mitglied des Bölkerbundes. Aber auch Deutschland und Oesterreich waren aus Grund eines besonderen Beschlusses schon Mitglied der IAO., als sie noch nicht dem Völkerbund angehörten. Auch Brasilien war nach seinem Aus- tritt aus dem Völkerbund weiterhin Mitglied der IAO. Die Rechtsfrage, die der Internationale Schiedsgcrichtshof zu klären hatte, betrifft die Ernennung der Regierungs- Vertreter. Die polnische Regierung vertritt die Auffassung, daß es sich um eine Wahrnehmung der auswärtigen Interessen Danzigs handelt und die Regierungsvertreter infolgedessen durch die polnische Regierung zu ernennen wären. Demgegenüber muß betont werden, daß die IAO.«me f e k b ständig c Organisation im Rah- mcn des Völkerbundes ist, und-daß die Vertretung der verschiedenen Länder bei der IZlO. nicht auf dem Wege über die Tlueroärtigon Aemter, fondern über die Arbeits- und Sozial ministe- rien erfolgt, eine liebung, die zweifellos dafür spricht, daß' Danzig als Freistaat selbst zur Ernennung der Regierungsoertreter zu den Internationalen Arbeitskonferenzen befugt sein dürfte. Im übrigen werden die Verhandlungen schon seit längerer Zeit geführt und, wie zuverlässig verlautet, würde das Internationale Arbeitsamt den Eintritt Danzigs in die IAO. lebhaft begrüßen. Abwehr der Taxichauffeure. ÄerhanöluagSbereit auf der Grundlage der Forderungen. Die Hauprfunktloiiäre der organisierten Berliner Kraftdroschken- sahrer nahmen ani Donnerstag zu der Ablehmmg der Verbindlich- keiiserkiäru-ng des Abbauschiedsspruches Stellung. Von der Organ,- sationsieitung wurde bekanntgegeben, daß sie entsprechend der Aufsorderung des Schlichters an die Drofchkenbesiger bereits das Ersuchen um neue Verhandlungen gerichtet hob«, bisher aber daraus noch keine Ant wort erfolgt sei. Di« Funktionäre gaben ihre Zustimmung zu neuen Verhandlungen. beauftragten aber die Organisation, nur auf der Grundlage der von den Ehcmsfeuren ausgestellten Forderungen zu verhandeln und die Zlbbammimsche der Unternehmer, falls sie wieder vorgetragen weiden sollten, ganz entschieden zurückzuweisen. Vor allem müsse gegen jeden Versuch der Unternehmer scharf vorgegangen werden, der daraus abziele, Einzelarbeitsoerträge aus der Grundlage des?lbb ausch isd ss p ru che s oder Delriebsvereinbarungen zu schließen. In einem größeren Betriebe ist ein derartiger Versuch ichon unternommen worden. Nach einem kurzen Streik samt- licher Chauffeure mußte sich der Unternehmer sedoch dazu beguenien, die Streikenden zu den alten Tarisbedingungen wieder auszunehmen. Mit der gleichen Entschlossenheit müssen die Fahrer auch in den übrigen Betrieben auftreten, wenn die Unternehmer den Versuch machen sollten, die Löhne abzubauen. Der Gesamwerband ruft sämtliche Funktionäre der Berliner Drofchkenchauffeure zum nächsten Montag zusammen, um mit ihnen die weiteren Maßnahmen zu beraten, die zur erfolgreichen Durch- fiihrung der Lohnbewegung notwendig sind. Da es in diesem Kampf um die Lebensfrage der Berliner Taxifahrer geht, muß in dieser Funktionäroersammlung jeder Betrieb vertreten sein. Schiedsspruch sür die Esha-Werke. Bor dem Schlichtungsausschuß stand am Mittwoch sowohl der Tarisstreit bei den Esha-Werken als auch der im Berliner Laden- fteifchergewerbe zur Beratung. Bei den Esha-Werken war der Lohntaris vom Berband der Nahrungsmittel- und Ketränkearbeiter zum 31. Januar gekündigt und ein« Erhöhung der Fleischergefellen- löhne um 15 Pf. pro Stunde sowie die der übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen im gleichen prozentualen Verhällnis gefordert worden. In den freien Verhandlungen hatte die Direktion der Esha- Werke die Gegenforderung erheben, die Löhne um den Betrag abzubauen, um den sie im Lause des vorigen Jahres erhöht worden sind. Zur Begründung ihrer Abbauwünsche bedienten sich die Ver- treter der Esha-Werke der Reichsindexziffer, die einen Rückgang der Lebenshaltungskosten gegenüber der Zeit bei dem letzten Tarif- abschluß ausweist. Nach dem Scheiter» der freien Verhandlungen hatten die Esha-Werke den Schlichtungsausschuß angerufen, der am Mittwoch nach längeren Beratungen genau wie vor einigen Tagen sür die Wurstsabriken,«inen Schiedsspruch fällte, wonach das Lohnabkommen unverändert bis zum 30. April verlängert werden soll. Die Erklärungssrist läuft bis zum 14. Februar. Die Belegschaft der Esha-Werke wird sich In ihrer Betriebsversammlung am 13. Fe- bruar mit dem Schiedsspruch befassen. Die Arbeiter bei Lorenz und die KpO. Das Ende einer TerrorherrÄast. Im Betrieb« von C. Lorenz A.-G., Tempelhos. herrscht seit längeren Jahren ein kommunistischer„revolutionärer" Betriebsrot. Immer wieder werden im Lause der Ähre wilde Streiks in diesem Betriebe ausgeknobelt. Der Erfolg dieser„revolutionären" Aktionen sind sortgesetzte Verschlechterungen. Die SPD.-Fraktion bei Lorenz bevief dieser Tage eine Betriebs- Versammlung ein, die ungewöhnlich stark besucht war. Seit Iahren sprach dos erstemal«in„Sozialsaschist". Genosse Emil Barth. Der„rote" Betriebsrat traute seinen revolutionären Mannen aus dem Betriebe allein nicht, sondern er Holle sich einen Stoßtrupp junger Leute aus Neukölln, um die Versammlung unmöglich zu macheir. Doch es kam anders. „Der Kampf der KPD. um die Betriebsräte" lautete das Thema. Rationalisierung, Arbeiislostgkeit, Ruhlands Wirtschast und Politik, Weltwirtschaft, Klassenkamps und die Bedeutung der Betriebsräte wurden bei lautloser Aufmerksamkeit der Versammelten erläutert. Stürmischer Beifall zeugte davon, daß es mit der KPD.-Herrlichkeit bei C. Lorenz zu Ende geht. Nachdem«in Kommunist drei Biertelstunden wüst geschimpft, gelogen und das Gist der Ersetzung gestreut hatte, verließen die Zlrmen im Geiste singend den Saal. Doch nur 20 Arbeiter unserer Wertstatt schlössen sich den 30 Betriebsfremden an. Nach einem sachlichen und zündenden Schlußwort des Genossen Emil Barth schloß der Lorsitzende Böhme die Versammlung mir einem dreifachen Hoch aus die sozialistische Arbeiterbewegung. Auch bei Lorenz geht es zu Ende mit der Kommunistenherrlichkeit. Alle Mann ans Werk!_' Handbuch der Gewer kschoflskongresse. von Dr. Solomon Schwarz 447 Seite.«. Verlagsgeiellschaft des ZlDGD. Preis gebunden 8 Mark, Organssationspreis 6 Mark. �■' Dem Handbuch der deutschen Gewerkschaftskongresse, das Paul Borthel. gestützt auf die Protokolle der neun ersten Eewerk- schoktskongresse in der Aorkriegszeit im Jahre lS16 im Verlag von Kaden u. Comp, in Dresden herausgab, ist jetzt ein neue« Hand- buch gefolgt. Es umfaßt die vier Gewerkichoftskongreff« m der Nachkriegszeit von 1319. in Nürnberg bis 1928 in Hamburg. Das Material, das ihm die Protokolle dieser Kongresse boten, hauptsächlich die Beschlüsse der Kongresse, hat Genosse Schwarz unter 60 Stich- Wörtern geordnet. Er begnügt« sich nicht mit einer Wiedergabe der Beschlüsse zu den einzelnen Fragen, gibt vielmehr auch notwendig« Erläuterungen und zeigt die wichtigeren Kongreßbefchlüss« im Rahmen der sie berührenden oder verkörpernden Entwicklung der Gewerkschaftsprobleme. Besonders begrüßenswert Ist dl««inleiteild gegebene Uebersicht über die Ätzungen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes und deren Abänderungen seit der engeren Zusammenfassung der Zentralverbänd« der Gewerkschaften zu einem festeren Organisation»- pebilde. Ader auch ein« Uebersicht über die Mitpl'ederzahlcn des Bundes und damit über seine zahlenmäßige Entwicklung hätte den Charakter des Handbuches sicherlich nicht beeinträchtigt, feinen Wert als Nachschlagewerk jedoch gesteigert. Achtung. Elnfetzert Wegen Differenzen ist der Neubau K u s a n k«. Hersä�lstroß«, Arbeiten des Tischlermeisters B o g u l a. Frankfurt a. d. Oder, für Einsetzer gesperrt. l�rele Gewerkschasts-�uaendVerlin Senk. Ilbr. kind»t unser Aeltennkursu» iai Beckchrsiunnd. Iuaendbliui Cnnclafcr 24—25, Auteana B, pt., statt. Stieme:.Kewee!- schal!!!>h«(.sen- n.wo t-fta p cn". Um 17 Mir findet dl« Besichtigung de.» .Saufe» der Suaend". Berlin NW.. Suifenftt. 88. statt.— UiWum, Mädel»! Wir besichtiarn am Canniag, dem S. ssebruar. II Udr. da» Ingltlit für Sana'.. wisseni-taft. Unter den gelten 10 fEingang Beetbovengr. 3). Treffpunkt pünlt- tiffl 10% Iii: vor dem Ansritut. 4�.�uoendorupve des�enkralverbandes der Anaestellten vKf Sente. Sonnabend. 8. Februar, findet in der Stad Halle ZNoflerstrasse «in.Bearlikunacabend dcr Belegierten" ,ur viertln Neichsluaendloufe. ren, unsere, Verbände» statt. Sinlost IS Ubr Veginn 20 Ustr. Sintrittspeei, für guaendliche 40 Vf.. für Erwach r-n« 70 Vf. Jede» IuaendmitgUed die«egrllstunasfcier besuchen. Bcrantworlllch'llr Vositik: S>r. Cur!«eye»: Wirtschaft-®.«Itnaelfi-Mc»; Geoerkschastsbewrguns: z. Strittet; Feuilleton: St Sofc« SifiUomli: Cofalca und Sonstiats:»ti»»iirstädt: Anieiaen: Sb,«loche: sämtlich In Scciin. Verlag: Larwäris.V«c!a<,®. m b. S. Berlin Druck- Vorwärt-.Buchdruckerel und Lerlassanstall Vanl Linzer n. Ep.. Berlin Sffl«S Lindenstraße 3. Sittitt 2«cilttge» und.UaterhaUttug ua» Oiss-a'. Allen Anhängern 6er Pfarrer Heumannfchen Heilmittel geben wir bekannt, daß das 272 Seiten starke, reich illustrierte Pfarrer heumann-Such. ein wertvoller Ratgeber in vielen Krankheitsfällen, auf wunfch an jedermann völlig kostenlos durch die?irma Ludwig heumann L Co.. Nürnberg- E. versandt wird.?erner weisen wir darauf hin. dajj die Pfarrer heumann'schen Heilmittel(bis jetzt 178 000 Dankschreiben) kündig in allen hiesigen Kpotheken zu haben sind, bezw. bestellt werden können, bestimmt aber in den Hauptniederlagen: ZlonL-Kpotbcke, verlin ll.Zi. Snblamer Strotze Z9-40, an der Ecke vronnenstr.» zirka S Minuten vom kos-nthaler Platz.— heeges-ktpotteke, Berlin Gubener Strotze 33.— Lchweizer-Rpotheke. Berlin W.8.?ri-drichftratzz l7Z.—?rieSrich.l0llhelm-Kpathebe. Eharlottenburg. Leidaizstratze Ivb.