Nr. 76. 15 Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mit Sonntag, den 29. März 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: kit der Sozialdamokratie Deutschlands, mit den Bur Frukkikizirung des Falles zu verschaffen." klaffenbewußten Proletariern der ganzen Welt, wissen Wendtland durch den Kriegs- 1. Februar hatte ich mit Hilfe der Magdeburger wir uns eins, wenn wir an dem heutigen Jubeltage Wilhelm Liebknecht unsere wärmsten Glückwünsche entgegenbringen. Wie Liebknecht ward, schildert an anderer Stelle einer seiner ältesten Freunde; was Liebknecht ist und, wie alle hoffen, noch Jahrzehnte bleiben wird, weiß jeder, der die größte Volksbewegung der neueren Beit, die sozialdemokratische, mit erlebt. In wenigen Säken sein Lebenswerk zusammenzufassen, ist unmöglich. Jeder weiß, das Liebknecht einer deemer' reuesten Freunde des arbeitenden Volkes, ein selbstloser, unermüdlicher Vorkämpfer des Sozialismus, ein Deteran der Demokratie, die Derkörperung der internationalen Gemeinschaft der Proletarier aller Länder ist. mühungen, die er meinetwegen gethan, mir eine derartige Stellung Diese Antwort war vom 21. Januar datirt. Am Parteigenossen eine Stellung in der„ Kaufminiffer. männischen Orts Krantentasse" als" Hilfs= Der Fall Wendtland hat in der Reichstagsfizung vom arbeiter erhalten, tärglich besoldet, geit. 23. März durch den Kriegsminister Bronsart raubend, ohne Befriedigung. Die Unterstüßung, v. Schellendorff eine Beleuchtung erhalten, die Herrn die ich von der Partei erhalten, wurde durch Aufwendungen aller wendtland als ein Opfer sozialdemokratischer Undankbarkeit und Art so ziemlich aufgebraucht; bei den Parteizeitungen durch als einen Gegenstand zärtlicher Fürsorge eines Hauptmannes er- Nebenarbeit eine Beschäftigung zu erhalten war mir durch die bruch gelitten hat, aber noch nicht ganz verkommen ist, seinem geschlossen; überdies bin ich nicht der Art, dort zu betteln, wo scheinen läßt als einen Menschen, der selbst wenn er Schiff- ablehnende Stellung, die die Partei als solche mir zeigte, ausBorgesetzten nicht blos Treue und Anhänglichkeit, sondern auch man mich nicht haben will." das Vertrauen bewahrt, daß er ihn nicht verlassen wird selbst ( Stenographischer Bericht.) im bürgerlichen Leben, wenn ihn Noth und Sorge bedrängen." Daraufhin hat nun Herr Wendtland dem Hamburger & cho" ein Schreiben gesandt, das, nach Ansicht unseres Bruderorgans, geeignet ist, für die merkwürdige Hilfsbereitschaft des Hauptmanns eine vollständig genügende Erklärung zu geben, auch zu zeigen, daß nicht nur Sozialdemokraten unbefugter Weise Gebrauch von fremden Schriftstücken machen, sondern auch andere Leute." " Da tam am 28. Februar ein zweiter Brief des Herrn Hauptmanns. Er schrieb, daß es trotz seiner Bemühungen ihm und einflußreichen Persönlichkeiten noch nicht gelungen, für mich eine passende Stellung sicher zu stellen. " Da es wohl immer noch eine Weile dauern wird, bis Sie in Stellung kommen, so bitte ich Sie, zum Schutz vor vielleicht eingetretenen Verlegenheiten von mir eine Unterstützung oder ein Darlehen anzunehmen. Ich nehme natürlich bestimmt an, daß Sie mit Ihrer Vergangenheit völlig gebrochen und daß es Ihnen nicht unangenehm sein kann, wenn ich überall, wo ich zu ihren Gunsten gewirkt habe, dies öffentlich erklärt habe." ift Nur wenigen ist es vergönnt gewesen, in so hohem Herr Wendland begründet seinen Brief mit den Worten: Alfer noch ein Kämpfer zu sein für das arbeitende Wiewohl es sich allerdings um eine rein persönliche Angelegen heit handelt, möchte ich doch diesmal nicht den Argwohn aufVolk. Ein Jüngling heute noch an Enthusiasmus, fommen laffen, daß ein überzeugter Sozialdemokrat, welcher ich Ich schrieb zurück, es thue mir leid, wenn der Herr einem an Hingabe für sein Ideal, an Frische, hat ihn nun einmal geworden und geblieben bin, fich derart vergangen falschen Glauben sich hingegeben hätte, ich hätte weder die harte Bürde der schweren Jahre, der bifferen und gefehlt hat, wie es nach den Berichten über diese Reichstags- völlig mit meiner Vergangenheit gebrochen; mir wäre es darum Weiter heißt es dann in dem Briefe: nur zu thun, nicht wieder eine politische öffentliche Stellung Noth, des Exils, des Kerkers, der Hekjagd unterm" Die Redewendung Bebel's: als ich bei der Partei abgeblitzt zu erhalten. Ueberdies wäre ich schon geborgen, ich Sozialistengesek, noch die Verurtheilung, die er an wäre, habe ich mich an den Hauptmann gewendet, ist falsch. hätte eine Stellung, die, wenn auch die, wenn auch schlecht befoldet, der Berührung mit der p0= der Schwelle den 70. Lebensjahres erdulden mußte, Man kann hieraus entnehmen, daß ich mich um eine Unterſtügung mich abseits stellt durch die Partei bemüht habe. Dem ist anders. Die Unter litischen Deffentlichkeit, bie aber boch geeignet körperlich schwächen oder gar brechen können. stüßung, die mir die Partei nach meiner Entlassung gab, ist ohne mich fortgesetzt mit den Dingen zu beschäftigen, für die ich So steht er an diesem Wendepunkte feines Lebens mein Ersuchen in dieser Form und gegen meine persön nach Studium und früherer Berufsthätigkeit hinneige. Ich müßte ruhig und kampfesfroh uns Jüngeren allen als Führerlichen Wünsche mir zu theil geworden. Ich hatte auf daher die Bemühungen um Beschaffung einer paffenden Stelle und nicht auf materielle dankend ablehnen. Ueber die eventuelle Annahme der gebotenen und Meister da. Unterstüßung; als diese Mitte Januar doch kam, war Unterstützung sprach ich mich nicht aus." morte des Genossen Biannfuch- Genosse Gerisch hielt sie ver- mann sprach seinen Dant aus über die Zeilen, die ihm Gewißich durch die Höhe überrascht und durch die sie begleitenden Gleich am 2. März hatte ich die Antwort; der Herr Hauptbindlicher- eines befferen belehrt. Die Existenzfrage, die sich beit geben, daß ich meinem Vorsatz treu geblieben; er bedauere, mehr und mehr verdunkelte, Rücksichten auf meine Familie, von daß frog der ihm gemachten Zusicherungen mir noch keine Hilfe der ich seit Gründung derfelben ununterbrochen getrennt war, mit geschaffen wäre; es freue ihn, daß ich Stellung habe und er Ausnahme von Mitte Mai, von wo ab ich mit meiner Frau hoffe mit mir, daß eine Verbesserung, von der ich geschrieben zusammen lebte, bis Ende Juli 1891 und von Anfang Juli 1893 d. h. aber in dieser Stellung selbst in absehbarer Zeit komme. bis Ende Januar 1894, wo ich eingezogen wurde, zwangen mich, In der ihm und der ganzen Arbeiterklasse un- mich- und das ist der erste Fehler, den ich begangen und eine Stellung außerhalb der Partei zu suchen... Ich_andte entreikbaren Buversicht auf den Sieg des Sozialismus den ich eingestehe an meinen früheren Kompagniechef mit der feiern die deutschen Arbeiter mit ihren Gesinnungs- meines Charakters eine Stellung in einer Versicherungsanstalt, Bitte, mir auf grund seiner Kenntniß meiner Persönlichkeit und genossen in der ganzen Welt den siebzigjährigen einer Aktiengesellschaft oder dergl. mehr zu beschaffen. GleichGeburtstag des Seniors der Partei. So wenig ihm, dem spartanisch genügsamen, das lange Leben geboten hat, so groß waren die Erfolge der Sache, für die er selbst seine beste, seine ganze Kraft eingefekt hat. In dem Bewußtsein vollerfüllter Pflicht kann er auf zwei Menschenalter zurücksehen. Im Einklang mit diesen allen, denen er ein raftlofer Dorkämpfer war, bringen ihm die heißesten Glückwünsche dar seine Kollegen in der Redaktion des„ Vorwärts". Wilhelm Liebknecht. ( 3 um 70. Geburtstag.) zeitig betonte ich aber, daß ich an Gesinnung und Üeberzeugung der Alte wäre, daß ich aber durch das Zeugniß, das ich mir durch meine tadellose Führung während meiner militärischen Dienstzeit erworben, überall im stande wäre, meine Pflicht zu thun." " Zum Schuße vor Verlegenheit, die Sie und Ihre Familie ( unterstrichen) augenblicklich haben werden, nehmen Sie also bitte das anliegende Geld. Wenn es Ihnen wieder ganz gut geht, fönnen Sie dasselbe gegebenenfalls ja wieder zurückzahlen. Ich bin im stande, Ihnen diese Summe( 160 M.) zur Vera fügung zu stellen." ,, Und ich nahm das Geld; das ist der größte Fehler, den ich begangen und der mir kosten sollte das Abschwören meiner politischen Uederzeugung. Ich dankte dem Herrn Hauptmann sofort und schrieb davon, daß ich beharren würde auf dem Wege, den ich eingeschlagen. - Ich glaubte nun ein Ende gemacht zu haben dem Brief= wechsel, der ohne mein Hinzuthun diese Formen angenommen, als ich am 11. März einen vom 10. datirten Brief des Herrn ,, Die Antwort des Herrn war, daß er sich freue über meinen Entschluß; zum anderen, daß er hoffe, nach den Be- wieder erhielt, einen Brief, der mir Klarheit verschaffte über die Dichter von„ Danton's Tod", seine letzte Ruhestätte hat. Als Neun Monate mußte Liebknecht im Gefängniß auf Liebknecht nach Paris tam, war der Kampf bereits zu Ende. seine Aburtheilung warten. Die Praxis, politische Verbrechen Um so ausschließlicher wirkte er für den Plan des Dichters in gemeine Verbrechen umzuprägen, datirt nicht erst von heute. Herwegh, aus den deutschen Arbeitern in Paris eine Legion zu Der Staatsanwalt begnügte sich daher nicht, gegen LiebMan schlägt sich in Paris!" Nur wer damals selbst jung bilden, welche die Republik über den Rhein tragen sollte. Ver- knecht und seine Schicksalsgefährten die Anklage auf Hochgewesen, wer sie mitgefühlt, die fiebernde Erregung, als der gebens, daß Marx und Engels, deren persönliche Bekanntschaft und Landesverrath zu erheben, sondern bezichtigte sie, um sie Telegraph am 23. Februar 1848 den Ausbruch der Revolution ie bknecht erst später machte, das Unternehmen eine Re- auch moralisch zu vernichten, noch des Kassenraubes, gewaltsignalisirte, die das Bürgerkönigthum aus Frankreich hinweg- volutionsspielerei nannten. Die politische Unerfahrenheit ließ samer Erpressung, der Brandstiftung, der Anstiftung zum Diebfegte, nur derjenige wird sich etwa eine Vorstellung machen sich nicht warnen und Liebknecht, der bereits in Zürich der stahl und Raub, sowie des Mordversuches und des Mordes. können von der dämonischen Gewalt, mit welcher die Nachricht Arbeiterklasse als ein Lernender näher getreten, war in seiner Wahrlich, es war genug, um dem Tage des Gerichts mit einiger den zweiundzwanzigjährigen Jüngling ergriff, der in dem Leip- jugendlichen Begeisterung der festen Ueberzeugung, daß es ge- Besorgniß entgegenzusehen. nur ziger Hochverrathsprozeß von sich selbst bekannte:" Seit ich lingen müßte, in Deutschland die Republik zu errichten. Eine Liebknecht's tapferes Herz aber kannte die Furcht fähig bin, zu denken, bin ich Republikaner." Wilhelm Krankheit, die ihn in Paris zurückhielt, ersparte ihm die Theil- nicht und just in diesen schwer bewölkten Wintertagen grüßte Liebknecht befand sich in Zürich, wo er sich auf die Laufnahme an dem Mißgeschick der Legion, die bei Niederdoffenbach ihn ein frühlingswarmer Sonnenstrahl. Im Kerker erblühte bahn des Advokaten vorbereitete, sicher aber mit geringerer Auf- am Rhein von würtembergischen Truppen überfallen und nach ihm das Glück, das sich später an dem Herd des Flüchtlings merksamkeit über den trockenen Pandekten saß, als er den Gr- tapferem Widerstande zersprengt wurde. Georg Herwegh ent- als seine Gattin niederließ und in allen Stürmen, die noch sein eignissen des Sonderbundkrieges folgte, der die Lawine der tam nach der Schweiz. Dorthin nach Zürich begab sich nach Haupt umwettern sollten, fest zu ihm stand, bis er sie europäischen Revolution ins Rollen brachte. In Gießen 1826 feiner Gesundung auch Liebknecht; jedoch nur, um auf den zu früh! unter dem rasch erblichenen Glanz der neuen Aera geboren, hatte er in dem außerordentlich jugendlichen Alter von Ruf Struve's, der im September die Fahne der Republik auf- in Sachsens Erde bestatten mußte. 16 Jahren die Universität seiner Vaterstadt bezogen, wo er, wie warf, mit einem Duhend Gefährten bei Lauffen über den Rhein Am 11. oder 12. Mai standen er und seine Kameraden später in Marburg und Berlin, mit Fleiß in den verschiedensten zu eilen. Innerhalb drei Tagen hatten sie eine ziemlich be- vor dem Schwurgericht. Aber zwei Tage vorher hatten sich in Wissenschaften sich umfah. Denn nicht um ein Brotstudium war trächtliche Freischaar zusammengebracht und Liebknecht Freiburg und Rastatt die Soldaten empört und sich mit den es ihm zu thun, sondern er wollte vor allen Dingen lernen. machte sich nach dem Oberlande auf, um die Freikorps, die Bürgerwehren und dem Volke verbrüdert, worauf am 14. Mai Auch waren die politischen Zustände Deutschlands unter dem dort in der Bildung begriffen sein sollten, heranzuziehen. Aber Karlsruhe dem Beispiele folgte; der Großherzog flüchtete. Da absoluten Polizeiregiment Metternich's so jammervoll, daß bereits in Lauffenburg erhielt er die Kunde, daß Struve vom war es denn begreiflich, daß sich das Publikum in leidenschaftLiebknecht, dem bereits auf dem Gymnasium die Schriften Feinde sich hatte in die Ebene locken lassen, daß er geschlagen licher Erregung an die Angeklagten herandrängte, daß Hunderte St. Simons eine andere Welt erschlossen hatten, nicht daran und gefangen worden. Trotzdem versuchte Liebknecht weiter sie grüßten, Hunderte ihnen die Hand drücken wollten und man denken konnte, in den Staatsdienst zu treten, wenn er nicht ins Oberland zu dringen, anstatt sich über den Rhein zu retten, ihnen von allen Seiten zurief: Ihr seid bald frei! Es geht seine ganze Wesenheit aufgeben wollte. Robert Pruz hat an dessen Ufer er sich befand. Denn wie es sein ganzes wieder los!" Unter solchen Umständen waren sie in der Deutschland eine Wochenstube genannt; es war in Wahrheit späteres Leben bis zu dieser Stunde bewiesen hat: er war schon heitersten Stimmung, Staatsanwälte, Richter und ein Theil der eine Bedientenstube und die schlechte Luft in derselben drohte damals nicht der Mann, die Flinte ins Korn zu werfen, ob Geschworenen dagegen verlegen und befangen. Der öffentliche Liebknecht zu ersticken. Er mußte fort. Er wollte nach seine Sache auch noch so bedenklich stand. Er wurde von einem Antläger stotterte und haftete einiges daher und beantragte Amerika. Im Postwagen aber machte er die Bekanntschaft eines biederen Bürgermeister und seinen Bauern gefangen genommen selbst die Freisprechung. Eiliger noch erfolgte das„ Nicht Mannes, der in der Schweiz als Lehrer angestellt war, und an- und erhielt zunächst in dem trompeterberühmten Säkkingen, schuldig!" der Geschworenen und der Befehl des Präsidenten, statt über den Ozean ging er nach Zürich. später in Freiburg Staatsquartier. Daß er nicht gestandrechtet die Gefangenen in Freiheit zu sehen. Liebknecht protestirte Der Ausbruch der Februar- Revolution riß ihn von dem See wurde, verdankte er nur dem glücklichen Zufall, daß der optische umsonst dagegen. Denn die Angeklagten wollten sich nicht das hinweg, an dessen Gestade sein Landsmann Georg Büchner, der Telegraph versagte. Recht der Vertheidigung nehmen lassen, wollten ihrerseits als GR Bereitwilligkeit, mit welcher meiner gerechtfertigten und zwingen- 1sie glauben, damit der Sozialdemokratie einen eine recht große Summe herauszuschlagen. Hierauf den Anfrage vin Beschaffung einer passenden Stelle für mich hieb verseßen zu können. Denn das ist des Pudels wurde der Etat im ganzen und. und das das Etatsgesez gedient war. Der Brief lautet: Kern. Um das zu fönnen, fieht man sich sogar veranlaßt, ein unverändert bewilligt, sowie die Gesezentwürfe betreffend " Ich muß Ihnen heute noch einmal mit einer Frage fommen. Opfer zu bringen für das verirrte Schaf. Abänderung des Pensionsgesezes vom Ich habe mich wegen Ihrer an die verschiedensten Persön Ich konnte nun nicht wissen, als der Kriegsminister den lichkeiten in Berlin gewendet und habe dabei, namentlich Fall Wendtland" zur Sprache brachte, um ihn gegen mich be- 27. März 1872 und betreffend Aufhebung der im nach der Reichstags- Sigung, öffentlich betaunt ziehungsweise die Partei auszuspielen, wie der Fall in seinen Geltungsbereich des rheinischen Rechts beüber die A n= daß Sie nicht mehr zur Partei gehörten, Ginzelheiten lag. Ich mußte annehmen, daß der Kriegsminister stehen den Vorschriften Geheimmitteln nach kurzer um eben für Sie Stellung zu erlangen, wie ich Ihnen genau unterrichtet war und ein Recht hatte, Wendtland gegen kündigung von das auch in einem der letzten Briefe geschrieben habe. Die uns auszuspielen. Daß es auch Wendtland's ehemaligem Haupt- Debatte angenommen. Nach Erledigung einiger Petitionen besten Aussichten nun sind für Sie im Kriegsmann darum zu thun war, den Kriegsminister in diese Lage zu ohne allgemeines Interesse vertagte sich das Haus auf unministerium. Sind Sie nun damit einver- versehen, zeigt der zitirte Brief desselben vom 10. März an bestimmte Zeit. standen, daß ich Ihre Briefe dem Kriegs- Wendtland. minister fchicke, welcher vielleicht bei ge Nach dem Angriff des Kriegsministers fonnte ich mich aber gebener Gelegenheit davon im Reichstag nicht damit begnügen, zu antworten, ich würde den Fall unterGebrauch machen kann? Meines Erachtens wäre suchen, um nächstes Jahr darauf zurückzukommen, da es dagegen nichts einzuwenden; es kann Ihnen nur nüßen und dieses Jahr keine Gelegenheit mehr dazu giebt; ich mußte vielnicht schaden und würde Ihnen auf alle Fälle zur Ehre mehr antworten, wie ich geantwortet habe. Ist diese Antwort gereichen, wenn die Thatsache Ihres opferwilligen Strebens Wendtland nicht angenehm gewesen, so hat er sie selbst verauch noch weiter bekannt wird. Bitte, theilen Sie mir Ihre schuldet und kann er mir keinen Vorwurf darüber machen. Absicht möglichst bald mit. Ergebenst u. s. w." Berlin, den 27. März 1896. A. Bebel. Herr Wendtland antwortete darauf in einem längeren Schreiben, in dem es heißt: -QUADS Der Entrüftungsrummel wegen der vom Reichstage verweigerten Bismarck- Ehrung jährt sich. Schon sind in der Patriotenpresse Spuren erneuerter Hegversuche zu tage getreten. Da bringt denn die„ Kölnische Volkszeitung" einige angemessene Erinnerungen. Als Bismard in Ungnade gefallen war bei Hofe, wurde er nach seinem eigenen Bekenntniß von den Musterpatrioten gemieden wie ein Pestkranker und seine Grollausbrüche gegen den Für die sozialdemokratische Partei liegt die Bedeutung neuen Kurs wurden in seinem früheren Lakaien- Blatt, der " Ew. Hochwohlgeboren haben sich nach meiner Auffassung dieses Vorganges darin, daß er zeigt, wie sehr es hervor„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", die jetzt wieder einen einem Frrthum hingegeben, zu dessen Entstehung und Beibehal stechenden Hütern von Staat und Gesellschaft darum zu schwulstigen Artikel zur Verherrlichung des unersetzlichen tung weder meine frühere Stellung in Torgau( wo ich diente) thun ist, mit einem„ bekehrten" Sozialdemokraten zu prun- Staatsmannes gebracht hat, wie folgt kommentirt: noch meine in dieser Sache unterbreiteten Bitten und Wünsche ten. Wie aus der Korrespondenz hervorgeht, hat Wendtland, Es scheint die Sorge des Fürsten Bismarck zu sein, die beigetragen haben. Ich habe Ew. Hochwohlgeboren sowohl im gebrochen durch die gefängnißgleichen Qualen seiner schwierige Lenkung des Wagens durch gewaltsam erregtes Mißersten Briefe, den ich Mitte Januar schrieb, als gerade im Dienstzeit als Arbeitssoldat, in seiner Noth und topflosen trauen in die Führung bei Freund und Feind mit allen legten, der mir, nebenbei gesagt, äußerst schwer wurde, nur ge- Berfahrenheit durch seinen früheren Hauptmann eine An- Kräften zu gefährden. Ob dies wohl patriotisch ist? schrieben, daß es mein Bestreben wäre, nicht wieder öffentlich politisch aufzutreten; daß ich in dieser Hinsicht mit meiner stellung gesucht, aber diesem schließlich auch ausdrücklich Wiederum wird die Ehrfurcht vor dem Kaiser durch vollBergangenheit gebrochen und verzichtet hätte, obwohl die versichert, daß er seine Gesinnung nicht aufgegeben habe. tommen willkürliche Aeußerungen verletzt.... Es werden alle Berlockungen vorhanden, wieder schriftstellerisch thätig zu Wenn der Kriegsminister nunmehr diesen armen Schächer mit Schrecken erkennen, daß die Erinnerungen des Fürsten sein; mit dieser Verzichtleistung hat auch meine Zugehörigkeit vor versammeltem Reichstag als eine für den Ordnungs- bereits anfangen, sich völlig zu verwirren... Es ist ein Anblick zur Partei, soweit sie sich auf öffentliches Mitwirten erstreckt, himmel gerettete Seele abschildert, so kompromittirt er seine ohne Beispiel, daß ein Staatsmann und Held den größten Beiihr Ende. Ich habe aber geglaubt, zurückhalten zu sollen mit eigene Sache mehr dadurch, als der angeblich Bekehrte sich daß er dann aber alles thut, um die Führung zu vereiteln und trag leistet zur Erfüllung der theuersten Wünsche seines Volkes, dem Geständniß, daß ich in meinem Junern noch der alten selbst in seiner Zerfahrenheit kompromittirt hat. Es ge- das Wert der Zerstörung fortzusetzen. So stehen die Männer, Ueberzeugung bin.... Was ich thun kann, um wieder einmal forglos und heiter leben zu können, habe ich gethan und werde ügt, auf die eine Thatsache hinzuweisen, daß Wendtland denen die ehrenvolle Berufung zu theil geworden, das Werk des dabei verharren; was ich aber nicht thun tann, ist ein Ab- in dem nämlichen Briefe, in dem er erklärte, er habe Fürsten Bismarck fortzuführen, vor der Aufgabe, ihre Arbeit vor schwören der Gesinnung, die mein höchstes und theuerftes seine Ansichten nicht geändert, den Hauptmann aus allem zu schützen vor dem Manne, dessen Schöpfung fie erhalten inneres Gut ist!... Ich habe geglaubt, Ew. Hochwohlgeboren drücklich bat, seine Sache nicht in die Deffentlichkeit zu follen.... Niemand kann den Umfang des Schadens er. würden mich verstehen, und daß ich in dieser Burück- bringen. Jener Brief war am 14. März geschrieben. Troß- messen, den der Fürst dem eigenen Baterlande zuzufügen willens ist.“ haltung falsche, trügerische Hoffnungen erweckt, bedauere dem hat der Herr Kriegsminister es für gut befunden im Daß er willens sei dem eigenen Vaterlande ich, ich kann aber nicht so unehrlich unehrlich sein, jetzt Interesse des Kampfes für Ordnung, Sitte und Religion zurückzuhalten mit diesem Geständniß, von dem ich natürlich die Affäre Wendtland am 23. März der breitesten Schaden zuzufügen", haben dem Hausmeier a. D. noch nicht hoffe, daß es mir trotz alledem das Wohlwollen und die Deffentlichkeit zu übergeben, aber nicht etwa in einem objektiven einmal die Sozialdemokraten vorgeworfen. Wir haben den Sympathie Ew. Hochwohlgeboren erhalten wird. Ew. Hoch- Bericht, sondern mit der Verfeinerung, daß er Wendlandt unermeßlichen Schaden, den er dem deutschen Volke thatwohlgeboren wollen daher von einer Verbreitung meiner Briefe Abstand nehmen und versichert sein, in der bengalischen Beleuchtung eines reuigen Sünders er- sächlich zugefügt hat, immer nur auf das Konto seiner junterlichen Beschränktheit und seiner das Eigeninteresse mit daß ich bei meinem Entschlusse verharren werde." scheinen ließ. Hierauf erhielt Wendtland einen vom 14. März datirten Und das geschah von demselben Herrn, der in der dem Volksintereffe verwechselnden Selbstverblendung geBrief des Hauptmanns, in dem es heißt: nämlichen Sigung des Reichstags die Schalen sittlicher schrieb Entrüftung über den Vorwärts" ausgoß wegen der vor- Pindar konnte Griechisch und Pindter kann zeitigen, aber völlig wahrheitsgemäßen Veröffentlichung Latein. Ob Pindar sich ärgerte, daß andere Menschen eines Attenstückes, das so wie so zwei Tage später öffentlich griechisch konnten, das wissen wir nicht, aber daß andere bekannt geworden wäre. Niemand wurde durch diese Ver- Lateinisch können, das ärgert den Pindter, wie er selbst öffentlichung des Vorwärts" getäuscht, niemand geschädigt. uns in einem langen Leitartikel gestern Abend gesagt hat. Wir dürfen wohl annehmen, daß der Herr Kriegs- Daß die sozialdemokratische Fraktion Liebknecht zu seinem siebzigminister im Reichstage Gelegenheit nehmen wird, sein Ver- jährigen Geburtstag- statt eines Otto- Bettelpfennigs- eine halten in dieser Sache aufzuklären. Denttafel mit lateinischer Inschrift gestiftet hat, das macht ihn fuchswild. Und nun gar das Zeugniß, daß Liebknecht den Grund der Dinge, z. B. der Emser Depesche, erkannt haben soll! Das ist doch zu arg! Ueberdieß war Liebknecht seiner Zeit Redakteur der Norddeutschen Allgemeinen Allgemeinen Beitung" zu sagen, er habe ben Grund ber Beitung" und von einem Redakteur der Norddeutschen Dinge erkannt, das ist doch eine faustdicke Lüge, denkt Bindter. Und das muß Pindter doch wissen. " Daß Sie eine öffentliche Behandlung Ihrer Angelegenheit nicht wünschen, kann ich vollständig verstehen, und habe deshalb eben gefragt... Sätten Sie mir im Januar Den jetzigen Brief geschrieben, so wären meine persönlichen Absichten und Gefühle für Sie doch dieselben geblieben; ich hätte Ihnen geholfen, wahrscheinlich sofort; ich wäre aber nicht...( nicht zu entziffern) Wege gegangen, um Ihnen Stellung zu schaffen, auf denen Sie mir nicht nachfolgen wollen. Meine Sympathie bleibt Ihnen erhalten." Auf diesen Brief hat dann Herr Wendtland nicht weiter geantwortet.„ Um so mehr", schreibt er in seiner Darstellung, bin ich überrascht, daß in der Reichs. tags Sigung der Kriegsminister über den Briefwechsel so genau unterrichtet war; ich 13 Politische Uebersicht. Berlin, 28. März. Das fächsische Wahlrechts- Attentat ist nun perfekt seine Unterschrift gegeben, und den Landtag heute mit einer der König hat mit lebhafter Genugthuung" Thronrede" geschlossen, in welcher es heißt: seine Unterschrift gegeben, und den Landtag heute mit einer Thronrede" geschlossen, in welcher es heißt: nehme daher keinen Anstand, meinerseits Aufklärungen zu geben, rückständigen Gtats. Der Etat des Justiz ministeDas Herrenhaus erledigte am Sonnabend die noch die meine Sache doch in ein anderes Licht bringen. Die schiefe Darstellung wäre zweifelsohne vermieden, wenn Bebel so- riums und der des Ministeriums des Innern fort sich an mich gewendet und von mir Aufklärung verlangt wurden schnell berathen; eine längere Debatte entspann sich hätte, die ich gerne gegeben, ebenso gerne, wie ich jetzt nicht an- nur beim Kultusetat, wo verschiedene Bürgermeister stehe zu erklären, daß ich Fehler gemacht habe. Ich kann und sich über Eingriffe des Staates in das Schulwesen der muß hier öffentlich erklären, daß es mir von Anfang an, als ich Städte und über die Benachtheiligung der großen Städte in den Briefwechsel mit dem Herrn( dem Hauptmann) eintrat, darum zu thun war, eine Stellung zu erhalten, in der ich unbe- gegenüber den Landgemeinden durch die Alterszulagen Der weitaus wichtigste Gegenstand, den Sie in dieser Session schadet meiner persönlichen politischen Ueberzeugung leben konnte und Pensionskassen beschwerten. Der Kultusminister wies für die Existenzsicherung meiner Familie. diese Beschwerden als unbegründet zurück. Auf Anregung des zu berathen hatten, war der Gefeßentwurf wegen Aenderung der Grafen 3iethen- Schwerin, der dem Verlangen nach gefeßlichen Bestimmungen über die Wahlen zur zweiten Kammer. Auf die vorstehende Erklärung Wendtland's hat Bebel baldiger Einbringung eines Volksschulgesetzes Ausdruck gab, Die Einmüthigkeit, mit der Sie dieser Ge dem Hamburger Echo" folgende Antwort zur Veröffentlichung wiederholte Dr. Bosse die bereits im Abgeordnetenhause fegesvorlage Ihre verfassungsmäßige Zustim gefandt: abgegebene Erklärung, daß er prinzipiell diesem Gedanken mung ertheilt haben, erfüllt mich mit lebhafter Soeben kommt mir die heute erschienene Nummer des„ Echo" nicht abgeneigt sei, aber die jetzige Zeit nicht für Genugthuung und befestigt mich in der lebermit der langen Erklärung Wendtland's zu Gesicht, die in mehr geeignet halte. Die Frage der Verlegung des Bota- zeugung, daß meine Regierung, indem sie der als einer Beziehung interessant ist. aus der Mitte der Volt vertretung hervor nischen Gartens wurde von Prinz zu SchönaichDiese zeigt vor allen Dingen, mit welchem Eifer unsere Earolath kurz gestreift; der Minister ließ in seiner zahlreichen Bevölkerungstreifen je länger ile gegangenen Anregung folgte, einem auch in Gegner bis hinauf zum Kriegsminister sich bemühen, ein verStaate mehr empfundenen Bedürfnisse Rechnung ge irrtes Schaf oder wen sie dafür halten, wieder in den Stall der Antwort wiederum durchblicken, daß es dem feligmachenden bürgerlichen Gesellschaft aufzunehmen, sobald in erster Linie darauf ankommt, aus dem Terrain tragen hat. Ich vereinige mich mit Ihnen in dem Wunsche, * Ankläger auftreten, ihren in der Monate langen Untersuchungshaft aufgesammelten Groll entladen. Aber im Nu waren sie, wie Liebknecht selbst erzählt, von der wogenden Menge wie von einem unwiderstehlichen Wirbelwind gepackt, fortgeschoben und unter Hurrah aus dem Saal auf die Straße getragen, wo alles schwarz war von jubelnden Menschen." Rasematten bezogen, sollten sie nur verlassen, um in den Laufgräben von den Preußen erschossen oder zu lebenslänglichem Buchthaus begnadigt zu werden. Das deutsche Volk fennt die Namen dieser edlen Märtyrer und ihr Gedächtniß lebt in seinem Herzen fort. " rothen Republikaner und Flüchtling von 1848, nach Berlin zu tommen und in die Redaktion der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" einzutreten. Damals, 1862, bekämpfte das Blatt noch den Napoleonismus, vor dem die Großbourgeoisie auf dem Bauche lag, und deren erheuchelten Freisinn vom demoLiebknecht machte sich mit gewohnter Unermüdlichkeit kratisch= republikanischen Standpunkte. As aber im Herbst Nach einem tolltöpfigen Versuch, die Soldaten eines und Energie auf jede Weise nüglich, und als es zum Schlagen desselben Jahres Bismarck das Staatsruder ergriff, ließ sich würtembergischen Bataillons, das in Freiburg stand, für die tam, that er als Bombardier in der Batterie Bortheim's unter Braß von ihm faufen und Liebknecht legte die Redaktion Revolution zu gewinnen einem Versuche, der ihm die kaum Führung Philipp Becker's, des Rothbarts, seine Schuldigkeit. nieder, obgleich er sich dadurch seiner Existenzmittel beraubte. wiedergewonnene Freiheit gekostet, wenn die Soldaten ihn ver- Er geizte nach keiner Führerschaft und wollte jetzt wie später und ohne Rücksicht hierauf wies er die Versucher ab, die von haftet hätten, wie es die Offiziere befahlen, ging Liebknecht nie mehr sein, als ein Soldat der Sache, der Kopf und Herz seiten Bismarck's an ihn herantraten, sowie das verführerische Soldat Soldat der Revolution, nach der badischen Hauptstadt. Hier hatte sich ein Landes- gehörten: der Sozial- Anerbieten des Braß, für das Blatt extrem- sozialistische Artikel ausschuß gebildet, an dessen Spize Brentano stand, ein Typus demokratie! zu schreiben. Die Arbeiter sollten auf diese Weise für Bismarc des vormärzlichen liberalen Bürgerthums, das bereit war ,,, mit Nachdem der badische Aufstand durch den späteren Raiser eingefangen werden, um mit ihrer Hilfe die bürgerliche Fortdem Wort bis auf den letzten Mann einzustehen". Wilhelm in manchem heißen Kampf besiegt war, finden wir schrittspartei zu zerschmettern. Als dann Liebknecht nach dem Tode Lassalle's trok Die badische Erhebung, der sich die Pfalz anschloß, galt Liebknecht in Genf. Von hier aus versuchte er die dader Einführung der von dem Frankfurter Parlament beschlossenen mals sehr große Zahl der Arbeitervereine in der deutschen mancher Bedenken gegen den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein Reichsverfassung, von deren preußischer Spitze Volf und Soldaten Schweiz für eine einheitliche Organisation und ein streng sozia- es für seine Ehrenpflicht hielt, in diesen einzutreten, um