Morgenausgabe 7Ir.l98 A100 47.Zahrgang r'SchenMch 85 monatlich S�60 TL tv loraus zahldar. Postbezugch zweimal. Sonntags und Montag» einmal, die Abendausgaden für Berlin und im Handel mit dem Titel„Der Abend", Illustriert» Beilogen„Dolf vnd Zeit" und„A>ndersreund". Ferner „Unterhaltung und Wissen".„Frauen. stimme".„Technik".„Blick in die Bücherwelt" und„Iugend-Dorwärts* W" WG. Berliner Voltsblatt Dienstag 29. April 19Z0 Groß-Äerlin 10 ps. Auswärts 15 pf. w Die et afp«IM gf StonpareMe�eM 10 Pfennig. Sieklameteile 5.— Sieichs« mark.„Meiae Anzeige»' da»'ettge. druckt« Won 85 Pfennig lZukSisig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort U Pfennig. Stellengefuche da» erste Won lS Pfennig, jedes weitere Wo»' tll Pfennig. Wone übe» 15 Buchstabe» »Solen für zwei WoNe. Arbeitsmarv Keile 60 Pfennig. Familienanzeigen Zeile 80 Pfennig. 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Allmählich ist durchgesickert, wie das junkerliche Ost- Programm aussehen wird, das in dieser Woche von der Brüning-Regierung beraten und sehr bald dem Reichstag vorgelegt werden soll Das Reichs- f i n a n z m i n i st e r i u m— es ist federführend in diefer Sache, nur führt Herr Schiele Herrn Moldenhauer die Hand dabei— wird nicht weniger als sechs Gesetzentwürfe vor- legen, die wiederum in einem Rahmengesetz.„O st h i l f e- g e s e tz" genannt, zusammengefaßt werden. Was über dieses sechsfache Ofthilfegesctz bisher bekannt geworden ist. läßt sich darin zusammenfassen, daß alles das eingehalten wird, was Herr Schiele seinen Junkern versprochen hat, als er im Auftrag der Grünen Front das Brüning-Kabinett zu„stützen" sich beeilte. Alles aber, was an agrarischer und staatspolitischer Iknvernunft erwartet werden konnte, das wird noch übertroffen. Da diese Sozusagen-Regierung der Demokraten, des Zentrums und der Volksportei von Herrn Schiele abhängig ist, mußte jedem vor dem Kinde bange sein, das von diesem Kabinett als Ostprogramm zur Welt gebracht wurde. Ge- wiß. die Regierung ist noch am Gebären, aber was kann sie. wo Junker und Hugenberg jeden Augenblick ihr den dünnen Lebensfaden abschneiden können, an dem verändern, was hier als Gesetzentwürfe— als„nur unverbindliche Refe- rentenentwürfe" wjrd die Regierung sie sicher baldigst be- zeichnen � bekanntgeworden ist? Herr Schiele wird auf seinem Schein bestehen. Wird diese Regierung ein solches Ostprogramm aus- halten? Kann das Zentrum solche unerhörte Junker- suboentions- und steuerliche Ausbeutungspolitik seinen Wählern, ja seinen Bauern im Westen noch zumuten? Herr Tantzen hat der Demokratijchen Partei den Rücken gekehrt, weil sie die Bauern und die ograrpolitische Vernunft preis- gegeben hat. Kann die Demokratische Partei die Versiche- rüng des„Demokratischen Zeitungsdienstes", sie habe die „Subventionspolitik zugunsten der ostelbischen Großbetriebe abgelehnt", so demonstrativ wieder verleugnen? Hier ist der Inhalt des Osthilfegesetzes: Das Rahmenoesetz ficht vor, voß di« sechs Cinzeloesetze gleich- zeitig miteinander in Kraft treten. Es ist ein Crmächtigungs- gesetz für die Regierung, die zur Dnrchsiihrung des Programms er- forderlichen Veslimmungcn zu erlaisen. Gleichzeitig wird die Reichs- rezierung ermächtigt, mit der Ausführung der erforderlichen Maßnahmen ganz oder teilweise einen R c i ch s k o m m> s s a r zu be- auftragen. Der für Ostpeußen bccits bestellte Reichs- und Staats- kommiffar Rönneburg soll verschwinden, da mit dem Erlaß des Osthillegesetzes das vorjährige Maigesetz über die wirt- schaftlitfre Hilfe für Ostpreußen ausgehoben wird. Die ersten drei(Besehe sind für die Absicht d«r Subventio- N l e r u n g der Junker charakteristisch. Das Reich soll Bürgschafken bi» zum Betröge von 200 Millionen Mar? über. nehmen für die Aufnahme neuer landwirtschasklicher llmschul- dungskredite sür den Osten. flm die Beschaffung neuer Umschuldungskredite zu erleichtern, sollen Anleihen mit Prämien aufgenommen werden, wobei di« Prä- mienzohlung auf die R« i ch s k a s se übernommen wird. Ebensolls zu Lasten der Reichskasse soll dafür gesorgt werden, daß die Kredit- nehmer nicht wehr als 7 Prozent für diese Umschuldungs- kredite zu zahlen haben.— Es ist bekannt, daß von den seit 1928 in Ostpreußen investierten 70 Millionen Mark Umschuldungskreditcn, weil in der Regel gerade nicht mehr zu rettende Betriebe mit solchen Krediten versehen wurden, fast die Hälsteheut« schon wieder verloren ist. Di« vom Reich zu übernehmende Ga- ranti« wird also ganz zweifellos zu schweren Zubußen des Steuerzahlers führen. Dieses erste Gesetz zur„Erleichterung der Beleihung landwirt- scheftlicher Grundstücke" sieht aber noch Bürgschaften sür wettere 200 Millionen Mark vor — als Feigenblatt für die junkerlichen Umschuldungskredite die zur Umwandlung der den Siedlern gewährten Zwischenkre- dite in langfristige Hypotheken dienen sollen. Hier soll-r— wie er- um auf Reichs kosten— die jährlichen Leistungen der Schuldner auf 5 und sogar eventuell auf 4% Prozent gesenkt werden. Das zweite Gesetz über Kostensenkungen' er- »nächtigt die Regierung, die von der östlichen standwirlschost bezahlten Realsteuern und Beitrag? zu den landwtrtschastlichen Lerufegenossenschaftea(!) bis zur Hälfte auf Kcichskostev zu übernehmen. ferner soll nach dem Gesetz das Reich einen Teil— wieviel, wird nicht gesagt— aller Frachtkosten übernehmen, die in den östlich. n Provinzen entstehen. Einkommensteuer zahlt die östliche Landwirt- schaft erfahrungsgemäß überhaupt nicht. Eine ganze Hälfte samt- licher übrigen Steuern soll vom Reich, d. h. vom Steuerzahler in Deutschland jetzt noch dazu übernommen werden. Das drille und zweifellos politisch wichtig st e Gesetz ist dos Gesetz zur„B e f e st i g u n g l a n d w i r t s ch a f t- licher Betriebe", ein bis zum letzten Rest hüllenloses Sud- ventionsgesetz für die Junker. Zu Form von verlorenen Zuschüssen sollen landwirtschaftlichen Betrieben Reichsmittel bis zu einem Zehntel des Grundstück- wertes erhallen Oertliche Ausschüsse sollen über die Verteilung dieser Staatsgeschenke entscheiden.- Es ist nur eine Täuschung der Oeffentlichkeit, wenn es heißt, daß nur solche Betriebe, die nach Lage der Verhäl.niss« erhalten werden können und bei denen die Person des Betriebsrnhabers dafür eine Gewähr bietet, auf diese Weise durch Reichszuschüss« befestigt werden sollen. Denn wenn„örtliche Ausschüsse" über die Auswahl der betreffenden Betriebe und über di« Verteilung der Rcichsgslder zu bestimmen haben, dann steht aus allen Erfahrungen der Per- gongenheit' fest, daß die in solchen Ausschüssen en scheidenden Land- bundkreise' in Ler.'Regel nicht s a n i« r'u irg s f ä h i g e G r o ß- betriebe auswählen und daß alle die auf diesem Weg« gewähr- ten Zuschüsse wirklich verloren sein werden. Dieses Besitz- erhaltungsgesetz ist ein Subventionsgesetz schlechthin nur zur Erhaltung der Junker auf ihren Gütern, gleichviel wie die Junker mit diesen Gütern wirtschaften. Das vierte und fünfte Gesetz geben der Reichsregie. rung die Ermächtigung, für den Ausbau des Straßen- und Wasser st raßennetzes Mittel im Reichsrat bereitzustellen oder durch Anleihe zu beschossen, sowie zur Herstellung von Eisen- bahnen in den östlichen Provinzen ein Baukapital bis zum Betrage von 130 Millionen Mark der Reichsbahn als Darlehen zur Verfügung zu stellen oder als verlorenen Zuschuß zu den Grund- «rw.'rbskosten zu übergeben. Das sechste Gesetz endlich soll das Finanzierung s- gesetz sein für das gesamte Programm. Dieses Programm kostet wirklich jene Milliarde, die Schiele für den Osten gefordert hat. denn dieses Programm gilt nicht etwa nur für Ostpreußen, es gilt mit seinen riesenhaften Ansordenmgen für sämtliche sechs Ost- Provinzen. Die harmlos aussehenden Garantien und Bürg- s ch a f t« n des Reiches, allein 400 Millionen, werden mit Sicherheit zu ganz erheblichen Beträgen in Anspruch ge- n o m m e n, sie werden nicht aus dem Papier stehen. Aber auch dieses Finanzierungsgesetz überläßt wieder fast alles der E r m ä ch» t i g u n g der Reichsregierimg. Hingewiesen wird nur auf zwei lächerlich geringe und zugleich sehr zweifelhafte Quellen: aus die veräußerungsmöglichkeit des reichseigenen Grund- besihes im ehemals besetzten Gebiet und aus die restlichen 30 Millionen des Reservefonds der Bank für Industrie- obligatio««». Wieviel hofft der Herr Kanzler Brüning, der ein Ostprogramm ohne Mehrbelastung der Steuerzahler versprochen hat, aus den unverkäuflichen Kasernen, überzähligen Schulen, über- nommenen Exerzierplätzen und kaum anbringboren, überzähligen Wohnungen im Westen zu erzielen? Wann und an wen soll dieser Reichtum versilbert werden, wer soll ihn beleihen? Was wird aus dein We st Programm, für den das Westvermögen des Reiches bestimmt war? Woher man weitere 50 Millionen nehmen will, scheint heut« schon gewiß zu sein: im Rcichsetat für 1930 steht die letzt« Rat« von 50 Millionen von jenen 250, die 1926 für die landwirtschaftliche Siedlung bewilligt wurden. Diese 50 Siedlungsmittionen sollen im Etat gestrichen und den Osksuboentionen sür die Vestherhalkung der Junker geopfert werden' »'--J/: Finanzpolitisch ist dieser sechste Gesetzentwurf ein Tollhausstück und «ine staotspölitische Unwürdigkeit. Aber was bedeutet die Aktion agrarpolitisch? Dieses„O st H i l f e g e f e tz" wird/ die Agrarkrise im Osten nicht lösen. So ungeheuerlich die dem Steuerzahler zugemuteten Opfer sind, die Opfer werden. wenn das Monstrum Gesetz werden sollte, umsonst gebracht sein: denn es wird nur eine zeitliche Verschiebung. nicht aber entfernt eine Lösung der östlichen Agrarkrise da- durch möglich sein. Ein höchst kostspieliges und zugleich höchst korruptives Experiment, ein hochreattionäres und offenbar gegen jeden agrar- und staatspolitischen Fortschritt im Osten gerichtetes Unternehmen— das ist dieses Osthilfe- gesetz der Brüning-Regierung. Von vernünftiger und dauernder Hilfe für die echten Volkswirtschaft- l i ch e n N ö t e des Ostens ist in diesem Gesetz keine Spur. Die Junker werden sich freilich freuen, denn sie werden sich auf weitere Jahre aller Sorgen entschlagen können. Auf der anderen Seite werden sich allerdings noch die Polen freuen, denn wenn man init einem solchen Ostgesetz, das zu allem anderen auch noch die Siedlung zerschlägt, glaubt Nationalpolitik treiben zu können, so wird der Fort- schritt der polnischen Siedlung sehr bald und sehr deutlich das Gegenteil beweisen. Oeuischnationale Spaltung. 31 Abgeordnete wollen unter Westarps Führung austreten. Die Mehrheit de rdeutschnationalenReichstags- fraktion wird sich am Donnerstagabend unter dem Vorsig des Grafen Westarp in einer Sondersitzung mit der Eni- schließung de» deutschnationalen Parteivorstandes beschäftigen. In der Einladung, die Graf Westarp zu dieser Sitzung hat ergehen lassen, nennt er die Entschließung des deutschnationalen Partei- Vorstandes unter anderem einen„unzulässigen Eingriff in die Freiheit" der deutschnationalen Reichstags- f ra k t i o n. Ein Teil der deutschnationalen Fraktionsmehrhcit hat sich bereits am vergangenen Freitag nach der Sitzung des deutsch- nationalen Parteivorstandes mit der Frage befaßt welche Schlußfolgerungen aus der. Entschließung dieses Partei- Vorstandes zu ziehep sind. Es herrfchle immung darüber, daß der Bruch mit dem hugenberg Zügel der Dzuischnalionalea Parle! unvermeidbar sei und deshalb sofort erfolgen müsse. An eine Verstöndigting sei unter den gegebenen Umständen nicht mehr zu denken. Meinungsverschiedenheiten bestanden darüber, wie der Bruch vollzogen werden soll und ob die Fraktionzmehrijeit künftig als selbständige Fraktion unter neuem Namen auftreten oder schon jetzt ein« Berständigung mit der oolkskonservativen Gruppe'inn Treviränus suchen soll. Voraussichtlich wird der Wcstarp-Flügel v o r l-ä u f i g selbständig austreten und erst später eine Annäherung an die volkskonseroativen Element« anstreben. Eine aiÄ>ere Taktik hält man im Lager der deutschnationalen Fraktionsmehrheit zur Zeit für unmöglich, nachdem die deutschnationale Fraktionsmechrheit erst in den letzten Tagen wieder erNärt hat, daß sie gegen die R f- gierung Brüning in Opposition stehe, wahrend die oolkskonservative Gruppe des Reichstags in der Regierung ver- treten ist und sie unterstützt. W i e die deutschnationale Fraktionsmehrheit schließlich im ein« zelnen vorgehen wird, soll am Donnerstagabend entschieden werden. Dagegen wird die Frage, ob der Bruch mit hugenberg schon seht erfolgen soll, in maßgebeuden deutschnokionalen Kreisen in dcm Sinue als eukschieden bekrachtet, daß 31 deutschnalionale Abgeordnete die deutschnationale ReichstagssrakNon am l. Mal unter Protest verlassen. Die deutschnational«„Deutsch« Tageszeitung' ver« össentlicht eine Zuschrift über die voraussichtlich« Hattung der deutschnationalen Fraktionsmehcheii. In dieler Zuschrift", die eine « ff« ne Kampfansage s>es«n Hugtn�erg vnd s«!»«» Parttivakstand l?«deutet, heißt es: „Wir glauben richtig orientiert zu fein, daß die Frak- t!onsinehrh«it sich dein Beschluß des Partei« Vorstandes nicht-fiügen wird. Insbesondere sind es zwei Pun'te, xegen di« eine stl)orfe, chewußt« und von angesehen- st e n Wxeordncten gefthrte Opposition besteht. Der eine ist der, daß man den aus allen Teilen i*s Landes für einen Tag nach Berlin bestelttcn Partei vor stand weder für z ust ä n d i g noch für geeignet hält, der Mehrheit der Rcichstogsfraktion rsegen einer aus ernstestem Berairtworwngsbewußisein erwachsenen Strmmalvjtide fein„Bedauern" auszusprechen. Man sieht in dieser öfentlichen Re'tifitation, die auch durch den Hinweis auf Sorge um die Londwiurtschaft nichts an Schärft verliert, eine Öffentliche Provokation de r F ra k ti o n s m eh r- h e! t sowie der Landwirtschust und ihrer berufenen Organe. Di» andere, noch wichtigere Beansbarttmng richtet sich gegen den Schluß- satz der Entschließung, der in geschickter Berbräiming dem Partei. und dem eben doch von dem Dertraucn der Fraktionsniehrheit abhängigen Fraktionsoorsitzenden ein Entscheidungsrecht gegen die Fraktionsniehrheit einräunit. Der zweite Punkt geipinnt an ' Schärfe, wenn es richtig ist, daß die Entschließung im Entwurf t noch soleenden letzten Satz enthielt: „Eine Zuwiderhandlung gegen diese Richtlinien würde nach Lage der Dinge das Ansehen der Partei sehr schädigen",— dos heißt, gemäß§ 17 der Satzung den Ausschluß zur Folg« habcnk Der Satz sei, so wird es glaubwürdig gesagt, auf Anregung Dr. chugenliergs gestrichen, nachdem er mit Zustimmung einer großen Mehrheit des Parteivorstandes festgestellt hatte, daß er „Selbstverständliches" enthalte und neu,„Seibswerständlichrs" nicht besonders aussprechen solle. Die deutschnationale Reichstazsfrakrivn Hot zuviel selbständige Persönlichkeiten, und d!