— übler apotheke, Btilin-Jticbenau, üheinstratze 16.— üofen-üpotheke, Eichwalbe-Beriin. 7tr. 65• 47. Jahrgang i. Beilage des VorwZris Sonnabend, S. Februar 4930 Kleinf lere in den Ne$$ehanen Eine sehenswerte Sdtau für den MeinzOdiler Es ist phantastrich, was In den acht riefigen Messehallen aufgebaut. dargestellt und vorgeführt wird an Erfindungen, Einrichtungen und Neuerwerbungen jeder Art. Denn es sind ja nicht mehr wie früher vier Hallen, sondern acht, die gefüllt und überfüllt sind. Unter den vielen Geslllgela-uestellungen, die ich schon besucht«. habe ich etwas Aehnliches nicht vor Augen gehabt. Schon die wundervoll« geräumige und lichtüberflutete Holle macht diese Aus- K \ �.jr7 Prachtstacke der Kaninch ensebau. siellung zu einem Kabinettstück der Grünen Woche. Ob Hühner» oder Taubenliebhaber, Ganfo. oder Entenzüchter— hier wird jeder be» friedigt weggehen. Als besonderer Clou wären die Awerghuhn, rasten zu bemerken Zwerg.Wyandorten, die in Form und Farbe den Züchter überwältigen. Unter den Tauben schienen mir die weihen und buntflügeligen Pfauen der Siegeepatme wert. Aber>ch habe auch Berliner Lange. Elstern Wiener Hochilieger und Star. garder Zitt-rhälse gesehen, die auf jeder Schau Sieger geblieben wären Von den Hühnern waren die Favcrolles prächtig vertreten Rhodeländer in einer Fülle und so„ualitäwoll, wie man sie nur wünschen kann Unter de» Enten schienen mir die Laukenten an erster Stell« zu stehen, und ich bedauerte, datz Feierobend geboten M-ä Pinguine. wurde, sonst wäre ich gern noch ein wenig bei den Perücken- und Lockentauben und den ganz hervorragenden Carrieres geblieben. Vorher war ich bei den Kaninchen. Na. da muß man wohl sagen, die letzten zehn Jahre hoben nicht nur Wandel geschaffen, sie haben eine Umwälzung hervorgebracht. So ein dreizehn dl» vierzehn Pfund schwerer belgischer Riese ist schon das Ansehen wert. Und ganz herrlich für den Kleintierzüchter war das Bild, das die weißen Wldderkaninchcn baten, während wieder für den Pelzfchwärnier die Havanna- und Chinchillatier« den größten Reiz hallen. Was nüch am meisten interessiert«, ist da? Cnstorex-Saniuchen gewesen. In der großen Ausstellung gab es Castorex der französischen Richtung. Die Franzosen wollen dieses in seinem Pelz ganz von allen anderen Kaninchen abweichende Geschöpf mll vollendetem Kurzhaar, das in feiner Struktur und im Luster völlig wie Seldensamt wirkt. Man hat das Castorex— der Name stammt von Castor-Biber, well der Pelz dieser neuen Rasse dem des Bibers am ähnlichsten scheint— aus solgendc Weise crzüchiet: Bei einem französischen Züchter, einem Abbö, siel von einem langhaarigen Kaninchenpaar zufällig ein Jungtier, das nur einen halben Zemi» meler langes Haar hatte. Und als dieselbe Kaninchenmutter beim nächsten Wurf wieder ein so seltenes Junges warf, paarte er die beiden Jungtiere. Mll Hin und-her und vieler Mühe gelang es, solches Haar konstant zu bekommen. In Deutschland will man das Haar des Rex nicht ganz so kurz. Auch störten hier die über- schießenden Grannen. Man züchtete also durch konsequente Auswahl der Etternttere ein Haar ohne Grannen. Das erwies sich als zu weich. Und nun versuchte der deutsche Züchter, di« Grannen und die Unterwolle aus gleiche Länge oder vielmehr Kürz« zu bringen, <-• Gefiugelscbaa:„Die Werbung". was, wie die Rex-Kaninchenkarm von Hermann Will in Derlin- Buchholz zeigt, schon durchaus gelungen ist. Es handell sich hier ollcidtngs bisher immer noch um Zuchtliere, für die Preise von hundert bis zweihundert Mark gezahlt werden. Es kommt vor- läufig also der Pelznutzwert noch nicht in Frage. Und dazu ist das Eastorex noch zu kellen und zu wenig verbreitet. Man wird aber mit diesem Tier allmählich ein Pelzwerk erzielen, was den ausländischen Cdelpelzen nahe kommt; ja sie vielleicht an Schönheit und Hallbarkell übertrifft. Auf dem Wege des Experiments ist nachgewiesen, daß die Hallbarkell und Widerstandsfähigkeit des Castorex. haar«? die des gewöhnlichen Äanmchenfells zwölfmal übertrikst. Di« Zagvhunde erscheinen am Sormtäg'in der fünften Haste. Perückentaube und Ptautaubc. Den Meldungen nach z» urteilen in überreicher Fülle und hernor- ragender Oualllät. An diesem Tage wird man mll tun, recht früh die Ausstellung aufzusuchen, da nach der schon jetzt merkbaren Dich- tigkeit der Besucher dann wohl am Nochmlltag ein schwer durchkawps- bares Gedränge sein wird. Zum erstenmal in diesem Jahre hat nicht nur Karl Hagen- b e ck aus Stellingen Tiere. Kamele, afrikanische Ziegen, eine Flamiogogruppe und d>e Pinguine hergesandt, nein, auch unser Berliner Zoo ist zum Start geellt mit einem großen Hornraben. der jede Kistc kleinhämmert mit seinen, Stahlschnabel: einem Gepard, der allabendlich in drolliger Weise zu Bett gebracht wird, und vielen anderen fremdländischen Geschöpfen. Diesem lebenden Ausstellungx Inventar schließt sich eine Zogdkunslausslellung an, deren Reichtum und künstlerischer Wert in der Schilderung den bescheiden zugemessenen Raum des Artikels sprengen würde. Hinweisen möchte ich da auf die afrikanischen Tierbilder des verstorbenen Wilhelm Kuhnert und auf die hervorragenden Iagdtrophöen, unter denen besonders«in Alaskaelch mit ungeheurer SchaufelbiKiung zu bewundern ist." Hans Hyan. Berlins Stresemannfiraße. Die ilmbenennung der Königgräher Straße durch den Polizeipräsidenten. Wie wir bereits im größten Teil der gestrigen Abendausgabe mitteilten, hat der Polizeipräsident die bisherige König. größer Straße vom Potsdamer Platz bis znr Einmündung in das Hallesche User in Stresemnnnstrnße umbenannt. Das Staatsministerium hatte feine Einwilligung hierzu bereits am 3. Dezember erteilt. Gleichzeitig mit der llmbenennung erfolgt die U m. nnmeriernng der Hausgrundstücke, gemäß den jetzigen Grund- sätzen für die han-numerierung. d. h. die ungeraden Zahlen werde« für die eine und die geraden Zahlen für die andere Straßenseite angesetzt. Diese letzte Maßnahme fetzte zeitraubende Umänderungen beim Grundbuchamt voraus, die aber jetzt zum größten Teil durchgeführt sind. Die Entscheidung der Unrbenennung von Straßen liegt in jedem Falle beim Polizeipräsidenten. Die Stadtverordneten- Versammlung kann die Umbenennungen lediglich empfehlen. Der am Donnerstag mll 109 gegen 101 Stimmen gejaßt Beschluß der Stadtverordneten wollte die Tiergarten, und Lennästraße zur Sttese- mannstraße macheir. Diesem Wunsche hat der Polizeipräsideill nicht entsprechen können, well die Hauptvorberellnngen für di« Um- benennung der Äöniggrätzer Straß« berells durchgeführt waren. Die Stresemannstraße wird also künftig die direkte Fort- ietzung der Friedrich»Cbert. Straße bilde, r Die Reichs- hauptftadt ehrt so in würdiger Form das Andenken der beiden Staatsmänner. die ihre ganze Kraft für dt« Deutsche Republik opferten. Außerdem aber wird der Name jenes böhmischen Ortes aus den Reihen der Berliner Straßen verschwinden, der seinen„Ruhm" einer Schlacht verdankte, bei der wegen der Eifersüchteleien macht- lüsterner Herrscherhäuser noch Deutsche gegen Deutsche kämpfe» mußten. Neues Lergwerksunglück. 25 Bergleute verschüttet.- Bisher 14 Leichen geborgen. Salt Lake Cith sNordameriika), 7. Februar. Bei Ttandurdville hat sich ein schweres Berg- Werksunglück ereignet, dem 25 Bergleute zum Opfer gefallen fein dürften. Bisher wurden 14 Leiche» von Bergleute« ge- borgen bzw. gefunden. Die drei geretteten Bergleute er- klärten, daß im ganzen 2 5 Mann unter Tag gearbeitet hätten. KS'besteht nur geringe Soffnung, daß noch einer von de« bisher Vermißte« am Leben ist. s&ttm, In diesem Augenblick erschien Augusta mit einer Ranne schwarzen Kaffee, den Leoni« abschlug, weil sie lieber Bier trinken wollte. Und ohne Widcrlpruch aufkommen zu lasten, zog sie eine Zehn-Milreis-Note aus ihrem Portemonnaie und beauftragte den kleinen Augufto, drei Flaschen„Karl-Berg"- Bier zu bringen. Die Kokotte vertziltc die Gläser eigen- händig im Kreise und behielt eins für sich. Es genügte aber nicht für eine Runde, und der freigebige Gast wollte mehr holen lasten, aber das verbot man ihr, denn es konnten ja doch leicht immer zwei aus demselben Glase trinken. „Nein, daß sie so viel ausgibt! Was für ein edles Herz sie hat!" Das Kleingeld wurde absichtlich auf dem schäbigen Schreibtisch, ball, oersteckt von den alten, aber gut erhaltenen Toilettegegenständen, vergessen. „Sag mal, mein ochatz, wann kommst du denn ein- mal zu mir?" drängte Leonis. „Ende der Woche, ganz bestimmt— ich bring dann auch olle Wäsche mit. aber wenn du irgend etwas nötig brauchst, schicke ich's dir früher." „Oa, Handtücher und Bettwäsche; und— ach ja— ein paar' Nachthemden könnte ich auch recht gut gebrauchen." Sie wurden für den folgenden Tag versprochen. Es war jetzt zehn Uhr. für Sao Romao also schon spät. Leonie war ungeduldig geworden und schickte hinaus, nach- sehen.yz lasten,' ob der junge Mann, der sie abholen sollte. nicht vielleicht draußen vor der Tür wartete, statt hineinzu- kommen. � „Ist es derselbe, der voriges Mal gekommen ist?" ..Nein, der hier ist größer und trägt einen seidenen Hut." Ein paar liefen hinaus, aber der Galan wgr noch nicht erschienen. Leonie war ärgerlich. „Fauler Bummler!" murmelte si-.„Was kann er denn jetzt nur tun?" „Warum bleibst du v'cht die Nacht über hier?" bat Augusta.„Du hast es zwar hier nicht so bequem wie bei dir zu Hause, aber die Nacht ist ja schnell rum- „O nein, danke; ich muß nach Hause, denn ich habe morgen früh allerhand zu tun." Aber in diesem Augenblick kamen Dona Isabel und ihre Tochter zurück, und als Pombinha hörte, daß Leonie da sei, rannte sie ihrer Mutter fort, um die Französin zu begrüßen, denn die beiden waren dicke Freundinnen. Die Kokotte emp- fing das junge Mädchen überströmend und küßte sie wieder- halt auf Augen und Mund.