Nr. 85. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit ilustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quiffung. " Sonnabend, den 11. April 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. ganze Dauer seines Lebens der Fähigkeit für sachverständige| gänge sprachlicher Gedankenäußerungen zum Gegenstande einer rechte verlustig erklärt und mit seinen Genossen für dritthalb Jahre Zeugenschaft entäußert, für fünf Jahre der bürgerlichen Ehren eingehenden Prüfung machen dürfen. zur Zuchthausstrafe verurtheilt. " zur Bei dem Unterzeichneten find im Monat März folgende Parteibeiträge eingegangen: Solche sprachliche Gedankenäußerungen haben in dem fraglichen Meineidsprozesse die Handlung dargestellt, über welche Altchemnik, Krämers Rindtaufe 2, Berlin, Beiträge der Wer von dieser gänzlichen Verwandelung der Lebens- ein Urtheil gesprochen werden mußte. Die Aussagen der Wahlkreise: 2. Kr. 750,-( darunter Solidarität 7,50. Uebersch. verhältnisse ohne irgend weitere Mittheilung erführe, müßte, Angeklagten waren denen der Belastungszeugen gegenübergestellt v. Jakob 15, 2. P. 41 2,-, Uebersch. v. Kalender 20,-, Mund- um das Unbegreifliche zu fassen, zu der Annahme sich gedrängt und die Lügenhaftigkeit der einen Aussagen sollte durch die harmonika v. Konkordia 15,-.) 4. Kr. 1506,75( darunter Vergolder fühlen, daß dieser Mann, von seiner ganzen Umgebung lange Wahrhaftigkeit der anderen bewiesen werden. Aber das einzige Muskauerstr. 3,65, Geburtstagsfeier Leibnizstr., Charlottenburg verkannt, plötzlich den ganzen Inhalt einer teuflischen Seele offen Mittel, das zur Erkenntniß der Wahrheit verhelfen konnte, war 3,10.) Berlin, div. Beitr.: Freie Volksbühne 200,-. Arbeiter u. Ar- bart hätte und endlich für seine bodenlose Schlechtigteit nach die Erforschung der psychischen Vorgänge, welche bei den einbeiterinnen der Buchbinderei von Bading 10,-. Onkel M.1,-. Un- Fug und Recht bestraft worden wäre. Doch die Welt ist über ander gegenübergestellten Aussagen stattgefunden haben. Wäre genannt 40,-. Dr. L. 2. 20,-. Werkstatt Malchin, Neue die stattgehabten Vorgänge genügend unterrichtet. Sie hat es bis an auf diese eingegangen worden, jo hätte vielleicht die AngelegenGrünftr. 14 10,80. Rothe Buchbinder, Grünstr. 5, Troz aller die äußerste Grenze des deutschen Reichs und ohne Zweifel noch heit den Weg in den Gerichtssaal gar nicht gefunden. Denn Auflösung v. d. Genossen des 85. Bezirkes 5,55. Amerik. darüber hinaus mit Aufmerksamkeit und nicht ohne gemischte Ge- wenn der Arbeiterführer Schröder eidlich ausgesagt hat, daß er zweiAuktion Hochmeisterstr. 24 2,10. Brüderschaft 5,-. Kreuzberg, fühle gelesen, vielleicht durch Wiederholung sogar dem Gedächtnisse mal niedergestoßen wurde, und die chriftlich- sozialen Zeugen ausdurch Ewald 1,10. Pianofortefabrit J. H., Eisenbahnstr. 5,50. eingeprägt, daß der Bergarbeiterführer Ludwig Schröder mit fagten, daß sie die Stöße nicht gesehen, so besteht doch deswegen fein Kommis P. E. 1, Alw., Steindrucker 1,-. A. S.- 50. feinen Genossen den tiefen Sturz von seiner gesellschaftlichen Widerspruch zwischen beiden Aussagen, weil das Niederstürzen G. A. B. 5,-. Nord Ost 5,-. J. Paz 2. Ueber- Höhe herab durch einen wissentlichen Meineid sich zu des einen doch nicht in einem untrennbaren, naturnothwendigen schuß vom Kranz der Hoppe'schen Maschinenbau- Arbeiter 11, gezogen hat. Er hatte, wie dies zur genüge bekannt ist, vor dem Zusammenhange mit der Wahrnehmung steht, welche ein anderer M. G. 2. Parteisteuer der Buchbinder und Drucker v. A. 3. Gerichte als Zeuge eidlich ausgefagt und war dabei von Ge- von ausgeführten Stößen gemacht hat. Es wird nicht geleugnet 9,30, Ges. auf der Einsegnung Soldinerstr. d. M. R. 1,65. nossen unterstützt worden, daß er am 3. Februar 1895 aus werden wollen, daß der eine niedergestoßen zu werden fühlen Arbeiter von Schuster und Bär 11,85. Personal der U.-Dr. einer freien Diskussion" einberufenen Versammlung kann, ohne daß der andere die Stöße sieht. 6,05. Personal des Vorwärts" 150,-. Braunschweig, von der Christlich Sozialen" hinausgewiesen, an der Thür, Ein wirklicher Widerspruch findet sich nur zwischen den den Maurern 50,-. Bergedorf, W. A. 50,- Brackel 200,- wo er fein Eintrittsgeld zurückverlangte, von dem Gendarmen Beugen, welche die Stöße gesehen, und denen, welche sie nicht Chemniz, Schloß Chemnih, durch D. B. 17, Coffebaude, zweimal zu Boden gestoßen wurde. Über eine Gruppe christlich gesehen zu haben behaupten. Denn, wenn angenommen werden darf, von Genossen von E. und Umgegend 20,-. Cottbus, S. 10,-. fozialer Zeugen behauptete später, die Stöße, welche von Schröder daß die Stöße, welche gesehen werden können, auch gesehen Elberfeld 300,-. Forchheim, milde Beiträge 10,-. Falken- gefühlt worden waren, nicht gesehen zu haben, beschwor ihre werden müssen, so darf man auch annehmen, daß alle Anberg( Oberschl.) 2. Gera 100,-. Hastedt b. Bremen 25,- Aussage in dem eröffneten Meineidsprozesse und Schröder wurde wesenden entweder die Stöße gesehen oder nicht gesehen haben, Hamburg, Kruse 1,50. Hamburg, Spahr Zimmergesellen 30, mit seinen Genossen von den Geschworenen in Essen am und daß somit nur die einen oder die anderen die Wahrheit Kaufbeuren, J. H. 5,- Külzschau b. Eilenburg, Geburtstag 3,-. 17. August 1895 des wissentlichen Meineids für schuldig erklärt. gesagt haben. Allein die psychischen Vorgänge bei den Koblenz, mehrere fidele Brüder 6,-. Luckenwalde, rothe Kind- Mit dem Augenblicke, in welchem von dem höchsten Bengen, welche die Stöße gesehen zu haben behaupteten, taufe 1,20. Limbach i. B., Unzertrennbar 1,45, rothe Kind- Tribunale die Revision verworfen ward, ist das Unglück der Ver- sind nicht die nämlichen, als bei jenen, welche das Gegen taufe 3,-, Sa. 4,45. 2., 2. 2. 200,-. München, Waldläufer urtheilten wie das unbedeutendste Ereigniß des Tages dem theil behaupteten. Wer die Aussage machte, die Stöße 5, München, d. Genossen v. Neuhausen 10, Mannheim, Schickfale des Vergeffens anheim gefallen. Wohl hat die Presse gesehen zu haben, hätte die Frage, wenn fte von Genoffen 50,-. Münster i. M. 35,- Melsungen, von auf einzelne räthselhafte Erscheinungen des Prozesses hingewiesen, ihn gerichtet worden wäre, ob er wisse oder glaube 3 rothen Brüdern 1,-. Nordische Wassertante 10 000,-. aber mit einer solchen Erfolglosigkeit, welche nur durch den gesehen zu haben, unter normalen geistigen Umständen in der Neuhaldensleben- Wolmirstedt, Wahlkreis 50,-. Offenbach- Die- Mangel oder die ungenügende Erregung eines allgemeinen Inter- einen oder anderen Weise beantworten tönnen. Die Erinnerung burg, Wahlkreis 50,-. Derlinghausen 25,- Obermendig 20,20. effes fich erklären läßt. Die Parteigenossen, welche für die an die beim Sehen stattgehabten psychischen Vorgänge hätte ihm Pößneck, durch Chr. J. 10,-. Plauen i. B., Ostvorstadt 20, unglücklichen Zuchthaussträflinge ein schmerzliches Mitgefühl eine bestimmte Antwort gestattet. Hätte die Erinnerung an das Pforzheim, von Genoffen 20,-. Reichenbach i. V., alte Garde, empfinden, mögen allerdings eine beträchtliche Zahl ausmachen. Gesehene ausschließlich in der geweckten Vorstellung desselben, 1. Quartal 50,-. Reichenbach i. V., Bockbier 1,40. Es geht dies aus der großen Summe hervor, die zur Linderung losgelöst von jedem anderen Bewußtsein bestanden, so wäre mit Rehme bei Deynhausen von Genossen 10,- Ronsdorf, der materiellen Noth für die unglücklichen Familien gesammelt ihr ein Gefühl verbunden gewesen, das für die Mangelhaftigkeit, die durch den Vertrauensmann 20,-. Sande, ges. auf einer Kind- wurde. Jsolirtheit der Vorstellung nicht den Ausdruck Wissen", sondern taufe 3,50. Stettin, v. Genossen 100,-. Sagan, v. Genossen 52,15. " Glauben" gefunden hätte. Mochte nun die Borstellung des Gesehenen Vegesack 47,60. Werdau, Kindtaufe Albertstr. 2,-. deswegen ohne alle weitere Verbindungen erwachen, wie sie Hamburg- Eimsbüttel, den 8. April 1896. durch undeutliche oder der Aufmerksamkeit entbehrende Eindrücke oder ohne irgend einen Gesichtseindruck nur durch eine selbstgeschaffene oder beigebrachte Einbildung oder gar nur durch einen unerkannt gebliebenen Traum entstanden war immer hätte durch die psychischen Vorgänge des Erinnerns das Bewußtsein geweckt werden fönnen, daß die Bildung der erinnerten Vorstellung nicht mit einer Wissensthätigkeit, sondern mit einer Glaubensthätigkeit verbunden war. In diesem Bewußtsein hätte der Entlastungszeuge die Frage, ob er wisse, oder glaube, die Stöße gesehen zu haben, die Antwort geben können: Ich glaube, die Stöße gesehen zu haben." Sein Eid hätte auch in dem Falle, daß die Stöße als nicht geführt hätten bewiesen werden können, die Wahrheit beschworen. Denn wer sagt:„ Ich glaube", er klärt, daß er nicht weiß und giebt die Möglichkeit eines Irrthums zu. Der geleistete Eid hat der Glaubensthätigkeit, nicht der Thatsache des Sehens gegolten. Für den geschäftsführenden Ausschuß: A. Gerisch, Hamburg- Eimsbüttel, Eichenstraße 4, I. Ein Meineidsprozek vor dem Forum der Psychologie. I. Bildete die Kriminalrechtspflege ein ganz für sich bestehendes, abgeschlossenes Gebiet, so wäre mit der materiellen Fürsorge für die Verurtheilten in dem vorliegenden Falle die Macht gewöhnlicher Sterblicher erschöpft. Aber über der Kriminalrechtspflege steht, so wenig auch dies noch im Prinzip ausgesprochen wurde, die Wissenschaft der menschlichen Geistesthätigkeit, die Psychologie. Kommt es doch nicht selten vor, daß über einen Angeklagten das entscheidende Wort nicht von dem Juristen, sondern von dem Psychologen gesprochen wird. In allen zweifelhaften Fällen hat der Psychologe zu beurtheilen, ob die geistigen Thätigkeiten des Angeklagten in naturgefeßmäßiger, den äußeren Einwirtungen Von autoritativer Seite geht uns folgender Artikel zu: genau entsprechender Weise sich vollziehen und so oft, als diese Vor wenigen Jahren hatte ein Mann es mag dies von Frage mit Entschiedenheit verneint werden muß, ist die Thätig feiner öffentlich anerkannten Ehrenhaftigkeit Zeugniß geben feit der Juristen beendet. Bei ihrem innigen Zusammenhange die hohe Ghre genossen, von Sr. Kaiserl. und fönigl. Majestät mit der Rechtspflege darf die Psychologie einmal unaufgefordert Wilhelm II., Kaiser von Deutschland, in einer Audienz empfangen die entscheidenden Geistesthätigkeiten eines Prozesses untersuchen, zu werden, um über seine und seiner Genossen Arbeitsverhältnisse der von so schweren Folgen, wie der vorliegende gegen Schröder und Beschwerde vorzutragen. Durch die Offenheit und Gewissenhaftigkeit Genossen geführte, begleitet war. So gut, als sie die psychischen feines Auftretens hatte er sich bald zur Führerschaft der Bergarbeiter Vorgänge der Willensäußerungen, wenn auch bis jetzt nur in aufgeschwungen. Heute ist der nämliche Mann seit dem besonderen Fällen vor ihr Forum zu ziehen verpflichtet ist, wird 17. August v. J. von dem Schwurgerichte in Essen für die sie im Dienste der reinen Menschlichkeit auch die psychischen Vor8) Von Guy de Maupassant. Frei überseht von H. V. Den 16. Dezember. ( Schluß.) " an Wären aber in einem Entlastungszeugen mit der erwachten Grinnerung an die gesehenen Stöße gleichzeitig, d. h. in ununter brochener Folge noch andere Vorstellungen des Gesichts, Gehörs, Nach Kairuan.( Machdr. verboten.) unmerklich in einemolila Bade erstickt werden, das weiße Strümpfe gehüllt sind, auf die Flanke des leicht wie Dampit und das stellenweise bläu- Thieres. An seinen Füßen hält er, man weiß nicht liche Furchen durchziehen. Der unbewegliche Schatten wie, zwei lackirte Halbschuhe, die nur an den Zehen fihen. eines Zweiges ist vielleicht grau, vielleicht grün, Und der kleine Neger, der ganz roth gekleidet ist, läuft, vielleicht gelb; ich fann es nicht sagen. Die Mauer weiter sein Gewehr über der Schulter, recht gelassen hinter dem Die Abreise von Karuan nach der Richtung von Susa unten unter dem Kranzgesims erscheint violett, die Luft um Esel seines Herrn her. vermehrt noch den Eindruck der Traurigkeit, den die diese Kubba tommt mir malvenblau vor, und der Dom, Da ist Susa! Doch diese Stadt habe ich schon gesehen, heilige Stadt macht. Nachdem man an langen Kirch- der mich fast blind macht, erscheint mir jetzt rosa in rosa; als ich noch ganz jung war, auf dem Kolleg, als ich die höfen und weiten Steinfeldern vorbeigekommen, trifft aber wenn man lange hinsieht, ist das Auge wie bethört Kreuzzüge in der französischen Geschichte von Burette lernte. man auf Schutthügel, die aus den Abfällen der Stadt und vermag nicht, alle diese feinen und lichten Töne zu Die kenne ich seit langem. Damals war sie voll bestehen und sich dort seit Jahrhunderten angehäuft entmischen. Und dann der Schatten dieser Kubba auf dem Sarazenen hinter diesem hohen und dünnen Walle haben. Dann beginnt wieder die moraftige Ebene, Boden: wer könnte sagen, von welche Nüance er ist und es mit Thürmen hie und da und runden Thoren und 100 man oft auf den Schildern kleiner Schildkröten einem Maler beschreiben? Wir müßten erst jahrelang beturbanten Menschen, die an ihrem Fuße ackerten. marschirt, noch weiter die Steppe, wo Kameele weiden. unsere Augen und Gedanken an diese undefinir- In dem Bilderbuch ist diese Mauer ganz genau Hinter uns erhebt sich die Stadt mit ihren Moscheen, baren Färbungen gewöhnen, ehe unsere an euro- abgezeichnet und so regelmäßig und niedlich ist sie, daß Kubbas und Minarets in düsterer Einsamkeit wie ein päische Athmosphäre gewöhnten Sinne befähigt sind, man meinen sollte, sie sei aus hellgrauer Pappe geschnitten. Wunder der Wüste, das allmälig zurücktritt und endlich sie in ihren Effekten und Reflexen der Wirklichkeit getreu Um Susa zu sehen, hätte ich nicht eine so weite Reife verschwindet. zu schildern, daß sie der Maler auf der Leinwand richtig machen brauchen. An dieser hübschen Mauer muß man Nach mehreren Stunden Marsch findet die erste Raft wiedergeben kann. hinfahren bis ans Meer; denn Fuhrwerke können in die nahe bei einer Rubba in einem Olivendickicht statt. Wir Wir kommen jetzt in eine weniger öde Gegend, wo die engen Straßen dieser wunderlichen Stadt vergangener sind in Sidi L'Henni. Niemals habe ich die Sonne aus Olive wächst. Zu Mareddin, an einem Brunnen, lacht ein Beiten nicht hinein. Die Mauer zieht sich bis ans Ufer einer weißen Ruppel ein erstaunlicheres Farbenwunder reizendes Kind und zeigt, während sie uns vorbeiziehen läßt, hin, gleichmäßig mit Schießscharten versehen und mit viermachen sehen. Ist das weiß? Ja, weiß zum Blind ihre Zähne. Etwas weiter überholen wir einen eleganten eckigen Thürmen bewehrt; dann macht sie eine Biegung, werden! Und dennoch zersetzt sich das Licht auf diesem Bürger von Susa, der, auf seinem Esel reitend, nach der läuft das Ufer entlang, macht nochmals eine Biegung, großen Dach so sonderbar, daß man eine Feerie von Stadt zurückkehrt und von seinem Neger gefolgt ist, der seine steigt aufwärts und. schließt sich, ohne ihren geheimnißvollen Nüancen unterscheidet, die eher den Ein- Flinte trägt. Er hat ohne Zweifel seine Olivenpflanzung toketten Anblick auch nur ein einziges Mal auf einige druck des Eingebildeten als des wirklich Erschienenen machen oder seinen Weinberg besucht. Auf dem zwischen Bäumen Meter zu verändern, wie ein Rosenkranz, an dem jedes und so sein, so zart in dem Weiß enthalten sind, daß sie eingekästelten Wege bieten beide ein reizendes Bildchen. Der Kügelchen eine Schießscharte und jedes zehnte ein Thürm sich nicht sofort zeigen, sondern erst nach der Ueberraschung Mann ist jung, mit einer grauen Weste und einem rosa chen bedeutet. Darinnen erheben sich die Häuser von und dem Erstaunen des ersten Blides. Erst dann bemerkt Wams bekleidet, zum theil unter einem seidnen Burnus ver- Gyps, Etage auf Etage zwischen der niedrigen in den man sie so zahlreich, so mächtig und mannigfach und doch steckt, der die Schultern und Schenkel drapirt. Indem er Wellen getauchten Mauer und der oberen, die sich zum faum sichtbar. Je länger man hinsieht, um so träftiger wie eine Frau auf seinem dahintrollenden Efel sigt, Himmel erhebt. Nachdem wir die Stadt, ein Mischmasch treten sie auf. Goldwellen rollen über diese Umrisse, bie trommelt er mit seinen zwei Beinen, die in ganz von wunderlichen Gäßchen durchlaufen haben, gingen wir, Gefühls und der Bewegung erwacht, so hätten die psychischen einer für das nicht stattgehabte Sehen ein Wahrzeichen anführen Kalte Douchen für den„ Reichsboten". Er Vorgänge der Erinnerung das Bewußtsein eines Thätigkeitsgefühls und etwas darbieten, das auch nur den Schein einer Ueber- delirirt: Wie aus den bisherigen Darlegungen hervorgeht, wäre in dem vorliegenden Falle den Entlastungszeugen durch die geeignete Fragestellung Gelegenheit geboten worden, von ihren positiven Aussagen nicht nur die psychischen Vorgänge der Entstehung er tennen zu lassen, sondern noch indirekt eine gewisse Bürgschaft für die Wahrheit derselben zu bieten. Anders ist das Verhältniß bei den Aussagen der Belastungszeugen gestaltet, welche die Stöße nicht gesehen zu haben behaupteten. Denn da das Nichtsehen selbst nicht durch eine Sinnesthätigkeit erfolgt, so haben diese Zeugen für ihre Aussage auch nicht auf eine Was sie stattgehabte Wahrnehmung sich berufen tönnen. Die Zeugen wurden an das erPolitische Weberlicht. Berlin, 10. April. " geweckt, das mit dem Worte Wissen" bezeichnet wird. Wäre, zeugung zu erwecken vermochte. Denn ein Wahrnehmen ist Der Vorwärts" hat noch keinen Anlaß genommen sich dazu um Beispiele hierfür anzuführen, mit der Erinnerung an die ohne ein Seben nicht denkbar. Die Belastungszeugen konnten zu äußern.( Nämlich zu dem albernen Klatsch über die„ Ver. gesehenen Stöße einem Entlastungszeugen eingefallen, daß nicht etwa deswegen für die Behauptung, die Stöße nicht ge- wendung sozialdemokratischer Parteigelder".) Er hat damit zu in dem nämlichen Augenblicke verschiedene Gasflammen aussehen zu haben, eine andere mit diesem nicht stattgehabten Ge- viel zu thun, uns, weil wir seine in ihrem Christenhaffe albernen gelöscht wurden, oder auf der Straße ein heftiger Lärm sich sichtseindrucke verbundene Wahrnehmung nicht anführen, weil Ausführungen über„ Jslam und Kreuz" etwas niedriger gehängt hören ließ, oder ein eisiger Bugwind durch die Fenster gewebt sie diefelbe möglicherweise vergessen haben. Denn ein Vergessen haben, als feelengestört und weit fortgeschrittener Hirnlähmung" habe oder er selbst auf den Tisch gesprungen sei, so hätte der- ist nur dort möglich, wo eine Wahrnehmung oder ein Gesichts- und reis für das Irrenhaus weiter zu beschimpfen. Es wird felbe auf die Frage, ob er wisse, oder glaube, die Stöße gefehen eindruck mit einer anderen Wahrnehmung oder einem anderen uns dadurch nun flarer, warum der Islam als Religion der zu haben, unter Anführung der erinnerten Mertzeichen die Gesichtseindrucke verbunden, d. h. gemerkt werden kann. Eine Gewalt und des Sinnengenusses den Paschanaturen unserer Antwort geben können:" Ich weiß, daß ich die Stöße Wahrnehmung, oder Vorstellung, welche unbewußt nicht Sozialistenführer soviel näher liegt als das Christenthum. Khalif gesehen habe." Eine solche Aussage hätte dadurch noch gemacht wird, kann aber doch mit anderen Wahrnehmungen Liebknecht würde im Zukunftsstaate uns und alle Gegner an Bedeutung gewinnen können, daß die angeführten Wahr- oder Vorstellungen nicht verbunden, folglich weder vergessen, zwar nicht in Säcken in den Bosporus, aber kraft der zeichen von anderen Zeugen vielleicht bestätigt worden wären noch gemerkt werden. Der Umstand, der aus der Prozeß sozialistischen Wissenschaft in 3 wangsjaden in die und die Ueberzeugung von der Wahrheit der Aussage zu einer verhandlung vielleicht als ein indirekter Beweis für das nicht rrenhäuser werfen lassen, und Sultan Bebel mit vollen gemacht hätten. Da das Wissen, etwas gefehen zu haben, stattgehabte Sehen der Stöße entnommen werden könnte, ist in seiner freien Liebe eine Haremswirthschaft in vollster dort unmöglich ist, wo das Objekt nicht vorhanden ist, so muß der Angabe enthalten, daß die Stöße, wenn sie ausgeführt Blüthe einführen. Denn wenn die Liebe frei ist, warum soll der Eid über das Wissen eines stattgehabten Sehens dadurch zu worden wären, von den Belastungszeugen hätten gesehen werden dann noch die Monogamie herrschen und ein Mann nicht in einem Falscheid werden, daß die Abwesenheit des gesehenen müssen". Allein diese Behauptung ist falsch. Denn die geeignete aller islamitischer Freiheit ein halbes Dugend Frauen auf einmal Objektes bewiesen wird. Stellung ist nur die Bedingung, ohne welche das Sehen un- lieben? Warum thun die Jślamschwärmer ferner ihrem VerEs soll hier nicht die Forderung geltend gemacht werden, möglich ist, aber das Sehen ist nicht ihre nothwendige Folge. gnügen Zwang an und gehen nicht heut noch nach dem Goldenen daß der Richter, sei es ein Jurist oder Laie, sein Urtheil aus- Wären die Belastungszeugen aufgefordert worden, zu erklären, Horn, z. B. um in Armenien die Christen, welche sie gemeinsam schließlich aus strenge bewiesenen Thatsachen ableiten darf. ob sie wissen, daß sie die Stöße nicht gesehen haben, so haffen, todtschlagen zu helfen? Das wäre doch viel„ zielWenn nur die auf eine Anklage sich beziehenden Ermittelungen hätten sie bei einem normalen Geisteszustande und einer bewußter", als die paar papierenen Frades gegen uns. in sich nicht blos widerspruchsfrei sind, sondern einen gewissen, unparteiischen Selbstprüfung sagen müssen:„ Wir wissen nicht, Der Reichsbote" irrt. Wir wollen ihn ja gerade vor durch die Erfahrung festgestellten Grad von Wahrscheinlichkeit daß wir die Stöße nicht gesehen haben." Da aber jeder, der dem Irrenhaus retten. Was aber die Haremswirthschaft in fich tragen, so kann, namentlich wenn einmal die geeigneten behauptet, etwas nicht gesehen zu haben, ohne zu wissen, daß Maßregeln für die Fälle unschuldiger Verurtheilung eingeführt er es nicht gesehen hat, nichts anderes als ein„ Glauben" aus betrifft, so verwechselt er uns offenbar in diesem Punkt sind, auch die moralische Ueberzeugung zu einem Urtheilsspruche drückt, so hätten die Belastungszeugen sagen" müssen: Wir wie auch in dem Punkte der Verwendung von Parteiberechtigen. Wenn 3. B. ein Mann von notorisch normalem Ver glauben, die Stöße nicht gesehen zu haben". In einer solchen geldern" mit seinem Exbusenfreund Hammerstein. stande und Ehrgefühle, wie dies im vorliegenden Prozesse der Aussage liegt die Erklärung enthalten, daß die psychischen Vor- Unseren Herren Staatsanwälten zur Nachachtung! Arbeiterführer Schröder that, in einer großen Menschen- gänge des Nichtsehens weder in der sichern Wahrnehmung, noch Wie oft find nicht unsere großen Dichter und Denker eifrigen versammlung niedergestoßen worden zu sein behauptet, so wird in der sich aufdrängenden Annahme einer Thatsache, sondern in Staatsanwälten und Polizei- Organen zur Berücksichtigung man seine Aussage mit hoher Wahrscheinlichkeit als eine Wahr einem bloßen Wahrheitsschein bestehen, der in dem Bewußtsein empfohlen! Haben sie nicht ausnahmslos zahlreiche Worte und heit annehmen dürfen. Denn man tann erfahrungsgemäß vor- mit der Möglichkeit eines Irrthums verbunden ist. Werke geschrieben, gefährlich für ein kindlich- frommes preußischaussehen, daß er nicht eine Lüge aussagt, von der er wissen muß, deutsches Unterthanengemüth, werth, endlich dem väterlich fürdaß sie in dem nächsten Augenblicke von verschiedenen Personen, sorglichen Zensurstifte zum Opfer zu fallen? Haben sie nicht die ihn fortwährend festen Fußes und geraden Körpers aufrecht an den Bürgerkrieg gepredigt? Alle erdenklichen Staats- und einer bestimmten Stelle stehen sahen, als solche erklärt werden versteckt, Religionseinrichtungen, sei es offen, sei es tönnte. angegriffen mit äßendem Hohne und verächtlich ge Der Bericht über das weibliche Fabrikinspektorat macht? It's nicht endlich an der Zeit, eine von fachkundiger in England, der durch eine vom preußischen Handels- Staatsanwaltshand revidirte und zensurirte Anthologie unserer minister entsandte Kommission erstattet worden war, hatte Gesammtliteratur herauszugeben, die allein mit dem obrigkeite dem preußischen Handelsminister Anlaß gegeben, lichen Imprimatur und Placet versehen fürderhin zu geistiger im Reichstag die Einrichtung des weiblichen Fabrikinspektorats Grquicfung des Volkes der Dichter, Denker und Schlafmüßen als eine bedeutungslose Einrichtung zu bezeichnen, bei der dienen darf? Eine freiwillige, mit den erforderlichen Machtman von einer guten Erfahrung sicherlich nicht sprechen befugnissen auszustattende Kommission katholischer und evange könne: lischer Rechtgläubiger würde für eine entsprechende Bearbeitung " In England, meine Herren, bin ich in der Lage, die