« Dinge sind viel zu weit vorgeschritten, ol» daß man mit einer Duldung derartiger Provokationen zu rechnen waren. ? Dazu sind euch die Kräfte zu stark, die hinter der Fraktionsmchr- ii hcit stehen. Ter Parteivorstand ist In seiner großen Mehrheit bei Dr. Hugenbergs Wahl auf Drimd der auf seinen Borschlag vn- geprüft angeummnenin Liste völlig«inseitig zusammen» �<>esctzt. Zwischen ihm und der Wählerschaft klafft ein Elbgrund. Wir haben das feste Vertrauen zur Reichstagssrnktion. daß sie sich i ic« der ihr« schwer bedrohten verfassungsmäßigen Rechte noch das t Gesetz ihres oevantwortungsbewrißten politischen Handelns aus '' der Hand nehmen läßt." Eine Abtrennung von ZI Abgeordneten würde dem Hugenberg. Flügel stärker zurücklassen, als er bei den letzten AbstirMmmgen im Reichstag mar. Der drohende Etat. Die Borgäi'g« bei den Deutjchnationaken veranlassen die „Politisch« Wochenschrist", die Herrn Sambach untersteht, zu folgenden lSetrachtirnxen: „Träte>«tzt eine Atempause ein. bliebe der Reichstag noch ein paar Monat« in den Ferien, dann könnte man wenig st«ns versuchen, eine schleimig« D« r f ö h n u» g s a tm o- sph ä re z u schaffen. Ab«r auch das ist nickst möglich. In wenigen Tagen deginnen im Reichstag die Etatoer. Handlungen, und die deutschnationale Neichstagsfraktion wird, wenn sie sich picht grundsätzlich positiv zum Etat entschließt, I«de n Tag, bei jeder Abst im tstung i n dit gleichen Lage s«in wie a m l 4. April, als in dritter Lesung über die Agrar- und Finanzgesetz« abgestimmt wurde. Werden sich die 20 Hilgenberg-Abgeordneten bei allen Abstimmunzen immer wieder von der Mehrheit der Fraktion treuen? Werden sie sich der Mehr- heit fügen? Oder wird Hugenberg die Konsequenz ziehen und demissionieren? Niemand glaubt daran." Die„Politische Wochenschrift" überschreibt diese Zellen: Der drohende Etat. Cr droht jedoch nicht nur den Derstsch- nationalen, sondern auch der Regierung Brüning. Auch sie wird — wie die Deutschnationalen— jeden Tag, bei jeder Abstimmung in der gleichen Lage fem wie am 14. April!' Hakenkreuz-Hochverrat. Derhastungen in Wiesbaden. Wie-öbade». 28. April.(Vis«ubertiht.) Auf Veranlassung des Qberreichsanwalts find hier mehrere Vorstandsmitglieder der National» sozialistischen Partei verhaftet worden. Die in Hast genommenen Personen stehen i« verdacht des versuchten Hochverrats. Razilümmel als Versammlungssprenger. Ulm. 28. April.(Eigenbericht.) In Blaubcureii bei Ulm kam es zum Schluß einer sozialldenw- kratischen Versammlung zu Auseinandersetzungen zwi- schen Hakenkreuzlern und den als Saalschntz aufgebotenen Anhängern des Reichsbanners. Als der württembergische Landtagsabgcordnete Ulrich mit seinein Schlußwort begann, sprang plötzlich ein blutjunger Hakenkreuzler mcs und rief:„Natw- nalsozialisten heraus"? Im gleichen Augenblick flog«in Bierkrug gegen U l ri ch. Das war das Signal zu einer Schlägerei, in deren Verlaus etwa 40 bis 00 Bievkriige und zahlreiche Stühle zer- trümmert wurden. DI« Reichsbannerlevte tonnten die Hatenkreuztec schließlich aus dem Saale herausdrängen. Auf der Straße wurden die Rawdys von der Polizei in Empfang genommen und zum Teil verhaftet. 10 Nationalsozialisten und einige Reichsbannerleute er- liiten leichte Verletzungen. Gicherheiiskomitee zusammengeireien. Llnier Llndens Vorsitz.— Kein russischer Beobachter mehr. Genf, 28. April.(Eigenbericht.) Am Moiüog nahm das Sicherheitskomi tee des Aöl- ketbundcs unter bem Vorsitz des früheren schwedischen sozial- demokratischen Außenministers Unden nach längerer Pause seine Arbeiten wieber auf. Rußland, daß sich bei den früheren Beratungen des Ausschusses durch»Inen Beobachter vertreten ließ, hat zu der jetzigen Tagung r«in»n Bertreter entsandt: warum ist unbekannt. Auch die rmnänijche Regierung verblelel Slraßenaufzüge am l. Mai, den Komimimsten aber auch Versammlungen, Ausflüge und Volksfeste. Zw Belgrader üroalenprozeß beschuldigte der Angeklagte Ho d- j i j a sich und die Mitangeklagten im Smnc Oer Anklage. ©k Krise öer Demokraien. Rebellion in den Organisationen.— Ausiriti aus der Regierung gefordert. Diö Demokratische Partei ist mitten in der Krise. Der Austritt T a n tz e n s zeigt, wie weit die Unzufriedenheit mit dem politischen Kurs der demokratischen Rcichstagsfraktion greift. Die„F r a n t f u r t« r Z e i t u n g" stellt bei der Be- sprechung der Fusionspläne fest, daß die demokratische Reichs- tagsfraktion, die mit den Fusionsplänen sympathisiere, auf die Meinung der demokratischen Parteiorganisationen offenbar weniger Gewicht lege. Die Parteiorganisationen beginnen sich jedoch zu rühren. Im„Berliner Tageblatt" schreibt der demokratische LZand- tegsabgeordnete Günther Grzimek: »Was reicht geht, ist das, daß man die Führung«irwr de- mokrotifchen Wählerschaft behält, um sie im entscheidenden Moment— ohne das je vorher zugezebei� ohne es erörtert zu hoben— zu einem liberal-konservativen Misch- masch mit einem starkö» Einschlag zu einem«vongelischeu Zen» irum zu führen, wo die meisten Demokmwn n i cht hin- wollen, sich nickst«»ohlfühlen können." „Es gibt nur ein einziges Nüttel,«ine solch« Situation zu entwirren: die höchste P arte i i n sta nz.«in außerordentlicher Parteitag, muß die erwünschte Klar- st« l lang bringen! Die Summe der demcckra tischen organisierten Wähler entscheidet damit, wie sie die weitere Führung der Polirik sich denkt. Nach der Satzung der Deutschen Demokratisch«!» Partei haben drei Wah l k r e-isve rb ä nde bereits das Reckst, einen solchen außerordentlichen Parteitag zu fordern. Der Wahlkreis Berlin tritt am Freitag zusammen. Möge er den Anfang machen! Hier erwächst den Organisationen und den in ihr arbeitenden Mit- gliedern der Partei das Recht, aber auch die Pflicht, ihren politischen Willen zu zeigen«nd klar zum Ausdruck zu bringen, ob sie einen solchen Kurs mitzumachen wünschen oder nicht. Wir wollen den Parleitag mit der Parole: Zluztriit aus der Reichs regierung!" Dieselbe Forderung wird von den Demokraten in West- falen vertreten. Der Sozialausschuß der Demotratischen Partei für Westfalen faßte am Sonntag«ine Entschließung, in der es heißt: „Durch die Entwicklung der ReichspoUtck in den Osterferien bestehe für die Dcmckraien kein« Möglichkeit mehr, weiter die Verantwortung für die Reichspolitik z« übernehmen. Es wird deshalb die sofortige Einbenchmg de» Reichs-Parteiausschusses verlangt." Wieweit das Drängen der Organisationen die demokra- tische Reichstagsfraktion beeinflussen wird, bleibt abzuwarten -— auf jeden Fall bröckelt dag Fundament der Regierung auch auf dieser Seite ab! Der Ruf nach der Bürgerpartei. Herr Hellpach, einer der demakralischen Osfiziere ohne Sol- daten, der vor kurzem aus der Demokratische» Partei ausgetreten ist, drälrgt auf den Abschluß des liberal-konservativen Mischmofchs, er fordert Scholz und Koch auf, endlich zu handeln, rmd erklärt sich großmistig bereit, bis Pfingsten zu warten. Begründung seines Drängens: es müsse«ine G« g ens pi« l« rin gegen die Sozialdemokratie geschassen werden. Furcht vor der Sozialdemokratie bezeichnet auch die rechts- stehende Zeitschrift„Der Deutschen Spiegel" als Motiv des Scünmlu ngsgefchr« i« s: „Wenn man demgegenüber die anscheinend ganz fest« und homogene Masse der Sozialdemokratie ansieht, aus die auch heute immer noch gewiss« bürgerliche Po- litiker wie das Kaninchen auf die Riesenschlange starren', dann kann man wohl verstehen, daß die Wahl- Manager der einzelnen Parteien nur mit gemischten Gefühlen sich mit dem Gedanken einer Reichstagsauslösung beschäftigen." Der„J u n g d eü t s ch t" erklärt, daß weder der jungdeutsche Orten noch die Volksnationale Reichsoereinigung an dem geplanten lSieral-konservativen Mischmasch teilnehmen werden, er höhnt über den geplanteil„Bürgerblock, der durch eine g e m ein- same Kasse gebildet wird": „Di« großen Finanz grnvpen haben ihre Brief» tofche ckus den Tisch gelegt, zeigen auf die großen Schecks, die darin sind, und sagen den bürgerlichen Parteien:„Das könnt ihr haben, wen ihr euch zusammentut." Im vertrauten Kreise nennt man das die Rationali- sierung der Wahllos(«n. Nach außen ober nennt man das die Erneuerung des deutschen Parteiwcsens." Die„Frankfurter Zeitung" fürchtet, daß ein Gebilde aus Demakroten, Vottspartei- und Treoiranus-Leuten ausgesprochen svzialreaktionären Charakter tragen werde: „Grundsätzlich wäre nichts dagegen zu sagen, wenn sich die Elemente, die seit Jahren auseinander st reden, die ihre Kräfl« zuweilen mehr im Kamps« gegeneinander als im Kampfe miteinander erschöpften, klar und reinlich ich«!- den. Darin könnte ein werwoller Beitrag zur Rationaiisicruiig des deutschen Parteinrestns liegen. Aber gerade dann wird es für diejenigen, die politisch und sozial einen fortschrittlichen Kurs verlangen, eben auf Scheidung herauskommen. Wird sich die neue Mittelpartei ohne jede Einschränkung auf den Boten der Weimarer Verfassung stellen? Sie kann vernünftigerweise ihre Da- seinsberechtigung überhaupt mir auf die Fuicktion als bürger- liche Verfassungspartei gründen. Wird sie die Gemeinschast im Reichsbanner, die Gemeinschaft der reoubiikanisihen Parteien in Preußen ausrecht«rhälien? Oder iveboen die starker zum Ausdruck kommenden wirtschaftlichen Sonderiiüeressen bald eine Kluft gegenüber der sozialdemokratischen Ar- beiterschast aufreißen? Die Neigung, sich scharf ob- zugrenzen, statt Bindeglied und Vermittler zwischen den Lagern rechts und links zu sein, kann w dieser neuen Gruppe ihrer ganzen Zusannnenietzung nach so groß sein, daß die Gefahr der Herausbildung einer schroffen bürger- lichen Klassenfront näher gerückt ist." Di« Krise der Großen Koalition hat die inner« Krise der bürger. lichen Mitte akut werdon lasten. Alles schwankt— und ans diesem schwankenden Grunde spielt die Regierung Brüning starker Mann! r.: Nationale Würde? Oer Pressekampf um einen Posten in Genf. Das Kesseitrerben gegen die Berufung Dr. Wert- heimers nach Genf nimmt Munter seinen Fortgang. Jetzt sind es die oolksparteilichen„Berliner Stimmen", di« sich beschwörend an den Bölterbund wenden, er möge doch um alles in der Welt nicht«inen deutschen Sozialdemo- traten nach Genf holen. Wörtlich schließt diese Beschwö- rung mit folgender Formel: Wir hoffen, daß in dieser Angelegenheit noch nicht da» letzte Wort gesprochen ist, und daß der Generalsekretär des Völkerbundes noch einmal die Kandidatenliste überprüfen und zur Einsicht kommen wird, daß es u m ö g l i ch ist, im gegen- wärtigen Zeitpunkt ausgerechnet einen Vertreter der in schärsster Opposition zur Regierung stehenden sozialdemokratischen Partei gegenüber mindestens ebenso qualifizierten Iourna- listen aus d«m Regierungslager zu bevorzugen. Die„Berliner Stimmen" haben sich das Verdienst er- worden, endlich einmal offen auszusprechen, worum es eigentlich geht. Es geht um die„I o u r n a l i st e n aus d e in R e g i e r u n g s l a g e r" die zwar nicht ebenso qualifiziert sind wie Wertheimer, die aber das, was ihnen an Fähigkeiten abgeht, durch bester« Gesinnung— im Sinne der neuesten Aera— zu ersetzen bereit sind. Wir können über diese Angelegenheit um so offener sprechen, als wir an der Berufung Wertheimers nach Genf nur negativ interessiert sind. Wir haben dabei nichts zu gewinnen und nur einen ausgezeichneten Mitarbeiter zu verlieren, dessen Abgang wir sehr bedauern werden. Es geht aber in diesem Fall längst nicht mehr um das Interesse einer Zeitung oder einer Partei, sondern um eine Frage der journalistischen Standesehr« und der nationalen Würde. Um„Journalisten aus dem Re- gierungslager" in die vorderste Front zu bringen, versucht man, einen unbequemen Vordermann wegzubeißen. Im Eifer des Wettrennens um einen Posten vergißt man nicht nur alle Regeln des knir pl-rr, sondern auch jegliche nationale Würde. Man denkt nickt daran, welchen Eindruck es auf die Engländer und die Franzosen in Genf machen muß, wenn sich Deutsche in derartiger Weise öffent- lich um einen Posten beim Völkerbund herumschlagen. „Journalisten aus dem Regierungslager" verlangen daß die Restierung Schritte in Genf unternimmt, um die Berufung eines Sozialdemokraten zu oerhindern. Würde die Regierung diesem Verlangen nachgeben, so märe das nach der ganzen bisherigen Entwicklung dieser Angelegen- heit nicht nur eine an die Sozialdemokratie gerichtete Her- ausforderung, sondern auch ein internationaler Skandal._ Fricks polizeidirekior. Staotsanvaltschastsrot Floel gilt als zvverlAssig. Weimar, 28.'April. Die bis spätestens 1. Juli geplante Verstaatlichung der koin- raunalen Polizei in verschiedenen thüringischen Städten soll auf Gnind de» bekannten Ermächtigungsgeietzcs vor allem tn Ger«, Weimar, I«na. G a th a. H Ikdbnr ghavs« n rrnd Zetta- Mehlis durchgeführt wertem Als Polizeidirektor für Gero ist. wie jetzt offiziell zugegeben wird, von dem nationalsozialistischen Innenminister Lr.Frick der aus dem Frieders-Prozeß hinreichend bekannte, früher in Weimar tätige, dann nach Greiz und zuletzt an das Geraer Land- gericht versetzte Staatsanwaltschaftsrat Floel in Aussicht genommen., Vor Landiagswahlen in Sachsen. Große Koalition endgültig gescheitert. Dresden. 28. April.(Eigmbeifcht.) Di« Landesinstanzen der Sozia ldematrati- schen Partei in Sachsen haben in Gemeinschaft mit der Lanbtagsfraktton beschlossen, Koalitionsverhand- lungen mit der W i r t s ch a f t s p art«i nicht einzu» gehen. Ebenso wurde der demokratische Borschlag an die Sozialdemokratie, eine bürgerlich« Minderheitsregierung zu dulden, abgelehnt. Schließlich wurde noch beschlossen, im Landtag«inen An- trag auf dessen Auslösung ei nzrch ringen. Da die Derhandlungen zur Bildung der großen Koalition noch den letzten Besprechungen vom Montag als endgültig gescheitert zu betrachten sind, wird der Auflösungsantrag schon in den nächsten Tagen zur Erörterung stehen. Er dürste an- genommen werden, wenn di« Kommunisten und Nationaisozia- listen bei ihrer bisherigen Haltung bleiben und für die Auslösung stimmen. Günstige Jahresbilanz des Saargebieis Weniger Arbeitslofe, Steuerermäßigungen. Genf, 28. April.(Eigenbericht.) In dem vom Bölkcrbundssekrctarlat am Montag veröffent, lichten Bericht der R e g i e r u n g s k o m m i s s i o.n d«» Saargebietes jür das erste.Vierteljahr lSZO wird hervor- gehoben, daß die Zahl der Arbeitslosen beträchtlich zurück- gegangen ist. und«ine für die kleineren und mittleren Steuer- zahler nanchoste Herabsetzung der Steuern durchgeführt werten konnte. Das Budget sür 1930 weist 514800 000 französische Franken an EinnalMen und 513 200 000 sranzösische Franken an Ausgaben aus. Die verfügbaren Geldiiiittel der Regierungstom- mission im Betrage von rund 132 Millionen französischen Franken sind, wie in dem Bericht' ausdrücklich hervorgehoben wird, zurzeit ausschließlich bei Banken und Sparkossen des Saargebietcs untergebracht. Maffenaudrang zur 2*33. 6000 Bewerbungen für 50 Beamtenstetten. Basel, 28. April.(Eigenbericht.) Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich hat in den letzten Tagen nicht weniger als K 0 0 0 Bewerbungen van Bankbeamten aus allen Läutern der Welt erhalten, obwohl die Bank nur 50 Beamte nfiellcn zu vergeben hat. Di« Stellen sind bereits besetzt, Erbaut in höchster Angst und Not- aus lauter Furcht vorm Helöentob. Indien in Bewegung. 5V Tote in Peschawar.— Demonstrationen und Verhastungeu. Hakenkreuz und-t. Mai. Sie wollen auch demonstrieren; INünckKM. 28. April.