„Mein süßes Kind, wie kpmmt's denn, daß du so hübsch aussiehst?" rief sie aus. „Gewiß, well ich so oft an dich denke", erwiderte die andere in ihrer unschuldigen Einfalt. Dann gingen sie beiseite, um sich ein wenig zu unter- halten, und Leonie holte ein Geschenk heraus, das sie Pom- binha mitgebracht hatte, ein wertloses Spielzeug, das höch- ftsns Spaß machen konnte: eine Maus, die an einem Stück Käse knabberte; aber es ging von Hand.zu Hand und wurde über alle Maßen bewundert. „Beinah hättest du mich verfehlt", bemerkte die Kokotte. „Wenn der Kerl, der mich abholt, pünktlich gewesen wäre, war ich jetzt schon fast zu Hause. Sag mal", fuhr sie'fort und fuhr dem jungen Mädchen liebkosend über» Haar,„wann kommst du dekrn mal zu mir? Du brauchst keine Angst zu haben, meine Wohnung ist ganz ruhig und ordentlich. Es kommen viele nette Leute hm." „Aber ich gehe doch nie in die Stadt oder nur sehr festen", stöhnte Pombinha. „Bitte doch deine Mutter, daß sie morgen mit dir zu Tisch zu mir kommt", drängte Loonie. „Schön, ich werd's versuchen. Da ist si«, frag sie doch selber." � Dona Isabel versprach, zwar n'.cht am folgenden Tag, aber am Sonntag zu kommen, und die Leutchen unterhiesten sich noch eine Viertelstunde angeregt, bis Lsonies Galan auftauchte. Das war ein Jüngling von Anfang Zwanzig, ohnl Vermögen und Stellung, aber gut angezogen und sehr reprä'entabel. „Erwähnt vor ihm nichts vom Sonntag", flüsterte der Gast. Iusu war einge'chlafen, und man kam überein, sie nicht zu wecken, sondern sie am nächsten Morgen mst der Bett- wasche, den Nacbchemdsn und den Handbüchern zu schicken. Als iseonie cm Arm ihres Gigolo und von e'ner Schar von Verehrerinnen begleitet, hinausging, gab Rila Ieronymo einen scherzhaften Seitenstoh und warnte ihn vor den Reizen der blonden Frau. „So ein gemalles Frauenzimmer wie die kann mir nie- malz gefährlich werden", erwiderte der Steinbrecher und zuckte verächtlich die Achseln. Dann gab er ihr einen kleinen Klaps, um damit anzudeuten, daß sie die Dame seiner Wohl sei. „Pfui. Sie roher Kerl!" rief sie aus und rieb sich die mißhandelle Stelle.„Sic werden doch Ihre portugiesischen Sitten nie los werden." 10. In Mirandas Haus wurden Vorbereitungen zu einem Fest getroffen. Das„Jamal do Commerzu/ hatte seinen. Lesern bereits mitgeteist, daß chm der König von Portugal gnädigst den Titel eines Baron de Freixal verliehen hatte. und da feine Freunde sich für den kommenden Sonntag bei ihm angemeldet hatten, um ihm zu gratulieren, beschloß der neugebackene Aristokrat, sie würdig zu empfangen. In der Siedlung wirkte diese Nachricht sensationell, und viele?lugen waren auf Mirandas Fenster gerichtet. Izaura und Leonor erschienen regelmäßig, um Decken und Teppiche auszuschütteln, h'.ellen sie jedoch weit von sich gestreckt und schlössen die Augen, um sich vor der Staubwolke, die bei led«m Schütteln oder Schlag aufstieg, zu schützen. Es wurden noch Aushilfsdienstboten für das große Ereignis engagiert. Die Parkettböden wurden von ein paar Negerjungen e nge- wachst, und in der Küche herrschte ein wahres Tohuwabohu. Dono Estella, in einem Morgengewand aus Batist, das mit rosa Schleifchen reich verziert war. eilte hin mid her, erteilte Befehle und fächelle sich, und wenn sie in die Küche kam oder die nasse Hintertreppe benutzte, hob sie ihre Schleppe geflissentlich hoch. Ruch Zulmira kam und ging und sah blaß und blutlos aus wie immer, und Henrique half dem asten Botelha beim Umstellen der Möbel und anderen Vorbereitungen für die erwartete Mastenversammlung. Er trug einen weißen Rock und fand immer wieder einen Vorwand, sich einen Augen- blick ans Fenster zu stellen, um mit Pombinha zu kokettieren. die vor ihrer Tür saß, nähte und tat, als merkte sie seine Blicke nicht. Sie hatte ein Bein übers andere geschlagen und zeigte«ine gerundete Wade in blaussidenem Strumpf und einen ausgeschnittenen Schuh, und nur ganz festen hob sie die Augen zum Nachbarhaus empor. (Fortsetzung folgt.) Hennen sollen fleißiger legen... Llad die ZSeriiner mehr Eier essen. Das Rcichsernährungsmmistermm hat etne Reihe oon Matz- nahmen getroZfca. um den Absah von inländischen Eiern und in- lSnhischetn Geflügel zu fördern. Vor allem soll vorerst Berlin, der hauplabsatzmarll in Dculfchland, besonders stark beorbeilet werden. Die Zahl der Hühner har sich in Deulschland von rund| ßl Millionen Stück vor dem Kriege auf 76 Millionen vermehrt. Die! Geflügelhaltung liegt bis zu vier Fünftel in Händen von kleineren i Bauern und Landwirten. Sie erzeugen Ware im Werte von> l Milliarde Mark. Trotzdem werden noch immer ein Drittel aller in! Deutschland verbrauchten Eier aus dem Ausland eingeführt. Der Wert der nach Deutschland eingeführten Eeflügelhaltungsprodukte macht gegenwärtig 4M Millionen Mark pro Jahr aus. Dabei mutz man mit einer weiteren Steigerung des Eierverbrauchs in Deutschland rechnen. In Deutschland.werden gegenwärtig pro Kopf Die Krauenmörder verhaffei. Llmfaffendes Geständnis bereits abgelegt. Gestern abend gelang es der Polizei, die beiden Mörder der sSjährkgen Klavierlehrerin Mae» J Schyma in La re elona und der drille Räuber, der angeblich« garete Zimmer zu verhaften. In den späten Abendstunden legten beide Täter nach einem sofort vorgenommenen Kreuzverhör ein umfassendes Geständnis ab. Heber die Feststellungen der Polizei teilen wir noch folgendes ergänzend mtt: Im Lauf« des Tages wurden fast all« Heim«. Wärmehallen und einige Unterkünfte der Heilsarmee oon Beamten der Mordkommisston, in denen man die Täter vermutete, durchsucht. So forschten die etwa 120 Eier verbraucht gegenüber 200 Eiern in Amerika. Bonden s Beamten auch in einer W ä r m- h a ll« in der Ackerstratz- noch, in nach Deutschland eingeführten Eiern ist nur ein Tel Qualitätsware. Die meisten Eier stammen aus billigproduzisrendeu Ländern(Nutz- land, China usw.), und sind nicht als Qualitätsware anzusprechen. Die große Eiereinfuhr nach Deutschland erklärt sich daraus, daß Deutschland bisher weder genug noch hinreichend gut produzierte. Man kann also eine Verminderung der Einfuhr nur durch Ver» mehrung und Verbesserung der deutschen Eiererzeugung erreichen. Das Ist ein Problem der Raste-, der Leistungszucht. der Dereinhell- lichung und der Ersastung und Verwertung des Angebots. Im land- wirtschaftlichen Notprogramm sind 1 Million Mark für die Verbesserung der Produktion und weitere 3 Millionen Mark für die Ausgestaltung des Absafcwesens eingesetzt worden. Bisher hat man diesen Dingen in Deutschland kaum Beachtung geschenkt. Nun Ist die organstatorische Zusammenfassung von Produktion und Absatz in 17 Zentralgenoffenschaften durchgeführt worden. Dem Absatz des deutschen Frischeis hat vor allem geschadet, daß der Frischeistempel für minderwertig« Ware veruxndet wuro«. Man wird in Zukunft den Stempel oerbessern, so datz seine Nach- a h m u n g so gut wie ausgeschlossen sein dürfte. Die Bank für Beuifche Beamie. Stand der Abwicklung.— Einigung mit Michael. In einer Prestebesprechung bei der Bank für Deutsche Beamte gab für die gegenwärtige Geschäftsleitung Polizeimajor a. D. R i e ck e r nähere Erklärungen über den Stand der Abwicklung ob. Es sei gelungen, vom Michael-Konzern die grundsätzliche Zusage zur Zahlung von IL Millionen für die Bekleidungsgesell- schast für Deutsche Beamte zu erhalten. Die Summe wird in drei Jahresraten bis zum August 1032 gezahlt. Die Arrest« gegen Josef Weber über 300 000 M. und gegen andere Verwaltungsmitglieder sind inzwischen vom Landgericht III bestätigt worden.— Bei der Interessengemeinschaft der Sparer und Einleger der Bank für Deutsche Beamte sind oon den erforderlichen 13 000 Zu. stimmimgen bereits 7000 für einen Vergleich abgegeben wor- den. Die Interessengemeinschaft, die sich zunächst für einen Konkurs eingesetzt Halle, dürfte sich also voraussichtlich m ihrer Mehrheit für einen Vergleich entscheiden. Die für die Gläubiger zu erwar- tend« Quote wird sich auf 60 Proz. stellen, während den Ge- nassen anheimgestellt wird, gegen Nachzshsung oon 80 M. Genossenschaftsanteil 50 Proz. ihrer Forderungen aufzurechnen. der mehrere hundert Personen anwesend waren. Durch Ver nehmungen konnte bald festgestellt werden, daß bereits am Donnerstag gegen 14 Uhr in der Wärmehalle zwei junoe Leute er- sch'enen waren, die verschiedene Kleidungsstücke und Wäsche zum Kauf anboten. Es war mit einiger Sicherheit anzunehmen, daß es sich bei diesen beiden Burschen um die gesuchten Raubmörder handelt. Mehrere Personen haben einige von den Sachen erworben und die Polizei ist bemüht, sie wieder herbeizuschaffen, um sie den bestohlenen Untermietern der ermordeten Ktavierlehrerin vorzulegen. Noch gestern in später Abendstunde war Kommissar Johannes Müller mit zahlreichen Vernehmungen m der Mordassärc beschäftigt. Gefaßte Lohngeldräuber. Oer Itatibiiberfnll in Zwickau.- Die Töter im Ausland festgenommen. Zwickau, 7. Februar. Am 17. September vorigen Jahres war auf drei Kassen- bot« n des Bürferschachts I«in Raubüberfall verübt worden, wobei den Räubern«in grotzer Betrag Lohugelder in die Hände gefallen war. Die Täter waren im Auto geflüchtet. Erst nach einigen Tagen wurde«mittell. datz zwei polnische Bahnarbeiter, die Brüder Peter und Franz Schyma, in Frage kamen. Der drille Täter hatte sich in Zwickau umer dem Namen Erich Bernhardt aufgehallen. Di« Spur der Räuber konnte oon Zwickau zunächst einwandfrei bis Köln verfolgt werden, wo sie sich verlor. Bald aber gelang es, vi« Spur wieder aufzunehmen und den Aufenthalt der drei Verbrecher im Auslande festzustellen, oon denen Peter' Schyma am 2. Dezember in Antwerpen verhaftet wurde. In der Nacht zum 20. Januar konnte nun auch Franz &e n festgenommen werden. Bei an, datz fem richtiger Name Leo Erich Bernhardt in Antweri semer Vernehmung gab Bernhard M i l o s fei, geboren am 4. Februar l90A in Wielifhow in Posen. lieber den Verbleib des geraubten Geldes, von dem nur ein Teil bei dem Festgenommenen vorgefunden wurde, mutz die welle ra Untersuchung Klarheit bringen. Die Verhandlungen über d!