MorgenausgaVe Nr 67 A 34 47. Jahrgang «Sch-nMch 859t« mcnetfi« 8�6 9t tan voraus zahlbar Poftdezug 4L2 VI ein chtt-tzlich 60 Pfg. Postzeiwn s» und 72 Pfg PostdesrellgebührtN. Ausland»- obonnemcm 6.— M. pro Wonat. Der.vorwärts' erlchetnt wochentäg- Lch zweimal. Eonmags und Montags einmal, die Adenüausaaben für Derlw und im Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Beilagen.Dolt und Zeit' und.Kinderfreund'. Ferner Unterhaltung und Wissen'..Frauen- imme'.Terdnik'..Blirf ta die ücherwelt' und.Iugend-Lorwärt»' Ir-v berliner Volksblatt Sonntag 9. Februar 1930 Groß-Äerlin 15 pf. Auswäris 20 pf. Dt»»fntoamo« Nonpare, l! ekelte 10 Pfennig. Reklame eile 5.— Reichs» mark„Kleine Anzeigen' da» ettge» druckt» Wort 25 Pfennig lzulassig zwei fettgedruckte Worte). iedes weitere Wort 12 Pfenmg. Stellengesuch» da» erst« Won 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Wone über 15 Puchstaben ihlen für zwei Wone Arbeitsmcitt leite 60 Pfennig. Familienonzetgen Ze I# "Pfennig. Anzeigenannahme imHaupt- Lindenftratze 3. wochentäglich «eichäit von 8»/, bis 17 Uhr. Jentvalovgan der SozialdemoSvatischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag! Berlin SW 68. Lindenstraße 3 �erusprelb». Tönboti 292—297 teleftramm-Sdr: Soualdemokrai Berlin. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Eine Million Mark jährlich Wo und wie zu verdienen, sagt das JK. der KPD. Ubwechflunz muß sein! Nachdem das ZK. vorgestern erklärt hatte, alle Liegenschaften der KPD- seien bereits..abgestoßen', hat die kommunistisch«„Welt am Abend' gestern wieder alle Mit. teihrngen über die Berramschung des Parteioermögens der Kam- wunistischen Partei als Erfindungen bezeichnet. Das ist die p r i» nritioste, aber auch die unglücklichste Form der Ad- leugnung. Diese Lüge kann sofort von den Arbeitern und An- gestellten der kommunistischen Betriebe durchschaut werden. Das Personal der kommunistischen Partewetrieb« hat seit Mo- noten zugeschen, wie eine Befichtigungskommissto« der andere« die Tür in die Hand gab. E» hat sich seine Gedanken über diese Invasion der Besichtigungs- lommissionen gemocht und hat U n �«1 l geahnt. Die Bermutung, daß ein Verkauf geplant fei, war die natürliche Schlußfolgerung, die die tomrnunistischen Arbeiter und Angestellten selbst gezogen haben. Was das Personal der kommunistischen Betriebe aber nicht toi s s e n kann, das ist, welche A n ge böte den Intereflenten ge- macht wurden und mit welchen Empfehlungen ihnen das Geschäft schmackhaft gemacht werden sollte. Das wissen nunwlrl Der Lern der Angebote war immer, daß sich durch Redu« zierung des Personals und Einsparungen auf Lohn« und Gehalttkonio 30 Proz. der Unkosten einspare«» ließen. Die kommunistischen Unterhändler haben dabei darmif hin- gewiesen, daß bereits Lohnherckbseßuilgen in den kommunistischen Betrieben erfolgt seien« Ab DkllcherJSW seien in der FriMichstadt- druckerei 3« Berlin Entlastungen und auch- ein Lohnabbau- vorgr- nonnnen worden..Di« Löhne hätten sich seitdem um wöchentlich 2000 bis 3000 Mark ermäßigt.,.•, Nach vorliegenden Berechnungen könnte« in alle» Betrieben zusammen jährlich an de« Posten Löhne «nd Gehälter 1 Million Mark gespart werde«. Die vorhandenen Einrichtungen würden ausreichen, um auch bei reduziertem Personal die Druckumsätze um jährlich anderthalb Mil- sionen Mark zu erhöhen. Die Zentrale der Kommumstischen Partei erzählt also den Interessenten, mit denen sie um die Verramschung ihrer Geschäfte ver- handelt, daß sie eine Million Mark jährlich verdienen könnten— aus Kosten der Arbeiter und Ange- stellten in den kommunistischen Betrieben, durch Lohnobbau und Entlastungen. Natürlich hat die kommunistische Zentrale dabei aufgeschnitten. Einmal mit der Behauptung, daß die Druckumsätze um jährlich anderthalb Millionen Mark erhöht werden könnten, dann aber auch mit der Bersicherung, daß eine Million Mark an Löhnen und Ge- hältern eingespart werden könnte. Es sei denn, daß sie den Käufern empfehlen wollte, gewaltige Lohnkürzungen und Entlastungen vorzunehmen. Um zu ermesten, was die Einsparung von einer Million Mark an den Posten Löhn« und Gehälter bedeutet, muh man wisten, daß l« den erste» zehn Monaten des Jahres 1928 in sechzehn kommunistischen Unternehmungen insgesamt 2 488 485 Mark an Löhnen und Gehälter« gezahlt worden sind. Diese Lohnsumme verteilt sich auf die einzelnen kommunistischen Unternehmen wir folgt: Berlin«98 400 M.. Bremen 89 200 TO., Breslau 80 338 TO.. Chemnitz 159 920 TO., Dresden 127 875 TO., Düsseldorf 151 777 TO., Essen 258 454 TO., Frankfurt 91 642 TO., Gotha 72 186 TO., Haimover 68145 TO, Jena 112472 TO., Köln 109743 TO., Königsberg 75246M.. Leipzig 231 408 TO., Magdeburg 84 446 TO., Mannheim 97 233 TO. Was bei solcher Sachlage die Einsparung von einer Million Mark bedeutet, dos können die. Arbeiter und Angestellten der kam- munisttschen Betriebe wohl ermesten Man versteht, warum die kommunistische Zentrale so dreist und plump leugnet. Sie fürchtet die Empörung des Personals ihrer Betriebe und die Empörung der tornmunistischen Mitglieder! �Arbeiterkomspondenz* Man schreibt uns: Bis heute Sonnabend mittag waren jedem Lohn- empfänger in der Friedrichstadt-Druckerei«nr 25 M. » cnmo seines Lohnes gezahlt. Am Fsreitag in der vorigen Woche waren 50 M.»conto gezahlt worden; die Difse- renz ist km Laufe der Woche nicht ausgeglichen worden. Geldmangel seit einem halben Jahr, feit dieser Zeit oftmals vorübergehende Arbeitseinstellung. Drohungen, die Arbeit einzu- stellen, waren an der Tagesordnung. Der.. Vorwärts' war mit seinen Mitteilungen der Wahrheit oft sehr nah«. Er hat sich aber durch Deröfsentlichungen des Betriebsrates, die sich formell«neist nur aus Einzelheiten bezogen, sachlich aber durchaus unrichtig waren düpieren lasten. Der„Vorwärts' setzt offenbar voraus, daß die Betriebsräte der KPD.-Betriebe ähnliche Funktionen zum Schutze der Arbeiter- fchast erfüllen, wie das in der„Porwärts'-Druckerei oder sogar auch In kapitalistischen Betneben möglich ist. „Das Proletariat hat die Macht!' Im Larl-Liebknecht-Haus aber hat der Betriebsrat nnr das zu unterschreiben, was ihm von der Zentrale vorgelegt wird. Sonst fliegt er und hat außer der Entlassung noch den entehrenden Ausschluß ans der Partei zu gewärtigen. Unter de in Personal der Druckerei und der Setzerei sind seit Ottober Entlassungen erfolgt und bis in die allerletzte Zeit hinein weiter« Kündigungen ausgesprochen wvr- den. Die unter dem Borwand„organisatorische Maßnahmen zur Einführung des Fünf-Jahres-Pianes' erfolgten Entlastungen und. Kündi- gungen sind tatsächlich nur wegen Geldmangel und zwecks Ueberleitung der Betriebe in kapltalisti. Ich« Hände erfälgt.' Die Berichte des„vorwärts" über die Berkaufsver» Handlunge« mit Hngenberg sind gleichfalls wahr. Drucker und Setzer der„Roten Fahne' kennen doch aus früherer Tätigkeit Fachleute und druckereitechnische Sachverständige Hugen- bergs persönlich und wüßten den Zweck der auch von anderen ev> folgten vielfachen Besichtigungen de» Betriebes durch verschiedene Kommissionen zu deuten, selbst wenn nicht seit langem auch von Redakteuren und Beriagsangestellten ossen darüber gesprochen worden wäre. Schuld aii dem finanziellen Zusammenbruch der tommunisti- schen Wirtschaftsbetriebe trägt allein die korrumpierte un- fähige Parteileitung, die setzt auf Kosten der Arbeiter- schoft die Betriebe in kapitalistische Hände überleiten möchte. Seit Monaten seufzen selbst die strammsten Kommunisten unter der Drohung der Brotlosmachung und uMer der Befürchtung, durch Ausschluß aus der Partei von den lang- jährigen Kollegen als ehrlos angesehen zu werden, und sie sehnen die Stunde herbei, in der sie in Ruhe und Anständigkeit ihren Berus ausüben können, um in voller persönlicher Frccheit. dem politischen Hin und Her der aus Moskau gegebenen Direktiven ent- gegenzutreten und. nicht, wie jetzt täglich, die Folgen persönlicher Bespitzelung der eigenen Meinung nach den bekannten Methoden der Tscheka befürchte» zu müsten. Verlustposten des Faschismus. Zu Spanten werden Wahlen vorbereitet. Der gestürzte Diktator Prlmo»r Rivera soll dl« Absicht haben, in de» nächsten Monaten ein« längere Erholungszeit an der fron- zöstschen Riviera zu verbringen. Bor seiner Zlbreise werde er noch das Wahlmarrifest der patriotischen Derbände, die er zu einer paliti. schen Partei umorganisieren wolle, verkünden. Das Kabinett Bcrcngucr hat beschlossen, die ersten Vorarbeiten zunächst für die K o m m u n a l n e u w a h l e n zu beginnen, und hat dafür eine dreigliedrige Ministcrkommistion eingesetzt. Der Wahl- kämpf selbst wird schon in den nächsten Tagen in Gang kommen. Der Führer der demokratischen Partei, Leroux, hat für den II. Februar die erst« Wohloersammlung einberufen. Die Regierung hat die Versammlung unter dein Vorbehalt gestattet, daß die ösfent- liche Ordming von den Republikanern nicht gestört wird. Der ehe- malige Ministerpräsident Sanchez Guerra beabsichtigt, seine Dahlkampagne mit einer großen Rede in Madrid zu eröffnen. lln�erfchlagvnaen n der Berliner Fafchistenbolschaff. Nach umsosicnder Untersuchung wlrd der frühere Archivar der italienischen Botschaft in Berlin, R o s f i. der Unterschlagung von über 400 000 Lire angeNagt, die er vom Juli 1925 bis Juni 1929 begangen haben soll, sowie der Fälschung von Amtsurkunden. Der Prozeß ist im März w Rom. Postlibeckkomo Berlin 37 536.- Bankkoniv. Bant de> Ärbeiier Snacliellie« unt Beamien Wallsir 65 Di? u DiSc-Gel Tepoliisnkolle Lindenlir S. _?__-_ ijoung oder Oawes? Vor dem Endkampf im Deutschen Reichstag. Am Dienstag also endlich beginnt der parlamentarische Endkamps um den Voung-Plan. Oh, es wird ein heißer Kampf werden! Nach dem vorbereitenden Trommelfeuer ihrer Presse wird die Opposition stürmen. Kolonnenweise werden die Redner von rechts und tinks anmarschieren, und alle werden sie wie die Löwen kämpfen. Ja, ganz gewiß, das werden sie tun. Sie werden es tun, weil sie es können, und sie können es, weil ja doch die Annahme des Voung-Plans sicher ist, so sicher wie das Amen in der Kirche. Es ist schön zu kämpfen, wenn man ganz bestimmt weiß, daß die andern stärker sind. Herrlich, sich einmal ganz gründlich austoben zu können in dem Ve- wußtsein, daß daraus kein Malheur entsteht! Dafür aber, daß kein Malheur entsteht, sorgt zum Glück für die Opposition eine bombensichere Mehrheit. Sie steht so fest, daß man sie nach Herzenslust beschimpfen kann. Man stelle sich vor, es würde auf einmal noch im letzten Augenblick anders, und die Mehrheit würde zweifelhaft— dann würden dieselben Heldengestalten, die jetzt schon ihre große Rolle in der kommenden Debatte vor dem Spiegel«in- studieren, mit grünen Gesichtern und schlotternden Knien umherschleichen. Dann gäbe es plötzlich einberufene Fraktions- sitzungen von endloser Dauer, zusammengesteckte Köpfe und besorgtes Gefrage:„Ja. können wir denn wirklich die Verantwortung dafür übernehmen, daß der A o u n g» Plan scheitert?" Zu Ehren des Reichstags müßte man eigentlich an- nehmen, daß es keinen einzigen Abgeordneten gibt, der zur U?bernahme dieser Verantwortung bereit wäre. Aber mögen ganz rechts und ganz links auch«in paar Hazardeure vor- hanven sein, die bereit wären, Deutschland durch Ablehnung des Doung-Plans in ein Abenteuer schlimmster Art hineinzu- treiben, so stellen sie doch zweifellos nur eine Minderheit in der Minderheit dar. Für das Gros der„nationalen Oppo- sition" ist die Feststellung zweifellos zutreffend, daß ihre Gegnerschaft gegen den Doung-Plan rein taktischer Natur ist und sich auf die Voraussetzung einer gesicherten Annahme stützt. Man kann gewiß sehr verschiedener Meinung darüber sein, ob der zehnjährige Kampf um die Be- schränk ung der Reparationen auf ein erträgliches Maß immer richtig geführt worden ist. Darüber waren auch im Lager der Parteien, die konsequent die Politik der Ver- ständigung und der Erfüllung vertraten, gelegentlich die Auf- fassungen geteilt. Das war schon bei der Annahme des Ver- trags von- Versailles selbst der Fall, dann bei der Annahme des Londoner Ultimatums, durch die wir eine Schuld von 132 Millionen Mark„anerkannten", und später noch oft. Daß man auf der Linken immer unbedenklich zu allen For- derungen der Gegenseite Ja gesagt hat, ist nur eine Erfin» dung der„nationalen Opposition". Aber ebensowenig wie man links immer Ja gesagt hat, ebensowenig hat man rechts immer Nein ge» sagt. Das hat man nur getan, wenn man garantierte Minderheit und außerhalb der Verantwortung war. 2lm 29. August 1924 brach aber die deutschnationale Reichstag«- fraktion in der Mitte auseinander, und die eine Hälfte sicherte durch ihr Ja die A n n a h m e d e s D a w e s- P l a n s. * Van den deutschnationalen Abgeordneten, die damals de« Dawes-Plan gerettet haben, gehären noch 23 dem gegen- wärtigen Reichstag an. teils als Deutschnationale, teils als Mitglieder der neugegründeten„Volkskonservativen Vereint- gung". Es sind dies die Herren: Vachmann, Vehrens. Liener, Domsch, Dniander, Dr. Hone- mann. Hartwig, Dr. hoehsch, hülser. v. Haide il. Slönne, Koch-Düssel- darf, Lambach, Dr. Lejeune-Zung. Leopold, Mumm. Dr.»eicher«. v.»ichthosen, Schröter, Dr. Spahn, v. Skralhnumn, Vogt und wallras. Kann man sich vorstellen, daß auch nur einer dieser Herren den Mut aufbringen wird, gegen den Poung-Plan zu stimmen? Sie haben vor 554 Jahren einer jährlichen Re- parationssumme von 254 bis 3 Milliarden Mark zuge- stimmt, und wenn sie jeiit den Young-Nlan ablehnen, so lehnen sie damit die Erleichtening der Lasten ab. die sie seinerzeit mitbeschlossen haben! Es heißt daß die Herren der deutschnationalen Sezession gegen den Young- Plan stimmen wollen. Unter ihnen befinden sich einige Per» sönlichke ten, die durch ihr Talent dem deutschen Volk nützlich werden könnten, wenn ihr politischer Charakter mit ihrem Der Rechtskurs in Württemberg. Rebellion der Oberbürgermeister. Stuttgart, 8. Februar.(Eigenbericht.) In Württemberg ist zur Zeit ein hestigsr politischer Kamps über die Vorlage zur Abänderung der Lande» st euerordnung im Gange, die noch von der Regie» rung Volz-Bazille im Landtag eingebracht wurde, für die ober jetzt mit Recht auch die Demotraten und die Deutsch« Volts» Partei verantwortlich gemacht werden, da sie der Regierung bei» getreten sind, ohne auf der Zurückziehung oder Umarbeitung der Vorlag« zu bestehen. Bon der Vorlag« werden fast sämtlich« Ge- meinden zu ihrem Nachteil belrofsen Der Landesvorsitzende der Deutschnationalen Partei und Finanzreftrent der Stadt Stuttgart, Dr. H i r z e l, bezeichnete die Vorlage des deutschnationalen Finauzministers dieser Tage al» bewußt stadtselndlich, warf der Regierung vor. daß st« di« Oessentlichkeit fAschttch unter» richte und es besonders darauf abgesehen Hab«, der Stadt Stuttgart wo immer es gehe. Hindernisse zu bereiten. Im Gegensatz h erzu stehe die Politit de» preußischen Innen ministe» r i u m s. das in gewissenhaster und gerechter Weis« sich der Inter- essen der Gemeinden annehme. Das Gesetz- würde nicht den Gegen. satz zwischen Stadt und Land mildern, sondern eine noch viel größere Spannung zum Schaden von ganz Württemberg erzeugen. In einer Vollversammlung des Württembergischen Städtetages bezeichnete Oberbürgermeister Dr Lautenschlager-Stutt» gart den Entwurf als«ine Aktion, die geradezu verheerend wirken müsse. Der Geschäftsführer des Städtetages Dr. Frank hielt ein Referat, das in der Feststellung gipfelte:, Der Entwurf der Regierung volz-Dehlinger spricht seder steuer- lichen Gerechtigkeit Hohn und verstößt gegen alles Rechtsempfinden Oberbürgermeister Dr. Schmid»Ludwigsburg bezeichnete den Entwurf als die Arbelt eines schlechten Obersekretär», dem jede Stadt die Anstellung verweigern würde. Schon di? einfache politisch« Rein» lichkeit verbiete es, ein derartiges Machwerk überhaupt an den Land» tag zu bringen. Der Oberbürgerm?ister von che! den» heim sagte: Mit solchen Gesetzen wie dieser Entwurf schlagen wir die ganze Industrie tot. Oberbürgermeister Dr. Schwamm» b e r g e r» U i m wandte sich besonders an die Demokraten:„Die Deipokraten haben sechs Jahr« lang gottserbärmlich auf die Regierung Bazille-Bolz geschimpft. Warum haben sie nicht nach ihrem Regierungseintritt veranlaßt, daß dieser Ungerechte Gesetzentwurf umgehend zurückgezogen wird? Wenn sie dos nicht verlangen, war alle», was sie in» Land hinausgerufea haben. Spiegelfechterei. Der badische Minister Remmele soll von dem niederen Kutturstand in Württemberg gesprochen haben. Man hat sich darüber aufgeregt, dieser Entwurf liefert aber dos beste Zeugnis dafür/ Die Verhandlungen des Städtetoges gipfelten in der Annahme einer Entschließung an den Landtag, daß der Entwurf abgelehnt werden müsse, da an ihm auch nicht mehr herumgeflickt werden könne. Preußen und Württemberg. Oer demosratifche parte. vorstand besteht den Schaden. Der Portelvorstand der Deutschen Demotratischen Partei faßte am Sonnabend zur Preußens rage folgende Entschließung: �tr Parteivorstand billigt die Haltung der deutschen demo» kratischen Landtagsfraktion bei der preußischen Regierungskrise so» wohl hinsichtlich der Ablehnung einer Besetzung der leitenden Acmter nach dem schematischen Maßstab der Fraktionsstärke, als auch hin- sichtlich der Forderung, daß bei der Auswahl der Persönlichkeiten iür diese Aemter das Staatsinteresse über das Porteiinteresse ge- stellt wird. Der Parteioorstand weist die Angriff« zurück, die au» diesem Anlaß namentlich von sozialdemokratischer Seite gegen die DDP. erhoben worden find und völlig da? Maß von Achtung ver» missen lassen, auf das die Partei durch die bisherig« Tätigkeit der Demokraten in Preußen Anspruch hat. Er bittet die Preußen. sraktion, auch fernerhin b« aller Rücksicht auf koalitionstaktishe Notwendigkeiten die politische Freiheit der Partei zu wahren und jeder Zurückdrängung des demokratischen Einflusses in Preußen be- stimmten Widerstand entgegenzusetzen." Zu dem Eintritt der Demokratischen Partei in die württem» bergische Regierungskoalition faßte der Parteioorstand nachstehend« Entschließung: „Die Vorgänge bei der Koalitionsblldung in Württemberg sind ein neuer Leweis für die schädliche Wirkung der Viel» heit deutscher Landesparloment« auf die deutsche Politik. Der Eintritt der Demokratischen Partei in die württem. bergische Regierungskoalition ist ohne F ü hlu n g n ahm« m i t der Parteileitung erfolgt. Die Partelleitung hätte sonst ihre Bedenken, insbesondere kulturpolitischer und persönlicher Art geltend gemacht Der Parteioorstand erwartet nunmehr von den Mitgliedern der Demokratischen Partei in Kabinett und Land- tag von Württemberg, daß sie in der neuen Koalition mit voller Kraft mitarbeiten und dabei mtt Entschiedenheit die Grundzüge der Demokratie zr» Geltung bringen, daß sie jedoch, wenn chnen das nicht gelingt, entschlossen die Folgeraug de» Ausscheiden» au» der Koalition ziehen werden." Talent Schrat hielt«. Leids? aber scheint das nicht der Fall fein.' WDl Herr�oetzsch, will Herr v. Lindeindr*- um nur- zwei Nismen von Dutzenden zu nennen— wollen diese Herren ernstlich, daß der Voung-Plan abgelehnt wird? Wären sie bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen. daß der Dawes-Plan automatisch wieder in Kräfte tritt und daß dadurch ebenso automatisch die D a w e s» Krise akut wird? Nur, wenn sie diese, Frage aus ehrlicher Ueberzeugung bejahen können, haben sie das Recht zur Ablehnung. Andernfalls ist sie ein unehrliches Manöver. Denn jetzt handelt es sich nicht darum, zu kritisieren, wcis in de? Vergangenheit gut oder schlecht gemacht worden ist. jetzt handelt es sich darum, ob man die erreichbaren Er.» le'.chterungen will oder ob man sie nicht will, ob man die Befreiung der besetzten Gebiete annimmt oder ob man sie ablehnt. Wer das erkennt, auf den wird das falsche isiathos der nationalen Oppositionshelden nicht den geringsten Eindruck machen. 7 ♦ Wir, die für die Crgebniste vom Haag die Derant» wortung zu übernehmen bereit sind, könnten keinen schlimmeren Fehler begehen als den, uns etwa durch das Geschrei der Opposition einschüchtern zu.lassen. Weder stimmt es. daß der Boung-Plan keine Revifionsmög- l i ch k e i t e n enthält, noch liegt in den Erklärungen, die über die sogenannten„Sanktionen" abgegeben worden sind, Irgendeine ernsthafte Gefahr. Eine künftige deutsche Re- gierung, die den Doung-Plan absichtlich„zerreißt", ist ebenso ein bloßes Phantasieprodukt wie eine künftige französische Regierung, die aus einer solchen angeblichen„Zerreißung" ,.ihte Berechtigung zu irgendwelchen Exekutionen herleiten wollt«. Ganz abgesehen davon, daß Schiedsgerichtsklausel, Locarnovertrag und Kellogg-Pakt diese Berechtigung auf 1 eilten bloßen Schatten reduzieren— wer glaubt, daß ein Deutscher in der Besetzung deutschen Gebiets durch fremdes f Militär jemals etwas anderes erblicken könnte als einen .kriegerischen Akt? Die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich beruht doch eben auf der Er- kenntni», daß beide Völker an einem Weltkrieg und ari > einem Ruhrkrieg genug haben. t- Es hat wenig Sinn, sich über Eventualitäten aufzuregen. die Vach men'chlichem Ermesfän gar nicht wieder eintreten können und die zu oermeiden alle Vernünftigen entschlossen Ind. Der Doung-Plan wird seinen politischen Sinn erst da- durch erhalten, daß er eine Periode enger Zusammenarbeit Deutschlands mit Frankreich und England einleiten wird. Aus dieser Zusammenarbeit kann si>si auch die Möglichkeit zur Erzielung wirtschaftlicher Aktiven ergeben, die die Passwen des Joung-Plans auszugleichen ge- eignet sind. » Mancherlei mißliche Umstände habe» zusammengewirkt, um die Genugtuung über den Abschluß des Werkes vom Haag zu trüben. Eine gewisie Unsicherheit in der Beurteilung der Finanzlage des Reiches hat zu Enttäuschungen .AeWst:»ach vielem Reden Äer' Erleichterungen undi Stepsr» senkung-n hat sich die Natwend gkeit energischer Steuer- erhöh ungen herausgestellt. Die Zahl der Arbeitslosen schwillt in die Millionen. Eine politisch betonte Miesmacherei läßt die Lage der Wirtschaft schlimmer erscheinen, als sie in Wirklichkeit ist. Alle diese mannigfachen Ursachen des Mißvergnügens sollen uns aber nicht den Blick dafür trüben, daß«in großes Werk der Vollendung entgegengeht. Die Herab- fetzung der Reparationslasten um einige hundert Millionen jährlich, die Befreiung der deutschen Wirtschaft von fremden Kontrollen und des deutschen Bodens vom fremden Militär — dies alles zusammengenommen bedeutet«inen großen Schritt auf dem Wege von Versailles zum wirklichen Frieden. Auf diesem Wege ist die Sozialdemokratie dem . deutschen Volke Führerin, und das bleibt ihr geschichtliches Verdienst. Mögen also die Herrschasten von der Opposition für ihr Renommee als nationale Helden sorgen. Sie tun es In der Gewißheit, daß wir inzwischen für das deutsche Volk sorgen. Und in diesem Vertrauen sollen sie sich nicht ge- täuscht haben!_ Das tapfere Nein Vazitles. Oer Oemotrat hat es ihm ermöglicht. Stuttgart, 8. Februar.(Eigenbericht.) Ueber die Stellung der württembergischeu Re» gierung zum Poung-Plan tsilt die sozialdemokratischs „Schwäbische Togwacht" am Sonnabend folgendes mit: .. ,, Gemäß dem Kabinettsbeschluß, in dem über die Hallung der .vürttembergischen Regierung entschieden wurde, stimmten für die ; Annahme de» Poung-Plane». die Zenirumsminister Bolz, Beierle ' sowie d«r Demokrat Dr. Maler. Dagegen st immten Boztlle und D«hlit»g«r. Es wäre aber verfehll: IN der Haltung von Ba- zille und Dehlinger Zeichen polllischen Charakter» zu sehen. Staats- � Präsident Bolz hat schon im Finanzausschuß des Landtags erklärt, daß die Regierung dem Poung-Plan zustimmen- werde, weil er wisie, - haß die große Mehrheit des Landtag« für sein« Annahm« sei. Tat» sächlich haben die beiden deutschnationalen Minister Bazille und Deh- lmger sich damit auch zufrieden gegeben Für den Fall, daß -.das Kabinett noch nicht erweitert gewesen wäre, -'hätten sie auch nicht gegen die Annahme de» An» 'trag» gestimmt. Der fünft« Mann im Kabinett hat ihnen aber dann die Möglichkeit gegeben, mit Rein zu stimmen. Bazille und Dehlinger zeichneten sich seinerzeit für das _[ Volksbegehren_ ein und stimmten berm Bolteentscheid für da, "„Frei heit» g« setz" mit seinem Zuchthau, para» �igraphen.