BERLIN Donnerstag 27. Mrz 1930 10 Pf. Tit. i 46 B 73 47. Jahrgang tSgltch aoßer Soaatng«. Zugleich Sbnldaorgad« des.BonrSrtt' Bepigsvret« beide Ausgaben«öPf. rrv Woche. S-MM. vre Aon«. Redaktion und Lroedinoni BerlioSWvs.Llndeoßr.» SfuUatiigaße xlei laickgenytet«: Dt« etnivalttge NsneareMettil« « Pf.. Reklameieile 6*' Zn der Darteisührcrbesprechuog wollte sich keine der Parteien aus diesen Vorschlag sestlcgen. mit dem sich dos Kabinett zur Stunde beschäftigt. Das Kabinett wird sich entscheiden, ob e» aus dem Boden dieses Vermittlungsvorschlages treten will, gegen den bei den Sozialdemotroten und ganz besonder» auch bei den Ge- wcrkschaste« noch immer schwere Bedenken bestehen. Tos Rabinctt fast etwa eine Stund«. TaS Ergeb ni» ist falgendes: Do� Kabinett bedauert, das» sieh die Parteie»» nicht auf den Boden der Ztegie- rungsvor.lagen stellen wollen. Sollten sich je« doch die Parteien auf den Bermittlungsvorschlag Brüning einigen» so würde das Kabinett keine Schwierigkeiten macheu. Roch Beendigung der Kabinettssihung sollen die Fraktionen zusammentreten. Die sozialdemokratische Fraktion, die aus 1 Uhr einberufen war. ist auf>13 Uhr vertagt worden. Artikel 48. Die verfassungsrechtlichen VorauSsehungen für seine Anwendung. In der Presie nwr In den letzten Tagen viel davon die Rede, da» die Schwierigkeiten der Finanzl�sarm mit Hiife des Artikels tb de? Reichsverfassung behoben werden sollen. Freilich hat kein einziges der Blätter, die mit diesem Gedanken spiellen, den eni- sprechenden Artikel zitiert. Er lautet in seinen entscheidenden Ab- sötzen wie soigi� Wenn ein Land die ihm nach der Reichsverfassung oder den Reichsgesetzen obliegenden Pflichten nicht ersüllt. kann der Reichs- Präsident es dazu mit Hilse der bcwaffneien Macht anhalten. Der Reichspräsident kann, rnenu im Deutschen Reich die Ssfentlichc Sicherheil und Ordnung erheblich gestört oder gefährdet wird, die zur Wiederherstellung der öfseotlicheu Sicherheit und Ordnung nötigen Matznahmen trefseo, ersorderlichensalls mit Hilfe der bewaffneten Macht eluschreilen. Zu diesem Zwecke darf er vorüberoehend die in deu A'llkeln 114. 115, 117. 118, 123. 124 und 153 festgesetzten Grundrechte ganz oder zum Dell arher Kraft setzen. von allen gemäß Abs. 1 oder Abs. 2 diese» Artikel? getrofse- neu Maßnahmen hat der R-ichepräsidenl unverzüglich dem Reichstag Kenntnis zu geben. Die Maßnahmen sind aus ver- langen de» Reichstags außer Kraft zu seh-li. »ei Gefahr im Verzuge kann die Landesregierung für ihr Gebiet eiirftweilige Mahnahmen der in Abs. 2 bezeichneten Art treffen. Die Maßnahmen sind auf Verlangen des Rcichspräsi- deuten oder des R-ichsiags auher Kraft zu setzen. Da, Nähere bestimmt ein Reichsgeietz. Das Reichsgejetz zur Ausführung des Art. 48 ist betamMch Weimar. 27. März.(Eigenbericht.) Auf das Schreiben des Reichsinnenminifters vom 21. März gab heute der Borsitzende des Stoatsministermms Baum bei Beginn der Landtagssitzung den Warllam der Antwort bekannt, die von der dhüringifchen Regierung dem Reichsinnenminister gegeben wurde. Dies« Antwort lautet: „Das Thüringische Staatsmimstcrium lehnt es ab, die un- fruchtbare Erörterung über den bisherigen formalen Verlauf der Angelegenheit fortzusetzen, da es sonst genötigt roärc, an Ihrem ersten Schreiben von» 17. Februar, da, den Anstoß zu ollein weiteren gab. die gleiche belehrende Kritik zu Üben. Wir bestrektcn miederholt dem Herrn Reichsminister das Recht, aus dem gegebenen Anlaß Ueberweifungen aus irgcitdmelchen Iondsmittcln einzustellen und zum Nachterl Thüringens anderweit darüber zu verfügen. Zugleich bitten wir um Aufklärung, was Sie damit sagen rnallen. daß die Ueberweisnng von Mitteln des nächsten Etotsjahres von der„weiteren politischen Entwicklung" abhängt. Zu der Frage der Weitergcwährung des Reichs- Zuschusses für Polizeizwecke an das Land Thüringen be- merken wir: Dem Reich steht zwar auf Grund der Ziffer l. 7 der mit den Ländern vereinbarten Grundsätze für die Gewährung eines Reichszuichusies für polizeilichc Zwecke das Recht zu, in b c f o n- deren Fällen, in denen außergewöhnliche Vorwürfe gegen die Schutzpolizei eines Landes erhoben werden, Auskunft zu verlangen. nach vorheriger Zustimmung der Landeszentralbehörd« einen Beauftragten abzuordnen, der den vom Lande anzustellenden Untersuchungen beiwohnt. Wir können ober unsere Verwunderung darüber nicht ver» hohlen, daß der Herr Reichsinnenminister überhaupt uns nicht dir Tatsachen bezeichnet hat. Über die er Auskunst verlangen zu können glaubt, sondern ohne Angabe von Gründen für die Unter- suchung einen Beauftragten hierher entsenden will. Das ist ein Berfaliren, das die„Grundsätze" nicht vorsehen und das zweifellos nicht im Sinne der Vereinbarung des Reiches mit den Landern liegt. Gegen diese willkürliche und durch nichts begründete Verletzung der Vereinbarungen mit den Ländern legen wir feierlichst Ber» Währung ein. Glaubt der Herr Reichsim»cnmin>st«r. außergewöhnlich« Borwürfe gegen die Schutzpolizei eines La»«des erheb«» zu könn«n. so muß er diese»ormütse zunächst angeben und Auskunft verlangen. Die thüringische staatliche Polizei hat nichts zu verbergen und eine Untersuchung»licht zu scheuen. Ge könnte ihr also mit Ruhe. entgegensehen. Aber unter den vorliegen- den Umständen müsien»vir in Rücksicht aus die Ehre und Wurde des Landes unser« Zustimmung dazu versagen, bis der Herr Reichs-- innenminister die Tatsachen näher bezeichnet, die seiner AuffasiuiK| nach eine Untersuchung notioendig NKichen." Aus diese weinerlich-dreiste Erklärung der Fvick-Regierung in Thüringen wird zwetsellos eine sehr eilrdeutige Antwort gegeben werden. Wir können uns nicht denken, daß der Reichsminister des Jnrrcrn durch das Gerede irgendwie zu einer Aenderung seiner Meiirung oder gar zur Ueberwetsung der Polizeizuschüss« bewoge»« »»erden könnte. Zumal bekannt ist, daß auch Severing„fruchtlose' Erörterungen" nicht liefet leider noch nicht geschaffen. Aus dem Wortlaut des Artikels ergibt sich jedoch klar und deutlich, daß man ihn unter den gegenwärtigen Umständen gar nicht anwenden kann, ohne der Verfassung Gewalt anzutun. Pon einer Gesährdung oder Störung der Sicherheit und Ordnung ist ringsum nicht die geringste Spur. Die Artikel der Ver- foflung, die durch den Artikel 48 außer Kraft gesetzt»verden können, betreffen die Freiheit der Perjon, der Wohnung, das Briefgeheim- nis, die freie Meinungsälißerung usw. Daraus ergibt sich klar, daß der Artikel. 48 zwar der Wiederherstellung der Staatsautorität i n Zeiten von Unruhen, aber niemals der bloßen Ueberwindung parlamentarischer Schwierigkeiten dienen soll. So ist auch der Artikel 48 im Jahre ISIS Smal, 1S20 22mal. 1981 12mal. 1922«mal. 1923 38mal. 1924 18mal. aber 1925 nur einmal»md seitdem überhaupt nicht wieder zur Amvendung gelangt. Nach der Periode der Putsche, der Alifstände und der Iirflation hatte eben der Artikel 48 sein Recht verloren. Der Reichspräsident hat iwn den Maßnahmen, die er auf Grund des Artikels 48 trifft, unverzüglich dem Reichstag Kenntnis zu geben und auf besten Beriangcn die Maßnahmen außer Kraft zu fetzen. Mit dieser Bestimmung würde es sich nicht vertragen, wenn der Reichstag zu dem Au>eck aufgelöst werden sollte, dem Wallen des Artikel 48 Raum zu schaffen. Selbstverständlich müßten, wenn man nicht ettva zum vollendeten Verfassungsbruch übergeizen wallt«, nach der Auflösung des Reichstags, spätestens am sechzigsten Tage, Neuwahlen stallfiirden. Diese Wahlen würden unter solchen Umständen vorgenommen werden, daß dann wirklich ein« erhebliche Störung oder Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu befürchten wäre. Dem nelrgewählten Reichstag wären die inzwischen getroffenen Maßnahmen zur Ge- nehmigung vorzulegen. Wie aber, wenn er di« Genehmigung versagt? Abgesehen von all dem stehen die Dinge vorläufig so, daß die Vorlagen der Regierung in erster Lesung vorschriftsmäßig dürch den Reichstag gegangen und vom Rcichsrat durchberaten worden sind. Eine Weigerung des Reichstags, die Beratung wciter zu fördern, liegt nicht vor. Ein« Gewißheit oder auch nur Wahr- fcheintichkeit, daß di« Regierungsvorlage im Reichstagsplenum schelten» würde, ist nicht gegeben. Unter solchen Umständen mit dem Gedanken einer Anwendung des Artikels 48 zu spielen, ist! geradezu eine Frivolität Eine verspätete Erledig», i«g der Finanzreform bedeutet für das- Reich einen Einnahmcaus-foll. Diesen Einnahrneanssall nach Mög» Ilchfeit zn vermeiden oder ihn auf ein Mindestmaß zu verri»«gerit sollen sich Regierung und Parteien ernstlich bemühen. Die Sozial-, denwtratie ist zu diesem Zweck zu jeder Hilf« bereit. Aber der Schaden, der aus einer verfostungsrechtlich nicht vertretbaren An-- Wendung des Artikels 48 droht,»st nicht mir ideell, sondern auch materiell unvergleichlich größer als der drohende Einnahmeousfall. Man sollte also aufhören,»wm Artikel 48 zu reden, wenigstens solange, als nicht alle Möglichkeiten einer parlamentarischen Er» ledigimg erschöpft sind. Ganz Frankreich einig. ?tor Marin und die Kommunisten gegen �oung-plan. Paris. 27. März.(Eigenbericht.) Am heutigen Vormittag beginnt in der Kammer di« Ponng-Drbatte. Alle Kammerfraktione» haben stch f ü r die Ratifizierung ausgesprochen. Eine Ausnahme bildet neben den Kommunisten die Gruppe Marin. die ihren Mitgliedern freie Hand gelassen hat. Konferenz wegen der Grunöstücksgeschäste. Morgen nachmittag wird in einer tommunalpalitische» Pressekonferenz Stadtrat Reuter eingehend über Art urf» Umfang der von der BVG. seinerzelt getätigten Grunfestücksköuf« Bericht erstatten. Es ist anzunehmen, daß er dabei auch auf die bisherigen Ergebnisie der sowohl vom Aiifsichtsrat der BVG. w-e auch vom Magistrat angestellten Untersuchungen zu sprechen kommen wird. Dadurch wird di« Oeffentlichteit ein richtiges Bild von den abgeschlossenen Geschäften erhallen und die zum Teil völlig falschen und irreführenden Meldungen der Sensationspresse weiden richtig- gestellt roerden körmen. Es ist mich iricht ausgeschlossen, daß schon in der heutigen Stadtverordnetenversammlung Bürgermeister Scholtz eine Erklärung zu den in der Presse erhoben«« Angriffen abgeben wird. Stalin beschwert sich. Ueber den Bayern Held München. 27. März. Der„bayerische Kurier" meldet aus Beriin. daß sich in« bawjetregierung amtlich beim Auswärtigen Amt wegen der Äefeiligung des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held an der Protestkundgebung der München er Äathchiten gegen die russischen Religionsverfolgungen beschwert habe. Sie begründe ihre Leschwende damit, daß Dr. Held gleichzeitig Staats- ob'srhaupt sei und sein Verhalten deshalb eine Einmischung in die innere Politik eines in Deutschland diplomatisch vertretenen Landes darstelle. Das Auswärtige Amt habe diese Beschwerde der russischen Regierung an die bayerische Regierung weitergeleitet und dem bayerischen Ministerpräsidenten nahegelegt, eine Erklärung des Inhalts abzugeben, er habe an der Münchener Kundgebung nicht in seiner amtlichen Eigenschast als Ministerpräsident teilgenommen. Zu dieser Meldung bemerkt der„Bayerische Kurier" u. a.: Dos Verhalten des Auswärtigen Amtes furdere zum schärfsten Widerspruch heraus. Es offenbare«ine erstaunliche Nack)» g i o b i g k e i t gegenüber der bolschewistischen Regierung, die sich Tag für Tag auf dein lim weg über die Komintern und die deutsche» .Kommunisten in der skandalösesten Weise in d'e innerpoli- tischen Verhältnisse Deutschlands einmische. Das Verhalten des Auswärtigen Amtes zeige, daß man offenbar die bisherige Politik unverständlicher Duldung nicht aufgeben wolle. Hungerkatastrophe droht! Auffische Frühjahrsaussaat völlig ungenügead. S a w n o. 27. März. Vach Moskauer ZUeldnirgen wird in einer Erklärung der Sowjetregierung aus die bisher völlig uugenügeude Jiuauzle- rvng der Frühjahrsaussaat bei den kollektiowirtschaslen sowohl als auch bei den individuellen Bauernbetrieben hingewiejeu. Es heißt. die Ariihjahrsaussaal drohe vollkommen ungenügend durchgeführt zu werden. Prozeß im Kleinstaat. tfrst im Schloß, dann in der Turnhalle. Schönberg bei Lübeck. 