Morgenausgabe Tit. 220 A III 4i.Iahrgang «öchuMch«P,. m-»»wch».«0». w>»orau» zxhlb«. Poftdtju« .w,ch»«ßllch«0 Uf«.«oSjeüunj». unk 72 Pfg Pi>kt>eft«llg-düI>r»A. Ausland»» »domiswe« S,— M. pro Monat. Der.vorwär«»»«rlch�nt»ochanti». llch zweimal, Sonntag» und Montag» einmal, die Abendauegaden für Verlin and im Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustriert» Beilagen»Volt und Zeit" und.Äindersreund". Zern» »Unterhaltung und Wilsen",»Frauen- stimme".»Techn«". ,35 titf in die Büch erwelt" und»Jugend» Borwärt»" Berliner VoltSblaN Dienstag 13. Mal 1930 Groß-Äsrlin 10 Pf. Auswärts 15 pf. Ol««tntyolttg« NonparetllezeN» 50 Pfennig. Reklame�eile ü.-> Reichs« mark.„Kleine Anzeige»� da» ettge« druckt« Won 25 Pfennig(zu?äsfig zwei Zugedrückte WoNe). jede» weitere Wort 12 Pfennig. Stellengefuch« das erst« Wort 15 Pfennig, jede» weitere Woof U) Pfennig. Worte über 15 Buchstabe» «ähien für zwei Worte. ArbeitsmarN Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen Ze.l« il) Pfennig. 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Dabei werden nur die wenigsten Anwesenden die Möglich- ke!t gehabt haben, ein umfassendes Bild von der Großartig- keit und dem Umfang dieser Kundgebung zu gewinnen. Denn die meisten Teilnehmer konnten selbstverständlich nur die Eindrücke eines Saales aufnehmen, zumal schon lange vor Beginn der Veranstaltung jeder Saal wegen der gefährlichen Ucberfüllung polizeilich geschlossen werden mußte. Die wenigen aber, die von einem Saalpodium zum an- deren gelangen und die ungeheuren Menschenmassen über- blicken durften, die alle Räume und Gänge überfüllten, konnten sich einen Begriff von der imponierenden Gewalt dieser internationalen Kundgebung machen. Selbst in den Gärten stauten sich Hunderte, die keinen Einlaß mehr ge- fimden hätten, Um den. aufgestellten Lautsprecher, um wenig- stens auf diese Weise etwas von der Versammlung zu haben. Sie harrten dort drei Stunden lang im rieselnden Re- gen aus. Denn der Erfolg der SozialdemokAtie ist um so höher zu schätzen, als das scheußliche Wetter eigentlich ge- eignet gewesen wäre, den Besuch der Veranstaltung ernsthaft zu gefährden. Daß aber trotzdem die Berliner Organisa- tion ein solches Aufgebot mobilisieren konnte, zeugt von dem starken politischen Leben, das in ihr pulsiert. Immer wieder sprachen die ausländischen Genossen, teils in privaten Aeußerungen, teils auch öffentlich in ihren Reden ihr Erstaunen und ihre Bewunderung angesichts dieser Massen von Menschen und dieser Unzahl von roten Fahnen aus. Es waren darunter auch solche, die in ihren eigenen Ländern verwöhnt sind, wie der Vorsitzende der Inter- nationale, Genosse V a n d e r v e l d e, der in seiner zweiten Rede im relativ kleineren Saale erklärte, nur die deutsche So- zialdemokratie sei imstande, solch eine großartige Kundgebung zu organisieren» Und wiederum erfüllte dieser Anblick andere ausländische Gäste mit Wehmut, aber auch mit Hoffnung. Zum Beispiel die in der Verbannung lebenden Genossen Modigliani aus Italien und Abramowitsch aus Rußland, die diesen Gefühlen beredten Ausdruck verliehen. Der Anblick des großen Saales imponierte durch die Wucht der Massen— am erhebenften vielleicht am Schluß. als der Aufforderung unseres Parteivorsitzenden Otto Wels entsprechend viele tausend Hände sich mit einem Ruck dreimal zum Hoch! auf die sozialistische Internationale er- hoben und die Massen spontan das gemeinsame Kampflied der Sozialisten aller Länder anstimmten. Wer vielleicht noch lebendiger und packender war das Bild des kleinen Saales, wo ebenfalls Tausende versammest waren, darunter aber vor allem die Sozialistische Arbeiterjugend, die geschlossen mit ihren Fahnen an- marschiert war und mit ihren farbenfrohen Gewändern, mit ihrer kampfesfrohen Stimmung und Begeisterungsfähigkeit auch das Feuer der Redner auflodern ließ:„Freund- schaft" erscholl es spontan aus Hunderten von jungen Kehlen, als O t t o B a u e r und später Adelheid Popp die Grüße der Arbeiter und Arbeiterinnen Oesterreichs über- brachten. Aus den meisten in der Internationale vertretenen Ländern sprachen Redner zu den Massen und es war gewiß nur eine Auslese möglich, um die Veranstaltung zeitlich be- grenzen zu können. Auch in diesem Vorbericht sind nur einige der Redner erwähnt, aber allen denen, die gesprochen haben, haben die Massen durch ihren begeisterten Beifall ihren Dank zum Ausdruck gebracht. Die gestrige Kundgebung in der„Reuen Welt" wird in den Annale« der deutschen Sozialdemokratie verzeichnet bleiben ebenso wie jene andere vor dem Kriege, an die Wels erinnerte, auf der Albert Thomas auf Befehl des F ü r st e n B ü l o w nicht reden durfte. Wels erinnerte unter lebhafter Heiterkeit an das hochnäsige Wort des damaligen Reichskanz- lers:„Die Außenpolitik wird nicht i n d e r H a fe n h e i d e gemacht!" Run, die sozialistischen Massen haben 1936 in der- selben Hasenheide ihre Verbundenheit mit jener Soziali st i schen Internationale bekundet, die in der heutigen Außenpolitik Deutschlands und der Welt ein nicht wegzuleugnender Faktor ist. dem die Völker einen wesentlichen Teil der Friedensfortschritte in den Rachkriegsjahren verdanken! » Der Vorsitzende der Berliner sozialdemokratsschen Partei- orgamsation Franz Künstler wies in seinen einleitenden Warten darauf hm, daß die aus den Ländern Europa» herbeigeeilten Porteigenossen auf historischem Boden stehen: Im November 1912 fand unter»dem Eindruck des kurz zuvor ausgedrochenen ersten Dalkankrieg«» hier in der Neuen Welt die große Internationole Kundgebung der Sozialdemokraten gegen Krieg und Kriegsgesahr in Ausführung der Beschlüsse des Kongresses von Bafel statt, und unser unvergeßlicher Jean Iaures war es, der zu den Berliner Arbeitern sprach. Berliner Arbeitersänger trugen unter dem stürmischen Beifall unserer ausländischen Freunde meisterhast die Lieder„0 goldener Die Exekutive der Sozialistischen Arbeiter-Jnter» nationale beschäftigte sich am Montag sehr eingehend mit der Lage in Rußland und der Kriegsgefahr im Lsten. Die Debatte führte zur Einsehung einer Kommission, die am Dienstag berichten wird. Auch wurde die Lage in Indien eingehend besprochen? eine Resolution soll Dienstag beschlossen werden. Ueber die Weltwirtschaft und Arbeitslosigkeit wurde nach einem Bericht von Robert Grimm(Schweiz) einstimmig folgende Resolution an- genommen: Die international« Wirtschaftskrise zeigt, daß die Anarchie der kapitalistischen Produttionsweis« immer mehr unvereinbar wird mit den L e b e n s t n t« r e s s e n der Arbeitermassen oller Länder. Die Lebensmittelspeicher sind voll. Aber die kapitalistische Oo> gamsation der Weltwirtschast macht die reichliche Versorgung der Welt mit Lebensmitteln zur Quelle einer zerstörenden Krise der Landwirtschaft aller Länder. Die industriell« Rationalisierung steigert in ungeahntem Maß« die Produktivität der Arbeit» Aber die kapitalistische Organisation der Weltwirtschaft macht die Steigerung der Produktivi» t ä t der Arbeit zu einer Quell« unerhörter Arbeitslosig» keit. Die internationale Krise wird noch verschärft durch die Exzesse der Schuhzöllnerel. sowohl auf dem europäischem Kontinent als auch in den Dereinigten Staaten. Die Kapitalistenklasse nützt die Krss« aus zum Druck auf die Arbeitslöhne, zu reakti nären Borstößen gegen die Arbeiterschutzgesetzgebung, zur reaktionären Revision der Steuer. systeme. Die SAI. fordert die sozialistischen und Arbeiterparteien auf, sowohl diesen reaktionären Vorstoßen als auch den Orgien der Schutzzöllnerei den stärtstmöglichen Widerstand entgegenzusetzen. Während Millionen Arbeiter und Angestellte arbeitslos sind, werden die beschäftigten Arbeiter und Angestellten durch die Rationalisierung zu immer erschöpfenderer Anspannung ihrer Muskel» und Ilervea oagetriebea. Freiheitstag",„Ich warte dein" und„Das heilig« Feuer schüre« wir" vor. Dann nahm der Präsident der Sozialistischen Arbeiter- internationale Emile Vaadervelde-Belgicn das Wort: Die Internationale grüßt in der deutschen Sozialdemo- kratie die größte politische Partei der Welt, die Schulter an Schulter mit den Bruderpo*teien für die hohen Ideal« des 1. Mai. für Arbeiterbesreiung und Weltfrieden kämpft. In Hamburg wurden von den Sozialisten die Grundlagen eines sicheren und festen Friedens beschlossen, und die sozialdemokratisch geleitete Regierung Müller war es, die Deutschland di« Liquidation des Weltkrieges brachte. Wir freuen uns, daß die fremden Garnisonen aus Deutschland verschwinden und deut- sches Gebiet wieder frei wird» Der Friede darf kein Wort bleiben, wir verlangen die moralische und rechtliche Berurtei- lung des Krieges, wir fordern die Abrüstung auch der S i e g e r als Beweis ihrer Aufrichtigkeit. Wir beklagen das Scheitern der Abrüstungsoersuche und wir freuen uns über die Gemeinsam- keit der Bemühungen der Sozialisten in Deutschland, Frankreich, England und Belgien, für wahre Abrll st ung im Kampfe gegen die Flottenaufrüstung, gegen Grenzbefestigungenn, gegen Panzer- kreuzer zu sorgen. Die Masjen aller Völker müssen hinter der International« stehen, der leidenden, der streitenden und der trium- phlerenden International«. Die Stätte, in der wir weilen, heißt Nicht umsonst„Neu« Welt"... Wir schaffen diese Neue W e l t I Für die vom Faschismus bedrückten Sozialisten sprach Genosse Modigliani: Daß die Herrschast Mussolinis ein Regime von Mördern darstellt, daß jede Freiheit unterdrückt ist, das wissen Sie. Daneben ober wird Italien von Scharlatanen regiert, die mit Tricks und Lügen handeln. Dieser Widerspruch wird di« Arbeiterklasse zwingen, den Kampf um die internationale Herabsetzung der Arbeitszeit unter di« 48stünüige Arbeitswoche hinab aufzunehmen. Dieser Kamps setzt jedoch voraus, daß der A ch t st u n d e n t a g, das Resultat der vergangenen Kämpfe um di« Verkünzung der Ar- beitszeit und der Ausgangspunkt der kommenden Kämpfe um die künftige weitere Herabsetzung der Arbeitszeit, gesichert wird. Die SAI. erinnert daher �Jle ihre Sektionen an die Notwen- digkeit, alle Möglichkeiten auszunutzen, um die Ratifizierung der Konvention von Washington durchzusetzen. Im übrigen erwartet die SAI., daß alle Sektionen die inter» nationale Wirtschaftskrise ausnützen werden, um di« arbeiten» den Massen aller Länder mit dem Bewußtsein der Notwendigkeit des Sampfes gegen die kapiiallstische Gesell-' schastsordnuag. mit dem Willen zum Kampfe für die sozialistische Organisation de? Weltwirtschaft zu erfüllen. Delegation nach Litauen.— Nächster Weltkongreß in Wien. Di« Exekutive beschloß weiter, zum zehnten Jahrestag der Kon- flituante in Litauen, dem IS. Mai, den die Sozialisten und die anderen Linksparteien feierlich begehen, Artur C r i s p i e n als Vertreter der International« nach Kowno zu entsenden. Auf Antrag des Büros wurde beschlossen, den nächsten Znternallonalen Kongreß zum Ende Zuli 1931 nach Wien einzuberufen. Die nächste Exekutivsitzung wird Ende August 1936 in Zürich abgeholten. Zu Mitgliedern des Büros der Internationale wrnden an Stelle von Cramp G i l l i e s(Großbritannien) und an Stell« von Dliegen A l b a r d a(Holland) gewühlt. In die Koin- Mission zur Untersuchung der Lag« der politischen Gefangenen wurden gewählt für Cramp und Czech die Genossen Eompton- London und Taub- Prag. Für die Dauer der Abwesenheit Van- derveldes, der eine Studienreise nach China unternimmt, wurde de Brouckere mit seiner Stellvertretung als Borsitzender der Exekutiv« betraut» Der Vorschlag der Kommission zur Wanderung des Beitrags» system» der Internationale wurde angenommen. Weltwirischast und Arbeitslosigkeit. GteNungnahme der(Sozialistischen Arbeiter-Internationale. Gin Jnlfdjcs Parlament mit Dahlen, die diesen Namen nicht ven- dienen')' täuscht Freiheit,«ine staatliche Arbeiterorganisation ohne Recht zu Streik und Tarifvertrag, täuscht eine Gewqrkfchast vor. Wenn ein liberaler deu.tsch«r Journalist über feinen Pefnch bey Mussolini schreibt, daß dieser sich ihm. al» Freutü» der Freiheit und Freund der Juden ausgegeben hätte, dann möge ihn den Aichstch der versklavten Arbeiterscha/ft, der geschändet chn Synagogen eines besseren belchrglt. Mussolini lpirbt um DgutschlanL, um es gegen Frankreich zu mißbrauchen, Seine Spracht gleicht den Reden Wilhelm ll., der aus kriegerisch- imperialiftischenV Beweggründen heraus das Wort von» dem Platz an der Sonne gegräflt Hot. Der Platz an der Sonne wird nicht dem Faschismus. Nichtsein Militarismus, sondern der Demokratie und dem Sozialismus gehören! Die Grüß« der deutschösterreichischen Bruderpartei überbrachte GeuSsie Otto Lauer. Unter stünnischem Beifall betonte er, daß er kein Ausländer sei. Wie es früher Mußpreußen gab, so gibt es heute Mußaus- l ä n d e r. Als di« Throne der Habsburger und Hphenzollern ver- schnxmdcn, da war unsere Sehnsucht die groß« Deutsche Republik, unter der Führung der ArbeiteMasse, demokratisch und völkerver- söhncnd regiert und geleitet. Auf Grund des Selbstbestimmungs- rechts der Völker erstreben wir Oesterreicher den An- schluß an Deutschland. Aunor aber schützen wir die öfter- » reichis.ch« Demokratie gegen Waffen der Gewalt, die von Pabst und den anderen Kapp-Offizieren, die ihr deutschen Arbeiter im Jahre 1920 aus dem Lande gejagt habt, geschmiedet werden. Wenn die Herren es wünschen, belehren wir sie durch einen Generalstreik genau so, wie ihr es getan habt.(Begeisterte Zustimmung.) Wir stehen in einem harten Kampfe, und die sozialen Fragen, die uns l-«w«geii, gleichen so sehr euren Sorgen, als wenn der Anschluß schon vollzogen wäre. Wir stehen s«st und entschlossen, weil wir des Sieges der ArbeiterKasse gewiß sindk Als Vertreter der rech eran den Partei England», der So- zialistffchen Arbeiterpartei, führte Genosse Crompkon aus: Die Außenpolitik der Labour Party$ot innner den Abzug der fremden Truppen ans dem Rheinland erstrebt. Ebenso gilt unsere Arbeit der Flottenabrüstung, das beweist Englands Haltung auf der von Maedonald geleiteten Flottenkonferenz. Der Begriff des Krieges muß aus der Welt oerschwinden, die mertschliche Ar- beitskrast darf nicht der Herstellung von Zerstörungsmaschinen dienen. Der Kanipf der deutschen Arbeiter macht auf uns einen großen Eindruck, die Arbeiter aller Länder find es nicht wert, für imperialistische Zweck« als Kanonenfutter mißbraucht zu werden. Der Ruf:„TO« wieder Krieg!" muß Wahrheit werben I Genosse Longwek-Fraakrelch gedachte des Wortes von Wilhelm Liebknecht aus dem Jahr« 1892, daß, über vergossenes Blut hinweg, Deutschlands und Frankreichs Prolemrier sich die Bruderhand reich«! müssen. Der Internationale des Ärieges, des Profites, der Truste stellen wir di« Internationale der Arbeit und des Friedens entgegen. Die Wahlen, die in diesen Wochen m Teilen von Frankreich stattfanden, brachten den Sozialisten sechs neue Mandate. Der Bauer der Picardie, der Fischer der Bretagne, der Arbeiter der Dordogn« fühlen sozialistisch. Besonders groß ist der Rückzug der kommunistischen stimmen.(Lebhafter Beifall.) Di« Parole..Arbester aller Länder. spaltet euch" zieht nicht mehr. Unsere alte Parole der Einigkeit ver- kündet uns den kommenden Sieg. " � Genosse Ulbarda Holland rühnite den Komps der deutschen Sozialdemokratie, den dies« noch dÄ Sturz der Hohenzollern um die Republik geführt hat. Auch für uns Nachbarn in Holland ist dieser Kampf ein unschätzbarer Dienst. Reaktion in Deutschland gefährdet den Frieden. Ein« fest« deutsche Sozialdemokratie ober bewahrt aus vorgeschobenem Kampfposten die West vor einer Wiederkehr des Rüstungswettkampfes, wie wir ihn oyr dem Kriege erlebten. Die sozialistisch« Internationole kann der treuen Mitarbeit der Holländer immer gewiß sein! Genosse ZNöller-Schwedeu wies auf die Segnungen des Friedens bin. dessen fich fein Heimat. land seit II? Jahren erfreuen durfte. Di« Solidarität der Arbeiter� schaft muh den Völkarbund schaffen, der di« Erhaltung de« Welt, friedkns im wahren Interesse unserer Klasse gewährleistet. Im Namen mcht nur der tschechischen, sondern auch der deutschen Sozialdemokraten in der tschechoslowakischen Republik er- griff dos Wort Genosse Soukup: . Wir sind froh, daß wir Sozialisten in unserer Republik wieder gemeinsam marschieren. Die letzte Wahl machte die beiden sozial- demokratischen Parteien zur größten Gruppe im Prager Parlament. Wir sind mit in der Regierung, um die Republik zu festigen, sozial zu arbeiten und die Friedenspolitik auszubauen. Wir wollen ein neues Europa errichten. Wie haben wir ISA gejubelt, als die deutsche Sozialdemokratie ihren großen Wahlsieg errang. Auch bei üns schreitet die Liqtiidation der kommunistischen S p a l t« r fort.' Bei euch im Reich wird es genau so kommen. (Freudige Zustimmung.) Ich ruft im Namen aller Sozialisten unserer Republik den Berliner Arbeitern ein tschechisches.Nazdar", «in deutsche,„Freundschaft" zu. Genosse Abramowitsch-Ruhland gab ein erschütterndes Bild der Unterdrückungen, di« gerade die irährcn Kämpfer der Arbeiterschaft im bolschewistischen Rußland er- .irchm Die Kcmteroevoluilon ist im Lager der Kommunisten. Links steht die Sozialdemokratie...Sowjetrußland von heut« kennt Brot- karten, die Lebensmittel werden rationiert, nur jeden Zwesten Tag erhalte» die Säuglinge Milch Haßerfüllt steht der Bauer dem Staat gegenüber. Ein Samen ward ausgestreut, der blutig« Ernte hervor- bringt. Wir freuen un» über das Manifest, das die sozialistische Internationale an die Arbeiter der Sowjetunion gegen die Ver» brechcrpositik des Uiopismus, der Diktatur und des blutigen Terrors erlassen wird. Empor die roten unbefleckten Fahnen der sozial- d«mokrotischen Kämpfer von 1905 und 1917! Genossin Adelheid Popp-Men mahnte die Frauen, sich immer mehr snizugliedern»n die große Front des Kainpscz für Arbciterrecht und Arbeiterfreihest, für .Völkerfrieden und wahres Glück unserer Kinder. Roch viel zu wenig Faucn kämpfen mit. Aber jeder Tag soll uns ein Mastag sein, an dem wir werben und streiten für sine besser« WAtI Genosse Grlmm-Schweiz ermähnte den für die Sozialdemokratie erfreulichen Wahlausgang im Kanton Bern. Die Hauptstadt der Schweiz hat ebenso wie die größte Stadt d�s Landes, Zürich heut« eine sozialdemo- kratische Mehrheit. Wir aueländischen Sozialisten bewundern an euch Deutschen di« Kleinarbeit, die eure Partei groß und stark gemacht hat. Wir wollen euch nacheifern, und die Niederlage der Bürgerlicheu ebenso wie die schwer« Schlappe der Kommunisten bei Kampf un Oer eigentliche Sinn Einen Angriff auf den R« i ch» Press e ch e f. Ministerialdirektor Zechlin, veröffentlicht— als Leitartikel!