Nr. 152. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Norwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Quittung. Freitag, den 3. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. nischen Auktion Kaffeeklatsch, Förstenwolfgang 12,05. Lübeck ganzen Baues herbeiführen wird. Man gedenke nur der durch G. V. 4, Rietschen bei Rothenburg 15,15. Ottensen auf furischen Nehrung, deren Geschichte selbst zünftigen MusterListen gesammelt 216,- Berlin Feenpalast- Versammlung 155,-. Im Monat Juni gingen folgende Beiträge bei dem Unter- I. Berliner Wahlkreis 120,-. Grafrath bei Solingen 23,-. Werther patrioten Anlaß zu Entrüstungsklagen über soldatische zeichneten ein: Buberkolonne M. Glüdemeister, Landsberger Allee 3000,-. Luckenwalde 30,-. Mannheim 25,-. Berlin d. E., Berstörungswuth giebt, weil es russische Soldaten Tilſiterstraße, Berlin 10,-. Langenfelde b. Hamburg 82,- Weberstraße, und 2., Andreasstraße 6,05. Berlin d. 2. von einer waren, die durch Abholzung die Versandung der Nehrung Stellmacher Berlins d. Meßmann 20,-. Rheidt a. Rh. 2- amerikanischen Auktion 11,45. Von den rothen Maurern, Bau und damit die Gefahr der Versandung auch für das bisMittweida 38,- Von den Alten, Glückstadt 27, Staßfurt Bayreutherstraße, Berlin 6,- Lauenburg a. G. 11,60. Leipzig- her durch die Nehrungswaldungen geschützte kurische Haff 28, Westbezirk Leipzig 200,-. Durch A. 3, Berlin 3,20. Connewig 100,- R. Unverdrossen, Berlin 5,05. Finsterwalde K. Rheine i. W. 11,-. Groß- Auheim 35,-. Zwickau 100,-. Vor 10,-. Löbau i. S., Auktion zweier Sperlinge 4,80. Gera 50,-. herbeigeführt haben. Und haben nicht die Unterelbinger wärts", Maifonds- Sammlung, 2. Rate 350,-. M. B., Berlin 75,- Hainichen i. S. 10,- Wald b. Solingen 15,-. Die Unver- ein beklagenswerthes Beispiel für die Folgen kurzsichtiger J. B., Berlin, 25,-. Elberfeld 500,-.. H., Altona 250,- Bon befferlichen aus Beelitz i. d. Mark 6,-. Freiberg i. S. 10,- Habgier unmittelbar vor der Nase in Helgoland? Das den rooden Murlüb, Humboldstraat, Hamburg- Uhlenhorst 10,- Ernstthal i. S. 10,-. Gasthof Zeche b. Hohenstein- Ernstthal 7,50. fleine rothe Felsenriff in der Nordsee war eine umfangUnheilbar 6,-. Annen bei Herdecke 5,-. Ditenſen 500,- Magdeburg 100,-. Leipzig- Neuschönefeld 40,30. Wernigerode Solingen- Nord 14,15. XV. sächsischer Wahlkreis Kändler bei 30,60. Berlin Berloosung 4,40. Solidaria d. Sch. 7,-. Bier- reiche Insel, deren aus buntem Sandstein bestehender Limbach 25,25. Stettin 100,-. Kottbus d. A. Beyer 50,- probe von Saal III der Möbelfabrik von Pfaff- Berlin 20,95. Lyra Haupttheil durch eine halbmondförmige Kreideklippe mit Maurer vom Bau Prinzenstraße 96, Berlin 10,25. Hanau 100, Berlin, Raupachstr. 15,-. Berginanns- Versammlung b. Joël, Berlin, einem wiesenreichen Unterlande verbunden war. Der schöne Leffin i. Mecklenburg 12,60. Mülhausen i. Els. 93,85. Von 24,45. Kornzoll- Versammlung bei Joël, Berlin 128,90. Bierter Lange's Bau, Hamburg 12,-. W. Hint' Fabrik, Hamburg, Berliner Wahlkreis SO. 183,- Liste 586 Berlin 2,75. Langen- weiße Kreidefels war ein zu verführerisches Handelsobjekt, Eimsbüttel 44,80. Schönefeld- Leipzig 20,-, davon K. P. F. berg Velberter Ausflügler 6,65. Nürnberg 300,-. Land- als daß die Helgoländer sich hätten überwinden können, 1,20. Amerikanische Auktion von Maurern auf Bau Prinzen- partie der Karnei'schen Werkstätte, Berlin 2,45. Dritter Berliner ihn unberührt stehen zu lassen. Sie wollten ihn indeß straße 96, Berlin 11,50. Vom rothen Grünkramhändler, Berlin Wahlkreis 200,- Berlin III. alt 50,-. Auf Liſten dritter Ber- feineswegs völlig abbrechen bei Leibe nicht, sein Werth 50. Fest- Ueberschuß aus dem VI. Berliner Wahlkreis 532,30. liner Wahlfreis 39,55. VI. Berliner Wahlkreis Oranienburgersie nahmen Durch W. aus dem VI. Berl. Wahlfreis 200,-. III. Samb. Wahl vorstadt, Wedding, Gesundbrunnen 427,10, IV. Berliner Wahl- als Schuhwall war ihnen zu gut bekannt freis 500,-. Burglehe bei Bunzlau 8,-. Potsdam 50,-freis SO. 420,85. nur hier ein bischen fort und dort ein bischen, genau wie Württemberger Genossen, Stuttgart 100,-. Amerikan. Auktion Grünspahn R. F. Berlin 3,25. Reinickendorf- Berlin 4,90. Volts- Es mußte heißen: Eupen statt Engen, Ronsdorf statt Stonsdorf, machen, bis eines Nachts eine Sturmfluth den noch immer In der letzten Quittung waren einige Druckfehler enthalten. es die Grundbesitzer in ben Elbmarschen mit dem Thon versammlung Goldlauter i. Thür. 15,-.. C. W. J. Berlin 9,80. IV. Berliner Wahlkreis, Osten 300,-. Brisbaner Genossen, Queens Schnen bei Lichtenfels i. B. statt Lichtenfels i. B., Tischlerei von hohen und schönen, aber infolge der Abbröckelung widerland, gesammelt durch Schwarz 89,25. Breslau 100,-. Braun- Mittag statt von Wittig. schweig 300,-. Delitzsch 20,-. Coburg 4,75. Durch Chr. Alb. aus Für die gemaßregelten Bergleute vom fünften Berliner Wahl- standsunfähigen Kreidedamm durchbrach. Da haben dann dem Westende Münchens 20,-. Regensburger Genossen 25,-treis erhalten 100,-. Von den Metall- und Eisendrehern in kurzer Zeit die Meereswogen den Step. des Streidefelsens vollständig und mit ihm das Unterland bis auf Neiffe i. Schles., gelegentlich der Maifeier in G. gesammelt 20,- Berlins 500,-. Wandsbeck, Ueberschuß der Maifeier 500,-. W. eine fümmerliche von Jahr zu Jahr die Lage verändes de Wandsbeck 1,50. Volkmarsdorf Leipzig 80,- Ilmenau in Sanddüne hinweggeschwemmt. Die Hauptinsel blieb fortan Thüringen 30,-. Werden 20,-. Lange's Bau Friedens: an allen Seiten dem zerstörenden Anprall des Steeres Allee Ottensen 16,-. Stettin 100,- Schly., Berlin 3,-. preisgegeben, so daß ihr völliger Untergang in etwa VI. Berliner Wahlkreis Moabit 34,90. VI. Berliner Wahlkreis 600 Jahren bevorsteht dank der kurzsichtigen Habgier durch Schw. 59,50. Rußdorf i. Sachsen- Altenburg 10,-. Siegesmuth, Augsburg 7,35. V. Berliner Wahlkreis 200,-. Rothe ihrer Bewohner. J. Die Parteipresse wird um Abdruck dieser Quittung gebeten. Berlin, 2. Juli 1891. Für den Parteivorstand A. Bebel, Gr. Görschenstr. 22a. W. Innung Döbeln 5, Merseburg 50,- Wahlkreis Offenbach. Wie ist der Marschverwüstung Dieburg 25,- A. B. 150,-. P. S. 50,-. Dr. Br., Berlin 20,-. VI. Berliner Wahlkreis Rosenthaler Vorstadt 84,20. VI. Berliner Wahlkreis Schönhauser Vorstadt 77,70. Beiß 10,-. Rundmacher u. Katzenköpfe Erbbegräbniß Berlin 9,50. Mittweida i. S. Einhalt zu thun? Im Lichte dieser traurigen Erfahrung ist es ganz gleichgiltig, ob bereits viel oder wenig abgebaut worden ist von dem Thonboden der Elbmarschen; daß überhaupt Unserem Warnungsruf, daß der Auspowerung der den Privatgrundbesitzern jener Gegenden freie Hand ge40,-. V. Berliner Wahlkreis 514,35, darunter rothe Neune 8,20. Elbmarschen Halt geboten werden muß, wenn nicht durch lassen wird, nach Belieben ihr verwüstendes SchacherDie konfiszirten rothen Fahnen, Weißgerber Berlins 48,40. E. Berlin 20,- Adlershof b. Berlin, Voltsversammlung 30,- die Wüstlegung jener fruchtbaren Gegenden schließlich ein geschäft mit dem Boden zu treiben, das ist die Wurzel des Herne i. W., Ueberschuß der Volksversammlung durch F. G. 3,40. werthvoller Theil des deutschen Bodens für alle Zukunft Uebels. Wünschenswerth wäre es freilich, wenn einmal Erfurt 50,-. Heidersbach b. Suhl 10,-. Achim i. M. 25,- vernichtet werden soll, wird man von interessirter Seite durch vorurtheilsfreie Untersuchung festgestellt würde, wie Harburg 500,-. H. K., Aachen C. 10,-. Barmbeck- Hamburg sicher mit dem Einwurf begegnen: Das ist ja Ueber- weit das Unheil dort bereits vorgeschritten ist, aber für durch W. W. 20,-. S. B., Schönberg, Fürstenth. Ratzeburg, 20,-. Pforzheim, Genossen im Thal 10,- Tambach b. Gotha treibung. Was thut's, wenn auch hier und da die Thon- die Entscheidung der Hauptfrage ist das nebensächlich. Mit der Versumpfung der Die Sachlage erfordert, daß so bald als möglich der 15,-. Beuleuroda 50,-. Langenbielau i. Schl. 100,-. Echfeu- schicht abgebaut wird? diger Genossen 100,-. Sorau N.-L. 25, Calau- Betschau, Marschen hat es denn doch noch gute Wege! Bodenverwüstung der Ziegelbrenner in allen durch Fluthgemeinsamer Spaziergang, 5,20. Die rothen Buchbinder aus Ja, wenn man nur wenigstens berechnen könnte, wasser bedrohten Marschgegenden ein Ende gemacht wird. der Grünstraße, Berlin 5,-. Eisenach 4,30. Flensburg 10,-. Wir könnten, um das formale Recht des Staats zu Waldheim in Sachsen 50,20. Altona durch E.. 300,- wann denn diese blöden Augen so fern erscheinende VerBerlin, Ueberschuß von einer Landpartie 6,90. München fumpfung eintreten kann. Das ist ja gerade das Gefähr- solchem Einschreiten zu begründen, uns darauf berufen, Genossen in der Alu 60,-. Halberstadt 50,- Lemgo 10, liche bei der Antastung solcher uralten Kulturbauten daß die in Deutschland giltigen verschiedenen Formen des Alt- Blessin b. Güstenbiese 10,- Konstanz, Bersteigerung eines der Natur, daß wir nie wissen, wann wir Bodenbesitzrechts trotz der allgemach zum Durchbruch geLiederbuches 4,-. Die vier Alten Osten Berlin 70,60. Von den Barquettbodenlegern Berlins 25,75. Berlin von einer amerika- den Eckstein berühren, dessen Fortnahme den Einsturz des langten Annäherung an den absoluten Eigenthumsbegriff Feuilleton. Nachdrud verboten.] und daß ich kein Rebeller bin, sondern der rechtmäßige, wärmsten Herzen für die Sache Tyrols, in die höchste Gevom Haus Desterreich erwählte Kommandant von Tyrol." fahr abgeschnitten und aufgerieben zu werden. Die Bauern Damit war die Sache entschieden, und der Bote konnte, retteten ihn auf ihre eigene Faust. Hei, wie ihre Stutzen [ 100 nachdem er sich und sein Roß verruht und gestärkt hatte, da den Franzosen den Todtentanz pfiffen. mit der frohen Meldung zurückreiten: der Hofer kommie.„ Schau! Schau! wie der d'raufgeht", rief Hofer wähDie Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol Der Kurzsichtige," rief Haspinger,„ weiß er denn nicht, daß Tausende von seinen Landsleuten in unserer Gewalt sich befinden?" " von Robert Sa, weichel. Vor die Stutzen mit ihnen!" schrien Andere. Und er kam mit seinen Passeiern, an die sich unterwegs rend des Kampfes seinem Adjutanten Eisenstecken zu Herr von Tschöll mit 4000 Bauern und Gasser mit seinen und wies nach dem Kirchlein im Thale, das abseits vom bozener Scharfschüßen anschlossen. Die Desterreicher aber vom Dorfe etwas erhöht lag und dem Feinde als Stützsie nach Trient kamen, hatte Baraguay d'Hilliers bereits Es sind Etschthaler." Mit gespannter Aufmerksamkeit ver brachen erst zwei Tage später von Innsbruck auf und als punkt diente.„ Den langen Buben mein ich dort rechts. nöthigte ihn zum Rückzuge aus Tyrol. vierundzwanzig Stunden vorher die Stadt geräumt. Das folgte er das Gefecht bei der Kirche und strich sich dabei fiegreiche Vordringen des Erzherzogs Johann in Italien wiederholt den langen Bart.„ Der hat Schneid," murmelte General Chasteler er beifällig. Plötzlich lachte er kurz und laut( auf. Ich eilte ihm nach und, verzehrt von dem Ehrgeize, die Lor- hab' halt immer gemeint, daß ich den Bub kennen müßte. Andere verlangten Bergeltung. Speckbacher rollte seine beeren der Bauern zu verdunkeln, griff er ihn, ohne die Jezt weiß ich, wer's ist." Wieder nach einer Weile fuhr er großen Feueraugen und rief: Bei den blutigen Wunden Landwehren heranzuziehen, in einer für reguläre Truppen fort:" Jezt hat er den Franzos ordentlich gepackt. Schau, Christi, er soll es büßen! Die beiden Todten zahlen wir fast uneinnehmbaren Stellung an. Ja, er verbot den Ty- schau, Eisenstecken!" Abermals wies er nach dem Kirchihm mit je hundert Franzosen heim!" rolern auf das linke Etschufer überzugehen und den zurück- lein, wo in diesem Augenblicke die Etschthaler unter ihrem Wie alle Zopf- und Ga- Führer die Höhe mit geschwungenem Kolben nahmen und weichenden Feind zu vernichten. " Ruhe! Ruhe! lieben Freunde!" rief jetzt der bärtige maschengeister hegte er, und auch die anderen Generäle, die die Franzosen hinunter warsen. Bald darauf gingen die Andrä und hob die Rechte ein wenig auf. Wir thut's im Schmidt, die Marschall, welche Desterreich in das Land ge- Franzosen auf allen Bunkten zurück und das Hurrah der Herzen weh, daß die zwei armen Menschen haben sterben schickt hatte, eine grenzenlose Verachtung gegen die Tapfer Sieger erschütterte die Luft. Hofer verließ seinen Standpunkt und schritt auf die müssen. Aber sollen wir darum unſere reine, heilige Sach' teit ohne Uniform, und er fluchte öffentlich darüber, daß er Oberstlieutenant von Leiningen fam heranmit Blut beflecken und zu Mördern werden an Unschuldi- mit dem Hofer, einem Bauer, an einem Tische habe essen Kirche zu. gen? Bedenkt's doch, Leut'! Die Franzosen sind im ehr- müssen. Jetzt wollte er diesem Bauer beweisen, wie man geritten und schüttelte ihm herzlich die Hand. von und Tausende fiege, " Das war Hilfe in der Noth", sagte er, und darauf lichen Kampf gefangen worden. Sie haben ihre Pflicht militärisch schlage gegen ihren Kaiser gethan, als sie gegen uns fochten, wie tapferen österreichischen Kriegern mußten diesen Dünkel mit Sofer:" Wie mag es denn anders sein, als daß wir waffenwir die unserige. Und jetzt sollen wir die Wehrlosen hin- ihrem Leben bezahlen. Er hörte auf keine Vorstellungen, brüderlich zusammen stehen in Noth und Gefahr für DesterEr ließ seine milden schwarzen Augen im und nicht nur er selbst wurde blutig abgewiesen, sondern reich? Gott sei gelobt, daß ich helfen konnte." Er ging weiter, überall mit frohen Zurufen begrüßt und Kreiſe herumgehen und die Leidenschaften begannen sich zu seine fehlerhaften Dispositionen brachten einen großen Theil " Ich will's dem Hilliers schreiben, daß seines Heeres unter dem Oberstlieutenant Grafen Leiningen, von Diesem und Jenem zutraulich angesprochen. Eisenunser lieber Kaiser Franz zu den Waffen gerufen hat dem fähigsten Kopfe in der österreichischen Armee und dem stecken und sein Ordonnanzoffizier, Peter Siegmayr aus schlachten?" beschwichtigen. schlage und -der des römischen Rechts dennoch durchschimmern lassen, daß Uebrigens erklärt Fusangel, nachdem er von dem Artikel| dem sogenannten Grundbesizer nur das Nutzungsrecht, des Reichs- Anzeigers" Kenntniß genommen, daß er alle nicht das Verwüstungsrecht am Boden zusteht. Dahin Anklagen gegen das Bochumer Wert aufrecht erhalte, und gehört das Verbot der Abholzung der Berge in den daß die in seinen Händen befindlichen Stempel zum Zwecke Alpenländern, wo eine solche Abholzung die Gefahr der der Fälschung angefertigt, und nicht von Revisoren bestellt seien. Verkarstung der Gebirge oder der Verschüttung der Thäler durch Lawinen heraufbeschwören kann; legt doch die Ver- Die ,, geflickten Schienen" haben in der„ Kölnischen farstung der krainisch- istrischen Berge Zeugniß dafür ab, Beitung"( wer sprach doch von der Cloaca maxima wohin die Nichtbeachtung derartiger Vorsichtsmaßregeln großen Bentraltloake am Rhein?) einen glühenden Verführt. Ferner die Verpflichtung zur Erhaltung der Deiche theidiger gefunden. Der Mann, von dem sogar Herr in den Marschländern selbst, auch dort, wo der Deich nur Gneist, der alles beweisen kann", noch etwas lernen konnte, weiset in einem langen Artikel nach, daß das Flicken der das Besitzthum eines einzelnen Grundbesizers schützt, kann weiset in einem langen Artikel nach, daß das Flicken der Schienen nicht blos eine ganz unschuldige, sondern eine hierbei angezogen werden. positiv nützliche, und wohlgemerkt in Interesse Doch ob sich von solchen Anknüpfungspunkten in des Publikums, nicht der Baare und Kon unserm bestehenden Rechte aus die Inhibirung des Ziegel- forten nothwendige Arbeit ist, ist, und brennens in den gefährdeten Marschgegenden rechtfertigen kommt zu dem kühnen Schluß: läßt oder nicht, auch das ist nebensächlich. Reicht das bestehende Recht nicht aus,- Grund um so mehr für den Erlaß eines Gesetzes, das, wir wiederholen es, den Abbau der Thonschichten in den der Ueberfluthung oder Wir hatten allerdings geglaubt, die Schienen würden Versumpfung durch einsickerndes Wasser ausgesetzten Marsch- geflickt, damit die vorhandenen Fehler verdeckt gegenden rundweg verbietet und auch in anderen Bezirken den Abbau nur bis zu einer solchen Tiefe gestattet, welche die fernere Ausnutzung derselben für landwirthschaftliche Zwecke nicht unmöglich macht. Wir sind gespannt darauf, was die selbstbestallten Erbfreunde der Landwirthschaft auf den Gutshöfen und am grünen Tisch zu unserer Forderung fagen werden. er " Die Schienen müssen gründlich geflickt werden, sonst ist man nicht sicher, daß sie fehlerfrei sind." würden. der in Wenn der Gelehrte der„ Kölnischen Zeitung" auch den hiesigen Börsen- Kourier" unsicher macht noch zu der Entdeckung gelangen, daß blos geflickte diesen seinen Untersuchungen fortfährt, wird er schließlich Schienen gebraucht werden dürfen, und daß Herr Baare ebenso gut wie sein Freund Bismarck- ein Nationaldenkmal verdient hat. Gegen die Preistreiberei der Kohlenringe wendet sich die Bossische Zeitung" in ihrer Nummer vom gestrigen vollen Umfange nach hier folgen lassen: Politische Lebericht. Abend." Der Artitel ist so intereſſant, daß wir ihn seinem Berlin, 2. Juli. Die langerwartete Erklärung des Reichsanzeigers" mit Bezug auf die Bochumer Vorgänge ist endlich gestern Abend erschienen. Es war offenbar eine Schwergeburt und, wie gewöhnlich in solchen Fällen, ist auch keineswegs ein gesundes Kindlein zur Welt gekommen. Gegenüber Herrn Baare, die Schienenflickereien" und Stempelfälschungen ist die Erklärung allerdings von genügender Deutlichkeit. Die preußische Bahnverwaltung nimmt grundsätzlich keine geflicten Schienen", und sie hat ihre eigenen Prüfungsstempel. So weit so gut. Aber auch nur so weit. Die Mittheilungen über die festgestellten Schienen brüche leiden an zwei auffälligen Mängeln. Erstens ist nicht gesagt, ob und" wie viele der gebrochenen Schienen dem Bochumer Werke entstammt sind. Und zweitens find blos die Schienenbrüche vermerkt, durch welche Unglüdsfälle herbeigeführt wurden. Es wäre höchst wünschenswerth, wenn wir wüßten, wie viel Schienenbrüche überhaupt stattgefunden haben, und aus welchen Werken die betreffenden Schienen herrührten. Dazu kommt, daß die Mittheilungen über die Unregelmäßigkeiten, welche preußische Prüfungsbeamten eingestandenermaßen sich haben zu Schulden kommen lassen, an einer recht bedenklichen Ungenauigkeit Leiden und geeignet sind, ben Glauben zu erwecken, es handle sich um ein Thema, as die Behörden nur mit Widerstreben berührten. Kurz, die Erklärung des Reichsanzeigers" ist nicht so ständig und so rückhaltlos, wie sie hätte sein massen, um volles Vertrauen in die Bahnverwaltung wieder herzustellen. Sie macht entschieden den Eindruck, als sei vieles nicht gesagt worden. Und daß das Nichtgesagte etwas Bortheilhaftes oder Günstiges