BERLIN Sienstag 15. April 1930 10 Pf. Nr. 178 B 89 47. Jahrgang erscheint täplich anßerGenntns«. Zugleich Sbendausgade de«.Vorwärts'. Bezugirret« beide Ausgaben S5Pf. proWoche, S.MM. pro Monat. vicdaktioo und Expedition; Berlin SW6S,Lindtnstr.» „Vymwd!'% '' Ter jeigenpreit! Die einspaltige Non»areill«icil« Pf.. Reklamezeile S M. Ermäßigungen nach Tarif. scheekkoot«: Vorwärti-Verlag G. m.b.H� Berlin Nr. 3? MS. Fernsprecher: Dönhoff 292 bi« 297 16 Regierungen ftagen an. Die Zoltgefahren sür die deutsche Handelspolitik. Die D�tiatrvten haben gestern Mann für Mann die neuen Zollerhöhungen angenommen. Die demokratische Presse aber übt an diesen Zollerhöhungen die allerschärffte Kritik. Selbst ein Vkatt nvc der„Berliner Börsenkurier", der dem Brüning-Kal'inett im ga�en günstig gesinnt ist, erhebt gegen die Regierung die schwersten Angriffe und schreckt dabei sogar vor Indiskretionen nicht zurück. In einer Besprechung der gestrigen Rcichstagssitzuug bemerkt er: vergebens hat man darauf gewartet, daß auch der Reichs- niißermrintstcr Dr. Curtius, der für die Handelsvertrags- Politik doch immerhin in erster Reihe verantwortlich bleibt, von der Tribüne des Reichstages her einige Worte in einem Augen- blick sprechen werde, in dem die Proteste von sechzehn Skoalen in Berlin eingetroffen find, die Besorgnisse über den neuen Zollkurs der Reichsregierung aussprechen. a durch dies« Verteuerung der Drcniselimonaden ganz zweifellos breite Schichten wieder dem Al- koholkonfum zugeführt werden, liegt hier ganz offenbar«ine Ent- schädigung vor, die das Kabinett Brüning mit seiner Volksfeind. lichen Mineralwassersteuer dem Broukapital für die Besteuerung zuschanzt. Nächiltch-s Feuer bei pinffch. In der vergangenen Nacht wurde die Feuerwehr nach der Saganer Straße in Karlshorst alarmiert, wo im Maschinen- Haus der Oelgaswerke Pintsch Feuer ausgebrochen war- Die Flammen hatten bereits das Dachgebälk erfaßt und drohten auf die angrenzenden Gebäude überzugreifen, als der erste Löschzug an der Brandstelle eintraf. Es mußten mehrere Schlauchleitungen 1n Tätig. k«it gesetzt werden und nach clnstündiger Löscharbeit gelang es, das Feuer zu ersticken Der Schoden ist erheblich. Die E n t st e h u n g s- Ursache konnte bWjcr noch nicht geklärt werden. Die Fehlenden. Außer den zehn sozialdemokratischen Ab- geordneten, die wir im Morgenblatt als fehlend registrierten, war auch die Genossin Anna S i e m s e n bei den Abstiimmingen Im Reichstag abwesend. Es fehllen also insgesamt elf von 152 sozial- demokratischen Abgeordneten. Bildnisse von Karl Marx. „nd ZtAiaulaaße Ja l�iWor* Die Halsentzündung Entstehung, Kcnnzeidien, Behandlung Eine der häufigsten Infektionskrankheiten, die die gemäßigt« Zone kennt, ist die Halsentzündung, deren Erreger unter den vsr- fchiedensten Formen von Kleinlebewesen gefunden werden. Punkt- förmige Kokken und kurze, dicke, stäbchenförmige Bakterien findet man im Ausstrich des Rachenschleims neben korkzieherartig gc- wundcnen Spirillen. Bei einer bestimmten Art der Erkrankung, der Plaut-Dincentfchen Angina, lassen sich neben den Spirillen noch massenhaft an den Enden zugespitzt« Bazillen feststellen. Die Bezeichnung„Halsentzündung" führt den Laien eigentlich irre; nicht der Hals, der ja aus den verschiedensten Geweben zusammengesetzt ist wie jeder andere Körperteil, sondern nur eine bestimmte Partie ist erkrankt, und zwar handelt es sich um die reHts und links zwischen dem vorderen und hinteren Gaumenbogen gelegene Man- d e l, ein drüsiges Organ, dessen Entzündung zu einer derartigen Schwellung führen kann, daß sie fast die Passoge verstopft. Das Kennzeichnende dieser Erkrankung ist eben diese Verengerung des Rachendurchgangs, und daher führt das Leiden seine Bezeichnung„Angina", die aus dem Griechischen stammt und auf die Verengerung hinweist. Die Angina verläuft meistens gutartig, wenn sie auch bisweilen dem Patienten heftige Unbequemlichkeiten verursacht. Das Fieber ist im allgemeinen hoch und bricht ganz plötzlich aus, im Gegensatz zur Diphtherie, zur Rachenbräune, die weniger stürmisch einsetzt, dafür aber viel gefährlicher ist. Reben dem Fieber besteht Kops- schmerz, und die durch die Mandeloergrößerung hervorgerufenen Schlingbeschwerden sind von Appetitlosigkeit begleitet. Di« Man- dgin, der weiche Gaumen und die hintere Rachenwand sind im ganzen oder in Flecken gerötet und geschwollen, die Schleimabsonde- rung ist verstärkt, und in nicht wenigen Fällen treten weißliche graue oder schmierige Beläge auf, die von Unerfahrenen leicht mir den Belägen der Diphtherie verwechselt werden können. Es gibt Menschen, vornehmlich Kinder, die schon bei leichten Kältercizen, bei scharfem Ostwind oder nassem Wetter sofort eine Angina bekommen oder bei denen die Angina als Begleiterscheinung eines Schnupfens austritt. So leicht die Angina sich einstellt, so schnell pflegt sie vorüberzugehen, und nur selten greist sie tiefer und führt zur Bildung von Eiteransammlungen unter der Schleimhaut, die dann mit dem Messer geöffnet werden müssen. Wird die Rachenveränderung sehr ausfällig, tritt gar eine Kieferklemm« auf, so daß der Patient nicht einmal den Mund zu öffnen vermag, zeigen sich bei hohem Fieber Schüttelsröste, dann ist Gefahr im Verzug und es muß sofort energisch vom Arzt ein- gegriffen werden. Bei den Leuten, die bei jeder Gelegenheit eine Angina be- kommen, handelt es sich vielfach um eine Abwcgigkeit der gesamten Körpcrkonstitution. Diese Menschen haben oft eine dauernde Ver- größerung der R a ch e n in a n d e l, die versteckt hinter dem Gaumen- Zäpfchen am Rachendach liegt und besonders häufig bei Kindein mit gedunsenem Aussehen gesunden wird. Solche Kinder atmen mit offenem Munde, I)abcn einen manchmal direkt ausfällig blöden Gesichtsausdruck, schnarchen laut im Schlaf, sind blaß, immer müde, unaufmerksam, und zeigen schwache Leistungen in der Schule. S'e haben ewig Schnupfen und sprechen durch die Rase. Da sie wegen der schlechten Durchgängigkeit der Passage zwischen Rase und Lust- röhre schlecht durch die Rase atmen können und daher die Mund- atmung zu Hilfe nehmen, sind sie natürlich Infektionen ihrer Gaumenmandeln viel eher ausgesetzt. Das erste Erfordernis zur Heilung ist in solchen Fällen gesunde Ernährung, Aufent- halt in freier Luft, viel Sonne. Der chirurgische Eingriff kann nur die gröbsten mechanische Störungen beseitigen und tst oft schwer zu umgehen, ändert ober nichts an der Körpcrkonstitution. Die Behandlung der Angina ist sehr einfach: Man steckt den Patienten ins Bett, gibt ihm, wie sich das für einep Fieberkranken gehört, nur leichte, weiche Kost, am besten ohne Fleisch und Eier, viel Gemüse und rohes Obst, und macht ihm einen P r! e ß n i tz- II m s ch l a g um den 5)als. Außerdem läßt man alle Biertelstunden mit warmer Salzwasserlösung gurgeln. Statt des Koch- salzes kann man dem Gurgelwasser auch einen Teelöffel Wasser- stoffsuperoxyd oder eine Messerspitze Borax zusetzen. Nach wenigen Tagen ist der Fall zur Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt. Da die" Angina ansteckend ist, soll man gesunde Personen von dem Kranken fernhalten. Ueb.'rzärtliche Mütter sollen bedenken, daß .Küssen kein Heilmittel, aber ausgezeichnet geeignet ist, dem Küssen- den selbst die Krankheit zu vermitteln. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle werden nach der Angina keine Nachwirkungen beobachtet. Doch kann es vorkommen, namentlich, wenn man den Patienten zu früh aufftehen läßt, daß peinliche Nachkrankheiten austreten, wie Mittelohrent- zündung, Nierenentzündung, Herzmuskel- und Herzklappen- erkrankung. Wenn also die Angina auch als Feld-, Wald- und Wiesenkrankheit gilt, so darf man sie doch nicht leichtfertig über- sehe». Die Zuziehung eines Arztes ist schon deshalb dringend emp- fehlenswert, weil der Laie nicht ohne weiteres imstande ist, die Angina von der Diphtherie zu unterscheiden, und mit der Diphtherie ist aus keinen Fall zu spaßen. Insbesondere die Folgeerscheinungen der Diphtherie vermögen zu tödlichen Zufällen zu führen. D i- phthcrieverdacht liegt stets vor, wenn das Fieber Verhältnis- mäßig niedrig ist, aber die Halsdrüsen stark geschwollen sind, w.mn das Kind einen faden, süßlichen Geruch aus dem- Munde hat und die grauweißen Beläge fest auf den Mandeln haften. Hier ist strengste Isolierung wegen der Ansteckungsgefahr erforderlich und ärztliche Hilf.' sofort herbeizuholen. Ein gutes Mittel, die Beschwerden zu erleichtern und ins- besondere das Fieber zu senken, besteht in der Regulierung des Stuhlgangs und der Darmsplllung. Ein Abführ- mittel mit darausfolgendem lauwarmen Klistier schafft eine Menge giftiger Stoffwechselprodukt.» aus dem Mastdarm heraus und ändert das Krankhcitsbild in überraschend kurzer Zeit in erfreulichem Sinne. Die Zeit der Angina ist besonders das Frühjahr mit seinen stark wechselnden Temperaturunterschieden. Die Kinder, die den Winter in warmen Stuben verbracht haben, sind dann nicht genügend abgehärtet und enqjschen beim stundenlangen Spielen auf der Straße leicht eine solche Infektion. Mit Rücksicht auf die Folge- erscheinungcn, die auftreten können, wenn sie auch nicht mit Sich:r- heit auftreten müssen, sollten die Mütter dieser Erkrankung gründ- sich« Aufmerksamkeit schenken. Eurt Ligin«. Wenn man schwitzt Das Problem der Schweissbekämpfung Die Schweißdrüse», die an gewissen Körperstellen sehr dicht zusammenliegen, sind Ausscheiduirgsorgane des Körpers und dienen der Wärmeregulierung wie auch der W a s s e r v e r- dunstung. Die Schweiße enthalten aber auch im Wasser gelöste Salze, die der Körper damit noch außen schafft. Wie beim Urin werden abgebaute Körpersubstanzen mit den Schweißen nach außen geschafft, verdampft oder an der Austrittsstelle kondensiert und niedergeschlagen. Schweißgeruch ist der Geruch, der sich zusanunensetzt aus dem Geruch« des mit dem verdampften Wasser flüchtigen Ester, aus dem an den Austrittsstellen niedergeschlagenen Gemisch von Fettsäuren und fettsauren Salzen. Sie bedingen den spezifischen Körpergeruch und auch dann, wenn sie durch„Reinlichkeit" nicht prägnant hervortreten, so sind sie doch so stark, daß der geruchs- geübte Hund daran Witterung nehmen kann. Die Schweißdrüsen können bis zu einem gewissen Grade wom sympathischen Nervensystem beeinflußt werden, die bekannt« Angstschweißerscheinung, und es liegt deshalb auf der Hand, daß die Hyperfekretion(übermäßig« Ausscheidung) von Schweiß zum Teil mindestens ein« neuropathische(nervöse) Er- scheinung sein kann wie das Erröten. Meist ober ist die vermehrte Schweißabscheldung eine Ursache einer Stoffwechsel störung, wobei aus die Haut ein mehr als ihr normaler Weise zukommender Anteil an der Ausscheidung aufgeladen wird. Es ist diese etwa nicht durch starke Anstrengung des Körpers bedingt, sondern durch reduziert« Tätigkeit anderer Organe, Nieren und Darm. Deshalb muß bei lästigen Schweißen erst einmal der Stoffwechsel ernsthaft untersucht und kontrolliert werden. Bekanntlich treten bei Lungenkranken durch Reduk- tion der Lungenausscheidung von Wasserdamps erhöhte Schweiß- abgaben ein. Die V o r z u g s ste l l e n lästiger Schweiße sind Achselhöhlen, Fußsohlen und Zwischenzehenräume sowie die Handinnenfläch«. Bei den beiden erstgenannten treten überdies durch Kleidung bedingte Stauungs- und Verdunftungsbehinderungserjcheiimngen auf, welch« sich nicht nur in einer Gcruchsverstärkung, sondern auch in einer Mazcricrung(Erweichung, Auslaugung) der Haut äußern. Salze, Fettsäuren, Ester und Schmutz von außen verbinden sich zu einem schädigenden Komplex, der auf die Schweißdrüsen wiederum reizend und fuiiktionssteigernd wirkt und somit im ewigen Zirkel die Tätigkeit der Drüsen ins Unsinnige steigert. Von den eigenen Ausscheidungsprodukten aufgepeitscht, steigert die Drüse ihr« Tätig- keit, und die Ausscheidungsprodukte zersetzen zunehmend die Körper- fette, so daß die Haut zunehmend zerstört wird. Vom quälenden Geruch für die eigene und die fremden Nasen nicht zu reden, wird auch das Schuhwerk zerfressen. Das ist eii»e Tragödie im Ring: Hyperhidrosis(verstärkte Schweißabsonderung). Bei der Schweihbekämpsung soll von den gerbenden Mitteln (Formalin, Fonnaldehyd, Chromsäure, Alaunlösung) so wenig wie niöglich Gebrauch gemacht werde»: denn sie töten die oberste Hautschicht ab und der an und für sich richtige Gedanke, ein« wider- stondsfähigc Oberschicht zu schaffen, rächt sich funktionell am Ge- webe. Dabei haben Formalin, Alaun, Gerbsäure wenigstens keine Fernwirkungen, sie schaden nur lokal durch Verödung: indes die Chromsäure ein sehr gefährliches Gift gerade für die Nieren dar- stellt, somit Fernwirkungen auslöst. Die Bekämpfung der Absonderung muß«ruf sehr breiter Basis erfolgen, indem man erst an die tieferen Ursaihen heranzukommen sucht. Nervöse oder Magendarmleiden müssen erst behandelt werden und dann erst soll man versuchen, die Schweiß- drüsen zu beeinflussen, wobei man die Ausführungsgänge offen zu lassen liat. Kalte Füße und Erkältungskrankheiten durch kalte Füße benchen in der Hauptsache auf einer übertriebenen Ver- dunstungskätte durch den verdampften Fußschweiß, vielleicht auch manlher Lungenspitzenkatarrh durch vermehrten Achselhöhlenschweiß. Die Menge muß reduziert werden, indem man die Drüse zu geringerer Funktion bringt. Was sie trotzdem produziert, muh nach außen geschafft werden und sich nicht stauen. Es ist deshalb klar, daß dabei die energisch gerbenden Mittel ein für allemal ausscheiden imissen und auch Alkohol in einer Konzentration in einer Höhe über SO Proz. darf nicht verwendet werden, da er sehr stark gerbt. Wir müssen vielmehr mit unseren Mitteln bis in die Tiefe der Schweißdrüsen dri.ngen und diese selber behandeln. Am zweckmäßigsten eignen sich hier die Mittel der Phenolderi- vaten, von denen sowohl die Karbolsäure wie auch das Resorcin bei dem großen Umfange der zu behandelnden Stellen noch zu stark« Fernwirkungen besitzen, indes die S a l i c y l s ä u r e richtig an» gewendet, äußerst vorteilhafte Dienste leisten kann. Man kann bei diesem Anlasse auch zugleich eine bessere Durchblutung des Fußes und eine Hemmung der Schweißzersetzung herbeiführen, indem man sich eine nicht nur geruchverdeckende, sondern an sich aus die Drüsen wirksame Substanz zugibt und sich eine Wäschflüssigkeit ungefähr folgender Zusammensetzung zurechtmachen läßt: Salicylsäure.......... 3 Gramm Rosmarinöl.......... 2. Spiritus ca. 90 Proz........ 100„ Kampher synth.......... 2 Wasser............ 100 Mit dieser Schüttelmixtur werden die in Frage kommenden Stellen morgens und abends tüchtig eingerieben und in ganz kurzer Zeit wird erst der Geruch verslhwinden und dann die Schweiß« obsonderung langsam abnehmen, bis sie einen erträglichen Grad erreicht hat. Die Schweißdrüsen werden in keiner Weise geschädigt, sondern nur soweit beruhigt, daß sie nicht mehr übermäßig absondern. Die Flüssigkeit vermag auch an und für sich durch ihre Zusammen- setzung die Zersetzung des Schweißes aufzuhalten und damit ein« der Hauptbelästigungen zu beseitigen. Es ist nun ein Wort über die Trockenpräparate zu sagen, wie sie im Handel sind. Sie dienen zumeist der Ausnahme des Schweißes, wobei aber gerade die ffniX absorbierenden Stärke« puder nicht verwendet werden dürfen, weil sie mit dem Schweiß zusammen einen weiter zersetzbaren und damit reizenden Kleister bilden, und auf der anderen Seite die T a l k u in p u d e r(kieselsaure Magnesia) ein mir ganz minimes Schweißbindungsvermögen, somit einen relativ geringen Wert besitzen. Einigermaßen noch verlvend- bar ist die Kombination Tannosorm: Talkum 1:9, da das Tannoform nur schwach gerbend wirkt. Aber sie reichen an eine systematische Behandlung nicht heran. Zur Geruchlosrnachuiig hat man Kaliumpermanganat und Wasserstoffsuperoxyd vorgeschlagen und verwendet. Ich möchte aber hier bemerken, daß sie nicht an die obengenannte Behandlung heranreichen, weil sie den bereits durch Zersetzung entstandenen Geruch durch Oxydation zwar beseitigen, nicht aber die Entstehung und die damit verbundene Reizung verhindern könne». Geradezu unangebracht ist dagegen die