Morgenausgabe 5lr. 29 A 40 ■ 4?. Jahrgang B&taA«««, mtnetfU, UO«. hl oorau* jaijUiai. Postbtjug«>S M. rtnichliffeltch 60 Pfg.Postz»it>ii,g». mk 72 Pfg Vofthstellgediihnii. Builante» abonnunent 6,— SR. pts Manat. SMr.Snvörta*«rl�cha moAraUa- Bdj zweimal, Sonntags und SJIontag« «»mal, die Sbenbouagabai für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abend". IHiiftrierie Beilagen.Salt und Jett* und.Jtmdtrfrainb*. Ferner .Unterhaltung und Wissen"..Frauen» timme»..Technik"..Bllck in die d.Augenb-BarwärtSe Verttnev Vvttsblatt Sonntag 1.6. Februar 1930 Groß-Äerlin 15 pf. Auswärts 20 pf. 91t(latpaltlge Ranparetllezeil« •D Bknnie. AeName teile S— Reich». ■art„Ritina Unzclacn' da» ettge» huckt» Wart 2b Pfennig(zuläslig zwei httaedruckle Warte), jede» weitere War« u Pfennig. Stellengesnch» da» erst« Wart IS Pfennig, jede» weitere Wart Ii) Pfennig. Wart« über iS Buchstaben IHlen für zwei Warte Ardeitemaitt seile 60 Pfennig. Familien anzeigen Zecke "Pfennig. Anzeigenannahme imhaupi» fchivt Lindenftraß» Z, wachentagüch tan 6>/, dt» 11 Uhr. Äentralovsm» der Gozialdemokrattschen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstratze 3 ttentfprtAtt: Dönbof» 292—297 itltarmnm-Hbt.:©ozialbemoftai Berliu. Vonvarts-Verlag G. m. b. H. PnAcheckkomo: Berlin 87 536.— Bankkonto: Bank d« Arbeiter. Angestellten und Beamte«. Wallllr 65. Dt. B». Digc�Gel. Depalltenkasje Lindenstr L. Der Kampf um den Etat. Hände weg von der Arbeitslosenverflchemng! Am Montag will das Reichskobinett den Versuch machen, den Etat für IflZO zu verabschieden. Man rechnet mit einer Dauer- sitzung. um die viele» Streitfragen zu entscheiden, die selbst inner- bald der Regierung vorhanden sind. Auch die Finanzsachverständigen der liiegterungsparteien setzen am Montag ihre Beratungen fort, so daß bereit» der Anfang der Woche Entscheidungen bringen dürfte. Trotzdem ist sicher, daß der ursprünglich für die Annohme der Noung-Gesetze in Aussicht genommene Termin, der 22. Februar, nicht innegehalten werden kann. Auch wenn man davon absehen würde, die Annahm« der Toung�Nesetze von einer vorherigen Ver- ftändigung über die Finanzresorm abhängig zu machen, wird man mit einer Verzögerung rechnen können. Sie wird um so länger tnetden, je schwickriger die Verständigung unter den Parteien zu erzielen sein wird. Diese Verständigung ist bisher nicht einmal in ihren Umrisien sichtbar. So einig die Regierungsparteien über die Annahme der ?)oung.Gesetze sind, so uneinig sind sie über olle mote» riellen ivnerpolitischen Fragen, die nachher entschieden werden müsien. Obwohl seit über einer Woche unter den Regie- rungsparteien verhandelt wurde, ist man bisher keinen Schritt vor- wärts gekommen. Bei diesen Verhandlungen dürste es sich im wesentlichen um drei Fragen handeln: die Deckung des Fehl- betrag,« der Arbeilslossnversicherung, die Mög- lichkeit weiterer Ausgobenkürzung und die Deckung des dann noch vorhandenen Fehlbetrages durch Steuern. Der letzie Dorschlog des Reichsfinanzministers Dr. Molden- Hauer, der Erwerbslosenoerficherung nur noch für zwei Jahr« feste, den Fehlbetrag nicht voll deckende Darlehen zu gewähren, dies« Darlehen vom Jahre 1932 ab vollkommen zu beseitigen, aber der Reichsanstalt das Recht zu geben, durch eigene Entscheidungen Ein- nahmen und Ausgaben ins Gleichgewicht zu bringen, ist kem gang- barer Auswegi Er wird den Sampf am die Enoerbsloseaversicherung. der im vergangenen Jahr die politische Lage vollkommen beherrschte, aufs neu« entfesseln. Denn von allen anderen, recht gewichtigen Bedenken abgesehen wäre dieser Dorschlag ohne Zweifel wiederum geeignet, einen Abbau der Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu erzwingen, der die Versicherung unabhängig macht von Reichs- Mitteln und Beitragserhöhungen vermeidet. Noch viel größer wären selbst die Bedenken, wenn, wie das die Deutsche Volkspartei ver- langt, eine etwaige Beitrogserhöhung an eine qualifizierte Mehr- heit gebunden wäre und dadurch praktisch überhaupt nicht zur Diskussion stände. Ebenso groß sind die Degensätze in der Frag« der Steuev- erhöhung. Di« Borschläge Dr. Moldenhauers, den Fehlbetrag allein durch Verbrauchssteuern zu decken, sind so einseitig, daß sie auf eine Zustimmung der Sozialdemokratie nicht rechnen können. Di« Bedenken gegen eine einseitige Ansponnung der Verbrauchssteuern entspringen nicht nur der Erwägung, daß man damit die unteren Volksschichten zu stark und ungebührlich hoch belastet, sondern auch der Erkenntnis, daß eine solche Steuer. Politik wirtschaftlich schädlich ist und einer Wirtschafts- belebung und besseren Befchäfligungsmöglichkeiten die Wege ver- sperrt. Das Reichskabinett steht deshalb am Montag vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Will es die Annahme des Zaung- Planes nicht gefährden und eine neue schwere Erschütterung des deutschen Wirt- schaftslebens verhindern, dann muß es nach einem Ausweg suchen, der eine gemeinsame Plattform für die Regie- rungsparteien abgeben kann. Die sozialdemokratische Reichstags- fraktion hat bereits in der vergangenen Woche ihre Bereitwilligkeit erklärt, an der Sanierung der Reichsfinan.zen mitzuarbeiten. Aber für dieses Ziel muß ein Weg gefunden werden, der die sozial- politischen Einrichtungen, die für die Mass« des Volkes Sicherung ihrer Existenz bedeuten, unangetastet läßt und nicht den Versuch macht, die zur Gesundung der deutscher. Finanzen erforderlichen Mittel einseitig den schwächsten Kreisen der Bevölke- rung aufzuerlegen. Beratungsstelle lebt weiter V-.s nach der Verabschiedung des Reichsetats Der Reichsfinanzmini st er hatte für gestern die Finanz. und Innemnmister der Länder zu einer Besprechung der schwebenden allgemeinen Finanzsragen im Reich und in den Ländern gebeten. Im einzelnen wurden die Ausstellung der Haushalte in Reich. Ländern und Gemeinden und die Wege zur Deckung der Haushalt« erörtert. Weiter wurden die Möglichkeiten geregelter Anleihegebaruug im Zusammenhang mit der Fortführung und dem Umbau der Beratungsstelle für Auslandskredite beraten Dabei wurde Ueberein- stimmung über dieAufrechterhaltunx der Beratungsstelle bis zur Verabschiedung des Haushalts 1930 erzielt, um die gründliche Prüfung der im übrigen vorliegenden Borschläge zu sichern. Neue Arbeitslosigkeit. AZHOOO Äerliner loche« Arbeit. z» der vorigen Woche sah«» so aus. als ob die Flut der Arbeilslostgteit in Brandenburg und in Berlin zum S k i l l st a a d kommen würde. Leider ist da» falsch, wie der Wochenbericht de» LandesarbeUsamls Brandenburg für die Woche zum 6. Februar beweist. In Berlin ist die Zahl der Arbeitsuchenden aus Z34 l5l gestiegen: in Brandenburg gab e» 7Z75 neue Arbeitslose, die in der Hauptsache auch aus Berlin enksallen. Berlin hat jehi 166 929 Unterstützte der Arbeitsloseuversich«. rung und ZZZll Unterstützte der Sr i seu s ü rs o rge. Der Best belastet tu der Hauptsache die städtische Wohlfahrt und ver- schärft naturgemäß auch die Fiaanzsorgen Berlin». Die schwersten Störungen gehen seht, obwohl das Wetter am Bauen immer noch nicht hindert, von der Bauwirlschaft aus. Die leichten Besse- runge» in der Metallindustrie und im Bekleidungsgewerbe hoben dagegen nichts oosrlchten können. Eine neu« Mahnung, mit der Gefährdung der Vauwirlschasl durch die Befchueidoug der Kapital- zufuhr vorsichtig zu sein._ Schnapsverbot am Lohntag. Singeschsänkter Äranntweinvertaus in Deutschland. Der Volkswirt: chaftlich« Ausschuß des Reichstags traf am Sonn- abet�t die Entscheidung über den Paragraphen 15 des Galt- stättengesetzc». der vorsteht, daß die obersten Landesbehördcn den Ausschank' von Branntwein sowie den Ä l e i u- Handel mit Branvtwetn für bestimmte Morgenfttinden und ferner an Lohn- und S e h a l tsz a h l u n g s t a g e n. jedoch höchstens an zwei Tagen in der Woche, ganz oder tellweise verbieten oder b-schräitken können. Roch längerer Ausspracht wurde die Beftimmung mit 14 gegen 13 c.tiitiemn angenommen. Die Mehrheit setzt sich aus Sozialdemokraten. Äoni- Mwipen und den abgeordneten Dr. Strathmann(Dnat.) und Dr. Mumm(Chr.-nat. Arb.-Gem., zusammen. Piattssch würde die Durchführung dieses Belchwstes bedeuten, daß der Branntwein- ausfchank und-oerkauf an den Freitagen und Cannaben- den jeder Woche verboten werden könnte. Auf sozialdemokratischen Antrag wurde noch eine Ergänzung dahin beschlossen, daß das Der- bot auch auf die Wahltage für den Reichstag, die Landtage und Gemeindevertretungen ausgedehnt werden kann. Fnck macht eine Krastprobe. Em Angriff siegen die Deutsche LoltSpar�ei. Weimar. IS. Februar. sEigenberichl.) Wie wir aus zuverlässiger Uuelle erfahren, ist der o o l k»- parteiliche Schulleiter Dr. Siescr« am Gymnasium in Weimar von dem nationalsozialistischen vollsbildungsminister Dr. Zrick seines Amtesol» Schulleitereuthoben worden. Dr. Siefert hatte ans Grund von Schuwerordnungen seinen Schülern verVoten, den vätkisch-uationaleu Schülerbünden„Adler und Falke" and„Schill" beizutreten. Zrick» erste Tal als Minister war. daß er von Dr. Siefert verlangte, daß er da» verbot sofort aufheben sollte. Dr. Sieferl weigerte sich aber, das zu tun. Daraus- hin ha« ihn Frick von seiner Funktwu als Schulleiter enthoben. Dr. Siefert war jähre lang stellvertretender Vorsitzender der Organisatlon der Deutsche» Voltspartei>a Thüringen. Mao darf gespannt sein, wie die Deutsche Volkspartei diese Provokation des Naltoaalsozlalistea Dr. Frick gegen eine» ihrer führenden Mitglieder aufnimmt.> i Thünngifche Reqierungssorgen Das thüringische Staatsmimsterium entfallet ein- fabelhaste Initiative. Zu � Ehren der Großherzogin Luise von S a ch s e n W c i m a r bat diese Rechtsregievung nunmehr einen Kränz am Sarkophag der Graßherzogin m der Fürjtengrujt niederlegen lasse«. Stalins neue Terrorwelle. Fünf Hinrichtungen pro Tag? Von Emile Vandervelde. Kerenski beklagte sich vor einiger Zeit bei der jozialisti- schen Fraktion der Französischen Kammer über die„Gleich- gü l t i g k e i t des sozialistischen Europas" gegenüber dem Wiederaufleben des Terrors, der zur Zeit in Rußi land wütet. Ich erachte diesen Vorwurf als nicht begründet. oder zum mindesten enthäst er— ich werde gleich sagen warum— nur den Schein einer Begründung. Fast kein Tag vergeht, ohne dag die sozialistische Presse aller Länder die terrortstischen Akte der Stalinschen Diktatur brandmarkt. Anläßlich seiner letzten Sitzung, Ende November vergangenen Jahres, hat das Büro der TAI. einen energischen Protest gegen das System der M a s f« n h i n r i ch t u n- gen, die an die schlimmsten Zeiten des Bürgerkrieges er- innern, erlassen. Außerdem wird demnächst der Bericht des Genossen A b r a m o w i t f ch, den er der Kommission zur Untersuchung der Lage der politischen Gefangenen vorgelegt hat. erscheinen. In ihm wird die Anklage erhoben gegen die schlechte Behandlung der politischen Gefangenen in Rußland und gegen die massenhaften Todes- urteile, die von den Bolschewisten, die die Todesstrafe früher prinzipiell ablehnten, verhängt werden. Deshalb ist es ungerechtfertigt zu sagen, daß„das sozialistische Europa an dem, was in Rußland vorgeht, keinen Anteil nehme". Das Gegenteil ist richtig: die Geschehnisse keines an- deren Landes erregen wohl größere Aufmerksamkeit und Be- sorgnis. Aber andererseits gibt es auch kein anderes Land, wo es dem Wahrheitssuchenden schwerer wäre, zu erfahren. was wirklich vorgeht. Wir haben allen Grund, den An- schuldigungen der bürgerlichen Presse und der Apologetik der offiziellen Moskauer Presse mit gleichem Mißtranen zu begegnen. Es wäre ein Mangel an kritsschem Siitm wenn wir die Aussagen der„Enttäuschten", der Ausgeschlossenen und Verbannten der Kommunistischen Partei— so zahlreich und eindrucksvoll sie auch sind— anders als mit Vorbehalt aufnehmen würden. Wir sind, um gewissenhaft urtellen zu können, in großem Maße auf die Informationen angewiesen, die lang'am. mit Schwierigkeiten und sehr großen Verspätun- gen aus Rußland selbst von den Unsrigen. die in geheimen Organisationen mit Gefahr für ihre Freiheit und für ihr Leben g»gen die Diktatur kämpfen, uns zukommen Aber fügen wir sogleich hinzu, daß. so unvollständig, so fragmentarisch alle Informationen auch sein mögen, so groß auch der Anteil ist. den man bei der kritischen Wertung des Materials, der Leidenschaft der tendenziösen Uebertreibung und— wenn es sich um gewisse Kresse bandest—. auch der iyst�matischen und bewußten Verleumdung zuschreiben muß. so bleibt doch ein Tassachenkomvlex. den man als erwiesen betrachten muß und für den die unmittelbare Perantmortung in grauenhafter Weise auf die Führer der USSR. fällt In den Hauptpunkten— vorbehaltlich möglicher Fehler in Einzelheiten— begegnet sich unsere Kommission in der Tat in der schlagendsten Wesse, sowohl mit dem anonymen kommunistischen Verfasser in der heftiaen Anklage'christ— la Riifsie nne(..Das nackte Ausland")—. die P a n a l t Istratis kürssich herausgab, als auch mit Kerenski ielbst. der in seinem Bericht an die französische Sozialistssche Partei erschreckende Ein�elbeiten über die Akte der zweiten Etappe des bolschewistischen Terrors bringt. Man kann selbstverständlich über die Zukunstsmöal'ch- kesten des Sowjetregimes verschiedener Meinung sein. Man kann den..Fünfjahresplan" oder die„landwirt- schaftlichen Kollektivbetriebe" verschieden ein- schätzen obwohl offm gesagt werden muß. daß die ersten Er- gebenisse fest der Aufgabe der Reo und der Rückkehr zum Kriegskommunismus d'e pessimistischsten Boraus- sagen zu rechffertigen scheinen. Aber vom menschlichen Ständnunkt aus— dem einzigen, der uns in diesem Augen- bl'ck beschäftigt— ist es nur zu gewiß daß leider unter dem Schutze einer Fahne die dieselbe Farbe hat. wie die unser'ge, in Rußland gegenwärtig Dinge vor sich gehen die jeden emvören müsien. der sich Achtung vor der Fr-iheit und dem menschs'chen Leben bewahrt hat. In seinem Bericht an die französische Sozialistische Partei hat sich K e r e n s k i in bezug auf d'»'en Bunkt folo-ndermaßen a'isqesvrochen: „Gegenwärtig erschießt die Sowjetregierung, mitunter nach einem Trupsviel der Urteilsfällunp, in den meisten Fällen jedoch ohne Urteil, mindestens fünf Personen pro Taa. Zur Veranschau- lichung gebe ich Ihnen die Zahl der zum Tode Verurteilten in der Zeit vom 1. Oktober bis 15. November: diese Zahl beGuft sich auf 225... Vom 15. November bis 1. Dezember sind 45.Hinrichtungen hinzuzufügen. Mit Ausnahme von zwei bis drei Fällen sst diese Statistik vollständig der Stalinschen Presse entnommen. Aber Sie werden verstehen, daß diese Ziffern lang« nicht alle Hinrichtungen, die stattgefunden haben, umfassen Vor allem werden bei weitem nicht alle Urteile der Gerichte und Dekrete der GPU. in den offiziellen Zeitungen der IZSSB nervtfentlicht Ganz im Gegemett: es gefchicht nur ausnahm-weise— «�Kch dann, wenn di-e Verwaltung Stalins wieder einmal die Bevölkerung terrorisieren will— daß Einzelfälle, wie man sagt..iäc Statuievung von Exempeln" in der Poesse veröfsenlticht werden. Sonst kommen Hinrichtungen auf administrativen Befahl der GPU. nur in ganz besonderen Ausnahmefällen in die Press«. So z. B. wurde im Frühling 1929 veröffentlicht, daß Med, Paltchinsky und Belitschko, drei der tüchtigsten Ingenieur« im Sowjet« dienft, auf Befehl der GPU. erschossen worden sind Kürzlich. während der mitltärischen Verwicklungen in der Mandschurei, hat die GPU. wissen lassen, daß fünf Studierende der Milt- tärakademi«, die für die nationale Verteidigung arbeiteten, hingerichtet worden sind. Sonst gelangen in der Regel die auf Befehl der GPU. erfolgten Hinrichtungen nicht in die Oeffenüichkeit. Aber wir wissen au» un- bedingt zuverlässiger Du* He, daß täglich Hinrichtungen dieser Art in allen Ecken Rußlands staitfinden/ Das offizielle Organ derrufsifchenSozialdemo- k r a t i e. der„Soziallstische Bote" vom 15. Dezember, schreibt andererseits: „Dutzende von„Spezialisten" werden hingerichtet und Hundertc weitere werden auf die So lo wetzky i ns e ln depor« tiert. Die Masse der Intellektuellen im Dienst der Sowjets ist von Panik ergriffen. Sie kommen immer mehr zur Ueberzeugung, daß sich die Sowjetregierung dl« Aufgabe gestellt hat, olle«he- maligen„Spezialisten", soweit sie von irgendwelcher Bedeutung sind, auszurotten und die anderen einem langsamen Tod in den Gefängnissen und in der Deportation zu überliefern." Die kommunistische Presse wird nicht unterlassen, von neuem zu wiederholen, daß die USSR. von Feinden um- geben ist und daher gezwungen ist, sich zu verteidigen: daß die Leute, die sie erschießen läßt, Verschwörer sind, Per- r ä t e r an der Revolution, Spione oder Deftaudanten, be- wußte oder naive Söldlinge des internationalen Kapitalis- mus. Wir überlassen der kommunistischen Opposition die Auf- gäbe, auf diesen Punkt zu antworten. Es scheint übrigens nicht zweifelhast zu sein, daß Kerenski recht hat, wenn er ver- sichert, daß der Terror zwischen den Konterrevolutionären bzw. jenen, die als solche bezeichnet werden, und dem schwer bedrückten Bauer, der sich auflehnt, dem Arbeiter, der sich über seine Arbeitsbedingungen beklagt, dem Intellektuellen, der seiner Menschen- und Bürgerrechte beraubt ist. dem Priester oder Mönch, der zum Staatsfeind gestempelt und durch eine umgekehrte Inquisition der weltlichen Macht aus- geliefert wird, keinen Unterschied macht. Aber für die eigene Ehre des Sozialismus ist es von Bedeutung, daß unser Protest gegen den Terrorismus, gegen die Todes- Orafe, gegen die Ausrottung jedes freien Gedankens und seder freien Aktion mit Feuer und Schwert, ebenfalls reinen Unterschied zwischen den einen und den «nderen macht. Es müßte einem das Verständnis für das Wesen einer Revolution fehlen, wenn man darüber erstaunt oder empört sein wollte, daß sich die Sowjets gegen die Komiptionisten, gegen die Amtsverbrecher, gegen die Spione und Verräter unerbittlich zeigen. Aber, daß nach zwölfiähri« gem Bestehen eines Regimes, in vollem Frieden, ohne die Entschuldigung durch blutige Gegenschläge im Bür- gerkrieg, die Erschießung und Niedermetzelung auf die Tages- ordnung gestellt wird, oder genauer gesagt, wieder gestellt wird, daß der Moloch der Diktatur täglich seine Ration Opfer braucht, daß unverantwortliche Behörden, wie die GPU. oder sogenannte Gerichte, die ohne die elemeiüarsien Recht« auf Verteidigung tagen. Hunderte von Unglücklichen in den Tod schicke», die anderswo nicht verfolgt würden, oder im äußersten Fall einer Gefängnisstrafe schuldig wären, das alles find Dinge, die die foziiuistische Demokratie nicht dulden kann, ohne sich dem berechtigten Vorwurf unerlaubter Dvld- famkeit, und das will sagen moralischer Mitschuld, auszu- fetzen. Die SAJ. ist und will mit der russischen Revolution sein, tfä alledem. Sie ist trotz allem überzeugt, daß schließ- lich Großes aus ihr entstehen wird. Sie verteidigt sie gegen die Angriffe der Reaktion und hat sie immer verteid'.gt, was immer auch die Kommunisten sagen mögen. Aber auch das gehört noch zu ihrer Berteidigung, daß man ohne Schwäche und Furcht ihre Fehler, ihre Irrtümer und ihre Verbrechen, die sie zu entehren drohen, aufzeigt. Sowjetunion und Kirchen. Sin Interview mit dem Metropolit Sergius. Moskau. 15. Februar.(WTB) Di« Presse bringt ein Interview mit dem Oberhaupt der Griechisch. Orthodoxen Kirche Metropolit Sergius und den Mitgliedern des Synods. In dem Interview wird die Lage der Kirche in der Sowjetunion behandelt. Es enthält ferner«ine A n t- w o r t an den Papst und an den Erzhifchof von Canterbury.(Leider erfährt man aus dieser WTB.-Mefdung nichts über den W o r t l a u t des Interviews. D. Red.) Vom KpO.-Ramfch. Der Kauf des Gebäudes der„Hamburger Doltszeitung' durch den Staat Hamburg. der Blättermeldung, daß der Hamburgische Staat vor etwa .zehn Tagen das Gebäude der„Hamburger Volkszei« tu ng" om Volentinskamp angekauft habe, wird von der Staat- lichen Pressestelle folgendes mit geteilt: Der Ankauf de« Gebäudes der„Hamburger Volkszeitung" ist im Rahmen der Verbreiterung des Valentinskamp bereits am 26. Septeniber vorigen Jahres er- folgt. Der Verkaufspreis betrug 2500»!) M. Das Haus kann nach dem Vertrage von den bisherigen Eigentümern gegen Zahlung einer Wiste so lange benutzt werden, bis der Staat feiner bedarf. Die zugesicherte Umzugsentschädigung entspricht den üblichen Sätzen. Von der Kaufsumme sind etwa zwei Drittel bar ausgezalsst worden. Nie Justiz spart. Gin Raiionalisierungsgesetz. Auch im Justizwesen sollen Ersparunzen voxg«. nommen werden. Sin Gesetzentwurf, der nächster Tage dem Reichsrat vorgelegt werden wird, will diese Ersparungen dadurch«. reichen, daß die Zuständigkeit der Amtsgericht« in Zivilsachen von 300 auf 1000 M. erhöht und die Berufungsgrenze glelchfall, stark hinaufgesetzt wird. Da die kleineren Amtsgericht« in der Provinz mcht immer voll beschäftigt sind, soll die Ernennung einzelner Amtsrichter zugleich für mehrere Gerichte erfolgen. Dagegen ist Nicht beabsichtigt, Einzelrichter auch mit den Funktionen lcmdgericht- sicher Kommen, zu beauftragen Das pletschkaitis-Llrteil. Ungleich milder als der Antrag des Staatsanwalts. Jnsterburg. IS. Februnr. Um 30.02 Uhr verkündete Landgerichtsbirektor La«» genickel das Urteil. GS werde» verurteilt Pletschkaitis Wege» Verbrechews gegen ß 8 des Sprengstoffgesetzes. wegen Vergehens gegen das Kriegsgerategesetz, das Ächnsiwaffengesetz und wegen verbotene» GrenzLbertritts zu drei Jahren Gefängnis; die Angeklagten Daugschas, Zalenka, Szamaitis. Pilipawicins und llrauszenko zu je zwei Jahren Gefängnis und Zulässig- keit der Polizeiaufsicht. Die Einziehung der beschlag- »ahmten Wafseu und Munition wird ausgesvrocheu. Die Untersuchungshaft wird allen Angeklagte« in voller Höh« angerechnet, die Kosten fallen den Angeklagten zur Last. In der Begründung heißt es: Paßvergehen und unerlaubten Waffenbesitz haben die Angeklagten eingestanden. Hierfür hat das Gericht ein uich sechs Monate Gefängnis eingesetzt. Die Angeklagten sind auch schuldig nach dem Sprengstoffgesetz, da ihnen der Bomben- besitz einwandfrei nachgewiesen ist. Ein F r e i s p r u ch der Angeklägten war natürlich nicht möglich, da sie unbefugt Waffen und Sprengstoffe mit sich ge- führt haben. Die verhängten Freiheitsstrafen stehen aber nach Art und Dauer in so erfreulich schroffem Gegensatz zu dem furchtbaren Antrag des Staatsanwalls, daß man die Absicht des Gerichts erkennt, sich nicht zum Rachewerkzeug des litauischen Faschismus zu machen. Sie Schlußreden. Zusterbnrg. 