die nichts wissen wollten, sie verlangten die Republik. Friedrich listisches Programm zu gewinnen. Ein Kongreß, der zu diesem Netze zu zerreißen, mit denen derselbe von der Reaktion umWilhelm IV. hatte überdies die Kaiserkrone als eine Behuf nach Murten berufen wurde, bot den preußischen, öster- garnt wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann " Spottgeburt von Dreck und Letten" abgelehnt. Eine Re- reichischen und russischen Agenten einen willkommenen Vorwand, Bismarck seinem Grimm gegen ihn die Bügel schießen lassen volution, die nicht vorwärts schreitet, schreibt sich selbst das der Bundesregierung den Verdacht einzuflößen, daß ein Einfall würde. Die Polizeichikanen nahmen ihren Anfang und im Lieb Sommer 1865 wurde er aus Berlin ausgewiesen. Er siedelte Todesurtheil und der Landesausschuß verharrte in Unthätigkeit. der Flüchtlinge in Deutschland beabsichtigt werde. Liebknecht, der eine leidenschaftliche Unterredung mit Bren- fnecht wurde verhaftet( im Februar 1850), und alle Flücht- nach Leipzig über. tano gehabt hatte, glaubte, ob mit recht oder unrecht sei da- linge, denen es bis dahin noch nicht gelungen war, sich eine hingestellt, die sicheren Anzeichen zu haben, daß jener heimlich Existenz in der Schweiz zu gründen, wurden gleich ihm ausmit der Reaktion unterhandle. Er benachrichtigte davon Philipp gewiesen. Sie durften sich aber ihren ferneren Aufenthalt in Becker und Struve, die mit der Organisation der revolutionären England oder Amerika wählen und Frankreich erlaubte ihre Streitkräfte beschäftigt waren, forderte sie auf, Brentano zu ver- Durchreise mit Zwangspaß. Es ist hier nicht der Drt, eine Geschichte der deutschen Sozialdemokratie zu schreiben, die ihren Ursprung von Leipzig ausgehenden Anregungen verdankt. Man weiß, daß Lieb tnecht's Namen auf's innigste mit ihr verwebt ist, daß er sein ganzes Wissen, seine ganze Geistes- und Willenskraft, seinen haften und vorwärts zu gehen. Aber er, der Junge", fand Wilhelm Liebknecht wählte London, wo er als ungebeugten Muth in den Dienst der Partei stellte und daß er feinen Glauben, und als er eines Abends von ihnen kam, Schüler zu den Füßen von Karl Mary saß, für den er stets bis zur heutigen Stunde rastlos für sie thätig war, so mit dem wurde er in der Nähe seiner Wohnung verhaftet, seines Hirsch die höchste Verehrung gehabt hatte, den er aber erst jetzt per- geschriebenen wie mit dem lebendigen Worte, sei es in fängers und seines Taschenmessers beraubt und in die sönlich kennen lernte. Anstatt sich als Flüchtling aufzuspielen Zeitungen und Broschüren, sei es als Lehrer in den sozialKasematten von Rastatt gebracht. Dieses Messer sollte ein und wie mancher andere sein Martyrium für die Freiheit aus demokratischen Fortbildungsschulen, sei es als Agitator oder als Dolch sein und Liebknecht mit ihm Brentano haben er zubeuten, suchte er durch Unterrichten und Korrespondenzen für Redner in den Versammlungen, auf Kongressen und im ReichsSo morden wollen, so lautete die Beschuldigung, über die er sich die Augsburger Allgemeine Zeitung", die damals ein Welt- tage. Erwähnt seien nur seine persönlichen Schicksale. vor dem Richter verantworten sollte. Aber selbst diesem tam blatt war, seinen mitunter recht knappen Lebensunterhalt zu mußte er es nach dreiwöchentlicher Untersuchungshaft mit drei die Sache lächerlich vor, und da Brentano, der sein Müthchen verdienen. Denn sein Vermögen war konfiszirt und er hatte Monaten Gefängniß büßen, daß er im Vertrauen auf die allgemeine Amnestie nach dem Kriege von 1866 zur Ordnung an dem Recken hatte fühlen wollen, inzwischen zur Besinnung jezt Weib und Kind. Die Amnestie Wilhelms I. bei seiner Thronbesteigung er- persönlicher Angelegenheiten nach Berlin gegangen war. gekommen war, so erhielt der Gefangene nach zwei Tagen seine Freiheit wieder. Viele seiner Kampfgenossen, die nach ihm die möglichte es ihm, auf die Einladung von August Braß, dem bruch sollte das sein, und Vorbereitung zum Hochverrath" In Württemberg großer„ nationaler" Fortschritt: es wird getöpft! Dreiundfünfzig Jahre ruhte das Henkerbeil, aber den nationalen Kulturtämpfern erschien das so partikularistisch, daß sie nicht eher ruhten, als bis das Henkerbeil, das Symbol der deutschen Einheit und Zivilisation, wieder in seine Rechte eingesetzt war. Und heute Morgen ist seit Jahresfrist der dritte Menschentopf abgeschlagen worden. Glückliches Württemberg! In Lippe- Detmold und Bayern find bekanntlich die zur Regierung berufenen Staats- Oberhäupter infolge unheilbarer Geisteskrankheit dauernd unfähig zur Führung der Regierungsgeschäfte, so daß man sich mit einem Regenten" behelfen muß, welcher diesen unliebsamen Defekt ergänzen muß. In LippeDetmold hat man dabei noch das besondere Unglück, unter Italien. Midaß die veränderten Bestimmungen meinem Sachsenlande dauernd| schieden für die Regierung. Da steht Bourgeois denn p Frankreich. zur Wohlfahrt gereichen mögen. doch ganz anders da, als Rosebery. Er hat zu Gegnern Paris, 28. März. Der in dem Panama- Prozeß verurtheilte Auch wir hoffen, daß die Empörung der weitesten Leute, die vor dem Strafrichter zittern, und er braucht nur frühere Minister Baihaut ist unter Vorbehalt wieder in Freiheit Volkskreise über dieses Attentat auf das vornehmste an das Volk zu appelliren, so sind die Panamisten wegGrundrecht dem„ Sachsenlande dauernd zur Wohlfahrt gefegt wie Spreu vom Sturmwind. Paris, 28. März. Die Arbeitstommission der gereichen" wird, indem sie das herrschende System Kammer hat gestern eine interessante Maßregel getroffen. Ein Opfer der Sudan- Expedition ist der fran- Anstatt des Antrages des Ministers Mesureur, welcher die Verwegschwemmt. Die Bewegung gegen das neue Wahlgesetz geht zösische Minister des Auswärtigen, Herr Berthelot, der legung der Freiheit der Arbeitersyndikate mit Geldimmer mehr in die Breite und Tiefe, und die sächsische soeben seine Entlassung genommen hat und dessen Porte- buße und Gefängniß bestraft wissen will, hat die Kommission als Landesversammlung, die anfangs der nächsten Woche zu feuille bis auf weiteres Bourgeois übernahm, der das In- Grundlage ihrer Berathungen einen vom Staatsrath ausgearsammentritt, steht vor einer vollständig geklärten Lage und nere an den Finanzminister Soumer abtrat. Herr Berthelot, beiteten Entwurf angenommen, welcher auch diejenigen mit wird furcht- und rücksichtslos thun, was die Lage er der ein ausgezeichneter Professor der Chemie, aber ein sehr schweren Strafen bedroht, welche die Freiheit der einzelnen Arbeiter verlegen. heischt.mittelmäßiger Politiker ist, hat in den mit England gepflogenen Verhandlungen über die egyptische Frage sich Rom, 27. März. Senat. Senator Parenzo entwickelt solche Blößen gegeben, daß seines Bleibens im Amte nicht mehr möglich war. Weder für die innere noch für die feine Interpellation über die Erklärungen des Ministerpräsidenten äußere Politit iſt ſein Rücktritt von irgend welchem Belang. di Rubini am 25. d. M. hinsichtlich des Fehlens einiger Dokumente über die Ereignisse in Afrita. Von Belang ist er nur für die Wissenschaft, der sich der Ministerpräsident di Rudini erklärt, e3 sei dem verdiente Professor nun wieder ganz widmen kann. nisterium der Entwurf eines Grünbuches übergeben wor Aus Paris wird telegraphirt: den, das Don dem früheren Ministerium vorbereitet, Ministerium das Portefeuille des Innern übernehmen. Minister Kabinet dieses Grünbuch veröffentlichte, so würde es die Vers Gutem Vernehmen nach wird Sarrien in dem neuen aber nicht beendigt worden sei. Wenn das gegenwärtige präsident Bourgeois soll beabsichtigen, weitere Aende- antwortlichkeit dafür übernehmen. Es sei somit nothwendig, na ch rungen im Ministerium während der Parlamentsferien den Dokumenten zu forschen, da nicht alle vore vorzunehmen. gefunden werden konnten, daher sei nach Massauah der BeDie Gefahren des Dongola- Feldzuges werden der eng- fehl ertheilt worden, Abschriften der betreffenden Depeschen eineinem förmlichen embarras de richesse von Prätendenten zu lischen Regierung von den Fachmännern verschiedenster Art klar zusenden. General Baldiffera habe an den Kriegsminister hierleiden, deren jeder für sich in Anspruch nimmt, der allein gemacht. Die fonservative Wochenschrift„ Saturday Review" auf folgende Depesche gesandt:" Die Berichte Gallianos legitime Herr für dieſes Ländchen zu sein, während man außer- behauptet mit Bestimmtheit zu wissen, daß die Generäle Evelyn über die Kämpfe und die Bertheidigung von dem noch über die Rechtmäßigkeit der bestehenden Regentschaft Wood und Francis Grenfell die ganze Idee des Vorrückens am Matalle sowie die hierzu gehörigen Dokumente let hafte und vielleicht nicht ganz unbegründete Bedenken äußert. Nil mißbilligt hätten und daß der Generalfeldmarschall Wolseley find in der Schlacht am 1. März mit den Papieren der In Bayern ist man freilich in dieser Hinsicht etwas besser daran, gegen die Politik egyptische Truppen statt englischer zu veraber auch hier machten sich die Unzuträglichkeiten der herrschenden wenden, sich ausgesprochen habe. Der englische Gesandte in Kairo, Zustände, die den Charakter des Provisoriums naturgemäß nicht Cromer, habe von der Expedition nicht ein Wort erfahren, bis hierbei betheiligten Offizieren aus dem Gedächtniß wieder abstreifen können, empfindbar geltend, und es mehren sich daher dieselbe halboffiziell in London bekannt gemacht worden sei. zusammenzustellen und ihn poftwendend einzusenden, doch wird die Stimmen, welche nachdrücklich den Uebergang der Krone Das Blatt fügt hinzu, es habe weder eine einzige militärische, der Bericht aller Wahrscheinlichkeit nach unvollkommen sein, da DON dem geistig ummachteten Haupte des von den Dokumenten und Depeschen betr. Matalle viele in VerKönigs noch eine in egyptischen Angelegenheiten autoritative diplomatische luft gerathen sind. Ich will indeß meine Bemühungen fortsetzen." auf den Reichsverweser" verlangen. Die bayerische Ber- Stapazität diefe Vorwärtsbewegung Englands sanktionirt, über- Ministerpräsident di Rudini fügte hinzu, er habe niemanden be über- luft fassung vom 26. Mai 1818 gäbe zu einer solchen Maßnahme dies sei durch diesen diplomatischen Frontwechsel auch von schuldigen wollen, doch wolle er sich in die Lage setzen, das wohl die ausreichende Handhabe, denn es würde sich eigentlich Deutschland kein entschiedener Vortheil erzielt worden. Der nicht um eine Aenderung dieses Grundgesetzes handeln, sondern Artikel schließt mit den Worten:„ Wir sind nur wieder einmal Grünbuch derart zu ergänzen, daß er dafür die Verantwortlichteit übernehmen könne. Parenzo nimmt von dieser Erklärung um die Ergänzung einer Lücke in demselben. Als Gründe für in gespannte Beziehungen zu Frankreich getreten und es ist zweifeldie Einfegung eines Reichsverwesers werden nämlich im§9baft, ob wir Italien nicht mehr geschadet, als genügt Kenntniß, womit der Zwischenfall erledigt ist. aufgeführt erstens die Minderjährigkeit des Monarchen und haben." Hat die Saturday Review" recht mit ihren Be icdann nur noch der Fall, wenn derselbe( nämlich der hauptungen, so hat die englische Regierung unverantwortlich Belgrad, 27. März. Der oppositionelle Objet" und die König) an der Ausübung der Regierung auf längere leichtfertig gehandelt, als sie als über Kopf sich in das Don liberale Sobsta zastava" greifen die Regierung wegen der Zeit verhindert ist". Für den Fall einer jetzt vor- gola- Abenteuer hineinstürzte. Anleiheverhandlungen an und stellen einen Krieg wegen liegenden dauernden Verhinderung aber ist nichts Eine Resolution gegen die kolonialpolitik der Verfassungsfrage in Aussicht, wenn auch die Anvorgesehen, und man wird dem Sinne des Gefeßes kaum Gewalt nahm vorigen Mittwoch ein sozialistisches Massenmeeting in leihe abgeschlossen werden sollte. Basic und Ristic treten mitanthun, wenn man annimmt, daß ein Umstand, welcher den an London an, nach einem Vortrag des Genossen Hyndman, der einander in Fühlung und haben dem König betreffs der Verfich zur Krone Berufenen gänzlich und für immer regierungs- die Geschichte der Kolonialpolitik seit 400 Jahren erzählte. Also fassungsfrage ihre Dienste zur Verfügung gestellt. Die Radikalen unfähig macht, ihn von der Thronfolge überhaupt ausschließen auch in England, das die größten und reichsten Kolonien der fordern eine Garantie für die freien Wahlen, in follte. Der Prinzregent selbst ist jedoch nicht geneigt, diese Welt hat, macht das Proletariat sich keine Illusionen über den welchem Falle sie an den Verfassungsarbeiten theilnehmen Konsequenz zu ziehen, weil er davon eine Schwächung des Werth der Kolonien. monarchischen Gefühls besorgt, was er wohl besser beurtheilen fann wie wir, δα dieses bei uns nicht zu dem höchsten Grade von Feinheit und Sensibilität sich entwickelt hat. Die wurden. übrigens Frage ist nicht blos " * * * " 27 Kommandantur und des 3. Battaillons in Verlust Ich werde trachten, den Bericht mit den würden. " Serbien. Amerika. Afrika. Der Sultan von Marotto sandte 8 Millionen Franks in Gold von Marotto ab als Entschädigung an Spanien in der Melilla- Angelegenheit und an die am Rap Juby ge schädigten Engländer. Deutsches Reich. Washington, 28. März. Das Repräsentantenhaus hat die Noch ein Zeugniß 3wangsverfahren? Flottenverstärtunge- Bill, welche den Bau von 4 Schlachtschiffen für die beiden Einzelstaaten, welche sie speziell berührt, von Auch der Berliner Vertreter der„ Münch. Neue st. Na ch r." ist, und 15 Torpedobooten anordnet, ohne Amendement zum Gesetz Interesse, sondern sie ist bei dem Einflusse der Landesfürsten auf wie er meldet, wegen der vorzeitigen" Veröffentlichung des erhoben.- Die Abberufung Mavroyeni Bey's, des türkischen die Reichsregierung auch für das ganze Reich von Bedeutung Margarine Gefehentwurfs vor dem Amtsgericht in Gesandten, wird definitiv in Abrede gestellt. und letzteres kann daher nicht gleichgiltig bleiben gegenüber der Moabit in der Untersuchung gegen Unbekannt" vernommen Thatsache, daß zehn Prozent aller deutschen Bundesfürsten in- worden, hat aber das Zeugniß verweigert. folge festgestellter unheilbarer Geisteskrankheit regierungsunfähig Der Reichskanzler und Dr. Peters. Verschiedene Blätter theilen mit, der Reichskanzler Fürst Hohenlohe Die österreichische Wahlreform ist, wie es scheint, nach habe an den Dr. Peters das Ersuchen gerichtet, sich während der dem Entwurf Badeni's gesichert, selbst die Jungczechen wollen schwebenden Disziplinar- Untersuchung jeber öffentlichen Widerlegung der in London veröffentlichten Meldungen, daß in Pretoria, 27. März. Präsident Krüger hat eine amtliche dafür stimmen. Der Bericht des Wahlreform- Ausschusses ist Aeußerung in dieser Angelegenheit zu enthalten. fertig gestellt. Dr. Peters läßt verbreiten, er werde, wie auch die Untersuchung den Beziehungen zwischen ihm und Chamberlain eine Spannung Ueber die kleine Majorität des französischen für ihn ausfallen mag, aus dem Reichsdienst aus eingetreten fei, veröffentlicht. Diese Meldungen seien durchaus Ministeriums machen auch die deutschen Freunde der scheiden und das Anerbieten einer amerikanischen Gesellschaft, unwahr. Die Burghers in der ganzen Republik überließen die französischen Banamisten und Ordnungsstüßen sich luftig. für diese gegen ein Jahresgehalt von 80000 M. nach Somali Berhandlungen gänzlich dem Präsidenten und der Exekutive. Krüger fügt hinzu, er habe den Besuch in England nicht abgelehnt. Namentlich sogenannt, liberale" Blätter. Als in England and zu gehen, annehmen. Viel Glück auf die Reise! Der Matabili Aufstand. Eine Depesche des Nur fünfzig Millionen Mart fordert ein Herr Gouverneurs der Kapkolonie bestätigt die Meldung, daß die Eindas Ministerium Rosebery mit wenigen Stimmen Majorität ins Unendliche fortregierte, da fanden diefelben Zeitungen v. Herzberg- Lottin für die nothleidenden Agrarier. Es feien geborenen- Polizei in Matabililand abtrünnig wurde und das ganz in der Ordnung. Und doch stand die Sache viele bundert Millionen für die Polen, den Nordostseekanal, für Bolizei- Inspektor Jackson ermordet worden ist. Die Depesche damals für die Regierung weit ungünstiger. Denn Freihäfen ausgegeben worden; jezt könne auch einmal etwas theilt ferner mit, daß die Stadt Gwelo als jedem Angriffe gedie kleinen Majoritäten Rosebery's waren die Ueber der Junkerschaft ist wenigstens offenherzig und bescheiden. wurde ein Bertheidigungslager errichtet, doch fehlt es noch an der Landwirthschaft zu gute fommen. Dieses Schreckenstind wachsen betrachtet wird. Auf dem Marktplage in Buluwayo bleibsel sehr großer Majoritäten und im Land wurde Denn die Kanig, Plötz u. f. w. fordern viel viel mehr, aber sie Gewehren und Patronen. Für einen Hauptveranlasser des Aufdie Stimmung von Tag zu Tag feindseliger, wie alle verschleiern ihre Betteleien unter hochtrabenden Redensarten. standes gilt der Sohn des Häuptlings Lobengula, der voriges Nachwahlen bewiesen. Das Ministerium Bourgeois daJahr verbannt wurde, nun aber wieder nach Matabililand zurückgegen stand von Anfang an einer feindlichen Majorität gekommen ist. gegenüber, die blos durch die Angst vor dem Strafrichter zurückgehalten wird. Und der Zug des Landes ist entStuttgart, 24. März. Der erzieherische Ein fluß unserer modernen Strafanstalten wird durch einige Aeußerungen aufs grellste beleuchtet, welche dem D. Boltsbl." aus der Schwurgerichts- Verhandlung gegen den Raubmörder Aloys Eisele mitgetheilt werden: Wenn man im Der Ausland der Textilarbeiter in Rottbus. arbeiter und Fabrikanten zu Berhandlungen in Am Freitag abend traten die Kommissionen der hiesigen Kasino zusammen. Derfelben wohnten ebenfalls bei: die Herren Stadtverordneten Liersch und Käcke, der Vorfigende des Textilarbeiter Verbandes Carl Hübsch und Genosse von Elm. Die 11stündige Arbeitszeit mit einer 11/ 2ftündigen Mittagswurde der ungeheuerliche Tendenzprozeß benamset, welcher gegen Liebknecht, Bebel und Hepner in den Tagen vom schon im Zuchthaus zugebracht, aufmerksam machte, wie er da Als ihn der Herr Präsident auf die vielen Jahre, die er 11. bis 26. März 1872 vor dem Schwurgericht in Leipzig verhandelt wurde. Die Staatsweisen lechzten nach einer Ver- Beit zur Besserung gehabt, erwiderte er: Buchtbause beffer würde, müßte ich schon ein geltung dafür, daß die Sozialdemokratie vor ganz Europa gegen eiliger fein." Und als ihn der Herr Präsident nach Ver: den brudermörderischen Krieg von 1866 wie gegen den deutsch- lesung des Todesurtheils ermahnte, jetzt, nachdem die französischen von 1870 und gegen die Annexionen von Schles- irdische Gerechtigkeit ihr Urtheil gesprochen, möge er die Zeit Der Vorsitzende der Fabritanten- Kommission wig Holstein und von Elsaß- Lothringen protestirt hatte. benügen, mit dem ewigen Richter sich auszusöhnen, gab er ibm Herr Samson erklärte, daß die Fabrikanten ihren Beschluß, 5pCt. Liebknecht und Bebel wurden zu zwei Jahren Festungs- zur Antwort:" Sorgen nur Sie für sich, daß Sie der Arbeiter zu maßregeln, in Wiedererwägung gezogen hätten haft verurtheilt, während Hepner freigesprochen wurde. Mit mit ihm einmal ins Reine tommen. und zu dem Resultat gekommen wären, daß auf jeden der 56 Bediesem Wahrspruch der Geschworenen, der, wie die Verurtheilten Solche Erfahrungen, bemerkt dazu der„ Beobachter", müssen triebe nur 1/2- zusammen also" höchstens" 75 Gemaßregelte erklärten, der besitzenden Klasse und der Reaktion einen Frei- doch den leitenden Kreisen die Frage nahelegen: ift da nicht kommen sollten. Im übrigen theilt derselbe mit, daß Lohnerklärten, der besitzenden Klaffe und der Reaktion einen Freis etwas brief in blanco ausstellte", that Sachsen sich als polizei- politische tag faul in unseren Strafanstalten und ihren Einrichtungen, reduktionen nicht vorgenommen werden sollten, mit Ausnahme trotz Dunkelarrest, Fußketten und„ Spandauer Eisen"? Versuchsstation auf. von 3 Betrieben, wo infolge der Anschaffung sehr schneller Stühle Kaum waren die Verurtheilten aus Hubertusburg in die Stuttgart, 26. März.( Eig. Bericht.) Die württem. die Arbeiter bisher eine günstigere Stellung gegenüber ihren Freiheit zurückgekehrt, als Bismarck ein Ereigniß, an dem die bergischen Demokraten haben sich zu einer wahren anderen Kollegen innegehabt hätten. Heldenthat emporgeschwungen. In der schwach besuchten Sozialdemokratie noch unschuldiger war, als er ſelbſt, ausbeutete, Generalversammlung des Stuttgarter Volksvereins wurde lange pauſe werde in allen Fabriken des Fabrikantenvereins durchum die ganze Partei zu proffribiren. Die Attentate auf Wil über die Mittel und Wege debattirt, wie es möglich gemacht geführt werden, Ueberstunden nur in dringend nothwendigen helm I. gebaren das Sozialistengesetz. Liebknecht wurde werden fönnte, die Mitglieder mehr an die Versammlungen zu Fällen stattfinden, und zwar höchstens bis zu der Grenze, welche aus Leipzig ausgewiesen. Um seiner Familie so nahe wie fesseln und wurde von einer Seite der Ausschuß, von anderer gefeßlich für die weiblichen Arbeiter festgesetzt sei. Die Frage möglich zu bleiben, ging er nach Borstorff in die Verbannung. Seite die Lauheit der Mitglieder als Grund angeführt. Nach der Lohnerhöhungen der Stundenarbeiter sei Sache der einzelnen In dem Dorfe auszuharren, bis nach zwölfjähriger Dauer das Schluß eines Referats über das 25jährige Reichstagsjubiläum Fabrikanten und habe der Fabrikantenverein Beschlüsse, die die Sozialistengesetz sein ohnmächtiges Leben aushauchte und Lieb- wurde folgende Resolution angenommen:" Der Volksverein spricht einzelnen Mitglieder binden, nicht gefaßt. Die Kommission der Arbeiter erklärt, daß sie eine knecht mit den Seinen als Chefredakteur des Vorwärts" die Hoffnung aus, daß es dem Parlament endlich gelingen möge, nach Berlin übersiedelte, war nur einem Manne von seiner diejenige Stellung zu erringen, welche der Boltsvertretung eines prinzipielle Maßregelung ganz entschieden ablehnen müffe, und, spartanischen Bedürfnißlosigkeit gegeben. Darauf aber fann Kulturvolles gebührt, und obzufiegen über den Geist höfischer um den Frieden anzubahnen, höchstens zugestehen würde, daß Unterthänigkeit, eigennütziger Interessenbestrebungen, militärischer wegen vorgekommener gebäffiger, beleidigender Aeußerungen vielman sich verlassen, daß er dort keine„ Trauerklagen" schrieb, Ueberhebung, sozialer Verfeindung und konfessioneller Gegen- leicht 10-20 nicht wieder eingestellt würden. wie sie der aus dem kaiserlichen Rom verbannte Dichter Ovid Es entspinnt sich eine zweistündige Debatte, in welcher die Wenn man mit dieser Resolution die weise in das Wogenrauschen des Schwarzen Meeres jammerte. Mäßigung" der württembergischen Landtags- Abgeordneten und Fabrikanten von allen Anwesenden auf die von ihnen durch die Wohl, das Schicksal hat Wilhelm Liebknecht von Hofdemokraten vergleicht, so zwingt uns erstere nur ein Lächeln Massenkündigungen hervorgerufene Erbitterung verwiesen und die seinen frühen Jünglingsjahren an harten Prüfungen unter- ab; scharfe Worte sind wir von der Volkspartei gewöhnt, aber geplante Maßregelung von 75 Personen als unannehmbar beworfen, und er steht auch heute, wo wir den Siebzigjährigen dabei ist es noch immer geblieben, zu Thaten ist dieselbe nicht zeichnet wird. Auf Ersuchen des Genossen von GI m treten die Fabrikanten zu einer nochmaligen Berathung über diesen Punft begrüßen, noch nicht an deren Ende. Aber ihn zu zerbrechen, zu haben. zufammen und geben dann die Erklärung ab, daß sie die Zahl das haben sie nicht vermocht. Im Gegentheil, alles Schwere, von 75 auf 50 herabgemindert hätten. das er um seiner Ueberzeugungen willen erdulden mußte, es gesetz nach furzer Debatte unverändert in zweiter und dritter verliest sodann folgende Erklärung: Das Herrenhaus nahm das Budget und das FinanzDer Vorsitzende der Fabrikanten Rommission hat seinen eisernen Charakter zu einem stählernen gehärtet. Lesung an, ebenso ohne Debatte die Gefeßentwürfe betreffend den verliest sodann folgende Erklärung: Stark und elastisch wie Stahl, geistesfrisch wie ein Junger, voll steuerfreien Bezug von Mineralöl unter 770 Grad zum MotorenZuversicht auf den endlichen Sieg der Sozialdemokratie und betrieb und betreffend die Einführung der Verbrauchssteuer für tampfesfreudig wie immer, so schaut der heutige Tag den Mineralöle. fiebzigjährigen Veteranen der deutschen Arbeiterbataillone. " fäße." Desterreich. Prag, 28. März. Bei einer Artillerie Uebung der Möge ihm der heißeste Wunsch seines Herzens erfüllt Garnison in Josephstadt fuhr einem Korporal, welcher einem werden und er über den gebrochenen Zwingburgen noch siegreich Geschütze zu nahe stand, die ganze Ladung in den Rücken. Der R. S. flattern sehen das rothe Banner. Rorporal wurde aufs gräßlichste verstümmelt. " Der Fabrikanten- Verein erklärt: 1. daß er sich nach wie vor für seine Mitglieder das Recht der freien Auswahl der Arbeiter bei Einstellungen und Entlassungen wahre; 2. daß es nach den stattgehabten Ermittelungen bei den Mitgliedern des Vereins zur Zeit nicht möglich ist, daß sämmtliche Arbeiter sofort wieder eingestellt werden tönnen; 1 8. daß eine Anzahl von Arbeitern, jedoch nicht mehr als 50,1 die zahlreichen Umgebungen der Vereinbarungen vom 19. Februar I gegen§ 153, wenn er den Zimmerern Raum bietet zur Ver welche der Kommission der Arbeiter, nicht öffentlich, sowohl seitens der Konfektionäre als auch der Zwischenmeister öffentlichung der Firmen, die die Forderungen der Arbeiter nicht am morgigen Tage namhaft gemacht werden, aus dem gehemmt worden. Nicht wenig Zeit haben die Versuche zur bewilligt haben. Es gehört zum Wesen des legalen Arbeitsver Grunde feine Aussicht haben, von den Mitgliedern des Schlichtung der Differenzen beansprucht. Die Stellungnahme der trags, daß der Arbeiter genau weiß, welche Arbeitsbedingungen Vereins wieder eingestellt zu werden, weil dieselben die Fabrikanten erweckt den Anschein, daß sie die sicher nur geringen jeder einzelne Unternehmer gewährt, und darüber kann er sich in Arbeiter aufgereizt haben; Verpflichtungen, die sie durch die Vereinbarungen auf sich nahmen dem großen Berlin selbstverständlich nur mittelst der Presse auf. 4. daß im übrigen allgemeine Maßregelungen der Arbeiter und unter denen allein die Beilegung des Streiks möglich wurde, dem laufenden erhalten. feitens des Fabrikantenvereins durch Ausstellung einer fo- lieber heute als morgen von sich abschütteln möchten. Achtung, Puter Berlins! Nachdem die Baudeputirten genannten schwarzen Liste jedoch nicht stattfinden sollen, Würden sie sich korrekt, wozu sie sich durch Unterschrift ver- Versammlung der Pußer Berlins am 27. d. M. beschlossen hat, daß wegen gehässiger Aeußerungen oder ähnlicher Ursachen pflichtet haben, an das beschlossene Provisorium halten, dann die in unserem Gewerbe vorhandenen Uebelstände zu beseitigen von einzelnen Fabrikanten nicht wieder eingestellte Arbeiter hätte der Verein der Herren- und Knabenkonfektionäre zu Berlin und die Lohnverhältnisse dem vorhandenen Tarife anzupassen, von jedem anderen dem Fabrikanten- Berein angehörenden schon längst gegen die kontraktbrüchigen Firmen Stellung nehmen find sämmtliche Pußer Berlins und Umgegend verpflichtet, in Mitglied in Arbeit genommen werden können; müssen; vor allem gegen die Firma Mt. W. Rosenthal u. Ko., der Versammlung am Montag, den 30. März, nachmittags 5. der Fabrikanten- Verein erklärt, darauf Rücksicht nehmen Raiser Wilhelmstr. 15, die dem Verband angehört und vom 4 Uhr, Keller's Eaal, Koppenstr. 29, zu erscheinen, um durch zu wollen, daß nach Bedarf sämmtliche nicht eingestellte ersten Tage an gegen die Vereinbarung verstoßen hat. Bis jetzt endgültigen Beschluß unsere Forderung zur Durchführung zu Arbeiter, mit Ausnahme der unter 3 angeführten, in Kott ist kein Schritt nach der Richtung unternommen, im Gegentheil: bringen. Da auch die Rabibpußer und Spanner sich an Unterbuser Tuchfabriken wieder Arbeit finden und daß, so die Rontrattbrüche werden stillschweigend zeichneten gewandt haben, so sind dieselben besonders eingeladen, lange dieses nicht der Fall ist, von anderen Orten feine geduldet und sogar zum theil unterstübt. Aus damit auch ihre Angelegenheit einer besonderen Besprechung unterfremden Arbeiter durch Aufforderungen herangezogen diesem Grunde begreifen wir schon, daß die Thätigkeit des zogen wird. werden; Einigungsamts von den Unternehmern als lästig empfunden Das Flugblatt mit den aufgestellten Forderungen wird in wird. Die Herren haben es in der Hand, hier Wandel eintreten der Versammlung sowie Sonntag Vormittag 8 Uhr, Grenadierzu lassen; so lange das nicht geschieht, wird das Einigungsamt straße 33 ausgegeben. seine zeitraubende Thätigkeit zur Durchführung der Vereinbarungen vom 19. Februar fortseyen müssen. Ein anderes Verfahren würde in den Kreisen aller rechtlich denkenden Menschen nicht begriffen werden. 6. die Kommission der Arbeiter verpflichtet sich dagegen namens der Arbeiter, irgend welchen Boykott oder Sperre über eine einzelne Fabrik oder über sämmtliche Fabriken des Fabrikantenvereins nicht zu erklären." Nach Entgegennahme dieser Erklärung zieht sich die Kommission der Arbeiter mit dem Bemerken zurück, die ganze Angelegenheit der Sonnabends Versammlung der Arbeiter unterbreiten und den Fabrikanten über das Resultat der Verhandlungen Bericht erstatten zu wollen. In der Sonnabends Versammlung, die morgens 9 Uhr begann, wurde der Bericht der Kommission entgegen genommen. Die Lackirer Berlins, besonders die, welche den Tarif ihren Meistern noch nicht vorgelegt haben, und auch die Lackirer von der Firma E. Beermann vor dem Schlesischen Thor werden ersucht, sämmtlich Montag, den 30. März, abends In unserer Expedition gingen noch nachträglich folgende 1/29 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, in der Beträge für die Konfektionsarbeiter ein: Duderstadt's Handschuh- öffentlichen Bersammlung zu erscheinen, deren Tagesmacher 8,95. Maskenball Berliner Schirmmacher 6,50. Gefang: ordnung lautet: Unsere Lohnbewegung, und was lehrt uns dieverein Südost 3,60. 2. S. 5, E. N. 3,-. Rauchklub Frei selbe? weg" 3,-. Vom Deutschen Arbeiterverein in Brüffel 47,25. Summa 77,30. Bereits quittirt 34 919,67 M., in Summa 34 996,97 m. Gewerkschaftliches. = von Elm empfiehlt, die Kommission möge zunächst einmal die Liste von den Fabrikanten einfordern; es sei ja nicht ausgeschlossen, daß unter den darauf Berzeichneten eine Anzahl schon von Rottbus Abgereifter verzeichnet wäre; er räth, in der heutigen infolge der Ausweisungen vorhandenen Erregung nicht abzuZur Buchdrucker Bewegung. Das Einigungsamt stimmen; soweit er die Situation überschaue, sei, wenn jetzt eine des Leipziger Gewerbegerichts macht das Ergebniß Vereinbarung nicht erzielt werde, auf eine längere Dauer des der Wahl der Gehilfenvertreter zum Tarifausschuß bekannt. Kampfes zu rechnen. Das erste Erforderniß zur Fortführung des Gewählt find als Vertreter: Kampfes sei die größte Einmüthigkeit der Arbeiter, und um diese Georg Klapproth in unzweifelhaft festzustellen, empfehle er geheime AbHannover mit 2781, als Stellvertreter A. Demuth in stimmung in den einzelnen Fabrik- Versamma mburg mit 2779 Stimmen. lungen. Sei auch nur 1/3 der Arbeiter für Wiederaufnahme 2. Wahlkreis Rheinland Westfalen: G. Betten der Arbeit, so empfehle er, den Kampf jezt in völliger Ordnung worth in Essen mit 2126, als Stellvertreter G. A. Hohus zu beenden, anstatt sich der Gefahr auszusehen, durch eine dann in Krefeld mit 2121 Stimmen. später vielleicht eintretende völlige Regellosigkeit noch zu ungünfti- 3. Wahlkreis Main: Karl Dominé in Frantgeren Bedingungen gezwungen zu sein. Er empfiehlt folgenden furt a. M. mit 1290, als Stellvertreter Phil. Haas in Antrag zur Annahme: " 1. Wahlkreis Nordwest: Mainz mit 639 Stimmen. 