27. März. In der Turn ha tse der neuen Schule in dem Städtchen Schönbcrg, dem Lxmptort der Strelitzschen Exklave bei Lübeck, zu der auch dos Dorf Palingen gehört, wurde am Donnerstag sie Verhandlung m dem neuen Iakubowfki.Prozeß fortgesetzt. Man hatte dies an Ort, wo auch die mit dem Todes- urteil endende erste Verhandlung stattgefunden hatte, aus dem Grunde gewählt, weil hier und in der Umgegend die meisten Zeugen awhiren. In der großen Turnhalle ist auch sür die zahlreichen Zu- körcr reichlich Platz. Die Aussagen der Zeugen ergaben nicht viel Veues. Der Armenpsleger M e n t e n, der die Familie Rogens be- traute, hekundet, daß Frau Rogens eine schlechte Haushälterin ge. -riefen sei. Deshalb habe man ihr die Unterstützungen zum größten Teil in Naturalien gewährt. Sie habe sich immer dagegen gemehrt und schließlich auf die Unterstützungen verzichtet-.Auf den Einwand des Oberstaatsanwalts, das lling« doch sehr hart, kann der Zeuge keine rechte Antwort geben. Nach Anficht dieses Zeugen hat August Ro- g c n s viel herumgelungert und wenig gearbeitet. Ueber den Paul Kreutzfeld erzählt der Zeuge, einmal hätten die Kinder Rogens ihn geholt und gesagt, die Kreutzfelds wollten ihre Mutter verhauen. Der Zeuge ist daraus.zum Heide- taten gegangen und hat Paul Kreutzfeld zur Rede gestellt. Der erwiderte, er könne sich doch nicht olles gefallen losten, Frau Rogens habe ihm einen Eimer Waffe r über den Kops gegossen. Der Olierstaatsanwalt fragt dazu: Hielten Sie Frau Köhler tatsächlich iiir bedroht? Nach unserem Eindruck tonnten Sic doch den Paul Kreutzfeld in die Tasche stecken.(Heiterkeit.) Der Zeuge erwidert darauf, sie konnle ihn wohl auch handhaben. An ihre Eltern, die alten Trcumann, hat Frau Kahler«lien Brief geschrieben, in welchem sie das verschwinden des kleine» Ewald»ck�eilt. In einem späteren Brief spricht sie die Vermutung aus, der Ruffe habe das Kinld mngebracht. R.-A. Di", Brandt fragt Frau Kahler: Wollten Sie etwa auf eine falsche Spur lenken? Frau Köhler erwidert: Ich wollte, daß Jakubowsli alles sagte. Ich wollte, daß olles rauskam. Die Zeugin Frau M e t t kennt Iokubowski sehr genau, da er wie ein Kind in ihrem Hause verkehrte. Hier hat Iokubowski nach dem Tode seiner ersten Freundin, der Ida Rogens, erzählt, er wolle oder solle die Schwester des Paul Kreutzfeld heiraten. Frau Mett will»hm geantwortet haben: Dann habt ihr ja gleich fünj, Kinder! denn dir Frau war Wltwe und hatte drei Kinder, Iokubowski auch zwei. Iokubowski antwortete aber: Das schadet nichts. Jakubowski habe auch nie daran gedacht, die Kinder zu beseitigen, im Gegenteil hat er der Frau Mett einmal erzählt, August habe ihm die Beseitigung der Kinder ang» boten, wenn er ihm einen Anzug dafür schenkte. Frau Mett will den Jakubowski gewarnt haben, worauf dieser sagte: Rein, Mutter, ich vergreise mich nicht an den Kindern. Am Montag nach dem Verschwinden des kleinen Ewald ist Frau Mett bei Frau Rogens gewesen. Da machte Frau Rogens Andeutungen, als ob Jakubowski das Kind beiseite gebracht haben könnte. Die Zeugin war sehr er- schüttert und will geantwortet haben: Das kann ich nicht glauben. Als Jakubowski dann wieder zu Frau Mett kam. empfing diese ch» im Scherz mit dem Zuruf:„Oller Mörder! Du hast Ewald tot- gemocht?"„Mutter, diesmal habe ich Zeugen!" soll Jakubowski ge- omwortet haben. Er war nämlich kurz vorher wegen Diebstahls bestraft worden, weil er sein Alibi nicht nachweisen konnte. Ioku- bowjki hat der Zeugin versichert:..Mutter, ich bin es nicht gewesen, ich bin überhaupt nicht aus dem Hause gegangen." Oberstaatsanwalt: Der Zeuge, auf den sich Jakubowski berufen wollte, war Möcker. Bl. soll danach das Kind noch abends auf den Steinen haben sitzen sehen. Bb hat dann abär den Jakubowski doch belastet. Rechtsanwalt Dr. Brandt: Glauben Sie. Frau Mett, daß Iatu- bowski trotz des schlechten Einflust« von Kreutzfeld es fertig gebracht dä!t.'. den kletftert Ewald zu ermorden? Ftau Mett: Rein. Denn ich selbst mit meinen Kindern schimpfte, dann sagte er:„Ist nicht gut. Mutter." Irauenwa-hlrecht iu der Türkei. Die Nationalverjanulllung ha: den Gesetzentwurf über die WählbeteMgung der Frauen bei Ge- Meindawahlen angenommen. Trauungsfabrik Ostjüdische Flüchtlinge betrogen. Elve unglaubliche Vetrugsaftärr. die mit ihrem verlaus uud ihren Folgen reichliche» Stoff für eine Komödie abgeben könuke, wird seit längerer Zeit vom Fremdenamt des Ber- liner Polizeipräsidiums bearbeitet. Es handelt sich dabei um die Aufdecknag einer regelrechten Trauungsfabrik, die lschechostowakische Rabbiner ausgezogen hatten, um ofl- südischc Flüchttinge die entweder noch Deutschland einwandern wollten oder hier bereits ihren Wohnsitz hatten, mit den für die Anerkennung der Eheschließung notwendigen Ar- künden über eine vorgenommene Ziviltrauung zu versehen. In Frage kamen hierfür solche o st�j st d i s ch« it Familien, die seiner, zeit in Rußland nur religiös getraut worden sind, deren Eheschließung aber in Deutschland zivilrechtlich nicht anerkannt wird. In der Tschechoslowakei bestehen nun Bestimmungen, wonach gewisse, von den Behörden auserwählre Rabbiner dos Recht haben, zugleich mit der religiösen Trauung auch die zioilrechlliche durch Eintragung in die Ehematrikcl zu vollziehen, ein Verfahre», das von den deutschen Behörden als zivilrechtliche Eheschließung anerkannt wird. Allerdings bestehen hierfür nach den tschechischen Gesetzen bestimmte Voraussetzungen, insbesondere ist ein Mindestaufenthalt der Ehelustigen von sechs Wochen in der Tschechoslowakei, ferner die Anwesenheit von Trauzeugen und die Beibringung der notwendigen Papiere erforderlich. Eine Reihe von Rabbinern tschechischer Orte in der Nähe der sächsischen Grenze, insbesondere in der Umgebung von BodeNbach haben nun sich die Erlaubnis der zivilrechttichen Schließung von Ehen zunutze gemocht,. indem sie ostjüdische Fstichllingsehepaarc, deren Ehen bis dahin in Deutschlaich nicht anerkannt worden waren, gleich serien- weise nach tschechischem Gesetz trauten und dafür Gebühren berech- neten. die eine recht hübsche Einnahme für sie bedeuteten. Unter Außerachtlassung der auch nach den tschechischen Gesetzen ersorder- lichen Kautelen wurden diese„Trauungen" in. der Regel an einer geeigneten Stelle der tschechisch- sächsischen Grenze vorgenommen, nachdeni man vielfach die Ehe- kandidaten mit Aussiugsscheinen herübergebracht hatte. Nach Über- an der Grenze. - Zahlreiche Zivilehen ungültig. einstinnnonden Bekundungen mehrerer Zeugen hat man sich sogar damit geholfen, daß man den für jüdische Trauungen erforderlichen Baldachin tatsächlich* unmittelbar aus der Grenzlinie aufstellte, die„Brautleute" blieben aus der deutschen, der Rabbiner auf der tschechischen Seite, und so wurde ihnen der Segen über die Grenze hinweg von der Tschechoslowakei nach Deutschland erteilt und damit angeblich auch die zivilrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Em besonders tüchtiger Rabbiner namens Stern, der aus der tschechoslowakischen Gemeinde Kuttenplan stammte, unternahm sogar ,.G e s ch ä s t s re i je n" nach V e r l i n und ließ sich die durch besondere Agenten ausfindig gemachten Kandidaten in sein Hotel— es handelte sich nm eine bekannte Gaststätte am Stettiner Bahnhof— kommen, um dann in der deutschen Reichshauptstadt nach tschechoslowakischem Recht die Trauung vorzunehmen. Natürlich war dies Verfahren noch weniger zulässig als der Betrieb der Trauscheinfabrit an der Grenze. Nielfach waren die angeblich nun rechtmäßig getrauten Ehepaare, denen Stern je nach den persönlichen Verhälluissen Ge- buhren von 80 bis 200 Mark berechnete, durchaus gut-. gläubig, iu manchen Fällen wußten sie aber auch, daß es sich nur um ein Manöver handelte, um die in Deutschland notwendigen Ehe- papiere zu beschaffen. Als man dem ganzen Schwindel bei mehreren Slandesämtern in Deutschland auf die Spur kam, wurden von Berlin aus die tschechischen Behörden verständigt, die den beteiligten Rabbinern sofort die Genehmigung zur Vornahme zioilrechttich an erkannter Trauungen entzogen. Stern flüchtete nach Jugoslawien. Die Ermittlungen des Berliner Polizeipräsidiums ergaben, daß eine sehr groß« Anzahl derartiger Fälle von betrügerischen Ehe ichließungen zu oerzeichnen ist, wobei sich noch nicht übersehen läßt, ob nicht noch mehrere Betrügereien dieser Art, als man bisher angenommen hatte, vorgekommen sind. Die Erhebungen in dieser Richtung schweben noch. In allen festgestellten Stellen sind die betreffenden Ehen für ungültig erklärt worden, was für die Betroffenen und deren Kinder sehr unangenehme zioilrechlliche Folgen haben kann. Möglicherweise wird man auch gegen diejenigen, di« nachgewiesener- maßen nicht gutgläubig gewesen sind, noch strafrechllich vorgehen. Staatsbeamter Hitler Zrick:„Und nun brauchen Sie nur noch zu schwören, Herr Hitler, daß Sie die republikanische Staatsverfassung allzeit getreu schützen werden.— wie wir beide das ja schon am 9. November 23 am OdcovSplah getan haben." Das Reich und die Invaliden. Zuschuß für die Invalide« Versicherungsanstalten. Der Ausschuß für den Reichshaushatt erledigte zunächst das Rothaushaltgefetz nach den Vorschlägen der Regierung. Er änderte grundsätzlich nur die eine Bestimmung, daß im Laufe der nächsten drei Monate Ausgaben, nicht wie die Regierungsvorlage vorsah, bis zu einem Viertel, sondern nur bis zu einem Fünftel der für das Rechnungsjahr 1S2g bewilligten Beträge von den Ressorts geleistet werden dürfen. Auch die Beratung des K r i e g s l a st e n e t a t s und des Haushaltsgesetzes konnten ohne größere Anstände zu Ende geführt werden. Bei letztcrem erhob Abg. Seil(Soz.) unter all- gemeiner Zustimmung des Ausschusses den Eimvand, daß, solle der Rachtragsetat wirklich eine Bereinigung der Etateausgaben im Rechnungsjahr 1920 und kein verschleiertes Defizit bringen, die vorgesehenen Ansätze um 80 bis 90 Millionen Mark erhöht werden müssen Es soll versucht werden, die Bereinigung noch bei der dritten Lesung des Nachtragshaushalts im Plenum vorzunehmen. Schließlich rourt>e auch die schon wiederholt zurückgestellte Abstimmung ini Nachtragshaushalt des R e ich s arb e i t s- Ministeriums, allgemein« Bewilligungen der Sozicktverssche- rung, vorgenommen. In der Abstimmung wurde ein von der sozial- demokratischen Fraktion eingebrachter An rag angenommen, wonach der ursprünglich vorgesehene Sonderzuschuß sür d e Jnvalideiwer- sicherung in Höhe von Z0 Millionen wieder hergestellt und davon 22,5 Millionen in langfristigen Reichsschatzamveisungen an die Invalidenoerstcherung gezahlt werden sollen. Slbg. Heinig(Töz.) begründete den Antrag, indem er aus die Beschlüsse des Reichsrats hinwies, die bei der schwierigen Kassen- läge von der Reichsregierung übernommen worden feien. Damtt aber trete nach der jüngsten Entwicklung der Lohnsteuer eine so große Schädigung der Invalidenversicherung ein, daß der Reichsratsvörschlag jetzt nicht mehr tragbar sei. Nach oller Boraussicht wurde nämlich die Iiwafideiwersicherung an Lohnsteuer- Überweisung nicht dic in der Lex Brüning vorgesehenau 60MiMmuuz sondern höchstens 33 Millionen erhalten. Wenn man davon noch nach dem Vorschlage des Reichsrats die 22,5 Millionen Mark Steige rungbeträge absetze, so erhalle die Invalidenversicherung aus der Lex Brüning in Wirklichkett stall 30 Atillioneu nur 12,2 Millionen Mark. Das geschehe in einer Zeit, da die Invalide nvcrsicheruivz ohnedies schon zur Sanierung der Rcichssinanzen durch Uetbcniahwe von 50 Millionen Mark Dorzugsaktten de? Reichsbahn beitrage'. Dic Sozialdemokraten wollten der Reichsregierung keine Schwierigkeiten bereiten. Deswegen beantragen sie nicht, daß di ursprüngliche Vorloge der Reichsregierung wieder hergestellt werde und damtt neben der Ueber Weisung aus der Lohnsteuer die Reiche kasse mit wetteren 22,5 Millionen Mark für die Steigerungsbe» tröge, w der Iiwalidenoersicherung betastet wird. Di« SaziaDemq kratie mache aber den Bermitttungs Vorschlag, daß diese 22,5 Mit lionen Mark in langfristigen Reichsschatzanweisung«' an die In validenoersicherung gegeben wird. Grubenkatastrophe in Amerika. 