r~ \ y, -s. Ir BERLIN Montag 12. Zebruar 1930 10 Pf. Nr. 80 B 40 47. Jahrgang erschetut täglich i»t«rS«aat«gt. Auglt-ch Ädeodausgabe dc«.Vorwärtt'. B«illg«rrei< b«»de Ausgaben»S Pf. pro Woche. SfioVR. pro Monat. Redaltton und Erveditio»! Berlin SWKS. LiudeuKr. S Der> eigen»rei«: Die einspaltige Nonpareilleteile Pf., Reklameieile ö M. Ermäßigungen nach Tarif. Kscheckkvnl» VorwürtS-Verlag G. m. d. H., Berlin Nr. S7&36. Zernsprecher: Ddnbvff 292 bis SS» Preußens Wahlrecht bleibt! Die Klagen gegen Preußen vom Gtaatsgerichtshof abgewiesen. X Berlin wird neu gestaltet. Die Berliner Sozialdemokratie und die Verwaltungsreform der Reichshauptstadt Leipzig. 17. Februar.(Eigenbericht.) Der Skaalsgerichtshof für das Deutsche Reich hat am Montag mittag folgenden Spruch verkündet: In dem verfassungsrechllichen Streitverfahren zwischen dem völkisch-nationalen Block und der volksrechtsparlei im Preuhischea Landtag gegen das Land Preuben wegen Berfaffungswidrigkeit von Bestimmungen des preuhi- schea Landeswahlgefehes ist der Slnatsgerichtshof zu folgendem Spruch gekommen: Die Anträge werden zurückgewiesen. Die Urteilsbegründung. ' Die Begründung des Urteils ergab zunächst die Zu. ständigkeit des Staatsgerichkshofcs sowie die Atüolegitimation der klagenden Parteien. Der von den klagenden Parteien dem Stoatrgerichtshof unter» breitete Streit sei eine Persassungsstreitigkeit inneihalb eines Landes im Sinne von Artikel 19 der Reichsverfossung. Zur Entscheidung sei der Staate gerichtshoi beru,eu. da kein anderes Gericht des Reiches oder des Landes Preußen dajür zuständig sei. Zur Sache selbst wird im Wesentlichen gesagt: Der Wahlvor» schlag, den die Polksrechteportei zu den Wahlen vom 20. Mai 1928 »ingereicht hat/ trägt die Nummer 1(5 Die Zuteilung von Sitzen an sie ist durch die Borschristen des§ 32 Absatz' 2 des Preußischen Landeswahlgesetzcs'beeinflußt worden. Dieses Gesetzt ist aber verfassungsmäßig zustande gekommen. Nach Artikel 22 Absatz 1 der Reichsoerfassung werden die Abgeordneten sowohl zum Reichstag wie zu den Volksvertretungen der Länder in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Derhältniewahl gewählt. Die Ab- weichung von Elcichheiteiätze findet ihre verfassungsrechtlich aus- reichende und daher vom Staategerichiehoi zu achtende Grundlage in Absatz 2 des Artikels 22 der Reichsverfossung. nach dem das Reichs- Wahlgesetz das Nähere bestimmt. Ein: starre Bindu.ng des künftigen Wahlgesetzes, einzelne. bleser Grundsätze bis zur letzten Konsequenz durchzuführen, kann die Verfassung nicht bezweckt haben. Dies gilt auch von dem Grundsatz der Wahl'gleichheit, auch für die Durchführung. kfz handelt sich hierbei nicht um einen logisch-matbemaiischen, son- K'ern um einen Rechtsbcgrisf. Gleichheit und Ungleichheit sind daher hier keine sich ausschließenden Gegensätze, sondern Abstusun- gen und Uebergänge sind möglich und denkbar Den Entjchlie» Hungen des ordentlichen Gesetzgebers- kann der Etaatsgerichtchof nur dann entgegentreten, wenn sie ossensichtlich der inneren Rechtfertigung entbehren, und wenn von.ihnen deshalb mit Sicherheit gesagt werden kann, daß sie dem in Abs. 1 tes Art. 22 der Reichsvcrsassung zum Ausdruck gelangten Willen des Verfassungsgesetzgebers zuwiderlaufen. Die streitigen Bestimmungen haben ihre Grundlage in der Er» mägung, daß eine gewisse Zurückdrängung der kleinen Parteien er» forderlich sei. und die Bildung einer parlamentarischen Regierung incht übermäßig zu erschweren ist. Diese Erwägung vermag der Staategericht! hos nicht als unerheblich zu bezeichnen. Die um- strittenen preußischen Wahlrechte Vorschriften ft Immen g e- nau überein mit den entsprechenden des Reichs wähl ge- fetz es. Sind diese aber als uerfaisungemäßig anzuerkennen, so muß das gleiche für die preußischen Bestimmungen gelten. Hugenberg bei Hindenburg. Vortrag beim Re'.chspräfidenien. Amtlich wird bekanntgegeben: Der Reichepräsidenl Hai heuie den Vorsitzenden der Deutsch- nationalen Voltspartei, Dr. Ü u g e n b- r g. und den Voisitzenden der deutjchnationalen Reich-tagsfraltion. Dr Ob-rf-ohren. empfangen, die ihre Auffasiung über den Toung.Plan, besonders ihre Bedenken hinsichtlich des deutsch-polnischen Liqttidationa. abkoinmens, der Santtionstlousel und der Richterledigung der Saar- frage, sowie die Unerträglichkeit der dem Deutschen Reich erwachsenden Lasten darlegten. Der Reichspräsident nahm diese Ausführungen mit Aufmerksamkeit entgegen und erklärte, sich seine persönliche Entschließung bis nach Beend:gung der Beratung und der Beschlußfassung des Reichstages vorbehaiten zu müssen. Gegenüber einer Pressemeldung, wonach dieser Empfang mit Billigung der Reichsregierung erfolgt sei. wird erklärt, daß selb st verständlich der Reichspräsident empfangen kann, wen er will, ohne einer Billigung irgendeiner Stelle dafür zu bedürfe». Unter dem Vorsitz des Reichskagsabgeordneken Franz Künstler versammellen sich gestern die Verlreler der verliner Sozialdemokratie im Sladtverordnetensitzungesaal. um über die geplante Reform der Beltiner Verwaltung zu beraten. Um alle Kräfte der Partei in den Dienst de» Reformwerke» zu stellen, forderte der Vorsitzende alle berufenen sozialdemokratischen Kommunalpolitiker aus. ihre Vorschläge und Pläne bis zum 26. Februar der Kommunalpolilischen Zentralstelle der Partei einzu. reichen. Eine noch zu bildende Kommission wird dann alle Vorschläge zu einer gutachtlichen Aeutzerung vereinigen. Da» Gut- achlen soll allen in Fraae kommenden Znstanzcn, insbesondere auch dem preußischen Innenministerium zugeleitet werden. Zwei führende Berliner Kommunolpolitiker, Stadtrat Wutzky und Bürgermeister Leid, htctten die«inleiteiiirn Referate. Als erster sprach Eiakt at Wtihsy. Die FInonzkrise. in der sich rnigenbl'cklich Berlin aus Grund der systematischen Abschnürung vom ausländischen Kapital- markt befindet, dürfe nicht als Ausgangspunkt für die Venval- wngsresorm genommen werden. Zu einer überstürzten Aenderung de» Groß-Berl'.n-Gesetzes bestehe kein« Notwendigkeit. Di« Vorarbeiten sür eine Umänderung der Organisaiion müßten in erster Linie von den im kommunalpolitischen Leben praktisch tätigen Parteivertrelern geleistet werden. Vor allem gelte es, den L e e r l a u s, der sich im Laufe der Zeit innerlzalb der Verwaltung herausgestellt habe, zu beseitigen. Außerdem müsse vor allen Dingen auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Zentralverwal- tung und Bezirksämtern hingearbeitet werden. Unter keinen Umständen dürfe irgendeine Reform zu einer Einschränkung der Selbstverwallung fühlen. Dr. Köster schwer erkrankt. Am Blinddarm operiert.— Zustand äußerst ernst. Belgrad. l7. Februar. Mittags l Uhr.(Eigenberichl.) Der Zustand des dei'lschen Gesandten Dr. Köster ist nach wie vor ä u ß e r st e r n st. Kcsler halte am Sonntag abend zeitweise bis zu 40 Grad Fieber. Die Aerzte haben inzwischen einen wiener Spezialisten uach Belgrad gebeten, der hier Im Laufe de» Tages erwartet wird. Dlc Rächt hat Köster ziemlich un- ruhig verbracht. » Belgrad. 17. Februar(Eigenbericht.) Der deutsche Gesandte in Jugoslawien und frühere Außen- und Innenminister der Deutschen Republik. Dr. Adolf K ö st e r. mußte sich am Sonnabend einer Blinddarmoperation unterziehen. Die Entzündung war bereits außerordentlich weit vorg«. schritten, so daß sich die Aerzte noch in den späten Abendstunden de» Sonnabend zu einer Operation entschlossen. Die Operation ist gut gelungen. Der Zustand Dr. Kösters ist jedoch ernst. Die Mitwirkung der ehrenamtlich Tätigen müsse der Stadtverwaltung erhalten bleiben. Eine weitere Dezentralisation der Berwaliung dürfe nicht eintreten. Vor ollem sei eine Umwand- lung der Bezirksverwaltungen herbeizuführen. Ein einheitliche» Gebilde wie Groh-Berlin könne auf die Dauer nicht mit 21 B«» schluhkörperschaften ausgestottei bleiben. Die Bezirksoersammlungen müßten zu«nem Bezirksverwaltungsausschuß umge- staltet werden, der in erster Linie die Beratung des Bedarfs für den Haushalt des Bezirks und die Berwaltungsführung des ge- nehmigten Etats zu erledigen hätte. Der Berwaltungsausschuß würde aus dem Vorsitzenden, drei bis sechs Beisitzern und je nach Größe des Bezirks aus zehn bis zwanzig Stadtverordneten und dreißig bis jiinfzig Bezirksoertreter» zu bestehen haben. Der Vor- sigend» des Ausschiisse» soll Mitglied des Magistrats werden. Der Magistrat würde sich dann zusammensetzen aus zehn besoldeten Magistratrmilaliedern, zehn Bczirksbürgermeistern und zehn unbe- loldeten Magistratsmitgliedern. Stadtrat Wutzky schloß mit der Feststellung, daß sich dos Z w« i k ö r p e r s ch a f t s f y st e m für die Zentralverwaltung als durchaus wertvoll erwiesen habe und daß man deshalb weiter daran festhalten sollte. Als zweiter Redner sprach Bürgermeisser Leid. Er beleuchtete!m besonderen die groß« poliiischeBedeutong, die einer Verwaltungsresorm der Viermillivncnstadt zukommt Der Zweck einer neuen Reform müsse größer« Einfachheit, billigere Verwaltung und schnellere Erledigung der Geschäfte sein. Der Schweipunktder Verwaltung sei in die u n t« r st e Instanz zu legen. Diese unterste Instanz aber seien die Bezit tsver- w a l t u n g« n. Der Redner wendet sich gegen den Plan, die Be- zirksbürgermeisier zu Mitgliedern des Magistrates zu machen. Wenn der Magistrat Aufsichts- und Kontrollstelle der Bezirisämter fein solle, so könnten unmöglich Vezirksbürgermeister gleichzeitig Ma- gistraismitxlieder sein. Die Sozialdemokratie müsse darüber wachen, daß kein Zurückdrängen ihres Einflusses in der Verwal- tung erfolgen könne. Unter dem Schlagwort„F a ch st a d» r ä te* verberge sich ein solches Bestreben. Die Voraussetzung zur Schaffung des Einheitsgesetzes vor zehn Jahren war die Einteilung in Bezirke Die Zahl der Bezirke könne verringert werden, Aber man müsse sich vor einer zu starken Verminderung hüten, sonst drohe sehr leicht eine starke-Bürokratisierung der gesamten Verwaltung, weil die gewählten Beamten durch solche Neuregelung stark in den Hintergrund gedrängt werden würden Auch Leid tritt sür das Einkammersystem bei den Bezirken ein, Für die Zentralverwaltung zieht er dl« bisherige Magistrotsverfassung einer Bürgermeistereiverfassung vor. Man könne kaum annehmen, daß die Berliner Stadtverordneten von dem Tage an, an dem sie allein beschlußsähig sind, veronlwor- tungsooller als bisher arbeilen würden. Leid macht für die Neugestaltung der Verwaltung solgenö« Vorschläge: Die Semeindeverwalwnq sür verlin ist aus der seh'ge« Grund- lag? fortzuführen und auszugestalten. Im einzelnen ist zu erstreben: Di« Lezirisvcrwaltungcn sind verwallungzbehörden. Sie per- walken unter eigener veranlwortunz na* den durch Gemeinde- b-'schluß ausgestellten Grundsätzen die ihnen übertragercn Angelegen- h-ncn. lleber Znnehallung dieser Grundsähe steht dem Magistrat die Kontrolle zu. Zur vcrwaltung des Magistrats gehören die E.nrichtunAen, die ihrer Ralur nach eine zentrale Verwaltung erfordern, wie Betriebe.?-rstwirlschaf« und Einrichtungen, die zu den Aufgaben der Provinzialverwaltung gehören Dle Fiaaaz- IL"""rl'" n 9»st ausschließlich dem Magistrat vorbehaklen. Die M.kglleoschaf« der Bürgermeister traf« ihre» Amte» im Magistrat wird ausdrucklich abgelehnt. Die Vezlrksverfammlung'st entbehrlich. wenn an ihrer Stelle eine Körperschasl tritt, die im Sinne der bayerischen Stadtoerfastung lediglich die biZrokralifchen Geschäfte de- sorgt. Gegen eine mäßige Verringerung der Zahl der verwal- tungsbezirke werden Bedenken nicht erhoben. Anzustreben Ist die gesetzliche Festsetzung, wonach die Sonderbestmm.ung aufgehoben wird, daß die endgültige Fe st sehung der Fluchlllniea der Genehmigung des Slaatsm'rnisterlums untersteht. Die Dlskuffion wurde durch den Genofjeu Künftla»in- geleitet. Er könnt« anß«rordentlich inter«siant« und dm ver- stunwslten noch völlig unbekannte Einzelheiten über de» Refereulenmlwurf des preuhijchen Janenministerium» mitteilen. Der Entwurf wolle grundsätzlich das Einkammer» system«inführen. Dem Minister schwebe als Ideal die Rh ei« nische Bürzermeistereiverfassung vor An der Spitz« der neuen Gemeinde soll der Oberbürgermeister stehen, dem noch zwei Bürgermeister beigefügt werden sollen. DI« Stadträt« solle» dann dem Oberbürgermeister verantwortlich iein. Di« un» besoldeten Stadträte stillen völlig fortfallen lieber di« Zahl der Vor waltungsbezirke sagt der Entwurf noch nichts genaues, jedoch soll eine starke Zusammenlegung stattfinden. Die einzelnen Bezirks Versammlungen würden verschwinden, die Siadiverordnetenversamir. lung soll schließlich nicht wie bisher alle acht Tage zusammentreten. sondern nur von Zeit zu Zeit periodisch einberufen werden. Während de? tagungslasen Zeit soll ähnlich wie bei den Reichs- und Landes- Parlamenten ein U« b c r w a ch u n g s a u s I ch U ß die Recht« der Stadiocrordncten wahrnehmen. Der Vorsitzende des Berliner Be- zirksvevbandes betonte, daß eine Reform der Arbeiterstadt Berlin nur im engsten Zusammenarbeiten aller parteikreise geschaffen wÄden könne. Er schlug der Konferenz dann die Bildung der Kommission vor. dersn Ausgabe die Echassung eines Gutachtens sein soll, worüber wir bereits berichteten. Zahlreiche Dislusstonsredner nahmen anschließend zu dem Problem ausführlich Stellung. All« Redner betonten die Notwendigkeit einer Reform, jedoch war sich die Mehrzahl auch in der Anschauung einig, daß ein« überstürzte Erledigung, der für die weitere Gestaltung der Reichshaupistadt so wichtigen Frag« leicht zuschwerenSchäden führen• «ÄStegnet der Pflasterstein! Kammunistische Freude über einaeworfene Fensterscheiben. Die Lausbübereien sogenannter Kommunisten, die am Sonn- abend lärmend und randalierend durch die Straßen zogen und durch St«u,»ürfe auch die Fensterscheiben des»Bor« wärts' Verlags zertrümmerten, finden in dem offiziellen Orsan Moskaus und der KPD., der„Roten Fahne", uneinge- schränkten Beifall. Freudestrahlend registriert das Blatt jeden Steinwuri gegen eahrende Krofrdrofchken, mit voller Genugtuung natürlich das Attentat auf wehrlose Fensters cheibxn! Die Arbeiterbewegung imponiert« einst durch die Geschlofsen- bsil ihres Willens und durck) die Kraft ilmer Massen. Aber sie sehnte es ab. sich provozieren und zu Gewalttaten hinreißen zu lassen. Durch die bolschewistischen Methoden wstd der Te l der Arbeiterbewegung, der den kommunistischen Schaumschlägern nachläuft, immer mechr aus die Methoden des Janhagels heradgedrüSt Zertrümmerte Fensterscheiben können' durch neues Glos ersetzt«erben. Aber das ilnheil? das durch die gewissen- losen Soldschreiber d«r kommunistischen Presse mit der Verherrlichung des P f l a' st« r st e i n s hervorgc- rufon wird, bleibt auf lange Zeit nnreparierbor. Alle Politiker, di« im Gegensatz z'sr Sozialdemokratie nach einem Verbot dor Kommunistischen Partei streben, finden diese Geroaltatnanen der Steinwcrf«r geradezu entzückend. Wie seinerzoit bei allen Reakbonärcn das Wort galt!„Gesegnet sei die Bombe!" lnämlich der Anarchisten), so können die Freunde reattianörar Maßnahmen heut« rufen?„Gesegnet sei der kommunistifche Pflasterstein!" Die große Mehrheit der Arbeiter und-Angestcllten wendet.sich. allerding, mit Abscheu von dpm Lockspitzelzesiirdel ab, dos unter kommunistischer Windjacke den Psläskerktein trägt, mit dem. es die Demokratie zerirümmora nwsttc 20 Minister am Lottfrieden. Ganz Europa versammelt.