sei, wird wohl von Niemandem angenommen werden. Jedenfalls wird durch die Erklärung des Reichs- Anzeigers" der Verdacht zur Gewißheit erhoben, daß es bei der Schienenlieferung vielfach nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, und daß die Prüfungsbeamten theilweise mit den Wertbeamten unter einer Decke gesteckt haben. Wir wollen nur wünschen, daß die Untersuchung mit der Strenge und Unparteilichkeit geführt wird, welche der Reichsanzeiger" in Aussicht stellt, und an den Schuldig befundenen, in welchem Rang und welcher Lebenslage sie inimer sich befinden mögen, ein Exempel statuirt wird, das auch auf die Dickfelligsten und Begehrlichsten seine Wirkung nicht verfehlt. " schwersten Nachtheile zufügt. Zur Herstellung einer Zonne Roheisen wird, wie Graf Kanig ausführt, durchschnittlich bei Verhüttung deutscher Erze 1,1 bis 1,2 Tonnen Rots verbraucht. Zur Verwandlung einer Tonne Roheisen in Walzeisen gehört fast eine Tonne Kohlen. Für eine Tonne Feinblech werden gegen zwei Tonnen Roheisen und dreiundeinhalb bis vier Zonnen Kohlen erfordert. Graf Kanis entnimmt dem Berichte einer größeren Bergbau- und Hüttengesellschaft folgende Stelle: Das neue Geschäftsjahr 1891 hat unter schlechten Aussichten begonnen. In den ersten drei Monaten hat das Hüttenwert mit einigem Gewinn gearbeitet. Aber nachdem vom 1. April an die theueren Kohlen- und Kokslieferungen begonnen haben, tann einstweilen von Gewinn teine Rede sein. Es müßte bald ein gründlicher Umschwung eintreten, wenn der diesjährige Abschluß noch befriedigend werden sollte." " Die Kohlenringe sind weit entfernt, auf die Be dürfnisse der Eisenindustrie der übrigen Ge werbe und der großen Masse des Volkes die geringste Rücksicht zu nehmen. Sie kennen nur Sen einen Gesichtspunkt der Plusmacherei und setzen alle Hebel an, um den inländischen Kohlenpreis fort. gesett zu steigern. Sie haben große Mengen von Erzeugnissen an das Ausland zu bedeutend niedrigeren Preisen verschleudert, als sie von der heimischen Geschäftswelt erheben, nur um das Angebot im Inlande zu verringern. Die Ringe geben, wie sie sich ausdrücken, bei Lieferungen außerhalb Deutschlands Subventionen" Graf Kaniz führt solche Subventionen von beträchtlicher Höhe mehrfach an-, verbieten den vereinigten Bechen bei einer Strafe von 500 Mark für den Doppelwagen den Verkauf von Kohle und Kots mit Umgehung des Syndikats und sind jetzt soweit gekommen, auch geflissentlich die Förderung zu beschränken, damit ein Rüc gang der Kohlenpreise verhindert oder eine Steigerung der Preise bewirkt werde. Ob es da nicht die Staatsverwaltung endlich für ihre Aufgabe ansehen wird, durch Aenderung der Eisenbahntarife diesen gemeinschädlichen Preistreibereien einen Damm zu setzen? Wenn selbst ein konservativer Agrarier wie Graf Ranitz für diese von freisinniger Seite wiederholt verlangte Maßregel eintritt, so wird sich das Staatsministerium auf die Dauer ihrer Nothwendigkeit nicht verschließen tönnen. Das Verhalten der Kohlenringe in Westfalen ist ein solcherMißbrauch des Vereinigungsrechts, daß empfindliche Rückschläge für dieselben Kreise, welche heute nicht Maß noch Biel kennen, sicherlich nicht ausbleiben werden." So die„ Tante Voß", deren nationalökonomische Rechts gläubigkeit über jeden Zweifel erhaben ist. Und doch ents Seit geraumer Zeit flagt die Industrie und jedes Gewerbe, welches auf größeren Verbrauch von Kohlen angewiesen ist, über die außerordentliche Vertheuerung dieses Brennmaterials. Auch die Familien empfinden die Preissteigerung, da die Kohle heute selbst für die unbemittelten Voltsschichten zum nothwendigsten Bedarf gehört. Der konservative Abgeordnete Graf von Kanit Podangen hat jüngst eine Flugschrift über„ Die Kohlenverkaufs- Vereine und ihre wirthschaft liche Berechtigung" veröffentlicht, in welcher er nachweist, daß diefelbe Rohle, welche vor fünf Jahren mit 4% M. für die hält vorstehender Artikel die denkbar schärfste Verurtheilung Tonne bezahlt wurde, heute durchschnittlich 10% bis 11 m. der gesammten kapitalistischen Produktionsform und Wirth fostet und daß nach dem Berichte der Bochumer Bergiverks- schaftsordnung. Was von den Grubenbesizern gesagt wird, Aktiengesellschaft im Jahre 1890 für Koks ein Durch das gilt in der Hauptsache heut zu Tage von allen In schnittspreis von 17,62 m. gegen 9,76 M. im Vorjahre dustriellen und auch von allen Kaufleuten. erzielt wurde, was einer Preissteigerung von mehr als achtzig Sie sind weit entfernt, auf die Bedürfs Prozent gleichkommt. Kein Wunder, daß bei dieser Preisbewegung, welche durch die neuerdings gebildeten Kohlen- nisse der großen Masse des Volks die ringe auf die Spitze getrieben wird, die Kurse vieler Berg- geringste Rücksicht zu nehmen. Sie fennen. wertsattien an den Börsen eine schwindelnde Höhe erreicht nur den einen Gesichtspunkt der Plushaben. macherei." Heute werden aus dem westfälischen Kohlenrevier mehrere Und wer dies begriffen hat, muß auch die Be Meldungen verbreitet, welche das Gebahren dieser Hinge rechtigung des Sozialismus anerkennen, der neuerdings in ein grelles Licht stellen. Die Rheinisch dieser privaten Plusmacherei" ein Ende bereiten, die Westfälische Zeitung", welche den Grubenverwaltungen nahe Herren Blusmacher expropriiren und die Produktion so steht, berichtet: Die Zechen haben überhaupt nur noch " fehr geringe Quantitäten abzugeben; ebenso haben die Händler regeln will, daß auf die große Masse des Volks Rücksicht" bei Weitem den größten Theil der tontrahirten Rohlenmengen genommen wird. bereits weiter verschleißt, was bei dem kolossalen Bedarf für Wir werden die Vossische Zeitung" an diesen ihren den Oberrhein und Süddeutschland infolge des Ausfalls bei rollenwidrigen Seitensprung ins sozialistische Lager gelegentden Saargruben leicht erklärlich erscheint." Es wird weiter lich erinnern. ausgeführt, daß die französische Ostbahn, welche von den Saargruben jährlich 400 000 Tonnen Kohlen bezog, dieselben dort Dem eignen Verschulden der Arbeiter wird auch jetzt nicht mehr erhalten könne, eine Nachricht, welche auch von in den eben veröffentlichten Berichten der preußischen der Kölnischen Zeitung" bestätigt und mit dem Kohlen" mangel im Saargebiet begründet wird. Die Ostbahn sei daher Fabrikinspektoren eine große Anzahl der Verunglückungen Wir wollen durchaus nicht begezwungen, Ruhrkohlen zu kaufen. Nun sollte man meinen, im Betriebe zugeschrieben. daß angesichts dieser Kohlennoth die westfälischen Gruben streiten, daß Leichtsinn und Unwissenheit, auch Gewohnheit die Förderung steigern würden, damit nicht angesichts die Arbeiter die Vorsicht oft vernachlässigen läßt, aber in der wachsenden Nachfrage dec ungewöhnliche Preis den meisten Fällen ist es der Unternehmer selbst, welcher noch höher getrieben würde. Statt dessen kommt die jene Nachlässigkeit verschuldet und sie sogar noch fördert. dürre Nachricht:" Der Dortmunder Kohlenverkaufs- Verein Selbst wo Schutzmaßregeln getroffen sind, wird die Außerhat das Einlegen von Feierschichten beschlossen." Die Zechen- achtlassung derselben, wenn sie die Arbeit fördert, nicht unverwaltungen sind nach der Rhein. Westf. 3tg." übereingekommen, für den Monat Juli die Förderung zu beschränken." gern gesehen, und selbst wenn in Fabrikordnungen Be Es scheint, als seien die übrigen Verkaufsvereine im Begriffe, ftimmungen enthalten sind, welche bei Strafe die Be dem Dortmunder Beispiel zu folgen. nuzung der Schuhmaßregeln vorschreiben, so haben diese Man wird nicht umhin können, diese künstliche Verminde meistens nur den Zweck, die Fabrikleitung der Verantwort rung des Angebots ausschließlich auf die Absicht zurückzuführen, lichkeit zu überheben. Wie peinlich werden die Strafs den Kohlenpreis auf einer übertriebenen Höhe zu erhalten, ein bestimmungen wegen Zuspätkommens, und, wäre es auch Verfahren, welches besonders der deutschen Eisenindustrie die nur eine Verspätung von einzelnen Minuten, ausgeführt, Franzosen und Bayern aus dem Land schlügen und selber ein gottloses Leben führten. Kommt!" Mittel- Ollang im Busterthale, begleiteten ihn. Auf dem schwer eroberten Kirchenbühl fanden sie bereits den Ortspfarrer mit dem Bader geschäftig, die Schwerverwundeten Er rief den Pfarrer herbei und sagte:„ Hochwürden, zwischen den Gräbern aufzuheben und von den Siegern in hier sind zwei sündhafte Leut', die müsset Ihr gleich ehelich das Gotteshaus tragen zu lassen, dessen Dach und Mauern zusammengeben, Gott wird's Euch lohnen." die Spuren unzähliger Kugeln trugen. Der Vorkämpfer Der Pfarrer, ein alter Mann, lächelte, indem er einen gestützt und fah zu, wie einem Manne, der daneben auf reit, den Sieg Hofers durch ein solch' christliches Werk zu der kleinen tapferen Schaar hatte sich lässig auf ein Kreuz Blick auf das Brautpaar wars und erklärte sich gern beSem Grabhügel saß, von einer Frau ein Tuch um die frönen. blutende Stirn gewunden wurde. Die Krone seines teck Hofer verabschiedete ihn mit dem Bemerken, daß er sich in Bozen wieder bei ihm melden sollte. Ambros blieb zurück und hielt sich allein, während die Schützen und Milizen miteinander fröhlich plauderten, scherzten und sangen. Sie kehrten an den häuslichen Herd zurück; er hatte kein Heim. Die Begegnung mit Hofer in gesucht und es war nach langer, langer Zeit wieder die Pergine hatte ihn aus dem Taumel aufgescheucht, in dem er Erinnerungen und Reue unter den Paschern zu ersticken Sie begaben sich Alle in die Kirche und die Etsch- erste reine Empfindung gewesen, als er nach dem Siege vor aufs Ohr gesetzten Hutes war von einer Kugel zerrissen und thaler, die Ambros geführt hatte, schlossen sich ihnen an dem Sandwirthe gestanden hatte, die erste reine Freude. ſein Geficht, aus dem zwei schwarze Augen blizten, von Es war eine ergreifende Feierlichkeit, diese Trauung, bei Aber mochte, wie Hofer gesagt, der heutige Tag auch manches Pulver beschmiert. Bei dem Anblick Hofer's richtete er sich der Alle, mit Ausnahme der Braut, bewaffnet waren und wieder gut machen; das Blut Jergs wurde dadurch nicht mit allen Zeichen der Ueberraschung auf. Der bärtige Andra die Zeichen des eben beendeten Kampfes an fich trugen, wäh- von seinen Händen gewaschen. rend ringsum die Verwundeten auf der Strohschütte oder aber reichte ihm lächelnd die Hand und sagte: Eine wohllautende Stimme weckte ihn aus seinem " Nu, grüß' Dich Gott im Vaterland, Fra Rabbioso! dem nackten Fußboden ächzten. Dem Dank des Paares entzog Brüten. Es war ein junger Mann seines Alters, der ihn Haft Deine Sach' gut gemacht. Gelt, sich mit den Fran- ber bärtige Andrä sich schnell. Was er an Geld bei jich fragte, warum er so abseits und traurig seine Straße zosen schlagen, ist ein ander und besser Stücklein, als ver- hatte, das gab er heimlich dem Pfarrer zur Pflege der zöge? Es wäre ihm wohl im Gefecht ein lieber Freund botene Waaren über die Berge schleppen und sich mit den Blessirten. gefallen? Ambros schüttelte nur verneinend den Kopf; er konnte das Auge nicht abwenden von dem Unbekannten. Bollwächtern prügeln?" Unterdessen hatten sich die Passeier Scharfschützen unter- Nie hatte er in ein schöneres und edler gebildetes MännerAmbros, welcher in Hofer den Fremden aus Bergine halb der Kirche gesammelt. Hofer schwang sich in den Sattel antlig geschaut und dieser Bildung entsprach auch die ganze wiedererkannt hatte, ward feuerroth vor Freude über das und gab das Zeichen zum Aufbruch. Ambros mußte an Gestalt. Sanft und rein wie das Mondlicht, jedoch nicht ihm ertheilte Lob. seiner Seite bleiben. kalt wie dieses, war das Auge; es sprach aus ihm ein so warmes, freundliches Gemüth, daß Ambros sich sofort von ihm gewonnen fühlte. Es war Peter Mayr, der Wirth aus der Mahr, der sich durch sein organisatorisches Talent unter den Bauernführern ebenso auszeichnete, wie Joseph Ambros nannte, ohne sich zu bedenken, seinen wahren Speckbacher durch seine militärische Begabung. Er hatte Dieselbe war ohne Bedeutung und Hofer scherzte: Namen. Der Hofer lachte, denn er erinnerte sich aus bisher für die Befreiung Sübtyrols gewirkt; nun ging auch Willst Deine Frau wohl für künftige Fälle zum Bader an- Huebers Erzählung des fecken Streiches, den Ambros den er mit Hofer nach Innsbruck. lernen? Sie ist doch Deine Frau?" Bayern in St. Vigil gespielt hatte. Ambros wollte es selbst Alles was er sagte, zeugte von einem hellen Verstande, Martha sah verlegen vor sich nieder. Da machte er von einem Andreas Hofer nicht leiden, daß er über ihn lache womit sich ein tiefes, durchaus männliches Gefühl verband. ein sehr ernſtes Gesicht und sagte:„ Das duld' ich nicht. und zog die Stirne kraus. Der Sandwirth klärte ihn über die Er war verheirathet und als er davon sprach, auf dem Auf der Stelle mit Euch in die Kirche." Ursache seiner Heiterkeit auf und knüpfte die Frage daran, Wege nach Innsbruck seine kleinen Kinder und sein " Du meine himmlische Güte, wir haben ja den Pfarrer ob er wegen dieser Angelegenheit aus dem Lande hätte junges Weib wieder zu sehen, leuchtete sein Gesicht von nimmer zahlen können," stotterte Planatscher zu seiner Entweichen müssen. Ambros schlug stumm die Augen nieder, innerem Glück. schuldigung. Hofer fragte nicht weiter. Und Du hast Dich von ihnen losreißen können, um Will's glauben," versette Hofer. Aber es soll von Er machte ihm den Vorschlag, mit ihm nach Innsbruck gegen die Franzosen zu ziehen? murmelte Ambros, indem uns Tyrolern nicht gesagt werden, daß wir die gottlosen zu kommen und Ambros ging mit Freuden darauf ein. er sich mit seinem Leibgurt zu schaffen machte. Und da sind ja noch mehr alte Bekannte," sagte der Wir haben noch ein Wörtlein miteinander zu reden," Sandwirth und wendete sich zu dem Verwundeten und der sagte er und nachdem er eine ganze Weile still dahin ge Frau, die Planatscher und Martha waren, und erkun- ritten war, fragte er plötzlich:" Jeßt, Bruder Rabbioso, wie Digte sich theilnehmend nach der Verlegung des ehemaligen heißest Du eigentlich?" Schwärzers. * ** während die Bestimmungen über die Beobachtung von Trippelallianz? Seine Rede erging sich in ihrem ersten aber noch 25 Stunden Zwischenzeit bis zur Versammlung waren, Schutzmaßregeln vielfach nur auf dem Papier stehen. Ja Theile über die Bedeutung der Trippelallianz vom Stand so ist Beschwerde gegen den Herrn Amtsvorsteher eingereicht. noch mehr, die gewissenhafte Beobachtung dieser Bestimmun- punkte des Staatsmannes aus und wer von den Herren auf Montecitorio fühlt sich nicht als Staatsmann geboren? Er fand Frankfurt a. O., 1. Juli." Genosse Ernst Nöller, Redakteur gen fezt den Arbeiter leicht der Gefahr aus, als Nörgeler feinen Tabel gegen die Tripelallianz, als Beispiel praktischer der" Sächsischen Arbeiter- Zeitung", ist vom Landgericht Frankverschrien und außer Arbeit gesetzt zu werden. Würde bei Politik; nur beschrieb er als sein philosophisches Ideal einer spä furt a. D. wegen Beleidigung eines Pastors zu sechs Monaten allen Unfällen, die dem eigenen Verschulden des verunglückten teren Zukunft, an Stelle der politischen Allianzen, die Verbrüde Gefängniß verurtheilt und sofort in Haft genommen worden. Arbeiters zugeschrieben werden, eine nähere Untersuchung rung aller Völker zur Lösung des sozialen Problems. Wenn Revision ist angemeldet. angestellt, so würde es in den meisten Fällen sich ergeben, die Herren Radikalen nun auch nur endlich etwas daß dasselbe Verhalten in derselben Fabrik gang und gäbe Thatsächliches zur Verwirklichung dieses Jdeals thun möchten! Erfurt. Der Redakteur des freisinnigen Thüringer Ans war, und zwar unter den Augen der Fabrikbeamten, ohne Das ist es ja gerade, was sie vom Volke immer mehr entfernt, zeigers", Paul Reinicke, wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen daß diese Einspruch erhoben. Es genügt nicht blos das daß sie in der Befriedigung der wirklichen Bedürfnisse des Volkes Beleidigung des Genossen Rosenthal zu acht Tagen Gefängniß Vorhandensein der Schutzmaßregeln( nach den Berichten der ein fernes Ideal erblicken, zur Verwirklichung dessen sie nicht und in die Kosten verurtheilt. Der„ Thüringer Anzeiger" brachte verpflichtet sind, mitzuarbeiten. Der letzte Skandal in der anläßlich einer Gerichtsverhandlung in Sachen v. Erffa kontra Fabrikinspektoren fehlen dieselben sogar noch vielfach), Kammer wird weiter feine Folgen haben. Alle find mit Schulze einen Artikel, überschrieben: Sozialdemokratische Ehr wenn nicht auch auf die Anwendung derselben scharf auf- feinem Ausgange zufrieden. Die Majorität und das lichkeit", in welchem die Sozialdemokratie im allgemeinen als gepaßt wird. Ministerium, weil sich die äußerste Linke blamirt hat, und unehrlich, Genosse Rosenthal von hier im besonderen als ein und die äußerste Linke, weil sie die möglichen Folgen ihrer Individuum bezeichnet wurde, das, obwohl nicht ge= Fortwährend unter dem Einfluß der Hundstags- Opposition, den Fall Nicotera's( welcher auch der Rechten wegen zwungen( die Vereidigung des Genossen Rosenthal wurde in hizze befinden sich die Auslassungen der Zeitungs- Staats- feiner republikanischen Herkunft verhaßt ist) zu guter Letzt noch der erwähnten Gerichtsverhandlung deshalb vom Gericht nicht männer über den Dreibund", Und da Niemand recht verhindert haben, das Ministerium noch außerdem, weil es vorgenommen, weil derselbe ursprünglich selbst in der v. Erffveiß, was der Dreibund eigentlich ist oder soll, so bleibt es durchgesetzt hat, daß die Kammer geschlossen worden ist, noch schen Beleidigungsflage mitangeklagt war), dennoch die der Phantasie der weiteste Spielraum. Daß der Friede ge- einen Tag bevor die Untersuchungskommission aus Afrika zurück- Wahrheit vor Gericht aussagte und somit( sichert und" Frankreich und Rußland isolirt" sind das lehrte, und damit die Diskussion über die afrikanischen Greuel nur aus niedriger Rachsucht gegen den vormaligen Redakteur der sind" Thüringer Tribüne", Karl Thieme, gehandelt habe, eine Handwird in allen Tonarten ausgedrückt. Im Wege steht bei vermieden worden ist. lungsweise, die nur ein kräftiges Pfui" verdiene. Rosenthal diesen gemüthlichen Kannegießern blos England. Daß, hatte wegen dieses in hohem Grade beleidigenden Artikels die wenn das europäische Festland wirklich in zwei ziemPrivattlage gegen den genannten Redakteur erhoben. lich gleich starke( und gleich isolirte"!) Hälften ge= theilt wäre, dann England die gebietende Stellung einnehmen, also von diesen ganzen diplomatischen Pfusch- Machenschaften den Hauptvortheil haben müßte, das leuchtet sogar unseren Zeitungs- Staatsmännern ein und einer der Pfiffikusse hilft sich über diese Fatalität dadurch hinweg, daß er England zum Ehrenmitglied des Dreibunds ernennt. heilige Einfalt. in der Mitte Ueber die letzten Standale in Italien schreibt man uns aus Mailand: Die Frühjahrssession des Parlaments