BERLIN Sonnabend 8. Februar 1930 Der Abend Erfdeinttaglio außer Sonntags. Sugleich Abenbausgabe des Vorwärts. Bezugspreis beide Ausgaben 85 Vf. pro Woche, 3,60 m. pro Monat. Redaktion und Expedition; Berlin SW 68, Lindenstr.3 10 10 Pf. Nr. 66 B 33 47.Jahrgang 66 Anzeigenpreis: Die einfaltige Nonpareillezetle Spälausgabe des„ Vorwärts 80 Vf.. Reklamezeile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. Woßichedkonto: Vorwärts- Verlag G. m. b... Berlin Nr. 37 536. Fernsprecher: Donhoff 292 bis 297 Schutz der Sozialversicherung! Einheitsfront der Gewerkschaften aller Richtungen. Die Spikenorganisationen der deutschen Gewertschaften: Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Algemeiner freier Angestelltenbund, Deutscher Gewerkschaftsbund, Gemertschaftsring Deutscher Arbeiter, Angestellten- und Beamtenverbände, haben heute folgende Entschließung angenommen: Wie aus der Presse bekannt geworden ist, besteht beim Reichsfinanzministerium die Absicht, das zu erwartende Defizit der Arbeitslojenversicherung für das Geschäftsjahr 1930/31 durch eine 3 wangsanleihe bei den Landesversicherungsanstalten und der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte zu deden. Gegen diesen Plan müssen die Gewerkschaften schärfsten Protest erheben, denn dieser sogenannte Gefahrenausgleich" innerhalb der Sozialversicherung" würde nichts anderes bedeuten, als eine Uebertragung der Laften, die in Zeiten besonderer Arbeitslofigkeit nach dem Gesetz und nach den Grundfäßen einer gerechten Sozialpolitik die Allgemeinheit zu tragen hat, auf ganz anderen Zweden dienende Versicherungsträger. Eine Gefährdung der unmittelbarsten Aufgaben dieser Anstalten und eine weitere Aushöhlung des gerade von ihnen befruchteten Baumarktes, damit eine weitere Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten, würde die unausbleibliche Folge sein. Eine bei weiterer Verschlechterung des Arbeitsmarktes eintretende Berzögerung des Rückzahlungstermins würde die gesamte Sozialversicherung in ihren Grund. festen erschüttern und für die Arbeitslosenversicherung insbesondere zu einer neuen bedrohlichen Krise führen. Nicht Sanierung der Arbeitslosenversicherung und Beruhigung der Deffentlichkeit, fondern Gefährdung der gesamten Sozialversicherung und neue Hehe gegen die Arbeitslosenversicherung würde das notwendige Ergebnis sein. Die Gewerkschaffen erklären daher als ihre einmüfige Auffaffung, daß, foweit die Sanierung der Arbeitslosenverficherung nicht durch eine von ihnen für tragbar gehaltene Beitragserhöhung erfolgen tann, auf die Hilfe des Reiches zurüdgegriffen werden muß." Präsidenten Attentat in Brasilien. Mordanschlag mit Hilfe einer Landesregierung? Rio de Janeiro, 8. Jebruar.( Eigenbericht.) Der Bizepräsident von Brasilien, Bianna wurde in Montes Claros während einer Wahlrede auf einem Banteff durch drei Schüsse in den Hals und Kopf schwer verwundet. Das Alfentat wurde von polififchen Gegnern des Bizepräsidenten verübt. Die brasilianische Regierung hat schärffte Abwehrmaßnahmen beschlossen, zumal der Berdacht besteht, daß das Attentat unter Hilfeleistung der Staatsreglerung von Minas Geraes ausgeführt worden ist. Das Attentat führte zu blutigen Straßentämpfen zwischen Gegnern und Anhängern von Vianna. Fünf Personen wurden getötet, 16 zum Teil schwer verwundet. Das brafilianische Kabinett beschloß, angesichts der Vorgänge über den Bundesstaat Minas Gereas bis auf weiteres das Kriegsrecht zu verhängen. Die Situation ist zur Zeit äußerst gespannt. Republiffeiern in Spanien. Bon neuer Regierung erlaubt. Madrid, 11. februar. Am 11. Februar, bem Jahrestage der spanischen Republif, bürfen zum ersten Male nach langen Jahren wieder Rundgebungen ber Republikaner stattfinden. Der Führer der Republikaner, Leroux, hatte sich gestern zum Ministerpräsidenten Berenguer begeben, um Die Genehmigung, Jahresfeiern abhalten zu dürfen, zu erlangen. Der Ministerpräsident gab seine Erlaubnis unter der Bedingung, daß die Rundgebungen in voller Ruhe verlaufen. lati Freispruch der Geldfälscher. Ein unverständliches Urteil. Im Ticherwongenfälscherprozek wurde Sonnabend vormittag das Urteil verkündet. Danach hat das Gericht für Recht erkannt: Die Angeklagten Dr. Becker, Bell und Schmidt des Betruges im Falle Burmbach nicht überführt. Der Vorfizende werden freigesprochen. den Fälschungen gewußt zu haben, jedoch habe das Gericht seine Mitwisserschaft als erwiesen angesehen. Bei Böhle und Dr. Beder sei eine tatsächliche Feststellung der Schuld aus Mangel an Beweisen nicht möglich gewesen. Auch Sadathieraschwili sei ging sodann auf den wichtigsten Teil der Urteilsbegründung über, in der er die Stellungnahme des Gerichts zur Amnestie präzisierte. Da jämtliche Straftaten, bezüglich deren eine Schuldfeststellung erfolgt sei, vor dem 1. Januar 1928 begangen und von sämtlichen Angeklagten die Anwendung des Gesezes über die Straffreiheit beantragt morden märe, habe sich das Gericht mit der Frage der Amnesiie besonders zu beschäftigen gehabt. Das Gericht laffe es dahingestellt, ob gegen einen Einstellungsbeschluß ein BeDas Verfahren wird eingestellt wegen folgender Straftaten: 1. Wegen des fortgesetten gemeinschaftlichen halbvollendeten, halbversuchten Münz berbrechens und der fortgesetzten, teilweise gemein schaftlichen Urkundenfälschung, begangen durch den Angeklagten Karumidze. 2. Wegen des fortgesetten gemeinschaftlichen, teilweise vollendeten, teils versuchten Münzberbrechens und der gemeinschaftlichen Urschwerdemeg gegeben fei. tunden fälschung, begangen burch den Angeklagten Sabathteraschwilt. 3. Wegen der Beihilfe zum Münzverbrechen, begangen durch den Angeklagten Dr. Weber. 4. Wegen des Münzverbrechens, begangen durch den Angeklagten Bell. Im übrigen werden die Angeklagten Sadathieraschwili und Bell freigesprochen. Die beschlagnahmten Gegenstände, Siegel, Stempel, Platten, sowie das angefangene und fertiggestellte Papiergeld und das Wasserzeichenpapier werden ein gezogen. Die Kosten des Verfahrens werden der Staatstafie auferlegt. Der Saftbefehl gegen den Angeklagten Sadathieraschwili wird aufgehoben. Aus der Urteilsbegründung. In der Begründung des Urteils erklärte Amtsgerichtsrat Wartenberger, daß nach dem Standpunkt des Gerichts die Tscher wongen als ausländisches Papiergeld im Sinne des§ 146 anzusehen feien, also Münzperbrechen vorliege. Dr. Wartenberger gab dann einen Ueberblick über die Feststellungen der Beweisaufnahme. Rarumidze sei geständig gewesen, die Falschstücke in München gebrudt und den Drud in Frankfurt fortgefeßt zu haben. Das gleiche fei bei Sadat hieraschwili der Fall. Ebenso sei erwiesen, daß sich die beiden Angeklagten der schweren Ur tundenfälschung schuldig gemacht hätten, da sie die Be ftellungen zur Erlangung des Wafferzeidenpapiers gefälscht hätten. Dr. Weber habe sich in München der Beihilfe zum vollendeten Münzverbrechen schuldig gemacht. Bell habe zwar bestritten, pon In Spanien. D Das Amnestiegejek fei auch auf Ausländer anzuwenden, denn der§ 3 zitiere einen Abschnitt aus dem Etrafgesetzbuch, der nur von Ausländern handele. Bei allen Angeklagten sind es nach Ansicht des Gerichts politische Motive, aus denen die Straf taten begangen worden sind. Die deutschen Angeklagten hätten sich mit den Georgiern zusammengetan, um sich gemeinsam bei ihren politischen Zielen zu unterstützen. Die Ziele der deutschen Angeflagten waren nach ihrer Ansicht, Deutschland außen- und innenpolitisch zu helfen und sie wollten sich hierbei der Unterstützung der Georgier bedienen, um ihrerseits diesen wieder bei ihren Zielen zu helfen. Bei den georgischen Angeklagten, von denen Karumidze schon im Kriege sein Leben für Deutschland eingesetzt habe, handelte es sich um Stärkung derjenigen Kreise, von denen sie hofften, dah fie Deutschland zu neuer Blüte bringen würden. Darum habe es fich bei den ausländischen Angeflagten um politische Bewegcründe gehandelt, die in Zusammenhang mit deutschpolitischen Biclen standen. Ausdrücklich stellte dann Amtsgerichtsrat Wartenberger noch fest, daß bei keinem der Angeklagten eigennützige Motive bestanden hätten. flagten mit großer Bewegung aufgenommen und nach Schluß der Das Urteil wurde von den deutschen und georgischen Ange= Berhandlung tauschten die im Saal anwesenden Georgier mit den Angeflagten Karumidze und Sadathieraschwili Glückwünsche und Brüdertüsse aus. Entlarvter Faschistenlockspitzel. Menapace als Urheber des„ Komplotts". Paris, 8. Februar.