____ Der wahabilische Aufstandssührer isesial- ed- Dänisch, der sich '.einer britische» Patrouille ergeben hatte und dessen. Ausliefe» -..rung �n Saud verlangt hatte, ist gestorben— dem König sicher sehr gelegen. Seh«prawda. Sie hofft unentwegt auf Revolution in Deutschland. Die Sowjetpresie hat vor dem ersten Februar Fanfare geblasen gegen die deutsche Republik. Sie hat die deutsche Kommunistische Partei zum Putsch aufgehetzt und von der „unmittelbar revolutionären Situation" in Deutschland ge» faselt. Nach der Pleite der großspurig angekünd gten Ak» tionen der KPD. ist die Tonart der Sowjetpresse etwas schwächlicher geworden, aber sie ist immer noch hetzerisch genug. In einem Leitartikel, der die Aufschrist trägt ,J>«utsckLand« Arbeiterllass« vor neuen Kämpfen", sührt die„Prarnda" aus: Noch niemals hätten sich die.Herrlichkeiten" de» kapitalistischen Regimes so schwer auf d«n Nacken de» deutschen Proletariats gelegt wie jetzt in der sogenannten Epoche der Liquidierung der Kriegs» folgen. Das SowjetblaU zähst dann die verschiedenen De man» st r a t i 0 n e n und Unruhen in Hamburg und anderen Orten auf, um zu dem Schluß zu kommen, daß dieses Vorgehen der Arbeiterklasse den politischen Charakter des proletarischen Kampfes„mit ungeheurer Kraft" anschaulich mach«. Weiter be» hauptet die„Prawda", daß„die Bourgeoisie und d i e Sozialfaschisten" bemüht seien, durch allerlei Manöver„die revolutionäre Energie des Proletariat» zu einer verfrühten Explosion zu bringen", um dann di« reoo» lutionären Organisationen zu ersticken. Indessen sei di« Kommu» nistisch« Partei Deutschlands setzt soweit gestähll und kampsgeübt, daß sie sich ihre Politik nicht vom Klassenfeinde aufzwingen lassen würde. Di« KPD. werde«s verstehen, di« wirtschafttichen Kämpfe .auf di« höhere Stuf« de» politischen Massen» st r e i k s" zu führen. Nicht die Kommunisten wollen putschen, sondern die Re» gierung will einen Putsch provozieren— das ist also die neueste Lesart des Sowletblattes, das sich bisher nach Kräften bemüht hat, die KPD. in einen Putsch zu treiben! Die Hoffnungen der„Prawda" auf. den politischen Massenstreik werden ebenso enttäuscht werden wie ihre Hoff» nungen auf den Putsch. Mit ihrer Hetze zum Hochoerrot in Deutschland kompromittiert sie lediglich die Sowjetregierung --'vhne daß es sich lohnt. Oie parieisührerbesprechungen. Llnfutreffende Mtteilungen.— Keine Beschlüsse gefaßt. Ueber das Ergebnis der letzten unter dem Vorsitz des Reichskanzlers geführten P a rt e i f ü h re r b e jpr e chu n g sind in der Presse verschiedentlich unzutreffende Mit» t e i l u n g e n veröffentlicht worden. Beschlüsse sind in dieser Besprechung überhaupt nicht gefaßt worden. Auch kann nicht davon die Rede sein, daß über die Vorschläge zur Deckung des Fehlbetrages der ArbsitskosenoersicheruNg oder gar über die gsplanten Steuererhöhungen eine Verständigung unter den Parteien erzielt worden fei. Alle diese Fragen sind bis» her vollkommen ungeklärt. Vereinbart worden ist in der Parteiführerbesprechung lediglich, daß in dieser Woche Verhandlungen der Reichsregierung mit den Finanzsachverständigen der Fraktionen über den Etat 1930 stattfinden sollen. Diese Besprechungen, die am Dienstag vormittag beginnen, werden sich nicht nur mit der Gesamthöhe der Ausgaben im Jahre 1930 beschäftigen, sondern insbesondere mit der Höhe des Fehlbetrages und der Art seiner Deckung. Welchen Verlauf diese Besprechungen nehmen werden, dürste zum großen Teil von dem Ergebnis der Sitzungen der Fraktionen abhängen. Die sozialdemokratische Rejchstagsfraktioy tritt am Man» tag nachmittag 2 Uhr zusammen. � Vruderstreii im Hause Msteiu. Franz Ullstein ausgeschieden. Me wir erfahren, ist aus der Zeitungsfirma Ullstein infskg« inn«r«r Zwistigkeiten einer der Mitinhaber, Herr Fraaz Ullstein. ausgeschieden. Wie es heißt, beabsichtigt« der Zlusgaschiedcn«. durch die Ullstein-Press« ein« Polilck treiben zu lassen, die weniger der Tradition des Hauses, als seinen privaten Reizungen entsprach. An diesem Plan ist er gescheitert. Tempo bei Goebbels. Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Im.�Zungdeutschen" finden wir folgend««rheiternd« Geschichte: „Am 7. Februarabends veranstallen di« Berliner Rational- sozialrsten«ine Kundgebung im Sportpalast. b«i der General Litz- mann. Hauptmann a. D. Söring und Dr. Goebbels sprechen. Am 7. Februar morgens liegt auf unserem Schreibtisch di« Nr. S des nationassozialistischen Berliner BlaUes„Deutsche Wochenschau". Und sieh« da, auf der ersten Seit« finden wir bereit» «inen packenden Bericht von der n a t i 0 na l s 0 z i a» l i st i s ch e n Kundgebung i m Sportpalast, die erst am Abend st attfindenwird. Da ist schön«rzähll. wie drinnen Schulter an Schulter Hitler» Braunhemden stehen und draußen„die Mass« der blutrünstigen Sowjetdandllen wütet und brandet". Fast mit Tränen der Rührung ist e» geschildert, wie General Litzmann, der Fliegerheld Döring und der.stcdesverachtend« Aolksheld Goebbels"«in dreisaches Gelöbnis„So kann es nicht weitergehen!" durch die riesige Halle des Sportpalastes erschallen lassen und begeisterten Widerhall finden. Der schön« Bericht schließt: ,.B« r l i n s A t e m st 0 ck t. d e n n d« r Nationalsozialismus marschiert." Tatsächlich, Berlin» Atom stockt, denn die nationalsozialistische Press« übertrifft mit dieser Leistung der„Deutschen Wochenschau" Ullstein»„Tempo" um etliche Nasenlängen." Krach in der„Roien H'lfe". vi« Zentral« der KPD. hat gegen den Reichskassiererder „Roten Hilfe" Schwaiger ein Partowersahren wegen„v« r a n t» wortungsloser Geschäflsführung" eingel-llet. Oberster Ankläger ist der Reichstagsabge ordnet« Dahlem, der auf Veran. lossung Münzendergs di« Sache betreibt. Die KPD.-Opposition hat in der sogenannten Internationalen Hilssoereinigung gegenüber der Roten Hilfe ein Konkurrenz. unternehmen aufgezogen.. Gretnraob im Balkan. B'lgarisch? Komttatschs, attncki-v�n dos unmittelbar an der rumanisch-bulgarischen Grenze gelegene Post- amt der Ortschaft Pelica. im Lerwaln.n�skreis Duroftor. In-.cm Postamt hielten drei Soldaten Wache. Die Banditen warfen Hand- granaten durch die Fenster, wodurch ein Soldat getötet und. die beiden anderen schwer verwundet wurden. Di« Täter beraubten das Postamt und sind enitommen. Kommunistischer Saisonausverkauf. Llm die Beamtengehälter. Treibereien im Oentscheu Veamteubund. Der„tBeamlenbunä)*. das Organ des Deutschen Seamteickunde». veröffentlichte kürzlich einen Alarmartitel. in dem von Plänen der Reichsregierung und der Regierungspartoien auf Gehaltskürzung die Red« war. Diese Parolen, die sich auf haltlos« Gerücht« stützen, haben inzwischen' in der Fachpresse der dem DBL. angeschlossenen Organisationen Runde gemacht. Obwohl seit mehreren Tagen die Erklärungen des Reichs- kanzlers und des preußischen Finanzminister« choepker-Aschosf vor- liegen, wonach an all den Gerüchten kein wahre» Wort ist. �werden. nun-in der letzten Rümmer de»„BeamteichündÄ". vom ?. Februar: in Verbindung mit einer Polemik gegen den..Vor- würis' und üniet Prandenburger Parteiblatt, dies« durch nicyts bewiesenen Gerüchte, wenn auch in abgeschwächter Form, weiter als ernsthafte Absichten und Pläne bezeichnet. .Wir hätten keinen Grund mehr gehabt, auf die für uns erledigte Dache zurückzukommen, wenn nicht in diesem fraglichen Arttkel ganz ollgemeine Behauptungen über die Sozialdemokratische Partei entHallen wären, die uns zu einer Antwort an die Adresse des DBB. zwingen. Der„Beamtenbund"' spricht von Bestrebungen und starken Strömungen in der Sozialdemokratischen Partei, die auf ein« Gehaltskürzung der Beamten und einen Abbau des Berufs- beamtenwms hinziellen. Um diese Behauptung seinen Lesern plausibel zu machen, werden die„Sozialistischen Monatshefte"', „Der hessische Bolksfreund".„Das frei« Wort"' und«in« Ent- schließung sozialdemokratischer Betriebsvertrauensleute in Dresden zitiert. Bei diesen zitierten Auslastungen Handell es sich mehr oder weniger um«ine Diskussion über den Gedanken einer etwaigen Möglichkeit der 5kürzung der höheren Einkommen. Man sollte meinen, daß die Leitung des DBB., die doch sonst so gerne und so viel von Volksverbundenheit und Volksgemeinschaft redet, so viel Verständnis aufbringt, daß es nichts Außergewöhnliches darstellt, wenn angesichts der katastrophalen Lage, in der sich hunderttausend« von Arbeiter- und Angestelllensamilien befinden, solche Gedanken erwogen werden.... Würde überhaupt die Mast« der mittleren und unteren De- amtenschaft davon berührt, wenn«ine Erörterung über«in« etwaige Heranziehung der Menschen mit großem Einkommen zum Schutze der Opser unserer heutigen Wirtschaft stattfindet? Müssen sich den» nicht solch« Erörterungen zwongsläusig aus den großen sozialen Klastengegensätzen ergeben, die leider im heutigen Volksstaat noch nicht überwunden sind'unIT Beten Uebetwittdung Sinn und Ziel einer Volksgemeinschaft sein muß? Als kürzlich der„Deutsche", das Organ des Gesamtverbandes christlicher Gewerkschaften, in einem geharnischten Artikel die soziale Struktur der Beamtenschaft untersuchte, wobei ausgerechnet der „Vorwärts" die Beamtenschaft gegen unberechtigte Angriff« per- teidigte. sah sich die Schriftleitung des„Beamtenbundes" anscheinend außerstand«, von sich aus darauf ein« Antwort zu geben. Zu diesem Zwecke verschrieb man sich Leute, die außerhalb der Leitung des DBL. stehen. Welche Gründe im DBL. vorliegen, sich an der Sozialdemv- krotischen Partei zu reiben, ist uns nicht ganz oerstündlich. Eine Erklärung finden wir nur in der sichtbaren Tendenz einer R e ch t s e n t w i ck l u n g im DBB, die wir aus unserer bis- herigen Hallung dem DBB. gegenüber heraus außerordentlich pe- dauern. Die Sozialdemokratisch« Partei kann für ihre Gesamt- Politik und ihre Gesamthaltung der Deamtenschast gegenüber für sich die Feststellung in Anspruch nehmen, daß sie sich in der Wahr-- nehmung der Beamteninteressen von keiner anderen Partei hat übertreffen lasten. Wir müssen daher die ernsthaft« Frag« an alle diejenigen Sozialdemokraten richten, die im DBB. organisiert sind, ob sie eine solch« Haltung der Leitung des DBB. billigen, wie sie in dem von uns beanstandeten Artikel zum Ausdruck kommt. Boß vor dem Sttarek-Ausfchuß. Die No.wendiakeit der Aerliner VerkehrSdauten. Am Sonnabend hörte der Sklarek-Untersuchungsausschuh auch noch den Stadtkämmerer Lange aber die Finanzlage Beijins. Stadtkämmerer Lange ist bekanntlich krank und beurlaubt; seine Geschäft« hat inzwischen d«r am Freitag vernommene Siadt- syndikus Dr. Lange übernommen. Die fast Inständigen Aus- führungen des Stadtkämmzrers gaben im großen und ganzen das- selb« Bild über die Entwicklung der Finanzlage Berlins, das schon Bürgermeister S ch o l tz und Syndikus Lange gezeichnet haben. Auch die Befragung ergab nichts Neues. Auf ein« Frage des Berichterstatters, ob er nicht«in Gegner der sich.tr:ibha»s- artig entwickelnden" Untergrundbahnbauten gewesen fei, bestätigte das der Kämmerer und fügte hinzu, daß aber die Mehrheit des Magistrats dafür gewesen Ist. Gegen die Beantwortung der weite- ren Frage, wer im Magistrat dafür und wer dagegen gewesen ist. erhob Oberpräsident M a i e r unter Hinweis auf di« Wahrung des Amtsgeheimnisses Einspruch. Im übrigen werden über de Entw cklung des Berliner Verkehrs am Montag di« Stadträte Reuter(Soz.) und Zangemeister(Dnot.) gehört werden. Danach wurde noch einmal Oberbürgermeister Dr. Bö.ß vernommen, der mll seiner fahlen Gesichtsfarbe einen durchaus tranken Eindruck macht. Die Entwicklung der Verkehrs- b a.u t e n. namentlich der Untergrundbahnen nach Neukölln und Lichtenberg, habe einem Bedürfnis der werktätigen Bc- oölkerung entsprochen. Er habe fedoch wegen der inzwschen angespannten Finanztage mit dem Kämmerer erwogen, die Bauten abzustoppen. Das sei aber, wie er sich aus eigenem Augenschein überzeugen konnte, wegen der weit vongeschrittenen Arbeit kaum möglich gewesen. Auf di« Frage d«s deutschnation�len Bericht- erllatters Kömvcke, oh nicht die Wiedereinführung der 2 K l a s s e auf der Unt«rgrundbahn rentabler wäre, mußte sich der Fragesteller von dem Oberbürgermeister dahin belrfren lasten, daß ein« solch« Regelung bei dem axltstädtischen Verkehr überhaupt nicht In Frage kommen kann und daß schllchlich die Untergrundbahn keine Lurusbahn ist. Di« nächste Sitzung mit der Vernehmung der Stadträt« Reuter und Zangemeister findet am Montag, 12 Uhr, statt. Das Schankstättengeseh. Auf 400 Einwohner eine Kneipe. Der Volkswirtschaftlich« Ausschuß de« Reichstag«« nahm am Sonnabend nach mehrtägiger Beratung den Z 1 des Schan k- stät tengefitz es mit der fogenannten Relation an. � Es wird also bestimmt, daß als Richtlinien für di« Konzesstonsbehörd« ein« Gast statte auf 4112 Einwohner im Durchschnitt fest- gelegt wird. Sowohl der Vertreter der Reichsregierung wie die Vertreter der preußischen und sächsischen Regierung erhoben gegen den Beschluß lebhafteste Bedenken. Das Zentrum ließ erklären, daß feine Abstimmung nur für di« erste Lesung gelt«. E» behalt« sich je nach der Gestaltung der sonstigen Paragraphen des Gesetzes vor, in der zweiten Lesung gegen dl« Relation zu stimmen. Zum ß 2 stellten di« Sozialdemokraten und di« Kommunisten Derbesserungsanträge zum Schutze der Arbeiter und Angestellten. Die Schankerlaubnis soll verweigert werden können, wenn die Befürchtung besteht, daß der Gastwirt den Arbeiterschutzbest'immungen zuwiderhandelt. Gegen diese Anträgz �wandten sich lebhaft der Vertreter der Wirtschoftepartei Köster und der Abgeordnete L* y t h J e n T& SP4- D» Sozial- demokrAeü G I r b i g und Sollmann ebenso der Kommunist Schümann trugen reichliches Material zur Begründung der Anträge vor. Sollmann erklärt« schließlich, daß diese Bestimmungen für die Sozialdemokratie mit entscheidend seien bei der B«» urt«ilung des gesamten Gesetzes. Er beholt« sich«inen Antrag auf herbeirufung des Reichswirtschaftsminist«r» vor, wenn sich, nicht«in« Mehrhell für diese Arbellerschutzbestimmungen finde. Die Absttminung wurde auf Montag vertagt. Die Wahlrechtsklage gegen Preußen. Oos Re chsinnenmmiflcrivm in der Verhandlung vertreten In der Verhandlung vor dem Stoatsgerichtshof über die Klage des völkifch-nationalen Blocks und der Dolksrechtspartei gegen Preußen wegen Derfastungswidrigk«U von Wahlrechtsbestimmungen wird sich auch das Reichsministerium de» Innern be» t« i l i g e n. Es wird sich durch den Leiter feiner Unterabteilung für Verfastung und Verwaltung. Ministerialrat Dr. Kaiferberg. vertreten lasten. Kampfe um die Arbeitsbeschaffung. Spannung zwischen Thomas und seinen Mitarbeitern. tondaa. 8. Februar.(Eigenbericht.) Der„E v e n i n g Standard" meldet in großer Aufmachung, daß zwischen dem Minister für Lrbsitsbefchaffung Thomas und den drei ihm als enger« Mitarbeiter und beratende» Komlle« zur Seite gestellten Ministern Landsbury, M osley und yonston, große Meinungsverschiedenheiten herrsch- ten, die nunmehr zum offenen Ausbruch gelangt feien. Di« drei Mitarboiter haben nach dieser Information feit langem vergeblich versucht. Thomas zu veranlassen, die gegenwär ig sich in ausgefahrenen Gleisen bewegend« Politik der Arbeits- beschassung zu oerlasten und selbständig«in Memorandum aus- gearbeitet, da» sie unter Uebergehuug von Thomas direkt dem Ministsrpräsidenten überreicht haben. Das Memorandum soll einen neuen Plan zur B-kämpfllng der Arboitslosigkeit«nt- Balten, der weit über den von Thomas hinausgeht. Der„Evening Standard" glaubt des wei eren zu wissen, daß die drei Mitarbeiter des Ministers für Arbeitsbeschaffung ihre Arbeit in dem beratenden Komitee niedergelegt hätten und daß Macdonald ein neues Komitee eingesetzt habe, das Snvwd-n, den Minister für Volks- gesund'-.ell Graenwood. Tom Show und Frau Bondfiekd einschließe. Das Komlle« werde da» Memorandum von Land»bury. Mosley und klonfton zu prüsen haben. Di» Darstellungen des„Gvening Standard" enthalten Insofern ein Körnchen Wahrheit, als tatsMich seit langem eine gewiss« Spannung zwischen Thomas und seinen engsten Mitarbeitern besteht. Herr Seldke. der Stahlhelmsührer. hatte den Wiener„Abend" verklagt, weil das Blatt ihn als„Häuptling einer Mdrderbande" bezeichnet hatte. Vor der Hauptverhandlung hat Seldte die Klage unter Tragung aller Kosten zurückgezogen; es hätten nämlich noch die Geschworenen zu urteilen gehabt, da zur Zeit der Straftat da» neue Preßgesetz noch nicht vorhanden war. �egierungsersolg in Rumänien. Regiervog Maniu neu gefestigt.- Sozialist»scher Zrwachs Bukarest, 8. Februar.(Eigenbericht.) Da» vorläufige Endergebnis der rumänischen Gemeindewahlen bedeutet für die notionalzaranistische Bauernpartei des Minister- Präsidenten Maniu einen bedeutenden Sieg. Sie«rhielt in 71 Wahlkreisen von 2264 Mandaten allein nicht weniger als 1933 Gemeinderatesitze, während sich die einst mächtig« natiionol. liberale Partei B r a t i a n u s mll 216 Mandaten �ufrieden geben mußt«, di« Anhänger Avaresru» neun Sitz«, die deutsch« Partei zehn und die ungarische Partei 70 Mandate aus sich vereinigen konnten. Die Sozialdemokraten erreichten ebenfalls nicht Mehr als elf Sitze. Immerhin erlangten sie allein in der Provinz Bukowina 20000 Stimmen. Di« Wahlergebnisse von Bukarest urtd Sieben. bürgen blieben dagegen hinter den Erwartungen der sozialistischen Partei zurück. Erfreulich bleidt dennoch, daß sich die sonst stark k o in m u n i st i s ch e Prownz Bukowina nunmehr als Hochburg der Sozialisten erwiesen hat. Die Kommunisten brockten es ausschließ- lich in Dessargbien auf rund 4300 Stimmen. In allen übrigen „Simone Boceanegra." ZZ?r0i-Z)iem ere in der Städ.ischen Oper. Dies« lyrische Tragödie in einem Vorspiel und drei Akten, ein« der vielen Opern Verdis, di« unsere Zeit nachzuholen hat. für die deutsch« Operndühn« kxarbellet und neu gewonpen von. Franz. W«r-s«l. gelangt« gestern zu? reichsdeutschen Erstaufführung. Di« Städtische Oper hat seit langem keinen solchen Abend des Gelingens und de, Erfolges gehabt. Stürmischer Beifall für alle Mitwirkenden. Reimar Ochmann, Beata Malkin, Ludwig hofmann und vor ollem für den Dirigenten Dr. Fritz Stiedry. A. P. Gegenden fielen sie kläglich ab. Ein Zeichen dafür, daß auch in Rumänien ihr Geschrei zu ihrer tatsächlichen Stärke in keinem Der- hälmis steht. Däe Wahlen gingen auf Grund der rumänischen Gemeindewahl- ' ordnung unter vollster Freiheit der Wahlhandlung vor sich. Di« Regierung war bemüht, sowohl die Wahlagitation als auch die Wahlhandlung vor Störungen zu sichern, so daß während des eigentlichen Wahlakts Störungen nicht zu verzeichnen waren. Blutig« Prügeleien und zahlreich« Todesopfer mußten jedoch während des Wahlkampfes wiederholt gemeldet werden. Siauning an die Zugend. Dänische sRundwnsübntrapung. Der dänische Rundfunk hat am gestrigen Abend da» Fest der sozialdemokrätilchen Jugend Dänemarks aus Aarhüs übertragen. Am Anfang des Festes sagte der Vorsitzende I. Hansen, allen Mitfühlenden erklängen die Wort« und die Arbeiterlieder. Auf ernmal«Ciönien begeisterte Rufe:„Unser Führer, der Staatsminister S t a u n i» g. l«be hochl" Und dann sprach Stauning warm« Wort« zur Jugend. dankt« d«m Sozialistischen Jugendoerband nn Ramen des ganzen Landes für die großen kulturellen Dienst«, di« er der dänischen Arbeiterklasse und domll dem ganzen dänischen Volt leistet.„Auf euch ruht unser« Hoffnung," sagt« Stauning.„fchafftdas letzte Unrecht weg! Möge zu eur«n Zeiten jcdem arbellenden Menschen «in menschenwürdige» Leben beschietxn sein." Mll einem hoch auf die Jug y• AUSSTELLUNG:»IHR WOCHENEND IMilMiMMMMS» HEIM« l I N SPANOAUfcR STRASS N 1 C 5 T R A SS E VERSAND. ABTEILUNG 7tr. 67* 47. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Gonniag, 9. Febrnor 1930 Vor kaum zwei Stmiden h schlagnahmt worden.� So bleibt keine andere Wahl, als im Stehen Verbrannte Mitgliedsbücher der KpO. „Alis" Komplizen verhastet. Der Polizeipräsident teilt mit: Im weitere» Berfmis der Ermittlungen zu dem Usberfall aus den Studenten Wessel wurden dem Pelchüldigten Höhler die Peröffentlichungei» in der .Molen Fahne" vorgelegt. Höhlcr Hut darauf seine bisherigen Angaben erheblich erweitert, was dazu führte, daß am gestrigen Tage der Funktionär der Roten Hilfe, Hermann Schmidt, seine Ehefrau Luis« sowie sein« Tochter Käthe Schmidt fest- genommen wurden. Nach den Angaben Höhlers ist er zunächst mit seinem MIktäl«„Erwin" in die Wohnung de» Schmidt in der Rosenlhaler Straße geflüchtet, mo sofort d!« sämtlichen Papier«. unter anderem auch die Parteimilglieüsbücher und die Ausweise .der Sturmabteilung sowohl von„Ali" alz euch von„Erwin" zer- rissen und verbrannt wurden. Durch Vermittlung der Käthe Schmidt wurden„Cbrtvm" und„Ali" am nächsten Tage mit dem Auto des Sander und des Will abgeholt und nach Glienick« gebracht. Die Einleitung des Weitertransports nach Prag ist durch den Partei- angestellten und Funktionär der Roten Hilfe, Gottwald M e u tz. vvrgeboniwejf tsordeu. Meuß ist flüchtig Und konnte bisher nicht ergriffen werden.'Da sämtliche Festgenommenen geständig sind,''werkieb sie im Lall sc des heutigen Tages dem Der- nchmungsrichlcr zugeführt. Hastbefehle des Vernehmungsrichters. Der Rernehmungsrichtcr beim Polizeipräsidium hat wegen des Verdachts der Begünstigung h a s t b e s c h l gegen die Verleger Wilhelm Sonder und Theodor will au» Frohnau, gegen Viktor D r e w n I ß k i vnd den Angestellten der Roten Hilfe Hermann Schmidt und besten Ehefrau Luise, sowie seine Tochter Käthe ertasten, da Fluchtverdacht und ver- dunke luvgsgcsohr begründet erscheint. noch schnell ein Nickerchen zu machen, cm schönes Nickerchen ist das, die linke Hand an der Messingstange, die rechte Hand hält die Stullentasche. Der«ine versucht zu rauchen, aber nach wenigen Zügen fallen ihm die Augen zu und das Pfeifchen mit dem ab- gebrochenen und wieder angeflickten Mundstück erlischt. Da haben es die auf den Bänken bester, die kömien nicht nur die Augen schließen, sondern dürfen auch den Kopf nach vorn sinken lassen. ohne fürchten zu müssen, von der Bank zu kegeln. Em kleiner Dicker, der die Hände nicht wie die anderen gefaltet, sondern einzeln auf die prallen Schenkel gelegt hat, ist sogar an seilten Nebenmann gefallen und ruht mit dem Kops an desten Schulter. Weil das geschehen ist, kann der wieder den rechten Arn, nicht richtig bewegen und keine neue Seite der Sportbeilage des gestrigen Aliendblatts, zu desten Lektüre er erst heut« morgen kommt, auf- schlagen und da die dichten Reihen der vor ihm stehenden Männer ohnedies das Licht ver-dunreln, gibt er das ganze Lesen auf und steckt das Blatt wieder in die Mantellasche. Dann sitzt«wer in der Ecke, der staunt inuner, wenn der Zug über eine Weich« fährt und dos elektrische Licht verlöscht, dann guckt er an die Deck« und paßt auf. wenn die kleinen Notlampen für zwei Sekunden in ihre,» motten Schein ausglühen. Aber der Spaß dauert nicht lang«. sofort wird es wieder hell und indem sein Blick das Gepäcknetz ab- sucht, überlegt er wohl, ob er sich noch am Freitag abend die Hagre ichneiden laßt ader erst Somwbend mittag und daß Adolf«in Qualfchkops ist, so viel Geld für die alte Laube auszugeben oder daß er jedesmal seiner Frau zu sogen vergißt, er will keine Mettwurst mehr aus die Stull«, sie soll doch einmal Leberwurst taufen. Fahrplanrötsel. ■ So rollt Bahnhof auf Bahnhof' oorbdi, niemand schaut zsim Fenster hinaus und achtet auf die. Stationsnomen. Trotzdem das gar nicht so einfach ist, frühmorgens— die Uhr zeigt gerade 6 Uhr 5 Minuten— mit dem Vollring um Berlin zu fahren. Denn auf dem Bahnhof Schönhauser Allee da war unser Zug noch ein au?