Nr. 69. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fern precher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Von Rechts wegen. Einer der wunderbarsten Rechtssprüche, die Deutschland in den letzten Jahren unter den vielen wunderbaren Rechtssprüchen erlebt hat, ist der Rechtsspruch des Berliner Schöffengerichts in der sogenannten Diebstahls angelegenheit Zetsche Hillert Tschennert. Diese drei Angeklagten wurden, wie unser Bericht über die Verhandlungen bereits mittheilte, zu je 6, 3 und 1 Monat Gefängniß verurtheilt wegen Diebstahls eines werthlofen Stückes Papiers. Sonnabend, den 21. März 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Zehn Monate wegen der Wegnahme eines selbst vom nachzuweisen, daß dieser wegen der von Ankläger als werthlos anerkannten Stück Papiers, das ihm an armen Negern begangenen Schanderinnert an die Zeiten, in welchen ein Angeklagter wegen thaten durch keinen Paragraphen des Diebstahls eines wirklichen Werthgegenstandes mit dem Strafgesetzbuchs erreicht und zur VerTode bestraft wurde. antwortung gezogen werden könne. Wahrlich ein vernichtenderes Urtheil über unsere öffentlichen Zustände kann nicht gefällt werden, als es durch diese Verurtheilung in dem einen und die Unverfolgbarkeit in dem anderen Falle geschieht. Dem Oberstaatsanwalt und gewissen anderen Leuten mag diese Verurtheilung als eine große Genugthuung ers scheinen. Das Volk urtheilt anders; cs sucht in diesem Rechtsspruch nur einen neuen schlagenden Beweis, in welchem unüberbrückbar tiefen Gegensatz sich nach und nach unsere Rechtsprechung zu den allgemeinen Boltsanschauungen stellt. N Wir sind überzeugt: Hätte der Oberstaatsanwalt Drescher am Donnerstag die Fälle Leist, Wehlan, Peters vor Augen gehabt, seine auflodernde sittliche Entrüstung gegen die Betsche, Hillert, Tscheunert wäre vermuthlich etwas weniger heftig zum Ausbruch gekommen. Aber der Zentrumsabgeordnete Gröber hat wieder einmal Recht behalten. Die Sozialdemokratie hat ein Schweine glück." Die eifrigsten und hervorragendsten Stüßen dieses Muster- und Rechtsstaates sind wider Willen gar häufig seine eifrigsten Unterwühler. Dank Euch Ihr Herren, daß Ihr so eifrig und fleißig unsere Geschäfte besorgt. * Daß man diese Angelegenheit zu einer Haupt- und Staatsaktion aufbauschen wollte dafür spricht das un- Man mag über den Fall der Wegnahme eines begewöhnliche Vorkommniß, daß die Vertretung der vor das druckten Stückes Papier, dessen Inhalt so wie so für die Schöffengericht verwiesenen Anklage der Ober- Deffentlichkeit bestimmt war, denken wie man will, ein staatsanwalt Drescher selbst übernahm. Wie sehr Urtheil, wie es das Schöffengericht in dieser Sache aus man im Bublifum unter dem Eindruck steht, daß die bei diesem sprach, flingt an eine Rechtsprechung an, wie sie sonst nur Falle aufgewandten Mittel im umgekehrten Verhältniß zum vor politischen Ausnahme Gerichtshöfen Werthe der Sache stehen, dafür spricht am besten die Thatsache, vorzukommen pflegt. daß in einer ganzen Reihe bürgerlicher Blätter die Ansicht aus- Die Verurtheilten find wegen Diebstahls" hart bestraft, gesprochen wurde, man habe die Angelegenheit deshalb vor das aber das Urtheil des Volkes lautet anders. Niemand wird Schöffengericht und nicht vor das Landgericht ver in den Verurtheilten gemeine Menschen sehen, denen, wäre wiesen, weil man das Kammergericht und nicht das Reichs- es dem sittlich entrüsteten Oberstaatsanwalt nach gegangen, Aus juristischen Kreisen geht uns nachfolgende Buschrift zu: gericht als letzte Instanz wünsche. In jenen Blättern auch noch die Ehrenrechte hätten aberkannt werden müssen. Das vorgestern in Sachen der vorzeitigen Veröffentlichung wurde nämlich ausgesprochen, man sei in zuständigen Welcher Gegensatz in der Auffassung von Recht und des Gnaden- Erlasses durch den Vorwärts" ergangene Urtheil Kreisen der Ansicht, im Falle einer Revision beim Kammer- Gesetz! wird nothwendig in allen Kreisen, in welchen man die Fähigkeit, gericht sicherer zu fahren wie beim Reichsgericht. Hier werden drei Männer, die sicher glaubten, selbständig zu denken, sich erhalten hat, aufs höchste beDer Ober- Staatsanwalt Drescher hat zwar die An- keine verbrecherische Handlung zu begehen, als fremden und schwerlich einer beifälligen Aufnahme begegnen. gaben dieser bürgerlichen Blätter auf das energischste Verbrecher angeklagt und schwer bestraft, obgleich Auch dieser Prozeß hat ein eigenartiges Vorspiel. Nach der dementirt und wir zweifeln nicht, daß er formell durchaus sie selbst von ihrem Verbrechen" nicht den geringsten Darstellung des die Anklage vertretenden Oberstaatsanwalts vor Straftammer, welcher die Verhandlung recht hat. Aber auch das formell begründeste Dementi persönlichen Vortheil, und andere nicht den geringsten hat die sollte, bie Sache an das Schöffengericht vermag Meinungen und Ansichten, die sich im Volts- Nachtheil hatten. Aber wenige Tage zuvor saßen ebenfalls stattfinden bewußtsein einmal festgesetzt haben, nicht zu beseitigen, und drei Männer auf der Anklagebank vor dem Forum des verwiesen, indem es als ausschlaggebend den Werth des Stückes Papier ansah, aus welchem jenes ominöfe Exemplar bestand; so stehen wir nicht an, unsere Ansicht dahin auszusprechen, Reichstags und der ganzen gesitteten Welt, der gebas Schöffengericht dagegen hat den Tauschwerth dieses daß der Herr Ober- Staatsanwalt für sein Dementi recht mein sten, schuftigsten und entwürdigendsten materiellen Substrates außer betracht gelassen und den entwenig Gläubige gefunden hat. Handlungen und Verbrechen angeklagt, scheidenden Nachdruck in der Bedeutung des auf dem Papier abWie zu erwarten war, suchte in seiner Anklagerede die ein Mensch begehen kann, und für sie gedruckten Textes gefunden. der Oberstaatsanwalt durch den Ausdruck sittlicher Ent- hat sich kein Staatsanwalt gefunden, der Wie die Sache auch immer sich zugetragen haben mag, rüftung über die Handlungsweise der Angeklagten und im Namen der Menschlichkeit, der Sittlich die praktische Folge ift die, daß die endgiltige Entscheidung ihrer Hintermänner, womit er deutlich auf die Redaktion feit und Moral eine Auflage erhob, weil, in der Revisions- Instanz von dem Straffenate des Kammerdes Vorwärts" anspielte, zu ersetzen, was ihm an that wie der Herr Justizminister ausführte, die gesegliche Hand gerichts ausgehen wird einem Kollegium, in welchem fast durchweg ehemalige Staatsanwälte sigen, und das eben deshalb Aulus sächlichem Anklagematerial abging. Vom Gesichts- habe fehlte. Agerius in einem Aufsehen erregenden Artikel der„ Preußischen punkte der Moral" aus donnerte denn auch Herr Diese drei moralisch Verurtheilten, aber kriminell nicht Jahrbücher" für ungeeignet erklärt hat, in Straffachen als höchste Drescher im tiefsten Brustton sittlicher Entrüstung gegen die faßbaren Angeklagten: die Leist, Wehlan und Peters, preußische Justanz zu fungiren. Nun freilich befizen auch die Angeklagten und ihre Hintermänner los, als sei eins der laufen noch heute als freie Männer erhobenen Hauptes Straffenate Reichsgerichts feineswegs eine aus= größten Sittlichkeitsverbrechen, deren moralisch verkommene einher und höhnen über diejenigen, die ihre Schandthaten gesprochene Neigung zu gunsten des revidirenden Angeklagten Menschen fähig sind, begangen worden. Und er setzte auch brandmarkten. in politicis, allein hier liegt noch ein besonderes Moment durch, daß, nachdem das Schöffengericht das Delikt des Ein wunderbarer Zufall aber will es, daß derselbe vor. Im Band 11 Seite 208 ff. der Entscheidungen des ReichsDiebstahls als vorhanden bejaht hatte, der juristische Vor- Oberstaatsanwalt, der mit Aufwand der höchsten sittlichen gerichts in Strafsachen findet sich nämlich ein Urtheil abgedruckt, sitzende des Gerichts ein Strafmaß diktirte, das faft dem Entrüstung die drei unbekannten Arbeiter wegen Diebstahls dessen Gründe sich analog auf den gegenwärtigen Fall sehr wohl anwenden lassen, wenn dies auch der OberstaatsAntrage des Oberstaatsanwalts entsprach, um so lebhafteres eines werthlosen Stücks Papier unter Anklage stellte und anwalt mit mehr Applomb als Recht bestritten hat. Staunen aber bei allen denen hervorrufen wird, welche ihre schwere Verurtheilung durchsetzte, in dem Falle Dort nämlich hatte jemand eine verschlossene Blechbüchse mit die Angelegenheit als Leser der Verhandlung verfolgten. des Wehlan sich genöthigt gesehen hat dem darin befindlichen Gelde gestohlen, später die Büchse 85 " " Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Das geht doch aber nicht. Was verstehen denn die von der Forstlultur, dann müssen wir hin!" fiel der Oberförster ein.„ Es ist jetzt zu Anfang der Jagd, ich fühle mich wieder besser." Na, na!" rief zweifelnd die Oberförsterin. " Du hörst aber doch, daß Theodor gern geblieben wäre, aber nicht kann, reisen wir, laß uns die elterlichen Räume und Fluren wieder aufsuchen, mich sehnt es so schon lange, den Wald wiederzusehen, wo ich in glücklicher Bräutigamszeit Arm in Arm mit Dir die ersten schönen Liebes- Spazier gänge unternahm." Das Gespräch wurde unterbrochen durch den Hufschlag mehrerer Pferde, welche aller Blicke nach den Fenstern lenkten. Eine Kavalkade mit fünf prächtigen Thieren( drei Reite rinnen und zwei Reiter) hielt vor dem Hause und der eine Reiter ließ sein Pferd courbettiren. Wian sah es ihm an, daß er sich als geschickter Bereiter und Pferdebändiger und seinen Race Vollbluthengst zeigen wollte. Alle eilten ans Fenster. A ihre " Die Frau Deines Pächters?" frug der Oberförster. Sie ist's," erwiderte Rürdorf, und das sind bestimmt beiden Töchter." " Da kannst Du doch von dem Manne keinen Bacht zins erwarten, wenn die Frau mit den Töchtern solchen Sport treiben muß," höhnte der Oberförster. M des spekulirt. Das Geld, welches sie dem Verlobten der Lolli vorgestreckt habe, sei wieder in ihren Händen, der Herr von Bechler habe damit einen ersten Preis im Rennen, 10 000 Mart, auch am Totalisator die gleiche Summe ge= wonnen und denke nun bald Hochzeit zu veranstalten. Er habe ihr und den beiden Schwestern Reitkleider „ Es ist mir," begann Clotilde an dem Fenster stehend, gekauft, Pferde gemiethet und sei mit einem seiner Freunde, als sollte ich den einen der Reiter kennen, er sieht dem dem Italiener Pepo Chiorang oft ins Hotel gekommen, um Italiener sehr ähnlich, der bei meinem Polterabend den mit ihnen auszureiten. Dies habe großes Aufsehen erregt. Ganimed vorstellte." Sie schwelge in dem Entzücken, endlich einmal sich nach Gefallen zeigen und auftreten zu können. " Da haben wir's," rief der Major, dieser junge Mann steigt vom Pferde, er grüßt, er scheint auch Sie er kannt zu haben." Der Reiter gab seinem Kameraden die Zügel und schritt auf die Hausthür zu. Clotilden klopfte das Herz. Was mag der bei uns wollen?" warf die Majorin hin und eilte fort an das Thor, um ihre Neugierde zuerst zu befriedigen. Der berittene Herr benachrichtigte die Reitdamen, wie es schien, von dem gefundenen Ziel und die drei Reiterinnen trieben ihre Pferde an und fort flogen diese in sausendem Galopp. Wir folgen ihnen, damit wir sie nicht gänzlich aus den Augen bekommen. " Der Aufwand, die Ausgaben sind aber groß, wie lange denkst Du das aushalten zu können?" fragte Delroi. " So lange das Geld langt", erwiderte seine Frau, und dann wird sich schon wieder eine neue Quelle aufthun. Lolli und Flora, die so gern in kostbaren Gewändern sich zeigen, haben schon eine sehr einträgliche entdeckt. Der junge Italiener, der sterblich in Flora verliebt ist, hat neulich die beiden Mädchen gebeten, bei einer Kunstdarstellung, die sein Vater, seine Schwester und er auss führten, mitzuwirken, wofür die Mädchen reich beschenkt Was ist das?" sprach die Majorin, ein solcher Aufzug würden. vor unserem Hause?" Was sind denn das für Kunstproduktionen?" frug Die beiden Reiter schienen etwas hier zu suchen, sie ihr Mann. besprachen sich lebhaft. Die drei Reiterinnen hielten ab- Auf der Fahrstraße nach Baden- Baden zu kam ihnen„ Es sind eine Art lebender Bilder", entgegnete Frau seits mit Mühe ihre weißen Zelter zurück, da die ein dritter Reiter entgegen, den die drei Damen sehr Delroi. Der Vater des jungen Italieners ist ein ges feurigen Rosse ungeduldig vorwärts drängten. Zwei genau zu fennen schienen, denn sie hielten ihre Pferde so suchter Mundkoch und Konditor. Reiche Leute engagiren Der Reitdamen waren sehr junge hübsche Mädchen, plötzlich an, daß diese sich hoch aufbäumten. ihn zu großen Festen, und besonders bei Hochzeiten führt blond mit blauen Schleiern an den hohen Männerhüten, Der Reiter war Herr Delroi. Er begrüßte seine Frau er dann mit seinen Kindern interessante Schaustellungen sie trugen veilchenblaue Sammt- Reitkleider mit langen und Töchter sehr erfreut, drehte um und ritt zur rechten auf, die sehr gut honorirt und mit reichem Beifall belohnt Schleppen, sowie weiße Herrenwesten mit Vorhemd, Kragen Seite seiner Frau hinter seinen Töchtern in lebhaftem Ge- werden. Dabei haben unsere Kinder mitgewirkt und als und Kravatten und blizende Busennadeln. Die dritte spräche der Stadt zu. Schönheiten geglänzt." Reiterin, eine ebenfalls sehr fofett gekleidete ältere Dame Er wie seine Frau schienen gute Nachrichten einander in schwarzem Sammetkleide schien die Mutter der beiden mitzutheilen. jungen Damen zu sein. Sehe ich recht," rief Theodor von Nürdorf, die ältere Danie sollte ich kennen. Ja, ja, es ist Frau Delroi!" Frau Dolroi meldete ihrem Mann in fliegender Haft, daß sie froh wäre, dem einsamen Bauerngute rechtzeitig entflohen zu sein, sie habe zwar gewagt, aber glücklich " Nun vielleicht lernen sie bei diesem Koch endlich eine Suppe tochen," unterbrach Delroi seine Frau. ( Fortsehung folgt.) erbrochen und, von -G Der in " Pizarro en miniature. Die Versuche des Herrn " סט er mit nachdem er fie ihres Juhaltes Zukunft nicht präjudiziren. Die Schuldentilgung ist vor- Jentspricht durchaus dem, was man sich vom Hofprediger bis auf wenige Pfennige entleert, weggeworfen. Es läufig nur eine politische Komödie; denn die jetzt im Reich a. D. Stöcker versehen konnte. Politisch und kirchlich handelte sich nun darum, ob der Angeklagte an der Büchse und herrschende Politik wird, wenn nicht Wandel geschaffen reaktionär, will er eine starte Monarchie" neben einer dem Gelde oder nur an dem Gelde einen strafbaren Diebstahl wird, den zwei Milliarden der Reichsschuld sehr bald eine starken Kirche, der durch die gefeßliche Neubegangen habe. Im letzteren Falle lag schwerer Diebstahl vor, dritte hinzugefügt haben, die ins Kirche Wasser geworfen ordnung voll und Schule, offenbar im verübt mittelst Erbrechens eines Behältnisses, nämlich der Büchse, im ersteren nur einfacher Diebstahl. Das Reichsgericht stellte sich in werden soll. Sinne des Redliz'schen Entwurfes, ein maßgebender den Unterricht Nächste Sigung morgen 411 Uhr. Tagesordnung: Einfluß auf jenem am 3. November 1884 verkündeten Urtheile zu gunsten des werden eingeräumt Angeklagten auf den Standpunkt, die Aneignungsabsicht des- Der Etat in zweiter Lesung. soll. Dieser konservative Grundbau ist mit einigen staatsselben sei überhaupt nicht auf die Büchse als solche, sondern aussozialistischen und im Interesse sozialer Reformen aufschließlich auf den Geldinhalt gerichtet gewesen." Was dort die Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Freitag gestellten Forderungen verbrämt, die für die LimburgBüchse war, das ist hier das Papier; dem Gelde in jenem Falle zunächst eine Reihe kleiner Vorlagen in dritter Lesung, darunter Stirum und Manteuffel annehmbar sein würden. entspricht der Text des Gnadenerlasses in dem unsrigen. Das die Aufhebung der im Gebiet der Monarchie Den Antisemiten nähert sich dann der Wunschzettel des an sich schon völlig werthlose Stück Papier mußte den An- bestehenden Tagordnungen für approbirte geflagten ganz gleichgiltig sein, fie fonnten tein vernünftiges Aerzte und Bahnärzte sowie den vom Herrenhaus Herrn Stöcker mit einigen ebenso unsinnig wie engVerlangen tragen, dasselbe sich anzueignen; ihr Streben war bereits angenommenen Gesetzentwurf betreffend die Erherzigen Forderungen, die Erherzigen Forderungen, die auch den Wünschen des vielmehr lediglich auf den Text gerichtet, mit welchem jenes richtung einer Generaltommission für Ostpreußen, Herrn Liebermann v. Sonnenberg entsprechen könnten. Papier bedruckt war. Hätten sie fich die Zeit und in Verbindung mit einem Antrage von Bedlig( ft.) auf gesetz: Daß mit diesem Sammelsurium eine Voltsbewegung Mühe nehmen wollen, den Text abzuschreiben oder aus- liche Festlegung der Mitwirkung der Selbstverwaltungskörper bei entfacht werden tönnte, wie Herr Stöcker δας wendig zu lernen, so würden sie das hierzu benutzte der Rentengutsbildung. Eine längere Debatte rief der Antrag träumt, möchten wir denn doch erst einmal bewiesen sehen. Exemplar vermuthlich garnicht mit nach Hause genommen haben, Wallbrecht( nl.) betreffend die Einführung von Orts Viel praktischer als Stöcker verfährt sein Konkurrent zumal es fich was vorgestern durchaus nicht widerlegt oder statuten zur Sicherstellung der Forderungen für Pfarrer Naumann, dem Stöcker Programmlosigkeit vorals unglaubwürdig erwiesen wurde um einen sogenannten ieferungen und Arbeiten bei Bauten hervor. Fehldruck handelte. So wichtig erschien ihnen aber die Sache Hiernach soll die Genehmigung eines Neu- oder Um- geworfen hatte. Wohl in der Erkenntniß, daß die christlichnicht, weil sie erst später auf den Gedanken famen, das baues von der Zahlungsfähigkeit des Gesuchsstellers abhängig foziale Bewegung für ein Programm nicht reif ist, Blatt noch weiteren Zwecken, als dem der Befriedigung gemacht werden; der Bauunternehmer haftet allen Handwerkern, erklärt er: der eigenen Neugierde dienstbar zu machen. Aus diesen Lieferanten oder Arbeitern; seine Haftung bleibt bei Veräußerung ,, Das Eigenthümliche unserer Aufgabe ist, den Uebergang rein juristischen Erwägungen schon mußte die Frei- des Grundstücks bestehen. Der Antrag ging schließlich an eine aus den allgemeinen sozialistischen Theorien in die sozialistische sprechung erfolgen, und wäre sie in letter Instanz von Seiten Kommission 21 Mitgliedern, während eine hier Praxis zu unterstügen. Wir wollen nicht einen großen neuen des Reichsgerichts zu erwarten gewesen, wenn anders dieses nicht mit in Verbindung stehende Petition, betreffend die Plan entwerfen, wie alles sein müßte, wenn alles anders wäre, mit sich selbst in Widerspruch gerathen wollte! Gestern aber Sicherung der Forderungen der Bauhandsondern wir wollen praktische Sozialpolitik treiben für dieses und zog man weidlich, der mit wenig Wiz und viel Behagen werker Regierung zur Erwägung überwiesen das hinter uns tommende Menschengeschlecht. Ein prinzipielles gegen die fittliche Berdorbenheit und Verworfenheit unserer wurde. Schließlich nahm das Haus noch einen Antrag Programm im Sinne einer kurzen Formel, aus der sich alles Partei zu Felde, sprach von argem Vertrauensbruch in v. Mendel- Steinfels( t.) betr. die Abwässerungs- übrige von selbst ergiebt, besteht für uns nicht. Die Forderungen demselben Athemzuge, in welchem festgestellt und anerkannt verhältnisse der Stadt Leipzig an, nachdem der sind zu formuliren von Fall zu Fall, nach dem Maße der wurde, daß in der Mittler'schen Druckerei auch sekrete Schrift- Landwirthschaftsminister erklärt hatte, daß die Angelegenheit wachsenden wissenschaftlichen Erkenntniß des Wirthschaftslebens. stücke nicht mit besonderer Sorgfalt behütet werden; man infolge des entgegenkommenden Verhaltens der sächsischen Re- Wir werden immer am Programm arbeiten und werden vielleicht stellte sogar die öffentliche Ruhe und Sicherheit als gefährdet dar, gierung voraussichtlich bald erledigt sein werde. Am Sonn- nie mit dem Programm endgiltig fertig werden, weil das Leben weil der Vorwärts" früher als das offizielle Organ die Kunde abend stehen Petitionen auf der Tagesordnung. selbst nicht still steht." von den Gnadenbezeugungen, zu welchen der Kaiser sich entschlossen Am 21. März feiert der Reichstag das fünfund- Parteibewegung, die die Chriftlich Sozialen doch anSo begründet man allerdings auch keine politische hatte, der Oeffentlichkeit und damit den Betroffenen selbst zur Kenntniß brachte- Argumente und Tiraden, die sich im Prozesse zwanzigjährige Jubiläum seiner ersten Sigung. " Hammerstein" sehr gut machen werden, die man daher hierfür 21. März ist Frühlingsanfang. Für das deutsche Volk streben. auch aufsparen und nicht hier verschwenden sollte, wo sie ganz aber war der 21. März 1871, an welchem der erste deutsche und gar deplazirt find. Das gestern ergangene Urtheil ist als Reichstag zu seiner ersten Sizung zusammentrat, fein Dr. Peters, das gegen ihn im Reichstage zusammengebrachte ein Fehlspruch zu bezeichnen, wie solche jetzt leider bei den vielen Frühlingsanfang, sondern der Anfang eines harten und Anklagematerial zu entkräften, werden unbarmherzig zerpflückt, Anklagen, die sich bei politischen Delikten oder gegen solche, langen Winters, indem alle patriotischen Hoffnungsblüthen und zwar aus dem Lager seiner eigenen bisherigen Freunde. So welche mit mißliebigen politischen Anschauungen im Zusammen- erfroren sind. Die Wahlen zu dieſem ersten deutschen schreibt der kolonialfreundliche Hamburger Korrespondent": hang stehen, an der Tagesordnung find, und Giebt es etwas Unverständlicheres als die Erzählung des wie sie Reichstag hatten stattgefunden, während die Vor- Einbruch diebstahls des Peters'schen Dieners nothgedrungen das an sich schon erschütterte Vertrauen zu in Löten, Leipzig Leipzig und die Offiziersmesse? Angeblich handelte es unferer Rechtsprechung noch mehr gefährden müssen. Es läßt sich kämpfer des Proletariats in und der Druck sich einen qualifizirten Diebstahl. Gleichwohl verein innerer Zusammenhang fonstatiren zwischen dem gestern in anderen Orten eingekerkert waren, Moabit verkündeten Urtheile und den Worten, welche fast zu von oben war so groß, daß nur ein Arbeiter- muthet Peters, der Diener habe eigentlich zu den beiden die in dem Vorrathsmagazin derselben Stunde in dem preußischen Abgeordnetenhause der vertreter gewählt ward. Das war schon ein böses Mädchen dringen wollen, tonservative Abgeordnete Schettler sprach:" Das Ansehen Omen, und die schlimmsten Ahnungen haben sich erfüllt. schliefen. Wollte er etwa die Mädchen stehlen? des Richterstandes balancirt heut auf der Messerschneide. Nicht das deutsche Volk, nein, das Junkerthum und der Nachher berichtet Peters plößlich von einem der Mitthäterschaft Wir Richter sinken heut auf ein Niveau herab, Militarismus hatten in Frankreich gesiegt und ihnen woher kommt dieses dritte Mädchen, das Peters ungestraft" verdächtigen Mädchen, das er zu seinen Eltern entlassen habe. von dem wir uns schwer wieder erheben tönnen." Wenn immer fielen die Früchte des Sieges zu. Die Freiheit wurde unter entließ, das also anscheinend ihm gehörte? In welcher Beund immer wieder von Stellen aus, an die ungestraft ein Wider- brückt, legungsversuch sich nicht wenden kann, unsere Anhänger, die sich drückt, der Militarismus wuchs ins Riesengroße, der Kapi- ziehung Peters ferner zu der getödteten Gingeborenen gestanden ihre Ueberzeugung ehrlich gebildet haben, die mannhaft für sie talismus der Großgrundbesißer und Großindustriellen sog hat, verschweigt er. Diese Eingeborene tam anfangs November eintreten und schon darum auch des Gegners Anerkennung ver- das Mark des Volkes aus, Millionäre wurden gezüchtet und das 1891 in Verdacht hochverrätherischer Umtriebe, d. h. kurze dienen wenn unsere Anhänger stets und ständig als die per- einzige, was auf deutschem Boden üppig emporwuchs, das Zeit nach der Hinrichtung des Dieners, die Ende sonifizirte Verworfenheit bezeichnet werden, dann ist es fein waren Kanonen, Kasernen, Schaffotte und Zuchthäuser. Oktober erfolgt war. Gin merkwürdiges Zusammentreffen!" Wunder, daß den Richtern, die an sich wohl völlig gerecht urtheilen Alles gesunde Leben hat aber der Frost des Despo- Augenblick in Berlin aufhält, dem„ Börs.- Kur." folgende MitFerner hat ein Deutsch Afrikaner", der sich im wollen, gegen einen sozialdemokratischen Angeklagten die hierzu tismus nicht zu ertödten vermocht. Der Sozialismus, theilung zugehen lassen:" Dr. Peters schreibt, wie ich in Ihrem erforderliche Unbefangenheit verloren geht, und wenn im allge: obgleich man ihn planmäßig und rücksichtslos auszurotten Blatte vom 18. März lese, daß er sich mit seinem meinen im Volfe die Ueberzeugung mehr und mehr erftarkt, daß für nach Wanga begeben habe, die Entscheidung über politische Delikte unsere Richter die Fähigkeit, versuchte, hat den Angriffen und feindlichen Einflüssen Stabe" englischen Kollegen, Dem früheren englischen ohne Ansehung der Person zu urtheilen, nicht mehr immun und nicht blos widerstanden, er ist auch herrlich gediehen und seinem intatt erhalten haben, sondern sich, dessen selbst vielleicht un- mächtig gewachsen. Er fühlt schon die Lebensluft des Marine- Lieutenant, nachmaligen englischen Vizekonsul Smith, bewußt, von Anschauungen und Rücksichten beeinflussen lassen, nahenden Frühlings und er weiß, das Jubiläum des vier Wochen hindurch an der Grenzregulirung des Umbaflusses die der Richter in Ausübung seines Amtes völlig aus seinem 18. März, daß er vor drei Tagen feierte, wird die Herzen Generalfonsulats in Sansibar befindet sich ein Brief des Vizegearbeitet" habe. Bei den Atten des englischen Ideenkreise verbannen muß. der Völker noch schlagen machen, wenn das Jubiläum des tonfuls Smith, in welchem er schreibt:" Ich bin seit vier21. März längst vergessen ist. zehn Tagen allein mit der Grenzregulirung Das chriftlich soziale Parteiprogramm wird vom beschäftigt, da Dr. Peters feit 14 Tagen auf die Jagd gegangen ist. Was die Peters'sche Antwort Hofprediger Stöcker als Vorsitzenden des Gesammtbetreffs der Korrespondenz mit den englischen Missionaren vorstandes der neugebildeten Partei veröffentlicht. Es anbelangt, so habe ich zu bemerken, daß Dr. Peters Jm Reichstage rief heute bei der fortgesetzten zweiten lautet: aus welchen Gründen, das will ich der Beurtheilung I. An die Staatspolitif. 1. Eine starke Monarchie des Publikums überlassen nochmals die Etatslesung der Theil Zölle und Verbrauchssteuern" lebganze hafte Debatten hervor. Graf Kanit jammerte über die als Trägerin der sozialen Reform im Reiche wie in den Einzelstaaten. gelegenheit ein fonfuses Stadium zu bringen sucht. ungenügenden Getreidezölle und bedauerte, daß seine 2. Volle Selbständigkeit der Kirche. Leitung des Religions- Die Station Magila ist hart an der Küste( zwei Tagereifen von Gesinnungsgenossen nun bald nach Hause( unter die ge- unterrichts durch die Kirche. 3. Stonfessionalität der Schule. Mög- ber See) gelegen; sie gehört der University Mission welche Damals unter Leitung des Bischofs flickten Strohdächer!) zurückkehren müßten, ohne den lichste Durchführung einer einheitlichen Volkserziehung in den ersten Society, Schuljahren. Gefeßliche Zulassung freier Schulen unter staatlicher Smythies stand, während die Church Mission Wählern etwas mitzubringen. Ohne für uns selbst Liebes- Aussicht. Ausreichende Staatsbeihilfe zum Besuch höherer Schulen Society Stationen in Mosbi und Tapeta unter Leitung des gaben empfangen zu haben," würde das, aus dem für begabte Kinder der unbemittelten Stände. 