( Eigenbericht.) Das Antifaschistenkomplott, als dessen Hauptführer der ehemalige sozialistische Abg. Sardelli, der Chefredakteur des ,, Mondo" und ,, Risorgimento", Cianca, und der Chefredakteur des ,, Corriere della Sera". Tarciani, in Paris verhaftet worden sind, hat sich nunmehr endgültig als ein klägliches Machwerk des faschistischen Sodspikels Menapace herausgestellt. Bei der Bernehmung der drei Angeklagten am Freitag hat selbst 700 der Untersuchungsrichter zugeben müssen, daß die bei Cianca aufge fundene Sprengstofftifte, der einzige Schuldbeweis, von Menapace zunächst an den in Brüssel verhafteten Profeffor Bernieri geliefert und dann in die Wohnung Ciancas geschafft wurde. Menapace, dessen unheilvolle Rolle der belgische Justizminister in öffentlicher Kammerfizung angeprangert hat, ist also wiederum als der Urheber der französischen Komplottaffäre bloßgestellt. Alfons:„ Nachdem ich meinen Diftator entloffen habe, beabsichtige ich, für die nächste Zeit unbedingt volts freundlich zu sein freibleibend selbstverständlich!" Professor Bernieri erflärt in einem Schreiben an den Pariser Untersuchungsrichter, daß ihm Menapace furz vor seiner Berhaftung eine Riste mit Sprengstoff gebracht hatte, aber schon am Tage barauf sei er in großer Aufregung zurüdgefommen und habe ihn gebeten, die Rifte an Cianca weiterzugeben, da sie beide verratent feien und von der Polizei verfolgt würden. Cianca habe sich ihm gegenüber bereit erklärt, die gefährliche Kifte für einige Tage zu übernehmen. Raum sei aber der Umzug vollbracht gewesen, als Cianca, Sardelli und Tarciani wiederum auf die Denunziation Menapaces hin verhaftet murden. Cianca bestätigte vor dem Untersuchungsrichter die schriftliche Erklärung Bernieris und betonte, daß seine Mitverhafteten Tarciani und Sardelli von den Sprengftoffgeschäften überhaupt nichts gemußt hätten. Bon einem Romant Jei selbstverständlich nie die Rede gewesen. Dolchstoß und Drohung. Gegen das amerikanische Geeabrüfungsprogramm. Washington, 8. Februar. Der Borsitzende des Marineausschusses des Senats. Senator Hale, erklärte, daß das von Staatssekretär Stimson gestern in London bekanntgegebene Paritätsprogramm offensichtlich nicht den amerikanischen Marinebedürfnissen entspreche. Auch der Vorsitzende bes Marineausschusses des Repräsentantenhauses, Britten, fagte den Vorschlägen Stimsons den Kampf an. London, 8. Februar Die japanische Delegation auf der Secabrüftungsfonferenz ist nach Informationen aus zuverlässiger Quelle entschlossen, gegen die Nichtbeachtung ihrer Forderung nach dem 10: 7- Berhältnis in der Kreuzerklasse energisch Einspruch zu erheben. Wie nerlautet, soll den Japanern in den der japanischen Delegation unter breiteten Borschlägen Ameritas auf alle Schiffsklassen, mit Ausnahme der U- Boote, das Verhältnis von 10: 6 zu Amerita zugestanden worden sein. Für die U- Boote soll das Berhältnis 10: 6,6 sein. Die japanische Delegation hat nun verlauten laffen, daß sie unter teinen Umständen bereit sei, von ihrer Forderung nach einem 10: 7- Berhältnis in der Kreuzerkategorie abzugehen. Für die U- Boote verlangt Japan eine Gesamttonnage von 78 000 Tonnen, die in der Hauptsache auf größere U- Boote verteilt werden follen. Welche Bedeutung Japan der Anerkennung seiner Forbes rungen beimißt, geht daraus hervor, daß die japanische Delegation bei Nichtbeachtung ihrer Forderungen sich nicht scheuen soll, die Konferenz auf fliegen zu lassen. Japan würde sich niemals bereit erklären, ein internationales Abkommen zu unterzeichnen, in bem feine Forderungen in der Kreuzer und U- Bootfrage nicht in ber gewünschten Beise erfüllt würden. Tumulte um die Gozialversicherung. Blum und Boncour prangern tie Cozialreaktion. Paris, 8. Februar.( Eigenbericht.) Die große Interpellationsdebatte über das Sozialversicherungsgesetz ist in der Nacht zum Sonnabend um 4 Uhr morgens bcendet worden. Mit 315 gegen 257 Stimmen wurden alle von der Oppofition eingebrachten Entschließungen abgelehnt, die der Regierung den Vorwurf machen, durch ihre Sd wäche und Untätigkeit die rechtzeitige Intraftjeßung des am 4. April 1928 einstimmig vom Barlament genehmigten Sozialversicherungsgesetzes verzögert zu haben. Dagegen wurde durch Handaufheben eine von der Regierungemehrheit unterbreitete Entschließung angenommen, in der, ohne daß der Regierung formell das Vertrauen ausgesprochen wird, zum Ausbrud fommt, daß eine 3ntraftfegung des Gesezes erwartet wird. Im Verlauf der Debatte legte jeder Redner der Reaktion sonder barerweise zunächst ein Bekenntnis zur Notmenbigtelt der Sozialversicherung ab. Arbeitsminister oucheur betonte, baß er es an den energischsten Bemühungen zur rechtzeitigen Durch führung der Reform nicht habe fehlen lassen. Es sei aber angesichts zahlreicher Detailschwierigkeiten unmöglich gewesen, die nötige Vereinfachung rechtzeitig durchzuführen. Tardieu übernahm die for. melle Berpflichtung, daß das Gesetz spätestens am 1. Juli in Kraft gesetzt würde. Die Rebner der Sozialistischen Partei, vor allem. Antonelli unb Baul Boncour, prangerten mit unbarmherzigen und scharfen Morten die Doppelzüngigkeit der Sozialreaktion an, die amar mit den Lippen dem Gesetz zustimme, mit ihren Laten aber so viele Schwierigkeiten aufhäufe, daß das Gesetz doch nicht in Kraft treten tönne. Zu wilden Zumultigenen tam es, als der Parteiführer Léon Blum einen Vergleich zog zwischen den Mitteln, die der Staat für die Sozialversicherung übrig habe und den ungezählten Milliarden, die er für die Rüstungen und Festungsbauten verschwendet. Es sei der schlagendste Beweis des Klassenegoismus der Reaktion, wenn sie heute eine ungeheure Berteuerung aus dem Sozialversicherungsgefes heraus befürchte, sich aber niemals mit der gleichen Gorge befaßt habe, als sie in ben legten Jahren die unerträglichen Steuern genehmigte und zu einer Erhöhung der Steuerumlage von 15 Milliarden getrieben habe. Das Kulmbacher Mordrätsel. Kulmbach. 8. Februar. peute früh wurde das Haus Oberhagen Nr. 9 durch eine Gasexplosion fast vollständig zerstört. In dem Sause wohnte die Mutter des in die meus dorffer Affäre berwickelten Arbeiters Popp, der gestern abend sein Geständniß wider. rief. Die Mutter des Popp wurde auf der Stelle getötet. Weitere Menschenleben sind nicht zu beklagen.. Das Haus muß vollständig abgetragen werden. Eine Gerichtskommission aus Bayreuth wird hier erwartet. Ob die Angelegenheit mit der Meusdörffer Sache in Berbindung zu bringen ist, weiß man nicht. Am Hochofen getötet! Effen,& Februar. Gestern abend sprangen auf der Ventilbühne eines Hodhojens der Kruppschen Hochofenanlage in Essen- Borbed die Sicherheitsflappen auf. Durch die aus ffrömenden Gase erlitten zwel Meister und drei Arbeiter schwere Gas vergiftungen, drei von Ihnen wurden gerettet, bei einem Meister und einem Arbeiter fonnte der anwesende Arzt nur noch den Tod feststellen. „ Gleich schießen!" Ein neuer fommunistischer Schwindel. Um ihrem bankrotten Parteilaben aufzuhelfen, wartet die ,, Rote Fahne" heute mit einer neuen Sensation" auf. Danach soll Genoffe Scheidemann, als er mit einigen Bekannten am 1. Februar in einem Lotal am Kurfürstendamm mar, in bezug auf die tommunistischen Kramalle gesagt haben: Ich bin dafür, daß in solchen Fällen immer gleich gefcholfen wird! Im so fchneller ist der Rummel vorbei!" Bie uns Genoffe Scheidemann auf Anfrage bestätigt, ist blefe Behauptung vollkommen erlogen. Er hat vielmehr, als jemand über die Kramalle sprach, ausdrücklich von der Gemiffenlolig. teit der Burschen gesprochen, bie bie Arbeitslosen auf die Straße treiben, trozdem sie missen, daß dabei schließlich gehauen und womöglich geschoffen wird! In dieser Beurteilung ber tommunistischen Gemissenlosigkeit find fich alle Sozialdemokraten mit Scheidemann einig! Thyssen und die Transferfrise. Politischer Prozeß Georg Bernhard contra Poensgen. Bor dem Schöffengericht Berlin- Mitte wurde heute morgen in| Tagung des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller vom der Beleidigungstlage des Chefredakteurs der Bossischen Zeitung", 12. Juni 1929 in bezug auf Georg Bernhard, die Behauptung Georg Bernhard, gegen den Direktor des Vereins Deutscher Klönnes, nämlich, daß Georg Bernhard die angebliche Aeußerung Eisen- und Stahlindustrieller, Dr. E. Poensgen, verhandelt. des Herrn v. Thyffen frei erfunden habe. Der Tatbestand, der diesem Prozeß zugrunde liegt, hat seinerzeit in der Deffentlichkeit Aufsehen erregt und leudtet in die Treibereien der schwerindustrie len reise gegen den Young Plan hinein. Es handelt sich u. a. um die angebliche Erklärung Thyssens: er brauche die Transfertrise jeßt, denn dann würden die Lohnfragen und die Reparationsfragen auf einmal be [ eitigt fein. Amt als Sachverständiger bei der Pariser Young- Konferenz, tam es Nach dem Rücktritt des Generaldirektors Dr. Bögler von seinem im Reichstag zu heftigen Debatten. In der Reichstagsfizung vom 6. Juni 1929 erflärte Georg Bernhard u. a. foigendes: ,, Es ist eine Tatsache, die Sie nicht leugnen fönnen, daß Herr Vogler und Herr Schacht ins Ruhrgebiet gefahren sind, um den Flügel der Schwerindustrie, der mit der Annahme der Vorschläge in Paris nicht einverstanden war, umzustimmen. Bögler ist nach dieser Reise zurüd. getreten, ein Beweis, daß die dort gehörten Meinungen nicht ohne Einfluß geblieben find. Bei dem bekannten Frühstüd in der Villa Hügel hat Herr Thyssen, nachdem er sich von Herrn Schacht hat darlegen lassen, wie denn eine solche Transfertrife ausgehen würde, und nachdem ihm Herr Schacht dargelegt hatte, daß das einen Zusammenbruch weiter Teile der deutschen Wirtschaft bedeutet, wenn eine folche Arife in zwei oder drei Jahren erst eintrete, erklärt: Diese Arise brauche ich jeht! Nur dann find die Lohnfragen und die Renarationsfragen auf einmal zu beseitigen" Der Reidstagsabgeordnete RIönne hat hierauf in der Sigung vom 11. Juni u. a. erwidert: D'e Aeußerungen, die Herr Bernhard Herrn Thyflen unter. schiebt, find nicht gefallen, sind vielmehr frei erfunden. Es wird jezt an Herrn Bernhard lieren, den Beweis für fe n G t gläubigkeit durch Nennung seines Gewährsmannes zu erbringen." Georg Bernhard blieb eine Antwort nicht schuldig und sagte in derselben Sigung wie folgt: Herr Dr. Thyssen hat es bisher nicht für nötig gesunden, felbst eine Erklärung abzugeben. Er hat sich dazu der Immuntät des Abg. Könne bedient." Bernhard erklärte, daß er seine Behauptungen in bezug auf Thoffen aufrechterhalte und forderte diesen auf, die Erflärung Klönnes, er, Bernhard, habe den Ausspruch frei erfunden, außer halb des Reichstags zu wiederholen, damit gegen ihn e'ne Kl- ge erhoben werden tönne; sollte er diesen Weg nicht beschreiten wollen, so fönne er auch die„ Bossische Be.tung" Derflagen. Direktor Ernst Boensgen, der an der erwähnten Sigung in der Billa Hügel teilgenommen hatte, wiederholte darauf bei der Nun erhob Bernhard am 3. August 1929 gegen Ernst Poens. gen Privattlage, die heute zur Berhandlung fam. Nach Berlesung des Eröffnungsbeschlusses aus den§§ 185, 186 erflärte Justizrat Dr. Löwenstein für den nicht erschienenen Angeflagten Poensgen, die Aeußerung, die Thyssen in den Mund gelegten Worte seien frei erfunden, hätte