Nr. 80. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts S 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. = Freitag, den 3. April 1896. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. vorliegenden Falle ist ein solcher Beweis nicht einmal ernst- Izweckes unter die Zwecke des stehenden Heeres", denu Mihachtung der Staatsgewalt. lich angetreten, viel weniger erbracht worden. identisch mit der Institution des Heeres selbst? Dann Es müßte ihm ferner bewiesen werden, daß er hier- freilich müßten die Auswüchse einer Einrichtung begrifflich Wie unsere Leser bereits wissen, hat das Reichsgericht bei nicht die Absicht hatte, eine jedem Bürger frei- dasselbe sein, wie diese auch, während sie doch etwas ihr die Revision, welche unser Kollege Dierl gegen das stehende Kritik zu. üben an staatlichen Ein Fremdes und Gegensätzliches sind. Wer den Militarismus im Januar dieses Jahres ergangene Urtheil des richtungen und Zuständen, daß er auch nicht von für eine staatliche Einrichtung erklären wollte, der gäbe ja hiesigen Landgerichts I eingelegt hatte, verworfen. dem Bestreben geleitet war, Abhilfe zu schaffen selbst zu, daß sich in dem betreffenden Staate, die Staatszwecke Die Anklage und Verurtheilung erfolgte, wie wir ebenfalls gegen das, was er er als als Unrecht erkannt, sondern unter die Zwecke des stehenden Heeres" unterordnen, und als bekannt voraussehen dürfen, wegen Vergehens gegen es müßte wiederum dem Gerichte der jeden Zweifel er würde damit selbst gegen den betreffenden Staat den den§ 131 des Str. G.- B., welches Deliktes sich unser ausschließende Beweis erbracht werden, daß er den Mili- schwersten Vorwurf erheben. Genosse durch den Leitartikel vom 13. März 1895 Der tarismus" lediglich verächtlich machen wollte. Der Endlich noch ein Moment: Der in Rede stehende Aufsatz Militarismus“( Nr. 61 des Vorwärts") angeblich schuldig ganze§ 131 ist aus rein juristischen und aus politischen hat zum Gegenstande seiner aus fester Ueberzeugung ergemacht haben. Die verhängte Freiheitsstrafe ist somit Gründen bei den Parlamentsberathungen einem sehr großen hobenen Angriffe nicht den deutschen Militarismus gehabt, nicht mehr abzuwenden, abzuwenden, es möchte trotzdem aber Widerstande begegnet und nur mit Mühe und Noth, indem sondern den Militarismus überhaupt, als eine intertein mußloses Beginnen sein, sich noch einmal die ein- man immer wieder das Schreckgespenst der Sozialdemokratie, nationale Kalamität, die beseitigt werden müsse; dies beschlägige Gesezes bestimmung zu vergegenwärtigen und die als des„ inneren Feindes", heraufbeschwor, durchgesetzt worden. weise schon die in Beziehung auf ihn gebrauchte Wendung: Art, wie sie auf den inkriminirten Thatbestand angewendet Aber selbst der Hauptverfechter, welchen die Regierung Er sitzt in Berlin und Paris zu gleicher Zeit auf der wurde. Es ist nicht nur unser Recht, sondern in ganz für ihn ins Feld schickte, der damalige hessische Ministerpräsident Anklagebant." Nun hat aber ein am 5. Oftober 1891 hervorragendem Maße auch unsere Pflicht, sowohl ohne Sofmann, sprach in der Sigung vom 28. Januar 1876 in verkündetes Urtheil des dritten Strafsenats des ReichsRücksicht auf den zu erwartenden augenblicklichen einer sehr langen Rede stets nur von Schmähungen und gerichts den Begriff Staatseinrichtungen dahin Erfolg Verwahrung einzulegen gegen jede unzulässige Be- Verhöhnungen", durch die eine solche Mißachtung begangen erläutert, daß darunter zu verstehen seien die bleibenden schränkung, welche der Bethätigung politischer Rechte durch werden könne, niemals aber davon, daß auch die Aeußerung dauernden Bestandtheile der Verfassung und Verwaltung, Richterspruch oder Verwaltungsmaßregel auferlegt wird. wahr empfundener sittlicher Entrüftung über irgend welche mit welchen der spezielle Staat sich einrichtet", und zur Sehen wir uns zunächst den Wortlaut des§ 131 an und staatliche Einrichtung oder Anordnung strafbar werden weiteren Erklärung dieses Sates ebenfalls wörtlich hinzufragen wir, welche Thatbestandsmerkmale zu seiner Anwend- könne, zumal wenn aus jedem Worte nur das ideale, wenn gefügt:" Was unabhängig vom Dasein des besonderen barkeit vorhanden sein müssen. Er lautet: auch im Augenblicke aussichtslose Ringen nach Abhilfe zu Staates als Bestandtheil allgemein menschlicher Kulturentnehmen ist. Wenn jede abfällige Kritik, die sich auf zustände sich darstellt--, kann nicht unter den Begriff der moralische Anschauungen stüßt, eine Verachtung", ein Staatseinrichtung gestellt werden." Was aber war denn die Verächtlichmachen" wäre, dann müßten alle jene von der Absicht jeues Artikels? Er wollte nicht für Beseitigung der in Kirche mit so viel Salbung vorgetragenen Bibelstellen Deutschland herrschenden und kurz als Militarismus" beüber den ewigen, messianischen Frieden als strafbar ver- zeichneten Uebelstände eintreten, sondern für deren allUm von anderen Kriterien, welche hier weniger in be- boten werden, ebenso auch jede andere Aeußerung, welche gemeine Beseitigung überhaupt, gleichviel ob in Deutschtracht kommen, abzusehen, so ist für die Strafbarkeit einer aus Gründen der Menschlichkeit für ein„ Die Waffen land oder Frankreich oder sonst irgendwo. Man wirft Behauptung aus dem zit. Paragraphen in der ersten Reihe nieder" eintritt. unserer Partei ja so gern vor, daß sie vaterlandslos und erforderlich, daß dieselbe nicht nur an sich erdichtet oder Wir müssen es uns aus Gründen, welche man leicht international" sei, aber wenn wir wirklich einmal entſtellt sei, sondern daß diese ihre Eigenschaft demjenigen, einsehen und gewiß billigen wird, versagen, hier den Ge- uns an die Schranken des Vaterlandes" nicht halten, der die Behauptung aufstellt oder verbreitet, auch be- dankengang jenes angefochtenen Artikels zu rekapituliren; sondern allerorten herrschende Schäden aufdecken und fannt gewesen sei. Es müßte also im vorliegenden jeder aber, der ihn gelesen, wird den dauernden Eindruck beseitigt zu sehen wünschen, dann sind wir in Falle gegen den den Angeklagten von der Anklage zurückbehalten haben, daß er diktirt war von der edelsten den Augen unserer Gegner plößlich wieder national" behörde in zwingender Form der strikte Nachweis er- und reinsten Begeisterung, und daß ihm alles andere fern und haben eine spezifisch vaterländische" Einrichtung der bracht werden, daß der Militarismus" die in jenem lag und gleichgiltig ivar. Unserer Partei ist es viel zu Mißachtung preisgegeben, was nur durch lange FreiheitsAuffage geschilderten sittlichen und wirthschaftlichen Eigen- sehr ernst mit unseren Bestrebungen, wir kämpfen um die strafe gefühnt werden kann! heiten nicht besitze, und daß der Angeklagte gegen seine für eine gedeihliche Entwicklung unerläßlichen Voraussetzungen An der Entscheidung selbst ist nun nichts mehr zu änUeberzeugung seine entgegenstehenden Behauptungen und haben weder Stimmung noch Zeit für bloße Ver- dern und die Strafe muß verbüßt werden. Aber wie jedes aufgestellt haben. höhnungen und Schmähungen", die nichts anderes be- Martyrium, das man seiner Ueberzeugung zu Liebe auf Ein solcher Beweis ist an sich schon schwer zu führen zwecken, als irgend etwas verächtlich" zu machen. sich nimmt, so wird auch dieses der Idee zu gute kommen, denn er bezieht sich auf rein abstrakte Vorgänge, auf Wissen Aber haben sich denn jene Angriffe gegen eine Staats- für welche unsere Genossen leiden, und für die wir alle und Nichtwissen, auf das, was die innerste Ueberzeugung einrichtung gewendet? Ist der Militarismus, welchen nach wie vor Mann für Mann einzutreten bereit sind! cines Menschen in einem bestimmten Augenblicke war; im jener Artikel definirte als die Unterordnung des StaatsWer erdichtete oder entstellte Thatsachen, wissend, daß fie erdichtet oder entstellt sind, öffentlich behauptet oder verbreitet, um dadurch Staatseinrichtungen oder Anordnungen der Obrigkeit verächtlich zu machen, wird mit GeldStrafe bis zu sechshundert Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft." 3) " Utach Kairuan.( Nachbr. verboten.) Von Guy de Maupassant. Frei übersetzt von H. V. Den 12. Dezember. " " dann fliegen alle fort. Das ist wirklich das Fortfliegen wie diese einfachen Araber, die auch noch erfüllt sind vom eines üppigen Gartens, dessen einzelne Rabatten eine nach antiken Geifte und bekleidet mit dem antiken Gewande. der andern zum Himmel emporschnellen. Ich blieb lange Die Patriarchen haben nur poetische Geschichtsschreiber gemit meiner Stute in Betrachtung der rosigen und weißen habt, die ihr Leben besungen haben. Wolken halten, die sich gegen das Meer hinbewegen, die Jeden Tag wenigstens einmal begegnet man unter Bei Tagesaubruch brechen wir auf. Die Morgenröthe blutrothen Beine hinter sich ziehend, die so fein wie abge- einem Olivenbaum oder in der Ecke eines Rattusgebüsches ist tief rosig. Wie soll man es bezeichnen? Ich möchte brochene Stengel sind. der Flucht aus Egypten", und man lächelt, wenn man fagen lachsfarben, wenn diese Farbe brillanter wäre. Dieses große Wasserbecken diente einst den Bewohnern daran denkt, wie die galanten Maler dabei die Jungfrau Es fehlen uns wirklich Worte, um alle die verschiedenen von Aphrodijime, gefährlichen Piraten, als Zufluchtsort, Maria auf einem Esel sigen lassen, der in Wirklichkeit Verbindungen der Farbentöne mit Wotren zu bezeichnen. die dort mit ihren Schiffen im Hinterhalt lagen. In der ohne Zweifel von ihrem Gatten Joseph geritten wurde, Unser moderner Blick kann die unendliche Skala der Ferne bemerkte man die Ruinen dieser Stadt, wo Belisar während sie mit schweren Schritten zu Fuß nachfolgte und Nüancen sehen, er unterscheidet alle Vereinigungen der in seinem Marsche auf Karthago halt machte. Man findet in einem von Staub grauen Mantel auf dem Rücken den Farben unter einander und alle Abstufungen, die sie er dort noch einen Triumphbogen, den Rest eines Venus- tugelrunden Körper des kleinen Jesus trug. leiten, alle Modifikationen unter dem Einfluß der Nachbar- tempels und einer ungeheuren Festung. Auf dem Territorium Die wir an jenem Brunnen sehen, das ist Rebekka. schaft des Lichtes, des Schattens und der Tageszeit. Aber der Enfida begegnet man so den Ueberresten von siebzehn Sie ist mit einem blauen wollenen Rock bekleidet, der zierum diese tausende seiner Farbenunterschiede auszudrücken, römischen Städten. Da unten am Ufer ist Hergla, das die lich drapirt ist. Um die Fußknöchel trägt sie silberne Ringe haben wir nur einige einfache Worte, die unsere Voreltern üppige Aurea eoelia Antonie's war, und wenn wir statt und über der Brust ein Collier von filbernen Blättchen, gebrauchten, um die seltenen Empfindungen ihrer naiven nach Kairuan abzubiegen, in gerader Linie weiter gingen, die durch Kettchen miteinander verbunden sind. Zuweilen Augen auszudrücken. Betrachten wir die neuen Stoffe. würden wir am Abend des dritten Tages in einer ganz verbirgt sie das Gesicht bei unserer Annäherung, zuweilen Wie viel unbezeichenbare Tönungen zwischen den Haupt- unbebauten Gegend die kolossalen Trümmer von Ed Djem aber, wenn sie schön ist, zeigt sie uns ein frisches braunes tönen. Um fie zu bezeichnen, muß man Vergleiche machen erblicken, das, ebenso groß als das Kolosseum in Rom, und diese sind immer unvollkommen. 80 000 Zuschauer fassen konnte. Gesicht und sieht uns mit großen schwarzen Augen an. Sie schreitet, einen Krug auf dem Kopfe tragend, auf dem Was ich an jenem Morgen in einigen Minuten ge- Dieser Riese wäre noch fast unbeschädigt, wenn Hamuda, steinigen Wege ruhig dahin, wobei das feste, broncefarbene sehen habe, kann ich trotzdem nicht mit Worten deutlich Ben von Tunis ihn nicht mit Kanonenschüssen zerstört hätte, Fleisch ihrer Beine sichtbar wird, während sie leicht ihre wachen. um daraus die Araber zu vertreiben, die sich weigerten, ihm feine Taille auf den Hüften wiegt. Sie könnte die Engel Wir nähern uns noch mehr dem Meere oder vielmehr Tribut zu zahlen. Um denselben hat man die Spuren einer des Himmels reizen. In Algier und in der algerischen einem ausgebreiteten Wasserbecken, das auf das Meer üppigen Stadt gefunden, darunter großartige Cisternen und Sahara sind alle Frauen, die der Städte und die hinausgeht. Mit meinem Fernglas bemerke ich auf dem ein ungeheures forinthisches Kapitol im reinsten Stil aus der Wanderstämme, weiß gekleidet; in Tunis da= Waffer Flamingos und steige aus dem Wagen, um mich einem einzigen weißen Marmorblock. Was ist die Ge- gegen find die der Städte von Kopf bis ihnen durch die Gebüsche zu nähern und sie besser betrachten schichte dieser Stadt, der Tusdrita des Plinius, der Fuß in schwarze Mousselineschleier gehüllt, wodurch Thysdrus des Ptolemäus, deren Namen nur ein oder zweis fie befremdliche Erscheinungen in den hellen Straßen der zu können. zu Die einen schwimmen, andere stehen aufrecht auf mal von den Geschichtsschreibern erwähnt wird? Was kleinen Städte des Südens werden. Die ländlichen Frauen ihren langen Beinen. Sie erscheinen wie weiße und rothe fehlte ihr, um berühmt zu werden, da es so groß, so be- tragen dagegen grobe blaue Röcke, die ihnen sehr graziös Flecken, die schwimmen, oder besser wie enorme Blumen, völkert und so reich war? Wohl nur ein Homer! Was stehen und ihnen noch ein besonders biblisches Aussehen auf einem dünnen Purpurstengel gewachsen und zu wäre ohne diesen Troja? Wer würde Ithaka kennen? geben. hunderten gruppirt auf der Böschung und auf dem In diesem Lande lernt man mit den Augen, was Ge- Wir kommen nun durch eine Ebene, in der man überall Wasser. Man könnte sagen, Rabatten von rothen schichte ist, und besonders was die Bibel war. Man Spuren menschlicher Arbeit sieht, denn wir nähern uns dem Lilien, aus denen wie ein Staubgefäß die blutfarbenen lernt, daß die Patriarchen und alle die fagenhaften Per- Bentrum der Eufida, Enfidaville genannt, das früher DarKöpfe am Ende des langen und gebogenen Halses hervor- fonen, die so groß in den Büchern der Bibel beschrieben sind, el- Ben hieß. Hier sind Bäume. Welches Wunder! Obschon ragen. Ich nähere mich noch mehr, plöglich sieht mich die und unserer Einbildungskraft so imponiren, arme Menschen erst seit vier Jahren gepflanzt, find fie schon hoch und zeugen Bande und fliegt davon. Erst erhebt sich ein einzelner, waren, die durch die ältesten Völkerschaften ebenso hinirrtes von dem erstaunlichen Reichthum dieses Bodens und von den " 1 Politische Webersicht. Berlin, 2. April. " die auf ihn " " " " entlassen worden. Das Blatt erklärt diese Thatsache| Vertreter der Deutschtonservativen in der Reichskommission, ist wie folgt: den Vorschlägen derselben betreffs den Arbeiterschutz im HandelsDie immerhin noch schnelle Beendigung des Verfahrens ist gewerbe nicht beigetreten. Hoffentlich richten sich nun die Handlungsgehilsen danach, Zum Zeugnißzwangsverfahren gegen das unserem Korrespondenten, von dem wir die inkriminirten „ Volksblatt für Halle und den Saalkreis" Notizen aus den Reichsetats erhalten hatten, zu danken. wenn Konservative und Freisinnige sie wieder ins Schlepptau theilt unser Halle'sches Partei- Organ das folgende mit: Derselbe hatte bereits gestern Abend den Rechtsbeift and nehmen wollen. unferes Redakteurs, Herrn Rechtsanwalt Dr. Rüffer, Herr Rickert, in weiteren Kreisen als einer der beNicht weniger als 14 Personen wurden in Sachen wider telegraphischem Wege freiwillig ermächtigt, währtesten unfreiwilligen Komifer unseres öffentlichen Lebens Unbekannt" vernommen: 8 Eezer, der Geschäftsführer und der als den Einsender 3 it nennen. Herr hoch geschäßt, hat für den antiagrarischen Schuhverband die Korrektor unferer Druckerei, ferner als Verleger Genosse Groß, als Dr. Rüffer hat von dieser Ermächtigung heute Gebrauch gemacht, Bezeichnung Bund der kleinen Leute" in Anspruch ge Gerichtsberichterstatter Genojje Ebeling, als früherer verantwortlicher Redakteur Genosse Lehmann und zuletzt Ad. Thiele. Von und unser Redakteur hat die Bekanntgabe bei seiner darauf er- nommen. Da müssen die vereinigten Kommerzienräthe wirklich früh 10 Uhr bis nach 1/25 Uhr nachmittags dehnten sich ohne folgten Vernehmung bestätigt. Es erfolgte alsdann die sofortige auffeufzen: Gott schüße mich vor meinen Freunden!" Aufhebung der Haft. Uebrigens hatte auch der Herr Reich 3= Achilles Stumm hat mit seiner fürchterlichen Unterbrechung die Vernehmungen aus, die vom Regierungsaffessor kanzler der Angelegenheit bereits seine besondere Auf- Drohung, sich grollend in die Zelte zurückziehen zu wollen, sogar Hermes aus Merseburg im Auftrage der dortigen Regierung merksamkeit zugewendet und einen besonderen kom- bei seinen näheren Freunden alles andere eher denn Angst vorgenommen wurden. Es handelte sich um Ermittelung des missar, der gestern hier anwesend war, zur erweckt. So schreibt z. B. das erzpatriotische Leipziger Tageblatt": zur Zeit noch unbekannten Beamten der Beilegung der ganzen Angelegenheit entfendet." Aus dieser( nämlich Stumm'schen) Note geht hervor, daß Herr Polizeiverwaltung zu Halle a. S.", welcher die ReDiese Nachricht ist interessant, aber unvollständig, bemerkt von Stumm glaubt, sein Zurücktreten aus dem Parlament würde daktion unferes Blattes in den Stand gesetzt hat, in der Nummer die Volts- Beitung" und fügt bei: In welchem Sinne ist der das Regieren und die Politit überhaupt erschweren. Das ist vom 8. Dezember vorigen Jahres den Halbjahresbericht Kommissar für die„ Beilegung" thätig gewesen? Die plötzliche vermuthlich ein Irrthum. Wir wenigstens, die wir gerade in der hiesigen Polizeiverwaltung an die Merse Demastirung des Korrespondenten der„ Saale- Zeitung", dem fie der von Herrn von Stumm ausdrücklich bezeichneten, also wohl burger Regierung über die anarchistische Beihre inkriminirten" Mittheilungen verdankt, sieht sie etwa im von ihm als besonders wichtig erachteten Frage mit dem Führer wegung in Halle zu veröffentlichen. Gegen Mister„ Unbe Zusammenhange mit dieser Beilegungs- Thätigkeit? Ist man zu der Reichspartei übereinstimmen, hegen keinen Zweifel, daß manche taunt" ist die Disziplinaruntersuchung eingeleitet worden, und da man niemanden diszipliniren kann, den man nicht kennt, wollte der Ueberzeugung gekommen, daß das„ Verbrechen" dieses Herrn Schwierigkeit und manche Erbitterung vermieden werden würde, man eben erfahren, wer es sei. Daß zur Ermittelung des„ Un- nicht so groß ist, wie man es anfangs vielleicht taxirt hat, und wenn die gewiß mit den besten Absichten, aber auch mit hat er daher Muth bekommen, sich selbst zu denunziren"? Bei grenzenloser Unduldsamkeit gepaarte Ein. bekannt" die Vernehmungen auf fast das gesammte Set er dem allgemeinen Interesse, das der Fall Paulus erweckt hat, feitigkeit des Herrn von Stumm sich im öffentlichen Leben personal ausgedehnt wurden, beweist will man nicht eine wäre es erwünscht, über die Einzelheiten der Affaire, die ein so nicht mehr geltend machen würde." andere Ursache für diese Maßregel annehmen unerwartetes und einigermaßen mysteriöses Ende gefunden, Unkenntniß der der untersuchenden Behörde mit dem Ge - Goldaten- Idylle. In der Reichstags- Sitzung vom bahren und den Gepflogenheiten eines Redaktionsbetriebes. näheres zu erfahren. 17. Februar, hatte der Abg. v. Czarlinsti zur Sprache geSo haben natürlich gestern auch die vierzehn Vernehmungen nichts Auffallend ist, daß von anderen Zeugnißzwangs bracht, daß in Bromberg von einem Hauptmann die Soldaten an den Tag gebracht. Die Seger verweigerten zu verfahren, die ja unzweifelhaft geschwebt haben, so vor tatholischer Konfession mit bezug auf ihre polnische nächst aus prinzipiellen rechtlichen Bedenken allem von denen gegen den Berliner Berichterstatter der Nationalität beschimpft worden seien. Der Kriegsgegen die Zulässigkeit ihrer Vernehmung die Aussagen. Herr Hermes suchte ihnen zwar an der Hand Münchner Neuesten Nachrichten" und dem gegen die minister hat jeht, nach einer der„ Voss. 3tg." zugehenden mehrerer oberinstanzlichen Entscheidungen nachzuweisen, daß sie Bossische Zeitung" gar nichts verlautet. Die„ Boff. Ztg.", Drahtmeldung, an den Abg. v. Czarlinsti ein Schreiben gezur Abgabe von Erklärungen verpflichtet seien, doch blieben die ja stets in erster Reihe die Anwendung des Zeugniß ichtet, in dem er mittheilt, nach angestellten Ermittelungen habe sich allerdings zu seinem lebhaften Bedauern herausgestellt, daß der mehrere der Vernommenen feft auf ihrem Standpunkte zwanges auf Vertreter der Presse bekämpfte, läßt sich über Chef der dritten Kompagnie des Infanterie- Regiments 129 bestehen und bestritten dem Kommissar das Recht, sie zu zwingen, das Verfahren, in das sie einbezogen wurde, gar nicht wiederholt die Soldaten polnischer Bunge als„ polnische die gemachten Aussagen zu beschwören. Wer den von Herrn aus. Hat da vielleicht irgend jemand zu gunsten dieser Hunde" bezeichnet habe. Gegen diesen Offizier sei deshalb Hermes unter Androhung von Strafe verlangten 3 eugeneid Beitungen intervenirt, ist gegen das Verfahren, das gegen eingeschritten worden und er glaube die Erwartung aussprechen nicht leistete, wurde in 50 bezw. 100 Mart die„ Kölnische Zeitung" beabsichtigt war, schon im Anfangs- zu dürfen, daß dadurch für die Zukunft derartigen Vorkommnissen Strafe genommen. Das betraf die Genossen Fricke, stadium eingeschritten? Und wenn dies der Fall sein sollte, vorgebeugt sei. Der hier erwähnte Stompagnie chef erhielt Schulze und Osterburg. Gegen letzteren wurde auf 100 m. er- nach welchen Grundsätzen wird da verfahren? Welche vier Tage Stuben arrest. fannt, weil er auch die Angabe der Personalien verweigerte. Was würde wohl einem anderen armen Teufel geschehen, Hätte sich Herr Hermes nur darauf beschränkt zu fragen, ob Beitungen sind gegen den Zeugnißzwang gefeit? Und durch der nicht einmal seinen Vorgesezten, sondern nur einen niederen fie wüßten, wer der Unbekannt sei, so hätte die Vernehmung welche Leistungen oder Unterlassungen erwirbt man sich Beamten mit gleichwerthigen Rosenamen bedacht hätte? für ihn zu einem befriedigenden Ende führen tönnen. Aber er diese vielleicht nicht ehrende, aber doch angenehme Stellung - Ueber eine Haussuchung, die beim Verleger der fragte einzelne, ob sie Sozialdemokraten seien, und in der deutschen Journalistik? Agitationsschrift" Der Pommer", dem Genossen Storch in außerdem suchte er über die Art des technischen Betriebs AusTunft zu erhalten, so daß ihm die Antwort Die Einmischung der Vereinigten Staaten in Stettin, vorgenommen wurde, berichtet der Boltsbote": weigert wurde. Das wäre ja noch schöner, wenn eine Dis die Angelegenheiten Ruba's rückt immer näher. In Nach dem Preßgesetz ist der Verleger einer Zeitschrift verziplinaruntersuchung gegen einen Unbekannt einer Verwal- Washington ist von Senats Mitgliedern aller Parteien ein pflichtet, der Polizei ein Pflichtexemplar einzureichen, worüber tungsbehörde das Recht geben sollte, in die internsten Antrag gestellt worden, verlangend die Entsendung einer diese eine Bescheinigung zu ertheilen hat. Nun ist es wiedergefchäftlichen und persönlichen Angelegen amerikanischen Kriegsflotte, welche die amerikanischen Bürger holt vorgekommen, daß irgend ein Exemplar nicht mehr vorhanden war und da die Polizei namentlich den heiten einzubringen. Auch Genosse