4. Gesetzliche Bischofs Tucker standen. Diese beiden Missionäre wirft Agrarischen ins ehrliche Deutsch übersetzt, heißen müssen, Neuordnung des Verhältnisses von Kirche und Schule. Fachliche nun Herr Dr. Peters durcheinander. Auf der Station wäre aber auch dann natürlich noch unwahr. Als Schulaufsicht. 5. Einrichtung der Staatsbetriebe zu arbeiter Magila waren sämmtliche Deutsche stets in der liebensder Präsident v. Buol den Herrn Grafen bei einer freundlichen Musterbetrieben. 6. Verstaatlichung geeigneter Be- würdigsten Weise empfangen worden und unsere Beziehungen zu längeren volkswirthschaftlichen" Auseinandersetzung, die rufszweige und Betriebe da, wo es das Intereffe des Gemein- der Universitätsmission waren stets die denkbar besten gewesen. unter Umständen eine mehrtägige Debatte hätte hervorrufen wohls erfordert. 7. Verminderung der Prozeß- und Anwalts: Herr Dr. Peters hat es sich aber nicht nehmen lassen fönnen, fönnen, unterbrach, tobte die Rechte. Unsere Resolution kosten und dadurch Erleichterung der Prozeßführung für die sich auch mit diesen Herren schlecht zu stellen, wie sein von ihm betreffend die Aufhebung der Salzsteuer beschäftigte das ärmere Bevölkerung. 8. Reichsgefegliche Regelung des Vereins felbft veröffentlichter Brief zeigt. Es wird sich ja herausstellen, Haus mehrere Stunden lang. Genosse Schulte be- und Bersammlungsrechts. II. An die Wirthschafts- und ob Dr. Peters die Briefe an die Vertreter des Bischofs Tucker, an Gewerbepolitit. 1. Staatliche Maßregeln zur Erhaltung eines die englischen Missionare Dr. Baster und Reverend Stegall ge gründete sie eingehend und sozial wie finanzpolitisch so gesunden und zur Einschränkung eines übergroßen Grundbesitzes. schrieben hat oder nicht- wir Afrikaner sind der Meiüberzeugend, daß auch der nationalliberale Hammacher ihm 2. Reform desHypothekenwesens im ländlichen Grundbesitz. Festsetzung nung, daß Dr. Peters fie trog alle dem geschrieben beipflichten mußte. Aber Hammacher sowohl wie der der Verschuldungsgrenze. Anfäffigmachung der ländlichen Arbat. Was Herr Baron v. Eltz in der„ Düna- Zeitung" vers fonservative v. Staudy vermißten die erforderliche beiter. Innere Kolonisation. Herstellung eines gerechteren Veröffentlicht hat, unterschreiben wir Afrikaner sämmtlich. anderweite Deckung, sintemalen sie weder eine Reichs- hältnisses in der Besteuerung der Geschäfte über Mobilien und Dr. Peters als Reichskommissar mit Majorsachselstücken, gelben einkommensteuer noch eine Verminderung der Ausgaben Immobilien. 3. Obligatorische Fachgenossenschaften beziehungs- Stniestiefeln und Sporen ausgerüstet, in Tanga landete, da soll durch Fortfall der Liebesgaben wollen. Ihnen und dem weise Innungen, gemäß dem Bedürfniß des Handwerks. Be Herr von Soden, der damalige Gouverneur, sich in die Haare Antisemiten Werner erwiderte schlagfertig und treffend Ge- fähigungsnachweis. Errichtung von Handwerkerkammern. Siche gefahren sein und zu seinen Beamten gesagt haben: Was fange nosse Wurm. Herr Rickert von der Freifinnigen Ver- der Konkurrenz durch die Gefängnißarbeit. 4. Beseitigung haben und hat ihm auch nicht gestattet, nach Sansibar zu fahren. Ver- ung der Bauhandwerker in ihren Forderungen. Einschränkung ich mit dem Peters an?" Er wollte ihn nicht in Dar- es- Salaam einigung war sehr empört über die Andeutung Wurm's, des unlauteren Wettbewerbes. 5. Reform Der Börse. Er fandte ihn nach dem Kilimandscharo. Das Unheil, das er daß er Gegner der Reichseinkommensteuer sei, er zog aber Einschränkung des Differenzgeschäfts und Verbot desselben dorten angerichtet, fennt man und sein Wirken hat uns mehrere nicht die Konsequenz, mit Rücksicht auf diese leichte Deckung in Produkten. III. An die Sozialpolitit. 1. Staat- tüchtige Offiziere, brave, beliebte Kameraden und viele hundertdes Ausfalls für den sozialdemokratischen Antrag zu stimmen. lich anerkannte Berufsvereine als Uebergang zu obliga- tausende Mart gekostet." Genossenschaften. 2. Staatliche Förderung ge. Für denselben erhoben sich außer den Sozialdemokraten torischen Frankreich's Stellung zum Dongola Feldzuge, nur die beiden Boltsparteien, deutsche und freisinnige. nossenschaftlicher Produktion. 3. Festsetzung der Arbeitszeit nach Fachgenossenschaften. 4. Schutz der Arbeiterbevölkerung worüber widerspruchsvolle Mittheilungen aus Paris und Eine gründliche Niederlage holte sich unmittelbar vor der gegen gesundheitswidrige Zustände in in den Arbeitslokalen. London Unklarheit verbreitet haben, ist gestern in der Abstimmung noch der Frhr. v. Stumm. Obwohl er jegt 5. Zweckmäßigere und gerechtere Regelung der bestehenden Ver- französischen Kammer durch den Minister Berthelot gegen den Antrag ist, machte er viel Rühmens davon, daß sicherungsgefeßgebung und Ergreifung von Maßregeln zur largestellt worden. Auf eine Anfrage hin erwiderte der seine, die Reichspartei, 1872 die Aufhebung der Salzsteuer Sicherung gegen unverschuldete Arbeitslosigkeit. 6. Unentgeltlicher Minister des Aeußeren laut einem Telegramm aus Paris: praktisch, nicht blos wie die Sozialdemokraten theoretisch(!), Arbeitsnachweis. 7. Ausdehnung des Arbeiterschutzes auf die England habe an Frankreich das Ansuchen gestellt, zu gebeantragt habe. Abg. Richter wies ihm nach, daß Hausindustrie. 8. Thunlichste Durchführung der 36 stündigen statten, daß die Kosten der Expedition auf die Finanzen die Reichspartei Samals lediglich einen Antrag Sonntagsrube. 9. Ausdehnung der Sonntagsruhe auf die An- Egyptens mit Vorrang übernommen werden. Die Regierung sei Hoverbeck auf Ermäßigung der Salzsteuer um 50 pCt. gestellten des Verkehrs- und Schankgewerbes. 10. Weibliche Assistenten der Ansicht, daß die Ermächtigung hierzu die Zustimmung Die Expedition würde einer aussichtslosen Forderung, zu Fall gebracht habe. 1. Progression der Einkommen- und Vermögenssteuer unter Berück- Anwohner der Besizungen Frankreichs veranlassen, auch Herr v. Stumm, der jetzt öfter an den im Reichstage ſichtigung des Familienstandes. 2. Ausbildung der Erbschafts- würde die Expedition die unerwünschte Folge haben können, den fehlenden Stöcker erinnert, machte vergebens den Versuch, steuer. 3. Lurussteuern. V. Energische Kolonialpolitit. Termin der Räumung Egyptens hinauszuschieben. Die Rediesen Sachverhalt zu entstellen. Eine antisemitische An- VI. In der Judenfrage. 1. Ausschluß der Juden aus gierung ersuche die Kammer, von Erörterungen hierüber abrempelung wurde vom Genossen Singer gebührend bestraft. allen obrigkeitlichen Aemtern. 2. Zulassung der Juden zu den zusehen, denn zwischen den Mächten dauere der MeinungsAus den weiteren Berathungen ist das wichtigste die anderen Aemtern und zur Advokatur nach dem Bevölkerungs- austausch noch fort. Das Telegramm verzeichnet einstimmigen Beifall" Sekretär des Schatzamts von Posadowsky ab- verhältniß. 3. Verhinderung des Ueberwucherns der Juden an den christlichen höheren Knaben- und Mädchenschulen und der gegebene Erklärung zum Antrage Lieber, betreffend jüdischen Lehrkräfte an den Universitäten. 4. Verbot der Juden- nach diesen Worten. Die beiden Gründe, die Berthelot die Reichs- Schuldentilgung. Die Regierungen halten einwanderung. VII. In der Frauenfrage. 1. Ausdehnung gegen die Sudan- Expedition ins Feld führt, die Gefahr das Beginnen mit einer Schuldentilgung für nüßlich, der weiblichen Berufsarten. 2. Einschränkung der Fabritarbeit eines Aufstandes der muhamedanischen Eingeborenen in den und wollen verheiratheter Frauen. verklausiren jedoch ihre Stellungnahme und französischen Kolonien Afrita's, sowie die Hinausschiebung durch das einstweilige Zugeständniß im nächsten Etat der Diese Sammlung von widerspruchsvollen Forderungen der Räumung Egyptens sind allerdings für die französischen Politische Uebersicht. Berlin, 20. März. V AnAls durch ein Manöver, nämlich durch die Verquickung mit der Fabrikinspektoren. 11. Staatliche Regelung und Beaufsichtigung fämmtlicher Mächte haben müsse. der Wohnungsverhältnisse. IV. An die Steuerpolitit möglicherweise die triegerische Erhebung der fanatischen vom Interessen schwerwiegend genug, um die Abneigung der Franzosen gegen den englischen Plan zu erklären.— Leo Frankel ist zwar auf dem Weg zur Genesung, aber so weit ist er noch nicht, wie die„Petite Republique" und nach ihr einige deutsche Blätter, gestern auch der „Vorwärts", mitgetheilt haben. Wir erhalten soeben von unserem Freund einen Brief, den wir nachstehend zum Ab- druck bringen, da er für die Genossen sicher von Interesse sein wird: Paris, 17. März 1896. Hospital Lariboisiöre. Mein lieber Freund! Es ist doch gut, wenn man Freunde in einer Redaktion sitzen hat, die einen hie und da besuchen, und wenn man dann im betreffenden Blatte Nachrichten liest, wie die der„Petite Republique", die in ihrer gestrigen Nummer sagte, daß ich fast vollständig hergestellt bin und nur noch einige Tage Ruhe bedürfe, um meine Arbeiten wieder auszunehmen. In Wirklich- keit bin ich noch weit entfernt, meiner früheren Be- schäftigung nachgehen zu können, da ich noch jeden Nachmittag fiebere und aus diesem Grunde täglich 6,30 Gramm Chinin einnehme. Außerdem bin ich noch immer so schwach, daß ich mich täglich kau in eine halbe Stunde auf den Bei neu aufrecht halten kann und nach Verlauf einer Stunde, von der ich mindestens die Hälfte sitzend verbringe, wieder froh bin, das Bett aufsuchen zu können. Das einzig Erfreuliche ist, daß ich jetzt bei gutem Appetit bin und so volle Hoffnung habe, wenn auch nicht meine früheren Kräfte, so doch mein früheres Körper- gewicht bald wieder zu gewinnen. Ich habe während meiner Krankheit, was mir ganz schrecklich erschien, nicht weniger als I3�s Kilo eingebüßt. Als ich nämlich vor 8 Tagen, wo ich von der chirurgischen Abtheilung in die medizinische versetzt wurde, gewogen wurde, da hatte ich nicht mehr als 49 Kilo, während ich einige Zeit vor meiner Krankheit 62'/s Kilo wog. Diese Differenz wollte mir nicht aus dem Kopfe und immer und immer murmelte ich vor mich hin: 13�/« Kilo 1 ISVe Kilo! Es kam mir dieser Verlust um so schrecklicher vor, als ich kaum mittel- groß bin und nie fett war. Der Professor, unter dessen Behand- lung ich mich gegenwärtig befinde, tröstete mich damit, daß ich in 8 Tagen öv Kilo wiegen werde u. s. f. Ein Kilogramm in einer Woche, das schien mir etwas übertrieben; zu meinem Er- staunen aber hatte ich um l'/s Kilo zugenonunen. Nichsdcsto- weniger»verde ich wohl bis Mitte April— ich habe gegenwärtig ei» besonderes Zimmer— hier verbleiben und dann wohl noch »» in bestens 2 Monate aus dem Lande verbringen. Der Professor meint, daß nach der Krankheit, die ich durch- gemacht habe mit den beiden so gefährlichen Operationen, selbst der ganzeSornmer nicht zu viel für meineEr- holung wäre.--- Leo Frankel. Wir können dem Briefschrciber die Versicherung geben, daß in Deutschland und Oesterreich Millionen ihn bei seiner Genesung mit ihren besten Wünschen begleiten.— Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Ein Maurerlehrling aus Vuffleben stand vor der Strafkammer des Landgerichts in Gotha wegen Majestätsbeleidigung. Es wurde nach der Beweisaufnabme auf Einstellung des Versahrens erkannt, da nach Lage der Sache angenommen werden müsse, daß der Angeklagte nicht den deutschen Kaiser, sondern nur den König von Preußen beleidigt habe, also einen deutschen Bundes- fürsten. Nach dem Neichsstrafgesetzbuch tritt aber die Verfolgung wegen Beleidigung eines Bundcsfürsten nur mit Ermächtigung des Beleidigten ein. und da diese nicht vorlag, so mußte auf Ein- stellung des Verfahrens erkannt werden. **# Deutsches Reich. — Der Vundesrath hat in seiner heutigen Sitzung die Vorlage, betreffend die Beschlüsse des Landesausschusscs zu dem Entwurf eines Gesetzes wegen Feststellung des Landes- Haushaltsetats von Elsaß-Lothringen für 1896/97 den zuständigen Ausschüssen überwiesen.— — Zur Handiverks- Gesetzgebung weiß die „Nordd. Allg. Ztg." zu berichten: „Die Nachricht der„Liberalen Korrespondenz", der Gesetz- entwurf über die Organisation des Handwerks sei dem Staats- Ministerium zugegangen, ist verfrüht. Bisher ist, wie wir Grund habe» anzunehmen, dieser Gesetzentwurs dem Staatsministerium noch nicht zugegangen."— — Die unzufriedenen Agrarier werden in den offiziösen„Berl. Pol. Nachr." wieder einmal zur Zufriedenheit ermahnt. Es wird dort erinnert, daß der Staatsrath vor Jahresfrist zahlreiche kleine Mittel empfahl, welche alle entweder schon ausgeführt wurden oder sich in der Ausführung befinden. Dieselben sind: I. die gemischten Transitläger nebst ihrem Zollkredit auf solche Lager zu beschränke», welche dem Transitverkehr dienen und nicht für den Jnlandverkehr ausgenutzt werden;— ein Bundesrathsbeschluß hat diese Beschränkung ausgesprochen; 2. durchgreifende Reform der Produktenbörse im Sinne thun- lichster Beschränkung der den Produklenpreis beeinflussenden Spiel- und Spekulationsgeschäfte; das Börsengcsetz liegt dem Reichstage zur Beschlußfassung vor; 3. Unterstützung der genossenschaftlichen Errichtung von Korn- speichern, um das Angebot der Produzenten zweckmäßiger zu ge« stalten;— die demnächst zu erwartende Neben- und Kleinbahn- vorläge wird dahinzielende Bestimmungen enthalten; 4. Erwägung einer Aenderung der Kredit- und Ausbeute- Verhältnisse der Mühlen;— ist erfolgt; !>. die Reform der Zucker- und Branntweinsteuer- Gesetz- gebung;— das neue Branntweinsteuergesetz hat sich bewährt; das neue Zuckersteuergesetz liegt dem Reichstage vor; 6. die vom Herrn Reichskanzler in Erwägung genommenen Verhandlungen hinsichtlich der Währungeverhältnisse zunächst abzuwarten;— diese Verhandlungen sind zum Abschluß ge- bracht; 7. zur Verbilligung der landwirthschaftlichen Produktion Er- Mäßigung der Eisenbahntarife, Einführung der Staffeltarife für Vieh zc.;— die Aendcrungen im Eisenbahntariswesen sind durch- geführt; 8. Begründung leistungsfähiger Landgemeinden bei Ans- führung der Gesetze über die Bildung von Rentengütern;— die Ausführung dieser Gesetze wird auss eifrigste gefördert, die Rentengütergesetzgebung durch den Anerbengesetzentwurf auszu- bauen versucht; 9. behufs Besserung des landwirthschaftlichen Realkredits eine möglichst ausgedehnte Umwandlung kündbarer, nicht amor- tisirbarer und hoch verzinslicher Privathypotheken in billigen, unkündbaren, mit Zwaugsamortisation verbundenen Anstalts- kredit;— die Landschaften haben diese Umwandlung in die Hand genommen; 16. die Bildung eines Landes-Kreditinstituts im Anschluß an die Seehandlung zur Förderung des Genossenschaftskredits;— die preußische Zentral-Genossenschaftskasse ist schon seit mehreren Monaten in Thätigkeit; II. Beförderung der Meliorationsarbeiten;— ist im Etat vorgenommen. Die Agrarier werden sich durch dies« Auszählung der zahl- reichen Leistungen in ihrem Interesse nur zur schärferen Betonung ihrer Forderungen veranlaßt sehen.— — Die Einfuhr von frischem Schweinefleisch ans Rußland über die Landesgrenze des Regierungsbezirks Gum- binnen ist durch Verfügung des Regierungspräsidenten bis auf weiteres allgemein untersagt. — Die„Kreuz-Zeitung" theilt jetzt mit, ihr bis- heriger provisorischer Leiter Prof. Dr. K r o p a t s ch e ck sei zum 1. April definitiv als ihr Chefredakteur berufen worden.— — Der staatsgefährliche Rübezahl. Alle ordnungsliebenden Seelen wurden kürzlich durch die Nachricht erfreut, die Magdeburger Regierung habe für die Schulen ihres Bezirks das bekannte Freiligrath'sche Ge- dicht„Rübezahl", das den Nothstand der schlesischen Weber schildert, verboten. Hierzu wird nun der„Saale-Zeitung" von unterrichteter Seite folgendes mitgetheilt:„Für die Schul- behörde liege keine Veranlassung vor, die Behandlung des Ge- dichtes zu verbieten, falls es bis dahin in den Schulen ge- bräuchlich gewesen sei und von dem Lehrer, wie zur Ehre des L e h r e r st a n d e s angenommen werden müsse, in angemess ener Weise erklärt werde. Eine generelle Verfügung, welche die Behandlung des Gedichtes geradezu ver- biete, sei den Lehrern im diesseitigen Regierungsbezirke nicht bekannt gegeben." Hiernach scheint also die Magdeburger Re- gierung den Lehrern eine„angemessene Behandlung" des Freilig- rath'schen Gedichtes nahegelegt zu haben,„falls es bis dahin in den- Schulen gebräuchlich gewesen sei." Wo es bisher noch nicht „gebräuchlich" war, wird danach jeder Lehrer wissen, daß er gut rhut, es nicht zu gebrauchen. Die„angemessene Erklärung" im Sinne der Magdeburger Bureaukratie möchten wir aber doch wirklich einmal keimen lernen. Doch vielleicht dichtet ein streb- sanier Poet den„Rübezahl" zeitgemäß um im Sinne des Kampfes für Ordnung, Sitte und Religion.— Brandenburg. Eine preßgesetzlich wichtige Ent- scheidung ist von der Strafkammer in Brandenburg(dem Land- gericht Potsdam zugehörig) gegen die„Brandenburger Zeitung" gefällt worden. Unser Bruderorgan berichtet darüber am 19. März: „Wegen Vergehen gegen ß 17 des Preßgesetzes vcrurtheilte gestern die hiesige Strafkammer unseren frühere» Redakteur E. Wolfgang zu einer Geldstrafe von ö M. event. 1 Tag Haft, nachdem sie in derselben Sache am Ib. Oktober v. I. auf Freisprechung erkannt, das Reichsgericht aber auf Antrag des Staatsanwalts das Urtheil aufgehoben und zur nochmalige» Verhandlung an die erste Instanz zurückverwiesen hatte. Es handelte sich um die Veröffentlichung eines polizeilichen Straf- mandats der Polizeiverwaltung in Luckenwalde, welche den Hutmacher Hellsinger, weil er angeblich durch Inserate in unserer Zeitung und den Luckenwalder Blättern ein sozialdemokratisches Volksfest angezeigt und dadurch zu einer polizeilich nicht ge- nehmigten Versammlung unter freiem Himmel aufgefordert haben sollte, mit fünf solcher Strafmandate bedacht hatte. Eins dieser Strafmandate in in der Nummer 196 unseres Blattes vom 16. August vorigen Jahres glossirt und im Wortlaut ver- öffentlicht worden, wodurch sich W. eines Vergehens gegen K 17 des Preßgesetzes(Veröffentlichung einer Anklageschrift) schuldig gemacht haben soll. In der ersten Instanz unterließ das Gericht die Feststellung, ob zur Zeit der Veröffentlichung des Straf- Mandats schon Widerspruch gegen dasselbe erhoben sei, und er- kannte auf Freisprechung, weil ein polizeiliches Strafmandat erst dann den Ersatz einer Anklageschrift bildet, wenn Widerspruch gegen dasselbe erhoben ist. Wäre die Be- Häuptling der Anklage zutreffend, dann müßten auch Ver- öffentlichungen nach erstinstanzlichem Urtheil, wenn später gegen dasselbe Berufung eingelegt wird, als strafbar erachtet werden. Das Reichsgericht fand diese Auffassung irrig und erkannte an, daß auch dem polizeilichen Strafverfügungs- verfahren der Charakter des Strafprozesses zukommt. Wie bei den amtsrichterlichen Strasbefehlen, so ist auch bei den polizei- lichen Strafverfügungen in allen Fällen die Möglichkeit eines künftigen richterlichen Urtheils gegeben. Durch s 17 des Preß- gesetzes soll aber gerade die Unbefangenheit der bei den Gerichts- Verhandlungen betheiligten Personen gegenüber einseitigen Dar- fiellungen gesichert werden und dieser Gesichtspunkt trifft bei den polizeilichen Strafverfügungen in demselben Maße zu, wie bei den amtsrichterlichen Strafbefehlen. Die Strafkammer kam daher zu obigem Urtheil. Der Staatsanwalt hatte 16 M. Geldstrafe beantragt." Das erstaunliche Strafmandat, das zu diesem Prozeß Anlaß gab, ging bekanntlich von der Anschauung aus, daß eine Zeitung Inserate nicht ohne deren vorherige Genehmigung durch die Polizei aufnehmen dürfe. Darüber steht die gerichtliche Ent- scheidung noch aus.— Estebrnggc. Landrath kontra Pastor. Eine ge- richtliche Entscheidung von allgemeinem Interesse fällte das Schöffengericht in Jork. Pastor Riefenberg hier in Estebrügge, ein Christlich- Sozialer der Naumann'schen Richtung, hatte in unserem Orte und in Cranz Volks- Unterhaltungsabende ab- gehalten, ohne sie polizeilich anzumelden. Dafür ivurde er vom königl. Landrathsamte zu Jork zu einer Ordnungsstrafe von 15 M. event. zwei Tagen Haft verurtheilt, weil die Unterhaltungs- abende„öffentliche Volksversammlungen" und also polizeilich an- zumelden seien. Die betreffenden Wirthe erhielten die gleiche Strafversügung. Die Verurtheilten hatten gerichtliche Entscheidung beantragt, diese lautete auf kostenlose Freisprechung.— — Für einen neuen Torpedo-Schießplatz ist seitens der Marineverwaltung die Flensburger Föhrde aus- ersehen worden, woselbst zum Ankern der großen Kriegsschiffe bereits Bojen ausgelegt worden sind. Als bisheriger Torpedo- Schießplatz diente die Wiker Bucht(Kieler Hafen), die aber infolge des Nord-Ostsee-Kanals für übende Kriegsschiffe allerlei Unzulräglichkeiten hervorrief, da der Uebungsplatz durch die Handelsschiffe sehr häufig gestört wurde. Durch dje Verlegung nach der Flensburger Föhrde dürfte außer den Hotelbesitzern und Geschäftsleuten niemand weiter Vortheil haben, während für die Handelsschiffsahrt mancherlei Beschränkungen hervorgerufen werden.— — Der deutsch-soziale Reform- Verein, der kürzlich in Hamburg zur Vernichtung der Sozialdemokratie ge- gründet wurde, debütirte auch in Kiel, um seine Anhängerschaar zu vermehren. Nach dem schwachen Besuch seiner ersten mit allen Mitteln der Reklame einberufenen Versammlung müssen aber die Leiter eingesehen haben, daß dem Antisemitismus, in welcher Form er auch auftritt, in Schleswig-Holstein der Bode» abgegraben ist.— München, 26. März. In der heutigen Nachmittagssitzung des Finanzausschusses erwiderte der Finanzminister auf Anfrage des Referenten, die Aufhebung des Identitätsnachweises sei für die Landwtrthschaft vortheilhaft geivorden. Die bayerische Re- gierung habe sich gegen eine Einschränkung der Zollkredite nicht ablehnend verhalten. Die Zuckersteuer-Vorlage sei für Bayern wichtig. Der Antrag Lieber im Reichstage bezwecke, die Ein- nahmen der Einzelstaaten zu schmälern. Die Verwendung der Ueberschüsse im Lieber'schen Sinne bedeute für Bayern einen Ausfall von 566 666 Mark. Der Führer des Zentrums Dr. Daller hält die Aushebung des Identitätsnachweises für die Landwirthschaft nicht für nachtheilig, aber die Einschränkung der Zollkredite für erwünscht. Auf Daller's Anfrage erklärt der Finanzminister, was die Konvertirung der bayerischen Staats- schuld anlange, so stehe er noch jetzt auf dem Standpunkte, den er seinerzeit dem Antrage Daller gegenüber eingenommen habe, nämlich, daß an eine Konvertirung der bayerischen Staatsschuld einstweilen nicht zu denken sei, sondern ein passenderer Zeitpunkt erwählt werden müsse.— Oesterreich. Wie», 26. März. Das Abgeordnetenhaus nahm das gesannnte Budget in dritter Lesung an. Da das Etatsjahr in Oesterreich schon am I. Januar beginnt und das Budget nun noch vom Herrenhause durchberathen werden muß, steckt in dieser Meldung eine traurige Kritik des österreichi- schen Budgetrechts und Parlamentarismus.— — Heber die Behandlung der Presse gab der Justizminister die folgende Erklärung ab: Die jetzt ausgeübte Praxis bei den Konfiskationen sei sehr milde. Der Minister weist nach, daß die Konfiskationen unter der gegenwärtigen Re- gierung abgenommen haben, und erklärt dann weiter, die Ge- schworenenverdikte in Preßsachen lauteten nahezu ausnahmslos sreisprechend. Eine Reform der Prehgesetzgebung sei nothwendig und werbe in der nächsten Session das Parlament beschäftigen. Diese soll jedenfalls mit Rücksicht auf die Urtheile der Ge- schworenengerichte die reaktionäre Preßgesetzgebnng noch reaktiv- närer ausgestalten.— Frankreich. — E i n sozialistischer Erfolg in der Kammer. Nachdem der Ministerpräsident Bourgeois den Antrag des Ge- nossen Vaillant abgelehnt hatte, der für die Arbeiter der Welt- ausstellung den Nchtstundcntag verlangte, genehmigte die Kammer einen Theil des Antrages, wenn auch mit geringer Majorität(214 gegen 188). Dieser lautet:„Bei allen Bauten, Materiallieferungen ec., die die Weltausstellung von 1366 be- treffen, sollen humane Arbeitsbedingungen eingeführt werden, so- weit es sich um Bauten der Stadt Paris und des Staates han- delt." Ferner nahm die Kammer durch Ausheben der Hände eine Bestimmung an, wonach die Arbeiter der Weltausstellung von 1966 wöchentlich einen Ruhelag haben sollen.— — In der Begründung des Toulousaner Urtheils, das R e s s ä g u i e r mit seiner Schadenersatzklage gegen Jaurös kostenpflichtig abweist, heißt es:„Es ist nicht richtig, daß Jaures und die ihm befreundeten Blätter den Ausstand geschaffen oder unterhalten haben, das hat die Schließung der Glashütte durch Ressöguier ge- than. Kein Gesetz verbietet Unbetheiligten ehrliches Eingreifen in Ausstände, dieses Eingreifen ist insbesondere Abgeordneten und Blättern gestattet, deren Beruf Aufklärung der öffentlichen Meinung ist. Das Gegentheil behaupten, hieße das Ausstands- recht gefährden. Die Gerichte können Resseguier nicht auf den Boden folgen, auf den er seine Klage hat stelle:» wollen, nämlich auf den Boden eines Streites der Gewerbethätigkeit gegen den Sozialismus." Ressöguier hat gegen das Urtheil sofort Be« rufnng eingelegt.— — Ueber das Verhältniß zu Madagaskar hat die Kammer gestern verhandelt. Destonrnelles führt aus, die Unterdrückung des Sklavenhandels, welche in brüsker Weise auf Madagaskar vorgekommen sei, würde die Kolonie zu gründe richten. Cochin legt die Nothwendigkeit und Leichtigkeit der Abschaffung des Sklavenhandels dar. Der Minister des Auswärtigen Berthelot verlas eine Erklärung, in welcher es heißt, es handle sich thatsächlich um eine Besitz- ergreifung, die von der Königin anerkannt sei. Die äußere Souveränetät sei Frankreich vorbehalten, die innere der Königin gelassen worden. Die Regierung werde dem Parlament einen Gesetzentwurf vorlegen, betreffend die Organisation der Insel, hauptsächlich bezüglich des Sklavenhandels.' Die Regierung habe den Mächten die Besitzergreifung der Insel notifizirt.(Beifall.) De Mahy bringt eine Tagesordnung ein, durch welche diese Noti- fikation gebilligt wird. Der Ministerpräsident Bourgeois nimmt diese Tagesordnung an und kündigt an, die Regierung werde zwei Gefetzentwürfe einbringen bezüglich der Konversion der Madagaskar- Schuld und des Zollregimes. Die Tages- ordnung De Mahy's wird alsdann mit 445 gegen 8 Stimmen angenommen.— Bricy, 19. März. Gestern entstand in Joeuf zwischen französischen und italienischen Arbeitern eine Schlägerei infolge eines am Montag stattgehabten Anariffes der Italiener auf einen französischen Arbeiter. Es verlautet, daß ein Arbeiter getödtet und fünf verwundet wurden. Es wurden Gendarmerie-Abtheilunaen an den Thatort entsandt. Die italienischen Arbeiter haben sich nach Moyeuvre in Deutsch-Lothringen zurückgezogen.— Italien. — Die A f r i k a p o l i t i k in der Deputirkenkammer. Ministerpräsident d i 3t u d i n i erklärte gegenüber dem Depu- tirten General Mocenni, er werde die Deknmente über Afrika vorlegen, darunter solche, welche bewiesen, daß die Friedens- Unterhandlungen schon vom vorigen Kabinete eingeleitet worden seien; er werde auch eine Ab- schrift des hieraus bezüglichen Beschlusses des Ministerrathes vorlegen. Die Kammer beginnt hierauf dieVerhandlungen über den Kredit für Afrika. Der Deputirte Ltapoleone C o l o j a n n i, Sozialist. bekämpft jede Kolonialpolitik. Er sagt, daß das frühere Kabinel die Verantwortung für die Vorgänge in Afrika tragen müsse, und ladet diejenigen, welche sich für die Sympathie- kundgebungen Englands gegenüber Italien so begeistert haben, ein, zu bedenken, daß England sich für Italien nur aus dem Grunde interessire, weil es defürchte, daß Italien Kassala verlieren könne, während es wünscht, daß Italien daselbst zur Vertheidigung Englands verbleibe. Der Deputirte Franetti erklärt sich für den Afrika-Kredit. Jmbriani bekämpft jede A fr i k a p o li ti k. Die Besetzung von Kassala sei ein Fehler gewesen und man würde gut thun, sich von dort zurück- zuziehen. Bei der Debatte über den Afrika- Kredit werden mehrere Tagesordnungen eingebracht werden, darunter eine von Zecchio und Genossen, welche die Einsetzung einer parla- mentarischen Untersuchungskommission über die Verantwortlich- keit der Regierung bezüglich der jüngsten Ereignisse in Afrika verlangt. Die Deputirtcnkanimer genehmigte den Schluß der Be- rathung über die Afrika-Kredito und begann darauf die Be- rathung zahlreicher zu diesem Gegenstande eingebrachter Tages- ordnungen. — Für die Versetzung Crispi's und Bara- tieri's in Anklagezustand haben sich von den neun Bureaus der Kammer drei erklärt, von vieren steht die Entscheidung noch aus.