« Aus» lieferung find eingeleitet worden, so datz mit der Aburteilung de? Räuber in Zwickau zu rechnen ist. Prozeß um die Millioneuerbschafi. Das Testament des Juweliers LoeSke. Bor einer Wollkämmer des Laudgerichks I begann gestern der Prozeß ara bie Aillivuenerbschaft, die de? frühere Inhaber des Inwellergeschäfke». Markgras n-Eo� der im Oktober 1S29 verstorben« Juwelier Albert Loeeke. hiuterlassen hatte. Bekanntlich hat 2. fein« Verwandtschaft in seinem Testament ausdrücklich von der Erbschaft ausgeschlossen und sein riesiges Vermögen, das er auch als Inhaber einer ganzen Reihe oon Kunsthondelsgesellschasten und aus Beteiligungen an in- dustriellen Unternehmungen erworben Halle, einem ihm befreundeten Ehepaar und einer ihm nahestehenden Frau himerlassen. Die Ver- wandifchaft will, gestützt auf zahlreiche Argumente, dieses Testament anfechten, wobei angezweifrtt wird, ob es tatsächlich von Lveske selbst oder, selbst wenn dies der Fall sein sollte, bei vollem Besitz seiner geistigen Kräfte geschrieben worden ist. Der heutig« erste Termin verfiel nach kurzer Verhandlung der Vertagung, well die klagenden Verwandten erst zu einem im heutigen Termin über. reichten längeren Schriftsatz de» Vertreters des Testamentsvollstreckers Stellung nehmen müssen. Die nächste DcrhaMung in diesem Millionenprozeh soll am 7. März stattfinden. Die Ortsgruppe Neukölln.de» 5elbskhlssebunde» der Körper- behinderten feierte am 2. Februar 1030 in den Räumen der Kintt- Brauerei in Neukölln ihr 1. S t i f t u n g e f e st. Der Musikverein .Treue Freunde* in Neukölln, unter Le.tung seine» Dirigenten Mar Dolkmann. Holle sich.zur Verfügung gestellt. Di« Darbietungen fanden allgemeinen Beifall. Die Veranstallung durfte da- .zu beigetragen haben, dem Bund der Körperbehinderten viele An- Hänger zu werben. Vorträge, Vereine irnS Versammlungen, G e»aa4afl, 9. fTcltc«. Sitrattttca. IuUAbauuer. IlJi Itbc Ti in Zivil mit 5)untesrai>f! bei£4I(Or.a«, EiiSttfet Cirapt. Vis WürSe Sss Siadiparlaments. Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". s,sasit»a,l''. ftctlin 6 U. Std-kwnkr S7-SS. So» 2.£t Treffen Iöll»-9röi. Sumrtcnnei. Tröf'vunlt 13H vbr in Rioil f-etmann- Eck, ZIur- iafcnftmftc»i!rtuR�afcnr?!ichtl!ln,in«n Vfll4t. kivania»Ottsvcrrinli 20 Ulir Eemralvrrsammiuna im obmn Eoat 5ez..EaUi-rtoks", i�öxenick, Erünstr. 10. Vortraa Äani-cad iäullinq. Starooi: ixs Boritandcs. Straft« S.— Rtciiafl. 14. Rrdrimr. Abt. SABntfett W Trankt. «dt Steel?» t«l StfmiM, fiidrtcrfelit.«oonftc 39.-«it l Sellck«, e.ronvri-vnnsir. 41-«dt. T-Mveidot J" Lmdif-d«aniftstr. ri Trankt. SSVnrt-Id.— -«dt. eicktrnd«« bat Bindifld.«önrnstr. H.- Bund atclln fBi CinS»!ts»i!«fif'rifL Tiehuna In allen Eesibtvindiakeiten iedon tZreita« von 20 bis 22 lldr im!sran,Sstsck»n Enninaslnm. Reichstags- vf,r k. am N�chotaasliebiUid«. und jeden?ienotaz von 20 bis 22 Uhr im Eck»:!hause Utrcckter Str. ZV— 01. am W-dd'na. Siperanto-Sejetllckaft Eharlottenl-nra. Wontaa. 10. ffedruar. 20 Uhr. Oondiloret Wolter. Eharlottenbur», SUsmaritstr. 114(Stait), filndj ntntrr. Sc- Binn eines neuen llntcrrtch knn'u» für«nfänset. Anmeldunacn ebenda Zlretrellqlö?« Semeirde. Eonntan. 11 Uhr.«avvelallee 12.«ortraq de« Serrn B. STotJal Uder:.Set Aenteitsslaube der Böiter". Sarmonium: Gesang der Wolgaschifser. Kelle willlommen. SiSutverdard der Untcrvernlietcr E. V. 211. bis 214. Versammlungen mit Vorträgen Dienstag. 11. ssebrnar, 20 Uhr. Neukölln. Daffage-Siestauvant, Verg- llraftc IZI—IW, 1. Stock sUntcrannddahnhof Verastroft«). Donnerstag. 13. tve» druar. Strglih.Lichlerfelhe. 2'esianiant Vadenhoser. Vrelte Str. 40. ssrritag. 14 fHbtuat, i> eitalldant Wilhgrnoe. Landsberger Str. W. Sonnabend. 12. sse- drnar. ta'cnse«. iKellcurant SPoTtorf, Wegen der Vorfälle in der letzten Stadtoerordnetenversamm- lung, die— wie berichtet— vom Magistrat wegen uner> härter Beschimpfungen des kommunistischen Redners ge- schlössen verlassen wurde, fand gestern eine eingehende Aussprache zwischen Stadtverordnetenvorsteher Haß und Bürgermeister Dr. Scholtz statt. Im Anschluß an dies« Besprechung wird so- wohl der Magistrat wie auch der Aeltestenausschuß der Stadtver- vrdnctenoersammlung zu den Rüpeleien der Kommunisten noch Stellung nehmen. Dabei wird man sich noch einmal eingehend mit der Frage der Verschärfung der Geschäftsordnung beschäftigen. Die Meinungen darüber, ob durch eine solche Neuregelung zukünftig eine Unterbindung ähnlicher Auftritte möglich sein wird, gehen aller- Bei seiner letzten Zusammenkunft am Donnerstag beschloß der' Eeo° �anmau Dr."tinaroa smick�Udcm"auns�°"Ä «elt-stemw-fchub die Delu-lle über die Pensionierung d«: Un�,wna- Oberbürgermeisters in öffentlicher Sitzung in Derbiiidung Mit• bliedeoco, Ortsaruev« Wellen. Akitoliodero«rcamm?un« Diknstaa. 11. ssebrnar, den sonstigen Anträgen zum„Fall Böß' vorzunehmen. Diese Aus-! �.�r�ahn5r,t«hans. VMowllr. 104. Wahl der Delegierten«m anfterordent. sprach« dürfte nunmehr also am nächsten Donnerstag in der ordent-'«rb�t«r.sam»rtt-(.»nnd. Wonwa. w. gabrt-ar.«dt. Vohnedor» bei Sei- licken Silltma ertolllen. i mann. Waltersdorfer Str. Ivo.— Abt. Sck?nebrta dci Serick«. Ebersjtr. es.— ■»ttzung erzolgen.,-. M>t.«i-vknick bei Seid. Sirtterlind.r Str. S.-«dt. Weift«nsk, bei Stärk«. �.' Charlott,ndur»er Str. 3.—«dt. Neukölln bei Sckk'llina. Sirchholltr. 41.— (Zill neues Morogeruck)!.; Diensia,. U. gedruar. 9ldt. MW« bei Schule. Eiorttr. 23a.- Abi. gried- �, richshain bei Büsch. TUllter Str. 27.- Abt. verm-morf in der Turnhalle Dos Gerücht von einem neuen Frauenmord war gestern im Noonftrafte.— Donnerstaa. IS IZedmar.«dt. Tieroarten bei Lausch. Vrctoiv. Hause Luisenufer 5 oerbreitet. In ihrer Kellerwohnung war dort die l Sotonfc.�Tutin« Lllsährige Witwe Gertrud Doberstcin oon ihrem Bruder im Bett liegend tot aufgefunden worden. Ein hiwzugerufencr Arzt stellte am Halse und im Gesicht Flecke fest, die zuerst den Verdacht aufkommen ließen, daß die betagte Frau eines gewaltsamen Todes ge- storben sei. Die polizeilichen Ermittelungen haben jedoch bisher keine Bestätigung dieser Vermutung ergeben. Es ist vielmehr anzunehmen, daß die Frau im Bett vom Tode überrascht worden ist. Die Leiche wurde zur Obduktion ins Schauhaus gebracht. Riefige Steuersummen hinterzogen. Umfangreiche Steuerhinterziehungen beschäftigen schon seit mehreren Tagen die Beamten des Steueraußeiidisnstes vom Landes- finanzamt Dresden..Das Stcucrstrafoerfahren richtet sich gegen den Mitinhaber einer der bekanntesten Dresdener Firmen der Mode- brauche, den Kaufmann Hugo Salm, der auf Anordnung des Gerichtes von der Kriminalpolizei festgenommen, nach Feststellung des Sachverhalts aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden ist. Wie verlautet, soll die hinterzogen« Stcucrsumme, die sich auf mehrere Steuerarten erstreckt, mindestens 250 000 Mark betragen. Gerüchtweise wird eine well höher« Summe genannt. Stranvoaek.Saieatand. Die neuafarflnheie Bezirisaruev» iStlnumSor» et«..Siunnv-nell Muayerbaud d t Werktälixen E. utLC-llaitit am to. ss»druat, 20 Uhr, einen Wetdeadend in Rellaurant„Zur ßautitdma" fccutr.durflec Str. 21. Barträa«, Mustk. Äcditationen. Etätrltt frei, eöäste w.llk-imn-n. Die auf den Nachmittag angesetzten Klaoiervorträge werden für den Abend reserviert, dafür wird eine Reportage aus den Auto« hallen am Kaiserdamm über das Reit- und Fahrturnier gesandt. Drei Stunden später setzt sich Nikolai L o p a t n i.k o f f vor das Mikrophon und fpieli kleine Kompositionen moderner Russen. Diese Kompositionen sind Skizzen, virtuos hingehauen, romantisch verträumt, tänzerisch inspiriert und auch grotesk verbrämt. Medtners .Zwei Märchen", an und für sich unromantisch, verwandeln sich in Lopalliikosss Interpretation in virtuos« Hebungen. Meyerbeer» ..Dinorah" erhält der Hörer unter dem Tita!„Opernquer. schnitt" vorgesetzt. Diese Art der Opernsendung verdient unbe- dingt Anerkennung, denn vieles ist in Opern hauptsächlich des Textes wegen veraltet, und dieses Verstaubte verhindert in d«i nteiften Fällen die Ausführung des Werkes, daß aber daneben gratze musikalisch« Wert- oerborgen liegen, wird übersehen oder vergessen. So verhält es sich mit..Dinorah", dir durch Meyerbeers groß« historische Opern uberstrahlt wurde. In Kieser Sendung werden nur die musikalischen Höhepunkte gebracht. Berta Kturtna, Kutt- n e r und S? i l.ck e r geben ihr Beste». unter G n r l! t t s lnns> tallscher Leitung. Hübsch und geistreich pointiert spricht Oskar B 1 c oerbindend« Worte. F. Sch. «dt St»«:?» del StfmiM, Stltck«. Äionptiatenjlr. 41——-—-------..- MI- SJlontas, 17. ffciruac. übt Stturbcra M Lokal �Zurn Urbenfiaftn«m Urban 20.- ffteitaa, 21. ffebruar. Abt. Jieinickcnbatf bei ZLatte.r.«lckba-n. straft« M.- Sannabenb, 22. ffebniat.«dt. Prenzlauer Vera bei Kosstna-n. Lnchener S!r. 3.„ Snob t«Xißiöttr S-zi-lilt«-. Mantaa. 10. sscbrpar. 2» Mr. ,m Sememd«. faal Neukölln. S-itbastr. 9. fffentlick« Sortroos- und Äuesura che abend.(?t. nasse Pfarrer Dr. Sckenkel.Stuttaart svrichk w-er: �Notwendigkelt und Auf. aabenkrrls der rrliatös-saualisttschcn Betveanna". Aiigemeine Wetterlage. 75sdn�SI0.Ad6s. wvIÄoisx.G heiter. 