Groß, der zwar auf Kuba gegen die barbarische Kriegführung der Spanier Druckschriften sozialdemokratischen Inhalts eine besondere bereitwillig Auskunft gab. aber Herrn Hermes nicht für schützen soll. Der Antrag wird von dem Senat zweifel- Aufmerksamkeit widmet, so holte sie sich etwa fehlende befugt erachtete, ihm den Eid abzunehmen, wurde in 50 Mark los angenommen werden. Und hiernach ist auch Nummern. Das ist sowohl beim Voltsboten" wie beim Strafe genommen. Das gleiche Echicksal traf den Genossen Ebeling, welcher auf grund einer von einem Juristen eingezogenen die Annahme des Repräsentantenhauses gewiß. Damit hat Bommer", der Agitationsschrift für das Land, geschehen. Bei Erfundigung bestritt, daß er bei dieser Angelegenheit zum Eid allerdings der Beschluß noch nicht Gesetzestraft. Es bedarf dem heutigen System der Verfolgungen werden diese kleinen gezwungen werden könne. Noch schlimmer erging es dem Ge- der Zustimmung des Präsidenten, allein diese kann, bei der Gefälligkeiten grundsätzlich nicht mehr erwiesen; außerdem haben noffen Jähnig. Auch er gab Auskunft über alles, wovon er zunehmenden Erbitterung in den Vereinigten Staaten, un- halb bei der Polizei nicht mehr vorhanden waren, weil sie zit wir auch die Beobachtung gemacht, daß einzelne Nummern des. zur Sache etwas wußte. Das war nicht viel, aber möglich lange vorenthalten werden. Inzwischen erlangen irgend einem behördlichen Vorgehen benutzt worden waren. ein Schelm sagt mehr, als er weiß. Als er aber aussagen sollte, die Rebellen" fortwährend Vortheile, während der blut- Fehlt nun aber ein Exemplar, so weiß die Polizei auf welche Weise die Redaktion in den Besitz solcher Schriftstücke dürftige Bramarbas Weyler Papierfiege über Papiersiege in manchen Fällen nicht mehr, ob dasselbe abhanden tommt, verweigerte er die Beantwortung dieser Frage, das gekommen oder vielleicht garnicht eingereicht worden ist. würde eine Indiskretion sein, die er nicht üben dürfe, auch wenn er über die Sache unterrichtet wäre. Gegen ihn wurden deshalb Burenhilfe für Rhodesia. Die gestern mitgetheilte Nach- Vor zwei Jahren erhielt Genosse Müller, der damalige Ver300 M. Strafe verhängt und ihm die 3eugniß zwangsricht, daß die Transvaal- Regierung sich erboten habe, die im leger des„ Pommer", plöglich ein Strafmandat, weil er angeblich haft angedroht. Genosse Lehmann fagte aus, was er wußte, Matabili- Gebiete bedrängten englischen Kolonisten Hilfe zukommen das Pflichtexemplar nicht eingereicht haben sollte. Da er im wurde aber wegen Eidesverweigerung in 50 M. Strafe genommen. zu lassen, hat sich rasch bestätigt. Aus Pretoria wird nämlich Besitz der Bescheinigungen war, so mußte das Strafmandat andernfalls hätte er jedenfalls Den Genoffen Ad. Thiele traf aus gleichem Grunde dieselbe telegraphirt: Die Regierung fandte ein Telegramm an Sir H. zurückgenommen werden, Auch in unserer Expedition hat man Strafe, obwohl er sich darauf berief, daß er als Redakteur doch Robinson, daß ihr das Ersuchen um Beistand zum Schuße der bezahlen müssen. nicht zum Eid gezwungen werden dürfe, da er eventuell Frauen und Kinder in Matabili- Land mitgetheilt sei, und daß schon die Bescheinigung über die eingereichten Pflichtnachgefehen. Vorige Woche erhielt Genosse als Mitthäter in betracht komme. Wenn auch jetzt gefagt fie, falls die englische Regierung es wünsche, den Transvaal- exemplare 11111 eine werde, es handle sich nur um ein Disziplinarverfahren, so sei es Bürgern gestatten würde, zu diesem Zweck in Matabililand ein- Storch, der jeßige Verleger des Bommer", gerichiliche Vorladung. Er wurde gefragt, ob er die Bescheinigung doch mehr als einmal schon geschehen, daß im Laufe der Unter- zurücken. suchung aus der Disziplinaruntersuchung eine Straffache ge= Dies Angebot anzunehmen, ist doch eine bittere Bille für die darüber habe, daß das Pflichtexemplar der vorlegten Nummer worden sei. Gegen die Bestrafungen wird Beschwerde erhoben Engländer. Das Angebot auszuschlagen, wäre aber höchst be des Pommer" eingereicht sei. Storch erklärte, daß er diese Be. werden. Neu ist die Ladung des Setzerpersonals. denklich, da nach den günstigsten Berechnungen Wochen vergehen fcheinigung habe; wenn man ihm nicht glaube, dann könne man fönnen, ehe englische Truppen auf dem Schauplage des Auf- ihm ja ein Strafmandat schicken. Er werde dann die Bescheinistandes eintreffen können. Buluwayo ist 500 englische Meilen gung dem Gericht vorlegen; ein zweites Pflichtexemplar werde er von Mafeting entfernt. Die Straße ist schlecht und auf dem nicht geben. Gestern( am 31. März) erschien nun ein Polizeikommissar Wege giebt es wenig Waffer. Selbst wenn nach der Regenzeit mit einem Schumann, um eine Haussuchung nach der Bescheinigung. genug Futter für die Pferde zu finden ist, würde es mehrere vorzunehmen. Dieselbe wurde auch beschlagnahmt. Bisher haben bis Reiterei Hilfe bringen fönnte. wir das Recht zur Vornahme einer Haussuchung nur dahin veyWochen dauern, Aus Salisbury( im Matabili Gebiet) wird tele: standen, daß diese zulässig ist, um Beweise der Schuld zu finden. graphirt: Cecil Rhodes ist gestern Abend hier an- Daß man aber eine Haussuchung vornimmt, um zu erfahren, ob gekommen und setzte seine Reise nach Gwelo und Buluwayo mit Jemand unschuldig ist, ist uns vollständig neu. Wenn die Beeiner Geforte von 150 Mann fort. Er glaubt, daß Rhodesia scheinigung auch nicht vorgefunden worden wäre, so wäre das in der Lage ist, selbst dem Aufstand entgegenzutreten." Es wird noch lange kein Beweis dafür, daß Storch das Preßgesetz übersich sehr bald zeigen, ob die Ansiedler dem Angriffe der Mata- treten hat. Es kann doch sehr leicht vorkommen, daß man eine Bescheinigung aus Versehen mit anderen Papieren vernichtet. bili gewachsen sind. Mag doch die Polizei aufpassen! Gegen die Polizei wird natürlich Beschwerde erhoben werden." vers Zum Zeugnißzwangsverfahren gegen die„ SaaleZeitung." Wie bereits telegraphisch mitgetheilt worden ist, it gestern vormittag der wegen Verweigerung seines Beugnisses in Strafhaft genommene verantwortliche Redakteur Saale- Zeitung" aus dem Gerichtsgefängniß wieder " Resultaten, die eine rationelle Bodenkultur hier liefert. Dann erscheinen in der Mitte dieser Bäume große Gebäude, über die das französische Banner weht. Das ist die Wohnung des Generalverwalters und das Ei der künftigen Stadt. Ein Dorf hat sich schon um diese mächtigen Baulichkeiten gebildet und alle Montage findet hier Markt statt, wo bedeutende Geschäfte abgemacht werden. Die Araber kommen aus sehr fernen Orten in Masse hierher. erficht. Während dieser Vorgänge faselt ein englisches Blatt in Rapstadt, die" Cape Times" thatsächlich noch davon, 30 000 Mann zu landen und den Transvaal zurückzuerobern." London, 2. April. Das englische Unterhaus hat sich bis zum 9. April vertagt. * Deutsches Reich. " " - Die Frauen und das Vereinsgesetz. Ter Staatsrechtslehrer Max von Seydel nimmt in der Allg. 3tg." Stellung gegen den Antrag des Zentrum 3 Nichts ist interessanter als das Studium der Organi ( Bichler) zum Vereinsgese 3. Pichler beantragt bekanntlich: sation dieses kolossalen Dominiums, wo die Juteressen " Frauen und Minderjährige sind von Versammlungen, in welchen der Eingeborenen mit derselben Sorgfalt wahrgenommen Der Bundesrath hat in seiner Sigung vom 1. d. M., öffentlich und allgemein eingeladen wird, ausgeschlossen." Seydel, öffentliche Angelegenheiten erörtert werden sollen, und zu welchen werden, wie die der Europäer. Es ist ein Muster einer über die wir zum theil in unserer letzten Nummer schon berichtet der prinzipiell garnicht einmal für die Gleichberechtigung der agrarischen Regierung für diese gemischten Länderstriche, haben, die Beschlüsse des Reichstags zu den mit dem Reichs Frauen eintritt, besorgt, daß dieser Antrag, wenn er Gesetz würde, in denen von einander sehr verschiedene und entgegengesetzte haushaltsetat für 1896/97 berathenen Petitionen dem Reichs- eine neue Fehlerquelle für die polizeiliche Handhabung des Gesezes Frauen eintritt, besorgt, daß dieser Antrag, wenn er Gesetz würde, Sitten sehr umsichtige Maßregeln erheischen. Nachdem wir tanzler und die Beschlüsse des Reichstags zu den Uebersichten eine neue Fehlerquelle für die polizeiliche Handhabung des Gesetzes in diesem Hauptort der Enfida gefrühstückt hatten, brachen der Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete von Kamerun eröffnen würde. Er sagt: Was bei Annahme des Antrags Pichler zu besorgen steht, wir auf, um ein sehr merkwürdiges Dorf zu besuchen, das und Togo sowie des südwestafrikanischen Schuhgebiets für 1892/93 ist, daß Frauen nicht nur von dem fern gehalten werden, wovon und 1893/94 und der sämmtlichen afrikanischen Schutzgebiete für sie nach unseren dermaligen Anschauungen in der That besser auf einem 5 Kilometer entfernten Felsen liegt. Zuerst kamen wir durch Weinanpflanzungen, dann den Beschlüssen des Reichstags zur Rechnung der Kaffe der auf Gebieten erwächst, wo jeder gerechte Anlaß 1894/95 dem Ausschusse für Rechnungswesen überwiesen. Von 1894/95 deur Ausschusse für Rechnungswesen überwiesen. Von fern bleiben, sondern daß ihnen eine Beschränkung auch tamen wir auf die gelbe Haide, die sich in weiter Aus- Ober- Rechnungskammer für 1893/94 bezüglich des die Reichs- dazu fehlt. Hentzutage ist so vieles öffentliche Angelegenheit dehnung hinzieht und nur hier und da mit magern Jujuben- verwaltung betreffenden Theils wurde Kenntniß genommen. geworden, daß man unmöglich von all diesen Dingen in Bausch büschen besetzt ist. Die Höhe des Grundwasserstandes ist in Auf der Handwerkerkonferenz im preußischen und Bogen sagen kann, sie gingen die Frauen nichts an. fast allen diesen Ebenen zwei, drei oder fünf Meter tief. Handelsministerium am legten Montag ist auch die Frage des Wenn sich Frauen, z. B. Weißnäherinnen, Schneiderinnen zc., Mit etwas Arbeit können dieselben daher zu schönen Oliven Befähigungsnachweises zur Sprache gekommen. Dabei hat der versammeln wollen, um über die Berbesserung ihrer Lohnpflanzungen benutzt werden. Aber man sieht mir stellenweise Minister, wie das Depeschenbureau Herold erfährt, erklärt, daß verhältnisse, ihrer Arbeitsräumlichkeiten 2c. fich leine Gehölze von Rattus, taum so groß wie unsere gar nicht daran zu denken sei, daß die Regierung oder der Bundes zu berathen, dann kann doch kein Mensch behaupten, daß das rath jemals ihre Zustimmung für die Wiedereinführung des Dinge seien, die sie nichts angehen. Und doch könnte unter UmBaumschulen. Diese Gehölze sind auf folgende Weise entstanden: Es Befähigungsnachweises für das Handwerk geben fönnten. Die ständen eine eifrige Polizei der Meinung sein, das seien öffent besteht in Tunis ein sehr interessanter Gebrauch, der das Zwangsinnungen in Verbindung mit genossenschaftlicher Selbstliche Angelegenheiten, und es könnte durch behördliches Eingreifen besteht in Tunis ein sehr interessanter Gebrauch, der das hilfe unter Gewährung von staatlichen Zuschüssen sei das das Koalitionsrecht empfindlich geschädigt werden. Indessen, von Recht der Bodenerweckung" genannt wird, wonach jedem Aeußerste, was die Regierung für das Handwerk thun könne. folchen zweifelhaften Fällen abgesehen, es giebt auch zweifellos Araber erlaubt ist, sich unbebauter Landstücke zu bemäch- Der Befähigungsnachweis sei bei den heutigen Zeitverhältnissen öffentliche Angelegenheiten, wo irgend ein fachlicher Grund nicht tigen, um sie zu bebauen, wenn der Eigenthümer nicht nicht mehr durchführbar; er sei bei Durchführung der Zwangs zugegen ist, um sich dem entgegenzusehen. Wenn nun ein organisation nicht nur überflüssig, sondern geradezu schädlich. Araber ein Landstück bemerkt, das ihm fruchtbar zu sein Die Vertreter des Handwerks sollen sich, wie schon gemeldet, scheint, so bepflanzt er es mit Oliven oder noch lieber mit bereit erklärt haben, sich mit der in Aussicht gestellten Zwangs Man braucht nur eine oberflächliche Kenntniß der in DeutschKattuffen, die von ihm fälschlicherweise berberische Feigen organisation zufrieden zu geben. -AI3 wahre, ja als die einzigen Freunde land üblichen Verwaltungspraxis und Rechtspflege zu haben, um genannt werden. Durch diese Handlung allein sichert er sich den Ertrag der Hälfte jeder Ernte bis zum Absterben des Baumes. der Handlungsgehilfen bemühen stets die Freifinnigen fich darüber klar zu sein, daß Herr Sendel die Gefahren, die den Die andere Hälfte gehört dem Grundeigenthümer, der von sich aufzuspielen. Wie viel diese Freundschaft werth ist, arbeitenden Frauen für ihre Wirthschaftskämpfe aus dem Die andere Hälfte gehört dem Grundeigenthümer, der von werden die Handelsangestellten ersehen, wenn sie erfahren, daß Zentrumsantrage erwachsen, noch viel zu gering veranschlagt, nun an nur den Verkauf der Ernte zu überwachen braucht, das freisinnige Mitglied der Reichskommission für Arbeiter Man ist ja schon so weit gekommen in Deutschland, das Singen um regelmäßig seinen Antheil zu erhalten. statistit sich geweigert hat, den Bericht über die Schließung der von Liedern und das Aufführen von Theaterstücken als öffentliche ( Fortfehung folgt.) Läden 2c. zu unterfertigen. Auch Herr Professor Kropatscheck, der Angelegenheiten zu behandeln. besteht, Frauen von deren öffentlichen Erörterung auszuschließen. Warum sollte es z. B. Arbeiterinnen verwehrt sein, darüber sich auszusprechen, ob sich die Einführung weiblicher Ge werbe- und Fabrikinfpettoren empfehle?" mit Italien. Schweiz. Stimme der Ausschluß des Genossen Abgeordneten Schumacher Zürich, 31. März.( Eigener Bericht.) Die BundesDie verschwundenen Dokumente über den beschlossen wurde. Der Ausschluß erfolgte auf grund des§ 9a bersammlung ist am letzten Sonnabend nach 14 tägiger abzug von Makalle. Rudini ist vom König veranlaßt des Statuts. Dieser Paragraph hat folgenden Wortlaut:" Die Session wieder geschlossen worden. Von 64 in beiden Räthen worden, seine Anklagen gegen Crispi wegen des Verschwindens der Ausschließung ist zulässig, wenn das Mitglied durch feindliche vorgelegenen Geschäften wurden 34 erledigt. Der Ständerath stimmte dem neuen, mit De ft er. Es wird eingestanden, daß der König bei der Wegfchaffung der Doku die Uebergabe von Makalle betreffenden Dokumente abzuschwächen. Bestrebungen die Ehre und das Wohl der Genossenschaft schädigt." Weiter beschloß die Versammlung:„ In der Ueberzeugung, reich abgeschlossenen Auslieferungsvertrag dessen Wortlaut ziemlich zu, mente selbst interesfirt war. Die Attenstücke wurden dem Nachfolger daß die„ Berg. Arbeiterſtimme", welche von den Genossendem deutsch- schweizerischen Crispi's und dem Parlamente deshalb vorenthalten, weil sie beschaftlern unter den schwierigsten Verhältnissen mit großen Auslieferungsvertrag übereinstimmt. Nach Artikel III wird weisen, daß der Abzug Galliano's und seiner Truppen von Opfern erhalten wurde, den Frieden der hiesigen Arbeiterschaft wegen politischer strafbarer Handlungen die Auslieferung Makalle vom Negus gegen Bezahlung von baaren 3 000 000 nicht störte, sondern bei Abwehr unerhörter Angriffe in nicht bewilligt, wohl aber dann, wenn Handlung, Franken erkauft werden mußte. Dies past freilich sehr schlecht berechtigter Nothwehr handelte und in Erwägung, daß wegen der die Auslieferung verlangt wird, vorwiegend den zu der Großsprachigkeit eines Crispi's und zu dem Rahmen der die Genossenschaftsbuchdruckerei, welche stets auf ſich ſelbſt Charakter eines gemeinen Verbrechens oder Bergehens hat. Ueber Heldenthaten des später wortbrüchig gewordenen Galliano. angewiesen war, heute finanziell gesichert ist, beauftragt die die Auslieferung entscheidet nach dem bestehenden Gesetze das heutige Generalversammlung den Genossenschaftsvorstand, event. Bundesgericht. Der Ausgelieferte darf vor kein Ausnahmegericht Nom, 2. April. Ein hiesiges Blatt veröffentlicht ein jedes Gesuch zum Ankauf resp. Uebernahme der Berg. Arbeitergestellt werden. Wegen Uebertretung fiskalischer Gesetze und Schreiben seines Korrespondenten aus Massauah, wonach es stimme" ohne weiteres abzulehnen." wegen reiner Militärvergehen wird die Auslieferung nicht be- menelit's erschossen wurde. Gallino ist aus Makalle gegen das tönnen, denn die Ausführung des Vorschlags der Fraktion, die unzweifelhaft ist, daß Oberstlieutenant Galliano auf Befehl Diesen Beschluß hätten sich die Solinger Genossen sparen - Wie gewöhnlich nach jeder Session der ehrenwortliche Versprechen entlassen worden, nicht mehr gegen Arbeiterstimme" von Parteiwegen zu übernehmen, scheitert schon Bundesversammlung wird auch jetzt die Bilanz der den Negus zu kämpfen. Wenn er wirklich erschossen worden sein baran, daß sich in der ganzen Partei kein mit den noth14tägigen Thätigkeit der Bundesväter in Bern gezogen. Der sollte, so geschah ihm nach den bei kriegführenden Mächten wendigen Fähigkeiten ausgerüsteter Genosse finden wird, der St. Galler Stadt Anzeiger" meint, daß der Parlamentarismus geltenden Regeln nur sein Recht. Nach derselben Quelle ver- Qust hätte, sich in den Solinger Herenteffel zu begeben in der Schweiz jedenfalls seinen Höhepunkt überschritten hat. langt Menelit für jeden Gefangenen 2000 Maria- Theresien und die ebenso undankbare wie unausführbare Arbeit zu über. Er frankt an der fortschreitenden Demokratie in den Schweizer- Thaler, was für sämmtliche Gefangenen ein Lösegeld von nehmen, dort Frieden zu stiften. Wem nicht zu rathen ist, dem Von dieser Krankheit wird ihn nicht ein fanfter 14 Millionen Lire bedeuten würde. ist nicht zu helfen, und in Solingen werden unsere Genossen eben Tod erlösen. Wie schnell die Kräfte in den nächsten Jahren so lange weiter frakehlen, bis sie schließlich den Wahlkreis den schon zerfallen, das hängt sehr wesentlich von der Stellung den beiden Osterfeiertagen in Bern einen Kongreß ab. Gegnern in die Hand gespielt haben. willigt.Tantonen. ab, welche die eidgenössischen Räthe zu den wichtigsten fozialen Zeitforderungen einnehmen." Die feit langer Zeit schon geforderte Volkswahl des Bundesrathes wird als ein Mittel bezeichnet, das Leben des schweizerischen Parlaments zu ver längern." Denn in einer Volksregierung würde ein wirksames Sorrektiv gegen die vielgeadelten Auswüchse des Parlamentarismus liegen." Die nächste Session der Bundesversamm= Inng findet im Juni statt. Im nächsten Herbst wird der Nationalrath und in einigen Kantonen auch die Vertretung in den Ständerath neu gewählt. Amerika. der Führer der Aufständischen Gomez infolge Krankheit gestorben Rubanische 3. Nach Meldungen aus Havannab soll und bei Matanzas beerdigt worden sein. Asien. " Die italienischen Sozialisten in der Schweiz halten an Die 1. Mate Es ist bekanntlich nicht das erste Mal, daß der von den Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Versammlungsverbot in Hamburg. Spaniern so gefürchtete Rebellen general todtgesagt wird. Liquanca das Lager der Rebellen zerstörten und 160 Pferde er zum Freitag Abend diefer Woche eine kombinirte Mitglieder Ueber Madrid wird ferner gemeldet, daß die Spanier in hiesigen Vorstände der drei sozialdemokratischen Vereine hatten beuteten. Die Insurgenten haben einen Ortsvorsteher aufgehängt. versammlung einberufen mit der Tagesordnung: Auch bei einem weiteren Zusammenstoß wurden die Insurgenten feier 1896 und 2. Provinzialfonferenz in Neumünster. Diese von den spanischen Truppen besiegt. Versammlung ist ohne irgendwelche schriftliche oder mündliche Begründung verboten worden. - 3 weierlei Maß? Die Münch. Neuest. Nachr." - Das chinesische Reich ist dem Weltpoftverein lassen sich aus Nürnberg schreiben: Segiß hatte in einer öffentlichen Bersammlung den Vorwurf Der Aufstand auf Sumatra. Nach einer erhoben, daß mit zweierlei Maß gemessen werde, indem ( 209 139) im unbewaffneten Landsturm, zusammen 485 984 Depesche des Amsterdamer Handelsblad" aus Batavia sind gegen den kaufmännischen Verein Merkur" nicht vorgegangen Das( aktive) Instruktionspersonal sämmtliche Forts von den Atchinesen eingeschlossen. werde, obwohl sich dieser auch mit politischen Dingen beschäftige, zählt 206 Mann. An Pensionen für Militärinvaliden oder Die Forts sind jedoch mit Munition und Lebensmitteln genügend weil er Stellungnahme gegen den Gesezentwurf bezüglich des deren Hinterlassenen wurden 1895 65 025 Fr. ausbezahlt. Als versehen. Tuku Djohan( der aufständische Fürst) hat Olehleh unlauteren Wettbewerbes beschlossen habe. In der öffentlichen leberreft der ehemals blühenden Reisläuferei sind heute noch mit 2000 Eingeborenen aus der Landschaft Pedir eingeschlossen. Magistrats- Sigung vom 31. März wurde bekannt gegeben, daß 185 Militärpensionäre da, welche aus geleistetem neapolitanischen Vier holländische Kriegsschiffe schüßen Olehleh. Die Ankunft der Magiftrat vor der Denunziation sich mit dieser Frage be Dienst 72 449 Fr. und aus römischem Dienst 2098 Fr. bezogen. von Ersatztruppen wird erwartet. Bon Jahr zu Jahr vermindern sich diese Pensionäre, deren 1895 wieder 21 gestorben sind. Die schweizerische Milizarmee zählte mit 1. Januar 1896 140 954( 1895 137 649) Mann im Auszuge, 80 297( 80602) in beigetreten. der Landwehr, 57 614( 61 224) im bewaffneten und 207 119 ( 488 614) Mann. Frankreich. Paris, 2. April. Die heutige Parlamentssigung von welcher die Opportunisten und Reaktionäre den Sturz des Kabinets Bourgeois erhofft hatten, endigte abermals mit einem Triumph des Ministeriums. Am Schluß der Sigung wurde ein Vertrauensvotum für das Kabinet Bourgeois mit ungeahnter Mehrheit an genommen. Mein lieber Freund! B = Afrika. " schäftigt habe, wobei sich ergab, daß der genannte Verein vom wirthschaftlichen Standpunkte aus den Gesetzentwurf geprüft habe und nicht, wie die sozialdemokratische Ge Das egyptische Finanz- Ministerium hat werkschaft, sich mit Parteipolitit befasse. Die Kreise der Kaffe der öffentlichen Schuld die restlichen 300 000 Pfund regierung, welcher die Akten eingesandt wurden, hat diese ohne für die Nil- Expedition am 1. April entnommen. Die Dele- jede Erinnerung zurückgegeben und damit bestätigt, daß das Vergirten der Minorität haben dagegen von neuem Verwahrung halten des hiesigen Magistrats vollkommen forrett ſei. eingelegt. Partei- Nachrichten. M " Die Lohnbewegung Das 25 jährige Jubiläum des Dresdener Arbeiterin der Konfektions- Induffvie. blattes wird in einer Festnummer der Sächsischen Arbeiter- Vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts erschienen Paris, 2. April. Deputirtentammer. Unter großem Beitung" gefeiert. Bergleicht man die in photographischer Nach- am Donnerstag 18 Arbeiterinnen des Hosenzwischenmeisters Andrange des Publikums und lebhafter Bewegung im Hause bildung der Festnummer beigegebene erste Nummer des ersten Drews. Bei den Vernehmungen stellte sich heraus, daß sie verlangt Alype die Regierung wegen der egyptischen An Dresdner Arbeiterblattes, des gelegenheit zu interpelliren. , Dresdner Voltsboten" mit der sämmtlich noch nicht die volle Lohuzulage erhalten haben. Herr Cochery beantragt ausgezeichneten Festnummer, dann hat man ein vortreffliches Drews ist der irrthümlichen Ansicht, die von fast allen ZwischenEröffnung der Debatte über die Kredite für Mada Bild der Entwickelung unserer Partei und ihrer Presse in meistern getheilt wird, daß er auf jede von den Arbeiterinnen