Morgenausgabe 3lr. 69 A 35 47. Jahrgang NöchesÄch SS Pf,«»naMch L,S0 A. tm nocaus zahlbar. Postbezug 4L2 M. einschließlich 60 Pfg. Postzeitungs- und 7?Pfg- Poftbestellgebühren. Ausland»» abonnement 6.� TL pro Monat. Der„55w»art»# erscheint«ochentSg. lich zweimal. Sonntags und Montag» einmal, die Abendausgaben für Verl« und im Handel mit dem Titel„Per Abend". Illustrierte BeUaoen»Voll und Zeit" und �inderfreund". Ferner »Unterhaltung und Wissen",»Frauen» stimme"..Technik".»Dlick in d* Bücherwelt" und»Iugeud-Lorwärt»" P> Berliner Volksblati Dienstag 11 Februar 1930 Groß-Äerlin 1© pf. Auswärts 15 pf. Sie«Intpotttg» Nonparewezeii« 80 Pfennig. Reklome eile S— Reichs»- mark.„Kleine Anzeigen' das etlge» druette Wort 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. HjeUengejuche das erst« Wort IS Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über IS Buchstaben ihlen für zwei Wolle. Arbcitsmaitt eil« SO Pfennig. Familienonzeigen Ze la Lindenftraße Z, von b'-,, bis 17 Uhu Aentvawman der sozialdemokratischen Oaviei Devtschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3 stelnlprechtr: Tönboil LS2— 297 Telegramm-Zldr.: Sotialbemoltal Seilt«. Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Poslscheckkonro: Berlin 37536.— Bankkonto: Bank bei Arbeiter Angestellte» und Beamten. Wallsir 65. Dt. B». Tiie-Gel. Devositenkasle Sindenslr S. Heute$ Beratungen! Im Reichstag beginnt heute um 12 Uhr mittag die erste Lesung der Gesetze zur Ausführung des Joung-Plans. Sie wird mit einer Rede des Reichsaußenministers Dr. Cur- t i u s beginnen. * Die sozialdemokratrsche Rerchstagsfraktion hiell am Man- tag eine mehrstündige Sitzung ab. die sich mU der gegen- wältigen politischen Lage, insbesondere mit den Gesetzen zur Durchführung des Joung-Planes und der F.nanzlage des Reiches beschäftigte. Bei Beginn der Verhandlungen wid- mete der Vorsitzende Genosse D i t t m a n n dem so plötzlich aus dem Leben geschiedenen Genossen Paul L e v i Worte tiefempfundenen Gedenkens. An einleitende Referate der Genossen B r e i t s ch e i d und Hertz schloß sich eine eingehende Diskussion. In ihr wurde zum Ausdruck gebracht, daß die Hauptaufgabe auch fetzt in dem völligen Ausgleich der Haus- h a l te d e s R c i ch e s, der Länder und der Gemeinden, und der Aufrechterhaltung ihrer sozialpolitischen Verpflichtungen besteht. Wenn zur Erreichung d.eses Zieles S t e u e r e r- höhungen unvermeidlich sind, so darf bet ihnen der soziale Gesichtspunkt Nicht außer Acht gelassen wer- den. und es müssen alle Schichten des Volkes je nach ihrer Leistungsfähigkeit herangezogen werden. Es wurde auch die Frage aufgeworfen, ob es notwendig fei, im Jahre 1930 die Rsichsschuld um 600 Millionen zu senken, ob nicht vielmehr die Abdeckung von 450 Millionen nach der Vorschrift des Schuldentilgungsgesetzes genüge. Die Deckung der Fehlbeträge der Arbeits- losenoersicherung sei am besten durch die Erhöhung der Beiträge auf 4 Proz. und durch die Gewährung eines festen Reichszustbusies zu erreichen. Eine Zwangs- a n l e i h e des Reiches bei der Sozialversicherung für die Arbelslosenversicherung führe zu einer Verknappung der Mittel für den Baumarkt, und zu einer Gefährdung der Sozialleistungen. der ohnedies in schwierigen Verhältnisien sich befindenden Sozialversicherung und begegnet deshalb den cillerschwersten Bedenken. Von Beschlüssen zu den Zoung-Ge'etzen und zu dem Etat wurde abgesehen. Zu Unterhändlern für die am Dienstag beginnen- den interfraktionellen Verhandlungen über die Gestaltung des Etats 1930 wurden die Genossen Graßmann, Hertz und Keil bestimmt. Beschluß des Zentrums. Vorherige Klärung der Etatsfragen verlangt. Die Zentrumsfroktion des Reichstags beschäftigte sich ln ihrer Sitzung am Montag in erster Linie mit dem Problem der Die neuen AgrarzSlle Rat fi'lervng des EchwedenabkommenS/ Die neuen Zölle treten in Kraft. Di« im Dezember vorigen Jahres vom Reichstag verablchted. ten neuen Agrarzöll« konnten bisher nur gegenüber denjenigen Ländern in Kraft treten, mit denen Deutschkond nicht im Handelsverträge- Verhältnis steht. Das Hindernis war der bicherigc deulsch-schwe- dische Handslsvertrag, der gegenüber den Dertrag-läitdern die deutsch-schwedsschen Dertragszölle in Kraft erhielt. Das Iusatzad- kommen zum schwedischen Handelsvertrag, in dem diese Bindungen aufgehoben werden, ist am Sonnabend vom schwedischen Reichstag angenommen worden, danach steht einem In- trajttreten der neuen Zölle nunmehr nichts mehr im Wege. In erster Linie werden hiervon die Getreide zölle be- trösten. Wöhrend bisher die neuen Zölle von Dezember 192» nur gegenüber Australien und Kanada galten, werden setzt für Roggen und Welzen allgemein die Gleitzölle in Kraft treten. Für den Augenblick bedeutet das eine Erhöhung dieser Zölle um 2 auf V M und 9,50 M.. für spätere Zeiten aber auch«inen Verbraucher- schütz durch Zollermäßigung bis auf 3 M, wenn die Preist anziehen. Für Hafer und Braugerste treten ebenfalls erhöhte starre Zö''e oon 8 und» M in Kraft, da es der Sozla'demokroti« nicht gelungen ist, im Zollkompf auch für dies« Produkt««inen(Ä-itzoll durchzu- setzen. Für RI n d v I« h treten ebenfalls die erhöhten Zölle von 21,50 Mark st Doppelzentner in Kraft, jedoch erhalt Schweden«in Äontin- »est von 5000, später 0000 Rmdom. die zmn olstn Zoll von 16 M. f er Fraktionen. Sanierung der Reichsfinanzen. In Uebereinstimnumg mit dem Frak- tionsvorstand ist die Fraktion der einmütigen Auffassung, daß die mit dem Aoung-Plan zusammenhängenden Gesetze erst ver- abschiedet werden könn?n, wenn �!e mit der Sanierung der Reichs- finanzen In Verbindung stehenden Fragen geklärt sind. Die Mobilisierung der ersten Tranche. Paris, 10. Februar. lGigenbericht.) Ter Pariser.Korrespondent des»,S o z. Presse- d i e u st" erfährt aus gut informierten Pariser Finanz- kreisen, daß bereits umfassende Vorbereitungen im Gange sind, um die Mobilisierung der ersten Tranche der deutschen Reparationsschuld sofort«ach der Einrichtung der Internationalen Neparatiousbank vornehmen zu können. Tiefe Mobilisierung sollte in der Form einer internationalen Reparations» anleihe in der Höhe von 300 Millionen Dollar er- folge«, von denen 100 Millionen Dollar für Deutschland, die restliche« 200 Millionen für die Befriedigung der Reparatiousgläublger bestimmt sind. Die i n t e r» essierten Banken in den Vereinigte« Staaten solle« sich bereit erklärt haben, nicht nur die für Deutschland bestimmten 100 Millionen Dollar aufzubringen, sondern darüber hinaus auch«och an der Auflegung des für die Gläubiger bestimmte» Teiles mitzuwirken. Der franzö» sische Finanzmarkt dürfte gleichfalls etwa 100 Millionen Dollar zeichnen, während der Nest sich auf Italien, Eng» land und vielleicht auch auf einige neutrale Staate» ver- teilen dürfte. Organisationsfragen der BLZ. Alakland, 10. Februar. Der erste Ausschuß des Ovganifationskomitees der Bank für Internationale Zahlungen, bestehend aus Q u e s n o y, Frankreich, L i e p m a n, England, und van Z« e l a n d, Belgien, hatte heute in Mailand Besprechungen mit dem Generaldirektor der Bank von Italien über die Zusammensetzung des Verwaltungsrates der BIZ.. und über technisch« Organisationsfrogen. Die Be-lreter der Notenbanken Englands, Frankreichs und Belgiens reisten heute abend wieder nach G e n f. wo sie mit den Delegierten Deutsch- lande zusammentreffen wollrn. Oeuische Voifchast in Warschau? Umwandlung noch dem Handelsvertrag.. Warschau, 10. Februar.(Eigenbericht. Warschauer Blätter berichten, daß man hier mit der bevor- stehenden Umwondlung der deutschen Gesandtschast in«ine Botschaft rechnet. Die Umwandlung soll, wie es heißt, sofort nach dem Abschluß der Handelsvertrags- Verhandlungen erfolgen. eingeführt werden können. Wieweit diese Vergünstigung eines Ein- fuhrkontingents zum Zollsatz von 16 M auch anderen Ländern, insbesondere Dänemark, zugestanden w»rd, läßt sich heute noch nicht sagen. Reben den Rmdviehzöllen sind auch die Schafzölle aus 22,50 Mark erhöht worden. Für Schweine, deren Zoll im schwedischen Handelsvertrag zukünftig nicht mehr gebunden ist, tritt der Gleitzoll oon» bis 27 Mark in Kraft, solange«r nicht durch einen neuen Handelsvertrag aus 8 bis 24 M. ermäßigt wird. Für den Augenblick werden die Schwcinezölle von 16 auf 18 M. erhöht. Reu ausgenommen in den schwedischen Handelsvertrag wird eine Bindung des Leberzolles mit 16 M. gegenüber 32 M bisher. Durch das Schwedenabkommen dürfte sich gegenüber den bis- herigen Prcisverhältnissen nicht sehr viel ändern. Für Weizen ist eine gewisse Preiserhöhung möglich, während für die anderen Getreidearten auch die erhöhten Zölle kein« Preis- steigcrung, sondern nur«ine Sicherung des deutschen M a r k te s für den deutschen Erzeuger bringen. Di« Erhöhung der Viehzölle dürft« zu einem großen Teil von der ausländischen Land- Wirtschaft getragen werden: die Ermäßigung des Leberzolles ist für die Herstellung billiger Massenleberwurst von Bedeutung. Di« deusich-polnische Grenze soll Milte Februar für die pol- nischen Saisonorbeiter gcS'fnet werden. Schon heute lagern Tausende von Arbeitern in der Grenzstadt Wielum, um am Tage der Erössnuna der Grenze nach Deutschland einreisen.zu können. DI« Mehrzahl dieser Arbeiter lagert trotz großer Kälte unter freiem Himmel. Prag und Haag. Außenminister Äenesch und die Äefreiungstaxe. Von Rudolf Illovy. Prag, im Februar. Die Prager sind seit dem 20. Januar aufgeregt. Patrio- ten und Hüter der Ration schimpfen von früh bis in die Nacht und können es nicht begreifen, wie die Großmächte iin Haag der Tschechoslowakei eine Reparationszahsung unter dem Titel Befreiungstaxe auferlegen konnten. Das ist ja eine unerhörte Beleidigung! Der Benesch, der hat es auf dem Gewissen, nur der Bsnejch ist daran schuld. Er war es, der als Haupt der tschechoslowakischen Delegation diese Demütt- gung ruhig hingenommen hat, ohne den Engländern ins Ge- sicht zu fahren Ja, der Benesch, so säest der Herr Sektions» rat, und die gnädige Frau Ministerialober'ekretärsgemahlin. Es schimpft die ganze Tafelrunde in dem altberühmten Prager Bräuhause..Bei Flek"— die sogenannte Fle k- nation— und die dicken Prager Selchermeister, Zucker» bäcker und Hausbesitzer fangen nach dem zehnten Glas Bier zu jammern an, diese vom Benesch unterschriebenen Zahlung?- Verpflichtungen werde sie an den Bettelstab bringen. Die von allen diesen Herrschaften wegen der zahlreichen Morde und Vergewaltigungen so sehr geliebte Boulevardpresse des Faschisten Stribrny. die in der Politik bloß ein Programm: Kampf gegen Benesch! kennt, ergeht sich in Orgien und ver» langt dreimal täglich in roten Lettern das Haupt des Außen» Ministers. Die nationaldemokratische Kramarsch-Presse hat es gleich» falls scharf auf ihn. Ja. wenn statt Benesch Kramarsch im Haag gewiesen wäre, da wäre die Sache ganz anders ausge- fallen! Kramar'ch hätte den Nacken nicht gebeugt, er hätte stolz gesagt:„Wir haben am 28. Oktober 1918 uns selbst befreit und zahlen keinen Heller. Kein Masaryk und kein Benesch, keine sogenannte, Auslandsrevolution und keine Ententemächte oder sonst irgend jemand haben die Tscheche»- slowakei geschaffen, nur wir, die wir ruhig im Lande ge- blieben sind, wir haben durch unseren eigenen Willen und gegen den Willen der Großmächte die Tschechoslowakei durch- gesetzt." Der Kramarsch-Presse pflichtet in gleichem Tone die agrarische Presse bei und beide befleißigen sich in ihren Morgenausgaben noch eines seriösen Tones, während sie in den Nachmittagsblättern, die mit der Stribrny-Presse weit» eifern, sich keine Zügel anlegen. Die Befreiungstaxe, welche die Gemüter der Bier- Politiker so sehr in Aufregung bringt, wurde von den ur- sprünglichen 750 Millionen Goldfranken auf ungefähr 200 Millionen Go'ifranken herabgesetzt und wird mit 10 Millionen Goldmark jährlich gezahlt werden. Die Zahlungen für die von Oesterreich-Ungarn übernommenen Sachgüter wurden gänzlich gestrichen. Die Kriegsschulden für die Ausrüstung der Legionäre werden statt in der Wäh- rung vom November 1918 in der jetzigen Valuta zurückge- zahlt, was eine namhafte Ermäßigung bedeutet. Wegen der Bodenreform wird die Tschechoslowakei an ungarisch« Magnaten und Habsburgische Erzherzoge nicht mehr aus eigenem zu zahleiz haben, als dasjenige, was ihre Gesetze vorschreiben. Die Tschechoslowakei erhält 1 Proz. aus den Ostreparationen. Lauter Erfolge, welche die Nationalisten nicht sehen wollen. Gegenüber der persönlichen Haßpolitik der tschechischen Bourgeoisie steht die tschechische und auch die deutsche Sozial- demokratie auf dem Standpunkt, daß im Haag alles?r- reicht wurde, was unter den gegebenen Verhältnissen mög- lich war. Dies erklärte auch der Sprecher der tschechischen Sozialdemokratie Dr. Winter im Abgeordnetenhause in der außenpolitischen Debatte. Er sagte, daß alle Angriffe gegen Benesch jedweder Unterlage entbehren, und es werde sieh schon ini Staatshaushalt eine Post finden, die g e- st r i ch e n werden könne, damit an ihre Stelle die jährlichen 10 Millionen Goldmark ohne Störung des jetzigen Gleich- gewichts gesetzt werden können. Für die deutsehc Sozialdemo- kratie sprach Pohl, der erklärte, daß die Tschechoslowakei im Haag einen Erfolg errungen hat, dem die deutschen So- zialdemokraten ihre Anerkennung nicht versagen koirnen und wollen. Mit Rücksicht auf die zu erwartende Besserung des Verhältnisses zu Ungarn müsse verlangt wer- den, daß die Haager Verpflichtungen durch Abstriche am Wehrbudget gedeckt werden. Der Spiehlzürger hat außer Benesch noch einen(Zegen- stand seiner Aufregung. Irgend jemand hat aus dem Hae:g nach Prag berichtet, der englische Schatzkanzler S n o w d e n hätte von den Tschechoslowaken wie von Straßenräubern und Taschendieben gesvrochen, er hätte sich der habsburgi chen Erzherzoge wärmstens angenommen, mit der Faust auf den Tisch geschlagen und verlangt, daß die tschechoslowakische De- legation— ohne Speise und Trank eingesperrt werde um ge- fügiger zu werden. Die bürgerlichen Blätter nützen alle d-e�e Unwahrheiten, die dem Sozialisten Snowden in den Mund gelegt wurden, zu Angriffen auf die Sozialdemokratie aus und die nationaldemokreltische, agrarische und Boulevard- presse tobte. Zille waren unsterblich blamiert, als Snowden in den Prager Blättern eine kategorische Erklärung veröffent- lichen ließ, daß an allem diesen Gerede kein Wort wahr ist. Auch Benesch in seinem.Exposs und seiner Schlußrede und Dr. Winter wiesen die völlige chaltlosigkert dreser Ge- rüchte um Snowden nach. Die Prager Gasse erlebte zweimal ein« Enttäuschung. Zuerst drückte die Regierung einmütig— also auch mit Stimmen der Agrarier und Nationaldemokraten— Denesch Anerkennung und Dank für Haag aus und jetzt wurde sein Expose mit überwältigender Mehrheit vom Ausschuß des Ab- geordnetenhauses und vom Senat genehmigt. Dagegen stimmten nur Kommunisten, Deutschnationale und die drei Faschisten. Nun werden sich die Gemüter nach und nach beruhigen. Haag bedeutet für die Tschechoslowakei, daß diese nunmehr Klarheit über ihre Zahlungsverpflichtungen und ihr finanzielles Verhältnis zu den anderen Staaten besitzt. Es ist von Interesse, daß jetzt eiüe engere Fühlungnahme mit den Nachbarstaaten propagiert wird. So verlangt das agrä- rische Hauptorgan in einem Leitartikel eins ausgesprochen mitteleuropäische Freundschastopolitik. Das Ergebnis vom Haag wird auch lnnerpolitisch seine Wirkung nicht oerfehlen Man erwartet, daß es jetzt auch zu einem endgültigen Friedensschluß in der Tschechoslowakei kommt und alle nationalen Fragen im freundschaftlichen Einvernehmen gelöst werden._ Rechts und links von Hugenberg Neue plahv?rtei«una im Neichswg Während der Tagungspause des Reichstags ist eine Aeirderung in her Platzoerteilung im Plenarsttzungssaal des. Reichstags ersolgr. Die Nationalsozialisten, die bisher ihre Plätze hinter den � Reihen der Deutschen Volkspartei hatten, sind setzt hinten auf der � äußersten Rechten, also noch rechts von den Deutschnatio- nalen, untergebracht worden. Die neug?bilcete Fraktion der Christlich-Nationalen Arbeitsgemeinschaft hat ihre Plätze zwischen den Deutschnationalen und der Deutschen Volks- parte! erhalten. Gleichzeitig find dieser Fraktion auch drei Plätze in den vorderen Reihen eingeräumt, die dl« Abgeordneten Treoi- ranus. v. Lindeiner-Wildau und Hartwig innehaben. Die Berliner Verkehrsbauten. Stadtrat Reuter vor dem Ilutersuchuugsausschuß.— Zerstörung der Mßwirt- schastslegende. Reue Attacke der Grünen Front. Gegen den ReichsernährungSmimfier— gegen den Ver« braucherstsuß Die Grüne Front der vereinigten landwirtschaftlichen Organi» sationen von Schiel« bis Fehr hat einen noch größeren Magen als die Kirch«. In der Form etwas konzilianter als im vorigen Jahr, in der Sache aber ebenso rückständig wie hemmungslos fordert ein Schreiben an den ReichsernSbrungsminister wieder Ding«, die schlechthin abgelehnt werden müssen. Obwohl- wir gegenwärtig wirklich befriedigende Wetzenpreise haben, geht der Grünen Front der Vermahlungszwang noch nicht weit genug/ Obwohl die Erhöhung des E i n f u h r s ch et n- wertes b e im Roggen vom Reichstag einhellig abgelehnr worden und die Tieshaltung des Einfuhlscheinwertes im System der Gleitzölle der einzig« Verbraucherschutz in der Roggenpolitik ist, wird die unsinnige Forderung ngch.der Erhöhung des EinfuhsscheiiuveiteÄ wieder aufgestellt. Gegen daslJvteresse der Bauern an billigen Futtermitteln wird di�x D r os-sel un g d e r Maiseinfuhr verlangt, obwohl die Reichsregssrung gerade setzt mit Rumänien in- Verhandlungen steht. Damit auch Layern. daß heißt Herr Fehr, sein« Unterschrift zu den Forderungen gibt, werden r.og der kürz» lichen Erhöhung des Braugerstezolles auf S Mark em häherer Ein- fuhrscheinwert und die Erweiterung des Brauoerstekontingems verlangt, das vollständig beseitigt werden sollte. Die Haferpreise sind in Deutschland d o p p e l t s o h o ch als auf dem Welbmarkr, ober die Grüne Front will wicder durch Erhöhung des Ciniuhr» scheinwertes eine noch stärkere Verschleuderung von deutschem Hafer im Ausland und. zugleich von Reich-geldern herbeiführen. Gegenüber Finnland wird endlich— ohne jede Rücksicht auf die enormen industriellen Interessen Deutschlands gegen- über Finnland— die Kündigung des Handelsver- träges verlangt, nur um die«fseltioe Erhöhung d«s Butterzolts noch schneller durchführen zu können,, die, bekanntlich vom Reich auf dem Verhandlungswege gegen Zugeständnisse bei den Papierzöllen angestrebt wird. Der Grünen Front ist es vollständig gleichgültig, was aus dem deutschen Jndustrieexport wird! Geradezu grotesk ist es. wenn die Grün« Front schließ'ich dem demokratischen und bekanntlich gegen all« Monopolpläne«in- geschworenen Reichsernährungsminister Dr. Dietrich damit droht. die wachsende Unzufriedenheit und die fortschreitende Radikalisierung i-i der Landwirtschaft würden den Reichsernährungsminister, ob er wolle oder nicht, zu monopolortigen Regelungen zwingen. Der Landwirtschast sind im letzten Jahr« agrar- und handelspolitisch« Zugeständnisse gemacht worden, die das Erträgliche wahrscheinlich schon überschritten haben. Reichsregierung und Reichstag werden gegenüber den meuen Forderungen der Grünen Front mit einem deutlichen und endgültigen Rein antworten müssen. Trauerfeier für Paul L«vi. Donnerstag Nachmittag im Krematorium Wilmersdorf. Die Trauerfeier für Genossen Paul Leo i findet am Donner». tagnachmlllag um S Uhr im kremalorlum Wilmersdorf statt. Auf Wunsch der Geschwister de» verstorbenen soll die Asche nach seiner keimst hechlngen übergeführt werden. Beileidsbezeugungen. Bei der sozialdemokratischen Reichs agsfraktion und dem Partei- vorstpnd sind Beileidskundgebungen eingegangen von der Reichs- tagssraktion des Zentrums, der Reichstagsfraktion der Deutschen Demokratischen Partei, dem Deutschen Republikanischen Reichsbund. von der Auslandspcrtreter der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands. Auscichobenc Immunität. Der Geschäftsordnungsausschuß des Reichstaas beschloß mit sofortiper Wirkung die Immunität des nationalsoziatistlschen Abg. Dr. Goebbels wegen mehrfacher Be- leidlgung durch die Presie aufzuheben. Auch die Immunität der kommunistischen Abgg. Bl-nkle und Strötzel wurde durch den GeschSftsordnunosausschuß aufgehoben, sedoch wurde in den beiden letztgenannten Fällen bestimmt, daß die Hauptverhanhlum, gegen die beiden Abgeordneten nicht vor- Beginn der Sommerferien statt- finden darf. Sardinalflaal-sekretär Vacelli. Kardinal Pocelli hat heute vor- mittag an stelle Gasparris. der kürzlich zurückgetreten ist, das Amt des Staatssekretärs übernommen. Der Untersuchungsausschuß des Preußischen Landtags zur Prüfung der M ßwirtschast in der Berliner Stadtverwaltung erörterte am Montag nachmittag die Lerliyer Verkehrs- bauten. Stadtrat Realer(Soz.f soll sich darüber äußern, wie weit die Illiquidität der Berliner Finanzlage aus Verkehrsbauten und Grundstücks- t ä u f e zurückzuführen sei. Er betont, über die Einzelheiten werde Stadtrat Zangemeister am besten Auskunft geben können. Im übrigen seien die Verkehrsverhältnlsse Berlins noch heule unbefriedigend, obwohl man sich mit diesem vroolem schon in der vorkrieg-zell beschäsligt habe. Als bei Gründung des Zweckoerbandes Groß-Berlin die Stadt Berlin fast sämtliche Straßenbahnen übernahm, war sie sich darüber klar, daß nun auch ein Ausbau erfolgen müsse. Man hatte ja schon vor dem Kriege daran gedacht, die Nordsudbahn zu bauen. D�e A E G.