Ver- unserer bildenden Kunst zweifelsohne vortrefflich zu sorgen wissen. Zum aufrichtigen Leidwesen jedes teutschen Philisterhältnisse besser zu übersehen. Ich habe gerade zum Studium herzens hat der Staatsanwalt bisher indessen nur sehr dieser Frage und anderer Fragen der Fabrikinspektion eine Komaussagten, war ein Schluß, Der aus dem folgenden mission nach England geschickt, bestehend aus einem Beamten wenige dieser papiernen Druckerschwärzensünder geholt, nein von der modernen Literatur abgesehen das Herwegh'sche„ Lied innert, was sie an dem fraglichen Orte und in der bestimmten meines Ressorts und zwei Gewerbe- Aufsichtsbeamten, welche die der Arbeit", das Heine'sche„ Weberlied", neuerdings das„ schändliche" Zeit gesehen hatten. Unter den Gesichtsvorstellungen, die hier- Aufgabe hatten, sie gründlich zu studiren. Ich bin nach einem Weberlied Freiligrath's, das allerdings nicht der Staatsanwalt, Durch erwachten, fanden sich nicht diejenigen, die sie sich selbst Verfuch als ein geglückter nicht angesehen werden kann. Ich andere. Weshalb diese geringe Ausbeute? An dem Eifer und mir vorliegenden Bericht doch zu der Ansicht gekommen, daß der sondern der Kultusminister auf den Index gefeßt hat und einige von den stoßenden Bewegungen des Gendarmen gemacht hatten. will mich darüber in Einzelheiten nicht verlieren, aber eins kann besten Willen der zuständigen Behörden zu zweifeln, wäre Frevel, Hieraus bildete sich das Urtheil, daß mit den übrigen Erinnerungen die Gesichtsvorstellung des Stoßens nicht erwacht ich ohne weiteres auch England gegenüber als schlagen des Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen. Ein Grund nur Argument anführen. In der englischen Textil Industrie hat ausreichende Evidenz für sich. In dem Bereiche weiland ist. Reihte sich nun die anderweitig erschlossene Folge werden vielleicht 4-500 000 weibliche Arbeiter beschäftigt, vier Röller's wie bei der Staatsanwaltschaft fennt man feine Literatur! alt, daß eine Vorstellung, welche gleichzeitig mit an weibliche Fabrikinspektoren erfüllen die Aufgaben und von Das ist hundertfältig und flärlich erwiesen und selbstverständlich, deren Vorstellungen nicht erinnert wird, auch gleichzeitig mit denselben nicht gebildet wurde, so konnte sich die weitere deren Thätigkeit sind Sie überzeugt, daß sie eine Besserung der und ergiebt für jeden Freund der Ordnung die Pflicht, herbeiführen Staatsanwaltschaft und Polizei mit den Folgerung ergeben, daß die Gesichtsvorstellung der Stöße nicht Berhältnisse der einzelnen Textilarbeiterinnen könnte?! Vier weibliche Fabrikinspektoren gegen etwa Angaben hervorgebracht, d. h. die Stöße nicht gesehen wurden. Der Form eine halbe Million Arbeiterinnen! Da kann doch von einer unsere Pflicht gewissenhaft erfüllen, unter die Arme 311 greifen. Wir wollen nach ist dieser Schluß logisch richtig, aber nach den wirklichen Wirkung nicht die Rede sein. Also von einer guten erfüllt haben und machen daher auf einen Dichter aufmerksam Thatsachen falsch. Denn durch die Erfahrung hätte es fest Erfahrung, die man in England auf diesem mit Namen Friedrich Hebbel und auf eine Tragödie dieses gestellt werden tönnen, daß möglicherweise eine Vorstellung Gebiet gemacht haben soll, tann man sicherlich Dichters mit Namen" Judith", die den verehrlichen Bewirklich gebildet wird und nur deswegen ein Erinnerungs nicht sprechen; und ich bin auch auf Grund anderer That hörden vielleicht bild nicht zurückläßt, weil sie zu schwach und flüchtig fachen, die zu meiner Kenntniß gekommen sind, der Meinung, daß Schauspielhauses bekannt ist. Gleich in der ersten Szene dieser von dem Anschlagszettel des königlichen um den übrigen Vorstellungen verbunden wurde, der Erfolg nicht sehr groß ist.( Stenogr. Bericht über die Reichs- Tragödie kommt folgende Stelle vor: Der größenwahnsinnige gleichzeitig mit denselben erwachen zu können. Das NichtTyrann Holofernes fordert seine Krieger auf, ihm etwaige Be erwachen der Vorstellung fann selbstverständlich irrthümlich als ein tags- Sigung v. 12. Febr., G. 917/8.) schwerden über ihre Hauptleute vorzutragen. Ein Krieger kommt nicht stattgehabtes Sehen bezeichnet worden sein. Wenn somit von allen, welche das Stoßen nicht gesehen zu haben behaupteten, dieser Aufforderung nach und klagt seinen Hauptmann an, ihm nicht ein einziger in der Lage war, auf eine stattgehabte Wahr. eine Stlavin, feine Kriegsbeute erschlagen zu haben. nehmung sich zu beziehen, so konnte selbstverständlich auch nicht Holofernes' Entscheid lautet: " Der angeklagte Hauptmann ist des Todes!... Aber Auf die erschreckte Frage des da uns noch eine Stunde vor Sonnenuntergang blieb, die" Die Kommission muß über die weiblichen Fabrikinspektoren auch der Kläger!" zehn Minuten vor dem Stadtthor belegenen Nachgrabungen in England auffallend schlecht unterrichtet worden sein( ,, must Kriegers, weshalb er diese Strafe verdient, erklärte Holofernes: " Weil Du zu feck bist. Wollt' ich Deinesgleichen die zu besichtigen, die die Offiziere auf dem Platze des Grab gegenwärtige Staatssekretär des Junern haben beide konstatirt, Klage über Eure Hauptleute gestatten, wer sicherte mich vor den have been strangely misinformed"). Sowohl der frühere, wie der mals Hadramet's vornehmen lassen. Man hat dort daß die Einführung des Systems von Anfang an als ein Beschwerden der Hauptleute!" geräumige Keller entdeckt, die bis zwanzig Grabmale ent- Erfolg zu betrachten war, und daß dieser Erfolg an Diese Stelle enthält zweifelsohne eine versteckte Verhöhnung hielten und die noch Spuren von Wandgemälden zeigen. dauert. Auch bin ich sicher, daß weder der gegenwärtige Staats- des Allerheiligsten des deutschen Volkes, des unverleylichen Diese Nachforschungen verdankt man Offizieren. Dieselben sekretär noch der gegenwärtige General- Gewerbe- Inspettor irgend Militarismus! Holofernes Militarismus und sein fann es eine blutigere werden hier eifrige Alterthumsforscher und würden dieser eine Aeußerung in abweichender Richtung gethan haben. famoses Beschwerderecht Wissenschaft große Dienste leisten, wenn die Administration Ein Beweis dafür, daß nach Ansicht der Reffortleitung Satire geben? Und sollte der Dichter etwa diese Satire der schönen Künste ihren Eifer nicht durch veratorische das System sich bewährt hat, liegt in seiner Ausdehnung. nicht als Satire beabsichtigt haben was thut's? Muß Weibliche Fabrikinspektoren werden Maßregeln hemmte. Im Jahre 1860 hat man in dieser gefekt neu ernannt, und im Parlament stimmen Vertreter verstehen? Und das würde auf die Autorität des Breslauer fortnicht jeder Leser, jeder Zuschauer die fragliche Stelle als Satire nämlichen Gräberstadt ein sehr sonderbares Mosait blosgelegt, Des Unternehmer- wie des Arbeiterstandes mit den Oberbeamten Landgerichts und feines dolus eventualis bin genügen selbst zu welches das Labyrinth von Kreta darstellt, mit dem Mino- in ihrem Glauben an dieses System überein.- Kann nicht einer Verurtheilung des leider feligen Hebbel! Also taurus im Mittelpunkt und nahe dem Eingang Theseus und etwas geschehen, um dieser einigermaßen ungeheuer fort mit diesem Schandstück aus dem königlichen Schauspielhause! Ariadne mit ihrem Faden. Der Ben wollte es nach seinem lichen Kundgebung in Deutschland entgegen Fort mit ihm aus dem Buchhandel. Und alle Verleger, Drucker, Sezer, Expedienten und Verkäufer, Theaterdirektoren und Schaus Museum schaffen lassen; aber auf dem Transport wurde zuwirken?" dieses bemerkenswerthe Stück total zerstört. Man bot mir Man kann einigermaßen gespannt darauf sein, wie spieler auf die Anklagebank! eine Photographie desselben an, die nach einer Stizze des nunmehr der preußische Handelsntinister, wenn er wieder Herrn Larmande, Brücken- und Chauffeezeichner, ge- im Reichstag Gelegenheit dazu erhält sich über die Bwed macht ist. Dentprozesse abgeleitet war. mit Bei Sonnenuntergang tamen wir nach Susa zurück, um bei dem französischen Zivilkontrolleur zu speisen, einem der Männer, die am besten über Sitten und Gebräuche dieses Landes unterrichtet sind. Nunmehr hat der bekannte englische Staatsmann Sir Charles Dilke in einem Briefe vom 1. d. M., der von der Sozialen Braris" veröffentlicht wird, sich über dieses erstaunliche Urtheil des preußischen Handelsministers wie folgt ausgesprochen: dienlichkeit weiblicher Fabrikinspektoren, äußern wird. Sollte ihm das Zeugniß Sir Charles Dilfe's nicht genügen, so hat er ja reichliche Gelegenheit, sich auf amtlichem Wege in England zu erkundigen, ob die vou Dilfe erwähnten beiden Minister die Ansicht Dilte's bestätigen. erforderlichen wie wir sie bisher Des Mit Lorbeer wollte der Verbrecher Crispi das italienische Volt speisen, und er hat ihm den Hunger ge bracht ohne Lorbeer. Die Noth in Italien ist grenzenlos. Nach der„ Nuova Sardegna" herrscht auf der von der Natur so gesegneten Insel Sardinien der entsetzlichste Mangel, und ein großer Theil der Bevölkerung nährt sich von Pflanzen und Gras- was Durchfall und Von seiner Wohnung aus übersieht man die ganze Bindter II findet es feltfant, daß wir die Frage der Seuchen erzeugt. Auf dem Festland ist es kaum beffer. In Massen wandert das Volk aus; und die Stadt, diese Kaskade von viereckigen mit Kalt bestrichenen Mandatsniederlegung als jeden prinsipiellen Bedeutung bar" schweizerischen Grenzbehörden haben die größte Dächern, über welche schwarze Razen laufen, und auf denen hingestellt haben. Wir waren bisher wirklich der Meinung, es sich zeitweise das Phantom eines in blaffe oder farbige fet blos eine taftische Frage, allein Pindter II ist, gleich Mühe, um die vor der Hungersnoth flüchtenden Italiener Unterkunft zu versehen. Wenn Stoffe gekleideten Wesens erhebt. Hie und da steht ein Bindter I und den Zukunftsstaats- Pindtern, eine solche Autorität mit augenblicklicher großer Palmenbaum, streckt den Stamm zwischen den in Sachen des Prinzips, daß uns wirklich Zweifel auf- man bedenkt, daß dieses Italien, der Garten Europa's", einer der fruchtbarsten Landstriche der Welt ist, dann bes Häusern empor und breitet das grüne Bouquet seiner Wedel fteigen könnten wenn Karneval wäre. über ihre einförmige Weiße hin. Als sich dann der Bum Zeugnißzwangs- Verfahren gegen die, Saale- greift man den grimmigen Fluch, welchen das arme italie= wird gemeldet, daß das Ober- Landesgericht in nische Volt gegen seine Włachthaber, die Urheber dieses Mond erhoben hatte, erschien die Dächertastade wie Beitung ein silberner, zum Meere sich wälzender Schaum. Die ganze Naumburg die Beschwerde das Redakteurs Paulus abge- Elendes, schleudert, und den es, nach dem Beispiel der Heine'schen Weber, dem crispinischen Italien in das phantastische Stadt bot ein Bild, wie es kaum die üppige wiesen hat. Phantasie eines Dichters schaffen könnte. Wir irrten dann Hinge und Genoffen. Endlich ist der Widerspruch Leichentuch hineinwebt. Auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz der lange in den Straßen umher, bis uns die Thüröffnung eines gelöst, aus dem heraus in letzter Zeit wiederholt Notizen Italiener herrscht jetzt für die letzteren das Siegfieber. mauriſchen Cafés anlockte. Als wir eintraten, fanden wir über den Prozeß Auer und Genossen in die Presse gekommen es voll von Menschen, die um einen arabischen Erzähler sind, welche wir als durchaus falsch bezeichnen mußten. Der die Spanier in Kuba; nur mit dem Unterschiede, daß die Und zwar machen sie sich das Siegen ebenso bequem wie theils auf der Erde herum, theils auf den den betreffende Reporter hat einfach zwei Prozesse, welche Spanier ihre Feinde sterben, die Italiener, menschenfreundFußboden bedeckenden Matten zusammengekauert faßen. sich allerdings beide gegen Parteigenossen richten, vers licher, fie blos davon laufen lassen. Die Derwische von einem boshaften wechselt. Neben der Anklage gegen den Parteivorstand Kassala sind plötzlich ausgeriffen niemand weiß wohin. Auge, der der mit einer so drolligen Mimit sprach, und die Vorstandsmitglieder der vorläufig geschlossenen General Baldissera aber traut der Sache nicht recht; er daß sie allein schon amüsirte. Er erzählte einen sozialdemokratischen Wahlvereine zc. ist nämlich auch gegen erinnert sich offenbar, daß die Derwische und Abessynier Schwank, die Geschichte eines Betrügers, der für eine Anzahl von Genossen aus dem zweiten Wahlkreis, einen Wiarabut gelten wollte, aber den der Iman ent- welche vor einigen Wochen beim Restaurateur Möhring stets davongelaufen sind, ehe sie den Italienern ein Adua Larvt hat. Seine naiven Zuhörer waren entzückt und fiftirt worden sind, Anklage wegen angeblicher Betheiligung folgten der Erzählung mit lebendiger Aufmerksamkeit, die an einem vorläufig geschlossenen politischen Verein erhoben Deutsches Reich. nur zuweilen ein ausplatzendes Gelächter unterbrach. worden. Für diese Verhandlung, welche sich gegen 56 AnReichstags Erfahwahl im 4. hannover= Dann begannen wir wieder weiter zu gehen, da wir geklagte richtet, ist Termin auf den 28. d. M. vor dem fchen Wahlkreis. Bisher find gezählt für Wamboff( natl.) uns in dieser blendenden Nacht nicht zum Schlaf entschließen Schöffengericht in Altmoabit angesezt. Die Verhandlung 8946, Schele( Welfe) 9706, Weidner( Mittelp.) 1726, Hilfen findet im kleinen Schwurgerichtssaal statt. tamp( freif.) 156 und Schrader( So.) 8110 Stimmen. Es mit ein fetter Alter war fonnten. bereiteten. . AM * Bei der Tekten Sauptwahl erhielt Wamhoff 10 642, ders Welte 10 973, der Sozialdemokrat 3296, der Kandidat der freisinnigen Vereinigung und der antisemitische Kandidat 309 Stimmen. Der Reichstag3.Abgeordnete für Halle, Dr. Alexander Meyer, wird nach dem„ Hannoverschen Kourier" sein Mandat nach der Beendigung der zweiten Lesung des Gesezentwurfes betreffend den unlauteren Wettbewerb freiwillig niederlegen. Der Abg. Meyer ist der Berichterstatter der Kommission für diese Vorlage, deren zweite Lesung übrigens auf der Tagesordnung der ersten Sigung des Reichstags nach den Ferien steht. Die Ungiltigkeitserklärung der Kommission erfolgte wegen unerlaubter Eingriffe des Landraths von Werder. Desterreich. " " Zeugen, die der in seiner Ehre verlegte Salfi su seiner EntWien, 10. April. Wie das Fremdenblatt" meldet, stellte lastung vorgeschlagen hatte, des Vergnügens" einer gerichtlichen das Reichs- Kriegsministerium den" Entwurf, betreffend die Er Vorladung gewürdigt wurde. Dieser Tage hat nun der Unterhöhung der Gagen für die der Armee an- suchungsrichter dem Abgeordneten den Bescheid zugehen lassen, gehörenden Offiziere und Beamten fertig. Die daß kein Grund zum Einschreiten gegen die Gazzetta dell' österreichische Regierung hat dem Entwurf zugestimmt.- Emilia" vorliege, da sich das Blatt teiner strafbaren Handlung schuldig gemacht habe. Obwohl Salfi diesen Bescheid erwartet hatte, hat er doch seine Advokaten Berenini, Barbanti und Dall' Dijo beauftragt, an die Anklagebehörde zu appelliren und hat selbst zu seiner Vertheidigung eine Denkschrift veröffentlicht, die die unverschämten Lügen der" Gazetta dell' Emilia" ins rechte Licht seht. Auf die Entscheidung der Anklagebehörde darf man mit recht gespannt sein.dienten. Ungarn. Budapest, 10. April. In hiesigen Kasinofreisen machte man anläßlich der jüngsten Spielkarten- Affäre die Entdeckung, daß die von einer hiesigen Fabrit angefertigten Spielkarten auf der Rückseite solche Zeichen aufweisen, die als Erkennungszeichen allen hervorragenden Politikern besuchte Klub Budapest's ist, Wenn man weiß, daß das Kasino der angesehenfte, von kann man aus dieser Entdeckung nette Rückschlüsse auf den Charakter dieser Ehrenmänner machen. haben bei den in Die Die Berliner Anwaltskammer und das Spanien. Assessorengeset. Die Anwaltskammer hielt gestern Abend spanischen Sozialisten haben für die am 12. d. M. stattfindenden Die sozialistischen Kandidaturen. 6 Uhr im großen Sigungssaale des Kammergerichts eine außer ordentliche Generalversammlung ab, um gegen§ 8 des preußiParlamentswahlen folgende Kandidaten aufgestellt: In Madrid: schen Gesetzentwurfs, betreffend die Regelung der Richtergehälter wird telegraphirt: Verbrecherische Polizeibeamte. Aus Budapest Pablo Iglesias und Dr. Jaime Vera. In Valladolid: Pablo und zu der Anstellung von Assessoren Stellung zu nehmen. Wir Iglesias und Pascual Simal. In Barcelona( Außenbezirk): entnehmen dem Berichte der„ Volks- 3tg." hierüber das folgende: suspendirten Polizeiraths Chady bevor, weil die Untersuchung Eduardo Varela. In Bilbao: Pablo Iglesias. In Elche: Dr. Wie verlautet, steht die Verhaftung des vom Amte Toribio Reoyo. In Oviedo: Antonio Garcia Quejido und Rechtsanwalt Salinger befürwortete in längerer Rede die Annahme einer Resolution, in welcher die Anwaltskammer ihren ergeben hat, daß derselbe Urkunden gefälscht und Defraudationen Jaime Vera und Miquel, De Unamuno. In El Ferrol: Pablo Borstand ersucht, bei der preußischen Justizverwaltung gegen 32 000 Gulden geschädigt worden ist. Gegen den Stadthaupt- Bablo Iglesias. In Villanueva y Geltru: Antonio Garcia im Amte begangen hat, wodurch der Staat um mindestens Iglesias. In Jatiba: Antonio Garcia Quedo. In Mataro: diesen Paragraphen vorstellig zu werden, der geeignet sei, den mann Egyed und den Stadthauptmann Fannal ist die Disziplinar- Duejido. In Burgos: Pablo Iglesias. Diese Kandidaturen preußischen Rechtsanwaltsstand schwer zu schädigen und sein Ansehen zu schmälern. untersuchung eingeleitet. Spanien herrschenden Zuständen, Justizrath Lewy sprach sich dafür aus, die Resolution auch überreichte heute dem Untersuchungsrichter sein Gutachten als Wahlen nach ihrem Gutdünken - Affaire Pulszty. Universitätsprofessor Dr. Ajtay die es der jeweiligen Regierung ermöglichen, die auf den preußischen Richterstand auszudehnen, au machen, natürlich deffen Unparteilichkeit und unabhängigkeit Sachverständiger über den geistigen Zustand wenig Aussicht auf Erfolg; sie dürften aber zeigen, daß durch die geplante Gesetbestimmung arg be: Karl Pulszky's. Dasselbe weicht von dem bereits mit die sozialistische Partei in Spanien in den letzten Jahren ganz droht werde. Mit diesen Abänderungen gelangte die Resolution getheilten Gutachten des anderen Sachverständigen wesentlich ab. bedeutend gewachsen ist und besonders den Republikanern, die nicht zur einstimmigen Annahme. Während dieser Pulszky als zur kritischen Zeit un Fleisch und nicht Fisch sind, viel Terrain abgewonnen hat. Zum zurechnungsfähig bezeichnete, erklärt Professor Ajtay ersten Male seit ihrem Bestehen stellt die Partei, die mit un-In Ahlwardt's Wahlkreis, Friedeberg- Arns auf das bestimmteste, daß nach seiner Meinung glaublichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und von den Machtwalde, soll sich eine starke Strömung geltend machen, deren und auf grund der von Zweck es ist, den Reichstags- Abgeordneten auf Reisen" zum Pulszty immer geistig vollkommen ihm angestellten Beobachtungen habern ganz bedeutend in ihrer Entwickelung gehemmt wird, eine Rücktritt von seinem Mandat zu veranlassen, da er dasselbe nicht gewesen sei normal so große Anzahl von Kandidaten auf. Dr. Jaime Vera, einer und daß die Derzeit mitunter an ihm der beliebtesten Aerzte von Madrid, hat zwar ersucht, ihn von ausübt. Schreiben, die Ahlwardt von einer Anzahl seiner wahrnehmbare Apathie die natürliche Reaktion nach der Annahme einer Kandidatur zu entbinden, da ihm seine ärztWähler erhielt, und in denen er zur Rückkehr von Amerika auf vielen durchschwärmten Nächten und belichen und wissenschaftlichen Pflichten vollauf in Anspruch nehmen gefordert wurde, blieben bisher unbeantwortet. Ein solcher, gangenen Exzessen mehr physischer als seelischer und ihm nicht Zeit lassen, sich den politischen Angelegenheiten ziemlich energisch gehaltener Mahnbrief", der von mehreren rt sei. Das Gutachten, welches auf sechzig Seiten geschrieben mit ganzer Kraft zu widmen; die Partei hat aber in einer am feiner Freunde unterzeichnet war, ging am Mittwoch an Ahl- ist, enthält alle Details der nahezu siebenwöchentlichen Beobachtung, 31. März stattgehabten Volksversammlung beschlossen, diesen die einzelnen Zeugenaussagen und die im Laufe der Untersuchung Verzicht unberüchsichtigt zu lassen, so daß die Madrider Soziafestgestellten Thatumstände. listen, laut Parteibeschluß, für Pablo Iglesias und Dr. Jaime Vera stimmen werden. wardt ab. 1 Der wandlungsfähige Dr. Bödel ist nun glücklich an der Krippe des Bundes der Landwirthe gelandet. Vor einiger Zeit brachten bürgerliche Blätter die Mittheilung, daß Dr. Böckel im statistischen Bureau einer Aftiengesellschaft Beschäftigung erhalten habe. Diese Aktiengesellschaft" ist, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, der Bund der Landwirthe, in dessen statistischem Bureau Herr Böckel seit einer Reihe von Wochen thätig ist. " Der auffällige Vorgang in Düsseldorf, das Niederrheinische Füsilier Regiment Nr. 39 betreffend, den wir gestern der Volks- Zeitung" entnommen haben, hat die" Post" zu näheren Erfundigungen veranlaßt. Das Blatt theilt mit, an maßgebender Stelle erfahren zu haben, daß dort über diesen angeblichen Vorfall nichts betannt sei. - Die Versammlung der bayerischen Ron. servativen, die in diesen Tagen in Nürnberg zusammen getreten war, hat ihr Bedauern über das Ausscheiden Stöcker's ausgedrückt. Dieses Gutachten wirft ein helles Bild auf die Praktiken der Regierung, die, um einem Prozeß gegen eine verbrecherische Staatsftüße aus dem Wege zu gehen, dieselbe einfach für un zurechnungsfähig erklären läßt. V Schweiz. Basel, 9. April.( Eig. Ber.) Für die kommenden Land. raths Wahlen( 7. Juni) haben die Grütli- und Arbeitervereine folgendes Arbeitsprogramm aufgestellt: 1. Hypothekar. reform; 2. Schaffung eines fantonalen Inspektorats zur Ueberwachung der Fabrit- und Hausindustrie; 3. Hebung des Voltsschulwesens; 4. Schaffung einer genauen Lebensmittel kontrolle; 5. Einführung des proportionalen Wahlverfahrens bei tantonalen und Gemeindewahlen. " Frankreich. Paris, 10. April. Dem orleanistisch- großkapitalistischen Gaulois" zufolge werden aus Furcht vor der Einkommensteuer zahlreiche Kapitalien von den französischen Banken zurückgezogen und im Auslande angelegt. Madrid, 10. April. Nachdem die spanische Regierung sämmtliche gegen die Vereinigten Staaten von Amerita ge richteten Demonftrationen streng verboten hat, versammelten sich die Republikaner in einem geschlossenen Lokal und protestirten, heftig gegen die Anmaßungen des amerikanischen Kongresses und gegen die sinnlose Kolonialpolitik. Bulgarien. Fürst Ferdinand als Commis voyageur für die Alleinherrschaft des Baren in der orthodoxen Kirche, das ist das neueste Entwickelungsstadium dieses so entwickelungsfähigen Katholiken. Seinen Aufenthalt in Konstantinopel benutzt er dazu, die bisher selbständige bulgarische Kirche mit der russischorthodoxen Kirche, deren Papst der Kaiser von Rußland ist, zu vereinigen. Die Geiftlichkeit zeigt aber diesen Bemühungen gegenüber kein Entgegenkommen. Afrika. Kimberley, 9. April. Der Direktor der Debeers- Kompagnie, - Das agrarische Märchen, daß die Land. Einführung der harmlosen Einkommensteuer gehört wurden. hörden) unter der Anklage vor Gericht gestellt werden, ungesezDas find leere Redensarten, die ebenso in Preußen bei der Gardner Williams, wird( von den kapländischen Be wirthschaft die Produktionskosten nicht mehr Die französischen Kapitalisten werden ihre Kapitalien ruhig in licher Weise Waffen in die südafrikanische Republik eingeführt zu einbringt, wird, wie das in Lippstadt in Lippstadt erscheinende Frankreich auch nach der Einführung des Einkommensteuer- haben. Der Angeklagte hat eine Bertheidigungsschrift.eingereicht, Organ der Zentrumspartei, der" Patriot", zeigt, schlagend Gesetzes Mehrwerth machen lassen. Was sie mit solchen Nach in welcher er erklärt, die Waffen und die Munition feien in widerlegt durch das eidliche Gutachten, das in einem Streite im Kreise Lippstadt zwei tüchtige Landwirthe abgegeben und ihren getauften Vertretern in Presse und Parlament Gründe Company zur Aufbewahrung in der Niederlage bestimmt worden. richten, wie die des Gaulois" wollen, ist, Dumme zu dupiren Kimberley in Empfang genommen und von der Chartered haben. Durch dieselben ist festgestellt worden, daß z. B. ein schaffen. Das französische Bolt wird hoffentlich seine Ausbeuter Ein Beamter der Chartered Company habe später den Befehl Morgen Ackerland, welcher zu 15 M. pro Jahr verpachtet ist, nach Abzug sämmtlicher Betriebsuntoften, das heißt, wenn die nicht schonen. ertheilt, einen Theil der Waffen und der Munition aus der gezogenen Produkte fir und fertig zum Verkauf daliegen, nach Niederlage zu entnehmen. dem einen Gutachten 37,50, nach dem anderen 88 M. einbringt. Rechnen wir hiervon die 15 M. Pacht ab, so bleiben uns doch 22,50, beziehungsweise 23 M. Reingewinn. Demnach muß doch ein Landwirth, welcher ein Gut von 100 Morgen in Pacht hat, jährlich immerhin noch bei solider Wirthschaft und Lebensweise, 2250 bis 2300. auf die hohe Kante stellen fönnen, und ein Landwirth, welcher sein Gut als Eigenthum bewirthschaftet, müßte dann noch mehr übrig haben. man Italien. Rom, 8. April.