— Rom, 26. März. Der„Popolo Romano" veröffentlicht ein vom 5. Mai 1394 datirtes Aktenstück, welches als Anhang zu dem Protokoll über die Regulirung der englischen und italienischen Interessensphäre in Afrika zwischen Crispi und dem Botschafter Sir Francis Cläre Ford vereinbart wurde, welches aber bisher nicht bekannt geworden ist. Darin wird England das 3iecht zugestanden, so lange Italien keine that- sächliche Kontrolle seiner Interessensphäre eingerichtet habe, zeit» weilige Maßregeln zu ergreifen, welche nothwendig erscheinen. um die Bevölkerung jener Gebiete zur Beobachtung der im Protokoll festgesetzten Bestimmungen zu zwingen und die Ordnung in der englischen Einflußsphäre aufrecht zu erhalten. Ebenso werden die englischen Behörden ermächtigt, in direkte Ver- bindung mit der Obrigkeit des Harrar zu treten, wenn es die Sicherheit der englischen Grenze erheische. Unter zeitweiligen Maßregeln sind nach der Definition des Vertrages ausnahms» weise Maßregeln von kurzer Dauer zu verstehen. Die pro- visorische Einrichtung direkter Beziehungen zum Harrar soll nach derselben das Protektorat Italiens über Aethiopien und die von diesem abhängigen Länder, welches England bereits anerkannt hatte, nicht berühren.— Rußland. Walk in Livland.(„Nal.°Ztg."1 Der protestantische Pfarrer Treu, welcher bereits einmal wegen Vergehens gegen die russische Kirche zum Verlust seines Amtes auf ein Jahr verurtheilt worden war, wurde wegen Rückfalls zum Verlust seiner kirchlichen Würde verurtheilt.— Türkei. Kreta. Aus Athen wird unter dem 19. d. Mls. telegraphirt: Karatheodory- Pascha erklärte in einem Interview, daß die -O Afrika. " " Rretenser die Reformentwürfe für unausführbar hielten; er hoffe, theilweise in den Kreidebrüchen und Kreideschlemmereien in eine Lohnbewegung zu treten. Die Kollegen wollen hiervon daß der Friede nicht gestört werde. Eine Nachricht aus Kreta und so weiter in größerer Zahl zufammen arbeiten. Renntniß nehmen. Deutscher Metallarbeiter Ver meldet, daß Turkhan Pascha ein Frade veröffentlichen werde, Hier gelang es uns, feste Anhänger zu gewinnen. band( Filiale Berlin.) welches eine allgemeine Amnestie verkündet. Ich will hierbei noch bemerken, daß, wie im letzten Pommer" Die Tabak Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und mitgetheilt ist, aus Garz a./R. 4 Mark zur Agitation umgegend werden hiermit nochmals auf die morgen, Sonnnach Stettin gesandt wurden, was meines Wissens das erste Geld 1012 Vormarsches der Egypter und Engländer ist vom Unterstaats- Konferenz wurde beschlossen, die nächste Konferenz in diesem Bemerken aufmerksam gemacht, daß dort die Frage gestellt wird: Zum Dongola Feldzug. Als nächstes Ziel des ist, das von Rügen zu diesem Zwecke kam. Von der vorjährigen tag, bei Nieft, Weberstraße 17, vormittags 10 Uhr, ſtattfindende große öffentliche Versammlung mit dem sekretär Curzon bekanntlich Atas che genannt worden, welcher Jahre am 1. Pfingsttage abzuhalten. Leider steht uns jetzt zu Ob die Tabatarbeiter angesichts ihrer elenden Drt etwa 150 Kilometer füdlich ron Wadi Halfa liegt, ein politischen Zwecken fein Lokal, weder hier in Stralsund noch image gewillt find, in eine Lohnbewegung ein. Drittel des Weges von Wadi Halfa nach Dongola. Atasche fann ganzen Wahlkreise zur Verfügung. Unfer bisheriger Wirth in zutreten." Wir verweisen noch auf den Aufruf in der wegen der günstigen Bodenbeschaffenheit Teicht befestigt Stralsund hat sein Lotal zurückgezogen, weil er von werden. Von Wadi Halfa ist über Sarras nach Atasche im legten Sonntagsnummer des Vorwärts" und geben den Genossen zu wenig unterstützt wurde. Hat der Jahre 1885 eine Feldeisenbahn gebaut worden. Als die Wirth daran auch selbst schuld, den größten Theil der der Erwartung Ausdruck, daß die gesammten TabakTruppen der Nilexpedition im August jenes Jahres von Dongola Schuld tragen zweifelsohne die Genossen. Hoffentlich wird es arbeiter Berlins zu dieser Frage Stellung nehmen werden. abgegangen, überließen sie die Strecke von Sarras bis Atasche uns gelingen, noch ein Lokal zur Konferenz aufzutreiben. Die Kommission. den Derwischen, welche alle Schienen aufrissen. Dieser Theil der Das wäre so in Kürze die Geschichte der Bewegung in unserem An die Kontobuch Arbeiter Berlins! Um der Ver. Bahn soll nun vor allem wieder rasch in betriebsfähigen Zustand Kreise. Wenn wir auch größere Prozesse nicht gehabt haben, so schlechterung unserer Arbeitsbedingungen entgegentreten zu können, gebracht werden. Ein Vordringen über Atasche läßt sich vor hat es doch an Verfolgungen nicht gefehlt. Agitationsmaterial ist es unumgänglich nöthig, daß die Kollegen und Kolleginnen Mitte oder Ende des Monats August kaum erwarten. Ist bis wurde beschlagnahmt und die Verbreiter angeklagt, jedoch frei die persönlichen Zwiftigkeiten unterlassen. Nur vor einer dahin der Nil hoch genug gestiegen, so würden flachgehende gesprochen. Ein hier gegründeter Arbeiterinnenverein wurde polizei- einigen Arbeiterschaft hat das Fabrikantenthum Respekt. Raddampfer den Transportdienst vermitteln. Bis dahin müssen lich geschlossen, vom Gericht ausgelöst und die Vorstandsmitglieder in Weiter richte ich an Euch die Mahnung, dafür zu sorgen, daß die Boote der Eingeborenen aushelfen. zweiter Instanz zu Geldstrafen verurtheilt, nachdem sie vom in den Delegirtensißungen, die regelmäßig jeden Mitt Schöffengericht freigesprochen worden waren; Genossen wurden woch vor dem Erften des Monats im Restaurant von Lenz, Die Lohnbewegung gemaßregelt und was dergleichen Freuden eines tämpfenden Alte Jakobstr. 69, abends 1/29 Uhr stattfinden und deren nächste Proletariers mehr sind. Jedoch werden die Verfolgungen nur am fommenden Mittwoch, den 25. März abgehalten wird, jede in der Konfektions- Industrie. dazu beitragen, immer fester und energischer den Kampf zu führen. Fabrik und überhaupt jedes Geschäft vertreten ist. Der VerVor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts wurden Bieles würde eher zu erreichen sein, wenn die finanzielle trauen 3 mann. gestern eine Anzahl von Zwischenmeistern vernommen, wobei sich Seite nicht so sehr in betracht gezogen werden müßte. Zu unserer Die Fensterputer Berlins und Umgegend werden vom wiederum herausstellte, daß einzelne Konfektionsfirmen immer Freude hat sich in Berlin kürzlich ein Verein hiesiger Landsleute Vertrauensmann dieser Branche aufgefordert, in der öffentnoch mit Erfolg die Einigungsbedingungen zu umgehen suchen. gegründet, der sich die Aufgabe gestellt hat, uns bei der Agitation lichen Versammlung zu erscheinen, die Montag, den Aus einem Lohnbuche wird festgestellt, daß die Firma S. Adam, im hiesigen Kreise zu unterstüßen. Daß ihm dieses zum theil gelungen 23. März abends 8 Uhr bei Buske, Grenadierstr. 33, ab die vorwiegend bessere Sachen anfertigen läßt, jezt theilweise ist, will ich durch nachstehende Zahlen beweisen. Die Einnahme gehalten wird. Es soll dort die wichtige Frage erörtert werden: niedrigere Löhne zahlt, als vor dem Streif. Beispielsweise des hiesigen Vertrauensmannes betrug vom 1. Januar 1895 bis Gedenken wir Forderungen zu stellen, und welche? Wie der sind für Westen, für welche der Schneidermeister vor 1. Januar 1896 81 M. 20 Pf., hiervon stammten 39 M. 60 Pf. Vertrauensmann weiter mittheilt, haben die Fensterputzer trob dem Streit 1 m. erhielt, jetzt nur 90 Pig. gezahlt vom Berliner Agitationsverein für den hiesigen Wahlkreis. 12 stündiger Arbeitszeit nur 12-15 m. Zohn. worden. In dem fraglichen Lohnbuche waren Sachen Die Ausgabe betrug 63,70 M. Gewiß find dieses nicht sehr Internationaler Buchdruckerkongreß. Die am 15. März mit fogenannten Nettopreisen verzeichnet; das sind solche, die hohe Bahlen, jedoch muß man in betracht ziehen, daß meist jeder eine geringe Erhöhung der vor dem Streit gezahlten Grund- Genosse das, was er für die Partei leistet, nicht blos unentgelt- in Bern zusammengetretene Aufsichtskommission des interpreise ohne den Zuschlag von 121/2 pet. darstellen. Bei anderen lich thut, sondern noch häufig die baaren Auslagen selber trägt. nationalen Buchdruckersekretariats hatte sich a. mit der Beschlußfassung über die Abhaltung Sachen wurden 121/2 pet. zugelegt. Ferner stellte sich auch in Wir wollen hoffen, daß unsere Partei im Wahlkreise Stralsund- u. a. mit diefer Sigung wieder heraus, daß die Firma Hugo Hermann Franzburg- Rügen bei der nächsten Reichstagswahl denselben des internationalen Buchdruckerfongresses zu beschäftigen. Die u. Ko. den vernommenen Meistern vor dem 10. März überhaupt Stimmenzuwachs erhält, wie von 1890-95, dann wird auch hier Mehrzahl der betheiligten Verbände hat sich für die Schweiz teine Zulage gezahlt hat, und ausgesprochen. Infolge dessen beschloß die Kommission, den nach diesem Tage zwar bald der Sieg unser sein. diesjährigen Kongreß nach Genf einzuberufen. Mit Rücksicht 12/2 pet. Zuschlag gewährt, aber die Grundpreise Ans London wird uns mitgetheilt, daß der seit zirka auf den internationalen Sozialistenkongreß in London wurde erniedrigt hat, so daß die die Löhne jetzt zum theil 1/2 Jahr bestehende deutsche Sozialdemokratische der Termin der Abhaltung auf die erste oder zweite Woche des niedriger find, als vor dem Streit. Nach Ausweis eines Verein( St. Mary's Branch S. D. F.) sich mit dem früheren Monats August verlegt. Wegen des Rücktritts des bisherigen Lohnbuches werden bei Hugo Hermann u. Ko. für Westen mit Lese- und Diskutirklub" Vorwärts" und in Gemeinschaft internationalen Sekretärs, des Buchdruckers, Genossen Reimann, Kloth futter- Rücken 5 Pf. weniger bezahlt, als für andere Westen. mit den polnischen Parteigenossen zu einem neuen Verein der zum Adjunkten des schweizerischen Arbeitersekretärs gewählt Sonst ist es allgemein üblich, daß für Klothfutter- Rücken 5 Pf. verschmolzen hat, der den Namen Internationaler mehr bezahlt wird. Moritz Gottschalk Söhne haben Sozialdemokratischer Klub" führt und sein Lokal wurde, wird die Neubesehung der Stelle auf den 1. Mai ausgeschrieben. gleichfalls, wie aus Lohnbüchern festgestellt wurde, ganz 33 Cannon Street Road E. hat. dieselben Sachen, die früher mit 75 Pf. bezahlt wurden, In der Ballschuh- Fabrik von Michelis u. Comp. in Hamburg find Lohndifferenzen ausgebrochen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. jetzt nur mit 60 Pf. bezahlt. Der anwesende Bertreter Todtenliste der Partei. In Nürnberg sind die altdiefer Firma, Konfektionär Müller, giebt an, daß die fraglichen erprobten Parteigenossen Karl Nefager und Johann Sachen minderwerthig seien, und in den dafür gezahlten Löhnen Böheim aus dem Leben geschieden. der Zuschlag enthalten sei, jedoch gelingt ihm der Nachweis für feine Angaben nicht. Nach vielem Hin- und Herreden wird dem Herrn aufgegeben, bis Montag nachzuweisen, daß seine Behauptungen richtig sind, und, wenn dies nicht der Fall, die Konsequenzen seiner Handlungsweise zu tragen. Die Zwischen meister zahlen meistens immer noch nicht den vollen Zuschlag an ihre Arbeiter. Einige derfelben haben nach dem Streit neue Leute eingestellt, in der Meinung, daß diesen gegenüber die Abmachungen keine Giltigkeit haben. " " " Die Maler in Halle a. S. sind in die Lohnbewegung eingetreten. Der Staatsanwalt Schubert in Erfurt sprach bei dem Jn Waren i. M. waren die Steinmegen der Firma Prozeß gegen unseren Parteigenossen Wiertelarz in Beziehung Scheinpflug ausständig, weil einem auf Grabsteine ar auf sozialdemokratische Redakteure von Sozialdemo: beitenden Kollegen der verlangte Stundenlohn von 50 Pfg. nicht fratischem Schreibvolt" gegen das Fürst Bismarck bewilligt worden war, weil er diesen Lohnsatz nach Ansicht des prinzipiell feine Strafanträge stelle. Wiertelarz wies den Aus- Unternehmers nicht verdiente. Eine Deputation der Ausständigen bruck Schreibvolt" als unpassend zurück, worauf ihm der Vor- schlug nun dem Unternehmer vor, er solle jenem Steinmetz Baufigende der Straffammer, Landgerichtsdirektor Matthes, die arbeit in Alford geben und sich für die Grabffeinarbeit einen Belehrung angedeihen ließ, Schreibvolf" sei keine Beleidigung, anderen wählen, der seines Erachtens 50 Pfg. Stundenlohn verAus Görlig erfahren wir, daß die Firma Philipp sondern die deutsche Uebersetzung für Redakteur".- Die„ Thür. dient. Der Unternehmer nahm diesen Vorschlag an. Infolgedessen Becker nun auch den Tarif anerkannt hat. Von besonderem Tribüne" bemerkt launig dazu: Das Richtervolt", wie Herr ist der Streik beendet. Interesse ist dabei so schreibt man uns ,, daß dies für die Matthes vielleicht das Wort„ Juristen" übersehen würde, hat Der Streik der Steinarbeiter rechts der Elbe in den Arbeiter dieser Firma eine Lohnerhöhung von nahezu 100 pet. eben seine eigenen Ansichten über Beleidigungen, auch läßt sich bedeutet, während es sich bei den übrigen zwei Firmen nur um mit ihm so wenig wie mit dem Anklägervolk oder sonst jemand eine solche von höchstens 20 pCt. handelt. Dies Resultat ist über den Geschmack streiten. Was schließlich den Erkanzler durch Zusammenwirten aller Faktoren und zwar ohne Streif er- Bismarc anbelangt, so ist dessen Dickhäutigkeit erst neueren reicht worden. Die Kollegen an den größeren Konfektionsplätzen Datums. Als er noch nicht abgesägt" war, besaß er eine außer werden alles daran sehen müssen, die Lohnverhältnisse weiter zu ordentliche Empfindsamkeit. Er fühlte sich damals felbft durch verbessern, denn von hiesigen Unternehmern sind uns verschiedent- die Kritik einer Kuhmagd in seiner Ministerwürde beleidigt. Es lich die theilweise noch niedrigeren Löhne von Berlin und regnete förmlich gedruckte Strafanträge. Erst als Bismarck, der Breslau vorgeführt worden und unter Berufung auf diese Drte bekanntlich an der Emser Depesche ebenfalls redaktionell thätig hat man unsere höher gestellten Forderungen abgewiesen." war, Erkanzler wurde, verloren die gedruckten Papiere" ihren Werth." Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. In Steinbet in Schleswig- Holstein stegte in der 3. Klasse unser Genosse H. Westphal mit 46 Stimmen über den von gegnerischer Seite aufgestellten Kandidaten, der es nur auf 13 Stimmen brachte. Ju Boizenburg in Mecklenburg- Schwerin wurde Genosse Garber mit 89 Stimmen in den Bürgerausschuß gewählt. Sein Gegner betam 82 Stimmen. Dieser Erfolg unserer Partei ist, wie die Mecklenburgische Volkszeitung" ausführt, von um so größerer Bedeutung, als nur Bürger, die das Bürgerrecht für klingende Münze erworben haben, wahlberechtigt und wählbar find, daher die Zahl der Arbeiter unter den Bürgern sehr gering ist. " In die Stichwahl kommen in Weißenfels unsere Genossen Klinder, Weiße und Schubert. Sie erhielten 81-85 Stimmen; die Kandidaten der Gegner, mit denen sie sich zu messen haben, 62-77. Bei der Gewerbegerichtswahl in Mülheim am Rhein erhielten in der Klasse der Arbeitervertreter die Kandidaten unserer Partei 1505-1506 Stimmen, die Kandidaten der Gegner 1283-1235. " H Vereins und Versammlungs, freiheit" in Sachsen. Nach einer Mittheilung, die Genosse Kaden fürzlich in der zweiten Kammer des Landtages machte, wurden in zwei Jahren 7 Vereine verboten, 90 Vereine aufgelöst, 178 Versammlungen verboten und 53 aufgelöst, 56 Feste ganz und 19 theilweise verboten. In Wien wurde die Märznummer des Wahren Jakob" beschlagnahmt. Die Revieren Posta, Liebethal 2c. dauert unverändert fort. Unternehmer haben die Arbeiter bis jetzt noch gar keiner Antwort gewürdigt. Die Böttcher der Brauerei Reisewit bei Dresden haben wegen Entlassung zweier Kameraden die Arbeit niedergelegt. In der mechanischen Weberei der Firma Brüder Perus in Lieben bei Prag haben 250 Arbeiter und 50 Arbeiterinnen die Arbeit eingestellt. Die Streikenden verlangen die Wiederaufnahme der wegen Agitation entlassenen Arbeiter, zehnstündige Arbeitszeit und eine 20 prozentige Lohnerhöhung. Ueber den Stand der Dinge in Fürth, wo die Fabrikanten bekanntlich viele Hunderte von Arbeitern ausgesperrt haben, schreibt die Fränk. Tagespost":" Auf jene Unternehmer, welche nicht aussperren wollten, wurde ein starter Druck ausgeübt, einzelne ganz offen mit zu grunde richten" bedroht. Die Situation ist für die Arbeiter nicht ungünstig, da die Unternehmer mit Aufträgen reichlich versehen sind. Fabrikanten spekuliren einzig und allein darauf, daß es nicht In Breslau darf vom 1. Oftober an das Schlachten möglich sein werde, die große Arbeiterzahl ausreichend zu unterIn Breslau darf vom 1. Oktober an das Schlachten stüßen. Halten die Arbeiter nur 14 Tage stand, dann sind fie von Wieh nur im städtischen Schlachthause vorgenommen werden. Alles zum Schlachten gelangende Vieh muß sowohl Herr der Situation." Soziale Mebericht.. vor als nach dem Schlachten auf seinen Gesundheitszustand Der Zehnstundentag ist den Arbeitern der Neu per t'schen untersucht werden. Daffelbe gilt von dem frischen Fleisch, das Pianofortefabrit in Bamberg auf ihr Gesuch bewilligt worden. von außerhalb tommend in Breslau feilgeboten wird. Die Posamentirer Basels beabsichtigen aufs neue in eine Die Errichtung eines städtischen Elektrizitätswerks Lohnbewegung einzutreten. Sie fordern zehnstündige Arbeitszeit und einer elektrischen Straßenbahn ist von den Ge- bei dem gleichem Minimallohn von Fr. wie bisher. Die zehnmeindekollegien& Ia u chau's i. S. beschlossen worden. Nach stündige Arbeitszeit stand bereits bei der vorjährigen Lohnden Voranschlägen sind hierfür insgesammt 515 000 M. bewilligt. bewegung als Hauptforderung, ist aber beim Friedensschluß fallen In Nürnberg werden die Namen derjenigen Bäckergelassen worden. meister, welche frästranke Gehilfen beschäftigen, vom In Wien haben die englischen Schneider und die Aus Stralsund wird uns geschrieben: Die Leser des Magistrat öffentlich bekannt gemacht. Von seiten der Bäcker- Täschner ihre Forderungen in einer Anzahl Werkstätten beVorwärts" wird es gewiß intereffiren, auch einmal etwas aus meister ist gegen dieses Verfahren, das sicherlich nur zu begrüßen willigt bekommen. einem der noch am weitesten zurückstehenden Wahlkreise zu hören. ist, Beschwerde bei der Regierung geführt worden; die Regierung Der Streik der Tapezirer Budapests dauert fort. Die Es handelt sich um den Wahlkreis Stralsund Franzburg: hat aber durch Ablehnung der betr. Beschwerden das Vorgehen Prinzipale der großen Firmen sind nach Paris, Berlin und Rügen. In diesem vorwiegend ländlichen Kreise wurde bei des Magistrats gebilligt. Wien um Arbeiter gereift; hoffentlich sind ihre Bemühungen ver der Reichstagswahl im Jahre 1890 zum ersten Male ein Die Gründung eines Verbandes der Arbeitsgebens. Wenn kein Zuzug eintrifft, ist ein günstiger Erfolg des sozialdemokratischer Kandidat, der Maurer Müggen- nachweis- Anstalten Badens und der Nachbar- Streits unausbleiblich. burg aus Stralsund aufgestellt; er brachte es auf länder ist, wie die„ Soziale Korrespondenz" mittheilt, vom 735 Stimmen. Schon bei den vorhergehenden Wahlen waren ver- Geheimen Ober- Finanzrath Fuchs in Karlsruhe angeregt Ju Süttö in Ungarn find 300 Steinmetzen in einen einzelt Stimmen für Herbert, Bebel und Liebknecht abgegeben worden und wird schon in allernächster Zeit ins Leben gerufen Abwehrstreit getreten. Die Meister haben es auf die Zerstörung worden. Nach der 1890er Wahl regte es sich auch in unserem werden. der Organisation abgesehen. Kreise. Im Jahre 1893 bekam unser Kandidat, Zimmerer Rath= Ein städtisches Arbeitsamt wird auf Beschluß der mann aus Wandsbek, 2384 Stimmen; ein erfreuliches Resultat, wenn man bedenkt, daß die Agitation unter sehr schwierigen Um bürgerlichen Kollegien in Schwäbisch Gmünd errichtet Depeschen und lehte Nachrichten. ständen betrieben werden mußte. Lokale standen uns nur in werden. Stralsund zur Verfügung; in Garz a. Rügen und Damgarten war ein Lotal nur zu je einer Versammlung zu haben. In Richtenberg wurden wiederholt Versammlungen angemeldet, jedoch Gewerkschaftliches. Rom, 20. März.( B. H.) Geſtern gingen größere Abthei lungen Festungsartillerie nach Massauah ab. Der Transport erfolgte auf telegraphischen Wunsch Baldissera's, da Menelik mit seinem Heere wieder weiter vorrückt. Venedig, 20. März. Beim Verlassen des Hafens kollidirte Der Lloyddampfer Archiduchessa Carlotta" mit dem Segelschiff Sanvito". Die Mannschaft des Seglers, die ins Wasser fiel, wurde gerettet. " stets wußten sie unsere Gegner zu hintertreiben. Adressen von Die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend bitten wir, Personen, an die man Agitationsmaterial senden konnte, waren sich auch am heutigen Lohntag ihrer im schwersten Kampfe uns damals im Stralsunder und Franzburger Kreise nur zwei, stehenden Klassen genossen in Rottbus zu erinnern. auf Rügen gar keine bekannt. Nach der Wahl von 1893 begann auch auf Rügen die Bewegung Gelder nimmt entgegen die Berliner Gewerkschaftskommission mehr Fuß zu fassen. Im Jahre 1895 wurde hier die erste Kreis( R. Millarg, Berlin S., Annenstraße 16, Gewerkschaftsbureau). London, 20. März.( B. H.) Hiesige Blätter erklären, daß fonferenz abgehalten; es waren Genossen anwesend aus den Ort- An die Zimmerer Berlins! Unsere Forderungen: Neun- England felbft das Geld für die Dongola- Expedition vorstrecken schaften Stralsund, Barth, Devin, Breege a. Rügen, Vilmis a. R., stundentag und 55 Pf. Minimal- Stundenlohn, sind weiter an- werde, wenn seitens der französischen Regierung England die Gingst a. R. und Zarrendorf, letterer Ort zum Kreise Grimmen erkannt worden von den Baufirmen Kulisch, Rathenower: Ermächtigung verweigert werden sollte, dazu den egyptischen Greifswald gehörig. Soweit man übersehen kann, hat die Schatz anzugreifen. England würde dann neue Rechte auf Konferenz gute Früchte getragen, wenigstens läßt sich dies von Straße 78; Boese, Rathenowerstr. 4; Wolf, Knesebeckstr. 62, Egypten erwerben. Die Behauptung, daß die französische Oppo= Rügen annehmen. Von dort haben aus einer ganzen Reihe Orte u. 2 Rügen annehmen. Von dort haben aus einer ganzen Reihe Orte Rigdorf; Stein, Pfalzburgerstr. 70, Wilmersdorf; Arendi Egypten erwerben. Die Behauptung, daß die französische Oppofition allein das Angreifen des egyptischen Schayes verhindern Genossen sich zur Verbreitung von Agitationsmaterial beim Ber-. Rom p., Müllerstr. 163; Bielice, Bernauerstr. 47; en B, tönne, wäre übrigens lächerlich. Razlerstr. 11. Kingston( Jamaika), 20. März.( C. N. of G.). Ein trauensmann in Stralsund oder beim Vorsitzenden der Agitations- Die Lohnkommission der Berl. 3immerleute. fommission für Pommern in Stettin gemeldet. Die Erfolge in britisches Kriegsschiff ist von hier abgegangen, um die vorgestern der Agitation möchte ich einerseits der Berbreitung des Pommer", Achtung, Metallarbeiter! Die Arbeiter in den Reinicken mit dem Dampfer" Bermuda" abgegangene Flibustier Gy anderseits dem Umstande zuschreiben, daß auf Rügen die Arbeiter Dorfer Messingwerten( Jnhaber Seidel) beabsichtigen, pedition gegen Ruba abzufangen. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 69. Reichstag. Sonnabend, den 21. März 1896. Das 13. Jahrg. in Verhandlung zu treten. Ich kann die Regierung nur bitten, seitigen. Aber die anderen Parteien haben es nicht so bequem endlich zu Thaten zu kommen. wie die Sozialdemokraten, welche den ganzen Etat ablehnen; sie Unterstaatssekretär Aschenborn: Ich muß den Herrn Staats- nehmen ihn an und müssen auch zur Deckung der Ausgaben die 65. Sitzung vom 20. März 1896, 1 Uhr. sekretär entschuldigen, der wegen dringender Geschäfte plötzlich Einnahmen suchen. Wenn andere Einnahmen beschafft werden, Am Tische des Bundesraths: Graf Posadowsky. abberufen ist, er hofft den weiteren Verhandlungen noch bei- würde sofort die Salzsteuer beseitigt werden können. Die zweite Berathung des Etats wird fortgesetzt beim Etat wohnen zu können. Wenn die Zölle herabgesetzt werden, ver- Abg. Wurm( Soz.): Wir fühlen unsere Verantwortung dem der Reichsschuld und zwar in der gestern angefangenen Be- mindern sich die Einnahmen, aber durch die Steigerung der Wolfe gegenüber, deshalb lehnen wir den Etat ab, der sprechung über die Konvertirung der Reichsschulden. Einfuhr erhöhen sie sich. Es ist nicht wahr, daß die feine Einnahmen hauptsächlich von den ärmsten Klassen der Be Abg. Rintelen( 3.) erklärt sich gegen die Konvertirung. 3olleinnahmen zurückgegangen sind.( Hört! links.) völkerung nimmt. Wir haben vielfach eine Reichs- EinkommenDer Etat der Reichsschuld wird genehmigt. Das laufende Etatsjahr bringt die größte Gin- steuer, eine Erbschaftssteuer verlangt, aber davon wollen Sie Es folgt der Etat der 3 ölle und Verbrauchsnahme an 3öllen, die wir gehabt haben. nichts wissen.( Widerspruch bei den Freisinnigen und Nationalsteuern, wozu der Antrag der Sozialdemokraten vorliegt: Jahr vor den Handelsverträgen, 1892, hatte eine Einnahme von liberalen.) Die Salzsteuer ist eine Kopfsteuer, welche Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, einen Gesetzentwurf 378 Millionen Mark, das laufende Jahr von 380 Millionen Mark die Wermsten am stärksten belastet. Wenn man wiederum vorzulegen, durch welchen vom 1. April 1897 ab das Salz von und zwar sind die Einnahmen aus den Getreidezöllen ziemlich 40 Millionen Liebesgabe bewilligen will, dann muß man doch jeder Abgabe und Steuer befreit wird." gleich geblieben.( Hört, hört! links; große Unruhe rechts.) endlich an die Beseitigung der Salzsteuer denfen. Die Aufhebung Nach einigen unverständlichen Ausführungen des Abg. der anderen Lebensmittelsteuern werden wir schon später beantragen. Müller- Fulda( 3) erklärt Die Börsensteuer haben wir abgelehnt, weil sie zur Deckung der Militärvorlage diente; wir hätten sie angenommen, wenn dafür die Salzsteuer und andere Lebensmittelsteuern aufgehoben wären. Die Antisemiten bezeichnen unsern Antrag als agitatorisch, als wenn sie solche Dinge garnicht kennen; dazu ist das Parlament da, solche Dinge dem Volke klar zu machen. Ferner beantragt die Budgetkommission:" Den verbündeten Regierungen wird empfohlen, in den Ausführungsverordnungen über den Verkehr in denaturirtem Spiritus Erleichterungen dahin Abg. Fischbeck( frs. Vp.): daß der Präsident sich vollständig eintreten zu lassen, daß den Brennereien die Denaturirung ge- in Uebereinstimmung befinde mit den Abmachungen zwischen den ringer Quantitäten Epiritus in ihren Epiritustellereien dadurch Parteien, wenn er eine Ausdehnung der Debatte nicht zu ermöglicht wird, daß das Denaturirungsmittel in kleinen gelaffen habe. Wenn Herr v. Kardorff besonders erregt scheine, Quantitäten an die Brennereibefizer abgegeben werden darf." so sei das wohl auf die jüngsten Londoner Nachrichten zurück Der Berichterstatter Abg. Pachnicke theilt mit, daß bei zuführen.