Morgenausgabe Nr. 186 A 94 47. Jahrgang wüchemilch«PI.»-»«tllch»S0«. w>»orau» zadlbai. Pzstde�llg«�2M, einschlie�ltch SV Pfg.Pvklzeituilgs« uab 12 P!g tEo:t!«ßeIi£i!bübrrn. auslanii». «tomi-mciL a.— 2S. uro Mo««. r«.SnnDirt»* erl4cim ma*eatig. ßch zweimal. Honnrags und Msutnos einmal, die Adeadausgaden für Perl« und im Handel mir dem Titel.Der Ld-Nd". Siluftrterit Beilagen.Boll und Zeit' und.Sind«rfrtuni'. Seiner �Unterhaltung und Willen'..Frauen. stimme'..Technik»..Blick in die Bücherwekt' und.Jngend-B-rwärt»' NeeUner Vottsvla« Dienstag 22. April 1YZ0 Groß-Äerlin pf. Auswärts 45 pf. Kt««» a s p a« t r g« MonpoxCiUepffl* 80 Pfennig. Retlame'eüe o.— Reut» mori„kleine Aazeigea� des ettye» druckte Wort ZS Pfr!>tages des zlonrMtttrrsti- schon Fugen dZ-erbaiches Deutschlands fand an« Sonntag nachmittag ans dem Slngnstttsplatz eine grotze Knud- gebung statt. Hierbei kam es zwischen Demonstranten»nd Polizeibeamten, die de« Grimmaischeu Steinweg ab- geriegelt hatte», z« Znsammenstötzen. bei denen euch Schüsse fielen. PolizeihauPtmannGall«. ein Polizeibeamtcr und ein Demonstrant wurden getötet, ein Polizeibeamter wurde schwer. drei weitere leichter verletzt. Auch eine Anzahl Demo»- ftranten sind mehr oder weniger schwer verletzt worden. Fhre Zahl steht noch nicht fest. Darstellung des Leipziger Polizeipräsidiums. Leipzig, 21. April. Zu den Vorgängen, die sich während des tcmmunisiifchen Ju- gendiages ereigneten, teilt das Polizeipräsidium folgendes mit: An den Ailfmärschen zum koinmunistlschen Jugendtag be- teiligten sich gestern rund 150 0 0 Personen, die zahlreich« Plakat«, Transparente und Fahnen mitführtep. In einigen Fällen b c s ch l a g n a hm t c die Polizei Plakate mit aufreizenden In- schristen. Während bei den Umzügen verhältnismäßig Ordkmng herrscht«, bim ts bei der Kundgeung auf dem Augustusplatz. zu der sich auch eine große Anzahl unbeteiligter Zuschauer eingefunden halte, zu einer schweren Ausschreitung. Auf dem Griunnaischen Steinweg versuchten Demonstranten ei» Auto. das von: Augustusplatz in den Grnnmaischen Steinweg einbpg, aufzuhalten und umzustürzen. Cs gelang den eingreifenden Polizeibeamten, dem Auto die Durchfahrt zu ermöglichen, doch wurden sie von den nachdrängenden Demonstranten angegriffen und mit Latte«..Fahnenflangen usw. geschlagen. Die Polizeibeamtcn mochten nun von der Schutzwafse und von den Gummiknüppeln Gebrauch. Der PollzeihauMutt'.n Solle wurde durch Schlage und Stiche so schwer gskrosfen. baß er tot zusammenbrach. Der Polizei. o derma chln'.eister karte erlag einige Stunde» später seinen fchtveten hüb- und SlichveNc Hungen. Gin weiterer Beamter schwebt noch in Todesgefahr. Drei Bs- a m t e wurden zum Teil erheblich verletzt. In schwerster Notlage gaben die Beamten einige Schüsse ab. Einer der Teuro»- stranten erhielt einen tödlichen Schuß: seine Personalien konnten noch nicht festgestellt werden. Außerdem wurden, soweit b'sher festgestellt werden lonnde, vier Demonstranten verletzt: sie vmrden ins Krankenhaus gebracht. Beim Abmarsch kam es nicht zu de- sonderen Zwischenfällen. Das Polizeipräsidium hat wegen dieser Porkonnnnisle alle für heute nachinittag angesetzten Veranstaltungen aus öffentlichen Straßen und Plätzen verboten. Zn einem Begrüßungsarkikel der„Roten Fahne" vom Ostsrsonntag zum Kommunistischen Reichsjugendtag schrieb Hermann Rernmele der besondere Vertrauensmann der Komintern in Deutschland, nach allem möglichen unverdaulichen Zeug über„rechten Opportunismus" und „Schwankungen über die bolschewistische Parteilinie" folgende unmißverständliche Betrachtungen: „Gleich nach dem varjähv.'gen Neichsjuzendtag, der der Jungarbeiters chast neuen klunpfesmut und Tatendrang verlieh, stand die Jungarbeiterschast vom Wedding und Neukölln in den blutigen Maitagen aus den Parrikaden. Sie wird in Leipzig besonders lebhaft begrüßt werden. Der dauernde„kleine" Pelnzeningszustaitb, die dauernden Demon- ftrationsverbate, die blutigen Zärgiebeleien, Polizeiattackcn, die im ganzen Reiche Schule gemacht hatten, wurden gesprengt und wir- kungslos gemacht, nicht zuletzt durch die kühn« Entschloslenheil»nd de» todesverachlenden Mut, mit dem das deutsche Junzproletarias den Verfolgungen und Tyranneien zum Trotz unter Führung der KPD. und des KJTD. entgegentrat und standhielt." Und in der gleichen Nummer wird in einem Bericht aus Leipzig über die Kundgebungen am Sonnabend eine Rede jenes Heinz Neumann zitiert, der einst in kommuni- stischen Kreisen als der„Schlächter von Ä a n t o n" be- zeichnet wurde. Dieser Speziallst in der Ausführung Mos- kauer Putschbefehle führte aus: „2Z 00Ü Jungarbeiter marschieren morgen in Leipzig vor der Feste der Reaktion, dem Reichsgericht, auf. 25000 Jungarbeiter, das bedeutet 25 000 Herzen, die für die Revolution schlagen, da» be- deutet 50 000 Fäuste, die für die Revolution kämpfen werden." Remmeles und Neumanns Ausführungen sind kenn- zeichnend für den Geist des pseudo-revalutionären Rowdy- tums, in dem die kommunistische Jugend von ihren Führern auf Befehl Moskaus systematisch erzogen wird. Der Haß gegen den Staat und besonders gegen die sichtbarste Verkör- perung der Staatsgewalt, gegen die uniformierte Polizei, wird einer verwilderten Schicht von Halbwüchsigen tagtäglich eingetrichtert, zugleich mit dem Haß gegen die „Soziolfafchisten". Anstatt die künftigen Wähler und Staats- bürger politisch zu schulen und geistig zu rüsten, läßt man sie mit Schlagringen, Schußwaffen und Dolchmessern hantieren und umgibt diese großgezüchtete Apachenpsycho- l o g i e mit dem verlogenen Glorienschein eines„revolutio- nären" Heldentums und einer„proletarischen" Barrikaden- romantik. Die Früchte dieses doppelten Verbrechens, das an der proletarischen Jugend und an der Zukunft des Sozialismus seit Jahr und Tag begangen wird, werden fast täglich ge- erntet: Blut fließt an allen Ecken und Enden Deutsch- lands, das Blut der Überfallenen politischen Gegner, das Blut der dem demokratischen Staat dienenden Polizeibeamten und das Biut der verhetzten Angreifer. So auch diesmal in Leipzig. Die„Fäuste", die— für die Revolution„kämpfen" sollten, haben, ihren Tatendtang damit betätigen wollen, daß sie ein unbeteiligtes Auto qn« halten und umstürzen wollten. Aus diesem blöden Uebersall hat sich dann das weitere entwickelt, nup daß diesmal die Zahl der Toten auf polizeilich er Seite jene der getöteten Demonstranten übersteigt. Diese Tätsache wird wohl den Aufträggebern nach Moskau als ein neuer Beweis dafür gemeldet werden, daß das deutsche Proletariat „die Straße siegreich behauptet" und die deutsche Revolution wieder einmal„marschiert". So wird Herr Hermann Remmele, der bereits auf der Kippe stand, weil er beinahe den Anschluß an den süngsten Frontwechsel Stalins verpaßt hatte, neue Aussichten haben, eine Verlängerung seines Hand- langermandates erschwindeln zu können, und zugleich mit ihm die ganze gewissenlose Gesellschaft im Karl-Liebknecht- Haus: denn sobald Blut in Deutschland fließt, gleichviel auf welcher Seite, steigen die Aktien der jeweiligen KPD.