— tre schwerindustriell«„Rheinisch- Westfälische Zestung". Der Angriff fällt ganz in den Rahmen de» Pressekampses gegen die Berufung des Genossen W e r t h e i m e r- London in das Informationsbüro des Völkerbundes. Mit gleichen, nichtssagenden Argumenten, aber in noch gehässigerer Art, wird jetzt der Felbzug gegen Zechlin eröffnet, dessen hervorragende Fähigkeiten noch niemand zu be- streiten gewagt hat, der ober in den Augen der neuen Regienmgs- Herren den Schönheitsfehler aufweist, Sozialdemokrat zu sein. Die.Rheinisch-Westfälische Zeitung" macht der Brüning- Regierung den ofsenen Borwurf, in.personalpolittscher" Hinsicht völlig versagt zu haben: Gestehen wir es nur: Man ist enttäuscht. Wenn auch einiges gelang, so ging doch ollzu vieles fehl. Bor allem haben die neuen Männer auf personolpolitischem Gebiet versagt. Gerade hier mußte die Front durchaus und gründlich gesäubert werden. Diese Säuberung war um ' so dringlicher, als die Sozialdemokratie schärfst« Opposition zur Regierung angekündigt hatte. Trotzdem wird das Amt des Pressechefs der Reichsrsgierung noch heute von einem Sozial- demotratcn, dem Ministerialdirektor Dr. Zechlin, verwattet. An anderer Stelle heißt es gar: Das ist nämlii�dos Unbegreiflich«, daß Herr Zechlin entgegen dem klaren lville« aller ZNiiglieder des Beichskabiaetl?, endlich Remedur zu schaffen, gehalten wird. In vorderster Linie wird der Staatssekretär der Reichstanzlei, Dr. P ü n d e r, also Partei- freund des Reichskanzlers, genannt, der an einem Berblerbcn Zechlins interessiert scheint. Wenn da überhaupt jemand.genannt" wird, dann verrät das mehr als- deutlich, daß ein förmlicher Sturm auf Regie- rungspöstchen im Lager der.neuen Regierungsparteien" aus- gebrochen ist. Ein Sturm, der sich schließlich gar zu der schweren Beschuldigung verdichtete, Zechlin sei schuld an einer.Reihe I p. Z. Troelfira\ Amsterdam. 12. Mai. tSigeabericht.) Der langjährige Führer der holländischen Sozial- demokratie. P. I. Troelstra. ist heute abend l�ll Uhr nach langem Leiden gestorben. 0 Schwere Krankheit hat bereits seit einer Reihe von Iahren den Genossen Troelstra vom politischen Leben ferngehalten, in dem er für die holländisch« Arbeiterbewegung außerordentliches geleistet hat. Aus einer bürgerlichen Familie im holländischen Riesenland« stamnrend, war Troelstra schon als junger Rechtsstudent zum So- zialismus gekommen. Diese politische Entwicklung entzweite ihn mit seinen Berwandten. Wer um so energischer wandte Troelstra sich der neuen selbst gerollten Aufgabe zu. Als Rechtsanwalt wurde den letzten Wahlen m meinem Land« beweis««, daß wir auf dem rechten Weg» sind. Als letzter sprach Genosse Olko Dels-Deukschlovd. Wir danken für die vielen Komplimente, die unsere ausländischen Freund« uns gemacht haben. Wer wir lassen uns durch diese Worte nicht in eine Jubelstimmung bringen. Es ist noch viel zu tun. und die Zeit ist ernst. Je schärjer der Wind weht, um so entschlossener stehen wir da. Erziehen, arbeiten, schulen für den Kampf um di« politische und wirtschqthche Macht im Sinne der Sozialdemokratie heißt unser« Ausgabe. Es ist schon vieles erreicht. Als vor dem Kriege Albert Thomas, heute Direktor des Arbeitsamtes am Dölter- bund, hier in der Hafenheide sprechen wollte, verbot es Bülow und* sagte:.„Die deutsche Politik wird jetzt nicht in der Hasenheide ge- macht!" Heut« sprechen hier die Vertreter der Arbeiterinternational«. Sollten wir deutschen Sozialisten nächstens an die Wahlurne treten, dann sorgen wir für den Ausbau der Deutschen Republik im Geist« der Sozialistischen Internationale! Im Nebensaale leitete Genosse C r i s p i e n die Kundgebung ein. Der gemeinsam« Gesang der Internationale beendete die erhebend« Feierstunde. Kundgebung in Spandau. Gestern abend veranstaltete auch die Spandauer Sozial- demokratie eine außerordentlich stark besucht« internationale Kundgebung, zu der mehrere Vertreter der Sozialistischen International« erschienen waren. Nach einem Sprechchor der Sozia- iistischen Ardeiterjugend und Liedervorträgen de» Dolkvchors Staaken begrüßt« der Kreisvorsitzende Münsing«? die Anwesenden und bezeichnete es als gutes Omen, daß in der ehemaligen Zentrale der deutschen Kriegsindustrie Vertreter der Sozialistischen. Arbeiterinter« national« sprächen. Die Grüß« de» französischen Proletariats überbrachte Genosse Brocke, der auf die Verbundenheit der Interessen der französischen und deutschen Arbeiterschaft hinwies. Für di« La- bour Party sprach Genosse Fenner-Brockway: Rationa- lisierung und Ueberprodnktion seien die Grundübel- der. allgemeinen Wirtschaftskrise. Bon der neuen Generation erwarte er Bekenntnis zum Sozialismus und Mut zur Führerschaft. Genosse Treues- Italien schildert« in.französischer Sprache Mussolinis Derbrechen an der italienischen Arbeiterschaft, die Genosse Valär- Schweiz, früher Schriftleiter des„Avanti", durch viele Beispiel« unterstrich. Genosse Wibaut» Holland dankte dein deutschen Proletariat für seine bahnbrechend« Arbeit. Wir stehen erst am Anfang des Zieles» den Sozialisn«u» zu verwirklichen und di« Menschheit aus unwürdiger Sklaverei zur Freiheit zu führen. Genosse Stelling vom Partei. vorstand zeigte eindringlich die Gefahren der Diktatur in Deutsch. land und seinen Nachbarländern. Es sei Aufgabe aller vom Gedanken des Sozialismus Beseelten, die kommende Generation mit sozio- lisisschem Geist zu erfüllen. Stayker Beifall i'nd häufige Zwischen- nife bekundeten das rege Interesse der zahlreichen Zuhörerschaft. Nach dem anfeuernden Schlußwort des Vorsitzenden Münsingor bekräftigt« der gemeinsame Gesang der Internationale dos Gelob- nis, alle Kräfte unter den Fahnen des internationalen Sozialismus zu sammeln. i pöstchen. des„Treviramenis". schwerer Indiskretionen", die ,�us.geheimsten Kauuner« der Ministerien in die Linkspresse gelangten"! Dies« unverschämte Behauptung hat di« Regierung oeranlotzt, di« folgend« amtlich« Erklärung herauszugeben: Die.Rheinisch-Westfälische Zeitung" erhebt in ihrer Nr. 239 vom 11. d. M. in verschleierter Form gegen den Pressechef der Reichsregierung. Dr. Zechlin, den Vorwurf der Indiskretion. Diese Dorwürse entbehren jeder Grundlage. Es ist bedauerlich. daß zur Erreichung politischer Zwecke Älilkcl cmgewendek werden. die geeignet sind, einem langjährigen und verdienten Beamten in feiner persönlichen Ehre Abbruch zu tun. Man darf annehmen, daß der Reichskanzler Dr. Brü- n I n g dieser amtlichen Erklärung nicht fernsteht, daß sie vielmehr vollkommen seine Ansicht wiedergibt. Es bleibt aber die Frage, wer eigentZich hinter diesen Angrissen auf perjonalpolitischem Gebiete stockt? Wer sind die.alle Mitglieder d» Reichskabinetts". die angeblich alle Sozialdemokraten aus ihren Aemtern entfern«!! wollen? Wer von den KabinettsmltgSedrn hat dem Organ der Schwerirtdustrie die Bollmacht gegeben, in seinem Namen der- artige Behauptungen aufzustellen? Die Regienmg Müller hat, woran hier nur kurz erinnert sein mag, so gut wie kein« Aenderungen auf dem Gebiet der Persona- lien vorgenommen. Der Staatssekretär der Reichskanzlei, der engster Berirauensmann des Kanzlers fein muß, blieb Herr P ü u d e r, der Zentrumsmann. Auch sonst hatte sich im Stab der Reichskanzlei nichts verändert. Das gleiche gilt vom Reiäzzfinanzministerium zur Zeit Hilfertnngs. Die einzigen sichtbaren Veränderungen politischer Art wurden im Innenministerium vorgenommen, wo zuvor Herr Keudell seine Mannen eingestellt hatte. Aber auch diese Derände- rungen sind der Zahl nach sehr gering. Jetzt aber, wo der Bürger- block von Bernhard bis Treviranus regiert, erhebt sich ein Kampf um P ö st ch« n, der lächerlich wirkte, wenn er nicht auch noch mit offenkundigen Verleumdungen geziert wäre. er zum Kämpfer gegen das Unrecht. Sein Name hatte in der Welt der Rechtsuchenden bereits einen hohen Klang, als er als Ab- geordneter in die Kammer einzog. Dort erwarb er sich große Achtung bei den Gegnern, unbedingtes Vertrauen bei den Genossen. Als Führer der holländischen Sozialdemokraten stand er auch in der Internationale in hohem Ansehen. Sein kluger Rat, gestützt aus tiefe Sachkunde, hat immer eine gute Statt gefunden. Seit mehreren Iahren quälte ihn ein schweres Nieren- und Blasenleiden. Dazu kam vor etwa fünf Iahren ein Schlaganfall, der ihn lähmte und ihn für die Dauer an» Bett fesselte. Wer sein« Energie war damit noch nicht gebrochen. Von seinem Krankenlager aus diktierte er seine Lebenserinnerungen, von denen drei Bände bereit» erschienen sind. Der Tod verhinderte setzt die Bollendung des Werkes. Am 20. April hatte Troelstra das 70. Lebensjahr vollendet. Nur wenige Wochen später hat ihn der Tod hinweggerafft. Sei» Name wird stets unter den besten des internationalen SoziaSsmus lebendig bleiben! Mißerfolg der pilfudflisten. Die Wahl in Osi-O.-S. Kattowitz. 12. Mai.(Grgenberieht.) Dem neri�n obcrschlc fischen Landtag werden! angehören: Deutsche Wahlgemeinschast 15, Korsanty» Gruppe 13, Negierungsblock 10, polnische und deutsche Sozialisten 5, Siationale Arbeiterpartei 3, Kommu» nisten 2. G Neben dem deutschen Wahlerfolg ist das Kennzeichen der Landtagswahl in Ostoberschlesien die Niederlage de» Regierungsblocks, der sogenannten„Sanacya". Den Terror, der sich oft genug wider die deutsche Minderheit ge« richtet hat, bekamen Inzwischen auch die polnischen Oppositions« Parteien zu spüren: die Faschistentrupps der von der sozial» demokratischen PPS. abtrünnigen„BBS." konnten aber die Volksstiminung nicht diktaturfreundlicher machen. So hat die Oppositionspartei Korfantys überall die Sanacya weit über- holt. Die Wahl in Oberschlesien wird die Neigung der Staats» regierung zur Neuwahl des Staatsparlaments nicht erhöhen. Die Zersplitterung in der Zlrbeiterschaft hat die Aus- sichten der deutschen und polnischen Sozialisten beeinträchtigt; auch wird in Polen den Kommunisten täglich eine neuq Märtyrerkrone gestiftet, was ihre Werbekraft erhöht. Wahlergebnis von Kattowitz. kattmvih, 12. Mai. Bon 69 473 Wahlberechtigten hoben 24 798 für die DoutfÄe Wahlgenrsinschojt, I? 756 stir die Korsairty-Liste, 13 659 für bi« Sonacya-LlsteL798 für die beiden sozialistischen Listen, 2160 für die kommunistische Liste und 47 für den schlcsi scheu Selbstschutz gestimmt. Vriiisches �edaktionsgeheimms. RegierungSerttärung im Unterhaus. London. IL. Mai.(Eigenbericht.) VO-rs Unterhaus beschäftigt sich am Montag mit der unlängst erfolgten polizeilichen Vernehmung englischer Iour- naltsten, die die bevorstehende Verhaftung Gandhis gemeldet hatten. Sir William Iowitt, oberster' Stoatsanwaltz erklärt« die Gerüchte als falsch, wonach diese Information von einem Mnister gekommen sei: er fühle sich zu der Feststellung berechtigt, daß die Polizei bei ihrer Untersuchung rücksichtsvoll und mit Takt vor. gegängen sei. Senator Zules Pam», Poincar«s unglücklicher Gegenkand� bat der Linken bei den französischen Prösidentschastswahlen im Januar 1913 ist, 78jährig, gestorben. Er gehörte bis zum letzteu Jahre der französischen Pölkerbundsdelegation an. Ein Handstreich aus ein indische» Staat»- Salzdedot wurde von Saudhi-Freiwilligen versucht. 75 wurden vor haftet. 3m ehemaligen Deulsch-Südwestasriko ist durch Partaments- beschluß di« britische Flagge eingeführt: die Deutschen ent« hielten sich der Stimme. Hetze? Wachsende Nervosität im Zentrum. Der Parteitag des Preußenzentrums hat den Willen er- kennen lassen, an der Koalition in Preußen festzuhallen. Die Hoffnungen der Rechtsspekulanten auf eine Eroberung Preußens durch die Deutschnationalen mit Hilfe des Zentrums sind enttäuscht worden, sie lassen ihre Enttäuschung offen er» kennen. Die„Kreuz-Zeitung", Sprachrohr der Westarp- gruppe, stellt fest: „Damit ist ober die Aussicht auf die Herstellung der Relation zwischen den R e g ie r u n g s v e r h äl t- nissen im Reich« und bedeutendsten Bunde»- st a a t h i n f ä l l i g. Da jedoch ein« von der Sozialdemokratie los. gelöste Reichspolitik ersnhrungsgemäß unmöglich ist, solange in Preußen die Sozialdemokratie mit Hilse ihrer bürgerlichen Mitläufer. auch des Zentrums, tonangebend ist, muß sich notwendig hinsichtlich unserer Einstellung zum Wallen und Volldringen des Kabinetts Brü- ning das Gefühl weitgehender Skepsis immer mehr in den Vordergrund schieben." Damit ist die unmittelbare politische Bedeutung dieser Zentrumstagung festgestellt. Darüber hinaus hat der neugewählt« VoiPtzende der Zentrumspartei in Preußen, Dr. Heß, dem Mißvergnügen des Zentrums über die Opposition der Sozialdemokratischen Partei gegen das Kabinett Brüning Ausdruck verliehen. Er hat versucht, die Betonung des staatspolitischen Charakters der sozialdemokratischen Opposition durch Otto Braun im Landtag alz eine Distanzierung von der Politik der sozial- demokratischen Reichstagsfraktion und als ein Abrücken von der sozialdemokratischen Presse zu deuten, er glaubte ferner, feststellen zu können, daß bei der Sozialdemokratie Partei und Presse auseinanderlaufe. Das eine ist so irrig wie das andere. Es scheint, daß man im Zentrum über den vielen Betriebsunfällen des Ka- binetts Brüning die zur Begründung des sozialdemokratischen Mißtrauensantrages gehaltene Rede des Genossen Breit- scheid vom 2. April im Reichstage völlig vergessen hat. In dieser Rede hieß es: „Solange eine einzelne Partei nicht stark genug ist,, allein zu regieren, und solange nicht jede einzeln« Partei sich auf eine rein auf Agitation eingestellte Opposition beschränken will, solange sind wir in diesem Reichstag« auf Koalitionen angewiesen. Die Partei aber, die die größte in diesem Reichstag ist und die größte im nächsten Reichstag sein wird, gleich- güllig, wann und unter welchen Uinständen dieser Reichstag sein Ende finden wird, dies« Partei wird, wie in der Vergangenheit auch in der Zukunft immer bereit sein, eine Mitvera ntwor- tung zu übernehmen, wenn sie das mit den von ihr ver- fochtencn Ideen und mll den Interessen der von ihr vertretenen Schicht«» für vereinbar holten kann." . Es ist das gleiche Bekenntnis zur Staatspolitik wie in der Rede Otto Brauns— die Unterstellung einer poli- tischen Differenz zwischen der Sozialdemokratie in Preußen und im Reiche ist daher völlig abwegig. Hat man im Zentrum auch schon vergessen, daß dies staatspolitischc Bekenntnis abgegeben wurde a n g e s i ch t s eines K a- binetts, das in seinem Schöße Männerder Rechten hat, bei denen die gleiche staatspolitische Gesinnung weni. ger selbstverständlich ist? Daß es eine notwendige Mahnung an das Kabinett Brüning war, nicht in ufer- lose Abenteuer hineurzusteuern? Und hat der Handel mit den Bayern und der Wirtschafts- partei und der Handel um die Agrargesetze nicht die volle Berechtigung dieser Mahnung erwiesen? Es scheint allerdings in den Rechen des Zentrums der merkwürdige Glaube zu herrschen, daß Bekenntnis zur Staatspolitik zugleich Bekenntnis zur Zentrumspolitik de- deuten müsse! Herr Dr. Heß hat von Hetze der sozialdemokratischen Presse gesprochen— ein Wort, das sehr viel Nervosität ver- rät. Worin soll die Hetze bestehen? In der Aufdeckung der Abhängigkeit des Reichskabinetts von den Großagrariern, ja selbst vom kleinlichsten Egoismus der Mittelständler? Oder etwa in der Kritik der Rolle, die die Reichsregierung bei der Beratung von Panzerkreuzer B im Reichsrat gezeigt hat? Oder in der Kennzeichnung des vorlauten Wesens des Herrn Treviramis? Das Kabinett Brüning bietet Angriffsmöglichkeiten von allen Seiten, weil es eine schlechte Politik macht, und die bittersten Zeugnisse über diese Politik stammen a u s d e m Lager seiner Parteien. Es war der Zcntrumsabgeordnete Peter Schlack, der im Reichstag das Wort prägte: „Das Gesamtprogramm ist so gestaltet, daß von den Arbeitern, auch von den christlichen Arbeitern, dies« Regierung als die reaktionärste seit der Revolution bezeichnet werden müßte, falls die Regierung auch der Sondersteuer zustimmt." Ein nicht minder hartes Urteil spricht aus dem folgen- den Satz: ..Da» Kabinett Brüning hat sich ganz offenstchtNch einer Politik der kulturellen Unfreiheit, der mili- tariftischen II e b ert r« ib u ng und der Subventionicrung der Großagrarier verschrieben." Das ist eine Feststellung, die der Vorstand der d e m o- kratischen Organisation in Leipzig in einem Be- schluß getroffen hat. Es ist wirklich nicht die Aufgabe der Opposition, das Kabinett Brüning zu begünstigen oder gar zu verteidigen gegenüber der Kritik und der Empörung aus den eigenen Reihen! Ist es auch Hetze, die die christlichen Arbeiter, Wähler des Zentrums, in jener bewegten Versammlung getrieben. haben, in der.Herr Schlack sprach? Es hat vor kurzem eine wirkliche Hetze gegeben, eine Hetze, die amtierende Reichsminister d� Landesverrats beschuldigte und sie als zuchthauswürdige Gesellen hinstellte. Das war Hetze auch gegen das Zentrum und führend- Z-ntrumspolitiker— aber das hat bekanntlich nicht gehindert, daß ein an der Hetze beteiligter Politiker heute in der Regierung Brüning sitzt. Aber es ist nicht der Ton. sondern die Sache, die diese Nervosität im Zentrumslager hervorgerufen hat. und diese Nervosität ist Zeichen der Unsicherheit. Mit Be- schwerden über die Schärfe des Tons wird die Opposition weder entwaffnet noch widerlegt— lediglich durch bessere Politik, und die zu zeigen, ist nicht an uns. sondern an der Regierung Brüning! DI« Cdfrnw der«uflSsi»« der fnmzösffche» S«satzvng,krvppen Ut dem General Blanchard übertragen worden. Krick Witt Nazis zu polizeidirekioren machen. Michel:„Wird er nun die Rechnung mit oder ohne den Wirth machen?