— Amerikaner als Zuschauer. Genf, 17. Februar. Die europäische Zollsrledenstonserenz Ist heute vormittag unter dem Vorsitz des früheren dänischen Außenministers Gros lNalike zusammenzetreten. Sie dürfte etwa drei wachen dauern. Die erste Sonscrenz wird mit der allgemeinen Erörterung der jetzigen zallpollkischen Lage Europa ausgefüllt sein uud interessante Ausschlüsse über die zallpollkischen Absichten der einzelnen Staaten bringen, llnker den etwa 2l>0 Delegierten' zählt nwn über zwanzig Handels-, wirtschafts- und Finanz minister, darunter den RelchLMhtschastsmInIstsr R. Schmidt, den Reich sernährungs- minister Dr. Dietrich und den früheren Finanzminister Dr. hllser. ding. Ganz Europa, mit Ausnahme von Albanien, ist ver- treten. Auch eine Anzahl überseeischer Beobachter ist an- wesend. darunter aus BrasiKen. Kuba. Domingo, den Verewigten Staaken. Persie» und China. Scharfe Kalte in Rew �ork. Mehrere Personen erfroren. Rem Aork. 17. Februar. Nach statte!» Schneesall hat das Thermometer hier den bisher tiefsten Stand dieses Winters erreicht. Alle Siraßen der Sladt sind mit Glatteis überzogen, s» daß der Automobilverkehr mit großen Gefahren»erbunden ist und stark eingeschränkt werden mußte. Mehrere perfancn sind erfroren und in den städtischen Asylen für Obdachlosen herrscht ein starker Andrang. Auch aus anddren.Teilen des Lande» werden schwere Schneestürme gemeldet, die zahlreiche Unglückssäll« verursacht haben. In Bostan allein hat ein Schneesturm fünf Todesopfer gefordert. Rennbahntribüne eingestürzt. 17 persoaen verletzt. Gent, 17. Februar. 3k ch Veenöigung einer Veranstaltung auf der Radrennbahn entstand auf etneL der von der Vubllnimclribüne herabführendLa Holzlreppey ein solcher Andrang, daß die Stützen etm-r Treppenstufe brachen und etwa 20 p-.fonen aus eluer höhe von drei Metern abstürzten. Siebzehn Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Gefährliches Korallenstubium. «O Personen vom Tode Ses Erir nkenü gerettet. Liandon, 17. Februar. Wie aus New Fort gemeldet wird, konnten am Sonrnog in der Nähe von Miamf SO Personen, die mit«wem großen Boot mi.t Glasboden zum Skirdium von Koralle.bäiken umer- wegs waren, mir mit knapper Not vom Tode des Ertrinkens ge- Blick auf„Suropa" •der neue Stiefendampfer „Suropa' ntrd am 19. 3ebr. eine Prüfung sfahri in der flordfee unternehmen und am 19. tflärs die Jung fernfahrl über den Atlantik antreten. Unser Bild sefgl den Plugplalsi des Schiffes, ron dem aus das Poftflug aeug ftarten rcird. Das Ende der Beamtenbank. Riefengläubigerverfammlung in der Zunkhatle. Die Gläubtgeroersammlung der'„Bank für Deutsche Beamt«" wurde heut« vormittag in der großen Funkhalle s o r t g e s e tz t. Das Amtsgericht Berlin-Mitte hatte am 11. Februar die Versammlung abbrechen müssen, weil im Großen Schauspielhaus nicht alle Gläubiger Platz gefunden hatten. Die große Funkhalle, die 6000 bis 8000 Menschen faßt, war heut« von etwa 3000 bis 4000 Gläubigern besetzt. Ein großer Teil der Gläubiger hatte schrif lich bereits seine Zustimmung zum Der- gleich gegebsn. Auf erhöhtem Podium nahmen die Dzrtreter der Gläubiger und Liquidatoren Platz. Amtsgerichtsrat Herr über- nahm den Vorsitz! alle Reden wurden durch große Lautsprecher über den ganzen Raum Übertragen. Die Verhandlung begann zunächst mit der Verlesung der G a r a n t i e v e r t r ä g e. die mit der Spar- und Kreditanstalt sür deutsche Beam'e und der Dresdner Bank abgeschlossen sind. Die beiden Banken haben eine Garomklesumme von 3 bis 4 Millionen Mark bewilligt. Zum Treuhänder sür die Liquidation der Bank sür Deutsche Beamte wurde Dr. Meyer- Eharlottenburg bestimmt. Kommt das Vergleichsverfahren zum Abschluß, dann wird von den beiden oorgeminnien Banken eine Auszahluirgsquote von 50 Proz. gesichert. Durch Venreter der Banken wurde auch der Versammlung gegenüber di« Ausrechterhaltung des Garontievertrqge» aus- gesprockzcn. Der Vergleich wird abgeschlossen, wenn sich di« G e n o s s e n- s ch a f t s n, i t g l i e d e r der Bank damit einverstanden erklären, ihr? A n t« i l« v o n je 10 Mark u in 80 Mark zu« rh ö h«n. Diese Nachzäh�ünßcn fallen söfott geleistet werden. Doch soll aus den Genoss enschaftÄn itgließern eine Kommission eingesetzt lverden. die bei der Einziehung dieser Nachzahlungen Härten vermeiden soll. In einem weiteren Protokoll wird festgestellt, daß die Genossenschaft aufgelöst wird. Iustizrat Roch gab dann ein« eingehend« Vermögcnsübersichl der Bank. aus der hervorgeht, daß ein sehr großer Teil ausgegebener Darlehen nicht«inbringbar ist. Auch ist bei einer Reihe von.H y p o t h e k e n- und Grund st ücksgeschästen nicht mit dar Hereinbringung der vollen Schuldsumme zu rechnen. An Vermögenswerten sind 4771000 Mark zu rechnen,.dazu kommt der Erhöhung der 04000 Geschäftsanteile aus 90 Mark! das ergibt SU Millionen Mark, die vorsorglich aber nur mit 2,5 Millionen Marl eingesetzt wavden sind. Es ergibt sich also ein Vermögensstand von 7,2 Millionen Mark. Nach Abrechnung der Kosten für die Durchführung des Zwangsvergleiches bleiben 8, st Millionen Mark, das sind 60 Proz. der Forderungen der am Z w a n g s v e r g l e i ch beteiligte» 14 983 Gläubiger mit 11,4 Millionen Mark. Diese 60 PStoz. sollen «ie solgt verteilt werden« 20 Proz. Ende 1930, 10 Proz, Juli 1931 und 30 Proz. Spätherbst 1932. Nach diesem Vergleichsvorschlag würde sich für die Genossenschaftsmitglieder folgendes Bild ergeben: Wenn«in Genossenschaftsmitglied drei Anteile hatte, zum Beispiel 300 Mark Gehaitsguthaben aufweist, dann steht er nach dem Vergleich folgendermaßen: er hat einmal verloren drei An teil« zu 10 Mark gleich 30 Mark, Nachzahlung sür jeden Anteil 80 Mark gleich 240 Mark, außerdem sein Gehaltsgulhaben von 300 Mark macht S70 Mark. Er erhält nach dem Vergleich ungefähr SO Proz. seines Gehaltsguthabens zurück, das sind ISO Mark. Aus den vorgelesenen Einwilligungserk.lärungep geht hervor, daß 6377 Gläubiger bereits dem Vergleich zugestimmt haben. Von den Genossenschaftsgläubigern haben bereits 3879 zugestimmt. Da fünfzig Prozent der Gläubiger nach der Kopfttärke zugestimmt haben müssen, ist schon jetzt sicher, daß der Vergleich angenommen wird. Es ist zwar noch eins Reih« Gläubiger zur heutigen Verhandlung erschienen, die den Vergleich bekämpfen wollen und zum Konkurs treiben. Da aber die Erklärungen der gewählten Berirauensmänner der Gläubiger im allgemeinen mit großer Ruhe ausgenommen wurden, ist kaum damit zu rechnen, daß die heutige Gläubigerversammlung noch Heber- raschungen bringt, wenn es auch den einzelnen Beamten schwer wird, hinzunehmen, daß sie nicht nur Geld verloren, sondern als Genossenschastsmitglieder noch nachzuzahlen haben. rettet werden. Der Glasboden war durch Anstoßen des Boot«» an ein« Sandbank gesprungen, so daß das Wasser rasch in das Boot eindrang. Einem in der Nähe desinblichen Fischerboot gelang es. das Boot, das schau teilweise unter Wasser stand, noch rechtzeitig an Land zu schleppen. Oie Verschütieien von St. Gtienne. Akte iS Bergleute sind unverletzt gerettet. Paris. 17. Februar. Tie ununterbrochenen Ztettungsarbeite« bei den» OZrubeneinsturz von St. Vtienne wurden am Sonntag» vormittag von Erfolg gekrönt. Um 11. IS Uhr wnr» den alle IS verschütteten Bergarbeiter be» freit. Alle sind gesund und scheinen weder körperlich noch geistig unter dem Ustglücksfall gelitten zu haben. Blutiger Wahlkampf in Brasilien. Schon B o o t, T o n n a g e um 120 bis 140 000 Tonnen erhöht werden müßte, wenn Frankreich bei seinen Zahlen bliebe. Die seanzösische Abstchk, zwei Schlachtkreuzer als Gegengewicht gegen die»Ersatz Preußen" zu bauen, müsse den Gedanken eines ZNarlneseieriages in dieser Schisssklasse zunichte machen. Der Korrespondent schließt: gm Augenblick sieht es so aus, als ob entweder die Konferenz zu einem Fe hl schlag verurteilt ist, im wesentlichen soweit ein, erheblich« V« r m I n d e r u mg der See- � rüstungen In Betracht kommt, oder als ob eine der Rede werte Ver- einbarung nur durch Preisgab« der nationalen Sicherheit Größbritanniens erreichbar wäre. . Frankrelchs �üstungspfychofe. Paris, 17. Februar. Kriegsmimster Maginot hat sich in Douai über die Befeftigungs- anlagen an der sranzösischen Grenze ausgesprochen, die er soeben besichtigt hat. Er bemerkte, man könne hier schwerlich stark- Sicherungsorganisationen schaffen, denn es handle sich ja um die Grenz« mit einem b e f r e u n d e t ckn Land. Auch fei die Errichtung von Vefestigungswerken wegen der starken Bevölkerungszahl in dieser Gegend schwer durchführbar. Was die Anlag« von Ueberschwemmungsvorrichiungen betreffe, so liege der Nachteil dieses Mittels darin, daß das überschwemmte Gebiet für Z? Jahre keine Ernte mehr hervorbringen könnte. Allerdings besteh« hie Möglichkeit, diese Folge zu verwrden. wenn man ein Drittel Meerwasser mit zwei Drittel Süßwasser vermische. Binnen drei Monaten würden di« Studien über dies- Frage abgeschlossen sein und Ende des Jahres werde bei einem Manöver ein Versuch durch Oeffnung von Schleusen angestellt werden. Zum Abwehrkampf der Chauffeure Bor der Snischeidvnq Im Zßwlbmi Friedrich Hain lagt seit heute mittag eine ver. sammlung der geweUjchuffllch organisierten ürastdroschkanfahrer. dir zu dem Sland dtft Bewegung Stellung nimmt, deren Ende jedoch noch nicht abzusehen ist. Der stampf der Ehausfeure, der mik ihrer Avsspeeevng begann, steht vor einer ensscheidrnden Wendung. Di« kommunistische„Dampfleitung' hat ein« Streitversammlung der Unorganisierten zu heute nachmittag einberufen. Die hannoverscheu Vevvllmächligtm zum R-ichsrat.' Der Pro- mnzialou-schutz wäh're den Oberbürgermeister von Hammn»" Dr. Menge für die Provinz Hannover als Bevnllmächt'g.rn zum Reichs- rot. Zum stellvertretenden Beoollmächbigten wurde d.-r Verleger Dr. Walter Iänccke gewählt. GetSuschie Vertrauensseligkeit. Oas Ergebnis der Raiffeiien-llniersuchung. Der Naiffeisen-Untersuchungsausschuß des Preußischen Land. tax«? trat heut« mittag um 1 Uhr zusammen, um den Hchlußbericht seine, Berichterstatters, de, Genossen Kuttner. entgegenzu- nchmcn. Dieser erklärte, daß er seinen Untersuchungen im wesent. lichen zwei Fragen zugrunde gelegt hätte: 1. ob die Preußisch« Zemralgenosssnschastskasse unter Präsident Semper der Rnmeisen- bonk zu vertrauensselig entgegengekommen sei: I ob die Naiffeisenbank da» ihr entgegengebracht« Vertrauen obendrein m i ß- braucht und getäuscht Hab« Beide Fragen, so erklärte der Berichterstatter, sind im wesentlichen zu bejahen, und -war in einer ganzen Anzahl von Punkten. Diese wolle«r In seinem Berichts einzeln darlegen und am Schlüsse de, Berichtes in -ormulierten Feststellungen präzisieren. Darauf begann der Bericht- erstatter, die Einzelheiten des Verkehrs zwischen Preußenkasse und Boisfeiscnbonk zu erörtern. Gleich zu Anfang überralchle di« Fest- Sieg- Sieg— Sieg! „Unser Massenfeind beißt: Glas! Oer is Knorke- er kann sich nicht wehrend ilellung. daß Präsident Semper vor d«m Ausschuß erklärt Hab«, er Habs die Beziehungen zur Raisseisenbank aus Anregung des sozial. demokratischen Finanzmini siers Lüdemann wieder angeknüpst. Lüdemann, so führt der Berichterstatter au», war aber nur bis zu Beginn des Jahr«? 1321 Finanzminister Im Dezember 192?, als die Beziehungen begannen, war Finanzminstter der zur Volkspartei gehörende HerrponRichter. Lleberfall im Vororizug. Missionsreis, nder angeschossen. Ctn eigenarliger Anschlag, dessen Motive noch ganz in Dunkel gehüllt find, trug sich in der Nacht zu Sonntag in einem Vorortzug nach Nauen zu. J« dem Vorortzug, der nachts 1 Uhr ö Minuten den Lehrter Bahnhof in Richtung Nauen verläßt, befand sich der Mission»- reisend« Otto K i e n a st. der In Nauen in der Berliner Straß« öl wohnt. Er war auf der Heimfahrt. In Fintenkrug stieg in sein Abteil«in fremder junger Mann ein, der aber schon in Spandau im Zuge gesehen worden sein soll. Was sich zwischen den beiden R«is«nden abgespielt hat. ist noch nicht völlig geklärt. Äurz. nachdem der Zug die Station Brieselang verlassen hatte, zog der Fremd« plötzlich«in« Pistole hervor Uiid gab auf Äitnaft e i n e n S ch u h ad. der ihn in die Schulter traf. Der Schlitze sagte dabei:„Es tut mir leid". Em« Dam« im Nebenabteil hatte den Schuß fallen hören und zog di« Notbremse. Kaum hatte der Zug seine Geschwindigkeit verlangsamt, so sprang der Schütz« au, dem* Kupee und flüchtete. Er ist in der Dunkelheit entkommen. Ein Arzt, der sich zufällig im Zug« band, nahm sich des Angeschossenen an »nd verband ihn. In Nauen, wo der Zug um 1 Uhr 56 Minuten eintraf, wurde Kienost in da» Kronkenhaus gebracht Er tonnte dort noch nicht näher vernommen werden. Raubabsichten scheint der Schütze nicht gehabt zu haben und ob ein Streit dem Schuß vorangegangen ist. weiß man nicht. Nach der Beschreibung soll der Täter etwa 24 Jahre alt gewesen sein. Er hatte glattrasiertes Gesicht, schmächtig« Gestalt uni» trug dunklen Hut, grauen Gadordinemantel, dunklen Anzug und schwarze Stiesel. Die Polizei hat die Nachforschungen nach dem Flüchtigen aufgenommen, aber bisher noch keine Spur gefunden Zwangsgeld für Gtudenienreakiion. Bayern zieht sein Verbot zurück. Die am 11 November vorigen Jahre« vom bayerischen Kuilu». Ministerium verhängte Sperre der Zwangsbeiträge an den bayerischen Hochschulen für die im ganzen Reich außer Boyern und Württemberg mcht mehr airerlaimton.Deutschen Studen en. schasten� wird durch eine unmittekbar berorst.'hmd« Verordnung des gleichen Kultusmimsterium» wieder ausgehoben Der mutige Anlauf des bayerischen Kultusininisters. der vereinten Hoch- schulreaktion in ihrem Kampf gegen das preußisch« Kultusmimste. rium die staatliche Rückendeckung zu versagen, ist also nach kurzer Zeit kläglich zusammengebrochen. Die Ursache liegt in dem Der. halten eine, Teil der katholischen Studentenschaft in Bayern. deren politischem Einfluß da« Ministenum schließ! ch erl-gm Ist. Daß d»r Umfall vollkommen ist, zeigt sich dann, daß die Aulhebung der Sperre mit rückwirkender Kraft erfolgt, die zutückbeha'.ienen Beiträge also nachträglich auch sür da» lausend« Semester abge» liefert werden. Es handelt sich um rund 22 900 M. Zwangsbettrag pro Semester, wovon allein 18 000 M. der Verwaltung der bankrotten„Deutschen Srudenschaiten' zustießen. Der Rest g-ht an die radauontisemitisch« Studentenschaft in Oester. reäch und an di« rechtlich noch gar nicht bestehend« sogenannte Gefllllensn.Gedenkftiftung. Für die künstigeu Semester soll«in« Herabsetzung der abzuliefernden Awangsbeiträge eintreten. Theater u Mißglücktes Experiment. „D.e Eudpolexpedinon des Kapitäns Scott." Im Staat Mchen Schauspielhaus gab es gestern eine ilraufführnng: ,.Die Südpolexpedition de» Kapitäns Scott" van Reinhardt Goering, Regie Leopold Zehner. So sachlich wie der Titel klivgi, so sachlich, um nicht zu sogen so nüchtern, war die Ausführung. Roch dem ersten Akt rührte sich im Parkett keine Hand, nach dem zweiten tastete sich schüchterner Beifall vor. am Schluß ertönte begeisterter Applaus, und Dichter und Regisseur wurden mehrfach vor die Rampe gerufen. Die Begeisterung verstehe ich nicht. Es war ein in jeder Be- Ziehung quälende? und gequälter Adend. Dos Schauspielhaus hat die Ausführung offenbar als Experiment aufgefaßt. Für Beriuche. die Neuland sür di« Bühne zu erobern versprechen, sind wir stets zu haben. Aber diefc Expedition-st m Regionen unternommen. deren Erschließung sich nicht lahm. Weder dramatisch noch regio- technisch ist etwas Originelles entstanden, es ist auch kein Weg ZU neuen Möglichkeiten gewesen. Den Dramenstoff gibt das Schicksal des Robe?