hat vorgestern ihren Abschluß gefunden in einer Weise, wie er standalöser nicht gedacht werden kann. Zwei Tage lang schrien die Herren Abgeordneten von der äußersten Linken ihren geehrten Kollegen von der Linken, dem Zentrum und der Rechten mitsammt dem Minifterium die blutigsten Beleidigungen ins Gesicht, und als dies nichts half, gingen sie zu Thätlichkeiten über, bei welchen, nach dem Bericht ihres Mailänder Organs, des„ Secolo", die raditalen Abgeordneten Maffi, Canzio, Fratti 2c. wie Wahnsinnige um sich schlugen. " Alle sind zufrieden, nur das Volk nicht, welches die Unterhaltungen seiner Machthaber bezahlen muß. Die Gegner des franzöfifchen Arbeiter- Pensionsgefehes sind an der Arbeit. Ein Telegramm vom heutigen Tage besagt: Aus Oberschlesien wird der Frankfurter Zeitung" ges schrieben:" In Gastwirthstreifen wird gegenwärtig eine EntEine von der parlamentarischen Arbeitskommission dem scheidung des Bezirks- Ausschusses zu Oppeln, betreffend eine Minister des Innern überreichte Note betreffs der staatlichen Entziehung eifrig erörtert. Der Sachverhalt ist folgender: Dem unter eigenthümlichen Verhältnissen erfolgte Ronzession3= Arbeiter- Pensionskasse besagt unter anderem, die Pensionskasse Schankwirth Beyer in Sommerwitz bei Leobschüß war die Konwird von anderweitigen Einnahmen, abgesehen und davon ausgehend, daß nur Pensionen für die bei der Gründung der session zum Betriebe der Gast- und Schankwirthschaft entzogen Pensionskasse bereits 25 Jahre im Dienst Angestellten ge- Lokal ausgelegt und verbreitet haben sollte, was, wie es in dem worden, weil er anarchistische und sozialistische Schriften in seinem sichert werden sollen, jährlich per Kopf 721/2 Franks zu er halten haben, wovon 431,2 Franks auf die Arbeitgeber und Erkenntniß des Kreisausschusses hieß, auf Unzuverlässigkeit bei 29 Franks auf den Staat entfallen. Hierdurch sollten Jahres- der Schankwirth Berufung ein und die Sache kam vor dem BeAusübung des Schankgewerbes schließen lasse." Hiergegen legte pensionen von 450 Franks jedem Theilnehmer von 55. Lebensjahre an gewährleistet werden. Nach dem 30. Jahre ihres zirksausschuß zu Oppeln, der den Aften lagen bei bie„ ChicaBestandes werde die Pensionskasse an 81 647 Pensionäre goaner Arbeiterzeitung", der Sozialist", eine Most'sche Bro36 741 000 Franks zu zahlen haben. Nach 77 Jahren, wo die schüre, sowie drei Briefe amerikanischer Sozialdemokraten- einZahl der Pensionäre theoretisch als eine fire angesehen werden stimmig das Erkenntniß des Kreisausschusses bestätigte. Der Bekönne, werde die Pensionskasse jährlich an 1500 970 Penfio- zirksausschuß führte in den Gründen u. A. aus: Das Gericht näre 675 436 500 Franks zu zahlen haben. Um diesen Ber- habe die vorliegenden Schriften geprüft und sei der Ueberzeugung, pflichtungen nachzukommen, werde die Pensionskasse 12 Milliarden daß sie durchaus unfittlich, unreligiös, in jeder Beziehung demobesitzen und fruchtbringend anlegen müssen. Dieses ungeheure ralisirend und verwerflich seien. Daß der Angeklagte die Schriften Kapital, bemerkt die Note am Schlusse, welches ein Drittel verbreitet habe, sei durch eine Ratiborer Straffammerentscheidung der Staatsschuld repräsentire, berge in sich ein öfono- erwiesen. Durch diese Verbreitung habe er sich einer unsittlichen misch und sozial sehr bebentliches Problem. Wo existire ein Handlung schuldig gemacht, welche die Konzessionsentziehung Unternehmen, welches 12 Milliarden fruchtbringend verwerthen rechtfertige." Unseres Wissens sind die die genannten Schriften nicht verboten, und was nicht verboten ist, Das ist zu thun bez. zu verbreiten erlaubt. Wenn der Bezirks Ausschuß zu Oppeln darüber anders befindet, so darf man ihn einfach nach seiner Legitimation fragen. Die Berufung auf die Allmacht der Gewerbepolizei im Orte bez. Bezirk genügt noch lange nicht, um einen Mann geschäftlich zu ruiniren, welcher anscheinend weiter nichts gethan hat, als Schriften zu verbreiten, welche sonst frei kursiren dürfen. tönnte? ㄓ Cavallotti giebt dem Abgeordneten De Maria einen Faustschlag mitten ins Gesicht, wird aber von fünfzig Kollegen nach heftiger Gegenwehr überwältigt, über einen Stuhl geworfen und schließlich mit Imbriani zufammen aus der Aula geschafft. Gine Also Angst vor zu viel Geld! Sonderbare Schmerzen. volle Viertelstunde dauert die Schlacht", und nach derselben betrachten die Herren ihre zerrissenen Röcke, zerbrochenen Brillen Ja, wenn die übrigens mythischen- 12 Milliarden für und Uhrfetten; Guelpa zeigt dem Präsidenten seine blutige Fauft die Herren Bourgeois wären! u. s. w. Und nachdem Alles vorbei ist, kommt die VersöhnungsSzene. Aus Patriotismus" und damit das Ausland nicht glaube, daß in Italien nicht alle Parteien für die Größe des Vaterlandes ein- Auf dem Parteitag in Wien ist die deutsche Sozialstehen", umarmen und füffen sich bei eröffneter Kammer der radikale demokratie durch einen Zufall nicht offiziell vertreten geBovio mit dem liberalen Cavalletto und der radikale Cavallotti wesen. Die Parteileitung hatte den Genossen Auer, der mit dem von ihm geprügelten De Maria. Furchtbares Beifall fich seit einigen Tagen auf einer Reise befindet, nach Wien öffentliche Versammlung abzuhalten, weil fein Saal zu einer Bonn. Nachdem es uns lange Zeit nicht gelang, hier eine flatschen und, das Schönste kommt zuletzt: die Radikalen ziehen belegirt. Das Telegramm, welches ihm diesen Auftrag über- folchen wegen Angst der Wirthe vor der allgewaltigen Polizei ihre Interpellation in Bezug auf die innere Politik zurück, damit mitteln sollte, war jedoch nach einem Ort gerichtet, den er und dem Militärverbot zu erhalten gewesen ist, war es uns in ſie um des Himmels willen ihrem Busenfreunde, dem Minister bereits verlassen hatte, und gelangte so verspätet in seine letzter Woche gelungen, einen Saal aufzutreiben. Reichstags= des Innern, Nictera, nicht wehe thun, und am Ende gar ristiren, daß ein schlauer Bug der Rechten ihm das Portefeuille Hände, daß er in Wien erst nach Schluß des Parteitages Abgeordneter Ulrich- Offenbach sollte am 29. Juni über:„ Die entreiße. hätte eintreffen können. Die österreichischen Parteigenossen Forderungen der Sozialdemokratie" und„ Die Kornzölle" referiren. Alles in Allem genommen ist nun die Situation folgende: werden aber auch ohne äußere Bestätigung der herzlichen Alle Vorbereitungen waren getroffen, als uns am Sonnabend Die Abgeordneten der äußersten Linken sehen ihren Einfluß beim Gesinnungen sicher gewesen sein, welche die deutsche Beuder- auch der Wirth dieses Lokals mit der Begründung absagte, daß sonst das Militärverbot über seine Wirthschaft verhängt würde. Bolle schwinden von Tag zu Tag, und empfinden es daher als partei für sie hegt. Die hiesigen Wirthe geben ihre Säle nicht einmal mehr zur Abeine Nothwendigkeit diesen glauben zu machen, daß sie noch haltung von Festlichkeiten her. Der sozialdemokratische Verein Ideale haben. Eine Gelegenheit hierzu glaubten sie in der Agisowohl wie die Gewerkschaften sind genöthigt, ihre Vereinstation gegen die Tripelallianz gefunden zu haben. Leider bieten fie aber an Stelle dieser dem Volke die Allianz mit Frankreich versammlungen auf einer Kegelbahn abzuhalten. Wir haben also und den Krieg mit Desterreich. Alle möglichen Mittel hier einen harten Kampf zu bestehen, jedoch lassen wir uns trog Verfolgungen und Maßregelungen nicht abhalten, für unsere werden in Bewegung gesetzt, und besonders die patriotischen gerechte Sache mit allen Kräften zu agitiren, um auch hier dereinst Erinnerungen wachgerufen, um so zu ihrem Ziele zu den Thurm des Zentrums stürzen zu sehen, gelangen. Aber es verfängt nichts mehr. Das Volk will den Frieden und Verbesserung seiner materiellen, unerträglichen Lage. Groß- Lichterfelde, 1. Juli. Am 80. Juni, Abends 81/2 Uhr, Und es ist überdies nicht einmal überzeugt, daß die Radikalen es sollte hier eine Volksversammlung stattfinden. Der Einberufer Offenburg. Staatsanwalt Dr. Jolly hat jegt eingesehen, mit ihrer Agitation ernst meinen. Und zwar geben ihm zu diesem hatte unglücklicher Weise bei der Anmeldung die Stunde des An- daß der Offenburger Volksfreund" mit seinem Alarmrruf: Die Steptizismus diese selbst fortwährend neue Ursachen. Nach dem fangs der Versammlung vergessen, weshalb die Anmeldung als Hungersnoth pocht an die Thüre" nicht so ganz unrecht gehabt tumultuarischen Schluß der Session von vorgestern hielt der ungiltig zurückgewiesen wurde. Sie gelangte 26 Stunden vor hat, wie die Offenburger Staatsanwaltschaft anfänglich glaubte. radikale Abgeordnete Bovio gestern im Quirino- Theater in Rom Anfang der Versammlung durch den Postboten in die Hände des Am 25. Juni wurde dem ,, Offenbacher Voltsfreund" eröffnet, daß einen Vortrag über die Tripelallianz. Es waren sämmtliche Einberufers zurück, weshalb sich derselbe schleunigst auf die Strümpfe das Verfahren wegen Verächtlichmachung von Zolleinrichtungen 29 Abgeordnete der äußersten Linken anwesend. Und machte und bei dem betreffenden Herrn, allerdings außer der des Deutschen Reiches mangels genügender Beweise eingestellt nach so Standal, viel Geschrei und war des Amtsstunde, vorstellig wurde. Doch sobald der Beamte hörte, sei. Die beschlagnahmten Exemplare dieser Nummer werden der Pudels Kern in der Rede bes heißblütigen Gegners der um was es sich handle, war er nicht weiter zu sprechen. Da nun Expedition des Volksfreund" nun wieder ausgehändigt werden.. " was Korrespondenzen und Parteinachrichten. " * Freilich wurde es mir schwer," entgegnete Mayr von Bätern unter Lachen und Weinen willkommen geheißen, um wurden diese Arbeiten mit verdoppeltem Eifer fortgesetzt, der Mahr. Aber ich hab' ja auch für sie gestritten, indem armt und gefüßt wurden, und es schnitt ihm in die Seele. die Pässe im Osten durch Verhaue geschützt, Salpeter geich für das Vaterland in den Kampf 30g. Mein Bub' Würden Lisei und Stasi ihn nicht ebenso empfangen, wenn graben, Pulvermühlen errichtet, und Pulverlieferungen aus wird's besser haben, als wir in diesen letzten Jahren. er nach St. Vigil zurückkehren könnte? Bum ersten Mal der Schweiz verschrieben, das Blei aus den Bergwerken zum Er wird keinem fremden Herrn zu gehorchen haben. Und seit seiner Flucht von Hause, dachte er daran, wie Kugelgießen herbeigeschafft, die Waffensammlungen auf den just das hat mir die rechte Freudigkeit in dem Kampfe schlecht er seiner Frau ihre Liebe gelohnt hatte. D, daß Schlössern mit Beschlag belegt und Arkebusen, Pistolen, fürs Vaterland gegeben." der Marsch, auf dem er sich befand, doch zur Schlacht ging! Schwerter, Spieße, Hellebarden, Morgensterne an die LandDie Worte fielen Ambros schwer aufs Herz. Wenn In Bozen nahmen Planatscher und seine Frau von milizen vertheilt. Männer, Weiber, Kinder legten überall er sich darnach gesehnt hatte, mit den Bayern und Franzosen Ambros Abschied. Sie wollten auf dem kürzesten Wege begeistert Hand an. Ambros hatte in Innsbruck einen anstrengenden Dienst sich herumzuschlagen, so hatte dem hauptsächlich der Wunsch über das Grödner Joch nach Prags zurückkehren, hatten sie zu Grunde gelegen, aus Verhältnissen, die ihm durch doch keinen bayrischen Vogt mehr zu fürchten und hofften, und kam nicht zur Besinnung auf sich selbst. Speckbacher eigene Schuld unerträglich geworden waren, heraus- von ihren Ersparnissen im Schleichhandel ihr Häuslein hatte Gefallen an ihm gefunden und ihn zu seinem Ordonnanzoffizier gemacht. Diesen friegstüchtigen Bauernführer erfüllte autommen. Die eigenen Fesseln hatte er sprengen wollen, wieder aufzurichten. indem er zu den Waffen gegriffen. Und auch heute Hofer suchte Anton Nessing in seiner Kaffeeschenke auf. die Unthätigkeit des kommandirenden Generals mit einem um nur: was hatte er in dem Gefecht anders gesucht, Stumiin, mit schimmernden Augen hielten sie einander bei so größeren Unmuthe, als das Material, über welches derals eine Bethätigung seiner gährenden Kraft, als einen beiden Händen. In dem nächsten Moment lagen sie ein- felbe verfügte, vortrefflich und namentlich die ihm unterneuen und größeren betäubenden Rausch? Daß er sich ander in den Armen und füßten sich. Das große Biel, an gebenen und jüngeren Offiziere, Oberst- Lieutenant von Leidessen klar geworden wäre nein! Aber es wühlte und dem sie im Verein mit Peter Hueber so lange mit der ningen voran, vom besten Geist erfüllt waren. Schon die riß in ihm. größten Beharrlichkeit, Umsicht, Uneigennützigkeit und Be- Aktion Chastelers in Südtyrol hatte Speckbacher und HasSiegmaner, der ein heiteres Temperament besaß, ge- geisterung gearbeitet hatten, war erreicht: das Vaterland pinger mißtrauisch gegen sein Feldherrntalent gemacht; was sellte sich zu ihnen und alle Drei wurden gute Freunde. von der Fremdherrschaft befreit! Hofer wußte zudem von sollten sie nun davon denken, daß er gegen alle Vorstellungen Auch er hatte zu Hause ein junges Weib, das er liebte, dem siegreichen Vordringen des Erzherzogs Johann in Ober- und Bitten, die bedrohten Oftgrenzen, wo der Bauernführer und einen Vater zurückgelassen, von dem er mit einer italien zu berichten und die Bulletins von der Donau- Armee Oppacher den Paß Strub auf eigene Faust besetzt hatte, zu Achtung sprach, die Ambros für den seinigen nie empfunden meldeten eine Reihe siegreicher Gefechte der Desterreicher bei schützen, taub blieb? Die Mißstimmung über seine Unthätigkeit bei dem neuen Freunde vor! " hatte. Wie innerlich arm kam sich Ambros gegen seine Regensburg. Wie ein Donnerschlag bei heiterem Himmel traf daher Gefühl der herauschwellenden Gefahr ergriff ganz JansDa stand ein Wirthshaus an der Straße: im Weine Hofer, nachdem er kaum in Junsbruck eingetroffen war, bruck, und an dem Himmelfahrtst ge sammelten sich fortgab es noch Vergessenheit und er forderte seine beiden und mit ihm das ganze Land die Nachricht, daß Erzherzog während Haufen aufgeregter Menschen vor dem Hause des Freunde auf, mit ihm einen Trunk zu thun. Sie will- Karl bei Eckmühl aufs Haupt geschlagen, Regensburg er- Feldmarschall Lieutenants, der Tags zuvor den Honofahrten ihm, aber seinen Zweck erreichte er nicht; denn obert und das österreichische Heer auf der Flucht nach ratioren der Stadt und seinen Offizieren ein glänzendes Diner gegeben hatte. Der Unmuth machte sich in lauten Mayr von der Mahr drängte nach ein paar rasch geleerten Böhmen begrissen sei. Gläsern zum Aufbruch, und er mußte ihnen folgen. Die Bauernkönige", wie die österreichischen Generäle Aeußerungen Luft. Auf das Wohl des Raisers trinken, könne er, aber nicht sich für ihn schlagen, Und weiter ging der Zug durch Dörfer, Städte spöttisch die Führer des tyroler Landvolkes nannte, das Mit Trommelschall und Pfeifentlang verloren jedoch nicht den Kopf, gleich dem Oberkomman hieß es. Man sollte ihn zwingen, zu marschiren, oder doch durchzogen die Sieger sie; es waren den Bayern und danten Chasteler, der seine Truppen gegen die Nordgrenze wenigstens die Landesmilizen einzuberufen. Man wollte Franzosen abgenommene Trommeln, Pfeifen und Hörner, vorschob, woher kein Feind zu erwarten stand und dann wissen, daß man sich bereits an der Grenze schlage. Rufe mit deren Tönen sie den zurückgebliebenen Einwohnern ihre ruhig der Dinge harrte, die da kommen würden. Haspinger erhoben sich, welche Chasteler des Verraths beschuldigten. Ankunft verkündeten und überall wurden sie mit Jubel be- und Speckbacher hatten schon, während Hofer nach dem Man schlage sich und er schwelge." Marschiren! MarDa drängte sich Graf Leiningen grüßt. Da sah Ambros, wie die Vertheidiger des Bater Süden gezogen war, die Vorkehrungen begonnen, um das schiren!" schrie man. landes von Schwestern, Bräuten, Gattinnen, Müttern, Band in vertheidigungsfähigen Zustand zu setzen. Nun durch die aufgeregte Menge. und Flecken. ( Fortsetzung folgt.) Theater. Freitag, den 3. Juli. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Sozialdemokratische Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein Volks- Versammlung für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. am Freitag, den 3. Juli, Abends 8 Uhr, Bellealliance- Theater. Das elfte im Feen- Palast, Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. Ostend Theater. Wasser. Berlin unter Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Internationalen Arbeiter- Kongrek. girten zu demselben. Adolph Ernst Theater. Die Referent: Genoffe Richard Fischer. 2. Event. Wahl von DeleGigerln von Wien. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. [ 336/10] Die Vertrauensleute. Putzer. Etablissement Buggenhagen Mitglieder- Versammlung des 3.-V. D. M. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 11hr Abends. Originell! Ueberraschend! Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich E Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. des neu engo irten egationellen 1 Künstler- Personals. Kolossaler Jubel E der urkomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Volksbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. und verw. Berufsgenossen, Jahlstelle Berlin( Puker) Sonntag, den 5. Juli, Vorm. 10/2 Uhr, in den Bürgersälen, Dresdenerstr. 96. Tages Ordnung: 1. Wahl der Revisoren. 2. Wahl von drei Mitgliedern zum Ausschuß. 3. Vorlage der Geschäfts- Ordnung und des Verhaltungs- Reglements zu§ 11 des V.-St. 4. Verschiedenes. Die Lokal- Verwaltung. 246/19 Verein d. Einsetzer( Tischler). General- Versammlung am Sonntag, 5. Juli, Vormittags 10 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Tages- Ordnung: 1. Rassen und Revisions- Bericht. 2. Diskussion, betr. die Verlegung des Arbeitsnachweises. 3. Wahl einer Arbeite Bermittelungs- Kommission. 4. Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. 145/13 Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie Montag, den 6. Juli, in Keller's Hofjäger, Hafenhaide: Großes Sommerfest, bestehend in 337/13 Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert. unter gütiger Mitwirkung des Gefang- und Musikvereins" Firmitas" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). sowie der Gesangvereine Frühlingslust" ,,, Harmonia" ,,, Kreuzberger Harmonie", Liedesfreiheit und ,, Waldkapelle". ( Mitglieder des Arbeiter Sängerbundes.) Verschiedene Kinderbelustigungen, Puppen- Theater. Jedes Kind erhält eine Stoclaterne gratis. D Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Im Saale: Tanz. Serren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind zu haben bei den Vorstandsmitgliedern und in folgenden Zahlstellen: Otto Klein, Bigarrengeschäft, Rottbuser Damm 14; Ernst Wilschte, Bigarrengeschäft, Katzbachstraße 1; Fafforte, Zigarrengeschäft, Junkerstraße 1; Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Haugt, Restaurant, Boechstr 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Scheyer, Restaurant, Gneisenaustr. 