- gewachsener Vollring, der, wie es sich gehört, über Stralau-Rummeis- burg nach dem Potsdamer Ringbahnhos sährt, aber in Treptow hat man sich scheinbar eines anderen besonnen und ihn nach Pape- straße dirigiert. Aus das Kommando„Alles aussteigen!" klettern wir also in Papestraße aus diesem halbierten Vollring, halsen schnell nach den Gebäuden des Bezirkskannnankms seligen Angedenkens Ausschau und steigen in einen Südring über Stadtbahn. Wer das stimmt auch wieder nicht ganz, denn in Halens«« ist der Mitiw Axetwfa Eine Gestalt eilte von der Straße ins Haus hinein. Es war der neue Baron in Rock und Zylinder. Er rannte hier- hin und dorchin und inspizierte die nerschiedenen Tätigkeiten seiner Angestellten. Durchs Speisezimmer stapsend, visitierte er die Speisekammer und fragte atemlos, ob dies und jenes geschickt worden sei, kostete die Weine, die in Korbflaschen angekommen waren, erteilte Befehle und zog sie wieder zurück, brüllle die Dienstboten an, stürzte wieder aus dem Haus und warf sich in den bereitstehenden Wagen, um davon- zurasea und sich zu überzeugen, ob das bestellte Feuerwerk auch rechtzeitig fertig sein werde. Dann kam eine Prozession von Männern mit Ehampagner- kisten und Kisten mit Port- und Bordeauxweinen, mit Bier- fässern. unzähligen Körben voll Lebensmittel und ebenso vielen Konservenbüchsen. Truthähne und junge Ferkel, ein Viertel Kalb und Hunderte von Eiern landeten in Mirandas Haus, und jedes Fensterbrett war mit Pfannen und Töpfen noll Kompott. Puddings und Gebäck gefüllt, die man zum Abkühlen an die Lust gestellt hatte. Aber die Hausbewohner konnten chr Interesse nicht un- geteilt diesen Vorbereitungen widmen, denn in der Nähe gingen wichtigere Dinge vor. Domingos war während der Nacht verschwunden, und ein treuer junger Mann stand jetzt hinter Ioao Romaos Ladentisch. Als der ehrenwerte Wirt über den Vorfall befragt wurde. runzelte er die Stirn und meinte:„Was habe ich denn über« Haupt damit zu tun? Er ist fort, ich weiß nicht, wohin. Glaubt chr etwa, ich werde hinter chm herjagen und chn am Schlaf' rtchen zurückschleppen''" „Aber Sie haben doch gesagt. Sic bürgen für chn", erinnerte chn die alte Marcianna, die in diesen vierundzwanzig Stunden um zehn Jahre gealtert schien. .Iber der Halunke ist mir doch ausgerückt. Was kann ich da tun? Ihr müßt Geduld haben." -La. dann werde ich mich wohl mit dem Geld zufneden Sebsv müssen." „Mit Geld— mit was für Geld, bist du betrunken?" „Mit den, Geld, das Sie versprochen haben. Sie Geier. Einer taugt ebensowenig wie der ander«. Aber ich werd's euch schon zeigen." „Mach jetzt mal, daß du fortkommst und laß mich endlich in Ruhe." lind Ioao Romao drehte ihr den Rücken zu und sprach mit Bortoleza, die hinzugekommen war. „Wart nur, du Schnst", schrie die Alle und hob drohend die Hand,„Gott wird mich und meine Tochter rächen." Aber der Hauswirt blieb gegen ihre Drohungen gleich- gültig und ging davon. Die anderen Weiber waren nicht mehr so aufgeregtuvie am Tag zuvor. Die Sache war bereits von gestern und hatte daher den Reiz der Neuheit verloren. Marciamta ging mit ihrer Tochter auf die Polizei, kehrte aber enlmutigt zurück. Man hatte ihr gesagt, daß nichts zu tun sei, che man den Schuldigen nicht gesaßt hätte. Die beiden waren den ganzen Tag aus den Beinen, liefen zu ver- schiedenen öffentlichen Aemtern. zum Staatsanwalt und zum Advokaten, die sich aber alle kaum mit ihnen abgaben, als sie merkten, wie wenig die alte Frau für einen Prozeß gegen den erst aufzufindenden Dan Juan zahlen konnte. Als sie, von Müdigkeit und Hitze erschöpft, nach Hause kamen, hatten die Nachbarn schon beinah chr Tagewerk be» end'gi Die Händler, die in Sao Romao wohnten, kehrten nacheinander mit leeren Körben oder mit den Ueberresten der Früchte, di« sie nicht hotten verkaufen können, heim. Mar- cianna war so wütend, daß sie nichts sagte, bis sie Flarinda wieder geschlagen hatte, worauf sie Tür vnd Fenster aufriß. zwei Eimer Wasser holte und sie wie eine Besessene über den Boden goß. -„Hol' einen Besen!" kreischte sie.„Hilf mir diesen Schweinestall säubern. Mir schemt, ich krieg die Wohnung nie mehr rein. Wenn die Fenster eine Stunde geschlossen sind, stinkt? zum Gotterbarmen. Mach schnell, sonst kriegen wir noch alle die Pest." lind als sie merkte, daß Florinda weinte:„Ach, jetzt tut's dir leid und du heulst— schade nur. daß du das nicht vorher unter den Mangobäumen gewußt hast." Die Tocktter schluchzt«. „üatts Maul, nichtswürdige Person, hast du verstanden? Halts Maul!" Flortnda weinte lauter. „Also du willst weinen, ja? Ra, dann sollst du wenig- stens e'nen Grund zum Weinen haben." Die Alte rannte in die Küche, host««inen Hofzknüypel und schlug damit auf Florinda los, die nach dem ersten Schlag in den Hof hinunter zum Tor hinaus auf die Straße floh und verschwand. Niemand konnte sie aufholten, und von den Wannen her erhob sich ein Geschrei wie von Hühnern auf der Stange. Marcianna lief ans Portal, suchte und rief in heller Ausregung. Dann, als sie begriff, daß ihre Tochter sie verlassen hatte, streckte sie die Arme gen Himmel, starrte ins Leere und fing an zu weinen. Die Tränen liefen ihr verrunzeltes Gesicht herunter und schienen die Wut, die in chr getobt hatte, forfzumoschen: jetzt war sie nur noch eine bejammernswerte, gebrochene alte Frau, eine ihres einzigen Kindes beraubte, tiefgebeugte Mutter. „Aber wo kann sie nur sein?" schluchzte sie.„Wo ist sie nur hin?"' „Ja, Sic haben sie doch fest gestern ununterbrochen ge- schlagen" erwiderte Rita.„Jetzt ist sie Ihnen fortgerannt. und sie hat recht getan. Das Mädel ist doch aus Fleisch und Blut und nicht aus Eisen." „Ah, meine Tochter!" „Ja. ja, jetzt ist sie Ihre Tochter. �„Schade daß S'e da» vergessen haben, als Sie sie prügelten." Kein Mensch schien viel Mitleid mit Marcianna zu baben. außer der alten Negerin, die hinging und sich, ohne ein Wort zu sprechen, aber mit traurigen Blicken aus ihre untröstliche Freundin, neben sie vor die Tür setzte.?lus ein- mal aber riß sich Marcianna aus ihrer dumpfen Betäubung heraus, sprang auf und rannte mit hocherhobenen Armen und fliegendem. Schwarzhaar ins Hmterzimmer von Ioao Romaos Lokal. „Dieser verdammte Portugiese ist an allem schuld. Sei verflucht, du Dieb! Wenn du nicht für meine Tochter ein- stehst, werde ich dein Haus in Brand letzten." „Ein düsteres Lächeln spielte einen Augenblick auf dem Gesicht der Hexe, als sie diese letzten Worte hörte. Der Budiker erschien auf der Schwelle und b-lahl Mar- cianna, Numnier zwölf zu räumen..Vnd ein bißchen plöft- lich. verstanden? Ich habe es satt, dich hier länger herum- schreien zu hören. Mach, daß du rauskommst. oder ich hol die Wache und laß deine Sachen herauswerfen. Heut nacht darfst du noch bleiben, aber morgen— raus!" Er war den ganzen Tag schlechter Laune gewesen. Mehr als einmal hatte er Bertoleza ungeduldig angeschrien, nur weil sie ihn irgend etwas wegen der Arbeit gefragt hatte. Noch nie hatte ihn jemand so reizbar und unbeherrscht gesehen: er schien gar nicht derselbe zu sein den alle als ruhig, fach» lich und kaltblütig kannten. Und keiner, der ihn kannte, wäre auf die Idee gekommen, daß der Grund seiner schlechten Laune in der Tatsache lag, daß Mirairda Baron ge- worden war.(Fortsetzung folgt.l Kalschdollars in Nie Vorgeschichte di Zu der Aulschcv erregenden Assäre der gesälschteu loa. Lollar. Zl�ten sind der Berliner Srimlnalponzei inzwischen vom Schatzamt der Vereinigten Staaten Mitteilungen über die Vorgeschichte dieser Fälschungen zugegangen. Danach ist die Fälschung zuerst, und zwar im Mai 1928, in der Stadt Houston, im Staate Texas, aufgetaucht. Weitere Stäche wurden dann in San Franziska. New Tort. Montreal und Toronto angehalten. Die chcrkunft zweier in San Franziska entdeckter Noten haben die amerikanischen Behörden bis nach Schanghai.zurüchoersolgen können. Da die Städte, in decken die Raten in Amerika auftanchten, ausschließlich Hafenstädte sind— auch die kanadischen Städte Montreal und Toronto sind uvnigstens Binnenhafenstödte— so nimmt das Schatzamt an, daß die Noten nach Amerika von Personen eingeführt worden seien, die. von Europa kamen. Spuren, die auf bestimmte Personen als Verausgaber hingewiesen hätten, haben sich jedoch nicht finden lasten. Die deutschen Banken haben mittlerweile die Re- visiow ihrr Bestände auf falsche Ivll-Dollar-Noten abgeschlosten. Neue Falschnoten sind in nennenswerter Anzahl dabei nicht mehr vorgefunden worden. Es darf danach als sicher gelten, daß der Vertrieb der Folschnoten in Deutschland tatsäckzlich erst Ende Ok- tober 1959 eingesetzt hat. Der wegen des Vertriebes der Falsch- noten von der Polizei gesuchte Kaufmann Franz Fischer ist osfonbor erst in den Monaten Oktober und November 1929 mit den Fälschern in Verbindung gekommen. Deshalb sind der Polizei nach wie vor Mitteilungen derjenigen Personen aus dem Publikum erwünscht, die Fischer in den Monaten Oktober, November und De- zember v. I. gesehen oder gesprochen haben. Er wollie Vombenwerfer fein. Falsche Selbstbezichtigung eines Nationalsozialisten. Am 5. November.%3 Uhr morgens, erschien im Polizei- Präsidium«in zwanzigjähriger Bursche, stellt« sich als Schloster(3. vor, Mitglied der Nationalsozialistischen Partei, und erklärte, er habe gemeinsam mit seinem Freund H. das Bombenattentat »er ganzen Welt. - Oollarfalschungen. gegen den Reichstag verübt. H. habe die Bombe in München vom Grafen ReoenUow erhallen, dieser Hab« ihm jreigestettt. was er mit ihr ijiachen wolle. Der Schlosser sagte serner, ex kenne die übrigen Bombenastentäter und habe beschlosten, sich zu stellen, damit seine oerhafteten Kameraden nicht umsonst litten. Bei der zweiten Vernehmung blieb er bei seiner Behauptung. Er ergänzte seine erste Aussage dahin, daß«r als Mitglied der Sturmabieilung der Nationalsozialistischen Partei stets an iämtlichen Unternehmungen beteiligt gewesen sei. Da seu'er Ansicht nach der Reichstag nicht imstande sei, das deutsche Volk aus seiner schwierigen Lage zu retten, Hab« er beschlossen, das Reichstagsgebäude in die Lust zu sprengen. Die„Bomde�. die sein Freund aus München angeblich vom Grafen Revcntww mitgebracht habe, sei ein 42 Zentimeter langer. 13 Zentimeter breiter, 1ü Zentimeter hoher schwarzer Pappkarton gewesen. Sie seien dann zum Reichstagsgebäude gegangen, hatten hier die Zündschnur m't Benzin begasten und die Bombe zum Explodieren gebracht. Zum Reichstagsgebäude geführii zeigt« er als Stelle, an der er angeblich die Bombe zur Explosion gebracht haben wollte, eine ganz andere Stell«. Einige Zell darauf widerrief er sein Geständnis und erklärte, er Hab« die falsche Selbstbezichtigung getan teilweise, weil er angetrunken gewesen sei. teilweise um seinem Freund einen Schabernack zu spielen... Der Zwanzigjährige, der w seiner Jugend viel Erziehung-. schwierigkellen gemacht hatte, kannte eigentlich selbst nicht mebr sagen, weshalb er sich der Tat bezichtigte und seinen Freund ange- schuldigt Hai. Der Staotsanwall beantragte die wegen falscher An- schuldigung vorgesehene Mindestftraf« von 1 Monat Gefäng- n i s und das Gericht erkannte demgemäß. Außerdem billigt« es dem Verurteilten eine Bewährungsfrist zu unter der Be- dingung, daß er ein« Buße in Höh« von 199 Mark zahle. Berufung im Tschervonzen-prozeß. Die Staatsanwaltschaft wird in.der Strafsache gegen Sadathieraschwlli und Genossen gegen das am 8. Februar 1939 vom Schäfsengeoicht Berlin- Mitte ergangene UrteU seinem' ganzen Umfange nach Berufung einlegen. nuckeewemmal zum PorodtZUZ nach Sadisdorf geworden, was jedoch ebenfalls nur für die ersten Morgenstunden die Regel ist-, nach sieben Uhr verwandell sich der Südring in einen bescheidenen Stadl- bahnzug nach Warschauer Straße. Die Arbeiter aber kümmern sich nicht weller um dies« Fahrplanrärsel dqs Frühverkehrs, der Dicke ist pünktlich m Stralau-Nummelsburg aufgxwacht und zum Schle- fischen Bahnhof umgestiegen und in chaienfee hat der letzt« Fahrgast den Zpg verlassen, ohne sich verirrt zu habet}. So rollt mU dem Glockcuschlag sieben ein leerer Zug über die Stadtbahn, in dem nur der Tahakqualm und eine brastgelretcne. mit Dreck verschmierte Lache»on Kornkaffee, den einer rVrschüttel hat. zurückgeblieben sind. Eilige Rückfahrt. Nachdem wir in Charlollenbnrg gelandet sind, wo die Krimi- nalpolizei gerade den Wartesaal durchsucht und ein paar unvorsichtige Pennbrüder, die in dietfe Mausefalle gelaufen sind, mit aufs Polizei- biixo nimmt, denken wir langsam an die Rückfahrt. Am Stullgartcr Platz machen die erfüll Läden aus, die Bäckermamiell stellt die Torten van gestern echter ins Schaufenster, ein Schlach.'ergeselle schall ein Äotelettstuck aus. ein Bri«sträg«r sortiert sich die Post für den ersten Gang, ein Radsahxer bringt dem Zeitungskiosk einen Stapel der ersten Mittagsdiätier— 7_ Uhr und 29 Minuten ist es! — dann besteigen wir einen echtey Südring. Noch immer ist der Tag nicht da. in Halensee beleuchi.en kleine Signallaternen die Schienenstränge und große Bahnsteiglampeu ein Propazandaplakat für den Wintersport. Hinter Wilmersdors-Friedenau geht eine Streckenarbeiterkolonne an ihr monotones Togewerk und die ersten Lastwagen pollern über den Güterbahnhos. Aus den Abstellgeleisen ruhen sich drei Stadtbahnzüge von der Morgeitarbeit aus. So nahe in Neukölln noch einmal die Mietskasernen an die Ringbahn rücken, fo entfernt ist in Tempelhof der vom Morgennebel verhüllte Flug- Hafen, bei Treptow rattern wir über die Spree, wo die Schiffs- eigner gerade die Lordlichter löschen und cui Scksteppdampsor vom Ofthasen Kurs nach Köpenick nimmt. In Sllalau-Rummelsburg besteigen den Zug junge Mädchen mit polierten Fingernägeln und Russenstiefeln vom Spittc'marlt; Kontoristinnen, die ins Büro fahren, auf dem Viehhof ist Schlachttag uitd ein Kalb von der Der- btderampe gefallen und am Bahnhof Lanisberger Allee steht die Hausruine bis an den jüngsten Tag. Am Gesundbrunnen ist unser Zug abermals leer geworden, die Uhr zeigt jetzt halb neun, auf der Baustelle klotzen Maurer die Treppen hinunter, gehen in die Frühstücksbude und klappen die Taschemnesser auf, während die Zofe der ballermüdeten Nichtstuerin den Kaffee ans Bett bringt. Verwaliungsreform höherer Schulen. Aofbauklassen der Dottsfchulen haben sich bewahrt. Wie wir kürzlich berichteten, wurde der Vorschlag der Schuloer- waltnng auf Wetterführung der Verwaltungsreforw der höbe-en Schulen vom Stadtverordnetenausschuß angenommen, hinsichtlich des weiteren Ausbau«? einer Reihe von Realschulen und Lyzeen. Die Stadtverordnetenversammlung hat diesem Vorschlage in seiner letzten Sitzung zugestimmt und damll ist die Durchführung der Verwaltunosreform zu einem gewissen Abschluß gelangt. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, daß bei der Durch- führung dieser Reform, die an sich keine Schulreform un eigentlichen Sinne ist, stark« sin-nzielle Erwögi'ngen maßgebend gewesen sind,' ohne dabei beachtliche pädagogische Interessen zu opfern. Das End- ziel.-die Buntscheckigkeit auf dem Gebiet des' höheren Schulwesens i zu beselligen» die Schaffung der geeigneten Haupttypen der höheren Schulen in den einzelnen Stadtteilen, ist damll«rreicht.— Damll war, die Vereinheitlichung auf dem Gebiete des höher« n Schulwesens nach der Bildung der Stadtgemeinde Berlin nunmehr durchgeführt. Wie wir hören, hat im Ministerium«ine Besprechung zwischen Vertretern der städtischen Schuloerwaltung und der Lehrerschaft statt- gefunden über die wellsr« Durchführung der Aufbauklassen a n d e n V o l k o s ch u l« n. Als erfreulich darf bezeichnet werden, daß die anwesenden Vertreter des Provinziallchultollegiums sich über die Arbeit in den Ostern 1929 eingerichteten 29 Klassen sehr g ü n st t g äußerten und daß die Fortführung de» Versuchs von allen Seiten be- grüßt wurde. Auch da« Ministerium bringt dem Berliner Ver- such, der in dem dreijährigen Aufbau nicht eine verkürzte oder ver. kappt« Mittelschule sehen möchte, das stärkste Interesse entgegen. Die größten Schwierigkeiten liegen in der Gewinnung geeigneter Lehr- kräfte. an die nicht nur die Forderungen der bisher.gen Bewährung im Unterricht zu stellen sind, sondern die darüber hinaus auch den Nachweis einer fachwissenschaftlichen Fortbildung zu erbringen haben. Es darf angenommen werden, daß dos Provinzialschulkollegium mit der Stadt Lösungen finden wird, die eme Wellerführung dieses Ver- suche» gewährleisten. Eltern, die ihre Kinder in die Aufbauklasien der VoUkfchule senden wollen, müsien sich dieserhalb mit dem Rektor der von den Kindern bis fetzt besuchten Schulen in» Benehmen setzen. Kommunisten gegen Arbeiterbildung! Sie lehnen die notwendigen Nittel ab. In einem Ausschuß der Stadtverordnetenversammlung wurde gestern über die Vorlage des Wagistrats verhandell. nach der als Zuschuß für die Personalunkosten der Arbeiterkurse in Neukölln 37 399 M. bewilligt werden sollten. Die Vortage wurde im Aueschaß abgelehnt. Dafür stimmten nur die S o- zialdemokraten und«ine demokratische Vertreterin. Während sich ein Zentrumsmann der Sttume«nthiell. lehnten die Kommu- nisten geschlossen die Bewilligung der Wittel ab. Die Einrichtung dieser Arbellerkurse. denen die Kommunisten die nötigen Mittel vorenchallen wollen, ist ein Werk der Sozial- demokratie. Sie haben den Zweck, begabten Volks» s ch ü l e r n. die aus wirtschaftlichen Gründen die höhere Schule nicht besuchen konnten, den Weg zur Universität zu öffnen. Di« Kommunisten haben mll ihrem Entschluß wieder einmal die Interessen der Arbellerschaft bewußt geschädigt, lediglich um die Aufbauarbeit der Sozialdemokratie zu zerstören. * Ferner beschäftigte man sich mll den skandalösen Vor- gängen in der l4tz.t.en S.tadtoerck.rdneteno«rsamm- lung, die dem Magistrat bekanntlich vmitlaßteir die Sitzung zu verlassen. Der Magistrat hat beschlossen, der Stadtoerordneien- Versammlung in. der nächsten Sitzung- am Donnerstag ein Schre'ben vorzulegen, in dem er noch einmal seinen Standpunll zu den be« kannten Vorgängen und seine grundsätzliche Stellungnahme zu den Beschimpfungen der Kommunisten darlegen wird Schiffszusammenstoß auf der llnterelbe. Ozeanriefe„President Harding" gegen deutschen Dampfer. Hamburg, 8. Februar. Heute abend um 8 Uhr ist der amerikanische Passa- gierdampfer„President Hardt« g" der United HtateS Lines auf der Uuterelbe mit dem deutschen Dampfer„Piloee" zusammengestosten. Beide Schiffe sind schwer beschädigt. Zirkus am Flughafen. Am Flughafen auf den, Tempslhofer Feld, der sonst in den Abendstunden in beschaulicher Ruhe daliegt und höchstens seine Scheinwerfer aus die Flugzeugsuche sckickt, herrscht zur Zeit hell- ilänzende Festlichkeit mit lärmendem Getriebe. Di« bunte Zirkus- chau Sarrasanis, in Berlin lange nicht geseljen. Im Lichtmeer chwimmend, zieht heran, was sich irgendwie mit den vorhandenen lkhikeln heranziehen läßt. Am Freitaa abend gab's eine zirzensisch« Erofsnungssymphoni«. blitzend, bunt, und geräuschvoll, wie es sich für einen Zirkus gehört. IS Bilder— mehr kann man nicht ver- langen: eines immer bunter und bannender als das ander«, von allen Völkern der Erde artistisch zusammengestellt. Also um der Reihe nach zu gehen: Die Artisten von 37 Nationen und Natiönchen spazieren in die Manege. Darauf marschiert eine Kamel- schul« an. Denn das Kamel ist mehr als das Kamel des Volke- mundes. ein kluges, diszipliniertes Tier, das sich reiten läßt und sogar musikalisches Verständnis zeigt. Dann kommen Kaukasier und Kosaken, wild« Reiter und wüste Gesellen. Sie werden abgelöst von einer Truppe chinesischer Gaukler, Zopsakrabaten. Messerwerfer und Feuerschlucker. DI« klassisch« Reitkunst wird von Ernst Schumann gezeigt und Geqxg Vurkhardt. Schöne Tiere stehen zur Verfügung. Vollblut und Halbblut. Araber und Füchse. Dann di« kalifornischen Rastellis, das sind die Deeläw«« des Herrn Frokm, die alles machen, was der wirklich« Rastelli aus der Varistebühne zeigt. Ferner Raubtiergrunpen. Löwen und Tiger, Polarbären und eine Amerikaschau Wildwest Zu den besten Artisten ihrer Art gehören die Marc«? und Artonis, vi« am i fliegenden Travez und am Hochreck oben in der Zirtuskuppei ein Potpourri in den Lüsten vorführen, das seinesgleichen kaum auf der Erde hat. Daß Herr Stasch-Sarrasani eine Meng« Elefanten selbst vorfuhrt, und daß es auch noch eine Art.Hoscheaier" de» Mikado gibt, eine bunl« Artistik verblüffend aes-i-ick:er Kürperlich- kell, mag noch erwähnt sein. Diese ganze Massenschau zieht llch bi« Mitternacht hin und Hütt Zehntausend, die den Bau füllen. in Atem.....-" Warum suchte sie den Tod?**... Kulmbacher Explosion und Mordaffär« Meußdörffe?. Sulmdach, 8. Februar. Di« Explosion im Hause der Frau Popp erfolgte gegen%9 Uhr vormittags. DI« Seitenmauer des Hauses wurde herausgedrückt. Das untere Zimmer, in dem Frau Popp(die Mutter des angeb- lichen Täters in der Mordaffäre Meußdorffer, der sein Geständnis zurückgenommen halt«) wohnte, wurde vollkommen ze.stärt. Di- Explosion Ist zweifellos auf einen Selbstmord der Frau Popp zurück- zuführen, der im Zusammenhang mit der Mordassäre Meußdörsfer zu stehen scheint. Die Explosion wurde dadurch herbeigeführt, daß ein Anschlußhahn an der Hauptgasleilung von der Frau abgeschraubt wurde. Ebenso ist festgestellt, daß an dem Gaszuleitungsrohr unterhalb des Abschlußhahns gefeilt wurde. Die neben der rechten Hand der Frau Popp aufgefuuiene Zange läßt deutlich Zeichen erkennen, daß sie damll an den Abschlußhahn ge- schlagen hat, um diesen abschrauben zu können. Durch die kolossale Gewalt der Explosion wurde Frau Popp anscheinend zu Boden ge- schleudert. Mauerteile sowie ein Schrank sielen auf sie, so daß sie unmittelbar nach der Explosiva tot im Zimmer ausgcsunden wurde. Durch di« Gewalt der Explosion wurde in den gegenüberliegenden Anwesen und sogar in dem etwa 19 Meter entfernt gelegenen Der- wallungegebäude der Stadt Kulmbach eine groß« Anzahl Fenster- scheiden eingedrückt. Die Motive, die Frau Popp zu diesem Selbst- mord oeranlaßt haben können, scheinen sich aus den Zeugenauesagen der benachbarten Familien zu ergeben. Frau Popp, di« vor mehr als 39 Jahren Köchin bei Kommerzienrat Meußdörsfer gewesen ist, hing bis zuletzt on der Familie. Sie glaubte, daß! h r S o h n vor ollem durch den ebenfalls unter Verdacht der Täterschaft stehenden Schuberth zu allen möglichen Unredlichkeiten verleitet worden war und hegt« deswegen gegen Schuberth und seine Familie einen untilgbaren Groll. UadoMsIcsn Linon, rn. KlippeUlnutj 7-75 «. Ansatj parn.. ci 15Dx 350 e � Kiooonboowf.O�. paatand. ot 80 x 80....w./O Barchentlakon w*i>, M» tv- bijai KanU 1.75 Kisaenbepüge mit KKppnl-eiDMtl.. 89 P' alt UnsoatUa-VerzUrnng 1.15 alt Stlnbnrpl........ 1.76 Bastickte Garnitur Linon 1 Obarbattbaaup. 1 Kloan baitlckt, 1 Klaun platt BeUwSsch© Linon, falnfidlf ?Ä�tVxM380.,,.6.2O m—n. paaaaa«.«_ pa. 80 x 80......... 1.75 S a I i n~ R e st e elnfarplg unO biint 80 em»ral».Mater 42 Pf, l«0 pm Offlt....... Matar 05 Pf. Bettlaken PowUmi, mit Hobltagra- � Vaularuap. et- 150 x 330. W.'v HMblelnon, kräftipa K.c Qualität, sa. 150x2$. vMW Handtücher Metallbettstellen R,1W,\Ä 65- ,2.78 U?naB.*m. Ja**'», jfaitä 98". Baaanfarm,«. 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Jeder kann ohne Verleihungsurkunde jeden beliebigen Orden kaufen. In den Masken« rlcihinstituten all« Stcbtoicrtel siehk man letzt zur Faschingszeit all den karnevaiistischen Flitter, mit dem sich die Menschheit, soweit sie Qust dazu verspürt, aus purem Jux uP» Hpah an der Dsrmummung behängt, wenn sie sich einmal unerkannt hinter der Mssk« einig« nachtliche Stunden um di« Ohren schlagen will. Es gehört dazu, daß die Faschingslüsternen der Märclientradition nach auch monströse Goldringe. in deren Fassungen erbsengrobe EdÄsteine blinken, tragen, wie es auch dazu gehört, eine ordens- besäte Brust, aus der es nur so blinkt und flimmert von Sbeuzen. Kronen, Schwertern und Kränzen, zu zeigen. So etwas macht wohl Spaß für eine Nacht: es ist halt Karneval. Und niemand nimmt so elroas ecnstl Aber—•■— aber.... es gibt da Leute, denen das, was andern ein Faschingsmumpitz ist, bitterster Ernst ist. Lebensernst sozusagen. Denn Pie Sache mit den Orden, das ist eine lebensernste Wiflenschaft. ein« hochfeudale und sehr exklusive Wissenschast sogar. Wohl ist dl« Gnadensonne erloschen, und Potentaten gibt es auch rflcht mehr bei uns, ober es gibt noch sehr viele aus dem ancien regime, die an den Gunstbeweisen ihrer einst ach so vieloermögenden Herrscher und Gebieter heute noch zu schleppen haben— in Form von Medaillen und Sternen, von Schleifen, Rosetten. Schnallen und Ketten...