12 Arbeiter erstickt und erschlagen. Jtew Bott, TT. Jttäti- 3b der Grude Fairmouk bei Aruelsvtlle iu wefi- airginien ereignete sich eine Schlagtnetfctecplofion. durch die eine Anzahl Bergleute verschüttet wurde. Aach stunden- langen Bemühungen der Rettungsmannschaft gelaug es, sieben ver- schüttete Arbeiter noch lebend an die Oberfläche zu bringen. Zwölf weiteren Arbeitern konnte leider keine Rettung mehr gebracht werden; sie wurden, teil» den giftigen Gasen erlegen, teil» von dem Gestein erschlagen, nur noch als Leichen geborgen. Erdbeben auf den Q'paristheu Inseln. 1700 cSinwahner hart betroffen. Messlna.N. ZNärz. Ein heftiges Erdbeben hat am Akittwoch kurz vor Mittag die llcineu Inseln Filicudi und Ä l l c u d i der Lipari- ichen Inseln nordwestlich von der hauplinsel Lipari heimgesucht. Die erstgenannte Insel zgl)lt etwas mchr als 1000 Einwohner und Alicudi 700 Einwohner. Die Bevölkerung floh erschreckt ins Freie und konnte nicht mehr in die zerstörten oder baufälligen Häuser und Hütten zurückkehren. Die Ruinen verhindern in den engen Gassen den Verkehr und erschweren den Auszug der Be» wohner aus den gefährlichen Bezirken. Die Häuser der Fischer sind fast ganz zerstört und unbewohnbar geworden. Die Beoöl'ke» rung übernachtet im Freien. Es sind bisher keine Toten zu be» klagen, sondern mrr Leichtverletzte. Die Erdbebenwarte von M e{ f i n a teilt mit. daß das Erdbeben lokaler Natur, wellen- und stoßförmig gewesen sei und wahrscheinlich seinen Herd bei de» Liparischen Inseln habe. Köpenickiade in Posen. Zalscker General befiehlt nächtlichen Probealarm. Die Posener ilntersuchungsbehörden beschäftigen sich gegen wärtig mit einem Vorfall, der sich dieser Tage in der Kaserne des 57. polnischen Infanteriereginwnts abgespielt hat. Mitten in der Nacht erschienen in der Kaserne zwei Männer in der Unifonn e-nes polnischen G e n e r a l s und M a j o r s und befahlen einen Probe a l a r m. Beim Antreten der Mannschaften stellte sich aber heraus. daß den beiden die elementarsten militärischen Kenntnisse fehlten. Tie Offiziere schöpften Bewacht und benachrichtigten die Gen- darmerie, welche die beiden Unbekannten sofort verhaftete. Pollzeimaßnahmeu gegen Gandhi. Gandhi und seine Leute sind letzt noch ungefähr 60 Kilometer von der Küste entfernt. Dic letzten Nachrichten dditten darauf hin. daß die BeHorden Gandhis Absichten, aus Seewasser Salz herzustellen uitd damit gegen das SalzmonopÄ zu demom'lrieren, zu verhindern beabsichtigen. In der Küstengegend sind Pottzeikrchtc zusammengezogeu worden. Autobusbetrieb nach Schema k! « reallstischem Sinne„wirklich", in dem höheren eine.- geistigen Erregbarkeit durchaus traumhaft und überwahr: Paul F. Schmidt. Lustspielhaus:„Geschäft mit Amerika." Schwank voa pauk Frank und Ludwig Hirschfeld. I. Th. Hannyma» aus Amerika ist gar nicht Hai, ny man. sondern Hannemann und nur hingewandert aus Stuttgart oder Heilbrvn,,. Er ist nur wir können es nicht länger verschweigen— Multi- Millionär, Autokönig, außerdem in» Umgang mit Wienerinnen ein braver und heiratslustiger Gentleman. Hanne mann ist nicht HanNy- man, beweist es, indem er Clory und Alma einen Antrag macht, inklusive Herz und Scheckbuch, erst der einen, dann der anderen, nur im Abstand von zehn Minuten. Daraus ergibt ffch, daß es im zweiten Akt des SchwaNks drunter und drüber geht. Er ist sehr lustig, hübsch, blöd. Die drei Houpteigenschaften sind bekömmlich dosiert. Zur Erheiterung fohlt auch mcht der Ehekrach, wegen eines 5?undes, wegen des goldenen Bibis. Man nehme das Wörterbuch der Liebkosungen und lese nach, wie wundervoll eine Wienerin ihr Liebstes auf Erden tituliert. Alfa wird in der Komödie mehr geplauscht als geplaudert. Trotzdem geht Bibis Anbeterin, die gleichzeitig Pauls Gallin ist, bei diesem Krach um Bibi aus dem Hause. Da Hanne mann zum Essen gelade«, da Clory verschwunden, da eine Gallm am Tische not- wendig und«in Direktorposte« bei der Hannymav A.-G. im Spiel- ist. schlüpft Pauls Sekretärin in die Rolle und in die Rode Clarys. Sita» ahnt also, daß Eiary trn ungünstigsten Augenblick zurückkehrt. Die Gattin spielt die Sekretärin, die Sekretärin die Gattin. Wenn nun Hannemanns Frau sagt: ,�Jch bitte um die Hand Ihrer Sekre- iarin", dann entsteht— Akt 2, Schluß. Vorhang, Vorschußapplaus. Man ist gespannt, befriedigt, findet sich sogar mit den, 3. All ob, man segnet und verflucht schließlich dieses Äomödiengenre, das Zickel tzns Berlinern ohne viel Nachsicht aufdrangt. Aber es ist Qualität in dieser Marke Stuß. Frank und Hirschfeld verstehen das Handwerk. Fräulein Gerda Maurus spielt die liebenswürdigste Salon- dame, sie spielt resch mit echt Wiener Dialekt und mit soviel Senti- Mentalität im kritischen Moment, daß alle Wiener Ansichtskarten lebendig werden. Es spielt klug und graziös Käthe Haack, die Sekretärin, die nächstens auf der„Europa" nach New Park dampfen und in Mrs. Hamrymans Palais einziehen wird R i e m a n v und S ch r o t h sind in dem Schwanke die feurigen Gegner, die ffch bald selig versöhnen: sie spielen Sckwabenherz und Wienerherz in Flammen. Entflammt lind auch sür Stück und Autoren fünfhundert Berliner, die zu diesem Galaabend des amüsanten Unsinns in eigenen Autos zur Parade anfuhren. dt. 11. > „Meine(Schwester und ich." Ein lustigkS Singipiek im Komödiensiaus. Es wäre lächerlich, bei Komödien wie„Meine Schwester und ich" nach ihrem Ewigkeitswert zu fragen. Auch die Unterhaltungsliieratur hat ihre Berccht gung. Sie will weiter nichts, als ein paar Stunden die Sorge von gestern, heute und morgen vergeffen machen. Das schafft da- neue Stück von B c r r- B e r n e u i l, das Ralph Be- n a tz t y für die Berliner Bühne bearbeitet und mit slüsfiger Musik und bübfck-en Gesangstexten versehen hat. Die Autoren nennen ihr Stück ein musikaiffches Spiel: es ist etwas ähnl'ches wie das alte Singsvlsl mit Gesang und Tanz Diest Form gestattet, unwahrscheinliche Stoffe gläubhafi zu machen und den Hang des Menschen nach Märchen und Romantik mit der modernen Sachlichkeit von heute zu vereinen. Die Handlung ist ein modernes Märchen. Der junge glcuriot hat eine Stellung als Bibliothekar bei der reichen Prinzessin Dolly, die sich unsterblich in rhu verliebt. Sie kommen sich nicht nahe, weil er sich vor ihrer Hohen unfrei fühlt. Di« Liebe macht erfinderisch. sie denkt sich einen famosen Schwindel aus, in Nancy habe sie ,«,«« Schwester, die dort Verkäuferin in einem Schuhgeschäft sei. Wenn er nach Nancy kommt, soll er ihr Gruße bestellen. Natürlich sind Dolly und ihre Schwester«in und dieselbe Person. Ihre Berechnung ist richtig, Fleuriots Scheu fällt vor de», Ladenfräulein in Nichts Mämmen, er wird zum stüntiffchen Liebhaber, fi« finden sich endlich und heiraten. Dieser romantischen Geschichte geben die Autoren einen unromantischen Rohm«,,, das erste und letzte Bild spielet, vor dem«cheidungsrichter. Das alles Ist entzückend leicht und scharmant gemacht. Es gibt Situationen voll Ulk und Freude und Uebermut. Den Fleuriot g-lu Oskar Karl weis, wie immer sympathisch, von froher Laune übersprudelnd„ich bezwingend i» seiner Treuherzigkeit und liebenswürdigen Verlegenheit. Die Dolly spielt eine Filmpnnzeffin, LiaNe Haid, die gestern zun, erstenmal auf der Bühne stand. Sie ist ein« bezaubernde Frau, wem, auch nicht gerade eine Sängerin. Sie hat natürliche Anmut und erstaunliche Sicherheit aus den Brellern. Nur ihre Augen spielen noch zu intensiv mit. Von hinreißende», Tem peranwnt und sprühendem Uebermut zeigt sich Margarete Schlegel. Alz entlasse«« Schtihverkäuserin versteht sie die eigen artige Kunst, mit Grazie ordinär zu sein. Felix Bressari entzündet wie immer Lachsalven im Parkett. d(?r. Unter den 50 bestausgestaltete» Büchern des Jahres 1929. die von der Jury der Deutschen Buchkunststistuna zum Tag des Buches 1930 unter 60 000 Büchern ausgesucht wurden, befinden sich vier Bücher, die in sozialfftischen Unternehmungen verlegt und gedruckt wurden:„Die rote vtadt im roten Land" im.Verlag PsanirkUch u. Ea., Magdeburg,„Im Strom der Zeit" im Buchmcister-Verlog G. m. b. H, Berlin,„Die Brücke im Dschungel" und„Abenreiier im Eismeer"(illustriert von Fritz Winkler) im Verlag der Bücher- gtlde Guieiderg, Berlin. „Die Verbrecher" in Rußland verboten. Auf der allmonatlich erscheinenden Liste der in Rußland verbotenen Theaterstücke sind diesmal auch„Die Verbrecher", Komödie in drei Akten von F. Bruckner, übersetzt aus dem Deutschen von Gromafonfflaja und Po'akow-Schapira angeführt. Jnteressanl ist. daß Aufführungen in russischer Sprache bereits stattgefuiteen haben, und zwar in' Riga, Di« deutschen Anbeter der neuen russischen Knute, die über deuffche Unfreiheit spektakeln, werden gewiß Gründe siir dieses Verbat anzugeben wissen. Ein Tunnel durch de» Moni Plane. Nach einem von der sran- zösffcken Regierung entworfenen Bauprogramm sollen die Alpen an iüns Stellen untertunnelt werden. Die Durchführung der Pläne. die bisher als undurchführbar galten, würde den Weg Paris—Genf van 620 auf 485 Kilometer verkürzen. Dazu müßte man unter den, Iuragebirpe einen Tunnel von 35 Kilometer Länge bohren, ferner zwischen Geiff und Italien einen IS Kilometer langen Tunnel durch den Moni Blanc. Die Kosten in Höhe� von 8 bis 10 Milliarden Franken würden Frankreich und die Schweiz gemeinsam tragen. Man rechnet im Innern des Motu Blane in einer Höhe von 1600 Metern mit einer Temperatur von lyO Grate Die Temperatur betrug im Innern des Moni Cents SS. im Sankt Gotthard 31. im Simplem 42 Grate und selbst dort mußte man schon in der Sc künde SO Kubikmeter Frischluft in den Gang treiben und die Bohr Mannschaft jede Minute ablösen. Ver letzte Max-veri-vorlrag der VoltebSSne f..(Sine Kunstwanderung durch Deutschland', findet Sonnabend, 8 Uhr. im Kunstgewerbemuseum statt. viihaen�hroa». Robert Klein bat den Neaertchautvieler Paul R o b e s o n ,u zwei Gastspiele,, im D e» t i ch e n K st n st I e r t b e a t e r emaeladen. Tie Vorilellune.su finden am Montag. 21. Mörz, und Tieysiap. 1. April, abends 11.15 Uhr, statt. Zur Ausfühnmg gelängt C'Xciü-:- SehausM„Koffer Jones« in englischer Sprache. Die Massennot in Zahlen. Leistungen der Eozialversicherung. neueste Gesck, äftsbericht des Reichsuersiche- ungsamtes gibt einen lehrreichen Einblick in die L e i st n n g e n der Sozialversicherung im vergangenen Jahr. In der Invalidenversicherung wurden ISN ins- gesamt 460677 Renten bewilligt, und zwar 269 364 In- validen-. 