35; Luhm, Restaurant, Brandenburgstr. 11; Grube, Reſtaurant, Mariendorferstr. 10; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Der Vorstand. Riefel, Restaurant, Schüßenſtraße 58; Böhland, Reſtaurant, Bülowſtraße 52 349/5 Brauerei Friedrichshain, früher Lips. Sonnabend, den 4. Juli: Grosses Sommerfest veranstaltet von den Mitgliedern des Vereins der Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäsche- Branche. Großes Konzert 33 beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umgegend. Grote Kinder- Fackelpolonaise bei bengalischer Beleuchtung. Am Montag, den 6. Juli, Abends präz. 8 Uhr: Ordentl. General- Versammlung im ,, Feen- Palast", Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Rassenbericht des Rendanten und Bericht der Revisoren. 2. Bestätiausgeführt von der Kapelle des Konzertmeisters Herrn Schmidt, unter Mitwirkung der Gesangvereine ,, Freya" und Schildhorn". ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) Dirigenten: Ruckurski und P. Kurz. In den Zwischenpausen: Aufsteigen des Riesen- Luftballons Nauke. Nach dem Konzert: Sommernachts- Kränzchen. Anfang 4 Uhr. Entree- Billets à 30 Pf. bei allen Mitgliedern. Kinder frei. Zimmerleute! ages Ordnung: # Deffentliche Versammlung der ,, Freien Bereinigung“ gung der vom provisorischen Vorstande eingegangenen Verpflichtungen. 3. Be- am Sonntag, den 5. Jull, Vormittags 10 Uhr in Rohlitz Salon, Bergstr. 12. schlußfassung über die Höhe des zu verabfolgenden Reisegeschenkes. 4. Desgl. 379/ b abzuhaltenden Vergnügen, event. Wahl eines Bergnügungskomitees. 6. Be über die Ausgabe der Statutenbücher. 5. Desgl. über die in nächster Zeit 1. Vortrag über ,, Sibirien. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes u. Fragekasten, Pflicht eines jeden Zimmerers ist es, zu erscheinen. stätigung der von den Branchen- Versammlungen vorgeschlagenen Beisitzer, event. Das Sommerfest Ergänzungswahl derselben. 7. Wahl einer Kontroll- Kommission für den Arbeitsnachweis. Wegen der wichtigen und umfangreichen Tagesordnung, ist zahlreiches nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Der Vorstand. und pünktliches Erscheinen unbedingt nothwendig. Der Eintritt ist laut Statut Große öffentliche Versammlung Achtung! Achtung! der Freien Vereinigung der Zimmerer Berlins bestehend in Konzert, Gesang, Vorträgen und Ball findet am Sonnabend, den 18. Juli, in Knebel's Salon, Badstrasse 58, statt. Die Gesangvorträge werden vom Männergesangverein ,, Weisse Rose" ausgeführt. Die Festrede wird vom Regierungs- Baumeister Kessler gehalten. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Entree für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf. Billets find zu haben bei Paul Schulz, Neue Hochstr. 27, vorn 4 Ze. sämmtl. im Bergoldergewerk beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen w. Ueckermann, Rottbuser Damm 40; H. Bardeleben, Rügenerſtraße 31; 328/13 am Sonnabend, den 4. Juli, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße Nr. 10. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten der Streit- Kontroll- Kommission, 2. Bericht der Revisoren. 3. Rechenschaftsbericht der Agitations- Rommission. 4. Verschiedenes. Die Agitations- Kommiffion. Dienstag, den 14. Juli: Fachverein sämmtlicher in der MusikinstrumentenBenefiz für Wilhelm Fröbel. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier sind neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 f. H. Schultze( mit'n h). Woltersdorfer Schleuse Den werthen Genossen bestens empfohlen Industrie beschäftigten Arbeiter. ( Klavierarbeiter Verein.) Sonnabend, 4. Juli, Abends 8½ Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakob- Straße Nr. 48a: General- Versammlung. I Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Abrechnung vom 2. Maskenball. 3. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission und Verlegung der Statistik. 4. Statutenabänderung, Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuchh legitimirt. 375/13 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Maler und Anstreicher Charlottenburgs und Umgegend am Sonntag, den 5. Juli, Vormittags 91 Uhr, im Restaurant M. Rothe, Kantstraße 114. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Schweitzer. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen ist Ehrensache. Entree nach Belieben. Der Einberufer. [ 216/8] Freie Vereinigung der Kaufleute. Nasses Dreieck. 836b Heute, Freitag, den 3. Juli, Abends 8 Uhr: Bitte, lesen Sie! Versammlung bei Norbert, Beuth- Straße 18-21, 1 Treppe. Tages Ordnung: Jedem, der seinen Bedarf an Kleidung jeder Art vom billigsten Arbeits- bis 1, Die Doktrin der Sozialdemokratie und der Gelehrtenstand. Referent: zum feinsten Kammgarn- Anzug reell Herr Dr. Franz Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 188/15 Gäste stets willkommen. Uin zahlreiches und pünktliches Erscheinen Der Vorstand. und billig kaufen will, empfehle mein bekanntes, sehr reichhaltiges Lager bittet in Anzügen, Paletots, einzelne Röcke, Jackets, Hosen, Westen zc. Ferner Stiefel, Hüte, Wäsche, goldene und silberne Herren- u. Damen- Uhren, Ketten, Ringen, sowie Reise- u. Holzkoffern. Betten, Waschkessel u. f. w., Arbeiter- Bildungs- Schule. Der vierte Cyklus- Vortrag des Herrn G. Ledebour Damen- Mäntel und Kleider.[ 898L findet nicht heute, sondern erst am nächsten Freitag A.Wergien, Schneidermstr., statt. Skaliterftr. 127, gegr. 1874. Bitte sehr recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Lasalle's Neden und Schriften [ 400/6] Der Vorstand. C. Schöning, Stromstraße 43; H. Lehmann, Buttmannstraße 20, vorn 2 Tr.; Sternberg, Blumenthalstraße 8, Hof 3 Tr.; F. Mollenhauer, Grünauerstraße 26, Hof 1 Tr.; H. Goede, Trijtstraße 4; P. Schulz, Pantstraße 32a. 379b Allgemeiner Deutscher Sattler- Verein ( Mitgliedschaft Berlin). Sonnabend, 4. Juli, Abends 8½ Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83: Versammlung. Tagesordnung: 264/12 1. Vierteljahresbericht. 2. Vortrag des Schriftstellers Herrn Ewald Ringsdorff über:„ Die industrielle ReserveArmee in England und die Wirksamkeit der Trades Union." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. A Achtung! Bananschläger! Der Vorstand. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt sider brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Ganze Ausstattungen empfiehlt Moritz Gläser, 881 L Die Generalversammlung des Vereins der Bauanschläger 167. Reichenbergerstr. 167. Berlins und Umgegend findet am 5. Juli, Vorm. 10% Uhr, bei Pyrtek, Gipsstr. 3 statt. Der wich tigen und langen Tagesordnung wegen wird um zahlreichen und pünktlichen Besuch gebeten. 375b Der Vorstand. Anschläger- Arbeits- Nachweis Norden. 377b Zusammenkunft behuss Feststellung kontrollirend. Kollegen Sonntag, 5. Juli, Brunnenstr. 38a im Lofal bei A. Gorn. Stenographen- Schule. Oranienstrasse 126. Am Sonnabend, 4. Juli, Abds. 81/2 Uhr, beginnt der nächste unentgeltliche Lehrgang in de vereinfachten Schuhe und Stiefel mit Kontrollmarke aus d. deutschen Schuhfabrik in Erfurt. G. Zerbe, Ritterstr. 114, Ecfe Fürstenstr.[ 271b Bücher fauft A. Hannemann, [ 942L Kochstr. 56 1. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren, eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Arendsschen Stenographie. Alte Stiefel el u. billig. StallFür Lehrmittel etc. find prän. 1,25 1. zu zahlen. Die vereinf. 2lr. Volfsftenographie übertrifft bei weitem alle anderen Systeme an leichter Erlernbarkeit und praft. Brauchbarkeit. Dieselbe stellt feine größeren 2nforderungen an den Geist als d. ( 3. B. im schwed. Landtage etc.) stets den ersten Platz Der Cursus umfaßt 6 Lehrst. u. bietet Jedem Ge legenheit die Kurzschr. zu erlernen und sich zweck entsprechend auszubilden. Jede Auskunft durch Clausen, Wilhelmstraße 119-20. gewöhnl. Schrift u. hat fie in freiem Wettbewerb behauptet, ach auswäris unterrichten brieflich. schreiberstr. 6. reell 381b Bringe meinen Freunden u. Genossen meine Rind- u. Schweineschlächteret in freundliche Erinnerung. Zentral- Markthalle Stand 148. 527L Carl Aurin. Amtsrichters a. D., Gauverein Berliner Bildhauer. She und Stiefel te Zaobe. 102,11. Gewiffen). Stath Rechts- Bureau des tönigl. preuß. Alte Jakobstr. II. Silfe in all. Angelegenh. Unbemittelten unentgeltlich. Sonntags bis 4.[ 876b Ein tüchtiger Arzt, Sozialist, sucht passenden Wirkungskreis. Briefe Dr. Hoesch, homöopath. Arzt unter J. E. 5903 an Rudolf Mosse, 232 M Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10.| Berlin SW. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Das Vereinslokal befindet sich wieder Annen- aus der deutschen Schuhfabrit in Erfurt, mit Kontrollmarke.[ 867 L Strasse 16. Stellenvermittelung daselbst alle Chr. Geyer, Oranienstr. 202, 943L Abende von 8-9 Uhr und Sonntag Vormittag von 10 zwisch. Heinrichspl. u. Manteuffelstraße. Buchhandlg.v. R. Kohlhardt, bis 11 Uhr. Mariannenstr. 34, frei ins Haus. nur vom ,, Vorwärts" liefert die 373/12 Hierzu eine Beilage. i Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 152. Gegen die Kornzölle. Freitag, den 3. Juli 1891. 8. Jahrg. denkt, so verbessert sie vielleicht ein wenig ihren neulichen Satz: taugen nicht mehr viel, darüber ist kein Wort zu verlieren; aber " Händefalten haben die Freifinnigen schon gelernt, werden sie nun die Herren Aerzte führen bewegliche Klage über zu geringes auch noch beten lernen?" Die„ Kreuz- Zeitung" glaubt den Frei- Einkommen u. dgl. Man kann und wird den Herren ja nicht Schwedt, 1. Juli. Auch hier fand am 24. Juni eine öffent: sinnigen eben partout nichts. Man hat in frommen Gegenden zumuthen, daß sie den ganzen Tag nicht aus ihrer Wohnung was liche Boltsversammlung statt. In derselben referirte Genosse eine sprichwörtliche Redensart:„ Er lügt fogar, was er betet." gehen sollen. Aber können denn diese Herren nicht leisten W. Werner aus Berlin über die Kornzölle und die Reichs- Kreuz- Zeitung" und freilich auch noch andere Leute fürchten, regierung. Die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution baß der Freisinn" selbst lügt, wenn er betet und was er wurde einstimmig angenommen. In Wald bei Solingen nahm eine gut besuchte Volksverfammlung die Resolution des Parteivorstandes einstimmig an. Desgleichen eine Versammlung in Eisenach, welche von zirka 400 Personen besucht war. Guben, 1. Juli. Am 27. Juni fand eine Voltsversammlung Statt mit der Tagesordnung:" Protest gegen die Kornzölle". In derselben referirte Gen. Pirch." Der Referent kritisirte alle Parteien, welche für die Kornzölle gestimmt haben, und bezeichnete fie als eine realtionäre Masse, auch die Freisinnigen, weil die felben bei den Stichwahlen für die Konservativen gestimmt haben. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Die vom Vorstande vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig angenommen. betet. intelligente Facharbeiter unter solchen Verhältnissen längst geleistet hätten: die Schöpfung einer Organisation, die den berech tigten Anforderungen des Publikums entspricht! Es müßte doch sonderbar zugehen, wenn in Berlin nicht mit Leichtigkeit Einrichtungen getroffen werden können, die es ermöglichten, in längstens 20 bis 30 Minuten einen Arzt zur Stelle zu haben. Innungsfreuden. Bereits zu wiederholten Malen brachte Die Deutsche Steinsetzer- Zeitung," das Verbandsorgan sämmtlicher Steinfeger- Innungen Deutschlands, folgende amtliche Betanntmachung: Zur Lohubewegung der Omnibusfutscher und Schaffner. Steinfeger Jnnung zu Berlin. Wie ein Berichterstatter zu der fraglichen Angelegenheit Troh wiederholter Bekanntmachung in unserem Fachblatte, meldet, ist der Ausstand der Omnibuskutscher gestern Morgen nach welcher die Mitglieder der Steinfeger- Innung zu Berlin theilweise zum Ausbruch gekommen. Vorgestern erklärte die aufgefordert worden sind, dafür zu sorgen, daß die bei ihnen be- Direktion den Beamten auf ihre Forderungen folgendes: Vom schäftigten Lehrlinge die Steinsetzer- Fachschule des Sonntags Vor- 1. Juli ab werden den Schaffnern und Kutschern sechs Ruhetage mittags von 7-10 Uhr besuchen, sind verschiedene Lehrlinge be- im Monat bewilligt. Für die Wagenwäsche haben die Schaffner dauerlicherweise nicht erschienen, und viele besuchen den Unter- an die Rutscher nichts mehr zu zahlen; diese Arbeit wird von richt unregelmäßig und glauben, zu dem Unterricht nicht pünktlich den letzteren allein getragen und sind die Kutscher verpflichtet, erscheinen zu müssen. die Wagen von jetzt an zu waschen, wofür ihnen pro Wagen eine Uelzen, Bezirk Hannover. Am 20. Juni fand hier eine Eine derartige Behandlung unseres Fachschul- Unterrichts Entschädigung von 40 Pf. zu Theil wird. Gegen dieses Ultiaußerordentlich besuchte Versammlung statt, in welcher Genosse fann nicht dazu beitragen, das uns vorgesteckte Biel zu erreichen; matum der Direktion erhoben die Kutscher des Omnibusdepots 5 Brey- Hannover, häufig durch den Beifall der Anwesenden unter vielmehr ist diese Behandlung in der schärfsten Weise zu in der Kurfürstenstraße Protest und stellten unter Aufrechterhaltung ihrer gestellten Forderungen, da ihnen dieselben nochbrochen, über„ Die Kornzölle und die Reichsregierung" einen tadeln. Vortrag hielt. Die vorgeschlagene Resolution des Parteivorstan- Es ist infolge dessen beschlossen worden, mit verschärfter mals abgeschlagen wurden, gestern Morgen den Dienst ein. Es des fand einstimmige Annahme. Mit einem begeistert aufgenom- Strenge vorzugehen und die Lehrzeit derjenigen Lehr- find durch diesen Ausstand vier Omnibus- Linien betroffen wormenen Hoch auf die Arbeiterbewegung wurde die Versammlung linge, welche die Schule unregelmäßig besuchen, empfindden, und zwar: Stettiner Bahnhof- Kurfürstenstraße, Rosengeschlossen. lich zu verlängern, und diejenigen Lehrlinge, welche in thaler Thor- Potsdamer Brücke, Frankfurter Linden- Potsdamer Aachen, 30. Juni. Am 28. Juni fand hier im Konzertsaale der Schule nicht erscheinen, wegen Nichterfüllung ihres Lehr- Brücke und Kustriner- Platz- Potsdamer Brücke. Es wurden zwar kontraktes aus dem Lehrverhältniß auszuweisen. sofort von allen Depots Reservekutscher, Stallleute u. s. w. bedes Kurhauses eine öffentliche Boltsversammlung statt mit der Dieser Beschluß ist jedem Lehrlinge, welcher die Schule bis ordert, auch mußten Schaffner theilweise Kutscherdienste vers Tagesordnung: Die Getreidezölle und die Reichsregierung." jetzt noch nicht, oder nur sehr unregelmäßig besucht hat, von richten, doch soll es trotzdem nicht gelungen sein, den vollTroß der fast" unerträglichen Sonnenhize hatten sich gegen unterzeichneten Obermeister persönlich mitgetheilt worden, und ständigen Verkehr aufrecht zu erhalten. Es sollen auf 3 Linien 1700 Theilnehmer eingefunden, welche den Ausführungen des daß dies geschehen ist, hat jeder vorgeladene Lehrling unter- insgesammt zehn Omnibusse ausgesetzt sein. Die Direktion be Reichstags- Abgeordneten Ulrich- Offenbach und des Genossen daß schreiben müssen. fürchtet, daß auch auf den anderen Depots die Kutscher in erster Lücke- Köln mit der größten Aufmerksamkeit und wiederholtem Dieser Beschluß, welcher auf Grund des genehmigten Reihe heute bereits in den Ausstand eintreten werden; die StimBeifall folgten. Obwohl viele Gegner, Anhänger der Zentrums Innungs- Statuts und der abgeschlossenen Lehrlingskontrakte mung des Publikums neigt sich zu Gunsten der Ausständischen. partei, anwesend waren, betheiligten sich, trotz mehrmaliger Auf- gefaßt ist, wird hierdurch sämmtlichen Mitgliedern der SteinZur Statistik der Pferdebahnen. Straßenbahnen befinden forderung und Zusicherung freier Diskussion keiner derselben an setzer- Innung zu Berlin zur Nachachtung bekannt gegeben und der Debatte. Die Herren lieben es, in ihren Versammlungen, zu darauf hingewiesen, daß sich die Herren Lehrmeister sowohl als sich gegenwärtig in etiva 60 Städten Deutschlands, in Berlin denen uns der Zutritt verweigert ist, also unter sich, beständig die Lehrlinge, die aus der Versäumniß des Schulbesuches ent- bestehen 3, in Hamburg- Altona sogar 4 selbständige Betriebe. auf uns zu raisonniren, auf allen Kanzeln ziehen sie gegen uns stehenden unangenehmen Folgen selbst zuzuschreiben haben. Die Gleislänge sämmtlicher Pferdebahnen betrug 1890 etwa zu Felde, aber frei und offen uns gegenüber zu treten, dazu fehlt 1200 000 Meter, die Zahl der beförderten Personen in den letzten ihnen der Muth. Das ist der geistige Kampf, wie ihn die fünf Jahren durchschnittlich jährlich an 300 000 000 Personen. Zentrumspartei führt. Genosse Ulrich konnte mit Recht in seinem Davon entfallen auf Berlin allein gegen 120 000 000 Fahrgäste Schlußworte auf diese Kampfesweise der Brotvertheuerer hinjährlich. Daß im Straßenbetriebe die Bediensteten nicht größeren weisen. Gefahren ausgesetzt sind, als die Werkthätigen in sonstigen Fuhrbetrieben, beweist die Thatsache, daß bei der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft in fünf Jahren bei einem Gesammtsind, darunter 8 tödtliche. Personalbestande von etwa 10 000 nur 611 Unfälle vorgekommen " Der Reichstags- Abgeordnete für Aachen, unser Bürgermeister, Mooren von Eupen, hatte die Einladung zur Versammlung mit Bedauern abgelehnt. Nachdem sich keine Gegner zum Worte ge= meldet hatten, wurde von weiterer Diskussion Abstand genommen und die Versammlung nach einstimmiger Annahme der seitens der Fraktion vorgeschlagenen Resolution mit einem Schließlich hoffe ich, daß dieser Hinweis auf unangenehme Folgen die nöthige Beachtung findet und dahin wirkt, daß schroffe Vorkommnisse nicht eintreten. Berlin, den 18. Juni 1891. E. Kuhlbrodt, Obermeister und Vorsitzender des Schul- Kuratoriums. Daß es bei den Innungsherren ohne Zwang und Straße nicht geht, wenn den Lehrlingen etwas beigebracht werden soll, das ist ja kaum noch verwunderlich. Was aber an dieser Bekanntmachung besonders auffällt, das ist die Einseitigkeit des Vorgehens gegen die Lehrlinge. Der Lehrling ist thatsächlich der Auf den drei Berliner Pferdebahnen haben sich in den neun Jahren 1882-1890 im Ganzen 5356 Fahrgäste und Straßendreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ge allein Gestrafte; ob der Lehrherr die direkte oder indirekte gänger- Unfälle ereignet, darunter 3320 ohne Verletzung einer schlossen. Reutlingen, Göppingen, wenn er in weiter Schuld an der Schulverfäumniß trägt, danach fragt kein Mensch Person, 1745 mit leichter Verlegung, 263 mit schwerer Verlegung und 28 mit tödtlichem Ausgange. Die Ursache des Unfalles Stuttgart. Gegen die Kornzölle wurden in Württem- und auch namentlich die Verfügung nicht. war 613 mal Laufen in die Pferde, 897 mal Aufsteigen berg start besuchte Versammlungen abgehalten in Aalen, Der Lehrherr soll den Lehrling zur Schule anhalten; ist es im Fahren, 3179 mal Absteigen im