Morgenausgabe Sonntag äs:äS5 I La mm U�I■■ I■ U �u-w-ris z° p«. «wich«.blichi!0Pig.Poftz,iw-g�>»d M■ W W) W W m W W H Lt H �Br— 5/ 7? Psg Polldisicllgedühn». Au»land»» MW»D\ k�aflB|«W DW RB IB JM HB HB HB Bf) HB HB y/ Sl»»» n I» aitlg» RonparkilliZ» afionnemem a.— K. eto SUmol, �BBB �M| �H �B �H �B �B B> W Pfennig. 3!(flam('til< 5.— 9leid * i B8■ �H Ml ßS�- brudti iffiort 25 �fenmg(juiöfüg säISS« K M Mir' V M/fl isssKSfi E-IäESI � pSisH-H» essssfe Vevttnev Vottsvlatt«--�Z-v Aentvaloegan der sozialdemokratischen Vavtei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin TW 68, Lindensträße 3 fttrnlpKd)«: Sönbüf) 292—297 Itltßtomm.afct; Sozialdemokra« Berlin. München. 5. April.(Eigenbericht.) Die Untersuchung gegen nationalsozialistische Zellenbildung innerhalb der Reichswehr hat in München einige Vernehmungen notwendig gemacht, die Reiche gerichtsrat Braune persönlich durchführt. In den Räumen der Münchener Polizeidirektion wurden mehrere frühere Ossi- ziere vernommen, die jetzt als Angestellte der Hitler- Partei die militärisch« Ausbildung der SA.-Mannschaften und der Sturmabteibmg unter sich haben, darunter auch den Obersten SA.-Führer(Osaf), Hauptmann- von Pieffer. Pfeffer schreibt dazu im„Völkischen Beobachter":„Ich bin danon überzeugt, daß heute schon große Teile der Reichs- wehroffizier« sowie der Unteroffiziere und Mannschaften nationalsozialistisch denken. Auch mögen zwischen diesen Gleichgesinnten kameradschaftliche Verbindungen und Zusammenhänge bestehen. Dies« Entwicklung ist durchaus zwangsläufig. Wer sich in die. Gedankenwelt des deutschen Soldaten hineinversctzt, der versteht das auch ohne Untersuchung der Kasinos und Kasernen- stoben.".-. � In diesem Zusammenhang teilt der„Völkische Beobachter" mit, Vorwäris-Verlag G.m.b.H. daß der Generalstabsoffizier v. F a l k e n h a u s e n, der bis vor kurzem Kommandeur der Infanterieschul« war, in den letzten Tagen der National soziali st ischen Partei als Mitglied beige- treten sei. * In einer Rede vor den Insanterieschülern in Dresden hat kürz- lich Generaloberst Heye vor dem Gedanken gewarnt, man dürfe es als Reichswehroffizier mit dem Treueid auf die Republik leicht nehmen. Der Glaub«, die Reichswehr sei auf Nachwuchs aus monarchistischen Kreisen angewiesen, sei falsch, es gebe auch sanft Angebote genug. Wer in der Republik Offizier werden wolle, müfle der neuen Staatsform ehrlich dienen, sonst sei für ihn in der Reichs- wehr kein Platz. In diesem Zusammenhang gebrauchte General- obcrst Heye die Wendung:„Bitte, mein« Herren, die Tür steht offen." Dieser sympathisch« Ausspruch des Chefs der Heeresleitung hat in Bayern, wie es scheint, seine besondere Bedeutung. Man benützt die offene Tür«, mn zu Hitler hinüberzuspazieren. Es werden schärfste Maßnahmen notwendig fein, um die Reichswehr vor den zersetzenden Einflüssen dieses Ueberläufertums zu sichern. Psltschecklomo: Berlin 3752(5.— Bankkomo: Bank der Arbcuei. Aaaeliellte» und Beamten. Wallftr 65 Dt B u Tiße-Gel Devosiienkalie Lindenftr S. Keine Abenteuer! Wohin treibt die Regierung Brüning? .Leine Abenteuer!" So lautet der Vorspruch, den Reichspräsident v. Hindenkmrg in das Buch von Schultze- Pfaelzer„Von Spa nach Weimar" hineingeschrieben hat. Keine Abenteuer— es war bisher das Leitmotiv für alle Reichskabinette, selbst der Bürgerblock unter Einschluß der Deutschnationalen hat eine Politik der Abenteuer nach innen wie nach außen vermieden. Das Kabinett Brüning hat dies« Richt- l i n i« o e r l a s s e n. Sein Zustandekommen und seine Zu- sammensetzung sind abenteuerlich, und nun gar erst seine Pläne! Es will im Reichstag eine Mehrheit finden für das Finanzprogramm, nachdem eben erst die werdende Mehrheit für ein im Interesse der deutschen Finanzen und der deutschen Volkswirtschaft liegendes Finanzprogramm zer- schlagen worden ist. Das Abenteuerliche dieses- Versuches ist in den Sitzungen des Steuerausschusses des Reichstags am Freitag und Sonnabend hervorgetreten. Der Block der Re- gicrungsparteien, der zur Not für die Finanzgesetze der Re- gierung Brüning zu haben wäre, hat rund 140 Stim- men von 4SI. Bayerische Voltspartei und Wirtschaftspartei und volkskonservative Gruppe sind höchst unsichere Faktoren, die mit Spezial- wünschen hervortreten und an den Grundpfeilern des Finanz- Programms der Regierung rütteln. Bon der„nationalen Dienstpflicht", die Herr Treviranus. einer der Väter des Kabinetts Brüning, so laut als das Wesen der neuen Koa- lition rühmt, ist kein Hauch zu verspüren. Wo ist die Mehrheit? Die Mehrheit fehlt. An ihre Stelle.txitt wieder d i e Drohung mit dem Artikxl 48.- Je unsicherer die Mehrheit wird, je kleiner die Minderheit, die sich auf die Finanzgesege vereinigt, um so abenteuerlicher wird der Plan, die fehlende Mehrheit durch den Artikel 48 zu ersetzen, um so stärker oerstößt solche Absicht gegen den Sinn der Demo- kratie! * Di« Schwäche der Regierung Brüning wird in der nach- sten Reichstagssitzung hervortreten. Am kommenden Diens- tag wird der Reichstag die vom Reichsrat bereits ver- abschiedeten Finanzgesetze beraten, die noch von der Regierung Hermann Müller ausgearbeitet worden sind, und für die damals«ine Mehrheit bestand. Zu diesen Vorlagen gehört das Gesetz zur Vorbereitung der Finanzreform, dessen Artikel I die Bestimmungen über die Sicherung der Arbeitslosenversicherung enthält. Diese Vorlage ist ebenfalls vom Relchsrat verabschiedet, sie trägt die Unter- schrift des Reichsfinanzministers Dr. M o l d e n h a u e r. Aber— weder die Reichsregierung noch der Reichsfinanz- minister Moldenhauer werden zu dieser Vorlage stehen. Es wird die groteske Situation eintreten, daß beide diesen Gesetzentwurf verleugnen werden, und daß die Regierungsparteien von heute beantragen werden, an seine Stelle jenen Kompromißvorfchlag zu setzen, an dem seinerzeit das Kabinett Hermann Müller zersprungen ist. Die Sozialdemokratie jedoch, die heute in Opposition steht, wird die vom Reichsrat bereits beschlossene Vorlage begründen und verteidigen! Jeder Satz in der amtlichen Begründung, die der Vorlage beigegeben ist. ist ein Argument gegen den Kom- promißvorschlag, den die Regierung an ihre Stelle setzen will. Die nüchternen finanziellen Darlegungen über die Fi- nanzen der Reichsanstalt sprechen laut gegen die Absicht, eine Beitragserhöhung zu verhindern, sie lassen erkennen, daß der Kompromißvorschlag zum Leistungsabbau führen muß. Mit der ursprünglichen Regierungsvorlage waren große Chancen für eine Mehrheit für die Finanzgesetze gegeben— mit der Wendung gegen die ursprüngliche Vorlage sind diese Chancen verscherzt worden. An die Stelle nüchtern-jach- licher Erwägungen sind Spekulationen auf eine Mehrheit mit Hilfe der Rechten getreten, deren Brüchigkeit sich heute schon erkennen läßt. Warum? Weil man das Experiment des Regierens ohne die Sozialdemokratie wollte, well man den Versuch einer Frontbildung gegen die Arbeiterschaft unternahm! Angesichts der Zusammensetzung des Reichstags ist dies Experiment ein gefährliches Abenteuer— noch viel gefährlicher ist es angesichts der sozialen Schichtung des Volkes! Nichts wird den Charakter der Regierung Brüning treffender kennzeichnen, als der Kampf um die Lorlage zur Sicherung der Arbeitslosenversicherung! Vielleicht wird die Senat ratifiziert yoting-ZMan. Fast einstimmig.— Konsequenz der Friedenspolitik. £7 Paris. 5. April.(Eigenbericht.) '> Der Senat hat den Poung-plan mit 264 gegen 6 Stimmen Nngenommea. Di« Sonnabenddebatte des Senats über die Ratifizierung des Dvung-Planes verlies überaus ruhig und sachlich Die Berichterstatter der Fincmzkoimnission und der Auswärtigen Kommission, die Senatoren D u m o n t und Bereu- g«r, hatten ihre Aussuhrungen darauf eingestellt, daß der Aoung- Plan keine gefährlich« Neuerung, keine Revolution darstell«, sondern nur die logische Konsequenz einer seit 10 Jahren durch geführten Politik der endgültigen Kriegsliquidierung sei. Der Dawes-Plan, so erklärte Dumont, habe zwar Frankreich befriedigt und Deutschland finanziell keineswegs überlastet, doch sei er wegen seines provisorischen Charakters ein Friedenehindernis gewesen, denn er habe die Räumung des Rheinlandes unmöglich gemacht. Der Boung-Plan sei zwar nur durch den guten Willen und die Ehrlichkeit Deutschlands garantiert, doch habe die Solidariotat der Völker solche Fortschritte gemacht, daß dies« Garantien genügen könnten. Berenger betonte, es märe einigermaßen beleidigend, wenn man annehmen wollte, Deutschland könnt« den Poung-Plan zerreißen. Das sei heute bei der Stärke des Völkerbundes, dem Deutschland als vollberechtigtes Mitglied an- gehöre, nicht mehr möglich. Der Noung-Plan, dessen Grundlagen die Schiedsgerichtsbarkeit und die internationale Solidaritäl seien, musie von Frankreich ratifiziert werden, wenn grairkreich überhaupt feine seit einem Jahrzehnt geführte Politik nicht offen verleugnen wolle. Dergebftch versuchten die Senatoren De Blais und Delahaqe, mit dem Hinweis auf verschiedene technisch« Details zu beweisen, daß der Pmrng.PKm schwere Gefahren mit sich bringe. Minister- Präsident Ta rdieu wies dir Opponenten mit der Bemerkung zurück, daß Frankreich die feierliche Verpflichtung Deutschlands in der Hand habe, und man diese Verpfstchtung keineswegs leicht «ehmen dürfe. Tardieu kündigi Räumungsnoie an. Leder die strategischen Bahnen.- Von Sanktionen schweigt er im Ssnat. Parts, 5. April.(Eigenbericht.) Ministerpräsident Ta rdieu kündigt« in seiner Senatsrede, an, daß die französische Regierung in den nächsten drei Tagen eine Rot« über die Räumung des Rheinlandes in Berlin werde über. geben lasten Die Räumung werde erst dann beginnen, wenn Deutschland der Internationalen Zahlungsbank die An er« tennungsurkund« seiner Reparationzpslicht übergeben und wenn es, was der Hauptgegenstand der Rot« sein werde, auch die letzt« Reste seiner Festungswerke und seiner strategischen Anlagen im Rheinland endgültig zerstört hob«. Weiter betont« Tardiev. daß der Poung.Plan für Frankreich hen große» Vorteil mit sich bringe, daß Frankreichs Priorität. wenigstens cm den ungeschützten Zahlungen, bis zur Höhe von 82 Proz. anerkannt worden sei, ein Borteil, den selbst Clemenceau bei den Friedensverhandlungen in Versailles nicht habe erzwingen können. Auch Sanktionen feien im Voung-Plan vorgesehen, fügt« Tardieu hinzu, doch davon spreche er lieber nicht. Eine Reihe weiterer Redner, namentlich vom äußersten rechten Flügel des Senats, versucht«, in verschiedenen Einzelsragen bedroh- liche Lücken im Poung-Plan aufzuweisen. Zuletzt ergriff auch noch der ehemalige Präsident der Republik, Millerand, das Wort, um eine heftige Attacke gegen den neuen Ausdruck der französischen Verzichtspolitik gegenüber Deutschland zu reiten. Stalin berust den Parteitag. Ab 16. Juni in Moskau. Sowno, S. April. Einer Moskauer Metdimg zufolg« hat Stalin im Auftrage des Zentralauslchusies der Koinimrnisttühen Partei sämtliichen kom- inunistifchen Orgamfatioiren der Sowjetunion mitgeteilt, daß der lk. Parteitag der Kommunistischen Partei zum 16. Juni ein- berufen worden Ist. Aus der Tagesordnung steht außer der Em- gegennahme de? Berichte über die T inigleit des Zentralausschusscs, der Zentrallontrollkominifsion und der sowjetrussischen Kommu- mstischen Partei die Wahl des Generalsekretärs und des Zentraiausschufses sowie die Aussprach« über den Fünsjahresplan und über die Kollektivwirtschaften. Das Antiterrorgesetz angenommen. Segen die sozialdemokratische Opposition. Wien. 3. April.(Eigenbericht.) Der Ratipnatrat nahm om Sonnabend das Antiterror- g e f e ß in dritter Lesung an. Sämtlich« sozialdemokrati» schen Abänderungsanträge wurden in namentlicher Ab- summung mit 86 gegen 66 Stimmen abgelehnt. Auch ein Verboisgrund! Versammlung untersagt, weil sie Arbeitslosenproblem nicht löst Budapest, 5. April.(Eigenbericht.) Eine von der Vudapester Sozialdemokratie einberufene ver- sa mm lang, die sich mit der Arbeilslosensrage beschäftigen sollte. wurde von dem Oberstadthaupkmauu verboleu. sin der B«- gründung de» Verbots heißt es n.«l. daß die Versammlung dl« Arbettolosevfrag« doch nicht löse» käune. Hakenkreuz und Reichswehr Nazi-Frechheit in Bayern. ♦teglerurtg mit Hilfe tier Rechten eine Mehrheit für ihre W- änderung der ursprünglichen Vorlage gegen die Arbeiterschaft finden— aber wo ist ihre Mehrheit für die D eckung s- g efetze$ �- Die Bayerische Volkspartei hat die geplante Erhöhung der Bier st euer nicht nur abgelehnt, sie hat gewissermaßen eine national-ba.yerische Re» hellion gegen die Biersteuererhöhung angekündigt, gleich- ssiist ig, ob sie 75 Proz. oder nur 50 Proz. betragen werde. Die Erhöhung der Viersteuer ist ein Eckpfeiler im Deckungs- Programm der Regierung: fällt sie, so ist eine entscheidende Lücke gerissen. Dem Protest gegen die Biersteuer haben sich zwei weitere Regierungsparteien— die Wirtschaftspartei und die Gruppe des Herrn Treviranus angeschlossen. Nicht einmal das geschlossene Eintreten der Deutschnationalen für die Biersteuererhöhung würde dem Kabinett Brüning ohne diese Gruppen eine Mehrheit geben! Was dann? Dann fängt es die Verhandlungen wieder von vorne an, die das Kabinett Müller bereits abgeschlossen hatte! Aber wir hören wieder den Zauberspruch: A r t i k e l 4 8! Wo die Mehrheit fehlt, stellt prompt die Drohung mit dem Ausnahmeparagraphen der Verfassung sich ein! Ob Herr Brüning sich wohl überlegt haben mag, in welches Abenteuer er mit der Anwendung des Artikels 48 zur Verordnung der Biersteuererhöhung hineintreiben würde? Eine geschlossene und st arke Reichstags- Mehrheit hätte es wagen können, mit ihrer ganzen Autorität auch gegen den erbitterten Widerstand des Landes Bayern die Biersteuererhöhung zum Gesetz zu erheben, kraft des unbestrittenen Rechts der ordnungsgemäßen und ver- fassungsmäßigen Reichsgesetzgebung. Was wird jedoch die Folge sein, wenn die Biersteuererhöhung er- folgen soll gegen den Widerstand des Landes Bayern wie gegen den Willen einer Reichstagsmehrheit lediglich mit dem Ausnahmeparagraphen, dessen Anwendung für solchen Zweck nicht verfassungsmäßig ist? Wer auf diese Weise das Verhältnis Bayerns zum Reich belasten und die Autorität des Reichspräsidenten für dies Ex- periment engagieren wollte, würde ein innerpolitifches Aben- teuer ersten Ranges riskieren! * Schon die Benutzung des Artikels 48 zum Bluff gegen fteuerunwilligs parlamentarische Gruppen innerhalb der Re- gierungskoalition birgt Gefahren in sich! Der Bluff mit dem Artikel 48 zeitigt die Versuchung, ernst zu machen, wenn er erfolglos bleibt und die Mehrheit sich nicht findet. Er ver- führt dazu, den Artikel 48 als bequemen Ersatz für parla- mentarische Mehrheiten überhaupt anzusehen. Wenn erst die großen parlamentarischen Schwierigkeiten sich einstellen wer» den, die der Durchfährung der geplanten Agrargesetze sich entgegenstellen, so wird Herr S ch i e l e den Artikel 48 ebenso im Munde führen wie jetzt Herr Brüning! Dem finanz- politischen Abenteuer wird das agrarpolitrjchs folgen. Es ist schon im Sange! Roch vor Ostern fallen die Agrargesetze fertiggestellt werden. Alles, was bisher. über die Absichten der Regierung bekannt geworden ist, die unter dem Druck der Grünen Front steht, licht erkennen, daß es• sich dabei um zusätzliche Subventionswirt- fcha ft zum Schaden der Reichsfinanzen und zur Hemmung «er Entwicklung der Landwirtschaft zur Veredelungspro- duktion handelt. Auf der einen Seite sollen die Reichs- finanzen saniert werden— auf der anderen Seite aber soll aufs neue Verwirrung durch gewaltige Liebesgaben für die Großagrarier geschaffen werden. Gibt es etwas Abenteuer- licheres als den Versuch, eine Mehrheit für die Finanz- sanierung erkaufen zu wollen, um den Preis einer ufer- losen agrarischen Liebesgabenwirtschaft auf Kosten der Reichs- finanzen, an denen die Subventionen zuletzt doch hängen bleiben werden? Vielleicht spielt man mit dem Gedanken, erst mit Hilfe des Artikels 48 die Löcher zu stopfen, um dann wieder mit Hilfe des Artikels 48 neue Löcher aufzureißen? Das ist es nicht allein. Die Pläne des Herrn Schiele— Ausschaltung der Preußenkasse und der Kontrolle der Hilfsmaßnahmen durch die Verwaltung— müssen Konflikt« mit Preußen hervorrufen, das die allgemeine Verwaltung im Osten führt und bisher darauf gedrängt hat. daß die Hilfsgelder nicht zwecklos und ohne Kontrolle zum Fenster hinausgeworfen werden. Zum drohenden Konflikt mit Bayern dann auch noch Konflikte mit Peußen? Die innere Verwirrung, die so abenteuerlich-draufgänge- rische Pläne hervorrufen müßten, läßt sich dann allerdings nicht mit dem Zaubermittel des Artikels 48 lösen! Dann müßte in normaler verfassungsmäßiger Arbeit im Reichstag mühsam wieder auseinandergewickelt werden, was aben- teuernder politischer Dilettantismus verwirrt hat! * Keine Abmteuer! Kein Putschiemus— weder im politischen noch im sozialen, auch wenn er sich das Mäntelchen des Artikels 48 der Reichsoerfassung umhängt! Die Re- gierung Brüning hat abenteuerlich begonnen, und sie treibt immer tiefer ins Abenteuer hinein. Wendung gegen die Arbeitslosenversicherung, Block- blldung gegen die Sozialdemokratie, politische Ausschaltung der Arbeiterschaft— ein böser Ansang! Daß Herr Dietrich durch Herrn Schiele verdrängt wurde, daß die Grüne Front kommandiert— noch bösere Fortsetzung. Agrarreform durch die Große Koalition mit Hllfe der Sozialdemokratie und dem Demokraten Dietrich als Ernährungsminister: davon fürchteten die Großagrarier Stärkung des demdkratisch-republikanifchen Gedankens auf dem Lande, die Hinneigung der Bauern zur Demokratie, die Isolierung der großagrarischen Sonderinteressen, die dem Eesamtintcresse der Landwirtschaft entgegenstehen. Daher die maßlos demagogischen Forderungen und die Agitation mit der schwarzen Fahne. Jetzt fitzen sie in der Regierung und fordern bis grundsätzlich« Wendung: dl« Sieftsr* aufrichtungderJunkerdittatur.undseies auch mit Hllfe des Artikels 48! Um dieser abenteuerlichen Pläne willen ist die Große Koalition gesprengt worden, für solch« Pläne soll der Ar- tikel 48 mißbraucht werden! Glaubt die Regierung Brüning. daß sie auf der einen Seite die Massen der deutschen Arbeiterschaft ausschallen kann, um auf der anderen Teste im Interesse von 10 000 Großgrundbesitzern «ws für die fteutsche Bqlkswirtschaft verhängnisvoll« Lußm- Politik zu. treiben? Die Blindheit gegenüber der wirtlichen Verteilung der polstischen und sozialen Kräfte in Deutschland, die sich in solchen Plänen zeigt, das« ist das abenteuerlichste an dieser Regierung.■-• Keine Abenteuer— dqrum muß diese Regierung ver» schwinden, die der normalem verfassungsmäßigen Arbest im Wege steht! Fricks Mbbaugesche. Die Veamien forder« Demokratie in der Verwaltung. Der Bundesausschuß de» Allgemeinen Deut- fchen Leamtenbunde» beschäftigte sich am Sonnabenb mit der durch den Regierung«vechsel in der Frag« des Beamten» vertretungsgefetzes geschaffenen politischen Lage. Reichs- tagsadgeordneter Faltenberg erstattet« das einleitende Referat. In der Aussprache schilderte Reichstagsabgeordneter Bender die Schwierigkeiten bei der Beratung dieses Gesetzes im 14. Ausschuß, die durch das Uebergewicht der gehobenen und höheren Beamten entstanden sind, dt- um die Auf recht erhalwng ihrer autokrotischen Stellung kämpfen., Der Bundesausschuß nahm eine Entschließung an, in der die Beamtenoertretungen als ein Mittel zur Derwirklichung der Demokratie in der Verwaltung und in den öfientlichen Betrieben bezeichnet werden. Deshalb müßten die Beamteiwer- tretungen auf dem Gebiete ihrer Aufgaben ein weitgehendes Recht der gleichberechtigten Mitwirkung erhalten, dessen Wahrnehmung durch die im Streitfall zu treffend« Entscheidung un- parteiischer Schiedsstellen(Einfpruchskaimnern) gesichert sein müsse. Der Dundesausschuß erwarte daher vom Reichstag und den politi- schen Parteien, daß sie in der Beratung des Gesetzes diesem eine Gestalt geben, die den vom Allgemeinen Deutschen Beamtenbund aufgestellten Forderungen entspreche, und vermeidet, daß eine Rechtsverschlechterung für die bereits mit Vertretungskörporschasten ausgestatteten Telle der Beamtenschaft(z. L. Reichsbahn, Reichspoft u a. m.) eintritt.* In den Verhandlungen des Bundesausschusses spielte auch das Vorgehen der thüringischen Rechtsregierung unter Führung des Nationalsozialisten F ri ck ein« erheblich« Rolle. Es wurde dazu folgend« Entschließung angenommen: „Der am 4. und 5. April 1920 in Berlin tagend« Bundes- ousschuß des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes wendet sich unter Hinweis auf das Vorgsh«, der thüringischen Regierung gegen die Versuch«, die Sanierung der öffentlichen Finalen durch einen Schulabbau, besonders bei Volks., Berufs- und Dolkshoch- schulen, durchzuführen. Der Allgemeins Deutsch» Beamtenbund wird wie bisher, so auch in Zukunft alle Abwehrmaßmchmen der M- gemeinen Freien Lehrergewerkschast Deutschlands in geeigneter Form unterstütz en.' Eine ähnlich« Entschließung zu den Vermaltung-mwßn-chmen der Thüringer Regierung hat auch der Gesomworstand de« Deut- schen Beamtenbavdes in«in« Sitzung am Freitag an- genommen. Der Abbaurummel in Thüringen verdient nicht nur die Aufmerksamtest der Beamten und ihrer Verbände, son- dern auch die der berufenen Hüter der Verfassung in der Reichsregierung. Die Entlassung von 58 e» amten ohne innerdienstlichen Grund uad ohne Disziplinar- urteil, nur zu Ersparniszwecken, verstößt so offen- kundig gegen die Bestimmungen auch der Reichsverfassung, daß die F�iig« an den Reichsminister des Innern am Platze ist, was er zum Schutze der Verfassungs- bestimmungen gegen Fricks Auslegungskünste unternommen hat oder zu unternehmen gedenkt! Sächsische Regierungsnot. Volkspartet und Demokraten wollen verhandeln. Dresdea, 5. April.(Eigenbericht.) Die Landtagsftaktion der Deutschen Volksportei hat noch Emp- fang des demokratischen Regierungsprogramms beschlossen, in münd- lichen Verhandlungen mit de» Demokraten eine wertere Klärung der Lage herbeizuführen. Am sRontag soll eine Besprechung zwischen den Vertretern der beiden Fraktionen statt» fmden. Verhafiung unter Hochverratsveröacht. Der Inhaber des.Antikriegsmvkeums". Der Berliner p ollzeipräsidenl keilt mit:„Am Sonn. abendvormillog ist durch Beamte der poNlischen Polizei der bekannt« Schriftsteller und Inhaber des sogemmnten„Antl krieg«. rnnfcnm»' in der Parochialstraße. Ernst Friedrich, fest« genommen worden." Friedrich fleht, wie mir erfahren, im verdacht hochver« räterifcher Umtriebe. Er fall in feiner Druckerei Schrlf. lea. die zur Verbreitung l» Reichswehrkajerneu bestiouul waren, fertiggestellt haben. � Kapitalbildung der Massen. Die Qst-Gesellschast.