� Beginn der Ratstagung. Schieles Ministerlottege berichtet über- Zottsrieden. ! Genf, 12. Moi. �Eigenbericht.) Der Völkerbundsrat, der am Montag zu seiner SS. Tagung zu- srnnmentrat. nahm in seiner öffentlichen Sitzung einen Bericht des Reichsaußemninisters Dr. Curtius über die Zollfriedens- konferenz entgegen. Die Regierungen sollen dem Protokoll über gi« weiteren Arbellen auf dem Gebiet« der Handel»- und Zollpolitik die größte Beachtung schenken und den Fragebogen möglichst bald beantworten. Es wurde beschlossen, die Mitgliedsstaaten des Inte»- nationalen Gerichtshofes zu ersuchen, bis zum 2k>. August mitzuteilen, ob und wann mll ihrer Ratislkotion de» Status zu rechnen ist: bisher haben acht Staaten das. gel..,>. In vertraulicher Sitzung nahm der Rot Kenntnis von der Er- nennung de» Londoner Korrespondenten de».Vorwärts", Dr. Egon Wertheimer, zum Mitglied der Informationsabteilung des Völkerbundes. Abrüstungs-Aeraiungsprogramm. Genf. 12. Mai.(Eigenbericht.) Der englisch« Außenminister H ender so n hatte ein« längere Besprechung mit Briand und dem Leiter der italienischen Außenpolitik® ra nd i. Pressevertretern erklärte Henderson danach, es sei zweckmäßig, die vorbereitend« Abrüstnngskommifsion für November einzuberufen. Im übrigen erklärt« Henderson auf Anfrage, daß es unnatürlich wäre, wenn der französische und italienische Außenminister anläßlich ihrer Anwesenheit in Genf nicht über die zwischen ihren Ländern bestehenden Gegensätze konferieren würden. Soweit er zur Heber-- brückung dieser Meinungsverschiedenheiten beitragen könne, werde das geschehen. Frankreich zeichnet A.Z.Z.- Aktien. Paris. 12. Mai.(Eigenbericht.) Im Amtsblatt be» französischen Finanzministerium» ist am Montag die amtliche Zeichnungsaufforderung für die Aktien der Internationalen Zahlungsbant er- schienen. 16 000 Stück Aktien der Aahlungsbank entfallen auf Frankreich. Sie sind vorläufig nur zu einem Viertel, also zu S2k> Schweizer Franken einzuzahlen. Die französischen Großbanken haben sich sell Wochen auf diese Aktienzeichnung vorbereitet. Sofort nach der Veröffentlichung der Zeichnungsaussorderung haben sich mehrere Banken zur U c b e r n a h m e des gesamten auf Frankreich entfallenden Anteils berellerllärt. Die Emission dürft« deshalb etwa 50fach überzeichnet werden Die(Sachlichkeit im Regierungslager. Die Wirtschastspartei als Schreckenskind.— Haushalts- ausschuji aufgeflogen. Die Regierungsparteien sind übereingekommen, Strei- chungs- und Einsparungsanträge bei der Beratüng des Reichsetats nur nach vorheriger Verständigung unterein- ander zu stellen. Diese Vereinbarung ist noch keine Woche alt— aber sie ist schon durchbrochen. In der gestrigen Sitzung des Haushaltsausschusses des Reichstages platzte in die Abstimmungen hinein der Wirt- schaftsparteiler M o l l a t h mit Streichungsonträgen zum Verkehrs« tat kleineren und kleinlichsten Charakters— Streichung von vSvü M. Reisekosten, Streichung der Kosten eines Kraftwagens usw. Die Streichung der Reisekosten wurde beschlossen. Als später der Reichsverkehrsminister Wiederholung der Ab- stimmung durchsetzte, wurde sie noch einmal beschlossen. Inter- essant dabei war, daß die Vertreter des Zentrums beide Male getrennt stimmten! Die Wirffchastspartei— der seit dem Erfolg mit der Sonderumsatzstcuer(Konsumsteuer) der Kamm geschwollen ist— unternahm trotz der Vereinbarung der Regierungs- Parteien wertere V o r st ö ß e mit rein agitatorischen Streichungsanträgen, bis es schließlich zur offenen Rebellion im Regierungslager kam. Herr Maroth von der Volks- pvrtei erklärte schließlich, er mache nicht mehr mit. die Agitatio.nsantröge der Wirtschaftspartel hätten m i t einer sachlichen Beratung nichts mehr zu t u n. Auf seinen Antrag hin wurde die Sitzung vertagt. Sofort nach dem Schluß der Sitzung begannen sehr er- regte Diskussionen der Regierungsparteien über die Tische hinweg, und der Ausschuß ging in ziemlicher Aufregung aus- einander. Sonberbeloftungen einzelner Betriebsformen oder Größenklassen rerbit�en. Die gesamten Spitzenverbände werden alsbald alle ge- eigneten Schritte tun, um dieses Ziel noch während der gegen- wärtigen Session des Reichstages zu erreichen. Der Verband deutscher Waren- und Kaufhäuser wird seinen Mitgliedern empfehlen, die Forderungen einer Rückvergütung gegenüber der Industrio bis auf weiteres ruhen zu lassen und bereits gewährte Ab- wälzungsrabatte für den �Fall zurückzuoergüten. falls die Steuer bis zum 1. Juli 1930 aufgehoden wird. Die Tragikomödie um die Sonderumsatzstcuer Hot mit dieser Erklärung der Spitzeiwcrbände ihren Höhepunkt erreicht. Die möchtigsten Wirtschafstverbände Deutschlands müssen von der Brüning-Regierung ultimativ die Rückgängigmachung eines Steuer- gesetzes verlangen, das den Vürgerblock erst lebensfähig macht«. Die Unternehmerparteien geschlpssen gegen die Unternehmerverbände— ain« denkwürdige Situation und eine neu« Belastung für das Kabinett Brvnmo. Linier nehmerbündnis gegen Vürgerblock Die Eonderumsahsteuer soll bis't. Juli wieder fallen. Der Reichsverbaud der Deutschen Industrie, der Reichs» verband des deutschen Groß- und Ueberseehandels. der Deutsche Industrie- und Handelstag und der Verband deutscher Waren- und Kaufhäuser veröfsentkichen ein« ge- meinsame Erklärung, nach der diese Spitzenverbände der Wirtschaft ssch darüber einig sind, daß die Sonderumsatz st euer mit aller Beschleunigung zu beseitigen ist. Im Steuer- vereinheitkichungsgesetz müssen Bestimmungen darüber enthalten sein, die Länder«nd Gemeinden(vgl. Thürtnge«. v. Red.) steuerliche Schieles junkerlicher Dukaienefel. Höhere Einfuhrscheine sollen Mehl verteuern. Echieles futtkerlicher Dukatenesel ist immer noch an der„Arbeit�.! Ab 19. Mai gilt durch Verordnung für R o g g e n m e h i ein Ein- fuhrscheinwer.t von 9 Mark, der auf stärkeren Inlands- verbrauch von Roggenmehl und aus die Förderung des Roggen» exports berechnet ist, für Weizenmehl«in Einfuhrscheinwert von 1 5 M a r k, der das inländische Weizenmehl zugunsten des Roggen- wehls verteuern soll. Der Einfuhrschein für Hafermehl wird ans 1 0 M a r k. für M a l z aus Weizen oder Gerste sowie für Mehl, Graupen, Grieß und Flocken aus Gerste auf 12 Mark erhöht. Der Finanzmintster darf mit«inwöchiger Frist die Ausstellung von Weizenmehleinfiihrscheinen sperren, sobald die Aussuhr zum neuen Wert SO 000 Doppelzentner überschreitet. Aus den dciifftl;«» Feldern gedeiht gegenwärtig eine glänzend« Saat und„droht" der Landwirtschaft mit einer neuen guten Erm«. Wo» gedenkt Herr Schiele gegen diesen neuen Anschlag des lieben Gottes zu tun? Goebbels unier Anklage. Die Iustizprcssestelle teilt mll: Die Staatsanwaltschaft III hat An klag« gegen den ReichstagcabzcordnctcN Dr. Goebbels wegen Beleidigung des Reichspräsidenten erhoben. Der ZieichStag hat die Genehmigung zur Strafverfolgung erteilt. Es hand«It sich um den Artikel.Lebt Hindenburg noch?" und die Zeichnung„Und der.Retter' steht zu", oeröffentScht m Nr. 65 des..Angriff" vom 29. Dezember 1929. Obst und Gemttse Preise Dienstag und Mittwoch. IFRISCHES FLEISCH| ElSbSln mit Spitzbein, gepökelt........ Pfd. 58p1. j Schweinebauch atme BelUge...... Ftd. 93p/. Pökelkamm miia.................... m 1,36 1 kaSSier geroUt, mild............ I...... PM. 1,36 Schweinekamm».Stirn/t, almeSeilege. Plcl. 1,33 kllekenfett bnHertig, atme Seh Wirte, Pfd. 72 Pt Berliner Bratwurst............. m 1.08 ! Gehacktes........................... p/d. 84?/ | GUlaSCh ahne Knochen............... Pfd. 90fL | Suppenfleisch.............. P/d. ran 7Sp/ ,n I Kammeivorderfiefsch..... p/d. von 1,04iq 1 kalbskamm atme Bellige............ p/d 84pt ! Kalbsroulade................ p/d. van 1,48 a ftinderbacken ahne Knochen, /riech, Pfd. 43?/ ! Rinderlunsen /riech................. p/d. 44?/. Euter./risch............................ p/d. 24?/ ! Rinderherzen /riech................. p/d. 54?/. 1 Schweineköpfe->. Petwicke. /riech, p/d. 44?/ i Rinderleber getrorm............... p/d. 1,20 Der, Obst esd Osmaie bleiben nm Tereted uegeecbloeeetl Jaffa-Apfelsinen A98pt Tafelapfel____ �55pt Zitronen..... �.�48?. Rhaöaröer....... 4™18n Kopfsalat....... 2 Ksp/e 15pt Hühner PUten ge/rar...... Hühner Enten gefroren ge/rarsa, P/d. von cn I05 95 ....P/d. van M an /riech geecht., Pfd. von 1 an dg 29 Pfd. von H in Fische, Räucherwaren 'Kabeljau Imgauen, P/d. 16p/. 'Kabeljaufilet....... p/d. 32pt 'Merlan............ p/d. 20?t 'Zander gefroren..... P/d. 60p/. Schellfisch gertnchsrCPId. 45pt Seelachs gartneharc?/d 42pl Bundaale.... Baad von 30?/. an Port.OIsardinendPoitJe» 95«. Port.OIsardinen t iuob>«Ke.«n.NAl.35 Zervelat u. Salami p/a 1,65 Schinkenspeck....p/a 1,90 Magerer Speck...p/a 1,30 Feller Speck....... p/a 98p/. Corned beef ioe«...p/A 1,30 Konfitüra Pflaumen............... 90p/. Aprikosenjohannisb. 1,15 Himbeer, Kirsch...... 1,30 Erdbeer............. 1,40 Ananas. 1,45 Vierfruchlmarmelade 85pt Unsare Spezialität Deutschet Weinbrand abgelagerte Qualität Konserven...vo» Kaiserschoten-....... 1,65 Junge Erbsen /«in..... 1,20 Gemüs�erbsen........ 55?/. Gem. Gemüse«ehr /ein 1,65 Gern. Gemüse /»in..... 1,45 JungekleineKarotten 85?/. Karotten geschnitten.... 35?/ Aprikosen'/.Fracht.... 1,25 Sauerkirschen m. stein 1,30 Rote Rüben........... 60?/. Käse und Fette Allg. Stangenkäse 20°;» P/A45P/. Dan. Schweizer ao»/«, pu. 80?/. Tilsilervoiitett....... p/A 78?/. Edamer 95, 20«>. 72?/. Holländer«•(,..... p/a 95?/. Margarine....p/a 50, 62?/. Molkereibuller....piA 1,34 Tafelbutter.......... p/a 1,52 Dänische Buller...p/a 1,64 Qriebenschmalz...?/d. 82?/. Bratenschmalz..... p/a 78p/. Grfine Gorkeo 5�,35� Junger Spinat..•>«.22» Junge nähren..-«25» Schoten.............. m28» nalla-RurtoffelnmSO?/. Eisschrank lackiert, mit Oberkfihlimg. Zin Ink, wie Abb. 5800 Eisscbranh licklert, mit Seiten- Kühlung, Zink 6890 EisscoronK Ucklert, mit Ober- kühlang, Olu 85°° GazeschranH 97513501850 Wochenend- Gazeiichrank 450 Eiskegel 2232S0290 Vodinead-.... Elsidtruk IM wie Abb... 4/7 -v-•-'x. ikLi-. �''' Theater,\ Lichtspiele usw. H Tftgl. 6 u.8'1, Uhr. ä S Barb. 82S0 Pr. 1-6 M Wachentg. 5 U. 50 P/.-Z M. Oscar Sabo o. Lone u/arbmeister In der Szene Balm 6-Taga-Rennen Rlgolwtto Brothers& Swanaon Sisters und 8 Internatlon. Neuhellen. Tagi. i» u. 815 sonnt. 2. 5 1 Z" Alex. E i, 8066 Tflgl. 8.15 und Socntagt 5(]br naenm. firobe Internailonale Rlnottampiß und nistklassion Varleie-Nenliclien. Wochent. S Uhr u Sonnt. 2 U. nachm. IDVan le-Mlrnltllonsn ohne BinckBmp!« T&eateram Sdüllhanerdamin Sommerspielzeii! State jeatlosanl Morgen 8'« Uhr Urau./Qhrung Tratsch Komödie v Coward Paudler,Schweikari Norden 5313, 02*1 Kleines Theat. 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UUiu ügit:(nttl Cria/im Die Komödie |I Bismek.2414/7516 8«/« Uhr Soll man heiraten I XomidiivoDlIenianiSiin SiMinhf EoriAtni: Karl Heinz Martin �uir CASIRIO-THEATER Lothringer Strafe 97. Die Beniner Posse Rentier Mudicke und das Riesen-Varlete-Piogrinm. Billig; Billigl Sommerpreise; 50 Pfg. Mark 1.50 Mark Sonnabend u. Sonnta? kleiner Au/schlag Leiste Woche! Zlhhefiofteii- dißTdnzehbv G.oße Operetie in 3 Akten. Voduat 9.15. jtda SsDil 5.15 1. 9 mir Voranxelgei Ab 18. Mai „Senny flefgl empor" Uraufführung von H A. Kinn (Autor von.Meiseken") 0 17. BrcB» Franklirtgr Sir. 132. bllle.l asse: Alt x. 3422 u. 3494 MIT DSM verqnOgunqsreisen-dampfer • OCEANA« VOM 16. JUNI BIS 96. JUNI. FAHRPREIS RM. 340.- UND AUFWÄRTS. VOM 90. JUNI BIS 10. JULI, FAHRPREIS RM. 340.- UND AUFWÄRTS, VOM 19. JULI BIS 9 3. JULI. FAHRPREIS RM. 340.- UND AUFWÄRTS, VOM 96. JULI BIS 11. AUGUST, FAHRPREIS RM. 600.- UND AUFWÄRTS, VOM 16. AUGUST BIS 7. 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Dr. Martin Ittel Komische Oper Frledrichstr. 104. Merkur 1401 /433a Täglich 8'/i Uhr Majestät läßt bitten... Musik im Weiter Rolle. Lustspieihaus Friedrichsir.236. Bergmann 2922/23 Täglich 8"i Uhr Geschaii mit Amerika Lustspiel von Frank und Hirschfeld Rnidm-Tlttatei Tägl. RV. Uhr Oer. Herzog and dl« Sünderin Großes Schauspielhaus 8 Uhr Nur im Mal Die lustige Witere Regle; Erik Charell i heaterl.d. Betiren slr. 53-54 9 Uhr A 4 Zentrum 926-927 9 Uhr OlrekiioB Ralph Arihnr Roberts Vögel, die am Morgen singen! Komödie in 3 Ak en von Lonsdale. Reichshallen-Theater Allabendlich jTJ Uhr Sfediner Sünder „Eine Hochzeit in de MOllerstraße" TiL!atr. 112(5, l SJuIeg-Plak. Dönhoff-Brotti; Varleli— Konzert— Tanz Moln Kautabak scbmeckt mir doch am besten lüliMWMM-Waiili Adünmti.Wickler, Wldüertnnen, Isolierer ond isoliererinnen Sic Oerfconensmannec- Aonfeeenj flnbet am Conocr.fag, bem 13. mal, zur Oblldbca Zelt, la Co/al oon O b I g t o, Seclln. SltaKunbcc S/ruh« 11, statt. Die Oriavei-w.Itnag. Oeotsdier Hetallarheiter VerhaDd Vcrwaltunpsstelle Berlin Nachruf IPtn SRitglitbrrn nur Nachricht, baß unftc Rallege, der Schiris» Wilkelm pokl arb.3 Zuii 1875, am 7. Mai gr- ftordrn ist. Ehre sriurm Nnbenteu: Dir Brerdigung hat derrit, statt- gesunbrn Die Orlsverw«ühmg. 7tr. 220* 47. Jahrgang ± Beilage des Vorwärts Dienstag, i3. Mai 1930 Schlagwetter fordert acht Tote. Zwölf Bergleute der 6oncordia-Grube in Hindenburg verschüttet. Hindenburg. 12. Mai. Montag mittag ereignete sich ans her Concoedia- Grube in Hindenburg wahrscheinlich durch Ge- birgsschlag eiac Tchlagwettercxplosion, bei der zwölf Bergleute verschüttet wurden. Acht Bergleute fielen der entsetzlichen Katastrophe zum Lpfer. drei wurden schwerverlccht. Bei allen drei Schwerverletzten besteht Lebensgefahr. Tie rcst- liehen eingeschlossene» Bergleute konnten noch nicht zu- tage gefördert werden. Die tödlich verunglückten Berg- leute stammen zum Teil aus Hindenburg, zum Teil aus anderen Gegenden Oberschlesiens. Die Tote», in deren Gesichtszügen sich die Wahnsinnsang st der letzten Lebensstunde« spiegelt, sind in der Leichenhalle des Knappschaftsvereins Hindenburg aufgebahrt. In ihre« Händen halten einige Kleidungsfctzen und Haare, offenbar Dokumente eines Jrrsinnsavsbruchs. Die Mitteilung des Oberbergamtes über die Katastrophe besagt: Durch den Durchschlag, der heute oornuttag aus der Eon- cardia-Grube erfolgte, wurden mehrere Arbeiter verschüttet. Zu ihrer Bergung bildete sich eine Rettungskolonne unter Führung eines Steigers. Etwa zehn Minuten nach dem Gebirgs- schlag erfolgte ein« Schlagwetterexplosion, durch die nun auch die Rctlungskolonne in Mitleidenschaft gezogen wurde. D!e Bergungsarbeiten gestalten sich außerordentlich schwierig, da das Gebügs sehr unruhig ist: st« waren um 1-l Uhr nachmittags beendet. Der Exponfiosheri» liegt in der Schlagwetterabteilung Andreasflöz. Di« Todesopfer sind ein Steigerst cllvertreter, ein Schlosser, drei Anschläger, drei Föller und ein Hauer. Was wirb in Vienenburg? Tteüe Katastrophe.