(o. wie symbolhaft, dies«„fletien"!). Sie mitzuschleppen am Hals«, am Kragen, auf der Brust und unter der West« am Frack— nun. das ist nicht so einfach und will verstanden fein, will man sich bei den diversen„offiziellen' und„nicht- offiziellen Anläßen", den„kleinen" und„großen Festen' mit der unsachgemäßen Garnierung seines sunkelnden und klimpernden Ordensschatzes(den der Poltsmund so sinnig und treffend„Klempner- laden" nennt) nicht unsterblich blamieren. O ja. di« Trageweise der Orden ist sehr kompliziert, was«in Militär sich gestatten darf, ist eatem Zivilisten noch lange nicht erlaubt, und am hochfestlichen Frack hat alles anders zu hängen als an dem viel schlichteren Smoking oder poweren Straßcnonzug. Und es gibt eine preußische Art— für die alten Militärs nämlich— di« Litewkaschnalle zu trogen, und eine bayerisch« Art. Di« preußisch« Art. das ist die, bei der die Ordensbändchen soldatisch straff und gerade über die Schnalle ge- zogen werden und die bayerisch« Spielart ist die— man merkt gleich den auss Dekorative gerichteten Sinn der an chronischer Titel- sucht und ständigem Knopslochjucken leidenden Bajuvaren—, bei der die Bändchen gesältelt und zusammengerafft an der Schnalle sitzen müssen. Ja, es ist schlimm, so ein Ding am Halse zu haben, wie ein.chalsorden' es zum Beispiel ist, und nicht zu wissen, wie er getragen wird, und ebenso schlimm ist es. einen am Bein zu haben, ein Großkreuz am Ende und nicht zu ahnen, wie eigentlich das nun zu baumeln hat, wie viel Zentimeter breit es unter der Frack- weste oder der Uniform hervorblitzen darf. Hier also nun sind, der rein theoretischen Wissenschaft halber. ein paar Gebrauchsanweisungen: Bei offiziellen Anlässen darf man sich einzig und allein nur mit den Originalorden schmücken, und bei nicht offiziellen Festen kann man Frack vorausgesetzt— mit dem Ordenskettchen auskommen. Immer und überall gibt es Nuancen. Verschiedenheiten und Abweichungen, wehe dem. der sie nicht kennt: er läuft Gefahr, als gemeiner Ordensschwindler verdächtigt zu werden, di« es hoch- stapelnderweise ja immer in Massen gab und gibt, zumal man sich jeden Orden, jede Medaille und Auszeichnung in den Ordensfabriken (in den verschiedensten Preislagen von einer bis mehreren hundert Mark, sc pompöser, desto teurer!) taufen kann, ohne ge» nötigt zu sein, eine Verlelhungsurtund« vor» zuzeigen Erneuerung des Dresdener Zwingers. Seit dem Jahre lÜZä sind die Erneuerungsarbeiten am Dres- dener Zwinger, dem berühmten Werke des Barock, im Gange. Nicht in der Art, wie man es in der zweiten Hälfte des 18. und teilweise auch bis gegen Ende des 10. Jahrhunderts getan hat. mit Oelsarde und zuletzt Zement, sondern im Geiste, mit den Arbeitsmethoden und den Baustoffen des Erbauers Pöppslmamt. Der inzwischen grau- schmutzig geworden« Anstrich ist entfernt worden. Die vernichteten Figuren und der sonstige Schmuck werden, unter der Leitung von Professor Wrba, in der ursprünglichen Farm und Art vollständig erneuert, der Zwinger wird also im wefen lichen aus den Zustand zurückgeführt, wie er bei Pöppelmanns Tode im Jahre 1736 oor- handen war. Die Unterschied« zwischen der Gestalt des Zwingers vor 1S14 und fetzt sind schon deutlich erkennbar. Der gewallige Jnnenhof wird wieder mit Grünflächen, genau nach dem Bilde Canalettos im Dresdener Kupserstichtabinett. selbst di« Formen der Grünflächen sind dem Urbild nachgeschaffen. Di« Fast ade des ganzen Zwingers tst aus Sandstein erneuert und ergänzt. In der Mitte des gewaltigen Platzes, wo«inst Ritterspiele abgchol'en wurden, werden nach der Erneuerung die Wasserkünste wieder spielen. di« di» Besucher mitten im Saale festhielt, weil rings um sie Wasser- strahlen in die Höhe schaffen und sie einschloffen, ebensö tüe'Brunnen an den Langgalerien. Von dieser Pracht' sind' nur■ noch.ßwtk' Marmorfiguren, Apollo und Minerva, erhalten Auch die Henriche Brunnenisch« wird nach dem Kupferstich Pöppelmanns wieder er» stehen, auch hier wird tn« Wasserkunst in der allen Form spielen Ein besonderes Schmuckstück wird wieder das Nymphenbad an der Nordostselle nach dem Zwingerwich zu sein In Kaskaden werden die Wasser herunterfließen in das Bad. Ringsum befinden sich wieder die Nymphen in ihren Nischen, man kann, da diese Figuren zu den reifften Werken deutschen Barocks gehören, sicher sein, daß gerade dos Nyrnvbenbad wieder die größte Anziehungs- traft im Zwinger haben rmrd. An der Südwestiängsseite wird der ehemalige Waffergraben erneuert. Da sich statt kleiner Häuser und Bauhü'ten jetzt gewallige Bauten erheben, mutz der nötige Abstand zum Zwinger wiedergewonnen werden, um so die Schönheiten des Baues besser zur Wirkung kommen zu lassen. Wie einst wird eine Brücke aus die Straße, zur heutigen Ostra-Allee, herüberführen. Die Wiedererweckung der Wasserkünste ist eine Tat: denn erst sie bilden zusammen mit den gärtnerischen Anlagen das wirtlich« Wunderwerk de» Barock. Das Waffer kam vom Kuhturm des Wils- druffer Tores, wohin es durch ein kunstvolles Hebewerk befördert wurde. Bis gegen Ende des IL. Jahrhunderts waren die Waffer- künfte, allerdings mit Unterbrechungen, in Tätigkeit, sie mußten ihr Spiel einstellen und verfielen allmählich, als das Wilsdruffer Tor abgerissen wurde. Im Lause des Frühjahrs werden bestimmt der 2 n n e n h o f. die Fassaden, das Nymphenbad. der Wassergraben fertig sein. Und am 1. Mai wird der gewaltige Hoi des Zwingers für Konzerte frai werden. Die Fertigstellung der Arbei'en am Ostflügel werden bald folgen, zur Eröffnung der.Internationalen Hygiene- Ausstellung' werden die allen Wunderwerke Pöppelmanns und Permosers wieder in ihrer früheren Schönheit erstanden sein. Moderne Musik beim Vchupoorchestcr. Die Schupomusiter boten wieder mit ihrem 4. Soisonkonz-rt einen genußreichen Abend in der staatlichen Hochschul« für Musik. Das Programm war diesmal in der Hauptsache auf di« Wiedergabe moderner Komposit'onen gestellt Borodins Ourer. ü e zur Oper„Prinz Igor' eröffnete den Abend, dann folgte Beethovens G-Dur-Konzeri für Klavier und Orchester, in dem sich, unterstützt vaa einer prächtigen, feinfühlenden orchestralen Gesolgschaft, di- Solistin des Abends, Felicitas Reich, stürmischen Beifall errang. Di« Pianistin verfügt über«ine ausgezeichnet« Technik und guten Lortmg. Zu einem intereffant«:, musikalischen Ereignis gestallste ffth die Uraufführung der ReznicaNchen Phantasie zu �siaskolliikoff' die in Anwesenheit des Komponisten erfolgta. Das Werk wirkt rn seiner blutoollen Dynamik ungemein lebendig und riß das Publikum zu begeisterten Beifallsstürmen hin: sehr ichön der Schlußsatz in seinem zarten Ausllang der Paftoralfuifanie..Tod und Verklärung' von Richard S-rauß. diese» unerhört schöne Tangemälde, bildet« den Schluß des Abend», dar auf hohem künsUerischen Niveau stand. Oscar Hetmaau goslorbcn. Am gestrigen Sonnabend vormittag ist Oscar Heimann, der Mitinhaber der Firma R. M. Maaßen. bekannte» Mitglied der Ändustris» und Handelskammer zu Berlin. gestorben. Mit Oscar Heimann verliert insbesondere das nach seiner rastlosen Pioniertätigkeil vor fünf Jahren in di« Tat umgesetzte Fachaus st ellungs- und Fachmessewesen Berlins einen Führer und Freund. lKuß'and-KlüchNinge in Arasiiien eingetroffen. Dar Reichskommiffar teilt folgendes mit:„Der erste Transport der deutsch-russischen Kolonisten, di« von der deutschen Regierung aufgenommen waren, ist heute in SanFranziseo do Sul (Brasilien)«ingetroffen und dort im Auftrage des Reichskommiffars von Regierungsrat Dr. Lange empfangen worden. Cr wird über Blumenau nach dem Siedlungsgebiet Hansa-Hammonia weiter- geleitet.' Gelbstword auf Bahnhof Zoo. Gestern nachmittag spielle sich aus dam Bahnhof Zoologt- scher Garten ein erschütternder Vorfall ab. Dom S odtb ahnsteig stürzte sich gegen 16 Uhr der 32jährige Manfred Budt au, der Sachen am Reck tm Wirbeltempa. Etwas für unser» Turnen De? sogenannte Perchakt der zwei Eliets— der Untermann balanciert eine Stange, an der der andere emvortlattm und ferne Künste vollsührt— ist trotz der großen Sichsryett, mit der er aus- «führt wird, etwas für starke Nerven. Eine bewundernswert« öchstleistung, und zwar im Worlfinn. Das Harry Holt Trio mit seinem Bollweitkampf aus Rädern ist bestens bekannt: man sieht es gerne wieder. Presen und Garnpo bewirken mit ihren tollen Spaßen, die auf einer fabelhaften Pcrterreakrobad't beruhen, daß sich das Haus vor Lachen wälzt. Das schönste ist, wenn sie in allen erdenklichen Stellungen eine Zeitung lesen. Ihr Können ist reich an Uebernffchungen. Derkas: eine aparte, aber nicht mehr ganz zugkräftige Damenimtation. Aivian und D o r e ws k t sind ein sympathisches Tönzcrpaar: sie verbinden den modernen Tay; mit Exzentrik. Das ist an sich nich'» Neues mehr, aber ihre Art wirkt ungemein anregend und äschetisch. Marika Rökk wnzt Spitze und sie tanzt mit großem technischen Können und mit Hin- gab« lacht und sehr elegant. C a s ein brilloifter Reitakt. > s i F a m i l i e: Zirkus im Barictö. Plaza. Im Programm der ersten Februarhälfte brillieren die Schon-Equilibristen Willy Schenk Co. mit ihrer Partnerin, die kaum vorstellbar« Tricks vollführen. Auch Berntt und Partner zeigen eine gute plast.fche Gymnastik. Collins und Ray treiben auf ihrem Seil als Seilläufer die tollkühnsten Spaße. Eine K r o k o- d i l f ch a u von 120 Tieren, die im Alter von 2 Monaten bis zu ZOO Jahren stehen, wird von Capitan Wall vorgeführt. Fritz Adelly ist ein hervorragender Kunstpfeifer und musizierender Virtuose. Franz B a u m a n n. der Liedersänger und Rundfunktenor. wurde natürlich begeistert empfangen und mußte mehrmals vor dem Vor- hang erscheinen. In„internationalen" Tänzen gefielen die Ge- schwister Prmc«. Als tanzende und musizierende Jongleuse Fräu- lein Mella. Den Schluß bildete ein Humsti-Bumsti-Akt der Green. Wood und Biolet-Truppe.______ Philharn»Iii«, idmit Somtlaq?>/, Ubr: flonjert tr» Bbilbarmpnitchen Orchesters. Tirigent Violcffor L. Prüivet, Solisten: Äonzertmeister©. Holst (Siol.) A. Schulter(Cello). lias Laud«ifiuovz>'mt Letllu velöflevtllcht in der heutigen Ausgabe ein« Belanutmachuvg über die Rückstände der evongelifche» Kirchensteuer, worauf bieimit besonders bingewielen sei. Vereinigung der Kreon»« von Rel aian und vtlkerirledea. Genosse Pfarrer Blete r fpricht am deuttg«n Sonntag, dem 3. Februar. lOHdr voimitiagS, in der TriniialiSlirche, Chartotienburg. Sta»l-Aiig»st«P>ab. im Rabmen einer religiösen tzeierstund« über da« Thema:.Kestailct das Christentum Anwendung von Gewalt?'— Am Sonrtag. dem lS. Kebr: ar. abends 8 Uhr. findet in deiielben Kiiche eine religiöse fzeierüunde«odne die üblichen lithurgischen Foimen statt. Pfarrer Bleier fplicht über daS Thema:.Warum ist daS Leid in der Welt?-- Brieftasten Ver Redaktion. A. B. tX Cor übet besteh en leine aestelichen Torschrikten. Maßgebend ist der Mietoertraa. O.> eine Klage lkriolg haben nnrd. ILfit sich n.cht oorher foaen. Es lomvit ans das Ergobal» der Darnsisaufnabme an.— H. 250. SRaiit. (Sine Erstattung tontou nur in fftcM wegen Verdienstaussalles oder Bor. hegen» besonderer rouiffiatttichet Vcrhältniste. Wende» Sie sich jasecks Er- bökung her Tauschbeträge für Weibunaslosten und Eonderleistungeu an da» ssiuamaint.— SR.®. 22. 1. Sic Lausoiussteuer beträgt 1200 Proscut der Trundvermllgensstluer. Ter Antra» auf Stundung bnv. Niederschlagung der Lauszinssteuer ist au die Bestrlsfteuerlaise su richten. Es ist nickst ausgeschlossen. dak ibm entsnrochen wird. 2. Die aufgewerteten Lnvothclcn lind wie folgt »u oersrnfen; com t 1. 1925 ad mit 1,2 Prozent,»am t 7. 1935 ab mit 2�Proscitt, NSUI L 1, 1926 ab mit S Prozent und com 1. 1. 1928 ab mit 5 Prozent. S. Tao hängt non der Lage des einzelnen Talles ab. Am Lb. Lehderstraße SS in Weißenfee vor einem in Richtung Thar lottenburg fahrenden elektrischen Zug. Der Selbstmörder mußte vor der Feuerwehr aus fsiner qualvollen Lage befreit werden. Er lottenburg fahrenden elektrischen .te von wurde mit schweren Derl-tzunzen ins Wlmersdorser Krankenhaus in der Achenhachstroße gebxocht, wo er bald nach feiner Einlieferuna 'gestorben ist. Das Motiv zur Tat ist nicht bekannt.— Durch den Dorfall wurde eine längere Störung im Stadtbahnverkehr verursacht, die sich bei dem starken Sonrnchendnachnullagsoerkehr sehr empfindlich auswirkte. Heute letzter Tag der„Grünen Woche"! Wie di« Ausstellungsleitung mitteilt, ist«in« Verlängerung der„Grünen Woche" aus technischen Gründen nicht möglich. Am heutigen Sonntag, dem letzten Ausstellunge- tag, sind die Hallen mit ihren zahlrei�en Sonderveranstaltungen — auch der großen Rassehundschau— von 9 Uhr bis 20 Uhr ununterbrochen geöffnet._ Die nächste ordentliche Sltzuuq der Stadtvecordoetenversamm. lung findet am Donnersrao dem 13. Februar 1930, statt. Beginn der Beratungen um 16% Uhr. Die Abstimmungen über die An- träge, di« sich mft der Herabsetzung der Direktarengehälter beschäftigen. werden um 19 Uhr vorgenommen. Berliner Darietös. Die Skala.zeigt im Februar eine ganze Reihe lustiger und amü- sanier Verschiedenheiten, wenn auch keine Sensation allergrößten Stils darunter ist. Es heb: schon sehr munter an. wenn dl« zwei Jvannys mft gelenkigen Fingern auf die erleuchtete Fläche Sil- houetten zaubern. Wenn dann noch dazu ein paar hübsche Beleuch- tungsefsekte kommen, hat man ein Schauspiel, das sich sehr wohl auf einer Dartetäbühne sehen lassen kann. Ein prächtiger Seiltänzer im wahrsten Sinne des Wortes ist Eon C o l l e a n o. der ohne jedes Valancemillel tatsächlich stept, als schwebe er über das beste Parkett. Er führt auch den Salto vorwärts und rückwärts aus, was ihm nicht feder seiner Berufskallegen so ohne weiteres nachmacht. Albert P o w e l turnt hoch über der Bühne am Trapez beruhigend sicher, und man hat nicht das Gefühl, daß es sich um Darstellungen Handeft. die über die Kräfte des Artisten hinausgehen. Dann gibt es die guten dänischen Clowns B o n n e t s. Einige ihrer lustigen Szenen eignen sich aber vielleicht besser für die Zirkus- rnanege, immerhin verfehlen sie auch hier ihre Wirkung nicht. In reizvoller Gewanidthcft präsentiert sich der Zauberkünstler Hansen, möchte sogen zu täuschend: es wäre gut, wenn er aus Eigenem auch etwas hinzu täte. Allein zwei Nummern sind Steptänze. Die 3 Wir« Larsons und Chilton und Thomas,«in bißchen viel und nicht allzu unrerbaftend, auch wenn es noch immer zur großen Mode gehört. Schlisßlick) darf man auch Adelaide Nelson nicht vergessen, die ein paar zierliche und gut dressierte Elefanten auf der Bühne zeigt. llw wintergiirleu dürften wohl die neun A l l i s o n s, die deutschen Ikarier, am besten abschneiden. In ihren Darbic-tungen vereinigen sie Gewandtheit und Kraft mit Tempo. Rauschender Beifall dankt ilzneu. Die asiatischen Künste Jung Chinas sind fast unmögliche Tliederoerrentiingen, bei denen man auf den Ge- danken kommt, daß diese fungen Menschen Knochen aus Gummi haben. Wulff und Jerome zeigen ganz tolle atemberaubende , WWWWM.. W_________________________ Ctt fti Witt£ Prosen! von der ffrtedeirem'eti in Abzug bringt, ist«r berrchtigt, das Waffergeld auf die Mieter umzulegen. S. W.?. 1001. Wird der LandluMs- gebilie durch unverschuldetes Unglück an der Leistung der Dienste verkTndcrt. so bebölt er seinen Ansvruch auf EeKnlt und Unterhalt, sedoch nicht iibrr die Dauer oon 6 Wochen hinaus.— cd. a. Schössen usw. erdalten a!» Enlichedigun« für den Ahnen durch ihre Dienüleistun» entstehenden Berdienftausfall für itte angeiangene Stunde der Hurch d e Ticirstleifchng ngtfiimfen Arbeitszeit einen T. Sc'rag von 0LÜ Mark bis IchC Marl. Als Tag der Dienstleistung gilt teder Lach, an dem der Schöffe dienstlich am- Siteunasott des Gerichts anutesenjs ist: Al gemeine Wetterlage. <3 woltenlas.O hsitar, O Wb bedocht 9M0%*b«decl$*ite9eaaGrupifl .gMiib*i,TBw»«t»8©Wnteia8 Deutschland liegt zur Zeft im Bereich«wes kalten nordöstlichen Luftstromes, der an der Südostfeite des mtt feinem Kern über Nordengland befindlichen Hochdruckgebietes herrscht. Di« Tarn- peraturen lagen daher am Sonnabend meist unter dem Gffrter- punlt: aus den deutschen Bergen ist allgemein kräftige Abkühlung eingetreten. Innerhalb des Kaltftfftstromes kam es in Mifteldeulsit,- land vielfach.zu leichten Schneefällen. Da über dem ganzen mftt- leren Europa aithoftender Druckanstieg oor sich geht, so ge'angt unser Bezirk immer mehr unter den Einfluß des HocKiruckgebtsles W-r dürfen daher für Sonntag mft vorwiegend trockenem, zeftwei-e hefterem Frvstwefter rechnen. * BJctlctoiisjlchfen für Serftu. Zeftweife heiteres Froslwetter ohne wesemliche Schnesfälle. schwache nördliche Winde.— Für Deulschland: ftebe.rall Frostwetter. I-m Osten und Süden noch-leicht« Schneefälle. S Morste �oHeW �59;" � «59:1 Si»piche�si temj fmnse.gefteueCopien-iTs f A ZJu Iniin rnuiSanafrar�ausquiem Woltv� «.Perser Teppichen_ mLC UM-MM'j WM111..M.TM WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Taschentücher Batisttudi"ÜÄSS' 25--. hohlsaumtudi ge�te 35 p«. Stickereitudi rin8SSdct 40p». H er renf udi KaiS.jfeaum 35 p«. Strumpfwaren Damenstrümpfe m�o 90p». Damenstrümpfe Sefloern' las Damenstrümpfe 4 künstliche Waschseide I 75 Herrensocken 48-'. Korsette Büstenhalter SS--. Gummischlüpfer Ä.» mit Kunstseiaen-Streifen, 4 Seidenhalter 4» 75 Hüfthalter SSifS. i. 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Iss Tischtücher SiÄ/Sf! « O 25 gebleicht, Flächenmuster, Gr. 130x160 cm Sfubenhandtudi AH reinleinen Jacquard, Größe 46X100 cra Pf, Wischtücher so*» 9 A»« kariert, 45X45 an iw# cm dlhW HT' Herren-Oberhemd 075 durchgehend gestreifter Perkai � Herren-Oberhemd AfiS färb, gestreift Popeline, mit gefütterter Brust Herren-Nachthemd H,» mit Schalkragen, farbige Borte u- Tasche Nachruf! Nach 36 jähriger Mitarbeit in unserer piima verstarb am 5. Februar nach langem Leiden unser treuer Mitarbeiter Gustav Laetsch Mit seltenem Pfliohtgeluhl nahm er die Interessen unseres Geschäft« wahr und brachte durch sc�je rastlose Tätigkeit das ihm unterstellte Lager zur jetzigen Größe. Seine Taten werden wir niemals vergessen. Max Busse fmirtior kiwm �ahr- r-trtß upf bei unfrbittltrfii ,Äob meinen Mafien unvergeßlichen Bräutigam Erich Kiefer Herta Mallszewtld alz Braut nebß Cüern uni©ruber. ia FÄiruar 183a Wolliner Sir. 35. Mit bent lobe enbet alles, nur bie Liebe nicht. üsn 5. Sebruar verstarb unser lang» I übriger Genosse, krierlrieb Uedermsiill Gr war uns stets ein treuer Freunb nnb Milarbeuer. Sem Inbenfen werben wir immer in Gbrev ballen. Einäscherung Dienolag>«>/, Uhr im streinatoriuw Wiltnersbors. 0«r vorslasfl dsr«t. mieilong SPU Am 5. Februar 1930 verstarb nach kurzem Krankenlager mein lieber Mann unb Vater, unser guter Lohn, Vruber, Schwager und Onkel krtt? Movdelldsgeii im 28. Lebensjahr«. Berlin, den 7. Februar 193a N. 30, Heububetsir 8 Die HiBlerbll-bmen. Die Beerbigung findet am ia Februar 1830. 1b Uhr, aus bern Siäbtischen Frirbhos. Reinlckenbots. Oft.'lumbolbtftr. 86/90, statt. Am 8. Februar verstarb nach kurzem, sohwetem Leiden unser Gesellschafter und stellvertretender Äafsichtsrats-Vomteender, Herr Oscar Heimann Hitinhaber der Firma R. N. Haassen Hitglied der Industrie- u. Handelskammer zu Berlin In tiefer Iraner nehmen wir Abschied von einem Manne, dessen Name mit der Begründung und Entwicklung des neuzeitlichen Berliner Ausatellnngs- und Messewesens für immer verbunden bleiben wird.' Als jahrelanger Vorkämpfer für den von ihm mit Leidenschaft und neberzeugungskraft verfoohtenen Gedanken der reichshauptstädtischen Fachausstellungen und Fachmessen gelang es sqhließlieh seiner zären Energie, das Interesse gleichgesinnter Männer der Wirtschaft und der Stadt Berlin für seine Ideen und ihre Verwirklicbung durch die Begründung unserer Gesellschaft au gewinnen. Dheimüdlich hat der verstorbene dann in den ganzen letzten Jahren in den Organen unserer' Gesellschaft an dem weiteren Aufbau und Ausbau der Ausstellung»- und Messe- Idee führend mitgearbeitet, deren letzte erfolgreiche Entwicklungsphase ihm noch durch die kürzliehe Teilnahme an der Eröffnung der fünften, Grünen Woche Berlin*1 zu seiner Genugtuung zu erleben vergönnt war. Anfsiohtsrat und Vorstand unserer Gesellschaft verlieren in Oscar e' m.t'? n e*Iieri bewährten Führer und Freund, dessen hingebungsvolle, un- eigennfitriga und nie versagende Mitaibeiterschaft schwer zu ersetzen sein wird.- das neue Berlin verliert in inm einen nm seine Entwicklung auf einem w ich tagen Wirtschaftsgebiet hochverdienten Bürger. Ehre seinem Andenken! Bln.- Charlottenburg ü den Februar 1990, Aufsichtsrat und Vor»fand der GemeinnOizigen Berliner Hesse-, Ausslei ungs- und Fremdenverkehrs-OesellschaH m.b.H. t. A-: T>r. Ädölf Schick. Deotidier MeftliarbelftrYeM Verwaltungsstelle Berlin Todesanxttlgan Den Miigliebern gut Nachricht baß nttscr Kollege, ber ftlempnet Emil Jaschinski geb. 15. Mot 188% am 5. Februar gestorben ist. Di« Einäscherung findet am Montag, beut>0. Februar. IS'/, llhr. im firemaiorium Baumschulenweg statt Am 6. Februar starb unser Aolleg». ber Arbeiter Otto Unke geb. 20. Mai 1881. Die Beerbigung sinbet am Montag, dem>0 Februar. 15 Uhr, von ber Letchenball» de» Städtischen fitrch bot« in SchänboU, au» ftart. Am 5. Febraar starb unser fioZege, ber Uhrmacher Oustav Esetsed Di« Einälcherung findet am Montag, dem lO Februar, 15'/» Uhr, an ftzemalottan(Serichiftvaße, stau. Am 8. Februar starb unser Aollege der Former Franz fiel nicke geh 20 Sewmbet 1860 Di««inä cherung findet am Will- wach, dtm 12 Februar. 18 Uhr. an Kremalstmm Gerichtstraß», slart. Beg» Beteiligung wird erwärmt. Nachruf Am». Zanuar starb unser garleg», ber Dleltromonieur Kar! Frille geb. 12 Zum 1-56 Die Beerdigung hat bereit» statt» gesunden.__ Am 20 Zanuar starb unser Aelleg». ber Schlosser Max Spade geb. 29. November>880 Die Beerdigung hat bereit» stau- gestmbeu. «bee ihre« Anden ken' vä« Ortsvcrwwltmuk Tbanb-agone. Fitr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich der Ginäschernng meine» lieben Mannes, unsere» Bali» Artur Häußler sagen wir allen Mr die Erweisung diesem Wege Ww. Aool Häußler and Söhne. bei lebten Ehr« auf herzlicheu Dand. Bekanntmachung. Die Ustckstänbe an evanaelischer Sirchen- stester fvr da» Zahr 1823 werben vorn 28. Februar ab durch Poftnachnabrnr ew- gezogen, bei kleineren Beträgeu durch Mab nung angefordert. Wirb nicht rechtze-ng eingezahlt, so erfolgt Beitreibung de, Steuerbetrage« nebst Einzlehungsfosten durch das Finanzamt Der VtiPhent des Cantesflnantaits Berfim. 0 5/e sporten Winter I Aufbewahren! Fortsetzung folg!! Aurelle Zwidtfuß«a« Berlin in» Lelb-Spezlalant Dr. Unblutig meldet die Fremd enliste.- M» Sdülnuf ist nicht p der Sdinee Ist fest gefroren und aufgeregte Pressetelegramme berlditen Ober die tiefe Niedergeschlagen. . Si0. e7,sten Sportskreisen herrscht und daß die » w er,D LWara darüber dem deutschen Heros ta Bobfahren Jonny Eishim Ihr tiefstes Bedauern nebsl höchstem Seelensdimerr ausgesprochen habe. Die Zeitungen fingen diese nervenaufpeitschenden Sensatlonsberichle als wdllWommene Abwechslung gegenüber dem eintönigen Gerede «a-oungplan. Das Schilaufen Ist also feist eine rechte Schinderei und Frau Aurelle sieht es infolgedessen vor. an einer passenden Stelle von einem heftigen Wadenkramp» befallen su werden, den Ihr Dr. Unblutig wegtnassleren soll. Dieser Autgabe unterslehl er sich mit viel Hingebung und sie mit seelenvollem Augenaulschlag. Sie klagt übrigens auch über Herskrampt. Dt. Unblutig ahnt eine Katastrophe, verspricht Ihr Tropfen tu verschreiben und drängt sur Abfahrt. Zuhause, gnädige Frau, machen Sic sofort ein Kuklrol-FuS« bad, das stärk) die Muskeln und die Nerven. Dos Kukirol- Fußbad fsf zugleich geeignet, den Erfolg, den Sie mit dem Kuklrol* Pflaster erzielt haben, dauernd su machen, denn die Hühneraugen. die Kornhaut und die Schwielen aut der Fußsohle rühren zum Teil auch daher, daß das Fußgewölbe sieh gesenkt hat, und bestimmte Stellen, besonder» aut der Sohle, den Dm dt der aus der richtigen Stellung geratenen Knöchelchen aushalten müssen. Also Immer, wenn sie eine Packung Kukfrol.pflaster für 75 Pfg. kaufen, auch gleich eine Packung Kuklrol- Fußbad mit 4 Bädern mitnehmen. Sie kostet ebenfalls nur 75 P(g, Kukirolen Sie mii Gernntiel 3lr.