gastar. Ministerpräsident Bourgeois spricht sich für eine der sächsischen Hauptstadt. Ein kleines vierseitiges Quart- verdiente Mark 121/2 Pf. zuzulegen hat, während doch der auf fofortige Debatte über die Interpellation Alype aus, welche mit blättchen, das in den ersten Jahren bestenfalls in 1300 Exemplaren die Löhne der Zwischenmeister gewährte Zuschlag von 12½ pt. 303 gegen 251 Stimmen beschlossen wird. erschien, war der Sächsische Voltsbote", dagegen ist die in großem unverkürzt den Arbeiterinnen zuzuwenden ist. Herr Drews zahlt Senat. Milliard erklärt namens der linfen Senatsgruppen, Beitungsformat auf Rotationsmaschine gedruckte Festnummer aber die Zulage von 1212 Pf. auf die Mart auch nicht in allen die: Regierung über die auswärtige Politit interpelliren 12 Seiten starf. zu wollen, während Leprévost eine Interpellation über die all- Gedichte des um die Bewegung und Diese Nummer wird mit einem trefflichen Fällen; er verweigert dieselbe vielmehr dann, wenn er angeblich die Parteipreffe in vom Konsektionär gleichfalls feine Preiserhöhung bekommt. Die gemeine Politik ankündigt. Der Minister des Innern Sarrien Dresden verdienten Genossen May Kegel eröffnet. Nach einer Arbeiterinnen wurden darauf aufmerksam gemacht, daß sie beantragt darauf, daß der Termin der Debatte über diese beiden turzen Einladung der Redaktion folgen Begrüßungsschreiben die Zulage zu fordern haben, ohne Rücksicht darauf, Interpellationen erst in der morgigen Sigung festgesetzt werde. des ersten Redakteurs Otto Walster und der späteren Redakteure ob der Meister eine Lohnerhöhung bekommt oder nicht, Allein der Senat beschloß, daß beide Interpellationen schon Auer, Goldstein und Vollmar. Hieran schließt sich ein Rück- und daß sie die fragliche Zulage für alle seit dem 20. Februar morgen zur Berathung gelangen sollen. blick auf die Geschichte der Dresdener Parteiorgane, deren gelieferten Arbeiten nachzufordern haben, auch berechtigt find, - Das Leichen begängniß Leo Frankel's hat Lektüre wir jedem empfehlen, der sich für die Entwickelung der dieselbe einzuklagen, wenn der Meister die Zahlung verweigert. heute um 10 Uhr vormittags stattgefunden. Dem Sarge folgten Partei und ihre Presse interessirt. Nach siebenjährigem Be- Die Erhebungen über Lohn und Arbeitsverhältnisse boten nichts zahlreiche Mitglieder der Kommune, Abgeordnete und Gemeinde- stehen wurde der„ Volksbote", an dem noch Otto Walster, Auer, Neues. Alle Arbeiterinnen, die nicht durch die Pflege kleiner räthe und viele französische, deutsche und österreichische Arbeiter. May Kayser und Goldstein u. a. die Redaktion führten, Kinder ans Haus gefesselt sind, erklärten sich für BetriebswerkAm Grabe sprach Genosse Longuet im Namen der persönlichen vergrößert und erhielt den Namen„ Dresdner Volkszeitung". Stätten, da sie schon jetzt in der Werkstatt des Meisters mehr Freunde und der Familie und Vaillant im Namen der Kommune. Damals übernahm Vollmar die Leitung unseres Dresdener verdienen und eine geregeltere Arbeitszeit inne halten können, Wir lassen hier noch das Glückwunschschreiben folgen, das Partei- Organs; ihm folgte, als er ins Gefängniß mußte, Kegel. als bei der Arbeit in der eigenen Wohnung. Frankel von seinem Todtenbette an Liebknecht richtete: Im November 1878 wurde das Blatt auf grund des Sozialistengesetzes verboten. Paris, 27. März 1896. Die Firma M. B. Rosenthal u. Cie. sendet uns folgende An seine Stelle trat unter Leitung Schlüter's, Hospital Lariboistére. der jetzt an der New Yorker Volks- Zeitung" thätig ist, die Berichtigung: Ju Nr. 76 Ihres geschätzten Blattes vom 29. März cr. Dresdener Preffe" ins Leben. Nachdem 72 Nummern dieses haben Sie zur Bewegung in der Herren- und Knabenkonfektions Wenn es ein Bündniß giebt, das viel mächtiger für den Blattes erschienen waren, wurde es auf grund des Sozialisten- Industrie einen Bericht gebracht, der speziell unsere Firma des europäischen Frieden wirkt als der angeblich darauf abzielende gesetzes unterdrückt. Dreibund sowie Zweibund, so ist dies sicherlich das zwischen Nun gab Genoffe Max Kegel den Hiddigeigei", ein Organ Bruches der vor dem Einigungsamte getroffenen Abmachungen dem deutschen und französischen Proletariat bestehende Bündniß, für Wiß und Galgenhumor" heraus. Aber schon am 11. April mit der Behauptung bezichtigt, daß wir dem Verbande der Beran welchem alles chauvinistische Geschrei von hüben wie drüben 1881 wurde dieser Vorfahre des„ Wahren Jakob" gleichzeitig liner Herren- und Knabenkonfektions- Firmen angehören. Diese gleich Glas an Eisen zerschellt. Und das Hauptverdienst, dieses mit der vor kurzem gegründeten Dresdner Abend- Zeitung" vom 31. März cr. als irrthümlich bezeichnet, behaupten dagegen lettere Angabe haben Sie dann selbst in Nr. 77 Ihres Blattes Bündniß geschaffen zu haben, fällt Dir zu, der Du unterdrückt. Ein sehr vorsichtig gehaltenes Blättchen, die teinen Moment vergessen, daß ein Hand- in- Hand gehen des" Kleine Chronit" wurde nun von den Parteigenossen gekauft. nach wie vor, daß wir dem Vertrage vom 19. Februar beifranzösischen Proletariats mit dem deutschen alle ver- Nach einiger Zeit wurde dann das" Sächsische Wochen- getreten feien, so daß unsere Firma durch die Nichtbezahlung der brecherischen Gedanken im vorhinein zu schanden macht. blatt" gegründet. Das Format des Blattes wurde öfters ver- Lohnzuschläge wider Treu und Glauben handele." Dieses Verdienst allein schon muß in allen Sozialisten und größert, daneben erschien bis Ende März 1886 Der sächsische folgender Richtigstellung Aufnahme zu gewähren: Wir ersuchen Sie hiermit ergebenst, in ihrer nächsten Nummer sonstigen Kulturfreunden den Wunsch wachrufen, Dich, der Du Stadt- und Landbote". Am 31. Januar 1887 verfiel das Wir sind dem Vertrage vom 19. Februar cr. weder mündlich gleichsam an der Wiege der deutschen Sozialdemokratie gestanden Blatt dem Sozialistengefeße und wurde sofort durch den und ihr durch Dein Beispiel lehrtest, das Du allerdings oft mit Wahl- Korrespondent" ersetzt. Die Reichskommission hob nach noch schriftlich beigetreten. Die Abmachungen desselben sind Deiner Freiheit bezahlen mußtest, hinter den Sozialisten den Wahlen von 1887 das Berbot des„ Sächsischen Wochen daher in feiner Weise für uns rechtsverbindlich. zu vergessen, daß Du noch lange, blattes" auf. Noch einmal im Jahre 1889, wurde das Verbot welche sich durchschnittlich mindestens auf der Höhe des Ganz abgesehen davon erhalten unsere Arbeiter Lohnfäße, nie den Demokraten zu vergessen, Lange Jahre ebenso geistesfrisch und rüstig wie bisher des Weitererscheinens ausgesprochen, als das Parteiorgan eine Diese im Interesse des Proletariats, das zugleich das Interesse Auflage von 10 000 Exemplaren erreicht hatte. Auch dieses Tarifs des Vertrages vom 19. Februar cr. halten. Der Menschheit ist, wirken mögest. Daß dieser Wunsch Verbot wurde von der Reichskommission aufgehoben. Lohusäge sind zwischen uns und unseren Arbeitern frei verDie einbart worden. aus dem Innersten meines Herzens quillt und daß ich mich im Verleger verzichteten aber, das Blait weiter erscheinen zu Unwahr ist, daß den Arbeitern die Lohnbücher, welche sie übrigen den besten Wünschen, die Dir aus beiden Welten, der lassen und gründeten die Sächsische Arbeiter- Zeitung"; als im alten wie der neuen, zu Deinem 70. Geburtstage zugehen, aus Jahre 1890 die Redaktion sich auf die Seite der Jungen stellte, vor dem Streit besaßen, abgenommen und dafür neue ausgestellt vollem Herzen anschließe, dessen braucht Dich sicherlich nicht erst mußte sie, da die Dresdener Arbeiterschaft tren zur Partei hielt, worden sind. Vielmehr ist lediglich in einem einzigen Falle, besonders zu versichern zurücktreten. Eine neue Redaktion trat am 1. September 1890 nämlich bei dem Arbeiter Müller, das alte Buch durch das neue an ihre Stelle, das bisher wöchentlich dreimal erschienene Blatt ersetzt worden und zwar nur deshalb, weil in das alte Buch wurde in ein Tageblatt verwandelt. Leo Frantel. Es hat als solches Bemerkungen des Einigungsamtes aufgenommen worden find. Mit der Hinfälligkeit der hiermit richtig gestellten Thatsachen sich zu einem unserer besten und tapfersten Kämpfer in leber den Senatspräsidenten Loubet, der fich als Ministerpräsident als Schüßer der Panamisten so sehr bakteure und die Dresdner Parteigenossen für ihre Presse zur Einsicht überfandt und von ihm folgende Entgegnung erder Parteipreffe entwickelt. Große Opfer haben die Re. entfallen die von Ihnen daran geknüpften Schlußjolgerungen." Wir haben unserem Gewährsmann das vorstehende Schreiben bewährt hat, zieht sich das Verhängniß zusammen. Wenige gebracht. Aber sie haben sich gelohnt. Eine feste, treue Tage, nachdem er im Prozesse Dupas als Beschützer und starke Schaar bilden die Genossen der 3 Wahlkreise halten: Arton's entlarvt worden war, fand vor dem Ge Dresden Stadt und Land, und nicht zum mindesten haben In der Vorversammlung am 18. Februar, die die Großrichte in Marseille eine auffebenerregende Ver- wir diese Erfolge der Presse zu verdanken, die stets auf dem konfektionäre abhielten, hat Herr Rosenthal mit allen Anwesen= handlung statt. Der Marseiller Advokat Barbier, Posten stand und vor feinem Opfer zurückschreckte. den einstimmig die Siebener- Kommission der Konfektionäre erein Neffe des Senatspräsidenten Loubet, hatte Wir senden unserem Dresdener Partei= Organe und den mächtigt, ihn rechtsverbindlich vor dem Einigungsamt zu verdenselben um Herausgabe einer Summe von einer halben Dresdener Genossen unsern herzlichsten Wunsch zu dem Jubiläum treten. Bei einer darauf folgenden Gegenprobe hat keiner, also Million Mündelgelder verklagt, die ihm von seinem Onkel und ihres Parteiblattes. Wir wollen zum Schluß die Säße an- auch Herr Rosenthal nicht, dagegen gestimmt. Zwei Tage nach gleichzeitigen Vormund vorenthalten wurden, obgleich er schon führen, mit denen die Sächs. Arbeiter Beitung" ihren Fest- erfolgter Ginigung also ant 21. Februar, ist Herr über ein Jahr großjährig war. Loubet bestritt die Kompetenz Artikel schließt: Rosenthal persönlich mit dem Schneider Manheim des Marseiller Gerichts und verlangte, daß das Gericht von und zweien Nur ein Blick noch zurück in das Vergangene und herzliches feiner Arbeiter auf dem Gewerbegericht Valence über die Angelegenheit Recht sprechen sollte. Sein Erinnern, heißen Dank allen denen, die mitgewirkt und mit bes Bertrages vom 19. Februar gebeten; diese Auskunft erschienen und hat um Aufklärung über den Inhalt Mündel wurde von dem bekannten Pariser Advokaten Andrieux gelitten, daß es so geworden, wie es heut ist. Und dann wieder ist ihm in umfangreicher Weise zu theil geworden. Herr Rosenvertheidigt. Das Urtheil wurde noch nicht gesprochen.- vorwärts. Vorwärts unter dem Banner der Arbeiter Zeitung" that hat am Schluß der Verhandlung erklärt, daß er sich an Vorwärts bis zum Sieg! den Vertrag vom Brüssel, 2. April. Nachdem alle Rammerfektionen den In Solingen scheint der alte Krakehl in den Parteifreifen erachte, und da er der für gebunden ihn strikt durchführen Finanzplan der Regierung, wonach der belgische Staat die mit ungeschwächten Kräften fortgesetzt zu werden. So berichtet würde. Herr Rosenthal hat ferner noch gebeten, da er verGarantie für die Anleihe des Kongostaats in Höhe die neueste Nummer der Bergischen Arbeiterstimme", daß in der reifen müsse, während seiner Abwesenheit seinen Schwager und von 20 Millionen Frants fordert, abgelehnt haben, werden am Sonntag stattgehabten ordentlichen Generalversammlung der Sozius Kornick zuzuziehen, sofern dies vom Einigungsamt für zahlreiche Stimmen laut, der Kongogesellschaft teine weiteren Genossenschafts- Buchdruckerei, welche das Parteiorgan heraus- nöthig erachtet werden sollte. Das Einigungsamt hat ver Beträge vorzustrecken. giebt, bei 55 anwesenden Genossenschaftlern mit 52 gegen eine schiedene Male sowohl Herrn Kornick als auch Herrn RosenDein aufrichtiger 1 Belgien. " = " = 0 " ! seiner Behauptungen anzutreten. Gewerkschaftliches. eres ausgiebige Hilfe. = thal vorgeladen; beide sind aber nicht erschienen. In Elberfeld lehnte es eine Versammlung ab, den sie verhandele nicht in corpore, jeder Einzelne möge Diese Thatsachen können unter Beweis gestellt werden. dortigen Ausstand für beendet zu erklären. Man will ihn, wenn seine Forderungen für sich vortragen. Die Unmöglich Wie Herr Rosenthal auf grund dieser Thatsachen er es sein muß, auch ohne Unterstützung weiter führen. teit einsehend, bei einem derartigen Vorgehen etwas zu klären kann, daß er sich nicht an den Vertrag vom 19. Februar für gebunden erachtet, ist denn doch etwas start. stehendem Flugblatt an die Arbeiter in Deutschland: erreichen, appellirten die Brauer an die Mainzer Arbeiterschaft und Die Textilarbeiter in Kottbus wenden sich in nach brachten ihre Angelegenheit vor eine stark besuchte öffentliche Die bei Rosenthal beschäftigten Arbeiter sind es ihren BerufsVersammlung. In derselben wurde beantragt, gegen die genannte genossen schuldig, daß sie alle Lohndifferenzen, die nach dem Arbeiter, Genossen aller Orts! Nochmals Brauerei den Boykott zu verhängen. In der langen Vertrag vom 19. Februar entstanden sind und noch entstehen, müssen wir an Euch herantreten, mit der Bitte um schnelle und und heftigen Debatte fehlte es nicht an besonnenen Genossen, Seit ca. 6 Wochen befinden sich hier ca. vor dem Gewerbegericht einzuklagen. Solche Forderungen ver 5000 Textilarbeiter im schweren Kampfe mit dem Kapital. Und welche vor übereilten Schritten warnten und auf den lang jähren erst nach zwei Jahren. Herrn Rosenthal wird dabei höchst ungleich ist dieser Kampf. Auf der einen Seite wierigen Kampf in Berlin hinwiesen. Es wurde denn auch vielleicht Gelegenheit gegeben, unter seinem Eide den Beweis start vereinigte, fapitalstarke Unternehmer, auf der anderen der Antrag auf Verhängung des Bontotts ab Seite darbende Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Vor- gelehnt und eine Kommission, bestehend aus Mitgliedern des Sozialdemokratischen Parteivorstandes, des Gewerkschaftskartells geschichte des Streits ist Streits ist Euch allen bekannt. Wegen und des Brauerverbandes, ernannt, welche nochmals mit der ganz geringfügiger Forderungen der Arbeiter inszenirte Direktion der Rheinischen Bierbrauerei verhandeln sollte. Dieser man seitens der Fabrikanten die Massenkündigung und An die Maler und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. warf tausen de Arbeiter auf die Straße. Man wollte ein Rommission gegenüber hat sich die Direktion denn auch anders Hiermit geben wir den Kollegen bekannt, daß bis heute ca. Exempel statuiren und den Arbeitern ein für allemal die Luft besonnen und hat mit ihr in corpore verhandelt. Das Ereine vollständige Einigung 250 Firmen mit ca. 1800 Arbeitnehmern unsere Forderungen be- verleiden, Forderungen zu stellen. Aushungern wollte man uns, gebniß der Verhandlung war willigt haben. Auf alles Nähere verweisen wir auf die Ver- um uns gefügig zu machen. Wir hoffen zuversichtlich, daß ihnen bis auf einen Punkt, der die Forderung eines Minimallohns fammlung, welche am Montag, den 6. April, vormittags das nicht gelingen wird, dies wird die Solidarität und die von 24 M. pro Woche für alle Brauer, Böttcher und Hilfs91/2 Uhr( zweiter Osterfeiertag), im großen und kleinen Opferwilligkeit der gesammten Arbeiterschaft nicht zugeben. 6-6 Uhr mit zweistündiger Pause, Bezahlung der Ueberstunden arbeiter enthielt. Bewilligt wurden: zehnstündige Arbeitszeit von Saal des Herrn M. Cohn, Beuthstr. 20, stattfindet. Es ist Schon find uns aus den verschiedensten Gegenden des In- und Ehrenpflicht eines jeden Berufsgenossen, in dieser wichtigen Ber- Auslandes klingende Beweise hierfür geliefert worden, wofür wir mit 40 Pf. an Wochentagen und 50 Pf. an Sonntagen, Auf sammlung zu erscheinen. unfern besten Dant aussprechen. Doch langt es nicht zu, eine so hebung des Zwanges, innerhalb des Betriebes schlafen zu Gewährung müssen, und des freien Roalitionsrechtes. NB. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß die Auszahlung große Anzahl so lange Zeit nur mit dem nothdürftigsten zu be- der Verhandlung In der Streikunterstützung für diese Woche am Sonnabend, den friedigen. Die Quartalsmiethe ist vor der Thür. Der Hauswirth ist so wurde konstatirt, daß abgesehen von dem Hilfspersonal, nur der achte Theil der Brauer 4. April, von vormittags 9 Uhr bis 1 Uhr mittags im Lokale unerbittlich wie der Fabrikant. Das Frühlingsfest, das Fest hinter dem Lohn von von Stramm, Ritterstr. 123, stattfindet, und ebenso findet die der Hoffnung rückt heran, Genossen, sorgt dafür, daß es kein Todten Hälfte mehr als 24 m. verdient. In anbetracht dieser Um24 M. zurückbleibt und über die Arbeitsvermittlung am Dienstag, den 7. April, von vormittags fest für das fämpfende Proletariat unseres Ortes werde. Genossen, tände fab sich die Kommission veranlaßt, die Lohnfrage nicht 9 Uhr ab auch im obigen Lokal statt. Ihr habt unser Schicksal in Eurer Hand, Eure Hilfe und Euer Opfermuth ist unsere Hoffnung und Rettung. Wohl wissen wir aus zum Anlaß einer Boykottverhängung zu machen und ließ diese eigener Erfahrung, daß es Euch schwer fällt, daß die Forderung fallen. Damit unterbleibt der Boykott gegen die Rheinische Bierbrauerei. Achtung, Puter! Kollegen! Der von Euch in der Ver- Solidarität der Arbeiter schon Male fast unzählige Sämmtliche Mannheimer Bauhandwerker haben die fammlung vom 30. März gefaßte Beschluß nebst Forderungen bis zur Erschöpfung in Anspruch genommen wurde, be= Arbeit niedergelegt. find dieser Tage den gesammten Baugeschäften Berlins und um- denkt aber auch, daß wir uns in einem verzweifelten Kampfe Die Lohubewegung der Zimmerer Mannheims ist Gegengegend brieflich zugestellt worden. Da es aber mög- befinden. Selten hat man es mit einem so hartnäckigen lich ist, daß einige Baugeschäfte in der Umgegend über- Unternehmerthum zu thun wie hier. Die Stimmung unter den stand der Verhandlungen des Einigungsamts. Gefordert fehen sind, richtet Unterzeichneter an Euch die Bitte, Ausständigen ist vorzüglich. Gelingt es uns, noch einige Wochen wird ein Stundenlohn von 40 Pf. Die Stuttgarter Zimmerer wollen am 7. April die in Euren Händen befindliche den auszuhalten, so werden wir siegen und die schweren Opfer Arbeit niederlegen, wenn bis dahin ihre Forderungen nicht beFlugblatt mit aufgestellten Forderungen Euren Arbeitgebern persönlich zu werden nicht umsonst gebracht sein. Darum, Genossen allerüberreichen und dem Bureau etwaige Zustimmung sofort zu orts, die Ihr mit uns im Rampfe um Menschenrecht willigt sind. übermitteln. Fehlende Formulare mit den aufgestellten For- steht, helft uns aus schwerer Bedrängniß, nur ausgiebige Geld derungen sind in unserem Bureau, Grenadierstr. 33, in Empfang und die Rottbuser Arbeiterschaft wird nie vergessen, was Ihr in Kollegen, jetzt nachdem die Würfel gefallen, gilt es, mit schwerem Kampfe für sie gethan habt. Genossen, Arbeiter, wenn ganzer Kraft für unsere Forderungen einzutreten; wollen ie, fo gilt hier das Wort:" Doppelt giebt, wer schnell giebt." wir die Uebelstände in unserem Gewerbe beseitigen, Wir machen darauf aufmerksam, daß für Berlin Genosse müssen wir geschlossen in den Kampf ziehen. Aber vor allem Millarg im Auftrage der Gewerkschaftskommission Gelder ent: müßt Ihr für genügende Kampfmittel sorgen und die Samm- gegennimmt. Das Bureau der Kommission befindet sich Annenlungen am Sonnabend auf allen Bauten vornehmen. Die Ab- straße 16. lieferung der Gelder findet jeden Sonntag Vormittag von 9 bis 12 Uhr Grenadierstraße 33 bei Buske statt. Gleichzeitig machen wir die Kollegen auf die öffentliche Buyerversammlung, welche am 7. April, nachmittags 2 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29, statt findet, aufmerksam. Der Vertrauensmann der Puzer Berlins und Umgegend. das Die Lohukommission der Maler Berlins und Vororte. zu nehmen. so mittel können uns retten. Sammelt sofort und reichlich Achtung, Metallarbeiter! Die Differenzen bei der Firma Schültte, Brandtholz u. Ko., ebenso bei der Firma Biedermann u. Scharnicko sind zu gunsten der Arbeiter geregelt. Die Firma Arndt und Markus hat ihren Arbeitern die neunstündige Die Textilarbeiter Großenhains i. S. hatten Forde Arbeitszeit bewilligt. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter- rungen an die Unternehmer gestellt, die von deren Vereinigungen Verbandes. abgelehnt worden sind. " Arbeiter mit dem Chef in Lohndifferenzen gerathen, was zu In der Glasschleiferei Neumühle bei Erlangen sind die beachten sie ihre auswärtigen Berufsgenossen dringend bitten. Zum Streik der Wiener Feuerwehrmänner wird telegraphirt: Von den gestern in den Ausstand eingetretenen Feuerwehrleuten hat sich keiner heute zum Dienstantritt gemeldet. Außer den acht wegen Insubordination entlassenen Feuerwehrleuten ist keiner entlassen worden. Der Feuerwehrdienst ist durch die hinzugezogenen militärischen Hilfskräfte gesichert. Uns geht noch die folgende Privatdepesche zu: Am Mittwoch ist die Firma Themar mit zirka 50 Arbeitern Da die Forderungen der Löschmannschaften überaus be aus dem Ring ausgetreten. Sonst ist die Situation unverändert. scheidene sind, die Sympathie des Publikums sich für die Sämmtliche Ringfabriken feiern. Der österreichische Textil- Streifenden ausgesprochen hat und es unmöglich ist, ein Elitearbeiter Galomon wurde ausgewiesen. Das ist die fünfte Aus. forps, wie das der Wiener Feuerwehrleute, rasch zu ersezen, weisung eines Ausländers während des Streits. Heute haben dürfte dieser Ausstand mit einem baldigen Siege enden. alle Fabrikkommissionen beschlossen, den Streik so lange wie Die entlassenen Feuerwehrmänner hielten gestern Abend eine BerDer„ Vossischen Zeitung" wird hierzu aus Wien depeschirt: möglich fortzusehen. Die Fabrikanten wollen am dritten Feiertag fammlung ab, der der Abg. Pernerstorfer und der Arbeiterführer ihre Fabriken öffnen und hoffen, daß dann die Arbeiter die ſammlung ab, der der Abg. Pernerstorfer und der Arbeiterführer Arbeit wieder aufnehmen werden. Reumann beiwohnten. Die Redner erklärten, es sei unwahr, daß die Feuerwehrmänner ausstehen, man habe sie unter Ablehnung ihrer Forderungen entlassen. Die Feuerwehroffiziere wollten die Mannschaft nach militärischer Art drangsaliren. Alle Redner behaupteten, es sei unmöglich, mit Hilfe des Militärs und Die Berliner Dachdecker- Inuung hat der hiesigen Orga- Aus Bielefeld wird der„ Voss. 3tg." telegraphirt, daß die der alten Feuerwehrmänner einen Brand zu löschen. Der nisation der Dachdeckergesellen die Mittheilung zugehen lassen, Arbeiter der mechanischen Webereien durch Arbeitseinstellung Ausbruch eines größeren Brandes könnte jetzt leicht ein großes daß sie die Forderungen der Arbeiter ablehne und diejenigen eine Lohnerhöhung erzwangen. Auch in der Wäsche- Industrie Unglück über Wien bringen. Die Versammlung wählte BerArbeiter entlassen werde, die sich mit den aufgestellten Forde- mußten die Fabrikanten durch erhebliche Lohnausbesserungen trauensmänner, die mit Pernerstorfer beim Statthalter vorsprechen. rungen einverstanden erklären. Die Firma Adolf Wernicke, Jn einem Ausstande vorbeugen. sollen. haber Herr Homuth, darf als diejenige bezeichnet werden, die Der Streik der Hamburger Korbmacher dürfte dieser Wolff's Telegraphenbureau berichtet ferner aus Wien: Die zuerst diesen Beschluß zur Ausführung brachte, denn sie stellte Tage insofern in ein anderes Stadium treten, a 13 wahr Abgeordneter Pernerstorffer und Steiner erschienen heut Mittag vorgestern Abend an ihre Arbeiter das Verlangen, sich zu erklären, scheinlich an stelle des Generalstreits ein beim Bezirkshauptmann von Friebeis, um Vorschläge zur Beiob sie für den alten Lohn weiter arbeiten wollen, im anderen partieller tritt und bei einigen Korbmachermeistern die legung des Streites zu unterbreiten. Friebeis drückte die Hoffnung Falle könnten sie ihre Entlassung bekommen. Da die Arbeit wieder aufgenommen werden wird. Am 1. April fand aus, daß sich ein Modus der Beilegung finden werde. Um 2 Uhr Arbeiter einmüthig ablehnten, eine solche Erklärung abzugeben, die zweite Sigung des Einigungsamtes statt, zwei der Herren findet im Rathhaus eine Konferenz statt, an welcher Friebeis, mußten sämmtlich die Arbeit niederlegen. Das einmüthige Ein- Fabrikinspektoren wohnten den Verhandlungen fast bis zum Ende der Kommandant der Feuerwehr und drei höhere Magistratstreten für die Forderung mag den anderen Kollegen ein Anfporn als Zuhörer bei. beamte theilnehmen. Die Beschlüsse der Konferenz werden um fein, mit dem gleichen Eifer und derselben Entschiedenheit ihre Sache zu vertreten. Besonders machen wir auf die Versamm: daß ein Lohn von 3 M. in Hamburg doch ganz unzulänglich ge= Der Vorsitzende weist zu wiederholten Malen darauf hin, 4 Uhr nachmittags dem Streiffomitee bekannt gegeben. Tung am dritten Osterfeiertag aufmerksam, die abends 8 Uhr in nannt werden müsse und ersucht die anwesenden Herren Fabri Depelthen und lehte Nachrichten. Cohn's Festsälen stattfindet. Gelder sind an den unter fannten, doch, wenn irgend möglich, eine Erhöhung der zeichneten Vertrauensmann der Dachdecker zu senden. Preise eintreten zu lassen und dadurch eine Lohnausbesserung Breslau, 2. April.