Fahren, 259 Zusammenstöße Gmünd, Heidenheim, Heslach, Eslingen; in den- denn da gerechtfertigt, dem jungen Menschen, der nach harter mit Wagen, 352 mal Fallen oder Gestoßenwerden vom Wagen felben referirte der Reichstags- Abgeordnete Ulrich aus Offen- Wochenarbeit sich einmal in der Woche ausschlafen möchte, und 56 sonstige Ursachen. Die Betriebsunfälle der Fahrgäste bach. Ferner in Stö cf a ch- Berg bei Stuttgart, Cann schon um 7 Uhr in die Schule zu schicken, so daß ein geben in feiner Hinsicht zu Besorgnissen Anlaß, denn in den fünf ft att, Kirchhain, solcher Lehrling sich vielleicht legten Jahren entfiel bei der Berliner Pferdebahn 1 Verletzter Schw. Hall und Stuttgart; in diesen sprach der Reichs- Entfernung von der Schule wohnt, um 6 Uhr auf den auf etwa 400 000 Fahrgäste, 1 schwer Verletzter auf 3 000 000 tags- Abgeordnete Diet. In sämmtlichen Versammlungen wurde Weg und um sich zweckentsprechend für den Sonntag anzufleiden, und ein Todesfall auf etwa 40 000 000 Fahrgäste. Bemerkens die von der Parteileitung beschlossene Resolution gegen die Korn- schon vor 5 Uhr aus dem Bette machen muß? Gin oder einige werth ist, daß in Berlin 79,5 pCt. aller Unfälle auf eigene zölle einstimmig angenommen. Male schadet das vielleicht nicht, aber als Regel diese Art des Schuld, nämlich auf das Auf- und Absteigen während der Fahrt, Sonntagsschul- Unterrichts einzuführen, ist das Unvernünftigste zurückzuführen sind. Das Auf- und Absteigen figurirt in den was man sich denken kann. Der Lehrling muß am Sonntag, dem einzigen Ruhetage der Woche, zu einer Zeit an die Arbeit, letzten fünf Jahren bei 2738 Unfällen, von denen 2180 auf den Hinterperron und 558 auf den Vorderperron entfallen. Im wo sein Meister erst zu schlafen beginnt von den nächtlichen Durchschnitt blieben in diesen Fällen 71,5 pCt. der Verunglückten Strapatzen des Sonnabend- Bergnügens! unverlegt, 643 waren leichte, 116 schwere Verlegungen, 12 Fälle Vorderperron elfmal größer als beim Hinterperron. verliefen tödtlich. Die Gefahr in dieser Beziehung ist beim Lokales. In solchen Fällen schroffen Zwang ausüben heißt wenig Die Berliner Gemeinde- Wählerliste wird zur Zeit im Einsicht für die Verhältnisse der Lehrlinge und wenig Wohlwollen In Berlin war in den letzten fünf Jahren das Einwirken manns Ginsichtnahme ausgelegt werden. Nach den geseßlichen gewissen Jahreszeiten wenig und garnicht. Da gebe man den fremder Fahrzeuge in etwa 210 Fällen festzustellen. Es ist jedoch Bestimmungen ist in die Gemeinde- Wählerliste als stimmberechtigt ehrlingen einige Zeit in der Woche frei; sie werden dann ein Irrthum, wenn man meint, daß die engsten und vom Pferdeje der selbständige Preuße einzutragen, wenn er seit einem Jahre schneller und mehr lernen als in den drei Sonntags- Frühstunden bahnbetrieb am lebhaftesten eingenommenen Straßen die Gefahr des Zusammenstoßes begünstigen, vielmehr sind diejenigen Einwohner der Stadt ist, sich im Bollbesitz der bürgerlichen Ehren mit einer jedesmaligen wöchentlichen Unterbrechung. Wie kommt man aber dazu, die Strafe allein gegen den Straßen, welche wegen ihres schwächeren Verkehrs die fremden rechte befindet, keine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen und die ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben gezahlt Lehrling zu verhängen? Ist denn nicht der Fall denkbar, daß wagenführer minder vorsichtig fahren lassen, verhältnißmäßig hat, auch an Klaffensteuer einen Jahresbetrag von sechs Mark ein Meiſter ſeinen Lehrling gern los fein will und ihn weit stärker betheiligt. Durch diese Karambolagen- Unfälle wur entrichtet oder doch zur zweiten Klassensteuer- Stufe ein- deshalb vom Unterricht zurückhält? Oder hält die Innung ein den 153 Fahrgäste und 57 Straßengänger betroffen. solches Gebahren eines Meisters für erlaubt? Zu verwundern Die meisten dieser Unfälle sind nicht etwa in den engsten geschätzt worden ist. Als selbständig wird Jeder betrachtet, welcher wäre es freilich nicht, wenn die Innung dem letteren Bestreben und verkehrreichsten Straßen zu suchen, vielmehr stehen in der einen eigenen Hausstand hat, d. h. welcher über einen Wohnraum Borschub leistete, denn im Grunde genommen ist das ganze Gefährlichkeit obenan die Straßen, in deren Mitte von Kindern oder mehrere Wohnräume selbständig verfügt. Als unterstützt wird auch Derjenige angesehen, welcher für sich oder seine Innungswesen doch nichts weiter als eine Privilegirung einzelner als Spielplätze benutzte Promenadenwege find. Von diesen UnFamilienangehörigen Krankenpflege aus öffentlichen Mitteln durch Unternehmer gegenüber ihren nicht privilegirten Berufsgenoffen, fällen tamen 390 auf das Laufen in die Pferde, und zwar waren Gesellen und Lehrlingen. Dieser den heutigen Verhältnissen 162 Kinder dabei betheiligt, doch blieben von den 390 noch Ausnahme in ein Krankenhaus empfangen hat und die dadurch entstandenen Kosten nicht zurückzahlt. Die Wählerliste ist vom wenig entsprechende Zustand wird desto schneller sein Ende 210 unverletzt. In 30 Fällen war Trunkenheit des Betroffenen, 15. bis 30. d. im Wahlbureau, Poststraße 16, 2 Treppen, ein- finden, je fleißiger die Herren zünftler auf der bei ihnen so sehr in 120 Fällen Unvorsichtigkeit schuld, in 7 Fällen lag Selbstzusehen; nur während der angegebenen Beit ist Ginspruch gegen beliebten Bahn der Zwangsmaßregeln fortschreiten. mordversuch vor. Deren Richtigkeit gestattet. Hierbei ist noch ganz besonders darauf Wozu sind die Sanitätswachen? Kürzlich theilten wir Zengen gesucht. Am 24. Juni d. J. wurde der Tischler aufmerksam zu machen, daß alle Wähler, welche sich auf Reisen einige Fälle mit, in denen sich bei den Sanitätswachen das Baul Schaker, Louisen- Ufer 40, am Portal des Neuen Jakobiu. s. w. befinden, ohne ihr zu haben, gut thun, sich zu überzeugen, ob sie in der Wähler- Prinzip der Vorausbezahlung in einer beinahe beispiellosen Weise Kirchhofes in Nixdorf vom Todtengräber angehalten, weil er sich liste verzeichnet stehen, weil sie möglicherweise polizeilich geltend gemacht hatte. Auf jene Mittheilungen ist nicht einmal angeblich widerrechtlich Flieder angeeignet haben sollte. Schafer von Berlin abgemeldet und aus der Liste fortgelassen sind. Die eine Erividerung gefolgt. Heute erhalten wir folgende Zuschrift: betonte ausdrücklich, daß der Flieder sein Eigenthum sei, weil er Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr hatte meine Frau das ihn vom Grabe seines verstorbenen Vaters entnommen habe. Eintheilung in die drei Wahlabtheilungen hat ergeben, daß alle Unglück, sich beim Abwaschen eines Fensterbrettes eine Nähnadel Nichtsdestoweniger erstattete der Todtengräber Anzeige gegen Sch. Wähler, welche mindestens einen jährlichen Steuerbetrag von in die Hand zu stoßen, welche dabei abbrach und zur Hälfte im Alle Personen, die bei dem Vorfall zugegen waren und sich des 1749,60 M.( vor zwei Jahren 1631,60 m.) zahlen, in die erste Fleisch stecken blieb. Sofort eilte ich zum nächsten Arzt, traf den selben erinnern, werden gebeten, ihre Adressen bei Herrn Schaker Abtheilung gehören; die zweite Abtheilung schließt mit dem abzugeben. Steuerbetrage von 376,80 M.( vor zwei Jahren 363,20 M.) ab. felben jedoch nicht zu Hause; bei einem zweiten Arzt dieselbe Geschichte! Jetzt ging ich mit meiner Frau zur SanitätsZur dritten Abtheilung gehören alle übrigen eingetragenen wache am Wedding, wo ich von einem anwesenden Herrn nach Die überans große Size der letzten Tage hat einen Wähler. Die Wahlberechtigten haben diesmal um so mehr darauf stattgehabter Untersuchung den Bescheid erhielt, daß er eigen Gauner zu einem überaus raffinirten Schwindelmanöver geführt. zu achten, daß sie ihrer Wahlberechtigung nicht verlustig gehen, mächtig hier keine Hilfe leisten könnte. Auf meine Frage, ob Er sucht die Stellen auf, wo arbeitslose Personen sich aufzu als am 1. Januar 1892 ein Drittel der Stadtverordneten aus der Versammlung infolge Ablaufs ihres Mandats ausscheidet und Falle zu thun hätte, da ich schon bei mehreren Aerzten gewesen vielen Verbindungen in der Lage sei, ihnen einträgliche Stellen nicht ein Arzt zur Stelle sei und was ich überhaupt in diesem halten pflegen und spiegelt diesen vor, daß er vermöge feiner daher im November d. J. neu gewählt werden muß. sei und keinen der Herren getroffen hätte, blieb mir der Herr die zu verschaffen. Darauf gehen die Leute gern ein, und der Die Freifinnigen wollen beten. In der Sigung der Ver- Antwort schuldig. Auch den Arzt der betreffenden Wache, zu Schwindler führt dann sein Opfer unter allerlei Vorwänden in mich begab, traf ich nicht zu Hause. Berlin und Umgegend umher, bis sie vor Erschlaffung und einigten Synoden in Berlin hatte Dr. Langerhans gegen den welchem ich Gesang des Liedes„ Eine feste Burg" Widerspruch erhoben. Mittlerweile waren zwei Stunden verflossen, ohne daß es Müdigkeit den Wunsch äußern,' einige Augenblicke der Ruhe und bekommen. Erholung zu widmen. Nun ist die Zeit für den Schwindler geDeshalb angegriffen, beeilt er sich zu erklären, daß er nicht an mir möglich gewesen wäre, ärztliche Hilfe zu dem Inhalt des Gesanges Anstoß nehme, es sei ihm nur zu viel Die Finger an der Hand meiner Frau waren abgestorben und kommen, seinen Plan auszuführen. Er geleitet seinen Begleiter gewesen, sich bei dem das Gebet unterbrechenden Gesange zwei- der ganze Arm geschwollen. Als ich dann nach 9 Uhr Abends an einen ruhigen und menschenleeren Ort und nimmt dort auf mal zu erheben, und der vorbetende Geistliche dürfe doch auch abermals zum Arzt der Sanitätswache ging, war derfelbe noch einer Bank mit ihm Platz. Es dauert nicht lange, so ist der nicht beliebig viel Kirchenlieder singen lassen. Die Freifinnige nicht dort und die Antwort auf meine Frage nach diesem Herrn systematisch Abgehetzte fest eingeschlafen und es erfolgt nun die Zeitung" fügt hinzu:„ Wir können darin Herrn Dr. Langerhans lautete, daß er vorläufig noch nicht tame. Herrn Dr. V., zu Fledderei nach allen Regeln der Kunst. nur Recht geben. Eine Synode ist doch keine Kinderlehre, für welchem ich jetzt ging, traf ich endlich in seiner Wohnung an Mensch in den dreißiger Jahren, von ziemlich großer Gestalt, welche der Geistliche die Formen des Gottesdienstes und der und nach einer geschickten und schweren Operation, welche über mit einem blonden Schnurrbart versehen und der polnischen sezen mag." Beten wollen also auch die Herren von der Freisinnigen Länge, welche in die Seite der Hand eingedrungen war, am Beitung"? Wer dabei ernst bleiben fann, bleibe ernst! Nun, Handgelenk aufzufinden. tirchlichen Feierlichkeiten nach seinem individuellen Belieben fest- eine volle Stunde in Anspruch nahm, gelang es, den abgebrochenen Sprache ebenso mächtig, wie der deutschen. und im Fleisch befindlichen Theil der Nähnadel von 3 Zentimeter wenn die„ Kreuz- Zeitung" das Versprechen des Herrn Langer- Wir müssen offen bekennen, daß solche Vorkommnisse geradezu bans, er wolle beten und fingen, nur nicht gar zu viel, recht be- beschämend sind für Berliner Verhältnisse. Die Sanitätswachen Der Verbrecher ist ein Vorsicht beim Baden. Es vergeht kaum ein Tag, wo nicht ein Unglücksfall durch Ertrinken beim Baden zu verzeichnen wäre. Vorwiegend die meisten Unfälle treten durch Schlagfluß ein, und fast immer hat der Betreffende dies selbst verschuldet. Folgend Boziale Iteberlicht. Achtung, Tischler! Die Kollegen der Werkstatt Wölfer, Hagelsbergerstr. 52, legen nach Fertigstellung ihrer Arbeit sämmtlich dieselbe nieder, weil ihnen zugemuthet wird, bei dem jezigen schlechten Geschäftsgang die Arbeitszeit zu verlängern. straße 10/11, die Arbeit nieder, weil ihnen ungerechtfertigte AbFerner legen die Kollegen der Werkstatt von Biehl, Griebenowstraße 10/11, die Arbeit nieder, weil ihnen ungerechtfertigte Absüge gemacht werden sollen. Auf Beschluß der Generalversammlung des Fachvereins der Tischler wird dies hiermit bekannt gemacht. Momente beim Baden müssen auf das Allergewissenhafteste beob-| Gegen die Genossen Aurin und Schwarze wurde vor] Nach längerer erregter Debatte wurde ein diesbezügliches achtet werden: man bade nicht mit vollem Magen und der 1. Strafkammer des Landgerichts I eine Anklage wegen Be- Mißtrauensvotum eingebracht und mit 11 gegen 9 Stimmen an nicht, wenn man geschwiht ist. Hiermit soll nun aber nicht leidigung des Schlächtermeisters Sagert verhandelt. Im Juli 1890 genommen. gefagt sein, daß man noch vollkommen nüchtern ins Wasser gehen schlossen sich auch die Schlächtergesellen Berlins der allgemeinen Die Tagesordnung war damit erledigt. Nachdem der Vorfoll, dies ist ebenso schädlich, als mit übervollem Magen; sondern Arbeiterbewegung an. Es fand, um diesen Anschluß zu bewerk- fitzende noch einige Anfragen beantwortet hatte, schloß er mit man soll nur nicht turz vor dem Baden sich satt gegessen stelligen, eine öffentliche Schlächterversammlung statt, in welcher dem Wunsche, daß die Delegirten dafür sorgen möchten, daß die haben; 1 bis 2 Stunden vorher etwas genossen, daß der Wagen der Stadtverordnete Klein das Referat übernommen hatte. In gefaßten Beschlüsse auch in den Mitgliederversammlungen zur nicht ganz leer ist, das ist das Richtige. Viele sind der Ansicht, der Diskussion sprach unter Anderen auch Genosse Aurin. Der Durchführung kommen, Nachmittags 3 Ühr die Versammlung. daß, wenn nicht gerade der Schweiß in Strömen am Körper ent- selbe schilderte die schlechten Lohnverhältnisse der Schlächter lang läuft, man überhaupt nicht zu warm ist, um nicht baden zu und unterzog die den Gesellen von den Meistern gefönnen. Das ist nicht der Fall. Man warte, an der Badestelle währten Schlafstellen einer verdienten Kritik. Die Folge augelangt, ein für alle Mal wenigstens 1/2 Stunde, bevor man dieses Auftretens war die Entlassung Aurins, welcher bei ins Wasser geht, und versäume dann nicht, Stirn, Brust, Lenden Sagert in Arbeit stand. Einige Zeit vorher aber war die Arbeiterund Armhöhlungen vor dem Baden wiederholt naß zu machen. Streif- Kontrollkommission ins Leben gerufen. Zu dieser gehörte später auch Schwarze, welcher in der Versammlung vom Juli Während der Nacht geöffnete Fenster sieht man in Berlin zum Vertrauensmann der Schlächter Berlins gewählt wurde. jetzt überall, wenn man durch die Straßen geht, an der Hinterfront In der Streif- Kontrollkommission nun legten Schwarze und der Häuser, wo ja meistens die Schlafzimmer liegen, wird die Anzahl Aurin den Grund der Entlassung Aurine dar und es wurden zwei derselben noch größer sein. Bei dieser großen Hize bringt Er- Mitglieder der Kommission, Müller und Millarg, zum Recherchiren in müdung von des Tages Arbeit nicht Schlaf, wenn die Luft im Sachen Sagert- Aurin gewählt. Erst nachdem dies geschehen, und Schlafzimmer zu schwül ist. Da hilft nur das Deffnen der Sagert erklärt hatte, daß er thatsächlich den Aurin wegen seines AufFenster, um der kühleren Nachtluft Eingang zu verschaffen. Aber tretens in der Versammlung gemaßregelt hätte, erst da wurde ist denn das Schlafen bei offenem Fenster ungesund? Nein, das ein von Aurin verfaßtes und von Schwarze verlegtes Flugblatt ist es nicht, es ist im Gegentheil von großem Nutzen, nur muß vertheilt, durch welches die Arbeiter und Arbeiterfrauen aufdie Zugluft vermieden werden. Die Fenſter brauchen auch nicht gefordert wurden, dem Aurin ihre Kundschaft zuzuwenden, Deutscher Metallarbeiter- Verband. Bekanntmachung. ganz offen zu stehen, sondern es genügt eine zwei fingerbreite welcher sich inzwischen einen Stand in der Zentralmarkthalle ein- Wir machen hierdurch bekannt, daß unsere Borstandssitungen Spalte, nur muß man verhindern, daß der Wind den Fenster gerichtet hatte, da er auf Grund seiner Maßregelung feine Ar- regelmäßig alle acht Tage, Freitags, stattfinden und empfiehlt flügel bewegt; man legt deshalb ein Stück Holz oder einen Kort beit mehr bekam. In dem Flugblatt wurde der hier geschilderte es sich, alle für den Vorstand bestimmten Einläufe so zeitig dazwischen und bindet die Fensterflügel am Wirbel fest. Es ist Sachverhalt in Kürze dargelegt, und durch den Inhalt desselben einzusenden, daß sie am besagten Tage Erledigung finden können. erwiesen, daß Personen, die stets bei offenem Fenster schlafen, will Sagert beleidigt sein. Die Staatsanwaltschaft sieht den von Erkältungen und Katarrhen weniger zu leiden haben als Thatbestand der Zur Aufstellung der Mitgliederliste werden von uns jetzt der Beleidigung als erwiesen an, indem schon Einzeichnungslisten ausgegeben, die gewissenhaft ausgefüllt folche, welche den dritten Theil ihrer Lebenszeit in ungelüfteten sie den Beweis der Wahrheit für mißglückt erachtet, jedenfalls nach den konstituirenden Versammlungen an uns zurückzusenden Schlafzimmern zubringen. aber in der Form der Veröffentlichung und in der Art und find. Der Versandt des übrigen Materials wird mit dem Weise der Vertheilung der Flugblätter vor den Markthallen schon 12. Juli d. J. erfolgen und bitten wir die Genossen, sich mit eine Beleidigung erblickt. Es wird auch darauf Gewicht gelegt, der Bestellung deffelben und den übrigen Vorarbeiten so einzudaß Sagert den Aurin, ehe die Versamnilung stattfand, vor dem richten, daß die pünktliche Erledigung des Versandts wie der Besuch derselben gewarnt habe. Der Vertheidiger, Hr. Rechts- Ausfüllung der Mitgliedsbücher,-Listen zc. keinerlei Aufschub eranwalt Wolfgang Heine, weist nach, daß der objektive Beweis leidet. aus, daß es feineswegs eine Beleidigung in den Augen der koll des Frankfurter Kongresses ungehend an uns aufzugeben, der Wahrheit vollkommen gelungen sei und führt des Weiteren Schließlich ersuchen wir die Bestellungen auf das Proto Kollegen des Sagert sei, wenn ihm vorgeworfen werde, daß er damit die Stärke der Auflage bemessen, sowie auch der Versandt den Aurin wegen seiner sozialdemokratischen Gesinnung entlassen des Protokolls pünktlich erfolgen kann. Stuttgart, 27. Juni 1891. habe. Es sei dies vielmehr, wie der Ausschluß der sozialistisch gesinnten Arbeiter aus den königlichen Werkstellen beweise, etwas durchaus gerechtfertigtes in den Augen der modernen Gesellschaft. Der Antrag des Staatsanwaltes lautet auf 150 M. Geldstrafe urtheil lautet dem Antrage des Staatsanwalts gemäß. In der gegen Aurin und 6 Wochen Gefängniß gegen Schwarze. Begründung wird ausgeführt, daß von einem Unkundigen der Inhalt des Flugblattes, welches die schlechten Löhne, die lange Arbeitszeit und die menschenunwürdigen Schlafstellen beleuchtet, Ferner fonnte der Gerichtsauf Sagert bezogen werden könne. hof nicht zu der Ueberzeugung kommen, daß die Entlassung des Aurin wegen seines Auftretens in der Versammlung erfolgt sei, mithin also eine Maßregelung" nicht vorliege. Ebenso wie die Kaftanien, sitzen auch in diesem Jahre Ebenso wie die Kaftanien, fizen auch in diesem Jahre die Linden voller Blüthen und strömen ihren Wohlgeruch aus über Gerechte und Ungerechte, über Reiche und Arme. Aber nicht allein der schöne Geruch der Lindenblüthen macht uns den Baum werth, sondern auch ihr großer Nutzen. Linden blüthenthee ist ein schweißtreibendes Mittel( augenblicklich schwitzt man allerdings schon ohne denselben), wenn man ihn vorm Bubettgehen heiß genießt, andererseits aber wiederum ein tühlendes erfrischendes Getränk, wenn man den Thee kalt werden läßt und ihn schluckweise je nach Bedürfniß trinkt; natürlich muß man ihn dann abgießen, da er sonst von den Blättern den bitteren Geschmack annehmen würde. Bei solchem Blüthenreichthum, wie in diesem Jahre, wäre es doch wahrlich kein Großes, die so kost. baren Lindenblüthen auch den Unbemittelten zugänglich zu machen, aber hier wie überall heißt es:„ Nühr mich nicht an- oder aber Geld!" " 1 Arbeiterbewegung. eintrat. Das Mit kollegialischem Gruß Der Vorstand. konstituirt und setzt sich aus folgenden Kollegen zuſammen: Bekanntmachung. Der Ausschuß hat sich am 27. Juni 2. Emmel, Schlosser, Vorsitzender. K. Berger, Mechaniker, Schriftführer. 