- Reparationen, Kapitalbildung und Mnanzreform. Die Friebrich-L>st-Gef«llschaft unternimmt es feit einigen Iahren unter der klugen und geschickten Leitung vonProfefsorHarms mit gutem Erfolg, zentrale wirtschastspolitische Probleme zum Gegenstand von Tagungen zu machen, woTheoretiter.Wirt- schaftspolitiker und Wirtfchasto Interessenten oller Richtungen zu Worte kommen. Diese Aussprachen sind deshalb fruchtbar, weit man von vornherein so etwas wie ein« „Volksgemeinschaft' in diesen Fragen nicht vortäuschen und nicht herbeiführen will. Ihr Zweck ist vielmehr, die verschiedenen theore- tischen und politischen Standpunkt« einander gegenüberzustellen und festzustellen, wie weit man zusammengehen kann und wo sich die Wege trennen— mir dem Bewußtsein, daß dort, wo sich die Wege trennen, nur ein« rnachtmäßige Entscheidung getroffen werden kann. Bisher hat die List-Gesellschaft zwei große und bedeutungsvolle Aussprachen veranstaltet: eine Diskussion über das Reparation«- Problem, die sich über zwei Tagungen— in Pyrmont im Juni 1928 und in Berlin im November 1928— erstreckte, und eine Tagung in Bad Eilsen im Oktober 1929 über die Frage der Finanzreform im Znsammenhang mit dem Kapitalbildungsproblem. Di« ausführlichen Protokoll« fuider Tagungen find vor einiger Zeit erschien«!».') Sie bilden»ine Fundgrube des iuleresscutesten wirlschaflslheoretischea und wirtschaflspolilischen Malertal». gm Brennpunkt der beiden Reparatidnstagungen stand das Transferproblem. Der Wert, den man dem Tnmsferschutz In der nationalökononnschen Theorie dein, ißt. schwankt zwischen null und unendlich. Manch« Theoretiker sind der Aussassung, daß der Transserschutz niemals in Wirkfamt-it treten kann, ander« glauben, daß der Transferschutz, richtig gehondhabt, ein« wesentliche Herabsetzung der Reparationen aus die Höh« der„tatsächlichen Leistungsfähigkeit' Deutschlands zur Folg« Hoden müßte. Als herrschend« Meinung fetzte sich erfreulicherweise jene durch. die die Bedeutung des Transferschutzes als Wäh- rungsfchutz überhaupt leugnet. Die Stabilität der Währung kann, wenn in Deutschland selbst der Wille zu ihrer Auf- rcchterhaltung besteht, überhaupt nicht gefährdet werden. Aber die deutsche Volkswirtschaft als solche könnte in kritische Situationen geraten, in denen«in Aufschub der Tronsserierung und der Auf- kringung der Reparationen dringend geboten ist, um eine weitere Zuspitzung der Krise zu verhüten. Das Reparationsproblem Hot augenblicklich nach der An- nahm« des Poung-Plans an tagespolitischer Aktualität etwas«in- gebüßt. Hingegen steht die Frage Sapilalbtldung vnd Flnanzreform •) Unter dem Titel ,T>os Reparationsproblem', erschienen in zwei Bänden bei Reimar Hobbing. Berlin 1929, und„Kapitalbildung und Steuersystem', erschienen in zwei Bänden bei Reimar Hobbing, Berlin 4920. die in Bad Eilsen behondell wurde, gerade setzt noch im Mittelpunkt der schwersten wirtschastspolitischen Kämpfe. Jeder weiß, wie die Kapitalnot der deutschen Wirtschost zum Vorwand genommen wurde, um unter der Parole der Steigerung der Kapitalbildung eine finanzpolitische Lasten- Verschiebung größten Stils durchzusetzen. Finanzreformer vom Schlage Stolpers wurden und werden auch heute nicht müde, der deutschen Oessentlichkeit einzureden, daß eine solch« Lastenverschiebung die deutsche Kapitalbildung um Milliarden steigern und damit„d a s' deutsche Wirtschaftsproblem lösen würde. In Bad Eilsen haben die hervorragendsten Wirtschoftstheoretiker, Wirtschaftspalititer und Wirtschoftspraktiker drei Tage long mit diesem Problem gernngen. Und was war das Ergebnis ihrer Auseinandersetzungen? Professor Harms sprach es am Schluß der Tagung unum» wunden au»— obzwar er damit sicher die ursprüngliche Absicht, die mit dieser Tagung verbunden gewesen war, preisgab—: daß das vornehmste Ergebnis der Tagung ,chie Zerstörung einer I l l«i s i o n ist— der Illusion nämlich, daß mittels radikaler Steuer. Politik eine Steigerung der Kapitalbildung in dem Ausmaße bewirkt werden könne, wie es angesichts des Kapitalmangels und des hier» durch bedingten hohe» Zinsfußes in Deutschland für nötig geholten wird'. Damit ist das Urteil über die Schorkatanerl« vieler bürgerlichen Finauzrefarmer gesprochen— unabhängig davon, daß auf der Tagung der List-Gesellschast in ähnlicher Art. wie«« auch von sozialdemokratischer Seite wiederholt geschehen ist, von allen Seiten anertannt wurde, daß die Finanzpolitik, wie eben alle Zweig« der Wirtschaftspolitik, in den Dienst der Steigerung der Kapitalbildung gestellt werden sollte. Aber es hat sich in Bad Eilien herausgestellt, was der theoretisch denkende Beurteiler schon longo wissen mußte, daß mau die kapikolbildung nicht als einziges wlrtjchafts- politisches Ziel isolieren kann. Man kann zwar die»in« oder andere Beränderung im Steuersystem vornehmen und gewisse Steuern auf Kosten anderer mildern oder aufheben, die direkt der Kapitakblldung hemmend im Weg« stehen. Aber entscheidend kann die Kapitalbildung nur gefördert werden, wenn man die gesamt» llüirtschaftspolitik darauf «instellt, den Dirkungsgrad der Wirtschast als Ganzes zu steigern, wenn nian also die Wirtschaftspolitik auf dos Ziel der Produktionstörderung einstellt. Das ist das Er« gebnis. zu dem man in Bad Eilsen gelangt ist. Dabei sind erfreulicher» weise auch die proletarischen Bemerkungen zu diesem Thema nicht überhört worden. So hat Tornow stark auf die Abhängigkeit des Kapitakbildungsproblems von der Massenkaufkrast hingewiesen und Raphtali betonte die Bedeutung des sozialen MomeM» als»in« Voraussetzung der Produkronssteigerung für das Finanzsystem. Schließlich sei noch«in weiteres erfreuliches Ergebnis de» Eilfener Tagung erwähnt: Es wurden dort, wie schon vorher wieder- HÄt von soziaLflksHer Seit«, auch in« falschen LorfleLungsn üb« d?« überragende Bedeutung der KapUalliildung der oberen Einkommen- schichten zerfrört. Besonders das auischluhreich« statistisch« Material, das der Präsident des Statistischen Raichsamts, Professor Wagemann. vorlegt«, erbrachte den Nachweis, welch große Bedeutung die Sparquote bei de» vnlecea Ed». kommen für die gesamte SapltalbUduug hat. So glaubt das Statistische Reichsamt nachweisen zu können, daß zwar die Spar q u o t« bei den höheren Eintoimnen größer ist als b« den unteren, daß aber der Anteil der untere« SintaminanK. beziehe? an der Kapitalbildung nahezu doppelt so groß ist wie der der oberen Einkommensbezieher(wobei freilich die Akku» mulation in den Betrieben— Selbstfinanzierung— nicht berück- sichtigt ist). Die Ziffern, zu denen das Statistische Reichsamt gelangt, sind freilich nur innerhalb gewisser Zehlergrenzen gültig, sind aber doch so aufschlußreich, daß die wichtigsten von ihnen hier wiedergegeben werden mögen. Stud. jur. pinle jun. und Fabrikant Pinke sen. für Hngenberg. Dies« außerordentlich interessant« Tabelle beweist, was man bisher, nur ahnte, aber auch richwngsmäßig, ohne Artspruch aus statistische Exaktheit, noch nicht deutlich genug wußte: die ElnkommensempfSnger unter 8000 Mark, das heißt die breiten Massen, trugen zur Sapitalbildung fast doppelt so viel bei als die Bezieher höherer Einkommen. Auch diese Zifferu beweisen, daß e» nicht nur sozial unerträglich. sondern eine volkswirlschasillche Illusion wäre, van einer sioanz» voNtischea Mehrbelastung der unteren Einkommen eschlchten. der wichligsteu Sapilalblldungsquelle. eine Steigerung der Sapilalblldung zu erwarten._ Jetzi wird es schlimmer! llasreiwittige Verteidiger der sozialdemokratischen Koalitious Politik. Wir lssen in der Wochenschrist„Das freie Wort' folgende höchst zutreffende Bemerkungen:' „Um jeden Parteigenossen davon abzuhalten, übe? die Bedeutung der sozialdemokratischen Regierungsbeteiligung im Reich un- gereiht zu urteilen, feien ein paar Auslassungen der„Koten Zahne' hier zur Aufklärung verwendet: Das Zentralorgan der KPD. begrüßt das Kabinett Brüning(Sonnabend, den A. März 1SZÜ> alerBeginn der Bürgerbünkdiktatur..Lohnsenkung und ünfer» ftüßungssbbeui ist das Programm.'„vi« kraftvoll« Staatspolitik. das soll d«r nunmehr«insetzend« radikale Unterstützungsabbau fern." Die Fahne' weift darauf hin. daß bereits am 26. Mqrz die„Kölnisch« Zeitung' Lohnsenkungen gefordert hätte und knüpft daran die Bemerkung:„Das war noch zur Zeit des sozialdemokratischen Koalitionsregimes. wieviel schlimmer wird es jehk werden!' Das mögen nun die kommunistischen Arbeiter verstehen, wie sie können. Bis jetzt hat man ihnen«inzersdet, daß der sozialsaschistischs Verrat das a! l e r s ch l i m m st« für di« Arbeiter sei. Jetzt auf ein- mal erfahren sie, daß ohne Sozialdemokraten alles noch sehr viel schlimmer werden wird.„Abbau der legten kümmerlichen Reste der Sozialpolitik, neue Verschandeln ng der ohnehin zerlöcherten Arbeitslosenversicherung. Abbau der Löhn« der Arbeiter in den B-- trieben, das ist das Regierungsprogramm der Hindenbnrg-Regie- rung!' verkündet die„Rote Fahne' am 30. März. Und die neue Ministerliste wird den kommunistischen Gläubigen unter der Ueber- schrift präsentiert:„Statt Geißeln Skorpione.' Wir können es uns sparen, zur Rechtfertigung der sozialdemokratischen Soalitions- Politik in den letzten eineinhalb Jahren auch nur noch ein einziges Wort hinzuzusetzen: di«„Rote Fahne' muß auch den Widerwilligsten restlos überzeugen, daß unsere Koalitionspolitik oan der Arbeiter- ichaft viele drohend« schlimme Gesahren erfolgreich abgewendet hat. Das kleinere Uebel der K oa l i ti o n s p o l i t i k ist selten so durchschlagend erwiesen worden wie gerade vom kommunistischen Zentralorgan.' Wer kennt sich noch aus? Das RichtungStreibrn in der KPO. Die Rebellion der �in k so p p ort» n istisch« n Sektierer'(der mit dem abgehalfterten Gewerkschaftsleeter der KPD. Merker in Opposition gegangenen Gruppe) nötig« die kam- munistische Parteizentrale zu außergewöhnlichen organisatorischen Schritten. In Berlin wurde als der ,�)«rd der Unruhen' der Unter- bezirk Zentrum aufgelöst. Gegen den Willen der Funktionäre und der Mitglieder wurde der Leiter diese» Unterbezirt» seines Amtes enthoben. Di« sich mit ihm solidarisierenden Funktionär« wurden ebenfalls abgesetzt. Wie der oppositionelle.Volts will«' berichtet, ist in Der- lin der größte Teil der neugeschaffenen Unterbezirt« in offener Re- bellion zum Zentralkomitee und zur Bezirksleitung der KPD. Die Bewegung ist auch auf Sachsen und aus das Rheinland überge- iprungen. Werter selbst zieht überall Fraktionen zur Fort- sührunz seiner Gew«rkschofts«kime' auf. Professor Becker. Wie der Amtlich« Preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußisch« Minister für Wisienichost, Kunst und Volksbildung, Grimm«, dem Borschlag« der Philosophischen Fakultät entsprochen und der, früheren Kultusminister Pros. Becker die ordentliche Professur für Islam- Wissenschaft an der Universität Berlin angeboten. Zwei Zahre Festung für 29 Artikel, in denen zum Bürgerkrieg gehetzt wurde, erhielt in Leipzig der Verantwortlich« de» kommu- nistischen.Ruhrechos', Kropp. Zm Fememordfall Zahlbusch hat sich der Generalstaatsanwalt beim Kamer gericht, einer Beschwerde des Verteidigers entsprechend, für Abtrennung de» Fall«» vom Fall Schulz« Angesetzt. Polens Ostminderheiien. Englischer Arbeiterabgeordneter untersucht. Warschau, S. April. Oberst Malone, Mitglied der Arbeiierfroktion im britischen Unterhaus, ist hier eingetroffen. Er will nach Lemberg Weiterreisen. um vor allem die Verhältnisse in Ostgalizien und die Lage der Ukrainer kennenzulernen. Malone hat erst var kurzem an den Außenminister Henderson die Frag« gerichtet, was mit den beiden Klagen der Ukrainer an den Völkerbund gegen die pblnifch« Unterdrückung des ukrainischen Schulwesens und di« Benachteiligung der ukrainischen Bevölkerung in den Selbstoerwaltungstörperschastsn eigentlich geschehen sei. Wie verlautet, wurden diese beiden ukbaini- schen Klagen vom Sekretariat des Völkerbund«« einfach»ä acte gelext mit dem Vermerk, sie seien nicht geeignet, vom Völker- bund behandelt zu werden, worüber die Ukrainer in begreiflicher Empörung sind. Malone. der dam SIußenpolttischLn Aus-. schüfe des Unterhauses angehört, gedenkt dem festgesetzten Berufungsoerfahren gegen d«n Geschäftsführer de» Deutschen Volk»- bundes. U l i tz am 9. April in Kattowitz beizuwohnen, den er s«tt Leginn mit ganz besonderem Interesse verfolgt. Oberst Malone hat auf seiner Durchreise durch Pommerellen und Posen die Gelegenheit wahrgenommen, auch mit den Vertretern der deutschen Min« derheiten Fühlung zu nehmen, wobei er besonderes Jmeresse für die sozialen Einrichtungen und für die Lag« der deutschen Ansiedler und der deutschen Arbeiter an den Tag legt«. Di« Warschauer Presi« berichtet über Leußerungen einiger i'ozialistischen Scjmabgeordneten in einer gemeinsamen Versammlung polnischer, deutscher und jüdischer Sozialisten über da? Minder- heitenproblem. Abg. C i o l k o c Z- Krakau, der wegen in Berlin getaner Aeußerungen über di« Korridorfrage seinerzeit scharf angegriffen worden ist, stellt« fest, daß die territorialen, d. h. ge- schlossenes Siedlungsgebiet bewohnenden Minderheiten, nämlich di« Ukrainer und die Weißrussen, politische Unabhängigkeit an- streben. Diese Unabhängigkeitsbestrebungen der beiden slawischen Völker müsse auch di« polnische sozialistische Partei anerkennen: ohne diese Voraussetzung sei eine Zusammenarbeit der polnischen Sozialdemokratie mit den Sozialisten der nationalen Minderheiten nicht denkbar. Der Führer der polnischen sozialistischen Partes, N i e d z i a l k o w s k i. erklärte dazu, daß Cioltoez nur seine persönliche Meinung, nicht aber den Standpunkt der Partei wiedergegeben habe. Oer posener Magistrat zahlt nicht. Pose». 5. April. Vor dem Posener Rathaus demonstrierten etwa 100 Arbeit«?. Da man sie für Erwerbslose hielt, die da» Rathaus stürmen wollten, trieb d!« Polizei sie auseinander. Ca stellte sich dann heraus, daß es Arbeiter«ine» Industrieunternehmens waren, das für den Magistrat arbeitet. Da der Magistrat nach Angab« de» Unter» nehmens seit drei Wochen nicht bezahlte, kannte die Firma di« Arbeiter nicht entlohnen. Die Arbeiter waren vor dem Rathaus erschienen, um dem Bürgermeister ihre Lage darzustellen. Sowjeibeileid für Königin. Frau KoUontay erfüllt höfische pflichten. . Moskau. 5. April. Das Volkskommissariat für auswärtige Angelegenheiten ha! dem schwedischen Gesandten das Beileid über das Ableben der schwedischen Königin ausgesprochen. Außerdem wird die russische Gesandt« in Stockholm. Frau Kollontay. dem König und der schwedischen Regierung das Beileid Mostaus zum Tode der schwetü- schen Königin aussprechen. Negerdemonsiraiion in Kongo. Velgiertruppen mit Steinen beworfen. Brüssel. 5. April.(Eigenbericht.) Der Gerichtshof von Bvassovill« in Belgisch-Kongo hatte einen Neger wegen Gaunerei zu 3 Jahren Haft verurteilt. Nach der Gerichtssitzung demonstrierten 1000 Neger vor dein Gerichtsgeböude. Truppen, di« herbeigerufen wurden, um die Ordnung wieder herzustellen, sollen. mit Steinen beworien worden sein, so daß zahlreich« Saldo!en verwundet wurden,. Di« Truppen besetzten daraushm die Negerftodwurtel. (Steuerstreik in(Spanien. Feuerkampf mit der Polizei. Almerla(über Paris), S. April.(Hooas.) Ein Teil der Bevölkerung hat sich geweigert, die Steuern zu zahlen, woraus die Polizei mehrere Pfändungen vornahm. Die Bevölkerung leistete Widerstand, mehrere Schüsse wurden auf die Polizei abgegeben, die das Feuer erwidert«. Ein Polizist und zwei Einwohner sind verwundet, mehrere Personen verhastet. Anmerkungen. „Ich werde das Wort von der bevorstehenden De'lt- r e v o l q t i o n, sollte ich es wieder hören, mit Skepsis, wenn nicht mit Widerspruch oder Zorn ausnehmen. Amerika straft die Hoff- nung aus«ine revolutionäre llmstellung der Well der Arbeitenden Lüg«m' Dl« EnWWng d�'käpittit�ischen"Systems allein, Äs" langsame oder durch Krisen beschleunigte Evolution wird hier«ins sichere Wirkung ausüben.' Diese Worte stammen von A r j u r Holitscher, aus einem Bericht über eine Reif« in den Bereinig- ten Staaten von Nordamerika. Holitscher war bis vor kurzem ein begeisterter Lobredner der von Moskau erwarteten Weltrevolutian. Heute schwört er auf die Evolution, aus die langsame Entwicklung. Er ist also zum Reformisten geworden. Der Münzenberg-Konzern wird Herrn Holitscher wohl nicht Jveljr als Paradepferd gebrauchen können. * Der kommunistische.Llassentamps' berichtet über das Ergebnis der Parteikontroll«:„Die parteilosen Arbeiter haben uns geholfen, unsere Partei zu reinigen und innerlich zu festigen.' Es gibt immer noch etwas Neues unter der Sonne. Eine Partei, die ihre eigenen Mitglieder von NichtMitgliedern hinaus- wersen läßt, ist sicher noch nicht dagewesen. Man könnt« sich vor- stellen, daß die Sache noch weiter ginge, daß nämlich die„Partei- losen Arbeiter' eines Tages erklärten, die ganze Kommunistische Partei solle sich zum Teufel scheren. Aber selbst wenn die Kommu- nistische Partei von ihren sämtlichen Mitgliedern„gereinigt' sein sollte, so wird sie doch noch weiter bestehen. Solange nämlich, wie noch ein russischer Rubel nach Deutschland rollt. * Ganze Waggonladui�en von gefrorenen russischen Gänsen zu sehr billigen Preisen kommen heran. Dazu Wolga- Hühner, Eier in Riesenmengeu. Aepsel aus der Krim und Wein aus dem Kaukasus. Aber ftiese Herrlichkeiten sind nicht für das russisch« Volk bestimmt. Sie werden in Berliner Warenhäusern verkaust. Die Proleten in Moskau, in Petersburg und in den anderen Städten des Sowjetreichs müsien sich viele Stunden lang anstellen, um nur das Notwendigste zum Leben zu erhalten. Die Bewohner de« Berliner Westens dagegen brauchen nur telephonisch oder brieflich ihr« Dostellungen aufzugeben: sofort werden ihnen die russischen Gänse, Hühner, wird ihnen russisches Obst und russischer Woin ins Haus geschickt, so viel sie nur haben wollen. Berichtigung. In unserem Bericht über den Lortrog des Ministerialdirektors Dr. Brecht im Langna moerein haben sich Druckiehke? eingeschlichen, di« richtiggestellt werden müssen. In dem von Brecht entwickelten Sparprogramm ist barm Punkt« der Arbeits- losenverjlcherniig statt„eine Verringerung der Leistungen' zu lesen ..keine Verringerung der Leistungen". Der Redner erklärte nur solche Reformen für möglich, die keine Verringernna der Leistungen bedeuten. Er wies zugleich darauf hin, daß in dem sozialdemo- kratischen Vorschlag der Erhöhung der Beiträge um ein Viertel Pro- xent ein großes Entgegenkommen der Arbeiter- Ich äft lieg«(nicht, wie versehentlich wiedergegeben wurde,„on die Arbeiterschaft"), da die Arbeiter doch davon die Hälfte tragen müssen, einschließlich der Aermsten, die keine Steuern zahlen. Durch Reformen allein könne man die Erhöhuirq de? Deckung nicht er- setzen. Bis über die Beitragserhöhung Beschluß gefaßt sei, bestehe eine gefährliche Lücke im Haushalt. Boykott indischer Baumwollstofshändler. Die Vereinigung der indischen Bammvollstofshändler in Bombay nahm eine Entschließung an. in der e'n sofort beginnender Boykott gegen alle ausländischen BaziMwollstosthändlcr für die Dauer van drei Monaten verhängt wird. Gefängnis für Indischen Bedakleur. Ein Redakteur der Zeitung „Arstm" in Delhi wurde wegen Aufruhrs zu neun Mo nuten Gefängnis verurteilt.., Die Uachtschule von Neustadi. 7t ue Firma, aber alter De rieb. In Neustadt in Holstein wird entgegen allen amtlichen ?!«>sicherungen immer noch eine„Dachtschule" mit Reichs- Ot�rn unterhallen, obwohl die Schule nichts anderes ist als cin Tummelplag ehemaliger Putschisten und Verschwörer. kreise gegen die Republik. Es ist an der Zeit, daß hier von Amts wegen schnellstens eingegriffen wird. Als sich die Oeffentlichkeit im Jahre 1328 mit den Geschäs en de? Kapitäns z. S. L o h m a n n in der Phoebus-Angelegencheit be- faßte, wurde im Reichstag auch die Angelegenheit her„ch a n s e a t i- fch e n P a ch t s ch u l e" in Neustadt in Holstein zur Sprache ge- bracht. Aus dieser Dachtschule wurden seinerzeit in sechswöchigen Kursen aus Kosten des Reiches junge Leute mit abgeschlossener höherer Schulbildung im„Segel- und Motorbootsport" ausgebildet. Das Lehrpersonal der Schule war natürlich stramm reaktionär. Ihm gehörte u. a. der Kapitänleunant a. D. van Äillinger an. Damals wurde vom Reichswehrmlnistcrium versichert, daß die Hanseatische Dachtschule ausgelöst werden wurde, zumindestens eine direkte oder indirekte Umerftützung mit Reichsgeldern nicht mehr in Frage käme. In unserer schnellebigen Zeit wurde die Angelegenheit bald vergessen. Was aber ist unterdessen geschehen? Anfang dieses Jahres sind die der Hanseatischen Dachtschule angehörenden Grund st ücke auf eine neue Gesellschaft umge- schrieben worden. Alleiniger Gesellschafter dieser neuen Grund- stücksgesellschast ist der R e i ch s f i s k u s, der sich durch einen Ober- regierungsrat als Geschästssührer vertreten läßt. In dem Be- triebe der Dachtschule ist jedoch eine Aenderung über» liaupt nicht eingetreten. Nach wie vor werden junge Leute in Kursen ausgebildet, nach wie vor führt die Dachtschule die D i e n st- flagg« der Reichsmarine, nach wie vor gehören die Herren von N o st i si, von K i l l i n g e r und K l i n tz s ch— aus Putschisten- zeiten wohlbekannte Namen— dem Lehrkörper der Dachtschule an. Ehrhardt- Anhänger als vom Reich bezahlte Erzieherl Daß die Er- ziehung der Schüler im rechtsradikalen Sinne ge- fchreht, dürfte angesichts dieser Datsachen kaum besonders betont werden. Zum größten Teil sind die Schüler nationalsozia- l i st isch organisiert. Daß die putsch'istischen Brüder von Solomon in der Dachtschule ?leustadt ein. und ausgehen, bezeichnet nur den engen Zusammen- bang dieser Schule mit den heutigen Verschwörerkreijen. Selbst- verständlich ist das Zusammemreffen so vieler Putschisten in der Dachtschule Neustadt nur zufällig, selbstverständlich denkt keiner der Herren des Lehrkörpers daran, etwas anderes zu betreiben, als Erziehung der Schüler zum Sport! Wie sollte man auch? Re- krutiert sich doch aus den Schülern der Dachtschule in der Haupt- fache der Offiziorsersatz der Reichsmari ne! Und man kann doch nicht annehmen, daß Leiter wie Lehrer der Schule sich nicht der hohen Verantwortung bewußt sind, Ossiziersersatz für die Reichsmarine der deutschen Republik heranzubilden! Ist hier nicht für die so oft geforderte Sparsamkeit ein besonders geeignetes Feld? Sechs Abwanderer. Vir Mittel der Aarardemagogie. In großer Aufmachung bringen einige Recht sblällsr. darunter die „Deutsche Tageszeitung", dos Organ des Landbunoes, ein« Mit- tellung:„In der letzten Zeit haben folgende Landwirte aus den: Kreise Insterburg Haus und Hof verlassen, weil sie keinen Ausweg aus ihrer verzwei'elten Lage mehr sahen." Daran schließt sich eine Namensliste, umfassend 6(in Buchstaben: sechs) Namen mit Ortsangaben. Wir wollen einmal annehmen, daß diese Liste stimmt. Was beweist sie? Man weiß nicht, über welchen Zeitraum sie sich er- streckt. Noch viel weniger weiß man, wie die sechs aufgeführten Landwirte gewirtschaftet haben. Es soll schließlich schon— und sogar auch in Ostpreußen— vorgekommen fein, daß durch leicht- sinnige oder rückständige Wirtschaft ein Gutsbesitzer so in Schulden gekommen ist, daß er von Haus Und Hof herunter mußte. Natürlich wird man uns versichern, daß die sechs hier genannten Fälle anders lägen. Wir wissen es nicht. Wer eins wissen wir genau: daß in Berlin an manck-em Tag sechs Personen wegen Arbeitslosigkeit und wirtschastlicher Not Selbstmord begehen und daß sich darüber die Agrarierprcsse noch niemals aufgeregt hat. Denn für sie ist es ja ein viel schlimmeres Unglück, wenn«in Reicher von fernem Besitztum, als wenn ein Armer aus dem Leben scheiden muß. Siatistisches über die Kreisiagswahlen. Sozialdemokraten als Hauptgewinner. Zlls weiteres Ergebnis der allgemeinen Neuwahlen zu den kommunalen Selbstverwaltungskörperschatten veröficntlicht das Preußische Statistische Lande scunt in der„Statistischen Korre- spondenz" die Verteilung der Kreistagsmandote. Wie der Amtliche Preußische Presiedienst mitteilt, beträgt die Zahl der zugelassenen W ah l v o r s chlä ge in 40ü Landkreisen (ohne den Kreis Kirchhain) insgesamt 2732 und schwankt im«in- zelnen sehr stark. Das Hervortreten der wirtschaftlichen Listen ist bei den Kreiswahlen besonders zu betonen, hat doch keine der großen politischen Parteien in sämtlichen Landkreisen«igene Wahlvorschläge eingereicht. An List e nv« r b i ndu n g e n der mittleren und mehr rechts gerichteten Parteien werden nicht weniger als 2l> verschiedene Arten nachgewiesen, ungerechnet diejenigen, die sich noch in den„Bereinigtelt bürgerlichen List«« rchi« nShe« An« gaben" verbergen mögen. Aehnlich wie mit den Wahlvrusschlägen der Parteien steht es mit den berussständischen Listen, wo Wahl- Vorschläge von Industrie. Handel und Handwerk usw. sowohl allem als auch gemeinsam zu zweit oder mehreren ausgestellt worden sind. Von den 2732 zugelassenen Wahloorsch'ägen ist überraschender- werfe nur etwa der zehnte Teil ohne Mandat gebliebe«. Di« bei der Verteilung der Abgeordnetensitze ausgefallenen Wohlvorschläge sind hauptsächlich in Landkreisen mit zahlreichen W a h l v o r s ch l ä g« n zu suchen. Die Mandat« verteilen sich auf die eingelnen Parteien bzw. Wahloorschläge wie folgt, wobei die in Klammern stehenden Zahlen die Mandat« von 1W wiedergeben: Sozialdemokralev 2518(2431). Demokraten 274(266), Nationale Minderheiten 40(39). Kommunisten 471(536), Zentrum 1815(1914), Deutsch-Hannoveraner 147 (108), Christi ich- Nationaie Dauern- und Lanüvolkparlei 270(—), Wirtschaftspartei 374(300), Deutsche Boikspartei 590(462), Deutsch- nationale 1562(1787), Völkische Parteien 388(69). gemeinsam« Listen der Bürgerlichen Parteien und der Wlkischen 696 und sonstige Wahloorschläge 667, die beiden letzteren 1925 2155 Mit einiger Sicherheit läßt sich also sagen, daß die Sozial» demokrakeu. wirlschastsparlei und NaNaaalso» z ia listen Sitze gewonnen, dagegen die Kommunisten. die Deutschnationalen(diese hauplsächNch wohl mgnnslen der Ehristlich-Nattonalen Bauern, und Landvolkpartei), däs Z e n- l r u m und die Nationalen Minderheiten Mandate verloren haben. Don den letzteren kommen nämlich 1929 allein 10 Polen auf die oberschlefsschen Landkreis«, die 1925 nicht neu gewählt haben. Die Sozialdemokratie hat nach Absetzung der oberschlesi- scheu Kreis« infolge ihres Manbatszuwachses im Norden und in der Mille Preußens insgesamt ein Plus von 75 Mandaten, obwohl ihr in den Regierungsbezirken Arnsberg 57, Wiesboden 16, Düsse dort 14 und in der Provinz Niederschlesien 15 Sitze v e r- l o r e n gingen Auch die Verluste des Z« u t r u m s(142 Sitz«) und der K o m m u n i st e n(78 Mandate) sind zumeist durch große Um gemeindungen— soweit nicht Zusammenschlüss« mit an- deren Parteien ieilens des Zentrums in Frage stehen— verursacht. Die Zahl der Zentrumssitze hat sich z.B. in Düsseldorf um 82. in Arnsberg mn 46, in Oppeln um 18 und in Wiesbaden um 5, die- jenig« der kommunistischen Mandate in Düsseldorf mn 28, in Arns- berg um 25 und in Wiesbaden um 5 verringert. (Gewerkschaftliches siehe 2. Beilage.) Seconttoorflid)'Cr Tolitik:®t. Cut« öemt: JBitirdjoH; 9.»liixielhSI»: ®ciBcrf[(f)afiäbc»cfiang: z. Steinet; Rcailleton: Ä. 6. Döschct: Lokale» unb Sonftiqc»(tti* Botflöbi: Aneewen: Th Stocke: tiimilich in Berti». Berlaa: BorDärlo-Lerlaii ffi. m d. H. Berlin Druck: Borwörrs-Bumdruckeret uao Lertoosanltal! Danl Singe» u. Co.. Berlin SW W Lindenüraße>. Hierzu 4 Beilagen und lltuterhaltuug und Willen* «IMISSEK OSIW-VEKKAIIF I TISCH- UND HAUSWÄSCHE DAMENKLEIDUNG UND HUTE KOchanhandtuch eraa�raifi-be:.'