- S chn« l l b a h n von Neukölln nach dem Norden war schon l913 begonnen. Di« AEG. konnte oder wollte ihre Schnellbahn bauen, aber nicht zu Ende führen, so daß 1922 aus Giunö der Konzessionsbedingungen die Stadt den onge- fongenen Schnellbahnbau übernehmenmußt«. Im Sommer 1926 übernahm die Stadt die Majorität der Hoch- bahnatt'ien und brachte dabei die Nordfüdbahn als Kapital- beteiligung mit ein, so daß sie nunmehr imstande war. das ganze Groß- Berliner Verkehrrwcsen einheitlich zu organisieren. In diesem Sinne lag die Einführung des Einheit»- tarifes Ansang 1927. Zugleich sollte dadurch die Konkurrenz zwischen«traben- ll-V.ihn und Autobus ausgeschattet werden, wie dies in allen Weltstädten erwünscht erschien. Weiter sollte die Ve- Nutzung der U-Vahnen durch die U m st e i g e m ö g l i ch k e i t ge- fördert werden, zumal man besonders in der inneren Stadt das Ver- kehrsbedürstiiz ohne schienenlose, den übrigen Verkehr nicht störende Bahnen gar nicht befrie-tigen kann. Ohne daß bis dahin das Streckennetz wesentlich vergrößert worden wäre, stieg denn auch die Benutzung der U-Bahy von 163'auf beinahe 295 Millionen Personen im Jahr. Die weiteren Ausbauten der U-Bahnen wurden von der Stadt, nicht von den Unternehmungen geleitet. Es fand sich auch keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung dafür, daß Anleihen durch die Gesellschaften aufzunehmen seien. Es sind daber 1927 und 1928 von Anleihen der Stadt Berlin einzelne Teile für die„Nordsüdbahn" als Bauuntcrnehmerin abgezweigt worden Aber die Tätlqkell der BerahingesteNe machte sich schon sett 1927 io bemmend bemerkbar, daß man Ende 192Z zum Teil deshalb beschloß, aus der bisherigen ZaleresieugemrlusiRist der einzelnen verkehreunlernehmunqen ciae einzige große VerkeHrS'A..G. zu gründen, die mii ihren 4"g Millionen Mark imstande sein sollte. eigene Anleihen aufzunehmen. Im Augenblick sind die Verhältnisse für eine solche Anleihe wieder günstiger geworden/ Das Bauprogramm umfaßt« bis End« 1927 die Fertig- ltellung der begonnenen AEG.-Bahn und die U-Bahn durch die Frankfurter Allee. Später kamen zwanasläusig die Per- längerungzprojekte hinzu. Wesentlich wurden sie von der Notwendjg'e't beherrscht, beaueme Uebergänae von emem zum anderen Berkebrsmittel zu', schassen. Auch die peuen Sied- l u n a e n m ü ßt e n her ücksi ch k i g t.werden. Wir haben dem Magistrat eine..BoÄrg».'über-. ein«»iajtmSßst*. Gtftdltüna vier in Berlin für. b;i e nach ste tt 2 0 bis 30: Jahr e er f o r d e r- lichen Ver kehr- bauten unterbreitet. Namenilich für d'e innere Stadt, wird sich auf die Dauer eine weite-e Entlastung nicht umgehen lassen. Es wurden von den städtischen Körpers tasten auch entsprechende Beschlüsse gefaßt, chie dann aber wegen Geldmangel nickt ausgeführt werden konnten. So unterblieb der Bau der N-Bahn ngch Pan'ow und nach T-mpelhof überbaupt und andere Bauten mußten gestoppt werden. Dann aber mußten viessach unzu- reichende Bahnhöf« dem neuen Berkehrsbedürlnis angepaßt werden. -V'-r, B»!s-,i«t faßte der Babnhof H-'tMchgz Bar nur l-r�s Wo"-«. Aehnlich wa es an vielen anderen Stellen. Man hat sich zum Teil durch provisorische Erweiterungsbauten geholfen. Es ist nmi einmal Tatsache, daß Berlin jährlich um 80 000 Personen zugenommen hat und daß außerdem der Verkehr auch relativ gestiegen ist. Stadtrat Reuter wies noch die Behauptung zurück, als ob die Berkehrs-A.-G sich gegen Lohn'aufbesterungen sträube. Tatsächlich sei das Lohnkonta der BVG. um 40 Millionen gestiegen, worunter sich m ndesten- 25 Missionen Mark echte Lohnerhöhungen befänden. Zu den Grund st ückskäufen führte er aus: Diese Käufe sind nicht von der jetzigen V«rkehrs-A.-G.. sondern von den früheren Einzelgesellschaften getätigt worden. Beim U-Bahnba» müssen nämlich tu gleich starke städtebauliche Komplikationen gelöst werden. So war man gezwungen, um lebensgefährliche Zustände ,zu be- seitioen, vielfach die Eingänge aus oder an Bürgersteige zu führen. Da Unterfahrunaen auß-rordontlich teuer sind und die Enteignungs- bestimmungen für die. Kommunen ungünstig liegen, erwarb man rechtzeitig, unter der Hand durch Makler und also billiger, die be- nöt'oten Grundstücke, leate sie nieder und erstellte beim Bahnbau gleichzeitig, unter Berücksichtigung von Straßen- und Platzerweite- rungen, Fundamente für den Aufbau neuer G-bäude, die man später einmal mit Gewinn wird abstoßen können. Denn natürlitb will die Stadt nicht ewig auf diesen Grundstücken berumsitzen. Daß diese Grundstücke durch d'e Derbesierung der An- lagen und Berkehr-verhältnisi« wertvoller geworden sind. bat sick- beim Bau. des Korstadt-Hause» am Hermannplotz gezeigt. Aehnlich werben w-r noch öfter abschließen können. Zurückzuweisen ist noch d'e Auffassung, als ob die in de- Oeifenttickkeit erwähnte ,.B«rolina"-Gesellschoft gegründet sei.»m Gr'-irdssückskäufe Ins Aschgraue zu tät'gen. Diese./Berolina".Gesellschaft hat ein eigenes Grundstück am Alexanderplatz gehabt und in der Bergangenhest einzeln« kleiner« Grundstück-ankäufe getätigt. Berichterstatter Soenn-cke lDnat.): Wie dachten Sie sich die Rentabilität des in den Verkehrsunternehmungen investierten Kapitals? Stadtrat Reuter: Ich Hab« mit Erstaunen gelesen, haß h'-er davon gesprochen wurde, als könnte in der jetzigen Zdit ein Unter- grundbabnbau in dem Sinne rentabel lein, daß er aus eigenem Wirken sich verzinse und amortisiere. S-�on in der Vorkrie�zeit hatte eine Pr'vataesellschaft mit einem Untergrundbahnbau Pats- d�mer"V->tz—?oo lich mir i'gd",'ch*V'ftet: können, daß sie von Schöne- berg, Wilm-rsdarf usw.. die sich mit städtischen Bohnen anschlössen, erhebliche Gebühren einzog. Schöneberg und Wi'. mers- darf haben. damals ihre U-Bahnmittel einfach au»dem Eiat genommen. Es gibt In der ganzen Well keine Stadt, in der ln einem solchen Umfang wie in Berlin aus Gründen der allgemeinen Etat-laae so hohe Einnahmen aus den V-rkehrsmitteln man glaubt exkrohtereo zu können. Hn�ukommt. daß in Deutschland die Verkehresteuer sehr hoch ist.: Wir müssen von der Bruttoeinnahme aus dem Ber- kehrsergebnis 6 Proz. L e r k e h r s'st«u e r n zahlen, was ollein bei einer Einnahme von etwas 200 Millionen Mark im Jahr« 1929 über 13 Millionen ausmacht. Trotzdem glaub« ich, daß auf die Dauer auch die Berliner Verkehrsunternehmungen aus ihren Ein- nahmen an die Stadt Abgaben leisten können, wenn erst einmal die notwendigen Bauten durchgeführt sind. Ich nehm« an, daß aus den rund 350 Millionen Investierungen sich später eine Verzinsung von 2 Proz. ergibt. Berichterstatter koeunecke lDnat.): Sie haben doch als Aufsichts- ratsvoisstzender der BBG. über die D i r« t t o r i a l g e h ä l t e r mitbestimmt? Reuter: Die früheren drei Verkehrsunternehmungen hatten z u- sammen 10 Vorstandsmitglieder. Die Bereinigt« Begann am Montag die Porberatung des Kultushaushaltes, für die sieben Be- ratungstage vorgesehen find. Der neue Kulturminister Grimme stellte sich hierauf dem Hauptausschuh des Preußischen Landtages vor. Kultusminister Gr'mme erklärte, er lege mit Absicht keindetailliertes Programm vor, sondern wolle sein« G r u n d h a l t u n g sormulieren. Nach' dem Stootsminister Grimme zunächst seines Amtsnorgängers gedacht hatte— er sprach vom T y p us Becker—. nahm er die besondere geschichlliche Situation, in der der geschieden« Minister Becker ge- standen habe, zum Anlaß, um daran seine eigen« Stellung aus. einänderzusetzen. Er erklärte, Minister Becker sei es aus die Bi ldu ng d« r P e» s ö n l i ch k e i t angekommen, et habe Alna1 eine fuadaarentalc Tatsache»kcht In Rechnung gestellt; daß heute die PersSnktchkest nur wirken könne als Exponent einer Machtgruppe. Die Geschichte frage nicht danach, ob dies dem einzelnen behage oder nicht. Di« Spannung von Persönlichkeit und Partei müsse aus- gehalten werden. Die politische Persönlichkeit, so hob der Minister hervor, kann heute nur � solang« wirken, wie sie von einem Macht- verband getragen wird. Marionette oder Exponent einer Partei zu sein, ist wesentlich zweierlei. Im Zeitalter der erwachten Massen hat die Persönlichkeit ja nicht ihre Bedeutung verloren— ist doch unsere Aufgabe die Erlösikng der Masle zu Wen- sch« n I Aber ee ist vor b e l mit dem auf sich gestellten Individualisten. Staatsmlnister Becker ist in seinem Amte der letzt« Repräsentant eines individualistischen Zeitalters gewesen. Darum Hot der kürzlich« Wechsel im Amte des preußischen Kultusministers symptomatische Bedeutung. Es ist mir heute nicht möglich, die Arbeiten meines Porgängers an dieser Stelle zu würdigen. Nur etwas möchte ich unterstrichen haben: Er wie keiner konnte die Gebildeten für die Republik gewinnen! Wenn ich seine Erbschaft mustere, s o sehe ich'vieles grundsätzlich, sogar entscheidend anders. Aber i« einem wird die Aera Becker eine Fortsetzung erfahren, nämlich in der Beanttvortung der Frage. daß uns Deutschen nur ein« Wahl bleibt: Chaos oder Republik. Ich versage mir heute schon mit einer programmatischen Erklärung hervorzutreten. Meiner Art liegt es nicht so sehr, von Pro- g rammen zu reden. Mir kommt es an auf Arbeit und Einzelentscheidung. Die geistig-seelische Haltung hinter seder Einzelentscheidung muß sichtbar sein. Mit besonderem Nochdruck formuliert« der Minister: Die Bezogenheit der Arbeit auf den wach gewordenen Äulturwilleu der breiten Massen des Volkes, das ist der Sinn und die Akzentverschiedenheit. die hinter dem Wechsel im Kultusministerium liegt. Wer diesen Wechsel in seiner ganzen historischen Schwere sieht, wird nichi nach eine? achttägigen Ministerschaft schon die Fata Morgana eines Zukunflsprogramms fordern. Ich habe nicht seit Iahren«in Programm auf Eis gelegt! Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, daß zielbewußte und energische Arbct nur die sei, die im Raketen« tempo in ihre Umgebung hineinwirkt. In kulturellen Fragen steht höher als das Tempo das Durchdenken. Wesentlicher als der aktuelle ist mir der ausgereifte Gedanke. In der Debatte erläuterte Abg. König(Soz.) die sozial. demokratischen programmatischen Forderungen o«r Gegenwart. Er forderre die Stellungnahme des Staars- Ministeriums zum Berechttgungsunwcsen, wünscht Besei- tigung der heute ausgerichteten Barrieren. Aufstiegsmöglich. leiten für die Vertreter der Arbeiterschaft und er- höhte Erziehungsbeihilfen. Die staatsbürgerliche Erziehung in den heutigen Schulen sei äußerst mangelhast. In dem größten Teil uilserer Bolls- und höheren Schulen ist die Geschichte der letzten zehn Jahre unbekannt. Von dem historischen Ereignis der Rhein- landräumung ist kaum Notiz genommen worden. Unsere Schulen gehen an der leibhaftigen Gegenwart vorbei. Er forderte Inten- sioierung der Lehrerbildung an großen pädagogischen Akademien, eine neue Fericnordnung und Vereinfachung der Vcr- orirnungen für das Schulwesen. „Zswefiija" provozieren. Das offiziöse Moskauer Blatt über das Tfcherwonzenurteil. Moskau. 10. Februar.(Teiegr.-Agentur der Sowjetunion.) In ihrem Kommentar zu dem Urteilsspruch des Berliner Gerichte im Prozeß gegen die Tscherwonzenfälscher erklären „I s w e st i j a*, das Urteil stelle ein« offene Herausforderung der Sowjetunion dar. Das Berliner Gericht habe sich in vollem Umfange den von der Verteidigung ausgestellten Grundsatz zueigen gemacht, daß jede Aktion gegen die Sowjetunion den i n n e r p o l i t i jche n Interessen Deutschlands ent- spreche und daß jedes nachgewiesene und offenkundige Derbrechen aufhöre, ein Derbrechen zu sein, wenn es sich gegen die Sowjetunion richte. In der Atmosphäre der allgemeinen Hetz« gegen die Sowjetunion und rm Interesse der Schaffung einer sowjetfeindlichen Einheitsfront habe das Berliner Gericht wieder einmal den Beweis geliefert, daß Deutschland ins Lager der Feinde Sowjelrußlands übergehe. Das Blatt fragt, ob die verantwortlichen Leiter der deutschen Politik glaubten, daß das Berliner Urteil, in dem zugegeben(?) wird; daß auf deutschem Boden der Sowietunion gegenüber alles er- l a u b t sei. ohne Einfluß auf die politischen und wirtschaftlichen Be- Ziehungen zwischen der Sowjetunion und Deutschland bleiben könne und daß der Dertrag von Rapallo.rur der Sowjetunion!8er- psiichtungen auferlege, ohne für Deutschland, die deutsche öffentliche Meinung und die deutschen Gerichte irgendwie bindend zu sein. Wenn die Leiter der deutschen Politik nicht dieser Auffassung seien, so müßte das durch Taten und nicht bloß durch Worte ev wiesen werden. Auf diese Dreistigkeiten eines offiziösen sowjet- russischen Blattes antwortet MTB., ebenfalls offiziös, mit einer überaus zurückhaltenden„Anmerkung": „Die deutsch- Oeffentlichkeit verurteilt, wie auch aus allen diesbezüglichen Kommentaren hervorgeht, nach jeder Richtung hin die politischen Bestrebungen der Angeklagten, die gegen den Bestand der bcsrcundeten Sowjetmacht gerichtet waren. Andererseits sollten die Mostauer Organe doch auch Dcrständnis dafür haben, daß die deutsche Rechtsprechung keine Klaff engerichtsbarkeit ist und daß sie sich durch keinerlei politische Gesichts» punkte beeinslüsien lassen darf. Wie das ganz- Gerichtsverfahren selbst, so hat sich auch dos Urteil des Berliner Gerichts vollkommen im Rahmen der deutschen Rechtsprechung gehalten, deren Objektivität nach keiner Richtung hin anzuzweifeln ist. Es entbehrt deshalb teder Grundlage, in dem Urteilsspruch eine Herausforderung der Sowjetunion zu sehen." Die Wilhelmstraße ist im Verkehr mit Moskau Kummer gewöhnt. Ihre sanfte Zurückweisung der„Isiwestij-i" entspricht durchaus einer fast achtjährigen Tradition, bei der man auf die offenkundigsten Provokationen mit diploma- tischer Höflichkeit reagiert. W i r brauchen nicht sene Rücksichten_ zu nehmen, die das deutsche Auswärtige Amt im amtlichen Verkehr Berlin— Moskau mit mehr Beharrlichkeit als Würde bei allen derartigen Auseinandersetzungen zu beobachten pflegte -! Mir haben bisher zu dem Tscherwonzeuurteil nicht Stellimg genommen. Die Ayrempelungcn und Verdrehun» g-n-des Moskauer. Blattes zwingen uns aber jetzt dazu. Urteile deutscher Gerichte in politischen Prozessen sind hier oft genug mit äußerster Schärfe kritisiert worden, wo es nottat, und das wird auch in Zukunft geschehen. Im vorliegenden Fall aber kam eine Verurteilung nur dann in Frage, wenn nachgewiesen werden konnte, daß die Geldfälscher nicht aus politischen, sondern nur aus gewinnsüchtigen Motiven gehandelt hätten. Wer aber wird behauvien wollen, daß die Gerichtsverhandlung den politischen Cha- rakter dieser Fälschungsaffäre nicht erbracht hätte? Das werden doch die Bolschewiki a m allerwenigsten erklä- ren, die im Gegenteil den antisowjetistischen Charakter dieser Tscherwonzenfälschungen am stärksten betonen! Man mag bedauern, daß im Sommer 1S28 ein deutsches Amnestiegesetz für politische Verbrechen überhaupt angenom- men wurde, durch das allerhand Straftaten, die eine schwere Verurtellung an sich verdienten, außer Verfolgung gesetzt wurden. Wir haben uns für diese Amnestie niemals begeistert, und es bestanden namentlich in der sozialdemokratischen Fraktion die stärksten Bedenken dagegen. Lediglich im Inter- e sie der Opfer einer unmöglichen RechUprechuna des Leipziger und anderer Gerichte in Hoch- und Landesverratslacken und das waren, nicht zuletzt kommunistische Opfer— haben aucb wir dieser sehr zwellchneid'gm Maßnahme zugestimmt. Aber die lautesten Rufer in diesem Kampfe, jene, denen die Amnestie nicht weit genug gehen konnte, das waren gerade d'e deufcken Vertreter der Dritten Internationale, die kommun'st scbe Reichstagzfraktion unter Führung des ver- sknrbenen Abgeordneten H ö l l e i n. der dabei übrigens Hand in Hand mit dem heutfchnationalen Beschützer der Fememörder E v e r l i n g ging. Ez geHort also ein besonderes Maß von Frechheit dam. wenn die Bollchew'ki. d'e diese Amnestie gewollt haben, jetzt we l ibnen ihre Auswirkung in diesem Falle gerade nicht paßt, behaupten: 1 jede sowietfeindliche Aktion entspreche den inner- politischen Interessen Deutschlands: 2 ein Verbrechen, das sich aegen die Sowietunion richte, sei nach deutscher Gerichtsauffasiung kein Verbrechen; 3. Deutschland sei in das Lager der Feinde Sowjet- rußlands übergegangen: 4. es l'ege eine Verletzung des Rapallo-Vertrages durch Deutschland vor. Soviel Behauptungen, soviel Unverschämtheiten und Un- Wahrheiten Da in der Sowjetunion nicht nur die Gerichte. sondern auch die Presse blinde Werkzeuge und ständig kon- tryllierte Organe der Regie r n n g sind, wäre eiaentlich die Rekchsregierung befuat. in Moskau gegen diese provokatorischen Verleumdungen offiziell Protest zu erbeben. Indessen sind diplomatische Beziehungen mit Sowsetrußrand nur möglich, wenn man über diese russisch- o f f i z i ö s e n Provokationen hinwegsieht und sich nur an die o f f I z i e l l e n Meinungsäußerungen der Sowjetregierung hält. Man wird also abwarten müssen, ob Herr K r e st i n s k i es wagen wird. sich in einer offiziellen Demarche die Behauptungen der „Iswestija" zu eigen zu machen. Dann freilich wird man ihm mit aller Deutlichkest antworten und dabei die Gegei�rage aufwerfen müssen: Was gedenkt die Sowjet- regierung dagegen zu tun. daß russische und deutsche Bolschewisten auf russischem Boden, unter dem Schutze und mit dem Gelbe der russischen Staats regierung dauernd Verbrechen gegen di« Deutsche Republik beraten und vorbereiten? Sowjeigesandier Makar veehastei. Als Mitwisser des Anschlages auf Orliz Vubio. New Bork, 10. Februar. Auf Anorduung des mexikanische» Kriegsministe- riums wurde iu Veracruz der sowjetrussische G e s a n d te iu Mexiko, Makar, verhaftet. Die Inhaftierung soll bis zur vollständigen Aufklärung des Anschlages auf de» mexikanischen Präsidenten Ortiz Rubio aufrechterhalten bleiben. Die Behörden nehmen au, daß der Towjetgcsandte von'dem Anschlag vorher gewußt habe. Bei der Durchsuchung des russischen Gesandtschastsgebäudes iu Mexikv-Jtadt wurde ein Angestellter mexikanischer Nationalität verhaftet. Makar und dessen Frau waren bereits am Sonnabend in Veracrnz eingetroffen, von wo ans die Reise über Frank- reich nach Sowjetrußland vorbereitet war. Trotz Pro- testes wurde das ganzeverslegelteDiplomateu- gepäck geöffnet und aufs genaueste durchsucht. * Einer späteren WTB.-Melkmng zufolge wurde der Gesandte Makar nurdreiStunden lang in Bera-Cruz aufgehalten, aber sein Diplomatengepäck durchsucht Zreundschast— trotz Grenzzerreißung! Oeutsch-dLnischer Telegrammwechsel. Kopenhagen, 10. Februar.(Eigenbericht.) Anläßlich de» zehnten Jahrestages der Grenzab. st i m m u u g in Nord- Schleswig fanden am Monlag in ganz Nordschleswig Festlichkellen und feierliche Akte statt Die Sozialdemokratie Nordschleswigs sandle ihre» deutschen Parteifreunden in Flensburg ein Telegramm, in dem es heißt: „Wir wissen, daß es für viele von euch schwer war. euch vor- deu Kameraden diesseits der Grenze zu trennen. Eine Grenz- zlehung hinterläßt immer, wie eine Operatioo. Wut». deu und Schmerzen, wir wünschen sorlzesehte gute Zu- sommeuarbeik. damit es gelingen kann, die beiden ver- wandten Völker vorwärls in brüderlicher Zusammen- a r b e i l und in freundschaslllcher Nachbarschaft zu bringen." Vom Flensburger Grenzverband für d-ulsch-dänische verftäa- digung wurde ein Anlivorllelegramm übermitlell, in dem ausgeführt wird:„Wir sind jetzt wie damals derselben Ansicht wie ihr, daß es unsere Aufgabe ist. die geschlagenen Wunden zu heilen. Ebert» Worte, das nordische Grenz'and solle die Volk». brücke sein für eine gemeinsame deutsch. skandtaavls che siulturarbell. lebt noch heule in unseren herzen und wir ver- sprechen, auch in Zukunft die Greuzarbeit so aufzufassen, wie sie bisher ausgeführt worden ist." Der Reicheparlellag der Deutschen Volkspartei der seinerzeit wegen des Todes des Reichsaußenniinisters Dr. Streiemann ab- gesagt werden mußte, wird nunmehr voraussichtlich am 28. März in Mannheim stattfinden. 