( Große Unruhe rechts.) Wir sind der Meinung, daß unsere Wähler uns nicht hierher geschickt haben, um Liebesgaben zu bewilligen.( Eehr richtig! links.) Redner empfiehlt dann, zur Vermeidung der seltsamen Entscheidungen von Zollbehörden, Die den Handelsstand beunruhigen, einen Zollgerichtshof einzusetzen. Redner verweist dann auf den Spiegelglas- Ring, welcher den deutschen Markt bewuchere; dabei kommt ihm eine Verfügung des Bundesraths zu Hilfe, durch welche der Bruttozoll von 24 M. zu einem Nettozoll von 40 M. werde und jede auswärtige Konkurrenz verhindere. Abg. v. Standy( f.): Ich und eine Reihe meiner politischen Freunde würden bereit sein, die Salzsteuer aufzuheben, wenn für einen Ersatz gesorgt werden würde. Ich und eine Reihe meiner politischen Freunde sind nicht schuld an dieser Zuckersteuer- Vorlage. Abg. Fischbeck( frs. Vp.): Meine Freunde werden für den Antrag stimmen und werden zur Deckung auf die Liebesgabe bei der Branntweinfiener verweisen. Im Programm der freisinnigen Volkspartei steht ebenso wie im sozialdemokratischen Programm eine progressive Reichs- Einkommensteuer. Nachdem Abg. Werner( Reform P.) noch einmal auf die Börsensteuer zurückgekommen und seine Behauptung über die Haltung aufrecht erhalten, bemerkt Börsensteuer zurückgekommen und seine Behauptung über die wird. diesem Stat Mittheilung gemacht wurde von dem in Aussicht stehenden Mehrbetrag an Ueberweisungen; dazu wurde der Antrag gestellt: Uebersteigen im Etatsjahre 1896/97 die den Bundesstaaten zustehenden Ueberweisungen an Zöllen, Tabaksteuer, Branntibein- Verbrauchsabgabe und Zuschlag zu derselben, fowie an Reichs- Stempelabgaben für Werthpapiere 2c. die auf zubringenden Matrikularbeiträge, so ist die Hälfte des Ueberschusses zur Verminderung der Reichs schuld zurückzuhalten. Bei Ermittelung des Unterschieds zwischen dem zu Ueberweisungen verfügbaren Betrage und den Direktor im Reichsschazamt v. Koerner: Für Spiegelglas Matrikularumlagen werden von den letzteren abgefeßt: a) die besteht ein Brutto- 3ollsatz von 24 M. Da jetzt Spiegelglas ein Ausgleichungsbeträge, b) die Summe von 12 683 130 M. Die Zuschlag zum Bolsaße erfolgen, um dem Tarif zu entsprechen. von den einzelnen Bundesstaaten zur Reichskaffe zu zahlenden geht ohne Verpackung oder mit geringer Verpackung, so mußte ein Abg. Singer, daß die Antisemiten doch endlich aufhören Verminderung der Reichsanleihe erfolgt durch entsprechende Man ist dabei auf 662/3 pCt. Tara gekommen. Sollte der Gab sollten, mit dieser Seeschlange haufiren zu gehen. Es wäre Absetzung vom Anleihensoll. Soweit geeignete Anleihe sich als unrichtig ergeben, so wird der Bundesrath Remedur ein richtiger, die Einkommen der Börsenleute angemessen zu treffen, Tredite nicht mehr offen stehen, wird über die Art treten lassen. der Schuldentilgung durch den Reichshaushalts Etat Be- Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich denke über die Vorgänge in als das Gewerbe zu besteuern, durch welches sie die Einkommen stimmung getroffen. Außerdem wird die Summe, welche London nicht erregt. Ich denke darüber ruhiger als die Herren erwerben. Bezeichnend ist das beredte Schweigen der verbündeten gemäß§ 8 des Bolltarifgefeges vom 15. Juli 1879 der Reichs-( links). Jetzt hat England die Initiative und wir sind davon Regierungen, welches im Lande wohl richtig beurtheilt werden taffe von dem Betrage der Zölle und der Tabaksteuer verbleibt, entlastet. Erregt war ich darüber, daß das Haus, welches drei Abg. v. Stumm: Die Mehrheit des Hauses hält offenbar für das Etatsjahr 1895-1896 behuss Verminderung der Reichs- Tage über Peters gesprochen hat, uns nicht sprechen lassen will diesen Antrag für eine politische Demonstration. Was soll die schuld von 130 auf 143 Millionen Mark erhöht." etwas über die Nothlage der Landwirthschaft, die doch Regierung dabei thun. Wenn Sie 47 Millionen streichen Der Antrag wird beim Etatsgesetz berathen werden. wichtiger ist als Herr Peters. Wenn die Getreidezölle Abg. v. Stumm fragt, wie der Bundesrath sich zur Ein- immer dieselbe Einnahme gezeigt haben, so beweist das, wollen, müssen Sie doch für Ersatz sorgen! Abg. Werner bestreitet, daß er und seine Freunde mit der führung eines Bolles auf Quebrachoholz stellt. Ich würde daß der Charakter der Getreidezölle verschoben Ich würde daß der Charakter der Getreidezölle verschoben ist, daß Seeschlange im Lande haufiren gehen; sie überlassen das anderen die Ablehnung unseres Antrages bedauern, weil wir alle der er ein reiner Finanzzoll geworden ist.( Lachen links.) Leuten.( Heiterfeit.) Die Sozialdemokraten haben mit den Nothlage der Landwirthschaft abhelfen wollen. Es handelt sich nicht um die Finanzlage des Landes, sondern um Liebesgaben, diesen Requisiten aus der Rumpelkammer der freiStaatssekretär Graf Pojadowsky: Das Plenum des die allgemeine wirthschaftliche Lage und da komme ich immer Bundesraths hat sich noch nicht schlüssig gemacht; das wird aber wieder darauf zurück, daß unsere Handels- Unterbilanz in den sinnigen Partei operirt; sie sollten doch mit eigenen Mitteln in der nächsten Zeit geschehen und nach der bevorstehenden Ver- lehten fünf Jahren eine so abnorm hohe gewesen ist, daß alle Abg. Richter: Die Initiative zur Aufhebung der Salztagung des Hauses werde ich zur Auskunft bereit sein. Sachkenner sagen: Sie geht über das hinaus, was wir an Binsen aus dem Ausland erhalten. Nach den statistischen Whit- feuer ist 1872 ausgegangen von der Fortschrittspartei und den theilungen beträgt der Mehrbetrag der landwirthschaftlichen Ber: Nationalliberalen in dem Antrage Hoverbeck und Genossen. schuldung 200 Millionen jährlich. Wenn wir noch 8 Jahre unter Wir hatten damals eine glänzende Finanzlage und Freiherr diesem System leben, dann ist die Landwirthschaft zu Zweidritteln. Stumm treuzte die Absicht des Reichstages dadurch, daß er die Aufhebung der Salzsteuer durch das mobile Kapital expropriirt. Tabatsteuer. nüpfte an eine Erhöhung der Die Mehrheit des Reichstages stellte sich auf unsere Seite, nicht auf die des Freiherrn v. Stumm. Die Regierung stand auf Seiten des letteren. Der Herr von Stumm hatte also nur ein taktisches Manöver vollzogen. ( Heiterkeit.) Abg. v. Stumm: Es ist absolut unwahr, daß die Fortschrittspartei die Salzsteuer aufheben wollte; sie beantragte nur ihre Ermäßigung von 2 auf 1 Thaler.( Buruf Richter's: Zunächst!) wir beantragten die Aufhebung. Die Abgg. Broekmann( 3) und Hike( 3.) bedauern, daß der Antrag noch nicht erledigt ist. Akg. v. Kardorff: Es ist mir ganz unerklärlich, daß der Bundesrath noch nicht eine fefte Stellung in dieser Angelegenheit genommen hat, die das Volk so sehr interessirt. Abg. Fischbeck( frs. Bp.): Ich bitte die Regierung, dem An- Abg. Graf Kanit: 1891 betrugen in den ersten 10 Monaten trage des Reichstages nicht Folge zu geben und nicht der zurück- die Zolleinnahmen 367 Millionen Mart, 1895 aber in den ersten gebliebenen Lederindustrie zu Hilfe zu kommen durch die Ver- 10 Monaten nur 357 Millionen Mark. Das Einkommensteuersoll theuerung des Quebrachoholzes, an dessen Bollfreiheit zahlreiche zeigt eine rückläufige Bewegung, speziell für die ländliche BeArbeiter und Industrielle ein Interesse haben. Die Einführung völkerung. Daß ich das Konzept einer alten Rede hervorgeholt des Bolles würde uns nur in einen Bollfrieg mit Argentinien haben soll, ist doch nicht verwunderlich, wenn die Zustände diebineinführen. Aber darum kümmern sich die Herren nicht.( Große felben bleiben. Unruhe rechts.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Das gründliche Studium der Frage liefert den Beweis dafür, daß der Bundesrath die Frage sehr ernst genommen hat. Unterstaatssekretär Aschenborn: Die Jfteinnahme aus dem Jahre 1891 beträgt 378 Millionen. Die Einnahme aus den elf Monaten seit April 1895 bis Februar mit Hinzunahme der Einnahmen des März vorigen Jahres betragen 380 Millionen Mark. Abg. Hike( 3): Es handelt sich nicht um den Ruin der Lederindustrie, sondern um den Schutz der soliden kleinen In- Abg. Jebsen( natl.) richtet an das Reichsschazamt die dustrie und der fleinen Schälwaldbesizer. Frage, ob auch der Buchweizen unter die Vorschriften über die Abg. Graf Kanit( f.): Die Einnahme aus den Zöllen Aufhebung des Identitätsnachweises falle. war früher schon höher wie jetzt; es ergab sich ein Aus- Direktor v. Koerner: Der Buchweizen ist in das Gesetz fall von 33 Millionen Mark infolge der Zollermäßigung durch nicht aufgenommen worden, weil die Ausfuhr eine sehr minimale liche Aufschwung wirklich eingetreten wäre, so hätten ändern, so könnte das Gesetz einer Aenderung unterworfen die Handelsverträge. Wenn der vorausgesagte wirthschaft- war, so daß es sich nicht lohnte. Sollten sich die Verhältnisse die Zelleinnahmen steigen müssen. Aber das ist nicht werden. der Fall gewesen, das beweisen die Zahlen der Einfuhrstatistit Abg. Hammacher( nail.) behält sich vor, auf die Frage des und der Einkommensteuerveranlagung.( Bustimmung rechts.) amtlichen Waarenverzeichniffes bei anderer Gelegenheit zurück Herr v. Marschall behauptete bei der Berathung meines An- zukommen, da der Staatssekretär Graf Posadowsky nicht antrages, daß eine Steigerung der Roggeneinfuhr nicht eingetreten wesend sei. fei. Die hatte ich auch gar nicht behauptet, sie konnte auch Die Einnahmen aus den Zöllen werden genehmigt; ebenso nicht eintreten wegen des Zolkrieges mit Nußland, ben unsere ohne Debatte die Einnahmen aus der Tabaksteuer und Handelspolitik ohne Noth heraufbeschworen hatte.( Sehr Zuckersteuer. richtig! rechts.) Aber eine Steigerung der Getreide Bei der Salzsteuer kommt der bereits mitgetheilte Einfuhr überhaupt ist festgestellt, und zwar um 46 pCt., Antrag wegen Aufhebung der Salzsteuer zur Verhandlung, so daß wegen der Ermäßigung der Zölle eine Minder- welche der einnahme von rund 43 Millionen Mark entstanden ist. Abg. Schulze- Königsberg( S03.) damit begründet, daß gerade Wie ganz anders würde unsere Finanzlage sein, wenn wir über die ärmeren Familien mehr als verbrauchen müssen, als die diese Gelder noch verfügten! Wir brauchten dann keine Schulden wohlhabenderen. Jede Ermäßigung des Salzpreises habe immer zu machen und hätten für manche nügliche Verwendung Geld. eine erhebliche Steigerung des Verbrauchs zur Folge gehabt. ( Sehr richtig! rechts). Das sind aber nicht die einzigen Zoll- Redner verweist auf die früheren Versuche, die Salziteuer zu ermäßigungen; es haben auch andere Bollermäßigungen statt- beseitigen; nur finanzielle Bedenken seien geltend gemacht worden. gefunden, zum Theil sogar für Lurusartitel. Es fommen schließ- Die Landwirthschaft habe auch ein Interesse an der Aufhebung lich 70 Millionen Mark Einnahmeverlust heraus. Und welche der Salzsteuer, wenn auch das Viehsalz steuerfrei ist, denn das Vortheile stehen diesen Nachtheilen gegenüber? Welchen Nutzen denaturirte Bichsalz bekommt den Thieren nicht gut. haben die Handelsverträge gebracht? Einzelue Industriezweige be- Abg. v. Stumm: Ich habe allerdings 1872 einen Antrag finden sich in einer günstigen Lage. Die Eisen- und Textilindustrie. wegen Aufhebung der Salzsteuer gestellt, hauptsächlich zur Förde: Aber wie steht es mit der Landwirthschaft, welche die Kosten rung des Salz- Bergbaues; denn daß die ärmeren Leute mehr der Handelsverträge bezahlt hat? Herr v. Marschall meinte, Salz verzehren als die wohlhabenderen, ist ein Frrthum. Aber wir würden ohne Handelsverträge vielleicht höhere Getreidezölle wie kann man jetzt daran denken, ohne jede Deckung die Salz aber niedrigere Preise haben. Er berief sich auf die Preise im steuer aufzuheben.( Buruf des Abg. Singer: Man braucht Januar in Paris und Berlin, die ziemlich gleich waren. Aber nur die Liebesgabe aufzuheben!) Wenn die Tabaksteuer in der man muß einen längeren Zeitraum in betracht ziehen. Während nöthigen Höhe bewilligt würde, so würde man über den Antrag des Jahres 1895 standen die Getreidepreise in Berlin 142, in reden können. Paris 155 und in London 108; also die Pariser Preise waren höher.( Hört! rechts.) Die Kauftraft des Volkes hat sich vermindert Präsident v. Buol: Es ist mit der Geschäftsordnung nicht vereinbar, sich zu verbreiten über ein so weitgehendes volkswirthschaftliches Thema.( Abg. v. Kardorff: 3ur Geschäftsordnung!) Abg. Graf Kanik: Ich wollte nachweisen, wie die Getreide zölle gewirkt haben auf unsere wirthschaftlichen Verhältnisse. ( Sehr richtig! rechts.) Abg. Werner( Reform- P.) stimmt den Ausführungen des So lange aber Antragstellers im großen und ganzen zu. feine Deckung des Ausfalles beschafft sei, habe der Antrag nur einen agitatorischen Zweck. Die Sozialdemokraten hätten bei der Börsensteuer etwas mehr geben sollen, um das Großkapital heranzuziehen, sie haben sich aber ablehnend verhalten. Gegen eine Tabatsfabrikatsteuer müsse protestirt werden, dafür seien seine Freunde niemals zu haben. arbeiten. Abg. Richter: Unser Antrag wollte die Salzsteuer zunächst um die Hälfte ermäßigen und sie später ganz aufheben. Diese Absicht wurde gekreuzt durch den Antrag Stumm, welcher für die Salzsteuer andere Steuern einführen wollte. Abg. von Stumm: Mein Antrag wurde damals getrennt und die Fortschrittspartei hat damals für die Aufhebung der Salzsteuer auch nicht gestimmt. Das Haus hat auch damals den fortschrittlichen Antrag nicht angenommen. wenn die Forderung so gesteigert wird, daß sie unmöglich ist. Herr v. Stumm hat damals wohl auch nicht für den ersten Theil seines Antrages gestimmt, daß die Salzsteuer aufgehoben werden solle. Abg. Richter: Es ist klar, daß etwas zu Fall gebracht wird, Abg. v. Stumm: Ich habe doch für den ersten Theil meines Antrages gestrimunt. traten und Sozialdemokraten wird der Antrag der Sozial. Gegen die Stimmen der freisinnigen Volkspartei, der Demos demokraten abgelehnt. Die Salzsteuer wird bewilligt. Bei der Branntweinsteuer führt Abg. Holh( Rp.) aus, daß die Branntweinsteuer so gewirkt habe, wie sie wirken solite, nicht preissteigernd, sondern nur preis erhaltend. Direktor v. Körner bleibt unverständlich, da er direkt zum Abg. Holtz gewendet spricht und dabei der Tribüne den Rücken zukehrt. Abg. Gamp( p.) verweist darauf, daß bereits 1887 ber Reichstag verlangt habe, daß alsbald die Strafbestimmungen des Branntweinsteuer Gesetzes von 1868 bezüglich der Maischraum fieuer in Uebereinstimmung gebracht werden sollten mit den Strasbestimmungen des neuen Branntweinsteuer Gesetzes. Eine Vorlage sei aber noch immer nicht gemacht worden. Direktor v. Körner bleibt auch bei der Antwort auf diese Frage völlig unverständlich. Die Abgg. v. Standy und v. Kardorff halten es ebenfalls für dringend nothwendig, die Resolution von 1887 endlich zur Ausführung zu bringen. Der Antrag der Budgetkommission wird angenommen und die Einnahme aus der Branntweinsteuer bewilligt; ebenso die Brausteuer und die Einnahme aus den Reichsstempelabgaben. Beim Etat des Bankwesens empfiehlt Abg. Holk( Rp.) eine Aenderung der Bankvorschriften über die Beleihung der landschaftlichen Pfandbriefe, die den Staatspapieren gleich gestellt werden sollten. Hier könne der Staatssekretär sein warmes Herz für die Landwirthschaft bethätigen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Nicht der Staatssekretär des Reichs- Schazamtes ist Kurator der Reichsbank, sondern der Staatssekretär des Jnnern. Von diesem ist eine Anregung an die Reichsbant ergangen, aber diese hat sich aus technischen Gründen ablehnend verhalten. Staatssekretär v. Bötticher sagt für die dritte Lesung eine Der Etat des Bankwesens wird genehmigt. Die Kapitel: Ueberschüsse aus früheren Jahren und Matrikularbeiträge werden zurückgestellt, bis das Etatsgesetz erledigt sein wird. Abg. Hammacher( natl.): Die Antragsteller haben wohl selbst nicht die Hoffnung, daß der Antrag angenommen wird. Präsident v. Buol: Ich habe den Redner nicht unter- Wenn die Finanzlage es gestattete, würden wir es als eine brochen, als er von den Zöllen sprach, sondern nur, als er zu Aufgabe der ausgleichenden Gerechtigkeit halten, tief in die Frage hineinging.( Große Unruhe rechts.) Wir die die ärmeren Klassen besonders belastende würden sonst drei Tage darüber debattiren.( Große Unruhe Salzsteuer erheblich herabzusetzen oder zu be- Auskunft darüber zu. rechts; Buruf rechts: Wir können ja drei Tage darüber feitigen. debattiren!) Abg. Graf Kanit: Ich will der Geschäftslage des Hauses Rechnung tragen und möchte daher nur an die verbündeten Regierungen die Frage richten, ob sie sich noch immer nicht Dazu entschließen wollen, eine Revision der Handelsverträge eintreten zu lassen und darüber mit den vertragschließenden Staaten Eine übermäßige Ausdehnung des Salzkonsums ist nicht zu er warten, es wird sich niemand seine Suppe verfalzen, weil er es bezahlen kann. Der Konsum ist von den natürlichen Bedürfnissen des Menschen abhängig. Beim Etatsgesetz berichtet Abg. Lieber über die BerhandAbg. Rickert schließt sich diesen Ausführungen an; er würde lungen der Budgetkommission über feinen von der Kommission noch weiter gehen und alle Steuern auf Nahrungsmittel be- langenommenen vorhin mitgetheilten Antrag. veröffentlichen. Lokales. Die Parteigenossen von Nixdorf werden ersucht, Neubestellungen auf den Vorwärts"," Boltsblatt"," Jatob" 2c., sowie eintretende Wohnungsveränderungen rechtzeitig bei Ostermann, Jägerstr. 70, II., sowie bei den Botenfrauen der Parteifpedition aufgeben zu wollen. Die sämmtlichen Werderschen Brauereien, also die So Der Großbetrieb hat sich nunmehr auch auf den Zeitungss handel geworfen. Eine hier gegründete Gesellschaft für Straßenverkauf von Beitungen entfendet vorläufig 50 Händler in die Straßen. Staatssekretär Graf v. Pojadowsky: Ich habe zunächst schluß wieder aufgehoben. Die Abgg. Mundel und| Publikum eine Einrichtung gezeigt werden, die bislang nur ganz namens der verbündeten Regierungen zu erklären, daß fie Fohme erklärten, für die so verschlechterte Vorlage unter wenigen Berlinern bekannt war. Aenderungen der bestehenden Gefeße in dem Etatsentwurf teinen Umständen stimmen zu können. Die absonderliche Abnicht akzeptiren können. Nach dem Zolltarif Gefeß von Stimmung der Freitagssigung erklärt sich in erster Reihe daraus, Hoffmann'sche, die Brauereien von Lerch und Plettenberg, von 1879 haben die Einzelstaaten Anspruch auf den vollen daß die Zentrumspartei in dieser Sigung durch reaktionärere Betrag der Ueberweisungssteuern und auf den vollen Abgeordneten als in den ersten Lesungen vertreten war. Der Schulze und Hildebrand und von Georg Bauer, find jetzt unter Betrag der Zölle, soweit sie die Summe von 130 Millionen Mark Bericht der Kommission soll nach Ostern an das Haus gelangen. großen Unternehmen verbunden worden, zu deffen Betrieb eine der Firma„ Vereinigte Werdersche Brauereien" zu einem einzigen übersteigen. Die verbündeten Regierungen glauben es nicht als Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 1800 000 m. bestaatsrechtlich zulässig erachten zu können, daß ein bestehendes gründet worden ist. Den Vorstand bilden die Brauereibesizer Gesetz in Verbindung mit dem Etatsgesetz abgeändert wird; sie Georg Hoffmann, Georg Bauer und Adolph Plettenberg. würden eine solche Form des Etatsgesetzes nicht akzeptiren Die Vertrauenspersonen unserer Partei in Berlin und schreitet der Großbetrieb unaufhaltsam auf seinem Siegeszuge fönnen. Aber ich glaube schon heute versichern zu können, den Vororten ersuchen wir, jede für sich, uns bis zum weiter, der sozialistischen Produktionsweise entgegen. daß die verbündeten Regierungen den Beginn einer Schuldentilgung für eine nützliche 1. April die Lokale bekannt zu geben, die im Bezirke jeder VerMaßregel halten; die Mehrheit der Regierungen trauensperson unserer Partei zu Versammlungen zur Verfügung würde auch bereit sein, zu einer gefeßlichen Regelung die Hand stehen. Wir werden das Material dann in Form einer Liste zu bieten, welche die Verwendung der halben Ueberschüsse des Jahres 1896/97 zur Schuldentilgung vorsieht. Einzelne Regierungen haben bisher noch eine dissentirende Stellung eingenommen; speziell die königlich preußische Regierung( Abg. Rickert: Hört! hört!) speziell die föniglich preußische Regierung ist damit einverstanden( Große Heiterkeit), daß die Ueberschüsse des Jahres 1896/97 eine derartige Verwendung finden. Aber die Mehrheit der Regierungen und insbesondere auch die tgl. preußische Regierung, gehen von der Auffassung aus, daß es wahl der dritten Klasse erhielten unsere Genossen Köster 666, Gemeindewahl in Schöneberg. Bei der gestern erfolgten sich hier nur um ein Provisorium, um einen Versuch handelt. Bäumler 665 Stimmen. Für die gegnerischen Kandidaten it aber der Umstand, daß der Verdacht, den Be Die preußische Regierung wie die Mehrheit der übrigen Regie- wurden abgegeben: für Rentier Hecht 824, für Rektor richt über die Mißstände uns überwiesen zu haben, rungen, ich taun hier sagen, sämmtliche Regierungen, halten daran Albrecht 806, für Malermeister 3obel 747 Stimmen. Hecht sich auf den fürzlich im Bolt" entlassenen entlassenen Seger fest, daß, wenn die Ueberschüsse aus den Ueberweisungssteuern und Albrecht sind demnach gewählt. Zwischen Zobel und Köster May Backowski lenkt, der sich jetzt wohl mit gutem Grund in ganz oder theilweise zur Schuldentilgung verwendet werden, muß wahrscheinlich eine Stichwahl stattfinden. Mit Sicherheit seinem Fortkommen behindert fühlt. Wir sehen uns daher verauch die Einzelstaaten sicher gestellt werden müssen gegen läßt sich das allerdings im Augenblick noch nicht feststellen, da pflichtet, auf Verlangen dieses Herrn zu erklären, daß der Bericht wechselnde Ansprüche des Reichs. Wenn hier die verbündeten die angegebenen Zahlen teine amtlichen sind, auch noch einige feineswegs von ihm herrührt und daß man gut thäte, die NachRegierungen in ihrer Mehrheit zwar bereit sind, zu einer Regelung zersplitterte Stimmen fehlen, wodurch die zur absoluten Mehrheit forschungen nach dem„ Verbrecher", schon weil sie gänzlich erin der von dem Antrage Lieber beabsichtigten Richtung für das Jahr 1896/97 die Hand zu bieten, so thun sie das nur unter der erforderliche Zahl sich noch ändern kann. ausdrücklichen Verwahrung, daß hierin kein Präjudiz für die Zukunft liegt und daß in dieser Maßregel nur der erste Anfang zu einer dauernden Finanzreform gemacht wird.( Beifall rechts.) Der Antrag des Abg. Müller Fulda( 3.) auf Zurück verweisung an die Budgetkommission wird, nachdem der Abg. Richter sich dafür ausgesprochen, angenommen und darauf die weitere Berathung des Etats abgebrochen. . Ohne Debatte erledigt das Haus noch einige Rechnungsvorlagen. Schluß 5%, Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 103/4 Uhr. ( Fortseßung der zweiten Berathung des Etats.) Parlamentarisches. Reinickendorf. Bei der am Donnerstag stattgehabten Gemeindevertreter- Wahl siegten die vereinigten Gegner in der dritten Abtheilung mit 292 Stimmen gegen 87, welche auf unsere Genossen fielen. Die Wahlhandlung selbst war fürsorglich von unseren Gegnern während der Zeit von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 2 Uhr festgesetzt und erklärt sich hieraus das erzielte Resultat der Gegner besser, als alle Worte, die man hierzu verschivenden wollte. schaft von jetzt ab zur Verfügung. Das Lokal Wettiner Hof, Brunnenstr. 34, steht der Arbeiter: In Friedrichsberg Lichtenberg haben bei den am Donnerstag stattgefundenen Ergänzungswahlen zur Gemeindevertretung die Kandidaten des Amtsvorstehers Röder mit großer Mehrheit gesiegt. Die Mißstände in der Offizin, in der die Zeitung„ Da3 Volt" gedruckt wird, sind bekanntlich in der Dienstagsnummer unferes Blattes geschildert worden. Diese Veröffentlichung hat bereits die erfreuliche Folge gehabt, daß der Gewerbe- Inspektor die Druckereiräume am Donnerstag eingehend inspizirt und eine ganze Reihe schon lange erforderlich gewesener Berbesserungen angeordnet hat. Eine minder erfreuliche Erscheinung an dieser Angelegenheit. folglos fein würden, einzustellen. und Entzücken versetzen. 