15. Februar(Eigenbericht.) In der Rachinillagsfitzung begonnen die Verteidigungsreden: Di« Angeklagten seien zwar wegen Paßvergehen und verbotenem Waffenbesitz zu bestrafen, aber Bergehen nach ß 6 und 7 des Spreng- stoffgefetzes feien nicht nachgewiesen. Es fei weder erwiesen, daß die Angeklagten ein gemeinsames Vorgehen geplant noch die Absicht ge- habt hätten, durch«in Sprengstoffatentot Leben, Gesundheit und Freiheit anderer Personen zu bedrohen. Rechtsanwalt Valtin schilderte den politischen Werdegang seines Mandanten Pletfchkaitis. Nicht aus persönlichem Egoismus, sondern aus idealen Gründen Hab« er gehandelt. Er fei zwar ein Revolutionär, aber kein Terrorist. Auch als Abgeordneter habe er nicht feine Stellung zu psrfön- lichem Vorteil mißbraucht. Aus Verzweiflung Heck« er die Tat begangen, aus dem Drang, sich mit seiner Familie wieder zu vereinigen. Er ist aber nicht der Bandenführer, der Räuber, als den man ihn hinstellen will, denn er hat seiner Verhaftung nicht einmal Widerstand entgegengesetzt, ist vielmehr um die Sicherheit seiner Häscher besorgt gewesen. Die Rede des Rechtsanwalts Levinfohn wurde eine wuchtige Anklage gegen den litauischen Faschismus. Wenn hier von Terror gesprochen werde, führte er aus, so ist lediglich der ungeheure' faschistische Terror in Litauen erwiesen worden, der durch mittelallerliche Torturen Geständnisse erpreßt. Unverständlich war daher, dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrecht« abzusprechen. In längeren Ausführungen macht Pletfchkaitis nähere Angaben, die die Verteidigung wirksam unterstützen. Er sagt u. o.. Reichsdeutsche würden sein Vorgehen kaum verstehen, weil ihnen die Zustände in Litauen nicht bekannt sind, Zustände, die auch den ruhigsten Menschen zur Empörung und Verzweiflung treiben könnten. Was der Zeuge Zehler darüber berichtete, seien nur Episoden. Dennoch wollten die Angeklagten schweigen, sie müßten schweigen, aber sie hofften, daß auch Litauen einmal befreit werden wirb. „Wollen Sie unsere Last, die schon unerträglich ist, noch mehr steigern Womit haben mir das verdient Wir sind keine Gemein- Verbrecher, sondern wir wollten lediglich unsere Angehörigen ans litauischem Terror befreien, Ist das ein Verbrechen? Wir sind unglückliche Menschen, aber kein« Aerdrechcr." Die„neunschwänzige Katze" Mittelalterliche Folter in britischen Gefängnissen. London. 1ü. Februar.(Eigenbericht.) Ein Strafgefangener im Wandsworth-Gefängnis in London hat vor wenigen Tagen den Todessprung über da» Stiegevgeländer der Auspeitschung mit der„neun schwänzigen Katze", zu der er verurteill war, vorgezogen. Der Vorfall hat die Oeffentlich- keit au» ihrer bequemen Ruhe aufgeschreckt. Man wurde sich wieder bewußt, daß von anglischen Richtern jahraus, jahrein eine Strafe diktiert wird, vor der Pas moderne Rechtsbewußtsein Grauen Und Abscheu empfindet. Mit wachsendem Entsetzen erfuhr man von Gerichtsärzten und Gesängnisdottoren Einzelheiten über dies« barbarssche und die menschlich« Würde so schwer verletzende Bs- strafung. Man wurde unterrichtet, daß ein ganze? System von Vorsichtsmaßregeln geschaffen worden sei, um nach Möglichkeit einen tödlichen Ausgang der Tortur zu vermeiden. Es wurde bekannt, daß ieder Strafgefangene vor ihrer Ausführung ärztlich untersucht wird und daß die Anwesenheit eines Arztes bei ihrer Durchführung selbst obligatorisch ist. Der Rücken des solcherart Bsstrasten gleicht, so berichteten die Zeitungen, nach der Versetzung der Peitschenhiebe„einem blutigen Brek", und die Striemen sind bis ans Lebensende sichtbar. Ein Mitglied der Unterhaus-Fraktion der Arbeiterpartei hat die Gelegenheit ergriffen und im Parlament einen sogenannten „privaten Gesetzentwurf" eingebracht, der dieser grausamen Strafe. die er als„rationalisierte Brutalität" bezeichnete, ein Ende zu bereiten. Er wies darauf hin. daß Deutschland, die Schweiz, Italien, Oesterreich. Ungarn und sämtliche amerikanischen Staaten, mit Ausnahme von zweien, die Prügelstrafe aßgefchaffi hätten. Wer heute in England für ihr« Beibehaltung stimme, d-r vertrete den Standpunkt,„daß einzig und allein England den Knall der Peitsche benötige, um Ordnung und Gesetz im Land« oufrechb' zuerhallen". Wie stets, wenn es gilt, mit einem Stück Barbarei aufzuräumen, so fand sich auch diesmal ein Konservativer, der prot«.- stierte und das Gespenst eines verweichlichten und degenerierisr- England für den Fall heräusbeschwor. daß die Prügelstrafe ob- geschafft würde. Es war das alle pathetische Schauspiel, das sich' bei ähnlichen Gelegenhellen in allen Parlamenten der Welt ab. spielt. Das Unterhaus war jedoch in seiner großen Mehrheit auf der Seite des Fortschritts und verabschiedete dos Gs setz in erster Lesung. Weiter dürft» der Entwurf freilich kaum kommen— das Arbeitsprogramm der Regierung ist über. reich, und die privaten Gesetzentwürfe pflegen den Bedürfnissen der Regierungen geopfert zu werden. Heute ist das Gewissen der Oesfentlichkell noch wach. Aber es wird, stets kurzlebig und schnell beruhigt, morgen wieder einschlafen. Der Gefangene vom Wandsworth-Gefängnis wird vergeblich ge storben sein. Stärker als anderswo lauert hier, m England, dos Mittelalter inmitten der Gegenwart und erinnert au die Zellen— sie liegen noch nicht fern zurück—, wo die Briten als das grausamste Volk der Erde verschrien waren. Die neunschwänzige Katze, uns Kontinentalen nur aus Museen bekannt, wird weiter auf die Rücken oer unglückseligen Opfer herobprassetn. Dr. Beers Rücktritt. Eine offiziöse Verlautbarung. Das Woffsche Telegraphen-Bureau teilt den von uns" bereits gestern auf Grund einer eigenen Genfer Meldung gemeldeten Rück- tritt Dr. Max Deers in solgender Fonn mit; Der Leiter des deutschen Pressereferats im Völkerbundssekre. tariat, Dr. M a x B e e r, ist von seinem Posten zurückgetreten. Dr. Mar Beer hatte, wie man heute erfährt, bereits voreiniger Zeit aus grundsätzlichen und persönlichen Gründen dem Völkerbundssekretariat seine Demission eingereicht. Bs» sprechungen, die sich an sein Rücktrittsgesuch knüpften, haben ihn nicht veranlaßt, seinen Entschluß rückgängig zu machen, den er in den letzten Tagen erneuert hat. Dr. Max Beer verläßt damll nach 2 bijährigem Wirten in der außerordentlich wichtigen Informationsabtellung des Völkerbunds- jekretariats seinen Posten, den er einige Zeit nach dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund auf Grund eines gemeinsamen Appells des Generalsekretärs und des verstorbenen Reichsaußen- Ministers Dr. Stresemann übernommen hatte, nachdem er vorher seit Gründung des Völkerbundes in Genf als Vertreter des MTB. und der.Kölnischen Zeitung" tätig gewesen war. Das Ausscheiden Dr. Beers wird im Völkerbundssekretariat. in dem er eine hervor- ragende Stellung eingenommen hat, auf das lebhafteste be. dauert. Besonders große» Bedauern ruft fein Abschied in den Kreisen der deutschen und internationalen Presse beim Völkerbund hervor, mit denen er ebenso wie mll den amtlichen deutschen Stellen und den zahlreichen deutschen Delegationen beim Völkerbund ln harmonischer Weise zusammengearbeitet hat. Die„grundsatzlichen und persönlichen Gründe' dieses Rücktrittes werden kj, der WTB..Fassung nicht näher präzisiert. Die in unserer eigenen Meldung angegebenen Gründe, daß Dr. Beer den Posten«ine» Bizedirektors de? Rachrichtenobteilung vergebens erstrebt hätte und daß er wegen seiner„Aggressivität" als wenig geeignet für»inen Beamtenposten im Völkerbundssekretariat erschienen sei. treffen aber offenbar nicht zu. Biellnehr hat der Leiter der Nachrichtenabteilung, der Franzose Pie�r« Eomert, in einem Telegramm an den„Borwärts" ausdrücklich festgestellt, baß.die Demission Dr. Beer» im Völkerbundssekretariat sehr lebhaftes Bedauern hervorruft". Diesem Bedauern haben auch mir von voricherel» w unserem gestrigen Kommentar Ausdruck gegeben. Wir haben dabei die Ber. mutung ausgesprochen, daß Beer von den zuständige» deutschen Stellen als„Außenseiter" der Diplomatte vielleicht doch nicht so gehalten worden wäre, wie man es erwarten durste. Eine Meldung des Genfer Korrespondenten der„Vvsstschcn Zeitung" scheint unsere Auffassung durchaus zu bestätigen: Denn es wird darin ausdrücklich getadett, daß im Gegensatz zum Generalsekretär des Böller- bundes, die Berliner Stellen nicht den entsprechenden Nach- druck aus die Erhaltung Dr. Beer» im Genfer Sekretariat gelegt hätten. Henderson gegen Pessimismus. Konferenzaussichten sollen nicht nach dem jetzigen Stand beurteilt werden. London, 15. Februar.(Eigenbericht.) In einer Rede in Birkenhad richtet« Außenminister H« nd e r- son am Sonnabend«ine Warnung an die Oeffentlich- keit, die Aussichten der Flottenkonferenz nicht nach dem' gegemvärttgen Stadium der Verhandlungen zu beurteilen Die Ver- Handlungen steckten im Augenblick tief in der Aussprache über Einzel- hellen, wodurch nach außenhin leicht der irreführend« Eindrucks einer Stockung entstehe. Jede Konferenz kenn« solch« Zellen, wo nur langsame Fortschritt« möglich seien. Henderson betonte, daß jefe Delegation von der Notwendigkeit«in«? Erfolges überzeugt sei. und schloß mit einem Appell um Vertrauen., Oer indische Kreiheiiskampf.; Ausgedehnte Vollmacht für Gandhi. L o n d o n. 15. Jebru-r. Eigenberichi.) Da» ständige Somikee de» lndlschen Ratloaalkoogrefles hak den Führer der indischen Freiheitsbewegung Gandhi ermächtigt, den Zellpunkt des Leginn» der passiven Resistenz, welche die Skeuerverwelgerung an die britischen Behörden einschiieß:, nach eigenem Ermessen zu bestimmen. Gandhi ist damit, gemäß seinem eigenen Wunsche, bl» auf weitere» mit dlktarifchen Ve- fagnissen ausgestaltet worden. Reinigung Sei der Emetta. Industrielle Scharfmacher Hetzen-Das Reich verkaust nicht Die Presjc ist wieder voll von der E m« l k a und der ihr zu- gehörigen Iheatergejelljchait. und e» wird gegen das Reick), das b-kanntlich im November v. I. aus politischen Gründen, wie ganz offen erklärt worden ist, die volle Herrschaft über die beiden Film- gesellschostcn erworben hat, noch allen Regeln der Kunst gehetzt. Dem Reich wird nachgesagt, daß es einmal an die Amerikaner, daß es dann an die Uia ihre FilmbeteiligunPn verkaufen walle. B«> fonders die bayerisch« Reoktion. die den Emelka-Besig des Reichs wahrscheinlich wie einen Stachel im wechblauen bayerischen Fleisch empfindet, geht in der Scharfmacherei gegen diesen öffentlichen Filmbesitz voran. Es besteht weniger Anlaß zur Hetze gegen da» Reich als se. Gewiß weist die Enielka für ihre letzte Bilanz einen B e r l u st von rund SkoOOO Mark aus und die Emelta-Theatergcsell» schaft einen Verlust von rund Z68000 Mark. Gewiß ist auch unter der bisherigen Führung, die jcht abberufen wird, ge- schlampt und mit Geldern gewüstet worden. Aber die Verluste sind nur deshalb so hoch, weil das Reich o!s entscheidender Aktionär mit der personelllen und finanziellen Schlom- p e r e i«in Ende gemacht hat. Es sind sehr stark« A b- schreibungen auf den vorhandenen Filmbestand vorgenommen worden, ebenso sind auch unrenüabl« Theater aus der Phöbüsmaffe unseligen Angedenkens abgestoßen worden. Das Reich macht in dem von ihm beherrschten Betrieb mit der in der ganzen Filmbranchc nun einmal herrschenden Schönfärberei energisch Schluß. Die beispiellose Gehälterverschwendung. die nicht zuletzt große Schwierigkeiten hervorgerufen hat, wirdbeseitigt. und allein an Gehältern wird«ine Iahresersparnis von 400000 Mark möglich sein. Die Emelka erhält einen neuen Produktionsleiter in dem technisch sehr erfolgreichen Pro- duktionschef Dupont, wobei das Reich freilich darauf achten muß, daß Aufwand und Ertrag bei den von Dupont herauszubringenden Filmen auch miteinander in llebereinstimmung stehen. Filmische Genialität ist noch nicht ohne weiteres«in« Garantie für rationelles Wirtschaften. Ao» Verkaufsabsichten irgendwelcher Art ist nicht die Red«. Sn der Aufsichtsratssitzung der Emelka wurde der Vorstand be- auftragt, der Hetze gegen das Reichsunternehmen durch eine Straf. anzeige und Regreßklage wegen Kreditschädigung nachzugehen. Wie das„Berliner Tageblatt" meldet, handelt es sich dabei um den Vor- sitzenden des bayerischen Jndustriellenverbande« Geheimrat Kuhla. der im Aufsichtsrat der Ufo und damit in der engsten Nachbarschaft von Hugenberg sitzt und der einer der Hauptakteure der weißblauen Sozialreaktion ist. Llm das preußische Wahlrecht. Urteilsverkündung Montag 12 Uhr. Leipzig. 15. Februar.(Eigenbericht.) Arn Sonnabend, 9 Uhr. gingen die Verhandlungen um die Gültigkeit des preußischen Landeswahlgesetzes vor dem Staatsgerichtshof unter dem Vorsitz des Reichsgerichts- Präsidenten Bumke weiter. Würiftarialdiraitor B a d t. als Der- treter des Landes Preußen, nahm zu der Frag« Stellung, wie weit das Reichs Wahlgesetz aus die Verfassung gewirkt Hab« und die Verfassung auf dos Reichswahlgesetz � Er schildert die Entstehung des Reichswahktzefetzss und seine Annahm« im Reichstag. Er betont nochmals, daß das preußische Land«»Wahlgesetz dem Reichswahlgefetz angepaßt sqi. Als Vertreter der Kläger behauptete Dr. L o b e, es Handel« sich bei dem Reichswahlgesetz um ein Ausnahmegesetz, das sich be» seiner Entstehung gegen die Kommunistisch« Partei geruhtet habe Nachdem Ministerialrat Dr. Sasenberg und die Vertreter der Klageparteien nochmals das Wort ergriffen und sogar Dr. Körner als Antisemit Stellung zu den Fragen genommen hatte, wird die Urteilsverkündung auf Montag, 12 Uhr, festgesetzt. ' Tardieu in Paris. Schwere Angriste auf den Kinanzminister Sharon. Pari», 15. Februar(Eigenbericht) Tardieu ist kurz vor Mitternacht mit Briand wieder in Paris eingetroffen. Er entzog sich allen Begrüßungen durch die zahlreich am Bahnhof erschienenen Minister und Poriomentarler und fuhr direkt ins Innenministerium. Für Montag hat er einen Minister. rat einberufen, in dem die innerpolitisch« Loge geprüft werden soll. Die Position des Kabinetts ist nach wie vor äußerst ver» worren. Finanzmimster Eheron. der mit seiner Finanzpolitik den Stein des Anstoßes bildet, hat am Freitag in der Kammer durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver einen gewissen Erfolg zu verzeichnen gehabt. Seit mehreren Wochen geht in den Wandel- gängen des Palais Bourbon die Red«, dos Abgeordneten- Mandat von vier auf sechs Jahre zu verlängern. Cheron hat sich nunmehr am Freitag in offener Kammersitzung s ü r diese Reform ausgesprochen, da sie die parlamentarisch« Politik st a b i. lisiere und die Abgeordneten von der allzu dringlichen Sorge um ihre Wiederwahl befrei«. Trotzdem muß gesagt werden, daß Chtron selbst im Lager der Rechten ein« sehr schlechte Presse hat. Das„Echo de Paris" bescheinigt ihm, daß sein gestriges Manöver Demagogie gewesen sei. Der Senator Billiet. der Wahlsinan- zier des Bloc National schreibt im„Avenir". das Parlament habe nach wie vor di« Pflicht, gegen Chiron» Steuer-Raubgier V«it«r anzukämpfen. Ein Kuhhandel mit dem Sechsjahre-Abgeordneten- mandat fei unzulässig. Die patriotische„Ordre* bescheinigt Chtron, daß er sein Finanzministerium so kleinlich verwalte, wie ein« klein« Bürger Ssrau ihre Waschrechnung. Der„Petit Parisien" endlich be- richtet, daß Tardieu entschlossen sei, seinen Finanzmichste, dazu zu bringen, das„Steuerkorsett" etwas zu lockern. Am Sonnabend ist nun m dem Kampf um Eherons Finanzpolitik ein« kurze Unterbrechung eingetreten. Di« Rückkehr Tardieus bewirkt«, daß sich das Schwergewicht der Di»« kussion der Kammer in die politischen Ku'issen verleg! hat. Die Kammer selbst begnügte sich, nachdem nur etwa 40 Abgeordnet« zur SNzung erschienen waren, damit, die ersten unwesentlichen Artikel der Vorlag« rasch zu erledigen und sich dann auf Montag zu vertagen. Die Entscheidung über das Schicksal Eherons. des..Sorgen- kinde» im Kabinett Tardieu". dürft« erst im Laus« der nächsten Woche sollen. Sei es. daß si» bereit, im Ministerrat am Montag erfolgt, sei «s In der Kammer selbst, bei der DiÄUsston der Kardinalfrag«. de, Problem» der Stauer ermäßig ungen. Vr. Heinrich Kanner ist in Wien gestorben. Er hat. zusammen mit dem längst verstorbenen Professor I. S i n g« r. emst die bedcu- tende Wochenschrift JOie Zeit", dann die alerchnamige Tageszeitung und zuletzt sin« Zeitschrist„Der Krieg" herausgegeben, m der er stet» die Schuld Heasdurgs und seiner Regierung am Weltkrieg b«> hauptet«. Splitter und Balken. hugenberg, der große Cherusker, bekam zum Andenken an fein überaus gelungenes Auftreten im Reichstag seine Rede in Blech gestanzt überreicht. „Mit der Besetzung der Opel- werke war es nichts, wie war'», weun wir jetzt vorsichtshalber unsere Partei- betriebe besehen würde«?!" (Sine besondtt» täntßftttcue Lcdrcrla der 187, ZUdchentchul« ffidcic ldrc Schülertimen in einet Kodcnrollern- aekächtuisnndacht an da» Denkmal der aUen ii-ilerin.).. „Tla, JcoQein, die komische Kruke ham wa NU jenug gesehn. 7tu zeijense uns mal Otto, den Aaulen." In Anbetracht seines knorken Dementis wurde dem. Orlginal-Bolschewisteu Stäcker der Sowjetstern qtn laufenden Dementierband verliehen.(Inhaber dieses Ordens hat Anspruch aus den Titel: Seine Scheiaheiligkeil.)• Mathematik im Reichstag. Berechnungen zum Noüng-Plan.— Gegen Wirtschastspeffimtsmus.- O,e Helfferich-Legende. In der gsmeinscknien Tagung der Ausschüsse sü» den-Reichshaus» ItaLt und die auswärtigen Angelegenheiten sprachen am Sonnabend zunächst Stöcker(Kamm.) und Quaatz(Dnot.). die nachzuweis-m suchten, daß aus die Dauer für die deutschen Arbeiter und dle deutsch« Wirtschaft«in« stärkere Belastung auz dem Voung-Plän erfolgen werde als au» dem Dawss-Plan. Ihnen antworteten di« Minister Dr. E u r t i u». Dr. W i r t h und Robert Schmidt/ Minister Dr. Eurtius erklärte, die Differenz betrage durchschnitt- lich 500 Millionen Mark, rechne man den Wohlstandeinder hinzu, mindestens 790 Millionen Morl. Der Kapitalwert des Poung.Plansbetragerund 34� Milliarden, mit Ein. fchkuß der belgischen Marl- und der amerikanischen Sonderzahlungen ZK Milliarden Mark. Der Kapitalwert des Dawes-Plans hingegen mache 49 Milliarden aus. An diesen Zahlenreihen sei nicht zu rütteln. Da» Londoner Ultimatum, dos nur. unter Diktat unterschrieben wor- den sei, habe einen Gegenwartswert von 132 Milliarden. Erst jetzt. nach Annohme des Voung-Plans, wurden mir, was immer vergessen weiche, von der Bedrohung des Londoner Ultimatums befreit, da cs formal noch besteh« und die Schuldverschreibungen über die 132 Mil- liarden sich noch in den Händen der Gläubigermächte befinden. Minister Dr. WUlh erteilte der Opposition Mathematitunterricht. Wenn jemand ein Recht aus eine ewige Nutzung von einer Mark jährlich hat, kann er sich zusaimnenrechnen, wieviel das bis zum Ende aller Tage ausmacht: eine unendlich große Zahl! Wenn er aber diese ewige Nutzung verkaufen will, kann er sröh sein, wenn er 20 M. dafür bekommt. An diesem Beispiel kann man sehen, was „Gegemvartswert" ist, und wie saljch es ist, die Annuitäten einfach zusammenzurechnen. Reichswirtschaftsmimster Schm»dl erklärte, wer 4«- diesen Zeiten die Verantwortung zu tragen habe, der müsse optimistisch denken. Niemand könne bestreiten, daß es in den letzten zehn Iahren trotz aller Rückschläge im ganzen doch auswärts gegangen sei. Unsere Wirtschast habe' starte Kräfte aus sich selbst entwickelt und. eine un- geheure Schaffenskraft bei Arbeitern und Unternehmern gezeigt. Gerade Venn man die Industrien, die dos Rückgrat unserer Wirtschaft darstellen(Bergbau, Eisen. Chemie. Elektrizität) und ihre Entwick- lung betrachte, so zeige sich ein im ganzen günstige? Bild. Auch seh« er ein günstiges Zeichen für eine weitere Entwicklung in der Steigerung der deutschen Aussuhr. Im Verhältnis zu 1925 kann heute eine Million Arbeiter mehr für den Export be- schäftigt werden. Was würde aber geschehen, wenn man den Poung- Plan ablehne und den Kamps gegen den Dawes-Plan neu- aufnehme. In solchem Kampf würde gerade du Schwerindustrie im Westen in vorderster Linie stehen. Man dürfe doch nicht vergessen, daß di« Inflation erst durch den Ruhrkamps auf den Höhepunkt gelangt sei. In diesem Zusammenhang streifte der Minister auch die Frage der Stabilisierung und hob hervor, daß der verstorbene deutschnationol« Führer Helfferich du Raggenmark gewollt und die Verantwortung Echillertheoter. »George Oond n"„Boubouroche." Richard Weigert studierte diese zwei Satiren betrogener Liebe meisterhast neu ein. Wir finden in den Hauptrollen Heinrich Georg« und Anni Mewe». Sic meistern ihre Ausgabe vor allem mit sehr großer Natürlichkeit. Ein Moli er«, der vielleicht m dieser Inszenierung heute noch so aufpeitschend wirkt, wie zu seiner Zeit. für-di« Rentemmnch abgelehnt mch sich ausdrücklich gegen die GR)?' Währung auszespaochsn habe.' Toni Sender(Äaz.): Die Alternative lautet doch n'chr Aoung, Plan oder kein« Zahlungsverpflichtungen, sondern höher« Lasten au, dem Dawas-Plan oder ermäßigte aus dem neuen Plan. De Sozia.!- demokpatie könne gegenüber den deutschngtionälen Ausführungen nicht anerkennen, daß os«in, patriotische Pflicht sei, keinen Glauben an di« Kraft Und Leistungen des eigenen Walkes zu haben. Niemand könne heute sagen, ob aus die Dauer die Paung-Lasten tragbar sein werden. Haben di« Deutschnotionalen, als sie mit der 5)älst« ihrer Stimmen den Dawes-Plan zur Annqbme brachten, mü Sicherheit erklären lonnen. daß seine Losten erjüllbar seien? Wie könne,, s,« jetzt bezüglich des Poung. Plans immerfort diese Frage stellen. Es sei überraschend, haut« mit einem Male in den deutschnationalen Reichstag-abgeordneten Dr. Reichert und Dr. Kiönne be- geisterte Sachlieferungsfreund« zu sehen. Bis vor kurzem seien sie heftigste Gegner der Sachlieseningen gewesen. Die Kommunisten sollten dach nicht vergessen, daß es auch fijr di« deutsche Ar- b e i t e r s ch a f t vorzuziehen ist, wenn si« den Kampf um die innere Lastemzerteilunq mit zunächst 1.7 Milliarden noch dem neuen Plan, statt mit drei Milliarden nach dem Dawes-Plan aufnehmen müsse. Die Sozialdemokratische Partei sei Gegner jeder Kriegsentschädigung. die Rechtsparteien aber, die selbst das Prinzip der kWcgsenfschädi- gung anerkennen, und wenn sie nur gekonnt hätten, den Gegnern die schwersten Tribute auferlegen wollten, haben das Recht verwirkt, in hohen Tönen gegen die Forderungen der Gläubigermächte äus- zutreten. Solange uns die politische Konstellation den völligen Sieg unseres Prinzip» noch nicht ermöglicht, solange treten wir im Jnter- esse des deutschen Prvletarlots für jede Erleichterung der Deutschland auferlegten Lasten ein. Reichert(Dnat.) nahm die letzten Aeußerungen des Reichswiri- schaftswmisters zum Anlaß, um in erregter Weise«tf Grund pon stenographischen Auszeichnungen über et» im Jahre 1923 stottge- fundcnes Gespräch gegen den damaligen.Reichssinai�msnjstet Dr. Hilferding zu polemisieren, dem er die Hauptschuld ap dem Zusammenbruch zuschreib«. Da» Ersuchen des Vorsitzenden, mit dieser Polemik zu warten, bi» Dr. Hilferding selbst anwesend sein könne lehnte der Redner ab. da er dem Minister sofort antworten wolle. David(Soz.) gab darauf die Antwort. Er erklärte, daß Helfserich einer d e r Ha u pt v e ro n t w o rtl i ch e n iur den Währungezusommenbruch sei Während des ganzen Ruhrken, pfes habe die sozialdemokratische Fraktion gesordert, die Steuerschraube anzuziehen, um die Ausgaben durch Einnahmen zu ersetz«,. Helfferich habe diesen Vorschlag bekämpft. Erst« Boraus- setzung für die. Währungsstabilisterung sei der Abbruch des Ruhr- kämpfe» gewesen. Wiederum habe Dr. Helfserich sich solchem Abbruch widersetzt. Wer gegen den Ruhrkampf don, als, austrat, fei in der Oefsentlichkeü als schlechter Deutscher heruntergemacht worden. Auch jetzt wünsch« nyjn wieder eine Krise herbeizuführen und zwar auf Grund des Dawit»-Plan». Hugenberg selber habe erklärt, daß wir dies« Krise, die eine GesuitdheitsWfe sein werde, brauchten, wem, wir oll« auch„vorübergehend Proletarier" werden müßten. Die Spziqldemvkxatie bedankte sich für sin« solche Krise und zwar im wobtverstcnÄ«,«n Interesse der Dauer Proletarier. Montag Fortsetzung über di« Schutzklauseln. hug«nb«rg wird am Montag gemeinsam mit dem deutsch1, ntn- nalen Jraktionsoorsitzenden Oberfohren den R e i ch s p x ä i'- d« n t«n aufsuchen, um sein« Ansichten über den Poung-Plan vor zutrag-u. Magistrat bei der Etatsarbeit Haushaltsplan Verwaltungsreform** neue Kredite Ju einer außerordentlichen Sitzung setzte der Ma- g istrat gestern wieder seine Beratungen über die Gestal- tung des Haushaltsplanes 1930/31 fort. Es wurde ins- besondere über die endgültige Festsetzung des Schuletats verhandelt. Die S ch u l d e p u t a t i o» des Magistrats hat Spar- maßnahmen beschlossen, deren Durchführung die schlimmsten Folgen haben würde. Es müßten nämlich nicht weniger als 38t) Lehrer ent- lassen werden. Heber 450 Schultlasfen würden der Auflösung ver- fallen. Wir Hillen eine derartig rigorose Maßnahme für untrag- bar und glauben nicht, biß sich hierfür eine Mehrheit in der Stadtoerordentenversamnstung finden wird Der Referentenentwurf des preußischen Znnenministe- riums über die Berliner D e r mal t un g s r« f orm stand noch nicht zur Debatte, da den Magistratsmitgliedern die Einzel heilen des Entwurfes gleichfalls noch unbekannt sind. Es ist je- doch anzunehmen, daß man schon in der nächsten Magistratssitzung zu den Plänen des Miuiste-rmms Stellung nehmen wird.