«T* 47. Zahrgaug 2. Beilage des Vorwärts Goontag, 9. Februar 1950 Oer Weg des Zollfriedens. Dom Ideal zur Wirklichkeit. Um 17. JetauR fegtanf In Genf&U tnlenxaflontric Zoll- sriedenkkonserenz. Veutschlaad wird durch den Relchswirl- Ickiastsmiulster Robert Schmitt, den Reichseruähruugrmivtster Or. Dietrich, StaatssekretSr Dr.Trendelenburg und Dr. yllfcr- ding als Sachverständigen vertreten fein. Seit Jahren hat man in Europa erkannt, dah für die europäisch« Wirtschaft ein Markt geschaffen werden muh, der an Weit« und Einheitlichkeit dem amerikanischen nicht nachsteht, um innerhalb des Rahmens dieses von allen Zollschranken befreiten europäischen Marktes d>« Waren billiger her- zustellen als bisher und so die Lebens« und Arbritsoer- HSltniss« zu bessern. Slter die Verwirklichung dieses Zieles bringt Opfer mit sich, bedeutet die Einstellung von heut« nur durch Zollschuh am Loben erhaltenen Betrieben Zwar würde trotz dieser Opser die Allgemeinheit wesentlich gewinnen, aber es ist schwierig, Weg« zu finden, um unter den geringsten Opfern das Ziel des europäischen Zollabbaues zu verwirklichen Da» Ziel der Zollfriedeastoaferenz. Viel, aber leider fast ergebnislos ist in den letzten Jahren über die Möglichkeiten einer solchen Politik diskutiert worden Um die Debatte einen wesentlichen Schritt vorwärt» zu bringen, Ist für den 17. Februar eine Konferenz einberufen worden, die gemäh den Beschlüssen der letzten Vöikerbundsoersammlung Vorschläge über die Möglichkeiten eines europäischen Zollabbaues unterbreiten fall. Dies« Konserenz wird als Zollfriedenskonferenz bezeichnet, weil ihr zunächst die«in« Aufgabe zukommt,«in« weiterc Erhöhung der Zölle zu verhindern. Doch man wird dies«? Konserenz nicht gerecht, wenn man dies« Aufgabe des Ab- fchlusse» einer Zollfriedenskonvention«inseitig in den Vordergrund rückt. E» ist zu beachten, dah die geplante Zollsriedenskonvention nur«in Mittel zum Zweck ist. Der Zweck dieser Aktion ist der Abbau der europäischen Zollmouern. Um die Verhandlungen über diesen europäischen Zollabbau nicht durch Handelskrieg« und Zoll- Erhöhungen zu stören, soll zunächst ein« Zollsriedenskonvention ob- geschlossen«erden. Di« di« Zollsriedenskonvention unterzeichnenden Staaten müssen sich also zugleich fragen: Wollen wir auch«inen Zollabbau? Wie est dies« Zollabbau gedacht? Der Zollabbauoertrag soll in Form eines umfassenden Handelsvertrages abgeschlossen «Verden. Die zum Zolladbau entschlossenen Staaten werden sich wie rt Handelsverträgen gegenseitig ausbedingen, dah die und di« Zölle ermäßigt, daß im Lauf« der Lahre oder gahrzehnt« di« und di» Zölle abgebaut werden, ja. dah weltgehend der Düteraustausch zwischen diesen Staaten organisiert wird und so allmählich«in« europäisch« Zoll» und Wrtschaftsunion entsteht, denn es werden im allgemeinen nur europäische Staaten sein, die sich an dies««, Verhandlungen beteiligen. Zfi dl« Zell schon«ts? Wird«in solche» Ziel d«r allmählichen Abschaffung der europäischen Zollmauern zu verwirklichen sein? Der Heu. Lg« Zustand der di« Lebenshaltung verteuernden, die Arbeitsmög« lichkeiten einschränkenden hohen Zollmauern und kleinen Märkte ist in d« Tat untragbar. Notwendig ist«ine Belebung der Wirtschaft, ein« Steigerung de» Verkehr» und de» Berdmuches durch de» Ad- bau der Zollschranken und der sonstigen Handelshemmnisse, Aber leider sind Zweifel darüber angebracht, ob die Zeit schon gekommen ist, ob die Verhältnisse genügend reis sind, um dieses Ziel zu verwirtlichen. Wer setzt sich denn für dieses all- gemeine volkswirtschoftlich« Ziel der Steigerung des europäischen Güterverkehrs durch den Abbau der Zölle«in? Doch nur einige wenige Wirtschaftler, die sich zu einer solchen allgemeinen Zielsetzung durchringen. Hinzu kommen einige Vertreter der Fertigwarm- industrie einiger Länder, wie besondere Deutschlands, denen der heimische Markt nicht genügt, denen aber die heutige Hochschutzzoll- Politik die Möglichkeit eines Exporte» weitgehend nimmt. Diesen wenigen Interessenten gesellen sich andere hinzu, die aber die Ziel- setzung der Schaffung einer europäischen Zolleinheit zu unbedachten Maßnahmen zu mißbrauchen trachten. Hingewiesen sei nur aas die Paneuropavorschläge der Automobilindustrie, die in den Bestrebun- gen eines Zollabbaues Innerhalb Europas eine Möglichtelt steht, sich durch hohe europäische Zollmouern gegen die amerikanische Konkurrenz zu schützen. Speziell derartigen Tendenzen gegenüber muß von vornherein klar und unzweideutig betont werden: Ein europäischer Zollabbau kann nur dann als zu erreichende» Ziel hingestellt, kann nur dann von den Arbeitern gefördert werden, wenn die Gewähr dasür ge- geben ist. daß die als Auswirkung eines Zollabbaues zu erwartend« Senkung der preise. Steigerung der Reallöhne, Erhöhung der De» schäftigungsmögltchkeilen und allgemeine Belebung der XDirlschasl nicht durch Karlellabkommen und ähnliche Vereinbarungen der Zu- dnstrie illusorisch gemacht werden. Die Gegner. Den Befürwortern stellt sich überall di« stark« Front der Gegner«ine» europäischen Zollabbaues entgegen. Gegner sind von der politischen Seit« her die Nationalisten aller Länder, die ihr Ideal darin sehen, innerhalb ihre» Landes alle Wirtschastszweige aufzubauen. Diese nationalistischen Kreif« sind in«inigen Ländern so stark, daß sie sicherlich eine Vs» teiligung ihrer Länder werden verhindern können. Dies gilt z.B. für Polen, Italien und Spanien. Gegner sind ferner hie Landwirt- schaft, die sich in allen«uropöischen Ländern in einer Krisis befindet und al» Schutz hiergegen Zollerhöhungen fordert. Gegner sind ferner di« unentwickelten, auf Zollschutz angewiesenen Industrie- zweige aller Länder. Diese bestimmen den Charakter der Wirtschaft st,«inigen kleineren europäischen Ländern so stark, dah deren Bs- teiligung an Zollabboubemühungen unwahrscheinlich ist. Das Problem der Möglichkeit eines europäischen Zollabdanes ist leider bisher so wenig untsrsucht und behandelt worden, daß auch die Zollfriedenekonferenz zunächst einmal mit ollgemein gehaltenen Debatten über di« Möglichkeiten eines europäischen Zollabbaut» de- lastet sein wird. Der Perlauf dieser Debatten wird uns schon mit einer größeren Klarheit zeigen, ob und, in welchem Zeitraum der Gedanke eines europäischen Zollabbau«» zu verwirLlchen ist. Du Gegner eines europäischen Zollabbaues werden«lf dieser Kon- ferenz sicherlich sehr stark sein. So stark, daß wohl auch die zu er- wartend« Konvention über Zollfrieden nicht viel besagen wird, daß wohl zwar beschlassen werden wird, daß in de» nächsten Jahren die Zölle nicht weiter erhöht werden dürfen, dah aber dieser Be- schluß durch viele Ausnahmen entwertet werden wird. W. G. Llm das Berliner Brot. Wahrheit und Dichtung des Backergewerbes. � Der Zweckverband der Bäckermeister Groß-Berlins beschäftigt sich in seiner Darlegung, die auch an sämtlichen Anschlag. säulen Berlin» plakatiert werden soll, mit der in den letzte» Wachen heftig erörterten Roggenbrotsrag«. In wenig glücklicher Weise. So führt die Darlegung der Bäckermeister den Rückgang de» Roggenverbrauchs u. a. auf die Umstellung der Arbeitszeit auf den Achtstundentag und den gegenüber der Darkriegszeit ge- stiegen«» Roggenbratpreis und auf die erhöhten sozialen Lasten und Löhn« zurück. Es hätte auch etwa« gefehlt, wenn sich die Bäckermeister nicht scharfmacherisch geben würden. Aber das gibt keine Antwort auf die Frage, weshalb der Roggenpreis unter, der Roggenbrotprei» über dem Friedensstand liegt. Di« Reichsforschungestell« für landwirt- schaftliches Marktwesen hat in einer statistischen Aufstellung dieser Frage dahin präzisiert: Da» SO-Pfennig-Roggenbrot ging im Gewicht ro n 17 0 8 Gramm bei einem Roggenpreis von 8 Mark pro Zentner vor dem Kriege auflZ22Grammbei mittleren Roggen- preisen(10,80 Mark pro Zentner) und aus 12 61 Gramm bei niedrigen Roggenpreisen(8.40 Mark pro Zentner) nach dem Kriege zurück. Der Preisanteil de» Bäckers erhöhte sich von 19,5 Pfennig vor dem Kriege auf 21 Pfennig bei mittleren Roggen- preisen und 23,5 Pfennig bei niedrigen Roggenpreisen. Zunächst die Frage, ob da» Roggenbrot in Berlin zu teuer ist. Die Darlegung der Bäckermeister sagt, dah das Kilogramm Roggenbrot in Berlin 89 Pfennig kostet, in Stuttgart dagegen 40. Hamburg 41. Mannheim 42. Frankfutt a. M. 43. Essen 45, Allgsburz 48, in München und Lübeck SO. In Köln und in Aachen SZ. Dies« Aufstellung beweist zunächst nur. daß das Roggenbrot in anderen deutschen Stödten eben noch teurer ist als tn Berlin. Besonders billig ist aber das Berliner Roggenbrot, das in der Statistik die übliche Bezeichnung Roggengraubrotpreis hat. nicht. Der Berliner Roggengraubrotpreis liegt ungesähr aus der Höhe des vom Preußsschen Statistsschen Londesamt berechneten Durchscbnillspreise» für 51 preußisch« Städte. Dieser Roggengrau. brotprei, betrug im Frieden aber 28.8 Pfennig(noch der Angab« der»erNner Bäckermeister 2S Pfennig). Im Juni 1929. also vor der Roggenernt«. die zu den bekannten Preisstürzen an den Roggen- markten führt«, machte der Roggengraubrotpreis in Berlin nach den Angabe» des Preußischen Statistischen Landesamts 4 0 Pfennig aus. Im Dezember 1929(so weit liegen uns die statistischen An- gaben opr) jedoch ebenfall» 40 Pfennig. In dieser Zeit ist der Roggenpreis von etwa 200 Mark(Notierung der Berliner Börse End« Juni) auf etwa 170 Mark(Notierung End« Dezember Kertiner Birse) gefalle». Mit Recht fragt der Verbrau che r. weeholb er noch immer 40 Pfennig für das Brot der Berliner Bäckermeister zahlen muh. Er weist darauf hin, daß sich dies« stark« Preissenkung auf den Brot- preis hätte auswirken müssen— und vermißt diese Aus- Wirkung, was die Berliner Bäckermeister nicht wundern dars. Di« Darlegung des Zweckoerbandes sagt nun, daß man bei den Er- örterungen über den Brvtprei» nicht vom Roggenprsl», sondern vom Roggenmehlpreis ausgehen müsse. Wir unterstreichen das. Run wurde R o g g« n m« h l an der Berliner Börf« Ende Juni pro 100 Kilogramm mit 27,25 bis 29,50 Mark notiert. End« Dezember 1929 dagegen mit 23,25 bis 26,90 Mark. Di« Preissenkung ist ganz erheblich und gibt etwa die veränderten Verhältnisse in der Roggennotierung wieder.(Rehen- bei gesagt hat sich die Notierung bis heute auf 21 Mark bis 24,75 Mark. Nottz von Sonnabend, ermäßigt.) Das Bäckergewerb« kann in der Zeit von Juni bis Dezember 1S29 unmöglich derart ver- teuerte Produktionsfaktoren gehabt haben, die di« Preisstellung für Brot erklären könnte. Somit hat der Derbraucher schon recht, wenn er sich über die zu teuren Roggenbrotpreis« in Berlin beklagt. Die best« Propaganda ist aber billig«» und gutes Brot, wenn schon Propaganda du Parole sein soll. Daß das Berliner Bäck«rg«werbe dieser Forderung nicht genügt, beweisen doch schließlich die vielen Klagen. Diese Klagen sind keineswegs all« unberechtigt— und daß man in Berkin ein wohlfeiles und gutes Roggenbrot backen kann, beweist so die Berliner Konsum- genossenschaft. Weil wir gute und beste Propaganda für den Roggen und das Roggenbrot machen wollen, verlangen wir in dem kommenden Gesetz unbedingt den Deklarierungszwang hin- sichtlich der Verwendung von Zusatzmehlen und di« eindeutige Vor- fchrist. daß das Brot endlich im Deutschen Reich überall noch Gewicht verkauft wird, damit die Hausfrau ein« Kontrolle über dos Brot und seinen Preis hat. Wir glauben, daß dann auch Berlin ein billiges und gutes Roggenbrot erhält._ Reichs- und Slaalskredll« für oflpreußlsche Industriebetrieb«. Aus Grund der Berhandlungen zwischen Reichsreglerung und Reichstag sollen für den Erwerb des Werstbetriehes der Stockt die Arbeitslosenflut? Erstmalig kein Zuwachs von Arbeitsuchenden. Das stetig« Tempo der von Woche zu Woche sich fortsetzenden Verschlechterung des Arbeitsmarktes hat in der Woche zum 1. Fe. bruar nachgelassen. Zwar nahm die Zahl der Untcrstutzunzs- bezieher noch um 9611 Personen zu, was sich aus der Entwicklung der Vorwochen erklärt, dagegen hat z u m e r st« n in a l der Zu- gong von Arbeitsuchenden gestoppt. In der Bericht«. woche war insgesamt nur ein Zugang von 70 Arbeitsuchenden gegen- über einer Zunahme von fast 9900 Personen in der Vorwoche zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Arbeitsuchenden im Bereiche des Landesarbeitsamts Brandenburg stellt sich aus 482163 Personen, die sich mit 329 286 auf Beilln und mit 139 879 Personen auf die Provinz Brandenburg verteilen. Unterstützt wurde» hiervon in der Arbeitslosenversicherung 307 689 und in der Krisen- nnterstützung 88021, zusammen 345 710 Personen. Di« Entwicklung in der letzten Berichtswoäx bestätigt die An nähme, daß die E n t l a st u n g des allerdings speziell tn Berlin besonders überfluteten Arbeits markte» etwa vier Wochen früher einsetzt als in dem Katastrophenwinter 1928/29. Aller- dings ist die Voraussetzung hierfür, daß jetzt nicht noch der Februar «inen strengen Nachwinter bringt. Die ungleich stärkere Belastung des Arbeitsmarktes in diesem Winter trotz einer ausnohmsweiü.- günstigen Witterung zeigt di« folgende Tabelle: Arbeitsuchende Winter 1928/29 Winter 1929 30 1. Dezember... 285 431 315 441 1. Iannar.... 370444 438310 1, Februar.... 385 124 482 163 1. März..... 398161? Es zeigt sich also, daß der Höhepunkt der Winterarbeitslosigkeit m Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr erst Anfang März erreicht war, während zu hoffen ist, daß dem setzt erstmalig eingetretenen Stillstand auf dem Arbeitsmarkt bald die erste Eni. lastung folgt. Auslandskapiial fließt wieder zu. )n der ersten Februarwoche 155 Millionen Mark. Der Druck auf das deutsche Wirtschaftsleben, der durch die unterbrochene Zufuhr von ausländischem Kapstal wesentlich hervor gerufen wurde, beginnt zu weichen. In den letzten drei Monaten hatten die deutschen Anleihen im Ausland im Durchschnitt den lächerlichen Betrag von durchschnittlich 8 Millionen Mark nicht über schritten. In der ersten Februarwoche allein sind rund 155 Millionen Mark nach Deutschland geflossen: die Siemtns-Anleihe bracht« etwa 137 Millionen, da» Badenwerk-Karlsruhe erhielt eine Änleihe von 12 Millionen Schweizer Franken(9,6 Millionen Mark), und der Ruhroerband(Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet) hat in Holland«ine Anleihe von 5 Millionen Gulden(8L Millionen Mark) unter- �gebracht.�„..j,....<:«»•.»•. Zweifellos sind diese Anleihen erst, durch den Abschluß fe4« N 0 u n g- Plans möglich geworden, wenn auch der tister national sinkend« Zinsfuß ein« entscheidende Voraussetzung war Wann wird der ausländische Kapitalmarkt für die öffentlichen Unternehmungen wieder geöffnet werden? Wir brauchen Arbeit! Mittionenverlufi bei Wanderer. J Trotz hoher Dividenden in den letzten Iahren. Eine böse Ueberraschung für die Aktionäre bringt der soeben verösfentlicht« Abschluß der bekannten sächsischen Wanderer- Automobtl-Werte in Chemnitz. Das Geschäftsjahr lS28-'29 schließt mit einem Berlust von 1.6 Millionen Mark. In den Iahren nach der Inflation gehörte dieses Unternehmen zu den ganz wenigen blühenden Automobilbetrieben in Deutsch- land und zahlte von 1924 bis 1927 Dividenden von 12 P roz., also in einer Höhe, wie sie snost in der deutschen Auto- industrie nicht zu finden waren. Zwar senkt« die Gesellschaft im vergangenen Jahr die Dividende für 1927/28 auf 6 Proz., doch waren hierbei geringere Verdienste weniger ausschlaggebend als Vorsichtsmaßnahmen wegen hoher Rationaiisierungskosten. Der Geschäftsgewinn für 1927/28 lag auch mit fast 7 Millionen nur ganz unwesentlich unter dem Vorjahrsergebnis, und bei dem mit 1,2 Millionen ausgewiesenen Reingewinn waren noch die besonders hochgeschraubten Abschreibungen zu berücksichtigen. Auch die Um- s a tz z l f f e r n des Unternehmens wiesen seit 1925 eine ständig steigende Tendenz auf. Die beiden letzten Betriebsjahre stellten nach der Angabe der Verwaltung hinsichtlich des Umsatzes Rekordjahre seit dem mehr als 40jöhrigen Bestehen des Unter- nehmen» dar. Wenn auch in letzter Zeit verschieden« Nachrichten über den ungünstigen Stand der Wanderer-Werke in die Oeffentlichkeit durch- sickerten, muß doch die Höhe des Verlustes mit 1,6 Mill. über- raschen. Die Geschäftsleitung begründet den schlechten Abschluß mit der allgemein ungünstigen Wirtschaftslage im letzten Jahr, die sich im Alitamabiilgeschäst mit besonderer Schärfe ausgeprägt hätte. Die Gesellschaft hat, wie wir hören, sich bereits mit der Auf- stellung«ine» neuen Fabrikationsprogramms befaßt, welches di« Fabrikation einer neuen verbesserten Typ« des früheun 6/30er Wagens neben der 10/50er Typ« vorsieht. Diese letzt«« Typ« hat an und für sich auf dem In- und Auslandsmarkt zweisel los sehr gut eingeschlagen, stdock» haben offenbar auch die Erlöse hier nicht ausgereicht, um die hohen Umstellungskosten abzudecken. in Konkurs gegangene Königsbsrger Union kommen ausschließlich als Erwerbskredit in Frag«, wahrend die Komnick A.-G das Geld als verzinsliches Darlehen erhält. An d«r Gesamt. summ« beteiligen sich Preußen und da» Reich je zur Hälft«. Lieber 3 Millionen �unösunkieilnehmer. Nach dem dritten Vtertelsahresbericht der Reichspost hat siÄ zum 81. Dezember 1929 di« Zahl der Rundfunkteilnehmer auf 8 066 6�2 erhöht. Der Zugang betrug im Quartal September- Dezember 223 000 Teilnehmer. Siebzehn Flugpostllnien dienten dem Winter flugplan: nn März und April sollen weitere 17 Linien hinzukommen. Die Zahl der Telephonsprech stellen sst um 88 200 auf 3 116 928 gestiegen. Der Umsatz gut Postscheckkonto für das Kalenderjahr 1929 umfaßte 736 8 Mil-- lionen Buchungen über 150,7 Milliarden Mark bei 688,9 Millionen Mark Postscheckguthaben zum Jahresschluß und einer Konten, zahl von 974 921. Im dritten Quartal de» Rechnungsjahre» betrugen Ein- nahmen 591 und Ausgaben 598 Millionen. mit Stickerei_ 1,75,1,23. FGE ERHÖHTE LEISTUNGSFÄHIGKEIT DURCH EIGENE SPINNEREIEN UND WEBEREIEN, SOWIE WÄSCHE-, SPITZEN- UND GARDINEN-FABRIKATION IN DEN FUHRENDEN INDUSTRIEZENTREN DAMEN-WWSCHE BAUMWOLLWAREN SEIDEN-KLEIDERSTOFFE _ I.„ rl mit KIBppel- und Tragernema vaienoienne-spit-«zz ien, gute Qualität..... 2,25, 1,75■ Achselhemd ��12,23,1.25"7 5 Nachthemd Bubtform3,75,2�0 I75 mit Valenclenne u. tMOCnTnCniO Klöppelspitzen In �50 eleganter Ausführung.... 3/95/ 3/25• Nachthemd Ä'ÄVs 275 Hemdhose„.Stickerei 3,25,1,95 1°° ■ In»-»-» rll-> n rrt farbig Batist, reich mit »•©niOllOS© Valencienne-Spitze 045 verziert..............." 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U-BAHNHOF HERMANNPLATZ• OER KARSTADT-BAHNHOF DAS GANZE HAUS EIN JAPANISCHES BLUTENFEST/ IM VERKAUFSKELLER ORIGINAL JAPAN! SCHES TEEHAUS JAP.A NISCHE MUSIK Gonnkag 9 Februar �939 Unterhaltung unü �Vissen Beilage des Vorwärts Om»itaitf padme hum Jugenderinnerungen von Hügel gräber Schon lange hatte mich die Wunderwelt Indien mit ihren Reizen gepackt, und die alten heiligen Sprachen Sanskrit und Pali einmal zu lernen, war mein lebhaftester Wunsch Als daher an einer Hochschule unserer Stadt versuchsweise auch Sanskrit in den l'e-hrplan ausgenommen wurde, nahm ich natürlich sofort daran teil. Die erste Stunde war von etwa zwanzig Teilnehmern besucht, dar- unter waren mehrere Damen. Doch hatte ich für niemand einen '•Slick, da ich nur gespannt den Darlegungen des Dozenten folgte und mich sofort an die Nachahmung der an die Tafel gemalten Zeichen machte. Die Woche bis zur nächsten Stunde wurde aus- geküllt mit Uebersetzungen und Schriftübungen. Die zweit« Stunde nahte: aber wie erschrak ich, als nur zwei Teilnehmer, ein Herr und eine Dame, auster mir erschienen waren. Mistbilligend bemerkt« der Dozent, daß leider die Mehrzahl bloste Befriedigung der Neu- gier dem Erwerb gediegenen Wissens vorziehe. „Ja, meine Herrschaften," fuhr er fort.,„da ich die Befürchtung b.ege, daß auch Sie mir noch untreu werden, möchte ich Sie doch darauf aufmerksam machen, daß es sich hier um etwas Großes handelt. Denn Sanskrit ist nicht nur eine Sprache schlechthin, nein!, Man könnte fast sagen, es ist die Sprache. Ich weiß nicht, ob es Ihnen bekannt ist, daß d!« Sprachwissenschaft nicht nur durch das Sanskrit an sich, sondern auch durch die grammatische Arbeit der alten Inder einen ungeheuren Aufschwung genommen hat. Ae- Inders weise ich auf Panini hin, der leider durch einen Löwen ! einen Tod fand. Aber die meisten werden ja immer durch die voetischen Erzeugnisse einer Literatur angezogen, nun. auch gerade in der Dtchtkunst haben die Jndier Wundervolles geleistet. Ich erinner« Sie nur an das Drama Sakuntala von Kalidofa, das Goethe in seinen bekannten B«rs«n so gerühmt hat, trotzdem er es nur in einer englischen Uebersetzung kennengelernt hat. Was für einen Genuß muß Ihnen erst das Lesen des Originals bieten! Dabei ist'es gar nicht einmal das best« indische Theaterstück. Ich brauche Sie weiter wohl nur auf folgende Episoden aus dem Riesen- spos Mahabharata hinzuweisen: Rala und Domapanti und Sovitri. beide kennen Sie ja in der Rückertschen Uebersetzung, und die Herr- lich« Bhagaoadgita. Und daß unser« Fabeln vielfach auf die indischen Fabeibücher Pantschatranta und Hitopadesa und auch auf die buddhistischen Dschotakas zurückgehen, das werden sie ja bald durch eigenen Vergleich herausfinde». Aber das alles verblaßt doch vor der unermeßlichen Weite und Tief« des indischen Geistes, wie er sich besonder» in der Philosophie ofsenbart. Und nun gar die buddhisttsche Literatur, die zwar großenterls in Pali abgefaßt ist, aber wenn Sie Sanskrit gelernt haben, dann haben Sie auch Pali schnell weg.— diese buddhistisch« Literatur nun ist für ganz Ostasien und Hinterindien von ungeheure�.. Bedeutung gewesen. Ja. �ien Md ��.' Literatur mutz kennen, wer die Welk' will kennend;•'•'-— v-- Di« Unterrichtsstunde nahm ihren Fortgang, und am Schluß derselben verwickelte die jung« Dam« den Dozenten in ein längeres gelehrte« Gespräch, wobei sie mir den Rücken zukehrte, so daß ich luder nicht ihr Gesicht näher betrachten konm«. In der nächsten Stunde sah ich sie mir nun einmal genauer an. Ich war etwas ernüchtert. Ein ziemlich strenges Gesicht mit kalten blauen Augen, «iner allerdings schönen, Geist verratenden Stirn und dunkelblondem Haar. Ich muß hier einfügen, daß ich im allgemeinen immer für dunkle Augen geschwärmt hatte. Aber ich weiß nicht, woran es lag. ,a«ist waren die Besitzerinnen dieser dunklen Augen, die ich kennen- lernt«, nicht von der geistigen Regsamkeit, wie ich sie nun einmal für wünschens-wert hielt. Ich nahm kurzerhand an, daß auch b int er diesem Mädchen nicht viel stecken könne.