( Eig. Ber.) Die Friedensverhand. Bloemfontein, 8. April. Der Volksraad des Dranjeungen zwischen der italienischen Regierung und den Abessyniern Freistaates wurde heute eröffnet. Präsident Steyn erwähnte sind durch den Umstand, daß Menelit mit seinem Heere den in seiner Eröffnungsrede, daß die Staatseinnahmen einen Ueberburch die Jahreszeit gebotenen Abmarsch nach dem Süden beschuß von 46 000 Litr. aufwiesen. Steyn war dafür, die Eisengonnen hat, zwar nicht abgebrochen worden, werden aber eine Ver- bahnen zu verstaatlichen. Sollte die Frage neuer Zollverträge zögerung erleiden. Diejenigen Kreise, welche einen Nachetrieg gegen auf die Tagesordnung fommen, so sei die Zeit da, Abessynien befürworten, vor allem der Anhang Crispi's, glaubten die Farmer gegen die Konkurrenz des Auslandes zu schützen. durch den Abzug Menelik's die Gelegenheit für ein anderweitiges Auch ein beschränktes Referendum ein beschränktes Referendum empfehle sich für die Vordringen der Italiener gekommen, da die in der Provinz Bedürfnisse des Staates. Was einen engeren Anschluß Wie die 3ünftler dem Handwerk den Tigre zurückgebliebenen abeffynischen Unterbefehlshaber zu einem an das Transvaal anbeträfe, so werde bald eine Konferenz goldenen Boden schaffen wollen, sieht man am besten aus erfolgreichen Widerstand nicht mehr stark genug seien. Das neue zu dem Zwecke stattfinden. Bei der Besprechung der kürzlichen Der von ihnen gepflegten Lehrlingszüchterei. Sehr interessantes italienische Ministerium dürfte sich aber durch solche Stimmen Krisis erwähnte Präsident Steyn, daß Schritte unternommen Material hierzu fommt in einer Polemik mit dem Organ des schwerlich zu einem neuen Offensivtriege verleiten lassen. In- worden wären, um Ueberfälle der britischen südBarbierbundes in Berlin zu tage. Die in München erscheinende zwischen beschränkt sich der Krieg darauf, daß die von den afrikanischen Gesellschaft in Butunft zu ver Allgem. Bader- und Friseurzeitung" weist nach, daß der Italienern besetzt gehaltene Festung Adigrat am Rande hindern. Hoffentlich werde eine unparteiische Untersuchung Innungsbund in Norddeutschland zuviel gebr des abessynischen Hochplateaus von feindlichen Streitkräften ein- alle Ginzelheiten der Verschwörung gegen die Schwesterrepublit linge heranbildet. Die mecklenburgischen, posenschen, geschlossen erhalten wird. Der Generalgouverneur in Maffauah und so mittelbar gegen den Oranje Freistaat feststellen. brombergischen und schlesischen Bezirksverbände, beren ist ermächtigt, die Besatzung aus Adigrat zurückzuziehen, doch ist Hoffentlich würden die Städelsführer zur verdienten Strafe ge Innungen fast alle die Rechte des§ 100e( ehrlings- bies, eben weil die Festung eingeschlossen ist, nur durch zogen und das arg ins Wanten gekommene Vertrauen wiederprivilegium) befäßen, beschäftigten im Verhältniß zu ihre Entsetzung mit gewaffneter Hand oder durch eine hergestellt werden. Den Meistern 116,8 pCt. Lehrlinge. Die Innungen Kapitulation möglich. Die leztere möchte man vermeiden, zu in Süddeutschland, die das Privilegium des erwähnten Para- der ersteren Vom Matabili Aufstand liegt folgende amtliche graphen nicht befizen, haben 43,6 pCt. Lehrlinge. In Bayern, Friedensverhandlungen nicht aussichtslos geworden sind. Von 7. April vor: Kapitän Macfarlane gestern Abend mit 60 Mann taum vorschreiten, solange die Meldung des Kommandanten Nicholson aus Buluwayo, wo die Bader mehr in Vereinen als in Innungen organisirt sind, dem Abschluß der letzteren erwartet man nicht nur die Befreiung und einer Maxim'schen Kanone von hier abgegangen, um Gifford beträgt, nach der Münchener Post", die Prozentziffer 84,8. der Befagung von Adigrat, sondern auch die der Gefangenen Hilfe zu bringen. Innung und Privilegium erweisen sich also da( 1500 bis 2000), die bei Adua in die Hände der Abessynier ge- großen Wassen Die Eingeborenen sollen fich in geradezu als handwerksschädlich, und das Pri- fallen find. Wenn der Frieden nicht zu stande kommit, wird man Buluwayo zusammenschaaren. Ich würde froh sein, nördlich und südlich von vilegium steigert noch den Grad der Gemein besondere Verhandlungen wegen des Lostauss der Gefangenen wenn Oberst Plumers Truppe fäme. Ich habe keine Gegefährlichkeit. Es wäre interessant, bemerkt die Frank antnüpfen müssen, da diese sonst in das Innere Afrikas abfurter Zeitung", der wir diese Angaben entnehmen, auch über geführt werden. Mit der an der Grenze des Mahdistenreiches Matoppo- Bergen. Ihre Viehraubzüge dringen bis auf 7 engl. wehre mehr. Eine Menge Eingeborener stehen jeht in den die Wirkungen des Privilegiums in anderen Handwerken etwas gelegenen Festung Cassala ist jetzt durch einen von den Meilen von Buluwayo vor. zu erfahren.italienischen Truppen am Basse Sabderah errungenen WaffenEin neuer 3euge für den Galgen Peters erfolg die Verbindung wieder hergestellt worden. Der Grfolg hat sich in den Hamburger Nachrichten" verlauten lassen. Es hätte benutzt werden können, um die italienische Besatzung aus Die Bewegung ist ein Kapitän Lieutenant a. D. Rust, der Begleiter des Cassala zurückzuziehen, wie man dies anfangs beabsichtigt hatte. Dr. Peters auf der Emin Pascha Expedition. In dem Da aber die inzwischen ins Werk gesetzte englische Unternehmung in der Konfektions- Industrie. von Anfang April datirten, au eine folonialpolitische Persönlich gegen das Mahdistenreich Italien einige Rücksichten auferlegt, Das Einigungsamt tagte gestern in voller Besetzung im teit gerichteten Schreiben heißt es u. a.: hat man von der Räumung der Festung Abstand Köllnischen Rathhause, um die Verhandlungen vom Donnerstag der einen Theil Ein Wort über die Auflagen gegen Dr. Peters wegen brutaler genommen nichtmilitärischen in Sachen der Lohnregulirung in der Herren Behandlung der Träger. Der Gypeditionsführer, welcher seine Träger Ginwohnerschaft herausgezogen. Daß aber das gegenwärtige und Knabentonfettion fortzusetzen. Es wurden vorerst nicht zusammenhält, begeht Selbstmord. In Duzenden waren die im italienische Miniſterium sich zu einer über Caffala hinaus einige der Konfektionäre und Zwischenmeister, denen Bruch der Bitu- Lande angeworbenen Träger der E. P. E. nach Empfang gehenden militärischen Kooperation mit England verstehen werde, Vertragsbedingungen vorgeworfen ist, als Austunftspersonen verihres Handgeldes mit Liſt und Tücke unter Mitnahme von ist unter den gegenwärtigen Umständen nicht wahrscheinlich. Durch die Ernennung eines besonderen Ministers für Sizilien, der Burschenfachen fertigt, erklärt, nicht 12/2 pCt. Zuschlag, wohl Expeditionsgütern desertirt. Ihr Motiv war Diebstahl, kein nommen. Herr Rommelsburg, selbständiger Geschäftsinhaber, anderes, denn marschirt hatten sie noch kaum und nichts entbehrt. Der in Palermo seinen Wohnsitz nehmen soll, und dem die übrigen aber 25 pet. mehr zu zahlen, wie der Tarif verlangt. – Konfektionär Wer würde danach dem Führer Strenge und selbst Härte ver- Minister einen Theil ihrer Befugnisse abtreten, hat das Sannes schlägt die 12½ pet. nur dem Nettopreise zu, mit dem Denken!... Jede Kolonialgeschichte zeigt die Reaktion der Ein- Minifterium di Rudini gezeigt, daß es den Schwerpunkt seiner seine Meister ihre Arbeitskräfte bezahlen. Nach dem Vergleich geborenen nach Besetzung ihres Landes und harte Gegen- Thätigkeit nicht in Afrika, sondern in Italien sucht. vom Februar hält er fich nur hierzu verpflichtet. Kritmann, maßregeln vom Besizergreifenden. Das sind die dunklen Der sozialistische Abgeordnete Salsi, ein Zwischenmeister, betont, daß bei ihm nicht gestreift worden sei. Punkte der Kolonisation. Wendet man die abstrakte junger Volksschullehrer, der, wie man sich erinnern dürfte, direkt Er habe sich jedoch mit seinen Arbeitern bezw. Arbeiterinnen Moral des Mein und Dein auf Kolonialpolitik an, so soll aus dem Zwangsdomizil ins Parlament tam, strengte vor dahin geeinigt, daß er ihnen für Arbeiten mehr zahle, wo er man wenigstens fonsequent sein, und den Erwerb von Kolonial- längerer Zeit eine Verleumdungsklage gegen die Crispi'sche mehr bekomme, und danach handle er.-Zwischen dem Zwischenbesitz überhaupt von der Hand weisen; oder man müßte Gazzetta dell' Emilia" an wegen eines bald nach den Par- meister Kartlinis und dem Konfektionär Gottschalf war es vielleicht warten, bis die Wilden sich gegenseitig vernichtet haben, lamentswahlen erschienenen infamen Artikels, in welchem von betreffs der Bezahlung eines Postens Westen zu Differenzen ihr Landbesitz frei wird, und ihn alsdann in Besitz nehmen. In Salfi die ebrenrührigsten Dinge, die nur der giftigste Parteihaß gekommen. K. hielt sich berechtigt, 40 W. als den prozentualen zwischen würde ihn England allerdings schon an sich geriffen ersinnen kann, behauptet wurden. Die Art, wie diese Ber- Buschlag nachfordern zu können, während sich Gottschalk zu nichts haben und Deutschland wieder zu spät kommen. Will man Kolonial- leumdungsklage erledigt wurde, ist ein deutlicher Beweis dafür, verpflichtet hielt. Um Weiterungen zu vermeiden, einigten sich besitz haben und festhalten, so muß sich die Moral mit der Staats- daß die Sozialisten in Italien unter feiner Regierung, mag der beide auf 12 M., was sie vor dem Ginigungsamt fonstatirten. raison abfinden." Ministerpräsident nun Crispi oder Rudini heißen, Recht und Gottschalt blieb dabei, daß die 12 1/2 pet. von ihm gezahlt seien, Was hier entschuldigt werden soll, ist ein nebensächlicher Gerechtigkeit zu erwarten haben. In einer Frist von sechs Kartlinis dagegen behauptete, er habe sie für jene Arbeit nicht Borgang auf der Emin- Bascha- Expedition. Und schließlich wird Monaten hat der Untersuchungsrichter nichts anderes zu erhalten. Durch die Vernehmung des Zwischenmeisters Rohrnur als Entschuldigung angeführt, daß die gesammte Kolonial thun gewußt, als drei von dem besoldeten Artikelschreiber vor lack wird festgestellt, daß derselbe seinen Arbeitern den vollen werbung unmoralich ist. Selbst dieser Rust wagt aber nicht, den geschlagene Beugen, darunter zwei halbwüchsige Burschen, zu Buschlag, den er bekommt, nicht gegeben hat, sondern ihnen nur Peters'schen Hängesport zu verurtheilen. vernehmen, während auch nicht ein einziger von den vielen I 122 pet. ihres Lohnes mehr zahlte, und daß er das Mehr au Lohn " " und nur bleibt. nicht richtig vertheilte. Er behauptet, die Vergleichsbedingungen daß diese ministerielle Unterstützung der Sache nicht ohite Erfolg| zustellen; 8. die Vorgesetzten haben die Arbeiter besser zu bes nicht anders verstanden zu haben. handeln 4. wie bisher; der Arbeiterausschuß ist als Arbeiter- Entlassungen anzus Ein Theil der Geladenen ist nicht erschienen; bezüglich der Für die eigenartige Sozialpolitik des fächsischen Vermittlungs- Körperschaft Firma M. W. Rosenthal, die mehrmals geladen ist, wird dies Ministeriums Mensch liegen wieder zwei sprechende Beispiele vor. erkennen; 5. die Mißstände sind zu beseitigen, deren Atseitens des Vorsitzenden besonders bemerkt. Zum Schluß Es hat die vor etwa Jahresfrist erfolgte Auflösung der äußerst harm- stellung der Arbeiterausschuß mehrfach bei Mohr beantragt hat; wurde über die Thätigkeit der frei zusammengetretenen losen Kassenvertreter- Vereine", welche von den Knapp- 6. für die Küper von Altona- Ottensen ist eine Betriebswerkstatt Tariffommission verhandelt. Dieselbe wird ihre Arbeiten mög- schaftsältesten der drei größeren Bergreviere zur Wahrung der zu errichten; 7. der 1. Mai ist als Feiertag freizugeben. Die lichst bald beginnen. Herr Gottschalk ist der Meinung, daß die Interessen der Kassenmitglieder gegründet worden waren, bestätigt. für die Mohr'sche Fabrik bei Zwischenmeistern arbeitenden Küper, Schaffung des Tarifs nur dann einen Zweck habe, wenn sämmt- Das Inverbindungtreten der Vereine soll noch dadurch bewiesen an welche das Anfinnen gestellt worden ist, Streitbrecher zu liche Berliner Geschäftsinhaber verpflichtet würden, an diesem worden sein, daß die Rekursschriften des Lugau Delsniger und werden, werden auch unverzüglich vorgehen und die ihnen geeignet festzuhalten. Wenn dies unmöglich sei, wäre jede vorbereitende des Zwickauer Vereins fast gleichlautend wären. Da die Auf- erscheinenden Schritte thun, um nicht nur den ausgesperrten Thätigkeit werthlos. Timm führte gegenüber diesen und einigen lösungsbeschlüsse fast gleichlautend waren, mußten aber natürlich Arbeitern zum Siege zu verhelfen, sondern auch für sich selbst anderen Bemerkungen Gottschall's aus, daß die organisirten auch die Beschwerdeschriften ähnlich ausfallen. etwas zu erringen. Konfettionäre bei einigem guten Willen auf ihre noch fernstehenden Weiter hat dasselbe Ministerium der neugegründeten BeKollegen einen tüchtigen Einfluß ausüben könnten. Was an den gräbnißkaffe" Glückauf", auf welcher der schreckliche Arbeitern liege, werde schon geschehen, die Herren zum Nach Verdacht ruht, die Ziele des aufgelösten Berg- und Hüttengeben zu bestimmen. Herr Rosenbaum, Mitglied der Tarif- arbeiter- Verbandes zu verfolgen, die Eintragung in das Ge fommission, glaubt im Sinne aller Konfektionäre Berlins zu nossenschaftsregister verweigert, und die Kasse selbst unter das sprechen, wenn er in Aussicht stellt, daß ein spezialisirter Preis- Vereinsgefeh gestellt, mit der Weisung, dieselbe polizeilich streng fourant( Tarif) mit Unterscheidung der Qualitäten nicht zu stande zu überwachen. Nach den Gesang- und Turnvereinen kommen also nun auch die Begräbnißkaffen an die Reihe, sich der besonderen Obhut der sächsischen Polizei erfreuen zu müssen. tommen werde. Partei- Nachrichten. Neuer militärischer Boykott. In Meerane, im Rechtsstaat Sachsen, ist gleich über drei Wirthschaften, wo Sozial. Gewerkschaftliches. " Auf dem Textilarbeiterkongrek in Apolda hat sich nicht Reichenbach i. V., sondern Reichenbach in Schlesien gegen die Generalfommission erklärt. Die Steinhauer Hannovers sind in den Streit getreten. nur zwei Meister, von denen der eine seine Unterschrift nachträglich wieder zurückgezogen hat, hatten die Forderungen der Arbeiter bewilligt. Die Maler Münchens beschlossen die Durchführung des im vorigen Jahre ausgearbeiteten Lohntarifs, dessen Grundlage der Neunstundentag und ein Minimal Stundenlohn von 42 Pf. für Maler und 37 Pf. für Anstreicher ist. Die Glasergehilfen Mannheims haben ihre Forderungen faft bei sämmtlichen Glasermeistern durchgesetzt. Nur das Bildereinrahmungs- Geschäft von August Mayer in C 4, das zwei Glaser beschäftigt, hat noch nicht bewilligt. Die beiden Gehilfen Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. Die„ Deutsche haben gekündigt. Der Glaser- Fachverein ist die zweite Gewerkdemokraten verkehrten, das Militärverbot verhängt worden. Be- Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" veröffentlicht folgende Mit- schaft in Mannheim, die bis jetzt ihre Forderungen durchMitgesezt hat, und auch er verdankt es nur dem Umstand, daß er schlößchen. Im übrigen ist der Boykott ein Lusthieb, da Meerane theilung:„ Eben erhalten wir ein Telegramm aus Boulogne gut organisirt ist. teine Garnison hat. ( Nordfrankreich), wo am zweiten Ostertag die Vorkonferenz zum Die Textilarbeiter Mülhausens haben mit Rücksicht auf Der Zentralwahlausschuß der sozialdemokratischen internationalen Kongreß stattfand. Kamerad Möller, der dieser die Haltung des Textilarbeiterkongresses in Apolda auf ihre Partei Baſels veröffentlicht im„ Vorwärts" das Arbeitsprogramm Konferenz beigewohnt hat, depeschirt uns, daß der diesjährige Hauptforderungen verzichtet und die Arbeit gestern für ihre fünftige Bethätigung im Großen Rath. Es umfaßt 26 internationale Bergarbeiter- Rongreß in Aachen, also in einige fleinere Forderungen bewilligt und die Zusicherung gemacht morgen wieder aufgenommen, nachdem man ihnen Nummern und beschränkt sich auf die kantonalen Angelegen Deutschland, und zwar zu Pfingsten abgehalten wird. hatte, daß Maßregelungen nicht vorgenommen werden würden. heiten. Wir nennen folgende Punkte: 1. Weiter- Entwicklung des gesetzlichen Arbeiterschuhes, insbesondere Hierdurch erledigt sich zum theil die Debatte über den Kostenpunkt In der Baumwollspinnerei von Naegly find aber dennoch Serabfehung des Arbeitstages für Arbeiterinnen. Erlaß betr. der Delegation zum Kongreß. Eine recht zahlreiche Beschickung Arbeiter gemaßregelt worden, es brach dort infolge dessen ein stündigen Normal- Arbeitstages; 2. Ginsetzung eines staatlichen als bestimmt angenommen werden." eines tantonalen Gewerbegesetzes auf der Grundlage eines zehn des Aachener Kongresses seitens Deutschlands darf nunmehr wohl neuer Ausstand aus, ebenso theilweise bei den Firmen Dreyfus und Lan 3. Bermittelungsamtes in Lohn- und Arbeitsstreitigkeiten; 3. Vor- als bestimmt angenommen werden." bildliche Einrichtung der Staatsbetriebe, sowie mustergiltige Be- Eine Konferenz der Holzarbeiter der Provinz Braudenhandlung der Staatsangestellten und Staatsarbeiter; staatliche burg wurde am 2. Osterfeiertag in Frankfurt a. D. in den Feftfegung eines Normal- Arbeitstages, sowie von Minimallöhnen Räumen des Vorwärts" abgehalten. Es waren 16 Bahlstellen für alle vom Staat zu vergebenden Arbeiten, Bekämpfung der durch zusammen 14 Delegirte vertreten. Eckert berichtete, daß Die Drechsler Nürnbergs haben ihre Forderungen von Arbeitslosigkeit durch Vermehrung der staatlichen Arbeitsgelegen durch die Agitationskommission in 26 Ortschaften Versammlungen der Innung bewilligt erhalten, ebenso von 16 der übrigen heiten und Einführung einer staatlichen Arbeitslosenversicherung. abgehalten wurden, welche aber leider in den meisten Fällen Meister. Eine Anzahl Meister hat aber überhaupt noch nicht Reform und Hebung des gewerblichen Bildungswesens, Ver- nicht den erhofften Erfolg hatten. Zwei Bahlstellen find aus- geantwortet. befferung des Wohnungswesens durch Einführung einer geschieden und andere stellten die Beitragszahlung ein. Es wurden Aus der Schweiz. Den 3 widern in der Schuhfabrik Wohnungs- Inspektion und Erbauung von Wohnungen durch dann folgende Beschlüsse gefaßt: Von jetzt ab auswärtige von Hoffmann u. Komp. in Winterthur wurden voriges den Staat; Errichtung eines Versammlungs- Gebäudes und von Referenten nur zu öffentlichen Holzarbeiter- Versammlungen Jahr der Arbeitslohn ganz empfindlich gekürzt. Sie schlossen sich Versammlungslokalen auf Kosten des Staates; Erweiterung der und nicht auch zu Mitgliederversammlungen zu entfenden, sowie der Gewerkschaft ihrer Branche an und richteten an die Firma unentgeltlichen Krankenpflege; gefeßliche Regelung des Armen- eine anderweite Regelung der Beitragszahlung vorzunehmen. das Gesuch um Wiederherstellung des früheren Tarifs. Ihre wefens im Sinne einer ausgiebigen Staatsunterstützung unter Nach Verlesung des Kaffenberichts von seiten des Raffirers wurde Eingabe hatte nun, gestützt auf ihre fiarte Organisation, den Ausschluß aller parteipolitischen und religiösen Absichten; staat- demselben Decharge ertheilt. Im weiteren beschloß man, von Erfolg, daß der alte Tarif wieder hergestellt wurde. liche Altersversicherung; rationelle Anlage der Bahnhöfe und jetzt ab nicht mehr 10 Pf. pro Kopf und Vierteljahr als Beitrag Die bei der letzten Eisenbahner Lohnbewegung Bahulinien; Ausbau des Straßenbahnneges; elektrische Kraftleitung an die Agitationskommission zu entrichten, sondern von den zu kurz gekommenen Eisenbahnarbeiter der Vereinigten durch den Staat; Schaffung einer rein staatlichen Kantonalbank; 35 pCt. der am Drt verbleibenden Einnahmen 6 pCt. an die Schweizerbahnen haben der Direktion ein neues Schreiben Reform des Hypothekarwesens; Revision des Wirthschaftsgesetzes; Kommission abzuliefern; ferner im nächsten Frühjahr in allen eingereicht, in welchem sie eine nochmalige Lohnerhöhung fordern. Errichtung eines tantonalen statistischen Bureaus zur Erforschung Zahlstellen der Provinz, den örtlichen Verhältnissen entsprechend Sie stellen diefelben Forderungen wie die Arbeiter an der volkswirthschaftlicher und sozialer Zustände; Reform des Steuer in eine Bewegung zu treten. Von der Agitationskommission soll unter schweizer. Bentralbahn, nämlich 4 Franks Minimal- Taglohn bei weſenz; Einführung des proportionalen Wahlverfahrens bei 3Buhilfenahme der Bahlstellen Frankfurt und Guben versucht 10stündiger Arbeitszeit. Der Anstoß zu dieser neuen SohnGroßraths- und Bürgerrathswahlen; Erleichterung der Stimm- werden, in Fürstenberg a. D. eine Zahlstelle zu errichten. Dem bewegung geht vom Eisenbahnarbeiter- Verein St. Gallen aus. abgabe; weitere Demokratisirung Der Staatsverwaltung; Antrage der Generalfommission betreffs Gründung eines StreifIn Luzern sind die Sattler in eine Lohnbewegung ein Revision des Bürgerrechtsgesetzes, demokratische Weiterentwicklung fonds erklärte die Konferenz ihre Sympathie. Der Sitz der des Schulwefens; Weiterführung der Reform des Gerichtswesens. Agitationskommission wurde in Brandenburg belassen und die getreten. Sie fordern zehnstündige Arbeitszeit, 4 Fr. MinimalMit diesem Programm, schreibt man uns aus Bafel, gedenkt die Zahl der Kommissionsmitglieder von 5 auf 7 erhöht. Nach einer lohn, Bezahlung der Ueberzeitarbeit, Freigabe des 1. Mai. Ein Streik der Tischler steht nach Berichten bürgerlicher Sozialdemokratische Partei bei den kommenden Wahlen vor die Ermahnung des Vorsitzenden, die gefaßten Beschlüsse hochzuhalten Wählerschaft zu treten. Vielen Forderungen, die hier aufgestellt, und mit aller Kraft für den Verband zu agitiren, wird die Blätter in ganz Jutland( dem feftländischen Theile Dänebegegnen wir auch im bereits veröffentlichten Programm der frei- Konferenz mit einem Hoch auf die Gewerkschaftsbewegung ge- marts) in Aussicht. finnigen Partei; die konservative Partei hat ihr Programm noch nicht schlossen. veröffentlicht, auch die Ultramontanen sind mit ihrem Programm Aus Kottbus. Eine von 5-6000 streifenden Textilnoch im Rückstand; aber hier eilt es ja nicht so; ihren bisherigen arbeitern und Arbeiterinnen besuchte Versammlung nahm gestern Bestand werden sie erhalten, dagegen werden sie feine weitere Stellung zu der am 8. April von Herrn Graste, dem Werk Eroberungen dazu machen. Sie haben der sozialdemokratischen meister der Ringfirma Karnaute u. Söhne, einberufenen, resultatlos Partei ein Bündniß angetragen, sind bei dieser aber gründlich verlaufenen Versammlung. Es wurde einstimmig folgende Resoabgebligt. In einer demnächst stattfindenden öffentlichen Partei- lution gefaßt: versammlung wird die Sozialdemokratie ihre Kandidaten auf- Die streifenden Textilarbeiter halten es unter ihrer Würde, stellen. Sie wird in allen Wahlbezirken selbständig vorgehen. auf ein Anerbieten einzugehen, wie es in der Versammlung vom Die füditalienischen Sozialisten hielten am 1. April in 8. April seitens der Unternehmer durch ihren Wertmeister zum Ausdruck gebracht wurde. Die Versammlung erachtet ein solches Neapel ihren ersten Kongreß ab. Anwesend waren etwa Vorgehen als nur darauf berechnet, die streikenden Textilarbeiter vierzig Delegirte der sozialistischen Parteigruppen von Calabrien, in ihrer Einigkeit bei dem schweren Kampfe zu zersplittern, eine Apulien, Terra di Lavoro( Provinz Caferta) und den Abbruzzen. Handlung, welche die Verachtung aller Streifenden verdient. Auch der aus Messina herübergekommene sizilische Sozialist Die heute von 5-6000 Personen besuchte Versammlung Betrina war zugegen. Durch Akklamation wurde der Vorsiz dem beschließt weiter, nach wie vor zu Unterhandlungen mit den Abgeordneten Professor Enrico de Marinis übertragen. Unternehmern bereit zu sein, sobald seitens der Unternehmer die Nach einer glänzenden Eröffnungsrede des Vorsitzenden diskutirte der Kongreß die zwei Hauptpunkte der Tagesordnung: Organi Hand zu einem ehrlichen Frieden geboten wird." sation der Partei in Süditalien und Wahlorganisation. Tischlerbewegung. In Leipzig haben 86 Unternehmer Länger als sechs Stunden dauerten die Debatten über mit einem Perfonal von insgesammt 900 Arbeitern die einen Vorschlag von Walther Mocchi, der die Forderungen bewilligt. Die Baufabrit von Went dagegen hat Die Zahl der gegenwärtige, auf dem Kongresse von Parma, nach der Auflösung 60 Tischler und Hilfsarbeiter ausgesperrt. Der Arbeiterpartei"( Partitio dei lavoratori") und angesichts Streitenden beträgt im ganzen 100. Die Lohnkommission ersucht der Ausnahmegefeße angenommene Organisation für ungenügend um Vermeidung des Zuzuges. und den sozialistischen Zielen nicht entsprechend erklärte. Mocchi Lohnbewegung im Baugewerbe. Der Ausstand der betonte die Nothwendigkeit, den süditalienischen Delegirten für Maurer in Oldenburg dauert fort. Ebenso in Han den nächsten Nationalkongreß das imperative Mandat zu über- nover. tragen, nicht nur einen Wechsel des Organisationssystems zu In Bielefeld haben sich 395 Maurer in die Streiklisten verlangen, sondern auch für eine Organisation zu stimmen, welche eintragen lassen. 