— Schacht III äußerst gefährdet. Vienenburg, 12. Mai. Während es am Sonntag noch den Anschein hatte, als ob dt« tage In Vienenburg sich gebessert hätte und man hoffen durfte, daß wentgstens Schacht IH gegen das aus Grube l herandrängende Wasser geschützt werden könnte, hat sich am Montag nachmittag die Lage vollkommen zum Schlechten geändert. Während der Mittagsstunden des gestrigen Montags viachten sich Veränderungen iin zweiten Schacht bemerkbar, die sehr besorg- niserregend waren und dazu führten, daß nian in oller Eile be- gann. die Schachtanlagen IU weiter abzuriegeln, um zu verhindern, daß auch diese? Teil der Grube ersäuft werde, da zwischen Schacht II und III über die Sole 6 eine offene Ber- biichung besteht, durch die eindringendes Wasser in kurzer Zeit auch den jetzt noch intakte» dritten Schacht vernichten kannte. Gegen 12 Uhr mittags meldeten die Ingenieure, die in Schacht 1 mst dem Messen des Wasserspiegels beschäftigt sind, daß aus der Tiefe Luftblasen ausstiegen nnd sich im Wasser eine gurgelnd« Bewegung bemerkbar machte. Eine Stunde später begann die Flni im Schacht I plötzlich z« sinken, während sie in Schacht II im schnellen Steigen begriffen war. Tailsochlich hotte sich die Lauge in Schacht II innerhalb von noch nicht 2 Stunden um 15 Metergchoben, während in Schacht l der Wasserstand entsprechend gesollen war. Noch?lnstcht der Berg- ingemsure hat zwischen den beiden Schächten im Laufe des Montag vormittag ein neuer Erdrutsch stoltgefunden, bei dem die Wosicrmossen aus Schacht I einen mächtigen Durchgong zu Schacht II gefunden haben, da der Ausgleich u, beiden Anlagen sich innerhalb so kurzer Zeit vollzogen bot. Man befürchtet mit Recht, daß bei einer neuen Erdbewegung nunmehr ouchSchacht III über- flutet werde» wird, wenn es nicht gelingen sollte, durch Mauern die Verbindungsgirngc zu verschließe». In halber Höhe des Kraters, der sich in der norigen Woche gebildet hotte, Hot jetzt ein neuer Erdrutsch stattgefunden, durch den eine Wasserader im Berg freigelegt wurde, die sich nun in den riesigen Trichter ergießt und ihn in kurzer Zeit angefüllt haben dürste. Auch auf dem Verschieb« bahnhof Bienen- bürg ist eine neue Erdsenkung von 5 Metern entstanden, so daß dar Verkehr, der bereits wieder aufgenommen war, schleunigst wieder eingestellt werden mußte. Wieder ein Gattenmord. Die Frau vergistet. Mutmaßlicher Selbstmord des Täters. Gestern abend wurde die V4iäheise Frau Anna Marquardt in ihrer Wohnung in der Goldaper Straße 7 tat aufgefunden. Wie inzwischen die Polizei- lichen Grwittlungen ergeben haben, ist Frau M. von ihrem um zwei Jahre älteren Mann vergistet oder erdrosselt worden. Die Hanswirti» erhielt mit der gestrige« Abendpost einen Brief, in dem Marquardt mitteilte, daß, wenn sie diese Zeile» erhalte, seine Frau tot in der Woh» «nng liege« werde. Gr selbst werde dann auch nicht mehr unter de» Lebenden weilen. Die Hauswirtin bc- nachrichtigtc sofort die Polizei. Die Tür wurde erbrochen nnd man fand Frau Marquardt in ihrer Kammer tot im Bett liegen. Das Gesicht war mit einem Kissen zugedeckt. Der Oberkörper nnd die Arme zeigten große schwarze Flecken, so daß nach dem äußeren Befund mit einem Giftmord zu rechne» ist. Die Leiche ist zur Obduktion nach dem Schauhaus gebracht worden. Von Marquardt, nach dem die Mordkommission fahndet, fehlt bisher jede Spur. Der Täter neigte dem Trunk zu und war seit langer Zeit beschäftigungslos. Was ihn zu der schreckliche« Tat veranlaßt hat, konnte bisher nicht ermittelt werbe». Wie noch in später Abendstunde bekannt wird, hat der Täler, während die Mordkommission in der Goldaper Straße noch mit der weiteren Untersuchung beschäftigt war, sich selbst in der Greisswalder Strohe einer Schupopatrooille des öS. polizeirentcr» g e. stellt. Er gab an, am Freitag abend feine jrou im Streit erwürgt zu haben. Zeugen gesucht. Eine 68jährige Frau stürzte am Moniag, dem 3. März, nachmittags SU Uhr, am Hermannplotz in Neukölln von der Straßenbahn Linie 148(Richtung Neukölln) herunter. Zeugen, auch solche, die in der betreffenden Bahn gesessen haben, werden um Mitteilung gebeten an Erich Röhl, Berlin NO. 55, Brauns- berger Sr. 22, 2. Ausg. 4 Tr. r. Auiobusunglück in derpoisdamerstraße 10 Derlehie— 4 tödliche Verkehrsunfälle. Der gestrige Montag war für den verkehr ctn schwarzer Tag Zn der Potsdamer Straße fuhr ein Autobus der Linie 5 mit einem Straßenbahnwagen der Linie 65 zusammen, wobei es zehn verletzte gab. Außerdem ereigneten sich in den Nachmittag sflunden an verschiedenen Stellen der Stadt schwere Verkehrsunfälle, von dqncn allein vier einen tödlichen Ausgang genommen haben. Bor dem Hause Potsdamer Straße 169 kam«in in Richtung Schänebcrg fahrender Autobus der Linie 5 kurz nach 15 Uhr auf dem regenfeuchten Asphalt ins Schleudern. Das Fahrzeug geriet dabei über die Mitte des Fahrdammes. Der Vorfall spielte sich so schnell ab, daß es dem Führer eines aus eni- gegengesetzter Richtung kammenden Straßenbahnwagens der Linie 65 nicht mehr gelang, rechlzeilig abzubremsen. Mit großem Krach stießen beide Fahrzeuge zusammen. Sowohl der Führersitz des Autobus' wie auch der Vorderperron der Straßen- bahn wurden eingedrückt und fast sämtlich« Scheiben gingen in Trümmer. lieber die erschreckten Fahrgäste, die durch die Wucht des Anpralles zun, größten Teil van ihren Sitzen geschleudert wurden, ging ein Hagel von Glassplitiern nieder. Während die Fahrgäste des Stroßeitbohnwogens mit ganz geringfügigen Abschürfungen davonkamen, wurden zehn Personen, die im Autobus saßen, erheblich verletzt. Die Feuerwehr schafft« die Der- unglücften in das nahegelegene Elisabeth-Krankenhaus, wo sich die Wunden glücklicherweise als nicht sehr gefährlich herausstellten, f Knapp eine Stund« später fuhr vor dem Hause Potsdamer Straße 54 ein Autobus der Linie 8, der gleichfalls auf dem schlüpfrigen Pflaster ins Schleudern gekomnien war. mit einem Straßenbahnwogen der Linie 51 zusammen. Beide Fahrzeug« wurden erheblich beschädigt. Di« Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Beim Spielen auf dein Danun der Lortzingstraße lief am Montag nachmittag der Sjährig« Winfried Czysolek aus der Lortzingstraße 38 in«inen Traktor hinein, der das Kind auf der Stelle tötet«.— Vor dem Hause Friedenstratze 87 stürzte der ZZjährige Zkodsahrer Bruno Kauf aus der Wichertstraße 35 so unglücklich, daß er mit dem Kopf unter die Räder eines nachfolgen« den Lastautos geriet: er starb bald darauf.— In der Müllerstrohe versuchte der Zlljährige Wilhelm Teichert aus der Müller- straße 125 auf den Triebwogen eines in voller Fahrt befindliche» Straßcnbahnwagcns der Linie 68 aufzuspringen. Hierbei kam er .zu Fall, geriet unter den Anhänger und starb bald nach seiner Ein- lieserung.— Bei Streckenarbeiten zwischen den Stationen Aus- stellung und Grunewald wurde gestern der 24jährige Streckenarbeiter Lietzmann aus der Kawniestraße 77 von einem Zug« erfaßt und so schwer verletzt, daß der Tod wenige Minuten später emirot. Kritik am Marine-Etat. Aus einem Vortragsabend der Liga für Menschenrechte besprach Marinesekretär a. D. Alboldt am Moiuog den neuen Haushalt der.Ae.ichsmarine und die Panzerkreuzer- bauten. Er bezweifelte— unter Anfsthrung von Urteilen namhafter ausländischer Sachverständiger— insbesondere den militärpolitischen, aber auch den Gesechtswcrt der Panzcrschissneubauten. In der Hauptsache aber wandte er sich gegen die ungeheuer« lichc Höhe der Etats mittel, die in den Sachousgaben fast alle„übertragbar" oder„.untereinander deckungsfähig" sind. Durch Zahlen belegte er die Ueberorganisation des Lerwaltungsapparates und die u»geheuer große Anzahl von Offiziers- stellen, die Ueberteuerung des Materials und besonders der Betriebsstoff«, die es z. B. zuläßt, daß dem Mitteldeutschen Braun- Dies ober ist noch lange nicht alles, was wir unfern Lesern heute zu berichten haben. Von der ungeheuerlichen ' Ii �! 4.«« v* X U«• 4" t i n von Dagcus N y h e d e r. Fräulein Hosting, die eine ganz seltsame Vorliebe für perverse Verbrechertypen zu haben scheint und ihren Sympathien für Herrn Torben Rist oder, wie er jetzt heißt. Herrn Thorvald Stirre in letzter Zeit sowohl mündlich als schriftlich allzu lebhaften Ausdruck gab. ist heute im Auftrage des Amtsgerichts Sandrup in Schutz- h aft genommen worden. Dem Gericht waren nämlich, wie wir aus zuverlässiger Quelle wissen, eine solche Unmenge anonymer Drohbriefe zugegangen, daß es Fröulem Hastina heute noch in den ersten Morgenstunden einliefern ließ. Wir bedauern das Schicksal unserer sonst sehr geschätz- ten Kollegin zwar auf das Lebhafteste, müssen ober in An- betracht der gärenden Sti mm u n g der Massen— auf Lyno soll es sogar schon einen förmlichen Volksauf- stand gegeben haben— das Vorgehen von Richter Joevbsen diesmal ausnahmsweise billigen. Wir wünschten nur, er hätte auch in anderer Hinsicht eine ähnliche lobenswerte Energie an den Tag gelegt. Pseen» Vyhjider. KoprnhaQen. 17. Juli 1929: Ein glänzender Witz— ganz Dänemark lacht! Der Lust Mörder als Bräutigam-- der Schwerverbrecher als kleiner Defraudant. Was sich in den letzten Tagen auf der kleinen Insel Lynö und in der chr benachbarten«tadt Sandrup abgespielt bat. ist wohl die drolligste Provinzkomodie, die man sich vorstellen kann ein Thema, würdig eines Holbcrgschen Lustspiels. Der berüchtigte Luftwörder, Frauenschänder und Mädchen- Verführer Torben Rist, der seit mehreren Wochen im sicheren Gewahrsam des Sändruper Amtsgertchts sitzt und im Mtttel- punkt der allgemeinen Aufmerksamkeit des ganzen Landes stand, weil er ein ganzes Badehaus mit einer jungen Dame in die Luft gesprengt haben sollte, ist, wie sich nun einwand- frei herausgestellt hat, niemand anderer als ein kleiner Bank- beamter aus Oslo namens Thorvald Stirre, der bei Gelegen- heit einen Griff in die Kasse getan hatte und mit einer gering- fügigen Summe durchgebrannt war. Seine Identität stellte sich heraus, als feine Braut und Mitwisserin, ein liebendes Mädchen mit blonden Zöpfen, die man, da man«in Bild von iyr bei ihm gefunden hatte, natürlich auch für eines seiner Opfer gehalten hatte, plötzlich von Eifersucht gepeinigt in Sändrup auftauchte, um ihn den Klauen der verliebten Gänse von Lynö zu entreißen. Es geht doch wirklich und wahrhaftig nichts über die aufgeregte Phantasie einer Kleinstadt. Man kann es den armen Leuten natürlich nicht verargen, wenn sie im ewigen Trott ihres gleichförmigen Mtagslebens auch einmal ihre kleine Sensation haben wollen. In Sändrup hat man leider dabei Pech gehabt. Der interessante Schriftsteller und ge- heimnisvolle Fremde entpuppte sich nur allzu rasch als schäbiger kleiner Defraudant. Die Bevölkerung scheint allerdings in diesen aufgeregten Wochen vollständig den Kopf verloren zu Hoden. Und so ereignete es sich tragt komischerweise, daß unsere Korrespon- dentin. die beliebte Schriftstellerin Birgit Hosting plötzlich in Schutzhaft genommen werden mußte, da die enttäuschten Leutchen, denen ihre freimütige und offene Art zu schreiben wohl bekannt war. ihr an den Leib rücken wollten, damit sie nur ja nichts über die Sändruper Riesenblamage in Kopen- Hägen verlautdaren lassen könnte. Fräulein Hasting nahm ihre Verhaftung mit Humor aus. Sie mußte übrigens nicht lange im Amtsgericht sitzen, sondern verließ bereits heute nacht per Auto Sändrup, um sich auf eine Studienreise nach dem Balkan zu begeben, wo sie ihr besonderes Augenmerk auf die Zustände des dortigen Mädchenhandels richten will. Protokoll auf genommen, ntä der Zeugjn Petrine Jenun.(Die Zeugin, verlangte. auf der Sudle vor gelataen. tu. merden.) ,�err Untersuchungsrichter, ich ertrage es nicht länger — diese Schande, diese Schmach— mein armes totes Kind— nicht einmal über das Grab hinaus..." „So berichigen Sie sich doch, Frau Jensen. Was ist denn schon wieder?" „Was schon wieder ist? Die ganze Zeit ist schon keine Ruhe nicht, seit dieser Kerl, dieser Betruger auf unserer Insel war. Nichts als Verleumdungen und Gerüchte. Herr Rich- ter, wenn man nichts hat auf der ganzen weiten Welt als sein Ansehen und seine Ehre und das Andenken an seine Lieben unh die werden dann noch im Tode verschimpfiert..." „Frau Jensen, so leid es mir tut, meine Zeit ist gedrängt, ich muß Sie bitten, sich deutlicher auszudrücken." „Es ist nur— ich wollte fragen, gibt es denn überhaupt keine Gerechtigkeit nicht— muß man sich alles von bösen Mäulern gefallen lassen— mein armes, armes, totes Kind." „Liebe Frau Jensen." „Nie hat sie einen Mann nicht angesehen, immer nur mit den Blicken nach unten, ein Engel war sie überhaupt. meine Marie-Louise, und jeder glaubt, jeder, chr was nachsagen zu können. Nicht einmal gekannt hat sie diesen Schwindler, diesen Gauner, diesen Defraudanten. Keine zehn Worte mit ihm gesprochen. „Aber, Frau Jensen, Sie sagten doch selbst..." „Was habe ich gesagt? Nichts habe ich gesagt? Du lieber Himmel, jetzt soll ich selber nach dem armen Mädel die Ehr abschneiden." „Aber Frau Jensen, hier liegen doch unsere Protokolle. Da stehen auch ihre Aussagen. Sie können selbst lesen, daß nach Ihren eigenen Angaben Herr Rist, beziehungsweise Herr Stirre, Ihrem Fräulein Tochter die Ehe versprochen hatte." „Das ist nicht wahr, dos habe ich nie gesagt. Nicht in die Nähe hat er ihr dürfen. Wenn ich im Geschäft war und er ist gekommen, dieser Schurke. Marie-Louise, habe ich gesagt, du gehst sofort in den Keller runter, die Kisten zählen. Hab' ich gesagt, so wahr mir Gott helfe, nicht in die Nähe Hot er ihr dürfen." „Und was war mit dem Spaziergang um zwei Uhr nachts, im Mond, am Strand? Frau Jensen, das steht doch alles hier in dem Akt. Wenn Sie wollen, so können Sie es selber lesen." „Ich will das gar nicht lesen, dann hat Fräulein Nielsen eben falsch mitgeschrieben. Mein Kind ist nie um zwei Uhr nachts nicht weggewesen, so was hat's nicht gageben in meinem Hause, ich Hab' mein Kind in Zucht und Ehren gehalten." „Schon gut, Frau Jensen. Wenn ich Sie recht verstehe, so wollten Sie uns heute mitteilen, daß Herr Torben Rist, oder wie wir jetzt sagen müssen, Herr Thorvald Stirre Ihre Tochter eigentlich gar nicht gekannt hat. daß er ihr nie die Ehe versprochen hatte und sie daher auch gar nicht in den Tod getrieben hoben konnte."(Fortsetzung folgt.) / kohlenfyndikat für synthetksches Od dreimal soviel bez-chll wird ol» für höherwertiges russisches Oel. Der Redner forderte vom Reichs- tag nachdrücklichst« Prüfung der Etatsposten und erhebliche Ein- schrönkung der Mittelverschwendung. s Busch überführt. Gr hat an Neu-(5ladow ZSVOOV Mark verdient. Die Untersuchung gegen Busch hat eine neue sensa- tionelle Wendung genommen. Die Staatsanwaltschaft dürste noch der gutachtlichen Aeuherung eines Gerichtsarztes nun doch zu der Verhaftung des korrumpierten Stadt- rates schreiten. Bei einer der letzten Haussuchmigen, die nicht nur in den Räumen von Dusch, sondern auch bei Verwandten und Freunden von ihm abgehalten wurden, fand man zwei Quittungen über 150 000 und 200 000 Mark, auf denen der Name des Holländers L u t k i e stand. Die Quittungen lauteten über Beträge, die der so häusig ge- nannte Geschäftsfreund Büschs von Frau v. Brandis erhalten hatte. Frau v. Brandis hatte bekanntlich das Gut Neu-Cladow an die Stadt Berlin zum Preise von 11,6 Millionen oerkaust. An dem Berkauf Neu-Eladows war wiederum ein Kreis von Maklern bc- teiligt, deren Bemühungen jetzt von der Staatsanwaltschaft nach- geprüft werden. Busch hott« es jedoch verstanden, Frau v. Brandis gegenüber als den eigentlichen Vermittler seinen holländischen Ge- schäftsfreund Lutkie hinzustellen, an den Frau v. Brandis dann in gutem Glauben eine Provision von zirka I Prozent auszahlte, ohne zu ahnen, daß Lutkie eigentlich nur der Kassierer des Grundstücks- dezernentcn der Stadt Berlin war. Polizei und Staatsanwaltschaft sind gegenwärtig bemüht, festzustellen, wohin diese 3SOOOO Mark gewandert sind. Busch hat auch hierüber noch nichts zugegeben, da er, getreu seiner alten Taktik, immer erst dann mit der Wahrheit herauskommt, wenn ihm unwiderlegliche Tatsachen vor- gehalten werden. Die Staatsanwaltschast nimmt jedoch an, daß diese 3S0000 Mark ebenso wie die 70 000 Mark, die Busch aus einem anderen Geschäft„verdient" hatte, durch Lutlic Im Ausland für Busch angelegt worden sind. Man hat also bisher festgestellt, daß Dusch an zwei Ankäufen der Stadt vcrNn rund 420 000 Mark für sich verdient hat. Der nächste Herr: Stadtrat Katz? Auch gegen den demokratischen Stadtrat Katz wird trotz der Untersuchung des Oberregierungsräts Tapolski die Ermittlung von der Staatsanwaltschaft weitergeführt. Es handelt sich darum,»b Llatz sich bei der Durchführung von städtischen G rundstü ck« ges chä sten Provision»scheln« hat ausstellen lass«n, die ausdrücklich auf seinen Namen lauteten. Die BS.-Korrespondenz verbreitet dazu folgende Einzelheiten: Nach der Darstellung eingeweihter Kreise soll der eigenlliche „Bearbeiter" der städtischen Instanzen w der Angelegenheit„G a- leries Lafayette" der vielgenannte Grundstücksmakler Lud- wig Sachs gewesen sein, der Vertrauensmann des Bankhauses Lazar. Speyer, Ellissen(Berlin) war. Sachs soll nun dem Stadt- rat Katz einen Provision sschein ausgestellt haben, der diesem für den Fall, daß das Grundstück Bellevuestr. 2 von der.Stadt Ber- lin an das Konsortium„Valeries Lafayette" verkauft würde, eine beträchtliche Summe zusicherte. Diesen Schein steckte Katz in seine Brieftasche, hatte aber das Pech, daß ihm diese ent- Weder gestohlen wurde öder verloren ging, ein Verlust, der nicht nur wegen des darin befindlichen Prooisionsfcheines peinlich, �bnbebn auch wegen eines gleich falls darin enthaltenen ansehnlichen Geldbetrages schmerzlich war. Wachen und Monate hindurch sollen Sachs und Katz alles aufgeboten haben, um der Brieftasche wieder habhaft zu werden, wobei sie aber ihrb Nachforschungen niemals unter ihrem eigenen Namen anstellen und auch de» Verlust deshalb nicht anmelden tonnten, weil das Portefeuille den kompromittieren» den Provisionsschein enthielt. Zu beider Glück hat diese Brieftasche anscheinend ein unehrlicher Finder in die Hand bekommen, der den Geldbetrog behielt und das übrige vernichtete. Nur dadurch, daß einer der Beteiligten sich in seiner A n g st einer ihm nahestehenden Person anvertraute, sickerte das Malheur mit der verlorenen Brief- tusche doch durch. Einem zweiten Prooiswnsschein, den Stadtrat Katz erhalten haben soll, geht die Staatsanwaltschaft augenblicklich auf Grund von Zeugenaussagen nach. Bluibad chinesischer Nauber. 