(Eigenbericht) Der innere Zwiespalt in der Eitler- Partei hat seinen Nährboden in dem Richtungsstreit München-Berlin. Während die offizielle Parteileitung infolge ihrer direkten Abhängigkeit von schwsrindustriellen Geldgebern dem zweiten Be- stoirdteil ihres Porteinomens lediglich formal« Bedeutung beimißt, bewegt sich die Berliner Richtung der Strasser, Goebbels und S t ö h r revolutionär und wortsozialistisch. Der neueste Beweis für die bestehenden Gegensätze such zwei Rundschreiben über das Verholten der eingeschriebenen ftalentreuzler am 1. Mai, dos eine von der Parteileitung„An alle Funktionäre" und das zweite von Goebbels als Gauleiter von Groß-Berlin- Brandenburg. Von München aus wird besohlen, daß„alle Parteimitglieder den W o h'n sinn des l. Mai als einen jüdifch-marxistischen Schwindet völlig ignorieren". Goebbels dagegen fordert in feinem Rundschreiben auf. t«ß sich „alle Rotionalsoziaiisten soweit wie möglich an den sozialistischen Demonstrationen des l. Mai beteiligen, wobei mit allen Mittein versucht werden muh, für dos dritte Reich zu werben. Di« Parole lautet nicht, Nationalsozialisten am 1. Mai fort von den Gassen, sondern hinein in die Massen." Dieser Richtungsstreit war das fjouptthema der am 26. und 27. April in München abgeljaltenen sogenannten Führcrtagung der National soziali st en. Im äußeren Straßenbild Mün- chens siel die Anwesenheit Hitlerischer Würdenträger aus dem ganzen Reich dadurch auf. daß man da und dort hochelegante Autos paradieren sah, deren luxuriöse Lederpoisterung von bunt kostü- mierten und ordenbehangenen Gestalten beschwert war. Heber den Verlaus der Tagung beschränkt sich das Hitler-Organ aus dunkle Andeutungen aus einer zweistündigen Rede Hitlers, in der die Ziel- licht'.mg der Nationalsozialistische» Partei folgendermaßen definiert wird:„Der Nattonalsozialikmus sei nicht etwa eine sozialistische Idee mit nationalem Vorzeichen, sondern bedeute Auf- richtung einer deutschen Herrenmoral, die weder proletarisch noch b ü r'g e r l i ch i st. Diese Mission sei so kühn und einzig- artig, daß die innere Einheit der Partei unbedingt aufrechterhalten werden müsse und jeder politische oder taktisch« Richtungsstreit eine Sinnlosigkeit wäre". Mit dieser Definition gab sich auch der an- wesende Strasser zusricden, da sie ihm uivd seinen engeren Freunden die völlig« Freiheit läßt, auch künftighin mi! rcvolutio- nären Phrasen den Sozialismus der dummen Kerle zu predigen. Streit um die Maitaktif in der KPD. In der Berliner Zenlral« der KPD. ringen wegen der dies- jährigen Maitaktik zwei Strömungen. Die ein«, verkörpert von Remmele-Flieg. wendet sich gegen prooolatorische Rowdymethoden und Ueberfäll« auf die Polizei, weil sie in der gegenwärtigen Situation von der Arbeiterfchast nicht verstanden mürben und di« KPD. noch mehr isolieren müßten. Die andere Strömung hingegen propagiert„spontane Zusammen st äße" und„Hebung des Kampies um di- Maße auf eine höhere Stufe". Hinter dieser putschisrischen Linie stehen Thälmann und sein Leowscher Anhang, die ihren Fraktionsoerbündeten in der V«rtz- gruppe Konzessionen machen aus Angst, bei dem im Mai in Moskau vor sich gehenden Scherbengericht mit einer schwachen Position anzutreten........_... pariser Kampfmaßnahmen zum �.Mai Slvekweisvngsdrohung gegen Slueüänder. Paris. 28. April. Pom Innenministerium find im Einvernehmen mit der Polizei- präfektur folgende Maßnahmen für den 1. Mai getroffen »norden: Jeder Ilmzug aus offener Straße ist ver. bot«»: jede Kundgebung, jeder Sabotageakt, jede Arbeits- b«Hinderung und jede Gewalttätigkeit werden mit der größte« Strenge unterdrückt werden. Personen, die lstergegen verstoßen, werden sofort der Staatsanwalt» schaft übergeben. Au s l ä nd« r. die an irgcninüner Kundgebung terlnchcnen. sollen unverzüglich ausgewiesen werden. Di« üblichen Polizeikräft« werden verstärkt durch die rcpu- küikonijche Garde von Paris und durch die republikanisch« Garde aus der Provinz. Außerdem wird di« Garnison von Paris o«rstärkt durch Einheiten aus der Provinz, di« der Polizei» präfektur zur Verfügung Mcn. Heimwehr gegen Maifeier. Ein parteiisches Umzugsverbot. Wien. ZS. April.(Eigenbericht.) Die morgig«.Arbeiter-Zeiiung". das Zeniralorg«, der Sozial. demokralie veukfchösterrslchs. schreibt: Seil 40 Jahren feiert die Arbeiterfchast Oesterreichs den 4. Mal durch Arbeitsruhe und ässent- liche Umzüge. Zum ersten Male feit 40 Jahren ist es geschehen, daß ein solcher Umzug verboten wurde: der nieder- österreichische Landes houpdiunm Dr. Buresch, der an jedem Sonntag aus Heimwehrversammlungen Reden hält, hol die Maiseier in dem kleinen Ort holladrunn mit der „Begründung" verboten, daß die heim wehr dort für die gleich« Stunde eine Gegenkundgebung angemeldet hat. Dabei ist die sozialdemokratische Kundgebung 44 Tage vorher angemeldet worden! Diese» Derbot ist um so gehässiger, ol» gleichzeitig dieselbe nieber- österreichische Landesregierung das Verbot einer für den 4. Mai angekündigten heimwshrkundgcbung in der Industriestadt St. Pölten, das der dortige Bürgermeister unter Hinweis aus die große Arbeitslosigkeit und die daraus cntsteheude Erregung der Arbeiter- bevätkerung ertasten hatte, aufgehoben, gleichzeitig«ch«r ein« sür den Vorlag, den Z. Vlai, angekündigte Arbeiter lundgebung verboten hat. Dieses Beispiel zeigt, daß. während Schober bemüht ist, die französische und die englische Regierung von dem angeblich guten willen der österreichischen Reglern«»g in der Frag« der Inneren Befriedung zu überzeugen. In Wahrheit der Kurs der Regierung einseilig arbeiterseindtich ist. I» der Arbeiterschaft hat die Nachricht von diesen Vorgängen große Erregung hervorgerufen. Lieber 200 Personen erirunken. Indischer Nußdampfer im Zyklon untergegangen. Kalkutta. ZS. April. während eines Zyklons ist aus dem Fluß Zomnna in Ost- Bengalen d«n: Dampfer„Eondor" gesunken. Von Z 0 0 P a s s a- gieren, die sich an Bord bejanden, sind bisher nur 2 0 als »«eettet»eraetdet. London, 28. April.(Eigenbericht.) Der Schleier, der über den jüngsten Zwischensällen in Peschawar lastete, wurde heute abend in einer offiziellen Mit- teilung des Jndien-Ministermms teilweise gelüftet. In diesem Kommunique heißt es unter anderem:„Angesichts der Möglichtelt übertriebener und irreführender Gerüchte hält es di« Regierung von Indien für ratsam, mitzuteilen, daß das 74«. Hollea eines kiel aey Teik, der Truppe«, die bei den jüngsten Vorfällen in Peschawar eingesehl werden mußten, unbe- sriedigend war." Dos BatMou ist deshalb von Peschawar zurückgezogen worden. Es handelt sich hier um die Garhwalschüße«. ei« in seinem Mannschaftsbestand aus Hindus einer hohen Kaste rekrutiertes Regiment. Die Bedeutung dieser Meldung wird noch beul- licher, wenn man in Erwägung zieht, daß die Garhwolschützen seit dem Weltkrieg, wo sie sich an der Westfront und in Mesopotamien besondere Verdienste erworben haben, als eine der zuverlässig. st c n und besten englischen Truppen gegolten hat. Roch dieser amtlichen Meldung ist kein Zweifel mehr darüber möglich, daß die Gandhi- Bewegung bereit» auf die britisch. Moskaus Forderungen an Warschau. Wegen der Höllenmaschine. K o w n o. 28. April.(Itlunioa.) wie der TU. aus Moskau gemeldet wird, hat die russische Re- gierung im Zusammenhang mit der Auffindung der Höllen- Maschine In der russische» Gesandtschasl in Warschau folgende Forde rungea an Polen gerichtet: 4. Auflösung sämtlicher russische r. weißrussi- scher und ukrainischer Organisationen, die das Sowjetregiment bekämpfen. 2. Ausweisung verschiedener Führer der russischen lkmi- granien au» Polen. Z. Strenge Bestrafung der Bombenonschläger. 4. Einstellung der Hetze der polnischen Press« gegenüber Sowjetrußlond.... Die Folg?« des Aiientats. Warschau, 28. April.(Eigenbericht.) Di« Polizei hat im Zusammenhang mit dem Versuch eines Bombc»att«ntats auf die Sowjctgcsandtschast mehrere Ko m m u» nisten o e r h a s t e t. Bei einem Kommunisten wurde Rauch- pulocr von der gleichen Sorte entdeckt, wie es in der Bombe«nt- holten war. Die bereits am Sanntag unter dem Verdacht der Täterschaft verhafteten russischen Emigranten sind in- zwischen sreigelassen worden. Die Untersuchung der aufgefundenen Bombe soll ergeben haben. daß sie nur mit schwachem Rmichpnlner gefüllt war und die Explosion nicht dos ganze.Haus der Sowjctgesandtschaft vernichtet, sondern höchstens eine Zimmer wand beschädigt hätte. Man neigt Deshalb zu der Ansicht, daß es de» Täten, vielmehr auf Bortouschung eines Anschlages als auf ein Attentat selbst angekommen sei. Sprengstoff-Funde in Ostgalizien. Mildere Behandlung der Weißrussen. Warschau,?8. April.(Ost-Erpreß.) Die Untersuchung in Lemberg wegen der kürzlich entdeckten Spreng st ofslager nimmt immer weiteren Umfang an, doch werden die Ergctbnissc streng geheimgehalten. Die polnische Presse hauptet. man sei einer großen Verschwörung«ms die Spur ge- englischen Truppen übergegrissen hat und daß zu- mindest ein indischer Truppenteil trotz seiner englischen Ossiziere lieber gemeuiert hat. als sich von den Behörden gegen die eigenen Landsleute in ihrem Freiheitskampf einsehen zu lasten. Immer neue Zusammenstöße. ." Madras 28. Aprik. � .. Rqch. einer. Protestkundgebung gegen dl« Polizei kam»5 zu Zusammeirstößen mit der Polizei. Dabei würden zwo! P e r» sonen getötet und drei vorletzt. Schon am srühen Morgen vor der Versammlung ereigneten sich unliebsam« Zwischen« säll«."Zahlreiche Kulis trieben sich auf den Straßen uiicher. b«» lästi gten Europäer, di« im Auto vorüberfuhren, ynd h«- warfen sie in einigen Fällen mit Steinen. Nachdem sich die Polizei «ins Zeitlang lediglich daraus beschränkt hotte, di« Ordnung aufrecht« zuerhalten, wurde besohlen, die Ansammlungen zu zerstreuen. Hierbei kam«e zu einem Handgemenge, wobei einige Personen dem Vernehmen nach ernstlich verletzt wurden. In K a r a ch i zogen Gandhisten mit drei mit cnsläichischen Stoffen hoch beladen«» Kamelen durch die Straßen. Das Tuch wurde schließlich öffentlich verbrannt. In Peschawar endate ein« Versammlung ebenfalls mit der Verbrennung englischer Stbff«. komme». Di« Haussuchungen und Verhaftungen unier de« ukrai« Nischen Einwohnern Lembergs werden massenhaft vargenönj» mcn. Den Gerichtsbehörden sind zehn Personen übergeben worden, di« der Vorbereitung von Attentaten beschuldigt werden. Ein neue« Lager von Sprengstoffen ist soeben in einer Buchbinder» Werkstatt in Lemberg aufgedeckt worden.— Den Weißrussen gegenüber scheint die Regierung jetzt einen milderen Kurs ein» schlagen zu wollen. Der Staatspräsident wird angeblich demnächst mehrere Führer der nufgelösten kommunistisch orientierten weiß- rustischen„Hronmda" begnadigen, die vom Gericht, in Wilna zu drei bis sechs Jahren verurteilt worden find, darunter di« dr«i ehemaligen S«jmal>gcordn«t«n Taraschkewitsch, Miotla und Rak. Litauen klagt polen an. kowao. 28. April.(Lit. Tel.) Im Larrs« des April sind in der Näh« der Verwaltungp-Grenz« ltnie mehrere litauische Flößer von Po!«n beschossen worden. Di« Polen setzten sich, nachdem sie die litauischen Flöher pertrkl'«» hatten, in den Besitz der vorgerichteten Hölzer. Die. Einwohner an der Grenze sind von den Polen genötigt worden, läng« der Derwalkmgsgrenzlinie einen tief«» Graben au«zuh«den, der mit einem Drahtverhau versehen werden soll. Trotz des Abkommens über den lokalen Grcnzoerkehr macht Polen unzählige Schwierig» keilen, dt« der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung beträchtlich«» Schaden verursachen. Ltngarifcher Miliiärftandal. Hohe Offiziere verwickelt. Budapest, 28. April..(Eigenbericht.) Ende voriger Woche wurden in Budapest ein Oberstleutnant und ein Hauptmann verhastet. Si« werden beschuldigt, bei der Beschaffung von Materiol sür das Heeresminifterium Betrügereien in Höhe von einer Million Mark begangen zu haben. Es verlautet, daß sich die Angelegenheit zu ein«r großen Kvrruptionsaffäre zu entwickeln scheine. Der verhaftete Oberst. leutnont T a k a ch ist«in Günstling des Heeresministekv G ö m b ö» und stand unmittelbar vor einer Rangerhöhung. Außer den beiden verhafteten Offizieren sollen weitere hohe Militärs in die Affäre verwickelt fein. Die Verträge znr Regelung der Ostreparationen wurden am Montag nachmittag« Poris unterzoichwet. Stahlwerk Becker Nummer zwei. Wie die Llniernehmer die Krise betämpsen. der Eislcben. 28. April.(Cigenbericht.) M a n s f« l d A.° G. hat noch den Der- rzungs- und Stillegungs- und Belegschostsoertretern erklärt, doh m m e n zu dem nächsten zulässigen Mai des Lahres, kündige» und die Ein- c L och n k ü i unk 1 n h n äT k o r Die Deinvaltung Handlungen über die ciktion den Gemerkh sie das bisherige Loh Termin, d. h. zum 3l leiwng des Schlichtungsverfahrens bcämragcn Werde. Die Verwaltung versuchte eine Lohnkürzung im Wege einer fr eiwilligen, Vereinbarung, und zwar mit sofortiger Wirkung durchzuführen. Dos gelang ihr nicht. Die von ihr vorgeschlagene Lohnkürzung beule gt sich zwischen 12 und 18 Pro;. Die Verwaltung erklärt, nur mit einer Lohnkürzung weilgehende StUlegungsmastnahmen nach Möglichkeit verhindern zu können. Auch weist sie daraus hin, daß der Mansfeld A.-G. im vergangenen Frühjahr unter Berufung aui den damaligen Kupserpreis eine zwöls- prazcirtige LohncrhölMng auferlegt worden sei. In den Verhandluitgen über die Lohn- und Stillegungsfrag« vor dem zuständigen Gewerberat erklärte die Vertretung der Mansfeld A.-G., daß es sich bei dem P r e i s st u r z a u f d e m K u p j e r- markt um ein uiworhergesehencs Ereignis handele, so daß die R«- gi«rung dem Antrag auf Nichteinhaltung der vier- wöchigen Sperrfrist stattgeben müsi«. Die Gewerkschasts- Vertreter erklärten stch gegen diese Forderung mit der Begründung, daß durch die vorgenommenen Kündigungen im Mansfeider und Sangerhauscner Kreis ganze Bsrgarbeiterdörfer zur Arbeitslosigkeit verdammt würden. Daraufhin wollten sich die Unternehnteroertreter mit einer Sperrfrist von 10 Tagen begnügen. Die Gewerkschaftsvertreter Lehnten jedoch auch das ab. Die Entscheidung der Stillegung Präsidenten in Magdeburg. liegt nunmehr beim Negierungs- Jedesmal, wenn di« Unternehmer durch ihre Wirtschaftspolitik eins Krise heraufbeschworen hoben, versuchen sie, die Arbeiter dafür verantwortlich zu machen bzw. auf sie die Losten der Krise abzu- wälzen. Was den besonderen Fall der Mansfeld A.-G. betrifft, so behalten wir uns vor, noch näher daraus zurückzukommen. Für heut« nur noch soviel: Nicht von ungefähr droht in diesem Stahlwerk Becker Nummer zwei die Betriebsleitung mit der Stilleg ung, um einen Lohnabbau zu erzwingen. Die Direktion glaubt wohl die Belegs chair durch andauernde Kurzarbeit mürbe geimg, um jetzt einen Lohnabbau hinzunehmen. Denn das ist mm einmal das Rezept des Tages für alle Krank- heilen, die uns die planlose„R o t i o n a l i s i e r u ir g" der deutschen Irärnstne beschert hat: Lohnabbau auf der ganzen Linie. Man Hot mit großen Kosten die Mechanisierung und die Kon- Zentrierung der Betriebe durchgeführt, ohne sich darum zu kümmern, ob diese Kosten durch g e sie i g e r t e n Absatz wieder hereinkommen. Der Absatz ist aber zurückgegangen, teils durch die choch- Haltung der Preise, teils durch die Niedrighaltung der Löhne, schließ- lich durch die daraus resultierend« Massenarbeitslosigkeit. Statt nun daraus zu lernen und die Löhn« entsprechend der Leistungssteigerung' zu erhöhen, wollen die Unternehmer die Löhne sogar noch weiter abbauen. Ein wahnsinniges Beginnen. Dagegen werden die Gewerkschaften mit verstärkter Krait sich zur Wehr setzen. Nicht Lohnabbau, sondern ein der Leistungssteigerung entsprechender Lohnaufbau kann aus der Krise herausführen! Keine Einigung bei Nordwest. Heute Entscheidung der Gewerkschaften. Bochum. 28. April.