-Zentrale an der Revolutionsbörse im Kreml. Ruhiger Ostermontoq. Leipzig. 21. Aprll. Der Ostermontag ist nach den bis in die dritten Nach- Mittagsstunden vorliegenden Meldungen im allgemeinen bis auf gelegentliche Anrempelungen ruhig verlausen. Am Augustusplatz wurden morgens ausfahrende Streifenwagen der Polizei von Denwnstnmteit belästigt, die sich ihrer geststellung durch die Flucht in die anliegenden Häuser zu entziehen suchten. Beim Absuchen des Grundstücks Georgirmg 2 wurde ein Beamter in einem finsteren Kelle räum angegriffen. In der Notwehr gab er einen Schuß ab, durch den ein Demonstrant so schwer verletzt wurde, daß er in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Eine Anzahl Personen wurde festgenommen. Deranstaltun- gen auf öffentlichen Straßen und Plätzen, die vom Polizeipräsidium im Anschluß an die gestrigen Dorjölle verboten worden waren, wurden nicht versucht. Nachspiel vor den Toren Berlins. Die 3000 LerlinerTeilnehmer an dem kommunistischen Reichsjuzendtag in Leipzig, d'e euren so tragischen Verlauf ge- Nammen hat. sind am Ostermontag in den ersten Nachmittagsstunden in 3S Kraftwagen mst 23 Anhängern und in einem Sonderzug wieder nach der Reichshauptstadt abgefahren. Da sich unter den Berliner Demonstranten auch der Täter befinden soll— man nennt sogar schon einen Namen— so wäre» alle erreichbaren Beamten der politischen Polizei, des Polizeipräsidiums und zahlreiche uniformierte Beamte der Schutz Polizei aufgeboten worden, um die Lastkraftwagen an der Gllenickor Brücke, welche die Berliner Vorstadt Potsdam niit Neubabelsberg verbindet, abzufangen und die Insassen auf ihr« Legitimation hin zu prüfen. Es mar«ine schwierige A u f g a b s, da die Bhenicher Brücke von zahimchen Prioatautvs befahren wurde, die von Ausflügen nach Berlin zurückkehrten. Bis Mitternacht waren etwa 40 Kommunisten, die si-b nicht genügend ausweisen konnten, festgenommen und der Polstischen Polizei übergeben worden. Nach ihrer Vernchrnung konnten sie sämtlich bis auf zwei wieder entlassen werden. Davon ist einer äls Täler dringend verdächtig. Noch in der Nacht wurden weitere Lastautos mit heimkehrenden Kommunisten und ebertso der Sonderzug von Beamten der Polt' tischen Polizei einer genauen Kontroll« unterzogen. Spaltung bei Labour? Unabhängige Arbeiterpartei bilkigt Nebelliou der Schotten Birmingham. 21. April. sEigeubrricht.) Der Parteitag der Unabhängigen Arbeitcr-Partei (JLP.)»ahm am Sonntag und Montag eine Reitze von Entschließungen an, durch die die Spannung zwischen der JLP. und der Arbeitcr-Partei eine weitere, überaus ernste Berschärsung erfahren muß. Der Parteitag lehnte zwar ein« Resolution ab, welche den Austritt der L2P. aus der Arbeiter- Partei forderte» nahm aber mst 257 gegen 50 Stimmen ein« Entschließung an, in der die JLP. der Vorsitzenden Maxton und die Gruppe der Arbeiler- abgeordneten, die bei verschiedenen Gelegenheiten gegen die Ar- besterregierung gestimmt haben, zu ihrer Haltung beglückwünschte. Eine weitere Entschließung drückt das Bedauern darüber aus, daß sich nicht alle JLP.-2lbgeordnetcn dem Vorgehen Maxtons angeschlossen haben. Damit hat di« Unabhängig« Arbeiter- Partei als Organisation die Politik der schottischen Rebellen im Unterhaus gebilligt und das Prinzip anerkannt, daß die JLP.- Abgeordneten ihre Loyalität gegenüber der Unabhängigen Partei überoll dort über die Loyalität der Partei zu stellen haben, wo beide Auffassungen, was häufig der Fall ist, in Konflikt geraten. Diese Entschlüsse stellen die Arbeiter-Partei nunmehr vor die folgenschwere Entschließung. ob ein verbleiben der llLp. im verband der Arbeiter-Partei aus die Dauer noch weiter möglich ist. Diese Perspektive wurde in der Debatte von einzelnen Gegnern der radikalen Politik den Delegierten mit großem Nachdruck vor Augen geführt, ohne jedoch auf den Parteitag den geringsten Einästmk zu machen. Diese grundsätzliche Entscheidung der LJP. für Maxion und seine Politik wurde durch weitere Resrlutionen ergänzt, die auf ein« stärkere Disziplin innerhalb der JLP. abzielen. In Zukunft wird jeder von der JLP. offiziell aufgestellte Kandidat sich verpflichten müssen, die Politik der Unabhängigen tu jeder Beziehung anzuerkennen. Des ferneren sollen die erfolgreichen JLP.- Kandidaten im Parlament straffer zusammengefoht werden und dadurch eine Art von Fraktionsdiszipim sür die lluabhSuglgc» eingeführt werden. Auch hieraus eröffnen sich Aussichten auf fchwere Konflikte mit der Gesamtsrokrion der Arbeiter- Partei. Die JLP-Gruppe soll in Zukunft lediglich diejenigen Ab- geordneten umfassen, deren Kandidatur von k*r JLP. finanziert wurde, und nicht jene zahlreichen übrigen Abgeordneten, die zwar der JLP. als Mitglieder angehören, aber offizielle Arbeiter» oder Gewerkschaftskandidaten sind. Der Parteitag wählte, nachdem sämtliche anderen Kandidaten für den Parteioorsitzenden ihre Kandidaturen zurückgezogen hatten Maxton zum fünften Male zum Präsidenten der IL?. parteitaq in Holland. Amsterdam. 