« Scott ab. der im Jahre 1912 nach unsäglichen Strapazen zum Südpol vordringt, dort feststellen muß, daß ein anderer Amundsen— ihm zuvorgekommen ist und. wenige Kilometer vor dem rettenden Lager, elend mit seinen Gefährten umkommt. Der Zuschauer erlebt di« Entdeckerfreud«, dann die Enttäuschung und endlich da» gräßlich« End« der wenigen Ueberlebenden der Erpedition in dar weißen Hölle. Zwischendurch zeigt der Dichter die Ankunft de» glücklicheren Amunds«n in der Heimat, wo er mit großen Ehren empfangen wird. Lady Scott steht traurig abseits; st« hat auf d«« Ankunft des Gatten gehofft und ahnt jetzt fein schlimmes End«. Reinhardt Goering, dessen Unterseebootsdrama„Seeschlacht" noch in aller Erinnerung ist, liebt es, den heldenhaftcn Untergang tapferer Männer dramatisch auszuwerten und verfällt dad«i einem Grundirrtum. Nicht die Gräßlichkeit eine» Schicksals schafft Buhn«.»- Wirkung«», der Betroffene muß dem Zuschauer menschlich näher» kommen, damit wir mit ihm fühlen und für ihn bangen, ala wäre e»«in lieber Angehöriger. Die Figuren feines Kopitöns Scott sind aber nur leere«-chatten. Aus-Zeitungsberichten wissen wir um da» furchtbare Leiden dieser Männer, aus Goerings Schauspiel wissen wir es nicht. Sie sprechen bei ihm edle Worte, die nicht den Weg zu unseren Herzpn finden. Wa,«in«» Menschen vor seinem Unter» gang bewegt, di« Criimerungen an klein« und groß« Erlebnisse, an die Lieben zu Haus«, an«rfüllte und enttäuschte Hoffnung«», finden b«i Goering keinen Ausdruck. Es entsteht nur«ine kalt« Schau van Gräßlichkeiten. Nachhaltigen Eindruck vermitteln die Bühnenbilder des Kaspar Ne her. Sie zeigen die Trostlosigkeit der Eiswüst« und führen in unendliche Weite. Völlig eindruckslos bleiben hie Sprech« chör«, die jeden der drei Akt««insuhren Im Halddunkel des Theater» stehen in einer Versenkung vo? der Bühne undeutlich er- kennbare Gestalten und geben«m Eho? mono-on, mit schrecklichem Pathos Bericht«, deren Sachlichkeit im Gegensatz zur angewandten Getragenheit stehen. Sie sprechen über Vorgänge, d!« vir nicht sehen, und was fchimmer Ist, auch über das, was der Zuschauer auf der Bühne erblickt. Damit spielen sie die Rolle de» Erklärer» im ehemaligen Kintopp. Jeßner mach hier keine Regiekunst, sondern Regi«kunststücke. Farblo, und matt bleiben auch die Darsteller (Walter Frank. Paul Bildt, Lothar M ü t h e l, Veit Harlan, Albert Flarath, Lina Soffen). Die einzige Belebtheit zeigende Szene, Amundfens Empfang, ist unecht: ste atmet den Geist kleinbürgerlicher Vereinsfestlichkeit. Das Experiment dieser Aufführung ist mißlungen. Ernst Pcgner. GchiNenTheaier. „George Oandin" und„Bonbouroche". Der R«gisteur Richard Weichert zeigt uns an einem Abend zwei Varianten betrogener Liebe. Neben der Neueinstudierung von Molieres Tragikomödie sehen wir die Erstaufführung von Courte- line» Groteske„Boubouroche". Beide Stücke, nach der Eigenort ihrer Autoren geformt, reichen sich für diesen Abend die Hand, bleiben ober zwei von einander unabbängig« Körper und Seelen. Georg» Dandin war uerbten&c-t genug, eine Häherstehend«, Zldelige zu ehelichen und ist jetzt der Sklave seiner hochgeborenen Verwandtschaft. Ein Bauer mit geradem einfach«» Sinn, wohl- habend dazu hätte er da» nötig gehobt, und er sagt selbst, daß er besser gefahren wäre, wenn er ein« Dlrn« au» dem Dorf« genommen hätte. Ach, der würde er das Fell gerben, bei dem leisesten An- zeichen,«in Hahnrei zu werden. Aber jetzt, als Mann Angeliques, der Tochter des Barons von Sotenville, muß er sich alles bieten lasse». Bor seinen Auge» betrügt und hintergeht sie ihn mit dem jungen Schürzenjäger Elitander. Immer wieder glaubt er sie er- tappt und vor ihren Eltern bloßgestellt zu haben und immer wieder „Sachlichkeit in der Erotik." Anton Kub spricht im Orntschen Künsileriheater Ei» Brillantseuerwerk von Witzen, Einfällen und geistreichen Aphorismen. Dazwischen eingebettet liegen«rnsthaste Betrachtungen, liegen beinah« philosophische Erkenntnisse. Zwei Stunden spricht Anton K u h in der SonntogsmatinZ de» Deutschen Künstler- theaters über das Thema„Sachlichkeit und Erotik". Cr jongliert damit, macht sich interessant, gefällt sich in Posen, blendet und redet doch keinen Unsinn. Hauptsächlich handelt es sich um den Begriff der Sachlichkett. Kuh erlänterr ihn an einer Reihe von Beispielen und kommt zu dem Ergebnis, daß ein Kleben an den Tatfachen hoch nicht Sachlich- keit bedeutet, wenn dies« Tatsachen, gebrochen im Prisma einer bestimmten Idee oder Moral, gesehen werden. Nur der gerade ent» schlämmte Mensch kann sachlich sein, denn er st«ht das Leb«n ohne Brill«, di« es umfärbt. Und dieser Mensch ist auch der erotisch« Mensch. Der erotische Mensch kennt kein Koinödienspielen, bei ihm sind Inneres und Aeutzeres gleich. Und dann beginnt«in wi'des Spiel mit Vergleich«' und Be» Ziehungen aus allen möglichen Lebensgebieten. Dan der Veld«, Psychoanalyse und Berliner Bälle führen einen bunten Reigen auf. Di« Dialektik überspitzt sich, und Kuh kommt es jetzt vor allem daraus an, originell«, paradox« Formulierung«» zu ttnd«p. Es ist aber nicht gut, wenn nmn um i«d«n Preis geistreich fein will.— t. Im Jttu'eum fiir Zlawrtvnde, Jnvalidenstr. 48. spricht auf 19., 18 Uhr. Dr. 5161 über.„Gtstschlangen und Schlangengist'. An- b in frei. ?m-cejsirg-Alujeum iprichi um 20.. 20 Uhr. Anionie Äliknseld.Lewenz über:. A n n e t l e n. D r o st e- H ll I S b o i s und d i e M u s i k.' INe. dicht« von ibr iprickt Stcss» Luilhud. Licdlompositionen der Dichterin fingt Nora Jchenhäuser. nd Musik. gelingt«» ihrer weidlichen Gerisienheit, alles so zu drehen, daß am Ende noch der Dumme ist und zur Rechenschaft gezogen wird. Ja. der gestreng« Pater Sotenyille zwingt ih« dazu, Gattin und Lieb Haber um Verzeihung zu bitten. Er ist diesen Intriganten nicht gewachsen. Und da es ihm gelingt, fein Haus von der fremd«» Brut zu säubern, geht er irgendwohin, wo sie ihn nicht mebr peinigen können: In den Tod natürlich. Der Porhang geht nieder und jetzt fühlen wir deutlich, daß w>r im Theater sind, denn au» de? fernen Vergangenheit eine» alt- -ranzösischen Edelhof«» tauch«» wir durch die Zelt in die nah« Ber- gangeicheit empor. Wir sehe» Paris von gestern. Das Pari» d«r Jahrhundertwende. Der Vorhang hebt sich und wir sehen:„Bau- b o u r o che* Dieser Herr Boubouroche,«in wohlgenährter, gut- mütiger Privatmann, durch dessen Kehl« sehen Tag im Stamm- kafä sechzehn bis achtzehn Bim rinnen, hat einen schwachen Punkt: Der Punkt ist Adele, sein« Geliebte. Da fitzt Herr Boubouroche in einem entzückenden, kleinen Pariser Cafe mit Herrn Potasse und noch Zweien beim Skat,«in netter Kerl ist«r. Wenn et verliert, dann zahlt er. wenn er gewinnt, besteht er nicht auf Zahlung. Wer bestellt Bier für all«? H«rr Boubouroche. Da tritt ein alter Herr auf diesen netto», wohlbeleibten Herrn Boubouroche zu und diese? ist Adelenz Nachbar. Und Boubouroche«rsährt, daß AM«, deren kleine Wohnung«r seit acht Jahr«« dezahlt, ihn in seiner Abwesen- heti betrügt. Seit acht Jahren. Er stürzt zu Adel«, durchsucht die Wohnung und findet in einem«igen» dafür emgenckteten Schrank den Rivalen, Herrn Andre. Die Sache ist sonnenklar. Aber was tut Herr Boubouroche? Zunächst hat er einen Wutanfall, dann wird er von Adele besänftigt, di« so geschickt und zungenfertig ist, daß Bou- bouroche schließlich,— ach, wie gerne, verzeiht. Nicht nur verzeiht. sondern sich von A dolens Unschuld überzeugen läßt. Jener alle Herr, der Adelens Treib,» verraten hatte, entgeht nur mit knapper Rot einer Züchtigung durch Boubouroche. Heinrich Georg« ist als George Dandin großartig in feiner unbeholfenen Verzweiflung, als Boubouroche beweglich, voll heiterer Lebensfreud«, wie ausgewechselt. Ann! Mewes zieht in diesen zwei Roll«» als Angelique und Adele all« Register weiblicher Schlauheit und Koketter!«. Sie ist van wohltuender Fr'iche und betont das Komisch« innerhalb der tebensernsten Tendenz beider Dramatik«? bewußt und mst Erfolg. Elsa Wagner, Theo Linge». Otto Laubinger und Manfred Frömmchen leisten Gerundetes. Liselotte Denera ist als Zofe Claudine gezwungen lebhaft, H«lmuth Weiß ausdruckslos als Elitonder. Feine, bewußte Komil zeigt Hans Letbelt als Herr von Ssienoille. Bewundernswert ist in seiner onsprucholajen Natürlichkeit und Kraft der..alte Herr" Franz Weber», eines besonderen Schauspielers. Vielleicht war..Georg« Dandin" nicht ganz natürlich im Milieu. Daran mag da» etwas starr« Bühnenbild Fritz Winckler- Tannendergs schuld stm. Maßvoll und ohne Härten ist die Regie Richard Weicherts. Sie und die glückliche Wahl de? Doppel- aussühnmg sicherten dem Abend«Inen besoiche?» starken, vollen Erfolg. Man kann dem neuen Intendanten Ernst Legal zu diese? Aussührung gratulieren. H.I«xeoä«:r von 5»clz«??bl»s«k „Zaschingsmusik." Konzert der Volksbü ne. ..Fasching» musik" kaut«« das Programm d«? Konzert- manne« am Bülowplatz. Die Besucher der Poiksbühne. die hier in Höhen und Tiefen de? großen, ernsten Musik geführt werdcnj er- fahren, daß Musik, bei aller Wahrung ihrer künstlerischen Be lange, auch eine sehr unfeierliche, lustig«, vergnügliche Sache sein kann. Bekannteste Mustlernamen. gelöst aus dem Zusammenhang ihr«? traditianellen Umgebung, werden dabei ein bißchen lustig durcheinander geschüttelt Der Franzose Saint-Soens. der große, akademisch gelehrte Könner, gerät mit seinem„Tierkarnevol" in die Nachbarschaft Joseph Lanners, der zu Johann Strauß des Aellsrcn Zeiten das tanzende Wien mit Walzern versorgt«: und Lehor, der Militärkapellmeister und Operettenschreiber, gar in die Gefellichaft von Strawinsky und Kurt Weill, dessen„Dreigrvschenmusit" neben Osfenbachs Ouvertüre zur„Schönen Helena" steht. Gewiß, d1' war «ine glückliche Programmidee: neu« Zusammenhänge, neue Be- lichtungen, neue Eindrücke. Und die Modernen we-den dem Hörer naher gebracht, wenn er einmal nicht durch die Parrl-„Moderne Musik" beunruhigt und eingeschüchtert wird Hier durste und sollte er ste, ganz ungeniert sozusagen, von ihrer zugänglichsten Seite nehmen, von der Seite des Tön.zerisch-Uinerbalti'ime». das für Strawinsky und für Weill ein Grundelement der Musik bildet. Aber das Tänzerisch«, da» Unbeschwerte ist nicht ganz Sache H e r>» a n n Scherchens; er dirigiert mit dem ihm e'genen«was trockenen Fanatismus, der diesmal di« Sache ein bißchen schwerer, nämlich weniger leicht macht, als sie wohl gemeint war: das Berliner Funkorchester spielt unter seiner klar disponicrlen Hand'ehr sachlich und präzis«. Für karnevolistische Zluegelasseuheilen mußten � die Komponisten sorgen. IC P. Deutsch-südslawische Kulturannäheruna. Der Präsident des Deutschen Pen-Clubs, Theodor D ä u b- irr. der auf Einladung des Penklubs in Belgrad weilt, hielt im großen Saal der Belgrader Universität vor zahlreichem Publikum einen Vortrag über„Goethe und die?l n t i t c", de? nnt großem Beifall ausgenommen wurde. Nach dem,.. Vortrag fand zu Ehren des Gastes ein vom Penklub veranstaltetes Bankett statt, auf dem der Präsident des Belgrader Penklubs. Minister a. D. Dr. Groll, die Ansprache hiell. Theodor Däubler fährt am 18. Februar nach Agram, wo er ebenfalls einen Dortrag halten wird. Die Eröffnung der Belgrader G-mAdeausstellung' der Gattin des leider schwer erkrankten Gesandten. Kate Köster, gestaltete sich zu einer Kundgebung der deutsch-sildslawischcn Äutturannähe- rung. Der bekannte südslawische Schriftsteller Ranoilowie betonte in seiner Eröffnungsansprache, daß dies die erste Kund- gebung deutscher Kunst in Belgrad sei. Er begrüßt« die sich immer mehrenden Anzeichen einer sich vollziehenden Annäherung zwischen Deutschland und Süds law! en. � Elve Sclxmspleler.ZtachlvorNellvng in»Erich Corow» Lachbübn« am Dein-, SergSwea' findet am 20., 24 Uhr. zugunlien der 9f adlsaürtskafifn de» Verbände» Beiliner Bühnenleittr und der Bühvengenostenfchast ltatt. Kartell im»ezüteoarband, Keithstraß, 11, Zlmmer 15. Vi» KomSdle.Da» Serich«' de« Engländer« Munrs. die am Ä>. öebruar >n der B a I k» d ü h n e ,ur Auiilibnma gelangt, versucht in völlig neu- artiger ftarm fich mit den Problemen der diomatilchen Zeltkritik auSeln« andcrzusetzen..The Rumor' wurde Ickon vor einigen Jahren in der Londoner iiaat Tocitth pc'pielt, in deren Sretulwe u.«. Sbaw.«ichlkh Düte« und Vlunr» ielbst fitzen. Später wurde e» da» Redertoirrftück des Londoner Court Theater«. Die deullche Neberietzunq und Bearbeitung hat Helene Scheu-Rieg unter Mitwirkung von Lea Lama besorgt Zn»er Lupe,«eselllchait»vr Förderung kirliurellir Jutereffen t. hält am 20.. 20>/,Ubr. im D-rein der KünsUerinnen, Schönebergcr Uler SS, Dr. nritz Ich fi anläimch der Rembrandt-AuSstellung einen DISkuifions- vovirag mit Lichtbildern zu dem Thema:«ftitfi» der wdiLidualistisch-u Studentenauslese- wann endlich? Aufgaben für den neuen Minister. Der Hauptausschuß des Landtags beschäftigt« sich bei der Be» ratung des Kultusetats auch mit Uttjoersitäts- und Hochschulangelegenheiten und vor allem mit der Frag«, die wir als das Hauptproblem der heutigen Hochschulresorm bezeichnet haben: Begabtenförderung und Begabtenauslese. Im Huuplausschuß wurden viele guten Wort« gesprochen. Mit Recht wies der Redner des Zentrums. Dr. Lauscher, daraus hin, daß die Ueberfüllung der höheren Schulen und Hochschulen eine ernste Gefahr für die Hochschul«, für die akademischen Beruf« und den Staat sei. Dr. Lauscher, der von Beruf selbst Unioerfitäts- Professor ist, hat bei früherer Gelegenheit im Landtag auch auf die Inzucht der Universitäten aufmerksam gemacht-und die notwendig daraus folgenden Staatsmaßnahmen in Aussicht gestellt:„Wenn die Universitäten nicht selbst und schnell für«in« objektivere und modernere Auslese des akademischen Nachwuchses sorgen, wird der Staat durch energische Eingriffe Wandel schassen müssen!" Der Vvlksparteiler, der frühere Kultusminister Dr. Loeliß, fordert« eine schärfere Begabtenauslese und zwar schon auf der höheren Schul«. Er s«>bst hat frellich während seiner Ministerzeit(l921 bi» 1S2S), als die Ueberfüllung der Hoch- schulen wieder einsetzt« und die wirtschaftlich Schwachen unter den Begabten von den Hochschulen verdrängt wurden, nicht» Ent- Ichndendes unternommen Kein Wunder, denn er und sein« politischen Freund« lehnen jeden„Eingriff in die akademische Selbst- Verwaltung" ab. selbst dann, wenn offenbare Staatsnotwcndigkeiten solchen Eingriff verlangen. Die Selbstverwaltung des Volkes, die sich Demokratie nennt, steht über jeder anderen-Selbstverwaltung. Di« Hochschulen sind Veranstaltungen des Staates und haben neben der Pflege der Wissenschaft die Aufgabe, zahlreiche Funktionär« de» Staates aus- zubilden. Auf diese Situation wies der Sprecher der Sozialdem»- kratie, Professor N ö l t i n g- Frankfurt a M., hin und ermunterte die Regierung zu den Maßnahmen, die nötig sind, um in die Hoch- schulen frische Lust hineinzulassen. Di« Ausführungen des Regierungsoertreter» gingen an dem Problem vorbei. Er sprach von der unier Harnisch l9lS begonnenen Hochschulreform(aus der l>«kanntlich nichts geworden ist), von den neuen Unioersitätsstatuten(in denen so gut wie nichts Entscheidendes steht, was für«ine wirklich« Erneuerung der Hoch- chulen wichtig wäre) und ließ sich in längerer Rede über die Studienreform, also über die Reform des Unterrichts aus. Es gab im Ausschuß lange Gesichter, solche Reden sind seit lÄ2l von der Regierungsbank aus viel gehalten worden. Wieder einmal sind Ausschüsse eingesetzt, die die Frage der Begabtenauslese prüfen sollen, wieder eimnal wurde darüber gejammert, daß die höheren Schulen wegen der Ueberfüllung in ihren Leistungen nachlösten und baß auf den Hochschulen Forschung und Lehr« immer weiler aus- inanderklaffen. Aber es geschieht nichts. Alljährlich gehen kostbare Begabungen für das Studium aus Geldnot verloren. allfährlich verlassen Hunderte und Dausend« nur mäßig ausgebildeter „Akademiker" die Hochschule. Millionen und aber Millionen Mark werden für wissenschaftliche Zwecke ausgegeben; wer aber kümmert sich endlich um eine Rationalisierung dieser Hochschulen! Den neuen Mini st er erwarten schwere, aber schöne Aufgaben. Das Berufsausbildungsgeseh. Die Rechte will den Lugendschuh herausnehmen. In der Weiterberatung des sozialen Reichstagsausschustes über das Berufsausbildungsgesetz am 14. Februar wandte sich zunächst Abg. Beyer(Wp.) gegen die Einbeziehung des Schutzes der Jugendlichen in das Gesetz. Abg. Thiel(DVp.) will den Schutz der Jugendlichen ebenfalls aus dem vorliegenden Entwurf entfernt und in ein späteres besonderes Gesetz verlegt wissen. Abg. Tornow(Soz.) erklärt, daß die Sozialdemokratie sich entschieden gegen die Herausnahme der Jugend- l i ch e n wenden müste. Der Ausbeutung der jugendlichen Arbeits- kräfte müsten Schranken gezogen werden. Er fordert weiter die Einbeziehung der Landwirtschaft und auch die Er- fostung der bei den Eltern tätigen Jugendlichen, ebenso der jugend- lichen Beamtenanwärter. Der Regierungsoertreter erklärt, eine Trennung des Lehrlings- und Jugendlichenschutzes ablehnen zu müssen. Schmidt-Köpenick(Soz.) weist darauf hin. daß in ollen Sozial- gesetzen immer wieder die Landwirtschaft ausgenommen wird. Er fragt wester, ob die Gcsamtregierung den Ausschluß der Landwirt- schaft wolle. Tantzen(Dem.) ist mit einem Sondergesetz für die Landwirtschaft einverstanden. Ein Vertreter des Landwirt- schaftsmini st eriums erklärt, die Regierung halle eine Re- gelung der Berufsausbildung für die Landwirtschaft für notwendig. Der Entwurf für ein Sondergesetz ist in Arbeit und soll ohne Der- zögerung vorgelegt werden. Schmidk-Köpcnick(Soz.) fordert eine positive Antwort, wann denn dos Sondergesetz endlich kommen soll. Die Einbeziehung der Landwirtschaft sei schon wegen der Stellung der Gärtner not- wendig. Insbesondere aber auch wegen der traurigen Wohn- und Ernährungsverhältniste der Landarbeiter. Tornow(Soz.) stellt fest, daß bisher' nichts Positives darüber gesogt ist. welche Bestimmungen des Gesetzes für die Landwirtschaft unmöglich sein sollten.