nicht den Sinn gehabt, daß Georg Bernhard sie erfunden habe. Es möge sein, daß Georg Bernhard falsch informiert worden set. Herr Poensgen erflä t, daß in der Villa Hügel der Ausspruch nicht gefallen sei und ist bereit, den Bewcis dafür anzutreten. Die Teilnehmer jener Konferenz würden unter Eid bezeugen, daß die Aussprache in der Billa Hünel nur den Zwed gehabt habe, Bögler über die Stimmung gewiffer Wirtschaftstreife aufzuflären. Rechtsanwalt Dr. Peschte erklärte für den onwesenden Kläger Georg Bernhard, eine Beweisaufnahme sei eigentlich nicht erforderlich, da eine formale Beleidigung vorliege. Der Kläger erachte jedoch eine Klärung des Sachverhalts durch Vernehmung von Seugen gleichfalls für münschenswert. Als Justizrat Löwenstein mun für seinen Klienten den§ 193 ( Bahrung berechtigter Interessen) in Anspruch nahm, gab Bernhard folgende Erklärung ab: Für mich als Botititer handelt es sich darum, den Tatbestand klarzulegen. Ich habe gegen Herrn Thyssen und die Kreise um ihn einen äußerst schweren Borwurf erhoben. Db Thyllens Ausspruch in der Billa Hügel oter bei einer anderen Gelegenheit, ob er bei einem Tee oder bei einem Diner gefallen ist, darauf fommt es nicht an Worauf es antommt, ist, daß Ihren gesagt hat, er brauche die polif schen und sozialpoflflfen Auswirkungen des Dawes- Bertrages für seine Zwede und sei deshalb gegen den Young- Plan. Wenn man mir bereits früher den Beweis erbracht hätte, daß der Ausdrud nicht gefallen ist, dann hätte ich selbstverständlich loyalerweise mich gezwungen gesehen, mich zu dementieren. Der Beweis ist aber bis heute nicht erbracht worden. Nach einem längeren hin und her erflärten beide Parteien noch einmal, daß sie eine Beweisaufnahme für notwen dig erachten, und daß Bergleichemöglidfelten sich erst aus dieser ergeben würden. Georg Bernhard beantragt die Barladung von Thoffen, Schadt, Bögler, Geheimrat Dr. Kirdorff, Geheimer Regie rungsrat Kastl, v. Siemens, Generaldirektor Reusch, Reichstagsabgeordneten Hans Cremer. Darunter befinden sich verschiedene Beugen, die nicht an der Besprechung in der Billa Hügel teilgenommen haben. Der Richter verschiebt die Bertündung eines Beschlusses auf eine Woche. Der Raubmord um 30 Mart.( b. b. ben Streitbrechern!) während der Dauer bes Sirettes Das Geständnis der Zäter aus der Steinmetzstraße. Das Geständnis der belben Leute, die den Tod der Klavierlehrerin 3immer in der Steinmegift. 53 auf dem Gewissen haben, bestätigte nur die bisherige Annahme der Kriminalpolizei, daß es sich um ein mit Borjah aus geführtes Berbrechen handelt. erklären die Tat folgendermaßen: Die Lehrerin nahm die jungen Der 27jährige Ganzty und der um ein Jahr jüngere Opiz Leute in die Wohnung hinein, bot ihnen Kaffee an und wollte ihnen die Zeitversäumnis und das Fahrgeld erfeßen, da sie beiden eine Arbeit versprochen hatte. Beide hatten gemerkt, daß die Frau allein in der Wohnung war und schritten nun zur Ausführung. Mit der mitgebrachten Schnur fesselten sie die Frau, die sie zuvor niedergeschlagen hatten, an Händen und Füßen und D. steckte ihr fein Taschentuch als Knebel in den Mund und band ein Küchenhandtuch darüber. Dann ließen sie die Frau zunächst auf dem Fußboden liegen. Einen alten Koffer, in dem die Lehrerin allerlei Stoffreite aufbewahrte, schütteten sie aus und packten ihn mit Wäsche und Anzügen von den Untermietern voll. Bulegt durchsuchten sie das Simmer der Frau nach Geld und Wertsachen. Die besinnungslose Frau lag vor einer großen Kommode an der Erde. Um an das Möbel heranzukommen, mußten sie den Körper aufheben Sie trugen sie auf das Ruhebett. Im ganzen fanden sie etwa 30 Martbares Dann tam er zurüd und holte seinen Freund. Gemeinsam fuhren Geld. G. ging jetzt hinunter, um zu sehen, ob die Luft rein war. sie nach der Wärmehalle in der Aderstraße, um hier ihre Beute zu Geld zu machen. Alles wurden sie hier nicht los und verkauften den Rest in anderen Herbergen. Der Erlös wurde geteilt und ging balb für Essen und Trinken drauf Ihrer Meinung nach hat die Frau noch gelebt, als sie die Wohnung verließen, G. wie D. find schon felt längerer Zeit arbeitslos. Explosion von Artilleriedepots. Bier Gebäude in die Luft geflogen. Paris, 8. Februar. Artillerieparts von Bincennes in die Luft. Die GeHeute in aller Frühe flogen vier Gebäude des bäude find je 25 Meter lang und bededen eine Fläche von etwa 1000 Quadratmeter, Menschen sind glücklicherweise nicht zu Schaden getommen. Die Arbeit der Feuerwehr war erschwert, well unaufhörlich Granaten explodierten. Das Feuer fand in den Leder- und Sattelzeugvorräten reiche Nahrung. In den späten Morgenffunden war die Gefahr glücklich beseitigt. Der Eisenbahnerstreif in Indien. 18.500 Streifende. Bomban. 8. Februar. In den Eisenbahnmertstätten find 12500 Hindu arbeiter in ben Streit ge'reten. Bom Bertebrspersonal streifen 6000 Mann. Mährend im Bezirt von Bombay der Streif fich im Bertehr störend bemerkbar macht, tonnte auf dem übrigen Eisenbahnnes samohl der Güter wie der Personenverkehr reibungslos abgemidelt werden. Um eine Ausdehnung bes Streits der Arbeiter auf die großen indischen Ben Infular Eisenbahn zu verhüten, hat sich die Eisenbahnverwaltung unter Zustimmung der indischen Regierung entschlossen, den auf der Arbeitsstelle verbliebenen Arbeitern h. doppelte Löhne zu zahlen, und den höheren Beamten der Bahn das Gehalt um 50 Prog. zu erhöhen. Wenn die hohe Eisenbahnverwaltung sich herabgelassen hätte, auf die Beschwerde ber Streitenden einzugehen und den Streifenden nur halb soviel Entgegenkommen zu zeigen wie den Streitbrechern, dann wäre der Streif sicher schon beendet. Neue Oberpräsidenten. Für Stettin und Kaffel. Das preußische Staatsministerium wird sich, wie der Soz. Pressedienst erfährt, zu Beginn der tommenden Woche mit der Neube= segung der Oberpräfibien in Stettin und Staffel be= faffen. Der preußische Innenminister hat dem Kabinett inzwischen als Nachfolger des Oberpräsidenten Dr. Schwander in Kassel den sozialdemokratischen Abgeordneten des Preußischen Landtags, aas Köln und als Nachfolger des Oberpräsidenten Dr. Lippmann- Stettin ben gegenwärtigen Regierungspräsidenten in Stettin Dr. v. Hal fern in Borschlag gebracht. Von Halfern steht der Boltspartei nahe und ist als forretter Beamter befannt. Seine Nachfolge im Regierungspräsidium wird ein Sozialdemokrat antreten. troffen. Eine Entscheidung in personeller Hinsicht ist jedoch noch nicht geMit Dolch und Schlagring. Unerträglicher Straßenterror der Kommunisten. In der vergangenen Nacht ist es an verschiedenen Stellen der Stadt wieder zu blutigen Schlägereien zwischen Aommunisten und Hatentreujlern gekommen, bei denen das Meffer eine erhebliche Rolle spielte. Im Sportpalast sprach gestern abend der Nationalsozialist Goebbels. Nach Schluß der Rundgebung tam es beim Abmarsch 17 Bersonen wurden dabei zwangs geste 11t.- Die erste der Versammlungsteilnehmer zu Zwischenfällen mit der Polizei. blutige Schlägerei entspann sich gegen Mitternacht am Amalienpart in Pantom, Ein 25jähriger Schmied Richard Ritolai aus Buchholz, der Mitglied der NSDAP. ist, wurde von etwa 50 Kommunisten überfallen und niedergestochen. N. mußte ins Pantower Krankenhaus gebracht werden. Einer der Täter fonnte von der Polizei ergriffen werden. In der Neuen Königstraße wurden die Stahlbelmer Georg Lehmann aus der Ließmannstraße und Karl G. aus der Höchste Straße von Kommunisten überfallen und durch Messerstiche erheblich verlegt. Lehmann fand im Krankenhaus am Friedrichshain Aufnahme. Ein besonders roher fommunistischer Ueberfall wurde auf den 40jährigen Arbeiter Balter Träbert aus der Rüderstraße verübt. I gehörte früher der KPD. an. Als er gestern in später Nachtstunde ein Lotal in der Linienftr. 194 aufsuchte, wurde er von dort anwesenden früheren Parteigenossen beschimpft und als Spigel bezeichnet. Als Träbert bas Botal perlaffen mollte, stürzten sich acht Rowbys auf ihn und bearbeiteten ben Wehrlofen mit Schlaginstru menten unb Dolden so lange, bis er bewußtlos zu Boden stürzte. Die Rohlinge ließen ihr Opfer dann hilflos liegen und flüchteten. Später wurde Träbert von einer Schupopatrouille aufgefunden und zur Rettungsstelle gebracht. Mehrere der Täter find bekannt, so daß | die Polizei ihrer bald hathaft werden dürfte. Gewerkschaften und BVG. Entlassungen oder Arbetsstredung?. Der fommunistische Urbeiterrat der Verkehrs- A.- G. hat den Borflag der Betriebsleitung, um Entlassungen von Atbeilern in der Technik zu vermeiden, vorläufig für einen Teil der Belegschaft die Arbeitszeit zu verkürzen, gestern abgelehnt. Die Betriebsleitung hat daraufhin die am Tarifvertrag betei. ligten frelen Gewerkschaften heute vormiltag zu einer Ausfprache geladen. Hierbei gaben die Gewerkschaftsvertreter ihrer Auffassung Ausdruck, daß fie grundsählich auf dem Standpunkt stehen, es müsse, bevor Entlassungen vorgenommen werden, erst versucht werden, diese Entlassungen durch Berkürzung der Arbeitszeit zu vermeiden. Die Gewerkschaftsvertreter befonten welter, daß fie infolge der ablehnenden Stellungnahme der gefehlichen Arbeiterve: freler gegenüber dem Vorschlag der Betriebsleitung auf Arbeitszeitverkürzung erft thre Funktionäre zufammenrufen müssen, um mit ihnen die Answirkung des Beschlusses des Arbeiterrates eingehend zu beraten. Es müsse abgewartet werden, ob die frelgewerkschaftlichen FunkRegie und Regiffeure. Reinhardt, Jeßner und Piscator./ Von Alexander von Sacher- afech. R Das Genie des Dichters formt im Bühnenwert die Folge des| noch entfernter Piscator, für den das Gerüst des Theaters überBeschehens zum Erlebnis. An sich ist freilich das Leben der Menschen von zahllosen Erlebnissen durchflutet. Stets von neuem durchbricht die Fülle der Erscheinungen, der Stunden, Tage und Jahre die besondere Gegebenheit des einzelnen. und trübt die Reinheit jeines Fühlens und die Klarheit seiner Gedanken. All zu viel drängt in das Blidfeld der Seele, Millionen fleinster Einbrüde gleiten durch den Schleier unseres Bewußtseins, und wenn auch ihr geringster Teil fruchtbaren Boden findet und zum Erlebnis aufwächst eine Rette reinsten Erlebens wird selten entstehen fönnen. Das reine Erlebnis gibt uns das Theater. Die Bühne wird zur willkürlichen Welt des Dramatikers, in der er als Schöpfer schafft. Wenn wir das Theater betreten. gehen wir in diese Welt ein und sind abgeschnitten von der draußen brausenden Wirklichkeit, die nicht mehr die Macht hat, jenes Erlebnis zu beeinflussen, zu verändern, oder zu burchbrechen, das uns bie Bühne gibt. Hierin Brandstätte Dresdener Straße. liegt die Macht bes Theaters und dies trägt seine Bedeutung über Unfer Bild zeigt die Trümmerstätte, die der große DachStühlbrand im Haufe Dresdener Straße 97 hinferlafen hal In dem Staufe befindet sich eine chemische Sabrik. Jo daß der Brand eine große gefahr für die Umgegend daritelite. flonäre diesen Beschluß der kommunistischen Mehrheit des Arbeiterrates decken. Von dem Ausgang dieser Funktionärkonferenz wird es abhängen, ob und welche Lösung dieser für das technische Personal der Berkehrs- 2.