Nr. 150. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Bettungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Ex Biblio Bogia Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mittwoch, den 1. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. nicht übersteigt, und wenn sie französische Staats- Den aus dem Staatszuschuß sich ergebenden Mehrangehörige sind. betrag der Altersrente erhält der Versicherte nur, wenn Eine Arbeiter- Altersrentenkaffe, die an die nationale er seine Beiträge regelmäßig durch dreißig Jahre bezahlt. Zum bevorstehenden Quartalswechsel eröffnen wir ein neues Altersrentenkasse angegliedert werden soll, ist zu errichten. Eine Unterbrechung der Zahlungen, sobald sie insgesammt Abonnement auf den Diese Kasse wird erhalten aus den Beiträgen der Ar- den Zeitraum von fünf Jahren nicht übersteigt, ist zubeiter und Unternehmer, welche zu gleichen Theilen bei- lässig, falls höhere Gewalt vorliegt. Die rückständigen zusteuern haben und aus den Beiträgen des Staats, Beiträge müssen nachträglich entrichtet werden. welche zwei Drittel der von Arbeitern und Unternehmern Für den Fall, daß ein Versicherter vor der Zeit ergeleisteten Beiträge betragen sollen. werbsunfähig wird, soll aus einem zu bildenden allgemeinen Vorwärts Berliner Volksblatt mit dem „ Sonntagsblatt" als Gratisbeilage. " Der Versicherungszwang ist kein absoluter. Jeder, Hilfsfonds eine Rente gezahlt werden bis zur Hälfte der der seine Arbeitskraft vermiethet", wird als Nuznießer Altersrente für den Arbeiter, dessen Beiträge an die der aus dem Gesetze sich ergebenden Rechtswohlthaten eo Arbeiter- Altersrentenkasse abgeführt werden, bis zur ipso angesehen, außer wenn er durch ausdrückliche gegen- Höhe der Vollrente, falls der Arbeiter durch VerUnser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozial: theilige Erklärung vor der Ortsbehörde sich davon aus- mittelung eines Hilfsvereins und so weiter versichert demokratie. Jeder Genosse und vor allem jeder Berliner Geschließt. Sonst ist der Unternehmer verpflichtet, von dem ist. Der allgemeine Hilfsfonds soll gebildet wernosse muß es als seine Pflicht betrachten, das Zentralorgan seiner Partei zu halten. Die Unterstützung der gegnerischen, auch der fälligen Arbeitslohn einen Betrag von mindestens 5 bis den aus Geschenken und Vermächtnissen zu Gunsten sogenannten parteilofen Presse heißt im Kampfe dem eigenen höchstens 10 Centimes( 4 bis 8 Pf.) für den Arbeitstag der Arbeiter- Altersventenkasse, aus den Ueberschüssen des Feinde die Munition liefern. zurückzuhalten und denselben Betrag aus seiner Tasche Staatszuschusses, aus verfallenen Renten, aus Zinsen und Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir sofort nach hinzuzufügen. Die Beitragspflicht beginnt mit dem fünf- vor allem aus der Auflage, die jeden Unternehmer der in den nächsten Tagen eintretenden Beendigung des Romans: „ Die Falkner von St. Vigil" von Robert Schweichel einen undzwanzigsten und endet mit dem fünfundfünfzigsten trifft, der ausländische Arbeiter beschäftigt. Solch ein intereffanten sozialen Roman von John Law, welcher in packender Lebensjahre, sodaß der Bezug der Altersrente mit dem Unternehmer soll nach dem Entwurf für jeden von ihm Weise die Thätigkeit der Heilsarmee in den untersten Schichten 56. Lebensjahre beginnt. Die Rente bewegt sich zwischen angewendeten Fremden 10 Centimes( 8 Pf.) pro Arbeitsden zwei Grenzen von 180 bis 360 Franks( 144 bis tag zahlen. 288 M.) ausschließlich der staatlichen Quote, und mindestens Aus den Uebergangsbestimmungen ist hervorzuheben, 300 bis höchstens 600 Frts.( 240-480 M.) diese eingerechnet. daß Arbeiter, welche über 25 und unter 40 Jahre alt Ihr Bezug, an den Eintritt des 56. Lebensjahres als sind, die Vortheile des Gesetzes sich sichern können, wenn Altersgrenze geknüpft, erfordert den Nachweis, daß das sie ihre Beiträge in dem Jahre beginnen, welches dem Einkommen des Anwärters 600 Franks( 480 M.) nicht Inkrafttreten des Gesetzes folgt. der Londoner Bevölkerung schildert. Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements übersteigt. zum Preise von 3,30 k. für das Quartal entgegen. Wir ersuchen unsere Bostabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der französische Altersverfidherungs- Entwurf. Auf Grund des soeben veröffentlichten amtlichen Materials ist es möglich, die Grundzüge der Altersverficherung, wie sie von der französischen Regierung geplant wird, kurz festzustellen. Zum Schluß sei darauf hingewiesen, daß nach den Die Versicherungsbeiträge sind jedes Vierteljahr ent- Motiven im Ganzen 5 760 000 Personen zur Versicherung weder an die Arbeiter- Altersrentenkasse oder an einen berechtigt sind; doch spricht die Denkschrift sich dahin aus, Hilfsverein, ein Gewerbesyndikat oder eine staatlich geneh- daß auf nur eine Betheiligung von etwa drei Millionen migte Hilfskaffe abzuführen. Diese Hilfsvereine u. f. w. Versicherungsberechtigten zu rechnen sei. können die bei ihnen eingezahlten Gelder entweder in der Die sozialpolitische Würdigung des französischen Gedurch das Gesetz für die Hilfsvereine vorgeschriebenen setzentwurfes und seine Stellung gegenüber der deutschen Weise anlegen oder an die Arbeiter- Altersrentenkasse ab- Gesetzgebung sei besonderer Behandlung vorbehalten. führen. Erklärung. Mit der Versicherung auf das Alter kann eine solche auf das Leben verknüpft werden. Dies hat bei der durch das Gesetz vom 11. Juli 1868 ins Leben gerufenen Lebens- Aus dem Ausland sind von verschiedenen Genossen Ans versicherungskasse zu geschehen. Der Arbeiter kann gegen fragen an uns ergangen, ob die von dem Genossen Vollmar am die Verpflichtung, dreißig entsprechende Jahresprämien zu 1. Juni in München gehaltene Rede als im Namen der Partei zahlen, seinen Hinterbliebenen eine Summe von 500 bis gehalten aufzufassen sei und den Anschauungen der Partei ent 1000 Franks( 400 bis 800 M.) sichern. Diese Summe spreche. Um allen weiteren Anfragen und Erörterungen vorzuist nach Ablauf einer zweijährigen Karenzzeit jederzeit beugen, sehen wir uns zu folgender Erklärung veranlaßt. beim Todesfalle zahlbar. Der Staat übernimmt, wenn der Arbeiter unmittelbar bei der Altersrentenkasse sein Leben Das Gesetz soll sich auf Arbeiter, Angestellte, Halb- versichert, ein Drittel, wenn er sich jedoch der Vermittelung pächter und Dienstboten beider Geschlechter erstrecken, eines Hilfsvereins oder einer ähnlichen Organisation be wenn ihr jährliches Einkommen 3000 Frants( 2400 M.) dient, die Hälfte der zu entrichtenden Prämien. Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 98 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Saweichel. Die Aeußerungen Vollmars in der fraglichen Versammlung enthalten lediglich dessen persönliche Ansichten über die innere und äußere politische Lage des Deutschen Reiches. Rundgebungen über die Stellung der Partei zu bestimmten Tagesfragen, zu Fragen der inneren und äußeren Politik können erfuhr, sehr und er that, was er vermochte, um ihr durch und es wäre ihm recht gewesen, wenn sie sich hätte zurückFreundlichkeit ihre Lage zu erleichtern. Er bewunderte den stoßen lassen. Dann hätte er ja vollends Grund gehabt, ruhigen Muth, mit dem sie ihr hartes Loos trug und die Menschen zu haffen. Nachdem aus seiner harten Brust wünschte und hoffte, daß ihr Beispiel Afra zu einer gleichen aber einmal ein Strahl der Liebe gebrochen war, duldete Ergebung und Entsagung führen würde. Afra aber blieb Lisei nicht, daß der Stein wieder über der Quelle sich schloß. nach außen hin apathisch und ihr Wesen gewann etwas So oft fie tam, war sie immer mit gleicher Milde beschäf Starres, Versteinertes, während in ihrem Innern die Leiden- tigt, seine heimlichen Wunden zu kühlen und ihn für das schaft für Ambros fortglühte. Auch Lisei's vernünftig theil- Leben zurückzugewinnen. nehmendes Zureden vermochte nichts über sie. Seine Beschäftigung bestand darin, daß er seine Der Klosterbauer so fuhren die Vigiler ihn zu Schuldverschreibungen und Hypothekenscheine wieder und Lifei sah ihn mit einem langen Blicke an und erwiderte nennen fort, während Eckschlager sich mit seinem Vaters- wieder studirte. D, er war feineswegs ein Bettler, das ruhig:" Du bist im Irrthum. Ich kenne Dich längst ganz namen einstweilen begnügen mußte hatte den Vorschlag sollte auch Vefa nicht glauben, und er suchte es ihr zu be und gar, und besser als Du Dich selbst. Wie sollt' ich nicht, seiner Schwester nur zum Theil angenommen. Er hatte weisen, obgleich sie von seinen Auseinandersetzungen kein nachdem Tu mir in Deiner Betrunkenheit Deine Schlechtig nicht in das Dorf ziehen mögen, wo er an jedem Ellen Wort verstand. Hier in seinen Scheinen stand es klärlich, feit verrathen haft? Aber gut, laß' uns eine neue Rechnung bogen einen Nachbar gehabt hätte, sondern in dem Forst daß er auf ein ganz artiges Sümmchen rechnen dürfte, soanfangen. Quäle mich nicht mehr, als ob ich die Schuld hause, das einsam am Rande des Bannwaldes lag, zwei bald die Zeiten besser wurden. Ach ja, bessere Zeiten," feufzte Vefa. Hin ist hin! wäre, daß Du in Deiner Habsucht betrogen worden bist, Stuben gemiethet und Vefa war zu ihm gezogen. Er und ich will die Schändlichkeit vergessen, die Du an Wolf wollte von den Menschen nichts wissen. Wo waren denn Wenn der Ambros nur die Eckschlagerin hätte heirathen verübt haft. Laß' uns in Frieden leben, da wir doch nicht seine Freunde geblieben, als er ihrer am dringendsten wollen!" bedurft? Hatte ihm auch nur Einer wenigstens seine Das war es! Was die Zeiten auch gut zu machen ver„ D, ich wüßte schon ein Mittel, das mich von Dir be- Theilnahme an seinem unverschuldeten Unglück bewiesen? sprachen: den Klosterhof brachten sie seinem früheren BeDaran dachte er nicht, daß es eben die Achtung vor dem fizer nicht zurück, und Vefa hatte den Gedanken in Worte freite", zischte er mit stechenden Blicken. Ein Grauen vor ihm überkam Lisei und hielt das Unglücke war, was die Wenigen, die aufrichtigen Antheil gekleidet, der in der Brust des Klosterbauers dämmerte. Es was an ihm nahmen, während der Katastrophe von dem Kloster- wäre alles ganz anders gekommen, wenn Ambros die reiche Blut in ihrem Herzen fest." Thu mit mir Das war die Wurzel Du willst," glitt es leise über ihre blaßgewordenen Lip- hofe fern gehalten hatte. Wären sie gekommen, würde er Partie nicht verschmäht hätte. pen. Glaube doch ja nicht, daß ich mich davor fürchte, zu ihre Tröftungen vermuthlich rauh zurückgewiesen haben; nun allen Uebels und der Klosterbauer konnte die Gedanken sie weggeblieben, sah er darin nur einen Beweis, daß er nicht mehr davon abwenden. Sie bohrten sich tiefer und sterben." von einander können." Er drohte ihr mit der geballten Fauft und ging in in St. Vigil nichts mehr galt. Als ob ihm je ein armer tiefer in sein Gehirn; fie zehrten das Mitleid auf und die den Werkraum. Sein feiger Haß fuhr fort, sie auf jede Mensch etwas gegolten hätte! Er schloß sich in seinen vier Reue, welche Lisei in ihm mit Stasi und über seine Särte Weise zu quälen, darunter sein wachsender Geiz nicht zu der Wänden ein und Vefa hatte von seinem mürrischen Wesen gegen Ambros geweckt hatte. Aber er verbarg diese Empfindunam wenigsten empfindlichen gehörte. Den alten Müller be- viel zu leiden. Ja, in seiner menschenfeindlichen Stimmung gen und Gedanken vor dem Auge der Tochter; er verbarg kümmerte die schlechte Behandlung, die sie von seinem Sohne hätte er am liebsten auch vor seiner Tochter sich verschlossen sie vor Hannes. den er au seinem heimlichen Erstaunen bei nur dann als maßgebend für die Partei betrachtet werden, wenn fie nach gemeinsamer Berathung der berufenen Vertreter der Partei, auch als solche Beschlüsse publizirt werden. mit ihm fertig zu werden und würde sogar der heutige) Nach Bochum Solingen. Ein dortiger Stadt Staat vielleicht mit ihm fertig. Aber Herr Baare ist mehr rath a. D. hat, wie die Blätter berichten, die dortigen Steuerals eine Person, er ist ein System, und dieses System ist verhältnisse in einer Flugschrift veröffentlicht und scharf Ein einzelner Genosse, ob Fraktions- oder Vorstandsmitglied, der Großkapitalismus so wie er sich in Deutsch kritisirt." Ein Steuerprozeß à la Bochum steht in Aussicht. fann ohne solche ausdrücklich fundgegebene Autorisation nie im and unter der durch und durch korrupten und Alles Der Kommunalsteuer- Buschlag beträgt in Solingen nicht forrumpirenden Bismarc'schen Wirthschaft herausgebildet weniger als 375 Prozent. So ist es recht! Hoffentlich Namen der Partei sprechen. Und da auch im vorliegenden Falle hat. Die Baare und Konsorten sind spezifisch nationale" wird die Liste der enthüllten" Städte noch größer und der Genoffe Vollmar nicht beansprucht hat, im Namen der Partei zu Sumpfpflanzen, wie sie nur in einem Land möglich sind, bürgerlichen Ehrbarkeit die Tugendmaske noch an vielen sprechen, so sind alle Schlußfolgerungen, die von ausländischen das fast ein Menschenalter Lang nach russischen Orten vom Gesicht genommen. Genoffen oder Gegnern an diese Meinungsäußerung geknüpft Grundsägen regiert worden ist mit möglichster wurden, hinfällig. Unterdrückung alles öffentlichen Lebens, so daß jede Kontrolle fehlte. Berlin, den 30. Juni 1891. Der Parteivorstand. Politische Uebersicht. Berlin, 30. Juni. Auf dem Gebiete der sogenannten hohen Politik hoch benannt nach dem Prinzip des lucus a non lucendo*) herrscht die Stille der Sauren- Gurkenzeit. Ohne den Standal in der italienischen Kammer und ohne die Seeschlangen aller möglichen und unmöglichen Alliancen wären die Zeitungen thatsächlich außer Stand, die Spalten ihres politischen Theiles zu füllen. Es ist das ein etwas langweiliger Zustand, aber für die Völker eher von Nutzen als von Schaden, so daß wir uns über die Langweiligkeit gern hinwegsehen wollen. " Wir haben viele Baare in Deutschland, und in den Kreisen unseres Großkapitalismus sind sie nicht Ausnahmen, sondern Regel. Als eine Ausnahme stellt sich König Stumm hin. In seiner letzten Thronrede( bei Gelegenheit einer Prämienvertheilung) sagte er nach einem seiner Staatsanzeiger er hat nämlich deren mehrere nach der„ St. Johanner Zeitung": " Es hätten früher einmal zum Nuhen des Werts zwei Meister bei ihm Schienen umgeschmuggelt, dieselben seien damals entlassen worden und dasselbe werde vorkommenden Falls auch heute wieder eintreten. Mit Bezug auf diese Stelle heißt es: Wer mich an meinem Vermögen schäbigt, den kann ich nach erfolgter Bestrafung wieder in Arbeit nehmen, falls mildernde Umstände vorliegen; wer aber die Ehre des Werks durch betrügerische Manipulationen angreift, gegen den bin ich unerbittlich, und er hat niemals wieder auf die Aufnahme in unsere Gemeinschaft zu rechnen. Kommen solche Dinge vor, so kann ich hundertmal beweisen, daß ich dieselben verboten habe; es wird immer böswillige Menschen genug geben, welche glauben oder zu glauben vorgeben, daß, weil jene Dinge mir zu pekuniärem Vortheile gereichen könnten, ich mehr oder minder daran betheiligt sei. Schon deshalb bin ich genöthigt, gegen einen Betrug, welcher Dritte berührt, weit strenger vorzugehen, als gegen einen solchen, der mich allein angeht." " " Zu den Klagen über die Behandlung politischer Gefangenen in Deutschland liefert die Fränkische Tagespost" durch folgende Mittheilung einen neuen Beitrag: Dem Redakteur dieses Blattes, H. Dehme, wurde in diesem Frühjahr, bei Gelegenheit der Verbüßung einer ihm wegen Majestätsbeleidigung zuerkannten breimonatlichen Festungshaft auf Oberhaus bei Passau, streng verboten, und zwar auf Anordnung von Oben herab, irgend welche Arbeit für die von ihm redigirten Zeitungen zu verrichten, der Bezug von Parteiblättern wurde ihm nicht gestattet, seine Korrespondenz, sowie die ankommenden wie abgehenden Briefe der strengsten Kontrolle unterworfen, seine ihm nachgesandte Wäsche peinlich genau durchschnüffelt und ihm alle Bücher und Broschüren sozialpolitischen Inhalts weggenommen, so daß er fich die ganze Zeit nur mit der Lektüre von Büchern aus der Anstaltsbibliothek die Zeit vertreiben konnte. Dem gegenüber fonnten die zu gleicher Zeit inhaftirten Herren Studiosen stets verschlossen forrespondiren und ihre Lektüre, der Zeitungsbezug und die an sie einlaufenden Sendungen unterlagen nicht der geringsten Kontrolle. Eine Beschwerde Dehme's an das Justizministerium harrt heute( nach 10 Wochen) noch des Bescheides." Wir erwähnten kürzlich, daß der Redakteur des Mecklenburger", Herr Prillwiz, der auf der Festung Dömiz sizt, denselben Beschränkungen unterworfen war, wie Dehme. Seine Beschwerde war jedoch von Erfolg, und er genießt jetzt dieselben Vergünstigungen, wie die Herren Studenten auf Oberhaus. Freilich ist er nicht Sozialdemokrat, wie Dehme. Bezüglich des Dreibundes" wird jetzt die Nachricht berbreitet, er sei auf 6 Jahre erneuert worden. Wir müssen die Bescheidenheit loben, welche in dieser Frist von 6 Jahren liegt. In früheren Zeiten, als man noch an die Allmacht der Diplomatie und der Regierungen glaubte, wurden die Bündnisse stets auf ewige Beiten" geschlossen. Nun, die Sache wird ja noch untersucht werden. Von dieser Illusion ist man nun glücklich zurückgekommen. Inzwischen ist über Herrn Baare und die Bochumer Im Uebrigen ist es für die Dauer des" Dreibunds" ganz Werke noch ein schweres geschäftliches Unglück herein- Auch die bayrischen Kriegervereinler werden jetzt gleichgiltig, ob er auf 1, 3, 6, 100 oder 1000 Jahre abgeschlossen gebrochen: ber Banterott der italienischen Aftien- gegen die Sozialdemokratie mobil gemacht. Auf ihrem worden ist. In keinem Fall wird er eine Stunde länger dauern, Gesellschaft Tardy und Benech in Savona, an der sich Herr Delegirtentage erklärte der Präsident, General Gropper, als das Bedürfniß und die Macht Derer, die ihn ins Leben Baare oder der Bochumer Verein im Jahre 1886 mit das Präsidium werde energisch gegen alle Vereine vorgehen, gerufen haben. 3 200 000 Mart betheiligte und der von Herrn Baare oder bei welchen sich sozialistische Tendenzen" bemerkbar machten. fonnten. Er bedauerte Die brennendsten Tagesfragen sind und bleiben für dem Bochumer Verein außerdem im vorigen Jahre Den Sozialdemokraten sei es bereits gelungen, in ein Baar Deutschland die Bochumer Betrügereien und die 4 Millionen Franken also nochmals 3 200 000 Mart Vereinen ihre Agitation erfolgreich durchzuführen. GlückGetreidezölle. Die Affäre Baare ist nicht loszulösen geborgt worden sind. Diese Gesellschaft ist jetzt so bankerott, Licherweise seien dem Präsidium hierüber authentische Bevon dem Gesammtkörper unserer großkapitalistischen Welt. Daß vorgestern nicht einmal mehr die Löhne ausgezahlt werden richte zugegangen, so daß jene Vereine durch Ausschluß entfernt werden könnten. In diesem Tone Alle derartigen Geschwüre sind die Folgen einer allgemeinen Das ist ein harter Schlag für den Bochumer Verein, General noch eine Beit lang weiter. noch eine Bett lang weite sprach der wackere krankhaften Berfezung, die sich im Inneren des Organismus und die gestern von uns angedeutete Möglichkeit, daß der besonders, daß es viele unfähige Kriegervereins Vorvollzieht. Wird ein solches Geschwür ausgeschnitten oder ausgebrannt, so bilden sich sofort neue Geschwüre und das Staat um Uebernahme der Bochumer Werke deren stände gäbe, welche von den Sozialdemokraten bupirt angegangen würden und es gar nicht merkten. Diese faftige Ausbrennen und Ausschneiden muß von Frischem beginnen. Attien um weitere 12 Prozent gefallen find Schmeichelei steckten sich die tapferen Kriegervereinler ruhig Hier hilft nur eine Kur von Innen heraus. Die werde, rückt in unheimliche Nähe. Baare'schen Praktiken sind typisch. ein und gelobten Treue im Kampf gegen den inneren Feind". Für Bayern ist diese Mobilmachung der Kriegervereinler etwas Neues. Es stellt nun auch sein Kontingent Kampf gegen die Sozialdemokratie damit eröffnet, daß sie der preußischen und sächsischen Falstaff- Garde, welche den das Denunziantenthum in den Reihen der„ Kameraden" groß das Denunziantenthum in den Reihen der„ Kameraden" groß zieht. Weshalb nimmt fich das Schienenkartell nicht der Anschuldigungen an, welche das ganze Schienengewerbe erschüttern sollen? Weshalb erläßt diese Vereinigung nicht eine Erklärung, in welcher sie einerseits die Aeußerung des Herrn Ba are über die Lieferbarkeit geflickter Schienen, andererseits den Verdacht der Stempelfälschung klar und unzweideutig zurückweist, selbstverständlich ohne der Unterfuchung über den Bochumer Fall vorzugreifen?" So fragte vorigen Freitag die Bossische Zeitung", und bis auf den heutigen Tag hat das Schienenkarteй sich nicht gemuckst. Das ist verdächtig, sehr verdächtig. Oder richtiger- da tann schon von Verdacht gar nicht mehr gesprochen werden. Da haben wir Gewißheit. Geflidte Schienen tommen überall vor." " Wir find jetzt in einer ähnlichen Lage, wie 1873, als Laster seine berühmte Gründerrede hielt und eine Untersuchungs- Kommission niedergesetzt ward. Was war der Gr folg? Jeder Gründer und Sünder, den man packte, hatte einen anderen an den Rockschößen, und schließlich kam man so weit und so hoch, daß es den Sittenrichtern angst und bange wurde und die Untersuchung auslief wie das Hornberger Schießen. Dieselbe Gefahr droht jetzt. Wäre Herr Baare eine Person, und eine noch so einflußreiche, so wäre leicht *) Daß etwas nach dem benannt wird, was es nicht hat. Charakteristisch für Herrn Baare ist, daß er am 10. Juni d. J. bei seiner Beugenvernehmung im Effener ( Bochumer) Steuerprozeß die Lage jener italienischen Attien gesellschaft als durchaus günstig bezeichnet hatte, deren Bu fammenbruch er heute selber zugeben muß, nachdem sein Sohn noch gestern die Börse über den Stand der Verhält nisse in Savona zu beruhigen versucht hatte. Die Getreidepreise erhalten sich auf ihrer Höhe; und es ist auch keine Besserung zu erwarten. D Ueber die Ernte Aussichten in Preußen Ende Juni veröffentlicht der Reichsanzeiger" eine Zusam menfassung der Erhebungen, welche die Regierung veranstaltet hat. Aus diesen Mittheilungen geht zunächst hervor, daß infolge der Frühlingsfröste etwa 9,8 pet. der mit Winterroggen und etwa 18 pCt. der mit Winterweizen beDas vor stellten Anbaufläche umgeackert werden mußte. aussichtliche Ernte- Ergebniß wird beim Winterroggen auf 751/2 pet. und beim Winterweizen auf 83 pCt. einer Die Fröste im Anfang Juni Mittelernte geschäßt. haben den Saaten im großen und ganzen keinen erheblichen Schaden zugefügt. Das Bild, welches diese Statistik entrollt, ist kein erfreuliches. Der Rückgang der Nothstandspreise für Brotkorn wird, wenn die neue Ernte in den Scheunen ist, nicht erheblich sein. Um so lauter muß der Ruf: Fort mit den Kornzöllen! erhoben werden. Die Agitation darf nicht ruhen und rasten, bis der Getreidezoll aufgehoben ist. fie beten. Es ist wohl kein Haus, aus dem