- In der folgenden Auseinandersetzung wi»d wiederum von-deutsch- nationaler Seite gegen die Einbeziehung der Jugendlichen in das Gesetz polemisiert und die Lertagung einer Entscheidung gewünscht — Der Ausschuß vertagte sich aus Donnerstag. Der neue Staatsrat. Der preußische Staatsrat wird, nachdem die Wahlen zum Prooinziailaiidtag überall statt gefunden haben, am Dienstag, dem 18. Februar, in»euer Zusammensetzung zu einem auf einige Tage berechneten Sitzungsabschnitt zusainmntrcten. Er zählt wie bisher 81 Mitglieder. In der Stärke der Fraktionen sind emige Aende- rungen eingetreten. Die Ardeitsgemeuischast verfügt über 28 Sitze (bisher 32), die Sozialdemokraten besetzen 22 Sitze (24), das Zentrum 19(17), die Kommunist«, 6(5), die Demo- traten 3(2, ein« demokratische Wahl ist angefochten), die Wirlschasts. parket 3(1). von den Rationalfoztokisten weist der ntat Staatsrat als ordentlich« Mitglieder keinen Vertreter auf, wohl aber als Stellvertreter 3. Bei der Arbeitsgemeinschaft befinden sich 3 Ver» treter der Ehnstlich-Nationalen Bauern.— Am Dienstag wird di« konstituierende Sitzung stattfinden. In den folgenden Tagen wird der Staatsrat ein« Reihe kleinerer Vorlagen erledigen, darunter den Entwurf über die Erweiterung des Stadtkreises Bielefeld und di« Ausführungsbeftimmungen zum Pvlizeikostengesetz. Oie provinziallandiagswahleu. Das Gesamtergebnis liegt vor. Als erstes Gesamtergebnis der am 17. November IS2S erfolgten allgemeinen Neuwahlen zu den Selbstoerwallungskörper» fchaften liegt die Verteilung der Provinzial- und Kommunallandtagsmandate vor. Von den politischen Parteien haben lediglich die Völkischen(1929 Nationalsozialistische Deutsche Arbellerpartei S9 Sitze gegenüber 12 Deutschvölkischen und 2 Deutschnationalen 1b2ö) und die Sozialdemokratische Partei(317 Man- date gegenüber 302) namhafte Mandatsgewinne erzielt. Die Deutschnationale Bolkspartei Hot 1929 auf eigene Listen 17S Sitze gegenüber 206 Sitzen 1925 erhallen, ferner zusammen mit der Deutschen Volkspartei 28 Mandate gegenüber 2, und weiter in Gemeinschaft mit dieser und den Völkischen 13 Sitz« gegen 84. Die Deutsche Volkspartei vermochte ihren Mandatsstand gut zu behaupten(78 Sitze auf eigen« Listen gegen- über 77), ebenso die Kommuni st ifche Partei(99 Mandate gegenüber 98). Die Zahl der Zentrirmsmandate ging von 233 aus 211 herunter, die der Demokraten von 50 auf 39, wozu 1929 aus gemeinsame Liste noch 4 Mandate zu zählen sind. Die mehr wirtschaftlich eing« st eilten Parteien hoben 1929 insgesamt 133 Mandate erhallen, und zwar: di« Wirtschaftspartei 61, die Christlich. National« Bauern- und Landvoltpartei 23, die Deutsch-Hannoveraner und der C h r i st l i ch« D o l k s d i e n st je 12. der Hohenzollernfche Bauernbund 4,-die gemeinsame List« dieser Parteien und die sonstigen unpolitischen Listen 21 Mandate. 1925 hatten dagegen die Wirtschoftspartei nur 28, die Bauern- bünde und die anderen Bauernparteien 17, die jetzt aus den Pro- vinziallandtagen völlig verschwundenen Aufwertungsparteien und Sparerbünde 14 Sitze, die Dcutfch-Hannoveraner 1 Sitz, und die ge» meinfamen Listen dieser Parteien und die sonstigen unpolitischen Wahlvorschläge 3l Sitze, insgesamt also 91. Die Deutsch-Hannove- raner hatten damals zumeist für die mit hen Völkischen, den Deutsch- nationalen und der Deutschen Bolkspartei gemeinsam aufgestellte „Bereinigte Hannoversche Landtagsliste" gestimmt. Welker für Berlin: Zeitweise wolkig, sonst heiter mit Nacht- frost, meist schwache Lustbewegung.— Für veukschland: Im Süden langsame Beilerung, im Norden wellerhin wolkig, Tages- lemperaturen meist über Null. glrlu» Cartalanl. ßnrft, Montaa. 18H ITfir, aroSt Bvrgcllm,«.«arte» rcchtzeit!« im?orvcrka�s liitcrnl?a- Ealtsvikl mödrt mir«am, w.'ni« Taft«. ?«r Wintrrbau bietet selbst bei»iedriastrii ilustenumvcrature» auscnebm.'» Arifenthalt. jZrraiuwartl. nlt die JIrbaftion: Onlfflang Sawsr,.?rrlii>:»irteiarn: Tb.»lack«. Bertin jZrrlag: Borwärt- Verla«<5. m b H.. Bcrlin Druck: B»rwärls P-.ifc. drucke r«i und Berl-ä-anstalt Paul Ltnarr z, Ca Berlin ZW 6« Linbcnstrak« S ftierju 1 fleüaat. wniumiiiuiiiiiHimmnuuimiiiiiiiiiiinnMMuiiuiii irmm........................................................ t..................................................................................................................................... Diu Mcrccdes-ISeiiz Imrenlenker für UM. S&m." c Ü 1 1 s 1 AnsspTiIagfffljpnd bei der Wali! eines Kraflfahrzcngcs Ist allem der Gegenwert, den es für seinen Kaufpreis bietet. Mcrccdcs-Bcnz liefert seinen Kunden Wagen, die auch den aufs Ilöcliste gesteigerten Ansprüchen epiclcnd gerecht werden. Erst in den letzten Tagen haben die großen internationalen Ziclfahrten nach Monte Carlo und Garmisch die imerhoitc LcistungsfuhigUcit der Mcrccdcs�Benz- Wagen, insbesondere des Mercedes-Benz Typ„Stuttgart" erneut üffcntlich bewiesen« Die grüadlichcn Erfahrungen, über dxo wir als die ültcstcn Aufomobilwcrto der Welt verfügen; die vollendeten technischen Einrichtungen unsrer fünf Werke und die Spezialisierung dieser Werke auf einzelne Typen haben es uns ermöglicht, den Preis imsrcsTyp Stuttgart 200(0/38 PS) auf KM.<3980. (ali Werk) I numumu für den d/osifzlgen Innenlenker mit der hochwertigen Karosserie aus unsrem Werk Sindelfingen festzusetzen. 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W.: Richter& Isensee, kraftfahrzeuge. rntzwalk. Anton Scimud. o Vertriebsstellen: Brandenburg a. Havel; Gentz& Co.— Strausberg: Friedrich Röhr. sberg: iUlUBiiniHniHilBiiiiniuaiUUumiiuuUUUUUiuiuuiunniiHunimtiitiinninnuniia»mn!uiuiimiiniiiianimiiummimiiniuniuiiiiiirmiiii!iuiiiu»wiimnnmmiHMimiiin»iimMiiiiiuiiiuuiiiiiiii)iiiiiiittiiuiiiiiiiiiiiiiiiiuiuiuiiiiuiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiii!i!iiiiiiiiiiiiii)iiiiiinif (ßellate Montag, 17. Fcbiuar 1930 DwWwit iinJnuüytßr A Vo*M>äs1* �healer-diriie Sine kritifche llnicrluehung/ ton»r. s. netiriepke 1. Sünlergründe Soeben haben die Ausschußberatungen des Preußischen Land- tags zum Etat des Kultusministeriums begonnen. In ihrem Der» lauf wird auch dos Thema„Theatertrise" eine Rolle spielen. Der preußisch« Staat unterhast selbst oier Bühnen in Berlin, dazu die Theater in Kassel und Wiesbaden. Di« Zuschüsse für diese Unternehmungen sind von Jahr zu Jahr gestiegen, verlangen jetzt nahezu 10 Millionen Mark und haben bereits Anlaß zu Anträgen(der„Deutschen Fraktion" im Landtag) aus Einstellung zweier Betriebe, des Berliner Schiller-Theaters und der Oper am Platz der Republik, gegeben. Im preußischen Haushall steht ferner der Posten„Landesbühne"(Voranschlag 1,2 Millionen Mark). Und dieser Posten verweist auf die Gesamtheit aller preußischen Theater: denn die„Preußische Landesbühne" ist bekanntlich eine Haida mtlrch« Stelle zur planmäßigen Förderung und Unterstützung aller ernsthaft künstlerischen und gemeinnützigen Betriebe im Staat«. Die hinter der Landesbühne stehenden Stellen— Theaterabteiluirg des Kultusministeriums, Dolksbühnenverband, Bühnenvoltsbund— wünschen dringend ein« Erhöhung der Summe. Und es wird zu untersuchen sein, ob sie nicht wirklich notwendig ist. Es wäre falsch,'die Loge der deutschen Bühnen schwarz in schwarz zu malen. Die hohen Defizit« mancher Theater im Zu» sammenhang mit der allgemeinen schwierigen Wirtschaftslage haben leider etwas wie ein« Panikstimmung erzeugt. Immerhin: die Situation de» deutschen Theaters ist ernst. Schon die letzten Jahre brachten dos Ende einer ganzen Reihe von Bühnen; nicht nur reine Privattheater brachen zusammen, auch Theater, die mit staatlichen oder städtischen Mitteln gestützt wurden, schlosien ihre Pforten; so hörten etwa mtt Ablauf der letzten Spielzeit die Theater in Tilsit und Brandenburg auf zu existieren: die Städte Düsseldorf, Dortmund. Würzburg trafen wenigstens erhebliche Abbaumaßnahmen. In der laufenden Spiel» zeit sah allein Berlin beretts zwei Zusammenbrüche(Piscator- Bühne, Renaisiance-Theater); von mehreren anderen Berliner Privattheatern ist Eingeweihten bekannt, daß sie äußerst schwer um ihre Existenz ringen. In der„Provinz" zählen die Städte nach Dutzenden, in denen die Finanznot zur Zeit ernschaft die Schließung oder wenigstens Einschränkung der Betriebe erörtern laßt; hier und dort wurden schon weittragende Beschlüsie gefaßt: so vor allem in Breslau, wo im Frühjahr das Stadttheater(Opcrnbetrieb) seine Wirksamkeit einstellen soll. Die Gründe für die kritische Situation des deutschen Theaters liegen teilweise auf der Hand: Kino und Radio machen den .Bühnen das Leben schwer; auch der Sport und die Wochen- endbewegung ziehen die Menschen. vom Theater ab; wähxend früher die Sonnabende und Sonntage stets die besten Theatertage waren und oft genug mit ihren Einnahmen die Defizite i>er übrigen Wochentag« auszugleichen hatien. ist in den Großstädten heute an diesen Tagen im Herbst und im Frühjahr der Theaterbesuch oft erstaunlich schlecht. Indessen ist es keineswegs ausgemacht, daß die Gesamtzahl der Theaterbesucher heute ge- r i n g e r ist als vor dem Kriege. Die nachrevolutionäre Zeit hat in jedem Fall durch die Maßnahmen auf dem Gebiet einer„sozialen" Kunstpflege, vor allem durch die Tätigkeit der Besucherorganisatio- 'nen(Volksbühnen) das Theater weiten Kreisen erschlossen, die früher ausgesperrt waren, und die teilweise trotz aller Ablenkungen noch ein sehr lebendiges Interesie zeigen. Der Verband der beut- ichen gemeinnützigen Theater gab kürzlich das Ergebnis einer sehr beachtenswerten Umfrage bekannt, die auch Aufschluß über das Verhältnis der Einnahmen der befragten Bühnen 1913/14 und 1928/29 zu schaffen suchte. Leider war nur ein Dutzend(meist größerer) Theater bereit oder in der Lage, die gewünschten Angaben zu machen. Gleichwohl sind diese Antworten wer'vnll. Sie zeigen, daß sich bei den befragten Theatern die Einnahmen in den IS Iahren um rund 7 0 Prozent steigerten. Nun ist das zweifellos in der Hauptsache auf eine Hinaufsetzung der Eintritts- preise zurückzuführen. Immerhin— nimmt man an, daß sich ihre Steigerung ungefähr dem Sinken der Kaufkraft der Mark anpaßte (diese betrögt heute bekanntlich nur noch etwa 66 Prozent gegenüber der der Dorkriegdmark), so ergibt sich, daß sogar ein«, wenn auch ganz geringe Besuchsoermehrung stattsano. Das die Lage der Theater so schwierig macht, ist jedenfalls weniger das mangelnde Interesie der Bevölkerung als die V e r» reuerung des Betriebes Auch hier gibt die Statistik des Verbandes der gemeinnützigen Theater die erwünschte Auskunst: eine Auskunft, die um so wichtiger ist, als sie sich nicht darauf beschränkt, den Gesamtbetrag der Ausgaben von 1913/14 init dem von 1928/29 in Vergleich zu stellen. Der Vergleich zeigt einwand- frei, daß fast alle Etatspositionen der befragten Theater (immer im Durchschnitt) sehr viel erheblicher anwuchsen als die Einnahmen. Hoben sich diese(unter Zugrundeleguttz der Annahme: Mark Mark) um 70 Prozent, so stiegen die sachlichen Auiwendungeu der Bühnen(in der Haunrsache: Hausunter- Haltung, Versicherungen, Dekorationen und Kostüm«, Büroma-erial, Kelsen, Tantiemen, Reklame) u m rund 90 Prozent: und die Steigerung wäre wahrscheinlich noch wesentlicher, wenn die Theater auch noch Miete, Heizung und Beleuchtung zu zahlen hätten: da es sich jedoch bei den befragten Theatern durchweg um Bühnen handelt, deren Häuser in staatlichem oder städtischem Besitz sind, dürften diese Posten nirgends den Eta' belasten. Die p e r s ö n- lichen Aufwendungen bli-ben in ihrer Steigerung nicht hinter den Sachunkosten zurück. Ja. bei manchen Testen des Per- sonais wuchsen sie noch erhkb!:ch über den'Prozeiulatz der Sach- aulwendangen hinaus. Die Ausgaben für das künstlerische Solo- personal einschl. der Int-ndanten erhöhten lich von 1913/14 auf 1978/29 zwar nur um 69,2 Prozent, die für das Verwalwngs- personal(Bürokräite. Kassierer usw.) aber schon um 126.8 Prozent, die für das technische Personal(Handwerker. Bühnenarbeiter) um 154,6 Prozent, die für den Ehor um 93 6 Prozent, die für das Orchester sogar um 169,1 Prozent.'