123 327 Witwen-(Witwer-) und 67 966 Waisenrenten. Weggefallen sind im Jahre 1929 139 446 Invaliden-, 26 012 Witwen-(Witwer-), 166 927 Waisen-, 1339 Kranken-, 7454 Alters- und 151 Witwenkrankenrenten. Am 1. Januar 1930 liefen 1998 610 Invaliden-, 20 264 Kranken-, 50 620 Alters-, 486 644 Witwen-(Witwer-), 2304 Witwenkranken- und 690 965 Waisenrenten, im ganzen also 3249407 Renten. Etwa 1225 Millionen Mark betrugen 1929 die Ge° samtleistungen der Invalidenversicherung(ohne die Leistung an die Vcrstcherungetrager des Saargebiets). Trotz der fühlbar werdenden Schwierigkeiten der wirtichatflichen Lage gestalteten sich die Bei- tragseinnahmen im Jahre 1929 noch nicht ungünstig. Sie können mit insgesamt rund 1094 Millionen Mark ange- nommen werden. Nach den vorläufigen Schätzungen dürfte sich das Vermögen im Laufe des Jahres 1929 um rund 290 Millionen Mark auf etwa 1568 Millionen Mark erhöht haben. Auf dem Gebiete der Kronkenversicherung brachte das Gesetz vom 18. Mai 1929 gewiss« Erweiterungen der W o ch e n h t l s e. Van den für das laufend« Rechnungsjahr zur Zahlung von Reichszuschüssen für Familienwochen Hilfe insgesamt zur Verfügung gestellten 33 Millionen Mark sind bis zum 31. Dezember 1929 mehr als 17 Millionen Mark an die Kassen vcr- ausgabt worden. Der Unfallversicherung unterstanden 1929 rund 27 000 000 Personen, hierzu kommen noch die bei den 14 Zweig- onstalten der Baugewerksberufsgenossenfchaftcn, der Tiefbau- und der Seeberufsgenossenschaft Versicherten. Der Gesamtaufwand für die Unfallversicherung belief sich im Geschäftsjah: 19 2 9 auf rund 400 000 000 Mark(1928: 377 454 800 Mark. Steigerung demnach rund 23 000 000 Mark). Unfälle wurden 1929 1 49 1 5 5 6 ge- ineldet(1928: 1 453 286). D'e Zahl der erstmalig entschädigten Un- fälle betrug 167 781(1928: 160 303). Mit dem 1. Januar 1929 ist die zweite Verordnung über Aus- dehnung der Unfallversicherung auf Berufskrankheiten vom 11. Februar 1929(Reichsxefetzblatt l S. 27) ü: Kraft getreten, durch die der Kreis der zu entschädigenden Berufskrankheiten wesentlich ausgedehnt und««e weitgehende Rückwirkung vorgesehen ist. Für dies« sogenannten Rückwirkungsfällc ist im Reichsversicherungsamt der Senat für Berufskrankheiten gebildet worden, bei welchem Ende 1929 bereits 1784 Streitsachen anhängig waren. Das durchschnittliche Existenzminimum, das dem einzelnen Boll- rentner aus der Sozialversicherung gewährt wird, beträgt im Monat 40, für Ehepaare 50 bis 60 Mark. Dieses Einkommen der Sozialrentner, d. h. die Rente wird, wenn sie und andere Bezüge für den Rentner nicht ausreichen, durch Leistungen der Wohlfahrts- pflege bescheiden ergänzt. Die durchschnittlich« Invaliden- rente auf Grund der Reichsversicherungsordnung beträgt für den Arbeiter rund 3fi Mark im Monat, die durchschnittliche Rente auf Grund der Angestelltenversicherung 60 bis 65 für den Angestellten und 70 bis 75 Mark für den Werkmeisten Betriebsraiswahl bei Osram A. Vergebliche Spaltuna. Heute um die Mittagsstunde wurde die Auszählung des Wahl- crgebnisies bei 0 s r a m A. beendet. Bon 4356 Wahlberechtigten beteiligten sich 4008 an der Abstimmung. Die freigewerkschaft- liche Liste erhielt 2409, die kommunistische„Opposition" 1532, ungültig waren 67 Stimmen. Sitze erhielten die freien Dewert- schoften 11, die„Opposition" 6 Für die Ange st eilten lag nur eine sreigewerkschaftlichc Liste vor, die somit gewählt ist. Diesmal hat die KPD. d:c Spaltung bei Osram A zum ersten- mal offen durchgeführt. Dor zwei Iahren war die Liste pari- t ä t i s ch zufammeugesctzt, d. h. je zur Hälfte aus Sozialdemokraten und aus Kommunisten. Im Laufe des Jahres wurde aber„g e- reinigt", bzw. es trat eine Abwanderung ein, so daß bei der Wahl im Borjahr nur noch vier„linientreue" Äonmm- nisten übrigblieben. Die KPD. verlangt« zwar, dah die Bcr- dächtigen und Exkommunizierten durch zuverlässige Mamelucken er- setzt würden, doch wurde dem Verlangen nicht Rechnung getragen und die Liste aufrechterhalten. Wenn das Organ der Sowjctbotschaft das diesjährige Ergebnis als„großen Sieg" feiert— es bringt allerdings falsche Zahlen—, so wollen wir ihm die Freude nicht vorzeitig vsr- gällen. Wir stellen nur fest, daß die Spaltung der Arbeiter, die doch den Zweck hat, die Mehrheit ins Schlepptau der KPD. zu bringen, auch bei Osram A vergeblich war. Der Schwarzmeierfche Kinderchor gibt am Sonntag(30. Marz), um 4)4 Uhr, fein diesjähriges Frühlingskonzert in der Hochschule für Musik(Charlouenburg, Fasanenstraße l. Ecke Hoe- denbergstraße). Karten bei Wertheim, bei Bote u. Bock und(wenn noch vorrätig) an der Kasse. SonnkagMhnmge« w de« 9tttlwet««fc Im Austrage der Humbold I-Hochschul« v«" iter an den Wiener Berlins und ..._____ staltet Dr. E. Cs'nv- kommenden Sonntagen Führungen in den Schlösiern Potsdams. Vorbesprechung Sonnabend, 29. März. abends' 8 Uhr, Georgenstr. 30/31. Erste Fuhrung Sonntag. 30. März. vormittags 10 Uhr. Monbijou, ein Lustschlößchen des Barock. welker für Berlin: Weiterhin unbeständig und ziemlich kühl mit einzelnen Schauern, westliche bis nordwestliche Winde. Für Deutschland: Im Südwesten zeitweise heiter, am Tage mild, im übrigen Deutschland unbeständig bei wenig veränderten Tempe- raturen, namentlich im Nordosten Schauer. volwerstsg. 27. März. Berlin- 1(5.05 Dr. Haas Welnert: Die Starrt® eezescilctUe des Meascheo. 16.30 1. Beethoven; Sonate op. 79(Franz Wazner am Fliiiel).— 2. Messorgsty: *„Ohne Sonne".(Adelheld Maraette, Alt Am Fllcel: JnL Bürsrer.)— 3. Smetana: Stepicka, böhrnisoher Tanz(Franz Wagner).- A- Mnssorgrkj-i „Ohne Sonno"(Adelheid Marnette).— 5. AlWniz; Saite espajnole(Frans Wagner). 17.30 Marcuse: Die Gestalt der Erde, 17.55 Jugcadstuude.-.._ 18.25„H/osuitha von Gandcrshciiu44(z am 1000- Gcbnrtstai:)- Emldtuns: v?. H. Simon Eckardt, Aus neu übersetzten Werken: Käthe Förder. 18.50 Das neue Buch. 19.00 Gespräch zwischen Bulau nnd Mitgliedern der Berliner Ortsgruppe der „Naturfreunde*._.. 19.30, Jlaarlcm— eine Ncgerwelt.*4 Gespräch zwischen Una Goldschmidt und Qerhart Pdhl. Gedichte; Allred Beicrlc(dazu Schallplatten). 20-30 Von Leipzig: Reportage aus Auerbachs Keller.(Sprecher; Alfred Braun, Berlin.) 21.00 Trinklieder(auf Schallplatten). 21.20 Aus der Singakademie; Konzert des Magdeburger MadngalCDors, Nach den Abendmeldungen bis 0.30: Tanzmusik, Königswustcrhansca. 16.00 Dr. Willy Gräber t: Die Schallplatten im Dienste des fremdsprachlichea Unterrichts._„ 17.30 Prof. Dr. Max Müllerburg: Theodor Fontane„Frau Jenny Tretbcl. 17.55 Maximilian Müller- Jabusch: Weltpolitische Stunde. 18.20 Erich Landsberg: Die Frau heute und gestern. 18.40 Spanisch für Fortgeschrittene. 19.05 Dr- Jaimke; Gutes Deutsch. 19.30 Dr. Geith; Umstellung vom Getreidebaa auf Grünfandwirtschafl. 20.00 Unterhaltungsmusik(Schall plaften). 20.30 Von Breslau: Opeiettenrausik. 21-30 Alexander Tscbcrepia spielt eigene Kompositionen am rlögel. SttantmotH.»ttr fett ZiedaNi-rt! Schwaß Sellin;«njeigcB: Th.«tofc, Scrlin Scria«; Sotroartj Serlag®. m b»ezlw. Druck: �emotts Sa*. vruckcrei und Lerlussaugält Vuul Äinger k Co Berlin EW W. Lindenlirahe 6. Sieezu I Beil-«. 20 Uhr Cwissenswurm Ende 22V- Uhr Theater l.d. Behrenstr. 53-54 A 4 Zentrum 926-927 Olreklioa Ralph Aiibor Roberte Vi* Uhr ... Vater sein, dagegen sehr Sonntag auch nachm. 4 Uhr(halbe Pr.) [Die goldne Melsterln{ I traute Xose) [täglich 8.15(jeden Sonntag um| 5.15 und um 9 Uhr, im {Rose-Theateil IGroBe Frankfurter Straße 10 I [ Btllettkasse Alex. 3422 und 349-t| Nächsten Sonnabei.d 5 Uhr und Sonntags 2 30 SAneovciAilie und Bosmni | Nächst- Sonnabend, 11.30 abd.| „Der Mtufergaite*. [Vorverkauf täglich von 11— ij und 4— 9 abends. ".m» CASIfilO-THEATEfi otbnntfer Sfrmhe 97 Wieder ein neuer Schinder Der wahre Jakob Stürmischer Heiter keils-Ertolg Dazu ein entkL bunte« Prograi Quiscricm tör 1—4 Personen Fautcull nur 1.25 Sesst?d 1.75 M., Sonstige Preise; Parkett v. 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Bruno Nttmamt Ein Dresdener Volksschullehrer Hai den gescheiten Einfall g«l>abt. die Schüler seiner vier Klaffen jedes Jahr einmal nach ihren Berufsneigungen zu fragen und in den Fällen, wo er keine zuoerläfsiige Antwort bekommen konnte, die Ellern zur Auskunft� erteilung heranzuziehen. Seine Aufzeichnungen lasten manche Regelmäßigkeiten erkennen. Unter den Schülern der sieben- bis achtjährigen Altersstufe haben fast immer drei Viertel den Wunsch, Konditor zu werden; ftte anderen wollen einmal Bäcker, Fleischer, Chauffeure, Lustschiffer sein, und ein kleiner Teil äußert das Verlangen, auf die hohe'See zu gehen. Ganz sellen haben die Kinder den Wunsch, in Balers Fußtapfen zu treten. Diese Berhällnisse ändern sich erst mit dem dritten Schuljahr erheblich, um dann wieder etwa ein Jahr lang stabU zu bleiben. Zum Konditor neigen nur noch wenige, der Bäcker- und Fleischer- wünsch ist so gut wie ausgetilgt; dafür stild Chauffeure beliebter geworden und ein« ganze Anzahl von Kindern macht« Kapitän und Flugzeugführer werden. Im fünften und sechsten Schul- jähr wissen die Kinder gewöhnlich gar nicht, für welch« Berufe sie Lust und Liebe haben. Die Lehrer bekommen Auskünste in Redensarten wie diesen:„Das muß ich noch mll meinem Dater besprechen; ich bin mir noch nicht klar darüber." Offenlyir ist eine Entwicklungsstufe zum Abschluß gekonnnen, und der jugendliche Geist hat es nicht eilig, sich in der nächsten heimisch zu machen. In diesen vier Jahren haben die Kinder sozusagen beruflich geträumt. Es war für sie die Fortsetzung des Spieles mit anderen Mitteln. Wenn sie schon im Spiel die Neigung zeigten, den Erwachsenen zu kopieren— als Räuber, als Soldaten, Nachwächter, Arzt, Lehrer, Offizier—, fo möchten sie das erst recht in der»n- verbindlichen Wahl derjenigen Tätigkeit machen, die das besonder« Vorrecht des Erwachsenen ist: in der Berufstätigkell. Sie erfüllen dabei einen Wunsch, der sich freilich ganz auf ihr eigenes Lebe» bezieht. Natürlich« Triebe, deren Erfüllung das Verbot der Eltern und L«hrer entgegentritt, wallen in der Phantasie durch Aufschub gesättigt werden. Die Befriedigung soll einer„besteren" Zukunft und dem vermeintlich frei schaltenden Willen des Erwachsenen vorbehalten sein. Dem Kiird von sechs bis acht Jahren werden nicht alle die schmackhaften Gemiß- tniltel verabreicht, noch denen es Verlangen trägt. Es kann nicht fo stei über Zell- und Ortswahl bestimmen, wie es gerne möchte. Aber wartet nur, wenn ich einmal erwachsen Inn,- dann werde ich es ja können!. Dann, werde ich Konditor und effc so viel, wie es inir beliebt; dann werde ich Bäcker, Fleischer und berelle mir so viel zu, daß ich und nach andere genug hoben. Dann werde ich Pilotf Chausfeur, Watrpse und treibe mich dann noch Belieben auf der Landstraße,.auf dein hohen Meer oder im freien Weltraum hermn. Die Schwenkung der kindlichen Vorliebe vom Konditor zum-Seemanns-'-öder- Pilotenbenif hängt offenbar mit der Aenderun'g der Begehrlichkeit zusammen. Die Nasch- haftigkell des fechs- bis achtjährigen Kindes- pflegt Jung«» und Mädchen im Alter van zehn Jahren nicht mehr so heftig zuzusetzen. Dagegen mächt ihnen der Freiheitsdrang als Folge der einge- schränkten Frstheitsbelossung durch vermehrte Schul-- und Laus- pflichten schlimmer als früher zu schaffen, und nun greifen die Kinder eben auch hier zu den Mitteln des ideellen Selbstschutzes. Sie bilden in der Phantasie den Zwang.zur Freiheit um: Wenn ich mal einen Beruf haben und Kapitän, Ehauffeur, Pilot fein werde... Manche Pfnchologen wollen in dieien kindlichen Bcrufsträumen bereits einen � beachtlichen Hinweis aus Berussneigungen und Tauglichkeiten sehen. Wir möchten uns ausdrücklich den Pädagoge» anschließen, die jene frühzeitigen Neigungen nicht f o e r n st h a f t werten. Es handelt sich bei ihnen doch eben um Spiel und äußerliche Wunscherfüllung, und diese bieten, wenn nicht überzeugende Talentproben außerdem vorliegen, gar keine Bürgschaft für ursprüngliche Begabung oder auch nur Berufsneigung. Im zwölften und dreczchnten Lebensjahre stellt sich laut Rundfrage und vielfach erfolgter Beobachtung eine ge- wiste Abneigung der Schüler und Schülerinnen gegen die eigene Festlegmtg auf einen Beruf heraus. Die Sache ist, das fühlt der Kandidat, verteufelt ernst; es heißt Alüchied nehmen von einer Jugend, die der Fseihellen und Sorglosigkeiten doch mehr bietet als die Lehrjahre der Berufstätigkeit. Darum mochte man sich oörläuslg noch eine Weile um die Wohl herumdrücken. Erst die gefestigte Einsicht, daß es sein muß, und der bald cutwickelic Stolz, sich einer Pflicht gewachsen.zu zeigen, versöhne» Knaben und Mädchen dieses Alters mit dem Gedanken der Berulszugehörigkeir. Damit sind sie denn ernstlich in das Studium der Berufs- plane gekommen./ Nun befinden sich Schüler und Schülerinnen, die mit vierzehn Jahren die Elementaranstalten verlosten, um berufstätig zu werden, nach Zwei Richtungen in einer ziemlich ungünstigen Lage. Berusswahl, das sollte doch im höchste» Maße ei» Beschluß und eine Bekundung des eigenen Willens sein. Berufswahl, das sollte man doch seinen speziellen Fähigkeiten entsprechend vollziehen dürfen. Mit anderen Warten, man sollte das doch werden dürfen, wofür man selbst Liebe aufbringt und sich innerlich be- rufen fühlt. Leider ist«s um unsere vierzehnjährigen Jünglinge und Mädchen nicht so bestellt. Die geldlichen Mittel der Eltern reichen ,n den meisten Fällen nur bis zu einem geringen Zuschuß aus. Man muß sich nach der Decke strecken, und so werden diese jungen Bsrufskandidaten