(Eigenbericht.) Die Verhandlungen zur Schaffung eines neuen Rahmen- tarife» für d i e Eisenindustrie Nordwest, die bereit» am Sonnabend begonnen hoben, führten auch am Montag zu keiner Einigung. Die Verhandlungen werden am 8. Mai wcitergesührt. Am Dienstag treten die Melallarbclterverbände zu- fammen. um sich über die Kündigung des bisherigen Rahmen- larifs schlüssig zu werden. Betriebsrätewahlen bei der Reichsbahn. Oer Einheitsverband voran. Die Neuwahl oller Betriebsvertretungen im Reichsbahn- gebiet findet am 1 1. u n d 1 2. M a i statt. Di« Bedeutung dieser Wahl ergibt sich daraus, daß rund 400 00 0 Arbeiter an ihr beteiligt sind. Zu wählen sind über 6000 örtlich« Betriebsvertre- tungen, 29 Bezirksbetriebsräte bei den Reichsbahndirsklionen und der Hauptbetriebsrat bei oer Hauptverwaltung in Berlin. Für den Ha u p t b« t r i e b s ra t bewerben sich vier Richtungen um die Stimmen der Eisenbahner, voran die große, freie Gewerkschaft: der Cinheitsverband der Eisenbahner Deutschlands. Der Wahlkamps ist bereits im vollen Gange. Als Gegner des Einheitsverbandes treten m Erscheinung: die christliche„Gewcrk- schast deutscher Eisenbahner", der Hirsch-Dunckersche„?lllgem«!ne Eisenbahnerverband" und die sogenannte„Revolutionäre Gewerk- schaftsopposition". Die Gegner des Einhcitsverbandes versuchen ihre Bedeutungslosigkeit durch kaum zu übertreffende Demo- gogie mch das übliche Phrasengefchre! zu verdecken. Die Mitglieder und Funktionäre des Einheitsverbondes sind emsig an der Aufklärungsarbeit, um trotz Entlassungsmaßnahmen der Reichsbahngesellfchaft, gegen die sich der Einheitsverband cnt- schieden zur Wehr gesetzt'hat, die f r e i g e w« r k s ch a f t 1 i ch e Idee erneut zum Siege zu führen. Diese Entschlossenheit ist die beste Gewähr dafür, daß die Hoffnungen der Gegner des Einheitsverban- des sich nicht verwirklichen werden. Durch Entschlossenheit zur Ge- schlossenheit im Einhcitsverband! Kommunistische Schnelläufer. Oder die gut unterrichtete Polizei. Das Organ der Sowjetbatichaft weiß zu berichten, daß vor dem Werk Osram D kommunistische Flugbialtverteiler am Sonnabend früh die Flucht ergriffen, als dort Polizeibcamts auslouchten. Diese hätten wohl„im Laufschritt" die in verdächtiger Eile sich drückenden Berteiler verfolgt, aber, berichtet stolz über soviel Helden- mut das Sowjctorgan, die kommunistischen Helden liefen noch schneller als die Polizei. „Es ist ober nicht das. erstemal", heißt es dann weiter, daß die Polizei erscheint, just wenn ein Flugblatt verbreitet werden soll. Die Polizei muß demnach eine sehr feine Nase haben. Oder hat sie besonders gute Bezishungen zur„Zelle"?... Warum aber reißen die kommunistischen Flugblattverteiler vor der Polizei aus? Auch unsere Genassen verteilen Flugblätter. Feilich ist da ein U n t« r s ch i e d. In unseren Flugblättern be- müht man sich, die Arbeiter aufzuklären. In den kommunistischen Flugblättern werden die Arbeiter in gemeiner Weise beschimpft und verleumdet. Diese Flugblätter sind entweder anonym oder«s steht als„Berantwo etlicher" der Name eines immunen kommunistischen Abgeordneten darunter. Daher wohl auch der Austrag an die Ler- teiler, schnellstens auszurücken, wenn Schupo auftaucht. Und daher wohl auch die prompt« Benachrichtigung der Polizei. Das ganze ist höchst unsauber, aber bezeichnend für die Zustände innerhalb der KPD. Kotifliki im Großhandel. �ohnabvou ist die Unternehmerparole. Die Lohnverlzandlungen für die H a n d e l s a r b e i t e r i m Lebensmittel, und K a s f e e g r o h h a nd e l sind er- g e b n s l o s verlaufen. Der Gesamtoerband hatte die Lohntarife für di« Fach- gruppcn.Lebensmittel und Kaffeegroßhandel zum 30. April ge- kündigt und dem Berliner Arbeitgeberoerbond des Großhandels eine Forderung»n'erbreitet, die im wesentlichen aus eine Erhöhung der Handelsarbeitcrlöhne um etwa 10 Proz. hinauslief. In unge- wöhnticher Stärke erschienen diesmal die Unternehmer zu den Parteiverhandlungen.. Das ausfällig rege Interesse der Unternehmer an den Bechand- der lungen klärte sich bald auf, als sie mit ihren Gegenvorschlägen herausrückten. Nachdem sie in allen Tönen die„Notlage" ihres Gewerbes geschildert hatten, stellten sie an die Gewerkschaftsvertreter die Zumuwng, in einen Abbau der Hairdelsarbeitcrlähne um 5 Prozent einzuwilligen. Nach der Auffassung der Unternehmer ist die Forderung der Handelsarbeiter auf Erhöhung ihrer Löhn« völlig unbegründet, da durch den„gewaltigen Preissturz aller Lebens- msttel" die Lebenshaltungskosten der Arbeiterschaft automatisch ganz „wesentlich verbilligt" worden seien. Bon den Gewerkschaftsvertretern wurde dieser Auffassung der Unternehmer mit Recht entgegengeholten, daß der Preisrück- gang für einzeln« Lebensmittel nicht so«norm sei, um die uuzu- länglichen Löhne der Handelsarbeiter in auskömmliche zu verwandeln. Da die Vertreter des Lebensmittel- und Kaffeegroßhandels von ihren Abboupläiten nicht abzubringen waren, mußten die Verhandlungen schließlich ergebnislos abgebrochen werden. Die Berfammlungen der Fachgruppen Lebensmittel- und Kaffee- großhondel im Gesamtverbartd werden in den nächsten Tagen zu dieser Situation Stellung nehmen und im Einvernehmen mit der Orgonifationsleitung die Beschlüsse fassen, die zur Abwehr Unternehmerpläne notwendig siitd. •■ Jf WK; r"' Tarifabschluß im Malergewerbe. Verlängerung der bisherigen Tarife. In der Mitgliederversammlung der Ortsverwaltung des Bcr- bondes der Maler und Lackizrer am Freitag im Gewerkschastshous schilderte zunächst Genosse S ch i e in o» n den verlaus der Lohn, und larifoerhandlungen für das Malergew.-rbe, die genau.so verlaufen sind wie die Verhandlungen im Baugewerbe. Das Reichstarifumt hat einen Schiedsspruch gefällt, wonach das Lohnabkommen unverändert bis zum Z0. April 1931 verlängerl wird. Durch diese Enffcheidung, die nach dem Abschluß der Verhandlungen für das Baugewerbe vorauszusehen war, sind zwar die aus einen 10- bis läprozeniigen Lohnabbau abzielenden Wünsche der Unternehmer zurückgewiesen worden, aber auch die Lohnforderungen der Or- ganisotioiz. Der Rahmenkarif ist durch den Spruch der obersten Tarifinstanz mit einigen unwesentlichen Verbesserungen bis zum 30. April 1933 verlängert worden. So unbefriedigend der Ausgong dieser Ver- Handlungen ist, müsse angesichts der katastrophalen Arbeitsmarktlag� davon Abstand genommen werden,' gegen diese Entscheidung des Reichstarisamts anzukämpfen. Die Berliner Mitgliedschaft, die sich mit diesem Schiedsspruch nicht befreunden kann, wird sich einen gnstigercn Zeitpunkt aus- suchen, um mit den Unternehmern noch einmal über die Dinge zu reden. Mit der Aufforderung, an dem weiteren Ausbau der Or- gonisation zu arbeite«, schloß Genosse Schiemann seine beifällig auf- genommenen Aussührungen. Der einzige Diskussionsredner war der tommmiffkffche SmSb tagsadgeorchnet« Oberdörster, der Wer den Poung-PZo«, d'.e Koalitionspolilik der Sozialdemokratie und ähnliche.Tarlffragen� sprach, so daß ihm schließlich auf Beschluß von etwa dreiviertel der Versammlungsbesucher das Wort entzogen werden mußte. Genosse Schiemann wies im Schlußwort die Angriffer Ober» dörsters gegen Partei und Gewerkschaften treffend zurück und forderte die Berliner Maler auf, geschlossen an der Maifeier der Organisation im Gewerkschoftshaus teilzunehmen. Vertagte Lohnbewegung. Lohntarif der Lederwarenbranche verlängert. Am 24. April beschäftigte sich ein« gut besuchte Branchcnver- sammlung init dem Stand der Lohnbewegung. P i ll k o w s k t berichtete über den bisherigen Verlauf. Nachdem dos bestehende Lohnabkommen zum 31. März beider- feits gekündigt war, fanden am 19. März Verhandlungen mit der Vereinigung Berliner Lederwarenfabrikanten e.V. statt. Dem An- trag der Arbeiter auf Erhöhung der Löhne um 10 Prozent stand das Zierlangcn der Unternehmer, fämllichc Löhne um ö Prozent herabzusetzen, gegenüber. Die langwierigen Verhandlungen, bei denen die Unternehmer ihr Verlangen mit der schwierigen Wirt- schaftslage begründeten, führten zu keinem Ergebnis. Nachdem von den Arbelleroertretern ein Abbau der Löhne zurückgewiesen und eine Erhöhung für notwendig erklärt wurde, muhte die Verhandlung ergebnislos abgebrochen werden. Auf Beschluß der Branchenkommission wurde der Schlichtungsausschuß angerufen. Nachdem auch die Unter- nehmer den gleichen Schrstt unternoimnen hatten, fanden die Ler- Handlungen am 11. April vor dem Schlichtungsausfchuß statt. Der gegen die Stimmen der Arbeitnehmerbeisitzer gefällte Schiedsspruch sieht eine Verlängerung des bisherigen Lohn- abkoinmens bis zum 30. September 1930 vor. Mit Rücksicht auf die außerordentliche Arbeitslosigkeit innerhalb der Lederwarenbranche, die Unüberfehborkeit der Auswirkung der sogenannten Sanierung. der Landwirtschaft durch erhöhte Agrarzölle und die Möglichkeit, daß der Ablauftermin zum 30. September in konjirnkturrller Beziehung g ü n st i g e r sein tonn, empfahl der Be- richterstatter im Auftrage der Branchenkominission den Schiedsspruch zur Annahme. In der Abstimmung erklärte sich die Versammlung gegen eine starke Minderheit für die Annahme des Schiedsspruchs. Maifeier. Die Arbeitslosen brauchen am 1. Mai nicht zu ihrer Abstempe- lungestelle zu gehent Unterausschuß Köpenick. Die Maifeier beginnt um v Uhr vor- mittags im Stadttheater, Friedrichftr. 6. Referent ist der Genosse Stelling. Unterausschuß Steglitz. Beginn der Maifeier: 9 Uhr vormit- tags,„Alb recht: Hof", Älbrechfftr. 1». Referent: Genosse Kahmann. ZeilnehnirT d» AfA-Raisei«», di« Riteli.d.« der SPD. fi»d, vtz- sammeln sich räch Schluß der Berauftaltuug am Kerthaspaetnlatz— Auf-'■ j stelluug Behmsieatz«— unb marschiere» zum Lustaarte» zur SPD.» W Rai-Demunstratiau. Aezirtauorstaul» Berliu dir SPD. i' Achtuou, ASS. rurbiueusabril! Milttuoch, IS Uiir. b:i O-Hlschläaer, ,3 Verlichinger Str. 5, michtigc Terfammlung aller SPD.�Senusseu. Er. s-i scheinen aller ist PflichL Der graltiaueuaisiaui». t J Setriebasraktitu sei tverlinrr Spaitassr» unS Slabttaul. Sie» Zar. f.? trigrnossen iret'en sich am j. Mai zmischcn!)>* und» Ahr aar.dru, f3 zlusgan« Vahnhof Hciunhbrunnen. B-Hmstraßr. Der Aralrianauarftaud. if«». Maifeie.......... Kaifeier, ttliems IZestsSl«, Lasenheidc, 10 Uhr. Palier», Wert- uud Schachtmeistrrucrbaud. Margen. Mittwocki, li>'-: Uhr, in den Saphiensälen. Sophienftr. 17— 18, oußcrortienlliche IScncrolvcrsammlunq. Sic Mosscntllndigunaen unserer Kollegen im Berliner Bangemerbc zwecks Ad. bau der Schältcr. Rcfcrcnt: Kollege LNo!7äslcr. Kassenbericht vom 1. Bicr.cl- jähr im fFreieGewertschafis-Iuaend Verlin Seute, Dienstag. l»!-> Uhr. tagen folgende Gruvorn: Treuto«: Srupprn. heim. Schule Bildenbrnchftr. 33—54 lSortziuuncr). Vortrag: �Die Bil. dlmgsarbeit des ZDGB.— vumbaldt: Iugcndh. Graun» ecke liortzmgitraße. Ii).Minuten-Acfcvale.— Marieudorf: Jugendheim Dorfstr. 7 lAIle Schule). Vortrag:»Wovon man ivrichlll„Die ssinanzkrife."— Spandau: Eruvvsnheim. Stiidt. Jugendheim, liinbcnufer 1. Vartroo:..Das Madel in der Jugend» bewkgung".- ssrautfurter Alle«: Stadt. Jugendheim Litauer Sir.>8. Bor» trag:»Das Model in der fZGI."— La»s»beiacr Plah: Grnprenheim Dicsiel. mcyerftr. 5. Vortrag:»Svzialcs Wandern".— Lichtenderg: Jugendheim Dossc» stroßc 2ll. Lichtbildervorirag:»Adonrfon".— Zicu Lichtenberg: Jugendheim Euntcrstr. 44. Beierle auf Schallplatten. fh. �uaendaruppe des Zentralverbandes der Anqestellten Heutp. Jugendheim Gunterstr. Dienstag, finden folgende Veranstaltungen statt: Lichtenberg: .44. Rund um den Al-raiiderpiah.— RarSwesi: Jugendheim Lehrter Str. 18—1«. Veruiskunblich« Arbeitsgemeinschaft:»Einige» ans dem Mahn- und Klogewescn eines koufmönni-chen Betrieb«»". Leiter: Willi Stodcrmann.— Ab 20 Uhr probt unfer Sprech, unh Vcmggungschor in der Turnholl» der Schule Baruther Str. Ali. Verantwortlich filt Politik: Dr. Eurl Geyer:'Wirtschaft: G, Kliugeldöler: Gewerkschaiisbewegung: Z. Stciae»: Feuilleton: K. S. Döscher: Lotale« und Eonsiiaes: Tri» Karstadt: Auileisen: Th. Glackc: sämtlich in Berlin, Vrrlag: Vorwärto-Verlageil«rii!!ieii.!!iiiM!iMsKk«li«Miliz! Die Junsw.-betlerschaf« in der Sorialistlscben Arbeiterjugend leitet durch' ihre 1$ 3»Efe S tf F€■ tf ÜO Kt um zo. April, 10 Uhr, vom HcUinglorr.r.r PlAtr(am Pahnhof Warschauer Brücke) ein. Koiaml«Ilel DemoBttrSeH mit nnsl Der I.Mai ist der Tag der Demonstration für die Idee des Sorialis- mus! Die jungen Proletarier im Betrieb, in der Berufs- und For- hildunesschule erkennen diese Parole. Sie marschieren mit der Jorialistischen Arbeiterjugend, mit der Sozialdemokratie, mit den Zwei halbe Scheren und einen Eßlöffel. Sämtliche Zeugen erklärten einmütig, daß Ehristoffcr unter allen der Schlimmste war. Und die Angeklagten? Sic bestritten trotz Borhaltungen des Borsitzenden, die Jungen in der Weise behandelt zu haben, wie dies« e? behaupten. Nur Zimbars gab es mit gcwisien Einschränkungen zu. Sie erklärten, sich an den Jungen nur aus Notwehr ver griffen zu hoben, nämlich, wenn diese über sie hergefallen seien. An der Richtigkeit der Zeugenaussagen ist nicht zu zweifeln. Der als Sachverständiger geladene Leiter der Erziehungsanstalt Heiligen- iredten äußerte sich über die Glaubwürdigkcil dieser ehemaligen Fün'argezöglingc dahin, daß sie vielleicht das eine oder andere übertreiben mögen, im übrigen aber wohl wirklich Erlebtes zum Ausdruck bringen. Alle die jungen Menschen waren der Willkür ihrer Erzieher vollkommen ausgeliefert. Sic besaßen selbst nicht das Beschwerderecht, das einem Zuchthäusler gegeben ist. Di« Erzieher, zur pädagogischen Tätigkeit vollkommen unfähig, reizten die jungen Leute zum Widerstand direkr heraus und griffen dann zur Gewalt, da sie sich nickst anders zu helfen wußten. Der Schaden, den die Rickiinger Erziehungsmethoden dem An- sehen der Fürsorgeerziehung verursacht haben, ist unolstehbar und nicht so leicht gutzumachen. Der Rickiinger Fall beweist ober ouss neue, wie sehr eine Reform der Fürsorgeerziehung und ihre Einordnung in die allgemeine Iugendwohlfohrt nottut. Das Schöffengericht verurteilte die drei»Erzieher" wegen fort- gesetzler Mißhandlungen jugendlicher Zöglinge in dem Fürsargeheim der Evangelischen Inneren Mission in Rickling sholstein) zu den ungewöhnlich milden Strafen von 4. 