*) B-rücksich igt man die Mark- «ntwertung, so erscheim die»etriebsverteuerung natürlich wesentlich geringer: aber sie bleibt immer noch groß genug. Ergab sich bei Arbeiter, der Derwallungskräfte sowie der Chor- und Orchester- Mitglieder anwuchs. Dies letzte ergab sich teilweise zwangsläufig aus den neuen Gesetzen und Tarisvereinbarungen über die Be- schränkung der Arbeitszeit, über notwendige Ruhetage usw., teil- weise aber auch aus hcm Streben, im Bühnenbild wie in den Leistungen von Chor und Orchester mehr zu bieten als vor 15 Iahren. Indessen steht doch auch fest— Sonde rstattsttken de» Verbandes der gemeinnützigen Theater weisen es vor allem für die Zugrundelegung eines heutigen Markwertes von 66 Pfennigen Vor-'Orchestermitglieder nach—. daß die Dergütung einzelner der kriegswährung bei den Einnahmen eine nur ganz minimal« Er> höhung, so beträgt die Steigerung der Ausgaben auf der gleichen Basis bei den sachlichen Auswendungen etwa 20 Prozent. bei den Gehällern des Berwastungspersonals 66 Prozent, bei den Löhnen der technischen Angestellten 72 Prozent, bei den Zahlungen an den Ehor 32,3 Prozent und be-i den Gagen für das Orchester sogar 73,5 Prozent. Natürlich bedeutet das starke Emporschnellen der Aufwendungen für Berwaltung, technisches Personal, Chor und Orchester nicht ohne weiteres«in entsprechendes Anschwellen der einzelnen— meist tariflich festgesetzten— Gagen. Gehälter und Löhne. Roch ist gesagt, daß die Steigerung der durchschnittlichen Solistenbezüge erheblich dahinter zurückgeblieben sei. Dielmehr ist stets auch die Zahl der beschäftigten Personen zu berücksichtigen. Zweifellos wurde hier und dort der Solopersonolkörper in den letzten Iahren gegenüber Vorkriegszeit abgebaut, während die Zahl der technischen der am Theater beschäftigten Personenkreise sich recht er» heblich verbesserte, d. h. noch über das Maß der Mark- entwerwng hinaus. Das ist vom sozialen Gesichtspunkt aus natür- lich nur warm zu begrüßen; aber kein Zweifel, daß sich ein Miß- Verhältnis ergibt, wenn die Bezahlung bestimmter Kategorien von Mitarbeitern gerade bei einer Betriebsgattung überdurchschnittlich stieg, für die auf der anderen Seite das Interesse der Kunden eher ab- als zunahm, die auch kaum als„lebenswichtig" gelten kann. Die Frag« ist nun: Was kann, was muß geschehen. um den deutschen Theatern eine gesichertere Grundlage zu schaffen? Leicht ist die Frage bestimmt nicht zu beantworten. Ein Radikalmittel zur Gesundung der deutsche» Theaterwirtschast gibt es überhaupt nicht. Immerhin kann vielleicht hier und da eingesetzt werden, um Zusammenbrüche abzuwenden. Bon den hier gegebenen Möglichkeiten soll noch weiter gesprochen werben. Ozeandampfer werden gelöfcM... Stilder aus dem IVelihafen Mamburg *) D?r G-naniakeit halber sei noch hinzugefügt, daß die Statist: k� für 1913/14 stets das Rechnungscroebnis zugrunde legt. währeist» für 1928/29 meist der Poranschlaa die Grundlage bietet. Unten am Hafen, in der Röhe der St.-P aull-Landungs- brücken, ist Betrieb. Es ist gegen Mittag. Die zweite Schicht „Schauerleute" wird„angemustert". Gestern und vorgestern sind ein halbes Dutzend großer Frachtdampfer angekommen, die gelöscht werden müsien. Und zwar möglichst schnell. Jede Stunde, die das Schiff am Kai liegt, kostet ein Sündengeld. Die Schauerleute, Entlader der Dampfer, scharen sich um die S t a u« r- B i c e n, die so und so viel Arbeiter für«ine oder mehrere Schichten anmustern B'S zu einem bestimmten Termin muß die Fracht gelöscht sein. Jeder der Stauer hat seinen Ar- beiterstamm, den er möglichst immer wieder anmustert. Tie Leute kennt er und weiß, was sie leisten. Er ruft die Namen der Leute, die er haben will, trägt sie in sein Buch ein und nennt den Hafen bzw. den Kai, wo das Schiff liegt, oder er ruft nur eine Nummer und jeder weiß, daß damit«in Schuppen gemeint ist und wo er liegt. So heißt es: Australiakai, O' Swaldkai, Sandthorkai, Schuppen 79, 53, Fruchtschuppen A, Hansahasen. Kuhwärder- hasen, Indiakai... Fast all« anwesenden Schauerieute haben ihren„Boontje"� Nur einige schon recht alt« Arbeiter will keiner haben. Altes Eisen. Alle fahren sie schnell nach Haufe, um Mittag zu essen. Gegen drei Uhr fängt die zweite Schickt an und dauert bis nachts 11 Uhr. Dann muß das Schiff leer sein. Im Hansa Hafen liegt der Indiendampser am Kai. Von der Landseite aus holen haushohe Kräne die Ladung aus dem- Schiffsraum. Aber auch von der Wasserseite aus wird La- dung abgenommen. Schuten und Kähne nehmen die Güter auf, die für das Binnenland bestimmt sind. 3m Sndiendcmpfer „Eigenttich" ist es ja streng verboten, das Schiff zu betreten. Aber der Ossizier drückt«in Auge zu Ich darf herumkrabbeln, wo ich will. 5luf eigene Gesahrl Wenn mir eine Hiev« aus den Kopf fällt oder ich der ausholenden schweren Krankette zu nah« komm«, ist es meine Schuld. Ich bin an Deck. Sämtliche Schiffsluken, die zu den Lade- räumen tief unten im Bauch des Schiffes führen, sind geöffnet. Unurnerbrndjen taucht einmal d«r Landkran hinein in die Ties« und holt sich sein„Bündelchen" von ungezählten Zentnern, dann holt die Schiffswinde ihr auch nicht geringes Quantum und hievt es in die Schute. Nach vielerlei Irrwegen bin ich endlich unten im Raum und kann mir die Ladung ansehen. Aber ehe ich in dem Halbdunkel etwas sehe, riechs ich bereits. Nicht gerade angenehm. Gesalzene Häute siild es. in Ballon gepreßt, die so iniernaliich stinken. Aber «s ist noch andere Ladung in den unermeßlid) weiten Räumen. Reis. Ganz« Berge, ein Sack auf dem anderen. Roh bäum- wolle, ebenfalls in festen Ballen. Dann kommen Kisten in allen Dimensionen, Bündel, Ballen und wieder Kisten und Kaftekl. Bier Schauerleute sind in der Luke, in der ich bin, besdstiftigt. Zwei Leute fahren aus Sacktarren hie Waren ins Bereich der hernieder- rasislnden Krankette, stülpen die Vollen oder Kisten auf zwei neben- einander auf dem Bcden liegende Taue, die rwdiher die ganze Hieve zusammenzuhalten haben. Die beiden anderen Leute machen die Hieve„fertig". Türmen Sacke und Ballen ordentlich aufein- ander, so daß nichts herausrutschen kann. Zurren die beiden Taue fest um die Hieve und hängen die Schlingen der Tauenden an den Haken der schweren Krontugel. Und schon schwebt die Läst, beod- achtet von dem Krcnsichrer hoch oben im Führerhäuecken aus dem Kran, aus der Schifsslnke heraus und sch ert aus in Richtung der Laderampe des Schuppens, In dem die Ware lagern soll. So geht es Schlag aus Schlag. Wenn nicht ein kleiner Zn>iid)en- fall kommt. Und der kam, ehe ich es mir versah Eine Hieve Reis schwebte bereits und wollte eben aus dem Lukenbereld) oer- schwinden, als es zu„regnen" begann. Im Nu stand ich mitsamt meiner Neugier im schönsten Reisrcgen. Ein Sack war ge- platzt und der Reis regnete wieder m den Raum Aus gut 10 Metern Höhe. Aber das kommt vor. Der Reis wird beiseite gefegt und weiter geht es.' Drüben am Australia-Kai liegt ein Gefrierfleisch. dampser. Er löscht seine Ladung zum größten Teil in bereit- stehende Spezial waggons der Eisenbahn, die das Fleisch sofort ins Binnenlond befördert. Unten im Raum, des Dampfers ist es Winter. Mehrere Grad Kälte, künstlich erzeugt, damit das Gefrierfleisch nicht austaut und so dem Berderb ousgcsetzt ist. Dicht an dicht hängen die Leiber der gefrorenen Hammel und' Ockfen. Jedes T'er ist vollkommen in dünne Leinwand genäht. Von weichem Fleisch ist r.ickts zu spüren. Allcs ist knochen- hart gefroren. Und mit dem Fleisch frieren die Arveitek. Qelreide wird.umgefchlogen' Im Kuhwärderhafen wird Getreide gelöscht. Weizen, Mais, Leinsaat. Die Ladung wird aus dem Dampfer gleich in die bereitliegenden Schuten„umgeschlagen". Kräne haben hier keine Arbeit. Die besorgt ein sogenannter Getreideheber. Gewaltige Rohre werden in die Ladung gelassen, die lose, also nicht in Säcken verpackt, im aum liegt. Cm künstlich erzeugter Luitstrom saugt das Getreide in dem Rohr hoch, in den Heber hinein. Bon dort führen st e i l a b s a l l e n d e Rohre in den Laderaum der Schute oder des Kahnes. In diese abfallender Rohre ergießt sich das durch den Luftstrom angehobene Getreide und fällt in die Schute. Im Raum des Schiffes stehen Arbeiter, die nur dafür zu sorgen haben, daß dem Heberohr die„Nahrung" nicht ausgeht. Sie schaufeln das Getreide in den Bereich des Heber-Luftstromez. der, genau wie beim Staubsauger, alles an sich reiß!, was ihm zu nahe lommt. Mit wahrem Behagen wühlt sich die Luft in den Getreideberg hinein, das mannsdick« Heberohr frißt, schluckt ununterbrochen. Speit aber alles wieder in männsdickem Strahl in Vre Schute. Dort wuchs!-der Getreideberg rapide und die Arbeiter haben genug zu tun. um den Berg nach allen Richtungen zu»er» teilen, damit er nicht„überläuft". Was früher, durch Mensd)«nkraft bewältigt, viel« Tage dauerte. wird heut«, durch Maschinentrast, in wenigen Stunden erledigt.. Mitten im Strom. liegt ein Chiledampfet an den „Dückdalbe n". Für den Dampser ist es zu kostspielig am Kai festzumachen, deshalb schlägt er sein« Ladung, Salpeter, im Strom in die Schuten um.„Dückdalben" sind ein« schräg zu ein- ander in den Grund gerammte Psahlgruppc von 9—24 Pfählen Ja nach der Größe des' Dampfers, der an ihnen festmachen will. Sal- peterlöschcn ist für den Schauerumni' die unangenehmste Arbeit. Der Salpeter zerfkißt Stiefel und Kleidung und Hände. Er liegt lose im Schiffsraum, wird von den Arbeitern in Eisenkästen geschaufelt und von der Schiffswind« in die Schme gehievt. Einen„Salpeter-Boonljc" nimmt der Schauermann nur, wenn gar nichts anderes zu bekommen ist, obgleich diese Arbeit besser bezahlt wird. 3ch niefe tränen Da ist es sdion angenehmer, Kaffee zu löschen oder Tabak. Beim Kaffee hat man mit glatten sauberen Säcken zu tun und beim Tabak mit festen Ballen Allerdings in einem Schiffsraum zu arbeiten, in dem Tabak lagert, gehört aud) nicht zu den allerangenehmfteni Dinge». Der Neuling wird aus dem Niesen, irtolge des Tabakstaubes, nicht herauskommen. Jeder Atemzug. reizt die Schleimhäute güe zehntausend Teufel. Aber der alt« zünftige Hafenarbeiter hat auch den Tabak überwunden. Er arbeitet zwischen den Ballen und kantet sie für eine Hiev: zurechi; als od es Baumwolle märe. --- Da ist man aber wirklich vom. Regen in die Traufe ge- kommen..Noch sticht in der Nase der Tabak, da reitet einem der Tepfel, ausgerechnet auf«inen Dampier zu gehen, auf dein Ge- würze gelöscht werden.?ln Deck stehen die Eigentümer der Ladung. Hamburger Graßkaufleute. Wälzen Schiffspapiere und Fachaucdrücke. Es hggelt M u n t o k- P f e i f e r, Teilichecry- Pfeffer, Iama»ka-Piment. Penang-Macisnüfse, Zansibar- Nelken. Unten im Raum riectst es zuerst ganz angenehm und mau wird übermütig und kriecht immer tiefer zwischen Warenstapel. Bis einem das Niesen überfällt. Aber gi/ich so, daß ma» blind ist vor geniesten Tränen- Die'Arbeiter feixen und geben faule Ratschläge. Auch hier ist«in Hüttcnbau nidch zu empfehlen.■ Ev ist allmählich später Abend geworden. wird, leuchten elektrische„Sonne n". nijcher Schmolz dampser muß dies« werden. Eine saubene Arbeit, Handliche Kisten, und cht' Inhalt, amerikanisches Rohschmolz, läßt aud) d>e empfindlichen Organ« der Nase und des 5)alses in Ruhe. In dem.Sdnippen, wo das Schmalz gemagert wird, herrscht ebenfalls noch reger Betrieb Ununterbrochen setzten die Kräne die aus dem Schiftsbauch geholten Kistenberge auf die Laderampe nieder. Schuppenarbeiter fahren die Kisten in den Schuppen, stapeln die Lerne zu Gebirgen. Endlich mbt der Schiftsbauch kein Schmalz mehr her. Feier» abend Ein bestelltes Iollenführerboot holt die müden Sckaner- leute ob und nimmt auch mich mst. Als wir aus dem Hafenbecken in den freien Strom einbiegen/ fährt em Ricsen-�asiagierdampfer der Hapaz an uns vorbei. Ridttung Rordiee. Tanzmusik klingt herüber zu uns. Di« Schauerleute rauchen still ihren kurzen Kalk- iniinmel und freuen sich auf zu Halls«. Essen, und dann in die Federn. Willem. Wo noch gearbeitet Ein amerlka- Nacht noch gelöscht (3J. Fortsetzung.) Versuch zur Güte. Mary schob die Wiege in die entfernteste Ecke de? Goctens. Alz» sie etwa? ipälV mit dem Knaben im Arm in das chaus zurück� ging, ihn in der' Still« des Mädchenzimmers zu nähren, erblickte iie Tom per feinem Traimngsquartier mit mehreren Damen und Herren. Sie sah mit wachsender Eisersucht die fremden Frauen ihren Mann bewundern. War sie aus diesem Kreis ausgeschlossen? Warum vertrug er sich deun mit all diesen schönen Frauen und nur mit ihr nicht? Bielleicht mar sie wirtlich schuld? Sie sah unwillkürlich in den Spiegel. Es war. als seh« sie sich zum ersten Make. Sie entdeckte scharfe Linien um ihren Mund. Me Blässe ihres Teints, die Ainge. die durchwacht« Nächte unter ihre Augen gemalt hatten. Erschrocken oerglich sie sich mit einer der Schönen dort unten Ja, die war frisch, lebensbejahend. Tränen traten ihr in die Augen. Sab man alle Spannkraft, allen Reiz fort, wenn man Mutter wurde? Nein, das war nur ein Uebergaug. Mary warf trogig ihren Kopf zurück.„Klein-Tom, es ist zu deinem besten", flüsterte sie vor sich hin, sast schuldbewußt, und öffnete ihren Kleider- schrank, zrm ein reizvolleres Kleid auszusuchen, als Ist« ewigen ÜfinentittelC�n, die sie trug, feit sie ihres Knaben Pflegerin war. Es war' ein netler Sportkittel aus gefärbter Rohseide, der sie immer besoitwrs gut gekleidet hatte. Rasch warf sie ihn üb«r. rieb die blassen Wangen mit den Händen, um frischer zu erscheinen und zog den weißen Ledergürtel fester um die Hüften. Sie reckte und bog sich vor dem Spiegel. Zum ersten Male wieder, seit sie Mi'tter war. überkam sie dl« Freud« an sich selbst. Sie strich das i>ellslimmernde Haar aus dem Gesicht. Daiw drückte sie entschlossen bis Tür auf und ging leise und rasch nach unten. „Donnerschlag, hast du dich aber fein gemacht", platzt« Tom heraus.„Das mußt du aber jetzt immer tun!" „Ja. Tom", sie lächelte ihn an. ,Atein-Tom muh es schon entschuldigen, daß ich auch noch ein bißchen an seinen Bater denket Sie zeigte sich mit ihm. Di« anderen Frauen schienen unan, genehm überrascht, daß Mary so plötzlich aus ihrer Einsiedelei auf- iau cht«. Eigenartig, es war, als spornt« sie das an. sich irup erst recht Tom Matfhes anzubieten. Si« betrachteten Mary nicht mehr als Belanglosigkeit, auf die man nicht Rücksicht zu nehmen braucht. Si« war mit«wem Schlag Gegnerin, mit der man um ihren Mann kämpfte. Die Mmner dieser Frauen umstrichen sie. Ek war«in be. ionderer Reiz für sie, die Frau des starken Mannes zu hofieren. Einer überreickke ihr einen Strauß roter Rosen. Mary sah fast erschrocken zu Tom hin. Doch er quittiert« nur inst einem eitlen, leeren Lächeln. Al, sie später bemerkt«, daß es sehr unpassend sei. einer oerheirateten Frau rote Rosen zu schenken, antwortete er Srgerlich? „Sei doch bloß nicht so spießig." „Weißt du nicht, was rote Rosen bedeuten?" „Laß ihm dach das Vergnügen", sagt« Tom. Mary war dar. über sehr verletzt. Ein Faustschbag schlägt die Che knock out. Da sie jetzt mehr mit Tom zusammen war, fiel ihr auf. daß er fast jeder Frau begehrliche Blicke zuwarf. Sie wurde scharfsichtig. Zuerst ungläubig,«ehrt« sie sich gegen ihr« Beobachtungen. Aber immer wieder überrascht« si« Ihn bei Blickwechfeln und heim- lich zugeflüsterten Worten. Und welche Erniedrigung war es für sie, wenn er über die Straßen hinweg mst allen möglichen Frauen tokettierte und Verabredungen traß während sie dabei war! Nicht lange, und sie wurde wieder so still und verschlossen wie vorher. Peters Worte verfolgten sie. Wenn sie nicht ihr Kind gehabt hatte, wer weiß, vielleicht wäre sie geflohen. Es war nach d«m Mittagessen. „Nähe mir den Knopf an. Mary," kam Tom eilig zu ihr. ..Ick) muß gleich fort. Um drei habe ich«in« Verabredung mst Hurt." Man) nahm sein Jackett und«ging hinauf, um einen passenden Knovf zu suchen. Als sie die Jacke auf ihren Schoß legte, fiel plötzl-ch«in weißer Zettel aus der Brusttasche. SI« hob ihn auf und.las: „Es bleibt also bei Freitag um drei Uhr. Mein Mann sst de» ganzen Tag unterwegs, ein« Störung ist nicht zu befürchten. . Gruß Marlene." Atemlos starrte sie auf das Papier. Marlene? Das konnte nur Marlene Her, sein: ein« schön» elegant« Frau, die mit einem khmindsüchtigen Mann verheiratet war.» Mechanisch näht« si« den Knopf an. In ihrem Hirn sagten sich die Gedanken. E« war also tatsächlich so. ihr Mann betrog sie. Bisher hatte si« es trotz aller Eifersucht nicht geglaubt. Mary war so bis ins letzte getrosten, daß sie nicht einmal weinen konnte. Aeußcrlich ruhig ging sie hinunter. „äsast du fertig? Hat ziemlich lange gedauert! Hurt wartet nicht gern!" „Wer?" Mary lachte hart und schrill. Tom sah sie ebenso bös« wie schuldbewußt an.