„Sie will ein bißchen naschen", dachte ich,„und ist so«ingebildet, daß sie glaubt, die Sprache lernen zu können, von der Wilhelm o. Huinboldl ge- 'agt hat, er danke Gott, daß er ihn noch so lange habe leben lasten, diese Sprach« zu lernen. Aber ist dieses junge Mädchen mit Humboldt zu vergleichen?" Der Dozent, der mich wegen meiner 'chönen Devonagari-Schrist gern sah. erzählte mir am Schluß der Stunde, das Fräulein, das nebenbei bemerkt Flamen hieß, wolle «päter Japanisch lernen. Ich war ganz verdutzt vor solchen hoch- lliegpnden Plänen. Bei dem Wort« hochfliegend aber muhie ich plötzlich gerührt lächeln, ich dacht« unwillkürlich an«in Hühnchen, das so hoch wie ein Adler fliegen will. Di« fünfte Stunde nun gab Mir' Gelegenheit, einig« kurze höflich« Worte mit ihr zu tauschen. Ich ersah aus unserer Unterhaltung, daß ich eine zwar >chr selbstbewußte, aber trotz ihrer großartigen Pläne doch unver- bildete Persönlichkeit vor mir hatte. Einfach und natürlich er- -ihlte st« mir, daß sie aus«iner Arbeiterfamilie stamm«, ihr Vater schon lange tot sei, und sie jetzt mit ihrer Mutter und zwei jüngeren Schwestern zuiammenwahne. Don Beruf Kontoristin, habe sie sich aus eigener Neigung auf fremde Sprachen geworfen, um später einmal im Auslande ihr Fortkommen zu finden und dort Land und Leute kennen zu lernen. Nach dem ersten Diertelfahr wurde der Kursus wegen der ge- ringen Beteiligung als Privatzirkel fortgesetzt. Der andere Teil- i-'hrner hatte nämlich nach der siebenten Stund« auch dos Rennen a'ttgegeben, so daß nur noch wir zwei ssi« und ich) übrig waren. Da ergab sich dann natürlich, daß wir öfter miteinander ins Ge- 'präch kamen und auch ob und zu kurze Briefe wechselten, die aber meist nur„fachmännischen" Inhalt hatten: denn int übrigen olieb sie sehr zurückhaltend. Ja, sie ljatte einmal(bei Beginn des Privat- Zirkels) geäußert, daß sie sich nie verheiraten und überhaupt nicht als sogenanntes Weibchen angesehen werden woll«. Die letztere An- kicht fand ich übrigens sehr verm'rufiig. Wir nahmen dann auch Gelegenheit, ab und zu in die indisckx und jopoitifchc Abteilung des Bölkerk>md«>nu!eums ZU gehen, um uns dort auch sachlich zu unterrichten. Bei diesen Gängen kam es dann auch ost vor, daß i-e bei einer Frage oder einem Hinweis mich am Ann faßte oder meine Hand ergriff, und es erschien wohl auch ab und zu ein flüchtiges Lächeln auf ihren Lippen. Selbstverständlich wagte ich nie. ingedenk ihrer Won«, aber auch meiner angeborenen Schüchtern- heit folgend, daraus auf ein wärmeres Gefühl für mich zu schließen. Ich blieb verhalten kühl, besonders da sie manchmal wieder recht iurz angebunden sein konnte. Scherzhafl schrieb ich ihr. einmal auf den Umschlag die Adresse auch auf japanisch in Hiroganaschnft. Sie war sehr erfreut dar- über, und ich wiederholt« das öfter, manchmal mit Sanskrit:o6 entgegentrat. So schrieb ich denn einmal auch diesen Spruch auf den Umschlag, und da ich annahm, daß ihr di« Bedeutung von om, man! und dum noch unbekannt wäre, so gab ich Im Brief die Uebersetzung„ O Kleinod im Lotus. Amen", wirklich ohne mir weiter etwas dabei zu denken. Zu meinem Erstaunen fand ich dann iii) nächsten Brief in einer Randbemerkung die Worte:..Aber wie kann man nur so etwas auf den Umschlag schreiben! Wenn das der Postbote hätte lesen können!" Ich war überrascht, also hatte sie dies« Worte auf sich bezogen und geglaubt, sie sei mit dem Kleinod im Lotus gemeint? Und sie nahm es anscheinend auch gar nicht übel. Am Sonntag darauf war ich mit ihr wieder im Museum und begrüßt« sie gleich mit om mani padrne dum. Tief errötend drohte sie mir mit dem Finger. Dieses Mal hielten uns selbst die schönsten Kunstfchätz« nickst lange. Wir spazierten in der milden Dorsrühlings- lust im Stadtpark umher. Arm in Arm. und in einer stillen Allee fanden sich unsere Lippen zum ersten Kuß. Und setzt ist sie seit langem mein« liebe Frau, noch immer die Seele voll ernster süßer Mädchen- haftigkeit wie in jenen Borfrühlingsiagen, ein guter Kamerad in Freud und Leid, verständnisvoll mit mir an schwierigen wissen- schaftlichen Problemen arbeitend. Eben blickt mir jemand über die Schulter..D>u großer Lügner. natürlich hast du bei dem Spruch gleich an mich gedacht", sagt di« Stimme meiner Frau. „Rein, om man! packme dum", aber ein Kuß verschließt meine Lippen. 3>as SeUenjie Slemenl .Bisher war dos Radium das sellensts und teuerste Element: oie später entdeckten Elemente Rhenium und Jllinium oder HasmüM kamen ihm an Seltenheit gleich. Sie werden aber noch übertrossen durch das Protaktinium, das zuerst von A. V. Grosse im Kaisec- Wilhelm-Jnstitut für Chemie in Dahlem isoliert wurde. Es ist däs Element Sl mit dem zweithöchsten Atomgewicht. Sein Oxyd wurde 1927 zuerst von Grosse als ein weißes, hochsch-melzendes Pulver dargestellt. Damals gewann er zunächst zwei Milligramm des Elementes, und bei so winzigen Quantitäten hatte die ganze chemische Apparatur entsprechend würzige Ausmaße in Spieizeug- fonnat. Das Protaktinium findet sich in den reichsten Uranerzen nur in einem Verhältnis von 1: 10 Millionen, doch gelingt es. das Element selbst m einer Verdünnung von 1: 2 Milliarden in wäsie- riger Lösung nachzuweisen. Man gewinnt es ain besten aus den Rückständen der Radiumgewinnung aus Pechblende, in denen es angereichert ist, und da diese Rückstände billig sind, kann auch Protaktinium billiger gewonnen werden als Radium. In Deutsch- fand wurden aus einer halben Tonne der Mckstände bereits 40 Milligramm gewonnen. In den Rückständen der Radiumsobrikatiorn m Utah imd Colorado liegen noch schätzungsweise 100 Gramm dieses seltensten Elementes, ein« verhältnismäßig große Meng« angesichts der Tatsache, daß der ganze Radiumvorrat der Welt nur 350 Granun beträgt. Auch in Belgien gibt es noch Borrät« davon. Es. ist das einzige radioaktive Clement, das als Metall gewonnen werden"kann. Leider eignet es sich nicht ebenso gut wie Radium, für' medizinische Zwecke, ist aber von hohem wisienschaftlichcn' Wert. Das durch Atomzerfall aus ihm entstehende Aktinium, das noch nie'jemand zu Gesicht bekommen hat, ist noch 2000mal seltener, dagegen lOOrnal therapeutisch wirksamer als Radium, so daß aus diesem Umweg das Protaktinium wertvoll werden kann. Seins Lebensdauer beträgt 50 000 Jahre. g.&.Wayer: SybHiß ZMßjß Sin Beitrag stur Qefchichte des Hrühsomialismus Die beiden Briefe von Sybille Hetz an Marx und Marx' Ant- wort, die hier erstmalig veröffentlicht werden, sind von großem biographischen Interesse. Die Originale befinden sich im Archiv der SPD. in Berlin. Moses Heß, Sybilles Mann, gilt als„der Dater des deutschen Sozialismus". Er war sechs Jahr« älter als Marx und bis zur Vsröfientlichung des„Kommunistischen Manifestes" im Jahre 1847 Marx und Engels in Freundschaft verbunden. Die drei Freunde schrieben gemeinsam eine große Auseinandersetzung mit ihren philosophierenden Zettgenoffen Max Sttrner. Feuerbach. Bruno Bauer, um Nur die bedeutendsten zu nennen. Ihrer gemeinsamen Arbeit gaben sie den Titel:„Deutsche Ideologie". In dieser Schrift, sie ist bisher nur unvollständig aus dein Nachlaß veröffentlicht, ton- frontierten Marx, Engels und Heß di« deutsch« nachhegelsch« Philosophie mit ihrem neugewonnenen Standpunkt, den sie schon damals den historischen Materialismus nannten. Nicht Ideen be- stimmen das geschichtlich« Geschehen, sondern aus dem Stand der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse müsien die geschicht- tichen Ereignisse und gesellschaftlichen Zusammenhäng« verstanden werden. Mit der Berösfentlichung des„Kommunistischen Manifestes" rückten jedoch Marx und Engels von Heß ab. Heß war ihnen nicht konsequent genug. Er konnte, ihrer Meinung nach, gewiss« idea- listische Schrullen nicht loswerden. Heß blieb immer der Prophet des Sozialismus, der für Marx eine eherne Notwendigkeit der Geschichte war. Erst noch Heß' Tod, von gelegentlichen flüchtigen Berührungen abgesehen, laßt Sybille noch einmal die gemeinsame Brüsseler Kampfzoft der Freunde aufleben. Und zwei Jahre später schickt sie Marx und Engels dos von ihr mit unendlicher Mühe heraus- gegebene Nachlahwerk ihres Mannes:„Die dynamisch« Stosslehre." Diese war' ein genialer Versuch, in Natur und Gesellschaft ein« gemeinsame Gesetzlichteft auszuweisen,«in Versuch, der freilich, nach Marx' Worten,„vielerlei Angriffspunkte für Naturforscher von Fach" enthielt. Die Briese der Sybille Heß stich von ergreifender Einsachheft uich oex raten«in tiefes Dertrautsein um dii'der Sache der Arbeiterklasse gewidmete Lebensarbeft ihres Mannes. Moses Heß. der verdient« sozialistische Kämpfer, hatte in Sybille, von der etwas undurchsichtig« Quellen behaupten, daß sie Heß„au» einem Vordell geholt" habe,«in« treu« Wftkämpferin gefunden. Paris, de»«. April 1875. Lieber Herr und Frau Marx! Sie haben gewiß den Bolksstaat vom 28. April, welchen zu senden, ich so frei war, erhallen. Die Leichenfeier meines Mannes wird in dieser Nummer in recht herzlich mir sehr erfreulicher Weise. besprachen. Ihnen meinen Schmerz über den erlittenen Verlust zu schildern, unterlasse ich, weil ich weiß, daß auch Sie«Isien, was ich in diesem Mann« verloren habe. Ihre Teilnahme werden Sie mir gewiß nicht versagen. Wie glücklich waren doch die vierziger Jahre, wo wir in Lrüsiel nebeneinander wohnten. Noch inimer erinnere ich mich so gern an jene Tage, wo ich das Glück hatte, Ihre werte Gesellschaft, Frau Marx, zu genieße»: Si? haben«inen Eindruck aus mein Herz gemacht, der mir unvergeß- lich bleibt. Ewig beklage ich, daß wir durch das Schicksal, welchcs wir nicht verdient, mit harter Hand getrennt wurden. Heß war in den letzten zwo, Jahren fast ununterbrochen kränk- lich. Vier Wochen vor seinem Tod bekam er einen Blütschfag über die rechte Seite, und es verwandelte sich von diesen Togen sein Blut in Wasser, was trotz aller möglichen Versuch« den Arzt zu ver- hindern, nicht gelang. Di« Natur, die alles gibt und alles wieder an sich zieht, möchte ich verklagen: denn ich meine, Heß wäre mir zu früh von der Seit« gerissen worden. In der letzten Nacht, wo er mich noch mit unaussprechlicher Zärtlichkeit küßt«, war sein Geist wie die Strahlen der Söne: dann schllief er sanft ein und verschied. Sie, werter Herr Marx, sind, � wie mein Mann, ein im. Dienst der Revolution ergraitter Kämpfer, möge- Ihnen, die GesunLheft, die meinem Mann« nie im Leben recht hold war, noch-fange er. halten bleihm, dam't Sie die Sache, welcher Sie von frühester .------.,——. P Jugend mit Hfntansetztmg aller- Ihrer persönlichen'Anoelkaeichgiten wechselnd. Zu dieser Zeit los ich gerade Sven Hcdins Reisen in. geistig so genützt, daß niemand Ihnen den ersten Platz unter den Twet. wo mir natürlich oft die Gebetssormei om mam xackme dum 1 Deukern. der Social-Demotrsti« slttftis machen fam, Was macht unser lieber F'-eund Engels-, bitte grüßen Sie den- selben herzlich von mir und machen Sie ihm Mitteilung über den mich betrosfenen, harten Schickiolsschfag. Das Bild meines lieben Mannes erlaube ich mir dem Brief beizulegen mit der Erwartung, Ihnen damit nicht unangenehm zu berühren: es ist vier Wochen vor seinem Tode gemacht. Hochachtungsvoll und herlich grüßend verbleibt S i b.l a He ß. Ist«? Ihnen nicht möglich, mir di« Adresie von Napoleop Eäcilia... mitzuteilen. Ich lptte dringend. darum: denn schon fang« suche ich den geliebten Freund vergeblich. V y': i Paris, den 20. Oktober 1877� Bester Herr Marx! Ich bin so frei, Ihnen hiermit mit großer Freude ein Exemplar der dynamischen Stofflehre des ersten Bandes, die letzte Arbeit meines verstorbenen Mannes, zuzuschicken, möge es freundliche An- ' erkennur«g bei Ihnen finden. Sollte das Werk Ihren Beifall haben. so bitte ich, es in meinem Interesse zu verbreiten, wofür ich Ihnen zum innigsten Dank verpflichtet bleiben würde. Wenn Sie das Nachwort lesen, so werden Sie finden, daß ich dos Buch ohne alles Vermögen mit unsäglicher Mühe und großer Sorge dennoch herausgegeben habe. Ich bitte Sie, auch mich bei unserm sehr geehrten Freund Engels für dos Buch zu enipfehlen, daß er zu meinen Gunsten eine Kritik, in irgend einer Zeitung, welche er selbst wählen möge, verbreite, und wenn er etwas dafür tun kann bei seinen Bekannten, um es zu verkaufen, ich mächte gern eine kleine Summe Geld haben, den Drucker zu bezahlen, natürlich das an ihn gerichtete Buch schicke ich ihm zum Andenken: ich wünsche nur, daß er es womöglich verbreite, wofür ich ihn' zum Voraus meinen innigsten Dank sage. Ich bin überzeugt, Sie, lieber Marx und Engels,«hren deü allen Kommunisten, Euer Freund, der Euch voran aus dem Leben so geschieden ist. Es bleibt mir nur der Wunsch übrig, daß diese, sein« letzte Arbeit, zur Aufklärung der Unwissenden beitragen möge- denn am End« gibt, es doch kaum eine Wissenschaft, die mehr geeignet dazu ist, als gerade die asironsmische Naturwissenschaft, um alle religiöse Phantasien der Menschen auszurollen. Mit inniger Lieb« und Verehrung für Sie, Ihre lieb« Frov und Töchter, sowie für unseren verehrungsvollen Freund Engels, grüße ich Sie in hoffnungsvoller Erwartung ganz«rgebenst S y b i l l a Heß. rn« cke Vaugirarck 93. 29. November 1877. 41, Maitlanck Park Roack London, NW Lieb« Frau Heß! Ich war zusammen mft Engels längere Zeit von London ab- wesend, und nach Rückkunft mußte ich doch erst das Buch unseres verewigten Freundes lesen, um Ihnen schreiben zu können. Meinen und Engels besten Dank für Uebersenduna desselben. Soweit unser Einfluß reicht, werden wir es zu verbretten suchen. Es enthält geniale Anschauungen, bietet aber leider— wahrschein- lich, weil Heß nicht die letzte Hand daran legen tonnte— vielerlei bedenkliche Angriffspunkte für Naturforscher von Fach. Indem ich Ihnen den besten Erfolg wünsche Ihr ergebener '___ Karl Marx. Reise der„Jrarn". Das ehrwürdige Expeditions- lchtff„Fram', das Nansen om weitesten nach Norden und Roald Amurcdjen am weitesten nach Süden führte, wird jetzt für seine letzte Reise ausgerüstet. Das Schiff soll unter den Sehenswürdig- kciien der Ausstellung erscheinen, die in diesem Sommer tn Ixondhiem zur Feier des 900. Jahrestags der Einführung des Ehristeniums in Norwegen stattfindet. Die Mannschast, die die „Fram" auf ihrer letzten Rette begleitet, wird wohl die berühmteste fem, die jemals auf dem Deck eines Schisses stand. Der Leiter ist Kapftän Wistintt der einzige noch lebende Mann, der auf dem Südpol gestanden hat und den Nordpol" von der Luft aus sah. Seine Matrosen sind die noch lebenden Mitglieder der Fovschungs- reisen, die Nansen. Amundsen und Soerdrup nach dem Nord- und Südpol hegleiteten Nach der Ausstellung wird die„Fram", die wieder mit den ursprünglichen drei über 30 Meter hohen Masten ausgerüstet worden rst, nach Oslo segeln und dort für immer in dem Norwegischen Arktischen Museum emen Ehrenplatz finden. m AppeUi SEeilgmiäfles Sachfen Segen des Winlerfporis Üftir G das wurf cht, ob mier heier noch enn Mnder kriegen eim nich. Zu was brauchen miern denn? Frn Wlnderfchbort. Das kann enn doch ordendlich leed duhn. wie die heier nemgeflog«, sinn. Wer sich filleicht extra S baar �Schneeschuhe gekoost hat, der muß doch reenewea akroern wern for SSuhd. Do schein Li« awr sehr frn Dind«rschbort zu sinn. Fr meine Versöhn selwer nich so sehr. Äwr wmm andre Schneeschuh fahrn, da frei ich mich. s&u, was soll dn das fr«nn Sinn Hamm, dosie sich solche lange Vretler an de Veen» schnalln unn drmit in dr Gegend rumgondeln? Da» hat schon sein Sinn. Iewrlegen s« sich doch bloß mal. wie fix die so enn Berg runder sinn mit den Heizern. Waffe da fr Zeit schborn Unn Zeit iß doch mit s Kosdbarfchd«, was dr Mensch hat Wenns« nich erscht de Berg« noffschdeigcn bähten, da dähten se noch fiel mer Zeit schbarn. Awr da hädden doch mier andern nischt drfon. Bei mir iß das kee Undecsch-«d. obe Winderschbort gtbbt oder nich. Ich habb da nischt drfon unn so ooch nich. Das iß ahm frschieden. Bei mir iß das andersch. Sehnse, mei cheisl das schdeht doch direkt am AbHange, unn der Weg drnähm frbel, wenn der zugeschneit iß in Winder, da duhn s« immer runder- fahrn. Unn da iß fnrges Jahr mal«ener an mein Gardenzaun gerammelt, unn hat ä baur Meter drfon umgehaun, unn ä baar Ladden sinn ooch zerbrochen, weils« schon gans morfch warn. Unn wo ich nu gekomm bin unn habb schimfen wolln, da hatr gesagt: och, mier wern uns schon gicdlich einigen, unn ich muß wärklich sagem tabd'ch hatr sich nich gemacht. Awr ich habb mir gesagt, fiji tand muß dr Mensch sinn— unn habb die fimf Meter nei'n Garde n- zoun. die der bezahlt hat. an dr andern Seid« son Hau» offgeschdellt. Ohm, wo der Hang iß, da habb ich die allien Ladden noddärft'g wieder Hergericht, unn habb gedacht: s werd schon wieder mal klabben in Winder... Awr wenn mier keen Schnee kriegen, da komm ich in gansen Lähm zu keen nei'n Zaun. Deswegen sinn Sie also so ä großer Freind son Winderschbort? Ra klar. Au» keen andern Grunde. „Schöner Gigolo." Dt« Grammesonbladd« rß Ihn' wohl rundergeflopen � Nee. die habb ich zrhaun. Was ißn das fr«ene? Scheencr Schiggolo. Ach ja,, der Schlager. Sie, was ißn da» eegendlich, ä Schiggolo? Das iß in den sein Lokals, da Hamms« extra welch«, die iniffcn mit den srheiiahdn Fraun donsen, den ihr« Männer keen« Lust Hamm oder dies fielleicht garnich wissen, daß ihr« Aide schwoasan iß. Awr warum Hamm Sis'n di» Bladd« zrhaun? Aus Bach«, weil die mir di« Geschichte eingebrockt ha' Was dn fr ire Geschichte? Alse, baffen Se off! Das Lied hat uns so gefall«, un.t da Hamm mietsch immer geschbielt. Ilim wo mier gestern Maskenball hadd«,. oa habb ich gedacht: gehst als Schiggolo. Das iß mal was andres wie eegal als Zigeiner oder als Drombeder fon Säckinz, oder als !lkeegzrheik.dllna. Sehn!«, unn da habb ich mir nu enn Schmokwg gebumbt. da« kam fusfzn Mark, unn nachher habb' ch'n ooch noch misten offbiegeln lasien. Awr das wuht'ch forher noch nich: Jeden- falls bin ich nu gans frgnicgt ldsgewärg! mit meiner Alden. Di« Ivar chs berühmthellen aufgenommen worden. Bor einem solchen Blld blieb Menzel länger« Zell stehen. Er besah es sich ganz genau, und die ganze Gesellschaft hing in atemloser Spannung an seinem Munde: den» der Maler, der dieses Bild geschaffen hacke, hatte damals einen Namen von bestem Klang, der freilich später viel verlor. Endlich öffnet« Menzel den Mund zu dem einen Wort:„Schund!" Di« Dam« de» Hause» fiel fast In Ohnmacht; denn gerade dieses Bild hatte«in Vermögen gekostet. Es entstand ein betretenes Schweigen. Meycrheim nahm seinen Freuich Menzel beiseite, um ihn milder zu stimmen:«r erreichte auch, daß sich Menzel das Bild nochmals ansah. Wieder stand er lange und prüfend davor, wieder harrte die ganze Gesellschaft seiner Entscheidung. Aber das EnimrteU hieß:„Es ist doch Schund!�_ 3)as verfäumie Waskenfefl eine Amf ein �euerbadt- Anekdote Als Anselm Feuer dach kurz vor seiner Abreise aus Rom im Anfang des Jahres I8V0 mit seinem Freund« Julius Algeyer durch di« Gaffen waichert«, um sein« dunklen Augen noch«in letztes Mal an schönen Menschen und schönen Motiven zu ersättigen, erblickte er plötzlich«in Weib, da» mit einem Kind auf dem Arm im offenen Fenster stand, so daß der Rahmen des Fenster» der natürliche Ab- ichditz eines Madonnenbildes zu sein schien. Erstaunt, begeistett starrten die Freunde. Aber— der Post wagen wartete, es blieb kein« Zell Beziehungen onzutnüpsen. Aber, als Feuerbach gegen End« des Jahres nach Rom zurück kchrt«, fand er schnell wieder den Weg zu dieser Gaff», und«s ge lang ihm auch, d!« sung« Schustersfrau zu bewegen, ihm Modell zu stehen. Jubelnd schreibt er seiner Mutter, daß er die schönste Frau Rom» entdeckt habe und daß sie nun in seinem.Gastmahl des Plato" weiterleben und al»„Iphigenie" aus die Nachwelt tom» wen werde Und nun beginnt«in begeistertes Malen..Ich beginne erst setzt zu leben." schreibt er der Mutter. Und er tut alles, um sein Modell fühlen zu lassen, wi« dankbar er ihr ist Rücksichtsvoller, als et» Liebhader sorgt er für ihr« Gesundheit. Er läßt sogar da» Rauchen, weil er glaubt, er könne ihr schaden, da sie an einer schweren Herzkrankhell leid«. Er sucht« sie aufzuhellern, damit sie nicht an ihr Kranksein denke und überschüttet si«— wenn seine Kaff« es einmal gestattet— mll Schmuck und köstlichen Stoffen. So hatte er sie wieder einmal ausgesordert. an einem Masken- feste der Künstler teilzunehmen. Er hüllt« ihre hohe, vornehm« Ge- stall in dunkle, schwere Seide, hing einen weißen Burnus über ihre Schullern und fügte der hallenden Agraffe«in« rotweiß« Kamelie hinzu. Eine Perlenschnur im Haar, gleißend« Ringe an den Han» den. Hol»- und Armketten vollendeten den Prunk. Dann reichte Feuerbach seiner Nana di« braun« Halbmask« mll dem schwarze« Mundschleier und sagt«:.Nun komm, du wirst d>« Schönste' 00»' all«» sein!" Da ließ" Nana den Arm nick der Maske sinken und sagte»Laß un» nicht gehen, Meisterl".Warum denn nicht. Nana?" fragt« Feuerbach erschrocken..Well du mich so malen sollst, wie ich fetzt dinl" Dabei sah sie ihren Maler ernst an und so schön zugleich, daß Feuerbach» Künstlerseele Feuer fing. Vi» tief in die Nacht hinein stand«r vor der Staffelei und sucht« da» seltsame Bild festzuhalten, da» er vor sich sah: die iod» ernste Nana, mit der Maske in der schmalen Hand— an da» ver» säumt« Maskensest dachten si« beid« aber mll keinem Gedanken. WERTHEIM Leipziger Str. Könlgstr. 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Die Einberufung der Reichsjugendkonlerenz des ZdA. in das Berlin der Arbeit möge zunächst als ein Zeichen dafür gc wertet werden, daß diese Jugend bereit ist, getreu der ilcbnrlicferung des Zentralrerbondes der Angestellten ein derartiges Gelöbnis auch durch die Tat einzulösen. Imäeri« Diederich. Endlich Angestellienausschuß in Genf! Es wii d ohne Llniernel-m�r aesten Gens. 8. Februar.(Eigenbericht.) Der Berwaltungsrat des Internationalen Arbeilsamtes beschloß am Sonnabend mit 12 gegen 10 Stimmen einen Antrag der Unser- nehmer, die Bildung des Angestelltenauschusses nochmals zu vertagen unh zusammen der Arbeitskonferenz im Juni zu überweisen, abzulehnen. Mit 12 gegen 7 Stimmen wurde —-rrr *oC SS« Fescher Lachschah «m btioadcr« prtUvcrt »Arco* echt Boxeali Qdaati'Goochtv.VeS Zorn Dekargangt Flotter Trotteurschuh Versand cTardi Zentrale LEISER, Berlin SO 16, Sehmldsiraxea 24 25, „Dann der von der deutschen Regierung umrissen« ZlufgaSen- tteis der Tätigkeit des vorgesehenen Ausschusses zugrunde gelegt und mit 12 gegen 8 Stimmen ein Unternehmerantrag, den Ausschuß paritätisch au, Angestellten und Arbeitern zusammen» zusetzen, abgelehnt. Der englische Unternehmeroertreter gab daraufhin die Erklärung ab. daß die Unternehmer im Ausschuß Inicht mitarbeiten würden. Die Zusammensetzung des Angestclltenausschusses wurde mit der merkwürdigen Mehrheit von 6: l> geregelt. Die Regierungen und das Arbeitsamt hatten sich darauf geeinigt, die Zahl der Angestellten. .Vertreter im Ausschuß aus 12 zu vermehren: da aber- durch dies« Vermehrung die christlichen Verbände eine ihre zahlenmäßige Bs» ! deutungweit übersteigende Vertretung erhalten hätten und außer» sdem als Angestelltenrertretcr von den Regierungen Leute genannt .wurden, die niemand kennt, enthielten sich die Arbeiter bei der Abstimmung der Stimme.- Es entfallen von den 12 Angestelltenvertretern 8 auf Vertreter freier Verbände, darunter Aushäuser. 2 oder 4 auf ch r ist> Ii che oder sogenannt« neutrale Verbände, ein Vertreter wird von einer japanischen Angestelltenorganisation gestellt.. Und der zwölfte wird trotz des Protestes der Arbeiter von der faschistl» : sich e n italienischen Angestelltenorganisativn entsandt. Immer noch Reparationsskandal. llebergriffe französischer Dehörveo. Lei den R e pa rat i on s a rb« i t e n In Frankreich sind noch immer keine einwandfreie» Arbeitsbedingungen in Geltung. Für die bei der Mofelkanalifierung in L o t h r in g« n beschäftigt« Arbeiterschaft ist nach Hängen und Würgen ei» Tarif» vertrag zustande.gekommen, der wenigstens den Vorteil, brachte. daß die Bauarbeiterschaft ihre Betriebsvertretung hat und ihre notwendigen Versammlungen abhalten kann. Ebenso, dürfen 'ihre Gewerkschaftsführer ungehindert auf die Baustellen kommen: sie werden nicht mehr, wie früher, von den französischen Behörden belästigt. Andere steht es mit den Polierern und Schacht» meistern. Die Unternehmer spielen den starken Mann, weil sie Unterstützung durch die französischen Behörden finden. Diese haben die Poliere und Schachtmeister aufgefordert, die Tagesordnung für ihr« Versammlungen vorher den franzosischen zuständige» Amts» stellen und der Arbeitsgemeinfchaftder Unternehmer bekon ntzugeben, sowie den Unternehmern«inen Ver» s a m ml u u g s b« r i ch t zu übermitteln. Die Unternehmer und ihre Helfershelfer bei den Vehörben möchten die Poliergruppe daran hindern, irgendein« Aktiop zur Verbesserung ihrer Arbeitsverhält» uisse zu unternehmen. Wie notwendig eine solche Verbesserung wäre, zeigt allein die Tatsache, daß Poliere, Schachtmeister usw. w ö ch e n l i ch 66 Stünden für einen den Verhältnissen absolut nicht entsprechenden Lohn arbeiten müssen: es wird ihnen für die jeweils geleisteten Ueberstund e n über die 66 Stunden Wochenarbeits» zest hinaus und auch für die S o n nt a g s a r b« i t keinerlei Vergütung gewährt! Der Valier», Werk- und Schachtmeisterverband hat sich wieder- holt bemüht, mit dem Reichsverband industrieller Vauunternehmun- g«n Lerlin«inen Tarifvertrag abzuschließen. Da die Unternehmer- gemeinschaft voraussieht, daß unter diesen Umständen ein Kon- {UM unvermeidlich ist, sucht sie sich schon setzt Arbeitskräfte für die Polier- und Schachtmeisterarbeit zu sichern, um rechtzeit'g Ersatz zu haben. An alle Poliere, Schachtmeister usw. muß daher dringend die Aufforderung gerichtet werden, bei der Arbeits- gemeinschaft der lNasellanalisierung in Lothringen so lange keine Stellung anzunehmen, bis die dort noch immer bestehenden skandalösen Zustände durch einen Tarifvertrag beseitigt sind. *" Diese Mitteilungen Hingen geradezu phantastisch Die Forderungen der Behörden— welcher?