Morgenausgabe Nr. 196_ �, A99 47.Iahrgang Wöchentlich SSPf� monatlich S,S0M. im voraus zahlbor. Postbezug 4�2 M. eutschließlich 6t)Pfg.PoftzeitunL»- und 72 Pfg. Postbestellgebühren. Ausland»» abonnemeiu 6.— M. pro Monat. Oer �CortDdrts* ericheint wochentSg» sich zweimal. Sonntags und Montag» einmal, die Abendausgaden für Berlin und im Handel mit dem Titel„Der Abend". Illustrierte Beilaaen„Voll und Zeit" und„Kinderfreund". Ferner „Unterhaltung und Wissen".„Frauen- stimme".„Technik".„Blick in die Büchenvelt" und.Jugend-Aorwärt»- BerUnee Vottsbla« Sonntag 27. April 1930 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswärts 20 pf. Ott etntpoirtg« Nonporeillezeil« 80 Pfennig. Retlame'eile 5.— Reich»« mark...Kleine Anzeigen� da» ettge« druckte Won 25 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere WoN IL Pfennig. Stellengesuche da» erst» Won 15 Pfennig, jedes weitere Won' 10 Pfennig. Wone über 15 Buchstabe» »öhlen für zwei Worte Arbeitsmorkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze.l» 40 Pfennig. 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Bon den Schwefelblitzen der Reichstagsauflösung und des Artikels 48 umzückt, von hallen- den Chorälen als politischer Wundertäter empfangen, trat der neue Reichskanzler in Erscheinung. Es roch ein wenig nach trockenem Putsch. In dieser mit Elektrizität überladenen Parlaments- atmosphäre errang Brüning seinen Bier- bis Fünfftimmen- sieg. Er errang ihn, weil die Demokraten vor der Auflösung zitterten, die Landbündler aber eine nie wiederkehrende Ge- legenheit erkannten, ihre materiellen Interessen zu befriedigen. Es war eine einmalige Situation. War es auch einmaliger Sieg? � Als die große Parlamentsschlacht vorüber war, sah man zwei vershörte Haufen durcheinanderlaufen. Der eine waren die Deutschnationalen und der andere die Demo- traten. Für diese beiden Parteien steht fest, daß sie nach den Ereignissen der letzten Wochen nicht mehr als das weiter existieren können, was sie gewesen sind. Blind vor Angst sind die Demokraten mit Herrn Brüning gelaufen, uitd erst später haben sie bemerkt, daß sie sich im Bürgerblock befanden. Seitdem sind sie sich wvhl alle, ohne Unterschied der bisherigen Richtung, darüber klar, daß sie als Partei erledigt find. Als solche so rasch wie möglich zu verschwinden, ist jetzt, soweit man sieht, ihr einziger Wunsch. Die Illusionisten träumen von einer großen republikanischen Partei der Mitte, ähnlich der radikalen Partei Frankreichs. Die Nüchternen sehen voraus, daß nichts anderes zu erwarten ist als ein tristes Gebilde, in dem die Aufsichtsräte der ver- schiedenen Industrien untereinander und gemeinsam mit den Vertretern mittelständlerischer Retlimgspläne einen politischen Ausgleich suchen werden. Volkskonservative, Wirt- schaftspartei, Volkspartei, Rest-Demokraten und was alles sonst man noch in diesen Mischmasch mit hinein- manschen möchte, kann vielleicht— vielleicht!— körperlich zu einer scheinbaren Einheit zusammengebacken werden, aber außer der gemeinsamen Angst vor der Arbeiter- klasseunddemSozialismus wird nichts vorhanden sein, was geistig eint. Eine bloße Abwehrorganisation ohne gemeinsame Weltanschauung und eigene positive Zielsetzung kann nicht Bestand haben. Das sind nur Bruchstücke, die zur Not zusammengeklebt werden, aber die nicht zusammenwachsen können. Trotz allen Leims, Bruch bleibt Bruch! ★ Das tragikomische Gegenstück zu dem Sehnsuchtsschrei nach der großen Mitte ist der Ruf noch der großen n a t i o- nalen Rechten. Er wird um so lauter, je mehr auf der Rechten alles drunter und drüber geht. Herr Hugenberg, der größte Zerkleinerer, den die deutsche Parteigeschichte kennt, hat es fertig gebracht, seine Partei nach ihrer Niederlage im Mai 1928 in drei verschiedene Teile zu zerlegen, von denen einer bereits ausgeschieden ist, während die beiden anderen einstweilen weder miteinander noch auseinander können und in ihrem hllflofen Zustand ein Gegenstand allgemeiner Be- lustigung sind. Jedoch täte man Herrn Hugenberg Unrecht, wenn man be- haupten wollte, er hätte das große Malheur allein angerichtet. Vielmehr wird die„Kreuz-Zeitung" schon recht haben, wenn sie die eutscheidende Ursache für den Zerfall der Deutschnatio- nalen Partei in dem Fehlen einer gemeinsamen weltanschaulichen Grundlage erblickt. In einer Polemik gegen Hugenberg stellt sie fest, daß es„eine deutsch- nationale Weltanschauung nicht gibt und nicht geben kann", sondern nur eine„christlich-konservatioe". Nun sind aber auch darüber, was„christlich-konservative Weltanschauung" ist, die Meinungen— und nicht erst seit heute— geteilt. Auch die konservative Rechte der Kaiserzeit erlitt infolgedesien zahl- reiche Spaltungsprozesse. Sie hat den innern Kampf zwischen Unbedingtheit und Gouvernementalismus schon zu Bis- marcks Zeiten zum erstenmal durchgemacht, und der letzte Reichstag vor der Staatsumwälzung sah neben 45 Deutsch- konservativen 13 Reichsparteiler(Freikonservative), 8 Mit- gieder einer„Wirtschaftlichen Vereinigung" und 5 einer „Deutschen Reformpartei". Wenn jetzt zu den Nationalsozialisten und den Volks- konservativen zwei verschiedene deutschnationale Gruppen treten sollten, so wäre damit nur der Urzustand wieder her- gestellt. .* Inmitten dieses Zerfalls der bürgerlichen Parteien soll nun das Kabinett Brüning seine Wochentagsarbeit be- ginnen. Bei den dramatischen Auseinandersetzungen vor Ostern war die Verdutztheit der Demokraten und das Durch- einander der Deutschnationalen die Voraussetzung seines Erfolges. Mit dem Artikel 48 wird man nun nicht mehr ängstliche Gemüter schrecken können. Das hat aufgehört. Denn daß mitf der parlamentarischen Erledigung der Steuergesetze alle ver� fassungsmäßigen Möglichkeiten zur Anwendung der Diktatur- Paragraphen geschwunden sind, darüber kann es keine Meinungsverschiedenheiten geben. Neue Agrarzölle wird Herr Brüning auch nicht bewilligen können, und wenn erst die Osthilfe bezahlt ist, werden seine Taschen ziemlich leer sein. Wer wird ihm dann noch etwas zuliebe tun? Schon in seiner scheinbar heroischen Epoche hat Herr Brüning alle auch die schäbigsten Wünsche der kleinsten Splittergruppen befriedigen müssen, um die Grundlagen für seinen Fünfstimmen-Sieg zu erhalten. Wird er in Zukunft nicht erst recht allen Erpressungen hilflos ausgesetzt sein? Was bleibt dann übrig als ein immer tieferes Hineinrutschen ill die allerübelste Jnteressentenwirtschaft? * Davor gibt es jetzt nur noch eine Rettung. Nicht den Artikel 48 sondern Reichstagsauflösung und Neu- wählen mit dem Ziel, die Wiederkehr einer Aera Brüning unmöglich zu machen. Das Bürgertum mit seiner starken Position innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftsordnung mag sich den Luxus parteipolitischer Zersplitterung leisten können. Die Arbeiterklasse kann das nicht! Für sie ist schärfste Zusammenfassung zur gewerkschaftlichen und politischen Einheit Gebot der Selbsterhaltung und Voraussetzung jedes weiteren Aufstiegs. Die Sozialdemokratie führt ihren Kampf. Kampf gegen den Bürgerblock! Kampf um einen besseren Reichstag! Anschlag auf Sowjetgesandtschast. Geltsamer Fund in Warschau: Gchornsteinbombe mii Fernleitung. Warschau, 26. April(Poln. Telegrgphenqgentur). Der Hauswart des Hauses, das au die Sowjet- Gesandtschaft in Warschau angrenzt, entdeckte heute nach- mittag im Treppenflur eine verdächtige Glühbirne, die durch den Leitungsdraht mit dem Dach verbunden war. Tie Polizei hat festgestellt, daß die Leitungsdrähte auf daS Dach der Sowjetgesandtschaft übergingen und zu einem im Schornstein aufgehängten Paket mit Uhr- Mechanismus führten. Da der Verdacht bestand, daß es sich um Explosivnsmaterial handelt, wurden diese Gegen- stände fortgeschafft und einer genauen Untersuchung unterzogen, die im Gange ist. Sofort nach dem Be- kanntwerden dieses Falles hat sich der Leiter der Qst- abteilung im Außenministerium, Thaddaeus Holuwko, in die Sowjetgesandtschaft begeben. Der Gesandte ge- stattete, daß die Polizei sein Haus betrete, so daß das Paket abgeholt werden konnte. Tie Ladung soll äußerst sprengkräftig sein, jedoch ist ein Untersuchungsergebnis amtlich noch nicht bekanntgegeben. Das Paket löste sich während des Wegschaffens los und fiel auf den Grund des Schornsteins, explodierte aber nicht, da es wohl auf elektrisch« Zündung eingerichtet war. Um es herausnehmen zu könnsn, mußte die Grundmauer des Schornsteins durchbrochen werden. Es handelt sich um ein 70 Zentimeter langes und 18 Zentimeter breites Stahlrohr, das eine dunkle Masse enchiekt. Das Rohr war mit einem elektrischen Zünder versehen. Der Gegenstand wurde den Mlitärbehörden zur Prüfung über- geben. Im Nachbarhause der Sowjetgesandtschaft wurden in samt- lichen Wohnungen Haussuchungen vorgenommen: eine m o n- archistische Organisation soll darin ihren Sitz haben. polnische Zustände. Die Wirischost fordert das Parlament. Der polnische Senatspräsident und gewesene Premierminister S w i ta l s t i hat im Auftrag des Pilsudski-Blocks„Sanacya*, dessen Mitglieder„Sanatoren" genanrst werden, das ganze Land bereist, um die Wahlaussichten der„Sanacya" zu ergründen: nach seiner Meinung ist die Begeisterung sür di« Regierungspartei nicht all- zugroß. Ein« Inspektionsreise durch Polen wäre schon erforderlich, aber zu einem ganz anderen Zweck: sie sollte nämlich das Elend und di« Behandlung der Arbeitslosen untersuchen. In den Tagen vor Ostern sind in mehreren polnischen Ändustriegemein- den Arbeitslose, die gegen die Nichtauszahlung der außerordent- lichen UMerstützüng demonstrierten, von der Polizei gewaltsam aus- einandergetrieben worden. In der oberschlesischen Gemeinde Za- wierzie, wo sich die Arbeitslosen in ihrer sehr begründeten Erregung zur Verwüstung von Rathauszimmern hinreißen ließen, erschoß die Polizei zwei von ihnen und einen Unbeteiligten. Indessen wird die Opposition gegen das parlamentsfeindliche Regime der„Obersten" immer stärker. So schreibt das sehr geachtete Wirtschaftsblatt„Przeglond Gospodarczy"(„Wlrtschasts-Umblik") in einem Artikel über di« Ratifizierung des Hondelsvertrages mit Deutschland sowie ollgemeine Steuer- und Zollfragen, daß das Gebiet des Stenerwesens als klassisches Beispiel der nachtei- ligen Folgen angesprochen werden darf, die dem Wirtschaftsleben aus der Behinderung der normalen Arbeit des Par» l a m e n t s entspringen. Man muß— so schreibt das Blatt weiter — auf das nachdrücklichste unterstreichen, daß durch di« Störung der parlamentarischen Arbeiten für das Wirtschaftsleben eine außer- ordentlich schwierig« Lage geschaffen wird. Das Par. lament hat Problem« zu lösen, die schon längst ihrer Erledigung harren. Gajda enihülli. Angriffe auf Masaryk und den Ministerpräsidenten. Prag. 2«. Apr«.' Am vierten Tag des Prozesses des früheren tschechischen Gen«- ralstabschefs Gajda wegen seiner Degradierung vor dem Obersten Verwaltungsgericht machte Gajda aussehenerregende Enthüllungen. Er behauptete u. a. Präsident Masaryk sei ihn: seit der Zeit nicht wohlgesinnt, da er, Gajda. einen Befehl des Präsidenten, di« Waffen der tschechischen Legionäre in Sibirien an die Russen ab- zuliefern, nicht ausgeführt habe. Gajda erklärte, dciß er sich nicht mehr an das Amtsgeheimnis gebunden fühle. Er Hab« von dem seinerzeitigen Verteidigungsminister und jetzigen Minislerpräsidenten Udrzal di« Geheimorder erhalten: 1. den Generalstab zu ts che ch i s ie r en. das heißt, von den Franzosen zu reinigen: 2. den politischen Einfluß der Links- Parteien in den Offiziersverbänden auszuschalten und 3. das Ver- teidigungsministerium auszubauen und selbständig mache». Schließlich berichtete Gajda, daß man ihn vor der Einleitung des Dffzi- plinarverfahrens Geld. Autos und Güter für den Fall an- geboten habe, daß er sich freiwillig pensionieren lasse. Da er ab- gelehnt habe, sei ein Kesseltreiben gegen ihn veranstaltet worden. Das Verfahren wurde geschlossen. Die Urteilsverkündung ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. ttaikeiei'-Progi'snim in der Beilage! Sie werden zittern... i Denn Hilgenberg hält eine Rede. Nachdem er die Tagung des dentschnationoien Partei- Vorstandes mit der bereits bekannten donnernden Kompro- mißresölütion hätte schließen müssen, ist Alfred Hugen- b e r g in seinen Wahlkreis gefahren und hat dort vor den VertrcMensleuten eine Rede gehalten, die ihm— wer hätte es anders erwartet— schließlich ein Vertrauensvotum und rauschenden Beifall embrachte. Wenigstens berichtet so Hugenbergs Teiegraphen-Union. Es ist rrstaunlich, mit wie wenig Geist so eine deutsch- nationale Vertrauelisniänner-Vertrauenskundgebung erwirkt werden kann. Spricht da der„Parteiführer" diese goldenen Sätze über den'Koung-Plan und seine Folgen: Wir]>afaen mit vollem Vorbedacht hell ins Licht gestellt, wer die Zchuld für ihn trägt und wer ihn bekämpft hat. Diese Vertcititng von Derantwortlichkeit und Schuld darf nicht oe r wischt werden, auch nicht durch den wohlüber- legten Regierung saustritt der Sozialdemo« k r a t i e und durch die Verbrämung der jetzigen Regienn ig, Parteien mit der Mitarbeit. von Kreisen, bie von Haus aus nicht in der Rech« der Voung Plan-Anhiinger standen. Wir wollen die Verwischung von Verantworblng und Schuld jni Zeitpunkt der frischen Erinne- rang nicht jutafse»: wir wollen es um so weniger, als der Augen- blich kommen nnrd. In dem die Träger dieser Verantwortung ihretwegen zillern werden. Wie schnell dieser Augenblick kommt, läßt sich heute nicht bestinmien. Erst dann wird in Deutschland der »olle Umschwung zu-Lasten der Sozialdemokratie sich»ollziehem auf der die H a u p t s ch u l d ruht. Die Parteien der . Mitte liaoe» sich mitschuldig gemacht.. Diese Hoffnung des„Führers", die Sozialdemo- k r a t i e würde vor ihrer Verantwortung zit- t e r n, wirkt fv komisch, daß sie kaum noch übertroffen wer- den kann, besonders bei einem Mann, der Ursache hätte, um den Bestand feiner in allen Fugen krachenden Partei zu zittern. Indessen tröstet er sich mit dem Gedanken, daß seine Zerspiitterte Partei„n icht eigentlich eine Parla- mentspartei wie die anderen sein soll, sondern eine B e- iv e g u n g, und daß w i r diese Bewegung darstellen i nd zum s ch l i e ß l i ch e n Siege führen wollen". Bor diesem„Siege" der Hugenberg-Bewegung gibt es allerdings ein großes„Zittern" im Lande. Aber es ent- springt kaum den Gefühlen der Angst. Vielmehr der vnge- bundenen Heiterkeit. Brüning und Oberfohren. Was ist der tlnterschied zwischen„Verhandlung" und „Besprechung'? Am 3. April hatte iinc offizielle Erklärung in Abrede gestellt, daß zwischen Herrn Brüning und deutschnatio- nalen Führern Verhandlungen über die Behandlung der Agrarfragen stattgefunden hätten. Am 25. April aber hat, wie gestern schon hier berichtet'wurde, Herr Ober- f o h r e n über diese amtlich nicht stattgefunden habenden Ver- Handlungen ausführliche Mitteilungen gemacht. �Der Widerspruch ist so eklatant, daß einer der beiden Teil« die U n w a h r h« i t gesagt haben muß. Dieser«ine Teil ober müßte Herr Oberfohrcn sein, wenn die Autorität dep Keichs�cgierung nicht einen ganz schweren Stoß' erhalten sollte. Vergebens haben wir bis jetzt ein« offizielle Erklärung der Reichsregierung erwartet, durch welche die Erklärung vom 3. April auch gegenüber der Gegenerklärung des Herrn Ober- fahren aufrechterhalien wird. Dagegen verlautet, man stelle sich in Regierungskreisen � auf den Standpunkt, man sei berechtigt gewesen,„Ver- Handlungen" mit den Deutschnationalen abzuleugnen, weil, well es sich nur um eine—„Besprechung" des Reichskanzlers mit Herrn Oberfohren gehandelt habe. Was ist der Unterschied zwischen„Verhandlung" und „Besprechung"? Bomben-Nickels gesteht. Nach neunmonatiger Untersuchungshaft! Mülheim sRuhr), 26. April, Eigenbericht. D-r im Zusanrmenhang mit«den ersten Bonchenattentaten in Cchleschig-Holstcin verhastete Hauptnmnn Nickels hat, nachdem er in irr Untersuchungshaft% Jahr geschwiegen hat, ein G e st ä n d- n i s dahin abgelegt, daß er mit.zwei Freuirden den Spreng- hoffdiebstahl in, Februar vorigen Jahres in dem Mülheimer „Steinbruch Weyand begangen hat. Ein hiesiges Blatt meldet:„Nickels hat damals mit einem Auto- bcsttzer Wieberg aus Holstein, der für die Fahrt nach Mülheim 4S0 Mark bekommen hat, im Lastauto die Fahrt nach Mülheim an- gelreten. Wieberg, der vor einen, halben Jahr verhastet worden ist, hat ausgesagt, daß er mit Nickels zusannnen in Mülheim das Geschäft des Uhrmachers R c h l, n g aufgesucht habe und Nickels und Rehling zusammen aus dem Steinbruch Weyand das gestohlene Dynamit in das Auto geschafft hätten. Daraufhin war Rehling, der schon einmal in Haft gesessen, ober gegen Stellung einer Kaution von 30 000 Mark entlassen worden war, wiederun, vcrlzaftet worden. Durch die Aussage von Nickels ist Rehling soweit entlostet worden, daß von seinen, Verteidiger Dr. Brackdes in Mächen,, ein neuer Hastprüfungstermin beantragt morden ist, der am Montag in Hamburg-Altona stattsirtden wird. Es wird darauf ankommen, ob Wieberg unter dem Eindnick des Ge- standmsies von Nickels, der Rehlings bester Freund ist, glauben wird, daß ihn, in der fraglichen Nacht des Dynamitdiebstahls in der Person unterlausen ist. Aber auch dann wirdidie Sloatsaiuvaltschast wahr- scheinlich gegen«lue»«ue Haftentlassung von Rehling sein, weil Derb u n k e l u n g s g e f a h r besteht, solange die beiden Michokser und Holstciner Freunde von Nickels noch fillchtig sind." Wieste fälschen! Kommunistische Slgitationsmeihoden. Im Verlauf des letzten Kommunalwal�lkampses.im Herbst lSLO warteten die Konmiumsteck in Emden mit einem„Schlager" aus. Kurz'vor der Wohl geben sie«in Flugblatt heraus, in dem die Sozloldeinokratisch« Partei auf das gemeinste beschlinpft undin dein zur Wohl der kommunistische» Liste aufgefordert wurde Unter- schrieben war das Machwerk von einem„S o.z i a I de m o k r a l e n K. Harm»".-der sich während der Wahl a>ks hoher See befand. Harms, der inzwischen nach Emden zurückgekehrt ist, stellte jetzt '«st, daß sei,« llnberschrist gefälscht war.- Er hat mit den, lkcmmMistischen Ftogblatt nichts gemein und viemais daran gedacht, i>* SPD.?u verlassen. Die Marine muß zahlen. Verschentte Arbeitshosen und eine große Aktion. Siel, 26. April.(Eigenbericht.) Man muß energisch sein, sagte Herr Admiral Raeder und empfahl dem Rerchswehrmimstcr vor Wachen die Entlassung einiger kommunistischer Handlunzm.. verdächtiger Marinesoldatcn. Man suchte sich vier Mann heraus,.alles a l t g e di e n t« Leute, um an ihnen ein E x e m p e l z u statuieren. Sie flogen fristlos und so überraschend fix, daß sie erst zur Besinming kgmen, als sie draußen lagen. Warum— das wußten sie nicht, ahnten sie nicht einmal, bis ihnen auf. ihr wiederholtes Drängen endlich erklärt wurde, daß sie— Komnmnisten feien! Ob es in der Reichsmarine»omnnmister» gibt? Wir wissen es nicht, bezweifeln es aber bei dem wohlorganisierten Ueberwachungs- appapat, der besonders gut nach links hm funktioniert. Jedenfalls haben Herr Raeder und Herr Erocner vorbcigetippt. als fie sich der vier Soldaten bemächtigten, um}« aus der Marine zu entfernen: denn die Vier gingen zum Gericht. Sie o«r klagten die Marineleitung. die nunmehr beweisen sollte, was sie bislang nur zu behaupten brauchte. Die Marineleitung erlebte einen Rein- fall, der katastrophal war. Dem Anwalt der Marine wurden als Material einige beweislose Vermutungen und einige Spitzel- a u s k ü n f t e in die Hand gedrückt, womit der Mann die Sache der Behörde retten sollle. Zu beweisen war nicht«, gar nichts! Wenn er während der Prozesie nicht mehr weiter konnte, beantragte er, die Kläger zu vereiden, daß sie nicht das getan, was die Marineleitung ihnen nnterschob. Und die Soldaten leisteten den Eid. In drei Prozeflcn siel die Marineleitung glatt durch. Der eine Kläger gegen sie, der'Obennatrose Gutknecht, schwor, in seinem Hause keinen Kommunisten empfangen zu haben, wie die Marineleitung behauptet hatte. Dafür muß ihm die Marineleitung laut Urteil 4000 M. zahlen. Ein zweiter, der Feldwebel Reese, soll einmal— eineinhalb Jahre vor seiner Ent- lassung— in einem Kvmnumistenlokal verkehrt haben. Der Wirt des Lokals, selber«in ehemaliger Marineaugehäriger, ist empört über diese Bezeichnung seiner Wirtschaft. Und der Feldwebel er» klärte unter Cid, niemals mit Kommunisten über die Möglichkeiten einer Ausdehnung kommunistischer Propaganda fi> der Marine gesprochen zu haben. Darauf wurde die Marine zur Zahlung von rund 10 000 M. Schadenersatz verütteilt. Ein dritter, der Oberschreibermaat Schrocter, bekommt 10825 M„ da er einen ähnlichen Eid leisten konnte. Aber der vierte, der Obermaat Becker, ist mit seiner Klag« abgewiesen worden. Also doch wenigstens«in Kommunist? Ach nein! Wenigstens hat bisher weder das Gericht noch die Marine den Beweis dafür erbringen können. Aber Becker Hot einmal zwei abgelegte vlaue Hofen verschenkt, und zwar an den Kommunisten Raederdt, der ihn um'Arbeitshosen bat. Die Marine aber meint, daß es zum Zwecke der Uniformierung der Roten Marine geschehen sei. Raederdt selbst erklärt« unter Cid, daß die Behauptungen der Reichsmarine unzutreffend seien, und der Ober- maat bestritt nicht weniger leidenschaftlich, vom Kommunismus und feiner Organisation etwas zu wissen. Aber es half ihm nichts. Die verschenkte blaue Hose wurde sein Verderben. Das Gericht wies seinen Klageanspruch ohne Begründung ab. Vier Entlassungen, vier Klagen, vier Rr infäll«, doch nein— noch eine fünfte Entlassung ist ja erfolgt. Sie betraf den Obermatrosen Sontowski vom Linienschiff„Elsaß", der jetzt in der Nähe Salzwedels in einem einsamen Orte lebt und Er- werbslosenunterstützung bezieht. Sontowski würde von seinen Ansprüchen an die Marineleitung keine Ahnung gehabt haben, wenn ihn nicht die Marineleitung plötzlich zu ihrem Haupt- zeugen in den übrigen Prozessen gemacht hätte. Er soll Mitglied der KPD. sein und auch cm einem Kursus des Roten Frontkämpfer- bundes teilgenommen haben. Unter Eid erklärte Sontowski, niemals Kommunist gewesen zu sein, niemals auch an einem Kursus dieser Partei teilgenommen zu haben. Er lzabe sich wegen seiner Abfindung vor langer Zeit an den Reichswehr- minister gewandt, habe aber bisher keine Antwort«r» halten. Auf die Frage, warum er nicht klage, erwiderte er, daß er das Geld für den Rechtsanwalt nicht besitze, und daß er mit solchen Sachen nicht Bescheid wüßt«. Nachdem Eon- towski nun aber weiß, daß er Anspruch auf das Armenrecht hat, wird er wahrsck�inlich auch noch gegen die Marine klagen. Steuerpolitik und Arbeiterinteressen kommunistisches Spiel— Sozialistische Arbeit Die letzten finanzpolitischen Kämpfe im Reichstag galten in erster Linie der Beseitigung der Fehlbeträge im Reichshaushalt. An der Erreichung dieses Ziel» hat die Arbeiter- klasse das größte Interesse. Leere Kassen sind, wie die Erfahrungen des letzten Jahres am deutlichsten bewiesen hoben, die größte Ge- fahr für die Demokratie und die Sozialpolitik. Deshalb liegen alle finanzpolitischen Maßnahmen, die diese Fehl- betrage erhalten oder gor vergrößern, nicht im Interesse der Ar. lieiterschast. Trotzdem bab« sich di«� o.mmu u! st e n zu An» trägen hinreißen' lassem die nicht die Bcscitupnig, sondern eine Steigerung des Ka ff c nd e f i z it s zur Folge haben müßten. Die KPD. verlangte im Reichstag die Aufhebung der ilmsatzstever, der Bier st euer, der Tabaksteuer, der Zuckerst euer und der Lohnsteuer. Würde diesen Forderungen entsprochen worden sein, so würde ein Stcuerausfall von rund 3,5 Milliarden entstanden fein. Ihm würde aus StSucr- crhähunge» ein Mehrerirag von 740 Millionen gegenüberstehen. Ep würde sich also ein Fehlbetrag von fast 3 Milliarden ergeben. Die Folge wäre, daß die Renten nicht mehr ausgezahlt, die Zuschüsse zur Invalidenversicherung nicht mehr geleistet und alle anderen sozialen Aufwendungen des Reichs nicht mehr anfrechtcrhilten werden könnten. Der tatsächliche Erfolg dieser Maßnahmen wäre also eine empfindliche Schädigung der Arbeiterklasse. Ebenso demagogisch und schädlich ist der Antrag der Kommu- nisten auf Aufhebung der Lohn st euer. Damit soll der Eindruck Hervorgemsen werden, als ob die Lohnsteuer mit 1,4 Mil- liarden künftig den Lohn- und Gehaltsempfängern lelassen bleiben soll. Diese Erleichterung würde" jedoch nicht eintreten, weil an Stelle des Lohnstcuerabzugs künftig die Einschätzung zur Einkommen- stmer vorgenommen würde. Das bedeutet aber eine wesentliche Verschlechterung für die Lohn- und Gehaltsbezieher. Bei der Lohnsteuer sind nicht nur der steuerfrei« Lohnbetrag und die Familienermäßigungen höher als bei der Einkommensteuer, es wird auch das Existenzminimum doppelt angerechnet� wenn Mann und Frau Lohneintommen haben. Beide Vergünstigungen werden bei der veranlagten Einkomneensteuer nicht-gewährt. Di«. Aufhebung des Lohnabzugs ist euch eine Erschwerung' der Steuerzahlung für den Lohnbezieher, der an Stelle des relativ geringen- Steuerabzugs bei den Lohn- und Gehalts- Zahlungen nunmehr vierteljährlich größere Beträge zu entrichten hätte. Die Kommunisten vermessen demgegenüber darauf, daß bis Lohnsteuer da» Eintonunen des Ardeiters b t s auf den letzte» Pfennig erfaßt. Das liegt jedoch nicht am Lohnabzug, sondern an der Möglichkeit, die Hohe des Arbeitseinkommen« leicht fest- zustellen. Darunr wurde z. B. auch in der Vorkriegszeit, als es noch keinen Lohnabzug gab, dos Arbeitseinkommen genau so wie heute in voller Hohe steuerlich erfaßt. Die Beibehaltung der Lohnsteuer liegt daher im Interesse der Zlrbciterschaft. Infolgedessen ist die Sozialdemokratie nach wie vor gegen die völlige Aufhebung, ober für einen sozialen Ausbau der Lohnsteuer. Durch diese Politik ist erreicht worden, daß das Existenzminimum von monatlich 50 M. Im Jahre 1924 auf gegenwärtig 100 M. erhöht wurde, daß weitere Milderungen für kleine Einkommen gewährt »erden und daß in den letzten fims Jahren den Lohnbeziehern rund 300 Millionen Lohnsteuer zurückerstattet worden sind. Alles das ist ausschließlich ein Verdienst der Sozial de mo« k r a t i e. Diesen Erfolgen haben die Kommunisten nichts als dema- gogisch übertriebene Forderungen entgegenzuhalten. Was will das Elsaß? Wer ist dort nicht für das Verbleiben bei Frankreich? Die Rede, die vor kurzem aus einer internationalen sozialistischen Kundgebung in Stra Hb u rg Genosse Victor Schiff als Ver- treter der deutschen Sozialdemotratte gehalten hat, wird in der nationalistischen Presse Deutschlands aller Schattierungen angegriffen. Von der„Berliner Börsenzeitung", die der Echiele-Treviranus- Richtung angehört, über den„Deutschen Schnelldienst", jene Haupt- sächlich für die Provinz bestimmte Hugenberg-Korrespoitdenz, bis zum„Nationalsozialisten" von Gregor Straßer fällt man mit allen Nuancen der Beschimpfung über den„Vorwärts"-R«dakteur her, der auf Straßburger Boden das Bekenntnis abgelegt hat, daß für die deutsche Sozialdemokratie die elsässisck� Frage entschieden sei, nachdem die Bevölkerung des Elsaß eindeutig ihren Willen bekundet habe, künftig im Rahmen der französischen Republik zu leben. Ein von Stroßburg datierter Leitartikel der„Börsenzeitung" wirft dem Sprecher aus Deutschland lang und breit vor, daß er sich in seiner Rede über die autonom! st ische Bewegung ausgeschwiegen habe. Als ob es nicht die größte Takt- lofigkeit gewesen wäre, wenn sich der deutsche Redner in diesen innerelsässVschen Zw: st, in dlcse ausgesprochen inner- politische Frage eingemischt hätte! Nun beruft sich der Artikel der„Börscnzeitung" auf tadelnde Aeußerungen der autonomistischen elsässischen Presse, die ine Gtgensrage cuifgcworsen izabe, wo und nxmn die elsässische Bevölkerung von jenem Seibstbestimmlingsrecht Gebrauch gemocht �habe, das Schiff als ausschlaggebend.�llr die Stellnngnahine der deutschen Sozialdemokratie bezeichnet hatte. Die Aittwort daraus ist schr einfach:'. b rr a l-le n P ar- l a me n t s w a h l e n seit Kriegsende, am 16. November 19)9, am 11. Mai 1924 und am 22. und 29. April 1928, haben sämtliche Kandidaten im» Parteien den Willen Elsaß-Lothringens bekundet, im Rohmen Frankrerchs. zu. leben. Au t o n om ist is ch« Kandida- turen sind erst hei dcn W�lcrxpon 1928. aufgetaucht, nicht ein«. einzige aber auf Grund eines Programms der Loslöfuvg von Frankreich Die maßgebenden Führer des Autonomismus, insbe- sondere Dr. R i ck l i n, hoben vor Gericht und in der Kammer separatistische Bestrebungen feierlich und energisch in Abrede gc- stellt: sie kämpften für sprachliche und konfessionelle Heimatsrcchte, ober selbstverständlich nur im Rahmen Frankreichs. Prälat H a e g y hat am Schluß des von ihm angestrengten Be- leidigungsprozesie« gegen den Pariser Journalisten Nelsey zusammen mit diesem:„Es lebe Frankreich!" gerufen: Dr. Roos hat vor den Geschworenen von Besanxon seine Loyalität gegenüber Frankreich pathettsch beteuert. Was braucht man denn noch mehr Beweise ffir die Anwendung des Selbsttiestimmnngsrechts der Völker im Elsaß. wenn sogar die Führer der autonomistischen Bewegung, die übrigens vorwiegend klerikale Ziele verfolgt, versichern, von Deutschland nichts mehr wissen zu wollen und treue Franzosen zu sein und zu bleiben? Daß uns vieles, was im Elsaß von Regierungsseite in den letzten Iahren geschehen ist, vom international-sozialistischcn Stand- puntt nicht sonderlich gefiel, ist im„Vorwärts" wiederholt betont worden, und es ist dabei manchmal auch an der Haltung der So- ziallsten im Elsaß Kritik �übt worden, wenn wir meinten, daß auch bei ihnen Fehler begangen wurden. Darauf bei jener inter- nationalen Friedenskundgebung einzugehen, bestand für unseren Redner nicht die geringste Veranlassung: sonst hätte er übrigens auch einig« bittere Wahrheiten an die Adresse jener Autonomisten richten müssen, die in Paris Loyalitätskuirdgebungcn für Frankreich abgeben und zugleich in der deutschnattonnien-Press«'Vorstellungen erwecken und Hofjnungen nähren,..di« Im schärfsten Gegensatz zum Vertrage von L o c a r n o stehen..' Die lozialdemokralijchen Studenten Wien» hoben beschlossen, den 3-Schilling-Leiirag für den Hakenkreuzlerverband nicht zu zdlssen, den der Rektor Gloispoch al»„deutsche Smdenteujt.ition" an- erkennt.' Der vorstand des Internationalen Arbeltsamt hat beschlossen, ein Gutachten des Haager Schiedsgerichts darüber einzuholen, ob D a n z i g beitreten kann.