10 Stack ▼OB Sind Tom Versand scsgsschlossen iMffijQuiSjßs$£h Stuhtt/�- �r Verkauf»oweJl Vorrat- Manganabsabo vorbehaltaa Sß Obst ond SemDss bleiben rem Versend eBsaeschlesssnl 39 OBST Apfelsinen wond........* nai 7&pt. Mandarinen............ 3 pumd 78pt Blutapfelsinen......... 3 Ptoa 78pi. Kranzfeigen............... rkm.� 32?». Zitronen.......... Datzend von 36 Pf- an Tafeläpfel rnssleche....... Plnnd 33 l. GEMÜSE Weisskohl................... Hand 5pf. Rotkohl..................... pftmd iQpf. Wirsingkohl............. Pfund IOpc Mohren sewuchOB............ Pfund 5Pf. KÄSE und FETTE Stcinbuschcr.............. p-u-d 96?-. Alg. Stangenkäse»»/„p/nnd 44?-. Dan. Schweizer so v... Pfund 90?-. Bratenschmalz.......... p-und 72?-. Margarine........... p-und 50, 62?-. Ausiandsbutter........... m 1,88 FRISCHES FLEISCH Berliner Bratwurst............... p-d. 1,14 Schweinebauch ohne s-iia»......... m 1 ,18 RQckenfiett bratiercig, ohne 6eb(rarta...Fid. 98?-. Schweinekamm oo schuft, �üsi,».se�aric.pul ,28 Schweisteko.elett........ p-d. von 1 ,32m Kassier mild........................ p-d. von 1 ,28 in Suppenfleisch.................. p-d. von 74?-,«. Gehacktes............................... p-d. 88?-. Rinderleber............................ p-d. 1,12 GEFRIERFLEISCH Suppenfleisch.............. p-d. von 68?-. an Hammelvorderfleisch.p-d. von 68?-«. Hammelrücken..................... p-d. 78p-. Rinderbacken ohne Knochen...........Ptd. 58?|. Euter....................................... p-d. 23pi. Sehweinek3pte mit Backe........... p-d. 58?-. FISCHE, RÄUCHERWAREN Grüne Heringe.................... s p-d. 44?-. 'Zander gefroren........................... Pfd. 60pf. 'Lebende PIStxen.................... p-d. 49?- �Llcklinge............................... 28?-. Scharben gefächert...................... Pfd. 42?k. Sprotten.................................. p-d 48?-. * Nur lelpslger Strasse, llusederpiati, rrsck-urler Allee, Xoltbessr Dam«, Delle Ä llanct SIrssse, Wilnersderfer S asse Chsusaeestrassa WURSTWAREN Speck wurst............................. p-d 98?-. Gampfwurst.......................... p-d 98- Hausmacher-Leberwurst..... ptd 1 ,1 0 Fleischwurst.......................... p-d 1,20 Jagdwurst............................. pfd1,20 Zervelat und Salami............. p-d 1,68 gefroren, P-d ßimestficbSB Oeistbgg WolfiaüflhnBr gefroren, 1 7(1 P-d Pt, an| P-d tob KOLONIALWAREN Vlkfortaerbsen P-d30, 26pt Unsen..... Pfd. von Sfipt«. Weisse Bohnen..P-d. 34pt Pflaumen.. PM.von dSpf.an Backolst....P-d v. MPf.an Eiersdinilf nudeln..Pid46pt. Eierfadennudein....p-d.48P(. i'akco............. P-d.ZSp,. Eimer es. 2 P-u. KONFITÜRE Vierfruc'rimarmelade..85pf. Pflaumen............ S2pt. Aprikosen........... 1,10 Joharmisbeer........ 1,10 Eimer e«. 2 P-d H-m'reer 1,30 Kirsch............. 130 Erdbeer....,........ 130 Annanas............ 1.40 KONSERVEN ,lDoM ............. 58?f. junge Erbsen 68?-. Junge Erbsen miuei-ein........ 88?-. Junge Karotten.............. 75� Karotten geschnitten............ 40?' Spinat I........................... SS?'- Sellerie In Scheide»............... 98?-- Rote Rüben................... 60?-. Junge Bredibohnen....... 65 Birnen ganz« Fracht.............. 1,00 Süsskirsdien mit ste-u......... 1,10 Sauerkirsdien mitstan....... ILO Stachelbeeren................. 9 in. Mirabellen...................... 98?-. Pflaumen ohne Stein............. 78?'. Singapore-Ananas.......... 1,10 Spanisdte Aprikosen kÄ 1.25 Kallforn. Pfirsiche �SÄent 1,45 Konsumgemüse �0CÄ.. Uorehtls, Scirgel c. frisch«!) t«8chnitlsn«B Karotien 0#CPf- /Ts/ Theater, Lichtspiele usw. TSgl. 6 u. B'i, Uhr. Barbai ossa 9256 Pr. 1« M. Wochentg. 5 U. 50 Pf.-Z M. Can Colleano, 4 Bronett» und weitere zum 1. Male In Europa gezeig-.eSpItzenlelstungen VoiKsbtthne ThulB an BüloviilatL 8 Uhr Uraufffiltrunr ftpollo, BrunaenslraBs Volksstück von GroBmann und Hessel. Unit; Thea ha&ise. Kzl«: flnjis-«hüll. itaatLidiiller-Ih. - Uhr SOORS SO. 30 goM der wind • Beaiei am saillliaucrdamm h'U Uhr DleGMüDlie Staatsoper AmPI. d Republll' Vh Uhr 8er FielsHr jsdisüies nieaiei 0. 1. Norden 12 du rjgl. KV, Uhr Der Kaiser v.Amerika von Bernard Shaw Reg.; Mjv Rei.-.hardi (üinmerspiele □.I. Norden 12310 8 Uhr Der Kandidat von Carl Sternheim b.-ii; Haas Hilirkh. Tag..» u.«15 ionm. 2. 5 n 8" j-» Aex. 8066 | INTERNAT. VARIETE llieaterl. d.Behrenstr. 53-54 A 4 Zentrum 926-927 Direktion Rnlph An hur Roher ii 8'/, Uhr ... Vater 8ein. dagegen sehr Sonntag auch nachm. 4 Uhr(halbe Pr.) WW» Oirsttion ur. Martin Zickti tmm Komische Oper fn«r. Roberl Kielt Deutsches Xansller-Theai. Barbarossa 2937 8--. Uhr Jin5, mi.ifiT von Franz Molnai mit Kai Paileaherg. Vorher: Souper aerlinei Ilieatet Uönhoh I7u Täglich Uhi Die Straße mitlllurtSaasenuaiL Regie Heinz Hllper-. Die ädmoaie II Bismck.2414/7516 8'/j Uhr Victoria von S. Maugham. Regie Max Reinhardt Musik: Mhcha Spoliansky Komische opsi Fried richstr. 104. Merkur 1401/4330. Allabendlich 8>/. U. lolla Ii Mi Sinai m tnuU m Eid. Lustspielhaus Fn'ednchsir. 236. Bergmann 292223. Täglich S>., Uhr Liebe aaf den zweiten Blick Kenn■ u Sie die fnfzQckcndc Operette von MUlficker Gasswaronoe?! Täglich 8.15 Uhr(Sonntag9Uhr) und Sonnabend nachts UJO Uhr im Ros«e-TlaeaWer Gr. Frankfurier Str. 132 Billettkasse: Alex. 312'— 3494., ied. Sonnt. JVi U. CzordaslOnHB Jed. Sonnabend 5 u�onmag 230Uhr „Aschenbröde." Vsiauelge; Sonntag, den 11. Febr, vormittags 11-30 Uhr Qoelhe-Morgenrelee mit Ladvtg Vflllnr. Traute, Paul und Willi Rose. vu Uhr CASINfl-THEATER �vhr coihria�en Strafte 97. Der Sensatlons-Schlogen Seine Hoheit der Bettler iiiiiiiiMiiiiiiimMiiiii.ini iiuiiiiiniiiuiiiiiniiiiiiiiiMitiiu and ein erukl. bnnte* Protframiu Für unsere Uesert iutschein ttr I—« Personen Fauteull nur 1.25 SU, Sessel 1.75 M. 'onstiae Preise: Parkett u. Rang 0.80 M. Heute Dlenstaa, Vu Dir; � Große Vorstellung«gft MlttwodL 12. fear. # jfyjr nur ganz �/wenige Tage , Uhr Familien' VoKletliing Rinder haue Preis« i GROSSEM SCHAUdPlELHAUö 8 Uhr: 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL 3 Saontag eadia. ugek. hau« Pr. Reichshallen-Theater Abends(D sonn an namn. CD Slemner-Säiiger Zum SchluB: Logis uindwest Oön)-» off-Qrettl: Das gracdiosa Pnuramni Kleines ineat. Merkur 1624 Tägl. S>/. Uhr Oer Walzer von heute Nacht! Max Adalbert, Erika Olaisner, Hi.de Wörner, Hermann-Scha iioD liarnowsKy- sonnen fheatcr n de/ (Sniggrütier Strafle Tätlich 81/* Uhr Proiessor Bernhardt von Arthur Sthaltilr Regte: Victor Baramky Komödienhaus Täglich Uhr Der Lügner und d e Nonne von COPt CSD HAGEHBKK TÄGLICH f|UHR MiceZMr? 0-3ah» NsraainpUt-(null! Sduli hisutitidi 108 U 1 Grosses BocHhiertesi Bralen von 6 ganzrn Schweinen an- dem Rieten. | Inkallna und Prämiletond de* kleinsten dicksten Herrn und der größten schlanksten Game. S Geldp:a:3«: 50. 40. 30, 20, 10 RM. Mittwoch, den 12. Februar 1930 1 SnQes Bodc'�rtes! o 1 Miel Jolm X'rauß füeater fl. WeileDt Täglich 8>-. Uhr; 1 Botel Stadl Lemberg Musik von Gilbert. Käthe Dorsch Leo Sdifttzendori Operettenhaus Alte Jakobstr 0/32 (Zentral-Theater) Täglich 81.« Uhi Die Fledermaus mit Gustav Ma'zner Sonn ag 5 Uhr Friederike frianDB-We Oeorgenstr. 9 Täglich B'/s Uhr Qie Fni Soosiaau Melropol-Th. KV, Uhr Das Land des Lächelns Vera Seh war*. Richard Tauber Musik von Franz Lehär. Lessing-Theater Norden 10846 Täglich 8 Uhr atfire Dreytus von Rehlisch und Herz»? PblibarmoDle 8 Uhr liDföDie-Kogzsi} des Philharm. Orch Dirto. Pro). I. Pravtr um gtfl Mliwlrkg.v. Prot. B..(Sümann 1. Stf.-l�hir,»ioi.- etat.- Boftn.(Kaht)„Cntra fbt «ddlittaiKäcl da" Sdiituaa wo»paisi man> gut und adlig T Nur Gross- Barim AlügaiitiUirplüt» Ton film-Operette 4er Erich Pommer- Produktion der Uta Lilian Harvey/ Willy Fritsch Verfalit v. tiunsMoneru.Roli.Llebmaim Musik: Werner R. Heymann Regie: Wilhelm Thiele Bildkamera: Wem. Brandes/ Tonkamera: Dr. Erich Lclstncr Bauten: Erich Kettelhnt Ein Ufaton-Fllm Täglich 5, 7, QtS Sonnabend 1t30 Uhr Nachtvorstellung GLORIA-PALAST an der Kaiser-Wilbelm-Gcd&cfamisklrcho ▼orvtT.fl-jUhrL GIorta-PaL(«swartk 8575) n.het Werdte-M -O>- Tg«äL 6. ÜUlULlSI Koitb. Str. 6 Tägl 8 Uhr ■uchSonnt. nachm. 3 L. ncmlt.Msa Elite- Sänger. Da jnb Ft�lni-Ud- Pinm«»! U.a: du blonde oiig Fadia�-Birlaia Pianetanam ' am Zoo— lirllti. ladiDttbila Sinti 3.5 Barbarossa 5578 IM/« Uhr Ol» Wlntar- stsrnbildar 18". Uhr Oar Plane Jupiter. 20'/« Uhr Hertnrtrdlge 8'■«'««(Ban jJatrjti Eintritt I Mark. Kinder 50 PL Mittwochs halbe Kassenpreise. Berliner|| Ik-TriO Noukölln. WM Läbaätr.Td'TSi Zi*h.*.l2.Uf l8.F»k.l9flO � Elfto zroBo Volkswohl- Lotterie 44U9» Cewn.M». J PrlMiee»> G««amtw*rt* wo» RW 430000 B-15000C Äxr75000 -4100000 .Ä-sooor �'Ä?�40000 M?20000 Lese z» 1 RM Depptllese za 2 HM Glflcksiirißlß:�",r5M • KM•MneMtlilN 1« Mtack. Tawa. IU�' Porte noel Gcwinnlitt« 15 Pf b«Ilea durch Plakat* kvanllich V«rkaufe*1a)l«e«od durch H.C. Kroger A.-G. Berii» W 8, Fried nchstr, 192/9 J Poete«fa«kk..oto; B.rHn 215 WWW Tir. 69* 47. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Dienstag, il. Februar i930 Ein Brudermord. Oie Schwester tötet den Bruder und zerstückelt venLeichnam. Gelsenklrcheo.Vver, 10. Jebruar. Am Z. Februar war im Rhelu-herae-kanal die Leiche eines juugeu ZN a a u e s geborgen worden, an der der Kops und zum Teil auch die Arme und Leine sehllen. Die Kriminalpolizei flelllc fest, dah es sich bei dem Ermordeleo um den 21 Zahre alten Sohn einer Frau Kirchner Haudell. Im wcilerea Verlauf der Unter- suchung wurden die 22jährige S ch w e sl e r und die 2N u l l e r des Ermordeken verhaslel und der 17 Jahre alle Bruder und der Soslgänger August Kochbein in Schutzhaft genommen. Zu der Voh- nung wurden ein Hauklotz, ein Beil. eine Söge und ein Kinderwagen beschlagnahmt. Am gestrigen Sonnlag wurde nun bekannt, daß die Schwester«iagestandeu hat. den Mord an ihrem Bruder begangen zn haben. Die Mutler hat zugegeben, au der Mcgschassung der Leiche beteiligt ge- wesen zu sein. Der Mord wurde bereits in der Nacht zum 30. Januar verübt und die Leiche mehrer« Tag« im Keller aufbewahrt. Der Kopf wurde zerstückelt und verbrannt, während die übrigen sehlenden Gliedmaßen in den Kanal geworfen wurden. Die Lösung des Mord- rätfels hat in Gelsenkirchen großes Aufsehen erregt. Linter Anklage der Vlutschande. Wächter Scholz vor Gericht. Vor dem Schöffengericht Berlin-Lichtenberg«er. antwortete sich gestern der 40jährige Wächter Richard Schulz wegen Blutschande, begangen an seiner Tochter. Der Fall ist schon insofern von Interesse, als Schulz heute «och unter dem Verdacht steht, die elfjährige Schülerin Hilde Zepernick mißbraucht und ermordet zu haben. Unmitkel- bar nach der Avfflodung der Leiche des unglücklichen Kindes wurde er verhaftet, jedoch nach einiger Zeil wieder in Frei- heil gefetzt. Die erinnerlich, verschwand im August vorigen Zahres die Äs- jährige Hildegard. Sie war gleich anderen Kindern mit ver« schiedenen Arbeitern, die an dar Fertigstellung eines Neubaues an der Destendallee beschäftigt waren, befreundet, holte ihnen Ziga- retten und mochte auch ander« kleine Gänge für sie. Es bestand die Vermutung, daß das Verbrechen aus dem Bau brgangrn worden war. Tatsächlich entdeckte man in einem entlegenen, noch nicht zementierten Keller die Leichedes Kindes, der Wächter Schulz wurde verhaftet, mußte jedoch, da seine Frau sich In idealster Weis« für ihn einsetzt« und da es an jedem Schuldbeweis fehlte, aus der Haft entlassen werden. Einige Monate später machter der Groß- vater der Schulzschen Kinder der Polizei die Mitteilung, daß deren Vaber seine eigene Tochter jahrelang mißbraucht habe. Nene Ermittlungen ergaben, daß die günstige Aeußerung der Frau des Wächters bloß unter dem brutalen Druck des Mannes zustande- gekommen war. Schulz wurde wieder in Haft genommen, war der Blutschande an seiner Tochter geständig, leugnete jedoch noch wie vor den Mord an Hilde Zepernick. Vor Emtritt in- die eigentliche Verhairdlung hatte dos. Gericht über einen ausführlich begründeten Antrag des Verteidigers zu entscheiden. Rechtsanwalt Reiwald hotte nämlich neben den von der Staatsanwaltschaft geladenen Sachverständigen Professor Strauch und Sanitötsrat Dr. Leppmonn auch die Ladung des Samtätsrass Dr. Magnus hirfchfcld und des Psychoanalytikers und Rechtsanwalts Dr. Hugo Staub beantragt. Das Gericht hat sowohl die Ladung dieser beiden Sachverständigen als auch die Er- teilung einer Sprecherlaubnis mit dem Angeklagten für dieselben abgelehnt. Der Verteidiger beantragt« deshalb die Vertagung der Verhandlung. Er führte aus, daß das Gericht nicht berechtigt war, die Sachverständigen, die aus Grund ihrer speziellen Sachkunde etwas anderes als die bereits geladenen Sachverständigen zur Be- urteilung des Geisteszustandes des Angeklagten zu sagen m'der Lag« wären, abzulehnen, und daß die Nichterteilung einer Sprech- erlaubnls mit dem Angeklagten ihnea die Erstattung eines Gut- achtens unmöglich gemocht hätte. Er beantrage deshalb die La- düng der beiden genannten Sachverständigen von Amts wegen, und im Fall« der Ablehnung dieses Antrages die Erteilung einer Sprecherlaubnis für den Psychoanalytiker Hugo Staub, damit er imstande sei, sein Gutachten cntsprechend vor- zub«leiten. Das Gericht gab dem Antrage des Verteidigers statt, ver- tagt« die Verhandlung und beschloß die Ladung der Sach- verständigen Sanitätsrat Dr. Magnus hirfchseld und Dr. Hugo Staub._ Explosion im Kabelschachi. Fünf Verletzte.— Eiserae Deckel haushoch geschleudert. Bad Homburg, 10. Februar. Am Sonnabend abend flogen«>> ungeheurem Knall auf dem hiesigeu Marktplatz zwei eiserne Deckel eine, Sabelschochtes der Slarkstromleitnvg in die Luft, gleichzeitig schoß eine hohe Stichflamme empor. Fünf Personen, die sich in der Röhe befanden, darunter zwei Frauen, wurden durch die Stichflamme und die Sprengstücke erheblich verletzt. Ein Chauffeur wurde von dem gewaltigen Lustdruck erfaßt und quer über seinen Wagen geschleudert! der Wagen selbst wurde beschädigt. Wie durch«in Wunder kam eine Gemüsehändlerin, die an der Explosionsstell« ihren Stand hatte, mit dem Leben davon. Sie hatte ihren Stand gerade auf wenige Minuten verlassen, al» dieser mit ihrem Gemüsewagen in die Lust flog. Durch die Explosion wurde in dem elektrischen Kabel Kurzschluß hervorgerufen, so daß ein Teil der Stadt ein« Zeit lang in Dunkel gebullt war. Die Explosion sst auf die Entzündung von Gosen zurückzuführen, die sich in dem Kabels cho cht angesammelt hatten. Schiffsunfälle auf der Llnterelbe. Ein Schlepper gerammt und gesunken. Hamburg, 10. Februar. Ein großer Schlepper der FaUplay-Gesellschasl geriet beule vormittag gegen 0� Uhr ans der Elb« bei Altona. Renmühleu einem Rickmersdampser quer vor den Bug. wurde gerammt und senk sofort, vier Mann der Besatzung konnlea gerettet werden. Der Schlepper liegt im Fahrwasser aus Grund, nur die Mastspthc ist fichtbar. Ein Mann wird vermißt. Bei Bnmnshaupteo aus der Unterelb« fuhr der englische Dämpfer„P h i l a t« s" in voller Fahrt mit dem Vordevschiss in den um«in Bielfaches größeren amerikanischen Dampfer„Präsi- denk Roosevelt� hinein. Der vorder« Teil des„Philotes'" ist bis zur Mannfchoftswohnung vollständig ineinandergeschoben. Der Schoden wird aus 73000 bis 100 000 Mark geschätzt, dem Dampfer „Präsident Roofenelt' wurde bei dem Zusammenstoß nur die Außen- haut am Achterteil eingedrückt. Das irudelsichere Flugzeug. Di« ZockezWulf.Slug.zeuflb.au A.- G. führt« am Montag nachmittag auf dem Gelände des Flughafens T e m p« l h o f«in trudelsicheres Flugzeug vor. Ein großer Teil der Flugzeuflkatostrophen ist darauf zurückzuführen, daß die Flugzeuge. in eine zu steile Lage gebrocht, plötzlich nach links oder rechts abtrudeln und in schneller Drehung mit dem Kopf steil noch unten abstürzen. Die Wissenschast und die Piloten hoben fest Jahren Der- such« unternommen, die Flugzeuge so zu bauen, daß sie trudelsicher sind. Die Focke-Wulf-Werke haben ihre Flügelkonstruktio- n e n geändert und durch Flugvorsührungen bewiesen, daß ihr« Moschinen selbst aus den steilsten Lagen immer wieder abgefangen werden und der Hand des Piloten unbedingt gehorchen. Der Kunst- flieger v. Koppen führte mit der„M ö w e' die tollsten Steuerbewcgungen vor. Immer wieder log das Flugzeug nach kurzen Schwankungen ruhig und sicher in der Luft. Dir Flug- sachverständige» bestätigten nach den Beobachtungen, daß das Flug- zeug eine Querstabilität besitzt, die der stärkste Sicherheitsfaktor gegen das Trickieln darstellt. Falsche Selbstbezichtigung? O«? ia Düsseldorf Verhoflete vermutUch kein Mörder. varmstadk, 10. Februar. Ver in Düsseldorf verhaftet« Mann, dar vier Lust- morde, einen davon in der Gegend von Darwstadl. begangen haben will, ist wahrscheinlich der Gulsverwolter Ludwig Röder au, Schweinfurl. der 1926 in Darmstadt in llntersuchungshast war. Er Halle sich damals bezichtigt, einen jungen Mann getötet und in der Röhe de, Griesheim«! Exerzierplatzes verscharrt zu haben: seine Angaben hatten sich jedoch al» Erfindung heraus- geslellt._ Frankfurter Gelehrter verschollen. Der Direktor des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs, Prof. Dr. Friedrich Drexel. hat sich am Sonnabend nachmittag gegen SM Uhr aus seiner Wohnung in der Palmengartenstraß« in Frank- furt am Main«ntfernt und ist bisher nicht mehr zurückgekehrt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Prof. Drexel, der 43 Jahre alt sst. ist seit 1924 Direktor der Römisch- Germanischen Kommission des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs und nebenamtlich Professor an der Philosophischen Fakultät der Umoersität Frontfurt. Er gilt als Autorität auf dem Gebiete der römifch-germansschen Forschung. Iugendfreude in der Lüneburger Heide. In der Städtischen Filmjugendbühue in Berlin-- Lichtenberg läuft bis Donnerstag ein Film, der das Interesse oller an der Iugendwohlsahrt Beteiligten erregen dürste. Er be- Handell das Leben und Treiben der vielen hundert Jugendlichen im Londerholungsheim der Stadt Berlin in Scheuen bei Cell« und ist für dos Polksbildungsamt Lichtenberg von dem Leiter des Lichtenberger Filmarchivs. Stadtoberinss>ektor F r i'tz Griepe ausgenommen worden. Herr Griepe. der seine ungewöhnliche Befähigung für derartige Film« wiederholt erwiesen hat, Hot auch hier wieder eine Reche lebendiger und prachtvoll gelungener Bilder geschaffen. Man sieht unsere lieben jungen Berliner bei den ihren Kräften angemessenen kleinen Arbeiten und Beschäftigungen. man sieht sie noch mehr bei ihre» Spielen, Scherzen und Erholungsfreuden, beezl eitel sie auf ihren Wanderungen durch die Heide und erlebt, seltsam bewegt, den Blick von niedrigen Anhöhen ln unermeßliche Fernen. Nun aber wird es wieder lustig. Di« geistige Schöpferin des schönen Werkes. Stadträtin Genossin Klara Weys, kommt an. und die vielen Kinder, geführt von chrem Direktor Paul Straube, dem geliebten„Onkel Paul- ckjen', stürzen Ihr jubelnd entgegen. Das war im Juli 1929, als ein neues Haus feierlich eröffnet wurde. Der„Vorwärts* halte seinerzeit darüber berichtet. Es müssen Vorkehrungen qetrojfsn werden, damit dieser und ähnliche Film« der weitesten Oeffentlichteit vorgeführt werden. In einer Zeit, in der Berlin aus das häßlichst« verunglimpft wird, ist es notwendig, daß man seiner Bevölkerung zeigt, was wirklich für die Allgemeinbeit geleistet worden ist und was noch geleistet werden muß. Zwei Selbstmorde i« der Reichswehr. Am S o n n t a g erschoß sich d-r Reichswehrobergefreite Bogel in Braunschweig, well er wegen Diebstahls an Kamervben verurtetlt worden war. Am Montagrnorgcn erschoß sich der Reichswehrunteroffizier Busse von der 1. Eskadron des Reiterregiments 3 in Stendal. Ter Grund dürste darin zu suchen sein, daß Busse st a r k ver- schuldet war. Bhrds Rettunq bevorstehend. Das Schiff„Erty of New Dort, das den Südpolforscher B y r d mit Lebensmitteln versorgte und durch ein« ungeheure Eis- mauer von der Expedition getrennt wurde, hat jetzt, wie aus London gemeldet wird, die dicken Cisrnassen durchbrochen und wird voraussichtlich in einigen Tagen Byrd erreichen. JUmmv Jawohl, dieser Budiker, dieser demütige, armselige kleine Kerl: dieser Einwanderer, der seme hölzernen„Tomancos" nie beiseitegelegt hatte, der nie anders als ohne Kragen herumlief: dieses Vieh, das schlechteres Essen fraß als ein . Hund, um jeden Kupfer zu sparen, den er verd-ente oder erpreßte: dieses Wesen, das vor Geiz zusammengeschrumpft war und oller menschlichen Vorzüge und Gefühle beraubt schien: dies Geschöpf, das nie etwas anderes geliebt noch einen anderen Gedanken gehabt hatte als Geld— Ioao Romao war jetzt neidisch auf seinen Nachbarn Miranda. Und dieser Neid war stärker als der von Estellas Gatten, als tx damals voll Bitterkeit auf des Budikers Glück schielte. Er hatte, seit der Kaufmann das Nebenhaus bewohnte, Mirandas Entwicklung verfolgt, hatte manchmal mitange- sehen, wie er voller Wichtigkeit dastand und sich mit kriechen- d:n Schmeichlern umgab; wie er bei seinen Festen bedeutende Bolstiker emvfing: wie er m einer Gesellscbaft von Damen aus den exklusivsten Kreisen der Stadt glänzte: er hatte beobachtet, daß er sich in höchst gefährliche Spekulationen wagte und gewann: er hatte den Namen seines Nachbarn auf vielen wichtigen Listen gelesen: als Direktor bedeutender Aktiengesellschaften, als Subskribent großer Summen für öffentliche Unternehmungen, oder als Spiritus rsotor bei wohltätigen Stiftungen oder Nationalfeften: er hatte mit- angesehen wie die Presse chn als einen Mann mit weitem Horizont und großem Finanztalent rühmte— all diesen es uirtgen mag, tus ei>--v->»- daß sein Nachbar Baron geworden war. Baron de Freixal, fühlte er kalte Schauer über seinen Rücken kriechen, daß sein Herz zu Eis erstarrte. Den ganzen Sonntag konnte er an nichts anderes denken. Miranda war Baron: fein Nachbar war in den-Adelsstand »rhoben worden. Damit hatte er nie gerechnet. Geld konnte vardieut, Eigentum erworben werden, aber Miranda war jetzt Baron de Freixal. Und hier in feinem Laden traten ihm diese bitteren Gedanken überall entgegen. Ein Klumpen gelber Butter wurde zum goldenen Insignum eines wert- vollen Ordens: er erwartete beinahe, daß das Käsemesier jemand auf die Schulter klopfte und sagte:„Erhebe dich, Herr Ritter.