— Die etwas ins Stocken geratenen Anleiheverhandlungen über die Gewährung eines Kredites, der über Februar und März hinweghelfen soll, wurden gestern wieder aufgenommen. Di« Aus. fechten für den endgültigen Abschluß der Anleihe werden nach wi« vor günstig beurteilt. In der gestrigen Beratung des Haushaltsaus» f ch u s s e s wurde die Gesamtprüfung der I-ahresrech- nnnge« der Bezirke und der Zentral Verwaltungen vorgenommen. Ferner erledigt« man die Prüfung von Bilanzen einiger städtischer Unternehmungen. Der Haushaltsausschuß ersuchte den Magistrat, danir Sorge zu tragen, daß die Arbeiten für das Freibad Müggelsee baldigst fortgesetzt werden, damit der Bade betrieb bei Einsetzen wärmeren Wetters ohne Zeiwerlust ausgenommen werden kann. Wir wollen hassen, daß der Magistrat diesem Ersuchen ent» sprechen wird. Die Besucher des Freibades Müggelsee, die man auf ungefähr 240 000 Personen während einer Badesaifon beziffern kann, rekrutieren sich ausschließlich aus Kressen der arbeitenden Bevölkerung, die«in Anrecht auf Erholung haben. * Di« Vertreter der Berliner Sozialdemokratie werden heute vormittag in einer kommunalpoliti» schen Konferenz zu der geplanten Umgestaltung der Berliner Verwaltung Stellung nehmen. Dabei wird man auch über den btkher bekanntgewordenen Inhalt des Referentenentwurfs des preu- ßifchen Innenministeriums sprechen. Gedenket der Blinden! Eine Mahnuna an alle Oienststellen der Stadt. Aus der städtischen Blindenanstalt veröffentlichten wir vor einigen Tagen ein« Klage über Mangel an Arbeit. Selbst manche Dienststellen der Stadt haben bei der Deckung ihres Bedarfs diese Anstalt nicht genügend berücksichtigt. Di« sozialdemokratisch« Stadtverordnetenfraktion wird, um Abhilfe herbeizuführen, folgenden Dringlichkeitsantrag ein- bringen: „Nach uns zugegangenen Mitteilungen soll die durch Rund- Verfügung des Magisträrs vom 14. Juli 1025— Dienstbl. I/Nr. 310— an alle städtischen Dienststellen ergangene Anweisung, ihren Bedarf an Besen-, Bürsten- und Korbwaren, Kokosdecken sowie Stuhlfiecht- arbeiten von der Städtischen Blindenanstalt zu decken, nicht voll befolgt worden sein. Als Folge hiervon trat«in« erhebliche Einschränkung der Anstaltsbetriebe und somit eine große Schädigung der dort be- schastigten Blinden ein. Wir bitte, daher zu beschließen: V« Magistrat wird ersucht, erneut an alle städtischen vieust stellen sowie die städtischen Gesellschafleu die dringende Anweisung zu geben, daß der Gesamtbedarf anBürsten- und korb- waren sowie Decken» und Stnhlflechlarbeiten restlos von der Städtischen Blindenanstalt zu beziehen ist. Die zur Ueberwachnng der Durchführung dieser Anordnung nolwend- biege Kontrolle ist gleichfalls einzurichten." Oer Schulausflug am 27. Januar. Kürzlich berichteten wir von einer noch immer„unentwegt königstreuen" Lehrerin der 187. Mädchen-Gemeindcfchule, die sich am 27. Januar van ihrer Klasse ausdrücklich bestätigen ließ, daß an diesem Tage Wilhelm, der Entslohene, seinen Geburtstag feiert. Zu dieser Notiz erhalten wir von einem Vorwärtsleser folgende, gleichfalls äußerst lehrreiche Mitteilung: Für Mittwoch, den 29. Januar, war für die K a i s e r- F r i« d- r i ch- S ch u l e Wandertag angesetzt. Als die Schüler am Montag, der diesem Tag vorangeht, in die Schule kamen, wurde ihnen vom Direktor folgendes eröffnet: Er habe durch di« Wetterwarte telephonifchen Bescheid erhalten, daß am Mittwoch voraussichtlich schlechtes Wett'er sein werde. Deshalb gebe er den Schülern heute am Montag schon eisfrei"— obwohl nirgends eine Spur von Eis zu finden war—, und sie könnten gleich wieder nach Haufe gehen. Merkwürdigerweise war aber dieser Montag der 27. Januar. Man sieht, es gibt doch fürsorgliche Oberstudien- direktoren, die sich nicht scheuen, Auskünfte bei der Wetterwarte ein zuziehen, wenn man dadurch einen Schulausflug auf den 27. Januar verlegen kann. Max Sklarek erscheint als Zeuge. Sie aichtgelieferten Anzüge des Stadttämmeeers Karding. lieber de» Fall ist bereits berichtet worden. Die„Rote Fahne" hotte vom früheren Stadtkämmerer Dr. Karding behauptet, daß er an Settgclogen, die die Wlieferung von Waren durch Sklarek angeblich begleitet haben, teilgenommen hätte, bei denen an Sklarek Bestellungen vergeben wurden. Als Belohnung für seine„Dienste" habe«jr dann zehn Anzüge erhalten. Dr. Kording hatte in der ersten Verhandlung erklärt, daß er nur einmal, und zwar im Jahr« 1925, also noch bevor Sklarek die KVG. übernommen hatte, bei dieser«inen Frack bestellt habe. Für diesen.Frack habe er den geforderten Preis bezahlt. Rechts- anwalt Dr. Apfel hatte in jener Gerichtssitzung die Ladung Max Sklareks und dessen früheren Angestellten Straßburger als Zeuge» beantragt. In der gestrigen Verhandlung waren beide er- schienen. Max Sklarek erklärte, daß er Dr. Karding höchstens ganz flüchtig kenn«, daß Sektgelage in den Räumen seiner Finna nickst stattgefunden hätten und daß er nie» Wein oder Sekt zufaimnen mit Karding getrunken und diesem auch nie zehn Anzüge geliefert habe. Als dann Rechtsanwalt Dr. Apfel die Anwesenheit Sklarels dazu benutzen wollte, um einen kleinen Skiarek-Monster- Prozeß zu veranstalten und Fragen stellte, die nicht zur Sache gehörten, kam es zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Rechtsanwalt Dr. Pindar als Vertreter des Neben- klägers. Die Fragen wurden vom Gericht beanstandet und Nechts- anwalt Dr. Apfel war gezwungen, zur Vernehmung des nächsten Zeusen. Herrn Stroßburger, überzugehen. Und da erlebt« die „Role Fahne" eine neue Blamage. Der Zeuge versagte nämlich gänzlich. Anfangs behauptete er, er habe im Jahre 1922 vcrschiedent- liche Maßzettel auf Dr. Kardings Namen gesehen. Dann schränkte er seine Auesag« dahin ein. daß er vielleicht ein und denselben Maßzettel mehrmals gesehen habe. Schließlich mußte er auch zu- gestehen, der eigentliche Gewährsmann der„Roten Fahne" gewesen zu sein. Allerdings wollte«r den Namen Karding nicht genannt haben. Ein eigentümlicher Zeuge, dieser Herr Straßburoer. Die Frage des Vorsitzenden, ob die Ent« von Sektgelagen von ihm stamme, beantwortete er anfangs unter seinem Eide mit einem Rein: erst als die zufällig im Gerichtssaal anwesende Frau Direktor Naoarra sich zum Wort meldete und ihn L ü g e n st r a f t e, da erinnerte sich der Herr Zeuge plötzlich. Die Redakteur« des Lügenblattes sahen sich schließlich gezwungen, folgende Erklärung abzugeben:„Die.Boke Fahne" ist Opfer einer falschen Information geworden, sie nimmt sämkNche gegen Dr. Karding im Artikel erhobenen vorwürfe mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück und trägt die Gericht skosteu." Di« Verhandlung in der Beleidigungssache der Stadträtin Gen. Weyl gegen da» Kommunistenblatt wurde vertagt, da erst Erkundigungen über di« Zeugin Naoarra eingezogen werden sollen. Arbeiterdichtung i« Neukölln. Da, Volksbildungsamt Neukölln ließ im Städtischen Saal Bergstrahe Martha John Arbe terdichtun» zen sprechen. Di« Bortragskunsllerin las Gedichte von Morgen- lern, Dehmel, S ch o n la n k und L e r s ch. Hart und ernst, bis zur Anklage steigernd, die Derse Richard D e h m« l s, prachtvoll auch die Wiedergabe der Dichtungen Schölllanks und Lerschs. Temperamentvoll und mit klarer Stimme werden die Vers« vorgetragen. Der Beranstaltung wäve ein besserer Besuch zu wünschen gewesen. Raubmord bei Kupferhammer. Das Rätsel um den geheimnisvollen Leichenfund. Wir berichteten über den Lelcheusnad bei der Ort- schast Kupferhammer am Finowkanal in der Nähe von Eberswalde. Die Feslflellungen der Berliner Kommission haben einwandfrei ergeben, daß Raubmord vorliegt. Der Fundort der Leiche liegt etwa 20 Meter vom Kanal entfernt in einem dichten E r l e n g c b ü s ch, dos zur Zeit etwa 15 Zenti- meter hoch mit Wasser überschwemmt ist. Nach dem Zustand der Leiche muß der Erschossene dort schon mindestens zwei bis drei Monate gelegen haben. Die Kugel hat ihn von hinten her getroffen. Sie ist unterhalb des Mützenrandes eingedrungen und im Gehirn steckengeblieben. Das Alter des Ermordeten kann, den Umständen entsprechend, nur geschätzt werden. Er mag 20 bis 30 Jahre alt gewesen sein, vielleicht aber auch wesentlich älter. Für einen Raubmord spricht die Tatsache, daß erstens der tödliche Schuß im Hinterkopf sitzt und daß bei der Leiche weder Geld noch Papiere gefunden wurden. Die Mörder haben ihr Opfer absichtlich in das wenig begangene Gebiet am Kanal gebracht und es mit Gras und Zweigen zugedeckt. Für die Aufklärung des Kapitalverbrechens ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Die Mörder können die Leiche mit einem Kahn herangebracht und in dem Gebüsch versteckt haben. Der von Berlin entsandt« Kriminalkommissar Dr. B e r n d o r f f hat im Berein mit den Cberswalder Behörden die Untersuchung aufge- nommen. Die„Europa" fahribereii. Oer neie Riesendampfer im Hamburger Hafen. Im Hamburger Hafen liegt jetzt der zweite Riesevdampfer des Norddeutschen Lloyds, die„Europa", fahrbereit, um in einigen Tagen mit de» Probefahrten zu beginnen und dann am 19. März von Bremerhoven aus die Iungfemreise nach New Park anzutreten und zusammen mit ihrem Schwesterschiff„Bremen" und dem inzwischen umgebauten.Kolumbus" einen atlantischen Schncllver- kehr zu versehen, wie er in der Geschichte des Europa— Amerika Berkehr» bisher noch nicht dagewesen ist. Ebenso wie die„Bremen" wird die„Europa" die Reise zwischen Bremerhaven und New Park in s e ch s Tagen und zwischen den Kanalhäfen urtd dem gleichen Ziel in fünf Tagen.zurücklegen, mst» man darf schon setzt darauf gespannt sein, ob es ihr vielleicht gelingen wird, der„Bremen" das blaue Band des Atlantiks abzunehmen und damit den Beweis zu erbringen, daß Deutschland zur Zeit über die schnellsten Riesen- dampfer der Welt verfügt. Jörns beantragt Revision. Reichsanwalt Jörns hat. wie nicht anders zu erwarten war, Revision des Urteils der Strafkammer beantragt. Der Revision»- antrag des Iustizrats Dr. Löwenstein beim Reichsgericht stützt sich auf Verletzung materieller und prozessualer Rechtsnormen: die Re- visionsbegründung erklärt, daß der Wahrheitsbeweis für die vom Angeklagten behaupteten Tatfachen aus rechtsirrtümlichen Erwägun» gen heraus als geführt erachtet worden sei. somit auch die Nicht, n- wendung des§ 186 gleichfalls rechtsirrtümlich nicht erfolgt sei. Das Gericht habe überdies den Nebenkläger unzulässigerweise in seinen Rechren beschränkt, indem es ein« Reche erheblicher Revisionsanträge abgelehnt hat. Justizrot Dr. Löwenstein verlangt die Zurück» Verweisung der Sache an ein den Berliner Gerichten benachbartes Landgericht. Herr Jörns hat also kam Vertrauen zur Berliner Justiz. 8t hofft wohl als Reichsanwalt in der Provinz mehr Eindruck zu machen. sichtftreik�— blinder Alarm? Wie wir in unserer Mittwochausgabe berichtete», hatten d« Bund der Handels» und Gewerbetreibenden e. D.. sowie die ihm angeschlossenen 14 Verbände anläßlich ihrer letzten Delegiertentagung eine„Protestaktion" gegen di« Erhöhung der Strompreise in Form eines Lichsstreiks beschlossen, der gestern beginnen sollte. Wi« von uns prophezeit ist die ganze Aktion jedoch mißlungen. Das abend» liche Straßenbild hat sich auch in bezug auf di« Lichtreklame in keiner Weise verändert. ststewerkschaftliches stehe 3. Beilage.) verantwortlich Mr Politik: Dr. Cati Geyer: Wirtschaft!®. NlinaeldSIer: Teoartlchaftsbewezung: Z. Steiaer; Feuilleton: Dr. Zotin Lchitowoti; Lokale« und SonIUaes ffrik ÄutttcM; An«>acn: Td. SloDe: sämtlich in Berlin. Lerlag: Porwärts-Berlaq ffi. rn d. S. Berlin Druck: Lorwärts-Buchdruckeret und Berlaftsanllalt Paul Singer o. Do.. Berlin SW 68 Lindcnliraße(. die t ja 3 Be lagen an»»Uaterh-Itung and Wisse»-. MACH DEM VERKAUF VON »WEISSEN WAREN« GROSSER VERKAUF WÄSCHESTOFF. STICKEREI. UND SPITZENRESTE GARDINENRESTE WASCHSTOFF. WOLLSTOFF. UND SEIDENRESTE SAMTR ESTE HERRENSTOFF. MÖBELSTOFF- UND LÄUFERSTOFFRESTE ANGESTAUBTE DAMENWÄSCHE Tagbomden� SER,E, Modapelaai. Stick. B Nachtharndan I h Madapelom, m. SMek. d I Hemdhosen I I Modopolon«,». SM-ß Taghemden*) SERIE Ii Batist, m. Bnt. a. Spifz«» 1 Nachthamden xpfe BoHst, m. Eins. u. Spitze j Hemdhosen Batist, ei. Ein*, o. Spitze � Kragen« fach Mako« z. T. leinendecke. einzelne Grit AUSSTELLUNG: »IHR WOCHENEND. 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Jedesmal, wenn ein Passant sie ansieht, erschrecken sie; um Poli- msten machen sie einen großen Bogen. Nach zweistündigem Marsch stehen sie vor der Wdrme- halle de» Bezirksamt» Mitte. Sie zögern einen Moment hineinzugehen, zumal oorbei- kommende Obdachlose sie stäUß nend mustern: nanu, mit den beiden haben wir doch heule früh in der IP lesen bürg zusammen die Suppe ausgelöffelt, keinen Groschen hatten sie in der Tasche. und jetzt der schwere Koffer, die acheinen ein Ding gedreht zu haben. Der 27 Jahre alte Kellner Alfons Gansky und der nur ein Jahr jüngere Arbeiter Martin Opitz merken diese auf sie gerichteten argwöhnischen Blicke, aber wohin»onst, denken sie, in diesem ehemaligen Bahnhof VII de- Großen Berliner Straßenbahn ist e» noch am sichersten. Da Ist es so dunkel, daß man keine Teilung lesen kanr. wer soll im» da sehen, da ist es so voll, daß man nicht vorwärts kommt, Die Wirmehalle in der AckerstraCe, mferu Gesprächs:„Wenn die Sonne man erst»teder Bortonmen würde, aber gleich bin ich raus au» Berlin.� Sem neben chm sitzender, tiefäugiger Kolleg« mst dem stopplige» San und den krebsroten Backen, einem uralten Raglan und der speckigen Strickweste, stimmt chm bei dieser Hoffnung auf die Sonne soll uns da finden, und da ist es so laut vom Schachern.| sofort zu..Vch bw auch in der Kesfelstrab-«ingetragen, a b�e r Rufen und Pfeifen, wer soll uns da hören. Außerdem i Pollen die Kerls dodrin die Schnauze halten, die haben selber ihre Sachen auf dem Kerbholz. Bis um fünf Uhr sind die paar Brocken an den Mann gebracht; diesen Abend gehen Gansky und Opitz nicht in die Wiescnburg, sondern in die Kneipe und vertrinken den Mörderlohn. Ein Totschlag. 1 Der Zufall will es, daß sich an demselben Nachmittag ein Reporter aus eine Speckjäger quetscht„Sage mal, Kollege, worum sind denn jetzt die Weider hier, als die Wärmehalle noch in der Dirckjenstraste war, da durften doch nur Männer herein.-„Ja. da» fragen wir uns auch. warum die Weiber hier sind, dadurch kommt bloh Mord und Tot- schlag.-„Mord und Totschlag?-„Na, weiht du denn nichts oon dem Krach, den der Stiefelputzer mit dem Schweizer hatte?-„Nee, wann war denn das?-„Paul, wie lange ist das her, w o s i e „Ach so. das, wenn der erst» Bauer kommt, und Lgut« verlangt, dann mache ich mit weg. Damit man mal wieder Mensch wird und von der Wiesenburg wegkommt. Jeden Abend ausziehen, baden. Suppe essen, schlafen, nächsten Morgen wieder Suppe, dann Volksküche, Wärmehalle, auszieher. baden, stelle dir doch das mal vor mit dem Geb ad« erst in das. heiße Wäsier, dann onter die kalte Dusche, da muh mar ja den Schnupfen kriegen.- Dieser Mann ist etwas über sünszig. im Osten Berlins geboren, wo er i» der Oange- strah« Schlächter gelernt hat. Hat drei Schwestern und einen Bruder. u««up i.u,»n i zwei Schwestern U'ben noch und stno w Nüdersdors gut verheiratet. der Bänke zwischen müde, zusammengesunkene � � �eben lang Berlin umkreist, als er älter wurde, wollten ihn dl« Schlächtermeister nicht mehr haben, deshalb sah er lich bei der Bauern um. wo es was zu tun gab. Seine geladene Patrone, da» ist feine Scknapsflafche, hat er immer bei stch gehabt, schöne Gelchichten kann«v erzählen, wo» sie betrunken alle» angestellt haben, sein Borstrafenregister zusammengerechnet ergibt ein halbes Jahr Knast, man kann ihr fragen, was man will, immer endet er b«. dein Baden:„Junger Freund, das hält kein Mensch aus.- Borsichtig tippe ich an:„.Könnt ihr denn nicht in einem Altersheim unterkommen?- Beinahe wären alle Speckfäger den Schweizer totgeschlagen haben? warte mal. so kurz nach Neujahr, ich kam gerade vom Mittagessen. Da krieg, sich doch der Schweizer, ein stramm-r war mit � � � �nk gefallen, um chimmelswillen. Altersheim, da herrscht dem Stiefelputzer>n die Haare, wegen der Frau. Es ging noch mal I„JC ssAiSA»., r« J.«A�.i...—.CL;„„J„iAm!rt.n vtfwr tm* ein voer i in Ordnung, und de' alte vom Alkohol zerfressene Schlachter fangt sofort«ine Geschichte an zu erzählen, wie fern bester Freund, mit dem «e mal in Schmöckwitz den Garten des Polizeisergeanten rnnge- so ab, der Schweizer wurde rausgeschmissen. Aber nach ein paar s Minuten kommt er wieder herein und fängt von neuem Krach an. Da stürzen gleich zwanzig, dreißig Mann auf ihn zu. greifen ihn und schmeißen ihn in die Türscheibe. Dabei muß er stch ausge« rechnet die Putsadern aufschneiden. Er kam noch bi- an die Linien» straße, dort brach er zustimmen, na,«».hat nicht mehr viel gesehen und gehört, entweder ist er schon auf der Unfallstation in der Lothringer Straße verstorben oder gleich darauf im Krankenhaus. Alle« wegen den Weibern.-„Mann, hier kann man was erleben. Don dem Stehlen schon gar nicht mehr zu reden. Bis in den Friedrichshain sind sie mir nachgekommen, haben mir Pfeffer in die Augen gestreut und mir meine letzten Groschen gestohlen. Das ist ja das schlimme, ein Kunde beklaut den anderen. Am besten Ist, man hat gar nichts.- Ernst von Czinda und seine Kollegen. Der bleich«, kleine Mann mit den eingefallenen Wangen und de»«mzündeten Augen, der diese Dinge berichtet, heißt Ernst o. Ezinda, ist 1880 in Langfuhr bei Danzig geboren, sein Groß» vater war Gutsbesitzer, sein Vater Oberlehrer. Der Jung« taugte nicht», aber aus dem werden wir schon einen ordentlichen Menschen machen, denkt der Dater, und bringt den Jungen zu einem Dorf» schmied in die Lehr«. Bei der ersten Gelegenheit ist der Junge natürlich ausgerückt...Backpfeifen hauen lassen?-«eint er heute noch nach fünfunddreißig Jahren. Geht zum Bauern, und trudelt nun ein Menschenalter zwischen Tilsit und Emden umher. Sommer» auf dem Lande und Winters in der Stadt. Während des Krieges steckt man ihn zu den ZSern nach Brandenburg, aber die haben auch nichts mit ihm anfangen können, als er<7 Jahre ist. schafft er sich ein Weib an..LSeitzt ja. wie das ist. ein Schnitter muß ein Weib haben, ich nehme sie mit nach Berlin, achtzig Mark hatte ich in dem Sommer gespart, wir hause» zusammen, da rückt sie mir mit einem anderen au». Sie soll jetzt s-ho« tat fein, ober ich Hab, mir bei ihr die schlimmen Auge» geholt, vier Wochen lag ich d-ewegen im Fröbel- Der Mimi ist auf dem Nachweis für landwirtschaftliches Personal in der Ackerstraße eingetragen.'geht zweimal die Woche stempeln, schläft nachts in der Wiesenburg, und meint am Schluß Beim Friseur. graben hat, worauf sie ein« Pulle Korn austranken und der Freund in den Seddins«« fiel, wie«r ihn damals mit einem Knüppel heraus- gefischt hat und wie der dann später in dem Stall ein«-».Bauernhofe« unweit Zossen verreckt ist. So stirbt«in Speckjäger, oachte er sicher bei dieser Erzählung. lfabefatmi verstorben. Diesen Schrecke«, den«ingefleischte Landstreicher ver dem Altersheim empfinden, bestätigt übrigens aus seiner ZVjährigen Er- fahrung der alt« Kassierer oon der Kaffeeküch«.„Ein Adliger hier. da» ist gar nicht so etwas Auffallende», die feinsten Leute hoben an dieser Kasse schon gestanden und sich sür fünf Pfennig« zwei Schrippen gekauft. Da war zum Beispiel Aetherwilhelm, da» war ein ehemaliger Leutnant von den Z. Jägern, der war meist so blau, daß man ihn überhaupt nicht hereinlassen konnte. Aber wenn ich dem gesagt habe, Wilhelm, jetzt ist es aus, nun kommst du in die Anstalt, dann hat«r gemacht, daß«r wegkam und hat stch vierzehn Tage long nicht blicken lassen.-„Zwei Töpfe Kosfee. einen warmen und einen kalten, ich kann keinen so heißen trinken- vertongt ein uraltes Mütterchen zwei Marken.„Da brauchen Sie doch nicht gleich zwei Töpfe, lassen Sie sich doch in den «inen etwa» kalten Kasse« hineingießen.- Und zu uns gewandt fährt der Kassierer fort:„Sehen Sie, das war nun eine Frau, die hat ihre Wohnung und«in wenig Rente, kommt aber hier für einen Sechser ihren Kaffee trinken. Ja, ja, na, dann war hier ein Edler Hans v. P u t l i tz, auch heruntergekommen, wie der Rittmeister Kutscher. Oder e» kam immer ein Schneidermeister aus der Dorotheenstraß«. auch dauernd besassen, da» sind so die Alten von drüben aus der virckfeirstraße, die existieren alle nicht mehr, irgendwo unbekannt verstorben.-„Einen Topf Kasse«-.„Noch fünf Pfennige dazu, als Pfand. Ach, wenn wir nicht Pfand nehmen würden, dann könnten wir uns die Töpfe abends sonstwo zufammensuchen.- „Natürlich sind da» nicht alle« Säufer, die in unsere Wärmehalle komme«». Da drüben, der am Fenster, da» ist auch«in alter Berliner. sein Bater hatte«ine Stellmacher«! in der Rosenthaler Straße, der hat nun den Jungen Zigarrenmacher werden lassen. Der Jung« vertrug den Tobakstaub nicht, der ging ihm auf die Lunge, dann fing er an. Karten zu kolorieren, aber wer läßt heute noch Karten kolorieren, da» kriegt man doch alles fertig gedruckt. Dann bezog der Mann Armengeld, dummerweise ließ er sich das während der Inflation ir Erwerbslosenunterstützung umwandeln, hatte dann irgendwo woh' noch«ine Toilette, aber das Geschäft ging schlecht, da konnte er die Pacht nicht bezahlen. Verwandt« hat er auch nicht mehr, nun sitzt er hier. Und der Mann hat nun überhaupt nicht gesoffen. Wen es trifft, den trifft es eben, Schicksal...