angewiesen, so bald wie möglich auf eigenen Füßen zu stehen. Da kann man denn die Bube» und Mädchen nicht lang« fragen, was sie werden wollen und wozu si« sich besonders geeignet halten. Die Erwägungen, was aus ihnen werden soll, beziehen sich wesenllich auf dir Frage, in welchen Berus-gruppen möglichst gute Aussichten für rasche Berselbständigung bestehen. So ist, wie das hauptsächlich Eduard Spranger ergreifend dargestellt hat, das Problem der Berufswahl für diese Menschenkinder, wenn es auch nicht so sein sollte und der Berufsberater hier mitunter mildernd eingreifen kann, eine reine Konjunktur- � ongelegenheit geworden, die weniger von der eigenen � Neigung als von Rücksichten und äußeren Umständen abhängt. Jüngling« und Mädchen, die mit etwa fechzehneinholb Jahren und mit dem sogenannten Ernsährigenschein die Schule verlasten hoben es gewöhnlich bester. Sie werden sehr wohl nach ihren Berufswünschen und Fähigkeiten gefragt, und soweit es «ngeht, kommt man ihnen auch entgegen. Freilich, die„Konjunktur" spielt auch bei ihnen ein« erhebliche Rolle. Denn auch von dem„Einjährigen" wird heutzutage in de» meisten Fällen erwartet, daß er in absehbarer Zeit seine Unter- haltskosten selber bestreitet. Am kompliziertesten liegen die Verhältniste bei den Abiturienten der höheren Bildungsanftallen. Denen möchte ja in der Regel jeder Erziehungsberechtigte jeden Berusswunsch erfüllen, und sehr oft langen auch die Mittel do.zu Nun ist es aber bei den Abiturienten öfters die Frage, was sie eigentlich zu werden wünschen. Gewöhnlich haben sie ihre Berufspläne schon mehrfach auseinandergesetzt, und dabei hat sich herausgestellt, daß dies« im Lause der letzten Jahr« häufig wechselten. Die Anlässe der Abänderung sind vielfache und meistenteils recht äußerliche. Ein großer Erfolg eines bedeutenden Mannes wirkt da immer als Ansporn, und mitunter als«in recht fataler. Mitunter richtet sich der Berufswunsch der oberen Klassenschüler ober auch nach geringeren Borbildcrn. Sie möchten dos Fach des Lehrers ergreifen, mit dem sie gerade sympathisieren oder vielleicht am meisten sympathisieren. Diese Verhältnstse dauern aber in der Regel nicht an, und selbst die sachliche Liebe für einen Berufsgegen- stand pflegt in diesem Alter Schwankungen unterworfen zu sein. So wissen sie am Ende der Schulzeit sehr oft nicht, für weiches Fach sie sich entscheiden sollen. In solchen Fällen fragt man gewöhnlich nach der f p e z l e t l e n Eignung für irgendeinen Beruf. Was man leicht kann oder besonders gut kann, dazu wird man jchließlich auch wohl am meisten Lust haben. Nun aber tritt in der gerstigen Sphäre oft die gleiche Schwierigkeit wie dort in der Willenssphär« ein. Es läßt sich kaum ermitteln, für welches Berufsobjekt der Kandidat seilt Maximum an Begabung einzusetzen vermag. In dieser Lage, in der Abiturient oder Witurientin nicht recht wissen, was sie werden wollen, und niemand sagen kann, wozu sie sich besonders eignen, droht auch ihnen die Gefahr, daß schließlich reine Konfuntturerwägungen die Berufs- wahlirag« entscheiden. Später, wenn die ursprüngliche Begabung doch durchbricht, kann sich�as alles bitter rächen. Ueber diese Nöte möchten die B e r u f s ä m t e r durch Eignungsprüfungen hinweghelfen. Man soll sie»er- trauensvoll in Anspruch nehmen, denn sie verfügen über eine er- probte Methode und reiche Erfahrungen. **-Wilhelm paulfcno plane Die soeben bei Zicksekdt erschienene Schrift von Wilhelm Paulsen„Das neue Schul- und Bildungsprogramm" läßt uns wieder schmerzlich bedauern, daß der früher« Berliner Siadtschulrat durch politisch« ILutneb« von seiner Wirkungsstätte entfernt wurde. Es ist ein Verdienst des Genosten Sievers in Draunschweig. daß er Wilhelm Paulsens Kraft für diefes Land gewonnen hat. Es hat eine Zeitlang zum guten Ton gehört, nur«in« inner« Reform der Schule zu verlangen und diese als die einzig wertvoll« hinzustellen. Das ist sehr begreiflich, denn die herrschende Bour- geoisic hat ein Interesse daraus hos Schulsystem, dos sie geschaffen hat, zu evhaitcn. Jede äußere Beränderung daran ist letzten Endes grundstürzender als eine bloße innere Refornu Denn hinter einer organisatorischen Veränderung, also dem llebergang von unserer Zweiheits- und Dr« i h« i ts s ch ul« zur Einheit?- schule, würde die Macht sozialer Veränderung stehen, der Druck der Arbeiterklaste, die sich Anerkennung erzwungen hat. Wilhelm Paulsen sieht durchaus alle die pädagogischen Momente, die neuc Äuifassung von Bildung als einem dynamischen Prozeh, von Kultur als der von falschem Schein befreiten SacPichkeit, von der Schule als der LebLNSgcmeinfchaft der jugendlichen Gesellschaft, von der Begabung als einer qualitativen Verschied c-nheit der Menschen, di« der Gesellschatt Bildungsverpflichtung«» auferlegt. Er sieht das alles, fordert aber vor allem als logische Konsequenz die äußer« Neuordnung. Er fängt bei demjenigen Teil unseres Schulwesens an, der noch wenig disferenziert ist und daher leichter entsprechend den gesellschaftlichen Forderungen unserer Zeit umgestellt werden kann. nämlich bei der Volksschule. Er läßt vorläufig die dann zwangsläufig einsetzende Ilmgestaltung des höheren Schulwesens außer Acht, deutet nur an, wie«ine Verbindung beider noch seinem Plan möglich wäre. Unter Zustimmung der Braunfchweigischen Lehrerschaft oller Richtungen verlangt er ein« zehn stufige Polks-Einheits- schul«, die er wieder in zwei Abschnitte gliedert, nämlich in die Volksgrundschulc und die Volksmittelfchule. Di« erst« oerlangt er sechsjährig, die zweite vierjährig. Richtig erkennt er. daß in einem vollkonwnen ausgebauten Schulwesen sich an diese Volks-Einheitsschule, die bis zur mittleren Reif« geht, ein System von Fachschulen anschließen mühte, und daß tn dieses System auch die höheren Schulen sich einzugliedern hätten. Damit ist' gesagt, wenn ich ihn weiter interpretieren darf, daß die Unter- uitd Mittelstufe der höheren Schule, also auch die ersten drei Jahr« der Aufbauschulc, zunächst noch neben der Volks-Emheitsschule her- laufen, daß aber die Organisation beider sich immer mehr aneinander anzunähern hätte, bis sie ganz natürlich einmal Zusammen- laufen. Dieser Ansatz, daß nach sechs Jahren eine differenzierte Schule beginnen muh, ist bei ihm äußerlich und innerlich begründet. Aeußerlich damit, daß eine allgemein« Differenzierung der Volks- schule noch dem 6. Schuljahr das höchste ist, Ivos sich praktstch wegen der Kosten erreichen läßt. Innerlich damit, daß man über das 12. Lebensjahr hinaus bei einer so disserenzierten Kultur wie der unseren- eine undiffereitgierte Schul« für all« Kinder des Volkes nicht mehr ouirechterhalten darf. Er stützt sich aus Erfahrungen der amerikanischen Schulen, auf die Versuch« in Wien und- Lübeck. Wenn allerdings an den letzten g beiden Stellen die Vergünstigung dieser Einheitsschule nur für ein« intellektuelle Auslese in Frage kommt, so weist«x das mit Recht*• als einen Widerspruch im Gedanken der Einheitsschule ab. Man kann allerdings.zweifelhaft sein, ob bei dieser sechs- jährigen Grundschule stelzen geblieben werden kann. Die Ersahrungen der höheren Schicke haben doch gezeigt, daß mindestens für die intellektuell Begabten differenzierter Unterricht schon nach vier Jahren möglich, ja notwendig ist. Wird heute der erste Schritt zu einer allgemeinen sechejährigen Grundschule getan, so wird man die Erweüerung dieses Plans bis zu einer allgemeinen oiersähngen Grundschule ins Auge fasten müssen. Aber dos ist durchaus kein Widerspruch gegen Paulsens Plön«, liegt vielmehr durchaus in seiner Linie, eine qualitativ hochstehende einheitliche Schule für alle Kinder, bester: für alle verschiedenen Begabungen in gleicher Weis« aufzubauen. Nur eine solche Schule würde der Forderung demokratischer Gerechtigkeit gerecht. Sollte Braunschweig, wi« wir hoffen, Paulsens Plan folgen können, so wird ein Schritt vorbildlicher Schulrefarm auch für ganz Deutschland getan werden. Die Nachfolge dürfte dann nicht aus- bleiben. Die kommende« �enosie« Bon einer jungen Genossin wird uns geschrieben: llhin naht wieder die Schmleiülassung, die Zeit, In der viele junge Proletarier in den Lebenskampf treten. Kinder noch, die vier- zehnjährigen Schulentlassenen und stehen schon— mitten in ihrer Äörperkoaft m Anspruch nehmenden Entwicklungsperiode!— mindestens acht Stunden täglich an der Drehbank, hinter der Ladentofel, über die Nähmaschine gebeugt. Günstige Ausnütz, engs- ob feite bieten sie meist als fchlechtemlohnte Lehrlinge, billige, flink? Lauftnädchen. Aber auch sonst findet der Arbeitgeber es oft bequem, junge Menschen in seinem Betrieb aufzunehmen, mit denen er nicht viel Federlesens zu machen braucht. Klassenbewußte Eltern werden daran denken, daß jede Zeit ihre Gesetze hat und heute körperliche Züchtigung und geringschätzige Behandlung der Jugend nicht mehr am Platz ist. Die heutige Jugend hat es insolge des Krieges besonders scknver. Zeiten schwerer Not mußte sie durchleben und heirt« in der Arbeitslosigkeit froh fein, überhaupt Arbeit und ein bißchen Verdienst zu haben. Daß dies auf der empfindsamen Seele der Jugendlichen besonders schwer lastet, ist wohl verständlich. Die Zahl der jugendlichen Selbstmörder erzählt davon. Bollständige Abhilfe in dieser Welt der kapitalistischen Ordnung ist kaum möglich, aber zur Hilfe im kleinen möchte ich auffordern. Steht geschlossen hinter den Jugendlichen! Schiebt nicht, wie ihr es'vielleicht von verständnislosen Vorgesetzten seht, euren Aerger, eure Verbitterung hemmungslos auf die hilflosen Kinder in den Betrieben ab. Schützt siel Ersetzt ihnen Vater und Mutter an ihrer Arbeitsstelle. Denkt auch daran, daß die jugendliche Seele empfänglich ist für Ideale und Begeifterungswürliges. Ihr könnt viel gutes in ihr junges Werden streuen, bürgerliche Götzen stürzen. Aber um auf die Iugendli�en Einfluß zu hoben, braucht ihr ihre Liebe und Ber- ohrung. Macht keine Zoten, wenn die jungen Genosten um euch sind, der Heranwachsende wird leicht schamlos. Denkt nicht, auf euch hat auch niemand Rücksicht genommen. Wir wollen doch die Höherentwicklung. Deshalb darf nie ein Proletarier dem jungen Proletarier den Mut, das Selbstvertrauen brechen. Wenn auf uns m dieser Beziehung Rücksicht genommen worden wäre, vielleicht hätten wir mehr ervsuht im Sinn« des Sozialismus, Verlegerintereflen nnö Jugendintcrcsien Untersekunda eines in einem Arbeiterviertel liegenden Lyzeums. Die Klaffe liest Dramen von Schiller, Goethe, Lessing.„Wir wollen auch ein modernes Drama lesen." Der Lehrer wählt Ibsens„Bolks- seind".„Auch ein Drama von Hauptmann!"„Vielleicht die Weber?" „Ja, ja", schallt es aus der Klast« der bildungshungrigen. Mädchen, die zum Teil aus der werktätigen Bevölkerung stammen.„Aber das Drama ist nicht bei Reclam für 40 Pf. zu haben. Selbst die Schulausgabe kostet 1,80 M. Der von der Stadt für die. Hilfs- bücherei in den Etat eingestellte Betrag ist erschöpft."