* Als er in dieser Nacht an Dertolezas Seit« ins Bett sank, wollte der Schlaf nicht kommen. Jeder Gegenstand in diesem engen schmutzigen Zimmer mit der verqualmten Decke und den Spinnweben in den Winkeln nahm die Gestalt eines Staotskleides an: die Ritzen, durch welche der Mondschein sickerte, bildeten diamantene Kreuze. Und tn Joao Romoos hartem Schädel fing ein Labyrinth neuer Bilder an sich zu formen. Er sah sich inmitten von Pracht und Luxus, in einer Umgebung, der er sich mit seiner beschränkten Erfahrung nur halb anpassen konnte. Er fühlte Seide, Samt unh Spitze: er sah die nackten Arme und die Hälse schöner Frauen mit langen Perlenschnüren geschmückt, er hörte ihr leises Gelächter, wenn sie schäumenden, goldenen Wein aus zarten funkelnden Gläsern schlürften. Inmitten eines M?eres dieler eut'ückenden Geschövfe, die an den Armen fabelhaft ge- kleideter Männer sich im Tanze drehten, während sehnsüchtige Musik die Lust erfüllte, sah er sich selbst— nicht al£ Zuschauer, sondern als einer von ihnen—. ein glücklicher Sterb- sicher, der in eleganter Equipage mit heraldischem Wappen aus dem Wagen'ck'laq und einem r'v''iert. 8UUa tta&e it. Kariemachrichien�M� fürGroß-Vertm itgts an Ca««BejirfefjftxtartiU recht«.»» rtcht«» tU Azeit Sch?,eie:g.«ri-te«a». SPD.>jtrcide»5er, ZaiUvauvt 22; Sie»«!««, " t-tetfwuSoL �lt. f�aflfa»»!!»»«« "r«*Ä*AalS. S«Ä J»1ä���ti$UjSe,iK22W!S;**• 017 1W u»x M TN.fwq. V°!f-rt-rfk�«8.»exw»- �MlalbtinbalU «u-m-I- W Steiäcr-letiWlalutÄituii Mcnen«I» unt) j�itenierfiOTtBimn'. Referent l�al JReiDiofe. �(�u'aitcaisnu M,«bt. U'.j Mit: L Crurscs Scheid«». ftBntain.Snfaltetfi. Stroße 8, Portroa: �attaltKritäeruna" 1 #. K&t. ZFU Ißt»d tftdifiaa. Cusraftf»;«da». Cas6t*«s«st SB. SSatttcae:.Der ffte-.ieScroetSarJ) als Sulturtritger". Äclcicnitn Heuolle» Äralfa llyd SEaäiett. <7.«it. ISb Ißt bei Lier.«intw'.tftr,»,«erfraat.We Stfabrv, de» �Äschi-lnaz". Referent E<-Io A-vre. Lirdeniartf. Mueßuer Ott. Sä; LetalBiui. SEasfauer Str. 1 ticke eitufiboffttatt.«ortraat.Rslutei und atbeUerrßift*. SWeienl Srnst StßfJroinbt, Baader. Slounnafttaüe ffrfc Adaßertitrtche, Vortrag:.fcxöföälc aad Arbeit» isHait�. Refecuu Dilhel« Tietgens. M M m 12. Stets sttfllifc, ScctmlS-Pufilccfette. Sfule, Sk»«tac(t«.-SJt. lato,«eitercr Abend .' mit yiu-frf M«tk. Pilitifche SeUzc vnd«nmer. ßinWtt 15 Pf. Sie Betitle wbrer ertoltca die Satten M de» Zahlabu-drit. ' Heute. Dienstag, II. Zebruar. J83.«ßi. Pbct!ß?iictscl6e. Achtnng, anderes Lokal! SraaWUitötißtms nicht j M Äistl-r. fesbita bei«nuatttch. ötßctmlncatofär. W. Morgen, Mittwoch. 12. Jcfinißt. Migliederverfammtungen und Zahiabende U Abt. 20 Ißt im Sa-l-sch-n Hof. Rosentch-let Str.««I. Vortrag:.Dir . Ä?Stt Soofeitkt'. Äktireni Zdoltaans iochmart. 2.«dt. IS-4 lldr bei cHngema». Aommondanienttr. 5S. Portraa;.Die Sorock�' Aufgaden der SoZiaßenuikralie'. Referent Z>r7«ftred ■E Adt. 19% Uhr im Soul de, SoB-erkschoftsbouses. ffugelufet Zt/bZ. vor. I ,• trog:-5;« E»,ialdemok«ulie und die Aufgaöen des Ntichsrogs-'. Referent i Scutu Rüuftlcr, SB. d. R,; 1, 4. Abt. IM Uhr tel«Mjtata, Sltatetft Str. 10 f nicht bei St-inm-r». vor. i L?lii ,.So,ia;>.emokra:le und Zi!adnuag>-wlrt!ijiaft�. R-f-rent Seora Aendt. . Bi. d. R.—'die Tran-orente lind benimmt milZubringe«. � 5. Abt. 19% Ißt im OJcfcnßalcc Huf, Rosenchnler Str. 11/13. lancMti- l- tivnQ wird in der Versammlung bekanntgegeben '{,«. Abt. 19% Uhr in Svikmaii», ff-stfiilt». Schwedicr Str. 33,»oritaa: JUm. .?p!wle iSefunMiciissscUlil". Zicfcrcniin Tr. Söle(ftanfcnlhaL - I*• Jbt. 19% Uhr da TM, Serqftt. 70. vahrauch. fflunflt. 1. Raufet. l' ZMitr.». Arndt. SchtLderfir. 2, Sude. Etreliber Sic. 5,. Bärmolde, £SftÄ5iFi,.8, JEictfJnirtsdctttsIcatle", Slefcrent Ktnosse Bold 20. 1.0 r flojlrterite. Matschte. HuriütiUnfit. UU(Seaofsi SUo«et: jd.« toiittfdw La«-'.„�WC, tugornttc. 7; SenoM Krieda Soannbeufer. WW>W>WMW So»iall«mUH in v) h Zcüer. gtetmnejiilr. 29,(ÜenotTe s.ordert Poidroch: (feanftelqr.«ttfect, ilelniiitbftt. 88»; Senofle Sur» Oeostmotm:„Soirnf '«lemle. SIshuUlir. IS: Senoffe Michael Sirlchbeez:.Die pvltttsaz:.' Lage. Abt. 10% Udr im Artushof. Perleberoee Str. 29. Vortrag!.Sie»oli- tische üaae. Reserent Iohonneo Llelli»,. M. d. R. 19. Bot. 10% Uhr im Lokal Moabiter Bicrhallcn. Rirchstr. 13, Dort rag: 11 4ßlC wqd'. Fefereat.EopVetz Recf,.-* I"aa i..».»Uttsch« Itcaaen*. SRcfttent Ott» istsla. Wichtige T-aeeor0»unq. � Ul,„c'S Arwinwsballcn, Brenier Str.?Z, Boi.rag:.Die politische Lao»". Referent Dr. Sur: Ldtoensiein, M. d. R. Dorfchläge fit: ;! die«rasvoritandsn-abl, ftir Seeisvorltandebeischer. für Sretevertreter. Tel: onrtcn und Sommifsionen. ' l».«di. 20 Uhr bei ü-ottschall, Pttffmsser Sit. 24, Stark. Dutdusitr Str. 14. i cmU,©rounftr. 41. I 18. Abt. 19% Uhr für die Betlrle ZA— T-4I. und 280 bei Duhm, vinetaplnb 7. 1.. Deeirle 09, 26, i, 260 bei«utfumffi, Kcldsir. 3. 1». Aot. 19% Uhr bei TLIiling.»uinneiiftc 79. Leuschner. Ackerftr. 110. ( i.nntcnstciner, Reue Hochstr. 8. 17. Abt. 19% Uhr bei Sling-, Selltrslr. 14. Schreiber. Trlflstr. 68. Schmidt. ■' LA»«. TttfUlr. 48. Ptmoflli. Tegeler Str. 24. Liegert. Tegeler Str. 28. ©ckordt, Mllll-rslr. 162. - 28. Abt. 18% Uhr bei Lachse, Linbower Sfr. 28. Sckiade, sr-llner Str. 9. -..%0Wtt- 42- Ätcsli«, Panistr. 42. Sorgalt, Ufctftt. 12. U- Aot. Kahlodeade in den Lokale»: Bc,. 863 308: üennig. Pankstr. 88: i.. Lei.«09/810: Schrepel,©rllitihaler Str. 13; iBe*, 8U; Drodtins!!, OtUit- 4 thäler Sit. 8: Be,. 812: Schulji. Stettlner Str. 82: Bee.«1» und«19; S �aitlchalt.©rünthgfer Str. 14; V«. 814. 817.«18: SSuchuordt,©hril'tiania. o ftw-f>e ll8i Dce. 813 816; Haß,©tünßflUt SU. 63, Bortoag:.Siulic und r Staat. Referent©ufta» Weide. 9äea. 820; Steffen, PnaeenaBee 87. d*- Abt. WH Uhr bei Bontie. Schulttr. 74. Volt, /iotoniestr. 15. affiner, ! ftatonUftr. 42. bi» miitmUl Böhm. Morstr. lg. Referent Senosse Llnk, Downie. ,, Kchulfir. 24. Referent Äenofse©ruße. Hiürnann. Ro.o...... Referent©enofse Klinge. .----«aeorethtirchstr. 41. Kroll. Ulrechier Ltr. 21. Referent Genos'e niosdorfer Str. 10. Referent Dr.©rAiowaid. , Bortrag de, Genossen Henne. Schale. Adolf, „-« � Ritlaue. Schrepel, Antonstr. 3. Referent©e. », Eeefeld, Schulfir. 114. Referentin: Marie Schal«. S. Abt Sfutmoch, IT sseoruar. 19%�lßr. fchtabend bei«arisch, ffehtnarn, Maß« 1. Vorita g de. Genoffen Bruno Krause über UtommunalrolitiH'. Löschte, � Antwtrpener Str. 9. Bortrag de»©enolfe» Otto ffrant über A- Abt. 19% Mir ßa'ilabeithc. LetBanbomfit, Sceftr, 104,.Seldftnerwaltitng Berltne". Ben«, Seestr. 108,„Weiterbildung lapttalistischer Untetneh. mungeformen. Grunewald, Kameruner Str. IS, ,4iut und Kur pfuschet?. ©utfchow» Transvaalsir. 10.„Partei und©ewerlichaftrn�, voh. Barfu«. >' Laaß: 9, �iue her©cichichte der politischen Arbei.'erbeipeaung�. Lockner, ; vorsn-sir. 11,.. Parin und«eteictsarbeif."ffBtftet, Cfentr Str. 14, .Sojtale Kampfe im Mittelalter". Mollnau, Müllerftr. 82», Seßftver. f.»aliang Berlin a". Kiintg. Otcmiftc. 87.»Da, moderne ääoeeuhaue". Refe. teilten die Genossen Blafchjtf. Wüst, Gr. Lewin. Sabath. Henscl. Sole. : Loren,. Pfelffer. Borheimer. . 24. Abt. 19% Uhr. 1. Gruppe: Rözner, Immanuelkirchstt. 28. Dortraa: zD-e poliiisH Lage" Referent©eor« Sliealid. Ie. Gruppe: AhlschMger. Wjnestraße Gcke©hriltburger Straße. 2.©ruppe: Bogel. Zablonskistr. 9. Bortrag:„Meine Reife durch drei Länder. Referent Genosse Santsfeit 3. Gruppe: wchui,. Carmen. Lploa. Straße Ecke Sos-maunstraße, Bortragt .Land und Leute IN Tunesien" Referent Paul Henfel. 28. Abt. 10% Übt In Soffaiannz ssesisolen. Schwedter Str. 23. voricag»ird in der Bersonimlung belanntgegeben. 27. Abt. 19% Uhr b-i Keug«. Milastr. 5. Mehßeig, Gaudpftr. 8.«ortragt -irinan,- und wirffchostavolitifche fragen". Referentin Selen, Schmt». j M. d. L. Reetz. Sonnenburger Str. 1. Sou»ott«r. Sorwrer Str. 1. i Glan,. Kopenhaqener Sir. 87. 2». Abt. 19% Uhr bei Maaß, Prenzlauer Allee 282. Barte». Wtzrther Str. 19. , Zänecke. Sagcnauer Sic. S. Rechcnberg,©horiner Str. 49. Smtdel. ftaflanicnallee 29 93. Megtr. Cbctbcrget Str. 39. Bortrag:.Schule und Religion". Referent Dr. Mittag,--�u� 2». föt, 19% Uhr im Alierodeim, Danjiger Str. 28. Bericht der Abteilung,. leitung. Neumahlen. Stellungnahme ,u den Krelsoorkaadswahlea, Die SM'chct sind ,ur Kontrolle rnitiubrlngen. 38. Abt. 19% Uhr in den Casina.ffenlülen. Pappelallee 16, Vortrag de»«e. nofsen Erwin Marquardt. Wahl der Kreis, und Be,irtstag»delegierten. - Mitgliedsbuch legitimiert. 31. Abt. 19% Uhr bei Solbfchmibt. Stolvische Sfr. 88. Meißner. Schintl. Heiner Eiraßt. Schwar,. Bornholmer Str. 9. Lortrag In allen Begirieu: „Togegpoliiische Fragen". v. Abi. �»hlabende um 20 Uhr in folgenden Lokalen. Srnppe Meter bei Mllkaw. Krautstr. 64». Referent BUrqermetster Genosse Mi»Ntz. Gruppe Medtkau bei Äromvhardt, Paul-Singer-Etr. 49. Referent Genosse Adolf Hoffmann:„Bibellti-nde". Gruppe Kluge bei Valentin. Krautstr. 38. Referent Genosse Klingler. Thema:„Die Fiiian,not der Stadt»erlin". Gruppe Wartmann bei SGmßt. Ftuchtflr. 36a. Referent Genosse Stadtrat ( Rolin. Thcma:„Ale wird dl- Miete in Berlin?" Gruppe TrSdrr bei '' Soderland, Anbreosstr. 79. Referent Genüsse Gtto Strobel. Thema:„Mo. deiner Slrofoolljug". Gruppe Bochmann bei Trelcher. Slralai'er Platz 8. Die Be.irte««4 und 80» tagen bei Schräder, Friediirfisleld-r Str. 24. f 28. Abt. 19% Uhr bei Sahn. Ktmon.Dach.Sttt. 9, Bortrag:„Ftnmr,. und Steuerpolitik der Stadt Berlin". Referent Genosse Pohlina. Kertolla. Hohenlobestr. 3. Vortrog:„Reucmnncn in der Arbeltälofenversscherung". kstortletzung) Referent Genosse Lepfe Hoffmann. Thema:„Der voung. Plan". Referent Genosse Tbeuncr. Außerdem Mittellungen und Bericht. erstattiina pom B»-srkkpgrteitag.... 34. Abt. 19% Uhr im Lokal e-biner Str. 10. Lokal Gubener Sfr. 47.«elblitz. r'omlntenet Str. T. 38. Abt. 19% Uhr stahlobende. Gruppe I bei Bufch, Tilsster Sfr, 27, Grupn« II bei Horn, storndorfrr �cke L8westra8e. Gruppe III und IV bei „»ItW«». P'feraburper Str. 6. PaMreirber Deb'ch wird erwartet. 88.«ht. 19% llbr. Beji'l 169: Lokal Groß,«alilabenssr. 77. Bortrag! �»tienbetriebi d«r Arbeiterslhokt". Referent Sein» Wann. 99. 8 dt. 19% Uhr Im Sitiunaesaal, Großheerenstr. 96, Vortrag:„Boung.Plan und Flnanjoorloge der Realerungeparteien". Referent Smil Barth. D let t" »■>.«61. Kab'tw-ge» fr»« 8 Übe im Mxf.?»« Mohron". Zern'a.& lemex Sf«. 9. Boe'rog:..�r lebnng.NN, fmialistifchen«raschen". Ziele, r- ttat Soiilieb Reese.— Wahl der Leitung. 7? 41. Abt. 20 Uhr. l. Gruvpet Lokal RIgul. Temneßoler Ufer ,». vortragt „Tie Sonfumbem-auna" 3 Gruppe:«einhoff. Belle-Wliane-U-ltn, 74» 8. Gruppe: Rechner. Fßlelnstr. 4 4. Gruppe: Schuster. Chamissoplatz 4. \'S Gruppe: Lutze. Bergmmrnstr. 98. 7.A. Gruppe: Schalt. Mar-enborfer 1 Strafe 6. Bortrog:»Volkefürlorge und ihre Bedeutung in der Ardeiter. bewegunsm. . 42. Abt. 19% Uhr dos Seebaak. Billibaß.Aleri,.Sß. 5. berrnftr. 1. &, Abt.«eetrk 12», 174.1 60«TbreAt, Urban ltr 19.«ertrag«Stör G-uoss- Schrleber: ,.Ti« weltlich« Schule". Dwirk 128 Sfristen. Richtest,. 23.«e. Sta itk)r6'i27»nihn, Gräfessr. 41.«w.rt 10« 29 fftanfenbaurct. ftabnstr. U, seeirk 181 Nolter.«oeckhst'. 49. ve?irk 162 Kr-pn. Bl-rnufor 7578.««tri IM Lenlchn'r, Dieflenbochstr. 84. Be-irk 164 Wolf. GrSfestp. 28.«e�irk 18b stA p>n"t, RotPstr.»,«Wirt 137198»'ose. S-eikbstr. 84. U. Abt. 19ii Ißr in der Schitlaulo. Morionnenstr. 47. Bortrag:»vi« Loa» boner 60a.!n>'o>'fer">,". Re'ere-t Dr.««rmonn Schst»tnaer. «8. Abt. Büak'lich 19 Ubr Grnpoe Hoch bei Wien-ier. Refchonbrnaar Str. IM. Hoblstein: Sommer, Wiener Sß.?6. Grupd« Ruten: Lrtpp Narster Sir. 8. Mwnig. Lausitzer Str. 46. Referat in allen Bwirken. . W>>..WWWWW..W Referent Genosse Boblmaan. 2. Gruppe: Äamiu. Sopdje�sbarloti.>Slr. 68, Bartrag de« Genossen Ermann Ahlfeß. 9. Gruppe: Dörre, Danckelmannftr. 18, Borlraa! ..Aoung.Plan und Arbeiterschaft". Referent Loren« Lreuatg.— 83. Abt. 20 Uhr bei Kofi», Kailerl n- 2 ugusso. All r t 81 Sche Sämmeringstraße. Bor- trag:„Reue politische Prolflome". Referent Dr. slnltu, Mose». M. d. R. — 58. Abt. Kahlobende am Mittwoch, 12. Februar, um 13%'■ L und 2. Beelrt bei Schweikort. Graowu,str. 2. Vortragt �tnanlenfasseawslen". Referent Genosse Albreckt. 3. and 4. Be/iirt bei Lur, Hutten str. 26. Tage». ordnun«: Politische Ausspracht. Z. und 8. Bi»irk bei Hanrer. Sickingep. strotze 54, Lortrag:.Aufgaben in Leiipkanorlrrhero". Referent Genosso Bpeier.— 54. Abt. 19% Uhr Kahladende mit Vorträgen: 5. bei Müller, llranlliitltr. 19: 6. Jugendheim. Sosiretiftr. 4: 7. Kall«». Lobmenerstr. 0. — 56. Abt. 20 Ißr bei Reimer. Wilmerpdorler Str. 21. Bort rag:„Die Solksfürforge und ihre Bedeutung für dir Arsseitcrfchaft". Ztefirent Genosse Q. Broplefck. Barteianaelqoenbeitea. Mnqliedobuch legifinrierl.— 58. Abt. 20 Uhr hei IuokowioS. Soltzenbortlstr. 20. Mll.'lrederversammlung. Wichtige Tagc.-wrduung.— 57. Abt. 19% Uhr 1. Gruppe: Arndt. Kaarilr. 51. Vortrag:.Da, alt« und neue Rutzload". Reserent«enosse Do. fslailch. mann, 2. Gruppe: Tbunack. Wlelanbltr. 4. 58. Abt. 19% Uhr fm Ranieha»,. Ranf'lrr. 4, vorn. IV., Portragt-etcaurmnalwafilen". Referent Rektor Susmr Süd icke.. 88. Abt. Halenfee. 20 Iß, bei Sandmann. Westfälisch« Str. 42. vortimg: .Eo-Iaßemolratilch, und revuölUanilchr Parteien". Rrfereut Robert Breuer. Wllr eredorf. 78 Abt. Achwnai LobalSnderung? Rstrnberaee Sch.»ürnberaer Straße 88/40 iZUtbe Nürnberger Pia»i. so Uhr Kohlassend. s-ierent Genosse Rechtsanwalt Kurt Rolenfeld.— 71. Abt. 20 Uhr bei Lau, HildeaaÄistr. 14. Delegiertenwablen.— 72. Abt. 20 Uhr bei Sofcnaa. vartiner Stnotze ©cke Loubacher Strotze. Vortrag:„Die politische Lage". Reserent Hang Bauer. 72.«l't. 2»ip»r.>rnh»-f. 20 lßr iw Deutschen Surf. Breite Str. M, Vortrag: „Die Rcichostnop-l'.oe", Re'erent Genosse. Dr. Hstlsen.. 7ß. Abt. Kehlei'dorf.SLd. 19% Uhr im Lokal Stockmann. Mgchnoo«-©"ratze. av! vohphol stehlenhorf. Mitte voetraa;„.stniernaflonale Sotiolnolitik". Referent Genosse Donau. Afssproche über die politisch,« Log». Wahl der Kretodelegierten. Stellungnahme wi Wahl fce, Kreionorstonde«. B«. schied ea>,. 78. Abf. Dablew. 20 Uhr bei Schill in«. Königin, Lulse�Z traf!. Mitglieder. nerlair.ml"»a und Kebiabenb. Schd' ld-rg. 77. Abt. Kahlabrnde: 1. vetirt bei Mtlbe, Rallendorfstr. 18; 2. Blilrk bei Kürgene. Bardorossastr. 5s. Bor'raq:.Kritisch«,»ur Bon NN« Rrgeluno". Rrf«rent Genosse.stoachlm. S, Bttirt bot Koschen«. Apostel. Pauluo-Slr, 27. Bortran:„Die prlitffcke Lage". Referent Genosse Sendeapltz. M. d. R. 4. Beiirk bei Will. Martin-et'fber.-Str. 6«. Borlraa:„Aufgaben koeiallstflcher 9-st«urp�sttIl". Rcscr-nt Genosse Dr. Otts 7rlebländer.— 79. Abf. 19% Uhr. 1. Bfilrk: Wonb'ke. Bahnstrotze 25, Referent Dr. Greil:..Do» Islnan-elend Berlins". 2. Sejtr!:_ Küllmer. Hannfstr. 8. Wichfme Papte'nnchmchten. 3, Beiirk: Rafho. Print-Georg. Straße lO. 4. ve-irk: Roünfstal. Gh-eossr. 86. Wicht!"« Pge'etanlenenhclten. PünfN« erscheinen.— 7». Ab'. 19% Uhr. I. Bevrk: Arndt,«gubencr Straße Ist. Vortrag!..J:>a-nbmoblfohrt und sslnanrtrlfe in Berlin". Referent Kur« kucke. 2. Beuirk: Gruna«. Geßlerstr. 13. tzVefercirt Genosse Poelke. 3. vess.rk: Kolk. Siegfried str. 9. Referent A-rblnand B"r:boff. 4. di» 8. Beelrt: Reim'nn. Eedanstr.'7. Referent Dr. Suckow. 7. ve-irk: Vodz.in». kachsendgwm 40. Bortraae„Der ilafch'rmu» In sitallen". Referent Iah"»»', Sott. 8. Betilrk,«iedluna Lindenhof: Lokal Ledioenhei», Gn:h. strotz I,«oritaa:.Au, dem deutschen Parteimefen". Referent August R!e- mann. Wichtige Abteilung songelezenheiten. Grscheinen aller dringend er- forderlich. »U Abt.«riedenan. 19% Uhr. 1 und 3. S-girt:«lobe. frtaSfettistt. 60/61. Bortrag:„Da, Agparprogramm". Referent Dlolomlandnilrt Gllenko. 4. HI, 6. Keeirk: Boainrtt. Stuienrauchstrafe©Sc Tennuestraße. Vortrag: ..Streffzü«, durch die Innen, und Autzonvolttik. Referent Dr. Norbert Wort. 99-bI der»eefrtifltttet. »2. Vtt«teoTU. 19% Ißt. U 2. B«irt: Schessdafe. Abornstr. 15». 3.4. »irf: Richter, sseldftr. 8. ltanes-ojltifibe ffrsgen. Referent«ort Volmer. 5. Berief: s-lir. Blemerchstr. 85. Bofraa:„Die moderne Kirche, und S?ilal%iuv8. Relerent Georg Müller. 8. IBW-xl: Saiiberfran». verrffrettze fff« Lau«nbnr"er Strotze, vortragi.Repuhllkarrlch»«'©turpalittk. Referent Alfred Damden. 7.«e»irt: Südend er Hak, LtchterkeHier S irrU 8.«oe-rti SumboStstrgtze Sck« Gissen strafe. 9. Bo-irtt Wernrck». verlinicke. str-ß» 1. Bort?-":.Virtfchafl«'ra"eat". Refervrt Dr. Suhr 83. Abt. Lichtern elde.Wett. 20 Iß- Sei Schmidt,«ogn str.« vortragt.Vuer« schnitt durch di» Rroße-tk-rbawegung". Referentin Senofsta Räder. GroHi'asn. 84.«bt Lonkwß. 20 Ißt bei Lehmann.«aisrr.SIßelm.Sfr. 79'31. Vortr-S- .Prodiksso»«"rarpolltik al» Entlastung für die Srotzfiödte". Referent Germsse 5cor>eL 85. Abt. Trmpcßof. Aiftmgch. 11. llßmtor. 2» Üb-. Sohlab-nde. 1. B«irk: Lokal Kiechner. Sortifstgstr� 7».«arfroa. S�noss- Beferent � BernsteiN. 3. B eetrk: Lokal Lä-gow,- Koifrr.Wrlhelm.SK. 21 SS- Sritbrich.ffwnv Siootze.-Teferrot«rnosse.Da« ppol-iar'fche Buch". 3 B-ürk: Lokal Lennio. Koiker.Silhelm.Tlr. l Ecke Diolss-Ü�tze. Referent Genosse Martin MSller: JiommtmalpuUlif de» ß. Säesfrt«". 7. Jtetirt: Lotol Happel. SotttIeb.Dmikel.Str. 11. Referent: Genosse Kirch;„Organuatum dee Serttnet Säiuto'fen,"._ 88. Abt.«oricndal». 19% Uhr. U 2.. 7. Solrt Im Lokal Seumeset.«chstne. berget Strotze©Se Koilersträtze.«rrtrag:.Probleme der ssinan»-. und Sieuerreform". Referentin©Irlra Krüger. 3. St» 8. Bezirk: Lokal GSrlitz. ©housseestr. 13. Vortrag:„Finan,. und Gteu«-.vrod:eme". 3. HflO.»gWl Lokal Dhonau. ss-riedenftr. 6. Vortrag! Utoolttto» oder nicht". Referent Dr. Aelm'ttb Kloü. 37. Abt. Marienfelde Zg Ubr bei Schuster,«rchsto. 6». K"blobead. Senkälln. M. Abt. 19% Ißt bei Gromme«. Ganderste. 10, Vortrag: JUhtm de» Sberecht«". Referentin Morgare-e Echenkolowski. Vrandt, PlMeer- straße Ecke Zionl-nftrotze. Bortrag de, Genossen Dr. Meoer.Prodnl». Kulikch,»obrechtstr. 