„Was ist da- bei zu lachen, wenn ich mit meinem Manager eine Unterredung nahe?" posterte er los. „Der Manager heißt Marlen« Hers", preßte Mary hervor. Tom starrte sie«ine W«ile mit offenem Mund an. Dann brauste er auf:„Durchsuchst du jetzt schon meine Taschen? Ich ver. bitte mir deine ewige Eiser�ucht! Ich bin kein dummer Junge mehr!" „Du gibst also zu?" Marys Stimme klang wie«in Notschrei. „Ich gehe zu Hurt und damit Schluß!" Tom warf sich brutal gegen die Stuhllehn« zurück. „Warum nur, Tom, warum?" Plötzlich überfiel Mary eine namenlose Verzweiflung. „Qiiatsch. warum!" „Sieh dich vor!" Marys Hände verkrampften sich in'der Binse.„Bisher habe ich alles stillschweigend.. höhnisch..Keile ver- Hast ja alles, was du »„Hysterisch bist du!" unterbrach er sie dienst du! Was willst du denn überhaupt? brauchst. Ein Kmd. Essen und Trinken, schöne Kleider. Geh' doch auch aus. Hast ja genug Manner. hl« sich um dich bewerben.. Mary wurde blutrot vor Scham über ihren Mann. „Wenn du hinfährst." ihre Stimme klang heiser,„fahre ich dir nach. Ich dulde es nicht, daß du mich bloßstellst!" „Das probiere mal", sagte Tom leise und unheilverkündend. Mary war dem Weinen nahe.«Du bist doch der Pater meines z?iick>«s! Und wa? soll aus deiner Form werden, wenn du jeden Tag mit fremden Frauen zusammen bist!" Tom erschrak. Eine sinnlos« Furcht überkam ihn plötzlich. Die Form! Richtig, sonst hatte er vor seinen Kämpfen solider gelebt. Ebenso sinnlos wie die Furcht war die Wut. die in ihm ausbrach. „Echt du aber echt!" brüllt««r mit geballten Fäusten. «Jeder bemüht sich mich zuversichtlich zu erhalten, und ausgerechnet möine Frau fällt mir in den Rücken?" Auch Mary verlor die Beherrschung.„In den Rücken ist dir die andere gefallen", schrie sie und stampft« mit dem Fuß auf. „All da» Weibervolk, das um dich herum ist!" „Was, du— du verdamm..." erschrocken brach er ab. Mary siel vornüber und sackte wie tot zu Beide«, während das Blut rann. Zum Teufel, er hatte sie gar oicht schlagen wollen. Die war ja richtig auegerutscht, die Faust. «Emma! Emma?" rief er hilflos und starrte auf den loblosen Körper. Die Hausangestellte hatte in der Küche den ganzen Vorfall go- hört— stürzte herein und faßt« zu. Tom beugte sich über die Bewußtlose.„Ist sa gleich wieder bei sich", sagte er, um sich selbst zu beruhigen. „Geben Sie bloß raus. Sic Sie V, rief die Hausonge, stellte außer sich. Tom ging. Er war zu erschrocken über sich selbst. Im Flur traf er Kräppli. packt« ihn am Arm und preßte heraus:„Mensch, komm bloß wir flüchten." „Was ist denn los?" „Ich Hab' meine Frau ausgeknockt!" „Du bist wohl des Teufels?" erschrak Kräppli und wollte hin- cineilen. In Tom erweckt« diese Teilnahm« Trotz und Widerspruch. Er hielt Kräppli fest und sagte:„Laß nur, die Emma ist drin und erklärt sie für besiegt." Er wollte sich durch den Witz beruhigen. „Wir' können sie doch nicht allein lassen", protestierte Kräppli hastig. Kuatsch', ich Hab doch schon gesagt, die Emma ist drin. Komm: bloß, vor morgen bin ich nicht wieder hier." Erst km Zug wurde Tom ruhige?. Kräppst wagte ihn der Zornesfalten wegen, die er auf seiner Stirn sah, nicht zu stören. 16. Kapitel. Tom wird besiegt. Mary flieht zu Peter. Mary erwachte. Zuerst tonnte sie sich auf nichts entsinnen. Erst als sie in Emmas mitleidiges Gesicht sah, wußte sie, was ge» schehen war. Sie wollte ausspringen und hob die Arme. Emma sagte fast mütterlich:„Sie brauchen gar keine Angst zu hobery ich habe ihn rausgeschmissen." «Mein Mann ist fortgegangen?" „Mit dem dicken Kräppli", bestätigte Emma. Lange lag Mary apathisch und mit wirren Todantsn, Dann ging sie taumelnd und sich stützend hinaus. Klein-Tom war erwacht und lallte zufrieden. Da konnte si« auf einmal weinen. Sie wqrf sich über das Pettchen und schluchzte haltlos. Als sie sich beruhigt hatte, überlegte sie. Fort mußte sie: aber wohin? Zu den Ellern? Nein, dar Bater wenigstens wäre bestimmt auf Toms Seite. Zu ihren Verwandten konnte sie nicht. Wohin sollte sie sich retten? Es gab auf der ganzen Welt keinen Menschen, bei dem sie Zuflucht fand. Und wieder weinte sie. Sie dachte an ihre glücklichen Kinderjahre, an ihren Bruder. Warum hatte sie nicht gleich an ihn gedacht: da war ja Petpr! Der half sicher. Sie ließ ihren Kleinen, der eingeschlafen wo», vorsichtig zurück» gleiten und packte alles, was Klein-Tom gehört«, in. einen Koffer und verschloß ihn. Für sich selbst packt« sie nichts«in. Nichts, was an das letzte Jahr mahnen koimte. wollte sie UM sich haben. Im Arbeitszimmer lag ein Kursbuch. Rasch ging sie hinunter. Den I>-Zug nach München, der um S Uhr abfuhr, erreichte sie noch. Mit ruhiger Ueberlogung nahm sie aus dem Schreibtisch einig« Geldscheine und schloß ihn wieder ab. Si« rief Emma und gab ihr einen größeren Geldschein.„Weil Sie sich so um mich gesorgt haben. Emma", sagte sie und drückte die verarbeiteten, roten Hände. „Und setzt holen Sie den Kosfcr." „Sie fahren fort, gnädige Frau?" Angswoll sah sie das Mädchen an. „Ja!" Mary senkte den Kopf. „Und der gnädige Herr?" Mary machte eine abwehrende Handbewegung. In der Morgensrühe kam Mary in München an. Sie fuhr in ein Hotel. Sorglich bettete sie ihr schlummerndes Kind und zog die Decke hoch bis an sein Hälschen. Dann trat sie ans Fenster, Ssfnetc es und zog die frische Lust mit einem Uesen Atemzug ein. Einen Augenblick schloß sie hie Augcn. Eine tief« Beseligung über- kam sie. Ein kleines Lied auf den Lippen— wie lange hatte sm nicht mchr gesungen! schritt sie an den Tisch, um an Peter zu schreiben. Dann tingelte si« und ließ den Brief durch einen Boten überbringen. Peter saß draußen in seinem Dachauer Quartier und griss gerade nach der Zeichenmappe, als es klopfte. Erstaunt nahm er den unfrankierten Brief entgegen. Er erkannte Marys Hand» schrift. Aber mußte d>e Zeilen mehrmals lesen, ehe er ihren Sinn begriff. Dann war er auch schon mit einem Satz an der Wirtin vorbei und auf der Straße. Und dann stand er vor ihr und nrnfmg mit einem Blick ihr vergrämtes Gesicht. Sie sprachen kein Wort und es war erst ge- räume Zeit nachher, als ihnen bewußt wurde, daß sie sich geküßt hatten. Da standen sie aber schon vor dem Bett des Kind«» und Peter sagte leise:„Unser Kind", und küßte den Knaben, tFortsetzung folgt.) WAS DER TAG BRINGT. Amerika hat den größten Seifenverbrauch. Unter Berufung aus den bekannten Satz, daß sich die Kultur- höhe eines Volkes nach dem Seifenverbrauch richte, nehmen die Amerikaner nun auch den Ruhm für sich in Anspruch, schon aus diesem Grund« allen übrigen Völkern der Welt well voran- zu sein. In einem Dortrag, den der Führer der vereinigten Seifen- und Glyzerinindustrien in den Bereinigten Staaten von Nord- amenka kürzlich aus der alljährlichen Generalversammlung in Ehikago hielt, sagte er. daß infolge ärztlicher Ratschläge und behörd- licher Einwirkungen der Seifenverbrauch stn ganzen Lande in einer ständigen Zunahme begriffen sei. Er wies dabei auf Grund genauer statistischer Erhebungen nach, daß der gesamte Seifenverbrauch in den Bereinigten Staaten im vergangenen Jahre d«n Wert von drei Milliarden Dollar erreicht Hab«, und dies« Seife sei lediglich an den herkömmlichen häuslichen Waschtagen zu Beginn der Woche und bei den Bädern am Sonnabend verbraucht worden. Er knüpfte daran die Bemerkung, daß aus Grund dieses Seifcnvcrbrauchs, der den Gesamtverbrauch noch nicht einmal in sich schließe, da man sich nur aus die beiden genannten Tage beschränkt habe, der Bewohner der vereinigten Staaten im Jahre durchschnittlich 23 Pfund Seife ver- brauche, während in den meisten europäischen Staaten(von den Montax, 17. Februar. 6 e r 1 1 a- 15.05 Dr- Mtrie-Elierttth Laders. M. d. R.s Die riBetieiernnj des Baa- wahnunnvMcn». 16.30 Klaviertrios. 1. Srnetsna: Trio Q-Moll. op. IS.— 2. Reger: Trio C-Motl, op. 103.(Dr- James Simon, riflsel; Mas Rostal, Violine und Sela Trau. Vloloneell.) 17,30 Marmorsaal des Zoot. Gartens: WohltltlglceltskoBzert des Bandes der Aaslandsdeatsclien. 19.00 Säten und Abenteuer.(Sprecher: Dr.. Wolf Zocker.) 19.30 flelnrlch Pfeifter: Maslk and Handlang Im Tonfilm. 20.00 Begegnungen mit Schriititellem.(Sprecher: Hans Taslemka.) 20.30 Von Prag: Orehesterkensert Olrlg.: Otakat Jeremias. J. Jananeek: Concertino für Klavier mit Orchesterbegleitung. Glons Stepaneva-Koraowa.) — 2. Vomacka: Ücdergyklns; I9M. mit Orehesterbegleitnng.(Josef Meaak vom Vatljna'theater. Prag.)— 3. Zdenek fiblch: III. Sinfonie E-Moll.(Orchester des Ridlojonmap Nach des Abcadmeldonfcn bis 0.30: Tasgmasik. KSnigssvatterhaasen. 15.00 Caglisch. 17-30 Dr. Crnst Römer: Das Tanzlied.(Mitw.: Kite Wegner.-PeUer.) 17.55 Priv.-Dozeut Dr. Clauberg; In(ckiionskrankheittn. 18.30 Ose Lasker-SchOler liest eigene Gedichte. 18.40 Englisch tür Anftiiger. 19.05 Oppeln Bro.-ikowsU liest ans seinem Roman..Schlüssel und Schvert". 19,30 Dr. Fritzsche: Binnenfischerei und landwirtschaftliches N'otprogramm. 19.30 Dr- Pritsche: Binnenfischerei Und landwirtschaftliches Notprotramm. 30,15 Von Breslau; Aus der Hcemte. 2J.00 Von. Königsberg: Konten. 21.35 SchallpIatteB. Übrigen Erdteilen sah er aus naheliegenden Gründen oi) nur vier Pfund im Jahr« auf den Kops der Bevölkerung entfall«. 10 Tonnen Stahl werden verladen. In Amerika hat man einen„Selbstlader" erfunden, bei dem man zum Beispiel«in Paket Stahlblech«, die 200 Zentner wiegen, in wonigen Minuten auf einen Wagen laden kann. Dieser hat ein« Kippvorrichtung, deren eines Ende aus den Boden herabgelassen wird, um die Last auszunehmen. Di« Kippe besitzt oben Rollen, und eine mit dem Wagen verbundene elektrische Zugvorrichtung zieht nun dei Last, die allerdings eine gewisse regelmäßg. Form haben muß. verhältnismäßig schräg hinauf auf den Wagen. Die Kippe stelli sich daraufhin waagerecht ein. Der Wagen nmg also weiten'ahren. um seinen Inhalt an einer anderen Stelle abzuladen. Dabei kann man die Wippe wieder bequem benutzen, indem man den Ladevorganz entspreche no umkehrt. Süßigkeiten als Stärkungsmittel, Wei angestrengt zu arbeiten hat. fühll oft. besonders in den Nachmittagsfwnden,«in« starke Ermüdung Es hat sich nun er- «nesen. daß hier der Genuß von allerhand kleinen Süßigkeiten tressliche Kräfte verleihen kann. Es genügen dafür auch einige Stückchen Zucker, die kein Vermögen kosten. Ein amerikanischer Gelehrter hat Versuch« in diesem Sinne mit 20 Damen am Tele- phon angestellt. Dabei zeigte sich, daß Süßigkeiten am besten wirken, wenn sie einmal nachmittags, etwa zwischen 2 und 3 Uhr, gereicht wurden. Die südlichste Stadt der Erde. Die südlichste Stadt der Erde, die durch die Südpolexpedition Byrds aktuelles Interesse hat. befindet sich, wie Professor A. Wind- Hausen aus Cordoba in Argentinien in der Gesellschaft für Erd- künde in einem Vortrag ausführte, in Patagonien. Sie hat den Namen Punte Arenas und ist der Hauptort des chilenischen Terri- toriums Magalhanes an der Magelhoesstraße, die den Atlantischen mit dem Stillen Ozean verbindet. Sie liegt an der Ostküst« der Halbinsel Brunswick und war bis zum Jahr 1877 nur Verbannung,- ort. Die Hauptbedeutung dieser südlichsten Stadt der Erde lag früher darin, daß sie der südlichste Schisfshasen war, der durch seine günstig« Lag« an der Magclhaosstraße auch einen sehr reichen Schlsssverkehr aufwies. Die Magelhaesstraß» war ein stark be- fahrener Weg von dem Atlantischen nach dem Stillen Ozean, bis die Eröffnung des Panamakanal« der Bedeutung der Magelhaesstraß« al« Schiffahrtsweg sehr erheblichen Abbruch tat. Auf diesem am Süden am weitesten vorgeschobenen Posten der Zivilisation hat sich trotz der ungünstigsten Lage der Stadt ein ziemlich reges Gsschästs- leben entwickelt, da von hier aus nicht nur viel Holz ausgeführt wird, sondern auch Wolle und Pelzwerk, das die Indianer aus dem Innern des Landes nach Punta Arenas zum Vertauf bringen. Professor Windhausen wies übrigens darauf hin, daß zwischen Süd» amerika und der Antarktis früher eine Landverbindung bestand und erst in der letzten Periode der geologischen Entwicklung der Erde zerriß dieser Erdgürtel. In dieser Periode, in dem Quartär, erhielt der Südpolkonttnent seinen Eispanzer. Sonntag der Schwimmfeste. Arbeiterschwimmer in Magdeburg.— Das Hellasfest in Berlin. Gestern trafen in der Schwimmerhochburg Magdeburg die B e r l i n e r Arbeitervereine Eharlottenhurg und Freie Schwimmer Groß-Berlin auf die Schwimmerelite aus H i l d e 5 h e i m, L e i p- Z'S. Äalle,.Hannover. Deffau, Hamburg und Magd e bürg. Di« erstklassige Besetzung her einzelnen Wett- iampfe brachte ein Ringen um den Sieg in allen Kämpfen, her erst im Endkampf knapp, entschieden werden konnte, hervorgehoben werden mutz da? Figurenliegen, ausgeführt von der Magdeburger weiblichen Jugend, das durch die exakte Ausführung reichen Beifall fand. Die KX3<)-Meter-.C r a w l st a f f e l sah Magdeburg-Buckau-- Fermersleden in 2:3,7 Minuten vor Groß-Berlin und sechzig in Frynt. Im Crawljchwimmen über 100 Meter der �-Klaffe trafen die Freien Schwimmer Grotz-.Berlin und Charlottenburg auf den Äuirdesfestsieger Eger-hildesheim. Grühn xerpatzte den günstigen Start, konnte aber bei der ersten Wende gleichziehen. Nun kam ein Kampf zustande, wie man ihn selten zu sehen bekommt: noch bei hv Meter waren alle fünf Schwimmer auf der gleichen höhe, daim schoben sich Eger. Grühn-Charlottenburg und Schaumburg- Magdeburg vor. Erst der Endspurt, von den dreien mit aller Energie l>e st ritten, brachte ein Resultat zustande, das dem Verlauf gerecht wurde, gleichzeitig schlugen die beiden ersten an. Die Zellen: 1:8,8 Minuten für Eger, 1:8,9 Minuten E. Grühn-Charlottenburg' und 1:9,9 Minuten schwamm Schaumburg. Werrmann-Leipzig und Schobble-Grotz-Berlin folgten dicht auf. Das Frauenbrustschwimmon war eine sichere Sache für die Berlinerin Frohn in 1:41,4 Minuten. Jedoch konnte die Frauenjugendfiegerin Stender-Hamburg mit 1:37,8 Minuten eine wesentlich bessere Zeit schwimmen. Recht inter- essant war die Lagenstaffel. Der erste Lauf(auch der schnellste) sah Charlottenburg, ASB.-Leipzig, Magdeburg-B.-F., Groß-Berlin und Hannover am Start. Charlottenburg führte in der Brustlage. fällt aber in der Seitenlage zurück. Grotz-Berlin und Magdeburg holen in der Seitenlage auf. Der Rücken- sowie der Schluß- ichwimmer Grotz-Berlins verschaffen sich Vorsprung, den sie auch sicher halten können. Die Charlottenburger, die bis auf den vierten Platz zurückgefallen sind, holen auf und laufen als Zweiter ein. Zeiten: 5:15,6, 5:24,2 und 5:25,1 Minuten für Magdeburg. Groß- Verlin gewann die Frauenlagenstaffel überlegen i» 4:28,2 Minuten vor Dessau und Hannover. Magdeburg hatte in Schaum- bürg«inen gut veranlagten Schwimmer, der im Seiteschwimmen über 199 Meter in 1:18 Minuten über hqmpe-Grotz-Verlin (1:20 Minuten) und Wacher-Leipzig(1:21,8 Minuten) siegte. Ei« ichüner Kampf war das 200- Meter- Brust schwimmen. Bis zu 100 Meter wenden alle Teilnehmer gleichzeitig. Blochberger- Leipzig geht in Führung, dem sich Franz Grühn anschließt. Beide wenden gleichzeitig hei 150 Meter. Dann geht Grühn-Cbarlotten- bürg vor und siegt in 3:8,7 Minuten. Bsochbergsr 3:11 stnd Würdifch- Magdeburg 3:15 Minuten: Becker-Groß-Berlin folgte dicht auf. Die Crawl st afette 4X100 Meter sah Groß-Bersin und Magdeburg wechselnd in Führung. Die letzten Leute Berlins sorgten für«inen tnavpen Borsprunq, den sie halten konnten. 1. Grotz-Berlin 4;53Ä 2. Magdeburg 4:58,3 Minuten, 3. Hildesheim. In den Wasferballspielen am Vormittag spielten für die Jugend Leipzig-Llndenthal und Dessau 4: 1, bei den Männern Magdeburg-Altftadt— Lindenthal 1; 1, Hannover-— Dessau 8: 2, AWV.