Nr. 86. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret. tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 12. April 1896. in Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Politische Neberlicht. Berlin, 11. April. als Die Konservativen und das allgemeine Wahlrecht. der Nach dem sächsischen Probevorstoß gegen das Wahlrecht ist es der " von einander aufgefressen werdet"( consumi te, ut consuAve imperator morituri te salutant.*) mamini invicem). Was uns empört, ist auch nicht so sehr die Auflehnung der einzelnen gegen das Gesetz Der Gladiatorengruß des Herrn Hofpredigers vom jeder Stand sündigt in seiner Art 18. Januar schwirrt uns noch im Ohr, und siehe da, es ist die der doppelte Ungerechtigkeit einmal tödtlicher Ernst geworden mit den Kampfspielen, die zwischen Milde der Duellgeseze liegenden Konnivenz gegen das Ver- rathjam, alle Spuren wahlrechtsfälscherischer Gelüfte, die innerhöfischen Herren ausgefochten werden. Kehren die Tage der brechen der bevorzugten Gesellschaftsklassen und dann der halb der Ordnungsparteien auftauchen, zu registriren. Aller Herren von Hinckeldey und von Rochow wieder? Nachdem laxen Durchführung dieser Gesetze wiederum in Rücksicht Erfahrung nach wagen sie sich erst nur versteckt und in beder weiland Zeremonienmeiſter Herr von Koze in einem auf die Klasse. Es genügte schon die Gegenüberstellung der dingter Form hervor, die wahre Absicht wird bis zum letzten ersten Duelle nicht vom Bufall begünstigt worden war, hat den Proletarier selbst bei geringfügigen Exzessen des ge- Versuch offen unternommen wird. So verdient es denn registrirt Augenblick abgeleugnet, bis dann eines schönen Tages der er vorgestern dem Freiherrn von Schrader, der die Autor- reizten Zorns so häufig treffenden schweren Gefängnißstrafe zu werden, daß auf dem Parteitage pommerscher Konservativer schaft er anonymen Unfläthigkeiten auf ihn gewälzt haben und der harmlosen Festungsstrafe für Duellanten. Außer zu Stettin der Abgeordnete Profeffor Ir mer sich über die soll, höchst unzeremoniell eine Pistolenkugel in den edlen dem weiß aber jeder, der die Rechtsprechung der bürger- Frage des Wahlrechts folgendermaßen äußerte: Leib gejagt. lichen Gerichte, ganz zu geschweigen der DuellHaben wir je eine offenkundige und freche Ver- justiz der Militärgerichte, kennt, daß ganz ab= höhnung der Geseze in den Kreisen der Kämpen für gesehen von dem in wichtigen Unterschied Religion, Gitte und Ordnung erlebt, so dieses Duell, das Art der Freiheitsstrafe ein Echlag mit zugeklapptem Taschentagelang vorher in der hauptstädtischen Presse wie ein messer oder einem gewiß nicht sehr bedrohlichen RegenBirtusspettafel angekündigt wird, zu dem sich Herr v. Kotze schirm oder einem Hausschlüssel einem Bürger gelegentlich bei dem verschwägerten Herrn v. Tresckow in Friedrichs- theurer zu stehen kommen kann, als dem bevorzugten Verfelde einen Tag lang förmlich einschießt und in dem der brecher ein in mörderischer Absicht abgefeuerter PistolenKommandeur einer Kavallerie- Brigade zu sekundiren sich schuß. Daß Duellstrafen in Deutschland häufig durch herbeiläßt. Ja, auch ein fönigl. preußischer Landrath, Gnadenerlaß verkürzt werden, ist bekannt. Daß die Beder Bruder des Beremonienmeisters, ist von Aschers- hörden nicht im stande wären, durch mäßige Wachsamkeit leben hierher geeilt, um, wie ein Lokalblatt im Duelle zu verhindern, die unter ihren Augen vor Style der Rolportageromantik zu melden weiß, dem sich gehen, würde angesichts des vorliegenden Falles und selben in der schweren Stunde zur Seite zu zu sein. überhaupt in allen den Fällen, in welchen militärische Offenbar nicht der richtige Play für einen fönig Ehrengerichte Kenntniß vom bevorstehenden Duell erhalten lich preußischen Landrath! Wie eifrig pflegen doch die haben, nur auf die Gefahr hin behauptet werden können, Herren Landräthe sonst vielmehr dem Geseze zur Seite ein unauslöschliches Gelächter zu erregen. Aber bei der zu sein, wenn die geringfte Uebertretung einer gleichgültigen toleranten Beurtheilung, welche das Duell in unseren maßPolizeiverordnung durch gewöhnliche Menschenkinder droht, gebenden Kreisen findet, ist man bisher nicht einmal im ober wenn sie die entfernteste Gefahr einer möglichen stande gewesen, dem Unfug der Studentenmenfuren in den Vereins- und Versammlungsrechtsverlegung wittern- ei, Universitätsstädten zu steuern. Es ist eine der charakteristi- das Hecht und die Fähigkeit für sich in Anspruch nehmen, zu Da nun Leute vom Schlage des Gymnasialprofessors Irmer ei, welche verzwickte Inkonsequenz gegenüber satisfaktionsschen Erscheinungen unserer Zeit: Für den Proletarier, der beurtheilen, wann der Staat aus den Fugen geht, so muß man fähigen Raufbolden! Die Opfer der Duellschlächterei mehren sich, die Ver- Anwendung des Gesetzes, wenn ihm ein Verstoß dagegen kommen und dann wird der Kampf um das allgemeine WahlDie Opfer der Duellschlächterei mehren sich, die Ver- für Weib und Kind um Brot zum sattessen ringt, schärfste darauf gefaßt sein, daß sie jederzeit zu dieser Erleuchtung bindung des Bürgerlichen und Militärischen im ReserveOffiziersthum hat ganz entsprechend dem in Deutschland zur Laft gelegt wird. Der Duellant aber, der das Gejet recht im ganzen Reiche akut. frech verhöhnt und Religion, Sitte und Moral mit Füßen Man kann nicht von irgend einem Wahlrecht sagen, es sei das natürliche. Man kommt oft zu dem Schlusse, daß die Busammensetzung des Abgeordnetenhauses ganz ungerecht sei, weil es nicht auf grund des allgemeinen gleichen Wahlrechts, das als das natürliche" betrachtet wird, gewählt ist, sondern auf grund des Dreiklassen Wahlrechts. Aber die Voraussegungen einer solchen Ansicht sind falsch; denn der Staat bestimmt doch die Form des Wahlrechts, und zwar in einer Weise, die ihm am zuträglichsten ist. Wir wissen, was das allgemeine, gleiche, direkte Wahlrecht zuwege gebracht hat, daß nämlich Berlin, der Siz der Hohenzollernfürsten, von fünf Sozialdemokraten vertreten ist. Also unter allen Umständen ist dem allgemeinen gleichen direkten Wahlrecht nicht der Vorzug zu geben. Ebenso wenig freilich dem Dreiflassenwahlsystem. Aber letzteres sichert doch wenigstens dem Mittelstand eine sichere Vertretung zu. Wir können vorläufig noch zufrieden sein mit beiden Wahlsystemen. Es ist damit nicht gesagt, daß dies für alle 3eiten so bleiben muß. So lange nicht die Gefahr besteht, daß der Staat aus den Fugen geht, ist teine Veranlaffung zu einer Aenderung." auf den Kopf gestellten sozialen Werthverhältniß zwischen tritt, er wird gerade um dieser Thaten willen für gewisse egyptische Verwaltung in Kairo erhoben. Die französische Eine schwere Beschuldigung wird gegen die englischNähr- und Wehrstand nicht vermocht, die verrotteten tonangebende Kreise der Löwe des Tages und das sonst Telegraphenagentur" Agence Havas" veröffentlicht nämlich Vorurtheile soldatischer Sonderehre der verdienten all- unerbittliche Gesetz zeigt sich ihm gegenüber in auffälliger eine Meldung aus Kairo, nach welcher das Ministerium zur gemeinen Berachtung zu überliefern, dagegen den bürger Wilde. Verproviantirung der Expedition nach Dongola einen lichen Sitten einen Strom von verjährter Unfitte Wenn die Frühlingssonne das grünende Feld erwärmt, Theil der für die öffentlichen Arbeiten, namentund Barbarei wieder zugeleitet. Darüber würde sieht der Landmann freudig die Saat keimen, die er der lich für die Bewässerung vorgesehenen sich das Proletariat nun an sich nicht sonderlich Erde anvertraut hat- so ist die Gerechtigteit einem Summen verwendet. grämen, und ob ein Herr von Roze einen Volke, was die Frühlingssonne der Flur; ohne ihre be- Die Nachricht ist sicher mit Vorsicht aufzunehmen; Herrn von Schrader abthut, oder ob jener vom lebende Kraft wird der Boden nie Flucht tragen. Wenn bewahrheitet sie sich aber, so wird dadurch einmal wieder zweiten abgethan worden wäre, ist uns ganz gleichgiltig; iegt der Reichsbote" frommes Aergerniß an dem elenden, Klargestellt, wie freventlich solche koloniale