62.»ortrag:.Moderner Strafvoll, ug". Rrterent Wißelm Lewin-ki.«teler. Reuterltr. 47._ 9«. Abt. 20 Uhr Mitglieder. verlammßagen In folgenden Lokalen: 18., 28. und 27. Be»irk bei Lehmann. Sellstr. 8: 24.«e,irf bei»lernt,«erlinir Str. 100: 25., 84.,»5 und 48. ve-irt bei Schabeiko.«»Ichltlstr. 8: 28. Be,irk Sei Rüdiger. Luhmühlen. strotze 36: 29 und 32. Buirt bei Braun. Beichlelstr. 15: 30. und 81. vebirt Bei ZÄKN, jPtßaste. 4S; 88. und SO. Sejbä im Weckßastns, ZSeichfelstp. ifc 49. und 61. Bezirk Bei Ramm. Srtftr. 10.— 91, Abt. 1S% Uhr bei Lüddecke. Karlsgarteastr. 12. Bortrag: �Do» Kündbolzmonopol. Referent Dr. A. Lerzmann. SSstner, Sarlegartenstr. 4. Vortrag der Genofstn iaife Kahler, SS. d. L.:.Finanzfchniierigkeitea". Stahmann, fflughalen. irvatze 28. Bort rag de« Genossen Gerhard Kramer:.Strafrechisrefarm und Tozi.aldemokratie. Palm. Mainzer Straße Gcke Biebrichstraße, Vertrag: „Die weltliche Schule". Referent Dr. Sturm.— 92. Abt. Am Mittwock. 12. fsebruar. um 20 Ubr, Ntldea in den nachstehenden Bezirken Kahlabenbe statt Bez. 51. 58 und 80 im Lokal Klinig. W'ßenbruck-©cke Wcferstraße. Vortraq:„Die vallttk»- Situation in Preußen". Referent Genosse H. Zurß. Bez. 52. 58 uick 57 im Lokal Schilsrra. SchaiDauer©Se©ßcstraße, Bor- irag:„Die Finanzlage der Stadt Verlin". Referent Stadtrat Grust Rewr: Bez. 54. 55 und 58 im Lokal©auter. Harzer Str. SS. vortragt„Die Er- Am Soimtoa glossiert« Alfred Kerr wieder elmnol Erelguifle des Tages. Es ist metir als ein geisßeiches Jdeeirspiel. Ein grohe, Wisien«rmöalicht es Kerr. siberraschente Parallelen zu ziehen und vslitisch« Persönlichkeiten bester zu durchröntaen als prolefsionell« Politiker, dt« aus irgendein Programm feftgeschmicdet sind. 5«rr umspielt den Stoff mit Arabesken, jongliert mit Vergleichen aus allen möglichen Gebieten, ober er dringt zum Sern hindurch, er steht mehr als da» Einmalige, er betont die Ausammenhänge. Der Bariton Alexander Srajesf von der bulgarischen Staaisoper in Sofia bietet dem �örer in einem w'id zusammenoesetzten Programm eine Ueb erficht über dl« Sprachen, dl« er deherrscht. Volkslieder und Opernarien bilden einen sonderbaren Kranz. Di« Stimm« ist grotz und auch schön, hhch die Technik steht auf t'.ner besonderen chöhe. Krajefs liebt es, manchmal ohne Punkt und Komma zu singen Als Operettenquerichnitt sendet die ssunkfwnde„Mamsell Angm" de» Eharl«? Lecoca. Wiederum wird der Beweis erbracht, dast früher di« Operette chöbepunkß erreicht hatte, di« heut« nicht mehr erklommen werden. Di« Aufführung unter Seidler-Winller tst gut. sie entwickell leichten, beschwingten Geist. Am Montag spricht Theodor Sappstein über die Selbstbiographie L i l y Brauns. Es ist ein Bortrag, der sich um eine Einordnung der Verfasserin in ihr« Aeit bemübt und der ferner dieses Phänomen im Licht der Derganaenhelt und Gegen- wart siebt. Daneben gibt Kapvitein auch«in Porträt, ein« Skizze. die da« Wesentliche in klaren Strichen herausarbeitet.— In seinen Ausführungen über da-Liguidattonsabkommenzwischen Polen und Deutschland im Rahmen der Aktuellen Abtellung versi.'cht Dr Bathe auch ein Bild von den Goenzpravinzon zu acben. die durch den Bersaikser Vertrag ohne Rücksicht auk die w> diuiduellen Eigenschaften rücksichtslos zerschnitten wurden. Die wird schaftßchen Erklärungen vathes sind eind-üchig und allen verständlich — ym Rachmtttogskonze-t sinoen Elise Waldmann und Eksa R-ntsch Drütte von Scbumann'Und B�ahms und Liader von ±&ihtrt und R misch. Di« Stimmen sind put geschult und besitze« dmieben eine ichön« Klangfarbe. Aber der Bortrag bleibt im Gaionmästigen slecken. Er ist zu kleinlich und f'ndet kerne groß« Linier Am Abend folgt die Uebertragung von..Schwand«, der Du h« l s a ck» ofeifer" au« dm Lindenover.— Au«rwäbne» b�ibj noch der Lortrag �as Ringen der europäisch«» DSlker um den schwarzen Erdteil von Sohannes Müller, denn der Refermt siebt in den Afrikaner» nur die geeigneten Objskt«, um ei'ropälsch« Waren ouf'unehmen. Er veroiktt. dost sie auch ein Eigenleben hoben und nickt nur nach europäischen Perspektiven ge» wertet werien können. I. Seh. Bez. 62, 63 und 79 Im Lokal Simon. Berthelzdorfer Str. 9, Bort-aa:..Nie Finanzlage der Stadt BerUn". Referent Genosse«utt Slkrtner. Stadt. ocrordneter. Be». 87 und 88 im Lokal Sckae.dcr, Rolurstr. 7. Beruht norn außrro-h:n!lichen Bezlrt�iarteltaa.— 89. Abt..Kahlabende am Mift -aock. 12. ssedruar. 18% iß-, in lolstendeit Lokalen: 88. und 105. Tezt-i i bei öckaaer, Terplower Str. 90. Referent Genosse Karl Bblet„Gewert- f-b-tften und Berti eSoriite". 64.. 86- und IC«. Bezirk bei ftlnimc-tmsnn. treptowe? Str. 10. Genosse Hai.b R-Whard über:„Stoat�iufiickt in der Gt-neinde". 104., III.. 114. Bezlrt hei KZriig. SähmifCe Str. Ii. II, Ganossr Hermann Wer. 1er:„Proletarla: und Reparorionen". 100.. 107. NNO i 110. Bezirk de! Einlovf. Kalfer�rtedrick-Stratze Ecke Wa-eichirraße. Genosse. > Bapthel. Virwa wird in der Brrfanimluir.a beirnntaesteben. 198. Beztrt pe Bärwßkel, Sortraa üsser �.n Kopl'un. Referent wird in aar B-rlommluna deiairnto«geben. 112. nnd US. S-zirt bei Gllntber.«iemetzstreße La- Kanner Srosß«. 115. Bcüick bei Stents, Sanr.ctS'raßt. 116. n. 117.'S"1' stet Pritzkow. SGBnneidet Strotze Eck- Rick-rrdftr-ßr.— 94. Abt. 19% Uhr. 40., 89. Bezirk! Öuflfcß, Licktonrader Str. 68, Bortras: yScitolpflßS». Referent Bezirtenerordnetenvorsseber Robert Gerber. 42.. 66. B-j.ri Lea'.. GelKower Str. 6. 70.. 98.. 98. Bezirk: Sell. Schllleroumieuabe 14. Bortrag de, Genossen Sgißelm Mieffite. 67., 68. Bezlrl: SBünker. Schill«. Promenade 38. 71.. 94.. Sä. Bezirk: Schröder. Steinwetzstr. 52, Bort-a»! „Pädagoallcke SeßstparNfndlickkriten. die man l-ickt veraißt". Referent Prüur Rackow. 97., 98. Bezirk: Kwello. Okerür. 15.— 95. Abt. 19% Uli!. 64,, 77.. 78. Bezirk! Keusch,.lärerta. 10. Referent Genosse Klaußn«. M. d. L. 65., 78., 90. vrzlrt: Keil. Prtnz.Landjernfir. 84. Vortrag:„Wiri f»-rft,demo?raite". Referent Erich Eickhorft. 74.. 75.. 76.. 69. Beiirk: Grie-ier, Lesssngstl. 9. Sortraa:..Sozlaßvalene". Referent©enosse Petersen. TJ., 91., 92. Bezirf: Sae'e, Stelr.mcfiftr. 78, Bort rast:„St-eifzlisto durch di- Soztaßerficheruna". Relerent Genosse Albrecht. Ohne Mitglledsduck kein «inlaß.— 38. Abt. 19'% Uhr. nach der neuen SMirkecmtciluna: 118- 119. Lezjrt: Brandt, aSürmact. Straße Ecke Kipper straße, atoriiagj „Da»" Bezirk .?to-rke' BÄrte' lOl."'s«"' lÄ: Lübben,' Thamaallr. 5. vortrar: ..Die nationale Pcweaunst". Referent Hon, Marr. Bezirk» 122. 123 nnd >20: Urenkel. SÄierkeitraße Ecke Bodestraße Referent Stadtrat Attrecht- 97. Abt. 09. Bezirk. Zahlabend bei«ußki. Srrmann. Ecke Leineitraßr Referent Genosse Zidolf Wulchick, M. b. L., Uder„PoNtifche Togeafraa-n. 100. und 125. Bezirk, gablabenb bei Htnoken, Thomazstr. 31 Ecke Bcdc. ftraßt. Referent Stadtverordneter Genosse Josef Arndt über„Unier- Täiiekelt im etadtvarlament". 1t». und 134. Bezirkt Kablabend bei Kleistn-r. Hermann. Ecke Schierteitra-w. Referent Beztekaoeeordneter Gr. nosse Willi Großmann über.. Pnlttifche Tagcsfragen. 129. und IM.«f. zirk. K-ihlabend im Lokal zur Siurmccke am Warthevla». Referrni senossr Seilst.vcgemann Wer.Mit offenen Ai»aen durch Dr o- 131., 102. und 133. Bezirk, gahlabend bei«rsslter, Ernser Str. 86137 Referent Genosse Anmist SeitNiann. M. d. L.. üd-r„R-Utlftw Dag�fraarn. Deal nn alle- Veranstaltungen um 19% Uhr.- 9». Abt. 20 Uhr bei Teich. Kneledeckstr. 135, Dertrag des Genossen Bernhard Krüger!„Wm, chatte- fragen unter BerllckOchttaunq der Arbeitslofenpersicherung. 99. Abk. Britz-Buckow. Mi'twoch. 12. ssrbr.. 19'4 Uhr. Kahlaben» in allen Br- Arten. 147. ,,nd 148.«ez'rt fei Sbomas. ffba"ssccftt. IG äP-efttat der Se. neffm Rvneck über Koalit'onifrazen 152 /153. Bezirk bei B'llifch. Rütowkr Straße LZ. Boriroz. 16«. und IM. Bezirk bei Becker,©hausseestr. 9�- Refo. rent Genosse Lemke. 158.. 157.. 158. und 1Z9 B-Z.ri bei Trratram Bürger. fttofte 4P 49, Vortrag:„Staat und Etaatf form". Referent Erich Steuer. 160. Bezirk Buckow bei Difcher. Buckow,©hausseestr. 12. 161.1182. Bezirk Bilckow-Oft Sei Meskat, Rudower Sir. 11.. gegenüber dem«rankenhau, Bezirke 149, 159, ßl, Großssedlnits: Be,>rt,mitgliedernersamml»na im Bi-schkn.-g. Rudow er Stratze. Borirog: Kämpfe. Ziiederßgen. Erfolge". Referent ck-nst Hetlmann. M. h. R..,.. im. Abt.«ud»'• 20 Übe bei flrüaer Bends straße. MitaNeb�vertamminna. 1«. Abt ffrmtaa. 19'4 Ißt: 1.«cirt: Lokal S'epb-N. Graetzstr. I. Bortrao: .f7«lch'intu»". Referent War Gillmeister. L. Ke�irk: Lotak Holtmann. «lefhdrzfe. 21, B-mnag:„$% ffinanzrot der Stobt«fflin. Pffetcnt Re'nfvld Etchbem, Stadtverordneter. 3. vezirti Glfeneck.«iefhav.. Eck- Elfenstratz«. Vortrag:.DI» Vgchenfürforge der �iadt Berlin. Referent Georg Reich. 4. Bezirk: Lokal Seermannftr. u>. 5.««-nrtt �»il. Reu» Kruaallee fl?albenhagen). Bortrag:..aoziale Gerichtsblkf«". Rrttrent Otto 18«. Abt� Baumickple-we«. 19% Ißt b»i Boramann, vaumtzchulen. Ecke Sief-' holzstnaße. Vortrag:„Dawrs. und Roung-Vlau", Mit Lichtbildern. Res«. «ent Vi. Ariebrich Hertneck. W'chtige Dageeordnuna..... IM. Abt. O�rfchrreweid«. flgb'abtnd!. 1,, L. und 3. V'Z'rt: Lokal Knappe. West-rd: 7. und 8. Brzirt: Lokal©mm-rich. LSllhelminenhofste. 84. In allen Kablabenben Berlä" an» dem Vez'rteparlament. Referrnt'Ptabtrat Ge-osse Besten und Stodtnerordnete Lehmann und Becher. 164. Abt.„ederfchzneAckbe. 19% Uhr in der Brück-nk'ause. StflckeiAr�tt. Bortraa:„D'e Ursachen bee großen Ertoerbstofigkeit". Referent Stadtrat Karl Vemn-tb. � �......... 186. Abt. Adlershof. 20 Ubr lm Ratokcver. Bigmarckstr.>3. Mtglieberver. ssnuulunK.. 166. Abt. Iohanuistbal. 19% Ubr Im Loqrnbau». tziledeichstr. 3l, General. Versammlung, vortran:„Sebstb'lfe der Arbeiterschaft". Referent Eeupssc «llmann. iMIt Lichtbildern.) Beurnohlen. 137.«bt. Alt-Glleuicke-ssalfenbe«. 19% Ubr im Geme'nfchafteban« In ftzalken- berg 9?ot'raa:„Preutzenpolitlk". Referent ffbvarb Kachert. M. d. L 13». Abt. irriedrickebage». 20 Ubr im Lokal StaMthiater. am Wa-Itplatz. Mitgltederven'atnmlun«. Taste-ordnung: 1. Vortrag über„Die A'nanz. not der Stadt Berlin". 2. Bericht vom Bez'rkopartei'ao und bei Kre:»- vertreterverlammluno. 8. Bericht vom«reis, und«dteilunqgvorftond. Vir bitten, dies«» Mol beßnd-re pünktlich erschein*« zu wollen. 11». Abt.©tätran. 20 Ißt bei Werner,«kpenicker Sir. ISS. Vartraa:„sBnanz. not in Staat und Gemeinde und tzinattzuform". Referent Rettor Walter III.'«bt�vobnobort.« Ißt bei Selmann, Walteteborlet St». 100. Vortrag de« Genossen Gtabtverardne'en ssran, Kämin«. Lichtenferg. 114. Abt. 19% Ubr im Logenkastn«. Knorrpromenabe 3. vortragt »Die Mnanzlaoe Berlin»". Referent Stadtverordneter Banl Robinson.— 116. Abt. 19% Uhr. 1. Gruppe: StSber. stuna» Ecke vderstraße. Vorttag: „Die wirtschasslicke Lage". Referent G»"oss, ReineseG. L. Grupne: Henkel, odeestr. 18. z. Gruppe: R.adtke, Skügael, Ecke Scharnweberstraße. 4. Gruvpe: Seipke. Kro-prinzenstr. 47.— 116. Ab«. 19% Ubr bei tbepe». I«, früher Albrecht. Borhagener Str. 62. Vortrag:„Wlrtfchaftsvolit dst Referent Dr. strltz SchSnherr.— 117. Abt. 19% Uhr Im Keichensaal der Schule Lückstratze. Vortrag:„Die ffinanzloae her Stod» Berlin". Refe--nt Stadtverordneter Ernst Arndt.— 118. Abt. 19% Uhr in der Schulaula SieaftteMtrotze. Vortrogt„Tie rottssfibe Lage". Referent Büraerrne ster Dr. Ott» Ostrowski.— 119. Abt. Achtting. neue» Lokol!.«nr«Port. klanse". Rormanreu. Ecke Rüfckestratze. Vortrag,„Soz'elbemakartie, RelchitbankprSssdent und Kähruoa". Referent Kurt Ktetzmann. 120. Abt. ssrledrich»felb,. 20 Uhr in W'ebe» Gelellfchgitebau». Wißelmstr. Z8, Boetrag:„Der Poung.BIan". Refevent Victor Schiff. 121. Abi. Kerleheest. 20 Uhr fm Deutlchen Sau». S«o1zenfel,stratze. Vortrag: „ssinanzreforrn und Sozialdemokoati»". Referentin Klara vohm. 122.«W��Mbotb M Ißt bei Bo-aß. Wargahner Str. 91, vortrog!„voung- Plan, Währung unb Re'chodank". Referent Will» Rogge. 128. Abt. Kanledorf. 20 Ubr in der Schützentlanse, Hönower Straße, vor. trag:„Vkhrungsfrag-n" Relrrent Relir tzliga. 124. Abt. M»hl»d»rf. 20 Ubr. Ost bei Ander», Vahithofstr. 87;»fort: Rord- stern, Hönower Str. 49. S-edlun«, Teil IN: Schmidt, Marienburger Straße. äSaWeiocf.f fhe: Lokal staeod», Lemkesiratze. 12». Abt.«eißensee. 19% Uhr im Lokal„Kum Pferdemarkt". Schönstratze. Vortrag:.Die wirtschaftlich« Lage Berlin«". Referent Stadtverordneter E�cÄbert Loevm. 127. � H»benf-,rb«Afem 19% Ubr be,«chuk». vauv'sttotze. Vortrag: be« W° Arteit-los-nproblem". Referent Albert Kalken. 128.-180.'«i. Rankst».»% Ubr. t. vez'rk; Rvack.«aifet�eledrch-Gttatze. Bou't Terssner Strotze. Lortrag:. Mnterialist'eche s»schich»»aufto'si!ng". Refer-Nt B'ktor Massna. 4.. 5. vez'rt: AUmm* Dierball°n. Berliner Stratze. Vortrag: Kvllfr'ehen oi"r Wi'�schaft-kttea. Seler»nt Grvs' Reumann. 6. BeZ-rt:«e-man*, Mrndelstr. 17. Vortragt»Trvtz.V'rt'.n". Rrterent Genome Vurtbartt. 7., 8.. 9. v"'rt: s-fstgerhetm. ssssovastr. 9? ... Vortrag:„Stodtnolk In Rot" Reler-nt Ott» Mol»...... Hrtaemdorf. 20% Ubr bei fftfml», Tininestr. 60. Vorttag:.»ie«ittschaMichc refle der föntmrT»»". Mar___ U1 Abt. WrterWJnbgples. 19% Tlh» km Lokal z »rt, irnan«.95.1-.I.eabMtl'»:'» rni»»stplertfcker. t-BstloXH"« Um. 3 «ß�n«. Bortragz.Auguft Bebel und lein Werl".«ef»»en4 Dr. N« 3 J»- TZ«. J�chiaU. 50 Ubr bei Rossack, fm atftt. 71. Pabrcbend. 1*4. Abt. Vach. 20 Ißt bei 0!!n»»tl. am Bahnhof. Vortrag.„Die ffiaangnor der Gemeinden". Referent E.:adtoerordne»er«rnberg. VA Abf. K-eow.« im.Rgntoraien"?gh/ahend. 9. Bezirk: Strinbach7�revk'stt>»mrrad? 48: 12. b!» 14. vee'rk�stanfastr/g- 15. und 18. Bez-rk: Reumann. Pr-stmzsttotz».�cke Ra-ko-rer Allee; 17. hl, N. Bvirk: vrllckner. Pronlngftratze. Di« Bez!rt»Mbr«r baban»u den h flnsi*Tck»Mtt Ob . Sbfeeent 139. Abt. Isgd. 30 113» i»£o!o äntcr Arug. Kavvti». U, birtiieitiim un4 cnn oIüBmfrdtie". IM. Vit SSniftffltcaae. 13 � Wr Bei SEsi'fdaA. Srastltr. 1, Snctno!i»!«rIckänb«nl»u.West. 1914 UBt aen, einsamer SaM. abtri Bei stoffmcan. SMucrlnjen, eäa äteiaxistlTOF.'.. Sorirap: ,0«, nafTenfd'a.ftemsfen''. Beisrrnt GtnofTe®Ußet. Jigt. Abi. tSaiao-ttcvtlafl. 20 libi St: Zarin», Mrst.BismanL�trast». Bor. toaa:-Di» fsrau und der foiialisrnns". 9t. ZSaerstrcfl-. Dortraa deo Senofien Btrnterü Zlmgsoziallsten. sBrnppe Bilmer�ors, Aoutr. Dieneia». 20 Ute rthtütTtd), im Zuaendbei« WHBe'ineane, ffortfeflung der Bebe itMemet nfdvift-Dos Äammuniftifdvt Sten.ftft'. t Gruppe Tenweldof-Marienderi, Stitte. Dicnftas. 20 US-, im Zuaendbeim Germar lastrafle. Ginaana Höflstrafle. Bortraa--ftlaH«, Stand. Beruf", jlc- icrcnt Dr. Sreaor Bicnstock. Zlrbeilsgemewschaft der Swderfremide. Srei,«ritiälln,©innre s-nanoll- Dtenstao. U. Februar, 30 Ute.»aiser.. ffrteirtiteS"r«!9n»nttrmnt, ei'ttnren'ammlima, SBeflf.n der Wichtialeit des Beats— Maria£iia):n(Utn spricht üb»-VUra«« und Kiuderpcrsch'ctuna"— oittn wir um»abireiche Beteiiianna. Ärnave stardsberaer SBIaft: Coaunasotl: Auaendlieim Dieftelmeverstr. 5— fl: 13—20 lite- ä ote Sollen, 12—14 Zaire; Millwoch. Donner» taa. ssreitaa.— Zuu-riaKen. 19—12 Zaire: Montaa bis Sreitaa tstal'».— Jlcftfalfcn, 6 ii» Soz!aWscheArbe!SerlugendGr..VerliA fitaflä, 18—29 Ubr.— Esch«nptofltatnn,; Diensta«. u. fftbtuat: Prote fite die Seiet. M'ttwoch. 12, SiSruat: Basteln. Donntrsioa. 13. Seituat: Basteln. Srcitaa, 14. JftStuot: Sali tiltnaeftunbe. Steffen IS Uhr idaHeneie. ffionnlaa. 18. Sebruar: Silmnetanflalhina Erofl-Berlin für? Ott und Sunafarltn. Sir st, sali n, 10 Uhr Sallcnickc. Rundaang durch den Sriedrichshain. Heiser: 16 Uhr vewerlschaftshan». Geburlslage. Zubilaen usw. 6.«bt. Unserem©enessen 2l» q» st Zntee, Walliner Str. I, die der». lichüen Glückwünsche»um 2SiöStioen VarteüniUäum. 82.«dt. Unserem fficnefsea 3 a i a n n Auch. Früchts» r. 34, die I>er»Iich. ftcu©Mckwstusche»u seiuem tiiäbriacn Baeteijuiiläuur. Miae e, dem Zuiilar tuaSttut lein, noch reckt ln»ac bei voller©esuudteit im Zuteresse der Ar. beiterbeweauua mit un»»u kampseu. � f i].Ti;ijjvrr3st--i="f i.s'rj� =a SS. Abt. Sdarlatieubura. Uafetetn eilen ZkitlSrnpser BiltzelM Ü t-:l Sir vc a urb seiner Sbrsreu, Sautsir. S4. die herrlichsten ElLck, :sck«,....... -! wünsche mc aolbmua toefseU. Seit 44 Zaire»-Barrnäet-".Leser, mar S et stet» bestreit, da» Banner der Partei bof wiaifen. Die©enalscu '--J der 58. Abtei Urua wünschen den beiden Alten einen recht heiteren Z-'i f ■■.«:■ | Sterbetafel Der Groß- berliner Partei- Organisation � 20.«dt. Am 5. ffeituaz verstarb unser liebet Genosse Seilt München. 8 a a e a im Alt» von 28 Zcchren.®tee seinem Andencktn! Die Beardiauna bat bere't, stattaesunien. 25. Abt. Am S. Seirvar verstarb vldalich Im Dienst durch Ser»sAIaa uns» treue« Genosse und lanciSiriaee ffunltionür fftan* Dem in. Gli'.naer S'r. 44 GS» seinem«ndentenl Giaäfcieuuna am ffteitaa. 14. Se, fcruat. um 18 Uta, im Srematoiivm Gkrichtkrafle. Wir btttin um r«ae B«. teiliauna.— Am 7. Sedrnar verstarb unser rreuer Genosse Gustav B«. reuter. Werneucheaer Str. 0. Gtee seinem Aitbeeitin! Termin der Set. fefcima wird noch ietenniaeaeiea. 1 mfendraaen für»lese Äuirtf nur an da» Zogendsefretariat SerHn€3 öS, Clndensfrafe 5 MSdellnrln« f4. Abentb: Snrmeraira. 53 ffebruar. 19tj UZr, rn der Schule Sochftw 13.«äerorfin ZuS'.ti(gnünftidt>vr!cht übet Jsefoabete Probleme des Siaaenlebcns" fSreit Siebe. Savtsradsckaf'sehe uf».V, starte» für die Znaeud.LolIalckl»t.envorlt«ilura am 23. Februar sind au»- verkauft. AiigeWeine Wetterlage. ■iQJPshn 4S3D( ab4s wDfi.n.Sefet ; strafle 8:-Arb»lterb!chtu«ü d«r©earnupart".— Süden: Hot» Bonckstn. 11: stur». i c;ieratc,— Sdjiscbera U: steint stauptstr. 19:-Zuarndschu» und-recht".— : fichüuebur« IV: stein Sauptslr. 13'-Die verschiedenen S'aatssvrnwn"— i Lckinebera V: Heim stanvtfrr. IZ:-Die Nesolick'sn rvn 1815 und ihre«UZ- i mirEunato.''— CdßtloUeniaia.S.: Lüuunv! Bis auf weitere* ieden Dien», • w« Se m WaOTrr. 7»'stofi.— Siemen sstodlt U. DoZsschule. Schulsirafltu i-Allobol und Ziikvtin",— Ltckietfelde, Heim Slbrecktstr. 14»:..«ufnaben der ©cwerifchaftei'.— Uarieudars,». F.! EHpVt Dorfstr. 7:-G,schl»c!fs!ranf- Seiten".— Steqlid lAeltevel: H�m Aldrechtstr. 14»:„Zweck:rnh Zielt' Eine kräftig« Depression, die am Sonntag nördlich van Island lag, bealniit jetzt noch Südosten zu ziehen. Der k-äftig« Lustdruck- sali aus ihrer Vorderseite, der durch milder« maritime Lustmasscn verursacht wird, baut den östlichen Teil des europäischen Hochdruck- oebiele» schnell ab. Die maritime Lust dringt mit nordwestlichen Winden in Misteleuropa ein. In Norddeutschland sind am Montag schon die Temperaturen gestiegen. Aus der Mckscst« der Zyklone kommt e« zu einem neuen Ausbruch laller Polarlufstnassen. Die lalle Luft wird zwar schnell nach Süden vorstoßen aber kaum das Wester in unserem« Bezirk in Mst'eidsnschaft ziehen. Da die nord» westlichen Qustmassen relativ trocken sind, wird es zu zeitweiliger Aufheller an g lammen. wetkerausslchken für Lerllvt Teils wolkig, teile bester ohne wesentliche Niederschläge. Tagestemperaturen über Null-— jüt Deutschland- Zm Südwesten noch heiteres Frostwester. im Nord. westen ziemlich wochig mit etwas ansteigenden Temperaturen, nur vereinzell leicht« Niederschläge. unb Ziele ter übaj»? in h-" :.. Igen",— Uloupm- U: stein«eatfl*,»:.Gewrrbschast*- spottunz"— N-nIvl» TU: steint Zitttenftr. 6S:„Arbeiter- und büraesltetr äsott".— SSeati'üa Vj stsim Böhmisch« Ste 1—4: Aiüeitoaeneüisckaft.—®y>- IfUn vi: fn-:rn?r«p:»wer Str. 85:-Arteitersckaft unb Mob«".—»eutMu VTH: Schul« Bürlüicafl«: PoIitisck.satirisSer«benb.— ZlenlSSu X: steim BerK- ftrafle 29;-Unsere Älcibirn«".— Teulüliu XI: steint>fTuabaf:nftt. 85:-«So- schichte der Arbeitcrfunenbbeweaunn".— SlcntJUn IV! Krim Schterlestr. 41: ■teecufssdwlfraa«»".— Zörcntck, Gr. I; steint Grünauer Str. S:-Au» serne» Westen".— Köpenick. Gr. II: Sc im Dailteher Gtrofle: S8'««lm.8ufffl�Ib,nb. — swemdbotf: stete Bvonstrafl«:-tiamerndschast— ssreuvhsckast".—«einickon- d»rf-vlt! Leim Lindauer Etrafl«. Barockl!„Uits« vvlitischen Gean««".— Buchiol»! Schul« Berliner Str. 18:„Se-uainot der Iuaenb".— Ptrolom X: Sein: Zrfinaen. GSs Gvavibftraße-.teunbfunl im Sieniie der Mrnsckieit".— Paukow ll: Seim Söcschsir. 14;„i7ilrsora«er»iebuna". Sefewnt Genosse Budat. Betbebotid Otten: W..B.