- » So sitzen die Schicksale gebündelt in der Wärmehalle. Vom gemeinen Naubmörder bi» zum rechtschassenen Arbeitsmann, der seinen Platz an der Sonne nicht behaupten konnte. Wärmehallev! und Volksküchen sind die notwendigen Ergänzungen der Obdachlosen� asyl«. Wir wollen nur eins bemerken: der Weg zum Asyl führt über eine Kontrolle durch die Kriminalpolizei,, Das wird sich auch� für die Wärmehalle nicht mehr umgehen lassen. Damit die Halls wieder eine Zufluchtstätt« für zerbrochene, überrannte Menschest, wird und nicht in eine Sämmelstell« aller Dieb« und, Hehle��V dunkelsten Berlin» ausartet. Flugzeugabsturz in Staaken. Oer Pilot lebensgefährlich verletzt. aus etwa 13 0 wurde bei dem zerstört. Nack« vel elnem UebungSflug in Staaken stvrzte am Sonnabendnachmittag der 24jährige Pilot Heinrich N a et e aus Munzel, Kreis Minden, Meter Höhe ab. Der Apparat Anprall auf bem Erdboden völlig lebensgefahrlich verletzt. Der Pilot war gegen 13 Uhr in dem F l a m i n g o» U d« t 787 der Deusschen Lufssahrt G. m. b. H.. Zweigstelle Staaken, zu einem Platzflug gestartet. Nocke befand stch bereits 20 Minuten in der Luft, als der Apparat plötzlich aus beträchtlicher Höhe auffallend schnell niebergling. 3n einer höhe von etwa 150 Meter stellte sich da» Flugzeug plötzlich steil und sausfx mit rasender Geschwindigkeit in die Tiefe. Der Apparat prallte unweit der Hamburger Chaussee «ms dem harten Ackerboden aus und wurde völlig zertrümmert. Vom Flugplatz aus eilte in Automobilen sofort Hilfe an die Unfallstelle.� Der Pilot Nocke, der in seinem Führersitz nach angeschallt war, wurde bewußtlos aus den Trümmern hervorgezogen. Man schasst« den' Schwerverletzten ins Spandauer Kreiskrankenhaus, wo die Aerzt«' neben einem Wirbelsäulen, und Schädelbruch schwere innere Verletzungen feststelllen. Es besteht kaum Hoffnung, den ab- gestürzten jungen Flieger am Leben zu erhalten. Die U rsa che des Absturzes konnte noch nicht einwandfrei ge- klärt werden: es wird bisher Motorschaden vermutet. Nocke hat vor »Iniger Zeit sein« Flugprüfung abgelegt und galt allgemein als mm sichtiger und sicherer Pilot.___ Großfeuer in GEG-Kabrik. Explosion loser Zündhölzer. eaoenburga. d. Elbe, 15. Zebrnae. 3n der hiesitze« Zündholzfabrik der Großeinkaufsgesell. scha f.« deutscher Konsumvereine entstand durch E x p l o- s i o a von losen Zündhölzern ein Feuer, das sich rasch ausdehnte und in kurzer Zeii das ganze Gebäude ergriffen hatte. Die leicht bteno- baren und zum Teil explosiven Stoffe sachten das Feuer Imme« wieder auf, neue an. Die Feuerwehren mußieu sich damit begnügen. den Brand zu beschränken und die stark gesährdet« benachbarten wohngebckude vor dem Uebrrgreisei der Fiammea zu ickica. Der angerichtete Schade« ist bedeutend. Sine«eunilgsahrige Berlinerin. Am Dienstag, dem 18. d. Bt, »ollendet W( Muttec des in Tempelhos befannlen Genossen Geors Kayser dos 90. Lebensjahr. � � K 8M105. franse, qeireue Cbpien 155 v. Perser Teppichen j&ö arn-arn--Mfe&sis j Arme kleine Tänzerin. Wie wir i« aeitri««ir„Abend* bereits berichteten, js« stch die Iftiälirifl« Tiinüerin E l f r ie i> e 9K. durch einen unglücklichen Sturz» ans dem dritten Etsckwerk des Tandpalafte» AI- ta,ar so schwer««erleswngen ,u, daß sie im lebensgefährlichen Austand in der Universitätsklinik. Aiegelstraße, darniedcrliegt. Wi»� glanzvoll und prunkhast ist der äußere berufliche Rahmen. iit dem sich das Leben dieser kleinen Tänzerinnen abspielt, und wi.> unendlich dürftig, voll Rot. Elend und Gefahr für Körper und Seele ihr eigenes, wirkliches Dasein. Etsriede M. tanzt, wie viele ihrer Leidensgefährtinnen, seit ihrem 14. Lebansjahr, unmittelbar nach- dem sie die Schule verlassen hat. Zu chctuf« herrscht Mangel. Da heißt es oerdienen, sich auf eigene Füße stellen, den Eltern nicht länger zur Ltlst fallen. Und so wählt solch unerfahrenes, lebensfrohes Ding natürlich den Beruf, der ihr, rein äußerlich gesehen, am schönsten und leichtesten erscheint. War warnt sie vor den Ge- fahren, die ihrer harren? Wer macht ihr begreiflich, wie schwer und hart der Lebenstampf ist, wenn man ohne Geld und Kenntniff- ins Leben tritt? Im Kino, im Variete sieht ein junges Mädchen Glanz und Pracht, ewig lachende, schön zurechtgemacht« Gesichter, die Bein« in schzinen Seidenstrümpfen, die Körper von leuchtender Seid« ein- gehüllt. Dazu die übermlltig-tvlle Musik, Leben, Leben. So zog auch Elfsiede M. ins schöne, lustig« Leben der Bühne. Zuetst trat sie in ihrer Heimat, in Hamburg, auf. Da wohnt« sie wohl bei den Eltern, und es war vielleicht für ste nicht ganz fo schwer. Dann gings nach Berlin. Da mußte bei fremden Leuten gewohnt werden und alles, alles tostet Geld. In der Rosen- thaler Straße« tm dritten Stock eines Hinterhauses, bewohnte die Sechzeh.njchhrige mit der Tochter ihrer Wirtin, die Berufskollegin ist, ein I immer. 5 Mark oerdiente ste pro Abend, davon gingen täglich 1,10.Mark fürs Auto ab, denn um 3 Uhr ist Lokalschluß und da fährt kesti« Straßenbahn mehr dorthin. Sie könnte ja schon früher nach Hrtuse gehen, aber vielleicht wird ste eingeladen und gut- mistige Kaoaliexve spenden ihr ein kleines Taschengeld, vielleicht...? Sie muß sehen, daß sie etwas hinzu verdient. Die Wirtin oerlangt Miete und KoftgVtd, J!0 Mark gehen im Monat für Steuern und Krankenkasse ab. Wo bleiben Kleider und Schuhe, Seidenstrümpfe und Puder?. Dann will man auch einmal ins Kaffee oder ins 5streo gehen, und so reicht SS nicht her.und nicht hin. Und man ist jung und das Leben ist schön und die Herren finden Gefallen an solch jungem, unerfahrenen Ding, und so taumelt sie von einem Befc-, gnügen ins andere. Jetzt aber liegt ste, lebensgefährlich verletzt, im Krankenhaus. Die Eltern sttzen an ihrem Bett, die Wirtin bedauert das arm« Ding, aber zwischen allem Mitleid grinst die Rot. Sie selbst, die Zotkranke, findet kaum Ruhe in ihrem Kronkenbett. Sie ist so schwach von der Narkose und den großen Schmerzen, st« kann kaum sprechen. Nur ein paar Wort« lösen stch ängstlich von ihren Lippen: „Aber am Ersten muh ich wieder tanzen!* Wird sie überhaupt am Leben bleiben? Wird sie wieder gesund werden und wird sie jemals wieder tanzen können? Und wenn nicht, rvas dann? Arme, kleine Tänzerin..... Konsul Beckers Leiche gesunden. Er hat sich in die Havel gestürzt. Am Sonnabend nachmittag wurde aus der Havel unterhalb oc»«. Wilhelm. Turm es die Leiche eine» Mannes, gebovML die bereits mehrere Wochen im Wasser gelegen-haben mußte. Tn. denn, nlaschen Vez».T?len wurden!p ä p i e r« gesunden. die aus den ttamen des Konsuls Georg Decker, der in Friedenau. Wielandstraße ZO wohyke, lauten. Die Leiche wurde nach dem Charlollenburger Schauhaus gebracht. *... j Wir berichteten wiederholt über das Derschwinden des Konsuls Becker.. Er war im Auswärtigen A.mt beschästigt. Vor etwa acht Wochen ging er mittags von seiner Dienststelle fort und blieb seit dem Tage s p u r l o s v e r s ch w u n d e n. Die Vermutung, daß sich der schwer. Herzkranke und nerväse Mann ein Leid angetan haben könnte, hat nun seine Bestätigung gefunden. Haus Hohenzollern macht Profit Der Rechtsstreit um den Ueherpreis für Düppel wiederum hatte stch der 24. Zivilsenat des Berliner kammergerichk» mit dem Rechlsstreü zwischen dem Kaufmann Hiller und Friedrich Leopold Prinz von Preußen über den bei dem Verkauf de» Diklergukes Düppel an die Skadt Berlin erzielten Millionen- überprei» zu beschäftigen. Seit drei Jahren befassen sich die Gericht« mit der Angelegen- heit, sechs Urteils sind bereits ergangen. Das Kammergericht hatte entschieden, daß Friedrich Leopold Prinz von Preußen zur Iah- l u mg des auf seinen Anteil beim Berkaus entfallenden Betrages von 1 Million Mark an den Klüger Hiller zu verurteilen se:. Der Beklagte hatte beim Reichsgericht Revision eingelegt' der Revision wurde entsprochen, und die Sache ging an das Kammer- gericht als Vorinstanz zurück. Im Mai 1325 hatte Hiller mit Friedrich Leopold Prinz von Preußen einen Vertrag geschlossen, nach Ivelchem er stch ver- pflichtete, dem Kontrahenten und seinem Sohne, dem Friedrich Sigismund Prinz von Preußen, der inzwischen bei einem Reit- turnker tödlich verunglückte, ein Darlehen von 2 Millionen Mark gegen eine achtprozentige Verzinsung auf das Rittergut Düppel zu gewähren. Der Magistrat Berlin gab Hlller dos Dar- lehen zinslos dafür, daß er diese Option mit einem Ueberprsts von rund 2 Millionen Mark bis ziun Oktober 1926 weitergab. Der Magistrat hat die Option bis zu der gegebenen Frist nicht aus- geübt. Auch Hiller tat dies nicht. Im Januar 1927 beschloß dann die Berliner Stadtverordnetenversammlung den Ankauf von Düppel, und Hiller wies nun Friedrich Leopold Prinz von Preußen an, das Gut direkt an den Magistrat zu verkaufen und ihm den Ueberpreis von 2 Millionen auszuzahlen. Der Generalbevollmächtigte des Prinzen von Preußen erklärte sich zunächst auch damit einverstanden. Bevor es jedoch zum Abschluß mit der Siadk kam, erklärte der Prinz von Preußen, daß er die Ansprüche hillers nicht mehr als fortbestehend anerkenne. Cr verweigerte die Zahlung der Summe von 1 Million Mark an Hiller: sein Sohn hatte die auf ihn entfallende eine Million bezahlt. Der Ueberpreis. wurde als Streitmast« hinterlegt, und Hiller erhob hierauf Klage, da der Vertrag noch fortbestehe und es arglistig sei, kurz vor dem Abschluß die frühere Bereitwilligkeit des Bevollmächtigten zu widerrufen. Landgericht und Kammer- gericht hatten im einstweifigen Verfügungsversahren und im Haupt- Prozeß zugunsten Hillers entschieden. Durch die Auf- Hebung des letzten Urteils vom Reichsgericht aus hatte das Kammergericht nun nochmals die Rechtsgrundlagen des Millionen- Prozesses zu prüfen. Der Vertreter des Friedrich Leopold Prinz von Preußen ging in langen Ausführungen auf die juristische Seite der Frage ein. Er bezeichnete den Vertrag zwischen dem Hohenzollern und Hiller als wucherisch, da die Gegenleistung des Friedrich Leo- pold, nämlich außer den 8 Prozent Zinsen, die Einräumung der Option aus zwei Jahre, die einen Verkehrswert von über einer halben Million Reichsmark gehabt hat, in auffälligem M i ß v e r- hältnis zu der Leistung des Klägers gestanden hätte. Zu einer Verlängerung der Option habe außerdem die einfache Erklärung des damaligen Generalbevollmächtrgten des Prinz von Preußen nicht genügt. Zwei Fragen stick» hier von Jntereste. Hat der Generalbevoll- mächtigte des Friedrich Leopold Prinz von Preußen nicht schon bei Abschluß de» Vertrages von seinem wucherischen Inhalt, der jetzt als Hauptargument gegen den geschäftstüchtigen Kläger, Herrn Hilles, angewandt wird, gewußt? hat er diesen verlrag nicht vielleicht in der Meinung abgeschlossen, daß bei einem verkauf an de» Magistrat Verlin die Unkosten, die durch die vermiitiung des Herrn Hiller verursacht wurden, wieder hereinkämen? Und die zweite Frag«: Auf Grund welcher Prüfungen über den Wert des Gutes Düppel ist der Magistrat Berlin dazu gekommen, den Ueberpreis von 2 Millionen Mark zu bezahlen? Für die Berliner Belölterung bedarf zum mindesten die zweite Frage einer klaren Beantwortung. Friedrich Leopold Prinz von Preußen, der stch um eines wucherischen Geschäfts willen um 1 Million Mark herumschlägt, ist der Schwager des früheren Kaisers. Schon vor dem Kriege war er als ein Mann mit extravaganten Neigungen bekannt. Nach der Revolution wurde sein Name wiederholt genannt. Er behandelte seine Hausangestellten in einer unglaublichen, kaum wiederzugebenden Weise, und er zeigte sich in P e n s i o n s f ra g e n bei Menschen. die ihm jahrelang gedient hatten, außerordentlich knickerig. Wich der Rechtsstreit zwischen ihm nick» dem preußischen Staat um die-Rittergüter Flatow-Krojanke ist noch in aller Er- innerung. Die Ttot ie» Lehrling». Der Bund Entschiedener Schulreformer der- vnstaltet am Dienstag, dem 18. Februar, um VI. Uhr abends im Wernes-. Siemcns-Realgymnasium, Hohen ilausenstratze iyiS, eine SffenUiche Set- Inmmlung. Zu dem Thema.Die Not des Lehrlings* werden Waller Eschbach'. Wilhelm Schulz, Karl EmonlS, Hellwig und Finkenslädt sprechen. „Erfolge" kommunistischer Rowdys. Ein Z�olizeibeamter niedergeschlagen. Gestern abend wurden wieder einmal die Schcmsenster- scheiden des„Borwärts'-Hcruses von to m m u n I st i s ch e n S t r os ch e n zertrümmert. Etwa 100 Mann der sozenannien„Änti- säschtskischen Garde* zogen gegen 19.30 lihr johlend am..Vorwärts- .Gebäube vorüber. Auz dem Zuge löslen fich Plötzlich einige stigestd- lichc Rowdys und- zertrümmerten zwei große Scheiben. Als das Uebenfalikommando erschien, flüchtete die mutige Bande, und leider gelang es nur zwei der Rowdys festzunehmen Sie wurden zum zuständigen Revier gebracht und später der Politischen Polizei im Polijeiprästdium übergeben.— Eine halbe Stunde zuvor war es auch in der Friedrichfträße, wo stch ein Zug von etwa 50 bis 60 Kommunisten gebildet hotte, zu Ausschreitungen gekommen. Als die Polizei einschritt, hatten die Täter bereits das Weite gesucht. Auch in anderen seilen der Stadt kam es in den Abendstunden mehrmals zu Versuchen, kommunistische Demonstrationszüg« zu bilden. So marschierten etwa 100 Kommunisten durch die Leipziger Straße. An der Ecke der Behrenstraße wurde der pollzeioberwacht- meisler Runge von den Burschen umzingelt und niedergeschlagen. Mit schweren Verletzungen mußte der Beamte ins P o l i ze i t ra n ken ha u s in der Scharnhorststraße gebracht werden.— Dieselbe Horde hatte wenige Minuten früher mehrere Scheiben de» Theater» in der Behrenstraße eingeschlagen. Hier konntest Beamte des Ueberfallkommandos 14 Krakeeler festnehmen. Unter den Linden an der Echloßsreiheit wurde gegen 19.30 Uhr gleichfalls ein kommunistischer Demonstrationszug unter Zuhilfe- nähme des Gummiknüppels aufgelöst. Hierbei wurde der Polizei- oberwachtmeister Friese von einem unbekannten Täter am Kopst erheblich verletzt. Auch im Westen Berlin«, an der Gedächtniskirche, versuchten zum größten Teck kommuntsrische Halb- wüchsige:) einen Zug zu bilden. Die Meng« wurde jedoch schnell zerstreut/ dabei wurden abermals acht Personen wegen Nicht- bcfolgung und Widerstandes festgenommen. Magistrat läßt sich nicht straflos beeidigen. Der Magistrat hat in feiner außerordentlichen Sitzung am gestrigen Sonnabend beschlossen, gegen den kommunistischen Stadwerordneten Kaspar wegen seiner den Magistrat und den Bürgermeister beschimpfenden Aeußerungen in der Sitzung der Stadt. verordnetenversommlung vom 6.- Februar Etra fantrag zu stellen._ Die photoausstcllung„Ratur im Bild* im Ermeler-Haus. Breite Straße 11, hat einen höchst erfreulichen Zulauf, besonders aus den Kreisen der wandernden Arbeiterjugend und Naturfreunde. Sie wird deswegen bis einschließlich Sonntag, den 16. Februar, verlängert. Der Eintritt ist frei. Ahuw "vir?!— m 40) Es war das Werk der Hexe. Der Fluch Marciannas hatte auf die alte Idiotin einen starken Eindruck gemacht, und die Drohung der Mulattin, das Haus in Brand zu stecken, hatte in dem schwachen Geiste der alten Negerin einen Plan reisen lassen, dem die aufregenden Ereignisse des Tages noch Nah- rung gegeben hatten. Während die Aufmerksamkeit der ande- ren auf Verteidgung des Hauses gerichtet war, hatte ste heim- lich Stroh und Lumpen nach Nummer zwölf getragen und dort ein Freudenfeuer angezündet. Glücklicherweise bewahrte der plötzliche starke Regenguß die Siedlung vor völliger Zer- störung. Aber auch so war der Schaden bei den einzelnen Familien recht bedeutend, denn die Häuser, die das Feuer verschont hatte, waren von der Polizei gestürmt und ge- plündert worden. Der Regen, der eigentlich ein Wolkenbruch war. galt als Werk der Vorsehung, denn er löschte nicht, nur die Flammen, sondern kühlte auch die erhitzten Gemüter der kämpfenden Feinde und veranlaßt« die Polizei sich zurück- zuziehen, ehe das Haus ein Trümmerhaufen war. Und sie hatten keine Gefangenen gemacht. Hätten sie einen abge- schleppt, so hätten sie notgedrungen alle abschleppen müssen. Wozu? Sie hatten ihren Rachedurst gestillt und waren zu- frieden. Joao Romao tat sein möglichstes, um den Anstifter der versuchten Zerstörung zu entdecken, aber vergebens, denn die Hausbewohner waren mit ihrem Kampf so intensiv beschäftigt gewesen, daß sie das Treiben der Hexe nicht bemerkt hatten. Die Abergläubischen machten auf den seltsamen Zufall auf- merksam, daß das Feuer in Marciannas leeren Zimmern ausgebrochen mar, und äußerten die Vermutung, daß eine übernatürliche Macht eingegr ffen hätte, um mit Joao Romao abzurechnen. Aber die'em Standpunkt stand die Erwägung gegenüber, daß ihm ja der Regen zu Hilfe gekommen fei. Bei Tagesanbruch war Sav Romao schon wieder leben- dig und ging mit sich zu Rate, was zu tun sai. Einige blickten traurig auf ihren zerstörten Besitz und wgrm zu entmutigt. um anderes zu tun als zu klagen. Aber die Mehrzahl der Hausbewohner war an harte Schicksalsschläge gewöhnt und meinte mit philosophischer Ruhe, daß alles noch schlimmer hätte ausgehen können. Sie fingen an, ihre Häuser aufzu- räumen und ihre beschädigten Möbel zu reparieren und wieder an Ort und� Stelle zu setzen. Der Wirt selbst war ebenfalls früh auf den Beinen und wütete über das Unrecht, das seinem Eigentum geschehen war. Die vordere Haustür war nur noch ein Haufen Brenn- holz, und viel, was ihm gehörte, war für die Barrikade ver- wendet worden. Unzählige Fenster waren eingeschlagen, und die vereinigte Zerstörungswut von Feuer, Wasser und Polizei bedeutete einen nicht unerheblichen Verlust. Wie konnte er diesen Berlust von seinen Schultern auf andere abwälzen? Das war für den Hauswirt ein Gegenstand sorgfältigster Ueberlegung, und er grübelte den ganzen Tag über dieses Problem nach.' Vielleicht konnte er eine Kopfsteuer bei seinen Mietern erheben, um die Kosten für die Reparaturen zu decken, oder die Mieten erhöhen und damit nicht nur den Schaden wieder- gutmachen, fondern sich auch in Zukunft größere Einnahmen sichern. Aber inzwischen machte er sich mit der ihm eigenen Energie daran, die beschädigten Häuser wieder bewohnbar zu machen. Ein Haus, das nicht in ordentlichem Zustand war. erschien' ihm unwürdig Außerdem wollte er nicht riskieren. von der Baupolizei und der Gesundheitsfürsorge zu einer Geldstrafe verurteilt zu werden. Daher wurden Bau- Materialien im Hof abgeladen, und Maler, Tapezierer und Glaser traten auf, um die Arbeit zu beginnen. Mittags mußte Joao Romao einem Ruf auf das Polizei- revier des Stadtteils folgen. Mit seinem üblichen Hemd, seinen Hosen und Tomancos bekleidet mochte er sich auf den Weg und wurde von einer großen Delegation des Hauses be- gleitet. Manche gingen aus Solidaritätsgefühl mit, andere bloß aus Neugier. Ein paar Frauen trugen Kinder auf dem Arm. und alle waren im höchsten Grade erregt. Die Reise wurde zu Fuß gemacht, und andere Vorübergehende waren stch nicht klar, ob es sich um eine religiöse Prozession oder um eine Zirkusparade handelte. Die Hausbewohner amüsierten sich auf ihrem Ausflug außerordentlich. Sie unterhielten sich angeregt, zeigten sich gegenseitig Personen und Dinge, die ihr Jnteresie wachriefen, und am Ziel versammelten sich alle in d�n Zimmer, wo Verhöre abgehalten wurden. Der Untersuchuossrichter wandte sich ausschließlich au Joao Roniao, aber es wurde ihm trotz aller Drohungen und Einwände immer im Chor geantwortet. Die Auskunft, die er haben wollte, war nich? herauszubekommen, aber anstatt besten flutete ein Schwall von Klagen über das Benehmen der Polizei über ihn herein, denn jeder Mieter übertrieb natür- lich bei der Schilderung des Schadens, den er erlitten hatte. Was den Streit betraf— wer ihn angefangen hatte, so konnte sich der Budiker darüber in Dunkel hüllen, denn er sagte aus, daß er beim Beginn der Geschichte nicht zugegen gewesen sei. Gesehen hätte er dagegen, wie die Schutzleute in seinen Besitz eingedrungen wären und rücksichtslos alles zerstört hätten, was ihnen in den Weg kam. „Das freut mich!" schrie der Untersuchungsrichter,.chas wird euch lehren, der Polizei keinen Widerstand mehr zu leisten." Darauf echob sich ein Chor erregter Stimmen, die die Polizei verurteilten und den Widerstand rechtfertigten. Sie hätten die Gewalttätigkeiten dieser Banditen satt. Die Polizei schütze keines Menschen Eigentum, sondern zerstöre mutwillig alles, war ihr in den Weg käme. Die Polizei schütze niemand, sondern greife alle Menschen an. Wenn eine Schar von Freunden sich versammelte, um sich zu amüsieren, wurden sie sofort von uniformierten Raufbolden angegriffen und aus- einandergetrieben. In den beständigen Kämpfen zwischen friedlichen Bürgern und Schutzleuten waren die letzteren zweifellos der angreifende Teil. Wenn ehrliche, arbeitsame Leute in Ruhe gelassen werden könnten, würde e* niemals zu solchen Kämpfen kommen. Und so weiter. Der Unter- suchungsrichter bekam nach fruchtlosen Bemühungen, sie ein- zeln auszufragen, nichts von dem zu hören, was er hören wollte, sondern mußte anstatt dessen eine Fülle von Anklagen gegen die Organisation über sich ergehen lassen der er selbst als ein wichtiges Mitglied angehörte. Doller Verzweiflung jagte er sie alle hinaus, und sie kehrten mit dem Gebaren einer siegreichen Armee heim. Auch die Untersuchung nach den Ursachen des Kampfes, der dem allgemeinen Aufruhr vorausgegangen war, blieb erfolglos. Der Arzt, der aus Mirandas Haufe heruntergekommen war, um Jeronymo erste Hilfe zu bringen, batte keinerlei Einzelheiten erfahren können, wie er zu der Wunde gekommen war. Man ver- sicherte ihm, es fei ein Zufall gewesen, die Männer hätten nur zum Scherz miteinander gebalgt, und es hätte nie die Ab- sicht bestanden, jemand ernstlich zu verletzen. tFortsetzung folgt.) Mgememe Wetterlage. �S-Febr�SOtabds. vx»' O 0 ir* v«l!«nlos,«ie wurde von einem schmalen Negengebiet umsäumt. Die Kaltluft breitet sich weiter aus. Das Negengebiet wird unseren Bezirk vermutlich zum ctrößten �ieil in der Nacht zu«onntag überqueren. Am Sonntag selbst werden wir in der vom Polargebiet nach Süden geflossenen Luft liegen. ★ welleraussichten für Verlin: Teils heiter, teils wolkig. Ten,- peraturen wieder sinkend, Nachtfröste.— Aur Deutschland: Im Süden und Südosten zeitweise regnerisch und noch ziemlich mild. In West- und Mitteldeutschland wolkig bis heiter und wieder kühler, Nachtfröste._ Arbeiisgemeinfchast der Kinderfreunde. I-Z äelUamctuefi» finbct statt am Moutaa. 17. Kcbnmt, 20 Uhr. in KZ 'Z der SesSiiftsstcllc, Litdensir. Z, II, glmmer 1». E, werden ale Genagen. KZ RJ die sich fn« die Ärdei« im Zcltloacrau.Ichuh de reite rllärt, und an die.> K � dcriaeu Sidunaen tcilnenommen haben, drinprnd aebetcn, an diesem K. Äbeud»n erscheinen. Mitte: Äm Montaci Selferkurius im Lüttendbetm Kehdenicker Str. 2t.— Sruv?e Hnee Saaser Ä-uztaa, IS. sZcbruar. Scimabend: Eoniiadend, 22. Ze, druar, Leüadchd. lluxenHheim Dahenstr. 18.- Ächtung! Gruppe Lieblndcht ladet deute ,» ihrem. WrrHeabmid in dep Aula der 125. Semeindeschule, Andreachr. ifia, tiir die'gelt'..rn 17--21 Uhi ein. Tiergarten,«ruppc August Bebel: Bote galten: Dienstag. 18. Februar, «on iPa—lVi Uhr. im Heim Waldenserslrahe. Lusttger Aden», gungfallen: Dienstag ebenda Faltennollversammlung. guten l: Mittwoch, 18, Frbruar, VON 17—1» lliir, Duuter Abcud. Süitcu II: Märcheuabrud. fttci« Prenzlauer Berg: Leute. 14% Uhr, Bezirksamt, Film:.Dükes Toms Lütte". Letter geben danach-um Senierkschaftsbau». Montag. 