Eroberungszüge wir sehen den Fauftrechtübenden Ordnungskämpen mit jämmerlichen Fall" nimmt und hilflos zwischen den ver- an den wirklichen Kulturinteressen eines Landes sündigen, den Gefühlen zu, denen Hutten den bekannten drastischen edelnden Einflüssen des Christenthums und der Schaffung denn von den Bewässerungsanlagen hängt das Wohl des Ausdrud gab: Freffet euch auf, auf daß ihr gegenseitig von Ehrengerichtshösen hinundherschwankt, so haben wir gesammten Egyptens ab. *) Deutsch: Heil Dir Kaiser, die dem Tod Geweihten be- gegenüber dieser Heuchelei lediglich den allgemeinen KlassenIn Sachen des Zeugnißzwangs- Verfahrens gegen den grüßen Dich," Worte, mit denen die Fechter den römischen charakter der heutigen Rechtszustände zu betonen, der im verantwortlichen Redakteur der„ Saale- Zeitung hat, wie Kaifer Claudius vor Beginn eines blutigen Spieles begrüßt haben Quellunwesen nur einen besonders sichtbaren und daher wir schon berichtet haben, das Oberlandesgericht zu Naumburg auch den klügeren Gegnern anstößigen Auswuchs besitzt. die Beschwerde gegen die Maßnahmen des Amtsgerichts ( Nachdruck verboten.) und klirrenden Eichel entgegenharrenden Stengeln und Aehren, Böhmen hinein. Und allweil brummt sie:„ Säu' ausHalmen und Blättern. Aus einem blühenden Kleefelde drang g'wühlt!... Säu' ausg'wühlt!. Hast es schon ununterbrochen das feine, rythmische Gezirp der grünen g'hört, warum die so brummt?" Heuschrecke, eine dicke Hummel setzte sich auf die gelbe Langsam waren sie die Höhe hinaufgestiegen auf dem Dolde eines Ginsters und zog wieder davon, brummend, Laum fußbreiten Steige, den die überhängenden, förner, weil sie keinen Honig gefunden; zischend schoß eine Wespe schweren Aehren des Roggens faft verbargen: die hoch- vorbei und scheuchte einige Kohlweißlinge durcheinander, gewachsene ernfte Frau mit den gleichmäßigen Schritten die fich auf einer vom letzten Regen her noch feuchten Stelle eines Menschen, der weiß, wohin er will, das zehnjährige des Steiges versammelt hatten. Mädchen bald laufend, bald zurückbleibend, jetzt hier eine In die tiefe Stille tönte auf einmal erst ein halb blaue Kornblume pflückend oder eine rothe Rade, dann wieder zurückblickend nach den Giebeln des Dorfes, das sie vor einer halben Stunde verlassen. sollen. 1 Tene. toman von Nicolaus Krau 1. In der Mitte des kleinen Rasenfleckens, der den Sügel frönte, lag umgestürzt ein großer Granitblock, das lette Ueberbleibsel eines verfallenen Marterls. Die Frau ließ aufathmend das Bündel, das sie bis dahin am Arme getragen, zur Erde gleiten, setzte sich auf den Stein und zog das Mädchen neben sich. verhaltenes, dann mit aller Gewalt losbrechendes Schluchzen. Erschreckt hob die Frau das Haupt und mit mütterlicher Bärtlichkeit zog sie das weinende Mädchen an ihre Bruft. Um den verzogenen Mund des Mädchens stand noch das Weinen, aber in den Augen blitte die Neugierde; energisch schüttelte es das Haupt. " Na, dann paß auf!... Siehst D', wie die Schweden kommen sein, da haben die Kulmer ihre schöne Glocken vergraben, weil die Raubersbande ihnen sie sonst weggenommen und Kanonen d'raus gossen hätt'. Und die Schweden haben ' auch net g'funden, aber den ganzen Ort haben s' anzunden und alles, was ihnen in die Händ' kommen ist, erschlagen. Wie der Krieg endlich aus war, sind die Kulmer, was noch „ Gelt,' s thut Dir halt weh, daß D'aus Deiner Heimath übrig waren, wieder zurückkommen und haben ihre Heimath fort mußt? Darfft nicht weinen, Trutscherl, kommit ja zu wieder aufbaut. Aber keiner hat g'wust, wo die Glocken feinen fremden Leuten, gehst ja mit mir. Siehst D', und vergraben ist. Und da sind sie traurig gewest viel und viele Spielfameraden friegst D' auch! Meine Life ist grad' Jahr'. Da hat einmal der Kulmer Sauhirt austrieben und so groß wie Du, weißt D', und dann die vielen, vielen Kinder wie er so schaut, sieht er, wie die Säu' allweil auf ein' Fleck in der Schul'...! Weißt D' und Dein Mutterl..." bleiben und scharren und wühlen und wühlen. Da ist er Wirst müd' sein, arm's Trutscherl. Thun wir halt ein Die Frau brach plötzlich ab und biß die Zähne über- aufg'sprungen und ist hingangen und hat die Henkel der bisl ausruhn. Siehst D', und das Schwerste ist schon über- einander; die Erinnerung an ihre unglückliche Schwester Glocken g'sehen. Er ist gleich in den Ort' neingelaufen und standen. Ganz eben geht's jetzt, wie auf einem Tisch, bis hatte sie überwältigt. Aus ihren starr blickenden Augen löften hat Lärm g'schlagen. Die Kulmer haben eine närrische wir nach Hause kommen." sich die Thränen und rollten ihr über die schmalen von Freud' g'habt und die Glocken gleich auf'n Thurm' naufs Die Frau legte die Hände in einander und versant in Sorgen und Mühen gebleichten Wangen, daß eine bald die zogen.. Siehst D', und seit der Zeit brummt sie Gedanken. andere schlug. kein Laut drang ihr aus allweil: Säu' ausg'wühlt!... Säu ausg'wühlt!"... Ueber ihr und um sie lagerte die sonnendurchglühte der Brust. Und mit aller Gewalt sich zusammenfassend Wirst D' Dir's merken?" Stille eines Sommernachmittags, die fast etwas Körperliches fuhr sie sich einige Male verstohlen mit dem Rücken der hatte. Kein Mensch weit und breit. Aus den Roggenfeldern, linken Hand über die schwimmenden Augen und sagte liebberen Halme schon völlig weiß geworden, drang ein würziger Brot- reich zu der Kleinen, die noch immer ihr Antlig an ihrer geruch, vermischte sich mit dem süßlichen Geruch der reifen- Bruft barg: den Gerste und dem starken Duft des Lavendels und Thymians, deren kleine unscheinbare Blüthen alle Raine überwucherten, und schwamm wie ein Meer von Wohlgeruch über all den von keinem Lufthauch bewegten, der zischenden Sense Aber Schau, Lene, schau! Siehst D' wie's funtert? Da... da droben, links, beim Wald. Sichst D', das sind die Thürm' der Kulmer Kirchen. Weißt D', da hängt die große Glocken, die man im ganzen Egerland hört und bis ins Die Kleine bejahte eifrig, ihr Blick aber weilte nicht mehr auf den funkelnden Thurmknöpfen der Wallfahrtstirche, er hatte sich mehr nach rechts gewandt, wo inmitten der blauen, von einem leisen Duft umwobenen Wälder des Kaisergebirges die weißen Häuser eines Dorfes schier zum Greifen deutlich hervorschimmerten. Die Frau folgte den Augen des Kindes. " Ja, das ist Teschau. Dort ist Deine große Schwester, und Landgkrichti Hierselbst kostenpflichtig verworfen. DaZ Oderlandesgericht hat die Beschwerde aus formalen Gründen für unzulässig erklärt und eine materielle Entscheidung. auf die eS dem Beschwerdeführer gerade ankommt, gar nicht getroffen. Die Redaktion der „Saale-Zeitung" wird nun gemäß Artikel 77 der Verfassung des Deutschen Reiches den Bundesrath anrufen mit dem Ersuchen, daß Oberlandesgericht Naumburg zu einer materiellen Ent- scheidung zu veranlassen. Artikel 77 der Reichsverfassung lautet:»Wenn in einem Bundesstaate der Fall einer Juslizvmveigerung eintritt und auf fesetzlichem Wege ausreichende Hilfe nicht erlangt werden kann, o liegt dem Bundesrathe ob, erwiesene nach der Verfassung und den bestehenden Gesetzen des betreffenden Bondesstaates zu be- urtheilende Beschwerden über verweigerte oder gehemmte Rechts- pflege anzunehmen und darauf die gerichtliche Hilfe bei der Bundesregierung, die zu der Beschwerde Anlaß gegeben hat, zu bewirken." An«inen Erfolg der Anrufung des BundeSrathes glauben wir selbstverständlich nicht, so sehr berechtigt auch die Be- schwerde ist.