30 arbeiten zu den neuen Bedingungen. der der sizilischen Fasci"( Arbeitervereinigungen) möglichst ähnlich Die Maurer Altenburgs fordern 101/ aftündige Arbeitssein soll. An der sehr lebhaften Diskussion betheiligte sich vor geit, 33 Pf. Mindest- Stundenlohn, 1/ 2stündige Mittagspause, allem Betrina mit einer mit großem Beifall aufgenommenen Anschaffung der Kalfkästen durch die Arbeitgeber und Errichtung Rede, in welcher er erklärte, daß auf Sizilien die Fasci"- vorschriftsmäßiger Bauhütten. Einige Meister haben bereits Organisation, allen Verfolgungen zum Troß, immer wieder auf bewilligt. erstehen werde, sei es unter diesem oder unter irgend einem anderen Namen. Nachdem der Kongres festgestellt hatte, daß es durchaus nothwendig sei, bis zum nächsten Nationalfongreß die Organisation und die Taktit des Kongresses von Parma an zunehmen, schritt man zur Abstimmung über den Antrag Mocchi, welcher, da fich Stimmengleichheit( für und wider den Antrag) ergab, für diesmal verworfen wurde. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur 3 ahn von der Volkswacht" in Breslau hat im dortigen Gerichtsgefängniß die viermonatige Strafe an getreten, die ihm unterm Septemberfurs wegen Majestätsbeleidigung auferlegt worden ist. In Gera werden die Maurer dieser Tage in den Ausstand treten, da die Innung sich weigert, den Mindestlohn von 35 Pf. pro Stunde zu bewilligen. Die Zimmerer Dresdens fordern den Zehnstundentag, ( Arbeitszeit von 6-6, einschließlich 1 Stunde Mittagspause und zwei halbstündigen Pausen für Frühstück und Vesper) und 40 Pf. Minimal- Stundenlohn. Aus Rußland. Ein gerichtliches Nachspiel hatte ein Streik, der sich Ende Juli und anfangs Auguft auf der Eisenhütte Schaitanst im Bezirke Jetatherinburg ( im Uralgebirge) abgespielt hat. Auf dieser Gisenhütte wird gewöhnlich während der Zeit des Heumachens nicht gearbeitet, um den Arbeitern die Möglichkeit zu geben, auch landwirthschaftliche Arbeiten auszuführen, oder es wird ihnen der Lohn erhöht, und zwar bekamen sie in den früheren Jahren zu dieser Zeit 7 ftatt 5 Kopeten pro ausgearbeitetes Pud Eisen. Im vorigen Sommer wollte aber Babel, der Direktor der Eisenhütte Schaitansk, den Arbeitern nur 6 Kopeten pro Bud bezahlen, was die Arbeiter veranlaßte, die Arbeit einzustellen. Babel stellte darauf neue, von auswärts gekommene Arbeiter ein, aber diese arbeiteten nur ein paar Tage und gingen wieder fort, als sie den Grund erfuhren aus welchem ihre Vorgänger zu arbeiten aufgehört hatten. Als Babel darauf wieder neue Arbeiter einstellen wollte, versammelten sich die streifenden Arbeiter am 6. Auguft auf der Eisenhütte und bedrohten die neu angekommenen Arbeiter mit Thätlichkeiten, so daß auch diese sich entfernen mußten. Erst als Polizeibeamte ankamen, gelang es diesen, die Ruhe wieder herzustellen. Acht von den streifenden Arbeitern wurden nun vor kurzer Zeit vor dem Kreisgericht in Kasan der Anstiftung zu den Ruheftörungen Der Vertreter der Eisennicht nachgewiesen werden konnte. angeflagt, sind aber freigesprochen worden, da ihre Schuld hütte, der im Kreisgericht als Nebenkläger von den angeklagten Arbeitern die durch den Streit der Eisenhütte verursachten Unfosten, welche angeblich 360 Rubel ausmachten, haben wollte, dort aber mit seiner Forderung abgewiesen wurde, übertrug seine Klage in die Gerichtskammer von Kasan, wurde aber auch dort mit seiner Forderung abgewiesen. Aus der in der Nähe von Kattowiß liegenden russischen Grenzstadt Sosnowiß wird telegraphirt, daß 400 Arbeiter der Huta Bankowa streiten und daß die" Ordnung" von Militär aufrecht erhalten wird. Depelchen und letzte Nachrichten. Frankfurt a. M., 10. April.( H. B.) Der ,, Frankf. 3tg." wird aus Paris telegraphirt: Aus Madagaskar wird die Ermordung zweier Missionare gemeldet. Paris, 10. April.( W. T. B.) Die Agenze Havas" ver öffentlicht eine Meldung aus Kairo, nach welcher das Ministerium zur Verproviantirung der Expedition nach Dongola einen Theil der für die öffentlichen Arbeiten, namentlich für die Bewässerung vorgesehenen Summen verwendet. In Sonneberg i. Th. sind die 3 immerleute in den Ausstand getreten. Die Kaffeefortirerinnen der Firma Stucken u. Andresen in Altona, die bekanntlich in Bahl von 500 streiken, fordern: Rom, 10. April.( W. T. B.) Wie aus Senigallia gemeldet 1. Festsetzung der Arbeitszeit auf 9 Stunden täglich; 2. Feft wird, fanden dort wegen einer fortdauernden Zahlungsstockung fegung eines Minimallohnes von 25 Pf. pro Stunde; 3. Ueber der Sparkasse und Handelsgesellschaft, welche einige Falliments stunden sind mit 35 Pf. pro Stunde zu bezahlen, jedoch dürfen zur Folge hatte, gestern vor den Geschäftslokalen der genannten Soziale Uebersicht. an einem Tage nur 2 Ueberstunden gemacht werden; 4. Verbot Institute und vor den Wohnungen der früheren Administratoren Arbeitszettel. Um der Unkenntniß der den Arbeitsvertrag des Säcketragens und Rutschens; zu dieser Arbeit sind von den derselben tumultuöse Kundgebungen statt, wobei viele Fensterregelnden gesetzlichen Vorschriften entgegenzuwirken und eine Firmen Arbeiter anzustellen; 5. Verbot jeglichen Handels; scheiben eingeschlagen wurden. Die Polizei zerstreute die Unruhegrößere Klarheit und Bestimmtheit der Bereinbarungen bei Ein- 6. Außer dem wegen Arbeitsversäumniß wegfallenden Lohn, stifter und nahm 12 Verhaftungen vor. Während des Tumultes gehung des Arbeitsverhältnisses zu fördern, hat bekanntlich welcher nach Tagesstundenlohn zu berechnen ist, dürfen Straf wurden auf Seiten der Ruhestörer und der Polizei einige Perfeinerzeit das Düsseldorfer Gewerbegericht Arbeitszettel gelder nicht über 10 Pf. pro Tag und Kopf erhoben werden und sonen verwundet. Unter den Verhafteten befand sich ein Greis, herstellen lassen, d. h. Vertragsformulare, auf deren Vorderseite find letztere den Arbeiterinnen zur Verwaltung und Verfügung welcher im Gefängniß an einem Schlaganfall starb. sich eine Zusammenstellung der bei Abschluß eines Arbeitsver- zu überweisen; 7. Festsetzung einer neuen Arbeitsordnung. Dietrages wesentlich in betracht kommenden Punkte befindet, während felbe ift gemeinsam mit der Lohnkommission auszuarbeiten. auf der Rückseite die hauptsächlichsten für das Arbeitsverhältniß Die Streifenden wollen auf keinen Fall früher die Arbeit auf maßgebenden Vorschriften der Gewerbe- Ordnung u. s. 1. ab- nehmen, bis ihre Forderungen bewilligt sind und hoffen um so eher auf baldigen Erfolg, als sich ihre Hamburger Kolleginnen gedruckt sind. verpflichtet haben, sie moralisch und finanziell zu unterstüßen. Die Adresse des Vorsitzenden der Streitkommission, an den etwaige zuschriften und Geldsendungen zu richten sind, lautet: J. Greiß, Minnaftr. 10, 3. Etage, Hamburg- Hammerbrook. Palermo, 10. April.( W. Z. B.) Auf dem hiesigen Bentralbahnhofe stürzte eine erst fürzlich hergestellte Bedachung ein; zwei Arbeiter wurden getödtet, sieben schwer verwundet. Madrid, 10. April.( W. T. B.) Nach einer Meldung des Liberal" aus Havanah hat in der Provinz Pinar del Rio ein Sehr heftiger Zusammenstoß zwischen der Truppenabtheilung Arola's und derjenigen Maceo's stattgefunden, bei welchem letterer geschlagen sein soll. Einzelheiten fehlen noch. Der Vorwärts" und unseres Wissens so ziemlich die gesammte Preffe unserer Partei haben seinerzeit die Düsseldorfer Einrichtung Der Arbeiterschaft wohlwollend zur Prüfung empfohlen, die denn Amsterdam, 10. April.( B. H.) Die ausständigen Diamantauch allgemein erfolgte und insbesondere mit dazu führte, daß die Gewerbegerichte einer Reihe von Städten sich mit der Sache be- Die streikenden Arbeiter und Arbeiterinnen der schleifer tamen gestern bei einer Straßendemonstration in ein schäftigten. Jegt wird gemeldet, daß der preußische A. L. Mohr'schen Margarinefabrik in Altona fordern: Handgemenge mit der Polizei, die mit einem Steinhagel überHandelsminister durch Rundschreiben die Einführung von 1. Sämmtliche Streitbrecher find zu entlassen; 2. alle aus schüttet wurde. Der Anführer der Kundgebung wurde in Haft wieder an genommen, die Demonstranten zerstreut. Arbeitszetteln gleichfalls empfohlen hat. Es ist zu wünschen, gesperrten Arbeiter und Arbeiterinnen find Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. i Beilage zum„Vowarts" Berliner Volksblatt. Ur. 85. Sonnabend, den 11. April 1896. Uolmles. Zur Lokalliste. Aus Versehen ist das Lokal des Herr» Meißner als im S.Wahlkreise, Linienstr. 142, liegend de- zeichnet worden. Der Saal des Herrn Meißner befindet sich jedoch Chausseestr. 72, also im 6. Wahlkreise. Zu streichen ist das Lokal des Herrn Schüler, jetzt D r e ß l e r, Seestr. 71. Der neue Wirth sagr, daß Soldaten bei ihm verkehren und daher wünscht er nicht, daß sozialdemokratische Arbeiter bei ihm zu Gaste sind. In der Liste für den dritten Wahlkreis ist nachzutragen, daß S ch e f f e r's Salon, Jnselstr. 10, ebenfalls für Arbeiterversa>nm> lungen zu haben ist. Tie Verwaltung der städtischen Sparkasse will de» Inhabern der Annahmestellen, ohne dem Amte den Charakter des Ehrenamtes zu nehmen, eine entsprechende Vergütung für Vorhaltung der Geschäftslokalitäten gewähren und soll dem Ver- nehmen nach bereits in dem diesjährigen Etat eine entsprechende Summe für diesen Zweck aufgenommen sein. Auch will die Ver- waltung die Annahmestelle» wesentlich vermehren und sie sieht daher Meldungen von Geschäftsleuten entgegen. .Hygienischer Luxus. Nach der Erklärung der Stadt- verordneten Meyer und Leo in der letzten Stadtverordneten- Sitzung wäre das für die neue Volks-Badeanstalt in der Dennewitzftraße geplante Schwimmbassin ein Luxus. Zwar ist diesmal nur ein kleiner Theil der Stadtverordnelen dieser iiinsickt beigetreten, aber, bei Licht besehen, haben die Herren Meyer und Leo doch nur so gesprochen, wie die bürgerlich gesinnte Mai orität der Stadtverordneten- Versammlung im allgemeinen über hygienische Einrichtungen fürs Volk denkt. Es ist noch gar nicht so lange her, daß die städtischen Behörden es für überflüssig hielten, über Haupt Warmbadcanstaltcn mit billigen, auf die weniger Be- mitlelten berechneten Preisen einzurichten. In anderen, für die Volksgesundheit mindestens ebenso wichtigen Fragen der Hygiene steht die Majorität der Stadtverordneten- Versammlung noch heute auf genau demselben Standpunkte. Wir brauchen nur an die Frage der größeren Reinlichkeit in den Gemeinde schulen zu erinnern! Die Schulräunie öfter als dreimal in der Woche gründlich zu reinigen, hält man, trotz aller Proteste der Lehrer und Aerzte, nicht für nöthig, und selbst das ist im Vergleich zu den Zustände», die noch bis vor kurzem in den Genieindeschulen bestanden, schon ein Fortschritt. Die allgemeine Unentgeltlichkeit der Desinfektion bei an- steckenden Krankheiten gehört augenscheinlich ebenfalls zum hygienischen.Luxus". Aber gerade hierbei hat sich gezeigt, wozu es führt, wenn man die Bedürfnißlosigkeit der besitzlosen Klasse auch auf hygienischem Gebiete konservirl. Die städtische Desinfektionsanstalt wird immer noch zu wenig benutzt, am wenigsten von den Unbemittelten, die am meisten von Jnfektions- krankheiten ergriffen werden und schon wegen ihrer ungünstigen Wohnungsverhällnisse die Desinfektion am ehesten nöthig hätten. Der Magistrat klagt darüber jedes Jahr in seinen Berichten, ver- gibt aber regelmäßig, die eigentliche Ursache der geringen Benutzung der Anstalt anzugeben. Er mißt alle Schuld den Unbemittelten bei, spricht von Mangel an Ver- ständniß für das Wesen der Desinfektion und für die Größe der Ansteckungsgefahr, von Abneigung gegen eine gründliche Reini- gung der Wohnung u. s. w. Als ob die Erhebung einer Gebühr für die Desinfektion die Neigung, den Forderungen der Hygiene gemäß zu leben, steigern könnte! Unsere Genossen im Rothen Hause haben die allgemeine Unentgeltlichkeit der Desinfektion ebenso wie manche andere hygienische Ein- richtung vergeblich gefordert. Die bürgerliche Majorüät der Stadtverordneten-Versammlung hat diese Forderung nach dem Grundsatze behandelt, den sie fast immer befolgt, wenn etwas für die Unbemittelten gefordert wird: Wozu soll das führen, wenn jede Forderung bewilligt wird; dadurch werden nur immer neue, größere Wünsche rege gemacht. Ja. es wäre durchaus erfreulich, wenn auch in Fragen der Hygiene die.Begehrlichkeit" weitester Volkskreise geweckt würde. Je mehr Reinlichkeit, desto mehr Reinlichkeits- bedürfniß,— und je mehr Unsauberkeit, desto mehr Ge- wöhnung an Schmutz. In Reinlichkeitsfragen sollte eine Stadt- Verwaltung dem Bedürfniß mit am meisten entgegenkommen und es nicht einzuschränken, fondern eher noch zu steigern suchen. Die Berliner Stadtverwaltung hat oft genug umgekehrt gehandelt. Sie hüll es eben, sobald es sich um hygienische Einrichtungen für die Unbemittelten handelt, in der Hauptsache doch mit dem von Sparsamkeitsrücksichten diktirten Meyer- Leo'schen Stand- punkte. Arbeiterfeindliche Blätter wußten gestern von„argen Ausschreitungen" zu berichten, deren sich die Arbeiter der Schuhwaaren-Fabrik von Oppenheim schuldig gemacht hätten. Sie sollen, nachdem ein Zwist mit der Galtin des Prinzipals vorausgegangen wäre, einen„Höllenlärm" angeschlagen, sich „unter Drohungen und wüstem Geschimpse vor der Fabrik an- gesammelt" und„durch Steinwürfe mehrere Fensterscheiben zer- trümmert haben". Selbstverständlich fehlt in den Berichten auch nicht die geschmackvolle Wendung, daß die Polizei die„Rädels- führ er" sistirt hätte. Die Geschichte erinnert einigermaßen an die Revolutionsnackricht, die sich, wie dieser Tage berichtet worden, ein New- Iorker Blatt von seinem hiesige» Reporter hat ausbinden lassen. Dem Vorgang liegt nichts anderes zu gründe, als daß die Arbeiter und Arbeiterinnen der Fabrik sich mit der Frau Oppenheim wegen eines nebensächlichen Umstandes erzürnt haben und daß einer der Vclheiligten aus Versehen mit dem Ellenbogen gegen eine Scheibe gestoßen ist, darauf ist die Polizei ans den Plan erschienen und hat eine» Arbeiter sistirt, der aber auf Veranlassung des Herrn Oppenheim nach ganz kurzer Zeit wieder entlassen wurde, nachdem der Prinzipal sich von der Bedeutungs- losigkeit des Vorganges überzeugt hatte. Die Harmlosigkeit der ganzen Geschichte tritt wohl am deutlichsten daran zu tage, daß Herr Oppenheim nicht allein sämmtliche Arbeiter und Arbeile- rinnen am folgenden Tage wieder eingestellt, sondern jedem von ihnen auch für die verlorene Arbeitszeit 3,S0M. als Versäumniß- entschädigung zugesichert hat.— Aber es ist nun einmal die Art unserer gutgesinnten Presse, die Arbeiterschaft zu verleumden wo es angängig und wo es nicht angängig ist! Ter unentgeltliche Lehrgang für Chemie an der dritten Fortbildungsschule beginnt Montag, den 13. d. M., von neuem. Zur Behandlung kommt die Chemie der Metalle. Auf viel- fachen Wunsch der bisherigen Theilnehmer wird der Lehrer Herr Trinkaus auch einen Lehrgang für organische Chemie ein« richten. Besondere Vorkenntnisse sind nicht nöthig. Organische Chemie wird Montags, Chemie der Metalle Donnerstags von 7—9 Uhr gelehrt. Anmeldungen, auch schriftliche, nimmt Rektor Drehmann im Schulhause, Hinter der Garnisonkirche, täglich entgegen. Tic Tuellpriigelei zwischen den beiden kgl. Zeremonien- meistern von Kotze und von Schräder, die etwa acht Tage im voraus mit alle» Finessen einer gewiegten Reklame an- gekündigt wurde, hat gestern Morgen 7Y» Uhr bei Potsdam auf dem Ravensberge hinter dem Observatorium stattgesunden. Sie endete mit der lebensgefährlichen Verletzung des v. Schräder, dem Kotze jawohl zuschrieb, daß er an seinem Malheur in der Affäre der anonymen Schmutzbriefe schuld sei. Wolff's offiziöses Telegraphenbureau berichtet über den anmuthigen Vorgang wie folgt:„Auf dem Ravensberge fand heute zwischen dem Herrn v. Kotze und dem Herrn v. Schräder ein Duell statt, in welchem Herr v. Schräder dem Vernehmen nach durch einen Schuß in den Unterleib schwer ver- wundet wurde. Herr v. Schräder ist nach dem städtischen Krankenhause in Potsdam gebracht worden.— Weiterem Ver- nehmen nach ist die Verletzung des Herrn v. Schräder lebens- gefährlich. Die Operation an demselben wurde im städtischen Krankenhause von den Herren Geheimrath v. Bergmann und Sanitätsrath Dr. la Pierre vorgenommen und Herr v. Schräder sodann nach dem Augusta-Viktoria-Krankenhause übergeführt." Liegt in dieser Angelegenheit an sich schon genug Stoff, um alle ehrenhaften und gesitteten Menschen von neuem mit Abscheu und Ekel vor der Gesellschaftsschicht zu erfüllen, deren Bornirtheit und Unsittlichkeit sich hier abermals wiederspiegelt, so lassen einige Mittheilungen, die der„Lokal- Anzeiger" noch bringt, die Sache ganz besonders abgefeimt erscheinen. Dem Blatte zufolge lauteten die Bedingungen„zehn Schritte Distanz, a bompo feuern nach Zählen und Kugelwechsel bis zur völligen Kampf- Unfähigkeit des einen Gegners". Weiter meldet das Blatt: „Nachdem Herr v. Kotze durch den Spruch des Kaisers in den gegen ihn anhängig gewesenen ehrengerichtlichen Unter- suchungen als satisfaktionsfähig erklärt worden mar, verlangte er sofort von Herrn v. Schräder, dem er zur Last legte, daß er zuerst den Verdacht auf ihn gelenkt habe, der Urheber der anonymen Briefe zu sein, G e n u g t h u u n g. Herr von Schräder konnte sich nach den in Offizierskreisen herrschenden A n- schauungen dieser Forderung nicht entziehen. Herr von Kotze verbrachte den gestrigen Tag in Friedrichsfelde bei seinem Schwager, Herrn von Tresckow, mit dem er sich im Pistolenschießen übte." Auch Herr von Schräder war erst gestern von seinem Rittergute Bliesdorf nach Berlin zurück- gekehrt." Mit einer Art naivem Zynismus wird hier bekundet, daß es sich um einen mit allem Vorbedacht ins Werk gesetzten Mord handelt. An dieser Thatsache wird in den Augen der gesitteten Welt auch durch den Umstand nichts geändert, daß es sich bei den beiden Beamten des königlich preußischen Hofes nur um zwei Nullen handelt, deren Sein oder Nichtsein für die Welt nicht im geringsten in Frage kommt. Erbaulich ist es schließlich noch, im „Lokal-Anzeiger" zu lesen, daß der Mann, der einen Mitmenschen mit Vorbedacht und Absicht umbringen wollte und seinen Zweck allem Anschein nach auch erreicht hat, in seiner Wohnung die Gratulationen seiner Freunde und Verwandten zu dem für ihn glücklichen Ausgang des Duells empfing. Es wird schwerlich eine Periode in der deutschen Geschichte namhaft zu machen sei», aus der von Beispielen gleich große» sittlichen Verfalles in der maßgebenden Vesellschastsschicht zu berichten wäre. Die„Sittlichkeit" im Anzeigentheil bürgerlicher Blätter.„Lokal-Anzeiger" 167, 2. Beiblatt: Moderne Literatur. Distinguirte Damen, die sich für moderne Decadence- literatur, wie Zola, Sacher-Masoch sc., interessire», werden um Gedankenaustausch mit einem f e i n g e b i l d e t e n Herrn gebeten. Briese C. 178 Filialexped. d. Bl. Friedrich» straße 236. Einfache Unzucht muß den„Distinguirlen" und „Feingebildeten" schon zu gewöhnlich geworden sein! Dichtcritis. In der„National-Zeitung" lesen wir:„An- läßlich der gestrigen Hochzeit der Tochter des Freiherrn von Stumm mit einem Sohne des früheren Ministers von Lucius smidten die in Lübeck weilenden Minister v. Bötticher und von Hammerstein folgendes Telegramm an Freiherrn v. Stumm: „Der Bötticher und Hammerstein— In Quarantäne seuchenrein Sie möchten sich gern mit euch freu'n— Doch bei des Dienstes hartem Muß— Senden sie nur den schönsten Gruß— Dem jungen Paare Lucius."— Dieses sind zwei Poeten unter den Poeten wie Planet Mars unter den Planeten. Tie Koutrollversammlungen haben am Donnerstag ihren Anfang genommen. Bekanntlich ist seit vorigem Jahre die strenge Verordnung in kraft getreten, welche die Refermsten für die Dauer des ganzen TageL den Militärgesetzen unterordnet. Die Umgebung der Kaserne des Kaiser Franz-Grenadier-Regi- ments in der Blücherstraße bot ein sehr lebhaftes Bild dar und die Restaurateure jener Gegend machten befriedigende Geschäfte. Zu einer erregten Auseinandersetzung kam es an der Ecke der Mittenwalder- und Blücherstraße zwischen einer Anzahl Reservisten und Kausmannsgehilfen, welch' letzteren nachgesagt ivurde, daß sie von ihre» Chefs als Aufpasser abgeschickt worden seien, um zu beobachten, ob ihre Kollegen und die Hansdiener länger aus- bleiben, als es die Kontrollversammlung erfordert.(!) Bekannt« lich hat sich vor kurzem das Gericht mit einer ähnlichen Sache beschäftigt und entschiede», daß es Angestellten nicht gestattet ist, aus Anlaß der Kontrollversaunnlungen länger von der Arbeit wegzubleiben, als wie es Pflicht ist. Die Gehilfen sollten sich aber darauf besinnen, daß sie zu Spionendiensten nicht verpflichtet werden können. Freigabe des Kleinhandels mit denatnrirtem Spiritns. Nachdem der preußische Finanzminister durch Runderlaß vom April d. I. bestimmt hat, daß in Zukunft der Kleinhandel mit denaturirtem Spiritus(Brennspiritus) der Betriebssteuer nach Z 59 des Gewerbesteuer- Gesetzes nicht mehr unterliegt, ist die Schranke gefallen, die bisher der völligen Freigabe des Handels mit Brennspiritus entgegenstand. Jeder Gewerbe- ireibende kann jetzt den Verkauf von Brennspiritus in seinen Geschästsbelrieb aufnehmen, ohne dazu einer Genehmigung zu bedürfen und ohne dafür eine besondere Steuer zu entrichten. Es ist nur nöthig, der Orts-Polizeibehörde und dem zu- ständigen Hauptsteueramte Mittheilung von der beabsichtigten Einführung des Kleinhandels mit denaturirtem Spiritus zu machen. Gegen die Answeisungsbefchle, welche vom Polizei- Präsidium an eine Anzahl von in Berlin ansässigen Ausländern ergangen sind, haben mehrere der davon betroffenen Oesterreicher sich beschwerdeführend an das Ministerium des Innern gewandt. Der Bescheid ist, wie verschiedenen Blätter» von anscheinend Polizei- lich informirter Seite mitgetheilt wird, nunmehr erfolgt. Die Maßregel ist, soweit es sich hierbei um unbescholtene, im Besitz genügender Subsistenzmittel befindliche Leute handelt, zurück- genommen worden. „Amerika gleich hinter Berlin." Dieser Wab», der übrigens unter manchen Leuten noch weit mehr verbreitet ist, als man annimmt, stürzte eine junge lSjährige Frau, die aus Posen hierher kam, in namenloses Unglück. Das arme Wesen hatte sich vor einem Jahre in Posen verheirathet. Vor einigen Monaten verließ der Gatte die Heimath, um nach Amerika aus- zuwandern. Da er seit dieser Zeit nichts mehr von sich hören ließ, raffte das arme Weib ihre kleine Habe zusammen und reiste dem Manne nach. In Berlin angelangt, erfuhr die unerfahrene Frau, daß der Weg über das große Wasser noch sehr weit sei und nicht wenig Geld koste. Die wenige» Mittel waren bald aufgezehrt und schließlich mußte die sich in gesegneten Umständen befindende Frau im städtischen Asyl für Obdachlose untergebracht werden, wo sie ein Kind gebar. Bei ihrem ersten Ausgange nahm die Verlassene ihr Kino mit und ist nicht mehr nach dem Asyl, wo sie in der Familienabtheilung untergebracht war, zurück- gekehrt. Ueber die Ausliefermig Friedman«'? werden die französischen Tribunale demnächst zu entscheiden haben. Das erste deutsche Auslieferungsgesuch ist, wie wir seinerzeit mit- theilten, abgewiesen worden, weil es mangelhaft begründet war und den französischen Gesetzen nicht entsprach. Die Ab» weisung ist von deutschen Zeitungen b e st r i t t e n worden; wir waren aber gut unterrichtet und halten unsere Mittheilung formell aufrecht. Thatsache ist auch, daß die deutschen Behörden es mit der Begründung sich sehr leicht gemacht hatten. Das zweite Auslieferungsgesuch ist nach Ansicht des Advokaten Lainö von Bordeaux nicht besser begründet als das erste. Er hat eine längere Denkschrift ausge'— beitet, die Punkt für Punkt die Gründe zu widerlegen versucht, und die dem Ministerium bereits vorliegt. Dieses wird die Entscheidung dem zuständigen Gerichtshof anheimstellen. Herr Laine, der Vertheidiger Friedman»'?, glaubt des Erfolges ganz sicher zu sein. Und zugegeben muß werden, daß Friedmann es durch sein post festum geschriebenes Pamphlet über den K o tz e- S k a n d a I den Richtern sehr schwer gemacht hat, ihm die Qualität eines politischen Verbrechers abzusprechen. „Unrecht Gut gedeihet nicht." Eine recht merkwürdig anmulhende Illustration dieses Sprichworts bringen verschiedene bürgerliche Blätter in folgendem Bericht:„In einem großen Bankhaus in der Behrenslraße waren im Jahre 1387 in der Kouponkasse größere Unterschlagungen entdeckt worden, die kurz vor seinem Verschwinden der damals 26 jährige Buchhalter Bruno E. begangen hatte. Um die Sache nicht ruchbar werden zu lassen, erstattete die Direktion bei der Kriminalpolizei keine Anzeige, obwohl die unterschlagenen Summen sich auf weit über 50009 M. beliefen. E. stand damals kurz vor der ehelichen Verbindung mit einer Tochter wohlhabender Eltern. Der greise Vater des Durch- gängers, der zu jener Zeit Kassenbote in jenem Institut war, mußte seines Sohnes wegen den Dienst verlassen. Vor einigen Tagen nun kam aus Rio de Janeiro ein Brief an den noch hier wohnenden allen Mann, worin sein Sohn ihn: mittheilt, daß er mit dem damals erbeuteten Geld zu großem Wohlstand gelangt sei, durch glückliche Spekulationen ein reicher Mann geworden sei und seinen Vater bittet, mit dem Bankhaus zu unterhandeln, ob dieses geneigt sei, den unterschlagenen Betrag wieder zurück- zunehmen. Ferner sollen alsdann die Eltern nachkommen und seine verlassene Braut mitbringen. Die ersten beiden Wünsche werden erfüllt werden, seine ehemalige Braut aber ist längst die glückliche Gattin eines Eisenbahnselretärs und Mutter von zwei Kindern. Vichsperre. Nachdem in einem auf dem hiesigen Viehhof befindlichen Bestand von Schweinen die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, ist der Zentral-Viehhof vom 9. d. M. bis aus weiteres für den Abtrieb von Schweinen gesperrt worden. Zu dem Tode des Knaben Ernst Langerhans wird be- richtet, daß sich die Staatsanwaltschaft veranlaßt gesehen hat, die Leiche mit Beschlag zu belegen. Die Leiche ist daher gestern Abend aus der elterlichen Wohnung abgeholt worden und wird entweder heute oder morgen gerichtsärztlich geöffnet werden. Selbstverständlich wird die Angelegenheil bis zu ihrer völligen Klarstellung als Strafsache behandelt. Da der Fall ein außer- gewöhnliches Interesse beansprucht, so wird angenommen, daß sich eine Reihe ärzllicher Autoritäten zu der Leichenöffnung ein« finden werden. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Donnerstag in der Riedel'schen Tuchwäscherei, Köpnickerstr. 50. Bei der Aus- einandernahme einer Maschine stürzte eine fünf Zentner schwere Walze herab und zerschmetterte die rechte Hand eines Arbeiters. Der blutüberströmte Mann wurde alsbald zu einem in der Nähe wohnenden Arzte geschafft. Der Verunglückte ist verheirathet und Vater von drei Kindern. Im Sprechzimmer eines Arztes in der Prenzlauerstraße ist gestern der Schneidermeister Moritz C o r i n aus der Büsching» straße plötzlich vom Tode ereilt worden. Einer jener Burschen, welche es sich zur Aufgabe machen, in Stadtbahnwagen allein fahrende Frauen und Mädchen zu be- lästigen, wurde gestern in Rixdors verhaftet. Ter Droschkcnfuhrherr Löben aus der Lübbenerstr. 8 wollte Freilag Nachmitiag ein Dienstmädchen, das ihn auf seiner Haltestelle am Belleallianceplatz requirirte, nach der Neuenburger- straße fahren, als zwei junge Menschen, die des Weges kamen, in den Wagen stiegen und das Mädchen belästigten. Als der Fuhrherr im Begriff war, den Fahrgast vor den rohen Angriffen der Burschen zu schützen, zog einer derselben sein Messer und verletzte ihn nicht unerheblich am Auge. Die beiden Rowdies, von denen sich der eine als Schlächlergeselle, der andere als Pferdehändler legitimirte, wurden festgenommen. Mit einer schwere» Verletzung wurde am Freitag, morgens um 9 Uhr, aus dem Gartennser der 29jährige Gärtner Franz Hermann aus der Paulstr. 23 von einem Schutzmann des 32. Reviers aufgefunden und mit einer Droschke in ei» Kranken- haus gebracht. Er war von seinem eigenen Fuhrwerk überfahren worden und hatte Kuöchelbrüche erlitten. Vermißt wird seit dem 81. März der Kaufmannslehrling Paul Plassen, welcher die Ladenkasse seines Prinzipals(Plume. in der Friedrichstr. 37a) bestohlen hatte. Wegen Verausgabung minderwerthigen Geldes wurde gestern ein Handlungsgehilfe G. in Haft genommen. G. betrieb als Spezialität die Verausgabung von französischen und österreichi- scheu Geldmünzen. Durch die Anfmerksamkeit einer Nachtpatrouille ist es gelungen, eine» Menschen, welcher in der Großbeerenstraße in einem Schauklokale einen Einbruchsdiebstaht verübte, auf frischer Thal festzunehme». Der Dieb räumte ein, noch in 16 anderen Fällen im Südwesten und Westen der Stadt gleichartige Dieb- stähle ausgeführt zu haben. Witteruiigöiibersicht vom 10. April 1896. Wetter-Prognose für Sonnabend, den 11. April 1896. Müdes, zeitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Wetter mit etwas Rege» und müßige» westlichen Winden. Berliner Wetterburea». ivenn Kunst und Wissenschaft. teit: da drängt es ihn, der Familie zu entfliehen, allein zu sein und in reinere Luft zu flüchten. Mit der weitschweifigen Art, die sich mannigfach ins Ileinliche verliert, steht diese jähe Schlußwendung nicht durchaus im Ginklang. Weil ihn ein plöglicher, tiefer Efel erfaßt, soll ein zärtlicher Sohn so sehr bequem die Flucht ergreifen und den geängfieten Vater verlassen? Und soll so wenig von jener jugendlichen Einbildung in ihm gelebt haben, daß er sich so gar keine Kourage zutraute, läuternd einzugreifen? Der oftmals Enttäuschte erst hat das Recht zu verzweifeln. Komödie " und dem, was be= Rechtsanwalt Dr. Sello bekämpfte den Antrag des in die Arena des Berichterstatter beschäftigt werde, sondern behauptete, auch durch! In der Sigung des Reichstags vom 11. Dezember v. J. hatte die gegen Gaffron gerichtete Notiz wegen des darin enthaltenen bekanntlich der Abg. Bebel einen in der Zukunft" enthaltenen Deutsches Theater. In häßliche jüdisch- berlinische Familien- Ausdrucks bösartigen Schwindel" beleidigt zu sein. Er beantragte Auffah„ Eine Umsturzvorlage" einer abfälligen Kritik unterzogen freise führen die Genressenen Bu Hause" von Georg Hirsch außer der Bestrafung des Privatbeklagten Kunert ihm eine Buße und den Widerspruch des Abg. v. Enneccerus herausgefordert. feld, die am Donnerstag im Deutschen Theater zum von 500 M. zuzusprechen, da er infolge dieser Vorwärts- Notizen Der betreffende Auffah, welcher von dem Reichsgerichtsrath Dr. ersten Male aufgeführt wurden. Der jugendliche Verfasser, der eine schwere materielle Schädigung erlitten habe. Die Beweis- Melchior Stenglein herrührte, behandelte die Art, wie die wie mit seinem Drama" Mütter" zu Ansehen gelangte, hat mit seiner aufnahme erstreckte sich auf die Feststellung, ob Rogge in der Umsturzvorlage vorgelegt, ste im Reichstage Stizze zu Hause" nichts Neues zu sagen vermocht. Die Studie ist That eine Indiskretion begangen habe, und ob ferner, wie die handelt wie fte abgelehnt wurde und machte für allerdings schon vor vier Jahren erschienen und der erste dramatische Notiz in der Nummer vom 7. Dezember durchblicken laffe, daß er, Gegenvorschläge ein Umsturzgesetz, wobei Seiten Versuch von Hirschfeld überhaupt. Sie ist aus jener Stimmung um selber schuldlos zu erscheinen, eine Komödie gespielt habe, hiebe auf das fogenannte Publikum" und den sogenannten entstanden, die für unsere dichtende Jugend so bezeichnend ist, aus indem er den Gaffron nur vorgeschoben hätte, damit dieser Fortschrittsphilister" fielen. Die Tendenz des Artikels ging das der Erbitterung über eine erlogene Heiligkeit von Familie und gegen Bezahlung die Schuld auf sich nehme. Durch die hin, daß in Zukunft bei der Beurtheilung strafrechtlicher Thaten Ghe." Nicht durch die naturalistische Methode allein wirkt Bernehmung des Chefredakteurs der" Post", Dr. Grod deck nicht in erster Reihe dem objektiven Thatbestand, sondern den Hirschfeld in seinem Zu Hause" so grell; das kleine Schauspiel wird festgestellt, daß die fragliche Notiz der" Post" nicht fubjektiven Momenten mehr als bisher Rechnung getragen wer erhält seine besonders scharfe Note dadurch, daß es modernen durch Gaffron, sondern durch den Herausgeber den müsse. In der Presse spann sich die Polemit über die vom Bersehungsprozeß in einer ganz spezifisch jüdischen Familie zeigt, einer Zeitungs- Korrespondenz mit Namen Peczilled zu Reichsgerichtsrath Stenglein ausgesprochenen rechtlichen Anfich also gegen eine hartnäckig gewahrte Legende kehrt, als fei gegangen ist, über dessen Gewährsmänner er allerdings nichts zu schauungen weiter fort, besonders hatte die Bossische Btg." der der Zusammenhalt in der Judenfamilie besonders innig und fest fagen wiffe. Beuge König, gleichfalls früherer Bericht Angelegenheit am 18. Dezember einen Leitartikel gewidmet. In und kaum zerstörbar durch Einflüsse der Außenwelt. Die erstatter des" Borwärts", sagt aus, daß Rogge über der Nummer 51 vom 20. Dezember veröffentlichte nun der Atmosphäre modern Berlinischer Genußgier, wüftes, ideal das fragliche Gespräch auf der Redaktion in einem Ult" ein vom Angeklagten verfaßtes Gedicht, welches unter beraubtes Treiben der höheren Gesellschaft brauchen an das Café im Kreise anderer Berichterstatter Mittheilung dem Titel„ Sang an Stenglein" die Nuganwendung Heiligthum nur zu rühren, und mit dem Bauber ist es vorbei. gemacht habe und zwar vor dem Erscheinen des Artikels in der der Stenglein'schen Ausführungen dahin zusammenfaßte:„ Was Mit mehr Umständlichkeit, als bei strafferer Komposition nöthig" Post". Zeuge Ledebour bekundet, daß Rogge erst nach mehr bei einem strafbar ist, ist es nicht bei andern" und diesen neuen gewesen wäre, ist die Familie des Kaufmanns David Döhrgens fachen Fragen in einer Sigung der Preßfommission die von König juristischen Saz in wiziger Weise perfiflirte.Reichsgerichtsrath geschildert. Im Schneesturm und Regen muß der Vater straßauf, angegebene Thatsache eingestanden, nachdem er vorher entschieden Stenglein soll nach der Ansicht der Anklagebehörde beleidigt sein und straßab rennen, um dem ewigen Ruf:" Schaff' Geld und abermals bestritten hatte, zu irgend jemand über den Hergang auf der es wurde die Anklage auf grund des§ 186 des Str.-G.-B. erhoben. Geld" zu genügen. Zu schwach, zu sehr erschöpft von dieser Redaktion gesprochen zu haben. Der Vertheidiger des Klägers, Der Angeklagte bestritt die Absicht der Beleidigung und behauptete, Hezjagd nach Gold kann er nicht mehr den Herrn im Hause Rechtsanwalt Rosenstock, giebt zu, daß der Vorwärts" im daß er in dem politisch- fatirischen Gedicht lediglich zeigen wollte, hervorfehren und seine völlig entartete Mutter behandelt ihn vorliegenden Falle in Wahrung berechtigter" Interessen ge- wohin schließlich falsche Rechtsanschauungen führen müßten. wie ein ekles Lastthier. In dieser Frau verkörpert sich handelt habe, es frage sich aber, ob er nicht doch das Staatsanwalt Richter hielt eine Beleidigung des Reichs. eine bittere Anklage gegen den bestimmten weiblichen durch§ 193 gewährte Recht verlegt habe. Der Vorwurf gerichtsraths Stenglein für vorliegend. In dem StengleinTypus, das Gedicht der überall glänzen will, auf den Prome- der Indiskretion in Nr. 268 fei zweifellos beleidigend; schen Artikel stehe nichts von naden im Thiergarten, wie in den Theatersälen während auch solle der Kläger durch die betreffende Notiz als ein behaupte, vielmehr habe Reichsgerichtsrath Stenglein lediglich der Premièren. Ueberall will dieser Typus fich vor Mann bezeichnet werden, vor dem man sich hüten müsse. die ja auch jetzt schon bei der Anwendung des Stras drängen, überall will er gesehen werden. Er überlädt seinen Schwerwiegender sei jedoch der Vorwurf, der dem Kläger in der gesetzbuches übliche Berücksichtigung subjektiver Momente mehr in Leib mit Butz und seine Seele verdorrt in Stumpssinn und Roh- Notiz vom 7. Dezember gemacht werde. Aus dieser Notiz den Vordergrund rücken wollen. Das Gedicht des Angeklagten heit. Nicht für Kind und Gatten empfindet Frau Döhrgens, müsse jeder entnehmen, daß Rogge der Urheber des" Post" lasse garnicht erkennen, auf welche Vorgänge es hinziele, es deute ihre dürre Selbstfucht befriedigt wird; fie Artikels sei, daß er ferner einen falschen Zeugen vor- auch garnicht an, daß es sich de lege ferenda handle, sondern Sympathisirt höchstens mit einem ihrer Söhne, der ihre geschoben habe, um sich selber von dem auf ihm lastenden stelle ganz abstrakt ben oben angeführten Satz als den Leitfa Frivolität würdigt, Das Gedicht imputire einem Börsenjüngling, frech, zynisch Berdacht zu reinigen. Der Vorwurf, der gegnerischen Preffe des Reichsgerichtsraths Stenglein hin. und fchamlos. Das Söhnchen billigt es sogar ver Nachrichten überbracht zu haben, müsse den Kläger in den Augen ihm, daß er nicht nach fachlichem, pflichtgemäßen Ermessen, ständnißinnig, daß seine Mutter ein Verhältniß mit einem feiner Partei mit Recht verächtlich machen. Es sei doch wahr sondern lediglich nach Rücksichten der Persönlichkeit entscheide, daß frummbeinigen Wiener Gigerl unterhält. In diese versumpfte, scheinlich, daß Gaffron der Urheber der Notiz in der" Post" sei, wenn der Grundsay, Gleiches Recht für alle" für ihn nicht gelte, er vielvermoderte Familie tritt Ludwig Döhrgens, der ältere Sohn er auch nicht der Redaktion dieselbe direkt übermittelt habe, so könne mehr je nach der sozialen Stellung der Angeklagten Unterschiede des unglücklichen Vaters David. Er hat Jahre lang fern vom doch Beczilleck durch ihn informirt worden sein. Daß Rogge durch die mache. Das sei eine schwere Beschuldigung für ein Mitglied Hause auf füddeutschen Universitäten gelebt; er wurde zum Mittheilung an seine Kollegen Veranlassung zu dem" Post" des höchsten Gerichtshofes, denn es werde damit die Behauptung Doktor promovirt und Sehnsucht treibt ihn heim nach Berlin. Artikel gegeben habe, sei nicht anzunehmen. Die Fassung der der Rechtsbeugung ausgesprochen. Er beantrage einen Zu Hause aber packt ihn rasch das Entsetzen; der Vater nieder Notizen im Vorwärts" sei ja sehr vorsichtig, ihre Tendenz ginge Monat Gefängniß gegen den Angeklagten. gebrochen, ein Feigling, die Mutter in brutaler Kanaillenhaftig jedoch darauf hinaus, den Kläger in seinen bisherigen Kreisen Staatsanwalts in eingehendster Weise und beantragte die unmöglich zu machen. Genosse Kunert, sowie Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, Freisprechung. Zunächst sei durch den Inhalt des in der fein Vertheidiger, halten beide den dem Kläger gemachten Bor- Bufunft" veröffentlichten Artikels der Beweis der Wahrheit für wurf der Indiskretion für durchaus berechtigt. Wenn man so ben in dem Gedicht als Rechtsanficht des Reichsgerichtsraths interne Angelegenheiten, wie in diesem Falle, in einem Café in Stenglein hingestellten Satz erbracht. Dabei sei es ganz gleichGegenwart anderer Reporter und sonstiger Personen erzähle, so giltig, ob es sich de lege lata( vom beftehenden Gesez) oder könne das die Redaktion gar nicht anders bezeichnen, als einen de lege ferenda( von einem erst zu erlassenden Gesetz) Mangel an Diskretion. Nicht nur die Redaktion des" Borwärts", handele, es fomme lediglich auf die thatsächliche Ansicht des sondern auch die Preßkommission sei zu der Ueberzeugung von angeblich Beleidigten an. Auf welche Thatsachen sich das Geder Schuld Rogge's gekommen. Es war daher nicht nur das dicht bezog, konnte niemandem zweifelhaft sein. Der Angeklagte Recht, sondern auch die Pflicht der Redaktion, den Vorfall zu ver- als Redakteur eines Wigblattes habe es für seine Aufgabe beöffentlichen, um die Parteigenossen vor dem Manne zu warnen, trachtet, in grotester Uebertreibung vor den Folgen solcher Ander als Berichterstatter bekannt war, und dem in dieser Eigenschauungen zu warnen. Das sei sein gutes Recht, ihm stehe auch schaft Mittheilungen aus Parteitreisen zugingen, die nur für der Schutz des§ 193 zur Seite. Der Gegner des Angeklagten den Vorwärts" bestimmt waren und im Interesse desselben nicht war nicht der objektiv urtheilende Richter Štenglein, sondern der in die gegnerische Presse gelangen durften. Der Vertheidiger Publizist Dr. Melchior Stenglein, der den Richterstuhl hält es nicht für wahrscheinlich, daß Gaffron das Redaktionsgespräch des Reichsgerichts verlassen hatte, auf dem Rorridorerlauscht habe. Durch das Zeugniß des Dr. Groddeck politischen Kampfes gestiegen war und einen schneidigen Arsei derselbe der Lüge überführt und also auch in diesem Punkte titel über die Umsturzvorlage veröffentlicht hatte, der sich nicht glaubwürdig. Daß die Redaktion zu der Auffassung fam, auch gerade gegen die Partei richtete, welcher der Angeklagte an es werde mit Gaffron Komödie gespielt, sei nach Lage der Sache gehöre. Menn Herr Maximilian Harden jenen Aufsatz nicht blos begreiflich. In den Notizen werde durchaus nicht behauptet, daß als ein Wert des Dr. Melchior Stenglein, den Verfasser vielRogge an dem Schwindel betheiligt sei; es würden nur Thats mehr in der Inhaltsangabe der betreffenden Nummer auch noch fachen darin angeführt, und wenn sich der Kläger dadurch ge- als Reichsgerichtsrath" bezeichnet habe, so sei dies nicht Schuld troffen fühle, habe er sich das durch sein Verhalten selber zuzuschrei- des Angeklagten. Die humoristischen Uebertreibungen richten sich ben. Zweifellos stehe dem Beklagten der Schutz des§ 198, Wahrung nicht gegen die Judikatur des Reichsgerichtsraths Stenglein, berechtigter Intereffen, zur Seite. Nach kurzer Berathung des sondern gegen ein polemisches Schriftwerk desselben. Wer so Gerichts vertündet der Vorsitzende, daß es sich in dem Artifel vorgehe, müffe sich gefallen laffen, mit demselben Maß gemessen In eigener Sache" ohne Zweifel um Wahrnehmung berech- und in der hier geschehenen Weise vom Parteistandpunkte betigter Intereffen handele. Die Indiskretion des Klägers sei er fämpft zu werden. Es handle fich lediglich um eine an wiefen, und die Redaktion habe in ihrem guten Slecht ge- einem fogenannt wissenschaftlichen Elaborat des Dr. Stenglein Das Ridendo dicere verum( unter Lachen die handelt, wenn sie ihren Parteigenossen davon Mittheilung geübte Kritik. mache, damit sich dieselben vor dem bisherigen Berichterstatter, Wahrheit sagen) sei ein altes historisches Recht der satirischen der als solcher ein gewisses Vertrauen in Parteitreisen genoß, Poesie, welches man auch dem Angeklagten nicht nehmen dürfe.Im Schiller- Theater kommt heute der Laufs'sche Schwant in Bufunft hüten tönnten, um ähnliche Indiskretionen zu Rechtsanwalt Mosse verwies seinerseits noch darauf, daß die Ein toller Einfall" zur Wiederholung. Die für heute an- verhindern. Diesem Artikel wurde der Echutz des§ 193 Vorschläge des Rathes Stenglein gerade auf die Beschränkung der gekündigte Erstaufführung von Ibsen's Die Stützen der Ge- zugestanden mußte bezüglich desselben Freisprechung Preßheit hinausliefen und einem Manne der Presse auch aus fellschaft" wurde auf Montag, den 13. April, verlegt. Die Haupt- erfolgen. Anders verhalte es sich indeß mit den Ar- diesem Grunde der Schutz des 193 zur Seite stehe. Daß der rollen in diesem Stück spielen die Damen Detschy, Wilfe, Wolff titeln vom 5. und 7. Dezember. Daß die Redaktion der Be- Angeklagte des besten Glaubens war, daß es sich hier de lege Wenn der Anund die Herren Patry, Pauly und Winterstein. An dem von richtigung Gaffron's ihre eigene Meinung hinzugefügt habe, sei ferenda handelte, liege doch auf der Hand. der Direktion des Schiller- Theaters Sonntag, den 12. April, im durchaus begreiflich und ihr gutes Recht. Hätte sich diese Aus- geklagte gemeint hätte, daß ein Reichsgerichtsrath auftreten und Bürgerfaale des Rathhauses veranstalteten Martin Plübdemann- laffung nur auf die Angaben des Gaffron beschränkt, so den deutschen Richtern eine Rechtsbeugung zumuthen könnte, dann Abend wirken die Damen Maria Schwecht( Klavier- Birtuofin), fände auch in diesem Falle der§ 193 Anwendung. wäre er gewiß nicht als Spottvogel aufgetreten, sondern Johanna Süßna( Sopranistin) und die Herren Veit Brabez werde auch dem Kläger der Vorwurf gemacht, hätte ernſtere Töne angeschlagen. Der Gerichtshof war der ( Bassist) und Julius Zarnedow( Tenorist) mit. Dem Plüdde- daß um seine eigene Verfehlung zu decken, den Meinung, daß das Gedicht geeignet sei, den Reichsgerichtsrath mann- Abend sollen noch im April zwei Dichterabende folgen: Gaffron vorgeschoben und dadurch eine Komödie gespielt habe. Stenglein auch in seiner amtlichen Eigenschaft herabzuwürdigen ein Heine- Abend und als 50. Dichterabend Goethe- Abend. Mit Dieser Vorwurf sei geeignet, Rogge verächtlich zu machen. Der und daß dem Angeklagten der Schutz des§ 198 nicht zur Seite Goethe wurden die Dichterabende auch eröffnet. Artikel in Nr. 286 gehe aber noch weiter. Er gebe zu erkennen, stehe. Das Urtheil lautete auf 50 M. Geldstrafe event. daß Rogge an der Notiz in der„ Post" betheiligt sei und mache ihm 5 Tage Gefängniß, Publikationsbefugniß für den Beleidigten den Vorwurf, in schuftiger Weise Partei- Interessen verrathen zu und Unbrauchbarmachung der Platten und Formen. Der haben. Auch gehe aus dem Artikel hervor, daß der Beklagte Redakteur unseres Erfurter Parteiblattes, ist wegen Nachdruck die Absicht hatte, den Kläger zu beleidigen. Das Gericht hat des Gedichtes zu einem Monat Gefängniß verurtheilt worden. Privatklage des Berichterstatters Rogge gegen den geschwankt, ob es auch in diesem Falle dem Beklagten den Schutz Man sieht auch daraus, daß, wenn zwei daffelbe thun, es nicht Vorwärts". Genosse Kunert als verantwortlicher Re- des§ 193 zugestehen solle, ist aber zu der Ansicht gekommen, dasselbe ist, resp. nicht dieselben Folgen hat. dakteur des Vorwärts" hatte sich auf eine Privatllage des Be- daß sich zwar die fraglichen Auslaffungen hart an der Für den Pferdebahnverkehr von Wichtigkeit ist ein in innerhalb deren eine richterstatters Rogge am Freitag vor dem Schöffengericht zu Grenze bewegen, Wahrnehmung den" Bl. f. Rchtspfl." abgedrucktes Erkenntniß des 9. Zivilfenats verantworten. Wie unsere Leser wissen, erschien am 27. De berechtigter Intereffen anerkannt werden kann. Da jedoch des Kammergerichts. Dieser hat entschieden: eigenes Berschulden so rechtfertige sich eine tober v. J. in der" Post" ein Artikel, in welchem ein Ge- diese Grenze überschritten sei, eines durch Absturz Verletzten liegt nicht darin, daß dieser sich spräch über interne Hedaktionsangelegenheiten, daß zwei Tage Bestrafung auf grund des§ 200 des Strafgesetzbuches. Anderer- während der Fahrt vom Verdeck des Pferde- Eisenbahnwagens zuvor in unseren Redaktionsräumen stattgefunden hatte, dem seits falle strafmildernd ins Gewicht, daß die Redaktion infolge nach dem Berron zum Absteigen begiebt. Ein Fahrgast der Inhalt nach richtig wiedergegeben war. Nach Lage der Sache der Handlungsweise des Klägers fich in einer begreiflichen Gereiztheit Neuen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft hatte, in der Absicht den tamen wir zu der Ueberzeugung, und die Preßkommission theilte befand, wodurch sich die gegen Kläger gerichteten auszusteigen, während der Fahrt seinen Siz auf dem Decke des an dem an der Redaktion verübten dieselbe auf grund eingehender Verhandlungen, daß die" Post" Vorwürfe, daß er nur durch eine Indiskretion Rogge's von dem in Rede stehenden bösartigen Schwindel betheiligt fei, erkläre. Es wurde aus Pferdebahnwagens verlassen und ist beim Serabsteigen auf Hinterperron herabführenden Treppe, als der Borgang Kenntniß erlangt haben fonnte. Im Laufe der Ver- diesen Gründen auf eine Geldstrafe von 30 M. oder fünf Tagen Wagen die Ausgangskurven der Schienengabelung pafsirte, handlungen kam es heraus, daß Rogge noch andere Indiskretionen Haft erkannt, auch sprach das Gericht dem Kläger die infolge der Schwankungen, die der Wagen beim Durchzur Last fielen. Darauf brach die Redaktion die geschäftlichen Publikationsbefugniß zu. Bezüglich der geforderten Buße wurde fahren der Weiche erlitt, aus dem Gleichgewicht gekommen, Beziehungen zu Rogge ab. Diese Thatsache theilten wir dem Kläger anheimgestellt, seine etwaigen Ansprüche im Wege von einer der obersten Treppenstufen herabgestürzt und bei dem in Nr. 268 unseres Blattes mit und führten als Grund der des Zivilprozesses geltend zu machen. Bersuche, fich mit der linken Hand zu halten, wurden ihm der Bu dem Termin waren die beiden zur Aufklärung ber fleine Finger eingeklemmt und durch ein scharfes Blech ab Entlaffung Rogge's an, daß er nicht den Grad von Diskretion bewiesen habe, den wir von unseren Berichterstattern erwarten Sache wichtigsten Zeugen nicht erschienen; nämlich Herr getrennt. Das Kammergericht hat die Pferdebahn- Gesellschaft müssen. In dieser Sache war von Rogge ein gewisser Gaffron Gaffron nicht, deffen Adresse nicht zu ermitteln war, für haftpflichtig erklärt. Wenn auch das Auf- und Abspringen vorgeführt worden, der behauptet hatte, das fragliche Ge- und der Berichterstatter Günther nicht, der von Potsdam während der Fahrt in den meisten Fällen als eigenes Verspräch im Borzimmer unserer Redaktion erlauscht und aus telegraphirte, er könne nicht zum Termin erscheinen. schulden anzusehen sei, so könne das, was vom Auf- und Abder" Post" mitgetheilt zu haben. Die Angaben des Gaffron Günther hatte aber den Wittelsinann zwischen Rogge und springen gelte, doch nicht ohne weiteres auf die vorbereitenden waren durchaus unglaubwürdig. Obendrein wurde er später Gaffron gemacht und müßte also Auskunft darüber ertheilen Handlungen ausgedehnt werden, die jemand in der Absicht vordabei ertappt, daß er die Redaktionsräume des„ Borwärts" können, wie Rogge dazu kam, dem Gaffron für seine nimmt, um demnächst den Wagen zu verlassen. auf der Redaktion des Vorwärts" 5 Mark belauerte und mit Angestellten des Vorwärts" unter falschem Aussage Die Redaktion Entschädigung zu zahlen. Namen Verbindungen anzuknüpfen suchte. Gaffron ferner so Aus Zwickau wird uns berichtet: Der Böttchergeselle hielt es für nothwendig, deshalb unter seinem Gide auszusagen, ahn von Marienthal, der sein 8jähriges Töchterchen mit einem Parteigenoffen nicht genöthigt werden er in den Besitz der von ihm angeblich der drahtdurchflochtenen Ochsenziemer schwer gezüchtigt und dann öffentlich vor Herrn Gaffron zu warnen. Herr Gaffron versuchte wie die Warnung durch eine Berichtigung" zu entfräften. Das Beitung" Post" zugestellten Nachricht gekommen ist. Der Ab- noch Pfeffer in die offenen Wunden gestreut hatte, wurde gestern nöthigte die Redaktion, nochmals in zwei Erklärungen vom wesenheit dieser beiden Zeugen ist es zuzuschreiben, daß eine auch vom Landgericht zu 10 Monaten Gefängniß verurtheilt. 