2 und Ii Monat Gefängnis. freien fiewerk- sctiaften auch am 1. Mai, 13 Uhr, zum Lustgarten. Die Treffpunkte sind die der erwndueuen ArbeUeradtafi! Sozialistische Arbeiterjugend 6ro6-Beriin. Gchießunfall auf Kreuzer„Karlsruhe". Mehrere Mairosen leicht verleht. Bei einem Bersuchsschießen, das am 25. April aus dem Kreuzer„Karlsruhe" stattfand, wurde das Einfatzrohr eines l5-Zentimeter-Geschühes beschädigt und einige Leute von der Geschützbedienung durch umherfliegende Metallsplitter verletzt. Es handelt sich um ein Einsatzrahr von geringem Durchmesser. wie es bei Schießübungen aus Gründen der Munition». und Kostenersparnis in das eigentliche Gefchiitzrohr eingesetzt wird. Die Ursache dieses Unfalls, der glücklicherweise keine ernsteren Folge» Halle, ist noch unbekonnl. Es ist vollkommen unverständlich, warum«in immerhin ernster Borfall in der Rcichsmarine, der sich bereits am 25. April zugetragen Hot, erst voll« drei Tage später der Ocffentlichkeit bckanm gegeben wird. Vielleicht darf die Oessentlichkeit erfahren, worum sie nicht sofort von dem Vorfall unterrichtet worden ist. Gegen unbefugtes Führen von Flaggen. Glitt Verordnung des Polizeipräsidenten. Der Polizeipräsident Hot nachstehende Polizei- v c r k-r.d n u n g erlassen, die um 1. Mai dieses Jahres in Kraft triic. Wer unbefugt eine dienstliche Flggge oder Goefch oder ein dienstliches Kommando oder Unterjcheidvngszcichzn oder eine sonstige Flagge, zu deren Führung es besonderer Genehmigung be- darf, oder diesen ähnliche Flaggen oder Abzeichen auszieht oder sührl. wird, wenn er nicht nach anderen Vorschristen strengere Strafe ver. wirkt hol. mit Geldstrafe bis zu l50 M. bestrasl. Im Un- vcrwägensfallc tritt an Stelle der Grldstrofe hast bis zur Dauer von l4 Tagen. Platzkonzerte der Schutzpolizei. In den nächsten Tagen finden folgende Platzkonzert« der Schutzpolizei statt: Am 29. April von lö bis 17 Uhr im Krankenhaus Fricdrichshaiii, von 18 bis 19 Uhr im Friedrich shoi», am Landsberger Tor. Am M.April von 16 bis 17 Uhr im S t u b e n r an ch- K r o n k e» ho u s in Lichtersride, von 18 bis 19 Uhr im Stadtpark Steglin. HvmJsgegebet EstherGrenen ..Ja. und was wöiter? ..Ich will Ihnen nur erzählen, wieso das Mädchen mit den großen, grauen todernsten klugen von Torbon Rist so wenig belästigt worden war. Als nämlich Fräulein Hosting am Tag. nachdem der Artikel Stimmungsbilder aus Lynö in Kopenhagen erschienen waren, in unseren Laden kam und Frau Jensen eben im Keller zu tun hatte, da ging das Mäd- chen„mit den großen, grauen, todernsten Augen" mit einem Revolver in der Hand auf die betriebsame Dame zu— „Fräulein Schmitt!" „Erschrecken Sie nicht, es war der Revolver von Doktor Mankes kleinem Tommn. in der Spielmarenhandlung am Kirchen platz gibt es noch mehrere. Aber immerhin, er tat seine Wirkung— Fräulein Hastchg schrieb kein Wort dar- über, daß Torben Rist auch mir ein Leid angetan hatts. Ich bin also, um es kurz zu sagen, weder verführt noch geschändet, noch Übersailen, noch in den Tod getrieben worden." „Und worum kommen Sie erst heute?" „Mein Gott, ich konnte doch nicht wissen, daß Torben Rist aus einmal die ganze Insel vergewaltigt haben würde. Und dwm, misten Sie. ein Vergnügen ist es nicht, zu Gericht zu gehen und sich seine unglücklichen Liebesgeschichten protokollieren zu lasten." „Und warum entschlosten Sie sich doch noch dazu?" „Erstens, weil das Gerücht geht, daß Professor Behrens aus Kopenhagen gestern hier war und daß man den armen Meeschen jetzt in eine Irrenanstali sperren will. Zweitens. weil Frau Mette Fredriksen mir immer schon in den Ohren lag. uad drittens, weil ich den ganzen Schwindel einfach nicht länger mstanfehen kann." „Es ist sehr schon van.sbnAi, Fräulein Scknnitt, daß Sie sich zu dieser Arsfaflö snrschlossen hoben, ober au? der Tat- fache, daß Rist Ihre Lied? nicht erwidert hat, können mir doch mck.t gleiih schießen," „daß aste puderen gelogen haben, phantasiert, oder was Sie sonst noch wallen. Nein, das verlange ich auch gar nicht. Aber ich dachte, es würde das Gericht trotzdem interessieren. daß es eine Frau aus der Insel gab, die zwar rasend ver- schössen war in Torben Rist und aus der er sich doch nicht das geringste gemacht hat. Im übrigen kenne ich den Manu genau und weiß, daß er weder irrsinnig ist. noch besonders aufgeregter Natur. Der Ossipomna hat er bestimmt nichts getan." „Sie sind sehr mutig, auch in Ihren Behauptungen." „Die kleine Ossipowna war sehr häufig in unserem Laden und hatc großes Zutrauen zu mir. Sic erMiltc mir alle ihre großartigen Herzensgeheimnisse und ich weiß auch, daß Torben Rist es chr eine Zeitlang angetan hakte. Zu der Zeit ihres Derschwindens aber ist sie schon wieder auf ganz einen anderen geflogen." „Sonnten Sie mir sagen, auf wen?" „Wenn es unbedingt notwendig sein wird, werde ich es sagen." „Sie glauben also nicht, daß Herr Rist im dem bewußten Abend mit der Ossipowna im Aoresunder Badehäuschen war." „Ich bin Übei-zeugt, daß Sie mit einem anderen dort gewesen ist. Denn sie war von einem solchen Ausssug mit Torben Rist, der etwa zebn Tage vorher stattgefunden hotte, so enttäuscht, daß—" „Nun. so sprechen Sie doch. Sie können Ihrem— Sie können Rift nur helfen, wenn Sie auf allzu große Diskretion verzichten." „Gut. Die Ossipomna war also am nächsten lag bei mir und schien selzr verstimmt. Komma, sagte sie, schlag»« Sie sich um Gotesmillen den Menschen aus dem Kopf. Der Kerl ist nichts als ein fürchterlicher Fadion." � „Sie wissen nicht, woher die Ossipowna den Schlüssel zum Badehaus hotte?" „Ich weiß es nicht, aber ich hege eine bestimmte Ver- vrutung. Sie müssen sich unter den Freunden der Gräfin Aaresund umsehen." „Immer nur diese Andeutungen?" „Herr Untersuchungsrichter, ich sage Ihnen alles, was ich von mir. von der Ossipowna und von Torben Rist weiß. Ich bin auch noch geneigt, zu beschwören, daß er w>t Marie- Louise Jensen nicht zcbn Worte gewechselt Hot. aber ich bin nicht gekommen, um andere Leute auf unserer Insel um ihre Lebensstellung und im ihr Ansehen zu bringen." ..Wenn Sie ober überzeugt sind, daß ein anderer an dem verhängnisvollen Abend mit der Ossipcwna zusammen mar, so muß doch dieser andere an ihrem Verschwinden imd der Explosion schuld gewesen sein." „Das steht nirgends geschrieben. Ich kann diesen anderen zwar nicht schmecken, und die Ossipowna war richtig böse aus mich, weil ich von ihrer kleinen Affäre mit ihm nichts wissen wollte, aber ein Verbrecher ist er bestimmt nicht." „Dann ist also auch Ihnen die ganze Geschichte rätsel- hast?" „Ja. Ich bin kein Detektiv. Es ist mir nur unbegrcislich. wie man gerade auf den unseligen Torben Rist nersallcn konnte." „Sie brauchen das nicht so anklagend zu sagen. Fräulein Schmitt. Ganz ohne Belastungsmaterial sind wir hier gegen ihn auch nicht. Ich darf Ihnen die Protokolle nicht zeigen, aber es stehen Dinge im Akt Rist, für die auch Sie keine Erklärung finden könnten. � „Ach was, Weibertlatsch." „Nein, gar nicht nur Wciberklatsch! Das heißt, ich miß- billige diesen Ihren Ausdruck natürlich auf das schärfste. Aber es handelt sich gar nicht nur um die Aussage der Zeuginnen, es handelt sich vor allem um seine eigenen, Aussagen. Sphen Sie mich nicht so an, Fräulein Schmitt. Oder können Sie wir vielleicht erklären, warum Torben Rist bei seiner Derhofwng aus dem Fenster sprang, worum er zweimal, jawohl zweimal eine wichtige Aussage zurücknahm, worum er uns salsche Daten angab und überhaupt ohne Papiere ist, worum er sich in letzter Zeit in undurchdringliches Schweigen hüllte, warum er mir auf ein Haar ein volles Geständnis ablegte und dann plötzlich idiotisches Gelächter simulierte und sich für wohn sinnig erklärte. Können Sic dieses ganze Benehmen bei einem' Unschuldigen erklären, Fräulein Schmitt?" „Das alles klingt wirklich höchst sonderbor, aber wenn Sie wollen, so kann ich es auch erklären."' „Nun?" �,Muß das eigentlich alles protokolliert werden. Könnte ich Sie nicht ein paar Minuten—" .. unter vier Augen sprechen. Ich weiß schon, darauf wartete ich nur. Das will jeder, jeder, der mir mos nützu- teilen hat Es ist Nim Teufel holen. Ich kann schon nicht mehr—" „Aber Herr ilntersuchungkrichter, Sie brauchen deshalb nicht so böse mit mir zu werden. Ich fragte ja nur. Auch habe ich Ihnen gar nichts Besonderes mitzuteilen. Es ist nur mehr fo eine psychologische Erklärung." sForljc�unZ folgt.) (faerdn im$ Dem Reichsbund Deutscher Technik(RDD) darf die Auerkemnmq nicht verfaßt werden, baß er in einer Zeit, in der Berlin der Gegenstand heftigster und oft ungerechtfertigter Angriffe war, den Mut fand, das, was an der Reichshauptstadt groß und bemerkenswert ist, in einer Reihe von gut vorbereiteten und aus- geführten, durch Lichtbilder und Filme bereicherten Vorträgen der Oeffentlichkeit vor Augen geführt zu haben. Die volkpädagogische Wirkung dieser Aortragsserie kann nicht ausbleiben, und es ist zu wünschen, daß sich eine Form finden läßt, solche und ähnliche Vor- träge auch den großen Massen der Bevölkerung nahe zu bringen. In zehn Borträgen wurde über die Versorgung Berlins, den Berliner Wohnungsbau, Verkehr, Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung, Abwässerbeseiti- gung» Feuerwehr, Straßenbau gesprochen. Ein Ein- leitungsvortrag hatte den vielversprechenden Titel:„Sinfonie der Großstadt, und der Schluhvortrag, der in diesen Tagen wieder im Haus der Technik gehalten wurde, beschäftigte sich nach den vielen realen Dingen ebenso wie der Einleitungsvortrog mit ideellen, dem schönen Berlin, Herr Professor Barth sprach über das Thenw: Berlin ist schön! Da der Sprecher selber Gartenkünstler ist, behandelte er vor- zugsweise die Berliner Parks und Grünflächen, warf aber auch einen Blick auf die hervorragenden Monumentalbauten Berlins. Cr nannte die Universität, die Staatsoper. Brandenburger Tor, wobei er die Gefahr kennzeichnete, die dem Tor und dem ganzen Stadtbikd durch die im Verkehrsintcrcsie gewünschte Bc- seitigung der beiden Törgebäude drohe. Auch die edle Architektur des Alten Museums wird durch dos Denkmal Friedrich Wilhelm III. sehr gestört. Sollte es denn, so wollen wir in Ergänzung des Vor- träges fragen, im Ernst nicht möglich fein, dieses Denkmal an anderer Stelle aufzubauen und dafür endlich den großen Stadtinnenraum, den Platz von Berlin zu schaffen, den die Reichshauptstadt als eine der bedeutendsten Städte der Erde braucht und der dann voirt Schloß, dem Alten Museum und dem Dom eingeschlossen wäre? Professor Barth erwähnte ferner die Schlösser in Charlottenburg, Köpenick, Niederschönhausen, Schloß Bellevue, das Schöneberger Rathaus,>das Rudolf-Virchow-Krankenhaus, und von den Nachkriegs- bauten den West Hafen, das Kraftwerk Klingenberg, und den Flughafen Tcmpelhof. Berlin, so sagte Professor Barth mit Recht, ist arm an schönen Städtebildern, aber diesen Mangel versucht es durch zahlreiche Gartenanlagen und Parks auszugleichen. Die Wandlung der Pavtidce von der reinen Schmuckonlage zumVoltspart ist unoerkennbar. Der moderne Lolkspark weist Kinderspielplätze, Planschbecken, Lagerw iesen, Spielwiesen, Sport- platz«, Rodelbahnen, Ruderteiche, Badeanstalten aus. Vom Tier» garten über den Friedrichshain, den Humboldthain und den Trep- tower Part zu den Volksparks Wühl Heid«, den Rehl'ergen, der Jungfer scheide und dem Tempechofer Feld ist diese Entwicklung deutlich gekennzeichnet. Wer nicht nur der Erholung und dem Spiel, auch der Belehrung dienen Parkanlagen, so der große botanische Schulgarten in Blankenfelde, der Botanische Garten in Steglitz und der sehr wenig bekannte, ober ungemein sehenswerte Sachsen platz in Eharlottenburg mit seinen geologi- schcn Formotionsbildern. Wenn man die Lichtbilder, die den Vor- trag begleiteten, sah, dann kam man zu der Ucberzcugung, daß auch Berlin in gewissem Sinne eine Blüten st a dt genannt werden kann. Vielleicht, das möchten wir als Anlegung aus diesem Vortrag der Oeffentlichkeit übergeben, sieht sich die BVG. veranlaßt, einmal versuchsweise unter sachkundiger Führung ein« möglichst billige Autobusrundfahrt durch die schönsten und interessantesten Berliner Parks zu veranstalten. Man wird erstaunt sein, wieviel Neues und Unbekanntes es dabei zu sehen gibt. Oer Oeuisthe Kreidenkerverband E. V. Namensänderung vollzogen.— Die neuen Sahungen. Der Freidenkevoervandstcg beschäftigte sich am Montag mit der Beratung der Satzumgen und Anträge. Zunächst wurde auf Antrag des Geschästsführers Q i e o e r s eisstimmig die. Gültigkeit der alten Satzungen noch«imnal bestätigt, weil die trotz end- gültiger Entscheidung durch das Kammergericht immer wieder an- gezweifelt wurde. Entlastung wurde dem Vorsitzendem und dem Auffichtsrat einstimmig erteilt. Als Ergebnis der Aussprache über die Referate von Hartwig. Wien und Jenssen-Gera wurde ein Manifest vorgelegt, das die Billigüng aller Delegierten fand. Npch Zusammenfassung der Ge- dankengänge der Referate schließt das Manisest mit dem Aufruf an alle Freidenker, sich an der Demonslralion am 1. Mai zu beteiligen. Jörns- Braunschmeig erstattete den Bericht der Satzungs- kommisiion. Ein Antrag der Delegiertsn des Bezirks Erzgebirge« Vogtland, der sich gegen alle Freidenker wandte, die als Abgeord- netc dem preußischen Konkordat zugestimmt haben, wurde abgelehnt: der Berbandstag drückte abe; sein Bedauern über den Fraktion?- zwang der preußischen SPD.-Landstagsfroktion aus. In der Ab- stimmung wurde die dreijährige Peviode der General- Versammlung beschlvsien. Einstimmig wurden angenommen die Namensänderung 5n„Deutscher Freidenker- verband E. V." und die Schassung einer neuen Gruppe von Mitgliedern, die auf die Feuerbestattung verzichten, aber sur dos kulturelle Programm des Verbarrdes mitkämpfen. Di« Schaffung eines besonderen Röcklagefonds für Bestattungszwecke wird dem Vorstand zur Pflicht gemächt. Das Ausschlußoerfahren wurde neu geregell. Dem Vorstand wird zur Pflicht gemacht, den Ausschluß nicht ohne Anhörung der Auszuschließenden zu beschließen. Die Mindest-eit der Mitgliedschaft, die zur Delegation für die Generalversammlung und zur Bekleidung von VorstondSämtern be» rechtigt, wurde auf drei Jahre heraufgesetzt. Der Vorstand soll sich für eine rcichsgesetzlich« Regelung der Feuer- brstattung einsetzen. Die sehr zahlreichen Anträge zur Bildungsarbeit wurden dem Borstand und dem Kultur- sckretariat überwiesen. Der Verbandsvorstand soll bei Reichs- und Länderregisrungen die Zlushebung der Sonderrecht« der Kirchen bc- antragen und versuchen zu erreichen, daß Versammlungen, Kund- gedungen und sonstige Veranstaltungen auch während der Kirchzeit stattsinden dürfen. Nach dem Ausschluß des kommunistisch beeinflußten„Bundes der Freidenkerjugend" aus der Reichsarbeitsgemcinschaft freigeistiger Verbände wird die Mitgliedschaft in diesem Bunde für unzulässig erklärt. Die kommunistisch« Presse darf auf Beschluß der General. Versammlung weder durch Berichte noch durch Inserate unterstützt werden, weil sie den Verband ständig verleumdet. Es wurde weiterhin beschlossen, daß das Verbandsorgan „Der Freidenker" von 1932 ab zweimal monatlich erscheint. In den Vorstand wurden gewählt: Sieoers als 1. Vorsitzen. der, Regge als 2. Vorsitzender, Grau und Peters zu Schrift- führern. Hecher, Tibor, Fuß, Gallonska, Schott- schneider, Judrian, Deiche als Beisitzer. In die Kon- trollkom Mission wurden 7 Mitglieder gewählt, als Bor- fitzender R ü ck e r t- Berlin. Für den Beirat stellte jeder der 22 Bezirke ein Mitglied. Mit einem Hoch auf die Freidenkerbewegung wurde die Tagung als«in Teil dieser großzügig durchdachten und in allen ihren Teilen ausgezeichnet gelungenen Jubiläumsoeranstaltung oeschlossen. Es .kann keinem Zweifel unterliegen, daß sich der Deutsche Freidenker- verband weiter machtvoll entwickeln wird.