( Privatdepesche des Vorwärts".) In Otto Peste, Stromstr. 28. zit ermöglichen; er kann das Vorgehen der Arbeiter der Möbelfabrik von Hauswaldt find Differenzen ausgebrochen. Die Zimmerer in Friedrichshagen find am Montag in nicht unberechtigt finden, meint aber doch, wenn die hier Die in Frage kommenden Arbeiter bitten um Beachtung dieser einen Streit getreten. Sie forderten die neunstündige Arbeitszeit anwesenden Herren Fabrikanten nur bewilligten, dann Mittheilung. und einen Stundenlohn von 50 Pf. Von den in Frage kommenden würden die Arbeiter wohl bei den betreffenden Meistern Wien, 2. April.( W. T. B.) Den für die streikenden vier Baugeschäften haben zwei die Forderung bereits anerkannt in Arbeit treten und vielleicht dann auch die Export- und Lager- Feuerwehrmänner intervenirenden Abgeordneten erklärte der Beund wird dort zu den neuen Bedingungen gearbeitet. Bei den haus Gesellschaft geneigter zur Bewilligung sein. Die Arbeiter zirkshauptmann von Frieblis, er sei bereit, die Reaktivirung der anderen ruht die Arbeit vorläufig, nur drei Mann haben sich erklären, in diesem Falle zur Aenderung ihrer Taktik bereit zu gesammten Mannschaft mit Ausnahme der wegen Disziplinarver den Streifenden nicht angeschlossen. Die Streifenden haben bis sein und schließlich erflären auch die Herren Fabrikanten, ihren gehens entlassenen acht Feuerwehrmänner und der sieben Filialauf einen in Berlin Arbeit gefunden. Meistern die Differenz zwischen dem alten und dem von den kommandanten zu gestatten, wenn die Mannschaft die begangenen Arbeitern gewünschten Tarif zuzulegen. Fehler ausdrücklich eingestehe. Der Streik der Posamentirer und Dreher bei der Firma E. Gustedt( Inh. M. Friedrich) ist zu ungunsten der Arbeiter verlaufen, da die Pläge durch unorganisirte Arbeiter besetzt wurden. 1 = Teplitz, 2. April.( B. H.) Auf der Eisenbahnlinie zwischen jedoch, da Außig und Teplitz ereignete sich ein Dammrutsch. Dieser wird an derselben Stelle bereits mehrmals Dammrutschungen stattfanden, als leicht zu beseitigen bezeichnet. Der Betrieb ist nicht gestört. Rom, 2. April.( B. H.) In Tigre hat die Regenzeit be= reits begonnen und es werden infolge dessen die Friedensmüssen sich die Italiener nach Massauah zurückziehen. Es bleibt verhandlungen unterbrochen. Wegen der Regenzeit wenig Soffnung, die 2000 gefangenen Italiener zu retten, da sie Menelik nach Schoa mitnehmen will. Paris, 2. April.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Charmes Ministerpräsidenten Bourgeois bekämpft und von dem Hause schlägt die einfache Tagesordnung vor, welche von dem Darauf wird dann nachstehende Erklärung protokollirt nnd und Hencke erklären sich bereit, ihren Meistern eine Erhöhung dann die Sigung wieder vertagt:„ Die Herren Gätcke, Gajen zuzubilligen, welche geneigt sind, eine gleiche Erhöhung ihren Die Arbeiter in der Musikinstrumenten- Industrie in Arbeitern zu gewähren. Die Arbeitnehmer werden sich mit den Berlin betrauten vor kurzem eine Kommission mit der Aus- Meistern der Herren Gätcfe, Gajen und Hencke in Verbindung arbeitung einer Lohnforderung. Besonders war auch in Aussicht setzen und das Resultat dem Einigungsamt mittheilen." genommen, bei der jetzigen günstigen Geschäftskonjunktur eine Die Lohnbewegung der auf den Kaffeespeichern achtstündige Arbeitszeit zu verlangen. Wie nun das„ Berliner beschäftigten Kaffeeverleferinnen von Ham Tageblatt" mittheilt, sind am Dienstag die Inhaber einer Anzahl burg und Altona scheint immer größere Dimenſionen anFirmen dieser Branche, darunter die hervorragendsten und größten, zusammengetreten, um eine Vereinigung zu bilden, deren zunehmen. Die Zahl der Frauen und Mädchen, die sich dem Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Zweck es ist, zu der erwähnten Bewegung Stellung zu nehmen. Deutschlands" angeschlossen haben, ist seit Sonntag von 689 auf In den Berathungen fam eine vollständige Uebereinstimmung über 1100 gestiegen. Die Leiter dieser Bewegung werden noch aller Betheiligten über die einzuschlagenden Wege und die zu im Laufe dieser Woche mit den Forderungen, im wesentlichen mit 317 gegen 241 Stimmen abgelehnt wird.( Beifall) Mahy treffenden Maßnahmen zum Ausdruck. neunstündige Arbeitszeit, 25 Pf. Winimalſtundenlohn, 35 Pf. für In Stettin dauert der Ausstand der Arbeiter der Filz- Ueberstunden( nur zwei per Tag), Verbot des Säcketragens durch schuh- Fabrik von E. Lamprecht unverändert fort. Ur- Frauen und Mädchen 2c., an die Arbeitgeber herantreten. Auf fache des Streiks ist die Maßregelung zweier Arbeiter, die im den in betracht kommenden Kaffee- Verlese- Anstalten sind etwa Auftrage der Zwicker beim Chef vorstellig geworden waren, um 3000 Frauen und Mädchen in Stellung. In allen Kaffeespeichern eine Lohnreduktion abzuwehren. Für ein Dußend Lederpantoffeln wird eine rührige Agitation für den Fabrikarbeiter Verband gab es bisher 1 M. Lohn; nachdem an stelle des Leders Plüsch entfaltet. genommen wurde, sollte das Duhend Pantoffeln für 60 Pf. ge- Ueber den Streik in der Grube Bollenbach bei Herdori macht werden. Da bei 11ftündiger Arbeitszeit ein Arbeiter im theilt die Rheinische Zeitung" folgendes nähere mit: Die ganze höchsten Falle Falle nur 4 Duzend 4 Dußend Pantoffeln täglich auf- Belegschaft, ca. 500 Wlann, streift. Gefordert wird: 1. Jm zwicken kann, so würde er täglich nicht mehr als 2,40 m. ver- Geding muß jeder Bergmann( Hauer) einen Mindestlohn von dienen, ein Lohn, der zum Unterhalt einer Familie absolut 3,50 M. pro Tag verdienen; 2. den Normal- Schichtlohn von Lohnreduktion zurücknehmen, bestand aber darauf, daß die beiden abzuschließen; 4. das Auffüllen in den Abbauten in Afford zu unzureichend ist. Der Fabrikant wollte zwar nachträglich die 2 M. auf 3 M. zu erhöhen; 3. die Gedinge an Ort und Stelle Arbeiter, die mit ihm unterhandelt hatten und die er als Auf- vergeben; 5. das festgestellte Gewicht des geförderten Eisensteins wiegler" bezeichnete, nicht mehr bei ihm arbeiten sollten. Die am folgenden Tage im Zechenhause durch Anschlag bekannt zu Arbeiter halten es unter ihrer Würde, unter einer solchen Be- geben; 6. achtstündige Schichten inkl. Ein- und Ausfahrt; 7. vom dingung weiter zu arbeiten, und legten fast sämmtlich- 46 Mann Fördern auf der Stollensohle pro Wagen 0,15 M.; 8. Verlegung die Arbeit nieder. Am Sonnabend darauf gab der der Bergschmiede auf die Grubenhalle. Ter Direktor Maruhu Fabrikant den Ausständigen die Entlassung, vermuthlich um fagen erklärte, daß er eher sein Amt quittiren, als diese Forderungen zu können, daß der Streit„ beendet" sei. Herr Lamprecht wird bewilligen werde. Er drohte, jedem die Abkehr geben zu wollen, möglicherweise Ersatz in Berlin oder anderen Orten suchen. Die der bis Mittwoch, den 1. April, nicht zur Schicht angefahren sei. Streifenden bitten deshalb alle auswärtigen Berufsgenossen um Tarnopol, 2. April.( B. H.) Das an den BezirkshauptDie Maurer Markranstädts bei Leipzig haben den vers mann gerichtete Ersuchen um Aufhebung des Verbots eines ge= solidarisches Verhalten. langten Mindestlohn von 35 Pf. die Stunde bewilligt bekommen. planten Bauernmeetings wurde von diesem abgelehnt. Zur Brauerbewegung in Mainz schreibt man uns: Gendarmerie zerstreute die versammelten Bauern und lieferte den Kürzlich fand hier eine Voltsversammlung statt, in welcher die Redakteur Budzynowski sofort in einem geschlossenen Wagen dem Angelegenheit der Brauer zur Debatte stand. An die Direk Gerichte ein. tion der Rheinischen Aktien- Bierbrauerei hatten die Brauer eine Valparaiso, 2. April.( W. Z. B.) Gestern explodirte auf Rollektion von Forderungen gerichtet, waren aber von dem chilenischen Kriegsschiff" Huascar" ein Dampskessel. Acht diefer abschlägig beschieden worden mit dem Bedeuten, Heizer find getödtet, 12 verwundet. von 54 " Bur Malerbewegung. In Bielefeld streifen nach der Volkswacht" noch 28 Maler, 30 find abgereift, 20 haben bewilligt bekommen und arbeiten zu den nenen Bedingungen. Leider sind Abtrünnige zu verzeichnen gewesen. Die Elberfelder Freie Presse" bestätigt, daß der Streit in Barmen als verloren zu betrachten ist. i schlägt eine Tagesordnung vor, in welcher das Vertrauen zur Regierung ausgedrückt wird und die Erklärungen der Regierung gebilligt werden. Diese Tagesordnung wird von dem Ministerpräsidenten genehmigt und darauf von der Kammer, wie bereits gemeldet, mit 309 gegen 213 Stimmen unter Beifallskundgebungen angenommen. Die Kammer beginnt hierauf die Berathung der Madagaskar- Kreditvorlage, für welche die Dringlichkeit genehmigt wird. Die Vorlage wird nach furzen Erklärungen des Finanz ministers Doumer, des Kriegsministers Cavaignac und des Minifters für die Kolonien Guieyne mit 442 gegen 30 Stimmen angenommen. Das Haus vertagt sich hierauf bis zum 19. Mai. London, 2. April.( W. T. B.) Ein heute Nachmittag von die Gefahr des Matabele- Aufstandes jetzt abgewendet und fast dem Gouverneur der Kaptolonie im Ministerium der Kolonien eingetroffenes Telegramm besagt, daß von Bulawayo und Gwelo gänzlich auf den Distrikt der Matoppo- Berge beschränkt sei. Jedenow schoß gestern Abend in dem Redaktionslokal des Blattes Petersburg, 2. April.( W. T. B.) Der frühere Distriktschef Nedelia" auf den stellvertretenden Redakteur des Blattes, Menschikow, und verlegte denselben an der Schulter. Der Grund war ein gegen Jedenow gerichteter Artikel in diesem Blatte. war ein gegen Jedenow gerichteter Artikel in diesem Blatte. Jedenow wurde verhaftet. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobeh, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilaaen. Die 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 80. E Tokales. Die freie Liedertafel veranstaltet am ersten Osterfeiertag im Schweizer Garten am Friedrichshain ein Vokal- und In strumental Konzert. Bei der Vielseitigkeit des Programms verspricht das Fest einen recht genußreichen Abend und wir hoffen, daß das Konzert des Vereins, der im 5. Wahlkreis viele Freunde besigt, sich eines recht regen Zuspruchs zu erfreuen hat. Freitag, den 3. April 1896. 13. Jahrg. befand und bestrafte ferner den Angeklagten Blad mit 500 M., ob auch, wie in Hamburg z. B., politisch mißliebige Leute während die Wehring mit 50 M. davontam." in das Verbrecher- Album der Polizei aufgenommen sind, wird in Art Apologie auf den Testator, die auch von den meisten der großen Ausstände in der Freien und Hanſaſtadt die bürgerBlättern wörtlich aufgenommen wurde. So von der„ Bossischen liche Gevatterschaft völlig aus dem Häuschen gerathen wor Aus dem Rathhause erhielten gestern die Zeitungen eine dieser Zusammenstellung nicht beantwortet. Als 1890 infolge Beitung" in Nr. 157, in der es zur Erklärung der Mittheilung, daß hatte die dortige Polizei eine ganze Anzahl sozialdemokratischer die Stadt die Erbschaft angenommen hat, u. a. heißt: Gewerkschaftsvorstände zwangsweise " In den maßgebenden städtischen Kreiſsen wenigstens wird was die Hamburgische Behörde nicht hinderte, zwei Jahre zwangsweise photographiren lassen. feine Veranlassung gefunden, die angebotene Erb- später so ziemlich dieselben Männer gegen die Cholera aufDer Arbeiter Gesangverein Oranienburger Vorstadt schaft zurückzuweisen. Wenn auch der Testator mit zubieten, nachdem das feige, angftschlotternde Bürgerthum über veranstaltet heute im Elysium, Landsberger Allee 40-41, eine der Staatsgewalt in Konflikt gerathen ist, so handelt Hals und Kopf aus der geliebten Vaterstadt Reißaus genommen Aufführung von Felix Mendelssohn's unvollendeter Oper„ Die es sich, wie attenmäßig mitgetheilt wird, nicht um hatte. Loreley". Die Arbeiterschaft wird auf diese Veranstaltung auf heitle oder ehrenrührige Bergehen des Ver merksam gemacht. Alles nähere bringt heute das Inserat. storbenen." = In der Angelegenheit des Botanischen Gartens wird aus dem Rathhause geschrieben: Infolge einer Anregung des Prinzen Schönaich- Carolath in bezug auf den Verkauf des Botanischen Gartens in der Sigung des Herrenhauses vom 28. März cr. antwortete der Minister Bosse, er hoffe, daß sich eine Verständigung zwischen dem Staat und der Stadt Berlin finden lassen wird. Der Staat könne das werthvolle Gelände nicht verschenken, dazu habe er das Geld zu nöthig. Zur Verständigung gehörten immer zwei. Hoffentlich werde Prinz Schönaich- Carolath dazu beitragen, die Verständigung mit der Stadt Berlin zu fördern. Demgegenüber wollen wir bemerken, daß der Magistrat bereits unter dem 23. März cr. auf grund des von den Zeitungen bereits mitgetheilten Beschlusses des Magistrats- Kollegii vom 20. März cv., die Frage an den Minister gerichtet hat, falls der Botanische Garten verlegt würde, ob und unter welchen Bedingungen derselbe der Stadtgemeinde überlassen werden kann. Vom Sonnabend, den 4. April d. J. ab ist die Besteigung des Rathhausthurmes wieder gestattet. Des bevorstehenden Osterfestes wegen werden am Sonnabend die städtischen Bureaus und Kassen bereits um 1 Uhr mittags geschlossen, mit Ausnahme des Zentralbureaus, das zur Entgegennahme von wichtigen Sachen bis 4 Uhr nach das zur Entgegennahme von wichtigen Sachen bis 4 Uhr nach mittags geöffnet bleibt. " = " Am Ein komischer Streit ist zwischen der Berliner Polizei und hiesigen Fuhrwerksbesigern ausgebrochen. Ueber das, was als heitles oder ehrenrühriges Vergehen zu letzten Montag waren die Besiger von Braut( Hochzeits-) bezeichnen ist, läßt sich unter Umständen ja streiten, und es ist ja Wagen zu dem Vorsteher der Gewerbe- und Markt- Angelegenmöglich, daß der Magistrat in solchen Dingen weniger empfind- heiten im Interesse der Fuhrherren und Fuhrhalter" geladen. sam ist, als andere Menschenkinder. Wenn wir es nun auch Es wurde ihnen dort mitgetheilt, daß seit einiger Zeit die Brautlöblich und erklärlich finden, daß die Stadtverwaltung bestrebt gespanne derart reich ausgestattet und dekorirt seien, ist, das Gold eines reichen Lumpazius wenigstens nach dessen daß sie sich von königlichen zc. Gespannen kaum unterTode nützlich anzuwenden, so sollte sie sich andererseits aber doch scheiden; es sei vorgekommen, daß die Wa che am in diesem anerkennenswerthen Streben mit dem, was andere Kastanienwald Raus" intonirte und, als das HochzeitsMenschen Moral und Anstand nennen, nicht auf gar zu ge- paar die näher kam, alarmirte Wache abtreten spannten Fuß stellen. mußte 2c. Nach einer Verordnung aus dem Jahre 1843 es verboten, an den Wagen Auszeichnungen Ist das eine Heuchelgesellschaft! Die" Post", das Organ sei des Herrn v. Stumm, dem kein Mittel scharf und schlecht genug zu machen, die den föniglichen Gespannen ähnlich" ist, wenn es sozialdemokratischen Arbeitern Schaden zufügt, bringt wären, namentlich müßten Adler am Laternenknauf, Wappen am den üblichen frommen Charfreitagsartikel. In dem langen Wagenschlag, wie Geschirr- oder Bockdecken entfernt werden zc. Gewinde heißt es: Aus dieser Liebe, die vom Krenze zu uns Die Anwesenden protestirten gegen eine derartige Zurück redet, erwächst ung aber auch die ernste und heilige Ver- versetzung und machten geltend, daß die Wünsche des Publikums, pflichtung, unseren chriftlichen Glauben, dessen Zeichen und die Geschmacksbildung der Gegenwart dahin drängen, im Sinnbild das Kreuz geworden ist, in dem Thun und Wirken Fuhrwert das beste zu bieten. Der Fuhrhalter" bemerkt dazu: der Liebe zu bewähren, mit welcher der Herr sein Wert auf Während allgemein eine Aufbesserung des Fuhrwesens verlangt Erden besiegelt und vollendet hat. Das Kreuz auf Golgatha wird wird, erscheint der Obrigkeit das Hochzeits- Fuhrwesen der Reichsvon selbst zur stärksten und eindringlichsten Mahnung, uns residenz zu splendid." Der Erlaß einer das Hochzeits- Fuhrwesen Vielleicht sind die ebenso die Noth des geistigen und fittlichen Glendes unseres regelnden Verordnung steht in Aussicht. Volkes wie der leiblichen Armuth und Bedürftigkeit, unter illoyalen Brauttutschen- Besitzer durch irgend einen Prozeß mit der tausende seuſzen und kämpfen, zu Herzen gehen zu Hilfe des dolus eventualis zur Raison zu bringen. Die Firma Siemens u. Halske beabsichtigt die im Bau lassen." Die& Erwartung, die neue Urania in der Taubenstraße begriffene elektrische Straßenbahn Behrenstraße- Treptow vom Hungerpeitsche oder durch ein Ausnahmegesez mit Belagerungs- Widerwärtigkeiten Soll dies zu Herzen gehen" durch Lohndrückerei und noch vor Ostern eröffnen zu können, ist leider durch verschiedene 15. April d. J. vom Görliger Bahnhof ab bis nach Treptow zu zustand bewerkstelligt werden? insbesondere die Wortbrüchigkeit einiger vereitelt worden. Lieferanten von maschinellen Einrichtungen eröffnen. Zu diesem Behuse ist die Herstellung einer Hilfsweiche noch erforderlich, damit die von Treptow kommenden Wagen am Die erste Heilstätte des Rothen Kreuzes für unbemittelte Die Direktion der Urania theilt uns dies mit der besonderen Görlitzer Bahnhof in das andere Geleise übersetzen und auf Lungentrante am Grabowsee bei Oranienburg soll am Bitte mit, folgenden Vereinen, welche in den Ostertagen Sonder diesem nach Treptow zurückfahren können. Zu dieser Bau- 1. Mai eröffnet werden. Die ärztliche Leitung der Austalt liegt vorstellungen in der Taubenstraße belegt hatten, und deren Ausführung hat die Firma die Genehmigung des Magistrats in der Hand des Geh. Medizinalraths Prof. Dr. Gerhardt zu einzelne Mitglieder nicht mehr auf anderem Wege benachrichtigt nachgesucht. Berlin und seines Assistenten Dr. Schulzen als ersten Anstalts werden können, hierdurch Kenntniß zu geben: Ortsverein der Der Mann muß ein Denkmal haben! Ueber eine Groß- arztes. Aufnahme in die Heilstätte finden Lungenfrante, deren Tischler, Porzellanarbeiter- Verband, Verband der Textilarbeiter, that des verstorbenen Millionärs Simon Blad, der die Leiden Aussicht auf Wiederherstellung oder erhebliche Besserung Verband der Möbelpolirer, Grundbesizerverein Moabit. Stadt Berlin unter der Bedingung, daß sie ihm ein Denkmal den Versicherungsanstalten die Heilstätte empfohlen. Einige veranstaltet. Der Zentralverein deutscher Kaninchenzüchter, Siz Zwei Kaninchen Ausstellungen werden in diesen Tagen sege, mit einigen Hunderttausenden bedacht hat, brachten die Anstalten, darunter auch die Brandenburgische, sowie eine Anzahl Berlin, hält in den Osterfeiertagen im Vereinslokal, Rosenthaler hiesigen Zeitungen vom 4. November 1887( Voltsbatt" Nr. 258, Krankenkassen baben die Ueberweisung von Heilbedürftigen bereits straße 12, eine Ausstellung ab, in der seltene Zuchtexemplare " Post" Nr. 302 2c.) den folgenden Gerichtsbericht: Ein Roman aus dem Leben, dessen Held ein 70jähriger methode erforderlichen Verpflegungs- und in Aussicht gestellt. Die Kosten einschließlich der bei der Kur erscheinen sollen. = Eine andere Kaninchen- Ausstellung wird Mann ist, wurde heute in seinen Einzelheiten vor der 2. Straf- betragen 3 Mark pro Tag. Um möglichst bald Freistellen wie vom Auslande zahlreich beschickt worden. Auch sind für Stärkungsmittel heute in der Neuen Friedrichstr. 