21. April. Eigenbericht.) Auf dem Gromnger Oster-Parteitag der Sozialdemokratischen Arbesterpartei sprach der Vorsitzende der Kammersraktion Albarda zur politischen Lage. An den Tätigkeitsbericht des Porteworstan- des schloß sich eine lebhaste Aussprache, wobei namentlich die Sprecher der Opposition das Ergebnis der vorjährigen Kammer- wählen als nicht befriedigend bezeichneten. Zur Frage der internationalen Politik forderte der Kammer- abgeordnet« Ter Laan die massenweise Verweigerung des milstä- rifchen Dienstes und den Generalstreik für den Fall einer Mobil- machung. Gchieles Ostprogramm. Befchluhfassung nach Ostern. Amtlich wird mitgeteilt: Die Vorarbeiten sür die in der Re- gierungserklärung gemäß der Osiborschast des Herrn Reichspräsi» denten in Aussicht gestellte O st vorläge sind soweit gediehen, daß dos Kabinett alsbald nach Ostern über die notwendigen gesetzlichen Maßnahmen Beschluß fassen wird. Jn> Vordergruist» iverden Maßnahmen zur Erleichterung der Kreditbeschaffung für die Ostgebiete stehen, insbesondere sür die U m sch u ldu n g la n d° wirtschaftlicher Betriebe: ferner werden Maßnahmen zur Lastensenkung, zur Sicherung der Erhaltung land- wirtschaftlicher Betriebe und zur Erleichterung und Vor- besscrung der Derkehrsvcr Hältnisse im Osten vorgesehen werden. * Das Ostprogramm der Regierung Schiele-Brüning wird also über das Programm der Regiocung Müller hinaus- gehen, es wird Steuererleichterungen für die Landwirtschaft, aber auch reine Subventionen für die Großland- wirtschaften bringen. Es wird ein würdiges Gegenstück zu den Schielefchcn Agraroorlagen werden.___ Streik In Tokio. Die Arbeiter von zehn Elektrizßtistswertn« in Tokio haben sich dem Streck der Straßenbahner angeschlossen. Zentrum und Reichsbanner. Eine Zentrumsäußerung gegen reichsbannerfeindttche Treibereien. Von einem Zentrums- und Reichsbanner mann, der im Zentrum in der vordersten Reihe kämpft, wird dem„Sozial- demokratischen Pressedienst" zu der Kampagne gewisser Zentrumsblättcr gegen das Reichsbanner u. a. geschrieben: „Die Urheber dieser Kampagne sind niemals Mitglieder des Reichsbanners gewesen und haben ihm seit seiner Kründung ablehnend gegenübergestanden. Es sind die gleichen kleinen Kreise, die seit Jahren bei jeder ihnen passenden Gelegen- heil ohne jedes Einverständnis mit den maßgebendcnn Irrstanzen des Zentrums« r s o l g l o s gegen das Reichsbanner anrennen. Aus der Art, wie diese Kreis« vorbehaltlos über jede tedenziöse Behauptung der chupenberg-Presse gegen das Reichsbanner herfallen, sie gegen die große republikanische Organisation ausnutzen und der Rechts- presse damit zugleich neue angebliche„Argumente des Zentrums" gegen das Reichsbanner in die Hände spielen, ergibt sich eimoandsrei, was die Störenfriede der republikanischen Einheitsfront bezwecken. Sic wollen aus politischen Gründen die Trennung der Zenlrums- onhänger im Reichsbanner von den politisch andersdenkenden Republikanern, während sie auf der ckNderen Seit« den Staht- Helm und andere ontirepitblikanifche Organisationen bewußt gewähren lassen. Republikaner im Sinne der Weimarer Ber- sassung sind diese Kreise bis heute nicht geworden und werden es wahrscheinlich auch niemals werden. Neuerdings ist auch die Berliner„G c r m a n i a" dem C h o- rtts der Reichsbanncrfcinde mit einem persönlich ge- zeichneten Artikel beigetreten. Biel zu bedeuten hat das nicht; denn dieser Artikel ist m. W. nur als Meinung seines Ber'asssrs zu werien, der sich vielleicht der«ine oder andere Redakteur der„Ger- mania", aber niemals das Zentrum als Partei an- geschlossen hat. Jedenfalls denkt von den Zenkrumsmllglicdera des Reichsbanners, an welcher Stelle sie in dieser Organisation auch stehen mögen, niemand daran, der gemeinsam geschaffenen republi- konischen Organisation in den Rücken zu fallen und sie zu verlassen. weil einige unberufene Rufer aus dem Zen.runi sich immer noch nicht mit dieser Organisation haben abfinden können und auch nicht abfinde» wollen. Wir bleiben, wo wir sind und werden weiterhin in dem uns lieb gewordenen Reichsbanner, Seite an Seite mit den sozialdemokratischen und demokratischen Kameraden, für den Schutz der Republik und deren Ausbau kämpfen. Insofern ist den Urhebern der neuesten Kampagne gegen das Reichsbanner nur zu raten, ihr Spiel aufzug hen. denn es ist zwecklos! Und daß es so ist, wird die Zukunft b hren." Die Einnahmen des Reichs. Lolinsteuer im März rückgängig.— zfip dgg ganze Jahr Z e i t u n g", dah die Wahl Lines neuen deutschen Vertreters in der Informaiiansal'teilung des Vnlkerbundsfe'retariats ta.fächlich schon erfolgt sei und nur noch vom Generalsekretär des Völkerbundes formell bestätigt cht werden brauche, ist als ein l e tz t c r E i n f ch ü ch t e r u n g s v e r s u ch gegen die Wahl von Dr. Egon Wertheimer anzusehen, der in der Meldung der„Sreuz-Zeitmig" genannt wird und allerdings, was hier schon seit längerer Zeit bekannt ist, als einer der für die Wahl tn erster Linie in Frage kommenden Kandidaten betrachtet werden kann. Solche Wahlen werden jedoch immerhin nicht ganz so einfach vorgenommen, wie es in der.Kreuz-Zeitung" dargestellt zu werden beliebt. Vielmehr werden sie von einem Wahl- komitee beraten, das neben dem Gencralsikretär aus dessen Stellvertreter und den anderen drei Untergeneralsekretären sowie dem Direktor Colban(Norwegen) zusammengesetzt ist. Der Direkior der Abteilung, für welche die Wohl vorzunehmen ist— in diesem Falle Herr C o m e r t von der Informationsabteilung—, hat ebenfalls dabei beratende Stimme. Da sowohl der Generalsekretär Sir Eric Drummond, wie auch der italienische Unterstaatssekretär Paolucci Osterferien gemacht haben und erst in den nächsten Tagen wieder in Gens eintreffen, wird sich das Wachlkomitee erst gegen Ende der nächsten Woche versammeln, um die genannte Wahl zu besprechen. Auf wen die Wahl auch fallen möge, ist jedenfalls, gemäß einer vom Generalsekretär Drummond peinlich beobachteten Maxime, anzunehmen, daß die in Frage kam- wende Person von vornherein auch die Zustimmung der deutschen Reichsregierung beziehungsweise des deutschen Außenministers und des höchsten deutschen Beamten des Völker- bun-dsfekralariats, Untergeneralfekreiär Dusour-Förone«, ge künden haben wird. Ausnahmezustand in Bengal. Gegen dle Unruhen inZndien.— Gandhi- es gibt kein Zurück London. 21. April.