00 Die Versammlung beschließt am heutigen Tage, an welchem 4. Wahlkreis Südwest: Karl Knie in Stuttgart die Erregung über die Ausweisung ihrer aus mit 2212, als Stellvertreter Konr. Wendler in Stuttgart ländischen Kameraden eine gewaltige ist, keine end- mit 2212 Stimmen. giltige Abstimmung über den Bericht der Verhandlungs- Kommission 5. Wahlkreis Bayern: Ludw. Rerhäuser in vorzunehmen, sondern dieselbe durch Zettel geheim am München mit 2090, als Stellvertreter Jof. Seit in Montag Morgen in den einzuberufenden Fabritversammlungen München mit 2099 Stimmen. vorzunehmen. Das Resultat dieser geheimen Abstimmung ist 6. Wahlkreis Thüringen: Albert Naß in Halle a. G. nicht in den einzelnen Fabrikversammlungen zusammenzustellen, mit 1666, als Stellvertreter Otto Martin in Halle a. G. sondern in geschlossenem Kouvert der Verhandlungs- Kommission mit 1662 Stimmen. zu übermitteln. 7. Wahlkreis Königreich Sachsen: Otto Riedel Die Versammlung ist sich dessen bewußt, daß, wenn die in Leipzig mit 3897, als Stellvertreter Arthur Gasch in Einigung dieses Mal nicht zu stande kommt, eine längere Leipzig mit 3897 Stimmen. Dauer des Kampfes unvermeidlich erscheint. Dieselbe hält in 8. Wahlkreis Brandenburg: 2. H. Giesecke in Berlin erster Linie dazu die größte Einigkeit der Arbeiter für unbedingt mit 4211, als Stellvertreter A. Wach 3 in Berlin mit 4193 erforderlich. wird. Aus diesem Grunde beschließt die Versammlung, daß wenn bei der geheimen Abstimmung in den Fabriken sich insgesammt auch nur ein Drittel der Abstimmenden für Annahme der Bedingungen der Fabrikanten erklärt, diefelben als angenommen gelten sollen und die Arbeit allgemein in allen Fabriken wieder aufgenommen Bei der Abstimmung gilt das auf dem Bettel geschriebene Ia für Wiederaufnahme der Arbeit, Nein für weitere FortDieser Antrag ruft eine längere lebhafte Debatte hervor, in welcher die meisten Redner empfehlen, die Arbeit unter den bekannt gegebenen Bedingungen nicht wieder aufzunehmen. segung des Streits. Stimmen. 9. Wahlkreis Nordost: Hermann Schlag in Breslau mit 1889, als Stellvertreter Karl Helle in Breslau mit 1759 Stimmen. nach Zur Arbeiter- Aussperrung in Fürth schreibt die, Fränkische Tagespost":" Die topf- und sinnlos verfügte Entlassung der Arbeiter scheint der Spiegelindustrie verhängnißvoll zu werden. Die Exporteure ziehen allmälig ihre Aufträge zurück und lassen in Berlin arbeiten. Welch bedeutende Verschiebung bereits eingetreten ist, geht daraus hervor, daß für eine Werkstätte nad Berlin 36 Rahmenschreiner verlangt werden. Eine Anzahl Arbeiter haben das Engagement bereits angenommen. Eine größere Bahl Bildhauer ist nach Stuttgart übergesiedelt. Nach Düsseldorf und Halle a. S. werden mehr Bildhauer verlangt, als hier überhaupt beschäftigt waren. Nach Holland werden Glasarbeiter gesucht. Jetzt schon tann bei Beendigung des Ausstandes nicht mehr die erforderliche Arbeiterzahl in die Fabriken zurückkehren. Von einer Fabrik haben 25 der besten Arbeiter auswärts dauernd Stellung genommen.„ Kraftproben" müssen vorher überlegt werden. Die Unternehmer waren sehr schlecht berathen bei ihren Entschließungen. Mögen ſie ſich bei ihren schneidigen Führern bedanken." Gerichts- Beitung. Wegen Beleidigung des Ober- Präsidenten von Puttfamer hatten sich gestern die Redakteure des„ Kleinen Journal", Hugo Krause und Karl Krug vor der vierten Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Beanstandet war ein Artikel, der am 9. Juni v. J. im Kleinen Journal" veröffentlicht wurde. Zunächst wurde mitgetheilt, daß die anstößige Tischordnung gelegentlich der Kanalfeier in Holtenau, wonach Ahlwardt zum Tischnachbarn Eugen Richter's bestimmt war, von dem RegierungsAssessor v. Puttkamer, einem Sohn des früheren Ministers, jetzigen Ober- Präsidenten v. Buttkamer, hergestellt worden sei. Anfnüpfend hieran wurde ein angebliches Ereigniß aus dem Vorleben des Assessors v. P. erzählt. Derfelbe sei von einem Königsberger Gymnasium relegirt worden, weil er ein Verhältniß mit einer Zirkusdame gehabt habe. Sein Vater, der damalige Kultusminister, habe aber vermöge seines Einflusses zu bewirken gewußt, daß sein Sohn beim Gymnasium wieder Aufnahme sand. Vertreter der Prinzipale find die schon früher vom Es wurde dann noch eine bekannte Anekdote wiedergegeben, die Deutschen Buchdruckerverein( der Unternehmer- Organisation) ge- barin gipfelte, daß der Minister bei der Besprechung mit dem in Hannover, Gd. Osterrieth in Frankfurt a. M., Felix Aeußerung gethan habe:„ Nun, wenn sie hübsch ist, verräth wählten Herren: Theodor Naumann in Leipzig, H. Schlüter Gymnasialdirektor über das Liebesverhältniß seines Sohnes eine rai3 in Stuttgart, Hans Oldenbourg in München, er ja einen guten Geschmack und mich geht die Sache dann A. Gründing in Halle, Julius Mäser in Leipzig, R. Boll nichts an." in Berlin und W. Friedrich in Breslau. Der Angeschuldigte Krug gab zu, daß er in Vertretung des Ueber das Wahlergebniß schreibt das Gehilfenblatt Corre- Mitangeschuldigten Krause den Artikel zum Druck gegeben habe, spondent": Der Ausfall der Wahl kann die zielbewußte Gehilfen da er an der Zuverlässigkeit des Einsenders nicht gezweifelt habe. Hübsch erklärt, daß bei einer derartig großen Zahl von schaft nur befriedigen. Ueber ihr Gelingen besteht unbeschadet Der Angeklagte Krause erklärte, daß ihm der Artikel erst nach Maßregelungen von einer Aufhebung der Sperre über Rottbus der zahlreichen Reklamationen wegen mangelhafter Vertheilung der Ausgabe der betreffenden Nummer zu Gesicht gekommen sei. teine Rede sein tönne; im übrigen empfiehlt derselbe die An- der Stimmzettel fein Zweifel. Noch keine Wahl von Gehilfen- Beide Angeschuldigten räumten ferner ein, daß sie sich später nahme des Antrages v. Elm. vertretern erfreute sich einer solch großen Betheiligung als die Nachdem dieser nochmals einige Mißverständnisse bezüglich diesmalige. Mehr als die doppelte Anzahl der bei der überzeugt hätten, daß die Mittheilung nicht der Wahrheit entfeiner ersten Ausführung Klargestellt und noch eine Reihe Redner letzten Wahl abgegebenen Stimmen wurden diesmal in die Urne spreche, sie hätten deshalb im Januar d. J. eine Berichtigung sich über die vorhandenen Differenzen mit den Fabrikanten ge- geworfen: 23 000 gegen 11 000 im Jahre 1890. Das Verhältniß veröffentlicht. Aus der Verlesung der Aussagen der kommissarisch äußert haben, wird der Antrag v. Elm angenommen. ber jetzigen Betheiligung an der Wahl ist gegen das bei allen vernommenen Zeugen ging hervor, daß eine ähnliche Anekdote wie ausländischen Kameraden erhebt sich die gesei noch der kurze Termin in Rücksicht gezogen, sowie die that hatte. Dieselbe bezog sich aber nicht auf den Regierungsaſſeſſor sammte Versammlung von ihren Sigen. v. Puttkamer, sondern auf dessen Bruder, den jezigen Gouverneur sächliche Ausschließung vieler Gehilfen von der Wahl. von Kamerun, Jesko v. Putikamer, und soll auch jeder that. weil sie keine Bettel erhielten. Ebenso wie die Durchfächlichen Unterlage entbehren. Der Staatsanwalt hielt die bedes Innern gerichtete Schreiben, dasselbe möge die für den Kreis führung der Wahl gelungen ist, sind auch ihre Resultate erfreulich gangene Fahrlässigkeit für eine so grobe, daß er gegen die AnDie Verbandskandidaten sind glatt durchgegangen. Wo der Kottbus zuständige Behörde zur Einleitung eines objektiven sogenannte Gutenberg- Bund in die Mitbewerbung trat, im 1. und geklagten eine Gefängnißstraße von 14 Tagen beantragte. Der Ginigungsverfahrens veranlassen, ging am 25. März bei der 5. Kreis, ist er greulich aufs Haupt geschlagen. Von 3034 Stimmen Vertheidiger, Rechtsanwalt Sello, plädirte in betreff des AnFünfer- Kommission folgendes Schreiben ein: im 1. Kreise trugen die Herren Ernst und Burow ganze 219 von seschuldigten Krause auf Freisprechung, in betreff des AnBerlin, den 24. März 1896. dannen und ihre Durchfallsgenoffen in Bayern, Gerbers und geschuldigten Krug auf eine geringe Geldstrafe. Der Gerichtshof Gimber, angelten von 2260 sage und schreibe 155. Die Nieder- hielt beide Angeklagte für verantwortlich und verurtheilte dielage dieser Gegenkandidaturen beleuchtet auch hell die Be- felben zu je drei Wochen Gefängniß. rechtigungslosigkeit einer gemischten Gehilfenvertretung, wie sie * Ihre Vorstellung vom 21. März d. J. ist unter dem 23. d. M. an das Königliche Ministerium für Handel und Gewerbe als die reffortmäßige Behörde abgegeben worden, wovon Sie hierdurch benachrichtigt werden. Geheime Kanzlei des Königlichen Minifteriums des Innern." Partei- Nachrichten. Die Bewegung 4 " Terminhandels in " gewünscht wurde. Von vorstehenden 5294 Stimmen erzielten die Depeschen und lehte Nachrichten. Verbandsantipoden 374= 1/14, die übrigen Gehilfen theilen die Breslau, 28. März.( B. H.) Wie der„ Bresl. Gen.- Anz." Dentweise der organisirten Kollegen, denn niemand wird behaupten wollen, es hätten blos Verbandsmitglieder gestimmt, meldet, hat eine heute hier stattgehabte Versammlung aller schle Zum internationalen Arbeiterkongres in London ent- find doch allein 3000 Stimmen mehr abgegeben als der folution beschlossen:„ Die Zentrumsfraktion des Reichtags Verband Mitglieder zählt. G3 wäre doch bei so offen Verbot des börsenmäßigen sendet die Provinz Sachsen einen Delegirten. Gewählt Getreide und Mühlenfabrikaten zut wurde von den hallischen Parteigenossen, denen die Wahl 3 tagé liegender Uebereinstimmung der Nichtsverbands: aufzufordern: 1) für das wurde von den hallischen Parteigenoffen, denen die Wahl mitglieder mit den Bestrebungen des Verbandes ganz sonder stimmen; 2) den Reichskanzler aufzufordern, mit der Kündi überlassen worden war, unser Kollege Friz Kunert und als bar, zwei Kategorien von Gehilfenvertretern schaffen zu deffen Stellvertreter Genosse Klees aus Magdeburg. wollen. Und dem vierzehnten Theil, dessen Interessen in anderer gung der Meistbegünstigungsverträge auch die Handelsverträge wollen. Und dem vierzehnten Theil, dessen Interessen in anderer mit den vertragschließenden Staaten einer Revision zu unterDer lässigen Unpünktlichkeit beim Versammlungsbesuch Richtung liegen, von neun Gehilfen vertretern vier einzu ziehen; 3) betreffe der Bollverträge soll die Zentrumsfraktion haben die Parteigenossen in alle a. G. einen Riegel vor- räumen, hat noch weniger Berechtigung; bei all unserer sonstigen ziehen; 3) betreffs der Zollverträge soll die Zentrumsfraktion geschoben, indem sie beschlossen, daß kurz nach der festgesetzten Sympathie für das proportionale Stimmrecht gerathen wir in für eine Exportprämie von 3 M., für eine Konsumsteuer in Höhe von 21 M. und für eine Kontingentirung von 17 Millionen Zeit die Versammlungen eröffnet werden müssen. Verlegenheit, wie ein Vierzehntel von neun zu repräsentiren wäre? Lassen wir also in Zukunft den Scherz bei Seite! Doppelzentnern stimmen. Ebenso soll die Zentrumsfraktion für Sonst ist noch zu erwähnen, daß die Vertreter mit erdrückenden die Doppelwährung eintreten. Sollte diese Resolution von der Wehrheiten gewählt wurden, die sächsischen fast einstimmig. Die Sentrumsfraktion nicht beachtet werden, so wird beschlossen, eine in der Konfektions- Industrie. gewählten Vertreter soll unser Wunsch auf den Weg begleiten, tatholische Abtheilung des Bundes der Landwirthe zu konstituiren." Den Unternehmern der Herren- und Knabenkonfektion daß es ihnen gelingen möge, die auf den 15. April gesetzten Hoff- aus Nachen meldet, ist der Streit der Weber von Ernst in Eupen beigelegt worden. Die Forderungen der Arbeiter wurden Berlins sind die von ihnen übrigens selbst verlangten Er- nungen der Gehilfen wahr zu machen. Mülhausen i. E. sind wegen des Streits die Zeitungen bewilligt. hebungen vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts Hamburg, 28. März.( W. Z. B.) Die Untersuchung wegen jest recht unbequem. Ihr Organ, der Konfektionär" bringt verspätet erschienen. Nach der Frankfurter Zeitung" steht eine des am 6. d. M. gemeldeten Hauseinsturzes an der Ecke des einen längeren Artikel gegen die Thätigkeit des Einigungsamtes. Einigung bevor. Es heißt darin:" Der Streit ist der Uebel größtes nicht, Der Vorstand der Junung Berliner Bau, Maurer Uhlenhorster Weges und der Papenbuderstraße stellte Unregelsondern die Einigung durch das Gewerbegericht; es muß dieses nun und Zimmermeister beschloß, an den Polizeipräsidenten die mäßigkeiten bei der Bauausführung fest, auf grund deren der endlich einmal offen ausgesprochen werden, noch zumal die bittere Bitte zu richten, ihnen in weitestgehendem Maße den polizei- Bauunternehmer Christian Rasmussen und der Polier Johann Wahrheit dieser Worte von allen Fabrikanten der Herren- und lichen Schutz gegen die Ausschreitungen" der Gesellen zu ge- Rasmussen verhaftet wurden. währen. Ferner bezeichneten es die ehrsamen Herren als eine Paris, 28. März.( W. T. B.) Der Rücktritt Berthelot's Knabenkonfektion empfunden wird. Warum also noch länger eine Faust in der Tasche machen? Berrufserklärung", wenn der Vorwärts" diejenigen Geschäfte wird in den Wandelgängen der Kammer vielfach besprochen. Es wird dann weiter gesagt, daß man das erste, aber auch das bekannt macht, die bisher die Forderungen der Arbeiter nicht be- Mehrere Abgeordnete wollen noch vor den Osterferien eine Debatte über die äußere politische Lage hervorrufen. letzte Mal die Hilfe des genannten Instituts in Anspruch willigt haben. Es ist nicht bekannt geworden, daß im Laufe des Zimmerer Mailand, 28. März.( B. H.) Die Franzosen errichteten, genommen hat." In dem Streit der Herren- und KnabenKonfektion wird die Art und Weise der Erledigung dieser Au- streiks, um den es sich hierbei handelt, jemals etwas vor- wie die Italia del Popolo" aus französischer Quelle erfährt, gelegenheit geradezu als unpraktisch, ja sogar als läftig gekommen wäre, was den Innungsvorstand berechtigen tönnte, von Obot bis Schoa eine Telegraphenleitung. In Harrar foll empfunden. Sollte das Einigungsamt nicht schon in aller von Ausschreitungen der Gesellen" zu reden. Wäre dergleichen ein ehemaliger französischer Militär- Telegraphenbeamter das fürzester Zeit mit Erklärungen an die Betheiligten herantreten, geschehen, die Herren hätten sicher nicht versäumt, die Uebel- Telegraphenamt geleitet haben, woraus es sich auch erkläre, daß schließt der Artikel, so sind die Fabrikanten fest entschlossen, alle thäter vor den Kadi zu schleppen. Der Beschluß des Innungs- Menelik über alle Vorkommnisse so schnell und gut unterihnen durch das Gesetz zustehenden Rechte zu ergreifen, um einen vorstandes wird daher bei den Zimmerern Berlins nur ungetrübte richtet war. Heiterkeit hervorrufen. Keine andere Wirkung auf uns hat die endgiltigen Abschluß in dieser Sache zu erzwingen. Budapest, 28. März.( B. H.) Gestern wurde in dem Die Thätigkeit des Einigungsamtes ist bisher vielfach durch Behauptung der Herren von der Zunft, der Vorwärts" verstoße Somogyer Komitat ein heftiges Erdbeben wahrgenommen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. " " " t Beilage zum Ur. 76. NoKales. Achtung, S. Wahlkreis. Zum bevorstehenden Quartals- Wechsel bringen wir den Parleigenossen folgende Partei- spcditionen bei der Lieferung des„Vorwärts",„Wahrer Jakob",„Postillon", sowie sämmtlicher Parteiliteratur i» Erinnerung: Moabit. Otto Hempel, Lübeckerstraße 16, Hof parl. W e d d i n g und Oranienburger Vorstadt, Eniit Stolzenburg, Wiesenstr. 14. Gesundbrunnen, Wilh. Gaßmann, Grüuthalerstr. 67.(Vom I. April ab: Grünthaler- ftrape 64.) Rosen thaler Vorstadt, Gustav Rosenthal, Granseerstr. 6. Schönhauser Vorstadt, Karl Mars, Kastauien-Allee 96. Genossen! Es ist heute mehr als sonst am Platze, für die Verbreitung unserer Presse Sorge zu tragen. Thne daher jeder seine Pflicht! Alle Beschwerden wolle man ungesäumt den oben genannten Speditionsinhabern bekannt geben. Adressen-Aendernngen der Abonnenten finden insofern schnelle und gewissenhafte Erledigung, als dieselben ohne Rücksicht auf finanzielle Vorlheile unter den vorgenannten Speditionsinhabern ausgetauscht werden. Achtung, Rixdovf! Die Wahl des Parteigenossen Freese zum Gemeinderath ist bekanntlich für nngillig erklärt worden, weil Freese kein Hausbesitzer ist. An seiner Stelle ist jetzt von unserer Seite der Hausbesitzer Genosse Kull, Prinz Handjery- straße, einstimmig in einer am 26. März abgehaltenen Volks- Versammlung als Kandidat ausgestellt worden. Es ist Pflicht jedes Parteigenossen, mit aller Kraft dafür einzutreten, daß wir aus der am Montag, den 30. März, vormittags 10 Uhr bis nachmittags 6 Uhr, stattfindenden Nachwahl abermals siegreich hervorgehen. Die Vertrauensperson. Tic Parteigenosse» in Johannisthal und Nicdcrschön- weide werden daraus aufmerksam gemacht, daß der„Vorwärts" und die sonstige Parteiliteratur in Niederschönweide von Herrn Karl Weber, Barbiergeschäft und Herrn Strecker, Restauraleur, und in Johannisthal vom Vertrauensmann Otto John, Friedrich- straße 57 part. zu beziehen ist. Fnr das Besteigen des Rathhausthnrms empfiehlt der Magistrat in einer Vorlage an die Sladlverordneten-Versammlung forlan an vier Wochentagen, nämlich Dienstag, Mittwochs, Frei- lags und Sonnabends 20 Pf. Enlree seftzusetzen, wogegen Sonn- tags, Montags und Donnerstags die Thnrmbesteigung»nentgelt- lich gestattet sein soll. Diese Abändernng glaubt der Magistrat treffen zu müssen,„um das anständigere Publikum, das den Thurm zu besteigen beabsichtigt, vor Aergerniß zu bewahren." Das ist eine eigenthümliche Begründung. Vorausgesetzt, daß wirklich einige der Thurmbestciger sich flegelhaft benommen haben, so giebt es doch Mittel und Wege genug, um solche Leute zur Raison zu bringen. Auch be- zweifeln wir, daß Rowdies sich durch das Entree von 20 Pf. vom Skandalmachen abhalten lassen werden. Im Gegentheil würden sie aus dem Obulns gerade das Privilegium zu Flegel- thaten herleiten. Tic städtische Tcputatiou für Kuustzwccke hielt gestern (Sonnabend) unter Borsitz des Oberbürgermeisters Zelle eine Sitzung ab, in welcher das Projekt und der Kostenanschlag für die monumentale Bank auf dem Andreasplatze genehmigt wurden; ebenso die dazu angefertigten Skizzen für die Haupt- fignren von Gomanski und Haverkamp. Ferner wurde die Aufstellung einer Gruppe„Ballspiel" von Kokolsli auf dem Koppenplatz beschlossen. Auch wurde die Anfertigung einer Marmorstatue,„einer Nymphe" von Professor Calandrelli aus einem noch zu wählenden Platze genehmigt. Außerdem er» theilte die Deputation die Zustimmung zur Ausschmückung der Aula der Gemeindeschule in der Christburgerstraße mit Darstellungen zu Schiller's Lied von der Glocke durch Max Koch, sowie zur Ausschmückung der Aula der Genieindeschule in der Siemensstraße durch Darstellung der vier Jahreszeiten. Eine Reihe anderer Vorschläge fandett prinzipielle Zustimmung, müssen aber zur weiteren Beschlußfassung vorbereitet werden. Ter geschäftsführcude Ausschuß der Gewerbe-Ausstellung hat in seiner lehren Sitzung bezüglich des Eintrittspreises rc. eine Reihe Bestimmungen getroffen, aus denen wir die wichtigste» hervorheben: Der Eintrittspreis beträgt Donnerstags bis nach- mittags 5 Uhr 1 M, an allen übrigen Wochenlagen und Sonn- tags 50 Pf. Für besondere Festlichkeiten wird die Festsetzung des Eintrittsgeldes von Fall zu Fall vorbehalten. Die Ausstellung SonnkAgsplnuvevei. „Glauben Sie niemals den Leuten, die von Ihnen ver- langen, daß Sie auf ein niedrigeres Niveau herabsteigen." Diese Worte waren einmal mir gegenüber gefallen. als von Zeitungsschreiberei für das Volk die Rede war. Ich nahm mir vor, der Worte eingedenk zu bleibe». Der sie sprach, ist auch ein„Zeitungsschreiber". Es ist Wilhelm Liebknecht. Der Mann, dem heute so viele herzliche Theilnahme entgegenkommt, wo immer proletarisches Bewußtsein wach geworde», wird es Nlir nicht Übel deuten. daß ich den Begriff Zeitungsschreiber auf ihn anwende. Heute, da jeder hoch- müihige Fant, jeder schneidige Hüter der Autorität, jeder Hanswurst von Philister gerne im wegwerfenden Ton vom Zeitungsschreiber spricht, möchte ich die Bezeichnung Zeitnngs- schreiber demonstrativ hervorkehren. Natürlich denke tch dabei nicht an jene Leute, die in Literatur machen, wie andere in Leinen und Baumwolle; an jene TageSschriflsteller denke ich, deren Wirken ein Kämpfen ist von Anfang bis zu Ende; die heute mahnen, morgen anfeuern; die ewigen Raisonenre, denen nichts in der inneren Seele niehr zuwider ist, als friedliche Genügsamkeit und träges Verharren bei dem Errungene». Wach- Hunde der Zivilisation, hat man sie mit einein geistreichen Worte zubcnannt; und so ist es begreiflich, daß die Hasser der fort- schreileuden Zivilisation die unbequemen Wachhunde so eifrig gern an die straffste Kette legen möchten. Auf hohe Feierlichkeit bin ich nicht gestimmt. Soll ich dem alten Liebknecht mit pathetischen Glückwünsche» kommen? Wärmer vielleicht, als ein stolzer Spruch, berührt ihn die ein- fache Versicherung, daß ein Wort von ihm, das doppelt über Kleinlichkeit hinweghebt, festgesessen hat. Man soll sich nicht niedrig halten, keinerlei Erwägungen zu Liebe. Diese Aus- fassung von der Zeitungsschreiberei läßt zweifache Rückschlüsse auf Liebknecht, den Schriftsteller, zu. Es steckt ein gewisser naiver Enthusiasmus darin. Trachte, heißt es, daß deine Feder möglichst treu deine besondere Persönlichkeit zum Ausdruck bringe; und achte nicht auf die, die dir erklären möchten, das beste, was du weißt, nicht der Menge zu offenbaren. So wird auch im publizistischen Bestreben Liebknecht's die Quelle all seiner öffentlichen Thätigkeit ersichtlich: Respekt vor der Volkskrafr und begeistertes Vertrauen aus sie. Der geistige Arbeiter, der Publizist irgend welcher Art erniedrigt sich und schändet zugleich den Nächsten, zu dem er spricht, wenn er ihn gleichsam als halb- mündigen Menschen betrachtet. Er verwandelt— mag er noch so sehr demagogisch-schmeichlerische Künste anwenden— den Begriff „Volk" in den Begriff„Pöbel". Wenn ein Heer von Gratulanten heute an Liebknecht's Vomörts" Sonntag, den 39. Marz 1896. wird für das Publikum um 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist gegen Zahlung des doppelten Eintrittspreises schon von S— 10 Uhr niorgens, jedoch nur durch die Portale l und III und von der Wasserseite her gestattet. Kinder zahlen den vollen Eintrittspreis; Kinder unter 12 Jahren haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt. Kinderwagen werden nicht zugelassen. Die Haupt-AussteUungshalle wird um Uhr abends, die anderen Halle» bei Eintritt der Dunkelheit, der Park wird um 12 Uhr abends geschlossen. Das Rauchen in den Ausstellungshallen, sowie das Betreten derselben mit brennenden Zigarren und Zigaretten ist verboten. Die Festsetzung der Preise für die Speisen und Getränke unterliegt der Genehmigung des Arbeits» ansschuffes. Die Preise sind in den einzelnen Restaurants an zugänglicher und sichtbarer Stelle anzuschlagen. Beschlüsse, welche es Arbeitern ermöglichen, gemeinschaftlich gegen ein er- mäßigtes Eintrittsgeld die Ausstellung zu besuchen, scheinen nicht gefaßt worden zu sein. Will man überhaupt derartige Aus- nahmen nicht zulassen? Ueber die gewerbliche Beschäftigung von Schulkinder» wurde am Freitag im„Verein für g e s u n d h e i t s- gemäße Erziehung der Jugend" verhandelt. Der Verein hatte die Bearbeitung dieser Frage schon bei seiner Be- gründung(die im Herbst 1893 unter dem bei solchen Gelegen- heiten üblichen Schwall von zukunftverheißenden Worten erfolgte) in Aussicht genommen, hatte sie aber zunächst zurückgestellt, weil er aus Mangel an Mitgliedern und Geld seine Thätigkeit mög- lichst einschränke» mußte. Viel wird, nach den Verhandlungen vom Freitag zu urtheilen, wahrscheinlich auch jetzt nicht heraus- kommen. Die Referenten Frau Sanitälsrath Schwerin und Gemeindeschul- Rektor B a n d t konnten neues über das oft erörterte Thema nicht mehr vorbringen. Frau Schwerin meinte zwar, durch die bezüglichen Unlersuchnngen in Stettin, Mainz, Hanau, Charloltenburg, Rixdors sei das große Publikum zum ersten Male auf die Leiden der gewerblich beschäftigte» Kinder aufmerksam gemacht worden; aber das stimmt nicht ganz. Das große Publikum ist schon viel früher von sozialdemokratischer Seite darauf aufmerksam gemacht worden, aber die bürgerliche Klaffe huldigt freilich der Gewohn- heit, alles ihr unbequeme, was sozialdemokratische Redner sage» und sozialdemokratische Blätter schreiben, als übertrieben oder überhaupt erfunden hinzustellen, solange es irgend geht. Frau Schw. forderte Hilfe vom Staat, von der Stadt und von der Privatlhätigkcit strengere Bestimmungen gegen die Kinderarbeit (auch in der Hausindustrie), ausgiebigere Waisenpsiege und ein privates Ueberwachungskomitee. Rektor Bandt besprach die an seiner Schule privatim veranstaltete Umfrage(deren Ergebniß bereits von uns mitgetheilt wurde). Die gewerbliche Beschäftigung der Kinder sei meist auf Roth zurückzuführe», die stärker sei als der gute Wille der Eltern; doch kämen auch Fälle vom Gegen- theil vor. Die schädigende Einwirkung auf die körperliche Ent- wicklung, sowie auf die Erziehungs- und Uuterrichtserfolge trete überall hervor. Die Zahl der beschäftigten Kinder sei am höch- sten in der 3. Klaffe und nehme dann nach der 2. und I. Klasse stark ab, weil eben selten eines dieser Kinder so weit k o m m e. Vor Müdigkeit sei einmal ein Junge bei der Versetzungsprüfung, also in einer Siluaiio», die zur Anspannung aller Kräfte ausruft, eingeschlafen! Herr Bandt forderte eine amtliche Enquete. In der Diskussion wurde die Aussicht dieser Forderung auf Verwirklichung, als nicht groß bezeichnet. Frau Schwerin hat schon Anfang 1894 die Schul- deputation gebeten, sich zur Veranstaltung einer Umfrage mit den Rektoren in Verbindung setzen zu dürfen, ist aber a b- gewiesen worden, weil das„ein Eingriff in die persönlichen Verhältnisse der Eltern" sei. Herr Bandt hat aus eine ähnliche Bitte denselben Bescheid erhallen. Der Vorschlag einer noch- maligen Umfrage, zunächst ohne Unterstützung der Behörde fand wenig Anklang. Man will vielmehr mit einer Reibe anderer Vereine in Verbindung treten und es mit einer Massen- Petition versuchen. Tic Berliner Kaufmaunschaft will Sturm laufen. Es gilt ihr heiligstes Recht, die unbeschränkte Ausbeulung der Ge- Hilfen und Gehilfinnen zu wahren, welches die Relchskommissio» für Arbeiterstatistik durch den bekannlen Vorschlag, betreffend Achtuhrschluß der Ladengeschäfte schnöde zertrümmern will. Der Vorstand des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller trat am Freitag zur Berathung zusammen und beschloß in Uebereinstimmung mit der früheren wiederholten Stellungnahme des Vereins in dieser Frage, ungesäumt alle erforderlichen Schritte zur thatsächlichen Thüre anpochte, was könnte es dem Siebenzigjährigen fröhlicheres wünschen, als das, was er besitzt, als das, was sein Alier so lebhaft durchleuchtet, seinen verlraueuden Enthusiasmus? Kaum irgend eine Klasse von geistigen Arbeitern wird in unseren Tagen innerlich so rasch aufgebraucht, wie die der Zeitungs- schreiber vom Stile Liebknecht's alle Tage auf dem Wacht- Posten stehen, immer im Feuer, Erregungen bitterer und leiden- fchastlicher Art in Hast durchkosten; das zerrt und reißt an Nerv und Sinnen. Und für so viele heißt es in verhältnißmäßig junge» Jahren: Du hast dich ausgegeben. Zum Teufel ist der Spiritus, das Phlegma ist geblieben. Man muß das gute Stück von Künstler- und Poetennatur in Liebknecht würdigen, um ihn zu begreisen. Sie hat seinem Stil, selbst wo Liebknecht leichthin plaudert, beiveglichen Fluß, Glanz und Farbe gegeben. Sie hat die Empfänglichkeit in ihm gesteigert, immer neue Eindrücke in sich auszunehmen und sie in sensitiver Erregbar- keit und lebhaft anschaulicher Form wiederzugeben. Nicht wer viel gesehe» hat, weiß darum schon viel zu erzählen. Das alte Sprichwort lügt. Wem ein Theilchcn nur von Poeienblut durch die Adern rollt, den wird es drängen, zu schauen, zu wandern rastlos Eindrücke zu sammeln. Der ivird dann auch seine besondere Form, sein eigenes Gepräge und die Lust zur Mittheilsamkeil bis zum Fabuliren finden. Stückwerk, das er erlebt, wird durch seine kombinatorische Phantasie zu runder Anschaulichkeit voll- endet. Alltägliches selbst, an dem nüchterner Sinn achtlos vorüberschlendert, erhält durch phantastevolle Lebhaftigkeit, mit der es beobachtet wird, erhöhte Bedeutung; und aus dem Poetenwinkel in Liebknecht's Seele quillt denn auch seine präch- tige, erquickliche Lebensfreude, sein unbändiger Optimismus hervor. In einer der herrlichsten deutscheu Komödien, in Anzengruber's„Kreuzelschreibern", ist es der Steinklopfer Hans, der alle Widerwärtigkeiten, die auf ihn einstürmen, mir dem jubelnden Ausruf abwehrt:„Es ko' dir nix gescheg'»!" Etwas von diesem jubelnden Vertrauen: Es kann dir nichts gescheh'u!, machte auch Wilhelm Liebknecht ivehrhaft bis in sein Alter. So hat ihn Widriges, das ihm nicht erspart blieb, nicht erdrückt; wo ihn Verfolgung niederzubeugen versuchte, da raffte er sich empor: Es kann Dir nichts gescheh'u! Das war ihm gedeihlich und seinem Lebenswerk; denn nicht, wer verbittert entsagt oder im grämlichen Alter bangen Zweifeln verfällt, taugt zum Rufer in, Streite. Am begeisterungsfrohen Vertraue» entzündel sich der Enthusiasmus der Menge. Jndeß das Proletariat in dankbarer Liebe seines Lieb- knechl's gedenkt, feiert man zu gleicher Zeit das An- denken an einen Mann der ernsten Wissenschaft, an den Mathematiker und Philosophen Descartes, der am 31. März 1596 geboren wurde. Wenn an dieser Stelle von iner VolMatt. 13. Jahrg. Bekämpfung der Anträge der Reichskommission zu thun. Es werden große Protestversammlungcn ftaltsinden, Eingaben an die Reichs- und Staatsbehörden, sowie an den Reichstag gerichtet werden u. s. w. Wenn die Herren den Muth haben, ihre„großen Protestversamnilungen" öffentlich abzuhalten, dann werde» die Ausgebeuteten ihnen schon den Standpunkt klar machen. Die Taxametcr-Troschkcnbesihcr haben es abgelehnt, dem Verlangen der Kutscher auf Erhöhung des Lohnsatzes von 1 aus 2 M. unter Beibehaltung der 25 pCt. Lohnzuschlag nachzukommen. Von allen Unternehmern stemmen sich bekanntlich die Droschken- besitzer so ziemlich am hartnäckigsten gegen die Anerkennung des Grundsatzes, daß der Ausgebeutete auch ein Recht aus annähernd menschliche Ernährung habe. Ten Vorfall in der Razarethkirche betreffend, über den wir gestern berichtet haben, erhalten wir von dem Diakonus Herrn W. Roth er eine Zuschrift, welche folgende„Richtigstellungen" enthält: 1. Es handelte sich nicht um eine etwa an dem Tage von mir ausgesprochene Forderung oder gar Befehl, sondern um eine etwa vierzehn Tage zuvor von sämmtlichen Konfirmanden freiwillig und einmüthig getroffene Vereinbarung, den Blumenschmuck während der Einsegnungsfeier den An- gehörigen zu überlasse», um ihn am Schluß der Feier wieder zurückzuempsangen. Meine Forderung an die Kinder war es gewesen, diese einmüthige Vereinbarung rechtzeitig den Eltern mitzutheilen und danach zu handeln. So kau» auch von einem plötzlichen Betretcnsein der Eltern nicht die Rede sein.— 2. Es ist nicht richtig, daß„sämmtliche" Kinder mit dem Schmuck vor dem Altar erschienen waren, den Schmuck hatten zuerst noch weniger als der achte Theil aller Konfirmanden, hernach nur noch zwei Knaben.— 3. Was hier vereinbart war, ist nicht blos außerhalb vielfach bräuchlich, sondern auch in Berlin schon öfter ohne Widerspruch geschehen; ohne daß ich besondere Erkundigungen darüber eingezogen habe, sind mir ans den letzten Jahren schon sieben Einsegnungsfeiern erinnerlich, bei denen es so Sitte war.