— stehen im schroffsten'Wider. spruch zum französischen Gewerkschaftsgesetz und haben auch sonst weder In der Gesetzegbung noch in der Verwaltungsprazis auch nur die geringste Grundlage. Wir empfehlen den.Schachtmeistern und Polierern im Moselgebiet, der Aufforderung nicht zu entsprechen und gleichzeitig Beschwerde beim Präfekten zu erheben. Auch die 66stündige Arbeitszeit ist absolut gesetzwidrig. Das kommunistische Einmaleins. 30 von 1250-- 95 pro-nt. Schon wieder ein großer. Sieg der KPD.:.„Betegschasts- Versammlung oerjagt den Verdandsoertreter und die sozialfaschistischen Betriebsräte." So die kommunistische Kriegsberichterstattung des Wasserwerks Tegel. Bei der Versammlung handelte es sich um eine A b t e l I u n g s- versa m ml u n g der Berliner städtischen Wasierwerksarbeiter. Die Wasserwerke beschäftigen 1260 Arbeiter, davon in Tegel 10 4 Mann. Besucht war die Bersammluna von 57 Mann. Da sich ein betriebsfremder Sekretär der KPD. Im Saal befand, wurde abgestimmt, ob er bleiben dürfe. Von den 57 Anwesenden stimm- ten 36 für das Verbleiben des Kammunisten. Die gewerkschaftlich Organisierten verlletzen darauf ge- s ch l o f s e n den Saal und tagten in einem anderen Lokal. Auch ein Teil derjenigen, die für das Verbleiben des Kommunisten ge- stimmt hatten, schlössen sich ihnen an, so daß noihetwa 30 A r- belter der Wasserwerke Iii der kommunistischen Versammlung verblieben. Dies« erlaubten ssch dann den Scherz, Forderung.-» aufzustellen, die zum Teil von der Organisation längst t a r i f- li ch verankert sind. � Die gewerkschaftlich Organisierten hörten einen Vortrag des Genossen O r l o p p und«inen Bericht des B.-triebsratsvorsstzenden und nahmen dann Stellung zu den Detriebsratswahlen und zu den kommenden Lohnoerhandlungen. Die An- wesenden erklärten, alles daran zu fetzen, damit der Kom m u» n i st e n f p u k auch in Tegel bald aufhört. Die H a u p t s ch r e i e r in der kommunistischen Versammlung waren ausgerechnet die K ä tz k e und Genossen, die den Betriebs- rat, den sie heute als Renegaten beschimpfen, am meisten für ihre persönlichen Interessen gebraucht haben. Der KPD. gönnen wir dies« Sorte von Siegern und diesen„Sieg" von 30 über 1250._ Oer Ausgang des Streiks bet der Recenia. Der wilde Streik bei der Textllfabrik Recenia in Hart- mannsdorf ist nach mehrwöchiger Dauer völlig zusammen- gebrochen. Die Arbeit ist jetzt unter den von der Gesellschaft von Beginn an bekanntgegebenen Bedingungen wieder aufgenommen worden. Wie erinnerlich, kam es im Verlaufe des Streiks am 15. Januar in Hartmannsdorf anläßlich einer kommunistischen Demonstration zu blutigen Zusammenstößen mit der Polizei, die füus Todesopfer und zahlreiche Verletzte zur Folge hatten. Sozlakbelhllse für kfchechoslowaklsche Slaaksangehörlge Im Aus» laudl. Her sozialdemokratische Sozralmiuister der Tschecho, s l o w a k e i hat eine außerordentliche Hilf« in Höhe von 1 Million Kronen zur Unterstützung notleidender Tschechen im Ausland bereitgestellt. Ju Deutschland leben zur Zeit 280 000 ausgewanderte Staatsangehörige der Tschechoslowakei, in Oesterreich 150 000. in Frankreich 50 000. IJ'LPgü Werner, Marienlelte!©tcnslaa, Uhr. bei knauer, Warten. felde. am Zabnliof, Bersammluna der HPD.�Senossen. Erscheinen aller Senoiscn unbrdinat notwendig, M.talicbsbuch legitimiert. -' Ter Ststliooioorftanb. S £3 a>PT..BeNe!t»na»arb«tterI grolt' an-nerlammluna füt die Mit. aliedcr der Eotiasdrmotratischcn Bar'ei grcitaa, IS Ufir, in den • S-tfibcw-�tflsälfn, Landsberaer£rt. 8.?«»««> rdnuna: 1. Oraanifalio.is- fraaen. 2. Berschiebrne«. Erscheinen Pflicht. Partei, und Berbands. buch dienen als Ausweis. Ter>Zraltli>-»»orw>nb. Konsum. Eennlsenliisaft Berlin und Umaearnd. InufmÄnuIs««, Per. sonnt der Zentrale! Montaq. WH Ubr. In der Kantine, Lersammlunq aller Parteiaenossen, Sagecordnuna: Etcllunanalme /ut Bnoesiellte». ratswnhl. der Delegierten und Zleuwadl der guni ianfire. Poll�aliliaes Erscheinen mird erwartet. Ter isrartionovorstnnd. St s s ■ A s a a a «. Loren,, TempelbofI Menstaa, W Ubr. bei Zur». Demvelbos, ffricdrich.WiIbelm.Str. 9t>. wichtig« ffraltionsoersammluna aller EBD.. Genossen. Der ffralttounnoryand. Allgemein« Bcr!ammlnrg der BraucreianarsteStea Dienotaa. 20 Ubr. im Perbantehause. k�dcmannstr. lZ. Taaeeordnun«: l. Bericht von dcn Eckil ch. tunasousschubvrrbandlunacn. 2. Stellunanobm« ,um?ch-ed»snruch, Zentral. verband der Aua-stcllten. Bund der technischen Anacstell'e» und Beamien, Dcuischer Wertmeisternerband. � ffnnttionäre der BBS.! Marne«, Montan, 1» Ubr. I» Boele-, ffelt'Zl-n. «ebcrstr. ,7, oslaemeine seeiaewerts�astli�« ffnnltionSrloniercn» der Berlir.e, Sierl.brsbrir-eb«. Mitalmdsbu-b lraitimicrt. Tie in D«»»2S. um lS Uhr Bunter Abend.— Siidtrei»! Erwrrfichaftshau». Bcrtchrsbund. Iunendhrim,«ufnana B. 51., um WUbr Literarischer Abend. Di-moderne L-teratur.- B-idn-estkret,! Zuaendhelm ffuriner Sdt Seestivhe. l», Uhr. Lose- mann bringt?wan,ia und mihr Iust°a. Lieder wr«lomose-u- se-ner Lird-r. manne.- vstlrei,! Iuaendheim Litauer Str. 18. tS Uhr. WaldMithmcn.1. Abend.— Di« nächste Iuaendrorstelluna findet statt am Tanna», dem 22. ff«. bruar. ld Uhr. im Dheatcr am Bti'owbial».«arten stnd noch in der Iuaend. zentrale, E«wertschaftshaus. Enaeluscr 24-28. ,u haben— Vara-n, W- Uhr. Zi-scmmenlunft allcr Eruvbenleitunaen im Sihunassaal de» Deutschen Metall- arbeiteroerbande». Berlin R.. Linienstr. 85-65 l Portal.« Trevoen. Da»-»- orduun«: 1-.Sewerkschaftlich« Konren'rat'on" Pefer-nt: Kollea- Ott» Ortmanu. 2. Mittellunaeh. Zutritt nur»caen Dor,-igung der ffuuttioniirkarte s»w.e des Lerbandsbuches. .lu-envprvvve deS?entra»verbovdeS d-r AnaeffeMen Leute. Sonntaa. finden solaende Beranstalwnaea statt: Lichtdilder. � vor'raa:.Eine ffahrt durch den Beltenraum". Relerent- Erich Krua. Iuaendheim Stralau. Eokir-str.« B-ainn lS Ub�- Li�ildcroortr-»: „Bon unseren ffahrten." Iuoen.dhe m Nordwest. Lehrter Sir I»— IS..«eainn IS Uhr.— ffriedel Lall soricht au» den Weilen unserer Arde�terdichtrr mr Znoendbeim OberschSneweide. Laufener Str. 2. Beainn W Uhr.— Bunter Abend im Iuaendheim Spandau. Lindenufrr 4. �nn w Mr.- Landdollspiel» auf dem Svoripla» an der Trcslo wolle- In ffriedrichafeld«.»—12 Uhr.— Moracn Montaa. finden losaend« Beranstaltunaen statt: Weddwa: Zuacnd» heim Turiner Ecke Eerstrahe. Schallvlattcnportraa:.Arbeitrrdichwna�.— Urban: Iuaendbeim Sobrecht. Eck- Sander« raste. Bartraa: Weitere«-on Wis. Helm Busch" mit Lichtbildern. Neserent:»cora Leilbrunn.— rempelhos: Iuaeichhcim der Schule n-ermnniastr. 4—«. Elnaana SSststoaste- Bartraa:-Der ZdA. vou lSIS bis ISSS". z-efercnt: Serbe rt Dewald.— Eharlatteabura: Iuaendhcim? ostnenstr. 4. Bortra«:.Bilraerllch« ffefte und Zetern". Referent: ffrietrich Weiaelt. 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Münch& Sbhr». beabstchttftl die Ertichumg einer Leinölflrulosiederei tn Berlin au dem Srundstlltte SaarmaU». strotze 17-37. Eliraiae Einwenbunaen gegen diese An- läge stnd bei dem unterzeichneten Stadt- aueschuß binnen 14 Tagen, oom Tage nach derBerdfleniltchun» ab»etechnet. ichrtsllich in doppelter Puatertiguita oder zu Prota- toll atizudrina-n. Nach Äbiaus dieser Frist tännen Eiiupendungen nicht mehr erholen werden. Beschreibung und Zeichnungen der aev anien Anlag» liegen in un>er m Büro. Berlin E 2, Watirnstraße 27, I Trepp», Zimmer 9lr 60, an den GeschSfWtaften in der Zeit oon S dt» 2 Uhr. Sonnadend« bis 12 Urr, wahrend der oben bezeichnetet- Frist zur Einstcht au« Zur' mündlichen Erorlerun». der retht- ,eltta erhobenen Einwendungen wird vor unserem Aommissar, Herrn Stadtamimann Senst, aut Miiiwoch. den 26. Februar IS»0. oormiuag» S Uhr, in unser, m Büro ein Termin anberaumt, ru dem der Unter- rehmer sowie die Wlderlprechenden unier der Eröffnung geladen werde», daß auch bei ihrem Ausble den mit der Erörterung der Einwendunffen i orgeganr en wird. Berlin. den.SO. Januar lSi». Oer Stodtouafchutz v-rlta, gibt. I -' 05. Sordan. Ztottsrer oerlanaen Sie sofort fostenlo» die wichtige Au-tlitrnngsschrrft von, Fachinstitul I.'IiMchl. Berlin-Wilmdi. Brandendurgüch« istr.ua 5pieipisn unlerer nnlturovleitaag. Zu dar Woche»am 10. bi»>6. Februar I. Sehetmnffe de« Ostens(Sven Heb in). 2. Techntlcher Film. 3. Humoreste. Zu der Woche vom 17. bi» 13 Februar; L Zwischen 14 und 17(§ 21$). 3. Lindcalstlm. 3. Humoreste. z» der Wache vom 24. Februar bi» 2. März: 1. Die Buddenbrools(Thomas Mann) 2. Technischer Film 3. Humor»»!«. Zu der Woche va« Z. bi« S. Mörz: 1 Kehre wieder Airila. 2 Etlenileichrichter. 3 Humoreske. Aotragen weaea Ueberlaffoug und Be lUch der Ableiluua stnd leievhonocd oder l-brift.ich an die KulturadtatUraz(Büro: Liuieaftr. dZ/dS, Zimmer 20) zu richten. Die Ortivcrwellana. PlßndBruerstBiserung Die in den Monaten April, Mai, Juni 1229 versetzten Pfänder kommen, towe.t sie nicht etneueri worden stnd zur Perstetaeruna. Bei Abtig. ll. Sisaffer Sir. 74. vom Mvn- tag. dem 10. Fedr. 1030. 9 Uhr ad uud»wart fahrr Map, p>. Kieidap, rauwani iLWiteha Bei Adlig 1, Zäaerstr 64. vom Montag, dem 17. Fetrurr tS»0. S Uhr ab und zwar kadrt llaan. Sazaniillnaa aar opttN, «laidap. raiiwarii, wicona, xna aii. Juwelen, Gsia- und SilbeneelMn Für versollene Pfänder, welche erst nach demAutilonsdeainn erneuerl oder»ingclöü werden, muß destimmuna»gemäß Aullton»- gebühr derechnet werden. . staatilcties LeituunL Zum PALADIN 5 der PHILIPS Lautsprecher» und der PA LA D I N 5 Ist für den Empfang des Ortssenders bereit. 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Februar 4930 eiasendungen für diefr Rubri! find verlta SW«8. Linüeiwrabe 3, partemachrichten für Groß-Verlin stet« an da, Bezirk»1«tretari-i 2. Hof, 2 Treppe» recht,, zu richte» Arbe ter-V:!dungSschule. Der Kursus des Geuolseu Veruseld..Psychologie" muh diesen Bknsfag ausfallen. Nächster Abend am Dienstag, dem IS. Aebruar. * firdscbleufe der Zelkungskommisslon Groh-Verliu. Moulag, den 10. Jcbtuar 1930, abends 7K Uhr. Im„vorwäris"�SebSude. im Zimmer der Zurlstischen Sprechstunde, 1. Hof pari., Sihung. Zeder Krcls muh verlreleu fein. •k 5. fttti« Zricdrlch�i». SRnnto«, 10. Aebrn«, fliciefunäumöifitian« lOtj Uhr in Schmidt, GcfdlftSoftshaus,!?ritchtfri. ZOr. SoqcMrtnuna; 1.»tpiv anqelcqc-heiten. 2. Bortraq-.Die»olitische Laqe". Zlefcreot: Dr. Stert Löweusteia, M. d. R. Z. Dislossian. »r«isbilduüq�ul,!chuk Ariedrich-Haiil. fhveiter DortraasabenH crm Diellstag, dem 11. Isabruar. 1S1H Uhr, im Zuocndhcim Sohlerstr. 61, grilll«, üimmer. sthcma:»Die Montessorieriichunq ill der Schule�. Referent: Herr Bulowa vom Montessorierziehunashelms in Zehlendorf. Die Mit. Nlieder der»Dereinillunq sottaldemoirarifcher Lehrer und Lehrerinnen" und die Helfer und Elternmitolieder der Äinderfreunde werde» um ihr Erscheinen acbctcu. 0. kreis kreueber«. Dienstaa. 11. fsedruar, minttlich lg Uhr. bei ltrüger, Griunnitr. 1.«ihung der Zeitunqsobleut«. Jede Wtcilunz muh»er. treten fein. 7. kreis ü harloitenknrn. Beiirlsnerordne'enfroltidn mit sämtlichen Bürger. deduticrtcn Montaa, 10. Februar, ichnttlich!g'4 Uhr, Rathaus Tharlotten. bürg, Sihvuaseimmer l.— Znaendtommifflon. Sihuna am Dienstag, dem 11. stebruar, 2V Uhr. im Jugendheim Rnfincnstr. i. B. Ät«;« WUincredorf. Montag. 10. isebruar. 20 Uhr. Sigiing des Kreis- Vorstandes mit den Abteilungsleitern und den Sreisobleutell der Unter- organUatdnen bei Ihlenfeldt. UHIand- Ecke Hünhelftrahe.— SBD.-Grei. denter der 10.-ahlgrupp«. Am Dienstag, dem II. ssedruar. IS'? Uhr, bei toik. Holsteinische Ecke Eastciner Strahe, wichtige Bersammlung. Auf- st-llung der Kandidaten Sur Eruvvenleitung und Sur Beitirkslonferene. Vortrag. Partei und ssreidellkermitgliedsbuch am Saalcingang»artigen. 11. ttret» Schöncberg-Itr'cdenau. Montag. 10. isebrnar, 20 Uhr, im Seseil- ichaitshau» de» Westen«, Hauptstraße. Srcisvertreterversommluug. Vor» staodsdcrichtr. Reuwahlea usw. Deleoierteoauswei, und Mitgliedsbuch ist vorouseige». Tiirioutrollet ftreisrrvilore». Püulilichr, Erscheine» wird erwartet.— SPD��reidenter. 23. Zahlgruvve: Dienstag, u. Februar, 20 Uhr. bei Will, Wartin-Luther-Etr. Ott, stratt'onssthung aller EBD.- Freidenker. Partei- und ssreidentermitgliedsbuch dienen als Auswels.— Mi'twoch. 12. Zebruar.}7Vi Uhr, i�rakrionsstkung mit den Bllrgerdevu- tiertcn im neuen Rathaus. Zimmer 141. Vortragsabend des Genossen Epensr Uber Partcigeichichtc fällt aus. Der nächste Vorrraasabend ist am 17. Februar. 13. Kreis Temvelhos. Zoaktinnssshung am Montag, dem 10. fsebruar,?0 Uhr, Dorfstr. 42. Die Mitglieder des Srrisvorsllindez werden gedeta», anwesend eu sei». 17. Drei, Ltchtenhero. M-lltag. 10. skeStmar, 10 Uhr. K-ri�»»iti»»Srsh,»», im Arbeitsamt Oft, Porhag eo er Str. 70—7«. Die Fuottiooärisnev rrnr. Stunde früher eher. dort. 13. Kreis Per low. Montag. Ift. ssiebruar, ISH- Uhr. KreisdelegiertenoersatUw. lnng im.Türkischen Zelt", Breite Strasse, Pankow. Renwahl de» K-ei». norstondes. Der Kreisvorstond eine halbe Stunde früher. sPüaltlich 10 Uhr cbendort.! 13. kreis Temvelhos. Dienstag. N. ffebruar, rolnktlich 101, Uhr, Sreisvoi- standsfissung mit dem Arheilsausschuss der Gewerkschaften und Unterkom- misssonen Lei öennia. 5talser.Wilhelm�5«r. 1. Tcmvrlhns. 10. Kreis Käveuick. Montag, 10. Kebruar. 101, Uhr, käpenich. an bekannter Stelle. Are isvo clrandsss Huna mit den Abteilung sleitcrn. heule. Sonnlag. 9. Jebruar. Flugblattverbreitung von de» uachstehenh angegebenen Lokalen an»: 0. Abt. 0 Uhr sslughlottuarbreitung. Keiner darf fehlen! 10. Abt. 0 Ubr bei Sandow. Zsleusburoer Str. 3.— Dienstag. 11. llohruar. 191i Ubr. isunkrionärsttiunq im gleichen Lokal. 20. Abt. s Uhr von den Zahlabendlokalc» aus.— Montag. 10. Jltbran, 20 Uhr. Mnktionärsshuua bei Pose. Kolonicftr. 13. 34. Abt. 0 Uhr im Lokal Cadincr wir. 10. S6. Abt. Eharlatteubura. Ab 8 Uhr bei Liersch, Kantstr. 62. 30. Abt. Heute. 10 Uhr, Fluad lattverbreitung von den bekannten Zochl. odendlokalen aus. 703.«bt. vberschöu-w-ide. g Uhr von den Zahlabendlokalen aus. 104. Abt. Riederichaneweide. Flugblattverbrcituug erst am Donnerstag. IS. Februar, bei Somalia, Berliner Str. 38. 123. Abt. Biesdorf.!>>,; Uhr bei Pora'h. Marzahner Str. SU 134. Abt. Buch. 0 Uhr bei Gövfert am Bahnhof. 130. Abt. Rewickeubors.Ost. Flugdlartverbreitung in den vo» den SfMtrks» tübrern angegebenen Lokale». 00. Abt. Reukölln,«iuterarrgnüge» in de».Bassaae-Feftsäl«»", Bergstr. 131/132. Erstklalssge Ballmussf. Saalössuuug 10 Uhr. Ansang 17 Uhr. Eintritt für Erwachsene•73 Pf., für Kinder 10 Ps. Morgen. Montag, 10. Aebrvar. Funktionärsihungen kll den nachstehend angegebenen Lokalen: 4. Abt. IS Uhr bei Brandis. Strolauer Str. 10. 7. Abt. 101b Ubr bei Bärwald«. Schlegelftr. 8. 4t: Abt. 101b Uhr bei Berger. Lcvessowltr. H. 13. Abt. 20 Uhr bei Krüger, Putlissstr. 10. 14. Abt. 20 Uhr bei Laurissen, Putllusser Strasse. Partei- und Gcwerkschafts» buch ssnd mitzubringen. 13. Abt. Isslb Uhr bei Sbiglo. Strallunder Str. 11. 10. Abt. 10!, Uhr bei Siniel. Uscdomstr. 22. 17. Abt. 10--, Uhr bei Dose. ZÄrdhafen 6. 18. Akt. 101» Uhr lsei Schade, käsiiner Str. 3. 10. Abt. 101, bei Echrevel, Grünthaler Str. 13. 21. Abt. 2» Uhr Sissung der Bcrtrouensleute, Ableilungsreferenten und Funk- tionare in der Geschäftsstelle, Utrechler Str. 21. 22. Abt. Ift1, Ubr bei Senkel, lltrechtcr Str. 10. Die Beiirksführer müssen tum Zoblabend einladen. 23. Abt. Iftlb Uhr bei Grunewaldt. Kameruner Str. 10. 24. Abt. Ift1, Uhr bei Rösner, Zmmanuelkirchstr. 23. 23. Abt. I81b Uhr bei Krämer. Eotheniusltr. 3- Vorftandsssssuna. Um Ift' 1 Uhr ekendort Fun/tionärssssung mil den kreisdelsgierten. Wichtige Tage». ordnunq. krelsdelegiertenausweile werden in dieser Sissung ausgegeben. 20. Abt. Iftlb Uhr bei Betnlich. Weifteuburger Str. 1. 27. Abt. Iftlb Uhr bel Reess. Sonnendurger Str. l. 28. Abt. Iftlb Ubr bei Rechenberg.-Ihoriner Str. 4ft. 20.«fit. 20 Uhr Bei Burg. Prenzlauer Allee 130. Wichtige Tagesordnung. Stellungnahme tur Reuwahl Z>. Abt. 20 Uhr bei Goldschmidt. Stolvische Str. 30. Abteilungsvorstand eine Emnde früher ebendort. 30. Abt. 101, Uhr in der juristischen Svrcchstunde, Lindenstr. 8. Berichte und I Borbesvrcchung tu den Wahlen im Kreis und in der Abteilung. 40. Abt. 20 Uhr Wltgliedernersammlung bei Förster, Dreibundstr. u. Bor- trag:. So,ial:stischc Wirtschaftzvolitik". Ref.: Käthe Kern. 41. Abt. 20 Uhr Bei Livfert. Mariendorser Str. 0. Abteilungsvorstand bereits um 19 Uhr ebendort. 42. Abt. 20 Uhr bei Wiersdorfs. Urbanstr- 0. 43. Abt. 19% Uhr bei Krepp. Planuicr 73,70 43, und 44. Abt. Freidenkcrgenossenl Rückgabe des erhaltene» Materials um 10 Uhr bei Krepp. Planuser 73/70. 44.«bt. Iftlb Uhr bei Ewald. Skalisser Str. 120. 43. Abt. Pünktlich Ift Ubr bei joniteit. Reichenbergcr Str. 73». 40. Abt. 20 Ubr bei Eichholt. Eünrnstr. 23. 48. Abt. 20 Uhr hei Sintmann, Rirterstr. 110._ 52. Abt. Eharlotteuburg. 20 Uhr bei Bade. Kaiserin-Auaufta-Allee 32. 80. Abt. Morieubars. 20 Uhr bei Görliss. Ehausseestr. 19.. Renlölla. ftl. Abt. Iftlb Uhr bei Köster, karlsgarrenstr. 4.— 94.«bt. 191, Uhr Bei Schröder, Etcinmessstr. 32. 99. Abt. Briss-Bnckaw. Iftlb Uhr bei Günther. Ehausseestr. 48 II. 137. Abt. Rcinick-ndort-Selt. 20 Uhr im.Dollsdaus". Gckarnweberstr. 114. Bor- st-ndsssssuna mit den Betirksfithrern. 141. Abt. Rolenthal und Ni'dcrlchändanses.Best. 20 Ubr bei Türke. Krvn. vriruenstrass: Ecke Riederltrasse. Dienstag, 1l. Zebruar. 8. Abt. 20 Uhr bei Rickert, Steiiunessstr. 30s..,— 9. Abt. 20 Uhr bei Südner. Wilsnackcr Str. 34.— Borstandssssswrs eine bald« Stunde früher cBendort.___..,.„_. 17., 18.. 21.. 22., 23. Abt. 5. Zahlaravve der«PD.'F-eidenker! 20 Uhr Frak. tionsnssung in den»Pbarus-Sälen". Miillerftr. 142. Bortrag:.Unsere Ausgaben im Freideulexverband". Ref.: Paul Mehlhose. Partei- und Frel- denker-Mitoliedsbnch dienen als Ausweis. 47. Abt. 20 Uhr bei Boarss. Naunimstr. 44.___. 09. Abt. Bilmeisdorf� 20 Uhr hei Kulka. L-uenhurger Str. 21. Mitglieder- Versammlung. Bortrag:.Wobnunaswirtschaft und Wilmersdorf". Ref.: Geimss« Deimig.,.... 74. Abt. Zeblendorl-Weft. 1914 Ubr vünktlich Mitgliederversammlung he» schnei- der, Potsdamer Str. 22. � «3. Abt. Tempeldoi. 20 Uhr ZohlaBcnde. s. Beiirk I Lokal PommerenlN». Per. liner Str. 100. Bortrag:„Das Znternatioimle Arbeitsamt". Ref.: Genosse Dr. Wolf—- Bclirk: Lokal Löagow. Kaiser-Wilbclm-Str. 21 Eck« Friedrich- Frani-'StraKe. Vortrag:.Kommunalpolitik des 13. Betirks". Ref.: Genosse Martin Müller.— 0. Be.irt: Lokal Uhlemann. Germania- Eck« Ring» hoünstrasse. 103. Abt. Ob-rschösewekd«. 19 Uhr hei Winkler. Wilbelminenhofstr. 82b, ausser- ordentlich wichtioe Sissung. Erscheinen dringend notwendig. 108. Abt. Köpenick, lahlabrnde nicht am 12. Februar, sondern erst l» der näch. iren Woche. Rädere Mitteilung ergeht noch._..,. 140. Abt Reichsbrvckerei. 451- Uhr B-trieb«»c?sammInna de» Reichsbrnckerei I» be»-Arminballen", Kommandantenftr. 38/20. Bortraa:.Di« politisch« Laar". Ret.: Rcichsinnenminifter Earl Srvcring. Alle Aaarhörigcn de« Reichs- drnckcrri ssnd eingeladen. Irauenveranstaltungen. 3.»reis W-dbina. Di-nst-a. 11. Februar. 191b Uhr. hei Laurissen. Dutbusser Str. 11. Funktionäriniienüssung. Neuwahl.__..„ 4. Krri» Pren/ilau-r Berg. Dienstag, H. Februar, 20 Uhr, bei Klug. Daniiger Strasse 71. Funttionärinuenüssu/Ig.__ 3.»reis Friodrichshain. Freitag. I1. Febr-tar. 191- Uhr. an bekannter Stell« Fortsessuug des Kursus über Sirafrechtsretorm.„. 0. Krei« krcnidera, Donnerstag. 13. Februar, 1914 Uhr. Besschngun» des Museums für Frauenlunde im krand-nk-ssenhaus. ESarkottenhurg. Beriluer Strasse 137. Treffpuvkt 1914 Uhr vor dem'Museum. Eintritt frei. 13. krei» Trmnelhos, Mariendors. Mariensclde und Lichtenrade. Freitag. 14. Februar. Führung durch das Frauenkundemusoum, Eharlottenhurg, Ber- liner Str. 137. Treft'vunkt 17 Uhr, Trmv-Ihos. Dorfstr. Eilckritt fr«:. 12. Sret« Treptow. Dienstag, den 11. Februar. 19 Uhr, bei Meckelburg, Treptow.„VorWär�"»Eved°tian, Groessftr. 20. Futcktionärrnnenstssung. Fahrnerhlndung: Srrassenbahn Lwien 93 und 22. 20. krei» Reinickendors. Freitag, ll. Februar. 1914 Uhr. im Zimmer 17 des Rathauses Retnickendorf-üst. Sauvtssrasse. kursiusabend:..Fainülenrecht. SGuss der Mutterschaft und Bevöllcrunz-politik". Ref.: Mam« Kunert. H. Abt.' Montag. 10. Februar. 1914 Uhr. hei Schmidt. Wielesstr. 17. Bortvag: .Religion und SotiaUsmus". Ref.: Wilhelm Migthke. 03. Abt. Renkill». Dienstag. U. Februar. IS'st Uhr. un jugendieim. Bohmlsch« Strasse. Frauenversammlung. Bortraz:-Frauen und Krankenkassenwesen". Ref.: Sen. Barth tun.„......,. 103. Abt. Oberschöneweidc. Die Äonsumbesschttgung suchet nicht am 13.. sondern am Mittwoch. 1». Februar, statt...,„ 123» Abt.»aul-bors.Süd. Dienstag, 11. Februar. Ift1; Uhr. un.Iägcrhe>m, Kaulsdorf-Süd. Fänerstr. 19. Dortrag:..Das Wirtschaftsgeld der Sausfrau. Referentin wird am Dienstag bedanntaegeben... � 134. Abt. Buch. Freitaa. 14. Fedruar. 18 Uhr. Führung durch das Frauen. kundemuscu« IM Ärankenlasscnüaus. Ellarlotteubura. Perltner Str. 137. TressMt'.ckt>0.37 lllir am Bahnhof Duck. � Retnick-ndor'-Vst. 430.«bt. Donnerstag.>3. Fessruar. 20 Uhr. in der Lindauer Strasse, Funktionärinnenssssung.—>37. Abt. Dannerstog. 13. gebruar. 20 Uhr im..Dollshous". Scharnweberstr. U7. Funktionärinuensissung. 143. Abt.«aibmannslnst. Mittwoch. 12. Fchwiar. 20 Uhr. bei F-mus. Fürst. Bismarck-Errasse. beteiligen stch alle Genosssnnen am Zahlabeich. Dortrag der Genossin Kern:-Die Frau und der Soiialismus". Dezlrksausfchuh für Arbeiterwohlfahrt. . Achtung! FLrlorger. Fürseroerinnen! Mittwoch, 12. Febr., 1914 Uhr, Ö E§ Bortrag der Geaoisi» Hedwig Wachenheim. M. d. L.. über da» Them-: � .Für and wider die Zensur" im Parterre-B-rrin«, immer de».Sackcicheu/ s -ü Safes". Roienthaler Str. 40,41. Bor dem Reserat Belorechun» der Sin.! ft ß/ richtung von Forlbilbuagsknrsc». Wir bitte» NM aalltähliges»nd püakt- UZ p liche» Erscheinen. � g 2. Krei» Tiergarten. Montag. 10. Februar. 19!4 Uhr. im SissungZtimmcr de« BeZtrksamtes Tiergarten. Alt-MoadU»4. Surfusabend über Geburtenregelung usw. Ref.: Genossin Adele Schreiber-Krieger, M. d. R. 7.»rri« Ebor/attenburg. Montag. 10. Februar,'20 Uhr. UN Zimmer Z des Rathauses Sissung. Genossin Minna Todenhaoen svricht üllcr..Ewale Gerichts- Hille" sFortsessunol. Da/iach Aussprache und Neuwahl. Alle in der Wohlfahrtspflege tätigen Genallen vnd Genossinnen werden gebeten, tu erscheinen. 10. krei» Köpenick. Diens'aq. 11. Februar, lft Uhr. im Ratlmus Köpenick, Sissvngstimmer 02. S. Äursusabeich über So,iale Scrichtshilfc. Ref.: Genossin Paula Kurgass. Zungsostalisten. Gruppe Sedding-Gelnndbrnnac». Heule, 19 Uhr, Aussprache beim Genossen Schiekn!aarossk>, Bnltostr. 22. v. l Trp.. bei Kuope. Montag, lftlz Uhr. in der Schule Wiesen- Ecke Pankstross«. Zimmer 11, Musik- und Liederabend. Kruppe Bohaadars. Fugcndheim Wachtelstr. 