— Der Vertreter Schwedens fiel mit dem BeAangen.-die Washingtoner Achtsimdankonoention den. schwedische» Abweichungen anzupassen kläglich ad. Arbeitslose, pfui! (Sine Kundgebung vom Stahlhelm. Cs hat seinen Rei� m die Dedankenwell sener Organisationen zu blicken, di« den„Frootsoldatengeist der Kameradschaft' nach außen besonders lebhast betonen. Das nachfolgende Rundschreiben der «tahlhelmortsgrupp« Stade spricht von dieser„Käme- radschast' Bände. Deshalb sei es hier im Wortlaut wiedergegeben: DerStahlhelm Stade, den 8. April 1930. Ortsgruppe Stade Zln die Kamemden des Kern- und Jüngste. 1...... 2. Die soziale Fürsarge wird mlt sofortiger Virkung ausgehoben. 3. Der Beitrag beträgt l.bv M. pro Monat. 4. Es wird darauf hingewiesen, daß kein Stohlhelmer berechtigt ist, einen Kameraden unter Hinweis aus den Stahlhelm und die bestehende Kameradschaft um Unterstützung anzugehen, ohne die Führerschaft hiervon in Kenntnis zu' setzen. Sollte ein Kamerad aus persönlichen Gründen einen anderen unler- stützen, ist dieses dem Gruppenführer zu melden. S. Laut Bundesbeschluß ist die Aufnahme Arbeitsloser ln den Stahlhelm nicht möglich. 6...... Der Führer. Ist es da nötig, noch ein Wort hinzuzufügen? Arbeltslose werden nicht aufgenommen. Hilfsbedürftige dürfen bei den Satten, für deren Existenz sie bei dem erwarteten neuen„Kriegserlebnis' ihre Knochen zu Markte tragen sollen, nicht um Hilf« bitten. Und wenn einer schon einem anderen ans Kameradschaft Unterstützung bot, so hat er das schlenmgst zu melden. Sintemal doch die Rechte wissen muh, was die Linke tut! Frontheill Die Agramer Erpressungen. Vernarditsch bleibt fest. Belgrad, 2«. April. Im Maffchek-Prozeß betont« der Angeklagte Bernarditsch noch einmal, sein Geständnis bei der Polizei sei null und nichtig, da «» erpreßt worden sei. Als der Borsitzend« mit der Verlesung von Protokollen aus der Voruntersuchung begann, hob Verteidiger Dr. Trumbitsch hervor, daß diese Prototolle ungültig seien und ihre Unterzeichnung mit Drohungen und Erpressungen erzwungen worden sei. Di« Verlesung der Protokolle über die Vernehmung Bernarditsch' durch den Untersuchungsrichter in Belgrad dauerte IVt Stunden. Darauf widerrief Bernarditsch alle diese Angaben. Schließlich wurden noch die Protokoll« verlesen, die bei der Gegen- Uberstellung des Bernarditsch«rnt den Mitangeklagten ausgenonunen worden waren. Die Mitangeklagten haben behauptet, daß Ber. i'arditsch mit ihnen über«ine terroristische Organisation gesprochen habe. Doch hatte Bernarditsch diese Angaben sofort als lügenhaft zurllckgewicftn._ Die Wahrheit über(Spanien. Ilsede des Sozialistenführfrs. -■■ Madrid über Paris, ÄZ. April. Der Sozialisteniführer P rle! o hielt die seit mehreren Togen angekündigte Red« mlt dem Thema:„Der polltische Augenblick." Prikt a machte der Diktatur der» Prozeß und sprach von den Wahlen, die Spanien seiner Ansicht nach ein monarchistisches Parka- inent bringen werden. Er hat kein Vertrauen zur Red- lichkeit dieser Wahlen und fordert deshalb die Linksparteien aus, sich zilsomnrenAuschiießcn, um die Republik auszurufen und uötigensalls zur Revolution zu schreilcu. Der Redner griff nicht nur die Diktatur, sondern auch die Krone in heftigsten Wendungen an und bezeichnete sie als verantwortlich für die Mililörcrhebungeu. Er nannte auch ver- schiede:»« Pcrsönlichrciten mit Namen und warf ihnen vor, in ihre eigenen Taschen gewirtschaftet zu haben. Zum Schluß sorderte die Bestrafung der für di« Diktatur Verantwortlichen. Während seiner Ausführungen wurde er dauernd durch Beifall und Rufe„Es lebe die Republik' unterbrochen. Russische Arbeiter wehren sich. Aufstand gegen„Eäubenjngsiommifsion." Charkow, 25. April.(Lst-Expreß.) Bei der Durchführung der„Täuberuag" in der Fabrik„�ljitsch" in Mariupol kam es zu scharfen Aus- cinandersetznngea zwischen den Mitgliedern der zur Revision eingetroffenen Kontrollkommission� und der Arbeiterschaft. Die Arbeiter griffen zuletzt die ftom- misfiv» tätlich an. wobei einer der Jungkommunisten, die den SLuberungökoinmlssioncn immer beigegeben werden, getötet wurde. Gatiessen am 1. Mai- versprochen. Moskau. 28. April."(Ost-Expreß.) Offiziell wird bekanntgemacht, daß die Arbeiterschaft Moskaus währeild der Maifesttage«in« vergrößerte Ration von Lebens- Mitteln erholten wird. Gleichzeitig äußern aber die Sowsetblätter Besorgnisse hinsichtlich der Durchführbarkeit dieser MaßnolMt, weil die Lebenemittel und besonders das für die Fleisch- Versorgung notwendige Vieh von den Sowjetbehörden in vielen Bezirken zurückgehalten wird. Dessedowski ll und III. - Moskau über Kowno, 26. April.(TU.) Da d«' Frist für die Rückkehr des Mitgliedes der nilfijchen Gesandtschast in Stockholm, Dimitrjewsk'i,-und des Marine- attaches in Stockholm,' S o b o l« w, abgelaufen ist, sind die Tode s-u-r-t eile.gegen dies« beiden laut Beschluß des Präsidium» des Vollzugsausschusses der Sowjetunion in Kraft getreten. Das gesarnte.Eigentum der beiden wurde von der OGPll zugunsten des Staates beschlagnahmt. Raziblakl verboten. Der Oberpräsident der Provinz Rieder- schlesien Hot die in Schweidnitz erscheinende nationälsozialiftische Zeitimg..Der Schlesische Beobachter' und ihr Kopsblatt, den „Hirschberger Beobachter' wegen Verstoßes gegen das Republik- .mi. bea Monaten verbot««........ Kulturbilder aus Thüringen. In feinem Kampf gegen die Vernegerung konfisziert Arick in einer kleinen Konditorei eine Schüssel mit ZIlohrenköpfen. Dabei kommk ihm eine gute Idee: warum soll man nicht die Köpfe der Untertanen als Sleuerobjekt be- nutzen. Er führt also die Kopfsteuer ein. Da die Köpfe nur noch al» Steuerobjekt benötigt werden, wird dementsprechend dte Volkshochschule geschloffen. Denn de« einzigen für Thüringen noch benötigten geistigen Gebrauchsgegenstand, das Thüringer haken- kreuzler-Schulgebet, können nur Leute ohne Kopf verfaßt haben. Die Maifeier in Sachsen. Kein ungemeines Verbot von Demonstrationen. Dresden, 26. April.(Eigenbericht.) Die sächsische Regierung gibt bekannt, daß sie kein allge- meine» Demoust ra t i on s v« rb o t zum 1. Mai erlassen werde. Die Absicht, ein derartiges Verbot zu erlassen, hat lauge bestanden. Das für Leipzig und Umgegend bestehende Verbot aller Devsammlungen und Umzüge unter freiem Himmel sell jedoch aufrechterholten bleiben. Es fei Vorsorge ge- troffen, daß in Leipzig jeder Widerstand gegen das Verbot im Keime erstickt werde. Mit der Untersuchung der blutigen Vorgänge in Leipzig ist der Ministerialdirektor im sächsischen Ministerium des Innern, Dr. Fritsche, betraut worden. Leipzig, 26. April. In einer Eingab« an das sächsisclze Inneuministernim verlangte der Rat der Stadt Leipzig unter 5)inweis auf die Vorkommnisse beim 5. Reichs jugendtag der KPD. vom Ministerium, für die Zu- kunft Vorkehrungen zu treffen, um eine Wiederholung derartiger Ereignisse zu unterbinden. Es wird Übt« anderem empfohlen, dafür zu sorgen, daß in Zukunft Massenversammlungen und große D e in o n st r a t i o n s z ü g e im Innern der Stadt durch Gesetz oder Verordnung überhaupt untersogt werden, und zwar soll sich das Verbot auf all« größeren Umzüge und Ver- sanimlungcn politischer oder nichtpolitischcr Richtung beziehen. Moskauer Maihehe. Um den Kampfesmut der Stoßtruppen Moskaus im Auskaitde zum l. Mai zu heben, macht der ruffifch« Rundfunk Ueber- st u n d e n. In verschiedenen Sprachen, meistens deutsch, werden blutig« Heldentaten der Kommunisten an Maitogen in den letzten zehn Iahren besungen!„Der Barrikadengeist vom 1. Mai 1929 in Deutschland lebt noch. Das bewies erst jetzt der Kampfeemut unserer Genossen in Leipzig. Ja, gerade die kommunistische Jugend erfüllt Lenins Hoffnungen', rief ein Angestellter Moskaus am Mikrophon und fuhr dann fort:„Den Sozialfaschisten müssen wir zeigen, hinter wem die Massen steh«».' Der Herr in Moskau schloß mit den prophetischen Worten:„Wir werden sehen, wie sich das aanz« deutsche.Proletariat am 1. Mai hinter unser« Banner stelli." Balkanische Maiseierverbote. In Bulgarien und Südflawien. Sofia, 26. April.(Eigenbericht.) Die Regierung hat jede össeutliche Kundgebung am 1. Mai ver- boten. Sie gestattet lediglich geschlossen« Versammlungen unter Polizeiaufsicht. Setzen seit Tagen entwickelt die Polizei regste Tätigkeit, um die Arbeiterschaft so e i n z u s ch ü chle r n, daß sie auch den geschlosseneu Moiseier» sernbleibe. Der soziolislische „Rarod" protestiert scharf gegen die Beschlagnahm« zweier Mai- ausrufe der sreici, Eewcrkschaftei, gegen den Faschismus und für den Achtstundentag., Belgrad. 26. April.(Eigenbericht.) Die südslawisäic Regierung hat jegliche Demonstrationen am 1. Mai untersagt. Verstoße sollen strengstens geahndet werden. Hungerstreik in Bulgarien. Aus dem Gefängnis in Warna am Schwarzen Meer sind letzt- hin drpi Politische ausgebrochen: deshalb wurde der Direktor ab- gesetzt. Sein Nachjolger hat ein so brutales Regime eingeführt, daß jetzt 4<)<1 Gefangene in den Hungerstreik getreten sind. Der Justizminister hat Untersuchung angeordnet. Hitlers Sehnsucht ungestillt. Auch Thüringtn nimmt ihn nicht. Weimar, 26. April.(Eigenbericht.) Die Meldung, daß Adolf Hitler thüringischer Staatsbeamter werden soll«, um die deutsch« Staatsangchörig- keit zu erlangen, gab dem demokratischen Landtagsobgeordneten Kallenbach'Anlaß zu einer Kleinen Anfrage an di« Pegierung, in der Auskunft darüber verlangt wurde, ob die Meldung ihre Richtig- keit habe. Die Regierung hat jetzt folgende Antwort erteill:„Die Staatsregierung hat nicht, die Absicht, Herrn Adolf Hitler den Er- werb der thüringischen Staatsangehörigkeit dadurch zu ermöglichen, daß sie ihn pro lorma als thüringischen Staatsbeamten anstellt. gez. Bauch.'__ Der Schimpfgras aus Königgrätz. Adalbert Sternbrrg tof. 62 Jahre alt ist in Wien Adalbert Sternberg gefiorben. In den letzten üchrenZas man,.seinen.Mme» nur noch in Zeitungsberichten über seudale Ohrfeigem»ffären und Beleidigungsprozesse. Aber in der verflossenen Monarchie» in der«tcrnberg noch ein „Gras' war, hat er«in« sehr laut« Roll« gespielt. Unterm gleichen Wahlrechts das 1SV7 eingeführt wurde, wählten ihn die böhmischen Landakmemden um Königgrätz In den Rcichsrat und dort trat Sternberg, der ehemalige Äovalleriesffizier, immer mehr als der allerordinärste Schimpser hervor. Was er sich an Schmähungen, so ziemlich gegen alle, leistete, geht auf keine Kuhhaut. Sein Haupt- ziel war aber der alte Franz Ioteph nsit feiner Uwgchmtg eisgrauer Generäle. Gegen sie alle schleuderte Sternberg Geschosse von einer Art, wie sie ähnlich erst wieder— Pilsudski in öffentlichen Darlegungen gebraucht hat. Man erkannte bald, daß Sternberg im Geiste des Belvedere sprach— jenes Palasts, in dem Franz Ferdinand residierte und wo man herrschgierig auf das Ende des alten Kaisers wartete.„Der Alte lebt noch hundert IahrT... Franz Joseph aber war so nobel, dem Sternberg di« Offiziers- charge wiederzugeben, die er wegen nicht bezahlter Spielfchußicn verloren hatte. Im ganzen war Sternberg ein echter Typ feudale» Uebermuts und er hat seine Zeit überlebt, denn dem einst so möchtigen böhmischen Adel h�it die tschechische Demokratie seinen Reichtum zum großen Teil, seine Vorrasfte vollständig genommen. Marokko wird weiter„befriedet". Ein Hochplateau militärisch erobert. In der„friedlichen Durchdringung" Marokkos durch die sranzösischen Kolonialtruppen ist wieder eine neue OkkupaUon. zu verzeichnen. Französische Prcssemelduirge» aus Rabat besagen, daß französische Truppen in der Nacht zum 22. April chas berüchtigte Hochplateau von Sgatt besetzt haben, wo die Franzosen im vorigen Älchr etwa um die gleiche Zeit empfindliche Verluste durch«ufständische Eingeborene erlitten. Die Besetzung, die kampftos erfolgt sein soll, hotte de»„Schutz der von Dissidenten bedrohten lokalen Beoolkerungsteile" des betreffenden Gebietes zum Vorwond. Noch der Besitzergreifung wurde— wie Pariser Blätter melden— auf dem Plateau der Bau von Befestigungs- aulage» in Angriff genommen ©er Mensch im neuen Arbeitsrecht. Vortrag Or. Ginzheimers in der Freien Sozialistischen Hochschule. Die Freie Sozialistische Hochschule beendet« aestern abend ihr Wintersemester mit einem 5ßor:rach abonniere den„Vorwärts"«und die Abendausgabe für Berlin„Der Abend") mit den illustrierten Bei mgen„Volk und Zeit" und„Kinderireund"'owie den Beilagen„Unterhaliuna und Willen".„Frauenstimme".„Technik" „Blick in die Bücherwelt" und„Iugend-Vorwärts" in Groß- Berlin täglich irei ins Haus tMonotlich 3,66 Mk.. wöchentlich 85 Pf.t Name: Wohnung: -Straße Nr- Hof— Quergeb.— Seiienfl.— Tr. links— rechts oei Ausfüllen und einsenden an den Verlag des„vorwärts". Berlin STD 68, Linden stratze 3. den ganzen Fragenkomplex, der mit der jetzigen Theaterkrife zu- sammenhängt. In klarer, übersichtlicher Form schildert er die Aus- gaben, die das Theater in der Arbeiterkulmrdewegung zu erfüllen hat-, er umreißt dann die Funktionen der Volksbühne und geht ausführkich auf das Laienspiel ein. Man kann es begrüßen, daß hier von sachkundiger Seite in zusammenfassender Weise ein Fragen- kreis behandelt wird, der weit über den Kreis der Arbeiterkultur- bewegung für die Vertreter der Partei und der Gewerkschaften von Bedeutung ist. In der Beilage„Soziali st ischc Erziehung" schildern August Siems«» und Wilhelm H e r�r i n g die zeirstörerische Wirksamkeit des Nationalsozialisten Frick in Thüringen. 60 proz. der Wähler sind in Wien organisiert. Wien. 26. April.(Eigenbericht.) Am Somurbenid tritt hier die Jahreskonserenz der Wiener Sozialdemokratie zusammen. Der Bericht weist ein« Steigerung der M i t g l i ed e rz i s f e r n von 417 347 auf 418 055 auf. Die Zahl der männlichen Mitglieder beträgt 267 125(1928: 267 731). die Zahl der weiblichen Mitglieder 150 930(1928: 149 616). Der stärkste Bezirk ist Oltakring mit 45 810 Mitgliedern, ihm folgt Favoriten mit 41 163 Mitgliederic. Die Zahl der Bertrauenspersonen beträgt 19 343 gegenüber 18 700 im Jahre 1928. Di« Zahl der weiblichen Vertrauenspersonen hat sich von 3549 auf 3951 vermehrt. Ein Vergleich der Mitgliederzahl mit der Zahl der sozialdemokratischen Stimmen im Jahre 1927 ergibt, daß über 60 Prozent aller sozialdemokratischen Wähler Mitglieder der Parteiorganisation sind. (Gewerkschaftliches stehe 3. Beilage.) Verantwortlich fllr Politil: Dr. Sari Sri)«: Mrtschait:®. gli»aelhi>t«r: chewerlschakisbeweiiung I Z. Stei»»! Feuilleton: Jt i>. Dolcher: Lotale» und Soniiiacs: gritz Sarstedt: Si'.»eioen: Th. Slorf«: sämtlich in Berlin. Verlag: Vorwärl-.Verlag®. m. b. iö, Berlin Druck: Lorwäris-Buchdruckeret und Lerlaasanftalt Paul Singer u. Co.. Berlin SS K8 Lindcnftraie t. Siergu 4 Beilagen»och„Unteebaltnng»ud«igen-. 4 ?lr. 496» 47. Jahrgang Sonntag, 2?. April 4930 i "4 5. Frühling treibt hinaus Langsam rollt der Pariser Expreß in die weite Halle des Schlcsischen Bahnhofs, der hauchdünne Reif auf den Wagendächem glänzt malt in der fahlen Morgensonne. Halb neugierig, halb staunend pressen sich gegen jedes einzelne der kühlen Abtcillcnster die übernächtigten Gesichter von vier, fünf oder aarh sechs Menschen; in der oberen Reihe eine Galerie von jungen Männern slawischen Typs, darunter, die Köpfe ineinander- gesteckt. Kinder mit roten Pausbacken. Die ganz Kleinen küm mern sich nicht um Berlin, sie haben gestern in Warschau geschrien und gestrampelt und werden es morgen früh in Paris ebenso machen. Ucberfüllf scheinen die Wagen der dritten Holzklasse mit den von Kartons, Bündeln und. Körben vollgepfropften Gepäcknetzen, aber das kommt einem sicher nur so vor, denn von Baranowiczc oder Bialyslok, irgendwo zwischen Wilna und Minsk, von wo die Reise dieser Aaswanderer geht, bis nach Cherboarg, der französischen Konkurrenz Hamburgs und Bremens wird niemand stehen, sondern ein jeder seinen teuer bezahlten Platz haben. Abschied von Europa Wenn olfes gut gegnngen ist, dann haben diese Beuernfomilien au» den schweren, düsteren Ebenen Osteuropas vor einer Woche endgültig liquidiert, was sür sie die s?eimot war. das letztemol sind sie die ungepflasterte, ausgefahrene Dorfstrahe entlanggegangen, etwas besinnlicher als sonst und jetzt, teils mit einem Kapsschiitteln, teils mit einem Achselzucken wm den Fahrgästen der Berliner Stadt- bahn betrachtet, mögen sie wohl daran denken, wie es in Brasilien oder in Argentinien aussehen wird, wo sie dort schlafen werden und ob sie der Joseph, Serowko, der nun schon das sechste Jahr drüben ist, auch abHalen wird. Unterdessen notiert sich der Zugsichrer mit seiner rotlackierten Lederschärpe die Nummern der Waggons, die bis auf die beiden belgischen, eben angehängten und nach London fahrenden, und dem deutschen Speisewogen, der von Strentsch bis Aachen mitläuft, alle das Hoheitszeichen der polnischen Republik, den weißen Adler aus rotem Grunde, trogen. Deshalb steht auch nicht an den Türen„Erst öffnen, wenn der Zag hält!", sondern„Nie otwierac drzwi.. usw. und über die weichen Polster der ersten und zweiten Wagenklasse sind obendrein noch weiße Spitzendecken gelegt. Bier fromme Schwestern mit soitderlich spitzen Hauben, dix an die Kopfbedeckungen der Holländerinnen er- innern, nur noch größer sind sie, machen es sich in ihrem Abteil bequem und schlagen ein altertümlich gebundenes Buch in polnischer Sprache auf, die Kellner des Speisewagens beginnen die Tische zu decken und ehe man es sich versieht, gleitet lautlos der Aug hinaus in den taufrischen Frühlingsmorgen. Aus den vorderen Wogen wird gewinkt und mit den beiden letzten suchen Freunde der Reisen- den Tritt zu halten, bis es nicht mehr geht, nur aus den mitt- leren Wagen der Auswanderer reckt sich keine Hand, flattert kein Taschentuch, und da auch die Fenster verschlossen sind, rollen die Wagen ohne einen Gruß aus der Halle. Man muß es sich förmlich ins Gedächtnis rufen, daß in diesem Zuge Menschen sitzen, hinter denen nach etlichen Stunden an irgendeiner Hafenmole für immer die Tore Europas ins Schloß fallen werden. Wir gehen hernach in den großen Durchwondererfaol, der im Erdgeschoß ganz abgeschieden von dem ununterbrochenen Strom der Reisenden liegt und an dessen Tür ein Schild jeden llnbefugttn warnt:„Fremden ist der Zutritt strengstens verboten!" Das ist notwendig, denn wenn in diesem Durchwanderersaal jeder herum» spazieren könnte wie er wollte, dann würide er bald kein wahlbehüte- ter Ruheplatz für imnierhin schüchterne, ängstliche Auswanderer sein, sondern ein Eldorado für das Bauernfängertüm jeglicher Cau- leur. Der Saal selbst ist so groß und so hoch wie eine recht geräu- mige Berliner Turnhalle, mit Pritschen längs den Wänden.und schweren Tischen davor, in der Mitte thront der Verwalter und schöpft sich gerade seinen Tee löffelweise aus der brühend heißen Toste, denn nach der ollmorgendlichen Abfahrt seiner Pfleglinge öffnet er aufatmend die Fenster, läßt den Sonnenschein herein und fängt an zu frühstucken. Alle Auswanderer sind heute nicht mit- gefahren, die zurückgebliebenen Männer haben sich eine Kiste ans Fenster ge- rückt, sind hinaufgeklettert und sehen sich nun die Augen aus an der grauen Steinwüste des weiten Bahnhofsvor- Platzes, schade, daß sie einen so wenig schönen Eindruck van Berlin in ihre Heimat mitnehmen müssen. Die Frauen dagegen holen sich warmes Wasser aus dem dampfeniden Kessel, der hinten an der Wand steht oder haben den Kops auf den Tisch gelegt und machen cin Nickerchen. Nur die Plakate der Schiff- sahrtsgesellschatten, die, dicht nebeneinander an den Wänden hängend, um das Geld der Auswanderer werben und auf denen die Schiffe so stolz und die For- inen so glückverheißend zu sehen sind, beachtet kein Mensch, trotzdem die United States Lines versprechen, jeden Auswanderer mit„comkort, eourte� und safety", mit Bequemlichkeit, Gefälligkeit und Sicherheit zu befördern. chens und heute am Rande Berlins. Draußen an der Rei nicken- dorfer, Ponkower und Weddinger Grenze, an diesem idyllstchen Dreieck, das noch ganz das alte geblieben ist mit seinen Sandwegen, Laubenkolonien, Pferdehändlern und Wagenverleihern, dort sind jeßl wieder sechs, acht, zehn solcher bunten Wagen mit Fenstern an den Keilen und einer Stiege vor der Tür hinter einen wackligen Zaun geschoben worden. Hühner lausen herum Vnd gucken vom Hof mitunter auf die Straße, zwei kleine Zigeunerjprößlinge spielen mit einem Fußball, ein junges Weib mit blauschwarzem Haar und in ratseidener Bluse steht vor einem Waschtrag und wäscht Strümpfe, vielleicht sind es ihre, denn sie selbst hat keine an. Die Alten sind unterwegs auf die Pferdemärkte, aber aus ist es mit den Pferden, seitdem wir eiserne haben, die sich mit Benzin begnü- gen, da scheint die Wahrsagerei der Weiber mehr einzubringen, besonders wenn sie jung sind, in die Kneipe kominen, ihre Bluse auftnöpfen und sagen:„Näminen Si« großes Geld, gnäddigerr Herr und stecken Sie hier hinein, es wird Ihnen bringen viel Glick in Ihre ganze Läbben." Trostlos sieht es in diesen Zigeuner- wagen aus, die Betten sind mehr schwarz als weiß oder eigentlich Betten ist zuviel gesagt. Eierkisten scheinen das zu sein, ein schmutziger, vallgepackter Tisch, unter ollem möglichen Gerumpel ein zerbrochener Stuhl, obwohl es 2 Uhr mittags ist, schlafen in dem einen Wagen iwch zwei Mädchen, gekocht wird in diesem Kasten auch und geliebt noch dazu, wir haben eine Bildielegraphie, eine Hachfrequenzchirurgie. bereiten uns auf den Ueberseeflugdienft vor, und hier hausen diese ewigen Nomaden unberührt von jeder Kultur. Aber die Sonne des Frühlings scheint gleichermaßen aus Barbaren und Zivilisierte. Diese Zigeuner haben immer noch ihren Wogen, wo sie sich abends zur Ruhe legen können, ober was Ewige Nomaden Auch das Reisen will gelernt sein. Fast krank sind diese litauischen, polni- schon und slowakischen Bauern, wenn sie das eine einzige Mal in ihrem Leben vom N j e m e n an den Mississippi, von der Düna an den Amazonas fahren. Dagegen ihre braunen Nochbarn, die Zigeunerstämme vom Pod-karpatka-ruß, geboren im Wagen, lebend im Wogen und zu sterben bestimmt im Wagen, steht ihre wandernde Wohiistatt gestern noch auf dem Anger eines italienischen Dörf- Das Scfaafkopp'Faradics im Humboldthain macht der alte Sonnenbruder, der ganz betrübt an der Theke des „Ollen Fristen" fleht und sich einen„Säuern mit Persiko" nach dem anderen bestellt.„Junger Mann, die Kneipe is jut," meint er zu mir,„der Schnaps kost''nen Jroschxn und imma frischet Bier." Was wir ihm gern glauben, denn in dieser verräucherten Kunden- östttscisrn Krell« stsösrv..... 95 Pf. Weisse Federn.... 2. 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Als er ihn das letztemal gesehen, Krümelkarl wurde damals ins Fröbelkrankenhaus geschafft, hatten sie sich für dieses Frühjahr hier beim„Ollen Fritzen" verabredet, uin gemein- sani loszuziehen. Wohin?„Jott, det konnten wa damals noch nich sagen, weit solltet nich sein, denn im Winta sind wa doch imma wicda hier. Ada wat soll ick nu alleene in Berlin, wo draußen de Sonne so schön scheint. Man is ebent zu nischt n>chr nutze. Frau Wirtin, jebn Se mir noch Sauan." Der„Olle Fritze", berühmt geworden durch den Film„Mutter Krausens Fahrt ins Glück", ist eine der wenigen Kundenkneipen, in denen der weibliche Vagabund. die Tippclschtckse, sich ihren Platz erobert hat. Das sitzt min da, holt sich einen Brathering von der Theke, säuft einen Humpen nach dem anderen mit Todesverachtung aus, ist blau und vergißt dabei, albert mit den Kerlen hemm und sängt plötzlich an zu singen; „Herrlich, herrlich, herrlich wird es sein, wenn wir zieh'n, von Sünde frei und rein, in das gelobte Kanaan ein, au» dem Stiebet woll'n wir' drinken, aber heiraten nicht." Solch? Lieder lernt man, wenn man in die Schrippenkirche geht. Aber je höher die Sonn« steigt, desto leerer wird es in der Wiesenburg und da- mit auch im„Ollen Fritzen". Dann hält es die Sonncnbrikder. nicht mehr in Berlin, der Wirt hat«s ihnen leicht gemacht und«ine Karte von Deutschland an die Wand gehängt, aber was brauchen diese Wanderer ins Nichts eine Karte, wepn einer von diesen alten Speckjägern, der seine drei oder vier Jahrzehnte schon mis der Landstraß? liegt, sich aufrafft und nach Magdeburg walzt, dann kennt der jede» Herberge, jedes Krankenhaus, jede Noturalverpfle, gungsstation und weiß vor ollem, wo der Gendarm wohnt, damit er nicht etwa an dessen Tür klopft und ihm zu guter Letzt doch noch das Arbeitshaus blüht. Das Schafkopp-Paradies 1 Aber unser Freund aus dem„Ollen Fritzen" Ist nicht der ein- zige, der einen toten Freund betrauert. Als sich in diesem Früh- jähr die allen Schafkoppspieler an ihre gewohnte Bankecke in den Humboidlhoin setzten, da fehlte mehr als einer und jünger« Gesichter Mußten nachrücken.