2. Hamberger, Spengler, Beisiger. Julius Dörr, Former, G. Gerhold, Metalldreher, Alle Sendungen sind zu richten an: " " Leopold Emmel, Schlosser, Meiſengasse 18, 2. Wenn wir auch hoffen, daß der Ausschuß im Interesse einer gedeihlichen Fortentwickelung unseres Verbandes nicht allzu häufig in die Lage kommen wird, Beschwerden entgegen zu nehmen, so versprechen wir doch, jede an uns gelangende Beschwerde ruhig und fachlich zu prüfen und nach bestem Ermessen Mit kollegialischem Gruß! Frankfurt a. M., 27. Juni 1891. Der Ausschuß. Versammlungen. Eine fogenannte hundertjährige Aloe wird binnen kurzem in Berlin blühen. Sie steht, für Jedermann von der Straße aus sichtbar, im fernen Osten Berlins im Heckmannschen Garten am Schlesischen Thor. Noch blüht sie nicht, es ist aber ein gewaltiger Schaft, einem riesigen Spargel ähnlich, aus der Blätterrosette am Boden aufgeschossen. Dieser wird sich nun Landsberg a. W. Eine Anklage wegen Majestätsbeleidiinnerhalb der nächsten Woche an seiner Spitze zertheilen und eine große Zahl von Blüthen entwickeln. Es ist bekanntlich die ameri- gung führte am 26. d. M. den Maurer Zutz aus Berlin vor kanische Agave, welche unter dem Namen der hundertjährigen Das Forum der hiesigen Strafkammer. Eine in einer hiesigen Aloe bekannt geworden ist. Es heißt von ihr, daß sie in ihrem Versammlung gethane Aeußerung gab die Veranlassung, das hundertsten Jahre erst blüht und alsdann eingeht. So genau ist Wolfgang Heine( Berlin) vertheidigte. Lutz wurde zu zwei zu entscheiden. Strafverfahren gegen Lutz einzuleiten, welchen Rechtsanwalt es aber bei ihr mit den hundert Jahren nicht zu nehmen. Sie Monaten Gefängniß verurtheilt, indessen nicht wegen Majestätshält sich an die bestimmte Zahl ebensowenig wie die hundert beleidigung, sondern wegen Werlegung der schuldigen Ehrerbietung blättrige Rofe und der Tausendfuß. So soll diese Agave auch vor dem Kaiser bezw. Erniedrigung von dessen Person. schon nach 20 und 30 Jahren geblüht haben. Die Pflanze des Heckmannschen Gartens hat nach der Versicherung des Gärtners ein Alter von 80 Jahren. Daß die Pflanze nach dem Blühen eingeht, ist nicht so erstaunlich. Auch ein großer Theil unferer heimischen Gewächse blüht ja nur einmal. Mehr aber noch als die einjährigen unter diese erinnern an die Agave die zweijährigen, die im ersten Jahre, wie die gelbe Ueber die Lohnbewegung der Omnibuskutscher und Eine öffentliche Maurerversammlung tagte vm 30. Junt Nachtviole z. B., nur eine Blattrosette entwickeln, aus der im Kondukteure schreibt man uns: Als das Bureau der Versamm im Feenpalast unter Leitung des Kollegen Hanisch mit der zweiten Jahr erst der Blüthenschaft emporsteigt. Ausnahmen lung, welche Sonntag Nacht tagte, mit der Direktion der Gesell- Tagesordnung:„ Der jebige Stand der Lohnfinden auch hier statt. Es wird ziemlich bekannt sein, daß man schaft in Verbindung treten wollte, um die Resolution zu über- bewegung und weitere Beschlußfassung zu der= burch sorgfältige Pflege verschiedene einjährige Pflanzen über die reichen, hatten die Herren schon von jedem der 6 Depots je einen felben." Referent Kollege Blaurod bezeichnete nach einem ihnen bestimmte Lebenszeit hinaus erhalten und wiederholt zum Kutscher und einen Kondukteur zu sich berufen, um mit ihnen zu allgemeinen Ueberblicke über die Lage der Berliner Maurer die Blühen bringen kann. So soll es auch bei der hundertjährigen unterhandeln. Nach einem Hinweis auf das angeblich Un- jetzige Lohnbewegung nicht als völlig aussichtslos. Gin kleiner Aloe schon vorgekommen sein, daß sie nach dem Abblühen nicht passende" der Leute, sich von so einem Cigarrenhändler etwas Erfolg sei schon zu verzeichnen. Auf vielen Privatbauten, wo gestorben ist. Sieht man übrigens den gewaltigen Blüthenstengel vorreden zu lassen", wurde schließlich pro Monat ein Feiertag bisher 50 Pfg. Stundenlohn gezahlt wurden, seien 5 Pfg. pro an, der bei der hiesigen Pflanze jezt in der Entwickelung begriffen mehr, sowie das Abschaffen des Wagenwaschens zugebilligt. Stunde zugelegt und auf einzelnen Bauten der geforderte ist, so erscheint es einem wohl begreiflich, daß durch die Diese Zugeständnisse waren von ersten Direktor Stundenlohu von 60 Pfg. bewilligt worden; andererseits gäbe es Blüthenbildung die ganze Lebenstvast der Pflanze verzehrt wird. Major a. D. Jenilet, persönlich gemacht worden und hatten den aber auch wieder Unternehmer, welche keine Zugeständnisse zu Sie blüht sich zu Tode. Der Preis einer blühenden hundert Erfolg, daß einige Zufriedenheit unter den Omnibusbediensteten machen bereit wären. Wie es aber immer zu geschehen pflege, so jährigen Agave Americana wird geschätzt auf 1200 M. Natürsei es auch diesmal wieder: Diejenigen Kollegen, welche für ihre lich kommt sie so nur selten auf den Markt und auch wenn sie Jetzt heißt es, die angeführten Zugeständnisse seien wieder Kollegen eintreten, wurden einfach entlassen. Damit glaubte man auf den Markt kommt, dürfte sie nicht immer Käufer finden. zurückgenommen worden und es wäre anstatt einer Verbesserung die Lohnfrage erledigt zu haben. Bemerkenswerth sei, daß nach Wenn man aber viel Geld hat und sonst gar nicht weiß, was sogar eine Verschlechterung eingetreten insofern, als der Kutscher wie vor gerade die kommunalen Bauten infl. Kirchenbauten an man einer Tante zum Geburtstag schenken soll, fann man, fojekt für das Wagenwaschen nur 40 Pf. von der Direktion er dem Stundenlohn von 50, höchsten 521,2 Pfg. festhielten. Wenn schreibt die Nat.- 8tg.", sicher sein, mit einer hundertjährigen halte, während ihm früher der Kondukteur 60 Pf. zu zahlen ge- bie bisherigen Erfolge auch noch nicht große seien, so bildeten blühenden Aloe Ueberraschung und Freude zu bereiten. Nußen habt hätte( der Kutscher besorge jetzt das Waschen der Außen- dieselben doch die Grundlage und den Ansporn zu einem weiteren gewährt die Pflanze weiter nicht, außer daß sich aus dem ge- feite des Wagens, während dem Kondukteur die Reinigung der energischen Vorgehen, um auf gütlichem Wege das Geforderte zu trockneten Blüthensaft Streichriemen für Rafirmesser herstellen Innenseite obliege.) erreichen. Vom Streit rieth der Referent durchaus ab. Seine Lassen. Meinung ging dahin, einen Faktor einzusetzen, welcher den Meistern, den Behörden, dem Publikum die Nothlage der Maurer Polizeibericht. Am 30. v. M. Abends wurde der Zimmermann Lorenz auf dem Heinrichsplatz besinnungslos aufgefunden flar legt und mit den Innungsmeistern in Verhandlung tritt. und. nachdem festgestellt worden, daß derselbe von Hitzschlage geKollege Hanisch forderte Diejenigen, welche gewillt sind, für die gestellte Forderung einzutreten, auf, die angefertigten Listen troffen worden war, nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Bei dem Gewitter in der Nacht zum 1. d. Mts. schlug der zu unterschreiben und auf den einzelnen Bauten in anständiger Blitz auf den Grundstücken Dalldorferstr. 7 und Schönhauser Weise an die Unternehmer heranzutreten, sowie behuss wirksamer in Geislingen am 28. Juni im Gasthaus zum Kreuz. Agitation sich an den freiwilligen Sammlungen rege zu be Allee 29 ein, ohne zu zünden. Bei Beiden wurde jedoch ein Schornstein und ein Theil des Daches zerstört. Am 1. d. M. Eröffnet wurde der Verbandstag um 1/210 Uhr Vormittags theiligen. Kollege Mette befürwortete aus ZweckmäßigkeitsMittags wurde ein Korbmacher vor dem Hause Leipzigerstr. 35 durch den Vorsitzenden Junge, als zweiter Vorsitzender fungirte rücksichten die Wahl einer Kommission, welche mit den Meistern und ein unbekannter, etwa 35 Jahre alter Mann vor dem Hause Waldmann, als Schriftführer Milberg und Hardtner. und Unternehmern in Verhandlung zu treten habe, um von vornReichenbergerstr. 137 vom Schlage getroffen. Beide verstarben Aus den Städten Stuttgart, Cannstatt, Eßlingen, Göppingen, berein allen falschen Anschauungen und Nachrichten die Spize auf der Stelle. Zu derselben Zeit wurde ein Schuhmacher in Reutlingen und Ulm waren 16 Delegirte erschienen, außerdem abzubrechen. Die weitere Diskussion bewegte sich im Rahmen feiner Wohnung in der Körnerstraße mit einer Schußwunde im waren 6 Vertrauensmänner und als Gast das Vorstandsmitglied der vorherigen Ausführungen; an derselben betheiligten sich die Kopfe todt aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft ein Selbstmord Schlicke aus Stuttgart anwesend. Dem legteren wurde die Be- Kollegen eise, Krieg, Hanisch und Hilfetopp. vor. Nachmittags erschoß sich ein geistestranter Schlächter in theiligung an der Debatte gestattet. Bunächst berichtete Junge Der vom Kollegen Blauroc gestellte Antrag, die erwähnte feiner Wohnung, in der Reinickendorferstraße, mittels Revol- in ausführlicher Rede über den Frankfurter Rongreß; er ersuchte Rommission zu wählen, wurde in Anbetracht der mit solchen vers. Zu derselben Zeit brachte sich ein Geschäfts- schließlich die Delegirten, die Frankfurter Beschlüsse als bindend Kommissionen in früheren Jahren gemachten Erfahrungen von reisender in einem hiesigen Gasthofe mittelst Revolvers zu betrachten. Während der Debatte, an welcher sich bereits den meisten Rednern bekämpft und schließlich von der VerDagegen fand einen Schuß in den Magen bei und wurde noch lebend nach der fämmtliche Delegirte betheiligten, wurde folgende Resolution ein fammlung mit großer Majorität abgelehnt. mit allen gegen eine Stimme folgende Resolution Annahme: Charitee gebracht. Die Droschkentutscherfrau Heilemann fiel gereicht: Die heute, Sonntag, den 28. Juni, im Gasthaus zum Kreuz Die am 30. Juni 1891 im Feenpalast tagende öffentliche Nachmittags von der Treppe des Hauses Straußbergerstr. 12 und erlitt eine so bedeutende Verlegung im Gesicht, daß sie nach dem in Geislingen tagende Landesversammlung der württembergischen Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend beschließt wie Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. In Metallarbeiter erklärt sich mit den Beschlüssen des dritten deut- folgt: Von den Listen, welche von den Vertrauensmännern auf der Waffenhandlung von Mehles, Friedrichstr. 159, brachte sich schen allgemeinen Metallarbeiter Kongresses in Frankfurt a. M. Beschluß der Versammlung vom 21. Juni herausgegeben sind, zu derselben Zeit ein Schriftsteller mittelst eines Dolches zwei einverstanden und verpflichten sich die Anwesenden, dahin zu den ausgiebigsten Gebrauch zu machen und die Resultate dem im Stiche in die Brust bei und verletzte sich dadurch so schwer, daß wirken, daß der Anschluß der württembergischen Metallarbeiter Bezirke befindlichen Vertrauensmann zu übermitteln. Ebenso find seine Ueberführung in die Charitee erforderlich wurde. Zu an den dort geschaffenen Verband so bald als möglich erfolgt." die herausgegebenen Fragebogen gewissenhaft auszufüllen und an derselben Zeit wurden ein Tischler, seine Ehefrau und der vier- Diese Resolution wird mit allen gegen eine enthaltende den Vertrauensmann abzuliefern, denn nur durch ein derartiges Vorgehen kann ein Erfolg erzielt werden. jährige Sohn in ihrer Wohnung, in der Kastanien- Allee, erhängt Stimme angenommen. vorgefunden. Zum zweiten Punkt, Regelung der Landesagitation, wird In der Nacht zum 2. d. M. sprang ein Briefträger gegenüber dem Hause Engel- Ufer Nr. 1 in den Louisen- auf Vorschlag Junge's Pfeiffer als Vertrauensmann und Waldstädtischen Kanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden ge- mann- Cannstadt als Stellvertreter gewählt. Die Gewählten haben nommen zu haben, aus dem Wasser gezogen. Zu derselben Zeit hauptsächlich Werth darauf zu legen, daß die Agitation in tödtete sich ein Student in seiner Wohnung, in der Winterfeldt- Württemberg planmäßig betrieben werde, hauptsächlich sei der straße, durch einen Revolverschuß in das Herz. In der Nacht Schwarzwald, das Ober- und Unterland zu bearbeiten.- Zum Kaffenzum 2. d. M. fanden drei Brände statt. bericht theilt Junge mit, daß der Kassenbestand des Agitationstomitees 151,10 M., der der Wanderunterstützung 7,99 M. be= trägt. Als Revisoren wurden die Delegirten Krauß- Göppingen, Himpel und Waldmann, beide in Cannstatt, gewählt. Bon den Göppinger Delegirten wird das Verhalten der Generalfommission zum Göppinger Streit scharf kritisirt; man sei berechtigt, der Generalfommission ein Mißtrauensvotum auszustellen, das Verhalten der Generalfommission sei die Ursache, daß der Göppinger Streit verloren gegangen sei. Gerichts- Beitung. In Sachen der Blumberger Affäre wird uns mitgetheilt, daß der Termin der Verhandlung gestern vom Landgericht II bis zum 2. November, Vormittags, vertagt worden ist. Dieser Mittheilung sind noch einige Neuigkeiten hinzugefügt, die indessen nach völliger Klärung der Angelegenheit auch noch rechtzeitig genug kommen. Jedenfalls hat zunächst das in der betreffenden Versammlung gewählte Komitee sich zu äußern. Delegirtentag der Metallarbeiter aller Brauchen Württembergs W Der Punkt„ Gewerkschaftliches" bot den Kollegen reichlich Gelegenheit, ihre Erlebnisse auf den Bauten zu schildern, Beson ders führte Kollege Witte Klage über den Bau- Unternehmer Rechenberg, Gr. Präsidentenstraße 10, auf deffen Bau( Putbuserstraße) ein Maurer täglich 1400 Steine verarbeiten müsse und dessenungeachtet noch nicht genug leiste. Beschlossen wurde ferner einstimmig folgende Resolution: Die heutige Versammlung erklärt das Verfahren derjenigen Unternehmer, welche die Quittungskarten zur Alters- und Invalidenversicherung stempeln oder dieselben mit einem Zeichen versehen, für verwerflich und ersieht aus derartigen Handlungen, daß es solchen Unternehmern nur darauf ankommt, Maurer zu Die Ver fennzeichnen, die ihre Rechte als Mensch vertreten. sammlung ersucht die Polizeibehörden, streng darauf zu achten, daß Arbeitgeber das Gesetz nicht umgehen, und vorkommenden Falles für deren Bestrafung Sorge zu tragen. Auch erklärt die Versammlung, dafür einzutreten, daß die Quittungskarten in den Händen der Kollegen bleiben, was sie zu verlangen haben." Die Versammlung endete mit einem Hoch auf die Lohnbewegung der Maurer. " sei der Egoismus nothwendig verbunden. Der Satz:„ Liebej verlas dann einen Brief von der Junung der Stellmacher Ber Deinen Nächsten wie Dich selbst!" könne in ihr nicht verwirklicht lins, welchen diese an die Nicht- Innungsmeister gerichtet hatte, werden. Am besten komme heute vorwärts, wer alle menschen- um sie zum Beitritt zur Innung zu bewegen. freundlichen Gefühle von fich werfe. Danach werde Der Brief lautete etwa: Es sei Pflicht und Schuldigkeit gehandelt und nicht nach den Satzungen der Religions- der Meister, der Innung beizutreten, da erstens nur der Innung gemeinschaften. Man habe aber heute auch gar nicht die ehrliche das Recht, Lehrlinge zu halten, zustehe, ferner weil eine gewisse Eine öffentliche Versammlung der in den Gastwirth Absicht, durch Verbreitung religiösen Denkens" die Menschen zu Sorte von Gesellen sich zur Aufgabe macht, die willigen und schaftsbetrieben beschäftigten Arbeiterinnen( Kellnerinnen)" bessern"; man wolle mit der Vertröstung der Arbeiter auf die leistungsfähigen Gesellen auszustacheln und den Arbeitsnachweis tagte am 30. Juni, Nachts 12 Uhr, unter der Leitung des Genossen" himmlischen Freuden", als einem Ersatz für das„ Elend des an sich zu reißen. Der Arbeitsnachweis aber sei im Falle eines Ebert. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Die wirthschaft- Grdenlebens", nur dem Kapitalismus Dienste leisten. Das sei Streits der Gesellen ein gutes Bollwerk gegen die Aufrührer. liche Lage der Gastwirthsgehilfinnen und wie ändern wir die ziemlich unverblümt durch den Major von Liebers ausgesprochen Zum Schluß heißt es, daß in Bezug auf das Meisterstück alle selbe erhielt zunächst Genosse Reichling das Wort. Derselbe worden. Denen, welche wirklich an ihre zur Hebung des möglichen Konzessionen gemacht würden. In der Diskussion schilderte die moderne Arbeiterbewegung und deren Ursache und Wolfes" herausgegebenen Traftätchen glauben, könnte man ver- wurde die Haltung der Meister mit kräftigen Worten getadelt. Berechtigung und ging dann auf den Kellnerinnenberuf ein. Die sich rn, daß sie durch Moralpredigten den Sinn der Menschen Sämmtliche Redner forderten die Kollegen auf, sich durch die Arbeiterschaft habe eingesehen, daß ihr nicht fremde, sondern nicht bessern würden. Trotzdem verzweifelten wir nicht an der Innungsmeister nicht einschüchtern zu lassen, sondern treu zu der einzig und allein die eigene Kraft helfen könne, und nach Er- Menschheit, wir hielten sie im Grunde für gut; was schlecht an Fahne zu stehen, auf welcher geschrieben steht: Freiheit, Gleichkenntniß dieser Thatsache sei fie eingetreten in den Kampf für ihr, das sei die Folge der Erziehung durch die sozialen Verhält- heit, Brüderlichkeit! So würde der Sieg unser trotz alledem! Recht und Freiheit; Arbeiter sowohl wie Arbeiterinnen. Auch die niffe. Schaffte man das Privateigenthum und damit die heutige( Großer Beifall.) Kellnerinnen wären nichts anderes denn Arbeiterinnen und in wirth- Gesellschaft, die privatrechtliche, ab, so werde der Egoismus sich Hierauf mußte die Hof- Wagenfabrik von Kühlstein vor einer schaftlicher Beziehung vielleicht noch bedeutend schlecher gestellt, da sie in Gemeinsinn verwandeln und der Satz:„ Liebe deinen Nächsten scharfen Kritik Revue passiren. keinen Lohn bekämen, sondern auf die Almosen der Gäste angewiesen wie dich selbst!" zur Wahrheit werden.