5. und 7. Dezember v. J. auf die Persönlichkeit des Herrn dem Gerichtshof genügende Aufklärung der dunkeln Angelegenheit Bergarbeiter Richard Ott aus Wilkau erhielt wegen Gottesläfterung, die er am 1. Januar in einem Wirthshausgespräch Gaffron einzugehen. In diefen beiden Notizen war von einem bös in diesem Termin nicht erzielt werden konnte, artigen Schwindel" die Rede, bei dem Gaffron die Hauptrolle gespielt Wegen Beleidigung des Reichsgerichtsraths Dr. begangen haben soll, 8 Monate Gefängniß und wurde wegen hätte. Herr Rogge flagte nunmehr gegen den Rebatteur Kunert Stenglein hatte sich heute der Redakteur des" Ult", Rich. Fluchtverdachts sofort in Haft genommen. Er erbot sich deshalb, nicht nur wegen Beleidigung durch die erste Notiz, die mit Schmidt- Cabanis vor der 7. Strafkammer des Land- feine Strafe sofort anzutreten. theilte, daß er wegen ungenügender Diskretion nicht mehr als gerichts I( Vors. Landger. Direktor Voigt) zu verantworten. I Hirschfeld's Genreszenen wurden mit großer Sorgfalt dargestellt; insbesondere hat Hermann Müller den alten niedergebeugten David lebenswarm erfaßt. Das Publikum, das nach feiner Zusammensetzung gewiß, namentlich in seiner weiblichen Mehrheit, peinlich berührt werden mußte, war so klug, sich nicht getroffen zu fühlen, und rief zum Schluß den Autor. Am selben Abend sollte ein neues Lustspieltalent entdeckt werden. Moritz Heimann ist der Name des Verfassers einer Weiberschreck". Was an dem Schwank neu oder hervorragend sei, vermochte ich nicht zu entdecken. Irgendwo find wegen eines Versehens auf dem Standesamt achtzig Ghen ungiltig geworden. Eine dieser Ehen wird in der neuen Komödie vorgeführt. Die junge Gattin, die Schwägerin, selbst die Schwiegermutter bemühen sich, dem Eheherrn die traurige That sache zu verheimlichen und ihn durch doppelte und dreifache Zärtlichkeit zu firren. Auf diesem Einfall, der übrigens anderswo schon verwendet wurde, baut fich die Komik des Stückes auf, die ferner von einem alten Poffenmotiv, den Karrikaturen pedantischer Gelehrter, mit allem breiten Be hagen zehrt. Wohl schwebte dem Verfasser hierbei etwas wie eine komische Charakterstudie vor; aber es blieb bei den üblichen Karrikaturen, und selbst die Mühen der Herren Nissen und Jonas in den Hauptrollen waren umsonst. Der Wit war zu lang gesponnen, der Erfolg blieb aus. " " Gerichts- Beitung. " die Aber es er, und N tonnte der zum Der Gewerkschaftliches. Lohntarif nicht bewilligt wird. Unterhandlungen, die die Lohn- 1 wieder nach der Gewerbe Ausstellung die Krisis tommt, tommission mit den Unternehmern gepflogen hatte, waren erfolglos. wird es sich darum handeln, das Errungene festzuhalten. Da in Güte nichts zu erreichen war, hoffen die Zimmerer nun Barganz spricht in ähnlichem Sinne, während Legeler durch den Ausstand zum Ziele zu gelangen und ersuchen nun die verlangt, daß man nicht allzu lange warten, sondern daß die auswärtigen Kameraden um solidarisches Verhalten. Versammlungen. Achtung, Puter Berlins! Ein Theil der in Arbeit verbleibenden Kollegen ist in dem Glauben, die rothe Unterfügungstarte berechtige zum Arbeiten auf den Bauten, Lohntommission schon in acht Tagen in den Lohnkampf eintreten wo unsere Forderungen bewilligt sind. Deshalb wollen wir die soll. Dieser Meinung tritt Fritsche entgegen, da nach der hierbei in betracht kommenden Beschlüsse der letzten Versammlung legten Bersammlung der Platzdeputirten, die sehr schwach besucht nochmals in Erinnerung bringen: Auf allen Bauten, wo die war, noch feine Aussicht für ein schnelles und übereiltes Vorgehen Arbeitgeber unsere Forderungen schriftlich anerkannt haben, vorhanden sei. In der am nächsten Donnerstag bei Keller statta müffen die Kollegen die Meldung fofort an das Bureau Die Schrifthauer verhandelten am 7. April über den findenden Versammlung wird erst die Lohnkommission geeignete BorGrenadierstr. 38 gelangen lassen und die graue Arbeits Stand ihrer Lohnbewegung. Bewilligt haben bis jetzt folgende schläge machen, lieber einige Wochen warten, als die ganze Bewegung berechtigungstarte für sich in Empfang nehmen, um nicht Firmen: Babel, Schönhauser Allee 163; Sipperling, Blücherfir. 1; unmöglich machen. Zur einstimmigen Annahme gelangte hierauf als Streitbrecher betrachtet zu werden. Alle in Arbeit ver- Hacke, Hasenhaide 1; Pfaffenberg, Liesenstr. 15; Schulz, Wwe., eine Resolution des Inhalts: es einem jeden zur Pflicht zu bleibenden Kollegen haben laut Beschluß der Versammlung pro Prinzenallee 21 b; Kramer, Landsberger Allee 17; Schober, Neue machen, für die gestellten Forderungen einzutreten, eifrigst für Arbeitstag 50 Pf. zur Unterstützung der Ausständigen zu zahlen, Königstr. 4; G. Schneider, Linienstr. 228; Bierschröder, Lands- den Streitfonds zu sammeln und das System der Baudeputirten wofür Extramarten verabfolgt werden. Wir ersuchen ferner die berger Allee 91; Schleicher u. Co., Lügowstr. 82; Mallwitz, Blücherstr.; überall durchzuführen. Ebenso einstimmig gab die Versammlung vom Ausstand betroffenen Kollegen, sich wegen der Kontrolle Albrecht, Bergmannstr. 52; Perschte, Bärwaldstr. 40-41; in einem Protest ihrem Unwillen Ausdruck gegen das unanständige täglich nach dem Bureau, Grenadierstr. 33, zu bemühen und die Druts, Saarbrückerstr. 82; Gebr. Braun, Bergmannstr. 53; Benehmen des Maurerpoliers 2. Wie in der Bersammlung mitStreiftarte abstempeln zu lassen, sich aber weniger in den Verkehrs- Stahl u. Herzog, Hermannstr. 58-60; Schneider, Bergmann- getheilt wurde, soll der betreffende Bolier gelegentlich eines Unlokalen der einzelnen Stadttheile aufzuhalten. Die Zahl der am straße; Mücke, Rheinsbergerstr. 78; Krause, Ackerstr. 38. falls, bei dem ein Arbeiter sein Auge einbüßte, geäußert haben: Ausstand betheiligten Kollegen beträgt 400. In gleichem Ver- Es wurde sodann beschlossen, in denjenigen Geschäften, Meinetwegen hätte er beide Augen verlieren fönnen." Denhältniß find bie Arbeitsberechtigten. Immerhin giebt es noch welche die Forderungen abgelehnt haben, den Streit fortzufezen. felben Wunsch sprach der menschenfreundliche Herr noch gegen eine große Anzahl von Kollegen, welche zwar angeben, die For- Unterstüßung an die Ausständigen wird erst in der zweiten Woche einen anderen ihm unangenehmen Arbeiter aus. Der Redner, derungen bewilligt bekommen zu haben, es aber nicht der Mühe verabfolgt. der diese Angelegenheit zur Sprache brachte, wies darauf hin, werth halten, dem Bureau davon Anzeige zu machen. Durch wie nothwendig es sei, in anbetracht solcher Borgänge eine andiese Unterlassungsfünde kommen die Kollegen in den Verdacht, ständige Behandlung zu verlangen. nicht solidarisch zu handeln. Die Streitkommission der Puzer Berlins. Herrmannstr. 166. Der Vertrauensmann Otto Näther, N, Anflamerstr. 44. hatte am zweiten Osterfeiertag bei Buste, Grenadierstr. 38, eine Der Verein zur Wahrung der Jntereffen der Maurer Bersammlung veranstaltet, in der Herr Manaffe einen intergemüthliches Beisammensein statt. effanten Vortrag hielt. Nach Schluß der Versammlung and ein gezahlt. vorher erwähnten. ersten Bunft der Tagesordnung ergriff Megte das Wort. In In Gründel's Salon war der Saal überfüllt. Zum Achtung, Metallarbeiter! Laut Beschluß der Versamm eingehender Weise erörterte er die von der Feenpalast- Bersammlung vom 22. März haben diejenigen Kollegen, welche verhindert lung aufgestellten Forderungen und empfahl der Versammlung find, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern, 50 Pi. zum Die Maurer hatten am Donnerstag Abend vier große Ver- die Durchführung derfelben auf das wärmste. In der sich an" Agitations- und Unterstützungsfonds der Berliner Metall- jammlungen einberufen, um für die Forderungen, die seinerzeit schließenden Debatte äußern sich in ähnlichem Sinne die Maurer arbeiter" beizusteuern. Zu diesem Zweck werden Maimarken in der Versammlung im Feenpalast aufgestellt wurden, in den Krieg und Beyersdorf. Letzterer beantragt, daß die Kommission zum Preise von 50 Pfg. pro Stück verausgabt, welche an nach Kreisen der Berufsgenossen Propaganda zu machen. Die Re- ungefäumt die Forderungen schriftlich an die Meister sende und stehenden Stellen zu entnehmen sind: W. Stähr, Bajewalkerstr. 11, folution, die die Grundlage für die Lohnbewegung bilden soll, der Zimmerer, Fischer, seine Genugthuung ausgesprochen über die die Antwort entgegennehme. Nachdem noch der Vertrauensmann 3. Eing., II.; Otto Günther, Böchstr. 47; Alb. Heyne, Lange: lautete folgendermaßen: ftraße 75; R. Gabriel, Schöneberg, Grunewaldstraße 121; 1. Eine Maximalarbeitszeit von 9 Stunden. Beginn der gemeinsame Aftion der Maurer, gelangte eine Resolution zur M. Becker, Stephanstr. 23; G. Eisenblätter, Eisenbahn- Arbeitszeit morgens 7 Uhr. Die Pausen sollen fallen in die Annahme, die den gleichen Standpunkt vertritt, wie die bereits straße 33; 2. Stopfact, Gorauerstr. 18; R. Heinrich, Beit von 81/ 2-9, 12-1, 4-41/ 2 Uhr. Um 6 Uhr Feierabend; Wienerstr. 61; Hüpenbecker, Sebastianstr. 35; 3immer Sonnabends eine Stunde und Im Lokale Weddingpark in der Müllerstraße eran den Tagen vor den mann, Bücklerstraße 55; G. Methner, Bucklerstraße 11; fogenannten hohen Festtagen zwei Stunden früher.( An diesen läuterte Fris Rater den zahlreich Erschienenen die einzelnen Schwarz, Charlottenburg, Schloßstr. 39; Rolad, Rigdorf, Tagen fällt die Vesperpause weg.) Der Lohn wird voll aus- Punkte der Resolution. Borgeschlagen wurde vom Vortragenden, 2. Abschaffung sämmtlicher Affordarbeit und ein von jedem Bau einen Deputirten nach der Montagssigung der Minimallohn von 55 Pf. pro Stunde. 3. Pünktliche Inne- Baudeputation bei Boltz, Alte Jakobftr. 75, zu entfenden, um des Verbandes der Berliner Metallarbeiterhaltung der festgesetzten Arbeitszeit außer das, wo Leben und gemeinschaftlich mit der Lohnkommission die Verhältnisse auf den Gesundheit anderer in Gefahr sind.( Durch den ersten Satz foll Bauten und eventuelle Stellungnahme dazu zu besprechen. Weiter Achtung, Metallarbeiter! Der Streit der Former und die Unfitte des 10 bis 20 Minuten zu späten Pfeifens des Poliers theilte er mit, daß am nächsten Donnerstag eine einheitliche Gießereiarbeiter der Firma Friedrich, Reichenbergerstr. 4, beseitigt werden.) 4. Humane Behandlung seitens der Poliere. Maurerversammlung bei Keller in Aussicht genommen ist. In sowie der Mechaniker der Firma Liedte, Alte Jakobftr. 91, 5. Auf jedem Bau muß jemand bestimmt sein, der die Nahrungs- und den andern Punkt der Feenpalast- Resolution geäußert, die der Diskussion wurden vereinzelt geringe Bedenken gegen einen dauert unverändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Der Vorstand mittel herbeischafft. 6. Ferner muß eine wetterdichte, zugfreie des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter verschließbare Bude vorhanden sein zur Benutzung( zum Schutz durch andere Redner zerstreut wurden. Auch hier fand die Berlins und Umgegend. gegen Witterungseinflüsse während der Pausen und gegen Dieb: schon in den anderen Versammlungen erwähnte Resolution einIn der Fabrik von Orenstein und Koppel( Feldbahn- stahl). 7. Der Lohn ist sofort nach Feierabend auf der Baustelle stimmige Annahme. Bau) in Tempelhof haben sämmtliche Arbeiter wegen jeden Sonnabend für die gesammte in der Woche geleistete Arbeit Eine öffentliche Versammlung der Bandeputirten der Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Wir bitten alle Metall- zu zahlen, ohne den Betrag für einige Tage einzubehalten. Puter tagte gestern Nachmittag bei Buske, Grenadierstraße, arbeiter, dies zu beachten und Zuzug fernzuhalten. Die 8. Abschaffung des Zwanges, eigenes Werkzeug zu halten( wie mit der Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand der LohnOrtsverwaltung Schöneberg des Deutschen Metallarbeiter Meißel, Schlägel u. f. w.), sowie Beseitigung des gegenwärtig bewegung. Nach dem Bericht, den Schulz der Versammlung Verbandes. üblichen Zahlmarken- Systems betreffs der von den Poliren be- unterbreitete, hatten sich bis zu der Versammlung 696 Puter, stimmten Budiker. die sich den Beschlüssen gemäß im Bureau gemeldet haben, au Die Bersammlung für den Often, die bei Joël, der Bewegung betheiligt. Bewilligt sind die Forderungen von Andreasstraße, tagte, war sehr gut besucht. Nachdem Richter 80 Firmen mit insgesammt 485 Butzern, benen Arbeits. die im Feen- Palast aufgestellten Forderungen nochmals eingehend berechtigungstarten ausgestellt werden konnten. Im Streit be befürwortet hatte, entspann sich eine sehr lebhafte Diskussion, in finden sich folgedessen 211 Mann. Der gegebene Bericht tann, wie Der verschiedene Mißstände im Baugewerbe zur Sprache tamen. angeführt wurde, auf Vollständigkeit deshalb keinen Anspruch machen, Bon allen Rednern wurden die Forderungen als sehr weil mehrere Geschäfte bereits vor Ostern bewilligten, deren Arberechtigt anerkannt und zur Einigkeit aufgefordert, um beiter jegt nicht in betracht kommen. Dagegen befinden sich eine ein gemeinsames Vorgehen 811 ermöglichen. Einstimmig große Anzahl von Arbeitern im Ausstand, die leider dem Bureau gelangte eine Resolution zur Annahme, in der sich die An- feine Mittheilungen zugehen ließen, so daß die Betheiligung an wesenden mit den Beschlüssen in der Feenpalast- Versammlung der Bewegung ungefähr das Dreifache beträgt, wie bisher festeinverstanden erklärten und verpflichten, für die Stärkung gestellt ist.( Eine größere Anzahl von Karten wurden während der Organisationen, für rege Sammlungen zum Streitfonds und der Berfammlung ausgegeben.) Von den Kommiſſionsmitgliedern für die Wahlen von Baudeputirten auf allen Bauten zu wirken. fonnte fonstatirt werden, daß gerade die besseren, solideren Nachdem der Vorsigende noch aufgefordert hatte, die am Montag, Firmen bewilligt haben und sich überhaupt sehr sympathisch der den 13. April, stattfindende Baudeputirten Versammlung recht gefaßten Resolution gegenüber stellen, theilweise schon aus dem Der Streik der Treibriemen- Arbeiter Berlins ist bezahlreich zu beschicken, erfolgte der Schluß der Versammlung mit Grunde, um die Schmußkonkurrenz verschiedener Unternehmer zu endet. Die Forderungen der Streifenden sind nicht zur Durch einem dreifachen Hoch auf die Bewegung. beseitigen. In der Diskussion wurde an dem Verhalten einiger führung gelangt, da Abtrünnige zu verzeichnen waren. Ein Die Versammlung für den Süden und Westen Buzmeister eine herbe Kritik geübt und gefordert, daß dieses Theil der Kollegen hat die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem war von ca. 1000 Personen besucht. Das Referat hatte Fritsche System entschieden beseitigt werden müsse. Des weiteren wurde versprochen worden war, daß am 1. Mai der Lohn erhöht übernommen, der in eingehender Weise die aufgestellten ein Antrag angenommen, daß bei denjenigen Arbeitgebern, die werden würde. Da noch eine Anzahl Streifender zu unterstüßen Forderungen begründete. Hempel ist der Meinung, daß man wohl die Forderungen bewilligt, jedoch die Unterschrift versagt find, so bitten wir die Sammlungen fortzusehen. Die Lohn- nach den gemachten Erfahrungen sehr vorsichtig sein und erft. haben, die Arbeit so lange ruhen muß, bis die Kommission und Agitationskommission der Sattler Ber- entsprechend den gegenwärtigen Verhältnissen, eine gründliche andere Bestimmungen getroffen hat. Nach den Ausführungen ber lins. J. A.: Br. Pörsch, Staligerstr. 141 a IV. Prüfung und die Gründung eines genügenden Streitfonds verschiedenen Redner fann im allgemeinen die Situation als eine Die Zimmerer Köpenicks haben am 9. April beschlossen, vornehmen müsse, da die Unternehmer nicht so leicht sehr günstige bezeichnet werden. überall da die Arbeit niederzulegen, wo der von ihnen aufgestellte auf die Forderungen eingehen werden. Wenn An die Maler Berlins! In den Werkstätten von Sobotto, Hallesches User 23, G. Lange, Elsasserstr. 13, Stüwer, Schöneberg, Gothenstr. 49, Liebig, Dresdener straße 133, Hartung, Wienerstr. 9, F. W. Stein, Stephanstraße 39, F. E. Becker, Greifswalderstr. 207 und Fr. Rettig, Joachimstr. 13, sind unsere Forderungen nicht bewilligt worden. Bei der Firma Liebig legten drei Mann die Arbeit nieder, drei arbeiteten weiter. Wir ersuchen die Kollegen, bei den genannten Firmen feine Arbeit zu nehmen und den Zuzug fern zu halten. Die Lohnkommission der Maler Berlins. Präger und Prägerinnen Berlins! Wegen großer Lohnreduktion in der Luxuspapierfabrik von Wunds ch u. Lange, Fennstr. 49, haben die Präger und Prägerinnen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Näheres heute Abend in der Versammlung. Der Vertrauensmann. 845b Achtung! Achtung!| Unserem Klub- Budifer Reinh. Streit Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. zum 30. Wiegenfeste die besten Glückwöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahu ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudtel, Laufigerplak 2, Elsasserstr. 12 M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Pateninachsuchung und Verwerthung.[ 45069* Rath, Auskunft und Bonferenzen kostenfrei. Erste Referenzen im In- u. Auslande. Bekanntmachung. Die Schweine- Engros- Schlächterei 19 Holzmarktstr. 19 Ecke Michaelbrücke. Der Detailverkauf zu Engrospreisen wird ohne Erhöhung fortgefeßt. Preiskourant. å Pfd. Schweinefleisch v. allen Theilen 50 Pf. Kaffeler, Karbonade 65 Rinds, Kalb, Hammel- Fleisch 50 Schweinebauch, Liesen und " === Reule 60 Rückenfett. 45 " Schweinetöpfe 20 " Reines felbft ausgebr. Schmalz 45 " Wurstschmalz 25 " Alle Sorten Wurst zu Engrospreisen. à Pfd. Salami- Schlackwurst. Braunschweiger, ff. 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Theater Unter den Linden. Der Mikado. Hierauf: Divertissement. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Schiller Theater. Ein toller Einfall. National- Theater. Große Frankfurtertraße 132. Direktion: Max Samst. Gastspiel des Herrn Røb. Hartberg vom Stadt- Theater zu Düsseldorf. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Pfarrer von Kirchfeld. Belle- Alliance- Theater. Sonntag, 12. April, nachmittags 2½ Uhr: Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Zum ersten Male: Maria Stuart. Trauerspiel in fünf Aufzügen von Friedrich von Schiller. Volksstück mit Gesang in 4 Aften von Maria Stuart Hedwig Margot. Mortimer. Elisabeth. 2. Anzengruber. Regie: Max Samst. Morgen: Der Goldbauer. Nach mittags 3 Uhr: Villa Frankreich. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftNäheres die Anschlagzettel. lichen Theater. . Anna Jordan. • . 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeige. Den Parteigenossen unseres Kreises hierdurch die betrübende Mittheilung, daß unfer langjähriger treuer Mittämpfer, Tischlermeister Karl Butenhoff am Donnerstag, den 9. d. M. nach längerem Leiden verstorben ist.- Wir verlieren in demselben einen allezeit braven Genossen und werden sein Andenken stets in Ehren halten. Julius Türt. Burleigh...• Rudolf Hock. Graf Leicester.. Oskar Krüger a. G. Shrewsbury.. Wilhelm Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in folgenden Geschäften zu haben: Norden: Beyer, Veteranenstr. 13; Mehnert, Diedenhofenerstr. 3; Winkelmann, Ackerstr. 153; Diecke, Lothringerftr. 67; Hinze, Pantstr. 13; Vogel, Demminerstr. 62. Nordosten: Niemeyer, Weberstr. 19; Reul Die Beerdigung findet am Sonntag, ( fr. Gumpel), Barnimstr. 42. Osten: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, den 12. d. M. nachmittags 2 Uhr vom Roppenstr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenstr. 14. Süd- Trauerhause Naunynstr. 5 aus nach Sorauerstraße 17, Ede Görlizerſtraße; osten: Arndt Nachf., Staligerstr. 107; Böhlert, Mariannenstr. 5; Tolksdorf, dem St. Thomaskirchhof in Rigdorf Ecke Görligerstraße; Moritz, Manteuffelstraße 68; statt, und ersucht um zahlreiche Be Scholz, Wrangelstraße 32. Süden Gädicke, Gräfestraße 93; Schulz, theiligung Admiralstr. 40a; Börner, Ritterstraße 15; Baake, City- Passage, Dresdener- 216/1 ftraße 52-53. Südwesten: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, Junkerstr. 1; Böttger, 3offenerstr. 21; Schröder, Kreuzbergstr. 15. Westen: Faller, Pallasstr. 16; Behrend, Blumenthalstr. 5. Nordwesten( Moabit): Reddemann, Brigwalterstraße 3. Centrum: Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18; Central- Theater. Der Sieger Castan's Panopticum. Horsch, Gipsstraße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. vater. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. National- Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Alexanderplat- Theater. Die Musketiere im Damenstift. Reichshallen- Theater. Die fleinen Lämmer. Vorher: Die Balletschule. American Theater. Spezialitäten Vorstellung. Die Neu!! Neu!!, Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! apollo- Erater. Spezialitäten or Passage- Panopticum. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Romeo Abends 8 Uhr: Die Kinder der Excellenz. und Julia. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Erstes Gastspiel des Conrad DreherEnsembles vom Münchener Gärtnerplatz- Theater. Conrad Dreher a. G.: Zum 1. Male: Der Schwiegervater. Morgen, Sonntag: Dieselbe Vorftellung. Adolph Ernst- Theater. Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und Kinder, Tänzerinnen, Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Beginn der Vorloosung 1½ Uhr. Der Sommergarten ist geöffnet. Achtung! 283/9 Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Sonnabend, den 18. April 1896: Sechstes Stiftungsfest Der Vertrauensmann. Todes- Anzeige. 8306 Allen Genossen, Freunden und Befannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein geliebter Gatte und Vater, der Tischlermeister Karl Butenhoff am Donnerstag Nachmittag sanft ent: schlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Wwe. Butenhoff u. Sohu. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. d. Mts., nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause Naunynstr. 5 aus nach dem St. Thomas- Kirchhof in Rixdorf statt. Verein der des Bereins der Arbeiterinnen an Bugdend Equelpressen. Maschinisten, Heizer 8346 Zur Aufführung gelangt: Der Bucklige, oder: Die Macht der Arbeit. Original- Schauspiel in 4 Aften von Paul, dargestellt von Buchdruckern, Hilfsarbeitern und-Arbeiterinnen. Kaffeepause. Prolog. Lebendes Bild. Anfang präzise 8½ 1hr. Billets sind im Arbeitsnachweis Annenstr. 16 von 8-2 Uhr zu haben. Neu eröffnet! Achtung, Arbeiter! Neu eröffnet! und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Todes Anzeige Unser langjähriges Mitglied, Kollege Gottlieb Handke, wird am Sonntag, den 12. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Chausseestraße beerdigt. Ziel: Barfußstraße, in der Apollo- Theater Bolts- Kaffee- u. Speischalle redenerite. 86, age, a te Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Die Beste aller deutschen Chansonetten Frihi Ferry. Die originellen a. d. Alexandrinenſtr. Warme Speisen z. jed. Tagesz. v. 10-35 Pf. Bier, Kaffee v. 5 Pf. ab. Stehlmann. Zur Maifeier Mitte der Müllerstraße. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. 138/16 Der Verlag von enupfehle Büsten von Marx, Lassalle und Engels, 68 cm bod, Hans Baake, 8 Mart pro Stück. Einrahmung aller Arten Bilder. Dekoration, Stocklaternen 2c. Bestellungen bitte zeitig aufzugeben. 