- G. so lebenswichtigen Frage die Gewerkschaften der Betriebsleitung vorschlagen. Die Funktionärfonferenz, an der sich wegen der wichtigkeit der dort zu fassenden Beschlüffe alle freigewerkschaftlich organifletten dienstfreien Funktionäre beteiligen müffen, ist am Montag um 19 Uhr in Boekers Festfälen, Weberstraße. Tragödie der Arbeitslosigkeit. Vor den fahrenden Zug geworfen und getötet. Gestern nacht stürzte sich ber 30jährige Friseur Paul Bat chaete am Bahnhof Bapestraße vor die Räder eines einfahren. ben elettrifden Stadtbahnzuges.. wurde auf der Stelle getötet. ie aus einem an feine Angehörigen gerichteten Ab Schiedsbrief hervorgeht, ist Arbeitslosigkeit das Motiv zur Tat. B. war erst fürzlich aus Leipzig nach Berlin gekommen, in der Hoffnung, hier eine Anstellung zu finden. Als er sich in seinen Hoffnungen getäuscht fah, beschloß er, in den Tod zu gehen. Ein Schulffreit in Bernau! In Bernau Süd, dem von der Altstadt reichlich weit entfernten Wohnsiedlungsgebiet, hat die Elterns haft sich zu einem Schulstreit entschlossen, weil sie infolge der Länge und Einsamkeit des Schulweges die Kinder für gefährdet hält. Die Eltern machen geltend, baß bei rauhem Winter wetter gesundheitliche Schädigungen und am frühen Morgen auch lleberfälle für die Kinder zu befürchten feten. Mehrfach find Kinder durch Zigeuner, die sich dort aufhalten, thres Frühstücks beraubt worden. Auch wird berichtet, daß gegen ein Kind ein Sittlichkeitsverbrechen versucht worden sei. Die hierüber erregten Eltern for derten, daß die Stadt ein Verkehrsmittel, etwa einen Omnibus, bereit stellte, mit dem die Kinder zur Schule befördert werden fönn ten. In Verhandlungen mit dem Magistrat erklärten sie, daß fie nötigenfalls selber einen Teil der Kosten tragen wollten. Den Schulstrell, mit dem sie ihre Forderungen jezt unterſtügen, wollen fie bis zur Erfüllung fortsetzen. Der Magiftrat hat die Forderung. einen Autobus zu stellen, aus finanziellen Gründen abgelehnt. Der Streisschulrat hai jetzt verfügt, daß bis zum 15. Februar die Kinder erit um 9 Uhr zur Schule zu kommen brauchen, damit fie nicht im Morgendunkel auf der durch den Wald führenden Chauffee gefährdet sind. Bom Magiftrat sind die Eltern aufgefordert worden, die Kinder wieder zur Schule zu schicken. Andernfalls miffe er polizeiliche Ordnungsstrafen über die Eltern verhängen. Eine Elternverjammlung wird hierzu Stellung nehmen. müsse Schlägerei Im füdafrikanischen Parlament. In den Wandel gangen des Rapftädter Barlaments tam es zu einer fdmeren Gdlä gerei amischen zwei Abgeordneten. Ein Abgeordneter aus Matal fühlte fich durch die Ausführungen eines anderen Parlamentemit gliebes vor dem Ausschuß beleidigt und verlangte Genugtuung. Als biefe verweigert wurde, schlug der beleidigte Abgeordnete seinen Gegner nieder. | die aller anderen Kunstformen hinaus Hierin liegt auch seine Schwäche begründet, weil der Dramatifer Gefahr läuft, sich immer mehr von der Wirklichkeit zu entfernen. Er, der Schöpfer des Bertes, gibt den Gehalt des Stückes, prägt das Wort und mit Hilfe des Wortes das Geschehen. Seine Arbeit ist mit dem legten Federstrich im Manuftript. beenbet. Bon da ab bis zu jenem Augenblick, da der Borhang aufgeht, und das Spiel" beginnt, ist noch ein langer Weg. Ein Künstler anderer Art ergreift die Führung: der Regisseur. Er nimmt das Wert auf und gestaltet es neu nach seinem Ebenbild. Objektive Regie gibt es nicht Er steht irgendwo außerhalb und faßt 3wiespältiges zu einem Ganzen zujammen. Dazu kommt, daß die Aufgabe, die er zu lösen unternimmt, ganz anderer Art ist, als die des Dichters. Die Art seiner Arbeit ist näher permandt der Arbeitsmethode des bildenden Künstlers. Sie ist handwerklicher; Bühne, Schauspieler und Drama sind ihm Material. Wie fönnte man feine Art versinnbildlichen? Er lenft einen Wagen, das Wert des Dichters, gezogen vom feurigen, ungebärdigen Gespann der Schauspieler. Die Straße ist schlecht und gefährlich, die Roffe ungewohnt der Laft und ihrer Gefährten. Sorgfältige Kenntnis des Weges und seiner Gefahren gehört dazu, in schönem, schlanfem Erab zu fahren. Ein rechtzeitiges Lockern der Zügel tann alles bedeuten. Unter den erfolgreichsten Regiffeuren Deutschlands finden wir drei Namen, die Begriffe gemorden sind: Reinhardt, Jeßner und Piscator. Um es gleich zu fagen: Wenn wir die bret in einem Atem nennen und über die Art ihrer Regie etwas fagen wollen, so finden wir, daß die Welt der drei grundverschleden ist. Hier steht Reinhardt, der in gewissem Sinne die Tradition wahrt und die bunte Welt des Schauspielers, dort Jeßner, der schon modernere, handwerklichere, mit dem Gerüst des Theaters arbeitende, und Adolf Menzel. Zu feinem 25. Todestag. Menzel ist 1815 geboren und 1905( am 9. Februar) gestorben Sein Wert, wahrhaft ungeheuer an Umfang, ist zum größten und wertvollsten Teile in die Nationalgalerie gelang, neben zahlreichen Delbildern aus allen Epochen feines Schaffens allein gegen 7000 Beichnungen und Aquarelle; sein gesamtes graphisches Bert besitzt das Kupferstichkabinett. Es ist also möglich, sich in Berlin ein restlos vollkommenes Bild von diesem großen Realisten zu ver schaffen. Es wird aber sehr wenige Leute geben, die, beim besten Willen, und selbst Enthusiasmus für Menzel vorausgesezt, diese tomplette Renntnis zu erwerben wünschen. Denn bei Menzel gift bas Wort in seiner verwegenſten Bedeutung, daß Genie Fleiß sei. Es hat wenig Künstler gegeben, die ihr Leben so wohl, angewendet, Tag für Tag ihr Penfum gezeichnet, gemal', lithographiert haben, und mehr als ihr Pensum. Es blieb dem auffallend kleinen und vom Leben etwas stiefmütterlich bebach ten Mann am Ende nichts weiter als fein enormer Fleiß, der zu Abgeschlossenheit, Menschenfeindlichkeit und Sonderlingsmanieren führte. All das hat nicht verhindert, daß er in der wilhelminischen Mera bis zur Exzellenz promovierte. Der Grund für solche allerhöchsten Gnadenbeweise lag allerdings weder in seiner menschlichen Schrullenhaftigkeit noch in seinem Genie als Künstler; der Grund ist leicht zu erraten, wenn man an seine Illustrationen zu Kuglers Friedrich ber Große und zu den Werken Friedrichs, an feine prädy igen und zahlreichen Gemälde denkt, die den Alten Fritz schildern. Man hat hier offensichtlich den Künstler mit seinem Stoff identifiziert. " Menzel war in der Tat ein großer Künstler, oft fogar da, wo er sehr inhaltlich und patriotisch wurde; man muß mur sein Künstlerwert von seiner Spätzeit zu trennen wiffen. Es gibt wenig Illustrationswerte von der hinre Benden Wahrhaftigkeit, von der seelischen und historischen Echtheit, wie seine 400 3eichnungen zu Ruglers Geschichte Friedrichs des Großen", die er 1839-1842 schuf. Es gibt wenig Malereien im 19. Jahrhundert, die eine solche innerliche und funstgeschichtlich fundierte Bedeutung besigen, wie feine frühesten Bilder aus dem Ende der 1830er und aus den 40er Jahren; Borläufer und Meisterwerte des Impressionismus zugleich, die lange vor den Entdeckungen der französischen Im pressionisten ihre Formanschauung, ihre Lichtwunder, thre Spontaneität mit wahrhaft genialer Spürtraft vorausgenommen haben. Nur in Constables Stizzen und in des Märters Blechen frühen Gemälden finden sich Parallelerscheinungen aus der zeitgenössischen Stunft. Der frühe Menzel, der zwischen 1835 und 1850 malte und zeichnete, ist uns heute vertraut und wichtig: nicht der spätere, zur Erzellenz geftempelte und geadelte, dessen gefühlsleere Historien und technisch vollendete, aber schreckliche Detailstudien uns wie mit Gifestätte, anhauchen. Bu Meier- Graefes Berdiensten gehört diese Scheidung des unübersehbaren Menzel- Wertes; er hat mit größtem Nachdrud in seinem Jungen Menzel" auf diese Kluft aufmerksam gemacht, die zwischen den morgenfrisch aufleuchtenden Erstlingswerfen von 1840 und den trockenen, egzellen'en, aber von Empfin dung entblößten Spätwerten tlafft. Offener Bild und Herz für das Unsterbliche in der Kunst wird diese Scheidung auch von felber herausfinden. Sie ist unumgänglich, wenn man von Menzel spricht. mit Achtung von dem berühmten, bem bnperfritischen, bem natur. nachahmenden mit warmer Anteilnahme an dem jungen, genial vorausahnenden Menzel der 30er und 40er Jahre. Paul F. Schmidt. Elne Religionsfriegratademie in Moskau. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat die Sowjetregierung die Gründung einer belon, beren Arabemie, bie bie Bekämpfung ber Religion, auch vom miffen I fchaftlichen Standpuntt, zum 3wede haben soll, gestattet. haupt erst den Anfang bebeutet " Reinhardt pilegt die Kultur des Theaters, die von ihm inszenierten Stücke sind vielfarbig und musikalisch. Er bemüht sich taum um neue Autoren, weil es seine Stärte ist, an den Alten immer neue Phasen und Möglichkeiten zu entdecken. Reinhardts Regie müßte nicht zum Stillstand tommen, wenn plötzlich überhaupt feine neuen Stüde mehr geschrieben würden Denten wir an seine vorletzte Inszenierung Vom Teufel geholt". in der sich noch ein besonderer Zug seiner Kunst offenbart. Er bringt es fertig, die Schwächen seiner Schauspieler in den Dienst des von ihm geformten Spieles zu stellen, so, daß diese Schwächen innerhalb der abgerundeten Aufführung als Vorzüge bestehen können. Mit anderen Worten: Reinhandts Schauspieler weiß wahrscheinlich selbst nicht, mie gut er in dieser oder jener Rolle ist, die Reinhardt für ihn zurechtgebogen hat. Er zwingt ihn nicht zur Rolle, er formt vielmehr ihn und die Rolle mit zarten, freundlichen Händen nach seinem Regieempfinden. Jeßner geht einen Schritt meiter, ist daher revolutionärer, materialistischer, aber ärmer. Aermer an Farbe und Musik. Hier finden wir Stilisierungsmillen, handwerkliche Regie, die Holzschnitte zeitigt. Und schon mehr mit dem Gerüft des Theaters arbeitet, mit feinem Material. Die Innenarchitettur des Theaters, die plastische Wirkung, das Herausarbeiten der Kontraste, um bestimmte Affekte im Beschauer auszulösen, sind für ihn von Bedeutung. In diesem Sinne ist er muchtiger in der Wirkung, aber weniger gerundet. Er will aufwühlen und nicht unbedingt befriedigen. Sein„, Don Carlos" erschüttert, aber erlöst nicht. Noch weiter abgerückt steht Biscator. Jeßner arbeitet au ch mit dem Gerüft des Theaters, Piscators Arbeit beginnt erst hier. Für Jeßner war die Innenarchitettur des Theaters wichtig, aber er gestaltete noch den Gehalt eines Kunstwertes, ohne Tendenz, Piscator fieht im Theater den Knotenpuntt des Weltgeschehens und er gestaltete das Draußen, menn auch nur im Querschnitt des Augenblids, auf bewußt fämpferischer Grundlage. Piscators Regie erstrebt: Gestaltete Politit. Bon allen europäischen Regisseuren nähert er sich am stärtsten dem russischen Theater, das ja im reinsten Sinne gestaltete Politik ift. Als Regisseur ist er alfo Theaterpolitiker und daher bildet er ganze Klassen heran. Es ist zweifellos, daß Schauspielergruppen wie„ Novemberstudio", Arbeitertheater Friz Genschows" oder die Gruppe junger Schauspieler" ohne ihn nicht zur Entwicklung gelangt wären. Reinhardt, Jeßner und Piscator haben den Gipfelpunkt ihrer Kunst erreicht. Das war ein langer Weg und ohne sie wäre haute deutsches Theater nicht denkbar. Bon ihnen sind teine weiteren Errungenschaften zu erhoffen. Das Neue, denn es soll und muß. das Neue immer wieder fommen, erwarten wir von den Jungen. Liebeswalzer. Gloriapa'ast. bie noch braveren Trustmagnaten? Ihnen schlägt das Herz in ber Was hab ihr nur gegen ble lieben guten Fürsten und gegen rechten Brust, und sie sind überhaupt herzige Menschen. Schwächen bat eben jeder, und eine Filmoperette darf diese Schwächen vorfichtig streifen; aber sie muß fie im übrigen goldig verbrämen. Das ist das latente Leitmotiv dieses Films. Ein Hoffmungsvoller Knabe aus den USA., durch einen Autounfall mit einem Fürsten befreundet, heiratet an deffen Stelle die wunderschöne Prinzessin. Großfinanz und Abel verschwägern sich. Allgemeiner Jubel im Bublifum einerseits, well mieter einmal der Glanz der Uniformen Spazieren geführt, und andererseits, weil ein herrliches Chebett vor den Aufnahmeapparat rollt. Schlimm, daß man diese überlebten Fürstenangelegenheiten noch in die Gegenwart überträgt. Lubitsch machte sich einmal in Alt- Heidelberg über den ganzen Schwindel spiẞbübisch luftig. Der Regisseur Wilhelm Thiele magt es nicht. Sin und wieder schüchtern verheißungsvolle Ansäge herum, die aber im Hinblid auf das Geschäft unterbrüdt werden. Rein technisch ist gegen diesen Tonfilm nichts einzuwenden. Die Szenen fügen sich gut ineinander, die Reproduktion des Tones Dazu fleht und die Photographie erreichen eine feltene Höhe. Frigidh in Uniform für Jungmädchenherzen erregend aus und Lilian Harvey hat sich als neuefte Errungenschaft eine deta bente Miene zugelegt. Außerdem werden alle Lustspielmöglichkeiten gut ausgenugt. Im übrigen haben wir genug von diesen fürstlichen Courths maleriaden, und der Tonfilm follte einmal verfuchen, feine Eristenz beredtigung durch die Behandlung zeitgemäßer Themen zu er. weifen. Urteil im Münchener Kritifer Prozeß. Neuesten Nachrichten", Oskar von Bander, gegen drei Bor In dem Beleidigungsprozeß des Mufitkritikers der Münchener ſtandsmitglieder der Mufitalischen Akademie murde heute trititer öffentlich der Parteilichtelt befchuldigt hatten, wurden unter in München das Urteil gefällt. Die drei Angeklagten, die den Berufung auf den§ 193( Wahrung berechtigter Intereffen) frei. gesprochen. Aber auch dem Kläger wurde Rechtfertigung zuteil, indem das Gericht als nicht erwiesen feststellte, daß v. Banders Kritik gegen den Generalmusikdirettor Snapperts bursch im Sinne einer parteilichen Einstellung beeinflußt gewefen fei. Den Beklagten wurde zugebilligt, daß sie im Intereffe ihres Vereins und bes Drchesters und aus Verehrung für dessen Leiter gehandelt hätten. Die Internationale Bölferbundsausstellung. Am 7. Februar wurde im Haag die von der Niederländischen Vereinigung für Völkerbund und Frieden veranstaltete Internatio nale Friedens- und Völkerbundsausstellung eröffnet. Die Ausstellung zerfällt in fünf Abteilungen. Die erste gibt einen gefchichtlichen Ueberblick über frühere Versuche zur Bildung eines Bölferbundes. Die zweite Abteilung behandelt die organisierte Friedensbewegung seit dem Jahre 1815, zu welcher Zeit in New Dort ble erfte Friebensvereinigung gegründet wurde. Die dritte Abteilung versucht, die Ergebnisse darzustellen. bie bie internationale Berständigung schon erreicht hat. Die vierte Abteilung veranschaulicht die Folgen des Krieges im allgemeinen und des Weltkrieges im besonderen, ferner wird in ihr gezeigt, wie durch soziale und humane Maßnahmen die Schreden des Krieges gemilbert mert tönnen. Die fünfte Abteilung befaßt sich mit der Arbeit des B bundes auf den verschiedensten Gebieten. Kulturträger in Heidelberg. Eine akademische Erinnerung. Uns wird geschrieben: Dle nationalsozialistischen Unruhen der legten Tage in Heidelberg erinnern mich an einen Zusammenstoß zwischen Sozialdemokraten und Antisemiten während meiner Heidelberger Studentenzeit im Jahre 1891. Die antisemitische Bewegung jener Zeit glaubte damals in dem durch und durch national liberalen Heidelberg einen günstigen Boden für ihre Agitation unter der dortigen Studentenschaft gefunden zu haben und so traf an einem wunderbaren Maiabend der damalige Führer der antisemitischen Partei und jezt längst vergessene Abgeordnete Lieber mann von Sonnenberg, der Freund und Kampfgenasse des ,, berühmten Ahlwardt, des ,, Rettors aller Deutschen", in der alten Neckarstadt ein. Noch sehe ich die untersetzte Gestalt Liebermanns mit dem wallenden Bollbart heftig geftifulierend auf einem Stuhl in der durch Scheffels Lieder bekannten Wirtschaft zum Bremened" stehen, wie er mit trähender Kommandostimme seine Phrasen von Bismard, dem Deutschen Reich, dem Erbfeind, den schwarzweißroten Farben herausschmetterte und zum Schluß vorschlug, die Einleitungsstrophen des befannten Heidelberger Studentenliebes Alt- Heidelberg, du feine" bahin zu ändern: Alt- Heidelberg, du feine, Du Stadt en Ehren reich, Du alfe, jubenreine, Reine andre tommt dir gleich. Ihm erwiderte der damalige Führer der Heidelberger Sozialdemokratie, Huhn, mit wenigen, aber treffenden Worten, worauf der Antisemitenführer ,, wigig" erwiderte: Herr Huhn, ich effe gern Hühner, laffen Sie sich nur braten, denn ich sage Ihnen; die Antifemiten werden die Sozialdemokraten in Heidelberg auffressen". Dann forderte er die anwesenden Studenten auf, mit ihm auf bas Schloß zu ziehen, auf das deutsche" Schloß. Die spätere Entwicklung hat nun gezeigt, daß die SozialdemoPratie in Heidelberg von den Antisemiten feineswegs aufgefreffen wurde, sondern daß sie selbst in der alten nationalliberalen Hochburg einen immer festeren Boden gewann. Aber auch damals schon hatte Liebermann einen ausgesprochenen Mißerfolg zu ver zeichnen, denn er mußte allein auf das deutsche Schloß wandern. Heidelberg bot den Studenten, die sich den Antisemiten führer angehört hatten, größere Reize als seine Gesellschaft. Die Heidelberger Studentenschaft war damals demagogischen Schlag, worten weniger zugänglich, als sie es leider heute zu sein scheint. Der Heimkrieger für Wehrwillen. Frids Kampf gegen die Reichsverfassung. Aus Thüringen schreibt man uns: ,, Die Nationalsozialisten haben sich hier in Weimar Jelbst einen Stüßpuntt schaffen wollen, der einmal das System Don Weimar vernichten soll. Daß es sich also nicht um irgendeine parlamentarische Maßnahme handelt, sondern um einen tattischen Schiff in der revolutionären Enfwidlung, hat man auf der Front der Gegner schon lange festgestellt." So schrieb der nationalsozialistische ,, Niederdeutsche Beobachter" vom 18. Januar 1930. Der nationalfozialistische thüringische Verfassungsminister" Frid, der trotz des geleisteten Beamteneides im Hitlerputsch einige Stunden Polizeiminister mar, der ,, wegen der positiven zur Unterstügung des hochverräterischen Unternehmens getroffenen Maßnahmen"( Beihilfe zum Hochverrat) zu 15 Monaten Festung ver. urteilt morden ist, hat wieder den Eid auf die Verfassung geleistet. Im Landtag hat er bis jetzt geschmiegen, es sei denn, daß aus der Regierungserklärung Worte, wie die folgenden, von Frid stammen: Maßgebend für ihre Politif muß in erster Linie die Reichs- und Landesverfassung sein. Für die Regierung ist es gemäß dem geleisteten Eid eine selbstverständliche Pflicht, die Verfassung zu wahren und zu schüßen gegen alle Angriffe, von welcher Seite sie auch tommen mögen. Weshalb diese Unterstreichung der Pflichten aus der Eidesleistung? Frid hat doch der Deutschen Boltspartei versprochen, als Minister nicht nur die Verfassung zu halten, sondern sie auch zu schüßen.?! Nicht im Landtag, sondern den Beamten im Boltsbil. Sonnabend. 