1 " Das Passage Panoptikum, das als Spezialität die Vorführung fremder Bälterschaften pflegt, bringt der Reichshauptstadt als neueste Erscheinung auf diesem Gebiete einen Harem dar, der nach den Versicherungen des Direktors Herrn Neumann echt wie das Gold ist, das seine Damen tragen. In der That sieht man eine ganze Familie mit Zubehör aus der tunesischen Stadt Reyrowan versammelt; und die häuslichen Geheimnisse, die int Orient selber dem Fremden streng verschlossen bleiben sollen, enthüllen sich in Berlin in aller Deffentlichkeit. Freilich ist der Mann im Frrthum, der da glaubt, durch besondere Pikanterien überrascht zu werden; man lebt in Tunis, wenn das uns vorgeführte Bild die alltägliche Wirklichkeit treu wiederspiegelt, so züchtig und ehrbar, wie dies anderswo auch der Fall fein fönnte. Es wird ein Nachmittagsidyll in einem orientalischen Hause aufgeführt. Die aus etwa acht meist hübschen Die Wahlprüfungskommission hat beschlossen, die BeschlußFrauen und zwei prächtigen Kindern bestehende Familie befindet faffung über die Wahl des Abg. Dziembowski- Bomst, im Wahl- Steglitz. Am Sonntag Früh 1/28 Uhr Flugblatt: fich vorläufig noch in der Hut des Eunuchen. Eine Haufirerin treise Meferiz- Bomst, auszusetzen und erst Erhebungen über eine vertheilung. Treffpunkt: Restaurant Schellhase. schwätzt den Frauen ihren Trödel an Tüchern auf, welches Reihe von Protestpunkten vorzunehmen. Die Wahl des Abg. Dziem Geschäft aber jäh abgebrochen werden muß, als der Hausherr, boweki wurde wegen amtlicher Wahlbeeinflussungen bereits ein Achtung, Bildhauer. Die im heutigen Inserat bekannt ein Pascha eintritt. Er läßt sich die Hand tüssen und vertheilt mal tafsirt, doch ist die Neuwahl wieder zu gunsten gegebene Bersammlung wird nicht um 3½ Uhr nachmittags, wie dann Geschenke unter seine besseren Hälften; jede Frau erhält des D. ausgefallen. Der jezt vorliegende Wahlprotest, es dort heißt, sondern um 11/2 Uhr nachmittags eröffnet. des lieben Friedens halber gleichmäßig ein Armband. Dann der von polnischer Seite ausgeht, richtet sich wieder haupt- Achtgroschenjungens führt der ,, Vorwärts" nicht! Was wird Kaffee tredenzt und hierauf beginnen die Frauen ihren fächlich gegen amtliche Maßnahmen. In der Sigung von für Leute sind zum theil bei politischen Prozessen im sonderbaren Bauchtanz, der den Europäer mehr originell als gestern wurden die Erhebungen, welche über die Wahlen der Zuschauerraume anwesend? Es war während der Ver- ästhetisch schön anmuthet. Weiter erfährt das Familienbild eine Abgeordneten v. Rimpau und Münch- Ferber in früheren Sigungen handlung gegen Hillert und Genossen in der vorgestrigen Abwechselung durch eine neue Gattin, die der Pascha von einem beschlossen worden sind, erledigt. Diese Erhebungen über die Schöffengerichtssitzung. Der Herr Erste Staatsanwalt Drescher Sklavenhändler gegen eine entsprechende Summe Geldes und bereits giltig erklärten Wahlen haben die Protestpunkte zum hielt gerade feine große Entrüstungsrede gegen den eine seiner bisherigen Frauen einkauft. Ein Bild, das gefitteten theil bestätigt und hat die Kommission beschlossen, die Berichte Vorwärt 3" und sprach von ihm als dem Protektor der Europäern schauerlich vorkommen müßte, wenn man nicht bes über die benannten Wahlen den betreffenden Regierungen" Diebe", die bekanntlich mit einer ungeheuerlichen Strafe belegt find. dächte, daß im vorgeschrittensten Welttheil das Dasein des zur Kenntnißnahme zu überweisen. Die Entscheidung über die Alls die Entrüstung des Staatsanwalts so ziemlich auf dem Gipfel Hausgesindes und der ganzen Arbeiterschaft auf noch weit unsicherer Wahl des Abgeordneten Grafen Bismarck, die einzige, welche angelangt war, sprach ein Parteigenosse im Zuschauerraum trocken Grundlage beruhte, wie das der afrikanischen Frauen. Das ernste noch nicht zum Abschluß gebracht ist, wurde dadurch noch einmal für sich die Worte hin: Na, Acht groschenjungen führt Schauspiel erhält einen heiteren Abschluß durch eine kleine italienische hinausgeschoben, daß drei Mitglieder des Zentrums wegen Beber Vorwärts" aber doch nicht! Kaum waren diese Gesellschaft, die mit ihrem Pollicinell- Theater, der Santa Lucia schäftigung in der Justizgesetz- Kommission fehlten und deshalb Worte in dem angebrachten halblauten Flüsterton gefallen, so und der Tarantella auch Tunis heimgesucht hat. Dem Freunde um Aussetzung des Punktes baten. Damit ist für den Herrn fuhr ein Mann dem Sprecher an: 23a3 sagten Sie? ethnographischer Studien wird die maurische Gesellschaft reiche Grafen Herbert der Aufenthalt im Reichstag für ein weiteres Na, kommen Sie nur heraus, das werden wir Anregung bieten; unsere Frauen aber muß vor allem die Jahr gesichert. Nach dem Ergebniß der gepflogenen Erhebungen Ihnen besorgen! Unser Parteigenoffe betrachtete prächtige, golddurchwirkte Kleidung der tunesischen Damen in steht es um die Giltigkeit der Wahl des Herrn Grafen Bismarck seinen Nachbar mit dem gebührenden Blick sehr flau. schwieg vorläufig. In der nächsten Pause aber ließ er In der Galle'schen Mordsache sind am Donnerstag drei einem anderen Zuhörer gegenüber die Bemerkung fallen, daß die Personen verhaftet worden. Der Steinschläger Hande aus Aus der Freitagsfitzung der Kommiffion für das Polizei wohl selbst im Zuschauerraum vertreten sei. Der Tempelhof hatte mitgetheilt, daß seine beiden Söhne, die 21 und Bürgerliche Geschbuch. Zu§§ 688-691( Ginbringung von Sachen bei Gastwirthen) beantragte Abg. Kauffmann in tenntniß hatte, bejahte die Frage und bezeichnete schließlich den Pflasterungsarbeiten für die elektrische Bahn an der Ecke der Angeredete, der in diesem Punkt offenbar einige Personen 20 Jahre alten Steinfeger Hermann und Friz Hancke, die bei Uebereinstimmung mit einer Petition des Vereins Berliner auch den Mann, der sich wegen der im Zuschauerraum über den Liegniger- und der Reichenbergerstraße beschäftigt waren, sich sehr Gasthofsbefizer einen Zufat, durch den die Haftung des Gast:" Vorwärts" gefallene Bemerkung so mächtig erregt hatte, als viel nachts umhertrieben, auch in den Tagen, in denen der Mord wirths für die Effekten und Kostbarkeiten des Gastes einen Kriminalbeamten. Irgendwelche Folgen hatte der an Klara Galle verübt sein muß, nicht nach Hause gekommen für Sen Fall ausgeschlossen wird, daß der Gast selbst die Vorsichtsmaßregeln außer acht gelassen hat, wifchenfall nicht weiter. Unsere Parteigenossen werden aus feien und sich später, während sie glaubten, daß er, der Bater, die zur Sicherung feines Eigenthums erforderlich waren. Der diesem Vorfall aber die altbekannte Lehre beherzigen, daß sie schlafe, in verdächtiger Weise mit einander über die Mordthat Antrag wird abgelehnt, weil aus den allgemeinen Bestimmungen auch in den geheiligten Räumen der Themis vor Lauschern nicht unterhalten hätten. Gendarm Predow aus Tempelhof machte hiers von nach Rixdorf Meldung, und von hier aus gingen sofort vier des Entwurfs(§ 248) das schon ohne weiteres folgt, was der ficher find. Antrag bezweckt.§§ 692-745( Gesellschaft und Ge- Das alte Lied. In der letzten Versammlung des Ver- Gendarmen auf die Suche. Zwei von ihnen trafen die Gebrüder meinschaft) find bereits durch die früher bei Ge- eins der Berliner Gastwirthe beklagte sich laut dem Hancke auf ihrer Arbeitsstelle und nahmen sie um 11 Uhr auf der ftaltung der juristischen Persönlichkeit der Vereine ge- von Hubertus Jacobi verfaßten und veröffentlichten Sizungs- Straße fest; die beiden anderen fahndeten auf den Steinfeger Winger, der mit seinem Vater in der Sorauerstr. 11 zu faßten Beschlüsse erledigt. SS 746 und 747( Seibrenten protokoll der Gastwirth Lappaschewski über den wieder zu tage August Winzer, der mit seinem Vater in der Sorauerstr. 11 zu vertrag) und§§ 748, 749( Spiel und Wette) werden dem Ent- tretenden Terrorismus der Sozialdemokratie. Der Berlin wohnt und ebenfalls verdächtigt wird, bei der Mordthat wurf entsprechend angenommen. Als§ 749a schlägt Abg. Gröber habe wieder, wie schon früher, unwahrheiten berichtet. Redner betheiligt zu sein, und fanden ihn auf seiner Arbeitsstelle in der folgenden Antrag vor, um den Differenzgeschäften die bat, falls diese Partei das Lokal sperren sollte, doch dasselbe Safenhaide. Auch Winzer, der 26 Jahre alt und bei dem SteinKlagbarkeit zu nehmen: Wird ein auf Lieferung von Waaren durch Zusendung von Gästen zu unterstüßen. Es ist dies das fegmeister Breckow in der Bergmannstr. 56 beschäftigt ist, wurde oder Werthpapieren lautender Bertrag in der Absicht geschlossen, alte Lied. Sobald die Arbeiterschaft einmal nachdrücklich ihre festgenommen und ins Rixdorfer Amtsgefängniß gebracht. Freidaß der Unterschied zwischen dem im Vertrag an- Interessen wahrt, wie es den Herren Gastwirthen und Saal tag früh ist auch ein vierter Verdächtigter, der arbeitslofe genommenen Preise der Sache und dem zu einer festbestimmten verweigerern gegenüber nur am Plazze ist, schreien diese über Arbeiter Krüger ergriffen worden. Kriminalkommissar Lazar kam Seit geitenden Marktpreise oder Kurse derselben von dem ver- Terrorismus der Sozialdemokratie", obgleich man von den noch Donnerstag Abend nach Nixdorf, beschränkte sich aber auf eine vorläufige furze Vernehmung der Brüder Handke und ihres lierenden Theil an den gewinnenden gezahlt werden soll, so wird terroristischen Gelüften dieser Herren schon manches erbauliche Freundes Winzer. Eine längere Vernehmung fand gestern Voreine Verbindlichkeit selbst dann nicht begründet, wenn das Ge: Pröbchen erfahren hat. Der Wunsch nach Zusendung von schäft nur für den einen Theil ein Spiel ist, der andere Theil Gästen" seitens der Gastwirthe wirkt wahrhaft komisch. Die mittag statt. Zu dem Zwecke war auch der alte Hanche durch einen Gendarmen von Tempelhof nach Rigdorf gebracht worden. Der aber dies weiß oder wissen muß." Gegen den Antrag, mit dessen Herren Kollegen des Herren Lappaschewski werden vermuthlich Mann hat nun seine Bezichtigung gegen seine Söhne vollInhalt und Zendenz alle Mitglieder einverstanden sind, wenden zufrieden sein, wenn sie selber Gäste haben und wären es auch ständig zurückgenommen. Er will von garnichts mehr die Nationalliberalen und Regierungsvertreter ein, daß das Sozialdemokraten! wissen, nicht einmal, wie der Verdacht gegen seine Söhne zur Börsengesetz in der Geburt begriffen sei. Die Abgg. Gröber, Gelegentlich der Märzfeier wissen bürgerliche Blätter von Kenntniß der Behörde gekommen sei. Die Verdächtigten sind aber Bachem, Stadthagen und Vielhaben balten diesen einigen Vorfällen zu berichten, aus denen hervorgeht, daß noch in Haft behalten worden. Das Ergebniß des Verhörs mit Einwand für unzutreffenb. Wie das Börsengesetz gestaltet werde, Arbeiter, eingedent der Vorwürfe des Mangels an Patriotismus, ihnen wird vorläufig noch geheim gehalten. Es wird behauptet, Lasse sich noch nicht absehen, es treffe doch nur Bestimmungen die man gegen sie erhebt, sich auf ihre Weise dem zu nähern die beiden Brüder hätten früher einmal ihrem Vater durch über Börsen- Differenzgeschäfte. Auch anderwärts kämen suchen, was den Musterdeutschen hoch und heilig ist. So wurde eine Anzeige zu einer längeren Strafe verholfen. Mit Differenzgeschäfte vor, die in einem Theile Deutschlands als tlaglose Spiele, in anderen ala flag- gemeldet, daß ein Arbeiter am Mittwoch das Kriegerdenkmal am Klara Galle sollen sie bekannt geworden sein, als diese früher Friedrichshain mit einem Kranze zu schmücken suchte. Der Mann häufig bei einer Tante namens Heider, die mit einem Handels. unter Borbehalt einer anderen Fassung durch die Redaktions- ist fiftirt worden. Sinniger ist in einem zweiten Borfall gehandelt mann in Tempelhof verheirathet war, fich aufhielt. Winzer soll tommiffion mit großer Mehrheit angenommen. Sodann worden. Das in Raiserslautern errichtete Standbild des Fürsten sich bezüglich seines Aufenthalts in der kritischen Zeit in starke gelangen Anträge zur Annahme, die entgegen dem Vorschlag des Bismard trug am 18. März früh zur Feier des 18. März eine Widersprüche verwickelt haben. rothe aus Wolle gestrickte Jakobinermüße, die mit Bindfaden auf Wie nachträglich gemeldet wird, hat sich der Verdacht gegen Entwurfs für die Bürgschaftserklärung und für die dem bronzenen Haupt des Altreichskanzlers festgebunden war. die Brüder Handke und deren Freunde, den Steinsetzer Winzer Bestellung einer Leibrente die Schriftform festsetzen. Hingegen werden die Anträge, das vom Entwurf zugelassene Hunderte von Passanten umstanden wie die Frankfurter 3tg." und den Arbeiter Krüger, nicht bestätigt. Nach dein Ergebniß abstrakte schriftliche Schuldversprechen und Schuldanerkenntniß bis ein Polizeiwachtmeister die rothe Zierde entfernen ließ. von Tagesgrauen an die so sinnig geschmückte Statue, des eingehenden Verhörs erscheint es nicht gerechtfertigt, die Verdächtigten noch länger in Haft zu behalten, und man wartet zu fireichen, gegen die Stimmen einiger Zentrums Abgeordneter, der Sozialdemokraten und des Antisemiten Die Müllabfuhr foll in den Hauptstraßen Berlins fortan nur noch auf die Erledigung einiger Formalitäten, um alle vier wieder in Freiheit zu setzen. Der alte Handke hat die Anzeige angenommen. Dadurch ist dem geriebenen Gauner ein für fast um 10 Uhr morgens zu Ende sein. Es kommen in betracht: ganz Deutschland neues Mittel gegeben, Geschäftsunkundigen Linden, Friedrichstraße vom Oranienburger Thore bis Zimmer- gegen seine Söhne ohne Zweifel nur erstattet, um sich für eine ohne einen anderen Verpflichtungsgrund als den, daß sie unter- straße, Chauffeestraße vom Oranienburger Thor bis Invaliden- frühere Anzeige der Söhne gegen ihn zu rächen. In der Galle'schen Mordsache bricht sich allmählich auch schrieben haben, giltig zu verpflichten. Insbesondere ist der Straße, Potsdamerstraße vom Thore bis Bülowstraße, Potsdamer die Ansicht Bahn, daß die Leiche der Ermordeten gar nicht mit Wucherei Thür und Thor noch mehr als bislang geöffnet. Die Play, Leipzigerstraße, Kommandantenstraße, Gertraudtenstraße, einem Wagen an den Wiesengraben geschafft worden ist. Es weiteren Berathungen bis§ 795 boten nichts Bemerkenswerthes. Moltenmartt, Spandauerstraße, Königstraße, Münzstraße, müßte auch merkwürdig zugegangen sein, wenn der TransDie nächste Sigung findet Montag statt. Alexanderstraße, Landsbergerstraße, Rosenthalerstraße. In verDie Justiznovellen- Kommiffion nahm am Freitag die schiedenen anderen Großstädten ist die Müllabfuhr in allen port der Leiche aus einem Berliner Hause und dann weiterhin irgendwelche Spuren zurückgeblieben wären. dritte Lesung vor über die 6 von der Regierung für unannehmbar Straßen schon in viel früherer Stunde beendet, in Hamburg 3. B. bis an den Wiesengraben stattgefunden hätte, ohne daß andererseits aber bestritten wird, erachteten Punkte. Bei dem ersten Punkt( noch größere Ein- morgens um 7 oder 8 Uhr. Auch hier zeigt sich, wie die Hauptwirkung der Justizverwaltung auf die Besetzung der Straffammern) humpelt, und so das bekannte Gepräge Berlin Kräh und Residenzstadt hinter anderen weniger großen Städten her- einerseits behauptet, am Endpunkte der Fahrt neben der Wagenspur Blute gelang es noch, den Ansturm der kompromißwüthigen Reaktionäre winkel für den Reichshauptstädtler immer noch erhalten bleibt. Spuren sich gezeigt hätten, so sollte man meinen, daß man dieſe je näher dem Ausgangspunkte der Fahrt desto mehr hätte finden abzuschlagen. Hingegen wurden im übrigen erhebliche Zugeständnisse der Regierung gemacht, insbesondere der auf Beseitigung Tägliche Abend Gottesdienste sollen während der Zeit müssen. In Nixdorf gewinnt daher die Ansicht immer mehr des Zeugniß zwangs für Redakteure, Berleger, der Gewerbe- Ausstellung für deren Besucher in der Nähe der Glauben, daß die That in der Nähe des Fundortes der Leice Sezer u. s. w. in den ersten beiden Lesungen gefaßte Be- I Ausstellung veranstaltet werden. Damit dürfte dem Ausstellungs- 1 in der Laubenkolonie verübt worden sei. Mit Rücksicht auf diese bare Geschäfte erachtet werden. Der Antrag wird sodann Vorwärts" W Wenn, wie Möglichkeit und in anbetracht früherer Vorkommnisse aller Art, die mit der Laubenkolonie zusammenhängen, geht man in Rigs dorf mit dem Gedanken um, bei der Gemeindevertretung die gänzliche Beseitigung dieser Lauben anzuregen. Versammlungen. Der Verband der Bauarbeiter und Berufsgenossen Wahrscheinlich aus unglücklicher Liebe hat sich gestern Freitag morgens in früher Stunde das 22jährige Dienstmädchen Friederife Lechner, das bei einem Fabrikanten in der Frankfurter Allee in Stellung war, durch Gift getödtet. Das Mädchen verhandelte am 8. März über eine Reihe interner VereinsDer spanische Schwindler, der anscheinend mit bestem wollte sich verheirathen und es waren beim Standesamte angelegenheiten. Ein Antrag Göbel verlangt, daß für die VerErfolge seit langer Beit eine große Bahl derer, die nicht alle schon die vorbereitenden Schritte gethan worden. Plötzlich ſammlungen ein Lokal genommen wird, das der zahlreichen Erfolge seit langer Zeit eine große Zahl derer, die nicht alle scheinen Hindernisse dazwischen getreten zu sein, und das scheint Mitgliederzahl im Norden Berlins gelegener liegt. Diesem werden, aus dem deutschen Publikum brandschatte, indem er ihnen Geld entlockte, um für sie Nachgrabungen nach ver- auf das Mädchen so stark eingewirkt zu haben, daß es zu sterben Wunsche soll in nächster Zeit entsprochen werden. Hierauf sprach borgenen Schäßen und Kriegskassen anzustellen, ist, wie zu beschloß. Als morgens der Kutscher des Fabrikanten die Genosse Hansen in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über versichtlich angenommen wird, nun erwischt worden. Wie die versichtlich angenommen wird, nun erwischt worden. Wie die Rechner wecken wollte, erhielt er feine Antwort. Man öffnete die Bestrebungen der Innungen. Da man von einer Diskussion hiesige Kriminalpolizei nämlich bürgerlichen Blättern mit- nun die Kammer und fand das Mädchen, das nur mit einem Abstand nahm, erfolgte der Schluß der Versammlung. Rock und dem Korset bekleidet war, entseelt am Fußboden liegen. theilt, ist fie von dem deutschen Generalkonsul in Barcelona benachrichtigt worden, daß die Straf- Uunter- Den Gashahn hatte es geöffnet, ob es auch sonst noch Gift fuchung gegen einen gewissen Rafael Sunné eingeleitet genommen hat, bedarf noch der Feststellung. worden ist. Da nun seit der Verhaftung dieser Persönlichkeit feine Anerbietungen zur Schahgräberei mehr erfolgen, wird angenommen, daß der Schuldige gefaßt ist. leber sechzig Personen sind in den letzten Tagen bei einer Witterungsübersicht vom 20. März 1896. Razzia festgenommen worden, welche die Polizei in der Gegend Stationen. des Prenzlauer Thores veranstaltet hatte. Swinemünde Zu den Brandstiftungen in Moabit wird der bürgerlichen Presse von der Kriminalpolizei geschrieben: Wie bereits mitgetheilt, hat bezüglich eines Theits der in Moabit in neuerer Zeit vorgekommenen Brandstiftungen die Kriminalpolizei die Hamburg Ueberzeugung gewonnen, daß die Urheber der Brände im Innern Wiesbaden Berlin München Wien. der Häuser zu suchen sind. In einem Falle hat sich der Verdacht gegen die Inhaberin des Bodenverschlages, in welchem am 10. März d. J. unter Anwendung von Petroleum Feuer anGelegt worden ist, derartig verdichtet, daß die Verhaftung der Haparanda. Verdächtigten geboten erschien. Es handelt sich um die in der Petersburg Cork Waldstraße wohnende Ehefrau eines Pferdebahnschaffners. • Aberdeen.. Ein Betrüger hat am Mittwoch mit alten Festnummern" Paris. am Friedrichshain spekulirt. Als ein Parteigenosse ein solches von dem Händler gekauftes Blatt später zu Hause entfaltet hatte, wurde er gewahr, daß er eine bereits 1892 erschienene MaifestZeitung vor sich hatte. Es gelang leider nicht, den Betrüger abzufaffen. . Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 765 Windstärke ( 1-1 2122812432. Wetter NND 766 764 WNW wolfig wolkig bedeckt • 765 NW wolfig 765 SM bedeckt 764 Still Nebel 755 Still 758 Regen 753 MSM bedeckt 750 766 SSM MSW wolkig bedeckt Temperatur nach Celsius 6988ba9cban( 5° C.= 4° R.) 10 3 Wetter: Prognose für Sonnabend, den 21. März 1896. Nachts etwas fühleres, am Tage wärmeres, vielfach heiteres Wetter mit mäßigen südlichen Winden ohne erhebliche Niederchläge. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Eine Versammlung der Vertrauensleute der Mecha niter faßte am 16. d. Wt. folgende Resolution: Die Vertrauens leute empfehlen, in allen Werkstätten Besprechungen abzuhalten, um in der nächsten Versammlung einen flaren Ueberblick über die Verhältnisse im Beruf und über die Stimmung für eine Lohnbewegung zu erlangen. Die ausgegebenen Fragebogen find spätestens bis zum 1. April an Gabriel, Schöneberg, Grune waldstr. 121 abzuliefern. Posamentirer. Die Filiale II des Tertilarbeiter- Verbandes hielt am 18. März eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Nachdem der Vorsitzende des denkwürdigen Tages mit einigen Worten gedacht, ehrte die Versammlung die Märzgefallenen durch Erheben von den Sigen. Hierauf referirte Genosse Sassen bach über das Thema: Der Uebergang vom Zunftzwang zur Gewerbefreiheit. Den folgenden Punkt der Tagesordnung bildete die Arbeitsniederlegung bei der Firma E. Gustedt. Die Darlegungen der betr. Arbeiter ergaben, daß sie durch die Maßregelung eines halb bedeckt-10 Rollegen zur Arbeitsniederlegung gezwungen sind, da bei der Entlaffung der Chef sich weigerte, einen Grund anzugeben. Hinzu trat noch, daß die Behandlung der Arbeiter in der letzten Zeit viel Nunmehr haben Bu wünschen übrig ließ. die Arbeiter folgende Forderungen gestellt: 1. Wiedereinstellung des Gemaßregelten. 2. Aufhebung der Briefsperre.(?) 3. Verkürzung der Arbeitszeit von 93/4 auf 91/2 Stunde. 4. Bollen Tagelohn für Sonnabend. 5. Anständige Behandlung. 6. Bei 5 Minuten Buspätkommen fein Abzug. 7. Es darf binnen einem Jahre keine Maßregelung stattfinden. Das Resultat der Verhandlung mit dem Inhaber der Firma, Herrn M. Friedrich, war, daß er sich Aus der Magistratssigung am Freitag. In bezug auf bezüglich der Punkte 2, 4, 5 und 6 zu Zugeständnissen bereit er= Die Neubesetzung der Stelle eines Markthallen- Direktors hat das flärte, bezüglich der anderen aber jede Verständigung ablehnte. Magistratskollegium beschlossen, von einer Ausschreibung derselben Abstand zu nehmen und der Deputation der Markthallen Das Deutsche Theater hat am Donnerstag Shakespeare's Die Streifenden weigerten sich daher, die Arbeit aufzunehmen, den Auftrag zu ertheilen, Vorschläge in dieser Beziehung zu blutrünstigste Historie Richard III." in sein klassisches Repertoire bevor nicht über alle Punkte eine Einigung erzielt fei. Aus der machen. Das Anfangsgehalt für diese Stelle ift auf eingefügt. Die Stärke des gegenwärtigen Deutschen Theaters Mitte der Versammlung wurde den Streikenden allgemein die 7500 M. festgesetzt worden. Der Magistrat hat be- liegt nicht in der Vorführung der Historien großen Stils. Das vollfie Anerkennung wegen ihres Vorgehens ausgesprochen und schlossen, an den Kultusminister die Anfrage zu richten, hat die Darstellung" Richard III." auf's neue bewiesen. Der beschlossen, dieselben in ausgiebigfter Weise zu unterſtügen. Am falls der Botanische Garten verlegt würde, fatanische Held, der gewaltige Unmensch wurde von Josef Kainz Sonntag Vormittag soll eine öffentliche Versammlung stattfinden, ob und unter welcher Bedingung derselbe der Stadt gegeben. Ein Probestück, das nur im einzelnen gelang. Das in der über den weiteren Verlauf der Angelegenheit berichtet überlassen werden kann. Die Direktion der Neuen typische Gebilde gigantischer Häßlichkeit wurde bei Kainz genremäßige Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft beabsichtigt mit in fraft ins Die tönigliche Bestie Die Maler und Berufsgenossen hatten sich am Donners treten des diesjährigen Sommer- Fahrplans ihre Linie Weißensee Richard wurde zum hämischen Tartüffe, der die Greuel- tag bei Keller, Koppenstraße, versammelt, um über die weitere ( Antonplay)-Brenzlauer Allee- Moltenmarkt unter Benutzung thaten mit boshaftem Humor, zu eigenem belustigenden Stellungnahme zu dem Streit zu beschließen. Besonders waren der Geleise der Großen Berliner Pferde Eisenbahn- Gesellschaft Spiel ausführt. Kainz hebt diese Seite in Nichard III, so ein- die Maler der drei größten Werkstätten Sobotta, Bodenstein und auf der Mühlendamm- Brücke- Kölnischer Fischmarkt- Breite- drücklich hervor, daß für die schreckhafte Größe dieses Richard Lange eingeladen, jedoch hatten nur wenige dieser Einladung Straße- Schloßplatz- Werdersche- u. Französischestraße- Ranonier- wenig mehr übrig bleibt.- Herr Reich er gab den Clarence, faft Folge geleistet. Der Vertrauensmann Sint berichtete sodann über ftraße bis Behrenstraße zu verlängern, wozu die Genehmigung als spielte er ihn wider Willen, und die anderen Darsteller ließen die augenblickliche Lage des Streits. Im allgemeinen sei der des Magistrats nachgesucht worden ist. vollends den hohen tragischen Schwung vermissen. Aus der Stand als ein günstiger zu bezeichnen. 1300 Stollegen arbeiten Rächerin, der ewig grollenden Königin- Wittwe Margarethe, aus bereits zu den gestellten Forderungen und vertheilen sich diese Die Magistratsbriefboten. Uns wird geschrieben: Das der Here, wie sie Richard nennt, machte Frau Schmittlein auf ca. 110 Werkstätten, worunter sich auch die Firma Esdorf, Sparsystem des Berliner Magistrats macht sich bemerkbar. Die zum Beispiel ein feisendes, erzürntes Bourgeoisweib; und Frau überhaupt eine der humansten Firmen Berlins befindet. 500 Briefschaften des Magistrats sollen in nächster Zeit nicht mehr Schmittlein ist sonst eine treffliche Schauspielerin. Man soll sie Kollegen befinden sich zur Zeit im Streik. Bedauerlich ist es wie bisher von den vereideten Magistratsbriefboten der Zahl bestellt, sondern einer Privatgesellschaft übergeben nur nicht in heldenhaften Pathos zwängen wollen. werden, um die Diäten pro Tag 2 M. zu sparen. Durch Die erste Aufführung des Schwanks ,, Rothe Better" 30 an verwandelt. diese Maßnahmen werden nun nicht weniger als 30 Familien, findet im Belle- Alliance- Theater am Sonntag, den 22. März, darunter Familienväter mit 7-8 Kindern brodlos, Leute, die nachmittags 3 Uhr, unter Regie von Julius Türt statt. Die fast ein halbes Menschenalter hindurch der Stadt treu gedient Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Jordan, Hüftel, und ihrem Dienste ihre besten Kräfte geopfert haben und nun Mosler, Prippenom, der Herren Ruff, Caßmann, Peterson, Leo nach 17 jähriger treuer Pflichterfüllung ohne Sang und Klang, Landeck a. G., Paul Hankel a. G. ohne Pension einfach vor die Thür gesetzt werden. Diese Maßregel wirkt um so einschneidender, als es Leute im Alter bis zu 69 Jahren trifft. Wir glauben sicher annehmen zu dürfen, Literarisches. wird. daß die Steuerzahler von diesem Sparsystem nicht sehr erbaut bisher ungedrucktes Werf, das demnächst in London erscheinen 12 M. pro Woche verlangt, zu einer langen Debatte fommt, gelangt sein werden. morgens gesund = jedoch, feststellen zu müssen, daß noch 1750 Kollegen, welche fich auf nur 50 Werkstätten vertheilen, d. h. also gerade die Kollegen der größten Werkstätten, worunter 200 Mann bei Sobotta, und bei Bodenstein 60 Mann bei Lange be 250 schäftigt sind, noch zu den alten Bedingungen weiter arbeiten. Unger stellt einen Antrag, daß der Arbeitsnachweis der Vereinigung jezt für alle Maler, auch für die, die der Vereinigung nicht angehören, zugänglich gemacht werde. Der Antrag faun nicht zur Abstimmung gelangen und wird daher der Vereinigung zur Berücksichtigung überwiesen. Bezüglich der Unterstüßungs Die Revolution und Kontrarevolution", Marr frage, bei welcher es infolge eines Antrages von Linte, der 10 und wird, ist, wie uns von fundigster Seite geschrieben wird, ein schließlich eine Resolution zur Annahme, nach welcher unverheirathete und verheirathete Streifende fechs Mart Auf dem Terrain der Gewerbe Ausstellung sind am glänzendes Gemälde von Deutschland im„ Revolutionsjahr", eine - pro 23oche Unterſtüßung erhalten. Donnerstag zwei Unglücksfälle passirt, wogegen am geftrigen wunderbare Kritik und Darstellung der preußisch österreichischen jedes Kind 50 Pf. Buschlag. In der ersten Woche erhalten jedoch Familienväter erhalten für Lage" nur" ein Unfall sich ereignete. So ist es ständig und überhaupt der deutschen Zustände", der Beziehungen Ruß- jedes Kind 50 Pf. Zuschlag. In der ersten Woche erhalten jedoch an der Tagesordnung; nie weiß ein Arbeiter, der lands, das heißt der russischen Regierung zu Europa im all- alle insgesammt nur 5 M. Vertrauensmann Lint macht noch von Weib und Kind Abschied nimmt, gemeinen, darauf aufmerksam, daß alle diejenigen, die zu den bewilligten und des Panslavismus. Es ist in gewissem ob er nicht am Abend als Krüppel heimgebracht wird. Sinne das deutsche Gegenstück zu dem franzöfifchen Bild des den Streitfonds abzuliefern, nachkommen müssen. Auch haben Forderungen arbeiten, auch dem Beschluß, 2 M. pro Woche an Die am Donnerstag Verunglückten sind ein Zimmermann, der„ Achtzehnten Brumaire". die Werkstatt- Vertrauensmänner die Gelder pünktlich abstürzte, und ein Maschinenschlosser, der sich gleicherweise durch Wir sind nicht ermächtigt, in weitere Einzelheiten zu gehen. Sonnabend Abend abzuliefern. Von Montag ab werden die Absturz eine tödtliche Verlegung holte. Gestern ist im Haupt- Wir kennen das Werk, seit es geschrieben ward, wir kennen auch Firmen, die bewilligt haben, regelmäßig im Vorwärts" ver ausstellungsgebäude ein Zimmermann dadurch verunglückt, daß die Gründe, welche das frühere Erscheinen verhindert haben. Und die Rüstung durchbrach. Lassen sich solche Unfälle wirklich nicht wir können mit Sicherheit sagen: Die Erwartungen, welche sich öffentlicht. Ein jeder müsse dafür sorgen, daß seine Streitfarte in Ordnung ist, sonst erhält er feine Unterstügung. Diejenigen, selbstverständlich an ein Wert von Karl Mary knüpfen, werden die erst im Laufe der Woche in den Streit eingetreten sind, erhalten diesen Sonnabend keine Unterstützung. Den Stand übertroffen werden. des Streifs tönne man als einen günstigen be zeichnen. Von weit und breit tommen Sympathies Rundgebungen, von benen besonders die der Budapester Kollegen hervorzuheben ist, welche auch materielle Hilfe gefandt haben. In sieben Städten befinden sich die Maler zur Zeit im Streit und haben bereits zum theil ihre Forderungen durchgesetzt; auch für Berlin sei die gute Aussicht vorhanden, den Streit siegreich zu Ende zu führen. Nachdem noch Vogels eine Abrechnung über die Kranzspende zum 18. März gegeben, ging die Versammlung mit einem Hoch auf das Gelingen der Lohnbewegung auseinander. vermeiden? Im Kampf mit Schuylenten ist am Donnerstag Abend der 28 jährige Arbeiter Krüger in der Linienstraße schwer durch Säbelhiebe verwundet worden. Schließlich sehte der Verlegte in einer Droschke, in welcher er ins Krankenhaus geschafft werden sollte, den Kampf fort, bis er durch starken Blutverlust erschöpft war. Er wurde der Gefangenenabtheilung der Charitee über wiesen. Das Kuratorium der Berliner Unfallstationen schreibt uns: Sie haben in letzter Zeit wiederholt über Unfälle auf dem Dombau berichtet und der zahlreichen Opfer gedacht, die der Bau leider schon erfordert hat. Wir gestatten uns, Sie darauf auf merksam zu machen, daß alle diese Verunglückten auf unserer Unfallstation V. Brüderftr. 