! SMlraiS t/jlaliian, 43/100 cn Balkondecke E»g«flbos-"0 Farban •I!?195!»095 110■— 130 ei—» Reinleinenes Stubenhandtuch �95 Frottierhandtuch ladanlkraa Patlall* larbaa, 50/100 cm Vim» BETTWÄSCHE Uberlaken imon. bawflhrteCäüalltöt.goio-*�90 ganar Hohlsaum, 150/250# HM Kissenbezug hlarzv petsand,*»90 4 3. tilg pornUrr, 80/80 jämmmm Hohlsaum-Tischtuch gebleicht, halblalnan JC9S Jacquord, 140/140 cm HAUSKLEIDUNG Kleid cus Trikot• Chormeus», Bluse bedruck), A chLSO Bock elnforblg I Kleid aus gutem TwMd. 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Wir haben sicher auf das Auswendiglernen manches nun ganz vergessenen Gesangbuchverses viel mehr Arbeit verwendet— aber die sprachschöpferische Kraft der lutherischen Bibelübersetzung triumphierte über all das öde Gewäsch; Dieses Wort hakte sich ein, und eines Tages werden wir mitten in unserem hastigen, gehetzten Leben daran erinnert; Brosamen, die von der Herren T ische fallen... Aber es sind nicht die Bunde. die von diesen Brosamen leben; denn unsere Hunde haben zumeist ein durchaus bürgerliches, gesichertes Dasein als lieb- und wert- geschätzte Familienmitglieder and sie betrachten die Läppchen", die von dem Abendbrottisch herunter gereicht werden, keineswegs als Almosen, sondern als den ihnen rechtmäßig zukommenden Zehnten. Die heul von diesen Brosamen leben, sind Menschen wie wir. Das warme Mittagbrot. Es ist geradezu unfaßlich, daß es heutzutage Menschen gibt, die noch immer an der Idee van dem warmen Mittagbrot hängen: denn wir haben doch inzwischen alle gelernt, daß die-Hauptsoche die Kalorien sind, nicht wahr, und daß man hier wie auf den Golopagos- inseln sehr gut van Rohkost leben kann! Die Geschichte scheint auch für das glücklichere Klima der Galopagasinseln zu stimmen, und auch unter uns gibt es Menschen, die dieses Experiment«:ne ganz« Weil« durchhalten können: und doch gibt es Menschen, die um Iii» Mntaghrot�«anstehen"-r-uttd um was für. eins!, Da.liegt, mitten im Zentrum Nerlins, in einem alten chouse mit ausgetreten«» Treppen, eine Kochschule: und damit für ihre Produkte auch gleich für Absaß gesorgt ist, hat mM�hr�ichgni�chdtnr-g'? tisch angegliedert. Es sind keine reichen Leute, die hier essen, es gibt nichts anderes, als Hausmannskost, und well die Gäste kein ollzureiches Budget haben, blsibt auch nicht allzuviel Gutes auf den Tellern. Und doch find selbst diese Ueberreste viglbegehrte Lecker- bissen! An der Hintertür stehen schon dte Bewerber, zumeist jähre- lange �Älammkund schalt". Di« meisten bringen sich schon irgend «in Gefäß und ihren Löffel mit. Sie leben ja schon jahrelang aus dies« Weise und sie sind froh, wenn ihnen nicht irgendein„Neuer" �kis gute, wanne Mittagbrot wegnimmt. Es ist doch richtig Fett drin! Wem die austeilende Schülerin wohl will, dem gibt sie sogar ein paar Löffel Brotcnsoße direkt aus der Pfanne über die halb- kalten Kartoffeln, und wer Glück hat, erwischt einen halben Klops oder ein Endchen Brotwurst, dos ein verwöhnter Gast auf seinem Teller liegen ließ. Dazu gibt es fast immer ein paar Löffel richtiges, schönes Geinüs«, direkt aus dem Topf, oder ein paar Kellen Suppe. „Mehr kann man doch wirNich»ich verlangen. Suppe, Iemüfc und...„Und Luftklöhe und Windbuletten!" ergänzt bissigen Tones eine alte Frau, der man die„gelernte Obdachlose" schon von weitem ansieht und die ihr ganzes Hab und Gut in einer zerrissenen Wochstuchtajche mitschleppt. Der Alt« antwortet ihr nicht; er wird sich doch nicht mit solcher Penne abgeben, wo er doch noch richlig eine Wohnung und beinahe noch einen Beruf hat, denn er steht Modell,„bloß daß die modernen Künstlers jar keine Eharakterköps« mehr malen woll'n!" Seme eigene Wohnung aber gibt ihm, wenn er sie auch mit zwei Schlafburschen teilt, die Gewißheit, daß er noch immer ein ordentlicher, respektabler Bürger ist. sein Eßnapf, den er mitbringt, ist auch ein ordentlicher Emaillenaps und keine Kon- fervenbüchse, und es ist sein Kummer, daß seine„Tischgenossen" feine Soirderstellung gar nicht respektieren wollen.„Aber die Fräu- leins kennen mir. die wissen, daß ick nischt mit die Penners zu tun habe! Cen linterschied muß doch immer sind!" Ein Uickerschied muß sein.... Selbst hier,.», Geburtstag. Da waren früher, als der italienische Salat noch nicht so papu- lär war, daß ihn jeder Schlächter selber machte, viel bessere Zeiten! Damals konnte man dach bei den„Wurstobschnitten" und-ecken noch manchmal einen richtigen Zipfel Dauerwurst«rwisckzen: heut« ist man froh, wenn man eine Scheibe findet, die ein bißchen ange- graut aussieht, aber zwischen den Blut- und Leberwurstenden doch noch immer ein Juwel darstellt. Aber es gibt ja natürlich auch feinere Sachen: Pökelfleischkanten und Schinkeuecken und Schinken- schwarten: da» sind schon beinahe vellkalesse« gegen die Pakete mit . Wurstabsall", die man so für ganz oder halb geschenkt vom Fleischer kriegen kann. Delikatessen, ja... Es sieht freilich etwas merk- würdig aus, weim zwischen den guten Dauerwürsten und dem schönen, ausgemästeten Fleisch eines Schlächterladens im Westen plötzlich eine Emailleplatte mit solchen Schinken- und Pökelfleisch- abfällen auftaucht, in so einem Geschäft, in dem ja mir„bessere Kundschaft" verkehrt. Lange steht sie freilich nie da.„Wir haben schon genug Kundschaft, die man bloß daraus aufpatzt..." sagt die sauber«, rundliche Schlächterfrou. lind neulich Hot nuri eine solche Kundin neben mir gestanden. Das magere, spißnasige Mädel verschwand fast zwischen den Mänteln der mehr oder minder gnädigen Frauen, und es war« sicher noch lange nicht bedient worden, wenn eine der Kundinnen es nicht übernommen hätte, ihm Gehör zu vcr- schaffen.„Een halbes Pfund frisch« Blutwurst und een halbes Pfund Pökslecken! Und für n Iroschen Wurftabfall, aber irich bloß Pellen!" Lachend sah die Schlöchtersfrou herunter.„Du machst ja ordentliche Bestellungen! Für wen holst du denn ein?" Und stolz kam die Antwort:„Far uns! Ick habe doch heute Ieburtstach!" Es war wohl gut. daß die Meisterin so schnell mit dem Einwickeln fertig und das Mädel so schnell raus war aus dem Laden; vielleicht wäre mancher Einkauf sonst doch unterblieben..., Luxus. Es ist eine ganz irrige Meinung, als fei der Luxus nur«ine Sache der Reichen. Dem armen Teufel ist der Luxus noch viel not- wendiger und er erst empfindet ihn als goldenen Ueberslutz", als Menschenvorrecht, das ihm auch in der bescheidensten Forin noch immer den Porsprung vor dem Tier sichert, das kein« Lurusbedürf- niff« kezmt. Und. mag er..d?g- gi�on Pormittqg lang„geackert" .hab«v mag nachts. ün Asnl oder out, eifern BydeMlür schlaiem: Im Augenblick, in dem er auf der Parkbank seine„.Kippe" anzündet und irgendein riusgegtlfftnes�Stück Zeitung entfaltet, fühlt sich auch der obdachlose Bettler nicht mehr als Ausgestoßener und läßt sich ganz gleichberechtigt von der Mittagssonne wärinen. Kostbar, kostbar ist dieses Endchen Tobak! Selten ober wird selbst für dieses Sine zwölfjährige Mörderin? Rätselhafte Angriffe auf kleine Kinder. Saarbrücken, 3. April. Bor einigen Togen wurde in einer van Kmdern hergestellten Sandgrube am Alten Friedhos in Alt-Snarbrücken die drei- jährig« Annemarie Scholle als Leiche unter einem Stück alten Blechs aufgefunden. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Di« Obduktion ließ keinen Zweiiel, daß der Erstickungstod des Kindes durch äußere Einflüsse herbeigeführt worden war. Im Verdacht der Tat stand ein Mädchen mit blauein Mantel, das zu- letzt in der Gesellschaft des Kindes gesehen worden war. Dieses Mädchen ist heut« von der Polizei festgenommen worden. Ts hon- dell sich um die l! Zahre alte Katharina Kiefer. Sie gab bei ihrer Vernehmung an. sie habe mit der kleinen Schölte Ball gespielt. Diese sei plötzlich bleich geworden, umgefallen und Hab« nicht mehr ge- atmet. In ihrer Angst lzab« sie das Kind dann in die Grube ge- warfen und zugedeckt. Da in letzter Zeit einige Fälle vorgekommen sind, in denen kloin« Kinder von einem größeren Mädchen ange- lockt, mißhandell und gewürgt worden sind, so liegt der Verdacht nahe, daß auch hierbei die Riefer«ine Rolle gespielt hat, zumal da sie zugegeben hat, sie Hobe bereits mehrfach Kinder mißhandelt. Ltixusbedürfnis Geld ausgegeben: die Zigarrengeschäfts habest manchmal schon einen festen Kundenstamm, für den sie Verständnis- voll jkbcs Krümchen Tabak sammeln: Jeder Zigarettenkartnn wird ausgekippt, jeder Zigaretten« oder Zigarrenstummel wird aufbewahrt. und eins kleine Gabe aus diesem Schatzkästchen erfreut den armen Reisenden oftmals niehr als ein paar Pfennige. Etwas höher steht die Kundschaft, die sich von dem Süßigkeits- luxus des Nichtrauchers nicht trennen kann: Denn beim Bäcker kriegt man wohl ein Paar altbackene Schrippen, aber kein Stückchen Kuchen umsonst. Drei alte Schnecken kosten noch immer zehn Pfennig, richtiger Kondiinrkuchen sogar zwei Stück fünfzehn oder Stück«inen Groschen. Die Kundschaft dafür kam früher immer nicht aus der nächsten Nachbarschaft: es war doch genierlich, nach altem Kuchen zu fragen; nun aber Hot sich dos mich geändert: Bei fast jedem Böcker steht ein Blech mit den Besten der verschiedensten Kuchensorten ganz offiziell aus dem Ladentisch, lind so erzählt dos „Bäckersräulsin":„Früher hatten wir ja nich viel Kundschaft da für, bloß hier nebenan di« eine Familie, wo soviel Kinder sind, und denn«in olter Herr, der wohnte weiter weg und kuckte erst immer durch die Scheiben, ob hier alter Kuchen stand. Aber denn hat manchmal Kundschaft danach gefragt und Muller hat den alten Kuchen an die Kunden verkauft: er is ja manchmal mindestens so gut wie ganz frischer! Da war denn ein paarmal nichts da. da» hat den alten Herrn gekränkt und er is weggeblieben. Aber manche ganz guten Kunden holen nu allen Kuchen, wenn sie doch mal'« bißchen was andres haben wollen und die Männer sind arbeitslos _ Polonäse vor det Kochküche. und die' Kindöb' wüll'n'hoch au ch mäl'Kas nafchest und nierksg. daß Soimtag- isr.:."'"Und so lebhast scheint die Nachfrage. nach okkM Kuchen geworden zu sein, daß zwei gute, olle Bekannte aus JugeNd- togcn fast ganz verschwunden sind:„Warschauer" und die Tüte mit „für'n Sechser Kuchenkrümel". Wie lange schon habe ich das dunNö Gebäck und die weißen Tüten in keinem Schaufenster mehr gesehen? Es warten jetzt schon zu viel Münder auf jeden Brosamen, der vom Tische fällt. Das große Abservieren. Morgens zwischen vier und fünf stehen die Straßen ring» um die Zentralmarklhalle gestopft«all von wagen und Automobilen., zugweise geordnet: Riesige Kastenwagen voll Gemüse, Käsig« mit Blumenkohl, Schwingen voll Spinak, Rot- und Weißkohl, ohne jedes besondere Gesäß in den Wagenkästen geschüttet. Dann im Viertel der Fischhänidler große Kästen voller Seesische, Flußsische in Fässern, Kistenstopel von Räucherwaren: bis zum Alexanderplatz hin riecht man die Ausdünstungen dieses Marktes. Um vier noch ist es still; an einer Fischhandlung erst beginnt man mll dem Abladen eines großen Wagens. Drei der traurigen Freudenmädchen, die hier in der Nähe des Bahnhofes die Nacht durchwachen, versuchen mit den Arbeitern eine Unterhaltung anzuknüpfen: es ist ja sonst doch kein Geschäft mehr zu hoffen. Die eine hat«in Paar grün« Heringe ausgelesen, die neben die Kiste gefallen sind.„Die nehm' ick morsen mein'n Mann mit in't Krankenhaus..." Alle drei lachen und dolbcrn in krampfhafter Lustigkeit. Dann wirft dos Mäde� die Heringe wieder in die Kiste: es hat ja keinen Zweck, keiner der Ar- beller reagiert auf ihr Gelächter: aber wie sie wcllergehen, schimpsi di« Kollegin:„So'n Dussel, schmeißt die Heringe richtich wieder rin! Menschcnskind, danach hätte sich nachher ooch noch een anidrer je- Fertiges Oberbett pnwmfJbJftt, Daonendecke hnstieideoer Damash T&* VÄ. 5S-f-ÄMSf/ÄSEa 150*200 dkWB-ftjfrjft 150*200 M' bezva J/SW toraermg. ,\ flhmrlnlan A kräftiger Linon. O. UWf/flKffn gaäil.Stdhlrdhr, H tumknipfai,? �5 M tt.ftessingfußenh ca.1i0*200 m.gaogment r-iii—ij schronk � U|LJ[ 90m.brt,ei.Hijtboiea% ' �" iiJtongejmdemeEaun. W weiss ioclciect m 48.-: j mitklöppel- Biaaä I.. Bettfedern Graue Federn 95 Pf. Weiße Halbdaunen■ 560 Weiße Federn Z30 Scbleißfedern...- l90 Halbdaunen.. 4«° Daunen....... S75 �..eSebastianstr.i.., Hronk&rtcrMeeSOi) frttVerdtdM 'Si Aufarbeitung und Reinigung von Bett- federn und Betten billigst und gut! Prinzen-Sfe WilmeradorferÄi an der BiamafCk-Ste. Frankfurter Albe 304_ Anruf för Abholung: F7 Jannowitz 661 1 Auch eine Mlmkomöbie. Die„geheimnisvollen Kräfte" des Herrn Tamara. buckl!"a«l Geheimnis dieser Moldtoten? An einer enssamen Stell« imrrde im Walde bei Liebenau >m Kreise Hofgeismar das Skelett eines Mannes gefunden, das noch dem Zustand zu urteilen, schon eine Reil)« von Jahren dort unentdeekt gelegen hoben mirh. Der Unbekannte ist einem Verb rechen zum Opfer gefallen, er wurde durch einen Schuß in den Hinterkopf getötet. Bei dem Skelett wurde nichts gefunden, was den geringsten Anhaltspunkt über die Person des Ermordeten hätte geben können. Der Unbekannte war, wie die ärztlich« Untersuchung ergab, etwa 30 Jahr« all, 1.75 Meter groß und vgn kräftigem Körperbau/ Als Kind"hat er owhvschemlich die englische..Krankh>eit, überstanden, denn das.. Hintes baupt meist charakteristische Verkürzung und einen Eindrutk aus. Der linke Oberarm muß einmal gebröchen gewesen sei» und ist "ach der Heilung im, zwei Zentimeter kürzer als der rechte ge- blieben. Von der Bekleidung des Getöteten waren mir»och spärliche Reste vorhanden: ein Westenknopf aus Kngelglas mit karierter Unterlage und Meballäse, ein Stückchen Anzugsstoff, brauner Grund Mit grauen Streifen, und ein metallener Hosenknopf. Ein zweites Opfer eines Kapitaloerbrcchciis wurde, ebenfalls mir noch als Skelett, in einer Kiefernschonung in Hervest, Dorsten bei R« ck l i n g h a u s e n gestinden. Auch dieser Tote Muß schon sehr lange Zeit in der unbegangenen Schonung gelegen hoben. Die Knochen waren mit Zweigen und Strauchwerk zugedeckt. Dieser Unbekannte muß etwa 25 Jahre alt und über 1,70 Meter groß gewesen sein. Don Kleiderresten wurde» ein Gummikragen ber Marke„Tokio"' gestrnden und Fetzen eines ehemals hellgrauen Anzugs m-it dunklen Streifen. Der Stoff ist billig« Daumwollwarc gewesen, wie sie zur Kriegszeit im Handel war. Eigensiedluug der„Gehag". Di«„Gchag" hat ihre Eigenheimsiedlung in Zehlendprf um <18 Einfamilienhäuser erweitert. Die Eigenheimfiedlung liegt mitten im Gruiuwald und ist mit der Untergrundbahn rasch zu erreichen. Zwischen den U-Bahnhöfen Oskar-Helene-Heim "rad Onkel Toms Hütte zieht sich die Kette dieser neuen Eigenheime, die vor wenigen Tagen bezugsfertig geworden sind, hin. Der bc- konnte Architekt Bruno Taut hat die neuen Heime gestaltet Es wurden im Rechenhausbau zwei Normaltypen errichtet! der ein« weist drei Zimmer, Kammer, Küche, Veranda und Neben. Beirug an der Michsfchuldenverwaliung. Verhaftung des Rechtsanwalts Vr. Häver. Die Berliner Kriminalpolizei hol den Berliner Rech!»- anmalt und Notar Dr. Häver und den Kaufmann Willi Peine unter dem dringenden verdacht verhastet, gemeinsam den vor einigen Wochen ausgedeckie,, Betrug an der Reichsschuldenverwaltung in höhe von 39000 ZNarf verübt. Dr. Häver selbst ferner unter der Anschuldigung, eine ganze Reihe von Ausiandsdeutschen durch Unterschlagungen geschädigt zu hoben. Wie erinnerlich, handelte es sich bei der Schädigung der Reichs- schuldenverwaltung darum, daß unter Fälschung des Namens eines Dresdener Kaufmanns, der von der Schuldenverwaltung 40 000 M. zu fordern hatte, 30 000 Mark an dos Schwindlerkovsartium gezahlt worden sind. Den Vermittler dieser Auszahlung spielte die Wirt- schastsdienst G. m. b. H., die seit geraumer Zeit mit den Interessen- Vertretungen der Auslandsdeutschen insofern znsammei, arbeitet, als sie die Verwaltung der bei der Schlußentschädig, mg an Stelle van baren, Gelde gewährten Schuldbuchforderungen übernommen hatte. Alleiniger Gesellschafter dieses Wirtfchastsdienstes war Rechtsanwalt und Notar Häver, dessen, Aiupaltsbüro auch die Gefchästsrämne des Wirtschaftsdienftes angegliedert waren. Dr..Häver wird nun noch den letzten Ermittlungen verdächtigt, das Betrugs Manöver an der Reich- schulde«Verwaltung zusammen mit d c in Kaufmann Pein« und eine», dritten, vor- läufig noch unbekannten Helfershelfer inszeniert zu haben, und zwar waren Häver und Peine vorsichtig genug. das Geld von der Schuldenverwaltling an ihren Mittelsmann„ach Hamburg überweisen zu lassen unter der Vorspiegelung, daß der Dresdener Kaufmann, der die echte Forderung besaß, im Begriff sei. cu? Deutschland über Hancknrg auszuwandern. Dadurch, daß ein Notar mitwirkte, soll der Betrug naturgemäß verhältnismäßig ein- fach gewesen sein, zumal offenbar die Kontrollvorschriften zu der fraglichem Zeit nicht sehr scharf waren..Häver, der ebenso wie Peine dem Untersuchungsgefängnis zugeführt worden ist, bestreitet vorläufig sede Beteiligung an dem Betrug, wie auch die ihm zur Last gelegten llnterlchlagungen. Der Notar, der in in-r letzte» Zeit durch allerlei Geschafie, Paientverwertungsn us.v. in«ine fehr be- drängte Loge geraten sein soll, wird nämlich ferner beschul- digt, daß er di« ihm übertragenen bzw. ins Depot gegebenen Schuß- buchforder, engen zahlreicher Auslandsdeutscher eingelöst, die Gelder dagegen an seine Mandanten nicht abgeführt, sondern für seine eigenen Zweck« verwendet haben soll. Aus Mahnungen soll er erst nach und nach Teilbeträge erstattet oder seine Mandanten aus später vertröstet haben. In, Gegensatz zu dem Anwalt soll Peine, der mir an dem Betrug an der Reichsschuldenverwoltimg beteiligt ist, im großen und ganzen bereits eingestand«,, hoben, daß er die FÄfchun- gen selbst begangen hat. Der Umfang der Bert«hlung«n des Notars steht„ach nicht fest, da man noch nicht weiß, wie groß die Zahl der geschädigten Auslandsdeulfchen ist, deren Forderungen an Häver zum Teil mehr als ein Jahr zurückliegen. Alle Geschädigten werde« aufgefordert, sich bei der Inspektion F. 7 des Berliner Polizei- Präsidiums im Dienstgebäude Georgenkirchftroße 1 zu melden. Goldbachs Komplice gesaßt. In einem Keller der Naunynsiroße festgenommen. Am Z4. Rlarz«nlwichen, wie wir berichteten, aus tan Zellengefängnis in der Lehrter Strohe der früher« Bürobote «Soldbach und der Kaufmann Eugen Sihröder. Beide waren in der Zrrenableilung untergebracht. Wie ntiifcgeteit wird, ist Schröder vem Knmi»«lb«mÄ»n der Einbrechers, reis« w ein«,,, Wohnkeller in dar Raunynstvaß« onge. troffen und wieder festgcnmmnen. Der Keller gehört einem Manne, der der Kriminalpolizei bereits bekannt ist. Ein« Überrai ckemd« Durchsuchung ergab, daß hinter einer Gardine ein Mann versteckt saß. der nur„öl Uitterwäsch« bekteiidet war. Er nannte sich.„Harry P r i s ch i n g von Lin de v h of* und wollt« am Tenrpetho'er Weg wohnen. Mit den Flüchtigen wollte«r nichts zu lim hoben. Man brach!« ihn zunächst nach tan Revier. Hier wurde festgestellt. daß tatsächlich an, Tempellwfer Weg ein Baron von Prifchmg- Lindonhof gewohitt hat, dieser ist ober inzwischen perzogen. Da der Festgenommen« bei ferner Behauptimg blieb, übergab man ihn dem Erkenmmgsdienst des Postzei präsidnsms, der ihn bald als den ge- ft lichteten Kainstnam, Engen Schröder emlarvte. Wie er zur Kenntnis des Natianeil.« des Herrn von Prifchmg gekminnen ist, weiß nun, noe!) nickst. Schrifter war im Besitz guter Kledder, dach weigert er sich anzugeben, wer st« ihm verschalst hat. Auch über den Aus- entholt von Gofidboch gibt er kein« Auskunft. räum« aus, der andere vier Zimmer, Kammer, Küche, Veranda und Nebenräume. Jedes.Haus ist vollständig unterkellert und hat selbst- verständlich einen Garten. Einzelne.Hansgrundstück« sind so ge- schnitten, daß in, GarVn eine Garage errichtet werden kann. Da di« Häuser n, i t H a u sz i n» st e u e r h>> p o l h e k e n gebaut wurden, braucht der Käufer 4000 Mark Eigenkapltaü An Bewirt- schaftungskasten, Steuern und Abgaben wird er bei den, kleineren Typ etwa 130 Mark pro Monat zu zahlen Hab«» ,ml» bei den größeren 176 Mark. In di-ser Summe ist Verzinsung und A m a r t i s a t i o„ aller Hypotheken und auch die Vor? zinsung des eigenen Kapitals enthalte». Welitiche Gchule Berlin-Mitte eröffnet! Di« neu« ms) dich«. Schule in Mitte-Kvvd ist als 180. Volk»- schule im der Ha n nö» c r schsn-.G-t ra ß e minmebr eröfsnet- Da zimöckstt noch di« ministeriell« Genelmiiguna au SW blieben war, mußte die Schule om 1. April geschlossen bleiben: Umschulungen konnten nicht oorgenammen werden. Viele Eltern sind daher der Vleiimng, die Schule sei auch n, diesem Jahne nicht zustästta gekommen. Die Genehmi'gmrg ist oder mmmehr mse�esprochen und alle Eltern., die auf dem Bode« sreiheststcher Er-ii>ehiiiH, stehen. können und müssen ihre Kinder in de,, nächsten Tagen in die neue Schicke u m schule n. Anmeldungen emleen im Amis- z i m n, e r �r 180. Schule, 5) a n n o p« r i ch e Straße, 8 bis 13 Uhr._ Selbstmord i« der Persischen Gesandtschaft. Gestern nachmittag erschoß sich der Wjährige Student A t a i- G u s a m- C h o l i in den Räumen der Persischen Gesandt- schaft iy der Tiergortenstraß? 