8.2 Staats- Oper Unter d. Linden Tail- Ab C So Hr. 5 Jahres- Ab.- Y. No. 37 20 Uhr Mona Lisa Sonnabend. 8. 2. Städt. Oper Bismarck str. Turnus IV 1912 Uhr Erstaufführung Simone Boccanegra Ende geg.221 U. Ende 221 Uhr. Staats- Oper Staatl. Schausph. Am Platz der Republik R- S 8 191 Uhr Die am Gendarmenmarkt St. R. 2 So No. 5 Jahres- Ab.- T. No. 34 20 Uhr Zauberflöte Wallensteins Tod Ende nach 22U. Ende 22 Uhr Staatl. Schiller- Theater, Charlibg. 20 Uhr So und so, so geht der Wind Ende 22 Uhr Winter Garten* 8.15 hi enir. 281 Bauen erlaubt Casi- Famille, Jung- China. 2 Elllet's. Marika Rökk, 9 Allisons usw. usw. Toanabend u. Sonntag je 2 Vorstellunger 4 Uhrleine Pre se 4 nd 8 UP. SCALA Tägl. 5 u. 8, Uhr. Barbarossa 9256 Pr. 1-6 M. Wochentg. 5 U. 50 Pl.- 3 M. Con Colleano, 4 Bronetts und weitere zum 1. Male in Europa gezeigte Spitzenleistungen 2, 5 PLAZA Sonat. 2. 3. 42 5.815 INTERNAT: VARIETE A ex. 8066 3% Uhr CASINO- THEATER 8% Uhr Lothrinder Straße 37 Der Sensations- Schiager Selne Hohelt der Bettler und ein erstkl. buntes Programm Für unsere Leser! jutschein für 1-4 Personen Fauteuil nur 1.25 M., Sessel 1.75 M Sonstige Preise: Parkett u. Rang 0.80 M. Direktion Dr. Martin Zickel Komische Oper Merkur 1401 4330. Nach vollständigem Umbau Täglich 8% Uhr Friedrichstr.104 110P Reines Sealers Den bungsministerium nertünbet Frid seinen national. Das Band bes Lächelns. Die Tribüne: Frauenopter Balzer von heute nacht. Rose- Theater: Gasparone. 16., 11% he: Goethe fozialistischen Willen. Er stellte sich bei der AmtsüberTheater in ber Morgenfeier. Cafino Theater: Seine Soheit der Bettler. SdLoßpart Theater Steglik: Die Ballerina Alofterstraße: Frühlingsermachen, des Königs. Wintergarten, Plaza, Ecala: Internationales Varieté. Reid shallen Theater: Stettiner Gänger. Theater am Rottbußer Tor: Elite Gänger. Theater mit wechselndem Spielplan. Deutsches Boltstheater: Bis 13. Die Geifha. 14. Gefchloffen. Ab 15. Der Marques de Bolibar. nahme ausdrüdlich als Nationalsozialist por, der seine ganze Kraft und menn nötig sein Leben einsetzt für Bolf und Bater land.( 1914 bis 1918 mar Frid Heimtrieger.) Weiter sagt Frid den Beamten u. a.: Meine Aufgabe als thüringischer Minister des Innern und für Volksbildung sehe ich darin, eingedent der deutschen Geistesheroen, die hier ihre zweite Heimat gefunden haben, inmitten des allgemeinen politischen, moralischen, wittschaftlichen und finanziellen Zusammen. bruchs das grüne Herz Deutschlands zum Mittelpunkt deutschen Widerstandswillens, deutschen Wehrwillens und deutschen Freiheitswillens zu machen. Diesen echten, wahren flassischen Geist non Weimar, nicht den landesverräterischen vom November 1918 und von 1919, wollen wir pflegen und fördern mit allen Mitteln und ihn zum Gemeingut des ganzen deutschen Bolles machen. Dazu erbitte ich Ihre Mitarbeit und Unterstügung. Ich erwarte und verlange von Ihnen treueste Pflichterfüllung und sichere Ihnen dafür zu, daß ich dann auch die volle Berantwortung für Sie ternehmen und Sle decken und schützen werden gegen Angriffe, von vom fie auch kommen mögen. Diese Rede ist im offiziellen Organ der Nazi abgedrudt. Der Heimkrieger Frid spricht vom landesverräterischen Geist vom November 1918 und von 1919. Gemeint ist doch mit 1919 die Ber faffung von Weimar, die Frid nicht nur beschworen, sondern noch heilig versprochen hat sie sogar zu schüßen. Frid eröffnet so als Reichsver Landesminister ben Rampf gegen die faffung und die Reichs politit. 2s thüringischer Innen und Bolfsbildungsminister will Frid dem Reich die Rechte aus Artikel 6 3iffer 1 und 4 der Reichsverfassung entziehen und für die thüringische Gesetzgebung in Anspruch nehmen...! Die Begleitauswelle zur freien Beförderung des Begleiters eines Schmerfriegsbefchädigten haben mit Ablauf des Jahres 1929 ihre Gültigfeit verloren. Der Breffedienst des Reichs bundes der Kriegsbeschädigten empfiehlt deshalb den bisherigen Inhabern eines solchen Ausweises, fich baldmöglichst wegen des Umtausches des Begleitausweises mit der zuständigen Reichsbahndirektion in Berbindung zu feßen. Der Berliner Mieterverein im Reichsbund Deutscher Mieter veranstaltet am Sonntag, dem 9. b. M., ab 18 Uhr in den unteren Räumen des Großen Schauspielhauses, Karlstraße Am 3irfus 1, ein Bintervergnügen, um seinen Mitgliedern und Freunden Gelegen. heit zu einem zwanglofen gemütlichen Zusammensein zu bieten. Gute Mufit, humoristische Borträge namhafter Künstler, Tonzvorführun gen, ein Schauaft, Tanz und reichhaltige Tombola füllen das Pro gramm. Eintrittsfarten zum Preise von nur 1 m. in der Geschäftsstelle Botsdamer Straße 56, in der Buchhandlung von J. H. W. Die Nachflg., Lindenstr. 3, und an der Abendtaffe. Wetter für Berlin: Zeitweise heiteres Frostmetter ohne mefent fiche Niederschläge, nordöstliche Winde. Für Deutschland: Ueberall Frostwetter, im Süden und Südosten noch Schneefälle. Theater der Woche. Bom 9. bis 17. Februar. Bolfsbühne. Theater am Balomplag: Apollo. Brunnenstraße. 16., 11% hr: VII: Stonzert ( Berliner Funtorchefter). Staatstheater. Staatsoper Unter ben 2iuben: 9. Götterdämmerung. 10. Gamanba, ber Dubelfadpfeifer. 11. Der Fofenkavalier. 12. Madame Butterfly. 18. Ent führung aus dem Gerail. 14. Othello. 15. und 17. La Travia'a. 16. Balestrina. Oper am Plak der Republils 9. Carmen. 10. Galome. 11. Der Frei fchilk. 12. unb 15. Die verlaufte Braut. 18. Die Rauberflöte. 14. Sans Seiling. 16. Die Fledermaus, 17. Der fliegende Solländer. Städtische Oper Charlottenburg: 9, und 12. Rigoletto. 10. Gefchloffene Borstellung. 11. Othello. 13. und 15. Simone Boccanegra. 14. Die Meifterfinger. 16. Fedora. 17. Tiefland. Gdaufpieltaus am Cerbarmenmarkt: 9. Beer Gnnt. 10. und 13. Ballen fteins Tob. 11, und 14. Dedipus. 12. und 17. Mufit. 15. Nathan, der Weife. 16. Eibpolerpedition des Kapitäns Ecott. Schiller- Theater Charlottenburg: 9. Rabale und Liebe. 10. und 13. Sans im Schnalenloch. 11. und 14. Go und fo, so geht der Wind. 12, und 17. Florian Gener. 15. und 16. George Dandin Boubourome. Theater mit feffem Spielplan. Theater am Schiffbauerbamm: Die Gartenlaube. Thalia Theater: Rofent mon'ag. Deutsches Theater: Der Raiser von Amerika. Kammerspiele: Der stand bat. Die Komŕble: Bictoria. Theater am Rollendorfplak: Menschen im Sotel. 9., 11½ Uhr: Matinee. Theater in der Königgräger Straße: Großes Brofeffor Bernhardi. Komödien hans: Der Lügner und die Nonne. Schauspieltans: Die 3 Musketiere. Theater des Westens: Hotel Stadt Lem berg. Luftspielhaus: Liebe auf den zweiten Blid.- Ramische Over: Sulla die Bulla. Deutides Aürftler- Theater: Cins, amei, brei und Couper. 16., 12 Uhr: Portrag Anton Ruh: Eachlichkeit in der Erotik". Berliner Theater: Die Etraße. Leffing- Theater: Die Affäre Drenfus. Bentral- Theater: Der Colbat ber Marie. Bater fein, dagegen fehr. Theater: Toten tana. der Behrenstr. 53-54: Kennen Sie dle entzückende Operette von Millöcker Gasparone? Täglich&.15 Uhr( Sonntag 9 Uhr) und Sonnabend nachts 11 30 Uhr im Rose- Theater Gr. Frankfurter Str. 132 Billettkasse: Alex. 342-3494. Jed. Sonnt. 5% U. Czardasfürstin Jed. Sonnabend 5 u.Sonntag 2.30 Uhr ,, Aschenbröde." Voranzeige: Sonntag, den 11. Febr., vormittags 11.30 Uhr Goethe- Morgenfeler mit Ludwig Wöllner, Traute, Paul und Willi Rose. Hulla di Bulla NEUE Schwank von Arnoid und Bach mit Guldo Thielse er, Schulz, Schroth, Lurg, Hildebrand, Walter Pas. Flink. Behmer, Wens Sonntag nadmittag 4 Ubr: F. au ohne Kuss! Lustspielhaus 1 heater 1. d. Behrenstr. 53-54 Friedrichstr. 236 A4 Zentrum 926-927 Direktion Ralph Ar.hur Roberts 834 Uhr 81/2 Bergmann 2922 23. Liebe auf den zweiten Blick. Riemann Haack. Vater sein, dagegen sehr Vorverkau in beiden Häusern ab Sonntag auch nachm. 4 Uhr( halbe Pr.) 10 Uhr ununterbrochen. WELT Volksbühne Theater am Bülowplatz. 8 Uhi Uraufführung Apollo. Brunnenstraße Volksstück von Großmann und Hessel. Musik: Theo Mackeben. Regie: Jürgen Fehling. Staatl. Schiller- Th. 8 Uhr Trianon Theater in Metropol Theater: Direktion Jr. Robert Klein Deutscher Künstler- Theat. Barbarossa 3937 8% Uhr „ Eins, zwei, drei" von Franz Molnar mit Max Pallesberg. Vorher: Souper Nachmittagsvorstellungen: Bollsbühne, Theater am Bülowplag: 9., 16. Amnestie. Theater am Schiffbauerdamm: 9., 16. Die Dreigrofchenoper. Thalia- Theater: 9., 16. Drei alte Schach'eIn. Theater in ber Röniggräher Straße: 9., 16. Die erfte Mrs. Romibienhaus: 9., 16. Charlens Tante. Großes Schauspielhaus: Gelbn. 9., 16. Die 3 Mustefiere. Komische Oper: 9. Frau ohne Auß. 16. Die tolle Lola. Deutsches Künstler- Theater: 12., 15. Ratadu Rataba. 16. Die andere Seite. Theater in ber Deutsches Bolts- Theater: 9. Die Geisha. Bater fein, dagegen sehr. Role- Theater: Behrenstr. 53-54: 9., 16. 15., 17 Uhr und 16., 14% Uhr: Aschenbräbel. 15. 23% Uhr, Nachtvorstellung: Gafparone. 16., 17 Uhr: Die Csardasfürstin. Theater in ber Alofter ftraße: 9., 16., 15 Uhr und 15., 16 Uhr: Dornröschen. 9., 16., 17 Uhr: Gdine ber Wibbel. 13., 14., 15% Uhr: Wilhelm Fell. Schloßpart Thea er Wintergarten: 9., 15., 16. Jnternationales Varieté. Blaza, Ecala: Internationales Barieté. Reidshallen Theater: 9., 16. Stealih: 9. Aschenbrödel. Stettiner Gänger. Theater am Rottbuffer Tox: 9., 16. Elite- Gänger. Erstaufführungen der Woche: Boubourohe. Gonniag Freitag. Deutsches Boltstheater: Der Marquis de Bolibar. Sonnabend. Schiller Theater: George Dandin. La Traviata. Staatsoper Unter den 2inben: Gaaufpielhaus: Güd polexpedition des Rapitäns Scott, FUNK UNDAM ABEND Sonnabend, 8. Februar. Berlin. 