Verwendung von Seife. Seife, so sehr sie an anderen Stellen am Platze sein mag, hat hier eine eher erhöhende Wirkung, weil sie neue zersetzbare Stoffe zu- bringt, die dann die Reizung verstärken. Zum Waschen benutze man deshalb am besten eine Borsäurelösung, nicht Borax. Die vorstehenden Ausführungen zeigen, daß eine rationelle Bekämpfung lästiger Schweiße mit sehr vielen Traditionen brechen muß und daß sehr viele Anschauimgen dringend resormbedürstiz sind. Dr. J. R. Spinner: Kriegsmalaria Eine umstrittene Versorgungskrankheit Aus den Krieg-beschadigtenkreisen erhalten wir folgende Zu- schrist: Nahezu alle Acrzt« an den Versorgungsämtern aittworten auf die Frage, ob es heute noch Kriegsteilnehmer gibt, die unter den Folgen einer während des Fevdzugs erworbenen Malaria zu leiden haben, mit einem energischen und gleichzeitig etwas empört klingenden„Nein". Bei näherer Erkundigung, worauf diese Ansiäst sich stützt, erhält man den Bescheid, daß nach dem übereinstimmenden Urteil maßgebender Autoritäten auf dem Gebiete der Tropenkrank- Helten Fälle von Kriegsmalcrtia in den Krankenhäusern schon seit Iahren nicht mehr beobachtet werden konnten. Also— so folgern die Amtsärzte, denen die Kriegsbeschädigten zur Untersuchung sich anvertrauen müssen— gibt es auch keine oder kaum»och irgend weiche rentenberechtigendeir Folgeerscheimmgen der Kriegsm rlaria mehr. Das Gegenteil behmipten die Krairken selber. Fast täglich lmisen noch Versorgungsanträge bzw. Rentenerhöhungs- anträge bei dem«inen oder anderen Versorgungsamt ein, in denen ein Kriegsmalariakranker Ansprüche wegen seiner Beschwerden stellt. Man kann nicht gut annehmen, daß alle diese Anträge sich auf wahrheitswidrige Angaben der Erkrankten stützen. Die besondere Schwierigkeit für die Antragsteller besteht nur darin, ihre Krankheit nachzuweisen, und das ist gerade bei der Malaria oder den damtt in Zusammenhang stehenden Leiden alles andere als leicht. Es besteht bei den Versorgungsärzten ganz allgemein die Tendenz, ihr Urtell über den Gesundheitszustand des Patienten ledig- lich auf den objektiven Befund zu gründen, der sich bei der Untersuchung ergibt. Mit anderen Worten: Was bei der Untersuchung nicht festgestellt oder sonst einwandfrei nachgewiesen wird, gilt als nicht vorhanden. Nun wird es ober wohl niemals vorkommen, daß«in Malariatronker just zu der Stunde, zu der er zur Begutachtung aufs Versorgungsamt bestellt ist, einen Malaria- fieberanfall oder einen Anfall, den er für Malariafolge hält, be- koinmt, der den Arzt von dem Vorhandeiy'ein seiner Krankheit über- zeugen könnte. Bei anderen Krankheitsarten helfen sich die Rente suchenden Beschädigten durch die Beibringung von Attesten, die ihnen von ihren Aerzten ausgestellt werden. Bei der Kriegsmataria ist ein solcher Schein zwecklos. Ein Obergutachter aus den Kreisen der Versorgungsärzte, der einmal in einer Berufungsangelegenheit gehört wurde, erklärte ganz unverblümt, daß er die gesamten Haus- uud kassenärztlichen Atteste, soweit sie Malariafäll« beträfen, als höchst unzuverlässig ablehne, und in einem vor einiger Zeit gelstiltenen Vortrag führte ein Fach- arzt aus, daß der Mehrzahl der Privatärzte mangels genügender Er-' sahrung überhaupt die Fähigkeit abgehe, die Echtheit eines Malariasieberanfalls festzustellen. So ungünstig siegt der Versorgungssall für die Malariakranken, und unter den Voroussetzungen, unter denen heut« deren Renten- ansprüche geprüft werden, bleibt den Kranken nur noch der Weg, sich zur Beobachtting in ein Krankenhaus aufnehmen zu lassen und dort so lange zu bleiben, bis sich wieder Krankheitserscheinungen bei ihnen zeigen. Aber wer hat hierzu bei der jetzigen schwierigen Wirtschaftslage die nötige Zeit und das nötige Geld? Richtiger oder gerechter wäre es wohl, wenn die Amtsärzte die Frage der Derentung von Malaria oder Malariasolgen einmal daraufhin nachprüfen würden, ob denn das Nichtmehrvorkommen von Kriegsmalaria in den Tropenkrantenhäusern dazu berechtigt, von vornherein einen grundsätzlich so besonders miß- trauischen und ablehnenden Standpunkt gegenüber den von den Kranken behaupteten Folgeerscheinungen dieser Krankheit einzu- nehmen. Erwiesenermaßen zeitigt die Malaria zum Teil sehr schwere Folgezustände im Bereiche des Nervensystem», der Sinnesorgane, in den Kreislauforganen und den Ernährungsorganen. Wenn in den Tropeninstttuten seit einigen Iahren keine Parasiten bei den Kriegsmalariatranken mehr gefunden worden find und auch wenn dort keine echten Malariofieberanfälle mehr beobachtet werden tonnten, so schließt das. doch nicht das Vorhandensein anderer Ueberbleibsel der Krankheit aus, und deshalb sollt« man den vielen Klagen derjenigen Antragsteller viel energischer nach- gehen, die behaupten, noch immer Fieberansälle(wenn auch anderer Art) und andere erhebliche Beschwerden von ihrer Kriegsmolaria nachbehalten zu haben. R. (6. Fortsetzung.) Bisher hatte man diesen Wühlarbeiten wenig Beachtung ge- schenkt. Nicht, daß man es für überflüssig hielt: sondern man war sich ssiner uneingeschränkten Macht nur allzu bewußt. Die Polizei konnte ganz einfach nichts bewerkstelligen. Duval war ein voll- ständig unfähiger Mann, der sich in Weiberbetten umhertrieb und seinen Verstand schwächte. Di« Engländer und Amerikaner standen ihm nichts weniger als sympathisch gegenüber und warteten auf sein« große Blamage, die ihm den Kragen tosten würde. Duval wußte genau, wie es um ihn stand und war auf der Hut. Hatte keinen Boden unter den Füßen und tappte unsicher im Dunkel der Ereignisse. Die Angelsachsen hatten längst seinen Nachfolger aus ihrem Kreise bestimmt. Davon war auch Marin unterrichtet. Er kombinierte die Zu- sammenhäng« zwischen Duval und Miß Lillian Blyth. Er, der kleine Agent, hatte sie besessen, und noch immer war sie seine Ge- liebte. Er hatte ein Recht auf sie, das des ersten Mannes, an dem sie zum Weibe geworden war. Sie und Mr. Kead, der bedeutendste Mann Schanghais, und Duval-- Marin ballte die Fäuste. Jetzt hatte er es. Jetzt ließ er es nicht mehr los. Jetzt ließ es ihn nicht mehr los. Schwung, Stirne, Unabhängigkeit von sich selbst, Geschicklichkeit, Diplomatie und ein bißchen Glück. Mehr brauchte er nicht. Es war ihm alles in die Hand gespielt worden, jetzt mußte er es nützen. Noch stand sein Ziel nicht fest umrissen vor ihm, aber deutlich hob es sich ab von dem öden Grau seines bisherigen Lebens. Man hat seine Fähigkeiten. Hier kann jeder höchsten Gewinn daraus schlagen. Nur braucht man Großzügigkeit m der Moral, die heißt, über sich und andere hinwegtreten. Anpacken. Kämpfen. Niederschlagen. ..Miß Lillian Blyth", sagt« er vor sich hin und zergliederte den Namen. Verwahrte die beiden Brief«. Setzte sich an den Tisch und schrieb sein Abschiedsgesuch an die Polizeipräfektur. Er spielte von nun ob va banque. 7. An diesem Tage besuchte er den Rennplatz von Kiangwai. Brauchte Fieber, Rhythmus, Tempo, Spitzenleistung. Sog die Atmosphäre ein. Ließ sich von ihr aufsaugen. Dampfender Schweiß gejagter Pferde, erbarmungslos ins Finish gehetzt, blasse, entstellte, verzerrt« und verkrampfte Gesichter großer und kleiner Spieler, beherrschte Erregung des Gentlemans, unoornehmes Sichgehen lassen des kleinen Mannes. Laute Freude und Erbitterung des massen- haften Mobs. Dazwischen pfeifendes Niedersausen von Peitschen- bieben auf keuchende Tiere. Erstickte Schreie. Zurufe. Pfiffe. Klassen-, Kasten- und Rassenunterschiede heben sich auf. Es geht nur um Gewinn oder Verlust. Finish. Ein Orkan bricht sich Bahn. Stürmt wild dahin. Der gelbe Mann lächelt. Ihm sind solche Evolutionen fremd. Nachdem der Sieger aufgezogen ist, löst sich die letzte Spannung. Die Kassen werden gestünnt. Banknoten flattern in zitternden Händen, wertlose Tickets verweht ein sachter Windstoß. Marin hat gewonnen. Wird auch fürderhin gewinnen, war überzeugt davon, ging sicher und ohne Schwere durch das Gewühl. Üring die lockenden Blicke der eleganten, stets unbefriedigten Frauen auf. Atmete den Duft billiger und teuerer Parfüms und den Ge- ruch dunstender Leiber. Er sah heute