44 eröffnet und vom Julande tammer am Landgericht I zerlegt und lieferte ein diese Ausstellung zahlreiche Preise ausgesetzt. trübes Sittenbild. Angeklagt wegen schwerer Körper- gewähren zu können, bittet der Verein um„ milde Gaben". verlegung, Beleidigung und versuchter Bestechung So sehr wir bereit sind, die humanitären Bestrebungen dieses X- Strahlen. Heute abend wird Dr. Borchardt in der Vereins anzuerkennen, so müssen wir doch immer und immer Müllerstraße 7( Meyer's Festsäle) einen Experimental- Vortrag der Hauseigenthümer Simon Blad und die Portiers wieder daran erinnern, daß es eines Kulturstaates unwürdig ist, über die X- Strahlen halten. frau Auguste Wehring. Der Angeklagte ist troh seines Alters ein Lebemann. Die Vorgeschichte dieses Prozesses reicht Krankheit und Elend an die spärlich fließenden„ milden Gaben" viele Jahre zurück. Schon im Jahre 1878 zog die damals noch der Reichen zu verweisen. sehr jugendliche Clara Stöber zu dem Angeklagten als Dienst- Neben dem Staatsanwalt Nomen aus Gnesen, der von mädchen. Sie war ein hübsches, frisches Kind, das dem alten Frankfurt und Hamburg her durch seine Sozialistenbeschimpfungen Junggesellen gar bald in die Augen stach. Ein Brief aus dem bekannt geworden ist, erhält das hiesige Landgericht I noch einen Jahre 1879, den die Stöber dem Angeklagten nach Wiesbaden neuen Staatsanwalt aus der Gegend des sozialisten fressenden nachschickte und der heute verlesen wurde, beweist, daß damals Königs Stumm. Der Beamte heißt Hilberg und war bisher zwischen beiden ein vertrautes und wenigstens feitens des als Staatsanwalt in Saarbrücken thätig. Außerdem find noch Mädchens auch ein schwärmerisches Verhältniß existirte. Als zum 1. Juni die Staatsanwälte Weizmann in Stettin und die Stöber im Begriff stand, Mutter zu werden, mußte Wenzel in Gleiwiz an das Landgericht II Berlin versetzt Religiöse Bedenken spielen hier und da doch noch eine sie das Haus verlassen. Sie hatte, wie sie be- worden. beträchtliche Rolle. Die Beerdigung der Elise Saß aus der hauptete, auch ein Sparkassenbuch, was sie dem Ange- Die Vertreter fast fämmtlicher Berliner Zeitungen und Urbanstraße Nr. 25, die am Montag Bormittag in der Wohnung flagten in Berwahrung gegeben, später indessen nicht zurück- einer Anzahl der in Berlin erscheinenden Fachpresse waren am ihres Bräutigams, des Kaufmanns Ernst Rinke, mit diesem bekommen hatte. Wegen dieses Buches schwebt zwischen beiden Dienstag Abend im Kaisersaal versammelt. Sie fonstituirten sich zusammen toot aufgefunden wurde, ist von den Angehörigen aus ein Zivilprozeß, der jetzt bereits die zweite Initanz erreicht hat. auf Einladung des Arbeitsausschusses als Gesammikomitee der eigenartigen Gründen hinausgeschoben worden. Mit der Toleranz, Alimente zahlte der Angeklagte hin und wieder freiwillig. Berliner Presse für die Gewerbe- Ausstellung 1896. Das Gesammt die bei den Vertretern der Religion der Liebe ja meist üblich, Später fam die Zeugin in das Haus, um den Vater ihres Kindes fomitee wählte sodann durch Stimmenmehrheit einen Vorstand soll sich nämlich der Pastor geweigert haben, die Leiche der zu sprechen. Sie wurde indessen abgewiesen und ging auch von 7 Mitgliedern mit dem Rechte der Kooptation, um die Selbstmörderin zur Gruft zu geleiten. Nun will die Mutter freiwillig. Am 8. November fehrte sie zurück, und als sie wieder jenigen Fragen in Gemeinschaft mit den Ausstellungsbehörden Wundmale an dem Körper ihrer todten Tochter entdeckt haben, abgewiesen wurde, gerieth sie in eine begreifliche Aufregung. Sie zu erledigen, welche sich sowohl auf die Erleichterung der Thätig und daraus bildet sie den Schluß, daß die Tochter von dem verlangte ihr Sparkassenbuch, und als ihr auch das ver- feit der hiesigen Presse wie auf Fragen der Gastfreundschait Bräutigam ermordet worden sei. In diesem Falle würde ja der weigert wurde, machte sie Lärm. Als sie immer lauter gegenüber den Vertretern auswärtiger Blätter während der Aus- Pastor seinen Segen sprechen. Ob die Staatsanwaltschaft dem wurde, kam Blad hinzu. Dessen Erscheinen war indessen nicht itellung beziehen. In den Vorstand wurden gewählt: die Herren Antrage der Mutter auf nochmalige Untersuchung des Falles geeignet, die Aufgeregte zu beruhigen. Sie forderte ihn nun Vollrath, Chefredakteur der Berliner Volfs- Zeitung", 2. Vor- entsprechen wird, erscheint fraglich. allerdings nicht mit zarten Worten auf, das Buch herauszugeben. fizender des Vereins Berliner Presse, Groddet, Chefredakteur der Gin gefährlicher Schwindler ist in der Person des ,, Du Treulofer, rief fie, erbarme Dich wenigstens Deines Kindes," Post", ten Brink, Chefredakteur der„ Germania", Caro, on- Schneidermeisters Karl Martraf in Rigdorf verhaftet wenn Du für mich kein Herz hast." Darauf schlug der Anfektionär", Hoffmann, Papierzeitung", Klaußmann, Schrist- worden. Derselbe hatte es besonders darauf abgesehen, arme getlagte unbarmherzig auf seine frühere Geliebte ein. steller, Ullstein, Berliner Flustrirte Zeitung". Arbeiter als Kunden anzulocken und diese dann dadurch zu Hilferufe gellten durch das Haus und lockten die Miether, meist Viel Staub wirbelt der Beschluß auf, den der Arbeitsaus schädigen, daß er ihnen eine ansehnliche Anzahlung abnahm, den besten Ständen angehörig, hervor, diese widerliche und rohe schuß der Berliner Gewerbe- Ausstellung in betreff ohne jemals die bestellten Sachen zu liefern. Ebenso hat M. in Szene mit anzusehen. Später tam auch die Portiersfrau ihrem Ertheilung der Eintrittskarten für die Angestellten der einzelnen zahlreichen Fällen ihm zur Umänderung oder Reparatur überBrotherrn zu Hilfe und schlug ebenfalls auf das arme Unternehmer der Gewerbe- Ausstellung gefaßt hat. Bekanntlich gebene Anzüge versetzt und die Pfandscheine obendrein verMädchen ein, ein, während während der Maun zur Polizei lief. sollen diese Personen nur zu bestimmten Portalen Einlaß finden, äußert. Die drängelnden Kunden, welche ihr Eigenthum energisch Die Ueberfallene, welcher bei diesen rohen rohen Miß- und zwar müssen die Inhaber der Karten bis spätestens 9 Uhr forderten, wurden einfach an die Luft befördert. Auf Anzeige handlungen bereits die Haare und Kleider zerzaust morgens in der Ausstellung anwesend sein. Für später er- mehrerer Geschädigten wurde M. schließlich verhaftet. Erst vor waren, wurde auch noch die Treppe hinabgeworfen, scheinende Angestellte haben die Karten feine Giltig zwei Jahren wurde er wegen ähnlicher Schwindeleien zu neun wo fie, unfähig sich zu erheben, liegen blieb. Sie feit und müssen die Besitzer derselben dann Entree Monaten Gefängniß verurtheilt, außerdem hat er noch zahlreiche mußte mittels einer Droschke fortgeschafft werden. Das Dienst zahlen; ebenso müssen fie auch Eintrittsgeld zahlen, andere Vorstrasen hinter sich. waren " Die Omnibuslinie Schönhauser Thor- Kott buser Thor ist bis zum Görlitzer Bahnhof verlängert worden. M Die der ,, Charlottenburger Zeitung" entnommene Nach richt, daß der Firma„ Neue Berliner Elektrizitätswerke und Akkumulatoren- Fabrik Attiengesellschaft" der blaue Anton" gepfändet worden sei, wird von dieser Gesellschaft in einer an uns gerichteten Buschrift als nicht der Wahrheit entsprechend bezeichnet. entwendet. mädchen, welches damals bei dem Angeklagten in Diensten stand, wenn sie im Laufe des Tages, sei es aus privaten oder geschäftsuchte zunächst ihren früheren Brotherrn zu entlasten, aber aui lichen Gründen, die Ausstellung verlassen haben. Diese Maß- Barforcereiter Texas George Jack verhaftet. Der merikanische Im Zirkus Busch wurde Mittwoch Abend der amerikanische Befragen, warum sie den Dienst aufgegeben habe, mußte diese regel hat der Arbeitsausschuß getroffen, um sich vor Mißbrauch Artist hatte seinen Kollegen, den Voltigeur Herrn Loyd, als Zengin zugeben, daß sie ebenfalls mit dem An- derartiger Angestelltenkarten zu sichern. Auf der anderen Seite getlagten ein intimes Berhältniß hatte, aber werden hiervon viele tausende von Personen gemaßregelt, dieser in der Arena seine Produktionen ausführte, dadurch bedessen Folgen sie zur Aufgabe des Dienstes deren Dienst erst nach 1 Uhr mittags oder gar später beginnt stohlen, daß er sich in die Garderobe desselben schlich und aus der nöthigten. Diese Zeugin war, als sie ihre Stellung und deren Beschäftigung derartig ist, daß sie bei ihrem nicht Weſte des letzgenannten Künstlers eine werthvolle goldene Uhr aufgab, eben erst 19 Jahre alt geworden. Während übermäßig großen Gehalt unmöglich die Vormittagsstunden Texas George, der übrigens in der Artistenwelt der Polizeilieutenant des zuständigen Reviers noch die müßig in der Gewerbe- Ausstellung zubringen können. Die Unter- den Beinamen schwarzer Jack führt, verpraßte den Erlös der Untersuchung in dieser Angelegenheit leitete, wurde er wieder- nehmer und Bächter gedenken in dieser Frage beim Arbeits- Beute in Gesellschaft von Damen. Des Diebstahls verdächtigt holt von dem Angeklagten zum Diner eingeladen, obwohl er ausschuß vorstellig zu werden. wurde anfänglich ein Hausdiener, der bei dem Zirfus- Restaurateur schon die erste Einladung auf das Entschiedenste zurückangestellt ist. Die hiesige Kriminalpolizei erfuhr jedoch bald von gewiesen hatte. Als der Angeklagte merkte, daß er auf diese so große Ausdehnung angenommen, daß auf Antrag des Kreis- hagen in einem Zirkus 50 Kronen gestohlen habe. Als geſtern In Rüdersdorf hat die Diphtheritisepidemie Kollegen des Mexikaners, daß diefer bereits früher in Kopen Weise nichts erreichen konnte, machte er dem Lieutenant einen Abend Texas Jack im Zirkus erschien, wurde er von KriminalBesuch, nach dem der Lieutenant ein Kouvert vorfand, welches physikus die dortige Schule geschlossen worden ist. eine Karte des Angeklagten und einen Hundertmarfschein Der Frost in der Nacht zum Donnerstag hat in den Be- beamten in Empfang genommen und gestand alsbald den Diebenthielt. Der Lieutenant erblickte in diesem Vorgehen eine ständen der Gärten und Anlagen mannigfachen Schaden ver- stahl ein. Bestechung und lieferte den Schein seiner vorgesetzten Behörde ursacht. Die Blüthen einzelner Baumgattungen sind vernichtet. Eine öffentliche Sanitätswache nach Berliner Muster foll aus. Der Staatsanwalt hielt nur eine Beleidigung Das Thermometer zeigte morgens noch 2 Grad unter Null. demnächst in Rigdorf errichtet werden. Durch Verwirklichung des Lieutenants für vorliegend und beantragte dafür eine Das Verbrecheralbum der Berliner Kriminalpolizei des Projekts würde einem längst gefühlten Bedürfniß abgeholfen Geldstrafe von 50 M. Die Vorgänge gegen die Stöber hätten enthielt nach der letzten amtlichen Statistik in zusammen werden. fich als qualifizirte Körperverlegung herausgestellt. Die Art und 13 Bänden 10166 Photographien, darunter 46 Mörder, 2097 EinWeise des Angeklagten fei eines gebildeten Mannes unwürdig, brecher, 809 Taschendiebe, 437 Ladendiebe, 652 Schlafstellendiebe, hafte Arbeiterfrau Briefemeister vergiftet. Die Gheleute Mit Kleefalz hat sich die in Rigdorf, Ziethenstr. 59, wohns und da eine Geldstrafe bei der Vermögenslage des Angeklagten 326 Bauernfänger, 906 Betrüger und Hochstapler, 543 Boden, lebten in geordneten und glücklichen Verhältnissen, so daß die nicht empfindlich treffen fönne, beantrage er gegen ihn eine Kolli- und Baletotdiebe, 1015 Prostituirte, 1173 Buhälter That völlig räthselhaft erscheint. Gefängnißstraie von 6 Wochen und gegen die Portiersfrau eine und 300 Landstreicher. Auf grund dieses Albums werden solche von 4 Wochen. Außerdem sei der Hundertmartschein als durchschnittlich 100 Verbrecher jährlich festgestellt. Ueberaus Erhängt hat sich gestern der 55 Jahre alte Fuhrherr dem Staate verfallen, einzuziehen. Der Gerichtshof erkannte auf bezeichnend für unsere sozialen Zustände ist die große August Lange auf dem Arndt'schen Grundstück an der Straße I Einziehung des Hundertmarkscheins, der sich noch bei den Atten Zahl der Eigenthumsverbiecher. Die interessante Frage, auf dem Gesundbrunnen. tödtet. Witterungsübersicht vom 2. April 1896. Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke Wetter Temperatur nach Celsius V und sein Kind in einer die der Vorsitzende, Landgerichtser Durch einen Revolverschuß hat sich der Fabrikdirektor H.| betreffenden Arbeit sahen, waren der Meinung, er hätte sich| Voß, von der Firma Siemens u. Ko. aus unbekannten Gründen ge- das Gesicht verbrannt. Der Mediziner Dr. Beuermann Weise mißhandelt, gab das von ihm verlangte Gutachten dahin ab, daß die Krank- direktor Hoppe als geradezu kannibalisch" bezeichnete. Er ist heitserreger der Rose nur durch Verlegungen in den menschlichen schon einmal wegen Mißhandlung der Frau zu zwei Monaten Körper Einlaß fänden. Das Entgegenschlagen überhitter Luft genüge, Gefängniß verurtheilt worden und eine ganze Reihe von Vorsolche Verlegungen zu erzeugen, und es sei deshalb nicht ausgeschlossen, strafen beweist, daß er beinahe berufsmäßig Rohheiten verübt. daß der Tod Schuster's die letzte Folge der Arbeit im Ziegelofen Wie die Beweisaufnahme ergab, hat die Frau, sei. Das Schiedsgericht wies jedoch ebenfalls die Ansprüche der die vielmals bei Arbeitslosigkeit des Ehemannes die siebenköpfige Klägerr zurü c. Es betonte, daß sich ein ursächlicher Zusammen- Familie zu ernähren hatte, bei jeder Gelegenheit, beispielse hang zwischen der Betriebsthätigkeit des Verstorbenen und seinem weise wenn ihm das Essen nicht schmeckte, auf das brutalite Tode deshalb nicht annehmen ließe, weil feine Kopfverlegung geschlagen, sodaß die Nachbarsleute wiederholt ihre Hilferufe desselben nachgewiesen sei. Das Reichs Versicherungsamt als hörten und ihren mit Beulen und blutrünftigen Stellen bedeckten Retursinstanz forderte nochmals ein ärztliches Gutachten ein. Körper sahen. Als die Frau sich in gesegneten Umständen be= Nach diesem ist es durchaus nicht nothwendig, daß fand, hat er sie wiederholt mit voller Wucht gegen die Kocheine Verlegung, welche das Entstehen der Rose er maschine geschleudert, auch über das Bett geworfen und mit dem möglicht, mit bloßem Auge erkennbar sein muß; viel- Fuße vor den Leib gestoßen. Bei einem heftigen Auftritt hat mehr zeitigen schon die Einwirkungen höherer Temperatur der Unmensch sogar das 1/2 Jahre alte Kind der Mutter vom grade auf Gesicht oder Hals unsichtbare Verlegungen der Haut Arm geriffen und das Kind der Mutter an den Kopf geworfen. oder Schleimhaut, die den mikroskopischen Erreger der Rose Die Folge dieser unglaublichen Rohheit war, daß das Kind durchlassen. Das Reichs Versicherungsamt vertrank wurde und die Ehefrau eine Fehlgeburt machte. Der urtheilte nunmehr die Beklagte zur Rentenzahlung, indem es Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißstrafe von 3/2 Jahren. als im höchsten Grade wahrscheinlich annahm, daß Schuster den Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu zwei Jahren Folgen eines Betriebsunfalles erlag. sechs Monaten Gefängniß und verfügte seine sofortige Berhaftung. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden • • 756 757 N 757 A • 761 NW München 758 28 Wien. 758 WNW 759 Betersburg • Cort 771 M Aberdeen. Paris.. 768 . 765 NM NNW Haparanda. U ( 1-1) B4B1522332 wolkig bedeckt heiter wolkig Schnee bedeckt Regen -20 wolfig wolkig bedeckt Go Do) 2223124 873 Wetter- Prognose für Freitag, den 3. April 1896. Ein wenig wärmeres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Wetter mit geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. " Gerichts- Beifung. Soziale Weberlicht. Für Milchhändler ist eine Entscheidung von Bedeutung, welche das Kammergericht am 2. April fällte. Die Polizei Von den Arbeitsämtern. Nach den Veröffentlichungen Verordnung vom 6. Juli 1887, die den Verkauf von Kuhmilch des statistischen württembergischen Landesamts sind bei den acht betrifft, bestimmt den Fettgehalt bezw. das spezifische Gewicht württembergischen Arbeitsämtern im Monat Januar 2114 Schiller- Theater. Abermals ein neuer Mann und wiederum der unter mehreren Bezeichnungen verkauften verschiedenen Milch- Arbeitskräfte gesucht worden, denen 5357 Arbeitsangebote gegenI'n Lieblingsthema unserer jungen dramatischen Literatur: das forten. Wegen Verstoßes gegen diese Verordnung war der Milch überstehen; 1104 Arbeiter hatten das Glück, Arbeit zu erhalten. Berhältniß von Bätern und Söhnen. Paul Langenscheidt, händler S. vom Landgericht I. verurtheilt worden. Es stand während die anderen 4253 Personen keine Beschäftigung fanden. der Sohn des bekannten Verlegers der Toussaint Langen- fest, daß bei S. gelegentlich einer Revision 5 Liter als Mager- Das Resultat im Monat Februar( welcher dieses Jahr aus. scheidt'schen Sprachbriefe, ist der Verfasser des Schau- milch bezeichnete Milch vorgefunden wurden, deren Fettgehalt resp. nahmsweise sehr warm war und Bau- und Schachtarbeiten ge= spiels" Halder und Sohn", das am Mittwoch im Schiller spezifisches Gewicht nicht dem Minimum entsprachen, das die Ver- stattete) ist noch ungünstiger. Von 5778 stellensuchenden Arbeitern Theater zum ersten Male aufgeführt wurde. Auch in Langenscheidt's ordnung für Magermilch vorschreibt. Von der Milch war auch schon und Arbeiterinnen konnte nur 1287 Personen Arbeit nachErstlingsdrama steht dem Jugenddrang nach Selbstbethätigung welche als Magermilch verkauft worden. Das Gericht erklärte gewiesen werden, während die übrigen 4491 Stellenlose sich auf der starre Druck des Alters und der Autorität, die es beau- es für gleichgiltig, ob die Milch durch Versetzung mit Wasser günstigere Zeiten vertrösten müssen. Und da hört man immer Ein Vorzug ist es, daß Langenscheidt nicht in den vorgefundenen Zustand gebracht worden sei, oder ob ihn noch schwägen, wer arbeiten wolle, fände auch Arbeit! unreise, weiche Knabenhaftigkeit, gleich so vielen unserer eine andere, zufällige Veränderung bedingt habe. Auf jeden Von der Hamburger Armenpflege im Jahre 1895. heranwachsenden Autoren, pathetisch verklärt. Der junge Halder in feinem Schauspiel ist Mann und Familienvater. milch ein Verstoß gegen die erwähnte Polizei- Verordnung und Hamburgische Armenpflege im Jahre 1895 war der Umfang der Fall wäre, meinte es, das Verkaufen dieser Milch als Mager Nach einem Vortrage des Herrn Dr. Muensterberg über die Diesen realen Vorzug aber giebt Langenscheidt durch danach zu bestrafen, wenn auch nur als fahrlässige Ver- in diesem Jahre entfalteten Thätigkeit ein sehr großer; nahezu falsch romanhafte Behandlung, durch vulgär komödiantische Kunststückchen preis; unedle Routine verdrängt wurde besonders darauf geftüßt, fehlung. Die Revision gegen das Urtheil der Straffammer 10 000 neue Gesuche sind zu 9500 vorhandenen Fällen gekommen, den fünstlerischen Takt. Das Publikum des Schiller- Theaters ordnung nicht vorschreibe, jeder Milchverkäufer habe sich einen in 4000( gegen 4700 in 1894) gewährt. Daneben wurden 40000 gestützt, daß die Polizei Ver- dauernde Unterstützung wurde in 15 200 Fällen, vorübergehende mochte der Dichter so für sich gewinnen. Aber dieses klein- Milchprober( Erfindung des Dr. Bischoff) anzuschaffen. bürgerliche Bublifum flatschte da am lebhaftesten Beifall, wo der Vertreter des Angeschuldigten schloß aus dem Fehlen einer der- wurden in Krankenhäusern verpflegt, 2200 Personen in HeilBekleidungs- und Gebrauchsgegenstände verabfolgt, 11 800 Strante Autor die dickste Verlogenheit auftrug. Gin Revolverschuß fracht; glücklicherweise wirkt er nicht artigen Bestimmung, daß die Polizeibehörde die betreffende Ver- pflege- Anstalten untergebracht und 500 Kinder in Heilstätten und tödtlich; und alle, alle Menschen im Stücke sind von grund aus Pflichtung den Milchhändlern nicht auferlegen wollte. Das Ferienkolonien geschickt. Aus dem bekannten Spezialfonds find verändert und ihrer früheren Tücken ledig. Der alte Halder, ein Wenn auch Revisionsgericht wies aber die Rechtsbeschwerde zurück: in 250 von etwa 300 angemeldeten Fällen rund 25 000 M. beverfnöcherter Kaufmann, brutal und gemüthsidiotisch vom Wirbel in der Verordnung vom 6. Juli 1887 die willigt worden. Die Ende des Jahres 1894 eingerichtete Auskunftsständige Prüfung der Milch bis zu den Zehen, wird sanft und empfindsam; des jungen Haldurch einen Milchprober stelle hat im verflossenen Jahre 5000 Auskünfte ertheilt, 2000 an nicht ausdrücklich vorgeschrieben sei, Το an verschiedene Behörden. M der's Weib, das polizeiwidrig weltfremd und leichtfertig war, feitens der Milchhändler ein solches Instrument angewendet werPrivate, 1400 an Vereine und 1400 an Stiftungen und außerdem 113 Die Schauspieler, die die Hauptrollen darzustellen hatten, glichen ihrem anspruchslosen Publikum. Wo die Sprache des Stückes schlicht blieb, da fanden sie sich nicht zurecht. Je affektirter aber die Sache wurde, um so innigere Theilnahme zeigten auch die Herrschaften auf der Bühne. 21 Ste wird urplößlich zur sinnigen treuen deutschen Hausfrau; und so ben, wenn die Händler den Vorschriften der Verordnung auf eine geschieht noch mancherlei Rührfames traft der Souverainetät andere Weise nicht nachkommen könnten. Mit recht habe der Ein neuer Versuch, die Sonntagsruhe zu durchbrechen, des" Dichters". Ich weiß wohl, daß Langenscheidt den Water Halder Vorderrichter hier eine fahrlässige Zuwiderhandlung gegen die wurde in Württemberg gemacht. Bei dem württembergischen mehr als verhärteten Mann, denn als gemüthsrohen Selbst. Polizeiverordnung angenommen. Nach dieser Entscheidung ist Ministerium des Funern lief ein Gesuch ein, dasselbe möge die ling darzustellen gedachte. Allein die dilettantische Kraft reichte nicht an seine Absicht heran. Der junge Halder ist in dem jeder Milchhändler zur Anschaffung des Milchprobers ver- Berordnung, daß Ostermontag, Pfingstmontag und Stefanstag als Festtage im Sinne der Gewerbe- Ordnung gelten, wieder Geschäft seines Vaters eifrig thätig. Aber der Alte unterdrückt pflichtet. aufheben, damit an diesen Tagen die Verkaufsläden unbeschränkt jede selbständige Regung seines Sohnes, den er in Zucht nehmen Eine Schuhmannsfran als Ladendiebin. Kurz vor offen gehalten werden können. Dieses Gesuch wurde aber von will. Was der Vater indeß unter Zucht versteht, ist Grausamkeit. Weihnachten betrat eine anständig gekleidete Frau die Spiel- dem Ministerium unter Berufung darauf, daß es Reichsgesetz Der Sohn erträgt den Druck nicht mehr und gründet ein Kon- waaren- Abtheilung des Lubasch'schen Geschäfts und kaufte dort fei(§ 105 b und 105 h der Gewerbe- Ordnung) abgelehnt. furrenz Unternehmen. Den Millionen des Alten weiß aber der einen Puppenbalg und mehrere Puppenkleidungsstücke. Junge nur einen Kredit von 50 000 M. entgegenzusetzen. Da Halder wünschte auch gern einen Puppenkopf zu faufen, doch paßten die Die Jahresberichte der drei württembergischen Fabrik: Sohn seinen erbarmungslosen Vater kennt, so war das eine un- auf dem Ladentisch liegenden Köpfe nicht auf den Balg und die inspektoren für 1895 sind, in einem 44 Seiten starken Folioband verzeihliche Dummheit. Selbstverständlich ruinirt der Vater mit Verkäuferin drehte sich auf einen Augenblick herum, um aus dem erschienen. Wie aus demselben zu ersehen, so haben auch in seinen Millionen in kürzester Frist den konkurrirenden Sohn. Wandschrank einen Kopf herauszusuchen. Nunmehr erklärte Württemberg Industrie und Gewerbe einen merklichen Aufschwung Die Millionen sind gefühllos. Ein sehr einfacher aber die Käuferin, daß sie doch nicht genug Geld bei sich genommen, auch haben die Fabriken auf dem flachen Lande, wo Prozeß ist vor sich gegangen. Daß aber Water Halder habe und deshalb vorläufig auf den Puppenkopf verzichte; billige Arbeitskräfte zu haben sind, mehr zugenommen. dann sich mit seiner überlegenen Weisheit bläht, daß sie bezahlte an der Kasse ihren Einkauf und entfernte Ein sozialistischer Sieg im frommen Lande Tirol. er den verzweifelten Sohn mit Hohn begegnet und ihn sich eilig. Unmittelbar darauf bemerkte die Verkäuferin, daß ein Die Bezirksfrankenkassenwahlen in Meran sind zu gunsten der zum Selbstmordversuch treibt; und daß der Autor naiv genug besonders schöner Puppenkopf, der nur in einem einzigen Muster- sozialdemokratischen Kandidaten ausgefallen. Die Mitglieder des ist, bei all' dem behaupten zu wollen, der alte Halder sei ein Eremplar vorhanden und mit 3,75 M. ausgezeichnet war, ver fatholischen Gesellenvereins machten verzweifelte Anstrengungen, tiefangelegter Gemüthsmensch, der nur in die Frre gegangen schwunden war. Der Verdacht des Diebstahls fiel sofort auf die ihre Kandidaten durchzubringen. Bei der Wahl entfielen aber auf sei, das ist ein hartes Stück, eine schwere Zumuthung. Als Käuferin des Puppenbalges. In derartigen Waarenhäusern wird die sozialdemokratischen Kandidaten 161 Stimmen, auf die christder unfelige Schuß gefallen, gedeiht alles aufs trefflichste; genau bekanntlich so viel gestohlen, daß gewiß auch in diesem Falle die Diebin lich- sozialen- 5 Stimmen. 