1. Dicnstag, ist Februar. Bar. trag:»Sliafoollinigsreförm. Referent: Genosse Silber. Gäste wlllkovuncn. Krupp« Pankow. Mon'ag. 10. Februar, 20 Uhr. Jugendheim Kissingen. strasse. Kursusabend. Thema:-CrtfeHung". Alle Parteigenossen und urter. essserte SA2.-Mitglieder such hiemu eingeladen. Gruppe Lichtenberg. Morgen. Wontag, vünttlich 20 Uhr. im Zugendheim Gunlerltr 44. Vortrag:-Reichshaushalt und Sa/iialdenwkrotie". Reserent: Kurt Seiniq, M d. R. Säfte sind freundlichst eingeladen. Gruppe Eharlottcnburg. Montag, 10. Februar. 20 Uhr, im ZuaendKeim Rostner.str. 4. o. IT Vortrag der. Genossin Erika Rummland über:»Dos Kind in der sozialistischen Ehe". SAI- und junge Parteigenossen sind lehr will- kommen. Sozialistische Studentenschaft. Ortsgruppe Berlin. 10. Februar, 20 Ubr: Marrisüsche Arb-sitzgemeinschast.— 11. Februar, 14 Uhr: Geographischer Arbeitskreis.— 10 Uhr: Funktionorssssung des Sot.a. listischen Hoäischulausschusscz.— 18 Ubr: Sportgruppc. Turichalle der Taub» Itummenschule. Albrechtssr. 20.— 12. Februar. 17 Uhr: Ortsgr/tppeuvorswnds- sissung.— 18 Uhr: Srktloa kandelshockschule: Lochschulreform.— 20.Uhr: Smialwissenschasllich« Fachschaii. Akluelle Fragen der Handelspolitik.— 13. Fedruar. 1314 Uhr: Anglistischer'Arbeitskreis.— 20 Uhr: Auslorache- abend: Die Politik der Arbeiterklasse in der Uodergangsseit.— 20 Uhr: Mathematischer Arbeitskreis.— 14. Februar. 9 Uhr: Med'tinisch« Fachschaft. Führung. lZn der Reih«: Gesundheitsgefabren. im Produkt'onsprovssl durch die-Diskofc", Runnnclsdurg.'Tiefspunkt Bahnhof Friedr'chstrossc.— 1.1. Fe-- bruar, 9 Uhr: Romanistischer Artei'skreis.— 20 Uhr: Kundgebung im ehemaligen Herrenhaus. Professor Heller und Professor v. Aster sprechen Über: »Der geistige Arbeiter und der Soeialismus"— Ausserdem sinden die fach- lichen Arbeitskreise der Cekt'on Handelshochschule wie üblich statt. Pcran- staltungsort. soweit nicht ander» angegeben, der„Bund", RW. 6, Albrechtstrasse 11. Freie Saoialistiseb« Schüler. Norden, Arbeitsgevre-nschaft. Heidelberger Aktionsprogramm. Mttwoch. 12. Februar. 1914 Uhr, Sannenburger Str. 20 lll-Bahn Nordringl. Nordwesten und Westen.„Die Sot'aldrmokratische Partei seit Heidelberg." Donnerstag. 13. Februar, 20 Uhr, Fitrstin-Dismarck-Echule, Eharlottenburg. Sybelftr. 2—4. Arbeitsgemeinschaft der Siuderfreunde. K«i» Prenzlauer Berg. Heute. 1Z14 Uhr. im Desirkeamt, Film:»Als Dreijähriger durch Äfrito". Donnerstag Helferarbritsoemeinschaft. Thema: -Seminarberlchte. Helseobildungsfragen" und Vortrag über:„Was lesen wir mit unseren Kindern". Gruppe Vikior Adler. Heute. 18 Uhr, im Altersheim. Elternabend. Kreis Mitte. Montag sehr wichtige Selfersissung im Heim Zebdenicker Strasse 2,1. Tagesordnung: Kassenlag«, Zeltlagerangelegenheiten, Besuch der Hamburger usw. Gruppe Hugo Haasc. Dienstag. II. Februar. Brettipirle. Sonnabend. 13. Februar, Heimabend im Heim Waisenslr. 18. Mittwoch, 12. Februar, Turnen, Blumenstr. 77. Svnn'ag. Iii. Fcbruor. Fahrt nach Strausberg. Tresspunkt 714 Uhr Blumen. Ecke Morssliusft'-assc. Sonnabend. 1.1. Februar, 1ft14 Uhr. Elternversammlung Heim Waiscnstr. 18. Tagesord» nung: 1. Elternorgauisal'ion. 2. Dahl des Elternobmanncs. 3. Zelt- und Külenlager. 4. Fahrten. 1. Verschiedenes. Kreis Friedrichshain. Dienstag, U. Februar, 1714 Uhr, findet im Zugend- heim Gosslerstrossc. ein Bortrag des Bildungsausschusscs Friedrichsba'n statt. Thema: Montessorischule. Antcressiert« Eltern können teilnehmen.'20 Uhr im Jugendheim Diestclmenerstrasse Kreisheifersissung. Gruppe Weissen're. Wir bitten alle Eltern p.i dem am Nkontag, dem 10. Februar, Iftft: Uhr, im Jugendheim Bgrkstr. 30. stattfindenden Elternabend wegen der wichtigen Tagesordnung Pünktlich und best'mmt tu erscheine». Die S-lfer treffen sich schon um Ift Uhr pünktlich im Heim tu einer Helfer- besprechung. Krei» Tiergarten. Gruppe August Bebel. Rote Falken. Diens"a«. 11. Fe- bruar. vou 1714 bis 1ft!4 Uhr. im Heim Waldenserstrassc, bunter Abend.— Aungfalken. Dienstag ebenda Brettsvielabend-— Zieitfalken I. M-ttwoch. 12. Februar, von 17 bis Ift Uhr. im Heim Waldenserstrasse. Lese- nud Di». kutierabend.-- Restsalken II. Mittwoch ebenda bunter Abend. Krei» Wcddsaq. Materialausgab? und Sprechstunde ist bis auf weitere» Icde» Donners'ag von iL bis 20 Uhr heim Genossen O!io Mehner. Brüsseler Strasse 39.— Gruppe Lcopo'dplass. Wir basteln und spielen sesst jeden Mo»- tag von 18 bis 1014 Uhr. im Zugeudheim Gerichtstr. IZ— 13. Der Turnabend bleibt gm Donnerstag in der Schule Utrcchter Strasse. Gruppe Gesund- brunnen.� Am Wonlag. dem 10. Februar, 18 Uhr. im Zugendheim � ote Schule. Gotenburger Strasse. Lichtbildervortrag:„Durch div Schwei,".'20 Uhr im Lichd- bildsgal Elternversanimluug. Tagesordnung: 1. Lichtbildervortrag:„Arbeit und Feste im Zeltlager". 2. Gruppenangelegeoheiten sZeltlager und Küken» fghrtl.— Gruppe Schlllervark. Am Donnerstag, dem 13. Februar, 1914 Uhr. Helferbefprechung beim Genossen Otto Messner. | Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation � 8l. Abt. Friedenau. Am 5. Februar ist unser langiähriger Genosse Fried. tief) Lieberma»», Dlankenbcrgstr. 3, verstorben. Ehre seinem Andenken- Eu'- äscheruna am Dienstag, dem II. Februar. 1014 Uhr. im Krematorium Wilmere» dorf. W'r bitten um rege Beteiligttng. 83. Abt. Tempelhol. Am 7. Februar starb unser Genosse Ernst Daetsch. Ehr« seinem Andenken. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem U- Fe» bruar. 1014 Uhr, im Krematorium'Barmschulenweg statt. >01. Abt. Unser« Genossin Lea Vertraut ist im Alfter von 20 Zahre» am S. Februar verstorben. Ehre ihrem Andenken. Beisessung am Montag, dem Ift—Fehruar. 11 Uhr. auf dem-Golgatha- und-Kaperngum-Friedh»« in-R-»i«>4E»n- dorf. Barfussstrasse.___ Vortrage, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner«Schwarz-RotGold-....... jOTjBfevs Eeschäktsstcllr: Berlin S 14. Sebastlanstr 37—38, Kos 2. Tr. kanoorstapd. Doopers'ag. 13. Februar, 20 Uhr. Vortrag im kr» *** surdheitsdan« Am Urban 10— l>. Dr. Segall spricht üb:r Ke- schlechtskranthciten. Pslichtvcraaftaltuna für Sanitäter, Znoced und Achnss- sportlcr.- Montag. 10. Febrnor. Mitte:'20 Uhr Jugendheim Tieckstr. 18 Äartcnkundcabend. Schreidmalcrial mitbringen. Tiergarten: Achtung! General- Versammlung im Schultheiss-Passenho/er, Turmitr.'23. Eintritt nur gegen Vor- scigung des Mitgliedsbuches. Reinickendors tDrtsverein): 20 Uhr im Sporr- restanrant Reinickendorf-West Scharnwebcrstvass«. Ecke Eickidarnftrasse- Sissung sämtlicher Funktionär« des Ortsvcrcins.— Dienstag,»1. Februar. Mitte. 3. Kameradschaft: 20 Uhr Äameradichaf'svcrsainmlung Rungestr. 30. Bericht vo» der Generaloersammlung. Rcnlölla-Briss, Zungbanner:'20 Uhr General-- Versammlung Boddinstr. 37. Erscheinen aller Kameraden Pflicht. Sanitat»- abt-Uung Krei» Süden: 20 Uhr Vollversammlung bei Echm'di. Neukölln, Hobrechtstr. 3?.- Marincabte-lung: Mittwoch. 12. Februar, Turnhalle Albrccht- strasse 20. Erersieren. Besprechung über Magdeburg.— Treptow tDrtsvcreini. Svortabteilung und Zungmannschaft Montag, 10. Februar, Turnabend. von 10 bis 22 Uhr in der Turnhalle sbcrschönoweide. Wattstr. 69. Gölte mit Turnsachen sind willkommen.____ Reichsbunb der Kriegsbeschädigte», Kriegsteilnehmer und Kriegerhiuter. bliebeura. Be/iirl Wcddioq. Mitgliederversammlung am 12. Febwtan um 20 Uhr im Lokal Passenhofer, Ehausseestr. 04. Republikanisch« Reducrverciaignna. Montag,'20 Uhr,»Alter Askanier"- Anhol'slr. 11. Diskuision. Gäste Willkomm:». Vcgetaricr.Pereiuigung Berlin, e. L. Eeschästsstellr: Berlin E 23, Prrw.r, lauer Strasse 32 1. Aortraa des Univcrsitätsvrofessors Dr. mcä Fried'nthal. Berlin:„Was lnllen wir essen?" Die Lösung der Ernährungsfrage durch vor. gleichende Anatomie. Dienstag. II. Februar, 20 Uhr. in der Aula der Sovhicn.-Schule, Wcinme'strrstr. 10—17. nahe ftllexanbcrp'oss.'Eintritt 30 Pf. Deuticher Zrbettee-Abftinentenbuat, Bc/.iitegruppe Neukölln. Alle Se-> nossinnen und rbenossen. die stch. auch wenn sie noch nicht Mitglieder des Arheitcr-Ahstinentenbundes stnd, an der dringend notwendigen Arbeit be- tciligen wollen, können ihre Adresse an Ehrich Doriss, Berliu-ReutW». Weichsel- plass 0. melden: st« erhalten dann weitere Nachricht. Scaichä>« conversanon t'ranfa'se. Montag 20J0 Uhr, CafO Riedel, Bellc- Alliance-Piatz 13. Conference et dlscusrion-— Gäste uillkommen. Schon Jetzt kennen Sie In unserer Modellabteilung die Neuheiten der kommenden Prühjahrs-Salson in Abend- und Nachmittass- Kleidern, sowie entzückender Tanz- Kleider in Augenschein nehmen. Diese wundervollen Gebilde mit allenEl�en arten der neuenModesetzenSielnstand, sich rechtzeitig zu unterrichten, welche Kleider Ihrem Geschmack und Ihre, Figur am besten entsprechen. Die erstaunliche PrelswOrdlgkelt dieser sonst nur In Maß-Ateliers zu finden- denNeuschöofungen ist In unserem Hause selbstverständlich. Die größte Neuheit der nXdbtieo Saison können wir schon|elzl unseren geehrten Kundinnen«nblelent Entzückende Jugendlich« Tweed-Komplets 8.*»» einem reizend gearbeiteten Kleid mit eleganter Kragen* Gaxnitar»*wei Täscbcben mit Enopfgarolerung. mödisonem Faltenrock and GQrteJ and einem herrlichen lacgm gacr auf elegantem Futter» mit eingeschnittenen T�echeo, S.lttnfalten und hübscher Sobmuckblume, in dr«! 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II 30: Fritz Kxeisler— Richard Tauber(Schailplatten- kcazert). 12: Marek Weber spielt U: Jngendstunde(Eskimo-Mircheo). fSprecher: Lisa Tetzner.) 18: Konzert 18 30t Programm der Aktaelleo Abteilung- IS: Berliner Bühnen. 18: Unterhaitanfismsslk. 19J0: Arien und Ueder. SO: Tigeegiossen, Gesprochen von Alfred Korr. 2030: Ooeriohnltt. 1.„Mamsell Angot".— 3,„Frühling". Danach biz 0J0: Tanzmusik.(Fied Blrd-Tanz- archester.)— Deotschiaodsender: 36: Aua dem Hotel Adlon: UnterhaiMmES- musik(Kapelle F.mll Raosz). JIJO: Das fentsebe Lied II Goethe in Kompo- ritionen seiner Zeitsenoesen. Einleltetde Worte; Geh. Rat Prof. Dr. Mai PriedUnder, Montag. 10. Februar: 14: 6 Arten der Orvieztei bese'zaag(Schailplatlenkonzert). 1836! „Der Kaufmann ais Berater der Harsfrau". 18 40:.Ausbildung der Hände." 16.08-„Selbstbiographien": Uly Braun, die Sozialistin(Theodor Keppstein, Dozent au der Homboldt-Hochschulel. 1630: Konzert 17 80: Jagendstandk, Naturwissenschaften:„Wie findet der Seemann seinen Weg?" 18: Programm der AJtlneiJnn Abteilsag- 1120:„Einkommen- und Körper. schaftslener". 18.48:„Das Ringen der europäischen Völker um den schwarzen Erdteil"(Johannes Müller). 19.10: Uebeslieder(Schallplattenkonzert). 20: Staatsoper Unter den Linden:.LcHwanda", der Dndelsackpfeiler. 22.80: Funk. Tanz-Unterricht Danach bis 0.30: Tanzmusik. Dienstag. JJ. Februar: 9: Schulfunk.„Gesundheitspflege in amerikanischen Scholen"(Stadtmedi- linalrat Prof- Dr. von Drigalski). 14: Grchester Instrumente(Schallplatten. konzext). 15.20:..Künttlerthen". 18.40:„Am Mikroskop". 16: Stunde mit Büchern. 16-10: Ans Dresden: Heiteres Konzert für Bläser. 18: Jugendstunde. (Sport.)„Die Kunst der Seibstverteidlgung." 19:„Das physikalische Weltbild der Gegenwart". 19.30: Unterhaltungsmusik. 2030: Aus Dresden: Konzert des Kren zehntes. 21:.Krieg um Frieden".— Dcutschlandsendcr: 20: Draht- Joser Empfang ferner Stationen. Anschlieüend: s. Programm des Berl. Senders. Mittwocb, 12. Februar: 14: Musik aus vier OroBstädtcn: New York, Berlin, Paris. London(Schall- platten konzanl. 15.20:„Das kommende Arbeitsrecht in der Hauswirtschalt". 1630: Jngendbilhne. 1730: Klaviervorträge. IS:„Das deutsche Buch im Ausland". 19: Französische Unterhaltungsmusik 20:..Das Gesicht der Zeitschriit". 2036: Orchestcrkonzert. Danach bis 0 30: Tanzmusik.— Deutschiandscndar: 20: Von dar Deutschen Welle: Gedanken zur Zeit„Kommunalwirtschaft und Privatwirtschaft". 20.48: Aus München: Heiterer Abend. Donoorstag, 13. Februar: 9: Schulfunk. 14: 2 Arten österreichischer Musik(Schallplattenkonzert). 1836:„Der Schutz der erwerbstätigen, besonders der weiblichen Jugend". /Gertrud Hanna. M. d. U) 1630: Aus der StaatL akadem. Hochschale für Musik: Kiinst'. er nach wuchs.>736: Jugendstunde. 18: Von Kindern, für Kinder (Schallpiattenknnzert). 19.08: Rechtslragen des Tages(Geh. Justizrat Ptol. Dr. Cd- Keilfron). 1930: Chorgesänge. 20.30: Uebcrraschangen(Conference: Gerd Frlekc). 2230: Funk-Tinz- Unter rieht Danach bis 030: Tanzmusik.— Deutscblandseader: 1938: Richard Wagner. 21: Aus Leipzig:„Bar". 21.48: Aas Dresden: Streichquartett G-Dur. Freitag. 14. Februar: 14t Krieg und Frieden(Schallplattenkonzert)- 1830:„Heimarbeiterin und Fabrikarbeiterin"(Herta Gottheif). 16:„Liebste Mutter".(Briefe berühmter Deutscher an ihre Mutter.) 16.48: Heiteres tos der Ehe(Scbeilplauenköazert). 17: Jugendstunde. 1736;„Wie denkt der Arbeiter über die Wohnungsfrage?" (Dr. Karl Sehröder. Karl Döbler und Karl Arnold). 18 08:„Lenin. Tretzki, Statin"(Geheimtat Prüf. Dr. S. Saenger) 19: Unterhaltungsmusik. 20: Klaviervorträge 3030: Naeh Breslau:.Lchuiklass« der Dichter". 2130: Boxkampf um die deutsche Halb Schwer gewlchtsraeis�rschafu Danach: Abend- unte-haltung.* Dcutschlandsendcr: 20: Bach-Abend. 21.18: Aus dem Hotel Adlon: Unterhaltungsmusik. Saooabend. 15. Februar: 14: Um die ganze Welt(Schallplattenkonzert). 18 20: Jugendstunde� (Berlin.) Sprecher: Dr. Walter Bcniamin. 15.48:„Volkslieder der.slawischen Völker". 16.05:„Strafrechtliche Tagesfragen"(Oberstaatsanwalt Benno Köhler). 16.36; Unterhaltungsmusik. 18.18: Wieweit kann die Rundfunksendung durch Störung verdorben und weiche wirksamen Ichutzmaün ahmen dagegen ergriffen werden?" 18 10: Hans-Br cdow-Schuie. Französisch für Anlänger. 1935: Jedoch ach'« dabei immer auf den Patentschutz.Schlimmer Finger*. Seit 80 Jahren käuflich in Apotheken ä 48 Pt. Gutachten über Unnllen lo dcr Brost, Geeehwüre grätig durch Hans Kwlel's liiSUnu):! Pfiaaier-Fabr.k,„erlin$0/ 6\ Aieiandrinenstraße 29a I Klassische, National- und Wiener Tänze. 21: Kabarett. Danach bis 030: ..| Tanzmusik-•— Peutseblandscnder: 2030: Aus Breslau:..Vergnügungsanzeiger". 2130: Musik aus Tonfilmen. Königswusterbausen. Sonntag. 9. Febroart 11: Elternstunde. Dr. Leo Blumen thaL 18: Paul Ffaldermarm:„Der Neger in Amernka". 1830: Die Tragödie des Königs Echnaton.(Gespräch auf einem Nildampier.) Von M. Grühl. 19: Dr. Leonhard BlaÜ. 1930: Rechtsanwalt Dr. Dr. Erich Frey:„Junge Menschen vor Gericht". Montag. J0. Februar: 638: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 7t Funkgymnastik. 10: Harriet Marlind: Märchenstunde. 12.28: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 12.30: Schallplattenkonzert. 1430: Kinderstunde. Märchen und Geschichten.(Gelesen von Auguste Prasch-Grevenberg.) 10-30: Uebertragung des Nachmlttagskonzerts Berlin. 17.85: Privat-Dozent Dr. Clausberg:„Was jedermann von den Infektionskrankheiten wissen muü". 20: Qegenwartrlragen. Reichskanzler a. D. Dr. Hans Luther:„Reichspräsident und Reichstag". Dienstag, IL Februar: 1630: Uebertragung des Naehralttagskonzertes Leipzig, 18-20: Viertelstunde Mr die Gesundheit Major». Qrneber. 19.08: Prof. Dr. Hans Mersmann. 1930: Techn. Lebtgang. Dipl.-Ing. Otto Rode;„Das Baugewerbe. Wirtschaft. lieh er Baubetrieb". Mittwoch, 12. Februar: 16: Prof. Dr. Ernst Ooldbeck:„Der jugendliche Mensch im Spiegel seines Ich".(II.) 16.30: Uebertragung des Nachmiltagskonzertes Hamburg. 17 SS: Min.-Dir. Dr. Dorn;..Reichsbank und Reichsbahn als Reparationsinstrnmente nach dem Young-Pian". 1930: Dr. Völler;„Die soziale Herkunft der Beamten''. Donnerstag, 13. Februar: 16.30: liebertrafning d, Nachmittagskonzertes Berlin. 17.55: Georg Pocrstcr: Büeherstunde. 18.20: Dr. Egon Bacharach:„Fragen der Kapital saniage".(1.) 19: Geh. Justizrat Prof. Dr. Heilfron: Rechtsfragen des Tages. Freitag. 14. Februar: 16: Min.-Rat Prof. Dr. H. Otlendorif;„Vom nenzeitlichen Turnunterricht in der Schule". 1630: Uebertragung des Nachmittagskonzertes Leipzig. 19.05: Technischer Lehrgang. Dipl.-Ing. Alired Schmidt;..Das Textiigewerbe- Textil- verediung". 1930: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. Thema und Name des Dozenten werden In den zahnärztlichen Fachzercscbxiften bekannt- gegeben. Sonnabend. IS, Februar: 1630: Uebertragung des Nachmittagskonzertes Hamburg. 1735: Clemens Nörpei:.Kehn Jahre Bau lebsrätegeseti". 18.20: Walter Bloem erzählt von seiner Reise um die Erde. Max Barth«! liest zwei kurz« Abschnitt« aus seinem Roman„Das Blockhaus an b«r Wolga. Es sind zwei Kapitel, öic auch ohn« Kenntnis des ganz«» Romans zu starker Wirkung ge» langen. Eine Szene behandelt hie Tscheka in ihrer Tätigkeit, die anbere«in kleines Jnt«rm«,z;o aus dem russischen Bürgerkrieg. Eine sachlich« Schilderung verblichet sich mit lyrischer Sprache, die aber niemals Selbstzweck ist, sondern höchstens Höhepunkte markiert. Sonst bringt das Wochenende viel Musik. Ein gutes populäres Konzert wird am Nachmittag aus Leipzig übertragen. Es hat ans dem Programm fast ausschließlich Operettenmusik aus etwas entlegeneren Tagen, und Inez Francella, die Solistin, verfügt nicht nur über die übliche Routine des Vortrages, sondern auch über«ine ausgebildete schöne Stimm«. Am Abend singt Austin Egen, beinahe ein deutscher flüsternder Bariton im Stil des Amerikaners Jack Smith. Nur die Technik ist noch nicht auf derselben Höhe, es fehlen die feinen Uobergäng«. Immerhin ein Trost, die Liedlein, die Mr. Smith singt, sind keineswegs besser als die zuckersüßen Chansons, die Herr Egen dem Hörei anbietet, F. Sch. ZoziaMscheArbeiterjllgendGr.-VerM "Emfenhimgtr. für diese JUthrtf nur an da« Zuzendfefteietiat 3erlin fiaBöS, Cindenifraße 3 Mädelknzin»(4. Sfbcnh). ffonneustos. 13. ftebru«, pünktlich 19Mi Uhr. In her Schule Rodiftu, 13. ßenorfin Sehlis ßrilrtfelht spricht Ii her:„Drfpnderc Probleme des Krautnlehene" iSrric Liebe. Äamerahschcftocbe usw.). Heule. Sonulag, 3. Jebruar. Arusmelder Bw8 I: Sx'm SToftcr.bnzpet Struge. Bortra«: Lupenc und Pnrtetberoeauua".— Zchänchac er hurstiich.'i Auf.tun Werbung. Treffpunkt 10H'JSr»cosjaltfltn.ßät".— Sitalnocx atcztel: iO Uhr Besuch des Arbeiter- fchuh-Muleume. 18 Ulm Samonend.— Sanl-ntk; ßeme!nd:schufe Echulstraße. Buntes Allerlei.— Zkarenfeide-Rchtrurnde: Besuch des Äniscr�Btttdrich- Museum». Zresfpunlt fliz Merienieider ßenoilfn S Uhr Bahnhof Mao-mfelhe. — Jlculiiilu XI: Tuffpuntt.mm Defuch die ifitmabenbe ISH Uhr Selchnmer StraRt.- Sciebttiisijaaon; fnlm(friebrichftt. 67. Boikstonaabenö.— Ükt'P- betp.fE'ilte: ttahn nach Seiefelano, Treffpunkt 8 Übe öttaiau-Siummelobuta. — Südwest: Treffpunkt zur NuaMaitpeehreitun.a 9 liSc noc dem„9?pt»ättr'' Zlleebefezizk Mitte: Treffpunkt jrr gTuablattverbreuulU! 9 Ehr Neuer Mark". Alle ßrvppen müsse'' bort erscheinen. Werbe bexirk 93 ter Corel Sera: Rilmabcnb fällt umküinhehalber ans. Cine auictc älctar.fiaihinn findet cm 15. Februar statt. ffieticbctltl Srrärebtra; 9V> Ahr Werbcbexlrtsbelater.'enkonferenH im Lo. kel Siltocns, Ba.batollaflr. Sa. Beginn pünktlich IG', 4 Uhr. Treffpunkt Bahnho' Echänebera tum Äesi'ch der Treptower Sternmarte. Kulturfilm:»Bio Bonau". Tas He in bleibt acftMofftn. Werbe kesirl Aeukclln: ffilmobenb 19H Ifhr im Saalbau Bergstr. 147. -S'achelhraht."„Ilindcrrepuhlik Ramchn." Mustk. Ciniaft 19 Uhr. eintritt 50 Bfcnnia. W«rbcbe,Izk Llchtenbcrn: che im«arlsborst. TreÄowallee. 19 Uhr„Seiaxidv- Sille-Wenti". Morgen, Montag. 13 � Uhr. Aalkriotl I: Schule Sonn-nburger Str. 20. lO-Minutenfeferai».— Nord- oft II: Seim Baniiqcr Str. 02. 0 3. Torfrag:-BeliKion ist Bripatsache?"— Sch?»ba»!er Borstadt: Schuf« Sonnenburarr Str. 20. Bortraa:„Sitlrnhtus unh foitalistifd�e Eriichuno". Referentin: Tora Sabtan. Eltern stnh i"N. qeiaben.— Sfralaucr D'ertef: che".n Eoftferstr. Ol...Lermeun-Löns-Abend." — challefche» Tor: He'm PorSstr. 11. Tortrau:.Geschichte nnb Aufoeben örr profetarifchen Suaenbbewcpunp".— Ehorlottenbura Norh: He'rn O-Ttneftrotf■ Bortrap:„flamerobfd-oft, Freundschaft. Liebe".— Pank» in III!Si.-ss.):.öriui Kisstnaenstr. 48. Borlrap:.Sexuelle lsragen". * efonebtta II: Sonntag. 23. ffcbruot. Im Bstegersaak des Bafbaiises Triehenau. neiitifch.saliriichis Kostümfest. Beginn 10 Uhr. Tiifnehmerfar en 80 Pf. Bornerkauf in der Gruppe unh beim Genossen Löhfch. W. 33, Stcfl- Iihcc Sie. 11. Telephon: Lüttow 1720. Sit her Reuen Weit, auf her Alm. allwo's ka Süith' gibt, herrschte am lstnasten Efite-Dienstan wichrrum eitel Kreud« unh Jubel: denn Tot wir Trumpf: der Prämüeruniieabend aalt dem fchünsten roten grauenhaar. Mehr als 80 Trägerlnuen waren den Lockunpen des Zlubmcs und her Gelder» fe flcfolpt, in her hoffnunpsfrei htoen üinanar'fifoft-.auf eine ßccnuna thtec Saarkrone. Erwariu na»rolle Stille. Bis der Ohmann he» aemchUcn Preis» richter-Kollealum». das Eraebnis oerkündend. dl« Eieaer'nnen einsefn vor- treten lägt. Brausender Subciheifall der dicht aedtänateu. schier unüner- fehiaren?ufchauermena«. bekundet deren restfos» gustrnmuna. Die rote Schenheitcfen'ain nimmt strahlenden Auaes, tost« ira!iihrnd"n Anaestd'.ts. den Steaecpreis en'aeoen: ein« Neukkllnerln: Ärida Schulz. Sehudomastr. 43. Ein flimmerndes, schimmerndes ßüiben. ein Leuchten geht auch von den wcriercn Preisträaerinnen aus: 2. Martha Duhe'ck, Wranae'strahs irotae» wellte» Laar): 3.(ihariatte Loßmann, Fochmeifterftrafte Ganahsrabwallendco Laar): 4. chcrtha Dctbolf, ZffiandftrHe ienalilche ffrifur): 5. Elfe Itrop dlow. Eteal'h(aia'tes, rolle», naturaewelltcs Laar). Semtt:ch i>mmn in pon dem bcstrickcnhen Neu der Aotbaar. Schönen, dinen eine zarte weihe Laut'arbe etanel, wie zumeist auch die Trostpreisaewerteien und nicht wen'a« der unaetrönten Wcttbewerberinncn. Der StiMwunaszauber der banerischen Alpenaefilde. da» frendlafrähfiche. lebensluftiae Treiben, da» in dem so köstlich mundenden Tockaebreu seinen llrauell bar. d!« Tülle der oriainellcn Attrak- tlon'nl bteft b'o zum Schluh d'e Neue-Weit-Viloer festlich iim'ancn. Erster Ezohlanepffm, bei Sarrafanil Sonntaa. 9. ssebrnar. finden bei Serraiani auf dem Tempelbofer sseld folge nde Veranstaktunaen statt: 10—13 Uhr aride Tier, und Sndianerschau perbuntcn mit. Wassenkonzert der 190 Mann starten Sarrasan'-Dapelten. 500 Tiere aus aller ßttren Lander. Tönz« und ßcfima« der 21 Stoi r-Znd'aner unter chituptlina.Weiher Büffel". Erwachsene 1 Mari. Kinder 50 Pf. Eintritt Rachmittaa» 3 Uhr zweite aroste Tamillen. poistellunn mit pollwertiaem Abendproaramm. Sinder pon 2,2.1 Marl auf» mört» halbe'Bre ie. Abend» 7}6 Uhr ssistperstelluna. Der Winterbau ist gut aebeizt. Da» Eastspkel währt Ni'r aonz wcniae Taae. Leifar-Ech nb- und Strumpfmeile. Baren Sie schon dort? 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SSbO; 36598 330763 4 D-wi-r. zu 6000 OL 80307 294964 8®eaina« pj 3000 M. 76549 16S349 58Q504 9�4424 12 f!?"111* w®f-'4Se 87020 TSO'CÖ 393864 14953 30334 60322 S3IS5 70308 72813 300499 sImsII 386362 200023 230(568 249753 254633 265316 299733 41 1 M 2500 6709 11163 11075 29365 30760 3657t ?aiiai?l2Sei% JSLW86 S5169 977C6 110S74 119337 120833 126449 iü?5i4 167250 173877 175207 215047 234112 240324 0 l?1,86' 252284 267378 282291 294344 318906 316169 319260 346416 2»048 266022 3641!7 378292 389089 3n bei Heuligen Nachmstfagsziehung würben Gewinne über 150 M. gezogen 8»°wt»n, zu 6000 9E. 7152 10366 14308 366538 4 E-IPIUN« ja 3000 57. 156484 253178 «®»»taa» n 2000 M. 213730 228822 242238 «„■3� ,u'ODO TN- S552 31735 41816 52524 88653 73763 ö®7!8'04478 192256 20I5S0 215920 305231 306843 , 600 CR. 10937 21404 28277 32384 65782 88031 J0"7®8] 03So3 109033 111918! 22009 123364 123215 129484! 44430 '45323 156990 1 53222 159710 181285 185291 208773 215222 233023 256189 282665 293294 307224 3i:Si3 329736 336749347770 347785 355507 390545 392798 Im©eiuiimtiiCi« verblieben: 2 Prämien zu je LligGiiG 2 Gewinne zu je 500' Oü. 2 zu Je 300000, 2 zu je 2üo(i0(), 4-ü Je 75000, 6 zu je 6"000. 12 zu je 2«"<0, 84 zu je 10(00. 158 ,a je 50t O, 438 zu;e 8<» 0. 784 zu te SU-Ü, 2008 ZU Jt luOO, 4444-» 1«»00. 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