33. Der jimge Mann erschien gegen 10 Uhr in den, Getiäude der Gesandrschast und begab sich in den Worteraum. Dort schoß er sich«ine Kugel in den Kopf. Der Selbstmörder wurde schwerverletzt in ein-e Klinik gebracht, wo er bald nach seiner Aufnahme starb- Nach den polizeilichen Ennstt- lungen soll Nervenkrankheit das Motiv zu dem Der- zweiflungsschritt sein. „Richlbcsttiligte Stadträte". Wir berichteten gestern unter dieser tlebe-rschrist über die N i ch t b e st ä t i g u n g zweier Berliner Stadträte. Dabei fichrten wir an, daß Herr Wodli deshalb nicht bestätigt werden konnte, weil er die deutsche Staalsangehörigkeit nicht besitzt. Herr Wodli schreibt uns hierzu, daß er als Ali-Elfaß-Lothringer am 1- April 1030«ine neu« Ein- bürgerungsurkund« als preußischer St.iatsbiirger erhalten habe. Au? Gründen der Loyalität teilen wir dies gern mit, betonen aber. daß diese Urkunde für di« Wahlen vom 17. November 1020 selbst- verständlich rechtlich vollkommen unerheblich ist. Den guten Glauben wollen wir Herrn WMi nicht absprechen, da tat- sächlich kein Mt-Elsaß-Lothringer heute mit Bestimmtheit weiß, ob er rechtlich unangefochten Deutscher oder Franzose ist. Der Fernsprechverkehr zwischen Berlin— Zstoskau wurde offiziell eröffnet. Die deiitsch-ruisischen Vereinbarungen darüber besagen, daß der Verkehr uneingeschränkt var sich' gehen soll, d. h. für all« amtlichen und gleichzeitig privaten Gespräche. Wie viel« ander« Verträge, so stehen auch die deutsch-russischen Abmachungen..Über den Telephonverkehr für Rußland zunächst nur wieder a u f den, Paktier: denn, hi« russische Pßsldchorde stellt« h.ts.ly e r- b k» d n n q e n für B e h ö rb e n II nd A e n, t e r bet.. Preise- gespräch« in da» Ausland läßt sie nicht führen, weil Presseberichte einer bolschewistischen Borzecksur unterliegen: Kunst im Dienst« des Tierschutzes. Ein Wohitätigkeitstee im Hans« Magdolen« Beleites, Bonstandsmitglied der Pferdefchutzver- einigung über ganz Deutschland, vereinigt« ein« groß« Anzahl von Tierfreunta,. Tierschutz und Kultur sind zwei engvermaiÄite Be- griffe und so bot das künstlerisch« Gepräge des Nachmittages-- Rezitationen aus den Werken tierliebender, schassender Kulturträger einen gesellschaftlich wirkungsvollen Rahmen für die tierschutz- lerifchen Bestrebungen des Vereins: Frau Helen« Ri«chers-Fall- schoer sprach Gedichte von Miencrrm, Kiadund und Toll er: zarteste Lyrik, der Tierseele gewidmet, und donnernde Anklage der ge- treten ei, Kreatur gegen ihren unmenschlichen Gebieter. Die Tier- freilich« sagen mit' vollem Recht: Tierschutz ist nicht Gesühlssach«, sondern Wsltanschauuvg,„ach der der Mensch nicht unumschränkter .Herr der Schöpsung ist. sondern sich in dos Ge.iomtbild einzn- ordnen hat.. Am 20. und 2t. April ist„schöneS W-tter". — selbst bei Regen!—, wenn dos Öfter»! für Ihr« Lieben ein prak- tische- Grünfeld-Geschenk enthält. Ein Gang durch meine Ausstellung ,, Stoffe, Kleider und Wäsche im Frühjahr" gibt Ihnen viele Anregungen: z. B. Für den.Herren: Oberhemd aus Popeline mit Ersatzstulpen 9,— M., sür die Dome: Kleid aus reinseidenem Tack« i jour 32,— M. für das Kind: Kleidchen aus Popelin« mit Kragen, in zarten Farben, Länge 43 cm 4,75 M. Leipziger Straft« aaa luiithl «1 tiiillwaln«, .KarfOntm*,. . 3. Rennen. 1. Orlamündc illnterholzner), 2. Em! Hem,, 3. Borussia. Toto: 63: 10. Platz: 30, 20: 10 Ferner liefen: Diel, Minna. 4. Renn en. i. Tamaratten(Lt. v. Götz), 2. Crädulitä, 3. OsiriS. 2 oia: 50: 10. Platz: 80. 40: 10. Ferner liefen; Almeido, Immortelle(gef). Liberius. 5 Rennen, l. Dupeisn Dstermann), 2. Le, 3. Neuer Ulster. Tot«: 34: la Platz: 20, 21, 17: 10. Ferner liefen: Teutobod, Tiber, Rundfunk, Frundsberg. S.Rennen, l. Genius lWolff), 2. PerituS, 3. HanS Thoma. Toto: 36: 10. Platz: 15, 15. 10:10. Ferner liefen: Wiesbaden, Tonntogmorgen. Filmstar(gef). Hol' Gulden. 7. Rennen. 1. Lichlstrahl II(Zehmilch). 2. Ledon. 3. Mnnln. Toto: 58:10. Platz: 22, 27, 83:10. Ferner liefen: Lärche, Annchen, Crtoma, Redelunst, Euracao, Laetilia. SozialistischeArbetterjllgendGr.'Verlin Flnsendungen für diele Nllblt» nur ob 3u|enbtefref«H«» Berlin 62566. tfnOenflrai«, SlbteilutwBlcitcrt Liefert den Bericktsboaen und den grweridslolenmeld-- Saarn umaedend ob. fielt die eintrittstarten für unlere Äeur om Sonn wo, dem 13. April, ab. Soielleiterlurln» beute aus dem Waflersvortvlat DldAentee. Sinaana See- strotze Ecke Rorduter. Hsttz-naofoal de* Vorteinonlondeo. Lwd�n. 6, n. chvk. t grevpen JUtk gaoeoordnun«:.Semeebsloliakeu und Iuaenfp..SeA-Obllt« der Auaend/ Alle eiwerb»losen©enofliBiwu. und Senossen müssen bestimmt erscheine». heule. Sonnlag. S. April: {TiHirun« durch ATt.Berlw. Treffvnndlf» Wr AiHtrh- Sit".— Rnlentbel« Berstadt: 9Bcrb«feirr im Seim gebdenicker Str. 25.— Ar»»a»»lder Platz I: Keim Rastenbnraer Ecke Weblouer Straße. Heimabend.— zattplatz I: 19 Ubr Seimabend in der Boll�svetsestefle.— gdaoksnrter Viertel: Treffounckt 14 Ubr üir Volksbilbne.- Kallesche» Int: Treffpunkt 14 Uflt nur Vnlkobildne.Ante � Site".— Siidmest: Krim"itidenstratze. Keimabexd.— Neukntzn VI: Trefspunkr»irr 2ialk»bstb»e 14 llbt Selchnmer Strotze.— Bei. nickeadnrf.ZSeft: Kein, Seidelstrotze. Keimobend.— Paul,»» lll iA.zs.): Treff. punki 10 Übe Morktolod der Aoboennssen. 13*i llbe Treffpunkt Moektplatz»um Belkebubnenbesuck.— Neu löst» I: Treffpunkt»ur Belksbeibne 14 Uchr Reutervlatz. tl" r-3 N Werbe Ixairt Westens Tie chruppe Sburloti-ndur-r-SIld n«po.»sta7iet lN in her Aula der Messt N�S! 9marcknSchuI e. Sndelssr. 2—4,«ine Äerdi- � 3 Baob-LafloDe-Reier. Bepinn Ift'e Ubr. Eintritt 30 Pf. Errnr.ebnlofe. frei. 3 3 Werbe beriet TeUomtnual: Kenn in L!chterf«Ide-West. Albrechtstr. 14». m Bunter. Heimo bend. W i--l Werbe besiet Aeukösta: Saalboa Berossr. 147 Variete.stabarett. � 14 Abeab. Tben Maret, Arbeiter.Irtissennereiniauna„Einiakeit-'. To pelle 14 g) Fnesbrta Ulm. Einlaß 19 UTit. Besinn 30 HTit.. Eintritt 50 Pf. kW S W«rbebe»irk Lichtende ro: Kirim Gunterstr. 44. lOS Uhr..Am anderen W Ufer." Musilinstrumente. mitbrinaen. E'mführungsabende morgen. Montag, 7. April. 19% llhr: Kaula: H'im Bnchmner Str. 6b.— Moabit I: Schuir Waldenserste. 20.— zalkplotz II: Schule Sonnenbueaee Str. 20.- Gtralanr.r Viertel: Keim Sedier. strotze 61.— Kastesches Int: Keim Dorrfltr. 11,— Ebnrlntteubmm.Rnrb: Seim Olbeeestratze. Diolektadrnd.—?riebr>ch,ba!»: Keim TiieftelnwoerftT, 5—6. .ArbeiterfUfiret", H. Teil.- Gesundbrunnen IT: K«i« Oetbste. 10 s Laderl. Keiieeer Abend.— Aruniralber Vlnh II: Keim Rostenbueaer Strotze..Wo» will unsere Beweauna?"— Inlkplatz T: Schule Sonnenbueaee Ste. 20, ,8. 3. .Wie steNe ich tnie einen sb,!alistischen Stoo! nie?"— Knmannnlatz: Keim Scherende eastr. 7. Mitaliedernersonnnlunq.— Britz I und II: Keim Ebauss«. strotze 46. izunktinnärliluinn.-- Vonmfchnlenniea: Keim Ernftstr. 16. Mit» aliedern-rfammliina.- Inbannintdol: Noibou». Mitaliedeeneesommluna.— Treptow: Keim Wildenbruchstratzr. Wicht! o- Eruppenanarleaeubeiten— Vanlow NT IR.'lz.l: Keim aiffinoenssr. 46.„Tie Siele der©83."—®©ft. Vanknm: Keim ssilkinaenste. 46. 16 Ubr. Toaenpolitik. Werbebeoirl Ritte: Wanderlcilerkrnferen, im Keim gebdenicker Str. 24—21, 25 Uhr. gnterestzerfe Genrflen lind hernlich«inaelode». Weebeb«»ir< Renlestn: Wanderleiteesttzunq im Bo rteifekr etariot lzvldassrotze. Alle Gruppen miissen nertreten fein. Werbe bewirk leltooeknnal: Werbebe,ir?s»»rftond»fitzuna mtt den Abtei. lunanleitern in Seblendorf. Bohnhefssr. 3. W«rbebe»ir< Lichteubera: Seim Gunterstr. 44. WonSrrleitechkmtferen». igelte laaeebemeauna"(mit Lichtbildernl. « erbebe, irt Pre,»Inner Vera: Mittwoch, S. April. lammen alle SaU- arbeitet und Lebrlinae de» Be»ieiz im Keim Eennenduraer Str. 30. 30 Ubr, »wecks Defprechuna oraanisatorifcher 3ufammensalsun»»ufanemen. Vortrage, Vereine und Versammlungen. W Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold Geschäftsstelle: Berlin 6. 14. Sedastionstr. 37-38. K»f 5. St. Mautaa. April. Mitte. 4. stamerabchaft. 30 Ubr bei 3on,. Wallner-Tbeoter-Str. 34. Lichtbilbervortraa des Kameraden Preutz rom„Sturmoenel" über:..Bon Lilienthal bis«IM Odeanfluo". Iunabanner. 20 Uhr 3»iiendbeim Tieckssr. 16. gifmportrao: �5nn Lllienibal bi»«NN Li�au- flua". Schönebera-griedernB. Sameradchoften Ratbous und Rollendorf. 20 Uhr lsinansklause. Wlhlenlte. 6, Kamera dfchaftsperfammluna. Lichterfrlbe-Lnutwitz (Kameradschaft). 20 Ubr Komeradschaftsoerfammlunq in den Lichterfelder gest. sälen,.Zehlendorfer Strotze. Bortro» Kamerad Etadirat Betnareck:„Be. völkeruna und Pali,ei". Reukistn-Britz. 20 Uhr technischer Dienst für alle gunktionäre in der Turnhalle Mablmver Str. 29—90. Auch Kameraden, die nicht gunttionäre stnd. können daran teilnehmen.— Winteriportabteiln nfl. 3eden Dienseoa Schwimmen im Wellenbad Lunapark oh 20 llhe. Smtrilt 45 Pf.— Mittwoch. 9. April. ZnngbaBBer. 20 Ubr Jeriaurmluua der Sächsischen. Schwei, ziohree ,ue gohetbespeeehuna im Lichtbild, innnre dee Berufsschule. Ackerstr. 67. Pre»,Ianer B«r». Sunabannee. Achtunq, Iuoendobleute! Die Werbemarken sind umaehend nun Kaweeaden Menschel. Gbeeswaldee Str. 29. ab,»holen. Denkt an die Minderbemittelten. Uebt Solidarität.— Lichten. Hera(Crisnemn). Steitaa. 11. April, Uhr, Mitaliederpeefammluno des Ortsverein». Wichtige, Referat. Erscheinen Pflicht. VereinianvU der Treurde«o» Releqion und JiSIUtfiteben. Diensta». 6. April. 20 Uhr, spricht Pfarrer Bleiee in der Kaiser-TriedeiiKSchuIe. am Saviminvlo». über das Thema:„Aus den Srieasbeiefen aefallener Studenten". Sein« Aussprache! Einteitt 20 Pf. BÄeSmrtn. Besdck SexttsacJU. Mantäa. 7. April. 25 Uhr. in den Fest. Hackescher Hof, Rosentbaler 40—41. Mrmotsnerlo.'nmluno. Referat Rechtsaneoait Eieabert Loewn. Stadtperprdneker. Berliner �nan,fraaen. Außerdem Ur» mahlen der Deleaiert.'N ,un: Bundestaa.— Be,irk Weddina. MitstUederner- lommluna Dienslaa. 6. April. 20 Uhr. im Lokal Patzcnholer, Ehausseelir. 64. Briefkasten der Redaktion. M. lt. 1919; Brerour. Richtet, listnaee. Peters. RenerSjft. Schul». Siecher E laufen. 1Z21: Lreoour. Peters. Trau Aenfen, Richte!, Reaeufutz. Thoma» Allgemeine Wetterloge. SJ�493aabds . D«ollchnlo6.cz haatr.atefcbedeekt ; a wotzog,* bedeekl.RegMwJGmupok ßSHeHH Währenid im nördlichen TeU des Reiches die Ssllich« Lult. strömung am Sonnabend fortbestand, waren nach Süd- und Südost- deuischland mild« ozeanische Lustmassen vorgedrungen. Di« Temperaturen stiegen in diesen Gegenden aus etwa 15 Grad. Am Abend gelangt« mich Berlin in den Bereich dieser Luft und die Bewölkung riß zeitweise auf. Ein Tief, das am Sonnabend über Mitteldeutsch- land lag, zieht langsam nach der Nordsee. Auf seiner Südseite wird weiterhin ozeanische Lust nach den Gebieten zwischen Elbe und Oder strömen. wetteraussichlev für vcrkin. Wolkig, jertwefl« Aufreißen der Wolkendelkc, ziemlich mild, nur vereinzelt etwas Regen.— Für Deutschland. Im äußersten Süden und Schlesien noch sehr mild, zeitweise heiter und vorwiegend trocken. Im Äüstengebiet der Nord- und Ostsee stellenweise stärkere Ncgenfälle, sonst im Reiche wolkig oder trübe und nur oereinzelt etwas Regen. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt> Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Grcße? Strumpfwaren u. Trikotagen Damenstrümpfe Baumwolle, verschiedene Firben Damenstrümpfe seidenfior od. künstl. Waschseide od. Baumwolle Damensfrümpfe künstliche Waschseide od. echt Mako Damensfrümpfe Seidenflor, moderne Farben Damensfrümpfe Kunstseide mit Flor plattiert Damen sirümpf e Bemberg Goldstempel, farbig Damensfrümpfe Bcmbergseide mit Flor plattiert, Goldstern pel Hcrrensocken farbig gemustert Herrensodccn Flor, Jacquardmuster Kindcrsfrümpfe i u. i gestrickt, Baumwolle, farbig, Größe 2 Jede weitere Größe 5 PL mehr Kindersddcchen mit gemustertem Rand, Größe 2 Jede weitere Größe 5 PL mehr Kindersöckchen Flor, mit Jacquardrand, Größe 2 Jede weitere Größe 10 PL mehr Kindcr-Soorfsfrümpfe «infarbig, mit id, Größe 4 10 PL mehr 035 0.58 0.95 1.45 2.25 2.45 2.90 0.48 1.25 0.48 0.65 1.00 1.00 (Resondere(Posten: Damcn-Hemdchcn weiß oder hellfarbig, edit Mako Damen-Hemdhose fem gerippt, echt Mako, Band- od. 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Von Georg Decker. Darf man die gegenwärtig« MrrschaiKlaa« in USA.«Uz«in« Krise bezeichnen? Um dies« Frage beantwnrtsn zu können, maß man erst eine ander« prüfen, nämlich dl«, ob man in unserer Zeit überhaupt den Begriff d«r Krise und also auch das Wort selbst gebrauchen darf. Um den Begriff der Krise. Manche Volkswirt« raten uns, das Wort ,L ri s e' z u oermeiden, da mit diesem Wort allgemein Vorstellungen ver- Kunden sind, die nicht in allen Fällen der Wirklichkeit entsprechen. Es ist nämlich, wenn von einer Krise die Rede ist, damit gemeint, daß eine Hochkonfunkwr durch einen scharfen Umschwung in eine wirtschaftliche Depression übergeleitet wird. Die Krise bedeutet einen sprunghaften Umschwung, ein« Erschütterung: sie.bricht aus", wal>re>rd sich ine Verschlechterung der Konjunktur auch allmählich entwickeln kann. Deshalb fei es richtiger, die vier Perioden der Konjuntwrentwicklung als Depression, Erholung, chochkonsunk- rur und Abstieg, nicht aber als Depression, Erholung, Hoch- tonjunktur und Krise zu bezeichnen Daß eine solch« Unterscheidung theoretisch«imvandsreier ist als die ältere, läßt sich nicht mehr bestreiten. Das ist aber kein Grund. auf den Begriff der Krise überhaupt zu verzichten, sondern mir ein Grund dafür, daß man den Abstieg der Konjunktur nur in bc- stimmten und nicht in allen Fällen als eine Krise bezeichnet. Es ist auch nicht immer so, daß die Krise, wenn sie kommt, immer am Anfang des Abstieg» ausbricht; es ist vielmehr auch möglich, daß «in langsamer allmählicher Abstieg plötzlich»in« krisenhaste Form annimmt. Wesentlich fft ans jode» Fall, daß eine schorse Der- schlechterung plötzlich, sprunghast eintritt. Wenn sich der Um- sang des Warenumsatzes und der Produktion in kurzer Zeit sehr stark verringert, die Arbeitslosigkeit schnell anschwillt, und ein« größer« Anzahl von Unternehmungen in Schwierigkeiten gerät, die häufiger als vorher zu Insolvenzen führen, dann ist die Krise da. Die Entwicklung in USA. seit dem Börsenkrach Ende Oktober entsprach diesen Be- dingungen ganz genau: also ist in Amerita ein« Wirlschaftskrise vorhanden. Keine stabilisierte Konjunktur. Planche Leute glauben aber so stark an die erfolgreiche Stabil!» üerung der Konjunktur in USA., daß sie dies« Krise nicht sehen wollen. So schrieb zum Beispiel Pros. Jeimann in den ..Reuen Blättern für den Sozialismus"(1. Heft): �Das hervorragendste Beispiel bietet setzt die zunächst ganz innerkapitalistisch gemeint» Soirjunkturstabilisiarung in USA., die... auch durch die züngste Jörscnkrise nicht widerlegt ist, da die Produktion davon unberührt geblieben zu sein scheint." Warum da» dem Verfasser so„scheint", bleibt völlig unbskamu. Das Heft mit feinem Artikel ist MEt» ÖMOjat erschienen, während es schon spätestens Evde Dezember einwandfrei fefifiaqd. daß di« Vroduktion in USA. einen außerordentlich scharfe« Rückgang er- »Uten halt«. Schon Mitte Dazemb« hat du oin»wtamfche Dirtschast»- zeitschrist„The Annalift" auf Grund ihrer Indiz«» feststellen können, daß die wirtschaftliche Akteoitm im Rovember im Vergleich zu der im Oktober so stark zurückgegangen ist, wie es innerhalb eines Monat? in der Nachkriegszeit noch nie der Fäll war. Alle späteren Veröffentlichungen haben diese Fesiftelllmg bestätigt und bekräftigt. Nach dem bekannten Index der industriellen Produktion, der monatlich vom„Federol Reserve Board"(Bundes- Resernsarnt) veröffenllicht wird, war die Entwicklung der gesamten Industrie in den letzten drei Monate» de» vorige»! Lahres folgend«: ohn» Aluschaim«« d« Sch-xmions«, saisoiw»Sß!g«n .... 119 .... 108 .... S5 Nack» de« Aiusschaltuaq 117 10b 99 Oktober 1N9.... Nooembex 1929... Dezember 1929... Die Prodvkücn der verarbeitenden Znduskrie ist(ohne Aas- scheltmuj der Saisonschwankungen) van 11« i« Oktober aus 107 im November und aus SZ im Dezember, also In zwei Monaten nm Z« Punkte oder um ZZ Pro,.(!) zurückgegangen. Wenn da, keine Krise im Sinne einer sprunghaften Erschütterung der wirts chaftfichen Tätigkeit ist, so hätte es keinen Sinn, von Krisen zu spreche»! Der Rückschlag im November war aber tainesvxgs der Anfang des Abstiegs, sondern die Fortsetzung von vier Monaten eines langsamen Abstiegs. D«r Höchstpuntt der Konfunktvr ist im Juni erreicht morden. Di« Entwicklung feit Juni mich durch den Index(nach der Ausschaltung der soison. müßigen Schwankungen) folgendermaßen wiedergegeben: ««samt« Zaimstri« . 126 . 124 » 123 . 121 . 117 . 106 Berarlnit. Sniuflri« 128 123 124 122 117 10b 96 Sunt.. Juli.. August. September Oktober. November Dezember Eine solche ProduMonsändernua bedeutete selbstverständlich äne gewaltige Arbei&losenoermehrvng. Eine ausreichende statistische Crfasiung der Arbeitslosigkeit gibt es aber in USA. nicht Der offiziell« Index umfaßt nur«inen Bruchteil der Industrie und gibt«w notorisch unrichtiges Bild. Di« Statistik der Gewerkschaften umfaßt wiederum nur in den Gewerkschaften organisierte Arbeitskräfte. Nach dieser Statistik waren von den"gewerkschaftlich organisierten Arbeit- nehmern arbeitslos: WSS-2SWP»,. 1WP-S0 tn gjroj Juni 11 9 Juli....... 12 a August...... 9 September.... 10 10 Oktober..... 9 11 November..... 10 1? Dezember..... 1.1 16 ljanuar..... 15 20 Februar..... 15 22 De: Arbeitsminister(.Sekretär der Arbeit") erklärtes Asfcwg März, daß die Zahl der grfrtttstefre etwa t MMonen j betrögt. Der Vorsitzend« der Gewertjchaften Green schätzte neulich die Zahl der Arbeitslosen auf mindestens 3,7, ein republi- tanilcher Senator auf mahr als 4 Millionen: andere Schätzungen gehen bis auf 5 und sogar 6 M i l i o n e n!. Die absolute Zahl der Arbeitslosen besagt noch nichts über den Grad der Verschlechterung der Beschäftigung, da auch in USA ein« starke dauernde Arbeiislosigkeit vorhanden ist. Es wird aber völlig übereinstimmend von der starten Zunahm« der Arbeitslosen und sogar darüber berichtet, daß man schon unentgeltliche Speisungen für die Arbeitslosen organisieren mußte(zum Beispiel in Brooklyn). In der Zahl der Insolvenzen uird namentlich in der Gesamtsumme der Verbindlichkeiten spiegelt sich auch die scharfe Verschlechterung der Wirtschästslage wider. Wir bringen hier die entsprechenden Angaben für die letzten drei Jahre. Zahl der Insolvenzen 1927 2« 1928 29 1929 30 November,'..... 2 176 1 965 2 262 Dezember...... 2 643 2636 2 759 Januar....... 2162 1943 2 037 Februar...... 1 864! 838 1 796 8 84.5 8 28, 8 854 Summe der verbindlichkeilca 1927 28 1928,29 1929/30 in Millionen Dollar November...... 43,0 40,6 51,3 Dezember...... 47,6 53,9 61,2 Januar....... 51,0 40,8 67,5 Februar...... 36,1 34,0 52,0 179,7 169,3 282,0 Bei dieser Gegenüberstellung muß berücksichtigt iverdcn, daß die letzten Monat« 1927 und Ansang 1928 auch die Zeit eines Kons un knrr abstiege z waren. Trotzdem ist im Jahre 1929 die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten fast um 30 Proz. höher als damals. In den beiden ersten Monaten 1930 ist sie um 60 Proz. höher als in den gleichen Monaten vorigen Jahres (119h gegen 74,8 Millionen Dollar). Wie steht es nun mit der von vielen Vertretern der amerikanischen Wirtschast mit dem ihnen eigenen Optimismus erwarteten sehr schnellen Ueberwinduug der ausgebrocheneu Krise? Die urwerkennbare Erholung im Januar, die am stärksten in der Automobilindustrie»rnd dann in der Stahl» erzeugung in Crscheiiurng trat, schien diesem Opfinüsmu« rocht zu geben. Im Lauf« des Februar sind aber die Aussichten wieder vis! trüber geworden. Sollt« selbst ober die gegenwärtig« Krise von kurze? Dauer se'm, dadurch wird die Tatfache des Ausbruchs «in«« scharfe» Krise nicht aus der Welt geschafft. Dies festzustellen, heißt gewiß nicht Erfchenrungen im OBttri* konische« Wirtschafisleben leagnan, die auf die konjunkturell« Entwicklung stabilisierend und auf die Schärfe ihrer Schwankungen mildernd wirken. Nur darf man weder olle diese Erscheinungen auf die zentral« Bankpolitik, die in den beiden ietzteu Jahren völlig versagt«, zurückführen, noch darf man übersehen, daß die Kräfte. deren Spiol in der kapitalistischen Wirtschaft krisenhafte Erschütto- rungen bewirkte, auch in USA. immer noch kolossal stark sind. Das Fehlerlzafte solcher Ausfassung, der zum Beispiel Prof. Heimarm zuneigt, ist durch die letzt« Entwicklung einwandfrei aufgezeigt worden. Damit fft nicht gesagt, daß die zentrale Bank politik keine stabilffierende Wirdmg hoben kann. Man muß sich aber über die Grenzen der stabilisierenden Wirkung der Bankpo?itik klar werden. Die Lehren des amerikanischen Kvnjunkiurwandelo. Der hier geführt« Nachweis, daß in USA. eine Wrtschafts- krisis ausgebrochen ist. ist schon deshalb nicht überflüssig, weil manche, nicht nur in USA selbst und nicht nur in rein kapitalistischen Kreisen verbreiteten Illusionen dadurch zerstört werden. Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Vorgänge in USA habe» aber eine noch viel weitergehende Bedeutung. Man hat sich schon seit Jahrzehnten gewöhnt, die Krisen als eine in der kapitalistischen Wirtschaft ,, normale" Erscheinung zu betrachten. Iii dieser Hin- sicht hat die neuest« amerikanische Krise kein« neuen Erkenntnisse gebracht. Die statt gefundene Zuspitzung Hai aber stärker als je die Aufmerksamkeit aus die vorhandenen Widersprüche der aimri- kanischen Wirtschastsentwicklung gelenkt und bewirkt jetzt in ge» wissem Sinne«in« Art Umwertung aller Wert«. Die starke Zunahme der Arbeitslosigkeit hat(schon zum zweiten Male in den letzten Jähren) auch das Arbeitslosenproblem als eine Dauererscheinung in den Vordergrund des öffentlichen Interesses gerückt. Die ungewöhnliche Schärfe des wirtschaftlichen Rückschlages veranlaßt eine kritische Einstellung zu dem scheinbar unerschütterstchen Glauben an die amerikanische„Prosperität". Man spricht jetzt schon von der„sogenannten" Prosperität. Worin bestand nun der Fehler jener so weit verbreiteten Dorftellungen von der amerikanischen Prosperität? Darin, daß man annahin, daß diese„sogenannte Prosperität" für all« gut ist, während sie nur auf eine» Teil der Bevölkerung beschränkt war. Keine Ucberraschung. keine neue Entdeckung! Es sollte vielmehr schon früher klar gewesen sein und ist manchem auch in Zlmerika klar geworden, daß die Kaufkraft breiter Schichten der amerikanischen Beoölke» rung bedenklich zurückbleibt. Etwa vor zwei Jahren habe ich diesen Gedanken als Schluß- folgerung meiner Betrachtungen über die amerikarnsch« Arbeitslosigkeit(„Die Arbeit", Mai 1928) wie folgt formuliert:„Auch Amerika hat also sein Problem des inneren Marktes, cm 6) Amerika ist noch nicht rech genug." Die gegenwärtige Krise hat wiederum mehrere Hucherttausende arbeitslos gemacht und zugleich an die. Millionen der dauernd vorhandenen Arbeitslosen erinnert, dmnir auch an die großen Widersprüche de? Wirtschastsentwicklung tn USA., an das Problem des inneren Marktes und der Entwicklung der Be s chäftiguugsmöglichkeiten. Da wir in Deutschland vor de» gleichen Problemen stehen, hat für uns die Betrachtung der neuest» amerikanischen Entwicklung nicht bloß ein theoretisches. sondern auch«in stark praktische, Jnteresie. Äergmann-Abfchluß. Veiter erhöhte llmsahe.