42812* Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65. Das Centralbureau der Kopp'schen Krankenwagen, GipsDas flotte Berlin. 3 Sisters Hawthorne. strasse, ist nach der Elsasserstr. 95 verlegt. 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Hat die Organisation Filialen oder Bahlstellen? Wo? 14. Besondere Bemerkungen. Deutscher Vorter. Dessert u. Malzkraftbier I. Rauges. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, befond. f. Blutarme, Brustfranke, Bleichsücht., Wöchnerinn., Rekons valescenten 2c. das leicht bekömmlichste, nahrhaft träftigste Bier. Ist blutbildend, desh. beffere Gesichtsfarbe u. Gewichtszunahme überr. 14 Fl. drei, 50 Fl. zehn Mark exkl. In Gebinden( 1/4, 1/8, 1/16) 3. Selbstabz. wesentl. billiger. Allein. Versandtstelle f. Berlin u.Provinz: Porterkellerei Ringler, Berlin, Brunnenstraße 152. Nicht Flaschenzahl Qualität entscheidet! Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. 4261L* H. E. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Einem Theil der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma Gebr. Wolff, Invalidenftr. 184 bei. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 85. Sozialdemokratische Parteitage. Parteitag V. der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Oefterreichs. Prag, 9. April. Vom Schluß der geftrigen Sitzung ist noch ein Beschluß nachzutragen. Brähauser- Salzburg und Genossen brachten einen Antrag ein, in dem die Entrüftung des Parteitages darüber zum Ausdruck gebracht wird, daß die vor vielen Jahren zu schweren Kerkerstrafen verurtheilten Sozialdemokraten noch immer in der Strafanstalt Born bei Pilsen schmachten und der letzten Amnestie für politische Gefangene nicht theilhaftig geworden seien. Noch immer werden sie wie gemeine Verbrecher behandelt. Es handelt sich um die Genossen Cerny und Pacef, von denen der erste zu 15, der zweite zu 16 Jahren schweren Kerkers wegen ganz geringfügiger Vergeben verurtheilt worden sind. Der Abg. Pernerstorfer möge sich dieser Armen annehmen. Abg. Pernerstorfer versprach, das ſeinige zu thun, und der Parteitag nahm den Antrag einstimmig an. Die Debatten über die Organisation und Lattik wurden in der Vormittagssihung noch nicht zu Ende geführt. Die Zahl der zum Wort gemeldeten Redner mehr denn fiebenzig und der Anträge mehr denn dreißig beweist, welche Wichtigkeit der Parteitag diesen Fragen beimißt, die für die innere Entwickelung der Partei ja auch von großer Bedeutung sind. Hier kann der Gang der Debatte nur in allgemeinen Umrissen stizzirt werden. Reger Drlau: Wir sollen die bestehende Drganisation ausbauen, nicht ändern. Konsumvereine und Produktivgenossenschaften darf man nicht in einen Topf werfen; ich glaube aber nicht, daß wir auf diesem Parteitage in der Frage der Genoffen schaften fefte Beschlüsse fassen sollen. Ich möchte, daß eine Kommiffion gewählt wird, um dem fünftigen Parteitage Bericht über das Genossenschaftswesen zu erstatten. Sonnabend, den 11. April 1896. schlüsse, insofern dieselben den Prinzipien der Sozialdemokratie nicht zuwiderlaufen, anzuerkennen und für deren Durchführung zu wirken." Die Sigung dehnt sich bis in die Nachtstunden aus. 3weiter Jahreskongreß der sozialdemokratischen Arbeiter partei in den Niederlanden. rede . mit den Moral 13. Jahrg. In der Debatte spukt die Idee vom antikollektivistischen Bauernschädel. Man ist allgemein der Meinung, daß die Bauern es nie einsehen werden, daß ihre Interessen in der Hauptsache Redner verlangt die Zentralisation der Parteimittel in der dieselben sind, wie die der Arbeiter. Die Bauern werden sich Hand der Parteivertretung. Von den starken Organisationen nie mit ihren Arbeitern organisiren. muß genommen und den schwachen gegeben werden. Für die Genosse van Rol ist der Ansicht, daß die kooperativen Zukunft hofft Redner die Beseitigung des föderalistischen Vereine ebensowenig konkurriren können wie der einzelne Bauer. Charakters der Partei. Jetzt ist unsere Organisation zerrissen: Wir tönnen dem Bauer nur helfen, wenn wir ihn zum Sozialisten Was wir brauchen, ist keine deutsche, czechische, polnische Or- machen. Genosse Vliegen empfiehlt vor der Hand die antiganisation, sondern eine sozialistische straff zentralistische Organi- schutzöllnerische Propaganda und beantragt übrigens eine Resolution. sation. welche den Parteivorstand beauftragt, eine Agrarkommission Genoffin Popp Wien begründet ihren Antrag, daß den zu gründen. Diese Kommission soll sich eingehend mit der Arbeiterinnen das Recht gegeben werde, sich frei zu organisiren. Agrarfrage befassen und Material zusammenstellen, um eine flare Unter dem Beifall der Delegirten weist sie die Angriffe Schuhe Uebersicht über die Lage von Bauern und Arbeitern und alle meier's auf das weibliche Parteigigerlthum zurück. Wir wollen Detailpunkte der Frage zu ermöglichen. P. J. Troelstra stimmt feinen andern Separatismus, als die Unabhängigkeit von der dieser Resolution bei, welche darauf einstimmig zum Beschluß erGunst oder Mißgunft der einzelnen Parteigenossen! hoben wird. Genosse van Kol sagt für die Untersuchungen der Dr. Adler: Die vielen Anträge zur Organisation beweisen, Rommission seine persönliche und finanzielle Unterstügung zu. daß unsere Organisation noch nicht abgeschlossen ist, noch keine Ge- Verschiedene Maßnahmen der Regierung in Sachen der schichte hat. Den Frauen muß jede Organisation gegeben werden, die Arbeitsgefeßgebung veranlassen den Kongreß, Stellung sie wünschen. Die Organisation der Frauen muß mit aller Rück zu nehmen gegenüber der Thätigkeit der Regierung auf dem Ges sicht gefördert werden. Für die Konsumgenossenschaften darf die biete der sozialen Gesezgebung. Eine Resolution des Genossen Partei feine Verpflichtung übernehmen. Der wichtigste Antrag Vliegen wird angenommen, in der gesagt wird, daß man in ist der von den Vertretern aller Nationalitäten gestellte, der den dieser Sache keinen festen Standpunkt einnehmen kann, weil die weiteren Ausbau unserer Organisation betrifft. Es war ein Arbeit der verschiedenen Regierungen nicht auf einem festen schweres Stück Arbeit; aber nicht von uns ist der Karren ver- Prinzip beruhe. Die Partei wird also jeden neuen Gesetzentwurf fahren worden, sondern durch Jahrhunderte langen Blödsinn, an sich beurtheilen und nur solche Gesetze befürworten, welche die Bosheit und Ruchlosigkeit. Wir sind die Partei, die über die Macht der Arbeiterklasse vergrößern. nationalen Echwierigteiten hinwegkommen wird. Wir wollen Bezüglich der von der Regierung beantragten Arbeitsnicht die Nationalität, wie ein czechisches Blatt hier ge- tammern wird nachstehende Resolution angenommen: In schrieben hat, beseitigen. So dumm sind wir nicht, die Erwägung, daß der anhängige Gefeßentwurf zur Gründung von Natur berichtigen zu wollen und alles gleich zu scheeren. Arbeitskammern ausgeht von dem Prinzip, daß Versöhnung Wir wollen die Nationalität nicht zum Streitapfel machen, zwischen Kapital und Arbeit möglich ist, daß im Programm wir wollen ein gemeinsames Ganze bilden, wo keine Nation die der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Arbeitskammern mit binSchuhmeier Wien: Zur Parteiangehörigkeit soll nicht andere unterdrückt, wo jede der andern hilft.( Lebhafter Beifall.) dender Kraft für ihre Beschlüsse gefordert werden, und dieses geistige oder materielle Unterstützung nothwendig sein, sondern Die vorgeschlagene Resolution ist ein weiterer Schritt zu diesem wichtige Element im vorgeschlagenen Entwurf fehlt; daß der geistige und materielle Unterstügung. Jeder Genosse muß ver- Ziele. Die straffe Zentralisation, die Genoffe Hueber wünscht, Entwurf den Arbeitern keine genügende Sicherheit giebt, daß sie in pflichtet werden, einer Partei- Organisation anzugehören. In würde diese Wirkung nicht haben. Das macht sich auf dem voller Freiheit die ihnen zuerkannten Rechte ausüben können;- daß unferer Partei macht sich- besonders in Wien ein gewisses Papier ganz gut, ist schön in der Theorie, aber unmöglich in der Arbeitskammern, in soweit sie die Funktionen eines rathgebenden Parteigigerlthum bemerkbar; wir werden in Zukunft, wo wir österreichischen Praxis. Wir haben ein gemeinsames Ziel, wir Körpers haben, nur aus Arbeitern zusammengefeßt sein müssen, über Mandate zu verfügen haben werden, viel vorsichtiger sein vereinbaren uns aber die Taktik, aber wir lassen den Nationa- weil die Arbeitgeber in den Handelskammern schon eine dermüssen. Wir wünschen eine andere Organisation der Partei- litäten volle Autonomie in der politischen Organisation. Auf artige Einrichtung besitzen; erklärt der Kongreß, nicht mit vertretung. Die Kontrolle durch die Provinzgenossen konnte bis- diesem Wege werden wir aller Schwierigkeiten Herr und uns dem Prinzip des Entwurfes einverstadden zu sein und diesen Enther nur nominell sein. Die Parteivertretung muß verpflichtet wird die geschichtliche Ehre zufallen, aus unserem versumpften, wurf daher nicht unterstüßen zu können. Der Kongreß ruft die Arsein, in wichtigen Fällen eine Reichskonferenz einzuberufen, elenden Lande etwas Vernünftiges, Modernes, etwas Europäisches beiter auf, die sozialdemokratische Arbeiterpartei zu stützen in ihren Bezu der jede Kreisorganisation auf ihre Roften einen Ver- zu machen. Wir haben mit einander gefochten und gelitten, wir strebungen, ein Wahlrecht zu erkämpfen, das uns eine Re treter entfendet. Die niederösterreichische Landesvertretung werden mit einander zu siegen verstehen.( Rebhafter, wiederholter gierung besorgt, die in dieser Sache beffere Arbeit liefern kann.". beantragt, daß der Parteivertretung acht Genossen und fünf Beifall.) In einer anderen Resolution fordert der Kongreß die AbKontrolleure, darunter zwei an dem Site der Parteivertretung, theilungen der Partei auf, in ihren Gemeinden bei den Gemeindeangehören sollen. Dem Chefredakteur der Arbeiter- Zeitung" räthen um Nährung der Schulkinder auf Kosten der Gemeinde soll nur eine berathende Stimme in der Landesvertretung zu zu petitioniren. stehen: so wird am besten die unrichtige Anschauung widerlegt, Bezüglich der Maifeier wird beschlossen, daß diese ausdaß Dr. Adler die Partei beherrsche. Vor allem muß die Geld- Der während der Osterfeiertage in Utrecht abgehaltene schließlich der Propaganda für den gefeßlich geregelten wirthschaft in der Partei beffer geregelt werden. Der Ausschluß Rongreß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in den Nieder- Achtstundentag dienstbar gemacht wird, wodurch sie sich zugleich der Frauen von der Delegation zum Parteitag ist daraus zu landen war ein Beweis dafür, daß die niederländischen Sozia- zu einer Kundgebung für das Allgemeine Wahlrecht erklären, daß wir Sondergelüfte nicht unterstützen wollten. Wir listen, soweit sie sich nicht in die Arme des Anarchismus ge gestalten wird. haben neben den organisirten Arbeiterinnen leider auch Frauen, worfen haben, endgiltig mit der Phrase gebrochen haben. Nicht Weil die Tagesordnung des internationalen Rongresses in London. die in Spezialpolitik machen und die weibliche Seite des Partei- nur, daß Genosse Dr. P. J. Troelstra in seiner Eröffnungs- noch nicht erschienen ist, kann dieselbe nicht zur Berhandlung kommen. gigerlthums ausmachen. was besonderem Nachdruck dasjenige, uns Der Kongreß beschließt, mindestens drei Delegirte zu entfenden Rieger Brünn tritt für eine Verminderung der Zahl der von Sozialistenbündlern, deren tagtäglich und beauftragt die Genossen van der Goes und Polat Kreisorganisationen ein. eine lagere wird, trennt, hervorhob und nachweist, daß die im Namen der Partei in der englischen Parteipreffe den VerSchiller Reichenberg beantragt: Die Partei als solche Bourgeoispresse Unrecht hat, diefen revolutionären" Maulhelden leumdungen, welche von holländischen Anarchisten in dieser hat mit der Gründung von Konsum- und Produktivgenossen- den Ehrennamen Sozialdemokrat beizulegen, die ganze Presse über unsere Partei verbreitet werden, entgegenzutreten. fchaften nichts gemein. Dieselben bilden in der heutigen privat- Tagesordnung liefert den Nachweis, daß auch die niederländische Im Auftrag des Kongresses wird van der Goes in englischer tapitalistischen Produktionsweise nur eine Insel, welche von den Sozialdemokratie mit Ernst die Frage der praktischeu Politit Sprache eine Schrift abfassen, worin die Rolle des Herrn Domela Fluthen des Konkurrenztampfes leicht hinweggeschwemmt werden zur Hand nimmt. Wir brauchen nur auf die Agrarfrage Nieuwenhuis in der Arbeiterbewegung flargelegt wird. Amkongreß tann. Es ist daher die größte Vorsicht anzuempfehlen, ehe Ges hinzuweisen, deren Diskussion von P. J. Troelstra eingeleitet nahmen, abgesehen von zahlreichen Besuchern, 44 Delegirte theil. Mit noffen an die Gründung solcher Rörperschaften schreiten. wurde. In seinem Referat wies P. J. Troelstra auf die Noth- den zu Prag und Charleroi tagenden Kongreffen der öfterEs sprechen eine Reihe weiterer Redner. wendigkeit hin, die Bewohner des platten Landes zu revolutioniren. reichischen und belgischen Schwefterparteien wurden BegrüßungsVorsitzender Popp: Jetzt sind nur noch 60 weitere Redner Die Entwickelung der Landwirthschaft helfe bei dieser Arbeit. telegramme gewechselt. Auch kam von William Thorne ein vorgemerkt.( Große Heiterkeit.) Obgleich eine Zunahme der Hypothekenschulden unter Umständen Telegramm ein, morin die Partei dringend ersucht wurde, den Nachdem Genosse van auch theilweise auf einen zufälligen Fortschritt zurückzuführen Londoner Kongreß zu besuchen. sei, weise der Umstand, daß im Jahre 1869 die Zahl der elsdingen den Kongreß geschlossen hatte, ging man unter Hypothekenschulden 479 Millionen Gulden betrug und begeisternder Absingung der Arbeitermarseillaise auseinander. 1894 schon auf 1190 Millionen Gulden gestiegen war, doch auf einen folossalen Rückgang des Rückgang des Bauernstandes In die Parteivertretung werden Genossen der verschiedenen hin. Die Enteignung der Grundbesitzer, die nicht zuNationalitäten gewählt, um ständige Fühlung zu vermitteln. gleich große Kapitaliften sind, nehme fortwährend zu. Wir leben Im Gemeindesaale des Stadthauses von Winterthur Die politische Leitung der Gesammtpartei liegt ber Gesammt in einer agrarischen Krise, deren Ursache die nämliche sei als die versammelten sich am 6. April die Delegirten des schweizerischen vertretung der Sozialdemokratie in Desterreich ob, die sich aus den der industriellen Krise: die Herrschaft des internationalen Groß- Arbeiterbundes zum IV. Arbeitertage. Namens der Stadt entbot Vertretungen oder Exekutivkomitees der deutschen, czechischen und fapitals, das auch den internationalen Verkehr beherrscht. Wo der der Stadtpräsident Geilinger freundlichen Will polnischen Organisation zusammensetzt und in der die italie- Frachtpreis von 50 Kilogramm Getreide von Amerika nach Holland kommensgruß. Er wies darauf hin, daß im gleichen Saale 1874 nischen und fübflavischen Genossen entsprechend vertreten find. thatsächlich billiger sei als der Frachtpreis derselben Quantität der erste schweizerische Arbeitertag abgehalten worden ist, der sich Die Gesammtvertretung der Sozialdemokratie in Defterreich tritt von dem Dorfe nach der Stadt, da werde das Konturriren bereits mit der internationalen Arbeiterschutzgesetzgebung und der zu gemeinsamen Berathungen behufs Regelung der den Organi- unseren Bauern einfach unmöglich. Vom internationalen Groß- Kranken- und Unfallversicherung beschäftigte. Der ersten Idee sationen gemeinsamen Angelegenheiten nach Erforderniß zu- tapital werde der. Bauer in die Arme des nationalen Groß- habe sich vor einigen Jahren der Herrscher eines unserer fammen." fapitals getrieben, und in dieser Umarmung werde er zerdrückt. mächtigsten Nachbarreiche angenommen, aber leider nicht zu geführt. Der Bezüglich Krankens und Refel Graz: Die Grundursache der Unzufriedenheit Der selbständige Bauer sinke zum Bächter herab und werde als Ende Unfallliegt in Defterreich an dem Mangel an genügenden Kräften. solcher das Opfer eines rücksichtslosen Bachtdiebstahls. Daß der versicherung hofft der Redner deren baldige Durchführung Die vorhandenen werden von beiden Bewegungen einander Pachtdiebstahl mindestens so schlimm sei, als der Lohn- und zum Schlusse wünschte er den Verhandlungen besten Erfolg ftreitig gemacht. Redner spricht sich scharf gegen die Konsum diebstahl, ergebe sich daraus, daß es nichts Un- zum Wohle des Bolkes und zur Ehre des Landes. Präsident und Produktivgenossenschaften aus. Sie forrumpiren die Partei gewöhnliches ist, wenn der Landherr aus einem Stück Werner theilte in seinem Eröffnungsworte mit, daß sich der und verführen zur Postenjägerei. Vom Parteiprinzip dürfen Land jährlich zweitausend Gulden Pacht zieht, während schweizerische Eisenbahnerverband mit 15 000 Mitgliedern dem wir nicht verpflichtet werden, verbranntes Brot aus der Bächter für sein sich abrackern nur 780 Gulden bekommt. Arbeiterbunde angeschlossen hat. einer Produktiv Genossenschaftsbäckerei, schlechte Stiefel Unter folchen Verhältnissen leide die Landwirthschaft. Im Gegen Als erster Punkt wird die Asylfrage behandelt. Der aus einer genossenschaftlichen Schuhfabrik und luckerte( weich saße zu der Industrie habe die Revolution in der Landwirth Referent Dr. Decurtius verbreitete sich in sehr inter werdende) Hüte vom Genossen Hutmacher zu verbrauchen.( Heiter- schaft zur Folge, daß der Kleinbetrieb zunimmt, was Redner für effanter Rede über die Handhabung des schweizerischen Asylteit.) Auch das Parteigigerlthum muß bekämpft werden. Doch einen Nachtheil hält. Bis jetzt überließen die Bourgeoisparteien rechts seit Jahrhunderten und erinnerte an Ulrich von Hutten, wird es damit nicht eher besser werden, bis die Arbeiter auf die Bauern ihrem Schicksal. Das neue Wahlrecht wird aber Thomas Murner, Josef Görres, an die polnischen, italienischen hören zu meinen, wenn einer mit einer Brille kommt, es sei eine ganze Anzahl von Kleinbauern den Weg zur Wahlurne er- und deutschen Flüchtlinge, an Mazzini, Napoleon 2c., die in der ein Gott vom Himmel heruntergeftiegen.( Große Heiterkeit.) öffnen und jetzt auf einmal werfen sich die Bourgeoispolitiker Alpenrepublik eine ruhige Stätte gefunden haben. Bei den Auf Antrag Refel's wird für die 48 Anträge, die nach und wie die Geier auf das platte Land. Der katholische Klerus habe italienischen und deutschen Flüchtlingen der vierziger Jahre war und Situation so, daß ihre Gesinnungen Be nach eingelaufen sind, eine Redaktionskommission von 9 Mit- schon eine große Maufefalle aufgestellt. Was die Bourgeois die mit übereinstimmten parteien den Bauern bieten: Einfuhrzölle, Verbesserung des strebungen Mehrheit gliebern gewählt. Pachtkontratts u. f. w., könne dem Uebel nicht abhelfen. Sowohl des Echweizervoltes, das ihnen denn auch die wärmsten Bächter als Arbeiter müssen Stellung nehmen gegenüber dem Sympathien entgegenbrachte und sie unterstützte. Anders ist es Großkapital. Diese beiden gehören beieinander. Sie sind beide heute gegenüber den Sozialdemokraten und Anarchisten, auf deren In Erwägung, daß die Gewerkschaftsorganisation, die die Opfer des Großkapitals. Deswegen befürwortet Redner die Seite die Mehrheit des Volkes nicht steht. Eingehend wurde auf Grundlage der Industrie- Gruppenbildung aufgebaut ist, Gründung von Organisationen, welche aus Pächtern und Arbeitern sodann die bismärckische Politik mit dem Sozialistengesetz und der sich als ein vorzügliches Mittel erwiesen hat, die Massen her- zusammen bestehen. Das sei durchaus nicht unmöglich. Die ökonomische Polizeipraxis, die Unterdrückung des Züricher Sozialdemokrat" anzuziehen und widerstandsfähig zu machen; in weiterer Er- Entwickelung führe diese beiden Gruppen zusammen und, daß und die Ausweisung seiner Redakteure behandelt. Man hat dem wägung, daß diese Organisationsform am besten geeignet ist, schon viele Bauern dies einsehen, ergebe sich u. a. daraus, daß Sozialdemokrat" seine Sprache zum Vorwurf gemacht und damit eine der wichtigsten Punkte des sozialdemokratischen Pro Redner neulich von einem Bauernverein eingeladen wurde eine auch die gegen ihn gerichteten Maßnahmen begründet; die grammes praktisch durchzuführen, indem sie die Arbeiter physisch Rede zu halten, bei welcher Gelegenheit der Direktor einer Butter Sprache der Emigrirten ist immer hart, allein im Vergleich mit den Borsiz führte. Wir müssen und geistig tampffähig macht, wodurch der Sozialdemokratie fabrit der Sprache anderer Emigrirter, z. B. der abligen, französischen immer mehr fähige und verläßliche Streiter zugeführt werden; sagen, daß er auf die Dauer nicht zu retten ist. Die Ent Emigrirten zur Zeit der großen Revolution, war die Sprache Nach der in endlicher Erwägung, daß sich noch viele Parteigenoffen ihrer eignung wird fortdauern. Er hat aber dafür zu sorgen, des Sozialdemokrat" anständig, mild und ruhig. Pflicht gegenüber der gewerkschaftlichen Organisation nicht bewußt daß nicht der Kapitalist, sondern die Gemeinde ihn enteignet. Affäre mit dem„ Rothen Teufel" bot die Sprache des„ Sozialfind und deren Bedeutung für die Partei unterschäßen, weshalb es Deshalb müssen die zu gründenden Organisationen für die Gemeinden demokrat" keinen Grund mehr, um gegen ihn vorzugehen. noch nicht gelungen ist, die Arbeiter der wichtigsten Industrie- das Recht des Vorkaufs fordern. Des weiteren befürwortet Die dennoch Ausgewiesenen fonnten sagen: So lange die Bezentren Defterreichs in größerer Zahl für die gewerkschaftliche Redner die Gründung von kooperativen Vereinen mit finanzieller wegung gegen das Königthum von bürgerlicher Seite ausging, Organisation zu gewinnen, beschließt der Parteitag folgendes: Hilfe der Staatskasse. Er beantragt eine Resolution, welche den mar fie recht, da sie aber von den tlaffenkämpfenden Sozial Es wird den Parteigenossen nicht nur zur Pflicht gemacht, so- Zweck hat, Bauern und Landarbeiter zu gemeinschaftlicher Dr- demokraten geführt wird, erfolgen die Maßregelungen. Die bald die Möglichkeit vorliegt, der gewerkschaftlichen Organi- ganisation aufzufordern. Diese Organisation tämpfe in erster Sozialdemokrateu haben immer betont, daß fie teine Revolution sation anzugehören, sondern es ist auch Pflicht eines jeden Linie für das allgemeine Wahlrecht, und stelle dann ein Pro- mit Heugabeln 2c. wollen, sondern eine solche durch die VerhältParteigenossen, die Gewerkschaftsorganisation mit aller Kraft gramm auf, das ihre gemeinsamen Forderungen umfaßt, und es niffe, welche ja auch andere Leute wollen. Zum Träger unferes bei allen Anlässen zu fördern, die von den Delegirtentagen, Deutlich ausspricht, daß ihre endgiltige Befreiung im Sozialis Asylrechts sollte sich die Arbeiterschaft machen, die Arbeiter sollten sich dafür einsehen, daß es auf breitester Grundlage ge Ronferenzen und Kongressen der Gewerkschaften gefaßten Be- mus liegt. Der gestern mitgetheilte Antrag der czechischen Delegation über die Vertretung der verschiedenen Nationalitäten in der Parteivertretung ist zurückgezogen und durch folgenden neuen er setzt worden, der auch die Unterschriften der Mitglieder der bisherigen Parteivertretung trägt: Hüber Wien nimmt namens ber Gewerkschaftskommission Stellung zu den vorliegenden Fragen. Er beantragt folgende Resolution: dem Bauer Schweizerischer Arbeiterkag. denen der " haudhabt wird. Das beste ist, ben Angefchuldigten vor Gericht einheitlichen zusammenzuziehen. Dieser Antrag sowie die Thesen zu stellen, das aber nicht über Gesinnungen entscheiden soll, des Referenten wurden angenommen. Versammlungen. Glüd zu, Badstraße Nr. 19 bet Ulig. Männer Gesangverein Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an: Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177c, Sonnabend: Bergnügungsverein Helgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf( während des Bavaria", Lychenerstraße 2/3 bet Winters alle 14 Tage Sonntags.) Brivat Theater- Gesellschaft& illy, abends 9 Uhr, bet Schermer, ArtonaSchmidt.„ Allezeit Fidel", Pasewalterstraße 3 bet Neumann. play 1. Gäfte willkommen. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein Friedenstr. 37, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr.- 8. Männerlings- Abth. Staligerfir. 55-56, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr. Bereinigung ber Turnfreunde turnt Mittwochs und Sonnabends ich te( Wittgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt: 1. Männer Abtheilung neumann, Pajewalterfir. 3. Alle Renberungen im Vereinstatenber find su Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgsgenb. Borfigenber b. richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 2r. Sonnabend, übenbs sondern darüber, ob der Fremde sich gegen die Gese vergangen Ohne Debatte und Widerspruch wird einer Resolution 9-11 Uhr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein hat. Grüne Eiche, An die beifällig aufgenommene Rede knüpfte sich eine kurze auf Revision des Fabritgefeges zur Einführung des Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bet Lastowsky. Rirdorf, Hermannfiraße 197 bet Babenschneider. 