-Holle— Hildesheim 4■ 2, im Jueendspiel am Nachmittag ASB.-Leipzig— Hannover 1; 0. Das größte Interesse brachte man dem Hg uptf p it l Ch a rkö tt«n hu rg— AS L.» Leipzig entgegen. Leipzig, der mehrmalig« mitteldeutsche Meister. mutzte eine 4.: 2-(2: 0>Riederlage von den jungen Charlottenburgern hinnehmen. Di« bessere Kombination und die Schnelligkeit Char- louenburzs siegte über die körperlich stärkeren Pleitzestädter. Den: Spiel ha m b u r g-?-G rptz- B« r t i n fehlte das Tempo des «rsteren Spiels, jedoch war Fairneß dem Spiel zu eigen. Groß Berkin gewann verdient 4: V. Großer Erfolg für Hellas! Das Schwimmfest auf dem Wedding. Der Ar b« it« r» S ch w i m 1» v er e i n Hellas konnte mit feinem h u. n d e s 0 f f e n e u Schwimmfest wieder einmal«inen großen sportlichen Erfolg hncheit. Alle Konkurrenzen waren sehr stark besetzt: gingen doch, mspielsweiis beim Männer-Crawl- schwünmea Teilnehmer von nicht weniger gl? zwölf Vereinen an den Start, hinzij kam ein großer Publikumserfolg, denn trotz des. schönen Sonntogswetters war die festlich geschmückte Halle des Stadt ha des Wehdsng überfüllt. All einer Crawlstafette über 10X50 Meter wurde der Nach- mitlag eingeleitet, in der Hellas in der guten Zeit von 5 Min. 13,4 Sekunden siegte. In der darauffolgenden Männer-Bupstafetts über 4�?0 Meter für„Vereine ohne Winterbad" startete» Ebers- walde, Wittenberg«, Rowawes und Radeberg. Eberswalde sicherte sich mit 2 Mi». 50,4 Sek. den ersten Platz, um den zweiten kam«s zu einem schärfen Cndkamps zwischen Nowawes und Wittenberges Nowawes wurde schlietzltch Zweiter mit 2 Min. 51 Sek. vor Wittenberge mit 2 Min. 51,3 Sek. Besonderes Interesse beanspruchte die 8 X 100-D!eter-Mämier-Vruststafette. Hellas kam hier zu einem ziemlich überlegenen Siege. Union und Groß-Berlin stritten hart und.recht wechselvoll hin den zweiten Platz. Der Schlußmann von Union verhqls seiner Nianisichaft dann zum Erfolg. Auch in der 4 X lOO-Meter-Lagenstafette für männliche Jugend siegte Hellas in 5 Min. 40,4 Sek. vor Neukölln und- Dresden. Biel Beisatz löste ein 16er-Frau. enreigen des veranstaltenden Vereins aus, in dem viele neue und schwierig« Figuren gezeigt wurden. Zwei Wasser- b a s l s p i el« beschlossen das Schwimmfest. Hellas(Jugend) siegte über Dresden mit 7: 4(4: 0) uui) Radeberg war über Wittenberg« mit 7: 5(1: 1) erfolgreich. Eröffnunas.Erawlftasett«, lOXZQ Mcrer Männer nnd �nacnd: l. Lcllas 2. greibeit 5:42,8.— M-nn-r-Bruststalettc 4X50 Mctcr für Amine ebne Mnterkiad: 1. Ebersivalde 2:30.4: 2. iTowumcä 2:31.— Stfiöler&infl. schwimm«» 50 Meter intern:»> Mäd6>e»: l. GZenler 0:343:2. Ncubcrt 0:55,9: O) Knaben: 1. Saberland 0:474!: 2, Dabhert 0:49,9.— Weibl-ch« Inacnd.Laoen- Nalettc 8X5V Meter: 1. NenkrUn II 2:15,0: 2 ReutiAn I 2:40.— Männer. Vruftstasctte. Klais« 0, 4X30 1. JiculcDii 2:43�: 2. Charlott nburn 2:40.2.— Männliche, Annend-Srawlschwimmen 400 Meier, 14—10 Iabrc: I. Premloiy. lEberenmIdel 1:12.4: 2. Schräder iitrrViO 1:20.1: bl 16, bis 18 ss a b r«: 3. Richter Igreificit) l;i4.S: 2.(Oarske: Kellas) 1:17.— Männer» Kaqenftasctlr 4X100 Meter: 1. vclla-, 3:10,2; 2. Oirob-Berlin 5:3725.— Kinder- Bruitstasett« 0X50 Meler: 4. Lichtenberg 4. 32,3: 2, Reniölln 3:018.— Kürinrinaen, »l Jugend: 1. Polt«(Kellasi Pninlio, PlatziiNer 3: 2. Schmidt«Dre-denj 1594 Punkte. Rlotuiffn 6z bl Miinner: 1. Krabe!'Rcukölln).?2>4 Punkte, Pia«. Ziffer 3: 2. gischcr iNeiUMn), 20 Punkl«. V uxufier 6.— Männl-ch«, Nnaend- crawlschwimmen 200 Meter: 1. �chm'dl cDellgs» 2:49,0: 2. Polte cöellas» 2:524.— Knaben-Krawlllakrlte 4X30 Meter: 1..Zellas I 2:32.8: 2. Lichtenberg 2:35,5.— Ränn«e»Rü, Kigsse A. 100 Meter: 1, Pötig:Dre-den) 1:20,4; 2. Rcmmlrr iS-eBos') 1:21,8.— Männliche, Snn-nbschwimmen 30 Meter intern,») Brustschwimmen: 1. Megener 0:130: 2: Zabnkc 0:44,3: b> C r a w I s ch w i m m c n: 1.. Cchmsli 0:41.; 2. z-grtoz'g 0'48,3. v— Männliche ?.i,qenb.?aa«n»ai-»tc 4X100 Meter: 1..3cllgs 5:40,4: 2. Reutolln 3:45,9.- Männee-Brnstttas�de«X100 Meter: t.*«H«« 8:53,1: 3. ch>ro4eR«r«n 9:03.2.-- Männcr-SrawllPwiinmen. Kfaise B, 10" Meter: I. SYintrnfec Ikreu>bcrql 1:13,9;% Pariser(»crfrDiU 1:14.- Weibliche Brust it-icitc 10• 50 Meter iMeru: l. Hell», M»:32,3; Z. Hellas IV- 9:30L. t_ Arbeiter-Rasenspiele. Handball und Hockey. Wieder kenn an diesem Sonntag ein Ueberraschungsresi.ltat heraus: FTGB--Lüden muhte sich mst Polten in die Punkte teilen. Süden konnte bald das Führungstör erringen: Velten kam kurz vo? de? Pause zum Ausgleich In der zweiten Halbzeit konnte Süden wieder noch 15 Minuten Spielzeit in Führung gehen, mutzte sich aber kurz nach dem Wiedcranwurf durch die Ungeschicklichkeit des eigenen Torhüters ein Unentschieden gefallen lassen. Bei Süden sah man nicht die sonst gewohnte Arbeit des Sturmes, halblinks spielte sehr eigensinnig und verdarb dadurch so. manche Borlage. Bon den Veltenern rechnete jeder mit einem Siege Südens, aber kmzu sollte es nicht kommen. Veltens Torhüter erwarb sich die meisten Sympathien, meisterte er doch die gesährlichjten Situationen Schönebergs erste Frauenmannschaft konnte sich von FTGB.- Neukölln die Punkte mit 5:2(2: 1) holen. Gesallen konnten hier nicht die beiden Torhüterinnen, die sehr unsicher waren. Die zweite Frauenmannschaft mutzte von Süden 1 eine zweistellige Zahl, 12:0(0: 5). hinnehmen.— Schöneberg 3(Männer) und Trebbin trennten sich mit 8:0(1:0).— Freie Turnerschaft Wilmersdorf 1 hatte zum Serienspiel Süden 2 als Gegner. Wilmersdorf war ctwas überlegen und vollführte sichere Durchbrüche, konnte aber vor des Gegners Heiligtum nicht die Entschlußkraft zum Schießen aufbringen. Süden war etwas schneller beim Schietzen und konnte so bis zur Pause zwei Tore buchen. Erst in der zweiten Halbzeil zeigte Witmeredors ein flüssigeres Spiel, dadurch kam aber auch zeitweise de? Versuch einer körperlichen Arbeit zustande. Wilmers- dort gelang es in gleichmäßigen Abständen den Ausgleich herbei, zuführen und dann noch das Siegestor, also das Resultat auf 3:? herzustellen. Die Zusammenarbeit war bei beiden Mannsckasten gut.— Die erste Frauenmannschaft gewann gegen Süden 2 mit 4:1(t: v). Süden zeigte ein ungenaueres und zerfahrenes Spiel. Auf schwerem Boden und trotz Feldüberlegenheit verlor Nord- ring das hockeyspiel gegen Ostring durch unsicheres und sehlerhaftss Spielen des linken Verteidigers. Gleich bei Spielbeginn nutzte Ostring die Schwäche des Gegners aus und erzielt zwei Tore. Nord- ring gelingt es trotz großem Kampf nicht mehr, die Bortage auf- zuholen. Oftring legte ein gutes Tempo vor und war auch durch schnelles Starten immer etwas eher am Ball- Ganz besonders konnte ihr rechte? Läufer gefallen, der der Beste der Mannschaft war. Neben ihm ist noch der Torwächter zu erwähnen. In her Gesamtleistung jedoch gewann Ostring das Spiel durch geschickte Taktik, indem sie durch planvolles Abdecken des stets sehr gefähr- lichen gegnerischen Sturms alle gut eingeleiteten Angrifje Nord- rings zunichte machten. Nordring konnte nicht recht gesallen. Schwach war der Linksaußen, während der übrige Teil des Sturms oft zu lange zögerte, um«'nen zählbaren Erfolg zu erreichen. Gut waren der Rechtsaußen und der Mittelläufer. Eckenverhältnis 9: l für Nordring. Spartverein Moabit 1 gegen FTGB.-Mariendorf 15:1. Mit demselben Resultat, mit dem die Mariendorier das Spiel der herbst- serie gewann, verloren sie das Rückspiel. Moabit war im Gesamt- spiet tmrchmeg im Porteil. Stürmer und Läuser waren denen des| Gegners überlegen. Moabits Sturm war besonders angrijfslustig, Marietidorf wie immer, ist der Verteidigung am stärksten. Aus- gesprochen schwach war die Läuferreihe, die dem Spiel nicht ge- wachsen war und auch den Verlust einbrachte. Anzuerkennen ist, daß Mar-endorf trotz sthwächorer Besetzung und dem sehr schnellen Tempo perstand, das Spiel offenzuhalten. Weitere Resultate: FTGB-Ostring 2 gegen NardNNtz 2 7: 1. Nordring 3 gegen Ostring 3 3 i 2 und Frauenspiel Nordring gegen Ostring 1:1.— Die Spiel» aus dem Platz Ost sielen infolge des schlechten Bodens au». Wasscrfabrer im Walde, Waldlauf der freien Ruderer und Paddler. Gestern hielten hie Freien Ruderer und Kanufahrer im 1. Kreis de? Arbeiter-Tum, und Spsrtbundos ihren Waldlauf ab ISÖO Zuschauer sahen eine gute Werbevera astaltung für den Arbeitersport und insbesondere den Wassersport. Kurz nach der angesetzten Zeit, um 14.15 Uhr. rief der Starter die Frauen zum l000.Meler.cous. Der Laus mar fast geschlossen „Vorwärts* führte, wurde aber im Endspurt von Frau Proitze („Collegia*) überholt, die den Sieg für sich buchen konnte, hieran schloß sich der Lauf der Irgend über 1500 Nieter. 33 Teilnehmer stellten sich dem Starter. Sie gingen»,it der der Jugend üblichen „Schärfe* ins Reimen. Bei etwa 1000 Meter war das Feld jedoch «lseinandergerissen. Aeutzerst scharf war jedoch der Kampf inner- halb her Spistengruppe. Krause(„Vormärls*) ging als Sieger durch? Ziel. Größte Austnerksamkeit wurde dem letzten Lauf der Männer über 3000 Meter entgegengebracht, hieran bet-iligten sich äs Läufer. Leider ging dieses Rennen durch seine Länge gleich aus dem Gesichtsfeld der Zuschauer. Erst die legten 300 Meter konnten wieder beobachtet weiden. Sieger war hier Wendter vom „Sportverein Moabit*, hart bedrängt von Läubrich(„Vorwärts*). Den Schluß der Veranstaltung bildete das Handballauswahl- spiel, das eine Ruderer- gegen eine Kynufahrermannschast zu- sammenführte. Das Spiel setzte mit großer Lebhastlgkeit ein, gleich nach Beginn konnten die Ruderer das erste Tor schießen. Im Zu- sammenspiel waren die Ruderer im Vorteil, auch ihr Torwart kannte sich sehen lassen. Trotzdem gelang es den Kqnufyhrern, kurz vor der halbzei! zwei Tore für sich zu buchen. Die Ruderer ließen sich dadurch etwas aus der Ruhe bringen, es gelang ihnen aber doch, auch noch ein zweites Tor zu holen. Bei der Halbzeit stand das Spiel 2:2. Die Paus« benutzte bet Inisspartenleiter, Szuwan», zu einer kurzen Begrüßungsansprach« und um die Resultate der Läufe mitzuteilen. Auch die zweite Halbzeit der Hand- ballspieler begann in flottem Spiel. Die erste Zeit spielt« sich der Kampf fast nur vor dem Tor der Ruderer ab, so daß diese sich nur im Abwehrkampf befanden. Ihr guter Torwächter fing alle gutgezielten Bäl!« ab, so daß die Kanusohrer nichts werden konnten. Di« Ruderer kamen dann aber in ihr altes Fahrwasser» das Zu- sammenspiel wurde wieder sicher, sie jagten in kurzen Zwischen- räuinen drei Bqlle durch das Tar ihres Gegners und hatten das Spiel mit 5: 2 sicher gemonnen. Dies« Veranstalrung hat wieder gezeigt, daß in den zum Kirche stehenden Vereine» wirklich ernsthaft Sport getrieben wird. Resnltat«: 1000.M«l»».Lnus lü«?«»»,»: 1. Preis« iCalleaiäl 4:23..-. 2. La,»-- tPorwZrls) 4:80,3: 1 Shitl(?orwärts) 4:32.— 130».Metcr Lau, iüt .ZuäcnS; 1. Kraut« I Vorwärts) 4:59; 2. Bu-kchalr(Seltatitt) 4:59.1; s, O-uckbr'.- liollcora) 3:03— SOW-iBtUfSniil fnt Männer: t. W«»dl«r(äRsoOit) 0:01,1; 2. Läubrich(Pprroürt«) 9:03: 8. Jtcbat(ffr. P.-B. 1913) 9:09.— Bei i>«r Mann schaflswertuuq fteol? PB. GeHffiia in aiien brei Läuten.— Knuebail snewahl' t»i«l: 3:2(2: 2, fiir die Ruderer. Arbeiter-Wintersport, Bei uns und im Ausland. Der Kreis Schlesien ini Arbeiter, T.Pfli- und Sportbund hieü gestern in Langenhielflu(Eulengebirge) sein Z. Wintersport- fest ab, an dem über 300 Sportler aktiv teilnahmen. Trotz schlechter Schneeverhältmsse wurden gute Leistungen erzielt. Dem Springen von der Schanze wohnten über 1000. Zuschauer bei. Sieger im Laugtaus über 12 Kilometer wurde Sender-Schreiberhau in 58:32,5 Min. Er gewann auch den 300 Meter hindernislaui in 4:36 Min. Im ö-Kilometer-Laus für Iugeichsiche wurde Ärauß- Schreiberhau mit 38:37 Mi». Bester. Trotzdem die Perhältnisse zum Springen von der Schanze nicht sportgerecht waren, wurde ein Sprung von 25 Metern erzielt. Die Bezirk« Leipzig, Chemnitz, Mitiweida. Plaue», Burgstädt- Limbach, Zschopau und Erzgebirge des Kreises Sachsen im Ar- beiter-Turn- und Sportbund hielten jn O b e r w i e s e n t h a l bei günstigen Schneeverhältnissen, guter Organisation und starker. Bc- teiiigung ein gemeinsames Wjnterspor-tsest ah. Sieger wurde im 11-Kilometer-Laus Lein-Brestenbrumi in 54:55, si Min.: 8-Äilameter- Lauf Theinol-Johann-Georgenstadt in 32:30 Mjiz.?'2-Kllometer- Hindernislauf Hoyer-Leipzig-Mockau in 6:8 Min.: 5>Ailometcr Laui sür Sportlerinnen: Schulze-Johaiin-Georgensiadi in 15:38 Mi». Eishockey- und Handballspieler in Lettland. Die Reise von Mannschaften des Arbeiter-Tuni- und Sport- Hundes nach Lettland verdient insofern Bedeutung, weil sie die ersten international»» Wetttqmpfe in Eishockey und handl'oll zwischen dem Arbeiier-Turin und Sportbund und dem lettischen Arbeitersport- und Schutzhund austrugen. Erfreulich ist dabei das gute Abschueiden der deutschen Eishockeymannschaften, die sich gegen die aus Grund besonderer klimatischer Verhältnisse spielerisch besser gestellten Letten gut schlugen, Technisch zeigten beide Mannschaiten ein ausgeglichenes Sviel. In den Läufen wajjpn die Lette» hervor- ragend. Das starke Tempo hielt bis zum Schluß an. Djs de, Uschs Mannschgit War unermüdlich, ihr Torwart hielt di« ichwierigs'en Sachen. Das Spiel war gut besucht: unser- den Zuschauern befand sich auch de? deutsch? Volichajter. Ergebnis 1: 0 für Letflgiid. Bei dem Eishockeyjpiel Riga gegen Königsberg g«. wann Riga durch schnellere Läufe uich energische Tprschüii». Kömgsberg spielte lehr aufopfsrich. verlpr aber 3:6,, ' i i- Deutscher Sport! Massenbeteiligungen und geneppte Städte, Das große Magdeburger Hallensports«!« der bürgerlichen Rekordleulc soll das„bisher größte im deutschen Hallensport* gewesen lein- 259 Einzelkämpser, 400 Stassellänfer und 250 Vorführende„erragien oh ihrer großen Kämpl« und Leistungen frenetischen Beifall*.--- Auf dem hallensportfest der Berliner A rb c ite r sp a s i t« r waren„nur'' M Emzelkämpser eus 80 Vereinen und dazu die Mgsse d«r Teilpehiner b«! den Vnr> iührungen und Stzisieln vertreten- Di« 10 X50-Meter Pendel- stqfette sah allein 8? Mannschaften, also 870 Lauser am Ssart! Allerdings pflegan die Arbeiteriportler im bssonderen den M a i s e n- s p p r t l Es wird die Stadt gesucht, die für die bürgerlichen deutschen Möisterjchastcn ISZOöi« größte G g r g» f i e s p m m e stell'' Die deutsch« Svurtbehärde sür Leichtathletik will mit ihren Meisterschaften natürlich ein Geschäft machen, Nprddeiitschkmid soll nach der hirrni;-, mäßigen Vergebung de» Austragungsort stellen. Weder Hannover. noch Kassel können 20 000 M. Garantiesumme stellen, bei allem Meisterschaften 1930 hie größte Garantiesumme ftesti! Di« DSB. hofft, in Berlin«in größeres Geschäft machen zu können, sollen die Meisterschaften in die Reichshauptstadt verlegt werden. Wenn auf der Tagung des Norddeutschen Sportperbanp«» der Kor- sitzende das Verhalten der DSB. als größte Unsportlich« keit bezeichnet, so ist dies ein Urteil der eigenen Gelinnungs freunde über die Praktiken der D«V Die Stadtverwaltung von hannpver soll die Absicht haben, die Angelegenheit dem deutschen Städtetag zu unterbreiten, um für die Zukunft zu verhindern, daß die Städte von der deutschen Sportbehörde für Leichtathletik aus G e w i n n g b st ch t e n gegeneinander ausgespielt werden Tennis- Borussia verliert 1:? gegen 1. FS. Nürnberg. Einmal mehr hatte man gestern Gelegenheit, Hie pielleicht best« Fußballmannschaft, die..Sttchlfauth-Mannichast* au- Rümbera. im Fmmdschastsspiel gegen rennis-Vorussig spielen zu sehen. Objektiv muß man anerkennen, daß das Spiel lebhaft und äußerst interessant war und vor allen Dingen bis aus einige Faut» des Tcnnis.Rechts- außen Schröder vorbildlich jair durchgeführt wurde. Mgn sieht, die aus den Meisterschaftsspielen gegen hertha-BSE. ga>>z als„roh* verschrienen Süddeutlchen können auch so. Eine glatte Niete war der Schiedsrichter Dischereit, dessen Entscheidungen stets erst zu spät und sehr oft falsch waren. .zehn Zentimeter Neuschnee ays 70 Zentimeter Alrschnoe meldet das Nqturfxeundehaus aus der Kämgshöh«(850 Meter) bei G a h l g n z in Böhmen. Im schönsten und schneesichersten Teil des Jsergebiroes gelegen bietet es voll« Penflon für 8,25 M. täglich. Nähere Auskunft erteift das Reisthüro d«« Tsuristenverein»„Die Naturfreunde. Bervn R. 24. Jecha mü«st». 