33 ärztlich versorgt und vermittelst unserer Krankenwagen, falls es sich als nothwendig erwies, in ein Krankenhaus überführt wurden. Wir haben ein begreifliches Interesse daran, larzustellen, daß die Sanitätswachen am Tage überhaupt nicht geöffnet sind, daß dagegen unsere Unfallstationen Tag und Nacht ärztliche Hilfe gewähren. Gerichts- Beitung. Eine wichtige Entscheidung für die Presse. Aus Leipzig wird telegraphirt: " In der Straffache gegen Ullstein u. Comp., die Verleger des Fachblattes Berliner Manufakturist", erkannte das Reichsgericht unter Aufhebung des Berliner Urtheils auf Freisprechung, da Beitungstitel teine Waarenzeichen seien. am Eine eigenthümliche Bewandtuiß hatte es mit dem Dieb. stahl, der dem Former Gustav F. durch schöffengerichtliches UrEine öffentliche Manrer- Versammlung tagte am 19. ds. theil einen Tag Gefängniß eingebracht hatte. F. war bei einem Bildhauer beschäftigt, der sich von dem Kopfe feiner Braut ein im großen Saale bei Cohn, Beuthstraße, unter zahlreichster BeModell in Reliefform hergestellt hatte. Der Angeklagte erhielt theiligung behufs Berichterstattung der Vertrauensmänner beider den Auftrag, hiernach eine Form herzustellen. Der Gipsguß Richtungen über die Einigung. In der vorhergegangenen zeigte einen fleinen Fehler, sodaß der Bildhauer anordnete, ihn Versammlung im Feenpalast waren bekanntlich die Vertrauenszu zerschlagen. Auf die Bitte des Angeklagten, doch ihm lieber leute der Totalen und zentralen Richtung beauftragt worden, Beim Effen erstickt ist ein unbekannter Mann, welcher am den Abdruck zu schenken, erwiderte der Bildhauer: Nein, mit mit einander in Berathung zu treten behufs Herbeiführung einer Dienstag im Krankenhause Friedrichshain eingeliefert wurde. dergleichen Sachen wird häufig Unfug getrieben." Später erfuhr gegenseitigen Verständigung zwecks Eintritt in eine Lohnbewegung, Der betreffende hatte in der Mittagsstunde in der Magazin- er, daß der Angeklagte sich den Abdruck doch angeeignet hatte. Die von beiden Seiten für unvermeidlich anerkannt worden straße gebettelt und von einer Frau Fleisch und Kartoffeln er- Er würde ihn dennoch nicht zur Anzeige gebracht haben, wenn ist. Das Resultat der gepflogenen Verhandlungen war folgende halten, welche der Fremde, der etwa 50 Jahre alt fein mochte, ihm nicht zu Ohren gekommen wäre, daß der Angeklagte das Resolution: Als Grundlage für ein gemeinsames Handeln fofort verzehrte. Plöglich brach der Bettler zusammen und Bild mit der Unterschrift Bertha Rother" versehen und für schlagen die beiden Vertrauenskörper der Berliner Maurer der wurde, da die Besinnung nicht zurückkehrte, von einem Schutz- 5 M. an einen Schankwirth verkauft hätte. Die Berufungs- Versammlung folgendes vor: 1. In einer gemeinsamen Maurermann mittels Droschte nach dem Krankenhause Friedrichshain Straffammer sab die That des Angeklagten ebenfalls als Dieb- versammlung wird eine Lohnkommission von 6 Kollegen gewählt und zwar je 3 von einer Richtung. 2. Die Kommission wählt gebracht, wo er alsbald nach feiner Einlieferung verstarb. Wie ftahl an und bestätigte das erste Erkenntniß. fich einen Obmann und einen Kassirer und zwar in folgender ärztlich festgestellt wurde, hatte der Arme jedenfalls zu hastig Die Amtsketten der Spandauer Stadtverordneten und des Weise: durch Loos wird bestimmt, welche Richtung den Obmann gegessen, wodurch ihm ein Stückchen Fleisch in der Kehle stecken dortigen Oberbürgermeisters bildeten den Ausgangspuntt eines resp. ben Kassirer zu stellen hat. 3. Die Berliner Maurer geblieben war und so seinen Tod herbeigeführt hat. Strafprozesses wegen öffentlicher Beleidigung, welcher sich gegen gründen für die Dauer der Lohnbewegung im Jahre 1896 Ein sonderbarer Grund zum Selbstmord. Weil er die Spandauer Stadtverordneten Arbeiter Guhn und Töpfer einen Streiffonds; die Lohnkommission wird beauftragt, nicht avancirt war, wurde der 28 jährige Bureaudiätar Oskar meister Schroer richtete und gestern vor der vierten Straf- Listen, sowie Marken à 25 Pf., 30 Pf. und 1 M. herauszugeben. Grimm, der aus Dels stammt und hier am Johannestisch wohnte, fammer am Landgericht II. zur Berhandlung kam. Die beiden 4. Wählen die Maurer zwei Revisoren, je einen von jeder des Lebens überdrüssig. Grimm, der in einer Versicherungs- Angeklagten haben in einer Versammlung des Arbeiterbezirks- Nichtung, welche die Einnahmen und Ausgaben vierzehntäglich anstalt thätig war, hatte als Einjährig Freiwilliger in einem vereins den vom Stadtverordneten- Kollegium gefaßten Beschluß, zu prüfen haben. 5. Nach jeder Revision verbleibt ein Bestand Schlesischen Regiment gedient, ohne befördert worden zu sein. Amtsketten für den Oberbürgermeister und die Stadtverordneten bis zu 100 m. in Händen des Kassirers, der Ueberschuß ist in Als er nun am Dienstag einen Gestellungsbefehl zu anzuschaffen, verspottet; sie sollen sich dabei zahlreicher beleidi- einer noch näher zu bestimmenden Bant niederzulegen. 6. Bur betam, achtwöchigen Uebung äußerte er feiner gender Aeußerungen bedient haben, welche sich gegen den Ober- Hebung dieser Gelder ist die Unterschrift des Obmanns und Wirthin gegenüber seinen Aerger darüber, daß er nun als bürgermeister, den Stadtverordneten- Borsteher Neupert, den des Kassirers erforderlich. Beim Tod oder sonstiger Verhinderung gemeiner Soldat dienen solle. Er hat sich das dann so sehr zu Stadtverordneten Fahrenkrug besonders, und weiter gegen das eines diefer beiden tritt dessen Stellvertreter in die Rechte desselben. Herzen genommen, daß er nicht mehr leben wollte. Als gestern Stadtverordneten Kollegium im allgemeinen richten. Wegen 7. Von allen Einnahmen werden sämmtliche Ausgaben inkl. StreitMorgen um 8 Uhr die Wirthin ihm den Kaffee bringen wollte, aller diefer Beleidigungen wurde Anklage erhoben und das unterstützung für alle von der Lohnbewegung in Mitleidenschaft hörte sie ein Geräusch, das wie Röcheln flang; sie glaubte jedoch, Spandauer Schöffengericht erkannte auf je Hundert Mart gezogene Kollegen gedeckt. 8. Zur Aufnahme etwa zu leibender daß der junge Mann sich den Mund ausspüle, und fehrte zurück, Geldstrafe. Hiergegen legten die Angeklagten Berufung ein, Gelder zur Durchführung der Lohnbewegung ist die Lohnbis er Toilette gemacht habe. Eine Viertelstunde später ging fie die vierte Straftammer am Landgericht II nahm zwar eine er fommission berechtigt. 9. Die Tilgung dieser Schulden ist Ehrenin das Zimmer hinein und fand nun Grimm als Leiche auf. neute Beweisaufnahme vor, gelangte aber trog derselben zu dem fache der gesammten Berliner Maurer. 10. Gin etwaiger UeberEr hatte sich, auf dem Sopha fihend, einen Schuß in die Schläfe felben Resultat wie das Schöffengericht, weshalb die Berufung schuß nach Beendigung der Lohnbewegung ist der Lohnkommission und einen in die Brust beigebracht. verworfen wurde. zu überweisen." einer V Bugui Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 22. März cr., abends 6% Uhr, bet Hoffmann, Alexanderstraße Nr. 27c, Große Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Joël über„ Der Einfluß der Naturwissenschaft auf die fitflichen anschauungen." Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Silberschmidt als erster Redner in der Debatte er-| Paffus 10 unter Ablehnung des Antrages, daß die öffentliche läuterte eingehend Punkt für Punkt der vorgelegten Resolution und Bersammlung über die Verwendung eines etwaigen Ueberschusses erklärte sich mit derselben einverstanden. Derselben Meinung zu beschließen haben soll. Die Resolution war somit Fachverein der Uhrmacher u. verw. Berufsgenollen Berlins und war der nächste Redner, Karl Behrend, während Peters angenommen. Die Versammlung vollzog nunmehr die Wahl Umgegend. Heute, Sonnabend, abends 9 Uhr, im Vereinsiotal Ring u. Ro., den entgegengesetzten Standpunkt vertrat und von einem Kartell der Lohnkommission. Es wurden gewählt von der zentralen te Satobftraße 83. Vortrag des Gen. Dr. Weil. nichts wissen wollte. Als ersten Schritt zur Einigung befür- Richtung Silberschmidt, Panser, Fritsche, von der Holz- und Bretterträger und Brettschneider Berlins u. Nmgegend. wortete Beiersdorf in trefflichen Ausführungen die Re- lokalen Richtung Kater, August Richter, Westphal. Sonntag, den 22. März, vormittags 10% Uhr, Weberstraße 17 und Müllerfolution, darauf verweisend, daß durch Annahme derselben noch zu Revisoren wurden bestelt me te( lokal), Braun( zentral). ftraße 7. Zwei öffentliche Versammlungen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. S. lange nicht ein Streit proflamirt sei, vielmehr es noch der that Mit Aufnahme der Thätigkeit der Kommission hören alle anderen 29. Samburg.) Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 21. März, abends 9 Uhr, fräftigsten Unterstützung der gesammten Kollegenschaft hierzu be- Sammlungen auf. Mitte nächster Woche findet eine öffentliche bei Diete, Lothringerstraße 67. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: dürfe. Für wünschenswerth erachtete er es, daß in Absatz 6 der Versammlung statt, in welcher das weitere erfolgen wird. Die 1. Kassenbericht. 2. Wahl der Abgeordneten zur Generalversammlung. Vergnügungs- Verein Luftige Seelen. Sonnabend, den 21. März, Resolution auch die Unterschrift der Revisoren vorgesehen Einberufung der Versammlung wurde der Kommission überlassen. abends 8% uhr, im Sofale des Herrn Graf, Brizerstraße 22, Sigung mit würde, während Hanisch unter Befürwortung der Resolution Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Sonnabend, Südost- Schule, Damen. Gäfte willkommen. das Recht der Aufnahme von Geldern den öffentlichen Ver- Waldemarfir. 14: Nationalötonomie. Nordschule, Müllerstr. 179a: Rede Sammlungen vorbehalten wissen wollte. Nachdem noch übung. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Echulräume sind zur Regeler, Gröppler und Fritsche für die Resolution Benußung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon 10 Uhr, bet Linte, Jüdenſtr. 36, Gizung. Tagesordnung: Diskussion über gesprochen hatten, wurde die Generaldiskussion geschlossen von 8 Uhr an geöffnet. und in die Spzialdiskussion über die Resolution eingetreten. Paffus 1 der Resolution gelangte unverändert zur Annahme, Desgleichen Passus 2, 3, 4 und 5. 3u Paffus 6 war beantragt, daß auch die Unterschrift eines Revisors erforderlich sein soll. Aus praktischen Erwägungen wurde der Unterantrag abgelehnt und der Passus 6 in der vorgeschlagenen Form angenommen, ebenso Passus 7. Zu Passus 8 waren die Unteranträge gestellt, der öffentlichen Versammlung das Recht zur Aufnahme von Geldern 8lt überlassen, sowie den ganzen Passus zu streichen. Beide Unteranträge wurden abgelehnt und der Passus unverändert angenommen, ebenso Baffus 9 und Für den Juhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 21. März. Opernhaus. La Traviata. Schauspielhaus. Der neue Herr. Deutsches Theater. König Heinrich IV. Lessing- Theater. Die Erste. Berliner Theater. König Lear. Neues Theater. Winterschlaf. Vorher: Ihre erste Liebe. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Theater Unter den Linden. Pariser Leben. Hierauf: Divertissement. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 22. März, vormittags das Erfurter Programm. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend sind zu richten an: P. Gent, Dresdenerstraße 107/108. Sonnabend: Bergnügungsverein„ Helgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf( während des mittags 10% Uhr, bet Nieft, Weberstr. 17. Winters alle 14 Tage Sonntags.) Wolte II, Weinstraße 22 bei Steuer. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Vereinskalender sind zu richten an K. Plug, Breslauerstraße 9, Keller. Sonnabend; unverzagt", Rebuferstraße 13 bet Bogel.- Blaue Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 22. März, nachmittags 5 Uhr, in Keller's Fefiräumen. Koppenstraße 29. Feier des 51. Stiftungsfestes. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter, Filial Rirdorf. Sonnabend, den 21. März, abends 8 Uhr, Stethenstraße 69, bet Preßler. Versammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht. Wahl der Delegirten zur diesjährigen Generalversammlung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Nachmittags 4 Uhr: Kinder- Vortellung. Der Rattenfänger v. Hameln. Boltsstück in 8 Bildern von Dr. Gustav Braun. Regie: Max Samst. Abends 8 Uhr: Zimmermann's Lene. Berliner Sittenbild in 4 Akten von E. Melzer. Regie: Max Samst. Morgen, nachnt. 3 Uhr: Othello. Abends 8 Uhr: Zimmermann's Lene. Schiller Theater. Die Kinder der Alexanderplatz- Theater. Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Alexanderplatz- Theater. Musketiere im Damenstift. Die National- Theater. Zimmermann's Lene. Nachmittags Vorstellung: V Rattenfänger von Hameln. Der American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Sonntag nachin. 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends 8 Uhr: Ohne Geläut. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Freitag, den 20. März 1896: Emil Thomas als Gast. Zum 198. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Musit von Jnl. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten von Brandon Thom a 3. Repertoirstück des GlobeTheaters in London. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang u. Tanz 1 in I Aft von Ed. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Eden- Theater. Welt- Restaurant 97. Dresdenerstr. 97. Jm vorderen Saal täglich: Weltberühmte E Tyroler Sänger- Gesellschaft Almenrausch u. Edelweiss. Direktion: Alois Ebner. Entree vollständig frei! Im Theater- Saal: Sensationelles März- Programm! Bestes Ensemble Berlins! Auftreten sämmtlicher neu engagirter Spezialitäten. Nur hochkomische Nummern! Anfang 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Säle Sonnabend zum 1. Male: Die Musketiere im Damenstift. Operette in 3 Atten von 2. Varney. Gegründet 1845. Gegründet 1845. Circus Renz Karlstrasse. Sonnabend, den 21. März 1896, Anfang präzise abends 71/2 Uhr: Kolossaler Erfolg! Novität! Novität! Lustige Blätter! Eigens vom Direktor Franz Renz und dem Großherzoglich Darmstädtischen Hofballetmeister August Siems für Berlin tomponirt, mit gänzlich neuen technischen Apparaten und Be leuchtungs- Einrichtung. inszenirte Original- Vorstellung in 2 Abtheilungen mit den AusstattungsDivertissements Weltstadtbilder! Aus dem equestrischen Theil des Programms find hervorzuheben: Joujou hippique( Bagdad arab. Vollblutschimmelhengst, 6 Tratehner Rapphengste, die Spazier fahrt eines Jagdherrn) vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Auftr. des anerkannt besten Schulreiters der Welt Mr. James Fillis mit feinem Schulpferde Germinal. Ferner einfache und doppelte Baguettesprünge über Hindernisse, ausgeführt von 12 Herren. Auftreten der beliebtesten Klowns, sowie der vorzüglichsten KünstlerSpezialitäten. Sonntag, den 22. März: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr ( ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei): 1870-71. Abends 712 Uhr: Lustige Blätter. Fr. Renz, Direktor, Königl. Kommissionsrath. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Börse). Schluß der Saison am 2. April. Sonnabend, 21. März, abends 71/2 Uhr: Große Gala- Vorstellung zum Benefiz für Mme. Maria Doré- Foottit. Die Jagd nach d. Glück. Ferner: 3. 1. Male: Leichte Cavallerie, ger. von der Benefiziatin. Die Benefiziatin als unerreichbare Drahtseilkünstlerin. 6 trakehn. Hengste, dress. u. vorgeführt vom Dir. Busch. 3. 1. Male: Gladiateur, schwed. Prämienhengst, ger. v. d. Schulreiter Herrn Kloske. The Rudolfs, die best. Reckturner der Welt. Auftreten der beliebtesten Klowns. Sonntag, nachmittags 4 Uhr:( Gewöhnl. Preise. Auf numer. Plägen Kinder halbe Preise, auf nicht numer. 1 Kind unter 10 Jahren frei): Zscheus, das Waldmädchen. Abends 71/2 Uhr: Die Jagd nach dem Glück. Montag: Zum vorletzten Male: Die zu Festlichkeiten u. Versamml. unentgeltl. Alexanderstr. 27c.| Jagd nach dem Glück. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Castan's Panopticum. Die Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! Tischler- Verein. Sonnabend, den 21. März. abends 9 Uhr, Melchiorftraße 15: Bersammlung mit Damen. Tagesordnung: Vortrag. Gäste haben Zutritt. Tabak- Arbeiter und-Arbeiterinnen. Sonntag, den 22. März, vor Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Sind die Tabatarbeiter gewillt, angesichts ihrer elenden Lage in eine Lohnbewegung einzutreten? Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29.) Filiale Charlottenburg. Sonnabend, den 21. März, abends 8 Uhr, im Restaurant Leder, Bismarckstr. 74. Mitglieder- Versammlung. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29.) Filiale Berlin 3. Die Mitglieder- Bersammlung an diesem Sonn abend fällt aus und findet dieselbe am Sonntag, den 22. März, vormittags 10 Uhr, Naunynftr. 27, statt. Wahl der Delegirten. Beiträge werden daselbst entgegengenommen. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/58, Annenstr. 42/48 ( City- Passage). Neu! Neu! Familie Schenk( 5 Personen). Truppe Marvelli( 6 Personen), darunter d. kleinste u. jüngste Clown der Welt Alexis Geschw. Stuzky- sächs. Orig. Jur- Duett. Neu! Schnapphahn, Finke u. Schraube! Posse in 1 Att v. A. Auno. Entree Wochent. 10 Pf., Anf. 8 U Sonntag 30 " " R.Winkler. 61/2 Hierdurch mache allen Genossen, Freunden, Bekannten und Verwandten die traurige Mittheilung, daß mein guter Mann, unser Vater, Schwiegervater und Großvater, der Restaurateur Georg Redanz im Alter von 45 Jahren am Freitag, den 20. März cr. früh 44 Uhr sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. März cr. nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause Wrangelstr. 84 aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Briz statt. [ 384b.] Die trauernde Wittwe Louise Redang nebst Kindern. Todes- Anzeige. Allen Parteigenossen hiermit die Janssen& Andrée, Esens in traurige Nachricht, daß unser langOstfriesland. Fabrik feiner Fleisch- jähriger Mitkämpfer Gastwirth waaren mit Dampfbetrieb u. Räucherei. Nur Fabrikate eigener Schlachtungen, ohne Farbe und Mehl. Passage- Panopticum. Gervelatwurst ff. Ein aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und Plockwurst Kochmettivurst, auch zum Rohessen Zungenwurst Leberwurst Rothwurst I. u. II. Sorte Preßfülze alles ff. geräuchert per Pfund Georg Redanz am Freitag Morgen im Alter von 110 Pf. 45 Jahren nach langem, schwerem Leiden verstorben ist. Wir verlieren in demselben einen braven Genossen. Ehre seinem Andenken! 90 " 60 " 80 " 70 " " 60 u. 30 70 " Feinstes Flomenschmalz in Rübeln von 25 u. 50 Pfd., sowie in Blechdosen von 5 u. 9 Pfd. pr. Pfd. 55-60 Pf., Kinder, Tänzerinnen, Bauchspeck schön durchwachsen und ff. Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Feen- Palast Burgstraße Nr. 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Heute und folgende Tage: Neu! Tourbillions Trio. 91 Uhr: Jex Tanisan. 1012 Uhr: Jackley's. Affenspiele. Und das 嗨 20 Riesen- Nummern. Cenfations. Progr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Anfang Sonntags 62 Uhr. Entree 30 Pf. 1. Rennen geräuchert pr. Pfd. 60 Pf., Spect, fetten von Landschweinen pr. Pfd. 52 Pf. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. März nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Wrangelstr. 84 nach dem St. Emmaus- Kirchhof in Brik statt, und ersucht um zahlreiche Betheiligung der sozialdemokratische Vertrauensmann für den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versand an Unbekannte gegen Nach- Allen Freunden und Bekannten die nahme. Auf Wunsch Sortimentspacete. traurige Mittheilung, daß mein lieber Größere Posten entsprechend billiger. Mann, unser Vater, Bruder und Garantie: Zurücknahme. Empfehle meinen Frühstücks-, M* 44342 Mittags- und Abendtisch, B. Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Schwager, der Zimmermann u. jetzige Restaurateur Hermann Schulz, Chausseestr. 95 am Gehirnschlag plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag nachTh. Boltz' Festsäle, mittag 4 Uhr vom Augusta- Hospital S., Alte Jakob- Strasse 75. 4501L* Amt I, 1082. Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen zu foulantesten Bedingungen. Mart. Berndt's Würstelstube aus statt. 385b. Im Namen der Hinterbliebenen die trauernde Wittwe Frau Bertha Schulz. Hosen, Anzüge, Valetots 56'4 empfiehlt nach wie vor allen Freunden und Bekannten ihren vorzüglichen nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, ver Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. faufe Hälfte Rostenpreis. Münzftr. 4. Jeden Sonnabend von 6 Uhr ab: Engel, Schneider. ff. Eisbeine. Für gute Biere ist selbstverständlich bestens Sorge getragen. Um zahlreichen Besuch bittet Martin Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstraßen- Ecke. in Carlshorst Zum Bruder Heinrich Jeden Abend das urkomische Purzelbaum- Jockey- Rennen Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Das neue Programm hat gelacht. Der singende Hahn C. C. XX- Strahlen von Stephanie& Behrens. Hokus, Pokus von Joc Marro. Charley's Tante v. Max Menzel. Das Unikum Schindler. 1000 Köpfe hat Räuschle. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Neu! Sensationell! Neu! Servais Le Roy die räthselhafte Jllusion. Eugenie Fougère die unerreichte franz. Excentrique. Fritzi Ferry die pikante Wiener Soubrette. Raffeneröffnung Uhr. Anf. 8 Uhr. 14 Blumenstraße 14. Weiss-, Bairisch-, Kulmbacher Bier. Auswahl in falten u. warmen Speisen. Sonntags: Humorist. Unterhaltung. Restaurant Buchfinken, Staare 1,50. Singvögel, G. Schnelle, Vogelbauer billigst. Invalidenstraße 7. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 4261L* H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Reell und billig zum Eichbusch fauft man in der Norddeutschen SchuhNeue Krug Staligerstr. 13, Ecke Admiralstraße, am Kottbuser Thor. 42702* Wäschespind, SchlafNa Treptow Allee 4. Allee 4. 3 Minuten hinter dem Paradiesgarten. Großer Tanzfaal. Jeden Sonntag: Großer Ball. Zimmer für Vereine und Gesell: schaften unentgeltlich. 45702* Georg Schulmeistrat. Vereinszimmer mit Piano, 50 Personen fassend, noch einige Tage frei. 332b Witzel, Ackerstraße 145. Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein Weiß- n. Bairisch Bier- Lokal n. Vereinszimmer. 373b Georg Rasemann, Liegnigerstr 30. Jede Uhr Bitte genau auf No. 35 z. acht repariren u. reinigen kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens nur 1.50 Pf. auper Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, Kleiderspind, fopha, Bettſtell., Ma traßen, Küchenfachen sofort billig[ 596 Reichenbergerstr. 160, v. I, Behring. Gebrauchte Möbel kauft Lazarus, Anklamerstr. 20. 367b Vollständige Geschäftsauflösung. Elegante Herrenstoffe weit unter Preis. Theodor Lehmann, Kochstr. 49. Milchkübel, Jordan, Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Kleine Markus- Straße Nr. 28. Xylographen für technische Schnitte( in und außerm 375b Hause) sucht Rich. Bong, Potsdamer Str. 88, Berlin. Anständ. junger Mann findet Schlafstelle Wriezenerstr. 8, 1. Querg 2 Tr., Goldbach. Möblirtes Zimmer zu vermiethen 35, Chaussee- Strasse 35. stottbuferstr. 19 part.[ 3776] Cune. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 69. Abgeordnetenhaus. 47. Sigung vom 20. März. 11 Uhr. Sonnabend, den 21. März 1896. 13. Jahrg. auf praktischen Erfahrungen und verdient wohl eine eingehendere im Königshof, Bülowstraße, stattfindenden öffentlichen Prüfung. Schuhmacherversammlung werden die Kollegen dringend Abg. Kirsch( 3.) hält die Stellung einer Bautaution für das ersucht, Sonntag, morgens 1/28 Uhr, bei Herrn Werner, Bülowbefte, man tönnte sogar diese Kautionsbestellung obligatorisch straße 59, zu erscheinen. Die Agitationstommission. Am Ministertische mehrere Regierungs- Kommiffarien und machen. Minister v. Hammerstein. Situationsbericht der streikenden Stellmacher Berlins Die Debatte wird geschlossen. Der Antrag Wallbrecht geht und Umgegend. Die Forderungen find bis jetzt in 25 WerkDie Verordnung betr. den Wiederaufbau von Brotterode an eine besondere Kommission von 21 Mitgliedern, der Kom- stätten mit 130 Kollegen bewilligt. Jm Streit befinden wird in dritter Lesung debattelos genehmigt, ebenso der Gesetz- missions- Antrag auf Ueberweisung der Petitionen an die Reich 300 Kollegen in 85 Werkstätten. Gearbeitet wird noch in entwurf betr. die Novelle zur schleswig- Holsteinischen Synodal- gierung zur Erwägung wird angenommen. ordnung. Es folgt der Antrag v. Mendel- Steinfels( t.), die Re- den Werkstätten der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, gierung zu ersuchen, bei der fächsischen Staatsregierung un- in der Fabrik von Neuß, Friedrichstr. 225 sowie in einigen Badstr. 41, der Allgemeinen Omnibus- Gesellschaft, Frobenstr. 1, verweilt und nachdrücklich dahin zu wirken, daß die Stadt Leipzig fleineren Werkstätten. veranlaßt werde, ihre Abwässerungsverhältnisse bald und gründ- die streikenden Kollegen unbedingt einmal täglich, und zwar vor Zwecks genauer Kontrolle haben sich lich zu ordnen. Abg. v. Erffa( t.) begründet den Antrag. Die Abwässerungs- lokal, Elsasserstr. 