(Eigenbericht.) Die llaruhen in Ehitlagoug haben den indischen vizekönig veranlaßt, die vengal-Ordonnanzea wieder In Kraft zu setzen. Sie ermöglichen die Verhaftung und Einkerkerung verdächtiger Personen ohne gerichtliches Eingreisen. Als Grund für diese außerordentliche Maßnahme, die die Erbitterung in Indien noch weiter steigern muß, wird die Existenz einer„weitverzweigten revolutionären Organisation" angegeben. Gandhi erklärte im Hinblick auf die Vorgänge in Bengal, die Nachrichten bewiesen, daß es in Indien Personen gäbe, die nicht an die Methoden der G e w o l t l o s i g k e i t glaubten. So ernst auch immer die Lage sich gestaltet haben möge— eine Einstellung des Kampses sei unmöglich: es gäbe lein Zurück mehr. Kalkutta, 21. April. An dem Sturm auf die Waffendepots in Ehittagong haben nach den bisherigen Feststellungen etwa 6» Personen teil- genommen, die sich zum größten Teil in die Berge geflüchtet halxn dürsten. Die betreffende Gegend wird von Polizeipatrouillen ab- gesucht. In den Wasfenbeständen fehlen eine Büchse, 55 Musketen und 20 Revolver sowie ein Teil der Munition. Füns� Personen sind unter dem Verdacht, an dem Angriff tei5genommeit"M' hSven. verhastet worden. Zwei davon weisen frische Verletzungen auf. Vier Autos, die bei dem Ueberfall benutzt worden sind, konnten ihren Besitzern wieder zugestellt werden. Bei einer Haussuchung lind Schußwaffen beschlagnahmt worden. Die Nacht ist ruhig ver- laufen. Nach Auffassung der leiteirden Behörden in Simla handelt es sich bei den Tumulten in Ehittagong um das Unternehmen der bengalischen Terror! st«norganisat'on, die in der gegenwärtig im Gang befindlichen Propaganda für die Verweige- rung der bürgerlichen Pflichten eine günstige Gelegenheit erblickt habe, ihre Tätigkeit von neuem aufzunehmen. Wie aus Bombay gemeldet wird. Hot die Polizei heute früh an allen Stellen, wo in Verletzung des Monopols Salz hergestellt wurde, eingegriffen und die dabei gebrauchten Geräte ver- nichtet. Bier Anhänger der Gandhi-Bewegung wurden sestgenommqn, aber später wieder aus freien Fuß gesetzt. Verschiedene Personen. die sich gewaltsam der Wegnahme des Salzes widersetzten, trugen geringfügige Verletzungen davon. Kommunistenunruben bei Prag. Ein Sendling aus 7!eukö ln. Prag, 21. April.(Eigenberiäst.) Die Konnmmisten wollten am Osterscmntag trotz posiizei- lichen Verbots eine Dersammlmig in Ra bot in, einer Fabrikstadt bei Prag, abhalten. Es kamen ca. 300 Personen aus Prag und Umgebung zusammen, zu welchen ein kommun-istischer Abgeordneter sprach. Die Kommunisten bewarfen die Gendarmerie. die sie zum Auseinandergehen ausfordert«, mit Steinen und feuerten«inen Schuß gegen sie ab. Ein von den Kom mmisten schwer bedrohter Gendarmeriewachtmeisser gab in der Notwehr einen Schuß ab, durch den fünf Mädchen schwer verwundet wurden, da die Kommunisten Frauen und Kinder in die erste Reihe stellten. Der kommunistische Abgeordnete verschwand sofort, ohne sich um das Schicksal der Leu!« weiter zu kümmern. 5 Personen wurden verhastet, darunter ein gewisser Fritz Krohm aus Berlin-Neukölln, bei dem Instruktionen vorgefunden wurden, dah kommunistische Der- anstaltungen künftig unter dem Deckmantel sportlicher Unter- »ehmungen stattfinden sollen. Krohm war angeblich von Benin aus mit der Inszenierung blutiger Krawalle in Prag betram Kommunistenkrawatt auch in Basel. Pasel. 21. Aprll. Als die Polizei heute hier einen Italiener verhaste 7. wollte, versuchten K o m m u n i st e n die Verhaftung zu verhindern. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen der Pol.zei und den Koiwmxnisten. Ein Polizist wurde verletzt. Sieben Pers wen, darunter zwei Italiener, wurden verhaftet. Gchiffskatastrophe auf dem Nil. Zwanzig Personen ertrunken. Kairo. 21. April. Während einer Sergnügungsfayrt auf dem Nil ist«tu vollbvsetztesSegelbootaader ttafr el Nil-Brückc gekeutert. Etwa zwanzig Personen sind er» trunken, von der Nil'Briicke aus mußte» Hunderte von Mensche« der entsetzlichen Katastrophe hilflos zusehe«. Massenverkehr in den Feiertagen. Wieder mehrere Todesfälle durch das rasende Moiorraö. Sa trostlos die österliche Ruhepause am Karsreitag mit strömen-! dem Reden bei einem dichteerhavgenen Wolkenhimmel einsetzte, so| überraschend änderte sich die Wetterlage und es gab prächtiges Fciertagswetter, das den üblichen, riesenhaften Zlusflugsverkehr nach sich zog. Grunewald und Tegel, Treptow, Grünau, die Müggcl- berge und alle anderen Aiisslugsstotionen waren mit Lusthungrigen dicht bevölkert, die Verkehrssahrzeuge drohten unter der Last ihrer Fahrgäste fast zusammenzubrechen. Zu Wasser und zu Lande, in den i Kafseeaärten und in den Parks, überall reges Leben und Treiben. Die Stadt.zeigte ihr gewohntes einsames Feiertagsgcsicht. Was nickst hinausstrebte, das bevölkerte abends die Straßen In den späten Stunden gab es die übliche Prozession der Heimkehrer.zu neuer Fron in der Riesenstadt. ToSesernte unter Ausflüglern. In den Osterfelertagen ercigueteu sich wieder eine Reihe von schweren Unfällen, die leider mehrere Todesopfer forderten. Es handelt sich dabei meist um Ausflügler, die auf dem Wege in die nähere Umgebung Berlins den Tod fanden. Am zweiten Feiertag trug sich in den frühen Morgenstunden an der Ecke Blücher» und Bärwaldstraße ein schweres Motorradunglück zu. Der 30jährige Kaufmann Karl Löwe aus der Martin-Luther-Stroße 49 wollte mit seiner 27 jährigen Frau und einer befreundeten jungen Dam«, der 23jährig«n Martha Gerzezkowiak auf seinem Motorrad mit Beiwagen eine Aus- flugsfahrt unternehmen. Um einer von der Bärwaldstraße in die Blücherstraße plötzlich einbiegenden Kraftdroschke auszuweichen und einen Zusammenstoß zu vermeiden, lenkte Löwe scharf nach links herüber. Dabei überschlug sich das Motorrad infolge der hohen Geschwindigkeit mehrmals und wurde völlig zertrümmert. Ter Führer kam unverletzt davon, dagegen wurde Fräulein Gerzezkowiak auf der Stelle getötet, Frau Löwe erlitt schwere Kopfverlehlingen und mußte in das Urbankrankenhous gebracht werden.— Ein weiterer schwerer Moiorradunfall. bei dem gleichfalls ein junges Mädchen ums Leben kam, ereignete sich an der Kreuzung Kronprinzessinnen- weg und Beelitzhof. Dort fuhr ein Motorradfahrer, der auf dem Soziussitz die 23jährig« Hedwig Horn aus der Charlotten- brunner Straß« im Grunewald bei sich führte, mit einem Privat- aulo zusammen. Das Mädchen erlitt einen schweren Schädelbruch und starb bereits aus dem Mege zum nächsten Krankenhaus. Der Führer des Kraftrades erlitt nur geringfügige Hautabschürfungen. — Vor dem Hause Fennstraße 32 stürzte am Nachmittag des zweiten Feiertages bei einem Zusammenstoß ein mit vier Personen besetztes Privatauto um. Alle Insassen erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen und erhielten auf der nächsten Rettungswach« di« erst« Hilfe.