9 teü beöecla 9 moikig.ObedeckiaÜ�enubGntoelo �n�gfabel�EecaHrt�yfinfcite Die von Norden kommend« Kalllust hat ihren Weg nach Süden fortgesetzt und jetzt auch den größten Teil Frankreichs in ihren Be- reich ausgenommen. Dort ist es heute schon zu leichleu Schüre- sällen gekommen. Auch im deutschen Alpenvorland dauern d-e Schneefälle fort. In Mitteldeutschland kam es heute wieder zu einem geringen Temperaturanstieg, well mll den lltorboftwinden «was mildere Lustmassen oon der Ostsee zu uns flössen. Nun haben aber die kalten, aus Noideuropa flammenden Lufunassen einen neuen Lorsrotz nach Süden unternommen. In ihrem Bereich n'mmt die Bewölkung ab. In Ostpreußen ist die Temperatur auf— � Grad gesunken. In den nächsten Tagen dürt-m wir in dieser Lustmasse liegen, so datz die kalte Witterung anhatten wird. •' wetteeauzsichkea für Berlin. Teils heller, teils wollig. Tsmp«, radrren im ganzen noch etwas sinkend. Frisch« nordösllich« Winde. —.?ür Deutschlond. Im Südsn noch meist wollig, strichweise noch leichte Schneefälle. Im Norden ziemlich hell«?. Älltzemein sinkende Temperaturen. Bei Aufspringen der Hände und des uesidits.sdur.erzhaliem Brennen sowie Röte und Juckreiz der Haut, unschöner Hautfarbe und Teintfehlern verwendet man am besten die schneeig- weiße, fettfreia, glyzerinhaltige Creme Leodor, welche den Händen und ...... c.,____. ,,...........--------- dem Gesicht jene matte Weiße verleiht, die der vornehmen Dame erwünscht ist. pn besonderer Vorteil liegt auch dann, daß diese unsichtbare matte Creme wundervoll kühlend wirkt bei Juckreiz der Haut und gleichzeitig eine vorzüq. lidie Unterlage für Puder ist. Der nachhaltige Duft gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlingsstrauß von Veilchen, Maiglöckchen und Flieder, ohne jenen berüchtigten Moschus- geruch, den die vornehme Welt verabscheut.— Creme Leodor: Tube 60 Pt. große Tube 1 Mk- Leodor-Edel-Seife: Stück 50 Pf.- In allen Chlorodonl-Verkaufsstellen zu haben. Der verbesserte OPEL ist da und zu billigeren Preisen! Im Vollbewußtsein ihrer Verantwortung als Deutschlands größte Äutomobiifabrik hat die Adam Opel A.G. den verbesserten Opel- 4 und 8 PS-herausgebracht/ der seiner Qualität und Leistung nach die führende Stellung auf dem deutschen Automarkt verdient! Folgende Verbesserungen beweisen est I Verbesserter Motor: Gleichmäßigeres und ruhigeres Arbeiten und größere Kraft« Ausnutzung sind in beiden Typen im 4 und 8 PS durch Änderungen In Kurbelwelle, Ventilsitzen, Zyiinderdeckel und Zylinderkopf er« reicht worden. Unter Aufrechterhaltung der bisherigen Geschwln* dlgkeit und unter Erreichung größeren Anzugsvermögens ist der Benzinverbrauch Im 4 PS und im 8 PS bedeutend geringer geworden. Dies Resultat ist dank den verbesserten Vergasern, die zu Jeder Zeit die richtige Mischung von Benzin und Luft gewährleisten, erzielt worden. Verbesserte Kühlung: �ll 9 Zuverlässigeres und regelmäßigeres Fahren selbst bei höchsten Geschwindigkeiten Ist das Resultat weitgehender Verbesserungen des KUhlersystems. Durch größeren Wasserinhalt wird Uberhitzung des Motors selbst bei höchsten Geschwindigkeiten vermieden.— in den 4 PS wurde •in Ventilator mit nachstellbarem Ventilatorriemen eingebaut. 5. 3 Verbesserte Üremsen: Völlig geänderte Bremsen gewährfeisten jetzt höchste Bremswirkung und Sicherheit. Die Bremsbacken und Brems- backenbelägo sind besser verarbeitet, und Jeglicher Ölverlust ist durch vollkommen geschützte Bremsen verhindert, eine Ver» esserung, die sonst nur bei den teuersten Wagen der Weit zu finden ist. Das geänderte Bremssystem bewirkt auch sofortige Bremswirkung, selbst bei einem leichten Druck auf das Bremspedal. M Verbesserte Steuerung: Durch veränderte Steuerübersetzung fst das Lenken von beiden Typen jetzt spielend leicht geworden, im 4 PS trägt die zweckmäßigere Anbringung des Lenkrades auch hierzu bei, sodaß der Fahrer selbst bei stundenlangem Fahren nicht ermüdet Die neuen billigeren OPEL-PREISE 4 PS ZWEISITZER RM 1990 Verbesserte neue und schöne Karosserien: Die beiden 8 PS Modelle und die 4 PS Limousine sind mit neuen schönen Karosserlen versehen worden. Der neue Kühler im SPS, die neuen vollgewölbten Kotflügel, die neuen parabolischen Scheinwerfer mit eingebautem Parklicht verleihen diesen Modellen eine äußere Form, die sonst nur be) den teuersten Limousinen zu finden Ist. in den Luxus-Modeilen finden Sie außerdem neuen Benzinmesser, neue Uhr und neues Motometer. Durch die neue Limousinen-Karosserie des 4 PS, die niedrigere und verbesserte Cabriolet-Karosserie haben die 4 PS Modelle eine Schönheit erhalten, die vorher nie in der niedrigen Preisklasse zu finden war. Beachten Sie auch die neue indirekte Beleuchtung des Armaturenbrettes und das neue, verbesserte Tachometer. Bei beiden Typen kann der Käufer eine der drei Farbenkombinationen wählen. Die Dauerhaftigkeit der Lackierung wurde durch ein besonderes Verfahren erzielt. Diese Lackierung schützt den Wagen gegen alle Wetter- einflüsse. 4 PS VIERSITZER RM 2350 4 PS CABRIOLET 4 PS LIMOUSINE 8 PS LIMOUSINE 8 PS LUX.-LIMOUS. 4 PS LIEFERWAGEN l'/a To. C H A S S I S IV, To. PRITSCHEN. WAGEN MIT PLANE 99 99 99 2500 2700 4300 4600 2400 3700 4550 AU» Preis» ob Werk vlerfosb bereift Durch dl» erletehtartcn Zahlunssbedln- Sungen können weitere Zehntousende Autebesitzer werden. Sie müssen unbedingt diesen Wagen sehen•#• heute noch beim nächsten Opelhandier».. t ♦ Jeder Wagen hat größeren Wert: Die Hersteilungskosten des ver� besserten Opels sind größer, der Wert jedes Wagens ist bedeutend erhöht, und doch ist der Verkaufspreis niedriger. DI# 8 PS Modeile sind mit größeren Ballonreifen versehen worden. Ein größerer und stärkerer Anlaßmotor ist eingebaut. Die Boden- freiheit ist unter Beibehaltung derselben niedrigen Straßenlage vergrößert, und die geschlossenen 4 PS Modelle sind mit elektrischen Winkern ausgestattet worden. Die Fenster aller geschlossenen Wagen bestehen aus Spiegelglas. Anstatt mit Acceie« ratorhebel ist jeder Wagen jetzt mit Gas« peda! versehen. Zusammen bedeuten diese Verbesserungen für jeden Käufer des verbesserten Opel: Schönheit, Bequemlichkeit, Sicherheit� Dauerhaftigkeit, Kraft, Schnelligkeit, Spar« samkeit und Preiswürdigkeit. Nehmen Sie diese Beschreibung mit und lassen Sie sieh d ieVerbesse« rungen Punkt für Punkt erklären* Cinfcnbtraaen fSx diese Rubrik stnd V» r l i» SS 6S, Liudenitrab- 3. G parteinachrichien für Groß-Berlin stet« au da» Bejirk»s«kr«tarial 2. Hof. Z Treppe» raüts, zu richte» 7. K«I« klcharlatteubuea uud Spandau. Juristisch« Ssrechstuud« beut«. Sann- abend. S. tfchruar, van 17 bis 13 Ufte, tut Zueendfteun SSoüncnftc. 4 tgcIcBcnftcil»uju ÄirchenouLtritt! J3. strei» Scmpelljof. Sonnta«. 9. Februar, tu allen Abteilunaen isluzbla". nerbreituna nun den beionnten Stiften au?. All« Mann ,ur Stelle sein. 17. Ar«!, Lichteubera. Rontaa, Ift. ieebrnar, 18 Ilbr, 5f»i«fuaktiauärsistn»!» in» Arbeitsamt Ost, Borhagei!» Str. 7K— 78. Die Rsnflionitiaacn ein« Stand« fr» der ebenda rt. Hcuke. Sonnabend, S. Februar. Ilugblatlverbreitung von den nachstebenb anaeaebenen Lakaien au«: 1.«bt.«b 17 Ubr und Sanntast ab g Ubr bei Spieael. Ackerstr. 1. 2. Abt. Ab 17 vbr und Sonntag ab 8 Ubr bei Obttgcnrach. Äonrmandanje». straste 83. 3. Abt. Ab 13 Ilbr und Sonntag ab 8 llbr bei Riefert, Steininedstr. 88s. 14. Abt. Ab IT Ubr iu Smpfang nehmen(für die BezirksfUbrer) und um 18 Ubr fllr die ibenossrn in den.loblabendlbkaien. 18. Abt. Äb 17 Ubr bei Slrilger. Hussttenstr. Z4, Eeke Scheringstrast«. ZI. Ab». Achtung. Lezirissitbrer! 20 Ubr kurtc Besprechung in der Geschäfts- stell«. Utrechler Str. ZI. Sonntag, 9 Uly". NugbwUperbreitung. Die T«. tirksfllbre- laden daiu ein. ?9. Abt. Ad 17 Ubr und Sonntag ob 9 Uhr bei Burg. Preruilauer Alle« 189. 31. Abi. Ab 17 Ubr bei Eoldschmibr, Siolpische Str. 38. S3. Abt. 17 Ubr Mugblattverbreitung aus folgenden Lokalen: Lojaik, Bepme. straste 8. Werialla. Hobenlohestr. 3. Sofsniann. Stralauer Allee 17. Hobn, Simon-Dach-Str. 9. 88. Abt. AK 18 Ubr und Sonntag ad 9 Ubr von den Lokalen Busch, Til. siter Str. 27. Korn, Löwe» Eck« Korndorser Straste. Wittschust, Pelers- durger Str. b. Zahlreicher Besuch wird erwartet. 41. Abt. Achtung,«ejirisföftrerl Ad 17 Ubr bei Lwfert. Marienborfer Strast« 8. Ma'erial abholen. Sonntag ab 9 Ubr in den bekannten Zahl- abendlokalen!?lugblattverbrei:ung. 4?. Abt.»sluabliittcr und„Unser Weg" von Wesdorff. Urbanstr. 8. abbplen. 71. Abt. Wiln-credars. Strastcnfiibrer und Helfer ob 18 llftr bei Lau. Hill» aardstr. 14. n. Abt. Schöueberg. Ab 18 llbr und Sonntag ab g llbr. Alle Mitglieder müssen sich beteiligen. 8l. Abt. Zfriedenau. Ab 17 Uhr bei stlobe. Handfernstr. 60—01. 84. Abt. ilaakwist. All« B«.,lrksftibr«r und Helfer erscheinen um 18 Ubr bei Lehmann. Aaiser.Wilbelm-Str. 29—31, tur Mugblattansgab«. 88. Abi. Lichtenrade. Die Be»'rk»tilbrer werden gebeten zwischen 17 und 18 Ubr 20. Abt. 13 Ubr von den Zablabendlvialen ans. die.Tliigb lütter oom Genossen Semmler abgubolen. fNugblattverbreitung Sonnta» ron 9 Ubr an. 98. Abt. Aexkell». 18-18 Ubr bei Rohr. Siegiriedstr. 28—29. Am Gonnlag Berteilu-N» in ollen Bezirken. 102. Abi. Baumschuleuweg. Ab 18 Uhr im Lokal Hast. Baumschulenstrast«. Im All sch'ust um IS>- Ubr wichtige Kunktftnarsidung ebcndort. Berhinderte Iunkt'oniire müssen für Vertretung Sorge tragen. 108. Abt. Zobannishal. 18 Ubr bei Gobin, ii.oonstr. 2. 118. Abt. Lichtenberg. Sonnabend und Sonntag ty dt» bekannte» Lokalen. Die Gruppe Berk bei Len,. Magdaienenstr. 10. Am Sonntag ab 9 Ubr. 140s. Abt. Wittenau. DI» sslugbliitier werden den Ae.tirisljjbr«rt» TUgeltelll. Ilugblattvarbreitung am Sonntag ab 9 Ubr. Morgen. Sonntag, S. Februar. Klugblattverbreilung von den nachstebenb angegebenen Lokalen aus: 4. Abt. Ad s Uhr bei Brandis. Stralauer Str. Kl Ii. Abt. Ab S Uhr bei Terger. Levestowlte. 21. Sie Iagowüraste. 18. Abt. Ab SM: Ubr in der„Vorwärts"-Spkditlvn Wilhclmsbaoener Str. 4k. 82. Abt. Gruppe tfiedtkau. Besichtigung der Ieucrmache in der Biemeler straste. Treffpunkt pünktlich 9% Ubr an der Jr-uenwach«. Di« lsunUch. nä-g werden gebeten, an der Besimtiguna teildu nehmen. Genossen anderer Grupven kbnnen ebenfalls tellncbf'en. Sonntag MvÄilatwerblcitunz. Die Flugblätter können schon am Sonnabend aus den bekannten Lokalen abaeboit werden. 