— 4. Von einem lauten Weinen der Knaben ist von lallen Nahestehenden nichts bemerkt worden. Ueber die Zahl der Kinder, welche den Blumenschmuck behalten haben, wollen wir uns mit dem Herrn Pastor nicht streiten, ob- gleich uns nicht eine, sondern mehrere Mittheilungen zugegangen sind, welche den Vorgang in der von uns geschilderten Weise darstellten. Weiter meinen wir zur Sache, daß es ein recht eigenes Ding ist, mit Unmündigen„Vereinbarungen" zu treffen; zu solchen Sachen zieht man doch auch die Eltern heran;»väre dies geschehen, so hätte sich gewiß der peinliche Vorfall vermeiden lasse». Auch wäre dann wohl unter den Betheiligten die begreifliche Mißstimmung nicht hervorgerufen worden, deren Vorhandensein zu vertuschen wir allerdings keine Ursache haben, die aber in unserer„gottlosen" Zeit ein Prediger schon im Interesse seiner Kirche nicht auskommen lassen dürfte. Damit möge die Angelegenheit. Antisemitisches. In der judenfressenden„Tägl. Rundschau" war ein Zwist zwischen dem Verleger Herr» Hempel und dem Chefredakteur Herrn Dr. Lange entstanden. Dies hatte zur Folge, daß Dr. Lange ein Konkurrenzblatt, die„Deutsche Zeitung", zu gründen beschloß. In dieser Sache berichtet die„Tägliche Rund- schau" das folgende:„Ein Angestellter der„Volks- Rundschau", welcher bei der„Deutschen Zeitung" einen Posten erhalten sollte, erschien kurz vor Antritt seiner neuen Stellung im Verpackungs- räum der„Täglichen Rundschau" und ersuchte, wie er mit- theilte, im Auftrage des Herrn Dr. Lange, unfern Verpacker, sich am nächsten Tage(einem Sonn- tage) bei Herrn Dr. Lange mit den der Obhut des Ver- packers anvertrauten V e r s e n d u n g s l i st e n der„Täglichen Rundschau" einzufinden, in welchen.sämmtliche Postorre mit der beigefügten Abonnentenzahl zusammengestellr sind. Der Ueber- bringer dieses Auftrages fügte hinzu, daß Herr Dr. Lange sechs Schreiber zum Abschreiben dieser Listen in Bereitschaft halten »verde und fragte den Verpacker zugleich, welche Vergütung er für feine Gefälligkeit von Herrn Dr. Lange beanspruche. Der Verpacker, welcher diese Begriffe von Treu und Glauben nicht theilte, hat darauf nur erwidert, daß er nicht käuflich sei. Wir enthalten uns eines weiteren Kommentars und bemerken nur, daß wir den Vorfall der Staatsanwaltschaft angezeigt haben." Wie crhaltcu wir die Schuljugend gesund? Dieses Thema, behandelte Dr. Wey! in der letzten Sitzung der deutschen Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde. Zunächst wies er nach, Descartes(Carlesius) die Rede ist, so soll dabei selbstverständlich nicht an eine Parallele zwischen Liebknecht, dem lebenden Mann der praktischen Hebung und zwischen dem längst verstorbenen Philosophen erinnert werde». Ein Genie, nicht ein Charakter, möchte man von Descartes ausrufe»! Aber trotz aller mensch- lichen Schwäche», trotz des Mangels an Freimuth, der aus den Lebensumständen von Descartes, dem glückverwöhnlen Sprosse» einer altadeligen französischen Familie, zu er- klären ist, bleibt das Auftreten von Descartes doch immer kultttrgeschichllich hochinteressant, und am Ende, so ängstlich sich Descartes dagegen verwahrte, hat sein eminent kritisches Genie schwere Umsturzarbeit gelhan. Auch damals gab es eine heilige Ordnung der Dinge und auch damals waren es Forscher und Denker, die durch ihren geistigen Einfluß diese heilige Ordnung umwarfen. Auch damals waren die herrschenden Mächte voll flammender Entrüstung gegen diese Denker und Forscher, die eine neue Weltanschauung heraufbeschworen. Man zwang sie, zu widerrufen und scheute nicht vor Verfolgung bis zum Blutgericht. Kopernikus, der Große, war aufgestanden. Giordauo Bruno, ein Blutzeuge für seine Wissenschast, war nicht umsonst gestorben, und Galilei, der ingrimmig Gehaßte, lehrte, was jetzt längst Gemeingut aller Welt geworden. In diese Zeit geistiger Wiedergeburt fällt auch das Wirken von Cartesius. Der Gläubigkeit begann er den Zweifel entgegen- zusetzen. So rüttelte auch er an dem Fundamente einer ver- alleten Weltanschauung und die Macht seiner neuen Erkeuntniß ivar stärker als er selber. So sehr der vornehme Kavalier, der Lehrer und Freund von Prinzessinnen, der ehemalige Jesuiten- zögling zu Kompromissen geneigt war, als er sah, ivie ma» die neue Welt verketzerte und verdummte, so sehr er die Wahrheiten, die er fand, zu verschleiern bemüht war: die junge Erkeuntniß brach durch trotz alledem, eine kritisch-skeptische Philosophie war angebahnt und mit der stumpf-ergebenen demüthigen Gläubigkeit war es vorbei. Auch Descartes mußte die Erscheinungen der Welt aus den Gesetzen der Materie erklären. Eine feltsanre Unrast und Zerrissenheit wies sein Leben auf. Was seine scharfe Intelligenz erkannte, verleuqnete sein Mund nicht selten; denn der Mann fand den letzten Muth nicht. Verfolgung auf sich zu nehmen und sich gegen die Welt, aus der er hervorgegangen war, in offenem Widerspruch aufzulehnen. Ein nnstetes Wander- leben hat er geführt, um vor den Machthaber» der allen Welt sich möglichst zu verbergen und nicht ausfällig zu mache». In den Niederlanden zog er so zwei Jahrzehnte lang von Ort zu Ort, nirgends seßhaft. In gewisser Art war das ebenfalls für den reichihumverwöhnten Mann ein Martyrium. Zuletzt war er einem Stuf der Schwedcnkönigin Christine gefolgt und nach kurzer Rast starb Descartes 1649 zu Stockholm. Alpha, = daß zwischen der Schule und der Zahl der Erkrankungen von Aus der herrlichsten der Weltent. Nahrungssorgen haben| anwalt beantragte auf grund dieses Sachverhalts Gefängnißeiner Woche. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Knaben und Mädchen ein ursächlicher Zusammenhang bestehe, wobei den 42 Jahre alten Arbeiter Emil Dietrich, der mit Frau und strafe von einer Woche. er sich auf die statistischen Zahlen des schwedischen Arztes Ayel vier Kindern im Alter von fünf, vier, zwei und einem Jahre Dr. Heinemann, bestritt, daß die Voraussetzungen des Kent beries, der bei der Untersuchung von 15 000 Knaben aus den in der Memelerstraße Nr. 79 auf dem Hofe im Keller wohnte,§ 153 gegeben feien, da nicht erwiesen sei, daß die Angeklagte Mittelschulen mehr als ein Drittel, nämlich 40 pCt., nicht gesund in den Tod getrieben. Dietrich, der als Rutscher bald hier bald die beleidigenden Worte gebraucht habe, um die Majorowitz zur fand. Von diesen hatten Kopfweh 30% pCt., Bleichsucht dort thätig war, half vor ungefähr vier Wochen einem andern Einstellung der Arbeit zu bewegen. Weiter aber ist lettere ihrem 13 pCt., besonders die Primaner; lungentrant und herzfrank Kutscher das gefallene Pferd aufrichten. Dabei erhielt er von eigenen Zugeständniß nicht selbst Konfektionsarbeiterin, sondern waren nur wenige Schüler, besonders der höheren Klassen. Noch dem Thiere einen Hufschlag an das linke Bein, der ihn vorüber- lediglich Botin ihres Mannes gewesen. Mithin tönne sie liege nur einfache schlimmer liegen die Zahlenverhältnisse bei den Mädchen. Die gehend arbeitsunfähig machte. Seitdem wollte es ihm nicht mehr nicht Objekt des Delikts aus§ 153 sein. Resultate der in 85 über ganz Schweden verstreuten gelingen, Beschäftigung zu bekommen. Als er schließlich nicht Beleidigung vor, welche den Umständen der Sache nach milde zu Privat Mädchenschulen angestellten Untersuchungen er mehr wußte, wovon er seine Familie ernähren sollte, griff er beurtheilen sei. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausgaben 61 pt.(!) an nicht Normalgefunden und nicht zum Strick. Freitag Vormittag um 11 Uhr fand ihn feine führungen an, sprach die Angeklagte von der ihr zur Last weniger als 36 pet. Bleichsüchtige. Die gleiche Zahl litt an Frau in der Wohnung erhängt auf. Wiederbelebungsver gelegten Verrufserklärung frei und verurtheilte sie wegen Bes Kopfschmerz, 10 pet. an anormalem Körperbau, besonders Ver- suche blieben erfolglos. Der Kinder hat sich vorläufig eine Familie leidigung zu 30 M. Geldstrafe. frümmung der Wirbelsäule, und 5 pCt. an Strophulose. Redner aus dem Hause angenommen. bedauerte weiter den Mangel an Sauberkeit in den Schulen; Waschgefäße, um die Hände zu reinigen, seien in ungenügender Menge, Schulbäder noch faft nirgends vorhanden. Aerztlicher feits ist bewiesen, daß über 30 pet. der Volksschulkinder mit Läufen behaftet sei. Das sind traurige Zustände, an denen unsere Schulzustände und mehr noch das soziale Elend, dem die meisten Kinder ausgesezt sind, ein vollgerüttelt Theil der Schuld tragen. " Mit Drillingen beschenkte die Arbeiterfrau Michalte aus der Stromstraße am Sonnabend Morgen ihren Mann. Mutter und Kinder sollen gesund sein und alles ginge gut, wenn fortan nur immer genügend zu essen da wäre. Bei einem Fener, das durch Hantirung mit Benzin in der Färberei- Annahme von P. Schirmer, Faldensteinstr. 7, ausbrach, erlitt Freitag Abend ein Mann schwere Brandwunden. Samariter der Feuerwehr legten ihm einen Nothverband an und sorgten für ärztlichen Beistand. Wetter Prognose für Sonntag, den 29. März 1896. Kühles, zeitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Better mit Niederschlägen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. " er In dem Prozeß wegen des Millionen: ErbschaftsSchwindels verurtheilte das Schwurgericht zu Hamburg den Angeklagten Michelsohn wegen Betruges, betrügerischen Bankrotts und Meineids zu 4 Jahren Zuchthaus und den Angeklagten Lederer wegen Beihilfe zu 18 Monaten Zuchthaus. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Ein abstoßendes Sittenbild bot die Verhandlung, welche gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I gegen den Portier Wilhelm Kraft stattfand. Derselbe wurde für überführt erachtet, mit seinen drei leiblichen Kindern, Mädchen unter 14 Jahren, in sträflichster Weise verkehrt zu haben. Das Urtheil lautete auf eine 3uchthausstrafe von fünf Jahren. Vermischtes. " Im Belagerungszustand befindet sich seit einigen Wochen das Haus Friedrich firaße 181 d. Infolge des heimlichen Auszuges eines Bewohners, der seine Miethsschuld noch nicht völlig beglichen hatte, und in der Befürchtung, daß auch noch andere Miether rücken" werden, ordnete der Wirth nämlich an, die Hausthür allnächtlich mit einer starken eisernen Kette zu verschließen. Die Kette ist etwas über Manneshöhe an der inneren Seite der Thürflügel angebracht und zwar derart, daß Personen, Kunst und Wissenschaft. die nach 10 Uhr abends mit Benutzung des Hausschlüssels in das Rektifizirte Postbureaukratie. Von der Oberpoftdirektion Gebäude hinein oder heraus wollen, sich nur knapp seitwärts durch Polizeizenfur und Hofbühne. Das Berl. Fremdenbl." in Magdeburg ist eine Entscheidung von allgemeinem Interesse die Deffnung hindurchdrücken können. Diese hausherrliche Rück" schreibt: Ernst v. Wildenbruch hat einen Einspruch gegen das gefällt worden. Eine gedruckte Neujahrstarte war vom Absender Verordnung, welche gewiß patentberechtigt sein dürfte, erregt Verbot seines Dramas König Heinrich" durch die Wiener handschriftlich mit Namen, Stand und dem Zusaße und dann mit einer Dreipfennigmarke zwar viel Aufsehen und Kopfschütteln, gab aber gestern Nacht Zensurbehörde erhoben. Er weist darauf hin, daß er den Papst Frau" versehen und den Passanten der Friedrichstraße Veranlassung zur stürmischen Gregor durchaus richtig als großen Menschen mit großen frantirt, abgesandt worden. Vom Poftamte des Empfängers Heiterfeit. Ein etwas beleibter Bewohner des in Ketten gelegten Eigenschaften gezeichnet habe, so daß fogar von aber war der Zusatz und Frau" als nicht zulässig er Hauses hatte versucht, sich durch die Thürflügel hindurch- protestantisch orthodoxer Seite heftigen Angriffen ausgesezt tlärt worden. Auf die Beschwerde des Adressaten, der Strafzuzwängen. Zu seinem Entseßen blieb er bei diesem Unternehmen gewesen sei. Er erinnert all ähnliche Verbote gegen porto gezahlt hatte, hat die Oberpostdirektion Magdeburg entaber derart stecken, daß ihm beinahe der Athem ausging. Unter Grillparzer's historische Dramen, die später aufgehoben schieden, daß bei Drucksachen die handschriftliche Angabe des dem Beistande mitfühlender Menschen, die es aber an Spott wurden: Wenn es troß würdiger und unparteiischer Behandlung Absenders mit dem Zusaße und Frau" als zulässig anzunicht fehlen ließen, gelang es, den Dicken wieder auf die Straße nicht mehr zulässig sein soll, große Konflikte, unter denen die sehen ist. herauszuzerren. Darauf erklärte er, auf Kosten des Hauswirths deutsche Geschichte entstanden ist, auf die Bühne zu bringen, den übrigen Theil der Nacht in einem Café bleiben zu wollen. Der Lehrplan der 8. städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und Erwachsene, Putbuserstr. 23, in der Nähe des Humboldthains, umfaßt außer den in anderen Schulen gelehrten rücksichten zurückgewiesen. Gegenständen noch Französisch, Englisch und Stenographie. Ferner ist mit der Schule ein städtischer Gewerbefaal und eine Abtheilung der Berliner Tischlerschule verbunden. Nähere Ausfunft giebt Rektor Klebe, der in der Zeit von 12-1 und 7-8 Uhr im Schulhause die Aufnahme neuer Schüler bewirkt. = dann ist die Geschichte für die Bühne überhaupt todt." Was Wildenbruch hier scheinbar der Wiener Zensur vorhält, richtet sich in Wahrheit gegen eine näher liegende Stelle. Auch das Königliche Schauspielhaus hatte das Drama aus KulturkampfGerichts- Beitung. " Die religionslose Lotterie. Die„ Frantf. 3tg." schreibt: In Wien besteht ein Verein, der die löbliche Abficht verfolgt, ein Heim für Lehrerinnen und Erzieherinnen zu begründen. Er wirkt für diesen Zweck mit Emfigkeit und stand bisher unter dem Protektorat der Erzherzogin Marie Valerie, Tochter des Kaisers. für dieſen Zweck mit Emfigkeit und stand bisher unter dem ProUm seine Geldmittel in etwas zu verbessern, bereitet der Verein eine Bücherlotterie vor, deren Ziehung am 22. April stattfinden soll. Unter den größeren Gewinnen befindet sich ein Konversationslexikon, Werke wie Brehm's Thierleben" u. s. w. Das Hoch auf die sozialrevolutionäre Sozial- Diese Veranstaltung war nicht dazu angethan, viel von sich reden demokratie als grober Unfug. In einer sozialdemokratischen zu machen. Um so größer war daher die allgemeine Ueberraschung. Der Mörder des Knaben Willy Burr, welch' letterer vor hardtscheu Saale in der Hafenhaide stattfand, hatte unser Partei- dieser Tage die Mittheilung brachte, Erzherzogin Marie Bolksversammlung, welche am 1. Dezember v. J. in dem Rein- als die Wiener Beitung" in ihrem nichtamtlichen Theil etwa 4 Wochen mit durchschnittenem Halse auf den Köllnischen Wiesen genosse, der Zigarrenfabrikant Otto Antrick zu Schluß ein Balerie habe aufgefunden wurde, scheint durch einen Zufall entdeckt zu sein. Soch auf die Sozialdemokratie ausgebracht, in welchem das über das" Heim für Lehrerinnen und Erzieherinnen" niedersich veranlaßt gesehen, das Protektorat Als Leiche allerdings. Am 23. d. M. wurde, wie bereits geort meldet, der Militär- Invalide Fetting, der seit dem 2. Februar ort revolutionär vorfam. Es wurde hierin feitens der An- zulegen. Bei den in Desterreich bestehenden Verhältnissen aus seiner in der Boeckhstraße gelegenen Wohnung verschwunden lagebehörde ein grober Unfug erblickt und das Schöffen- ist eine Demonstration von solcher Seite der härteste Schlag, der war, im Landwehrkanal am Maibachufer aufgefunden. Der gericht hatte sich dieser Ansicht angeschlossen und den Angeklagten ein gemeinnüßiges Unternehmen treffen kann. Man sagte sich Der Angeklagte legte Be- fogleich), daß ganz ungeheuerliche Zustände in dem Verein Polizei fiel nun die Aehnlichkeit des Todten mit dem Mörder des zu 3 Tagen Haft verurtheilt. führte in der Ver- herrschen müßten, und diese Annahme wird in der That durch Burr auf, den man ja nach Beschreibung kannte. Der sieben: rufung gegen das Urtheil ein und jährige Bruder des Ermordeten sowohl als auch ein Schlächter- bandlung vor der 8. Straffammer am Landgericht I durch die Motivirung, die den bedeutsamen Schritt der Protektorin meister aus der Reichenbergerstraße, glauben in F., der auch seinen Bertheidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld aus, die be- begleitete, nur zu sehr gerechtfertigt. In einem Schreiben, das genau wie der Mörder gekleidet war, diesen bestimmt wieder zu treffende Versammlung sei nicht als eine öffentliche, sondern die Obersthofmeisterin der Erzherzogin an die Präsidentin des Sozialdemokratische Voltsversammlung" bei der Vereins, Baronin Jda Gudenus, gerichtet, wird nämlich mita erkennen. Zur vollständigen Aufklärung des Thatbestandes wäre es nur noch wünschenswerth festzustellen, wo F. das zur That Polizei und durch die Zeitung angekündigt, sie wäre also nur als getheilt, die Niederlegung des Protektorats sei erfolgt, weil in benutzte neue Taschenmesser gekauft hat. Der Militär- Invalide öffentliche Sozialdemokratische Versammlung zu beder erwähnten Lotterie die Auswahl der Bücher nicht nach dem war geistesgestört und scheint in diesem Zustande den Mord bezeichnen und die Mitglieder anderer Parteien, von denen Sinne der Erzherzogin sei, denn in der Bücherliste sei das übrigens nur sechs Personen vorhanden gewesen seien Heiligste, die Religion, nicht vertreten. im Gegensatze zu zweihundert bis dreihundert Parteigenossen, Die Schießprügelei vom Freitag, bei der ein Offizier a. D. seien durch das Hoch nicht beunruhigt worden, wie dieselben v. Hünerbein am Unterschenkel beschädigt wurde, giebt noch ein bezeugen müßten. Der die Versammlung überwachende Polizeibesonders liebreizendes Bild von dem trauten Familienleben lieutenant Sch ma hel gab übrigens zu, daß statt revolutionär" dieses Edelsten und Besten. Gegner war nämlich der eigene das Wort„ sozial- revolutionär" gefallen sein könne. Schwiegervater, der Lieutenant der Reserve Gerichtshof folgte den Ausführungen des Staatsanwalts, Jn Bellinzona ist am Sonnabend ein Flügel der Infanteriev. Sprenger, dem die Offiziere a. D. Winkel und Oberst die dahin gingen, daß das Wort Revolution, auch mit taserne abgebrannt. außer Dienst J. v. Tschirschky und Bögendorff sekundirten, dem Beiwort Sozial" doppelsinnig sei und nicht Jn Temesvar gerieth ein Oberauffeher der Finanzwache, während Major Mohr und Rittmeister der Husaren Schmidt als nur bei anderen politischen Parteien, sondern selbst bei einer Sefundanten des Schwiegersohnes, Herrn v. Hünerbein fungirten. Menge der Sozialdemokraten die Auffassung bestehe, daß bei Namens Weinberger, auf der Straße mit dem Zugführer rom Die Veranlassung zum Duell hat eine vor wenigen Tagen statt- jenem Worte an Gewalt zu denken sei. Mit dieser Auffassung 43. Infanterie- Regiment Matuschka wegen eines Mädchens in gehabte Auseinandersehung gegeben, bei welcher Herr v. H. von habe der Angeklagte rechnen müssen. Die Haftstrafe erscheine Streit, wobei Weinberger den Matuschka erstach. feinem Schwiegervater in Gegenwart mehrerer Personen beleidigt aus dem vom Vorderrichter angeführten Grunde zu recht er= wurde, was die Forderung zur Folge hatte. Wie die, National tannt, es sei daher die Berufung zu verwerfen! Beitung" hört, der wir diese Mittheilung entnehmen, haben sich gemäß dem in einem bekannten Sprichwort niedergelegten Grundsatz die beiden Gegner, nachdem sie sich geschlagen haben, nunmehr wieder vertragen. gangen zu haben. 11 als " " " Ueber einen Baueinsturz wird aus Augsburg berichtet: Eine in der Nähe eines Keller- Neubaues befindliche Mauer türzte Freitag Nachmittag zusammen und begrub drei Maurer. Der Zwei derselben wurden todt aus dem Schutte hervorgezogen. Briefkasten der Redaktion. Bei Gelegenheit des Konfektionsstreiks soll die Schneiderin Belasta sich gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung T. 3. 1. Sie sehen Gespenster, wo selbst die Leute, denen dadurch vergangen haben, daß sie die Frau Majorowiz durch wir Fingerzeige geben sollen, feine hinpraktiziren können. Nach Ehrverlegungen zu bestimmen versuchte, an einer Verabredung Ihrer Auffassung dürften die betreffenden nicht einmal zu einem Ein Soldat der Disziplinar Abtheilung zu Spandau zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn und Arbeits- Mittagessen eingeladen werden, ohne Gefahr zu laufen. Das ist gestern auf dem Militärbahnhof der Eisenbahn- Brigade in bedingungen mittels Einstellung der Arbeit theilzunehmen. Sie geht denn doch nicht gut an. In dem andern Falle war uns Schöneberg aufgegriffen und nach dem Militär- Arrestlokal in der stand deshalb gestern unter Anklage vor dem Schöffengericht. von berufener Seite leider wiederum feine Mittheilung zu Lindenstraße gebracht worden. Der Mann diente früher beim Die Beweisaufnahme ergab, daß die Angeklagte an die Majorowik, gegangen; wir waren daher auf Meldungen anderer Blätter Eisenbahn- Regiment Nr. 2 und hatte während seiner Dienstzeit welche für ihren Mann Sachen von dessen Meister abholte, angewiesen. Wegen näherer Aussprache wollen Sie auf der eine 3/ 4jährige Festungsstrafe zu verbüßen, nach deren Beendigung herantrat, das Packet, das sie in der Hand hatte, zu öffnen ver- Redaktion vorsprechen. er, um 1/4 Jahr nachzudienen, der Disziplinar Abtheilung in suchte und, als sie festgestellt hatte, daß sich darin J. R., Charlottenstraße. Wir rathen Ihnen, sich an den Spandau überwiesen worden war, von wo er sich jetzt heimlich Schneiderarbeiten befinden, der Majorowitz zurief: Schämen Vorsitzenden Herrn Heinrich Schulz, Kaiser Franz- Grenadierplatz 7, entfernt hat. Sie sich, Sie Frauenzimmer, daß Sie arbeiten." Der Staats- zu wenden. 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Abends 8 Uhr: Romeo und Julia. Montag, abends 8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Vorlehte Sonntags- Vorstellung! Sonntag, den 29. März 1896: Emil Thomas als Gast. Bum 206, Male: Deutsches Theater. Der Meiſter Eine tolle Nacht. von Palmyra. Nachmittags 1/28 Uhr: Die Weber. Montag: König Richard III. Leffing- Theater. Die Erfte. Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Die Erste. Berliner Theater. König Heinrich. Große Posse mit Gefang und Tanz in 5 Bildern von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 2½ Uhr: Der Pfarrer Alexanderplatz- Theater. von Kirchfeld. Montag: König Heinrich. Neues Theater. Winterschlaf. Vorher: Ihre erste Liebe. Nachmittags 3 Uhr: Der Herr Direktor. Montag: Winterschlaf. Borher: Ihre erste Liebe. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Heute 8 Uhr: Bum 9. Male: Die Musketiere im Damenstift. Operette in 3 Atten von 2. Barney. Morgen und die folgenden Tage: Dieselbe Borstellung. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Die Neu! Fledermaus. Hierauf: Diver tiffement. Montag: Dieselbe Vorstellung. Jur Neu! Schiller Theater. Romeo und Julia. wunderschönen Monat Mai. Nachmittags 3 Uhr: Onkel Bräfig. Montag: Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Montag: Dieselbe Vorstellung. Biederspiel in 1 Aft von Stuckenbrock. Familie Schenk. Truppe Marvelli ( 6 Personen), darunter der kleinste Clown der Welt. Geschw. Stuzky. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Entree: Wochent. 10 Bf., Anf. 8 it. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Jaczo, der Wendenfürst. Nachmittags 3 Uhr: Der Glücksdieb. Montag: Maria Stuart. Alexanderplat Theater. Die Musketiere im Damenstift. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen- Theater. Die fleinen Lämmer. Vorher: Kurmärker und Picarde. American- Theater. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charlen's Tanke. Vorher: Die Bajazzi. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 5. April. Zum 1. Male: Das flotte Berlin. Gesangspoffe in 3 Akten von Leon Treptow und Ed. Jacobson. Souplets von Gustav Gör ß. Musik von Gustav Steffens. Vorbestellungen auf Billets zur Novität werden von heute ab an der Kaffe entgegengenommen. Sonntag 30 " 7 " " R.Winkler. A Donnerstag, den 9. April 1896: Abschieds- Vorstellung. Circus Renz Karlstrasse. Sonntag, den 29. März 1896, Anfang abends präzise 712 Uhr: Kolossaler Erfolg! Lustige Blätter! Eigens vom Direktor Franz Renz und dem Großherzoglich Darmstädtischen Hofballetmeister August Siems für Berlin komponirt, mit gänzlich neuen technischen Apparaten u. Beleuchtungs Einrichtungen inszenirte OriginalVorstellung in 2 Abtheilungen mit den Ausstattungs- Divertissements Weltstadtbilder. Aus dem equestrischen Theil des Programms find hervorzuheben: Direktor Renz mit feinen beſtdressirten Freiheitspferden. Die 4 Jahreszeiten( hohe Schule) geritten von 4 Damen, geführt vom Mercur. Auftreten des hervor ragendften Schulreiters der Neuzeit, Herr Ritter von Renroff mit seinem der Schule der phänomenale BaquetteSchulpferde Stobeleff. Zum Schluß sprung ,,, Doppel- Jockey" von Miss Amalie und Mr. James Jee. Auftreten der leitkünstlerin Mlle. Lala, sowie der vorzüglichsten Clowns Lui- Lui und Saltamontes und Gebr. Permané. Morgen Montag Lustige Blätter. Fr. Renz, Direktor, Königl. Kommissionsrath. Neuer Circus. Bahnhof National- Theater. Circus Busch Bre). Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Jaczo, der Wendenfürst. Schauspiel in 3 Atten von B. Lavarrenz. Nachmittags 3 Uhr: Der Glücksdieb. Schauspiel in 4 Aften von K. Schneidt. Morgen: Maria Stuart. Apollo Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Vorletztes Auftreten von Eugenie Fougère. Servais Le Roy. Mlle Laugé. etc. etc. etc. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 712 Uhr. Mittwoch, den 1. April: Vollstdg. neues Programm. Feen- Palast Burgstraße Nr. 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Grosse Extra- Vorstellung des sensationellen Riesen März- Programms. Dienstag, den 31. März: PHD Abschieds- Auftreten des gesammten vorzüglichen Künstler- Personals. Anfang 7 Uhr. Sonntag, 29. März( letter Sonntag): Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise und ein Kind unter 10 Jahren frei): Grosse Komiker- Vorstellung 15 Nummern des besten und wirkungsvollsten des Repertoires. Abends 72 Uhr: Zscheus, das Waldmädchen. Schwimmende Elephanten, Schwimmende Pferde mit Reitern. Außerdem Vorführen und Reiten der bestdressirten Freiheits- und Schulpferde. Spezialitäten und Clowns 1. Ranges. Montag: Ehrenabend für Frau Direktor Bufdj. Zscheus. Concerthaus Sanssouci 4a. Kottbuserstr. 4a. Heute, Sonntag, d. 29. März: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Großes effektvolles SonntagsProgramm! Montag, den 30. März: VictoriaBrauerei, letzte Soirée vor Ostern! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Klagen, Eingaben, Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und Kinder, Tänzerinnen, Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Castan's Panopticum. Die Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, Milchkübel, Kannen, Satten, Dezimal- u. 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April 1896, abends 8/2 Uhr, findet bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44, eine General- Versammlung der Vertreter der OrtsKranken- Kasse des MaurerGewerbes statt. Zages Ordnung: 1. Borlegung des Verwaltungs- Berichtes und Rechnungs- Abschlusses für das Jahr 1895. 565b 2. Bericht des Ausschusses über die vollzogene Rechnungsprüfung und Be schlußfassung über die Abnahme der Rechnung des Jahres 1895. 3. Antrag auf Bewilligung einer Entschädigung für die Kaffenmitglieder des Rechnungs- Ausschusses. 4. Wahl eines Vorstandsmitgliedes für 1896 aus der Gruppe der Arbeitnehmer an stelle des verstorbenen Vorstandsmitgliedes H. Walter. 5. Bericht des Vorstandes über die Verfügung des Magistrats- Kommissars, strasse 48. Montag, den 6. April 1896( 2. Ofter- Feiertag): Grosse Matinée arrangirt vom Lese- und Biskutir- Klub Westen" " unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( M. d. A.- S..B.) und des Mundharmonita- Vereins Kontordia". Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Anfang 1/2 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet 100| 17 Billets 20 Pf. Der Vorstand. Geschäftsübernahme. Hiermit zur geft. Nachricht, daß ich per 1. April d. J. das Lokal Schwedterftr. 2324( bisher Nagel's vestsäle) übernehme. Die mit meinem Vorgänger abgeschlossenen Vergnügungen und Versammlungen bleiben bestehen und bitte Anmeldungen zu ferneren Versammlungen und Festlichkeiten von jetzt ab bei mir anzumelden. Vereinszimmer, 80-100 Personen fassend, noch zu haben. Julius Wernau. 46932 Künstl. Zähne 2 M. Schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. betreffs Aufhebung des Vertrages mit Plomb.1,50. Rep. sof, Theilzahlg. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-7 Uhr. dem Verein der freigewählten RassenAerzte, und Bestätigung des mut einzelnen Merzten abgeschloffenen Bon: Vertrages. 6. Mittheilungen des Vorstandes. Berlin, den 28. März 1896. Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender, Demminerstr. 66. A. Kelpin, Schriftführer, Demminerstr. 54. Nebenverdienst kann sich jeder durch Uebernahme einer Agentur für Feuerversicherung und Sterbelasse allerorts verschaffen. Meldungen an Generalagentur Berlin Halleschestr. 4. 620b Obst-, Geschäft in guter Gegend ist preiswerth zu vert. Plan Ufer 22. Hiergegen im Laufe dieser Woche ,, Einen kleinen Alten" zur Probe gratis. Karl Schindler, Chausseestr. 55. Empfehle Nordhäuser, Liköre, Rognat, Rum, Ungarwein. Möbel, 326 Spiegel und Polsterwaaren fowie ganze Ausstattungen empfiehlt H. Strelow, Tischlermer: Rixdorf, Richardstr. 116, am Denkmal. Knaben- Garderoben für das Alter v. 2-18 Jahren empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Flicken gratis. Blousen K. Hustädt, 0. ppen 85 pt. 46442* eigenes Fabrikat, vortrefflichste Ausführung. Das Schönste in Farben und Mustern, entzückende Neuheiten außerordentlich billige Preise. Z. Alexander, Große Frankfurterstraße 102. Den Parteigenossen empfehle mich zur Aufert. eleganter Herren- Garderobe. 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Zu der beendeten Brauerbewegung waren unbeschäftigt 41, beschäftigt für den eigenen Bedarf der ist nachzutragen, daß auch eine Lohnerhöhung von 3 Fr. Anstalten 129, mit Arbeiten für Rechnung des Staates 133, für per Woche erreicht wurde. Der Lohn per 14 tägigen Zahltag Anstaltsbeamte und Bedienstete 4, für Rechnung von Gewerbe- beträgt nun 72 Fr.( bisher 66 Fr.) mit und 78 Fr.( bisher treibenden 485, für Rechnung von Privaten 171. Am 4., 5. und 6. Mai d. J. findet in Berlin der zweite deutsche Gewerkschafts Kongreß statt. Um die Vorarbeiten für denselben zu erledigen, traten am 5. Februar Mitglieder der zentralisirten Gewerkschaften Berlins zusammen Thätigkeit der Gewerbegerichte in Baden. Bei den zur und wählten aus ihrer Mitte eine aus folgenden Genossen be- Zeit im Großherzogthum Baden bestehenden Gewerbegerichten stehende Kommission: G. Busse( Lederarbeiter), H. Faber wurden im Laufe des vergangenen Jahres 1588 Rechtsstreitig ( Goldarbeiter), F. Kaulich( Töpfer), Alb. Massini( Buch- ruhe 648, Mannheim 243, Heidelberg 213, Pforzheim 203, Frei feiten anhängig gemacht, und zwar beim Gewerbegericht Karlsdrucker) und D. Gillier( Steindrucker). burg 185, Offenburg 42, Durlach 29, Lahr 25. Es handelte sich Die Kommission bringt nun den zentralisirten Arbeitern in sämmtlichen Fällen um Rechtsstreitigkeiten zwischen Arbeitern Deutschlands und speziell den Vorständen in Berlin folgendes und Unternehmern. Erledigt wurden im vergangenen Jahr insgesammt 1433 Rechtsstreitigkeiten und zwar durch Vergleich 471, zur Kenntniß. durch Verzicht im Sinne des§ 277 C.-P.