nicht Einer gegen den Feind ausgezogen ist." jedem Besuche mehr als Mann sich gegenüber fand. Hannes war so erfüllt von dem Gedanken an die Befreiung des Vaterlandes, daß er mit dem Vater kaum von etwas Lacedelli stand sprachlos. In der nächsten Sekunde Anderem sprach. rief er:„ Das ist Rebellion! Und ihr bildet Euch ein, daß ich Eurem Verlangen willfahren werde? Ich soll das Allerheiligste ausstellen, damit Gott einem wahnsinnigen Unterfangen den Sieg verleihe?" Die Männer murrten. " zu Ueber den Parteitag unserer österreichischen Ges noffen meldet das Bureau Herold" weiter: Wien, 29. Juni. Der Sozialistentag beschloß weitere Resolutionen, betreffend die Gewerkschafts- Organisation und die Maifeier; bezüglich letzterer wurde festgesetzt, ben 1. Mai und nicht den darauf folgenden Sonntag durch vollständiges Ruhenlaffen der Arbeit zu feiern, sowie den bevorstehenden Brüsseler internationalen Kongreß aufzufordern, die nothwendige internationale Einheitlichkeit der Maifeier durchzusehen. Abends fand ein Arbeiterfest statt." # 1 Wien, 30. Juni. Der Sozialistentag verhandelte heute über die Frage des Wahlrechtes. Es wurde die Resolution angenommen, daß die österreichischen Sozialisten überall, wo ein prinzipieller Wahlkampf ohne Kompromiß möglich ist, sich an der Wahlagitation für alle Vertretungskörper betheiligen. Eine zweite Resolution fordert die endliche Gewährung wahrer Koalitionsfreiheit und fordert gleichzeitig die österreichischen Genossen auf, die der Gesetzgebung abgerungenen Konzessionen, wenn dieselben auch geringfügig seien, voll und ganz für die arbeitenden Klassen auszunüßen." In der Schweiz kommt am 5. Juli ein Bundes beschluß zur Volksabstimmung, welcher dem Volke den die es mit ihren Peinigern hielten. Er schände den Rock, den er trage. Gewalt würden sie brauchen, wenn er sich nicht gutwillig fügte. Aber Lacedelli ließ sich nicht einschüchtern. Er kreuzte die Arme übereinander und rief: " So brauchet Gewalt! Bon meiner Pflicht und UeberInzwischen verstrich der Winter. Der Fasching verfloß ohne eine ähnliche Luftbarkeit, wie das vorige Jahr sie in zeugung weiche ich nicht. Hätte ich eine Ahnung von dem frevelhaften Geiste gehabt, der sich in der Gemeinde regt: den Sennhütten von Tamers gesehen hatte. Die Stürme nur über meine Leiche wären Eure jungen Leute aus der Tag und Nachtgleiche brausten durch das Land. An" Ich weiß nicht, ob es wahnsinnig ist, wenn ein Volk gezogen." den südlichen Thalabhängen schmolz der Schnee und wie Jetzt ist's genug", schrie einer von den Bauern und die junge, grüne Wintersaat darunter zum Lichte drang, gegen einen Herrn aufsteht, der es mit Füßen tritt," enterschien allerlei fahrend Volt in den Thälern und wanderte gegnete Arigaya und richtete seine gebeugte Gestalt erhob die geballte Fauft. ein wenig auf. Sie nennen's Rebellion; es fommt Arigaya legte sich ins Mittel. Wenn Lacedelli ein von Hütte zu Hütte, von Hof zu Hof. Topfbinder, Hausirer, Dörcher strichen durch die Dörfer; auch der Löffel- Franz auf den Namen nicht an. Ich weiß blos, daß wir's nicht rechtschaffener Seelsorger wäre, dann würde er jetzt an nichts machte sich mit seinem Kram auf den Weg und Hartwanger länger haben ertragen können, und daß in diesem Augen- Anderes denken, als die Gemeinde, die zwischen Furcht und stattete St. Vigil seinen ersten Besuch ab. Als Angelo blick fich ganz Tyrol gegen die bayrische Gewalt erhoben Hoffnung schwanke, zu trösten. Denn es gäbe jetzt wohl Lacedelli eines Morgens, man schrieb den 10. April des Jahres hat." feine Seele, die nicht in schwerer Sorge um ein geliebtes 1809, die Frühmesse las, fand er die Kirche, in der sonst Angelo Lacedelli stampfte mit dem Fuße einige Male Leben wäre. Er selbst war es, nicht um den Sohn, benn Jerg kaum eine menschliche Seele dieser heiligen Sandlung bei auf die Dielen, nicht aus Born, sondern um sich zu überEr konnte faß ruhig daheim und spöttelte über die Narren, die sich zuwohnen pflegte, voll von Menschen. Es waren aber nur zeugen, daß er nicht schlafe und nur träume. Frauen und Mädchen und ältere Männer, und sie verließen nicht wach sein. Wie, die waffenfähige Jugend von St. für eine taube Nuß blutige Köpfe holten. Seine Sorge galt auch das Gotteshaus nicht, nachdem die Wesse zu Ende war, auch das Gotteshaus nicht, nachdem die Wesse zu Ende war, Vigil rebellirte, und er, ihr mitten unter ihnen lebender Afra. Als er am Morgen erwacht, war fie verschwunden Lacedelli vermochte sich die auffällige Erscheinung nicht zu Pfarrer, hatte von ihrem Vorhaben auch nicht das geringste gewesen und mit ihr seine Büchse und Tasche, die über dem erklären, sollte jedoch bald Licht darüber erhalten. Noch Anzeichen gemerkt? Ganz Tyrol gar im offenen Aufstande Bette hingen. Der Kummer gab seinen Worten eine Wärme, saß er mit seiner Schwester im Gespräch darüber am gegen Bayern: er vermochte es nicht zu faffen. Frühstückstisch, als die Magd meldete, daß einige Männer Ihr träumt; man hat sich einen Fastnachtsscherz mit aus der Gemeinde ihn zu sprechen wünschten. Er ließ sie Euch gemacht," rief er endlich. Reine Miene verzog sich in den ernsten harten Gein seine Studirstube führen. Der alte Arigaya befand sich unter ihnen und ergriff sogleich das Wort, als Lacedelli fichtern der Männer; nur Arigaya schüttelte verneinend den zu ihnen hineinkam. Sie wären gekommen, um den Herrn Kopf. Pfarrer zu bitten, das Allerheiligste zur Anbetung auszustellen. Und was veranlaßt Euch zu dieser befremdlichen Bitte?" fragte Lacedelli, die Männer musternd, die ihm mit feierlichem Ernst gegenüber standen. Und er sollte die Hand dazu bieten, daß der Sieg sich gegen seine eigenen Hoffnungen und Ueberzeugungen tehre! Verblendete!" rief er: Jch soll Euch in Eurem Frevel unterstützen? Nimmermehr! Wenn Ihr beten wollet, so bittet Gott um Gnade und Barmherzigkeit. Denn das möget Ihr Euch wohl vorstellen, daß die Obrigkeit mit Euch furchtbar ins Gericht gehen wird." der Lacedelli nicht widerstand. Später äußerte er gegen seine Schwester, es wäre lächerlich, es wäre verrückt, daß eine Hand voll Bauern die Weltordnung, die ein Napoleon mit seinem Degen gegründet habe, umstürzen wollte. Während aber die Menschen in banger Erwartung des Ausganges in St. Vigil, wie in Hof, Enneberg, Pleiten, Zwischenwasser vor dem Allerheiligsten auf den Knieen lagen und die Kirchen den ganzen Tag über gefüllt blieben, hatte diese Weltordnung bereits empfindliche Stöße erlitten. In St. Lorenzen floß das erste Blut für die Befreiung Tyrols. Die Vigiler unter Führung des Bäckers, der au Ambros' Stelle gewählt worden, und ihre Freunde aus dem Gaderthale hielten im Morgengrauen bei dem Kirchlein unterhalb der Ruinen der Michaelsburg. Afra stand auf Das ist jetzt so, Hochwürden", versetzte Arigaya, dem das Sprechen schwer zu fallen schien und dessen Miene mehr Kummer als Feierlichkeit ausdrückte." Schauen Sie, unsere Aber er machte auf die Männer keinen Eindruck; ihre der Nordseite der kleinen Kirche und schaute auf das Dorf jungen Männer sind in dieser Nacht ausgezogen, um Tyrol Gesichter nahmen vielmehr einen drohenden Ausdruck an. hinunter. Dort auf der Frohnwiese, wo die Leidensstationen von den Bayern zu befreien, und da will die Gemeind' für Sie riefen durcheinander, daß er auch Einer von denen sei, hell durch die Dämmerung blinkten, hatte ihr eigenes wichtigsten Fortschritt seit langer Zeit bringt. Es handelt von England in recht anständiger Weise abgefunden werden,| Aufgabe in fünfviertelstündiger Rede aufs Glänzendfte, wofür fich um eine nicht unerhebliche Vermehrung der Volksrechte und diese somit aus dem Streitfall zu guterlegt noch ein ihm reicher Beifall zu Theil wurde. Als Gegner meldeten sich die durch Einführung der Boltsinitiative für partielle höchst annehmbares Geschäft gemacht haben, aber für die Herren Mangelsdorf und Dr. Stenger- Pankow( lekterer war Verfassungsrevisionen. Gegenwärtig fann das große Masse des Volkes ist dadurch nichts gethan. Man brieflich eingeladen.) Herr Mangelsdorf fuchte wohl zu wider legen, mußte aber im Großen und Ganzen zugeben, daß Genosse Bolt nur die Totalrevision der Bundesverfassung verlangen wird deshalb auch begreifen, daß gerade durch diesen Aus- Werner mit dem Gesagten Recht hatte. Er lobte übrigens die und Einzelwünsche auf die Gestaltung derselben nicht geltend gang des Kolonialstreites der republikannischen und sozia- musterhafte Ordnung der Versammlung; dieselbe habe einen guten machen. Nach dem zur Abstimmung stehenden Bundes- listischen Bewegung das beste Agitationsmaterial gegeben Eindruck auf ihn gemacht, es sei die erste sozialdemokratische Verbeschluß werden aber 50 000 Stimmberechtigte das Recht ist; besonders in den Versammlungen der Arbeitslosen, die fammlung, die er besuche. Der zweite Gegner, Herr Dr. Stenger, haben, die Streichung oder Abänderung irgend eines jetzt täglich in allen bedeutenderen Städten des Landes ab- bedauerte heute nicht auf das Referat eingehen zu können, da er Verfassungsartikels oder die Aufnahme eines neuen gehalten werden, ist es den Führern der sozialistischen Klubs einer geschäftlichen Angelegenheit halber die Versammlung verArtikels int die Verfassung zu verlangen. Dieses ein Leichtes, die Anwesenden von der Verderblichkeit des lassen müsse. Weil dies aber den Anschein erweden tönnte, als Verlangen muß zur Volksabstimmung kommen. Es ist ein bisherigen Systems der Kolonialpolitik und der kapitalisti sei er zu einer Widerlegung nicht im Stande, so mache er den Borschlag, der Vertrauensmann möge in fürzester Zeit eine Versammlung leuchtend, daß durch eine solche Bestimmung der Schwerpunkt schen Produktionsweise zu überzeugen. Denn welchen Nugen mit derselben Tagesordnung einberufen, ihm das erste Wort zur der schweizerischen Gesetzgebung noch mehr als bisher in das kann dem portugiesischen Volke eine Industrie bringen, welche Tagesordnung verstatten und den heutigen Referenten W. Werner Volk verlegt wird. Auch der sozialdemokratischen Partei ist mit dem vom Auslande hergeliehenen Kapital einzelnen zu dieser Versammlung einladen." Dem stimmten die Versammlung und der Referent bei und dadurch besonders in prinzipiellen Fragen die Möglichkeit Unternehmern die Mittel liefert, die Arbeitskraft des Volkes gegeben, sich gesetzgeberisch an das Volk zu wenden, selbst seinen Privatinteressen nußbar zu machen, wobei aber die so haben wir jetzt in Kürze eine Volksversammlung, in welcher gegen den Willen der eidgenössischen Räthe( Abgeordneten). geringste auswärtige Verwickelung das ganze Scheingebäude über die Kornzölle ein konservativer Herr als erster Referent, Es ist deshalb wohl angebracht, wenn sich das Partei- zusammenstoßen kann? Und was haben die großen Kolonial- Genosse Werner als Korreferent sprechen wird. Dieses Redeturnier wird, da vorauszusehen ist, daß Herr Dr. med. Stenger komitee der schweizerischen Sozialdemo- länder, die Portugal vor Jahrhunderten an sich gerissen nicht allein tommt, sondern Gesinnungsgenossen zur Stelle sein kratie mit einem Aufruf an die Genossen wendet, in dem hatte, der einheimischen Bevölkerung genügt, die heute weder werden, jedenfalls sehr interessant sich gestalten und für uns ausreichende Nahrung, noch Volksschulen, noch Eisenbahnen betreffs der Agitation von großem Vortheil sein, denn die Herren es heißt: Die bekannte Resolution wurde mit allen gegen zwei Stimmen „ Thut allerwärts Guer Möglichstes, daß der Bundesbeschluß besitzt? Und gerade der jetzige Ausgang des Konfliktes arbeiten doch nur für uns. vom 8. April 1891, betreffend Revision der Bundesverfassung mit England zeigt, daß die Kolonialpolitit nur ein Geschäft am 5. Juli eine annehmende Boltsmehrheit finde! Verlaßt Euch für eine kleine Bahl von Kapitalisten ist, und für diese angenommen. Genosse Bila legte eine Abrechnung über die nicht auf die Stille, die bei den Gegnern der Erweiterung der Herren, die jetzt das ganze portugiesische Ostafrita Maifeier vor; der verbleibende Ueberschuß von 80 M. wurde Wolfsrechte herrscht! Es sind ihrer viele, die eine öffentliche an England für etliche Millionen verkaufen möchten, hatten auf Vorschlag des Genossen zu 50 M. dem„ Volksblatt für Stellungnahmie gegen die Volksinitiative scheuen, aber sicher sich die Volksmassen in Lissabon und Oporto in eine„ natio- Teltow- Beestow- Storkow- Ober- und Niederbarnim und in Höhe von 30 m. dem Vertrauensmann überwiesen. Zum Schluß das Möglichste thun werden für Verwerfung derselben. Darum rührt Guch, und, regt Euch für die Vorlage und nale Erregung" bringen lassen. Heute freilich dürfte dieser wurde die Handlungsweise des Amtssekretärs Hoff einer vernichforgt vor Allem dafür, daß kein Genosse und kein demokratisch Standpunkt überwunden sein; mehrere Massenversamm- tenden Kritik unterworfen. Der Vorsitzende Schockel schloß die lungen haben bereits in schärfster Form gegen alle Ver- Sigung mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie, geudung der Volkskraft in tolonialen Experimenten Ein- in welches die Versammelten begeistert einstimmten. Sprache erhoben und die schleunige Jnangriffnahme wirthSchlanstedt( Kreis Oschersleben). Am 28. Juni fand hier schaftlicher und sozialer Reformen verlangt. Under seine start besuchte Boltsversammlung statt, in welcher Genoffe iſt die Arbeiterbewegung in Portugal gegenwärtig unter dem Robert Dahlen aus Halberstadt über die Kornzölle und die Drucke der äußersten sozialen Noth in ein sehr lebhaftes deutsche Reichsregierung referirte. Der Referent sowohl, wie Tempo gekommen.gefinnter Bürger der Úrne fernbleibe!" Möge dieser Aufruf von Erfolg begleitet sein. Das englische Oberhaus hat in seiner heutigen Sigung die Fabriken- und Werkstätten- Bill in zweiter Lesung angenommen. Die Bill, so mangelhaft sie ist, führt doch einige Verbesserungen ein. Gegen die Kornzölle. Der der nachfolgende Redner Herr Hurlemann fanden stürmischen Beifall. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Amtsvorsteher Rimpau( Bruder unseres Reichstags- Abgeordneten) fowie der Großbauer Franke, enthielten sich ber Abstimmung Ein Arbeiter, welcher neben diefen beiden Herren saß, rief mit lauter Stimme: Wat feggt Jie nu? Könnt die da wat gegen antder Bildungsvereine" referirte Herr Hurlemann ebenfalls unter weeren?" Ueber den zweiten Punkt der Tagesordnung:„ Zweck großem Beifall. Auch eine große Zahl Frauen hatten es sich nicht nehmen lassen, die Versammlung zu besuchen, sie waren direkt vom Felbe gekommen. Zum Schluß stimmte die Vers fammlung die Arbeitermarseillaise kräftig an. Wie der Be richt zeigt, wird es auch auf dem Lande hell. Seesen, 3. Braunschweiger Wahlkreis. Sonntag, den 21. Juni, Der Aufstand, der in den letzten Tagen des Mai Die Lage der arbeitenden Klaffen in Portugal fft gegenwärtig eine äußerst traurige. Der feit zwei in der Negerrepublik auf der Insel Haiti ausgebrochen ist von dem Präsidenten Hippolite unterdrückt Jahren zwischen England und Portugal geführte Streit um war, einige Roloniegebiete im öftlichen Afrika hat der portugie- worden. Der Sieger ließ es an der üblichen Grausam sischen Industrie eine schwere Schädigung eingebracht, da die feit nicht fehlen. Etwa zweihundertundachtzig Aufständige Engländer ihren früheren Verbündeten den Kredit entzogen. wurden hingerichtet. Seit vielen Jahrzehnten hatten die portugiesischen Kaufleute und Fabrikanten mit englischem Gelde gearbeitet, wofür das Land verpflichtet war, in allen seinen kolonialen Plänen unbedingten Gehorsam zu leisten und auch gelegentlich ein Gera. Am 26. Juni nahm im benachbarten Debschwitz eine Auge zuzudrücken, wenn die Briten eines der portugiesischen Kolonialländer in ihren Besitz übergehen ließen. Da aber Schöneberg. Eine auch von vielen Frauen befuchte öffent von 150 Personen besuchte Voltsversammlung die Resolution in neuerer Zeit diese Liebesdienste" der Engländer dem liche Versammlung füllte dicht gedrängt den Saal der Schloß gegen die Getreidezölle einstimmig an. Referent war Genoffe portugiesischen Wolfe" doch etwas bedenklich wurden, brauerei und Hunderte mußten sich damit begnügen, im Garten. F. Kühn- Zwößen. Zwei Tage darauf, am 28. Juni, hielt mußte sich die Regierung zu einem ernsten Wider an den geöffneten Fenstern ein Plätzchen zu finden. Genoffe die hiesige fozialdemokratische Partei das Fest ihrer Fahnenweihe stande gegen die Ansprüche der Londoner Kolonialpolitiker August Bebel referirte in: 1½aftündigem Bortrage unter rauschen bei einem Besuche von mehr als 6000 personen ab. Ueber dem Beifall über die Kornzölle und die Reichsregierung. Die 20 Orte und Korporationen hatten Schleifen zu dem Banner geaufraffen. Doch diese ließen sich durch die Drohungen des vorgeschlagene Protestresolution wurde einstimmig angenommen. spendet, baß noch aus dem Jahre 1878 stammt. As es entfaltet Kleinen Portugals wenig einschüchtern und griffen zuletzt zu Gegner meldeten sich auf wiederholtes Auffordern nicht zum wurde, erhob sich ein ungeheurer Jubel. Die Polizei verhielt sich bem recht wirksamen Mittel, alle in portugiesischen Unter- Wort. Diskussion fand nicht statt. Im Verschiedenen wurde noch anständig. nehmungen angelegten englischen Rapitalien zu kündigen. folgende Resolution angenommen: Die heute in Schöneberg Dies hatte zur Folge, daß etwa 60 Prozent aller Handels- tagende öffentliche Voltsversammlung spricht dem Referenten, Ge häuser und Fabriken in Lissabon und Oporto theils ihre noffen August Bebel, die vollste Anerkennung aus. Im Weiteren fand hierfelbst eine von 400 Perfonen besuchte öffentliche Volks Bahlungen einstellten, theils den Betrieb unterbrachen und fordert die heutige Versammlung den Vertreter des Kreiſes Teltow- versammlung, statt mit der Tagesordnung: Die Kornzölle und daß somit Tausende und Abertausende von Arbeitern und Beeskow- Storkow, den Prinzen Hanbjern, auf, in öffentlicher die Reichsregierung. Das Referat hatte Reichstags- Abgeordneter Bolksversammlung Bericht zu erstatten, über seine bisherige H. Förster, Hamburg, übernommen. Die von der Parteileitung Sonstigen Angestellten brotlos wurden. Die Regierung machte Thätigkeit im Reichstage". Sieran knüpfte sich eine Frage an vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig angenommen. Gleiche nun zwar verschiedene Anstrengungen, um diese wirthschaft den Referenten, ob der Vertreter schon im Reichstage gesprochen Versammlungen, welche ebenfalls gut besucht waren, fanden statt liche Krisis zu beschwören, aber da man zugleich fortfuhr, habe, was vom Referenten dahin beantwortet wurde, er müsse in Langelsheim und Bevern. England mit der Kriegserklärung zu drohen und man zum gestehen, daß er den betreffenden Herrn noch gar nicht gesehen, Kändler bei Limbach( Sachsen). Am 28. Juni wurde in Schuße der gefährdeten Kolonien militärische Expeditionen auch nicht kenne, geschweige denn sprechen gehört habe.( Allge ausrüftete, ferner neue Gewehre, Kanonen, Torpedoboote und meine Heiterkeit.) Der Vorsitzende ersuchte hierauf, bei Ber- Sachen der Kornzölle im„ Raiserhof" eine gut besuchte VolksPanzerschiffe bestellte, für welche in den Staatsfaffen kein gnügungen u. f. w. die Brauerei zu berücksichtigen und nicht das versammlung abgehalten, welche die Resolution des ParteiPfennig vorhanden war, wurde die innere Berrüttung eine Geld zu solchen Wirthen zu tragen, welche ihre Lokale zu Ver- vorstandes einstimmig annahm. Reichstags- Abgeordneter Schmidt. sammlungen verweigern. Man könne diejenigen nicht als Ge- Burgstädt referirte und erntete für seine Ausführungen reichen immer größere, so daß zuletzt trop langen Feilbietens nicht nossen betrachten, welche dieser Pflicht zuwider handelten. Nach Beifall. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Horn einmal mehr Bewerber für die Ministerportefeuilles ge dem noch aufgefordert war, fleißig auf den Vorwärts", sowie und Franz. Voltsblatt des Kreises Teltow- Beestow- Stortow" su funden werden konnten. Es blieb daher nichts Anderes bas übrig, als sich mit England wieder zu verständigen, das abonniren, schloß die Versammlung, mit ein bemutatie eine gut besuchte Versammlung statt, in welcher der Reichstags= in auf die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie. An heißt, diesem die gewünschten Länderstrecken Aber auch Afrika auszuliefern. Kriegsgefahr beseitigt ist, so ist damit doch noch Bankow. Am 25. Juni hielten die Genossen von Pankow nicht die furchtbare Noth des Arbeiters gehoben. Im Gegen- und Niederschönhausen in letterem Orte eine öffentliche Bertheil sind die jetzt mit Eugland abgeschlossenen Verträge fammlung mit der Tagesordnung ab: Die Rornzölle und die berart formulirt, daß die Mitglieder der portugiesischen Reichsregierung. 500 Personen füllten den Saal oder umftanden Kolonialgesellschaften für die Verzichtleistung auf ihre Rechte die offenen Fenster. Der Referent W. Werner erledigte sich seiner nun wenn " 1 die wefend waren 7-800 Personen. Delligfen. Am 26. Juni fand im Krusthols'schen Saale Abgeordnete Förster einen häufig von Beifall unterbrochenen Vortrag über die Kornzölle und die deutsche Reichsregierung" hielt. Papierfabrikant Hensling glaubte den Ausführungen des Referenten entgegen treten au müffen; er führte aus, daß, wenn der Boll auf Getreide aufgehoben würde, dann auch die Bölle auf industrielle Erzeugnisse aufgehoben werden müßten, was aber feineswegs im Interesse des deutschen Volkes liegen könne. Er spielte sich dann noch als ein humaner Arbeitgeber auf und fragte unter anderem einen seiner anwesenden Arbeiter, ob derselbe mit dem bei ihm verdienten Lohne zufrieden sei oder nicht. Selbstverständlich antwortete der also befragte Arbeiter mit" Ja". Genossen Förster war es ein Leichtes, den Herrn Fabrikanten zu widerlegen und da sonst Niemand von den anwesenden Gegnern mehr den Muth hatte, seine Ansicht zu äußern, wurde die Ver sammlung geschlossen. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Straßburg, 28. Juni. Das reichsländische Steuersystem rührt Leid angefangen, als Ambros Staft von der Zudringlichkeit Schweigen, indem sie, über die Straße hinüber deutend, des Bayern befreite. Es waren bittere Empfindungen. fagte: Schau bort bie braune Rutte unter den Bäumen! Sampogna, das Gamsmanndl, an den sie sich auf dem Marsche angeschlossen hatte, tam zu ihr und zeigte ihr, wie Das fann doch nicht Vater David sein?" Sampogna schüttelte den Kopf; er konnte nur den man den Stutzen anlege, ziele und lade. Es ist teine Hererei," sagte er, ruhig Blut ist alles, Rücken des Mönches sehen, doch für David war die Gestalt was Einer braucht. Und schau, hier hab' ich' was aufge- viel zu groß und schlant. Den träftigen Mann neben ihm schrieben, das trag' auf der Brust. Es macht fest gegen aber, mit dem breiten, energischen Gesicht, der sich von Zeit zu Zeit umwandte und den Schützen ein Zeichen gab, daden Tod." Er zog unter seinem Bruftlatz einen sogenannten Rugel zwischen den Stußen an die Wange riß und feuerte, nannte segen hervor, den er in den letzten Tagen vielfach hatte auf- er fra als ihren Führer Remenater. Der Mönch war schreiben müssen, und gab ihn ihr. Sie nahm und dankte, als Haspinger, der Rothbart, und als die Bayern in der mühlaber der Bäcker jetzt zum Aufbruch rief, denn von Lorenzen her bacher Klause unter dem Schuße der massiven Thürme, welche die ließ sich Gewehrfeuer vernehmen, und die Mannschaft Enge beherrschten, sich festsetzten, da ward er nicht müde, die in der Hauptsache noch aus der Glanzzeit der französischen sich in Bewegung setzte, warf sie den Talisman heimlich fort. Bauern anzufeuern. Hier, in nächster Nähe, auf der wald- Bourgeoiswirthschaft her. Diese Angabe genügt allein, um zu Das Schießen wurde immer lebhafter. Remenater, der umfäumten Höhe von Spinges war es gewesen, wo er im fagen, daß das mobile Rapital gar nicht und das immobile vertapfere Wirth von Schabs, hatte mit seinen Busterthalern Jahre 1797 im heißen Volkskampfe gegen die aus Süd- hältnißmäßig gering besteuert ist. Die zwanzigjährige„ organi den Angriff auf die Bayern eröffnet. Auch in Bruneck war tyrol heraufgedrungenen Franzosen, die filberne Tapferkeits- fatorische" Thätigkeit eines großen deutschen Beamtenheeres war das Knallen der Büchsen gehört worden und der Kreis- medaille erworben. Zwei Tage hatte die Schlacht gewüthet. bier hauptsächlich auf die Erzielung von Surrahpatriotismus ge hauptmann von Hofstetten eilte mit der dort garnisoniren- Doch was flattert herab von der Höhe? Es ist die zer- richtet. Zu Steuerreformen 2c. war daher keine Zeit übrig. Wie ben Truppe ben Ueberfallenen zur Hilfe. Gleichzeitig er schoffene Siegesfahne von Spinges! Gin Greis trägt sie überlassen, gegen diese verrottete Steuer- und Oftroiwirthschaft schienen jedoch auch die Vigiler und der zwischen zwei brausender Jubelruf begrüßt sie. Jetzt widerstand nichts mehr Front zu machen. Bei den diesjährigen Gemeinderathswahlen Feuer gerathene Feind mußte nach kurzem Kampf den Bauern. Die Erbittertſten unter ihnen waren Jene, an haben die Parteigenoffen vor allem die Abschaffung des Oktrois ward ihm denen Kommissar Stiermann ein Beispiel statuirt hatte. Sie auf das Programm gefeßt. Die bürgerliche Preffe müßte nicht thalabwärts zurückweichen. nicht gegönnt; fort und fort schlugen die Kugeln gaben keinen Bardon. Afra war voran unter den Stürmenden, sie selbst sein, wenn ihr das nicht gegen den Strich ginge, und der Bauernschüßen mit einer unheimlichen Sicherheit in ohne dabei von ihrer Waffe Gebrauch zu machen. Die Kugeln ohne nähere Begründung erklärt sie natürlich die Beseitigung Nebenmänner nieder. Sebi, des Ambros' des Oftroi rund heraus für unmöglich. Das Warum hat nun o als weiſe fundgegeben. In einer Versammlung des( von ihm feinen Ruf als Schüße nun bewährte. Es lub und schoß Jugendfreund, fiel ihr tödtlich verwundet vor die Füße, der Herr Reichstags- Abgeordnete Dr. Petri mehr freundlich mit einer unverwüstlichen Ruhe und verfehlte nimmer so daß sie über ihn stolperte, aber sie blieb unverletzt. gegründeten), christlich- sozial- nationalliberalen Arbeiter- WahlDer Amtmann von Mühlbach war es gewesen, der vereins, in der auch mehrere Genoffen anwesend waren, ließ der Ruhe aber fein Ziel. Afra, die sich zu ihm hielt, schlug freilich anfangs bei einst das Wort ausgestoßen hatte, es müßte mit den Bauern Reichstags- Abgeordnete für Straßburg fich herab, mit einem bera dem Pfeifen der Kugeln und als sie hier und dort Einen in Tyrol noch so weit tommen, daß fie Heu fräßen, wie selben über die Aufhebung des Otirot zu sprechen. Die Abfallen sah, das Herz hoch auf. Dann aber fam es wie ein bas Vieh. Jetzt stürmten die siegestrunkenen Bauern nach schaffung des Ottroi sei doch nicht durchführbar, meinte Herr Rausch über sie; es schwamm alles in Roth vor ihren seinem Hause, ergriffen ihn und schleppten ihn in den Kuh- Petri, denn wodurch solle der Ausfall ersetzt werden? Der Augen, und wenn von ihren Kugeln wahrscheinlich auch stall, wo sie ihn an die Krippe banden und zwangen, seine Genoffe erklärte dem„ Boltsvertreter" nun seine Ansichten über die progressive Einkommensteuer mit Selbsteinschätzung wäre in nur die wenigften trafen, so gab sie doch fortwährend ihre Drohung an sich selbst wahr zu machen. Sie warfen ihm gerechte Heranziehung des Kapitals.„ Ja, ja," meinte Herr Betri, Schüffe ab, schweigend wie Sampogna, während die ein Büschel Heu vor und er mußte unter ihrem Hohn ber Theorie ganz schön, aber sie ist in der Brayis nicht durchAnderen sich manches muntere, nectische oder zornige gelächter etwas davon hinunterwürgen. Remenater mahnte führbar, denn die Besigenden geben ihr Gins Wort zuriesen. Ihr Gesicht war weiß und ihre schönen sie, über der Vergeltung nicht den Feind zu vergessen, der tomm'en ja doch nur zum geringsten Theil an!" ( Forts. folgt.) Der Kapitalist Petri muß seine Pappenheimer ja tennen! Augen glühten unheimlich. Nur einmal unterbrach sie ihr sich in guter Ordnung zurückzog. Theater. Hasenhaide Th. Keller's Hofjäger Bergmannstr. Ecke Mittwoch, den 1. Juli. Lessing- Theater. Cavalleria rusti- 938 L cana. Vorher: Margot. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Bellealliance Theater. Das elfte Gebot. Ostend- Theater. Wasser. Adolph Ernst Heute, Mittwoch, den 1. Juli 1891: Großes Kinder- Feft mit Gratis- Verloosung. Berlin unter Marionetten- Theater. Theater. Gigerln von Wien. Bonbonregen, Hahnenschlag, Sackhüpfen. Fachverein der Tischler. Mittwoch, den 1. 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Das Erscheinen einer neuen Auflage dieser hochwichtigen Maryschen Schrift dürfte, da dieselbe lange Zeit vergriffen gewesen ist, von den Parteigenossen freudig begrüßt werden. Sie ist fein bloßer Abdruck des Originals, sondern eine wesentliche Bearbeitung desselben, etwa wie sie Marx, entsprechend seinen späteren Ansichten über„ Arbeitskraft" und" Arbeit", heute bewirken würde. Durch die Friedr. Engels' sche Einleitung hat die Schrift eine erhöhte Bedeutung und den Charakter einer vorzüglichen Agitationsschrift erhalten. Wir verfehlen nicht, sie den Parteigenossen zur Anschaffung und ausgedehntesten Verbreitung zu empfehlen. 1 Mark 75 Pf. die so beliebten grünl. Sommer- Jackets, 1 m. 50 Pf. Sommer- Waschhofen, Möb Spiegelu. PolsterSchulanzüge für Knaben von 2,75 m. waaren. an, liefert der Zentral- Bazar für Herren- empfiehlt Berlinerstr. 40, am Denkmal. 874L und Knaben- Garderobe von[ 808L H. Strelow, Rixdorf, Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 139. 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In den Zwischenpausen: Aufsteigen des Riesen- Luftballons Nauke. Große Kinder- Fackelpolonaise bei bengalischer Beleuchtung. Nach dem Konzert: Sommernachts- Kränzchen. Anfang 4 Uhr. Entree- Billets à 30 Pf. bei allen Mitgliedern. Kinder frei. Verein der Rufet Alle Vivat hoch! Heut' zum Wiegenfefte, Modelleure u. Gipsbildhauer Denn vor 40 Jahren flog Donnerstag, 2. Juli, Abends 8½ Uhr, Genosse Greiner aus dem Nefte. bei Norbert, Beuthstr. 22: Db he sich woll wat merken lett? 851 Generalversammlung Dem abgebrannten Paul Huhn Tagesordnung: 1. Wie verhalten sich die Kollegen zum ferneren Bestehen des Vereins der Modelleure und Gipsbildhauer. 2. Wahl des Vorstandes und Geschäft liches. 3. Verschiedenes. 378/11 Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer Eing. Hilfskaffe Nr. 2( Hamburg). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Zimmerer August Martin, wohnhaft Fransectistr. 9, am Sonntag, den 28. Juni d. J., verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Nach mittag 3 Uhr, von der Charitee aus statt. Um rege Betheiligung bittet 350/2 Der Vorstand. Todes- Anzeige. zum heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, det die janze Falcken. steinstraße wackelt, Du aber nich bet Schulze. 352b Genossen, welche einen größeren leistungsfähigen Männer- Gesangverein im Often zu gründen gewillt sind, werden gebeten, ihre Adressen unter E. G. Postamt 18 niederzulegen. 350b Wer borgt einem verheiratheten Genoffen 50 Mart gegen Sicherheit, bei monatlicher Rückzahlung? Offerte erb, unter E. T. a. d. Exp. d.„ Vorwärts". H. Richter, Optiter, Berlin C., Wallstrasse 97, am Spittelmarkt. 2. Geschäft: Weinbergsweg 15b, am Rosenthaler Thor. [ 536L] AlumingoldFreie Dissidenten- Gemeinde Brillen und Pince- nez, garantirt nie Charlottenburg. Am Sonntag, den 28. Juni, verschied plötzlich das Mitglied Frau Clara Stark. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. Juli, Abends 5 Uhr, vom Trauerhause, Chriſtſtr. 35 aus, nach dem neuen Friedhof Fürstenbrunn statt. Um recht rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 142/11 des königl. preuß. Rechts- Bureau Amtsrichters a. D., Alte Jakobstr. 102, 11. Gewissenh. Rath, Hilfe in all. Angelegenh. Unbemittelten unentgeltlich. Sonntags bis 4. mit unbedeutenden Farbenfehlern in Tapeftat, Brüssel, Brüffel- Imitation, b. Arminster, Tornyr u. Smyrna in allen Größen. Sopha- Teppiche à 6, 7, 10, 20-25 M. Salon- Teppiche à 15, 20, 30-50 M. Saal- Teppiche 35, 40, 50-150. Versand reell gegen Nachnahme. Teppich- Weberei S. Unger, Berlin S., Oranienstraße Nr. 48. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren art. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pfg. 904 L H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. [ 99 b Saubere Schlafft. fof. od. spät. z. v. • schwarz werdend M. 2,50 Nickelbrillen u. Pince- nez M. 1,50 do. allerfeinste Qual. 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Günther, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. Rixdorf, Sermann- Straße Nr. 150. Kinderwagen. Andreasar. 23,( j.y. | Berantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin, Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthitraße 2. 346b Hierzu zwei Beilagen, 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 150. Korrespondenzen und Parteinachrichten. = Mittwoch, den 1. Juli 1891. die ab. Lokales: " 8. Jahrg. Während zum Es ist ein Schwadroniren gegen die Reichsregierung, und wissen und einigen anderen Rednern gründlich abgeführt. Auf Antrag solche Reise Apostel durch geschickte Zahlengruppirungen und von Diet beschloß man, die auf die Getreidezölle bezügliche Wortschwall die Menge für sich zu gewinnen, das zielbewußte Resolution dem tgl. Staatsministerium mit der Bitte zu unterVorgehen des Reichskanzlers behält unzweifelhaft das Heft in breiten, im Bundesrath die nöthige Anregung zur Beseitigung der Hand und sicher wird das Bolt es ihm später Dant wissen, der Getreidezölle zu geben. Ferner sprach die Versammlung in Bielefeld, 29. Juni. Eine Vertheilung von Flug: dem Drängen der Gegenparteien nicht nachgegeben zu haben, einer Resolution ihre entschiedene Mißbilligung über das Ver blättern unter die ländliche Bevölkerung unseres denn nicht die paar Mark Zoll, sondern der Terminhandel und halten der Mehrheit des Stuttgarter Gemeinderaths in der GeWahlkreises erfolgte gestern in dem dicht bevölkerten Bezirk Börsenschwindel sind Schuld an der Brotvertheuerung." treidezollfrage aus. In den weiteren zahlreichen Versammzwischen den beiden Chausseen nach Heepen und nach Derling- Bekanntlich hat die Versammlung in Langelsheim infolge lungen sprachen die Genossen Stern, Schmid, Segit und haufen. Es wurde in vier Trupps aufgebrochen, deren jede ihren polizeilichen Verbots in letzter Stunde gar nicht statt- Reißhaus theils über die Getreidezölle und sonstige politische bestimmten Bezirk mit Lektüre zu versorgen hatte. Vom schönsten gefunden. Und nun betrachte einer diesen Allerweltskerl von Fragen, theils über die wirthschaftliche Lage der Arbeiter im Wetter begünstigt verlief der Ausflug, von zwei Zwischen Reporter, der ganz genau über die Langelsheimer Rede unter- Allgemeinen und über die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen fällen abgesehen, in bester Weise; im Allgemeinen wurde richtet ist. Der drastische Gegensatz zwischen der überlegen Organisation insbesondere. Alles in Allem dürfen wir sagen, auch gestern dieselbe Wahrnehmung wie neulich bei einem ersten tadelnden Kritik dieses Seefener Zeitungsknaben an der Rede daß in letzter Zeit der Boden wacker bearbeitet wurde derartigen Ausfluge gemacht, daß die eigentliche ländliche Arbeiter des Genossen Förster und der Thatsache, daß diese Rede gar und, wie wir hoffen, mit nachhaltigem Erfolg. bevölkerung, also die Kötter und Heuerlinge, die sozialdemokra- nicht gehalten ist, ist von schreiendem Humor. Hängt Euch, unsere Partei in Uebereinstimmung mit den weitesten Voltskreisen tischen Sendboten durchaus sympathisch begrüßten. Daß die amerikanische Schwindelreporter; Ihr seid besiegt durch den die unbedingte Abschaffung aller auf die nothwendigsten NahrungsKolonen und größeren Besitzer meist mit Schimpfworten, eben„ Seesener Beobachter"! mittel gelegten Zölle fordert, verursacht schon die Frage der Aufhebung die Getreidezölle unserer t. württ. Hofdemokratie, auch dem Bildungsstand dieser ländlichen Rapitalisten entsprechend, die Vertheiler von sich wiesen, ist ja selbstverständlich und wird Straßburg, 25. Juni. Da sich die hiesige bürgerliche Presse, Volkspartei" genannt, manches Kopfzerbrechen. Einzelne Ver hier nur erwähnt, um diese konservativen und liberalen Gesell- besonders die kapitalistische, seit einiger Zeit unsere Köpfe zertreter derfelben haben bereits wieder neue Beweise ihrer Vielschaftsstüten in ein richtiges Licht zu stellen. Die beiden er- bricht und über den Rückgang der sozialdemokratischen Bewegung seitigkeit und Prinzipienlosigkeit dadurch gegeben, daß sie in landwähnten Zwischenfälle trugen sich wie folgt zu. In Heepen sich jammernd verwundert, ist es wohl Zeit, den frommen lichen Orten sich für, in mehr industriellen Orten sich gegen die hatte die zweite Abtheilung ihre Arbeit vollendet, als ein Gen- Gegnern die Nachricht zukommen zu lassen, daß wir noch leben Getreidezölle aussprachen. Einzelne volksparteiliche Lokalblätter darm sich dem am Ausgange des Ortes lagernden Trupp näherte und uns an Bahl sogar immer mehren. 3war nicht, wie hatten zwar den Muth, eine offene Stellungnahme der Partei und seine Bedenken gegen die Vertheilung der Flugblätter es von den Kindern Israels heißt: zahlreich wie der Sand am gegen die Getreidezölle zu fordern, damit hat es bis jetzt aber laut werden ließ; er meinte, er wisse nicht genau, Meer, aber doch ganz erheblich an zuverlässigen, meistens ein- auch sein Bewenden gehabt, denn weder die volksparteilichen ob dergleichen erlaubt sei, und er sähe sich genöthigt, einen oder heimischen Genossen. Auch die Gewerkschaftsfilialen nehmen Führer, noch ihre Anhänger sind in dieser Frage einig. zwei der Bielefelder zu ersuchen, ihm zur Feststellung des Sachan Mitgliederzahl zu. Eine in der vorigen Woche stattgehabte verhalts zum Amtmann zufolgen. Zwar wurde dem Manne des Gesetzes sein Irrthum bedeutet, aber er verharrte in seinen Schuhmacherversammlung, in welcher Genosse Fischer aus Zweifeln über die Zulässigkeit des Vertheilens der Blätter, und Frankfurt als Referent anwesend war, hatte über 300 Genossen aus dem Schuhmachergewerk zusammengeführt. Vergangenen begaben sich daher zwei unserer Genoffen mit dem Gendarmen Sonntag hielten die hiesigen Genoffen eine großartige Kundgebung gegen Kornzölle Diese Voltszum Amtmann. Dieser erwies sich der Situation gewachsen und Der Vorstand der Berliner Arbeiterkolonie läßt 3. 8. der einschlagenden gesetzlichen Bestimmungen kundig, so daß er versammlung fand in Rücksicht auf die hier noch geltenden den fälligen Jahresbericht derselben drucklegen, kann jedoch nicht nach Kenntnißnahme des Sachverhalts unsere beiden Genossen französischen Polizeigesetze in Neumühle über der badischen die Zeit erwarten und läßt bereits einiges vor dem Erscheinen sofort wieder entließ.- Viel ernsterer Art war der Grenze statt. Genoffe Kalnbach aus Karlsruhe sprach und seine des Berichtes veröffentlichen ad majorem gloriam zweite Zwischenfall. Als unsere vierte Abtheilung in Ausführungen erwarben nicht nur den Beifall sämmtlicher Ge- größeren Ruhme seiner selbst. Die herausgegriffenen Mittheilungen Brönninghausen angekommen war, ging der zu ihr gehörige nossen und Genossinnen( insgesammt waren etwa 600 anwesend), find vielfach von Interesse. So ersehen wir zunächst, daß die die dem Referenten durch Kolonie im letzten Jahre leider nicht im Stande war, auch nur Former D. auf den Hof des Gutsbesitzers Westermann. Ihm be- sondern auch der badischen Bauern gegneten zwischen Thorweg und Haus nach einander drei Herren, niedliche Bauernmädchen zahlreiche Blumensträuße füberreichen den dritten Theil der um Hilfe bittenden Arbeitsuchenden zu be Nach der vorläufigen Feſtſtellung Söhne des Herrn Westermann. ließen. Auch das Ende der Versammlung war effektvoll. Als friedigen. Es iſt dies wiederum ein furchtbares Zeichen des Dem ersten dieser drei übergab D. ein Flugblatt und dem dritten Genosse Böhle( Straßburg) zum 2. Punkt der Tagesordnung über herrschenden Nothstandes, eine Illustration der heutigen Zubot er ein solches an. Der Herr lehnte jedoch die Annahme die Arbeiterpresse im Reichsland sprach und die, zum Theil noch stände, ein Mene Tekel für die heutigen Machthaber. Der Vormit dem Bemerken ab, er möge nur in das Haus aus altfränzösischer Zeit herrührenden Preßgefeße tadelte, löste stand der Kolonie hegte daher den humanen Wunsch, an irgend Leute. Als D. die der Vertreter des badischen Bezirksamts, ein junger Referendar, einem passenden Orte eine Filiale zu errichten, und siehe da hineingehen, darin wohnten noch ein Herr, der ein Bruder des die Versammlung auf; er konnte aber nicht verhindern, daß die Glück muß der Mensch haben das gelobte Land war bald enta Hausdiele betrat, kam Besizers sein soll, auf ihn zu und ließ sich ein Flugblatt reichen. Versammelten noch lange in ungezwungener Unterhaltung fröhlich deckt und heißt- Tegel. Die dortige Oberförsterei trug nämlich Nachdem er einen Blick in dasselbe geworfen, fragte er den D., bei einander verblieben. Als weiterer Beweis unseres Lebens ein Verlangen nach Arbeiterkolonisten und wünschte etwa " was sind Sie?"" Ich bin Sozialdemokrat" lautete die Ant- freudigen Daseins mag erwähnt sein, daß wir stark in die 50-60 Leute" während der Wintermonate in der Tegeler Forst wort. Kaum war dies Wort ausgesprochen, als der Herr eine Gemeinderathswahlen eintreten werden. Die Vorbesprechungen mit Holzfällen zu beschäftigen. Das gewünschte Abkommen war an der Wand hängende eiserne Kette ergriff und ohne weiteres haben stattgefunden. Das Programm ist ungefähr dasselbe, wie denn auch bald getroffen, der Militärfiskus, der sonst als ziemlich einen Hieb nach D. führte. Dieser wollte ausweichen und sich es der„ Vorwärts" in Bezug auf Mülhausen veröffentlicht hat. unzugänglich bekannt ist, zeigte sich des humanen Zweckes wegen" entfernen, fand aber, daß der zweite der vorhin auf dem Hofe Für den 30. Juni war eine Wählerversammlung angekündigt, ausnahmsweise galant und vermiethete dem Vorstande einige bauerwähnten Bersonen ihm den Weg vertrat und die Hausthür in der Genosse Dreesbach- Mannheim sprechen sollte. Auf Grund fällige Baracken des Tegeler Schießplates zur Unterbringung von zuhielt. Während D. nun gewaltsam die Thür zu öffnen fich des Artikel 1 des Gesetzes vom 6. Juni 1868 wurde die polizei-" Arbeiterkolonisten". Mit der Instandsetzung der Baracken ist bemühte, schlug der Kettenschwinger weiter auf ihn los. Endlich liche Genehmigung verweigert. Der Polizeipräsident, von einem man gegenwärtig beschäftigt. Also für Arbeiterkolonisten hat die Genossen um genaue Begründung angegangen, gelang es dem D., sich durch die Thüre zu drängen, aber kaum erflärte, Oberförsterei während der Wintermonate Beschäftigung. Die war er ins Freie gelangt, als er von einem dritten, eben jenem, die Versammlung sei deshalb nicht genehmigt, weil ein arbeitslosen, Arbeit suchenden und nicht findenden Arbeiter müssen welcher den D. vorhin ausdrücklich zum Betreten des Hauses auf: auswärtiger Sozialdemokrat auftreten wolle", Denn" so demnach erst Arbeitertolonisten" werden, sich als Strolche und gefordert hatte, an der Kehle gepackt, gewürgt, blutig gefragt fügte der Polizeigewaltige hinzu:„ die hiesige Partei habe Bagabunden" betrachten und behandeln zu lassen, um nur Beund auf den Boden gedrückt wurde, während die beiden ersten genug gute Redner!" Nachdem uns die Polizei solch lobendes schäftigung zu erhalten! Wirklich nette Zustände! Und dann Angreifer ihr Prügelwerk fortsetten. Die lauten Hilferufe D.'s Beugniß ausgestellt hat, haben wir von einem Auftreten Drees- prahlt der Vorstand mit seiner" segensreichen" Thätigkeit, mit wurden von einigen in der Nähe befindlichen Genossen ver- bachs abgesehen und aufs neue die Genehmigung nachgesucht. Um seiner Menschenfreundlichkeit! Und diesen Einrichtungen wird nommen und etwa 5-7 derfelben eilten auf den Hof des Wester- mit einer weiteren Mittheilung über die Kommunalwahlen zu von allen Seiten die helfende Hand geboten und die hungernden mann zu. Als die Prügel helden diese erblickten, ließen sie von schließen, sei noch bemerkt, daß die hier, sehr zum Unheil der Arbeiter sind gezwungen, die Vermittelung dieser Anstalten anD. ab und konnte dieser nun den Hof unbehelligt verlassen. Bevölkerung anwesenden, preußischen Chauvinisten beabsichtigen, zurufen und deren Ruhm vergrößern zu helfen!- 30 Kolonisten Vielleicht glaubten die Herren Westermann und Konsorten, den Bürgermeister Back zu stürzen; sie wollen ihn entweder durch werden nun, wie der Vorstand weiter mittheilt, theilweise mit als sie die von allen Seiten herbeieilenden Freunde des D. sahen, den Kriegervereinler und Arbeiterfeind par excellence Baron der Instandsetzung der Baracken beschäftigt, theilweise arnun würde ihnen eine Quittung über die rohe Mißhandlung von Müllenheimb oder durch den„ berühmten" Bismärcker Pro- beiten dieselben auf dem neuen Kirchenbau der eines einzelnen durch eine vierfache Uebermacht ausgestellt werden; einer wenigstens eilte ins Haus hinein und erschien mit einer fessor Theobald Ziegler ersetzen. Back wird aber jedenfalls doch Reinickendorfer Kolonie. Der Vorstand bestreitet nun gewählt, da er im 1.