81. Abt. 9 Uhr. Grupve Mewes bei Sraupner. Doigtstr 25. Grnnoe Schlichting tei Schnarer, Totgtstr. 38. Gruppe Rosensrock de: Schule. Samariter. strast« 38. N9. Abt.(jVi llbr in der Iuristischet, Sprechstund«. Linden str. z. BmmkM&sf&s&gg fei_ fe- 41. Abt. AbteilvngsvergnLaeu.»«rbuobeo mit tianc Thrung der S m* Parteijubliane im SchuItbeist.AnsIcha»!. Tivoli. Ansprach«: Stadlorr. IS W ordneten Richard Barth. B-rtr-g- nad loa*. A»s--g 17 Ubr. Ei», ri rJ tritt 73 Pt. M 51. Abt. TbarloUeubur». 9 Uhr in den Druvpenlokaletr. 1. Gruppe: Bagiri?» führe rbrlvrechuna ebenfalls um 9 Uhr bei Schellbach. Aonigin-Elisabelh. Sirast« 0. 82. Abi. Sieglist. All- Genossen be'eillge» sich ob v llbr an der Flugblatt. Verbreitung von Wiganden Lokalen aus: 1. bis 4 Bezirk bei Schellhose. Abornstr. 15s. 3. und s. Bezirk b-i Cetil. Bismarckstr. 64. 7. Betink im Hübender Hof. Lichferiillv-r Str. 1. 8. Bezirk im Lokal Humboldt,©fc Slisensxrast«. 9. Bezirk bei Dernike,. Berlinickestr. u. SS. Abi. ThorlottenSue«. 9 Ulm MugblativerSreikuna. 8. Gruppe bei Schülh. Wallst-. 99. 9. Gruppe bei Reimer, Wilinersdvrfer Str. 21. 19. Gruppe bei n.öriält. Schloststr. 43. Die Flugblätter können bereits am Somr. abend ab 1» Ubr abgeholt werden. 88. Abt. R-rierdorf. 9Vj Ubr van Sörlist, Cbaussecstr. 19, aus. Der l— 2. und 7. Bezirk verteilt von Acumeyer, Schöneberger Straste, aus. 98. Abt. Reulllla. Heute i» Müllers Feftkälea. früher Ziadatz,~':'1 sS Brist, llbausscestr. 39, Iubllarfeier. Ztoazcrt, sseftoed«: Herwas» Har» ,-Z h— nifch, M. d. L., Bnggi Much. Gesangsoortröge, Saalpost, Verla seng, hl sZ Tarn Anfang 1« Ubr. Elntrittsyrc!, 30 Vi. ltiader 15 Pf. Ilm zthl. reiche» Deiuch wird gebeten. Rceköllr.»l. Abt. 19 Ubr. 19. bis 23. Bezirk bei Kolter, Karlsaartenstr. 4. 36. und 45. B-ziick bei Stabwann, Fiuabafenstr. 29. 37. und 44. Bezirk bei Palm. MainstM Str. 16. 33. und 43. Bezirk bei Müller. Flughafen- straste 59. 41. Bezirk im Restaurant Flughafen. Mablower Str. 7. 47. Be. Zirk bei Balcwtki, Bodbinstr. 57. 94. Abt. 9 llftr von den bekannten Lokalen aus. Jede» Mitglied must crfchew-n. 114. Abt. LIcktenter». 9 Ubr von camarzer. Gabriel-Mar-Str. 17. 110. Abt. Lichtenberg. S Ubr bei Morr» Neue Bahnhofstr. 23. Z rauenveranftallung. 7S. W»t.®- Preise. Man siebt das voll- wcrtige Alenövragramm. Abtiid» 7',i Ubr grnfte Barstell»»?. Die Teutsire Pbotomaton-Altiergaiellschoit richtet w der Nürnberger Etrasie. im Femina-Laus und in Moabit, Turmsir. 5«. wieder tri bekannt geslbnia-koallen Pho omaionttläden ein, dl« es de.«. 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StaMou irwtko. s» In der S'adtverwaltung Hannover sind die Ste len mehrerer besolde er CKasSs rstsmätsaEecSsa-d zu bese'ren. Die Wahl erfolgt auf 1? Jahre Die Cehaltsrerulicuns s'eibt besonderer Ver inDarun- verbehaiter Die frühere DIemtreit kann aagc- rechne' werden. B dingunsin Reiche Erfahrungen auf den Ge- hieten des gesamten Kommun Iwesens oder Befähigung lür den höheren Vtre affungsd enst Lewerbuneen mi Anraben über die bisherige Tätigkeit unter Beifügung des Lebenslaufes unl heglaub grer Zeugnisabschriften sind. bis zum 9. Mär: 1930 an den l'rfferzefc r.eten m richten. Persönliche Vorstellung nur auf Wunsch. Hannover, den 6. Februar 1930. Der WortBIlret k: ffiismorttato-Soniims Jsr ZfZlft üzrttryel. Wilhelm Weber \ üessfeäSlsSäSaa'e��ssssgiü.| » Unser kaufmännischer Geschäftsführer tritt am. K 1. Juli d. J. in den Ruhestand. W r suchen deshalb für j k diesen Termin«inen durchaus tüchtigem energischen t » I der über vielseitige kaufm�nnisrhe Kenntnisse verfügt, bssanrsichar und im Zei un.nswcscn e»fahren ist Ausführliche Offerten erbitten wir bis«pä-estens 1. Märr an das Pressekomi ee der leipziger Volks- . r.eirung in Leipzig, Taucraer S raSe 19-21. > VSkZSg ÄS? LÄ'PSiS««' VOlüeSiekkCKÜ ------ wirksam sind die ? KLEINEN ANZEIGEN & In derGttsanitou'iage W des„Vorwiris" oad Nr. 65» 4?. Iahrgang 2» Sonnabend, s. Februar �930 Deutschland lerne von LlGA.! Warum wächst der amerikanische Außenhandel? Die Vereinigten Staaten sind heute das größte Ausfuhrland der Welt, Großbritannien, das vor dem Krieg jahrzehntelang stets die größte Aussuhrzahl zu verzeichnen hatte, steht in den Nachkriegs- jähren an zweiter Stelle. Die Frage, warum die Vereinigten Staaten sich diesen Platz erobern konnten, ist für Deutschland, besten Ausfuhrzahlcn schon unter dem Druck der Reparation-oerpflichtungen vergrößert werden sollen, sehr lehrreich. Zunächst einige Zahlen zur V-ranschaulichung der bisherigen Entwicklung.. Die Weltausfuhr von etwa 60 Ländern stieg nach den Zusammenstellungen der Dresdner Bank von 77,1 Milliarden Mark 1913 auf 126,3 Milliarden Mark 1923 und 119,1 Milliarden Mark 1926. 1929> betrug die entsprechende Weltsumme auf Grund der Ziffern des ersten Halbjahres 123 bis 130 Milliarden Mark. Der Anteil der drei hauplausfuhrländer an der Wellausfuhr 1913 bis 1929: Im ersten Hall>johr des Jahres 1929 hob sich nach amtlichen amerikanischen Berechnungen die Ausfuhr von 32 Ländern van 11,40 out 14,92 Milliarden Dollar, d. h. um mehr als 2 Milliarden Mark. Es sind in der Hauptsache nur zwei Länder, die bn nennens. wertem Umfang ihre Ausfuhr haben steigern kümren: die Aer- einigten Staaten mit einer Ausfuhrsteigerung in der ersten Hälfte des Jahres 1929 gegen die sechs Monate 1928 von 2.38 auf 2,62 ll�illiarden Dollar— Zunahme l Milliarde Mark—, dann Dcuttchland mit einer Steigerung von ILO auf 1,56 Milliarden Dollar oder um rund 700 Millionen Mark. Die englische Ausfulir ist zurückgegangen, wenn auch nur ur unerheblichem Umfang. Von Juli 1928 bis Juni 1929 belief sich die amerikanische Warenaussuhr aus 3,37 Milliarden Dollar oder 22,6 Milliarden Mark, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um mehr als 2 Milliarden Mark bedeutet. Allein die Fertigworenausfuhr stieg um 447 Millionen Dollar oder mn 1,88 Milliarden Mark. Die amerikanische Weltkonkurrenz. Auch heute noch P Europa der Hauptabnehmer ameri- konischer Waren. Die folgenden Zahlen veranschaulichen die amerikanische Au s fuh re n t wi ck lu n g von 1922 bis 19 29, und zwar für die ersten neun Monate(in Millionen Dollar): USA-Ausfuhr nach: 1922 1929 Steigerung Eüropa..... 1473 1643 ll,4Proz. Kanada u. Neufundland 414 749 80,7... Latein- n Nordamerika 240 321 34.0, Südamerika.... 162 4*0. 160,2, -Asien.. �.... 332 464.. 39.7. Australien und Südsee 72 147 103,1, Afrika...... 42 100 136,6. Di« große amerikanisch« Aussuhrstcigerung kann in der Hauptsache aus drei Gründe zurückgeführt werden: Erstens sind amerikanische Firmen durch ihr« Kapital- kraft und die ihrer Banken in der Lag«, in kapitolschwächeren Ländern� den Abnehmern hinsichtlich der Zahlungsweise viel mehr entgegenzukommen als im allgemeinen beispielsweise deutsche Firmen. Das ist sehr wesentlich, denn vielfach fragen iiberfeeische Wnehmcr mehr nach Zahlung eerleichterungen als nach dem Preis. Von besonderer Bedeutung sind hierbei diejenigen amerikani- schen Beteiligungs- und F i n a nz i eru n g s g e f e ll- fchaftcn, die in anderen Ländern Gesellschaften aufkaufen, deren Bedarf dann durch Bestellungen von amerikanischen Firmen gedeckt wird. So wirken sich z. B. die Kapitalbeteiligungen amerikanischer Gruppen an argentinischen, chilenischen, brasllianischen, chinesischen und indischen Kraftgesellschaften in einer starken Ver- mehrung der amerikanischen Ausfuhr elektrischer Maschinen und anderer Erzeugnisse aus.■ An der Gesamteinfuhr der s ü d- amerikanischen Staaten war Großbritannien vor dem Krieg« zu mehr als einen, Viertel, die Vereinigten Staaten zu m,r einem Fünftel beteiligt. Heute beträgt der englisch« Anteil weniger als ein Fünftel, der amerikanische ober rund ein Drittel! Zlehnlich liegen die Verhältnisse in China und Japan. Mitte Januar umschrieb der amerikanische General- konsul in Argentinien, G. S. Mcssersmith, die ameri- kanilche Ausfuhrexpanston in Südamerika folgendermaßen:„vis vor elwa einem öohr mar die amerikanische Kapitalanlage in Ar- genlinien auf Staals-, Provinz- und Kommunalanleihen beschränkt. aber seit etwa 14 Monaten erwarben dort zwei große amerikanische vecsorgungsunternehinungca in Argentinien und Chile Licht, und Sroftgesevschaflen: ihnen gehären seht 145 früher bri- tische Gesellschaften, und auch die International Telephone and Telegraph Corp. erwarb in Buenos Aires durch eine ihrer TechlergeseUschasten das dortige Fernsprechsystem." Klar ist. daß die früher in England gemachten Bestellungen jetzt nach den US?l. gehen. Die zweite Hauptstühe der amerikanische« Aussuhraus- dehnung ist der gewaltige inländische Massenabsah. Aei fast allen Industrien der Bereinigten Staaten macht gegen- wärtia, trotz der absoluten Riesensummen, der Auslandsabsatz nur wenige Prozent aus. Die 1929 von USA auzgcführtei, 380 000 Auto- mobile sind nicht mehr als 9 bis. 10 Proz. der Gesamlerzeugung. Der Ausfuhranteil an dem Gesamtabsatz elektrotechnischer Erzeugnisse be- trägt in Amerika nur etwa 8, in Deutschland dagegen etwa 20 und in England etwa 30 Proz. Trotzdem war 1920 die amerikanische Elektroausfuhr dem Wert nach etwa ebenso hoch wie die deutsche mit ihren rund 600 Millionen Mark. Die amerikanische Elektroindustrie hat 1929 rund 3,3 Millionen elektrische Bügeleisen, 1.2 Millionen Staubsauger, 800 000 elektrische W a s ch m a s ch i- n e n, 3,2 Millionen Rundfunkapparate, 71 Millionen Radioröhren abgesetzt. Der amerikanische Glühbirnen- absatz des vergangenen Jahres betrug 320 Millionen, wozu etwa noch ebensoviel elektrische Miniaturlampen(Taschenlampen, Auto- lampen, Reklamelampen usw.) zuzurechnen sind. Während aber in Deutschland die üblichen Glühbirnen zwischen 1,20 und mehr als 2 Mark kosten, haben die Vereinigten