18 Uhr, Dan- Itiqer Str. 82,.Zusammentunst der Zcttlagcrarbciteqemeinschaft mit Erich iZer». Mitttuach, 18 Uhr. am selben Ort Krcisfottcuratssittun«. Sonnabend, 17 Uhr, Danziger Str. 28. 1. Enmuaüit. und Bcmegungselwr.Abend mit Marti» Gleist» tier. Alle kommen pünktlich und alle machen mit Turnzeug nicht pergessrn. Arci» ZSeistcnsce, Kohenschönhausen: Wir kommen nichk mehr Dienstags, sondern ob heutc Montags in der Zeit von 17-1» Uhr in der Schutbarackr Korpulenz. Stuhlverstopfung ... Seit vielen �siiren li't ictt 5t»I»!ve?»toptvi»s.%o daß ich meist 3—5 Tage darum r litt In Karlsbad wurden mir die stärksten Quellen mit Karlsbader Salz verordnet, welche mir leider nichts halfen. Durch Zufall wurde mir Ihr Kwiel't Ünivcrsal-Tec empfohlen. Dieses ist das einzigste und beste Mittel, welches ich kennengelernt habe, um den Körper ohne nachteilige Wirkung zu regeln. Ich fühle mich jetz' wohl und munter und kann einem jedem, der daran leidet, diesen Tee aufs wärmste empfehlen Hochachtungsvoll J. Ocrweiukm. Berlin-Wilmersdorf, 10. 1. 29. Seit 80 Jahren käuflich in fast allen nordd Apotheken ä M. 1,50, Kurpack. (10 Kart) m. 13,—. Büchlein u Krankheitsbilder, Aerztl. Gutachten gratis durch Hans Kwiet.Cneoi.Fabr., Bertin SW6SV..Alexandrlnenstr.29a Snaendhewt t olle Elb M»a„. fl,■....... Mm G»"...... t—fc.-i. vrnuenrrincr öTtunr smutmiwTu.«tut �s.»f tu uiätc n«*oci tni Freien»» lder Str. 5 unser« Elternversammlung statt. Wir bitten alle Eltern und Freunde, üch diesen Tag freizuhalten und recht zahlreich zu erscheinen, Leute. 18 Uhr. froher Lelfcrnachmittag im Sewcrtschattdhau«.— Montag, 17. Februar. Schulbarackc Dingelstcd.er Straste, Singspiele, Volks!tze.— Donnerstag, 2», Februar, im Jugendheim Frcienwalder Straste: Wir basteln aus»untpopierc. Lleifttft und Schere nicht vergessen. Silmersdars: Montag, 17. Februar, um 20 Uhr. Ettrrrrabrnd im Jugendheim Wilbelmsaue. Vortrag Genosse LSggow:„Fcstkultutt'. Anschliestend Aus» spräche und wichtig« Mitteilungen. Ersckteincn aller Eltern ist notwendig. N SozialistischeArbei'terjugendGr.-Verlm Einsendungen kür diese Itubttl nur l Lettin SWSS. �indenstraie Z da« Zugendfekreiariol Abtrilnngsleiter. reicht umgehend die Monotsprogramme für MSrz rin! SAZ.»Z«ngbuchdrnch«r! Morgen. 17 Uhr. im Seim Lindenstt. 4, wichtige Zusammenkunft. Besprechung des Vertrauensmünnershstems für die Bettlehe. heule. Sonntag: Arnswaldee Blast I: Seim Rastenburaer Straste: IS Uhr Leimabend.— Falkpla» I: Fahrt. Treiipuntt TA Uhr Schönhauser Alle«.— Nordost N: Seim Jmmanuelkirchstr. 27: Leimobend.— Südwest: Fahrt Rüdersdorfer ktalkberg«. Treffpunkt IZz Uhr Schjessschcr Bahnhof. 7» Pf. 20 Uhr Leim Lindcnstr. 4: „Sexuelle Fragen", 2, Teil. Referent Senoss« Di Drucker.— Brist I und II: Leim Chausseestr.«8:„Fasching", Beginn 18 Uhr.— Neukölln III: Fahrt Teupistcr See. Treffpunkt 7l4 Uhr Bahnhof Neukölln. 80 Pf.— Neukölln V: Fahrt Bernau— Birkenwerder. Treffpunkt VA Uhr Bahnhos Neukölln.— Neu- kölln VN: Fahrt. Treffpunkt 8 Uhr Bahnhof Kaiscr-Friedrich�ttaste.— Neu- köll» XI: Fahrt Bernau. Treffpunkt 7Vi Uhr Bahnhof Neukölln.— Marien- selde-Lichtenrade: Fahrt Bernau. Treffpunkt 8 Uhr Bahnhof Lichtenrade.— itöpenlck: Seim Dahlwistcr Sttaste: Volkstanzkursus.— Friedrichshagen: Be- such der Nationalgoleri«. Treffpunkt Ivbe Uhr Bahnhof. Abends Volkstänze.— Nordost I; islh Uhr wichtige Besprechung wegen des politischen llarnrvals. Alle Mitglieder müssen restlos erscheinen.— Tcmpelhaf: Fahrt. Treffpunkt 7Zs Uhr Bahnhof Tempelhof. Werbe bezirk Weddinq: Besschttgung des ikraftwerke« Tlingenhera. Treff. Punkt 8 Uhr Bahnhof Wrdtnna. Es dürfen nur die Senossen tailnechnien, die durch die Gruppen bestimmt sind. Abends in den Seimen Turiner und Lorsting. straste Heimabende. Werbebezirk Teltowkatwl: Seim Lichterfeldc, Albrechtstr. 1«»: Beginn des Bolkstan.zrursus 18 Uhr. Um 18!4 Uhr wird das Saus geschlossen. Zuspät. kommende werden nicht mehr hineingelassen. Werbebezirk RcuISlln: Heim Kanner Str. 19: 19 Uhr Skimabend. Die Ausgestaltung liegt in Länden de» Svlelausschusses. Werbebczirk Schöncbeeg: Der Volkstanzkurfus findet bis auf wettere, nicht mehr statt. Morgen, ZNonkag. 19�4 Uhr: Westen I: Seim Bülowstr. 88:„Nationattoziolismus�.— Moabit II: Leim Lehrter Str. 18—19;„Friedrich Ebcrt".— Falkplast I: Schule Sonnenburger Straste 20:„Einführung in die Wirtschaffslcbre".— Falkplast II: Schule Sonnenburger Str. 20:.Nationalsozialismus".— Nordost II: Seim Danziger Siraste 82. Baracke Z:..Tagespolitik".— Schönhauser Borstadt: Schult Sonnen. burger Str. 20:„Das proletarische Buch". Referent Genosse Karl Schrorder. Friebrichshaln: Leim D-eltelmeuerstt. ö— 8: Vorberritting zur Ofterwerbung.— Salleschc» Tor: Leim Borckstt. 11: Literarischer Abend.— Eharlottcnburq. Nord: Seim Olberssttastc: Kurt-Eisner-Frier.— Baumlchulenweg: Leim Ernst straste 18:„Die Bedeuttinq der Arbeiterbewegung in den einzelnen Ländern". — Pankow IN, R. F.: Seim Klsssngenstt 48:„Taqesvolittk— Poung-Plan". SSE. Pankow: Seim Kisstngenstr. 48, Ziunner S:„Gehört Politik in die Schule?" Werbebczirk Osten: Heben des Tambourkarvs im Seim Eostlerstr. 81, Werbebczirk Teltowkanal: 20 Uhr beim«senossen Franz, Lankwist, Meyer. Waldeck-Str. 1: Zeitungsdbleulcssstung. Abschluß der Märznummer. Rechnet alle alten Zeitungen ab. Werbebezirk Neukölln: Neuzeitliches Turnen in der Doppelturnhalle Lesstng- straste. Werbebczirk Prenzlauer Berg: Mittwoch. 19. Februar. SO Uhr:-B-Bor- sistendentonferenz im Seim«Sonnenburger Ett. 20. All« Borssstenden, W.-B.- Funktionäre und Ingendbeiräte müssen erscheinen.— Eonntoa. 2ö. Februar, W.-B.-Funkttonärkonferenz im Seim Danziger Str. 62. Schöneberg II: Sonntag, 28. Februar. Pottttsch-sattrisches Kostümfest im Bürgersaal de» Rathauses Friedenau. Beginn 18 Uhr. Teilnehmerkarte 88 Pf. Korten im Boryetkaus in der Gruppe und durch Kurt LSstsch, W. 35, Stcalister Stt. 11. (5s handelt sich uni die Generation, die heute etwal 30 Jahre alt ist, die den Krieg in seinen letzte» Stadien mitgemacht hat. Diese Generation gestaltet Slxel Eggebrecht in seinem bisher unoer- öfsentlichten Roman„Unstet und slüchtig, aus dein der Ver- sasser zwei kurze Abschnitte vorliest. Di« Abschnitte vermitteln kein präglmntes Bild, aber die einführenden Worte erwecken das Jnter- esse siir das Werk. Das Schallplattenkonzert„Ilm die ganze Welt" am Nachmittag will Musikstück« vorfuhren, die für die einzelnen Lander charakteristisch sind. Das gelingt für Deutschland, ssrank- reich und Italien. Selbstverstcmdlich kann es nur bei einem Versuch bleiben, da kaum ein Werk gesunden wird, das tatsächlich das ganze musikalische Leben eines Volkes auf einen Generlnenner bringt. Interessant sind in diesem Zusammenhang die südamerikanischen Ge- sänge und die N i g g e r s o n g S. Jedenfalls ist das ganze«in interesianter Versuch. Mit ihrem Kammerorchester spielt Edith Lorrand oni Abend Tänze verschiedener Zeiten und Völker. Vergessenes wird zu neuem Leben erweckt. Die musikalische Ausführung steht aus erfreulicher ftöhc. Die Krönung des Konzerts bilden die Strautzschen Walzer, die ausgezeichnet im Rhythmischen wiedergegeben iverden. Darauf folgt Kabarett. Die Künstler scheinen sich, sonst gewohnt an politische Satire, in diesem Rahmen nicht sehr wohl zu fühlen. Sehr gut ernst Busch in Brechts See- räuberballade. F. Seh. Vorträge, Vereine und Versammlungen. # Reichsbanner..Schwarz-RstGold" Eefchäktsstelle: Berlin S 14. Eebastianftr 87- 38 Sot 2-?' Montag, 17. Februar. Krri» Norden: 20 Uhr olle Spiclleute unb Musiker vollzähia aiiireten zur Generalprobe. Turnhalle Eotenburgcr Strasse l«Rott Schule). Fahrgrlb wird znrüclcrstaltet. Mitte, Iungbanner: 20 Uhr Jugendheim Tieckstr. 18, Vortrog des Redakteur» F, Rabbast:»Rai.»aap■ sozial ismus". Reulölln-Brist: Pü:cktlich 19'» Uhr Jahreigencraloersammlunq in den Possage.Festsälen, Bcrgstr. l.il. Vortrag Kam. Dr. kaubach:„Die Akt-vttät im Reichsbanner". Jahresbericht des Porstandes. Neuwahlen. Anträge. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Treptow sOrtsvereiu): Sportab'eilung und Ji'Ng. mannslhait Turnabcnd in Oberschöneweide. Watistr. 69 70. Gäste wlll-omm'u Für Lairdballspielcr Pflicht. Anfang 19 Uhr.— Prenzlauer Bera: Die»«tiuua der Kameradschaft Lumannplass am>8. Februar ssttlt aus. Daiilr am I!>. Fe- bruar, 20 Uhr, Generalversammlung mit üteuwahl bei Pohst, �mrgarder Sttassc 19. Kamergdschaf: Arnswaldcr Plag: Diensiag, 18. Februar, 20 Uhr. Versammlung bei Sawastke, Allensteiner Str. 23.— Friedrichehai». Kamerad schaff Stralau: Dienstag, 18. Februar, lS'e Uhr, Kamerabschastsveriammlur.g bei Wertalla, Hohenlohe Itr, 3. Bericht von der Generalversammlung, Crsche:»» aller Kameraden Pflicht.— Mittwoch, 19. Februar. Prenzlauer Berg. Juno banner: 20 Uhr Antteten der gesamten Jugend In der Schul« Greisenhagener Strasse. Besprechung der Magdeburgfahrt, verbunden mit technischen An- Weisungen, Ersihcincn Pflicht. Zivil. Friedrichshaln. Kameradschaft Warschar 19 id Uhr Kameradschaffsoersammlung bei Sahn, Simo«:.?ach.Str. 7. Bericht von der Generalvcrfamnilung des Ortsvcrcins. Kameradschaft Andreas: 20 Uhr Ausserordentlich« Kameradschaffsverlammiung bei Schmidt, Frpchtstr. 36-. Erscheinen Pflicht. Treptow«Srtsvcreiul: 20 Uhr in Nicbcrschöneweidc, Brücken.. strasse 15(BrÜckenklause). Funktionärckonferenz. Erscheinen müssen säm'ii«"- Funktionäre der Kameradschoffen sowie Zug. und ErupvenMhrer.—»reuzberg: Eonnabend. 8. März, Maskenball in der Funkhall«. Kailerdomm. Korten im Varverkauf zu 1 M. sind bei ollen Funktionären und in der Eaugcschäitsftelle, Berlin S. 14. Sebastianstr. 27—38, ettiältlich. Berein der Inhaber der Rettungsmedaille am Bande und arkzersr Auszrick »ungen für Rettung aus Gefahr,«. B. tGegr. Itirj.t Austerordentliche Lanvi Versammlung Dienstag, 18. Februar, 20�Uhr, ,Lum alten Astanirr", Ar.ho,: strasse 11. Vortrag über.ttiuba". Bereinigung der Freund« von Neligio» und Völlersrieden. Genosse Piarrer Bleier spricht im Rahmen einer religiösen Feierstunde lohne die üblichen kirch lichen Formen) am Sonntag, 18. Februar, 20 Uhr, in der Trini'otiskirche. Eharlottenlburg. Karl.Aur. pbi! Helene Stöcker und Erich>schranrm?7reireligiöier Predigcr. Neichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin, Bezirk S!adlpa:>. Donnerstag, 20. Februar. 2(4% Uhr, im Logen Haus, Kleiststr. 10, Bottragcabe: d.. Herr Rudolf Olden spricht über das Thema„Politische Prozesse", Gäste willkommen. Londesverbanb Gross. Berlin und Brardendurg, Reicksdnud der Kinder. reichen, e. B. Freitag. 21, Februar. 20 Uhr, in: Verlammlnngslotol der Bei liner Kindl.Brauerei. Neukölln. Sernianystr. 214 219, Erö-inungssistung der Ortsgruppe Neukölln.____________ Briefkasten der Redaktion. B. O. 54. 1. Nein. 2. Ja.— Otto. Die Tochter hoffet nicht, wohl ober die Muffer.— N. S. 137. Ja.— v. L. 85. I. Die Witwe hat nur Anivrum auf Witwenrente. Doraussestunq ist. dass sie da» 65. Ledeusjahr vollendet od«-" invalide, d. h. sth erwerbsunfähig ist. 2. Di« Witwenrente seh: sich zusammen au,'Im der aus Grund- und Steigerungetbetrag erreckmeien Jnvalidtnrenie des verstorbenen Rentenempfängers und einem Reichs, uichust»an jährlich 72 M. 3. Ja. sofern die Kinder dazu in der Lage sind.— R. W. 4». Entschej.de nd ist ver Benn»der Betrieb, in dem Sie>n den lestten 28 Wochen vor Jbrcr Apbeitslosmeldung tätig gewesen find. Da für Ihren Betrieb die berussübliche Arbeiislosigkeit anerkannt ist. so fallen Sic unter die Sonderregelung. v. 112. 1. Bersorgungsansprüche müssen zur Vermeidung de» Ausschlusirs innerhalb zweier Jahr« nach dem Ausscheiden au» dem Militärdienst angemeldet werden. Noch Abtaus dieser Frist kann der Anspruch u. a. nur noch geltend gemacht werden, wenn Folgen einer Dienlrbcschödigunq erst später in einem die Versorgung begründenden Grade bemerkbar geworden sind. 2. Iah. Schmitt, Bielefeld. 40 Jahre Laer Sah»». In diesem Jahr« jährt sich zum 40. Mole der Taq, an dem in der Chausseestraße 20 da? weit Über die Grenzen Berlins hinaus bekannte- SpezialHaus für.Herren, Jiinstlinps- una Knobenkleidurig eröffnet wurde. Die Firmv. ha« aus diesem Anlaßt von ihren Fabrikanten und Lieferanten ganz bescmderi Preisver, Ünstistunqen erholten, die sie ihren treuen" Kunden in dem jetzt tatffindenden Iubiläumsverkauf zugute kommen läßt. Sareasanl am Sonata schau, verbunden mit 15 Uhr: Familienvvrstellnng mit vollwertigem Ädendproaeomm, 19'. Uhr: Fcstvorstelluna. Beginn der Leipziger Frühjahrsmesse am 2. Mär, t938. Alles Nähere über die Dorvcrkaufsstellen für Messabzeichrn und Messadressbllcher fowir über sonstige Auskunstsstellen i» Mcssgngrlegcnheitcn ersehen Sie au» dem heutigen Inserat de» Leipziger Rtrssamtcs. Die Prämiiernng der grösstcn, schlonkcsten Dame und de« kleinsten, biä sten Herrn, die am Dienstag im Rahmen der bäuerischen Alpenfefte in her „Neuen Welt" stattfand, gestaltete sich zu einem urkomischen Festakte. Es war wiederum einer der einzig schönen Eliteabend« im Zeichen des Pockes. voll Genlütlichteit, Humor und Laune. Der last, und kraflvolle Ochse aus dem Riesen-Lukullus. die Füll« der originellen Bühnensensattouen, der waschechte Chaplin als Söhenakrobat. Der Tanz im Ncbensaal nffn, alles vereint sich zu einer iruchtfröhlichen Festlichkeit, wie sie nur die„Neue Welt" zu hieten vermag. Gutscheine für nüstlichc Gegenstände sowie Zigaretten werd'N von dr? Zigarettenfabrik Enver Den nach wie vor ausgegeben und eingelöst. Restanschlnst— dir Forderung de» Tage«! Auch veraltete Batterieempfänger lassen ssch durch Verwendung von Philivs Nchanohe und Dauerlader zu einem Gerät mit Nestanschlust einrichten. Die Mühen und kosten für hg» Er.- nruern und Ausladen der Batterien fallen fort. Der Empfang wird desier und zuverlässiger— dl« Freude am Rundfunk ist doppelt grast. Sonntag. 10—13 Uhr, gross« Tier- und Jndinner. sscnkonzert. Erwachsen« 1 M.. Kinder 50 Pf, Eintritt. .40Dahre. JubilSluiias-Verkauf !äIIIIlIIlIIIIIIIllIIIIIIIIII>IIII>MIIl>IIlIIIII>IIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllliIIIIIIIlIlIIIIlIIIIIIIIlNIIiIIlII>>I>IIIiIIIIIIIIIIlIII>IlIIIIIIIIII!II>II!IIIIIIIIlI>>I>iIIIIlIIIIIII>>I>II>II>>IlI!II>IlIMIIII!>I>IIIIII>I>lIIIIIIIllII>IIIliIIII>lII>II>IIII>IIIIIIIIIII>II>I>>I>IIIIIMIIIIIlIIIIIIIIlIIIIIIIIIIIIIIlIIIIIIIIIlIIIIII»II»»IIIIIsi Ser.I Ser.II Ser.III Ser. IV Serie V derren-OIsler........ 98.- 66.- 52. WiDter-Paletots...... zi.- 72.- Oamen-Mäiitel..... 60. 45.- 33.- SOhfeO'AOZÖiS für Herr«. 76.' 58.- 45.- :(aran$arn-Äimiee m- 91.- 78.- )POrl*ÄßZÜ60 l4nser Ho<«- 100.- 84.- 66- LßÖfirjäLußll......--- 112. 95.- 86.- WiBferjoppsn........ 48.- 40.- 32.- Liiinberja&s- Beiiiver«hiull z?.. ii50 19,- _ PELZE 36.- 25.- 38.- 22.- 24.- 18.- 33. 24.- 68.- 45- 49.- 36.- 78.- 59.- 21.- 1350 16.- IS56 l D�n- 195.- N' 148. no.r 124. �■95.- r�54.- Ser. 1 8er. II Lotlen-HäBtel l". i™: 32.- Buiiai-HäBlel..... 4».- 22.- 23.- «cottoickoat.. Zf.- 24.' 21.- 72.- 85.- 36.- 34.- 12.- MMörMMe.... 98..'85.- MM-Mtel... m. 95.- MWzMWe 54.. 45.- LilllSßvM-WW 54.- 43.. llvsbsii'MWs 19.. 15.. Knaßen-Müntel ,6. 12.- H8iTei!lioseng»tr.ift.. 16,. � Ser. IU 8er. IV 8er. V 27.- 21 50 16.- 19.- 1350 1350 950 58.- 45- 68.- 54- 26.' 15.- 29.- 21.- 950 215 6" 490 5« 290 Bett-Ganütureo ä-» 12 soherer« Qualität. 130 am breit, Uet."j 50 10 Traraloös-Wöe 3" Damea-Hemden 1.- Damen-HeiiidlioseD.. gleicher Art 1 775 10 50 Damen-Stniomfe i Herren-Olierlieinöen 4m Herren-Ilnterliosen p.....er. 4. Bsfr�n-lnifleD plattiert.... 5** HerreD-EinsafzIieindeD hewahrt.Qu.mb.\ 71» BAER SOHN A G BERLIN N 4 U-Bahn - Stettiner Chausseestr- 29-30 Bahnhof Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. SoigtaK. 16. febrnar: Ts ruiikjyninsstll!. 81 PBr den Landwirt. g-SS: SlnjidenrleekeatplaJ dar Potsdamer Qarmsonkircfae. t: Morgenfeier. AnschlieBend; OCockenselänl des Berliner Doms. Id-Mi Wettervorhersage. II: CIternstande. IIJO: Ans dem Theater am Bülowplats: Faschingmusik. I3J0: Programm der Aktuellen Ab- teilntig. 1418: Jugendstunde. 14.55: Lieder und Gedichte. 15.V>; Gerd Frida» liest aus:„Losüge Erlebnisse mit meinen Freunden Wickelband and Enten- sehnabel". 16 10: Aus Breslau: Unterhaltnngskonsert. 17.30: Schallplatten- koniert. 18: Von der Dortschmiede zur Tankstelle. 18.30: Balladen von heut». 10.30: Programm der Aktuellen Abteilung. 19.48: Tbeaterauerschuitt. 20: Konzert. Danach: Tanzmusik. Montag. 17. Februar: 7: Pnnkgytnnastnt. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: SehaU- nlattankonzert 1620; Zeitgemäße Hauswirtschaft. 18.40: Island, die Insel in Kordmeer. 16 05: Die Finanzierung des Bau- und Wohnungswesens. 16.30; Klaviertrios. 17-30; Wohltätigkeitskonzert.' 19; Jugendstunde. 19.30: Musik und Handlung Im Tonfilm. 20: Begegnungen mit Schriftstellern. 20JO: Ans Prag: Orchesterkonzert. Danach: Tanzmnstk. Dienstag. 18. Februar: T: Punkgymnastik. 9: Schulhtnk. 1220: Die Vierte Istnnda fOr den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert 15.20: Wohnungsknltnr and Unknltur im Orient 1640: K6ple. die mir begegneten. 16: Panl Laven liest ans seinen Werken. 1630: Unterhaltungsmusik. 18: Jugendstunde. 18 20: Stund» mit Büchern. 1650; Das physikalische Weltbild der QegeiTn'art. 19.18: Schallplattenkonzert. 20: Zrttberlchte. 20.40: Konzert Mittwoch. 19. Februar: 7: Funkgymnastik. 1220: Wettei«e!dnngen für den Landwirt 14: Schalt- plattenkonzert- 15.20: Die Fran als Publizistin. 15.40: Tiere, die bester sind «'s Ihr Ruf 16.05: Moderne und unmoderne Gesellschatsspiele. 1630: Unterhaltungsmusik. 1720: Jugendstunde. 18: Teemuslk. 19: Das deutsche Bach in Sowet-tfnßland- 1920: Orgelkonzert. 20: Dalos Bela spielt zmn Tanz. Da- nach: Abendunterhaltung. Donnerstag. 28. Februar: Ts Fenkrcmnastlk. 9: Schulfunk. 1220: Die Vje/telstnnde Ihr de» Land- wirt Id: Schallplattenkonzert 15.20; Maskenfreiheit. 15.40: Jagend ohne Heimst. 16,09; Zorn Gedächtnis Karl Sonnenseheins. 16-30: Orchesterkonzert 18: Das Gesicht der Zeitschrift. 1620: Jugendstunde. 1650: Kann Europa amerikanisiert werden? 19.15: Das Interview der Woche 1920: Chorgetänge. 20: Wovon man spricht 2020:„College Cramplon", Komödie von Gerhart Hauptmann. Danach Tanzmusik, w Freitag. 21. Februar: 7? Pnnksyrijnastik. I2J6: WettenntldTUifefl für rfeu Lin�-wirt 14: Schafl- ptattenkoniert. BJ0: Von deutscher Küche and ausländischen Qericfatea. 18.40: Schau eexen Wohnungsdiebe. 16: ProjTamm der AktneHeu Abteil unz. 16�0; Tinrteemoslk. IT: Jogendstande. 17,30: Alte Flötenmuslk. 18: Vom Rand- fönkempfanf. 18.28: Das neae Bach. 18.35: Lebenskunde. 19: Jazz-Sollsttn. 19-80: �Nantes Exbcn." 20�30: Opernquerschnitt, Danach Tanzmasik. Sonnabend. 22. Februar: T: Punkgymnastik, 12 30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schaff- pfattenkongert 15.20: Jugendstunde. 1645: Medizinisch-hygienisch« Plauderei. 1625: Mit dem Motorrad durch Palästina und die Wüste SinaL 1620: Aua Breslau: Konzert 18: August Bebel zum Todestage. 1625: Programm der Aktuellen Abteilung. 1640: Französisch für Anfänger. 19.05: Chopin-Konzert 1920: Theodor Plivler liest aus seinen Werken. 1925: Schallplattenkonzert 2020; Roda Roda erzählt Schwanke. 21: Kabarett auf Schallplatten. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen» SonuUg, 16. Februar: AS h Uebortragung aus BptMu- ISr Junge ostdersCtie Dichter. 1820: Dag Buch Ruth. 19: Reisen und Erlebnisse aus dem Kaukasus. 1920; Rezitationen. 20.10: Deutschiaudsender: Aus der Städtischen Tonhalle'n Düsseldorf: Damensitzung der großen Karnevalsgesellschaff. Anschließend Uebertra- gung aus Berlin. Montag. 17. Febrnar: 16: Englisch(koltnrknndTlch-Bter erhebe Staad»). 1620: An Bertta: Nach- mfttagskonzert 1720; Das Tanzlied. 1725: Was ledermann von den Infektionskrankheiten wissen muß. 1620: Dichtertande. 1640: Englisch fflr Anfänger. 19.05: Dichterstur de. 1920: Welchen Kotzen kann die Binnenfischerei aus dem fandwirtscbaftlicben Notprogramm ziehen? 20.15: Dentscblandsender: Ans Breslau: Ans de» Heemte. 21: Ans Königsberg: Konzert. 2125: Schallplattenkonzert. Anschließend Uebartragnng aus Berlin- Dienstag, 18. Febrnar: 1620: Ans Leipzig: Naehmlttagskoaserl 1720: Der Enctlnder tat Spiegel seiner Dichtung. 1620: Viertelstunde für die Gesundheit. 1640: Französisch für Fortgeschrittene. 1925: Schöpferisches Musik erkennen. 1920: Normung im Baugewerbe. 20: Deutschlaadsender; Aus der Städtischen Oper Charlotteoburg: „Fedora", Lyrische Oper von Qlordaao. Anschließend Uebertraguag aus Berlin. Mittwoch, 19. Februar: 16; Erziehung der Jogead für dh Gemeinschaft 1620: Ana Hamborg: Nachmittagskonzerti 1720: a-capeNa-Sntte. 17 65. Der Währongssehata kn Yeung-Plan und die Bedeutung der taitemationalen Buk fflr Zahlungsausgleich. 1620: Liebe im Schnee, 1640: Spanisch fflr Anfänger» 19.05: Gates Deutsch für ledermann. 1920: Ernstes und Hedteres von der Polizei. Anschließend Uebertragnng ans Berlin. Donnerstag. 30. Februar: 16: Das Problem geschichtUcher Bildung. 1620: Uubertragaug aus Bettln: NachmittagskonzetL 1720: Franz Herwig rem 50 Geburtstage. 1725: Welt- politische Stunde. 1820: Fragen der Kapitalsani ag«. 18.40: Spanisch für Fortgeschrittene. 1905; Der nenentdeekte Himmel. 1920; Die Beschaffung einwandfreien Saatgutes fflr den deetschen Wald. 20: Uebertraguag aus Berlin- 2020; Dentschlandsendur: Unterhaltungsmusik. 21: Konzert. Anschließend Uebertragnng aus Berlin, Freitag. 2 L Februar: 16: Bilder ans dem heutigen Schultorue» w Stadt und Laad. 1620: Aus Leipzig: Nnchmittagskonzert. 1720: Von Schiffen tu alter und»euer Zeit. 17 55: Gegenwärtiger Stand der amerikanischen Schutzpolitik. 18 20: Besinnliche Viertelstunde. 1640: Englisch für Fortgeschrittene. 19.05: Die Normung In der Tegtilindustiie und Im Textilmaschinenbau. 1920; Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 20: Deutschlandsemler: Aus Dresden; Sinfoniekonzert. Anschließend Uebertragnng aus Berlin. Sonnabend. 22. Febrnar: 1620: Aus Hamburg: Nachmtitagskoneert- 1720; Vau Schiffen hl alter und aetiftr Zeit. 18: Uebertragunf aas Berlin. 18.28: Walter Bloem erzählt von seiner Reise am die Erde. 18.40: rranzöslsch für Anfänger. 19.05: Cntchrlst- Ilchonf der Welt. 26: Deatschlaodseoder: Ans Köln: Lustiger Abend. Anschließend Uebertrasnnz aas Berlin. Freie Sozialistische Hochschule i, de» 33. febrnar. I«'s Uhr, Im großen Saal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Straße 3, Vortrag des Genossen Dr. Siegfried Beruf eld-Bcrlla i „Psychologie und Oesellschaftslehre" Karten tum Preise von SO Pfennig(einschl. Garderobe) sind an folgenden Stellen tu haben: Büro de« Betitksbildungsausschusses, Llndenstr.3, 2 Hol links. TTVepneni Arbeiterjugend Groß Berlin, L'ndenstr. 3, 2. Hof link6 2 Treppen; Buchhandlung J. H. W. Dletz Nachf, Llndenstr. 2: Bank ijer Arbeiter, Angestellten und Beamten. Wallstr. 65; Deutscher Hq'tarbciter- Verband, Am Köllnischen Park 2g Verband der graphischen Hilfsarbeiter, Rltterstraße Ecke Lnlscnnfer; Zigarrengeschäft Mörsch. Engelufer 24 25; AlA-OrtskartelL Engelufer 24�53 Verlag des Bildungsverbandes der deuv sthen Buchdrucker, Drtfbondstr. 3; Zentralverband der Angestellten, Hedf- mannatraße IJc Vetlagsgesellschaft des ADGB.. Abteilung Sortiment. Inselstraße Sa; Frauen Sekretariat der SPD. Llndenstr. 