9, einzufinden. Weiter werden die Kollegen auf mittags von 9-11 oder nachmittags von 2-5 Uhr im Streitverhältnisse Leipzigs sind sehr ungünstig. Die in die Elster und den Beschluß der Versammlung vom 15. b. M. aufmertfam ge Zuppe geleiteten Fabrikabwässer enthalten Arsenik und ver- macht, wonach jeder arbeitende Kollege verpflichtet ist, während wüsten den Fischbestand der Flüsse und die anliegenden Aecker. Minister v. Hammerstein anerkennt das Vorhandensein von der Dauer des Streits wöchentlich 1,50 M. an die Lohntommission abzuliefern. Uebelständen; doch schweben Unterhandlungen wegen der Anlage Die Innung faßte in ihrer legten Versammlung eine Res von Kläranlagen mit der sächsischen Regierung und der Stadt solution, worin u. a. gesagt ist, man fühle sich nicht veranlaßt, Leipzig, die auch die Anlage von Riefelfeldern in Aussicht ge- mit der sogenannten(!) Lohnkommission zu verhandeln, weil nommen hat, um dem Uebel gründlich abzuhelfen. Der Gesetzentwurf betr. die Errichtung einer Generaltommiffion für Ostpreußen wird in dritter Lesung angenommen. Ferner wird debattelos die Vorlage betr. Auf hebung der ärztlichen Tagen in dritter Lesung angenommen. Es folgt der Antrag wallbrecht( natl.) betr. die Einführung von Ort 3 statuten zur Sicherstellung der Forde rungen der Bauhandwerker. Derselbe wird gemeinsam mit einer Petition des Jnnungsverbandes deutscher Baugewertsmeister in Berlin, welche denselben Gegenstand betrifft, zur Debatte gestellt. Die Justizkommission beantragt, lettere Petition der Regierung zur Erwägung zu überweisen. Abg. Wallbrecht( natl.) begründet seinen Antrag, der im wesentlichen dahin geht, die baupolizeiliche Genehmigung abhängig zu machen von dem Nachweis der Zahlungsfähigkeit des Bauunternehmers; zur Ermittelung der Sicherheit des Bauunternehmers soll ein Bauschöffen- Amt, bestehend aus gewählten Gemeindemitgliedern, mitwirken. Der Antragsteller bittet, seinen Antrag einer Rommission zu überweisen, damit diese daraus einen brauchbaren Gesetzentwurf formulire. Abg. v. Woyna( ft.) findet zwar in dem Antrage Wallbrecht einen sehr glücklichen Gedanken, kann aber das neu tonfituirte zivilrechtliche Verhältniß, dessen Ausbau noch dazu den Gemeinden überlassen werden soll, nicht billigen und be antragt Vorberathung des Antrages durch eine VierzehnerRommission. Abg. Felisch( f.) schildert das Verfahren beim Bauschwindel, das oft von wucherischen Unternehmern getrieben wird, denen die hervorragendsten Rechtsanwälte zur Seite stehen. In die kleinen Handwerker der raffinirtesten Weise werden Abg. v. Tepper- Lasti( ft.): Die Uebelstände sind sehr nur ein Mitglied derfelben bei einem Innungsmeister in Arbeit groß; es herrschen jetzt bereits Epidemien in der Umgegend fehe. Diese Behauptung ist unwahr. Von den 9 Mitgliedern, aus welchen die Lohnkommission besteht, arbeiten 7 bei Leipzigs. Von den Kläranlagen erwarte ich nicht viel; die An- Innungsmeistern, 1 ist arbeitslos und 1 ist bei einem lage von Riefelfeldern hat ihre Schwierigkeit. Die erforderlichen nicht der Innung angehörigen Meister beschäftigt. Weiter iſt Terrains liegen meilenweit von der Stadt entfernt. Abg. Plek( 3.) stimmt dem Antrage bei, ähnliche Uebel- die in derselben Versammlung gemachte Angabe unwahr, daß stände beftehen auch an anderen Orten, namentlich in den von den 322 bei Innungsmeistern beschäftigten Gehilfen sich nur 130 am Streit betheiligten. Industriegegenden. Abg. Wallbrecht( natl.) warnt davor, zu weitgehende Anforderungen zu stellen, die nichts nügen. Der Antrag wird angenommen. Morgen( Sonnabend) 11 Uhr: Petitionen. Schluß 4 Uhr. Gewerkschaftliches. An die Buchdrucker Berlins und der Provinz Brandenburg. # Aus Dänemark. Auf die Initiative der Hauptleitung des dänischen Buchbinder Verbandes und einiger in diesem Gewerbe thätigen Frauen ist ein Verein der weiblichen Ar beiter des Buchbindergewerbes in Kopenhagen gegründet worden. Er führt den Namen„ Fachverein der weiblichen Buchbinderarbeiter". Der Verein zählt etwa 40 Mitglieder und will dem„ Dänischen Buchbinder Verbande" beitreten. Im ganzen mögen etwa 200 Mädchen und Frauen im dänischen Buchbindergewerbe thätig sein. Die Begründung eines derartigen weib lichen Fachvereins, so gering er vorläufig auch an Mitgliederzahl ist, ist ein bedeutsamer Vorgang in der dänischen Arbeiterbewegung. H Versammlungen. ruinirt. Der Antrag Wallbrecht genügt nicht; das nöthige Ortsstatut würde in großen Städten, wo der Bauschindel am gefähr Vielfachen Beschwerden gegenüber, daß zu wenig lichsten ist, nicht angenommen werden. Die Pflichten der Stimmzettel zur Tarifvertreterwahl eingegangen seien, Schöffen sind sehr verantwortungsvoll. Mehr als dieser Antrag theilen wir mit, daß die fehlenden in der Verwaltung der Ortswürde uns der Befähigungsnachweis nügen.( Beifall rechts und im Zentrum.) Wenn wir helfen wollen, muß es bald ge- Bereins Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Neue Grünftr. 14, sehr große Fortschritte gemacht hat, veranstalteten im Laufe der Krankenkasse, Berlin, Nitterstr. 94, sowie in der Verwaltung des Die Schmiede, deren Organisation in den letzten Wochen schehen. Abg. Jäckel( frs. Vg.): Die Beweggründe des Antragstellers nach bezogen werden können. Rrante und Arbeitslose tönnen vergangenen Woche 5 öffentliche Versammlungen in den verfind anzuerkennen; seine Vorschläge würden den angestrebten schiedenen Stadtgegenden, um den einheitlichen Ausbau der Zweck nicht erreichen. Die Schöffen können die ihnen gestellte ebenfalls die Stimmzettel durch eine der beiden Verwaltungsstellen Organisation durch das neu eingeführte Vertrauens. Aufgabe, die Zahlungsfähigkeit der Unternehmer zu prüfen, nicht beziehen. Die Stimmzettel müssen bis spätestens den männer- System zu vervollständigen. Mit Ausnahme einer erfüllen. Auch an dem Verhalten der Bauhandwerker liegt oft 25. März, abends 8 Uhr, dem Leipziger Einigungsamte Bersammlung in Moabit, in der Genosse Neumann sprach, die Schuld des Bauschwindels, denn sie rechnen den Unternehmern übermittelt sein. Die Kandidaten für den Tariftreis VIII.( Berlin- referirte Genosse Jahn in allen Versammlungen. Die Stellung hohe Personen und würden das fünftig noch mehr thun. Gegen Brandenburg) find: 2. H. Giesecke, Vertreter, Albert natürlich die Innungsmeister nicht schlafen lassen und diese vernahme der Gefellen gegen den Arbeitsnachweis der Innung hat Terrainspekulanten mag man streng vorgehen. Der Antrag Wallbrecht ist entbehrlich, da die Materie im Bürgerlichen Gesetz- a ch 3, Stellvertreter, beide in Berlin. J. A.: Albert anlaßt, sich gegenseitig gegen das Vorgehen der Gesellen zu buch geregelt wird. Massini. Abg. Bode( t.): In das Belieben der Städte kann die Reaelnng dieser wichtigen Angelegenheit nicht gestellt werden; die Mothwendigkeit der Regelung anerkennen wir. Abg. Dr. Eckels( natl.): Die Bedenken gegen den Antrag verkennen wir nicht, aber der schwindelhafte Bauunternehmer wird ficher von der Bildfläche verschwinden, wenn der Antrag Gesez wird. Aus Rücksicht auf Berlin allein machen wir keine Gesetze. Abg. Kolisch( frs. Vg.): Die Zahl der wirklichen Schwindelbauten ist nicht so erheblich. Der Antrag Wallbrecht beruht riemen- Fabriken dauert fort. Die ausständigen Kollegen haben Achtung, Sattler Berlins! Der Streit in den Treib die Sammlungen für die Streifenden am heutigen Tage rege das Einigungsamt des Gewerbegerichts angerufen. Wir bitten, fortzusetzen. Die Lohn- und Agitationstommission. ..: Bruno Pörsch, Stalizerstr. 141 a, 4 Zr. " = schüßen, und zwar dadurch, daß sie, wie von Jahn in einer Versammlung mitgetheilt wurde, jeden Meister, der einen Geentnimmt, mit 250 M. Strafe belegen, um, wie es heißt, die sellen aus dem Arbeitsnachweis der Schmiede- Organisation gegen die noch sehr stark grassirende Sonntagsarbeit Gesellen einzuschüchtern. Dagegen werden die Gesellen u. a. energisch vorgehen und die betreffenden Meister zur Anzeige bringen. Der Arbeitsnachweis der Gesellen wird jedenfalls in die Mitte der Stadt verlegt werden. Die letzte große be schließende Versammlung für Sonntag Vormittag fonnte leider Achtung, Schuhmacher Berlins! Zwecks Verbrei tung des Flugblattes zu der am Montag, den 23. März, eines Zeitungsreferats möglich ist, sei der Inhalt des Vortrages und Strindberg zum theil in scharfer Opposition gegen Jbsen sfizzirt. geschaffen haben, vor und kommt zu dem Schlusse, daß Der Frauenabend Die Vortragende leitete ihre Darstellung ein mit der Er- keine von den Standinaviern geschaffenen Fraueninnerung an die Aufregung und die Diskussionen, die sich in typen dem Problem der neuen Frau" nahe gekommen sind. im Verein Berliner Preffe England an die Aufführung eines Theaterstückes:" The new Leider verbietet es uns auch der Raum, auf die treffliche woman"( Die neue Frau) im vorigen Jahre knüpften. In Polemit gegen Laura Marholm's Auffassung der Frauenfrage hatte ein großes Publikum angelockt. Ob Neugierde oder Intereffe diesem unbedeutenden Theaterstücke finden sich die üblichen einzugehen. Blos zwei Versuche deutscher Dichter, die neue die Haupttriebfeder war, möchte ich nicht entscheiden. Als Johanna Karrikaturen der Emanzipirten und als Idealfrau wird die gute Frau" dichterisch zu gestalten, scheinen ihr beachtenswerth: die Ambrosius, die arme ostpreußische Bauersfrau mit den blassen, Köchin geschildert. So gleichgiltig das Stück war, so wichtig Magda in Sudermann's" Heimath" und die Anna gramburchfurchten Zügen das Podium betrat, war es sicherlich zuerst war die sich an seine Aufführung anknüpfende Diskussion in Mahr in Gerhard Hauptmann's„ Einsame Menschen". Neugierde, die alle Blicke auf sie richten ließ. Vor diesem Versammlungen und in der Presse. Die Typen der neuen Frau, Aber auch in diesen Typen konnte die Vortragende nicht das Publifum hatte noch nie ein schlichtes Weib aus dem Volke ihr die in diesen Debatten eine so große Rolle spielen, finden sich in Bild der neuen Frau erkennen. Sie schloß ihren Vortrag beiHerz erschlossen und wie eine Profanirung tam mir's vor, daß den zahlreichen englischen Romanen, die die Vortragende treffend läufig folgendermaßen: es geschah, und daß sie sich ein Beifalltlatschen gefallen lassen Frauenbewegungs- Romane" nannte. Die charakteristischen Wenn wir trotzdem darauf hoffen, daß doch noch ein mußte, wo sie von ihres Daseins Qual und Noth, von ihren Frauengestalten aus denselben wurden in dem Vortrage treffend deutscher Dichter sein wird, der all die einzelnen Züge der Leiden und Freuden sprach. Sie ist feine stürmische sfizzirt. Das Ergebniß ihrer Darstellung ist, daß keine der in neuen Frau, die Englands und Skandinaviens Schriftsteller ge= Revolutionärin wie Ada Negri; das Elend, das sie sieht den englischen Romanen gezeichneten Frauengestalten wirklich die schildert haben, zu einer lebensvollen Erscheinung zusammenfaßt, und das sie selbst erlebt hat, stimmt ihre Harfe wohl neue Frau ist. Von der Erörterung schloß Frau von Gizycki so ist das nicht etwa ein chauvinistischer Traum. In England zu rührender Klage, zu inbrünstigem Gebet, nicht aber zu einem die neue Frau" in der romanischen Literatur aus, weil sie faft und Skandinavien hat die einseitige Frauenbewegung, der ein Kampflied, das alle Leidenden zusammenruft. Sie singt auch ganz der Decadence angehört und ihr das Prädikat neu nicht feitige Kampf der Frau gegen den Mann auch eindas alte Sied vom Stolz der Armuth, ja von seinem Reichthum, gegeben werden kann. Ausführlich bespricht die Vortragende feitige Charaktere und abnorme Frauen hervorgebracht. der in der Arbeit besteht, und gerade dieses Lied, das mir dann die von den standinavischen Dichtern geschaffenen Frauen- Die Frau hat sich in erster Linie nicht als ein Glied Zeugniß davon ablegte, wie tief die Sorge sie niedergebeugt gestalten. Ueber Jbsen's Frauengestalten sagt sie: Ibsen wurde der der leidenden Menschheit fühlen gelernt, sondern als Glied hat, vor dem bürgerlichen Publikum den größten Verkünder des Evangeliums der unverstandenen, nach Freiheit der des leidenden Geschlechtes. Sie geht nicht Hand in Hand Beifall. Es ist so bequem, toftet gar keine Angst, höchstens Persönlichkeit ringenden Frauennaturen, aber er wurde auch der mit dem Mann; die gegenseitige Einwirkung fehlt und damit das ein paar Thränen der Rührung, einen Armen zu bewundern, Verderber der vielen, die dieses Ringen, dieses Unverstandensein gegenseitige Verständniß. In Deutschland dagegen birgt der der stolz seine Bürde trägt. In dem ergreifenden und Affettiren, nicht nur weil es Mode geworden ist, sondern niedrige Stand der Frauenbewegung einen Vortheil in sich: sie wird in Gedicht„ Der Wafferjunge von Selisberg", in dem rührenden weil es das leere Leben unbeschäftigter Frauen angenehm aus- den Strom der stärker und stärker anschwellenden allgemeinen fozialen Lied der Mutterliebe„ Mein Bub", in dem sehnsüchtigen Ge- füllt, sie vor sich selbst interessant macht. Ibsen's neue Frau" Bewegung mit hineingerissen werden, ehe fie Zeit hat, es zu sang vom Glück brachte sich ein Gefühlsleben zum Ausdruck,( Nora) zieht die Konsequenz der Erkenntniß vieler Frauen, denen einer großen selbständigen Entwickelung zu bringen. Und in wie es die Dichter dem deutschen Weibe zugesprochen haben, es plötzlich zum Bewußtsein kommt, daß ihnen ihr Mann ein diefer allgemeinen Bewegung stärkt nicht nur der Mann der Zuohne daß es sich ihnen allzu häufig hätte offenbaren Fremder ist, mit dem sie niemals ein ernſtes Wort über ernste Dinge funft seine Kräfte und weitet sein Herz, aus ihr heraus wird fönnen. Als Johanna Ambrosius schloß und an stelle der gewechselt haben, sie bleibt nicht bei dem fremden Mann", sie kann auch als feine Gefährtin und Mitstreiterin die neue Frau" schmächtigen, schwarzgekleideten Frau in modernster, elegantefter ihr Puppendasein nicht fortseßen, sie geht aus Pflicht gegen sich erstehen. Denn wenn ihr auch vom Recht und von der Vers Toilette die üppige Schauspielerin Marie Pospischil das Podium selbst und tritt ohne zu zögern, allein mitten in den Kampf um fassung ihre Ebenbürtigkeit mit dem Manne verbrieft wird, so betrat, da empfand wohl jeder den schneidenden Gegenfat; als das Dasein. Das Wunderbare", auf das der Schwächling von wird sie dennoch unfrei sein, so lange sie nicht gelernt hat, diese sie dann noch Maria Janitschet's Gedichte zu lesen begann, um Mann noch hofft, wird sicherlich nicht eintreten, denn Nora Rechte zu benußen, um, vereint mit dem Mann, für die Bewob sich das Bild der schlichten Volksdichterin mit einem wird noch weiter über ihn hinauswachsen, als sie freiung der Menschheit von den rechtlichen und wirthschaftlichen Strahlenkranz, während die Salondichterin mit all ihrem Wort schon hinausgewachsen ist. Ihre That wäre eine sittliche Fesseln zu fämpfen. und Bilderreichthum unwahr erschien bis ins Innerste. That, des Ideales der neuen Frau" würdig, wenn Vielleicht wird es dann kein Dichter, sondern eine Dichterin Im Gegensatz zu dem echten Gefühl der Ambrofius, war fie nicht durch einen Umstand, der den männlichen sein, die den Zwiespalt zwischen der Frau der alten und der neuen Der hohle Pathos und die talte Leidenschaft der Verfasser fennzeichnet, zu einer brutal egoistischen würde. Nora Beit zuerst in sich gelöst hat und ein Selbstbekenntniß in der Form einer Janitschek nur zu deutlich zu erkennen. Erwähnenswerth verläßt nicht nur den fremden Mann", sondern auch ihre kleinen dichterischen Gestalt der Welt vor Augen führt. Sie wird von den Geist ist besonders ihr Gedicht:" Der Gottsucher", worin sie einen Kinder. Sie überläßt in vollster Seelenruhe ihre Kinder dem und Herz einschnürenden Fesseln unserer Mädchenerziehung nichts finsteren Glaubensfanatiker schildert, der mit Feuer und Schwert Manne, dessen ganze Erbärmlichkeit sie durchschaut hat. empfunden haben, in einem Beruf, der ihren Fähigkeiten ents die Ungläubigen ausrottet und seine Religion verbreitet, ohne Und von hier geht der schädigende Einfluß dieser Jbsen'schen spricht, wird sie innerlich und äußerlich selbständig geworden Gott, dem er zu dienen meint, zu finden. Da endlich offenbart neuen Frau" aus: Bahllose Talmi- Nora's, arm an Geift, falt sein. Sie wird von früh an mit Männern ebenso ungehindert er sich ihm in gütiger Milde, weil der hundertfache Menschen- an Herzen in start ihrer Pflicht, laufen und daher ebenso harmlos verkehren wie mit Frauen. Und aus der mörder ein aus dem Neft gefallenes Vögelchen errettet hat! durch die Welt. Die echte Nora, zu deren Vollendung Sympathie der Geister, aus der Freundschaft hervor, wird die Das Publikum war natürlich tief gerührt, denn dieses Publikum dem grübelnden Dichter das tiefe Gefühl gefehlt hat, höchfte Offenbarung ihres Wesens: ihre Liebe erwachsen. gründet aus gutem Herzen Thierschutzvereine und läßt die hätte ihre Erkenntniß zuerst dadurch bethätigt, daß sie ihre Ohne nach dem Urtheil der lieben Nachbarn fragen zu Noth der Menschen ungelindert fortbestehen. Maria Janitschek Kinder mit sich nimmt, daß sie sie erkämpft, wenn es fein muß, brauchen, wird sie dem Manne ihrer Wahl gehören. Denn zu ist seiner würdig. sie herausreißt aus der Atmosphäre, in der sie geistig und fitt jener Zeit wird man wissen, daß das Heiligste im Leben: die Nach Fräulein Pospischil betrat Frau Professor lich ersticken werden. Unter Jbsen's Frauengestalten ist nicht Vereinigung zweier Herzen, des Menschen eigenste Angelegenheit Gizycki das Podium, um über„ Die neue Frau in eine, welche ganz Weib ist, aber andererseits ist auch nicht eine unter ist, seiner persönlichen Freiheit anheimgegeben, in die kein der Literatur" zu sprechen. Ihr Ihr formvollendeter, das ihnen, die nicht mit der Wahrhaftigkeit einer nicht retouchirten anderer wagen darf einzugreifen. Das freie Weib wird überreiche Material vollkommen beherrschender Vortrag rief Photographie irgend eine Variation der neuen Frau darstellte. dem Mann als treuer Kamerad zur Seite schreiten, nicht über neben lebhaftem Beifall auch in schrillem Bischen sich äußernden Dies bewies die Vortragende durch die feine Charakteristik und nicht unter ihm. Und aus dem Schooße dieser neuen Frau Widerspruch hervor. Das Zischen wurde aber bald durch den anderer Frauengestalten des berühmten Norwegers. Frau werden die Führer des Voltes, die Träger der Zukunft erwachsen: fteigenden Beifall zur Ruhe gebracht. Soweit dies im Rahmen 1v. Gizycki führt dann die Frauencharaktere, die Björnson, Nansen die neuen Menschen. und " nur " nicht stattfinden, da der Revierlieutenant bas Abhalten zweier Bersammlungen, die dort stattfinden sollten, kurzer Hand unterfagte und die beiden Säle räumen ließ. Die weitere Beschlußfaffung wird in einer späteren Versammlung erfolgen. : bei sind. Es sei dies unt so bebauerlicher, als die Ausstellung nun| Berlins eine Resolution einzubringen, in welcher der zu wählende bald eröffnet werde und jeder Gastwirth fein bestes thun müsse, Vertrauensmann beauftragt wird, ein Denkschreiben über die um die vielen Gäste auf das Angenehmste zu bewirthen. Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Beruf abzufaffen. Dieses Redner ersucht die sehr zahlreich anwesenden Vertreter der Presse, Schriftstück soll später der Reichskomission für Arbeiterstatistit von den gemachten Ausführungen des Referenten nichts an die vorgelegt werden. Der dritte Punkt der Tagesordnung soll Die öffentliche Versammlung der Schrifthaner, welche Deffentlichkeit zu bringen, um den guten Ruf, den die Berliner geändert werden in: Das bürgerliche Gesetzbuch, der am 17. b. M. auf Einladung des Vertrauensmannes der Stein- Brauereien genießen, nicht zu schädigen. An der Diskussion be- Arbeitsvertrag und die Gesinde- Ordnungen. Ein Antrag arbeiter Berlins bei Wilfe tagte. hatte sich eines unerwartet theiligten sich weiter noch die Gastwirthe Günther, Berndt und Kamp- Bauer bestimmt, die Form der Organisation, ftarten Zuspruchs zu erfreuen. Wie der Referent darlegte, hat Natje. Von den anwesenden Vertretern der Brauereien meldete lose Zentralisation mit Vertrauensmänner System, fich in diesem Beruf, begünstigt durch die starke Konkurrenz, die sich keiner zum Wort. zuhehalten. Schließlich verlangt ein Antrag Grauer, Lohndrückerei und Lehrlingszüchterei zu einem unleidlichen Verhältniß gestaltet. Dazu kommt, daß die Schrifthauerei Saison- Zwei Versammlungen des deutschen Schneider für die gegenwärtige Organisationsform einzutreten und zustimmen. arbeit ist und eine geregelte Arbeitszeit nicht besteht, vielmehr und Schneiderinnen Verbandes tagten am Dienstag Hier anschließend wird nach langer Geschäftsordnungs- Debatte Tag und Nacht gearbeitet wird. Die Debatte über die einzelnen Abend. Die Versammlung für Moabit- Wedding war gut besucht. Die Wahl der Delegirten vorgenommen: Gewählt werden als Geschäfte zeigte, daß in der Bezahlung der Arbeit ein großer Kollege Timm behandelte das Thema: Was müssen wir thun, Delegirte für Berlin Kaßler mit 77, Pohlik mit 59 und Unterschied herrscht. In anbetracht der in Frage kommenden um das Errungene zu halten? Die dahingehenden Vorschläge Schumann mit 40 Stimmen. Die schon während der Wahl Verhältnisse beschloß die Versammlung, den bisherigen Minimal des Referenten fanden allgemeinen Beifall. In der Diskussion sich steigernde Unruhe der Versammlung, aus welcher Protest John von 23 Pf. pro Buchstabe auf 25 Pf. zu erhöhen und wählte wurden mehrere Angaben gemacht über Zwischenmeister der erhoben wird gegen den Wahlmodus, so daß eine eine Kommission zur Ausarbeitung eines neuen Tarifs. Der Tarif Damen- und Kindermäntel- Konfektion, die sich bisher nicht an wiederholte Wahl stattfindet, wird durch persönliche Schimpfereien wird einer demnächst einzuberufenden neuen Versammlung vor die Vereinbarungen gehalten haben. Zwischenmeister Keller, eines Anwesenden derartig gesteigert, daß sie zu einer gelegt werden, welche auch die weiteren Beschlüsse zu fassen hat. Gerichtstr. 2, zahlt für Sachen, die vor dem Streik mit 1 M. tumultuarischen Szene ausartet und der überwachende Beamte sich Diese Versammlung findet am Montag, den 23. d. M., bei Wilte bezahlt wurden, nur 10 Pf., für Sachen von 1,20 M. nur 15 Pf. erhob, um die Auflösung anzuordnen. Der Vorsitzende Aboldt Andreasstr. 26, statt mehr. Drewes, Plantagenstr. 42, zahlt für Sachen, die vor vereitelte dies dadurch, daß er die Versammlung schloß, so daß dem Streit mit 1,10 m. bezahlt wurden, jetzt nur 20 Pf. mehr. Die übrigen Punkte der Tagesordnung nicht erledigt werden Die Manipulationen einiger Berliner Großbrauereien Ein Tarif hängt dort nicht aus. Richter, Neue Hoch- tonnten. und wie verhalten sich die Berliner Gastwirthe dazu? war das ftraße 36, will feinen Tarif aushängen. Richter foll für Thema einer Versammlung der Gastwirthe, die am 17. März bei die Firma Nickelsburg arbeiten, die den Vereinbarungen Die streifenden Arbeiter der Eisenmöbelfabrik von Reller, Roppenstraße, tagte. Das Referat hatte der frühere beigetreten ist. Richter, Müllerstr. 173, zahlt wieder die alten Earl Schulz, Hasenhaide 9, nahmen am Freitag BorBrauer, jetzt Gastwirth Gärtner übernommen, der ein- Löhne wie vor dem Streit. Kirchheim, Chauffeeftr. 88, zahlt mittag einen Bericht der Lohnkommission entgegen. Die Situation gangs seiner Ausführungen betonte, betonte, daß er aus Er anstatt Sonnabends am Montag, hat keinen Tarif und zahlt hat sich bisher nicht geändert. Nachdem von der Kommission fahriing fpreche und die Verhältnisse in den einzelnen nicht den Lohnaufschlag. Für Sachen, die vor dem Streit mit sowie von den betheiligten Gewerkschaften versucht worden ist, Brauereien tenne. Redner behauptet, indem er die betreffenden 1,10 m. bezahlt wurden, bezahlt Herr Kirchheim nur 20 Pfg., Verhandlungen mit den Fabrikanten anzubahnen, bisher allerBrauereien namhaft macht, daß im Jahre 1879/80 eine Brauerei für Sachen, die mit 1,25 M. bezahlt wurden, nur 25 Pfg. mehr. dings vergebens, sollen weitere Schritte nicht mehr unternommen ein großes Quantum dunkles Bier eingebraut habe, ohne es martgraff, Brunnenstr. 107, hat Rinderjaquets vor dem werden. Herr Schulz wäre jetzt auch nicht mehr in der Lage, nachher an ihre Kunden absehen zu fönnen, an eine andere Streit mit 50 Bfg. bezahlt, gleich nach dem Streif zahlte er die Forderung der neunstündigen Arbeitszeit mit Brauerei verkauft hat, die es dann für ihr eigenes dafür 60 und 65 Pfg., jetzt dagegen nur noch 55 Pfg. Motivirung abzulehnen, daß er nicht der erste Fabrikant Gebräu an ihre Kunden abgab. Bei einer anderen Förster, Adolfstr. 4, zahlt die alten Preise und hängt keinen sein will, der diese Forderung bewilligt, da ungefähr 60 MetallBrauerei die einen enormen Versandt nach außerhalb Lohntarif aus. G. Richter, Pantstr. 50, will den waaren- Fabriken diese Arbeitszeit bereits eingeführt haben. zu verzeichnen hat, werden Biere zweierlei Güte hergestellt. Das Lohnzuschlag nicht zahlen. 10 Arbeiterinnen haben die Arbeit gute Bier werde zum Versandt und zum Füllen der Flaschen deshalb hingelegt. Goy, Pantstr. 53 Goy, Pantstr. 53, hat keinen Tarif für den eigenen Vertrieb der Brauerei eingebraut, während den und zahlt auf Sachen, die vor dem Streit mit 1 M. bezahlt Berliner Restaurateuren minderwerthiges verabfolgt wird. Ver- wurden, jetzt nur 10 Pf. mehr. Siemann, Lorgingstraße 33, schiedene Brauereien feien so loyal, abgestandenes Restbier von zahlt die alten Löhne und hängt feinen Tarif aus. ihren Kunden zurückzunehmen, um es Sann mit frischem Bier Es wurde von dem Referenten bemerkt, daß sich die Fünferau verschneiden und wieder zu verkaufen. In einer Rommission mit allen Fällen beschäftigen und die nöthigen Schritte Brauerei sollen im Jahre 1891 200 Tonnen saures zur Durchführung der Vereinbarungen einleiten werde. Zum Bier verschnitten worden sein. Die fogenannten Retourbiere Schluß wurde noch auf den neu geschaffenen Arbeitsmarkt hinwerden fast wie besonders geprüft, sondern kommen auf die Reft gewiefen und aufgefordert, denselben rege zu benußen. fäffer und werden dann wieder verschnitten. Der Redner behauptet In Rigdorf war die Versammlung gut besucht. weiter, in einer Brauerei sei Bier zum Ausschank gebracht, daß nur Das Referat von Fräulein Baader wurde mit Beifall auf fünf Tage lagerte. In Berlin gebe es überhaupt nur eine Brauerei, die ohne Filter arbeitet. Raum ein einziger Wagen genommen. In der Distussion ergänzte Bander, Mitglied der Fünfer- Kommission, die gemachten Ausführungen. Von allen Bier könnte vom Hofe gefahren werden, wenn der Filter, der Seiten wurde betont, daß die erzielten Erfolge nur durch ein ,, eiserne Braumeister", durch den alles Mögliche ge= gefchloffenes Bufammenhalten weiter ausgebaut werden können. macht wird, verboten fein würde. Die Wirthewerden, Alle Zuwiderhandlungen müßten der Fünfer- Kommission, Büreau verkaufen sie abgestandenes oder verschnittenes Bier, auf Alte Jakobftraße 83, mitgetheilt werden. das strengste wegen Nahrungsmittelverfälschung bestraft, während die Brauereien straffrei ausgehen. Größtentheils feien es Die Handdiener und Packer nahmen in der öffentlichen den Brauereien Versammlung am Dienstag Stellung zu dem am 24. und solch verschnittenes Bier geliefert werde, die dann ohne 25. Mai d. J. in Halberstadt stattfindenden zweiten Berufs- Friedrichsberg. Mittwoch Abend fand in Müller's Saale ihren Willen ihren Gästen, größtentheils Arbeitern, fongreß der im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten eine sehr zahlreich besuchte Voltsversammlung statt, in welcher minderwerthiges Bier verkaufen. Die Gastwirthe hätten daher Hilfsarbeiter Deutschlands. Schumann referirte einleitend über Genoffe Bebel einen zweiftündigen Vortrag über die März alle Ursache naturreines Bier zu verlangen. In der darauf die in der Fachpresse vorgeschlagene Tagesordnung des Kongresses. Gedenktage hielt, der lebhaften Beifall fand. Da keine folgenden Diskussion bedauert der Gastwirth Rudolf, daß von Nach einer eingehenden Debatte, an der sich Kaßler, Grauer, Aboldt, Gegner fich meldeten, wurde die Versammlung abends 1/211 Uhr ben Referenten solche Beschuldigungen gegen die Brauereien, die Schumann und Rein betheiligen, gelangen folgende Anträge zur mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die internationale feines Erachtens alle nur gutes Bier brauen, erhoben worden Annahme: Zum Punkt 2 der Tagesordnung haben die Delegirten Sozialdemokratie geschlossen. die fleineren Gastwirthe, benen von der Von allen Rednern wurde aufgefordert, den Eifer für die gute Sache auch ferner zu bewahren und von den gestellten Forderungen nicht abzugehen. Unter keinen Umständen sollen die einzelnen Arbeiter mit Herrn Schulz in Unterhandlung treten, sondern dies den Beauftragten überlaffen. Allgemein wurde über das Verhalten der Polizei gegenüber den kontrollirenden Arbeitern Klage geführt und behauptet, daß einzelne Siftirungen zu unrecht vorgenommen seien. Von dem Vorsitzenden konnte fonstatirt werden, daß fein einziger der zahlreich besuchten Versammlung gewillt ist, die Arbeit aufzunehmen, bevor die Forderungen bewilligt sind. Die nächste Versammlung, die auch die Unterstützungsfrage regeln wird, findet am Montag, den 23. März, nachmittags, bei Kliem, Hafenhaide statt. Rigdorf. Jm hiesigen sozialdemokratischen Verein„ Vorwärts" sprach am 10. März Dr. Bernstein über das Wesen des Sozialismus. Nach einer kurzen Diskussion, die dem interessanten Vortrag folgte, beschloß die Versammlung, auf die Gräber der Märzgefallenen einen Kranz niederzulegen. Am 22. März veranstaltet der Verein einen Theaterabend, für welchen um recht regen Besuch gebeten wurde. Waarenhaus A. Brasch, Berlin SO, Brückenstraße 8, nahe Jannowihbrücke. Sonnabend Abend Eröffnung sämmtlicher neu eingeführter Artikel in den Abtheilungen der Kurz- und Nähartikelbranche, Putzabtheilung, Besatzartikel, Kleiderstoffe, sämmtliche Manufakturwaaren, eigene Wäsche- und Schürzenfabrikation n unerreicht billigen, aber festen Preisen. Achtung! 