-D. 7, durch Zurück Die Verhandlungen des zweiten deutschen Gewerkschafts- nahme der Klage 335, durch Anerkenntniß 17, durch VersäumKongresses finden in Keller's großem Saal, Koppen niß 110, durch andere Endurtheile 493. Nur gegen drei Endstraße 29, statt. urtheile der Gewerbegerichte wurde Berufung eingelegt. Eine Thätigkeit der Gewerbegerichte als Einigungsämter(§ 61 ff. des Gesetzes vom 29. Juli 1890) oder als begutachtende Stellen ( 8 70 ebendaselbst) ist im Jahre 1895 nicht vorgekommen. Zutritt zu den Verhandlungen steht jedermann ohne Ent. gelt frei. Nur haben sich organisirte Arbeiter und Arbeiterinnen durch Mitgliedsbuch oder Karte zu legitimiren, während andere Besucher des Kongresses sich an die im Kongreßfaal zu diesem Zwecke eingesetzte Kommission um Einlaß zu wenden haben. meldeten 72 Fr.) ohne Bier. Der Streit der Amsterdamer Diamantarbeiter geht seinem Ende entgegen. Die Zahl der Juweliere, welche sich weigern, die geforderte Lohnerhöhung zu bezahlen, wird immer finanzielle Beihilfe geleistet. geringer. Die Diamantarbeiter Deutschlands haben regelmäßig ift. Die 11. Eine partielle Arbeitseinstellung war unter den Dockarbeitern Rotterdams ausgebrochen. Man schreibt uns darüber aus Holland: In der vorigen Woche wurde der Katenbrechtuher Hafen, der mit elektrischen Krähnen ausgestattet ist, zum ersten Male in Gebrauch genommen. Die Firma W. Müller u. Co. wollte das mit Eisenerz beladene Dampfschiff Drott" mittelst dieser Krähne löschen und meinte, dies mit weniger Arbeitern als sonst thun zu können. Auf je zwölf Mann wurden drei weniger angenommen. Die Arbeiter weigerten sich, unter diesen Umständen an die Arbeit zu gehen. Die festen Arbeiter, welche die Firma dann für die Arbeit gebrauchen wollte, erDie obligatorische Arbeitslosenversicherung der Stadt färten sich mit den anderen solidarisch, worauf sie, dreißig an St. Gallen, welche Ende Juni 1895 in Wirksamteit trat, hatte der Bahl, entlassen wurden. Die Rotterdamer Dockarbeiter sind Sache alle solidarisch, unt so mehr, meil, Neujahr 1896 ihre Unterstützungsthätigkeit begonnen. Bis zu in dieser Anfang dieses Monats sich 372 Arbeitslose wie sie erklären, die Arbeit mit elektrischen Krähnen Müller Firma ( etwa 11 pt. der Co. Versicherten), wovon 137 Taglöhner gefährlicher schickt Sonntag, den 3. Mai, abends 6 Uhr, also am Vorabend der( 335 Versicherte), 49 Maurer( 163), 29 Maler( 87), 15 Packer jetzt ihre Schiffe nach Amsterstam und Vlissingen, wo das Verhandlungen, findet ebenfalls bei Keller, Koppenstr. 29, ein und Ausläufer( 83), 11 Kommis( 285), 12 Gipfer( 55), Löschen jedoch auch nicht ohne Schwierigkeiten von statten geht. Kommers statt, zu dem nur die organisirten Arbeiter 11 Dachdecker( 26), 9 3immerer( 65), 9 Schreiner( 175), Bum Löschen des Dampfschiffes Drott" in Rotterdam hat sie 8 Spatter( 34), Berlins nebst Familie Zutritt haben. Ein Entree wird auch 6 Gärtner( 51), 7 Schuhmacher( 88), 6 Handlanger( 53), Arbeiter aus Brabant kommen lassen. Die Firma hat selbst6 Buchbinder( 102), 5 Schneider( 111), je verständlich jede polizeiliche und militärische Hilfe zu ihrer Verhierfür nicht erhoben. Mitgliedskarte oder Buch legitimirt. 4 Appreturarbeiter( 61), Steinhauer( 34), Hafner( 15) und fügung. Bis jetzt ist die Organisation der Dockarbeiter leider Die Abholung der Delegirten vom Bahnhofe Glafer( 27), je 3 Haufirer, Küfer( 43) und Drucker, je nur mangelhaft. und die Begleitung derselben nach dent 2 Zeichner( 151), Kutscher, Selempner( 48), Holzhauer, Sattler( 18), nach dem Kongreß- Saal Nach der Vossischen Zeitung" ist der Streit resultatlos Metzger, Erdarbeiter, Bäcker( 17) und je 1 Sticker, Lithograph, verlaufen. geschieht durch Mitglieder der Ortsvorstände Konditor, Werkmeister Telephonarbeiter, Schirmmacher, Pflasterer, Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für in Berlin. Die Delegirten werden daher ersucht, die Berliner Schmied, Zementier, Schlosser und Tapezirer. Bis zum genannten die Textilarbeiter in Rottbus folgende Beiträge ein: Ortsvorstände ihrer Berufe von ihrem Eintreffen in Berlin( Beit Termin wurden 14 600 Fr. an Unterstützung ausgegeben, soviel, als an und Bahnhof) rechtzeitig in Kenntniß zu sehen und sich so ein- Beiträgen gezahlt worden. Seitdem wird mit den Subventionszurichten, daß sie Sonntag den 3. Mai alle in Berlin ver- geldern des Staates und der Gemeinde die Unterstützung fortgesetzt. Der„ St. Galler Stadt- Anzeiger", an deffen Spize sammelt sind. unser Genosse Paul Brandt steht, stellt fest, daß sich das Institut im großen Ganzen bis jetzt bewährt hat. Diejenigen Delegirten, welche 2ogis besorgt haben wollen, werden ersucht, dies umgehend dem Unterzeichneten bekannt zu geben. Die Rommission wird bestrebt sein, Logis zum Preise von 1,50 bis 2 M. intl. Kaffee in genügender Anzahl bereit zu halten. Weitere Mittheilungen, Mandatsformulare und die zu dem Kongreß gestellten Anträge gehen den Delegirten gedruckt von der Generalkommission durch die Zentralvorstände zu. Berlin, den 28. März 1896. Mit solidarischem Gruße für die Kommission: Albert Massini, Buchdrucker, Berlin C., Neue Grünstr. 14. Gewerkschaftliches. Ju der Berliner Jutespinnerei in Stralan sind die Plätze der Ausständigen nicht durch Gefangene aus der Rummelsburger Anstalt besetzt worden. Von der Fabrik werden Gefangene nur beim Ausladen an den Kähnen beschäftigt, und zwar nicht erst seit dem Streit, sondern schon seit früherer Beit. Zur Malerbewegung. In Elberfeld ist der Stand des Streiks unverändert; eine große Anzahl der am Ausstand betheiligten Arbeiter werden durch Vermittelung des Streit komitees von der Bürgerschaft privatim beschäftigt. Dagegen ist nach dem Bericht der Freien Presse" der Streit in Barmen als gescheitert zu betrachten; kaum 50 Mann befinden sich noch Alle Partei- und Gewerkschaftsblätter werden um Abdruck im Ausstand, so daß an die Durchführung der Forderungen nicht ersucht! mehr zu denken ist. werden. Soziale Uebersicht. " 11 " F. H. 65, 5,-. Ueberschuß der Kranzspende zum 18. März von Arbeitern der H. F. Eckert'schen Fabrit 22,10. Arbeiter der Möbeltischlerei von Hülsenbeck u. Kroll, Königsbergerstr. 8, 10,85. Arbeiter- Bildungsverein Adlershof 30,-. Elektrotechnische Fabrik Gebr. Naglo 12,60. Familie Stief 5,-. Hilfspersonal der Buchdruckerei M. Bading, Abtheilung Vorwärts", 15,-. Gesangverein Nord, Mitgl. d. A.-S.-B., 2. Rate 30,- Märzfeier Luftige 7 bei Reiher 2,-. Durchgefallene rothe Brüder 1,05. Gesangverein Sängerhort, Mitgl. d. A.-S.-B. 10,-. Wöllmer'sche Schriftgießerei 26,80. Textilarbeiter Niederschönweide 5,-. Buchdruckerei der National Zeitung" 19,60. Filiale von Pfaff, Görlitzerstraße, 12,50. Buchdrucker vom HausvoigteiArbeiter von B. Borchert Nachflg., Ritterstr. 78, play 2,35. 3,80. Ernst Heuersche, Stockfabrik 11,-. Löwe 1,-. Tischler werkstatt von Robert Franz, Pallisadenstr. 21, 3,-. Buchdruckerei von Rosenbaum u. Hart 5,- Personal der Buchdruckerei R. Boll 15,60. Stürschner Berlins, 2. Rate, 15,-. Buchdruckerei Otto v. Holten 16,65. Ueberschuß von der Kranz Arbeiter der spende, Kabelwerke, Elektrische Arbeiter, 7,50. Appretur C. Hetsching 15,-. Buchbinder aus der Holzmarktstraße 28,10. Stockfabrik Grünstraße, 3. Rate, 6,10. Tischlerwerkstatt Lauer, Manteuffelstraße 76, 10,-. Tischler Görlich, Krautstraße 38, 6,-. Personal des Vorwärts" 50,-. Tischlerei In Essen hat die Maler- Junung eine schwarze Liste, auf von Bach u. Kopiz, anstatt Kranzspende vom 18. März, 18,50. Von der alle Streikenden, nach Werkstätten geordnet, genannt sind, Möbeltischlerei August Hillner, Langestraße 9, 10,-. Möbelpolirer in Zirkulation gebracht, nach der sich sogar die Leitung der Kranzspende, Paul Schumann, 1,25. und ein Drechsler von der Krupp'schen Gußstahlfabrik richtet, die das gewiß am P. Lehmann Nachfolger 7,50. Schutz der Arbeiterinnen gegen sittliche Gefahren. wenigsten nöthig" hätte, denn ihre Maler und Anstreicher be- Ueberschuß vom 8. März( Vergnügen) der Gesangvereine AlpenNummer vom 26. März einen warmherzig geschriebenen Artikel veröffentlicht hierzu folgendes Schreiben:„ Gußstahlfabrik, den wärts III 50,-. Rother Handlungsgehilfe J. B. 1,-. Zwei der Frau Elisabeth Gnaud- Kühne, worin diese Dame 24. 3. 96. Herrn Chr. Christians! Die beiden Gehülfen N. N. Arbeiter, Lehrterstraße, Eisenbahnwerkstatt 2, Märzüberschuß in Beziehung auf die geschlechtliche Benugung der Arbeiterinnen und X. X. wünschen auf der Fabrik, Anstreicher- Werkstatt II in von Genossinnen Berlins d. Frau Krey 4,45. Amerikanische durch Unternehmer und Vorgesetzte zutreffend ausführt: Arbeit zu treten. Da beide in dem von der hiesigen Innung Auktion bei Zubeil 22. März 5,70. Theaterverein Proletariat Gin wirksames Mittel, hier Wandel zu schaffen und die herausgegebenen Verzeichniß der streikenden Gehilfen mit aufge- 20,50. Werkstatt W. 78 5,75. Drei Ausgeschlossene aus Lohen= unittlichen Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeite- führt sind, ich aus diesem Grunde von einer Annahme absehen grin 2,-. Lese- und Diskutirklub Freigeist Arcona 2,25. Gerinnen zu beschneiden, würde eine Lohnaufbefferung sein, mußte(!!!), so frage ich höflichst an, ob beide Leute thatsächlich fammelt von Schorsch 7,35. Rottenbrüder aus Schweidnitzdenn durch eine solche nähme der Prozentsatz, zwar nicht sich am Ausstand betheiligt haben, oder sich auch ohne diesen, Striegau 4,10. Porzellanmaler Berlins 8,65. Silberarbeiter von der leichtsinnigen, aber der unglücklichen Frauen ab, welche aus wenn derselbe auch nicht ausgebrochen wäre, verändern wollten. Freund 5,-. Metallwaaren- Werkstatt v. Schauer 4,60. Tischlerei Nahrungssorgen um eines fleinen Vortheils willen gefügig In letzterem Falle würden mir ein paar aufklärende Zeilen von Leichniß, Krautstr. 39, Tischmacher 3,05. Klingelbeutel, SchäferIn diesem Sinne ist jeder Zonkampf zugleich eine Ihrerseits und die vorschriftsmäßige Entlassung genügen, um straße 45,70. Amerikanische Auktion des Pollakklub Eintracht 10,-. Sittlichkeits- Bewegung. Gießerei Adalbertstr. 3 7,-. Ueberschuß der Kranzspende von Neben der Hebung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiterinnen beide Leute einzustellen. Mit kolleg. Gruß v. Treskow." Neumann, Hennig u. Komp. 5,35. Tapezirergehilfen bei Riecke erscheinen zwei andere Wege gangbar und aussichtsvoll: eine An- Der Maurerstreik in Hannover scheint, wie der„ Bolts- 5,75. Steinarbeiter Berlins d. Buchmann 50,-. Geburtstagsfeier erkennung und Stärkung der freiwilligen Dr wille" schreibt, ziemlich schnell zu gunsten der Arbeiter verlaufen Ostar Richter 4,50. Gesammelt bei Siebert, Elifabeth- Ufer 52, ganisation der Arbeiterklasse und ferner die verzu wollen. Bis jetzt haben schon 500 Maurer, die bei 47 Meistern 3,10. Tischlerei von Suß, Pallisadenstr. 76, 7,75. 5. Berliner heißene Abhilfe durch die Gesetzgebung. Eine starte beschäftigt sind, den geforderten Stundenlohu bewilligt be- Reichstags- Wahlkreis 150,-. Tellersammlung der Versammlung Organisation übt eine sittlichtragende Wirkung, sie ist der natür- kommen. In Beine haben die Maurer die Arbeit gleichfalls der Fensterpußer 11,70. Nansen 4,-. Arbeiter und Arbeiteliche Schutz und Rückhalt der wirthschaftlich Schwächsten, der niedergelegt, da dort die Verhältnisse, wie man uns schreibt, rinnen der Allg. Elektrizitätsgesellschaft, Ackerstraße, Kranza Arbeiterinnen. Der Gesetzgeber aber fönnte gründlich aufräumen wirklich so schlecht sind, daß sie nicht schlechter werden können. überschuß vom 18. März 160,80. Reyling u. Thomas, Ueberdurch eine Vorschrift, nach welcher jeder Vorgesezte( Arbeit Die Lohnkommission bittet nun die deutsche Maurerschaft um schuß der Kranzspende vom 18. März 11,10. Personal geber oder dessen Vertreter), der mit einer von ihm wirth solidarisches Verhalten. Die Adresse der Lohnkommission ist: der Buchdruckerei von Julius Sittenfeld, 2. Rate, Die Maurer 34,20. Ichaftlich abhängigen Frauensperson seines Gustav Säder in Peine, Stederdorferstr. 23. Möbelfabrik von Apelt, Reichenbergerstraße 107, Betriebes in einem unfittlichen Verhältnisse steht, einer Dortmunds, die den Behnstundentag und 45 Pf. Stundenlohn 11,-. Kandale 5,-. Dispositionsfonds Berliner Hutähnlichen Strafe verfällt, wie ein Beamter, der sich un- forderten, aber nicht bewilligt bekamen, beschlossen den Streit macher 200,-. Amerikanische Auktion am 3. Theaterabend züchtige Handlungen gegen Personen zu schulden wegen Mangel an Steinen auf den Bauten auf einige Wochen Verein Vorwärts" Rigdorf 25,65. Gesangverein„ Sangesecho" tommen läßt, die seiner Obhut anvertraut zu verschieben. 6, R. Krüger, Manteuffelstr. 4,10. Gesangverein Vorwärts" sind. Diese Maßregel würde den Arbeiterinnen ein Schutz Ju Stollberg i. S. hatten die Arbeiter der Strumpf- gegründet 1890, Friedrichsfelde 10,-. Verein der Blätterinnen sein und zugleich verhüten, daß die jugendlichen Personen waarenfabrit von Neubert die Arbeit niedergelegt. Jetzt wird Berlins 25,-. Tischlerwerkstatt von F. A. Treue, Wienerbeider Geschlechter durch böse Beispiele verführt werden gemeldet, daß sie ihren Streit siegreich beendet haben und straße 44, mit Ausschluß des Prozentvereins Profit" 5,-. Weibliche Fabrifinspektoren dürften die ge- fämmtlich dem Textilarbeiterverband als Einzelmitglieder bei R. B. 6,40. Vergnügungsklub Mephisto" 10,- Bading'sche eigneten Personen sein, um einen erschöpfenden Einblick in diese getreten sind. Werkabtheilung 10,-. Vergolder der Werkstatt von Verhältnisse zu gewinnen und vollständigen Aufschluß" zu geben. Die unerläßliche Vorbedingung bleibt aber immer die Ausdehnung ist unverändert. Die Zahl der Ausständigen beträgt rund 3500. Drei Klammergäste 5,-. Ueberschuß der Kranzspende von ArDer Stand des Textilarbeiterstreiks in Mülhansen i. E.| Stolpe 4,50. Vertrauensmann der Bildhauer Berlins 50,-. Weißgerber, Färber und Lohgerber Berlins 50,-. der Inspektion auf die Betriebe jeder Größe" Die Verhandlungen, die neuerdings wieder gepflogen wurden, beitern der Werkzeugmaschinen- Fabrit von Centter 5,60. GesangGewerbegerichtswesen in Bayern. In den fünf Jahren, sind wie die früheren resultatlos geblieben. Wie sehr man die verein Kreuzberger Harmonie 100,-. Streifender Treibriemenseit das Reichsgesetz über die Gewerbegerichte in fraft ist. find Arbeiter an der Wahrnehmung ihrer Interessen behindert, ergiebt arbeiter aus der schwarzen Liste des christlichen Stadtverordneten in Bayern 18 Gewerbegerichte ins Leben gerufen worden. Zwei sich mit genügender Deutlichkeit daraus, das Arbeiter, die für Prezel 3,-. Textilarbeiter- Verband Filiale Rixdorf 25,-. Geweitere treten in diesem Jahre in Thätigkeit. Während aber die Streikenden Sammlungen vornahmen sangverein Vorwärts III. Friedrichsfelde 4,-. Möbelpolirer die Zahl der Gerichte von 1892 bis 1895 von 11 auf 18 und wegen ,, Bettelns" protokollirt wurden. Ein Berliner Engrosbudiker 5,- Statklub 50 die zugehörige Bevölkerungszahl von 767 453 auf 967 582, also solche Maßnahmen den entgegengesetzten Zweck, als der beabsichtigte 2. Mate 10,-. Mosaiktischler der Fabrik von W. König, Dieffenum 200 129 Personen gewachsen ist, sind die Streitfälle nur von ist, erreichen müssen, kann wohl nur ein Bureaukratengehirn bachstraße 38 10,- Glasschleifer Berlins 50,-. Die Ausständigen ersuchen dringend um Diskutirklub August Geib 15,-. Möbelpolirer D. Wanderer, 2758 auf 3042, also um 274 gestiegen. Von den 3042 Streit außer acht lassen. Lese- und fällen des Jahres 1895 wurden 1279 durch Vergleich, 602 durch Unterſtügung. Gelder sind zu senden an Jos. Wonarb in Mül- Krautstraße, Gewerbehof 3,-. Nähmaschinenfabrik E. Böttcher, Zurücknahme der Klage, 37 durch Anerkenntniß, 218 durch Ver- hausen i. E., Jllzacherstraße 107. Stallschreiberstr. 59 9,85. Agitationskommission der Versäumnißurtheil, 826 durch andere Endurtheile erledigt. Als Zur Lohnbewegung in der Schweiz schreibt unser golder Berlins 50,-. B. B. 6,25. Schuster's Tischlerei, Einigungsamt wurden die Gewerbegerichte in den vier Jahren 5,-. Züricher Korrespondent: Die Schlosser in Lausanne Kranzüberschuß Kaiser'scher Männerchor zu Berlin nur dreimal, und zwar stets allein von den Arbeitern angerufen. haben nach kurzem Streit einen Minimallohn von 48 Cts. und 15, Maschinenbau- Arbeiter der Fabrik Die Zahl der Innungs- Schiedsgerichte betrug 1892 22, 1893 17, einen solchen von 35 Ets. pro Stunde für die Handlanger er- Uferstraße, und ein Budiker 16,40. von Schöning, Allgemeiner Arbeiter1894 15; sie ist also zurückgegangen. rungen; ferner Lohnzuschlag von 30 pCt. für Ueberzeit und von und Arbeiterinnen- Verein für nicht getauften Märzkranz Arbeitsthätigkeit in den Strafanstalten und Arbeits- 60 pct. für Nacht- und Sonntagsarbeit. Wie die Baseler 7,50. M. D. d. Millarg 5,-. Schmargendorfer Genossen 15,-. häusern Bayerns. Am 31. Dezember 1894 betrug die Ge- Textilarbeiter, so beabsichtigen auch die Bleicherei Tambourverein Bleib treu" 5,-. Holzarbeiterverband, Zahl= sammtzahl der männlichen Gefangenen 6738; hiervon waren un- und Appreturarbeiter in St. Gallen auf die Ein- stelle Breslau 50,- Arbeitergesangverein Vineta" 10,-. Joft beschäftigt 349; beschäftigt waren für den eigenen Bedarf der führung des Zehnstundentages und Lohnerhöhung hinzuwirken. und Millarg 2,-. G. Kühne-50. Nagel, Chorinerstr. 3, Anstalten 818, mit ländlichen Arbeiten, gewöhnlichen Taglohn- In der Lohnbewegung stehen noch die Holzarbeiter in Herolder Textilarbeiter i. S. 8,-. Frz. Mertin, Reichenbach arbeiten, sowie mit Arbeiten für Rechnung des Staates 2377, Basel und Herisau, die Schneider in Biel, dieli. G. 100,-. Einige organisirte graphische Arbeiter Potsdam's Daß Berlins 100, " 7,50. Textilarbeiter von Alt- und Neu- Gersdorf 1. G. 88,-. 1 Verein Berliner Echirmmacher 20,-. Staligerstr. 104 IIT, Quer- Ischniede Berlins 20,-. Spar- u. Kreditverein Einigkeit 20, Flensburger Werftarbeiter 49,80. Drei Unerfahrene Köpe- gebäude III und IV Treppen 11,15. Möbelpolirer der Werkstatt Arbeiter und Arbeiterinnen vom Samariterfurfus 8. Stiftungsnid's 2,05. Personal der Schriftgießerei Theinhardt, Berlin Gulli, Wasserthorstr., 2. Rate 6.- Obere Werkstelle von Voß, fest 5,65. Dörge" 1,-. Gesangverein Frisch auf" Friedrichs Verein Berliner Buchdrucker 500,-. Ger. 11,-. Verband der Maurer Deutschlands, Filiale 33 Bierprozente mit Budiker 2. Rate 4,-. Arbeiter von O. 2. 99 berg 15,-. Groß- Lichterfelde 15,- Maus'sche Schuhfabrik, Straußberg 12,75. A. B. 2,-." Johannes" 27. Ritter von Friedrichs- durch B. 30,-. Von Sattlern aus der Bülowstraße durch L. bei Berlin 7,40. Gesammelt in einer mechanischen Werkstatt 6,10. Barmstedt, 18. März- Versammlung 10,80. bain 8,-. Rauchklub Blaue Luft", Ueberschuß vom Masten- 19,75. Hennigsdorf, 1075 und 1076, 26,15. Lithographen und Organisirte Maurer ball 10,-. Andrucker von Littauer Deutscher Metallarbeiter Verband für einen Vortrag über Dresdens d. Paul 50,-. Märzfeier vom Klub Burgschaft in u. Boysen 18,75. Arbeiter ber Firma H. 28. R. X- Strahlen von Dr. Borchardt 5,- Sozialdemokratischer Verein Bösneck( Thüringen) 3,45. A. E. G. Lagerhof, 2. Rate, 20,45. 7,30. Personal von Janiszewsky u. Quitt, anstatt Märztrang 10,- Köpenick 30,-. Mulus eines Berliner Gymnasiums 3,-. Seß, Gefangverein Freiheit III", Zwei Maschinisten, Berlin 2,-. Thurn bei Teplitz( Desterreich), Tritoma Uvaria, Dornfecke 1, M. Einige von Carl Ernst Güstrow, Mecklenburg, 34,10. Textilarbeiter Fachverein 2,80. Nicht Marxist 2,80. M. H., u. Komp. 6,85. Amerikanische Auktion bei Ewald, Schönlein- Weißensee 12, Arbeiter und Arbeiterinnen vom SamariterTischler, Dresden 1,50. Gewerkschaftskommission Hagen i. W. ftraße 6 9,50. Buchbinder Alte Jakobfir. 80 4,45. Echimming's Rurfus, 8. Stiftungsfest 6,- Verein" Brüderlichkeit" 6, 20, Schneiderwerkstatt Hirsch, Berlin 5,30. Produktivgenossen- Möbeltischlerei, Köpnickerstr. 154 10,85. Buchdrucker der Buch- D. Wolff, Fabrifdirektor in Jalau i. Mähren 16,99. Generalschaft der Schneider Dresdens 5,20. Berliner organisirte Hut- druckerei von Gebr. Unger 11,05. Lederwaarenfabrit, Alexan- tommission Hamburg 3000,-. Central- Verband Deutscher Brauer macher aus Kottbus 1,75. G. M. Melcher 1,50. Vineta 3,-. drinenstraße 54, 5,25. Zapezirer der Werkstatt von Flatom u. 100.Tischlerwerkstatt Mauerstraße 47-48 9,-. Arbeiter der Priemer 6,-. Ueberschuß vom Märzkranz von Arbeitern von Jm vorigen Bericht muß es heißen: Von den Vergoldern Gens'schen Jalousiefabrit 7,25. Arbeiter der Möbel L. Schwarzkoff( Neues Wert) 6,70. Ueberschuß vom Märzkranz von Tiecke außer einem 2. Rate 3,75 und einer von Köster 1, fabrit Szymanzig, Landsberger Allee 37, 7,75. Genossen von Arbeitern der Borsig'schen Werke 9,- 3wei Moabiter und die Vergolder von Tiecke im Keller. Ebenso; anstatt„ Karl in der Fabrik von Siemens u. Halske und Ueberschuß Asphaltfrigen 6,-. Arbeiter der Pianofortefabrit von Wester- Weber 5,-", Gefangverein Georginia". Statverein Lustige Brüder", vom Märzfrana 18,50. Herrentanz beim Vergnügen des Metall meyer, Simeonstraße 10 5,70. arbeiter- Verbandes d. Hoffmann 12,85. Ueberschuß der Kranz- Barnimstraße 18 5,-. Verein zur Wahrung der Interessen spende, Gräfestr. 8, 4,-. Tischlerei der Möbelfabrik von Klug der Gaft und Schankwirthe Berlins und Umgegend in 16,40. Buchdrucker von Julius Bätte 1,70. Schivimmklub" See- zwei Raten 100,-. Vom Stammtisch Herrmannplay 8, bär, Sektion Berlin, 2. Kate 4,50. Drei Vergolder von Köfter 2. Rate 4,70. M. V. Solo 5,-. Wanderklub Reise- Ontel 5,-. A. 1000 Moralität. Wenn Sie uns nicht Ihren Namen 2,50. Ueberschuß der Kranzspende der Former und Gießerei Silfsarbeiter May Bading 6,-. Personal der Uniondruckerei nennen und den Gegenstand des Prozesses bezeichnen, ist eine arbeiter d. Joseph'schen Gießerei 15,-. Vier Schuhmacher Mohr 9,30. Ueberschuß der Kranzspende vom 18. März Gesangverein Antwort unmöglich. u. Speyer, Jägerstr. 14, 2,-. Verein d. techn. Pers. d. deutsch. Ginigkeit 6,-. Gesangverein Schildhorn 25,-. Ueberschuß vom Bühnen in Berlin 5,50. Uebersch. d. Kranzspende d. W. Jauert'schen Märzkranz Metallarbeiter Charlottenburgs 3,65. Ueberschuß vom Bettstellen- und Kistenfabrik 3,25. Werkstatt von May Gemuseus Märzkranz der Arbeiter der Firma Orenstein u. Koppel Tempel7,10. Arbeiter der Möbelfabrik Schönhauser Allee 161 9,-. hof 12,10. Oberlößniz- Radebeul d. Handelsgärtner 5,-. KupferUmzuge " R. Millarg, Annenstr. 16, part. Briefkasten der Redaktion. Briefkasten der Expedition. A. Berold. Inserat fostet 5,20 m. 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Die größte Zahl der Kollegen, um zu ihrem Recht zu kommen und eine anständige Behandlung zu Parteigenoffen find von der Ursache, dem Verlauf der Bewegung und der erlangen, als legtes Mittel nur der Streik übrig. augenblicklichen Situation wohl sehr wenig oder falsch unterrichtet. Es erklärt Ein zweiter Versuch zur Beilegung der Differenzen wurde mit Hinzu sich dies daraus, daß den beiden Parteien zur Austragung ihrer Differenzen ziehung des Ausschusses der Berliner Gewerkschaftskommission gemacht. Auch der redaktionelle Theil des Vorwärts" verschlossen war, uns aber die Mittel hier machte Herr Arendt eine Verständigung dadurch unmöglich, daß er nach nicht in so reichlichem Maße, wie Herrn Arendt, Direktor des Münchener den Vorverhandlungen die Mitglieder der Agitationskommission der Brauereis Brauhauses, zur Verfügung standen, um auf dem Wege des Inserats, den Arbeiter, welche in allen Fällen, wo Differenzen zwischen den BrauereiHerr Arendt einzuschlagen beliebte, den vielen Erklärungen desselben eine Arbeitern und den Arbeitgebern eintreten, erstere zu vertreten haben, Richtigstellung folgen lassen zu können. Außerdem hat Herr Arendt durch Vertreter der Streikenden nicht anerkennen und zu den Verhandlungen nicht seine besonders ausgebildete Ueberredungskunft es meisterlich verstanden, zulassen wollte. einzelne Parteigenossen, welche er mit Vorliebe allein zu sprechen sich be= Es hat sich alsdann das Gewerbegericht der Sache angenommen. Auch mühte, von seinem Recht zu überzeugen, nicht ohne dabei die unsinnigsten hier hat Herr Arendt, im Gegensatz zu seinem in der Presse erklärten Standund wahrheitswidrigsten Gerüchte über die Gemaßregelten resp. Streifenden punkt, während der Verhandlung erklärt, daß er sich auf nichts einlaffe. und die Agitationskommission zu verbreiten. Zur Bestätigung dieser Be- Selbstverständlich sollte dies für den Fall gelten, wenn das Gewerbegericht Dem Urtheil des hauptung bedarf es nur des Hinweises auf die verschiedenen Gegenerklärungen ein Herrn Arendt ungünstiges Urtheil fällen sollte. und Richtigstellungen von verschiedenen Seiten im Vorwärts", die denen, Gewerbegerichts konnten sich die Streifenden, weil sie sich im Recht fühlten, welche diese Angelegenheit verfolgt haben, nicht entgangen sein werden und nicht fügen. worin Herr Arendt Lügen gestraft und aufgefordert wird, seine Behauptungen zu beweisen, anderenfalls man ihn für einen Verleumder erklären müsse. Herr Arendt hat begreiflicherweise zu alledem geschwiegen. " Wir wollen nun in Kurzem die Ursachen, den Verlauf, den jetzigen Stand der Bewegung und die Mittel, deren Herr Arendt sich während der ganzen Zeit bediente, schildern, aus welchen Letzteren die Parteigen offen ersehen können, warum die verschiedenen Urtheile der in dieser Frage stattgehabten Schiedsgerichte nicht zu gunsten der Streitenden ausgefallen sind. Die Veranlassung zu dem ganzen Streit war die Entlassung eines organisirten Kollegen, welcher am 15. November vorigen Jahres des Nachts nach Beendigung seiner Arbeitszeit auf dem Nachhausewege er folgte, und zwar ohne jede Ursache und nicht etwa aus Mangel an Arbeit. Wie Herr Arendt nach der Entlassung Zeugen gegenüber sich äußerte, habe er in dem Betreffenden den Unrechten gefaßt, er habe eigentlich einen anderen im Auge gehabt und thatsächlich hat Herr Arendt, wie Möbel- Gelegenheitskauf brieflich nachgewiesen werden kann, in einer Aufforderung an den Zeiter des Zum Umzug Oranien-Straße 73, of I., günstigste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem 6 Etagen großen Möbelspeicher, alles hell und übersichtlich, fein Laden, sollen sofort ca.200 neue ganze WohnungsEinrichtungen von 100-1000 Mart und darüber verkauft werden. Speztell empfehle ich die großen Borräthe verliehen gewesener zum Theil sehr Preis. Theilzahlung gestattet. 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Daraus ergiebt sich, und Herr Arendt bestätigt es durch seine diesbezügliche Aufforderung selbst, daß erstens der betreffende Kollege zu unrecht entlassen war und daß die Entlassung nur in der Absicht erfolgt sein konnte, einen Konflikt mit den organisirten Brauern herbeizuführen; zweitens, daß das Vorgehen der organisirten Kollegen, als fie wegen der zu unrecht erfolgten Entlassung die Arbeit niederlegten, um auf diese Weise, weil Herr Arendt sich in Güte dazu nicht verstand, die Wiedereinstellung des Betreffenden zu erzwingen was auch thatsächlich gelungen ist durchaus korrekt, kollegialisch geboten und richtig war, umsomehr, als alle dort beschäftigten Brauer gewerkschaftlich, zum Theil auch politisch organisirt, und sie nach besten Kräften bestrebt waren, die Differenzen zwischen ihnen und der Betriebsleitung allein auszufechten; und tische, Kouliffentische, Buffets, Schreibfetretäre, drittens, daß diejenigen, die nicht mitstreikten, trotzdem sie organisirt Tische, Spiegel zc., alles ftaunend billig, sowie waren und obwohl sie das unrechtmäßige der Entlassung anerkannten, da auch fertig dekorirte Salons, Speise- und Schlaf- sie sich schriftlich und mündlich zur Arbeitsniederlegung verpflichtet hatten und zimmer. Besichtigung erbeten ohne Kaufzwang. durch ihr Verhalten somit nicht nur das Gelingen des ganzen Streits in Getaufte Möbel tönnen drei Monat tostenfret Frage stellten, sondern auch die weitere Eristenz ihrer Kollegen gefährdeten lagern und eigene Gespanne werden durch mit vollem Recht ihre Handlungsweise verurtheilt werden mußte, daß dieselben in unserer Organisation feinen Blaz mehr haben können und ihr daraufhin erfolgter Ausschluß aus derselben prinzipiell und taktisch richtig war. transportirt und aufgestellt. 4288 L* ardinenGardin Reste ausreichend zu 2-4 Fenstern, spottbillig. Einen Posten Portièren Jm Weiteren beschäftigte sich wiederum der Ausschuß der GewerkschaftsKommission auf Anregung des Delegirten der Brauer mit dieser Angelegenheit und kam derselbe nach mehrmaliger gründlicher Untersuchung zu folgendem Schiedsspruch: " Es ist als ein Ferthum der im Münchener Brauhaus beschäftigten Arbeiter zu bezeichnen, wenn sie diesen Betrieb nicht als einen tapitalistischen wie jeden anderen derartigen betrachten und in bezug auf die Ein- und Ausstellung der Arbeiter glauben, daß hier andere Verhältnisse playgreifen als in anderen derartigen Betrieben. Der Ausschuß erkennt fonfequenterweise dem Direktor Arendt das Recht zu, nach den geschehenen Vorkommnissen die Brauer Tröger, Dippes, Kreuzer und Martick zu entlassen, ohne daß der Ausschuß darin einen gegen die Organisation der Brauer geführten Schlag erblickt. Der Ausschuß steht dessen ungeachtet nicht auf dem Standpunkt, daß die vier Entlaffenen zu recht entlassen seien, tann aber auch andererseits eine Maßregelung nicht darin erblicken. Die Ursache der unter den im Münchener Brauhaus beschäftigten Brauern ausgebrochenen Mißhelligkeiten ist zurückzuführen auf den im November vorigen Jahres ausgebrochenen Streif. Nach dem damals vom Stadtverordneten Wilfe abgegebenen Schiedsspruch konnten die sich nicht am Streit betheiligenden Brauer der Meinung sein, daß sie sich durch ihre Nichttheilnahme am Streit feines Verstoßes gegen ihre Organisation schuldig machten, infolge deffen auch der Ausschluß derselben aus der Organisation als ein taftischer Fehler zu betrachten ist. Des Weiteren mißbilligt der Ausschuß, daß Dir. Arendt bei ihm beschäftigte Brauer mit beleidigenden isdrücken belegt und auch seinerseits dazu beiträgt, daß das gute Einvernehmen zwischen ihm und seinen Arbeitern gestört wird. Der Ausschuß hält eine Verständigung im beiderseitigen Interesse für dringend geboten und empfiehlt dem Dir. Arendt, die Einstellung der ausstehenden Brauer nach Möglichkeit zu bewirken. Zu diesem Schiedsspruch möchten wir nur bemerken, daß es für uns ein bischen sehr fomisch flingt, wenn behauptet wird, die im Münchener Brauhaus beschäftigten Arbeiter betrachten genannten Betrieb nicht als einen tapitalistischen. Ueber den Werth und die Richtigkeit der in vorstehendem Schiedsspruch niedergeschriebenen Meinungen mögen sich die Genossen nach Lesen und Prüfen vor- und nachstehender Thatsachen ein Urtheil bilden. Doch selbst das in diesem Schiedsspruch enthaltene Bittgesuch an Herrn Arendt, welches man nach dem gekennzeichneten Benehmen dieses Herrn durchaus als ein solches bezeichnen muß, ignorirt derselbe nicht nur vollständig, sondern befolgt das ftritte Gegentheil. Der Ausschuß empfiehlt" Direktor Arendt im beiderseitigen Interesse nach Möglichkeit" die Einstellung der ausstehenden Brauer zu be= Diesen Ausschluß benutzte Herr Arendt nun ebenfalls als Mittel zum wirken und Dir. Arendt seht seine Maßregelungen fort. Ein organiZweck des Vorgehens gegen unsere Organisation. Es erschien nämlich zu firter Kollege, der sich am ersten Streit betheiligt hat, dann krant wurde und gleicher Zeit in der Brauer- Zeitung" ein Artikel, der sich mit den Vorgängen fich am 18. März gesund und zur Arbeit meldete, wurde von Dir. Arendt im Münchener Brauhause und mit den Arbeitern im Münchener Brauhause, persönlich, ohne jeden Grund und, wie gewöhnlich mit der Androhung von welche troß ihrer gegebenen Unterschrift weiter arbeiteten, beschäftigte. Es ist Prügeln entlassen. Die Entlassung des Betreffenden rechtfertigt Dir. Arendt durch nun bewiesene Thatsache, daß Herr Arendt nicht nur die neun Ausgeschlossenen die schmutzigsten Gerüchte, die er über denselben verbreitet und ihn damit nicht aufforderte, unsere Organisation in der Person des Verbandsvorsitzenden und nur in seiner persönlichen Ehre vor der Deffentlichkeit herabsetzt, sondern auch Redakteurs wegen Beleidigung und auf Herausgabe der Beiträge zu verklagen in seinem weiteren Fortkommen schädigt. Diesen Gerüchten hat Gen. Millarg im ersten Fall ist auch die Berurtheilung des Redakteurs erfolgt sondern in der öffentlichen Versammlung der Gewerkschafskommission am 13. März Herr Arendt hat auch nach seiner eigenen Aussage das Geld zur Klage weitere Verbreitung gegeben. Herrn Arendt wird Gelegenheit gegeben werden, hergegeben. Außerdem hat Herr Arendt die Arbeiter, welche fich nicht am sich dieserhalb vor Gericht zu verantworten. Streit betheiligten, trotzdem er in bezug auf ihr Verhalten während des Streits Der Ausschuß der Gewerkschaftskommission berichtete in der Bersammlung solche Wortbrüchige als Lumpen bezeichnete, später unter seinen ,, persönlichen derselben am 13. März über das Resultat ihrer Untersuchung und empfahl Schutz gestellt und gedroht, daß jeder, der denselben in irgend einer Weise zu der Versammlung den von ihm gefällten Schiedsspruch anzunehmen. Dieser nahe trat, hinausfliege". Hiermit war den nachfolgenden Chikanirungen Antrag wurde auch, wie es in dem Bericht heißt, mit allen gegen 2 Stimmen und sogar Thätlichkeiten, welchen die organisirten Kollegen von seiten der angenommen. Diese Abstimmung erhält aber ein ganz anderes Gesicht, wenn weiter Arbeitenden und des Herrn Arendt selbst ausgesetzt waren, Thür und auch berichtet worden wäre, daß sich, und zwar ein erheblicher Theil, der AnThor geöffnet und steigerten sich dieselben bis zur Unerträglichkeit. Ende wesenden der Abstimmung enthielten und lediglich deshalb, weil, wie VerJanuar dieses Jahres erfolgte die nach unserer Meinung unrechtmäßige Ent- schiedene dieser Delegirten dem Delegirten der Brauer versicherten, daß sie von laffung zweier organisirter Kollegen aus vollständig falsch und unbegründeter den ganzen Vorgängen nicht genügend informirt seien. Es wäre auch noch Vorgänge von einem anderen Kollegen berichtet und kritisirt und dafür wurde drücklich betont, daß für die Entlassenen nur organisirte Brauer eingestellt Berlin SO., auch dieser entlassen. Die dort noch beschäftigten Organisirten versuchten nun sind resp. werden. Dem gegenüber verweisen wir auf die kurz nach dem Adalbertstr. 