• Zuchthaus für„Kalke"- Kapitän? Die Strafanträge der Gtaatsanwaltfchast. Zm„Falke". Prozeh beantragte die Staatsanwalt- schasl gegen den Angeklagten Kapitän Z i p p l i l t die Min- destskrose von einem Jahr Zuchthaus, sowie gegen die angeklagten Reeder p r e n z l a u und kramarski je ein Zahr sechs ZNcnale Zuchthaus und drei Jahre Ehr- verlast. Der Staatsanwalt schloß sein Plädoyer mit folgenden Aus- führ u-n gen: All« Zeugen sind darüber einig, daß sich das Schiff völlig in der Gemalt der Rebellen befunden hat, die neben und über der Schiffsbesatzung eine rein militärische Besatzung bildeten und daß ZippAtt mit dem Treiben det Gädos vollkommen einverstanden mar. Der Staatsanwalt kommt dann auf die Er- «ignisfe von Blanquilla zu sprechen. Einen breiten Raum nimmt dann wieder das bekannt« chiffrierte Funktelegramm del Gados cm und die Erörterung der Ereignisse von Regroes Point, wo der „Falke" bereits zu taktischen Operationen im venezolanischen Hoheitsgebiet verwandt worden ist, sowie der Umstände bei der Ansteuerung des Hasens von C u m a n a, bei der alle Taktik eines m o- de rne n K rieg s l a ndu n g sma n ö ve r s zur Anwendung kam, bei dem ein Teil der Mannschaft offenbar zur Teilnahme gezwungen wurde, während gerade der Verwandte Zipplitts, der Steward Fischer, direkten Befehl erhielt, aus dem Schsss zu bleiben. Mir scheint es frivol, sägt der Staatsanwalt, wenn die Angeklagten das Gefecht von Cum« na als einen Karnevalszug hinstellen wollen. Es war ein ganz ernsthaftes Gefecht. Zweitausend Gewähr« sind für Venezuela eine gefährliche Macht, und wie hoch die Gefahr eingeschätzt worden ist, beweist die Tat- fache, daß sofort die Regievun.gsslieger eingesetzt worden sind. Aipp- litt hat jedenfalls ganz genau gewußt, was del Gado beabsichtigt hatte. Daß die Leute aber bis zum letzten Moment belogen und betrogen worden sind, ergibt der Umstand der kopslosen Flucht in die offene See und die Resignation des Kapitäns nach dem Fehlschlag. Ich halle die Angeklagten für völlig überführt. Ich stehe aus dem Standpunkt, daß die Zeugen absolut zuverlässig sind. Es ist meines Erachtens vollkommen ausgeschlossen, daß auch nur einer von den Leuten hier gelogen haben könnt«, und ich bitte. die Angeklagten zu verurteilen. Sommer im Funk. In dem Beitrag in der Sonntagsausgabe des„Vorwärts" fsunkstunde macht Frühling, so wird uns geschrieben. war allerlei über das S o m m e r p r o g r a m m der Berliner Funk- stunde gesagt worden. Merkwürdigerweise war aber Sommer- liches im eigentlichen Sinn« gar nicht zu oer- zeichnen. Der Jahresbericht der Funkstunde: Sechstes Ber- liuer Rundfunk jähr weist«ine«igen« Rubrik: Geo- graphie und Reisen auf. Daraus ersieht man, daß es Vor- träge gab über das Wetter, ein« Vortragsreihe„Wohin r«is«n wir?", die hübschen, abwechselungsreichen und anregen- den Wochen« ndoor träge und Vorträge über Wandern. Von all diesen Dingen hörte man än diesem Jahr nichts. Will die � Fmrtstunde das erfreulich) Begonnene wieder.«inschlafen lassen? i Der Hörer will gerode im Sommer weniger Problematisches hören und ist durchaus im Sinne der programmatischen Ankündigung auf Sommerliches eingestellt.-_ � Busch bestreiiei harinäckig. Er unterhielt nur.harmlose� Beziehungen. Am gestrigen Montag vormittag ist die Vernehmung des früheren Stadtrates Paul Busch weiter fortgesetzt worden. Bei der Vernehmung handelt es sich immer noch um die völlige Aufklärung der Beziehungen.zwischen Stadtrat Busch und dem holländischen Kaufmann Lutki. Da in dieser Hinsicht noch eine große Anzahl von Fragen entwirrt werden muß, ist die Swats- amvaltschast immer noch nicht bei den Vernehmungen zu den Vor- würfen gekommen, die im einzelnen bezüglich der Grundstücks- geschäft« der Stadt Berlin gegen Busch erhaben worden sind. Es hat den Anschein, als ob die Aufklärung des Kontos Lutki den Schlüssel.für die Enträtselung oll der geheimnisvollen Dinge dar- stellt, von denen man schon zu Amtszeiten des Stadtrates in den Kreisen der Berliner Kommunalpolitiker munkelte, ohne Beweis« für die dunklen Vermutungen zu hoben. Stadtrat Busch fetbst bc- streitet zwar alles nach, wie vor mit der größten Entschieden- .Seit und ist bemüht, dem Staatsanwalt gegenüber feine Be- zichungen.zp.lZutki so harmlos wie möglich zu schildern. Aus diesem Grunde müssen die einzelnen Buchungen und Geschäfte, die über das Konto Lutki gegangen sind, genau einzeln durchgegangen werden, so daß die Vernehmung nur langsam vorwärtsschreitet, um so mehr als die Befragung durch den Staatsanwalt mit Rücksicht auf den ungünstigen Gesundheitszustand jedesmal mir zwei bis zwei- MW Am Sonntag gab es mittags, um 6 Uhr und um 8 Uhr Konzertprogramme, die in der Grundstiinimrng einander zu ähnlich waren. Jedesmal hörte man sogenanntes„Populäres Konzert", dos sich mehr durch bunt« Zufammenwürfelung der Orchesterstücke als durch die— recht elastischen— Wertgvenzen nach unten und oben auszeichnete. Am Abend waren die beiden Sketsche von Ossip Dymow eine recht willkommene Abwechslung. Geistvoller und witziger als die Kriminalszene„Die rote Maske" war die kleinpsychologische Studie„35er Sprung ins Ungewisse".— In der Elternstunde sprach Studiendirektor Garde über eines der schwie- rigsten Problem« im Erziehüngswesen:„Aeltere Schulkinder und ihr« Eltern". Jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht, weiß, welche Tragödien der Kamps des Jugendlichen»AM Selbständigkeit und Freiheit der Entwicklung gegen das Erziehungs- recht und die Erziehungspflicht der Eltern bisweilen heraufbeschwört. Es war gut, daß ein an leitender Srelle stehender Erzieher Eltern zum v e r st ä n d nisvollen Eingehen auf die Selbständig- keits wünsche der Jugendlichen, die Jugendlichen zum Be- greifen der elterlich en'Erziehungspflichten gerade in diesem kritischen Stadium ermahnte. Am Montag gab es ein Abendprogramm von hoher Qualität. Das Funkorchester unter Bruno Seidler-Winkler, der Funkchor unter Maximilian Albrecht, die Solisten Gertrud Bindernagel und Sven Gläser brachten 3)arbietunq«n aus Werten von Verdi und Wagner. Dann spielte Lllera-nder Borowsky Klavierkoirzerte von Bach und Albert Rousscl. In der Veranstaltung„Parodien und Schlager" brachte Eduard May amüsante Parodien über„Puppchcn, du bist mein Augenstern" im Stil klassischer Komponisten. Originell ist diese Art der„Variation" allerdings keinesfalls, wie Herr May gern glauben machen wollte.„Wie die Frau den Mann sieht" nannte sich ein Vortrag von Lola Landau-Weaner, der allerdings die genaue Antwort auf das Thema schuldig blieb. Als dos Idealbild des Mannes unserer Zeit bezeichnete sie den unroman- tischen Tatmenschen> der zur aufrichtigen Kameradschaft mit der Frau sähig ist.— Im Programm der aktuellen Abteilung hörte man einen Vortrag des Ingenieurs Otto Gergaczeviez über die leider noch stets aktuelle Frage der Zukunftskrieg«. Die Schrecken der Gistgaskatastrophe waren der Anlaß, einen auf dem Gebiet der Kricgswaffen erfahrenen Ingenieur, der auch aktiv am Kriege teilgenommen hat.. über das Thema zu Worte kommen zu lassen. Man kann nur wünschen, daß in Wort und Schrift dem Publikum recht oft so phrasenlos sachliche Aufklärung zuteil wird: Jeder neue Krieg bedeutet nicht nur die Vernichtung von Armeen, sondern von Völkern: er wird nicht an Fronten, sondern über dem ganzen Lande geführt werden, mit Giftgasen, gegen die es keine schützenden Masken, gegen die es überhaupt keinen Schutz gibt. Uvd vielleicht hat der Vortragende recht: Was kein Moralgebot, was keine Religion zustande brachte, wird der Technik gelingen, die.es heute schon in der Hand hat, so fürchterliche Kriegswasfen.zu schaffen,'daß- niemand ihnen entrinnen kann: sobald jeder einzelne Mensch das wirklich klar erkennt, haben wir not- wendige rwÄse den allgemeinen Pazifismus., Tcs. «inhalb Stunden dauern kann. Allerdings hat sich das Besinden Büschs nicht verschlechtert, sondern eher etwas gebessert, und aus diesem Grunde wird die Vernehmung schon, ohne den sonst einge- schoben«» Ruhetag einzuhalten, am heutigen Dienstag fortgesetzt. Angesichts des umfangreichen Materials ist kaum damit zu rechnen, daß die Vernehmung Büschs alsbald abgeschlossen werden kann. Es ergibt sich vielmehr immer wieder die Notwendigkeit, auf einzelne Punkte nach Anhörung der Belaftungszeugen und Nachprüfung der Buschschen Aussogen zurückzukommen. Oie Nazis fühlen sich. Lleberfall in Neukölln mit Knüppeln und Pistolen. Ecke Tempelhofer und Feurichstraße versuchten am Montag gegen 6 UlL abends zehn Nationalsozialisten aus noch im- geklärter Ursache drei andersgesinnte junge Leute zu mißhandeln. 3>em Ueberfallkommando gelang es, drei als Täter bezeichnete Per- fernen festzunehmen. Bei der Fahrt zum Revier wurde im Ueb-rsall- ivager. hinter einem Nationalsozialisten eine Pistole, die fünf Patronen enthielt, oorgesund«n. Alle drei Personen wurden der Abteilung I A eingeliefert. Die anderen Töter waren beim Eintreffen dcrs Ucberfalltommandos in Nebenstraßen und Häuser entflohen. * Am Montag nachmittagl um 17.45 Uhr fuhr eine mit sechs Per- simen besetzte Kraftdroschke vor ein Lokal in der Ki r chh o s st r. 13 in Neukölln vor, und die Insassen drangen, mit Gummi- knüppeln, Schlagringen und einer Pistole bewaffnet, in das Lokal ein und schlugen aus den hinter dem Büfett stehenden 30 Jahre alten Vertreter des Schankwirts, Heinrich Iaeho- chen, ein. Außerdem schlugen die Eindringling« Einrichtungsgezw stände des Lokals in Snicke. Als die Angehörigen des Iaehnchen das Ueberfallkommando herbeirufen wollten, wurden sie von einem Täter mit einer Pistole bedroht. Nach der Tat flüchteten die Leute und konnten unerkannt entkommen. Schändung eines Ebert-Vildes in Potsdam. In der Sonntagnacht wurde das im Speisesaal des Großen Potsdamer Waisenhauses hängende Bild des Reichspräsi- denten Ebert aus dem Rahmen geschnitten, zerrissen und aus einem Fenster in die Spornstrahe geworfen, Pässanten wollen um 12 Uhr nachts einen Mann beobachtet haben, der aus dem Fenster des Speisesaals gesprungen ist. Die polizeilichen Ermittlungen sind eingeleitet._ Neuer pressereferent im Polizeipräsidium. An Stelle des nach Kassel versetzten Oberregierungsrats Schöny ist nunmehr endgültig der bisherige Pressereferent im Reichsministc. rium, �Or. H a u b a ch, zum Presserefereuten im Berliner Polizei- Präsidium ernannt worden. Der neue Pressereferent für das jetzt von. Minister Wirth geleitete Reichsinnenministerium sieht noch nicht fest._ Sport. Rennen zu Manendorf am Monkag, dem 2S. Aprll. 1. R e n n e n. 1. Alpeiifeuer II. MillZl, 2. HSnst Dillov. 3. Pro Patiia. Toto: 23:10. Platz: 16. 33, 97: lt>. Ferner lirscn: Hexcinneiller. Cbarmaot, Hella Timoto, Teu'elSbuo. Nymbilda. SioxlmuS. Lady Duffh, Lu(«raNan. 2, Rennen. 1. Halma(Bei), 2. NirdeUänder 3. ,5laqaenlicd. 4. Gitlor Sechoier. Toto; 36; 1U. Platz: 14, 13, 19, 29: Ig Fenier liefen: Pell rlrin Solan, Zllpipitze, Niübaga So», Arilator, Diana Mazoivan, Hauriwnnr, Mary l-iiih, Jrom. P irr. Jniercssent. 3. Rennen. I. Corisiinc(girotzmanni. 2 ZIlma Mater. 3. Hcurela Toto: 2i: ig. Platz: 12. 14.12:10. F-:ncr li-sen: Costa Ü'ica. Ctiidi Si., Crclceus, Jklcnbury. Guy de Val, Titan ia, Fahrenheit, Nordcck, Nebel- kappe(o. W.j, Zierde. 4. R e n n e n. 1. Perlcnkctlc lJanß jr), 2. Lergamotle. 3. Dorothea. Toto: 23-10. Platz: 13. 25. 13: 10. Ferner lielcn: Wysanka, Herösiaster, Jokaste. Morgan. Diancilr, Blaustrumpf, Lu-Lo, Johann. 6. Sit e n n e n. 1. Möglich(4. MillSi, 2. Planet, 3. Ouist yuaii. Toto- 105:10. Platz: 16,14,13:10. Ferner liefen: Mary Holsten, CrasluZ. Florian, Peratlion. Coro Bube. Königsadler. 6. R e n n e n. 1. Eilber Prinzeffin tW. KiauH, 2. Heliogabal, 3. Silberpappel, 4. killh Dillon. Tolo: 46:10. Platz: 22. 40. 35. 20:10. Ferner liefen: SiegcSodier, Wilkes, Fricfin, Wagner. Modena, Galeere, Mepbisto. Piri S, Langemar.n, Herzog LouiS, Goudster jr, Natal, Noblesse, Essi. Heidcblumc. Tamerlan. 7. Renne n. 1. Falkenstein lJaust jr.), 2. Landsknecht. 3. Lindomgold. Toto: 23; 10. Platz: II, 16. 17: 10. Ferner liefen: Semper idem, Meistsr- stück, Harscnmädchen. Per aspern. 8. Renne n. 1. Jenny Lind sCberl), 2. Pesfimistln, 3. Fat« Morgana. Toto: 34:10. Platz: 16, 28, 24:10. Ferner liescii: Heiderin, Hclaara, Herz Ast, Cilicium, Dy-wulchka, Olan. Pindar. 9. Renne n. l. Harsncriii iNcuenield). 2. Kapitän Halle, 8. Damian Watis. Tolo: 151:10. Platz: 24, 18. 22: 10. Ferner liefen: Cofinio, Ba- romeler, Steinnelke, Lebemann. Edelsteins Sohn, Saar, Peter Harvester. 28.AppH 493(Xabds. 15 �12�©wolkenlos,© heifer.® halb bedeckt a wolkig,«bedeckt,«Reg ervAGrsupeln ��V�SchMe,=ltebel�Gewirteo@Win a» l i» SV 63, Lindesstraße Z, parieinachn'chien für Groß-Bertin stet» tu des SejMeftfrttariat i. Hof, 2 Treppen recht», zu richte» Bezirksmictcrauöschuß. Die Sprechstunde in ZNielersachen findet Montags und Donners- tags von 4 bis 5 Uhr, hafenploh 5, vorn t Treppe, bei Rüben stait. * 2. Stwis licrgarttn.©:« Bllbunqsausschußniitgliriier der 9.. 10., 11., 12. und 13. Abteilung sowie die von diesen Abteilungen bestimmten Ordner iiur Maifeier werten gebeten, am Mittwoch, dem 30. April, 20 Uhr, bei Landow, sslensburgcr Str. 3, bestimmt zu erscheinen. Z. itrei» Wedding. Der Kursus des Genosse» Bienstoek findet lMistZndehalber bereits am Mittwoch, dem 30. April, 19'..! Uhr, im Lokal Hiller. Nazareth. kirch- Ecke Malplaguctstrah«, statt. 4. Krri, Prenzlauer Berg. Treffpunkt zur Maidemonstration am 1. Mai um ll'/i Uhr pilnkrlich Meher Straße Ecke Prenzlauer Allee. Banner, rote Kihnen und Transparente mitbringen. Desgleichen rote Armbinden für Ordner mitbringen. 3. Kreis Friedrichshain. Mittwoch, SO. April. 19V; Uhr, in Schenidts Gesell. schaftshaus, Fruchtstr. 36». Persammlunq sämtlicher Elternbeiräte der Liste Schulaubau. Tagesordnung: Die kommende Elternbciratswahl. Diskussion. Erscheinen aller Elternbeiräte ist Pflicht. 11. Kreis Schär» derg. Am Mittwoch, dem 30. April, 20 Uhr, findet im Nestau. raut.Grr'.nb", Meiuinger Str.»,«ine Ditzung de» Kreisuorstandes, der Abteilungsleiter, de» Pilduugsanslchusses, der Vertreter de» Dportkartell», de, Bertreter» der lliudersreuud« und der Jugend statt. Da» Srscheiueu eine, jede» Vertreter» ist notwendig, eneuiuell muß Vertretung gestellt werden. 12. Kreis Stegliß. Dir Bcamtenwerdcaueschuß ladet alle partrigenSsstschen Beamten des Kreises zur Deriammlung am Mittwoch, dem 30. April, pünktlich 20 Uhr. bei Schulz. Birkbuschstr. 90, ein. Genosse Dr. Draht «om ADV. referiert über das Beamtcnvertretungsgeseß. Sompathiflereud« sind mitzubringen. 1Z. Krei» Tewpelhof. Mittwoch. 30. April, 131? Uhr, im Lgzeum Tempelhos, Germaniastraße, Bezirksoersammlunq. 14. Krei» Neukölln. Heute. Dienstag. 29. April, 191h UKr. Genera loersamm. lung der Freien Schulgemeinschaft Neukölln im Kaiser-ffriebrich-Real- gnmnasium Kaiscr-Friedrich-Straß«. Di« Genossen müsse» unbedingt er» scheinen. Mitgliedskarten mitbringen. 16. Krei» Köpenick. Bild«»gr-N»schuh. Mittwoch. 30. April, pünktlich 19V? Uhr. wichtige Sißung in der Bibliothek, Schloßstr 27, I. Alle Ausschußmit. glicder des Kreises müssen erscheinen. W 17. Krei« Lichtenberg. Mttwach, 30. April, 20 Uhr, Mai Kund- g B gebung der SAZ. ans drm viNoriaplag. Die Parteigenosse» uxrdrn~ || ausgesordert, sich zahlreich zu beteiligen. W heule, Dienstag. 29. Slpril: 16.«dt. ISVh Ilbr wichtig« Sitzung aller Genossinnen und Genossen bei Sandow. Flensburgrr Etr. 3. 19. Abt, Die Bezirksführer rechnen die Maikarten bestimmt am l. Mai in der Kachschulhrauerei mit dem Genossen Kemnitz ob. Bis dahin nicht ab» gerechnete Karlen gelten atz oerkauft und können nicht mehr zurück. genommen werden. 40. Abt. 20 Uhr kurze Besprechung des Abteilungsoorstonde» mit den Funk. tionären bei Keufner, Hagelberger Str. 20-. Dir erwerbslosen Mitglieder der Abteilung können sich geoen Borlegung der Stempelkarte Eintritts- karten zur Maifeier nm l9tzh Uhr ebendort abholen. Gchöweberg. 77. bis 3l. Abt. Alle Parteigenossen, deren Kinder dos Kelmholtz- Gpinnassum besuchen, werden um sofortige Angab« ihrer Adressen an Karl Wegener, Ruben-ftr. 29, gebeten. Eventuell auch die Steglitzer Gr- nossrn.