— Auf tragische Weise kam der lcjährige Arbeiter Paul Br u d l o aus der Lessingstraße 19 zu Neukölln ums Leben. Der junge Mann wollte in der Zietenstraß« in Neukölln aus Scherz einen etwa zwei Meter langen Baum stamm forttranspor- t i e re n. Der Stamm stürzte um und trat Brudlo so unglücklich am Kopf, daß er t o t z u s a m m e n b r a ch. Die Leiche wurde von der Feuerwehr nach dem Urbankrankenhaus geschafft. Am zweiten Osterseiertag ereignete sich in den späten Nachmittags- stundcn auf dem Langen See bei Grünau ein schweres Boots» unglück, das ein Menschenleben forderte. Zwei jung«'Änge stellte, der ZZsährige Heinrich G o t h e aus der Hallesche Straße 28 und der 24jährige Richard Schmidt aus der Liebigstroße hatten mit ihrem Paddelboot«ine Fahrt mit dem Ziel nach dem Langen See unternommen. Kurz vor Beendigung der Fahrt schlug das Paddel- boot aus noch unbekannter Ursache um und die beiden Insassen stürzten ins Wasser. Während es Gothe gelang, schwimmend das Ufer zu erreichen, ging Schmidt, der gleichfalls schwimmen konnte. vermutlich infolge Herzschlages plötzlich unter. Schwere Benzinexplosion in der Wohnung. In der Schn« iderwerkstatt der 49jährigen Frau Mariy Balzch in der T au entz ien stra ß e 9 erfolgte gestern nachmittag eine schwere B« n z i n« x p l o s i o n, bei der die Wohnungsinhaberin erhebliche Brandwunden davontrug. Frau B. hatte zum Reinigen von Kleidern Venzin verwendet. Die sich hierbei entwickelnden Benzin- dämpfe wurden durch ein« offen« Gasflamme zur Explosion gebracht. Frau B. wurde von den Stichflammen ersaht, und mit lichterloh bren- nenden Kleidern eilte sie ins Freie, wo der Ung'Lcklichen dann Haus- bewohner zu Hilfe kamen. In bedenklichem Zustande wurde Frau B. m das Wilmersdorfer Krankeichaus in der Acherebachstvohe gebracht. Das Feuer, das sich auf die ganze Wohnung auszudehne>n droht«, konnte von der Feuerwehr in halbstündiger Tätigkeit gelöscht werden. Todesopfer des pariser AusflugsverkeHrs. P a r l s. 21. April.(Tlgcnbcrlchk.) Ver gewaltig gesteigerte Ferienverkehr während der Osterseier- tage ist leider nicht ohne Unfälle abgelaufen. Allein für den ersten Feiertag zählt man nicht weniger als Zö schwere Automobil- Unfälle, bei denen 6 Personen getötet und 32 schwer verletzt wurden. Unter den Verlehlen befindet sich auch die bekannte pariser Schauspielerin Ceclle Sorel. Das Automobil der Künstlerin fuhr in der Gegend von Fovkainebleau in den Strogen. grab««». Die Künstlerin verletzte sich dabei schwer an einer Schuller. Oer Raubmord bei Ruhleben. Oie Lleherfattene gestorben.—-IVW Mark Belohnung für Ermittelung des Täters I« den späten Abendstunden des Ostersunnabends wurde, wie wir Sonntng früh bereits kurz mitgeteilt haben, die 47jährige Frau Maria Grosse bei Ruh- leben von einem noch unbekannten Radfahrer über- fallen und durch mehrere Schüsse tödlich verletzt. Für die Ermittelung des Täters ist jetzt eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden. Am Ostersonnabcnd war Frau Grosse nach Spandau gefahren, um dort für biß Festtage noch einige Einkäufe zu besorge-. Auf pem Heimwege kam sie an der Rennbahn Ruhleben vorbei ukd bog dann durch ein Neincs Wäldchen in einen mit schwarzer Kohlen- schlacke geschotterten Weg ein, der zum Kraftwerk Ruhleben. in dem ihr Mann Betriebsleiter sst, führt. Dieser Weg ist ziemlich ein- s a m, er wird nur von Personen benutzt, die im Werk zu tun haben. Am Sonabend war dort früher Feierabend gemacht worden und kein Mensch war mehr unterwegs. Ohne, daß die Frau vorher etwas Verdächtiges wahrgenommen hatte, fiel plötzlich ein unbekannter Mann, der ein Rad bei sich führte, über Frau G. her und versetzte ihr mit einem Messer einen tiefen Stich in den Hals, der den Wendemuskel durchschnitt. Dann gab der Täter auf sein Opfer, das halb bewußtlos zu Boden gesunken war. noch zwei Schüsse ab, die oberhalb der Schulterblätter eindrangen. Frau Grosse ver- lor völlig die Besinnung, und dex Mörder slüchtete. Er raubte seinem Opfer die Einholetasche, die aus ge- blümten Stoff bestand und Drahtgriff« hat, die mit demselben Stoff überzogen sind. In der Tasche befanden sich ein Napfkuchen, eine Leberwurst und einige Aepfel und Apfelsinen. Außerdem lag in der Tasche ein lederner Geldbeutel mit Tragriemen, doch waren darin nur noch eine Silbermark und kleinere Münzen. Kurze Zeit noch dem Verbrechen kam aus der entgegengesetzten Richtung mit seinem Fahrrads ein Ingenieur des Werkes. Er fand die lieber- fallen« bewußtlos auf. Frau G. wurde schnellstens nach dem Westend- Krankenhaus« gebracht, wo sie in der Nacht zum Montag gegen 12 Uhr verschied. Die Unglückliche tonnte nur kurz« und undeutliche Angaben machen. Soviel man daraus entnehmen kann, war der Täter höchstens 30 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß und schmächtig und hatte«in bartloses Gesicht. Die Schüsse, die der Mörder auf fein Opfer abgab, wurden aus einer Selbstladepistole, Kaliber ö,35, abgeseuert. Von der Mordinspektion des Berliner Polizeipräsidiums haben die Kriminalkommissar« Johannes Müller und Dr. Kattolinjky mit einem Stab von Beamten sofort die Nach- forschungen aufgenommen. Bisher war es noch nicht möglich, die Geschäft« ausfindig zu machen, in denen Frau Grosse am Sonnabend ihr« Einkäufe besorgt Halle. Für die Ermittelung des Mörders sind 1000 Mark B e l o h- nung ausgesetzt worden, die lediglich für Angaben aus dem Publikum bestimmt sind. 2lm Dienstag werden Säulenanschläge erscheinen, in denen auf di« wichtigsten Umstände des Verbrechens hingewiesen werden wird. Bluftat in der Schulstraße. busser Straße, Kottbusser Damm, Hsrmonnplatz, Ka ssr-Frisd.ich. Straße bis Reuterstraß-(Weg der Linie 132) umgeleitet, von hier wird die bisherige Linienführung beibehrften Auf der Siecke chsrmannplatz— Französische Straße über challesches Tor(gleiche Verbindung wie?!ordsüdbahn) kommt die Linie 32 in Wegfall. Die Linie 3 5. Tempelhof, Kaiserin-Auzusta-Straße, bis Se-straßa Ecke Togostraße. wird aus dem Einflußgebiet der GR-Bahn Moritz» platz— Brunnenstraße herausgenommen und zum Ersatz für die Linie 132 im Norden über Jerusalemer Straße, �ausvogte'platz. Franzö- fisch« Straße, Lindentunnel, Dorotheenstraße, Prinz-Lou'e-Ferdi- nand- Straße und weiter auf dem bisherigen Weg- d«r Linie 132 bis