— Ei» internationaler Franenkongreß tagte von Ostern bis Ende dieser Woche in Paris. Es liegt noch kein vollständiger Bericht über die Verhandlungen vor; und was die bürgerlichen Blätter darüber schreiben, ist zum größten Theil so albern und unwahr, daß man nur ein gefälschtes und verzerrtes Bild erlangt. Die kindischen Witzeleien, z. B. daß keine der Damen habe Altersprästdentin sein wollen, sind nur neue Belege für den geistigen Niedergang der Bourgeoisie. Was wir in der„Petite Republique" gelesen haben, rechtfertigt keineswegs das gering- schätzig« Urtheil der bürgerlichen Presse, die beiläufig schon darum etwas galanter sein sollte, weil die Veranstalterinnen der bürgerlichen Frauenbewegung angehören. f ür heute sei nur eines Zwischenfalles erwähnt, nämlich tellungnahme einer Gruppe französischer Sozialisten. In der Mittwochsitzung verlas ein Delegirter der„Gruppe kollek» tivistischer Studenten" folgende Erklärung: daß nur der Sozialismus die vollständige Befreiung der Frau herbeiführen kann; daß man, um diesen Zweck zu erreichen, sich auf den Boden de? Klassenkampfes stellen muß; daß die in dem Programm der Arbeiterpartei aufgestellten Forderungen für die Arbeiterinnen nur auf dem Boden des Klassenkampfes durchgesetzt werden können; und daß eine Frauenbewegung, die auf rein bürgerlicher Grundlage ruht und rein bürgerliche Zwecke verfolgt, wie das Recht der Frau in der Ehe, bei der Ehescheidung, in Vermögens- fachen u. s. w., die Lage der Proletarier-Frauen nicht zu ver- bessern im stände ist in Erwägung vor allem, daß dieser Kongreß die Arbeiterfragen in zweite Linie ge- stellt hat, und daß es ganz so aussieht, als habe er sie überhaupt nur auf die Tagesordnung gesetzt, um die Arbeiterinnen in einen Kongreß von Bourgeoisfrauen zu locken; daß. auch wenn die Theilnehmerinnen an dem Kongreß die freundlichsten Wünsche für die Arbeiterinnen aussprechen, die Erfüllung dieser Wünsche doch von dem Erfolg der Proletarier- bewegung abhängt: beschließt die Gruppe kollektivistischer Studenten, den Be- rathungen diese? Frauenkongrcsses fern zu bleiben, und fordert die Arbeiterinnen auf, sich ausschließlich an die i n t e r- nationalen Arbeiterkongresse zu halten, welche seit längerer Zeit die Emanzipation aller menschlichen Wesen ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse und der Nationalität erstreben. Es lebe das internationale Proletariat! Es lebe die soziale Revolution! Die Gruppe der kollektivistischen Studenten. Die Verlesung der Erklärung verursachte einen ziemlichen Lärm. Es stellte sich aber bei dieser Gelegenheit heraus, daß eine Anzahl der Kongreßtheilnehmerinnen denselben Standpunkt einnimmt, wie die sozialistische Arbeiterbewegung in Deutschland. Aus Deutschland ist auch eine Delegirte in Paris; der Name ward aber noch nicht genannt. England und Rußland. In einem so betitelten Leitartikel führt die„Kreuz-Zeitung" heute aus, daß die Aktion Englands in Egypten mit der ostasiatischen Krise zusammenhängt, und schließt mit dem ganz richtigen Satz: „England vertheidigt am Nil seine Stellung in Indien. Hierm liegt für England der Kern der egyptischen Frage und dieL erklärt auch die Stellungnahme Rußlands." Die Stellungnahme Rußlands ist natürlich gegen England. Rußland ist überhaupt der einzige ernsthafte Feind Englands. Frankreich, das unsere Chauvinisten durchaus zum Hauptfeinde Englands machen wolle», hat im Orient durchaus keine, den englischen entgegengesetzten wesentlichen Interessen, wie schon aus dem die Barbara. Wenn die Feiertage sind, dann kommt sie zu uns. Sie hat es selbst gesagt. Und dann bringt sie Dir, wenn Du brav bist und net weinst, ein schönes Tockerl mit, hat sie g'sagt... Freilich, ein recht großes, mit einem schön rothen sSchürzerl!... Siehst D', und die vielen Häuser um den Berg da vor uns, das ist Königsberg, da ist der Girgen- Vetter zu Haus. Der kann Dir schöne Leinwand machen! Und Trompeten- blasen kann er! Siehst D', und dort hinter der langen Mauer, wo die Pappelbäume steh'n, da schläft Dein Vater und dein Mutterl.... Siehst D'... ja... und ... das da unten ist Pochlowitz, wo D' in die Schul gangen bist. Und das da, die große Brucken, gelt, da warst auch schon? Und das da?... U jegerl! Freilich ist das Leibitsch! Und's letzte Haus da unten am Berg, das ist deine Heimath.... Siehst's denn?... Schau sie dir noch einmal an, recht tüchtig, deine Heimath... Aber weinen darfst net! Bist ja schon ein großes Mädel, weiß D', und Weinen macht garstig.... So, und nun haben wir ausgeruht und müssen uns halt wieder auf d' Füß machen, daß wir heim kommen... Die Frau erhob sich und nahm ihr Bündel auf, nach- dem sie dem Mädchen einigemal mit der Schürze über das Gesicht gestrichen. Und wieder schritten sie dahin durch das hohe Korn, in welchem es leise knisterte und wisperte, nur mit dem Haupte ragte die Frau über die hängenden Nehren, wahrend das Kind unter ihnen völlig verschwand. Nach einer halben Stunde lag vor den Wanderern Hartessenreuth. Knapp am Torfeiiigang und rechts von dem schmalen Sträßchen, das hier etwas nach Osten aus- bog, ehe es in die Thalsenkung zum eigentlichen Dorfe niederstteg, erhob sich ein einzelnes hohes Holzhaus. Uebcr dem Eingange baumelte in einem grünangestrichenen Sechseck ein rother Zylinder, der ein Bierglas vorstellen sollte; darunter stand an der Hauswand in Röthelschnft: Wirthshaus und Gastnahrung. Aus einem schuppenartigen Anbau drang bald klingend bald köschernd der taktmäßige Schlag der Schmiedehämmer, und ab und zu sprang ein Feuerfunke bis auf die Straße, wo er im hellen Sonnen- schein blitzartig erlosch. Umstände erhellt, daß es vor 50 Jahren an der Seite Eng- lands im Krimkriege gekämpft hat. Die jetzige Haltung Erankreichs ist lediglich durch die Annexion von Elsaß- othringen herbeigeführt worden, die Frankreich auf Seiten Rußlands trieb. Allein diese Wirkung des Krieges von 1870/71 hat sich doch schon sehr stark abgeschwächt, und ginge auch die französische Freundschaft für Rußland so weit, daß Rußland in einem Krieg mit Deutsch- l a n d wahrscheinlich unterstützt würde, so geht sie ganz sicherlich nicht so weit, daß man Rußland zu Liebe mit England Krieg anfinge. Und dem neuen französischen Ministern muß nachgesagt werden, daß sie eine Annäherung an England suchen und die chauvinistischen Folgen des 1870/71 er Kriegs zu mildern bemüht sind. Das ist freilich unseren Chauvinisten nicht sehr angenehm, denn die deutschen und französischen Chauvinisten treiben bekanntlich ein Kompagniegeschäft.— Auch bei dem Matabili-Aufstand sind die Eng- länder wieder verspätet zu der Ueberzeugung gekommen, daß sie die Schwierigkeit der Sachlage unterschätzt haben. Während Herr Chamberlain im Unterhause gestern noch mitgetheilt hat, daß die Streitkräfte der Chartered Company vollauf genügten zur Abwehr der Mata- bili, wenn auch nicht zu ihrer völligen Unter- werfung, wird den„Times" aus Buluwayo vom 9. d. M. gemeldet, das ganze Matabilivolk habe sich erhoben. Es werde jetzt anerkannt, daß 1500 Mann nöthig seien, um die Ruhe wieder herzustellen. Langwierig wird die Sache also jedenfalls werden, wenn auch Schlimmeres vermieden wird. Aus Kapstadt wird noch vom 11. April telegraphirt: Der Chef der Verwaltung für Rhodesia, Earl G r e y, ist gestern Abend nach Mafeking abgereist. Vor seiner Abreise hatte Earl Grey eine Unterredung mit Sir James Sivewright über die Frage der Rinderpest. Die Rinderpest ruinirt die Farmer in dem Protektorate und dehnt sich in der Richtung ans die Kolonie zu aus. Angesehene Kausleute schätzen die Verluste infolge des Krieges und der Rinderpest aus 50 000 Psd. Deutsches Reich. — Unerledigt sind im Reichstage nach einer Zusammenstellung des Bureaus der Gesetzentwurf über den Ab- gabentarif für den Kaiser Wilhelmkanal, die Gesetzentwürfe über den unlauteren Wettbewerb, die Erwerbs- und Wirthschafts- genossenschaften, Margarine.« Bankdepotgesetz, Justiznovelle, Ein- richtung von Handwerkskammern, Bürgerliches Gesetzbuch, Zucker- steuer. Sodann liegen nicht weniger als 18 Berichte der Wahl- prüsungskonnnission unerledigt vor, darunter Beanstandung der Wahl der Abgg. Holtz, Rolher und Reichmuth, Ungiltigkeits- erklärungen der Wahl der Abg. Meyer-Halle und Pohlmann. Ferner sind unerledigt 34 Initiativanträge, die gleichzeitig beim Beginn der Reichsiags-Session eingebracht wurden, außerdem acht nachher eingebrachte Initiativanträge. Ferner 23 Berichte der Petitionskonimission. Hiernach ist eine Möglichkeit gar nicht mehr vorhanden, auch nur den wesentlichen Theil der Aufgaben dieser Reichstags-Session bis zum Beginn des Hochsommers zu erledigen. Es wird aber, wie die„Freisinnige Zeitung" meint. unter allen Umständen eine Vertagung der Session eintreten müssen.