( einem von Einheimischen bewohnten) allerdings ganz entschieden, den ganzen Bedarf an Arbeitskräften mächtigen Flinte bewaffnet wieder, mit der er schußbereit Auf- Wahlkreis aufgestellt ist. Im Vergleich mit den beiden genannten aus der Arbeiterkolonie zur Verfügung zu stellen. Nur ein kleiner stellung nahm; ein anderer sammelte Steine zusammen, wahr- Stüßen der Gesellschaft" ist er nach hiesigen Anschauungen das Theil der Kolonisten soll auf dem Kirchenbau arbeiten, der übrige Bedarf an Arbeitern aber aus der Reserve- Armee Reinickendorfs scheinlich um diese als Wurfgeschoffe gegen den sozialdemokratischen geringere Uebel. und Umgegend entnommen werden; wenig stens, so heißt es Ansturm zu verwenden. Letzterer blieb natürlich aus, weil unsere Zwenkan. Mehrere Söhne von Genossen hielten sich sehr naiv, hat sich die Bauleitung in diesem Sinne Genossen besonnen genug waren, ihrerseits zu Thätlichkeiten nicht überzugehen. Der gewürgte und verwundete D. ward gründlich während der Maifeier hier im Festlokale auf, bezw. wohnten der ausdrücklich geäußert. Nun, die Bauleitung wird jedenvon seinen Freunden besichtigt, um genaue Angaben über den Abstimmung der Resolution bei. Daraufhin erhielt der eine falls im eigenen Interesse die billigsten Arbeitskräfte beschäftigen und das sind die Arbeiterkolonisten! Auch im Frühjahr und Vorfall und dessen Folgen bei einer gerichtlichen Untersuchung folgendes Schreiben: Beschluß Sommer werden nach einer freundlichen Zusicherung der Obermachen zu können; es zeigte sich, daß D. stark aus Krazwunden am Halfe blutete.' D. hat heute bei der Staatsanwaltschaft des des Schulvorstandes von Jmnitz- Roßschbar vom 11. Juni 1891. försterei in Tegel etwa 20 Mann" der Arbeiterkolonie bei den .. wird hierdurch eröffnet, Sulturarbeiten im Forste Beschäftigung finden. Mit dem hiesigen Landgerichts den Ueberfall zur Anzeige gebracht und geDem Fortbildungsschüler richtliche Untersuchung und Bestrafung der Betreffenden wegen daß er, da dem Schulvorstande nachträglich zur Kenntniß ge- 1. Oktober werden die Arbeiten im Forste beginnen und werden Wir werden nicht kommen ist, daß er an einer öffentlichen Versammlung am dann sofort 60 Mann eingestellt. Militärfistus, Oberförsterei, vorfäglicher Körperverlegung beantragt. verfehlen, unseren Lesern über den Fortgang dieser Angelegenheit 3. Mai sich betheiligt hat, was nach einer Verordnung des Kirchenbau Arm in Arm mit der Arbeiterkolonie!! Als trauriges" Zeichen( ein solches ist die ganze ArbeiterKöniglichen Ministeriums des Kultus und öffentlichen UnterMittheilung zu machen. Hennigsdorf a. H. Am 20. Juni fand im Saale des richts vom 4. November 1878 verboten ist, mit einer Karzerstrafe tolonie) wird, was hier noch erwähnt sein möge, in den Mitvon 3 Stunden bestraft wird, welche Strafe er Sonntag, den theilungen des Vorstandes noch besonders hervorgehoben, daß in Herrn Euen eine große öffentliche Volksversammlung für Männer 14. Juni von 2-5 Uhr zu verbüßen hat. Zu dem Zwecke hat der Kolonie zur Zeit die stellungslosen Kaufleute einen sehr erRegierungs- Baumeister Genosse Gustav Reßler referirte über den Zweck der Organisation. Er legte bar. er pünktlich zur festgesetzten Zeit sich an der Hausthür der neuen heblichen Prozentsatz der Arbeiter bilden trotz des Vereins wie die Kapitalisten den Arbeiter mit allen ihnen zu Gebote Schule einzufinden und auf den Gemeindediener zu warten. Die deutsch freisinniger Handlungsgehilfen!? In den östlichen Provinzen des preußischen Staates, von stehenden Mitteln auszubeuten suchen, um recht viel für ihren gefeßliche Gebühr von 50 Bf., welche im Abholungsfalle 75 f. intelligenteren Arbeitern Border- Asien genannt, soll bekanntlich Geldbeutel zu gewinnen. Wo aber eine Organisation bestehe und beträgt, sind an den Schultaffenverwalter von Immiz- Koßschbar, beständiger Arbeitermangel sein. Man läßt trotz der starren Zwentau, den 12. Juni 1891. fämmtliche Arbeiter derselben angehörten, dort kämen nicht solche Herrn Saupe- Imnik, zu bezahlen. Der Schulvorstand zu Jmniß- Rotschbar. Germanisirungspolitik in den polnischen Landestheilen polnische unverschämte Forderungen vor, wie z. B. Lohnreduzirungen von über 30 pCt. und entsprechende Verlängerung der Arbeitszeit sei. J. A.: Dige. R. Gey, Vorsitzender. Müller, Gemeindevorstand. Arbeiter über die Grenze; man beschränkt den Schulunterricht, damit die Kinder das Hüten und sonstige ländliche Arbeiten ver Durch festes Zusammenhalten würde man wenigstens den jetziAus Württemberg. In den letzten sechs Wochen ist an richten können und man sollte nun doch meinen, daß ein Argen Lohn und die jetzige Arbeitszeit die jetzige Arbeitszeit festhalten tönnen. Jeder müsse nach Einigkeit streben und den Indifferentismus be- allen größeren Orten unseres Landes eine außerordentlich leb- beiter dort so gut wie nur irgend möglich gehalten und beWie es aber in diesen idyllischen Gegenden fämpfen, damit wenn ein Verein gegründet wird, ihm immer hafte agitatorische Thätigkeit entfaltet worden, wie man sie bis- handelt würde. Anfangs felbft auf föniglichen Remontedepots zugeht, darüber schreibt mehr Mitglieder zugeführt werden. Dann könnten auch bessere her nur zu Zeiten der Reichstags- Wahlen kannte. Verhältnisse geschaffen werden. Hierauf nahm die Versammlung Juni sprach Genosse Ulrich aus Offenbach in Stuttgart, uns Jemand, der die Berhältnisse aus eigener Anschauung fennt, einen Antrag einstimmig an, wonach eine fünfgliedrige KomMein Vater war in einem solchen Depot als Gärtner beund Heidenheim vor durchweg sehr zahlreich besuchten Vermission zur Ausarbeitung der Statuten für einen Arbeiterverein esach, Glingen, Seilbronn, Gmünd, Aalen Folgendes: ſammlungen über„ Die Thätigkeit des Reichstags" und" Die schäftigt. Nach zehnjähriger Thätigkeit wurde ihm eines Tages niedergesetzt wird. Sierauf erhielt Genoffe Gustav Paul das Wort über die Getreidezölle und die Reichsregierung". Ihm folgte Genoffe Die B, von dem Herrn Amtmann mitgetheilt, daß von dem Ministerium Kornzölle. Er erklärte, welchen Nußen die Großgrundbesitzer welcher über dasselbe Thema in der Stock a ch- Vorstadt, eine Verfügung ergangen fei, die Gärtnerei aufzuheben. Durch diese Zölle haben, und wie groß der Schaden ist, den da- in Cannstatt, Reutlingen, Kirchheim, Göppingen, Herr Amtmann aber schlug in menschenfreundlicher Weise meinem bei das Volk infolge der Vertheuerung von Brot und Mehl er- Sa II und Stuttgart referirte. Beide Redner ernteten überall Vater vor, nur da zu bleiben, er leidet. Es gelangte darauf eine Resolution einstimmig zur An- reichen Beifall, wie auch die von der Fraktion empfohlene schon dafür sorgen, daß mein Vater nicht zu kurz komme. Dieser nahme, in welcher gegen die Getreidezölle Protest erhoben und Resolution über die Getreidezölle durchweg fajt einstimmig zur An- blieb denn nun auch und besorgte am Vormittage seine Gärtnerei, Zum Schluß wurde nahme gelangte. In der Stuttgarter Versammlung glaubten am Nachmittage hatte er nach der Stadt zu fahren, dort die noch das Total des Herrn Guen dem Verkehr empfohlen, weil er einige Volksparteiler die Gelegenheit benüßen zu müssen, den Postfachen zu besorgen und für den Amtmann, Inspektor und hier der einzige Gastwirth ist, welcher uns seinen Saal zu Ver- Genossen Ulrich über die" Thätigkeit der Volkspartei im Reichs- sonstige Beamten allerlei Einkäufe zu machen, auch Dost, Gemüse tage" zu interpelliren. Die schlagfertige und treffende Antwort und Frühbeetfrüchte, die er gezogen hatte, natürlich für Rechfammlungen zur Verfügung stellt. des Referenten dürfte die naiven Fragesteller überzeugt haben, nung des Herrn Amtmann zu verkaufen. Dieser war also formell Braunschweig. Ein Reporterstädchen, oder wie daß es nicht gut ist, in öffentlichen Volksversammlungen über der Verfügung des Ministers nachgekommen, hatte offiziell den Bersammlungsberichte in gegnerischen Blättern gemacht werden, die Thätigkeit einer Partei Bericht zu verlangen, die weder Gärtner abgeschafft und führte meinen Bater als Post i necht warm noch kalt ist, die dem Unternehmerthum nicht wehe thun, in den Lohnbüchern. Das ging aber auch nicht lange, denn In der zweiten bald verlangten die Revisionsbeamten eine Lohnreduktion, da entnehmen wir dem„ Braunschweiger Volksfreund". Der„ Seesener Beobachter" macht folgenden unbezahlbaren aber doch die Arbeiter ködern möchte". Versammlung, in welcher Genosse Diez das Referat doch ein Poſtknecht nicht so viel beziehen könne, wie ein Gärtner. über- Es fand also ein erheblicher Lohnabzug statt und dafür sollte With: Langelsheim. Am Freitag hielt hier der sozialistische Reichs- über" Die Getreidezölle und die Reichsregierung" tags- Abgeordnete Förster aus Hamburg denselben Vortrag über nommen hatte, suchte der Privatsekretär des Reichstags- mein Vater täglich 15 Pfennige Reisevergütigung für seine Dr. Losch, den Ausführungen wurde aber von diesem daß der Mann doch unterwegs etwas verzehren und besser ge* dem Vernehmen nach will er in Seesen am Sonntag sprechen. Referenten entgegenzutreten, der Amtmann würde Eleibet gehen müffe, als bei der Beschäftigung auf dem Felde. So I der Gefang der Betbrüder allerdings übertönt, aber dieser Gesang gingen etwa wieder 10-15 Jahre dahin. Bon Zeit zu Zeit fam ein Geheimrath aus Berlin, der die Einrichtungen auf den Aemtern besichtigte. Dabei wurde natürlich die Hauptaufmerksamkeit den Pferden und ihren Stallungen zugewendet. Es waren zwar auch menschliche Wohnungen da, aber die wurden mehrere Tage vor der Revision schön zurecht gemacht; fein Mensch wagte sich zu beschweren und der Geheimrath aus Berlin fand Alles in schönster Ordnung! Bis auf einen Punkt: 15 Pfennige Reisegeld alle Tage war dem Herrn Geheimrath zu theuer. Es wurde ihm vorgestellt, daß der alte Mann doch Stiefeln brauche; da soll der Herr Geheimrath etwas von Holzschuhen gesagt haben. Von nun an bezog der alte Mann nach 25 jähriger Arbeit einen jährlichen Lohn von dreißig Thalern baar und Naturalien. Menschen von 14-20 Jahren. Schwer bestrafter Leichtsinn. Am Dienstag in ber vierten lockte nun wieder die Polizei herbei, die den staatsgefährlichen" Morgenstunde tehrten mehrere junge Leute von dem Stiftungsfest Gesang verbot. Während der frommen Gesänge hatte sich fein eines Vereins, welches sie in einem Lokal der Großen FrankArm der Gerechtigkeit erblicken lassen. furterstraße gefeiert hatten, und wobei Bier und Wein nicht geSchließlich ertönten das Proletarierlied und mehrere Hochs auf spart worden war, in etwas überheiterter Stimmung heim. Auf die internationale Sozialdemokratie und den Abgeordneten des sechsten dem Landsbergerplaz tam einer der jungen Leute, ein gewandter Berliner Wahlkreises, Wilhelm Liebknecht. Die„ Gottesfinder" Turner, auf den Einfall, an einer eisernen Kellereinfriedigung beschränkten sich unter diesen Umständen darauf, durch Verthei-" Turnfünfte" auszuführen. Der Turner" that aber plöglich lung von Traftätchen auf die sündige Menge einzuwirken die einen Fehlgriff und fiel in die Kellervertiefung. Zum Schrecken das Papier auch zu angemessener Verwendung entgegennahm. seiner Genossen blieb er dort still und stumm liegen. Es foftete nicht geringe Mühe, den Verunglückten zunächst aus seiner verDer Sommer ist da mit Staub und Hike, aber auch zu zweifelten Lage zu befreien; dann stellte sich heraus, daß er eine gleich mit der lästigen Fliegenplage. Des Morgens in schwere Körperverlegung erlitten hatte. Man brachte den Veraller Frühe treiben die Plagegeister den Menschen vor der Zeit unglückten zunächst nach der Sanitätswache; nachdem er dort aus dem Bett, an ein Mittagsschläfchen ist nicht zu denken und verbunden war, wurde er nach seiner in der Gubenerstraße beNun besteht aber in Ostpreußen noch eine sehr moderne Abends hört man noch lange das Summen der Fllegen, bevor legenen Wohnung und von dort auf Anordnung eines herbeiEinrichtung unter dem Namen Scharwerfer." Dieser Mensch man einschläft. Wie entfernt man nun das Biesterzeug" am gerufenen Arztes nach der Charitee überführt. wird von dem angestellten Arbeiter eines Gutes eingestellt; erhält besten aus den Zimmern? Es werden da viele Mittel die von diesem seinen Lohn und Wohnung( etwa 20-24 Thaler pro helfen und auch nicht helfen- angepriesen, doch Fliegenklappe, Der Bankier Dr. Louis Weigert, Inhaber der BankJahr) und wird zu denjenigen Arbeiten verwendet, die fein Insektenpulver und der sog. Fliegenfänger( Glasglocke) nüßen firma A. H. und J. E. Weigert, Friedrichstr. 73, ist seit einigen anderer Arbeiter machen will. Meist sind die Scharwerker junge nicht entfernt so viel wie eins der folgenden Mittel. Da ist Tagen spurlos verschwunden. Verunglückte Spekulationen haben zum ersten die Rizinuspflanze. Sie ist billig bei jedem ihn ruinirt und zur Flucht veranlaßt. In eingeweihten Kreisen Meinem Vater wurde also aufgegeben, einen Scharwerker größeren Gärtner zu haben, entwickelt sich sehr schnell wußte man schon seit längerer Zeit, daß die Verhältnisse Weigert's einzustellen. Er würde also von seinem Lohn, der nun 30 Thaler und hat das Angenehme, daß fie zugleich ihres feine glänzenden waren. Die Firma, die sich niemals eines guten jährlich betrug, etwa 6 Thaler und die Naturalien übrig behalten schön gezeichneten Blattes wegen das Blumenbrett Rufes erfreute, hatte es namentlich durch Reklame verstanden, haben. Er weigerte sich und gab namentlich an, daß er keinen ziert. Ihr strenger Geruch vertreibt vertreibt die Fliegen, nur eine große Kundschaft von kleinen Leuten sich heranzuziehen, die Raum zur Unterbringung des Scharwerkers habe. Darauf wurde muß man nicht zu viel von den Pflanzen im geschlossenem Raum jetzt durch den Zusammenbruch des Geschäfts arg geschädigt sein ihm der Bescheid, daß er im Falle seiner Weigerung seinen haben, da dann ihr Geruch leicht zu stark werden kann. Ein dürfte, Baar- Lohn ganz verlieren und außerdem noch jährlich 10 M. zweites Mittel ist folgendes: An hellen sonnigen Tagen ver von dem Erlöse für die Naturalien herauszuzahlen habe. hülle man sämmtliche Fenster der Wohnung bis auf eins, daß bei Sonnenuntergang auf dem Schöneberger Friedhofe jenseits Ein Chinesen- Begräbniß hat in aller Stille am Sonntag Das war dem alten Manne nun doch zu stark und er man dann offen stelle; man nehme nun ein Handtuch oder ähn der Ringbahn stattgefunden. Begraben wurde der chinesische wendete sich schriftlich an das Ministerium. Dadurch aber kam liches Tuch und käschere aus allen Ecken 2c. die Fliegen heraus; der Amtmann hinter die Sache und die mochte ihm denn doch dieselben werden unfehlbar nach dem Licht, also nach dem ein- Offizier Wu Luck, welcher in einem Anfalle von Geistesstörung nicht ganz geheuer fein; er versprach, er wolle die Angelegenheit natürlich muß man sie mit dem Zuch bis dahin verfolgen. Dies liche Anordnung nach der Maison de santé in Schöneberg gezigen geöffneten Fenster hin und aus demselben hinausfliegen, feiner Zeit auf einen Kameraden geschossen hat, darnach auf ärztzugleich im Interesse meines Vaters mit in die Hand nehmen; wiederhole man öfter und man wird jedesmal wenigstens für bracht wurde und dort an der Schwindsucht gestorben ist. An was darüber nun geschrieben ist, habe ich nicht erfahren, aber einige Tage Ruhe haben.- Zum Dritten endlich versäume man das Ende vom Liede war, daß der Baarlohn meines Vaters auf nicht, des Abends eine Stunde lang sämmtliche Thüren und Gesandtschaft und dem Anstaltsleiter der Heilanstalt etwa fünfder Beerdigung betheiligten sich außer zwei Herren der chinesischen 75 Pfennige schreibe fünf und siebenzig Pfennige Fenster zu öffnen, daß ein scharfer Luftzug durch alle Wohn- zehn Mitglieder der chinesischen Kolonie zu Berlin, zum Theil monatlich fetales de Davon gehen natürlich ab Stom- räume geht, aber wie gesagt, thue man dies nur Abends, weil Damen. Weder ein Kultusbeamter der Chinesen noch ein bicund Kirchensteuer, Invaliden- und AltersversicherungsBeiträge u. f. w. Das ist die Lage eines alten Arbeiters, der am Tage sonst mehr Fliegen hineinkommen würden, als hinaus: figer Geistlicher war zugegen. Die Leiche, in einen Bintsarg gebettet, der von einem Holzsarge umschlossen war, wird hier nur vierzig Jahre auf einem staatlichen Institute seine Arbeit vergehen. so lange ruhen, bis die amtlichen Verhandlungen wegen der richtet hat. Ein alter, auf demselben Amte von Jugend auf beschäftigter dem Lande und in den nicht mit Wasserleitung versehenen eines leber schlechtes Trinkwasser in den Brunnen wird auf Ueberführung nach China abgewickelt find. Während die Gattin bekannten chinesischen Kaufmanns aus Berlin, eine Snecht, ber bort grau geworden ist, wurde von dem jüngeren Städten vielfach geklagt. Auch die Beschaffenheit des Wassers in Europäerin, der Leiche die üblichen drei Hände Erde in die offene Inspektor förperlich gezüchtigt. Das wollte sich der alte Mann einzelnen Brunnen auf den städtischen Rieselgütern gab zu Klagen Gruft nachwarf, warfen die Söhne des himmlichen Reiches sämmtnicht gefallen lassen; er wurde aus dem Dienste gejagt Anlaß, denen zufolge chemische Untersuchungen vorgenommen lich dünne Stäbchen von etwa einem Fuß Länge der Leiche nach; und bekommt wegen seines Alters nirgend mehr Ar- wurden. Meistens lag die Ursache in äußeren Verunreinigungen, die Stäbchen waren am unteren Ende vierkantig und roth ge durch welche dem Wasser keimfähige mikroskopische Organismen strichen und in der Mitte mit einer wohlriechenden harzigen beigemengt werden. Diese entwickeln sich in Gestalt von Algen Masse überzogen. und Infusorien weiter, bilden auf dem Grunde und an den Wänden des Brunnenfessels nach und nach faulende Anfäße, woDer Arbeiter D. aus Groß- Schulzendorf, welcher in der durch dem Wasser ein erhöhter, auch den Geschmack beeinflussen von Fischdieben mit mehreren Gendarmen am Rangsdorfer See beeinflussen- Nacht zum 24. d. Mts. bei einem Zusammenstoß einer Bande der Gehalt an organischen Stoffen gegeben wird. Die Bildung von dem berittenen Gendarmen Eifler aus Mittenwalde angevon gesundheitsschädlichen Batterien ist dabei nicht ausgeschlossen. ein hiesiges Blatt den Rath, überall sich von der guten Be- straße an der erhaltenen Verletzung gestorben. Dem in die„ Sommerfrische" ziehenden Publikum giebt deshalb schossen wurde, ist am Sonnabend in der Klinik in der Biegelschaffenheit des Brunnenwassers zu überzeugen und bei ausstoßenden Bedenken das Wasser nur zu genießen, nachdem es ge- Grundstück Urbanstr. 68 heim, wo sich der große Stätteplatz des Ein größerer Brand suchte in vergangener Nacht das tocht worden ist. Bei denjenigen Brunnen, aus welchen Jahr Maurermeisters Lück befindet. Als bald nach 2 Uhr die Feuers aus Jahr ein verhängnißmäßig wenig Wasser geholt wird, pflegt wehr eintraf, standen sämmtliche auf dem Grundstück befindliche die gute Beschaffenheit des Wassers am meisten zu leiden. Eine Fachwerkschuppen und Bretterstapel schon in hellen Flammen. gründliche Räumung und Abreibung der Kesselwände und des Die Löschung des Feuers nahm etwa eine Stunde Zeit in Anunteren Bumpenrohrs ist in der Regel nothwendig; für einige spruch. Monate tann man aber das Waffer dadurch gut erhalten, daß man einige fauftgroße Stücke Holzkohle, welche vorher gut ausgeglüht worden ist, in den Brunnen wirft. beit. Wir haben keinen Zweifel an der Richtigkeit der mitgetheilten Thatsachen. Man sieht daraus, welche Bewandtniß es mit dem Mangel an ländlichen Arbeitern hat. Wenn es so schon auf den Remontedepots zugeht, was mag da erst bei den selb: ständigen, freiherrlichen gräflichen und sonstigen Krautjunfern passiren! Der Mangel an Arbeitsgelegenheit wird ausgebeutet, um Arbeiter nach entfernteren Orten zu locken, wo ihnen der Verkehr mit anderen Arbeitskollegen fehlt und wo dann mit diesen Arbeitern ganz nach Belieben des Unternehmers gewirthschaftet werden kann. Vor einigen Wochen suchte der Bau- Unternehmer R. M. in der Franseckistraße Tischlergesellen nach auswärts zur Arbeit; natürlich fanden sich zahlreiche Personen, die hierzu bereit waren. Zwölf verheirathete Tischler fanden sich bereit, den Werbungen des Herrn R. M. zu folgen, der sie nach Insel Werder bei Gransee befördern ließ. Die Enttäuschung der Angeworbenen war groß. Die Arbeit war eine übermäßige, schlimmer als Sklavenarbeit und die Angeworbenen waren froh, daß sie, wenn auch ohne einen Pfennig Geld, auf eigene Kosten nach Berlin zurückkommen fonnten. Die herrschende Arbeitsnoth wird voraussichtlich noch viel fach von menschenfreundlichen Unternehmern ausgebeutet werden, deshalb ist Vorsicht bei solchen Engagements nach Außerhalb nöthig. Eine große Feuersbrunst, der 19 Gebäude zum Opfer gefallen sind, wüthete in der Nacht zum Sonntag in dem bei Oranienburg belegenen Grüneberg. Der Blitz schlug in die dem Alle diejenigen, welche nicht die Ehre haben, zu den Bauerngutsbesitzer Fehlow gehörige Scheune und zerstörte zunächst Kouponabschneidern" und" Dividendeneinheimsern" zu gehören, diese, sowie einen angrenzenden massiven Stall. Sodann ergriff die mit gespicktem Beutel Berlin schon längst verlassen haben, das Feuer die Gebäude des Bauerngutsbesizers Könnberg, welche um sich die fühle Gebirgs- oder Seeluft um ihre an neue Aus- sämmtlich niederbrannten; zu dritt folgte das Mohrin'sche Gut, beutungen denkende Unternehmerstirn fächeln zu laffen, also alle dessen Gebäude bis auf ein Wohnhaus durch das entfesselte diejenigen, welche im Schweiße ihres Angesichts die ganze Woche Element vernichtet wurden. Schließlich sprang das Feuer über hindurch geschuftet haben, wollen wenigstens des Sonntags die Straße auf die Gebäude des Bauerngutsbesitzers Salzwedel b. h. wenn nach Erlegung des hohen Tributs für Brot und über und zuletzt brannten ein dem Schulzen Kraaz gehöriges Mehr Schlaf für die Schuljugend. Ein dänischer Arzt Kartoffeln noch so viel übrig geblieben ist, um daran denken zu Haus und Stall nieder. Bei dem Brande sind viele Hühner, Dr. Gold erhebt in einem unlängst erschienenen kleinen, sehr können mit Weib und Kind Mensch sein, wollen hinaus ins Enten und anderes Vieh in den Flammen umgekommen; der Lesenswerthen Büchlein diese Forderung, der ein Jeder sicherlich Freie, ins Grüne, um wenigstens einen Tag in der Woche statt Schaden ist sehr bedeutend.