Reinickendorf, Tcichstraße, geführt. Soweit erforderlich, werden zwischen Togostrahe und Ramlerstrahe für den Berufsverkehr an Stell« d«r Linie 35 Einfetzwagen S9ll gefahren. Die auhsrplan- mäßig verkehrenden Zusogwagen auf der Linie 41 zwif hen Reinickendorf und Moritzplatz bzw Kreuzbzrgftraße werden ein- gezogen..Zwischen West-Z!einickendorf und Ramlerstraß- sowie zwischen Moritzplatz und Kreuzbergstrahe werden zum E.fatz Ein» setzzügs nach Dedarf gefahren Di« Linie 28. Tegelort— B itz Germaniopromenad«. und Linie 12S. cheiligensee— Britz, Germania» Promenade, w-rd«n bis zum Moritzplotz(Prinzelsinnenstraße) zu» rückgezogen. Aon den Omnibusverbindungen wird die Linie A 1 3 und 1 3 E, Schwedenstraße— Treptow, Rathaus, bzw. Schwedsnstraß«— Schlestjches Tor, eingezogen. Di« Linie A 1 6. Goykowskystraße— Schlestfches Tor. wird an Stelle der Linie A 1$ bis Treptow, Rathaus, geführt und außerdem eine Vir setz. linis A 16 E zwischen Gotzkowstystraße und Schlesisches Tor«in» gerichtet. Die Lini« A 25. Breitenbachplatz— Christianialtraß«, wird über Drontheimer Straße, Prooinzstrahe bis Bahnhof Schön- holz verlängert._ Flieger in der HochspnnmmgSsei�ing. Sn Ipfilanti im Städte Michigan(USA) geriet«in Flugzeug mit drei Insassen in die Drähte einer Hochspannung»- leitung. Die Maschine verbrannte, die drei Bassagiere wurden ge. tötet. Ein zu chilfe eilender Passant verbrannte beim Berühren der Hochspannungsdrähte. Taifun über den Philippinen. 14 Ortfchastsn völlig zerstört New York. 21. April. Wie aus Mauila(Philippinen) gemeldet wird» wurde die Insel Leyte von einem schweren Taifn« heimgesucht, wodurch Tansende von Personen obdachlos wurden. Die Zahl der Tote« und Per» letzte u tonnte voch wicht ermittelt werden. Insgesamt witrden 14 Ortschafte», darunter die beiden an der Litküste gelegenen Städte Dulag und Tolosa, vollständig zerstört. Vier Toie bei einer Taufe. London. 21. April. Bei einer Tanszereuumie aus dem Mississippi bei St. Cools (Missouri) sind vier Zieger ertrunken. Es handelt sich um einen Priester, zwei Diakon« und ein 13jähriges Mädchen. ,«»IM,.............. II III I I—— p Ättiii» sab aiittt wird«« WntK fanftn,«Kits mar, fit ir, hin. und iarftSoenfi. Ss ift et;« fciJlitoiföonMidja. bvaienisch» Sociiturq. bei auch biifa IKirq!« iromer Uldellns sauber sind. Vilusiche Sauberkeit ume't man durch leichte» Bearbeiten in de» reuen Auitsalch.. Svlll» und Zleiuiauna». mi-tel iWi. Dilie» Mittel deseitiat im Ru aller fttrfilcrber Echmud. und sei er auch noch so nerkru'iet.«an, alelck,. auf welchein Material er iich defindet. >Mi re-niat nicht nur Mao, itatatBan, Silber. Rickel, Aluminiuin. Soll'. steine.?osei»ann»n. sendern oerllidt allen Geaenstiinden»inen wundarvollen OttartA. Mllbeln». in fumt Zeit und für wen!« Seid arbeitet Mi, der flinke Selfer der bauLsrau. ■■weroe«aeaBa™™«ee«ieBe*ö*™*n«ei«*e™E«m*a«ee««*ee™eearao verantwriilich«Lr Politik: Tr.«urt Seorr: Birtschakt!». ali»«eIHZfei: Deir?kkschat!»b«n>»«urs:?. etcin»: zkuilliton: ft A. k oscher: Lokale» und Sor.Nioe»>?r:» iiorstädt.---------—---- Stt'ar: Borwärls-Ber!«« Uhr Carmen Okbisciies lseaier B l MWtzlZ« 5281 8!< ühr Oer Kaiser V.Amerika von Bernard Shaw Ree.: Ma« Reinhardt Hüinmerspiele D 2 Mcadaiiir. 5201 M Uhr Die liebe Feindin «iBgatMir.weiw jBr..... IMG Direktion t Or. Martin Zickel MM> Komisch« Oper fnedriehntr.KM. Merkur 1401/«m rSglivb 3».'» Ühr Majesiäl lässt bitten Muaii von Walter Kollo. Lustsplelhaus F ri«irlebztr. 2Ä Bergnuaa 292Z'23. S'b Uhr Geschäft mit Amerika, Vorverkauf In beiden Käusern ab tOUhf ununterbrochen. Theater I. fl. Behrenstr. 53-54 A 4 Zentrum 926-927 8i;i Uh» Direktion Ralph* Arlbixr Roberts Od eiosdiüsäütt 30. tzml 1930 lefitt tifführsigra ... Valer sei». stageM sehr Beide Feiertage nachm.« U.(halbe Pr.) WM Zlhhefiohßii- dfaTdnxehUv iMM»-bRU«ti8 IN Wdnrd. tataj [Tigl 8.IS U- Sonntags S 13 u. h U[ kUtaiileo soaaiaf „Der Nustcrgatte" 530 Uhr I venu o. Gral» PrenUttrisr Str. tsa 9 1 Ai x. siaa u. 3494' Operetteahaus Alte Jakobstr.»HS. (Zeatral- Theater) VSnh. 3X7 TSgllch 8V. Uhr Das Land des Uebelns »ON Leher Metropet-lb. räglich SV» Uhr Oer Bcttelstudent Alrar.ScbatMadarl, Jöken, Paitlcra Tüeatu d. Weiieoi Tiglieb 8V* Uhr: Paganini R.Teuiwr.Vietiworr In. Ir. Mirtii IM Komiscns Oper Friedrich*«. 104. Merkur 14oi,'4W TlatlCh St.1» Uhr Hajest&t iSOt bitten... SM»!>» Walt« Kalis. Lustspiaiitaus Friednchsir. 23». Bergmann 292123 tiailch 8V, Uhr Geschäft mit Ameritea isttsiel von Fr« und Hirsch leid Die Komödie II tzlsmck-ZUI/Mt* 8". Uhr Die Krcafnr SdamMweFwl Philharmonie 8 Uhr Beeth.-|yklas detphllham. Oreh ClriS. Pro', l. PiBtrcr SoliPnLJ.I'iOwHfflSY.) Llobt(ToL) I Odo (ten«)Trtjl«-lreL,71 Eintritt, Mk REVUE NERVUS 1930' tXt WM PREUSSISCHE LANDESPFANDBRIEFANSTALT Körperschaft des öffentlichen Rechts Hauptsitz Zweigstelle BERLIN W 8 FRANKFURT/M. Mohrenstr. 7-8 Neue Mainzer Str. 25 Rnideoi-Theatoi K&nstl. Leitorg (iaelon Brie,« Täglich SV, Uhr ElsrSeKe üunaianÄiL Hz Ute PI. fnedi. a. ktil&.lai Koitb. Sir. 6 Tä»l. S Uhr Sornta?* ndi 3"irr n irmKipa Fi. Elite- Singer. Ocpiudü&kwle Ostiniro�iiin wil i. Wtatra OÄla-l Kurf Wandrr Direktion Or. Ködert Klein Ce&tseties CODStler-TIteat. Barbarossa 8937 SV, Uhr Sez Appeal luhr. r. Frefcrii IrtnUle t-z»! hntwijrriu»' Albert Bassansson. dlas? nrtetlias BtrliDerMr Dönhoff 17« tatipläton! Morgen den 2i abend» 71.;, Uhr Iura t. Male w Teiif IssdiSlsr! Komödie v Bernard Shaw pert Regie Heins Nil Tnealefara SOiiniaucrdsu»!) Ciasifpiel d. kleinen Thtaier» 8Vp Uhr btaegms hat Ausgang r. IttilMiic. CKoau. Wi5aa:i, Intiki Vonrerk upunterbr Norden 281 u ii«i Saniowslo-fiBiiiiBD Tleam in äst Stresecnamisi?. (hükff tbijgTilwnlr.) figlich h1« Uhr Napoleon prekft ein ni VilfK Bwn.-'rrt Kemödl.nhac. Täglich tVi Uhr: Koiso SihOTktsr oodidi MkiMltaMi Lessiiiij-Theater HstuizzK litt a.MK Täglich -V, phr Flamme mit Klie D�fsda Vr«xus Lcdercr Inaenieurschule Bad SulzajThür. Höhere Techa. Lehren(alt. Maschinenbau. Elektro- tccknik. Automobil- und Fluetcchnik, Qas- und Wässerter hnik, Chemie, Werkmeister- AbteMun» Fhosramra frei i Kleines ineai. Merkur 1624 Täglich z>d Uhr Gastspiel Okel« Wcrbci'-rk in �ei't sei Witwe Schwank von Frltr FritJEanc-rndridi Offene Füße ftratnpfaderg�chBüra, schwer� eilende Wunden, ichmerzHasttSniMdunßcu r.e. irntriragiiche« rtiiden hel'l nechroejedet loci(CUfer.ten Cc.:"a»un.:en die ir.ili't wcb'tucndsCrfiata Caldt�OafeM US a. X: w Orezh. u. UtvHb. sonst bei Ott» Reiche!, Serba€£,»i-ndcyailr. i Ziclinaß X. Klasse iV und 26. Aprü Preug-Sloolslollerie Gesamtgewinne in 5 Klassen über SZ Monen RM. Höchstgewinn im gl Fall«: Eine ftllliOB Hauptgewinne- e®ooM m&mm ZOGOG« KGGOGE D«PP«ch zu 48.