91, durch Rücksprache mit Herrn Arendt eine Ginigung resp. die Wiedereinstellung Schiedsspruch im Lokal- Anzeiger enthaltene Annonce, durch welche Herr Arendt Ecke Oranienstraße. der Entlassenen zu ermöglichen. Herr Arendt machte dies dadurch unmöglich, 6 Brauer suchte; ferner tonstatiren wir, daß der weitaus größte Theil der daß er die zu besagtem Zweck bei ihm vorstellig gewordenen Kollegen mit Brauer und namentlich die für die Streifenden Eingestellten nicht organisirt find. Putz- gröbsten Schimpfnamen wie Lump, Strold, hergelaufenes den Mit Vorstehendem haben wir uns bemüht, den wahren Sachverhalt der Gesindel belegte, mit Thatlichkeiten drohte und sich in gar keine Ver- Vorgänge im Münchener Brauhause larzulegen. Wir sind uns bewußt, in handlung einließ. diefer Angelegenheit völlig forreft gehandelt zu haben und hoffen wir, daß ein Aus alle diesem und aus der Aeußerung des Herrn Arendt, daß er jeder Parteigenosse nach Vorstehendem zu der Meinung kommen wird, daß jetzt den Kampf beginne und es abzuwarten sei, wer den kürzeren ziehe" zul, wir im Recht sind". 3 Meter lang 1,40. Wollatlas- Steppdecken in den schönsten Mustern 5,75. Einen Poften Teppiche zu außergewöhnl. billigen Preisen. 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Eine Cigarre; abweichend von der echten Manilla ist sie von der außerordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten Zuver: Sigarre, die man dann raucht, wenn keine andere schmeckt. lässigkeit im Brande und von föstlichem Aroma.- Insbesondere Ihres entzückenden Aromas und Geschmacks wegen, unterstützt ist diese Cigarre auch Skatspielern zu empfehlen, da sie erstlich durch die außerordentliche Milde, reizt diese Cigarre zum Inhaliren, d. h. den Rauch zu schlucken. Früher verkaufte ich sehr sparsam- und von außerordentlich zuverlässigem Brande ist. diefelbe um 20 pCt. theurer, obgleich die jetzige im Geschmack Neue Marke Hollandia, ca. 11 cm Ig., tadelloser Brand, milde, ange- die ehemalige weitaus überragt. pr. 100 Std..Mk. 5,25. Mk. 3,50. Neue Marke Caesar Regalia, ca. 13 cm. Ig., 5 cm. Umfg. Gine nehpaste Promenaden- Cigarre, per 100 Std. Neue Marke Universal, ca. 11 cm Ig., 5 cm Umfg., Salon- u. Prome- Brasil- Cigarre, worin sich milde Würze und feinstes Aroma paart. naden- Cigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und Ge Diesen Tabak habe ich nicht weiter zu empfehlen nöthig.( Geschmack. Steigert den Genuß, je mehr man davon raucht. wicht pr. 1000 Stcf. ca. 20 Pfd.) Trotz der kolossalen Größe Mk. 3,75.( in Papier verpackt) pr. 100 Std. Mk. 5,00. per 100 Std. Neue Marke Extra Specialität, ca 11 em Ig., 5 cm Umfg., Torpedo- Neue Marke Raphaëli 3, Bockfaçon, ca. 10 cm. Ig., 5% cm. Umfg. Aus feinstem Vorftenlanden u. Bahia- Felix zusammengesett, habe Façon, aus den edelsten St. Felix- und Ostindischen Tabaten hergestellt, ist diese Cigarre eine entzückende Nippsache sowohl ich die Gig. mit meinem Namen bezeichnet, weil ich in dieser in Ausführung wie im Geschmack. pr. 100 Std.. Mk. 4,00. Mischung das Allerbeste zu liefern glaube. Bei voller Würze • • burch die wohlgelungene Labatcompoſition jene Schärfe, bie werden. pr. 100 Єtd. 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Neue Marke Calderon, Havana, Handarb.( Metzsche Presse) ca. 10 cm lg., 5 cm Umfg., Decke Havana- Blätter- Auslese, feinste La Cruz des Almas- u. Havana- Einl., wird diese Eig. sowohl in Bezug auf ihre ideale Form, wie Brand und Geschmack bei jedem Kenner den Gipfel des Wohlgeschmacks hervorrufen, außerordentlich milder Gefchmack; sie parfumirt jeden Salon und ist besonders nach jedem Diner zu empfehlen. Bei letterer Marke, welche aus einer aufgelösten Sig. Fabrik herrührt, geht bei der Calculation Mk. 9,-. 33% pCt. verloren. pr. 100 Std. Neue Marke Lopez de Vega, imposantes Regalia- Bockfaçon, ca. 12 cm Ig., ca. 5% Umfg., Havana- Einlage, zarteste Delt MaatschappiDecke. Diese Cigarre wurde am hiesigen Plage mit Mt. 250, pr. Mille verkauft; diefelbe offerire ich, so lange das beschränkte Quantum reicht, in Kisten à 50 Stc., per 100 Stck. zu Mk. 10,-, und darf wohl deshalb jede weitere Anpreisung ersparen. Jacques Raphaëli, Berlin, jetzt spandauer Brücke No. 2. 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Am Ostermontag wird den Vorsitzenden des Schwurgerichts am Landgericht II, Land- den Hetzereien des" Blättchens", das nur darauf ausgehe, die nachmittags die Grillparzer'sche Tragödie Des Meeres und der in den Staatsanstalten verächtlich zu gerichtsdirektor Renckhof, in interessanter Weise unterschieden. und beantragte schließlich wegen Vergehens gegen den§ 131 Dfterfeiertage wird nachmittags König Lear aufgeführt, abends Zustände machen Liebe Wellen wiederholt, abends Der Meineidbauer. Am dritten Nicht selten werden von den Geschworenen die Verdikte in einer Nicht selten werden von den Geschworenen die Verdikte in einer für Laien und Juristen gleich unverständlichen Weise nur des des Strafgesetzbuchs( wissentliche Verbreitung erdichteter That- zum 50. Male Wildenbruch's König Heinrich. balb abgegeben, weil es dem Laien schlechterdings unmöglich ist, fachen zwecks Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen) sowie 9. April, geht zum 1. Male Hugo Lubliner's Lustspiel Die Frau sich durch den Wuft von Worten und Begriffen in den Schuld- bung 3 wegen Vergehens gegen die Beleidigungs- und Verleum ohne Geist in Szene. Der Spielplan des Neuen Theaters fragen hindurchzufinden. So auch gestern. Der Vorsitzende meinte" ngs paragraphen sieben Monat Gefängniß. Der Vertheidiger in der Osterwoche ist: Sonntag: Winterschlaf, vorher: Ihre sehr richtig: Ja meine Herren, wenn Sie diese Frage einmal Referendar Schmidt beantragte Freisprechung, weil nur das erste Liebe, nachmittags: Der Herr Direktor; Montag: Winter lesen, dann werden Sie sie nicht verstehen, und wenn Sie sie System der Zwangsjacke vom Angeklagten angegriffen sei. Vom schlaf, Ihre erste Liebe; Dienstag: Fernande; Mittwoch und zweimal gelesen haben, dann verstehen Sie sie erst recht nicht. Ein Bergehen gegen§ 131 habe nicht vorgelegen, ebenso wenig Sonnabend: Erster Sonnenthal- Abend: Nathan der Weise; Gerichtshose wurde auf zwei Monate Gefängniß erkannt. Donnerstag: Winterschlaf, Ihre erste Liebe; Freitag: Geſchloſſen; Ist der Angeklagte schuldig, zu Berlin, den Entschluß, in der ein Vergehen gegen den Verleumdungsparagraphen des Straf: Sonntag: Nathan der Weise, mit Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvortheil zu ver Herrn Sonnenthal schaffen, das Vermögen eines anderen, nämlich des X., dadurch gesetzbuchs. Dagegen sei der Angeklagte der Beleidigung auf als Gast; Montag: Der Hüttenbefizer mit Herrn Sonnenthal zu beschädigen, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch grund der§§ 185 und 186 des Strafgesetzbuchs schuldig zu als Gast. An beiden Osterfeiertagen finden NachmittagsvorEntstellung oder Unterdrückung wahrer Thatsachen einen Frrthum sprechen gewesen. stellungen von Winterschlaf statt. Im Theater Unter erregte, durch Handlungen, welche einen Anfang der Aus- Ein aktiver Schuhmann wegen Kuppelei verurtheilt. den Linden geht Sonnabend, 4. April, Offenbach's dreiaktige führung des beabsichtigten aber nicht zur Vollendung gekommenen Vor dem Landgericht I in Hamburg standen am Donnerstag der Operette Madame Herzog zum ersten Male in Szene. Vergehens enthalten, bethätigt zu haben?" Auf Deutsch heißt 43 jährige Schußmann Joseph Karl Brückner und dessen Ehe- Die Inszenirung leitet Direktor Fritsche, den musikalischen Theil das einfach: Hat sich eines versuchten Betruges frau Jenny Elvira Brückner unter der Anklage der Ruppelei. Kapellmeister Federmann.- Im Friedrich Wilhelmstädtis schuldig gemacht? Da fragt man sich unwillkürlich, warum denn Wie die Verhandlung ergab, hat der famose Sittenwächter sein schen Theater geht die Keller- Herrmannsche Ausstattungsdie Schuldfrage nicht gleich auf Deutsch" gestellt wird. Dies schandbares Nebengewerbe mindestens seit dem Sommer 1893 fomödie Der Hungerleider in den nächsten Tagen zum 75. Male ist indeß nach§ 293 St.-P.-D. nicht möglich; denn hiernach muß getrieben, bis demselben im November 1895 endlich ein Ziel in Szene. Im National Theater wird heute Abend das die Schuldfrage die dem Angeklagten zur Last gelegte That nach gesetzt wurde. Das saubere Ehepaar hatte stets eine Schauspiel Jnczo, der Wendenfürst wiederholt; Nachmittags wird ihren gesetzlichen Merkmalen und unter Hervorhebung der zu ganze Anzahl Frauenzimmer bei sich in Logis, die zum ersten Mal Der Glücksdieb, Schauspiel in 4 Akten von ihrer Unterscheidung erforderlichen Umstände bezeichnen, d. h. die fich allabendlich von der Straße und von den Schlaf Karl Schneidt, gegeben. Am Montag gelangt Maria Stuart zur Frage darf nicht, deutsch", sondern muß juristisch gestellt werden." und Heuerbaasen Seeleute holten, mit diesen in der Aufführung. Im Schiller Theater kommt heute, Das ginge noch an. Der Unterschied zwischen flarem Recht Brückner' schen Küche und im Beisein der Eheleute Brückner Sonntag, Nachmittag Onkel Bräfig zur Aufführung; abends geht und Juristenrecht seht die Welt aber bekanntlich noch weit ineipten und sie dann unter Vorwissen und Billigung derselben Romeo und Julia mit Fräulein Pauly und Herrn Bach in mehr in Erstaunen, als der Unterschied zwischen Klarem Deutsch mit sich auf ihr Bimmer nahmen. Die Mädchen mußten ver- Szene. Montag und Dienstag finden noch zwei Wiederholungen und Juristendeutsch. hältnißmäßig sehr hohe Miethe zahlen, und so hatten die des Wolzogen- Schumann'schen Lustspiels Die Kinder der Exzellenz Brückner's, die ja auch eine förmliche Schantwirthschaft statt, Mittwoch wird Paul Langenscheidt's Schauspiel Halder betrieben, schmutziges Handwerk. Völlig unverständlich ist es nur, wie sie Sonnabend wiederholt. Im Bürgerfaale des Rathhauses findet ein nicht unerhebliches Einkommen durch ihr und Sohn zum ersten Male gegeben und am Donnerstag und dasselbe über zwei Jahre so flott betreiben konnten, während Sonntag Fritz Reuter Abend statt. Den einleitenden Vortrag doch schon im Jahre 1893 die Sitte" ein Auge auf die Ein- hält Eugen Babel. Zur Vorlesung gelangen außer aus Hanne Nüte. logirerinnen der Brückner's geworfen hatte. Die Ehefrau B. Anzahl von Läuschen und Riemels von Pastor und Abschied hat sich den Mädchen gegenüber mehrfach gerühmt, sie Abschied den Eltern, Der Former Thomas Kneebs aus Nebraska ist bekannt- würden nicht von der„ Sitte" überrascht, weil ihr Mann und aus ut mine Stromtid: Bräfig in de Kaltwasserkur. lich vom Landgericht Berlin I. am 14. Januar 1896 wegen Befelbft Schuhmann sei.. Im November v. J. erhielt Die Erstaufführung der Treptow- Jacobson'schen Gesangspose: trugs zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilt worden, weil er beim zufällig ein Beamter der Sitte" unzweifelhafte Beweise für Das flotte Berlin findet im Adolph Ernst- Theater Pferderennen mit einem falschen Traber operirt haben sollte. Die Schuld der Eheleute B. und der Ehemann wurde ge- am ersten Osterfeiertag statt. In den Hauptrollen werden die Auf die Revision des Angeklagten hob das Reichsgericht am fänglich eingezogen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Damen Anna Bäckers, Josefine Dora, Ida Schlüter, sowie die Herren Freitag das Urtheil auf und verwies die Sache an die Vor- Chemann 18 Monate Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Dir. Ernst, Julius Eyben, Hugo Hasterl, Guido Tielscher, Carl instanz zurück. Für durchschlagend wurde die Ablehnung der die Frau 6 Monate Gefängniß und 1 Jahr Ehrverlust, gegen Weiß beschäftigt sein. Im Apollo Theater geht das Vernehmung der 51 Zeugen und der Eventualanträge, sowie beide auch Bolizeiaufsicht. Das Gericht verurtheilte den Ghe- Märzprogramm am Dienstag zu Ende. Frl. Frihi Ferri tritt die unterlassene Einnahme des richterlichen Augenscheins be- mann B. zu 9, die Frau zu 6 Monaten Gefängniß und beide zu auch im nächsten Monat auf. treffend den Kontrakt, erachtet. je 2 Jahren Ehrverlust. Interessant ist, daß die geammte bürgerliche Presse von Hamburg den all to dtschweigt. Der Geburtshelfer der königlichen Familie in Eng: land, Dr. Playfair, wurde dem" Berl. Tagebl." zufolge am Freitag, vom Geschworenengericht zu London wegen nicht qualifizirbarer Verleumdung einer Patientin Mrs. Kitson zur Zahlung von zwölftausend Pfund Sterl. Sch a den ersaz an dieselbe verurtheilt. " Dom Versammlungen. einer 7 Beleidigung durch Briefadressen? Der Jugenieur R. hatte sich vor dem Schöffengericht wegen angeblicher Beleidigung des Anstreichermeisters St. zu verantworten. Er hatte die Der Graf Wilhelm von Wickenburg wurde, wie die Religionsfreiheit oder Austritt aus der Landeskirche. Adresse eines Briefes durch Weglassung des Wortes Herrn"" Bolts- Zeitung" meldet, am 26. März in Düsseldorf von Mit diesem Thema beschäftigte sich am 23. d. M. eine Verund des Prädikates„ Meister" gekürzt; das Schreiben schloß mit der Straffammer wegen Betrugs zu sechs Wochen Gefängniß fammlung, die bei Cohn in der Beuthstraße tagte. Das Referat den Worten:„ Mit Achtung". Das Gericht erkannte auf Frei- verurtheilt. Der gräfliche Betrüger stammt aus Destereich; er hatte Herr Waldet Manasse übernommen, und folgte dem sprechung. Nach den Urtheilsgründen ist niemand verpflichtet, hat ein bedeutendes Vermögen als Offizier durchgebracht, ging Bortrag allseitig rege Zustimmung. Die nächste Versammlung jemandem die Bezeichnung Herr" zu geben, ebenso wenig Mit nach Mexiko und von dort wieder nach Deutschland. 1894 heirathete findet am Montag, den 30. März, in Kliem's BoltsHochachtung" zu schreiben; in dem Weglassen des Titels Meister" er in Altona und verübte nach wie vor allerhand Betrügereien; garten statt. fand das Gericht auch keine Beleidigung. " Aus einem deutschen Zuchthause. Der im Lande der Frommen und Freien übliche Branch, Männer, die muthig öffent liche Uebelstände an das Licht ziehen, wegen Vergehens gegen die Beleidigungsparagraphen ins Gefängniß zu schicken, ist neuerdings in einem Falle bethätigt worden, der in manchen Stücken Haben die Polizeibeamten Anweisung, den Gefan lebhaft an den Brauweiler- Prozeß erinnert. Im Anschluß an genen im Polizeigewahrsam das Fell ordent den Bericht über diesen Prozeß hatte unser Parteigenoffe Gehre lich zu versohlen?" Diese Frage richtete der Stadtverin Dessau, der Redakteur des dortigen Voltsblattes" ordnete Gerischer in Luckenwalde in öffentlicher Stadtverordnetenvon der Anwendung der 3 wangsjacke im Buchthause sigung an den Bürgermeister Suchsland, der sich dadurch beleidigt zu Coswig berichtet und dies Instrument verächtlich gemacht. fühlte und Strafantrag stellte. Vom Schöffengericht wurde mission nach ihrem Ermessen alle weiteren Maßnahmen verDie Folge war eine Anklage wegen Beleidigung der dortigen Gerischer aber freigesprochen, weil er in der Wahrnehmung beStrafanstalts- Direktion und Verächtlichmachung von Staats- rechtigter Intereffen gehandelt. Die Potsdamer Strastammer einrichtungen. Vor der Strafkammer zu Dessau stand am hob aber dieses Urtheil auf und erkannte auf dreißig Mart 24. März in der Sache Termin an. Der Vorsigende meinte Geldstrafe, weil in der Form der Anfrage eine Beleidigung entzu Beginn der Verhandlung, daß in der Anstalt derartige halten gewesen sei. Zwangsmittel doch sicher nicht ohne Hinzuziehung des Anstaltsarztes angewendet würden, eine Annahme, deren Unrichtigteit sich leider im Verlaufe der Verhandlung eklaTheater. so schwindelte er einem Rentner 400 m. ab; vom Kreisgericht Die Schrifthauer hielten am 23. d. M. eine vom Ver in Feldkirch und von Düsseldorf aus wurde der Graf steckbrieflich trauensmann der Steinarbeiter Berlins einberufene öffentliche perfolgt und schließlich am 5. März in Hamburg verhaftet. Nach Versammlung ab. In derselben wurde von der in voriger VerVerbüßung seiner Strafe wird der aristokratische Betrüger nach fammlung gewählten Fünfer- Kommission der neu ausgearbeitete Feldkirch ausgeliefert. Tarif vorgelegt, der nach längerer Diskussion der wiederum sehr zahlreich erschienenen Berufsangehörigen im wesentlichen zur Annahme gelangte. Die Versammlung beschloß, den Tarif noch im Laufe dieser Woche den Unternehmern vorzulegen, 1. April um eine Rückantwort die bis spätestens den ersucht werden. Nach Eingang der Unterschriften soll die Kom anlaffen. Allgemein war in der Versammlung die Meinung vertreten, daß die Unternehmer die gesteliten Forderungen be= willigen werden, da ja die anständigen Geschäfte schon pro Buchstaben in Granit zu hauen 23 Pf. zahlen und im Tarif 25 Pf. verlangt werden. Es ist nicht anzunehmen, daß die Geschäftsinhaber wegen der fleinen Differenz sich veranlaßt fühlen werden, es zur Niederlegung der Arbeit kommen zu lassen. Als recht erfreulich darf es bezeichnet werden, daß sich wieder tant herausstellte. In der Zeugenvernehmung befundete Straf- Theater- Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, 29.: viele von den Anwesenden der Organisation der Steinarbeiter anstaltsinspektor Brandt aus Coswig, daß die Zwangsjacke Der fliegende Holländer.( Der Holländer: Herr Theodor Reich anschlossen. Im Anschluß hieran hielt Stadtverordneter Wilke in wiederholten Fällen angewendet worden wäre, z. B. am mann, t. und f. Kammersänger von der Hofoper in Wien, als einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über den Werth der 19. Juli 1893, ferner am 2. Mai 1894, sowie auch am 8. No- Gast.) Kroll's Theater. Nachmittags 3 Uhr: Bar und Organisation. vember 1895. Alsdann ward die in Coswig verwendete, von der Zimmermann. Montag, 30.: La Traviata.( Violetta: Signorina Die Stellmacher waren in Angelegenheit ihres Streits Strafanstalt Plögensee bezogene Zwangsjacke vor- Franceschina Prevosti, als Gaft.) Dienstag, 31.: Der Evangeli- am 27. d. in Noack's Festsälen in der Brunnenstraße versammelt. gelegt. Sie besteht aus dickem Leder mit vier eingelegten man. Mittwoch, 1. April: Neu einstudirt: Wilhelm Tell. Wie mich els namens der Kommission berichtete, ist der VerEisenstäben an der Stelle, an welcher die Arme anzu-( Tell: Herr Theodor Reichmann, als Gast.) Aniang 7 Uhr. lauf des Streiks nicht so günstig, wie erwartet wurde. Beschnallen sind. Jeder Arm befindet sich in einem Lederlager und Donnerstag, 2.: Deffentliche Konzertprobe zur 10. Sinfonie der dauerlicherweise haben einzelne Kollegen die Arbeit wieder aufnicht weniger als je vier Riemen dienen zur Zuschnallung der fgl. Kapelle. Anfang 712 Uhr. Freitag, 3.: Geschlossen. Sonn- genommen, ohne etwas erreicht zu haben. Es streifen zur Zeit an der Jacke selbst gerade herunter gehenden fest angenähten abend, 4.: 10. Sinfonie der tönigl. Kapelle. Anfang 7/2 Uhr. etwa 150. Redner war dessen ungeachtet der Ansicht, daß noch Lederärmel. Ver Borne ist die Jacke vollständig wie ein Sonntag, 5.: Wilhelm Tell( Tell: Herr Theodor Reichmann, als feine Ursache vorhanden sei, den Muth zu verlieren. Panzer geschlossen und wird hinten durch mehrere legte Gaſtrolle). Anfang 7 Uhr. Montag, 6.: Der Frei- schiedene Meister hätten den Wunsch verlautbaren lassen, mit Riemen zusammengeschnallt. Ihr Gewicht beträgt 10 Pfund. Schüßz. Dienstag, 7.: Oberon. Schauspielhaus: den Gesellen zu verhandeln. Auch habe der Obermeister der Beuge Inspektor Brandt sagte aus, daß durch Anlegung Sonntag, 29.: Hadasa. Kroll's Theater. Anfang 72 Uhr: Innung sich wiederum veranlaßt gesehen, eine Umfrage zu ver dieser Jacke nach seiner Meinung eine Athemnoth nicht ent- Marziß. Montag, 30.: Judith. Dienstag, 31.: Das Winter- anstalten. Wenn die noch Streikenden fest zusammenständen und die stehe. Der Vorsitzende theilte aus der Hausordnung mit, daß märchen. Mittwoch, 1. April: Hadasa.. Donnerstag, 2.: Arbeitenden sie thatkräftig unterstüßen werden, so wäre wohl die Jacke nicht nur als Bändigungsmittel für Tobende, Geschlossen. Freitag, 3.: Geschlossen. Sonnabend, 4.: Ge- noch etwas zu erreichen. Diese Meinung wurde in der folgenden sondern auch als Disziplinarstrafmittel verwendet schlossen. Sonntag, 5.: Faust. Anfang 7 Uhr. Kroll's Theater. Diskussion durchweg gleichfalls zum Ausdruck gebracht und war werden dürfe. Interessant war noch aus der Aussage des Zeugen, Anfang 72 Uhr. Die trante Zeit. Montag, 6.: Doktor Klaus. feine Neigung zum Nachgeben vorhanden, um so weniger, als daß seit etwa 8 Wochen( also ungefähr seitdem der Kroll's Theater. Aniang 72 Uhr: Vasantasena. Dienstag, 7.: die Meister der Arbeitskräfte dringend benöthigen. Die VerArtikel erschienen ist, bemerkte der Herr Vorsitzende Die Jungfrau Don Orleans. Der Spielplan des sammelten beschlossen denn auch einstimmig, den Streit uns dazwischen) der Oberbehörde über die Anwendung der Deutschen Theaters weist für diese Woche folgende verändert fortzusehen und erwartet die Versammlung, daß die Zwangsjacke in in jedem Falle Mittheilung ge- Borstellungen auf: Sonntag Nachmittag: Die Weber, abends: jenigen, welche in Werkstätten arbeiten, wo nichts bewilligt macht werden müsse!!! Der Inspektor Brandt mußte Der Meister von Palmyra mit Frau Sorma und Herrn worden ist, die Arbeit niederlegen. Die nächste Versammlung auf eingehendes Befragen ferner zugestehen, daß die Vollstreckung Kainz, Montag: König Richard III. mit Herrn Stainz, findet am Sonntag Vormittag in demselben Lokale statt. der Zwangsjackenstrafe nicht immer in seiner Anwesenheit Dienstag: Die Mütter, Mittwoch: Don Carlos mit Herrn Kainz, Die Platdeputirten der Zimmerer nahmen am Freitag erfolge, daß er dieselbe vielmehr oft den Oberbeamten überlassen Donnerstag: Liebelei und Der zerbrochene Krug, Charfreitag in einer gut besuchten Versammlung folgende Resolution an: müsse. Er oder seine Oberbeamten verordneten die Zwangs geschlossen, Sonnabend: Die Weber, nächstfolgenden Sonntag 1. Gegenüber dem vielfachen Verlangen der Unternehmer, jacke nur zur Sicherung der Sträflinge selbst sowie der Nachmittag: Der Kaufmann von Venedig mit Hrn. Reicher als Sonntags-, Ueberstunden- und Nachtarbeit zu verrichten, bleiben Beamten. Seiner Erfahrung gemäß fämen die Leute bald von Shylock, abends: Der Meister von Palmyra. Im Lessing wir vor wie nach auf den Beschlüssen unserer vorhergehenden selbst und bäten um Ablegung der Zwangsjacke, indem sie Theater wird Paul Lindau's Schauspiel Die Erste mit Versammlungen bestehen und vermeiden jede Sonntags-, Ueberfich fügen und artig sein wollten. Sowie sie dies erklärten, Frl. Pospischil als Gast heute Sonntag, Montag, Dienstag und stunden- und Nachtarbeit. Sollten die Unternehmer dennoch würden sie auch befreit. Gesundheitliche Nachtheile habe er Donnerstag gegeben. Mittwoch wird Frl. Groß nach ihrem dabei beharren, so ist sofort die Arbeit niederzulegen. nicht bemerkt. Wenigstens habe sich niemand beim Arzt gemeldet. Gastspiel in Petersburg zum ersten Mal wieder in Comtesse 2. Unsere Beschlüsse über die Sammlungen zum Agitations. Der ferner als Zeuge vernommene Sanitätsrath Dr. Tölpe Guckerl auftreten. Sonnabend findet die erste Aufführung von und Unterstützungsfonds bleiben bis zu der nächsten sagt aus, daß er seit 1874 Anstaltsarzt wäre und niemals Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel statt mit Versammlung bestehen. 3. Die Geschäfte, die nicht be= bei der Strafvollstreckung selber zugegen ge- Herrn Mitterwurzer als Freiherr von Röcknig. Die Novität willigt haben, sind unter allen Umständen zu meiden; wesen sei(!!!). Was die Zwangsjacke anbetreffe, so habe wird an allen drei Osterfeiertagen wiederholt. Als Nach- keiner darf sich durch Versprechungen von seiten der Unternehmer er deren Anwendung nur einmal(!!!) beigewohnt. Er sei mittags Vorstellung gelangt am heutigen Sonntag Der Pfarrer bethören lassen, da die Berliner Zimmerer gewillt sind, unter überzeugt, daß dieselbe ganz gefahrlos wäre. Die Zwangs- von Kirchfeld, am Ostersonntag Die Großstadtluft und ihren Arbeitsgenossen strenge Kontrolle zu üben. 4. Die Sammeljacke wurde dann einem als Zeugen im Gerichtssaale anwesenden am Oftermontag Comtesse Guckerl zur Aufführung.listen, welche mit dem Stempel der Gewerkschaftskommission ver Buchthäusler angelegt. Dies ging sehr gemächlich und dauerte Im Berliner Theater geht Sonntag Nachmittag zum sehen sind, müssen sofort an unser Bureau, Neue Friedrichstr. 44, neun Minuten. Der Vertheidiger erhob Einspruch da 25. Male Anzengruber's Pfarrer von Kirchfeld in Szene, abgeliefert werden. 5. Alle Unregelmäßigkeiten sind sofort der gegen, daß ein solches Experiment als Beweis für abends zum 45. Male König Heinrich. Die Wildenbruch'sche Lohnkommission mitzutheilen. Die Harmlosigkeit der Zwangsmittel gelten solle. Als Tragödie wird ferner wiederholt am Montag, Mittwoch und etter Zeuge wurde vernommen Oberauffeher Meyer, Donnerstag. Dienstag wird Anzengruber's Volksstück Der Meineidwelcher die Vorzüge der Coswiger Anstalt, in der er mehrere hauer aufgeführt. Wegen des Charfreitags, wo das Theater ge Jahrzehnte angestellt wäre, hervorhob. Er selbst habe dem schlossen bleibt, findet die 28. Abonnements- Vorstellung mit H zu bemerken ist, daß bei den als nicht bewilligt geltenden Geschäften nur wenige Zimmerer arbeiten und die Herren Arbeitgeber trop eifrigften Bemühens teine Gesellen bekommen. Viele größere Firmen haben im Laufe dieser Woche, ohne daß es zu Arbeitsniederlegungen gekommen ist, den Stundenlohn auf GO respektive 65 Pfennige erhöht. Den Berufsgenossen tön ne man nur empfehlen, die augenblickliche günstige Konjunktur so viel wie möglich auszunüßen und stritte die gefaßten Beschlüsse zur Durchführung zu bringen. " Der Ortsverein der Maschinenbauer theilt uns in bezug auf unseren Bericht in Nr. 71 des Vorwärts" mit, daß die beiden Klempner, die als Streitbrecher bei F. A. Schulz arbeiten, nicht ihrer Vereinigung angehören, sondern dem Ortsverein deronblüthe, Beughoffir. 8, Reftaur. Behlendorf.- Gefangverein Siberte, Klempner. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender 1 Sonntag Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen Refla trant, Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen in Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Montag, abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieber. iebertafel der Maler, Annenftr. 6, bet Ehrenberg. Butun ft I, Stegliz, Ahornstr. 15a, Schelhofe's Gambrinus.- Arbeiter- Gesango. Borwärts III. Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bei Karl Echulz. Lieder= wetg, Wattmannsluft, Berlinerstraße bet Berbe. Siebesfrethett II, Glockenrein( gem. Chor), Strausberg, Rosenstraße 1 bet Brammbach. schönhauser Allee 46 bet Söhne.- Arbeiter- Gefangverein der Enterbten winemünderftr. 40.- Soffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelstr. 39. Wrangelfir, 84 bei Redanz. Männerchor Sangestuft II, Bajewalterfiraße 3 bei Ad. Neumann Sarmonie 2, Weinstraße 11, Restaurant lingmülle r'fches Doppelquartett, Neu- Weißensee, Langhansstr. bei w. Busch. Junge Eiche, Reinickendorf, Schwedenstr. 18 bei Hartmann. Solidarität, Oranienftr. 109 b. Greifer. Freya 2( gem. Chor), Urbanstr. 51 b. Wulle. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad am Dämeritsee. Gesangverein Edelweiß 4, Rummelsburg, Kant- und Göthestraßen- Ede b. Mertens.- Gefangy. der Metallarbeiter Often" Blumenfir. 46 bet Tomaschat. Dorfglöcklein, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstr. 40, Klingenberg's Boltsgarten". Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Suschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Sonntag: richten an hermann Jahn, Schönhauser Allee Nr. 177c. In Rigdorf befchloß am 26. d. M. eine Kommunalwähler- Feind. Ginigkeit 3, Groß- Lichterfelde, Amalienſtr. bei G. Senger. Versammlung für die Nachwahl den Genossen RuII aufzustellen. Ferner wurde in bezug auf die Maifeier bestimmt, daß dem Vertrauensmann das Arrangement überlassen bleibt. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag tein Unterricht. Die Leseräume find von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Unterricht am Montag: Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Nationalökonomie. Beginn abends 9 uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume Wörtherstraße 45, bet F. Taren. Theater- und Vergnügungsverein Weiße Rose jeden Montag 9 Uhr( Gigung bet Pommer, Reichenberger straße 19. Privat- Theaterverein Freiheits- Hoffnung- jeden Gonn tag 5 Uhr nachmittags Sigung mit Damen bet Schmidt, Lychenerfir. 2/3, nachher Rauchtlub Brüderlichkeit jeben Montag bis 11 ühr Fidelitas. bet Herrn Pauts, Schlesischestr. 38.- Rauchtlub Pfeifentopf, Sigung 9 Uhr bet Wolff, Friedrichsbergerfir. 24. Gäste willkommen.- Arbeiter- Stenographie Verein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8% Uhr bei Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Freiheits hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bet Baumann, Lychnerfir. 2-3.- klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nach mittags an Gigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Riefelhahn, Dresdenerstr. 68. Vergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag von 5-6 Uhr nachm. Sigung. Nachdem Fidelitas im Reft. Zum Kulmbacherhof", Gr. Frankfurterftr. 42. Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr, Gigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9.Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57.- Lustige Stat Brüder, jeden Montag von 9-12 Turnverein Fichte. Jed. Gonntag v. s uhr Uhr, bei Boschel, Barnimfir. 13. an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bei Afche. Ber gnügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue Roßstr. 3: Sigung und Tanz. Gäfte sehr willtommen. Jugend- Athletens flub Junge Kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bet Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, Fickert, Stallschreiberstr. 19. Märtischer Hof. Stattlub Vorwärts, Gartenstr. 61 bet Rathsack. Kraft- und Abtheilung 8%-10% Uhr im Restaurant Landhaus", Briz. Artistenflub Jugendkraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, bei Schauder, Stargarderstr. 18. Gäste willtommen. 1 find zur Benugung der Bibliothet und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials Geselliger Berein Ingwelde, Oranienstr. 55 bei Hobect, nachm. 4-7 Uhr. Freie Turnerschaft Ntr dorf- Briz. Montag und Donnerstag 2. Männerschon von 8 Uhr an geöffnet. Lefetlub Karl Marx, bei Grube, Mariendorferfir. 5. Borträge, BorTefungen. Gäste willfommien. Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 30. März, abends 9 Uhr, Beuthstraße Nr. 20 bet Cohn: Bortrag des Herrn Dr. med. Christeller. Nachdem praktische Uebungen. Vergnügungsverein Suftige Seelen". Sonntag, den 29. März, bei Th. Boly, Alte Jakobftr. 75( Gartenfaal): Gesellschafts- Abend. Anfang 6 Uhr. Entree frei. Berliner Branken- Unterstützungs- und Begräbnißverein für Frauen und Mädchen. Sonntag, den 29. März, nachmittags puntt 4 Uhr, in Gohn's tleinem Saal, Beuthstr. 22, 1 Tr.: Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. med. Paul Bernstein über Frauenfrankheiten. 2. Distussion. Zu diesem Bortrage haben nur Damen Zutritt. Im Anschluß hieran: Außerordentliche General Bersammlung. Tagesordnung: StatutenMenderung. Grösste Auswahl. Billige Preise. Filiale im Norden Brunnenste. 182. Roh- Tabak Emil Berstorff. Filiale im Osten: Koppenstr.9 3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Garant. flotten u. sicheren Brand. Roh- Labat. Große Auswahl bei billigsten Preisen. 4683L* F. Leopold Nachf. Blecken& Cron Pallisadenstr. 27. Rohtabak zu billigsten Preisen. 41112* MariannenRob. Kessler, Sr. 37. Roh- Tabak ( sehr preisw. Sumatra's) Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. Roh- Tabak. 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Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Beretuskalender sind zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Steller. Montag, abends von 9-11 Uhr: Klub Abend und Aufnahme neuer Mitglieder. Morgenroth, Landsberger Allee 44 bet Rohland. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner Dilettanten Bühne Rheingold II. Jeden Sonntag 5 Uhr im Saale des Theater- und Hrn. Fernando Küter, intenstr. 96: Sigung. Fidelitas. Bergnügungsverein Troilus, jed.Sonntag nachm. 5 Uhr im Restaur. E. Seft, Krause. 233 Beitragsmarken müssen vor der Heirath BergnügungsBrunnenstr. 155, Sigung mit Damen. Nachdem Fidelitas. verein Fro biinn, abends, Brückenstr. 7( Spreeterrasse). Montag: Brivat- geklebt sein, dann muß der Antrag auf Rückzahlung innerhalb 3 Monaten nach Heirathsschluß gestellt sein. Ihrer Frau steht Theatergesellschaft atur abends 49 Uhr bei Specht, Martgrafenftr. 83. Rigdorf Brivat- Theatergesellschaft Immer lustig i. Sonntag abends 5 Uhr, b. Ruhl also kein Recht auf Rückforderung der Hälfte zu. Andree, Chorinerftr. 63: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft 100. In der Abgabe der unrichtigen Erklärung fanu Minerva. Alle Montag Zusammenfunft Maibach- Ufer 3 bei Schioct. Kölner Genoffe. Ja. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Gizung jeden Betrug gefunden werden. Geschäfts- Hause Unsere Angestellten find angewiesen, sich über Beschaffenheit u. Ursprung d. Waaren streng wahrheitsgemäß zu äußern. Baer Sohn Wilhelmstädtischen Theater. 24 a Chausséestrasse 24a, zwischen Invalidenstraße u. Friedrich11. Brückenstrasse 11, mit 10 Schaufenstern. Ecke Rungestraße, 16. Grosse Frankfurterstrasse 16, frägüber d. NationalTheater. Alle Frühjahrs- Neuheiten in Herren- u. Knaben- Bekleidung find eingetroffen. Unsere Auswahl ist eine so enorme, wie nie zuvor und dürfte wohl die reichhaltigste sein, welche je geboten ist. Allererste Fabrikhäuser haben uns ihre besten, edelsten Erzeugnisse geliefert, und infolge der kolossalen Abschlüsse Preise ermöglicht, daß wir jedem Wettbewerbe überlegen find. Unsere eigene Fabrikation ist mit Rücksicht auf den vergrößerten Umsatz verdoppelt worden und können wir uns mit Recht in die erste Reihe deutscher Bekleidungs- Fabrikanten stellen. Heute, Sonntag, den 29. März, sind unsere 3 Magazine bis Nachmittag 6 Uhr geöffnet. Herren- u.KnabenBekleidung Roh- Tabak J. Fränkel, Berlin C., Klosterstrasse No. 72. anerkannt beste Einkaufsquelle bei 4365L* Rohtabat Karl Roland, Mariannenir. 23. Billigste und bequemste Dampferfahrt nach der Oberspree. Von Sonntag, den 29. März, ab geben unsere neuen, hochelegant gebauten und mit Schutzzelten versehenen großen Salon- Dampfer( zirka 600 Personen fassend) in regelmäßigen Extrafahrten bis auf weiteres jeden Sonn- und Feiertag von früh 8 Uhr ab nach den an Wald und Wasser herrlich gelegenen Restaurants: Brauerei Borussia, Kyffhäuser u. Neptunshain. Abfahrt: Stralauerstr. 57( Miegel's Restaurant). Vom 1. Mai ab befindet sich unsere Abfahrtsstelle an der Waisenbrücke am Köllnischen Park( Anlegestelle des Magistrats). Eingang von der Jannowizbrücke durch Restaurant Spreeterrasse und von der Waisenbrücke.( Nicht zu verwechseln mit der Motorbootsgesellschaft.) Fahrpreise Berlin- Borussia oder umgekehrt 15 Pf., Sonntags 20 Pf.. Berlin- Kyffhäuser Berlin- Neptunshain od. 20 25 " " " " " 25 30 " An die geehrten Vereine und Gesellschaften werden unsere 42 Salon- Dampfer jeder Größe unter toulantesten Bedingungen vergeben. Oberspree- Dampfschifffahrts- Gesellschaft. Tismer& Co. Fernsprech- Amt: Nieder- Schönweide Nr. 14. Alle Preise find in Zahlen an d. Waaren angegeben. gegründet 1891 Unfere Angestellten sind angewiesen, sich über Beschaffenheit u. Ursprung b. Waaren streng wahrheitsgemäß zu äußern. Mehl- Handlung von H. Bartsch, Hauptgeschäft: Mauteuffelstr. 89, 1 2. Geschäft: Markthalle Eisenbahn- u. Pücklerstraße, Stand Nr. 213/214, 3. Geschäft: Markthalle Buckowerstraße n. Luisen Ufer, Stand Nr. 229. = Bum bevorstehenden Osterfeste offerire ich: Bestes Weizenmehl 00 Wiener Mehl a. d. renom. ung. Mühl. Sultana I, extrafein II, feinfein " III, fein " 1 Pfd. 18 Pf., 5 Pfd. 0,60, 1/16 3tr. 0,75. 2353528 Kaiserauszug aus Weizenmehl 15 • • n " " Kaiserauszug, rein 16 0,70, 0,75, 0,88. " " " " 19 0,90, 0,95. 1,13. " " " 45 2,20. " " 1,70. # " 30 1,45. " " 1,70. " 30 1,45. n " 1,20. " " . 21 1,00" 80 4,90. " 3,90. 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März, abends 8 1hr, im ,, Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstraße Nr. 16: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Auflösung unseres Verbandes und wie organisiren wir uns in Zukunft? 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. 98/13 Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist unbedingt nothwendig. Der Einberufer: Friedr. Jungnickel, Wienerstr. 11. Ruderverein„ Vorwärts". Berlin. Aufruf! Beim Beginn der besseren Jahreszeit laden wir wieder alle Freunde einer wirklich gesunden Körperübung in freier Natur( die ja gerade dem in dumpfen Fabrikräumen dahinfiechenden Proletariat so noth thut) ein, unferem Verein beizutreten. Derselbe bezweckt, speziell den arbeitenden Klassen das Rudern zu ermöglichen, und sind in Rücksicht hierauf die Beiträge möglichst niedrig bemessen, wie auch der Verein über eine genügende Anzahl von Booten verfügt. 598b Der Verein nimmt Herren wie Damen auf und hält seine Sihungen jeden Donnerstag, abends 9 Uhr im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72, ab. Donnerstag, den 2. April, abends 9 Uhr, Vortrag über„ Das Rudern". Gäste willkommen. Der Vorstand. Achtung! Montag, den 6. April 1896 ( 2. Osterfeiertag): Brauerei Borussia. Otto Hewald, Nieder- Schönweide a. d. Oberspree, hinter der Ausstellung Treptow. Görlizer und Stadtbahn. Dampferstation. Schönster Garten am Wasser. Jeden Sonntag u. Mittwoch Grosser Ball. Kegelbahn. Ausspannung. Vom 1. Mai ab Sonntag und Mittwoch Concert. Gustav Busack, Defonom. Wo speisen Sie? Pommersche Küche Oranienstr. 181. Mittag mit Bier 50 Pf. Gr. Auswahl. Abendessen von 30 Pf. an. Achtung! Sonnab. u. Sonntag: Musik. Unterhalt. Große Matinee Matinee Bum Umzuge in Schnegelsberg's Festsälen, Hafenhaide 21( de der Jahnarrangirt vom ftraße) 67/6 Gesangverein Kreuzberger Harmonie( M. d. A.-S.-B.) Dirigent: V. Dillenberger. offerire zu noch nie dagewesenen billigen Preisen Teppiche, Gardinen, Portièren, Steppdecken, Sophastoffe. Berlin, Billets à 20 Pf. für die Mitglieder und deren Bekannte und Freunde Th. Mauerhoff, Neue Roßstr. 12. sind zu haben bei Bofermann, Schleiermacherstr. 9 v. i. K., Ghling, Urbanstraße 86 v. 1 Tr. und Hafering, Mittenwalderstr. 7 v. 3 Tr. bei Kukol. Um zahlreichen Besuch bittet Heute, 6 Uhr abends, Das Komitee. in Keller's Feftfälen, Koppenstraße Nr. 29: I. grosse volksthümliche Soirée von Paul Friedrichs unter Mitwirkung bedeutender Solokräfte. Hoffmannfianos neukreuzs., Eisenbau, mit größt. Tonfülle, in schwarz od. Nußb., lief. 3. Fabrifpr. unt. 10jähr.Gas rantie, gegen Theilz.mti. Mr. 20 ohne Preiserh., nach auswärts frt., Probe( Referenzen u. Ratal. gratis) Jerusalemerstr.14, Berlin. Ein Theil des Reinertrages wird den hilfsbedürftigen Familien der Zurückgesetzte( wenig fehlerhafte Textilarbeiter in Rottbus überwiesen. Eintritt 25 Pf. Die Vereine werden gebeten, die nicht verkauften Billets an der Rasse dem Listenführer zurückzugeben und die abgesetzten zu bezahlen. 607b Achtung! Paul Friedrichs. Achtung! Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee.13. Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Osten). Sonntag, 5. April( 1. Osterfeiertag): Grosse Matinée arrangirt von Parteigenossen des 215/16 4. Berliner Reichtags- Wahlkreises ( Osten) Teppiche!!: Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks Versammlung für die Rosenthaler- und Schönhauser Vorstadt Montag, den 80. März, abends 81/2 Uhr, bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstatt Angelegenheiten. 4. Bers schiedenes. Es ist Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. Zentralverein der Bildhauer. Dienstag, den 31. März, abends 1/29 Uhr, Annenstrasse 16: Versammlung. Tagesordnung: Mobelleur Abend. NB. 3um Aufbewahren! Am 3. Osterfeiertage Herren Partie nach Buchhorst. Abfahrt vom Schles. Bahnhof 7 11; für Nachzügler bis 9 Uhr Treffpunkt Bahnhof Erkner. Montag, 30., abends 6 Uhr: Musikprobe, Gitschinerstr. 62, Seitenfl. 4, bei Neusch. Es fehlen noch einige Mitwirkende Guitarre 2c. Der Vorstand. Orts- Krankenkaffe des Töpfer- Gewerbes zu Berlin. Dienstag, den 7. April 1896, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung der Mitglieder( Arbeitnehmer) im Lokale des Herrn Buske, De Grenadierstrasse 33. Tages- Ordnung: 1. Ersatzwahl der Delegirten( 41 Arbeitnehmer). 2. Wünsche und Beschwerden der Mitglieder. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. 201/5 Dienstag, den 7. April 1896, vormittags 111/2 Uhr, inr Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Ordentliche General- Versammlung der Delenirken( Arbeitgeber und Arbeitnehmer). Tages- Ordnung: 1. Jahres Kassenbericht und Bericht des Prüfungs- Ausschusses pro 1895. 2. Beschlußfassung über die Liquidation des Prüfungs Ausschusses. 3. Statutenänderung§ 29, 32, 34 11. 67. 4. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Der Vorstand. Lederarbeiter! Portefeuiller! Montag, den 30. Härg, abends 82 Uhr: 604b Gr. Vereins- Versammlung bei Roll, Adalbertstr. 21. Tages- Ordnung: Vortrag. Die Kollegen der Fabriken von Paul H. speziell eingeladen. Portieren!! Bank Rudolf, S. Levy und Rudolf Diedrich werden zu dieſer Verſammlung Gardinen!! Steppdecken!!: erstaunlich billig in der Fabrit 0011 Berlin S., Oranienstr. 158. Emil Lefèvre, Prachtkatalog mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! unter Mitwirkung des Ihn'schen Gesangvereins, ber Komiter Größtes Teppichhaus Berlins, Herren Büchner und Nieke, sowie der Geschwister Gohlke. Anfang 11/2 Uhr. Billet 25 Pf. Das Komitee. Brauerei- Ausschank Stralan. ( Günstige Fahrgelegenheit mit Stadt- und Ringbahn nach allen Richtungen). Jeden Sonntag: Ball im elektrisch erleuchteten Saale. Anfang 4 Uhr. Am 1. Osterfeiertag: Gr. Concert; am 2. u. 3. Feiertag: Gr. Ball. Obae Konkurrenz! 4/10 Helles u. 4/10 Münchener Bier 15 Pf. Ohne Konkurrenz! 10 Mai. 10 Zum Ardeit Shelaf Freiwilliger Beitrag ( Eintrittskarten) Der Vorstand. Kupferschmiede! Montag, den 30. März, abenbs 82 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 655b 1. Vortrag des Genossen O. Sillier über: Die Vertheilung des Arbeitsertrages. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Kommission. 4. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller nothwendig. Der Einbernfer. Achtung! Putzer! Ahtung! Große Versammlung der Ruger Berlins und Umgegend am Montag, den 30. März, nachmittags 4 Uhr, im großen Saale des Herrn Keller, oppenstraße 29: Tages- Ordnung: Endgiltige Beschlußfassung über die von der BandepntirtenVersammlung beschlossene Position zur diesjährigen Lohnbewegung. Gtwaige Regelung von Unterstützungen der Ausständigen. Die Rabizpußer der Firma Zöllner u. Co., Knauer u. Elias sind in heutiger Nummer.) 182/8 NB. Die geehrten Vorstände der Gewerkschaften u. Vereine, welche ge- Maimarken und zu dieser Bersammlung besonders eingeladen.( Siehe unter„ Gewerkschaftliches" willt sind, in meinem Etablissement Sommerfeste oder dergl. Vergnügunge Maikarten abzuhalten, ersuche ich, sich baldigst mit mir in Verbindung zu setzen. Der Garten( mit Bühne), herrlich am Rummelsburger See gelegen, bietet Raum in bekannter geschmackvoller Ausführung für 6000 Personen; bei ungünstigem Wetter sind Säle, Bimmer 1. Kollonnaden wie bisher liefert zum bequemen Schutz ausreichend. Gr. Kaffeeküche, Volksbeluftigungen aller Conrad Müller, Art, Sport- u. Ruderboote stehen zur Verfügung. Achtungsvoll F. Kalbhenn Möbelpolirer! Versammlung sämmtl. Möbelpolirer Berlins und Umgegend am Montag, den 30. März, abends 8 Uhr, bei Joël's, Andreasstraße 21. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streit. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Das Zirkular des Verbandes der Holzarbeiter betreffs des Arbeitsnachweises und unsere Stellung dazu.( Die hiesige Ortsverwaltung des Deutschen HolzarbeiterVerbandes ist hierzu eingeladen.) Unsere Arbeitsnachweise befinden sich nach wie vor: Anklamer ftaße 32 bei Schibolsti; Bluinenftr. 38 bei Wiedemann und Oranienstraße 197 bei Mohn. Der Vertrauensmann. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. D Jeden Sonntag: Grosser Ball. 148/7 46472* Schkeuditz- Leipzig. Muster und Preislisten gratis. KinderwagenBazar Max Brinner, Jerufalemerstr. 42 Große öffentliche Versammlung jämmtlicher Schmiede u. Berufsgen. am Dönhoffplatz und 1761/3 Brunnenstraße 6. Großartig. Auswahl von Kinderwagen, Puppenwagen, Kinder- Sportwagen billigst. Viele Anerkennungen. Theilzahlung gestattet. Möbel, Spiegel, Polstermaaren, Plüsch Garnituren, Paneel- Sophas, Berlins und Umgegend am Sonntag, den 29. März, vormittags 10 hr, im ,, Feen- Palast", Burgstraße 22. Tages Ordnung: Weitere Beschlußfassung behuss unserer Lohnbewegung zum 1. April. Die Lohnkommission. Deffentliche Versammlung der Schmiede und Stellmacher Teppiche, Portièren, Gardinen, ganze am Montag, 30. März, abends 81/2 Uhr, im Moabiter Klubhaus, Wohnungseinrichtungen, auch aufTheilzahlung, mit geringen An- u. Ratenzahlungen bei L. Silberstein, Rosenthalerstr. 49, 1 Tr. Seine anerkannt vorzügl. Mehl= Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.- Tages- Restaurant Weiß- und Bairisch- BierLokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer sind noch 40532* C. Fischer. einige Tage zu vergeben. Waldemarstr. 75. Bärme etc. empfiehlt Vereinshaus ,, Süd- Ost", Feb. Sonntag: Gr. Ball. Ferner empfehle ich meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Versammlungen; im April und Mai ist derselbe noch an Hermann Brüder. Sonnabenden an Vereine zu vergeben. 41502* forten 8. Preise diefer z. von 11-18 Pf. per Pfund, sowie alle Backzuthaten, 46182* Beuffelstr. 9. Lages Ordnung: Die Mißstände in der Wagenfabrik von Rudowsky, Rostockerstr. 50. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen, in Versammlung zu erscheinen. Stettiner Sänger. Am zweiten Osterfeiertage: Grosse Matinée im Böhmischen Brauhause zum Besten der Sterbe- Unterstügungskasse des 265/ 4* P. Herrguth, Arbeiter Rancherbundes Berlin. Müllerstr. 180 ( Weddingplay.) Anfang 12 Uhr. Berlins und Umgegend. Anfang 12 Uhr. Große öffentliche Versammlung aller im chemigraphischen Fach thätigen Arbeiter. aur Mittwoch, den 1. April, abends 8 Uhr, bei Herrn Fr. Zubeil, Lindenstraße 106. Tagesordnung: Charlottenburg. Deutscher 2. Wahlkreis. Metallarbeiter- Verband Seute Abend Uhr bei Zubeil, Linden- Straße 106: Charfreitag findet eine 113/18 Oeffentliche 211| 14 1. Bortrag über Zweck und Ziel des zu gründenden Fachvereins. uach Spandau und Pichelsdorf statt. Vortrag des Herrn Dr. Sau- mann über: Impfzwang. Herren- Fusspartie Versammlung für Männer und Frauen. 2. Diskussion. 3. Auslegen der Mitgliederlisten. 4. Statutenberathung. Treffpunkt früh 7 Uhr bei Taucherit, 5. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 6. Verschiedenes. werden ersucht, sich recht zahlreich daran Westend, Spandauerberg 1. Die Kollegen Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 26513 zu betheiligen. Das prov. Komitee. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den 30. März 1896, abends 81, Uhr: Zahlstelle I: bei Joël, Andreasstr. 21, Vortrag vom Gen. Hansen. Il bei Gründel, Brunnenstr. 188. Bortrag vom Genossen Dr. Weyl über Hypnotismus. 99 99 I bei Lorenz, Markgrafenstr. 83. Vortrag v. Gen. Krüger. Die treibenden Faktoren in der modernen Arbeiterbewegung. In allen drei Bersammlungen: Wahl eines Delegirten sum Gewerkschafts- Kongrek. 168/9 Die Bevollmächtigten. Klempner! Montag, 30. März, abends 8, Uhr, in Cohn's Festsälen, Benthßtr. 20-21: Leffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Unsere Lohnbewegung und welche Aufgaben erwachsen uns uunmehr. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Berschiedenes. Das Streikbureau befindet sich Annen str. 16 und ist geöffnet von 12-3 Uhr mittags. 280/13 Achtung! Der Vertrauensmann der Klempner. F. Zimmermann, Bücklerstr. 55. Achtung! An die Mitglieder der Allgem. Orts- Krankenkasse gew. Arbeiter und Arbeiterinnen. Alle diejenigen Kaffenmitglieder, denen daran liegt, unsere Kasse wieder auf einen leistungsfähigen Stand zu bringen und bei möglichst freier Arztwahl die größtmöglichsten Vortheile zu erlangen, die eine Krankenkasse ihren Mitgliedern bieten kann, vor allem eine längere Unterstützungsdauer als 13 Wochen, werden dringend ersucht, Sonntag, den 29. d. M., zur Delegirtenwahl zu erscheinen. Im ersten Bezirk( Südost) Wahllokal bei Henke, Naunynstr. 27, beginnen Die Wahlzettel mit dem Namen ,, Pommernelle". Im dritten Bezirk( Norden) Wahllofal bei Schröder, Müllerstr. 178, mit dem Namen ,, Morgenstern". Im vierten Besirk( Ost und Nordost) Wahllokal ,, Königsbank", Große Frankfurterstr. 117, mit dem Namen ,, Zimpel". J. A.: Julius Rückert. 6226 Stellmacher! Sonntag, den 29. d. M., vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herri Noack, Brunnenstr. 16: Wahi Fonds. Der Bevollmächtigte. MaiMarken liefert in künstlerischer Ausführung mit Portraits v. Marx, Lassalle, Engels schnell und billig Jean Holze, Hamburg, gr. Drehbahın 45. Verlangen Sie Muster. Gesellschafts- Haus 35, Swinemünderstr. 35. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein. Männer! Frauen! Volks- Versammlung am Montag, den 30. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Kliem, Hasenhaide 14-15: Tages Ordnung: 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 2. Freie Diskussion. J. A.: E Menzel. 602b Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen und Synagogen sind brieflich eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den Kommissions- Mitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Pallisadenstr. 33. H. Jaensch, Weidenweg 77. Ad. Hoffmann, Blumenftr. 14. E. Lindemann, Moritstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 29. März, abends 7 Uhr: Jeden Sonntag: Ball. Vortrag des Gel. Regierungsraths Prof. Förster, Säle für Versammlingen. Gesellunteren Saal, 200 Personen fassend. schaften vergebe auch Sonntags den NB. Den geehrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne unter toulanten Bedingungen.[ 42032* Jägerhaus, 42272* 103 Schönhauser Allee 103. eben Sonntag: Grosser Ball. Saal zu Versammlungen u. Festlichfeiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Nieft's Festsäle, Weberstraße 17. April und Mai sind noch Sonnabende frei. Koulante Bedingungen. B. Nieft. Direktor der königlichen Sternwarte, über: ,, Beifmellung und Uhren" bei Bol( oberer Saal), Alte Jakobstraße Nr. 75. Nachdem: Geselliges Beifammensein, Deklamationen und Musik- Vorträge. Eintrittskarten zum Preise von 20 Pf. sind bei den Mitgliedern, sowie abends an der Kasse zu haben. 5/10 Gleichzeitig machen wir unseren Mitgliedern bekannt, daß die Osterer ien vom 2.- 13. April inkl. dauern. Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 29. März 1896, abends 61/2 Uhr: Grosse Versammlung Empfehle allen Freunden und Befannten mein Weiß- und Bairisch des Bereinszimmer ist noch einige Tage in Bier- Lokal, Garten und Kegelbahn. im Lokal des Hrn. Hoffmann, Alexanderstr. 27c( unt. Saal): Weibes. Vortrag des Ingenieurs Herrn Max Grempe über: Die Sklaverei Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tany. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder mit ihren der Woche zu vergeben. 46412* Angehörigen Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Aug. Reyher, Palisadenstr. 62. Allen Freunden und Bekannten zur Avis! Montag, den 6. April cr.( 2. Feiertag.) Mittheilung, daß ich mein Avis! Weiß- und Bairischbier- Lokal Gr. Ostervergnügen der ,, Ethischen Gesellschaft" von der Josefstr. 10 nach der Frankfurter Allee 16 verlegt habe. E. Günther. Gr. öffentliche Bersammlung. Gardinen 1. Berichterstattung über die Situation des Streits. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 159/19 Die Lohnkommission. Adhtung! Metallarbeiter! Achtung! Dienstag, den 31. März, abends 6½ Uhr, im Lokale des Herrn Martens, Friedrichstr. 236: Große öffentliche Versammlung der gesammten Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Siemens& Halske. Tages Ordnung: Die Arbeits- und Lohnverhältnisse in den Werkstätten der Firma Siemens& Halske mit besonderer Berücksichtigung der übermäßigen Arbeitszeit. Referent: Otto Näther. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Siemens n. Halske werden ersucht, gleich von der Fabrit aus nach der Versammlung zu kommen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstraße 44. Achtung! 280 15 Achtung! Mechaniker u. verw. Berufsgenossen. Am Charfreitag, den 3. April, findet eine HerrenPartie I nach Brauerei ,, Pichelsdorf" statt. Treffpunkt: Früh morgens 1/2 9 Uhr am Bahnhof Charlottenburg", Stuttgarter Play. Um zahlreiche Betheiligung der Kollegen ersucht 280/12 Der Vertrauensmann der Mechanik er. Genossenschafts- Bäckerei ,, Vorwärts" Am Ostbahnhof No. 3. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß die diesjährige Ordentliche General- Versammlung am Sonntag, den 9. April 1896, nachmittags 4 Uhr, im Lokal des Herrn Steppin, Am Ostbahnhof Nr. 4, stattfindet. Tagesordnung: 1. Vorlage des Jahresabschlusses. 2. Verwendung des Reingewinnes. 3. Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrathes. 4. Geschäftliches. 5. Beschlußfassung über Mitgliedschaft. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 621b Hermann Tenpel, Geschäftsführer. Fr. Junker, Kassirer. NB. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bilanz den Genossen in unferem Komptoir, Am Ostbahnhof Nr. 3, zur Einsicht ausliegt. D. O. Die Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend weist die böswilligen, unwahren Gerüchte der beiden früheren Mitglieder Herrn und Frau Grussezynski entschieden zurück, welche gegen die Vereinigung verbreitet werden. 265b Der Vorstand. in den neuesten Mustern bestehend in Vokal- und Juftrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Sanges- Echo"( Mitgl. d. Arb.-S.-B.) unter Leitung seines Dirigenten Herrn Appelt. Festrede und Ball. Festrede gehalten vom Genoffen Dr. Joel. E Programme find beim Vorstand, in der heutigen Versammlung, sowie in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. 57/3 Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein. Der Vorstand. Achtung, Schraubendreher! zu bekannt billig. Preisen Montag, den 30. März 1896, abends präc. 812 Uhr, im Reste zu 1, 2 bis 4 Fenster passend bedeutend unter Preis. Carl Schloss, Waarenhaus ,, Süd- Ost", 22. Wiener- Strasse 22, 1. Grünauerstr. 1. Zum Osterfeste! Concerthaus ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a: Große öffentliche Versammlung aller in Schraubenfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung der Streiffommission über den Verlauf des gegens wärtigen Streifts. 2. Diskussion. NB. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zum Besuch der amen- erſammlungen einzuladen und pünktlich zu erscheinen. Gleichzeitig machen und Kinder- Hüte in elegantester Ausführung staunend billig. Die schönsten inderKleider für jedes Alter. Carl Schloss Waarenhaus Süd- Os 22 Wiener- Strasse 22 1 Grünauer- Strasse 1. ,, Crispin" Schuh- u. StiefelReparatur- Anstalt V mit Kraftbetrieb. Berlin, Oranienstr. 50, Telephon IV Nr. 366. Besohlen v.Stiefelu pp. in 20 Minuten. Herren- Sohlen 1,75 M. " " Flecke 2,25 M. Flecke 50-60 Pf. Damen- und Kindersachen billiger. 45519* wir bekannt, daß megen Maßregelung eines seit 16 Jahren bei der Firma Reichelt, Schmidstraße, beschäftigten Kollegen heute, am 28. d. Mts., 80 Mann die Arbeit niedergelegt haben. 280/14 Die Lohnkommission der Schrauben- und Façondreher. Klempner! Klempner! Klempner! Montag, den 30. März 1896, abends 82 Uhr: Oeffentliche Versammlung in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20-21. Zages Ordnung: # Unsere Lohnbewegung und welche Aufgaben erwachsen uns nunmehr? 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. 280/16 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen nothwendig. Der Vertrauensmann der Klempner, F. Zimmermann, Pücklerstr. 55. Große öffentliche Versammlung aller in der Hut- u. Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins am Dienstag, den 31. März 1896 abends 8 Uhr im Saale der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Thor. Tages Ordnung: = 1. Vortrag über die Bedeutung des 1. Mai und welche Stellung nimmt die Gewerkschaft dazu. 2. Wahl eines Delegirten zum Gewerkschaftskongreß. 3. Verschiedenes. 88/9 Um zahlreiches Erscheinen Aller ersucht Künstl. Zähne, Der Einberufer. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Bahnschmerz beseitigt, schmerz loses Zahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienstr. 123 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 4. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Ur. 76. Die Vertragsklaufel wegen angemeffener Arbeitslöhne. London, 25. März. Sonntag, den 29. März 1896. hand wegläßt und damit die ganze gerechte Lohn- Klausel" in die Luft stellt. habe Es war 13. Jahrg. Soziale Rechtspflege. sicherungsamt nahm an, daß der Verunglückte im Auftrage seiner dem er das reife Obst einerntete. Troß des jugendlichen Alters Mutter eine landwirthschaftliche Betriebsthätigkeit ausübte, indesselben hätte seine Arbeit wirthschaftlichen Werth besessen, und insofern er sie leistete, wäre er als versicherter landwirthschaftlicher Arbeiter zu betrachten. Eingelaufene Druckschriften. 26. Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Justiz und Politik. Zu Wilhelm Liebknecht's siebzigstem Geburtstag. Von A. Bebel. Gewalt und Detonomie bei der Herstellung des neuen Deutschen Reichs. Von Friedrich Engels. 6. Des neuen Deutschen Reiches Ausbau und Gliederung.( Schluß.). Der Weltmarkt und die Aarartrists. Von Parvus. 10. Russische und amerikanische Konturrenz. Wirthschaftliche Kleine Briefe. Depression. Die Noth der Landwirthschaft."( Schluß.) Unfallversicherte Kinder. Der Landwirth Reiß beauftragte Die Sache hat, wie leicht begreiflich, große Aufregung bei den betheiligten Arbeiterorganisationen hervorgerufen und dem seine beiden Söhne, von denen der jüngere erft 10 Jahre alt war, zwei Stuten und deren Füllen von der Weide zu holen. Die betreffenden Regierungsmitglied, Herrn Goschen, einen ganzen beiden famen dem Auftrage derart nach, daß sie die Stuten bes Schauer von Protestrefolutionen zugezogen. Auch eine Deputation stiegen und dem Elternhause zu ritten. Dem jüngsten passirte Die Rückwirkung des Wahlfieges der Konservativen im hat bei ihm vorgesprochen, und gestern ist die Sache vorigen Jahre hat sich schon in allerhand Fällen der organisirten im Parlament zur Verhandlung gekommen. das Unglück, vom Pferde hinunterzugleiten und sich ein Bein zu Verhandlung" ist brechen. Die zuständige landwirthschaftliche Berufsgenossen= Arbeiterwelt fühlbar gemacht; es sind vor allem die Trade- eigentlich zu viel gesagt, denn durch ein schlaues Manöver der schaft wies den Antrag des Vaters auf Gewährung einer Unions, worauf es die maßgebenden Führer der jeßigen Konservativen wurde die Debatte durch Auszählen des Hauses Parlamentsmehrheit abgesehen haben. Man proklamirt es nicht vorzeitig, und ohne zu einem Beschluß zu führen, abgebrochen. versicherter Arbeiter betrachtet Unfallrente ab. Der zehnjährige Junge könnte nicht als werden, überhaupt wäre gerade offen heraus, aber man handelt danach, und in Sidney Burton hatte beantragt, eine Kommission mit der Unter- schulpflichtigen Kindern die Erwerbsfähigkeit abzusprechen. Das unbewachten Momenten entschlüpfen den Betreffenden immer suchung der Frage zu beauftragen, wie die Lohutlaufel am besten Schiedsgericht erkannte im Gegensatz zu der Beklagten an, wieder Geständnisse, die deutlich anzeigen, in welcher Richtung durchzuführen wäre. Er hob u. a. hervor, daß es eine im ganzen daß unter Umständen auch Kindern eine Unfallrente zuzusprechen der Wind in den oberen Regionen weht. Die gestrige Parlaments Lande durchgängig geltende Lohurate in keinem Beruf gebe, fei, es verneinte aber die Frage des ursächlichen Zusammen= fizung hat das Register dieser klärenden Ereignisse um ein Bei sondern immer nur Lohnfäße für bestimmte Distrikte, spiel vermehrt. Es handelte sich um die Verpflichtung auf Zahlung ge- lausel zu einem todten Buchstaben mache. daß also die Fortlassung der Worte im Distrikt" die hanges zwischen dem Unfall und dem Betriebsinteresse. Für den Er anerkenne Verunglückten habe kein Grund vorgelegen, sich auf das Pferd bührender Löhne die fair wages"- Klausel schreibung von Kontraktarbeiten für die Regierung. Vor 5 Jahren, aber nicht für unüberwindbar. Die Regierung solle nur das den Auftrag des Vaters auszuführen. Im Rekurse führte der bei Aus- die Schwierigkeiten der Durchführung des Prinzips, halte fie zu setzen; er habe sich daraus sicherlich nur ein Bergnügen gemacht, denn sein erwachsener Bruder sei Manns genug gewesen, im Februar 1891, hatte das Parlament auf den Antrag des Arbeitsamt des Handelsministeriums bei Prüfung der Lohnfäße Kläger gegen das schiedsgerichtliche Urtheil aus, er fei tein liberalen Abgeordneten Sidney Burton eine Resolution in Anspruch nehmen. Fenwit von den Bergarbeitern unter Großbefizer, dessen Kinder Hilfeleistungen zum Spaß machten, angenommen, welche die Regierung zur Einfügung einer solchen stützte den Antrag, wodurch Herr Goschen sich zwar mit der auch die Thätigkeit des Knaben am Unfalltage habe praktischen Klausel in ihre Verdingausschreibungen aufforderte, und diese Ernennung einer Kommission einverstanden erklärte, im übrigen Resolution ist bis jetzt als maßgebend berücksichtigt worden. aber eine Philippika gegen die Gewerkschaften von Stapel lies. 3wecken gedient. Die Stuten hätten jede für sich geführt werden Allerdings haben über ihre Auslegung wiederholt Streitigkeiten Gr müssen, sonst hätten sich dieselben gebissen. obgewaltet, da es nicht immer leicht ist, festzustellen, was als London die Zuwendung von Aufträgen „ im durch Auslassung der Worte im Distrikt" müssen, sonst hätten sich dieselben gebissen.