— Darauf lange Gesichter, keine Antwort! Könnten sich nicht der reiche Verleger S. Fischer und der wohlhabende Dichter entschließen, eine Ausgabe etwa für 60 bis 80 Pf. herauszugeben? Der jüngere, weit weniger bemittelte Toller hat von seinen„Maschinenitürmern" in dem..Freien Schuloerlag" eine Schulausgabe zum Preise von 80 Pf. erscheinen lasten. Die Erben und der Verleger des franzestfebm Dickkrs S a n d e a u haben gestattet, daß von seinem Lustspiel„Mademoiselle de la Seig'iäre" eine deutsche Schulausgabe herausgegeben wird, und haben nur zur Bedingung gemacht, daß einige unbedentendL Stellen weggelassen werden. Will sich der größte deutsche Dichter der Gegenwart in seinen Bestrebungen um die Förderung der , Bildung der deutschen Jugend von Franzosen übertrumpfen lasten? Sind überbaupt Berlegerinterefken, Dicht-i-iuteresten und Jugend- interesien Gegensätze? Wollen sich nicht Hauptmann und andere Dichter entschließen, dem Beispiel der Warenhäuser zu folgen, die einig« besonders billige Artikel in der Hoffmmg anbieten, die , Käufer werden veranlaßt, noch andere Gegenstände zu kaufen? Das ' erwähnte Lustspiel ist das in deuifcken Schutt» am meisten gelesene modern« französische Drama geworden.... Studienrat Dr. Erlch Witte. Bericht, gnnq: lh, dem Aufsatz„Bahn frei dem Tüchtigen", In dem Genosse M. Böttcher den Vorschlag zur Schaffung einer Ar- beiterstudenteuhilfe machte, war behauptet worden, baß die Gewerk- schaften das deulsche Stubentenwers finanziell unterstützen. Das stimmt nicht. Die freien Gewerksä-asten l>alcii dem deutfchen«tu- dente» wer? keine finanzielle Unterstützung zuteil werden losten. eBuch ,3a öptqegmy.) Sic war mit ihren geflidfeu Äleäxrn ganz cirroerftmrtlcit«nh sagte:„Man ist sauber tiud kann zufrieden fein." Sie war zu jeder Urt Ard-ij bereit, nur mutzte man ihr sagen. was sie tun sollte, und ste nicht mit der Äerantwonung für einen eigenen Entschluß belasten. Die Kinder beteten sie au. Sie selbst weinta. wenn besonders beklagenswerte Wesen gebracht wurden'. so zum Keispirt die kleine„Trottoir" oder die beiden, die der Bater direkt lwm Sterbebett der Mutter weg hergebracht hott« und die immer noch„Mama" riefen. Schwester Marl« hatte damals gesagt:.„Kommt nur her; wir sind hier alle Ntama--." Mit acht Jahren schon ball« sie daopn geträumt. Nonn« zu werden. Mit fünfzehn allerdings � schän. wie sie war dachte sie nicht mehr daran und mache sich verheiraten. Plötzlich ober packte sie die W'gst vor der Möglichkeit einer unglücklichen Heirat. und sie entschloß sich, sofort ins Klafter zu gehen. * Elaire Deprieu�' bejatz nicht diesen<ÄleichkIang von Glauben und Ruhe. Sie war RgNNa ge warben, mehr aus hcni Bedltrsiiis heraus, sich hinzugeben, als aus Lebensimgst. Für Schwester Marie vertrat der Orden die Dorsehung.. Am Kloster blich ihr selbständiges Handeln erspart. Schwester Claire aber genügte es nicht, sich im Gebet zu verlieren. Jetzt machte sie sich ihren Gifer für die Aussteuer Scanne Wovclets.zum Borwurf. Sie wollte sich wohl die größte Mühe damst geben, aber ihrer Meinung nach durste sie nicht so innig daran deuten und sich nicht das Bild der weißgekleideten Bmut vor- stellen. Die Anfertigung der für die Kirche notwendigen Stücke gehörte eigentlich nicht zum Arbeitsgebiet der Schwestern von Saiill Binrent de Paul, sondern zu dem der Nonnen vom Orden der Heimsuchung Maria. Sckjweft-r Elairs arbeitete ebenso geschickt wie diese Ramien. Ihre NShschstleriimen kmnen und bewunderten ihre Arbeit. Arnelie Boucher, die Fäden auszog, um in einem Hemd cimni doppelten Hohlsaum zu nähen, verglfch ihre prasane Näherei mit der ge- weihten der Schwester Elairc, mn daran z» lernen. Schwester Claire stickte so sei» und so dicht, daß dos ausliegende Muster aussah wie ein Relief aus harter, weißer Mass«. Sie haste viele Stickerinnen gekannt, die nichts anderes als die Rädel anrührten. Diese verdienten so viel, daß sie sich Soimtags ein Hühnchen leiste» konnten. Aber die Knochen nahmen sie niemals in die Hand, aus Furcht, sich die seine Haut zu verderben oder raufte Stellen zu bekommen, an denen der Faden hänge» Web. Andere uiieder hatte sie fennengefemt! Väuerimre», die hinter dem Bich hergehond. stickten, wie eiwst chr« Borsalzrcn gesponnen hatten. Hisse prügelten das Bieh, misteten'oen Stall aus und»wehten trotzdem ihre sein« Handarbeit weller. Was steckte doch für Geduld in den Fingern einer Frau! * Schwester Claire war äußerlich ruhig, aber ihr Herz hall« keinen Fried«». Um sich von ihrer Friedwsigkest zu befreien, dachte si« an Schwester Marthe. die Ursuli nertn in Revers. Claire Deprieux mir fünf Jahre in diesem Kloster gewesen. damals, nach dem Tod« ihres Boters. als dle Muller die Güter mit den großen, weiße» Ochsen selbst bewirtschaften wußte. Clair« >mrrde von heißer Liebe ergriffen zu dieser Nonne mir d«m milden Blick, die erst spät, im Alter von 25 Jahren, als Novize ins Kloster eingetreten war. Biel« Ursillinerinnen erweckten solch« heißen Freundschaften-. «ndere lebten verbittert und sprachen nur selten miteii, ander. Claire Deprieux versank in einem Meer von Zärtlichkeit für Schwester Morch«. Zlls dies« endgültig de» Schleier'mhen. wurde st« frank vor Aufregung. Si« sttt und blutete in dieser Liebe. Sie lebte wer noch für dies geweihte Wesen illrd fieberte nach einem Blick von ihr. Wer Schwester Marthe, schneeweiß im Gesicht und jchnaewetß in Spitzen ulld Perlon, soh nur aus Christus. Bon diesem Tage an war Claire Jesu Braut. Immer war sie um Schwester Morthe herum, wollte ihre Hand halten, chr Gewaird berühren und ihren wunderbaren Blick auf sich ruhen fühlen. Schwester Martl>e erteilt« den, Kirch Unterricht in dem Kloster- gartey mit den hohen Mauern und dem Blick auf den Kirckchos von Neoers- Ckair« magerte sichtlich ab. Sie geriet in Verzückung hei einem Kuß Schwester Morthe s. Als ste dam, das Kloster verlassen mußte, wußte sie, daß dies auf Wunsch Schwester Warthes geschah. Frau Deprieux sagt« zu ihrer Tochter: „Ich glaube, sie weinte hinter ihrem schwarzen Schleier. Ihre Hand umklammerte das Gitter. Ich hätte angenommen, sie wäre mit dir unzusrieden, wenn sie nicht gesagt hätte:„Wozu sich das Kind auch«ntschlietzt, passen Sie aus, daß sie sich nicht zu schnell entschließt. Sie ist zu leidenschaftlich." Als Schwester Claire wieder in Lille nwr, hielt sie sich für eine Verworfene. Ihr war Nor geworden, daß sie Schwester Marth» mehr liebt« als Gott. Im leidenschaftlichen Gebet sucht« sie Buße zu tun. „Herr, der du diese Liebe verworfen hast, von der ich glaubt«, daß sie rein sei, ich will in Zukunft nur noch Liebe Üben nicht zur Befriedigung meiner selbst, sondern, um ander« damit glücklich zu machen Ich werde die lieben, die memand sonst liebt," In dem Attartuch, das sie jetzt für die Hochzeit Joanne Wovelets stickte, erschien ihr dos Bild der Ursulinerin in weißem Brouttleld. Lebte sie noch auf dieser West, die sie nur durch den schwarzen Schleier sehen tonnte? In welchen, Kloster- außerhalb Frankreichs mochi« sie jetzt beten? ch Schwester Claire unterbrach ihr« Träumerei� um di« Arbeiken ihrer Zöglinge zu überwach«». Drei Arbeiterinnen»Wen für Kundinnen, die regelmäßig Arbeit an dos Kloster gaben. Schwester Claire lag nichts an dieser anspruchsyollen Kundschaft, hi« immer nur daraus drang, daß sie in echer Lim« bedient wurde. Di« Nonne woMe lieber die Aer- tündungen mu den Pariser Finnen aufrechterhalten und es nicht daraus ankommen lasse», deren Bertrauen zu verlieren. Sie wollte nüjjt deren Bestellungen oerMchlasjigea zugunsten der Aufträge der ÄuitMnnc» hier, die oft genug weniger zahlten und sich Haupt- sächlich an die Klöster wandten wie an klein« Schneiderinnen, um billiger dabei wegzukommen. Schwester Onreoal setzte sich ihrerseits für diese Kundinnen ein, well sie manchmal dem Kloster kleine Spenden zukomme» ließen. Bon einer Gutsbesitzerin lag«in Haufen Arbeit da: alte Hemden aus sehr guten, Stoff sollten modernisiert, halb so lang gemacht werden. Dos Nachthemd reichte jetzt nicht mehr vom Hals bis zu den Knöcheln, sonder» vom Busen bis zum Knie. Di« Arbelterinnen mit ihren Bauwollhemden beneideten dies« Gutsbesitzeriii. Amsli« Baucher haßte die Baumwolle, Die gleiche Arbeit wurde in Bairmwolle geringer bezahli als in Seide oder Leinen. Es war ei» Jammer, so viel Arbeit an schlechte Stoffe zu ver- schwenden, den Km, binnen kauften, die eine tadellose Machart wünschten, aber weirig dafür zahlen wollten. Die Wäschestrmen gaben auch minderwertige Stoff« in Arbeit. ließen sie aber ebenso verarbeite» wie die besten-, niir zähsten sie bei hen billigen Stoffen weniger Arbeitslohn, obwohl die Arbeit jedesmal gleichviel Zeit erforderte. * Anuitie Baucher. eine geschickte Näherin mit leichler Hand und starren, Charakter, suchte nicht so sehr leichte Arbeit als gutbezohlle Qualitätsarbeit. Der alte Fluch unzureichend bezahlter Arbeit lastete auf den Klöstern. Sah eine Dame im Laden ein reures Wäschestück, dann kam sie zu den Schwestern, um es dort billiger" arbeiten zu lasten. Schwester Claire empörte sich über diese Gemeinheit. Sie stoß sn« jungen Mädchen in die christlichen Gewerkschaften eintreten und sagte zu ihnen;„Das ist eure Pflicht als srangqsiscl>c Frau. als Kathalitin und als Arbeiterin." Vorsichtige Mädchen uii« Amalie Baucher, verlangten zu misten, was sie davon hätten, daß sie monatlich einen Franken Beitrag zahlen müßten. Schwester Clair« antwortet«:„Gemein schoft! Ihr müßt in erster Linie nicht an euch deuten; das ist un- chrifttich Ihr müßt euch organisieren, damit ihr gerechten Lohn betonmit; andernfalls schadet ihr euch und de» anderen. Allein ist in an ohnmächtig" Schwester Claire münschtc Zentralisierung der Arbeitsstätten der Klöster durch das Mutterhaus. Im Mutterhaus sollte mm, vergleichend« Lohntabellen führe». Sie bewies Schwester Orneval. haß Gott doch«,» Gott der Gerechtigkeit uwire und daß man ihn, damit Werne, wenn man um diese Gerechtigkeit kämpfte: „Wieviel Mädchen werfen sich weg wegen schlecht entlohnter Arbeit! Wem, die Arbestssäl« zu billig arbeiten, führen dos die Wäschesirme» den freien Arbeiterinnen gegenüber als Beispiel an, imk» dann müssen die freien Arbeiterinnen sich wohl oder übel fügen. Wenn Sie es zu dem Preis nicht machen wollen, sagt man ihnen, geben wir die Arbeit ins Kloster." Schwester Orneval erschrak über die Sünde, die sie unwissent- sich begangen hatte:(Fortsetzung salgt.) lllnrk 2,85 Seil Jahren wird in Deutschland um das billige Buch gekämpft. Heute ist es da. Als Normalpreis hat sich nun 2,85 Alark für Bücher eingeführt, die in Mostenauslagen«rfcheinen. Gewiß werden Neuerscheinungen nach immer wesentlich teurer sein, da sie auf kleine Auslagen beschränkt sind. Immerhin zeigt der Absatz von 800 000 Exemplaren der Puddenbrocks. welches gewaltige Reservoir an Lesern in Deutschland vorhanden ist, das der Berlagsbuchhandel noch nicht erfaßt hat. An Weis Armee unbekannter Leser wendet sich der Berlag Th. Knau t, Berti n. der Schöpfer des 2.8S-M.-Buches mit seiner Früh. jahrsproduktipm Zwei populäre Namen beherrschen sie: Emile Zola med Oskar Wilde. Von Emil« Zola liegen die beiden Serien„Die Städte" und die„Bier Evangelien" in 6 Bänden vor, die einzeln käuflich siiw. Ein verdienstvolles Unternehmen, weil damit aus unberechtigtem Dunkel die beiden Serien hervortreten, die neben Zolas berühmtester Romanserie, den„Rougon Maequari", v:r- haltnismohig unbekannt geblieben sind. Di>„3 Stadls" u», fasten die Romane Lourdes. Rom, Paris und haben den Abbe Pierre Fromoitt als gememsamen Heiden. Die„B'cr Evangelien" um- fasten die drei Roman«„Fruchtbarkeit",..Arbelt* und„Wahrheit". Das vierte Evangelium war das der Gerechtigkeit Zola starb über diesem Roman, den er schon vorher durch seinen unsterblichen Komps für die UnschuliJ vm, Dreyfus wahrhaft gelebt hatte. Dle Frage, warum diese Werke nicht so populär geworden such wie..Nana".„Germimü",„Totschläger", beantwortet Zolas kühne Erklärung über seine Rowanreihe„Bier Evangelien":„Ich eröffne mit ihnen das kommende Jahrhundert." Es ist wahr, daß diese sechs Roman« Zolas nicht stets die farbige Fülle setner früheren Werke haben. Aber doch ist dies nur bedingt wahr. Sie emhatten Szenen von einer Grötze, die zum Höchsten in seinem Schaffen gehört. Freilich sind diese Bücher nicht mehr Romane. Ihr eigentlicher Inhalt ist die Befreiung des Mensche» durch sich selbst und sei,, Weg zum Sozialismus. Welchen kühnen Blick in die Zukunft loht uns der Roman„Rom* schauen, der mit der berühmten Prophelie von der stufe,, weisen Bereinigung„der Pro- oinzei, zu Völkern, der Böller zu Rasten, der Rassen zu der«II- zigen unsterblichen Menschheit" schließt. Jeder Sozialist mutz wünsche», daß diese 6 Bände Zolas endlich populär werden, um in sfunderttausenden Lesern das Licht einer neuen Begeistennig zu entzünden. Neben diesem Zola ist die Gesamtausgabe Oskar Wildes in zwei Bäirdcn von zusammen 1400 Seiten etwas weniger wichtig. Aber auch zu Wilde hat sich unsere Stellung gefestigt. Sein« ober- flSchljchen Gesellschostskomödien brauchen wir nicht mehr trogisch zu nehme», während uns die gewaltige Wandlung des Dichters durch seine Zuchthaustragödie immer mehr erschüttert. Schon mir ihr steckte in Wilde eine Persönlichkeit, die nur durch besonder« Verhall niste verdorben worden ist, wie soine frühe bedeutende Schris, über die„Seele und den Sozialismus*«rkenne,, läßt Das Zuchthaus hat ihm die Bedeutung des Leides enthüllt und ihn durch drei kleine Schriften, zu denen auch feine berühmte Zuchthcms ballade gehört, den unsterblichen Vorkämpfern des Menschenrechts verhundeiu Die Gesamtausgabe bringt alle Werke Wildes in alten berühmten Hebers etzungen. Das Borwort von Arnold Zweig stellt würdig und ohne Uabertreibung die Bedeutung Wildes fest. Felix Stöisiager, Ass Einheitsbapd für 2,85 M. bringt der gleiche Berlag drei Bücher von Waldemar B o n s e l s, nämlich„Mens�enwege", „Eros und die Evangelien*.