wie ein gut fundierter Privat- mann mit kostspieligen Ambitionen aus. Hatte ein gewandtes, selbstsicheres Auftreten. In den Logen funkelte und brillierte es. Seide, Tüll knisterte und rauschte. Helles Lachen, Girren, lebhafte Gesten. Marin dachte an die beiden Brief«, die er bei sich trug. Er sah zu den Logen hinauf. Taxierte. Plötzlich aber stand er wie angewurzelt. Der Mann, der dort oben wie ein Götzenbild thront«, war Mr. Kead. Dicht an seiner Seite das alte verhutzelle Weib. Das kann nur seine Frau sein, unmöglich aber seine Geliebte. Die Junge, das ist Lillian! Ein Schwärm vergreister Lebemänner war um die Familie gruppiert, bildete Rückendeckung. Lillian erhob lich, verlieb ihren Platz, lehnte jede Begleitung ab. Hatte sie ihn, Marin, bemerkt? Er beschleunigte seinen Schritt. Schnitt ihren Weg. Das nächste Rennen ging von Start. Sie standen sich gegen- über, wortlos, minutenlang. Sie hatte an ihm vorbei wollen. Cr hielt sie mit dem Blicke fest, sagte:„Lillian." Sie hört« zum ersten Male ihren Namen au» seinem Munde. Antwortete nicht. Dann wie-derholte er:„Miß Lillian Blyth." Nannte seinen Namen, beugt« sich mit einem vielsagenden Lächeln über ihre Hand und küßte die schmalen, nervösen Finger, lange, inbrünstig. Sie entzog sie ihm nicht, war aber noch immer keines Wortes fähig. Als er seinen Blick zu ihr erhob, schoß ein Strahl Blutes in ihre wächsernen, durchsichtigen Wangen. Er kannte diese Verwirrung an ihr. Sie bat ihn zu gehen, endgültig zu gehen: es fei das Beste, er werde sie nie begreifen und so. Marin wich nicht. Sie wurde un- geduldiger, wollte einfach davon. Konnte aber nicht, schwankte, drohte umzukippen. lind nun sprach Marin, daß er endlich wisse, wer sie sei, und nicht von ihr lassen könne, weil er sie liebe. Seine Worte über- stürzten sich, spönnen sie ein. Sie war mit dem Manne zu tiefst verbunden, füblte, daß ihr Leben an dem seinen hing, war mit ihm verkettet durch Zufall und Schicksal. Ueber sich hinweg tonnte sie nicht, kolgtc ibm an diesem Tag und an den'kommenden. Marin sprach von seinem Leben. Dorenthielt ihr keine Demütigung, die ihm widerfahren war. » Es war Lillian gleichgültig, wer er war. Sie hotte kein Ber- ständnis für soziale Unterschiede. Ihre gesellschaftliche Stellung war ihr eine Lost, die zahlreichen Bewerbungen und Bewunderungen Jjcfäne&e?*- nahm sie wie selbstverständlich und ohne innere Teilnahme ent- gegen. Haßte Kead. Unterschied sich von den übrigen Frauen wesentliche Ihr Inneres war voll, voll zum Ueberguellen. Sie liebt« Marin selbstlos, hingebungsvoll, einfach, innig. Um so mehr bc- drückte sie das Scheinleben, das sie im Haufe Keads führen mußte, war gequält, einsam unter den vielen Menschen und hatte keinen Sinn für die Oberflächlichkeiten dieser Männer und Weiber. Aber sie fühlte sich geborgener wie früher, war auch in Stunden zufrieden und ausgefüllt. Lillian war mit Marin viel zusammen. Die Pension„Panama" hatte er mit einer eleganten, geschmackvoll eingerichteten Wohnung vertauscht: war anscheinend Privatmann. Duval, der Polizeichef, war vor ein Rätsel gestellt, an dessen Lösung er interessiert arbeitete. Marin und Lillian vermieden es, sich öffenUich zu zeigen. Er führte ein sehr zurückgezogenes Leben. Lillians weiblich« Reize waren mit einer scharfsichtigen männlichen Klugheit gepaart. Sie hatte viel gesehen und verfügte über tiefgründige Ansichten und durchgebildeten Derstand. Interessierte sich mehr denn je sür die Geschäft« ihres Stiefvaters, horchte aufmerksamer auf die Reden, die in ihrem Hause geführt wurden, bekam dadurch einen Einblick und erkannte Ursachen, unter deren Wirkungen bloß sie bisher ge- standen hatte. Sie besprach mit Marin vieles. Er regt« sie an, führte sie nach und nach in seine Gedankenwelt ein, vertraute sich ihr an, fesselte sie dadurch immer an sich und bestimmte sie. Lillian hatte an ihm Hall gewonnen. War überlegener ge- worden. Ihre Zlusgeglichenheit prägte sich auch in ihren Zügen aus, die oft von imponierender Ruhe und frauenhafter Reife ware.i. Das Mädchenhafte blieb ihr trotzdem. Kead, der an ihr die Ber- änderung wohl bemerkt hatte, umschlich sie mit sprühenden Augen. War in ihrer Anwesenheit von merkwürdiger Unruhe, wahrte aber Abstand und versteckte vor ihr seine Gier. * Mr. Kead zog es jetzt auffallend vor, in seinem Palais in der Peking-Rood zu residieren. Hier gab es keine überschwenglich üppigen Gärten, keine kitschigen Nachtstimmungen, nichts was be- rauschte, sinnenreizte, einlullte. Das Palais, das in der kiltb avenuc hätte stehen können, repräsentierte die ungebrochene Dollarmacht des Hauses Kead. War Wahrzeichen der Herrschost und ihres dauernden Sieges. Am First flatterte die Fahne der Zioilisatian, oie ausgeht, den Planeten zu erobern. Ein Fort. Ein Denkmol. Die streng und finster sehende Fassade verkörpert« das Ideal alles Puritanertums. Hohe, schlanke Fenster, dicht verschlossen. Ein schweres Tor, das in erzenen Angeln hing, hatten der Welt des Ostens zu sagen, daß hier ein Bollwerk stünde, unüberwindlich, dauernd in die Jahrtausend«, Autorität gebietend. Dem weißen Manne sollte es Sicherheit, Schutz und Erbauung im Leben geben, eine Kirche und Festung zugleich. Das Asyl für Macht und Reich- tum hielt im Inneren, was es nach außen hin versprach. Gefchichts- wichtige Herren mit feudalem Nasenschwung, Pairs, Lords warfen ihre Schatten und geisterten in den lichtlosen, ernst blickenden, Tradition heuchelnden Räumen. Das alles war dazu da, um das sittliche Niveau des Bufineßmon zu heben und ihn in jene Atmosphäre zu versetzen, welche ihm die Autonomie von Gut und Böse sicherte. Diener mit weihen, gelben, braunen und schwarzen Gesichtern, eingeordnet in vier Kategorien, deren Rang bestimmt war durch die Hautfarbe, schlichen über teppichbelegte Treppen und Dielen, unhörbar, fast fußlos. Befehle wurden lautlos entgegen- genommen, weitergegeben und ausgeführt. Es ging alles durch Drähte, die das Haus wie Nervenstränge durchfädeten. (Fortsetzung folgt.) eßuch Sias£and des Wls Man sagt von einem gutgeschriebenen Bericht merkwürdiger Tatsachen zuweilen, daß er sich spannend wie ein Roman lese. Bon des englischen Majors E. W. Polfon Rewmon Buch„Groß- britanntens Kampf um Aegypten"(Orell-Füßli-Berlag, Zürich und Leipzig) kann man als Variante jagen, daß es sich häufig amüsant wie eine wohlgelungenc Satire liest— und dabei ist das Thema doch wahrlich seriös genug, denn das, worum es sich handelt, ist ein Wettmachtproblem, aber die Operettendichter kommen wohl der Wahrheit manchmal unbewußt recht nah«, wenn sie sich die exotische Politik als besseren Mummenschanz vorstellen. Newman schildert, sich teilweise auf bislang unbekanntes Ma- terial stützend, sehr anschaulich die politische Historie Aegyptens seit den Tagen des großen Schuldenmacher-Khediven Ismail Pascha, dessen Pumpwirtschast die mittelbare Veranlassung der im Jahre 1882 erfolgenden Okkupation Aegyptens durch das um die Sicherheit seiner in Aegypten investierten Kapitalien bangende Großbritannien wurde. Das Buch ist vom Standpunkt des englischen Großbürgers geschrieben. Im ganzen billigt Rewmon die englische Politik in Aegypten und bemüht sich um den ihm wohl auch glückenden Nach- weis, daß die Einmischung Großbritanniens in die ägyptischen Ange- legenheiten keineswegs auf Kosten der Fellachen gegangen sei: der Bauern, die die große Masse der Bevölkerung bilden, sondern durch- aus auf Kosten der ägyptischen Oberschicht: jenen durch und durch korrupten Paschas und Scheichs, die die Fellachen aufs elendeste knechteten, bedrückten»nd aussogen. Trotzdem geh' Newman, trotz starker Betonung des unleugbaren Aufschwungs, den das Land unter der englischen Schutzherrschaft genommen hat, nicht durch dick und dünn mit der offiziellen englischen Polttik, sondern zeiht sie hie und da einer Menschenbehandlung, die ihm nicht delikat und Verständnis. voll genug erscheint. Auf all« Fälle führt Newmans Buch tief hinein in die ägyp- tischen Dinge und orientiert ausgezeichnet über Aegypten als natio- nales und internationales Problem. Hans Lauer. WAS DER TAG BRINGT. New-Y orker Statistik. In New Pork, da» S,6 Millionen Einwohner zählt, leben mehr Deutsche als in Bremen, mehr Italicner als in Rom, mehr Ir- iänder als in Dublin und der zehnte Teil aller Juden in der Welt. Im ganzen beherbergt die Stadt zwei Millionen Ausländer. In New Bork gibt es mehr Telephonanschlüfle als in London, Paris, Berlin, Leningrad und Rom zusammen. Fünf der größten Brücken der Welt, von denen jede mehr als eine Melle lang ist. schmücken die Stadt. Mehr als 2000 Theater und Kinos und über 1500 Kirchen für alle Konfesstonen der Welt gibt es dort. Die New Borker zahlen ungefähr 8.5 Milliarden Dollar Steuern jährlich. 