-Der-aieruinckanferans im Heim Litauer Sir. IS- Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner„Schwarz- Kot-Gokd�. «•fchgslsften«:»etrin S 14, G-baIi!ansir 57-36 stof S. ffr. Gannocftacb. Tonnerstaa. 15. �ebeuet, 20 Uhr, Vortran tm Gc- funbbtltobou* Am Urban 10— U. Dr öcfia'J spricht Uber„G< fdilechloftanfbclten". Psli chtverav staltun« für sämtlich« Sanütiler. ZuReuC- und Schuflsportler.— Prenzlauer fflew: Zameradschaf*v«rfammliiu«en Sonnt«" la«, 13. geheuer, um 20 Uhr. Saw.«bniflätoe bei Bbanet, 3tutncniir.IJ.td:> ihafic 33: Zorn, sfolt« b:t Seuae. Milastr. 8.— Scruelboi, 3:mobanact: iTonnerslaa. 19 Uhr, ffrcffvunlt Äaiscrtn, Auauli» Cde Berliner Strafte»nr «cranftattuna im OefanbDelWns« Am Urban.— EckSnebera,? riedeua», Zam-radschasr iüubens: Dienstna. 11. lsebvnoe. 20 Uhr. t>omeradsckas!-ner» sammlun« in der Mensel-Niaus«. Mensel- Ecke Thorwaldi-rsteafte.— Zieul-ll»- Brifl. 3unabannet: Die Gcnetolvtrfammluna am Dienstaa, XU Februar, tonn au* technischen Gründen nicht staftflnben. Reuer Termin lind Loicl werten roch betonntaeaeben._____ Berti uee Ziitee-cklud, aeqr. 1SZ5. übt seben Dieirs'aa, 20'4 Uhr. Im SIu*. bau» Olmsir. 2, Rwibenlee der 3.«vd ü. Zablaruvve'. M» aus de» Bodm der LP?. stebeuten fitf'torfct der 5. und 6. Zabtotuvve, d» SN teil Wteilunge» 17, 15, 21. 22 und 23 aehörrn, versammeln sich bettle. 20 Ute. im tlelneu Goal her. Bbccus,£äre, MMerftr. 142. Mit Gclehiauna eurer wichtigen Taseoordnuna. Partei- und Verband od uch leaitimiert. iave«!»« ünzUsd U»eatin«.lud. MikvvocZ». 20 Uhr- Zahnärrtehaus, BQiowr&r. 104. Oottmannssal: Mr X Baimsn Smith, M. A.:-The Development of Bnillili ournaliim." 8 Übt: tJbilhorntonU. Diriaent Bröl. Z. mann. SoL fotiHtem'ftet st. >fte Itew'lv Cinfoniflonscrl S- Brüwer. untre acfäKUee »Ift.. de* Philharmonischen aSi:m.iIune von Bros. kicktet awfle ssam-LeunorsseJuna bei Garralani! Am mtr.�aer. M'ttwoH. 19. ffebn-ar. findet um 15 Ute im Wintrrämt Gottafanf w eher eine bat br. liebten ffamilienrotftcttnaaeu mit beut vvllwrrtiaen dib.-nbtrsfltcntm Oa.t. ftinber von 2.20 M. auiwiirie te'ce Brrlse. Um XSlh _________________„-______________ j UhK VbzDlÄung« Der Zirlu» ift te» gut aebeir!. Man sichere Urb rcchueitij, Zarten te Loroer' lauf lZirtuMasse: Tel. Laerwald 4835:38} und Tbeatertossen Wertheim. Am 8. Februtr■ f ntschH«f noch fturaem »chwer statt. Dank. Nachdem wir onsern Brnder, Herrn P7alter Kappe, mr letzten Ruhe geleitet, Ist es uns ein Herzensbedürfnis, allen lieben Freunden nnrt Bekannten, den Parteigenossen von der 80. Ortsgruppe, der Belegschaft der Konsnmbackarei, für den henlichen Blumenschmuck, die ehrenden Ansprachen und per«Sn)iehe Teilnahme unser« hrrzlicbsron Pank auszusprechen. Gan* besonders vielen Pank der Familie Rieh. Fethke für die Frenndscbaitsdienste, die sie unserm lieben Walter jeden cit geleiftet hat. Unser lieber Walter, er ruhe in Frieden. In tiefer Traner Marie verw. Reppe und Geichwieter. Verein der Berliner Buchdrucker u.Schrlft9leDer Am Freitag, dem 7. Februar 1880. nachm. 4 Uhr, verstarb nach langem, schwerem Krankonlager der langjährige Berliner Gan vermalter, unser Freund und Kollege Hugo Befleck im Altar von fast 81 Jahren. Zu seinem 80. Geburtstage im vorigen Jahre würdigt« der-Korrespondent fürDeutseh- lunds Buohdiuoker und Scbriftgießer" die gesamte Tätigkeit Hugo Bestecks für unsere Organisation. Der Berliner Gan verliert in dem Dahingeschiedenen seinen ältesten Funktionär.dessen erfolgreiches Wirken für die Berliner Kollegen- sebaft unvergeßlich bleiben wird. Die Einäscherung findet am Donnerstag. dem 18. Februar, nachmittags 1 Uhr. im Wilmersdorfer Krematorium statt. Dtr Cauvoniaod und die Koilegen der Berliner GauiemelUing 3 Eitel WaibEMM Verwaituitessteile Berlin Tedesenzelge. De« SRitai'etern mt Nachricht Bafl unier Zolles». dir St«!)« Paul Stettnlsch gib. t Aufluft INS, am 8 Februar gestorben ift GHr, seinem Budenfcnl Di« LinSichitunq ftnd«: am Frei» tag. dem>4 Februar. 17'/, Uhr. im «rimatrwum»aamschulenweg statt Reg, Detelligung wird«wartet. VI« OrfsverwaltoB«. Am 7. Februar h««nt»t» d« lob .4» langen,»ualvollen Leiden meines lieben Ma> nes. unseres guten vaiers. Groflvalers und Schwiegervater«. des ih»wa»ben Verwalters de* Vereins Veriioer Buchdrucker und SchrtUgleß« Nuxo vesteek tm Sl. Leben«'ahra Namens der AngebSrigen: Tkerexe Besteck geh Pnibmnkl Die GWSscherung findet Dorm«»»»«. 13 Februar, uachmiitoas 4 Ute, im Sumersdorlei ffromaiarwm Kau seder Art litfetl oreisweri Psnl Gollets vorm. Robert M�t« üartsanaiuirafe 3 ticke Rnumiuftrafl« lau MorifipX 10803 MWisMyndlsiid! BOR Euer Verslcherungvonter nehmen, die Wolfcsfttraorä» Oewerksehaftilch-Oanossenschaftiiche Versichenm®>- Akdeagetallachah. ist dw grsaie ijoidgiisrzifjiapüfigtBasgiisciiafi is Bscsciiieng Cflnstige Varsic e anesbedmäungen! Hohe Öewinn- smci«, Bei Unsallmd doppeiia verslcherongwumme! Ar baSler, AneeriwiXte u, ßeemtr versichern Sieb und inre Angehört Jan nur bei dem eigenen Ui.wrnahmeadsr ToBKcsfttrsortfe Haierlal«erveodea kosten o> die Bodtnoiidieteliai - RiuarstraSe 126, 1;»$«t;in-.M»r!endorf, Rathaus- steha le« 13 pt; TO Berlln-L'chtenhern, Hubenuo- s'raoe IS. v. MKS( 80 oenin-nuiniCkendorl-West S'raBe 20. HSUS>3l>4 Berlin• Psnkow, OaillsrdstraBe 26, Oartenh. pt.; 370 Berlin-Spandau, GÖtelsiraB« 3, pt und der Vorstand der VolkriOrsorge. Hamburg 3. An der Alstar}<— W Bornetatog. den 13. Jubtntrr ebda. T Uhr Im Slkaagslaal des SccOandsbanfca. ClaUnflc.$3 86, ll. Branchen- Versammsong a: er u/erHzeugmac&ar- u. me- cnanlkap-lenru. ga ar.-BerUns Tagesordnung I.L'tfitMIBer.ejor'tafl- Ol« Snhottf Ina« der ftclca»«werkschatte«. Rrierent Balter Roch. 3. Branchenange.egrnHeuen Zvgendivlleqen! In d eser Bersammüng, dar i»tn Rolleg« sehte». Agitiert in o« Berlfto't und in'»e Schule sllr einen guten Ve uch und br ngt alle Zugend. kell«gen. die unierer Organijation noch nicht angehoten, rn r vte ZugendkornwisvaQ Oonvarslan da» 13. Jebrarr» ISSS, a.enda t Übe, tm©eneeff chatte• hör a Ongeiafcc 24 2(Ocofiar Saal) Branchen-uarsemmiong der werftzeugmaener-, werk- zeugnarter undschansc&ieiter Tageeordnnnn L Vortrag des«elchslagsahgeorbueien Ruit steinig 2. SUtuffion.& Branchen. nnpe egenderren. Ohne Milgliedsduch i e i» Zutritt. fiohlrs ch« Besuch wird«wart«. kihüms. Bairtaharstai Sie Betr edsritt»» Zeufchrttr Sir. S ih «jwtenen und tonn gegen Vorzeigung der gtt:niatwu*tor!« de» Betriedsrais-Ob' mauues m unserem SItro. Zimmer 3 idgltch die 4 Uhr. Freitag» bis 7 Uhr :ntg?g»n�enommen werden. via Ovtsvowwa'trraJ. Ivo is»üu: iwittiiüse-.küdxll- il-Keriümeiiiüflcev lesen biachahmuns seserri.«esch. ertig» seit 48 J«bi als Sperlaiits». Conrad Müller Uipslg-bcotMudiu Aktiengesellschaft Wir sind in der Lage, den Aktionären der Te!ephonfabrik Berliner Aktien* gesell schalt» Berlin-Steglitz, zu Originalbedingungen folgendes Angebot zu machen: I. Denjenigen Aktionären, die Ihre Stammaktien nebst Dividendenscheinen pro 1928 ff. bis zum 28 Februar 1930 bei uns zum Verkaufe einreichen, bieten wir hiermit für dritte Rechnung einen Kurs von 70®/®. Die dabei entstehende Börsenumsatzsteuer hatderAktionär zu tragen. i Die Zahlung erfolgt Zug um Zug gegen Lieferung der Stücke bei den nachfolgenden Einreichungsstellen: Commerz* und Privat«Bank Aktien* gesellschalt, Berlin-Hamburg, ihren sämtlichen Niederlassungen und Filialen; Dresdner Bank, Berlin-Dresden, und ihren sämtlichen Niederlassungen. Berlin, den 10. Februar 1930. 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DiePr�ußischeStaatSbauk(Seehandlung) veröffentlicht fcht nach der Reichskreditgefellschaft als zweite Großbank ihren Abschluß für Der gesamte Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches hat sich im Berichtsjahr von 30,2 auf 34 Milliarden erhöht und daimt fast den Retordumsotz von 1927 mit 34�5 Milliarden Mark wieder«rrelcht. In erster Linie entfällt die Umsatzsteigerung auf das Geldgeschäft mit Banken und Spar- lassen. Der Reingewinn wird trotzdem mit 4B Millionen um 300000 M. geringer ausgewiesen als im Vorjahr, da die Verwal- tungskostcn besonders infolge rückständiger Steuerzahlungen von 4,8 auf 6,3 Millionen Mark gestiegen sind. Die eigentlichen Ver- waliungeunkosten sind trotz des erweiterten Umsatzes unve rä n- dert geblieben, da infolge der forrschreitenden Rationalisierung eine Unkosten senkung durchgeführt werden konnte. Auf Grund der Bc- stmunung des Preußischen Staatshaushalts werden diesmal vom Reingewinn 3 Millionen, also der doppelte Betrocj des Vorjahres, an die Genera'staatskasje abgeführt. Do dos letzige Eigen- kapital der Bank mit 13 Millionen Mark Kopital und 7 Mll- lionen Mark Reserven im Verhältnis zum Umsatz als zu gering angesehen wird, werden weitere 2 Millionen aus dem Gewinn dem Kapital und 500 000 M.?en Reserven überwiesen. Infolge der schweren Krediwerliiste der Seehondlung bei ten Varnrat-Äutisker- Geschäften waren 1924 bis 1926 fast 24 Millionen Mark Verluste abzudecken, so daß die Stärkung der Eigenkapitalien in diesen Jahren unterbleiben muhte. Innnerhin konnte aber die Bank in den letzt«, drei Iahren chr Kapital aus Ueberweisungen vom Gewinn um 7 auf 17 Millionen Mark und die Reserven um 33 auf 73 Millionen Mark verstärken. Kapital und Reserven der Bank zusammen haben sich also seit 1927 von 133 auf 243 Mil. lionen Mark erhöht. Zur Ainspolitik bemerkt der Geschäftsbericht, daß die Zins- säge der Staatsbank auch im Berichtsjahr fast regelmäßig unter denen des allgemeinen Geldmarktes logen. Die Spemue zwischen Soll- und yabenzinsea. die sich schon im Borjahr von 1,05 auf 0,98 Proz. gesenkt hatte, verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf 0,93 Proz. Mit dieser Verkleinerung der Zins spanne zeigte die Seehondlung. wie öffentliche Banken im Gegensatz zu privaten demußt die Krediwerbilligung zu fördern suchen. Em Beweis, für die äußerst vorsichtige Kreditpolitik der Preußischen Staatsbank ist die Tatsache, daß die Bank an den im letzten Jahr eingetretenen 193 Bankzusammenbrüchen iror in vier Fällen beteiligt war. Verlust« such sogar nur in einem einzigen Falle m Höh« von 100 000 bis 200 000 Mark zu verzeichnen gewesen. Bei dem sehr ausgedehnten Kunden. kreis der Seehandlung, die mit 700 Vouken und Bankiers zu� fanonenorbeitet. muß diese Verlustquote als äußerst gering ange- sehen werden. Zur Finanzierung des öffentlichen Kredit- bedarfs ist die Donk besonders zum Iahresultimo stark heran- gezogen worden. So werden in der Bilanz 383 Millionen Schatz- m, Weisungen und Schatzwechsel des Reichs und der Länder gegen 200 000 M. im Vorjahr ausgewiesen. Auch die Konsortialbetelligun- gen haben sich zum Bilanzstichtag mit 14,1 Millionen Mark mehr o'ls.oerdoppcli, was auf das y m:k dsr Stadt Verlin durchgeführt« Kreditgeschäft Ende Dezember 1929 zurückzuführen ist. Der Rückgang der Liquidität am Jahresschluß von 68 quf 56 Proz ist somit nicht überraschend. Inzwischen hat sich der Liqiiidiiätssaktor wieder aus 66 Proz. gehoben. Im Reich?- und Staats interesse sind im Berichtsjahr von der Scebanüung keine größeren neuen Darlehen ausgegeben worden. Ausgenommen hiervon sind lediglich Kredite für ländliche Siedlungen und Vorschüsse für Wohmmgsbauten an Gemein. den und Gemeindeoerbände auf Grund später eingehender Haus- z'nssteurrM'ttel. Die bereits in früheren Iahren ausgeliehenen Wirtjchastskrvdit« sind ten Kreditnehmern im Berichtsjahr zum größten Teil belasten worden. Es handelt sich hauptsächlich um Dar- lchen für den Mittelstand im besetzten Gebiet und den Ostprovrnzen, sowie um Zwischenkredit« zur Förderung des Kleinwohnung- b a u s, die an öffentlich-rechtliche Srsditanstalten gegeben wurden. Zugleich mit dem Bericht der Preußischen Staatsbank ver- öffentlicht auch das Staatliche Leihamt, das der Seehondlung onyeschlosten ist, seinen Abschluß. Für den wachscaden Jtofffönd unter den breiten Massen der Bevölkerung ist die starke Zunahme des Pfänderverkehrs beim staatliche Leihamt bezeichnend. Im Berichtsjahr haben sich die Der- satzgeschäste von 153 151 auf 169 467, also um 103 Proz. erhöht. Seit dem Jahre 1925 ist der Pfandoerkehr um 68,3 Proz aus fast 332 000 Piänder gestiegen. Gerechtigkeit für Kommunen. Vertagung sür die Belelhung von Städteanleihen.— Ge- fährdung der kommunalen llmsct ultuna. In einer offenbar offiziösen Wtteilung wird festgestellt, daß sowohl die Reichsregierung als auch die Reichsbank der Zulostung der langfristigen konimunalen Schuldverschreibungen zur Lombardierung bei der Reichsbank— entsprechend den Beschlüssen des Raichsrats— nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber- stehen. Sie hallen es jedoch für richtig, die Ergänzung der Be- stimntungen nach dem Vorschlage des Rcichsrates zurückzustel- l e n, und zwar wegen der Finanzschwierigkeiten bei den Kommunen unl» wegen der erst nach der Neuordnung der Reichsfinanzen zu erwartenden Entlastung der Reichsbank durch das Reich. Wir würden es für sehr bedauerlich hallen, wenn dies das letzte Wort der Reichsregierung wäre. Die Inanspruchnahme der Rsichsbank durch das Reich erfolgt nur innerhall» der durch dos Gesetz festgelegten Grenzen, die überhaupt keine dank- wirtschafillchen Bedenken hervorrufen können. Aus absehbare Zeit wird der deutsche Geldmarkt so flüssig bleiben, daß den Kommunen der Vorteil niedrigerer Zinssätze nicht vorenthal- ten werden darf. Di« Reichsbank wird auch noch der Einführung der Lombaridfähigkeit der Kommunalanlerhen freie Hand bc- hallen, im einzelnen Fall nach eigenem Ermesten zu entscheiden: der Hinweis auf die schwierig« Lage einzelner Städte ist also über- flüssig. Dazu würde durch die zeitliche Hinausfchicbung der Lombardfähigmachung der Kommunalanleihen die gegenwärtige Umschul dungsaition der Städte, die gestern oom preußischen Sioatsministcrium noch nachdrücklich begrüßt worden ist, schwer- sten Schaden leiden, weil die Sparkaflen aus die Lombard- fähigkeit der nauauszugiibeiiben Anlsihestückc bei der Durchführung der Umschuldung nicht verzichten können. Die Reichsregierung darf nicht in den Verdacht kommen, daß auch sie den Kommunen aus politijchen Gründen jene Gerechtigkeit und sofortige Hilf« verweigert, die aus Wirtschaft- lichen Gründen nicht verweigert werden darf. Llmstetlungsjahr der Lusthansa. Starter Rückgang des Qlstverkehrs 1929. Di« Deutsche Lufthansa hat im Jahre 1929 nicht gut gearbeitet. Das hi ißt, si« hat nicht gut arbeiten können, denp die Reichstags- beschlüste, die ihr einen großen Teil der Subventionen nahmen und vor allem in den Betrieb große Unsicherhell brachten, haben die organische Wellerentwicklung erheblich gestört. Die Zahl- der gessogencn Kilometer ging von 10,2 auf 9,1 Millionen oder um 11 Proz zurück. Die Augkilomeler im gemischten Personen- und Frachtverkehr sanken um 14,1 Proz ans 8,24 Millionen. Die Zahl der beförderten Personen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr van 111 000 auf 87 000. was einem Rückgang von 21,7 Proz entspricht. Trotz dieser empfindlichen Rückgänge scheint aber die Inten'sität der Ausnutzung wenig- stens des verwendeten Flugparks größer geworden zu sein. Die beförderte Gesamtfracht stieg von 1,02 auf 1,20 Millionen Kilo, die befördert« Gesamtpost von 032 auf 03? Millionen Kilo. Der Zeitungsspezialoertehr nahm zwar in der Kilozohl um 723 Proz ab, dies« Abnahm« ist aber nur eine schein- bore, well durch Aenderungen im Flugplan des gemischten Ler- kehrs die Zeitungsfrachr zu diesem abwanderte. Freilich ging 1928 auch die besonders gute Zeitungsstrecke Berlin— Hamburg in ander« Hände über. Dir eigentliche Geschäftsbericht der Lusthansa wird erst später veröffentlicht werden. Die Preise sinken, aber der Verbraucher merkk nichts davon. Zum 5. Februar ist der Großbandelsrndex weiter von 131,1 in der Vorwoche auf 130,1 Prozent gesunken. Im Ver- gleich zur ersten Februarwoche des Vorjahres mit 138,9 Prozent ist die Senkung sehr beträchtlich. S!« ist am stärksten bei Agrarstosfen mll einem Rückgang von 132,2 aus 117,1 Prozent: Kolomolaxiren gingen von 1253 auf 113,7, industrielle Rohstoffe von 133,7 aus 127,2 und industrielle'Fertigwaren von 158,3 aus 155,6 Prozent zurück. Konzentration gegen Siemens. Die peutsch-amerikanifche Fernsprechgruppe gliedert sich Telephon Berliner an. Die im Oktober vorigen Jahres vacbsreitet« Zufammensossung verschiedener deutscher schwachstronllechnischer Gesellschaften zu einer gemeinsamen Dachgesellschaft unter amerikanischer Führung, die kürzlich endgültig vollzogen worden ist, hat bereits ein« neu« wich- tige Erweiterung vorgenommen: die Telephonfabrik Ler- l i ti e r A.-G., eine der ältesten deutschen Schwachstromsirmen, hat ihre Verhandlungen mit der Standard Elektrizitätsge- sellschaft abgeschlossen und ihre Eingliederung in dies« Gruppe vollzogen. Die Standard Elektrtzttätzgesellschafi, die unter Kontrolle des großen o marckonischen Schwochstromtrusts Internationa�. Stamdard Electric Corporation steht, kontrolliert ihrerseits die folgenden drei deutschen Firmen: Süddeutsche T.le- phonapparate-, Kabel- und Drahtwerke A.--G.(Konzern Fellen u. Guilleaume), Mix u. Genest A.-G.(Konzern der AEG.) sowie die Ferdinand Schuchardl Berliner Fernsprech- und Telegraphenw.rk A.-G. Wenn jetzi auch die Telephon Berllner angegliedert wird, so ist dies schon deswegen als ein Erfolg der in der Hauptsache gegen Siemens gerichteten Standard-Elektrizlläts-Gründung zu werten, well Siemens Ende vorigen Jahres sich um den Kauf des'An teils der Telephon Berliner an den Lieferungen für die Rcichspost bemüht haben soll. Der Anteil der Siemens u. Halste A.-G. an diesen Lieferungen beträgt etmo 60 Proz, wozu noch einweitere Quote der Deutschen Telephonwerke und Kabelindustri« A.-G., die indirekt auch von Siemens beherrscht wird, hinzuzu- rechnen ist. Die Quote der deutsch-amcrikanischen Gruppe steigt von 7 aus l?� Proz Daß die Telephon Berliner sich der einen oder der anderen Gruppe anschließen würde, war angesichts ihrer sehr schwierigen Finanzlag« vorauszusehen. Sic hatte nach fünf er- traglosen Iahren im Jahre 1927 erstmalig wieder eine Dividende verteill, blieb ober sell dieser Zell wiederum ertraglos. Vis zum vertellr, blieb aber seit dieser Zeit wiederum«rtraglos. 1928 betrugen die Verluste rund 33 Millionen Mark oder fast die Hälft« des Aktienkapllals. Das Aktienkapital beträgt 7,11 Millionen Mark, di« Zahl der beschäftigten Arbeiter etwa 1700. Iin Jahre 1927 wurde ein Interesiengemcinschaftsvertrag mit dem F u l d- Konzern obgeschlossen, der eine Rotionchisierung der Anlagen und gemeinsamen Vertrieb vorsah. Dieser Vertrag hat sich, wenig- stens in der ersten Zell, für die Telephon Berllner finanziell un- günstig ausgewirkt. 1929 erfolgte«ine Beleillgung an der französischen Gesellschaft Socicts des Telephon«? Grammont, die ihrerseits ichou seit einiger Zeit einen Patentaustauschoertrcg mit der amerikanischen International Standard Electric Eorp. unterhält. Sowohl wegen dieses Vertrags als auch wegen der sehr enge» Geschäfts beziehuugcn zwischen der Telephon Berliner und der Com- merz- und Privatbank war«ine Eingliederung der Telephon Ber- liner in den Interesienkreis der erwähnten großen amerikanischen Gesellschaft von vornherein ziemlich wahrscheinlich. Nunmehr be- steht neben der Siemens» und der Swndard-Grupp« als wichtige selbständige Tclephonbauftrmo in Deutsdjtoid nur noch die C. Lorenz A.-G., an deren Kapital bekanntlich der hollän- dstche Philip s-Aonzern beteiligt ist.— d. Reichsbank nach der Diskovlcrn.ähiguug. Nach dem Ausweis vom 7. Februar wurde die Reichsbank trotz dsr Herabsetzung des Diskonts stark von Krediten entlastet, was die fort- dauernde sehr große Flilssigkeit des deuckchen Gerdmarki-s bewcilt. Oer' Bestand'an Reichsschatzroechseln wurde bis auf 50000 M.. iRttZ fast vollständig, wieder verkaust. Wenn di« Wechselb eständ« um nur 673 aus" 19ö9,9 Millionen abnahmen, so deshallv weil die Banken in Erwartung der Diskontermäßigung weniger Wechsel rediskontiert und mehr Lombarddarlehen in Anspruch genommen halle»,. die denn auch zum 7. Februar um 1143 aus»43 Millionen abnahmen, also in sehr starkem Maße. Die unverzinslichen Gelder auf Girokonto ftckgen um 94,2 auf 451,0 Millionen. Der Notenumlauf verringerte sich um 2723 auf 4381'Millionen Die Goldbestände sind wüeder stark, nämlich um 28,9 auf 2325.9 Millionen g« st i« g e n. di« dockungssähigen Devisen haben demgsgenüber um nur 3,3 auf 393,8 Millionen abgenommen. Die umlaufenden Noten waren am 7. Februar durch Gold und Devisen m i t 62,1 Proz gedeckt, ein Beweis dafür, wie stark die Reichsbank zur Kreditgewährung noch Raum Hölle. Aufwärts in der Wirtschaft! Nach dem Monatsbericht der Dredner Bank hat die Verschlechterung der Wirtschaftslage im Januar nicht di« im Januar sonst übliche Intensität gezeigt. Di- Zimahin« in der Arbeitslosigkeit sei erheblich geringer geworden. Wenn auch in den nächsten Wochen die ungünstigen Saisoneinslüssc noch wirksam bleiben werden, so könne man doch wohl damit rechnen,. daß die Frühjahrsb«l«bung zugleich auch den Auftakt zu einer ollgemeineren Wirtschaft- lichen Erholung bringen werde. LkrantwarNicki Gr Palitik: tt»tt Ontcx; Sitlfd-aft-®. :!