„Narren und Helden" unter dem Ge memschaststite»„Notizen eines Bagabunden* heraus. Die drei Bände haben früher 2i M- gekostet, jetzt— 2HS M.l FÜfi DEN KLEINGÄRTNER. Später Kastensatat. Währerch die Anzucht von Kopfsalat ig, warmen Mistbeetkasten ausgangs Winters«ine mühsame. Arbeit ist. wird derjenige, der Über«in Paar Slasfenster verfügt, im März und Aprll ohne große Mühe schöne Salttköpse erzielen, wem, er die Fenster dazu benutzt, einen Kosten zu bedecken, der durch Laub, Sträußel oder entbehrlich gewordenen Dünger, der als Winterschutz gedient, einen lainvarmen Fuß erhallen hat. Man bringt auf die Unterlage eine Schicht nahr- hafte Erde uiH pflanzt in diese die jetzt allenthalben von den Gärtnereien angebotenen Salatpflön.zchen, wobei die Sorte„Mqlkönig" sich am beste,, eignet; man nehme nur kräftige und gedrungene Pflönzchen; 30 Stück rechnet man auf das Fenster Zunächst wird der Kasten geschlpsten gehalten, begimrt aber das Wachstum der Pflanzen, so ist Lüfte» die wichtigste Ausgabe, Der auf dies« Weise herangezogene Salat zeichnet sich durch feste und große Köpfe aus; er ist dem Landfalat um einige Wochen voraus. P. D. Oewurzkräuter. Basilikum Als Würze zu Schiiittfieisch, zur Essig- und Senfbereitung gebraucht. Da die Würze äußerst stark«st, Hot man jedesmal nur«in geringes Quantum nötig und man wird daher gut tun, für den privaten Gebrauch von der Kultur in Töpfen Gebrauch zu machen. Aussaat in, März st, Töpfe, die warmgestellt werben. Di« einzelnen Pflönzchen werden in Töpfen weiter kultiviert und im Mai mit 15 Zentimeter Abstand auf tief gelockertem Bode» ausgepflanzt. Bei Eintritt der Blüte abgeschnitten und getrocknet aufbewahrt. Bei Topfkullur ist nachher Platz im Fenster zu geben. Es gibt zwei Sorten: großblättriges grünes, und krausblättriges feines grünes, letzteres hat die feinste Würze. E s d r a g o n ist als Zusatz zu Sooßen und Zutat des Bereitung von Kräuteressig beliebt. Er ist eine ausdauernde Pflanze und muß alle vier Jahr« umgepflanzt und geteilt werden. Bei Bezug solcher Zeilstücke Hot man die Gewähr der Echtheit Aus Samen gezogenes Ekdragpn ist nicht immer gewürzig. Da, Kraut ist vor der Blüte am gswürzigsten. Im Herbst bedeckt man die Stöcke mit verrottetem Mist. Boretsch kGurkeukraut, Boroschs. Nicht mir Gewürz, sondern auch Bienenftitter. Stellt keine Ansprüche an den Boden Kann, da er sich selbst fortpflanzt lästig werden. Lucsaat im Frühjahr od»r Herbst. Die jung«, Blätter werden als Würzen zu Surken und Salat verwendet Schniftpetersilie Wird gen, zur Berzierung von Schüsseln, aber auch als Würze verwendet Aussaat im Freien im Mörz oder April. Der Same» tiegt oft nwhrev» Aachs», ehe er keimt Es empfiehlt sich daher Reihensaat und Markierung. Guter Baden und bei Trockenheit Gießen find für de» Erfolg notwendig. E. n. Versuche mit Kastengarken. Aus dem Bericht, den Direktox Lisges vom Bcrfuchsrwg der Rheinischen Lehranstalt für Gemüsebau in Straelen abstattete, geht hervor, daß die Schlangengurken als Kastengurken im Vergleich zu den knr.zen dicken Gurken einen höheren Berkousswcrt haben, der auch durch die hohe Stückzahl der kurzen, dicken Sorten nicht auf- gewogen wnvde.?. O. „Original holländischer Erstling.*4 Im Lexsuchsring zu Straelen wurden in« pergangene» Jahre Versuche bei Frühtartofsein mit verschiedenen Änollengrößen durch- geführt. Bei einer Durchschnittsgröß« der Pflanzknolle von 5 Zentimeter und einer Ernte vom 17.— 27. Juni stand„Origiiml Holl. Erstling* an der Spitze. Bei der Knvllengröße von 4 Zentimeter nahm der Borsprung der Originalsaat ab. er wurde bei einer Knollengröße van 3 Zentimeter von„Holl. Erstling Nachbau Ost- preußen* eingeholt r. D. Anbaupreise der Konservenindustrie. Den Preisrückgang beim Sporgelbau für die Kvnservennümftric haben w'r bereits erwähirt, aber auch für das sonstige Gemüse hat die Industrie die Anbauvertragspreise für 1930 durchweg hexabgesetzt Einer in der Gartenbauwirtschaft veröffentlichten Tabelle entnehmen wir als Preise für 50 Kilogramm ad Ort: Erbse,, 8 M., Buschbohnen mit Fäden 7,-50 M., ohne Fäden 10 M., Staitgenbohuen 9 resp. 11 M., Frijhkarotte«, 6,50 M., Herbst- ka rotten S M., flrühfpimtt 4 M., Herbstspinat 3�0 M. Gegen 192» zeigen die Preise ein Minus von OHO bis 1 M.; bei Stangenbohnen ohne Fäden beträgt der Unterschied sogar 1„50 M r. Vi. Wie beseitigt man Kalkbeine bei Hühnern? Aalkbein« sind nicht nur«in« Plage für dl« befallenen Hühner. sondern auch gleichzeitig«In« Gefahr für den ganzen Hühnerhof. denn st« wirken ansteckend. Am vorteilhaftesten ist es, wenn man die Beine der befallenen Tiere mit Kreolinsttfe einschmiert, nachdem man sie vorher mit kauwannen Wasser und Schmierseife abgewaschen hat. Das in b«r Kreoliiffeife enthalten« Kreosot löst dann leicht die verkalkte Schicht auf und gibt den Beinen ihr früheres, gestzndcs Aussehe» wieder. G. B. •ARBEiTEHTUSSSALL Werbespielc in Storkow Um iif bunhestteue.Fußball txweguag in der Provinz zu propagieren, beschloh der I. vezirk innerhalb seines pczirlsgebicles Wcrbejpiele mit spielstarken Nann- schassen zn veraoslolten. Als erster Ort wurde Storkow ausersehen. Eiche-Köpenick und Lichlenberg I, zwei sehr spielstarke Monuschosten., verde,, hier für die Peweguug werten. Die bisher von beiden Mannschastc» ausgetragcnen Serien- sowie Gesellschastsspiele wirkten schon in vertiu sehr propagandistisch, so daß das Spiel am kommenden Sonntag in Storkow voll und ganz seineu Zweck«stillen dürste. — vorher spielen Slartmv l gegen Eiche-Köpenick? und Licht«, derg l Jugend gegen Eiche Zugend. Di« Are istlasse steht salgende Spiele vor: Fercha gegen Trebbin in Luckenwalde und Wsljersdstrs gegen LuckenW.ilde llt in Wollersdorf bei Lucksnmaldc. Im 1. Bezirk wird Lichlenberg 1 1 gagen Neukölln den Beweis erbringen, dost die seinerzeitige IS: 0- Niederlage pur durch unglückliche Umstand« verursach wurde. Das Spiel findet in Lichtenberg, Norinannensrraße, statt, choppcgarien trisjt aus eigenen, Platz ans den Rouling in, 1. Bezirk Union-Tempelhof. Man darf aus das Abschneide» der Tempelhoser bei den Serienspieien gespannt sein. In der Wnhkheidc stehen sich Borussia und 5)erzselde gegenüber. ITGL.-Neukölln spielt gegen Lichenberg I 2. Der 2. Bezirk Hot wieder.Hochbetrieb, gast alle Bereine sind in Betrieb gesetzt. Wansdors spieU gegen AU-Runst. Schönow gegen Karow. Lychen gegen Neuenhagcn. Saxonia aus den» tfxerztorplotz Schönhauser Allee gegen Frei« Scholle. Oderberg gegen Karow 2. Alt-Glietzen gegen Borwäris-Wedding 2. Eintracht gegen Woißcnfee 2, in Reinickendorf, Sporiplatzc Schantweberstrohe. -iii Ranst 2 gegen Pankow 2- In,;i, Bezirk spiele,,: Spandau 2S gegen Sokol-Charlotten- bürg in Spandau, Seeburger Straste. Ans de», gleich» Platz Pntab gegen.Kladow. Potsdam gegen Sparta-Naucn. Rathenow gegen Wilniersdorf. Ketzin 1 gegen Nauen 2. Berleberg 1 gegen Havel berg Z. Pxrleberg 2 gegen Havelberg l. Pritzwalk 2 gegen Kyritz l. Niemegk gegen Jüterbog. Zweite Mannschaften: Neukölln gegen Schöncherg. Obeespree gegen Kagel 1. Snoblauch gegen Potsdaim Spandau V> gegen Sokol=• Eharlottenbnrg. Treuenbrietz«,, gegen Hertha. Nienwgk gegen Luckenwalde Hl. Löwendars gegen Luckenwalde l. Dahme gegen Luckenwalde V. Kloster Zimw gegen Luckenwalde II. — Jugendmai, nschasten: Saxonia gegen Lichtenberg I. Neukölln gegen Poisdain. Werder gegen Ketzin. Rathenow gegen Köpenick. öVi Punkt«, Ö. Sielafs. Aiueiluug Grünau. 4'-? Punkie, 7. Mellnitz, M'txllizng Treptow, 4 Punkte. 5. Grurrewald, Abteilung Grünau, s Punkte, st. henke, Zlbtellung Prenzlauer Berg, Z',� Punkte, lv. Steuwck, Abteilung Treptll'v, Z Punkt?, ll. Hering, Abteilung Friedrichseld«, 2% Punkte. Frauen- Kunstreigen bei„Wien. Berlin" Bei dem grotznr Arbcilerschwimmsest„Wien gegen ll e r l i n" am Sonntag, 30. März. 15 Uhr, im Luoadad in Halenfcc werden die Berliner Frauen ein«, ihrer stets mit grohem Beifall ausgenommeneu Reigen schwimmen. Infolge der größeren Auftrieds-trast des weiblichen Körpers ist die Frau ganz besonders zu diesem Wassersportzweig berufen, der infolge feiner Vielseitigkeit den Teilnehmerinnen, die Über Mamr- schastsgeist oerfügen, stets Freude bereit«, wird. Reigenschwimmen ist heute bei den sportlich meist hochstehenden Arbeiterschwtmmfesten uneiübehrlich oft et« Zugmittel für die Zuschauer. Viel Lust und Liebe zu? Sache müssen Leiter und Mannschaft mtsbriMen, um b« einem Fest für fehlerfreien Erfolg garantieren zu können. Ost geliören wacheillange ft«bin igen dazu; muß doch der Leiter erst die Figuren ausdenken, dann die Skizzen anfertigen, danach erfolgt die Einteilung der Teilnehmerinnen auf die einzelnen Pläfze, Di« Er. satzfrauen müssen besähigt sein, jeden Platz besetzen zu können, des- halb stnd oft die besten Reigenschivinnneri»nen im Ersatz. Wieder. Holle? Einlaufen i» der Turnhalle ist nötig, damit beim lieben im Wasser seh« ihren Platz und die auszuführenden Bewegungen kennt, danach erst erfolgt das Ueben Im Wasser. Bedenkt man, daß allein in Berlin acht Reigenmannschaste» vor- Händen sind, dazu die Kreisreigenmannschaft, die sich aus den ein? zelnen befähigt«, Schwimmerinnen der Bereine zufanmiensetzt, so steht mm, die große organisterte. sportliche und volkstümliche Arbeit, die geleistet werden muß, tun nicht nur werbend zu wirken, sonder» auch ständig neues zu zeigen, die Manns chaftei, zusammen zuhakten und ergänzen zu könne», Die Hallenbäder in Berlin lasten iwr kleinere Reigen zu, des- halb werden meist Reigen von 12 bis 20 Teilnehinerluucn geschwommen. Daß der 1. Kreis auch schon großes m vorbildlicher Weife geleistet hat, bewies das Bundesfest in Nürnberg, dort wurde ein afier Kunstreigen geschwommen, er wäre doppelt so groß ge- worden, wenn nicht die Mitglieder die Unkosten wie Fahrgeld, Per- pslegung nfw. an allen diesen Veranstaltungen selbst begleichen mästen. Im voltstüntlichen Teil des Städieschwimmkampses am Sonntag j wartet die Kreissrauenmannschast mit einem 48er Kll nstrel g«» Brandenburg gegen Wansdorf. oaxouia- yegen Nowawes. i � wird Zeugnis ablegen von der geleistet«, Aufbauarbeit im yfohhiiifl lieaen �DQiibau yid�tonli�rn If asaen i«___ �_____...............-........ Vorwärts-Wedding gegen Spandau 25. Lichtenberg II gegen j Kreis und den, großen Können der Frauen in diesem Sportzweig Herzfelde. Weißeistee gegen Nauen. Schäneberg gegen Vorwärts- Weddina 2.