20 gleiche Geschäfte in allen Theilen Deutschlands. Waarenhaus A. Brasch, Brückenstraße 8. Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahn ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Laufizerplatz 2, Elsasserstr. 12. Herren- Hüte 65 Pf. Confirmanden u. bessere Hüte, enorm billig, verkauft das Fabrik- Komptoir Barnimstr. 45, Müllerstr. 12c. Kastanien- Allee 101. taufe sich zur Probe Jede Hausfrau Schürzenstoff aus der Weberei der Firma E. Zühlsdorff& Co., Grüner Weg 119. Wir empfehlen dem werthen Publikum berbe, buntgewebte Stoffe zu Haus schürzen, welche in unserer Färberei bearbeitet sind. Für die Echtheit der Farben( Indigoblau) können wir garantiren. Nichtkonvenirendes nehmen wir gerne jederzeit zurück. Proben und Muster gratis. 2176 E. Zühlsdorff& Co., Grüner Weg 119, Fabrithof part. Iints. Neu eröffnet. Kein Laden. u. Polsterwaaren, Möbel reelle aare empf. Franz Tutzauer, Tischlermeister,[ 45122* Berlin SW., Blücher- Straße 14. Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. MACHT STARK GESCH EINIGKEIT GESETZL SCHERFU DEUTSCHE Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr.98/ 99 Rosenthalerstr. 63164 und verkauft. Jeder Käufer, der einen Versuch macht, wird mit dem gelieferten Fabrikat, das jeder Konkurrenz die Spitze bietet, in Preis und Qualität zufriedengestellt. Unser Geschäftsgrundfah ist: Geringer Verdienst, rascher Umsak. Jedem unserer Freunde kann die Waare bestens empfohlen werden. 00000000 Möbel, Spiegel, Polsterwaaren, = Waschanstalt. 4650L* 00 2966 Plüsch Garnituren, Baneel Sophas, Erste a. Ort, verb. m. Plätterei und Teppiche, Portièren, Gardinen, ganze Rolle zu verkaufen. Pr. 1000 m. Wohnungseinrichtungen, auch auf Theil Gut. Kundsch., vorzügl. Inventar, be zahlung, mit geringen An- u. Raten- währte Kräfte. zahlungen bei L. Silberstein, Rosenthalerstr. 49, 1 Tr. 41502* J. Quetscher, Eberswalde. Reneingetroffen! Arbeitsmarkt. Steife u. weiche Herrenhüte: Mt. 1,-; 1,50; 1,75; 2,-; 2,50; 2,80; 3,50; 4,-. Einsegnungshüte, neuestes Façon, mt. 1,50; 1,75; 2,-. Elegante Cylinder: Mt. 5, 6,-; 7,50; 10,-; 12,-. Kein Laden. H. Gabriel, Hut- Engros- Geschäft, Grüner Weg 112, a. d. Markusstraße. Läglich von ( Sonntags nur von 7-9 Uhr) findet Verkauf gek. Rindfleisch 25 v1. » Schweinefleisch, ftatt. Bfund 46132* à Pfund 40 pr. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof. M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Achtung! Metallarbeiter! Sämmtliche Arbeiter der Eisenmöbelfabrik von Carl Schulz, Hasenhaide Nr. 9, haben die Arbeit niedergelegt. Buzug ist fernzuhalten. Einen Silberschleifer auf große Sachen verlangt Rehrmann, Stall schreiberstr. 57. 3726 Glasschleifer auf MoraGläser verl 3746 A. Hummel, Blumenstr. 77. Schlafft. Fr.Sternberg, Hochmeisterstr.11. Rummelsburg. Junger Verein wünscht stimmbegabte Herren als Mitglieder( 1. u. 2. Tenor). Beitritt zum Sängerbund steht bevor. Uebungsstunden Mittwoch von 9-11 Uhr Kantstraße 36 bei Ritter. 264 20 Gehrock- Anzug, B elegant, große sehr schlanke Figur 380b Staligerstr. 44, Hof r. II, Züchtige und erfahrene Granitpolirer erhalten in Hamburg lohnende BeVerwerthung.[ 45069* fchäftigung. Adreffen sub H. Qu. 3353 Rath, Auskunft und befördert Rudolf Mosse, Hamburg. Konferenzen kostenfrei. Für die Geschäftsleitung: Wilh. Bock. Erste Referenzen im In- u. Auslande. Lehrmädchen und geübte, verl.[ 376b J. Schwandt, Neue Jakobstr. 6. Karton Arbeiterinnen, Achtung! Metallarbeiter! Achtung!) Palmsonntag, den 29. März, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstraße Nr. 27: Großes Vokal- und Instrumental- Konzert zum Besten des öffentlichen Unterstützungsfonds der Metallarbeiter, ( M. d. A.-S.-B.), sowie der Voltshumoristen Gebr. Zmogzin. 10 Mai 10 Zum Shelaf சச Freiwilliger Beitrag unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins der Metallarbeiter„ Osten" Maimarken und Nach dem Konzert: Grosser Ball. Serren, bie baran theilnehmen, Maikarten Karton) zahlen 30 Pfennige nach. Anfang 7 Uhr. Eröffnung 6 Uhr. Billets à 30 Pf. find bei allen Werkstatt- Vertrauensleuten und in den Bahlstellen zu haben. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 280/5 Das Komitee. J. A.: Richard Heinrich. ( Eintrittsin bekannter geschmackvoller Ausführung wie bisher liefert Conrad Müller, Schkeuditz- Leipzig. 46472 Achtung! Schuhmacher! Achtung! Sonntag, den 22. März 1896, vormittags 10 Uhr: Große Frankfurterstraße 117: Gr. öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und der Umgegend. arbuung: 1. Der Stand. Tages Ordnung: 1. Der Stand des Streits in den hiesigen 169/14 Schuhfabriken. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitations- Kommission der Schuhmacher Berlind. Mufter und Preislisten gratis. Achtung! Schraubendreher! Achtung! Belle- Alliance- Theater. Sonnabend: Resterverkauf. Belle- Allianceftraße 7-8. Morgen, Sonntag, den 22. März, nachm. 3 Uhr: Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. 3um ersten Male: Novität! Rothe Bettel. • Novität! Schwant in 4 Atten nach einem norwegischen Stoff von Richard Mark. Peterson, Bürgermeister Wilhelm Ruff.| Norbert, Redakteur, Leo Landeck a. G. Johanna, seine Frau Elise Hüftel. Stanislaus Wenzel. Ernst Peterson. Milly, feine Tochter Lotte Proepenow. Adelaide Adalbert Wolter, Seftor, Paul Hackel, .. Hedwig Jordan. als Gaft. Stumpe, Polizeidiener Charl. Cassmann. Beginn der Verloosung der Billets 2 Uhr. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Geschäften zu haben; diefe Voltsvorstellungen find öffentlich, so daß jeder Zutritt hat. 011 235 20 Einsegnungs- Anzüge in blan, schwarz, Cheviot-, Satin-, Kammgarn- etc. feinsten Stoffen v. 10-30 m. Streng reelle Bedienung, auch n. Maaß i. eleg. Ausf. a. Rottb. Thor, A. Wormann, Dresdenerstr. 2, aber 2. Staligerstraße. Herren- Hüte 75 Pf. Mustersachen. Vollständig fehlerfrei. Nur neueste Façons, extra prima Qualitäten, giebt zu enorm billigen Preisen ab Die Fabrik im Comptoir im Comptoir Grüner Weg 2, I, Reichenbergerstraße 166. im Comptoir Chauffeestraße 59, I., an der Nordd. Brauerei. Geöffnet bis abends 9, auch Sonntags. Fordert nur Lippentriller in allen Ausschanklokalen Berlins. 4627L* usstellung für Kochkunst, Volksernährung, Bäckerei, Conditorei und alle verwandten Gewerben vom 21.- 29. März Leipzigerstr. 4( alter Reichstag), vom 21.- 24. März Königgrägerstr. 132( fr. EisenbahnBetriebsamt). Eröffnung 21. März, vorm. 11 Uhr. 4630L* Täglich: Concert deutscher, schwedischer und ungarischer Kapellen. Eintrittspreis am Gröffnungstage 3,-, Sonntag und Montag 1,-. Vereinskarten( 30 Pf. Nachzahlung) sind von den verehrlichen Vereinsvorständen im Bureau, Leipzigerstr. 4, unentgeltlich entgegenzunehmen. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade Brünn, Am Stadtbahnhof ,, Börse“ Inventur- Ausverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Möbeltischlerei u. Lager compl. Wohnungseinrichtungen von den einfachten bis zu den elegantesten in jeder Preislage in solider Ausführung zu den billigsten Preisen empfiehlt 4594L* Julius Apelt, Tischlermeister, Skalizerstr. 6. Eigene Werkstatt im Hause. Achtung! Anzug- Valetotftoffe Sonntag, den 22. März, vorm. präz. 10 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: Große öffentliche Versammlung aller in Schrauben- Fabriken beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Beschlußfaffung über die Neunstunden- Bewegung. 2. Verschiedenes. NB. Es ist Pflicht aller in dieser Branche beschäftigten Personen, zu Brenner& Cie. erscheinen, um zu beweisen, daß wir gewillt sind, die zu stellenden Forderungen durchzuführen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet! Alte Jakobstr. 57/59. Jedes Maaß zu Engrospreisen. Friedrichsfelder Waarenhaus Jh. Theodor Stenger, Friedrichsfelde, Berliner- Strasse 100a. Großes Lager in Der Vertrauensmann: G. Eisenblätter, Eisenbahnstr. 33. Friedrichsberg- Rummelsburg! Montag, den 23. März, abends 8½ Uhr, 280/4 im Botale von Spizig, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 193: Oeffentliche Versammlung Herren- und Knaben- Garderobe, aller in der Textilindustrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen von Rummelsburg- Friedrichsberg, Stralau u. f. w. Hüten, Cravatten, Schirmen, Stöcken, Handschuhen, Trikotagen 4598L* und Wäsche. Spezialität: Arbeiter- Anzüge. GardinenReste ausreichend zu 2-4 Fenstern, spottbillig. Einen Bosten Portièren 3 Meter lang 1,40. Steppdecken mit fl. Fehlern, Wollatlas, 2 Meter lang, Handarbeit 4,75. 4652L* Waarenhaus A. Jost, Kottbuserdamm 5. Möbelgelegenheitskauf! Sehr wichtig für Brautleute. Neelle gute Arbeit, sehr billig. Spinden, Vertikow 55 M., französ. Muschelbett ftellen pl. 45 M., Gäulentrumeaux 65 Mr. Mod. Muschel- Kücheneinrichtung 50 M. Spiegelspind, kompl. Bettstelle 30 M. Sopha 36 M. Bilder zur Einrichtung gratis. Dresdenerstr. 63, I, Berlin. Filz- und Seidenhüte billigste Quelle Berlins eigenes Fabrikat, daher billiger wie beim Zwischenhändler. Fabrit: Schillingstr. 35, part. Möbel- Ausverkauf, passendste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem größten Möbelspeicher, Neue König- Straße 59, sollen zirta 200 Wohnungs- Einrichtungen, verliehen ge= wefene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise schleunigst verkauft werden. Besonders zu empfehlen ist der große Borrath verliehen gewefener Möbel, welche fast neu sind und zum halben Preise abgegeben werden. Durch sehr große, billige Gelegenheitseinkäufe ist es mir möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, 300 r. abzugeben. Ebenfalls hochfeine, herrschaftliche Einrichtungen von 500 bis 5000 M. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung, Kleiderspind 12 Mt., Komoden, Küchen= spind 12, Stühle 2 Mt., Nußbaum- Kleiderspinde, Vertitows 30 Mt., Muschelspinden 35, Bettstellen mit Matratzen 18 M., Sophas 18, Säulenspind, Kleiderspind, hochelegant 56, Trumeaux mit Säulen und Krystallglas 60, Cylinderbureaur, Herrenschreibtische, Damenschreibtische, Schreibsekretär 30, Plüschgarni turen 60 Mr., Pianinos, Baneelsophas 75 mr. Bücherfpinden, Frifirtoiletten, Chaiselongues, Salon- Garnituren, Portieren, Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mr. Vollständig ausgestattete und detorirte Salons, Spelfestmmer und engliſche Schlafzimmer flets zur Ansicht. Empfehle allen Herrschaften, vor Einkauf von Möbeln mein entschieden größtes und billigstes Möbellager zu besichtigen und von den staunend billigen, aber festen Tar preifen zu überzeugen. Gefaufte Möbel fönnen Monate toftenfret auf meinem Aufbewahrungs. speicher lagern, werden durch eigene Gespanne 42452* transportirt auch nach außerhalb.[ 4581L* Kaufen Sie nur echte Branntwein. alten Nordhäuser, Cognak, Rum, Arrak 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26 Kleinverkauf von 10 Bf. ab. E Hut- Engros- Geschäft Alvin Sussmann, Holzmarktstrasse Nr. 38. Grösste Auswahl der Hutbranche. Neueste steife Form ,, Elegant", prima Qualität 2,40, 2,80 Mart. Großes Sortiment weicher und steifer Schneidiger Herrenhüte von 1,75, 2,00, 2,40, 2,75 Mark. 44752* Konfirmanden- Hüte, weich oder steif, von 1,00 M. an, bis 2,50 M. Hodeleganter Cylinderhut ,, Chic" 7,50 Mart. Sonntags von 7-10 und von 12-2 Uhr geöffnet. Tages- Ordnung: 1. Der Kampf ums Dasein und die Mittel zur Erleichterung deffelben. Referent: Reichstags- Abgeordneter Friedrich Harm( Elberfeld). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. NB. Arbeiter und Arbeiterinnen auch anderer Berufe sind zu dieser 197/11 Versammlung eingeladen. Große Berliner Schneider- Akademie Berlin C., Rothes Schloß nur Nr. 1. Geit 1880 in denselben Räumen. Größte und besuchteste Fachschule, garantirt gründlichste theoretische und besonders praktische Ausbildung in der Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Neue Kurse am 1. und 15. jeden Monats. Unentgeltlicher Stellennachweis. Prospekte gratis. Lehrbücher zum Selbstunterricht. Man beachte genau unsere Firma u. Hauseingang: nur Nr. 1. Die Direktion( früher Ruhn). 4138L* Einsegnungs- Anzüge in blau u. schwarz Kammgarn u. Cheviot zu sehr billigen, aber festen Preisen Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139. Feste Preise. Spezialität: Anfertigung nach Maass. Zum rothen Cylinderhut! Hüte mit ArbeiterKontrollmarke. Grosse Auswahl in [ 46422* Schirmen und Strohhüten. An den Fingern abzuzählen ist der Vortheil, den man beim Einkauf aus erster Hand hat! W. Zapel, Skalitzerstr.131 neben Frister& Rossmann. Waldemarstr. 44 parterre rechts im Comtoir, zwischen Elisabethufer und Adalbertstraße ist die billigste Bezugsquelle für Herrenund Knaben- Filzhüte. Knabenhüte von 1,- M. an Herrenhüte 1,50 " Cylinderhüte 4, " Einsegnungshüte ,, 1,25 Nur moderne fehlerfreie Waare. Größte Auswahl! Kein Laden! Auch Sonntags geöffnet. Einzelverkauf zu Engrospreisen. Wegen Liquidation "" "" " " des hiesigen Lagers der Export- Compagnie für deutschen Cognac verkaufe ich die Vorräthe zu erheblich ermäß. Preisen und mache besonders auf die vorzügl. abgel. Cognacs in mittleren und besseren Marken à M. 1,40, 1,60, 1,80, 2,00, 2,25 per Liter oder 1/1 Fl. 45792* aufmerksam. Siegfr. Zickel, Berlin SO., Brückenftr. 10a. Nordhäuser Grünau. Garten Grünau, Liter- Flasche 80 Pf., 90 Pf., 1 Mark mit Fl., Korn( verschied. gemischt) Str. 45 Pf. ohne Fl., Liköre, Cognac, Rum, Ungarieine 2c. 33b Carl Schindler, Chausseestr. 55. DOO Gastwirthschaft von Grünau Gustav Lindenhayn, Friedrichstraße 2. Kegelbahn Kleiner Saal mit Piano. Verkehrslokal des Arbeiter- Bildungsund Arbeiter- Gesang- Vereins. Grünau. Altes Schützenhaus, Linienstraße 5, Sale 560 Personen fassend. Neu eröffnet: Naturgarten, Sizplätze für 300 Personen fassend. Sonnabende im April, Mai, Juni, Juli zc. noch frei. 325b Deutscher Holzarbeiter- Verband. 13entralverein der Bildhauer. Westen und Südwesten. Sonntag, den 22. März, vormittags 10 Uhr, unsere Mitglieder bei Zubeil, Lindenstraße 106: Bezirks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Was lehrt uns der letzte Streit? 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl der Werkstatt- Kontrollkommission. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zur Beachtung der Beitragsammler! 276/5 Sonntag, den 22. März, vormittags 10% Uhr: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 2 große öffentliche Versammlungen der Holz- u. Bretterträger der Holzbildhauer Felix Peisert, Berlin, und der Steinbildhauer Paul Steiger, Potsdam, verstorben sind. Die Beerdigung des ersteren findet Sountag nachmittags 14 Uhr auf dem Begräbnißplaz der St. Pius- Gemeinde in Wilhelmsberg statt, die des Die Marken- und Bücherausgabe besorgt von heute ab der Roll. Steiger auf dem Begräbniß2. Bevollmächtigte H. Kunze, Reichenbergerstr. 50, 1 Tr. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag Abend 8 Uhr, im Saale des Märkischen Hofes", Admiralstraße Nr. 18c; Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Beseitigung des Privateigenthnms." Referent: Genosse B. Pörsch. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Kollegen, welche Beiträgen reftiren, werden ersucht, dieAbend Zahlstellen zu Billets zur play in Pots da m, hinterm Bahnhof. Um rege Betheiligung ersucht 22/16 Der Vorstand. sowie sämmtlicher Bretterschneider Berlins u. Umg. in Nieft's Festsälen, Weberstraße 17, und in Meier's Festsälen, Müllerstraße 7. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: 3wed und Ziele unserer Organisation".( Die Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Es in Pflicht eines jeden Kollegen, in diesen zwei Allg. Kranken- u. Sterbekasse öffentlichen Versammlungen Mann für Mann zahlreich und der Metallarbeiter. ( E. H. 29, Hamburg.) ( Filiale Berlin VI.) Montag, d. 23. März, abends 81/2 Uhr, Ackerstr. 123 b. Marten( Gartensaal) Außerordentliche pünktlich zu erscheinen. 84/14 Der Einberufer. Achtung! Bilderrahmenmacher! Achtung! Sonntag, den 22. d. M., vormittags 10 Uhr: felben heute when in ben Japiſteden su begleichen es iranie Mitglieder Bersammlung. Große öffentliche Versammlung 60 Pf. find daselbst zu haben. 148/5 Der Vorstand. Möbelpolirer. Nachstehende Werkstellen sind von den Kollegen streng zu meiden: Mathuse, Admiralstr. 18. Jänicke( Brit), Bürgerstr. 16. Unfran, Brunnenstraße 98. D. Krüger u. Comp., Eisenbahnstr. 36b. Fischer, Forsterstr. 4. Salzmann, Frankfurter Allee 143. Bolle, Gerichtstr. 72. Herford, Heinersdorfer Weg 3. Gerstenkorn, Grüner Weg 105. Werner, Langestraße 91. Onigan, Maibach- Ufer 3. Jlgen( Weißensee), Prenzlauer Allee 12. P. ( Weißensee), Charlottenburgerstr. 81. Rösener, Weinstr. 6. Berendt, WienerTages- Ordnung: Wahl der Delegirten zur GeneralVersammlung. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 119/7 Die Ortsverwaltung. NB. Die Wohnung des Bevollmächt. Emil Schmittau befindet sich v. 1. April Emil Schmittau befindet sich v. 1. April Usedomstr. 32, Portal 2 v. III Tr. Allg. Kranken- u. Sterbekasse aller in der Bilderrahmen- Branche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen bei Sauermann, Adalbertstr. 8. ( Referent und Tages Ordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben.) Pünktliches Erscheinen aller ist unbedingt nothwendig. 44/7 Der Einberufer. Stellmacher. der Metallarbeiter. Sonntag, den 22. März, vorm. 10 Uhr, im Lokale von Noack, Brunnenstr. 16: Mitglieder- Bersammlung Große öffentliche Versammlung. Syan, Zwischenmeiſter Nürnberg, Rüdersdorferstr. 26 u. 47. Baumgart, ſtraße 31. Kienow, Wollinerstr. 27a. Görschner, Wienerstr. 44. Seibel, Wienerstr. 57a. Anders, Königsbergerstr. 29. Tirolf, Langestraße 35.( E. H. 29 Hamburg, Filiale Berlin 9.) Schneider, Reichenbergerstr. 125. Freienstein( Weißensee), Königs- Chaussee Nr. 65. Frifter u. Roßmann, Staligerstr. 134/35. Lucat u. Weißelberg, Cuvryftr. 46. Schoy, Mariannenstr. 31/32. Laborent( Rigdorf), Knesebeckftraße. Kollegen! Von obigen 27 Werkstellen sind nur einige ernst zu nehmen, denn die Mehrzahl find so klein, daß die Arbeit von den Meistern und Lehrlingen gemacht wird, also gar keinen Polirer brauchen, nur bei einigen, und zwar den letzten drei Firmen haben sich Streitbrecher gefunden, die wohl die Fabrikanten trohig, aber nicht lieferungsfähig machen können. 3wölf Streifende find noch zu unterstüßen, also vergeßt den Streitfonds nicht. 148/6 Die Kommission. Metallarbeiter! Sonntag, den 22. März, vorm. 10 Uhr, am 22. März, vorm. 10 Uhr, in der Kronenbrauerei( oberer Saal), AltMoabit 43/45. Tages- Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Neuwahl des Vertrauensarztes. 3. Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. 4. Verschiedenes. 119/6 Die Ortsverwaltung. Ortskrankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin. Der Erlaß des Herrn Oberpräsi im ,, Feen- Palast", Burg- und Wolfgangstraßen- Ede: denten vom 7. August 1895 betreffend Deffentliche Bersammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes. 2. Neuwahl der Vertrauensmänner. 3. Die Lohnbewegung der Klempner. Die Kollegen werden um zahlreiches u. pünktl. Erscheinen ersucht. Achtung, Klempner! Die Forderungen sind noch von folgenden Firmen bewilligt worden: Steinborn, Chauffeestr. 18; Kächler, Raiserstr. 46; Jahn, Brunnenstr. 181; R. Schweigler, Kurfürstenstr. 15; H. Hundt, Markusstraße 22; Scheithauer, Schöneberg; Biskowsky, Groß- Lichterfelde; Weitzmann& Cie., Blumenthal ftraße 8; Schäfer Nachf., Dresdenerstr. 97; Gebr. Mechnig, Alexandrinenstraße; Schmidt, Brinzessinnenstr. 15. die Herabsehung der Krankenunterftüßungsdauer auf 18 Wochen und des Sterbegeldes auf den zwanzigfachen Betrag des durchschnittlichen Tagelohnes( siehe V. Nachtrag) ist unterm 17. März d. Js.( J.-Nr. D. P. 4014) wieder aufgehoben worden. Es tritt somit der III. Nachtrag und in betreff des Sterbegeldes§ 18 des Statuts wieder in Kraft. Berlin, den 19. März 1896. Der Vorstand. Hans Zeyssig. H. Steinfeldt. 381b Genossenschafts- Buchdruckerei in Solingen. 1. Vortrag. 2ages Ordnung: 2. Berichterstattung über die Lage des Streits. 3. Verschiedenes. Um reges und pünktliches Erscheinen ersucht 159/16 Die Lohnkommission. J. A.: Friedr. Michels, Sebastianstr. 1, v. 4 Tr. Lackirer!!! Sonntag, den 22. März cr., vorm. 9 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstrasse 27c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Bericht der Lohnkommission über den Stand des Streits und weitere Maßnahmen zu demselben. Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist durchaus nothwendig. Die Lohukommission. J. B.: B. Semisch. Allgemeine Orts- Krankenkasse gewerbl. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Da die am 8. Dezember v. J. stattgehabten Delegirtenwahlen in der I., III. und IV. Abtheilung infolge von eingereichten Proteften wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten von der Aufsichtsbehörde für diese drei Abtheilungen für ungiltig erklärt worden sind, so muß am Sonntag, den 29. März d. J., vormittags 9 Uhr, eine Neuwahl stattfinden. Die Mitglieder dieser Abtheilungen werden daher ergebenst ersucht, 1. der Abtheilung I, alle im Südosten und Süden Beschäftigten, im Lokal von Henke, Naunynstraße 27, sich zur Wahl von 68 Delegirten einzufinden; 2. in der Abtheilung III, alle im Norden und Nordwesten Beschäftigten, im Lokal von Schröder, Müllerstraße 178, zur Wahl von 58 Delegirten; Insgesammt haben 66 Werkstätten mit 937 Arbeitern bewilligt. In folgenden Werkstätten befinden sich die Kollegen im Ausstand: F. F. A. Schulze, Fehrbellinerstraße. Lautenschläger, Oranienburger( Eingetr. Gen. mit beschr. Haftpflicht) 3. in der Abtheilung IV, alle im Osten und Nordosten Beschäftigten, straße 54. Kersten Nachf., GSimeonstr. 13. Aktiengesellschaft vorm. Butzke, im Lokal von Haase( Rönigsbank), Große Frankfurterstraße Ritterstraße. 0. Vogel, Andreasstr. 32. Vogt& Uerpmann, Tempelhofer Ufer 28. Nr. 117, zur Wahl von 50 Delegirten einzufinden. Isidor Schwarz, Zinienstr. 154a. Heise, Kleine Rosenthalerstr. 10. Saeger, Sonntag, den 29. März 1896, Die Herren Arbeitgeber und die Mitglieder aus den Abtheilungen II Koppenſtr. 81. Simonsen, Neue Steinmeistr 2. C. Vogler, Prinzessinnenstr. 5. nachm. 6 Uhr, im Lokale des Wirthes und V wählen nicht. Blau, Linienstr. 177. Schultz& Kupczyk, Wilhelmstr. 48. Müller, Münche- Herrn Karl Ern zu Solingen( Wehr- Für diese Eintheilung sind die Bezirke der Reichspoft(§ 49 des Statuts) bergerstr. 33. Labs, Amalienftr. 17. E. Heinicke, Röpnickerstr. 98a. Müseler, wolf): General Versammlung. maßgebend. Alexandrinenftr. 103. Schulz, Blumenstraße 74. Harting, Stallschreiberstr. 9. Tagesordnung: 1. Erklärung über die Die Wahl ist geheim. Abgabe der Stimmzettel daher von 9 bis 1 Uhr. Clemens, Gleimstr. 18. Sohn, Rigdorf, Richard- Play 11. Kunitz, Mariannen- stattgefundene amtliche Revision. 2. Ge- Die Stimmzettel dürfen nicht mehr Namen enthalten, als oben die Zahl für Play 12. Bock, Rastanien- Allee 36. Gustav Schwarz, Linienstraße 154a. schäftsbericht. Vorlage der Bilanz pro die einzelnen Abtheilungen angegeben ist; ferner müssen die Stimmzettel entSchulz, Aderstr. 114. Wendt, Thurmstraße 84. Gebr. Koppe, Reichenberger- 1895. 3. Beschlußfaffung über die Verhalten: Vor- und Zunamen, die Wohnung, die Buchnummer und den straße 47. Kosse, Lügowoftr. 44. Alschäfsky, Alexandrinenstr. 23. Textor, wendung des Geschäftsgewinns. 4. An- Betriebsort der zu wählenden. Stimmzettel, welche obige Angaben nicht Landsberger- Allee 50. Quandt, Jüdenstr. 30. träge. 5. Anträge: a) Ausschluß von enthalten, sind ungiltig. Mitgliedern; b) Aenderung der Um 1 Uhr wird der Wahlakt geschlossen und die Ermittelung des Sagungen; 6. Stellungnahme zur pro- Wahlresultats beginnt. jeftirten Uebernahme der Bergischen Wahlberechtigt und wählbar sind männliche und weibliche Mitglieder, Arbeiterstimme". [ 65b welche großjährig( 21 Jahre) und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Der Aufsichtsrath. Das Legitimationsbuch ist am Eingang des Wahllokals und bei Abgabe des Stimmzettels vorzuzeigen. 14 Insgesammt 80 Werkstätten mit 291 Kollegen. Buzug ist fernzuhalten. Das Streikburean befindet fidh Annenstr. 16 und ist geöffnet von früh 9 Uhr bis nachmittags 5 Uhr. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstraße 44. Derband aller 28016 der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Am Dienstag, den 24. März 1896, abends 8½ Uhr, Branchen- Versammlung Der Former 1. Giessereiarbeiter im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Tages- Ordnung: 1. Bericht über die eingelaufenen Fragebogen und wie stellen sich die Kollegen dazu? 2. Bericht über die Erfolge in verschiedenen Metallgießereien. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten u. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht aller Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. 122/17 Achtung! Töpfer! Adhtung! Dienstag, den 24. März, abends 6 Uhr: Große öffentliche Bersammlung in Fey's Lokal, Brunnenstraße Nr. 184. Tages- Ordnung: Die Einigung der Kollegen Berlins. Wir bitten, für den Besuch dieser Versammlung recht rege agitiren zu wollen. Die Kommission. Stimmeneinheit wird selten in dem Maße erzielt, als in dem Urtheil über die gute Wirksamkeit des OpalFleckenwassers. Opal Fleckenwaffer nimmt jeden Fleck und schädigt selbst bie zartesten Gewebe in feiner Weise; es ist weder giftig noch feuergefährlich und nach einstimmigem Urtheil aller Konsumenten das beste und billigste Fleckenreinigungsmittel der Welt. Benzin dagegen hinterläßt Ränder, riecht unangenehm und ist feuergefährlich. Preis 30, 50 und 90 Pf. Erhältlich in Drogenhandlungen. Paster's Fettsäle Neue Königstr. 7. Die Herren Arbeitgeber und Betriebsunternehmer werden dringend ersucht, den Mitgliedern ihre Legitimationsbücher zum Zweck der Wahl auszuhändigen. Berlin, den 16. März 1896. Der Vorstand. R. Haeger. 264/19 Achtung, Glasarbeiter! im Montag, den 23. März, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Saale des Englischen Gartens, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Berliner Glasarbeiter zur Forderung eines einheit lichen Lohntarifs? 2. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 3. Gründung einer Filiale der Hilfskasse in Meißen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 3796 Der Einberufer. Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend! Sonntag, den 22. März, vormittags 10 Uhr, Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c1 Gr. öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Vortrag des Genossen Kessler über Nußen der Mein Saal mit Nebenräumen noch Abkürzung der Arbeitszeit". 3. Verschiedenes. 207/3 einige Sonnabende zu vergeben.[ 4269L* Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Fidicinstr. 38. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. [ 193/10]