— 9 Prozent Dividende Die Bergmann Elektrizitätswerke A-23 in einzelnen Ländern festgestellt werden tonnte, nichts von ihrem Ernst verloren— im Gegenteil deuten die AnJÄchen darauf hin, daß die Krise keineswegs über« munden ist, sondern sich in Zukunft sogar nodz verschärfen wird. Die Bergarbeiterinternationole lenkt daher ine ernste Austnerk. fomkeit des Wirtschastsausschnsses des Völkerbundes sowie des Ilster. nationalen Arbeitsamtes auf diese Tatsachen und fordert eindringlich, daß die vorgesehene Konferenz der Kohlenländer unter Beteiligung der Bergarbeiter so schnell wie möglich einberufen werde und daß sie zur?lnnahme des in Aussicht genommenen interna tionaken Abkommens führe._ Bein'ebsratswahl bei A. Geydel& Cie. Kommunisten abgerutscht. Bei der 2ctriebsratsw>thl der Firma A. Seidel u. Ei«. A.- G. konnte man wieder einmal den außerge.wöhnlichen mora- lischen und geistigen Verfall der kommunistischen Bewegung bewun- dorn. Wochenlang vorher wurde der Betrieb mit sdzmiitzigen Pom- phletcn, sogenannten Betriebszeitungen, überschwemmt, in denen gegen bewährte Funktionäre die gemeinsten Verleumdungen und widersinnigsten Verdächtigungen erhoben wurden. Wüste Bc- schimpsungen der„sozialsoschistischen" Gewertschasten umrahmten sinnig das Ganze. Sclbstnerständlich erschienen diese Schmutzschristen anonym: es wäre auch verwunderlich gewesen, wenn diese.Llasscu- k ä m p f c r"— die gegen die eigene Klasse„kämpfen" und nur gegen dies«— plötzlich den Mut gehabt hätten, für ihre Worte und Taten einzustehen. Das Resultat war für die KPD., die sich wie überall schämig „Gewerkschoftsoppositiou" nannte, niederschmetternd. Die Belegschaft suhlt« instinktiv, daß eine Bewegung, die mit solchen Mitteln kämpft«, keine Zukunft hat und wähkie demgemäß mit Zweidrittelmehrheil die Liste der freie« Gewertschasten. Im neuen Betriebsrat werden dies« bedeutungslosen Schwätzer, die auch den Gzwerk'chasten nicht mehr angehören, so bs» handelt, wie sie es verdienen: man geht üb« fie zur Tages- ordsung fibes. Verbindlicher Schiedsspruch. Für die Brauereiaugefielltea. Der Schlichter für Berlin-Brandenburg hat de» Echt»d sä spruch für die Berliner D ra u e r e ia n g est«llt en vo« 8. Februar für verbindlich erklärt. Das Sträuben der„not- leifcmbm" Brauunternchmer gegen die Berbindlichkeitserrlörung dieses Schiedsspruches, der die Gehälter der Angestellten erb 1.'März um fünf Pro, cm erhöht, hak also nichts genützt. Trotz der geplanten 'Btsrfteüerekdöhüng und trotz der fünfprozentigen GehästsschShung werden die Dividenden der Berliner Brauereien bei Abschluß dieses Grschäitsiahres bestimmt nicht magerer sein als in den Darjahren, Die Brauereiangestellten können die neuen Tarifverträge ab Montag im Büro des Zcntralverbondes d-r Angestellten, Hede- mannstroße 12, erhalten. �.., Wiederaufnahme der Arbeit bei Giiüer. Ein weiierer Erfolg im Kämpf der Schuhmacher. Durch das geschlossene Austreten der Arbetterschaft der Schuh- reparatnriverkstäfte des Schtchwavenhauses E. Stiller wurde die Firma gezwungen, mit der Streikleitung zu verhoichsln. Es kam iolgende Verständigung zustande: Die Arbeit wird am 5. April geschlossen ausgenommen. Di« Finna ist bereit, er neu neuen Tarisoertrag mit der Gewerkschaft abzuischließen, dessen In- halt in BerhaitMungen, die in der kommenden Woche stattfinden, festgelegt wird. Damit ist im Kampf der Schuhmacher in woiter« Erfolg zu vorzeichnen. Die Firma dürfte darüber nicht im»Maren fein, daß der Streik unmittelbar seine Fortsetzung findet wenn die berechtigten Forderungen der Arbeiterschaft nicht erfüllt werden. Achiung, Schuhmacher! Am kommenden Dienstag findet im Saas< des Gewerkschaft»- Hauses die nächste Mitgliederversammlung statt. Sie soll Anträge zum Verbandstag stellen und gleichzeitig die Wahlen zur Bezirks- kom'erenz vornehmen. Wir fordern die Berliner Schuhmacher, soweit si» aus dem Boden der Amsterdamer Gewerksihaftsinternoliouole stehen, auf, die Versammlung zu besuchen und dafür Sorge zu trogen, daß Anträge gestellt werden, die sachlich gewerkschaftlich zu rechtfertigen sind, und daß ferner Vertreter gewähl: werden, die in diesem Sinne handeln. Z o l l e r besaß die Geschmacklasigkcit. die Kollegen, die in der Generalvetsammlung nicht für die Kommuniften stimmten, als..Altersrentner und Invaliden" zu bezeichnen. Wir fordern diese„Altersreniner" auf. ihm in der nächsten Mitglieder- versammjung die gebührend« Antwort zu geben und Kandidaten zu wählen, die aus dem Boden der Gewerkschaftsarbeit stehen, noch den Grundsätzen der Amsterdamer Internationale. Die Massen bei Nergmann, Geefiraße. Guter Auftakt zur Betriebsratswahl. Zum 1. Slpril haften die sogenannten„roten Betriebsräte", lür den Betrieb Bergmann. Seestrahe, ein� öffentliche Betriebsversammlung einberufen. Das Paradepferd Heinz N c u m a nrt sollte über Betriebsratewahlen in der Periode der, rücksichtslosen Rationalisierung und Massenentlassung sprechen. „Kollegen, zeigt durch Massenbesuch, daß' ihr gewillt seid, mit den rotan'Betriebsräten' und Berkaueiisleuteit zu kämpf«!,", hieß es auf den Cinladungszctteln, die'tage lang vor der yersatttin- lung massenhaft verteisi vmrdenr WfdSS die.nÄen- Betrieboräk" den kW«»,! Pharussaal betroten, mußten.sie feststellen, daß er nur von etwa 50 Mann befetzt war. Roch größer war aber das E,r- staunen der Bergmann-Arbeiter, als festgestellt wurde, daß nur xt:?a ein Drittel der Anwesenden aus dem Betriebe war, während dt anderen zwei Drittel Selriebxfremde waren und sich aus der'og. Agftpropgruppe, aus Zeitnngsoerköufern, Arbeitslosen un danderen KPD.-Leiiten zusammensetzten. Angesichts dieses Massenbesuchs wurde die, Versammlung gär nicht eröffnet. Man schickte die Anwesenden wegen des schlechten Besuchs,. der wohl auf das schöne Wetter zurück- zuführen sei, wieder nach Haute. Das beste Pferd wird au« dem Stall geholt, acht Tag« vor. der Tevsammlung wird die schärfste Propaganda gemacht, und dann dieser Erfolg. Auch die Belegschasl der Bcnjmcnn-TBrtfc hol erkannt. daß sie von den Phrasen nichts zu erwarten hat. insbesondere nichts für die Berbejicrung ihrer Lohn- und Arbeitsbedingungen. Sie blieb der„revolutionären" Parade in Massen fern, und wird, wie es sich gehört, dafür sorgen, daß freigewerkschafkliche De- krlebsräle gewählt werden. Achtung, Lavarlteiter! Seit dem 1.: März, befinden sich die Parkettbodenleger im Streik. Dort, wo die Firmen hie Forderungen bewilligt haben, sind die Parkettleger im Besch««ivr-r Arbeitsausweiskarte. BSi Kontrolle Karts» om�eiaen lasten. Deutscher Hotzarbeiter-Berband ti?->, Sattel t Di« jm Monte«, T. Anril. anooszkt« Sot'-TT. f.t'irq nvuü Monia«, 14. 8pril. jnHtotndebqTbrr ncrlegt ceziicn. Vftaatir»S-titlsaMd Rrnlcllot Montan. Mr. PatlaactellsZl« R-u?illln. Brrnsti. 151, Bcrforninluaq aller>SDD,�S«nosse». Genog« ?r. iZ, Wcinhrra. Etohtn-rorim-ter. fprtdyt Obci:„Sf-fÄcntpf um dao n«uc D-rlin". Co nnrd v»ll,idhlia«t Bosuch erwantst, Tn SraBlonamitffaaJ». SPD. Halzazbcttet: Montan. 1B Uhr, BtnhrcaoiÄlz,«nhttaÄtr. A. Pollnrrsomnrlimn aller SPS.-Salzatbeiter. W!Ä!!a-, Arntsorbnun«. Parte!» unt, Pcrhandsbud» llnh miijcullrina-n. 9tr SBttlwanafiok. PPH. Ballnbol 20 Eltenftrah«! SDD.�Zraktionsfflprn« Montag 10 Uhr. Sri Dölinn, Elsealk. IM, Sie Mrfholitlkohe. Mitelltosduch bitte mltbrinncn. m a W R m B f�reieGewerkschafts-IuaendBerlin ftttla Cbfxtxtft: Wir btsichtiaca ba» Inst-wt flk'Ssrualmih'enscbof!. Trrff»n nnc Ivio Uhr DrerhoornNr. L, vor dem Musruin.— Nor», vn« Norlr:vr«!c! tzn der Äulturabicllnna des DcutsKrn Mrtallarorürr- orrbandrs, Liniensir. Ig?.!«'<> Uhr. Eil-rnabrnb,— dharlottenbura: Sc. licktiauna hei ärbcitetldiufeinuituini.— Am Moniaa, dem 7. Anril. Wunder. lrii-rkursuo im SrwcrUdrastshaus. Enaolufrr 24— 2S, Saal N. Llchldiidrr- vociroa:.Eit Atinturt". SRcftrtnt: s. Stube.— Phstoamatcnte. Pounersia,. 10. April. 20 Uhr, im Saal bau Reulölln, Bernlir. 147. Slundaebuna Ar» bci!er»L!ck>tb!ldhundrs. Es lvrechen: Pruissenr Genosse OWftteun übet den gl im von Heu!« und Genass« Goitlieb Brase lUxr ssiltr und Bhpta und ihre Sebru'fir.m vir die soasalissüschc SItbcitctsftaft. Einitiftsoclb rofri nicht erhoben. FZ«.�»oenbaruvve deS�eniraiperl'andes der Anaesiellten Heute. Sonr.t««.. findet sollte nde Beransraltun« Itulf:. Si;ne;i!>»ai- stelluna der Po'Isbiihne. irai 15 Uhr im Theater am BtUavv.uii. äirr Aufslihruna aelanat:.Bas GerÜchr". Siinnodie van S. N. Munro.— Momen, Mon'an. finden folaende Beranftaliunlien statt: Wedbimu guaendhrsm Tu» riner Ecke Seestraäe Wir lesen aus»Die eisern« Rets«.»pn? währen. Wollen Sie etwa««ehr, vlellelcht Wk. 59.50 anlegen, so bekommen Sie bei uns dafür bereits einen blauen Anzug(heute die große Mode) au».garantiert reinem Sammgarn'. Sin Anzug, der sehr gut verarbeitet ist. und der sich ja, wie Sie wissen, für alle Zwecke eignet. Bei einer Auegab« von Wk. 55.00 können Sie unter einer enormen Auswahl durchaus eleganter farbiger Sannngqrn-Anzüg« i». den verschiedenen modernen Streifen. Mustern wählen. Diese Anzüge bestehen aus reinem Material, und sie zeichne« stch durch eine elegante Paßform und ent» sprechend gute Derarbeitung aus. Etwa, ganz Besondere» bekomme« Sie bei nn», wen« Sie bi» zn Rt. 09.00 gehen wollen. 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Mk. 12." hat»r für Max sür«inen hübschen Spartaozng bezahlt. Max findet ihn ein« fach �nark-'l Und für ZA.» hat..Mutter' de» sabrlhaften. ganz gefütterten Geor« zette-Mantel be» kommen. Mit derner Pelerine und feschem Kragen an» Sommerpelz. (Mutter strahlt!) 49 Thaler= insgesamt also: Mark 147.- Der örofjic Hut hat gesiegt! Der Kampf ist entschieden, den kleinen Hut müssen Sie beiseite legen. Gnädigst«! Wie entzückend kleidsam ist aber auch solch ein großer, breitrandiger Hut aus aparte« Exotengeflechten. Sein weich geschwungener Rand, aus raffinierten Spitzen, oder geschmückt mit Bandgarnituren, ist so recht fraulich. An» mutig un-ruhmt er dos Gesicht und macht es jugendlich und reizvoll. Aber eins ist doch klein geblieben— da» stob nusere Preis«, die im absoluten Gegensatz zur Größe des Hutes stehen. Z. B. hier: diese elegante Glocke au« einer feinen Fantasie-Stumpe mit reicher Baudgarnie- rung und natürlich gefüttert, kostet bei 5.90 Ist das nicht fabelhast? Da gibt's doch wirk. lich keine Bedenken mehr, daß auch Sie dem großen Hut zum Sieg« verhelfen nud damit stch selbst! Kennen Sie Aen? .Sag' mal, Mutti, ist Bobg vom Himmel g» kommen?' »Jawohl, mein Sind.' «Da wollten sie wahrscheinliä) oben hre Ruh« haben, Mutti!' Orsnlentt?.40 4b Oroöileaglott Chdutteettr.113 Könisttraßs 33 beim STcttiRcr ReftiPicf 4m Sododa» 4isu«iick».Ä«v hcmB' tow. Kaabca-Kklducg d» dza bddea Qerfdlflffli: kdeigUr/ Chaattcoic. VORTEILHAFTE FRÜHJAHRS ANGEBOTE Borte mit zwei- forb. Bondgam. GLOCKE m. Crinoleinsotz und Oinolrand V GLOCKE Ped a I i n, mit"y®® Bandgarnitur■ GLOCKE a. fein. Crinol- 1|50 bordenuSpitz. H I MANTEL reinw. CrBpecaid g. a Icunsts. China RA®® krepp w. Bild V V MANTEL aus marinebL u. sehw. reinwolL Rip» AA'® 49.00, 39D0 A«9 MANTEL Capeform, rein. Wolle mod. Farben Q A75 w. Abbildung US KOSTÜM berreMtoffarl QuoL Joedce gefött. 1 A7® 29J75. 2473. 19 KLEID CrLpede chine i. apar. neust.DeMin* OQ w. 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J Stuf Beschluß des erweiler ken Bezirksvorstandes findet der ' ordentliche Bezirkspartcitag mn Sonnabend, dem 1!. April, t9 Uhr, und om Sonntag, dem 13. April, g Uhr. im Plenarsaal des Preußischen Staalsrals. Leipziger Straße Z. statt. Tagesorduung! !. Geschäftsbericht: Franz Künstler. 2. Sassenbericht: Alex Pagels. Z. Bericht der Revisoren: Hans Wolfs. 4. Frauenbewegung: Käthe Sero. 5. Anträge. 6. Aussprache. 7. Referat über. Erwerbslosennot und Arbeitszeit-. Refereni: Siegfried Aufhäufer, SIL b. K. 8. Wahlen. 9. Referat:„Die Verwaltungsreform de? Stadt VerNu'. Referent: Paul Hirsch. ITC. d. L. 10. Aussprache._____ Achtung, Amtt'onäre' Die künstlerisch ausgeführten Maimarken für 1SZ0, die üj diesem Jahre wieder 20 Pfennig kosten, sind allen Zlb'eilungs- kassierern bereits zugestellt worden.— Die politischen Vertrauens- leute der Betriebe werden gebeten, die notwendige Anzahl sofort bei ihren Atsteilunaskassierern abzuholen und eifrig zu vertreiben. __ 3. 21.: Alex Pagels. Zum Notopfer für die Erwerbslose« wurde von der Be- tegschaf: der„ho wag*(Heiz- und Wafseranlagen G. m. b. H.). Lands- berger Straße 92. der Betrag von 141,20 M. gesammelt und an die Bezirkskasse abgeliefert, worüber hierdurch mit bestem Dank quittiert wird. 3. A.: Alex Pa gels. tS' Di« Sa»Ial>iHsck« Arb«itrrjnaent veranstaltet beut« um 19W Uhr 3 In der Aula der IZlirstm-Bismarck�Zdiul«. cnbelte. 3—4, eine XcxSi- S D naud-LalsaZe-�eirr. Wir bitten alle Genossen und Genossinnen zu er- iS scheinen. Eintritt 30 Pf. erwerbslos« frei. Z. jtcel» sZrfedrichshain. Mautaq, 7. April, 10 Uh«, äittunfi de» Seele vor. stände- mit allen Sbte-tuna-teitcrn. Um 20 Uhr SeelssuckUaaäsixuua in Schmidts Eesellschaitshau», gruchtftr. 3&-. 1. lteeisanftelcaenbeiten. 2. Ave. teaq dce Seuosiin Clara Boqm.Schuch. M. d. Zi. Z. Dielnssion. ZunUio. näTiatte und Ritpliedsbuch mitbetnaen. X. Atel» Chaewitenbuea.? ildu«a»au»schuh. Dienstag, 8. April, 20 Uhr, Bortrag Lchröder. Nächste Sidung Donnerstag. 10. April. 20 Uhr. im Iugendbeim, Rosinenstr. 4.— Montag. 7. April, pllnkilich TBVs Ilhe. im Sat[;aU3, StfcunßSütn.mct 1, Bezirksoerorduelensraliian mit sämtlichen Diirgerdeputierien.— Dienstag, 8. April, 191s Uhr, Sihung der Bezirks. tagsdelegierien hei Thunack, Wielandstr 4. «esamtveeanfialtung am Dienstag, 8. April. 20 Uhr. Baedeag des— (äcnosies De. Schröder!»Arbeiterbilduna und Liteeaiur. Zm Bortrag». Z laat des Deutschen steanlenlassenhause«, Berliner Str. 137. .13. lltrei» Temnrlhas. Momag, 7: MrU, Uhr,. ZZraitidnssitznng in Tempelhoi.. Dorf ftp. Ä 13. Ärci« Tempelhos. Keilte. Gvnniag, l01h Uhr, Londrroeranstaltung im Planetarium, Eiimang Zoo, Perjängerte?»a6>iinstrasie:»Der Eter- nenhinnnel unserer Samai im IZruhling". Besichtigung der Lichtbilder. Ausstellung im Planetarium. Eintrittspreis statt 1 M. nur 30 Pf. W S m 14. Atel» Rentiill». Montag. 7. April. 19'�: er. Bei Allem, großer Saal, Kafenheide, strei-mitgliederverfammlung. Dortrag:„Das A»». scheiden der Sozialdemolrat!« an» der Ncichseegirrang*. Reierrnt lsrau, Kunfilcr, M. d. R. Pünktliche»»nd zahlreiche» erscheinen wird erwartet. Mitgliedsbuch ist mitzudeingen. 14. streis ReukSlln. Der Nursiis Gregor Bienstvck,»Berlin, die Statt der Arbeit, die Stadt des Proletarwl»", beginnt nicht am Dienstag, sonder« erst am Freitag, 11. AprU, tgih Uhr. Beraftr. 29, Zimmer 1. Am rege De. tciliaung wird gebeten.— Werbebezirk Neulöln: Saalbmi, Bergsir. 147, ZyarleW. und Kabaretlabend unter Mitwirkung von Theo Maret, Arbeiter. Arllsien.Vercinigung„Ginigkeit�, Kapelle Forsberg usw. Einlaß 19 Uhr. Eintritt äO Vi. 16. Stets Köpenilk. Montag, 7. April, UZH Uhr.«reisiunltionörversammlnng in«öpenich, Freiheit 16. Aula der 7. Gemrindeschnle(Wellliche Schule). Vortrag!..Neuorganisation von Sraß-Derlin'. Rcserent Stadtrat Crnft Stcuier! Verschiedene«. Erscheinen sämtlicher Funktionäre und Sreisner. treter ist wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung dringen» eriorderlich. Um 15t-, Ubr im gleichen Raum wichtige SreienorftandssiKung mit sämtlichen Abteilungeleitarn. 17. Kreis Lichtcnbrrg. Montag, 7. April, 19 Uhr. im Arbeitsamt Ost, Bor. haacnrr Str. 76,75, Kreisfunktionärkonfeicnz. Tagesordnung!»Kritische Be. trachtungen»um neuen©efeR Groß. Berlin". Referent Bllrgermctster Eigael. 10.«reis Pankow. Montag. 7. April, 20 Uhr, in Klemm» Bierhallen, B-r. liner Str. 118, Ectc Kadlichftraßc, wichtige Kreisvorstandsfigungen mtt den AbtcUungslsitsrn. Alle Abteilungen müssen vertreten fein. 80. Kreis Rcinickeudori. Bildnngsansfchnß. Sigung am Montag, 7. April, 20 Uhr, im Tegeler Jugendheim. Schöneberger Straße. Heule. Sonntag, ö. April: 83. Abt. Tempelhol. Zahlabende: 8. bis 11. Be». Reu-Tempelhos. 20 Uhr. Park. caf«, Hohenzollernkorso. Vortrag:»Arbeiterklasse und Berufsschule". Funktionärsitzungen morgen, Montag. 7. April, in den nachstehend angegebenen Lokalen: C. Abt. 20 Uhr bei Allbner, Wilsnackr Str. 84. Um 19 Uhr Bvrstandsfißung ebendort. 13. Abt. 20 Uhr bei Rössel, Puilißstr. 16, FunktionSrssßung. 14. Abt. 20 Uhr bei Laui>f.en, Putbusser Str. 11. 16. Abi. 1914 Uhr bei Obiglo, Stralfunder Str. U. 16. Abt. 1914 Uhr bei Ktn»el, Ufeöomstr. 22. 17. Abt. 19-4 Uhr hei Dofe, Nordhasen 8. 18. Abt. 20 Uhr bei Schade, Äöslinee Str. 9. 19. Abt. 1914 Uhr be! Schrepel, Erünthaler Str. 13. 20. Abt. 20 Ubr bei Pose. Kolonirstr. Ii. � 22. Ab». lOVe Uhr bei Senkel, U: rechter Str. 10. Die BezrrksMhrer laden zum Sahlabend ein. 23. Abt. 1914 Uhr Bei Grunewald, Kameruner Str. 13. 24. Abt. 19:a Uhr hei Rösner, Zmmanuellirchstr. 26.___ 2ö. Abt. iSlt Uhr Sitzung des Abteilungsovrstandes, mit UVi Ahr Funkt I». närsitzung bei Kramer, Cothcntusstr. 3. 27. Abt. 191, Uhr hei Seuge. Ddilasstr. S. 25. Abt. 1916 Uhr bei Rechenberg. Ehoriiter Str. 49. 30. Abt. 19 Uhr bei Pchst. Lvchener Str. 103. Ecke Etargarder Straß«. 30. Abt. löl", Uhr 1» der Juristischen Sprechstunde, Lilldenstr. 8. Abrechnung der Listen. Marken usw. 40. Abi. 20 Uhr bei Kcusner. Kagelbcrger Str. 20». 4t. Abt. 20 Uhr Funktionärsitzung bei Lipsert. Marie ndorser Str.>.— Ab. teilungsleitung um 19 Uhr ebendort. 42. Abt. 20 Uhr bei Wiersdorfi, Urbanstr. 6. 43. Abt. 20 Uhr bei Krepp. Planuscr 75/76. 44. Abt. Montag, 191, Uhr, wichtige Funktionärsigung bei Ewald. Skalitzer» stroße 126.— Dienstag, 8. April, 1912. Uhr. Betirf 90, 91 und 92: Zahl- abend im Weißenberger So f. Bortrag!„Du politische Lage". Referent Je. »irksverordneter Eenosse Eerher. 43. Abt. Pünktlich 19 Uhr bei Bertsch. Wiener Str. 38. 46. Abt.. 20 Uhr bei Eichhol». Cuvrystr. Ü. 47. Abtk A> llhr bei Rorarius, Adalbartstr. 19, 79. Abi. Scheneberg. 20 Uhr bat Warth, Sochkirchstrasi«, Ecke Momunenienftraß«. 88. Abt. Maricnborf. 20 Uhr im Lokal Mali, Ehausscestr. 305. 109. Abt. Friedrich-Hagen. Die Funktionäre beteiligen sich an der Krelskunkilo» närkonfcren» am Montag in der Aula der Doratheenschule, Köpenick, Freiheit 15. Näheres unter 16. Kreis. III. Abt Bohnsdori. Die Funktionäre bateiligen sich an der Krcrssunktianör. Versammlung am Montag. 17-2, llhr. 137. Abi. Reinickendars-Weft. Montag. 20 Uhr, Dorstandssitzung mit sämtlichen Be»irksiiihrern im Polkshait», ccharnmeberftr. 14. 141. Abt. Rofenthal und ZT.ederschöahausen.West. 20 Uhr bei Türk, Kronprinzen» straße» Ecke Nirderstroße. Dieuskag, 8. April: 8. Abi. 20 Uhr hei Rickrri, Stewmetzstr. 36», FunkiionLrsitzung. 37. Abt. I9'.h Ubr bei Rex, Mattern str. 19, Kuntti-närsitzung. Aussprach« über innere Abteilungsangelegenheiien. Keiner darf fehlen. 51- Abt. Cdariatientvrg. Die slunkiionärötzung tm April" fällt aus. 1.�.«bt. Schollt'. 20 NM ISwMH-r frtvttißnävc. Um 191: Uh? Borftandssitzung'. Beide Sitzungen an bekannter Stelle. Erscheinen dringend noinzendig. 82. Abt. T-Mptlhas. 20 Uhr: 1. Be»irk: Lokal Pingcr. Dorfstr. 50. s. Deiirk: Lokal Pommorening, Berliner Str. 106, Bortrag:»K'.nderfreunde und Elternhaus". Referent(Ken. Weinbarger. 4. Be»irk: Lokal Djick, Kaiser� Wildelm-Straste 21. Bor: rag:„Arbeitslosigkeit". Referent Veit, Käß. 6. Bezirk: Lokal llhlemann, Ringbahn., Ecke Lermaniastraße. Mittwoch, 9. April: 34. Abt. Die Bezirksfvhrer laden»um Sahlabend ein. 143.«bt. ffiaibmauuflluft. Bezirksführer laden zur Abteilungsverfammlung ein. Achtung, Geno sinnen' Bei ulleu Kreis- uud Adkellunosleifermnen find Bous flo Praz. Preisermäßigung) für eiue Theatervorstellung der Pisralor-Bühne im Wallnerthealcr:„§ ZlS" vou Cor! Eredä in der Zeit vom t. bis 7. April zu haben. Wir bitten alle Genossinnen, von dieser Der« günskigung regen Gebrauch zu machen. Das Fraucnfctrclariat. Krauenveranstaltungen. Kursus: ...,uz:-Der organifatorifche Aufbau der Partei" fKaihc Kern) 3 fällt mit Rücksicht auf die Sahlabcnde am-Mittwoch, 9. April, aus. Nächster Kursusabend am Mittwoch, 16. April 1930. 1. Kroi» Mitte. Dienstag, 8. April, pünktlich 30 Uhr, bei Spiegel, Acker. stroße 1, Funklionäriiincnkonfcicnz. Wichtige Tagesordnung. Alle Ab. teilungen müssen veitretcn sei». 18. Abt. Wcißensee. Freitag, 11. April, 19 Uhr, Führung durch das Museum sür Frauenlunde, Eharsottcnburg, Berliner Str. 137. TresfpunA vor dem Museum. 19. Kreis Pankow. Montag, 7. April, 15 Uhr, im Türkischen Seit. Pankow. Breite Straße, Funktionäriunensitzung. Alle Abteilungen müssen ver. treten sein. Sonntag, 6. April: 103. Abt. Dbarschönewelde. Assen Eenossinnen»ur Kennini«, daß dl« Führung durch das Frauengefängnts in der Darnünstraßs heute ausfällt. Moukag. 7. April: i. Abt. 191S Uhr im Sackefchen Sof. Rosenthoier Str. 40/41. Bereins»wnner 2, Bortrag:»Menschenökonomie und Bevolkerungspolitil". Referent Dr. 3. Moses. Ä. d. R 43. u. 48. Abt. 1918 Uhr Besichtigung des Museums für Frauenkunde, Chor» lotteuburg, Berliner Str. 137. Führung: Ccnoilc Dr. Asrican Dienskag. 8. April: 1230. Abi. Kanlsdorf-Süt. 19-4 Uhr im Restaurant Iägerhefm. Iägorstraße, »Seitere Boriräge und Lieder ,ur Lauie". Referent Genosse Sofemann. IST. Abt. Reinickuidarf-Weft. 20 Uhr im Bolkshaus, Echarnweherstr. 114, Funk» tioNSrinnensitzung. Wichtige Besprechung. Mittwoch, 9. April: 124». Abt. MablÄmrf.SWl. 191! Uhr hei Draber. Uhlandsir. IL, geselliges Bebt fauunenfrin. Donuerslag, 10. April: 101. Abt. Treptow. 1914 Uhr bei Irr, er. Am Treptower Park S7,.Soskoch» lehrvortrag". Rege Beteiligunq der Genolfinne« erwünscht. 136. Abt. Neinickenbors-Lst. ItzÄ Uhr Frauenabend in der Lindauer Straße. Bortrag:»Die soziale Bedeutung der Frauenkranlheiten. Referent:» Dr. Frida Ale»ander. Zungsozialisteu. Die Abrechnung der Beiträge UN» Ausgabe der Innafozialiflifchen Blätter für April erfolgt am Dienotag. dem 8. April, und Mittwoch, dem 9. April. von 17 bi, 19 Uhr. in der Wobnurg de» Serassen Eurt Barg sAchjung. neue Adresse!) Ebaelottenburq, Meinaleftr. 24. Um pünktlich« Abeechnnng wird unbedingt geboten. Feder Sruppenlassterer muh sich diele Tag« sreibalien. Voranzeige! Am Dienstag, dem 15. AprU. iirdet in der Aula der Zchule Koa str. 13. 191h Uhr, eine Selamtverarstaliung mit dorn Thema: »Loz aldemokratie nrd Reichsbanner" al» Ansfp-acheaberd mit Rrfc, «nt und Korreirrent statt. Alle Genossen der SAZ. und die fünaeren Parteimitglieder, die an»ielee Frage interefssrrt sind, sind zu dieser Veraasialtnng herzlichst eingeladen. Unlostendeitrag 10 Pf. Gruppe RcinlSrndorf. Moniaa. 20 Uhr. Siisammenlunft im stäbtifchen Fugindbeim Tegel. Schönebergir Straß«, Baracke. 10.M:nuten.Rlserate Mit dem Thema:»Die rolfischcn Parteien in Deutschland". D!« fünaeren Parle!» genossen des 20. Kreises sowie die älteren der SAZ. sind willkommen. Sruope Lichtenberg. Morgen. Montag, 20 Ihr, im Fugendheim Gunter- siraße 44..Seisungsabend". Gäste sind freundlichst eingeladen. Moabit. Morgen. Montag, kommen die Genossen das erstemal»usammk!« bei Berget, Levetzow. Ecke Aagowstraße. Beginn 20 Uhr. Di» SAI. und Illngeren Partewcnossen sind eingeladen. Sozialistische Studentenschask. Ortsgruppe Berlin. 8. April. 18', Uhr. Sektion Sandelshochschule. Pädagogische Aribeüsaemein, schaf. sSusammsnsässung.l 9. April. 20 Uhr, Ausfprachr abend: Saz'alistischc» Gedankengut In der Reichsverfassung. 11. April. 20 Uhr. Studrn'enrechtli-iie Arbeitsgemeinschaft. Deranfiallungsort:„Der Bund". RW. si, Albrechtitr. 11. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß-Berlin. Seltlagrrarbeitsgcmeinschaft Montag, 7. April. In der Seschästsftelke- Linden str. 5. Simmer I«. 20 Uhr. «ülenhelsertursn» Montag. 7. April, 20 Uhr. zSass-r'oruraße. Fugendheim. Thema:.Bückcrbesprechung". Mittwoch, 9. April,. 