„Proppke" hat sich das Leben ge- nonimcn und wo„Habakuk" geblieben ist, weiß kein Mensch, aber Kreuz-Dame spielt gegen Pik-Dame, das ist geblieben. Wenn die dicht umstandenen Bänke des sandigen Rondells unterhalb der Rodelbahn mit den fast andächtig zusehenden Kiebitzen, dem ununter» brochenen Klatschen der ausgespielten Karten und nicht zuletzt die kleinen Rollen Pfennige und Sechser, die neben jedem Spieler stehen, bei dem einen höher, bei dem anderen niedriger, wenn das alles den Eindruck eines regelrechten Spielbetriebes macht, ach nein, es wurde gerade jemand angeschnauzt:„Maxe, du wirst det Kartenspielen ooch nie lernen, wie kannste denn mit dem Mann Trumpf spielen, fehl mußte anbieten, Mensch!" Wo noch solche Belehrungen aus- geteilt werden, da geht es mit Maßen zu, und bei einem Zehntel- psennigfkat oder einer Schaskopp-Partie, wo ei» Solo mit ganzen drei Pfennigen honoriert wird, da hat noch keiner ein Rittergut verloren, auch weil man es nicht Zu verlieren hat. Da» Programm der Berliner Fnnk- Stunde will sich im Sommer von dem des Winter» in mancher hinficht unterscheiden. Der Unterschied soll nicht darin bestehen, daß das Programm sich aus gleichgültigeren Darbietungen zusammensetzt, sondern es soll vielmehr der Versuch gemacht werden, die Sendungen zeitlich und st i l i st i s ch der veränderten Lebensweise de« Sommers anzupassen. Sa beginnt mit dem l. Mai ein tägliches ArflHkonzert, das im Anschluß an die ans 6,30 Uhr vorgelegte Morgengymnastik von b,4ä Uhr bis 8,l5 Uhr für Hau» und Betriebe gedacht ist. Die bereits im vorigen Jahr eingeführte unterhaltend« Abend- musit vor Beginn des eigentliche» Programm» wird an allen Tagen durchgeführt, wenn die Abenddarbietuug selbst nicht den gleichen Charakter trögt. Di« Veranstaltungen, die größere An- spräche an die Ausnohmefähigkeit des Hörers stellen, sallen, der Sommerzeit Mitsprechend, in die späteren Abendstunden. Beginnend mit der zweiten Maiwochc wird der Hörer jeden Donnerstag von dein Intendanten oder den künstlerischen Leitern«Ine Aar- besprechung des Programms der nächsten Woche hören. Die Funk-Stunde bezweckt mit dieser Neueinrichtung, die Hörer über ihre Programnnibsichtcn regelmäßig auf dem lausenden zu halten. Die literarische Abteilung wird ihren vor kurzem begonnenen Reihe»„Die Autobiographie",„Plädoyer für die Klassiker" usw. einige neue hinzufügen, die älicre ablösen sollen. Wir erwähnen „Die Erzählung der Woche", in der leine Geschichten vor- gelesen werden, sondern zu diesem Zweck« verfaßte Kurzgeschichten, die meist an ein wirkliches Geschehen der Zeit anknüpfen, erzählt werden sollen. Eine andere Reihe, deren Titel noch nicht sesisicht, soll ganz einfach zum Hörer sprechen, d. h. zeitlose Fragen, di« jeden angehen, in einer Form behandeln, die an den Hörer keine Vor- mtssehmigen bildungsmahiger Art stellt. Von dramatischer Literatur sieht die Funk-Stunde für die nächste Zeit das Nachfolgend« vor: Am 7. Mai Urausführung: Hör- spiel„John D erobert die Welt" von Friedrich Wolf. An, 14. Mai Urausslihrung„Ko n t u r s sa ch« W u r m b a ch" von A. Dieter, gleichzeitig mit der Frankfurter Urmissührung. Am SO. Mai Uraufführung Anderson undHickerson„Und wir haben nicht» dagegen geta n", ein Sacco-V-,nz«iii-Dro>na. Am 30. Mai Uraussührung Döbiin„A l e x a n o e r p l a tz", ein vom Autor nach dem bekannten Roman gc.schafsene» Höispiel. Ende Mal wird ein H ö r f i i m von Walter Ruitmonn„W eckend" gesendet, der bereit» fertiggestellt ist und der einen Versuch aus dem Gebiete de» Eigcukunstwerkes des Funk» darstellt. Der Film ist im Austrag der Funk-Stunde von Tri-Krgon hergestellt worden. Di« Funk- Stunde bereitet ferner«in Rundfunkstück auf Schollplatten vor. Ferner wird Georg Kaiser ein reine» Hörspiel schreiben, an dem er bereits arbeitet. � Don den Darbietungen der musitalischen Abteilung, deren Pro- gramm fortlaufend eine Ergänzung des bisher Gewesenen darstellt, sei erwähnt, daß in diesem Sommer im Rahmen ihrer Konzerte dein Schassen Bachs und Haydns besondere Aufmerksamkeit Habakut und sfrappl, Pf* t.ggf' 7�" i0'1;, ist noch jung: ein frischer Nordost beweqt sachte die qroßen Baum- vnnungrn dcr„N � u ir ii M" B-Oer Funkstunde macht Frühling Das Programm soll s ich der Zeit anpassen frischer Nordost bewegt sachte die großen krönen, die ihre braunen, mit hellgrünen Knospen getupften Zweigs wie riesige Pinsel tz, den' grauen Himmel recken. Irgendwo Mn Spatz, von drüben echot es und mittlerweile hat sich eine Biene eingestellt, um auf die ersten Blüten zu warten. Maxe wivd schon wieder ausgeschimpft, weil«r Herz-Dam« nicht behalten hat, etwa» Aufregung kommt in di« Spieler, nur die Sonn« zeichnet weich und still ihre zitternden Kringel i» den schmutzige» Sand. „Er weiß nichts vom 1. TNai." Unter dieser ileberschrist veröffentlichten wir im gestrigen„Porwärts" die Einladung eines Neuköllner Schiedsmannes zur Besprechung der Schiedsmänner mit dem Amtsgerichtsdirektor Dr. Guhrau am 1. Mai, nachmittags 1 Uhr. Unsere Notiz hat den gewünschten Erfolg gehabt, da der Herr Amtsgerichtsdirektor einen neuen Termin auf den 3. Aöai 1930, vormittags 10 Uhr, angesetzt hat. Funk-Stunde erscheinen. Ferner bemüht sich die Funk-Stunde um ein» Uebertragung des Konzertes von I o s c a n i n i anläßlich der Berliner Ieftspiele und des„Tannhäuser", der bri den Bayreuther Festspielen von Tosccmini dirigiert wird. Die Einrichtung des „Musikalischen M a g a z i n s", das In buntem Wechsel, durch entsprechende HinVei.se miteinander verknlipst, Neuerscheinungen aus musikalischem Gebiete in einer leichlfaßlichen Form dem Hörer zeigt, soll ausgebaut werden. Die Opern-Abteliung plant einen V«rdl- Zyklus, der, zum Teil in Form von Ouerschultten, bekannte und unbekannte Werk« herausbringt und dabei den Hauptwert auf gesangliche Höchstleistungen legt. Die Unlerhältungsmusit soll im Laufe de» Sommere weiter aus» gestaltet werden, so daß inehr und mehr die niveäulich nicht vertret» baren Stücke imd Bearbeitungen verschwinden und dafür eigene gut« Bearbeitungen treten. Di« Varlcogs-Abteilung plant eine neue Reihe van Diskussions- Borträgei», die sich von den bisherigen in der Form unterscheiden: Thesen- Diskussion, um den Hörern inlsnswer« Anteilnahme an der Diskussion strittiger Fragen zu emmglichen, um auf der anderen Seite das freie Zwiegespräch vor dem Mikrophon vorm Zerflaitern zu schützen. Es sollen(nach einer Idee von Bert Brecht) die Gedanke», die jeder der beiden Diskussionsredner vertreten will, vorher in Farm von Thesen dem Publikum mitgeteilt werden, ehe nach einer Pause von zehn Minuten, die durch eine andere Dar- bielung ausgefüllt wird, da» eigentliche Zwiegespräch beginnt. Die Aktuelle Abteilung wird wie bisher alle wichtigen Zeitereig. niste verfolgen und dem Hörcrkreis durch Uebertragung oder durch Abhandlungen zugängig machen. Roch mehr als bisher sollen die an solchen Zeitereignissen Beteiligten selbst sprechen. Der Gedanke einer ragelmäbigeu Besprechung von Theater, Film, Kunst» aussttllungeir. usw., zu dem«in Ansatz im Berliner Programm bereit» gemacht wurde, wird neu aufgegriffen. Eine Mikrophon» folge:„Berti. ner Betriebe" soll ein Bild der arbeitenden Sla�t geben._ L>.> Erste Wärmegewitter. Die für die Iahreszeii außergewöhnlich hohen Tem- peraluren halten gestern im Bereiche Groß-Lerlin» mehrere Gewitter, die ganz lokaler Natur waren, zur Zolgc. Bei 23 Grad Wärme, der Höchsttemperatur des gestrigen Tages, ballten sich gegen 14'� Uhr über der Innenstadt dichte Wolken- mästen zusammen, und scrnc Donnerschläge kündeten das Heran- nahe» eines Gewitter, an. Starter Gewitterregen, der fast eine halbe Stunde mit ziemlicher Hrsttgkeit niederging, und zahlreiche elektrische Entladungen folgten. Ein zweites Gewitter trat in der Innenstadt gegen 19 Uhr in Erscheinung, da,«bensolls von er- giebigen Regengüsten begleiiet ivar. Besonders im Süden und Südosten, wo dos Gewitter stuiGcniang stand, gingen wahre Wolken- bräche nieder. Soweit bisher bekannt geworden ist, hat der Blitz nirgends eingeschlagen oder gezündet. Wie der Amtliche Wetterdienst hierzu mitteilt, handelt es sich um ein sogenant«?„W ä r m« g e w i t t e r". Es kommt häufig bei hohe» Temperaturen in ganz flachen Tiefdruckgebieten vor, in denen nur schwache Lustbewegung herrscht. Dieser Witterungs- charakter ist sür die Bildung von„Wärnsegewittern" besonders günstig. Für Sonntag wird bei etwas niedrigeren Temperaturen schönes Wetter vorausgesagt. Auch in den folgenden Tagen ist wahrscheinlich mit klarem, jedoch etwas kühlerem. Wetter zu rechnen. Die Situation ist zurzeit bedingt durch«in Hochdruck- »«biet über Skandinavien und ein Tiefdruckgebiet, das sich von Ruß- land bis herunter zum Balkan erstreckt. � � Ktugzeugunfall in Tempelhof. Gestern nachmittag muhte ein Flugzeug d«»„Sturmvogels". Flugverband de, Werktätigen, das mit drei Passagieren beseht war. kurz nach dem Start wegen elne» Molordesekte» notlanden. Dabei stellte sich die Ma- schine Kops und wurde schwer beschädigt. Der Pilot und die Fluggäste kamen mit unerheblichen verlehnngen davon. Es handelt sich um da» Flugzeug der Type Focko-Wuls D. 467, mit dem seit Beginn der Saison täglich Ru n d f lü g c unternommen wurden. Gestern nachmittag um 16.14 Uhr startete die kleine Focke- Wust mit drei Fluggästen zu einem Rundslug über Berlin. Kurz nach dem Start, als sich der Apparat noch in geringer Höh« befand, bemerkte der Pilot kurz vor Ucberslicgen der Flugplatzgrenzc, daß der Motor fehlerhaft arbeitete. Er entschloß sich sosort zur Umkehr ** EstherGremn „Fräulein Hosting, ich werde Sie disziplinieren müssen." „Tun Sie das nur. Heute noch erfahren es Dagens Nyheder, heute noch erscheinen Extraausgaben, der Sändr'uper Iustizskandal, jawohl, Sie werden den Wert der Presse noch schätzen lernen. Nehmen sie sich in acht, Herr Iakobsen, noch schützt Sie die Würde Ihres Amtes—" „Sagen Sie mir nur um Himmels willen, Ist das die Mitteilung, die die kranke Frau Delius mir machen wollte?" „Sie werden nicht auf die Dauer das namenlose Unglück vertuschen können, das ein EeistSskranker hier angerichtet hat. Wer weiß, ob bei rechtzeitigem Eingreifen der Be- Hörden nicht alles hätte verhindert werden können, ob die Ossipowna nicht am Leben geblieben wäre> ob der arme Mensch, der ja auch nur«in Opfer, jawohl nur ein Opfer unserer gesellschaftlichen Zustände ist, nicht schon längst bei gehöriger liebevoller Pflege hätte gehellt werden können. Nein, nein, unterbrechen Sie mich doch nicht schon wieder, ich will reden und ich will gehört werden, ich will, daß jedes einzelne meiner Worte mitstenographiert wird, man kann sich doch auf das Fräulein da verlassen, es ist mir eine Freude, meine Anschuldigungen zu Protokoll gebracht zu sehen: um Gottes willen, so schlagen Sie doch nicht Jo auf den Tisch, man erschrickt ja auf den Tod; wissen Sie nicht, wie man zu einer Dame spricht—" „Fräulein Hosting, ich werde so oft auf den Tisch schlagen, so oft Sie mich nicht zu Worte kommen lassen, und wenn der Tisch in Trümmer gehen sollte—" „Richter Jacobson, geben Sie mir doch einen Augenblick Zeit zur Besinnung— mir schwindelt— ich bin nicht gewohnt. daß man so mit mir brüllt— Richter Jacobson, Sie sind ein ganz— ein ganz furchtbarer Mensch— Ihre Stimme allein." „Ihre Freundin, Frau Delius. schreibt:„hätte ich Ihnen Mitteilungen zu machen, die mir so wichtig sind", und dann: „meine beste Freundin und einzige Vertraute, die berühmte Schriftstellerin Birgit Hosting empfangen zu wollen und so weiter. Sie ist von mir in alles eingeweiht. Sie wird Ihnen alles sagen, was ich Ihnen zu sagen habe, nur daß sie es besser, ruhiger und klarer formulieren wirti". Ich habe Sie auf diesen Brief hin vorgelassen, Fräulein Hasting, und ich bitte Sie, sich an diesen Brief hier zu holten. Um was für Mitteilungen handelt es sich?" „Du lieber Himmel, wenn Sie einen so fragen, bleibt einem ja das Wort im Munde stecken. Eine jo heikle, eine so zarte Angelegenheit." „Zur Sache, Fräulein Hasting." „Sogen Sie mal, müssen Sie wirklich alles protokollieren? Könnte ich Sie nicht mal ein paar Minuten unter vier Augen—." „Nein, zum Donnerwetter." „Sie sind ein furchtbarer Mensch, Richter Iacobsen. Frau Delius hatte Sie mir so ganz anders geschildert, viel ruhiger, viel sanfter." „Noch eine Silbe, die nicht zur Sache gehört, und ich lasse Sie auf der Stelle abführen." „Sie sind imstande, und stecken«inen noch ins Gefängnis. weil man nicht rasch genug spricht. Zur Sache! Das ist nicht so einfach. Vor allen Dingen läßi Frau Delius Sie fragen, wie das Gutachten von Professor Behrens aus- gefallen ist," „Ja, woher weiß denn Frau Delius, daß Professor Behrens überhaupt hier war?" „Ich habe ihn doch an der Bahn empfangen. Und wenn er nicht so unbegreiflich rasch wieder abgereist wäre— ich verstehe gar nicht, mit welchem Zug— „Sagen Sie Frau Delius. daß es leider ganz gegen meine Vorschrift wäre, Privatpersonen über das Gutachten zu informieren. Sind Sie fertig?" „Gott �bewahre. Jetzt kommt ja eigentlich erst mein Auftrag. Sehen Sie, Frau Delius hat so ein gute� Herz. und ich, ich interessiere mich leidenschaftlich für Verbrecher. Glauben Sw mir, jeder Verbrecher ist nur ein Opfer seiner Erziehung,«in Opfer schlechter Verhältnisse und eigentlich ganz unschuldig. Und wenn Professor Behrens Torben Rist für geisteskrank erklärt hat, woran wir natürlich keinen Augenblick zweifeln, so soll er nicht in Irgendeiner Anstalt mit ollen möglichen gräßlichen Individuen zusammenkommen, dann wird er selbstverständlich nie geheilt werden, sondern In ein anständiges Sanatorium, am besten im Ausländ, In der Schweiz vielleicht. Frau Detius und ich; wir würden die Kosten gerne tragen, und was sein weiteres Schicksal betrifft — Richter Iakobsen, Sie vergessen sich. Sie halten sich ja die Ohren zu. Es ist ihre Pflicht, mich anzuhören, das ist eine Unhöslichkeit gegen eine Dame. Frau Delius wird sich das nicht gefallen lassen." „Teilen Sie Frau Delius mit. daß die Untersuchung sich derzeit in einem Stadium befindet, in dem derartige Vor- schlüge noch nicht spruchreif sind. Die nächste Zeugin hat sich für 11 Uhr gemeldet. Es ist M2. Die Einvernahme ist beendet. Kgl. Amtsgericht Sandrup, 6. Juli 1929. gez.: Birgit Hasting, Korrespondentin von Dagens Nyheder. H. G. Iacobsen. Protokoll aufgenommen mit der Zeugin Kamma Schmitt, geb. 1904 in Aalborg, eoangelitch, ledig, Verkäuferin im Kaufmannsladen A. C, Jemens Nachfg. auf LynO.(Die Zeugin suchte selbst um ihre Einvernahme an.) „Ich muß Sie vor allem darauf aufmerksam machen, daß Sie sich so kurz und sachlich als möglich zu fassen haben. Meine Zeit ist gedrängt. Ich werde von Zeuginnen über« laufen." „Ich kenne Herrn Rist." „Das brauchen Sie nicht erst zu sagen. Sie sind wohl auch eine der Zahlreichen, die er verführt, geschändet, über- fallen, in den Tod getrieben und Gott weiß was noch hat?" „Nein. Herr Rist hat sich nie das geringste aus mir gemacht." „Was Sie nicht sagen!" „Ich war aber ungeheuer verliebt in Torben Rist." „So... Hat er das gewußt." „Ich fürchte, er hat es überhaupt nicht bemerkt." „Soll das heißen, daß Sie so zurückhaltend sind, od>.r was wollen Sie mir sonst damit sagen?" „Ich bin überhaupt nicht zurückhaltend und Torben Rist gegenüber war ich es schon ganz und gar nicht. Aber, wie gesagt,«r hat sich nicht das geringste aus mir gemacht. Leider." .„Da stnd Sie ein Unikum." „Bin ich auch. Fragen Sie nur Fräulein Hasting von Dogens Nyheder." „Was, schon wieder Fräulein Hasting. Ich kann den Namen schon nicht mehr hören." „Sehen Sie, ich auch nicht. Ich bin nämlich das Mädchen „mit den großen, grauen, todernsten Augen", das Mädchen aus dem Laden von Witwe Jensen. Sie lesen doch auch die Zeitungen, Herr Untersuchungsrichter?"(Forts, folgt.) irrflt versuchte Ülosforrtumg. M!t oPgciroffcöcm Motor ging bcs Fwgjcug aus etwa 15 Meter Höhe[chnell nieder und setzte dabei so hart auf. daß es sich Kopf stellie. Das Fahrgestell brach durch die Wucht des Anpralls auseinander. Zunächst wurde befürchtet, datz der Unfall sowohl für den Piloten wie auch für die Fluggäste ernster« Folgen gehakt hötte. (5s eilte sofort Hilfe herbei, und es stellte sich erfreulicherweise heraus, daß alle nur leichte Hbutabfchürfungen erlitten hatten. Die Ursach« des Motorschadens konnte noch nicht ermittelt werden. Zwei Toie beim Flugzeugabsturz. Sin Eportflugzeug findet sein Grab im Neckar. Mannheim, 26. April. Das Sporlflugzeug D. 18Z8 ist heute nachmittag mit zwei Insassen aus bisher unbekannten Gründen in eine seichte Stelle des Reckars in der Rühe des Alughasens Mann- heim a b g e st ü.r z l. Der Leisahrer Riedel aus Heidelberg war sofort totz der Führer Waldvogel aus Mannheim, der schwer verletzt wurde, st a r b kurz nach seiner Einlieserung in das Krankenhaus. Da» Flugzeug ist vollständig zertrümmert. Echt oder gefälscht? Noch immrr Kampf um das Millionentestament jloeske. In dem sensationellen Prozeß um die Millioncnerbschast des verstorbenen Zuweliers Loeske ist bekanntlich die Frag? ausgeworfen worden, ob da» Testament von dem Erb- lasser eigenhändig geschrieben worden sei. Zur Klärung dieser Frage hat jetzt das bekannte staatliche Institut für gerichtliche und sozial« Medizin der Universität Königsberg i. Pr., das den kriminalistischen Hilfswissen- schasten dient und auch zur Abgabe von Gutachten über Schristen- vergleichung bestimmt ist, das von Albert Loeske hinterlassen« Testa- inent daraufhin geprüft, ob es echt sei. Die Ausgabe des Instituts ivar deswegen so schwer, weil wirklich« authentische Schriftproben des Albert Loeske nur in ganz geringem Umfange bisher vorliegen. Aber bereits auf Grund dieses Materials, dessen Ergänzung vom Vorstand des Instituts gefordert wird, kam man zu dem Ergebnis, daß das Testament vom 2. August 1028 nebst Nachtrag mit h o h>c r Wahrscheinlichkeit nicht von Zllbert Loeske ge- schrieben und unterschrieben worden ist. Das Gülachte» ist weiter auch tntercisant, w«il es sich mit der Handschristenprobc des einen Beklagten beschäftigt und sie mit der Schrift des Testo- mentes vergleicht. Mit Rücksicht auf die darauf bezüglichen gravie- renden Ausführungen des Gutachtens haben die Vertreter der Klage- Partei verlangt, dah die Beklagten Ha,»dschrlftei, proben, die unzweifelhaft von ihnen selbst herrühren, dem Gericht einreichen. Zluf das Ergebnis dieser weiteren Vcrgleichungen und Untersuchungen darf man gespannt sein. Giitlichkeitsverbrecher als Schöffe. Sollte über Sittlichkeitsvergehen urteilen. Die Große Strafkammer in Köln halte sich am Freitag mit zwei S i l t l i ch k« I t s v e r b r e ch c n zu beschästigen. Vor dem Eintritt in die Verhandlungen stclite jich aber heraus, daß In dem Gerichtshof-eü�-M-«-»l-n.a-l�?. ch ö j j � föst. h«r vor�elwq drei Wochen selbst wegen Sittlichkeitsvcrbrcchcn an Kindern zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt worden war. Da in dem Urteil nicht auch die Aberkennung der bürger- lichen Ehrenrecht« ausgefprochen war, gab«s für di« Strafkammer keine Möglichkeit, den ungeeignete» Schöffen von Gesetzes wegen von der Verhandlung auszufchiietzen. Erst nach einstündigen, Zureden erklärte sich der Schöffe für besangen. Nach eiiwr geltende» Bestimmung werden di« Nainen der sämt- lichen für da» Amt eine» Schöffe» vargefchingenen Perföniichkeiien zunächst der Polizei zur Nachprüfung über Vorstrafen über- geben, die sie etwa für die Ausübung d«s Amtes eines Schöffen Reise im„Zwiebus�. Ein neuer Berliner Autobustyp in Fahrbereitschaft. Die 23D®. wird in den nächsten Tagen in gemeinsamer Versuchsarbeit mit der Firma Büssing, Braunschweig, aus der Linie 7— Reu-westend— Zehlendors— einen amerikanischen„Twin Coach" in Betrieb nehmen. Dieser, durch seine äußere Erscheinung sosart ausfallende Zwillingsamnibus, van der BVG.„Z w i e b u s" genannt, ist durch folgende Eigenheiten gekennzeichnet: Der Wagen hat nicht mehr einen vorn liegenden Motor unter besonderer Haube, sondern zwei kleinere, immerhin je öS LL starke Sechszylinder motoren, die in der Mitte zwischen den beiden Achsen je an einer Langswand unter Längs- sitzen angeordnet sind und jeweils das auf ihrer Seite liegend« Hinterrad antreiben. Der Wagen hat also zwei Motoren, zwei Kupplungen, zwei Getriebe und zwei Hinterradantriebe, natürlich kein DIsfcrcntial. Die Kupplungen und Getriebe werden vom Fahrer durch Bedi«iruiigsh«bcl gewöhnlicher Bauart zwangsläufig gemeinsam bclätigt. Infolge der Verlegung der gesamten Trieb- Werksanlage unter die Sitze bzw. den Fußboden ähnelt der Wagen äußerlich eiiiem Straßenbahnwagen� Der Führer sitzt auch wie beim Straßenbahnwagen unmittelbar hinter der breiten Stirnwand. Der Wagen hat Drucklustbremse auf alle vier Räder. Die Druckluft dient gleichzeitig zur Betätigung der an beiden Enden der rechten Aiand angeordneten Falltüren. Der ltüagenkasten ist einräumig, es ist also weder der Fahrer von den Insassen ge- trennt, noch eine Unterteilung in Raucher- und Nicht- raucherabteil möglich. Insoweit entspricht der Wagen nicht den Grundsätzen, die für den Bau der Berliner Omnibusse immer befolgt worden sind. Bei den Berliner Omnibussen ist stet, auf die Raucher Rücksicht genommen worden, ebenso ist dem Fahrer die Möglichkeit gelassen, bei ungünstiger Witterung die vordere Scheibe aufzuNappen, um sich ungehinderte Sicht auf die Fahrbahn zu oer- schaffen, ohne daß die Fohrgäste durch Zug belästigt werden. Die Länge des Wagens beträgt 9,8g Meter, die Motorleistung IM LK, Hubvolumen rund 10 I und Tragfähigkeit 40 Personen einschließlich Führer. Blütenfahrten nach Werder. Aon, G e s a ,„ t v« r b a n d der Arbeitnehiner der öffentlichen Betriebe(auf mitteldeutschen Wasserftraßen) werden wir um die Aufnah», e des Folgenden gebeten: Wiederholt haben wir die frei- gewerkschofttich und parteipolitisch organisierte Arbeiterschaft Berlins aufgefordert, bei de» in Frag« kommenden Dampferfahrten die Reedereien zu berücksichtigen, die mit dem Gesamlvcchand, Be- zirksverwalluirg Milteldeutfche Wasserstraße,,, günstige Loh»- und Arbeitsbedingungen für die Schiffsbesatzungen abgefchlofse,, haben. Wir fordern daher nochmals die Kreise der organisierten Arbeiter- schaft aus, bei den jetzt im besonderen„ach Werder staitsindsnden Dan, pfer fahrten nur die Dampfer der nachvenannt«» Reedereien zu benutzen: Reederei Paul Bauer, F r i ed r i ch s h a g« n, Hahns Mühle Li Dampfer Berolina: Abfahrt Landinigsbrücke Bahnhof Friedrichstraßc, täglich 9 Uhr nach Werder: Reederei Land- w a l d t u. Schmolle, Berlin C 2. An der Stralauer Brück« 8, täglich 8 Uhr ab Wild«nbruchbriicke, 8.30 Uhr ob Waifenbrückc, 9 und 10 Uhr ab Caprivibrücke, Charlottenburg: Reederei Klein- p l>, u. Se«l, Berlin C 2, vtralauer Brücke 7 8.30 Uhr und 9 Uhr ab Moltkebriicke, Lehrter Bahnhof: ab 15. Mai täglich 8 Uhr nach Brandenburg a. d. Havel. ungeeignet erscheinen lassen. Es wäre in diesem Fall festzustellen, ob der Mann, als er zum Schöffen vorgeschlagen wurde, bereits wesentlich vorbcstrast war. Zeppelin gelandet und wieder gestartet. London hin und zurück. L a n d o n, 26. April. „Graf Zeppelin" ist mn. Sonnabend nachmittag programmäßig 10 INinulcn vor 17 Uhr über dem Lufthasen von Ear. d i n g t o n eingetroffen. Die Landung ging ohne jeden Zwischenfall vonstatten. Die etwa Z00 Wann britischer Luflstreltkräsle, die das Luftschiff während seine» Aufenthaltes festhalten sollten, brauchten nicht herangezogen werden, da das Lustschlsf durch eigenen Ballast auf der Erde gehalten werden konnte, kurz nach der Landung begab sich Dr. E ck« n e r mit seiner Frau zu dem Lusl- schifs, das er wenige Winuien vor desien Wiederaufstieg THii 17.15 Uhr bestleg. Der Flugplatz war von einer großen Menschenmenge umsäumt, die sehr bald nach der Landung des Luslichisfes die Polizeiabsperrung durchbrach, und dem Lustschiss eine herzliche Kundgebung darbrachie, die sich bei dem Wiederaussticg wicderholle. Um 17.50 Uhr überflog da? Lustschiss London. Gas Schiffsunglück-bei�elgolaud»- Mannschafi des untergegangenen Vampfers gerettet. Der amerikanisch« Dampfer„President Ha rdin g", der durch die bereits geschilderte Kollision mit dein englischen Kohlen- danipfcr„Kirkwoed" leicht beschädigt wurde, hat im, 15 �llhr 30 Curhavcn elbaufwärts auf der Fahrt nach Hamburg pafsieei. Nach einer Meldung aus Euxhaven bestätigt es sich, dos, die Bc- satzung des untergegangenen englischen Dampfers„Kirkwood" a n B o r d d«»„President H a r d In g" ist. El» Heizer wird vermißt. Die Lage d?s Wracks Ist„och nicht ermittelt. ,/lbihig, sonst schieße ich!" Raubüb«rfall im Zehlendorf. Kurz vor Ladeiifchiuß wurde gestern abend aus d>c Filiale des Beamten Wirtschasts-Vereins in Zchlendorf ein dreister Raubllberfall verübt. Ei» etwa 20- bis 2.chähriger Mann, der unter der Maske eines Izarnüojen Käufers das Geschäft betreten-hatte, zog plötzlich ein« Pistole hervor. Mit de» Worten: „Ruhig— s o» st schieße ich!" raubt« er über hundert Mark, die der Lausbursche gerade zur Abrechnung aus de», Ladenlisch ausgezählt hatte. Unter Zurücklassung eines kleinen schwarzen Haiiirfoffer» flüchtete der Täter. Die Polizei sucht« die Gegend nach dem jugendlichen Räuber vergeblich ab. Sechs Verlehie beim Auiobusunfall. Znfofge des schlüpfrigen Pslusters geriet gestern spül abends ctn A u t o b u s de? L i n i e 2 1 In der Birkenftrahe ins Schleudern und prallte gegen einen Sirahenbahn- m a st. Da» Oberdeck wurde schwer brschödigi: sechs Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen durch Glassplitter.> , Lunapark-Ervffiuuu;.'________________.....___ l ....... Tugrimmi Gemml».>uo ullerblmra-noch Schlei schcn fehlt»„iTNitWj zlbDernähen sind hiet-imd WM.___ J W.. ,, ein bißchen� JltzhbgU' gehört nun einmal zur Ehaiokkcristik einer Eröffnung— � PfästWirHö'« sich der Lunopark i» diesem'Jahre den-ersten geladenen Gafiei,'.� Bis auf die natürliche Erneuerung der Grünflächen unö den lack-, � dusienden Nenanstrich der einzelnen Baute» hat sich nicht viel oer-' ändert. Die-Berg- und Talbahn erhielt eine neue Kulisse in. Fprm einer,.stjdlichc» Landschaft, im H i p p o d.r o m erwartet ein großer Tierpark seine Sonntagsrciter, im Hydrodrom wurde die Aoots.zahl vergrößert»»ö im Exotendorf ist diesmal eine Abefsinier- truppe eingetroffon. Neu und eigenartig such di« mehr als tollkühnru Aarfühningen der Fahrer Im Motodrom, die in rasendster Ge- schwinoigkeit an, Motorrad Krcisfahrlen auf senkrecht aussteigender Behaiinimaciiunü. (Kirchensteuer 1990) gilt tos Slot«rj.hr imo— ums.ssend den Zeitraum vom I A-rll I!W0 tls IN. ansrj 1931— werden im Rereiche»er Berliner Siadtsynode mit«enehmigilng drr kirchlichen»nd Naollich-» Aufstchtsdehiirden von de» tirchensteuerpflichiigen Evangelilchen S!8 Ml'ensnstkiik!' vom�unssm aep einnommenslsuLi' 192g Die' zu entrichtenden«irchenttcucrbetrfiz» sind An vi«, «leiche» Rai«» i-inil>, und»war im die Purli'dnfteuervglchtiacn am 15. Mai ISZö, 15. August 1950, 15. November 1930 und 15. Zedru.r 1931, tüc die Übrigen Kirchensteuerpflichtigen gleich«»», a mit den Borau», adlunqen-vi die Sintommrnsteuer am>9. April 1959: 19. Juli 1950, IN. Otioder I9ZV und ,0. Januar I9»t Aircheniieuerdetriige bis«n I AM- einschiiehilch«erde» nicht»rhoden. Bei a-mtschten Slien wird der»vangelilch« Teil nur von der HitUie der iknitomnieniieuer de» lZhewanne»«ur Kirchen- siruer herangezape». ioiern nicht beide itheieuie seidsiiindig ikinkommeniieuer entrilinen. Di, Erhebung der Kircheniieuee«rsoigt durch die Reich». sinanz-verwllliung. Zahlungen sind an die zustllndiai Finanz. taste«» leisten. Eme AdKo'ung der Kirchensteuer durch Stenererheber findet nicht statt.— Nechizeilige Zahlung erspart Untosten und Aergcr. Bertln-Sharlottendurg 2, den M.April 1939. Oer geschäftsföhrcndc Aussdiu� der Berliner Siadtsynode. v. Karow. OJESEiFAHRßAO 0�® imeig».W«f..Jcj KOSTET 3 F.UERNER • J—WOtHFNRfVTt -r/ Ca ÄHRE" �UGBRBNTiE Blumen— Kränze t&v Freud und Ceid pref«wert <&lumen~cDe€gap WeukSHn. Kalter- Tricdricb■ UraBc 30 K. O. Bkhler REICHSAUSSCHUSS FÜR GEFLÜGEL UND EIERVERWERTUNG wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN In derttesamtaaftage des„Vorwärts" und pei.ffcMt ■HBHBBI | Dame Dame Dame Damen-Pullover moderne Mutter 3.26 Damen-Pullover icicht«ngestanw 3.75 Damen-Strickkleider 8,50 Damen- Strickkleider r«ine■< n ca Wolle, sobwere Qualität........ Kinder-Pullover ior j.hre 1.60 Jede weitere Grüße..... 0.30 mehr Herren-Pullover.et.«», Mu„er 2.80 Herrenwesten........... 2.60 Herren-Pullover mod. Muster, m. R Kn RelflverschluB.............. O.uU Trainings- Anzüge kleinste Große 3.25 Lakennessol �ÄSr�ToÄ 0.85 Prottier-Badelaken 3.30 Bade- Anzüge 0.95 . Badeanzüge«estriekt, reine Noll» 6.50 Frottier-Handtücher k»ri«r,.. 0.70 Handtücher �d8errte5i"m'.uni" 0.50 Stoffe �".'7.'°.'".u?4. Kude"; 1-60 Damenhandschuhe»>««.-s-ii-»- 0.70 Damen-Unterkleider S'Ä 1.95 Damen-Schlüpfer dem passend 1.60 Damen-Schlüpfer AU: 0.60 Damen-Schlüpfer m. m, Fehlem,. kräft. 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Eine kleine Rütt-Arcna stellt dem Pieblikum besonders konstruierte Räder zur Versugung, die das Geheimnis lojcn, aus Z Meter lltst zu machen, da stc sich nur mit ganz geringer Ge- 16>windigkeit vorwärts äewegen. Die Mausefalle,' ehr lachender Irrgarten, die Wasserrutschdahn, Schaukeln und Würfelbuden sind auch wieder da; i>n bayerischen Darf herrscht Berlin, im Lunapalais, das im Zeichen des fröhlichen Weinbergs steht, grüßen rheinische Landschaften von den Wanden und rheinischer Nektar aus dem Keller. Am Mittelpodium irn Garten finden wieder die üblichen Varietenarftellungen statt, in Remdes chaasbaot hüpfen leicht- bekleidete Tanzgirls, Musik und Leuchtfantane vcrvallständigen das Programm des sommerlichen Vergnügungsparks. Arbeiterrückfahrkarten für Eilzüge. Was wird mit den LlebergangSfohrscheinen? Der L a nd c s e i s e n b a h nr o t Berlin hielt am 25. April dieses Jahres im großen Sitzungssaal des Potsdamer Bahnhofes in Berlin feine 6. Sitzung ab. lieber die Verkehrs- und Vetriebslage berichteten die Vertreter der R e i ch s b a h n d i r e k t i o n e n B c r- lin und Stettin unter Hinweis auf die seit der letzten Sitzung im Personen-, Gepäck-, Expreßgut-, Güter- und Ticrvcrkehr zur Verbesserung der'Abfertigung und Beförderung eingeführten Nene- r u n g c ii, die im einzelnen in einer den Teilnehmern in der Sitzung überreichten Ilcbcrsicht zlisamioeiigestellt waren. Danach ist auch einem früheren Wunsche- des LandcseiscnbaHn- rats, Arbeiterrückfahrkarten zur Benutzung der Eilzüge zuzulassen, lllechnung getragen Warden.'Auch ein oon einem Mitglied des Landeseifenbahnrats gestellter Antrag, mit der Berliner Vcrkehrsgcsellschaft zu vereinbaren, den Preis des II« b c r g a n g s fahrsch eines von der Reichsbahn auf die Bcrkehrsmitlel der Berliner Verkehrs-A.-G. von �0 auf 35 R e i ch s p f e n n i g c herabzusetzen, konnle vorläufig durch die Mitteilung erledigt werden, daß in dieser Frage bereits neue Berhaudlungen im Gange feien. Van de» weiteren Anträgen wurde vam Lande seifenbahnrat«in Antrag angenaiuineii, die Reichsbahn- gesellschaft zu bitten, mit allen Mitteln den Baudessogenann- ten R ü g'e n d a in in e-s z» fardcrn und ein weiterer Antrag, die Reichsbahn möge zur Verhinderung einer weiteren Berlschlechterung der Gefamtlagc der Land- und Forstwirtschast in den östlichen Ge- bieten prüfen, ab und i» welcher Höhe«ine S e n k n n g der Frachten für Grubenholz in diesem Zusammenhang in Aussicht genommen werden könne. Abgelehnt wurde dagegen der Antrag,'Arbeiterwochenkarten nicht nur an Arbeiter, sau- dern auch an alle versicherungspflichtigen'A n g e st c l l- t«n abzugeben, und zwar mit Rücksicht aus das Besörderungssteuer- gesetz, das nur den Llrbeiterverkehr steuerfrei läßt. Die Ausführungen zu einem Antrag, den Stadt-, Ring und Vorartnerkchr aii den San nahe ii de ii o u f die ganze Nacht auszu- dehnen, nahm der Landeseifenbahnrat zur Kenntnis, nachdem der Vertreter der Reichsbahn darauf hingemiesen hatte, daß die nächtliche Betriebspause von tz'e bis Stunden mit Rücksicht onf die in dieser Zeit am Oberbau vorzunehmenden Unterhaltungsarbcitcn nicht ent. behrt werden könne. Nach den beiden bereits vorhandenen Kindertagesheimen am Allen Markt in Köpenick und in Friedrichshagen wurde jetzt in der Köpcnickcr Siedlung Nt i t t c l he i d c ein drittes Kinderheim crössncl. E>n«-ntni>>yeii gegen Sie Kede der girchensteirer seiv'e Antrüge ggf Äun» Hung, Ermäßigung rd-'r Erlaß t'er Kirchensteuer sink» nicht bei dwn Finanz. «imt, sondern m ü n d I' cd bei den zuständigen Kirä�ngemeinden. s ch r i f t. l i ch bei dem Geschäftsführenden Ausschuß der Berliner Stadtsnnode. Berlin- bar sot ten bürg 2, Marchstr. 