15 ovo Bewohner niedergemetzelt. H a n t a u, 12. Mal. Wie ans ausländischer Quelle verlautet, hat eine Räuber. bände von Z000 bis 4000 Mann die Sladl Zungjang un- weit der Grenze zwischen honan und Hupeh überfallen, 15 0 0 0 Bewohner niedergemetzelt und 500 Geiseln milgeschleppl. die sie nur gegen Lösegeld freilassen wollen. Während der letzten Tage haben diese Räuber bcreiis inehrere Dörfer der Umgegend geplündert und in Brand gefleckt. Die Wiener Festwochen. Wien ladet wieder zu Gast«. Vom 31. Mai bis Mitte Juni sind die Festwochen mit dem reichsten Musik-, Tanz-, Theater- und Sportprogramm, darunter vielen öffentlichen Veranstaltungen aus Plätzen und in Gärten ohne Eintrittsgeld. Auch vor dem festlich beleuchteten Rathaus wird gesungen und gespielt. Eine Licht- woche ist angekündigt und schon bei fünftägigem Aufenthalt In Wien 40— SOprozentige Fahrpreisermäßigung in Deutschösterreich gesichert._. Tödlicher Unfall eines Generaldirektors. Koltbus, 12. Mai. Am Montag vormittag ist der S2iährige Generaldirektor der Niederlausitzcr Kohlenwerke und stellvertretende Vorsitzende des Auf- fichtsrats des Ostelbifchen Brauiikohlensyndikats, Dr. G o b e l m a n n, bei Begehung der Kippe des Abraumbelriebez„Viktoria I" Mf Groß. Raschen tödlich verunglückt, lieber die Ursache des Unfalls konnte bisher nichts Genaueres sestgestcllt werden. Nach eienr Les- ort soll Dr. Gabelmann zwischen zwei Förderkörbe ge- raten, nach der anderen von einem Abraumpflugerfaht worden sein. Dreijähriger als Brandstifter. Anfang dieses Monats brannten in dem Orte Luno w im Kreis« Angermünde in den Nachmittag-stunden sechs Scheunen bis auf die Grundmauern nieder. Es gelang jetzt den dreijährigen Sohn eines Bauern D. in Lunow als den Brandstifter zu ermitteln. Das Kind war mit einer Schachtel Streichhölzer in die Schepne gegangen und hatte dort das Feuer entfacht, dem beinahe das ganze Dorf zum Opfer gefallen wäre. Die Gesundheiispflege der Siadi. Sozialdemokratische Äerbesserungsvorschläge im Ausschuß. Der Haushallsausschuß der Sladlverordnelen- Versammlung beendete gestern die erste Lesung der Kapitel über da» Sicdlungs- und Wohnungswesen. Bei der Beratung des Gcfuadheilswefen» wurden einige sozial- demokratische Verbesserungsvorschläge an- genommen. Der Magistrat wurde ersucht, zur jroeiten Lesung einen genauen Organisationsplan des Hauptgesundheitsamtes nach dem jetzigen Stand« vorzulegen. Für später geplante Verände- rungcn sind anzugeben. Der Haushaltsausschuh wünscht weiter baldigst eine Dorloge. die für die ärztliche Versorgung der Berufs- und Fachschulen geeignet« Maßnahmen vorsieht. Es wurde der Wunsch ausgesprochen, daß der Magistrat die Schulärzte er- mächtigt, in dringenden Fällen Wohlfahrtsrczepte auszustellen., Es wurde ferner beschlossen, den Fonds für die Verschickung kurbedürstiger Erwachsener und Kinder um 200 000 Mark, d. h. von 1 600 000 auf 1 800 000 Mark zu erhöhen. Für dm Ausbau der Eheberatung? stellen sollen 20 000 Mark bereitgestellt werden.__ Allgemeine Wetterlage. 1930, abds. g. *a-.Lch grölen iTeil�Doukschlauds km» e» am Montag zu ver- breiteten RegenMe»»,. i». Schlesien vielfach zu Gewittern. Dabei war es meist ziemlich.kühl. Am niod,rigsten stand das Thermo- nreter im Alpenvotlond, wo als Höchsttemperatur mit 10 Grad Celsius beobachtet wurde. Am wärmsten wurde es in Ostpreußen. Dort stieg die Temperatur stellenweise bis 17 Grad Celsius.— Ueber der Nordsee und ganz Deutschland geht zur Zeit Druckanstieg vor.sich. Daher dürste sich am Dienstag— innerhalb der westlichen Luftströmung— in unserem Bezirk das Wetter etwas bessern. Am Mittwoch wird dann voraussichtlich die Niederschlagsneigung wieder größer sein als am Dortage. wetlerausfichlen für Verlin. Meist wolkig ohne wesentliche Niederschläge, mild, westliche Winde.— Für Deutschland. Im Osten meist stark bewölkt mit leichten Regensällen: im übrigen Reiche wolkig, zeitweise aufheiternd, nirgends erhebliche Nieder- schlüge. Am Sonntag vormittag ein sehr beachtenswerter Dortrag. In der Elternstunde kündigte Paul W e r t h. ein Referat an unter dem Titel„Sollen die Eltern den AVE-Schützen helfen?" und er gibt hier auch gute Ratschläge, aber darüber hinaus entwirst er eche charakterstische Skizze von dem modernm Schulunterricht und vor allem von der Arbeit der Ausbauschul«. Er zeigt, wie von der lebmdigen Anschauung aus der Gesichts- kreis und das Wissen des Kindes erweitert wird. Es handelt sich nicht mehr darum, toten Wissensstoff aufzuspeichern, sondern die neuen Erkenntnisse organisch dem Leben des Kindes einzugliedern. Bedeutet dieser Vortrag eine Notwendigkeit, da er viele Hörer mit einem neuen Wissensgebiet vertrauf macht, so erübrigt sich völlig die Vorlesung eines Kapitels aus Calettes„M ein Eltern- haus". Die Schilderung ist merkwürdig ungleichmäßig. Das ganze, ist«ine Welt, die vor allem wegen der Gestaltung abseits liegt. Außerdem spricht Cläre Schmld-Romberg dies« Szenen zu lyrisch, überlastet sie nnt zu starkem Gefühl. Do- Abendkonzert steht-in Zusammensetzung und Ausführung aus hohem Niveau und bewegt sich trotzdem in populären Bahnen. Im Nachmittagskoi�ert am Montag spielen Christa Richter und Winsried Wolf die Sonate in E-Moll von Hans Pfitzner. Di« das Bekenntnis eines um eichen Menschen, der Inneres und elt WW...... rista Richter wächst hier in ihrer Violin- iitterpretation z» größerem Format als in rein virtuosen Stücken, für die sie nicht die nöiig« Beschwingtheit und Grazie mitzubringen scheint. Dann beginnt eine neu« Reportageseri«„Berliner Be> triebe", die Dr. Hans Dominik mit den Borligwerkcn eröffnet. Diese Art der Reportage ist kein« RunMunkreportag« im eigentlichen Siime des Wortes. Einige zischende Geräusche machen es doch nicht. Hier ist ost darauf hingewiesen worden, daß ein« Rundfunkreportage durchaus aus akustischer Wirkung ausgebaut sein muß und nicht aus die begleiten- den Worte. Es sieht so aus, als ob der Rundfunk aus seinen tastenden Versuchen überhaupt nicht mehr herauskommt und so wird auch dies« neu begonnene Reihe kein« Erfüllung bedeuten. Eine Bemerkung zu den Notizen vom Arbeitemarkt: man sucht Schreibmaschincndamen, aber nur solch«, die mindestens 240 Silben fließend in der Minute schreiben. Die Arbeitgeber scheinen in der Zeit der Arbeitslosigkeit absolut größenwahnsinnig geworden zu sein und der Rundfunk registriert gewissenhast diesen Zustand.— Eine Freude bildet abends die Ausführung von Offenbachs Operette„Die Großherzogin von Gerolstein", trotzdem eine Umbesetzung stattgefunden hat._. Seh. parieinachn'chien für Groß-Vertin Eiotzadunge» für dies« Rubrik sind Berlin S» s«, Liudenstr-ge 3, stet» au du* Bezirkiselretariut ~. Hos, 2 Treppen recht», zu richte», (Parteinachrichten für Gtvß-Berlin siehe auch 2. Beilage.) Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde. ««!» Bren, lauer«erg. Mittwoch, lt. Mai, um 13 Ubr, Baracken, Ctrafte 62, Zeitlaaerausschuß.— Alle Gruppen müssen vertreten Donnerstag, 22. Mai, für NreiÄiclfersitiling freidalteu. Jlrci» griedrich-hain. Achtung! Dienstag, 13. Mai. treffen Gruppen auf der Wcberwiefc zum Spielen und Tanzen um 18 Uhr. treffen sich alle Gruppen IT/i Uhr Weberwiese. Donnerstag turnen galten in der Schule Koppenitr. 86«Weltliche Schulet. Gruppe.Paul All- Iungfalken, die nach der Schweiz fahren, werden Donnerstag, im Gesundheitsamt, Schillingbrilrt«, um« Uhr untersucht., «reis Aeukölln. Eruppa Ewrmsallc: Ave Iungfalken treffen sich beute IN der Schule Elbcstr. um 17 Uhr. Danzig« sein.— sich alle Mittwoch alle Rote Singsick: Ib. Mai, Geburtslage. Jubiläen usw. 38. Abt. Unserem Genosse»«»gust Breddi», Barniorffr.«, W seine» «g. Geburtstage, nach 2«jähriger Parteimitgliedschaft, die herzlichsten Glück- Abt. weisseusee. Gestern beging nnsere Genoisn Taubmann ihren »0. Geburtstag. Wir gratulieren ihr herzlichst und wünschen ihr noch mtU gesunde und srohe Jahre. W SozlallMeArbeiterjlizendSr.-Serliil cZinsrndimaen(flr dies« lltubrtk nur an dt» Iuatn&ithetarial Berlin«1868, ctndenssraie S Streichorchester»ross.Berlin. Leute, 1Z— A Uhr. Pflichtprohe im Jugend- heim See Ecke Turiner Straß««U-Bahnhof Scestrassc). Neuanmeldungen werden dort entgegengenommen. heule, Dienstag. 13. Mai. 19� Uhr: Gewerkschastehon.! Schule«öpenickcr Etr. 125(WertroinjO..Bub und Mitdel.'—.»ollnifcher Part: Leim Waiseustr. 18. Tage-politische Rundschau. — Rosenthaler Vorstadt! Schule Elisadelhtirchstr. 19. Heimabend.— Westen: Leim«ulmstr. 15..Der Berliner Blätterwald."— Srnnncnplag: wchule Wiesen. Ecke PaulNrasse. Milgliederpersammlung.— Gesundbrunnen ü Schule Gotenburgcr Strasse. Heimabend.— Lumboldthain: Heim Putbusser Etr. 3. Grllndunasmitgliederversammlung.— Leopoldplagt Heim Utrcchtcr Ecke Tu- rincr Strasse. Bunter Abend.— S»illerpark: Schule Schöningstr. 17.„Auf- gaben und sZi-Ie der SAI.'- Wedbin«(«.-!?.); Schule Liltticher Str. 4. 1 Mai— Weltseiertag."— Wedding-Rord: Heim Turiner Ecke Seeltrasse. ,. Arbeiterdichtung."— Rordvste« I: Heim Danziger Str. 62. N. Z..Seruelle grajicn", l. Teil.— Weissevsee: Heim Parkstr. Z8. Dichterabend.-�Wörther Jünger« Heimabend. Aeltcre Treffpunkt l»Za Uhr Wolluer-Theoter.— Schöne. berq I: Heim Hauptstr. 15..Ausbau und Berwaliung de» Staate».— SchSnc» berg V; Heim Hauptstr. 15..Zweck und Ziele der Ardelteriugend."—«dar. lottenbnrg.Süd«R.-!s.:) Heim Goetheftr. 11.„Warum bin ich bei den„Roten ffaiken"?"— Eharlottenburg-End«Aeltere): Heim Wallst«. 7«.«rbeitsgemein- schaff.— Siemenostudt: Schule Echulsrasse..Unser Wandern.— Beftcod «Aeltere): Heim auf dem Sportploh Westend,„flomeradschaft. ssreundschaft, Liebe.«— Licht« rsel de: Heim Lichterfelde-West. Aldrechtstr. 14..Bub und Mädel."— Mariendors N: Daheim 159—120..Ardcffersugend van einst."— Brill I und II: Treffpunit zur Werbebezirlsmitgliederpersannnlung 19 Uhr Busitkrug.— ttöpeulck, Gruppe 71: Heim Dahlwisscr Etr. 16..Lebensreform. — RicderlchSneweide: Schule Berliner Str. 31...Gewerlschastsbewegung."— Hermodors: Leim Rpoustrasse..Bo'er.Zallen-Abend."— Tegel: Selm Bahn- hosstr. 15. lO-Mniuten-Refeeate.—«uchholz: Schule Berliner Str. 19. Heim- abend.— Pankow I und Ii: Heim GSrichstr. 14. Politischer Infvrmations- abend.— siarlshorst: Heim Treskowallee<4. ffahrtenbefprechung, Wcrbedezir! Osten: Sämtliche«Senosssnnen und Senassen beteiligen ssch am Ueben de» Svrech>chor« um 19 Uhr in der Schule Gubener Str. 53«Turnhalle). Werbe bezirk Neukölln: In der Aula de» gaiser-«?riedrick>-RealgvUt- ff) nassurn-, staiser.ffriodrich.Str. 208, Werbebezirksmitgliederversammlung. ffZ (Es spricht Genosse Dr. stloss über:„Die Ardeit der faschistischen und Z bolschewistischen Iuxendverbände". Mitgliedsbuch mitbringen. Bcginn � l9!h Uhr. � Werbebeziri Sch-neberg- Morgen Sitzung de» engeren Borstande» IS Uhr im Heim Hauptstr. 15.... � � Berlzebrzirl Lichtenberg: Morgen Etwerslosenfahrt,- Treffpunkt 7� Uhr Bahnhof Ltwtau.Runnn»l»burg«Eingang SonutagstraIe). Vortrage, Vereine und Versammtungen. Reichsbanner„Schwarz-Roi-Gold". GeschSst-Nelle: Berlin 6. 14. Eebastianstr. 87—38. Hof 2. Tr. Donnerata«. 13. Mai. Prenzlauer»er«, stameradschaff Robert Blum. 20 Uhr bei Klug, Danziger Str. 7l.«ameradschaft Wörther Platz. Achtung! Reue» Lokal. Di« fällige«ameradschaffoversammlun« findet nach dem Uimnarsch in Pankow bei Zimbel, Kastanieiiallee 29 30, statt, �har» lottenbnrg. Ortsvereinsmitgliederversammlung mit Liänbildeevortrag im Eden. palast, staiser-ffriedrich�tr. 24. 2« Uhr. Tempelhos. Iungbanner«Uhr bei Ma-Li. Iungmannschaftsorrsammlnng. Referat de» stameraden Möckel. Sanffat». adteilun«. Sitzung Amtlicher �hrerundEtMv-rtr�er�m Daubü«, �ba�-ln. .— Tempelhos: ________...__________... tmeradschaftooer» sammlung�dei Ma-Li. Erscheinen Pflicht. .Stnrmoogel-, fflngrerbnd der Werktätigeu«. v. Bezirksgrupp« Reulölln. Britz 4. Juni Monatsoersommlung im Restaurant Utk«, Neukölln. Hermann- strass'e 11 20 Uhr. Gäste wiMommen. Verein ffriedebcrq Neumark und Umgegrnd hat am Dienstag, dem 13 Mai, 20 Uhr. in den Unions-ffestfälen. Berlin, Greisomaldrr Str. 22U223, Sitzung mit geselligem Beisammensein... �,.. ,,,r Schutzverbaud der SchwerhorlMU 9. v. Donnerstag, 15. Mai, 20 Uhr, Dresdener Garten. Dreodener Str. 43, Monatsversammlung, bunter Abend. Gäste willkommen..„„..... Rrtie Arbeiter-Stcuographen-Berelnlgung Gross-Berlin. Erodsnung des Dcdattenkurfus in der Reichskurzschrift Donnerstag, 22. Mai, 19A Uhr, im Nealgnmnastum Neukölln. staiser-ffriedrich-Str. 209—230. Borausstchtlich« Dauer ein halbes Jahr. Bedingung: Jeder Teilnehmer muss l0«> Silben Schreib- gesännindigkeit beherrschen Das stursusgeld beträgt monatlich 1 M. fstr Erwachsene und 0,76 M. für Jugendliche, sowie ein einmaligee Unkostendeffrag von 4 M.. der im voraus zu entrichten ist. Ausserdem weisen wir auf unsere ffortschrittskurse hin, die nach wie vor In de» bekannte» Bezirkrn abgehalten werden. Schriftliche Anfragen brantwprtet: W. Riedel, Berlin-Spandau, iE"ftcrmo tle 10,� c)u(); MI(tw0Ch 20 Zahnirztehaus Blllow- straBe 104, Guttmannsaal: Mr. William W. Mann:„Britain& the Britsh: A survey."_ / Sport. Rennen zu Ruhleben am Montag, dem 1?. Mai. 1. Rennen. 1. Tritoma'ii;. Schmidt), 2. Heureka. 3. Heldin. Toto: 234: 10. Platz: 18. 13, II: 10. Ferner licjcn: Galeass«, Prachtpeter, Mimose, Guy de Val, Heliotrop, Oueeuie, Padrcl. 2. Rennen, l. Asmodi(Ch. Mills), 2. Baroneß Bacon, 3. Nora W. Toto: LS: 10. Platz: IS. 16, 82:10. Ferner ll-sen: Cortez. Oiterprinz, Herz-A«. Allmacht, Symphonie, Sorgenlos, Fechlmelster, Turmsalke, Emlneuz. A Renne it. 1. Drama«B. Schüller). 2. Peter Sarvester. 3. Cam- panula. 4. Belletrist. Toto: 68: 10. Platz: 24. 37,82,66:10. Ferner liefen: Turandot, Alpibitzc, Erster Scehoscr. Agtlalor, Zierde, Jram. Wein- brand, Aldlsa(o. W.), Interessent. Baron Gabler, Puter, Hallore, Flaggenlied. 4. R e n n e n. 1. Vaneil«E. Mills), 2. Letzte Liebe, 3. Falkenstein. Toto: 62:10. Platz: 2«, 46, 2l: 10. Ferner liesen: Schautwalebo, Ton Joss, P-rlenkcttc, Landsknecht, Semper idcm, Trumps-stönig. 5. Rennen. I. Leuchte«E.EliaS). 2. Lilly Dillon, 3. Langcmann. Toto: 48:10. Platz: 26, 30, 32:10. Ferner liefen: VIrar. Heliogabal, Siegesadler, Friesin, Teuselsbua, May Kuser, Steinnelke, PiruS. Herzog Louis. 6. R e n n e n. 1. Kurfürn«E. Mills), i. Per aipera, 8. Goudsler jr. Toto: 37:10. Platz: 17, 21, 33:10 Fprner liefen: Ejfl, Jngclinde, Florian. Lindowlind. Ouisi guast, Caro-Bube, Königsadler. 7. Rennen. 1. Lady Dussg(I. Mtlls), 2. Cordula. 3. Hagel. Toto: 24:10. Platz: 13. 19, 12:10. Ferner llejen: Sroschel, Charlie M., Hella Timoko, SUberpappel. 8. R e n n e n. 1. Dornbusch(Ch. Mills). 2. Nanu, 3. Costa Rica. Toto: 11:10. Platz: 10, 14. 11: IN. Ferner liefen: Black Pillat(o. W), Wltzbold, Peramo, Iris B., Feodora Eudoxia. 2. Rennen. 1. Hasdrnbal«Ch. Mills), 2. Lucie Waits, 3. Nalal. Toto: 23:10. Platz: 12, 15:10. Ferner Uesen: Teuselsburssch, Cspaisette. • Das ideale A bführ-Konfekl l Wir brauchen Konjunkturpolitik! Von Georg Decker. Die letzte Veröffentlichung über den Staub der Arbeitslosigkeit lin Deutschtand beseitigt oll« Zweifel in der Veurteilung der Wirt- schastsloge. Wer nicht nur uin Worte streitet, muß anerkennen: wir befinden uns— durch falsche KapitalpoNtik und durch den Rück- gang der Weltkochunkwr in einer außerordentlich s ch w e r e n K r i s e. Di« Gesamtzahl der chouptunterstützten ein- schließlich der Kriseirsürsorge betrug am 30. April 2 081 099 gegen 1 324 748 am gleichen Tage des vorigen Jahre», also% Mtl. lionen mehrl Die höchsten Zahlen der Arbeitslosen waren In diesem Winter denen im vorigen Jahre ungefähr gleich. Das kx- deutet aber eine außerordentliche konjunkturelle Verschlechterung. da wir im vorigen Jahre infolge eines ungewöhnlich kalten Winters auch ein« ungewöhnlich starke soisonmSßige Arbeitslosigkeit hatten, während in diesem Mnter die Witterungsbedingungen sehr günstig und dementsprechend die saisonmäßigen Einflüsse viel geringer waren. Schalten wir di« Zeit der»stärkeren saisonmäßigen Arimtslosigteit aus, so gewinnen wir ein Bild der Entwicklung, dos leider völlig eindeutig ist. hauplunterslühl« in der Versicherung und der Krisensürsorge. 1929 Mehr als im Vorjahr am IS. August.. , 31 August.. , 15. September . 30. September m 15, Oktober. . 31. Oktober. 1928 649 000 655 000 659 000 664 000 683 000 764 000 870 000 883 000 894 000 910 000 949 000 1 061 000 221 000 228 600 235 000 246 000 266 000 297 000 Vier Monate tRovember bis Februar) müssen aus den airge- führten Gründen ausgeschaltet werden. Es liegt auch auf der chond. daß im vorigen Jahre der viel stärkeren saisonmäßigen Belastung eine viel stärkere Entlastung des Arbcitsmarktes folgte. Allmählich tritt aber der Unterschied' der konjunkturellen Be- s ch ä f t i g u n g in Erscheinung. Setzen wir unsere Gegenüber- stellung ab März fort: 1929 am 15. März.. 2 502 000 . 31.... 2177 000 . 15. April.. 1 678 000 . 30..... 1 325 000 1930 Mehr als im Dorjahr 2 544 000-st 43 000 2 347 000 4- 270 000 2162 000-- 484 000 2 081 000+ 756 000 Run haben wir auch vor einem Jahre keine Hochkonjunktur gehabt, sondern nach meiner Aufsossung schon eine Depression, nach einer anderen Slusfassung eine.Stagnation�. Die Meinung»- Verschiedenheiten sind jetzt durch die Entwicklung erledigt: die Pessimisten, die eine immer tiefer greisende Depression zu sehen gtautten— von den vielfach verkannten Ursachen sprechen wir später— haben leider Recht behalten. Richtig ist— und das wirkt« irreführend—, daß wir keine Krise in der Form, wie si? zum Beispiel in Amerika ausbrach, hatten. Wir hoben zu keinem Zeit- punkt eine so zugespitzte Ueberproduktion und keinen solchen Zusammenbruch des Abfotzniarktes gehabt. Die deutsche Wirt- schast hat vielmehr eine außerordentlich« Widerstandsfähigkeit gegen solchen Zusammenbruch, gezeigt, und. diese Tatsache erschwerte die richtige l�urteilugg der ErÄwickluitS.