6 2. Hof links, 2 Treppen; Bezirksausschuß fllr Arbeiterwohlfahrt, Llndenstr. 3. 2. Hol links, 2 Treppen, Uhren von Vie>e Geld sparen mutz verstanden sein! Rar Bona lang saaui vor Debervorie mag beim Kam«1b er Armband- oder Taschenuhr «oidene Damen•Armbandnlir von h. 10.50 au Ulbme Herren-Arailiandalir.. 13.— an Berren-Tasdieuiiiir.....,. 5-50 an SchrlftlioHe Sarantla. ♦ Bei Anaahlnng wird gekaufte Ware bis Ostern svrflckgclegL � M, grtiUerieitraBe 30 W, Passaner sirafie IS 5 Hon ausser Damm 2 Brillanten OeiegenbeitsUufel Hermann Wiese neubaoiiiolinDngeii umuuiuiuiiuuiuuimtiuiiniiiuiimuuiuiiuiuiiuiiiiimmiüii tVa«, 2- und 2 V?-Zimmer- Wohnungen mit Stntrufheizung. Warrnmussrt. 91(lnt(fenbucf-Dft Seeitt. Mifelir., Zfarftratz» an Berliner Wu h n- berechtigte zu uermieten. BeNchtlguno: 10— 12 und!— 5 Uhr. Sunniags 0— I U durch Betmaiter HenfeL Seeftr., Haus 56 WüllngiliZllgeieüiclizs! MMW eamalRnOtzIga Akt-das Berlin W 35, Potsdamer StraOo III. 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Trotz aller Bemühungen d«? öffentlichen Hand, mit Hilfe der Hauszinssteuerhypolheken tragbare Mieten in den Neuwohnungen zu erzielen, zeigt sich von S-chr zu Jahr deutlicher, datz die Vchwia- rigkeiten in dieser Hinsicht immer stärker werden. Di« Schuht der gehobenen Arbeiter und Angestellten, die unter groszen Opfern und Einsparungen bei der Befriedigung anderer Bedürfnisse gerade noch die Neubaumieten bezahlen kann, geht allmählich zu Ende. Dqz Problem, die Neubaumieten den Durchfchnitt-eiukoirmen dar breiten Arbeiterschicht«» anzupassen,»erlangt immer drin» gender nach einer Lösung. Noch schwl-rWkr gestalten sich die Berhültnisie für Familien mit Kindern, besonder» für kinderreiche Fomlliev. Es sind in den letzten Jahren in durchweg allen Gemeinden autzerördentlich anerkennenswerte Leistungen in dieser Hinsich: vollbracht worden. Allerding» wurde ein» tragbar« Miete in den meisten Fällen nur dadurch erzielt, daß die Gemeinden entweder Mietzuschüsse gewährten oder daß über die Hauezinssteuer hinaus von den Sozia!» Versicherungsträgern billige erste oder zweit« Hypetheken zur Ver- fügung gestellt wurden. Die Gemeinden sind bei ihrer de- kannten Finanzloge sedoch nicht mehr in der Lage, im bisherigen Umfang derarttge zusätzliche Hilfeleistunyen für die minderbemittellen und kinderreichen Schichte» unseres Volke» zu gewähren. E» bleiben also nur die Ueberschgsse der Land«»- Versicherung»«»stalten und der Reichsversicherungsanstall für Angestellte al» die wertvollste Finanzierungsquelle neben oer Hauszinssteuer für den sozialen Wohnungsbau übrig. Di« Träger der Invalidenversicherung haben allein in den Iahren 1925 bi» 1928 dem wohanagsbav rund 550 Millionen entweder unmittelbar durch Gewährung von Hypothekendarlehen oder mittelbar durch Gewährung von Wohnungsbaudarlehen an die Länder, die Gemeinden und durch Erwerb von Pfandbriefen zur Dersügu,� gestellt. Die Reichsversichcrungsanstall für Angestellte Kl» In den Jahren von 1924 bls 1929 dem Dohauagsbau ungefähr 450 Millionen auf den gleichen Wegen zugeführt. Allein im Jahr« ISN hat die Reichsverficherungtonstast ungefähr ISO Millionen Mark gegeben. Die Landevversicherungsanstalten gaben im Jahre 1928 lS8 Mil- lionen Mark. Wa» bedeuten diese Zahlen? _ Geht man davon au», daß die Mittel der Sozlaloerficheru ,z�. träger in der Form erster und zweiter Hypocheken in einer durd� schnittllchen Höhe von 3000 bis 4000 Mark gegeben werden, so heißt da», daß die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte mit ISO Millionen Mark im Jahre 1929 ungefähr SO 090 Wohnungen, und die Landesversicherunosonstalten im Jahr« 1928 mindestens die gleiche Anzahl von Wohnungen gefördert haben. Bereits im Jahr« 1929 ist bei den Landesversicherungsonstasten durch die Unterbringung von 154 Millionen Mark Schatz» anweifungen»ine empfindliche Einbuße gegenüber dem Wohnungsbau zu verzeichnen. Der Ausfall beträgt mindesten» die Hälfte gegenüber dem Vorjahr«. In allen Teilen des Reiches erscheinen Presienotizen, wonach die Landesoersicherungsanftollen durch diese Aktion auch im Jahre 1930 noch außerordentlich stark belastet sind, so daß der Wohnungsbau auch in diesem Jahre noch ilnter Nachwirkungen dieser Maßnahmen, die alle Regierungsstellen »wederholt feierlich als einmalig erklärt haben, leidet. Diese«ik Hilfe der Sozialversicherung finanzier len Wohnungen sind es. die allein noch für die wohnungsuchenden an» de« werktäligea Mafien in Belrochi kommen. Denn die Versicherungsträger haben nicht allein das Kapital dem Wohnungsbau zur Bersügung gestellt, sondern sie hohen vor a l l« m billige» Kapital gegeben. Die Zinssätze bewegen sich durch- weg um niehrer» Prozent unter den üblichen vedingungen für Seih» oeld au» dem privaten Kapitalmarkt. Ein Beispiel: allein 2 Proz. Zinsunt«rschi«d machen bei einem Darlehen von 4000 Mark jährlich bereit» 80 Mark, d. h. fast 7 Mark Monatsmiete au». Totfäldlich aber hoben die Sandesverslcherungsanstalten teil» weis« ihr» Mittel zu Zinssätzen bi» herab zu 4 Pro». gegeben. Es wurden damit Mietoerbilligimgen von mindestens 20 Mari im Monat für«ine Wohnung«rzieli. Werden die Versicherungsträger nunmehr durch da» Reich wiederum in irgendeiner Form in Anspruch genommen, so ist es selbstverständlich, daß der Wohnungsbau und di« Siedluna in gleichem Umfang gekürzt werden, d. h.. fall, man daran denkt. 230 Millionen Mark Reichsbahnaktien den Versicherungsträgern zu verkauien.«ine Kürzung des WohrningetMues um 250 Millionen Mark. Ein Avsfall von 250 Alllllone» Mark bedeutet aber, an de» Vorjahre» gemefiev.«ine Verkürzung de» gesamte» wohvuvgkbav- Programm« um 8 bl, lii Proz. und einen Ausfall vo» mindesten» 70 000 billlgra Tteubaumohmmgen für das werktätige Volk, und da, alles in einem ZeilounN. wo die Aiaanzlecungsschwlerlgkellen für de« Wohnungsbau stärker sind als je. In einem Zeitpunkt, wo die Kommunen den Spar» lassen die Wohnungsbaumittel für ihre Umschullning eMziehe». in einer Zeit, wo der privat« Kapitalmarkt fast völlig versiegt, in einer Zeit, wo systematisch in d-n Hausholl-n der osfemlichen Hand von Reich Ändern und Gemeinden alle Ausgaben für Bau- zweck« obgedrosselt werden. Nimm« man statt 2öO Millionen 150 Millioinv Mark für da, Reich so beträgt der Ausfall ungefähr 40 000 bis 50 000 Woh- �ngen für minderbemittelt« und kinderreiche Familien. Wer den Wv-'inungsdou Deutschland» in den letzten Jahren genau verfolgt kwt. der weiß, daß tb fast ausschließlich di« mit Mitteln b«r Sozlalversicherungsträger bezuschußteu Wohnungen sind, die für den Arbeiter erschwing. l i ch waren. Man muß sich also völlig darüber klar sein, daß der- artige Piän« nicht nur dem Kapitalmarl: ine so dringend not. wendigen Mittel s-ür den Wohnungsbau entziehen, sondern, daß sie atoe» sozialen Wohnungsbau schlechleMags völlig ua- möglich machen. Ebenso können dann oll die schönen Forderungen für«in« starke Vevvlkerungepolltik. für die industriell« Umsiedlung und d«, Landarbelterwohnungsbau begraben werden. Da» Helsen uns all di« schönen Minister- und Parlamenisreden, was helfen un» alle schönen Beschlüfie und Resolutionen von sozialen Vereinigungen, hie ein« besonder« Fürsorge für di« kinder- reichen Familien und eine positive Lösung des Geburten- Problems verlangen, qsenn man im gleichen Augenblick die einzigen Geldquellen, die bisher noch diesen Forderungen Rechnung getragen haben, für diesen Zweck zum Versiegen bringt. Köllen die Versicherungsträger In Zukunft noch die wertvollen Aastrumente unserer Sozialpolitik bleibe» wie bisher, oder solle» sie Groß- akfionäre uad Holding-Gesellschaften werde»? Und der Arbekksmarki? Heut« schon kann man ohne große Propheteagab« vorausfazen, daß im Sommer Hunderttausends von Bauarbeitern keinen Erwerb finden werden, falls nicht im letzten Augenblick die Methoben geändert werden. Die letzten Winiermouai« die für das Vougewerb« eigentlich von der klimatischen Seite her kein Wmter waren, haben das deutlich bewiesen. Bestes Bouwetter und 400 000 verfügbar« Bausocharbeiter! Will man solch« Zahlen auch im Sommer habsn? Glaubt man, die Haushallprobleme gelöst zu haben, wenn der Etat scheinbar am 1. April ausgeglichen ist und wenn mit bestimmter Sicherheit zu erwarten ist, daß«ine riesige Erwerbslosigkeit wie nie zuvor bereit» im Sommer die schönsten Berechnungen über den Haufen wirst? 250 Millionen Mark dem Wohnungsbau entziehen, heißt auch mindestens lSO bis 180 Milkionen Mark weniger Arbeitslöhne, da man durchschnitillch 40 Proz. der gesamten Baukosten für die reinen Bauarbeiterlöhn« und 20 bi» 30 Proz. dar gesamten Baukosten für weitere Löhn» In der Bauswfsindustrio zugrunde legen kann. Kommen diese ISO bis 180 Millionen Mark nicht zur Auszahlung, jo werden bestimmt im Sommer 100 Mil- lionen Mark Erwerbslosenunterstützung dasür bezahll werden. Wir fürchten überhaupt, daß man m n?enigen Monaten, schon um«ine Katastrophe zu vermelden, dem Daumarkt mehr öffentliche Mittel wird zuführen müssen, als man ihm heute in kurzsichtiger Beurtei- lung der wirtschaftlichen und sozialen Lag« gewallsam entzieht. Wir möchten unseren verantwortlichen Stellen in Regierung und Parlament nochmals eingehend dies« Gedankengänge zur Erwägung anbelmgeben, bevor sie ihr« Entschlüfie fasten. Eines scheint uns sicher zu sein: das Baugewerbe, die wichtigste Schlüsselindustrie, die wir in Deutschland haben, totzuschlagen, dürft« nicht der Weg sein, die Relchsfinonzen zu sanieren. Darum Hände weg von der Sozialversicherung! Die Zieichsbank berichtet. Ruhiges Ende der Generalversammlung.— Konsumvereine im Zentralausfchuß. Nachdem der Betriebsanwalt Winter(vergk- den gestrigen »Abend") durch den von ihm selbst beantragten Debatteschluh sich den Mund verschlossen hatte, stimmt« di« Gcneralversamnllung der Anteilseigner sowohl dem Derwallungsbericht als auch den Derände- rungen des Bantgesetze- und dem Abfindungsvorschlag für die An- teilseigner zu. Die Finanziers Louis Hagen und Urbig wurden im Generalrat wiedergewählt. In den Zentralaueschuß trat Direktor Bä st lein vom Zentraloerband Deutscher Konsumvereine neu ein, der Edle von der Planitz von dem zusammengebrochenen Abelsbankhaus Kraus e-Berlin hat sein Amt fvelwillig niedergelegt. Aus der einleitenden Rede Schachts tragen wir noch folgendes nach: Das auch währungspolitrsch im Gefolge der Pariser Reparotionsverhandlungen unruhige Jahr 1929 Hab««inen« n o r- men Goldverkehr über die deutschen Grenzen gebt jcht. 500 000 Kilo im Wert« von IM Milliarden Mark seien nus Deutschland ab- und wieder zugeflossen. Dem Reich« sei zugestanden worden, die Tilgung der Retchsbankforderung von 80 Millionen Mark bis zum Jahr« 1939 zu verschieben. Di« Finanzlage des Reiche» fei durch die Verlängerung der Rentenmarktilgung von 1934 auf 1942 ebenfalls erleichtert worden und das Reich hnff«. die Tilgung der Rentenmark nicht mehr aus Haushaltsmitteln, sondern nur noch au» den erhöhten Reichsbankgewinnen durchführen zu können. Eventuellen Ansprüchen der Anteilseigner auf noch größer» Abfindungen aus den Reserven der Reichsbank trat Schacht mit dem Hinweis entgegen, daß dqr ZO-Millionen-Fonds für den Rcichsbankneubau in Berlin unbedingt erforderlich sei. Bei der Erricht-mg de» Reichebaukneubaue» werde auf di» Lage de» Arbettamarktes Rücksicht genommen werden. Schacht war bemüht, bei den Erklärungen über die v e r w o l t u n g« k o st« n den an- wesenden privaten Großbankiers klarzumachen, daß sowohl der Personalabbau wie auch die Senkung der Berwaltungskosten bei der Reichsbank aus besonderen Gründen erschwert sei. Offensichtlich war das Bestreben Schachts, den privaten Charakter der Reichsbank vor diesem Gremium von Gesinnungsfreunden zu unterstreichen. Die Steigerung der Berwaltungskosten um rund 1,4 Millionen Mark geht nach Schacht auf erhöhte Portokosten zurück, und zwar im Zu- fammenhang mit dem stark erweiterten telegraphischen Auslands- verkehr. Hat nicht auch der Druck und di« Versendung de» Schachts che» Memorandum» in Tausenden vo« Exemplaren di« Berwaltungskoste» erhöht? Der Iahresbericht der Reichsbauk spricht über di« allgemeinen wirtschaftlichen Dinge w einem Unter- nehmerzargon, der der Tradition der Reichsdank wahrlich keine Ehr« macht. Es ist auch da die Red« von„erdrückenden öffente lichen Ästen bei mangelhafter Rentabilität der Betriebe" und von der„schwer ringenden deutschen Wirtschaft": aus der kosten Hand wird einfach proklamiert, daß die gestiegene Ausfuhr zum Teil zu verlustpreisen erfolgt sei. und über die Tariflöhn« wird da» Unier- nehmerschlaywvrt gebraucht, daß sie, ebenso wie viele Warenpreise „kartellmäßig" stark gebunden waren. Wir geben der Rcichsdarik den Rat. auch bei der Fassung ihres Jahresberichts die Oefsentlich. kell erkennen zu lassen, daß ihr« Gadankenwest doch«Ine l?.:Vore ist al« di« von Hinz und Kunz aus dem klastenparteilichen deutschen Unternehme rww. Den Treibereien Hugenberg» während der Pariser Verhandlungen, die schließlich d!« Währung gefährdeten, wird auch von Ähocht die vendient« schlechte Not« gegeben. Zahresarbstt. Bilanz vnd Gervsftn. Die Umsätze der Raichsbank sind von 819«ms 911 Milliarden gestiegen: die Bilanzsumm« ist um«ine Kleinigkeit, nämlich von ö.0S auf 7,09 Milliarden gesunken. Es wurden für 28.4 Milliarden Wechsel' und Schecks angekauft gegen 24,0 Milliarden im Vorjahr. Die angekauften Re ichs scha tz we chsel stirb wtt 1414 gegen 139 Millionen mehr als verzehnfacht. 1927 19» 1929 (in Millionen Marl, .. 149,0 157,7 1703 .. 130,7 13M 148,0 .. 3,5 3.9 73 ., 75,1 87,6 88.4 ..- SI 4,6 Rohgewinnn«.-...... dauon aus Wechieldiskont... „ Lombardgefchüst.... Vsrwaltungskoften........ Kosten für Banknotendruck..... Es kommen: an Verlustreservs..(jetzt 90 MIll.) RoteNdruckreserve.(. 35.) . Neüboutenreserve(„II.) Rücklage zur Kapitalerhöhung. , gesetz Reservefonds(jctzt5S,9Mill) . Epczialreseroe.(. 45,8.) Reingewinn(verteilt nnb Dorttag).. Anteilseigner erhalten(auf 122,8 Mill) Da» find Dividende. Dos Reich erhall(Rentenmarktilgung) 15,0 11,6 ?u 7.2 0.6 20.8 14.7 12% ö-ö 10,0 10/) 18.7 W 20,3 14.7 12% 5.2 15,0 31/) 5,2 0,4 20,5 15.1 12% ch3 Der Rohgewinn der Reichsbank ist um 13 auf 170,3 Millionen gestiegen, die verwalwngskosten sind von 87.6 auf 88,4 Mil- lionen erhöht. Die Reserven der Reiäzsbank wurden auch in diesem Jahre wieder beträchtlich gestärkt. Zur Kopitalerhöhung— en�prechcnd den Gratisaktien für die Anteilseigner— werden 31 Millionen zurückgestellt, neue 15 Millionen gehen an die auf 90 Millionen erhöhte Verlustreserve, der gesetzliche Reservefonds erhält neue 5.2 Millionen, die Spezlalrcserve 0.4 Millionen, so daß sich nach Abzug dieser Reservestellungen ein Reingewinn v«n 20„5 Millionen ergibt. Die Anteilseigner erlzalten daraus 12 Proz. Dividende. Da« in diesem Jahre noch stiefmütterlich behon- belle Reich erhält wieder nur M gegen 5,2 Millionen im Vorjahr. Di« Reichsbank tritt mit der Verabschiedung des Boung-P laues in ein neue» Stadium ihrer Tätigkeit und beso»- Heren Verantwortung für die deutsche Dolkewirtschaft. Roch dem Willen der Reichsregierung und in Uebereinsiimmung mit den Regierungsparteien werden die Daung. Gesetz« noch ohne Veränderung de» im Haag festgelegten Bankgesetzes verabschiede: werden. Nach dem jetzigen neuen Bankgesetz bleibt die Reichsbank ei» Jnsttmnent lhres(unberechenbaren) Präsidenten und des Finanzkapitals, die gegenüber dem Volke keinerlei ver- c ntcporiung tragen und keinerlei Rechenschast schullKg flnd- Dieser Zustand, der ein« Nebenregierung und die zunehmend« Aushöhlung der demokratische» Staatsgewall geradezu heraus- fordert, ist unertrögkich. Es wird schon in naher Zukunft die vor- nchmste Sorg« der Oeffenttichkell und der polnischen Gewalten m Deutschland sein, di« Funktionen und Machttompetenzen der Reich»- dank der Würde und den Rechten der Demokratie entsprechend zu gestakten. 42000 Gack Kaffee ins Meer verfcnki. In der letzten Boche hat dos brasilianisch« Kaffee- Verteidigung-. inftjtut, eine Privatgesellschaft zur Hochhaltung der Äoffeeprejfe. 42 000 Sock Sasse« in den Atlantische» Ozean werfen lassen. Als Begründung wird angegeben, daß di« War««r. darben war und sich nicht mehr zur menschlichen Nahrung eignete. Wir haben allen Grund, anzunehmen, daß dies« Erklärung nicht st i ch h a t t i g ist und daß man diese Rlesenwerte durch Dersenkuny im Meer hat verschwinden lassen, um den Preisdruck zu verringern. Wahrscheinlich ist viel mehr Kaffee versenkt worden, nur dieser eine Fall wurde aber der Oeffentlichkest bekannt und dazu brauchte man ein« Erklärung. Daß man besspielsweis« Getreide versentt oder verbrennt, um dsn Prosit hochzuhalten, ist nichts Neues. Beim Kaffee ist es ebenso. Das gehört eben zum Wahnsinn des kapitalistischen System«. Ltm die christlich-uaitonale Eifenbahnerbank. In München dauern die zahlreichen Berattingen fort, um da» Los der bei dem Zusammenbruch der christlichnationalen bayerischen Eisenbabnerbonk bettoffenen vielen Tausend« von kleinen Leuten zu mildern. Eine Vorstandssitzung des christlichen Eisen- bahnervsrbandes hat einstimmig beschlossen, durch einen un parteiischen Ausschuß dt« Vorgänge bei der Eisenbahnerbank untersuchen zu lassen. Der Verband will alles aufbieten, um die geschädigten Mitglieder über die zu erwartende vergteichsquote hinaus weitgehend schadlos zu halten. Vre. Zcmeytabsah ist im I a n v o r infolge der mild»«» Witt" nwg auf 315 000' Tonnen gegen 305 000 Tonnen im Dezember fttegen. ver Januar vorigen Jahres hatte durch'eine Riesinkälte Matz vbn 176 000 Tonnen erlaubt, der Januar 19?8 noch 332 000 Tonen, also mehr als in diesem Januar der ganz des anbei'.'' günstigen Bauwetter?. . s6r die finorr-Premte. Der ungarisch- Ministerrat soll beschivi'.-" haben. 30 Millionen Pengö— rund 22 Millionen Mark— für Eisenbahitzwecke zu beunll'gen, wobei man annimmt, daß es sich um die einheitlich« Einführung der Kunze-Knorr- Bremse als durchgehende Güterzugbrensse auf den ungarischen Staatsbahnen handelt. Verständigung der Slahlproduzeute» der ganze» Welt? Nach einer R«ut«-Meldung aus Rem Park hat sich das europäische Stahl lartell(Internationale Rohstahlgemeinschast, an die ameriko nische StahlinÄuftrte mit der Absicht genwndt.»ine Berständiguno der StahlpnJduzenten der ganzen Well herbeizuführen, um die ileba- Sroduktion zu verhindern.— Der Gedanke ist an sich logisch, -nn Konkurrenzausschaltung und Produttlonskonttoll« sind der Sinn sedes Kartell«. Freilich hallen wir die Zeit für«in Welt st oh!» kartell noch nicht für gekommen. GMVGVML IEIS7UN0EN Man weiB in Berlin, daß es sut ist, „Dfiha" Möbel zu besitzen. Illustrierter Katalog B kostenlos In den bedeutend vergrSSerten DRIHA- AussteHungs- und FabrTVr*umen hat die Pflege zeitgemäßer Wohnkultur und gediegener Wohnraumeinrichtung eine besondere Stätte. FQr alle AnsprOche gewährleisten wir gewissenhafte Ausführung und zeigen besondere Kulanz bei allen Anschaffungen. 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Unsere Zahlen stützen sich aus die FeststelUmgen des G« s a m t- D e r b a n d e s. die dieser auf Grund der Kontrolle seiner ausgesperrten und streikenden Mitglieder sowie der Ermittlungen der Funktionäre in den einzelnen Betrieben gemacht hat. Dem aufmerksamen Beobachter des Berliner Stadt- bildes entgeht es auch nicht, daß Kraftdroschken fast nur noch im Zentrum der* Stadt anzutreffen sind, die aber meist von Besitzern gefahren werden, die Ehauffeude nicht beschästigen und von denen es rund 3100 gibt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Sympathie der gc- samten werktätigen Bevölkerung, auch wenn sie zum größten Teil nicht zu der Kundschaft der Droschkenchauffeure gehört, auf der Seite der Streikenden und Ausgesperrten ist. Denn mit solchen scharfmacherischen Methoden, wie sie die Droschkcnbesitzer in den letzten Wochen gegen ihre Fahrer angewendet haben, ist in Berlin seit langer Zeit noch kein« Unternehmergruppe vorgegangen Bor einem Jahr« setzten die Taxichauffeure durch, daß ihnen außer der Erhöhung des bisher se nach der Einnahme gestaffelten täglichen Festlohnes von 1,23 bis 2,23 M. auf 2,50 M ein Garantielohn von 8 M. pro Schicht gewährt wurde, der nach dem vierzehntägigen Derdienstdurchschnitt berechnet werden müßte. Mit dieser Abmachung wurde endlich der unwürdig« Zustand beseitigt, daß die Einnahme des Droschkenchauffeurs und damit auch die Lebens- Haltung seiner Familie lediglich von Giücksum ständen ab- hängig war. � Um den Fahren: dies« Existenzsicherheit wieder zu rauben, hatten die Unternehmer den Lohntarif gekündigt und den gänzlichen Abbau des Fest- und Garantielohnes verlangt, während die Chauffeure die Forderung nach Erhöhung des täglichen Fest- lohnes auf 4 M. aufstellten. Der Schlichtungsousschuß hat unbc- greijlicherweise einen Schiedsspruch gefällt, der die Unternehmer- wünsche fast restlos erfüllte. Als diesem Schiedsspruch vom Schlichter die Verbindlich- k« i t v e r s a gt wurde, suchten die Droschkenbesitzer ihre Fahrer zur schriftlichen Anerkennung des Lohnabbauschiedsspruchcs zu zwingen. Sie sperrten die Fahrer rücksichtslos aus, die diesem reaktionären Dcvlangen Widerstand leisteten. Als nochmalig« Ber- Handlungen am Donnerstag an der Hartnäckigkeit der Unternehmer scheiterten, proklamiert« der Gesamt-Vcrbanfc den Streik der nunmehr zwei Tage währt. Es ist kaum anzunehmen, daß sich jetzt noch eine Schlichtungsinstanz finden wird, die den Droschkenchauffeuren ihre Existenzgrundlage nimmt. Gibt es in Berlin wirklich Droschken- betriebe, die ihren Chauffeuren kein Existenzminimum gewähren können, dann haben solche Betrieb« eben keine Existenzberechtigung. Die Droschkenchauffeure nehmen am Montag, vormittag 11 Uhr, im Saalbau Friedrichshain zur Lage Stellung. parieipoliiische Reuiralitai. Wie sie der OLÄ praksiziert. Seit hie veamtenorganisationen, die den christlichen Gewerk» schaften angehört hatten, sich dem Deutschen Beamtenbund angeschlossen haben, hetzen die christlichen Gemerrschaften gegen die Beamten. Gegen dies« Hetze hat der„Vorwärts� die Beamten nach- drücklich in Schutz genommen. Ergebnis:„Der Bcamtenbund", das offizielle Organ des. DBB., zieht gegen— di« Sozialdemokratische Partei zu Felde. Im„Deutschen' wird weiter Stimmung gegen die Beamten gemacht. Man solle, wird dort verlangt, den Beamten„darlshns- weise' 5 Proz. von ihrem Jahreseinkommen einbehaltcn. Der„Be- limtetibund' findet da« von angenehmer Sachlichkeit. Dagegen wird in derselben Nummer umständlich gegen den „Vorwärts' und die Sozialdemokratische Partei polemisiert und lühn und unentwegt behauptet,„Instanzen* unserer Partei hätten ..Leschlüsie' auf Kürzung der Beamtengehölter gefaßt. Gleichzeitig beteuert der„BeanUenbimd',«r stehe„auf der Grundlage der religiösen und parteipolitischen Neutralität nach allen Seiten hin'. Man könnte über diese Art, die Interessen der Beamten wahr- zunehmen, mit einem bedauernden Achselzucken hinweggehen. Es liegt uns auch nicht, den Gewerkschaften Borschriften zu machen. Freilich söieint es mit dein gewerkschaftlichen Charakter des DBB. nicht anders bestellt zu sein wie mit seiner parteipolitischen Neu- traliiät. Im DBB. hält man sich