— — Die Reich stags-Nachwahl in Osnabrück- Bersenbrück-Jburg. Nach dem endgiltigen Ergebniß der Reichstags-Ersatzwahl im 4. hannoverschen Wahlkreise erhielten Wamhoff(natl.) 9671(gegen 1893 Abnahme von 981 Stimmen), Scheie(Welse) 11 813(Zunahme von 840 Stimmen), Weidner (Mittelp.) 1963(der Kandidat einer Mittelpartei tritt zum ersten Male im Wahlkreise auf), Schräder(Soz.) 3240(1893: 3296, Abnahme von S6 Stimmen) und Hilsenkamp(frs.) 160(Ab- nähme von 318 Stimmen). Die Wahl des Welsen in der Stichwahl erscheint wahr- scheinlich. Auch im Jahre 1893 war eine Stichwahl nothwendig; in derselben siegte Wamhoff(natl.) mit 13 420 Stimmen über den Welsen Scheie, der 13 250 Stimmen auf sich vereinigte.— — Eine Konferenz von Vertret ern allerbe- theiligten Kreise zur weiteren Berathung über die Frage der Vereinfachung der Arbeiterversicherungs- fi e s e tz e soll im Reichsamte des Innern Ende Mai oder An- ang Juni stattfinden. Bis dahin werden die Grundzüge, die vom Reichsamt des Innern unler Berücksichtigung der im vorigen November gepflogenen Verhandlungen ausgearbeitet werden sollen, soweit gediehen sein, daß die Konferenz vor allem sich darüber schlüssig werden kann, ob eine Verschmelzung der Arbeiterversicherungs- gesetze schon jetzt angängig erscheint oder ob vorbehaltlich späterer Maßnahmen zunächst die Einzelgesetze der Revision zu unterziehen sind. — Gegen die geplante Ladenschlußzeit um 8 Uhr abends suchen die Kaufleute, die in der unbeschränkten Vor der Thür trat den Ankommenden ein kleines rundes Weib entgegen, streckte der Frau beide Hände hin und rief, während ein Uuchtendcs Lachen ihr über das ganze blühende Gesicht flog:„Ah, die Schul-Marie! Na, das ist schön, daß D' Deine Schulkamerädin wieder einmal heimsuchst. Wir haben uns ja schon eine halbe Ewigkeit net g'sehen!... Wen hast Tu denn da mit? Das ist ja ein ganz fremdes Ge- sichte!!... Ein Geschwisterkind, sagst D'? Und zu Dir nehmen thust Du sie?... Nun ja, nun ja... So kommt's nur'rein. Seid's gewiß schon weit gangen heut! Werd's Durst haben, werd's Hunger haben. Dem werden wir gleich abhelfen, kommt's nur rein..." Und die kleine Frau warf den Kopf herum, daß der weit über den Rücken herabhängende Zipfel ihres Kopf- tnches sich wie ein Segel blähte, trippelte ihren Gästen ge- schäftig voran, führte sie in die große Stube, welche als Schankraum und Wohnzimmer diente, und hieß sie an dem großen viereckigen Eichentisch Platz nehmen, an dem sie mit ihrem Manne zu essen pflegte. Nachdem sie der Lehrer- frau das Bündel vom Arme genommen und es auf die Holzbank gelegt, welche sich um die ganze Stube herumzog, trat sie wieder vor ihre Freundin hin und fragte:„Was möchtest D' denn am liebsten? Bier oder Kaffee?" „WaS Du willst, Eva, und was Dir am wenigsten Scheererei macht." „Weißt D', ich werde Dir etwas sagen. Bier kannst daheim auch trinken. Ich Hab' einen guten Kaffee z' Haus, siehst T', und da werd' ich jetzt schnell einen kochen. Und Du," wandte sie sich an die Kleine,„was Dir gut schmeckt, weiß ich." Sie zog den Tischschub hervor, nahm ein großes, rundes Brot, ein weißes Tischtuch und zwei Messer heraus und legte alles auf den Tisch, nachdem sie das Tuch mit einem Wurf ausgebreitet. Dann brachte sie aus dem Nebenzimmer ein großes Glas mit Honig, fischte aus dem Wasserfäß ein Stück frische Butter und schnitt, so groß der Laib war, eine Brotscheibe. Auf das Brot strich sie eine dicke Lage Butter und schmierte Honig darauf.„Da!" sagte sie zu dem Mädchen,„und beiß' ab! Es ist guter Hönig und von unseren eigenen Bienen." Fortsetzung folgt. Ausbeutung der Angestellten ihr natürliches Recht sehen, Sturm zu laufen. Natürlich ist da der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller mit an der Spitze. Für Sonntag, den 19. d. M., hat er eine Protestversammlung einberufen. Hoffentlich rühren sich auch bald diejenigen, die an dem bischen Arbeilerschutz, das gewährt werden soll, interessirt sind. — Die Verantwortlichkeit für Zeitungsartikel. Vor der Strafkammer in Stade hatte sich am Mittwoch der verantwortliche Redakteur des„Volksblattes" für Harburg, Genosse T h i e l, zu rechtfertige», weil er am 24. De- zcmber vorigen Jahres unter der Rubrik„Aus dem 16. hannoverschen Wahlkreise" einen Verstoß gegen den § 17 des Preßgesetzes begangen haben soll, indem er Theile einer Anklageschrift vor Beendigung des schwebenden Strafversahrens veröffentlichte. Der Angeklagte bestritt, für den in Frage kommenden Theil des„Volksblattes" verantwortlich zu sein, im übrigen ward der Thatbestand an sich zugegeben. Der Staatsanwalt beantragte 50 M. Geldstrafe. Das Gericht hielt nach längerer Berathung dafür, daß der I n- h a l t der fraglichen Notiz ein politischer sei, gleichviel in welchem Theile des Blattes sie stände, und daß deshalb den Angeklagten die Verantwortung dafür treffe. Ueber die Slrafthat an sich sei von keiner Seite ein Zweifel erhoben worden und sei der Angeklagte daher wegen Vergehens gegen den ß 17 des Gesetzes über die Presse zu 50 M. Geldstrafe, event. mit 5 Tagen Hast zu bestrafen.— In an- betracht der prinzipiellen Bedeutung des Falles wird gegen das Urlheil Revision eingelegt werden. Wir glauben allerdings auck, daß das Unheil sich nicht aufrecht erhallen läßt, wenn aus dem „Volksblatt" selbst klar hervorgebt, daß nicht Genosse Thiel, sondern ein anderer für den Theil, in dem die Anklageschrift zum Abdruck gelangt ist, die Verantwortlichkeit übernommen halte.— — Krieg im Frieden. Freitag Nachmittag wurden in Friedrichsort bei Kiel bei einer Ausschlagübung der Matrosen- Artillerie-Abtheilung durch Explosion einer Karlnsche der Vize- feldwebel Rühl, der Matrosenartillerist Paul Schulze und der Maschinistenmaat Sascheck mittelschwer, der Arlilleristenmaat Schwach an Händen und Augen schwer verletzt. Uns geht ferner folgende Privatdepesche aus Wilhelms» Häven zu: Heute Nachmittag ging auf der Jade das Torpedoboot 8 48 infolge Kollision unter. Ober-Jngenieur Gebhardt, Werk- meister Burchhardt, ein Unteroffizier und zwei Heizer sind er- trunken. — Wozu diePolizeizensur führen muß. Die Breslauer Polizei hat die Aufführung eines„Zweierlei Blut" überschriebenen Stückes vom Breslauer Gymnasialprofessor Dr. Benedict verboten, weil die Hauptfigur darin ein Offizier ist, der Fehler und Schwäche» wie andere Menschenkinder besitzt. Der Osfizier in„Zweierlei Blut" steht vor dem finanziellen und sozialen Untergange. Um sich zu retten, greift er zu dem nicht ganz ungewöhnlichen Mittel einer Heirath mit einer reichen Dame. Es kommen aber uner- wartete Verwickelungen, die dem Offizier einen harten Seelenkampf bringen. Und da er nicht über einen starken Charakter verfügt, so erliegt er, und bei seinem Sturze reißt er auch noch andere mit sich. So weit die Inhaltsangabe des Stückes der„Verl. Ztg." Einen solchen Osfizier darf es, nach der Ansicht der Breslaner Polizei, auf der Bühne nicht geben, und deshalb wurde das Stück verboten. Ei» Glück, daß andere Kategorien von Menschenkindern nicht das gleiche Vorrecht von der Breslauer Polizei fordern dürfen, denn dann müßten alle unsere Theater— die Hoflheater nicht zuletzt— geschlossen werden. Uns kann es nur erwünscht sein, wenn die Uebermacht der Polizei der bürgerlichen Gesellschaft gründlich zum Bewußtsein gebracht wird. Je ärger, desto besser!