-Es läßt, sich nicht bestreiten, daß der B c r l a u f- d e r K r i s e bei uns s e h r eigenartig war und der üblichen Konjunkturbewegung widersprach. Zwcisel- los ist dies« Eigenart des Krisenverlmiss zurückzuführen auf die besonderen Ursachen dieser Krise selbst. Es gab bei uns keinen plötzlichen Ausbruch der Krise, sondern nur einen allmählichen U b st I e g, der sogar von der Besserung der Beschäftigung in«inigen Industrien, die sonst als besonders ko>»junkturempsindlich gelten, durchkreuzt wurde. Dos offenbare Versagen des Absatzmarktes gegenüber den ihm am gebotenen Warenmassen ist in den beiden letzten Jahren nie in einer krisenhaft zugespitzten Form in Erscheinung getreten. Der innere Markt versagt« allmählich, ebenso wie die Produktions- tätigkeit allmählich abflaut«. Die Krise der Ueberproduktion blieb latent, sie äußert« sich vor allem im allmählich zunehmenden Miß- Verhältnis zwischen den Produttionsmöglichkeiten und der tatsäch- lichen Produktion, zwischen der Kapazität des mächtig ausgebauten Produktionsapparates und dem Grad seiner Ausnutzung. Eine Folge der Ralionalifierung? Das ist eine verkehrte Fragestellung. , Durch die Rationalisierung kann man eine Depression nicht erklären. Die Rationalisierung steigert die Produktivität der Arbeit, sie ist eine der wichtigen Formen der Entwicklung der Produktivkräfte, und sie muß nur dann ein Mißverhältnis zwischen den Produktionsmöglichteiten und der tatsächlichen Produktion zur Folge haben, wenn die Anpassung des Marktes an die Steigerung der Produktivkräfte nicht stattfindet, wenn also die Voraussetzungen der Krise schon da sind. Die vorhandenen Prvduktionsmöglichieiten, die technischen Produktionsmöglichkeiten können nur dann ausgenutzt werden, � wenn die für den Absatz notwendige K a u f t r a f t und das für die erweiterte Produktion notwendige Kapital da sind. Bei aus- reichender Kapitalfülle pflegt die Erweiterung der Produktion weit über das Maß der Steigerung der Kaufkraft hinauszugehen: auf dies« Weis« entstehen die Voraussetzungen für den Ausbruch der Ueberproduktionskrife. Wird die Erweiterung der Produktion durch Kapitaltnoppheit gehemmt, so vollzieht sich die Entwicklung zur Krise als dauernde Wechselwirkung zwischen der Produktion und der Kaufkraft. Eine stagnierend« und erst recht ein« obnchmende Beschäftigung schmälert die Aufnahmefähigkeit des Absatzmarkte». eitle stagnierende und erst recht abnehmend« Kaufkraft der Massen schmälert wiederum dl« Bas!» für die Slusnutzung der technischen Produktionsmöglichkesten. Diese Art einer sich allmählich zu einer schweren skrise entwickelnden Depresston haben wir in den beiden letzten Jahren gehobt und haben sie noch nicht überwunden. Also eine Krise der Sapilalbildung? wiederum eine falsche Fragestellung! (Es kommt nicht bloß auf die Kapital b t l d u n g an, sondern über- Haupt auf die Kapital Versorgung der Wirtschost und auf die Kapitalverwendung. Di« Kapitalversorgung der Wirtschaft wird nicht durch die Kapitalbildung im Lande allein bestimmt, sondern auch durch eine Reihe von Kapitalbewegungen zwischen den Ländern. Es gibt bekanntlich Länder, in denen die Kapitalverwendung im eigenen Lande geringer ist als die«igen« Kapitalbildung: dos sind die Länder mit Ueberschuß an Kapital, die kopitalaussührcnden Länder. Und es gibt kapital«in- führende Länder, In welchen die Kapitalverwendung größer als die eigene Kapitalbildung ist. Deutschland bedarf immer noch einer Kapitaleinfuhr. In einer Wirtschaft, in welcher die Entwicklung der Kaufkraft hinter der Entwicklung der Produktionsmöglichkeiten zu rückgeblieben ist, die Kapitalbildung auf Kosten des Massen- Verbrauchs zu fördern, wäre ein wirtschaftlicher Unfug. Das wäre eine Politik der systematischen Verarmung, der Schmälerung der Gesamtbasis der Produktion. Die Politik, die der deulschen Wirtschaft jetzt not tut, muß zum Zweck haben: erstens den Zufluß de» Kapitals vom Ausland zu sördern. zweitens den Abfluß de» Kapital, von Deutschland nach dem Ausland zu hemmen, soweit die deutsch« Kapital- aasfuhr nicht der Förderung der Warenausfuhr dient. Die erste der beiden Aufgaben erscheint uns jetzt als die primäre, da ihre Lösung ein« schnelle Wirkung verspricht und da die Wiederherstellung normaler Derhältniss« auf dem deutschen Kopitalmarkt durch die Zufuhr ausländischen Kapitals auch den Anreiz für die Abwanderung des deutschen Kapstals wesentlich vermindern wird. Sünden der Vergangenheit. Aus der B o r g« s ch i ch t e der gegenwärtigen Krise müssen wir uns hier an den Zeitpunkt erinnern, von dem die gegenwärtig« Desorganisierung des deutschen Kapitalmarktes datiert. Das war in den letzten Monaten des Jahre» 1927, als durch Schacht mittels der Beratungsstelle und direkter Propaganda die Ausnahme der amerikanischen Anleihen für die Kommunen außerordentlich er« schwert und dann in vielen Fällen verhindert wurde. Wir haben damals vor den Folgen dieser Politik gewarnt. Es war zweierlei zu berücksichtigen. Erstens war die Aufnahme der kommunalen Auetandsanleihen die billigste und aus- verschiedenen anderen Gründen, die wir vorläufig nicht näher betrachten, die ge» eignetst« Form der Kapitaleinfuhr noch Deutschland: die Ab- sperrung der Ausländsanleihen für die Kommunen war, wie es damals von unserer Seit« auch ausdrücklich gesagt wurde, mit der Absperrung der Ausländsanleihen überhaupt gleichbedeutend. Zweitens nimmt die kommunal« Wirtschaft jetzt ihren Umfang und der Vielseitigkeit ihrer Verbindungen mit anderen Zweigen nach einen so wesentlichen Platz in der deutschen Gesamtwirtschaft ein, daß die Drosselung der kommunalen Finanzwirt» schast direkt als eine zur allgemeinen Wirtschafts- d r o s s« l u n g treibende Kraft wirken müßte. Unsere Warnungen waren vergeblich. Di« Herrschaften haben die Krise gewollt. Jetzt ist die Krise da. nicht aber die Reparationskrise, die von den deutschen Katastrophenpolitikern erstrebt wurde, und die nach der Absicht dieser Politiker den Zu» saimneitaruch der Uebertragung der Reparationen bewirken sollte: trotz der Tiefe der wirtschaftlichen Depression werden die Ucber- tragungen der Reparationen nicht einmal wesentlich erschwert, gc- schweige denn verhindert. Zur Krise zu treiben, war ein Der- brechen! es wäre ein neues Berbrechen, jetzt passiv zu bleiben, nachdem die Zahl der unterstützten Arbeitslosen Anfang Mai 2 Millionen übersteigt. Wie die gegenwärtige Krise nicht ohne Einwirkung einer bc- stimmten Politik entstehen konnte, so kann auch nur durch ein« zielbewußte konsunklurpolitik Abhilfe geschaffen werden. die ln erster Linie Kapitalpolitik sein muß. Zuerst durch die Beseitigung aller Hemmungen, die immer noch als Depressionskräste wirken. Es müssen daher ohne jede Der« zögerung alle'Möglichkeiten einer positiven Kon» junkturpvlitik geprüft werden. Wir wollen hier eine solche Prüfung unternehmen. Es muh aber schon jetzt mst allem Nachdruck betont werden, daß wir uns jetzt weniger als je darauf verlassen dürfen, daß die Krise„von selbst' überwunden wird. Di« Entwick» lung der Konjunktur, dl« sich„von selbst' vollzieht, wird gegen- wärtig durch verschiedene Formen der bewußten Politik durch- kreuzt, zum Beispiel durch die Preispolitik der Kartell«. Momentan wird unsere Lage noch dadurch erschwert, daß eine aus- geprägte Depression in der Weltwirtschaft und damit eine wesent- lieh« Erschwerung für die Erweiterung unseres Außenhandels festzustellen ist. Die Reichsregierung treibt, seitdem die Richtlinien ihrer Politik von Brüning nach dem Diktat des Land» bundes bestimmt werden,«ine Wirtschaftspolitik, die das direkte Gegenteil positiver Konjunkturpolitik, man darf sagen«in« Nieder- gangspolitik ist. Es sind also genug Kräfte da, die die Wieder- belebung erschweren. Di« Abwehr dieser Kräfte und die Einleitung einer wirklich konjunkturfördernden Politik ist deshalb wahrhaftig das Gebot der Stunde. AGG. im Vormarsch. Gachsenwerk und poege im Bereich der AEG.-Fnteressen. Die Aufsichlsröte der Poege Elektriziläls A.-G. und der Sachsenwerk Licht und Kraft A.-G. der beiden größten elektrotechnischen Unternehmungen Sachsens, haben gestern die Fusion der beiden Gesellschaften beschlossen. Gleichzeitig geht ein größerer Aktienposten der Sachscnwerk A.-G„ die als ausnehmendes Unternehmen sunglert. in den Besitz der AEG. über. Dieser Vorgang bedeutet, daß künftighin sowohl die Poeg« A.-G. wie auch dos Sachsenwert zum Konzern der AEG. zu rechnen sind. Dies« Tatsach« ist von großer Tragwelt«. Wie aus dem Schwach st romgebiet in den letzten Monaten eine ganze Reih« wichtiger Gesellschaften wie Ferd. Schuchhardt, C. Lorenz. Telephon Berliner usw. gemeinsam mst Mix u. Genest unter die Kontrolle der dentsch-omerikanifchen TelephonbauHesellschaft Standard Elektrizl- täts-A.-G. gebrächt worden sind, bei der auch die AEG. erheblichen Einfluß Hot, so liegt auch bei dieser starkftromtechmschcn Kon- zentration der Schwerpunkt bei der AEG. Diese Aktivität des AEG.« Konzerns ist«in« Folge der erheblichen Kapitatmittel, die dem 21®©.- Konzern seit der Jnteressenahme der amerikanischen General Electric Co. zur Verfügung stehen. Di« P o e g e E i e k t r i zi t ä t s- A.- G. hat ihren Sitz und ihre Hauptsabrik in Chemnitz, besitzt ein« Tochtergesellschaft in München, beschäftigte vor cinigcr Zeit rund 2000 Arbeiter und Angestellte und wies sür 1927/28 einen Umsatz in Höhe von 11,3 Millio- neu Mark aus. Das Attientapitol, da» bis vor kurzem 6 Millionen Mark betrogen haste, wurde erst vor wenigen Monaten infolge un- günstiger Einnahmen im SZerhältniv 6: 1 zusammengelegt und daraus wieder auf 4 Millionen Mark erhöht. Dies« Sanierungsaktion hat in aller Stille die AEG. da, zu bernitzt, sich einen ausschlaggebenden Einfluß auf diese recht wichtig« und offenbar sehr kon- kurrenzluftige Firma zu sichern. Die Sachsenwert Licht und Kraft A.-G. arbeitet mst einem Aktienkapital von 16 Millionen- Mark. Ihr Umsatz, der vor dem Kriege nur 9,3 Millionen Mark betragen hatte, stieg in den letzten Jahren ziemlich regelmäßig und belief sich in den beiden letzten Jahren auf etwa 32 Millionen Mark. Die Zahl der B e- sch äst igten, die im Jahr« 1928 mit 5500 ihren Höchststand er- reicht hatte, ging infolge Ratlonalisiemngsnwßnahmen im Jahre 1929 auf 4400 zurück. Die Dividend« betrug in den letzten beiden Jahren 7,5 Proz.__ Orenfiein hamstert Reserven. Umsätze auch im letzten Fahr gestiegen. Der Orenstein u. Koppel-Konzern in Berlin legt jetzt seinen Geschäftsbericht für 1929 vor. Das Unternehmen ist dank feiner weiiverzweigten Ausiandsorgamsation von der rück- gängigen Mafchinenkonjunkwr in Deutschland so gut wie gar nicht betroffen worden. Der Umsatz konnte im Gegenteil noch gesteigert werden, so daß nach der Erhöhung von 70 aus 81 Millionen im vorhergehenden Jahr im Berichtsjahr 1929 etwa 85 Millionen erreicht haben dürste. Der Anteil des Aus- landsabsatzes stellte sich diesmal auf 60 gegenüber 50 Pro- zent im Vorjahre. Von den 4,2 Millionen Mark Reingewinn wird, wie wir schon berichtet haben, wieder eine Dividend« von 6 Pro- zent gezahlt. Mit der Stabisierung ihrer Dividende demonstriert die Verwaltung, daß sie nicht daran denkt, nnt ihrer sprichwört- lichen Reservepolitik aufzuhören. Schon im vergangene« Jahr hatte die Orenstein u. Koppel A.-G. als erste Rate aus der Amerika. Freigabe einen Betrag von 3 Millionen überwiesen bekommen. Dies« Summ« hatte di« Verwaltung restlos zur Abschreibung auf den Mas ch i n« nb» sta nd verwendet, dessen Wert somit von 44? auf 1,34 Millionen herabgesetzt wurde. 2m Laufe de« letzten Iahr«s hat die Gesellschaft ein« weiter« Zahlung au, der Slmerika-Freigabe in Höhe von 1,4 Millionen«rhaliten. Diese Summe stellt die Verwaltung geschlossen in dem Bilanzposten„Schulden' in die Reserve. Herzu kommt, daß die Gesellschaft au» der beut- sehen Liquidationsen�schädigung einen Gesamtbetrag von 2,14 Millionen als Reichefchuldbilchsorderungcn erhalten hat. Auch dieser Betrag, der in einem neuen Wertpapierkonto zum Börsenwert mit IL Millionen Mark eingefetzt ist, wird mit dem gleichen Wert in dem Posten.Schulden' in die Reserve gestellt. Es finden sich also unter den Schulden, die mit 7,6 gegen 6,6 Millionen im Vorjahr ausgewiesen werden, allein 2,6 Millionen Reserve». Gegenüber diesem sehr geringen Schulden st and wer- den allein an Bankguthaben, Barbeständen und Wechseln 7,4 Millionen ausgewiesen, wozu noch 13,4 Millionen Forderungen an die Kundschaft und an Tochtergesellschaften treten. DI« Finanztage bei Orenstein u. Koppel ist also glänzend. Mit Hilf« seiner außerordentlich starten Betriebsmittel war der Konzern auch in der Lag«, vor wenigen Wochen die Dessauer und die Gothaer Waggonfabrik aufzukaufen, ohne zu dieser Aktion fremde» Kapital in Anspruch nehmen zu müssen. 3 238 396 Rundfunkhörer. In der Zeit von Januar bis März 1930 hat sich die Zahl der Ruirdfunkteilnehmer um 172000 aus 3 238 396 erhöht. Gegenüber der gleichen Zeit des- Vorjahres gingen der Paket- und Telegrammverkehr sowie der Wertbrief- und Fern- sprechverkehr zurück: in allen übrigen Betriebszweigen erfolgte ein weiterer Zuwachs. Im Januar und Februar 1930 betrugen die R e i.chs p o st e i.n n ah m e N 371 Millionen Mark, die Aus- gaben 380 Mlllönen Mark. Zur Regelung de, Zugabewescns empfiehlt der R e ich s w ir t" schaftsrat kein radikolee verbot der Zugadenretlame. sondern im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb die Schaffung«ine» neuen gesetzlichen Tatbeftandez, der das Verbot der An- kündigung von Gratiszugabe n vorsieht. Ein« der Reichsregie- runa übergeben« Entschließung schlägt eine Ergänzung der Gesetzgebung in der Richtung vor, daß di« Zugaben gewähren- den Geschäfte auf Verlangen des Käufers an Stelle des Zugabeortikels oinen festen, von vornherein ziffernmäßig zu be- zeichnenden Barbetrag zur Zluszahlung zu bringen haben. Sewissenhafi werden die StofTlagen um die Stahl- seiiwulste gelegt, damit der Reifen sicher auf der Felge sitzt. SIE FAHRE»! SICHER AUF Die Pflicht der Mgemeinheit. Vorschlag zur Aeufinanzierung der Arbeitslosenversicherung. Die Beratungen über die Neufinanzierung der Ar- beitstosenversicherung sind in vnllem(Sange. Der Bar- stand der Reichsanstall ist schon seit einigen Tagen damit beschäftigst für den Reichsarbeitsminrster Vorschläge zur Losung des Finanz- Problems auszuarbeiten. Angesichts dar uderwis bedenklichen Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmaakt. sah sich auch der Reichskanzler veranlaßst auf die Natmendigksit stärkerer finanzieller Hilf« für. die Arbeitslosenversicherung hinzuweisen. Der Reichs- archestsminister Hot bereits über eine Erhöhung des Bei- tragssatzes auf vier Prozent Andeutungen geinacht. Der Kernpunkt des Finanzierungsproblems ist die Beteiligungdes Reichs an der Finanzierung des Arbeitslosenschutzes. Daß die Allgemeinheit und damit das Reich die Pflicht hast zur Sicherung einer angemessenen Aübeitslojeimnterstiitzung beizu- tragen, hat der Präsident der Reichsairstalt vor kurzem vor den Vertretern der Presse mit überzeugenden Gründen dargelegt. Die Riesenarbcitslosigkeit, die uns zurzeit heimsucht, ist nicht ein« rein wirtschaftliche Angelegenheit. Die gewaltigen st r n k t u r« l s e n Veränderungen, die.(hunderttausende aus dem Arbeitsprozeß ousschollet, und der Dauerarbeitslosigkeit ousgeliesert Hoden, er- fordern ollgemeine.Hilfe. Bei der gegenwärtig für 1930 angenommenen Durchschnittszahl von 1,2 Millionen unterstützten Arbeitslosen, die die Reichsoikstast auch für ihren Etat pro 1930/31 eingesetzt Hot. wird von guten Kennen, des Arbeitsmarktes Hinsicht- lich der Ursachen der Arbeitslosigkeit folgende Größenordnung geschätzt: Konjunkturell Arbeitslose rund S00 000, struktu- rell Arbeitslose rund 473000, S o is o n a r b e i t sl o se(900 000 in den drei Wiittcnnonaten) rund 225 000; znsaimnen 1 200000 unterstützte Arbeitslose. Die wahrscheinliche Erhöhung der Ilnierstütztenzahl wird zu etwa zwei Drittel stnikturellen Ursachen und zu einoin Drittel konjunkturellen Gründen zugeschrieben. Ausgehend von der in den ursächlichen Zusammenhängen zwischen Arbeitslosigkeit und Wirtschaftssystem berichenden Ver- pflichtung der Gesamtheit zur Linderung der Avbeitslosennvst hat in der soeben erschienenen neuesten Nummer der von Hilferding herausgegebenen„Gesellschaft", Dr. Ra w icz von der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung zur Aenderung des bisherigen F i ria n- zierungssystems des Arbeitst osenschutzes folgenden Bor- schlag gemacht: „Erweiterung des zwangsversichsrungspftichtigen Personen- kreises durch Einbeziehung oller oder eines Teiles der von der Ar- beitslosenverstcherung befreiten Arbeitnehmer, regelmäßige Reichsbeiträge zur Arbeitslos erwersichsruug, Festlegung des Hoch st betrage?, die zusanmren von Arbettgebern, Arbeit- nehmern und Reich ausgebrocht werden muß, uitter noller Berück- stchtigung der veränderten Ursachen der Arbeitsmarktentwicklung und insbesondere des sich oerschärsenden Gegensatzes zwischen aufsteigen- der Wirtschaftskanjunktur und gleichzeitig absteigrinder Arbeitsmorkt- «rtwicklung, unbeschränkt« Darlehnspslicht des Reiches in Notzeiten mit der Maßgabe, daß dies« Darlehen aus einmaligen substantiellen Sondersteuern auf- gebracht werden müssen(Bevinögenssteuer-, Erbschastssteusr-Sonder. umlage), um die Balance des Rsichsetats in keinem Festpunkt aus der Arbettsloserwerficherung heraus zu gefährden.' Das Kernstück dieses Vorschlages liegt in der Forderung von regelmäßigen Reichsbeitrögcn und in der Hilf« des Reichs in Notzeiten auf dem Weg fubstantieller Sander- st« u e r n. Die Reichsbeiträge will Rawicz auf die linier stützten- zahl abstellen— um so«ine organische Verdlndung zwischen Beitragseinnahmen der Reichsanstall und der von ihr aus- zufangenden Arbeitslosigkeit herbeizuführen—, und zwar etwa in der Form, daß das Reich für jeden Haupttrnterstützten, der im Monatsdurchschmtt nach einem bestinmretn ZJersohren festgestellt wird, z. B. 20 M. an die Reichsanstalt abführt, d. h. also z. B. bei 1 Million Hauplunierstützuiigsempfängor im Frühjahr 20 Millionen Mark und im Wuster bei 2'A Millionen Unierstützien 50 Millionen Mark im Monast Das würde bei einer Durchschnittszahl von z. B. 1,3 Millionen Unterstützten pro Jcchr einen Reich sb e it ra g von rund 312 Millionen Mark bedeuten. Er wird geringer, wenn die Arbeitslosigkeit sinkt, und höher, wenn