4—3, anzubringen. Näheres ist auf den �iistereien zu erfahren. Ein nvnig abseits von der Straße gelegen, steht mitten in einnn alten Garten das kleine Kinderparadies. Hell, luftig und lustig wirkt der ganze Bau mit seinen vielen großen Fenstern und Glastüren— jeder Raum hat seinen eigenen Gartenausgang—, mit den farbigen Kleimnöbeln und bunten Tischtüchern, mit den lustigen Wandbildern und der fröhlichen Spielzeugmcnge. Viel Liebe und Verständnis für die Kindersccle ist damit hineingebant worden. Dos neue Tagesheim, das 70 bis 90 Kindern Platz bietet, enthält drei Aufcnthaltsräume im Erdgeschoß, einen Schlaf- und Speisesaal, ein Arzt- und Isolierzimmcr, einen Aufnahmcrauin, Küche. Speisekammer, Wasch- und Nebenräume. Im Dachgeschoß, das später ausgebaut werden fall— hier streikte der vielbeanspruchtc Geldbeutel—, werden dann ein Bastelzimnier, Hortnerin, und Hausmcidchenräui»« untergebracht. Eine kleine Eröffnungsfeier� mreintc alle, die an dem guten Werk direkt oder in- direkt mitgeholfen hatten, und Stadtrat Herbst, der an Stelle des deiche Spargelernie in Baden. Aber wird der(Spargel billig? Der erste Spargel ist do. Verschiedene Orte im nord- b a d i s ch« n S p a r g c l b a u g e b i c t haben seit ein paar Tage» die Spai-gelmarkte eröffnet. Der Preis für die ersten Frühspargeln ist, mit dein des Vorjahres»crglichen, nicht als hoch zu bezeichnen. Auf dem Spargclmarkt in Walldorf, auf dem in de» ersten Tage» jeweils eine Anfuhr der ersten Sorte bis zu 1V-. Zentner erfolgte, wurden für die erste Sorte 90 Pf. dos Pfund, für die zweit« Sorte 45 Pf. pro Pfund bezahlt. Dieser Preis, der bedeutend niedriger ist als der Preis für Frühjpargel im vorige» Jahre von 1,50 M. pro Pfund, ist wohl ein Zeichen dafür, daß Man mit einer ergiebigen Spargelcrntc rechnet. Die Anbaufläche im nordbadischen Sporgelbaugebict hat sich auch gegenüber dem Borjahre bedeutend vergrößert. Die Skala wollte einmal den Beamten der Berliner S ch u g. u n d K r i in i n a l p o l i z c i und deren Angehörigen«ine besondere Freude machen und so hotte sie eine Auswahl ihrer besten Kräfte zu einer F r c i l i ch t o c r a n st a l t u» g im Riesenhof der Polizeiuntcrkunft Linden, Prinz-Friciirich-Karl-Stroße, entboten. Tansendc von uniforiniekie» und nichtuniformierten Beamten, und auch viele Frauen, Mädchen und Kinder säumten den Platz um den ständigen Boxring, aus dessen Plattform die Vorstellung vor sich ging. Die prachtvollen Athlctcngestasten der 4 Serras heimsten von diesen für Gymnastik und Ärastsport besonders sachverständigen Publikum den größten Beifall ein. Lochsaloen rollten über den weiten Plötz, wenn Clown Toto seinen tollen Jux trieb. Die verhinderten stellvertretenden Bürgenneistcrs die Hansherrn. pflichten übernommen hatte, konnte zahlreiche Vertreter der Bezirks- körperfchaften, des Wohlfahrtsausschusses und der Verwolttrngs- bchörden im neuen Hause begrüßen. Erbauerin und Eigentümerin des Heimes ist die Gemeinnützige Ballgesellschaft Berlin-Ost.. Das Baukapitol von etwa 76 000 Mark, das in Höhe von 20 000 Mark aus städtischen Mitteln bestritten wurde, wird in Form van Micte- zahlungen verzinst. Das Heim ist in der Hauptsache für solche Kinder gedacht, deren Eltern erwerbstätig sind und die ihre Ki.ider gut und sicher untergebracht wissen sollen. Der Beköstigungs- fotz für Frühstück, Mittag und Vesper betragt 1,20 Mark für jede Wochei der Erziehungsbcitrag nennt die gleiche Summe. Selbstverständlich wird im iinchmcislichen Bedürftigkeitsfolle von einer Bezahlung?lbstoi'd genommen. Gönz reizend war der?kuf- marsch der jugendlichen Taufpate«: die Insassen der beiden anderen Kinderheime überreichten dem Täufling ein« ganze.Meng« selbst- verfertigter Spielsachen. In der jetzigen Zeit schwerster Wirtschaft- licher Bedrängnis kann es der soztaldemokranschen Bezirksverwol- tung nicht hoch genug angerechnet»»erden, daß sie immer noch Mittel, und Wege findet, der Jugend der kommenden Generation körperlich und seelisch fördernd zur Seite zu stehen. 10 Deblors mit ihren scheinbar so leichten und doch gefähr- lichen Darbietungen auf Hochrädern und die Kculenjongleure Daley-Tr.io ernteten reichen Boisall. Zubiläcn. Genosse Fllterbock, Boumschulinweg, konnte am Freitag ein fellencS Faniilienseft begehen. Er konnte seine silberne, seine Elllrn ibic goldene Hochzeit feiern und am gleichen Tage wurde seine Tochter getraut. Partei' und Reichsbanner grirlulierlen dem treuen Mit- kämvfcr. Sprechchor für prolrlarischc Feierstunden. Die NciungSstundc findet in dieser Woche am Montag, dem'.'S. April. 19 st, Uhr. in dcr Schule Wein- mcijierstraßc 16/17. statt. Probe zur Maifeier. Neue Klangwirkungen. Die„Deka"-?lpparatc-BertriebsgeseU- schalt hat einen neuartigen Musikoerstärker herausgebracht, dcr ohne Benutzung eines Mikrophons eine erhöhte Klangstillc und Tonstärke der einzelnen Musikinstrumente ermöglicht. Dcr neuartige Klangverstärker arbeitel ganz unsichtbar: imlerlstiib des Geigensteges ist ein kleiner Spnlenmagnet, eingebaut in ein isolierendes Gummi-. schwammchen, angebracht und ein paar Drähte leiten zu einem kleinen Ausbau von Minictturorgelpfciscn hin. Das Wechselstromaggregat formt die Töne in Wechi'elsträme um und erzielt ein« oußerordent- lich volle, orgclähnlich wirkende Klangfülle. Ohne Beemslussung der mstnimcntalcn Eigenarten kann die Lautstärke nach Belieben ge- steigert werden. Die„Frank-Dcka"-Kapellc führt im Dachgarten- reftaurant bei Karstadt. Hermannplatz, die instrumentale Neuheit vor. In b« Anstalt twpf frcrrn Fackclmann, Berlin Hohen. FliVernbamm Jflg, bestanden l»29 13 cchiUcr bie für bas Vollswdinrn an ollen beutschen Uninrrs, täten unb Hnchst�nlrn oul-tiyr Abiturientrnprüfung. Ostern 1930 haben 10 Schiller baa Abiturium bestonben. Eine«Kratisprobe Rystikvm. Compact lieqt für Hie bevcöt. Bevv Sio sollen Gelkqenbeit haben, sich banon zu überzeugen, baß Sie q�pubert unvergleichlich viel besser aussehen. Senben Sie boch ganz einfach biase Mitteilung, mit. Ihrer Nbresse versehen, an Stberk. Berlin-Sübenbe, ein, unb logen Q\c. eine 1 3-Pf- Bri efmarl e fiir Rückporto bei. Schreiben Sie gleich! wckrucidk l.viprigei' Str.(Versand-Abt.) Königstraße Rosentbaler Str, Moriüplatz ra- JmT iiiHiitiiitfiiiiiiiiitiiiitiiraHtimiiiüiiiuiifl •Montag(Oienstag•Mittwoch Glas, Porzellan, Steingut, Wirtsehafts-Artikel Weiß PoyzeSaaa mit Fcluern Speiseteller«adi..0.28 Dessertteller....0.22 Platten»v-i 0.75 ws 1.95 Sauciere......., 0.95 Terrine......... 2.25 Salatschal. 0.35 ws 1.25 Salatschüsseln 3 stuck 0.95 Ragoutschüssel..1.25 Kaffeekannen 0.50 b. 0.95 T eekannen 0.95 1.10 Mifchtöpfe.- 0.40 0.55 T asse massiv..... 0.28 Dekor« Porzellan Frühstücksgedecke rweitellig 0.50 bis 0.95 Kinderservice teile 0.95 Kinderbecher A« j. mit Bildern 0.18 l/.JO Obstteller Goldrand 0.38 Obstkörbe.0.50 0.95 Kuchen- od« Puddingschalen Satz, 7 Teile 1.93 XaSSe dekor. od. Goldrand 0.28 Fesion Gold 'ScS' 0.48 Speiseteller Dessertteller....0.35 Sauciere........ 0.95 Etmt Porzellan Kaffeeservices 9 Teile, für 6 Pers. 3.45 4.90 Iß Teile, 7 cn 30 Teile, ar i. 12PerE.«-OU f.]2Pers. 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Fehlern J F afelservice Q 7-«g-g 23 TeUe. für 6 Vers,". t J I Z.OU Küchengarnitar 0 7- bunt 22 TeUe" Waschgamituren elleabela, rn Goldrand 4.75 7.73 bunt 6.25 bis 9.75 Wasserkanne tS» 0.95 Etnallle Toilette-Eimer 3.7, 1.90 Wassereimer n Äe weiß, ca. 2S cm Wannen 0.90 vis 1.65 Scheuergarnitur, Sand, Seife, Soda, weiß*•T'J Wasserkonsol � 0.90 Schmortöpfe 0.50». 1.65 Kasserolfen 0.30b. 1,20 Aluminium Wasserkessel 2.25 b. 2.S5 Kasserollen 1.20 f. 1.70 Schmortöpfe mu Deckd Satz 5 Stück 6,90 12.00 Milchkannen V— mit Bügel I-iU 1«VU Feldflasche"b'Jug' 2.75 Brotdosen n cr., A ftA rusammensclilebbar 0.3Ü bis U.ÖU B utterdosen n.- mit Venchraubung u. Glas i/*TOan Waschgefalie Zink-Fässer von 9.00 au Zink-Zober von 10.25»» Waschtöpfe g. verrintt. komplett T. 1 D Wannen ovL" 1.75 b. 3.75 Wassereimer � � verzinkt, 28 cm iarbig sortiert, a, c verschiedene Formen AlissisinMstt- und Emaille- Geschirr mit Fehlern, bescndei« dilliK Holgware» Servierbretter•~ Qn Buche, matt, von X.VUan Besteckkasten„mg 0.50 Fleischbretter B"oSe 0.80 Frühstücksbrett. 0.15 Löffelbund«Teile. 0.30 Wäschetrockner A-A roh und matt 1.Z5".VU Gardinenspanner g, ca Grd3c 2X4 Meter X1 Kaffeemühlen geschmied, Werk 2 10 2.75 Wandkaffeemühle mit geschmiedetem Werk 3.10 AermeIbretterbo.9o 0.50 Plättbretter, OA Ä-A bezogen von 4.90 bis 6.50 Küchenbeile von 0.90 an Soling. Stahlware« Eßbestecke jÄ'ei. 0.75 ""BÄfl" 0.90 rostfrei 1.90 mit gebeiztem Heft..... 0.75 mit Ebenhoiz- 0,90 rostfrei 2.25 Obstmesser A., Ebenholzheft, rostfrei V/.tO mit Alpakahclt, a buntes a nc rostfrei v.JU Heft Salatbestecke Galalith 0.20 0.45 Horn 0.40 T ranchierbestecke mit Alpaka--> 7c Holzhefl, � 7C befl J-IJ rostfiei 0.25 Gartengerlte Laubenherde twann 11. 50 ws 18.50*{£26.00 Gartenschlauch rot. Continental-Ga- O ÄS hl. 2 20 ranticfchlauch, Mtr. V'W bis Spaten.. 1.15 bi» 2.75 Damenspaten,, mit Feder-D- Grift �1 V Gartenrechen n«c ohne Stiel, von V.äU an Heckenschere.- 3.10 Gartenscheren 1.75 an Blumenkästen grtn gestrichen mit Eisen ecken 0.80 bis 2.30 0.95 bi« 2.45 Spaliere a 19c f. Bluaienkäst. grün V.OO bis 1.Z.O Blumenbretter �.me»«- 1.65 mit Gaze-Schrank 5.75 Eiekfr. Beleuchtung Wohnzimmer! ampe. 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Diarsch: Perleb erqer Brücke, Feim-, Müller-, Chaussee-, Kessel-, Scharnhorst-, Invaliden-, Hessische, Hon- noversche, Elsäsier, Artilleriestratze Am Kupfergraoen. Museuncstr., Lustgarten.— d) Sammelplatz: Steinmetzstr., Abmarsch lli'- Uhr. Marsch: Gäben-, Torck-, Gneisenau-, Zossener, Alt« Jakob-, Reuenburger, Linden-, Jerusalemer Straße, Hausvogteiplatz und weiter wie 7, 9, 19, 11, 12, Lustgarten. 3. uab 30. Kreis, a) Sammelplatz: Lindower Str., Spigs Nettekbeckplatz, Abmarsch 11)4 Uhr. Marsch: Roinickendorser. Müllerstr. und weiter wie 2 a.— b) Sammelplatz: Behmstr. Hertha-�vportplatz). Abmarsch 11)4 Uhr. Marsch: Millionen- brücke. Swinemünder Str.. Gleimstr., Schwedter Str., Sene- felderplatz, dann weiter wie 4. und 19. Kreis. 4. und 19. Kreis. Sammelplatz: Metzer Str., Spitze Richtung Prenzlauer Allee. Abmarsch 12% Uhr. Marsch: Prenzlauer Allee, Weydingerstr., Kaiser-Wilhelm-Str., Lustgarten. 5., 17. und 18. Kreis. Sammelplatz: Landsberger Platz. Ab- marsch 11)4 Uhr. Marsch: Friedenstr.. Prenzlauer Berg und Prenzlauer Allee und weiter wie 4. Kreis. 0. Kreis. Sammelplatz: Baruther Str., Spitze Zossener Str.. Abmarsch 12 Uhr. Marsch: Zossener Str. und weiter wie 2 b. 7.. 9.. 10.. 11. und 12. Kreis. Sammelplatz: chausvogteiplatz, Abmarsch 12)4 Uhr. Marsch: Oberwallstr., Platz am Zeughaus, Lustgarten. 13. Kreis: Sammelplatz Fidicinstr., Abmarsch, 12 Uhr. Marsch: Belle-Allianee-Str., Gneisenaustr. und weiter wie 2 b. 14. Kreis. Sammelplatz: Jahnstr.-Schönleinstr., Richtung Hohen- staufenplotz, Abmarsch 11% Uhr. Marsch� Kottbusser Damm, Mariannenstr., Oranienstr., Dresdener Str., Neue Rohstr., Roßstr., Breite Str., Lustgarten. 13. und 10. Kreis. Sammelplatz: Köllnischer Park. Abmarsch 12)4 Uhr. Marsch: Köpenicker Str., Neue Jakobstr., Neue Roßstr. und weiter wie 14. Kreis. Bach Voigt Aus dem Programm: Fanforen!— Die Fahne geht hoch. Iubelouoertüre(Orchester)...... Gruß an den Mm(Männcrchor).... Ich warte Dein(Männerchor).... Uchmann. Dierzig Jahre Maifeier. Ansprache: Peter Graßmann, Vors. des ZlDGB. Romanze in F-Dur(Orchester)...... Könnt Morgenrot(Gemischter Chor)..... de Nobel Weckruf(Gemischter Chor)....... Dießen Sozialistenmarsch.......... Gramm Leitung der Chöre des Arbeiter-Sängerbundes: Georg Oskar Schumamr. Parteivercmstaltiingen am Donnerstag, 1. Mai, nachmittags und abends Künstlerische und sportliche Vorführungen, Gesang, Musik, Rezitationen, Fackelzüge, Kinderbelustigungen, Tanz usw. Mitte. 18 Uhr in den Gosamträunren des„Clou", Mauerstr. 82. Redner: Dr. Grimme. Prenzlauer Berg und Friedrichshain. In den Gesamt- räumen des Saalbau Fniedrichshain, Am Friedrichshain. Redner: Artur Crispien. Kreuzberg. 15 Uhr im Orpheum, Hasenheide. Redner: Carl Litte. Charlottenburg. 15 Uhr im Etablissement„Zum Spandauer Berg". Redner: Otto Meier. Wilmersdorf. Viktoriagarten, Wilhelmsaue 114/115. Redner: Artur Crispien. Iiemensstadt. 19 Uhr im Lokal„Zum Heidekrug", Nonnen- dammallee 89. Außerdem Fahnenweihe der SAJ,-Gruppe Siemensstadt. Rednerin: Miinna Todenhagen. Neukölln. 16 llhr in der„Neuen Welt", Hasenheide. Redner: Friedrich Bartels. Treptow. Gemeinsamer Abmarsch mit Musik von der Wiener Brücke um 15)4 Uhr. Anschließend Feierstunde im Paradiesgarten, Alt-Treptow. Redner: Robert Breuer. Tempelhof. Waldreslaurant Lichtenrade, Inhaber Rohrmann, Lichtenrade, Hilbertstr. 19 und Lokal Birkenwaldchen, Tempelhof, Manteuffelstr. 11/12. Redner: Dr. Kurt Löwenstein. Tberschöneweide. 17 Uhr im Blumengarten, Ostendstr. Redner: Carl Mermuth. Altglienicke-Falkenberg. Gemeinschastshaus der Gartenstadt Falkenberg(Alter Gutshof). Redner: Herbert Kriedemänn. Köpenick. 15 Uhr Veranstaltung auf dem Sponplatz" des Turnvereins„Eiche", am Wasser gelegen, Achenbach-, Eck« Wenden- schloßstr.— Um 20 Uhr, Einlaß 19 Öhr, Abendveranstaltung in den Gesamträumen des Stadttheaters, Friedrichstr. 6. Redner: Dr. Julius Moses. Bohnsdorf. Hennann, Waltersdorfer Str. 199. Redner: Erich Kuttner. KnrlShorft. 19 Uhr im Deutschen Haus, Stolzenfelsstr. Redner: Erich Olleichauer. Kanl»dorf-knd. 19 Uhr im Jägerheim. Rednerin: Luise Kähler. Mohlsdorf. 18 Uhr bei Anders, Bahnhosstr. 37. Redner: Dr. Fritz Schönherr. Mahlsdorf-Giid. 19 Uhr im Hubertus, Köpenicker Allee 199. Redner: Max Heydemann. Weißens«. 19 Uhr in der Stadthalle, Pistorrusstr. Redner: Richard Barth. Pankow. In den Gesamträumen des„Bürgerpart". Redner: Dr. Ostrowski. Niederschönhansen. In den Gesamträumen des Lokals Sanssouci-Nordend. Rednerin: Gertrud Hanna. Blankenburg. 29 Uhr bei Klug. Dorfstr. 2. Redner: Gottlieb Reese. Karow. 29 Uhr im Lokal„Zum Pankgrasen", Pankgrascnstr. Redner: Dr. Hermann Schützinger. Rosenthal. 19 Uhr im Lokal„Paulinenhof", Hauptstr. 1. Red- nenn: Dr. Käte Frankenthal. Reinickendorf-Lst. 19 Uhr im Schützenhaus, Residenzstr. 1. Rednerin: Paula Kurgaß. HcrmSdorf. 19 Uhr im Seeschloß. Junostr. Redner: Wilhelm Land«. Borsigwalde. 19 Uhr in den Borsigwalder Festsälen, Redner: Eduard Zachert. Freie Scholle. 18 Uhr im Schollenknig. Rednerin: Marie Kunert. * Wannsee: Vormittags 10 Uhr im Reichsadler Königstr. Redner: Hermann Lempert. parieinachnchienssU�fürGroß-Berlin SialeadiMgen für dies« Rubrik sind Berlin SS SS, Lindenstraße 3, stets an da» Beprkssekitaria« 2. Hof. Z Treppen recht», zu richten. Pressekommission. Sitzung am Montag, dem 28. Llpril, 18 Uhr lnach- mittags 0 Uhr), im Sitzungssaal der„Vorwärts"- Redaktion. •* 1. ktttis. Dienstag. 2». April. 30 Uhr. wichtig« Besprechung der tbsternbei. rSt« bei Spiegel, Ackerstr. 1. Jede Sbrule nmß vertreten, sein. Senossrn. die helfen wollen, sind«iNomtpon. Ausweis: Mitglindsbuch. l. Krei« Ritte. Dienstag. 39. April, um igVj Uhr, Elpung heg erweiterten Areianorltande» b«i Dobrohlaw. Twinemilnder Gtr. U. Arn 1. Mai treffen lich alle tLenossen, die»ich! an der Scwerkfchartsdemonstration teilnehmen. um 10\i Uhr Engelufer 34/35 im Sewerkschaftshaua. Sämtliche Abteilungen Muffen ml» ihren gähnen vertreten sein. 3. Suis Tiergarten. Montag. 39. April. 30 Ahr erweitert« Sreisverstande fidung bei Sundow. iflensburger Str. 9. Alle Abteilungen muilen be- stimmt vertreten fei». Achtung,«btsiluugsvorftände! Di« Adteilungeu werden ersucht, tino g-niUtcnde Aivmbl Genossen als Ordnet für den Demonstrattomsug gm l. Mai sestguiteyen. beige mlttzatteebrauner Verzierung Echt Schlang» Höchstleistung cleut- scherWertarbeit, beige Kalbleder mit braun kombiniert, feinet« Rahmeharbelt Berlins größtes Schutahaus z 16. 17. 20. 24. 95. 10*. 120. 29. 3t. 42. 78. 86. 93, 106. 127. Ä«tf Wevdinq. Dienstag/ 29. April, 19!� Uhr, K-relskonferem bei Winde, Äolonieftr. 147. Kecis Fricdrichsbain. Dienstag. 29. April, 19�s Ilhr. bei Kentschel, Mcmeler Ltr. 13. Areisvarstantzc-ntniüg mit sämtlichen Abteilungsleitern. Arcis Kreuzberg. Äarten.zur Maifeier-a 60 Pf. find bei allen Funktionären erhältlich. Kreis Charlotten bürg. Dienstag. 29. April, l9'-2'Uhr. erweiterte Vorstands- fitzung im Zimmer 1 des Rathauses lSlternboiratswahl). Kreis Wilmersdorf. Dienstag, 29. April, 20 Uhr, Sitzung, des Kreisvor- standcs mit den Abteilungsleitern bei Ihlenfeld. Uhländ- Erfe Güntzelstraße. Kreis Schöncbcrg. Dienstag. 29. Aprils 20 Uh� Sitzung der Zeitungs- tommission. Bel�ziger Str. 27. Kreis Tempclhof. Montag,' 28. April, 1914 Uhr, i?taktionssitzung, Dorf- strotze 42. Ab 20U Uhr nehmen die Krcisvorstandsmitglieder an der Sitzung teil. Kreis Reukölln. Britz. Am Montag. 28. April, abends 19' 2 Uhr, im Ideal- Kasino. Weichsclstr. 8. Versammlung sämtlicher Zeitunqskommisfions- Mitglieder. Referent Genosse Emil Barth sen.:..Die BoveUtung' der Zeitungskommission". Teiluahmr der Abtcilungs. und Zahlabendleitcr eewüilscht. � Montag, 28. April, um 20 Uhr, Funktionärsstzungen in allen Abteilungen.— 8«. Abt. bei Brandt, Pflügcrstratze Ecke Ranstnstratze.— 90. Abt. im Ideal- Kasino, Weichselstr. 8.— 91. Abt. bei Stahmann, Reuter- Ecke �lughaset'.stratze.— 92. Abt. bei Wölfs,.Kaiser-Friedrick- Stratze 173.— 94. Abt. bei. Schröder, Steinmetzstr�-32.— 96. Abt. bei Loh'ann. Wippevstr'. 18/19?— 97. Abt. bei Rohr. Siegfriedsrr. Li-29.— 98. Abt. bei Teich. Kncsebeckstr. 13.).— 99. Abt. bei Becker. Britz, Chaussee- stratze 97.. Kreis Köpenick. Montag. 28. April, 19'?. Uhr. in Köpenick, Schloßstr. 27, Kreisnorstandssitzung- mit sämtlichen Abteilungsleitern. toeis Lichtenberg. Sitzung des Bildnngsausschusscs am Montag, 28. April. 20 Uhr. in der Bibliothek/ Weichselstr.' 28. Die von der Abteilung be- stimmten Ordner haben jzu erscheinrn. Kreis Reinickendorf. Montan, 28. April, IS'? Uhr, im kleine» Sitzung»- saal des Rathauses in Wittenau, Sitzung des Kreisnorstandes mit den Abteilungsleitern. heule. Sonnlag, den 27. April. Abt. Die Gruppenführer, welche noch Maimarken benötigen, werden ge- bctcp. sich dieselben vom Abteilunqsfsshrcr ab.zubalen. Die Be.zirksfiihrer werden ersucht, sofort dos Werhematerial mr.die Richtleser des„Vorwärts" von ihren Gruppenführern abzuholen. Abt. Neukölln. Die Vwrlchührcr und Helferinnen laden.zum grauen- abend an? Montag. 23.. April, bei Griegcr. Lessiugstr. 9. ein. Abt. Nicderschöneweide. Die Dorstondssitzung findet ,unstöndchalbev nicht am 30. Avril, sondern erst eine Woche späte?, am 7. Mai, statt. Abt. Friedrichsfelde. Achtuna. Unterkosfiererl Maiteieriarten müssen bis spätestens Dienstag, 29. April, mit dem Kassicrrr. abgerechnet werden. Morgen, Montag, den 28. April. Abt. 1 9'v Uhr Mitgliederversomnilung im Lokal Borsigstr. 14. Bericht vom Bezirksparteitag. Die ssrauenneri'ammlnng fällt in diesem Monat on'S. Die Genossinnen nehmen an der gemeinsamen Versammlung am 28. April teil. Abt. 19 Uhr Sitzung der Zeiwngskommisfion bei Rickert, Steinmetzstr. 36?. Die Karten für die Maifeier sind bis spätestens Motttag abend bei Rickert, Steinmetz str. 3Ka. abzurechnen.. Abt. 20 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee 189. wichtige ssunktionärsitzung. Abt. W Uhr bei Goldschmidt. Stolpische Str. 36. �unktionärsitznng. Abt. Ab 20 Uhr Abrechnung der Bezirlsnllrrcr bei Ho'ehlke. Abt. Schöneberg. 19'? Uhr bei Thiele. Ebcrsstr. 18. Mitqliederncri'amm. l.n?g. Vortrag:„Ferdinand Lassolle und August Bebel als Menschen und Kämpfer". Referent August Riemann. Abt. Mariendyrf. 20 Uhr in der Schulaula. Königstrotze. Mitglieder- versa mm lnng. Vortrag:..Die politische Lage". Referent Carl Litke. M. d. R.- Abt. Neukölln. 20 Uhr bei Damm, Hertzbergstr. 22. Tunktionärsitzung. Verhinderte Bezirksfübrer müssen Vertreter schicken. Abt. Johannisthal. 19?? Uhr bei Dotha, Stubenrauchftrotze, Funktionär. sitzung. Abt. Hobenschönhousen. Die Genossinnen und Genossen treffen sich vtr Einäscherung unseres Genosse?! Vandura Stunde vorher, also um 17?� Uhr, vor dem Krematorium Gcrichtstratze. 30. Abt. 19' j Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Hof, part., Vortrag:„August Bebels Bedeutung für die. Frauenbewegung." Referent Gotilieb Reese... 40. Abt. 19».? Uhr bei Förster, Dreibundstratze, Bortvag:„Kameradscktaftsehe/ . Referentin- Dr. Indilh Griliifeld... 41. Abt. 20 Uhr bei Erdmann, Belle.-Allionce.Str. 74o, Portrag: �Die Be. deutung des 1. Mai." Reierent Wilhelm Miethke. 42. Abt. Ä Uhr bei Höblke, Bergnmnnstratze,.Bortrag:«Die letzten politischen Ereignisse." Refcrcr.tm Mathilde Wurm. M. d. R. 43. Abt. 19'? Uhr bei Kropp. Planufcr 73/76, Vortrag:„Die Frau in der Wirtschaft." Referentin Käthe Kern. 44. Abt. 19'-? Uhr hei Ewald. Ekalitzer Str.. 126, Vortrag:„Meine Erlebnisse auf Kuba." Referent A. Senske. 46. Abt. 20 Uhr bei' Adam, Ecke Görlitzer nnd Lübbener- Straße. Vortrag: „Uebcr die augenblicklichen Wirtschaftsverhältniffe." Referent Max Hende- 48. Abt". 19',? Uhr im Alexandriner. Alerairdt inen str. 37«, Vortrag:.Religion, Kirche. und.So�ia1islm:s." Referent Rtar Witzel. Charlottenburg. 31. Abt. 19'? Uhr bei Schellbach, Königin-Elilabeth-Str. 6, B-ortrag:..Hat die Frau als' Dovpelverdiener ein Recht auf Arbeit?" Refe- rästtiN.�nnn Rcivald.— 56. Abt. 19'/? Uhr bei Gottschälk, Bismarckstr. 57 Ecke Kaiser-Friedrick? Stratze, Vortrag:„Kommunale Selbstverwaltung." Re. fercntin Ellen Beidler. 67. Abt. Grunewald. 20 Uhr im Bah?rhafsrestaura??t Grimewald, Inn. Würz- Vachs r, Vortrog:„Die Frau und das Buch." Referent in Klara Maria Schuch. Wilmersdorf. 69. 70. Abt. 20 Uhr bei Äulka. Lauonburoer Str. 21. Frauen- - abend'.(Genossin Brauer liest aus dem Buch?:..Mich hungert."— 71. 72. Abt. 2» Uhr bei Lau, Hildegard- Ecke Schramm stratze. Bortrag:„Mutterschutz". Referentin Marie Kuuert. M. d. R. 73. Abt. Schmargendorf. 20 Ubr im Drütschön Haus, Breite Et. 34, Votrag: ..Die soziale Stellung der Frau in Vergangenheit und Gegenwart" Refe- reut Ge, rosse Salzbrünn. 80. Abt. SchLneberg. 20 Uhr bei Gürlich. Rubens- Ecke Beqasstraße. Vortrag: Das Recht des unehelick)en Kindes." Referent Dr. Martin Celiginann. Dienstag, den 29. April. 8. Abt. Dienstag. 29. April, 20 Uhr. Sitzung der Elternbeiräte bei Rickert. • Steiumetzstr. 36«. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen ist das Erscheinen unbedingt erforderlich. .16. A6t. 20 Uhr bei Krüger. Hllssitenstr.' 34 Ecke Scheringsiroße. Mitglieder- Versammlung. Bericht vom Bezirkspärtcitag. Der Abtei lungsvörstand trifft sich zu einer wichtigen Besprechung, um 19 Uhr im gleichen Lokal. 103. Abt. Oberschöaeweibe. 19'.? Uhr Borstandssitzung mit den Bezirksführcru bei Winbler, Wilhelminenhofstr.? 82d. 143. Abt. Waidmannslnft. 20 Uhr bei Lehmann, Oranicndomm 16, Sitzung aller Funktionäre. Frauenveranstaltungen. 82. Abt. Steglitz. 20 Uhr im Si'tdender Hof,' Lichterfelder-Str. 1. fZ Vortrag:.Eheprobl-eme." Referent Genosse Müller.' Rege Beteiligung � aller Genossinnen, besdiiders aus Südende, crwüusckst./ � Neukölln.. 89. Abt. 19'? Uhr bei Grommeck, Sanderstr. 10, Vortrag:„D,e ' Fraue?,. und die Sozialdemokratie." Referentin wird noch bekan?,tgeaehen.— 95. Abt. Ig?? Uhr hei Grieger. Lessingstrotze, Vortrag:„Die Demokrasisie- rung der Wrrlschaft." Referent Walter Rau«'.' 99. Abi. Bvckow-Wcst. 20 Uhr bei DiettiM. Dörkstr. 1. Vortrag:.Das Wirt. schoftsg'eld der Hausfrau." Referentin Klara Böhm. Schuch. 101. Ab�. Treptow. 19'. Uhr bei Döhling. Kieiholz- Ecke Slfsustratze. Vortrog: „Sozialhngienische Forderungen für die Proletarierin." Referentin Dr. Alice Goldmann-Vollnhäls. 104. Abt. Riebc-fchöneweidc. 19'.? Uhr in der Brückenklause. Brückeustratze, an der Dreskowstratze. Lichthisdernortraq:..Scetisckw und körperliche Erkrankungen der Brosctarierin." Referent Stadtarzt Dr. Georg Löwen stein. 106. Abt. Zohannisthol. 20 Uhr hei Botha. Stubenrauchstratze, Vortrag: Die .. Kinderfryunde, die Erziehnngsbewegung der Arbeiterschaft." Referent Kurt L"cke..... 132. Abt. Blankenburg. 19'?. Uhr bei Klug, Dorfstr'atze, Bortrag: Eh-reform." Nekerentin Else Scheibenhuber. 139. Abt. Tegel. 19'-'? Uhr im Kommunalen I?'gendheim. Schoneberger Str. 3, Portraa:..Lilv Brauns Leben u"d Wirken." Referent Dr. Einmelmann. 139.<. Abt. Freie Scholle. 20 Ubr im Sitzungssaal. Vortrag:..Sg ialpolit??." Referentin Dr. Klara Henrique. 2. Kreis Tiergarten. Montag, 28. April, 19'? Uhr. in den Moabiter Bier- ballen. Äirchstr. 13. Vortrag:„Die Erwerbsarbeit der verheirateten Frau." Referentin Gertrud Hanna, M. d. L.. 13. Kreis Tempclhof. Martendorf, Maricnfeldc, Lichtenrade.. Die. Genossinnen. treffen sich ,.um.�1I'.�_�Uv:-an. der �Lackbrauerci. Fidieinsträtze.' zur Dennan- -strattair nach drin Lustgarten ain 1. Mai unter dem Bbnner des 13. Kreikos.' Für Moxiendorf.- Marirnfe.ldc, Lichtenrade �findet die Nochmittagsveranstäl-' tvng bei' BoHnnai?n, Lichten räde. Hilloertstratze. statt. Für Teniprlhof- im Pirkenwäldchen, Manteüffrlstratza.---'-- 14. Kreis Reukölln. 89., 90., 92., 94., 97., 98. Abt. Montag, 28. April,'um 19'-? Ubr, iir der Äindlbrauerei, Hermannstr. 214. Gaskochlehrvortrag mit ' praktischen Vorführungen und' onschlietze::der Verlosung. ?Nontag. den 28. April. 2. und 3. Abt. Pünktlich l8 Uhr findet die Besichtigung des Frauentunde, museums, Eharlottenburg. Berliner Str. VJ7. unter Führung des Frauen- artzes Dr. Äsrjcon statt. Treffpunkt um 17„30 Uhr vor dem Muiellm. Fahrverbindung: Untergrundbahn bis Bahnhof Knie. 4. Abt. 19'? Uhr bei Brandis. Stralauer Str. 10, Bortrag:„Was. mutz die- Arbeiterfrau von der Regierung Brüning wissen?" Referenknr- Herta Goithelf.' 3. Abt. 20 Uhr im.Ry sen thaler Hof, RosenthaleL Str. 11/12, Dortrag: -Arbeitseinkommen und Massenbelastung." Referent Georg Rarble. 6. Abt. 20 Uhr bei Dabrohlam, Srmne münder Str� 1.1-, Dortrag:„Bebels Be»' deutung für die Frauenbewegung." Referentin Erna Kresse. 7. Abt.-Der Fraucnabe?,d fällt Montag,-28. April, aus. Die Genossinnen be. teiligen sich an der Mitgliederver�ainmlung ain 28- April. 8. Abt. 191c. Uhr bei Rickert. Steinmetzstr. 36s. Vortrog:„Sozialhygienische Forderungen für die Arbeiterfran." Referent Dr. Nordet Marx. 14. Abt. 19'.. Ubr iin Swincmünder Gesellschaftshaus, Swincmünder Str. 42, Lichtbildervortrag:„Das faschistische Italien." 13. Abt. 19'�? Uhr bei Obigio. Stralsundcr' Str.' N, Vortrag:„Aus der Sittengeschichte des Krieges." Referent Gustav Hahn. 17. Abt. 20 Uhr bei Klinge. Sellcrstr. 14, Vorträg:„Moderne Frauenberufe." Referentin Dr. Luise Morgenstern. 18. Abt. 20 Uhr bei Sorgatz. Uferstr. 12. Dortrag:„40 Jahre Maifeier." Refe. rentin Paula Hahn. Anschließend gemütlickies Beisarnnre?rsein. 19. Abt. 19'.? Uhr in der Schule, Gotcnburger Str. 2, Heiterer Abend. Vor- tragender Mendelssohn. 22. Abt. 20 Uhr bei Bartsch. Fehmarn str. 1,„Iack-London-Abend". Referent in Gerda Wenk. 24. Abt. 3. Gruppe. 19'? Uhr bei Schulz, Earmen-Sylva-Str. 7,1. Heiterer Abend. Bortragender Henry Reiff. 23. Abt. 19'? Uhr bei Roeseler, Goldaver Stratze, Vortrag:„SoziaNstische Kulturpolitik". Referent Hans Woywod. 27. Abt. 19'? Uhr bei Reetz, Sonnendurger Str. 1, Heiterer Abend. Varckra. qe?7der Theo Rkaret. Abt. Der Früucnabend fällt am 28. April aus und findet als Werbe. Veranstaltung zusammen mit der 29. Abt. am 19. Mai statt. 30. 31. Abü IS� Uhr be i Goldschnri dt, Stolpische St«. ZC. Vortrag:„Sozial. ________«>WWSWWW»WW�»»WW���WW,> �oz, hygienische Forderungen der Proletaricrsrau." t Gesundheitswesen.) Refe- rentin: Dr. Frida Alexander.? � �. «. Abt. 19'/? Uhr bei Wertalla. Hohenlohestr. 3. Bortrag:..Das Wrrtschafts- aeld der Haussrau." Referentin Margarete(pchcntaloivfli. 34. Abt. IS'-? Uhr bei Hcntschcl. Memeler Str. 13.- Bortrag:„Sozialpolttifche Kämpfe der Gegenwart." Referentin Else Michaelis. 35. Abt. 19?�. Uhr bei Schnoercr, Boigtstr. 38 Ecke.Riqaer Straye, Bort-rog: „Kapitalismus und Arbeiterfckiaft." Referentin Elvira Krüger. 36. Abt. 19U Uhr bei Busch. Tilsiter Str. 27. Bort rag: �..Ist che heutige Form der gesetzlichen Ehe zn besahen?" Roferentin Hilde Kirchhe?mer. 37. Abt. 19'? Uhr bei Rex. Matterustr. 19. Rezitationsabend:„Bon Kindern und von Müttern." Vortragende Martha John. �. 38. Abt. 20 Uhr bei Bartusch. Friedcnstratze, Bortrag:„�.le Frau und der 1. Mci." Referent Genosse John. ' Dienstag, den 29. April. 2S. Abt. A> Ubr �iiljrinia durch bar. Musrum für!rro»ruf'»'b--. Charlntlrnburn. ?<-rIin--r Str. f-'!7. Trrsfpinikt 18� Uhr Untrrqrrrndbäbnhaf Senefefderüla«. I».«b».'Sie Oieroffinnrn lietrilipru üch an brr!?