- Ueber ein zweites großes zustimmen wird, welcher die moderne Erziehung der Schulkinder des Maschinen- und Aftenstaubes frische Luft einzuathmen. So Schadenfeuer wird aus Eggersdorf bei Straußberg berichtet. und ihre gesundheitsschädlichen Folgen fennt. Es giebt im Leben sind denn die Vororte Berlins das Ziel Tausender und Aber- Daselbst wurde Sonntag Nacht gegen 2 Uhr ein den eines jeden Menschen nur eine furze Spanne Zeit, in der sein tausender an den Sonntagen und es giebt wohl taum einen Büdnern Faber, Voigt und Ritschte gehöriges WohnSchlafbedürfniß vollauf befriedigt wird: das ist das erste Kindes- Vorort Berlins, der nicht bei einigermaßen gutem Wetter des haus gänzlich eingeäschert, ferner eine eine dem dem Roſsäthen alter. Das neugeborene Kind schläft, wenn es gesund ist, in Sonntags überfüllt wäre. Nach nahe gelegenen Orten wird Wiethge gehörige Scheune, sowie ein Pferdestall und das Wohnden ersten Wochen fast ununterbrochen, um nur aufzuwachen für dann per pedes apostulorum" hingewallt und wenn auch haus. Ueber die Entstehungsursache der Brände ist nichts die Nahrungsaufnahme. Soviel Schlaf ist fast zu viel, aber die Sonne schier unerträglich brennt, es ist ganz egal Bestimmtes ermittelt worden. Auch in der bei Liebenwalde dennoch möge fich jede Mutter hüten, ein Kind in so zartem nur raus aus Berlin!" Ein guter Berliner muß in Europa belegenen Ortschaft Hammer wurde Sonntag Nacht aus Alter des Schlafes, den es anscheinend nöthig hat, zu berauben. Bescheid wissen, daher geht's denn den einen Sonntag nach noch nicht ermittelten Gründen ein dem Kossäthen Wegener Auch in den ersten Lebensjahren schlafen die Kinder meist noch Pankow oder Weißensee, den anderen nach Tempelhof oder gehöriger, aus Fachwerk erbauter Stall ein Raub sehr viel, sicherlich mehr als nöthig, weil die Mütter meist froh Mariendorf, den dritten nach dem Grunewald u. f. w. u. f. w. der Flammen. Hier fanden 88 Hühner nnd anderes Federvieh sind, daß die Kinder sich ruhig verhalten und ihnen keine Mühe Nicht alle Wege nach den Vororten Berlins sind schattig und den Tod. machen, die ja in jenem Alter keine geringe ist. Mit dem 6. oder schön, wir erinnern nur hier an den Weg übers Tempelhofer 7. Lebensjahr d. h. mit Beginn der Schulzeit tritt jedoch eine Feld nach Tempelhof, wo man zwar unter Linden wandelt, aber Beim Baden ist wieder ein Knabe ertrunken. Am bedeutende Verkürzung der Schlafzeit ein. Im Alter von 10 bis von dem Schatten derfelben nichts verspürt. Sier fragt man sich beiden jüngsten Söhne im Alter von 12 und 13 Jahren des mit Montag Nachmittag in der sechsten Stunde nahmen sich die 12 Jahren bekommen die Kinder in der Regel nur acht bis neun doch unwiatürlich: Warum steht hier und auf anderen ähnlichen seinem Fahrzeug im Rummelsburger See liegenden Leichterschiffers Stunden Schlaf, und mit steigendem Alter verringert sich die sonnendurchglühten Wegen feine Selterbude? Wie viele Frauen, Dauer des Schlafes noch mehr. Die Gründe liegen klar zu Tage. Die schweißtriefend den Kinderwagen vor sich herschieben, würden Malz aus Rosien den am Fahrzeug festgemachten Handkahn und Einmal erfordern die Schularbeiten in jedem Jahre immer mehr nicht mit Freuden einen Obolus für ein Glas ohne" opfern! fuhren die Spree hinauf, um im See zu baden. An der großen Zeit, und bei schlechter Beiteintheilung, wie sie vielen namentlich Oder leidet dies dort der gestrenge Herr Fistus nicht? Man Krampe hinter den Treptower Wiesen banden sie den Kahn fest, nicht beaufsichtigten Kindern eigen ist, müssen die Abendstunden zur braucht ja den Rasen des Exerzierplates, der in diesem Jahre enttleideten sich und stiegen vom Reiherstieg ins Wasser. Der Erledigung der Schularbeiten zu Hilfe oder überhaupt von vorn- besonders frisch und grün aussieht( der Schweiß muß doch gut jüngere der beiden Knaben wollte sich vor seinem älteren Bruder herein in Anspruch genommen werden. Nach Dr. Cold's Ansicht düngen), gar nicht zu berühren; an der Seite des Fahrdammes, hervorthun und begab sich trotz dessen Warnungen hinter das bedarf die Jugend bis zum 20. Lebensjahr mindestens neun Stunden zwischen den Bäumen, ist noch so viel Platz, daß die Dickste der Schilf. Diese Stelle ist aber wegen der vielen Sümpfe sehr geSchlafzeit, und der Erwachsene nach vollendeter Entwicklungsperiode" Kohlensauren" sich bequem dort niederlassen kann, jedenfalls zur fährlich und hat schon vielen Menschen das Leben gekostet. Kaum vom 25. bis 80. Jahre hat noch immer deren mindestens acht großen Freude aller Sonntagspilger. hatte sich der wagehaljige Knabe durchs Schilf hindurchgearbeitet, nothwendig. Nun frage man aber einmal in den Kreisen der da sank er schon mit lautem Aufschrei bis zum Halse in die Tiefe.. sog. höheren Gesellschaft, unter Studenten u. dgl. nach. Sechs Gegen den verantwortlichen Redakteur der Frei- Alle Versuche, sich aus dem Schlamm herauszuarbeiten, erwiesen Stunden werden hier vielfach als das ausreichende Maß zum finnigen Zeitung" hat der Redakteur Mary die Beleidigungs- Entfegen seines Bruders gänglich in den Morast versant und sich als erfolglos, bis der bedauernswerthe Knabe zum Schlaf erachtet, einfach aus dem Grunde, weil nicht mehr dafür flage angestrengt. Die Herren Lessing und Stephany nicht wieder zum Vorschein kam. Trotzdem der andere Knabe übrig bleibt. Das Schlafbedürfniß pflegt erfahrungsgemäß erst im höheren Alter nachzulassen, und dieses natürliche Ereigniß ist werden nun zu gerichtlicher Zeugnißablegung genöthigt werden; fofort seinen Vater von dem Schicksal seines Bruders benachrichtigte das Zeichen dafür, daß auch nicht mehr nothwendig ist. Wenn vor dem Gericht kann Herr Lessing seinem Chefredakteur und sich sofort zu der Unglücksstelle begab, so erwies sich, da der der Mensch, namentlich der noch in der Entwickelung begriffene, Schweigen nicht gebieten. Ob wir also etwas erfahren werden? Knabe bereits unter das Floßholz gerathen war, alle Hilfe als nicht genug schläft, kann der Körper, besonders das Gehirn, nicht zwecklos; der schwer geprüfte Bater mußte unverrichteter Sache gründlich ausruhen, die angesammelten Ermüdungsstoffe, d. h. die Der Beschluß von Rektor und Senat der technischen wieder abfahren. Die Leiche des auf so entfeßliche Weise ums Stoffwechselerzeugnisse der Muskel- und Nervenzellen nicht voll- Hochschule, den Ausschuß der Studirenden aufzulösen, ist, wie Leben gekommenen Knaben ist noch nicht aufgefunden; es iſt kommen beseitigen, und der Organismus ist deshalb nicht im gemeldet wird, mit dem Hinweis auf„ Handlungen" begründet anzunehmen, daß sie entweder noch unter dem Floßholz steckt, Stande, in normaler Weise zu funktioniren. Die Arbeitslust, der worden, die, da sie dahin abzielen, auf die Beschlüsse des Senats oder aber durch Nachspülung in den Kanal gerathen ist. Unternehmungsgeist, das Wohlbefinden, die Gemüthruhe nehmen in Ausübung seiner verfassungsmäßigen Befugnisse einen ungesegallmälig ab, und an ihre Stelle tritt die nervöse Erschlaffung lichen Einfluß auszuüben, dazu angethan find, die Sitte und sich am Sonntag Nachmittag auf dem Finow- Kanal beim Baffiren leber einen Schiffennfall mit tödtlichem Ausgange, der oder Unruhe und Reizbarkeit, ja selbst geistige Störung. Ordnung an der tönigl. technischen Hochschule zu gefährden". der Liebenwalder Schleuse zutrug, wird aus Liebenwalde berichtet. Der Sängerkrieg in der Jungfernhaide wird fortgesetzt. bäude der Hochschule befindlichen Speisewirthschaft, dem sog. bei Swinemünde mit seinem leeren Fahrzeug genannte Schleuse Die Studirenden waren schon seit längerer Zeit mit der im Ge- Gegen 2 Uhr wollte der Schiffer Hermann Ulrich aus West- Swine Man schreibt uns: Am letzten Sonntag bot eine vom„ Christlichen Rasino, nicht zufrieden, aber trok verschiedener Eingaben an Rektor passiren, als dasselbe plötzlich vom Winde etwas nach Osten ge Jünglings- und Jungfrauenverein„ St. Michaels" unter freiem und Senat war zum Schluß des letzten Semesters eine Verlänge richtet und infolge dessen die Einfahrt der Schleuse, ohne gegen Himmel" abgehaltene Versammlung den Besuchern des Moabiter rung des Vertrages mit dem Speisewirth auf ein halbes Jahr die Mauer der Schleusenbrücke zu stoßen, nicht erreicht werden Schützenhauses einige lustige Stunden. Es waren etwa 50 bis Da beschloß eine Versamintung von fonnte. Dies wollte der bei Ullrich beschäftigte Bootsmann Kar " vorgenommen worden. 75 Personen, der größere Theil Frauen, angeblich meist Krüppel Stubirenden, so lange die derzeitige schlechte Wirthschaft im Wilke verhindern. Er stieg von dem Fahrzeug und versuchte, und Almosenempfänger, um einen Herrn, vermuthlich Graf Rasino dauere," dafelbst nicht mehr zu verkehren und der an sie dasselbe von der Mauer abzuhalten. Hierzu reichten jedoch di Büdler", versammelt, welcher trostreiche, fromme Ansprachen und ergangenen Einladung zur Feier des neuen Rettors nicht Folge Kräfte des W. nicht aus; das fahrende Fahrzeug quetschte den. Gebete vortrug. zu leisten", mit dem Bemerken, daß die Ablehnung der Gin- selben vielmehr so gegen die Mauer, daß derselbe lautlos umfiel Auf jedes diefer Gebete folgte Gefang, welcher weniger durch ladung nicht den neuen, sondern den alten Rettor treffen solle, und verschied. feine Sicherheit als vielmehr durch das Gegentheil hiervon die da ja von diesem die Einladung ausgegangen sei". Die Folge Besucher aus der Umgebung heranlockte, die aber so wenig Ver- dieses Beschlusses war die Auflösung des Ausschusses, als der ständniß für diese frommen Uebungen bewiesen, daß sie mehrfach Vertretung der Studirenden, und die Ankündigung, daß gegen schlages gemeldet. Gestern Mittag brach plöglich in der Wollant Auch vom geftrigen Tage werden wieder Opfer des Hitihren Abschen" über diese Augenverdreher" laut werden ließen. die Theilnehmer der Versammlung das Disziplinarverfahren straße ein Arbeiter Thiele bewußtlos zusammen. Der Krante Als nun die Herengelockten die Marseillaise anstimmten, wurde werde eröffnet werden. wurde nach seiner Wohnung gebracht, wo er alsbald verstarb, Selbstmord eines Grenadiers. Am Sonntag Abend gegen 10 Uhr fuhren auf dem Havelsee am Tornow in Potsdam mehrere Soldaten in einem Boot spazieren, als plöglich zum Entsetzen seiner Kameraden einer der Leute, ein Grenadier vom 1. Garderegiment, über Bord sprang und in dem dort fußhohen Schlamme verfant. Hilfe war unmöglich. Troß sofortiger Bemühungen gelang es nicht einmal, die Leiche zu finden. Auch gestern blieb das Suchen, welches den ganzen Tag hindurch von Unteroffizieren fortgesetzt wurde, ohne Erfolg. Das Motiv des Selbstmordes ist angeblich nicht bekannt. Fast zu derselben Zeit stürzte in der Alten Jakobstraße ein un- I würde. Die Hauptfrage fei hier, ob man den Verein unmöglich schallten. Auf jeder Reise gingen Leute über Word, oder fielen bekannter Mann bewußtlos zu Boden und wurde zunächst machen wolle. Er bestreite keineswegs, daß der Vereinsvorstand vor den Feuern um und blieben todt. Sollen wir uns nun zu einem Heilgehilfen gebracht, der Hißschlag konstatirte. Auf aus Sozialdemokraten bestehe, ebensowenig, daß die Mitglieder wieder in das alte Joch spannen lassen? Oder wollt Ihr, polizeiliche Anordnung wurde der Krante nach der Charitee des Vereins sich größtentheils aus der Berliner Arbeiterschaft re- deutsche Arbeiter, daß wir siegreich aus dem Kampfe hervor überführt. frutiren, die ja vorwiegend sozialdemokratisch gesinnt sei. Diefem gehen? Nun, dann ist es Eure Pflicht, nach Kräften für uns Umstande sei es auch zu Gute zu halten, daß Redner die Kunst- einzutreten. Bedenkt, daß viele Wenig ein großes Viel ausfragen von diesem Standpunkte aus behandeln, ohne deshalb die machen. Die Unterstüßung muß aber schnellstens beschafft werAbsicht zu haben, Politik zu treiben. Besonders machte Rechts- den, 14 Tage nach dem Streik nützt sie uns nichts mehr. anwalt Heine noch darauf aufmerksam, daß die Rede des Herrn Mit Gruß die Lohnkommission der Heizer und Kohlenzieher Alberti in der betreffenden Versammlung feinerlei Gegenliebe ge- von Bremerhaven. J. A.: H. Gehr, Ankerstr. 17. funden habe, daß er gehörig abgewimmelt" worden sei und sich Alle Sendungen sind zu richten an H. Gehr, Ankerstr. 17. demzufolge einer anderen Freien Bühne" zugewandt habe. Auch Alle Arbeiter blätter werden un schleunig= bestritt der Vertreter des Klägers, daß die aufgeführten Dramen, sten Abdruck gebeten. unter denen sich auch Rabale und Liebe" befindet, welches ebenfalls vom Beklagten als Belastungsmaterial angeführt wurde, die An die Zimmerer Berlins! Laut Beschluß der öffentQuintessenz" der Bestrebungen des Vereins Freie Wolfsbühne" lichen Generalversammlung der Zimmerer vom 21. Juni werden feien. Würde die Auffassung des Beklagten betreffs§ 2 des alle Diejenigen, welche noch im Besitz von Geldern, Marken oder Vereinsgesetzes in seiner Anwendung auf den Verein" Freie sonstigen Gegenständen vom ehemaligen Gefelienausschuß und Volksbühne" für Recht erkannt, so wäre damit der von den ehemaligen drei Beauftragten sind, hiermit zum letzten Verein einfach unmöglich gemacht, denn in der verlangten Weise Male aufgefordert, jene Gegenstände an einen der Unterein Verzeichniß der Mitglieder zu führen, sei bei diesem Vereine zeichneten spätestens bis zum Montag, den 6. Juli 1891, abunmöglich. Jm Uebrigen glaubte er, die Unhaltbarkeit der Auf- zuliefern. Sollte dies nicht geschehen, so werben die Namen fassung des Beklagten genügend nachgewiesen zu haben und der Schuldner in der Versammlung, sowie im Vorwärts" beEins von den an den Pocken erkrankten Kindern der beantragte demzufolge die Aufhebung der Polizei- Verfügung vom fannt gemacht. Durch den Beschluß der oben angegebenen Versammlung sind russischen Flüchtlinge ist, wie der Abendpost" aus ficherer 20. April 1891 an den Vorstand des Vereins Freie Volksbühne" Quelle mitgetheilt wird, am Sonntag gestorben. Gin zweites aufzuheben. Der Vertreter des Beklagten hatte dem gegenüber alle Einwände, welche für Einbehaltung der Gelber u. s. w. geKind lag, als dem Blatte die Nachricht zuging, im Sterben und nichts zu erwidern, bezog sich nur behufs weiterer Beweisführung macht worden sind, hinfällig geworden, besonders kann nicht mehr dürfte jetzt bereits sein Leben geendet haben. Ueber den Ver- für seine Behauptung im Anschlusse an die in seinem Schriftsatze gesagt werden, daß man nicht wisse, an wen die Gelder ablauf der Krankheit wird seitens der Charitee- Direktion peinlichstes hervorgehobenen Thatsachen noch auf die Vereinsversammlung, in geliefert werden sollen. Wir hoffen, daß ein Jeder bis zum Stillschweigen beobachtet. Man ist dort offenbar bestrebt, die welcher Schriftsteller Lange über Reuter's" Kein Hüsung" Bor- 6. Juli ſeinen Verpflichtungen nachkommt, damit eine endgiltige Angelegenheit zu verheimlichen und spricht auch heute noch von trag hielt, bezw. auf von Lange in seinem Vortrage gemachte Abrechnung erfolgen kann. Derartigen aus dem Zusammenhange heraus2. 3ipte, Markusstr. 14, Eingang Grüner Weg; einfachen Bocken. Wir können, so meint die Zeitung, demgegen- Aeußerungen. Hugo Lehmann, Buttmannstr. 20, vorn 2 Tr.; über bestimmt versichern, daß es sich um reine schwarze Pocken geriffenen Sätzen sprach übrigens Heine jedwede BeweisR. König, Nollendorfstr. 24. handelt, die, das wollen wir ja zugeben, verhältnißmäßig milde auftreten mögen. 0 Ueberfahren wurde gestern die Handelsfrau Stabs, Lottum firaße 11 wohnhaft, beim Verlassen der Zentral- Markthalle von einem Schlächterwagen, welcher in schneller Gangart von der Panoramastraße fam. Diefelbe wurde an beiden Füßen sehr schwer verletzt. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde sie inittelst Droschte nach ihrer Wohnung überführt. Gerichts- Beitung. kraft ab. Berichtigung. In der Statistik der Klempner vom Sonnabend, den 27. v. M., wird über unregelmäßige Lohnzahlung beim Hofklempnermeister Thielemann, Ritterstraße, geklagt. Das müssen die Unterzeichneten, welche übrigens vollständig auf dem Boden der heutigen Arbeiterbewegung stehen, als direkt unwahr bezeichnen. Sind die Arbeiten beNach sehr langer Berathung erkannte der Bezirks- Ausschuß, dem Antrage des Rechtsanwalts Wolfgang Heine entsprechend, Polizeibericht. Am 29. v. M. wurde in der Spree am auf Aufhebung der qu. Polizei- Verfügung vom 20. April 1891. Mühlendamm die Leiche des daselbst am 26. v. M. ertrunkenen Heirathsschwindeleien in drei Fällen wurden dem 28 jährigen Arbeiters Rofsatz aufgefunden. Vor dem Hause Neue Königstraße 52 fiel Nachmittags der Kutscher Grunow von seinem Roll- Musiker Emil Bröse zur Last gelegt, welcher gestern vor der wagen, gerieth unter die Räder desselben und wurde am Ober- zweiten Strafkammer des Landgerichts I stand. Es ist dies der schenkel so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhause am felbe Angeklagte, der vor einiger Zeit vom Schwurgerichte zu Friedrichshain gebracht werden mußte. In gleicher Weise ver- acht Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde. Er hatte damals ein als nach der Statistik berechnet ist, denn bei uns erhalten die unglückte um dieselbe Stunde vor dem Grundstück Prenzlauer Dienstmädchen in der Wohnung seiner Herrschaft Unter den jüngeren Kollegen 36 Pf., die älteren 38 und 40 Pf. pro Allee 167 ein Kutscher, indem er in der Trunkenheit von seinem Linden mit Hammerschlägen überfallen, um einen Raub auszu- Stunde Lohn. Weiter wird meist in Afford gearbeitet, infolge deffen mehr Müllwagen herabfiel und durch Ueberfahrenwerden eine schwere führen. Kurz vor diesem schweren Verbrechen hat der Angeklagte Verlegung am Fuß erlitt. Er wurde nach dem Krankenhause mit Erfolg auf die Leichtgläubigkeit heirathsluftiger Mädchen als der Lohn verdient( 45, 50, 55, 60 Pf. pro Stunde). Beweise In der Nacht zum 30. v. m. spekulirt. Im gestrigen Termin hatten drei feiner betrogenen können zu jeder Zeit erbracht werden, nicht nur von älteren, am Friedrichshain gebracht. stürzte sich eine Frau aus dem Fenster ihrer im 2. Stock des Opfer die traurigen Erfahrungen dem Gerichtshofe mitzutheilen, sondern auch von jüngeren Kollegen. Bei Akkordarbeiten wird, Hauses Prenzlauerstr. 30-31 belegenen Wohnung auf die Straße die sie mit dem Angeklagten gemacht. Alle waren sie um ihre wenn dieselben bis zum Sonnabend nicht fertig sind, ein Vorhinab und verstarb auf der Stelle. Am 29. v. M. und in der Ersparnisse gekommen, die der Angeklagte in der leichtsinnigsten schuß in Höhe des Lohnes ausgezahlt. Weise verpraßt hatte. Bald gab er an, eine Raution nöthig zu endet, so werden sie abgerechnet und den nächsten Sonnabend darauf folgenden Nacht fanden zwei kleine Brände statt. haben, um in den Eisenbahn- Dienst übertreten zu können, bald darauf kommt der Ueberschuß anstandslos zur Auszahlung und wollte er eine Rapelle gründen und mußte hierzu Instrumente wird an diejenigen, welche daran geholfen haben, nach Zahl der und Noten kaufen. Mit dem Gelde der einen Braut" Stunden vertheilt. Bei Abrechnung von Bauten müssen dieselben faufte er Geschenke für die andere, aber auch diese natürlich erst ausgemessen werden, auch ist die Abrechnung zu nahm er wieder an fich, wenn er feine Baarmittel mehr prüfen, was selbstverständlich Zeit in Anspruch nimmt. Ist das erpressen konnte. Dem einen Mädchen nahm er sogar alles erledigt, so wird der Ueberschuß ausgezahlt und vertheilt. Der den goldenen Verlobungsring wieder ab und vertauschte ihn Unregelmäßig wird bei uns der Lohn nie verabfolgt, sondern Freie Volksbühne kontra Polizei Präsident. Bezirksausschuß verhandelte gestern über die Klage des Vor- gegen einen silbernen. Im Verhandlungstermin behauptete der wir erhalten denselben jeden Sonnabend nach Abzug der standes des Vereins Freie Voltsbühne" gegen den Polizei- Angeklagte, daß er bei der Anknüpfung eines jeden Verhältnisses Kranken- und Invalidenkassen- Beiträge voll ausgezahlt, was Präsidenten von Berlin auf Aufhebung der Polizei- Verfügung vom die Absicht gehabt habe, das betreffende Mädchen zu heirathen. durch die Unterzeichneten hierdurch beglaubigt wird. 20. April 1891. In dieser Verfügung war dem Vorstande des Er fand weder beim Staatsanwalte noch beim Gerichtshofe Vereins Freie Voltsbühne" aufgegeben worden, ein Mitglieder: Glauben, sondern wurde zu einer Zusatzstrafe von 1 Jahr Verzeichniß des Vereins unter Angabe der Vornamen, des 6 Monate Zuchthaus verurtheilt, so daß er insgesammt Standes und der Wohnung der Vereinsmitglieder, sowie die 9 Jahre 6 Monate Zuchthaus zu verbüßen hat. vorgenommenen Statutenänderungen innerhalb acht Tagen dem Der brutale Ueberfall eines harmlosen Spaziergängers Polizeipräsidium einzureichen, ferner in Zukunft das Polizeipräsidium innerhalb von 3 Tagen von dem event. Zu- oder Ab- durch drei raufluftige Strolche gelangte gestern zur Kenntniß der gange von Mitgliedern in Kenntniß zu setzen. Der Polizei- zweiten Straffammer des Landgerichts I. Am 1. Pfingstfeiertage präsident stützte sich bei Erlaß dieser Verfügung auf den§ 2 des in der Frühe um 5/2 Uhr verließ der Chemiker Kramer seine in fogenannten Vereinsgefeßes( welches eigentlich kein„ Gefeh" ist, der Elsasserstraße belegene Wohnung, um einen Ausflug zu untersondern nur eine„ Verordnung" und auch einen anderen offiziellen nehmen. Kaum hatte er die Straße betreten, als ihm drei wenig einer Versammlung, dem auf dem Rongreß in Frankfurt a. M. Zitel führt), von der Annahme ausgehend, daß det Verein Vertrauen erweckende Gestalten begegneten, welche augenscheinlich Freie Voltsbühne" ein Berein sei, welcher eine Einwirkung auf die Nacht durchgefchwelgt batzen. Stramer ging den drei Männern gegründeten met all arbeiter Verbande als Einzelöffentliche Angelegenheiten bezweckt und demzufolge der Polizei- gern aus dem Wege, wurde im Vorbeigehen aber von dem ihm mitglieder beizutreten. Borstande des Vereins" Freie Boltsbühne" bestritten und hatte wobei der Mann ihm eine höhnische und beschimpfende Aeuße- Maurer in Bosen und Umgegend statt, in welcher mitgetheilt Aufsicht zu unterstehen habe. Diese Annahme wurde von dem zunächst Vorübergehenden an den Arm gepackt und festgehalten, nunmehr der Bezirksausschuß unter Vorsitz des Verwaltungs- rung ins Gesicht schleuderte. Kramer versuchte, fich loszureißen, wurde, daß der Verein sich nunmehr dem deutschen Zentralgerichts- Direktors Forster über diese Rechtsfrage zu befinden. worauf der Mann ihm ohne Weiteres einen Schlag mit einem verband der Maurer angeschlossen habe und den Namen Der Vorstand des Vereins„ Freie Volksbühne" war vertreten dicken Stock über bei Kopf versetzte, so daß das Blut sofort Posener Zentralverbands- Verein" führe. Sodann erfolgte die durch Dr. Bruno Wille und" Rechtsanwalt Wolfgang Heine, der herabfloß. Stramer fette fich zwar zur Wehr, die beiden Be- Statutenberathung und die Wahl des Vorstandes. gleiter des ersten Angreifers fielen aber auch mit Fauftschlägen Göppingen( Württemberg). Der schon seit sieben Wochen Polizeipräsident durch Regierungsassessor Dr. Hopp. In einem höchst umfangreichen Schriftsaße suchte der Be- über ihn her, so daß Kramer sich in das von ihm bewohnte zurückziehen mußte. Hier kam ihm der Portier währende Streit in der Metallwaarenfabrik von flagte die Richtigkeit feiner Annahme, daß der gedachte Verein Haus zurückziehen mußte. nicht nur eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten, fon- 3u Silfe und es gelang, den ersten Angreifer festzuhalten Schauffler und Safft ist beendigt; die Arbeiter mußten dern auch politische Zwecke verfolge und zwar dergestalt, daß derselbe welcher auf der Polizei als der schon vielfach vorbestrafte arbeits- von allen ihren Forderungen abstehen. Kopenhagen, 30. Junt. Der Engländer Mr. Paterfür sozialdemokratische Bestrebungen Propaganda mache, darzulegen, scheue Zuhälter Theodor Berger festgestellt wurde. während