geflissentlich fern von der Arbeiter- bewegung und betont mit Vorliebe di«„parteipolitisch neutralen' S o n de r i nie r e ss e n der BeaUiten. Die Sozialdemokratische Partei betont dagegen die solidarischen Interessen der ge° samten Zlrbeiterklaste, zu der auch die Beamte'n gehören Sie erstrebt einen Geiellschaftszuswnd, in dem es keine Klassen und Stände, keine Sondervorrechte gibt. Aus dieser grundsätzlich auseinandergehenden Aufsassung heraus kann man sich die eigenartige„parteipolitische Neutralität' im„Bc- amtcnbund' erklären. Aber man kann sie unmöglich ruhig hin- nehmen. Auch die. christlichen und die Hirsch-Dunckersche» Gewerkschaften beteuern, parteipolitisch neutral zu sein. Aber eine Neutralität„nach allen Seiten hin' ist für eine Gewerkschaft eine Unmöglichkeit. Und deshalb»iirden sich selbst di« christlichen und die Hirsch- Dunckersche» Gewerkschaften bei großen sozialen Auseinander- setzungen mit den freien Gewerkschafleit zusammen. Im DBB. ist man aber gerade in solchen Augenblicken— wie jetzt, bei der Lasten- Verteilung des Poung-Plancs— bemüht, sich von der Arbeiterklasse und deren politische Vertretung zu distanzieren. Wer die soziale Gemeinichost mix der Arbeiterklasse sticht will. muß notwendig im Gegensatz zur Sozialdemokratie gelangen. Ein« Neutralität, die auch nur den Schein einer Ideen, oder Kampfgemeinschaft mü der Sozialdemokratie geflissentlich vermeidet, für die bürgerlich-kopüalistischen Parteien ober nux Verbindlichkeiten übrig hat, ist das Gegenteil einer gewerkschaftlichen Partei- politischen Neutralität. Vorbereitung der Betriebsrätewahlen. AfA'Ortskortell instruiert seine Mitglieder� Als Auftakt zu den Betösebsrätewahleiv bei den Angestellten lzatte das AfA-Ortskortell Berlin die fr«ige>w«rk> schaftlichen Angestellten- und Betriebsräte zu Freitagabend noch dem Lehrervercinshaus geladen. Genosse F r i ck e von der Berliner Gewerkschaftsschule legte nach einem kurzen Hinweis auf di« formalen Wahworschriftcn die sachlichen Ausgaben der Betriebsräte dar. Ge- noste Fricke kam dann auf den Kampf der Kommunistischen Parle: gegen die Gewerkschaften zu fprechen, zu dem auch der Sturm aui die„sozialfoschistischen* Betriebsräte gehört. Es ist eine Selbstver- ftändlichkeit, daß sich kein sreigewerkschaillicher Angestellter dazu hergibt. auf sogenannten Oppositionslisten mitAnaxganisierten zusammen zu kandidieren. Wer dies dennoch macht, stellt sich damit selbst außerhalb seiner Organisation. Freigewerkschaftliche Angestellte kandidieren nur auf freigeworkschoftliche Löten. Genoss« Fla tau' vom AsA-Ortskortell gab dann noch einige Anweisung«», wi« die Propaganda für die Betriebsrätewahlen durch- zuführen ist. In der Aussprache kam einmütig die Ueb«r«in- stimmung mit den Ausführungen des Genossen Fricke zum Ausdruck Die Revolutionären im Mauseloch. OaS kommunistische Wahlmanöver bei der ABG. Was wir varausgeiagt haben, ist eingetroffen: die' kommu-. nistischen Betriebsräte der Berliner Bcrkehrsgesellschast haben sich wieder einmal feige gedrückt, nachdem sie andere ins Unglück geritten haben. Sie haben die Arbeitsltreckung abgelehnt, 40-Stundenwoche und Lohnerhöhung u/n 20 Pf. die Stunde, Eni- lassung der Direktoren der Aerkehrsgesellschaft usw. gefordert. Gleich- zeitig sollte der Streik aus der grnzen Linie entbrennen. Und was ist geschehen? Es werden infolge der Ablehnung der Arbeitsstreckung E n t l a s s u n g« n vorgenommen werden. Die Direktion hat d«n Gewerkschaften zugesagt, diese Entlassungen aps das Mindestmaß z» beschränken und Härten zn vermeiden. Und die k o in in u n i st i s che n A r b e i t c r r ö t e? Sie ducken sich. Wo sind die Forderungen? Wo.ist der Kamps? Wo sind die Kompsleistingen?— Nicht einmal mehr auf dem geduldigen, von der Sowjetbotschaft gezahlten Papier sind sie zu finden Es gibt nur noch„rote Wahlausschiisie", die aber auch noch zu wählen 'sind. Das große Geschrei war nichts als ein ganz ordinärer kommu- mstisch«r Wahlschwindel. Di« Freyer und Genossen möchten wieder- gewählt werden, nachdem sie die Solidarität der Arbeiter verraten haben. Sie halten die Verkehrsarbeiter wirtlich für sehr dumnt. Wann kommtTarisvertrag sürKreibäder OaS personal wartet seit e«nem Jahr. Im April 1020 hat die Sektion Gelundheitswesen, Filiale Berlin des Gejamtverbandes, dein Magistrat Berlin einen Vertragsentwurf zum Abschluß eines Tarifvertrages für das in den Fluß- und Freibädern beschäftigte Badepersonal eingereicht. Es handelt sich mit Saisonbetrieb«, di« in den Sommermonaten und zwar etwa vom 13. Mai bis 1. Oktober geöffnet sind.— Arbeitsbeginn ist 7 Uhr morgens, Arbeiisbeendigung mit eintretender Dunkelheit. Oft kommen die ersten Badegäste schon«in 6 Uhr und könirrn natürlich nicht abgewiesen werden. Die Bezahlung des Personals erfolgt ganz verschieden und willkürlich, ziini Test als ungelernte und angelernte Arbeiter. Dabei wurde bisher nur die achtstündig« Arbeitszeit bezahlt. Ueberstunfccm>ergütmig kam nicht' in Frag«. Diese Zustünde siird es, die die Organisation veranlaßt chaben, ein Tari sab kommen zu fordern. Immer wieder wurde von den beauftragten Stellen des Magistrats Berlin erklärt daß Recher- che» notwendig seien, um sestzustellen, ob die eingereichten Forderungen berechtigt sind und ob ein« einheitliche Regewng der Arbeits- Verhältnisse des Badepersonals möglich ist. Dies« Feststelltstigen ziehen sich nun schon.bald ein ganzes Jahr hin, ohne daß ein positives Ergebnis erzielt worden ist. Sollt« der Magistrat Berlin die Verhandlung weiler hinausschleppen, so werden die Schwimm- meister und Schwimmeisterinnen alles unternehmen, um einen Tarifabschluß durchzusetzen. Noch keine Einigung bei der Müllabfuhr AG. Anrufung ves Schlichtungsausschusses. Wie im„Vorwärts* bereits mitgeteilt wurde, hat der Ge» samt- Verband den Lohn- und Manteltaris für die Arbester der Berliner Müllabfuhr A.-G.(Bemag) gekündigt und eine Er» höhung der Lohne um 10 Proz. sowie einzelne Verbesierungen des Monteltarifs gesordert. Die wegen des Neuabschlusses der' Tarife mit der Direktion geführten Verhandlungen sind ergebnis- los verlaufen. Die Direktion erklärte, daß für den Betrieb infolge der finan- ziellen Schwierigkeiten, in denen er sich zur Zeit befinde� eine weitere Belastung des Unknstcnkonws durch Lohnerhöhungen nicht t r a g b a r sei. Die Organisationsvertreter und die gesamte Lohn- ko.mpnstion machten auf Grund der Verteuerung der Lebenshaltung durch die Erhöhung dör Werks- und Verkehrstarife usw. geltend, daß sie auf der Erfüllung der aufgestellten Forderungen bestehen müßten. Schließlich unterbreitete die Direktion nacheinander drei Vorschläge, die jedoch insgesamt von den Unterhäiidlern der Arbeiter ab- gelehnt werden mußten. In dem ersten Vorschlag wurde die Zurücknahme der Tarif- küitdigungeu und die u m v e r ä n d e x t e Verlängerung dex Tarife verlangt. Der Zweite Vorschlag sah die Anwendung der koris- tichen Bestimmungen der st äb t i s ch e n Arbeiter vor, was einem Abbau der Löhne und der sozialen Verpflichtungen der Gesell- schaft gegenüber ihren Arbeitern gleichkam. In dem letzten Vorschlag wurde eine Erhöhung des Leiftungszuschlages prd Mann und Woche um 4 Mark zugestanden, wenn die Arbester ihre Leistungen je Fuhre um einen Kosten steigern würden. Dieser Vor- schlag wurde vor allem deshalb abgelehnt, weil die Leistungssähigkeit der Arbeiter ohnehin schon auf dos ätißerste angespannt ist und eine weitere Leistungssteigerung unbedingt schwere gesundheitliche Schädi- gungen der Arbeiter nach sich ziehen würde. Die Funktionäre haben olle diese Vorschläge der Direktion abgelehnt. Die Organisation erhielt den Austrag, wegen des Manteltarisvertrages nochmals mit der Direktion zu verhandeln, hinsichtlich des Lohntarifes jedoch den Schlichtungsousschuß anzurusen. Die Lohnverhandlungeii vor 6cm Schlichtungsousschuß finden am 21. Februar statt. Die neuen Verhandlungen über den Manteltarif sollen nach der Zulage der Direktion noch vor diesem Termin stattfinden. Viel Geschrei und wenig Wolle. Geheimer Wah'ausschuß im Gaswerk Lichtenberg. In großer Ausmachung berichtet die„Rote Fahne* über eine Belogschaftsoersammlung im Gaswerk Lichtenberg. Die Beleg- schaft des Gaswerks Lichtenberg beträgt 300 Arbeiter gegenüber den über 3000 Beschäftigten in den Berliner Stäbtischen Gaswerken. Der„revolutionäre* Betriebsrat Reibhardt, ber Leiter bioser besun- jl �Als berufstätige Frau haben Sie es in der Hand, sieh eine sorgenfreie Zukunft zu sichern. Eine notwendige Ergänzung zu den oft nicht ausreichenden Renten-Leistungen der Sozialversicherung bietet Ihnen der Abschluß einer Lebensversicherung. Sie sichert Ihnen ein Kapital für einen Zeitpunkt, den Sie selbst bestimmen, und Sie können es so einrichten, daß im Falle der Invalidität keine Beiträge einzuzahlen sind und dennoch die ganze Sparsumme gesichert bleibt Fragen Sie einen Versicherungs- Fachmann! genett JJerfammfcmg, der auch gleichzeitig als Referent auftrat. Netz sich durch Unorganisierte stützen, indem er dem Vertreter des(S e- samt. Verbandes somie dem des gefchästsführenden Zlusfchusses der Betriebsräte nur 10 Minuten Redezeit zubilligte. Ein Teil der Slnwesenden verließ darauf die Versammlung. Bei der Abstimmung über die„revolutionäre" Resolution enchielt sich ein Teil der Versammlung der Stimme. Keiner der Anwesenden hatte bemerkt, daß die Wahl eines„roten Wahlausschusses" in dieser Der. sammlung vorgenommen wurde, von der das Organ der rujftfchen Botschaft spricht. Die wahre Auffassung der Gasarbeiter kam in einer Funktionär- konferenz im Verbandshaus, Johannisstraß« 14/15, am Donnerstag zum Ausdruck. In dieser wurde mit 76 gegen 28 Stimmen den Zersplitterungsaposteln klargelegt, daß für die Betriebe der Berliner Städtischen Gaswerke nur einheitliche freigewerk- schaftliche Listen in Frage kommen. Ueber die Anträge zum Manteltarif fand ein« Abstimmung nicht statt, sondern die Organisation wurde beauftragt, Borschläge über den Manteltarif der nächsten Obmänner-Versammlung zu unter- breiten. Es wird notwendig fein, daß alle unsere Genossen die in den nächsten Tagen stattfindenden Betriebsversammlungen, die zur Auf- stellung der Kandidaten zum Betriebsrat Stellung nehmen, besuchen, um Scheinreoolutionären den verdienten Laufpaß zu geben. Siickereiarbeiter und-arbeiterinnen Berlins! Die Arbeitgeber der Kvnfektionsstickereien Groß-Berlins hatten den Manteltarif und Lohntarif gekündigt, um bei beiden abzubauen. Trotz der wenig günstigen Konjunktur in der Stickerei ist dies nicht gelungen. Wir haben mit den Arbeitgebern neue Tarife abge- schlössen, die Verbesserungen und Lohnzulagen für die Arbeitnehmer bringen und schon in Kraft sind. Näheres erfahren die Slickereiarbeiter und Arbeiterinnen Groß- Berlins Montags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags von ü bis 12 und 4 bis 7 Uhr, Dienstags und Sonnabends von 9 bis 12 Uhr im Büro der Ortsoerwaltung des Deutschen Textilarbeiter. Verbot« des, Engelufer 24/25, Aufg. ö 3. Entlassungen auf der Martnewerfi. Von Monat zu Monat macht sich die Verminderung der Aufträg« auf der Marinewerft immer mehr bemerkbar. Jetzt ist wieder 150 Arbeitern die Kündigung zugestellt worden. Zum>1. März er- nwrtcn weitere 300 Mann ihre Entlassung. Berliner Gewerkschaftsschule. Ail!tu»a, weiblich« HewertschaftimUgllederl Am Mittwoch, lt. gebtuot, um 19U Uh», siedet, veranstaltet von der Krauenbildunqeaemeinsckmlt der Ber. liner«ewerlschastvschiUe,«In« Besichtiaun« de» Museum» siir ssraueulunde im «iiieilien-Sau» lim Sau» der Deutschen Sranleuloffen) statt. Die Teilnahm« ist uvrntaeltlich. Jede» weiblich«.Mitqlicd d«r srcien S«n>«rls»astcn ist ,ur Teil- nähme einteladen. Der Tresspuakt mt Beiicktiquna ist pünktlich um 1t Uhr am CtnnanR de» Lause, der Deutsch«« Kranlenlassen, Bcrliu.aharlotteubura. Beellne» Str. 137. gahrveebiadunacn: Unterqrundbahu bi» Sahuhaf Knie, A»tob»»li»I.«e. 2», Strahenbahnliuien Sir. 55, M, IM. sie können jumnolo», wie es ihre zeit erlaubt, daran teilnehmen, gutritt haben alle freiaewertschafnich oraanisierten Betriebs-, Arbeiter, und Anaeftell- tcnröte. denen der Besuch drinflend empfahlen wird. Die Teilnahme ist kästen. lo».— rUifllcich wird darauf aufmerksam aemacht. daß der salaenb« Infor. mation-abend ausnahmsweise am Mittwoch, 5. März, im Eaal 5 des Sewerk. fchastshauses stattfindet. Die wetteren Abende sind wieder Dienstag», und twar am IS, Mär» und 1. April._ Achtung, Sollegen des Borfigwerkes. Am Moutaa, 17. Februar, 15 Uhr. findet km Alte» Nru«, Tegel, Laupt- strahc, Verlammluna aller SPD..venosscn mit Svmpatbisierend«» statt, Thema! „Dirtlchastslttse und Setriebsrat-wahl". Refeeent Scnossc Karl Dressel. Alle chenoffrn müssen erscheiuen u»d Süstc mttbriugen. Der Fraltia»»oorstaud. U l? s.l Ii g ü s Fl i m SPD.-Metallarbeiter! Mrntag. 19 Uhr. in den Eaphicnsälen, aophienstr, 17— IS, Bollversammlmi« aller SPD,-Metallarbeiter, Tage». oräniiv-i! Stellungnahme ,ur Seneraloersammlung. Neuwahl des Froklionsvarstandc». Zahlreichen Besuch erwartet D4 Uhr. im„Alcrantriner". Alcrandrinenstr. 37», wichtige Bersammiung oller Paririgenossen, die im Verband der Bekleidungsarbeiter organisiert ssnd. Es wird erwartet, dah alle Genossen anwesend sind, Der Fraktioaivorsiauh. SPD.. Genossen der technischen Unterabteilung her Städtisch«« Sa«w«>Ie. Dienstag, Iß. Februar. IS Uhr, Berlin. Weberstr. 17, bei Bockcr. Betrieb»»«!. sammluvg. in der Stellung genommen werden muh zur Ausstellung der Nandi- date» ,um Betriebsrat.— All, SPD.-Genosscn und all« Svmpathisterenden müssen erscheinen. Eewerkschaftsauswei» ist mittudringen. De« Fraktion»»« rftand. Achtung. Akkordmaurer! Am Mittwoch, IS. Februar. 17 Uhr. Bersammiung in den Rrssdeng-Festsälen, Landoblrqer Str. 81. aroher Saal. Zahresbericht. Diskussso». Berfchiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert, DI« Fachgruppen leitung. Fachgruppe Flieseuleger. Am Dienstag- 18. Februar. Ig Uhr. Fachgruppen. rcrsamnilung in den Ressdcnz-Fcstsälen, Landsberger Stt. 31,„Betriebsräte» gcseh und Betriebsrätewahlen," Referent Otto Ärllger. Stellungnahme»um Lohnabtommen. Fachgruppenangelcgenhcitcn. Die Fachqruppealeitung, ��reieGewerkschafts-Lugenü Verlin G Leute, 25 Uhr. in de- Aul- de» Lessing-Symnassum», Paukstr. lt.«er. -nstaltung mit dem Thema ,«a» tn deutet uu» Mostk?" Bortrag Pro. tessor Leo Resten bcrg, unter Mitwirkurg der bekanntta Sängettn Ada Sarth ,nr Rieden. Uukoftcnbeitra« 35 Pi. starten find»och au der Abend- »'s-. Itaben.— Meldet die vfterwaaderuuge» umgehend im Zugrud- lerrctartat. ©.�nnendoruvve des Zentralverbandes der Anaestellten Leute, Sonntag, finden folgende Beranstaltungcn statt: Im Jugend- . ,,, Osten». Grohe ssranksurtor Stt. 18, Borttag:»Saiiren und «arikawrcn. Bor, ragender Oswald Mudrack. Bsginn 18 Uhr.- Zm Jugend. be.m Nordwest, Lehr er Stt, 15�-15:„Berlin, wie es weint und lacht!". Friebol Lall spricht an» den Werken von Glahbrcnner uuh anderen. Beginn 19 Uhr.-�Morgen. Montan. finden klgende Peranstalrungen statt:«edLug- ifijal Lein» Man».— Tempeshos: Fugenhheim der Schule Genuanialtt. t-«. Ein. gang Göhstrahe. Borttag:.Stlaiv»ll»u« einst nnd seht". Referent Wilhelm Lewinski.-«harlottenburg, Jugendheim Rossnenstr.«' Bortet„Vrvltta'i'ck! Feste und ihre Bedeutung". Referent Friedrich Aeigelt.' parieinachrichien für Groß-Berlin Einsendungen für dies« Rubrik sind v e r l i» SW«8, Llndenstrahe 3, stet» a» das BrJirkssekretaria« 2. Las, 2 Treppen rechts, zu rtchte». SPD.-Freidenker-Frakkion. Sreis Neukölln. Zu dem am Dienstag, de» 15. Februar, pünttlich 25 Uhr, Im Lokal Berg. schlohhöhe, starlsgaetevstt. 5—11, stattsiudendeu Lichtbildervarttaa ssnd alle De- nosssnncn und Genossen nochmals serundlichft eingeladen. Bir bitten»m recht rege Betettiguug. * 3. strel» Beddiag. Dienstag- 18. Februar. NM 1t Uhr, streiskonsrrrn» bei Wende, stolonicstr. 147. Dienstag. 1«. Februar, um ISth Uhr, Sihuns der Mietervertteter bei Pose, stolonieftr. 15. Jede Abteilung muh per- treten sein. Freitag. 21. Februar, mn IS'ö Uhr in der Hochschulbrauerei, Seestrvhc Ecke Amrumer Strohe streisvertteterversammlung. 4. strcis Prenzlauer Berg. Mittwoch, 19, Februar, 19>z Uhr, Im Ledigenheim, heim, Pappelallee 15, Generalversammlung de» Mieternerbande» Prea, lauer Berg. Neuwahl de» Verbanb,»orstande». Da» Eescheiurn aller partti- geuässssche» Mitglieder drlugeud ersorderlich. Am Saalelugana Buch, kontrollc. Mittwoch, 19. Februar. Sihung des erweiterten streisvorstandes bei stlua. Danziger Str. 71. 5. strei» streuzbcrg. Montag, 17. Februar, 19 Uhr, Sihung der Bezirks. verorbnetrnfraktion, de» strelsvorstanbe, und der Alkteilungsleiter. Porck- ltrahe Ig— 11 lSiüungssaal). 7. strei» Sharlotteninrg. Dienstag. 18. Februar, um lg'j Uhr, erweiterte streisvorftandssstiung mit den Mitgliedern des Bildunasausschusses im Rathau». Zimmer 1. Die streisvertteterversammlung findet nicht am 18. d. Mt,.. sonder» erst am Dienstag, 25, Fcbrnar, 19 Vh Uhr, In der Schulaul-,«chillerstrahe. statt. 11. strel» Schöneberg. Mittwich, 19. Febernar,»« 25 Uhr. strei». W mitaliedcrocrsammlung in der Schnlanla, Feurigstrahe,»eben der Feuer- M wach«. Bortrag:„Faschi»mn»»nd Demokratie". Referent Univerfttät». W Professor Genosse Keller. 11. strei» Schönebera. Di« Fortsehung der Vortragsreihe:„Parteien geschickte" findet am Montag, 17. Februar, um 2» Ubr, bei Will. Martin. Luther. Strohe 89, statt. Wir bitte» um rege Beteiligung. 18. strei» Tempelhof. Montag. 17, Februar. Fraktionssthung um 19V4 Uhr. Dorfstr. 42. 1. Dir Mitglieder des streisvorstandes wollen an dieser Sitrnng teilnehmen. 14. strei» Reukölln. 93. und 95. Adt. SPD,-Freidenker der 28. Gruppe: Dienstag. 18. Februar. INN ISth Uhr, Sei Zillmer, Ztogatstr. 55. wichtige Bersammiung. Parteimitgliedsbuch legitimiert. 17. strel, Lichtenberg. Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Lehrer: Montag, 17. Februar, IS Uhr. in der Schule, Scharnweberstrahe, wichtige Siüuna. Erscheinen aller AsL.-Lehrer notwendig Parteibuch mitbringen. 19. strei» Pankow. Bildllnosa«»schuh. Mittwoch, 19. Februar,»« 25 Uhr. im Türkische« Zelt,«reite Stt-He, Glahbrenner-Alend. Fntreesssert« Gr- nosssnncn und Senassen ssnd«Ingeladc». Obleute de» streife» ttesfe» ssch bereit» um 15 Uhr ebendart. Donnerst«», 25. Februar, stonzert de» Sinsonie-Orchester« in der Schnlanla. Sörschstrahe. 25. strel, Reinickendorf. Montag. 17. Februar, um ISH Uhr, Im Rathaus in Wittenau, streisnorstandssshung mit allen Abteilungsleitern, 8. Abt. Voranzeige! Sonntag, 28. Februar, Im grvhen Saal de, «ewerkschastshanse,, Engelnfer 24/25,. Bunter Abend. Mitwirkend«: A u. tu Künstler der Internationalen Artiftenloge. Rein künstlerische» Programm Einsah 17 Uh«. Beoinn 18 Uhr. Giatritt»karttn zum Preise von 1 M. ssnd bei allen Bezirk»ILHrern»n haben. Morgen. Montag, den 17. Februar. t, 2., 3., Q«.. 6., 7.«dt.«PD..Fr-ideul-r. 1. nnd 2. Zahlgruppe: Igt« Uhr im Selckcschen Hof, Rosenthaler Str. 45/41. wichtige Versammlung. Stellungnahme zu: Urwahl. Partei» und Freidenkermitgliedslluch mit- bringe». 23. Abt. 25 Ubr bei Mollnau. MUllerstr. 52». Zusammenkunft aller in der 155. Berkaufsstelle des Konsum» kaufenden Genossen. 2t. Abt. Achtung. Vczttkssührer! Die Bezirksfübrer werden ersucht, um 25 Uhr bei Rösner. Immanuelkirchftr. 2». zu einer kurzen Besprechung»u erscheinen. Keiner darf fehlen. 77. Abt. Gchöneberg. 25 Uhr bei Schmidt. Grunewaldstr. 15. Vorstand ssshung. 88. Abt. Lichtenrade. Die Bezirksfübrer werden geboten. Montag, 17. Februar, zwischen 18 und IS Uhr vom Genossen Scmmler Material abzuholen, 93. Abt. RcuISlln. 20 Uhr bei Eintopf, Kaiser-Friedrich-ötrahe Ecke Maresch. Ettahe. Borstandsssüung., Dienstag, den IS. Februar.. 23. Abt. 19V4 Uhr Zusammenkunft iunaer Parteimitglieder ,bei Srunewald. Kameruner Str. 19. Bortrag:..Sozialdemokratische Kulturarbeit und Kulturpolitik" Referent Genosse Alerander Stein. 25 Uhr Bersammiung aller Freidenker-Genossen bei Benz, Seeftr. 158. 27., 3»., 31.«bteilunge» l9. Zahlgrnppe der Freidenkers. Dienstag. 18. Februar. 1914 Ubr. Gruvvenfraktionsversammlung bei Blassen. Stargarder Str. 8. Als Ausweis dient Partei- und Mitgliedsbuch der Freidenker. 32. Adt. Am Dienstag, 18. Februar. 25 Uhr. findet bei Wilkow. Kroutstr. 86a, Abteilunaskunkttonärsshung ftütt. Der Allteilungsvorftond trifft ssch pünktlich 19 Uhr dort Im Lokal. 57. Abt. Eharlotteubura. Achtung, streisdtlegiertt! Kreisvertrettrverfanimlung nicht am 18.. sondern erst am 25. Februar, 1914 Uhr, im Schiller-Rcal- anmnassum. Schillerstr. 25/25. 52. Abt. Siemensstadt-Kaselhorft: 25 Uhr Rltaliedernersammluug bei Marsauit, .Leidekrua", Rvuueadamm-Allee 89, Vvrttaa:„Fiaauzaot in Reich und Kommune". Resereut Kurt stiehman». Stellungnahme zu den Anträaen zum»reisvcrttetertag und zur Wahl de, Krei»»orstonde,. Partelaugelege«. heitt». 82. Abt. Sttgllh. Der Kinderfrrundeadend am Dienstag füllt aus. Nächste Abende für 11. bis lljührige Freitag. 21. Februar, um 18 Uhr, nnd bis lliäbrige Dienstag, 25. Februar, um 17 Uhr. Seim Albrechtstr. 47, In Zukunft erfolgen die Notizen unter„Arbeitsgemeinschaft der Kinder- freunde". Abteilung Stegliü. 85. Abt. Tempelhos. 25 Uhr bei Pinger. Dorfstr. 55. Mitgliederversammlung. Borttag:„Religion und Sozialdemokratie". Referent Friedrich Wendel. 97. Abt Rruköll» Dienstag. 18. Februar. 19 Uhr, Borstandsssüung mit Be- zirksfübrern kfei Rohr, Sieg tri cd str, 38/29. 108. Abt. ESpenick. 1914 Uhr Zahlabend für Uhlenhorst. Mittelheid«, Siedlung ulw. bei Klose, Mahlsdorfcr Strohe, Bortrag:„Politische Tagesfraaen. Referent Johannes Stelling, M. d. R. Auherdem Freidenker-»nd Konsum» wählen. Krauenveranstaltungen. Um Sonnabend. 22. Februar. 1911 Uhr, spricht im großen Saal des Preußischen Staatsrate», Verlin w.. Leipziger Str. Z. Genosse Dr. Siegfried Vernfeld über„Psychologie und Gesellschaflslehre". karten zum Preise von 50 Pf. das Stück sind im Frauensekretariat de» Vezirksaerbande» Verlin der SPD., Lindenstr. Z. 2. Hof. 2 Treppen, Zimmer 4. zu haben, wir bitten unsere Genossinnen. sich recht zahlreich cm diesem Vortragsabend der Freien sozialistischen Hochschule zu beteiligen. Das Frauensekreturint. * 5- stvei« Prenzlauer Berg.(Abt. 24, 2», 25 und 29.)' Donnerstag, 25. F«. brnar, 35 Uhr, in den Unionsfeftsälen, Greisswaider Str, 221/210, Wieder. holung der Goskochlehrvorführuna. Eintritt frei. 5.«reis Keenzbeeg. Dienstag. 18. Februar, 1914 Uhr, bei' Rabe, ssichtestr. 29, Emma-Dölh-Abend unter Mitwirkung der SAI. und der«inderfreunde- Gruppe. Ansprach« der tS«»osstn Sennv Rewald. Rezitationen und Lieder zur Laut« des Srnasscu Franz Hofemann. Anschließend gemütliches Bei- fammenfein. 15. strei» Wcisi-nfee. Montag, 17. Februar, 1914 Uhr, im Lokal JZum Pferde- markt", Schiinstr. 88/89,»Unsere sozialpolitischen Forderungen". Referent Dr. Bernhard Adler. Montag. 17. Februar. 2./3. Abt. 20 Uhr im Saal z de» Sewerkschaftshauses, Engelufer 24/25,»Das Wirtschaftsgeld der Sausfrau". Referentin Margarete Schenkalowski. 4. Abt. 25 Ubr bei Brandt«. Stralauer Str. 15,.Unsere sozialpolitischen Forderungen". Referentin Erna stresse. 28. Abt. Der Frauenadeud in diesem Moital fällt aus. Dafür findet am Dienstag. 