ül,runa durch da-- Krauen. tundemufoiim. Ebarlattenburfl. Berfiuer Str. ,87. der'.r- Abteiluua. a2. Abt. Scr �raueuabend riub umständehafder auf den 8. Mai vc-legt werden. 47. Abt. 20. Hf|t. in..der Schule. Waldemarstr. 77, qnnferenr-!mm-r. Nartraa: . Säiialiftifüee chefiununaspflear in- der itainifift.". Sftficcrntln eäcnnu iOcmald ä«. Ab«7 E-barlotteirdurfl. 20 Ubr bei Lierfch. Kantstr, 82. Narlraq:.?>ie s axiale Stellunq der �rou in Vereeanoenhrit und Segcnmar!." Äeferenlin chefene Michaelis..„. 7ä. Abt. Wonnfec. 20 Ubr Im Äeich-adlcr. Kdn.ftflr, 2n, vorirag: 8 218." Nrferentin St. ftrida �Uerauber. '»8. Abt.«caiifti. 19� Ubr bei Seich, Knefal'echs'r, 12.7, Partraa'.k'rgam, falian und Oililaabe» des äffcullichrn Gesuirdbeiiawc-ens" Referent Wil- Helm Petersen. 102. Abt. Baumschulenmca. 2ll Uhr hei Hätz, Baümsckmlensir. 72,' Heiterer Abrnd. Vorirga''nder Mendelsohn. �.. 108. Aht Köpenick.. 19 Ubr Besichtigung des Mmews tiir Francnkunde, Char- lottenhürq,' Berliner Str. 137. Abfahrt 18 Uhr BahNbos Köpenick. 109. Abt. Friedrich�h-inen. 19 Uhr Besichtigung des Mnfeum» kür Franenkunde, Ehorlottcirburg, Berliner Str. i:..7. Abfahrt 17..?3 Uhr Bahnhof Friedrichs- Hägen.' � Abt. Friedrichsfelde. 20 Uhr hei Temvel. Prinzenallee �7. Dortrog:„Die Erwerbsarbeit de.r. verheirateten Fran." Referentin Käthe Kern. 13«.- Abt. Pan?sw. Di-' Genossinnen beteiligen L.ch..S.N dtM. ö�r l?'. Ri- de rhMön hosten'. Gemeindeschule. Bi.-.mnrckktr. 11. »bt. Rirderschsphausen 20 Uhr in. de� Geoiai.ird�'cktz'le» Piswarckstr.. 1 1. Bärtrag:>'>.Arheitseinkommen und Masienhelastnng." Re�rent. Ernst Reu- Abt!' Reinickendorf West. 20 Uhr im Boskübaus. Scharnweber'tr. 114. Vortrag:„Ist die Form der heutigen Ehe zu. hcfalicn?".Referent Dr. Walter / Abt'.� Wi'ttenen. Lst.UKr�hei Schul?. Bahnhof. Bor, rag.:..Das Reckst der Frau in der Ehe." Referentin Lisdeth Hübner-Ridger. Mittwoch, den 30. April. 1. Abt. Niü6mta->-b?sichti>iuni> 14 Uhr. Simüi-lmiutt Pdrial s. Wassrrsrit«. 84. Abt. Lavkwitz. 19'? Ul?r bei Lehmann. Kaiser-DilheUn- Ecke Seidlitzstrotze, Vortrag:»Sozialistische Erziehung." Referent Gottlieb Rees«. 91. Abt. Neukölln. 10'� Ubr hei Lüddicke. Karlsgarten- Ecke. Fontane strafe. Vortrag:-Die. Arbeit der-Sozialdemokratie im Etodtparlament. Refe- rentin Stadlverärdnete Anna Bormann. �-Donnerstag, den l.?Nai. 128».«bt,»aui,b«rs«b». Die Kknasfinnrn beteiligra si6> an der Mnif«!»r. ?lnfxiachc Luise Nilhler, M. d. L. Vczirksausschuy für Ardeitcrwohlfahrt. Kreis Weddmq. Dienstag. 29. April. 17."l8V? Uhr. Ausgabe der Arbeit an alle Abteilungsleiter für die Helfer der Fachgruppe Jugend-. Ffi Wohlfahrt tut Jugendamt: Wedding. Lütticher Str. 8. v. N. Zimmer 10b. 19'? Uhr Mitgliederversammlung im Ledigenheim, Schön stehtstr. 1. M � Bezirksvcrordnl'.tet'tsoal. Tagesordnung: 1. Vortrag:„Der Kanlpf um die 's?- Arbeitslasenveksichcrung." Referent Stadtrat Genosse Fabiunke. 2� Ans� v? ?=) spräche.. 3: Mitteilungen. 4. Verschiedenes. Alle Mitglieder sind zur W W Teilnahme verpflichtet.' D 120. '1.28. 131. 137. 140' | Eterbetafrl der Groß- Berliner Partei- Organisation Arbeitsgemeinschaft der Sinderfrcunde. Nestfalken-S-ursus: Ächhivg! Die Nestsälken-Hclfer müssen teilnähnien am Samariterkursus(Sichtigste Tinge für erst« Hilfe für unseren Ferien henu- a,-.seu-thalt). 1. Kurstwtgg läuft am Montag. 28. April, 20 hr, im Jugend« heim Wasse-rwrstr. 9.• Mitte. Achtung. Elternobleute und Helfer! Am Montag wieder Helfer- sitzung im Heim'6lisabe.tl)kirchstx. 19. pünktlicks 20 Uhr. Falten! Erster stllai— schulfrei! Wir. veranstalten früh ein« kleine Feier im Heim Waisen- strotze 18. Genaue Zeit wird an dieser Stell« vtyh hekanntgegeden. Kreis Fviedrichshoin: Unsere Bpaiseier ist am Donnerstag um 9'? Uhr Diestelmeyerstratze. Beltlichc Sckstile. Alle Genossen schicken ihre Kinder zu der Ki?lder.fre»ndes«ier.- Kveis Prruzlaner Berg.'Maifeier am 1. Mai. IV Uhr.. im Bezirksver- ordnetensitznngsiaal Danziger-Str. 64. Nachmittags im Sag loa u Friedrichs- Hain.—(Generalprobe zur dortigen Ausführung am. 30. April um 18 Uhr Danziqer Str..62. Das Turnen fällt fetzt ans. Dafür ab 15. Mai Spielen auf dem Ererzkerplatz(Gaudy- Ecke Rudols-Mosse-Stratze.) irM 18 Uhr. 17. 5drei» Lichtenberg, i. Mai. 9'� Uhr. Kindermai feirr auf dem Sport- platz Hauffstraße. Eltern und Parteigenossen, schickt eure Kinder zu uns!— 1. Mai, nachmittags, Bcteiliguns an der Parteifrter. kreffpuutt alle« Gruppen 16'4 Uhr Bahnhof St ralau-RmmNel sburg, Ausgang Hauptstraße. Kreis RenZLlln: Folkcuratssi.tzuvg am Mo?ckaq. 28. April, 18 Uhr. in der Baracke Ganghoferstrotzo. Jede Gruppe muß vertreten sein.— Gruppe Falte: Elternversammlung ain Mittwoch, 30. April, in der Schule Hcr�bergplotz.. Ansang 19'.? Uhr.— Gruppe Birke: Am Mittwoch, 30. April, 20 Uhr» El tarn- Versammlung in der Lessingschule.— Am Sonntag, 9'? Uhr, Probe für die Maifeier in der Renen Welt. Alle Gruppen müssen volhzäblig erscheinen.— Am Dienstag. 29. April, um 18!« Uhr. in der Neuen Welt, Hauptprobe zur Maifeier. Alle Mitwirkenden müssen vertreten sein. Tiergarten. Gruppe August Bebel: Alle Rot- und Iungfalken treffen sich am Sonntag, 27.. April, um ich Uhr bei Berger Leuetzow- Ecke Iogowstratze, zur Spreckchorprobe zum 1. Mai. Bitte alle pünktlich erscheinen.— Rote uljd Iungfalken: Dienstag. 29. April, Eprcchchorprobe im Heim Waldenserftratze von 17'/? bis 19!? Uhr. Kreis Wcdding: Maifeier. Vormittags Maispazierganer nach der Jungfern- beide. Treffpunkt 8>? Uhr am Zeppelinplatz. Rachmrbtags Maifeier der Kindersreunde, Sozialistischen Arbeiterjugend und Arbeiters portler auf dem Wassersportplatz Plötze usee. Treffpunit zum gemeinsamen Abmarsch 16'.? Uhr Zcppelinplatz: Die Eltern werben- gebeten, zahlreich zu erscheinen. Hohenschönhausen: Heute sind wir auf Fahrt Montag, 28. April, für Nr st- und Iungfalken Spielen in der Dingelstädter Straße, Schuldarocke. von 17-19 Uhr. Rote Falken: Beteiligung an der Einäscherung unseres Genossen R. Pandura im Krematorium Gcrichtstratze. Treffpunkt 16'- Uhr Freien. waldcr Ecke Berliner Stratze. Falkenkleidung emimscht.— Dianstag, 29. April, Turnen von 18— CO Uhr Turnhalle Rödern stratze(FTGB.).— Mittwoch. 30. April, von 17—19 Uhr Arbeitsgemeinschaft der Roten Falken bei Ann'i Schulz. Verlängerte Hedwig str. 3.-- Donnerstag, 1. Mai. schulfrei. Alle Falken treffen sich zum Spielen am ssanlensee. Siedlung 9 Uhr Abmarsch Dingclsiädter Ecke Witzenhnusener Stratze:.Hohenschönhausen Absnarsch 9'? Uhr Berliner Ecke Suermondl stratze. Jeder Falka bringt seinen Freund oder .Freundin mit. Krsts Echöneberg: Alle Gruppen treffen sich pünktlich 10 Uhr zur Probe des 0 Sprcchchors für den l. Mai in der Schlotzlirauerei Schöneberg. Texte mrt- bringen. 13. Kreis Tcmpclhof-Mariendorf. Am 1. Mai treffen sich alle Roten. Jung- und Restfalken beider Gruppen um 9 Uhr an der Kanalbrücke sUllstein-Haus). Um 16 Uhr beteiligt sich die Abt. Tempelhof an der Maifeier der Partei im B i rk< n mül d che n, Mantsuffelstratz''. und die Gruppe Mariendorf in Lichtenrade bei Rohrmann.— Abt. Tempclhof: Alle Helfer treffen sich Dienstag, 29. April, 17 Uhr, im Jugendheim. Fraktion der sozialdemokratischen Lehrer und Elternbeiräte Lichtenbergs. Dienstag, 29. April, pünktlich 19' 2 Uhr. Versammlung im Sitzungssaal «Zimmer 2.7) des Rathauses, Mövendorffstratze. Tagesordnung: 1. � Schul- politische Taacsfragen". Referent Genosse Bürgermeistcr Dr. Siggel. 2. Eltern. beiratswahlen. 3. Verschiedenes.— Asse Abteilungsleiter bitten mir, dafür zu sorgen, daß jede Abteilung vertreten ist. Mitgliedsbuch legitimiert. greie sozialistische Schuler. Gruppe Westen und Nordwesten. Mittwoch. 30. April, beginnt der Genosse Zeltner eine Arbeitsgemeinschaft über das kommunistische Monifest. Charlotten. bürg. Kaiscr-Friedrich-Realgymnasium. Kncsebcckstr. 24(Rahe Savignvvlatz), 20 Uhr. Zungsozialistcn Grost-Berlin. Die erste Zusammenkunft der Teilnehmer am Referenievkkttrsn« zwr Bor- bcsprcchnuq findet am Dienstag, 29. April. 20 Ubr. in der Alkoholfreien Gast- statte, Berlin S.. Stalitzer Str. 6, statt. Wir bitten um vollzähliges und be- stimmtes Erscheinen. Gruppe Scheuebcrq. Der Treffpunkt zur Fahrt in den Krämer ist heute 8 Uhr am Stcttincr Vorortbahnhof. Gruppe Moabit. Montag. 28. April. 20 Uhr. Berger. Levetzowstr. 21. Diskussion über den österreichischen Fasch'.smus. Junge Partei- und SAI.- Genossen willkommen. Gruppe Eharlottenburg. Montag, 28. April. Bortrag des Genossen Siegfried Bernfeld:..Psychologie und Psychoanalyse". Beginn 20 Uhr. Junge Partei- geitossen und SAI.-Mitglieder willkommen. Werbcbezirkk Westen. Am 3. 4. Mai findet der Wochcnendkursus mit her Genossin A. Hartoch mit dem Thenm:„Proletarisches und büraerlickies De- wutztscin im Verhältnis der Geschleckter zueinander" statt in der Jugend- Herberge Rowawes, Priesterstratz-. Beginn Sonnabend 20''i Ubr und Sonntag 9 Uhr.— Morgen. Montag.-spricht der Genosse Bernfeld über:„Psychoanalyse" in Eharlottenburg. Rosinenstr.. A. Gruppe Pankow. Arn Montag. 28. April, 20 Uhr. im Jugendheim. Kissingen- stratze Ecke Grgmtzstratze, Bortrag des Genossen Scigewasscr:„Die Arbeiter- bewegung anderer Länder". Gruppe Lichtenberg. Mor�ey. Montag. 20 Ubr, im Jugendheim, Gunter- strafte 44. Bortrag:„Innenpolitik". Refereilt Hans Iochcm Heller. Partei- und SAI.-Genossen sind freün blichst eingeladen. Gruppe Reinickendorf. Morgen» Montag. 20 Uhr. Zusammenkunft im Städt. Jugendheim. Tegel. Schoneberger Stratze iBaracke». Zehn-Mmutev- Referate:„Die politischen Parteien in Deutschland". Die iungen Parteigenossen sowie SAI. Mitglieder sind eingeladen. 39. Abt. Unser langjähriger Genosse, der Schneider Stanislaus Kucharsfi, Fr'iedrichstr. 216/ kft. an Gosve'raiktung verstorben.'' Ehre ckeinem Andenken. Einäsck)erung ain Dienstag. 29. April. 13',? Uhr, im Krcntgtorium. lSerichtstraße. Wir bitten um rege Betetliaung.-'. 59. Abt. Reukalln. Unser lieber Genosse Adam Schmambach ist verstorben. Ehre seinem Andenken.— Einäscherung Dientsag. 29. April. 17''? Uhr, im Kre. matorium Baumschulenmeg.-Wir hit4en um rege BeteUigung. 127. Abt. Hodenschiiuhausen. Unser Genosse Richard Pandura ist am it. April verstorben.— Eljrc seinem Andenken.•— Einäscherung. Montag, 18 Uhr. im Krematorium Gerichtsrratze. Wir bitten um rme Beteiligung. 128. 130. Abt. Pankow Arn 23. April verstarb plötzlich unser treuer Genosse Adolf. Iaetzschmann. Pankow. Vinzstr. 46. Ehre seinem Andenken' Zur Einäscherung am 29. April, 18 Uhr, im Krematorium Grrichtstraye wird rege B?. teillguug erwartet._____ Vorirage, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner„Schwarz-Rol-Gold". G e s ck ä k t s st e l I«: Berlin 6. 14. Lebqstianstr. 27—38, Hof 2. Tr. Sonntag, 27. April. Treptow lOrtsverein): 14'? Uhr Antreten sämtlicher Kamrradschgf'en am Bhf. Niederschöneweide zum Marsch nach Sportplatz in Karlsborst. Pflickstveranftaltung. Rein iikeu darf- West. Iungbguncr: Antreten.10 Uhr Verkebrsldtal zur Kundgebung im Metro. Palast. Prenzlauer Berg!. Iüngbanner: Treffpun.kt für die. Beteiligung an der Ingendfeicr 9>? Uhr Holl, bhf. Danziqer Stratze. Rachzügl-r 10' i Ubr am Rlctro» Palast.— Montag. 28. April. Mitte. Iüngbanner: 20 Ubr Jugendheim T'eck- stratze 18,.Besprechung der Tagesfragen. Pronzloncr Berg. Iüngbanner: 20 Ilhr Schule Sonnen bürge r Stratze Vortrag Kam. Land'agsabgeordnctcr Zachert:..Der 1. Mai". Lichtenberg, Inngmonnschast und Schutzsportler: 19'. Uhr z in der alts Turnhalle. Runrmelsburger Str.'>t, 1. Eingang. Wichtige Mitteilungen betmferd Sportplatz und Magdeburgfahrt. Sanitätsdienst Kam. Zünicke. Reinickendorf Gest. Iüngbanner: 19 Uhr Antreten Verkehrslvkal.— Dieirstag. 29. April. Weddivg: Turnabend in der Halle Putstnsser Str. Z. KameradLN�. besucht die' Turnabende! Reruickenborf-West: Iüngbanner und Vorstand 20 Ubr Berkehrslokal.- Mittwoch. 30. April. Kreutberg: 20 Uhr erweiterte Borstandssitzung bei Krepp. Plann ker 73. Eharlottenburg: 20 Übe Konferenz sämtticher Funktionäre des Ortsvereins im Edcnyalast.— Steglitz (Ortsverein): Das Musikkorps ist aufgelöst. Es wird gebeten, keinerlei Ber- ei nbarungen mehr mit demselben zu treffen. * Ganttorstand. Für die Züge und die KundflStnmg der SPD. ain Donnerstag, dein 1. Mai. ljaben die Kameraden aller Orts- vereine den Schutz zu übernehmen. Nähere Änweisunqen sind an die Ortsvereine von feiten des Gaues nnd der Kreisführer bereits ergangen. Deutsche Fricdrnsgesellschgft, Ortsgruppe Berlin. Dien-tag. 29. Apr, r. 19'? Uhr. im Stadthaus, Eingang Klosterstratze,. Saal 339 im.1 Stock. Ae- streuten: Pastor i. R. Francke und Reichstag-vthgeordnestr Ströbel über das Thema„Ist Frankreichs Sicherhei tsver langen berechtigt?" Die rechst stehende Presse ist zur Diskussion eingeladen. Sumaira-• Cepitano, Perfeciox, vorsortiert Ii1[.cm 10 Pf- Hausmarke, Corom/os 10 f, cm 12 Pf- Rabatt htii Berhenp von Onglno!- imirv, von SOO.SterH on 9 Jubeljahr, Exitos(s. Abbildung) 11\l,cm 15 Pf- Jubiläums' Marke, Aportos. it�Km 20 Pf- Siegesgötier, Gloriosos... Ii*/, cm 25 Pf- Jubiläums-Marke. Heroldos.. item 30 Pf- In KLxien zn SO Siück Ad Animum, Corona» superbas 13*/, cm 50 Pf- In Kisten zn SS Stück Po\ Brasil: Saludo Brasileno, Cortado». iz cm 15 Pf- Saludo Brasileno, Brcva». izxl, cm 20Pf. Saludo Brasileno, Corona». 121[, cm 30 Pf- In Blcdidosen zu 50 Stüde Zigarillos:( Sumatra- Sandbl): Licet, Zigarillos No. 6...... 0 cm 6 Pf. Licet, Zigarillos No. S.... SV. cm 8 Pf. In Kartons tu 20 Stück riofrsie Zntendnnq innerhalb Devtidilands i'on M. 20- an. b'lustr. Preisliste kostenfrei BERLIN W, 8 Fra nzösischestr. 21 Miumzooteapilol) l XMgsirM I Xo&sfr.SSt 2tyir*s*irpißtz8 1 Sdnoßstr. 96 Stegm/ maUinstr.m tltxvca**- Hart*,- KSrrtgshmf<», Knriph. langg, S- Mprig, Tfnnmeugw» fhatn- Strtdnor Bahnhof J BERUIN HAMBURG ALTONA KÖLN HANNOVER. DÜSSELDORF A DORTMUND ESSEN DUISBURG MAGDEBURG FRANKFURT'Vm Jahi�aacMj 19S0 Ciewid.xnei allen freunden unseres Heixises und. denen., die es-werden-wollen. Copyright b» Kurt Lisser Reklame 1930_ Nachdruck von Wort und Bild verboton1. H«auis£5Xfie3? SB In ihrem Morgenblatt vom 14. April bringt die Frankfurter Zeitung einen Artikel, der sich mit unserem neuen Frankfurter Geschäftshaus beschäftigt. Der Verfasser schildert in launiger Weise, wie sich der Stadtteil, in dem wir unser Geschäftshaus errichtet haben, von einer ungeheuren Düsterheit(eine Modellstraße für Detektiv- Romane nennt er sie) zu einer in größter Helle strahlenden, verkehrsreichen Gegend verwandelt hat. Dann schreibt er wörtlich weiter: „Die zweite Sensation dieses Warenhauses aber sind seine Preise, die bis zu einer Tiefe sfeigen, dah man sie für einen Witz halten mub. Um nur zwei Ziffern zu nennen: es gibt Herrenhosen für neunzig Pfennige und Damen- Kleider für 1.25 Mark. Die Preistreppe nach oben endigt ungefähr auf jener Stufe, wo die Preise der anderen Häuser erst beginnen. Darum bat dieses Haus einen Massenzulauf, der geradezu eine Regelung durch die Verkehrspolizei verlangt." Hier sind einmal Eindruck und Urteil eines vollkommen unbeteiligten, unparteiischen Beschauers. Wir kennen den Verfasser des Artikels nicht, noch er uns, und selbstverständlich hatte er auch von uns keinerlei Auftrag, diesen Artikel zu verfassen, Aber er hat sich, wie er schreibt. eine Stunde lang vor und in dem Hause, auf den Treppen, in den Aufzügen bewegt, und schildert das Leben undlreibenin unserem Geschäft, und wie sich immer wie- der offensichtliches Mißtrauen in freudige Ueberraschung verwandelt. Aber eins hat er scheinbar doch — leider— übersehen. Er hat sich wohl nicht selbst davon überzeugt(in der Herren-Abteilung hätte er's sehr gut gekonnt), wie gut die Kleidung ist, die man bei uns für unsere erstaunlich niedrigen Preise bekommt. Denn das- so glauben w i r wenigstens- ist der eigentliche Schlüssel zu dem wirklich beispiellosen Andrang in unserem Frankfurter Geschält, das sich damit würdig an die Seite unserer übrigen deutschen Geschäfte stellt. * Besser gekleidet für weniger Geld wem sollte das in der heutigen Zeit auch wohl nicht behagen €b So» mobernc, jck' irifhft florj bf(on. btrs(Ktwrjnjjtc Kostüm an» frlntm gemusterten Stoff in bester Ver. orbeitung. die' Io�e ganz auf fchmerer Kunst. feite gefüttert, kostet doch mir 29.. Fefcher llrbergang»- Mantrl on» Fleur d« lolttc mit der mober. nen Pelerine und na- inrlich ganz auf gu- lern Futter. Kragen und Ärmel sind reich mit Pelz verbrämt, der fabelhafte Prel» ist ZS.. JiEIDE MUTTER kennt feinen sehnlicheren Wunsch als den. ihre Kinder gut, sauber und zweckmäßig angezogen zu sehen. Aber auch unsere Kinder missen genau, was sie wollen was modern ist und was sie besonders gut kleidet. Und das macht die Cache nicht leichter. Denn— allerdings— das liebe Held!— Und dazu die heutigen Verhältnisse, die immer wie» der zum Sparen drängen- Nun denn, lassen Cie's sich gesagt sein: Auch die schönste Kinder-Kleidung kostet bei uns herzlich wenig! Probieren Eie s nur einmal— und denken Sie daran! Da gibt's neben anderen schönen M ein entzüt- kende» Kinder- Cvmplet an» Papilla n■ Schotte»< Stoff 1» vielen Far- chrn. Zn Sr. 55 ist der Pect» bei un» QTS nur 2.) einen modernen Sport-An- zug au» dankbarem, durch. au, tragfähf. gern Stoff, Zak- kett und Hofe gonz gefüttert. Gr. 4 QU kostet Sachen: 3.) einen feschen und proktifchcv Kinder- Monte! aus dem neue. ften gemusterten Stoff mit Pelerine. 3n Gr. 60 bekommen Sie 07S ihn für O Der moderne Zauberspruch: „ BSumchen, rtW/e, tehüMe Didx- Wirf tehörtc Kleider über midi." bat Aschenbrödel einst-- im Märchen,.. Was wt die Frau unserer sachlichen und un- romantischen Zeit, wenn sie fesch und immer modern gekleidet sein möchte(und. Hand aufs Herz, welche Frau möchte dos nicht?) und doch nur über— nun sagen wir— eine magere Geldbörse verfügt und sparen möchte? Nun, sie folgt halt dem Rat, der unten steht. Und wie recht sie damit hat. das können' Sie aus den wenigen Beispielen ersehen, die wir Ihnen hier vorführen, und den unzählig vielen anderen in unseren Schaufenstern und in unseren Verkaufsräumen. Und wenn die Frau von heute auch nicht so billig dazu kommen wird, wie Aschenbrödel im Märchen: alle Kleidung, die Sie bei un» sehen, ist ebenfall» märchenhaft schön und zweifellos märchenhaft billig! VERZEIHEN SIE — aber der Spiegel hat recht, Ihr Anzug ist wirklich reichlich schlecht. Da Hilst kein Bürsten mehr und kein Putzen, Da kann auch kein Auf- bügeln mehr nutzen— Und alles Uberlegen ist fehl am Platz— Sie brauchen halt einen neuen— und hier ist er, der Ersatz! Und der Preis?— Ja, der Preist Kommen Sie. bitte, einmal zu uns und überzeugen Sie stch. was für einen fchmuk- ken Anzug Sie bei uns für wirklich fabei Haft wenig Geld be kommen. Bedenken Sie. daß Sie keinerlei Risiko dabei eingehen, denn unser« Garantie: .Zufriedenheit oder Geld zurück!' schützt Sie vor jeder Snttäu- schung.(Und diese Garantie gilt für den billigsten Atzzug oder Mantel genau so, wie für den teuersten.) Aberoon einer Ent- täuschung kann gor keine Rede sein. Im Gegenteil, Sie werden freudig überrascht sein zu finden, daß Sie bei besser kaufen können, als Ei« wohl geglaubt oder gar gehofft haben, und daß bei un» kaufen eine wesentliche Ersparnis bedeutet, für jetzt und immer. Und da« ist bei den heutigen Zeite» wahrlich nicht zu verachten. uns weit Kitt sehr fesches Mnf- felin- Kleid mit dem modernen Bolero und uni Weftcneinfatz, Stögen und Schleife aport bestickt.?» vielen Frühlingsfarben und- mu- ftern, zu dem unge- mShniichen_*»75 Preis von■ Li Gleg ante» Srept-Scor- ncttcSUeib mit Crepe de Chine-Unterlleid mit ßnodcrncm Glockenrock und Glockcnvolani» an den Hüften: lange Ärmel. Und es ist da» Ihre für den niedrigen Prei» 2F- Heirats-Gesuch Ich bin die große Glocke I modern wie sich's gebührt/ mein Haupt ist reich bekurbelt I mit Bändern schön garniert/ ich könnte wohl ge< fallen I der schönsten aller Frou'n/ denn ich bin gut gewachsen I und herrlich anz'uschau'n I Ob blond, ob braun, ob schwarz sie/ mir wäre jede recht/ es würde jede zieren I mein schön' Krinol- Geflecht/ Gqr wun- derbare Kräfte/ aus meinem Reiz er- stehn/ ich hin ein Wunderdoktor/ ich mache jung und schön/ Jedoch ich will's nur sagen/ weil das nun mal so Brauch I zur Ehe eine kleine/ Mitgift, die such' ich auch I Ich bin zwar sehr bescheiden/ du holdes Mägdelein/ denn schon für 3 TUdrk fünfzig/ da bin ich: Dem 1' Fwlg K ennen SieJ en? „Ich möchte gern meine Kinder phologra« phieren lassen. Was wird das kosten?" „Zwanzig Mark das Dutzend." „Ach, da muß ich noch warten, ich höhe erst neun!" 4 Alle i« dieser Seite enthaltenen Angebote stehen Ihnen ob Montag früh bei un» zur Verfügung. Orsmenrtr.40 am Or»nl»»pl»ii Chauneeitr.113 KÖnigttraße 33 »ei* Siatil**'»atmbw»rn»anana» a>e»ana»'0!DU Hcms.. brw Knaben- KlcldaD# w des beides2 \'\.' V 'Pavzellen und. Wohnungen v.. v Vvv-J .S S'�iS MONATSRATEN mit Zentralheizung, Warmwasser, Bad und elektrisch Licht am Volkspark Bohborpc in schöner Lage Vh-, Z>, 2'- 2-ZlmiDJrr.Wohnaracn in der M(ll:erslraSe(gejenfiber dem neuen StraBenbahnhofi Afrikanische, Swakopmunder, Togostrabe IVziebbar ab Mai 1930. v- sithngung Kglidb. Näheres durch Vermietungsbüro auf dem Bau, Relnickendarf-Odi See-, Micke-, IsarsfraSe, Pankower, Letteallee einige«Vi- und Z-ZUnmer- Wahnatigen sofort beriehbar. Näheres durch Verwalte' H e n s e 1. Isarsiraße 77. Retnickeadorf> West 1 Waidow-, Humboldt-, Kuhnstraße. ff, Z-. IVr-Zinuaer-WohniiageB, elektrisch Licht. Bad, Ofenheizung Am Bahnhof Wechemee: Greil-, Hosemann-, Zelierstr. IV}-, Zt a-Zimmer-Wohnnngcn, beziehbar ab August 1930 In Adlerthof: Kronprinzen-, Oppen-, Handjerystraße. 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Seitdem die wichtigsten Staaten der Welt nach dm schmerz- lichcn I n s lo t i o n s e r s ah r u n g« n, die sie fast alle haben durchmachen müssen, wieder zu der Goldwährung zu'üchgekehn sind, ist die Höh« des Zahlungsmitteluptlauses und in hohem Maße auch die gesamte für die'Wirtschaft verfügbar« Kreditmeng« jedes Landes von der jeweils vorhandenen Goldreserve abhängig. All« von den betrefsenden Zentralbanken ausgegebenen Banknoten muffen zu einem festen, jeweils in den Bankgesetzen der betressenden Länder festgelegten Prozentsatz durch Gold gedeckt sein.?« höher also der Goldvorrat in einem Goldwährungslande ist, um so mehr Banknoten können in den Verkehr gebracht werden, d. h. um so mehr Kredite können der betreisenden Doltswirtschait zugeführt werden. Umgekehrt muß bei einem Rückgang der Goldreserven (um das gesetzlich vorgeschriebene Deckungsverhältnis ausrecht zu erhalten) der Zahl ungsm ittel'tmlous eingeschränkt, mithin der Um- sang der Kredite entsprechend verringert werden. Da demnach die groben Schwankungen in dem Goldbesih der einzelnen Länder überall schwere Rückwirkungen aus die Kreditversorgung der be- treffenden Voltswinschast und darüber hinaus heftige Störungen des internationalen Geld- und Krediwerkehrs zur Folge gehabt haben, so ist es seit längerem das eifrig« Bestreben der imer- nationalen Rolenbankleiter, die Ursach« dieser lästigen Wirtschosts- slcirung, als welche sich die großen Goldverschiebungen von Land zu Land herausstellen, durch freundschastliche Vereinbarungen unter den einzelnen Rotmbankeu auszuschalten. Der bisher von den großen Notenbanken erbittert geführte , Kampf um die Goldbestände der Welt, das ewige Zerren an der allzu knapp empfundenen Golddecke fall also endlich durch die schon einmal in Washington im Lahr« 1927 gelegentlich der dainaligen Zusammenkimst der Notenbankleiter verkündete„sreiindschnst- Ii 6)«Zusammenorbeitderinter nationalen Note n- b a n k« n" ersetzt werden. Durch die Gründung der„Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich"(VIZ.) in Basel hat man Vorsorge nd die notwendige Bankorganisation geschossen, die die an- gestrebte Regulierung des internationalen Goldverkehrs zweck- entsprechend durchführen soll. Ob sich die in dieser Beziehung an die„Weltbank" geknüpften weitgehenden Hoffnungen und Wünsche alte erfüllen werden, kann fraglich erscheinen: denn die Gold- Verschiebungen der Notendanken sind durch die niemals auszu- rottenden Wertfchwankungen der einzelnen Landeswährungen ver- urfacht. Das Ziel, das sich die Leiter der internationalen Notenbank- leiter gesteckt hadech-m viel- bescheidener: Man hofft ollenialls, ver- me-idbnre Auswüchse in dem Kampfe um das gelbe Metall durch Vereinbarungen ausmerzen zu können: dos Hauptziel, das sich bei allseitig gutem Willen bestimmt verwirklichen lassen wird, ist die Verringerung der jeweiligen Versendungskosten des Metalls. Di« Transport-, Versicherumgs- und Zinsunkosten bedeuten bei den großen Beträgen, um die es sich jeweils handelt, ein« fühlbar« Belastung der versendenden Notenbanken. Wenn also später, wie vor- gesehen, die einzelnen Notenbanken entsprechend« Goldmengen bei der BLZ. in Bafel«inlegen, dann lassen sich die zur R e g u l i e- r u n g von Währungsschwankungen notwendig werden- den Goldabgaben durch einfache Umbuchungen auf den betreffenden Notenbanken oornehnien. Effektiv« Goldversendungen und die damit verbundenen Transport-, Derficherungs- und Zins- Unkosten lassen sich also zweifellos aus diesem Wege sparen. Worin liegk die Ursache sür diese kostspieligen und wirk- schaftlich gefährlichen Goldbewegungen? Die Antwort ans dies« Frage wird gleichzeitig deutlich machen, daß eine völlige Beseitigung der Goldbewegungen von Land zu Land, solange die Fahne der Goldwährung hoch gehalten wird, überhaupt nicht denkbar ist. Der Mechanismus der Goldwährungen arbei- tet folgendermaßen: Jede Währungsschwäch«, die sich in steigenden Kursen der Auslandsdevisen äußert, zwingt zur Gold- ausfuhr, und umgekehrt Hot jede übernonnal« Befestigung der Währungen, die durch inneren Reichmm(wie in Amerika und Frankreich) oder durch reichliche Kreditzuilüsse aus dem Ausland« '(wie zeitweise in Deutschland) bewirkt sein kann, Goldimporte zur Folg«. Derartige Schwankungen in dem Wertoerhäswis der einzelnen Landeswährungen zueinander, die unmittelbar durch dos Ber- bältiris von Angebot und Nachfrage nach den betresseildea Devisen hervorgerufen werden, lasten sich innerhalb gewisser Grenzen, die durch den sogenannten oberen und unteren Goldpunkt gebildet werden, niemals vermeiden. Wird z. B. die deutsche Reichs- mark etwa im Vergleich zum englischen Pfund auf einen Punkt her- i.ilteracdrückt, daß es für den deutschen Warenimporteur billiger wird, seinen englischen Lieferemten statt im Devisen(die er an der Börse mit einem höheren Kurs« erstehen müßte» in Gold zu be- zahlen, so spricht man davon, daß die Währung den unteren Gold- punkt erreicht hat. Der Importeur wird sich statt der teuren Devisen das bei der Reichsbonk zum festen Preis von 2784 M. für ein Kilogramm erhältliche Gold besorgen und für die Bezahlung seines ausländischen Gläubigers verwenden. Umgekehrt wird der ■ deutsche Erporteur bei einer Befestigung der Mark, die in einem entsprechenden Sinken der ausländischen Devisenkurse zum Ausdruck komint. von einer bestimmten Grenze ab sich statt mit mednger- wertigcn Devisen nnt Gold bezahlen lasten, das er ja bei der Reichs- lxmk immer zu dem im Münzgesetz verankerten Preis loswerden kann. In der Regel nehmen die B a n k e n, die die Schwankungen der einzelnen Landeswährungen zu Goldausgleichsgeschästen aus- nutzen oder die Notenbanken selbst, die die Devisenkurse innerhalb der erwähnten Goldpunkte stabil zu erholten haben, den Waren- kausteutei, die Mühe der Gollwerseiidungen ab. So erklären sich z. B. die großen deutschen Goldkäus« der ver- gange nen Monate daraus, daß der englische Psundiurs in- 'vlgs der Bersastnng des englischen Geldmarktes unter den Gold- eLportpunkt gesunken war. Sofort begannen die Gold- »af bitrageurc' Zll ardestnl. Sie kaufte« tu England Kall» zu des Goldes. m man sie mildern will. dem international festgelegten Preis, bezahlten in dem niedriger be- werteten englischen Pfund, brachten es mit Schnelldampfern nach Deutschland und boten es der Reichsbonk, die mit der höherwertigen Mark zahlen muß, zum Kaufe an. Die Differenz zwischen dem An- kanss- und Verkaufspreis, vermindert um die Versendungskosten, stellt dann den Gewinn der sogenannten Goldarbitrageur« dar. Im einzelnen setzen sich beispielsweise die K o st e n eines solchen Goldgeschäfts bei einer Summe von 199 000 Dollar, d. f. runs 2 Millionen Mark, aus folgenden Posten zusammen: Transport........... rd. 1 247 M. Versicherung........... 546, Verpackung............ 