- Dem Returse wurde stattgegeben und die Beklagte wurde verurtheilt, die gebührende oder, wie es in der Resolution hieß, anerkannte" die Gewerkvereine aber seien es, sichern wollen, Rente zu zahlen. Es sei hier anzunehmen, daß der Junge bei die durch ihre Söhne gelten kann. Es liegt auf der Hand, daß es sehr kurzfinnigen Forderungen die Industrie aus Zondon vertrieben. einer 21rbeit verunglückte, die er mit Wiſſen und Willen des Vaters verrichtete. fichtige Politit wäre, von den Regierungen zu verlangen, daß sie Nach dem Kongreß derselben in Cardiff feien die Londoner Ma auf Kosten der Steuerzahler eine Klasse privilegirter Arbeiter schinenbaufirmen als unbillig" bezeichnet und verlangt worden, wurde ebenfalls in letzter Instanz die Unfallrente zu Einem anderen schulpflichtigen Knaben heranzüchten, Löhne zahlen oder von ihren Kontraktlieferanten daß die Regierung sie bei Ausschreibungen nicht berücksichtige, gesprochen. Der Junge hatte einen Birnbaum erstiegen, um zahlen lassen sollen, die außer Verhältniß zu den Löhnen der aber darauf könne er, der Minister, sich nicht einlaffen. Was deffen Früchte zu sammeln, und war infolge eines Fehltritts abfür den allgemeinen Markt schaffenden Arbeiter stehen. Der sei überhaupt der Distriktsak, und wer stelle ihn fest? Bei den Londoner Grafschaftsrath hat in der Zeit, wo die Progreffisten betreffenden Firmen würden die Löhne mit den Arbeitern verein- gestürzt, sodaß er sich das linke Bein brach. Das Reichs- Verdie unbestrittene Mehrheit in ihm hatten, die Frage dadurch bart, und das sei alles, was die Resolution wolle. gelöst, daß er unter Heranziehung der Londoner Gewerkschafts- nach 8 Uhr als Herr Goschen geendet, und viele Abgeordnete entfernten vorstände feststellte, welches für jeden Geschäftszweig die sich, um ihr Diner einzunehmen. Der alte Broadhurst trat von den Gewerkschaften anerkannten und mindestens in dem Minister entgegen, aber während er sprach, ging auch der Rest einer Anzahl von Geschäften gezahlten Löhne seien, und der Konservativen, nachdem man sich vergewiſſert, daß auf den soweit es fich um in London auszuführende Arbeiten Bänken der Liberalen und Radikalen nicht genug Vertreter saßen, handelte, hat sich dieses Auskunftsmittel doch im ganzen bewährt. um allein ein Haus" zu bilden; es wurde Auszählung des Hauses Schwieriger wird die Frage, sobald es sich um Ausschreibungen verlangt, die nur 38 Anwesende ergab, womit die Sigung als von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diez' Verlag) ist soeben das handelt, deren Ausführung an keinen bestimmten Ort oder Distrikt ungenügend besucht aufgehoben war. Danach hängt es jetzt rein gebunden ist. In der vorerwähnten Resolution hieß es, der von dem guten Willen des Ministeriums ab, ob die Kommission Lieferant folle verpflichtet werden, die im betreffenden Distrikt überhaupt ernannt werden soll, und jedenfalls ist die Ertheilung als gebührend anerkannten Löhne zu zahlen. Es ist aber nicht einer bestimmten Direktive für dieselbe hintertrieben worden. immer leicht, ohne größeren Zeitverlust auszufinden, welches die in jedem einzelnen Distrikt unter diesen Begriff fallenden Löhne sind, Das Vorkommniß ist an sich vielleicht nicht allzu bedeutungsund eine fernere Frage ist, ob bei der Berücksichtigung der voll. Es ist nur ein Zeichen unter vielen dafür, daß man nicht Distrikte die Billigkeit der Arbeit allein maßgebend sein soll. ungestraft die allgemeinen Interessen seiner Klasse bloßen LokalDiese lettere Frage erhielt eine größere Bedeutung in dem und Gruppeninteressen aufopfert, wie dies die Masse der Arbeiter Moment, wo es sich um die Vergebung des Baues von Kriegs. bei der letzten Parlamentswahl gethan. Die Arbeiter Lancashires schiffen oder Panzerstücken 2c. für die beschlossene Flottenverstärkung sind, wie vorauszusehen war, mit dem bimetallistischen Köder handelte. Der liberalen Regierung ist der Vorwurf gemacht wor- hinters Licht geführt worden und haben sich in der Frage der den, daß sie den Eisenschiffbau auf der Themse dadurch habe in indischen Einfuhrzölle mit einem faulen Kompromiß abfinden lassen Verfall gerathen lassen, daß sie ihre Aufträge nach dem Norden müssen, und Ost- London friegt nur um den Preis des grundsätzvergeben habe, wo die Lohnsäge niedriger sind, und in den lichen Verzichts auf den Londoner Lokalaufschlag SchiffsbauWahlkreisen von Ost London ist mit diesem Vorwurf bei der Aufträge. Dafür friegen die Landlords eine millionenpfündige legten Wahl so gründlich gekrebst worden, daß in der That fast Liebesgabe auf Kosten der Städte, und viele nothwendige Ber alle diese Kreise den Konservativen in die Hände gefallen sind, besserungen in diefen müssen auf die lange Bank geschoben die den Wählern in dieser Hinsicht das Blaue vom Himmel ver- werden. Wären nicht die Verhältnisse stärker als die Menschen, sprachen. Jetzt, wo es sich um die Einlösung des Versprechens so blühte den Arbeitern auch noch eine Vertheuerung ihrer Lebenshandelt, will die Regierung sich damit aus dem Dilemma helfen, mittel. Aber die agrarischen" Reformen, die das Parlament in daß sie bei der Ausschreibung der Arbeiten refp. Lieferungen die den letzten Wochen leichten Herzens beschlossen, werden, so Verpflichtung auf die im Distritt geltenden Löhne furzer menschenfreundlich sie gemeint, dieses Resultat nicht erzielen. ist ja das Unglück beständig ein- und ausgegangen. Ihre Mutter Hier in diesem Zimmer, wo sie einst im hochnoth sei an der Schwindsucht gestorben, ihr Vater habe darüber peinlichen Verhör vernommen, daß ihr Vater, ihre Mutter sich so entsetzt, daß er zum Selbstmörder geworden und sich so schwerer Verbrechen bezichtigt wurden, hier erfuhr sie Lieutenant v. Boheimb erwählte das lettere, er entfloh. nach und nach vergiftet habe, was auch ihren Bruder John, deren Unschuld: Ihre Mutter war teine Mörderin. Das Trotz erneuter Gesuche Sir John Sherman's sei er abermals von dem ein Brief ihr schriftlich bezeuge, daß er dasselbe erhob, beruhigte Clotilden; der ihrer Wutter zuabgewiesen worden, habe deshalb seiner Verlobten Georgine gethan, in den Tod geführt. geschriebene Raub konnte jetzt wieder ersetzt, gut gemacht abgeschrieben und ihr ihr Wort zurückgegeben. Die Verwerden, da ein großes, Vermögen, freilich zu spät, nun ihr mögensbestimmung sei aber in kraft geblieben. zu eigen fiel. O wenn doch Langenberg, vor dem Clotilde Da nun inzwischen theils von Herrn von Burgkuhn damals auf die Knie in Zerknirschung gesunken, diese wegen Blanka Boheimb und später ebenfalls für dieselbe Rechtfertigung noch erfahren hätte! Aber einen Zeugen von der Hofdame Gräfin Klari neue Anfragen und Gesuche hatte sie ja, der das ihr fast unglaubliche mit angehört hatte, um Aufhebung der damaligen Verfügung eingereicht worden Theodor von Rürdorf. Clotilde reichte ihm unwillkürlich die waren, so habe der mit dieser Angelegenheit betraute geheime Dann ist ja meine Mutter", erwiderte Clotilde, voll- Hand, als wollte sie sich überzeugen, ob er wirklich alles ges Regierungsrath eingesehen, daß die Geschichte bekannt sei und ständig unschuldig." hört und mitgefühlt, daß eine schwere Last ihr von der Seele nicht ganz vertuscht werden könne. Jezt, wo jener Herzog Nicht genug, wir sind ihr Dank schuldig, daß sie es genommen. Sie rief:" Theurer treuer Freund! Wie danke Längst gestorben, sei jener Beamte ihren sowie der Gräfin auf sich genommen, was mein Bruder in der Verirrung, ich Ihnen, daß Sie mich als 8euge hierher begleitet! Sie, erneuten Gesuchen näher getreten und habe die Sache aus Wahnsinn verbrochen hat. Und wenn Sie jetzt der einzige, der mich im Unglück nicht verließ. Sie mußten in einem anderen Lichte dargestellt. Man sei dem schweigen würden, anstatt dent wahren Sachverhalt dies mit anhören, auch Sie werden, wie ich, dauernd nun Lieutenant von Boheimb, der damals als der beste kund zu geben, so würden Sie mich und ihn schonen, von einem Alpdruck befreit sein, der drückend auf unseren Fechter bekannt war, zu Danke verpflichtet, daß er den denn es war unglückliche Liebe, die ihn so verkehrte beiden Seelen lag. Meine Mutter, meine Eltern, die so jugendlichen Prinzen, der tollkühn genug war, den gefähr Handlungen begehen ließ. Ich sieche ja von dem schwer gelitten, stehen nun in milderem Lichte vor uns." lichsten Gegner zu fordern, schoute. Es stehe daher nichts Grbtheil meiner Mutter, an der Tuberkulose, langsam Clotilde!" erwiderte Rüxdorf, ich trennte ja dies mehr im Wege, den erblichenen Adelsbrief derer von Boheimb dahin und werde bald dem Fatum, das in der Balavi'schen immer von Ihrer Person und wie ich erst vorhin Ihnen zu erneuern und wenn kein Mannesstamm mehr vorhanden, Familie herrscht, zum Opfer fallen. Der Schrecken der meine unwandelbare Liebe der ihn weiterführen könne, daß der Name von Boheimb durch Blutrache hat in ihr seit Jahren gewüthet. Mein Mann Nein, Theodor," unterbrach ihn Clotilde, davon laß' eine milde Stiftung erhalten und verewigt werden könne. ist ihr anheim gefallen. Meinem Schwager rettete einst mich jetzt reden, mein Herz ist so übervoll von Freude, daß Diese legte Klausel war es besonders, welches die Hof- ganz zufällig Chiovani das Leben. Er bekam Trüffeln ich nicht zurückhalten kann- Frau Palavi soll Zengin dame Gräfin Klari veranlaßt hatte, immer aufs neue die geschenkt für seinen Herrn, traute aber der geschenkten sein auch meine Liebe zu Dir war eine unwandelbare, Wiederherstellung des Boheimb'schen Adels anzuregen. Erstens Sendung nicht, gab einem Meerschweinchen erst davon, das ich hatte Mühe, dies zu verschweigen, jezt muß ich sie laut wollte sie ihre Ehre bei Hofe retten, daß sie eine Dame an nach zwei Stunden starb. Später ist mein Schwager doch bekennen." den Hof gebracht als eine adlige, die auch wirklich den Tombo'schen Tropfen erlegen, die er bei der Cholera- Hier breitete Clotilde ihre Arme aus und umschlang den Adel besitze und die nur vom Hofdienst entflohen, Epidemie genommen hatte, weil sie dieselben Symptome stürmisch ihren Theodor. 92 # Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Diesen Brief," rief Clotilde von ich kenne ihn nur unter dem Namen, der englische Major,-o zeigen Sie ihn-" Hier ist er, lesen Sie," sagte Frau Palavi, indem sie Clotilden das ihres Schwagers Brief damals beigefügte Schreiben übergab. " " Feuilleton: Reisebetanntschaften. Federzeichnungen von Ludwig Schiert. III.( Schluß.) » Neue Revue". Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 18( 7. Jahrgang) Dom 25. März 1896 folgende Auffäße: Dr. R. Schüller: Frauenarbeit. C. Alberti: Neudeutsche Reichspolitik; Das hohe Haus, parlamentarische Köpfe( Finanzminister Dr. Leon Ritter v. Bilinski; Junizminister Graf Joh. Nep. Gleispach; Dr. L. Hardt: Die Zigeuner in Ungarn; 2. Szczepanski: Der polnische Stoman: M. Maeterlinct: Die Blinden; Miniaturbilder aus Der Zeit. Soziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitit"( Berlin, Carl Heymann's Berlag). Nr. 26 enthält u. a. folgenden Auffay: Schuß der Arbeiterinnen Aus dem Notizengegen sittliche Gefahren. Von Frau E. Gnaucf- Kühne. Sozialtheil heben wir hervor: Agrarische Assessoren in Preußen. wissenschaftlicher Kursus in Halle a. G. Arbeitsverhältnisse in Japan. Segmaschinen Vertü zung der Arbeitszeit in den Rossiger Kohlengruben. im Buchdruckergewerbe. Städtische Ziegeleien als Kampfmittel gegen Biegelringe. Städtische Arbeitsnachweisiitellen. Bürgersteig- Reinigung Durch Arbeitslofe in Trier. Kommunale Lohn- und Arbeiterpolitit in holländischen Submissionsbedingungen. Fabritinspektion in SachsenWeimar. Der Geschäftsbericht des Reichs- Versicherungsamtes für 1895. Von Stadtrath S. v. Frankenberg. Krantenversicherung der Dienstboten in Braunschweig. Preußische Einkommensteuer- Statistit 1892/96. " " glücklich zu machen." " Ich bin es bereits, Clotilde, bin Dein!" rief Theodor und ein heißer Kuß besiegelte das schöne Bekenntniß zweier edlen Seelen. weil ihr Adelsrecht angezweifelt und nicht anerkannt wie die Cholera hervorbringen, in Wahrheit aber, weil er" Laß Dich umarmen, theurer Freund, Deine treue Hin worden war. Anderntheils, weil sie sich an der Stiftung nicht mehr le ben konnte vor Gewissensbissen über seine böse gebung hat Dir meine Seele zugeführt, mein Herz gehörte betheiligen wollte, die nun auch den mit ihr aussterbenden That; er verfolgte andere und brachte sie ins Unglück und Dir ja längst, denn Du warst meine Jugendliebe und wenn Namen Klari verewigen sollte. Sie hatte zwar noch An- doch war sein Schwager der Schuldige selbst gewesen. Mein es mir noch irgend möglich ist, will ich versuchen, Dich theil an der gräflich Klari'schen Besitzung, aber die Hälfte Schwager, der so reiche, unabhängige Mann, folgte ihm gehörte doch dem Herrn von Bergkuhn und diese ihre nach, wie er mir auf seinem Todtenbette bekannte. EmHälfte wollte sie für Stiftsdamen, einem Asyle für adelige pfangen Sie nun vor Zeugen hier den Schein, der Ihnen Damen, hinterlassen. Da nun das Testament ihres Bruders, als nächster Erbin der Georgine von Boheimb das Testament bestimme, dem Fräulein Georgine v. Boheimb solle das Sir John Shermans eröffnen muß und der Sie in den Kapital von 10 000 Pfd. Sterl. zufallen, wenn sie neu geadelt Besitz des großen Vermögens sehen wird. Wenn Wenn Sie würde, was doch jetzt geschehen sei, so gehöre auch, davon, wie Gräfin Klari plant, ein Stiftshaus für obwohl sie sich als eine geborene von Boheimb mit dem adelige Damen mit gründen wollen, dann lassen Sie auch Hofbuchdruckereibesitzer Brambach verheirathet habe, diese später mir unter dem Namen Sherman ein Kapital zuErbschaft, die nur die Verwandten des Sir John Sherman fügen, welches auch unseren Namen unvergänglich für eine in Verwaltung bis jetzt gehabt, ihr oder ihren Erben rechts- wohlthätige Stiftung enthält, damit die beiden Namen Sir fräftig zu. Diese unglückselige Forderung ihrer Familie: ihr John Sherman und Georgine von Boheimb als Begründer Bruder dürfe nur eine Adelige heirathen, und die noch unglück- doch noch vereint genannt werden." Frau Palavi, die sich zurückgezogen, sah mit stiller Freude zu. ,, welches Glück wird mir geschenkt!" rief Clotilde, hier, wo ich alles verloren, wo ich einst so elend war, daß ich mit dem Leben abschließen zu müssen glaubte, hier, hier athme ich befreit auf, beglückt ruhe ich an einer treuen Brust, erwache zu einem neuen: Leben!" " Und ich bin überfroh, mich nicht getäuscht zu haben," rief Theodor ,,, ich wußte, Du liebtest mich wie ich Dich, Lichere Bestimmung ihres Bruders: Georgine solle das Riesenvers Clotilde hatte mit steigendem Interesse zugehört, sie wie bin ich glücklich, mein Ziel doch noch erreicht zu haben. mögen erst dann erhalten, wenn sie neu geadelt, habe namenloses glaubte zu träumen. Erst als sie den Schein in ihrer Ihnen, verehrte Frau Palavi, verdanken wir diesen schönen Unglück in beide Familien gebracht. Georgine, die so reiche, Hand fühlte, ihre Augen auf den adeligen Namen Georgine Augenblick, verzeihen Sie, daß wir, alle Umgebung vers habe gedarbt und sich verleiten lassen zu nehmen, was wir v. Boheimb fielen, der ihrer Mutter doch noch zugesprochen geffend, uns nicht halten fonnten, uns auszusprechen, aber doch als ihr Eigenthum betrachten mußten, was ihr gehörte, war, da ging ihr das Herz auf, sie jubelte innerlich aus alle Welt soll es erfahren: den Sieg treuer Liebe." was sie mit Reichthum umgeben hätte. In unserer Familie vollster Seele. Ende. Preisliffe Don Carl Stier Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe. 168 Oranien- Straße 168, zwischen Adalbertstraße und Elisabeth- Ufer. A. Anzüge. • Mart 17,50 20, 20, • 22,50 • 28, 30, Jaquet- Anzug von melirtem und farrirtem Buckstin, schöne Mufter Jaquet- Aujug v. melirtem gezwirnt. Buckskin, schöne Must., sehr haltb. Jaquet- Anzug von dunkelblauem Cheviot, ein- oder zweireihig. 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Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trog der billigen Anpreifung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Bublitum im eigensten Juteresse die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. Meine 5 großen Schaufenster Köpnickerstraße 121, Ecke Michaelfirchstraße, zeigen den Paffanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt. Die zu verkaufenden Garderoben sind genau ausfalkulirt und ist der Nutzen hierbei, meinem großen Umfaß entsprechend, ein nur mäßiger. Die ausgestellten Kleidungsstücke sind in allen Größen( auch für ganz starte Figuren) am Lager vorhanden. So bedeutend wie in fertiger Herren- und Knaben- Garderobe, ebenso überraschend reichhaltig ist auch mein Lager in: und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maak. Die Werkstatt befindet sich im Hause, und wird jeder Auftrag in fürzester Zeit, wenn nöthig, binnen 12 Stunden ausgeführt. Zur Bequemlichkeit und ungenirten Anprobe find Ankleide- kabinete vorhanden. Ich lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellosen Sitz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreefle Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird. Hochachtungsvoll Karl Zobel, Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpnickerfir. 121, Edte Michaelkirchstraße. Goldarbeiter H. Gottschalk, 37. Admiralstrasse 37. Uhrmacher Reichhaltigste Auswahl in Gold-, Silber-, Alfénidewaaren, Uhren, Regulatoren, Wecker. Felte, billigte Preise. Trauringe, 2 Dukaten schwer, reell 900 gestempelt, 20 Mark. 4542 Möbel- Tischlerei G.A. Noack, Siglermeister. Spezialität: Wohnungs- Einrichtungen Von direkt vom Tischlermeister zum Preise vou Sie kaufen Wohnungs- Einrichtungen M. 240,-; 340,-; 450,-; 500,- 600,-; 750,- bis 2000,- c. Keine Scheinwerkstätten! Berlin, Verkaufsmagazin: Luisen- Ufer 22, Ecke Dresdenerstrasse, fabrik: Fruchtstr. 31. Garantie für gediegene und dauerhafte Ausführung. Gegründet 1880. am Oranienplatz. Als Werthpapier aufzubewahren! Ich zahle keine Ladenmiethe! zu bezahlen habe. Kataloge franco! Für Geschäftsräume, wie mein Etablissement, bestehend aus 3 Etagen eines Grundstücks von 50 Ruthen Flächeninhalt mit 29 22 Schaufenstern Näumen, bestehend aus Sälen und Zimmern 39 elektrischen Bogenlichten, ca. 120 elektrischen Glühlampen, ausgestattet init allen Annehmlichkeiten der Neuzeit, wird meinem Umfaze angeniessen in Berlin bis 60,000 Mark Miethe be zahlt. Die kleinere Hälfte meines Hauses bringt mir an Miethe weit darüber hinaus, wie ich hypothekarische Zinsen u. Abgaben Diefer Factor wird dem freundlichen Befer als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei der Größe meines Umfakes noch billiger wie bisher und bedeutend billiger wie meine Konturrenz verkaufen kann. Mein Etablissement, welches sich in kurzer Zeit zu einem der ersten emporgefchwungen, wird sich nun unter den obwaltenden Umständen in meinem eigenen Hause in noch fürzerer Zeit zu einem der allerersten gestalten. Ich führe nach wie vor nur 4 Artikel und zwar Herren- und Knabengarderobe Schuhwaaren für Herren, Damen und Kinder Cigarren Weine und Spirituosen. Schuhwaaren bei mir noch nie dagewesenen billigen Preisen unter sicherer Garantie für beste Haltbarzu keit durch Garantiefcheine, die Jedermann beim Einkauf erhält. Schuhmacher und Händler werden auch insbesondere auf diese Offerte hingewiesen. Beim Versandt von Schuhwaaren, Herren- Fußbekleidung! Mr. 4.50. Glatte Roßleder- Halbschuhe mit zwei Seiten- Gummizügen, fräftige durchgenähte Sohlen, mit Steil. Lederkappe. Lederbrandfoble. Leberfutter fowohl als Haus, Turn- und Straßenfchube geeignet ,.. wit. 3.40., Besatz- Halbschuhe, von Roßleder mit Gummiang, sierlicher Knopfbelab und Gordeltappen. berber Strapazierfchub mit folider genagelter Soble. hoben oder niedrigem Ablak Diefelbe Ausführung zum Schnüren oder mit Gummizug, mur leichter und gefälliger, mit genähter Soble und martirtem gelben Rand, unter Gas rantie für befie Haltbarkeit. Mt. 5.Besatz- Halbschuhe, von feinem prima Roßleder zum Schnüren oder mit Gummiaua mit durchlochten Zierkappen u. Knopfbefat. Sauber auf Rand gen., tadellofem Siz Mr. 6,50. Glatte Roßleder- Bugstiefel mit reinen Rederautbaten, ftreng folide genagelte Soblen, niedrige oder bobe Abfäße. Mt. 5.Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Befat. Cordeltappe und Knopfverzierung Wit. 5,25 Diefelben mit glattem Oberleder. leichterer Ausführung, mit ae nähter Soble und martirtem gelben Nand. befte Haltbarkeit Mt. 5.50 Diefelben mit Belas. Cordeltavve. Snovfverzierung in leichter Ausführung mit aenäbter Soble und martirtem gelben Rand. fotobl als Strapazierftiefel, wie als Sonntagsftiefel zu empfehlen Mr. 5.75 Schaftstiefel von kernigem Näidleder mit berber, genagelter Soble. Handarbeit Wt. 5,50. Renommir- Stiefel mit Gummizug, bon geschmeidigem, vrima fatinirtem Nobleder auf Rand genäht. Wer mit Maaßitiefelu viel Ungelegenheiten batte, wird erstaunt fein über die außerordentlich bequeme und gleichzeitig elegante Bakform dieses Stiefels Art. 6.75. Schnürstiefel aus gleichem Beder, mit franzöfifchen Agraffen, Besatz und eleganter, aufgefekter Querkappe in beliebter, ecftiger Cavalierform, beste Handarbeit. Mr. 9.-. 4 der gegen Nachnahme oder vorberige Einsendung des Betrages geschiebt, ift Grantatur ausgefchloffen. Lefern, welche sich auf diele Beitung besieben. bersende von 15 Mart au franto auf meine Stoften. Nichtconvenirendes nebme im Originalzustand zurück, jedoch tritt letterer Fall desbalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel aufichtig wird, dieselben auch mit gutem Nugen dankbar behält. Das Maaß bitte durch Verienfen eines genau paffenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Svanne boch oder niederig. Für Gummis fchube, obgleich zu den besten Fabrifaten gehörend, übernehme teine Garantie Prima Kalbleder- Besatz- Zugfticfel mit artem Stalb- Glacé Satin Kalbleder- Bugstiefel in vorstehender Ausführung, ae Einfab, aufgefekter. durchlochter Querfappe; tadellose Handarbeit, in fchmeidiges, zortes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleber wit. 7,25. verschiedenen Formen wt. 9,50. Karlsbader Kalbleder- Zugftiefel mit swischengelegter Extra prima satinirte Kalbleder Zugstiefel. Doppelsoble, vornehmste Façon, Handarbeit. Nüümlichst bekanntes Fabrifat f. 11,25. Lederpantoffeln mit Abiakfleck, durchgenähte Lederfoble Mr. 2.40. Cord Pantoffeln mit Filzfeble.. Plüschpantoffeln m. durchgenähter Ledersohle u. Ablakfled wir. 1,10. Ia . 50 f. Damen- Fußbekleidung! Mt. 2,90 Roßleder- Hausschuhe, ausgeschnitten. Lederfutter, Lederkappe, Lederbrandfeble, mit durchgenäbler Sohle und Lederabfab Lafting Bromenaden- Schuhe mit Gummizug und Schleifen auf dem Blatte, durchgenähte Lederfoble und Lederkappe. Wir. 1,80 Gemsleder- Schuhe, ausgeschnitten, leichte Handarbeit, Lederiutter und Leberkappe. vornehme Form, mit feidenen Ripsbandschleifen verziert, sowohl als Hausschub wie als Promenaden schub beftens geeignet Dt. 2,75 Kalblack- Salouschuhe, das Bollkommenfte an Elegans. Tein Wachs oder Ledertuin denkbar bester Ausführung. Mt. 3,25 Diefelben Schube in schwerer Ausführung in. rein. Lederabfat Mr. 3,85 Nochmals verweise ich auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Halbleder- Backichuben und folchen, die von Wachs- und Ledertuch au gefertigt, vielfach als Lackschube verkauft werden. Satin- Kalbleder- Halbschuhe zum Eduüren oder zum Knöpfen, auch mit Stalblackblatt, auf Rand genabt, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Ausführungen zum gleichen Preise von. Wit. 6,25 Bugstiefel von 60cr Rafting, 13 cm. boch im Gummizug, mit Backfeitenleder, Lederkappe und durchgenähter Soble 3,35 Dieselben mit eleganter Bier- Lackivite T. 3,60 Roßleder- Bugstiefel, solib und dauerbaft mit Herzblatt. 13 cm hoch im Zuge, genagelt, Lederkappe und Lederbrandfoble, überhaupt mit reinen Lederzutbaten angefertigt Mt. 3,90 Diefelben 15 cm bech im Buge, genäbter Soble mit martirtem Rand Rt. 4,75 Roßleder- Zugftiefel, febr boch im Buge, mit Herzblait oder Vorbernabt und Lackivikkappe, auf Ranb genäbt, in bentbar zu verläffiafter Ausfübrung Wr. 5.75 Prima Kalbleder- Zugstiefel, aus dem Kern geschnitten, nicht zu vergleichen mit vielfach offerirten Kalbleder- Zugstiefeln, die aus abfälligen Theilen der Haut herrühren. Sauberste Handarbeit, sammetweich, das angenehmste, leichteste Tragen für empfind- Buastiefel von seinem Wildroßleder, angenehmiſtes Tragen, wundervoller Mr. 9,25.1 liche Füße Roßleder Knopfftiefel, 11 Stoof bod, reine Leberguibaten, geftebyte Spigkappe, burchgenäbte Kernfoble t. 5,75 Git, febr boch im Buge, mit Herzblatt oder Vordernabt und LackBierfappe Hygienische Fussbekleidung! D. R. M. S. Dr. Thomalla's Gesundheitsschuhe · Mr. 6,90 = Das Wohlthuendfte für empfindliche Füße, außergewöhnlich hoch, auf Rand genabt, in verschiedensten Façons Mr. 8,75. Kalb- Glacé- Zugftiefel mit echtem Sechuntblatt oder Vachettelack blatt und aufgefekter böchfteleganter Bierkappe. Diefer Stiefel befitt nicht nur binfichtlich der Dauerhaftigkeit, sondern auch in Bezug auf bornehme Elegans die böchste Vollkommenbeit Wit. 9.50. Glacé- Zugftiefel( für ältere Damen), vornehme Form für breite Zeben lage, niedrig in 3uge, fammetweich Mr. 9,50. Knopfstiefel von prima fatinirtem Kalbleder, ringsberum mit Befab von gleichem Leder, innen mit Satinfulterbelak. in fonftiger Ausführung wie man sie von einem hocbeleganten Stiefel erwartet Cord- Vantoffeln mit Filzsoble Schwarze Filzpantoffeln mit Filafohle -, 45 fm. -, 85 fo. Diesel ben mit Fila- und Lederfoble Plüschpantoffeln mit durchgenähter Lederfoble und Absatzfleck -, 90% fg. Mt. 10,25. -, 40 Bfo. Für Mädchen und Knaben! Noßleder- Turnschuhe mit 2 Seitengummizügen, durchgenähter Beberfoble, reine Lederzuthaten, bis zur immeren Länge von 18 cm. r. 2,25, 22 cm. t. 2,75, 27 cm. Mr. 3,-. Roßleder Zug- und Schnürschuhe, gediegene Handarbeit, ge nagelt Strapazierfcbube bis zur inneren Länge von 18 cm. Wit. 2,50 bis 22 cm. t. 3,25. Moẞleder Zugschuhe, einbällig gearbeitet, für erwachsene Knaben. Von 22-25 cm. innere Länge ART. 4, Roßleder Knopf- und Schnürstiefel, Handarbeit, genagelt. berber Strapazierstiefel bis zur inneren Länge von 18 em. Wit. 3.25. bis 22 cm. wit. 4,25 Knaben- Schnürstiefel, von Roßleder mit Belab, einbällia gearbeitet bis zur inneren Länge von 22 cm. bis 25 cm. Wit. 5,50 Russische Stalbleder Schnür- und Knopfftiefel, ausge näbte Stnovflöcher, Spigfapve, genähte Soblen bis 18 cm. innere Länge it. 5,50, bis 22 cm. Mr. 6.Schnürstiefel. von brima Wilbroßleder mit genähter Sohle und martirtem Rand, einbällig, von 22-25 cm. Wit. 6,50 Russisch Kalbleder- Schnürstiefel mit echt franzöfifchen Aaraffen. Besatz sonst in Ausführung wie der vorstehende, von 22-25 cm. t. 7,25. Kinder- und Baby- Schuhe find in derart riefiger Auswahl am Lager, daß jedem Wunsch Rechma getragen werden fann. Aus schwarzem oder farbigen Leder mit oder obne Berlstickerei. mit Svangen. Schleifen. Obren ac. 2c. Je nach Aus fübrung. Art und Größe in allen Breislagen. Eleganteste u. Praktischste der Neuzeit. Aus taffetartigem, brävarirtem Stuff: das angenebmfle Tragen und Empfehlenswertbefte in fanitärer Beziebung. Seine Krampfadern. feinen Fußschweiß, teine wunden Stellen, feine Hübnerangen oder eingewachsene Nägel. Im Sommer tübl, im Winter warm. Näberes im Dezemberbeft 1894 der von Professor v. Essmarch, Professor Leyden, Professor Gusserow u. anderen Autoritäten auf dem Gebiete der Medicin berausgegebenen Zeitschrift für Krankenpflege". Für Herren: 3uaftiefel Mr. 10,50, Schnürstiefel it. 11,-, Halbschube wit. 8,75. Für Damen: Halbschube wit. 8,25, Buaftiefel it. 9,50, Roblitiefel it. 11,-. Herren- und Knaben- Garderobe in gediegenster Ausführung, reellstem Material, zum Theil auch solche, die durch den Umzug unmerklich gelitten, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. ROVID Die Waare ist durchweg auf das Peinlichste fanver wie nach Bestellung gearbeitet und übernehme ich, wie bei allen meinen Artikeln für die Güte durch gedruckte Garantiescheine volle Garantie. Die Stoffe bestehen aus deutschen, englischen und französischen hervorragenden guten Fabrikaten, keine Schundwaare. Einsegnungs- Anzüge in Satin Samar banderen hervorragen- ftermantel mit Bellerine au 22,-, 24,-, 28,-, 32 bis 40 Mart. den Stoffen 12,-, 15,-, 18,-, 21, bis 27, Herren- Jaket- Anzüge, ein- und sweireib., au 12,50, 15,-, 17,50, 20,-, 22,-, 24,- bis 35,- Warr. Rammgarn- Jaket- und Rockanzüge, einreibig. au 27,-, 30, 32, 34,- bis 45,- Mart. Rammgar- Geyrod. oder Gesellschaftsanzüge, zwveireih, zu 28,-, 33,- 38,-bi845,-mart. Patetots in allen Farbenstellungen, deutschen und englischen Façons, su 9,-, 11,50, 13,50, 15,-, 18, bis 30, art. " wird 9 16,25 bis 28 art. Havelocks mit ganzer Bellerine in den schönsten Bhantafies und glatten Muftern au 9,50-11,25-13,25, Bayrische Lodenjoppen mit Gart oder Gummigua au 6,25, 7,- bis 11 Mart. Die aleichen Jovven aus anderen haltbaren Stoffent au 4.-, 5-, 6 Mart. 17,50, 24 bis 40 Mart. Schlafröde aus Fautafie- und alattfarbigen Stoffen in geschmackvollfter Ausführung au 8,75, 11,-, 14,-, Beinkleider von Cheviot, Kammaarn, Velour, Burkin und sonstigen auten, wollenen, dauerhaften Stoffen, tadellos figend, z 3,75, 4,50, 5,-, 5,50, 6,-, 7,-, 7,50, 8.50 bis 13 tart. Maßbestellung! Bro qaraliti. Et Gehandelt wird nicht Arbeitssachen von dauerhaftem Material, in gediegener Näbarbeit, find in großer Auswahl am Lager. Herren- und Knabenhüte in durchaus vorzüglichen Qualitäten zu noch nie dagewefenen billigen Preisen, ebenso offerire einen Posten Gardinen bedeutend unterm Preis. Jacques Raphaëli, Berlin, jetzt Spandauer- Brücke No. 2. Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements sind Wochentags bis 10 Uhr Abends u. diesen Sonntag bis 7 Uhr Nachmittags geöffnet. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. Möbel- Magazin. Eigene Tischlerei. Fr. Janitzkow, NW., Thurmstr. 45. Polsterwaaren. Eigene Werkstatt. 4468L* Verantwortlicher Nedakteur: August Incobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Max Badina in Berlin,