300 000 Bc- sucher strömen täglich in die Riesenstadt hinein, alle 52 Sekunden er- reicht ein Zug die Stadt. Alle 13 Minuten wird dort eine Hochzeit ge- feiert, alle sechs Minuten«ine Geburt. Alle zehn Minuten wird ein« neue Firma gegründet und alle 51 Minuten der Grundstein zu einem neuen Haus gelegt. Todeskampf zwischen Elefanten und Tiger. Ein furchtbares Schauspiel bot sich kürzlich den Besuchern einer Zirkusvorstellung in Bukarest. In der Arena entspinn sich ein furchtbarer Kampf zwischen einem ausgebrochenen Tiger und einem Elefanten. Als die Anwesenden begriffen, daß es sich hier um keinen Dressurakt, sondern um grausige Wirklichkeit handle, entstand eine Panik, bei der die Leinwandwönde des Zeltes zerrissen wurden. In dem allgemeinen Chaos sprang der Tiger mit wilden Sätzen immer wieder gegen den Elefanten an und biß ihn in die Weichen. Mit einem gewaltigen Schwung seines Kopses drehte sich der Dick- häuter um, und wlchrend der Tiger ein ohrenzerreißendes Todes- pebrüll ausstieß, bohrte er seine Hauer in den Leib des Raubtieres. Als die Wärter sich näherten, war der Tiger tot. 1201 Franken für eine Frau. Der in Paris lebende Estländer Mittel Leppit bekam über Nacht Sehnsucht nach Amerika, die ihn nicht mehr ruhen lieh. Leppik war jevoch arm wie eine Kirchenmaus und hatte als ganzes Gut seine Frau Irma Jvanoff, ein« Lettländerin. Sie war eine Frau von ungeheuren Dimensionen, ein„Schwergewicht": für den Ukrainer Alexander Minckh hatte sie eine kleine Schwäche— oder umgekehrt. Leppik war orn praktischer Handelsmann. Er nahm sein« Frau und ging mit ihr zu Minckh. Die Männer wurden handelseinig. Für den Betrog von 2101 Franken verkaufte Leppik seine Frau an Minckh. Der Betrog setzt sich aus folgenden Posten zusammen: 2000 Franken für die Ueberfahrt nach Amerika, 100 Franken für den Ankauf von Kleidern und 1 Franken— sür die Rückfahrt mit der Untergrundbahn. Leppik hotte also 2100 Franken in seiner Tasche, seine Frau aber los und dachte nicht daran nach Amerika zu fahren. In Brüssel verbrachte er einig« vergnügte Tage und kehrt« dann nach Paris zurück. In der Zeitung las Leppik von der allgemeinen Teuerung. Da begriff er plötzlich, daß er feine Frau zu billig verkauft hotte, schrieb dem .Ukraincr Drohbriefe und verlangte eine Nachzahlung von 500 ! Franken. Der Ukrainer zahlte diese Drohungen bei einem persön- t lichen Zusammentreffen mtt einigen gutsitzenden Ohrfeigen zurück) nnMmmnmimmniwnmiiiiMmmnnimmmmimmimmimmmimi» was den Behörden Anlaß gab, die beiden Männer vor Gericht zu zitieren. Wegen beiderseitigen Drohungen und Tätlichkeiten wurde Leppit zu einem Monat Gefängnis und 50 Franken Geld- strafe, Minckh zu 100 Franken Geldstrafe verurteilt. Was der Montblanc einbringt. Die unfruchtbaren Eisfelder des Montblanc, auf denen weder Baum noch Strauch wächst, haben trotzdem eine recht große wirt- schaslliche Bedeutung. Der Reingewinn, den er bringt, läßt sich höchstens mit dem Geschäftsergebnis eines ganz großen industriellen Unternehmens vergleichen. In einem der letzten Jahre sst der Montblanc von insgesamt 400 000 Touristen besucht worden, davon etwa 220 000 auf der französischen, 115 000 aus der italienischen und 65 000 Besuchern an den Abhängen auf Schweizer Gebiet. Bei Zugrundelegung einer mittleren Ausgabe von 50 Golsf ranken für jeden einzelnen Besucher bedeutet das«inen Ertrag von 20 Mit- lionen Goldfranten für die Hotelindustrie des Montblanc-Gebtets. Bor dem Kriege war der Montblanc noch stärker besucht. So zählte er im Jahr« 1013 auf der französischen Seite 400 000 Besucher, auf der italienischen 225 000 und auf der Schweizer Seite 350000, was einen Ertrag von rund 52 Millionen Goldfranken bedeutete. Urwaldabenteuer. Der englische Major A. Radclyffe Dugmore erzählt von einer aufregenden Begegnung mit einem Löwen, die er kürzlich im Urwald hatte. Er hatte stundenlang gewartet, um einen schwarz- mähmgen Löwen zu photographieren, und quartierte sich für die Nacht in einem hohen Baum ein. Er legte ein Brot auf ein paar Zweige und wartete� Da endlich kam der Löwe direkt unter den Baum, und der Major kroch langsam und vorsichtig herunter.„Das Unglück wollte es, daß ich an das Brot stieß", erzählt er.„Es fiel mtt einem Gepolter in der stillen Nacht herunter, und der Lärm erschreckte mich so, daß ich den Halt verlor und gerade auf den Löwen herunterstürzt«. Aber glücklicherweise war der König der Tiere ebenso erschrocken wie ich. Mit einem mächtigen Satz sprang er ins Dickicht, und das war das Letzte, das ich von ihm sah." Tonfilm und Dialekt. Der Stadtrat von Birmingham hat vor einigen Tagen ein« Berordmmg erlassen, wonach von den Schülern nur solche Tonfilme besucht werden dürfen, in denen«in einwandfreies Englisch ge- sprachen wird. Man hat festgpstellt, daß die Tonfilm« geradezu als Propaganda für den amerikanischen„Slang"(Dialekt) wirken. Eine Riesin. In» Spital von Kolovoar wurde ein 29jährigcs Mädchen namens Susanns Pekete am Blinddarm operiert. Das Mädchen ist 2,03 Meter groß, dabei jedoch noch in ständigem Wachsttim begriffen. Der operierte Bliiiddarm hatte die dreifache Größe wie bei normalen Menschen. Da die Aerzte von einem Fortschreiten des Wachsttim» eine Gefahr für das Leben des Mädchens befürchten, will man oer- suchen, durch Operation oder Unterbindung von Drüsen ein weitere» Wachstum aufzuhalten. Erster Tag der Wasserfahrer Die Ausfahrt der Arbeitersegler und Ruderer Der letzt« Sonntag war für das Ansegeln der Berliner Gruppen des Freien Seglerverbandes wie geschaffen. Frühiingssonne und ein leichter Wind aus Südost, t«r mit kräftigen Böen durchsetzt war, hatten ein« ganze Anzahl Boot« aus den Hafen gelockt und mit bunten Flaggen reich geschmückt, vereinigten sie sich zu großen Geschwadern. Die Gewässer in der engeren Um- gebung Berlins waren fast ausschließlich von den Arbeiterseglern beherrscht. Obwohl der Termin des Anscgelns verhältnismäßig früh gelegt war, tonnten doch etwa 300 Boote aller Größen und Klaffen gezählt werden. Der Hauptteil entfällt aus die Gruppe Ost, die über 100 Boote auf den Zeuthener und Seddinst«, aus den Langen See und die Dahme sowie auf den MüggÄ- und Rummels- burger See schwimmen ließ. Die Gruppe West versammelie ihre Geschwader auf der Ober- und Unterhavcl, um auf beiden Gewässern die Flagge der Arbeiterscgler zu zeigen. Leider konnte da» Pro- gramm nicht ganz durchgeführt werden, da sich schon am Nachmittag der Himmel bezog und bald ein anhaltender Regen einsetzte, der victe Boote zwang, den schützenden Hafen aufzusuchen. Aber viele Unentwegte hielten durch, um den ersten Segelsonntag„richtig auszukosten". Am Abend war dann großes Piünnentrocknen. * Der Ruderverein„Vorwärts" sandte sein« Mannschaften nach Neuheringsdorf, um dort gemeinsam mit den zahlreich erschie» nenen Gästen sein Anrudern zu feiern. Daß es dem Verein ge- lungen ist, das Interesse für den Rudersport in den Kreisen der Ar- beiterschaft zu wecken, beweist die ständig wachsende Miigliederzahl, die gegenwärtig eine noch nie erreichte Höhe aufweist. Sie ver- pflichtet aber andererseits den Verein, seine Liegenschaften ständig zu vergrößern. Nachdem der„Vorwärts" im vergangenen Jahre seinen Grundbesitz in Klein-Köris um das Doppelt« vergrößert und das dortige Bootshaus den Bedürfnissen entsprechend erweitert hat, ist er jetzt am Werke, das Bootshaus an der Oberspree zu verarößern. Es ist gewiß kein leichtes Beginnen, in der jetzigen Zeit der wirtschaftlichen Depression einen An- und Ausbau in dem festgelegten Umfang« durchzuführen. Aber der„Vorwärts" ist sich seiner Aufgabe bewußt, die Vorarbei? zu leisten, die nötig ist, um immer weiteren Kreisen der arbeitenden Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, den gesunden Rudersport auszuüben. JRßEMIt 7USSEALL Resuliatc vom 13. April Di« von vielen erwartete Sensation im 1. Bezirk blieb aus: Neukölln und Lichtenberg I, die Meisterschastskandidaten, blieben wieder siegreich, beide Mannschaften konnten ihre Gegner sogar sehr hoch schlagen. Allerdings sah es für die Neuköllner, die gegen Union-Tempelhof spielten, bei der Pause noch sehr schlecht aus. Die Tempelhofer konnten nämlich die erste Spiclhälfte mit 2: 0 für sich entscheiden, dann war es aber mit der Kunst und dem Widerstand vorbei. Nicht wemger als neunmal setzten die Neu- köllner den Ball zwischen die Pfosten, dem die Tempelhofer nichts inehr entgegensetzen tonnten. Resultat bei Schluß des Spiels 9: 2 für Neukölln.