76, Provision für den englischen Dermkttler„ 258, Zins auf 2 Tage � 338. Erst wenn alle diese Spesen gedeckt werden können und dar- über hinaus bei einem Weiterverkauf an die Reichsbank noch ein Nutzen verbleibt, der allerdings oft nur sehr klein ist, werden die Banken das Geschäft machen. Meistens lasten es die staatlichen Notenbanken, die über die Stabilität ihrer Währung zu wachen hoben und allzu starken Schwankungen entgegentreten müsten, es gar nicht erst zu größeren Goldverschiebungen der privaten Arbitrageure kommen. Sie sargen dann durch eigene Goldabgaben oder Goldkäufe für den durch die Devisenjchwankungen notwendig werdenden Gold- ousgleich, zu dem sie durch die Automatik der Goldwährungen und die auf der Lauer liegenden privaten Goldarbitrageur« geradezu gezwungen sind. Das System funktionierte vor dem Kriege ausge- Trotz alledem. Neuer Aufstieg des Verbandes ostdeutscher Konsumvereine im Jahre llS29. Der Verband ostdeutscher Konsumvereine, die den Konsum- genossenschasten der Provinz Brandenburg, der Grenzmark, Pom- merirs, Ost- und Westpreußens angeschlossen sind, hat im Jahre 1929 seine Mitgliedschaft von 329 749 aus 351774 Haushaltungen erhöht. Die Zunahme der Mitglieder beträgt 6,8 Proz. Der Umsatz ist in den 869 Derteilungsstellcn(im Vorjahre 774) von 95,6 aus 12l,6 Millionen Mark oder um 26,11 gegen 19,49 Pro;. im Vorjahre gestiegen. Der Umsatz von Waren, die in eigenen Betrieben erzeugt werden, hat sich um 13.1 von 29,0 aus 32,8 Mil- lionen Mark erhöht. Die Zahl der kaufmännischen Angestellten ist von 4541 aus 5327, die Zahl der Arbeiter und Arbeiterinnen von 703 aus 753 gestiegen. In der Gesamtbilanz haben sich die Betriebs- bestände von 16, l auf 21,5, der Wert des Grundbesitzes von 19.7 auf 28,3, die angelegten oder verfügbaren Mittel von 22,8 auf 28,4 Millionen Mark vermehrt. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder und die Reserven sind von 9,3 aus 11,6, die Spareinlagen der Mitglieder von 39,6 aus 54,3 Millionen Mark gestiegen. Die Ucberschllsse— einschließlich des Sparrabatts der Mitglieder— sind von 4,04 auf 5,25 Millionen Mark erhöht. Diese neue Aufwärtsentwicklung im vergangenen Jahre, die sich unter erschwerten sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen vollzog, ist ein neuer Beweis für die Lebens- und Werbe- kraft des koiisumgenossenschastlichen Gedankens, der gerade jetzt erfreuen muß, wo kurzsichtige Spießerpolitik die Erfolge der Konjumsereinsbewegung glaubt hemmen zu können. Gchwerverdiener im Baugewerbe. Auch Philipp Holzmann steigert seine Gewinne. Während die Bauarbeiter im vergangenen Jahre die Kon- junkturoerschlechterung am Baumarkt durch verschärfte Ar» beitslosigkeit schwer zu spüren bekamen, sind die großen Bauunternehmen auch im vorigen Jahre sehr gut aus ihre K o st e n gekommen. Erst vor wenigen Wochen konnte die Julius Berger Tief- hau?l.°G. in Berlin wieder ihre Rekord dividend« von 2 0 Proz. ausschütten, und der jetzt verössentiichte Abschluß des mächtigsten westdeutschen Bauunternchmens, der Philipp Holz- mann A.-G., weist einen um fast 14 Proz. erhöhten Reing:winn für 1929 aus. So kann die Gesellschaft auch ihre Dividende von 7 aus 8 Proz. heraussetzen. Die Ausführung von Siedlungsbauten bildete'im letzten Jahr das Haupigeschäst für Philipp Holzmann im Inlands, wogegen das Xiesbougeschaft infolge der öffentlichen Finanz- schwierigkeiten nicht zur Entwicklung kam. Das Auslands- geschält blieb auch im Berichtsjahr unoeröiildert günstig: neben großen Rcparaturarbeiten ist das Unternehmen besonders in Süd- omerika sowie in der Türkei und Persien tätig. In Persien ist Philipp Holzmami geineiniam mit der Siemens Bauunion und der Julius Berger Tiesbau A.-G. an der Durchführung großer Bahn- bauten beteiligt, jedoch äußert sich der Geschäftsbericht über die Entwicklung dieser Arbeiten so gut wie gar nicht. Die Gefells chnit hat im neuen Jahre die Planierungsarbeiten für die F o r d f ch e A u t o m o b i l f a b r i k in Köln in Auftrag erhallen. -100 Millionen Einnahmeausfall. Krisenwirkungen bei der Reichsbahn. Der Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn ist van der Allge- meinen wirtschaftlichen Depression schwer in Mitleiden- schast gezogen worden. So wurde auf der«itzung des Äer- waltungsrates mitgeleilt, daß in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Einnahmen infolge des schleppenden Güterverkehrs um 100 Millionen hinter dem Voranschlag zurückgeblieben seien. Die auf der letzten Tagung des Lerwattungsrates besckstosiene Auitragsdrostelung für industrielle Bestellungen muß daher bestehen bleiben.— Der auf der Sitzung vorgelegte G-schästsbericht sowie die Bilanz für 1929 wurden genehmigt. Die Reichshahn hat in ihren früheren Berichten aus tarif- politischen Gründen oft gemig Zweckpessimimns getrieben und einen tüchtigen Schub schwarze- Schmiu!« aus. zeichne t. Heute aber arbeitet es unter ungleichmäßigen Zuckungen, weil die Störungen im internationaleii Gcldvrrkehr das Gold als Anhängsel der gemaltigen und plötzlichen Kreditverschichungen bald hierhin, bald dorthin worsen— bald die eine Notenbank in un- erträglicher Weise von ihren notweiidigsten Deckungsbcständen ent- bloßen, bald die andere Notenbank mit einem unerwünschten Gold- fegen überschütten. Das einzige Mittel, die internationale Goldbcwegung zu regulieren, besteht sür die Notenbanken in der Handhabung der Diskontpolitik. Bei einer niedrigen Bewertung der eigenen Währung, die zu unerwünschten Goldverlusten führen würde, wird der Diskontsatz, mil dem das Aus'.andsgeld und damit das Gold durch de» Anreiz höherer Verzinsung ins Land gelockt werden soll, erhöht: um- gekehrt wird der Diskontsatz bei einer Besestigung der Währung wieder ermäßigt, wenn unerwünschte Goldzuslüste a b- gewehrt werden sollen. Wiederholt ist es dabei vorgekoimnen, daß die Rücksicht auf befürchtete oder erhoffte Goldbervegungen alle übrigen Ucberlegim- gen, die man vor dem Ingangsetzen der Diskoutschraube(Lage des heimischen Geldmarkts, den Stand des Noteninstituts der Konjunktur- beeinftusiung) anzustellen pflegt, beiseite gedrängt hat. Es sei in diesem Zusammenhange nur an die Vorgänge im April und Mai des Vorjahrs erinnert(Pariser Reparationsverhandlungen), als die Reichsbank, die durch Abberufung fremder und die Flucht heimischer Gelder bewirkten Goldverluste(rund 900 Millionen Mark) mir durch schärfste Krediteinschränkung abbremsen konnte. Die Ge- schichte der Diskontpolitik der letzten Zeit ist voll van derartigen Beispielen, wo nur die Rücksicht aus das Gold den Zeitpunkt lind das Ausmaß der jeweiligen Diskontveränderung bestimmt hat. Kein Wunder, daß die großmächtigen Noteubankleiter sich mehr als Knechte, denn als die Herren des launischen, mistet von einem Land.zum anderen wandernden Metalls fühlen und nunmehr wieder aus Abhilfe gegen die Tyrannei des Goldes sinnen. F.D. getragen. In dem abgelaufenen ersten Bierteljahr 1930 haben sich jedoch die Verhältnisse bei der Reichsbahn, wie die öffentlichen Aus- weis« der zum Gütertransport gestellten Tragen beweisen, außer- ordentlich ungünstig entwickelt. So unerfreulich dies für die Finanzen der Reichsbahn sein mag, so sollte sich die Verwaltung, die erst kürzlich wieder wegen Erhöhung der Tarife an die Reichsregierung herangetreten ist, dock) sagen, daß damit der Teufel durch Beelzebub ausgetrieben wird. Oder ist der hohe Berwaltungsrat, der sich doch zum größten Teil aus führenden Industriellen und Bankiers zusammensetzt, etwa der Met- nung, daß die neue schwere Last einer Tarisverteuerung einer An- turbelung der Konjunktur dienlich ist? Reue Proteste gegen die Agrarzötte. Auch Oesterreich— Ihm folgt batv d.e Schweiz. Po ii der deutschen Regierung erjährt man überhaupt nichts darüber, welche Staaten bisher gegen die Schielesche Agrarpolitik protestiert haben. Diese blamable Geheimtuerei wird nur gelockert durch die Mitteilungen, die aus de» Houprstädten der protestierenden Staaten selbst kommen. So wird jetzt auch aus Wien gemeldet, daß das Auswärtige Amt Oesterreichs durch seinen Gesandten in Berlin Schritte gegen die deutschen Zollerhöhungen unter- nommcn habe. Auch in der Schweiz wächst die Unruhe. Die Schweiz ist unter anderem an der Hölzeren Verzollung von Frischmilch interessiert, die die Schweiz täglich in größeren Mengen über die Grenze, namentlich nach Baden, liefert. Schweizerische Milchoer- bände haben an dos Volkswirtschaftsdepartement in Bern dringend« Gesuche gerichtet, in Berlin Vorstellungen gegen die Zoll- erhöhung zu erheben. Die Schweizerisckze Gejandtschast in Berlin wurde beaustragt, mft den deutschen Behörden wegen dieser Frage zu verhairdeln. Ueber die volkswirtschaftliche Wirkung der Agrar- zollerhöhung macht der Wochenbericht der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt in Leipzig eine beachtlich« Bemerkung. Zwerse'so-Hne habe die Erhöhung der Zölle fürs erste«ine vorteilhafter« Ertrags- Verwertung landwirtschaftlicher Produkte zur Folge. Die in- ländische Kauskrast könne aber infolge der Preiserhöhui'g für landwirtschaftliche Produkte nur erheblich langsamer steigen, als das der Fall gewesen sein würde, wenn die allgemeine in der W e lt w i rts cha s t noch andauernde Tendenz zur Senkung des Preisniveaus sich auch in Deutschland hätte auswirken können. Reparationen jetzt an die BZ3« Nicht mehr an den Reparationsaqenten. Der Reporationsagent Parker Gilbert wird seine Zelt« in Deutschland demnächst endgültig abbrechen, nachdem die Bank für Internationale Zahlungen, die Reparationsbank in Basel, ihre Tätigkeit ausnehmen wird, obwohl noch einig« Ratifikationen des Reuen Plans ausstehen. Das heißt für Deritschlans, daß wahr» scheinlich schon die nächste R e p a r a t i o n s r a t e, die am 15. Mai fällig wird, nicht mehr wie bisher an den Reparations- ngenten, sondern Über die Reichsbonk direkt nach Basel geleistet. wird. Man erwartet, daß der Rsparationsagent seine jetzt abgeschlossene Tätigkeit in Deutschland noch durch einen ausführlichen Be- r i ch t über die deutsche Wirtjchasts- unü Finanzlage abrunden wird. Die Baseler Reparationsbank soll nicht beabsichtigen, die össentliche Berichterstattung über Deutschland, wie sie Parker Gilbert durch- führte, fortzusetzen. Nach dem Reichshaushallepicin für 1930 wären von den im Jahr« 1926 zur Förderung des Wohnungsbaues gewährten Zwischenkrediten des Reiches 50 Millionen Mark fällig gewesen, wozu noch etwa 20 bis 25 Millionen kommen, die 1929 bereits gestundet wurden. Der Reichsarbeitsminister hat im Einverständnis mit dem Reichsfinanzminister die Rückzahlung dieser Kredite bis zum 28. Februar 1931 unter der Bedingung gestundet, daß diese Mittel nachweislich wieder dem Klein Wohnungsbau zu- geführt werden. Reue Renlenpopiere. Gemäß Anzeige in heutiger Nummer stellt die Landes-bank der Rheinprooinz 5 Millrnnen ihrer 8progentigen GoG-Kmnmunal»sck!uldverschreibungen zum Ter- tauj. Der Bs-taufsprois beträgt 98 Prozent. Was die Unternehmer wünschen. Das große Beispiel des Stahlwerks Becker. Die Untcrnehmerprcsse wittert Morgenluft. Sie weist darauf hin, daß den Neichssinanzen neue schwere Lasten drohen, falls sich nicht baldigst in maßgebenden Stellen die'Neber- zengung durchfetze, daß die Arbeitslosenversicherung fundamental geändert und vom Reichsrat losgelöst werden müsse. Die christlichen Gewerkschaften beeilen sich, den Unternehmern den Angriff zu erleichtern.. Nicht von ungefähr hat vor einiger Zeit auf einer Kundgebung des christlichen Metallarbeitcrverbandes in Essen der zweite Vorsitzende Schmidts-Berlin erklart, es fei tausend- nial mehr gewerkschaftlich gehandelt, wenn man alles ausbiete, das Heer der Arbeitslosen zu vermindern, als den in Arbeit stehenden „ein paar Pfennig L o h» e rh ö h u n g" zuzuführen. Nicht von ungefähr haben sich die Christen im Fall des Stahlwerks B c ck e r dem Lohnsenkungsabkommen zwischen Belegschaft und Werksleitung ihren Segen gegeben. So kommt inan sich von hüben und drüben auf halbem Wege entgegen. In der Unternehmsrprefss begrüßt man das alles als Fortschritt auf dem Weg zur Ar- beitsgemeinschaft. Die Ugternehmerorgane reden bereits den politischen Parteien, die heute im' Brüning-Block vereinigt find, wie einem lahmen Schimmel zu, die Lohnabbau-Offensioe zu unterstützen. So heißt es in der neuen Nummer der„Deutschen A r b e i t ge b e r z� i- tun g", einem Organ, das gerne aus der Schule plaudert, daß für die Industrie nur eine Lohnredukti o n als Ausweg aus den Schwierigkeiten übrig bleibe; denn an die in Aussicht gestellte Steuer- erinäßigung könne vorerst doch kaum gedacht werden, ganz abgesehen davon, daß diese auch schwerlich in einem Umsang durchgeführt werden könne, daß dadurch die Leistungsfähigkeit der Industrie wesentlick) gesteigert würde. Man verstehe, daß die politischen Par- teien aus Rücksicht aus ihre Arbeiterwähler sich nicht zu einem Lohn- abbaubekenntnis aufschwingen wollen, aber solche agitatorischen Ge- sichtspunktc müßten zurückgestellt werden. Auch die Arbeiter müßten erkennen, daß eine„L o h n r« d u k t i o n keine arbeiterfetndliche, sondern vielmehr, eine arbeitersreundliche Maßnahme" darstelle. Selbstverständlich müsse der Lohnabbau sich„a Us nahezu alle E r w c r b sz we i ge" erstrecken; er dürse nicht' nur in den stark gefährdeten Unternehmungen durchgeführt werden. Die �Hauptsache sei, daß die Rcichsregicrung sich zu einem Beschluß in. der John- f�ag« ausroffe, der den gegebenen Verhältnissen Rechnung trage; Wer den Lohnabbau will, muß auch den Ab b a u d« r Arbeitslosenversicherung wollen. Daß. die christlichen Gewertschasten von ihren volkskoniernatioen Freunden und Mit- gliedern Ins Schlepptau genommen werden, ist nur zu ossenstchttich. Aber wenn die Unternehmer, die gegenwärtig die Regierungspolitit bestimmen, des Glaubens fein sollten, daß Lohnabbau und Abbau der Arbeitslosenversicherung zur Ankurbelung der Wirtschaft, zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit führen, dann können einem solche „Wirtschaftssührer" nur leid tun. Auch wenn— mit cü>er ohne Kabinettsbeschluß— ein Lohnabbau durchführbar wäre, würde damit nur ein Abh.au der Massenkanfkraft erreicht wer- den. Die Frag«, die aber heute über den Gang unserer Wirtschast entscheidet, ist die Unterbringung der gesteigerten Masienproduktian. Gegenwärtig suchen die Unternehmer das Problem— mehr oder weniger freiwillig— durch Produktionseinschränkungen und Still- legungen zu lösen, die Massenentlassungen im Gefolge haben-' und somit zu einer weiteren Verengung des Markts führen. Die Unternehmer sind in der Sackgass«. Sie hoffen auf das Kabinett Brüning. 5)err Brüning Hot wiederholt angedeutet,«in Papier in seinem Portefeuille zu haben, das ihm ermöglicht, den Reichstag aufzulösen. Damit löst man aber keine Wirtschaftskrise. Mit den Rezepten der Unternehmer schon ganz und gar nicht. Die Christen für den Bürgerblock. Eiarke Worte, aber eine schwache Position. Der„Deutsche" Ist oerpflichtet, den Beschluß des großen Aus- schlisses der christlichen Gewerifchasten zu verteidigen.. Er tut das nach der durchaus richtigen Methode, daß die best« Verteidigung der Angrifs ist. Er greift also die Sozialdemokratische Partei an. Dos schadet uns nichts und nützt den christlichen Gewerkschaften bestimmt ebensowenig. Es kann uns auch nur heiter stimmen, wenn der „Deutsche" die Sozialdemokratie als den kleinen Bruder hinstellt, den die mächtigen christlichen Gewerkschasten protegieren, damit Ihr die Massen nicht ganz und gar davonlaufen. Wir hohen es so so- eben bei den B-triebsrülewahlcn erlebt, wohin die Massen lausen. Wie schwach die Position ist. die die Mehrheit der christ- lichen Gewerkschaftsvertreter mit ihrer Entschließung bezogen hat, ergibt sich aber nicht Kur aus dem aufgeregten und ausfälligen Ton, den das deutschnarional-valksparteilich-nationalsozialistisch-zentrüm- liche Organ der christlichen Gewerkschaften anschlägt. Es wagt nicht einmal die einsachjicn bekannten Tatsachen zu nennen. Es macht den bedauernswerten Versuch, seinen Lesern zu suggerieren, ht« Sozialdemokratie sei aus der Regierung ausgetreten, weil sie sich in der Frage der Arbeitslosenoersicherung gegenüber Moldenhauer nicht durchzusetzen vermocht habe.• Wenn man im„Deutschen" auch ganz bekannte politische Tatsachen und Personen aus Unkenutnis miteinander verwechselt, so nehmen wjr doch nicht an, daß man in dem Blott der christlichen Gewerkschaften nicht weih, was scdcin politischen ABC-Schützen bekannt ist, nämlich: 1. daß zur Sanierung der Arbcitsloseno«rsicI>«- rung ein Beschluß des Kabinetts Hermann Müller vorlag; 2. daß hinterher unter Führung des gegen wärtigcnReichs- tanzlers ein gegen diesen Kabinettsbeschluß gerichteter söge- nannlery Kompromißantrag Brüning-Moldenhauer auftauchte, dem die Zentrums- und uoltsporteilichen Mitglieder des Kabinetts bei, traten. Dieser Antrag, von dem die dem Zentrum i»ll> der Bokkspartei angehöreudeu Kabinettsmitglieder der Regierung Hermann Müller wußten, wissen mußten, daß er die Arbeitslosen- Versicherung nicht saniert, deshalb den Keim �es Abbaus der Leistungen in sich trägt und somit sür die freien Gewerkschaften und die Sozialdemokratie annehmbar ist, dieser Antrag Brüning- Moldenhauer war nach dem Sanierungsbeschluß und gegen diesen gestellt worden, um die Regierung Hermann Müller zu sprengen. Der„Deutsche" täte besser, zu schweigen, als den hoff- nungslasen Versuch zu machen, die Sabotage der Sanierung der Arbeitslosenversicherung und des Kabinetts Hermann Müller durch den Antrag Brüning-Maldenhauer zu leugnen. Verhandlungen in der Schwerindustrie. Llm den Rahmenverirag. Bochum, 26. April.(Eigenbericht.) Djc Verhandlunge» der Metallarbeiter»erbände mit der Gruppe Itordwcst in Essen über die Schaffung eine» neuen Rahmenlarifes haben am Sonnabend begonnen und werden am Montag forlgesührl. Sollte sich auch am Montag eine Einigung nicht erzielen lassen, so werden die Metallarbeiterverbände am I. Mai die Kündigung des bisherigen Rahmentarife» aus- sprechen.__ Revolutionär— bei anderen. „Tioie Fahne* nimmt bürgerliche presse zum Muster. Die DerhonWungen über den Reuab-schtuß de» Lohnabkommens für die Zeitungsfrauen der Berlage Ullstein, Masse und Scherl sind jetzt zum Abschluß gekommen. Der zum 31. März vorn Gcsamtvevband gekündigt« Lohntarif ist aus zwei Jahre verlängert worden, mit der Maßgabe, daß das Austragegeld pro Exemplar und Monat ab 1. April d. I. um 1 Ps. und ab 1. April 1031 bis zum 31. März 1932 nochmals um«inen Pfennig erhöht wind. Im Anschluß an die Dertwndlungen mit den bürgerlichen Zeitiingsveriagen ist mit dem„Vorwärts"- Verlag und dem der „Raten Fahne" verhandelt worden. Der„Vorwärts". Verlag hat seinen Zeilungsausträgerinven ab 1. Äpril eine Erhöhung des Austrogegeldes u m 21b P f. pro Exemplar und Moixit zu- gestanden, die Zulage also um einen kleinen Betrag höher be- messen als die bürgerlichen Verlage und sie nicht in zwei Etappen festgelegt. Der Geschäftsführer der„Roten Fahne" jedoch hat sich trotz längerer Verhandlungen nicht bereit gesunde», seinem Austrage- personal die gleiche Zulage zu gewähren, wie der„Vorwärts", Er Noifefe» 1930 Ms M» Gtwtiksdiaften Di« Mawsranstaltungen' der Arbeiter-, Angestellten- und Reomtenorganisationen finden am 1. Mai, vormittags 19 Uhr, in folgenden Lolaiitöten statt: Vaugewerksbund und Tchornsteinfegcr: Saalball Fvicdrichs- Hain. Redner: Driigemüller, Krause. BeeleidunkS«rbeiter, Friseure und Hutarbeiter: Ger- mania-Festsäle, Chausseeslr. Redner: Martin Plcttl. Dachdecker: Swinemünder Gescllfchastshaus. Swincmünder Str. Redner: O'to Bach. Eisenbahnex: Orpheum, Hascnheide. Redner: Bürgermeister Ostrowski. Fabrikarbeiter: Musikersälc, Kaiscr-Wilhclm-Strahe. Redner: .Emil Barth. ylesamtvcrband: Postsiadion, Redner: Otto Orimann. blraphischcs Kartell(Buchbinder. Buchdrucker. Graph. Hilfelarbritcr. Lithographenj: Bockbrauerci. Fidicinftraße. Redner: Richard Barth, W'lhelm Landa. Holzarbeiter: Reue Wckt, Hasenhclde. Redner: Wilhelm .Dittmonn. Lederarbeiter: Schmidts Festsäla, Prinzcnallce 33. Redner: Mahler.-, Maler: Gcwcrkfchaftshaus. Engelufcr 24/??. Redner Friß.Klotz- Maschinisten: GewcrkschastshauS..Engeluscr 21/r>. Saal l. Redner: Schlichting. Metallarbeiter und Kupferschmiede: Sportpalast, Potsdamer Straße. Redner: Brandes. Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter und Hotel-, Nestaurant- und<;af�attg«stxlltei Pharusfäle, Müller- straße 142. Redner Franz Künstler und Max Hcndeman». Sattler: Kammcrsäle, Teltowcr Str. 4. Redner: Otto Aiska. Schuhmacher: Bockers geftsäle, Weberslr. 17. Redner: Fritz Schmidt. Steinarbcitcr: Haverlands Festsäle, Reue Jriedrichstr. Redner: Karl Litke. Tabakarbeiter: Deutscher Hos, Lucka»« Str. 10. Redner: Georg Fischer.» Textilarbeiter: Keglerhaus, Treptow, Am Treptower Park 20. Redner; Jlarl Schöller. Zimmerer: Böhmisches Brauhaus, Landsberger Alle«. Redner: Dr. Löwenstein. Aftkl-Gewerkschaftcn: Hcrtha-BSE.-Sportplotz, am Bahnhof Gesundbrunnen. Redner: Fritz Schröder. Beamtenbund: Klieins Festsäle, Hafenhache, Redner; Reichs- innemninister o. D. Seoering. Unterausschuß Köpenick: Stadttheater. Friedrichstr. 6. Redner; Stelliieg. Unterausschuß Spandau: Reue West. Spaichon, Teltower Straße 2/4. Unterausschuß Steglitz: Albrechtshof, Sieglitz, Albrechtstr. 1 a. Allsem�lnep ßcuistfrtp CewerKsthafts-Bunil» OrBaur.sjhuß Berlin. Allgemeiner kreier Angeskcllten-Bund* OrttkarteSI Berlin. Allgemeiner Deutidter Seanticn-Buml, BezirKsaussdiuB Berlin. erklärte den Orgonks-tionsvertret-rn gegeoüb« gag kategar�ch. daß der Derkg will««»" sei. mehr zu zcchlen ol» die bürgerlichen Berlage. Er„empfahl" aber den Organisation� Vertretern, bei den bürgerlichen Zeitungen den Kamps um ein höheres Austragegeld zu organisieren, wozu er die platonisch« Unterstützung seines Blattes in Aussicht stellte, sowie die Zusage, nach erfolgreichem Kamps die durch ihn erzielte Ausbesserung des Austragegeldes auch vornehmen zu wollen. Wie„revolutionär" doch die Herren Kommunisten m ihren eigenen Betrieben sind! Obwohl sich die Gewerkschaftsvertreter mit diesem Zugeständnis" nicht zufrieden geben wollten, stimmte ihm die aus Vertretern des Zeitungsaustrage Personals der„Roten Fahne" gebildet« Lohnkommission zu und setzte sich auch in der Ver- sammlung der Zeitungsausträger für sein« Annahm« ein. Die Ver- Handlungen mit der„Welt am Abend" und der gleichfalls kommu- mstifchen Zeitung„Berlin am Morgen" stehe« noch au». Die Löhne der Ladenoptiker. Herr Leweck berichtigt. Zu unserem Artikel über die Löhne der Ladenoptiker, der im „Vorwärts" vom IS. März erschienen ist. schickt uns der dort kritisierte Optik« Leweck eine Berichtigung. Er bestreitet, dem Arbeitgcberverband der Berliner Optiker anzugehören und sich jemals prioatdn oder öffentlich in einem den Interessen der Arbeit» nehmer abträglichen Sinn betätigt zu haben. Der einzige Gehilfe, den er beschäftigt, sei nicht 24 Jahre alt, sondern sei am 26. November 23 Jahre alt geworden und beziehe, nachdem er vorher einen Stundenlohn von Lä Ps. bekommen habe, seit dem 30. September 1929 einen Stundenlohn von 95 Pf. Diese„Berichtigung" ist nur ein Spiel mit Worten. Richtig ist zwar, daß Herr Leweck nicht Mitglied des Zlrbeitgeberverbandes der Berliner Optiker ist. Darüber aber, daß er sich„niemals privatim oder öffentlich in einem den Interessen der Arbeitnehmer abträglichen Linn betätigt habe", sind die Berliner Optiker und ihre Lertrelcr anderer Auffassung als Herr Leweck. Den Irrtum, daß fein Gehilfe nicht 24 Jahre, sondern 23'/- Jahre alt ist, berichtigen wir gem. Wenn auch unserem Ge- wäl,rsmann noch nicht bekannt war, daß der Stundenlohn dieses Gehiljcn, der nicht 80 Pf., sondern 85 Pf. betrug, seit einein halben Jahr auf 95 Pf. erhöht worden ist, so ändert das dennoch nichts an der Tatsach«, daß dieser Lohn sür einen qualifizierten Facharbeiter geradezu jämmerlich ist. Nur nebenbei bc- merkt sei, daß«in gleichallrtger Gehilfe bei der Firma Ruhnke einen Wochenlohn von 76 Mark erhält, was einem Stundenlohn von 1,58 Mark entspricht. Durch diese „Berichtigung" hat jedenfalls Herr Lcweck nicht den Beweis erbracht, daß man sich als Arbeiter bei ihm wohl fühlen könne, wie er es in einem Nachsatz zu der Berichtigung von seinem Personal behauptet.. j Bulgarische Finanzpolitik. Mit Sozialbeiträgen. In Bulgarien hat der Finanzminister im Einvernehmen mit dem Ministerrat entschieden, daß die vorhandenen Sozial- f o n d s, die sich auf ruiü) tVi Milliarden Lewa beziffern, zur Erleichtern n gder Kreditkrise mobilisiert wenden, da sie augenblicklich doch keine„rationelle Auswertung" sinden könnten. Zunächst sollen 40 Proz. der Summe der Nationalbank und anderen Kreditinstituten zur Stärkung de» Wechselportc- seuilles zur Beriügung gestellt werden. Die Arbeiterpresse- weist daraus hin, daß aus den Mitteln ser Sozialfonds Anleihen entnommen werden, die für völlig außerhalb der Sozialfürsorge liegende Zwecke verwendet werden. Erst vor wenigen Wochen habe der Direttor des Inter- nationalen Arbeitsamtes, Albert Thomas, bei seinem Besuch in Sofia sich deutlich dagegen ausgesprochen, daß die Regierung administrative Institute und staatliche Untersuchungen mit Anleihen ans den Sozialfonds kreditiere. Nunmehr treibe es die Regierung noch schlimmer'als vorher. Diirnick und Durnick. Der Ehemigraph Wilhelm Durnick bittet uns um die Feststellung, daß er nicht idenliich ist mit dem Ehemigraphen Erich Durnick, der wegen verbands'sthadigenden Ver- l?altcn ous dem Verbände der Lithographen und Stcindnickcr aus» geschlossen worden ist._ Berliner Gewerkschaftsschule. Achtunig Ardtlier, und Slaixstellten-Letrliiukite! Ttt niichll« lich« Znformoti-nMbcrd für ddttefcarötc jft am D>»»»tag, 2». April, 1» Uhr. im Goal Z des 0>rwertsaf!ldausrs. Enerluirr?•!-25. Di» TrilnaZmr ist kostrnlaz. Reg«. Beiriligung aller fveiarwrrlsihastliih»tganilUnr» ArheNrr- uird Aliarstrlllaii.Bltriedürätk Ist«rwUnscht. Den Znliiehmern des Lehrganges C 8:.Di« barusstätig« fften im äffeui- lich«» Seien', Leiterin Maria Johann, wird jut ftrniilmo gebracht, baß bie gortfefiung des llnterichts am Dienstag,'.Hi. April, 19 Uhr, Im Lophien» Luteum, SSeinmeifterltt. 18—17, beginnt. Neue Hörer können noch gufge- nomenrn rretSen. »raphische Kilfsarteiter! Montag, 12 llhr. Versammlung aller arbeitslosen SVD.Kenaffeu im Lokal Laubahn, Luisenufrr S2. Srnosse <£. Barth spricht übet„Das ürfreiliptablem". tt» wird um polljählige« ärsebemen gebeten. Do« Frattionsnorstanb. Srnofsrn von Ludwig Sömel sslaktionsversammlung Montag. Ifi'i Uhr, Ixi Oehlslt-lagrr. Berlichingenstrake. Tagesordnung:.Der Ausganz, der Vetriebsrtileoah:'. Allr Genossen miissen erscheinen, Der xraltio-svorstoub. � � � ADDB., Untreauslckoß ftlpenii. ZNerheveranstaltung der freien Gewerk- schaftsiugend. Truppe Skpeniek. am Dietttlaq. 29. April, 30 Uhr, in der Aula der 7. Volksschule iDorotdee»schuie>,»öpeniek. Isreihrit l». s>ur Auüiihrung gclanzen: Musik. Lieder jwr Laute, Scholtenspiele, Lprech- und BeVrgung»- chor. stinlabtarten zu'.Z Vs. sind noch beim Obmann �rohlosf, chortensle. 82, zu haben. Es wirb um rege Beteiligung gebeten. Argemeiue T«pe»i?rerdm>>«e! Bie für morgen. Monla«. angesebt« Tavr» t'ererversommlung im Semerkschoslsi/ins kann ans besonder.m lirijnbin»lcht ftztfffuöen. Dir Branchenleitunz. �reieGeWerkschafis-Ivaend Verlin Sonntag. 27. April. Besichtigung Irr Anlöge» der Soch- und Untre. VIT grundbahu. Treffen um SM Uhr gm U-Bahnhof Pot-domrr Plah, cor � dem Eingang am Sau, Baferland.— Mouiag, 28. April, um 19V» Udr, Mäbchenvrranstaltnng im E>ew«rkschost»haus,-aal I». Engelufrr U—Sä. Thema:..Die englische Eewerischaflsbelosaung. unter brfonberer SPerü(t(1ä?ll- gung der �rar-en". gtefeten'in(benasftn �an' Jackson, London.- Um 20 Uhr im Saal II dr, chcwrr'seiiaktsdanies. Enqelnier 24.�2i, Wandrrlritevlurfu». Lichthildrrnortag:„Ter sslöminz".»iiefer'nt Nöthen.— Dienstag. 29. April, um 29 Uhr, in der Anla der 7. Volksschule«Torotheemschulet. Berlin,«övenick. lsreiheit ld, Werbevevanftaltung. Aus dem Pen, ramm: Lieder tue Lauie. Echatlrirkpirle. Sprrch» u>U» Bewrgungschor:„Dir Dividrndr'. Unkostenbei. trog 80 Pfrnnig., 0tzluslenl>asi-— Trmprlhof: IugenSheim der Schule Seemaniastr. V-«, Eingang«og. ftraße- Lichthilderoartraa:.Die'Lünsdurger Seide". Referent Georg Seil. hrmtn.-- Eharlsttendurg: Ingenthei-n Rofiaenttr. t. Abrn» eigener Au» «rstaltung. Bekanntmachung GemSC Beschluß des Yerwaltnngsrste der Benteehen Beiohs- bahn-Gesellsahaft vom 26. April 1930 wird für des Geschiftsjahr 1929 auf die Vorzu�salttien Serie IV und V qine Vorzuifsdiridende von 7 0/, verteilt. Die Restdividaside(S1/,*/,) wird ab 29. April 1930 ausgezahlt Hierbei gilt 1 GM gäeich 1 KM. An die Inhaber von iBerttlikaten Gruppe I und II dar Iteichsbunk Uber Vorzugsaktien Serie IV und V der Deutschen Reichsbahn-Gesellsoh/ift wird Hie Restdividende, die auf die durch die Zertifikate vertretenen Vorzugsaktien entfällt unverljiirat(vermindert um den Steuerabzug vom Kapitalertrag! auf Dividenden- Bezugssohoin Nr. 8 bzw. Nr. 4 vom 29. April 1930 ab bei den für die Einlösung vorgesehenen Zahlstellen ausgezahlt. Berlin, den 26. April 1930. Deufach« Relchabahn-GeielUdheft HÄUplverwallnng J a b n. Reldtabank'Dfreklorlam Luther. Dreyse, UillA amiiiDeiid-Miii Montag, den 28.«pril, abends r Ahr. im Varterresaal des Aerbandshaases. Linicnftr 83/8», II. SpL-?e!lS!i-VSPSöMMZUNg üsr gleHtrnniianteure und Ksüsr Tag caotbnung: I. Pertands- und Branchenengrltgcn- teiteu. 2. Tcrschisdene«. Ohne Mitgliedsbuch kein zutritt. Es iii dringende Pflicht aller Kollegen zu erscheinen._ Montag, den 28. April, abends S Ahr, in den Sophlen-Salen Sophieostrabe 12/18 spsncNkn- Vkk'ssmmiung uer Bau- und sefßsshpanK- scfflosser Tagesordnung! 