— — Im Reiche des Zopfes. Dem„Meißener Amts- blatt" wird aus Grimma geschrieben: Was für ein großartiger polizeilicher Apparat ost wegen einer Geringsügigkeil in Bewegung gesetzt wird, beweist ein Vorkommniß aus Ollendorf. Haben da vor Wochen einige Schulknaben Steine von einem an der Chaussee liegenden Steinhaufen weggenommen und damit das Eis des Boches zertrümmert, eine Ungezogenheit, die sicher niemand billigen wird. Man höre nun aber, welches Beamtenpersonal daraufhin in Thätigkeit gesetzt werden mußte, um die Schuldigen zu strafen. Jenes Vorkommniß wurde zunächst vom Chaussee- wärter mit vier Folioseiten an seinen Vorgesetzten nach Rade- berg berichtet(Schreiben Nr. 1), von hier aus gelangte die An- zeige an die nächsthöhere Behörde in Dresden(Nr. 2), die wiederum der königl. Amtshauptmannschast Mittheilung machte (Nr. 3). Diese beantragte Untersuchung durch den zuständigen Gendarmen(Nr. 4), der denn auch den Thatbestand an Ort und Stelle feststellte, die Kinder in der Schule verhörte, das Gehörte niederschrieb(Nr. 5) und seinerseits nun Anzeige machte (Nr. 6). Die königliche Amtshauptmannschast diktirte den Steinschleuderern eine Schulstrafe zu und benachrichtigte die Gemeindebehörde(Nr. 7), die nun dem ersten Lehrer Auf- trag zur Ausführung dieser Strafe gab(Nr. 3). Nun muß das Lehrerkollegium versammelt werden, die Namen der Misselhäter werden dem betreffenden Klassenlehrer mitgetheilt und die Strafe wird vollzogen; wie, bleibt dem betreffenden Lehrer anheimgestellt. Daß nun auch Strafe erfolgt ist und welche, muß der erste Lehrer wiederum der Gemeindebehörde be- richten(Nr. 9), woraus von hier aus der königl. Amtshaupt- Mannschaft Mittheilung zugeht(Nr. 10). Zum Unglück wollten nun einige der bestrasten Knaben nicht dabei gewesen sein; so blieb denn nichts anderes übrig, als die ganze Geschichte noch- mals zu ergründen! Und das alles, weil ein paar Junge» ein paar Steine von einem Chausseehaufen genommen und in einen Bach geworfen haben! — Disziplinirung eines Lehrers wegen Aus- tritt aus der Landeskirche. Wie die„Magdeburger Zeitung" mittheilt, wurde der Lehrer Otto Voigt in Alten bürg wegen seines Austritts aus der alten- burgische» Landeskirche von der Disziplinarkammer in Altenburg mit Dienstentlassung, jedoch»nter Zubilligung des gesetzlichen Penfionsgehaltcs für die Dauer eines Jahres, disziplinarisch bestraft. Voigt war aus der Landeskirche aus- geschieden, weil in dieser nach seinem Dafürhalten die evangelische Lehre nicht mehr in ihrer vollen Reinheit vertreten würde. Er hatte sich den streng lutherisch-orthodoxen, sogen. s e p a r i r t e n Landeskirche zugewendet. Die von ihm gegen das gedachte Urtheil eingelegte Berufung wurde jetzt von dem Disziplinarhof in Jena zurückgewiesen. Wo bleibt denn da die Gewissensfreiheit? Jetzt werden also schon anders- gläubige Christen behandelt wie ganz gewöhnliche Dissidenten.— München, 9. April.(Nat.-Ztg.) In Süddeutschland sucht die Polizei einer Geheimorganisation der Anarchisten aus die Spur zu kommen. I» den ersten Tagen des April wurden hier verschiedentlich Haussuchungen bei den Anarchisten vorgenommen. Bei dem„Genossen" Lindenau wurden 1800 Agitationsmarken, verschiedene Notizen und anarchistische Broschüre» beschlagnahmt. Auch wurden die Mitglieder des von der Polizei ausgelösten Klubs„Frei Wort" darüber vernommen, ob der Klub trotz der Auslösung fortbestehe.— — Die Bumillerei auf dem Mannheimer Schloßplatz, so schreibt die„Mannheimer Volksstimme'. scheint ohne gerichtliche» Prunk in aller Stille beerdigt werden zu sollen. Auswärtige Blätter berichten, daß Herr Dr. Bumiller das„unliebsame Vorkommniß" in Güte beigelegt habe. Herr Schreiuermeister Sommer werde keinen Slrafanlrag stellen, sodaß die Sacke ihre außergerichtliche Erledigung finden werde. Obwohl das nämliche Gerücht i» Mannheim in % Partei- Nachrichten. ver allen Variationen und mit nicht gerade schmeichelhaften Seiten- Gegner, die voraussehen mochten, daß der Kampf für sie ent- lung der Holzarbeiter wurde berichtet, daß in der Schweiz hieben auf Herrn Sommer folportirt wird, können wir scheidend war, bedienten sich aller erlaubten und unerlaubten 38 Holzarbeitergewerkschaften bestehen, wovon aber nur 19 dem es nicht glauben. Vielleicht weiß Herr Sommer nicht, Waffen, und es fehlte auch nicht an anonymen Verleumdnngen Verbande angehören; weitere 8 find im Gewerkschaftsbund und daß nach§ 232 bes Reichs Straf Gefehbuchs bei in den käuflichen Crispi- Blättchen. Was an Wahlbeeinflussung 11 find alleinstehende Lokalorganisationen. Der Glaser. leichten Körperverlegungen die Verfolgung nur An- geleistet wurde, grenzt an das Unglaubliche. Enthusiastische Kund- verband will sich mit dem Holzarbeiterverband trag eintritt, und holt den Strafantrag noch nach. Wollen gebungen für die internationale Sozialdemokratie folgten der schmelzen. Anwesend waren 17 Delegirte. Der Verbandstag wir es im Interesse feines guten Rufes hoffen! Herr Dr. Verkündigung des Wahlresultats. Alfredo Bertesi ist einer der der Steinhauer war von fünf Sektionen befchickt, zum ersten Bumiller scheint sich übrigens sicher zu fühlen, denn er läßt uns intelligentesten und einflußreichsten Führer der italienischen Male vom neuen Steinhauer Verein in Tessin, der bereits über etwas verspätet durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Selb folgende Sozialistenpartei. Nächst Gregoria Agini und Camillo Bram- 400 Mitglieder zählt. Als Vorort wurde Zürich wieder bestätigt. Berichtigung" zustellen: polini ist ihm die musterhafte Organisation der Arbeiter der- Die vorliegenden Berichte über die meisten Verbandstage find Herr und Frau Dr. Bumiller gingen auf dem Platz vor Emilia zu verdanken. Bertesi ist jetzt 44 Jahre alt. Die aben sehr ungenügend. Vom Verbandstag der Hafner liegt noch dem Luisenhaus spazieren, als zwei Knaben, offenbar auf Ver- teuerliche Geschichte seines Lebens zu erzählen, würde uns zu weit gar kein Bericht vor; die Delegirtenversammlung der Zextilabredung auf sie zusprangen und sie mit Sand und Papier führen; wir wollen uns daher auf einige Angaben beschränken. arbeiter wurde auf Pfingsten verschoben. schnigeln bewarfen. Herr Dr. Bumiller eilte dem nächsten Als junger Mann zeigte er schon bedeutende Geistesgaben, so daß Knaben nach, ergriff ihn mit der einen Hand und gab ihm ihn seine Familie, nachdem er mit 18 Jahren die Gymnastal mit der andern, indem er ihn zugleich losließ, eine Ohrstudien beendigt hatte, Philologie studiren ließ. Aber ein Verfeige auf den Hintertopf(). Der Knabe fiel vor- mögensverfall und eine große Reihe von anderen Unglücksfällen Für die im Zuchthaus schmachtenden Opfer des wärts zu Boden und zog sich hierbei offenbar die nachmals warfen ihn aufs Pflaster und zwangen ihn, der inzwischen ver: Effener Meineidsprozesses hat man selbst in dem durch zwei durch den großh. Bezirksarzt konstatirte Hautabschürfung, auf waist war, für seine jüngeren Geschwister zu forgen. Er gab Dzeane von uns geschiedenen Australien gesammelt. Aus der Nase zu. Der Knabe stand dann auf, weinte und blutete, das Studium auf und trat in Dienst bei einem Marketender; Melbourne ist dem Kassirer des Unterstüßungsfonds für die Verworauf sich sofort eine größere Menschenmenge zusammenfand. dann finden wir ihn als Pafteten- und Pfannenkuchen- Verkäufer urtheilten, Wunderlich in Bochum, ein Beitrag von Alle weiteren Behauptungen, von einem Arbeiter, der den vor den Thoren von Carpi, später als Kellner in Bologna und 12 Bfd. Sterl. 240 M. zugefandt worden. Dieser Beweis Knaben gerettet haben soll, von dem Anruf eines Gendarmen zuletzt als Eigenthümer eines kleinen Geschäfts in Carpi. von Sympathie für die Verurtheilten ist ein neuer Beweis dafür, durch Herrn Dr. Bumiller 2c. 2c. find absolut unwahr. Ein Bankrott nimmt ihm wieder alles, was er besaß, daß der Schuldigfpruch der Essener Geschworenen in den weitesten Wir drucken dies Dokument advokatorischen Scharfsinns aber er rafft sich wieder auf und zahlt seine Kreisen als unzutreffend betrachtet wird. pflichtschuldigst ab, weil das Gesetz uns dazu zwingt, bemerken Schulden auf Heller und Pfennig mit sämmtlichen Zinsen, aber, daß wir kein Wort unseres ersten Artikels obgleich er sich vorher mit den Gläubigern geeinigt hatte. Agitationstommiffion in Erfurt verhängt war. Alle Anfragen Aufgehoben ist die Briefsperre, die über die thüringische zurücknehmen. Der Arbeiter, welcher auf den„ kaiserlichen In der Zwischenzeit organisirt er, zuerst als Republikaner, dann in Agitationsangelegenheiten sind zu richten an den Vorsitzenden Herrn Regierungsrath" zueilte und das Kind vor ihm beschüßte, als Sozialist, die mächtige Cooperativ- Genossenschaft der Ar- in Agitationsangelegenheiten sind zu richten an den Vorsitzenden ist ein Herr Georg Finzer, nebenbei bemerkt kein Rother, beiter von Carpi und bald darauf tritt er an die Spitze der Hermann Pappe in Erfurt, Nordstr. 