der Kläger durchaus die Übficht einer Einwirkung auf beffen beibe, songer at event or nicht zu ermitteln find, no ſter, Vorstand der standinavischen Abtheilung des englischen öffentliche Derselbe einzigen Zwed angab, die Poefie in ihrer modernen, das heißt felbe vermochte einen Grund für den Neberfall nicht anzugeben, wird am Donnerstag auf einem nach Hull gehenden Dampfer naturalistischen Richtung vorzuführen und durch Aufführung von Dramen diefer Richtung, sowie durch entsprechende Vorträge und Vorlesungen auf die breiten Maffen des Volkes bildend, verebelnd und erzieherisch zu wirken. Der Verein habe nur fünstlerische Interessen im Auge, die unmöglich als öffentliche Angelegenheiten Da Im Auftrage jämmtlicher Kollegen der Werkstatt Thielemann. Leopold. Gleitsmann. Hundt. Schmidt. Baarmann. Fothe. Arbeiterbewegung. Leipzig. Die Feilenhauergehilfen beschlossen in Posen. Hier fand am Sonntag eine Versammlung der abgeschickt. Versammlungen. er fei angetrunken gewesen" das war Alles, was er zu feiner Entschuldigung anführte. Der Staatsanwalt meinte, es sei weit gekommen, wenn ein anständiger Mensch sich nicht mehr am frühen Morgen auf dem Berliner Pflaster ſehen lassen fönne, ohne Gefahr zu laufen, von Strolchen angefallen zu werden, er beantrage gegen den Angeklagten ein Jahr Gefängniß. Bei diesem Den Parteigenoffen Berlins zur Kenntniß, daß zum Zur Erhärtung feiner Annahme bezw. Behauptung verwies Strafmaße bat der Letztere zu berücksichtigen, daß man ihn bei seiner Festnahme braun und blau geschlagen hätte. Der Vore der Beklagte auf den am 23. März 1890 im Berliner Bolts- fißende erwiderte ihm, daß ihm dies ganz dienlich gewesen sei. Freitag, den 8. Juli, in dem„ Feenpalast" eine Bersammlung Volksbühne", und zog verschiedene von Dr. Wille, Türk, Im Uebrigen ging der Gerichtshof noch über den Antrag des einberufen wird, welche Stellung zum Brüsseler inter blatt" erlassenen Aufruf zur Gründung eines" Vereins„ Freie de experti ber Gerichtshofs Dr. Schmidt, Vogtherr, Alberti u. A. in den stattgehabten Ver Staatsanwalts heraus, indem auf 1 Jahr 6 Monate Genationalen Arbeiterkongreß nehmen soll. Wir bitten fängniß erkannt wurde. erachtet werden könnten. Soziale Ueberlicht. die Genossen, darauf zu achten. Die Vertrauensleute. fammlungen des Vereins" Freie Volfsbühne" in den jeweiligen Reden gethanen Aeußerungen bezw. Redewendungen an. Alle Eine öffentliche Versammlung der Buchbinder und diese Redner feien als hervorragende sozialdemokratische Agi verwandten Berufsgenossen, als: Album, Karton, Luxustatoren bekannt und deren Meinungsäußerungen als der Ausdruck papier, Galanterie- und Lederarbeiter und Arbeiterinnen fand der Vereinsbestrebungen anzusehen. Die vorgeführten Dichtungen am 29. Juni unter dem Vorsitz des Herrn Riese statt. Auf der feien absichtlich so gewählt, um durch sie die gegenwärtigen An die Arbeiter Deutschlands. Tagesordnung standen Referate der Genossen Dr. Lütgenau politischen, wirthschaftlichen und gesellschaftlichen Zustände un Arbeiter, Genossen! Die Heizer und Koblenzieher befinden und P. Schneider über:" Die Bollpolitik und die dadurch haltbar erscheinen zu lassen und für die sozialdemokratischen Ideen Propaganda zu machen. Ferner verwies der Beklagte sich nun schon die sechste Woche in der Lohnbewegung und noch hervorgerufene Verschlechterung des Gewerbes." Un Stelle bes auf den Umstand, daß der Vorstand des Vereins Freie Volts: immer läßt sich das Ende des Streits nicht absehen. Er ist in Genossen Lütgenau, welcher sein Ausbleiben entschuldigt hatte, bühne" aus bekannten Sozialdemokraten bestehe, daß der Verein eine neue Phafe eingetreten. Der„ Norddeutsche Lloyd" verlangt sprach der Genosse Franz Berndt über die Schutzzollpoliti in diesem Jahre eine Maifeier veranstaltet habe und daß in die Auflösung des Fachvereins der Heizer und Koblenzieher. Es und zeigte, daß die Schutzölle mur dem Unternehmerthum Vorfeinen Versammlungen Gammelbons für sozialdemokratische handelt sich also hier nicht mehr me um die Beseitigung haar- theile bringen, dem Arbeiter dagegen schaden, was die Bersammelten sträubender Uebelstände und um die Verbesserung der erbärmlichen am Besten an sich selbst sehen könnten, nachdem die sogenannten Swede vertrieben worden seien. nur Rechtsanwalt Heine gab demgegenüber zunächst im Allgemeinen Lebenslage der Seizer uns Roblenzieher, fondern in allererster Leder- und Papier- Galanteriebranchen, in denen sie zum Theil bedie von dem Beklagten angezogenen Neußerungen der verschiedenen Linie kommt jetzt die Aufrechterhaltung bes geſehlich gewähr schäftigt gewesen, in Deutschland durch die neuerdings von Amerita Rebner jau, nur einige derselben nach Form und Inhalt be- leisteten" Roalitionsrechts in Grage, amit nicht der Unternehmer geschaffenen Bölle auf Industrieprodukte arg mitgenomerica streitend und wurden diefe von Dr. Wille richtig gestellt. Auch über Taufende triumphieren er echt gemachen kann. Der Ver- wurden. Zum Schluß forderte der Referent zu energischem bestritt er, daß mit Vorwissen des Vereinsvorstandes in den ein der Heizer und Kohlenzieher von Bremerhaven und Umgegend Protest gegen die Schußzollpolitik auf, dabei bemerkend, daß zwar ver ist den Herren ein Dorn im Auge, wird doch durch denselben von der Aufhebung der Zölle nicht alles Heil erwartet werden Vereinsversammlungen sozialdemokratische Sammelbons trieben worden seien. Im Uebrigen hielt Rechtsanwalt Heine eine Stelle geschaffen, wo die Seeleute ihre Klagen und Bedürfe, vielmehr nur die sozialiastisch geregelte Produktion der Beklagte fich ftüße, im vorliegenden Falle für nicht am Blaze. vorbringen können und von welcher aus die gemeldeten Uebel Erreichung dieses Zieles dürfe aber die Arbeiterschaft nicht noch Der Beklagte deduzire, daß die Voliserziehung eine öffentliche Stände öffentlich bekannt gegeben werden. Es war ja auch zu mehr verkommen und deshalb müßten die Schutzölle fallen. Angelegenheit fei; die Kunst bezwecke die Erziehung des Volkes, schön in der guten alten Zeit, wo man dem Seemann alles Der zweite Referent, Kollege P. Schneider, ging speziell der Verein habe sich diese Aufgabe gestellt, ergo bezwecke er eine bieten konnte. Wurde er einmal ungemüthlich, gleich hieß es auf die Verheerungen ein, welche die Mac Kynley- Bill in der Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten und unterstehe dem- beim Abmustern: 25 M. Strafe! Das ist jetzt anders, weil der Berliner Galanterie-, Leder-, Album- 2c. Fabrikation angerichtet hat. tönne man schließlich alles beweisen. Mit demselben Rechte hängt es nun ab, ob der Wunsch der Herren in Erfüllung gehen wird oder die jetzige Jahreszeit viel zu thun war, stehen jetzt halbleer, sind Mag sie zeigen, daß sie ein Herz für den hat, ein Berein witlärt werden, welcher bezweckt, in seinen Ver- fie ihm durch materielle Unterſtügung im Stampfe un fein gutes einigen Jahren einer der blühendſten Induſtriezweige Berlins, Und Recht thatkräftigst zur Seite steht. Wenn irgend eine Bewegung ge- jetzt ist sie ziemlich vernichtet. Der Export nach Amerika, welches ammlungen politische Angelegenheiten zu erörtern. Augenblick zögern, den§ 8 des Vereinsgefezes gegen den die der Feuerleute von Bremerhaven. Und wenn einer Fischblut deutschen Galanterie Industrien war, ist, wenn nicht ganz verhöchstwahrscheinlich würde der Polizei- Präsident auch keinen recht war und von der Selbſterhaltung diktirt wurde, so ist es früher einer der hauptsächlichsten Abnehmer von Erzeugnissen der Werein zur Anwendung zu bringen und diesen gänzlich aufzuheben, in den Adern hatte, so mußte es zum Sieden kommen beim An- nichtet, so doch einer der Vernichtung gleichkommenden Einschrän und ständig von den Schiffen er " " Vergolderinnen. Am 22. Juni tagte eine öffentliche Versammlung der im Vergoldergewerk beschäftigten Arbeiterinnen Berlins unter Vorsiz des Fräulein Gräber. Genosse G. Keßler hielt einen durch reichen Beifall ausgezeichneten Vortrag über Die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Bewegung und die Ziele derselben". An der Diskussion betheiligten sich mehrere Damen und Herren, welche dem Referenten beistimmten und die Anwesenden zur regen Agitation aufforderten, damit die Vereinigung der Arbeiterinnen im Vergoldergewerk sich anderen Gewerken bald gleich stellen kann. Bekannt wurde noch gemacht, daß am 22. August bei Joël, Andreasstraße, das diesjährige Stiftungsfest der Vereinigung stattfindet; es wird um recht regen Besuch gebeten. verein verein " " Gesangverein Gefangverein Arbeiter- GesangGesangverein GesangArbeiter- Gesangaußer Arbeit gekommenen fein anderes Mittel, als die Schaffung| dieser Angelegenheit verschiedene Refolutionen eingelaufen, jedoch| Ahmer, Gräfeftr. 82.- Orientalischer Rauchflub, Abends Uhr, bei Harts einer mächtigen Vereinigung. Redner forderte auf, dies ging die Versammlung nach längerer Debatte über den Gegen- Abends von 9-11 Uhr, Bofenerstr. 5 bet Rockendorf. mann, Manteuffelftr. 71. Gäste willkommen. Rauchtlub ,, Frisch gewagt", Mittel in Anspruch zu nehmen, wobei er sich hauptsächlich mit ftand zur Tagesordnung über. Unterm vierten Punkt der Tages 3wang", Abends 8 Uhr, bet Spät, Weinstr. 28.Rauchtlub ,, Ohne an die anwesenden Damen wandte. Die Ausführungen beider ordnung, Rauchflub ,, Grüne Redner wurden mit lebhaftem Beifall begrüßt. Nach kurzer wurde berichtet, daß zu dem im nächsten Monat stattfindenden Otto Babel. Gäste willkommen. Bericht des Vergnügungs- Komitees", Quaste", Abends 9 Uhr, bet Schlüter, Kleine Markusstraße 10. Gäste willtommen. Stattlub Treff", Abends 8½ Uhr, Frankfurter Allee 90 bei Debatte gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Sommerfest das Thiesmar'sche Lokal in Johannisberg ausersehen Die Bersammelten protestiren energisch gegen die gesammte sei. Die Versammlung beschloß, nachdem Kollege Ebert daraufuhr, Uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.). Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends Bollpolitik der Regierung, und verpflichten sich, mit aller Kraft aufmerksam gemacht hatte, daß jenes Lokal nicht auf der Liste Strautstraße 52 im Restaurant. Gesangverein Freies Lied", Gesangverein 3ufriedenheit", gegen die Zölle zu agitiren. Außerdem verpflichten sich die An- stehe, in dieser Sache erst den Ausspruch des Vertrauensmannesstraße Nr. 141 bei W. Schmidt. Nostizstraße 29, bet Hahn. Gesangverein Crescendo", Wrangel wesenden, für eine große und starke Arbeiterorganisation einzu- zu hören. Hierauf wurde die Versammlung geschloffen. Gesangverein" Freya",( Gem. Chor) bei Bemter, Münzstraße 11. treten, um der umsichgreifenden Degeneration der Arbeiterklasse Männer- Gesangverein hilaritas", Hochstraße 32 a bei Wilfe. Arbeitergesangverein Morgenroth", entgegentreten zu können." Kollege Jost machte hierauf auf Charlottenburg, Rosinenstraße 3, bet Grischow. Arbeiter- Gesangverein die von der Berliner Streif- Kontrollkommission in Szene gesetzte tedesfreiheit", ,, Vorwärts", Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey. Gefangverein Blumenstraße 38 bei Sente. Sammlung aufmerksam und forderte zu recht regen Vertrieb der der Steinmeßen", Johannisstraße 21 bet Müller. Fünfpfennigbons auf. Nur jene Gewerkschaften sollen unterstützt " Deutsche Eiche", Blumenstraße 46 bei Went. werden, welche Gelder für den Fonds aufbringen. er che", Abends 9 Uhr, bei Bimmermann, Brunnenstr. 119. ,, Ech o", Pantow bei Borchardt, Schulzeftr. 27. Nächstens wird eine öffentliche Versammlung der verwandten Branchen in verein Johannt" am Ostbahnhof Nr. 7, bei Junold. der Papierverarbeitung stattfinden, um der Neuorganisation der Freiheit", Uebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Kommission Rechnung zu tragen. Reichenbergerstr. 166 bei Bäzold.- Verein„ Steinfeger- Sängerchor", Hämmerle, Bülowstr. 59, part. Männergesangverein Morgenroth" Schwedterstr. 17 bet Wolter. Gesangverein„ Südost" bei Ziemer, CuvryEine öffentliche Versammlung fämmtlicher in der straße 16. Männergesangverein Steinne Ite", Gerichtstr. 10 im Restau Luguspapier- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeitealerisstraße 5. rant. Männergesangverein 3ufriedenheit" bet Gauger, Willibald rinnen fand Sonnabend Abend unter dem Vorsitz des Kollegen Männergesangverein der Kürschner bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Gesangverein Lyra" bei Stachel, Raupachstr. 6. Siegrist statt. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Offenbacher Sängerkranz, Ritter- und Prinzenstr.- Ecke bei Krauſe. Kollegen Schlegel über die Krisen der jezigen und der früheren Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Zeit." Der Referent ging darin zunächst die Lage der Arbeiter Der Verband deutscher Zimmerlente( Lokalverband feinstr. 5. Mittwody: Bergnügungsverein Fidele Brüder", 9 Uhr, bet Kühn, SchönBergnügungsverein Proletariat", bei Stehmann, Melchiordurch und schilderte dann die Einwirkungen der Zölle, der Berlin) hielt am 28. Juni eine Versammlung ab. Herr Rechner Straße 15. Verein Fridolin", 9% Uhr, bei Wolff, Brunnenstr. 35a, M'Kinley- Bill, der Unternehmer- Kartelle auf unsere wirthschaft- sprach über den Kampf um's Dasein und entledigte sich seines verein„ Ataste", 9 Uhr, bei Stehmann, welchiorſir. 15. Theaterverein, Blumenlese", bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60. Theaterlichen Verhältnisse. Sodann beleuchtete Redner die trostlosen Referats zur allgemeinen Zufriedenheit. Darauf wurde die Vergnügungsverein, Sultania", 9 Uhr, bet Meißner, Gartenstr. 162. Theater- und Zustände in der Luxuspapier- Branche und die gegenwärtige große Vorstandswahl vorgenommen; dieselbe hatte folgendes Resultat: Arbeitslosigkeit. Demgegenüber müßten sich die Arbeiter zu 3ipte, 1. Vorsitzender; Fischer, 2. Vorsitzender; Knüpfer, Kassirer; möglichst großen Organisationen zusammenschließen, damit sie Apelt, stellvertretender Kassirer; Both, 1. Schriftführer; Haberdem Unternehmer- Uebermuth Trotz bieten können und einer stroh, 2. Schriftführer; Weiß und Leonhardt, Revisoren; Graupe Degenerirung der Arbeiter entgegen zu arbeiten vermöchten. und Bruhn, Kontrolleure; Kresmer, Bibliothekar. Im Ver( Lebhafter Beifall.) schiedenen" machte Kamerad Gefrois darauf aufmerksam, daß am In der Diskussion über den Vortrag empfahl Koll. Marwitz Mittwoch Flugblätter der jetzt bestehenden Lohnkommission den Beitritt zum Fachverein der Buchbinder und ersuchte weiter, bei Zipke zur event. Verbreitung in Empfang zu nehmen sind. die Zirkulare, behufs Gründung eines Arbeiterinnen- Fachvereins " Literarisches. erscheinende Zeitschrift vor, betitelt Der Leuchtthurm, Uns liegt eine neue, im Verlag von Th. Huth in Berlin Wochenhefte für Volksbildung." Preis jedes Heftes 10 Pf. Die zu verbreiten. Kollege Greiffenberg trat dem entgegen, indem er verwandten Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin) hielt am Der Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und Dr. Bruno Wille„ Satan's neue Tattit." bisher erschienenen Lieferungen hatten folgenden Inhalt: bemerkte, daß bereits ein alle Branchen der Papierinduſtrie um- 23. Juni in Feuersteins Restaurant eine Mitgliederversammlung sophie der Zahlen."- Karl Stern„ Entwickelung der Religion." Dr. H. Lux Philoschließender Fachverein sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen ab, in welcher Herr Jul. Türk einen mit großem Beifall aufge- von Haustein„ Die heimische Thierwelt im Bann des Winters." begründet sei. Auch Kollege Feldmann ermahnte zum Anschluß nommenen Vortrag über„ Die französische Revolution" hielt. Dr. Karl Ruß" Vogelschuh in der Häuslichkeit." Dr. an eine Organisation. - Theater:" Freie Volksbühne."-Runo Klappe Die BerDistussion fand nicht statt. Hierauf berichtete das Vergnügungs- herrlichung der Barbarei."- Dr. H. Lux Das Verbrechen." Komitee über das letzte Vergnügen. Dasselbe hat einen Ueber- Lothar Schmidt Die Bellerine."- Emil Bola Im Bauch von schuß von 145 M. 45 Pfg. ergeben. Im Weiteren entstand eine Paris."- H. Ströbel Arne Garborg's Romane." G. Schenk längere und eingehende Debatte über die von den verschiedenen" Die Freizügigkeit in Deutschland" 2c. Zahlstellen des Verbandes zum Verbandstage gestellten Anträge. bas am 11. Juli im Etablissement Friedrichshain"( Lips) stattUnter Verschiedenem machte der Vorsitzende noch besonders auf findende Sommerfest aufmerksam. Tution angenommen: Nach längeren Auseinandersehungen wurde folgende ResoDie heutige Versammlung beschließt die Agitation in der Luruspapier- Branche mit aller Energie aufzunehmen und dahin zuwirken, daß sich Alle der Zentralisation anschließen." 11 " Unter Berschiedenem" machte Kollege Krüger auf das am 20. Juli in der Unionsbrauerei stattfindende Sommerfest des Fachvereins der Buchbinder aufmerksam. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Da Herr Briz. Am 1. d. M. tagte unter Vorsitz des Genossen Mainz die Generalversammlung des Volts Bildungsvereins Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Eine große öffentliche Versammlung des Allgemeinen für Britz und Umgegend. Zum ersten Punkt der Tagesordnung ist der Streit der Heizer des„ Norddeutschen Lloyd" beendet. Bremerhaven, 30. Juni. Infolge neuer Verhandlungen Arbeiterinnenvereins tagte am 29. Juni in Haafe's Salon sprach Genosse Schall über die dem Arbeiter zu Gebote stehenden unter Borsiz der Frau Fahrenwald. Auf der Tagesordnung Bildungsmittel. Der Referent wies nach, daß gerade die Schule, Bugeständnisse bezüglich der Löhne wurden nicht gemacht, wohl stand: 1. Vortrag des Herrn Curt Baake. 2. Diskussion. welche doch vor allem dazu berufen sein sollte, der Jugend aber solche bezüglich der Anmusterung der Leute und einer Baake noch in letzter Stunde abschrieb, war Genosse Schlüter so praktische Winke für das spätere Leben mit auf den Weg zu geben, Statutenänderung der Seemannstasje. Der Streit hat 5 Wochen freundlich, das Referat zu übernehmen; er entledigte sich auch gegenwärtig in dieser Hinsicht ihrer Aufgabe gar nicht gewachsen gedauert. freundlich, das Referat zu übernehmen; er entledigte sich auch ist. Auch die Lehrzeit sowie der sogenannte Gefellenstand böten brach in Santiago del Estero am Sonntag Morgen ein AufLondon, 30. Juni. Wie aus Buenos- Ayres geweldet wird, feiner Aufgabe in trefflicher Weise. An der Diskussion betheiligten sich die Damen Baader und dem jungen Proletarier bei der heutigen Ausbeutungssucht des brach in Santiago del Estero am Sonntag Morgen ein AufAn der Diskussion betheiligten sich die Damen Baader und Unternehmers nicht Zeit und Gelegenheit, fich wirkliche Bildung Senhor Rojas, zum Rücktritt zu zwingen, um den früheren stand aus, der dahin zielte, den gegenwärtigen Gouverneur, Fahrenwald. Unter Verschiedenem ermahnte Fr. Fahrenwald die an- anzueignen. Selbst wenn der„ Gefelle" die Anlage zum Ferien- Gouverneur Senhor Gorostiago wieder ins Amt einzusetzen. Der wesenden Frauen und Mädchen, auf die Zeitschrift Die Ar- folonisten" hat, ist es ihm nicht möglich, außer dem militärischen Aufstand erreichte sein Ziel, ohne daß von irgend einer Seite ein „ Die Drill sich Kenntnisse zu verschaffen. Hat er auch diese Zeit von einer Geite ein Sonnabend, den 18. Juli, in Säger's Salon, Grüner Weg 29, ein und könnte nun nach jeder Richtung hin seinen Wissens. Persönlichkeiten der Provinz stehen glücklich überstanden, tritt er als freier" Arbeiter in das Leben Sämmtliche einflußreiche wieder eine Bersammlung stattfindet, an welcher sich ein gemüth- brang befriedigen, wenn ihm nicht, ebenfalls gezwungen durch ständischen Eine Regierungs Rommission ist gestern zur liches Beisammensein knüpfen wird. Untersuchung und Ausgleichung der Angelegenheit nach Nachdem sich noch zehn Mitglieder hatten aufnehmen lassen, Beg träten und die Sorge um des Leibes Nothdurft sein ganzes der Dronung dorthin entfandt worden; doch herrscht bort gegen den Kampf ums Dasein, seine Mitarbeiter konkurrirend in den Santiago abgereist. Auch Kavallerie ist zur Aufrechterhaltung wurde die Versammlung um 1/212 Uhr geschlossen. Sinnen und Trachten dermaßen in Anspruch nähmen, daß ihm Der Fachverein der Stuckateure und Berufsgenossen außer der Zeit auch die Lust zum Studium fehlt. Zum Schluß wärtig vollständige Ruhe. Da bei Ausbruch des Aufstandes die hielt am 22. Juni ſeine Mitgliederversammlung ab. Dr. Zadek feines mit großem Beifall aufgenommenen Vortrages richtete der Telegraphendrähte durchschnitten wurden, so trafen alle Nacherörterte in einstündigem Klarem Vortrage das Wesen der Lungen- Referent an die Anwesenden die Aufforderung, recht thatkräftig richten verspätet ein. Der durch den Aufstand abgesezte Senhor schwindsucht und erntete dafür lebhaften Beifall. In der Dis- für den jungen Volks- Bildungsverein zu agitiren. Hierauf ließen Rojas war durch den Präsidenten Roca ernannt worden und war später ein Schüßling des Präsidenten Celman. Nach den fussion wurde von einem Kollegen berichtet, daß in dem Unter- sich sämmtliche anwesenden Genossen als Mitglieder eintragen. Ereignissen vom Juli vorigen Jahres wurde ihm die Weitersuchungsgefängniß sich der Auswurf monatelang auf dem Fuß- Dann erstattete der provisorische Vorstand Bericht über die Kaffenboden herumtreibe und unter so vielen Personen, welche in Unter- verhältnisse. Die vorgelegten Statuten wurden mit einer kleinen führung seines Amtes gestattet. Doch erregte seine Amtsführung fuchungshaft kommen, könnten sich wohl auch Lungenkranke be- Aenderung des§ 5 derselben angenommen. Aus der Vorstands- starken Unwillen, da er sämmtliche Beamtenstellen in Santiago, finden. Dadurch könne ein gesunder Mensch, der die so wie so wahl gingen die Genossen Mainz als Vorsitzender, Kleift als die seinem Einflusse erreichbar waren, mit seinen Verwandten unangenehme Gelegenheit hat, da hinein zu kommen, sich die Kassirer, Beschorner als Schriftführer, sowie die Genossen Wille, und Kreaturen ohne Rücksicht auf deren Befähigung besetzte, Krankheit zuziehen; es sei Sache der Aerzte, auf Abhilfe zu Barkenthin, Menzel und Malzius als Beisitzer hervor. dringen. Im Gewerkschaftlichen" wurde erörtert, daß so viele Meister die Lehre in ihrem Nußen ausbeuten; die Eltern müßten mehr Rücksicht auf ihre Kinder nehmen. Dann gelangte zur Mit theilung, daß unser Sommerfest am 1. August stattfinden wird, und einige Bildhauer sich erboten haben, bei dem Feste mit zuwirken. Im Verschiedenen wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, es möchten die Kollegen, da sie jetzt doch alle wieder Arbeit haben, ihr Scherflein zum Unterstützungsfonds beisteuern, damit mehr für unsere Interessen agitirt werden kann. Der Kollege Borchert wurde aufgefordert, das Buch, welches er aus unserer Bibliothek entliehen hat, wieder abzuliefern. Ferner wurde rücksichtlich zweier Fälle darauf hingewiesen, daß burch solche Kollegen, welche die Restaurateure und Schneider anfeßen", die Stuckateure gebrandmarkt werden. 