171b Uhr. Besprechung der» fenigen Selker, die Anleitung für Ausgestaltung der Maiseirrprogrammr in den Kreisen wünschen. Lindenstr. 3, Simmer 16. 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Mittwoch, 17 bis 19 Ubr. Danaiaer Str. A. Tiltnabeild. Donnerstaa. 20 Ubr. bei Strodi. Dünenstr. 4, wichtiae Selierstbuna. Sonnabend. IS bis 17 Ubr, DanMae- Strafte 63, SolUiniu. Oftecfnbrttctlnebnter brinat sofort die Awobliuin von X Mar! mit. 28. Avril um 10 und U Ubr in der.... müssen bis mm 10. April beim Kreisleiter sein, ssreilaa, ssallenrat. vertreten sein.— Der Sprecochor und der Sina«!: bei de: SAA. am Mittevoch nan 17 bis 1» Ubr im«>TR. Jede Eruvve sch ilt zcbn Not« ssalte».— Die Kreisbe�ersiauna sindet am Dannerstaa. dem 10. April, pünktlich um 20 übt. in der Eanaboserftraft« lBaraüel. statt. Alle Helfer müssen erscheinen. Sruppe Seihenie». Moraen, Montoa. 18'4 Ubr. wlchtia« Srusp-nbelfer� ütiiina im Iuaendbeim. Pünktliches und bestimmtes er scheinen aller Helfer und des Sruvvenobmann» ist unbebinat notwendia. und spart, fiauntaa, 6. April. Spielen am Birnbaum auf der SIedluna. Man? taa, 7. April, pon 17 bis 19 Ubr. SchulöaraSe Dinaelstcdtrr Straft«, Sina- spiele und TPlk-tiin,«. Dienstoa, 8. April,»an 18 bis 20 Ubr. TurnboLe Ätoedernftrafte. Turnen lldTSÄ-l. Mittwoch. 9. April, 17 bi» 19 Ubr. bei Annt Schills. Berliinaer'e chedwiastr. 8, Arbcitsaemelnschaft aller Keltlaacr. sabrer. Sltern. loftt diesen Siiitrnittaa den Kindern frei. Donnerztaa. 10. April, 17 bis 19 Uhr, Iuaendbeim ilreienwaldcr Str. 6. kür Not- und Annafatfen Bolfstöiue. Are!» KSpenich. chrupp« Bvbnsdörf. Sonntaa. 6. April. 19 Ubr. Werbefeier der Kinderfreunde und SAZ. mit Ausstelluna im Semeinschastsbau» KaUenbcrs. GeSarkskage, ZubttSea vfm. IN. Abt. Unser S-noff« Paul Bobn. Diesent sein 60. Lebensjahr und kann qleichvitia aus«im eurüchdiickcn. Wir arainlierin thm NU» diesem Ai chn noch recht lauge in unserer WUic w srhen. 43. Abt. Einen»ompsgruft unserem alt»,»«lassen Heinrich KS--an, 1�. Besirk, ,n seinem SOjährigen Scwerklchajtsiubilauul. 78.«dt. Unserem Genossen Paul Raibmaan und seiner litten ssnan lue Silberner. Soitzeit die beriilichsten SinchwSnscht. [bcrr.cn Soit,c!t die d«r»t>aiien iStuarrnoia IIS. Abt. Lichteniero. I. Gruppe. De»» «er lieben khejran die beriilichsten Wünsch« seiner_____ 137. Abt. Stelilicksvdor kann aus srine «ifriqer Porwärtsleler. Zeit der Partei auzuaeharen. De»»enossen Gabriel. Zungstr. 16» «r Silberd-ch,eit.____ Sterbetafel der Groß« Berliner Partei« Organisation � Z7. Abt. Unser Genosse vtto Lüder»,«ochbannstr. 13, ist im Atter von 38 Sahren plutilich verstorben. Uhre seinem Andenken. B-erdiguna NM Montag, 7. April, IS Uhr. auf dem Si..G-orgen.Friedbof. Landsberger Allee. '•-ch V-' V' 1 7,'> Cl-b»'«»'j%.-- KLEIDERSTOFFE STRICKWAREN SEIDENSTOFFE Veloutine 075 rine,schwarr,bleu, u.ond.gut.Kleiderfarben Mtr. M. JBSm Wollmousseline hochnfiodeme Prühiahrsmuster, Mfr.«.•»« M. Mantelstoffe im Twefid-Gei chmack, 140 cm br., Mtr... M. juisette-R i Wolle, anl Orig. engl., reine Wolle, ca. 140 cm breit, Mfr.,. M. I75 295 Marquisette-Ripo*595 reine Wolle, tör Kleider u. 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Ricnlar REICHSAUSSCHÜSS FÜR GEFLÜGEL UND EiERVERWERTUNQ r3m 8 April perschied nach schwerem in Geduld ertragenem Leiden meine liebe gute Sattin, unser« treusorgende Mutter. Tochier. Schwester. Tanie. Schwägerin �ud Schwlegermuiter Asrle Bokwsllll im 38 Lebensjahre In tirjer Trauer, eigen dieses an Bichard Hartman» die Kinder n. Verwandten Die Stnälcherung erfolgt am MIli- woch. dem 9 April. UV, Uhr. im Krematorium Gerichts! rafte Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahm« beim Heimgänge meine» lieben Manne«, unsere« guten Bater» Wikelm Kühn sagen wir allen BelcUlgteu unseren herzlichsten Dank. Berlin, im April 1990. Die Hlmierbllebenra. ? Damen-Mintel eigene Fabrikation fiaUafilmotr, ZlScht» in tn'n von an. lackiert nnh lasiert bis Hu 7lX>.—. Seift, fculfenuftt U, lsabrii. «bäubt II. Tellleablunft ftesiatiet.* Roetel-Boebel. Rorikvlasi. liefert feit SO Aabren aedieaene Schlaf». Svelf«.. 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Aber unter den heutigen Derhältnissc» scheint sich norher noch eine andere Frag« zu ergeben, die schwerer wiegt:.Hat «s überhaupt noch Sinn und Bartsit, einen gelernten Beruf zu er. greifen?" Man wird diese Frage wohl grundsätzlich besahen müssen, trotz oller Einflüsse der Rationalisierung, trotz der Arbeits- losigkeit, die null» unter den gelernten Facharbeitern herrscht, trotz der ungeklärten wirtschaftlichen Aussichten. Entscheidend ist in erster Linie der erzieherische Wert einer ordnungsmäßigen Berufsaius- bildung. Als ungelernter Arbeiter wechselt der Jugendliche seine Zlrbeitsstelle durchschnittlich mehrfach im Jahre, ostmal? jede Woche. Die Gelegenheitsarbeit ist nicht dazu angetan, ihn in den schwierig- sten Entwicklungsjahren erzieherisch zu bceinflusicn und in einer bestimmten Arbeit sicher und bodenständig zu machen. Di« dem jugendlichen ungelernten Arbeiter ständig drohende Arbeitslosigkeit — von der der Lehrling im Rormalfalle einig« Jahre verschont bleibt— bringt körperlich« Nachteil« und moralische(tzefghren mit sich. Demgegenüber ist der Lehrling für die Dauer der Lehrzeit den Schwankungen des Beschäftigungsgrades auf dem Arbeitsmarkt und den Folgen der Arbeitslosigkeit nickst oitsgesstzt. Außerdem ober erlangt er Fertigkeiten in einem bestimmten Beruf, di« ihm stets zustatten kommen können. Nicht dem llngelernten, sondern dem- senigen Arbester ist eine breitere Nerwendungsbasis und«ine größere Umstellungsfühigkest gegeben, der einmal in seinem Leben mit den Grundersordernissen der t e ch ni s ch- wi rt s ch a f t- lichen Arbeit vertraut gemacht wunde und wenigstens auf einem Berussgebiet systematisch Ersahrungen sammeln konnte. Die Frage nach dem Sinn der Bernfslehre muß man demnach — ohne den tatsächlichen Bedarf der Wirtschast an ungelernten Ar- beitskrästen zu übersehen— in positivem Sinn« beantworten. Es gibt keinen Beruf mit den„besten Aussichten" für jedermann. In erster Linie kann nur der allgemeine Hin- weis gegeben werden, daß trotz der großen Arbeitslosigkeit nicht alle Beruf« überfüllt sind. Weiter ist die Jugend darauf miftnerksom zu machen, daß nicht viejenigen Beruf« dauernd gute Aussichten versprechen, denen heute der größte Teil der Schulentlassenen zu« strömt. Der dritte Test der Schüler einzelner Schulklassen will Auto- schlasser und ein weiteres Drittel Friseur werden. Man kann sich vorstellen, wie diese Berufe in einigen Iahren überfüllt sein wüsten. Es ist für die Jugendlichen wie für di« Wirtschast in gleicher Weise bedenklich, daß der überwiegende Test der schulentlastenen Knaben einigen beliebte» Modcberufen(Autoschlosser. Friseur, Elektrotechniker. Buchdrucker und Schriftsetzer, Feinmechaniker, Koch und Kon- ditor) zuströmen will, während andererseits eine Reih« von Berufen, z. B. Dreher,...Fräset, Scksteiser. Former. Kernmacher. Kesielschmied ständig von den�Iugendlichen abgelehnt werden, zahlreich« westcre Berufs sind da, deren Eigenarten und Bedeutung der Jugend eben- falls viel zu wenig bekamst stich. Für die Jugend, die heute in einen Beruf eintrstt, kommt es zunächst darauf an, daß sie sich über die Fülle der Vorhände- ne n Berufsmöglichkeitcn unterrichtet und sich davor hütet, einseitigen Neigungen zu folgen, die in der Wirklichkeit des Berufslebens schnell vergehen. Bor allem darf die wichtigste Voraussetzung für die Tüchtigtest nicht außer acht gelassen werden: die persönlich« Eignung. Wer heute einen Beruf ergreist, soll sich nicht auf die trügerische Hoffnung vermutlicher Aussichten stützen, sondern auf Fähigkeiten, die den Benissanforderungen gerecht werden kömien. Zu einem Ileberblick über die zahlreichen Möglichkeste» wie auch zur besseren Erkenntnis der Eignung verhstft den Jugendlichen und ihren Ellern die öffeistliche Berufsberatung, die zu den Aufgaben der Arbeits- ömter gehört. In der Zeit vom 1. Juli 1328 bis 33. Juni 1323 wurde di« öffentliche Berufsberatung im Deutschen Reich von insgesamt 228 183 männlichen und 166 632 weiblichen Ratsuchenden in Anspruch genommen, davon waren etwa 64 330 Schüler und Schülerinnen höherer Lohranstalten. Insgesamt wur- den während dieser Zest 147 383 Personen in offene Lehr- oder Anlernstellen vermistell. davon 51 634 weibliche. In der öffentlichen Berufsberatung bei den Arbestsamtern sammeln sich infolge dieser Inanspruchnahme mannigfaltige Erfahrungen Über die Neigungen und die beruflichen Fähigkeiten der SchulenUastenen: die Anforde- rungen von Lehrlingen aus ollen Zweigen der Wirtschaft führen ferner zu einer engen Verbindung mit den Bedürfnissen des Ar- bettsmarktes imd den Entwicklungsrichtungcn des Wirtschaftslebens überhaupt. Aufgab« der Berufsberatung ist es. aufklärend und ausgleichend unter den Berussanwärtern zu wirken und der Jugend bei der gegenwärtig herrschenden großen Benifsnot ratend zur Seite zu stehen. „Das tägliche Berliner Brot." Zu unserem Beitrag.Das täglich« Berliner Brot" vom Sonn- tag, dem 23. März, hoben wir eine Reihe von Zuschrfften erhalten. So wird uns aus Gewcrtschaftskreisen ergänzend mitgeteilt, daß sich die Frage der mehr oder minder großen Beimischung von Weizenmehl zum Roggenbrot, die für das Backen eines guten Brotes schon von Bedeutung ist, für den Hersteller auslöst in die einfach« Tatsache, daß der Verbraucher ständig frisches, wenn möglich warmes Brot verlangt, ganz gleich, wie lange er es nachher im Brotkasten liegen läßt. Dadurch entstehen den Böckereien, be- sonders im Hinblick auf die enorme Konkurrenz der einzelnen Produ- zenten untereinander, erheblich« Schwierigkeiten, lim diesen Wün- scheu des Publikums entgsgenzukonnveii, ein nicht mir frisches, sondern auch weißes Brot zu liefern, wird dem Brot Weizenmehl zugesetzt, nebenbei, weil es größer aussieht, vor allem aber weil der Geschmack des Berliners in Brot verwohnt ist. Dabei ist es un- erheblich, das aus derartigem gemischten Mehl hergestellt« Brot in Bäcker, und Landbrot teilen zu wollen, dem, das Landbrot ist ledig- lich ein« Spezialort, hat aber mit.Land" mcksts wester zu tun, viel- mehr wird es genau so in Berlin hergestellt wie dos Bäckerbr.it auch Reines Roggenbrot, das man bei entsprechender, sachmänni- scher Sauersührung durchaus schmackhaft herstellen kann, eignet sich auch schlecht für den Transport, es würde, srffch verpackt und über- « inende rge lagert, einfach zusammenkla ppcn. Weizemnehl jedoch ver- leiht d«n Brot«ine größer« Elastizität. Au»■ tpsripefrie« betrachtet, ist im deutschen Bäcker- gewerhe die Elstwicklung noch Mndig.in Fluß. Die Maschine scßiK sich gerade an, in größerem Maßstab als bisher auch in diesen Gewerbezweig einzudringen- Dabei geraten unmoderne Betrieb« zwangsläuffg ins Hintertreffen. Es entsteht die Frage, soll auf dies« lefftungsunsähigen Betriebe Rücksicht genommen werden, wo das Berliner Bäckergewerbe mit seinen 3853 Bäckereien schon un- erträglich übersetzt ist?(Hamburg hat bei rund einer Million Einwohner mrr den zehnten Teil an Bäckereien!) Ob«in Meister keinen Gesellen oder zwei beschäftigt, ein komplett« Apparatur muß l da sein und die Unkosten müssen auch getragen werden, ober wi« soll sich das investierte, gewiß nicht geringe Kapital reiuieren, um vom Unternehwerstondpunkt aus zu urteilen, wenn der Backroum ganze fünf oder sechs Stunden am Tage benutzt wird. Wer so sogen die betreffenden Meister, jetzt haben sie eine kleine Existenz, bei Ausgabe ihres Betriebes aber wären sie Gesellen ohne Arbeit. Berichtigend zu unsere!» Aussatz ist noch zu bemerken, daß dein Roggenbrot nicht 033 Weizenmehl zugesetzt wird, sondern umgekehrt 3 Mehl, denn wenn man für Brot scharfe, das sind gleichzeitig die guten Mehle, nehmen würde, dann backt das Brot nicht oder mir schwer aus. „Oer Mann, der das Gedächinis verlor" Welt-Kino'Theater. Dieser Russenfilm, der schon bei der Sonderaufsichrung in der Kamera besprochen wurde, laust jetzt in Alt-Moobit und anderen Stadtteilen als Teil der großen kommunistischen Propaganda, in deren Diensten alles bei den Russen steht. Friedrich Ermler, ein jiiiiger Regisseur, der sich norn Dilettanten her emporgearbeitet, hat bei seinen größeren Porgängern vieles gelernt. Freilich manches bleibt technisch unvollkommen, ober der Gedanke, einen russischen Kriegsteilnehmer, der die neue Zest der Sowjetherrlichkest ver- schlafen Hot und sie nun als ein staunenswertes Wunder erlebt, all mählich des ganzen Unterschicds zwischen einst und jetzt bewußt werdcn.zu lassen, ist höchst wirkirngsooll in Szene gesetzt. In glü- henden Farben wird dos neue Paradies, wo jeder Chef ist, vor- geführt, und die Kunst, durch belebte Ausschnitte Tendenz zu suggerieren, feiert Triumphe. Zlber man merkt zu deutlich die Absicht und den Eifer, Proselyten zu machen, und wird darüber der guten filmischen Mittel nicht froh. Aber immer wieder nruß man den Deutschen sagen: geht bei den Russen in die Schule, sucht ernsten Gehalt, entdeckt dos wirkliche Leben und befreit euch von den Stars und Püppchen. Dieser Fcdor Nikitin, der den einfachen Ar- bester darstellt aus dem Wege aus der Dunkelheit zum Licht, stellt eine vollendet« Schöpfung hin, obwohl er sicher weder berühmter Schauspieler noch Filmdarstellcr ist.' r. Arbeilersängcr im Großen Schauspielhaus. Am Sointtog, dem 13.?lpril, 11 Uhr, gikst der 8. Bezirk vom Gau Berlin des D?lS. im Großen Schauspiekhaus ein Konzert. Es werden zwei neue Werke aufgeffihrt. 1.„Befreiung" für gemischten Chor. Tenorsolo und Orchester von Robert Kahn— wird in Berlin zum «rstenmal gebracht. 2..K a m p s u n d Z i« l", für Mönncrchor, Alt- und Baritvnsolo und Orchester, von Wilhelm Knöchel, eine Uraus- führung. Dieses Werk, das Völkerverföhnung und Bölkerfrieden preist, Hot der Komponist dem effrigen Förderer dieser Gedanken, dem Reichstagspräsidcnten Paul Löbe. gewidmet, der auch der Auf- sührung beiwohnen wird. An dem Gelingen dieses außergewöhn lichen Konzerts sind neben 753 Sängerinnen und Sängern, dem Berliner Sinfonie-Orchester, als Solisten verpflichtet: Agnes Lev- bach(Alt), Carl Erich Ohlhow(Tenor) und Bred Drissen(Barston). Die Leitung liegt in den Händen Dr. lhrnst Zanders und Wilhelm Knöchels. Die Ausführung läuft alz 2. Sonderkonzert des Ber- liner Gaues. Der Kortenpreis beträgt 1,50 W. einschließlich Text- buch und Kleiderablage. Karten sind zu haben in den mit Plakaten versehenen Geschäften, bei den Mitgliedern der Eböre des 8. Bezirks, Berti»er Volkschor, Berliner Sänyerchor, Fichte-Georginio, Typo- graphö) Solidarität und an der Koffe am Tage des Konzerts-,---- SU husten ja so schwer.?lchten Sie rechtzeitig auf alle Zln- zeichen, damit sich kein chronischer oder Bronchmlkaiorvh entwickeln kann. Taglich mehrmals 15— 20 Tropfen von den echten Reichels Hustentropfen, die bei Heiserkeit, Schleimanhäuiung, Rauheit und Trockenheit im Hals« rasch auflösend und reizsttllend wirken. 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Es gibt in Berlin nur c i n Blatt, das die Interessen der Arbeiterschaft rückhaltlos und zielklar oertritt, das ist der „Vorwärts". Treue um Treue. Wer noch nicht Abonnent des„Vorwärts" ist, der holt diese Versäumnis jetzt nach. Ich abonniere den„Vorwärts"(und die Abend- ausgäbe für Berlin„Der Abend") mit den illustrierten Bei- lagen„Aolk und Zeit" und„Kinderfreund", sowie den Beilagen„Unterhaltung und Wissen",„Frauenstimme",„Technik", „Blick in die Bücherwelt" und„Iugend-Vorwärts" in Groß- Berlin täglich frei ins chaus. (Monatlich 3,60 Mk., wöchentlich 85 Pf.) Name: Wohnung: Aussüllen und einsenden an den Verlag des„Vorwärts", Berlin SB öS, Lindcnstraszc 3. Aus der Partei. Vierzig Jahre Maifeier. Die diesjährig« Maisestzeitung der Partei erhält ihr besonderes Gepräge durch die Tatsache, daß dos Maisest der Arbeit in diesem Jahre zum vierzigsten Male begangen wird. Hierauf nimmt der Inhalt jeden Bezug. Das erstl� Maifciergedicht in deutscher Sprache, das von unserm Karl Cgou F r o h m e Z890 in Hamburg neröfscnt- licht wurde, ist für die Gegenwart von lebendigen? Interesse. Die noch lebenden Teilnehmer am historischen Kongres; von 1889, die Genossen Eduard Bernstein, Wilhelm Bock. Karl F r o h m e. Adolf Geck. Friedrich Geyer, Theodor Glocke, Adolph 5) o s f- mann, Fritz K u u e r t und Wilhelm Werner unterbreiten ihre Erinnerungen an den denkwürdigen Beschluß, der den Weltfeiertag der Arbeit aus der Taufe Hab. Die kuliurcllc Bedeutung der Mai- feier hebt Anna Siemsen in einer knappen Betrachtung„Zum 1. Mai" hervor. Eine lustige Erinnerung an die Angstgefühle der Herrschenden von 1899 vervollständigt die Reche der literarischen Bei- träge. Der Dildschinuck— in Tiesdruck vortrefflich ausgeführt— macht das Heft noch wertvoller. Der Verlag I.H, W. Dietz Nachs., Berlin, hat die Maizeiking diesmal in einer halben Million Auslage herstellen lassen. Das Einzelhest wird zum Preise von 25 Pf. ab- gegeben, Aprilhest dep„Gesettschofi". Das Aprilhest der„Gesellschaft" enthält eine Sitüaiionsänalys« von Decker, die das Problem untersucht, wie weit cm g c s ch l o s s e- ner Bürgerblock das Ziel und der Sinn der Politik der bürgerlichen Parteien sei. Hamburger würdigt die politische Leistung, welche Grzcsinsli im preußischen Innenministerium während seiner Ministerschast vollbracht hat, die großen verwoltungs- politischen Resorrngosetzc, die vollendet wurden und die Entwürfe, die er seinem Nachfolger zurückgelassen hat. Im Rahmen der Diskussion über proletarische Bildungsarbeit gibt Jenfsen eine Beschreibung der praktischen Bildungsarbeit in Tinz, die durch Frick aufs schwerste bedroht ist. Besonders aktuell ist ein Aussatz von Genossin Domanowskaja über den russischen Agrarsozialismus, in dem sie m gedrängtestem Raum die ganze Geschichte der russischen Agrarpolitik seit 1918 darstellt, Ferner enthält das Heft vom Genossen Prof. U n d c n einen Beilrag über den„Angriffskrieg als völkerrechtliches Problem", eine Untersuchung über die Frage, wie und ob der Angriffskrieg über- Haupt juristisch zu definieren sei. Eduard Heimanns Buch über die soziale Theorie des Kapitalismus wird in Form eines Aufsatzes grundsätzlich methodisch besprochen, und Speier führt die Untersuchung über die Soziologie der Intelligenz, die er be- gönnen hat. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 6. April: • 7: runksyraitastik. S: Tür den Landwirt. S.äO: Morrenfeier. AnscWicCend Olockenscläut des Berliner Doms. 10.05: Wcttervorhersacc. U: Elternstunde. 11.30: Aus dem Großen Schauspielhaus; Chorkonierl. 13: Aus Monte Carlo: „Grand Prix". Bericht über das eroße internaiioiiale Autorennen- 13.15: Aus Breslau: Orchesterkoneert. M: Oskar Maurus Fontana lies» eigene Dichtungen. II 30: Lieder. 15: Schallplallenkonrert. 15.30: Unterhaltungsmusik. 17: Vom Sporlplalg des SCC: Rugbs'. LSnderkanipl Frankreich— Deutschland. IS: Unter. haitungsmusik. 19: Programm der Aktuellen Abteilung. 19-30: Tagcsglosscn. 20: Passionssonaten vom Jahre 1601 von Ii. I. F. Biber. 21: Eine heitere Siundc. Danach Tanzmusik. Montag, 7. April: 7: Funkgymnasliic. 12.30: Wetlermeldungen für den Landwirt. Id: Schallplattenkonzert. 15 20: Ein Besuch im Harem. 15.10: Verschollene Voiläufcr. 16.05: Wclterwaciicn. IS.jfl: Konzert. 17.30: Jugendstunde. IS: Vom Rund- funkcmpSaiig. IS. 15: Die Maltis in der Conc» d'oro. 18.35: Wer soll Schriftsteller. wer Journalist weiden? 19: Programm der Aktuellen Abteilung. 19-30: Schlager und Chansoes von Ernst Stelfan. 19.55: Vom Arbeitsmarkt. 20: Die Autobiographie. 20.30: Orcliesterkonzert. Anschließend Rundtänze. Dienstag, 8. April: 7: Funkgjnmastik. 9: Schuliunk- 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzerl. 15.20: Berlinerinnen vor 100 Jahren. 15.40: Saalsport und Radballspiele. 16.03: Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: Aus Leipzig: Aus deutschen Spielopern. 17.30: Jugendstunde- 17.50: Schallplattenkonzert. 18.10: Stande mit Büchern. 18.40: Franzbsich für Anfänger. 19.05: Deutsch-Unterricht. Eine Unterrichtsstunde in der Oberprima. 19.55: Vom Arbciumarkt. 20: Programm der Aktuellen Abteilung- 20.15: Sende- spicle: Wiederholung„Madame L'Archiduc", Operette von Offenbach. Mittwoch. 9. April: 75 Funfcgymnastik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schall- piatlenkonzcrt. 13.20: Häusliche Schönheilspflege. 15.40: Ein Tag der Tunereha- Iiidianer. 16: Jugendbühne. 17: Operettenlleder und Chansons. 17,30: Der Einfluß der wirtschaftlichen Entwicklung auf die Personalschnlung und das Vorwärtskommen in der fndustri«. 17.55: Der Bünde und sein Hund. 18.20: Das Qksichl der Zeitschriit. 18.45: Unterhaltungsmusik. 19.55: Vom Arbeits- markt. 20: Wovon man spricht- 20.30; Sendcspicle:„Rausch" von Strindberg. 22.30: Kartenspiele. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 10. April: 7: Funkgymnastik. 9? Schulfunk. 12 30; Die Viertelstunde für den Landwirt- 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Die Frau in Spanien. 15.40: Rundschau für Blumen- und Gatten freunde. 16.05: Poinisches Kunstgewerbe in Vergangenheit und Gegenwart. 16.30: Konzert. 17.30: Jugendstunde. 17.55: Tes- niusik. 18.20: Die Erde als Himmelskörper. 15 45: Chorgesänge. 19.10: Zeit- hcnchle. 19 59: Vom Arbeitsmarkl. 20; Aus der Kroil-Opcr:„Die verkaufte Brmn" von Smetana. Danach Tanzmusik. Freitag. Ii. April: 7: Funkgymnarlik. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schaif. platlenkonzert. 15.20: Ueber Sachlichkeit und Führergeist der Frau. 15.40: Karl Walter G 0 l d s ch m i d t untersucht«1 kultureller und geistiger Beziehung die heutige Lage der Intellektuellen. Kluge Worte über das Entwurzeltsein, über die wirtschaftliche Not be- rühren imr die negative Seite. Die Feststellung, Hamlet wieg« augenblicklich leichter als ein Preisboxer, entbehrt nicht einer ge- wissen Drolerie. Für einen Geistigen ist sie aber nicht sehr erfreu- lich. Gotdschmidt vergißt sreilicb. positive Ratschläge zu geben und Wege ins Neuland zu weisen. Jni Rahmen der aktuellen Abteilung unternimmt Alfred Braun einen Ausflug in die Iugepdherbergc in Buckow. Manches ist vielleicht sür das Radio gestellt, immerhin erhält der Hörer einen Einblick in die Organisation und in den Geist, der dort herrscht. Dig Kapelle. Engen Sonntag gibt in den frühen Abendstunden ein. ganz ausgezeichnetes Konzert mit.Kam- Positionen von Gluck, Mozart und Schutruinn. Die Leistungen der Kapelle stehen auf beachtenswerter Höhe. Zum Wochenende ein Kabarett mit Josef Plaut als Eonserencirr. der in, Anekdoiisch-n, besonders aus vergangenen Zeiten, Lorbeeren erntet. F. Sch. Land, Volk und Sitte in Salzburg mit Schallplatten. 16 05: Programm der Aktuellen Atteilnng. 16.30: Aus Breslau: Opernballett. 17.30: Die deutsehe Sprache. 17.45: Jugendstunde. 18.05: Das neue Buch. 18 IS: Was interessiert die Aitreirciniicit an der Weltkrait-Konfcrcnz 18.40: Abenteuer und Dichtung. 19: Gesungene Tänze. 19.30: Heinz Liepmann spricht über sein Buch„Die Hilflosen". 19.63: Vom Arbeitsmarkt. 20: Aus dem Berliner Konzerlliaus„Clou": FrOhlingskonzcrl. 22.30: Kartenspiele. 23: Aus Budapest: Zigcunerrausik. Sonnabend. 12. April: 7: Funkgymnasiik. 12.30: Wettermeldungen für de« Landwirt. 14: Schaiiz piattenkonzerl. 15 20: Jugendstunde. 15.49: Medizinisch-hygienische Plaudetei. 16.05: Warum ist der Kaffee wieder teurer geworden? 16.30: Unterhaltungsmusik. IS: Das Interview der Woche. 18 20: Das deutsche Pferd im deutschen Sport, 18.40: Kulturexport und internationale Werbung. 19.10: Von Shakespeare bis Bruckner. 19.30; Unterhaltungsmusik. 