6, Geldsendungen an sondern, soviel wir wissen, Gewerkvereinler und Vorstands- sozialistischen Bewegung im Gebiet von Carpi. In seinen Muße den Kassirer Ernst Wiehle in Erfurt, Lüßowstr. 2. mitglied des Verbandes nicht sozialdemokratischer Arbeitervereine. Stunden beschäftigt er sich noch immer mit literarischen Studien Todtenliste der Partei. In Aachen wurde am 9. April Das Polizei- Organ, das dazu kam, ist Herr Gendarmerie- Wacht- und erwirbt so eine ganz ungewöhnliche Bildung, die ihm ge- einer unserer ältesten und treuesten dortigen Parteigenoffen, meister Dietrich. Außerdem steht noch eine Reihe von stattet, sich mit den verschiedensten Gegenständen literarischer und Wilhelm Scheins, zur letzten Ruhe gebracht. Er ist in der Zeugen zur Verfügung, welche nachweiſen können, daß die Sache politischer Natur zu beschäftigen. Ein glänzender Redner Arbeiterbewegung Aachens namentlich unter dem Sozialistengesetz nicht so harmlos war, wie Herr Rechtsanwalt Dr. Selb fie obwohl seine Stimme infolge chronischen Halsleidens etwas ver- hervorragend thätig gewesen und hat kein Opfer und keine Mühe in ziemlich ungeschickter Weise hinzustellen beliebt. Die fünf- schleiert ist reißt er mit dem Feuer seiner Worte das Bolt gescheut, um die Intereffen der sozialdemokratischen Partei zu jährigen Bübchen, welche auf Verabredung auf den sechs Fuß zu wahrer Begeisterung hin. Vor Jahren gründete er mit fördern. Die Betheiligung an seinem Leichenbegängniß war, der hohen Afrikaner" losstürzen und ihn mit Papierschnigeln todt Ferruccio Rizzati das Blatt La Luce" und übernimmt furz Berdienstlichkeit seines Wirkens entsprechend, denn auch überaus zuwerfen versuchen, mögen allerdings auf den„ kaiserlichen Herrn darauf die Leitung desselben; ihm ist der Sieg Agnini's über zahlreich. Auf 1200 und mehr schäht man die Zahl derer, die ihm Regierungsrath" einen furchtbar erschreckenden Eindruck gemacht den General Gandolfi zu verbanken. Er ist ein eleganter Schrift- Die letzte Ehre erwiesen eine Zahl, die in dem vermuckerten haben, so daß er nicht mehr wußte, was er that und nach der steller und ein ausgezeichneter Polemiker, und manche seiner Machen umsomehr bedeutet, als Scheins sich die Begleitung eines Schilderung des Herrn Dr. Selb dem Knaben eine" Ohrfeige Polemiken führte zu einem Zweikampfe, was in Italien auch bei Geistlichen verbeten hatte; außerdem hatten viele Arbeiter keinen auf den Hinterkopf" gab, die gewöhnliche Higköpfe ihren Gegnern den Sozialisten noch nicht sonderlich auffällt. Er wurde mehrere Urlaub zur Theilnahme an dem Begräbniß bekommen. Vom meistentheils aufs Ohr zu versetzen pflegen." Male zum Gemeinde- und Provinzialrath gewählt, und denk Janhagel des Aachener Ultramontanismus wurde der Leichenzug würdig ist die Kühnheit, mit welcher er das Pfeudo Attentat mit Pfeifen, Johlen und Schreien begleitet. Aber in imposanter Lega's gegen Erispi als bestellte Arbeit bezeichnete. Crispi ließ Ruhe, unbeirrt durch die Rohheit der fanatisirten Gläubigen, ihn zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilen, und die fizilianischen zogen unsere Parteigenossen mit der Leiche des verstorbenen Sozialisten ernannten ihn darauf zu ihrem Vertreter im National Freundes vorwärts, die Gewißheit im Herzen, daß die Zeit nicht rath, während er auf dem Bäckerkongresse in Venedig zum Vor- mehr allzu fern ist, wo auch in Aachen das ganze arbeitende figenden gewählt wurde. In Carpi ist er Präsident zahlreicher Volk sich demi pfäffisch- mittelalterlichen Gedankenkreise entwunden städtischer Institutionen.und emporgearbeitet haben wird zu den freien Höhen sozialistischer Erkenntniß. Türkei. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. So die Mannheimer Volksstimme". Gleichzeitig bringt die „ Kreuz- Zeitung" im Anschluß an die ihr gleichfalls zu gegangene Berichtigung" des Rechtsanwalts Selb noch folgende Mittheilung: " 1 Im übrigen erfahren wir zu der Angelegenheit noch folgende Einzelheiten, welche diefelbe, beziehungsweise deren Benuzung in der sozialdemokratischen Presse in dem gebührenden Lichte erscheinen lassen: 1. Der Bater des betreffenden Knaben ist ein vor mehreren Jahren in der Fabrik des Schwiegervaters des Herrn Dr. Bumiller beschäftigt gewesener und dort entlassener Arbeiter. 2. Die Familie des Knaben hat unmittelbar nach dem Vorfall Herrn Dr. Bumiller um Zahlung von 100 m. angegangen unter der Versicherung des vollständigen Todtschweigens der ganzen Affäre. Das Ansuchen ist selbstverständlich zurückgewiesen worden." Ob diese Einzelheiten" zutreffend find, wird ja wohl die Mannheimer Voltsstimme" am Ort selbst feststellen können. Aus den obigen Bemerkungn unseres Bruderorgans über das Verhalten des Schreinermeisters Sommer( des Vaters des miß: handelten Kindes) geht übrigens zur genüge hervor, wie völlig deplacirt der Ausfall der Kreuz- Zeitung" gegen die sozialdemotratische Preffe ift. Durch solche Winkelzüge des Hammerstein Blattes werden Herrn Bumiller's Heldenthaten sich ebenso wenig beschönigen lassen, wie das bei den Leistungen des Galgen- Peters gelungen ist. - Ueberschwemmung3 Rommission. Die nächste Tagung des vom Kaiser berufenen Ausschusses zur Untersuchung der Ueberschwemmungsgefahren ausgesetzten Stromgebiete dürfte im Frühsommer d. J. stattfinden. Straßburg, 10. April.( Frankf. 3tg.") Die für nächsten Sonntag in Münster von der demokratischen elsaß- lothringischen Boltspartei anberaumte Boltsversammlung wurde polizeilich verboten. H -GO im Ministerrath ein bringlicher Antrag Schatir Paschas be- Bolkszeitung", Hans Künzel in Falkenstein i. S., ist Konstantinopel, 11. April. Dem Vernehmen nach wurde Gegen den verantwortlichen Redakteur der„ Vogtländ. rathen, ein kräftiges Einschreiten in den kurdischen Landschaften ein Verfahren anhängig wegen angeblicher Beleidigung des Dersim und Haftiari vorzunehmen und dadurch die Beruhigung Präsidenten und des Richterkollegiums der Rottbuser Strafder Landschaften zu vollenden. Expedition nach erfolgter Aufstellung einer Liniendivifion in öffentlichten Artikel den Rottbuser Richtern den Vorwurf der Es wurde beschlossen, diese fammer. Er soll in einem anläßlich des Textilarbeiterstreits verKharput zu bewerkstelligen. Parteilichkeit gemacht haben. verlässigen Nachrichten sind bei den letzten von Kurden und Nach in Philippopel aus Konftantinopel eingegangenen zu Türken in Killiz im Vilajet Aleppo verübten Megeleien 135 griechische und 4 katholische Armenier und ein katholischer Priester namens Johannes Stephanias ermordet und 7 Magazine geplündert worden. Ein Muhamedaner namens Muhlis rettete viele Katholiken. Jufolge der Ankunft von Truppen ist die Ruhe wieder hergestellt worden. Indessen sind in der Umgebung von Aleppo, wo die Erregung eine sehr große ist, noch weitere Ausschreitungen zu befürchten. Amerika. Cleveland als Vermittler zwischen den aufständischen Kubanern und der spanischen Regierung. Nach einem Telegramm der New- York World" aus Washington hat Präsident Cleveland nach Madrid ein Schreiben gesandt, in welchem er versichert, die Vereinigten Staaten hätten für Spanien das freundschaftlichste Interesse. Der Präsident hebt ferner die unglücklichen Verhältnisse auf Kuba hervor und bespricht die gegenwärtigen und die früheren tubanischen Aufstände; er schlage in freundschaftlichstem Sinne und aus teinem anderen Beweggrunde als dem Wunsche nach ehrenvoller Beendigung des Kampjes vor, daß Spanien die guten Dienste der Vereinigten Staaten als Vermittler annehmen möge. Der tommandirende General des 15. Armeekorps in Straßburg, General der Infanterie v. Blume, ist in Genehmigung seines Abschiedsgefuchs mit Pension zur Disposition gestellt. Die Köln. 3tg." beflagt in einem