14/15. Ruder»»«!».«onnärt«*. Montau. 17. ffrbruar. 2014 Vi»! SAwinutu# g'obtbad Paerwaldstraß«. DIenstaq. W. ff«bru«r. 19 Uhr: Sninnnftik, Zum- Ixittc öoTeifttoSe. 19 Uhr;«udcrn der Ansängerqbjstilung I. 20 Uhr: Ruher» dor ffrau«nabt«>lu»-i. Mittwoch, i». ffebeuar. I»(4 Uhr: Rud««» d-r?i:ä-nS, olaeilu»».>9:; Uhr: Walälausträining Pom Bootshau«. 2» Uhr: ffrauenr,«!. fnmmlunä bei Sollmänu. Tr«0toip. Klelholiftr. zs. donnerstaq. zo. ffeliruur, 19 Uhr:«ubern dir ätt»r«n Mavuschafleu. ffreitärt, 21. jftdroqr. 19 llhz; -?ufcettt d»r Aufäua-rub'-iluna It. 20 Uhr: Rudern ixt ffiouenobteilunu SDunta«, 23. ffebtuet:«pirlfahrt sämtlicher LanÄballmannIchotton mit»ötleu nach Brandend urq. Abfahrt«44 Uhr Potsdamer Bahnho,..7.t::l>>-h:itz-ia. Im„schlcsischcnVicriel Kindheitserinnerungen einer alten Berlinerin. a Mr geben hler Kindheilserinnerungen unserer alien Ge- nossin Emma Döltz in ihrer urwüchsigen Arische wieder. Bewohner von Berlin-Südost werden sie mit vielem Ver- gnügen lesen. Du, mein« liebe, alte Vaterstadt Bertin, wollen wir beide uns nicht einmal von alten Zeiten unterhalten? Na, na, du brauchst gar nicht so dein« Mauerkrone zu schütteln, ich will dir kein« Perle davon abstoßen. Wenn einer Ursache hätte, wegen seines Alters zu erröten, so wäre i ch' s doch. Du aber mit deiner Lichtreklame, deinen donnernden Zügen, deinen nervenaufregenden, lebensgesähr- lichen Straßenübergängen, deinen schlau kbeinigen Mädeln, d u bist nicht etwa jung geblieben— nein, du wirst ganz ohne Steinach immer jünger und jünger. Wenn dabei auch noch manches„Tinnef" ist, ich sehe einen Similistein an einem hübschen, jungen Hals noch immer lieber als ein Brillantkollier auf vertrockneter, gelber Haut. Denn ich liebe dich, mit deinen sachlichen Neubauten und trotz deiner Wohrchöhlenl Aber weißt du noch, wie du vor sechzig Iahren aus- sahst? Wir wollen uns doch mal au das„s ch l« s i s ch e Viertel" von damals erinnern. Was für ein« herrlich« Sandwüst« war der Lausitzer Platz! Freilich hinderten zwei Holzp'.ätze und«in« Alteisenhandlung die frei« Aussicht. Die kleine Holzkapelle war für u« Kinder nur soweit interessant, als man Sonntags mal hinein- wischen und die alte Chortreppe erreichen konnte. Wenn man sich dann am Geländer festhielt und ordenllich wippte, knarrt« und kreischte das alte Holz jämmerlich. Leider war die Freude kurz, denn wenn man nicht sehr flink ausriß, wurde man vom Küster unsanft hinausbefördert. Abends aber wurde es geradezu auf- regend. Da kam von dem Gaswerk in der Gitfchiner Straße bis zum Görlitzer Güterbahnhof ein richtiger Eisenbahnzug durch die Straßen gefaucht. Vorn ging«in Mann mi» Laterne und Klingel, wohl um Neugierige zu warnen, und im Schrittempo keuchte der Kohlenzug hinterher. Die Wrangelstraße war ganz vornehm, denn sie war richtig aufgeschüttet und sogar gepflastert. Aber die Seitenstraßen! In der Sorauer Straße und der Lübbener Straße, die ich als Kind nie anders als unter den Bezeichnungen„Die Wolfs. f ch l u ch t" und„Die Mücken" kannte, waren in der Gründerzeit überall nur Hinterhävser gebaut worden. Di« Polizei verlangt« bei Aufführung eines Vorderhauses die Auffüllung des Terrains und Anlegung eines Bürgersteiges. Also wurden nur Hinterhäuser ge- baut, und in der heutigen Straßenfront standen die sogenannten Toiletten und Schweine-, Ziegen- und Kaninchenställ«. Ach, war da, eine schöne Rutschbahn von der hohen Wrangelstraße in die von Hühnern belebte Rinne der„Wolf-schlucht" hinein! ilrtb dann die Oppelner Straße! Dort standen schon vielfach die Vorderhäuser und konnten mit ihrem Bürgersteig protzen. Nur manchmal unterbrach ein unbebautes Stückchen Land oder ein Kohlenplatz die Reihe, Dann ging's plötzlich schräg Hinunter, drei Meter tief. Unten machte man em paar Sprünge über hingeworfene Steine, die besonders bei schlechtem Wetter unentbehrlich waren, und danach wurde wieder in die Höh« geklettert. Doch das Schönst« war der Damm! In ihrer ganzen Länge war die Oppelner Straß«, nur von der erhöhien Wrangelstroße unterbrochen, von einem tief- liegenden See ausgefüllt, der im Sommer zum Sumpf und im Winter zur schönsten Eis- und Schlitterbahn wurde, auf der sogar den Holzpantinen der schönste Dünnschliff beigebracht wurde. Sämt- liche Hausbesitzer zusammen mit allen Laden- und Geschäftsinhabern schickeben Petitionen, aber nichts geschah. Geschäftstüchtige Krämer und Destillateure ließen manchmal ein paar Fuhren Erde kommen und schmale Steige von Bürgersteig zu Bllrgersteig aufschüt'en. In der Mitte wurde eine Oeffnung freigelassen, durch die das Wasser ungehindert hindurchfließen konnte. Mitleidige Seelen stifteten dann und wann ein Brett zur Ueberbrückung des Kanals, doch nach ein paar Tagen war es entweder abhanden gekommen oder wir Kinder benutzten es als Kahn und schwammen mit ihm lustig auf dem trüben Wasser umher. Es kam der nasse Sommer 1873 und am Oppelner Damm gab's .Hochwasser". Die Zwischensteig« wurden weggeschwemmt. Frauen, die auf der anderen Strahensei'e etwas einkaufen wollten, mußten den Umweg über die Wrangelstraße oder über das Schlesifche Tor machen. Da erlebten wir eine Sensation! Eines Morgens lag ein richtiger Handkohn, wie ihn die Spreezillen nachschleppen, auf dem Wasser der Oppelner Straße. Ein alter Fährmann plät- scherte lustig umher und sofort hatten die Frauen begriffen. Wer drüben für einen Dreier Suppengrün holen wollte, benützte die Gelegenheit zu einer Kahnfahrt. Die Hände wurden als Laut- Verstärker an den Mund gehalten und so schrie es von allen Seiten! „Fährmann hol' über!" Daß man auf dem seichten Wasser nicht richtig rudern konnte und sich nur mit der Pätschel weiterstieß. erhöhte noch das Vergnügen. Denn dabei gab's ein wunderschönes Schunkeln mit dazu gehörigem Gequietsche. Nicht nur aus den Nebenstraßen und den angrenzenden Vierteln, sondern auch aus der Innenstadt bekamen wir Zuschauer und manchmal auch Mitwirkende bei dem Vergnügen. Aber eines Tages erschien«in Gerichtsvoll- zieher in Begleitung von vier Pickelhauben und verstegelte den Kahn. Bis zum späten Abend stand ein Schutzmann Wache und muß'« alle Berultungen über sich ergehen lassen. Dann kam die Nacht, eine rabenschwarze Nacht. Eine Petroleumfunzel brannte nur an der Ecke der Wrangelstraße. In dieser Nacht verschwand der Kahn. Doch geholfen hatte die Sache mehr als all« Petitionen, denn nun ging es wirtlich mit der Aufschüttung der Straße los. Eine Zeitlang war sie für uns ein wundervoller Buddelplatz. Wollten wir Kinder aber„murmeln", dann ging es zum Schlesischen Tor. Da stand bis zur O b.« r b a u m b r ü ck e hin noch ein Stück der alten Stadtmauer und an ihr war ein« Murmelkute neben der anderen. Die alte, dicke Mauer war schon ganz schief und baufällig. Hin und wieder trieb uns ein gefühlvoller Schutzmann weg mit dem Hinweis, daß uns.choch noch die ollen Klamotten alle Knochen im Leibe kaputt schlagen würden". Aber im Handumdrehen waren wir wieder da. Die Mauer hatte ja schon so lange schief gestanden wie wir sie kannten. Weshalb sollte sie jetzt umfallen? Bielleicht wäre es doch noch zu einer Katastrophe gekommen, wenn nicht wieder ein Spaßvogel ein- gegriffen hätte. Im Wallnertheater sang der damals so beliebt« Helmerding über diese Stadtmauer: „Nu läßt der Mogistrat sie stehn, Bis sie von selber fällt. Na det kann sie ja, det kann sie ja, So ist je ja gestellt!" Nachdem die Strophe eine Weile von jung und all gesungen worden war, wurde die Mauer abgetragen. Lmm» Oölu. Die Not der Junglehrer. 25000 Scholämtsbewerber stelken'oS. Der preußische Kultusminister hat dem Landtag ein« Uebersicht über die Zahl der stellenlosen S ch u l a m t s b e w e r be r in Preußen nach dem Stande vom 15. November 1929 zugehen lassen. Danach beträgt die Zahl der Bewerber und Bewerberinnen ins- gesamt 25 146. Sie setzt sich zusammen aus 9674 evangelischen Bewerbern, 4224 evangelischen Bewerberinnen, 6896 katholischen Be- Werbern und 4352 katholischen Bewerberinnen. Vorübergehend im Schuldienst beschäftigt sind 14 944 Bewerber und Bewerberinnen, während 19 292 noch ohne Beschäftigung im Schuldienst sind. Der Hundertsatz der Bewerber und Bewerberinnen von der 199 465 be- tragenden Zahl der LeHrer-(innen)st«llen überhaupt beträgt 23,9. Wozu denn Arbeiterfurse! . Kommunisten gegen sie, zusammen mit Bürgerlichen. Vor mehreren Tagen mußten wir aus einem Stadtverordneter». ausschuß melden, daß in ihm die Magistratsoorlag«, den Arbeiter» ku rse n in Neukölln für das Jahr 1929 nachttäglich 37 390 Mark als Zuschuß zu den Personalkosten zu bewilligen� keine Mehrheit erhalten hat. Für die Magistratsoorlag« hatten nur die Sozialdemokraten und ein Mitglied der Demokraten gestimmt. während ein Zenttumsvertreter sich der Stimme enthielt und mit den anderen Bürgerlichen di« Kommunisten g« schlösse» die Bewilligung ablehnten. Die Kommunisten habe» jetzt die Freude, daß bürgerliche Zeitungen zu dem ablehnende» Beschluß des Ausschusses befriedigt ihr Ja und Amen sagen und über den Neuköllner Stadttat Löwen st ein herfallen, weil er di« Arbeiterkuers« eigenmächtig weitergeführt habe. Ei» Organ der Deutschen Volkspartei, die„Deutsche Allgemeine Zeitung". klagt über„Diktator Löwenstein" und der deutschnationale„Berliner Lokal-Anzeiger" nennt ihn den„roten Stadttat als Souverän". Der Dezernent des Neuköllner Schulwesens, Stadtrat Dr. L ö w e n st« i n. dem wir die Schaffung und Weiterführung der Neuköllner Arbeiter» turse zu danken haben, ist diesen Kreisen verhaßt, das versteht sich von selbst. Aber das Geschrei über den„Diktator" und de» „Souverän" ist durchaus unberechtigt. Daß der Zuschuß zu den Perfonalkosten erst jetzt„bewilligt" werden soll, ist nur auf ein Versehen der Kämmerewerwaltung zurückzuführen. Der Betrag stand im Neuköllner Haushaltsplan als Einnahm« und wurde durch die Etatfestsetzung genehmigt, er fehlte aber in der Aufstellung der Ausgaben der Kämmereiverwaltung. Es war daher ganz in der Ordnung, daß Neukölln den durch den Haushaltsplan bewilligten Betrag ausgeben zu dürfen glaubt« und di« Arbeiterkurs« weiterführt«. Deutschnationale und ihnen oerwandt« Kreis« denken allerdings:„Wozu d«nn Ar- beiterkurse!" Und es scheint, daß Kommunisten ebenso denken._ französische Gaargrubenpoliiit. Lahmlegung des SaargebielS. Saarbrücken, 17. Februar.(Eigenbericht.) Die französische Bergwerksdirektion des Saargebiets hat den Gewerkschaften mitgeteilt, daß sie sich angesichts der Wirtschaftslage mehrerer Gruben gezwungen sieht, 4990 Bergarbeiter künftig statt an der Saar in Lothringen zu beschästigen. Di« Bergwerksdireklion begründet ihre Absicht u. a. damit, daß täglich 3999 Tonnen Kohle auf Halden gestürzt werden müßten. Di« Tendenz der Franzosen, dem lothringischen Kohlenbergbau tüchtige saarländische Bergarbester zuzuführen, für die große Siedlungen bereits gebaut bzw. teilweise noch im Entstehen begriffen sind, und damit dem lothringischen Bergbau aus kosten de» saarländischen Bergbaues Vorteile in der Belegschaftszusammen- setzung zu verschaffen, ist aus dieser Maßnahme ebnso ersichtlich, wie die andere französische Tendenz, an der Saar nur noch den aller- profitabelsten Abbau zu betreiben und im übrigen dem lothringischen Bergbau den saarländischen Absah in Frankreich noch vor der Rückgliederung so weit als möglich zuzuschanzen. Gegen Gewerkschastsverknöcherung. Zieorganisation des amerikanischen Bergarde tei Verbandes. Die Gewerkschaftsführer des Staates Illinois haben einen Aufruf zur Reorganisation des amerikanischen Bergarbeiter- Verbandes und zur Abhaltung einer Verbandstagung am 19. März in Springssield erlassen. Es handelt sich um eine Sonderaktion einer großen Gruppe von Gewerkschaftsführer, die sich gegen den gegenwärtigen Präsidenten Ion Lewis des Bergarbeilerverbandes richtet. Lewis wird Mangel an Tatkraft vorgeworfen. Darauf wird es zug'eich zurückgeführt, daß der Bergarbeiter- verband in den letzten Jahren außerordentlich stark an Mitgliedern verloren hat. <) (> (> Tlisatsi', Lichtspiele usw. Montag, 17£ staais-opor Unter d. Linden W-A. Mi Hl 7 Jahm-Ji-y. So. 45 20 Uh- La Wala Enden. 22' j Uhr Montag, 17. 2. Stadt Oper Bismarck str. 20 Uhr fietfio seoe WIME] Endegei22»/iU. Staats-Oper -z Uhr Tägl. 5 u. SVj Uhr. Berhat ossa 9256 Pr>-8 M. Wochentg. SU. 59 Pf.-3 W. Co» Coileano, 4 Bronctts und weitere«rm 1. Male in Europa gezeig e S p i tze n 1 e i st u n g e n lag,.» u. aio fonB*."-.SB B! A ex. E 4, 8066 iNIERKATION. VARIETE 3llgtevoil$t8nd. neues Programm 6.45«di, eiiti. uns, Kanman sriantn j Casi-Familie, Jung-China. 2 Elliet's. I Marika Rökk, 9 Allisons usw. usw j GROSSES SCHAUoPiELHAUi) 8 Uhr, 3 Musketiere Regie: ERIK CHARELL A SOBBtaB namm. onoek. raltis Pi. Diraktian Dr. Martin Zicknt WZM Komische Oper Fnailrichstr.l 1)4 Marko, 1401 4330. Nach vollständisem Umbau Täglich 8t. Uht Hulla di Bulla Schwank von Arnold und Bach mit Guido TiifcJscJter, Schulz Schrot*.> urg, K Idebrand. Watter Fans, Flink. Behmcr. Wensk Luslsplelhaus S1� Fricdrichstj. 236. Bcrgiuaan 2922 23. IMS tili stii melieii midi. Riemann- Ha ade. Vorvorkau. In beiden Häucorn ab 10 Uhr ununterb'ochen. iheaten.«. Benrenstr. 53-54 A 4 Zentrum 926-027 Direktion Balpa Ar. har Roberts »k Uh- ... Vater sein, ltojjegensetir Sonntag auch nachm. 4 Uhr ,ha!bt Pr.) Berliner|ktK-TnO Naukdila.<8* Reichshallen-Theater Abeoiis OD sooa as oadun. 03 tax viLäftTUura fcftr.-ProaiaBnii der Sietflner- Sänger Preise 60 Pfg bis 3 Mk Zent um 11263 ' Bauet laos halbe Preise. Cönro" Prot»': 10 it. munirnrn' PB'knrMirUKtsier. Tanr. VoiHsbUhne Hinter im üülowplatr. 8 Uhr UrauffQhruns Apollo. BruimeiistraBe Volksstdck von CroBmann und Hessel. Mnik: IhK Kairhn. e«lir Jertm Fihlhn. itaatLSdiiller-Tli. 8 Uhr Fiorian Geyer i Dealer am ZwINDaaentamii! .»U Uhr HIMlemM Staatsoper Am PL d Republil 8 Uhr Der{liegende Hoiimde? össisto Met .3.1 Morden 12 31, Tägl«>.. Uhr Oer Kaise? V.Amerika von Bernard Shaw Regu Max Reinhard! fiamriierspiele 0.1. Norder. 12 310 8 Uhr Der Kandidat von Catl Sternheim Itjit: Bui Hunt» Die Eomddie Ii Bismck.2414/7516 Viciorta von S. Maugham Regie via* Reinharde Musik: Misch« Spolxaasky., Sarnowsky- Ahlten Theater t» aar tüniggrStzar Straf« Tänlich»k Uhr Protessor Bernhardt von Arthnr SdmitzliT Rtgis: Victor Biroomty Komödienhaus Täglich 8** Uhr Oer Lügner und d e Nonns von ClITI eCQ Opereltentisns Alte Jakobstr 0/3? (Zentral• Theater) Täglich. uht Die Fledermaus mit Gustav Mauncr Lesstng-Tlieater Norden 10846 Täglich 8 Uht Affäre oreytus von Rehflscb und Herio-» Komische Oper Friedrichstr. 104. Merkur 1401'4330. Allabendlich S'.'iU. lila Iii Mk Sdnriai im Amslt eni Cath Lustsdiemaus Friedrichstr. 236 Bergmann 292223. Täglich S1» Uht Liebe auf den zvelten Blick Kleines Theat. Merkur 1624 T5g:. SV. Uhr BerWalzer vor beute Nacbt! Erika Glässner, Hi de Wörner, Hefmano.