— Oberspree, der Gegner der Lichtenberger, hatte eigentlich während der ganzen Spielzeit nur wenig zu sagen. Bei den Lichtenbergern klappte es gerade im Sturm wie am Schnürchen, wenn auch der Mittelstürmer ein Versager war. Bis zur Pause gelangen den Lichtenbergern zwei Tore, die Oberspreer gingen leer aus. Nach dem Wiederbeginn verteidigte Oberspree zu- nächst groß, jedoch nach dem dritten Tresser war es auch damit zu Ende. Noch fünfmal mußte Oberspress Torwart den Ball zur Mitte geben. Mit 7: 0 blieben die Lichtenberger sichere Sieger. Gespannt darf man nun auf die Begegnung der beiden Sieger sein, die wahrscheinlich am 27. April in der Kynaststraß« vor sich geht. Weitere Resultate: Butab gewann gegen Nowawes mit 4:0(2: 0). Spandau 25 gegen Wilmersdorf 5:0(3:0). Grebs gegen Nowawes 2 8:7. Neukölln 2 gegen Kogel 1 8:1 (4:0). Lichtenbergs gegen Oberspree 2 3:2. Neukölln(Jugend) gegen Eiche-Köpenick 0: 1. Lichtenberg I(Jugend) gegen Saxonia 12:1. Wer wird BundeS'Fu$ballmeistcr? Mit der am 13. April beendeten Ermittelung des süddeutschen und nordwestdeutschcn Vcrbandsmeisters stehen die vier Gegner für die Endspiele mn die Bundesmeisterschaft fest. Bezeichnend ist, daß keiner der vorjährigen Verbandemeister in den diesjährigen Meisterschaftsspielen seinen Titel mit Erfolg ver- leidigen konnte. Der Bundesineister und nordwestdeutsche Ver- bandsmeister„Lorbeer"-Homburg blieb bereits im Schluhspiel um die Hamburger Bezirksmeisterschaft auf der Strecke, und der mittel- deutsche Verbandsmeister VfL. Südost-Leipzig unterlag im ent- scheidenden Spiel um die sächsische Kreismeisterschast. Döbern-Forst, der vorjährige ostdeutsche Verbandsmeister und Endspielgegner um die Bundesmeisters chast blieb um die diesjährige Lausitzer Kreis- Meisterschaft gegen Eostebrau mit einem Punkt im Hintertreffen. Weiden, der süddeutsche Verbandsmeister, verlor um die nvrd- bayerische Kreismeisterschast knapp gegen Niimberg-Ost. Die vier letzten Anwärter aus die diesjährige Bundesmeisterschaft sind der ostdeutsche Verbandsmeister Eostebrau(Lausitz), der mitteldeutsche Verbandsmeister Stcinach(Thüringer Wald), der süddeutsche Ver- bandsmeister Nürnberg-Ost und der nordwestdeulsche Verbands- meister Bahvenfeld 1919. Dm die Resten der Klassen Die Kämpfe bei den Arbeiterathleicn Mit einer sehr zu begrüßenden sportlichen Neuerung warteten erstmalig die bundestreuen Arbeiterathleten des 4. Kreises auf: die besten Ringer der einzeln«» Klassen werden er- mittelt. Am Sonntag wurden im„Alten Krug" in Tegel nur die Vertreter im Leichtgewicht gestartet. Vertreten waren die Vereine Luckenwalde, Brandenburg, Alt-Wedding, Tegel und der Sportverein Saxonia. Die lange Reihe der technisch sehr interessanten Kämpfe ließ wirklich nur die Besten im Kreis ringen. Achteten, die sich falten begegnen, brillierten ausgiebig in, Kampf mit Gegnern gleichen Formats. Erst nach schweren Runden schieden die geschlagenen Athleten aus, Ringer mit 4 Verlustpunkten wurden aus dem Wett» kämpf genommen. Aus der Serie der Kämpfer schälten sich drei Spitzenreiter: Mehneri(Luckenwalde), Weyhe(Alt-Wedding) und Vurghardt(Saxonia) heraus. Der Kampf Weyhe gegen Bnrkhardt um die Teilnahme am Schluhkampf wurde mit ooliein Einsatz des Könnens geführt, doch die groß« Kraft von B. brachte den Gegner um t«n Erfolg. Das Schiedsgericht gab dieses offene Tressen unentschieden. Der mit Spannung erwartete Kamps der Favoriten Mehnert und Weyhe brachte die beiden unbesiegten, technisch besten Sieger des Turniers auf die Matte. Angriffe und Paraden solglen in pausenlosem Zuge Zwei Minuten vor Schluß mußte Weyhe in die Brück« und hielt diese für die r«stlose Zeit. Resultat: unent- schieden. De? sympathische Mehnert muhte nach seiner stattlichen j Reihe von Kämpfen und Siegen nun noch mit dem bärenstarken Vurghardt ringen. Der mit dem größten Kräftceinsatz geführie Gang endete etwas unerwartet. B. mußte 40 Sekunden vor Schluß d«s Kampfes noch aufgeben. Mehnert, der neue Kreis- meister, bewies erneut seine große Klasse. Gesamtresultat: 1. Mehnert(Luckenwalde), 13 Punkte: 2. Weyhe (Alt-Wedding) 9 Punkte: 3. Vurghardt(Saxonia), 5 Punkte.— Einige flotte Schüler- und Jugendeinladungskämpfc vervollstän- digten noch das Programm.— Am 2 7. April veranstaltet der Sportverein„Sparta" für die Federgewichtsklasse«inen ähnlichen Wettstreit. G. M. Arbeiter-Wasserball Spandau-Hellas 8: Z Boitze Mannschaften traten zum letzten Spiel mit Ersatz an: Spandau ohne Hentschel, bei Hellas fehlte der Mittelftürmer Rammler. Den Amvurf von Halles kann der SparDauer Mittelstürmer absangen, der Wurf aufs Tor geht jedoch daneben. Kurz darauf schießt derselbe Spieler das erste Tor nach einer Borlage des Der- binders. Nachdem Spandaus rechter Stürmer zum zweiten Erfolg eingesandt hatte, fand sich auch Hellas etwas zusammen und der Mittelstürmer verwandelte die Vorlage des rechten Stürmers zum 1. Tor. Dabei bleibt es vorläufig. Spandau spielt auf Kombi- nation und es drückt sich ein« leichte Ueberlegenheit in ihrem Spiel- system aus. Ein drittes Tor erzielt der rechte Stürmer Spandaus, indem er einen Freiwurf der Hellasleute abfangen kann, wenig später Nummer 4 für Spandau. Die Hellaestürmer verschießen oft di« sichersten Sachen, der linke Stürmer hat darin besondere Routine und schießt ungedeckt dicht vor dem Tor— daneben. Drei weitere Tore fallen für Spmiiwu. Der linke Stürmer von den Spandauern ist durch schnelles Drittling immer in der Lage, den Boll gut vorzubringen. Mit 7: 1 geht es in die Paus«. Obwohl Hellas in der zweiten Spielhälft« bedeutend fchußfrendiger ist und der Verbinder in aufopferndem Spiel gute Vorlag«» schafft, scheitert alles am Spandauer Torwächter. Endlich werden die Bemühungen von Hellas belohnt, einen Freiwurf lenkt der Mittelstürmer zum zweiten und letzten Tor ein. Roch einmal spielt sich Spandau gut durch, doch der Schlußpfiff unterbindet diesen Angriff. 8: 2 steht's am Schluß für Spandau. Beide Mannschaften legten Wert auf Stellungsspiel, Spandau war darin besser und dem besseren war auch der Sieg, obwohl niemand an em so hohes Resultat dachte. Durch di«se Niederlage (die dritte in kurzer Zeit) sind die Meisterschastsaussichten für Hellas vorbei. Es sollte schwer sein, in der Sommerrunde die Verluste aufzuholen. Spannend wird der Endkamps der Dereine Weißen- see, Charlottenburg, Union und Spandau werden. Gelingt es Weißensee, im Probespiel gegen Spandau zu gewinnen(das erste Spiel sah Spandau als Sieger), dann sind sie in der ersten Runde Tabellenerster. Charlottenburg, in der Verlustrechnung«inen Punkt hinter Weißensee stehend, kann den zweiten Platz sicher yalten. Union und Spandan, die dichtauf folgen, sind aber Gegner, mit denen Weißensee und Chartottenburg stark rechnen müssen. RadsportHebes Allerlei aus aller Welt Buschenhagen zeigte sich im soeben beendeten Pariser Sechstagerennen in einer glänzenden Verfassung. Nachdem er seinen Partner Richli verloren hatte, wurde er mit Horan, der wiederum von Beckmann verlassen worden war, zusammengetan. Die neue Mannschaft war ungeheuer kampffreudig und wußte ihre Position gut zu verbessern. Der Sieg fiel jedoch an Eh. Pelissier- Blanchonnet, währkt-d Buschenhagen-Horan, eine Runde zurück, den zweiten Platz belegten.