««:__________________________________ ORÖ Lerlaa-a-iNalt Paul a-inx-r u. Co., Pttlin£® 68 LinbcnSrake& S-cr,» 1 Peilaqe na».UntcrbaUna« Utk BiNe»' Mai» Kapitän- Kautabak schmeckt mir doch am besten! Verkäufe Beklqizlungsstüclte, Wäsche usw. Seihbaui jSeitbplak 58 a. pcrtain von »itvalitr-Gardcrooe. teil« au» seid«. tzackttt» ffraik. Zatokinaantftq». Sabar. blnemäntel. Bauchs«»Sa«, für lebe fftam paflrnb(Jrtta.-JnatboU»ür neu« öat- betnbe. CeWcdon W,—, Pelzmäntel #5,—, Svorwelte 85,—, ffiebreUe 100.-. Sein» ÜnmOarboat«»__• Ocnio«eteooenr godtcttanjüfle Cw. »ialltät blau, useieeibiä. au» Seid« 40,—£mo£'mRanjüBe. PaudianjiiRe, Tniller.mäntel?a!«tvt,. alle» ,u Svntt. vreiten Deleaenbeitstäuie in neuer fierrenoarberobe Cciribaus Sinfen'.balet Tor Linienftrnbe 203—204 fCWe Nosen- tbaler Strafte) Reine Contbattunore. Schuhwaren Jt. Serruftakt,«. 25, Mün, straft« 7, BiDtqe und tallbar« Schübe. Senosscn 9 Pro�eirt SOoboU. aESberUutct inerte ftrebit und bat Kbbclbaiat, tttoftc«nsmobL klein««reite! Setfvielsaxtle: Lchla», immer 455,—. Swif'., immer 317�-. Se-ren, immer 889,-• Svieflefc sch-än!« 118.-. Siclenontnitur S8,-. änttmtefüi» 98—, Mesitnabettfrelle 66,— Sleiberschrän!» 48,—, Waise. lonauer 28,—, Meiallbeltiiell» 18,— ■Jlufleaemattaft« 18,- Gonftiae Möbel anatmeffen» Preise TeiliafiTun« auf- 'tMaöfrof. Dachen raten Monatsraten »offatebatt bis Acbn Prorent. auch au» An.tablunaen Klein« auch olino Anrab- li-nnen. Rreblte bis»mei 3cS:e Müft Sinn. SauBiflefifäfl: Slealift. Schlaft- straft« 107: 2. SefÄäft: Neukölln, Ser- maimolcfc 7: 3. Geschäft: Delle-Älliance- Strafte 9ö Untetarunbbabn: 4 coetiaf- Abteiluna: Neukölln, Kermannvlad 4: 5. Geschäft: Rottbulser Strafte 23, aeaenOber Slitesänoer Rataltm»ranko Schlaf, immer, t.iichen in roh von 88.— an, lackiert und Tofleri bis ftu 700— Ber«, fiuirenufct U. ffobtif. ncböube IL iteiUoSTuna«esiat'et* Sleblelb, 22 Iabr»«abstraft« 34, Kau«. nummer achlcn. Schlot, immer, echt Sich«. 475.—. 590—, ISO breit«75.-. >tcht Dirie poliert mit Frisiertoilette. schwer««arbeitet, 180 breit. 785.—. An» aebot nur kurte Seit.• Möbel ofcae fflOMbluna, 24 Monate »rekil und darüber. Romp leite Runmer, Ritchen. Einlelmöbel. Möbklbou, Sum. boldt. An der Zannomiftbrücke S— 4. Prunnenstrafte 55. . Ansnerlant weaen NLumun«, auch auf Rrebit-mraen-Abrift desHaufes.bebeu'cnd berabaesedt» Preis». Möb»l. tompleit« Eiurichtuuaen sowi»«ntleideschränk» Bitistkllcn, Nubebetten. Rüchen. Rarb. Möbel. Oluraarderoben. Tisch«. Ktübl» aller-Art usw Garberob«. Wäsche .Sarbinen unb Decken aller Art. Abi»» u So., Raiscrstrafte 6—7 Alcranbcr. plaft._ Lieieruna na» auswärts.» Ohne«nwljlan« bis S4 Monarsraten. Schlaf, immer. Richen, AnkleideschrLnke. Meiallbettstellen. Sbolle'onauts," 1 lkeberbet er. Antel. Stufte; strafte 54 lGtrausbergerplaft� Ztebtelk. 22 siech r« PabftreSe 34. Saus. nummer achten. Ankle-belSrSnte. Nuft- bäum, Eiche, weift, 425.—, 160.— nlw Diploma'en-Schreibtische 79,—. Schreib. sellel. echter Ledersessel. 29,— fflur- fiarberfiben 29�0, Bluschsosas 08.—. Rubebetfen, I« Material. 89—. 45—. Auotichrische 39,—. Rohrstühle 5,95 Snalische Bettstellen 33,—. 48,—. 60.—. Änaeoot nur kurze Seit.___* Rehselb. 21 Jahre Babftraft« 34. Saus. Nimimer achten. Serren, immer, arofte Bibliochet mit kaukasisch Ruftbaum. Diplomat mit enalischen Rllaen. runder Tisch. Ledcrsiühl«. Lcderseilel, 475—, 590.—. Anaeboi mir luv»« Zeit.' . So'as. Frankfurter- 1). Rehfel». 22 Jahre«abstrafte 34. Saus. nnmmre achten. Sveike, immer. Büfett mit runbcr Bitrine.«roften Aus,ieh. tisch. Rrooeu,. echte Lebeestühle. 495—. 575—. 385.— Zlnaebot nur ImM Zeit. Stbfclb, 22 Jahre«abstrafte 34. Saus. numevt achten. Anrichirküchrn» Smailltlack. llö—. 148,— bis 350,—. Schte westfälische lasierte Rücken l60 breit. 275— Me'allletten Meisinftver. »ieruna. ertra siari. 23—, 27.—. Ded. diaseffel 12—. 14- bis 28.-. Rataloae werben nicht versandt, da die PreNe lehr heradaelefti. Uirleruna etfotat bis 100 Rilometee mit eiaenen Autos frei Saus. Sehen unb ftauirn. Schriftliche Garant,» qu» iebts Stück.__* «►aifclooftite«. wi« neu. M. �ügcfTatret 12. Moebel Boebel. Moriftplaft, liefert feit SO Jahren aebiefiene Echla»-. S peile-. Serrrn, immer. Rüchen und Sin,clmöl>el aller Art in nur guten Dualitäten ,u niedaasten Preisen. Au» Wunsch Zahlunasrrleichterunq. 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Ich Raubte immer, daß der russische Winter ein« Zeit der Entbehrungen 'ei, voll von jenen Schrecke», wie wir sie aus den Schilderungen Vs Napoleonischen Feldzuges oder einigen Novellen von Tolstoi iennen, und nun sehe ich, daß er nicht nur die längst« und eigen- urinlichste Jahreszeit dieses Landes ist, sondern auch seine male- rischste und schönst«. Mehr als dies, verlecht er dem Leben in "Ui schind einen besonderen Reiz von Heimlichkeit und Vertrautheit. 3ie Menschen, die mit dem Schnee aufgewachsen sind, fürchten ihn nicht, sie fühlen sich zu Haus« darin, ja, haben ein« ausgesprochene Liebe dafür, wie die Bewohner anderer Himmelsstriche sür die Tonne oder das Meer. Schon in den Vormittagsstunden sieht man aui allen Plätzen die Kinder mit chren Holzschaufeln im Schnee graben wie bei inz au>f den sommerlichen Spielplätzen im Sand. Eingehüllt in 'hre Pelze und Mützen machen die Kleinsten, taumelnd wie be- irunkene Eskimos, ihre ersten Schritte und greisen mit vollen Fäusten in den Schnee. Erscheint zu alledem ein Zigeuner mit inem zahmen Bären, der, den Stock über der Schuller wie ein Soldat, auf zwei Beinen marschieren kann, so mächst das Entzücken. Die Ziehharmonika spielt, die Kinder beginnen sich gleich dem Bären -u wiegen und zu tanzen, und das alles bewegt sich voll Heiterkeit über den harten von Schnee und Eis gefrorenen Boden wie ein ileigen über ein« silberne Wiese. Aus den Fußsteigen der Straße warten seit dem Morgen die ''.iegeuden Händler. Zigaretten- und Obftverkäuser haben sich l intcr chren Tischchen oder Körben niedergelassen. Zeitungen und .Wchsen voll Schuhwichse liegen sauber auf der weißen Erde wie auf einem Tischtuch. Aber es gibt auch offene Läden, ganze Basar- itraßen, die nach der Straßenseite osfen sind wie im Orient und in denen der Glanz des Zuckers auf den Süßigkeiten und Kuchen unter den Strahlen der elektrischen Lampen mit dem Glanz des Schnees wetteifert. Und wie die Händler und Händlerinnen, oft mr in dünne Mäntel oder Kopftücher gehüllt, trotz der Kalle zehn oder zwölf Stunden lang bis in den Abend hinein vor ihren Waren ousharren, gibt es ander«, die ungeachtet der rauhen Witterung üehen bleiben, um von ihnen zu kaufen. In der Dämmerung bammeln sich auf den Plätzen und an den Ecken der Boulevards die Spaziergänger und Liebespaare, während über ihnen an den Masten der Straßenbahn die großen Lautsprecher zu trompe- ten beginnen. Geduldig wartet man«in oder zwei Stunden oder uaandell ein paar Schritt« unter den kahlen Bäumen zu den ü'ängen der Musik. Nicht weit davon sitzt aus«wer Bank m den 'Magen noch ein« junge Mutter mit einem Tuch um die Schultern. der am Tag« die Arbeit vielleicht keine Zeit ließ, mit chrem Kinde oazieren zu gehen, während ihr zweijähriges Kind neben ihr aus Schnee seine Kuchen bäckt unter dem hellen Glanz der Laternen wie unter dem Mondschein eines Iuliabcnds. Und das alles bei einer Kälte von zehn oder zwölf Grad, der mittleren Temperatur der kältesten Monat«, die nicht selten bis zu fünfundzwanzig rder lreißig Grad unter dem Gefrierpunkt ansteigt, die aber trotzdem nicht störend wirkt, weil sie in der Regel mtt Windstille verbunden ich Denn es ist die Bewegung oder die Feuchtigkeit der Luft und nicht der Grad der Kälte, die sie beschwerlich machen So kommt«s, laß oft im Winter die Nacht zur Lieblingszeit der Spaziergänger nird. Denn darin ist Rußland seinem asiatischen Charakter treu; daß es, ein nordischer Orient, wie die heißen Länder des Südens trotz der Kälte die Stunden der Dunkelheit für das gesellig« Leben bevorzugt, ja. daß um diese Zett erst seine tiefer« Seele erwacht, ivenn die graue Lust des Winterhimmels hinter dem warmen Licht der Lampen verschwindet, der Schritt in dem weichen Teppich der Straßen gedämpfter klingt, und«in heiteres Lachen aus den sich li.'fnenden Türen fällt. Dann wird in Moskau jede Nacht zu einem Fest. Da in den Häusern jedes einzeln« Zimmer bewohnt wird, und infolge- besten alle Fenster beleuchtet sind, nehmen selbst die stilleren Seiten- I'.raßen dadurch ein festliches G e p r ä g« an. Um diese Stunde bewegt sich eine unübersehbare Menschenmenge nach den S h« a t e r n, den Lichtspielhäusern oder in die Arbeiterklubs. Für ben Russen spielt schon an sich das Theater eine viel bedeutendere ''.olle als für uns, ein Zustand, der sich durch den großen politischen Einfluß, den dag Theater unter der Sowjetunion gewann, noch vielfach gesteigert hat. Stets zu mehreren in enge Räume zusammen- sedrängt, die nicht nur zum Schlafen, Esten und Wohnen, sondern nicht sellen auch gleichzeitig zum Arbeiten dienen, scheint man sich in der lichteren und weilen Umgebung der Bühnen besonder» leimisch zu fühlen. So werden die Theater und Klubs dt« mit ibren szenischen Darstellungen, Konzerten mit meist sehr guten Dtlettantenaufsührungen, oder den Darstellungen der„Blauen Bluse", ja auch eine Art Theater bilden, zu einem Ersatz für die behindert« familiäre Geselligkeit. In der kollektivistischen Gemein- Ichast des Theaters, unter dem befreienden und erhebenden Eindruck der Bühne kommt auch das Individuum mehr zu seinem entbehrten Einzelrccht als in der oft allzu nahen Gemeinschaft des Haufes. Immer wieder staunt man, die Theater bis auf dü letzten Plätze .nd höchsten Ränge von einer andächtigen Menge besetzt zu finden vi« bei einem außerordentlichen Ereignis, während dies«ine ganz -'ttägliche Erscheinung ist. Und es wird auf der Bühne nicht nur aut bis zur Vollendung, sondern auch breü und ausgiebig gespielt, ig'daß die Aufführungen selten vor zwölf Uhr nachts ihr Ende f.nden.„,, Aber dos abendliche Gesellschafts- und Dergnügungsleben des russischen Großstädters spielt sich nicht nur im Innern der Gebäude ab Eines Abends auf einem Spaziergang durch das nächtliche "emnarad vor Frost zitternd(denn die Kälte ist hier in der Näh« b-s Meeres viel empfindlicher als im Innern des Landes fühlbar) bemerke ich draußen über dem Ssemjanowski- Platz, jenem Platz surchibarer Erinnerungen, ans dem einst die Zarenmörderin Sophie Petrcwska hingerichtet wurde, und auf dem man später eine Rennbahn errichtet hat. eine strahlendere Fülle von Licht. C» ist, als märe der Mond plötzlich über den Häu'ern aufgegangen. Durch die Ritzen der Umzäunung seh« ich aus dem weiten eis- t'itzernden und mit Sckneehaufen bedeckten Hippodrom drei oder vier Traber beim Training sür das nächste Sportfest dahinjagen. genießt der Bewohner von Leningrad trotz des Frostes zwei oser drei Stunden auf den Tribünen aushorrend, unter dem Schein von Hunden taghellen Dogenlampen auch in den finsteren Winter- nachten sein Pferderennen im Schnee. Ein wenig später entfaltet sich an zwei Stellen Moskaus, an der Twerskaja und am großen Theater ein kleiner nächtlicher Liebeskorso. Moskau gehört zu den wenigen Stödten Europas, aus denen die Prostitution fast ganz verschwunden ist. Denn wenn sie nach den Gesetzen der Sowjetunion auch an sich nicht verboten ist, so werden doch alle Hausbesitzer und Wirte, die ihr Unterkunst gewähren, als„Ausbeuter" mit strengen Strafen bedacht. Die wenigen Straßenmädchen, die in der Regel den heimatlosen Kindern entstaminen, und die es dennoch auf«igen« Gefahr versuchen, müssen dies meist aus dem Mangel eines Zimmers auf- geben. Rur manchmal sieht man«ine geschlossene Au todras ci/ke am Bürgerfteige entlangfahren, aus der ein männlicher Insasse oder der Kutscher«inem Mädchen winkt. Di« Droschke fährt einig« Straßen weit durch die Stadt, bis beide an einer Häuserecke den Wagen wieder verlassen, um noch verschiedenen Richtungen aus- «inanderzugehen. So hat das unergründlich» Leben auch hier seine eigenen Formen herausgebildet und dem Mangel an Wohnräumen auf seine eigene Weise Abhilfe geschaffen. Werden die Theater geschlossen, ist das nächtlich« Leben nicht beendet. Ueber allen Haustüren sind die Straßennummern be- sonders beleuchtet, die Treppenflure auch noch um diese Stunde erhellt: denn nach dem Theater pflegen die Moslauer sich nicht sellen noch Besuche zu machen. Man bewundert die unerfchöpf- liche Lebenskraft dieser russischen Menschen, deren Tag von strenger Arbeit erfüllt ist(denn in keiner Stadt Rußlands wird heut« viel- leicht so viel gearbeitet wie in Moskau) und deren übriges Dasein fast ganz durch das politische Leben in Anspruch genommen wird, aber die dennoch Zeit haben, sich noch in der Nach' zu einer leben- digen, ja geistvollen Unterhaltung zusammenzusinden Aber man fühlt sehr bald, daß gerade um diese Stunde das besondere russische Leben erst seinen Höhepunkt erreicht. Die Zimmer sind alle anheimelnd durchwärmt, die Doppelfenster verkittet, draußen ist der Winter und in der zunehmenden Kälte der Tod, hier ober dampft der Samowar, und noch immer über die Fragen der Politik, der Kunst und des Theaters diskutierend, rührt man nnt dem Löffel in seinem Teeglas umher, in dem die großen Zuckerstücke wie klein« Eisblöcke schmelzen, die schmale Zitronenscheibe wie«ine offene Lotosblüte schwimmt, während von draußen das Schellen- ge läute der späten Schlitten melodisch herauftönt. Verläßt man im Zuge die großen Städte, so scheint sich, meim man erwachend gegen Morgen aus dem Fenster des Eisenbahnwagens blickt, die Landschaft erst in ihrer ganzen Großartigkeit zu entfalten. Dorf, Wald, Teich, Wege und Felder verschwinden unter dem Schnee. MU ihrer unabsehbaren weißen, nur selten von einem Baum oder Haus unterbrochenen Weite nimmt die russische Steppe jene Einförmigkett und Größe an, wie sie nur noch das Meer und die Wüste besitzen. Man fühlt, wie in ihr die russische Seele ihren Ursprung hat, die unfaßbar und ohne Grenzen ist. Steht über dieser weiten silbernen Fläche in einem blauen Himmel die Sonne, so nimmt die verschneite Landschaft mit ihren hellen Farben etwas Zartes und Frühlingshaftes an. Die Zweige der Bäume begimien im Frost wie weißer Flieder zu blühen. Mitten im Feld« ragt«in« völlig von Schnee und Reif bedeckte Pappel, steil und eicksam wie eine weihe Zypresse. 3ohn Schikonski: Otto Erichs Qlmch und Emde S>wn heuligen 25.Todeslag Warllebens An einem Montagabend im Februar 1899 erschien Otto Erich an unserem gemeinsamen Stammtisch am Savignyplatz in Charlottenburg mit der Frage:„Wer von euch weiß, was heute für ein Tag ist? Heute ist Rosenmontag. Das ist der Tag vor Fastnacht. Der wird am Rhein mit allerlei Klimbim gefeiert. Hier kennt man ihn nicht. Ich komme eben aus Halensee von meinem Bruder Otto. Wir haben zusammen den Plan zu einem Drama „Rosenmontag' entworfen. Das heißt, das Szenarium für sämtliche Akte war bereits von Otto fertiggestellt. Jetzt wollen wir die Ausarbeitung zusammen machen.'~ Bald darauf gingen die beiden Brüder nach St. Andreasberg im Oberharz, um ungestört schaffen zu können. Ihr dortiges Tage- werk schildert Otto Erich:„Um 19 Uhr stehen wir auf. Bis (■412 Uhr haben wir uns gewaschen, gekämmt und gefrühstückt. Dann gehen wir spazieren und schoppen früh. Um 2 Uhr«ssen wir und trinken ein bis zwei Flaschen Rotspon, bei dem wir so bis Vii Uhr sitzen bleiben. Dann machen wir ein Nachmittagsschläfchen. Von ö bis 3 Uhr wird stramm gedichtet. Dann gehen wir hinunter, essen zu Abend und spielen mit den Philistern Skat. So leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage!' Am IS. März geht an Frau Selma, genannt„Moppchen", Otto Erichs Gattin, die Botschaft ab:„Fertig!— Hurra!' Wer der Rosenmontag war noch nicht fertig. Otto Brahm, der Direktor des'Deutschen Theaters, oerlangte einen neuen fünften Akt, der durch bunte Faschingsszenen dem grauen Kafernenmilieu mehr Farbe geben sollte. Otto Erich konnte sich nicht zur Aufnahme der neuen Arbeit entschließen Monate vergingen. Da gebrauchte Moppchen eine List. Als der Gatte spät abends heimkehrte, er« wartete sie ihn mit einigen Flaschen wohlgekllhllem Sekt. Sie setzten sich zusammen, sprachen von diesem und jenem, kamen auch auf den Rosenmontag, und schließlich hatte Moppchen ihren Erich so weit, daß er sich an den Schreibtisch setzte. Der gewünschte Akt war bald fertig. Als ich Moppchen, die mir diese Anekdote er» zählt«, fragte:„Schöpfte denn Otto Erich gor keinen Verdacht, als Sie ihn mitten in der Nacht mit dem Seit erwarteten?' erhielt ich die Antwort:„Wenn mein Erich Sekt sah, schöpst« er nie Verdacht.' Brahm nahm das Stück zur Uraufführung an und Anfang Juni 1999 erhiell ich aus Florenz eine Karte:„Lieber John Schikowski. Besten Dank für Deine Zusendungen, die ich heut« hier vorfand. Zugleich fand ich ein Telegramm Deines Landsmannes Schlenther vor. der den„vorzüglichen" Rosenmontag mtt Kainz als Hans geben will. Du kannst Dir denken, wie gehaben ich bin. Ihr Ostpreußen seid doch sehr liebe Kerle Heil! Dein Otto Erich.' Am Oktober war die Aufführung im Berliner Deutschen Theater. Der Riesenerfolg brachte die Befreiung von Geldsorgen, die im letzten Jahr sehr drückend geworden waren. Otto Erich schwamm in Glückseligkeit. Und in Rotspon. Di« Nerven hiellen das nicht lange aus. Er mußte in ein Sanatorium— Kaltenleutgeben bei Wien—, wo er bis Anfang Dezember«in« Kaltwasserkur ge- brauchte. Aber er verlor den Humor nicht: Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust: Früh um f47 werd' ich oewcckt und zunächst in ein'heißes Dampfbad gesteckt, gleich drauf durch n« katte Dusche erschreckt. Dann muß ich ne Stunde spazieren laufen, darf drauf zur Belohnung Kuhmilch saufen! Um 19 Uhr, recht gut verpackt, so. in sechs, sieben Laken«ingesackt, lieg ich in nassen Windelein ganz wie die lieben Kindelein, auf daß mein Herz gleich jenen rein soll werden und auch mein Leberlein. So lieg ich ein« Stunde lang, dann zieht man wieder an einem.Strang, damit das schöne kalte Wasser herabsaust auf den sünd'gen Prasser. Darauf folgt eine Bergersteigung— von seher meine besonder« Neigung... Um l Uhr ist jeder pünklich zu Hause und setzt sich nieder zum Mittagsschmoufe. Ich muß unterbrechen, es ist'cklö, Da muß ein jeder ins Lette gehn. Ende des Jahre» kam dann der„Rosenmontag' am Wiener Burgtheater heraus. Auch hier durchschlagender Erfolg und— totaler Zusammenbruch des Dichters. Wochenlang rang er mtt dem Tod«, bis das Herz wieder so wett i» Ordnung war, daß er r« Schloß Marbach am Vodense« sich einer strengen Entziehungskur unterwerfen konnte. Ganz gesund ist er seitdem nicht mehr ge- worden. Als ich ihn im Herbst 1991 in Berlin wiedersah, war er völlig verändert. Die finanziellen Sorgen waren verscheucht, aber andere hatten sich eingestellt. Ein Zwist mit seinem Bruder Otto, der einen größeren Anteil an den„Rosenmontag'-Tantiemen ver- langt«, als Otto Erich ihm zubilligen wollte, führte zu einer Eni- fremdung der beiden Brüder. Sie, die sich sehr liebten, haben sich bei Lebzeiten nicht wiedergesehen. Bei der vornehmen Gesinnung beider und bei der sorglosen Großzügigkeit Otto Erichs in Geld- fachen ein psychologisch unerklärlicher Fall. Dann kam die Sache mit„Ilsulein". Das war Hartlsbens uneheliches Tochterchcn, das einige Jahre bei ihm und Moppchen gelebt hatte, und nun von der Mutter, einer Münchnerin, zurückgeholl wurde. Ich erinnere mich eines Abends, den wir im Kreise der Freunde zugebracht hatten. Ms in später Stunde der Schwärm sich verlausen hatte, bat mich Otto Erich:„Bleibe bis zum Morgen mtt mir zusammen. Sie holt Ilsulein