27 " Derfelbe Verein hielt am Sonntag, den 21. d. M., in Chymert's Lofal in Brig eine gut besuchte öffentliche Versamm lung ab. Genosse Koblenzer sprach unter reichem Beifall Briefkaffen der Redaktion. der Versammlung über:" Die Moral der heutigen Gesellschaft". Briefich Unter Ver- Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Antwort wird nicht ertheilt. schiedenem warf man die Frage auf, ob nicht die nächste öffentF. H. Str. 30. 20. Jn Betreff ihrer Steuersache können liche Vereinsversammlung im Engel'schen Lokale in Brig abgehalten werden könne, da dieses Lokal das günstigst gelegene sei. wir Sie nur auf den Weg der Reklamation verweisen. H. Engler. Manuskripte dürfen nicht über zwei Seiten Der Vorsitzende antwortete, Herr Engel habe seiner Zeit der Lokalkommission erklärt, die Arbeiter schädigten nur sein Geschäft, hinweg geschrieben werden. Das erschwert den Satz. B., Stallschreiberstr. Sie müssen die Miethssteuer von indem sie seine„ bessere" Gesellschaft vertreiben; weiter hätte Herr Engel feine Verwunderung darüber geäußert, wie dem ganzen Miethepreis zahlen, da derselbe für Geschäft und es möglich wäre, daß anständige Leute noch in Gebr. Walter's Rosen- Wohnung einheitlich feſtgeſetzt ist. P. St. Wenn Sie für Berlin Rommunalsteuer gezahlt See- Terrasse in Brit verkehren, wo die Mehrzahl der Gäste Sozial- haben und im Laufe des Quartals wegziehen, so brauchen sie in demokraten seien. Es wurde noch bekannt gegeben, daß die ber neuen Gemeinde nicht wiederum Steuern zu zahlen. nächste Mitgliederversammlung Montag, den 6. Juli, in Gebr. A. H. W. 1. Forderungen für im Jahre 1889 gelieferte Walter's Rosen- See- Terrasse stattfindet. Nach Schluß der Ver- Waaren verjähren erst zum 31. Dezember d. J. 2. Auch die Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 22. Juni fammlung hielten Gefang und Tanz die Genossen und deren Schuld aus dem Jahre 1888 ist nicht verjährt, weil der Schuldner feine Mitgliederversammlung ab. In derselben wurde ein Ar- Familien noch lange zusammen. im Jahre 1889 noch Abschlagszahlungen auf dieselbe geleistet. tifel über Arbeiter und Arbeiterleben vor vierhundert Jahren" Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs am Mittwoch. Der alte Zahlungsbefehl ist zwar hinfällig geworden, Sie können verlesen, welcher beifällige Aufnahme fand. Die Diskussion war Vorwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im Lokale des Herrn Köhn. sehr rege. Im Verschiedenen verlas der Vorsitzende den im Maunyuftr. 83. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. aber die Kosten dafür in Ansatz bringen. G. K. Sie brauchen überhaupt keine Miethssteuer zu -Nord" ,, Eman Schuhmacher- Fachblatt über die Erfurter Schuhfabrik veröffent- stpation", Abends 8% Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Abends 8% Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. Säfte zahlen. lichten Aufruf des Kollegen Bock, woraus hervorging, daß die be. E. 14. Dem Retentionsrechte des Hauswirths untertreffenden Erfurter Fabrikanten am liebsten die ganze Sache zu Gäste willkommen.- Frete Denter", 9 Uhr bei Haugt, Böthstr. 12 liegt auch das eingebrachte Vermögen der Frau. Der Wirth Gründe richten möchten, indem sie der Fabrik den Kredit abzuGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Baufe: kann daher, wenn der Miether seine Ehefrau heimlich verlassen schneiden suchen u. s. w. Die Fabrikanten prophezeien beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. Gefangverein hat, auch die in der Wohnung befindlichen Sachen der letzteren dem Unternehmen den Untergang; einige sagen, die Fabrik offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei glges, Wilsnackerstr. 63. werde etwa 3 Monate bestehen, andere- nämlich die humansten Männergesangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, retiniren, wenn nicht etwa dieselben in einem Ehevertrag ausGefangverein Alpenrose",( Sem. Chor) 8-10 Uhr, drücklich als vorbehaltenes Vermögen der Frau bezeichnet sind. vergönnen ihr wenigstens noch 9 Monate Lebensdauer. Arbeiter Aleranderstr. 37, Ecke Kaiserstr., 1" Tr. Gesangverein Alpenglühen A. K. Die Statistik über den Besuch der Arbeiter- BildungsBerlins, sorgt nun dafür, daß diese Lügen niemals Wahrheit 8% ühr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäſte, durch Mitglieder eingefühschule leidet in der That an dem von Ihnen gerügten Fehler: werden; kauft nur in solchen Geschäften, welche die betreffenden Straße 256, Ede Alexanderstraße. Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, Gäste willkommen. Tambourverein es ist aus ihr nicht ersichtlich, wie viel einzelne Schüler am Schuhwaaren führen. Der Ueberschuß der deutschen Schuhfabrik Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9.- Unterricht theilnehmen. Es sind aber, wie wir Ihnen mittheilen in Erfurt kommt der Arbeitersache wieder zu Gute. Die Firmen, Männergesangverein„ Edelweiß", Abends 8 Uhr, bei Schneider, Belforter- können, bereits Vorbereitungen getroffen, um anch hierüber lückenwelche die Waaren führen, werden noch besonders veröffentlicht. Straße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Offenbacher Sängerfranz", bei Krause, Nitterstr. 105. lose Angaben zu erhalten. Des Weiteren wurde beschlossen, das Stiftungsfest Ende August Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis Otto Mudra. Eignet sich erfahrungsgemäß nicht zur Veroder Anfang September zu feiern. Eine Kommission von fünf 10 Uhr im Zurnsaale des Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57-58. Mann murde mit der Besorgung der nöthigen Vorarbeiten beauf- Berliner Turngen offenschaft. 5. Wännerabth. Abds. von 8-10 ühr; öffentlichung. Turnlokal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis E. K. 4. Beantragen Sie einen Zahlungsbefehl und lassen tragt. Auf Wunsch einiger Mitglieder soll die nächste Versamm 11 uhr. Zurnlokal: Mühlenſtr. 49-50. Turnverein„ O sten", Männer- Sie auf Grund desselben pfänden. Bei der Versteigerung können Lung in 14 Tagen im Norden Berlins stattfinden. Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Theaterverein Blumen lefe" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stall- Sie dann die Sachen erstehen und ihrem Schuldner auf Leihkonschreiberstr. 60.Im Bericht über die Generalversammlung des Unter- in Metßners Restaurant, Gartenstraße 162. Damien und Herren, welche ge- nicht gestempelt zu werden pflegt. Sie können dann, wenn ein Theater: u. Vergnügungsverein„ Bultania" Abends 9 Uhr, traft geben, welcher, da es sich um weniger als 150 m. handelt, stühnugsvereins deutscher Buchdrucker ist die Rede, welche der neigt sind, dem Verein beizutreten, tönnen sich daselbst melden Dresdener Delegirte, Herr Steinbrück, zur Frage der Beschickung des oder beim M. Lieste, Ackerstraße 13, Sof 1 Treppe. anderer Gläubiger die Sachen pfändet, deren Freigabe, nöthigenPollack- klub u stige Brüder", Abends 8-10% ithr im Restaurant falls durch Interventionstlage verlangen. Auf andere Weise willkommen. " Gäste willkommen. Brüderstr. 26. willkommen. " Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. " Vorsitzenden Gewerkschafts- Kongresses hielt, mißverständlich wiedergegeben. Der Liewald, Dresdenerstr. 38. Berein" Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 tönnen Sie nicht zum Eigenthum der Sachen gelangen. genannte Delegirte steht auf dem Standpunkte der Fachorganisation, hält es aber gleichfalls für nothwendig, daß die Buchdrucker sich der allgemeinen Arbeiterbewegung anschließen und den Gewerkschaftstongreß offiziell beschicken. tommen. 0 bet G. Rien. Gäste willkommen. Bergnügungs- Verein ,, Euphrosine", J. G. 10. Der Ehemann resp. Vater muß die ganze Schuld Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Stallschreiberstr. 58. Gäste willkommen. Nach der Sizung: Tanz. Sigung Abends 9 uhr, bet Steemann, Melchiorstr. 15, Hof part. Gäste will sprochen hat. Wenn Sie ihn verklagen, so schieben Sie ihm über Bergnügungs- Verein Proletariat", bezahlen, schon deshalb weil er deren Zahlung ausdrücklich verGeselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Stoppenstr. 40 e. Geselliger Verein Freiheit" Abends 8% Uhr, bei Genosse Leininger, diese Verpflichtungserklärung den Eid zu, wenn Sie sonst keine und Herren, willkommen. Eine außerordentliche Generalversammlung des Ver Boyenstr. 40. Gäfte, Damen Ber Zeugen dafür haben. gnügungsverein Ponum", Abends 8% Uhr bei Schröder, Steglizer M. S. 100. Die Orts- Krankenkasse braucht Ihnen, auch eins der Berliner Gastwirthsgehilfen tagte am Freitag, den traße 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Verein Die Ver- der Soldiner", Abends 8 Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. 26. Juni, unter dem Vorsitz des Kollegen Thomas. wenn Sie nach dem Unfalle in einer Droschte nach Hause fahren sammlung war hauptsächlich deshalb einberufen, um eine zwischen Berein Kreuzfidel"," Sizung mit Damen bei Doberstein, Mariannen mußten, das Fahrgeld nicht zu ersehen. Sie könnten höchstens und dem Redakteur des Gastwirths- abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule"; den Kutscher, wenn derselbe Sie durch Unachtsamkeit überfahren gehilfen" schwebende Streitigkeit zu schlichten. Es waren in stern" in Friedrichsberg. Rauchtlub Bultan", Abends 9" uhr bei hat, auf Schadenersatz verklagen. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, dem Bureauverwalter 24 straße 31. Rauchklub Nord: 9 I t ST I S T t 3 fe IE 2 b li g f b 2. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 150. Vatikanische Ballons d'essai und dicke Bretter vor ultrakonservativen Köpfen. Unter dem Titel„ Batitanische Ballons d'essai"*) brachte die„ Kreuz- Zeitung" am 25. d. M. einen Leit artikel, worin sie die wundersamen Auslassungen des„ Osservatore Romano", jenes bekannten päpstlichen Leibblattes, über die Mög lichkeit und Wahrscheinlichkeit eines Bündnisses des Papstthums mit der französischen Republik einer ziemlich mißvergnügten Betrachtung unterzog. Daß der Artikel einen Versuchsballon darstellte, welchen die Kurie selbst steigen ließ, daran schien die„ Kreuz- Zeitung" nicht einen Augenblick zu zweifeln, was sie aber eigentlich damit versuchen wolle, darüber war die„ Kreuz- Zeitung" offenbar durchaus im Unklaren. Augenscheinlich ergrimmt meinte sie, es könne doch zweifelIos tein vernünftiger Mensch an ein Bündniß der katholischen Kirche mit der atheistischen französischen Demokratie denken. Amusanter Weise hält sie ein solches Bündniß nicht etwa deshalb für ausgeschlossen, weil der Papst und die Kirche für solchen Bund nicht zu gewinnen fein würden, sondern weil sie im Gegentheil die nöthige Charakterlosigkeit zu solch einem Bündnisse der französischen Demokratie nicht zuzutrauen vermag. Um zu zeigen, wie wenig an einem solchen Bund zu denken fei, hebt sie die„ traurigen" Schulzustände, wie sie in Frankreich gegenwärtig herrschen, hervor, indem sie schreibt: Mittwoch, den 1. Juli 1891. oder Republik wird die Kirche sich so nebenbei mit der Bourgeoisie einigen. Auf ein paar Kronen mehr oder weniger kommt es dem Nachfolger Petri, der in seinem mehr als anderthalb Jahrtausend langen Leben schon Kronen verschenkt hat, als wären sie wohlfeil wie Brombeeren, nicht im mindesten an. Daß sich religionslose Arbeiter nirgends in der Welt zu Bundesgenoffen derselben Kirche werden einfangen laffen, die die Völker immer hat unterdrücken helfen, ist gewiß. Db aber die atheistische Bourgeoisie, wenn sie zwischen solchem Bündnisse und dem Untergange in der sozialistischen Gesellschaft zu wählen haben wird, nicht nach dem Stuhle Petri greift und wäre es auch mit demfelben Gefühle, mit dem der Ertrinkende nach dem Strohhalm langt, wollen wir abwarten. Daß die Liberalen vom Schlage der National- Zeitung" sich heut schon das Rettungsboot der Ecclesia militans) bestellt haben, ist von uns schon neulich urbi et orbi**) signalisirt worden. Arbeiterbewegung. Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands in Hamburg. Adressen der Zentral- Vereinsvorstrände und Vertrauensleute. 3entral Vereine. Verband der Bäcker, Berlin N., E. Pfeiffer, Coloniestr. 20. 8. Jahrg. Unterstützungsverein deutscher Zabalarbeiter, Bremen, E. Lorke, Süfterstr. 1. Vereinigung der Zapezirer, Hamburg- St. Pauli, Th. Meyer, Weidenallee 59, 1. Et. Deutscher Tischlerverband, Stuttgart- Hestach, C. Kloß, Böblingerstraße 127. straße 30a. Verband der Vergolder, Berlin O., E. Roepnick, SchillingZentralverband deutscher Werftarbeiter, Hamburg, G. Fehmerling, Vereinigung der Ziegler, Werder( Havel), A. Heimlich, Chauffeeftraße 115. Stubbenhut 22, 3. Ct. Verband deutscher Zimmerleute, Hamburg- Barmbeck, F. Schrader, Holst. Kamp 18, 1. Et. Süddeutscher Zimmererbund, München, D. Kuhlemann, Lilienstraße 54, 2. Gt. Vertrauensleute. Vertrauensmann der Bäcker, H. Kretschmar, Hamburg- St. Pauli Bartelsstr. 18. Vertrauensmann der Feilenhauer, G. Goldbach, Leipzig, Anger Crottendorf, Bernhardstraße. Vertrauensmann der Former, Th. Schwarz, Lübeck, Alsheibe 15. Vertrauensmann der Klempner, W. Metzger, Hamburg, Meißnerstraße 5, H3. 1, 2. Gt. Vertrauensmann der Metallarbeiter, M. Segit, Fürth, Königstraße 79. Vertrauensmann der Stuckateure, J. Sittenfeld, Hamburg, Wandsbecker Chaussee 134, s. 2, 2. Et. Bertrauensmann der Schlosser, G. Breder, Nürnberg, Neue Gasse 5. " Die Zustände in Frankreich sind vom katholisch- kirch Vereinigung der Barbiere und Perrückenmacher, Hannover, Bertrauensmann der Schneider, P. Reißhaus, Erfurt, Udestedters lichen Standpunkt betrachtet so traurig, wie in keinem anderen Lande der Welt. Die Zentrumspartei tlagt noch manchmal über die preußischen Schulzustände wie würde der Papst sich freuen, wenn folche Schulzustände in Frankreich herrschten, wo die staat lichen Lehrer den Atheismus predigen und statt der religiösen Lehre eine Sittenlehre ohne Nennung des göttlichen Namens eingeführt ist." Die in dieser Weise ganz zutreffend beschriebenen Schulzustände in Frankreich sind allerdings vom katholisch- kirchlichen Standpunkte aus betrachtet ebenso traurige, wie sie für uns und für alle ehrlichen Menschen, welche auf dem Fundamente der modernen Bildung stehen, erfreuliche sind, aber vom evangelisch tirchlichen Standpunkt beurtheilt sind sie nicht minder fatal, was die Kreuz- Zeitung" im Eifer übersehen zu haben scheint. Der Kreuz- Beitung" ist es nämlich hauptsächlich darum zu thun, den Ultramontanen flar zu machen, wie gänzlich aussichtslos und lächerlich all' ihre Liebäugelei mit der Demokratie im Grunde ist und damit kann sie freilich darauf rechnen, Verständ niß bei den Ultramontanen in Deutschland zu finden, denn diese sind über den furiofen Artikel" des Osservatore Romano" selber fehr wenig erbaut und haben bereits sich beeilt, zu versichern, daß nur in einem bestimmten Theile jenes Blattes offizielle Kundgebungen der Kurie enthalten seien, während im Uebrigen der Osservatore Romano" gern minder haltbare Tagesleistungen" zu Markte brächte, welche besonders in der Zeit der politischen Windstille neben Seeschlangen, fauren Gurken und Kannegießereien aller Art an der Tagesordnung feien. Um nun auch unseren Lesern zu zeigen, wie der Versuchs ballon aussieht, von welchem die Rede ist, werden wir den Schluß des Artikels in der Uebersetzung, welche die„ Kölnische Volkszeitung" bringt, hier wiedergeben. Derfelbe lautet: Gegenüber irgend welchem mehr oder minder übermüthigem Bündniß andersgläubiger und ungleichartiger Mächte wird man im alten Europa einen Bund der katholischen Kirche mit der Katholischen Demokratie erstehen sehen; wie in Frankreich und mit Frankreich die Kirche die großartige Einrichtung der christlichen Monarchie bildete, welche tausend Jahr hindurch das Haupt des Glaubens und des staatlichen Lebens im Abendlande war, so werden wir eines Tages in und mit Frankreich dieselbe ewig jugendliche und fruchtbare Kirche die chriftliche Demokratie diszipliniren und organisiren sehen, welcher nach vielfältigen Anzeichen in nächster Zukunft ein großer Theil jener gesellschaftlichen Umbildung vorbehalten zu sein scheint, der wir unaushaltsam entgegengehen." H. Dierksen, Knochenhauerstr. 59. Verband selbständiger Barbiere, Kassel, A. Rehne, Obere Entengasse 3. Berband der Bau- Arbeiter, Hamburg, H. Pein, Meßberg 14, 53. 2. Bergarbeiter- Verband für Rheinland- Westfalen, Bochum, J. Meyer, Dorstenerstr. 29. Bergarbeiter Verband für Königreich und Provinz Sachsen, Zwickau, Ebert, Katharinen- Kirchhof. Bergarbeiter- Verband für Schlesien, Waldenburg, F. Pfeiffer, Töpferstraße 1. Unterstüßungsverein der Bildhauer, Berlin SW., P. Dupont, Solmsstr. 33, 2. Et. Zentralverein deutscher Böttcher, Bremen, F. Sander, Buntenthorfteinweg 526. 4 Unterstützungsverein der Buchbinder, Stuttgart, A. Dietrich, Heu steigstraße 30. Unterstüßungsverein deutscher Buchdrucker, Berlin SW., G. Döblin, Solmsstr. 31. Vereinigung der Bürsten und Pinselmacher, Berlin SW., Paul Daun, Teltowerstr. 23. Unterstützungsverein der Zigarrenfortirer, Hamburg St. Pauli, A. v. Elm, Marktstr. 27. Vereinigung der Dachdecker Deutschlands, Berlin N., H. Pollwig, Schwedterstr. 52. Bereinigung der Drechsler Deutschlands, Hamburg St. Georg, Th. Leipart, An der Koppel 79, 1. Gt. Vereinigung der Formenstecher und Tapetendrucker, Einbeck, H. Brand, Delburg 2. Zentralverein deutscher Gärtner, Hamburg, P. Jsing, Lilienftraße 16, 1. Et. Verband der Lohgerber, Altona, E. Berger, Konradstr. 89, H3. 1, p. Allgemeiner Weißgerber- Verband, Altenburg, S.-A., M. Fuchs, Schüßen- straße 16. Verband der Glasergesellen, Wiesbaden, D. Nitsche, Helenenstraße 26. Verband der Glasarbeiter, Bergedorf b. Hamburg, A. Gèbel, Mohnhof 18. Vereinigung der Land- und gewerblichen Hilfsarbeiter, Hannover, A. Brey, Klostergang 4a. Zentralverein der Fabrik- und Handarbeiterinnen, Wandsbeck, W. Kähler, Gartenterrasse 2, 1. Et. Verband der Glacé- Handschuhmacher, Arnstadt in Thüringen, E. Knoesel. straße 8. Vertrauensmann der Tabatarbeiter Sachsens, 2. Lewinsohn, Dresden N., Hechtstr. 34, 2 Et. Vertrauensmann der Textilarbeiter, R. Kurtke, Berlin NO., Weberstr. 15a. Bertranensmann der sächsischen Tischler, H. Krüger, Dresden, Kl. Plauenschegasse 6, part. Bertrauensinann der Töpfer, F. Kaulich, Halle a. d. S., Harz 48b, 1 Et. Berichtigung. Die„ Graphische Presse" erscheint nicht mehr in Wurzen i. S., sondern in Schleudig- Leipzig, Conrad Müller. Versammlungen. Arbeiter- Bildungsschule. Am Freitag, den 26. Juni hielt Herr G. Ledebour den dritten seiner Vorträge über„ Raffenfunde und Urgeschichte". Der Vortrag behandelte diesmal" Die Menschenrassen". Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Versammelten den interessanten und lehrreichen Ansführungen des Referenten, welche letterer durch einige, auf einer Tafel ent worfene Kreidezeichnungen das Gesagte veranschaulichte. Einige aus der Versammlung in Bezug auf den Vortrag gestellte Fragen wurden vom Referenten beantwortet. Derselbe wies noch darauf hin, daß am nächsten Freitag der Vortragssyklus fortgesetzt wird. Der Vortrag wird sich mit der Darstellung der unter scheidenden Merkmale der Menschenrassen im Allgemeinen und ber europäischen im Besonderen beschäftigen. Nachdem der Borsitzende bekannt gegeben, daß nächsten Dienstag, den 30. Juni, im Gisteller eine öffentliche Versammlung der Bildungsschule stattfindet, in welcher Herr Dr. Arendt einen Vortrag halten wird, wurde die Versammlung geschlossen. Der sozialdemokratische Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 18. Juni eine gutbesuchte Versammlung ab. Genosse R. Baginsti sprach über das Thema: Entwicklungsgeseße im Weltall". Der Redner äußerte, die Sozialdemokraten hätten sich nicht einseitig nur mit materiellen Fragen zu beschäftigen, sondern müssen sich auch die Ergebnisse derjenigen Wissenschaften anzueignen suchen, welche sich nicht direkt mit dem materiellen Leben, wie es die Dekonomie thut, Die Darwin'sche Theorie und die gleichartigen Schon faus diesem Schlußsatz des Artikels im„ Osservatore Vereinigung der Gold- und Silberarbeiter, Hamburg- St. Paul, politisch- ökonomischen Jdeen unseres großen Lehrers Karl Mary Romeno" geht deutlich genug hervor, wie interessant die darin zu Tage tretende Anschauung für uns Sozialdemokraten ist. Eine gesellschaftliche Umbildung, die in der demokratischen Sozialisirung der Wirthschaftsverhältnisse bestehen soll, ist ja gerade das Biel unseres Strebens. Daß fie auch in Kreisen, welche dem Papste nahestehen, als ziemlich sicher und ziemlich nahe bevorstehend erscheint, ist ein Geständniß, von welchem wir mit Vergnügen Notiz nehmen. Die Kreuz- Zeitung" schlüpft selbstverständlich über diesen Gedanken hinweg, ohne von ihm Notiz zu nehmen und wünscht jedenfalls ebenso sehr, wie die deutschen ultramontanen Zeitungen, daß er garnicht erst geschrieben worden wäre. Unsere liberalen Zeitungen aber, die ,, National- Zeitung", die W. Balk, Asylstr. 8, p. Vereinigung der Hafenarbeiter, Hamburg, J. Schwarz, Brauerfnechtgraben 32. Zentralverein der in Holzbearbeitungs- Fabriken beschäftigten Arbeiter, Hamburg, A. Hestner, Hammerbrook, Frankenstraße 45, p. Unterstüßungsverein der Hutmacher, Altenburg, S.-A., A. Metschke, Moritstr. 22. Verband deutscher Korbmacher, Hamburg- Barmbeck, G. Krüger, Bürgerstr. 5. Verband deutscher Kürschner, Hamburg, P. Kobis, Neuer Wall 93, Keller. bildeten die Grundlage des interessanten Vortrags, welcher mit lebhaftem Beifall belohnt wurde. An der lebhaften Diskussion über das Gehörte betheiligte sich auch ein Gegner; derselbe erklärte den Sozialismus für undurchführbar. Seine Ausführungen wurden in der Hauptsache vom Referenten widerlegt. Eine Frage, warum der Vorwärts" die bewußte angefochtene Rede Vollmar's nicht abgedruckt habe, veranlaßte den Genossen A. Auerbach zu dem Antrage, die Redaktion des Vorwärts" aufzufordern, ble Rede Bollmar's, soweit sie in anderen Parteiblättern gedruckt sei, drucken zu lassen.( Am 21. Juni geschehen. Ned. d. V.) Es sprachen hierzu noch die Genossen Griepentrog. Mitte Aus der " ber „ Magdeburger Zeitung" und andere mehr, legen diesem Artikel Unterstüßungsverein der Kupferschmiede, Hamburg, C. Witten Bersammlung wurde darauf eine Resolution beantragt, welche ein mit Recht ein etwas größeres Gewicht bei. Auch wir sind der Ansicht, daß es sich nicht um eine VerTegenheitsfafelei der ſauren Gurkenzeit handelt, sondern daß der Artikel eine nothwendige und wohlberechnete Folge der ganz fyftematisch zu Werke gehenden Politik ist, wie sie ein großer Theil der höchsten katholischen Geistlichkeit schon seit längerer Zeit Frankreich gegenüber betreibt. berg, Davidstr. 9. Vereinigung der Maler und Lackirer, Berlin- Rigdorf, W. Schweitzer, Prinz- Handjerystr. 