2yrania, Landss Diskussion, wonach eine von Decurtius beantragte, auf Vor- Behnstundentages zugestimmt, desgleichen der Resolution besberger Allee 156 bei Goebel. Sanges Echo, Naunynftr. 86 bet Bubett. schlag der Genossen Lang und Mettier abgeänderte Reso- Dr. Sourbeck auf Revision des Ruhetagsgesehes Lution angenommen wurde, der zufolge die Ausweisung nur noch für die Eisenbahnen im Sinne der Einführung des iedertrans in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Boltsgarten, Bergstr. 6. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Savel, Hauptstraße, Fremde treffen soll, die die innere und äußere Sicherheit der Behnstundentages. Wintel's Salon.- Gängerlust, Luckenwalde, Beeligerftr. 84 bet Dtto Schweiz gefährden; weiter soll die Ausweisung nur auf Urtheil Nach den Vorschlägen einer Vorversammlung wurden von Schulze. Hand in Hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 des Gerichts und nur zeitlich beschränkt erfolgen. den Verbänden, welche dem Arbeiterbund angehören, 54 Mit- bet Emil Heinecke.- Männer- Gefangverein Immergrün, Tegel, Spans Freie Sänger, Schmargendorf, Wirths Hierauf hielt Scherrer aus St. Gallen über die glieder in den Bundesvorstand gewählt, darunter die Gebauerfir. 15 bei T. Rentner. haus Friedrich. Gefangverein Frisch avf II, Schönwalde in der Mart. Kranten und Unfallversicherung einen Vortrag, noffen Lang, Mettier, Werner, Buberbühler, Dr. Benz, Paul Weiße Rose II, Neu- Weißenfee, Straßburger- und Elsaßstraßen- Ecke, Treue, Mariannen Ufer 2a, Restaurant der die Forrer'schen Gefehentwürfe über diese Materie in ihren Brandt, Scherrer, Tauslin, Keel, Siebenmann, Schrag, ferner Bum neuen Gifelthurm". „ Lurhof." Männer Gesangverein Eintracht 3, Zeltow, Behlens wichtigsten Punkten behandelte. Schließlich beantragte er, Dr. Sourbeck, Dr. Decurtius, Professor Dr. Beck und andere. Dorferstraße 6 bei Derg. daß im Sinne derselben vom Bundesvorstande eine Um 6 Uhr abends wurde der Kongreß vom Präsidenten Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Gingabe an die Bundesbehörden zu machen set, für Werner mit wenigen Worten geschlossen. Anwesend waren Vereinskalender find zu richten an R. Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Blaue Sonnabend: unverzagt", Lebuserstraße 13 bet Bogel. die vorher noch weitere Wünsche aus der Arbeiterschaft 426 Delegirte, welche 200 000 Arbeiter vertraten. Wolte II, Weinstraße 22 bei Steuer. entgegenzunehmen seien und schließlich die endgiltige Stellungs nahme des Arbeiterbundes zu erfolgen habe, wenn die Gesetzentwürfe die Berathung der Bundesversammlung passirt haben. In der Diskussion beantragte Lang, daß die Berufskrankheiten Der Verein der Plätterinnen und Berufsgenossen hielt ausschließlich als Unfälle behandelt werden und die Kranken- und am 27. März eine Mitglieder- Versammlung ab, in der Herr Unfallversicherung eidgenössische- nicht kantonale Institutionen Möhring einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Nach sein sollen. Alle diese Anträge wurden angenommen. einer regen Diskussion beschäftigte sich die Versammlung mit der Ohne Debatte wurde Genosse Greulich wiederum als Stellungnahme zum 1. Mai. Es wurde beschlossen, daß sich der Arbeiterfekretär auf eine neue Amtsdauer bestätigt und ihm zu- Verein der Feier in einem noch näher zu bestimmenden Wahlbthl. Boechstr. 21, Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr.- 2. Lehrgleich der Dant für seine Leistungen votirt. treise anschließt. Zum Schluß gab der Vorsitzende bekannt, daß Die Nachmittagssigung begann mit einem Referat des Ge- den Textilarbeitern in Rottbus 25 M. und den Konfektionsnoffen Reimann über die Berufsgenossenschaften. arbeitern 50 M. vom Vorstand überwiesen wurden. Die Frage ist bereits 1890 auf dem Arbeitertage in Olten be= handelt und feitdem in den Kreisen der Arbeiter wie der Unter- In einer Versammlung der Rohrleger, die am 29. März nehmer wiederholt besprochen worden; denn die Berufsgenossen- tagte, hielt Genosse Millarg einen Vortrag über die Sicher schaften werden nicht nur von den Arbeitern, sondern auch von stellung des Arbeitslohnes und der Bauschwindel". Alsdann den Unternehmern, so vom schweizerischen Gewerbeverein, ver- erstattete der Vertrauensmann Bericht über seine von ihm langt. 213 wesentlichsten Vortheil der Berufsgenossenschaften im letzten Jahre entfaltete Thätigkeit. An stelle desselben bezeichnet der Referent besser geordnete Arbeitsverhältnisse, wurde Karl Methner, Pücklerstr. 11 wohnhaft, gewählt. Alle Schlichtung von Streitigkeiten und Verhütung von Kämpfen, die Branche intereffirenden Angelegenheiten, wie auch der vie wir fie schon manchmal erlebt haben und Markenbezug, find fortan mit dem neugewählten Vertrauenswobei meist beide Parteien schwer geschädigt werden. mann zu regeln. Es wurde dringend gewünscht, daß die Kollegen beantragt, daß der Bundesvorstand beauf- eifriger das Material über die mißlichen Verhältnisse der Werk tragt werde, fich mit anderen Interessengruppen, insbesondere stätten einsenden mögen, damit die Uebelstände, die so zahlreich mit dem schweizerischen Gewerbeverein, in Verbindung zu setzen, in der Branche vorhanden sind, der Deffentlichkeit übergeben Am 12. April findet wieder eine Rohrlegerum durch Eingaben oder wenn nöthig durch eine Initiative fo- werden können. wohl die verfassungsmäßigen Voraussetzungen als auch direkt Bersammlung statt. ein Bundesgesetz über die Berufsgenossenschaften zu bewirken. Dr. Decurtius trat für obligatorische Berufsgenossenschaften ein. ang dagegen beantragte, eventuell auch in Bezirk und Gemeinde, nicht blos, wie Reimann in seinen Thesen sagt, für das ganze Land fakultative Berufsgenossenschaften mit Greulich verbindlicher Wirksamkeit zuzulassen. stützt Reimann und wendet sich gegen die Lang'schen Anträge, die auch Seidel befürwortet hatte. In der Abstimmung wurden die Reimann'schen Thesen angenommen mit der Offenhaltung der Frage, ob die Bundesversammlung oder eine andere Behörde die zweite Rekursinstanz sein soll. Reimann Arbeiter- Bildungsschule. Die Osterferien dauern in beiden Schulen vom 2.- 18. April. Wiederbeginn des Unterrichts am Dienstag, den 14. April. Freireligiöse Gemeinde. Montag, den 18. April, abends 8/4 Uhr, Alexanderstr. 27 c, Englischer Garten: Beschließende Bersammlung. Wahl des Vorstandes und der übrigen Gemeindebeamten. Bahlreiche Betheiligung erwünscht. 1 B Stat v on 8-10% Uhr abends Turnhalle Demminerftr. 56-57 Freie Turner. fchaft trdorf- Briz, E. Wiersing's Reft., nesebeckfir. 113.- Gemischter Ghor Gleichheit, abbs. 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. Bühnenverband Normania, jeben legten Sonnabend im Monat Sigung Privat Theater Gesellschaft bet Buffol, Königsbergerstraße Nr. 28. Schiller, Gigung abends 9 Uhr bet Linke, Putibuferstr. 24. Nach der Theaterverein Bavaria, Ackerstr. 17 bei Manfras. Privattheater- Gesellschaft Toni, abends 9% Uhr bet Buleger, Swine Sigung: Fidelitas. Theaterverein 2uftige Brüder II, Sigung abends münderstraße 144. Theatergesellschaft Immer Theaters 9 Uhr, bet Reichelt, Hafenbatde Nr. 45/47. Lustig, abends 9 Uhr, Sigung bei Ruhl, Chorinerstr. 58. verein Bohemia, abends 9 Uhr, Restaurant G. Wigel, Ackerstr. 145. Privat- Theater- Gesellschaft& illy, abends 9 Uhr Sigung, Schönh. Allee 185.Bergnügungstlub Oft end, Sigung abends 9 Uhr im Restaurant Rudolf, Krautstraße 6. Gefelliger Arbeiter- Verein Proletaria, Sonnabend nach bem 1. unb 15. jeben Monats, abends 9 Uhr bet Sommer, Grünftr. 21. Rauchtlub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei Herbner, Burgdorfstr. 14. Stattlub Blaue Blufe, bet Buttte, Graubenzerfiraße 2. lub evolution, Gigung abends 9 Uhr bet Sauptmann, Wieners firaße 1-6.- Statklub Br überlichkeit, abends von 9 Uhr an Gizung bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19.- Gtattlub 50. Jeden Sonnabenb 8% Uhr bei Klein, Wienerftraße 31. Bergnügungsverein Ipen veilchen, abends 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenftr. 49. Bergnügungsverein Brudertette, Sigung abends Uhr, bet Barts, Gleditschstraße 23. Gäste willkommen. Schachklub Springer, abends 9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerfir. 57. Geselliger Verein Gorgen fret: Sigung bei Freifel. Staligerstraße Nr. 54 b. Tambourverein Moabit: Uebungsstunden Mittwoch und Sonnabend von 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, -Berein ehemaliger Schüler ber 7. Real fchule, präzise 9 Uhr im Restaurant Nepomut, Neue Noßstr. 22: Sigung ( Wiffenfchaftlicher Vortrag. Siterarisches.) Touristentlub ,, uf". Jeden BergnügungsSonnabend 9 Uhr Neue Friedrichstr. 92, Restauration Grob. Verein Selgoland II, jeben Sonnabend Sigung bei Lehmann, Lübbener Dansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), Módeaften hver Lòrdag Kl, 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. German American Club Uncle Sam, 9 o'clock, Wallstr. 57. Guests are welcome. Rue St. Deutscher Jozialdemokratischer geseklub in Paris. Sonore 314, Cafe bu Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. Perlebergerftr. 9. unterDie welschen Delegirten geben hier eine längere Erklärung zu Protokoll, worin sie die Erwartung aussprechen, daß der Arbeitertag die romanische Schweiz mit einer angemessenen Vertretung im Bundesvorstande berücksichtigen und dieser einen romanischen Adjunkten des schweizerischen Arbeiter sekretariats mit Sitz in der romanischen Schweiz wählen werde. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin 1. Montag, ben 13. April, abends 8% Uhr, bet Wilfe, Andreasstr. 26: Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht. Vorstandswahl. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 12. April, vormittags präz. 10 ühr, im Englischen Garten( Hoffmann's Fest- Straße 9. fäle), Alexanderstr. 27 c. Ausschuß- Sizung. Sämmtliche Vereine müssen ver treten sein. Achtung! Schäfte- Arbeiter und-Arbeiterinnen! Sonnabend, ben 1. April, abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Infelftr. 10: Große öffentliche Versammlung. Wichtige Tagesordnung, Stellungnahme zum 1. Mat. Bahlreiche Betheiligung nothwendig. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 12. April, abends 6% Uhr, im Versammlung. Vortrag des Botale von Hoffmann, Alexanderftr. 27 c. Fri. Jda Altmann über:" Die Religion unserer schwarzen Brüder." Nachbem: Geselliges Beifammensein und Tanz. Neue Mitglieder werden aufUeber die Erweiterung der Haftpflicht referirte genommen. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Sonnabend, den 11. April: Dr. Feigenwinter von Basel. 2 ang beantragte, darauf Mr. Moulet( Versailles, Ecole normale):" Bum französischen Moralhinzuwirken, die jetzt bestehenden drei Haftpflichtgesetze zu einem unterricht." Diskussion. Gäste willkommen. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, ber alte, von Karl Mary und Friebrich Engels 1846 mitbegrünbete fommunist tfche Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nac wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. Bondon. Plomb.1,50. Rep, sof. Theilzahlg, Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 92. Spr. 9-7 Uhr. Duſchelmöbel fraße 4 m, Bildhauer. Achtung! Präger und Prägerinnen, Achtung! Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade H Parteigenossen! nur mit üte Kontrollmarke, Schirme, Stöcke, Kravatten. Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2 Skaliberstr. Friedrich Garth, Schuhmachermeister, 27. Brunnenstr. 27. Schuh- u. Stiefel- Lager. 4681L* Maass- und Reparaturarbeiten- Werkstatt. Gute Waare. Mäßige Preise. Vorzügliche Paßform. Reelle Bedienung. J. Brünn, Am Stadtbahnhof Börse." Inventur- Ausverkauf! Zum Bruder Heinrich 14 Blumenstraße 14. Weiss-, Bairisch-, Kulmbacher Bier. Tithographen, Steindrucker und Berufsg. Sonnabend, den 11. April, abends 8/2 Uhr,' Auswahl in falten u. warmen Speisen. im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188, am Rosenthaler Thor: Sonntags: Smags: Humorist. Unterhaltung. Englischer Garten. Alexanderstr. 27 c. Saal zu 500 Perf. mit Garten und Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Lohnreduktion an den Atfordpreisen der Präger und Prägerinnen Kaffeeküche unentgeltl. 3. verg.[ 4502L bei der Firma Wunsch u. Lange sowie die niedrigen Löhne der Steindrucker. Reichsgarten 2. Distuffion. 3. Berſchiebenes. Friedenstr. 20 ( Ede höchste straße). Täglich: Die Kollegen und Kolleginnen der Firma Wunsch u. Lange sind hierzu besonders eingeladen. Der Vertrauensmann. 102/7 Preconcert Rohrleger n. Gehilfen! Grosses Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. NB. Meinen alten Runden und Freunden zur Nachricht, daß ich mein Gartenlokal in dieser Saison wieder selbst bewirthschafte. H. Koslowski. 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April, vorm. 10%, Uhr, Orts- Krankenkasse| Deutscher Holzarbeiter- Verband. ber Buchbinder u. verwandten Gewerbe. Generalversammlung ( Zahlstelle Berlin.) für Bezirks- Versammlung wedding a. Gesundbrunnen am Montag, 13. April, abends 8 Uhr, in Raabe's Salon, Rolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Was lehren uns die legten Streits. Heferent Kollege am 20. b. M. Dranienstraße 180, Hellwig. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich au erscheinen. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. im Feen- Palast, Burgstraße 22, Ecke Wolfgangstraße. Präz. 8 Uhr abends. Zages Ordnung: • 1. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 2. Freie Diskussion. J. A.: Ad. Hoffmann. 885b Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen und Synagogen find brieflich eingeladen. Auch Herr Stöcker ist zu dieser Versammlung eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den Kommiffions- Mitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Pallisadenstr. 38. Ad. Hoffmann, Blumenftr. 14. H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Moritstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Arbeiter- Bildungs- Schule. Montag, den 13. April, abends 8½ Uhr: Volks- Versammlung im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Abnahme der Jahresrechnung pro 1895 und Decharge des Rendanten. 3. Antrag Mehnert auf Gehaltserhöhung der geringfibesoldeten Beamten. 4. Antrag bes Vorstandes auf Statuten- Renderung. Naunynftr. 86 bei Streit. Grünauerstr. 3 bet Golz. 276/18 Görlitzer und Sorauerstraßen- Ede bei Die Zahlstellen des Verbandes befinden sich: Für den Norden: Ruppinerstr. 44 bei Raabe. Trescowstr. 24 bei Schmidt. Lothringerstr. 67 bei Dieke. Schwedterstr. 33 bei Lietzke. Müllerstr. 7a bei Gleinert. 5. Wahl von zwei event. drei Be- Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. amten. 6. Antrag des Vorstandes auf Be willigung von Mankogeld für den Rendanten. 7. Antrag Herzhoff auf Bewilli gung von Zahnplomben. 8. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Bei Nichterledigung der Tages- Ordnung findet ebendaselbst am 27. d. M. abends prä 3. 81/2 die Fortsetzung der Verhandlungen statt. 25/18 Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. C. Hoffmann, Vorsitzender. Thurmstr. 84 bei Holzbächer. Birkenstr. 28 bei Kluge. Stettinerstraße, Ecke Bellermannstraße bei Peterson. Für den Often: Friedrichsbergerstr. 19 bei Winkelmann. Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Frankfurter Allee 90 bei Zabel. Koppenstr. 47 bei Lorenz. Langeftr. 65 bei Tempel. Landsberger Allee 27a bei Lange. Elisabethstr. 65 bei Lange. Für Süd- Oßt: Cuvryftr. 25 bei Erbe. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Ortskrankenkasse der Klempner. Ritterstr. 128 bei Strangeb Liebknecht: Die Geschichte als Lehrerin. 2. Diskussion. Mit Rücksicht auf das wichtige und lehrreiche Thema bittet um zahl reichen Besuch 5/13 Der Einberufer. Metallarbeiter! Sonntag, den 12. April, vorm. 10 Uhr, Kaffenlotal jetzt: Neu Kölln a. W. 23. Am Sonntag, den 19. April cr., vor mittags 10 Uhr, findet bei Brodjuow, Sebastianstr. 39, eine Generalversamm lung der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unserer Kasse mit der Tolksdorf. Eisenbahnstr. 7 bei Bauer. Dieffenbachstr. 31 bei Gaule. Manteuffelstr. 69 bei Brödenfeld.( Das felbst befindet sich auch die Bibliothet der Drechsler.) Röpnickerstr. 194 bei Reichert. Für den Weften: Mittenwalderstr. 16 bei Jmhoff. Gulmftr. 36 bei Paulsch. Belle- Allianceplay 6 bei Lutteroth. Belle- Alliancestr. 74, Ecke Bergmannstraße bei Kitzing. Für Friedrichsberg: Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinicke. Für Rummelsburg: Rants und Türrschmidtstraßen- Ecke bei Schröder. Jeden Sonnabend: Zahlabend. Der Arbeitsnachweis befindet sich Annenstr. 39. Derselbe ist geöffnet an Wochentagen von 8-12 und 3-7 Uhr. Achtung! Achtung! Tagesordnung: 1. Verlesung der Pro- Musikinstrumenten- Arbeiter! im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstr. 37: totolle; 2. Bericht des RechnungsausGroße öffentliche Versammlung schusses und Dechargeertheilung; 3. Be sprechung über eine event. Abänderung ber§§. 13 oder 30 bes Statuts; 4. Verschiedenes, statt. Der Vorstand. aller in Armaturenfabriken beschäftigten Arbeiter. 823b Tages Ordnung: Der Ring der Armaturen- Fabrikanten, der Neunstundentag und der 1. Mai. Referent Otto Naether. 280/19 Kollegen! Angesichts der hochwichtigen Tagesordnung ist es Eure Pflicht, Mann für Mann in der Versammlung zu erscheinen, um Stellung zu nehmen zu den Abmachungen der Fabrikanten. Ganz besonders sind die Kollegen der Orts- Krankenkasse der Uhrmacher. Die ordentliche Sonntag, den 12. April, vorm. 10 Uhr, bei Henke, Naunynstr. 27: Große öffentliche Versammlung für die Klaviatur- Branche. Tagesordnung: Unsere Bewegung. 144/17 Mittwody, den 15. April, abends 8 Uhr, bei Keller( gr. Saal), Koppenstr. 29: Deffentliche Versammlung Hierzu einehläfer& Oohlmann, Bernh. Joseph, Butzke& Cie., Attiengesellschaft, General- Versammlung für die Mechaniker- Branche. eingeladen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstraße 44. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltung Berlin.) Bezirks- Versammlung für den Wedding und Oranienburger Vorstadt am Sonntag, den 12. April, vorm. 10 Uhr, in Reichert's Festsälen, Müllerstraße 7. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom ersten Quartal 1896. 4. Wahl der Bezirksleitung und der Hilfskassirer. Bezirks- Versammlung für Moabit am Sonntag, den 12. April, vorm. 10 Uhr, findet Freitag, den 17. April, abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39, statt Zages Ordnung: B 1. Raffenbericht. 2. Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnung des Bor jahres. 3. Besprechung über Stellungnahme der Kasse zur Arztfrage. 4. Verschiedenes. Montag, den 20. April, bei Keller, Roppenstraße 29: Für Musikinstrumenten- Arbeiter. Die öffentliche Agitationskommission. Verband der Möbelpolirer. Heute Abend 8 Uhr bei Keller, Koppenstraße 29: General- Dersammlung Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Kassirers usw. Die Mitglieder fowie Beitrag zahlende 2. Wahl. B. Anträge. 4. Verschiedenes. Arbeitgeber werden hierzu eingeladen. Der Vorstand. C. Schulz, Vorsitzender. 840b Orts- Krankenkasse Die Kollegen, welche erft Mitgliedstarten haben, werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, da ihnen die Bücher ausgestellt werden. Wer nicht erscheint und sich nicht entschuldigt, geht seiner Anrechte verlustig. Montag Abend 8 Uhr: Versammlungen bei Kranz, Badstraße 12. Tages Ordnung: 1. Die Beseitigung des Privateigenthums. im Saale des Herrn Fischer( Moabiter Klubhaus), Beusselstraße 9: f. d. Gewerbe d. Verfertigung Referent: Gen. B. Pörsch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Tages Ordnung: von Musikinstrumenten. 2. Disfuffion. 3. Abrechnung vom ersten Quartal 1896. Generalversammlung wesen". der Bezirksleitung und des Hilfskassirers. 4. Wahl am Sonnabend, den 18. April, abends Rosenthalerstr. 57. Tagesordnung: 148/11 In Rixdorf bei Rohr, Rnesebeckstraße 49. Zages Ordnung: 1. Die Arbeiter- Organisationen und die kapita-Qungelegenheiten. S. Berſchiebenen vertreter Genoffe Regerau. NB. Die Raffirer sind heute nicht in den Zahlstellen und werden des In Anbetracht der reichhaltigen Tages- Ordnungen werden die Ver- 81/2 Uhr, im Sofale des Herrn Wernau, halb die Kollegen erfucht, ihre Beiträge in obigen Versammlungen zu begleichen. sammlungen pünktlich eröffnet. Zwecks Umänderung der Ortsnummern werden Der Vorstand. die Kollegen ersucht, ihre Mitgliedsbücher mitzubringen. Wohnungsänderungen wolle man in die in den Versammlungen ausliegenden Wohnungslisten eintragen oder andernfalls sofort dem Zentralbureau, Fischerstraße 22, mittheilen. 285/2 Die Ortsverwaltung. Zimmerer. Sonntag, den 12. April, vorm. 10 Uhr, in Cohn's Fettsälen( großer Saal), Beuthstr. 21-22: Grosse Versammlung des Zentralverbandes der Zimmerer Deutschlands. Berlin.) ( Bahlstelle Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten vom 1. Provinzial- Verbands. tag der Provinz Brandenburg. 2. Wahl von 3 Delegirten zur Agitationstommission der Provinz Brandenburg. 3. Wie stellen wir uns zu dem Beschluß der letzten öffentlichen Zimmererversammlung. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Neue Mitglieder werden in der Bersammlung aufgenommen. Der Vorstand. Rixdorf. 254/19 1. Jahresbericht für 1895. 2. Bericht der Revisoren. 3. Wahl eines Rendanten. 4. Wahl eines Kassirers. 5. Verschiedenes. 144/9 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. 8 Montag, den 20. April d. J., abends Uhr, in Feind's Salon, Weinstr. 11. Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung für 1895. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 13. April, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße 75: Mitgliedschafts- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Fortsetzung der Berathung über die Anträge zum Gewerkschafts- Kongreß. 2. Mitgliedschafts- Angelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Die Zahlstellen unferes Verbandes sind folgende: 1. Bergner, Annenstr. 16. 2. Rest. zur ,, Neuen Post", Beuthstr. 21. 2. Bericht des Rechnungs- Prüfungs- 8. Wählisch, Adalbertstr. 4. Ausschusses und Entlastung des Rendanten. 265/7 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Dele Der Vorstand. girten ersucht 4. Reichert, Friedrichstr. 34. 5. Werner, Bülowstr. 59. 6. Gleinert, Müllerstr. 7( Wedding). 7. Schünemann, Stein- u. Gormannftraßen- Ecke. 8. Wiedemann, Blumenstr. 38. 9. Friedrich, Gisenbahnstraße Nr. 20 ( Herberge). 10. Kummer, Rigdorf, Berlinerstr. 55. Sämmtliche Zahlstellen mit Ausnahme der Nr. 1( 7-9 Uhr) und Nr. 10 25/9 ( 9-10 Uhr) find Sonnabends von 8-10 Uhr geöffnet. Es bittet um fleißige Benutzung der Zahlstellen Der Vorstand. Sozialdemokrat. Verein Vorwärts. Sonnabend: Resterverkauf. Achtung! Lederarbeiter! Achtung! Dienstag, den 14. April, abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Kummer, Berlinerstraße 55: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Rassenbericht. 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 8. Neuwahl des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 232/17 Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Die Urania- Billets( große Urania, Taubenstraße) werden in der Versammlung ausgegeben. Grünau. Gastwirthschaft von Gustav Lindenhayn, Friedrichstraße 2. Garten Kegelbahn Grünau. Grünau. Kleiner Saal mit Piano. Verkehrslokal des Arbeiter- Bildungsund Arbeiter- Gesang- Vereins. Grünau. Anzug. Paletotftoffe Brenner& Cie. Alte Jakobstr. 57/59. Jedes Maaß zu Engrospreisen. Empfehle meinen Fest- Saal nebst Vereinszimmer und großen Garten zu Versammlungen und Feft lichkeiten. 48192* Julius Wernau, Schwedterstr. 23/24. Sonntag, den 12. April, vormittags 10 Uhr, im Victoria- Garten, Badstraße Nr. 12: Oeffentliche Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter ( als Weißgerber, Lohgerber, Färber und Berufsgenossen). Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Ida Altmann über: Berschollene Umstürzler." 2. Unsere Maifeier. 3. Wahl von drei Revisoren zur Abrechnung. 4. Gewerkschaftliches. Berufskollegen, bringt, wo es angeht, Gure Frauen mit! Der Vertrauensmann. 108/3 Graveure, Ciseleure und verw. Berufsgenossen. Dienstag, den 14. April, abends 8½ Uhr, im Vereinslokal Oranienstraße 51: Vereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Vortrag des Genossen Dr. Joël über: Magnetismus und Elektrizität. 3. Beridiebenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. 74/18 Der Vorstand. 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