- Vi "« Vi Uost M TT uTll ä.~ x- Porto und Liste 30 PL extra Sdiwarz Berlin Neye Konigstr. 86 2. Geschäft: Neandcrsr. 38 Postscheck-Konto: Berlin Sil SO Teiegramm-Adresse: GLÜCKS GOTT Berlin Zeichnungs-Einladung Nach dem Ausverkauf von 4 MIM GM. unserer reichsmOndelsfctieren 8% Ifen öoldmark- Komm.- Obligationen r. xx legen wir von dieser Reihe bis zum 30. Apri) 1930 weitere 9 MilL GM zum Vorzugskurse von 999/o zur Zeichnung auf BörseneinfOhrungskurs: 35,50%. Gesamtkündigung bis 1. Juli 1933 ausgeschlossen, Bei KOndigung oder Auslosung Rückzahlung mit 100% Zulassung dar Reihe XX zum Böraenhandei In Berlin. Frankfurt a. Main. Köln, Oüssaldorf und Essen und Lombardföhigkait bei der Reichsbank werden beantragt- Höhe der Zuteilung und früherer Zeichnungs» schluB vorbehalten. Stücke zu GM. 100.-. 200.-, 500.-. 1000.- und 5000.- 6rundkapital und Reserven Ober 31 Millionen RM Nr. 156* 47. Jahrgang Beilage des Vorwärts Dienstag, 22. April isZo Flieger— Sieher— Motorakrobaten! Zweimal Radrennen, einmal Dirt~7rack! Sfa beiden Jeier tagen herrschte Inj Radsportlazer Hoch. betrieb. Stand am ersten Aeierlag die Rull- Arena im Zeichen eine? laugen Alaonschaflsreanens. so gaben sich am Tage daraus die Herren der Slurzkappe aus der Olympia. bahn ein Stelldichein. Velde Veranstaltungen miesen starten Besuch aus. Daneben gab es ebenfalls am L Feiertag noch Dirt-Track-Rennen, die von etwa 3300 Zuschauern besucht waren. Das Mannschaftsrennen aus der Rütt-Arena ging über 145 Minuten und mar mit dreizehn Paaren beseht. Schon bald nach Beginn gab es die ersten Borstöße. Im Verlauf der ersten Wertung überrundeten dann auch Lehmann— Wissel das gesamte Feld, ohne sich allerdings der alleinigen Führung lang« erfreuen zu dürfen. Nack) einige« Jagden, dh Lehmann— Wissel stets in ftorter Weile mitbehaupten konnten. holten die beiden Berliner in der dritte» Wertung noch einmal erfolgreich zum Schlag« aus und sicherten sich mnrmehr die Fuhrung durch Ruudengewinn. In dieser Position standen sie schließlich ihren Man» bis zum Schluß des Rennens. Dos Ergebnis: I ts. ZK i» u t«»- R P.. 5. Ritftl.Sftor.bclair 19 95., 2 Runden»utüd. 6. Äncurc�Srfiim 43 95., 7. Riclens. Landendave 4« P.. 8. Ti-d.Cbniar 2» P.. g. Gebr. Wolle 8 95.. 10.«oft�öleoel 1-15., 3 Runden A u c fi i, 11. Kwau.Dll»feId 28 P.. 12. l'Dtn.-Kue-.nuiTt 19 P., IS. edriutmmlti-JiantocooncA• 93. Bei den Dirt-Track-Rennen aas der Olympiabahn wurde zum ersten Male ein Mannschaftsrennen über 8 Runden— jeder Fahrer hatte vier Runden zu erledigen— gezeigt. Infolge der zahlreichen D e f e t t e und Stürze kamen viele Fahrer um ihre Chancen. Ergebnisse: Ma«nlKaft»r,nueu. t Rund«: 1. Sdaulr-RnI S;10,4. 2. Z. SitTm-Saffti 3.-26�, 3. Äinae-SÜHIet it.-.Rennen itt 4.«lasse. 4 Runden; L s. Bits» 1;0S. 5. SatoWsn I:U4. S. Sieaet 1:184, 4. 15.«Usch. — B.fllaffe, 4 Runden: L SunM 1:34,2, 3. Müller it. 1:404, S. Lasier. 4. PrudilNi.—«weietrnatch: 1. fftoi« Seck S«., 2. Teaniateit 4V.— Jnietnationale» Londicav, 5 Runden: ü Ziemer 1:32(l Sei. Doro.l, 2. Ä. Seck 1:113 10 Bora.). S. Sacsofen(1 öcl. Borz.5. « Hauptrenncn des Tages bildete auf der O l y m p i a b a h n ein Dauarrcnnen über eine Stunde, das mit Krewer, Manera, Sa wall, Schmidt, Thollemüeek und Lohofs besetzt war. Im Lorlaus des Rennens stellte Sa wall seine große Klasse einmal mehr unter Berneis und gewann in überlegener Weise das Stundsnrennen. Bein', fliegenden Start hatte Sawall den letzten Platz, während Schmidt dos Steljerfeld vor Lohofs. Krewer, Thollembeek und Manera führte. Thollembeek übernahm bald die Führung, schnell gefolgt von Sawall. der, wie der Belgier alle anderen Fahrer passierte. In der 13. Minute ging dann der deutsch« Meister zum Angriff über und entriß Thollembeek die Führung. Einmal die Spitze errungen, gab sie Sawall nicht mehr ob. Nach Thollembeek zeigte sich der klein« Italiener Manera von einer recht achtbaren Seite, während von den Nach- wuchsfahrern Schmidt und Lohofs der letztere der weit Bessere war. Krewer war gar nicht in Form; er vermochte nicht einmal an Lohoff vorbeizukommen.— Im vorangegangenen 2ö-Kilometer-Dau«rrennen dominierte ebenfalls Sawall. Hier hatte er in Manera den stärksten Gegner, der nur 30 Meter zurück hinter dem Sieger einlam. Einige Amateurrenneu gaben dos Rahmenprogramm.—»e. Viele der lZnnafetnbeide: 1. Sawall 20291, 2. Manesa 80 Meter. 3. SÜeBemfctel 80 Meter. 4. Lalwks 290 Meter. 5.«r-wrr TM Meter.«. Scknnidt 1S00 Meter ,nrLck.—(Scoftei Sftctntels. 1 Stunde: 1 Sawall, ?. Tbollembeek 80 Meter, 3. Manera 320 Meter. 4 ßadoff 1010 Meter, Z.«rewer 2700 Meter, ll. Lckme�dt 8110 Me'er.»nrllck.— Noraob«. 1 a d r e n: 1.«uraer«Tont.) 90 Meter. 2. Sraf sARL. 89). 45 Meter, s, Dalck (ilroo) vom Mal.— Ita 1. Iaadreunen: U Vadock-Eoli». 2L Becker. Stock. 9. a»an»iei)-95auet».— Entschädiannaskabten: 1 SrSnina (Conc.l, 2. Eaaert(-Ball), 3. Adlers(Germ. Gbarl.). Kiel-Berlin 2:1(2:1) Guter Fußball der Arbeitersportler Dag nach mehrfacher Umorgauisailon am Sonnabend aus dem plah an der kynaslsiraße aurgelragene Arbeiter- fußballspiel kiel— Berlin nahm einen verlauf, wie man seile« in Berlin Fußballspiele ficht. Die für Berlin spielendcu Ersahleule erledigten sich ihrex Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit. Der Anstoß der Kieler wurde von der Läuferreih« sofort ge- stoppt, die Berliner Stürmer übernahmen den Angriff. Der Schuß des Linksaußen ging aber an den Pfosten. Alle Anstrengungen von beiden Seiten führten eine Zeitlang zu keinem Erfolge. Plötzlich ging der Kieler Jnnensturm zum überraschenden Angriff vor, bevor die Berliner Verteidigung. ziim Angriff kam, lag der Ball im Berliner. Netz. Doch lange sollte die Freude nicht dauern, schon sechs Minuten später war der Ausgleich hergestellt. Berlins Linksaußen gibt den Ball kurz vor dem Tor zur Mitte, wo chn der hinzueilend? Rechtsaußen unhaltbar an die Innenseite des Pfostens schlägt und der Ball war im Netz. Fast sah es aus, als sollte es beim untenschiedsnen Halb- zeitresiUtat bleiben! da war e» wieder der Mittelstürmer der Kieler, der mit scharfem Schuß das Führungstor errang. In der zweiten Halbzeit gelang«s keiner Mannschaft mehr. Er- folge zu erringen. Die Kieler mochten zwar alle Anstrengungen, das Resultat noch zu verbessern, doch an der sicher arbeitenden Vertei- digung Berlins und an dem sehr guten Torwart scheiterten alle Vor- such«. Berlin komrte allerdings auch nichts mehr einsenden. Den Zuschauern wurde ein Kampf gezeigt, der dem Arbeitersport olle Ehre machte und ihm gewiß neue Anhänger zugeführt haben wird. Berliner Fußball. Hertha SKlNiederlagc/ Amateure schlage n,pProfi8" Der bürgerliche Fußballklub Payern-München bereitet» der Berliner'.