16.05 Adolph voe Menzel, das Genie der Pflicht( gest. 9. Februar 1905)( Lothar Brieger). 16-30 Von Leipzig: Heiteres Nachmittagskonzert 18.00 Max Barthel liest aus eigenen Werken, 18.20 Programm der Aktuellen Abteilung. 19.05 Zehn Minuten: Dehmel( zum 10. Todestag)( Sprecher: Heinrich v. Bogulawski). 19.15 Blasorchester- Konzert. 20.40 Austin Egen singt. 21.00 Kabarett. Nach den Abendmeldungen bis 0.30: Tanzmusik. Königswesterhausen 16.30 Nachmittagskonzert von Hamburg. 17.30 Prof. Dr. Sachs: Jahrtausende der Musik. 17.53 Bernhard Göring: Neues aus der Angestellteaversicherung 18.20 Alice Berend: Die Walzerkönige Strauß. 18.40 Französisch für Anfänger. 19.05 Prof. Dr. Eibl, Wien: Joseph Görres. Joh. Gottlieb Fichte. 20.00 Von Hamburg: Tanz in fünf Erdteilen. Sonntag, 9. Februar. Berlin. 7.00 Funkgymnastik, Leibesübungen. 8.00 Für den Landwirt. 8.55 Morgenfeler. 10.05 Wettervorhersage. 11.30 Schallplatten. 12.00 Marek Weber spielt. 14.00 Eskimo- Märchen.( Sprecher: Lisa Tetsner.) 14.30 Sport 15.00 Variationen und Fuge über ein Thema ven Reger, ep. 1, we Alois Melichar.( Käthe Conrad am Flügel.) 13.30 Programm der Aktuellen Abteilung. 16.00 Berliner Bühnen( evtl. erst 17.00; dann um 16.00 Unterhaltungsmusik). 18.00 Unterhaltungsmusik. ( Alexander Krajeff, Bariton. Am Flügel: Paul 19.30 Arien und Lieder, Gergely). 20.00 Tagesglossen( Gesprochen von Alfred Kerr.) 20.30 I... Mamsell Angot." Von Ch. Lecocq. Rudolf Eger, Musik von Franz Lehár. Anschließend: Zeit, Wetter, Tagesnachrichten, Sport, Anschließend bis 0.30: Tanzmusik. II. Frühling." Text vos Königswesterhauses. 11.00 Dr. Leo Blumenthal: Aus der Sprechstunde des Kinderarztes. 17.00 Schallplatten. 18.00 Paul Huldermann: Der Neger in Amerika. 18.30 Max Grühl: Die Tragödie des Königs Echnaton. 99 19.00 Dr. Leonhard Blaẞ: Vorlesung aus Friedrich Grieses Winter". 19.30 Rechtsanwalt Dr. Dr. Erich Frey: Junge Menschen vor Gericht. 20.00 Unterhaltungsmusik. 21.20 Das Deutsche Lied.( Lula Mysz- Gmeiner, Alt. Am Flügel: Paul Gergely.) Berantwortl. r die Rebaltion: Bolfgang Sawatz, Berlin: Anzeigen:. Glode, Berlin Berlag: Borwärts Berlag G. m b S., Berlin. Drud: Berwärts Buch bruderei und Berlagsanstalt Baul Ginger& Co.. Berlin SB 68, Lindenstraße 3. Sterau Beilage. Kleines Theat. Operettenhaus Merkur 1624 Tägl. 8% Uhr Der Walzer von heute Nacht! Max Adalbert. Eri a Glässner, Hi'de Wörner, Hermann- Scha fuß Theater d. Westens Täglich 8 Uhr: Berliner Theater Hotel Stadt Dönhoff 170 Täglich s hr Lemberg Musik von Gilbert Käthe Dorsch 30 und so, so geht der Wind Die Straße Leo Schützendorf mit Albert Bassermans. Th. a. Hollendorfplatz heater am Schiffbauerdaram $ 14 Uhr Die Gartenlaghe Deutsches Theater 5.1 Norden 12310 Tägl. 814 Uhr Regie Heinz Hilper Komische Oper Friedrichstr. 104. Merkur 1401/4333. Vorvk. 10-2. Kf. 2091 Täglich 84 Uhr Gastspiel des Deutschen Theaters Alte Jakobstr. 30/32 ( Zentral- Theater) Täglich 94 Uhr Der Soldat der Marie Barnowsky- Bahnen Theater in der X5niggrätzer Straße Taglich 84 Uhr Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler Regie: Victor Barnowsky Komödienhaus Täglich 81 Uhr Der Logner und d.e flonne von Cur: Götz Menschen Theat. a. Kottb.Tor im Hotel Allabendlich 8% U. von Vicki Baum. Der Kaiser Hulla di Bulla Regie: Gusta Grondgame v.Amerika von Bernard Shaw Reg.: Max Reinhardi Sybille Binder, MargareteKoeppke, Kemp, Schwank von Arnold und Bach. Kariwe.s. Sten.ek, Lustspielhaus V. Balmay Kammerspiele Friedrichstr. 23 irianon- Theate D.1. Norden 12310 8 Uhr 236. Bergmann 2922/23. Täglich 8 Uhr Der Kandidat Liebe auf den Georgenstr. 9 Täglich 8% Uhr Kottb. Str. 6 Tägl. 8 Uhr auchSonnt. nachm.3U.: Szu ermaß. Preisen EliteSänger, Das große Faschings- LachProgramm! a Dle b'onde Olly Faschings- Burleske. Arnold Scholz, U- Baba Bermanapl, Basenil, 1083/14 von Carl Sternheim zweiten Blick Totentanz Planetarium Gr. Bockbierfest und Großer Alpenbal 7 Kapellen. Neue Dekorationen 50 bayrische Madin. Einlaẞ: Wochentags o Uhr. Sonntags 4 Uhr. Mittwoch, den 12. Febr., okbleriest u. 1.( as spiel Johann Strauß. Regie: Hans Heinrich. Die Komödie Lessing- Theater 11 Bismck.2414/ 7516 81 Uhr Victoria von S. Maugham. Regie Max Reinhardt Musik: Mischa Spoliansky. Norden 10846 Täglich 8 Uhr Affäre Dreyfus von Rehfisch und Herzo am Zoo von Strindberg farlian. Jaachimsthaler Strat 8.5 Barbarossa 5578 Metropol- Th. 81 Uhr Das Land des Lächelns Vera Schwarz, Richard Tauber Musik von Franz Lehár 16% Uhr Die Winterstarnbilder 18 Uhr Der Plane Jupiter. 20% Uhr Merkwürdige S.arne( Riesen.Zwerge Eintritt Mark. Kinder 50 Pt. Mittwochs halbe Kassenpreise. CARRASANI U- Baan- Station Flughafen Stürmischer Premierenerfolg! SONNABEND: 3 Ubr: Familienvorstellung. Kinder halbe Preise von 2.20 Mk. aufwärts. 7 Uhr: Große Vorstellung SONNTAG: 10 bis 1 Whr: Tier- and Indianerschan, Er wachsene 1.-M., Kinder 50 Pfg. Eintritt. 3 Uhr: Familienverstellung mit vellwertigem Abendprogramm. Kinder halbe Preise. 74 Uhr: Graße Verstellung. Autas, Matarand Fahrräder werden sicher bewacht! Nur ganz wenige Tage! Reichshallen- Theater Abends Sonn ag nachm. E Stettiner- Sänger Zum Schluß Logis Wildwest Dönhoff- Bretti: Das grandiose Programm GROSSES SCHAUSPIELHAUS 8 Uhr: 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL. Sonntag namm. ungek. balhe Pr. Möbel- Kamerling Kastanienallee 56 Geb. Speiles.. eleg. Schlaiz., porn. gerrens, apart. Küchen, Bolsterlur, orb- und Rugbaummöbel. Riefenausw.Spottps., 3eglungserleichter <ße11a£e Sonnabend. 8. Februar 1930 SivAbpild �nJnuknnßf Apx / '< Nfebefga// MaflenmLrder hat fefn leichtes Leben, Di« ihr vielleicht denkt. Erstens muH er auf die vpfer Obacht geben, Aweiten» auch noch, dah ihn keiner fängt. Tadellos in Form muß er sein Messer hallen, Stumpf bringts nur Verdruß, Weil es dann nicht durch die Kleiderfalten Mühlos eindringt, wie es nämlich muß. Und er darf sich nicht mit Blut bespritzen, Auch kein Fingerabdruck bleib' zurück. Solches würde nur die Polizei ausnützen, Und das bringt in keiner Weise Glück. Und wie schwer sind Leichen wegzubringen, Daß es keiner sieht! Sollte das nicht einwandfrei gelingen, Ist die Freud« an der Tat verfrüht. Endlich, kann man vorher sicher wissen, Ob, was man erstrebt. Sei es Geld, sei's Liebe, nicht an Hindernissen, Deil nichts da ist, selber sich begräbt? Ist ein guter Mord ihm dann gelungen Und er reich beschickt, Ach, wie schwer ist für den armen Jungen, Nicht zu zeigen, was ihn so beglückt. Macht auch die Berufswahl dir viel Sorgen, Greife nicht zur Mafsenmördereil Andre Tätigkeit wird dich am Ende auch oersorgcn, Und viel Ehre ist ja nicht dabei. Geldbrlefträger sind ganz falsch« Leute, Braucht man sie. kriegt man sie nicht zu sehn. Denn ich könnte ja, ihr glaubts wohl, heute Rein aus Sehnsucht nach solch einem fast oergehn Artur Krause war einer von ihnen, Angestellt am Postamt SW 8, Der tagaus tagein mit würdevollen Mienen Geld teils nachgenommcn. teils gebracht. Einmal brachte er wie öfters schon Herrn Eiche Einen Fünfmarkschein aus seinem Futteral, Da traf dieser ihn mir einem scharfen Streiche, Daß Herr Krause hinsiel wie ein toter Aal. Kraus« konnte noch um Hilf« rufen, Worauf Eiche mit dem Geld entfloh, Doch es nahten Reller auf den Treppenstufen, Den Herrn Eiche machte das nicht grade froh. Denn die Tasche in der Hand war sein Verhängnis. Und die Retter schöpften eisernen Verdacht, Daraus brachten sie Herrn Eiche ins Gefängnis. Aber dann hat man an Krause auch gedacht. Gottseidank war er nicht schwer verwundet. Nach drei Wochen war er ganz gesund. Vor dem Richter hat er den Verlauf bekundet. Eich« wurde viel« Lahre eingespundt. Geldbri-fträger sind ganz falsche Leute: Warum mußt« Artur Krause Hilfe schreint Hall er'« nicht getan, so würd z. B. heute Eiche wohlhabend und nicht im Kittchen sein. Rein, Friseure soll man nicht erschrecken. Leicht entsteht daraus ein ernster Fall. Zum Exempel will ich aus Vergessenheit erwecken Die Geschichte von Herrn August Niebergall. Niebergall, ein Meister seines Faches, War bei groß und llein gar sehr beliebt, Bis er endlich doch mal eines Tages Eigenhändig diese Morllat verübt. Denn er hatte grade unter seinem Messer Fleischermeister Gottfried Hermann Schmidt, Und er sagte grab, das Wetter würd' nun bester, Als er ihm tief in den Kehlkopf schnitt. Das kam daher, daß ein Autofahrer Mit Geklirr in sein Schaufenster fuhr; Niebergall war doch ein ernster Sparer, Und das ging ihm wider die Natur. In dem Fenster saß der Venz-Mercedes, Vor dem Spiegel saß der tot« Schmidt. Dos war Niebergall zu viel, und jedes Kind begreift, was dieser Mann jetzt litt. In die Wohnung hinter seinem Laden• Eilte Riebergall mit raschem Füß:/-• Vom Rouleau schnitt'er den zähen Faden. Klar war ihm, was er jetzt tuen mutz. Hinterm Vertiko die stille Ecke Wählt er sich zum letzten Ausenthall. Da hing er sich hin, daß er verrecke— Eine Stunde später war er gänzlich kalt. Nein, Friseure soll man mch erschrecken. Leicht entsteht daraus ein ernster Fall. Zum Exempel tat ich aus Vergessenheit erwecken Die Geschichte von Herrn August Niebergall. Väter, Mütter, paßt auf eure Töchter! Denkt an Großmann Karl de» Mädchcnschlächtcrl Am Alexander Da stand er Und nahm beispielsweise nach Hause mit Paulin« Schmidt. Als sie oben bei ihm war in seiner Wohnung, Hat zuerst mll ihr er ohne jede Schonung Beträchtlich Geschlechtlich' Verkehrt, eh er sie umgebracht, Die ganze Nacht. Dann stach er jein Mcster tief in ihre Kehl«, Dreht es um, damit Pauline nicht so gröle, Und sie kaltgemacht Und aüsgeschlocht'! Trank drel große Kümmel ganz in aller Ruh Dazu. Dann borgt er vom Schlächter Keil die Hackmaschine Und dreht durch dieselbe nach und nach Pauline. Am Alexander Da stand er, Rtesenbockwurst mll Salat verkaust er da, 'n Fusfzger's Paar. Und so tat mil vielen andern sungen Mädchen G.oßmann Karl sich lang« Zeit betät'gen. Aber«in« Keste Kleine Hat mal so gebrüllt, daß gleich die Sipo kam Und ihn mitnahm. Im Lokal-Anzeiger hat man's können lesen, Großmann Karl sagt, er sei's niemals nicht gewesen. Er war's doch, Sonst im Loch Häll' er sich nicht ohne wellres aufgehenkt, Wenn man's bedenkt. Als Moral könnt ihr euch folgendes betrachten: Junge Mädchen soll man liebgn, doch nicht schlachten. Diel bessire Sachen Kann man ja machen Und fällt hinterher nicht so gewaltig rein, Auch ist's gemein. Bombe war verschwunden, Bombe, der war weg, � Man sucht ihn Tag und Stunden Und fand doch nicht den Fleck. Bomb«. Junggeselle, Bombe ging nie aus, Jetzt verließ er seine Schwelle, / Kam nicht mehr nach Hau».