morgen früh ab, und ich kann beim Abschied nicht zugegen sein.' An diesem Abend hatte Otto Erich, der seit dem Wiener Zusammenbruch sehr mäßig lebte, zum ersten Male wieder stark gekneipt. Es hat sehr, sehr lange gedauert, bis er und Moppchen die Trennung von dem Kinde überwanden. Zu alledem kam dann das Berhällnis Hartlebens zu einer Jugendfreundin, der in seinen frühesten Gedichten verewigten„Ellen' die er nach jahrelanger Trennung zufällig wiedergetrosfen hatte und die nun seil« Geliebte wurde, mit der er bis zu seinem Tode zusammen lebte. Eine Situation, die selbst Moppchens Klugheit und immer wieder verzeihend« Großmut nicht erträglich zu gestalten vermochte. Otto Erich hatte eingesehen, daß er in Berlin nicht leben konnte. und er entschloß sich,«inen Teil der„Rosenmontag'-Gelder zum Ankauf eines Grundstücks am italienischen Gardasec zu verwenden. Er nannte sein Haus„Villa Halkyone'. Und sich selber mit Vor- liebe den„Halkyonier', d. h. den ruhigen, abgeklärten Weisen, der die Dinge der Welt ohne Leidenschaft betrachtet und kühl und künstlerisch objektiv zu gestalten versucht. In WirNichkett war er von diesem Ideal leider sehr weit entfernt. Kurze Perioden des Glücksrausches wechselten mtt tiefste» Depressionszuständen. die von Jahr zu Jahr überhand nahmen. Die letzte Zeit seines Lebens, die er mit Ellen in der„Halkyone' zubrachte, war tief unglücklich. Als er mich bei feinem letzten Berliner Aufenthalt im Oktober lM-i besuchte, war«r ein gebrochener Mann. Er las damals Schlenther seine Studentenkomödie„Im grünen Baum zur Nachtigall' vdr und hatte mich zu der Vorlesung eingeladen. Schlenther und wir all« waren überzeugt, daß die Aufführung einen Bombenerfolg bringen werde. Aber das Stück fiel, erst in Wien, dann in Berlin. glatt durch. Otto Erich erkrankt« wieder, erholte sich dann vorüber- gehend, erlog aber am 11. Fsbruar 1995 seinem schweren Leber- und Herzleiden. Die größte Zettung. Di« größte Z itung der Welt, die das Riesenformat von Zwei zu drei Metern hat, ist die„Gaceia*. die von dem mexikanischen Unterrichtsministerium herauf geben wich. Sie ist in Riesenlettern gedruckt, denn sie dient nicht nur zur L.t- türe am Frühstückstisch, sondern wird im ganzen Lande an den Mauern angeschlagen, um auf diese Weis« m den abgelegenen mexi- konischen Städten und Dörfern den Bewohnern geistige Nahrung zu bieten. Man will dadurch im Doik den Geschmack am Lesen fördern und ihm nützlich« Aufklärung zu seinem Wohl und zu dem des Staates vermitteln. ver Fluß ans vilterwasser. Das Wasser des westlich vom Kilimandscharo die Steppe durchfliehenden Flusses Engari Nj'iki enthält Mineralstoffe, durch die es, wenn man es trinkt so draßisch wie Bitterwasser wirkt. Die hundertjährigen Eier' der Ehinefen, von denen man so oft Hort sind nicht ganz buchstäblich zu nehmen. Tatsache ist nur. daß die Chinesen, die große Eieresser sind und die Eier am liebsten hartgekocht essen, Wert daraus legen, daß sie mindestens ein v�ar Wochen alt sind. Sie bevorzugen Enten- oder Gä see'er. D je werden hartgekocht und mit aromatischen Kräutern in gelös ten Kalk gelegt, und zwar mindestens fünf bis sechs Wochrn. oft auch longer. In dieser Zeit wird das Gelbe fließend, wäb�nd das We'ße gerinnt und eine grüne Farbe annimmt. Solche Eier werden als -ewfpe'.se gegessen und sollen wie Hummer schmecken. Der Dollar, der uns in der Inflationszeit soviel Kopfzerbrechen und Schmerzen bereitet hat, ist— wer hätte daran je gedacht—- sprachlich von gleichem Ursprung wie unser guter alter T o l e r: der Ausdruck wurde in Amerika von Deutschen eingeführi, die mit den Quäkern die erste Besiedlung Pennsylvaniens in Aiegriss nahmen. Verkehrsarbeiter gegen KPD. (Sie wollen die Golidariiät aller Arbeiter. Gestern abent» beschäftigten sich in Väter, Festsälen die frei> gewerkschaftlichen Funktionäre der Berliner Ver. kehr, A.> G. m.t dem Beschwß der kommunistischen Mehrheit des Arbeiterrats, die von der Betriebsleitung vorgcsckjLagen« vorläufig» Arbeitszeitverkürzung ab. z u l« h n e n. Der Bevollmächtigte der Berliner Ortsleitung des Gesamt- Verbands», Genosse O r t m a n n, legt« de» Funktionären zunächst die Gründe dar. die zu der Erhöhung der Werks- und auch der Derkrhretarife geführt haben. Die Gewerkschaften haben rechtlich keine handhabe, den irrsinnigen Beschluß der konrmunistisclzen Arbeiterräte zu revidieren, denn die Regelung der Arbeitszeit in den Betrieben ist Ausgabe der gesetzlichen Betriebsvertretung. In der P r i v a t i n d u st r i e werden die Betriebsräte fast täglich vor solcl'e Situationen gestellt, wie sie augenblicklich bei der Ver- kchrs A-G. liegen. In all den Fällen, wo in Privatbetrieben Massenentlassungen angekündigt werden, versuchen die Be. triebcräte. ob sie nun Kommunisten oder„Resormisten" sind, die Betriebsleitung zur Einführung von Kurzarbeit zu be- wegen. Die gesamte freigewcrksHaftllche Arbeiterschaft Berlins würde die Bertehrearbeiter und ihre Organisationen in Zukunft mißachten, wenn sie anders handeln würden. Es wäre geradezu Wahnsinn, diese» durch einen Slrelk lösen zu wollen, wie es die kommunistischen Arbeiterräte propagieren. Die Geivertschasten sind bereit, mit der Betriebsleitung der Verkehr- A G. neue Verhandlungen über die Frage der Ar- bertsstreckung zu führen, ungeachtet dessen, daß sie dann von der so- genannten Opposition wiederum als Arboiterverräter und Sozial- saschlsten begeifert werden sollten. In der Debatte koin eine ungeheure Empörung über den von parteiegoistischen Gesichtspunkten diktierten Beschluß der Arbeiterräte zum Ausdruck. Alle Redner mißbilligten aufs schärfste diese Stellungnahm« des Arbeiterrats Daraufhin fand zum Schluß der Versammlung folgende Entschließung Annahm«: „Die Firnktionäre der BVG nehmen mit Bedauern Kennt- nie von dem unheilvollen Beschluß des Arbeilerrats. der den Vorschlag der Betriebsleitung, ein« teilweise Arbeitsein- jchränkung beim techmschcn Personal vorzunehmen, um Entlassungen zu verhindern, abgelehnt hat. Die Funktionäre sind der An- ficht, daß dieser Beschluß unhaltbar ist, weil er die in den freien (ücmerkschafken übliche ßollegialiläl und Solidarikät vermissen läßt. Forderungen der Bankangestellten. Baut Sie Arbriözeit, nicht d e Angestellten ob. Der S. ordentliche Gautag de« Gaues Berlin- Brandenburg- Pommern des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Ban lange- stellte» am Sonntag igj Schoneberger Rathaus nahm zuerst «in Referat des Senat, Präsidenten Professor Dr. Derfch W>«r ..Die Entwicklung der Sozialoersicherung"'«ntgegen. Dr. Dersch fand mit seinen tiesschürfenben Ausführungen den ungeteilten B.i- fall sämtl cher Teilnehmer der Tagung- Aus dem im Anschlich hieran von dem. Genossen Meier er- statteten Geschäfisbericht war zu ersehen, daß trotz des starken Ab- stuues bei den Banken«in großer Aufschwung in der Mit- glisderbemegung des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Bank- angestellten zu verzeichnen ist. In einer einstimmig angenommenen Entschließung erhoben die frelgewerkichaftlich organisierten Bankangestellt.'n die Forderung nach Einführung des Sechs st undentages für die an den Buchungsmaschinen Beschäftigten und des Sieben stunden- t a g c s sür alle übrigen Bankangestellten? ferner das Verbot der lieber stunden, den westeren Ausbau des Schutzes für die älteren Angestellten, Erhöhung der Abbauenischädigung sowie den Benutzungszmang der ö'ier-tlichen Arbeitsnachweise für dl« Unter- nehmer. 3dA. gegen„Gesahrengememschast". Scharfer Protest gegen Moldenhauers Pläne. Betrat und Derbaichsvorstand des Zentralverbaades der Ange- stallten nahmen gestern Stellung zu den Absichten de« Reichsfinanz- Ministers, das voraussichtlich« Defizit der Reichsau st alt für Arbeitsvermittlung und Arbeiteloseaver- s i ch« r u n g im Rechnungssahr« liWO in flöhe von 335 Millionen Mark aus den Uebsrichüssen der A n g« st« l lt« n v« r s i ch« ru n g und Invalidenversicherung in Form eines Zwangs- darlehens zu decken. Sie erheben gegen bisse Absicht schärfsten P r 0 t« st. In der Entschließung de» ZdA- heißt«»: Die Vermögensrücklagen der Angestelltenoerstcherung und In- vdlidenversicherung dienen der Sicherstellung künftiger Rentenansprüche- Die Reichsanstall für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ist bei ihrem gegenroartigeu Beitrags- auskommen m absehbarer Zell nicht einmal in der Sage, dl« lausen- den Ausgaben zu decken. Ihre Verschuldung, die bereits End« des Rechnungsjahres 1330 die Summe von rund 000 Millionen Wart erreichen wird, muß also automatisch noch w«it«r wachsen. Damit scheidet aber auch die Möglichtest einer Rückzahlung des Zwongsdarleh-ns o u«." Ebenso verderblich würden die wirtschaftlichen Folgen einer solchen Zwangsmaßnahme sein. Insbesondere die so dringend nötige Förderung des Wohnungsbaues würde unterbunden. Statt Arbeitebeschossung wäre die wirifchaiiliche Folg« sine Ver- schärfung der Arbeitsmarktkrise. Brauereikapiwl brüskiert Llngestettie. Sehr durchsichtige llndurchsichttgke.t. Uebar den gekündigten Gehallstarif der Brauereiangestellten ist am Sonliabend, nachdem die Unternehmer Verhandlungen abgelehnt hatten, vor dem Schlichtungsausschuß verhandell worden. Auch hier verhiellen sich die Vertreter de« Aroeitgeberoerbandes zu der Forderung einer zehnprozentigen Gehaltserhöhung völlig ab- lehnend unter Hinweis auf die kommende Bier st euer- erhöh ung und die„llndurchsichtigkell" der Lage des Brau- husten Sie. dann schnell 1 Flasche Reichels flustentropien, mehrmals täglich 15 bis 20 Tropfen nehmen. Sinder die flälfre. In Apotheken und Drogerien erhältlich, aber echt nur mit„Marke Medico". gewerbes— wamst vielleicht die Undurchsichtigkest der Bilanzen gemeint sein sollte. XHe Vertreter der freigewerkschaftlichen Angestelltenverbände wiesen in ihreifl Ausführungen nach, daß. wie die ilnterhändler der Unternehmer selbst zugeben muhten, auch die kommend« Erhöhung der Biersteuer auf die Mass« der Konsumenten abgewälzt wiro, also von einer„Undurchsichtigkest"' der Situation wirklich nicht gs. iprochen werden kann. Das Brauereigewerbe befindet sich in glänzender, ständig aufsteigender Entwicklung. Di« Um. sätze der Brauereien haben nicht nur bei früheren Crhöhun- gen der Blersteuer, sondern auch im vergangenen Jahr« de. trächtlich zugenommen, so daß mit Recht von einem Rekord. jähr gesprochen werden kann. Durch die ungewöhnlich günstig« Ernte sind weitere Gewinne erzielt worden. Infolgedessen sind bei den Berliner Brauereien weiter« Gewinnsteigerungen, Er. höhungen der Dividenden, der offenen und versteckien Reserven, der Vorräte usw. eingetreten. Noch stundenlangen Beratungen der Schlichtungsansfchuß- kammer kam ein Schiedsspruch zustand«, der mit Wirkung ab 1. März 1930«in« bescheiden« Erhöhung der Grundgehäller vorsieht. Bezeichnend für die soziale Einstellung der Brauereiunternehmer ist, daß dieser Schiedsspruch sofort nach Derkündung durch die Arfwitgebervertreter abgelehnt wurde! Di« Angestellten der Berliner Brauereien werden am Dienstag in einer allgemeinen Versammlung zu der Situation und zu den weiter«InzU. testeten Maßnahmen Stellung nehmen. Die Versammelten beauftragen deshalb die Tariforgomsationen durch erneute Verhandlungen mst der BVG. dahin zu wirken, daß 1 Massenentlassungen vermieden werden und. falls un. umgänglich, der Beschluß der Direktion in möglichst gelinder Form zur Durchführung gelangt. Sie erklären ferner, daß die Stellungnahme der kommunistischen Arbeiter ratsmitglieder als Interessenvertretung der Verkehrsarbester nicht angesprochen werden kann, sondern nur als Anordnung oder Besch! der kommunistischen parket betrachtet und als Wahlmanöver zur bevorstehenden Belrirbsrälewahl bewertet werden muß. Sie verpflichten sich daher, mit aller Kraft dafür ca.» zu treten, daß diese Stellungnahme der kommunistischen Arbellervertretung so de- wertet wird, wie sie es verdient, damll endlich der Kollegenschost klar wird, wie diese„Revolutionäre" die Interessen der Belegschaft vertreten." Oer kommunistische Arbeiterrai verleumdet. Die kommunisteschen Arb« iterrats m itglied« r der Berliner Derkehrs-A.-G. haben gestern in einer Sitzung des Arbeiterrats eine Entschließung angenommen, die sie uns zur Ver- osfentlichung Übermisteln. Darin heißt es: „Nicht der Arbellerrat. fondern der sozialdemokratische Direktor Brolat will und verfügt im Einverständnis mst der Gewerkschaftsbürokratie des Gesamtverbandes Eni- lassungen.... Es waren dt«, kommunistischen Avbesterrats- Mitglieder Deter, Krüger, Kaiser usw., die von Bro.a» ae- maßregelt wurden, weil sie die Interessen der Be- legfchaft vertraten." Daß die kommunistischen Avbesterratsnntglieder hinter den Der- leumdungsn stecken, die täglich in der kommunistischen Presse gegen unseren Genossen Brolat und gegen die verantworclichen Leiter des Gescrmtvevbandes veröffentlicht werden, konnte man sich denken. Es ist nur gut, daß die Freyer und Genossen sich nun endlich einmal auch demaskieren. Da jedermann bekannt ist, daß weder Brolat noch die Vertreter des Gesamtverbandes Entlassungen wollen, sondern Im Gegenteil dem Arbeiterrat«in« Arbeit» st reckung vorgeschlagen haben, um Entlassungen zu vermeiden? da weiter tedermann bekannt ist, daß Deter, Krüger und Kaiser ent- lassen wurden, well sie die Interessen der Belegfchast mst Füßen traten, um kommunistische Parteiagitation zu treiben, ist es überflüssig, auf den„Entschluß" des kommunistischen Arbeiter- rat» noch wester einzugehen. Jahresversammlung der Buchbinder. Omchfa'.l der Opposition. Die Angehörigen der Buchbinderbranch« hielten am Donnerstag im Gewerkschastehaus ihr« Iahres-Branchenversammlung ab. Der Branchenlester. Genosse fl e rg o g. gab einen ausführlichen Bericht über die wichtigsten organisatorischen und tariflichen Ereignisse de» Vorjahres, die stark von der schlechten konjunkturellen Lag« im Buch- Kindergewerb« und in den übrigen Mrtschaftszweigen beeinflußt wurden. Während viele Betrieb« zur Kvrzarbest schritten, schlössen einzelne gänzlich Ihre Pforten. Die ungeheure Arbeitslosigkeit in der Buchbinder- branch« hatte die Funktionär« im November veranlaßt, den für die gesamte Branche bindenden Beschluß zu fassen, keine Ueberslundcn mehr zu leisten und bei Arbestsanhäusung die Einstellung von Arbeits- losen, Einsührung von Schichtarbest usw zu verlangen. Dieser Beschluß ist leider von einem, wenn auch nur geringen Teil der Belegschaften nicht voll durchgeführt worden. Der vekämpfunq der Ueberfluvdenwirlschaft wird die Branchenlestung deshalb auch W~ nächsten Zeit noch die größte Aufmerksamkeit zuwenden. Noch wie vor wird sie auch darauf drängen, daß die Lehrlingsfragen noch westgehender tariflich geregest werden als bisher. Die Branchenleitung hat jedenfalls ihr möglichstes im Interesse ihrer Auftraggeber getan. Wenn sie nickt alle Forderungen durchsetzen tonnte, lag das einmal an der Ungunst der Wirtschaft- lichen Verhällniss«. nicht zuletzt aber auch daran, daß noch ein Tsll der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Buchbinderbranch« u n- organisiert ist und die Stoßkraft der Organisation hemmt. In der Diskusston versuchten einige Kommunisten die Tätigkeit der Branchenleitung herabzusetzen Außer einigen belanglosen. parteipolitisch gefärbten Redensarten vermochten sie nichts Positioes vorzutragen. Für die anschließende Neuwahl der BranchenlettuNg und der Mitglieder der Ortsverwaltung Halle die„Opposition" eine eigene Liste eingereicht. Die von den Sorten und Funktionärversanunlunoen vorge-| ichlagenen Kandidaten zur Branchenleitung erhielten im Durchschnitt j 4 50 Stimmen, die der„Opposition" 130 Stimmen. Für die kommunistischen Vorschläge zur Ortsoerwaltung wurden sogar durchschnittlich nur 106 Stimmen abgegeben, wogegen auf die von den Funktionärversammlungen und Sparten ge» machten Vorschläge durchschnsttljch 4 70 Stimmen«ntsielen. Folge« des Tabaksieuergesehes. llntersiühung der Arbeitsloseu. Di« durch da» neu« Tabaksteuergesetz entstehende Ar- bettslosigkeit bedeutet eine westere schwere Belastung der Arbeitslosenversicherung. Wohl wird die Ar- bestslosenunterstützung der Tabakarbester aus Reichsmitteln erhöht, soweit sie nicht 75 Prozent des Arbeitsverdienstes er- reicht, alle!» die flauptverpfstchtung fälst doch der Reichsanstalt zu. Der„Deutsche" ist der Meinung, daß infolge der Verkoppe- lung der Unterstützung mst der Arbeitslosenversicherung die klare Absicht de» Reichstags, den Tobatarbsstern eine Unterstützung von 26 Wochen zu gewähren, wieder aufgehoben und unter Anwendung des 8 00,3 des ADAVG. auf 9 Wochen gedrückt sei. Diese Aus- sassung ist nicht richtig. Im Artikel 7 der neuen Verordnung ist ausdrücklich bestimmt, daß die Unterstützung bis zur Höchstdauer von 156 Arbeits tagen zu gewähren. Der ß SO Abf. 3 AVAVG. behandelt die Frage, unter welchen B e d i n g u n- gen der Unterstützte nach Ablauf von 9 Wochen verpflichtet ist, Arbeit anzunehmen. Das Gesetz zur Aenderung des Tabaksteuergesetzes vom 22. Dezember 1929 besagt hierüber mir. daß die Arbest„angemessen" sein muß. Zur Ausführung dieser Vorschrift hat die Reichsregierung in Artikel 3 Abs. 3 der Verord- nung vom 21. Januar 1930 den Z 90 APAVG. für anwendbar erklärt. Der..Deutsche" könnte nn übrigen wissen, daß im Icchre 1925 schon einmal eine Sonderunterstützung für die Arbeitnehmer des Tabakgewerbes eingeführt wurde. Damals schrieb der frühere den christlichen Gewerkschaften nahestehende Reichsarbcitsminister Dr. Brauns in die Ausführungsbestiimnungen hinein, daß die Sottderunterstützung dann zu versagen oder zu entziehen sei, wenn nach den Vorschrijten über Erwerbslosen sürsorge die Er- werbslosenunterstützung versagt oder entzogen werden müßt«. Da- bei waren damals die Vorschriften-über die Pflicht der Arbeits losen zur Annahm« von Arbest weit s ch ä r f er als heute. Wieder Ordnung in der Schweißerbranche. In der Branche der Schweißer des Deutschen Metallarbeiter- verband« ist nunmehr nach dreijähriger kommunistischer Mißwirtschaft wieder Ordnung geschaffen worden. Hier hat der vor einiger Zeit aus dem Meiallacbeiterverband ausgeschlossen« Kommunist Glatzer.«in junger Mann Merkers, sein Unwesen getrieben Diese verhältnismäßig klein« Branche kann nur funktionieren, wenn alle Kräfte in ihr gemeinsam zusammenwirken. Dbs ging früher auch ganz gut. bis Glatzer vor drei Iahren seine Abmachungen mit den Funktionären hinsichtlich der bevorstehenden Wahl der Branchen- leitung brach, wonach der Genosse Marunde weiterhin als erster und er. Glatzer, als zweiter Branchenlester fungieren sollten. Doch heimlich, still und leise machte er seine politischen Freunde mobil. In der Branchenversammlung, die zur Neuwahl der Branchen- leitung endgültig Stellung nehmen sollt«, trat er plötzlich gegen den Genossen Marunde auf. Mit einer Stimme Mehrhest ging«r dann auch bei diesem unehrlichen Wettkampf als t Branchenlester durchs Ziel. In den drei Stohren seiner Herrschaft bzw. der fest, er Qe stnnungsgenossen wurde die Branche derart getestet, daß die ganze „revolullouäre" LranchenleUung In der letzten Bcancheacersarani- lung zwo Teufel gejagt wurde. Ganz allgemein wurde in dieser Versammlung die Ansicht vertreten, daß Glatzer sich mehr um seine Partei al» um die ihm anvertraut« Branche gekümmert habe. So kam et dann, daß die Branchenoersammlung mst 49 Stimmen dl« von den Funktionären vorgeschlagenen Kandidaten der Limter- damer Gewerkschaftsrichtung wählte mit dem bewährten früheren Branchenlester Genossen Marunde an der Spitze, wogegen die „Opposition" auf ihr« Vorschläge nur gon.ze 15 Stimmen vereinigen konnte. Damit ist der Glatzer-Sput nun endgültig erledigt und in der Schweißerbranch« de» Metallarbeiterverbandes der Weg wieder frei zur prattsschen Gewerkfchastsarbest im Interesse der Branchen- ungehörigen.____ �reie GKVertfchafts»Iuaenb Berlin t W»>M p«>st<. DievÄaa, UM Ub», tOflfn folfltnfct Grurve»: txtvtamt Srurven- 6-im Tckml»©UfcentniÄfe. 53—54'Cot'ziBuntt'). ShirUs Allerlei.— biurtatMi SnfttrW««" ffiMun. Cdt£j)t*inflihttSe. Vortra«: erdalt» ick«einen»rrver«tadr- SRatuukatf! Iuaendbeim SotfRt. 7 kalte Sckulel. ffckS.>n Tort»nd?lll>.— S»»»da»: Trurvende'« Stäb!. 3»««nWtl« Lindenuker 1.-Der fflämlna." Wir bereit«, nn« für bi» Otter- tobet vor.— ÄrMlfnrto»1«: Stübt. 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