— Beginn der Spiele: i. Männeruwnnfchaften 13.30 Uhr. 2. Mämwrmannschasten 13.45 Uhr. Jugendmannschaften 11 Uhr bzw. 10 Uhr. Es wird nachmals auf die Resultutubermtttclung an die iAhschäftsstelle C 5 Hansa 9482(Scheller) oder Neukölln 2200(1. Bezirk, Berg«) hingewiesen. Es ist unabweisbare Pflicht der bauenden Bereine, sofort nach Spielschlutz anzurufen, dnmit die Bekanntgabe durch den Rundfunk ermöglicht wirb. Der große Waldlauf Sonntag in den Rehbergen Der t fiteis(Berlin- Brandenburg) des Arbeitet- lutn- mid-Sporlbunde» veranstaltet am 3 0. M ä t} seinen F r Ü h- jahrwaldlans. Ausgehend vom Volkspat7 Reh. berge, dem schönsten Volksport Berlins, führt der Lauf in die angrenzende Zungsernheide. während die Langstreckler 1000 Meter durcheile,», begnügen sich die Sprinter, Turner. Spieler und Zugendlichen mit 2500 Meter. Die Frauen starten zu einen, lZ00-Mcter-Lous. Regia,, 13 Ahe. Den Auftakt der Veranstaltung bildet die itzX MuMetec-Stoftel der Amder. Neben den Kamp, laus«» finden Propagandaliraje stall. Das wird eine Heerschau der Sportler werde», die gleichzeitig in, stets gut besuchten Boltspork der Werbung für den bundestreuen 'Arbeitersport dieAl. Im Anschluß an die Läufe finden die Spiele erstklassiger Wannschaften stäkt: Osten>— Wedding 1 (Faustboll der Alten Herren), Wedding l(ftreismeister)— Wedding II(Handball), Ostring T— Moabit I(Hockey). A mateur-Boxmcisterschaftcn Den Abschluß der Meisterschaftstämpfe der Amateurboxer bilden die Montag, 31- März, 20 Uhr, im Sportpalast stattfindenden T i t e l k ä m p s e, wo die 10 heften Berliner Amateure im Ring stehen. Die Berlreter der Behörden und der Verbände sind geladen, weiter sind 1600 Plätze für die Berliner Schustugend reserviert. Um die Titel werden kämpfen: Fliegengewicht: Ball und Balsam, Mncxabi. Bantamgewicht: Ziglarsti, Westen und Pierenz, Post SB„ Federgewicht: Moehl, Heros und Reckler, Wittenberge, Leicht? gewicht: Mal,;, BkaccoW u,*d hnnnekins, Westen, Weltergewicht: Knddatz, Tcnn. Bor. und EzerOnski,'Astoria, Mittelgewicht: hörne- mann, Sparta und Seolig. Ten». Bor., Halbschwergewicht: Bot«, Zlstoria und WiMgcn, PSB. und im Schwergewicht: Wegener, Westen, und hinzmann, Heros. �rdeiterschach Da? kürzlich beendete Weistertnrnicr der Freien Ar- beitec-'vchachuer�üuM'R Groß. Berlin ergab folgende lRchuüate: Meist« wurde Hans Karge ans der ZlMeiXung Prenzlauer Berg mit kZ? Punften. In der Gruppe.X siegten: 1. Hans»arg.:, Abteiluno Prenzlauer B-ra, Punkt«.?. May. Adtellung Mitte. � 8 Punkts, 3. Arendt. Wtellung Kreuzberg. 53» Punkte. 4 Pilorck.| Abteilung Weddinz, 5 Punö«. 5- Ahrahan,. Abteilung Weißens ce, 3 Punkte, E Jungnüsch. Abteilung Äreuzderg, 4�4 Punkt«, 7. Liedtk«, � Abtsllung Mille, 4 Punkte, b- Obst. Adtsiwng Weitzensee. 33» Punkte, 0. Engel. Abteilung Weiße, flee, 2 Punkte. 10. Wurzeldorf. Abteilung Friedrkchsham, 2 Pnnv«. Gruppe S: 1. Brandl, Abteilung Reu tölln. 8ko Punkt«, 2. Gersi-nbcrgcr, Abteilung Prenzlauer Berg. 7 Punkte. 3. Voigt. Abteilung Treptay.', � Punkte, 4. Müller, Ab- i WUmg RcukSllm Oli Punkte, 5. Düring, Abteilung Friedrichsham, l Anlcuntt der Stödiemannschaft Die wiener Skädkemasnschafl trifft zum Schwimu»- kämpf.Wien— Bertin" aw Sonnabend. 2 0. Mörz, früh S.SS Uhr, ans dem Anhalter vahuhaf. ein. Me zum Empsayg beskmmteu B«lln« Arbeitersporiler und Fnatkionäre lressen sich l5 Minuten vorh« oben vor den Bahnsteigen. Die S Parteileitung. Max Schuir. Für groh und klein Neuköllnf-Britz ladet ein! Die b im bestreuen Tum« uich Sportler in Britz begannen vor Jahresfrist mit Mitglied«» de» Aufbau der Bewegung. Nie er- müdender Arbeitseifer und Gemeinschaftsgeist ermöglichten im Lauf des Jahres die Errichtung vpn sechs Abteilungen mit zur Zeit 240 Mitgliedern, die sämtlich dem Bezirk Neukölln-Britz der Freien Tumerschaft Groß-Berl'm angeschlossen sind. Bon d« Spielabtei- lung her Kleinen bis zur Altersriege find alle Jahrgänge pon 4 bis ö4 Jahren zu verzeichneir. Dieser Erfolg veranlaßt dl« Neukölln- Britzer sjir San nahend, 20. März, eine Gründungsfeier in Beckers GesellfchaftÄ>a»s, Britz, Thausseestraße 07, zu veransialten, die allen Teilnehnurn bei Frohsinn uick» Geselligkell angenehme Stunden bringen wird. Für die ftinöcr und vor allem für deren Angehörige veranstaltet außerdem der Bezirk Neukölln- Britz S a n n ta g, 30. März, 14>« Uhr, in der Turnhalle der Schule am Hertzbergplatz ein öffentliches Turnen aller Kinöcrabteihmgcn, das neben gemeinschaftlicher Gymiwstik und Ge- räteturnen mit lustigen Spielen, Kosuichheitsturnen Ausschnitte aus dem heutigen Kinderturnen bringen wird. Einllitt kostenlos. Pro- gramm 10 Piennig. Partei nick, Gowerkschoftsfrennd« sind herzlichst eingeladen. Eine Programmänderung hat der„Ständige Boxring" für seine Veranstaltung am Freitag vorgenommen. Sln Stelle von Olle 5)ölzl kämpft der Belgier Aniade Dutms mit de», Gleiwitzer Emil Koska. Frankreicks Fiskockeyspieler im Sportpalast Nachdem sich fast all- führenden Wannschaften der Eishalle y treibenden europäischen Länder im S p o r t p a l o st vorstellten. werde» sich mm auch noll, die Franzosen mit ihrer'National- Mannschaft an, kommenden Sonnabend und Sonntag dem Berliner Schlittschuhklub stellen. Die sranzvsijchcn Eishockeyspieler stammen jaft sämtlich aus Ehamonix, wie überhaupt der hockeykwb Chamonix als französischer Meister auch Frankreich? Farben offiziell bei der Weltnicisterschasl pertrat. Die Gäste treffen bereits heute in Berlin ein,»m noch genügend Zeit zn haben, sich an Ort und Stelle einznspieleii. .Tor: Tournier, Verteidig«: Charlet,' M. Eouvert. Stgrnur: Ouagtia, haßler, Simond, Ersatzleute: Müntz, Mollard, R. Emwcrt, offizieller Verlleter: Vir. Lavaivre.— Sonja henie trainiert täglich mehrere Stunden und zoigt sich in geradezu vollendeter Wer- fassung. Die Wellmeisterin wird an beiden Tagen laufen, und zwar an jedem Abend zweimal. Während sie in der ersten.Kampfpause ihre Weltmeisterichastskür zum Vortrag bringt, demonstriert sie in d«? zweiten Pmise einige besonders schmierige Epeffaliianren imm Sprünge Naturfreunde werben i 3n einem Lichlbildervorlrag: ,.Wand«ungen durch Zahrhuvdcr!« und coiidschafte»" zeigen die Naturfreunde Freiing. 28. März. 20 Ahr, in der Schulaula, Belziger Ecke Eiscnacher Siros/(S-schne- berg), farbenfreudiges Nakvrerleben. Elnkritk Z0 Pf. Berliner Fujzbolltlub„Vorwärts", Mitglied des Arbeiter-Turn- und Sportbundes, Lokal Großmann, Seestr. 117, Simmg jeden Freitag. 20 Uhr. sucht zux Bildung einer 2ltten-.herren-Mam, schall noch Genossen aus Partei- und Gewertschaststreifen. Arbeiterradsahrerverein Äroß-Berlin. Sonnlag, 30. März, 8 Uhr, nach Brieselang, Lindenhos. 13 Uhr Spandau, Stadtpark. «tart Waldcmarstraßc Ecke Manamiepplatz. Gäste willkommen. Ein Sechskagerennen aus offener Bahn geht wieder im Juli m Marseille vor sich. Von deutschen Fahrern sind bis jetzt Meyer Stübeckc und Lragard-Goebel verpflichtet worden.— Der f'ranzösijchc Dauerfahrer Krassin will(Hastwirt werden. In der Olähe des Pariser Wintervelodrams on der Ecke der Rue Nelaton und des Boulevard de Grenelle will der Steher sich niederlasse,,— um mir dann und wann noch einmal das Rennrad vom berühmten„Nagel" ZU nehmen. Aus der Industrie Autoausslellung im Zoo. Der Ausfall der großen. oUgemeüien Ainomobilausstelluiig im herbst vergangene» Jahre» oeranlaßt die Automobilwerke Sonherschauen ihrer Erzeugnisse zu veranstalten. Im Zoo ist eine Ausstellung d« General Motors G. m. b. h. eröffnet, die eine vollkommene liebe rficht über die Produktion der Werke bringt. General Motors läßt bekanntlich seine Wagen unter einer großen Anzahl Sondermarken laufen, die im einzelnen gewisse Typen kennzeichnen. Slus der Ausstellung fällt besonders ei» neuer „O a k l a n d"-Wagen auf, der einen 4-Liter-Achtzylin0cr.Motor in Vförmiger'Anordnung der Zylinder besitzt und bei 3000 Um drehungen 82 PS leistet. Der Wagen repräsentiert große Klaffe, hält oder den Preip in sehr mäßigen Grenzen. In den anderen Marken ist alles vom einfachsten Selbstfahrer bis zum repräsentabelsten Wagen zu finden. Die Ausstellung Ist heute noch bis 2? Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.__ Swi» iwatt-Uttion®Mg.ä3«*Ii««. V. Srtcitoi,, 38. Mär,. 20 3»t- ffltiun« der außer» rÄentlichen General«! rfainmlu»«. Ton»m,»»rt:«r-te» Schau spieldaps, im unteren kleinen Saal. .Solidarität", vrt»«rv»ve Sroh-Borli». Touren der Aadfaiirer am Eonntaa dem SO. Mär,. 1. Abt.,»irtckaarku. Waldburq. Stqrt:>:! Uhr Biilrimlir. ää. i.«bt.: Seckeld. Swrl! 18 Uhr Dicficnbachftr. W. guaend: Blumonthal. Start: 20. Mär,. 17K Uhr. Di«ff«nbochs,r. 86.— S. Abt., Nlumenthal. Start: 20 Mär,. Öii Uhr. Landsberger Plah. Nadebritck. Storl: 80. Mär,. IN Uhr, Lande-beraer Plah.—«.«dt.: Berqfeldr. Lokal am Her, Haler. Start: 12'h Uhr Bornholmer örrahe Eitr»rchönhauscr Aller.—*. Abt.: Saatwintel. Star,: lZ Uhr Äorelnslotal.— 1#. Abt.: 3i«l am Start. Star,: 18 Uhr-buraer Sirahr S.~ Abt. Sharlottcnbnrq: Sadowa. Pferdebucht. S'art: 9 Uhr MI- mcrsdorfer Site»analftrafte.— Abt. ercaltli-Lichterfelde: Läwrnbruch. Star,: 8 Uhr Bereinslokal.— Äff. Reutälln: Trebbin— Blankensee. Storl: 8 Uhr Sohenzollernplati.- Abt. Treplon>.P!a»m>chnlcna>«a: Elreis,U„e dnrch den Grunewald. Start: 10 Uhr Bahnhof Treptow.— Abt. Lichtcnbrra: Nadpolo. llcbunaostuichc um!« Uhr Rasche- Ecke Bornitlstraiie.— Abt. vberlchönrweide: Besuch de» Etädtc-Wettschwimm-Nompses Wien-Berlin UN Wellenbad Lunapars. Slari: ISA Uhr lohne R-iders Bahnhof Schvnewrid«.— Ab«. Weih-usce: Ser.zberi,«n der Schmer, er elfter. Start: 20. Mär,. 19 Uhr. Antanplati.• Bcrlammln»»». J. Abt.: 4, April, 2N Uhr. bei Rickcr«, Steiinncftslr. W. guaend: l. April. Wossertorstr. 9.— 2. Abt.: 2. April bei Lock, ö-ftimteip Itrnhe 6. tznqend: l. April. Baffertorstr. 0.- b. Abt.: 2. April in der Slraud bcraer Slr. t. Iuaend: 2. April im Znaenbheim Kraiitfurter Allee 1ZV.- 6. Abt.:! April bei Hoimann, Sch-pedter Sir.'M.— 9. Abt.: ä April im Vereinslokal.— 1«. Abt.: 8. April in der Vetersbnrger Sir b.- Abt. Spar lottenbura: 2. April in der Wilmersdorfer Str. 2l.— Abt. Lichtenberg: 2. April bei Wcaner. grankfurier Allee ZW. KTibM-Reuliilla-Brih.«arten.,ur GrUndunasseier in Brih, die hio Donncroian. 27. Mär,. Turnhalle, nicht abgerechnet find, pelten als per tauft.— Da» offrnrliche«inderturnen des Ve,irks in Neukölln Sonntag. 80 Mär,, macht für Brit, Uebunpsabend für«Naben und Mädchen am Donnerstaa. 1K— 20 Uhr. näti». äreie Rudercr-Vreeiniauna UUZ. greitaa, 28. Mär,. 20 Uhr, Sihuna im ..galtenstsiner". galkensteinstr.-t». geben Montaa um 1» Uhr Basfinrudern im Realonmnanum in Trelow. Neue«runallee Bodeabsich jede» Dirno.- ta« um 18 Uhr im Stadtbad Ganaboferstrofie. Milalleder in der israuen-, Iuaend- und Männcrabteilunq werde,: apfgenommel'. Anfchoift: Hermann Madsack. Swinemünder Str. 0«. ASS. Berein für Leichtathletik, Hocken, Handball, Wassersport. Bis ,ul Eröifnunss des Bohntraininps Mitte April finden die Traininastaq« für Männer und Zuaend jeden ssreitaa um 2» Uhr im Realgpmnafium am Trep tower Ratlmns. Neue Ürnqallce 10. fiait. Für grauen Donners!««» um 20 Ubr in der Turnhalle Ki!sho>,str. so. Eonnia«. 80. Mär,, Teilnahme am sireiswaldlaui. Treffpunkt IBM Uhr Station Rehberg«. JP Wasserball Wien— Berlin (( Die Wiener Arbeiter- W uns e r~ b allmann schu f t, die bisher alle», was ihr entgegengestellt wurde, irfit hohen Torer gebnissen abfertigte, beündd t-ieh jetzt in I teder Form, Sie wird den Berlinern am Sonntag im Lmahad, Ealmaee, in folgender Aufstellung gegenüber* stehen: Capek, Beran, Hummel. Hamlik, Sedlmaper. Rosenberger. Dornst auder. � dkfMffc'JbtSriger � (Bezirk Jtowden~Csten. A4 VOLKS- FEUEBBESTAITUNG5-YERE1N WaC UNTER REICHSAUFSICHT W Nach dreimonatigar Mitgliedschaft unbedingten Rachtsanaprueh auf kostenlose, pietätvolle Bestattung Fenster- und Reste, Fabrikabfälle für Leib- u. Bettwäsche Kein Kirchenaustritt erforderlieh (R. 141 Man verlange kostenfreie Zusendung eines Prospekts oder Vertreterbesuch Haupt- Ueschaftsatalla; Berlin N. 4, Invalidenstr. 110 Fernruf Horten taas~af, 9044 Paul Binder Hoch- und Tiefbau 0, SiRioionstraoe 38 Telephon: Andreas 4884 ./f.£&ckemäcker Optische« ßnslUul 11 öS, Sdtönhauser Jlllee 186 ■Chiferanl für xHmll. 3Cranitenftassen F. rening Heringsräucherei engros— endetail Bsriin 0 U/tange Straße 51 Gebäude-Relnigungs Gesellschaft m. b. H. Berlin S016,Michaelkirchp'at24 Fernsprecher: Jannowitz 4514 Billigste und zuverlässigste Ausführung aller Peinigungsar bei ten/ Bohner- und Oelmaschinen ✓ Staubsauger/ Vertreterbesuch Jederzeit unverbindlich Bandagist Lange Kraakeaartlkei Bandagen orthopädlsctie Appai-ate medizinische Geratschafteti Lieferant für BebSrden nod Krankenkassen Eigene Fabrikation[127 Peroral t Humboldt 1904 BERLIN N84, BRUNNCNSTR ASSE 166 Gegen Husten u. Heiserkeit nur Bultcr-Helnze Johann W. Albers i; G. m. b. 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