1. Stellungnahme zum 1. Mab 3. Branchenangelegenheiten. S. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. �Zahlreiches Erscheinen ist untedingir Oienstag, den 20 April, «Mag» 12 Ahr. im Aosenlhaler Hos. Rosenihaier Strohe 11/12 vepdsmmiung »BSP apvsilsio86N mascftimm-. motop-, Auto- und Reoapatur- sctuossep Tagesordnung: t vi» wirtschaftlich, Laae und die An dettslosensrage Referent; Kollege H» in r t ch Malz ah n. X. Diskussion. S. Branchiiiangelegenheiten, Ohne Mitgliedsbuch lein Zutritt. zahlreicher Besuch wird erwartet Oienstag, den 29. April. abends 2 Ahr, im Sihnagslaal de» Aerbandshonse», Linieustr. 83/8» II »rancilsn-uersammiung aller Uiarkzeuamachap und DiechaniKep-LehPiinge Qroe- Bepüns Tagesordnung 2. BichtbUderoartrag! Au» dem Kdnio reich der Dolomiten. Referent: Kol Walter Koch. I. Branchenangelegeuhettnt Zugendkollegen! Da es UN, gelnnaen ist, sehr gute» Lichidildmaterial zu t>'> kommeit torderu wir Such aus, die V«r> fammiung nicht zu versäumen. Agitiert iu der Werkstatt und in eer Echui« fllr einen guten Bc uch und dringt alle Jugend iollegen, die unserer Organisation noch nicht angehören, mit Ole Zogendtommisston Oienstag, de« 2». Aar«, nach«. » Ahr. iar Lotal Prasser. Michael. lirchstr. 25', Ecke wusterhonfener Str. Verssmmiung aiiap in den msisZütuPOvapso- «etpiensn oesonamstan Koiieginnan und Kollegen Tagesordnung l. Wird in allen Betrieben der Tarts» vertrag eingehallen? 2. Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch iegltimiert Zahlreicher Besuch wird erwartet Elsenlormer und Berufsgenossen! In Ilebereinftimmung mit der Ber«al> hing hat auf Vorschlag der provisorischen Branchenkommission die Vertrauen». Männer. Konferenz am l». Aprii 1930 beschlossen, am vlanstag, dem 29. April, abends 2 Ahr, In den Sophlensalen. Sophienstrofze 12.1»(«raher Saal) eine Brsnenen-uersemmlung dop im Bouisonon Mola»- apveitop-uepiiand opganieiepten Eisenlermer unu Bemlsgenesseu abzuhalten. Tagesordnung: 1. Die Vorgänge in unserer Branche und die daraus entstehenden Gefahren. 2. Kündigung de» Manteltaiitr» zum 1 Juli 1930. 3, Branchenang elcgeuheiteit Um den sich absplitternden Kall«« zu beweisen, daß die Eiseiiiormer und Beruss» genossen auch weiterhin hinter dem DMB, stehen, ist unbedingte» Erscheinen Pflicht Mitgliedsbuch legitimiert 5pSsIpwn unserer ttallurableUung. In der Woche vom 28. April bi» 4. Mal: >. Met» Seid ist die Welt 2. Wenn einer eio» Reise tut 3. KonservenfadrUotwn.... In der Aach« vom S. bi» 11. Rat 1. 8 12», vlutschoad». 2. Humoreske, Zu viel Dunst. 2. Koniervensabrltalion. In der Woche vom 12. bi» 1». Raiss 1. Aenait« ,m Eriiehuagahatm. 2. Humore»ke 3 Sirahen.einigung. In der Woche vom 1». bi» 2». Rai: 1. Dort- Gart(Liebe and Erelik im buntlcn Erdteil). 2 Humoreste, 3. Das ist ein Genufl. o« VI« Auitnr.Abieiinag bleibt t. Mal 1930 geschlossen. Die Ortsverwaltung. Kleider-Vertrieb-Gesellschaft IGebr, Sklarek) Kommandantenstr. 80*81, 1 Treppe.» Nähe Dönhoffplatz Konkursausverkauf Einzelverkauf«.ungewöhnlich niedrigen Preisen Bekleidungsstücke jeder Art, u. a. Herren-Anzüge und Mäntel, Damen- und Mädchen- Konfektion, Wäsche, Stoffe, Schuhwaren etc. Beachten Sie, bitte, die Schaufensterreklame I Die Preise sfnd weiter erheblich herabgesetzt.— Schluß des Konkursausverkaufs Donnerstag, den I. Mal Der Konkursverwalter: Wunderlich Luilkurait TZnnesöera surptti! Pen,. 5d?;ofcBerg, 6S0 m hoch. Be- »lizer A. trr'.rh. bleue Dependancen, schöneJ[üA&ii. Ciilt(nngs-.Habs((-S B.Beklllnemarken gegen Nachahmung gesetzl. gesell. fertigt seit 45 Jahi als Spezialität, Conrad MQiier. Ltital*- ScwSudiU Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß nnsor Kollege, der MetaUdrückor Max Lampe im 50. Lebenfcjahro verstorben ist. Ehre seinem Andenken. "Die Einäscherung hat bereits statigefundea. Die Ortsverwaltans« rp\ne �\6v\�z SoVinsV�;en forfe' FREITAG d. 2. MAI SONNABD.' 3.• Michfife «"""i-nqc, oq5 AusrouS�r. nVp mm"*,« o90 tAVu« Am 23. April, abend» 7 Uhr. entschlief nach schwerem, mit Seduld ertragenem Leiden mein Imugg, liebtet Mann Adam Schwambach im 4A Ledensjahre.( In tiefem Schmerz: Berte Mnraanbedi, geh. Müller Die Einäscherung findet Dienstag. den 2». April, Iii'/, Uhr, im Krema» lorlum Baumschulenweg, Kiefhoizstr., statt. Oankvagung. Für die große Beteiligung bei der Einäscherung meines lieben Mannes. unseres guten Baiers, Schwieger- und Sroßvatrro Gustav Butzlatf sagen wir allen Kollegen unseren herzlichsten Dank. Lonlse BulzUff and Kinder. Danksagung. Für die wohltuenden Belveise herz. licher Teilnahme beim Heimgänge unser,» teuren Entschlafenen sprechen wir allen hierdurch unseren herzllchslen Dank au». stttttn» Beeker, geb.Mittelstädt Gertrud und Hermann Lehmann. Danksagung Fllr dl, vielen Beweise herzlicher Teilnahm« und Belehrung beim Hinscheiden meines und Baters lieben Mannes ?vNx Vogt sagen wir allen aus diesem Wege unser» innigsten Pank. Waad« Vogt and ToAler Ilae Kauisdors, LS. April 19S». Für die übergp» zahlreichen Bewelke der Teilnahme bei der Einäscherung meiner lieben Frau, unserer unvergeßlichen Mutier Guester sagen wir hiermtt unseren innigsten Radolf Qaericr o. TSchlcr. 0 112, 26. April 1930, Wiserftr. 36. Beiseßupg am 6. Rai. 1» Uhr, auf dem friihbef Swthau-straßr. Wir danken allen denen, hie»na mit so herz- ticher AnteUnahme beim Abschied von unserem Bater so liebevoll zur Seile standen, insbesondere den Genossen der 38. Adlig SPD. und den Reichs- dannertameraden. Herta und Erna Jennerlahn Zurüokgokehrt Prof. Dr. A. Pinkuss KieiafetraSe S Von der Reise zurück DiM. Mail Lothringer Straße 43 Zeugen gesucht fttc Den Motorradunsast am 22. Apr», uachmitiag». Strecke Teltow-Slahnedorf gegen Unlostenoergütung. Zlegeustegea, Stastnsäarl, Heeptstr. 33 W»'U»a»eR«>r Vergebung eines Auftrages zur Anmeldung und Verwertung vom Reichsverband Deutscher Erfinder Berlin, Frlcdrlchdragc 110, beraten. Verkäufe Webtetl«,-Teppich»._. «leine W-bschli- 2x3 l«-- FNarl. Klein« Webfehler 2/3 Mark. «leine Webschlcr I'Axg'A 31.— Wart. Kleine Webfehle« U'Axasv 3»,— M-ek. «leine Webfehler 3X4 4«.- Biarl. Prima Qualität 2X3 88,.- Siart. Prima Oualtlät Q'AXS'A Mark Körner. Berlin. Ppisdamerstraße 26». 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Es werden sich in der Hauptsache wohl wieder folgend« Kandidatenlisten gegenüber. stehen: 1. die L i st c„S ch u 1 a u f b a u", 2. die kommunistisch« Liste„Proletarischer Schulkamps", 3. die sogenannt« christlich- unpolitische Liste der deutschnational-kirchlichen Kreise. Wir geben nachstehend die wichtigsten Daten bekannt: Eine amtliche Elternversammlung, in der der Schul- leiter die Bestimmungen bekanntgibt, vor dem 4. Mai. Eine amtliche E l t c r n v e rsa in ml u n g, in der der Wahl. vorstand gewählt wird(also wichtig!), bis zum 19. Mai. Einreich ung der Kandidatenlisten spätestens 22. Mai beim Wohlvorstand(nicht beim Schulleiter!). Aus je 50 Kinder der Schule entfällt ein Elternbeiratsmitglied. Bei Schulen über S0 Kinder find zwanzig Unterschriften erforderlich. Alle sozialdemokratischen, s r e ig e w e r kscha st l i ch organisierten Eltern, seder, der siir eine freiheitliche Erzieh ting eintritt, sargt, daß an jeder Schule die Liste Schul. ausbau aufgestellt und zum Erfolg geführt wird. Keine GAI.-Oelegation in Leipzig. Im Bericht der„Roten Fahne" vom 23.?lpnl über den Leipziger Iugendtog der Kominunistischen Jugend wird in großen Balkenüberschriften die Teilnahme einer„Delegation der Schoneberger Soziali st s che ir Arbeiterjugend" mitgeteilt. Die Sozialistische Arbeiterjugend, Wcrbebezirk Schöneberg, stellt hierzu folgendes fest: Di« Schönebcrgcr SAI. hat keine Delegation zu in Leipziger Jugendtag entsandt, Mitglieder der SAI. Schöneberg nahmen am Leipziger Jugendtag nicht teil, die an dein Jugendtog unter der Firma„SAJ.-Oppo- sition" beteiligten Personen gehörten entweder der SAI. niemals an oder wurden vor längerer Zeit aus dieser wegen kammu- nistischer Spißclarbeit ausgeschlossen und sind seit dieser Zeit naäiweisbar Mitglieder der kommunistischen Jugend. Die in, Zuge der KI. nntgesührtcn Fahnen und Wimpel der SAI. und Kindersreunde sind zu diefein Zweck entwendet worden. Dieses Beispiel zeigt wieder einmal tressend, zu welchen Schwindeleien die KPD. und ihre Jugendorganisationen greisen müssen, inn den Mißerfolg ihrer Arbeil in den Reihen der uxrktätizen Jugend zu verschleiern. Die Veruntreuungen beim Säugcrbund. Am Srmnabend wurlie der 23. Außerordentliche deutsche Sängcrtag des Deutschen Sängerbundes in Leipzig eröffnet. In den geschäftlichen Beratungen wurde das Gutachten behandelt, hps der in Nürnberg eingeseßte Fünseransschuß über die Veruntreuungen des früheren B u n d e s f ch a ß in c i st e r s Redl in erstattet Hot. Einer der Gutachter,?tnrtsgerichtsrot Fuhr- mann. Leipzig, gab zu dem gedruckt vorliegenden Gutachten noch einige Erläuterimgen, im wesentlichen nach der Richtung, daß die Möglichk eit der umfangreichen Veruntreuungen aus der Eigenart der ehrenamtlichen Verwaltung überhaupt erklärlich fei. Der Schaßmeister des Deutschen Sängerbundes, Bürgermeister a. D. Roth, gab eine klare Darstellung der Finanzlage des Bundes Die Unredlichkeiten des srü Heren Schaßmeisters hatten dem Bund eine Last von 509 000 Mark sch wehender Schulden aufgebürdet, in denen allerdings auch geivisse Verpflichtungen aus dem Wiener Sängerfest noch entholten sind. Diese Schulden sind bis mif rund 113 000 Mark abgedeckt. Die Zahlung des Restes kann aus sicheren Einnahmen bis Juni 1930 erfolgen. 8port. Deutschland im Davis-Pokal unterlegen. tondon, 26. April. Dos Davis pokal- Spiel zwischen Deutschtand und England endete am Sonnabend mit einem 3:2- Stege England». da Austin prenn mif 6: 3. 6; 4. 7: 5 schlug und fandmann fec mit 7: 5. 3: 6, 2: 6, 3: 6 unterlag. Rennen zu Strausberg am Sonnabend, dem?b. April. I. Nennen. 1. GroMrstd» sKrtienbring), 2. Euterpe. S.Julia. Toto: 15: 10. Platz: 15, 14: 10. sterver liefen: Schwertlilie, iZilmstar, Mentor. 2. Rennen, t. Minna(Wuritl, 2. Godwina, 3. Nundiimt. Toto: 25:10. Platz: 15, 15. IS: 10. Ferner liefen: Sallina, Dietrich von Bern (Fessclbruch, erschossen), Lieblos lges.), Thcano. 3. Rennen. 1. Loblied(Zehmisch). 2. Gllgamesch, S. Erinnerung. Toto: 32: 10. Drei liefen. 4. Rennen. 1. Panier lWolff). 2. Trumpstönig), Z. Geri. Toto: 37:10. Platz: 14, 12: 10. Ferner licsen: Mucker, Eiche. 5. R e n n e n. 1. Teutobod tWolss), L. Eminenz, 3. Regan. Toto: 49: 10. Platz: 16, 15, 17: 10. Ferner liefen: Teja, Shalimar, PatraS, Sonate, Prima. 6. R e n n en. 1. Mia(Sajdik), 2. Soravia, 3. Darja. Toto: 34: 10. Platz: 14, 14, 13:10. Ferner liefen: Friederike, Lilo, Jago, Europa. 7. Rennen, t. Goldalma(Krast), 2. Hauptmann, 3.«ignora. Toto: 96:10. Platz: 17, 18, 12:10. Ferner liefen: Midgard, Virradat, Morgen- rot, Boglar, Rotenftcin. Vollsein, regelwidrige Gärungsvorgäng« im Dickdarm, Leber- onschoppung, Gallenstockung, Seitem'techen, Brustbeklemmung, Herzklopfen werden durch das natürliche �Franz.Zosef"-Bitterwasser behoben und der Blutandrang nach dem Gehirn, den Augen, den Lungen oder dem Herzen vermindert. Aerztliche Gutachten»er- zeichnen wahrhast überraschende Ergebnisse, die mit dem Franz- Joscs-Waiser bei Leuten mit sitzender Lebensweise erzielt wurden. Kit] I SozialistischeArbeiterjugendGr.-Verlm MB 1 Sinsen düngen für diese Rubrik nur an das Zugentier Brllcke). hcuke, Sonntag.' Plosz: feilte kein Heimo lvnd. Äthiung!?>os Heim hefinded sich jettt Stoskenduroer Str. 18(nicht medr 19».— Rordoft 17: Heim Immanuel- kirchltr."24: Heimobenk'.— Südwest: Heim Lindenstr. 4: Heimodrnd.— Neu- köNn IX: Treffpunkt 14') Ulir Pbf. Hrrmonnslrokl-. Wir gehen.zur Königs. HiMöc. Paakiw. Rot« Aalten: Treffpunkt 7 Ühr ÄI?ortlplotz. rotrv Kreis. Noöfahrt und Tippeltour. nach den-Aofendergeii. Unkosten nld)l. Werhk'bczirt Tiergarten: 19?*: Uhr Sprechchorprove im Heim Lchrtce 'Straße 18—19. Wcrbebezirk Wc.dding: Sprrchchorprokn' für den 1. Mai im Heim lllrechter Straße Äll« erVerbsioson(hcnosscn treffen sich ebrndort zwecks Einteilung filr die Tlugblottnerbreirung am 1� Mai. Werbebezirk Neukölln: liehen des Sprcchchors nicht heute, sondern erst Dienstag, 19'.. Uhr, im großen Saal der Neuen Welt. Es müssen von jeder Eruvpe unbedingt zwei Vertrauensteute anwesend»sein. Wcrdcbc�'rk Schöncberg:-Zlile Gruppen treffen sich pünktlich 19 Uhr gut Probe des Spreüvchors siir den 1. Mai in der Schloßbrauerei Schonebcrg. Trxte mitbringen. Morgen, Montag, 191� Uhr. baut«: beim Skichijmrr Str. Sb;„Der 1. Mai".— M»»bit N: steun Lehr Irr Elroßr IS- I»: Wrrbravrnp... SelimWuilniir» II: L>rim Orthftr. 10; Ärifil an prr Östrrfohrt.— Arnswolver Platz I: 20 Uhr beim cSeicossr» Erler. Ehoto- wickislr. 17: ssunktlonörsitzung.— Arnewelder Plötz U: Achtung, neuro vrirnl sieswnburgrr Str. 15:„Ssxiurigrs au» drin Mittrloltrr"— Faltolatz l: Schule Sounenburgrr Str. 20:„Notionalso�iollsmu:".- Zeltplatz ll. Schuir Sounr». burgcr Str. 20: �Einführung IN bic sozioliftischr cArdankeuwrlt. l Teil.— pumoonplotz: Penn Schereubertzfir. 7:..Worum l. Moll"— Schönhauser B»r. stobt: Schuir Eonurnburaer Str. 20:„Lllkohal uub 2!i?oiin".— Arirdrichshain: Hcim T'icstrlmrnrrslr. ü— 5: 19— 2l Uhr Funktionärsttzuua. Anschlicßrnb vrlm. abrub..Arbeiterführer". 2. Teil.— Ncuiölln III: Heim Zluahasruslr. 55: 'OUnttianärützunci.- Paumschulruwea: Krim Ernststr. 15:..Tograpolitil".— Iohaoilietboi: Rathaus: Bericht von brr Oltcrfnhrt.— Treptow: L>ciin Wilden, hnichltraßr:„ssllnk-Iabres-PIan".- Pankow III. Ä. F.: beim Aissiugenflr. 4s: „SAI. uub gegiicrilchc Zugeudverbäubc".— Wcstrnb: Heu» Roiinrnslr. 4: I7>2 lllir wichtigr Zunltionärvrvsammlung. Samllichc Krupprufunllionäre müssen uubrbivgl erscheinrv. Werbe beriet Mitte: Hrim zrhbenickcr Str. 24 20: Wandrrleitrrkouferenz. Alle Gruppen müssen prrtrrte» sein. Werbe brzirl Teltowkaiial: Heim Lichtrrfelbr, Asbrechtstr. 14o: Sitzung bcz Ägitativusaiisschusses. 20 Uhr. Wcrbebrzirl Zieutölln: Parlribürn ssulbastcaßr lIdealpossogrl: Wichtige Bilbungsausfchutzfltzuug mit den Bilbuvg-wblrutru brr Gruppen.' Alle Dluppr» müssrn vertreten sein. Auch die Enjppenporsitzrnbrn sollen zu einer kurze» Besprechung erscheine». Allgemeine Wetterlage. Welker für Berlin: Etwas kühler und wieder allmähliche Auf- heitemng.— Für Deutschland: Besonders im Westen und Süd- westen noel) vielfach Gewitter', im übrigen Reich« von Nordost nach Südwest vordringende Abkühlung, vieliach wieder aufheiternd. > WoebenproAramm des Berliner Rundfunks. Sonntag. 37. April: 7; Funkgymnastik. 8: Für den Landwirt. 8.W: Morjrenfcicr. Anschließen 1: Glockcntrcläut des Berliner Doms. 10.08: Weitervorhersage. II: Elternstunde. 11.30: Vom Kunstturnstädtekampf Berlin— Hamburg— Leipzig, t?: Aus Leipzig: MittasgsköDzert. 14: Jugendstunde. 14.30: Russische Klaviermusik. 15; Programm der Aktuellen Abteilung.-0: Populäres Konzert. Danach: Tanzmusik. Montag. 28. April: 7; Funkgymuastik. l'.ZO: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15,20: Wie die Frau den Mann sieht. 15.40; Medizinisch hygienische Plauderei. 15.95: Christof Schrempf zum 70. Geburtstage. 16.10 Konzert. 17.30: Jugendstunde. 18: Das Schuldproblem. 1 8.30;t Feuerverhütung in industriellen Betrieben. 10: Programm der Aktuellen Abteilung. 19.25: Parodien und Schlager von F.duard May. 19.55: Vom Arbeitsmarkt. 20; Vcrdi-Konzcrt. 20.25: Wagner- und Verdi-Konzert. 21.30: Klavierkonzert.' Danach: Tanzmusik. Dienstag. 2?. April: 7: Funktymnasti'k. 9: SeHuHünk. 1? 30: Die l'iertel. stunde für den Landwirt. 14: SchalJplaHcnKonzert, 15.20: Frauen vor dem Arbeitsgericht. 15.40: Otto Wciningcr und sein Werk- 16.05: Sportliche Improvisationen. 16.30: 15 Saso- phone. jedoch kein Jazz. 17.30: Jugendstunde. 17.55: Gesänge. 18.10: Stunde mit Buchern. 18 40: Von der Deutschen Welle: französisch für Anfänger 19.05; Dntcrhaltungsmusik. 19.45: Vom Arbeitsmarkt.. 19:50: Die Erzählung der Woche. 20.15: Aus dem Metropol-Theater:..Der Bettclstudcnf". Operette von Millöckcr. * Mittwoch, 30. April: 7: Funkgymnastik. 12.30: Wetlermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Wie sorgt der Staat für die Kinder? 15.40; Ein lag des Abgeordneten. 16.05: Lustige. Jugendstunde. 17: Violinvorträge. 17.25: Meine Begegnungen mit Peter Allenberg. 17.45: Der Klangwert der Glocke. 18.10: Fortschritte im Sommer-Luftverkehr 1930. 18.30: Konzert. 20: Rückblick auf Platten. 20.30: Unterhaltungsmusik. 21: Musikvorträge, 22.30: Aus Hamburg: Vom Mcxentanzplalz und der Roßtrappe im Harz:„Die Walpurgisnacht". Donnerstag. 1. Mai; 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonzert 9: Schulfunk. 12: Mittagskonzert. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Hygiene im Haushalt. 15.40: Maschinen- giganten und ihre Bezwinger. 16.05? Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: Kammermusik. 17.30: Das Interview der Woche. 17.55: Jugendstunde. 18.20: Tcemusik. 18.55: Kleine Geschichten. 19.10: Chorgesänge. 19.30: 40 Jahre 1. Mai. 19.50: Vom Arbeitsmarkt. 20; Aus der Kroll-Opcr. Am Platz der Republik: „Fidclio". Oper von Beethoven. Danach: Tanzmusik. Freitag. 2. Mai: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Fruhkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Die Küche im Monat Mai. fun „Wie die anderen uns sehen" sollte an Proben ans- ländischer Literatur gezeigt werden. Die Veranstaltung war außer- ordentlich kurzweilig, ausschlußreich und amüsant, dabei ahne Ballast. Stimmen prominenter amertkanrfcher, sranznsifcher, russischer Schrift- steller wurden taut und ergaben ein« geschickt zujmninenaestellte Dis- kuffion über das Dhetna: Las Nachkriegsdeutfehland. Anschließend gab es ein« harmlos« Neubearbeitung der.Äalifch-Poffe �Hundert- tausend Tal er". Unterhaltendes Fabulieren und Reifefehiide- rung mischte Arnim T. Wegn�r miteinander. In seinem Vortrog „Eine Nacht aus der Pyramide" bot er einen Schattenumriß von jenem geheimnisvollen Aegypten, in dein sich unsere Gegenwart seltsam mit dem Leben vor Jahrtausenden mischt. D e r u n g l ü ck t war die Reportage aus Werder, in der uns Al Minuten lang in wenig einfallsreichen Variationen versichert wurde, daß es in Wender regne und die Stimmung der Besucher infolgedessen nicht ganz auf der Höhe sei. Heber„Studenten von heute" sprach Bernhard Görner, der einiges vom Lebenskampf der Wertstudenten erzählte. Doch deutete der Dortrag die ungeheure Schwierigkeit nur an, die für die jungen, oft noch im Wachstum stehenden Menschen ein Broterwerb neben dem Studium bedeutet. Viel« scheitern ein dieser Doppelbolastung, an dem Zuviel an Arbeit und dem Zuwenig an Ernährung," T". 15.40: Lieb« in der Tierwelt. 16.05: Quartier Latin. 16.30: Unlcrhaltungsrausik, 17.30: Plädoyer für die Klassiker. 18: Jugendstunde. 18.25: Das neue Buch. 18.35: Die deutsche Presse in den Vereinigten Staaten. 19: Bayerische Volkskunst. 19.55: Vom Arbeitsmarkt. 20: Wovon man spricht. 29.30; Oncrettenabcnd zum 60. Geburtstag von Franz Lehar. 22.30: Kartenspiele. 23: Aus Budapest: Zigeuncrmusik. Sonnabend. 3. Mai: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonrert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14; Schällplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 15.45: Margarete Bebm. 16: Mietsallerlci. 16.25: Teemusik. 16.55: Kann Deutschland Kulturexport treiben? 17.20: Tcomusik. 18: Was jeder vom Sport wissen muß. 18.15: Das Gesicht der Zeitschrift. 18.45: Zeitberichte. 19.20: Unterhaltungsmusik. 19.55; Vom.Arbeitsmarkt. 20.40: ,, Treulich geführt." Heiteres um die Hochzeit. Danach: Tanzmusik. Königswusterhausen. Sonntag, 27. April: 7: Aus Hamburg; Hafenkonzert. Ab 8: Ucbertragung aus Berlin. 18: Reden berühmter Männer.. 18.39; Das Unbewußte in der Dichtung. 19: Wert und Ziel unseres Lebens. 19.40: Der Tod der Kaiserin von Abcssinien. Dcutschlandscodcr: 20; Aus Leipzig:..Der lustige Krieg", Operette von Johann Strauß. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Montag, 28. April: 16: Qedichtvortrjag. 16.30; Aus Berlin: Ngchmfltagskonzert. 17.30; tK?s Opernbuch. 17.55; Die unsichtbare Welt. 18.20: Unterhaltende Stunde. 18.40: Cnglisch für Anfänger, 19.05: Dichterstunde. 19.30: Landwirtschaftsfunk. Deutsch- landsendcr: 20: Uebertragung aus Berlin. 20.25; Der Dichter und die Zeit- strömungen. 20.50: Aus Köln: Nächtlicher Besuch im Kölner Dom. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Dienstag. 21. April: 16.30: Aus Leipzig; Nachmittagskonzert, 17.30; Die unsichtbare Welt. 17.55: Das Verhältnis von Stadt und Land einst und jetzt. 18.20; Viertelstunde fiir die Gesundheit. 18.40; Französisch für Anfänger. 19.05; Arbeitcrbifdung. 19.30; Prüfung. Nutzen und Mißbrauch der Heilmittel. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Dcutschlandscnder: 20; Aus Köln: Abendkonzert. 21: Aus Köln:* -Ein Fallissement. Schauspiel von Diörnson. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch. 30. April: 16: Neue Wege der Krüppelpadagogik. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittags- koijzert. 17.30:'Partitur und".Klavierauszug. 17.55: Gegenwartsprobleme des privaten Versicherungswesens. 18.20: Was muß"iedermann wissen, wenn er ein Haus hauen will? 18.40;* Spanisch- für Anfänger. 19.05: Verkehr und Verkehrs- bewältigung in den Großstädten. 4 9.30: Beaintenkunk. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschart negts�laodspnder: 20: Uebertragung aus Berlin. 29.30; Konzert. 21: Unterhaltungsmusik. Anschließend: Uebertragung-aus Berlin. Donnerstas:, 1. Mai: 16: Das Problem des Gesamtunterrichts in den Naturwissenschaften'. 1&30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17.30; Dichterstunde. 17.55: Das AuslaktD- deutsebtum als internationaler Vermittler in Ost-Europa. 18.20: Unterhaltende Stunde. 18.40: Spanisch für Fortgeschrittene. 19.05: Uebertragung aus Berlin. 19.30: Landwirtschaftsfunk. Beutscblaodsendcr: 20: Orchesterkonzert. Anschließend; Uebertragung aus Berlin. Freitag. 2. Mai: 16:?5 Jahre Beftinrr BeruNvrhuIf. 16.10: tzp-i Leipzig: Nadimitlag-Vonzers. 17.3«: Das Kloster Lehnin 75« Jahre. 17.55: Pmkommen und Verbrauch. 18.2«! Unterhaltende Stunde. 18.4«: Englikch für lorlBescbriltene. Ib.OS; Das deutsche Hygienemuseum und die iijierpatlfmaje llygicneausslellupg in Dresden. 18.30: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 19.55: Weiterbericht Illr die Landwirtschaft. Deuischlandsender: 20: Uebertragung aus Berlin. 2(1.25: Oesangsquartelt. 20.45: Aus Stuttgart:„Hunde, Katzen und Kauze", eine Hörfolge. AnschlieBend: Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 3. Mai: 16: Lehrcrarbeitsgemcinschaft. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert, 17.30: Genie und Zähigkeit. 17.55: Staat und Volk. 18.20: Unterhaltende Stunde. 18.40: Französisch für Fortgeschrittene. 19.05: Dachstuhlbrändc und ihre Verhütung. 19.25: Stille Stunde. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsender: 20: Heitere Dialekte. 20.30: Unterhaltungsmusik. 21: Aus Leipzig;„Bob und Bert", Kriminalposse von Hans Peter Schmiedel und Erich Licbcrmann-Roßwiese; Anschließend; Uebertragung aus Berlin. Sfeopdeden1 500 SM9975 HondorDeit"• 555 ■�65- ■me&z WollpTusch-Teppiche hochflorige Qualität. Perser- muster m Franse 'M7S.- *$105.- 50 f Diwan decken ' Gobelin QK OQS0, moiMis/rr y QelieV rrtyl Zg/ verkauf nur' i Spandauer Str. 32 apanaauer zn. Läufersrofte reib Hoargorn.für FluraTripde ca*ofi95�0 �653.65 Hahol-Teppiche ■ 2m ln unserer sehenswerten j Dekoration en u. Gardinen. 'voilender in Form und F arpe, zentrale in Diissemorl. Filialen in Aachen. Essen. Köln und Trier Wir stellen hiermit den vierten Abschnitt von Rh 5000000.- 8*/. Gold-Kommnnal-SAuldver- sAreibonden der landesbanK der Rheinprovinz 4. Ausgabe 1 Reichsmark--- 1/2790 kg Feingold — Zinstermine; März/September; erster Zinsschein: l.März 1931 r-s solange Vorrat reicht, pum Verkauf. 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Täglich sv« ytr Majestät lässt bitten Mi{sifc von Walter Kollo. Lustspielhaus Frieilrjcbstr. 236, Bergmaim 2922/23. 8V? Uhr; Geschäft mit Amerika. Vorverkauf in beiden Häueerp ab 10 Uhr ununffrbroGhen- Reichshqllen-Theater Abends dl Sonntag nadim. dl (eu Halben Preisen) Stettiner Sänger Tageskasse 11-2, Usodkasse ad Elllr. Zenlnun 11213. Pönhoff-Brottl: Variete— Konzert— Tan« Alte Jakobstr. 30/32 (Zcatr al- Tb eoler) Dönh. 2047 Tgglich 8V* Uhr Das Und des Uchelns van Uehar Sonntag 5 Uhr Prisderlke äamowsky-BOtinen Thealer ia der StreioiBiBBtlr. (trHi. MiijjdHnr 10.) Tägliph VI* Uhr Napelae* greift ein von Waller Hasenclever Komödionhauo Täglich 8Vz Uhr; Heim Sdiwesler und ich Musik v. high hnaftk) Piscator- Bühne imWallner-Thealar Alexander 4592/93 Täglich 8 Uhr; HevorbolB■ Basispiei Der Armee- Kommandant Ab 30. April«»St tiglidi Msr d. WesteDt Täglich SV* Uhr; Paganini V. Sdnvaru Reidiarl Sonntag 4 Uhr Das Land des LKchelns REVUE jSERVUS 1930' BETHiEB/ KEMPINSKIk Metropol-Th. Täglich 8V* Uhr Der Bettelstudent Alpa r.Schfilzendorf, Jokcn, Paltjera Sonntag 5 Uhr: Friederike LesslDg-Itieater Wtiiltiidamsi II|1 1. OSAS Tägligh SV. Uhr Uhti VirstelluigcB Flamme Freitag, ZMai,?!« Premiere Frau Peters hat sinsn Beltehten Residenz-Thealei Küpstl. Leitung puton Briese 8'h Uhr Npr his 38 April Fräulein pardon Bpeieho voo Meisal Kund funkhöre r{ dslta Fraise- Ttiealeram SAiiSbauerdamm| üasispiel d. kleinen Themers 8', Uhr mottmo Kol Ausgang ». Mhwjmm «alnuiz, Iwtväi Voryerk ununterhr Korden 381 u lUi TrlwwJlmUt| Tögiieh 8V, Uhr Ein galantes Abenteuer! TBnL a. Iflih.Tor Kotib. Sir. 6 Tägl.« Uhr Sonntags audi Sllsr » imilgUi Pr. Elite- Sänger. DasphänoMiiale Sslonuogtamii Bit 1 beliebleo Dastlenor Kurt Wanger ist eröffnet. Heute I.Sonntag Ah 8 dir in Tollem Betrieb und das grosse Programm. 100 Attraktionen IntereMante NeDbeAten Bintritt SO Pfennig Kleines Theal. Merkur 1624 Täglich 8V« Uhr Gastspiel Gisela Wcrbcsirk in Meyer's»I. 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Neben mir lehnt«, schweigend in seinen dicken Mantel gehüllt, mit zusammengebissenen Lippen der deutsch« Ingenieur und Beamte der kaukasischen Sowjetregi-rung, um mich nach Mzchet zu bringen, > zwölf Kilometer oberhalb von Tifli? in den Berg.»». Ich sollte die neueste Schöpfung Georgiens sehen, das«lektrische Wasserkrastwerk von S e m o- A w t s ch a l s ch e, nach den Anfangsbuchstaben des russischen Wortes genannt: das technisch« Wunder von Sag«-. Di« Straß« stieg langsam. Sieben Uhr abends und feit zw«i Stunden Nacht. Aber für Sages gibt es keine Nacht. Hört das Wasser jemals auf zu fließen, halt die tzrd« im Laufe inne, sich zu drehen? Die eisernen Mühlen mahl«n, di« Uhren ticke». Eine kaukasische Schenk« mit ihrer geputzten alte» Gaslat«rne liegt vertraut am Weg«, und wie immer wünscht man auszustejgen und denkt: müßte nicht gerade hier das Glück wohnen? Aber schon reißt die Straß« unser Automobil davon. Kahl und steinig in die Erde geschürft liegt die alte geor- gisch« Heerstraße da. Rühre sie an und du fühlst, wie bei dem Klingen einer Saite, in ihr die Jahrtausend« zittern, hörst, wie fern in den Bergen aus dem Gipset des Kapbeck, an d«n Prometheus geschmiedet lag, dos(£i§ donnert, sie zittert und klingt von den Heer- scharen Alexanders bis zu dem Marschtakt der rote» Regimenter. Aber die Wunder der Wirklichkeit sind stet» noch größer als die W-u»der der Legende. Plötzlich leuchteten unter der trübe» Nacht aus de«, schwarzen Tal Lichter auf. Am log« mit lauttoser Stille wachend wi« ein Hu,st> in der Einsamkeit, nachts mit glühende» Wolfsaugen, lauert das Werk tu der Schlucht. Man betrist Sages wie»ine verschlosfenc Festung. Zaune von Stachcldraht blockieren den Eingang wie einen Schützengrob«». Der Ingenieur sagte di« Losung und der Posten lieh uu« hindurch. Drei Station«» sind es, au» denen Sage» besteht: da« Staubecken, die Turbinenhall« und das Tchalthau». Da» gewqliige Werk, das uns märchenhaft wi« eine kaukasische M«tropoli» in- mitten der Oed« der fernen, säst unbewohnten Berge anmutet, wurde erst por zwei Iahren vollendet und verdankt sein En.stehen, wi« fast alle großen Kraftwerke in Rußland, dem Gebot der wirtjch»ffti>chen Formel Lenins;„Kommunismus ist Riitemacht plus Elektrifi- zierung!" Denn als das von Bürgerkriegen zerf/eischt«, von Hungersnöten ausgedörrte Rußland sich aus seinem Niederbruch zu erhebe» begann, entsann es sich zuerst der geheimen Kraft, seiner Natur, des Torfes, des Holzes und des Wassers, Man teilte dos russische Land auf wie üe Zimmer eines einzigen gewaltigen Hause». Aus den Bergen, den Steppen, den unabsehbaren Ebenen suchte man dreißig gewaltige Räume zu schafs«». Man errichte!