20: Ausgewählte Stücke aus „Mahagony" von Kort AVcitz und Bert Brecht. 21: Heiterer Wochenschluß. Danach Tanzmusik. Kölligswusterhausen. Sonntag, 6. April: 7: Aus Hamburg: Hafenkonzert. Ab 8: Ueherl�agung aus Berlin. 13.15: Aus Breslau: Orcliesterkonzert. Ab 14: Uebertragung aus Berlin. 18: Strahlende Materie. 18-30: Kairo und Konstantinopel. 19: Das religiöse Erlebnis In der Kunst. 19.30: Reden berühmter Männer. 20: Dmitschlandsender: Aus Hamburg; „Madame Dubarry", Operette nach Millöcker von Hiller. Anschließend Ucber- trasrunc ats Berlin. Montag, 7. April: 16: Schulbaa and Pädagogik. 16.30 Aus Berlin: Nachmltiarskonzert. 17.30: Oper und Drama. 17 55: Die Chemie der Baustolle. 18.20: Unterhaltende Stunde. 18.40: Englisch für Anfänger. 19.05: Dichterstunde. 19.30: Landwirt- schaltsfunk. 19.55: Wetterbericht lür die Landwirtschaft. 20: Deulschland- sender: Unterhaltungsmusik. 20.30: Aus Breslau:„Liebe", Hörfolge von Kuhlmann. 21.30: Aus Breslau: Kleine Flötenmusik- 21.43: Programm der Aktuellen Abteilung. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 8. April: 16.30: Aus Leipzig; Nachmittagskonzert. 17.30: Uterator-Revolutionen. 18.20: Viertelstunde für die Gesundheit- 18.40: Französisch für Anfänger. 19.05: Schöpferisches Musikerkennen. I»„30: Das Baugewerbe. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 20: Ucutschtandecnder: Unterhaltungsmusik. 21: Klavierkonzert. 21.30: Ans Frankfurt n.M.: Verklnngene Weilen. Anschließend Ucbertiagung aus Berlin. Mittwoch, 9. April: 16: Vernehmung von Jugendlichen. 16.30: Ans Hamburg: Nachmittaes- konzert. 17.30: Der Choral. 17.55: Allgemeine Wirtschaftskrise und Land- Wirtschaft. 18-20: Unterhaltende Stunde. 18.40; Spanisch für Anlänger. 19.05: Was erwartet man von der Psychologie? 19.30: Männer und Frauen in der Wohlfahrtspflege. 19.55: Wetlerbericht für die Landwirtschaft. 20: Deutsch- landsender: Uebertragung aus Berlin. 20.30: Aus München: Unterhaltungskonzert. 21.35: Aus München:„Reflerc", Kleines Funkkabarett. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Donnerstag. 10. April: 16: Berufsschule und Voiksschnie. 16 30: Ans Berflr.: kfachmfltagsionzert. 17.30: Bücherstunde. 17.55: Sinn und Entwicklung der Passionsspiele. 18.20; Unterhaltende Stunde. 18.40: Spanisch lür Fortgeschrittene. 19.05: Kunst der Massenführung. 19.30: Landwirtschaftsfunk- 20: Deutsehiandseuder: Bav. ri. scher Humor. 20.30: Aus Breslau:„Revue zu Einem" von Mehring. 21.15: Konzert, 21.35: Progrcmm der Aktuellen Abteilung. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag. 11. April: 16: Ouciietikunde im Geschichtsunterricht. 16.30: Aus Leipzig: Nach-' mittngskonzert. 17.30; Gespräche über Musik. 17.55: Bericht über die Zoll- friedenskenferdnz. 18.20: Kunst und Geisteskrankheit. 18.10: Englisch für. Fortgeschrittene. 19,06: Kunst und Massenliihi ung 19.30: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 19.55: Wetterbericht lür die Landwirtschaft. 20: Aas Hamburg; Oeethovcn-Ahend. 21.30:„Punks kommt aus Amerika" voh Ludwig von Wohl. Anschliaßcnd Uebertragung aus Berlin, Sonnabend. 1?. April: 16.30:' Alis Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30: Friedrich Hebbel, der Dichter und Mensch. 17.55: Lehrjahre sind keine Herreniahre. 18.20: Unterhaltende Stunde. 18.40: Französisch für Fortgeschrittene- 19.05: Ooeihe brd das Christentum. 19.35: Wetterbericht tllr die Landwirtschaft. 20: Deutsch- landscnder: Aus Köln: Lustiger Abend. Anschließend Uebertragung aus Berlin. ®.-älbam-Rleibura ist etnx>» Befenbetr«... itnh so billio! Da« sollten Sie bedeuten, wenn Sie Ihre ItrllhiohrMordrrobe laufen. Die Ittrma S. Adam, »eipzioet Sfr. 27- 28. ist seit IaWlmtm führend in Setzen-, ailnfllhtg«-, gnaden, imh SportlciMma. Herr nmakfdmetderei und J&rrteuauouaitunfleii. Tee Nantr Adam bürqt für DiioiitHt. Sdidnheit in Stoff und Schnitt und hefonberc Preiewllrdtateit. Öftren(tcht not der lür, laufen Sie bei S. Adam, Sie nzezden es nicht drrrurn. Seinenn 50. tSeburtstaq beflrhf heute heg Inhabrz der bekannten Sottina- SrhuhacfcDfcfoft m. h. H., D'to Klausner. AI» lOjähtirtct ariwdete er das Enuros-Sdiuhhaus Dtto fliaufnec©. m. b. fi., das et aus rieinften_ An- föiiurn schon vor dem Rricae, wie heute noch, äut«röftten deutschen Schuh- Enaros-ttirma machte, der»ach dem Krieg die Uber natu Deutschland oct- teilten©etaifaefchnftc der Sottino anaeafiedert wurden. Zum Cfierfeft„3« dieser feierlichen Shtnbc*. Diese» Wert von Derdi au»„Madn des Schicksafs" muh lebet Mufllliebenhe von©auf Rütter, dem neu- rntbcclten Tenor, und dem munörrbaren faiiton Taut SchöfNer urfunoen mit Bepleilun« des Berllner Ah'tiharmouischeii Orchesters oerade zum herannahenden Osterfest sein Einen nennen: er kann e» um so mehr, da der Preis dieser doppeiseitiaen Uliraphon-HRuiltpIatle nur aus 5 M. bemessen ist. Da» arosie Siliorifdi» Marsch.PutvOlirzi. eine Sammluna schönster Märsche vom 18. bi» Ist. Jahrhundert, ist ebtitfall» aerobe»um Osterfest ritt Geschenk von wirklich bleibendem Wert. Außerdem wird fede Ultraphon-Wnstkviatte ohne Be. rechnuita in eine Osterviattentasche einaehüllt und somit au einem aeschiossenen Osteraeschenk, da» hleibenden Wret behalt. Wertheim In Brrulau. In besonder» bevorAuafer Laar. Im vertehr»re!chen Zentrum der Stadt, erhebt sich der stebenstöckiae an drei Seifen freistebend: Monumentalbau diese» neuesten Warenhauses, das am 2. April eröffnet wurde. Der Entwurf und die tilnstierifdie Leitnna loa in den Sände» von Profeflor Hennann Derndura. Mit diesem Bauwerk ist ei» neue« Wahrzeichen der Stadt Breslau aefchaffen, welefies mit feiner»iaantifchen Höhe die aonAC Umaebnna beherrscht. 10» Jahr« ianofobeik tlonrab itraufg in Berlin. Die Pianofabr'k wurde am l. Avri! 1850 van Gustav Iavefe, dein Erohvater de» jehiqeit Inhaber» Euaen Iavekke. aearUnhet.«feldtgeitia mit dem ICOiöfiriaen Jubiläum der Gefchäffsarftnduna steht Enqen Iavele am I. April 1050 auf feine öOtähnae Tätiateit in feiner Iirma Aitrilrf. Zum Iwecke de» EinAefbaitdef» an Priva e otllnbctc Euaen Iavcke am 1. April 1905 die Iirms Evnrud Krause Nchsa.- in Ehnrivttenbura. meldte nun auch schon aus ein ßSidhriae» Bestehen Aurllei. blicken kann. 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Beginn der Vorstellungen: Wochentags 5, 7, 9 Uhr.— Sonntags 3, 5, 7, 9 Uhr, Direktion: Dr. Martin Zickel mg Komische Oper Friedriübstr.flM. Merkur 1401/4330. Täglich SV. Uhr Majestät läss! bitten Musik von Walter Kollo, Lustspielhaus Friedrichstr. 236. Bergmann 2922/25. 8V, Uhr: Gssclräft mit Amerika. »•/.ubr CASINO-THEATER Lothringer Strafte 37. Wieder ein nevaer Schlager Der wahre Jakob SHlrmitdier Hcitrr kr lt.-Erfolg Dazu ein entkl. buntcj Programm Gutschein für 1—4 Personen Fauteuil nur 1.25 M., Sessel 1.75 M„ Sonstige Preise: Parkott u. Rang(k80 M. GROSSES SCHAUSPIELHAUS 8 Uhr: Kur noch 27 Yorslellungen! 3 Musketiere Regie; ERIK CHARELL I SomiMg ndim. nnc«*. tntte Pr. Reichshallen-Theater Abends IJI Sonniay nadun. Q] ZwWner Sänger Zum Schluß: Nolte'sWodienende FrSItüngsprtise! Zintnun 1t2S]. �Oönhoff-Brettl Bas beliebt! Familiec-faneie mit Tide Erfiffnung heute! KürtOrstendamm 33 Nachmittagstee Gedeck M. 1.35 Bridge ohne Extraberechn. 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April 19301 Täglich 8 15 und 1 Heute Sonntag 5.15 und 9 Uhrl Die goldne Meisterin mit Traute Kose {Rose- Theater) mroBe Frankfurter StraBe 1321 1 Billettkasse; Alex. 3422 und 34941 | Ab Sonnabend, d. 12. April, 8 15 j die Rokoko-Operctir {Ihre Hoheit die Tänzerin) in 3 Akten v. Walier W. Goetzel I Sonntag, 13. April, nachm. 2 3o| | das entzückende amerikanische D Lustspiel Der Mustergatte 1 Vorverkauf tägl. v, 11— 1 vorm 1 und 4—9 abends. TrianoD iBligag: Dir. Arolm Ocorgenstr. 9 Täglich 8V« Uhr Revue Des lahiulB Magaiia Preise v. eo Pf. an. Lessing-Tbeater Wilteiimi 2197 1.0446 Täglich «Vi Uhr Haus OanielA Montag, 7. April Premiere Flamme mit KUe Dorsdi Thtat a. KoitB.Tor Kottb. Str. 6 Tägl-» Uhr auchSonnt. nachm.3U. Elite- Singer. Des pb&m. OsterFiDgramoi mit 1 belubten Dasttsaor Kurl Wanger NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN Regelmäßiger direkter Passagierdampferdienst nach CANADA ITbeateri. d. Behreistr. 53-54 A 4 Zentrum 926-927 Direktion Ralph Artlmr Roberts 8V4 Uhr .... Vater sein, daflegen sehr Sonntag adeh nachtn. 4 Uhr(halbe Pr) AuskunSt für Reiseode und über Einreisebestimmungen, Fahrpläne u. Fahrpreise NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN und seine sämtlichen in- und ausländischen Vertretungen Berlin 1 Norddcntsefaer Lloyd. Agentur Berlin Q. n>. b. H-, Unter den Linden 1(Ho'el Adlon). Fernspr. A 4, Zentrnm 12 230 o, 12 231. Filiale Kortfirstendama 17. Femsprecher T 1. Blsmaick 2284. F. Montan u*. Invaildenatr. 93.— Fernspr- D. 2- Weidendamm 2241 u. 7966. Potsdam: E. Rössler. Brandenburger Str 32. Operettenhaos Alte Jakobstr. 30/32 (Zentral-Thealer) Dönh. 2047 Täglich SV, Uhr Botel Stadt Lemberd Preise 1. 2. S M. Kleines Theat. Merkur 1624 Täglich SV« Uhr madame hat Aussang Erika von Teilmann Paul HOrbiter Hermann SchaufuB Lvorski, Braut Berliner(I]||-Tl>iO N C U k 6 1 1 R. w Lahnetr. 74(70.1 Metro pol-Th. Täglich SV« Uhr Der Bettelstodent Patti era, Alpac, Schiit zendorf jöken Itieater d. Westens Täglich SV- Uhr: Das Land des Läebelns Riebard Tauber Margit Sochy BiomenspeDden jeber An Itefcct preismezl Panl Gölte tz ootm. Robert Meyer -iariann enstrage 3 £de Nnunynstraß» imt SKortRpt 10303. Montag. b«n 7. HprU» norm. 10 Ubr. in» Rofcnfhalet y»f, Sofentbolcr Steak« 11,12 uersammlung aller im Deutschen Meten- arbeiter-uerbaiKi organisierten arbeitslosen Klempner Tagcorbnnna L Siwtroa:.Die geqemvSrtige ffifrt- fcheftsla«« im« hie Aufjobe« its Geweztschnften.- t, DlitufRon- 8. Srondifnangetegfttbeitm, Da» Erscheinen aller Ht Pflicht. Oicnalag. den 8. Sprit. nachm.» Ache. im Catal van MSB», TPafferiorflcabe ZI Versammlung alier Lehrlinge, jugendlichen Arbeiter- ond Arbeiterinnen der Firmen des Bezirks sa des DMV. Sag es ot hnung; 1. Äartzag:»Die yetriefcsrBlemaljlen. bos Sttriebsrälegeieg unb bieSngenh.* 2. SBeirlebsongeleeerthctten., 3ugendton«gen 2 In dieser Bersatm». lang bars kein Rollege fehlen AgitieN für einen guten Befuch unb seid pünktlich ampefen«. Ott iBBendknonluiim. filenpfag, den 8. April, add». 7 Ahr. in den Sopbien-Sdicn, SapbieafttaH« 17/18 Branchen-Versammlung sämtlicher masomnen-, Motor-, Auto- und Roparatur-schiosser Tagesordnung:» L.BelttoiNi chaftliche Strufturänhernn- aen unb das Ülrbetislofenptoblem.- Refereut: Kollege Tugoldrecht Graf. 2. Branchenangelegenheüen. A Berichiebeues. Ohne Mitgliebsduch kein gntritt. Erscheinen aller Sollegen ist Pflicht. Mittmach, dan 8. April. add». 7 Ahr. in» Pactencfoaf de» Bccban b»banfe», Linien stratze 83/88 Branchen-Versammlung aller in der Eisenkonstrukucn boscnanigten. sowie aut Montage betindliohan Monteure und Halter Tagesordnung: 1.»ranchenangelegenhaiten. 2. Berichtebene». Ohne Mitgliebäbn« kein Auiriit. Wegen der Widitigkeit der Tage»- »rbnung ersuchen wir um pollzflhlige, Eeschemen._ Achtung. Bauanschlagerl Die Brancheuuersauunlung her®oii- auschläger fällt umständehalber am 8. April au» und findet dafür an, Dianetag. Den» 16. April, abend» 7 Ahr. im Derdanbstzause» Tmienftr. 88/85, statt. Spielplan unferec AnltacablaUnng In her«och-«n» 7. die(Z-AprCl: L'Sari I Liebe tfhS«rollt t» bonftol. 1 Erdiei».--cS.•••'--vi 2. Der luftige Rpboid. 3. Herstellung non Büchern. In her Woche 00m 14. U* 27. April! l. Der tonjeude Tor. 2 Maro macht ein« Hochzetlereis«. 3. Die deutsche Apaltzele. In her Woche nom 28. April W» 4. Sott l. allein Feld ist die Weib 2 Weuu einer eine Reise wacht. 3. Technischer Fllrn. In der Woche nom 6. bi» 11. Mal: l. Biiuschande. 2. Iu mel Dunst. 3. Technischer Film. Anfragen wegen Ueberlaflung und Bemdj Oer Abteilung find an die Sul. tutobteibmg(Büro: Lwlenftraße 83,86. Zimmer 20)*u richten. Unsere Äultutabtellung bleibt am Donnerstag, dem 17., Fteitag, dem 18, Sonn- abend, dem 19. und allontag. dem 2l April geschloffen: außerdem am Doit- uerstag, dem l. Mai d». I». Dl« OeUvei»altnng. Für die werkiailde Bevömerand Berlins VORZUGSGUTSCHEIN Der Vorzeiger diese* Scheines erhält zu den AufiQhrungen der Plscafor-Bflline vom 3. bis 30. April täglich 8 Uhr abends im W o! Iner-Tneater fast 50% Pretsermaoidund §218 von Carl Cred6 Der Umtausch dieses Vorrugsjuttecheins, gültig vom 3. bis 30 April für 1—4 Personen, auch Sonn- u. Feiertags, täglich von 10 Uhr ab ununterbrochen an der Kasse. Telefonische Vorbestellungen; Alexander 4292. Hotel Berlin Eigentum. Gurt Eltohner nBB| I I»• änliattor Bahnbol Größtes Hotel des Kontinents 600 Zimmer ✓ 800 Betten Zimmer von Mark 8.— an inklusive (keine Zuschläge, keine Prozente)> Sitzfläche für ca. 2000 Personen Sehenswürdigkeit Berlins Russisch-Römische Bäder/ Heilbäder direkter Zugang vom Hotelzimmer ßidllch mit natürlichen Heilquellen im Zoo(Waldschänke)/ Im LietZenSeeparK(nahe kaiserdsmm am Königsweg) Eröffnung am Sonntag, dem 13. April Täglich wieder von 7—10 Uhr morgens Agskunft dureh die Brunnenvertriebs-AG.(Hauptniederlage für sämtliche natürlichen in- und ausländischen Heilquellen) Berlin SW., Yorckstraße 59, Telephon: Bergmann 3536:38, 6177. Gonniag 6. April 1930 Unterhaltung unö ÄNissen Deilage des Vorwärts 3r&nlifeh £*nger: ÄSk Mein Bater hotte ein seltsames Gescheit: er Handeitc mit Träumen. Träume gleichen Seifenblasen. Ihr kennt sie dock?, die Seifenblasen, wie die Kinder sie zu niochen pflegen. Alle sind sie so zerbrechlitt», schwebend. leicht und durchsichtig, manche farblos, andere � wieder schillernd. Sie sind mii.tderichön, gelingt es such, sie aus der chandiliich« cmzusa«Astt. Doch das ist sin großes Kimststitck. Ist es euch ober gesungen, tornr liegen sie in eurer Hand wie rwreders-mna? Obst, wie es selbst in den allermchsten Ländern nicht einmal die Könige haben. Ihr sühlt sie nicht, so leicht sind sie. Und doch: was bergen sie nicht alles, was hattet ihr iricht alles in ourer liaird! Wuchst ihr die Hand irnvorsichkg zusammendräcken oder o>ich nur mit dem Fingernagel die Seifenblase berühren, fie würde zerfallen und verstiegen. UrD doch, was hatte sie nichi alles enthalten. Diese Träume nun kaufte der Laser den Lotus n jeden Margen ob. Tagsüber brwrchien sie sie ja nicht. Er legte sie in den Ranzen auf seinem Rücken und bis zur Mittagsstunde hatte er wahrhaftig den Ranzen voll. Ja manchmal hott««r fvger auch den kleinen Beutel aus Rehinder, der sich mit einer Schnur zufamnienhattcn ließ, ganz ongeiüllt. In diesen Leute! kamen die seltenen und wertvollen Stücke. Dam, kehrte er heim, und«in Rochmittvg begann unsere Arbeit: nämlich für mich und meine Schwester. Wr seilen uns an amen Tisch, einander gegenüber, jeder ein Stück Seidenstoff !n ter Hand, und vorsichtig säuberten wir die Träume. Wir nahmen sie zwischen die Finger, und ganz leise, als ftneichetten wir Aug- äpjel, fuhren wir mit einem Lappen übet ihr« Oberfläche. In emer kleinen Weile glänzten dann die Kugeln wie neue, geschliffen« Kristalle. JMc Schwester war e», die die feinsten Träum«, Träume von Kindern und Liebenden voin Staub säuberte� denn sie lzotte so sritsdm schöne Hättd«, lang und weich, und ihr« Finger waren schmal. Sie hätten ein Mcnschenherz anfassen können, ohne daß es auf- gehört hätte, zu schlagen. Ziemlich früh mußten wir die Lampe anzünden. Unser Zimmer war lang ung gewölbt! ein Fenster, nicht allzu groß, war darin. Das ging auf eine finstere Gass« und lag dem rückwärtigen Trakt eines öden Palastes gegenüber. Die Lampe feuchtet« mit einem ruhigen, gelblichen Schein und vergoldet« die kugeligen Flächen de? kristallenen Seifenblasen. Di« Schwester, über die Arbeit gebeugt, lächelte mir von Zeit zu Zeit zu, wenn sie etwas sehr Interessantes gefunden halte. Ihre braunen Haare fallen zu beiden Seilen herab und tragen auf den Locken einen motallistt»cn Glanz. Hie und da lissn sich einige Strähnen los und fallen ihr in die Ssirn, mt sin Schleier aus kupfernen Fäden, und da streift sie sie mit dem Handrücken wieder zurück. Jedesmal blickt sie mich dabei an, als mochte sie für die kurze Unterbrach mg um Entschuldigung bitten. Sfe war eine Träumerin, dach das waren wir sigsnllich beide. Unsere Träume lagen aber auch unter den wertvollen� die der Dater in dem klemen Leute! aus Rehleder barg! und trug er si« zum Der kauf. so gab«r sie für viel Geld in Schlossern mit Balkon en und»er- gitterten Fenstern od, oder an Künstler. Wenn es zu dammern beginnt, erhebt sich der Loter von feinem Lager, auf dem er geruht hat, packt aus dorn Winkel bei der Tür feinen Ranzen und logt alle Träume hinein. Dann schreitet er durch die Straßen, geht von Haus zu Haus und verkauft Träum«. Wem, er manchmal in einen, Haus viel absetzt, schenkt er als Zugabe einen ganz flehten, leichten Traum für di« Morgenstunden. Nach Wiwor» nackfl bat er bereits den Ranzen leer. Einmal kamen seltsame Tag«. Unaiilhörlich sank dicher Nebel fjereb. die Nacht wmde um drei Stunden des Abends»nd um drei Stunden des Morgens länger. Die Gaslalernen, ja nicht olnrnal die Logenlampen, die den ganzen Tag di« Straßen beleuchteten,»er. mochten diesen dichten Nebel zu durchdringen, und so ließ diese unerwartet eingebrochene Finsternis olles Leben stocken. Die Menschen verliefe«« ihre Wohnungen nicht mehr, languxilfen sich daheim, und verfuchten. der ewigen Dämmerung müde, diel« iurcht- baren Näcktt zu verschlafen. Zugleich mit der Schlafsucht stieg auch die Rachsrage nach den Träumen. Der Loter verkanits jeda-mol in ganz kurzer Zell oll fein« Einkäufe vom Morgen und nicht einmal kies genügst. Er grisi die allen Dorräte an, Vf. in der großen Truhe in der Ecke des Zimmers logen. Eine ganz« Menge Träume o�aren darin und er reicht« einig« Tag? mit ihnen: aber gegen Ende der Woche geriet er schon auf den Grund der? rube und doch wollte der Nebel kein Ende nehmen. Es wurden immer wenScr Träume aus dem Loden, und eines Tages, als der Ranzen beinah« voll ivar. blieb in der Truhe nur mehr eine einzige Kugel in einem Winkel siegen, wie sin« geängstigt« Maus. Der Dater nahm sie in die Hand und hätte auch dielen Traum beinahe in den erack gesteckt. Dann jedoch besah er ihn noch einmal genauer, nickte emigemal in Gedanken mit dem Kopi und fegte ihn wieder zurück. Ich hatte bisher noch niemals beobachtet, daß der Aastr einen Traum mit anderen Augen als nrit denen eines Ee'chäitsrneprme? betrachtet hatte. Das Alter, das Leben und vielleich-t Leiden hatten il>n abgeklärt, und olles Menttl»liche lag abseits von ihm. Als wäre er sich der ewigen Gesetzlichkeit bewußt, die nicht einmal im Traume - Aändsrt werden kann, eis hätte er bereits all« Hoffnungen von sich gestreift, als sucht« er mir noch Ruhe und Frieden— so war sein Wesen: lind mich fein Lächeln empfand man so. Niemals noch ' hatte er sich entschließen können, einen Traum aufzubewahren, und mar er noch so wertvoll und bedeutungsvoll, lind diesmal ljotte er einen Traum wieder zurückgelegt! Darcb ergriff mich großes Erstaunen. Ich weiß, daß inÄne«chwesttr dieselben Gedanken hotte wie ich: denn noch unseres Lette rz Fortgehen fiel ihr erster Llick ans d e offene Truhe. Sie halte den Traum Hervor im-d fegte ihn samt auf den Tisch. Er war sehr groß, doch sehr verstaubt. Sie fuhr mit der Handfläche über ihn, und wir neigten die.Kopie zusammen UI'D blickten durch dst Kristalllügel gegen den Lampensehein. „Alles fkcßt dattn wie«m Leben. Er ist nicht klar genug." „Doch ja. ich unterscheide etwas. Es gehen Leute, ganze Haufen gehen, beinahe eine ganze Stadt." „Ja. ich sehe sie. Sieh'doch, dinr im Lordergrund sind sie schrecklich zutoimnengedrängt, und oll« heben die Hände empor. Es müssen Tausende lind aber Tausend« sein. Hinten laufen alle, Kinder, Greis«, alte Frauen. Krüppel. Wohin laufen sie eigenillch? lieber ihnen ist etwas, aber es ist durch Sölten verdeckt. Ich kann es nicht erkennen." Ich nahm den Traum aus der Schwester Hand.„Wir müssen ihn so taefeen, daß bu Sicht auch von ob« fällt. Setzt steht wo«: es steht jemand über ihnen, der hat beide Hände voll und verteilt etwas. Räch diesem Geschenk strecken alle di« Hände zum Himmel." „Es glänzt wie goldener Regen. Aber gerade an dieser Steile ist der Traum trüb«." „Wer kann es fein, der die Menschen beschenkt, und was schenkt er ihnen?" „Wir wenden wanien, bis der Dater kommt. Der sogt uns dann alles." Cr kam ziemlich früh, er hrttt« seine Träume bald abgesetzt. Cr mar vom Nebel ganz durchnäßt- Wir halsen ihm aus dem Mantel. Die Schwester brachst das Abendbrot und fegte Kohle in den Ofen. Dann reicht« sie hm die gestopfte Pseife und ich das Zündholz. Der Pater rauchte zufrieden und auf seinem Antlitz erglänzte ein warmes Lächeln. Da nahm ich die große Kugel aus der Truhe und fegte sie vor ihn hin. Der Vater ergriff sie, zog die Lampe näher zu sich heran und drehte die Kugsl in der Hand. Ein Seilchan blieb es still. Der Later senkte das Haupt und schloß die Augen, als versink« er in Erinnerungen. Nichts mar zu vernehmen als das Ticken der Uhr. Plötzlich sagt« der Lastr: „Dies hier ist mein letzter Traum." Wir wagten kaum zu atmen. „Bot vielen Iahren träumte tch ihn. Mir träumte, Pst ich vor vielen, vielen Menschen etnhetrjchreitc. Über ihnen schwebe. Aus nieinen Händen strömen auf st« Ijmlich; Gaben herab, die herrlichsten, die ein Mensch den Menschen darbieten kann: Ideale. Illusionen, Träume. Mit vollen Händen beschenke ich sie. Die Träume fallen aus die Leute herab, und st« sind glücklich durch sie. Ich schenke ein Lächeln dort um es nie war, ich streue Freude dort, wo immer Träner ist Dies war mein Traum. Am nächsten Morgen begann ich ihn zu venvirflichm, begann. das Leben meines Traumes zu leben, aber als dann die Nacht kam. mußte ich mich ohne Traum zur Rufe legen. Mein Ranzen war leer, ich hat!« olle Träume verkauft. Die Menschen gingen in paradiesischen Gärten spazieren, lustwandelten an Meeresgestaden, sprachen mtt Menschen, die weit, weit»der schon gestorben waren. hörten die herrlichsten Gesänge, liebten die herrlichsten Fronen, rings um sie dufteten Dliistu und tanzten liebliche Jungfrauen— nur ich hatte keinen Traum. Eine große Fläche ohne Gestalt und Farbe dehnte sich vor mir aus. sind so blieb es immer, so war es Nacht für Nacht, bis ich mich schließlich daran gewöhnte und glaubst, daß es nicht anders sein darf. So wurde ich alt, und nun habe ich keine Sehnsucht mehr noch Träumen, denn dos Alter Hot keine Träume." (deutsch von Otto Pick) ffierlm wird konfismieri Im November 1846 machte der ungefähr vierundzwanzigjährige Schriftsteller und Doktor der Recht« Ernst D r o n k e, den Marx und Engels später, als sie mit ihm befreundet waren, den Alraun oder den Kleinen nannten,«ine Gejchäftsrelse von Frankfurt a. M. nach Köln. Auf der Rückreise gedachte er, sich bei seinem Freund, dem Musikdirektor Anschüz, sich ei» wenig aufzuhalten, aber die Polizei sorgte dafür, daß Dronkes Aufenthalt sich in die Länge Mg, ja, sie stellt« ihm sogar ein sicheres Quartier zur Verfügung. Dronkes AngelegenheU war kompliziert, mid sie hätte rechtens sogar augenpoliüsche Komplikationen für die königlich preußische Negierung mit sich bringen müssen, denn Dronke war Ausländer, und die preußische Regierung ließ ihn für ein in Frankfurt a. M. begangenes Verbrechen verhaiten, das zudem in der Freien Stadt gar nicht strafbar mar. Sie tat also etwas, das jetzt im los�tischen Strafgesetz als erlaubst Regienmgsmaßnahme steht. Sa wmde der Kurhelle Dronke wegen eines in Frankfurt a. M. begangenen, dort aber nicht strafbaren Verbrechens m Koblenz nerljaftef. Welches Verbrechen hatte er nun begangen? Im Herbst 1846 hatte er zu Frankfurt in der Literarischen Anstalt van I. Rütte» ein seines Ilmfanges wegen zensurfreies Werk, zwei Lande stark, unter Istm Titel„Berlin" veröffentlicht Dieses Buch wurde heute noch L'ter verdienen; es ist der erste Verweb, eine Großstadt und ihr Leben soziologisch zu betrachten, gefesischastskrttisch darzustellen»nd den in der Großstadt doppelt fühlbaren Unterschied der Klassen deutlich zu machen. Diese? Luch paßte mancher der vielen deutschen Regierunger gar nicht. In Preußen wurde e? sofort verboten, in Frankfurt a. M. durfte es, nach dem Einschreiten dos preußischen LundestagsgcsanMen, in den Leihbibliotheken nicht oiiigefegt werden. Aber diese Tatsachen hätten der preußischen Regierung noch immer nicht das Recht gegeben, den durchreifenden Lerfasier des ihr so unliebsamen Werkes in Koblenz ,zu verhaften: sie war schlau genug, Ernst Dronke.znnäcl'st nicht eis den Verfasser des Luche?