Staaten für alle Glüh- birnen bis zu 60 Watt einen Ciicheitspreis. der bis Mitte vorigen Jahres 22 Cents und seitdem nur noch 20 Cents(8 4 Pfennig) beträgt. Der riesenhafte Inlandsabsatz erlaubt natürlich eine wesentliche Senkung der Kosten, die oft auch in Preisherab- setzungen zum Ausdruck kommt, so daß aus diesem Grunde die amerikanische Aussuhrware im Wettbewerb vielfach billiger ist. Endlich betreiben die Amerikaner eine von keinem Land erreichte Ausfuhrförderung. Die Veröffentlichungen des Departement os Commerce (Handelsanlls) in Washington geben nicht nur ganz ausgezeichnete und höchst spezialisierte Informationell über die Marktbedürsmsie jedes einzelnen Gebiets, sondern sind auch beispiellos billig. So kosten z. B. die wöchenllichen„Commerce Reports" mit ihren etwa 60 Seiten in Amerika dos ganze Jahr nicht mehr als 4 Dollar. Die 30, 40 und noch mehr Seiten zählenden Sonderverösscilllichungen, die in ununterbrochener Folge in denkbar größter Ausführlichkeit über alle Wirtschaftsgebiete(Maschinenmarkt, EleUromorkt, Tertil- markt, Chemikalienbedarf usw.) der hauptsächlichsten Länder unter- richten, kosten je Stück nur 10 Cents(42 Pfennig). Die von den Vereinigten Staaten in den die ganze Welt umspannenden Nach- richtenapparat des Bureau of Foreign and Domestic Commerce (Büro für Außen- und Innenhandel, eine Abteilung des Deport«- ment of Commerce) gestockten Gelder bringen in Form gesteigerter Warenaussuhr hundertfältige Frucht. Mit diesen Methoden können die Vereinigten Staaten ihre Warenausfuhr in absehbarer Zeit sicher beträchtlich weiter steigern. In Europa muß man mft einer solchen Entwicklung rechnen Man kann von den USA. erstens lernen, dl,h die Warenausjuhr der europäischen Länder um so sicherer entwickelt werden kann, je stärker der RückHall ist, den die europäischen Industrien an ihren eigenen Inlandsmärkten haben. Es wird hohe Zell, daß diese allgemcinwirt- schaftliche Seite der Lohn- und auch der Arbeftsmarktpolitik von den deutschen Unternehmern in ihrem eigensten Interesse erkannt wird..Zw«ll«ns sollte mga den muschrgülligen apleritänijchen Jnsormationsdienft m irgendeiner Form auch für Deutschland schaffen. Er macht sich bezahlt. Rur wenn mai, sich dieser beiden hauptsächlichsten Lehren der amerikanischen Außenhandelsentwick- lung bewußt bleibt, wird auch Deuischland sein« Warenausfuhr weiter mit Erfolg steigern können.— b. Große Hypothekenbankgewinne. so Prozent Reserven bei der Berliner Hypothekenbank. Di« Berliner Hypothekenbank folgt ietzt der Ham- burger als zweites Realkreditunternehmen mit ihrem Abschluß für 1929.. Das Unternehmen, das außer dem Pfandbriej- auch das Koimnunalkreditgeschäft stark betreibt, konnte trotz der Srvckmrgcn aus dem Realkreditmarkt einen unverändert hohen Ge- w i n n von 1,03 Millionen ausweisen und die gleiche Dividende des Vorjahres von 12 Prozent auszahlen. Nach dem Vorstandsbcricht entwickelte sich der Absatz von Schuldverschreibungen in den ersten Monaten des Berichtsjahres sehr lebhaft, stockt« jedoch in der Folgezeft säst völlig. Der Pfandbrief u m l a u f stieg mn 9,8 auf insgesamt 97,3 Millionen: die Steigerung blieb also gegenüber den beiden Vorjahren mit 13,6 und 13,9 Millionen ganz erheblich zunick. Bei d«n Kommunal- o b l i g a t i o u e n, die im vergangenen Jahr eine sprunghafte Um- satzsteigerung aufwiesen, ist diesmal sogar«in Rückgang im Um- laus von 34,0 aus 33,8 Millionen cingetreien D«r gesamte Um- lauf der Berliner Hypothekenbank an Pfairdbrieftn und Obligo- tionen erhöhte sich um 9,64 aus 131,3 Millionen Mark. Bei dem Rückkauf eigener Papiere ist der Bank infolge des schlechten Kurs- staudes ein Gewinn von 400 000 Mark zugeflossen der in die Re- servc wandert«. Da vom Reingewinn weitere 300 000 Marl in dos Reservebecken fließen, enthält dieses mit 3,7 Millionen fast 80 Prozent des Kapitals. Die Z i n s p v l i t i k der privaten Hypo- thekenbanken ist also mehr als einträglich. und es wäre Zeit, daß sie ihr« Zinsbedingungen im Interesse der Kreditnehmer einmal gründlich revidierten. Kräftiger Aufschwung im Schreibmaschi nenexporl. Die Aussuhr deutscher Schreibmaschinen, die sich seit 1926 ständig in aufsteigender Linie bewegt, hat im letzten Jahr mit einem Ausfuhrwert von rund 19,6 Millionen und einer Menge von 95 303 Maschinen einen Rekordstand erreicht. Gegenüber 1926 hat sich der Aus- fuhrwert mehr al s verdoppelt, während die Stückzahl der Maschinen nur eine Steigerung um 33 Proz. aufweist. Der durch- schnitll'.che Exportpreis hat sich also im Laufe der letzten vier Jahre stark verbessert. Der größte Abnehmer im letzten Jahre war Frankreich, das 14 Proz. der deutschen Gesamtaus- fuhr aufnahm. 1 Neuer Konsumrekord. 4315 neue Mitglieder in Berlin. Immer weitere kreise überzeugen sich von dem Werl der ton- sumgenossenschasllichen Organisation. Im Januar 1930 erklärten 4318 Familien ihren Anschluß au die Konsum-Genossenschaft Berlin. 3u der dreißigjährigen Entwicklung der Berliner Verbraucher. organijatiou war ein solcher Bionatszngang noch niemals zu ver- zeichnen. Er liegt um rund 709 über der seitherigen höchstzisser (3636 im Januar 1929). Der Milgliederbesland betrug Ende Za- nuar 197 194. Der Gesamtumsatz bezifferte sich im Januar aus 6 380 262 Mark; verglichen mit dem Umsatz im gleichen Rtonat des Vor- jahres(3 361 810 M.) ist eine Umsatz st eigerung von 19 Prozent festzustellen. Diese beachtliche Besserung wurde in einer Zeit erziell, in der weite Verbraucherschichien in ihrem Ein- kommen durch Arbeitslosigkeit geschwächt wurden und auch Tarif- erhöhungen die Kaufkraft jeder Familie noch beeiitträchiigten. In der Sparkasse dcrKGB. hatte sich im Dezember infolge des Weihnachtsfestes eine Verminderung des Einlagen- bestandes um 81012 M. ergeben: der Januar brachte dagegen wieder eine Vermehrung des Einlagenbestandes um 1211220 Mark. 42689 143 M. sind jetzt der konsumgenossenschafttichen Spar- kasse anvertraut. Das Wachstum der Genosienschast in Mitgliederzahl und Um- satz bedingt naturgemäß eine beschleunigte Vennehnmg der Waren- adgabestellem Im Dezember 1929 und Januar 1930 wurden neu eröffnet 5 Leben smittelabgobe stellen: Pinger Str. 19, Königsallee 44, Pasewalker Str. 76. Genter Str. 34 und Wöhlertstr. 14. sowie 4 Fleischabgabe stellen: Wilhelm- stroße 24(Lichtenberg), Gabriel-Max-Str. 17, Hnmboldtitr. 104 und Königsallee 44(Oranienburg). Dos Reh der konsumgenosjenschaftlichen Warcnabgabestellen umfaßte am Schluß des Berichlsmonats: 264 Lebensmitlclabgabe- slellen, 48 Fleijchabgabestcllen. 2 Wanderabgabestellen, 5 Warenhäuser, 5 INanufakturwarenabgabcflcllen. 1 Möbellager. insgesamt: 325 Abgabestellen. Gutes Kameragefchäst. Wieder 6 proz. Dividende des Phototrusts. Di« Zeiß-Icon A.- G. in Dresden, in der unter.Führung des großen Iciwer Photvunternehmens Zeiß die füns bedeiitendsien deutschen Photo- und Filmfabrikations-Werke zu einem Trust zu- sammengeschlossen sind, hat trotz verschiedener ungünstiger Einflüsse im letzten Wirtschaftsjahr ein gleich hohes Gcwinnergebnis wie im Vorjahr erzielt. Der wichtigste Betriebszweig des Unternehmens, der Kamera- bau, tonnte feine Umsätze im Berichtsjahr sogar steigern,»b- wohl die anhaltende Kältewelle des letzten Winters das Photo- geschäft zunächst allgemein einengt«. Auch der starke Aiitichwiing, den tms Fo ch? in o g e scho st in der zweiten Hälfte des letzten Jahres nahm, brachte trotz der Uusicherheft, die infolge des Auf- kommens des Tonfilms in de» Abnehmerkreisen entstanden ivor, höher e,U m s ä tz e als im Vorjahr. Für die weitere Verbreitung des A m a t« u r k i n o s ist bezeichnend, daß die von dem Unter- nehmen in den Handel gebrachten Neuhcften durchweg guten Absatz fanden. � Trotz eines von 3 aus 7,3 Millionen ermäßigten Vetriebsüber- schusses ist der ausgewiesene Reingewinn mit l/>9 Millionen fast unverändert geblieben. Dies ist einmal auf die ver- ringerten Handelsunkostcn zurückzuführen, die von 5,8 auf 5,5 Millionen zurückgingen, und zugleich auf eine Herabsetzung der Ab- schreibungen von 1,1 äus 0,8 Millionen. Die Senkung der Ab- schreibungen entspricht dem sehr guten Bilanzstande der Gesellschaft, der infolge der Abschreibungspolitik der Vorjahre die h o ch w e r t i- gen Betriebsanlagcn, Maschinen und Fabrikeinriästungeu mit nur je einer Mark Buchwert in der Bilanz ausweist. Iu diesen Bilanzposten sind daher Reserven cuihalte», deren Wert weit über eine Million hinausgehen dürste. Sluch die offenen Reserven des Unternehmens, die mit weit über drei Millionen mchrals 20 Proz. des Kapitals aus- machen, sind ein. Beweis für die sehr vorsichtige Polftik der Gesell- schast. Auch flüssige Mittel sind überreichlich vorhanden. Fast 11 Millionen Bankgifthaben, Kunden- und Wcchsclforderungev, stehen nur 3,4 Millionen Mark Schulden gegenüber. Für das letzte Jahr werden keine Umsotzziffern betauni gegeben, dach sind sie noch dem Vorjahrsrimiatz von annähernd 29,3 Millionen auf mehr als 30 M i l l i o-n e n zu schätzen. Die Geschöftstätig- keft im lausenden Betriebsjahr Hot sich gleichfalls durchaus bcsric-. digend entwickelt. Stabile kabcldividenden. Di« Bogel Draht- und Kabel- wert« A..G in Berlin hält ihre seit 1926 gezahlt« Dividende von 6 Proz. auch für das letzte Geschättsiahr aufrecht. Trotz höherer Abschreibungen, die durch größere Betriebsumstelllmgen km lelften Jahr verursacht sind, liegt der im letzton Jahr erzielte Rein- gewinn von mnd 517 000 M. um bald 20 Proz. über den Ergeb-. nissen des Vorjahres. lieber die im vergangenen Herbst durch- geführte Gründung des sogenannten Kabelblocks, einer Sldmelir- gründung von etwa 12 selbständigen Kabelunternehmen gegen die Diktatur der großen Konzerne, geht der Geschäftsbericht mft Still- schweigen hinweg, obwohl die Vogel Draht- und Kabelwerke mit i ihren über 8 Millionen Mark Kapital und mehr als 1500 Mann Belegschaft mit zu den wichtigsten Gniichcrfirmen zählt., 20 Satapull-Flugzcuge. Die Heintel-Flug.zeugwcrke haben nach einer Mitteilung der Direktion von einem alieläudilchen Staat einen Auftrag erhallen, 20 Katapull-Flugzeuge zu liefern. Di« Lieferuna wird über mehrere Monate verteilt.