längeren Artikel den endgiltig vollzogenen Rücktritt, der weit über die Kreise der Armee hinaus berechtigtes Aufsehen Rubanisches. Nach einer Meldung des Madrider machen werde. An geschehenen Dingen sei indeß nichts mehr zu Blattes Liberal" aus Havannah hat in der Provinz Pinar ändern. Mit dem General v. Blume scheide ein Heerführer, del Rio ein sehr heftiger Zusammenstoß zwischen der Truppenvon dem man in weitesten und gutunterrichteten militärischen abtheilung Arola's und derjenigen Maceo's stattgefunden, Kreisen noch hervorragende Leistungen erwartete, der als ganz bei welchem letzterer geschlagen sein soll. Einzelheiten fehlen besonders friegserprobt und erfahren gilt und der sich noch. auch noch heute vollster Frische und Rüstigkeit er freut. Auch das darf nicht verschwiegen werden, daß General v. Blume, ebenso wie der gleichfalls vorzeitig in den Ruhestand versetzte frühere tommandirende General des 14. Armeeforps v. Schlichting, als ein überzeugter Wertheidiger der Nothwendigkeit und Dringlichkeit einer gründlichen Reform der Militär- Strafprozeß ordnung bekannt ist. Diese Mittheilungen der Kölnischen Zeitung" find sicher sehr interessant. Frankreich. Afrika. genossen Storch in Stettin eingeleitet war, weil er ein --Eingestellt wurde das Verfahren, das gegen den ParteiPflichteremplar der Zeitschrift Der Bommer" nicht eingereicht haben sollte. Die Polizei verlangte seinerzeit die Bescheinigung über die Ablieferung zu sehen. Er weigerte sich, und nun wurde beschlagnahmte. Jetzt hat man ihm diefe wieder zugestellt. er mit einer Haussuchung beglückt, wobei man die Bescheinigung Infpettors Natusch von der Müller'schen Tuchfabrik und des Wegen Beleidigung des Fabrikdirektors Landau, des Bürgermeisters Suchsland, sämmtlich in Luckenwalde, waren der frühere verantwortliche Redakteur der Brandenburger Zeitung", der jetzt im Gefängniß befindliche Parteigenoffe Wolfgang, und der Bürstenmacher Ostar Muckrath aus Luckenwalde, vom Schöffengericht dieses Ortes zu je 200 M. Geldstrafe oder 20 Tage Gefängniß und zu den üblichen Nebenstrafen verurtheilt worden. Sowohl die Angeklagten wie die Staatsanwaltschaft legten Berufung ein, das Landgericht in Brandenburg bestätigte aber das Urtheil der Vorderinstanz mit der Abänderung, daß dem Inspektor Natusch die Befugniß zur Urtheilspublikation nicht zugesprochen wurde. Redakteur Hermann Rhein von der Bremer BürgerBeitung" hat die dreiwöchige Gefängnißstrafe angetreten, die ihm infolge einer Beleidigungsklage des Kriegsministers auferlegt worden ist. Die Lohnbewegung in der Konfektions- Industrie. Zu unserem geftrigen Bericht über die Verhandlungen vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts ist noch Italiener und Derwische. Der Tribuna" nachzutragen, daß Herr Rosenbaum, Mitglied der Tarifwerden aus Massauah unter dem 6. d. M. Einzelheiten über den tommission, einen Tarif, wie ihn die Arbeiter wünschen, am 2. April stattgehabten Kampf des Obersten Stevani gegen die nicht für durchführbar hielt, wohl aber einen solchen, der die Derwische bei Mofram gemeldet. Die Derwische wurden Löhne nach der Qualifikation der Arbeitsleistung festseßt. Herr zwischen zwei Feuer genommen und zersprengt. Eine zu Rosenbaum wird sich unter Hinzuziehung seiner Kollegen, die ihnen stoßende bedeutende Verstärkung aus Tufruf wurde mit ihm einverstanden sind, an den Arbeiten der Tarifkommission gleichfalls zurückgetrieben und auf ihrer Flucht ver betheiligen. folgt. Die Verluste der Derwische waren beträchtlich, die Italiener Die Reichskommission für Arbeiterstatistik tritt behatten dagegen nur etwa 100 Todte. Die Derwische ließen auf dem Schlachtfelde Lanzen, Gewehre und Fahnen zurück. Nach Meldungen aus dem Lager der Schoaner hat Ras Makonnen dem Major Salsa geschrieben, er möge seine Ankunft im Lager der Schoaner beschleunigen; Salsa müsse am 31. März abends Paris, 11. April. Durch Beschluß des Ministerrathes ist das in türfischer Sprache erscheinende Blatt" Inechveret" für Frankreich verboten worden. Diese fleinliche Maßregel, die natürlich blos mit Rücksicht auf Algier und Tunis erlassen wurde, dort eingetroffen sein. wird dem Rufe des Kabinet Bourgeois nicht aufhelfen. arbeiten. Belgien. Italien. tanntlich am 14. April in Berlin zusammen, um Erhebungen über die Zustände in der Konfektionsbranche vorzunehmen. In Erfurt haben nun, wie die Thüringer Tribune" mittheilt, eine Anzahl Arbeiterinnen und Arbeiter, Konfektionäre und zwischenmeister Einladungen erhalten, fich am 20. April im Reichsamt des Junern zur Vernehmung einzufinden. Den Geladenen werden Tagegelder in Höhe von 12 M. und freie Fahrt Soziale Uebersicht. Berufskongreffe in der Schweiz. vergütet. Brüssel, 9. April.( Voss. 3tg.") Das Ministerium hat die Aus Zürich wird uns geschrieben: Auf dem Verbands Provinzialwahlen auf den 21. Juni, die Wahlen zu den gesetz- tage der Metallarbeiter wurde vom Zentralkomitee be= gebenden Körperschaften auf den 12. Juli festgesetzt. Damit ist richtet, daß im letzten Jahre in den zirka 50 Sektionen mehrere die Wahlkampagne eröffnet. Die Hälfte der Mitglieder der hundert neue Mitglieder gewonnen wurden, so daß deren der Eine Enquete über ländliche Wohnungen soll der Repräsentantenkammer wird neu gewählt. Die Kleritalen aller Verband weit über 2000 zählt. Vertreten waren 31 Sektionen preußische Medizinalbeamtenverein eingeleitet haben. Die AufSchattirungen, die Sozialisten und Fortschrittler find längst an durch 48 Delegirte. Es wurde beschlossen, den Konsum mehr gabe ist löblich, hoffentlich ist es auch die Ausführung. Ein beder Arbeit. Nur die Gemäßigt- Liberalen und Liberalen schlummern als bisher für den Einzelnen wie für die Organisation auszunüßen, kanntes Wort besagt, daß die Pferdeställe der Herren mit den und können sich zu feiner Thätigkeit aufraffen; sie werden von ferner für Einführung des Behnstundentages durch Revision des geflichten Strohdächern" wahre Paläste find verglichen mit den den Sozialisten und Klerifalen, wie schon bei den letzten Fabrikgesetzes zu wirken und bei Lohnbewegungen die Abschaffung Wohnstätten der Landarbeiter und Kleinbauern. Würde der Wahlen, zerrieben werden. Am rührigsten sind selbstredend die der Altordarbeit und die Einführung von Minimallöhnen als preußische Staat seine Medizinalbeamten so stellen, daß sie auf Sozialisten, welche besonders das flache Land mit Erfolg beerste Forderungen aufzustellen. Die Gründung einer schweizerischen Privatpraris nicht angewiesen, also vollständig unabhängig Metallarbeiterzeitung wurde abgelehnt, Zürich als Vorort bei wären, so würden wir uns von der Enquete mehr versprechen. behalten. Die Schuhmacher beschlossen die Verlegung ihres Eine Enquete über Wohnungs- und LebensmittelEin neuer sozialistischer Wahlsieg. Bei Verbands- Vorortes von Basel nach 3ürich, ferner, den preise veranstaltet nach einer Mittheilung der Frankfurter der am 5. d. M. stattgehabten Nachwahl zum Parlament hat Sektionen die Diskussion des Genossenschaftswesens zu empfehlen, Beitung" augenblicklich der Vorstand des Deutschen Buchder sozialistische Bäcker Alfredo Bertest über den von Fortschritt- Mittel und Wege zu suchen zur Bekämpfung der schädlichen Kon- drucker Vereins( der Buchdruckereibesizer) in Leipzig. lern, Gemäßigten und Klerikalen unterstützten crispinischen Genes furrenz der Zuchthausarbeit, Stellung der Hausindustrie unter Gr der die Magistrate wichtigsten Städte ral Fanti mit einer Mehrheit von etwa 100 Stimmen den Sieg das Fabrikgeset eventuell Abschaffung derselben von Gesetzes Deutschlands ein Rundschreiben gerichtet, worin er mittheilt, eine allgemeine davongetragen. Die sozialistische Partei hatte in dem Wahl wegen, und endlich Einberufung eines internationalen daß gegenwärtig im Buchdruckergewerbe tampfe all ihre Propaganda- und Organisations- Kräfte entfaltet, Schuhmacher Rongresses auf 1897 nach Brüssel. Lohnbewegung im Gange fei, deren friedliche Lösung herbeiihre Abgeordneten, ihre beften Agitatoren hatten den ganzen Der Verband zählt 17 Seftionen