« dos Wert von Äasjchir zur Verbrennung der Sieintohl« mit 40l)gg Kstowast, SchastH Ii, den Toffsiimpfen mit 000 Kilowatt, Skrow im Kohlenbecken»01, Don«z nnt 20 01)0 Kilowglt, das Werk des„Roten Oktober" und das Wolochow-Krastwasserwerk mit 250 00) K.lowait. Wie unter der Arbeit einer rostlos fadenziehenden Spinne überzog sich die Erde mit einem Netz pon Drähte», Man hatte fein Dogma, das funkensprühende Dogma Lenins, und g'aubte daran mit nicht geringerer Hartnäckigkeit wie die Völker des Mittelalters an die göttliche Natur Ehristi oder die päpstliche Unfehlbarkeit. Macht-,, di« russischen Städte im Schmutz verkommen, die Kleider an den Leibern der Menschen zerfallen, heimatlose Kinder auf den Straß.» stmhcrirrten, Das fanatisch« Werk wurde begonnen. In dieser Zelt war es, daß die freind.m deutschen In- gcnieure auch s» die Täler des Kaukasus kamen und daß man die Schlangen unter den Steine» aus ihrer Ruhe stört«. Denn das Werk von Sages, eine Arbelt der S l e m e n s- B a u u n i o„, ist fast ganz unter deutscher Aussicht entstanden. Deutsch« Ingenieure habe» de» Bau geleitet, deutsch sind die Maschinen. Auch von den vier gewaliigen Generaioren sind drei aus Deutscstsimd und mir der vierte ist die gemeinsame Arbeit der russischen Arbeiter von Lenin- grad. Unter der Hand der deutschen Baumeister r«ckt« ein grauer Staudamm dicht unter den Mauern der alte» zerstör!«,, Königsseste d.-r Georgier sich über de» Fluß und di« rauschenden Wasser der Kura, die nie einen Widerstand auf ihr«», wilden Wege zum Meer« gekannt hasten, standen still wie di« Wasser de» Pharao unter der Hand des Moses. Der Strom rauscht wie in einer Orgel, wir slah im Hauptquariler des Wassers. Dicht neben de» Schleusen bemerkte ich eine schmale pielstiifige Wassertrepp», dl« vom Rand d.>s Beckens In die Tiefe des Fluß- beckens hinabsührt. Es ist die Leiter der Fische, Denn in dieser Zeit, wo alles sich den Befehl«» einer höheren Ordnung sllg.m muß, hat man sogar die Fische kommandiert. Wenn die Lachse im Frühjahr i» ihr»», seltsamen rasende» Drang» aus den Tiefen des Kaspischen Meeres in Herden die Kura hinausziehen, schnellen si.> sich aus ihrer Schwanzflosse über viele Meter von Sprosse zu Sprosse dies« strömende Leiter hinauf, durchschwimmen dos stille Staubecken fast ohne Nahrung zu sich zu nehmen, um sich-oben in den Qu«ll- wassern des Kaukasus mit chr-m Schwanz in den Uferboden das kiesige Bett ihrer Hochzeit zu schaufeln. Wie durch eine» Kamm gezogen, strömen dt« wilden Lacken der Kura durch den eisernen Rechen in den schmalen Kanas, dessen Best in den Feste» gehauen ist. Alleen elektrischer Lichter begleiien den Eiang der Fsut durch die Nacht. D!« Muskeln des Wasser« spannen sich. Mit an die Erde gepreßtem Bauch schleicht e? im Schatte,, der Felsen dahin miz ein Tiger, Nun duckt»s sich und hält an per Pforte des Turbinenhauses einen Augenblick seinen Aicin an, ehr «s zum tödlichen Sprunge in die Tiesen der gewaltige» Lichtmühle aushatt. Der Ingenieur höh den Ann. Ich blickie auf ein kleine» weiß, gekalktes Gebäude, Pas abseits aus dem nackten Sirlnbodrn stand wie eine im Gebirge mnipreiie Moschee. „Das ist da» Scholkhau».' Der kurzgescharene blonde Kopf des Ingenieurs erinnert« an «inen woriksrgen geiehrten Mönch, dessen Augen mit kalter Ja- brunst bald auf das Werk, bald auf die Schastloseln im Innern de» Gebäude» gerichtet waren, wie auf die Seiten eine» Gelietbuche» voll mystischer Matdematik. Herr Kapelle ist deuticher H.'r- knnf). obschon in Jiskis öl» russischer Untertan geboren, und heut? der Chesingenisur de» den, Sowjetstaat gebörige» Werkes. Obwohl er mit seiner Familie in einen, schöne» und wohnlichen Ha»'« in Tifiis lebt, verbringt er selber fast all« Tage fern von Kindern und Frau über seine Tabelle gebeugt in der weltlichen Aszesc dieses Wer- kes, wo man die mystische Geburt der sich selber zeug.'nden mechanischen Kraft wie eine heilige Reliquie hütet. Plötzlich erhob sich vor mir im Dunkel eine mächtige Gestakt, daß ich fast erschrak. Es war das aus Beton geformte riesenhafte Standbild Lenins, das man in der Mitte des Wassers er- richtet hat und das sich schattenhaft gegen den Nachthimmel zeichnete. An seinem Fuße standen die Worte eingegraben:„Kommunismus und Elektrizität ist Sozialismus." Und hier im Dunkel der Nacht und der Steinschluchten begriff ich plötzlich die große Kraft dieses neuen Mythos im russischen Volke, diese» von der Gewalt eines nüchternen und sachlichen Glaubens erfüllten Manne«, der hier zum Steine erstarrt mit einer stummen Bewegung den Arm hob, um ihn wie den gekrompften Ast einer Eiche sagenhaft über das Land zu recken. Wir betraten die 5)all«. Lautlose Stille. Der sstesenbedeckte Boden glitzert« mit seinem bunten Parkett und unter dem Licht der fernen Gewölbeiampen drehten sich in einer Reihe wie Tänzerinnen die Turbinen. Zwölshundertvierzigmal um sich selber In einer Minute wiegten sie sich an ihren schlanken Stahtwellen, daß man nichts als das Glitzern ihrer silbernen Hüsten sah, rasend um sich sctber gewirbelt, wie tanzende Derwisch«. Rur zwei Monteure in blauen Jacken, Oelkannen in der 5)atÄ, knieten vor den gewaltigen Gene- ratoren wie in schwel gendcin Gehorsam vor dieser mächtigen eisernen Tromniel, die wi« der gepanzerte Bauch Buddhas in einer unge- heuren schwankenden Trunkenheit mit eineni messinggoldenen Nabel auf der schwarzen Haut de» Metall» um sich selber rollte— die G c b e t s in ü h l e des netten Jahrtausends. Schweigen. Nur dt« Turbinen sangen. Der Ingenieur sllhrte uns eine klein« Treppe hinab, wir folg- ten dem tnstcrirdischen Gang wie in einem Kloster und ohne wieder das Frei« zu betreten, stiegen wir auf der anderen Seite in dos Schalthaus hinauf. „Achtung!" sagte der Ingenieur bei jedem Schritt und zeigt« auf die roten und blauen Adern des Stromes. Noch«ine Stufe. Geblendet und verwirrt schließen wir eine Sekunde die Augen. Hier ist die S a k r i st e i des Lichts. Mar- morne Wände schützen den kleinen kreisrunden und taghellen Raum mit seinen Schalttafeln aus den spiegelnden Tischen. „Wie hoch ist die Temperatur?" sagte der Ingenieur und drückte auf einen Knopf, als fühlte er de» Puls einc'L Kranken. Dcr Zn> gcr eines Thermometers schoß in die Höhe, das drüben im Tur- binenhaus die Hitze der sich drehenden Eisenwelle mißt und dessen Grade elektrisch übertragen werden. Nur zwei Werkmeister arbeite- ten in dem Raum und die Gesichter aufmerksam über die Schaituhren gebeugt, schienen sie uns nicht zu bemerken. «Wie hoch ist die Stromspannung im Werk?" „Sechstausendsechshundert Volt." Geheimnisvolle Zahlen mit Tausenden von Zisfern durch- schwirren den Raum. Wir hoben lauschend den Kops und es war, als hätten wir wieder das Zittern der ungeheuren Lichtmühlen drüben. Ich blickt« auf die großen Scholtiafeln, die mit grünen und roten Lichtern zu leuchten begannen, und während ich an Tifiis zurückdachte, sagt« ich mir: jetzt strömt die zauberische Kraft auf ihrem geheimnisvollen Wege in die Drähte, und in diesem gleichen Augenblick entzündet sich viele Meilen von hier in den Fabriken, in den Teestuben in den tausend schmutzigen Hütten der Armut das Licht. Es ist die Stunde des vergoldeten Kotes! Nun erwacht Tifits, das grau«, kalte von Herbstwindcn geschlagene Tisiis, zu semer alten sürstlichen Pracht, und unter den festlichen Strahlen seine» künstlichen Sonnenschcins strecken des Abends Lastträger, Schmuggler und Holzsäger sich träumend auf das steinerne Pflaster, die süße Ruhe des Nichtstuns zu losten unter dein glitzernden Netz der Lampen, dos bis tief in den Morgen auf allen Straßen, vor ollen Tüte» verschwenderisch über dieser südlichen Stadt leuchtet, erhaben und leidenschaftslos wie der Sternenhimmel. Ollo Shrharl: Axel af Stögtundflröm Am alten Steintisch unter den Buche» des Böglundschlosse« sitzt sich's gut. Allein, mit anderen frohen Iagdherren oder wich nur mit einem gute» Glas Wein. Heut aber will mir nichts frommen. Meine Gedanken fahren hin und her, sie gehen im Kreis« und kommen Immer auf dies ein« zurück.- Auf die Gtiro. Die mir heut mittag den Wein aus dem Jagdhaus herüber- brachte, die junge Frau des neuen Jägers, heißt so. Rank und schlank w!« eine der Birken, die im Saetersdai wachsen, kam sie daher: weiß, weich, ruitdcn lichten Leibes und ebenso schmiegsam wie sie. Ver- dämmt„ochinal, war da» ein Schauen! Uebcr ihrer hellen Stirne mit den blauen Augen lag das Haar wie goldenes Korn. Ihr Mund glich der seftcit Fülle der Kronsbeere. Aber er schmeckte mir besser, tausendmal so gut. Jetzt, wo ich wieder allein bin, singt mein Herz die alte Weise, das ewig gleiche, liebe Licbeslied, das Aug und Sinne verdunkelt: Rot ist der Wei». Rot ist die Liebe, Und rot ist da« dunkle, rot« Blut, Unrecht Liebe tut nimmermehr gut. Aber wer kann es ändern? Ich? Du— Büro? Wenn ich den Blick senke, lese ist In den Steintisch geschrieben den Namen eines anderen, der es auch nicht ändern konnte. Eine», dessen jähes Ende mir ein bitterer Tropfen im Becher meiner süßen Erwartungen ist. „Axel af Bögltindström", steht da,„2. VI. 1854." Und mitten durch den Namen hat einer ein tiefe» Kreuz getrieben. Ein hartes, bose» Kreuz. Ich weiß wohl, wer da» zuwege brachte, und daß es die Freuden einer Liebe beschließt, die wie»in Märchen begann„nd wie eine alte, blutige Sage endete. „Axel as Bäglunhftröm, willst du das alles noch einmal hören?" Damals, wie du das letzte, nai hier saßest, standen die alten Buchen noch nicht ja hoch, und ihre Aeste beschatteten kaum die Hälfte dieses Platzes, Es war— wie heule•—«in heißer, froher Jagdlog gewesen, Di« Sonne drüiete über den Zweigen, und man konnte über dos Waldland hinweg, weit hinaus bis an das glatte Meer sthen. Alle» war ruhig. Der Wind schlief leise. E» war feierlich und so still, wie es»ur vor einem Sturme ist. Später blies droben im Gebirge ein Hirt die Lue. Gegen Abend kam Greta Sjörgreen zu dir. Ihr saht euch an, erschrakt, und obwohl ihr wußtet, was es bedeuten konnte, wolltet ihr's leiden.(Ein wunderbares Fühlen beschwichtigt« euer Erschrecken. Di« Welt versank wie ein Stern. Sin Engel hatte euer Herz berührt. Ach, wer verstünde da» nicht? Ihr wart ja so jung alle beide! Eines aber muß man gestehen. Ihr wußtet, was euch da» Lieben um vieles leichter und verfänglicher machte. Ihr wußtet beide, daß Torben Sjärgreen. Greta» Mann— dein bester und treuester Jäger— droben im Hochland hinter den Elchen herspllrte. Der Weg dahin wor weit und schwer. Vor dem nächsten Abend konntet ihr ihn kaum«rwarien. Wie dam, hie letzten Lichter wie Blumen unter den BSuinen Ulrdlühten und Greta dir neuen Wein holte, schriebst du mit dem Messer deinen Name» daher:„Axel as Böglimdström. 2. VI. 1854." So schriebst du. Aber ich weiß genau, was du dabei dachtest! Jung, blond, perliebt, vientnddrcißig. Denn die Nacht war nimmer weit, und du tonntest sie und ihre Lieb« kaum erwarten. Dann haben die allcn Bäume nach gesehen, wie ihr beide zum Jagdhaus hinüberfchrittet. Es war um zebn Uhr abend». Di« Lust war schwüler geworden, drückend, und da» matt« Laub ersehnte Wind und Regen.,. Gegen Mitternacht rrhob sich das Gewitter. Sturm brach über das Land. Doimer grollien. von der See her. durch do» Brausen und Rauschen pernahm man ängstlich»immerndc Schiffsglockrn. Greta Sjärgreen, hörtest du nicht den Waldkanz heulen? Ver- schlug die Warnung deinem Ohr? Besser wäre c» gewesen, du hättest den Ruf gehör!. Deinet- und seinetwegen! Wahl tun dieselbe Zeit hetzte Torden. der-Ociger. furchtlos zu Tal. Blitzte umsprühten ihn. Krachen erschütterte die hohen Fels- wände. Er vernahm kaum das Splittern der Steine im Gcsäusc. Sprung für Sprung strebte er talwärts. Er dachte an Greta, sein Weib, und seine Augen waren von innen wie erleuchtet. Die Elch- waren gesunden, die Pflicht getan, lockend und warm empfand er Weib und häusliche Hege.. Daß sie die Türe offen lassen mußten! Ich kann wohl verftchen, wie dem Jäger zumute war. Beim Schein« der flackernden Kerzen evsaßt« er alles. Ihn und sie. die schreiend ausgesprungcn war. „Torden!" Ein Schuß dröhnte. Feucrnebel! Und mitten durch die nackte Brust geschossen, sank sie zusammen. Hart riß die Rechte den Stahl ans der Scheide, und Bögltindström. mutig, aufrecht, empfing den schweren Schlag wehrlos, mitten zwischen beide Augen. Er erhob sich noch einmal, taumelte und fiel dann sterbend über die hin, der er dies Leben weihte.' Die Kerzen zuckten und erloschen... Weiß Gott, wie bs den Jäger herumgetrieben hoben mag. Was er gejühlt, als er da» horte Kreuz in den Namen Böglundström keilte... Acht Tage später sah ihn einer Im Wipfel einer Buche hängen. So ist e» gewesen, wie im Licde, so und nicht anders: Rot ist der Wein. Rot ist die Liebe. lind rot ist da» rote Blut—... Wer kann e» ändern? Und was liegt daran? Wie die alten Buchen rauschen! Aber ich bin jung und kräftig... Bald wird es Nacht. Und dann kommt Gura! Allerlei Spiele Schon fcn den steinzeiillchen Kindergröbern fand man Ptippen au» To» oder Stein, Im Rom gab man den kieinen Mädchen Nach- bildungen de« schönen Königin Poppäa(daher Puppe) zum Spielen. Im Mittelalter nannte man die Puppe Tocke. * Die erste Laute vevfertigt« der persische Philosoph Mancs, der Stifter der Manichäerfekte, aus einer Schildkrötenfchale. Laute ist die persische Bezeichnung für Schale. ★ Im Jahre 1487 erschien auf den. Armbrustschießen in München der erst«„Glückstops": die erste Geldlotterie entstand 1013 in Haneburg. Blutdürstige Kaninchen. Gesangen gehalten« Kaninchen zeigen zuweilen»ine» pathologischen Blutdurst, der sich nicht nur darin äußert, daß die Männchen sich gegenseitig schwere Bißwunden bei- bringen und öfters auch di« Jungen eines Wurfe» töten: auch Weibchen fressen zuweilen ihre eigene Nachkommenschaft. Durch Fütterung mit Fleischkost wird die Neigung, Fleisch zu sressen, be- deutend gesteigert. Die Kaninchen gewöhnen sich so sehr daran, daß sie dann schließlich anderen Kaninchen die Ohren„wie Krautblätter" abfressen. Hierbei ist recht qufsalleich, daß sie sich gegen'Angreiser gar nicht zu wehren versuchen. Vermutlich ist die Empfindlichkeit der Lhlni sehr gering: denn während de« Absresiens der Ohren geben die Tiere keinerlei Zeichen de» Schmerzes von sich, während sie erfahrungsgemäß bei wirklichen Schmerzen im Gesicht durchaus nicht ruhig bteibe». Auf die geringe Empfindlichkeit der vliren wetst schließlich schon der Brauch hin, Kaninchen bei den Löffeln zu packen. Der Markt von Milei. Den größten aitgricchiichen Markt, den man kennt, hat man seineweit bei den Auegrabungen freigelegt in der kleinoliatischen Stadt M i l e t. di« ein im Altertum berühmter W»Ithandel»piah a« wesen ist. Der dortige Stadtmarkt ist 200 Meter lang und fast ebenso breit. Üluch dos Theater von Milet war be- sonder« groß. Es enthielt nicht weniger ato 23 000 Sitzplätze. Diese konnten, wie Inschristei, zeigen, auch abonniert werden, sowohl van Privatleuten wie von Gesellschaften, z. B. den Goldschmieden. In der Mitte der ersten Reihe, unweit der kaiserlichen Loge, befindet sich eine Iniehrist, die lautet:„Platz für die Juden, die auch die Gattes- Itirchtigen genannt werden." Artesische Brunnen verstanden die Ehincscn schon vor mehr als taufend Icihren zu bohren. Die Anzahl der Sterne, die man von beiden Erdhälftcn mit bloßem Auge sehen kann, beläust sich auf etwa 0000. Alired Mein: Oflpretißlfelte Miniaturen Auf den masurischen Seen. wonKelt sich die bkixchckknde Einförmigkeit der ristpreußischen Eben« I» die schivermiitig« Schönl>e!t einer Wo>L»I>ugel- und Seen- Inndschast� Die Gesichtslosigkeit des Geländes, dos in Norddcutschlond die Regel ist, wird hier plötzlich Beseeltheit und Antlitz. Dos Gedirge ist den meisten lieber: es löst in seiner onzteigenden Krnft immer Heiterkeit aus. Wo unergründlich« Wasser wallen durch alte Wälder und vereinsamte Hügel, da sindet sich auch leicht an sonnigstem Tage eine süße Mclaivholic ein. Gesteigert wird dies Gesühl durch die Passivität, zu der die Dampferfahrt verurteilt:.Halb träumend nimmt man diese lautlose, dämmernde, woldumfinsterte Welt auf. Ich fahre mit dem üblichen Sonntogspvblikum von Bötzen, der fast schon südliche Freundlichkeiten bietenden Kleinstadt am großen Löwentmsec, gen Nikalaikcn und Rudezanny. Zunächst kommen liier, die eine Achnlichkcit mit denen der Wolga haben müssen, nur ist die Ebene ringsum nicht grandios genug, das Gefühl: Rußland... zü crzaubern. Kurz vor Nikolaiken ober beginnen die großen grünen Laubwälder aufzustehen in ihrer ganzen selbstgenügsamen Einsam- teit. Habidstc schwingen über ihnen, unhörbar in einem ruhig-blaue» Himmel, der von ein paar unschuldigen Wolkcnballen leicht be- fiedcrt ist. Nikolaiken steifst mit einer sür die ostpreußische Landschaft sel- tenen Grazie hingclggcrt am Ufer auf, den schlanken Sondsteinkirch- türm hat auch lein Nordländer ausgebaut. Und der feinste ost- preußischc Fisch hat süch hier sein Gewässer ausgesucht: die Moräne. Die Folgen des Krieges haben die kleine Stadt wie auch Lätzen— verschönt. Eine neue Brücke und manch schmuckes Häuschen statt alter Kasten leuchten freundlich zum Dampfer hinüber. Die Lötzener haben so viel Feines und Neues, u. a. auch ein Kurhaus, gebaut gekriegt, daß sie den wunderschönen Schinktfscheii Bau ihrer alten Pfarrkirche am liebsten auch längst zerschossein sähen. Auf der Weiterfahrt verfolgen das Ufer entlang Kinder rudelweise den Dampfer. Das ist das Schönste an dieser Fahrt: sie wirkt nicht touristcnmötzig: man träumt, der Dampfer führe einen privatim durch die Wellen der weiten Seenkette dahin. Phantomhaft starren reglos Fischreiher im Rohr. Auf viereckigem Masurenkahn fährt man Heu von Ort zu. Ort, höher gebürdet als auf dem wuchtigsten i�iter- wogen. Gefällte Hölzer lagern seit Jahre» im Wasser, Gras und junge Birken haben sich in sie verwurzelt und grünen und wachsen. Hier steht die Zeit noch still. Rudczanny: der Ottf selbst ganz der primitive Ausdruck eines Namens. Aber nicht weit, hinter ihm dehne» sich die unermeßlichen Forsten von Lyck und Johannisburg, lächelt der Niedersee das ent- zückendftc Lächeln, zu dem Ostpreußen fähig ist. Mit einer schon unendlichen Sanftmut kommen hier verwunschene Inseln Wold- bestanden und vogcldurchsungcn vorbei, die selige Unbcrührtheit der dunklen liier zeigt Linien uud Farben von seltener Harmonie... Man liebt plötzlich dieses Land, dos die Fremden sich sonst ge- wohnlich mir„bei Gelegenheit ansehen" und vergißt es nie. Eulen sitzen im tiefgrüncn Wacholder und äugen in das gläserne Mittags- licht, das üch wie ein Schatzkästlain um dies ostpreiißische Kleinod legt. Der schlimmste Spießer ist auf dem Dampfer verstummt. Man steigt aus und wandert in den Wold, keines Wortes mächtig, und müde von so viel seliger Melancholie, wandert, bis er zu Ende ist und sich die Iohannisburgcr Heide zu weiten beginnt, die geographisch und gefühlsmäßig größte Einsamkeit,.die Deutschland besitzt. Der Abendblick vom hohen Hügel bring! das Wechselspiel der Sonnenipiegclung die Seenkette cntla>zg, von See zu See. Noch dunkler werden die Wälder. Das Wasser plattet sich in der Windstille zum Spiegel ob. Die Einsamkeit wird übermächtig. Da kommt der Mond... Marinowo. s/vi Dort, wo sich die domhaften Wälder der Romintcner Heide noch Norden hin öffnen, an der Gobeluzig der Straßen noch Iagdbude und Rnninten, träumt der M arsnowosee. ein stilles großes Wunder unter Ostpreußens Naturschönhciten. Ebenbürtig ollem landschaftlich Schönsten, was Deutschland,' was vielleicht die Welt besitzt. Nir- gends auf meinen vielen Wanderungen durch Deutschland traf ich in solcher Vollkommenheit drei Dinge an wie hier: einen Wald, der in seiner natnrgewordcnen Zlrchitektur wirklich die unberührte Weihe eines crhabciicn grünen Domes in sich tgägt, so viele licht verklärte, einsam versunkene Wiesen wie die.Hirschwiesen dieses Waldes— und dann diesen schwarzen See, um dessen Ilferränder rundum der Wald sich mit steilen grünen wipfelgezackten Mauern der Weltvcr- gessenhcit hochlürmt. Wenn man nach einer fahrplanmäßig verbesserungsfähigen Fahrt über Gumtünnen noch Schakummen, dos an der Szittkehmer Strecke liegt, anlangt, so wird der in der Gegend gänzlich Iln- bekannt« sich am besten van einem Wagen des Kurhauses Morinowo abholen lassen und dies in etwa Zg Minuten erreichen. Do blinkt der See, schwarzgründig mit silberblaucn Wellen im Frühlingssonnen- glänze. In den einfachen Formen eines Blockhauses ist das.„Kur Haus Morinowo" auf Pfählen in den See hineingebaut. Und der Blick vom Kurhaus ist ein ewiges Gedicht. Laubwald und Tannen umrahmen in einer einzigartig variierenden Färbung das schwarze Waifer,� das an windstillen Abenden sich spiegelklar glättet, um Himmel und Wald in die verwunschenen Tiefen zu tauchen. Und ich weiß nichts zu sagen, wenn ich an den keuschen Glanz des Sees am Morgen, denke, ich sehe ihn nur immer wieder ruhen in den grünen Armen dieses für mich schönsten aller Wälder— und Wielands Wort fällt mir ein: Nicht im Getümmel, nein, im Schöße der Natur besuchet uns die holde Freude nur. So möchte ich heute bloß mit den paar vor innerem- einsamen Entzücken gestammelten Worten ollen wahrhastigen Wanderer» emp- fehlen, diesen Wald, diese Wiesen und diesen See aufzusuchen, um sich gesund zu baden in ihrem Dunkel, in ihrem Licht, in ihrem Glanz. Unzählige Pfade führen durch die Wälder von Morinowo bis noch Rnniinten und Goldap. Man scheue sich nicht, die abseitige» Wege zu gehen, auch wenn an ihnen dos Wart„Verboten" prangt. Die Wanderung von Marinowo über den Grenzwcg, Wilhelmsweg, Friedrich-Korl-Weg, Heidcnbrücker Weg, Schluchtweg nach Rominten, und über den Neuen Pollackenwcg, Hirschweg und Seeweg nach Marinowo zurück ist ihre zwanzig Kilometer wert— die laute Groß- stodtmelt geht restlos unter, und die uralt-neue Waldeinsame tut sich still Wunder an Wunder reihend auf. Das Tal der Rominte bei Rominten(am Schluchtwcg) und bei dem„O Täler weit, o Höhen"- stillen Iagdbude find Schönheiten»euer Art, die wir an diesem Wege finden, sich lautlos den Blicken gebend mir alles noch hier. Alles noch hier-- Hoffentlich bleibt es recht lange so. Aus den Hauptstraßen ist am Sonntag großer Autoverkehr. Aber allen Autoleuten möchte ich sagen: Steigt aus und gebraucht eure Füße, sonst werdet ihr nur einen Hauch verspüren des Verborgenen, das es hier in sich aufzunehmen gilt. Ärüsterort. Es hat einen gar eigenen, man mag sagen: kindlichen Reiz, an einer Stelle zu stehen, die einem von der Landkartenbetrachtung her eingeprägt ist. Wie gern möchte man einmal besonders solch eine Spitze betreten, die ins Blau Hineinwinkeft, dos auf der Karte die unendliche See bedeutet. Und so etwas spürte ich auch, als ich auf den Dünen von Brüsterort, dem bekannten ostprcußischen Leucht- turmplatz, anlangte. Der Weg nach Brüsterort führt durch Flachland, nur dann und wenn steht noch ein Bauni auf, einmal noch ein Vorwerk eines Gnies, sonst aber ragt nur der Leuchtturm. Beim näheren Heran- kommen sieht man sein einfaches rotes Ziegelgefüge mit der blitzenden Leuchtkrone. Der letzte Weg bis an die kurze Lindenallee, die schließ- lich zu ihm führt, heran, ist schmaler kreuz und quer gewundener Feldrain von der Seeseitc her. Sülle. Stille. Stille. Ja, nur dies. Wie jenseits schon. Ich weiß nicht wo. Es ist mit Worten nicht zu fassen. Ein Turm, eine Wirtschaft, eine Holle mit dem Rettungsboot, letzter Wald dort, wo die Küste zur Frischen Nehrung hin auf Pillau zu umbiegt, noch ein versprengtes Häuschen, zwanzig Menschen auf der Landecke, deren König der Turm bleibt: Seeleuchtc Brüsterort, Kreis Fifchhousen, steht- auf der Ortstafeft—-■-—------------------ Ein schönes Wort: Seeleuchte. Vom Volk erfunden. Es sogt viel mehr als das vollendetste Gedicht. Immer wenn ich an diese Nordwestjpitze Ostpreußens gelange, da flehe ich wie am Ende der Welt. Wie am Ende olles Lebens. Viel- leicht ereilt mich hier einmal der Tod. Es ist alles hier des lieber- flusies entkleidet. Der Flieder im Garten der kleinen Gastwirtschaft blüht wie ein letztes Glück. Feierliche Kühle erfüllt die Luft. Die Ebene, die da zur Welt zurückführt, verschwimmt in der längst ver lassenen Ungewißheit. Die Minuten rinnen langsam, Schritt sür Schritt, Herzschlag für Herzschlag. Man steigt den Turm empor. Eine nüchterne Wcndcftrcppe, nach Petroleum riechend, mit dämmrigem, unwirklichem Licht wie in einem Verlies, durch das man zur Läuterung cmporkcucht. Doch oben, da jauchzt mit blendendem Blau über dir der Himmel und unter dir das Meer. Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Roch de? Engigkeit des Düstern ist der Seele alles plötzlich oufgeton, und mit den Stürmen, die kühl und mit wundervoll durchbohrender Macht bis ans Herz dringen, singt der Mund, er kann nicht anders, eincir Lobgejang auf diese schöne weite Well. Heruntersteigend trete ich in die Stube des Maschmisten. Ein kleiner Ofen, ein schmaler Tisch, ein Stuhl— da sitzt er nun halbe Nacht sür halbe Nacht, moicchmal, wenn der ablösende Kamerad erkrankt, jede Nacht lind bedient das Blinkfeuer. Im Eintragungsbuch des Leuchtturms ist zu lesen, daß vom ll. Oktober 192? bis zum 2?.?lpril 192? kein fremder Mensch in diese Einöde gelangt ist. Die Stiirme schrien, dos Eis hing in manns- dicken Zapfen vom Leuchtturm herab, dos Meer türmte vorweltliche Ungetüme an Wassermassen, wer dachte in semer warmen Stube an den Leuchtturmwart von Brüsterort und seine winterdüstcre Meeres- cmsamkeit? Hier ist wirklich eine Landschaft zu Ende. Letzte Bäume. Letzt« Steine. Letzter Sondstreif. Letzte Menschen. Und dann das Meer. Sintflutgcdanken befallen den erschauernden Wanderer. Er sieht letzte Dinge. Er liebt den Gesang der Schwalbe, dos Wiegen der Kornähren und den Duft des Flieders wie schon auf dem Wege zum Himmel geschehende Dinge. Das Mädchen, das mir den Kaffes bringt, spricht müde, die Worte fallen ihr schwer. lieber der ganzen Atmosphäre hängt eine verschleierte Gleichgültigkeit vor den über- mältigenden Mächten der Natur. ä)ie ichönite tishöhle der Itell Es gibt eine ganze Anzahl großartiger Höhlen in Europa, so z B. die„Eisriesenwclt" in den Salzburger Alpen, aber an Schön- heit der Kristallbildungen kann sich keine mit der Eishöhle von Kungur im Uralgebiet messen, von t�ren Erforschung Prof. Altberg aus Leningrad in der Frankfurter Wochenschrift„Die Umschau" berichtet. Vom Staatlichen Hi>drologischen Institut in Leningrad wurde iin vergangenen Jahre eine Erpedition ausgerüstet, die dieses phantastisch« Wunder der Natur besiichte, so weit das möglich ist. Die Höhl« liegt zwei Kilometer von der Stadt Kungur im westlichen T.ül des Miftcl-Ural in den Kalk- und Gipsschichten der Perm- Ablagerungen. Durch ein horizontal gelegenes Rohr von kaum ein Meter Durchmesser, das sich am Fuß des Steilufers des Flusies Sylwa befindet, gelangt man in die Höhle, die ein wahres Labqrinth von Grotten und Gängen besitzt. 22 dieser Grotten sind bekannt und auch einige unterirdische Seen, durch die aber das weitere Vordringen gehemmt wird. Der größte Teil der Höhle ist deshalb noch nicht erforscht und birgt gewiß noch zahlreiche Ueberraschungen. Aber auch schon in dem kleinen bekannten Stück offenbart sich ein seltsames Gewirr von Gängen, Abzweigungen und Seitengalerien, die in immer neue großartige Grollen führen. Nach der Lage der Trichter und der Struktur der inneren Wände kann man annehmen, daß die Höhle durch einen unterirdischen Fluß gebildet worden ist, der hier einströmt« und eine Verbindung der Sqlwa mit ihrem drei Kilometer entfernten Nebenfluß Schakwa darstellte. Im Sommer strömt aus den engen Gängen der Höhle ein eisiger Wind: im Winter ober ist der Lustzug in dos Innere gerichtet, und dadurch sinkt die Tempe- rallir der vorderen Grotten bis zu minus l? Grad Eelfms und noch tiefer. In diesen kalten Grollen hat sich mm ein einzigartiger Eis- schmuck gebildet, der au Schönheit und Reichtum der Formen nicht seinesgleichen hat.„In dem Gewölbe der ersten Grolle, in die wir durch den erwähnten engen Gang gelangen", berichtet Prot. Altberg, „finden wir noch keine Eisbildungen. Von hier führt ein sehr enger Schacht nach unten, der in eine horizontale Galerie übergehl, deren Gewölbe so niedrig sind, daß dos Fortbewegen auf dem«i�edecklen Boden nur im Kriechen möglich ist. Nachdem wir nun so etwa fünf Meter weitergerückt sind, gelangen wir in eine geräumige Grottc, deren Gewölbe in wunderbarem Schmuck non Kristallen und mörchen- boft schönen Eisblumen prangen. Eine Beleuchtung der Grotte mit bengalischem Feuer bietet ein Schauspiel oon unvergeßlichem Zauber. Das Licht bricht sich in Myriaden oon Kristallen oon ungeahnter Formschönheit, die in allen Farben des Regenbogens strahlen. Hier, in der„Diamantgrolle", dem geheimnisnollen unterirdischen Lobora- torium, schuf die Natur unvorstellbare Formen, die nirgends sonst in solcher Moimigfaltigkeft und Fülle zu finden sind. Nicht weniger interessant ist auch die nächste, die„Polargrollc", in der außer der Fülle der Kristalle auch Eisberge, Eisstalaktften und Eisstalagnüten sich befinden. Derartige Formen sind in noch größerer Zahl in der „Kreuzgrotte", in der groteske Basen und Urnen zu sehen sind, gefüllt mit kaltem Wasser." Wnnderv. Hantel aus T0r2üglicht*m Fliur da laliw, ganz auf hnchfeinem Futter, mit fucbskbnlicbem Pelzbesatz am Kra- jten und reicher Pelzverbrämung am Saurn, mit reizd. aDgeschnittener Pa'eplna. 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