( Großer Beifall.) An Zum Schlusse forderte Kollege Meßmann die Anwesenden seien. Redner forderte die Kellnerinnen auf, sich zur Hebung der Diskussion betheiligte sich außer einem Redner noch Fräulein auf, zahlreich in der nächsten öffentlichen Versammlung zu era ihres Gewerbes zusammenzuthun, da nur durch Einigkeit etwas Wabnik. Der 3. Punkt der Tagesordnung, Abrechnung vom scheinen, welche sich noch näher mit der Innung und der Kühlzu erreichen sei. Maifonds, wurde damit erledigt, daß die eingekommenen stein'schen Fabrik beschäftigen würde. Hierauf erörterte Frl. Wabnih in Vertretung von Frau Ihrer 72,75 m. der Generalfommission der Gewerkschaften in Hamburg die Stellung der Kellnerinnen in pekuniärer und besonders in überwiesen wurden. Darauf erstattete Herr Koopmann Bericht Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Berliner fittlicher Beziehung. Es sei zu beklagen, daß die Kellnerinnen über die Thätigkeit der Berliner Streif- Kontrollkommission. Be Steinfegrammer tagte am Montag den 29. Juni. An Stelle gewissermaßen als Menschen zweiter oder gar dritter Klasse besonders nahm er hierbei Bezug auf die Ausgabe von Sammel- des am Erscheinen verhinderten Stadtverordneten Genossen Zubeil trachtet und als willkommene Objekte zur Befriedigung des bons, welche von der Kommission beschlossen worden ist und hatte Genosse Reichling zum ersten Punkt der Tagesordnung: Sinnentigels der Männer angesehen würden. Frl. Wabnik forderte zu reger Betheiligung an den Sammlungen auf. Eine Die Lage der Arbeiter, speziell der Steinsehforderte die Kellnerinnen auf, organisirt dem vereinten Unter- rege Diskussion rief der von ihm bekannt gegebene ablehnende Rammer und Berufsgenossen das Referat übernehmerthum entgegenzutreten. Beschluß der Streif- Kontrollkommission in Sachen Möhring her- nommen. Reichling ermahnte die Rammer vor Allem zur DrIn der Diskussion sprachen mehrere Kellnerinnen. Die erste vor. Es wurde von allen Seiten anerkannt, daß die Angelegen- ganisation. Ueber 400 Steinsetzrammer gäbe es in Berln, und Rednerin erklärte, die Lage der Kellnerinnen sei in zweifacher heit schnellstens erledigt werden müßte. Endlich wurde be- dennoch zähle die Organisation nur etwa 400 Mitglieder. Die Hinsicht eine durchaus unwürdige, ja geradezu widerliche. Sie schlossen, den Parteivorstand als Schiedsrichter anzurufen. Es Steinfegrammer zeigten sich entschieden zu lässig; sie müßten besser bezögen von den Restaurateuren feinen Gehalt, sondern seien werde sich ja dann zeigen, ob Herr Möhring schuldig oder un- agitiren und auch die Steinsetzer( Gesellen) und die Handarbeiter darauf angewiesen, den nothwendigen Unterhalt gleichsam als ein schuldig sei. Die Versammlung wurde mit einem Hoch auf die zu sich heranzuziehen suchen. An den Gefellen sei besonders zu Almosen von den Gästen anzunehmen. Dabei müßten die Bewegung geschlossen. tadeln, daß sie sich für etwas Besseres als die Rammer hielten, Kellnerinnen auf Befehl des Wirthes mit den Gästen kneipen, weil sie etwa 12 M. wöchentlich mehr als die Rammer verdamit dieselben tüchtig Geld ausgäben; widersete sich eine Die Maler, Auftreicher und Lackiver Rigdorfs waren dienten, welche einen Wochenlohn von 24 M. hätten. Die ArKellnerin dem Anfinnen des Wirthes, so habe sie unbedingt ihre am Dienstag Abend unter dem Vorsitz des Kollegen Regerau ver- beiter bekämen wöchentlich durchschnittlich 18 M., seien also am Entlassung, vielleicht sogar noch törperliche Mißhandlungen zu sammelt. Kollege Schweitzer hielt unter lebhaftem Beifall der schlechtesten gestellt, jedoch müsse man dieselben als Arerwarten. Dabei sei das Essen der Kellnerinnen über alle Maßen Versammelten einen längeren Bortrag über das Thema: Welche beiter genau so hoch schätzen, wie die Gesellen und schlecht und absolut unzureichend, so daß die Mädchen gezwungen Forderungen stellen wir an Staat und Gesellschaft?" Betreffs Steinfegrammer. Eine Organisation sämmtlicher in dem Pflastererwären, sich zu ihrer Sättigung entweder selbst Nahrungsmittel der Organisation rieth Redner dringend an, sich der Vereinigung gewerbe beschäftigter Arbeiter müßte geschaffen werden, dann zu kaufen oder sich solche von den Gästen spendiren zu lassen. Der Maler und Lackirer anzuschließen und, falls in Rixdorf eine würde auch Ersprießliches erzielt.( Beifall.) Der Verdienst der Restaurateure sei ein enormer, denn eine Filiale derselben errichtet werden sollte, dieser letzteren beizutreten. Flasche Wein im Werthe von höchstens 1,25 Mark werde für( Lebhafter Beifall.) 5-6 Mart verkauft, Gräzerbier gebe es 38-40 Flaschen für 2 Mart, trotzdem werde die Flasche mit 30 Pf. verkauft. Eine andere Kellnerin gab äußerst interessante Aufschlüsse über das Pantschen" der Restaurateure. Zu allen derartigen Manipulationen müßten die Kellnerinnen hilfreiche Hand bieten. Das müsse aufhören und ebenfalls die unwürdige Behandlungsweise von seiten der Gäste. Wolle ein Restaurateur die Damenbedienung in der bisherigen Weise fortgeführt wissen, so möge er die Gäste durch seine Frau oder seine Töchter bedienen lassen. ( Lebhafter Beifall.) Ein Restaurateur, Hr. Timm( Passage), äußerte sich dahin, daß die von den Rednern und Rednerinnen vorgebrachten Klagen vollständig gerechtfertigt seien; er wolle wünschen, daß die Kellnerinnenbewegung Erfolg habe. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Folgende Resolution gelangte, nachdem der Vorsitzende dafür gesprochen hatte, einstimmig zur Annahme: Die heutige öffentliche Versammlung der Maler ist in allen Punkten mit dem Referenten einverstanden und stellt folgende Forderungen an den heutigen Staat: = 1. Umwandlung von Grund und Boden aus Privatbesitz in Gemeingut Aller; 2. Umwandlung der kapitalistischen Produktion in eine genossenschaftliche; 3. ein wahres Arbeiterschutz und Alters und Invalidengesetz; 4. vollständige Koalitions, Versammlungs-, Preß- und Redefreiheit; 5. Abschaffung der Religionspflege und an deren Stelle Förderung der Wissenschaften jeder Art; 6. Einführung der Gesetzgebung durch das Volk; 7. Um wandlung des Militärs in eine Volkswehr. Die Versammlung, welche hauptsächlich infolge der AnwesenDie Versammlung fordert die regierenden Gewalten auf, heit von Lebemännern", die sich die Sache zum Jug machten, hierzu die nöthigen Schritte baldigst zu thun, desgleichen werden überaus stürmisch verlief, nahm schließlich eine Resolution an, die Versammelten mit aller Macht dafür agitiren, daß immer in welcher sie den Ausführungen der Referenten zustimmte und mehr Vertreter der Sozialdemokratie in den Reichstag kommen, das Bureau beauftragte, alles zur Errichtung einer Organisation damit der Wille des Volkes zum Durchbruch gelangt. Weiter Erforderliche vorzukehren, insbesondere die nächste Versammlung werden sich die Versammelten gut organisiren und geistig auseinzuberufen und in dieser den Entwurf eines Statuts vorzulegen. bilden." Hoffentlich ist man so flug, zu den weiteren Versammlungen Eine längere Debatte entspann sich über den nächsten Punkt außer den etwaigen Referenten und Zeitungsberichterstattern nur der Tagesordnung, welcher die Gründung einer Filiale der Kellnerinnen und allenfalls Restaurateure, die sich legitimiren Bereinigung der Maler und Lackirer für Rixdorf und Umgegend tönnen, zuzulassen. betraf. Die Kollegen Regerau, Schiveitzer, Ludiger, Schmidt, Schneider traten für die Gründung ein, während die Kollegen Borchardt und Kube sich dagegen aussprachen. Man einigte sich schließlich zu nachstehendem Beschluß: In der Diskussion sprachen die Kollegen Kerkow, Heger, Schmidt, Krug, Niemeyer und Scholz, wobei Niemeyer die Ansicht aussprach, bei den Gesellen sei nichts zu erreichen, da dies selben zu sehr auf dem Boden der Zunft ständen. Genoffe Reichling führte dem entgegen aus, daß durch eine unermüdlich betriebene rege Agitation selbst die indifferentesten Arbeiter zum Klassenbewußtsein und dadurch zum Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung kommen würden. Nach einigen minder wichtigen Mittheilungen wurde die Vers sammlung geschlossen. Gingeschriebene Hilfekasse und Verein der Bureau- Beamten der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher in Berlin. Freitag, den 3. Juli, Abends 8 Uhr, Monats- Bersammlung im Brandenburger Haus, Mohrenstraße 47. Tagesordnung: 1. Sigung des Vorstandes der Hilfskaffe zum Zwecke der Aufnahme neuer Mitglieder. Bahlung der Kassenbeiträge und des Verkehrs unter den Mitgliedern. 2. Bortrag über Münzwesen. 3. Be Beisammensein. sprechung von Rechts- und kostenfragen. 4. Fragefasten. 5. Gemüthliches Zu dieser Versammlung werden die geehrten Mitglieder mit ihren Damen wollen. Der Borstand. und Gästen mit der Witte ergebenst eingeladen, recht puntlich erscheinen zu Bildungsklub der Hausdiener. Freitag, den 3. Jult, Abends 8% Uhr, Bersammlung bei Beyer, Neue Grünftraße 14. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Jul. Türt über Herenprozesse. 2. Discussion. 8. Wierteljahresbericht. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Musikverein" Stern". Uebungsstunde 9-11 Oppelnerstraße 29 bet Brandstahl. Sonntag, den 5. Juli, Familienausflug nach Friedrichshagen. Arbeiter- Retourbillets Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof früh 7 Uhr. a 30 Pf. Genossen und Genofsinnen sind freundlichst zu dieser Partie einges laden. Nachzügler werden Nachmittags im Müggelschlößchen, Friedrichshagen erwartet. Schriftstellers Dr. Lütgenau über, Die sozialistische Doktrin und der GelehrtenFreie Vereinigung der Kanflente. Freitag, den 8, Jult Bortrag des stand in May's Festfalen, Beuthstr. 22, 1 Tr. Nach dem Vortrag freie Distuffton. Jedermann hat Zutritt. Im Fachverein der Tapezirer Beetins fand am 22. Juni eine Mitgliederversammlung statt, in welcher Herr Türk einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über Sibirien Die Versammlung ist im Prinzip für Gründung einer bei Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt. Lese- und Diskutirklubs. Freitag.„ ari Marr", Abends 9 Uhr, hielt. An der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner. Filiale und wählt eine Agitationskommission, welche die nöthigen 8% Uhr bei Schwarzkopf, Stalizerstr. 11, " Süden", Abends Gäste, Damen und Herren, Unter Verschiedenem weist Kollege Freiwald nochmals auf das Schritte hierzu thun soll." durch Mitglieder eingeführt, willkommen. am 18. Juli in der Neuen Welt stattfindende Sommerfest hin Es wurde dann die Kommission aus den Kollegen Ott, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. und macht noch darauf aufmerksam, daß die Fachschule diesmal Retzerau, Keßner, Schweizer, Borchardt und Stöltner zusammen- wänner chor", Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey. Aufnahme von Mitgliedern. Satser's cher Arbeiter Gesangfrüher und zwar Mitte oder Ende September wieder eröffnet gesetzt. verein Nord", Brunnenstr. 38 bet Gnadt.- Gesangverein, Borwärts 1", werde. Ferner müsse jetzt jeder Kollege recht tüchtig für den Die Beschlußfassung über die Einrichtung einer Zahlstelle in S.D. Adalbertstraße 21 bei Roll.- Gefangverein orbeertrang", Wein straße 11 bet eind. Fachverein agitiren. Eine Frage über die in der Prächtel'schen Rigdorf für die Krankenkasse der Maler wurde vorläufig Rüth. arthaus'scher" Gesangverein, Frankfurterstr. 79 bei striger. Summer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Wertstatt gezahlten Löhne wurde vom Kollegen Feder eingehend ausgesetzt und der Agitationstommission die Buch binder Männerchor" Berlins, Alte Jatobftr. 75 bet Feuerstein. Gesang beantwortet. Bum Schluß gelangte noch, zur Mittheilung, daß Regelung auch dieser Frage überwiesen. überwiefen. Sie hat dem- Gesangverein, Maiglöckchen", Hochstraße 32a, bei Wilke. vereine müthitchkeit"( Buyer), Seydelstraße Nr. 30. Gefangverein awei Bahlstellen des Fach vereins errichtet wor- nächst betreffs endgiltiger Beschlußfassung über die Frage Jugendfreuden", Bergstraße 68 bet Reller. Gefangverein ris", den sind und zwar beim Kollegen Kerfack, Alt der Filialerrichtung eine neue öffentliche Versammlung ein- Ropnickerstr. 127a bei Stüfter. Gefangverein" Gollegia", ReichenbergerMoabit 180 und im Restaurant Gnadt, Brunnen- zuberufen. straße 16 bei Pätzold. Wilhelm Seeger'sche Liedertafel", straße 38( durch Kollege Mostopp) Sonntags von Unter Berschiedenem" wurde der Verunglückung eines älteren Reichenbergerstr. 83 bei Trucks.- Gesangverein" offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 34. Gesangverein" yra 2", Charlottenburg, 10-12 Uhr Vormittags. Kollegen bei dem Bau des Reichstagsgebäudes Erwähnung ge- Rosinenstr. 3 bei Grischow. Gesang-, Turn- und gesellige Reveine.„ Männerchor Waldes Cine öffentliche Versammlung, welche vom Vorstande der than; die Versammlung ehrte sein Andenken durch Erheben von den Plätzen. rauschen", Martgrafenstr. 87 bei Weigt.- Männer- Gefang- Berein ,, union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei. Musirdilettanten- Verein Arbeiter- Bildungsschule einberufen war, fand am Dienstag Dann kritisirte man scharf die Gesetzesauslegung der Rixdorfer Glocke" 9-11, Uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Abend im„ Giskeller" statt. Herr Dr. Arons sprach über" Die Behörden, welche keine Tellersammlungen stattfinden ließen, Vergnügungsverein Glück auf", Abends sy nhr, Sigung bei Möwes, Arbeiter und das Studium der Naturwissenschaften". Der Re- während dies in Berlin und anderwärts stets unbeanstandet ge- verein Beilchen", Sigung mit Damen von Fichtestr. 29. Nach der Gigung Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungs 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bei ferent hob zunächst den praktischen Nutzen der Beschäftigung mit schähe. Bur Deckung der Unkosten erhielt hierauf der Vorsitzende cülow." Gäste willkommen. Bergnügungsverein„ Euphrosyne". Sigung den Naturwissenschaften hervor. Nicht auf den Nutzen im burger- persönliche Geschenke von den Versammlungstheilnehmern. In mit Damen Abends 9 Uhr im Restaur. Wohllebe, Alexandrinenſtr. 110. Nach ber lichen Sinne, auf den wirthschaftlichen Vortheil für den Einzelnen Bukunft soll ein festes Entree erhoben werden. Sigung Tanz. Gäste willkommen.- Geselliger Verein Immergrün" Abends 9, Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienstr. 36. Berein ehem. tomme es an, sondern auf den Nutzen, welcher aus jenem Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 thr, im Studium für die Arbeiter als Klasse resultirt. Den Arbeitern Im Verein der Sattler und Fachgenossen tagte am Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäste seien manche Erfindungen, die von der Technik ausgenügt worden 27. Juni eine gut besuchte Versammlung. In derselben kam die willkommen. Rauchflub„ Ohne 8wang", Abends 8% Uhr, bet W. Spaeth, find, zu danken. Statflub, Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genossen Weinstraße 28.Diese Erfindungen hätten dann Arbeiter Rede zur Verlesung, welche Liebknecht am 31. März 1869 im Start Ullrich, Wrangelstr. 84. Gäfte durch Mitglieder eingeführt willtommen. brotlos gemacht, zuweilen sogar den Erfinder selbst. Demokratischen Arbeiterverein zu Berlin gehalten hat über den gund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Gleichwohl dürften die Arbeiter dem Fortschritt der Technik nicht Parlamentarismus. Kollege Bombin sprach in der Diskussion sein Freitag: Berein„ Grüne Tanne" 9 Uhr bet Leßner, Wartusstr. 8. entgegenarbeiten. Je rascher die Technik sich entwickelt, um so vollstes Einverständniß mit der in diesem Vortrage enthaltenen Bauchttub to the Quaste" bet Eimede, köpniderjir. 130. eher siege der Sozialismus( welchen der Redner, der Bodenbesig- Kritik des Parlamentarismus aus. Der Punkt Werkstattreformer ist, übrigens nicht im Sinne der Sozialdemokratie, aber angelegenheiten" rief eine längere, zum Theil fehr erregte Debatte boch wenigstens als Verwirklichung der Forderung:„ Den Ar- hervor. Es wurde schließlich eine Kommission gewählt, welche beitern den Ertrag der Arbeit" auffaßt). die streitigen Angelegenheiten regeln soll. Eine besonders harte " Der letzte Punkt der Tagesordnung: Unsere Berichte im führen. " Vermischtes. Im zweiten Theile seines Vortrages erörterte Redner den Verurtheilung fanden die Lohnverhältnisse, welche in der Fabrik Was stört uns wohl heimtückischer in unserer häusder Arbebie Wethode des naturwissenschaftlichen Unterrichts an preise seien daselbst so niedrig, daß es den Kouegen nicht möglich lichen Ruhe, als der Hausschwamm, oder Holzpilz? Der begiter- Bildungsschule. Von der Grscheinung sei auszugeben wäre, mehr als 10-12 M. wöchentlich zu verdienen. Der ge- Sausschwamm erfüllt die Lust in den Wohnräumen mit schäd Experimenter ähnlichen Erscheinungen das Gesetz abzuleiten. Mit nannte Herr, der als Obermeister der Zunung die gebung des lichen Ausdünstungen, die den ihnen lange ausgesezten Menschen Berlin werb dürfe man bes Buten nicht viel thum. Der Handwerts besonders betone, solle, als man ihm um Qusbesserung sehr verhängnißvolt werden können. Wire ihm nicht rechtzeitig Be zag wurde beifällig aufgenommen. In der Diskussion hob des niedrigen Lohnes, ersuchte, gesagt haben:„ Go lange meine entgegengetreten, kann er nach der Zerstörung alles Holzwerkes Dr. Antgenau die Verschiedenheit der Zwecke des naturwissen- Gesellen noch eine belegte Stulle essen, lege ich überhaupt nicht unter Umständen den Zusammensturz des Gebäudes herbeischaftlichen Studiums und Unterrichts für den Kapitalismus und zu, den Sozialismus noch schärfer hervor, desgleichen die Abhängigkeit„ Vorwärts", wurde der vorgerückten Zeit halber für die nächste Der Hausschwamm pflanzt sich nun nicht, wie noch vielfach der Gelehrten vom Kapitalsinteresse. Der Darwinismus sei, wie man geschlossene Mitgliederversammlung zurückgestellt. Dieselbe findet angenommen wird, durch zufällige äußere Verhältnisse fort, fonmehr und mehr eingesehen habe, nicht sozialaristokratisch, sondern am 11. Juli im gleichen Lokale wie die vorerwähnte statt. dern durch Sporen von äußerordentlich geringer Größe, die von fozialdemokratisch; jetzt konstatirten bürgerliche und religiöse Ge gelber oder auch brauner Farbe zur Zeit ihrer Reife mehrere lehrte mit Geringschäßung, daß sich für ihn fast nur noch die Der Fachverein der Stellmacher Berlins und Um Fuß weit hinweggeschleudert werden, so daß oft große RäumlichArbeiter interessirten. Ein zweiter Redner trat ab, weil er gegend hielt am 27. Juni eine Mitgliederversammlung ab. Die feiten mit ihnen bedeckt sind und dazu ist eine einzige befürchtete, daß seine Ausführungen ihn auf das politische Gebiet felbe wählte den Kollegen Gäsar zum Schriftführer, den Kollegen Spore ausreichend. führen würden. Herr Unger betonte die Bedeutung der Geschichts- Gemisch zum Revisor. Zur Uebernahme des Unterrichts im Fach- Von Natur im Walde zu Hause, hat sich der Hausschwamm kenntniß für den sozialen und politischen Kampf in der Gegen- zeichnen erklärte sich Kollege Leder bereit. Weiter wurde be- durch das den Wäldern entnommene Bauholz vollständig schon wart und forderte zu lebhafter Betheiligung an dem Unterricht schlossen, daß jeder Theilnehmer am Unterricht pro Stunde in unseren Gebäuden eingenistet und findet seine Verbreitung auf. Der Vorsitzende Vogtherr schloß sich diesen Ausführungen an. 20 Pf. zu zahlen hat. Der Unterricht beginnt Anfang August. hauptsächlich dadurch, daß bei Neubauten der von ihm infizirte Unter Verschiedenem theilte der Vorsitzende mit, daß Herr Zemter Bauschutt als Füllmaterial Verwendung findet, anstatt geglühten Eine öffentliche Versammlung aller in der Wäsche sein Lokal aufgebe und wir uns deshalb wieder nach einem Sand oder Goals zu benutzen. Selbstverständlich eignet sich ein branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand am anderen umsehen müßten. Die hierzu gemachten Vorschläge feuchter mooriger Boden eher zur Schwammentwickelung, als ein 30. Juni statt. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete ein führten zu keinem Resultat und man überließ deshalb dem Vor- magerer sandiger, immerhin aber ist das Vorhandensein von Vortrag des Regierungsbaumeisters G. Reßler über„ Chriften- stand die Regelung der Sache. Hierauf machte Kollege Schnelliche Pilzsporen hier ebenso wie beim Holz die Vorbedingung zur Ents thum und Sozialdemokratie". Der Referent wies" das Unbekannt, daß Sonntag, den 5. Juli, ein Ausflug nach Grünau wickelung des Hausschwammes. vermögen der so viel von Religion, Moral und Sittlichkeit stattfinden werde und die Kollegen gebeten feien, sich recht zahl- Also sorgen wir bei Neubauten für möglichst mageren, fansprechenden Leute nach, in der heutigen Gesellschafft bessernd auf reich zu betheiligen. Treffpunkt und alles Nähere werde durch digen und trockenen Baugrund, für möglichst trockenes Bauholz, bie Menschen wirken zu können. Mit der heutigen Gesellschaft eine Annonce im„ Borwärts" bekannt gemacht. Kollege Henze trockenes Füllmaterial( geglühter Sand oder Roas) und zweck mäßige Einrichtung für Luftzirkulation; dies hält den Hausschwamm besser fern, als später die Anwendung aller möglichen und unmöglichen Mittel zur Bekämpfung seiner Vegetationsorgane, d. h. jener sichtbaren weißlichen Pilzmassen, da man damit die in der Tiefe wuchernden Pilzzellen doch nicht zu erreichen vermag und somit alle diese Arbeiten vergeblich sind. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bochum, 2. Juli. Die„ Westfälische Vokszeitung" veröffentlicht gegenüber der gestrigen Erklärung des Reichs- Anzeiger" Folgendes: Fusangel hält sämmtliche Be= schuldigungen gegen den Bochumer Verein aufrecht. Unter den von ihm veröffentlichten Stempeln be= finde sich keiner, der vom Revisor bestellt sei. Alle seien nach Bleiabdrücken zu Fälschungszwecken nachge ahmt. Helmstedt, 2. Juli. Auf der Bahnstrecke BüddenstedtHelmstedt hat infolge eines Wolkenbruchs ein Dammrutfch stattgefunden. Ein Personenzug mußte deshalb gestern Nachmittag unterwegs umkehren. Durch angestrengte Arbeiten wurde der Schaden ausgebessert. Schöningen, 2. Juli. Ein schweres Gewitter vernichtete die Saaten. In Gevensleben wurden durch Blitzschläge Scheunen, Ställe und Remisen eingeäschert. Ein verheiratheter Ackerknecht, Vater von mehreren Kindern, erlitt dabei den Tod in den Flammen. Braunschweig, 2. Juli. Ein schreckliches Unwetter brach hier am gestrigen Spätabend aus. Ein Weststurm mit Wolkenbruch und entseglichem Hagelschlag erhob sich; es fielen fast hühnereigroße Eisschlossen. Die Straßen glichen reißenden Bächen; Tausende von Fenstern wurden zertrümmert, viele Bäume entwurzelt, die Gärten und Necker zerstört. Die Ernte ist größtentheils vernichtet. Ueberall zeigt sich das Bild der Verwüstung. Köln, 2. Juli. In der bei Crefeld gelegenen Gemeinde Suechteln wüthete in der verflossenen Nacht ein gewaltiger Orkan; namentlich wurden die Ortschaften Rade und Sittard schwer heimgesucht. Viele Häuser stürzten ein, eine große Anzahl Menschen wurde verwundet, mehrere getödtet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Crefeld, 2. Juli. Durch einen Wirbelwind wurden, wie die„ Crefelder Zeitung" berichtet, gestern 53/4 Uhr Nachmittags die Festhalle und fast sämmtliche Buden auf dem Festplate für das 12. rheinische Bundesschießen weggeweht. Viele Personen erlitten leichte Verwundungen. Der Gabentempel ist total zerstört. In der Stadt sind zahlreiche Verwüstungen an Häusern und Bäumen angerichtet. Zwischen Suechteln, Viersen und Duelten sind gegen 50 Häuser eingestürzt und mehrere Personen getödtet oder verwundet. Aerzte und eine Sanitätskolonne waren zur Stelle. Zwischen Suechteln und Viersen ist ein Ringofen eingestürzt. New York, 2. Juli. Telegramme aus Yuma Arizona berichten über die plögliche Bildung eines großen See's in Salton, dessen Wasser die Arbeiter aus den Salzwerken von Salton vertrieb. Der See soll 12 Meilen breit und 40 Meilen lang sein. Ueber die Entstehung des See's herrschen verschiedene Ansichten. Allgemein wird angenommen, das Waffer tomme aus dem Golf von Kalifornien. Die" World" führt die Erscheinung auf die jüngsten Erdbeben zurück. Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Quittung. Für die Arbeiter- Bildungsschule: Bon A. A. 34 100 M. Bon D. F. 15 M. Bon A. D. 4 M. Von den Sattlern gesammelt bei Beyer 4,25 20. erhalten zu haben be scheinigt mit herzlichstem Dank H. Gumpel, Rafsirer, Barnimstr. 42. Herr E. Vogtherr hat, wie er uns mittheilt, für die Arbeiter Bildungsschule von den Senfert'schen Arbeitern 20 M. erhalten. H. S., München. 1. Erlernen Sie das erste Beste. Jedes Stenographische System hat seine Vorzüge und Mängel.- 2. An das Einwohner- Meldeamt Berlin. P. J. 97. Aller Wahrscheinlichkeit nach war Wilhelm Tell nur eine mythische Person. Was also in Schiller's Schauspiel historische Wahrheit ist und was nicht, läßt sich in dem knappen Rahmen des Briefkastens unmöglich erläutern. Karl Loose. Nicht zur Aufnahme geeignet. Briefkaffen der Expedition. Für den Partei- Maifonds gingen ferner folgende Beiträge bei uns ein: Freie Vereinigung der Seifensieder und Berufsgenossen 19,55. Spandau G. F. 1,-. Petereit 1,-. Ronservative Dreher Spandaus 8,70. Amerit. Auktion auf einer Landparthie in Johannisthal vom Gesangverein„ Arion" Rixdorf 4,-. Bereits quittirt sind 1396,77. In Summa 1426,02 Mt. Für die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg)[ Maifonds] gingen ferner ein: Verein der Modelltischler Bredow- Stettin 9,75. Amerik. Auktion eines Blumentopfes der Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Fil. 7 im Gisteller 10,27. Von Mitgliedern des Vereins der Wäschebranche durch G. Koopmann 72,25. Für die gemaßregelten Bergarbeiter gingen ferner ein: Kommission der Bildhauer Berlins 20,-. Auktion eines Fahrpl. auf der Fußparthie in Friedrichshagen von 1 Duhend Knopfarbeiter, welche von den Indifferenten als dumm bezeichnet werden, 8,75. Empfehle den Parteigenossen meine 15. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 1822 958 64 81 93005 29 121 81 219 45 60 87 348 98 435 610[ 300] 806 Ziehung vom 2. Juli 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffender: Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 11 51 303 528[ 300] 74[ 1500] S0 658 770 76 854 1084 291 302 466 587 698 2020 58 212 338 402 704 12 81 87[ 300] 821 26 95 920 46 3101 46 78[ 500] 231 440 59 543 57 58 696 799 4276 358 653 748 70 79 825[ 3000] 986 5015 52 182 285 351 73 462 556[ 500] 613 707 85 812 61 968 71 6077 157 206 75 130001 627[ 30001 66 799 840 7013 206 359 405 19 720 39 115001 42 818 75[ 500] 8020[ 5001 298 335[ 300] 70 614 50 61 744 801 48 912 20 9049[ 300] 258 446[ 3000] 557 651 780 811 [ 5000] 979 10036 140 318[ 500] 544 92 613 703 38 917 53[ 3001 11012 15 68 73 108[ 1500] 56 236 399 516 32 75 651 734 836 12069 123 36[ 1500] 288 577 90 711 897 962 13005 33 85 96 120 298 642 751 804 902 14113 43 92 249 450 75[ 1500] 617[ 1500] 801 29 42 15106[ 15001 29 130001 47 90 405 518 50 601 34 66 944 76 16023 215 314 429 57 81 [ 300] 508 59 693 743 48 844 85 910 68 17128 62 305[ 300] 424( 5000) 45 745 50 81 86 804 934[ 300] 42 83 1500] 18108 75 261 348 593 628 833 42 70 19019[ 3000] 98 366 434 75 97 606 854[ 3000] 927 20230 328 83 404 660 68 742 63 77 83 940 21013 105 208[ 15001 25 396 451[ 500] 57 792 940 22081 112 150000] 44 324[ 3000] 407 11 536 47 55 84 709 880 89 23082 201 352 427 554 758 88 853 15001 920 24096 161 70 414 92 502 75 93 603 84 803 937 53 64 25005 251 86 530 42 55 617 46 26049 107 12 338 503 12 15001 22 46 683 773 920 34 76 27204 312 41 42 664 782 894 912 76 28129 208 78 371 508 859 66 981 29026 82 95 356 523 626 40 61 30095 102 585 757 92 905 31005 54 171 208 474[ 3000] 740 32089 124 39 40 52 206 56 64 73 414 71 949 59 33192 208 39 314 645 84 741 802 34027 110 275 315 55 598 667 35022 35 229 39 79 548 937 36077 106 40 214 78 449 548 89 688 93 775 858 900[ 1500] 56 92 37189 324 34 523 607 755 887 935 38143 278 326 63 590 620 28 712 40 45 59 831 88 994 99 39113 29 343[ 500] 500 33 633 905 40155 238 1500] 415 88 531 62 85 90 660 98 866 89[ 500] 41063 166[ 300] 404 90 421[ 500] 671 854 77 88 42067 91 418 559 799 826 44 80 936 43012 59 76 121 22 461 77 502 952 44003[ 3000] 148 248 77 324 471[ 3000] 547 61 68 95$ 53 82[ 300] 909 49 45001 12 58 157 90 302 37 601 736 853 46032 166 90 287 303 11 405 8 12 95 522 31 47142 236 91 345 525 57 670 749 48013[ 3000] 138 79 355 453 65 664 744 851 937[ 3000] 46 40016 35 201 429 54 62 509 661 732 834 75 903 50137 68 85 213 18 64 78 82 344 78 514 803 903 38 51081 315 455 711 28 75 307( 1500) 955 52202 381 SS[ 1500] 495 683 872 972 53097 120 202 50 115001 302 44 704 54020 77 176 267 453 578[ 1500] 635 759 893 957 55066 80 135 230 55 317 479 511 42 60 691 764 67 98 56284 357 78 476 651 764 886 920 58 67 57187 280 418 766 996 58126 76 94 236 329 513 627 758 993 59025 46 48 69 595[ 300] 625 731 822 48 62 933 90 60000 282 352 706 61021 95 123 74 77 390 513 72 74 78 700 14 20 912 81 62083 96 199 259 331 55 648 757 63035 71 95 98 138 259 323 434 89 572 73 728 848 64046 105 81 250 307 453 646 715 19 929 65110 85 213 91 397 402 115001 82 562 608 762 85 832[ 3000] 47 84 902 66022 100 65 75 363 447 58 529 613 841 78 67010 30 48[ 1500] 67 68 303 20 490 511 670 13001 714 1300] 58 859 68018 91 130 50 61 264 80 423 697 793 927 60 83[ 1500] 69189 362 461 130001 559 781 849 54[ 300] 70044 159 327 486 91 579 681 933 71267 310 18 24 93 450 13001 78 806 98 985 72038 226 48 97 360 424 524 27[ 5001 796 73030 57 69 304 22 499 501 617 716 86 823 74093 95 138 39 316 40 491 512[ 3000] 634 73 792 887 942 69 75178 316 504 617 707 42 65 808 76031 208 354 438 666( 500) 727 888 988 77029 95 265 326 31 510 683 701[ 500] 852 13001 67 71 78112 349 78 648 59 770 93 828 53 972 79197 492 719 34 67 13001 91 S32 80424 599( 3000) 703[ 1500] 871 900 19[ 500] 81093 248 425 58 503 908 86 82094 13000] 119 79 292 398 419 630 765 910 74 83209 74[ 300] 419 40 13001 56[ 1500] 522 37 89 94 643 722[ 1500] 59 65 925 58 86 84072 89 126 70 200 7 15001 452 631 767 819 26 45 57 66 85030 41 73 13000] 367 71 532[ 5000] 612[ 3000] 15 891 86152 234 303 400 15001 647 48 70 80 979 87098 104 232 483[ 500] 566 612 73 86 916 41 88189 94 271 498 518 39 45 606 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3001 91 944 134032 49 110 44 73 290 308 411 18 567 600 903 35 64 135174 580 85 136339 75 524 27 97 633 922 40 61 92 137050 341 69 469 507 639[ 30001 713 910 138000 73 350 697 139044 155 374[ 300] 474 584[ 500] 658 860 901[ 300] 44 140031 52 147 59 224 26 354 83 438 73 602 14 704 91[ 3000] 141062 136 271 378 497 514[ 500] 788[ 500) 91 815 142046 53 59 305 24 25 444 57 599 789 902 37 88 143041 194 230 364 473[ 1500] 524 782 801 41 920 144006 132 96 248[ 500] 346 58 452 588 606 1500] 720 892 912 145136 329 57 468 15001 70 812 55 955 146148 53 94 200 64 80 568 75 81 845 94 952 147121 215 27 332 69 503 18 771 78 148082 107 347 483 578 831 71 962 149093 162 257 65 316 52 476 801 32 916 150026 13001 56 108 21 260 378 437 547 603 27 896 151153 63 331 93[ 1500] 542 76 714 152003 30 130 62 237 99 549 90 623 873 [ 1500] 992 153016 36 104 42 68 254 85[ 3000] 304 437 523 29 697 828 154088 230 35 41 424 606 13 43 87 705 75 77 130001 843 53 86 979 155048 101 230 356 415 57 930 156229 55 424 601 2 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Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie.| 507 51 79 613 74 826 92061 512 29 39 58 643 732 45 815 908 66 03110 Biehung vom 2. Juli 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 189 213 44 15001 69 77 400 45 61 93 563 767 836 71 1099 131 353 416 50 76 84 99 570 618 61 814 2001 2 92 152 274 98 501 21 42 74 623 44 81 728 83 871 944 3045 61 185 248344[ 500] 415 589 13001 92 97[ 1500] 639 956 4018 283 312 454 78 835 935 92 5079 85 97 126 201[ 1500] 37 330 64 75 419 508 679 870 6210 59 384 664 73 893 907 76 7134 41 222 409 598 648 58 797 881 93 8112 52 53 87 89 99 295 342 73 432 525 600 11 710[ 1500] 55 88 838 908 9139 95 247 348 445 88 605 98 731 46 54 970 10230 85 87 435 83 639 84 11021 45[ 3001 91 143 275 373 925 97 12295 308 28 430 508 803 13056 322 539 669[ 1500] 706 16 45 814 74 14019 59 106 313 64[ 1500] 576 810 55 920 70 74 15016 37 184 231 462 631 82 801 96[ 5001 902 16115 96 244 62 64 316 84 88 592 646 15001 64 705 835 943 47 75 93 98 17025 64 131 201 5 64 85 641 759 957 18030 51 59 137 250 332 49 65 130001 447 639 69 865 89 19026 29 46 117[ 1500] 289 404 23 71 548 623 740 68 83 836 20036 96 211 874 930 21193 248 50 84[ 300] 357 418[ 300] 589 731 37 946 99 22055 102 516 624 79 763 23018( 5001 58 535 616 874 959 24007[ 30001 53 165[ 300] 93[ 3001 317 410 569 688 810 25036 129 235 452 92 511 609 75 742 881 26090 656 750 897 99 925 1500) 40 27007 78 203 28042 109 626 33 36 768 814 55 96 952 29028 88 307 9[ 300] 89 94 472 604 916 84 30008 394 408 528 659 778 874 31031 57 95 125 48 225 61 371 [ 500] 597 705 74 32009 14 13001 44 197 216 47 422 87 654 759 847 908 28 33095 335 605 22 48 79 860 83 34049 99 153 86 203 506 642 814 22 983 130001 35183 374 418 48 593 30042 61 287 355 82 643[ 5000] 66 89 908 11500] 62 37083 88 119 229 57 77 629 58 95 791 947 38064 105 73 230 72 318[ 300] 426 690 96 717 80037 134 81 530 614 32 35 92 94 706 73 876 40029 54 55[ 500] 201 64 86 352 5S( 3000] 502 21 659[ 500] 64 827 70 74 41042 95[ 3000) 165( 3000) 328 519 710 42 898 905 42106 324 85 466[ 500] 73 686 825 44 932 43055[ 500] 131[ 3001 351 445 587 707 98 884 902 10 13 66 44184 377 481 88 617 48 748 60 906 1500] 45091 198 503 42[ 3000] 809 944 56[ 30001 46451 512 674 93 733 897 47004 28 76 95 119[ 3000] 272 343 49 55 421 667 903[ 300] 48053 69 208 39 304 16 44 70 467 511 49059 215 47[ 10000] 860 467 657 780 95 97 830 94 328 44 75 96 460 94 520 27 82 784 94307 22 83 449 835 75 80 936 87 95 95103 311 57 456 502 51 660 791 800 5 62 86 969 96036[ 3000] 73[ 300] 122 209 1500] 44 65[ 3000) 305 18 480 649 869 927 97008 100 323 36 58 64 86 405 24 576 764 909 98123 73 415 56 98 529 624 27 62( 5000) 727 806 953 98 99020 131 54 290 368 504 21 625 785[ 500] 843 84 955 100091 149 66 80 328 36 43 73 498 507 70 612[ 1500] 68 702 3 813 34 101053 189 378 427 77 85 656 64 66 717 29 817 46 102085 94 146 337 70 80 901 98 103039 85 190 220 85[ 500] 97 439 754 804 5 58 93 935 104023 128 81 82 249 300 408 82 733 40 851 941 49 98 105006 203 48 374 419 89 509 32 629 716 39 15001 891 955 106268 340 66 643 79 701 54 85 838 107074 300 6 70 78 831 924 108032 352 455[ 30001 98 725 829 975 80 109020 41 126 254 782 806 933 110369[ 1500] 412[ 300] 706 17[ 300][ 914 111009[ 500] 85 134 284 475 545 47 638 56 819 24 29[ 300] 49 957 112054 354 424 586 99 604[ 1500] 856 975 113025 29 57 132 460 665 799 929 114029 63 67 347 832 901 32 71 115383 452 744 891 919 116032 216 301 60 405 527 54 79 686 99 941 43 117038. 110 36 349 423 61 81[ 300] 625 711 55 815 74 922 118102 7 11 43 316 52 88 420 96 575 604 807 95 926 119018 201 19 69 394 467[ 10 000) 553 63 93 619 762 802 36 120066 219 404 6 564 827 68 1210 04 15 19 40 45 126 49[ 3001 421 66[ 5001 69 843 122121 224 36 68[ 5001 368 435 516[ 1500] 61 608 31 92 779 886 953 89 123065 285 301 5 6 420 64 86 556 92 636 48 95 811 927 124008 191 94 257 83 319 26 416 47 99 674 805 125130 52 84 209 91 358 95 423 29 56 524 802 126181 296 399 486 543 50 70 92 700[ 1500] 5[ 1500] 127112 24 88 576 678 717 905 19 128118 35 69[ 500] 452 98 675 129020 176 80 362 13000] 79 545[ 300] 668 82 729 50 58 809 31 80 130047 77 324 57[ 3000] 493 521 53 845 91 998 181224 316 45 542 705 99 848[ 1500] 916 132011 67 286 322 47[ 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300] 181 208 41 429 573 832 92 149131 89 330 491 534 646 792 826 992 54204 70 92 325 27 556 604 84 978 80 55126 201 13 38 49 378 409 29 518 98[ 1500] 605 18 21 765 115001 869 976 56052 122 306 702 5 24 90 57024 292 453 89 560 75 600 29 800 43 60 58129 60 62 95 130001 481 546 650 752 845 949 51 97 59085 158 70 229 80 320 33 36 586 615 33 705 60029 63 196 241 62 328 418 54 58 97 503 65[ 30001 83 96 716 31 69 816 13001 60 952 61201 2 23 94 360 511 11500] 62136 272 423 24 62 501 692 740 65 93 805 14 904 22 63072 284 362 558 68 767 68 89 812 79 965 64092 128 218 99 400 15001 512 31 44 74 608 876 65093 207[ 1500] 319 433 69 539 91 66166 275 580 745 972 67211 78 512 39 63 675 757 73 83 911 25 680 6 291 425 701 842 953 74 69039 205 [ 1500] 89 394 419 27 94 501 13000] 7 31 89 617 787 70157 322 24 77 409 16 27 59 577 84 97 660[ 5000] 851 904 44 71007 95 107 11 51 84 323 97 499 501 75 752 835 72026 122 74 97 326 15001 33 78 466 500 15 619 73010 143 381 89 413 63 956 74004 11 282 503 15 87 621 732 38 48 842 65 920 47 75150 65 82 228 496 515 776 805 12 907 76061[ 30001 256 93 526 51[ 3000] 688 703 823[ 300] 76[ 300] 91 77102 53 79 250 730 44[ 3000) 86 856 976 78034 183 300 91 96 400 41 513 45 608 14 13001 783 821 78 991 79025[ 500] 170 91 234 309 45 587 758 62 80062 220 23[ 300] 65 321 130001 481 529 66 627 722 63 823 44 90 915 38 1020 162 67 83 278 81 455 544 702 75 833 984 86 82201 455 815 65[ 1500] 83141 228 373 500 49 74 95 697 723 849 917[ 300] 54 84077 93 94 271 84 329 60 585 13001 658 703 918 24 85020 120 82 97 267 356 477 603 60 90 13000] 739 130001 817 54 983 86027 185 467 533 97 675 743 814 924 85 7054 1500] 57 96 412 535 665 722 46 69 92 88155 97 557 62 130001 857 71 997 89007 281 545 836 45 86 90017 98 151 243 351 540[ 1500] 677 745 900 68 91005 61 260 386 Glaserei, Spiegel- und Bilder- Einrahmung. heutigen Tage ein dreifaches Hoch 894 L Den Vereinen und Gewerkschaften empfehle ich Bilder zur Berloosung 2c. Hitze? Carl Scholz, Wrangelstraße 32. Wegen Aufgabe des Geschäfts Großer Ausverkauf von Schuhen u. Stiefeln für Herren, Damen und Kinder. Albert Auerbach, Rottbuser Damm Nr. 7. 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