„Berlin" festzunehmen, sondern als den Verbreiter. Er hotte nämlich dreien seiner Freunde in Kolllenz sein Luch geschenkt, es also ver- breitet und nun. da nian einen Grund hatte, ihn zu verhaften. hatte man auch die Möglichkeit, ihn, den Prozeß wegen des Luches selbst z» machen. Nach Ansicht des llnterfuchiingsrichfers hatte Dronke in seinem Luch die Derb re>l>en der Maiestästbeleidigung und der Erregung von Mißvergnügen durch frechen und unehrerbietigen Tadel und Der- spotiung der Landosgefetze und?lnordrung«n im Staate begangen. Fast niereinhalb Monate mußte Dronke in Unterfuch'mgsdoft sitzen. In der Gerichtsverhandlung wehrten sich der Angeklagte und sein Verteidiger tapser. Er hals nichts, der Gerichtshof erklärte sich für kompetent, und der Ankläger begann nun ausemanderzusetzen, welche furchtbaren Verbrechen der Verfosier des Luche?„Berlin" begangen habe. Sein Werk predige oflen den Kommunismus(was damals dem heutigen Wort Sozialismus einspracht es fei gegen die Religion und nor allem sei es eine Beleidigung der königlichen Majestät. Die Majestätsbefeidigung sei mehrfach von Dronke be« gongen worden. Erstens dadurch, daß er den Ausspruch Friedrichs der Großen:„Ich bin müde, Über ein Volk von Sklonen zu Herr- sehen" mit dem Satze des regierenden Königs zusammenstellte:„Es ist ttaurig, über ein Volk ohne Glauben und Fürstenlieib« zu herrschen", was„offenbar einen den jetzigen König beleidigenden Sinn erhalte". Ferner habe Dronke geschrieben, der König sei durch Bestätigung des Todesurteils über Tjchech Richter in eigener Sache gewesen,„eine Behaiiptiing. die unbedingt die Ehrfurcht verletze und eine Handlung des Königs in boshaftem Lichte darstelle". Drittens habe Dronke erklärt, der König repräsentiere„die höchste Porenz des sogenannten christlich-germanischen Staatsprinzips, und er werde dieses Prinzip vor der wachsenden Erkenntnis der Völker für immer W Grabe tragen", viertens habe er mit Spott von den Reden und Toasten Friedrich Wilhlms IV. gesprochen, und schließlich babe er durch Erwähnung der alten Denkmale, die der König ge- kauft, und durch Aufzählung der Burgen, die er habe restaurieren lassen, die„Andeutung einer altertümlichen Richtung des Königs beabsichtigt", was„unbedingt boshaft und die Ehrfurcht verletzend sei". Aber nickt genug damit, Dronke hat auch den„hochsrtigen König" beleidigt,«r greise die Polizei und das Polizeigeletz an. ja. er schreibe gegen die Kirche, gegen den Handel, gegen das Eigentum.„In dem Kapitel„Das Proletariat" sei das Elend der unteren Dolksklassen mit den schreiendsten grellsten Farben dargestellt und zugleich als die notwendige Lebensfrage des heutigen Staates bezeichnet Nachdem daselbst weitläufig auseinandergesetzt, wie die ärmeren Klassen durch direkte und indirekte Steuern und Ernährung der anderen steuerpflichtig?n Klaffen, durch erböbte Arbeit oder Aufschlag der Lebensmittel ganz allein den Staat in seiner gegenwärtigen Organisation erhielten, heißt es am Schluß:„Das Proletariat ist faktisch der Staat; die Äuflöung de» PrÄetariat« ist die Auflösung de» Staate»."" Auf diplomatischem Weg« hatte man in Frankfurt eine Haus- durchfuchung in der Wohnung Drenkes durchgesetzt, man hoffte einem revolutionären Komplott aus die Spur zu kommen, war aber, da man mit bestem Willen eine Verschwörung nicht konstruieren konnte, geistesgegenwärtig genug, aus Dronkes Frankfurter Briefschaften allerlei Belastendes zuiommenzustellen. So wurde denn Dronke als Zerstörer des Staates, der Kirche, des Christentums und jeder Religion, der Ehe, des Handels und Gewerbes, des Eigentums und Besitzes und der G�ctze und der sie handhabenden richterlichen und polizeilichen Organe schuldig befunden. Das Zuchtpolizeigericht verurteilte demgemäß den Beschuldigten in eine Gefängnis st rase ovn zwei Iahren und t» d! e K 0 st t n. Dvonke ergriff gegen dieses Urteil, das an Infamie dem Verfahren selbst nicht zurücksteht, das Rechtsmittel der Appellotion. So klug und tapfer sich auch Dronke vor der Appellkommer hielt, es half nichts. Sein rhetorischer Schluß dürfte ihm elter geschndet, denn genützt haben:„Will man Tendenzen gleich der spanischen Inquisition für strafbar erklaren, dann fetzt man dos Bestehende und die momentan herrschenden Ideen als politische Dogmen und Maßstab des Erlaubten und Strafbaren fest, und dann, meine Herren, müssen Sie nicht bloß kommunistische, sondern auch kon- stitutionelle. rationalistische, kurz alle Tendenzen, hie m»t der herrschenden Richtung nicht übereinstimmen, zur Lerantwortung zielten. Dann aber brauchen Sie die gesetzlichen BeltimmunAen über Ma-■ jestätsbeleidigung nicht mehr: es genügt dann zur Verurteilung, mit den Ideen des Herrlchsnden nicht übereinzustimmen. Dann auch kommen Sie, meine Herren, konsequent zu jener Straftheorie, welche die. Juden einst mtt Erfolg anwendeten, als der Landpileger keine tat» sächliche Schuld on dem 71ngcNagten finden konnte,—- zu jener glorreichen Theorie nämlich, d!« Ihnen d>e Rücksicht in Erinnerung bringt:„W e n n d u d i e se n nicht schuldig findest, so bist d u kein Freund des Kaisers!"" Di« Appellationskamnier übte zwar an der erstgenchtlichcn Urteilsbegründung Kritik, aber sie verwirf die eingelegte Berufung „in Letreff der erkannten Sckpild borkest sv wie auch hinsichtlich der Dauer der ausgesprochenen Strafe, verwandelt dieselbe jedoch in. Festtmgshaft und versälligt den Beschuldigten auch in die Kosten der Zwesten Instanz". Nicht nur nach unseren heutigen Gesichtspunkten ist dieses Urteil über Dronke, abgesehen von der Ungesetzlichkeit der Bersolgimz und der Infamie des ganzen Verfahrens, als besonders hart zu b- zeichnen. In anderen Fällen von Verbreitung verbotener Lücher urteilten die Gerichte vtejentlich milder. Es handelte sich bei der preußischen Regierimg darum, gegen den aufsteigenden Sozialismus vorzugehen, und kein Mittel war ihr zu schlecht, ihr Ziel zu er- reichen. Ernst Dronke allerdings wurde durch die harte Strafe nicht ge- bessert. Im März 1846 finden wir ihn bei Engels in Brüssel, wohin ihm die Flucht aus Deutschland gelungen war. Später finden wir ihn unter den Redakteuren der„Ne uen Rheinischen Zeitung" und, nach der Revolution, im Exil. Den Ideen des Sozialis- rnus ist er bis zu seinem Tode treu gebbeben. Fritz Brtipel. Auch ein ffieruf Ich begegnete neulich meinem Freunde Petrow, der auch ein Freund des Königs Alkohol ist, und fragte ihn. was er jetzt treib«. Petrow erwiderte stotternd und doch mtt hochfahrend prahlerischer Geste: „Ich... ich... ich... arbei... bette für die Presse." „Für welche Zeitung, wenn ich fragen darf?" sarschtc ich interessiert. Mein Fneund zog freudestrahlend einen Packen illustrierter Blätter aus der Rocktasche, entfaltete sie und tupfte geschäftig mit dem Zeigefinger auf einige Bilder: „Do... da... da:„Eine Arbeiterfrau verweigert ihrem Manne den Zutritt' zur Lierhalle"— meine Arbeit. Da—„Katzenjammer am Feiertag"— meine Arbeit. Alles mein« Arbeit." j„Du bist also Pressephotograph?" Petrow schaute mich verdutzt an: ..Ich— Pressephotogroph? Wo denkst du hni?I Im Gegen- teil— ich lasse mich photogrophteren! All« diese durch und durch lebensechten, durch und durch aktuellen Bilder in diesen Wochen- lchristen sind meine Abbilderl Die Photoreporter, die natürliche. lebenstrotzende Modell« brauchen, aber zu faul sind, in die Arbeiter- viertel zu fahren, engagieren mich für eine Sitzung. Ich saufe mich voll und torkle um eine Straßenecke; sie knipsen... Maine:»- aufnähme:„Familienvater am Lohntag". Ich sauf? m-ch wieder voll und penne, ein Kind tritt schüchtern flehend an mein Lager... Tttel des Bildes:„Vater, du sollst nicht sausen!" oder:„Fort mit den Lastern der verfluchten Bergangenhest!" l�Tschitdak", Moskau.) Rudolf Jßämmel: fJßHlf&iiS dCS iPltliO Au Ksplors Aeitc» galt es als ausgemacht, daß die heilige platonisch? Zahl acht— man denke an den regulären Charakter, an d e acht Endpunkte' des Würfels, an die Hmipt' und Rebcnwelt' gegcnden— in der Sterncnzahl unseres Systems erfüllt sei: Sonne, Mdnd und Erde. Merkur, Venus, Mars und Iuptter, dazu der »nelanchdlische Saturn inaa?en die heilige acht aus. Trotzdem hat d.er wackere Sohn einer Hexe aus Weil der Stadt gemeint, es lönn-e wohl sein, daß zwischen Mars und Jupiter, wo sich eine große Lücke findet, noch ein Planet seinen Umschwung um die Sonn« vollendet! Erst 1801 wurde ein Planet entdeckt, der n die Lücke paßte: Ceres. Ader als Galilei 1610 seine vier Jupilertradanten entdeckte. und sie der Mitwelt unter dem Titel„neue Planeten' vtrlündete. war Kepler aufs höchste erstaunt. Wie lollte die Hän- fung von Planeten beim Jupiter zu erklären sein? 2lbcr bald stellte es sich heraus, daß Galilei nur etwas stark aufgelragen hatte, viel- leicht auch nicht soviel Gewscht auf die Terminologie legte als der bedächnge Kepler— jeden falls muß dem kaiserlichen Hofastronom«» in Prag ein Stein vom Herzen gefallen sein, als es sich allmählich heruinsprach, daß nicht Planeten, sondern„mir" Moirdc dos Jupiter entdeckt worden seien. Heute haben wir es also glücklich bis zu 10 Planeten gebracht, nämlich außer den oben genannten noch Uranus, Repwn und den rnuen. Pluio. Merkwürdig ist die von T i t i u s 1760 erkannte Anordnung in der Aufeinanderfvlge der Planeten. Nimmt man 14,6 Millionen Kilometer als Einheit an, so steht nach Titius der erst« Planet(Merkur) ungefähr in der Entfernung 4. der folgende bekommt 3 dazu, der nächste Z.S, dann Z. 2-Z, weiter 2.2.2.3 usw. Di«(Regel stimmt angenähert überall und überraschenderweise beim Jupiter gyn.; genau. Dieser ist vom Merkur an der fünft« Planet die tausend Planetoiden zwischen ihm und Mars weiden dabei als der vierte'Planet gerechnet— und sonach ist die Eni- scrnunz des Jupiter von der Sonne~ 2.2.22.3-f 4— 5 2 Einheiten der angegebenen Art, was rund 754 Millionen Kilometer macht. Dies stimmt ganz genau mit der wirklich beobachteten miit> leren Entfernung des Jupiter von der Sonn« übcrein. Damit hat sich diese(Regel ein gewisiss Vertrauen erworben, und man kann sie anwenden, um weiter in den Weltraum hinein mit Verachtungen über die möglichen Planeten außerhalb des Pluto zu geben. Sobald man die ungefähre Entfernung eines Planeten van der Sonne kennt, kann man auch sofort die Zeit aus- rechnen, de dieser Planet zu einer einmaligen Umkreisung der Sonne braucht. Der Pluto ist nach Titius Regel etwa 772 Ein- bellen oder 11 Milliarden Kilometer von uns entfernt: man findet die Umlouiszeit zu elwa 650 Jahren. Das Acht braucht bis zum Pluto ruüd 10 Stunden. Was hindert uns anzunehmen, daß noch weitere Planeten draußen im leeren Raum um die Sonne laufön— die ein Italiener bereits gefunden haben will—, Planeten, die wir nur wegen ihrer großen Entierming und Lickstschwäche bisher nicht sehen können? Nichts hindert uns— nichts soll uns hindern! Dock, hall: ein Hindernis gibt es doch. Wenn de angenommenen weiteren Planeten dem nächsten Fixstern zu nahe kommen, dann könnten sie von defem eingesongen werden, Sonne und Fixstern würden im Kampf um den Vesitz dieses Planeten entbrennen. Nun, umer nächster Weltraumnachbar in diesem Sinn, also de nächste Sonne, abgesehen vän unserer eigenen Sonne, ist der Stern Also im Vild des Zentauren, auf der südlichen Himmelshälste. Entfernung nur 4P Licht- labre oder SP-Villionen Kilometer mal 4,3— rund 40 Billionen Kilometer. Wenn wir nun nach der Regel des Titius den halben Zwischen- rzum zwischen Sonne und Älia Zentaur mit Planeten erfüllen, so haben wir damit sicherlich de obere niögliche Zahl der Planeten begrenzt. Freilich steht ja Olfa Zentauri nicht in der Ekliptik, son- dern rund 40 Grad darüber, gegen das Südliche Kreuz zu, das er an Hell-gksit übertrifft. Aber— wer sogt uns auch, daß eventuelle transplutonilch« Planeten sich noch an die alle innere Ebene der Planeten hallen, daß sie nicht eine ganz andere Ebene durchlaufen? Abgesehen davon, daß ja auch die neun innerplutonischen Planeten keineswegs wirklich in„einer" Ebene laufen, sondern in neun sehr verschieden gelagerten, die bis zu 7 Grad bei den großen und 33 Grad bei den kleinen Planeten abweichen. Nimmt man also außerhalb der Plutobahn Planeten an, deren Entfernung sich ständig verdoppelt, so wird z. B. der fünfte, Quintus sei'«? getau-'t, in etwa 360 Milliarden Kilometer stehen und in 123000 Jahren die Sonne umkreisen. Dezimus aber, der zehirte unserer Schöpfung, wird in elf Billionen Kilo Meter Entfernung von der Sonne treifen, er wird den Ilnnchwung nicht von 22 Millionen Jahren beeichen und sich sonach für unsere menschlichen Verhältnisse durchaus wie ein Fixstern verhalten, denn er wird im Lause von zwanzig Jahren mir um«ine einzige Bogensekurwe vorrücken. Au ihm wird das Licht der Sonne schon 1.22 Jahre brauchen, und wenn er gerade zwischen den beiden herrschenden Sonnen steht, wird Alfa Zentauri fast ein Drittel der Anziehung, die die Sonne auf ihn ausübt, als Störung hervorbringen. Ein nächster, elfter Planet, wäre schon nicht mehr zum Sonnensystem, sondern zum Alsasystem zu rechnen, so daß unser Sonnensystem auf höchstens zwanzig Planeten rechnen kann. Dabei sind— wie erwähnt— die Planetoiden als ein Planet gerechnet. Zeh». Planeten sind heute also schon bekannt, zehn weiter« harren der Enldeckung, jenseits des Pluto... $)ie Sernfchreibmafchine Schon vor Jahrzehnten befaß die Post Fernfchreibmaschinen, die die Vorzüge der SchmbnMschm« und-des Telegraphen In sich ver- einigten und die'unmittelbare llebersendung schristl'chcV Nachrichten im Typendruck auf telearaphiichem Wege ermöglichten. Indessen wären diese Masthinen ziemlich teuer und umständlich und ver- lallgteb' außerdöm'uMrend'der Vetrreb'szeit eine ständige Besetzung der arbeitend-'n Gegenschreibstelle, so daß sich ihre Amvendung ledig- lich auf den Einsaß in einigen großen Hotels und wenigen wichtigen Vanlstellen beschränkte. Die weitere Fortentwicklung hat aber die Siemens-Fernschreibmafchine soweit vervollkommnet, daß heute jeder mit ihr arbeiten kann, der mit der Bedienung einer normalen Schreibmaschine vertraut ist. Beionderc Ausbildung fällt also weg. Zlnßerdein ist die Maschine billiger, eimacher, betriebssicherer gc- worden und die früber geringe Schreibgefchwindigkeit ist soweit er- höht, daß in der Sekunde sieben Zeichen oder Buchstaben geschrieben wenden können, das ist eine Schreibgefchwindigkeit, die auch eine geübte Stenotypistin nur kurze Zeit durchhalten kam?. Wichtig ist vor allem, daß die Empfangsstation auf Grund einer besonderen Auslösungsoorrichtung auch dann arbeitet, wenn sie nicht von einem Beamten besetzt ist. Das hinter und neben der Schreibmaschine angeordnete Triebwerk besitzt einen Wechsel- oder Gleichstrommotor für normale Hausfpanming, einen Regler und das eigentliche Ge- triebe. Besonders wichtig ist, daß eine derartige Femschreibveibin- dung nicht nur zwischen zwei Maschinen möglich ist, es läßt sich auch ein wablweiser Fernschrcibvsrkehr zwischen beliebig vielen Fernschreibmet schincn einrichten. Rundschreiben u. ä. können also auch auf diesem Wege verbreitet werden Der Veltrekord im Pslanzenwachstum. Als die äm schnellsten «Schleichen Pflanzen galten bisher einige Bainbusarien. z. B.«in auf Ceylon einheimisches Bamdusgras, das im Läufe eines einzigen Tages um fifi Zentimeter länger wird, in der Minute somit ungesäsir 0,6 Millimeter wächst. In l'tzler Zeit hat man nun in Japan das Wachstum einer mit der Victons. regia verwandten Wasserlilie beobachtet. Die Blätter dieser Pflanz« sind auifallend groß und werden bis V/h Meier breit und lang. Zum Wachs mm eines solchen Riesenblaii«? braucht dies« Lilie aber in der Regel nur einen Zeit. raun? von nicht ganz neun Tagen, woraus man berechnen konnte, daß der Durchmesser des Blattes in jeder Smnde um einen Zentimeter zunimmt. berliner 3)iatoge Tatort:(SonufetatxtL Personen: Zwei SltLche Weiber, mit Markttasche« und je einem Hunde versehen. 1. Frau:„Nehmen Se doch Ihren KAa da wech!" 2. Frau: ,JM wert»' Ihnen wat von wesen Köta! G« meencn woll, Ibra is keen Köta, weil er'nen Ringelschvxurz hat und usf «nein Loge schielt und so dreckig aussieht, det sich von seenen Afta- mietan'ne arbeitslose Familie dicksüttan kann! lind von wesen wechnehmen, det merken S« sich man, det liegt woll janz uff Ihm Seite! Meen Hund jibt sich jar nich ob mit so'ne Töle, und wenn er't tut, kann sich Ibra man bloß jeehrt fihlenl Und die Frechheit, mir hier ce??ioch anzuguatschen mll Ihre Radauschnauze, und sich hier noch jrohartig usszuspieln, wo et ibohaupt vaboten is, seenen Hund in'n Landen mit rein zu nehmen!' 1. Frau(höhnisch):„For Ihnen?s«t woll nich vaboten, wat?" 2. Frau(keifend):„Det seht Ihnen janischt an. i»at for mir vaboten und nicht vaboten is! Bon Ihnen laß ick mir noch lange keene Vorschriften machen! Wat Sie for«ne sind, det weeh ick nich bloß alleene, det pfeifen sich de Spatzen uff de Dächer zu! Det mit dem Bräutijam von Ihre Tochta jefällt mir schon lange nich, uitd wat die Kl«??« is, die iä??gt ooch schon so an! Ick Hab' schon zu meenen? Mann jesagt:„Emil", Hab ick jesagt,„paß mal usf, da is sicha Wieda?i>at mang'.... und da hatta jemeent:„Na, wundat dich det noch bei so'ne Leute?' Aertäiiierin(untecbrechendi;„Wamst kann ich dienen?' 1. Frau: ,Pck möcht''ne saure Jurte for'n Jroschen' Verkäuferin(überreicht das Verlangte):�„Die� Gurken sind heut« besonders groß ousgesallen. kosten daher 13 Pst" 1. Frau:„Wat. 13 Pf.'ne saure Jurke? Det wird ja irnma dolla. Von wat soll det Volt sich denn anährn. wenn man sich nich mal'ne Jurke leisten kann? So jroß kann ick die Dinga da nich mal finden, aba mit 3 Pi. Zuschlpch. da sind se jlcich bei der Hand! (Zur 2. Frau gewendet): Na, nu sagen Se mal, is det nich der pure Wucha? Do mundo n sich de Leute, wenn man ihnen rech jrin is, ava-det kann man sich doch nich jefalln lassen, det ehrliche Leute, die sich'nen janzen Tech abracken mästen, det Jeld jor nischt und wieda nischt aus der Tasche sezogen wird!" 2. Frau(zur Berkäuserin):„Ja. det muß ick ooch sagen, wert zu viel is, is zu ville! Und kucken Sc sich mal Ihre Appelstnen an. sowat noch zu vakooien is ooch'n starkes stück, so'ne mickrigen Dinoa würde meen Mann mir an'n Kopp schmeißen, wenn ick die uü'i? Tisch bringen würde, und is sonst janz stieko, meen Mann, dct kann die Dame hier bezeugen, wenn Se's hörn wolln.' 1. Frau:„Notierlich kann ick dct bezeugen, vor Iericht sojar, wenn's lein muß.' Verkäuferin:„Ich kann den Damen keinen anderen Rat geben als den. nicht mehr bei mir zu kaufen, wenn S« so unzufrieden sind.' 1. und 2. Frau(zusammen):„Det brauchen Se nich extra?u betonen, wa willen alleene, wat wa zu tun haben!(Die Türe zu- schmetterrch): So'ne ausvaschänrte Person!' (Die beiden Frauen ziehen unter angeregtem Geplartder ein- trächtig nach Hause.) Beim herzlichen Abschied: Z. Frau:„Na, und von wesen vorhin, nischt sor unjut! Bei die heutigen Zeiten wird man ooch so navös...' 1. Frau:„Aba nich doch, det war ia nich so lchlimm! Wtt sich liebt, det neckt sich, sagt doch schon Jeethe. Nochher.is et eben um so scheener.' 2. Frau:„Ick bab's ja schon irnrna zu meenem Mann jesagt... Emst, Hab ick jesagt, die Frau Rädecke is doch'ne jute Seele! Na, besuchen Se mich dockz bald mal, imd det Tierchen könn' Se mein wegen ooch mitbringen, die beeden spielen doch mal zu iüodl!ch zusammen! Na also, adje bis dahin, und jrießcn Se Ihre Famil-'e ooch scheen von mir!' 1. Frau:„Danke, danke... und det war scheen von Ihnen, det Se der Jans im Jemieseladen eens uff's Dach jejebcn ham! Det Pack wird zu frech!' 2. Frau:„El is doll, doll is et...' (Beide kopffchütelnd ab.) Dotts Arrtdeim ÄeppcjeeN'WtzK.- WollplöstfiTeppiche hothstori?« Gualüäk, Perser- rnusrer tu. Franse ca 125 So "IfSZ.50 "�73.- Mahal�ppichele«�6 PersTlusf. m.Hänrffrenseiro cvnquren.rein.Vi-failgarriiSOi'' »im .'MMMW.- In unserer sehenswerten jSmiMMABTBlUim ' Deko r ati on en v. Ooraine ' volien det Ül ri?r,/7? und f arb e ? Mit selleser Elomlieit betonen alle Kundinnen den S&erwfilti�enden Eiodrads der durch die rieseaSalts JossaW in allen Abteilungen unseres Hauses hervorgerufen wird. 0,-ANlMWlM die für nd A Wiiümeil gefordert weiden, erhöhen das Gefühl des Staunens. Daß aber für jede Figur, für die jugendliche ebenso wie für die SßlU" SläFiSC, mit Sicherheit passende Kleidung fertig vorgefunden wird, ist unser stärkstes Werbemittel für neue und treue Kundschaft. OmnmiDiäotel itr uneT:fh«liTl»cfae i? Sturm und Hegen, ist in tahl- relch«n Mus.tf.rn in klein�D und auch In« «roßm rorrfitig and kostvt nnr ist in rahl- 18: RrEerndfr WiEMM-Haglel »US rrinTTolIenem Cover» romi, ganx auf sehr feinem Futter, mit Taschen, einer bild- hühschcn Pelerine mit Falten n. Knopfparnierung, feseber Lodergilrtel. —- Dieser* schmucke Maut«! kostet» nnr 29/ kies. Manie! pus vonlüjslich. Herrenrtolfen In sarter Streifcnxnasterungr, panr auf hochfei ncmjt'uttcr, mit Rückenfalte a. 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Dieses durch Stoff und Machart bestechende JfSck- chen Kleid, kostot in rielen Farben u. GrÖß. vorrntig n ur es durch Stoff 35: EBtiödterdet aus brdrnelctem Georjjrrtfe in Leni i eh. Großbl iim en-Mustern, mit reizend cm neuartig«2u Kragen, hochmodern. Ärmeln, mit glockig angesetztem Rock.' Dies Jierrl. Kleid, das d.neuzeitXg.u.Finiei aufweist, Ist I�alJ.Gr. rnrrälig u.kost.nur��r � In, mit glocki ;S9: Die umwälzende neue Frühlingsmedo hat für unsereMpdeilabtellungt eine unendliche Fülle neuer Modell- Kleider und Komplets geschaffen, deren Besichtigung das höchste Interesse jeder Dame erregen wird. Die außerordentlich* PreiewUrdigkeit dieser wundervollen Modeschöpfungen ermöglicht es auch den weniger Kaufkräftigen,»ich bodtmorteme u.f leäanle KlClSOIlS zu beschaffen. RleaeBStrlckwareBlaz*'» Reinwollene ärmellose Westen nnd Pullover i»»odernaten A � m Mastern.•.nnv v» M a Prächtige Strickjacken ia neuscltigec Strick- arten ta tllsn firiOan| ß m nnr■ Äf# Kleaiaren l>»sror Jr% Kleiderröcken in Bportfarbea oder schwarz and mariaeblaa .„10:12: Gansextr» weiten F* A\ tsSNemd-isv handgostiekt.. wur Elegant* Leibwasche aacb fdp»ehr ntarko Fl- graren« in größter Auswahl, «w»fedrtgrsteB Frelne*. Aus unserem Blusenlager Vesonder« acliBae Blusen avs kon�tsetdenem Tolle, iv schönen Streifenmustern vorn tum Knöpfen, Sportform. mit doppelte«, dorchkuöpfbaren Man- sebetten, auf Gummizug, in vielen Mustern, nnr < s t e r n, S: Aua dem besonders gepflegten La�er für Morgrearficke« Morgenrock 12.- •nom � M IS.- 18.- aus kedrnckter Knneftielde In herrl. Oroßblumen- Mustern*•*. nur ans reinwollenem Musseline, seböo druckt.• In nxirn Welte». ...nnr Mittwoch, den 9. April: Dnser berilhmter Kindertag! 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