4. lltärz, ein Filmabend w der Schulaula Schöningstrahe statt. Ztühere Mitteilung erfolgt noch. 29. Abt. 25 Uhr bei«lug, Danziaer Str. 71.»Grundsähe und Forderungen der Sozialdemokratie", Referent Kurt Lücke. Neuwahl der Leitung. 31. Abt. 30 Uhr bei Goldschmidt, Stolpische Str, 35,„Unsere sozialpolitischen Forderungen". Referentin Gertrud Hanna. M. d. L. 39. Abt. Der Frauenabend fällt in dickem Monat au». Dio Genossinnen be. toiligen ssch dasür restlos an dem Kreisfrauenadend am Dienstag, 18. Fe. bruar, siebe Kreisnotiz. 95. Abt. Renlölln. 1914 Uhr bei steil, Prinz-Handierv-Str. 88, wichtige Funttionärinnensigung. 158. Abt. Ob-rkchcn-weibe. 1914 Uhr in der Schillerglocke. Schillerpromenade. ernste und heiter« Rezitationen der Genossin Friadel Lall. 15«. Abt. Nieterschbneweide. 1914 Uhr bei Krüger, Berliner Stt. 115 Eck- Fennstraße,„Die Frau in Wirtschaft und Gefellichaft". Referontw Käthe Sern. M.«M. SvhmwWW. 1*14 Vftt M 9etbt, Suche« ea»**'«Ist. Res» rentin Klara Bohm-Echuch, M. d. R. 124. Abt. Mohlsdorf. 25 Uhr bei Ander», Bahnhofstraße,.«ozialhiigienl'cke Forderungen für die Proletarierfrau". Referent Dr. Norbert Marl. Dienstag, den IS. Februar. 9. Abt. 1914 Uhr bei Lübner, Wilsnacker Etr. 84,.BerufecheeatttNg". Refe. rentin Frieda Gocksch._ 24. Abt. 1914 Uhr bei Bogel, Zablonskistr. 9,.Probleme der modernen Ehe". Rcserentill Hedwig Schwarz.— Donnerstag. 27. Februar, findet im B->> zirksamtssaal, Ranziger Etr. 54, unser Filmadend statt. Bor dem Film „Di« Wunder Assens" wird Genossin Mari« Kuncrt ein« polittfche Ansprache halten»arten zum Preis« von 55 Pf. da» Stück sind bei den Funklionärinnen erhältlich. 28. Abt. 19� Uhr bei«artet. Wörther Str. 19,. Eigenuuttrnshmungen der Arbeiterschaft". Referent Max Gillmeister. 45. Abt. Der Frauenadcnd findet erst am 25. Februar statt. 47. Abt. Alle Genossinnen beteiligen ssch Dienstag, 18. Februar, am Emma» Dölß-Abend. Näheres sieh« Krcisnotiz. 77. Abt. Schönebcrg. 1914 Uhr bei Jürgens, Barbarossostr. 5», Lichtbildervor- trog des Gencssen Ncnau,„Eine Wanderung durch die Lllneburger Heide". Anschließend gemütliches Beisammensein. 99. Abt. Brih. Groß- Siedlung. 1914 Uhr im.Buschkrug", Rudower Strohe, „Die Frau als Trägerin sozialistischer Kultur". Referentin Klara Böhm- Schuch, M, d. R. 119. Abt. Lichtenberg. 1914 Uhr bei Morr, Neu« Bahnhofstr. 28,„Bolkshumor im Klassenkampf". Referent Hanns S. Kamm. 121. Abt.«arlshorst. 25 Uhr im„Deutschen Saus", am Bahnhof Karlshorsi. Frauenfcicrstunde. Ansprache der Genosssn Luise Kühler, M. d. L. 128./130. Abt. Panlow. 1914 Uhr im„Türkischen Zelt", Breit« Stroh« /Markt' vlaß).„Grnndsä'he und Forderungen der Sozialdemokratie". Referent Kurt Lücke. Mittwoch, den 19. Februar. 79. Abt. SchSneberg. Der ssrauenabend findet erst am 25. Februar statt. Näher« Mitteilung erfolgt am Sonntag, 28. Februar. 81. Abt. Friedenau. 1914 Uhr bei«labe. Hondiernstr. 55/81.„Unsere sozial. politischen Forderungen". Referent Gerhard Kramer. 85. Abt. Maricndors, 1914 Uhr kici Giirlih vorm. Niendorf, Shausseestr. 19. „Unsere Lorkämpferinnen". Referentikl Helene Michaelis. Am Tage de» Frauenabends ist die Bibliothek geöffnet. Die Ausgab- und der Umtausch der Bitcker erfolgt bereits eine halbe Stunde früher. III. Abt. Bohnsdorl. 25 Ubr bei S-imann. Waltersdorfer Stt. 155.„Die Stellung der Krankenkassen zur Gedurt-nrea-Iuna". Referent Dr. med, Friedcberger. 117. Abt. Lichtenberg. 1914 Uhr Set Brunn. Tstrfchmidtstraße 45.„Der prolrta. rische Mensch", Referent Gottlieb Reese. Donnerstag, den 20. Februar. Eharl-tte-burg. 53. Abt. 25 Uhr h«i S-mvel. Ufenau- Ecke Eickingenfttahr. „Iack-London-Ahend". Referentin Gerda Wepl.— 54, Abt. 19 tt Uhr im Jugendheim. Rossnenstr. 4.„Die Finatttnot der Stadt Berlin". Referentin Luise ÄäMct, M. d. L. 78. Abt. Schöncderg. 20 Uhr bei Nath». Prinz-Georg. Ecke Feurigstrahe. „Rationalisierung des Haushalts". 135. Abt. Reintckendors-O». 25 Ubr in der Lilchauer Sttahe.„Der stampf um die weltlich« Schule". Referent Rektor Richard Schröter. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. Gencralnersammlunq der Arbeiterwohlsahrt, Be,irk»au,schuh Berlin, R-nt-g, ,5. Mar,. 2» Uhr. im Dn.-ersa-I de, R-th-ns«, ,»«rll«, Rene Königstrahe. Tagesordnung: 1. G-ichgstsbeeicht und Be«icht Uber die Internationale Tagung. 2. Referat über dl« Reform der Fürsorge- erziehung. 3. Wahlen. Stimmberechtigte Mitgltecker der Seperalver- sammlung sind: der engere Bczirksausschnß, die Revlore», die Krei«- leite« und Kreislcitcrinnen und deren Stellvertreter, an» ledee Abtei- lung zwei gewählte Delegierte,>e ein Lertreter de« angeschlosseneu Organisationen und die Mitglieder der zenttalen Wohlfahrtsdepntatlg» und de» Perwaltuagsausschusse» de» Landesjugendamte». V « m M s B B 2. strei, Ziergarttn. Montag, 17. Februar, 1914 Uhr, im Stßungszimmer de« Bezirksamtes Tiergarten, Alt-Moabit 94, sturiusabend.. Die Genossin Adele Schreiber. Kruger, M. d. R., spricht über.Prostitution usw." hilse".-«ersommluna aller Mitglieder und velier der Arbetterwohlsahrt am Monlaa. 17. Februar, 19 Uhr. im Ledigenheim.(5d)8nftcMftt 1. ö. Stock, Sthungsz immer. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Kassen, bcricht. 3. Wahl des Kreisausschusse». 4. Berschiedene». Um pünktliches Erschcüicn wird gebeten. Einlah nur mit Parteibuch._„ 4. Krei» Prenzlauer Berg. Die Eihung am 30. Februar findet nicht statt, dafür ist der 25. Februar vorgesehen. Räber«» ergeht durch die Zeitung am 23. Februar 1985. r- Dienstag. 25. Februar. 19>4 Uhr, im«lter»deim. Danziger Str, 52, Akienausgabe, Danach um 20 Uhr»ottrog de» Genossen Dr. Friß Schloh Uber„Unsere Arbeit in der Wohlfahrt», und Jugend. , pflege, Eän'.'lich« Hclicr der Arbeiterwohlsahrt und ehrenamtlich tätige» Genossen und«sienosssnne» in den Wohlfahrtskoimnissionrn werde» ge» beten, zu erscheinen... �. 5. Krei» Fricdri»«hai». Sitzung der Arheiterwohsfohrt am»lenstaa. 18. Februar, 1914 Uhr, in Schmidts Geiellschaklshons. Fruchtff� 95». 1. Vortrag über Sparmahnahmen und ihre Auswirkung«» im Beezirk Friedrichshain. 2. Neuwahl de» Vorstandes,.._. 9. Kreis Wilmersdorf. Donnerstag. 20. Februar. 25 Uhr rünkilich, S-gi-ng der Arbeltcrwohliahrt tu: Btttvriggarten, Wilhelmsau«. Refrrat über „Wohkiungsfürsorge. Wohnungsvolitik". Referent Genosse Rostil. Jahresbericht und Neuwahl des Porstande,.- 18. kreis Köpenick. Dienstag, 18. Februar, im Rathaus Köpenick, Sitzung». zimmer 52. 19 Uhr. Kursusabend über„Soziale Gerichtshilf«". Referentt» Genossin Paula Kurgah.-'',' 25. Krei» Reinickendorf. Arbeiterwohlsahrt und Agitation, DhustoO. 15. Ar» bruor, 25 Uhr. Lindauer Stroh«. Barock«. Neuwahl. Zungsozialisten Groh-BerNa. ««samtveranftaltuna der Berliner Znngsazialiste» am 35. Fehrnae. D Z Genosse Enaeltert Gras spricht übe«..Die saschistisch«»«fahr nvt hj« LZ Arbcitcrslassc". Die Peronstallung sindtt n» l9>„ Uhr im große»«aal de» Guttemplcrlogenheim«, Linicnstr. 121, statt. Die Aeltere» her«AI. M und ältere Porrcigeuossen sind herzlichst eingeladen. Unkostenheitrag 4" -1 35 Pf. Fahrverbindung U-Bahn, Vr-nie-bu-gev T»r sRordsüdbahni. Mi Dienstag, 18. Februar, 20 Uhr, im Jugendheim, „Pinchvanalvie". Referent e. Irmler. Gäste will Gruppe Bohnsdorf. Wacheelstr. 1, Bottrag: kommen. Gruppe Lichtenberg. Morgen. Montag, 19.85 Uhr, im Jugendheim, Gunter- strahc 44. Vortrag:„Bebel". Referentin Mathilde Wurm. M. d. R. Gäste ftnd freundlichst eingeladen. Gruppe Eharlottenburg. Montag. 17. Februar, im Jugendheim Rosinen. siraße 4, vorn 1 Tr„ um 20 Uhr, Bortrag:„Die pädagogische Lage de» vroletn. rischcn Kindes". CAZ. und junge Parteigenossen sind sehr willkommen. vedding. Gesundbrunne«. Morgen, Monlaa. 17. Februar. 191d Uhr. im Jugendheim der Schule Wiesen. Ecke Panistraße, giminer 11,»Die politische Lage." Referent Genosse Pottlißcr. Sozialistische Sludentenschafl. Ortsgruppe Verlin. 17. Februar. 25 Uhr: Philosophische Fachschaft. Di« Ideologie im hisio- rischcn Prozeß. 18. Februar, 14 Uhr: Geographischer Arbeitsireis. 18 Uhr: Spottgruppe, Turnhalle der Tgudstummenschule, Albrechtstr. 25. 19. Februar, 20 Uhr: Wcrbeadend für den„Slurmvoa-l". R«ser«nt Genosse Rah»kovff. 25. Fcbrnar, t8.45 Uhr: Anglislischer Arbeitskreis, 20 Uhr: Mathematischer Arbeitskreis, 25 Uhr: Medizinisch« Fachschaft. Mitgltedervesammlunä, Tages- Ordnung: Studicnreform, Semeste rschiuh, Zieuwahlen. 21. Februar, 13.25 Uhr: Führung durch die Zigarettenfabriken Iosttti-Manoli. Treffpunkt am Brett der S. St. oder 18.55 Uhr Rimgestr. 22—24.'25 Uhr: Philosophische Fachschaft. Aussprache zur Studienrefprin. 20 Uhr: Seition Technisch« Hochsänile. Hein: abdend. 25 Uhr: Sektion Lochschule für Poliiik, Ausspracheabend:„Rote Fahne in Rot". Ott: Schülerheini, Fricdrichsgracht 57. 25 Uhr: Juristische Fachschaft. Der Bermögensbegriff in dct strafrechtlichen Rechtsprechung. 22. Februar, 20 Uhr: Sei-lllges Betammcnfcin. B-ranstaltungsott, soweit nicht anders angegeben, der„Bund", NW 6, Albrechtstr. 11. Jrtic sozialistische Schüler. Mittwoch, 19. Februar. Gruppe Rieden: Sonnenburger Str. 20 /U-Bahn- Hof Rordring). Referat:„Die Grundlagen de» Sozialismus."— Gruppe Nordwesten: Knesebeckstr. 24, Kaiscr-Fttedrich. Schule. Dr. N. Marl:»Die Patteicn in England". Sterbetafel der Groß- berliner Partei» Organisation �38. Abt. Mennsdorf. iDie �rau unseres alten Genossen Grün�ig, �ur �eit in Buch, ist verstorben. Ehre ikirem Andenken. Einäscherung am Montag, 17. Februar, 15�4 Uhr, Im Ärcmat�tium Gerichtsiraße. Wir bitten um rege Beteiligung._ S5e fühlen sich wohler, wenn Sie nach dem Essen einen Likär trinken. Er hilft oerdouen und schmeckt doch so gut, wemi Sie ihn mit Reichel. Essenzen zu chause selbst machen. Dabei ist die Sache so einfach und billiger. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie Dr. Reichels Rezcptbüchlein geben. Es koste: nicht». BETTFEMRN portofrei t. Mk 20- Preislist« Nr. 42 ertU» ßiaoe Füllfedern 0.00, bessere 0.90, 1 50, 1.90 veiBe Daunen 9 9 9 LflO, 3.80, 6 00. 6.40 SM m, 8.40 Kissen, gefeilt 2.45, 3.80, 4 55, 5.40 UnferDet', gef. 195cm lang S.55. 9.15, 10 75, 15.25 ODerDeO, gei, 2 in lang BLZ. 9.90. IZLS. UJSS SteppdecKen Si Daunendeclie Hl 3680 ANNEMANN Kottbuser Damm 88,Turmstr.71,Rosent)ialerstr.9 S. Klasie 34. �»ubiIch-Südd«»Ulch« Klasien-Lotterie. Oh« Gewähr Nachdruck verdvten Aus jede gezogen« Nummer slad zwel gleich hohe Gewinne gefalle», und zwar je einer aus die Los« gleich« Rummer in den beiden Adteilungeu l und ll 7. Ziehungstag IS. Februar 1330 On der heutigen Bonnittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 etnbau pl 10000 M. 344070 4®e»in« ,» 5000 M. 149845 338796 4 S-Winn- iu 3000 M. 13910 148578 16 Sewin». I« 2000 Dl. 12372 26634 14426« 150613 269796 284626 331 393 33491 1 38 Sewino« m 1000 Dt. 11733 34118 38984 61571 77025 135740 169034 218201 236396 257929 268017 260521 274093 281806 313436 314588 333785 365027 372207 1 04 eewinn« ro 600 DI. 4679 25940 34562 36895 64889 57439 70907 74063 74997 105172 I 06955 117152 126705 144407 155746 162420 166162 170273 170916 172353 179607 204614 215685 215822 223548 225152 226553 227675 233312 237073 244054 252910 262362 267015 269376 273311 279919 232130 290255 297284 317920 321057328763 331041 336387 364294 367343 360094 366274 368003 376377 338777 On der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4«etewii» in 6000 Dl. 321 86 46965 8®»»inne ,» 3000 Dl. 48211 48713 182660 395766 8 Sctmn« in 2000 Dl. 7385 112893 165543 356478 34 fflemmne ra 1 000 OT. 15767 53831 65631 80698 83243 91287 136030 171352 185958 189869 196020 213748 224853 296479 369133 376836 390248 96 S-winn, zu 500 Dl. 8662 21419 29306 44527 49194 48868 62792 41107 74975 86514 88933 122828 129916 133881 143623 147474 ,47690 152249 164518 164643 172370 187242 191873 214203227272 235368 238634 238925 2428SS 258845 260651 260696 262639 234404 233033 290005 294762 293145 304057 309808 316462 324933 325466 372734 379670 383266 391219.396797 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, Gewinne zu je 600(00, 2 zu je 300000, 2 zu je 200000, 4 zu c 75000, 2 zu je 60000, 12 zu je 25000, 58 zu je 10000, 120 zu e 501«, 346 zu je 3000, 630 zu je«00, 1656 zu je 1000, 3494 zu c 500, 9062 ,u je 300 M. » I r k s a■ sind die KLEINEN ANZEIGEN der Gesamtauflage Vorwärts" and Ausschneiden I J Ant bewahren! Wegen Differenzen werden hierdurch für die Mitglieder unseres Verbandes folgende Gastwirtsbetriebe gesperrt Mitte: Die Betriebe der Restaurant Automaten Gjn.b.G.; 1. Friedrichstraße 58; �-■ 2. Alexander slraße 39,40, 3. Münzstraße 4; Restaurant Schultheiß, Inh. Walter, Neue Wilhelmstr 2 Moabit: Nordwest-Hotel, Restaurant und Festsäle, Turmstr. 7/8. Osten-Lichtenberg: Palais des OstenSj Inh. Pfeilstifter, Warschauer Str 35; Berliner Kindl(früher Borussia-Festsäle), Inh. Oehlke, Weißensee, Berliner Allee 211; Restaurant MemelerKrug Inh.Cußler, Große Frank- jurtcr Str. 146, Ecke Memeler Straße. Strausberg: Hotel.Wolfstal*, Inhaber Freudiger& Keller; Restaurant.Meinbahnhof", Inhaber Grucziwiz; „Schlagmühle", Inhaber Lehmann; „Rotkäppchen", Inhaber Öohn; „Alte Spitzmühle*, Inhaber Kerschbaum. zenlralvcrtaiid derHolel.Resiaurani n.€aieAn9eslel!len Zweigverein Berlin N24, Elsässer Straße 86/88— Telephon; Norden 804 u. 1813 ..Jefzf noch billiger! 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Da» gsschy noch in meiner eigenen Jugend: wie rasch wechseln Würde und>e ficht! tan führt« uns durch die Räume des Zarenschlosse». Barbara lamme Moskau mit, um als Dolmetscherin zu dienen. Auf den Tisch, überall Prachtalben, Plüschdecken. Da» ist die Behaglich- keit ind der Kunstsinn eines reichgewordenen Bierbrauers. Aber Barira, diese Kleinbürgerin, brach vor jedem Schlachtengemäid« in(«zücken aus: Mognifiquei' ?s klang so dumm, daß e» beinahe liebenswert war. Zerläßt man die Säle aus der Zeit Katharinas, Hort auch der Slilund die Großzügigkeit auf. Dabei fällt mir hier wie im Winrpalais auf. daß die letzten Zaren scheinbar von einer pe wenden Lust«rsüllt waren, sich selbst zu erniedrigen. Oder war» nur Angst? Stets suchten sie sich in ihren weiten Schlossern die iohnung eines Türwächters als Schlaf- oder Arbeitsraum aus. !an tut hier«inen tiefen traurigen Blick in die fürstliche Seele! eim Abschied blieb ich eine Weil« an der Gartentür stehen, durch!« der Zar zum letzten Male das Palais verließ. Di« Tür ist m Stocheldroht versperrt, als fürchtet« man, er könnte noch ein- nial rückkommen. iin Schritt auf den verschneiten Wegen: die Bäume bereift wie liße Bärte von Kutschern. Frost, Frost. OaS gespenstische Hotel. 3? gespenstisch ist das unheimliche Hotel, in dsm ich schreibe. Dieseeiesig« Hau» mag siebenhundert Zimmer haben; aber in den teppichiegten Gängen, auf den marmornen Treppen alle» verlassen. R der Fahrstuhl bewegt sich mit leisem Seufzen. D Preise oft unerschwinglich. Unter den staatlichen Der- mcstersaH sich einer der früheren Eigentümer des Hauses befinden: d!« konuniftischen Abgeordneten, die es mit mir bewohnen, werden von ihn mit einer geradezu höhnischen Verachtung behandelt; natürlu sie zahlen nicht, geben auch kein« Trinkgelder. Als ich beim Hswart einige Briefmarken kauft«, verlangt« er fast das Doppeltan Aufgeld dafür. Auf ollen Reisen, und ich habe als Studentnanche Erniedrigung erfahren, bin ich keiner so nieder- trächtig« Behandlung begegnet wie in diesem sozialistischen Hotel. Umkitternacht gibt es hier in der Dachhalle dreimal in der Woche«en merkwürdigen Ball. Frauerrbein«, Jazzmusik. In Smokingnd Frack saßen gestern an den Tischen die neuen Reichen des Repslache, unschön« Gesichter,«in wenig still, als fürchteten sie sich«t ihrer Freud«. Zum erstenmal m Rußland sehe ich Foxtrott rd Sekt(für den russischen Arbeiter die unzertrennlichen Aittibutees Bürgertums) nicht auf der Bühne. Das!cht wechselt«. Sechs oder acht Paars drehten sich auf dem Parit in dem künstlichen Mondschein, mit kohlen Schädeln. als wSreidie ermordeten Bürger aus ihren Gräbern gestiegen. um hier„ Millernacht«m kurzes spukhaftes Dasein zu führen, ein unhewcher Totentanz— bis sie um 4 Uhr morgens plätzlich wieder in« Gräber versinken. Zur vaeskathedvale. Zwechwertzweümdsechzig Stufen über Leningrad. Alles ist m einem dicken braunen Nebel gehüllt. Die Schollen der Rewa liegen in der Tief« da wie«in Gletscher, der sich zwischen Feisen über«in« Schuttmoräne ergießt. Ein Amsterdam des Eise», der toten Lautlosigkeit. Roch die Stein« scheinen m ihrem Innern gefroren. Der leer« Platz vor den Universitäten gähn» in tummervoller Bedrücktheit, als hätte die Straß«, zu müde, um sich weiter zu schleppen, sich ohnmächtig zu ewigem Sählofe niedergelegt. Als ich höher auf die Kuppel der Kathedrale klimm«, w« auf ein goldenes Ei, Hab« ich plötzlich über mir einen klaren, fast frühlingsblauen Himmel. Ist es nur dieses Steigen, dieses Stufen- untersichlassen, da« mich inmitten dieser lastenden Eben« allein schon beglückt? Li« well nach Finnland sieht man in der blau«, Bucht die Inseln liegen. Alles ist leicht, sonnig, als öffnete sich bei diesem Anblick die Seel« in Heiterkeit. Jenseits dieser Hell« entdeckt man«inen grauen Streifen. Do» ist Kotin mit der Festung Kronstadt. Kronstadt— da« graue Kronstadt der Hofenschenken, wo die Geliebte Gapon» für die Sie volution ihren Leib an die Matrosen verschenken muffte. Gespenstischer weht drüben der Hauch van den Gräberreihen'der Friedhöfe mit ihren Kapellen gleich kleine» Palästen und Häusern, wie ein« Fortsetzung der Stadt tm kleinen; denn gerade da« Innere dieser prunksüchtigen Stadt hat im Gegen- satz zu dem Treiben Moskau» etwas Totenhafte». Erst wenn man die Außenviertel betritt,«rternu man ihr wahres Leben, und ich frag« mich manchmal, mit dem Schweiß welche i Armen wohl dies« Pyramidengräber des Bürgertums einmal errichtet wurden, das sie scheinbar für immer verlassen hat? Aber der Rauch von der Nordspitze von Wassili Ostrow unlen mächst und dreht sich wie«in dicker fließender Brei. Jetzt erkenn« ich es sind die Wolkenmassen, die au» den Schornsteinen der Putilow-Werk«, der Gummifabriken kommen, dort, wo die etgent- liche Tatkraft, das Herz und der Wille von Petersburg schlagen, ungeheure Demonstrationen von Rauch Blut und Feuer. S>« wenden sich unter dem Wind noch dem Winterpaloi» hinüber, wie endlose Massen streitender Arbeiter, die dieser Stadt, dieser Zeit ihren Namen gegeben haben, und schlagen unaufhaltsam über den knisternden schwarzen Trümmerhausen zusammen. Die Betilewi. Auf dem Rückwege durch die Gogolstraß« hott« ich ei» furcht- bares Traumgesicht. An die Mauer gelehnt stand barhäuptig tm Schnee«ine alte Frau. Unbestimmbar, ob st« fünfzig oder siebzig Jahr« alt war; das ungepflegte grauweiße Haar, hing ihr fast aufgelöst über den Rücken, die trüben Augen in den Höhlen waren zi�ammen- geschrumpft, und sie fang. Obwohl dam Aussehen nach Russin, sang sie italienisch sang das Lied, mit dem sie in besseren Tagen vielleicht in einem gardinengeschmückten Salon«ine Gesellschaft entzückt hatte, über die mittagftell«, frostzitternde Straße: L» donna mobil« ä quol pimoa«1 vonfo. Muto d'aocento e di penswo. Mit ihr« weichen, wokftausgebildeten Stimm« sang si«, imrner schmelzender dieses Lied von dar oerführersschen Schönheit der Frauen, während ihre Wangen schon von Fäulnis gefleckt schienen. Ich war stehengeblieben, und mir mar aus einmal, alz wenn si« meiner Mutter gliche, wie sie zwei Tage vor ihrem Tod« auf dem Sterbebette lag, mit der leuchtenden gefurchten Stirn einer Märtyrerin. Und sie sang, fang: La donna mobile« e qua! pkrma al r«nto Muto d'aeoento« di penanero. Sempre an amabil« leggiadro vfea. In pianto o in riso,<5 mor�fognoro. Bon Entsetzen erfaßt lief ich nach Hause. Sfans Jdalberl von VlaUsahn: Pransöfflche JCHeraiurpreisiräger Die Zal der Literoturpreis«, die alljäh ich ch in Frankreich zur Verteilung gangen, ist im Vergleich zu andoven Ländern unoer. hältnismäßitgroß: ihre Dotierung dagegen entspricht fast in allen Fällen nachdem Vorkriegswert d-s französischen Geldes und ist daher mnst o gering, daß di« Eh« der Auszeichnung über ihren trinfgcßxwUn Betrog hinwegtäuschen müßte Der.Groß« Preis" der Acadant Fran?!k Schwest«" mutier Elfriede üuitisdi gev. Pippow sagen wir allen BeieUtgten unseren herzlichsten Dank Berlin, den 12. Februar lVM. D«e Hin*rrb'fePep««i DankMagung. Fiir di« vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben Manne», unseres guten Baters (Zustav kereuter sagen wir allen Beteiligten, den lioi. legen be» Bezirksamte, Prenzlauer Berg sowie den Genolien der 25 Abt. der SPD. unseren herzlichsten Dane. Berlin, im Februar lSZ0. Ol« HlnteibllebeneD. loaifl- SurBdiapparale Total»- Ausverkauf wegen Aufgabe des Ceschäfts ru jedem annehmbaren preis Radio- Apparat m-Lauftpredher schon von Mk. 22.50 an. Berlin, Brnnneastrabe 17 _(an der Inralldenitrage),_ ZtilM RMöMeMMlt Dienstag, den 18. Februar 1930, abends 7 Uhr, in den Sophien-Sälen, Sophienstr. 17/18 VoMcndnunlunS der Betriebsräte Tagesordnung: Vorkrag des Reichstagsabgeordnelen Genossen Siegfried Aufhäuser über „Voltsftaat«nd Sozialgesetzgebung". Wir srsuchen um pünktliches Erscheinen. Zutrktt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches und gültigen Betriedsräte-Ausweises. Achtung, Drucker! Ol* Otamchenvecsanimlnng der OcOdec fallt l« Monat Februar an». 5ple!plsn unserer anttnrnbtellnng. In der Boche»om 17. bis 23 Februar: 1. Zwischen It und 17(§ 213): 2. Lindrarstlm. 3. Huinoresl«. In der«»che sam 24. Febr. bis 2. Mär,: L Di» Buddendroofs(Thomas Mann). 2. Technischer Film. 3. Humoreste. In der Boche vom 3. bis». März: l. Kehre wieder Asrita. 2. teisengleichrichter. 3 Humoreske. In der Woche vom U>. bis».März: l. Pegyvtiiche Reise. 2. Technischer Felm. 3. Humoresle Anfragen wegen Ueberlaffung und Be» such der Abteilung sind teievhonisch oder s�riftlich au die itnlturobteilung tBiiro: Liuienstr. SZ 85, Zimmer 20) ,u richten. Die Ortsverwalhmg. Ingenieurschule Bad Sulza|Thär.| i|£§|81|rälil am Pätzsee Höhere Tcchn. Lehran-fait, Maschinenbau, Elsktro- tecknik. Automobil- und Flugtechnik, Gas- und Wassenechnlk, Chemie, Werkmeleter- Abteiiun«. I Programm frei| Was wolltest du mit dem Doldie, sprich? Von Hühneraugen dich befrefn. Mein Freund, da tür bedank* Ich mich, Da hi tt nui„Lehewoh."* allein. ») tjerm im ist natürlich das berühmte, von vielen Aurzten emofohiene Htthreranjfen-Lebewohl und Lebe-| wohl-Ualiensiliciben. Blechdose<8 Pflaster' 75 Pfg., L; faew-hl- Fußbad gegen emofindhehe Fülle und Füll. schweiß, Schachtel 2 Bäder' 50 P>g. erhält leb In Apotheken: und ü oger en. Wenn Sie kelre Enttä schungen erleben vollen, verlangen Sie ausdrücklich das erbte Lebewaht I in Bk-d dnsen und weisen andere,«ngeblicli„ebensoguie- Mittel rurück. bei Or.- rtesten, großes Freibad, Logierhaus m. 12 Zim u. Wochenendhaus m. 2 zim. u Küche. arundst.-Größe ca 85)0 qm. sofort z. verkau en. Preis 45000,—, Anzahlung 15 000.— Ecker£ v. so, Tacbemtrclje 13. Merk 9201. KapitolsMz mltlOOProz-Weilsoyinn Katieder durch ftsuf einer Bauparzelle od.aigeaheim In Zepernick dem Oandhausparables de» Berliner lltoeben. 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