87, part. straße 5, 3. Ct. Vereinigung der bayerischen Maler, Nürnberg, G. Klüß, AdamBentralverband der Maurer, Hamburg, A. Dammann, BollvereinsNiederlage, Wilhelmstr. 13, 1. St. Verband der Wiechaniker, Hamburg, H. Schlicke, Steindamm 110. Allgemeiner Metallarbeiter- Verband, Stuttgart, Junge. Verband deutscher Müllergefellen, Eisenach, H. Kähl, Gothaer straße 21. Zentralverein der Plätterinnen, Hamburg- St. Pauli, Steinbach, Schäferstr. 19, 3. Et. Verband der Posamentierarbeiter, Offenbach a. M., W. Bosse, Karlstr. 18. Verband der Sattler, Berlin N., J. Sassenbach, Borsigstr. 24, 2. Hof, 3. Et. Vereinigung der Schiffszimmerer, Hamburg, W. Müller, 2. Neumannstr. 17, 1. Et. Verband der Schlosser und Maschinenbauer, Hamburg, F. Diedrich, Hammerbrookstr. 86, H3. 5. sehr mißfälliges Urtheil über Bollmar enthielt. Dieselbe wurde jedoch zurückgezogen, nachdem Genosse Auerbach erklärt hatte, die Nebe müsse den Berliner Genossen erst gedruckt vorliegen, wenn diese darüber aburtheilen wollten. Der Antrag Auerbac wurde darauf einstimmig angenommen. Die Redner, welche au dieser Angelegenheit gefprochen, waren der Meinung, daß die Berliner Genossen berechtigt und sogar verpflichtet seien, über die Rede des Sozialdemokraten Vollmar zu diskutiren. Der Vorsitzende machte darauf aufmersam, der Genosse Leffer, Lothringerstr. 8 wohnhaft, sei bereit, gelesene Arbeiterblätter neueren Datums entgegen zu nehmen, da er Verbindungen mit außerhalb habe. Außerdem wäre darauf hinzuweisen, daß in den Zahlstellen des Vereins Beiträge entgegengenommen werden, dieselben befinden sich bei Wittgo, Elsasser- und Kleine Hamburgerstraßen- Ecke, und bei Wagner, Neue Königstr. 89. Nach einigen Abschiedsworten des Berlin[ verlassenden Genossen Auerbach wurde die Versammlung mit einem Soch auf die Sozialdemokratie geschlossen.. Daß troy allem Atheismus der französischen Schulzustände der Kardinal Lavigerie ganz offiziell dem legitimen Königthum den Rücken gekehrt und unter den Klängen der von seiner eigenen Rirchentapelle gespielten Marseillaise ins Lager der demokratischen Republit übergegangen ist, und daß gleichzeitig in der katholischen Breffe in Frankreich erklärt und in der deutschen ultramontanen Presse nicht geleugnet wurde, daß Kardinal Lavigerie kurz vorher mit dem Papfte zufammen gewesen sei und die franzöfifchen Zustände besprochen habe, ist wohl doch noch in Jedermanns Gedächtniß. Die ultramontane Blätter in Dentschland überlief damals, als die Kunde von der Marseillaise als Kirchenlied nach Deutschland hinüberklang, auch schon eine Gänsehaut, aber diese Thatsache ließ sich nun einmal aus der Welt nicht hinauslügen. Wer die Kirche tennt, weiß was vorgeht. Im politischen Spiel stehen die Chancen der Monarchie in Europa an verschie 22. Juni hielt Herr Lehrer Henning einen mit reichem Beifall benen Stellen fin stato, Fra 18. Jahrhunderts". Der Referent schilderte vorerst die damals schlecht; in Frankreich hat sie bereits verspielt. Der Papst ist tein er hält es mit den Göttern. Nur Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband, Hannover, aufgenommenen interessanten Vortrag über„ Die Gesellschaft des F. Holzhäuser, Windmühlenstr. 2a, 3. Ct. die causa victrix**) fann feines Placet sicher sein. Die meisten Zustände jener Zeit über, wobei die an den Fürstenhöfen, besonders Trümpfe scheinen ihm und den Seinen in der Hand der inter- Verein deutscher Schuhmacher, Nürnberg, J. Siebert, Marien- herrschenden Moden und ging dann auf die sittlichen und sozialen nationalen Bourgeoisie vereinigt, für die die Bourgeoisie hat ge Vereinigung der Seiler und Neepschläger, Ottensen, G. Schad, dem Hofe des französischen Königshauses herrschende Sittenlosig die Arbeiterfrage ge- Bereinigung der Seiler und Reepschläger, Ottensen, G. Schab, dem Hofe des sächsischen Kurfürsten August des Starken und seine Encyklika über er Sturzestr. 19, 1. Gt. schrieben, ihr hat er alle möglichen Zugeständnisse gemacht, ihr bot er zur Niederhaltung der international- sozialdemokratischen Verband der Steinmetzen, Berlin NW., J. Jeschky, Melanchthon- feit in das richtige Licht gestellt wurde. Selbstverständlich hatte straße 5. Arbeiter die Vaterhand. Vereinigung der Schmiede Deutschlands, Hamburg, F. Lange, Kornträgergang 50, Hof. Allee 88, 1. Et. Gie braucht nur einzuschlagen, so schenkt er ihr auch das Verband der Steinfeger- Gesellen, Berlin N., H. Walter, KaftanienHimmelreich und verzeiht ihr den Atheismus. Ueber Monarchie Bereinigung deutscher Stellmacher, Hamburg, F. Vogel, Hohe ftraße 53. *) Versuchsballons. Victrix causa diis placuit, sed victa Catoni, die fiegreiche Sache hat den Göttern gefallen; die besiegte aber dem Cato. *) Die fireitbare Kirche. **) Der ganzen Welt. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. In der Versammlung am das Volk unter jener unsinnigen Regierungsweise schwer zu leiden und eine Folge davon war die große französische Revolution. Nachdem Referent die Entstehung und Wirkung dieser Volksbewegung in flüchtigen Bügen geschildert hatte, wies er nach, wie die jetzigen Zustände ebenfalls unhaltbar sind und was für Bestrebungen und Ziele am Ende des 19. Jahrhunderts das denkende Volt sich zur Devise erwählt hat. Die hierauf gelegte Abrechnung über das 4. Stiftungsfest ergab 145,10 m. Ueberschuß. Auf Antrag der Revisoren wurde machen. dem Rechnungsleger Kollegen Wilker Decharge ertheilt. Dann verpflichtet, das Ableben eines jeden Mitgliedes, sofern die An- flung zu treten. Die Widerlegung einiger Klagen über Aerzte und schloß die Versammlung auf Antrag des Vorstandes den Kollegen gehörigen Zeit und Ort der Beerdigung bekannt geben, ebenfalls Medikamente bildeten den Schluß. Louis Meier aus dem Verein aus, weil derselbe durch einen auf Kosten der Kasse im Vorwärts" per Annonze bekannt zu Sprechsaalartikel wissentlich gegen die Interessen des Vereins gehandelt hat(§ 7 des Vereinsstatuts). Auch wurden zwei Briefe von sehr beleidigendem Inhalt verlesen, welche Herr Louis Meier an den Vorstand gerichtet. Unter Verschiedenem wurde auf Antrag des Kollegen Sigrist den gemaßregelten Buchdruckern in Wien 50 M. aus der Kasse bewilligt. Kollege Haß gab seinen Austritt aus dem Vorstand bekannt; man übertrug dem Kollegen Wilfer bis zur nächsten Generalversammlung das Aint des ersten Der Vorsitzende ersuchte noch, für das am 20. Juli in der Unionsbrauerei stattfindende Sommerfest tüchtig zu agitiren, da mit die Kollegen resp. Kolleginnen nicht das an demselben Tage in Keller's Etablissement stattfindende Fest besuchen und somit ein Privatunternehmen unterstützen. Schriftführers. Die Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsver waltung Berlin, hielt am 23. d. W. ihre Mitgliederversammlung ab. Herr W. Wach sprach über die Entwickelung der kapitaliſti schen Wirthschaft und erntete für seinen Vortrag reichen Beifall. Diskussion fand nicht statt. Der Tagesordnungspunkt: Wahl einer Rechtsschutzkommission, wurde durch die Wahl der Kollegen Tabbert, Tomas, F. Trümper, Streich und Frengang erledigt. Unter Verschiedenem erklärle Rollege Fischer, daß das am 15. Juni abgehaltene Sommerfest mit einem erheblichen Defizit abgeschlossen habe. Es ivurde denjenigen Kollegen, die durch das schlechte Wetter vom Besuche des Festes abgehalten worden waren, ans Herz gelegt, doch noch ein oder zwei Billets zu nehmen, damit auf diese Art und Weise das Defizit gedeckt werden könnte. Einiges Aufsehen rief die Mittheilung hervor, das ein Kollege Namens Kienast sich bei einem Meister billiger angeboten habe, als die dort beschäftigten Kollegen bei den überaus niedrigen Preisen ohnehin schon arbeiten konnten. Der Meister verlangte darauf von den letzteren Kollegen, sie sollten ebenfalls billiger arbeiten, sonst würde er ihnen kündigen. Dies ist denn auch geschehen, da die betreffenden Kollegen lieber eine Hungerkur durchmachen wollen, als zu dem neuen Preise arbeiten mögen. Die Versammlung beschloß, die Angelegenheit zurückzustellen und den Kollegen Kienast zum Besuche der nächsten Versammlung einladen zu lassen. Nachdem noch 10 Mark für einen gemaßregelten Kollegen aus der aufgelösten Zahlstelle Zerbst bewilligt waren, wurde die Versammlung geschlossen. Der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend" hielt am 21. Juni abermals eine Bundesver sammlung in den Arminhallen" ab. Um 11 Uhr wurde Die Versammlung, in der 57 Bundesvereine verschiedenster Art fowie als Gäfte 6 Berliner Raucherklubs vertreten waren, durch den Bundesvorstand eröffnet. Zu Punkt 1 der Tagesordnung Wie stellt sich der Bund zur Gründung einer Unterstützungstaffe?" hatte der Bundeskassirer Genosse Kleist das Referat übernommen. Derselbe stützte sich auf die Thatsache, daß die Raucher einen Bund und auch eine Kasse gründen wollen, daß aber, wie Zuschriften und die als Gäste anwesenden Klubs bestätigen, ein großer Theil der Raucher für Anschluß an den Bund der gefelligen Arbeitervereine sei; auch der Arbeiter- Sängerbund bekenne fich zur Nothwendigkeit des Anschlusses. Mit vielem Geschick veranschaulichte nun Herr Kleist die großen Vortheile, welche ein Zusammengehen mit sich bringen würde, so daß ihm nicht nur rauschender Beifall der Versammlung, sondern auch der Beschluß derselben zum Lohn wurde, der dahinging, eine Siebenerkommission für die Ausarbeitung der Unterstüßungsfassen Angelegenheit zu wählen. Der Kommission liegt es nach den weiteren diesbezüglichen Verhandlungen ob, auch noch die Kegler Vereine unter die Fahne des Bundes zu bringen, aus deren Kreisen sich ebenfalls große Geneigtheit zum Anschluß kundgethan habe. Es war darauf mit Genugthuung zu konstatiren, daß sogar die Gründer des Raucherbundes ihren Plan fallen gelassen und den Beitritt zum geselligen Arbeiterbunde vollzogen haben. Die Kommissionswahl fiel auf 3 Herren von den Raucher- Klubs" Deutscher Michel"," Dornröschen" und Rothe Quaste", und auf die 4 Bundesvorstands- Mitglieder Kleift, Kaul, Zalesti und Ständer. Demnächst zeigte der Bund, in welcher Weise er den geselligen Intereffen zu dienen im Stande ist, indem er den sorgfältig ausgearbeiteten Kontrakt mit Gastwirthen, betreffend die Hergabe von Sälen u. s. w. vorlegte. Durch diesen Kontrakt wird zukünftig den vielen Scherereien und Uebervortheilungen bei Inanspruchnahme von Lokalen vorgebeugt worden. Seine druckreife Festsetzung wurde gleichfalls der Siebener- Kommission anvertraut. Sodann gelangte die Frage eines von allen Bundesvereinen zu führenden einheitlichen Erkennungsabzeichens zur Erörterung und wurde deren Erledigung auch einer Kommission übertragen. Die Verhandlungen, betreffend das Bundesvergnügen in der Neuen Welt" am 27. Juli, ergaben unter Anderem, daß bereits 4000 Billets abgesetzt waren und hervorragende Ueberraschungen auf dem Festprogramm stehen. Endlich erfuhr der Bund abermals eine bedeutende Verstärkung durch den Beitritt der Bergnügungsvereine Carmen Sylva", Carmen Sylva"," Bulcania"," Fideler Geift",„ Einigkeit" und" Humor", sowie der Raucherklubs Deutscher Michel"," Rothe Quaste" und" Dornröschen". Bum Schluß gelangte die Versammlung erst um 1/2 Uhr Nachmittags. " 1 Der Verband der Möbelbohner hielt am 22. Juni seine Ebenso erfuhr§ 46 eine kleine Abänderung, wonach bei der regelmäßige Monatsversammlung ab. Herr Wach referirte unter Warum wollen wir die Wahl der Beisitzer und des Schriftführers in den General- lebhaftem Beifall über das Thema: versammlungen teine Majorisirung stattfinden kann. sozialistische Produktionsweise?" An der Diskussion betheiligten Ueber die Anträge Fricke wurde zur Tagesordnung übergegangen. sich die Kollegen Reuter, Weber und Schreyer. Die sodann erBeim Verschiedenen" beleuchtete Kollege Back die Trinkgelderfrage folgte Abrechnung über die Matinee ergab Folgendes: Einnahme der Bademeister in russischen oder medizinischen Bädern; wobei 145,20 M., Ausgabe 106,80 M. Ginnahme aus der Dampferer von mehreren Rednern unterstützt und dann besonders das partie 397,35 M., Ausgabe 368,45 M. Da die Revisoren Alles Vorgehen der Direktion des Admiralsgarten- Bades, Friedrichstraße, in Ordnung befunden hatten, wurde dem Kassirer, Kollegen gegen ihre Untergebenen gegeißelt wurde. Einstimmig beschloß Hennig, Decharge ertheilt. Den Ueberschuß überwies man dem man darauf:" Da die Direktion des Admiralgartenbades ihrem Generalfonds des Verbandes. Unter Verschiedenem lag ein Personal das" Trinkgeld durch Unterschreibung eines Re- Rechtsschutzgesuch des Kollegen Kusche vor, dasselbe wurde geverses zu Gunsten der Direktion entzieht, dem Admiral- währt. Ueber Beschwerden, die von einigen Mitgliedern über gartenbad unsere Kundschaft zu entziehen. Unregelmäßigkeiten im Arbeitsnachweis vorgebracht worden Weiter beauftragte man den Rendanten, 50 Bade- und Trint- waren, entspann sich eine lebhafte Debatte. Um die Sache zu geldmarken zum Preise von à 1,25 M. vom Friedrich- Wilhelms- untersuchen, wurde eine Subkommission aus 7 Mitgliedern ge= bad( Schützenstraße) anzukaufen und bei vorkommenden Fällen wählt. Ferner wurde noch beschlossen, am 12. Juli einen zu verwerthen; auch wurde dem Vorstand anheimgegeben, mit Familien- Ausflug nach Mariendorf zum Genossen Schensch zu noch anderen Badeanstalten auf Grund derselben Preise und Be- unternehmen. dingungen, wie denjenigen bei obengenanntem Bade in VerhandDie Versammlung, welche der deutschfreisinnige Arbeiterverein am Sonnabend, denn 27. Juni, im großen Saale der Arminhallen abhielt- Herr Gräber sprach über ,, Antisemitismus in Deutschland"-fand einen jähen Abschluß. Es waren eine Menge von der Blüthe der deutschen Nation", welche die Gefolgschaft Stöckers bilden, erschienen, offenbar in der Absicht, die Versammlung zu sprengen. Blüthen" waren es und auch„ Knospen", denn halbwüchsige Burschen von 18 Jahren waren darunter. Die Ausführungen des Redners wurden zu wiederholten Malen mit, akademischem" Gejohle aufgenommen, bis endlich die Einberufer von ihrem Hausrecht Gebrauch machen, und die Ruhestörer hinausweisen wollten. Da aber die Streitfräfte gleich groß waren, konnte dies nicht so leicht bewerkstelligt werden. Es entstand ein allgemeiner Tumult mit obligatem Geschrei und eine allgemeine Prügelei wurde nur mit Mühe abgewendet. Die Versammlung verfiel schließlich der polizeilichen Auflösung und die Antisemiten verließen Deutschland über Alles" fingend den Saal. Wenn es erlaubt ist, von der Zahl der versammelt gewefenen Personen Schlüsse zu ziehen auf die Stärke oder vielmehr Schwäche der freisinnigen" Arbeiterpartei, so tönnen diese nicht zu Gunsten der Freisinnigen ausfallen. Auch die Frrlehren weil irr und leer eines Eugen Richter vermögen an diesem Niedergange nichts mehr zu ändern. " Orts- Krankenkasse der Tapezirer. In der am 24. Juni stattgehabten außerordentlichen GeneralVersammlung wurde der erste Punkt, Wahl eines Vorstandsmitgliedes, durch die Berufung des Herrn G. Günther erledigt. Unterm Punkt 2, Anträge Pönnicke, beschloß die Versammlung nach lebhafter Debatte die Aenderung des§ 12 unferes Statuts einstimmig dahingehend, daß das Krankengeld vom ersten Tage der Erkrankung an gezahlt werden soll. Ferner änderte man§ 13 in der Richtung ab, daß die unverheiratheten, im Krankenhause verpflegten Mitglieder eine Bubuße von 1/2 des ortsüblichen Tagesverdienstes erhalten, d. h. für die erste Klasse 371/2 Pf. und für die zweite Klasse 25 Pf. pro Arbeitstag. Das Sterbe Beim§17 wurde folgendes geändert: gelb der Mitglieder der ersten Klaffe ist von 75 M. auf 100 m. bezw. von 96 M. auf 120 M. zu erhöhen. Der§ 45 fand dahin Abänderung, daß die Bekanntmachung nicht mehr im Intelligenzblatt", sondern im Vorwärts Berliner Boltsblatt" zu geschehen hat. Auch ist der Rendant der Kasse " 13. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 30. Juni 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffender Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 241 42 326 416[ 1500] 27 86 515 29 33 951 74 1021 281 417 82 [ 500] 529 683 756 78 2186 284 96 305 82 92[ 3000] 406 36 607 738 41 816 50 953[ 30001 3005 200 465 556 705 35 4006 43 57 94 119 268 315 495 500 27 622 87 837 947 5061 380 92 96 410 53 541 15001 604 6415 22 769 827 90[ 500] 7050[ 300] 234 322 406 530 40 803 8030 42 71 87 168 265 450 543 48 690 733 9087 151 753 834 73 924 10125[ 3000] 71 94 226 444 568 655 720 886 941 1 1002 126 47[ 300] 223 32 319 29 35 61 458 563 86 676 760 12031 229 87 423 33 559 [ 1500] 94 838 58 13091 358 553 60 660 944 79 84 90 97 14020 69 120 55 98 341 545 S08 84 15047 111[ 300] 23 69 539 49 662 761 810 46 901 60 70 84 16156 299 420 44 509 27 68 67[ 300] 698 709 839 [ 1500] 17006 17[ 300] 27 89 121 55 76 288 335 58 555 986 18055 56 145 227 308 12 93[ 3000] 417 603 73 799 19142 223 80 359 429 85 567 909 52 20017 68 74 75 157 60 391 410 608 25 91 705 36 847 949 21052 123 331 408 603 38 54 64 78 717 96 835 948 22038 214 95 344 531 85 689 749 74 958 63 86 23388 90 435 76 503 614 87 798 866[ 5001 9.38 86 24133 79 237 77 345 79 91 528 55 600 19 40 729 30 71 854 75 82 25001 53 119 33 387 525 68 761 69 851 86( 5001 91 26111 34 326 41 49 82 93 456 514 85 620 727 91 98 809 58[ 3000) 27008 120 316 62 628 807 18 901 28048 65 119 223 68 411 30 543 46 68 834 49 70[ 1500] 29015 126 275 337 531 639 59 807 989 30100 262 89 435 545 601 70 SOS 31024 46 134 405 514 74 789 32267 423 28 571 624 59 720 837 958 98 33054 66 114 75 13000] 206 374 424 532 795 34008 135 40 236 59 302 10 39 64 454 61 71 88 530 616 64 711 50 904 35311 54 827 31 911 36339 554 746 970 85 37017 55 237 63 353 63 95 425 47 93 513 61 72 76 780 824 89 912 130001 49 76 38081 249 400 549 64 65 806 30 42 995 39050 304 77 419[ 500] 54 70 505 45 611 755 875 939 40150 260 92 338 422 687 751 60 68 41029 68 98 232 306 54 97 [ 300] 429 507 26 636 41 727 48 42242 376 572 735 50 79 807 980 85 43179 280 310 77 94[ 3000] 617 739 76 812 935 47[ 500] 44002 12 38 53 85 117 49 98 278 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698 833 68 942 53 181032 76 108 265 66 451 97 824 64 963 133078 84 185 217 368 475 577 978 134090 127 281 353 499 595 650 749 939 135095 109 303 538 941 62 260 325 57 479 545 647 723 821 49 967 137017 81 190 230 40 364 423 136005 524 66 891[ 300] 902 97 138016 183 206[ 300] 7[ 1500] 340 91 455 82 662 739 913 63 89 139055 260 332 80 526 653 776 48 69 86 697[ 3000] 716 996 142034 138 98 334 75 456 571 636 715 140386 492 96 617 62 SO[ 3000] 921 39 78 141089 180 360 433 17 87 144020[ 5001 104 74 76 406[ 3000] 25 651 932 145155 447 859[ 3000] 143005 23 89 116 18 263 84 318 90 91 558 98 628 781 905 992 93 485( 500) 651 710[ 3000] 839 43 148118 211 61 87 504[ 15001 686 146208 447 520 637 72 83 886 960 72 147110 307 67 73[ 500] 703 889 149022 32 46 144[ 1500] 91[ 300] 450 579 614 32 742 920 876 969 152152 350 581 651 735 871 903 158007 42 150 266 77 93 150042 218[ 300] 487 636 762 63 80 95 845 151199 640 701 83 1500] 370 406[ 3000] 558[ 15001 634 60 15001 766 82 897 912 35[ 500] 154095 394 471 75 89 568 797 155100 3 7 11 25 388 445 586 669 99 726[ 1500] 156158 254 386 430 554 72 669 805 6 950 157039[ 30001 42 164 202 364 554 706 58 158106 35 277[ 1500] 439 78 600 33 87 877 93 159016 20[ 500] 221 69 469 85 617 743 895 949 64 73 99 484 515 47 58 655 717 38 77 94 804[ 300] 61 77 162129 405 558 160007 140 205 84 334 62 665 89 847 90 946 161099 258 83 348 653 737 99 905[ 500] 163123 290 305 60 417 569 81 99 675 712 17 894 958 104004 143 91 237 303 34 38 455 522 608 766 80 880 918 165024 38 88 244 78 347 72 423 69 541 703 42 817 954 80 166065 139 202 12 46 93 321 424 593 605 11 42 49[ 1500] 54 778 822 904 6 167005 42 104 238[ 150000] 93 374 504 828 168159 221 97 377 79 478 618 [ 500] 944 169003 44 74 207 63 322 411 74 628 85 700 869 170365[ 500] 503 678[ 500] 716 84 814 24 39 976 94 171047 192 286 94 325 517 30[ 300] 85 698 744 829[ 1500] 984 85 172001 28 92 127 62 82 89 334 73 447 69 817 173034 125 85 583 792[ 300] 872 960 77 174012 86 103 23 32 376 594 646 976 175380 509 18 40 51 98 646 90 921 1500] 97 176093 347 565 686 952 97 177038 310 27 76 436 510 642 81[ 1500] 719 992 178223 46 468 554 65 673 87 97 925 77 179621 25 830 90 916 52[ 500] 65 94 182065 165 388 457 511 67 665 733 854 183133 207 46 1500] 444 509 180146 841 584 671 951 87 181058 91 98 282 683 816 31 964 10 34 669 93 827 920 184010 13 62 70 103 31 40 50 63 232 354 56 70 457 868 901 50 185036 113 223 304 74 418 32 96 510 88 605 61 82 912 39 188097 211 341 42 74 94 509 814 20 904 66 189168 77 288 762 898 977 186034 284 396 433 63 574 187240 88 436 692 843 44 314 409 44 597 824 95 99 988 96 13. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 93023 157 262 389 719 972 91 94290 359 655 921 50 91 95277 87 Biehung vom 30. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 538 693 96141 266 73 83 476[ 1500] 554[ 500] 678 749 74 958 97048 49 116 26 41 330 91 418 698 718 91 928 98026 48 82 302 6 35 58 83 521 41 49 65 632 33 747 826 61 920 54 99071 206 89 360 96 449 573 686 761 841 44 948[ 3000] 49 101020 126 82 223 560 97[ 30001 676 755 811 44 985 98 102127 100083 129 50 213 356 77 454[ 3000] 543 601 6 54 828[ 300] 41 983 13000] 39 350 414 1300] 64 602[ 5001 98 747 801 942 103038 95 128 239 70 300 68 85 427 75 591 747 894 922 104030 64[ 500) 179 353 89 1500) 439 75 571 72[ 500) 622 706 71 92 93 804[ 3000] 10 955 105107 8 30 287 318 75 433 54 514 89 725[ 300] 817[ 300] 29 67 922 106402 3 29 827 913 107032 36 162 317 53 439 550 57 91 613 793 878 950 339 65 412 41 570 614 734 91 984 89[ 500] 108042 163 306[ 300] 18[ 30001 48 407 32 13000] 44 692 878 955 109287 10 308 54 15001 700 30 78 83 86 825 914 64 1220 425 46 557 616 55 724 55 2030 39 79 173 246 446 57 75 677 798 814[ 1500] 25 3023 87 223 462 606 60 744 841 1300) 4053 68 528 40 749 881 84[ 1500] 991 5021 160 271 457 533 88 95 97 863 93 6182 229 37[ 300] 73 94 387 [ 300] 97 416 539 615 726 7181 230 63 313[ 500] 26 37 575[ 500] 712 984 8005 64 226 306 20 533 641 64 74 781 832 52 65 82 0270 535 618 49 726 829 56 74 964 10062 122 66 204 70 332 474 693 784 95 11172[ 5001 231 318 687 739 947 65 12024 106 60 66 215 322 47 626 727 968 93 13119 92 247 77 375 431[ 300] 673 708 927 14013 17 71[ 1500] 154 362 67 99 [ 300] 498 522 90 639 763 807 64 938 15014[ 1500] 297 397 483 675 808 41 49[ 500] 62 963 16019 27 59( 500) 92 120 36 294 317 417 60 555 796 840[ 300] 924 17018 95 178 459 557 59 72 601 713 16 91 930 18015 339 53 408 63 540 804 19180 655 90[ 3000] 884 20022 221 326 77 78 533 75 76 80 704 866 980[ 3000] 86 213 17[ 3000] 22 97 15001 688 831 22023 73 170 550 627 922 23452 82 987 21032 62 666 89 810 24005 252 388 580 611 49 95 750 25024 63 168[ 1500] 96 261 334 54 477 535 115001 80 15001 627 827 946 26062[ 300] 27037 72 125 39 240 396 402 648 892 906 11 19[ 300] 93 28028 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. A m al ΠΕ P F δι M di == 111 m fu 11