— 80. Abt. Achtung! Unsere Funktionärsstzung findet nicht mehr am ersten Dienstag des Monats, sondern einem Kreisbekchlusse folgend, am l. Freitag statt. Nächste Sitzung Freitag. 2. Mai. 20 Übe, bei Gürlich. 64. Abt. Lankwitz. Maiseierlarten find unbedingt bis spätestens l. Mai in den Lichierfelder Festsälen beim Genossen«aiser abzurechnrn. 146». Abt. Wittcuan. Wir bitten all« Genossen, die an der Bildung einer Gruppe de,.Bundes der Freien Schulgemeinfchaftt interessiert sind, ihre Adresse dem Genossen Diese. Elsenvsuhl 23. oder auf einer der nächsten Abieilungpoeranstaltungen mitzuteilen. Achtung, Bezirkssvhrer! Mttt- woch. 30. April. Abrechnung der Maifeierkarten deim Genossen Baal, OranieiHurger Str. 219. Morgen. Mittwoch, 30. April: 6. Abt. 1#H Uhr wichtige Funktion ärsitzung bei Dobrohlaw, Swinemünder 9.«fct M»" Uhr hei Sufenboch, Perlebcrger Str. 64, stahlabenh und Di»- kutierabend. Referent: Werner Schmidt. ll. Atzt. 1.9V! Uhr aJKtqticictserfammluiig ItL.JSjflST, Sfixkoa» Ecke.«!«»»■ fttaße. Bortrag:„Der Kampf der Sozialdemokratie itz. Politik und Wiks. schastt. Referent: Karl Decsscl.. 21. Abt. 191? Uhr Mitgliederoerlammlung im Schradcrhaus, Malplaouet. straße 14—16. Bortraa:.Die Reorganisation der Berliner Bcrwaliung". Reserent: Stadtoerordneicr Hermann Lempert. 29. Abt. 19'? Uhr.-ahiabende bei Elaus, Prenzlauer Allee Sl: Klug, Dan» ziger Str. 7l: Ri-iiee, Schliemannstt. 39: Riebe, Dnnckcrstr. Id: Buch- bolz, Prenzlouer Allee Eck« Siargardcr Slraßc. 34. Ade. l91h Uhr Mitgliederoerlammlung i» Schmidts Gcsellschafishaus. Fruchtstr. 36». Porteag mit Lichtbildern:.Kampf dem Prinattavital durch Eigenunternehmungen der Arbeiterschaft". Referent: Genosse Schulz. 33. Abt. 13 Übe Sitzung dcs Ableilungsporstandes bei Schulz, Samariter. straße 38. Um 19'? Ubr Bb'eilungspcrfammlung ebendort. Diskusston». abrnd. Referent: Bruno Theek. 38. Abt. Di« Bezirkssührer sorgen dafür, daß die Karten zur Maifeier durch Lausbcsuchc restlos abgesetzt werden. Nickst zurückgegebene Karten gelten al» verkauft. 41. Ab«. 20 Uhr im Friesenschlößchen. Friesenstr. 14, Abteilungspersammlung Bericht oom Bezirksparteitog. 46. Abt. 19 Uhr in der Schusaula Forster Ecke Rrichenberger Straße Mit- alitdervertammlung. Bortrag:„Tie gegenwärtige Wirisckstlftspolitik". Re- strent: Ernst Neumann. Eharl-ttenbnrg. 36. Abt. 3. Grnpp«. 20 Ubr?ah!obeud bei Schuß. Wallstr. 99 Dorlraq:„Die Arbeiterklasse und ibre Bcziebunoen zur Kultur". Rcsc. rent: Karl Döbler. Parieiangelegenbeiten.— 66. Abt. 20 Uhr Abieilungs- Versammlung bei Fuekow'ack, Hottzendorlfstr. 20. Bortran:..Die Repa- rationsbauk" Referent: Dr. Fritz Schönhcrr.— 67. Abt. SO Uhr im Jugendheim Rolinenstt. 4 Funktionärsstzung. Die allen Funktionärkar'cN sind mitzubringen, die neuen werden ausgeaebev. Nickst verkaufte Mai- karten mitbringen zwecks Abrechnung.— 63. Abt. 20 Uhr bei Mener. Würzburger Str. 17, Abrechnung der Bczirksführer mit den Maifeier. 31. �Friedenau. 201h Ubr Bildungsgruppe längerer Parteigenossen bei Klab«, ttandi-rvstr. 60— 6l. Thema: Wirttchaftsdemakratie. All- Genossen iinb willkommen._,,,„... 83. Alst. Licksterfrld«. Besonderer Umstände holder sollt die heutige Mitglieder. verlazumlunq aus..____.. 83. Abt. Lichtenrade. 1914 Ubr Schule Roonstraßc Milgliederversammlung. Vortrag:.Fragen der Schuld rigienc". Referent: Dr. Kollwitz. Tfr 114.— 116. Abt. Roch immer fehlen die«inderadressen au» der 11«.»nd auch 114. Abt. Die Bezirlsttihrer werden dringend ersucht, die Adressen um> gehend drm Genossen Marten,. Erossener Str. 16, zuzustellen. Iteichsbsimerlrameracleii! Alle parici�enSiiladien aktsren Reidubannerkameraden treten in Uniform auf den vom Ganvordand mit den Orttver einen vereinbarten Sammeipl&izen an.— Dieselben decken sich zeiilicb und Orllicb mit denen der SPD. (Zeiinngsnotlzen beachten.) Frans Künstler. Donnerstag. 1. ZNai: Alle Genossinnen und Genossen, die nicht an de« Gewerkschasls- kundgebungen teilnehmen, sammeln sich an den nachstehend ange- gebenen Stellen: 12. Abt. 10 Ufte bei Schmidt. Wiclefstr. 17. 14. Abt. 10'? Uhr bei(tottfchoi!, Putbusser Str. 24. Die Billetts zur Mai- frier find bis zum 30. April zurückzugeben und abzurechnen mit dem Se- Nossen Szmnann, Rügcner Str. 2. 74d. Abt. kiehIendorf-Süd. Dirett am Kausvogteipiatz. Nachmittags und abend» Krlisfeier in Wannfec, Lokal„stum Reichsadler", Königstraße. Ansprache: Wilhelm Dittmann. 194. Abt. Nicderschöneweide. 1214 Uhr om Köllnischen Park sam Bahnhof Ja»nowitzb rücke). 163. Abt. Köpenick. Di« Genossinnen und Genossen«erden gebeten, an der Gewerkschafisoersammlung um 9 Uhr im großen Saal des Stadilheaier», Friedrichstt. 6. teilzunehmen. 1194 Uhr Abfahrt vom Bahnhof Köpenick— 12',? Uhr Bahnhof Ja nnowitzb rücke am Köllnische» Park tBerlin) nach dem Lustgarten zur Kundgebung. 119. Abt.»lünau. Die Genossen beieiligen ssch fteschlossen an der Nachmittag«. Veranstaltung in Falkenberg im Gemeinschastzhaus. 124. Abt. Mahlsdorf. Di« Fohnendelcgatwn ttisst sich 9>4 Uhr am Bahnhof. 139». Ab«. Heinersdors. Die Genossinnen und Genossen beteiligen sich ort der Maifeier des Kreises Pankow im Bürgerpark. Eintrittskarten stnd beim Genossen Locsner zu habe». 149. Abt. Boestgwalde. Achtung! Die Miigliebe? freien am 1. Mai um 11 Uhr am Retteldeckplatz»Wedding) zur Demonstration on. Die Nachmittagoer. «nstoltung findet um 13 Uhr in den Borsigwolder Frstsälen stait. De- tciligung aller Mitglieder wird erivariet. Frauenveranstaltungen. 29. Abt. Dienstag. 29. April. 1»>? Uhr, bei Dontke, Echulstr. 74, Bortrag. Dortragendcr: Dr. Rissel. Thcma wird noch bekannigegebrn. 149». Abt. Bltteua». Dienstag. 29. April, 20 Uhr, bei Schulz. Bahnhof. Ernst« u. heitere Rezitationen:.Die Frau in der Dichtung. Bortragende: Friede! Hall., Zungsozialistea. Di« Teilarhwer gm Refcreutenkursu» komm«» heut«, 29. April,»» einer Perbesprechuag um 29 Uhr in der alkoholfreie« EaMtätt«. Skalttzer Str. S, zusammen. C, wird um bestimmte»»nd vollzähliges Erscheinen gebet«». * Morgen, Mittwoch, 39. April, Demonstratio» durch Lichtenberg. Treis. pnnkt om Kelfingsorser Platz lBarickanrr Bruck»). All« Berliner Gruppen trete» geichlnsse» um 19 Uhr pünktlich an. Werbebezirk Rnrden hat hinter der SAZ. die Spitz«. Zahnen und Transparent« nicht rergesse». * Prenzlauer Berg. Heute. Danzigrr Sir. 23 lSchule). 20 Uhr, Referat des Genossen Hornick über:„Finonzprvgramm des Bllrgerblocks". Gäste'gern gesehrtl. Gruppe Tempelhol-Marieudors. Im Jugendheim, Lnzeum Tempelhos. Ger. maniastr. 4— 6 sEingang von der Götzsttaße). heule, 20 Uhr, Borirag:.Der moderne Klassenkomptt. Reserent: Gregor Bienstock. Gruppe Wilmersdorf. Heute, pünktlich 20 Uhr, im Jugendheim Wilhelms- au«, Ausspracheabend. Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde Groh-Deriln. Mitte. Gruppe Eugelufer. Heute wieder. Gruppenabend in der weltlichen Schule. Käpenicker Ete. 126. Wir machen einen„Sustiglm Abend". Jeder Rote Falke bringt etwa» zum Besten. Geburtslage, Jubiläen usw. 69. Abt. Wilwcrsbors. Unserem vezdicuten Genosse» Raz Brand. Bayerische Straß« 39. zu seinem Geburtstage die herzlichste» Glückwünsche. Wir wLnsche» und hoffe», daß er wie sie«,, tre» zur Arbeiterbewegung stehen wirb. 124. Abt. Mablsdors. Unserem Genosse» Otto Sirgmund und seiner Ghesron Martha zur Silberhochzeit die herzlichste» Glückwünsche. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 47, Abt. Am Sonnabend, dem 26. April, verstarb unser lieber langjähriger Genosse Paul. Weißer, �hre kipsm Andenken. Einäschmir.a am Mittwoch, dem .30. April. J.7',g Uhr, INI Krematorium Gerichisttoße. Wir bitten um rege Beteiligung,.....' 99. Ab«. Neukölln. Am W. April verstarb plötzlich unser«: Genossin Frau Anna Mrinhardl, Monbachufrk 64. im Alier von 69 Iahrr». Die Partei oer. liert in der Genossin Meinhardt Kne Kampfgefährttn, die von frühester Jugend an dem Sozialismus ledie und bis zum letzten Tage in ooebildlither Aktivität unserer Bcwegung die Treue hielt. Ehre ihrem Andenken. Einäscherung Dienstag, 29. April, 20 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg, Vortrage, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner..Schwarz-Rol-Gold". G e s ch s f t s n e l I»: Berlin s 14. Eebastianstr. 37-33. Sok Z. Tr Gauvorftaud. Für die Füge und die Kundgebung der SPD. om Donnerstag, dem l. Mai, haben die Kameraden aller Ortsoereine den Schutz zu llbernehmen. Ztäbere Anweisungen sind an die Ortsoereine von leiten des Gaues und her Kreisführer bereits ergangen.— Dienstag, 29. April. Prenzlauer Berg. 20 Uhr Sitzung sämtlicher Iügenhobleui« bei Burg, Prcnz. lauer Allee Ecke Raumeestraße. Erscheinen Pflicht.— Mittwoch, 30. April. Prenzlauer Bera. 20 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee,«rwei'erte Vorstands. sttzling. Mustk. Jugend und Sport muß oertreten sein, isehlendorf. Pünktlich 20V, Uhr. Mtgliederversammsuiig im Lokal Schneider, Kehtendorf, Potsdamer ! Straße 25. Erscheine» Pflicht. Reutölln Beitz. 3. Kameradschaft, Zug Eberl. Beisammlung bei Hinsgrn, Thomaestr. 31.— Donnerstag, 1. Mai. Berlin» Mitte. Kameraden, die z» Pfingsten an der Wrcnzmarkfahrt teilnehmen, werden um Einzahlung des Fahrgeldes ersucht. Illtz Uhr Antreten Vewerk. lckiaftshaiis, Sngeliifer 24— 25, Bundcskleidung ohne Fahnen und Splelteute. Krenzbeeg. 11% Uhr Antreten sämtlicher aktive» Kameraden in Bundrsklei. dung ohne Fahnen. Erscheinen Pflicht. Reinickendorf lOrtooerein). Antreten zum Schutz der SPD. um 11 Uhr am Ncttelbeckplatz. Lindower Straße. Mieter, und Wohnungsuchende-Berband Deutschland»(Sitz Berlin), Ber- iWlltungsbezirk 3, Berlin N. 65, Razgre'hkirchstr. 48. Mittwoch, 30. April, 191? Uhr. im Reftaurant Steinocker(früher Hagenbeck). Berlin R. 05. Müller. sttaße 137, Mieterversainmlung. Tagesordniiiigi Der Abbau des Mieterschutzes. Verband für Eherechtsresorm, Sitz Berlin. Oeffrnlliche Versaminlung am Freilag. dem 2. Mai, um 20 Uhr. im Resiaurant..Zum allen Askanier", Ber. liit SA. 11. Anhaltstr. 11. Tagesordnung: 1. Offizieller Verjcht über dir Wiener ?agui:g. 2. Was haben wir vom neuen Reichsiusiizminister zu envarten? 3. Mitglicderberatting und Neuanmeldungen. 4. Freie Aussprache. lonokllo» Enelisli vedn-i:" c'ud dliltvacti 21' Uhr. TatinüirletiallS vülov- leolle>04. ciuttivannsnul: die IV. p..Jones:.The five E's." Sola ma nder bring+ wieder ZUM FRÜHJAHR eine Auslese der schönsten Damen und Herrenschuhe in vielseitiger Aus-führung in den bekann+ guten Qualitäten und Preislagen XV"" «rrgs -■■■«.v Vi V /' • iV � m taalJfin unseren Verka ufs sie I le n führen wir erstklassige Strümpfe u.Socken in allen mod. Farben IM i SozjalisilscheArbejterjugendGr.-Verlin Kl I SJ«W Einsendungen für diese Zlubrtk nur an da« Zugendstsettarigt Lettin 613 68, OndenffeaSe 3 Demonstration durch Lichtenberg. Morgen, Mittwoch, Tresspunkt aller Gruppen pünktlich um 19 Uhr GM Hclstngforsrr Platz(am Bahnhof Warschauer Brücke). heule, Dienskag. 29. April, 19>» Uhr: Kölnischer Part: Heim Waisenstr. 19. Mitgliederoerlammlung.— Rose». thaler Porstadt: Schule Elisabethkirchstr. 19.„Warum I. Plai?"— Hansa: Heim Bochumer Sir. 8b. Funktionärsitzung.— Westen: Heiin Eulmstr. 15. Iack-London-Abend.— Brunnenplatz: Schule Pank. Ecke Wiesenstraße..Die Bedeutung der Gcwrrkschasten."— Gesundbrunnen)! Schule Eoteuburger Eiraße 2.„Arbeiterjugend und 1. Mai."- Humboldthain: Heim Putbusser Straße 3. Tagespolitik.— Leopoldplatz: Schul« Uircchicr Ecke Turiner Siroße. .Die Bedeutung des l. Mai."— Schillerparl: Schule Schöningstr. 17..Die Bedeutung des l. Mai."— Weddinq(R.-F.): Heim Lüttichcr Str. 4.„Wir und die Rauschgifte."— Wedding-Rord: Heim Turiner Ecke Serstraße. Einfüh. ruiigsabend.— Arninrplatz: Schule Sonnenburger Sir. 29..12 Jahre Re- publik."— Arnswalder Platz l: Seim Rastenburger Str. 16(neues Keim). „Geschichje der sozialistischen Jugendbewegung."— Fallplatz I: Außerordent. liche Funktionärsstzung beim Genossen Schulze. Lnchener Str. 42.— Kelmholtz. platz: Heim Dauziger Str. 62, Baracke 2...Proletarische Schicksale."— Weißen. je«: Heim Parksir. 36. Lichtbilder:..Adamsohn".— Kasrnheide: Heim Wasser. rorstr. 9. Einführungsabend.— Südwest: Keim Lindenstr. 4. Arbeitsaemein. schaft.— SchSnederg Ii Heim Hauplstr. 15.„40 Jahre l. Mai."— Schön«, Heeg II: Heim Hauplstr. 15,„Geschichte der Arbeiterbewegung."— Schöwe» derg III: Keim Hanptttt. 16.„Die Bedeutung des I. Mai."— Schöneberg IV: Heim Hauptstr.>5.„Aus dem Leben der Tiere."— Ehaelottcnburg: Heim Rostnenstr. 4. Bericht von der Ostcrfahrt.— Siemensstodt: 11. Bolksschule, Schulstraße.„Das Belriebsrälegksetz."— Westend: Sportplatz Westend.„Jugend in Rußland."— Mlmeeopars: Sprcchchorprobc. Turnhalle Gieselcrsttaße. 20 Uhr. — Mattendors I lR.-F.): Schule Dorsstr. 7, Zimmer 6. Kreuz und quer durch die„Arbeiteriugend 1929".— Mariendors U: Siedlung Daheim 159/120. „Probleme der Sozialisterung."— Britz i und II: Rathaus, Chausseestr. 48. „Alkohol und Nikotin."— Reukölln l: Keim Sauder. Ecke Hobrechtstraßc.„Gr. lefmisse aus meinem Beirieb."— Neukölln II: Keim Berqstt. 29.„Unter, nrhmerorganisaiionen."- Reukölln lll: Keim Zielhenstr. 58.„Ein Tag im Gefängnis."— Neukölln IV: Keim Schierkcstr. 4l.„Ein Tag im Gefängnis." — Renknll« V: Keim Böhmische Sir. 1— 4.„Nationalsozialismus, Komm,,. nismus, Sozialismus."— Renlölln VI: Heini Treptower Sir. Mi— 96. Mit. gliederversannnlung.— Neukölln VII: Karl-RaribSchule. Maifeier.— Nen- köll» VIIU Schule Rütlistraße.„Gewerkschoftsfrogen."— Neuknll» A sR.-F.): Keim Bergsir. 29.„Dos heutige Ruß'ond."— Rei kölln XI: Keim Flughafen, sttaße 63.„Rote Falken."— Köpenick, Gruppe l: Heim Grünauer Str. 5. Tagespolitik.— Riederschönewei de: Schule Berliner Sir. 31.„Die Bedeutung des 1. Mai."— Reinickendorftvft: Heim Liudauer Straße.„Der 1. Mai."— Tegel: Heim Bahnhofstr. 15.„Unsere politischen Gegner."— Nordosten lt Heim Danziger Str. 62, Baracke 3.„Alkohol und Nikotin." Werbebezirk Neukölln: Uebcn des Eprechchvrs um 19'? Uhr im großen Saal der„Neuen Welt". Es müssen alle Genossen(auch die Vettra»rn»!e»ie) UN. bedingt erscheinen. Allgemeine Wellerlage. Im grögten Teil des Reiches überschritten die Temperaturen heute wieder 20 Grad. Am Rhein wurden sogar stellenwe'se 2u Narr, meintcsl Kalabuchoff wurde ewig die Verantwortung trogen, und du dürstest ewig oen unerjetzbarcn Sekretär spielen. Nun versuch mal etwas Aehnliches zu filröen. Mahlzeit!' So philosophiert der rothaarige Passagier, und mit einem Blick nach seinem Reisegefährten denkt er:„Ich muß seine Bekanntschasl ???achen. Vielleicht gar ist er eine maßgebende Persönlichkeit. Diel- leicht findet er Gefallen an mir.. Der mit dem helleren Kopf überlegt« unterdes:„Da habe ich feit der Revolution mit dem Genossen Malabuchoff gearbeitet. Malabuchoff wird in; Verfogungsamt gesteckt- und ich mit. Malabuchois wird in die Lumpennerarbeitung versetzt— und ich mit. Malabuchoff erhält den Landhaustrust nebst Bestallungsweien— •?d} mit. Malabuchoff geht nach dem Oste»— ich geh ebenfalls nach dem Oste??. Malabuchoff geht nach dem Süden— und ich gehe nach dem Süden. Da plötzliche Säuberung, alles«erb zu oberst gekehrt. Zllw B-gt w des Abgrub Die Sache wuch so geürccht, als sei ich ein Spezialist für alles Untaugliche und Malabuchoff rniter meinen Einfluß geraten. Malabuchoff fliegt heraus. Armer Malabuchoff. Doch er ist nicht sehr zu bedauern. Er kann sich wieder emporarbeiten. Aber du? Es ist heutzutage nicht leicht bei einer maßgebenden Persönlichkeit unterzukommen. Wenn's auch mal ge- lingt, so doch selten. Solchermaßen philosophiert der mit dem helleren Kopf. Und mit einem Blick aus seinen Reisegefährten denkt er:„Ich nruß seine Bekanntschaft machen. Bielleicht ist er tim gewichtig« Per. sönlichkeit. Ich muß mir Mühe geben,«inen guten Eindruck auf ihn zu machen." Uno durch das trübe Fechter blickend, sagt der Rothaarige: „Unsere Aufbauarbeit lchreitet mächtig fort." „Ja, unsere Au'bauarbeir erstarkt'', entgegnet« der mit dem helleren Kopf.