— In Lyon konnte der junge Franzose A. Wambst alle drei Läuse eines über 100 Kilometer führenden Dauerrennen gewinnen. Möller vermochte sich nicht zur Geltung zu bringen, er endete im Gefamttiassement an letzter Stelle. Zweiter wurde Manera vor Urago und Blanc Garin. Die Dresdener Radsportpremiere hatte etwa 5000 Be- sucher angelockt. Die Veranstaltung konnte infolge des vor dem dritten Lauf der Dauerrennen einsetzenden Regens nicht zu Ende geführt werden. Die Flieger bestritten den ersten Lauf zur beut- scheu Fliegermeisterjchaft, die zum ersten Male nach Punktwertung ausgefahren wurde. Nach mehreren Vor-, Hoffnungs- und Zwischen- laufen hatten sich Schamberg, Bernhardt, Stesses und Fricke für den Cndlauf qualifiziert. Sieger wurde Stesses(4) vor Schamberg (3), Bernhardt(2) und Fricke(1 Punkt.). Die Dauerrennen, die mit Lewanow, Hille, Schindler, Schmidt, Snoek und Thollembcck besetzt waren, fielen im 20-Kilometer-Lauf an Thollembeck und im 30-Kilometer-Lauf an Schindler, der auch im Gesamtklafsement mit 49,650 Kilometer den ersten Platz hielt.—„Halle M iinste r- land" beschloß die Wintersaison mit einem Mannschastssahren über vier Stunden, dos Ehmcr-Tietz überlegen gewannen.— Stari und Ziel des Straßenradrennens„Rund um Flandern" war Gent. Sieger des über 222 Kilometer führenden Wettbewerbs wurde Londuel in 7:03:00. Erst neun Minuten später kamen di« nächsten Fahrer ein. Die Deutschen Buse und Thierbach hielten sich in dem starken Felde gut: sie endeten an 13. und 16. Stelle. Dm den eigenen baden Sdiach?üge bei den KPD.-Schachspielern In einer Versammlung des kommunistischen Berliner Zl rb e i te rs cha ch ve re i n s, auf der zur Tagesordnung„An- schluß an die Intercssengemeinschast zur Wiederherstellung der Ein- hcit im Arbeilersporl" stand, referiert« der inzwischen kaltgestellte ehemalig« ungarisch« Offizier Heidu- F r> e d m a n n. Nach den üblichen Schimpftiraden aus die„Sozialfaschisten", zu denen er auch die Brandleristen rechnete, erfolgte die Abstimmung. 170 Anwesend« erklärten sich für die Annahme und 30 dagegen, einig« enchielten sich der Stimme. Ganz reibungslos ging die Angelegenheit allerdings nicht ab. Die Pankower, Syndikalisten reinsten Wassers, legten gegen die parteipolitische Anlehnung an die KPD. schärfsten Protest ein. Sie wollten einen„eigenen Laden", und erst kürzlich schrieb ein Mit- giicd der Pankower Gruppe in der tommunistischen Schachzeitung: „Warum zögern wir eigentlich noch? Ist es Angst oder Scheu vor einem sogenannten eigenen Laden? Jeder im Arbettersport tätige Genosse wird wissen, daß die Gründung eines solchen nur in den Sportarten schädlich sein kann, in denen die Benutzung von Turn- l>all«n, Spielplätzen usw. notwendig ist und durch Zersplitterung den Gegnern die Abtreibungsoersuche erleichtert werden." Die Pan° kower wollten demr auch nun endlich die Gründung eines eigenen Schachverbandes haben. Die Gefahr wurde aber sofort von der KPD. abgebogen, denn der„eigene Loden" paßt« ihnen gar nicht in den Kram, und so wurde denn mit allen Mitteln versucht, die Schachspieler des Berliner Vereins der Ausgeschlossenen in Schach zu halten imd gründlich einzuseifen. Das ist auch vorzüglich ge- lungen, die kommunistischen Schachspieler bekommen jedenfalls ihren eigenen Laden nicht. In den Osterfeiertagen sollte in Köln ein Bundesturnier stattfinden.„Auf noch Köln!" schrieb die Zeitung der Schachoppo- sition in Ihrer Aprilnummer. Es hieß in dem Artikel welter:„Als die Ausgeschlossenen, durch den Bundesvorstand gcmaßregelten Ber- liner Arbeiterschachspieler(!) stellen wir zum diesjährigen Bundes- turnier des Deutschen Arbeiterschachbundes die Losung„Auf nach Köln" ganz besonders in den Vordergrund. Wir wissen, daß durch ein Kräftemessen der diesmal in Köln zusammenströmenden Arbeiter- schochspieler die Kampkrast des Einzelnen und die der Allgemein- heit gewaltig emporgezogen wird. Oefsentlich will mit solchen Ber- anstaltungen die deutsch« Arbeiterschochbewegung ihr hohes Wunen beweisen und wirbt zugleich für weitere Erstarkung Darum, Schachgenossen aus allen Gauen Deutschlands! Auf nach Köln! Kämpfen wir alle gemeinsam für die Einheit in der deutschen Arbeiterschach- beweg uirg!" Wohlgemerkt, das steht in dem Blatt der Schach- spieler, die sich kurz vor dem Erscheinen dieser Zeitung der JG. angeschlossen hatten und di« auf ihrer Versammlung die Sozial- fgschisten, Refoomisten usw. am liebsten auf dem Scheiterhaufen oerb rannt hätten. Die JG. hat dann an ihre Anhänger innerhalb und außerhalb des Bundes Rundschreiben versandt, um das Bundesturnier zum Tummelplatz politischer Aus- einanderfetzungen zu machen. Der Bundesvorstand hat von dieser„Einheitsabsicht" aber rechtzeitig Kenntnis erhalten und nun werden die„Einheitssanatiker" in Köln schön unter sich bleiben müssen. „Abgeblasen" schreibt das Organ der Opposition.„Wie wir soeben erfahren, hat der Bundesvorstand des Deutschen Arbeiter- schachbundes das Bundes turnier in Köln abgeblasen. Das Turnier ist aus unbestinmit« Zeit oerschoben worden. Aus nach Köln, trotz alledem." Zuerst also hieß es:„Auf nach Wln!", dos ist die Losung. Kämpfen wir alle gemeinsam für die Einheit in der deut- scheu Arbeiterschachbewcgnng. Jetzt, nachdem di« Unehrlichkeit der JG. das Bundesturnier unmöglich gemacht hat, heißt es:„Ans nach Köln, trotz alledem!" Und darauf kam es der JG. ja haupffächlich an. Nicht die Einheit herzustellen galt es, sondern sie im Interesse der Kommunistischen Partei noch mehr zu zerstören. Wann werden die irregeführten Schachspieler das nur einsehen? Arbeilersportkegler! Donnerstag. 17. April, im„Wiener Restaurant", Markgrafenstraße 22, erste Bezirksversammlung der bundestreuen Arbeitcrkegler. Als Auswels dient das Mitgliedsbuch, alles mutz erscheinen._ Ruder»««;»»Solle»!«-, Sbarlotteubur«. Mittwoch, I«. April. 20 Uhr, ssrauciiversaminluna bei Tliunal. grau Dr. Bernnann spricht iibcr»Die grau uub der Sport". Die Osterwandcrer treffen sich Ostcrsonntaa 7% Ufte Batinhoi Charlottcnbura. galirtarten bis Potsdam Idfe». Schlafdecken nicht veraefscu. gTDB., Reutölln-Brib. 2. Männer-. 2. grauen-, 2. Iunamätchicn-, 2 Knoden-, 2. Madchenabieiluna: Dienotaa, 15. April, 18 Uhr, Ballspiele und Leichtathlcttl, Spielplan Treseburaer Ufer. Auiftclluna der gaustball- Mannschaften I Es wird auch wähtend der Ofterferlen in allen Abteilunarn In der Halle fleißig«eturnt. greie galtbootfahrrr Berlin. Ostcrfahrtcn. 1. Baußen-Hall. Abfahrt D»n-- »crslaa, 17. April, 0,2« Uhr«SSrlißer Bahnhof dis töorlili(dort tibernachten). Rllckfahrkarle bis Kottbus Idfe». gllhrcr: Tummefäieit. 2, Köniasuurlber gließ-Warthe. gllhrcr: Lcopold Horn. Abfahrt greitaa«LS Bahnhof gried- richftraße bis ftUmnGwalde, C'andsbrrq umftetaen. Rückfahrkarte dis Kllstrin lösen. 2. Kottbus— Wendisch-Buchholii. gllhrcr: Meyrr. Abfahrt grcitaa 7,00 Uhr chörlißcr Bahnhof bis Sottbus. Rückfahrkarte bis Nottbus lösen. 4. Spreewald. gllbrer: R. Sturßwaaae. Abfahrt Sonnabend 10,28 und 14,58 Uhr bis Betschau. 5. Beeslow-Spree. giihrer: Ianickiewskl. Abfahrt Sonnla» 20. April. Görlißer Bahnhof 8,12 Uhr. Säfte wtllkommen. Vom Bühnen- wettsireit* Bei der großen Veranstaltung der Arbeitersportier im Mer- cedespalasi zeigte der Bewegungschor der FTGB. Tanzgymnastik, die viel bcachie' wurde. Aus der Partei. Ein Voltshaus in Sofia. Ein alter Wunsch der bulgarischen Sozialdemokratie ist in Erfüllung gegangen: Die Partei hat sich durch den Ankauf von zwei stattlichen und geräumigen Gebäuden in Sofia, ul. Klementino Nr. 49, ihr erstes eigenes Heim, ihren„Naroden Dom"'(Bolls haus) geschaffen, wohin die zeii- trale Parteiverwaltung bereits übersiedelt ist. Das Haus soll ein Jentrum für die gesamte sozialistische Arbeiterbewegung des Landes werden. Der sozialistische„Narod" weist darauf hin, daß das Ereignis leider in einer Zeit schwerster Tage für die Partei falle. Die politische Reaktion herrsche und die furchtbare wirtschaftliche und soziale Lage der werktätigen Bevölkerung lasse kaum Raum für die verdiente Freude und den berechtigten Jubel der Partei- Mitgliedschaft._ III. Abl� Bohnsdorf. Am Sonnabend verstarb Genosse Karl Hilgert. Einäscherung. Mittwoch mittag 1 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg. Rege Beteiligung wird erwartet. vienstae, 15. �pril. Berlin. 