36 Stimmzettel wurden leer ab wie in den sogenannten Volksstücken ältesten Genres. Alle unermittelt geblieben wäre, wenn sie sich nicht selbst noch zweimal gegeben. werden kurirt und der junge Halder wird Mitinhaber des Kauf- mit der höchsten Dreistigkeit in das L.'sche Geschäft zurückhauses Halder u. Sohn. begeben hätte. Am folgenden Tage erschien sie zu einer anderen Sozialpolitisches aus der Schweiz. Unser Züricher Tageszeit bei der Kassirerin und ersuchte sie um Umtausch eines Korrespondent schreibt uns: Wie üblich, haben mehrere Refe angeblich gekauften Puppenkopfes gegen eine ganze Puppe. Die renten für den am Ostermontag in Winterthur stattfindenden Kassirerin sab sofort, daß es sich um den verschwundenen Puppen schweizerischen Arbeitertag bereits ihre Thesen vertopf handelte und bat, ihr den letzteren einstweilen da zu lassen, öffentlicht und zwar bezüglich der Erweiterung der da sie die betr. Verkäuferin nicht bei der Hand habe und erst gesetzlichen Haftpflicht, Revision des Ruhe, Nationaltheater. Man fühlt sich selten so heimisch in die den gezahlten Preis genau feststellen müsse. Am Nachmittage tags: Gefeßes für die Eisenbahnen und betreffend Genügsamkeit alter Zeiten versetzt, als wenn man in der fam die Käuferin noch einmal und bat ganz harmlos, nun- die Kranken- und Unfallversicherung. Die Thesen mehr ihrem Wunsche nach Umtausch 811 entsprechen. bezüglich der Haftpflicht verlangen die Unterstellung der Frankfurterstraße die Grille" oder sonst eines der berühmten Inzwischen war schon ein Kriminalschuhmann verständigt haftpflichtigen Betriebe mit bezug auf ihre Haftpflicht für Fahr Werke der seligen Charlotte Birch- Pfeiffer ſieht. Die gespreizte, worden, auf dessen Frage sich die Käuferin zunächst für eine lässigkeit unter das Obligationenrecht, ferner Erhöhung des annatürliche Sprache, die ehedem im Theater so schön gefunden Kaufmannsfrau Müller ausgab; erst eindringliche Maximums( jetzt 6000 Fr.) für Unfallentschädigung und Verworden sein soll, findet sich an dieser Stätte noch ganz in solchen Vorhaltungen gab sie sich als die Frau eines Schußmanns längerung der Verjährungspflicht auf zwei Jahre, sodann AusStücken wieder, halb herangezogen durch den Geist der berühmten Reeder zu erkennen. Sie bestritt den Diebstahl, stellte aber dehnung des Haftpflicht Gesetzes auf alle Betriebe, in denen Todten, halb willig gegeben aus dem Kunſtſinn der meisten bezüglich des angeblichen Antaufes des Puppentopfes so unsinnige mit Motoren bewegte Maschinen angewendet werden, so Mitwirkenden. So auch in der Vorstellung vom Mittwoch. und widerspruchsvolle Behauptungen auf, daß das Schöffengericht wie auf alle Baugewerbe, Straßen und Forstarbeiten Man muß es dem Gast, Fräulein Klara Leno, vom Berliner an ihrer Schuld keinen Zweifel hatte, sondern sie wegen Dieb- im Dienste von Kantonen, Gemeinden und Korporationen, Theater, welche die Titelrolle gab, wahr= stahls und versuchten Betruges zu 2 Lagen Gefängniß und 10 M. Bezahlung der Heilungskosten sowie der Lohnentschädigung an lich hoch anrechnen, daß sie sich vor solcher Unnatur zu bewahren mußte. Die junge Künstlerin gab diese Rolle so Geldstrafe verurtheilte. Auch die Strafkammer, welche die An- Verlegte alle Sonnabende und endlich schneller Schuldentrieb für natürlich, wie überhaupt ein unmögliches Wesen menschlich ver- geflagte anrief, war ganz davon überzeugt, daß der Puppenkopf den Einzug von Schadenersatzansprüchen aus Haftpflicht und Lohn, törpert werden kann, und auch bediente die Dame sich einer gestohlen worden und verwarf daher die Berufung. Die erkannte forderungen. Betreffend die vom Verband des Personals schweizer. Sprache, die zwar hart von der ihrer geschätzten Partner und Strafe hielt der Gerichtshof, angesichts der Keckheit, die die An Transportanstalten in einer Eingabe an die Bundesbehörden dem Sinne, Partnerinnen abstach, die aber dafür den Vorzug hatte, einiger geklagte bei Begehung des Diebstahls an den Tag gelegt, für verlangten Revision des Ruhetagsgefeges in daß an stelle des Zwölfftundentages der Zehnstundentag maßen menschenwürdig und verständig zu sein. Bielleicht giebt eine sehr geringe. Fräulein Leno in besseren Stücken noch mehr Proben ihres In der mehrfach erwähnten Zivilprozeßfache des Fuhr- eingeführt werde, erklärt sich die bezügliche Resolution für UnterFuhrstützung dieses Begehrens. Aus den 17 Thesen, welche in der Könnens. unternehmers Frizz Knettenbrech- Biebrich a. Jih. wider den frü- Frage der Kranken- und Unfallversicherung aufgestellt sind, find heren Polizeipräsidenten von Wiesbaden, jezigen Direktor der hervorzuheben die Forderungen nach Anstellung bestimmter Staatsarchive, Geb. Ober- Regierungsrath v. Rheinbaben- Berlin, Kaffenärzte und Kassenapotheker, nach Anerkennung von Soziale Rechtspflege. hat nun auch das Reichsgericht zu ungunsten des Klägers erkannt. Unfall und Unfallfolgen in allen Fällen, wo die Erkrankung Uns Aus einer Ziegelei- Hölle. Der Ziegelei- Arbeiter Schuster Durch eine von dem Verklagten in seiner Eigenschaft als Polizei- auf der Grenze zwischen Krankheit und Unfall steht, zu Herzfelde( Mart) ertranfte am 4. Juni 1894 an der Gesichts- baden anders geordnet und dem Kläger die alleinige ausschließ- Versicherungsstreitigkeiten, Beaufsichtigung der Durchführung präsident erlaffenen Verordnung war das Abfuhrwesen in Wies- unentgeltliches, furzes und einfaches Prozeßverfahren in rose und verstarb wenige Tage darauf, nachdem sich zu jener liche Konzession für die Fäkalienabfuhr ertheilt worden. Die der Unfallverhütung durch die Fabrikinspektoren, Streichung der Die Hinter bliebenen Schuster's führten den schnellen Tod ihres Ernährers früheren Unternehmer beschwerten sich bei der Wiesbadener Be: Bestimmungen in dem Entwurfe über Vorsatz und grobe Fahre auf seine Thätigkeit in der Ziegelei zurück und beanspruchten hob. Nunmehr machte Kettenbrech gegen Herrn von Rhein im Entwurfe mit 6 Wochen festgesetzt ist. Im ferneren verwahrt zirksregierung, die die Polizei- Verordnung als unzulässig auf- lässigkeit bei Unfällen, erhebliche Herabfegung der Karenzzeit, die deshalb von der Ziegelei- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Diese wies aber ihre Forderung zurüd, worauf Berufung ein- baben einen Schadensersay- Anspruch in Höhe von 68 185 M. ſich der Arbeiterbund schon jetzt ausdrücklich gegen jedes Projekt geltend. Der Präsident des Staatsministeriums erhob den der Mittelbeschaffung, das direkt oder indirekt hauptsächlich die gelegt wurde. Das Schiedsgericht erhob über die Art der letzten Beschäftigung des Verstorbenen Beweis. Ein Mitarbeiter Kompetenzkonflikt, der vom Ober- Berwaltungsgericht verworfen arbeitenden Klassen belastet. desselben machte die folgende, auch ganz besonders bemerkens: wurde. Die neunte Zivilkammer des Landgerichts I wies zus Die Wanderung der Italiener nach der Schweiz und werthe Aussage: 3wei Tage vor der eigentlichen Erkrankung nächst die Klage ab, indem sie Verjährung annahm. Das Kammerdes Sch. sei derselbe halb ohnmächtig zu Boden gefallen, als er nach erfolgter Beweisaufnahme den Entschädigungsanspruch des zuvor. Die Zentralbahn sah sich deshalb veranlaßt, für die Zeit des Sch. sei derselbe halb ohnmächtig zu Boden gefallen, als er gericht erachtete diesen Einwand zwar für hinfällig, wies aber Deutschland ist dieses Jahr eine so massenhafte wie taum je einen Stoß Backsteine verließ, die aus dem Ziegelofen herauszu- Klägers aus materiellen Gründen zurück. Es nahm an, daß der von Anfang März bis Mitte April jeden Tag einen Extrazug nehmen waren. Sch. habe über Schmerzen im Halse und in der Werklagte durch eine Uebertretung seines Amtes und unrichtige von Luzern nach Basel für die italienischen Arbeiter einzustellen. Brust geklagt und gemeint, das sei sein letztes gewesen". Der Auslegung des Gesetzes gefehlt habe, daß aber ein subjektives Ofen wäre am fraglichen Tage von einer derartigen Hize durch Verschulden nicht vorliege. Knettenbrech focht, wie der" Fuhr." Jahre die dritte Million überschritten. Im Jahre 1850 Die Bevölkerungszahl der Schweiz hat im verflossenen strömt worden, daß es drei Arbeiter, darunter Sch., vorerst mittheilt, dieses Erkenntniß mit dem Rechtsmittel der Revision zählte die Schweiz 2 392 740, 1860 2510 494, 1870 2655 001, abgelehnt hätten, die ihnen aufgetragene Arbeit, das Hin- an, das Reichsgericht erkannte aber auf zurückweisung der 1880 2 881 787, 1888 2 917 764 und 1895 3.006 886 Einwohner. ausschaffen der Ziegel, zu verrichten. Dann hätte sie aber der Revision. Knettenbrech hat somit seinen Prozeß in allen drei Mit Ausnahme des Kantons Aargau, dessen Bevölkerung sich Ziegelmeister durch die Worte dazu gezwungen:" Es giebt Justanzen verloren. von 199 852 im Jahre 1850 verminderte auf 193 580 im Jahre hier keinen Willen, 110000 Steine müssen die Instanzen verloren. Woche noch raus, sonst giebt es tein Geld." Der Eine Bestie. Eine beispiellose Rohheit führte heute den 1888, welcher Rückgang seitdem angehalten haben dürfte, hat Biegelmeister glaubte" bei seiner Vernehmung nicht, daß er eine Bimmermann August Boß vor die neunte Straffammer hiesigen sich die Einwohnerzahl in allen anderen 24 Kantonen vermehrt, solche Aeußerung gethan habe. Zwei Frauen, die Sch. nach der Landgerichts I. Der Angeklagte hat seine Ehefrau Helene in Baselstadt z. B. von 29 698 auf 73 749. Gewerkschaftliches. Kommission von Bildhauern und Stuckateuren, sich mit den Der Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich- Este. Kurz Der Gou Prinzipalen in Verbindung zu sehen, um die vorhandenen Miß- hat 1892-93 auf einem Panzerschiff eine Weltreise unterAufruf an die flaffenbewußte Arbeiterschaft aller Länder! stände zu beseitigen. Die Prinzipale werden gleichfalls auf- nommen. Fürstliche Gnaden haben Allerhöchst selbst zur Feder Kameraden! Vor einigen Tagen sind nach resultatlos gebliebenen gefordert, sich durch eine Kommission vertreten zu lassen. zu greifen geruht und Allerhöchstihre Reise- Eindrücke zu Papier Unterhandlungen mit den Fabrikanten die hiesigen Textilarbeiter in den Streik eingetreten. Wir kämpfen in erster Reihe um den Zehn Arbeiter und Arbeiterinnen waren am Dienstag bei Bößow ver- in den Köpfen dieser Leute die Welt wiederspiegelt. Sie be Die Hutmacher und die in der Filzindustrie beschäftigten Werke des Prinzen, die recht bezeichnend für die Art ist, wie ſich gebracht. Die" Frantf. 3tg." bringt eine Stichprobe aus dem Stundentag. Das Unternehmerthum setzt alle seine Kräfte ein, uns fammelt. Der erste Punkt der Tagesordnung, die Beschlußfassung bandelt den Besuch des Erzherzogs in Neu- Kaledonien. nicht zum Ziel gelangen zu lassen. Einen von uns gemachten Ver- über ein einheitliches Feiern am 1. Mai, wurde auf Antrag Der Erzherzog äußert sein Erstaunen über die reichlich be= mittelungsvorschlag hat es hohnlachend aufgenommen. Rame Lund vertagt, da die Versammlung in anbetracht des schlechten messene Roft, welche den Sträflingen täglich verabreicht raden! Es fann teinem zweifelhaft sein, welche Bedeutung Sieg oder Niederlage der Mülhauser Arbeiterschaft Wetters, des bevorstehenden ersten April und der Feiertags- wird. Dieselben erhalten morgens Kaffee, mittags Fleisch mit für die Arbeiterorganisation überhaupt hat. Thue jeder seine woche nicht so zahlreich besucht war, wie es zu einer Gemüse und abends neuerdings Gemüſe.„ Es scheint mir denn Pflicht! Wir werden Eure Hilfe nicht vergessen. Gile thut so überaus wichtigen Angelegenheit nothwendig ist. doch etwas zu weit gegangen, wenn diese Zuchthäusler in noth!-Unterstützungen sind zu richten an Vonarb Josef, nach dem Osterfeste wird eine Versammlung stattfinden, die sich bezug auf Kost und Wohnung ebenso gut, wenn nicht besser Julpacherstr. 107, Mülhausen i. E. Das Streittomitee nur mit dieser Frage beschäftigen soll. Den zweiten Punkt, gehalten werden, als die Soldaten; aber mein Erstaunen in Mülhausen i. E. Wahl eines Delegirten zum Gewerkschaftskongreß, leitete Lund wuchs noch mehr, als plötzlich eine 40 Mann zählende, aus Der Streik in der Neunkirchener Druckfabrik endete mit ist im Prinzip überhaupt gegen derartige Kongresse. Diese flott gespielten Walzer von Strauß begrüßte"... durch einige Aufklärungen über den Kongreß selbst ein, Redner Sträflingen gebildete Musikkapelle erschien und mich mit einem dem vollständigen Siege der Arbeiter Alle Forderungen sind nur wurden bewilligt. Der Vizedirektor Brunner wird suspendirt, zentralen und lokalen Organisationen noch mehr anzufachen. über die Verhältnisse der Sträflingstolonie. Manche Sträflinge dazu angethan, die Differenzen zwischen den verneur machte dem Erzherzog manche überraschende Mittheilung tein Arbeiter wird wegen des Streiks entlassen, der 1. Mai wird als ein wirklicher Gewerkschaftskongreß ist derselbe gar nicht hatten sich, um nicht arbeiten zu müssen, selbst beide Augen freigegeben und die Fabriksleitung wird alle Vorkehrungen treffen, zu betrachten, da verschiedene Gewerkschaften ausgeschloffen ausgestochen(? D. Red.) Der daß in Bälde der Behnstundentag eingeführt werden kann. Ge- worden sind, weil sie feine Beiträge an die Generalkommission wußte sich zu helfen, indem nosse Dr. Berstl hat als Vertreter der Streifenden mit dem Ver- bezahlt haben. Aus all den eingelaufenen Anträgen hat Redner ler in die Berge sandte und dort in der Sonnenhige diese Selbstverstümmwaltungsrath unterhandelt. nicht einen einzigen vernünftigen herausgefunden. Besonders täglich zehn Stunden lang Steine flopfen ließ, ein drastisches Zur Arbeiteraussperrung in Fürth. Der Verband der scharf müsse aber der Antrag, einen Streit Reservefonds zu Vorgehen, welches auf die übrigen Sträflinge die heilſamſte Holzindustriellen hat in einer Generalversammlung am Montag gründen, bekämpft werden. Dieser Antrag ist in allen seinen Wirkung ausübte. Recht interessant ist auch, was der Prinz beschlossen, den Arbeitern weitere Zugeständnisse als die 11/4 Punkten unannehmbar. Borgmann schließt sich den Aus- über die Marine- Ausstellung der Bereinigten Staaten stündige Mittagspause und vom nächsten Jahre ab, wenn die führungen Lund's vollständig an. Bedauerlich sei es, Geschäftsverhältnisse es erlauben, die 11/ 2ftündige Mittagspause, daß zwischen der Generalfommission und der Leitung der" Illinois" äußert. Er schreibt wörtlich:„ Ein meinem Soldatenan Bord des im Michigan See verankerten Kriegsschiffes der nicht zu machen. Damit ist, nach der Fränk. Tagespost", die politischen Partei eine Spannung eintrat. Die GeneralBeendigung des Ausstandes in weite Ferne gerückt. fommission müsse vollständig beseitigt werden. Mehrere Redner gefühle widerstreitendes, weil unwürdiges Spiel wird Das Komitee der Arbeiter ersucht die Holz- und Glas. sprachen sich noch gegen den Streit- Reservefonds aus und hier insoferne getrieben, als sich jeden Nachmittag die einarbeiter Deutschland 3 um solidarisches Verhalten sowohl fordern die Anwesenden auf, nur einen solchen Delegirten zu schüßen, im Manövriren mit Torpedos und Booten vor einer in moralischer wie finanzieller Beziehung. wählen, der die gehörte Ansicht auf dem Kongreß zu vertreten Den streikenden Weberinnen der Firma Sternidel und Gülicher in Eupen ist seitens der Firma Krankentaffenbuch nebst Quittungskarte der Alters- und InvaliditätsVersicherung zugesandt worden. Die Weberinnen erklärten in einem Flugblatt, daß sie den Ausstand dadurch keineswegs als beendet betrachten. Die Klage, welche von der Firma gegen 96 Arbeiterinnen wegen Kontraktbruchs" angestrengt worden ist, tam am 1. April vor dem Amtsgericht zur Verhandlung. Das Resultat ist noch nicht bekannt. Mährisch Ostrau, 31. März. Ober Bergkommissar Dr. Riel legte heute der Direttorenkonferenz eine Liste von 120 Entlassenen vor, mit dem Hinweis auf die Vergleichsbedingungen, laut welcher nur 97 Mann entlassen werden sollten. Er sprach die Erwartung aus, daß hier offenbar ein Irrthum vorliege, feineswegs aber eine böswillige Abficht. Seine Intervention war auch von unmittelbarem Erfolge begleitet einige Entlassungen wurden sofort zurückgenommen. = 1 D Die Delegirten der schweizerischen Schneider- und Holzarbeiter Verbände versammeln sich bereits am Sonnabend, den 4. April, in Zürich. Versammlungen. gewillt ist. Es wird sodann einstimmig Lund als Delegirter und Kur als Stellvertreter gewählt. er Gouverneur aber 9affenden und den Zutritt bezahlenden Menge produziren; dies verträgt sich mit dem Ernste und dem Decorum des Soldatenstandes nicht, sondern drückt diesen Die ftreifenden Fensterputer hielten gestern Nachmittag auf das Niveau der Seiltänzer und Jahrmarttseine start besuchte Versammlung ab, in der Genosse Jahn zu fünstler herab. Hierzulande( in den Vereinigten nächst über" Lohnarbeit und Kapital" referirte. Reutner Staaten) erfreut sich der Soldat eben nicht gab hierauf bekannt, daß bereits 13 Firmen sämmtliche Forde der ausnahmsweisen Stellung und des rungen bewilligt haben. Im ganzen streiken noch gegen 200 Ansehens, die ihm Gott sei Dank in Mann d. h. etwa die Hälfte aller Fensterputzer überhaupt. Der Europa noch gesichert sind; so darf man sich Vertreter der Firma Stöhr konnte nur seine Zustimmung bis weder über jene öffentliche Schaustellung der Marine noch auf die Forderung von 3 M. Tagelohn geben, da die Ungelernten darüber wundern, daß auf dem Bundes- Paradefeld auch eine doch unmöglich diesen Lohn verdienen. Nelten erklärte größere Abtheilung der Landtruppen der Vereinigten Staaten nach einigem Bögern seine Zustimmung für sämmtliche Forde täglich Uebungen für Zuschauer unternimmt."- Es ist von den rungen, nur weigerte er sich, die unreellen Elemente weiter zu Fürsten ja nicht gut zu verlangen, daß er erkennt und eingesteht, beschäftigen. Einstimmige Annahme fand eine Resolution des wie ein Volk um so höher seine Menschenwürde achtet, je Inhalts, daß sämmtliche Forderungen aufrecht zu erhalten sind niedriger es den Militarismus einschätzt. und diejenigen Vereinbarungen gelten, die von seiten der Unternehmer mit der Lohn kommission festgesetzt werden. Am Sonnabend- Abend findet wieder eine Bersammlung aller Fensterpuzer, bei Buske, Grenadierstr. 33, statt. Vermischtes. Sprechlaal. " Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechjaals, soweit der Raum dafür, abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Arbeiter- Bildungsschule. Der unterzeichnete Borstand sieht sich zu folgender Erklärung" genöthigt: Man hat Eine gut besuchte Versammlung aller im chemigraphischen Zn dem Raubmord an dem Bankier Schneider in Zeit uns in lezter Zeit verschiedentlich mitgetheilt, daß unter der Fach thätigen Arbeiter tagte am 1. April bei Zubeil, Linden- hatte ein Berichterstatter gemeldet, daß sich als angeblicher Thäter Firma oder zu gunsten" der Arbeiter- Bildungsschule Billets zu straße. Nach einem Vortrag des Kollegen Berold über Zweck der Landwirth und Ziegeleibefizer Schnock freiwillig der Polizei einer demnächst stattfindenden Theatervorstellung im Nationalund Ziel des zu gründenden Vereins entspann sich eine furze gestellt habe. Diese Meldung erweist sich als unrichtig. Sie ist Theater, arrangirt von einem Herrn Mitsch to wsti, vertrieben Diskussion, in der darauf hingewiesen wurde, daß sich auch in darauf zurückzuführen, daß Schnock, offenbar in einem Anfall werden. Wir erklären dem gegenüber, daß wir mit diesem Privat dieser Branche in den letzten Jahren die Verhältnisse bedeutend von Geistesstörung, sich in gedrückter selbstquälerischer Stimmung unternehmen des betreffenden Herrn Mitschkowski nicht das verschlechtert haben und befürworteten alle Redner die Gründung dahin geäußert hat, es tomme ihm immer vor, als ob man ihn geringste zu thun haben, und daß alle dieser Erklärung einer Organisation. Schöpfe, Sillier, Kubig und andere rathen für den Mörder des Schneider halte, er wolle sich daher der widersprechunden Angaben unwahr sind. davon ab, einen Fachverein zu gründen und empfehlen, Polizei felbst stellen, damit sein Alibi festgestellt würde. Die nachdem sie die Vortheile der Zentralisation eingehend Mordaffäre ist noch in feiner Weise aufgeklärt. beleuchteten, die Konstituirung einer Dr. Peters, das Kellnergesicht". Die New Yorker Filiale mit dem Anschluß an den Verband des graphischen Gewerbes. Nach Staats- Beitung" schreibt: Im Hinblick auf die Sensation, furzer, fachlicher Debatte wurde diesem Vorschlage entsprechend welche der Fall des Dr. Karl Peters im deutschen Reichstage mit allen gegen zwei Stimmen beschlossen. Hierauf ließen sich hervorgerufen hat, mag es von Interesse sein, an den Besuch 63 Personen in die Mitgliederlisten einzeichnen. Der Vorstand zu erinnern, welchen der damals berühmte" Afrikaner 1893 setzt sich nach der vorgenommenen Wahl wie folgt zusammen: den Vereinigten Staaten abstattete. Dazumal fam Dr. Sahm und Floß Vorsitzende, Graggen Kassirer, 3ende Peters, der es vorzüglich Reklame für sich und Berold Schriftführer. Zu Revisoren wurden Kubig, baran lebt noch heute, namentlich in den diplomatischen Kreisen, zu machen, auch nach Washington, und die Erinnerung Pleßner und Kaßner bestimmt. Nachdem nun noch aufwo ihm sein derzeitiges Prestige Zutritt verschafft hatte. 7 gefordert worden war, in allen Geschäften Vertrauensmänner zu ernennen und für zahlreichen Besuch der Vereinsversammlungen zu agitiren, erfolgte der Schluß der Versammlung mit einem Hoch auf das Gedeihen der Organisation. verstand, # " Im Anschluß an diese Erklärung machen wir unsere Mitglieder und Freunde auf den am Sonnabend, den 18. April, in uns veranstalteten Seller's Festsälen, Koppenstr. 29, von Modernen Dichter- und Komponisten Abend" aufmerksam.( Siehe Annonce in heutiger Nummer.) Der Vorstand der Arbeiter- Bildungsschule. J. A.: Heinrich Schulz, SO. 16, Raiser Franz- Grenadier- Platz 7. Briefkasten der Redaktion. " Feuersprige" etwas pfeifen. Nur luftig und vorwärts! 2. 9. Dr. Peters kam lediglich als Privatmann herüber, wußte aber M. N. Sch., Ulm. Erhalten. Dank. Der„ Spat" wird der Mehrere Genossen. Wohl vom Moltenmarkt? Arme ,? einen gewissen amtlichen Nimbus um sich zu verbreiten, sodaß „ Drücke. er als Persönlichkeit von großer Wichtigkeit betrachtet wurde. berger", die nicht dabei" sind, wenn's ehrliche Arbeit giebt und Er gab zu verstehen, daß er nach Amerika gekommen fei, teine, to scheren Groschen" zu verdienen sind. Willem. Die Modelleure und Gipsbildhauer waren am Mittwoch, um fich über die Beziehungen der hier ansässigen Paul, Newark. Die Nachricht über den blutigen Kampf den 1. April, zur Beschlußfassung über die weiteren Schritte in Deutschen zu dem alten Vaterlande orientiren. In in Denver brachten zahlreiche Zeitungen nach einer Mittheilung ihrer Lohnbewegung in Cohn's Festsälen versammelt. Im ersten seinen Vorträgen nahm er Gelegenheit, die eigenen Verdienste in des Jllustrirten Wiener Extrablattes" und nach Depeschen der Punkt, Entgegennahme der Werkstatts Berichte und die Antwort das günstigste Licht zu setzen und gleichzeitig die Errungen- Telegraphen- Bureaus. Eine Kontrolle ist da leider im Augenblick der Prinzipale wird zunächst durch Verlesung einer Präsenzliste schaften anderer Afrikareisenden entsprechend zu verkleinern. nicht möglich. Wir stehen nicht an, auf Grund Ihres Briefes festgestellt, aus welchen Ateliers und Stucwerkstätten ein Resultat Namentlich pflegte er gegen Stanley, Thompson und Dr. Fischer mitzutheilen, daß es sich um eine Mystifikation gehandelt hat. zu verzeichnen ist, wobei sich herausstellt, daß von 54 Werkstätten, von zu Felde zu ziehen und seinen Hörern zu Gemüthe zu führen, G. B. 29. Strengen Sie die Klage beim Gewerbegericht welchen die Mehrzahl bei dieser Bewegung nicht von Einfluß ist, welch traurige Rolle diese Männer den Massai gegenüber ge- an.- P. N., Rixdorf. 