— Katapull-Flugzeuge werden auf Ozeanschiflen stationiert, um den Post- und Passa- gierverkehr zu beschleunigen. _ hier sind die ADLERWERKE VORM. HEINRICH KLEYER A., jedoch mitunter kehrt er auch wioder, manchmal früher, manchmal später und schließlich zum Glück manchmal auch gar nicht. i)r. weck. S. dl-iiSdacber. Stichard 3)ehmel mum QedäcMnis SZu feinem sehnten Todestage am 8. Sebruar Sein Lebenswerk ist nicht groß.'Seine Lvrik ist zumeist von persönlichsten Erlebnissen durchtränkt. Sein Jnterefle für die großen Fragen der Zoit und die Gewitterwolken, die sich da auftürmten, war indirekt: er sah sie durch das Auge des Dichters, ciwas fern und abgeblaßt, nicht unbeteiligt, aber doch festen selbst auf's tiefftc mit- gerissen. Sein Menschenttun war aber echt und wahr. Seine Fähigkeit, zu erleben und die Schicksale der Natur und des Menschen in einer neuen Art msteinander zu verbinden, war groß. Und aus diesen Gründen hat er sich die Achtung und Bewuitderung der meisten erworben: sie glaubten an ihn als den größten Lyriker der Borkriegsgeneratton. Haben wir Menschen eines härteren Zeitalters noch Verständnis für einen Lyriker, je, für die Lyrik überhaupt, die die menschlichen SeelensUnuttungen zergliedert?„Technik, nicht Lyrik", sagt einer der Propheten der heutigen rauhen Wirklichkeit, Oswald Spengler. Und er wird darin recht haben, daß wir eine Lyrik, die im Ge- nießcrischen steckeitbleibt, nicht mehr schätzen können. Wir wollen eine, di« sich dem Leben und seinen Neuerungen verpflichtet weiß, die mit in der Erschütterung der leidenden Massen steht und dadurch Ausruf zum Kampf um die Freihest wird. Wie Ist es da mit Richard Dehme!? Dehme! ist immer zunächst und vor allem der Dichter, der die Erlebnisse seiner Leidenschast in dichterische Form gleht. Er hat studiert, war in der Stellung eines leitenden Sekretärs im Ber- sicherungswesen tätig(wie übrigens auch Thomas Mann), schrieb seine Doktorarbeit und mannigfache Auffätzc gegen die Sozialisierung der Feuerversicherung, entsagt« dann nach langem Hin und Her diesem Brotberuse, da seine Frau eine Erbschaft gemacht hatte und lebte dann als freier Mann. Die Sorge hat er also nicht gekannt. Und doch kam er mit der Arbeiterbewegung in Berührung, und zwar auf zwiefachem Wege. Bei seiner wissenschaftlichen Arbeit wurde er doch an dem reinen prioatwirtschaftlichen System unsicher: er sprach schließlich deutlich aus, daß das Ziel doch di« Berstaat- lichung der Versicherung sein müsie. Und von daher gewann er Berständnis für die sozialistischen Forderunge» der Massen, die eine gemeinsame Verantwortung im Wirtschaftsleben haben wollen. Dazu tritt aber seine große Weltoffenhoit. Seine Lyrik ist immer durchzogen von dem heimlichen Willen, nicht nur im Persönlichen stecken zu bleiben, soitdcrn den ganzen Umkreis des Lebens zu be- schreiten. Da er selbst den Weg einer inneren Befreiung zu wahrer Menschlichkeit ging, stieß er gan.) von selbst auch aus die tragende innere Krast der Arbeiterbewegung: und die heißt: Wille zur neuen und reineren Menschlichkeit. Der feinsinnige Biograph Dchmels, der ihm persönlich nahestand, Justus Bab, sagt von seinem Verhällnis zur Arbeiterbewegung der Sozialdsmukrettie:„Er ist niemals ihr gruitdsätzlicher Parteigänger gewesen, aber immer ihr respektvoller, oft ihr ergriffener Zuschauer und in vielen Einzellöllen' ihr praktisch Verbündeter." Er sieht mit dem tief dringenden Blicke des Dichters das Elend der Zeit, und er dichtet: „Und durch die Brust schlich mir ein Bangen. Als sei ich auch schuD an all dem Jammer." In Dehme! schlug also das böse Gewissen des bürgerlichen Menschen. Und er erkennt als Motiv der sozialistischen Bewegung das Streben nach Anerkemtung, nach Mens ch. sei n-dü r sen. Vom Müggelsee bLckt er einmal aus den„Wold der Schlo'e und der Esten", und da regt sich in ihm das Verständnis für die Kollektive. heraus aus dem Genießerischen, hin zum Willen eines Volkes: „Nicht sickert einsam mehr von Brust zu Brüsten Aus stiller Tiefe nur der Sehnsucht Quell: Heut' stöhnt ein Volk nach Liebe wild und grell— Und du kannst schwelgen noch in Wehmutslüsten?" Am eingehendsten hat sich Dehme! mit dem Wesen des Goziaiie- mus auseinandergesetzt, als der bekannte italienisch? Dichter-Poliriker d'Anraincio eine eitle Rede zum„Volke" gehalten hafte, die l>«r jüngst verstorbene Dichter Hugo von Hofsmannschal übersetzt und als die endliche„Ucberwindung des Zwiespalts von Denken und Tun" gepriesen hatte. Die Rede verherrlichte den Eigentumsbegriff, der doch auch bei der ttalienischen Laiidbevölkerung kaum im eigent- lichen Sinne vorhanden war, und sie war ausgesprochen gegen den Sozialismus gerichtet. Da griff Dehme! ein mit einem leider fast unbekannten Prosastück, b et stell:„Der Wille zur Tat, ein Mahnruf an einsame Geister." Dort wird in einer sehr«chtcn und wahr- hastigen Form dem Geschrei vom„Materialismus" der Boden>ent- zogen und der materialistischen Seite sein Recht gegeben: „Wie kann der geistige Mensch zur Herrschaft kommen, wem, er Hingeben bleibt von Menschen, die nicht einmal der Pflege des Körpers freie Zeit genug widmen können. Kann denn das geistige Dasein sich steigern, wenn jedermanns«inne von leiblicher Unlust sind, und kann der Geist des einzelnen wachsen, wenn kein gemein- samer Boden sich bildet, der sein« Seele zum Wachstum anreizt?" Das ist wahrhastig vom Masscnschicksal aus gedacht, und es wird noch schärfer ausgedrückt in den Worten des gleichen Stückes: „Was dem Geiste recht ist. das ist dem Körper billig. Zu d«n Bedingungen des höchsten geistigen Daseins gehört vor allem der höchste Wohlstand des Leibes: und was der leibliche Arbeiter ernst- lich will, das mußten von je auch die geistigen wollen." So hat Dehme! umner mehr gegen eine Welt der Brutalität. der Dummheit und der Ungeistigkest Scllung genommen. Isilä ging er mst in den Krieg, mit 5t Jahren. Es litt ihn nicht zu.Hause, wenn alle leiden muhten. Und es war ein Stück Romantik dabei, die im Kriege etwas Besonderes sah, so wie es fein Freund Liliencron fein Leblag geschildert hatte. Und ein Drittes:«s war in Dehme! eine persönliche Unrast, eine Sucht nach Abwechslung, die ihn wi« so viele in den Krieg trieb. Mer er genas bald vom Äriegswahit. Als Unteroffizier uitd dann Leutnant im Schützengraben gingen ihm die Augen ouft und so sehr er sich vielleicht imterlich wehrte, so sehr kam er dahin, daß er sagt:..Der Widersinn des Krieges zwischen gesitteten Menschen, die doch zumeist dos Gut« wollen. Werwältigte uns mit seiner ganzen gottverhäntzteu Unergründlich- kest. so daß wir schließlich laut lachten, um nicht Zit weinen." So grüßen wir Dehmels reine Menschlichkeit. Man wird ihn nicht so bald oergejsen. Hans Hartinann. Theater, Lichtspiele usw. ( jt* SCAt3 Tägl. S u. B1;, Uhr. Barbai ossa 9256 Pr. 1« M. Wochentg. SU. 50 Pf.-3 M. Con Colleano, 4 Bronetts und weitere zum I. 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GROSSES SGHAUdPiELHAUä 8 Uhr: 3 Musketiere Regie; ERIK CHARELL 3 SflMtao Daffim. nosek. hatte Pr. tViUhr CASIÄID-THEATER _ lothringer Strahc i7 Oer SenGatlons-Schlasen Seine Hohen der Bettler iinMiiiiimiiNiimiMHrui liiiimiiiitntinHiniiitirMmiMii und ein crstkl. bunte* Programm Für unsere Leser; Ootschem tOr 1—4 Personen Fauteull nur 1.25 M., Sessel 1.75 M., Sonstige Preise: Parkett u. Rang 0.80 M. mm Direktion Or. Martin Zicktl— Komische Oper Fnntnchstr.lOt Merkur U0I 4330. Nach vollständiizcih Umbau Täglich 8'.'« Uhr Hulla di Bulla Scbwauk tou Arnold und Bach mit Guido Tnlalsc or, Schulz. Schroth, turj. H.ldshrand, Walter Ca■». Flink Bnhmer Wensk SADBiao Datbotlllao 4 Bilk: Frau ohne Kussl Lustspielhaus Friedrich str. 256. Bergmann 2922/23. IM auf Otö zweiten llidi. Riemann- Haack. Vorverkauf In beiden Häusern ab lOUHr ununterbrochen. wmmmmmmmmamaaammmmmmmm 8 Uhr 70 cna so. so geht der wind ibeatsr am Sdillttagenlanim f Vi Uhr lifiriarteni�iii! MM Mm O.I. N'orden 1231« Tägl. 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Regie; Ciistil üMgens. Sybille Hlnlpr. Mar- gareiBKoepB.'«.Kenn, Kariwe.s. ste.n.eiK. v. halMv Sglbeäter Norden 10846 Täglich 8 Uhr fittäre Dreytus flieater d. Westzss Täglich 8'.'« Uhr: isolel Stadl Lemberg Musik von Gilbert Käthe Dorsdk Leo SdiCtzendorl rnaDan-Tlieate Qeorgenstr. 9 Täglich 8>.', Uhr Toieiiianz. von Strlndberg Samawsky-Slllinen Theater in der <6niggrätzer Straße Täglich 8Vi Uhr Professor Bernhardt von Artbar Sthnitder Regia: Victor Bamovsky Komödienhaus Täglich 8�6 Uhr Der Lügner und d.s flenne von Cur] G3tZ Kleines Tbeat. I Merkur 1624 Tägl. 8V» Uhr Der Walzer von heote Nacht! Max Adalbert, Erl a Glassner. NI de Vtörner, Merraann-Scha ifue Operettenhaus Alte lakobstr. 30/32 1 (Zentral-Theater) Täglich«P.4 Uhi Der Soldat der marte von RehfUcb und HerzoT Komische Oper j Friedrichstr. 104. Merkur 1401/4330. Allabendlich S'.'eU. Utaisk im treelt cnl Sech. Lustspieihaus Friedrichstr. 236. Bergmann 2922/23. Täglich 8-, Uhi Liebe auf den zweiten Blick Planeianuni «w am Zoo i feriii'. Itukunttzis tmi 3.5 Barbarossa S57F 16"« Uhr Ol* Wlnlar- Sternbilder 18' i Uhr 0*r Plane Jupiter. 201 tUh: Merkwürdige L erne ißcen»i*»rii; Eintritt 1 Mark.| Kinder 50 PI.| Mittwochs halb« Kassenpreise. II E Q I Es S. N. EISENSTEIN UNO O. ALEXANDROW URAUFFOHRUHG 10. FEBRUAR KIOZARTSAAL PROMETHEUS-FILm BERUH GENOSSENSCHAFT BERLIN U. UMGEGEND E.G. M. B. H. 8. bis 15. 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