16.05 Prediger Karl Kreutzer:„Das rrcikirchcntum in der ökonomischen Bewegung". 16,30 Unterhaltungsmusik. 17.20 Walter Kleffei:„Das ABC des Flugzeugs". 17.45 Violinvorträge. 1. Tommaso Albinoni: Sonate A-Dur.— 2. Reger: Suite A-MolU op. 1033.(Edith von Voigüänder. Flügel: Julius Bürger.) 18.10 Stunde nfit Büchern. Reisebcschreibungen.(Am Mikrophon: Hei mann Stresau.) 19.05 Conrad Ansorge(gest. 13. Februar 1930),(Auf Schallplatten.) 19.30 Das Interview der Woche. 19.55 22.30 16.30 17.30 17.55 18.20 18.40 19.05 19.30 20.00 20.40 21.00 Staatseper Unter den Linden;..Der PosUtlon van Latihrmeaa". Kealseh« Oper von Adolphe Adam. Dir.; Qeneralrausikdirektor Leo Blech. ca. Dr. Josef Räuscher: Politische Zeitunesschau. Köniuswusterhausen. Nachmittacskonzert von Lcipzis. Prof. Dr. Stolze; Ostpreußens historische Sendnn. Dr. Kaysenbrechl: Das Verhältnis von Stadt und Land einst und letzt. I. Dr. L. Jacobsohn und Frau; Das croße Reinemachen.— 2. Dr. Kayser; Hygiene des Schlafzimmers. Französisch für Anfänger. Dr. Kurt Zarek: Dr. Eugen Diesels; Deutsche Wandlung. Ob.-Reg.-Rat Dr. Paetsch: Verkehrsunfälle. Unterhaltungsmusik. Johannes Brahms. Sonate C-Dur. op. 1.(Käthe Heinemann, Flägel.) Von Leipzig: Sinfoniekonzcrt. weller für Verlin: Bei frischem und cdwas böigem Wind aus nördlicher Richtung meist stark bewölkt und etwas kühler, nur noch vereinzelt Niederschläge.— Jüt Deutschland: Im Süden und Osten weiterhin triibe und regnerisch, im übrigen Reiche windig und Nach- lassen der Niederschläge. Verbsaa Her guldbliuler ulio pslllerversrdeiler Dentsdilands Ortsverwaltung Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unsere Kollegin, die Luxuspapier. nrhelterin Luise Kindt Reinitienborfer Str. 2S, nerftochen ist Die Beerdiaung fit,'Set am Mittwoch, dem 16 April, nachmtiiaa« 2'/» Uhr, auf beut Nazareth-KtrchhPs.Reinicken. borf, Göbelflraße, sfait. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die OrtsverwalttieiF: Tägl. 5 u.S'/i Uhr. B S Bind. 0256 Pr. 1-6 M. WochentB.5U.50Pf.-3 H, Amerikas I OIO berühmtester Clown und 9 weitere VarletB-Neuheiten Thealer. Lidtlsptele usw. Dienstag, 15. 4. Siaats-Oper Unter d. Linden Teil-Ab. J. Di. No. 9 Jalires-Jlb.-K.Ko. 101 20 Uhr Oer pcstillon v.Loniumeau Ende 22-.h Uhr Staats-Oper tn Plih der Ripsblik Vorst 62 20 Uhr Hais Hng Ende n. 22V« U. Dienstag, 15. 4. Staat. Oper Bistnarckstr. Don Giovanni Ende 221/2 Uhr Staat). ScbaDsph. am Giodarmnmarkt St. LZ DL Ih. 7 Jahres-Ib.-*. Ho. 90 20 Uhr Faust Ende nach 23 U. MI.MIüt'MMMIU 20 Uhr G'wissenswurm Ende 22-/. Uhr Tägl. 5 u. aiü Sonnl. 2.5» 8" Alex. E 4, 8065 INTERNAT. VARIETE Morgen Premiere fheateri. d. Belirenstr. 53-54 A 4 Zentrum 926-927 SV« Uhr Direktton Ralph Arthur Roberts ... Vater sein, dagegen sehr Sonntag auch nachm. 4 Uhr(halbe Fr.) »» Direktion: Dr. Martin Zickel bh Komische Oper Friedrlchstr.1 04. Merkur 1401/4330. Täglich 8 Vi Uhr Majestät lässl bitten Musik von Walter Kollo. Lustspielhaus Friedrichs tr. 236. Bergmann 2922/25. S'b Uhr: Geschäft mit Amerika. Vorverkauf in beiden Häusern ab 10 Uhr ununterbrochen. CASINO-THEATER»*uhr Lothringer Strafe 37. 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Amerika von Bernard Shaw Rege Max Reinhardl Kammerspiele D 2 Weidendamm 5201 8V. Uhr Die liebe Feindin Romddie toq A. P. Antoine Regit: fivstif Gründgm Die Komödie |1 Bismck.2414/75t6 8'/. Uhr Die Krealnr ScbKspiri na Fnl Bniikgu Regia: Hai Belaharti Kleines Theat. Merkur 1624 Täglich 8Vi Uhr Gastspiel Gisela Wcrbcrlrk in Deyer's sei. Witwe Schwank von Fritz Friedmann Fred rieh Lessing-Theater lltidndioin 2797■.OIU Täglich 8V» Uhr Flamme mit Käte Dorsch Franz Lederer Direktion Dr. Robert Klein Deutsches laoslIer-Theal Barbarossa 3037 SVj Uhr Sex Appeal Ushp. t. Frtlrii boschii Sqn; Finttr Umujj Albert Basnermami. hiflfly DhrlsUans BerliDer Theater Dönhofl 170 8 Uhr Ende 101/« Uhr Jos. rwfii, drei" von Franz Molnar mit N» Palenberg. Regle: GnsLHartang lerhir: Souper Regie; Heinz Hilpert. GROSSES SCHAUSPIELHAUS 8 Uhr: Nor noch 16 Vorsteliungen! 3 Musketiere Regie; ERIK CHARELL I Sonatag eadno. osgek. halse Pr. Dir. Dr. Mirtia 2ickel Komische Oper Friedrichstr. 104. Merkur 1401/4330. Täglich 8V» Uhr Majestät läßt bitten... Rmib um Wniter DnDn. Lvatspiethaus Friedrichstr. 236. Bergmann 2922/23. Täglich 8>� Uhr Geschäft mit Amerika Lustspiel von Frank und Hirschfeld ftesiilenz-Tlieatei Künstl. Leitung Gaston Briete Täglich 8erg"fr Kosmos-Licfatspiclc Lichtenberg, Lückstraße 70 Es tat tiefa was In Holly wood Rafah, das Herz des Maharadscha Grohc Bübnenscban ��rtedrtcliallwWj�p Kino Busch Alt-Fricdrichsfeldc 3 Gesdxminklc Jagend mit Wolfg. Zilzer Sein bester Freund mit Harry Plel Beiprogramm Elysium Hasselwerder Straße 17 Der onsierbiiefae Lomp(Tonfil mit Gnstav Frühiidi, Liane Haid T onfll m heiprogramm g____J«orgottew___g FlvClIlt*»" und Stg. 3.15 M Clysium Bühne lug.- V. Prenzlauer Allee 56 W. 515. S! 3 15 U. Zwei Herzen im Dreivierteltakt (Tonfilmoperette) Jugendliche haben Zutritt |M| m Weiaenznn � W Schloßpark Film- Bühne Berliner Allee 205— 210 Mädchen in Gefahr Tarzans nene DsdmngelgetcfaicU. BüJmcnschaa Nerdan Pharus-Lichtspiele MüUcrstraße 1 42 W. SV« U. Stg. 4 U. Kennst Du das kleine Hans am Midiigaasec 7 Flucht vor Blond Marga-Lichtspiclc Schulstraße 29 Oer Held der Arena mit Carlo Aldinl Lord Blaff mit Margot Landa Bfihnenschan Gala-Lichtbühnc Usedomstr. 14 Anf. 6, 8.30, S. 5, 7, 9 U. SdiQtzci Eure Töchter Die Rache des Arabcrfürstcn (Bange Nächte)_ Noadc's Lichtspiele Brunnenstraße 16 Wtg. ab 5, Stg. ab 4 U. Die Halbwüchsigen Das Land ohne Itedit mit Tom Tyler Beiprogramm_ Prater-Lichtspicl-Palast Kastanienallee 7-8 Wochentags 5,30, Sonntags 4 Uhr Schwester Maria mit Irls Arlan Ihr wiht ja, wie Matrosen sind Bühne: Madame Salome Schön beits-Ballett Skala-Lichtspiele Schönhauser Allee 80 W. 5, Sbd. 5, Stg. ab 4J0 U Oer grohe Unbekannte Starmttat der Liebe Beiprogramm_ Colosseum ibV SS Schönhäuser Allee 123 Die große Tonfilmoperelte: Zwei Herzen im Dreivleriellakt Jugendliche haben Zutritt � Ocsunttbrunnen� � � z, Alhambra" Bad Straße 58 Die geschiedene Frau Der Betlelsladenl Auf der Bühne der bekannte Komponist Jnltns Elnüdshoter Balisdimieder- Lichtsp Badstraße 16 Die lagd nach der Million Die Llcbesfaliie mit Laura In Plante Grotze Bühncnsdign Humboldt-Theater Badstraße 19 Spieltage; Sonnabend und Sonntag Kristall-Palast Prinzenallec 1— 6 Woch. 5, 7. 9. Stgs. 3, 5. 7, 9 U. Der lOOprozcntige Tonfilm; Der unsterbliche Lump mit Liane Held, Gustav Fröhlich Gro£e BOhncnschan Palast-Theater� Ju Breite Straße 21 a Tonfilm: Das Halsband der Königin nach Alexander Dumas Beiprogramm_ Tivoli, Pankow Berliner Straße 27. Beg 7, 9 U, Sbd. u. Stg. ab 5 U. Die große Tonfllmoperctte; Zwei Herzen Im DrelrlerteUakt Jugendliebe haben Zutritt � HlettprscttSnttaüipnM Film-Palast Ä;».« Blankcnburgcr Straße 4 W. 6�0, 9 U. Stg. 4.30, 6.45, 9 U. Masken mit Stuart Webbs Fünf bange Tage •* Filmpalast Tegel Bahnhofstr. 2 W. 6, 8**. Stg. 4>/c. 6>6. 8". Sonnt. 2 Uhr jugendvorsteiiung Der Mann, der das Gedäcttteiz verlor mit Fedor Nlklttn Frühere VerhIUnissc mit Ossi Oswalda. Kampers »Kosmos" Filmbübne Hauptstraße 6 Der lOOprorentige Tonfilm: Der nnstcr bliche Lump mit Liane Haid» Gast. Fröhlich ü nion-Theater Hauptstraße 3 Beg. Wtg. 6, SVs U. Stg. 2 U. Jugendvorst. Stg. IVc.b'/z.SAcU. Gaukler mit Max Hansen Die Jagd nadi der Million mit Lac. Alberflnl W Hennigsdorf Filmpalast Stg. Berliner Straße 59 Stfr 2 U. Jng.-Vorst. Mittwoch. Donnerstag; Ehe in Not mit ErfHoii Der Bcttclstedcal ntU tL