sie steigst Dieses System variabler Reichsbeiträge, gemessen an der Unterstütztenzahl, sei auch für die Reichsfinanzen deswegen nicht so bedenklich, weil der amrähenrde Auschnßbetrog für jedes Jahr wenigstens mit einiger Sicherheit bestimmt werden könne und ein etwaiger.zu hoher Ansatz im Reichsetat für die Zwecke dieser Reichsbeiträge für das künftige Haushaltjahr übertragbar gestellt, bzw. ein zu niedriger durch Vorwegnahm« aus dem künftigen Etat vorübergehend erhöht werden könne. Wenn man bei einem solchen variablen Reichsbeitrag etwa 300 Millionen Mark jährbich in den Reichsetat einsetzte und die Tstel zeittich übertragbar gestalte, so werde damst der U ns i ch e r h e i t s k o e f fizi e nt aus den Reichs- finanzen, soweit die Arbeitslosenversicherung m Betracht komme, weitgehend ausgeschaltet, und ebenso sei eine Ueber- finanzierung der Arbeitslosenversicherung aus öffentlichen Mitteln vermieden. Entscheidend ist für Rowicz der Gesichtspunkst daß die Mittel zur Behebung vorhersehbarer Notstände aus dem Volkseinkommen und die zur Wstellung u«v orherfeh- barer Notstände ganz besonderer Art aus dem Dolksver- mögen aufzubringen sind. Der Komprvmißvorschlag der Regierung Brüning, der vom Reichstag verabschiedet wurde, steht vor, daß das Reich künftig einen Fulchuß zur Arbestslosenversichsrung gewährst der alljährlich festgesetzt und für dos Rechnungszahr 1930 a u s 150 Millionen Mark begrenzt wird. Daß demgegenüber Ra wicz's Borschlag eine zweckmäßigere Lösung darstellt, ergibt sich von selbst. Sein Vorschlag würde bei 3'-4 Prozent Bei tragssatz durch die Aufbringung eines Reichsbeitrages von rund 312 Millionen auch für eine Durchschnitts zahl von 1,3 Millionen Unterstützt« finanziell ge uügen. Man darf darauf gespomtt sein, was man im Regie rungslager darauf zu sagen hast Tagung der Vergarbeiter-Internationase. Warschan, 12. Mol. Heute beginnt in Krakau die iulernalionole Taguug der Bergarbeiter. Ms jetzt sind SS englische Bergarbeiter unter Führung von Cook. 23 deutsche mit dem Abgeordneten Husemaun. elf belgische, zmöls sranzösische. zwei schwedische, 21 tschechische. Zwei südslawische und drei spanische Vertreter eingelrosscn. Die todzer Gewerkschasten haben den polnischen Arbeits- minister dieser Tag« in einer Denkschrift auf die ernste Loge der Lod.zer Textilindustrie hingewiesen. Während im Mai des vergangenen Jahres in den SO Lodzer Textilfabriken mit über 400 Arbeitern insgesamt SS 895 Arbeiter beschäftigt waren. haben dieses Jahr im glichen Zeitpunkt nur 58928 Arbeiter und Arbeiterinnen Pescbästigunq. Im Laufe eines Jahres sind also 10000 Arbeitskräfte entlassen worden. Die Zahl der amtlich gemeldeten?lrbeitslasen beträgt augenblicklich im Lodz er Bezirk 55187 Personen: davon eutiallen aus Lodz allein 39 953! dazu kommen dann noch über 20 000 Kurzarbeiter, die nur 2 bis 3 Tage in der Woche Beschäftigung haben. Bchjvnq, Fritz Werner, M-rr-e-sell-e! Donnerstoz, 16 Uhr, hei amnier. groktionsoersomir.luiiz mit Sumeathisicrenhen. Tages-rdnunq: „Weltpolitische Frage».- Rcserent: emil Bartb. Vpll»jhIiAks Erscheinen Pflicht. Der F»Itisu»vorstai,d. �reie Gewerkschafts-Lugend Berlin Gruppe Güdeu, Siidmesteu: Wir spielen setzen Gienstag ab IS Uhr auf dem Sportplatz„Am Urban'.— Gruppe Eharwtteuburg: Atz I» Uhr Spielen im Z!oll»parl Rehtzerqe.— Gruppe Spandau: Ab IS Ubr Spielen im Schilleroark.— Keule, J9li Uhr. toqen folgende Gruppen: Treptow: Gruppenheim. Schule Wildcnbruchstr.—>1(Äortziinmeri. Bor- ltagsforttetzuna:„Sernellc Ziagen'.— Sumbaldt: Jugendheim Graun. Ecke Lortzingstraße.." Boetrag:..?kr JSV.'— Aariendars: Zugendheim Dorssir. 7 sAItc Schule). Wir lesen allerlei Lustiges.— Spandau: Grupvenheim. Slätzl. Jugendheim, Lindenister l. Reihenportraq:„Die Gewerkschaft-bewegwig>m Ausland".— Franlsurter Allee: Sliidt. Jugendheim Litauer Str. 18. Seihen- vorieag:„Unsere Arbeilerlllhrer".— Laud-berger Platz: Gruppcnheim Tiksiel- meperlir. S. Bunter Abend. Bursche und M-id-I im Wettstreit.— Lichtenberg: Jugendheim Tafsestr. T2. Boeteaq:„Das Arbeit sgeeichtewesen".— Re:,. Lichte». derg: Jugendheim Suntei-str. ,4.«arteag:„Bar. M-idel in unserer Bewegung'. � Pankow: Seupp-enheim Panlow, Kssftnqcnstr. sg. Lasemann komnlt m:t seiner Laute.-- Sudoslen: Im Saal II des Gemcrtschaktshauses. Engel- Ufer 21—28, Li-Htbiltzerporlrag: nuissolinischen Italien'. §.Zul?endarvppe Ves Zentralverbandes der Anaeflellten Heut«, �ienstaa. finden folgende Beranstaltvngrn fwtt: Lit�enbers,: Iugeudbeivr Guntvestr. 44. Sl�rtraq:„Es fltnpt int Sturm ein alt�s Lied". Referent: Griedel Hall.- Rordweft: Iuf?enaheim Leiter Str. 18— 1(1. Vortrag:„Ein Besuch bei Bata". Refferent: Aurt Krause.— Ab 2a ITTjr probt unser Sprech- und Bapfgungschor in der Turnhalle der Schule Barut-Her Straße 20. Verantwortlich w? Politik: De. Curt Geyer: Dlrtschaft:«.«liugelhöfer: Gewerkschaftsbewegung: Z. Gteiner; sseuilleton: K. S. Döscher: Lokgles und Sonktiaes: JrziU Karstadt: Anzeigen: Tb. GloSe: samtlich in Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag G. m. b. H.. Berlin. Druck: Qorwärts.Buck.druckcrei und Lerlagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SD. 63, Lindcnstraße 3. Hierzu 2 Beilage«. Schiedsspruch in Mitteldeutschland. Unbefriedigendes Zugeständnis. Halle. 12. Mast(Elgenberichst) Für die mitteldeutsche Metallindustrie Ist zur Neuregelung der Arbeitszeit ein Schiedsspruch gefällt worden, der eine Kürzung der Arbeits zeit um eine Stunde möglich macht. Bisher bestand ein Arbeitszeiiabkommeu, wonach im Benehmen mit der Betriebsverlrctung die Arbeitszeit «on 48 auf 52 Stunden verlängert werden durfte, weon durch Mehreinstellung von Arbeitern nicht der gleiche technische vad wirt- schaftliche Nutzeffekt erzielt werden konnte. Dieses Abkommen war vbra Deutschen Metalla rbeiter- verband zum 30. April gekündigt worden. Angesicht» der gegenwärtigen Biesenarbeitslosigkeit bedeutet der Schiedssprvch nureia magere» Zugeständnis. Sr dürste kaum die Zustimmung der Metallarbeiter finden. Die Wohlfahrtserwerbslosen. Sie nehmen ständig zu. Di« ZahlderWohlfahrtserwerbslosenist auch im April weiter gestiegen. Am 30. April wurden, wie der Deutsche Städtetag mitteilt, in den Städten mit mehr als 25 00s) Einwohnern(mit zusammen 25 Millionen Einwohnern) rund 327 000 Wohlfahrtserwerbslose laufend unterstützt. Davon waren 37 000 Fürsargearbeiter. Am 31. März sind 315 000 und am 28. Februar 294 000 Wohlsahrtserwerbslose gezählt worden. Di« Zunahme im Aprll beträgt 4 Proz. gegen den Vormonat. Außerdem wurden am 30. April noch 53000 Arbeitslose, die die Leistungen der Arbeftslosenoersicherung erhalten, von der gomeind- Lchen Wohlfahrtspflege laufend zusätzlich unterstützt. Die Zahl der langfristig Erwerbslosen ist also ständig tm Steigen. Ein Zeichen, daß der Ausbau der Krisen. fürforge nicht länger mehr aufgeschoben werden kann. Schiedsspruch im Streik der Maßschuhmacher Die Arbeiter fordern Sicherungen. Vom Zentralverband der Schuhmacher. Zahlstelle Berlin, wird uns geschrieben: Im Maßschuh wacher streik hat der Schlichtungsausschuh auf Initiativ« der Unternehmer am Freitag einen Schiedsspruch gefönt, der den bisherigen tariflichen Mindestswndenlohn der Maß» schuhmacher ab 12. Mai 1930 um 2 Pfg. von 1,21 M. aus 1.23 M. pro Stund« erhöht. Die Unternehmer haben dem Schiedsspruch zugestimmt. « Di« Maßschuhmacher nahmen gestern zu dem Schiedsspruch Stellung und beschlossen, den Schiedsspruch nur dann als angenom- men zu betrachten, wenn ein« weitere Vereinbarung vor- liegt über die Art der Arbeitsaufnahme und der Be» schastigung, die Berechnung der Streikwochen bsi der Ferienvergütung und die Bezahlung der vor dem Streik angefangenen Arbeiten. Bis zu einer Verstandigimg über diese Fragen geht der Kampf mit unverminderter Schärf« weiter. Di« Streikenden sind am Schlüsse der sechsten Streikwoche in bester Kampsstimmung. Anmerkung der Redaktion: Die Sicherimgen. die die Arbeiter hier fordern, sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, die in den Schiedsspruch hinein gehört hätten. Wenn es den Unternehmern Ernst ist mit der Annahme des Schiedsspruchs, dann werden sie auch ohne weiteres die Förderungen der Streikenden annehmen, die an sich nicht über den Schiedsspruch hinausgehen. Vetriebsratswahl bei Vergmann-�ofenihas. Unter dem Zeichen des Abbaus. Bei Bergma nn- Rosenthal fanden am Donnerstag die Arbeiter- und Angestelltenrats wählen statt. Die im letzten Jahr von der Geschfistsleitung rücksichtslos durchgeführten Entlassungen von Arbeitern und auch Angestellten spiegell sich im Abstimmungsergebnis deutlich wider, allerdings in einer sehr merkwürdigen Form. Während die Arbeiterschaft glaubt, ihr .Heil bei den Extremisten von rechts und links suchen zu müssen, haben die Angestellten, für die schon soft vier Jahren kein Auge- stelltenrat mehr bestand, mit großer Mehrhell für di« freien G e- werkschaften votiert. An der Wahl beteiligten sich 2373 Arbeiter(i. v. I. 3210) und 390 Angestellte(i. v. I. keine Wahl). Es erhielt die freigewerk- f ch a f t l i ch e Arbeiierlift« 7'2.? Stimmen(1330), di« k o m m u n i- st i f ch e Lifte 1437(1880) und die Lift« der N a z i», die im vorigen Jahr nicht auf den Plan traten, 217 Stimmen. Bei der Angeftelltenratswohl wurden ftir die A f A- L i st e 272 Stimmen und für die gelb« Liste 118 Stimmen abgegeben. Der Arbeiterrat, der sich im vorigen Jahr« aus 10.Kommunisten und 7 Freigewerkschaftern zusammensetzte, wird fetzt gebildet aus 5 Freigewerkschaftlern und 9 Kommunisten. Der Angestelltenrat setzt sich zusammen aus 5 Freigewerkschaftern und 2 Gelben. Den Betriebsrat bildeten im vorigen Jahre 6 Freigewerkschafter und 9 Kommunisten. Jetzt besteht er aus 6 Freigewerkschaftern(da- von 2 Angestellten), 8 Kommunisten, einem Nazi und einem Gelben. Freie Gewerkschaften siegen in Pankow. Am S. und 6. Mai fanden in P a n f o» die Betriebsrats wählen der städtischen Betrieb« statt. Die.Opposition' erhoffte »inen großen Sieg. Es ist anders getonunen. Don den 8 zu ver- gebenden Mandaten entsallen 5 auf die Liste der freien Ge- werkschaften. Die Moskau-Jünger mußten mll 3 Mandaten nach Haufe gehen. Es ist gute Aufbauarbeit geleistet worden. In den Vorjahren stand der Betriebsrat unter strenger KPD.-Führung. Gehalisstreit mit den Anwälten. Ein Vergleichsvorschlag. Nachdem vor einigen Wochen direkte Verhandlungen zwischen dem Zentralverband der Angestellken, dem GdA. und dem Berliner Anwnltoerein wegen Erhöhung der Gehöller der Berliner Anwall- angestellten gescheitert waren, tagte am Mittwoch ein Schiedsgericht zur Schlichtung der Streitigkeit. Es gelang einen Dergleichs- Vorschlag zustandezubringen, der ein« Erhöhunc, aller Gehälter um 4 Mark sowie eine Erhöhung der Hausboltszulage von 12 Mark aus 16 Mark vorsieht. Diesem Bergleichsvorfchloge stimmten die Organisation?» Vertreter zu, während sich der Vertreter des Berliner Anwalt- Vereins vorbehielt, einen Widerspruch bi» zum 15. Mai gegen den Bergleichsvorschlag einzulegen. Websr tzlcr- Teppich». Klein« Wenfehlei 2>.S IS,— Marl. Kleine Wedfelilcr 2X.1 2(1,— Marl. »lein« Webfehler Sli'XSü 31,— Mark. Kleine Webfebler LVrXZrz 39,— Mark. »leine Webfehler 3X1 4S,— Mark. 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Tempelhvf. zablabende um SO Vit: 2. 3Jt*{d: Lokal P-mmerenin«. ?°rNner Str 190. Referent: San« SchMtkr. Bericht vom Be,>ik«parteitagl 4, Bezirk: Loial Ldggvw, staiser-Wilbeim. Eike sTriedrichltranz-Stross«. Referent: Genosse Gr. Pehold.«. Bezirk: Lokal Ublemann, Ringbahn. Scke Kermoniastrasse. ,12' S?Mie8,a�nt6 � bei Mite, Airstenwalder Mitgliederversammlungen und Zahlabende morgen, INittwoch, 14. ZNai, in öea nachstehenden Lokalen der Abteilungen: l. Abt. lS>4 Uhr Sackischer Sof. R-senthal-r Str. 49—41. Bartraa:..Bstuarr. bsock und ArbeilerNaEe". Referent: Karl Stile, M d. R. ~ 1914 Uhr bei Ohngemach, stommanöantenstr. SS. Bortrag de, G«> noiien Bernhard strllger. Di« arbeitilosen Genossen melden sich unter Domeigunq der Stempel- imd Invaliden karte beim stafsserer. ''? im �dt. Uhr im Rosciithaler Sof. Rosenthaler Str. 11—12. Bortrag: -""d R-pudlik". N-s-rent: Dr. Kurt Rosenfcld. M. b. R. S?*- t dlhr in folgenden Lokalen: Bartholome, Schwedter Str 254». Kastanlenallec ö4. Wernicke. givnoiirchplass l». Detliss, �kner. Schwedter Sit. 287. Achtung! Di- Bezirke 499- SOO, 505—508, tagen am Donnerstag bei Dodrohlaw, Swiniliütndcr �trQtz« u. J**! 5>ör*' Dergstr. 70. Nauscr. Boyenstr. 19. Aruib, fSennrV i-t?-«"S0" SeOor ErHardt:..Schulfragen",«latt, tn!r!Ü» J.',. Barwalde, Schlegels, r. 8. Vortag Genosse Michaelis: Drinmg Kesselst?'» Gottesglaubens". B-irau. Pflugstr. i. � JSS*" auo. Dafür Mtgliederversammlun« um 1914 Uhr .'�"l-ufbau und Gtte-nb-ir-ts. '.«rbei�lw-. 10.»ist. Um 19 Uhr■"""---—- den— S?1* "■ SA K.ÄSNÄZM. I.Säääsä K,,«»->»»»-,-Ol,--»-»«< !??'•' it> den Arminiusdallen, Bremer Str. 78, Bortragt.Die Gberndei-otsw-hlen". Referent Rektor Gustav ßötide. i,-. M Uhr bei Gottfcha«. Butbusser Str. 24. Stark. Dntbusser 14. Setal Graunstr. 41. Lokal strglerhewi, Swinevründer Strache, .. Z, mawlerstraz» m Uhr stablabend, fstx di« Be-irk« 251, 253 u. 2541. b«i«ahm, SBtnetflttati 7. Bezirk 252 u. 260 bei Obiglo. Gtralsunder Str. u.»«. . iiA««d. Ad u. 266 bei«urkowski. ff-ldstr. 3. SS£v, � �.Uhr Iahlabende in folgenden Lokalen: Äinzel. Uledomstr. S: Brunnenstn 79: Leuschner, Ackerstr. 110; ffahrensteiner. Reue Lochstr. 8? Runge. Reu, Sochstr. 55. «J?«v*11 Sahlabende bei flltnge, Dellerstr. 14t Iiegert, Tegeler Strasse 2»! Pimosski, Te°«I«r Str. 24: Schwiderowvki. Triftftr. 48: Schi-ib-r. „ MW-. 65! Suchland. Sprengelstr. 17 und Eckordt. Müllerstr. 158. ?»'.�ohlabend In den bekannten Lokalen. 19. �bt. l914 Uhr Iahladend in nachstehenden Lokalen: Bezirk 805/806: Hennia. �nkstrAiBMirk 809/810: Schrevel. Griwthaler Str. 13, Bort vag:.Mo. derner Strafnollzuq". R-i-r-nt Otto Strobel: Bezirk 811:«robzinski. Grün. �uler Sir. S: Bezirk 812: Schulz, Stettin» Str. 52: Bezirk 813 u. 819: Gottschalk. Grllythaler Sir. 14: Bez. 814. 817. 818: Schuchardt. Ghristiania. strass« IIS: Bezirk 815/816: Martin, Ehriftianiastr. 7: Bezirk 820: Steffen. Brinzenalle« 57. "m'i.Uhr be! Bontke. Schnlstrass». Eck« Ehristianiastrasse, Vortrag: .Mein« Erlebnisse IN Amerika". Referentin Genossin Becker. Dose, stalvnie. strasse 15,«ortraq:.Di« Bildung-ausgaben der Partei". R-'er-nt Genosse Simanowski. Tiller. Koloniestrasse. Ecke I-chliner Strass«. Bortra«:.Di« Geschicht« der Arh«it«rb«w°q»na". R«s«rent Genosse Honsel. 21. Abt. 1914 Uhr in all«» Bezirken Iahlohend« in den bekannten Lokalen. 22. Abt. isla Uhr Iahlabend bei Bartsch. Tehmarnstr. 1, Bortrag des Genossen Rick Uder.Sozialistisch« Schulreformen". Loschf«. Antwervener Str. 9. Vortrag de« Genossen Schmidt über.Iollpolitil". Borkowski. Brüsseler Strass« 43, Bortrag des Genossen Ianke über„Arbeitsrecht". Serms, Mtlller. strass« 28. Bortraa des Genossen über..Berkehrstragen". Boss, Antwerpcner Strasse 6. Senkel, lltrechter Str. 10, Vortrag des Genossen Ruelius über „Wohnungs. uiid ZZdic:«rfrag«n". 23. Abt. 1914 Uhr Iahlabend- mit Borträgen bei Lewandowski. Seestr. 104: Ben,. Seestr. 108: Grunewald, stameruner Str. 19: Gutfchow, Transvaal- strass« 25: Voss, Darfussstr. 0: stackner, Barfusstr. 11: Erster. Ofener Strass« 14! Mellnau. Müllerste, 62»! König. Otavistr. 37. Referenten die Genossen Ääpvler. Malzahn, Hübner.Riedger. Bebert, Dr. Lewin, Stein. Maver, Rosen, weig. Wüst...,...._ 24. Abt. 19H Udr Iahlabend- in folgendon Lokalen: 1. Gruppe: R»sn-r. Immanueltirchstr. 5: 1» Gruppe: AhlschlSger. Wm»., Ecke Ehristburaer Strasse. Bortrag:„Wirtschaft. Gesellschaft und Staat in Vemehnng zur Ar. b-tterschaft". R-f-r-nt Genosse Kurt Merkel: 2. Gruvve: Bi-berst-in. Dan. ziger Str. 4«. Vortrag:„Unler Kamp- gegen den Büra-rblock". Referent Arno Scholz: 3. Gruppe: Schul,. E-rm-n.Snlva.. Eck- Losemwanstrass«. �ortrag:„SeNtstveruxiltungsresorm in Stadt und Land, Rese«nt Genosse 26. Ädtfai Uhr I-Hlabend«: 1. Gruppe: Lokal Rech«, Messer Str. 2«. Referent Genosse Pönsch:.PoMische Tagesfragen" 2. Gruppe: Lokal Beinlich. Weissenburaer Str. 1 Referent Genosse Buchwald:„Die IdeemvUt de« 1. Mai". Z. Grupp«: Lokal Hofmann. Schwedter Str. 23. Referent G«n-ss« Sohrichter:„Die Bedeutung der Elternbeiratswahlen. 27. Abt. 1914 Uhr bei Ieuge. Milastr. 5: Mehlbno. Gaudhstr.«t R-ess. Eonnenburger Str. 1: Houootter, KorfSrerstr.. 1: Glanz, Kopenhagener Strasse 37. Vortrag. Referent Genosse Dr. Sernilch. 2». Abt. 19'4 Uhr bei Maas, Prenzlaner Llllcc 232. Vortraq de» Genossen Görstorf:„Arb.itcrsport". Bartelt. Wörther Str. 10, Vortrag dt» Genossen Br. Lanae:„Die Gesundheit in der Arbeiterfamilie", Iänecke. Sagenauer Strass» 5, Lvrtrag des Genossen Muderbolz, M. d. L.:.Partei und stoa- lition". Rechenberg. Ehvriner Str. 49, Vortrag:„Revublrkanrlche Kultur, Politik". Referent Allred Domdep. Iundel,.staftanienalle» 29, Bortrag des Genossen Paul Bartelt:.Politisch« Lage". Neuer. Oderberger Str. SS, Vortrag des Genossen Clemens:.Das bürgerliche Eberecht"._........ 20. Abt. 20 Uhr im Altersheim, Danziger Str. 62, Vortrag:.Die foschrstrsche Gefahr". Referent Mar Gillmeister. Di« Funktionär« treffen sich X Stund« fliiher im gleichen Lokal. 30. Abt. 1914 Uhr im Lokal Carmen.Snlva.Sirasse 22, Ecke Prenzlauer Alle«, Vortrag:„Der italienische Faschismus". Referent Herbert Dewald. Zl. Abt. 191» Uhr hei GolMchmid». iSloloifche Str. 06; Meissner, Schivel. beiner Str. 37: Schwarz, Bornhalmer Str. 9. Z2. Abt. Gruppe Schädel bei Habcrlaich, Andreasstr. 79. Thema:„Sozio- listische Kulturarbeit". Ref. Gen. Lenze.