„Sie erweitert sich." Und jeder dachte vom anderen, sicher ist das ein angesehener Wirtschafiler. „Auch unsere Kunst macht gervaltige Fortschritte." „Unsere Kunst breitet sich aus, erstarkt"— bestätigte der mit dem eirvas Hellsren Kopf. Und jeder dachte vom andere??:„Sicher ist dgs ein angesehener Theatermonn." .„Leiser macht das Banditenunwesen sich bei uns irmner breiter. Die Bandilen sind zahlreich, der Kamps gegen sie muß verschärft werden." „Das Banditenumvcscn macht sich hei uns immer breiter. Der Kamps gegen dasielbe muß oerschörst werden." Und jeder dacht« vom anderen, sicher ist da» der Mitarbeiter irgendeiner Komrollinstitution. So überlegten sie beide und verstummten. Daraus sagte der roihaarige Passagier:„Rur uvterwegs ruht man aus." „Nur unterwegs schläft man sich aus", sagte der hellköpfige Passagier... � Und die dtiden Reisenden kehrten sich der Wand zu und schliefen ein. Es währte nicht lange, da sprach der Rothaarige im Schlaf: „Der Fünsjahrsplan mutz in vier Jahren geschafft«erden... Ehrchrchrchr... Die Sturmbattericn nebst Sozialwettciscr geben die Gewähr... chrrr,,.* Und fast im selben Moment sprach der mit dem helleren Kopf gleichfalls im Schlaf: „Für Jcnnmorer und Zweiieler ist kein Platz in unserem Lande... chrr... Alle Kraft muß angespannt werden... chcrrr... Wir aste müssen wie eine eherne Säule..." Der rothaarige Passagier drehte den Kopf herum und öffnete das linke Auge. Der Hellere wandte ebenfalls den Kopf und öffnete das recht« Auge. Die beiden Augen begegneten sich. Beide Reisende begriffen, daß jeder den anderen hatte hintergehen wollen. „Weshalb schreien Sie?"— fragte streng der Rothaarige. „Und weshalb schreien Sie?" Weiter sagten sie natürlich nichts zueinander. Sie schliefen nun wirklich ein. Und jeder von ihnen träumte, er sei einer gewichtigen Persönlichkeit begegnet, und es sei ihm gut gelungen, dieser Persönlichkeit Sand in Sie Augen zu streuen, daß sie den Befehl gab, ihn unter das Zlrbeitspersonal ein- zureihen, ihm Einreise-, Reise- und Onartiergelder auszuzahlen nrrd «in« Extrasumm« zur Ueberführung der Familie. , NAus dem Russischen von C. RosüNtboJ.) ä)ie Stare find tvieder da Jetzt sind die Stare schon eine ganze Weile ivieder da. Es ist uns nicht entgatrgen, wie das Starenpaar— es mochte Ansang März sein— sein altes Rest, ein Loch im Baum, wieder bezog. Sobald ciiter von uns sich im Garten blicken ließ, um die Beete zu Jxnfci?, die Samen zu säen und die Zweige zu beschneiden, ertönte dos Flöten des Männchens, als wollte er uns nach der langen Ab- Wesenheit begrüßen, und der klein« schwarze Kerl hüpfte munter oijf seinem Ast umher. Er trillert imd pfeift so Unermüdlich, alz wüßte cr, daß sein Gesang dem Menschen die Frühjahrshoffnung in das Herz gießt. Der Star ist ein hervorragender Bogelsiinmienimitator, und man sagt ihm nach, daß er klappern kann wie der Storch, zmit'chern wie die Schwalbe, und flöt/n wie die Drossel und die Nachtigall. Zu Anfang Mai ist die große Eierlegezeit für Den Star ge- fornmen; dann muß das Rest gerüstet sein und sein sauberlich inu Strohhalmen gepolstert, damit dos Weibchen es mollig und bequem hat jür da? Brutgeschäit. Man muß der Starin zugeben, daß su eine fleißige Brüterin ist»nd ihre großen vlauen Eier sehr sorg- fältig behandelt, während Meister Star mit Sm?g und Schellen seiner Eheliebsten die Zeit vertreibt. Pierzehn Tage später schlüpfen die Jungen aus, wenn?nan acht gibt, hört nian sie piepsen, und wenn sie nur erst«in paar Tage älter sind, recken sie schon neugierig die laugen Hälse, sobald jemand an dem Nest vorbeigebt, und sperren gierig die gelben Schnabel ans. Das einzige Interesse dieser kleinen Vogeltinder richtet sich, wie bei den kleinen Menschenkindern auf dos Essen. Ja, sie sind so unersättlich, daß sie den Alten kaum Zeit lassen, auch selber cincn Happen von den leckeren Speisen, die sie ihnen herbeiholen, zu sich zu nehmen.„Mehr, mehr!" piepsen die Store nkinder. Ihr Hunger ist besonders groß, wenn die Federn zu wachsen beginnen. Die unangenehmste Arbeit für das alte Starenpanr ist. da» Rest in dioser Zeit sauber zu halten, dem? die kleinen Starenkinder find ja mich nicht„stubenrein". Deshalb müssen die Alten im Schnabel die Exkremente der jungen Tierchen hinaustragen. Ein« der ersten Erziehungsaufgabcn, die sie sich angelegen fein lassen, ist daher, daß sie die Jungen lehren, den Schumnz aus dem Eingangsloch heraus- zustrecken, damit das Nest sauber bleibt. Ende Mai sind die jungen Stare herangewachsen und slüzge, lassen sich aber immer rwch lieber von den Eltern füttern, alz daß sie sich selber schon auf die beschwerliche Rabrimgssuch« begeben. Bald darauf aber verläßt die ganze Starcnsamstic das Nest und begibt sich auf irgendeinen guten Futterpiatz. Der Garten lockt sie' erst wieder an, wenn es Beeren und vor ullem süße Kirschen zu schnabulieren gibt. Der Lieblingsplatz der Stare im ersten Sommer sind die Wiesen,???o, wenn sie srischgemäht sind, reiche Beute zu ergattern ist. Im Herbst kommt für die Stare die Zeit der Mausar, die Ilmgen legen das???ottgrüi?e Iugendkleid ob und bekommen einen schwarzglänzenden Federschmuck wie die Alte??, und alle Federn sinn mit weißen Spitzen versehen, so daß ein Star in? Herbst ganz anders aussieht als die kohlsch>r>orzen Gesellen, die uns in? Frühling zuerst unter die Augen kommen, denn die weißen Federspitzcu nutzen sich im Laufe des Winters ab. Auch der Schnabel der Stare ist im Herbst ganz scklvorz und irnrd erst durch die winterlich? Abnutzung zum Frühjahr wieder zitronengelb. Wenn allmählich kein» Beeren mehr an Sträuchen? und Baumen sind und die Nahrunzsbeschasfunq auf Schwierigkeiten stoßt, Verleger die Stare für einige Monat« ihren Wohnsitz nach südlicheren Ländern— aber in milden Wintern bleiben viele auch bei um- unb kommen hier ganz gut durch Doch der echte, rechte Star ist und bleibt ein Zugvogel, den uns erst der Frühling wieder mitbringt II. V. Brennick:. IToher kommt der StuHergefrhmaek? Der ganz eigenartig«?md st» angenehme Geschmack der Bitter war bisher ein Geheimnis der Norm'. Nunmehr aber schein', man. wie Dr. Schutt in der Franksurtor Wochcnlchrist„Tie U.nsckau" mitteilt, den Träger des Butteraro mos gesunden zu Hachen. Man stellt« fest, daß Bakterienkulturen, die in Molkereien uttft Margarinesabriken zur Erhöhung des Aromas verwendet werde??, eine ganz bestimmte Alec.holort aufwiesen: diese zc igle sich auch reichlich in solchen Busterproben, die sich durch ein stärkeres Aroma auszeichnetest. Man stellte nun diesen Al-oho! künstlich her, aber da ergab sich merkwürdigerweise, daß er vollständig geruchkvs Tvcrr. Da? Aroma mußte also van«inen? Begleitstois da?'Alkohols herrühren, und als solcher imirdc Diacctnl crmiitell, dos durch Einwirkung von Sauerstoff aus den? Alkohol entsteht. Bei d"? Untersuchung von Butter in Mengen von 1—2 Psusd ergab sich, daß sie 1—2 Tausendstel Granvn de? Stoffes enthielte:?: außerdem fand man immer größere Mengen des erwähnten Alkohols. Nun kennt man gewisse Baktericnarten, die im Gegensatz zu den ver- vxindten Milchsäurebakterien, die nur säuernd wirken, Carbinol bilden: dieses geht dann durch Oxydation in Diacetyl über und ruft «?n kräftiges Aroma hervor. Man kann jetzt diele Bakterien zu hochivertigeiz Aromabildncm heran züchten und dadurch der Butter einen noch kräftigeren Geschmack verleihen. Das reine Dylzelyl ist «ine hellgrün« Flüssigkeu. deren Dampft überaus schnri Und stechend riechen. Es zeigt sich also wieder«inmäl, wie man in der Pänum» fabvik schon häufig beobachtet Hot, daß ein an sich schlecht riechcmdev Stoff in starker Verdünnung stn fthr angenehmes Aroma gefkx tarn. vowsvwwe TtafvioBinointatz. S Uhr Das Lied von Hoboken Ein Negers'ütfk v. Oold-Wtisenborn Musik: W-Orosü : Keinr Diitrirf»K«Bitr ätaatUdiiller-Tli. 8 ühr Da* Friedensfest Staatsoper AmPl.d Republik 7'« I.?hr Pistator-B3lni£ (Villner- TDeWirt 8 Uhr §218 Frauen io Not • Uhr CAMINO-THEA TEfl t11' tJhr _ t-othrin«jcT Strafe 37. Nur«och bi-i 90, April D«r wahre Jakob OmnersU«. den t. Mal iam 1. Mal« Die Berliner Posse Rentier Mudlcke Cutsenem für i— a Personen Fauteuil nur 1 Js M., Sessel 1.74 M-, Sonstige Preise.- Parkett u. Rene&80 M «V» Uhr r Kaiser ' V.Amerika von Bernard Shaw Regj Mas Reinhardt W» Dlraktiaa; Dr. Martla Ziskal WW, Komische Oper fr.adfici)*tr.1#4. Merkur 1401/4180. läglieh S1/« ühr Majestät lässt bitten Mu&ik tob Walter Kollo kustspielhaus rriednefastr. 256. Berfmaiiu 2d22-25 «'-4 ühr; Geschäft mit Amerika. Vor/orktuf In beiden HHusom ab tO Uhr ununtorbroohen. Kamraersplele 0 2 WiiSuisHi 5211 8','. Uhr Im 3(1. um« Die lieba Feindin (tiMii«n L 8. t-h« kqa.' fintif(jrtodn«« Direktion Dr. Robert Klein Otatsehes KODStler'Tbeat. Barbarossa 3937 &h Uhr Sex Appeal Lratn. v. Fniuik UauUli ü»»: ForrttrUrrimjj Üben Batunnaaa, Miav ctuiitiao: Beriiser Thealer Dönhoff 170 S«,'. Uhr Dar leuleisschsier! Komödie v Bernard Shaw Regie Heim Hilpert Allgemeine Otfofrcnfcnloffc Verlin-w ilmct sborf ?Ha Sertret« der Arbeitgeber unb Btr» irrten ttn Ausschuß werden Hiermit qe» lLß K 35 Aqs-tz I b der Cogung tu einer Ordentlichen AvsschuHsiHung _m montan, her» 12. mal 1S30, afrenbs 8 74 He. im Reflamraal.ZA- bianee ftof". Betllo- OHIinersbotf, Kn« erotot, 10. th der Kitt«, pünhlld) zu erscheinen. ergebenit eingeladen. Tageevrdnonz; 1. Lurlegung und Besp-echung bes Ziech.! nnngeabschlufies und des SefchSits- berichte 1313 i Berich' der giechmmgsprBfurgs. tocmilften. S. Abnahm« der Zabresrechnung 4. Aenderung her Dtenitorsnimg. 4. Aenderung der öakuno(ZG 10, 28, 80, 70 und 65). 1 6. Verschiedene? Verl ln-WUiaers darf, den 18. April ZSZ0.\ ff.Sianaaa, Schriftführer. St. Enge Hordt, BarfiKender. «i. vl. Uittd Mri Komischfl Oper Friedrichttr. 104. Merkur 1401/4330. Täglich 8-'. Uhr Majestät läßt bitten... NÄt m Wjttir Rollo, Lusisptälhaus Friedrichttr. 236. Bergmann 2022 23. Täglich 8>4 Uhr Geschäflmil AmerlSia Lustspiel von Frank und Hirschfeld GENOSS EN SCHAFT BERL IN U. U MGEGEND E.G.M.B. H. Öfe tf onsum-Genossensdiaff Berlin and Oindcdciid hält am 1. Hai ihre sämtlichen Abgabestellen geschlossen Die Mitglieder der Konsnrn-Genosscnschaft Berlin werden ersucht, ihren WarenbeäcBrf rectttf zeiif � den konsumgcnossenschaftlichen Warenabgabesfellen zu decken. in Die Komödie II Bismck. 241 4/7816 8"« Uhr Sie Brealar SrkeöJjW»t ftri Ircbuf i Bsgl«: 6584 RsiBdUSI Freitag, den 2. Mai 7i* Uhr Zum 1.»Male; Soll man heiraten T taMiiMubmariSlHw Theater 1. d.Behrenstr. 53-54 Sht Uhr A4 Zentrum �26-977 8** Uhi Otrekilo« Ralph Arlhar Robcrta Zorn vorletzten Male: ... Vatei- sein, daiieken sehr Freilag rom I. Male: Vfigel, die«m Morgen singen! mm 3hhefü>/teä- ds&Tanzßhiftt fckdueOKttf. ii 3 ttln ra leiht f. Leeste j 8.15, Sonntags 415 und 9 Uhr Hauptdarsteller: inM ltritiu. Tränt« Rom. an tUiiR. Sttsar KtoisdL tiino osss 1. 1 Bwlt« 0, Qrnftn fraitMan« Str. 132 Alan. 3412 u 3494 % vs>: THEATER Z& Dienstap, den 29. April nnchmittags SVj Ubr Der gute Kapftön' Ifandohalä»finden meisten'i- OullIuUM-H je; rtngesch.«KZfti. C. Böcker. Berlin UaUBittliU UläBe 22. Käsig}!. 3601 REVUE ISERVÜS 1930' Lessliig-Tiieater ViidndiBa 2731«.0845 Täglich »>/. Uhr Utch lontiDnsn Flamme Freitag, 2.M*I. Vi Premiere Frso Peters(tat einen Ceiienten Am 28. April starb nach kaizer Krankbait völlig unerwartet im. Dlühendan Alter von 18 Jahren unsere An- Igestellte und liebe Kollegin Martha Stein Wir betrauern in ihr, die durch ihre stete Hilfsbeieit- scbalt und ihr liebenswürdiges Wesen uns allen lieb geworden war. ein junges, hoffnungsvolles Leben. Wir werden ihrer stet« in Ehren gedenken. Berlin-Charlottenburg, den 28. April 1930. Gesdrärtsieitnng und fiesamtperseDal des Huuptverbandes deutsdier KrankenKsssen E.V. Alt« Jakobätr. 30/32 (Zetotral-Theater) Dönh. 21047 Täglich SU« Uhr Dss Land des Lächelns von Lehar Melropol-Td. Täglich 8V« Uhr Der Bettelstudent AlpanScbautadorf, JOken, Paltiera Tnanofl-Tiieatef Täglich SV, Uhr Ein galantes Abenteuer! 3 Musketier« wrsiisctiiedM sich morgen onons 8 UDr im eroseo schauosiotnauo! HEUTE vorlmttta Vorsteilung. WIM MställarlteiUr Verband Venraltunrsmeile Berlin Nachruf ■Sen Rftgiiebern zur Nachricht, daß un er Aaüege, der Sch'eifer Otto Harnisch geb. 21. Seriem der 1S82, am 8t. MSrj geftarden ist._ Hftn IT. April starb rmf« ztasteg«, der Rohrleger Rani Keiler ged. 24. September 188A. Skr« ihr«« Avdente»! Di« Sindicherunge» haben dereit« stattgefunden. Di« OrtavcraraUwog. Verband der Bafflüider and Pagierveremeiier Deatsdilwds Oruvtrwaltuag Berlin Todesorueigei Den Zlitaliedarn zur Nachricht, dah unser» stollegin, bi« Duchdinberei» ardefterin Marie R&tz Sfffadethufer 10 oerstnrde» ist. Ehre ihre» Andenke»! Die SinSschernna ftndet deute Dien«. tag, den 29.«prii. adend,>.',S Udr. im Krematorium Banmichuienateg, Siefholjftrahe. statt. Rege ZeteNixung ermariei DI« Drtnvsrwnltnng Model Ridellänie» weil« iteedit sab dar AUbcUot«, «rohe Anemadl. ilcin« Prrilc! «eiinielsweiie: Schlafzimmer 485.—. Speiseaimmer 817.—, Herrenzimmer 882,—, Spiegel- schrän?« 118.—. Ditlcngsrnitur 88,—. Znrichteiüche 39.—. Meiilnabettstell« 6«.— gleiderichriinte 48.—. Chaise- iongues 28,—. Meialldeitileil« 18.—, Äuileaematrahe 18.— Sonstig» WSdel ongemeilene Preis«. Zeidadlung aui- schiaairei. Wochenraten. Monatsraten st-iiarad-it di« zehn Prozent, auch aui Zlnzahlunaen. Ältir.e auch ohne ir.vah. lungen. Aredit» bi« zwei?abre. Möst Sin». Katalog franko. Kauptgeichdit: Steali». Schlohftrahe 197; 2. Seschait; Neukölln. Kermannplat?: 8. Seschäft: B«II».Ällianc-4xtrahe 98/—, Unltrarunfr. bahrt; 4. Geschalt: TckSniderg. chaupt- strok, 140, aeq«ulld«r Sauptpost: 5. G> ichäitt klattduiser Strasse 28, gegen iib-r Äiteiänaer. 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Lmfl Weiher, Annernarts Kemse, Elte CbJopaty, geb. Wclger als Kinder. Di« Einäscherung findet am Mittwoch, iTVt Ubr, im Krematorium Berlin, Gerichtstr.le, stan. OHeftt.. vichti» ffw iiä#tid> Deiben.»erJaui.:»uierhaltene stleiderfpind-n, Lertiko» 24.—. Bett stellen 29»-. fflurichrStck«. Vatchweletten 24,—, Cbatseiongue» 34a-. stom. moden 19.—. BLcherspinden, Schreib- tifche 32r- Büfett« 78,—, 5 tu; maau« 29,—. Standuhren 68/—. G roste Ausmab! in Sludsesteln. fflüaeln. Piano«, 800 Teppich«, stitcheneinrichtun- a«n 48.—/ Riefenaumoadl, alle» fpptt. billig. Epriseziirnncr. gitterholten, komplett 928.—. Herrenzimn-er.'oft neu. komplett 28,—, SpcifMimmcr, menfg gebraucht, Drci.Meier-Büfett, komplett. 890/—, Schlafzimmer, iabrik. neu. komplett 268.—. Wohpsglon. menig benustt. 195,—, Antike Möbel, darunter Biedermeier-, Barock- und andere Stil. möbtl. sowie komplett«» Biedermeier. eimmrr fpottdillig. 100 Wichen, ext- lückend« Modell-. 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