1. Die Ehemündigkeit tritt in Deutsch da sie meist nur einige Lehrlinge beschäftigen, noch keine Angaben spielt. Stanley habe z. B. nicht gewagt, mit 1000 Kriegern die land beim weiblichen Geschlecht mit Bollendung des 16., beim gemacht wurden. Von den in der Versammlung anwesenden Länder jenes räuberischen Naturvoltes zu betreten; Thompson männlichen mit Vollendung des 20. Lebensjahres ein. DispenGehilsen waren 105 in der Lage, den größten Theil ihrer Forde habe geglaubt, die wilden Räuber als Bauberer in Schach fation ist zulässig. 2. Davon können Sie sich selbst durch Einrungen bewilligt erhalten zu haben. Ablehnend verhielten sich halten zu können, indem er seine falschen Zähne aus dem sicht der betreffenden Nummern in unserer Expedition unterbis jetzt die Firma Brasch, Köthenerstraße, welche die Munde hervorzog und dergleichen Wize machte, während endlich richten. H. M. 20. Bis zum vollendeten 6. Lebensjahre Fordernden als sozialdemokratische Hetzer sofort entließ, und die Dr. Fischer in einem Käfig als Schaustück umbergeführt wurde. werden 12,50 m., vom 6.- 14. Lebensjahre 15-18 M. als auFirma Junkersdorf u. Garbsch. Lezzigenannte Herren, welche Dr. Peters aber versichert dann, er sei mit nur 60 Mann durch gemessene Alimente für ein uneheliches Kind erachtet.- 6. 6. Nein. erst am Bau der Mirbach- Kirche 8 Stunden arbeiteten als Ge- das Gebiet der gefürchteten Räuber gezogen und habe dieselben O. B. 1. und 2. Nach vollendetem 42. Lebensjahre ist Nachhilfen und sich selbst jetzt sträuben, die 81/2 stündige Arbeitszeit in 11 Schlachten besiegt. Er beklagte sich darüber, daß ihm dienen nicht mehr zulässig. Früher erkannte Strafen sind auch zu bewilligen, wurden besonders in der Versammlung gekennzeichnet. von englischen Missionaren und neidischen Reisenden nachgesagt dann noch vollstreckbar, falls sie nicht- infolge Nichterneuerung In der Diskussion wurde nochmals die einzuschlagende Taktik und worden wäre, er habe unnüßerweise die Schwarzen hin- eines Steckbriefes it. dgl. verjährt sind. 3. Ja. 4. Man die gestellten Forderungen einer eingehenden Besprechung unterzogen gefchlachtet. Diesen Vorwurf wies er entrüstet zurück und er- bringt es vor der Beschlagnahme über die Grenze. Bade= und ergab die Abstimmung folgende Beschlußfassung: Der Antrag, flärte, er habe vorgezogen, wenn der Kampf unvermeidlich meister. 1. Klage auf Schadenersatz u. dgl. wäre erfolglos. am Sonnabend in den Werkstätten, in welchen die aufgestellten gewesen, die Offensive zu ergreifen, als sich angreifen zu lassen. 2. Hat der Direktor nicht zur Krankenkasse angemeldet, so ist er Forderungen nicht bewilligt wurden, diese noch einmal zu stellen In Washington gab er in den Kreisen, wo er verkehrte, durch strafbar und hat nachzuzahlen. -Strahlen. 1. Ja. und am Sonnabend, den 4. April, die Arbeit niederzulegen, seine Aufschneiderei und seine Unverschämtheit Anstoß; seine 2. Als zeitlich unbrauchbar auf ein Jahr zurückgestellt. Briefwenn die Forderungen nicht zugestanden werden. Ferner wurde ausschweifenden Gewohnheiten und überhaupt sein ganzes Be- liche Antwort ertheilen wir nicht. P. F. 4. 1. Mit der folgender Antrag angenommen: Um der in der Stuckbranche nehinen hinterließen einen sehr unvortheilhaften Eindruck, und Pumpfreundlichkeit der Reichsbank sind Sie angeschwindelt. immer mehr um sich greifenden Schundkonkurrenz und der daraus im Metropolitan- Klub gab man ihm den Beinamen„ das Kellner 2. Die Notirung der Namen ist unzulässig.- G. M., Spandan. resultirenden Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gesicht". Dr. Peters ließ sich gern interviewen" und verbreitete 1. Nein. 2. Mündelgeld darf nur auf mündelsichere Hypotheken der in dieser Branche Beschäftigten mit Erfolg entgegenzutreten, fich mit Vorliebe über die Dummheit der Amerikaner, welche den ausgeliehen werden. 3. Etwa 15-20 M. Ein bestimmter Sah beauftragt die heutige Versammlung eine zu wählende gemischte Negern das Stimmrecht zugestanden". besteht nicht. Von der Reise zurück. " Freunden und Bekannten Straußfedern, Blumen, Dr. Carl Engel, zur Nachricht, daß ich Waldemarstr. 4 Mustauerstraße Nr. 87. ein Weiß- und Bairisch- Bier- Gofal er besondere Spezialität, zu Engrospreisen, Unterricht f. Maur. u. Zimmerer bittet Ww. Laege. Gebundene Hutblumen, sowie hoch: garnirte Köpfe 2c. Cölln I. .7076 Bitte um zahlreichen Zuspruch d. h. die Hälfte billiger als anderswo. bilig. Spezial- Ausbildung zum Polier Hüte mit u. ohne Kontrollmarken. Coll 23, B. Lentge, NeuHerren-, Damen- und from 23', Sta. straße 5, r. part. Sonnt. 8-12, Mittw. 8-10. Rinder- Strohhüte in größter Auswahl. Billige Preise. W. Rother, Bergmannstr. 15, part. Musikunterricht bill. b. Lehrkräfte Spezialitätenausb. Bellermannstr. 94. Achtung! Kein Laden. Neue Friedrichstraße Nr. 44 ur eigene Fabrikation, 25 Bigarren Kaninchen- Ausstellung. Charfreitag bis 3. Osterfeiertag( einschl.) Mariannenstraße 35. 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 4261 L* H. F. 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Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 3. April, bleiben Sämmtliche Theater geschlossen. Sonnabend, den 4. April. Opernhaus. 10. Symphonie- Abend der Königl. Kapelle. Schauspielhaus. Geschlossen. Deutsches Theater. Die Weber. Lessing Theater. Das Glück im Winkel. Berliner Theater. Nachruhm. National- Theater.| Passage- Panopticum. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Heute und morgen: Geschlossen. 1. Osterfeiertag: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Nachmittags 4 Uhr: Die Geier- Wally. Abends 8 Uhr: Gastspiel des Herrn Rob. Hartberg. Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag, 2. Osterfeiertag: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Nachmittags 4 Uhr: Henes Theater. Nathan der Weise. Der Rattenfänger von Hameln. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Theater Unter den Linden. Madame Herzog. Schiller- Theater. Halder und Sohn. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. National Theater. Geschlossen. Alexanderplatz Theater. Die Musketiere im Damenstift. Reichshallen- Theater. Die kleinen Lämmer. American Theater. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag: Gefchloffen. Sonnabend, abends 8 Uhr: Halder und Sohn. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Abends 8 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Adolph Ernst- Theater. Freitag und Sonnabend: Keine Vorstellung. Sonntag, den 5. April: 3um 1. Male: Das flotte Berlin. Gesangsposse in 3 Atten von Leon Treptow und Ed. Jacobson. Kuplets und Quodlibets von G. Gör ß. Mufit von G. Steffens. In Szene gesetzt von Adolf Ernst. Der Billet- Borverkauf findet von heute ab an der Theaterkaffe von 10-2 Uhr statt. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Heute, Charfreitag: Geschlossen. Morgen, Sonnabend, den 4. April: Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Vollständig neues Programm. 12 Debuts. Rasseneröffnung Uhr. Anf. 8 Uhr. Donnerstag, den 9. April 1896: Abschieds- Vorstellung. Circus Renz Karlstrasse. Sonnabend, den 4. April 1896, abends 71/2 Uhr: Benefiz- Vorstellung für die beliebte Schulreiterin Frau Robert Renz. Lustige Blätter! Eigens vom Direktor Franz Renz und dem Großherzoglich Darmstädtischen Sofballetmeister August Siems für komponirte, mit gänzlich neuen technischen Apparaten u. BeleuchtungsEinrichtungen inszenirte Original Vorstellung in 2 Abtheilungen mit den Ausstattungs- Divertissements Weltstadtbilder. Aus dem equestrischen Theil des Programms find hervorzuheben: Blondel, ostpreuß. Hengst. Hierauf MonstreTableaux mit 70 Pferden, vorgeführt von der Benefiziatin Frau Rob. Renz. Ferner zum 1. Male: Die hohe Schule in 4 Abtheilungen, geritten von der Benefiziatin Frau Rob. Renz. Auftr. der Akrobaten Michelle und Santro. Germinal, in der hohen Schule ger: von Mr. James Fillis. Ferner Auftreten der anerkannt vorzüglichsten Glowing fowie ber hervorragendften Künstler und Künstlerinnen. Sonntag, den 5. April( 1. Osterfeiertag), und Montag, den 6. April ( 2. Osterfeiertag), je 2 Vorstellungen, um 4 und 72 Uhr. Fr. Renz, Direktor, Königl. Rommissionsrath. Castan's Panopticum. Die Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! Abends 8 Uhr: Der Goldbauer. Dienstag, 3. Osterfeiertag: Gastspiel des Herrn Rob. Hartberg vom Stadttheater zu Düsseldorf. Der Pfarrer von Kirchfeld. Central- Theater. Heute: Geschlossen. Sonnabend, den 4. April 1896: Emil Thomas a. G. Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Musit von Jul. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Mittwoch, den 8. April 1896, zum Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und Rinder, Tänzerinnen, Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Heute Freitag: Geschlossen. Morgen Sonnabend: Neu! Im Neu! wunderschönen Monat Mai. Liederspiel in 1 Akt von Stuckenbrock. Familie Schenk. Trappe Marvelli ( 6 Personen), darunter der kleinste Clown der Welt. Geschw. Stuzky. Entree: Wochent. 10Pf., Anf.81. Sonntag 30 " " 7, R.Winkler. AKE Feen- Palast Burgstraße Nr. 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Durchweg neues Personal. Miss Edmei das größte Wunder der Welt. Benefiz für Herrn Georg Kaiser um Ueberlé- Truppe 215. Male: Eine tolle Nacht. Donnerstag, den 9. April 1896, zum Benefiz für Fräulein Thea Göhrs: Letzte Vorstellung von Eine tolle Nacht. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Heute: Geschlossen. Sonnabend, den 4. April 1896: Das neue Programm nur Kapazitäten! Aufsehen werden machen die Nimrods mit der lebenden Brücke! Der Variété- Spezialist. 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Die beiden waren anpreußischen Vereinsgesches( Auflösung einer Versammlung Antwort beantragte der Staatsanwalt selbst die fostenlose läßlich einer Burim- Unterhaltung wegen irgend einer Schönen betreffend), hatte, wie bereits gemeldet, Genosse Jahn einen Freisprechung gegen den Angeklagten, da nach§ 5 des hart aneinander gerathen und hatten sich gegenseitig schallende Strafbefehl über 30 M. oder 10 Tage Gefängniß erhalten. Er Vereinsgesetzes gar kein Vergeben vorliege. Das Ohrfeigen versetzt. Dem magyarischen Strom der Zeit" Rechsollte in einer Versammlung in Schöneberg am 13. Januar dieses Schöffengericht erkannte, ohne sich zur Berathung zurückzuziehen, nung tragend, waren sie sich bald darüber klar, daß diese BeJahres nach Angabe des Polizei- Inspektors Schulze das dem Antrag des Staatsanwalts gemäß, nachdem die Verhandlung leidigungen nur mit Blut abgewaschen werden können. Reiner Lokal nicht schnell genug verlassen haben, nachdem die Ver kaum eine Viertelstunde gedauert hatte. Der Richter gab zum ließ Lichtblau fordern und die Sekundanten vereinbarten ein fammlung aufgelöst worden war. Da Jahn gegen diesen Straf- Schluß Jahr aber den guten Rath, für die Zukunft doch Pistolenduell unter schwersten Bedingungen. Es kam jedoch nicht befehl richterliche Entscheidung beantragt hatte, fand vorgestern lieber einen derartigen Zwischenfall zu vermeiden. Der Polizei zum Echießen; denn Lichtblau erschien zwei Stunden vor der in dieser Sache Termin vor dem Schöffengericht des Amts Inspektor Schulze hingegen wollte sich mit dem Urtheil nicht festgesetzten Zeit beim Polizeihauptmann des 8. Bezirkes und ergericht II statt. Entgegen dem Vorschlag des Amtsrichters, zufrieden geben, da er den Auftrag habe von seiner Behörde, stattete die Anzeige von dem bevorstehenden Duell. Der Polizeiden Antrag zurückzuziehen, bestand I ayn auf Eintritt in die alle Versammlungen wegen Eintritts der Polizeistunde aufzulösen hauptmann hörte ihn ruhig an und bemerkte sodann gelassen, er habe bereits Kenntniß von der Geschichte. Wieso Nun, Verhandlung, indem er hervorhob, daß der obengenannte Polizei- und die Säumigen zu denunziren!! beamte nicht nur jede Versammlung wegen der Polizeistunde einfach derart, daß Ihr Herr Gegner bereits vor einer Stunde auflöse, sondern ebenso regelmäßig eine oder zwei Personen dieselbe Anzeige bei mir erstattet hat!" wegen angeblichen Verbleibens im Lokale denunzire, während es doch unmöglich fei, daß alle Anwesenden auf einmal das Lokal verlassen könnten. Ueberdies spreche das Vereinsgesetz nur von einer Auflösung im allgemeinen, aber nicht von einer solchen wegen der Polizei 1896/97 neu bewilligte Senatspräsidentenstelle bei dem Kammer- nahme der für Sie fast werthlosen ungeheuer theuern Bände des Vom Kammergericht. Die durch den Staatshaushaltsetat A. W. Turch Ihre Unterschrift sind Sie leider für Abstunde. Es könne von einem Bergehen" gar keine Rede sein, da er sich ebenso wie jeder andere entfernt habe, trotzdem er den gericht ist dem Kammergerichtsrath Bouvier vom 1. April d. I.„ Konversationslexikons" verpflichtet. Wir haben wiederholt einab verliehen worden. Die neuen durch den Etat bewilligten Beamten darauf aufmerksam gemacht habe, daß erst 5 Minuten über die Polizetstunde verstrichen wären. Auf Befragen des Rathsstellen bei dem Kammergericht haben erhalten: Oberlandes- dringlich gewarnt, sich von jungen gewandten Leuten zum Abonnement eines Konversationslexikons von Meyer, Brockhaus oder gerichtsrath Kindel in Breslau, die Landgerichtsräthe Frensberg Richters und des Staatsanwalts mußte der als Zeuge ge- in Bochum und Hetzell in Kottbus, ferner die Amtsgerichtsräthe dergl. zureden zu lassen. Solche Konversationslexika sind für ladene Polizei Juspektor Schulze diese Angaben bestätigen, Mugdan vom Amtsgericht I hier und Lohsee in Potsdam. Die mit 160-180 m. aufgehalst. Schaffen Sie sich lieber das weit einen Arbeiter fast völlig werthlos, werden ihm aber gewöhnlich worauf Jahn auf Vernehmung des zweiten Zeugen verzichtete. Die von Jahn vorgeschlagenen Zeugen waren, weil deren Aue- nen ernannten Räthe werden dem Vernehmen nach ihren Dienst werthvollere und etwa 10mal billigere Volkslexikon von Wurm fagen unerheblich", garnicht geladen worden. Jahn machte am 1. Juni d. J. antreten. 2. D. Ja: es genügt aber ein einfaches Schreiben Ihrer alsdann noch geltend, daß mit demselben Recht 20-30 andere Auch ein Duell. Vor dem Strafgerichte in Best hatten feits an die Behörde. 2. 15. Fordern Sie vom Magiftrat Personen hätten denunzirt werden können. Die Frage des Vor- fich Sonnabend die jüdischen Techniker Ignaz Reiner und Leo Schadensersatz, eventuell verklagen Sie ihn.- V. 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Gegründet 1880. am Der Kampf gegen die Schleuder- Geschäfte Kataloge franco! der Herren- und Knaben- Garderoben- Branche, den ich vor einem Jahre unternahm, hat zum theil einen guten Erfolg gezeitigt. Das Publikum wurde über die Machinationen und die markt. schreierische Reklame aufgeklärt. Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, sind fast gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe. wenigstens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld kosten. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trog der billigen Anpreifung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Bublifum im eigensten Interesse die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. Meine 5 großen Schaufenster Köpnickerstraße 121, Ecke Michaeltirchstraße, zeigen den Passanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt. Die zu verkaufenden Garderoben find genau ause falkulirt und ist der Nutzen hierbei, meinem großen Umsatz entsprechend, ein nur mäßiger. Die ausgestellten Kleidungsstücke sind in allen Größen( auch für ganz starke Figuren) am Lager vorhanden. 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Für Geschäftsräume wie mein Etablissement, bestehend aus 3 Etagen eines Grundstücks von 50 Ruthen Flächeninhalt mit 29 Räumen, bestehend aus Sälen und Zimmern 22 Schaufenstern-39 elektrischen Bogenlichten, ca. 120 elektrischen Glühlampen, ausgestattet mit allen Annehmlichkeiten der Neuzeit, wird meinem Umsatze angemessen in Berlin- bis 60 000 Mart- Miethe bezahlt. Die tleinere Sälfte meines Hauses bringt mir an Miethe weit darüber hinaus, wie ich hypothekarische Zinsen und Abgaben zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem freundlichen Leser als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei der Größe meines Umsatzes noch billiger wie bisher und bedeutend billiger wie meine Concurrenz verkaufen kann. Mein Etablissement, welches sich in furzer Zeit zu einem der ersten emporgeschwungen, wird sich nun unter den obwaltenden Umständen in meinem eigenen Hauſe in noch fürzerer Zeit zu einem der allerersten gestalten. Ich führe nach wie vor nur 4 Artifel und zwar: Herren- und Knaben- Garderobe- Schuhwaaren für Herren, Damen und Kinder Wein und Spirituosen. Cigarren 1 Schuhwaaren nie dagewesenen billigen Preisen zu bei mir noch unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält. Schuhmacher und Händler werden auch insbesondere auf diese Offerte hingewiesen. der gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages geschieht, ist Francatur ausgeschlossen. Lesern, welche fich auf diese Zeitung beziehen, versende von 15 Mart an franco auf meine Kosten. Nichtconvenirendes nehme im Originalzustand zurück, jedoch tritt letzterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nutzen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spanne hoch oder niedrig. 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Drud und Verlag von May Bading in Berlin, 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 80. Die Polizeiffunde" in Rixdorf als behördliches Kampfmittel. " Freitag, den 3. April 1896. erheblich entwerthet würden.- Inzwischen hatten die mit der 13. Jahrg. In der am Mittwoch, den 1. April, stattgehabten ueberwachung der Versammlung beauftragten beiden Gendarmen ebenfalls zahlreich besuchten Versammlung berichtete Timm ein" eindas Lokal in so ostentativer Weise betreten, daß die Ver- gangs über die am Montag anberaumte Versammlung der Die arbeiterfreundlichen Gastwirthe Rixdorfs sind seit einiger sammlung erheblich gefiört wurde. Der Vorsitzende, Reichstags- Arbeitgeber, soweit die Verhandlungen befannt geworden sind. Beit fast sämmtlich auf die sogenannte Polizeistunde" gesetzt Abgeordneter 3ubeil nahm daher Veranlassung, dieses Die 9 stündige Arbeitszeit und der geforderte Minimallohnsab worden, d. h. sie müssen ihre Lokale im Winter um zehn, im Verhalten der Beamten in schärfster Weise zu rügen wurde verneint; auf keinen Widerspruch stieß dagegen die For= Sommer um 11 Uhr schließen, während ihre Stonkurrenten ent- und gleichzeitig zu erklären, daß er dieserhalb Beschwerde derung, für die Lieferung der nöthigen Buthaten aufzukommen. weder mehrere Stunden länger die Lokale offenhalten dürfen führen werde. Zur Sache selbst bemerkte Redner, daß zwar Die Herren hielten die Lage der Kostümarbeiter und Arbeiterinnen oder im Besitz der unbeschränkten Konzession sind. Zu den auch die Berliner Gastwirthe unter der Polizeistunde zu leiden für sehr günstig gegenüber den verwandten Industrien und auf die Polizeistunde gesetzten Lokalen gehören auch die Bittoria hätten, doch sei die Behandlung seitens der Polizei eine viel begründeten ihren Widerstand zu den gestellten Forderungen damit, Säle" in der Hermannstraße, welche der Arbeiterschaft loyalere, als in Riydorf durch die Gendarmerie. Ein Gendarm, daß sie bei erhöhten Lohnsägen ihre Konkurrenzfähigkeit einbüßen zu Versammlungen zur Verfügung stehen. Der Besitzer dieses dem die Einladung zur heutigen Versammlung von einem würden. Sie beschlossen, eine Vereinigung der Interessenten der größten Etablissements Rixdorfs, Brauereidirektor Arendt vom Gastwirth gezeigt worden, habe erklärt: Der Pro- Kostümbranche ins Leben zu rufen, und zu einer definitiven BeMünchener Brauhaus in Berlin, hatte daher für Mittwoch Nach letarier Freund kann machen was er will, er schlußfassung die nicht erschienenen Arbeitgeber zum Donnerstag, mittag eine öffentliche Gastwirthsversammlung einberufen, welche bekommt die Verlängerung doch nicht, ebenso den 2. April einzuladen. Im weiteren Verlauf der Versamm über die zu ergreifenden Maßnahmen berathen sollte, um gegen wenig wie alle anderen Proletarier Freunde!" lung wurden die Kollegen der einzelnen Geschäfte aufgefordert, die Kampfesweise der Nixdorfer Polizeibehörde Front zu Damit würden am besten die Maßregelungen eines Theils der ihre Meinung über ein weiteres Vorgehen zu äußern. machen. Nachdem Direktor Arendt die Versammlung eröffnet Rixdorfer Gastwirthe gekennzeichnet, und ähnlich gehe es in Die Darlegungen der Diskussionsredner bewiesen, wie sehr hatte, wurde der mitanwesende Reichstags- Abgeordnete anderen Vororten ebenfalls zu. Gegen eine derartige Willkür es der planmäßigen, organisatorischen Vorarbeiten bedarf. 