— Gruvve Fiedtkau bei Arvm». Hordt, Paul-Einger-Str. 49.— Gruppe Meyer bei Willow. strautftr. 54»__ Gruppe Buchmann bei Drescher, Ctraleuer Plass 5.— Grupp« Wartmann bei Schmidt. Fruchtstr. 36«.— Gruppe«lug« b«i Baientin,«rautstr. 36.— Dez. 304—805 bei Schriter. Friedrichsfelder Str. 24. 33.«bt. 19.30 Uhr Iahlabende bei Hahn. Simon-Doch�tr. 9, Werfolla. Hohenlahestr. 3, Saffmann. Stralauer Allee 17. Thema:„Die Beschlüsse de» Bezirkrparteitages sPärteipresse, Verwaltunqsrcsorm)", Diskulston. Die Vorltandostssung kann erst SM 22. Mai stattfinden. 34. Abt. 1914 Udr. Lokal En inner Str. 10. Bortrag:„So,. Gerichtshilfe". Ref. Gen. Satrk.— Seidel. Romintener Str. 7. Bortrga � Reumann. Gubener Str. 47. Bortraa des Gen. Bürgermeister Mieli». 35.«bt. Mittwoch, den 14. Mai, 19B0 Uhr, Iahlohend« bei Schul». Sarn». ritsrstr. 38, SchnSrer, B-igtstr. 38,«rauimet, Botgtstr. 85, Schule, S-ma- ittcrfe» 20. 56. Abt. Mittwoch. 14. Mai. 1914 Uhr, Iahlabend: 1. Grupp« bei Sern, Sontotfc Ode OmeHc.; SM. Gm. Dr. Denickn. Z. Sruppe bei Busch, ! Tilstter Str. 27: Ref. Gen. Licht. 3. Gruppe bei Kirsch, Petersburger Straße 81: Ref. G»». Theek. 4. Grupp» bei Wtttschuß, Pstershurger Str. 5: Ref. Gen. Dr. Lawin. 37.«bt. 1914 Uhr, 1. Bezirk bei Ievk«, Edertystr. 7; 2. u. 3. Bezirk bei Zerasch, Ebertystr. 10: 4., 5. It. 6. Bezirk bei Raschle, Maltern str. 14, Beitrag des Gen. Alingler über„Tagesfragen". In allen Bezirken über „Elternbciratswahlcn. 38.«bt. 20 Uhr In sämtlichen Bezirken an d«n bekennten Stellen Iahlabende. 39.«bt. 20 Uhr im Baugewerkshaus. Grossbecrenstr. 96, Voistrag: �Justiz- reform". Ref. Ernst Rüben. Um 181t Uhr sfunktionärstssunz. 39». Abt. gahlmorqcn. ifrüd 5 Uhr im Lokal Ittm Mehren. Zcrnsalcmer Straß« 9. Bortraa:„Poetische Tagesfragen". Ref. Eduard Iachcct. M. d. L. 41. Abt. 20 Uhr Iahladende in folgenden Lokalen: 1. Gruppe Lokal Reaul, Tempelhofer llf»r 1»: 2. Gruppe Lokal Erdmann, B«ll«.Alliance.Str. 74», Vortraa des Gen. keck lldtr„Aartellyolittk und Arbeiterfchaft": 3. Gruppe Lokal Rechner. Fidicinstr. 4; 4. Gruppe Lokal Schuster, Chamissopsass 4; 5. u. 6. Gruppe Lokal Lutze, Bergmannstr. 93; 7. u. 8. Gruppe Lokal Schubs. Mariendorfer Str. 5. 42. Abt. Iahlabende in folgenden Lokalen: Buh». Mücherstr. 58: Braun. Värwaldstr. 1: tölnz, Tempelherrn str. 1: Seehaak, Willibald-Aleris-Str. 5: Thiel, Iossener Str. l: Bogl«?. Miitenroalder Str. 16: Wiersdorfs, Urban- straß« 6: choehlke, Bergmannstr. 60. 43. Abt. Die Iahlabeudc finden in folgenden Lokale« statt: Bezirk 123. lZj und 130 Albr-cht. Urdanstr. 29: Bezirk 125 Christen, ffichtestr. 23; Bezirk 1.28 u. 127 Bruhn». Gräfestr. 41: Bezirk 128 u. 129 ssrankenhauser, Iahn- strass« 15; Bezirk 131 Wolter, Boeckhslr. 48: Bezirk 132 Krepp, Planufer 75,76: Dezirk 183 M-ndl-r, Dl-ffenbachstr. 51: Bezirk 134 Wolf, Gräfestr. 2«! Bezirk 135 u. 138 Vogt, Bovpstr. 8, Vortrag des Gen. Sieblrt über „Kranken, und Invalidenversicherung".(Gäste willkomm-n.l Dezirk 137 nnd 138 Klose, Boeckhstr. 34, Vortrag de» Den. Molilhos« über„sfrcidenker. tum und Sozialismus". 45. Abt. Pünktlich 19 Uhr Gruppe bohlstein, stzriedenshütte. Wiener Str. 57», Vortrag:,„Kulturpolitik. Sozialdemokratie und slreidenkeroerband". Ref. Rar Stumpf.— Alle übrigen Gruppen haben ebenfalls Referat». Gruppe Soch, Lokal Wienziers. Retchenberger Str. Ecke Glogauer Str. Vortraa: „Sozialistische Lebensführung. Ref. Georg Raible. II« 19 Uhr v«rsammeln (ich die Gruppenleiter zu einer kurzen Besprechung im fforster Vereins. bau», ssorster Str. 9. 44.«bt. 1914 Uhr, Schulaula, Mariannenftr. 47, Bericht vom Bezirksparteitag. Ref. Reinhold Eichberg. 4«.«bt. 20 Uhr bei Adam. Lübb-n-r Str. 30; Gichholz, Tuvrystr. 23. 47. Abt. 1914 Uhr, 82. u. 83. Bezirk: Bader, Adalbertstr. Ecke Raunynstr.: 97. Bezirk: Lier. Raunynstr. 9: 30—100. Bezirk: Siedentopf. Muskauer Strasse 35. Bortrag:„Die ffinanzreform der Stadt Berlin". Ref. Rodert Derber: 101— 105. Bezirk: Lehmann, Muskauer Str. Ecke Ieughofstr. In allen. Iahlabendsn Berichterstattung vom Dezirksparteitag. 48. Att. 1914 Uhr, Gliestna, Wasscrtorftr. 68, Vortrag:..Die politische Lagt". Ref. Dr. Fritz Schönherr. Charlottenburg. 51. Abt. 20 Uhr, 1. Gruppe: Schellbach, Kg..EIIs. Bezirk bei John, Fuldastr. 45. 33. und 50. Bezirk im Ideal- Kasino. Weichselstr. 8. 48. Bezirk bei Wotchge, Fuldastr. 8. 49. und «1. Bezirk bei Ramm, Erkstr. 10. 25.. 84. und 35. Bezirk Donnerstag, 15. Mai, bei Sckiabeiko, Weichselstr. 5. Referent: Gewerbeoberlehr-r Genosse P. Schink«.— 91. Abt. 1914 Uhr im Losas Bergschlosshkche, Karlsqarten» sirassc 6— ll. Vortrag des Genossen Ott» Meier. M. d. L.— 92. Abt. 20 Uhr. 51.. 58. und 60. Bezirk bei König. Wildenbruch- Ecke W-s-rstrasse. 52., 53. und 57. Bezirk bei Schikorra, Schandauer Str. 1, Ecke Elbostrasse. 54., 55. und 56. Bezirk bei Gau'er. Harzerstr. 88. Bartrag des Genossen Sermann Schlimme. 59., 81. und 82. Bezirk bei Wolkf. Kaiser.Friedrich. Strasse 173. Vortrag des Genossen Hans Turss:„Preussen und das Reich". 62., 68. und 79. Bezirk bei Simon, Berthelodorfer Str. 9, Vortrag des Genossen Gustav Kreutlein über:„Reichsbanner und Partei"., 80, und 85. Bezirk bei Sinnig Nachfolger, Rosegger. Ecke Wilhelm-Busch-Strasse. Vortrag des Genossen Heinrich Backhaus über:„Die Invalidenversiche» rnng". 87. und 88. Bezirk bei Schneider, Rofenstt. 7. Vortrag des Ge- nossen Erwin Lampka über:„Die Grundlüge der Strafrcchtsrcform".— gz. Abt. 20 Uhr. 88. und 105. Bezirk bei Schauer. Trep-ower Str. 90. Sc- voss» Georg Klanssner, M. t. L.:„Die politisch» Lage". 8t., 88, und 108, Bezirk bei Iimmcrmann, Treptower Str. 10. Genosse Emil Barth ir.: „Bericht vom BeUrkstag" 10L, III. und 114. Bezirk hei König, Böb- istisch« Str. 4"— 14. Bericht vom Bezirkstag. Genossin Auguste Darthel. 106.. 107. und 110. Bezirk bei Cinlops, Kaiser.Friedrich. Ecke Wareschstrasse. Bortra« über Koalition. 108. und 109. Bezirk im Därwilikel, Siedlung Dammweg. Genosse ÄuflO«lbrecht:„Bericht vom Bezirkstag". 112. und II« Bezirk bei Günther. Niemetz. Eck, Teupitzer Strasse. Genossi Walter Eichen:„Bericht vom Bezirkstag". IIB. und 117. Bezirk ici Warnstedt, Ibüringer Ecke Kanner Strass«. Genosse Sickfeld:„Bericht vom Bezirkstag". 115. Bezirk bei Könia. Kanner Ecke Elsterstrasse.— 94. Abt. 40. und 69. Bezirk bei Kuhfold. Lichtrnradm Str. 58. 42. und 66. Bezirk bei Lenk. Selchower Str. 6. 70.. 9Z. und 96, Bezirk bei Sell, Schillerpromenade 11. Referent: Genosse Ismer. 67. und 68. Bezirk bei Münlcr. Schill-r. vromeuad« 89. 71., 91. nnd 95. Bezirk bei Schröder. Stemmetzst:. 52. Re. fereni: G-noss- Arndt. 97. und 93. Bezirk bei Kwella. Okcrstr. 15. Refe. eent: Friedrich Schlegel.— 95. Abt. l9'o Uhr bei Fgieder-do-f. Jäger. strgss«-8. Vortrag:„Wirtlchait, Vüraerb/ock— was nun?" Referent: Wir. Helm Landa. Jeder Bezirk muss wegen der Materialausgab« vertreten Irin. Obn» Mitgliedsbuch keinen Einlast. Ausgab« der ffunktionarlarten. - 96. Abt. lö>4 Uhr. 118. und 119. Bezirk bei Brandt. Thüringer Ecke Wipperstrasse. Vortraa des Genossen Gerhard Krämer. Istl.. 124.. 127. V«. «uk bei SOUaa, Nvgatstr. 56, Ztefepent: Stodtvat Reinhardt. 101. 10Ü. und 120. Bezirk bei Lübben. Thomasstr. 5. Referent: Genosse Brinkmann. 122., 123.. 126. Bezirk bei Frankel. Schierke. Ecke Bodeftrasse.— 97. Abt. 99,, 100. und 125. Bezirk bei Hinskem, Thomasstr. 31, Eck« Bodestraße. Rceerent: Genosse August Heitmann, M. d. L..WirtschaktÄrife und Sozialdemokratie." 12«.. 134. J«ziik bei Kleistuer, Bergmann- Ecke. Schierkestrass«. Referent: Genosse Wilhelm Petzel, M. d. L. Di« politisch« Lage. 129. und 180. Bezirk in der.zZ turmecke". Wartheplatz. Referent: Genosse Stieglitz..Wirtscha-tskris« und Sozioldemokraiic." 1?1.. 182. und 183. Bezirk bei Krüger, Emser Str. 86—87. Referent: Genosse Tichaner. Die politisch« Lage. Beginn aller Veranstaltungen 1914 Uhr.— 98. Abt. 1914 Uhr. 135. und 136, Bezirk bei Wanzlick. Oberlandstr. 1. Ecke Kncse- beckstiass», Bericht vom Bezirkspartei tag. 137. und 139. Bezirk bei Teich. Änefebeckfir. 135. Di« politisch« Lag«. Referent: Genosse Bnnkowoki. 140. bis 142. Bezirk bei Kundler. Delbrückstr. 55. Unsere Tätigkeit im Stadt» Parlament. Referent: Genosse Kurt Gärtner. 188. und 143. bis 145. Be- zuck bei Noack, Zulrusstr. 25.„Direkte und indirekte Steuern." Referent: Genosse Hecht. 90, Att. Britz, Buckorii. 147 u. 148 Bezirk bei Thomas. Cbauss-estr. 10. Rest Genosse Stadtrat Schneider. Thema:„Wohlfahrtspflege". 149.. 150. und 151. Bezirk im Buschirug. Rubower Str. 49. Restrent Genosse Dr. R. Kempner. Thema:„Gibt es«ine politische Justiz?" 152-/153. Be-irk bei Vehnisch, Rubower Str. 85, Eck« Lannemannstrasse. Referentin Genossi» Elfe Krummschmidt Thema:„Ratwnalisierunq und Arbeiterfchaft". 154. u. 155. Bezirk bei Decker. Ehausseestr. 97. Referent Genosse Dr. Kunze. Thema: „Arbeitslolenvroblem". 156., 157., 158. 11. 159. Bezirk bei Trist com. Bürger- strass- 48/40. Referent Genosse Siedel:„Bericht vom Parteitag". 160. Bezirk Beesiow.West bei Discher, Buckow, Ehausseestr. 12. Thema:„Die Ncugestal. tung Gross.Derlin" 109. Att. Rudow. Der Iahlabend fällt am 14. Mai umständehalber aus und findet dafür am Miltwoch, 2t. Mai, bei Krüger. Bendaftrass«. statt. 101. Abt. Treptow. 1914 Uhr 1. Bezirk: Lokal Stephan, Graetzstr. 1. 2. Bezirk: Hoftinann. Kiefholzstr. 21. 3. Bezirk: Döhling, Kiefbolzsiraste. Ecke Elsen. strasse. 5. Bezirk: Falkenhagen. Rene Kruqapee. Der 4. Bezirk tagt diesmal ausnahmsweise am Donnerstag, 15. Mai. 1914 Uhr bei Kollatfchny, Beer- mannstrass« 10. In allen Beziicken Bericht vom Bezirksparteitag durch die Delegierten. 102. Abt. Banwfchulenwcg. 1914 Ubr Bezirk 1—5 bei Strcubel, Baumschulen- strass«. Ecke Scheiblerstrassc, Vortrag:„Der neue Gesetzentwurf Gross- Berlin". Referent Lermann Lempert. Bezirk« 6—1.3 bei Borgmann. Bauni- schulensirape. Eck« Kiesholzstrasse. Bortrag:„Der neu« Gesetzentwurf Gross- Berlin". Referent Genosse Meiser. In ollen Zahlabenden Bericht vom Bezirksvartettag. 103. Abt. Dberschöaeweldc. Iahlabende: 1., 2. u. 3. Bezirk: Lokal Knapp». Westendstr. 18. 4. 5. u. 6. Bezirk: Winkler. Dilhelmincnbofstr. 82b. 7. II. 8. Bezirk: Emmerich. Wilhelminenbofstr. 64. Bortrag:„Die Alters- und Invnlidenversscheruna". 194. Abt. Nicderlchöncweide. 20 Uhr Mitglioderverfammluna In der„Brücken. klauke", Brückensir. 15. Bortvag:„Die Auswirkungen der Neuorganisation Berlins auf unseren Derwaltnngsbezirk". Referent Genosse Bürgermeister Grunow. 105. Abt.»dler-h-f. 1914 Uhr t, 2. 6. Bezirk bei L-Hngut, Sedanstr. 8. Bor. trag:„Die Reichsversscherungsvrdming". Referent Dr. Richard Treiiel, 8.. 4.. 5. Bezirk bei Schmidtbaur, Bismarckstr. 74. Bortrag:„Gefangenen- fitriorge". Referent Cito Fenfelau. 106. Abt. Zohanni-tbal. 1914 Ubr im Logcnbaus, Friedrichstr. 61. Bortraa: .D,r neu« Gesetzentwurf Eross-BerNn", Referent Georg Reich.... 108. Abt. Köpenick. 1914 Uhr Alt. und Kietzvorstadt: Ltcrfck«, Dorotheenstr 1. Bortraa:„Das Arbeitsrecht, Gestmdbeitsschutz". Referent May Gaue. Köllnisch« Borstadt: Stipvekobl, Schönerlinder St. 5. Bortrag:„R-gr-. nunqswechsel und Aararvolitik". Referent Georg Schmidt. Dammvornatt: Dskar Schulz, Bahnbofstr. 84. Vortrag:„Politische Tagesfraqen" R-ter-nt Mar T-lkodorff. Ublenhorst, Kovenick-Nord. Siedlung usw. bei Klose, Mablsdorstr Str. 1. Bortrag:„Wirtschaft-fragen der Gegenwart". Referent Fritz Fricke..._ 109. Abt. Frikdrichshag--. Di« Mitgliederversammlung am M-.ttwoch dem 14. Mai, fällt aus. DaMr findet am Mittwoch, dem 21. Mai.«IN« Zffent. lich« Versammlung im grossen Sa»! d-s Gsizll'chattsbauses statt. Es spricht der Reichsiaospräsident Genosse Raul Löbe über das Thema:„Die Gozialdemokratte und ihre Gegner". Nähere Mitteilimg folgt. 119.«bt. Grünau. 20 Uhr bei Werner,«övenicker Str, 125,«ortrag:„Agrar. Probleme und Regierung Brüning". Referent August Niemann. III. Abt.«obusdorf. 20 Ubr bei Seimann, Waltersdorfer Str. 100, Vortragt „Schulaufbau in Berlin". Reterrnl Genosse Würriglmusen. «ichteubera. 117. Abt. Iahlabend fällt ans Dafür Kreismitgliederverlammluna. - 118. Abt. Iahlabend fällt aus. Dafür Kreismitgkiedcrversammlunq. 129. Abt. Friedrichs, elbe. 20 Ubr in Wiehes �sells�fislmiis. Wichels. 38. Nortraa:«Dle faschistische Gefahr tu Deutschland-. Referent Dr. Tdeodor 121. Adt�Aarlzhorst. 20 Ubr im Deutschen Laus, Stokenfclsstrasse, Bortrag des Genossen Johannes Stelling. M. d. R..„„ 122. Abt. Biesdorf. 20 Ubr bei Voratb. Marzahner Str. ZI. Vortrag mit Lichtbildern über:„Vollsleuchen". Referent Dr. Georg LvwcnNe-.m 123. Abt. Kanbidorf 20 Ubr in der Schiltzenklauf«. Hönower Str. 5, Soiitn». „Politisch« Tagesfragen". Referent Tr Alfred«orach.„„mir*. 124. Abt. Mahlsdr rf. 20 Uhr bei Anders, Babnbofstr 37. Tortrag.„Polttlsche Taaesfrooen". Referent Eduard flachort. M. d. 2,.« 125. Abt. Woisseafee. 20 Uhr Iablabende: 1. Abt. bei Ming«, L-tbrm««nstr. 32. 2. Abt bei Gallas, Lebderstr. 122, 3. Abt. bei Czernitzky. Roelckeitr. 1i8, .«»«dt. bei Gustav Fitzner. Pisi-riu-sirass«, Sck« Friesickeftrasse. 4 Oldt ber Stärke. Tassowstr. 16, 5.«bt, bei Andrej. Falken berger Str, 64. 5. Abt. bei Höppner. Berliner Alle, 94. In sämtlichen Jbterlungen«-r.rage. 127. Abt. Hobenschönbavsen. 20 Ubr im Lokal Storchncst. Bauvtstr. 8-9. Von. trag:„Die politisch« Lage". Referentin Lurl« Kähl�r. M. d. L. 128.130. 9lbt. Pankow. 1914 Uhr. 1. Gruppe bei Roack. Kaiser-FriArnchStr. 58. 2, Gruppe: Der IaMb-nd iällt aus, 2a Grupp«:«ober, BeSstver Ecke Prinz.H-in-ich.St-ass«, 3. Grurv«: Borrrk. Berliner Str, 98 9», Boricktt vom Bezirksparteitag, R-terent Wilhelm Kubig. 4., Z. Klemm, B-erballen Berlin"- Tie 118. Vortrag:„Verwaltunasr-form Gross.Nerlin. R°f�nt StZ>ttar Walter Friedländer. 6. Bezirk: Lokal Rwtmann, Mendel. stratw 17 Vortraa-.Di» Todesstrafe". Referent Dr, Mai Schütte. 7., 8,. 9. Bezirk: Sänger�eim, Fl-rastr. 93, Bortrag:.Bolksvolrzei im Dolksstoat. Referent Genosse Gtelter..«s. 130»«bt. Segaersdors. 20 Uhr Sex SchuÜ, Tinwsstr. 60, Dvrtra«.-Di« politisch. Lägest Referent Emil Barth...____„... 131 Abt. Nlederimlnhanfe». Bünktlüb 20 Uhr rm Lokal Sanslsuri. Nordend. „Bericht vom Bezirksparteitag". Referent Genosse Sahn. 132. Abt. Blankenburg. 20 Ubr bei Klug. Dorfstr. 2, Vortrag.„Wie begründen. wir den Sozialisums?" Referent Stadtrat Carl Wermuth,-nlitisch« 134.«bt. Buch. 20 Udr bei Göpfert. Am Bahnhof, Bortrag.„Die polttliaz« Laae". Referent Dr. Fritz Goldschmidt..___ a.rhnMTft 135. Abt. Karow. 20 Ubr im Pankgrafen. Dortrag-.�gamsi»� Selb.thltr« der AOziier".Refe.rent Deuoss». Pe.ne.� d. � 149. 13«. Mtz«W-N2Ä.A7 l7"««irk:«tz-nnitz.'�Rod«r.:-«ll-�. 2a B-zirk' Kiebner. Restdenzstr, 9. 8. bis 6. und Ist m* U. wzm. ROf»- baus. Rcliienüftr. 156. 7. u. 8. B-Zirk bei Hoffmann. Ma�t. We Holländer. strasie 9 Bezirk: Eteiubsch, GreultckiproV-un«i Strasse. Eck- Babnh-ckNral«. Vortrag:„Die BedeÄnng d-r Slt-rnbeiratswohlen und die Partei. Referenttn Konrektorin Genossin Pohst„ zu,„„Ntifche 189. Abt. Tepel. 20 Ubr im Alten Krug, Haupistr, 14.»o«1»«- rPUttl� Lägest Referent War Seydemann. Etter�iratswablen,. Abt. Borsigwalde. 20 Uhr bei Woirlchach. Ernststr, st B-rb�.-Re�-run, Brüning". R-ferent: Lorenz Breumg. Di» Elt-rn�'r-tM�ttn. Bart. angelegenheiten. Verschiedenes. Sympa�ifierende und Säst« können 140..4W Wttenau. 20 Uhr hei SrfruTz. Am N-rdbahnhost K�e��.r�t��VoW'.�« und Sympathi. 141. Abt.� Ro fentkm I' NN t/' R?Ä>«ri ch inbauf e»- Öest 1914 Uhr abend bei Soffmann. Gdelweiss- Ecke Kr-npinnz-nstrass-. Bortrag.„Warum Elternbeiräte?" Referent: Sans Bauer. Vortraa- 143. Abt.«-idm-n.slz.ft. 29 Uhr bei Iarius Mrst-Bi-morck�t-ass«. Vortrag: „Die politisch« Lage". Referent:«ottl-eS Reese. �.. Wildau. 20 Uhr bei«Lhlestadt. Vortrag bei Genossen Echu-«ch-r. �rei« UNI» Gemeinde", Zahlreiches Erscheinen erwartet der Borstan». Fraueuveranstaltungeu. Auf«»torderuNoen könne»«bteiluuas leitt rinne» tten znm BeZ-r�- fraucatag am Ist Mai im Frmrenfelretariat. Liudenstr. 3, crholle». Durch. fchnittlich falle» auf jede Abteilu-ti 3 bis 4 Kartmu 124»«it. Rablsdorf.Eüd. Mittwoch. 14. Mai, 1914 Uhr, Sei Drabrr, Uhland. 'strasse 18. Vortrag:„Das Recht d-r-erheirateten Frau auf Erwerbsarbeit". Referentin: Elvira Krüger. i3st Abt. Reluicke-dorf-vst. Donnerstag, 15. Mai, 20 Uhr, Frauen-« werbeatend in der Lindauer Strosse unter Mitwirkung des Reinicken. 5z dorf-r Männerchores. Prolog. Referent: Genosse Arthur Crispien, gi M. d. R. Vorttag:„Wie kam das Kabinett Brüning zustande?" Ge- bl nossinnen und Sympathisierende sind herzlich eingeladen, f| vezlrksausschuh für Arbeiterwohlfahrt. fto. Krci» I-Hlevdorf und 12. Kreis Steglitz. Eine Besichtiauug des m städtisch«» Obdachs in der Frölxlstrassc 15 findet bereits-» Dienstag, M W dem 13. Mai. um 18 Ubr. statt. Wer sich dicie» Führung i« Obdach � '=] anfchliessen will, trifft sich mit den Genosse» rer dem Obdach um W 0- 12% Uhr. D!« Besichtigung gm 15. Mai findet nicht statt. Zungfoziallften. Refereud-ukuri-s Sari, ch. Fabian beginnt h-wte. Die»»«««, Ist»« 29 Uhr, i°�d-r Gaststätte de.«?dei.�A�..r�a.B«id... SbUitwr.«st« Wegen der Festsetzung de, Arbeitspläne« bitte»»ir alle asureldeten Teilnehmer um vollzählige, und pünktliches Erscheine». * Gruppe Äilwerrdorf. Heute, pünktlich 20 Uhr, im Iuaendhcim. Wilhelms. aue 123—121, Vortrag:„Jugend und Partei", Referent: Genosse»ans SIN>er, Gruppe Temvelhof. Marter dort. Im Iunendhrim. Ln>e»m Tempelhos, Ger- maniaftr. 4—6 kGingang von d-r Götltrass«), heute, 20 Udr. Bortrag:„Di- materialistischs Geschichtsauffassung". Referent: Gregor Diensiock. Da d>« Ausgab« neuer Mtgli-dsaus-oeis« erfolgt, bringt jeder feui« Mitglieds. karte mit. (Parteinachrichtea für Groß-BerL» sieh» auch 1 BoLage.)