- � Landjäger und Soldaten Durchsuchten See und Flur, Mll Retzen und mit Spaten— Von Bombe kein« Spur. Ach käm doch Bombe wieder. So schallls im Blätterwald In Deutschland auf und nieder. Und aber bitte, bald! Ein Fischer fand die Leiche Mit Kopsschuh log sie da, An einem stillen Teiche. Vivat! Hallelujah. Viertausend Menschen jährlich Verschwinden in Bcrlin, Viertausend sind entbehrlich, Nur gehts nicht ohne ihn. Ein Landgerichtsdirckior — Verschwunden oder nicht— Ja, da hat man Respekt vor... Moral von der Gejchicht.' Im Polizeipräsidium hängt eine lange Reihe Und unter Glas und Rahmen sorgsam ausgeklebt. Man sieht sie nicht, daß man sich dran erfreue, Denn alle dies« haben auch einmal gelebt. Denn alle diese wollten auch etiist glücklich werden Und alle waren auch einmal ein Kind Und starben mit verzweifelten Gebärden. Weil st« zuviel auf dieser Well gewesen sind. Di« meisten hängen dorr schon lange, lange, Und nie kommt wer und sllgt: es war mein Freund Fühlst dr. die Einsamkeit? Ist dir nicht bang«? Bist du gewiß, daß einst um dich wer weint? Es starren ihre gräßlichen Gesichter Ins Leere, ihnen ist's nun gleich, Ob man sie kennt—, der Allvernichter Nahm sie in Gnaden in sein weite» Reich. �, GhBox&roma�n Von H Mücke einen Elefanten." Tom fühlte wieder etnnul, wie ungeschickt er vorgegangen war. und da ihn da» ärgert«, warf er Kräppli lurzenischkossen in da« flach« Gewässer eines Baches, an dem ste gerade vorbeikamen. De? Masteur erhob sein theatralisches Iammergeheul, um Tom zu amüsieren. Na warte, dachte er dabei, das kostet dich nicht einen, sondern drei neue Anzüge, er wußte schon, wie bei Matthes etwas herauszuholen war. In dieser Nacht war Tom besonders zärtlich zu Mary. Sein schlechtes Gewisten ließ ihn Liebkosungen erfinden, die seinem rauhen Seemannsherzen sonst fremd waren. Wenn er daran dachte, daß er Mary zum erstenmal bet-ügen würde, überschlich es ihn reue- und wonneooll zu gleicher Zeit. Schließlich versuäste er sich zu beruhigen, einmal mußte ja doch damit angefangen werden! Ueber vier kostbare Wochen saß er nun schon in diesem Nest fest. Andere Ehemänner drehten noch ganz ander« Ding«! Iuxilka— heiß überfiel es ihn, als er plötzlich an ihren Namen dachte, und er riß Mary in seine Arme. Am nächsten Morgen. Am nächsten Morgen fuhr Krävpli schon früh nach Berlin. Tom trainierte wie immer mit Peter. Mary sah ihnen zu. Sie wollte sich zwingen, sich für Tome Beruf zu interessieren. Lernte si« das Boxen oerstehen, so verstand sie vielleicht auch Tom bester. In einer Atempause sah Peter Mary aufmerksam an.„Was Ist dir. Mary� Du siehst sehr schlecht au«!" fragt« er voller Sorge. Mary schüttelt« den Kops. „Was wird'n-r jungen Frau sein?!" brummte Tom grinsend. Mary wurde verlegen. Peter sah Tom finster an. Als sie weiter trainierten, kamen Peters Angriff« so schnell, daß Tom kaum decken konnte.„Mensch, bist du verrückt?" keucht« er und wischte sich den Schweiß ab, der ihn in kleinen Bächen über das rote Gesicht ran „Wirst du das deinen Gegner auch fragen?" schrie Peter. „Nun halt die Lust an!" Toms Augen wurden kreisrund und bösartig. Mary fühlte, was in beiden vorging. Ein« wild« Angst krampst« ihr Herz zusammen. Sie schloß die Augen. Ein klatschender Schlag riß sie hoch.„Peter" war ihr erster Gedanke, und wundert« sich gleich darauf, daß si« nicht„Tom" ge- dacift hatte. Da hörte si« Tom brüllen:„Das kriegst du zehnfach wieder!" „Erst rankommenl" Peter keuchte, aber er war sehr ruhig. �ärt auf? Ich kann's nicht mehr mit ansehen!" zitterte Mary. „Dann geh weg", rief ihr Tom brutal zu. Tränen strömten aus Marys Augen. Peter nestelte die Handschuhe aus. Und seltsam, auch Tom beruhigte sich.„Hast mich gut getroffen. Peter", sagte er, indem er auch die Handschuhe löst«, und er lächelt« dabei sogar vergnügt. „Paß auf, aus dir wird noch mal was" Er bückt« sich, um sein Schuhband auszumachen. In Wahrheit wollte er vermeiden, daß man sah, wie rot er wurde. Denn ein- mal mußte es ja gesagt werden. Donnerwetter, war das schwer! Endlich stieß er grob heraus:„Du, Mary, nachmittags werden wir Besuch kriegen. Der Kräppli bringt eine Dame mit, die uns kennen- lernen will. Und mich möchte sie vielleicht malen." „Das ist fein! Warum hast du mir'» nicht eher gesogt, dann hätte ich einen Kuchen backen können." Tom atmete erleichtert aus. Di« Harmlosigkeit Marys gab ihm dt« Sicherhett wieder.„Ist noch gar nicht so bestimmt. Kräppli hat mir nur so was erzählt." Peter hatte Tom sehr genau beobachtet. Sein Mißtrauen war erwacht. U. Kapitel: Iuxilka. Fräulein von Sarchow stellt sich vor. Ein schwerer rassiger Tourenwagcn hielt vor der Villa. Ein wenig übereilt stürzte Tom hinaus. Die Wagentür öffnete sich, und der dick« Kräppli zwängte sich aus dem Auto. Tom begrüßte ihn flüchtig und starrte neugierig In das Kupee. Ein paar zigeunerhast dunNe Augen blitzten ihn an. Tom sah wie benommen aus die schöne Frau, di« ihn ungeniert mustert«. „Warum stellst du dich nicht vor, du Dusiel?" dachte Kräppli und pusfte Tom in die Rippen. Tom hatte alle mühsam gelernten Formen vergessen. Kräppli mußte lzelfen. Er buckelle grunUos und schnauft«, kurzatmig wie er war:„Erlauben Sie mir, gnädiges Fräulein. Ihnen Herrn Tom Matthes vorzustellen... Fräulein von Körchow." Dl« Dam« quittiert« Toms ungelenk« Verbeugung mtt einem amüsierten Lächeln.„Freut mich, Herr Matthes. Ich wollt« Sie schon lange kennen lernen." Als Tom immer noch wie«in Klotz dastand, reichte sie ihm die Hand, sprang leichtfüßig auf die Straße, gab dem Chauffeur einige Ünneifungcn und wandt« sich dann vollends Tom zu. der mit seinen Antworten verlegen herumdruckste. jiräppli mußte noch einmal einspringen. Endlich war Tom so wett.„Meine Frau wird sich sehr über Ihren Besuch freuen, gnädiges Fräulein", sagte er und bemühte sich, ein akzentuiert reines Hochdeutsch zu sprechen.„Sie hat schon schönen Kaffee gekocht." Ein tiefes klingendes Lachen antwortet«.„Das freut mich sehr. Er wird mir gut schmecken. Hat es Ihr« kleine Frau nicht schwer mit einem so starten Mann?" Fräulein von Körchow besllhtte Toms Oberarm.„Mein Gott, haben �ie einen Bizeps." Tom lächelte geschmeichelt. Sie belraten dt« Veranda, in der der Kaffcettsch gedeckt war. Peter saß schon da'.irad blätterte tN einer Wochenschrist. Er sprang auf und stellte sich vor. Dabei prüfte er. die schöne Frau sorgsam: seit dem Vormtttag hatte er«inen bestimmten Verdacht. „Sie müsien Frau Matthes noch einen Augenblick entschuldigen. gnädiges Fräulein, sie fühlt sich heut nicht recht wohl", wandte er sich an Fräulein von Körchow. „Das tut mir sehr leid. Hoffentlich macht sie sich meinetwegen keine Umstände." Fräulein von Körchow sagt« da» m einem so netten Ton, daß Peters Bedenken oergingen. (Fortsetzung folgt.) /Rätsel- Ecke des„Abend". Kreuzworträlsel. Füllrätsel. 12 3� "BP— 11 iTn __ ES—— 13 15 17 18 19 W zr~®~ ■27 30|-- 5 Iß 17 8 10■ WWTTW wK- sr~ Waagerecht: 1. Derbrechen: 5. Vereinigung: 0. Italienischer 3: 10. Schmerzensruf: 11, mongolischer Vorname: 12. Fürwort: i3. Deutsche Großstadt: 17. Fahrzcugdefekt: 2S. Doppelkonsonant: 26. Gegenteil von auf: 27. Französischer Artikel: 28. Präposition: 30. Schwein: 31. Allein.— venkrecht: 1. Winterliches Klei- dungsstück: 2. Vokal: 3. Postalischer Telegrammvermert: 4. Englisch nieder: 5. Geschäftsabschluß: 6. Weiblicher, abgekürzter Vorname: 7. Vokal: 8. Hartracht: 14. Wort für„sehr alt: IS. Geographische Bezeichnung: 17. Kinderpflegerm: 18. Präposition: IS. Konsonant: 20. Musikalische Ausführung: 21. Gewürz: 22. Konsonant: 23. Ausruf: 24. Fluß in Spanien: 27. Französischer Ar.itel: 29. Eng. lisch nein.* Sleichtlang. Wie wettert der Fuhrmann und flucht, was er kann, Wie seufzen die Radler, ob Frau oder Mann! Es ist eine Plag«, es ist«ine Schande.-- So schlecht, wie es vielfach noch üblich im Lande,— In anderem Sinn dasselbe Wort Bringt Heilung und treibt Plagen fort: E» zieht, sagt man, heraus den Schmerz Und macht dich wieder froh ums Herz. ab. G lbenrätsel. Aus den Silben an be dens der ci do e» ei gar g« gen gen grot hil ker kom le lei li lob ma ma misch mit ne ntt no now nu« ok ro r« rhi ritz ro roe sau Ion ta te ti to trieb tus u wehr ze sind 18 Wort« zu bilden, deren Ansang»- und Endbuchstaben, beue von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort ergeben.— Di« Worte bedeuten: 1. Truppenübungsplatz in der Mark: 2. bibl. Gestalt: 3. russisches Zarengeschlecht: 4 Satzzeichen; d Dickhäuter: 6. Planet: 7. künstlich« Höhle: 8. Waffe: 9. Ausdruck der Selbst- gesälligkett: 10. Roman von Frensien; 11. römischer Schriftsteller: 12. Himmelskörper: 13. Monat: 14 Willensform: IS. Schiffegerät: 16. italienischer Staatsmann: 17. Ort in Bayern; 18. Einsiedler (ch ein Buchstabe). kr. Ordne an Stelle der Punkte die Buchstaben A AABontEti E RFQGHKLLLN NNNOOR-eR R R RRSSUVVWWWZ so«in, daß Worte folgender Bedeutung entstehen: 1. Bodenfläche mtt Baumbe- stand; 2. Militär: Z.Wäsche- mittel; 4 Bezwingung der Härte: S Merkmal für Kommendes; 6 Einigungs- versuche:? In Zukunft vielleicht ein guter Freund Deutschlands, ad.