3ubeil zum Vorsitzenden, Gastwirth Paul Hilpert müsse Beschwerde erhoben werden bis zur höchsten Instanz. Helfe zu den Firmen, die anfangs gleich bewilligten, kamen noch einige zum Stellvertreter und Gastwirth Dorn Briß zum Echrift selbst die persönliche Vorstellung beim Minister des Innern hinzu, ebenso zu denjenigen, die bedingungsweise bewilligt haben. führer gewählt. Direktor Arendt bemerkt zunächst, daß der nicht, müsse die Angelegenheit im Landtag zur Eprach gebracht Eine Firma bedeutete ihren Arbeitern, daß sie nur der Noth ge Verein Rigdorfer Gast- und Schantwirthe" seine Mitglieder werden. In der Diskussion wurden noch von verschiedenen horchend nachgebe, jedoch nur auf 14 Tage, weil die Arbeit aufgefordert habe, der Versammlung fernzubleiben, was ja auch anderen Seiten unglaubliche Maßnahmen der Rixdorfer Polizei dränge. Andere Firmen verhalten sich abwartend, während übrigen geschehen sei. Alsdann schilderte Redner, wie die Behörde gegen Gastwirthe zur Sprache gebracht. Genosse Retzer aus die eine Schroff ablehnende Stellung mit ihm verfahre. A13 er das Lokal übernommen, begrüßte es mit Freuden, daß die Gastwirthe endlich einmal nehmen, wodurch die dort Beschäftigten in den Ausstand habe dasselbe unbeschränkte Konzession gehabt, nachdem Rückgrat zeigen wollen und erbot sich, denselben mit Rath und getrieben wurden. Nach längerer ergebnißloser Debatte wurde er dasselbe aber in jeder Hinsicht verbessert, sei ihm That zur Seite zu stehen. Material habe er bereits in Fülle ge- einem Antrage Timm stattgegeben, eine dreigliedrige Kommission zu dieselbe plötzlich entzogen und das Lofal auf die Polizeistunde sammelt, das er zur gegebenen Zeit verwerthen werde. ernennen, die während einer kurzen Pause eine Resolution ausgesetzt worden. Vergeblich habe er versucht, die Gründe dafür zu In einem Schlußwort erklärte Reichstags- Abgeordneter 3ubeil arbeitet, in der die Versammlung ihren Willen klar zum Auseifahren, die Behörde habe einfach erklärt, feine Vergulassung zu es als erstrebenswerthes Biel, eine einheitliche Polizeistunde druck bringt. Das Ergebniß der Berathung war folgende haben, solche anzugeben. Mit einem derartigen Verfahren könne herbeizuführen, an welche jeder Gastwirth ohne Ansehen der Resolution: Die Versammlung erklärt sich für die Durchdie vorgesetzte Behörde aber wohl unmöglich einverstanden sein, Berson und Parteistellung gebunden sei. Die Versammlung be- führung der am letzten Donnerstag aufgestellten Forderungen; zumal gerade die Gastwirthe die Höchstbesteuerten wären. schloß alsdann, demnächst eine neue Versammlung nach Berlin sie hat alle Wege eingeschlagen, die Lösung auf friedRedner führt sodann eine Reihe Fälle vor, in welchen ihm die einzuberufen und zu derfelben auch die interessirten Hausbesitzer, lichem Wege mit den Arbeitgebern zu erzielen. Geiuche um Verlängerung der Konzession stets so spät abgelehnt sowie den Nixdorfer Gastwirths- Verein einzuladen. In dieser schroffe Abweisung durch die Chefs einzelner Geschäfte wurden, daß er dadurch erheblichen Schaden gehabt habe; selbst Versammlung sollen die weiteren Maßnahmen beschlossen werden. hat zur Arbeitseinstellung geführt. Die Versammelten befunden, zum Erinnerungstag an die Wiederaufrichtung des Deutschen daß sie auch für die Folge gewillt sind, auf friedlichem Wege ihre Reiches sei ihm die Verlängerung verweigert worden, desgleichen Forderungen zu erhalten. Zu diesem Zweck erklärt sich die Vers für die Aufführungen von Schiller's Kabale und Liebe". Auf einen sammlung bereit, das Einigungsamt des Gewerbegerichts anzus anderen Antrag, den er am 24. Mai 1895 gestellt, sei ihm der ab- Die Schneider und Schneiderinnen in der Kostüm- rufen. Die Agitationskommission der Schneider und Schneidelehnende Bescheid schon am 8. Februar 1896(!!) branche waren am Montag, den 30. März, in Cohn's Festsälen rinnen wird beauftragt, eine legale Vertretung von 5 Personen zugestellt worden. Aber wie ihm, fol ergebe es noch einer in großer Anzahl versammelt. Timm berichtete zunächst über mit Hinzuziehung je eines Kollegen und einer Kollegin aus der ganzen Anzahl anderer Gastwirthe, welche der sozialdemokratischen die Ausführung der in der legten Versammlung gefaßten Be- Kostümbranche zu stellen." Partei ihre Räume zur Verfügung stellen. Daher sei es wohl schlüsse, demzufolge den Geschäftsinhabern in einem Zirkular Fast sämmtliche Diskussionsredner befürworteten die Rean der Zeit, sich zusammen zu thun und auf Abhilfe dieser die die aufgestellten Forderungen unterbreitet wurden. Die darauf solution, die sodann gegen zwei Stimmen Annahme fand. Nach betroffenen Gastwirthe schwer schädigenden Maßregeln zu finnen. eingegangenen Antworten famen in der Versammlung furzem Meinungsaustausch wurde bestimmt, am Sonnabend Er selbst werde in Zukunft in allen Fällen, wo ihm durch ver- zur Verlesung. Einige Firmen haben gleich bewilligt, Abend wiederum in demselben Lokal eine Versammlung eins späteten Bescheid der Behörde Echaden entstehe, die betreffenden mehrere bedingungsweise, andere wollten vorerst das Ergebniß zuberufen, in der die damit Beauftragten über ihre Mission mit Beamten zivilrechtlich dafür haft bar machen. Im weiteren der am gleichen Abend stattfindenden Versammlung der Geschäfts- dem Einigungsamt zu berichten haben. empfehle sich wohl, eine weitere Versammlung in dieser Ange- inhaber abwarten. Die Diskussionsredner erklärten sich theil- Arbeiter- Bildungsschule. Die Osterferien dauern in beiden Schulen legenheit in Berlin abzuhalten, da in Rigdorf viele ängstliche weise für Niederlegen der Arbeit in Geschäften, deren Juhaber vom 2.- 13. April. Wiederbeginn des Unterrichts am Dienstag, den 14. april. Gastwirthe nicht den with besigen, in einer Bersammlung zu es durchaus ablehnen erhalten lige er nächsten Sonntag, den 5. April, vormittags 10% erscheinen, in welcher Polizeimaßregeln dieser Art besprochen Versammelten wollte jedoch die entgiltige Beschlußfassung über werden sollen. Auch müsse man zu der neuen Versammlung die Lohnregelung bis Mittwoch Abend aussehen, damit die Bediejenigen Hausbesißer einladen, in deren Häusern sich Lokale be theiligten über die Stellungnahme der Geschäftsinhaber entscheiden finden, welche gemaßregelt werden, da diese Grundstücke dadurch können. Achtung! Versammlungen. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Nur In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenfiraße 79, hält am Vortrag über:" Echuld und Zeiden als wesentliche Bestandtheile unseres Lebens." Danien und Herren haben freien Zutritt. blüthe, Hochfäbterfir. 30 bei Graminsky.- Bauchflub Südost, WienerArbeit er- Raucherbund Berlins und Umgegend. Freitag: Apfel. straße 63, bet Felste. Belle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellungen unter Regie von Julius Türk. Dienstag, 7. April, vorm. 10%, Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Scottbuserstr. 4a: Sonntag, 5. April( 1. Osterfeiertag), nachm. 2½ Uhr: Grosse öffentliche Versammlung. Wilhelm Tell Stauffacher. • Auf vielseitiges Verlangen: Wilhelm Tell. Oskar Krüger a. G.| Melchthal . Wilhelm Ruff. Geßler • 283/5 Julius Türk. Rudolf Hock. Tagesordnung: 1. Abrechnung der Lohnkommission. 2. Vorschläge der neugewählten Kommission in betreff der Forderungen und Streiffonds. 3. Verschiedenes. Montag, 6. April( 2. Osterfeiertag), nachm. 2½ Uhr: Die Agitationskommission. richten. Alle diese Angelegenheit betreffenden Zuschriften find an Kollegen Arendt, Staligerstr. 103 II, zu 144 6 Karl Moor Rosinsky Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 18. April 1896, in Keller's Festsälen, Koppenstrasse No. 29: Moderner Dichter- und Komponisten- Abend • Die Räuber. Oskar Krüger a. G. Franz Moor. Karl Wesselsky a. G. Amalia . 1. Julius Türk. · Hedwig Margot. Beginn der Vorloosung 1½ Uhr. Eintrittskarten à 60 Pf., für alle Plätze giltig, sind in folgenden Geschäften zu haben: Vortrag des Schriftstellers Heinrich Schulz: Moderne Dichtercharaktere osten: Nicolas, Staligerjiraße 107; Böhlert, Mariannenstraße 5; Tolksdorf, und ihr Verhältniß zur neueren Lieder Komposition. ( Dellev von Liliencron, Heinrich u. Julius Hart, Richard Dehmel, John Henry Mackay, Karl Henkell, Leopold Jacoby, Robert Seidel, Jakob Audorf, Ernst Preczang, Richard Strauß, May Schillings, Thuille, Hermann Bischoff u. a.) von Liedern 5'11 Gesangs- Vorträge moderner Dichter und Komponisten. Instrumental- Konzert: Kammermusik. Ihre Mitwirkung haben bis jetzt zugesagt: Emily Hamann- Martinsen, Ronzertfängerin. Eugen Donderer, Ronzertmeister( Violinvirtuos) Emil Severin, Konzertfänger. Wilhelm Klatte, Kapellmeister. Die Klavierbegleitung der Gesangsvorträge hat Hermann Bischoff übernommen. Nach dem Konzert: Ball. Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pi. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie abends an der Kasse zu haben. Feen- Palast Burgstr. 22, Ecke Wolfgangstraße. Gr. Wohlthätigkeits- Matinée am Montag, den 6. April( 2. Osterfeiertag), mittags 12 Uhr. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten des Etablissements unter Mitwirkung des Gesangvereins Gemüthlichkeit". Arrangirt von der Zahlstelle Berlin I( Putzer) des Zentral- Verbandes deutscher Maurer. Der Vorstand. Norden: Beyer, Veteranenstr. 13; Mehnert, Diedenhofenerstr. 3; Winkelmann, Adferstr. 153; Diecke, Lothringerstr. 67; Hinze, Pantstr. 13; Vogel, Demminerstr. 62. Nordosten: Niemeyer, Weberstr. 19; Reul ( fr. Gumpel), Barnimstr. 42. Osten: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, SüdRoppenstr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenstr. 14. Sorauerstraße 17, Ede Görlitzerstraße; Moritz, Manteuffelstraße 68; Scholz, Wrangelstraße 32. Süden: Gädicke, Gräfestraße 93; Schulz, Admiralstr. 40a; Börner, Ritterstraße 15; Baake, City- Passage, Dresdenerstraße 52-53. Südwesten: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, Junkerstr. 1; Böttger, 3offenerstr. 21; Schröder, Kreuzbergstr. 15. Westen: Faller, Pallasstr. 16; Behrend, Blumenthalstr. 5. Nordwesten( Moabit): Reddemann, Britwalterstraße 3. Centrum: Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18; Horsch, Gipsstraße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. Achtung! Wedding! tung! Montag, den 6. April( 2. Osterfeiertag): Große Matinee im Cösliner Hof Mart. Berndt's Würstelstube veranstaltet von den Parteigenossen des Wedding und der Oranienburger 220/3 empfiehlt nach wie vor allen Freunden Vorstadt unter Mitwirkung des Arbeiter- Gesangvereins Haiglödden". und Bekannten ihren vorzüglichen Anfang des Concerts 12 Uhr. Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. Jeden Sonnabend von 6 Uhr ab: ff. Eisbeine. Für gute Biere ist selbstverständlich bestens Sorge getragen. Um zahlreichen Besuch bittet Martin Berndt, Oranien u. Alexandrinenstraßen- Ecke. Billets 20 Pf. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Komitee. Reichsgarten Friedenstr. 20 ( Ede Höchste straße). Täglich: Grosses Frei- Concert. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. 134/15 NB. Meinen alten Runden und Freunden zur Nachricht, daß ich mein Gartenlokal in dieser Saison wieder selbst bewirthschafte. H. Koslowski. Programme à 25 Pf. find bei allen Vorstands- und Kommisions Mitgliedern sowie an der Kasse zu haben. NB. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Mitglieder: Versammlung am Sonntag, den 12. April cr., stattfindet. Die Unterstützungs- Kommission. 77 4739L* Neue Welt" Hasenhaide Ausschank der Bergschloßbrauerei. Am 2. und 3. Osterfeiertag: Eröffnung des grossen Bal champetre Von 4 Uhr ab: Ball mit grossem Orchester. Die Direktion. Achtung! IV. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 5. April( 1. Oster- Feiertag), im Konzerthause ,, Sanssouci", Rottbuserstr. 4a Bekanntmachung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Pots Statet af für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. Ordentliche Grosse Matinée General- Versammlung veranstaltet vom Männer- Gesang- Verein „ Tiedesfreiheit",( M. d. A.- S- B.). Unter Mitwirkung des Herrn G. Winkler( Deklamation). Anfang 11 Uhr. Eintritt 30 Pfg. Billets sind in allen bekannten Handlungen, bei den Mitgliedern und an der Kaffe zu haben. Da der Ueberschuß für einen wohlthätigen Zweck bestimmt ist, ersucht um zahlreichen Besuch Das Komitee. Achtung! Achtung! Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 13. Parteigenoſſen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreiſes( Oſten). Sonntag, 5. April( 1. Osterfeiertag): Grosse Matinée arrangirt von Parteigenossen des 215/16 4. Berliner Reichtags- Wahlkreises ( Osten) unter Mitwirkung des Ihn'schen Gesangvereins, ber Komiter Herren Büchner und Nieke, sowie der Geschwister Gohlke. Anfang 11/2 Uhr. Landsberger Allee 4041. Elysium Billet 25 Pf. Das Komitee. Landsberger Allee 40 41. Sonntag, den 5. Apvil( am 1. Oster- Feiertag): フラ 2. Aufführung der Loreley" unvollendete Oper von Felix Mendelssohn ausgeführt von einem Chor von über 50 Damen und Herren. Dirigent: Herr A. Miesch. Unter Mitwirkung des Fräul. Marie Wagner( Sopran), Herrn Ferd. Leiser ( Klavier), beide von der Königl. Hochschule, und Herrn Emil Rietsch( Geige). Außer der„ Loreley" tommen tl. Damen- u. Männerchöre zur Aufführung. Anfang 6 Uhr abends. Eintrittspreis 30 Pf. Nach dem Konzert: Tanz. Nachzahlung für Herren 50 Pf. 67/9 Das Komitee. Buchbinder- Männerchor Berlin. Dirigent: C. Malmène. Sämmtlicher Herren Vertreter der Arbeitgeber und Raffenmitglieder ( Zahlstelle Berlin.) Brauche der Parquetbodenleger. Dienstag, den 7. April cr., vorm. 10 Uhr, bei Schöning, Köpnickerstr. 68: Versammlung. Tages- Ordnung: Ausgabe der neuen Preis- Tabelle. Um 9 Uhr: Sitzung der Vertrauensmänner. Es ist Pflicht, daß jede Firma vertreten ist. # traße 7 bei Bauer verlegt. E 276 17 am Sonnabend, den 11. April cr., Süd- Ost. Die Zahlelle Picklerfr. 55 ist nach der Eisenbahnim Engl. Garten, Alexanderstr. 27 abends 82 Uhr, c, 1 Tr. rechts, fleiner Saal. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Rechnungs Ausschusses und Decharge- Ertheilung. 3. Verfügung des Magistrats- Kommissars gegen den Vertrag mit dem Berein der freigewählten Kassenärzte und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Berlin, den 2. April 1896. Der Vorstand. 719b J. A.: E. Davidshäuser, Vorsitzender, Elifabethstr. 45b, 4 Tr. Orts- Krankenkasse Achtung, Maler und Berufsgenossen! Montag, den 6. April, vormittags 9 Uhr ( zweiter Oster: Feiertag): Deffentliche Versammlung in beiden Sälen des Herrn M. Cohn, Beuthstr. 20 ( Aufgang im Industrie Gebäude). Tages- Ordnung: 1. Die soziale Lage aller im Malergewerbe beschäftigten Maler und Anstreicher und unser gegenwärtiger Streit und die Manipulationen der Berliner Maler- Jnnung. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai 1896. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Gelbgießer. Die Lohukommission der Maler Berlins und der Vororte. Ausserordentliche Generalversammlung am Sonntag, den 12. April, vormittags 10 Uhr, im Saale des Herrn Scheffer, Inselstr. 10, 2 Treppen. Tages- Ordnung: 13 1. Beschlußfassung über den vom Bezirksausschuß abgelehnten§ Biffer 3 des Statuts. 2. Verschiedenes. Berlin, den 2. April 1896. Der Vorstand. 7086 J. A.: G. Lint, Rottbuser Damm 34. Stellmacher. Sonnabend, den 4. April cr., abends punkt 8 Uhr, im Lokale des Herrn Noack, Brunnenstr. 16: Grosse öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 0 1. Berichterstattung über die Situation des Streiks. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 159/20 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen wird jeder Rollege ersucht, pünktlich zu erscheinen. Die Lohnkommission. M.Panknin, Achtung! Berlin SO., Achtung! Adalbertstr. 91, Große öffentliche Versammlung und PutzModewaaren. Trauerhüte in großer Auswahl. für Männer und Frauen am Montag, den 6. April( 2. Osterfeiertag), abends 5½ Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierftr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manaffe über:" Freie Ostern". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz, arrangirt vom ophastoff- Reite Berein zur Wahrung der Intereſſen der Maurer Berlins u. Umg. S zu Bezügen ausreichend in Phantafe, Rips. Damast, Crêpe, Gobelin, Moquette und Plüsch sowie Satteltafdjen spottbillig. Fabrik, J. Adler TeppichEntrée 25 Pf.( inkl. Tanz). Billets sind bei allen Vorstandsmitgliedern und in den bekannten Zahlstellen des Vereins zu haben. 129/18 Bu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Der Einberufer: A. Schacht. Extra- Mitglieder- Versammlung des Sonntag, den 5. April 1896, erster Oster- Feiertag, Spandauerstraße 30 Zentralvereins der Former u. Berufsgen. in Louis Keller's Festsälen, Stoppenstr. 29, zur Feier des 7. Stiftungsfestes: Bahlstelle Berlin Reichillustr. Preisliste gratis u. franto. am 3. Ofter Feiertag, abends 7 Uhr, im ,, Kolberger 00000 Vokal- und Instrumental- Konzert. M. J. Hahlo, Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Nach dem Konzert: Tanz. Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht NB. Billets sind in allen mit Plakaten versehenen Geschäften zu haben. Der Vorstand. Kreuzberg Gossmann's Etablissement, strasse 48. Montag, den 6. April 1896( 2. Ofter- Feiertag): Grosse Matinée arrangirt vom Lese- und Diskutir- Klub..Westen" 99 d. unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( M. b. A.- S..B.) und des Mundharmonika- Vereins ,, Konkordia". Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Antang II/ 2 Uhr. Billets 20 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet 100| 17 Der Vorstand. Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Verwerthung.[ 45069* Rath, Auskunft und onferenzen kostenfrei. Salon", Kolbergerstr. 23. Zages Ordnung: 1. Anträge der Generalfommission zum Gewerkschaftstongreß. 2. Wahl der Delegirten. 3. Verschiedenes. 61/17 Die Vertrauensmänner werden ersucht, den Mitgliedern die Mitglieds bücher rechtzeitig einzuhändigen, da ohne Mitgliedsbuch niemand Zutritt hat. Die Ortsverwaltung. Achtung! Braner! Achtung! Erste Referenzen im In- u. Auslande. Freitag, den 3. April, nadmitt. 2 hr, bei Keller, Koppenstr. 29 Möbel billig! billig! billig! GanzeWohnungs Einrichtungen stehen zum Verkauf im ehemaligen Oftbahn- Hauptgebäude am Rüstriner Play, vorn part. Paul Scholz. Brauerei- Ausschank Pichelsdorf Telephon: Amt Spandau No. 198. ( oberer Saal): Monats- Versammlung des Zweigvereins der Provinz Brandenburg. Tages Ordnung: 0 1. Vortrag des Kollegen W. Richter über Kongresse. 2. Wahl eines Delegirten zum Gewerkschaftstongreß. 3. Verschiedenes. 68/3 Der Vorstand. Stralau- Rummelsburg. Sonntag, den 5. April 1896, nachm. 2 Uhr, im Lokale der Brauerei Stralau: Große öffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Schwißsystem, Hausindustrie, den Arbeiterschutz und die Aufgabe der Gewerkschaften. Referent Genoffe J. Timm. 2. Diskussion. 223,10 3. Stellung zur Maifeiet. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht der Genossen und Der Einberufer. ( Oekonom: Otto Starck) Telephon: Amt Spandau No. 198. Genoffinnen, in der Bersammlung zu erscheinen. hält sich dem geehrten Publikum, namentlich Vereinen, angelegent Achtung! Vergolder. Achtung! lichst empfohlen. Im Garten findet an den Sonn- und Feiertagen anfangend am Palmsonntag Großes Concert bei freiem Entree statt, im neuerbauten Rielen- Pradhitlaal Großer Ball von zwei Orchestern. Garderobe frei. Die Kaffeeküdje ist vom nächsten Sonntag ab geöffnet. 46981* Die Verbindung nach Bichelsdorf ist sehr bequem, mittelst Stadtbahn oder Lehrter Bahn bis Bahnhof Spandau für 20 refp. 30 Pf., von da ab mittelst der elektrischen Bahn bis zur Brauerei 10 Pf. Dampfer legen an der Brauerei an. Sonntag, den 5. April( 1. Osterfeiertag), vorm. 9 Uhr, beim Kollegen Ewald, Schönleinſtr. 6: 225/20 Morgensprache, wozu die Kollegen ersucht werden, recht zahlreich zu erscheinen. Die Agitationskommission. Die Kollegen von Rigdorf werden hiermit besonders eingeladen. Grünau. Garten Grünau. Gastwirthschaft. von Gustav Lindenhayn, Friedrichstraße 2. Grünau. Kegelbahn- Kleiner Saal mit Piano. Verkehrslokal des Arbeiter- Bildungsund Arbeiter- Gesang- Vereins. Grünau. Achtung! Achtung 6. Wahlkreis. Ulitz' Salon, Badstr. 19. Sonntag, den 5. April( 1. Osterfeiertag): Grosse Matinée ausgeführt von der humoristischen Gesellschaft ,, Strzelewicz" und dem Gesangverein ,, Unverdrossen"( M. d. A.-S.-B.) veranstaltet von den sozialdemokratischen Parteigenossen der Rosenthaler Vorstadt. Anfang 11 Uhr. Billets 30 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Das Komitee. 220/2 Louis Keller's Fest- Säle, Koppenstraße Nr. 29. Lodes- Anzeige. Allen Parteigenossen hiermit die traurige Nachricht, daß unser ehe. maliges treues Wahlvereins Mitglied im 90. Bezirk = Reinhold Krämer : in der Ferien Kolonie 41. Inf. Regiment in Tilsit im Lazareth verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend dortselbst statt. es auch nicht möglich ist, unserm treuen Wenn Todten das Ehrengeleit zu geben, sei doch demselben auf diesem Wege der lezte Gruß gebracht. Ehre seinem Andenken! Der Vertrauensmann des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Am 28. März verstarb im Krankenhause am Friedrichshain infolge Ueberfahrens meine liebe Tochter 7176 Elsa Thieme. Seifen-, Ticht- u. Sodafabrik 18 Detail M. Reich& Co., Geschäfte. Gr. Frankfurterstr. 43. vertreten fast in allen Passagen der Berliner Markthallen, fowie Alte Jakobstr. 45, Gr. Frankfurterstr. 43, Krautstr. 48, Badstr. 12. Spezialitäten eigener Fabrikation zu sehr billigen Preisen: 45092* 2 Pfd. Faßseife für 25 Pf., 1 Bfd. 13 Pf.| Anerkannt gute Toiletteseifen. 2 Bid. 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Osterfeiertag): nachmittags 5 Uhr, vom städtischen von den einfachsten bis zu den elegantetten in jeder Preislage in solider Krankenhause am Friedrichshain aus nach dem Friedhof in Wilhelmsberg statt. Um stille Theilnahme bitten Adolf Thieme. Martha Thieme. Verband aller in der MetallIndustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige! Am 1. April verstarb unser Mitglied, der Façondreher ☐ Paul Scranowitz. Grosse Matinee zum Beffen ausgefeuerter Kollegen veranstaltet von den Mitgliedern der 119/8 Allg. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. No. 29, Hamburg) der Filialen 7 und 8. Näheres die Programme. Freunde und Gönner ladet hierzu ergebenst ein Anfang 12 Uhr. Das Komitee. NB. Billets à 20 Pf. sind in den mit Plakaten sowie bei den unterzeichneten Mitgliedern zu haben: Warnst, Colbergerstr. 7 II, Rühl, Wiesenstr. 37 p. Steinfeldt, Schulstr. 37 I. Schröter, Wiesenstr. 11 III. belegten Geschäften, Schäfer, Liesenstr. 10 II. Reimann, Bellermannstr. 83. Mitglieder- Verzeichnik Der Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Freitag Nachm. 4 Uhr von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofes in der Brinzen- Allee aus statt. Um rege Betheiligung bittet 278/4 Der Vorstand. Danksagung. Allen Genossen und Kollegen der Ausführung zu den billigsten Preisen empfiehlt 4594L* Julius Apelt, Tischlermeister, Skalizerstr. 6. Eigene Werkstatt im Hause. Berliner Schuh- und Stiefel- Fabrik E. Benkmann 14 Dresdenerstraße 14, zwischen Stottbuser Thor Herren Zugstiefel, Besatz genagelt M. 4,50 it. 5,50. Rossleder- Zugstiefel( Handarbeit) M.5,50; Prima M. 6,-. Rindleder- Schaftstiefel Prima M. 5,50. Kalbleder- Zugstiefel, Rand( Handarbeit), hochelegant, ganz fpit gearbeitete Façons, M. 8,50. Strandschuhe in ganz dauerhaftem Leder M. 5,75; diefelben in Segeltuch M. 4,-. Knopfstiefel, Wildleder M. 4,75; Prima M. 5,75; Satin Damen-( Handarbeit) auf Rand M. 8,50; Halbschuhe M. 3,50; in echt Ziegenleder M. 4,75; engl. Façon, Lackblatt M. 6,-; Strandschuhe in echt Ziegenleder M. 4,50; dieselben in Segeltuch M. 2,90. Knopfstiefel mit Absatz M. 1,70; dieselben 7 Knopf sowie hoch M. 2,75; Halbschuhe von 40 Pf. an; alle Sorten Pantoffeln. KinderFirma Koppin, Freunden und Be- U fannten, welche durch ihre Gegenwart und reichliche Kranzspende meinem lieben Maun, unserem Sohn, Bruder und Schwager die legte Ebre erwiesen haben, fagen hiermit herzlichen Dank. Die trauernde Wittwe 47392 Hedwig Hänisch, Eltern u. Verwandte. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein Sohn und unser Bruder Reinhold Krämer am 1. April im Garnison- Lazareth zu Tilsit ver728b storben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Freien Vereinigung der selbständigen Barbiere und Friseure Ich bin von Weinbergsweg 1 nach N. und NO. Berlins und Umgegend. Gust. Gründel, Weißenburgerstr. 40. M. Klarbaum, Hagenauerstr. 9. E. Saalmann, Schönhauser Allee 128. A. Lehmann, Hochmeisterstr. 13. W. Göttel, Bappel- Allee 19. H. Hoffmann, Marienburgerstr. 24. P. Olowsohn, Wörtherstr. 15. R. Marx, Weddingstr. 8. Ad. Lasetzky, Müllerstr. 12a. K. Kappe, Feldstr. 4. H. Borges, Solbergerstr. 12. Gust. Walter, Ruppinerstr. 19. Gust. Pape, Gerichtstr. 80. C. Schlo 0. C. Schlonsky, Landsberger Allee 2. Alb. Gross, Weinstr. 22. 0. Bergansky, Gubenerstr. 1. S. und SO. C. Ludwig, Reichenbergerstr. 177. E. Heidmann, Liegnizerstr. 34. G. Kuschke, Stalizerstr. 18. Alf. Haase, Mariannenstr. 5. Fr. Taubert, Stalizerstr. 69. Schöneberg, Monat b Heinr. Schwarz, Swinemünderstr. 65.| Rich. Wolf, Sedanstr. 13. Die Versammlungen finden jeden Montag nach dem 15. im Monat bei Buske, Grenadierstr. 33 statt. Neu eröffnet! Wiener Arbeiterzeitung. Verschiedene Zahlstellen. Bahlreiche politische und gewerkschaftliche Zeitungen. Wirthshaus Max Pönitz ,, Zum Glühlichter!" Brandenburgstr. 54, früher Ritterstr. 97. 4747L* Sächsische Arbeiterzeitung. Sanssouci", Schmargendorf, 7246 In großer Auswahl Speisen, ff. Biere und Weine. 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