� ertha BSC" eine 3: 0(0: 0) Niederlage. Berlins Verteidigung und Sturm liefen bei weitem nicht zu sonst gewohnter Form aus, und so lastet« die Hauptarbeit auf der Läufer- reihe. Bis zur Pause waren Bölker-Müllcr-Leuschner der ihnen Kestellton schweren Aufgabe gewachsen, dann mußten sie klein bei- geben. Leüschner wurde nach dem Wechsel der Seiten durch Ro dicke ersetzt, auf der anderen Seite spielte jetzt Breindl für Nagelschmitz. Die Bayern kannten den Kamps von der ersten bis zur letzten' Minute leicht überlegen gestalten, ober erst 14 Minuten nach dar Pause fiel durch Trausenecker, der für Hofmann spielte, das erst« Tor. Bergmeier«rhöhi« in der 20. Minute auf 2: 0 und acht Mi- nuten vor Schluß stellte Trausenecker das«chlußergcbnis 3: 0 her. — Zu der Doppelsoranstoltung, die am Sonnabend auf dem Hertha- platz stattfand, hatten sich etwa 12 000 Besucher eingefunden. Von den Leistungen der„Bratislava" im Kampf mit Hertha-BSC ivurde man etwas enttäuscht, besonders der Sturm der Preßburger kam nicht recht zur Geltung. Erst kurz vor Schluß, als Hertha-BSC beveiis 4:1(1:0) fichrte, kamen die Tschechen Alm Ehrentor. Das Berliner Gastspiel der Berufs spiele? von A u st r i a- Wien bei„T e n n i s- B o r u s s i a" erfüllte nicht die gehegten Erwartungen, denn die„Profis" machten einen vollkommen über- spielten Eindruck und wurden mit 3:2(2:1) geschlagen. MundJpOJÜL/ Die Fciertagsspicle. Die Freie Turnerschaft K o t t V u s 1893 weilte am 1. Feiertag mit beide« Mämiermmwschasten in NowaweS: Ergebnis: die 2. Männeynswischaft konnte Rawawes 2 mit h: S(;2:1) bei sincm flotten und abwecksslungsreichen Spiel das lltachfchsn geben, bei den 1. Männermannschaften gewann Kotthus das Spiel mit 3:3(2: 1). Es fetzt« sofort«in scharfes Tempo ein. das auch das oanze Spiel durchhielt. Gut war bei beiden Monnsckzaiten die Fangtechnik aus- gebildei. Am 2. Feiertag spielten die Kottbusser Mannschaften in Hennigsdorf. Hier mußte sie sich aber bei beiden Sp eleu geschlagen bekennen: offenbar war es zuviel des Guten. Hennigsdorf 2 war während de� ganzen Spieles überlegen, dock) machten die Stürmer viele taltische Fehler. Trotzdem wurden die Angriff« von Äottbus fast immer eine Baute der Verteidigung. In der achten Minute ge- lang es dem Hennigsdorfer Mliteljtürmer das erst« Tor zu schießen, den, in der ersten LisrtÄstmide der zweiten Halbzeit nach zwei Tore von demselben Spieler folgten. Erst in der letzten Viertelstunde hatte Kottbus ein onnehmbares Zusammenfpisl, was auch dann zwei Tore herbeiführte. Bei den 1. Mannschaften zeigte sich eine Uebsrlegonh.it fast gar nicht, das Spick wechselte schnell von einem Tor zum andern. Schon nach drei Minuten konni« Hennigsdorfs Halbrechts das erst« Tor anbringen, bei dem oder der Tormächior wenig Anstalten zur Ad- wehr macht«. In 7lbst«. stucklick» Nerv! e n: l. L. Sonfene Socrrenal(E. Nupmecsti). 2. Rsteinlatstldte > Deich-«), s. mßa n(v. SSW. Tot.: 54:10.. PI.:. 10. 18:1». Rerncr lief«! R-an-ii»(4.). Nif S-f.— Labrador.. Saadtennen: L D. n. Mistlaff in,* Prof Dn'stena»« Wum-istl Off-rtnann). 2. Sorenftone(Majvr.ffi>. 3. Neuen llifttt(Satt, feuet). Tof.: 23:10. Dl.: 14. 20:10. Rernct liefen: Bralaut, Nastames.— D ft« r v t e i s: I. Eliall bSnmalts Manoeslteue(W. Kavier), 2. Laos(W. Schmidt), 3. Lakai-Surft). Tot.: 20:10. Dl.: 34, 108. 42. 30:10. Retnet liefen; Ostris(4). still-?.). Ailnan(aef.), Tamaratien. stermak(aef.), Biaor. Almeiiv(att.. tat), lltarvste. Mar-st-fa. Smottelle. Svstic-enis(aef.), Boruffia. Otfoaesta.— Turmalin-Sürdenrennen: 1. Rrstr. s.-31. v. Dvornsteims Schrvartdorn-Müschen), 2. La Marava(Ackrrmavn), 3. Enkel ..... � 3.....••------- 11:10. 4- Orakel:). Abf.: 1. S. S, n. QertNvs Erika(Narr), 2. Mar, nanu«(Saidil), S. Blelaeliedter(Tarrao). Tot.: 17:10. VI-: 12. St. 20:10. Rainer licien: Rxt-iea>4). Lonau. Dafcha. Dflicstttrrn«. Scavos. Z.-Abt.: 1. OWitat Matidarfs Eilvin»(S. Sckmristf). 2. Riametta(Gsstar). 3 T'ttrmstansta (Deinten). Tat.: 70:10. DI.: 10. 14. 18:10. Rerner liefen: ÄDedwe(4.1. Minmklana. Lil».(Zulbrand. Aärstura. Diniole-, 8: 1 für Chiswick-Ladies.% Di« Spielerinnen des englischen EhiswickJadiesHockey» klub, die vor wenigen Tagen in Leipzig beim Spiel gegen den Leipziger Sportklub mtt 4: 5 Toren knapp unterlagen, beendeten am ersten Osterfeierta-g ihre Gafffpiele in Deutschland mit einem 8: 1 Sieg über die Damemnonnschaft des Berliner Hockeyklubs. Die hiesigen waren durch einig« Spielerinnen von Brandenburg und vorn BSC. verstärkt. Die Engländerinnen dominierten sowohl in taktischer Hinsicht als auch in bezug auf Stellungsspiel und Stock» technit: diq jungen Äertreterinnen Berlins waren den englischen Gegnerinnen keinen Augenblick gewachsen. Als zur Halbzeit go pfiffen wurde, war der Stand des Spiels 4: 1 für die Ehiswick Ladies. In der Zwesten Spielhälft« zeigte sich weiter die große Ueberlegenheit der Engländerinnen und noch viermal gelang es ihnen, die Kugel ins deutsche Tor zu senden. Besonders schwach war bei Berlin die Stürmerreihe, die oft ziemlich ziel, und plan- los spielte. Am Rreilco, dem 18. Avril, abends s») Uhr. ftaid nach furjeut, schwerem Leiden meine Uede Rrau. meine flute Mutier, ffiroftmutttr, Schwirgermutter und Tante. Frau Paullne K0llin.seii.liros8r im 68. Ledenslahre. Dies je gt, um stille Teilnahme dittend. an «esi-i Betlw SO, Eorauer Straße 1«. Die Cinä'chcruna findet am SRI«. wach, dem 23«0--'->�' Uhr. W Uhr nachmittag») im«rematarrnn Baumlchn' enwefl. stiefhvljstt., statt. 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