mit ca. 500 Mitgliedern. zuführen die deutschen Buchdruckereibefizer ernstlich bestrebt Für wären. Wahlkreis durchzogen; ihre Aufrufe, Flugschriften und Zeitungen Vertreten waren 7 Sektionen durch 11 Delegirte. Zu diesem Zweck würden am 15. April d. I. waren überall verbreitet worden; überall hatten die Vorträge Abschaffung Hausindustrie haben sich auch die in Leipzig Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer um aber trotzdem war der Kampf Schneider erklärt und im Zusammenhange damit für Er- zusammentreten, über eine Aenderung des Lohntarijs Begeisterung hervorgerufen schwer und mühevoll, weil noch unter Crispi's glorreicher richtung von Betriebswerkstätten. Hilft dabei die Gesetzgebung zu berathen. In diesem Tarif sei ein einheitlicher Mindestlohn für Regierung aus den Wahllisten zahlreiche bäuerliche Wähler aus- nicht mit, so soll auf 1900 ein Generalftreit vorbereitet werden alle Druckorte Deutschlands festgesetzt und der Verschiedenartig= gemerzt worden waren. Mit dem geftrigen Siege hat die sozia-( so lesen wir in einem bürgerlichen Blatte); die Organisation teit der Lebensverhältnisse der einzelnen Orte durch Zuschläge liftische Partei den Wahlkreis Carpi endgiltig erobert; zwei der Arbeiterinnen wird eifrig betrieben und nebenher sollen Er-( Lokalzuschläge) Rechnung getragen. Um nun bei der Revision Generäle, zuerst Gandolfi und dann Fanti, sind hier gegen die hebungen über die Lohn-, Werkstättens und Wohnungsverhältnisse des Tarifs diese Lokalzuschläge allenthalben den Verhältnissen Kandidaten des Boltes, Agnini und Bertest, unterlegen. Die der Schneider gemacht werden. In der Delegirtenverfamm anpassen zu können, habe der Vorstand beschlossen, Erhebungen der N hat an die über die Wohnungspreise und die Preise der hauptsächlich Auf den Werften von Erbftein und Richardt in Schritt und Tritt durch Spigel und erlaubt ihnen nicht, ihre in betracht kommenden Lebensmittel anzustellen u. f. w. Hameln befinden sich die Metallarbeiter im Ausstande. Angelegenheiten in Versammlungen zu besprechen; in einer Dem Rundschreiben ist ein Fragebogen beigefügt, um Anfragen und Zuschristen sind zu richten an Josef Pilz in Voltsversammlung ist es diefer Tage sogar verboten worden, das dessen Ausfüllung und baldigste Einsendung die Stadt- Hameln, Stubenstr. 31. Wort„ Tapezirer" auszusprechen. magistrate ersucht werden. Die gestellten Anfragen lauten: Die Tapezirer Hannovers haben einen Tarif folgenden 1. Was kostet eine Arbeiterwohnung Don 2-3 Wohn Inhalts aufgestellt: Neunstundentag, 21 M. Minimallohn, 20 bie bei der Berliner Gewerkschafts Rommission Für die streikenden Textilarbeiter in Kottbus gingen räumen an Miethe jährlich a) in der Stadt und nächster 30 pet. Aufschlag für Affordarbeit, für Ueberstunden bei Atford- weiler folgende Beiträge ein: Umgebung; b) in der weiteren Umgebung bis zu einer Stunde? 2. Was kostet ein Kilo Rindfleisch, Schweinefleisch, Abschaffung der Kellerwerkstätten. 60 Firmen haben den Tarif wie Lohnarbeit 331/3 pCt. Aufschlag, für Nachtarbeit 100 pct.; Durch Hausdörfer gesammelt von Kollegen 5,20. S. u. H., Kalbfleisch, Butter, Schweinefett, Weizenmehl, Roggenbrot, Abtheilung 11, 15,70. Theophil" 3,-. S. u. H., Charlotten Reis, Kaffee, Buder, 15 Gier, 1 Zentner Kartoffeln, 1 Liter unterschriftlich anerkannt, 20 führten ihn ein, ohne ihre Unterburg, Abtheilung 24, 14,70. J. G. 3,-. Hochzeit bei Jahn, Milch, 1 Liter Lagerbier? 3. Wie viel zahlt ein unver- fchrift gegeben zu haben. Bon etwa 40 Firmen ist er noch Auktion durch Jürgen 6,25. Sammlung auf dem Kommers des heiratheter Arbeiter in bürgerlichem Hause für volle Pension nicht bewilligt. Die Zahl der ausständigen Tapezirer be- Handlungsgehilfen- Kongresses Berlin 25,25. Ein Kartoffelpuffer wöchentlich? Als erwünscht wird bezeichnet, wenn die Fragen sowohl für den gegenwärtigen Preisstand, als auch nach dem Stand vom Anfang des Jahres 1890 beantwortet werden. In diesem Wunschzettel vermissen wir das Verlangen nach der Höhe der Kommunalsteuern, des Schulgeldes 2c., ein Punkt, der für Arbeiterfamilien ganz besonders in betracht kommt. Daß die Magistratsverwaltungen dem Gesuch der Buchdruckerei befizer- Organisation nachkommen, ist schon deshalb zu wünschen, weil sie sich dann nicht wohl weigern können, gelegentlich ähn lichen Ersuchen von Arbeitertorporationen ebenfalls zu willfahren. Krankenkaffenwesen. Der St. Johannes- Krankenkasse( E. H.) in Bottrop, der Allgemeinen Kranken- Unterstützungs- und Sterbetaffe zu Stierstadt( E. H.), der Zentral- Kranken- und Sterbekasse Colonia"( E. H.) in Köln, der Zentralen Kranken- und Sterbekaffe der Kutscher und verwandten Berufsgenossen zu Berlin( E. H.), der Kranken- und Begräbnißkasse für Xylographen in Berlin und der Kranken- und Begräbnißkaffe für Xylographen in Berlin und Umgegend( E. H.), der Bandwirker- Kranken- und Sterbekasse( E. H.) zu Lüttringhausen, der Hilfskrankenkasse für das Kirchspiel TrupeLilienthal( E. H.) und der Krankenkasse des Hilfsvereins für weibliche Angestellte( E. H.) ist vom preußischen Handelsministerium die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des § 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes genügen. = trägt 25. ” " " Am Metall25. Essenberg bei Homburg a. Rh. durch S. 5,50. Klub In Bielefeld dauert der Ausstand der Arbeiter der Biele: Burgschaft" in Pößneck, Thüringen, 2. Rate 6,35. 2. Wilhelmsfelder Maschinenfabrik vormals Dürkopp u. Ko. fort. Die hafen 2,-. Willy und Reinhold Hasver, Kurfürstenstraße 10,50. Direktion betrachtet alle Streifenden als aus dem Arbeitsverhält- Arbeitergefangverein„ Morgenröthe", Röpnic, 2. Rate( darunter niß ausgeschieden. Den Streifenden sprach eine von über amerik. Auktion einer Zigarre 7,60) 17,65. Rothe Hochzeit bei 5000 Arbeitern besuchte Volksversammlung, wo der Gewerk- Julius Hennig 2,- Rothe Geburtstagsfeier bei Frau Küffow schaftskartell- Vorsitzende Schumann referirte, einstimmig ihre 1,-. P. Schmidt, Hochstr. 38, 3,-. Berliner Modellfabrit, mit Sympathie aus, und beauftragte das Gewerkschaftskartell, in Ausnahme einiger 9,-. Parteigenossen Potsdams d. H. 20,-. Verbindung mit der Lohnkommission der Streikenden die Leitung Organisirte Buchdrucker Straßburgs i. Elfaß 200,-. Aufgelöster der Lohnbewegung zu übernehmen. Die Dauer des Ausstandes Diskutirklub in Glogau 6,10. Der Arbeit ihr Lohn" Köln a. Rh. wird wegen der Hartnäckigkeit des Direktors der Fabrik auf 5,-. Roßwein d. Better 30,90. Noßwein d. V. Sch. 9,65. 6-8 Wochen geschätzt. Roßwein d. V. A. G. L." 5,-.. H., Oranienstraße 3,-. Ueber die Mohr'sche Margarinefabrik in Altona ist„ Berliner Rotte" 2,-. Kaffeeüberschuß vom Vergnügen d. Vers von einer über 2000 Personen besuchten Volksversammlung der eins„ Humor" 2,20. Luftige Gesellschaft in der Germania d. W. Boykott verhängt worden, weil Herr Mohr jegliche Vereinbarung 2,56. Arbeiter und Arbeiterinnen der Schriftgießerei u. MessingPersonal der Buch mit feinen im Streit stehenden Arbeitern schroff zurückgewiesen linien Fabrik von H. Berthold 49,60. hat. Die Versammlung wurde aufgelöst, weil der Vorsitzende druckerei Julius Sittenfeld, 3. Rate 38,-" Nansen", 2. Rate, der Aufforderung des überwachenden Beamten nicht nachkam, 6,-. Internationaler Arbeiterverein in Bayern, Kanton einem Redner das Wort zu entziehen, der einige Polizeibeamte Waadt, Schweiz 16,06. Amerikanische Auktion d. Aft, ReinickenStorchwegen ihres schneidigen Verhaltens gegenüber streitenden Kaffee- dorf 2,- Rauchklub Rauch, Reinickendorf 10,-. hochzeit, Vortstr. 7, d. P. S. 4,-. Tischlerei Gneisenauftr. 27 fortirerinnen kritisirt hatte. Die Maurer Dresdens sind am Freitag in eine Sohn 5,20. Hugo Münchow, Stockholm i. Schweden 3,-. Goldener bewegung eingetreten. Sie fordern: zehnstündige Arbeitszeit und Hahn 1,15. Textilarbeiterschaft in Brünn, Defterreich 30,50. ,, General Puff" 2, 40 Pf. Minimal- Stundenlohn, für Ueberstunden 50 Pf., für Robert Dobrenz: Laufigt 2,95. Nacht, Sonntags, Schleusen- und Wafferarbeit 60 Pf. die Geburtstage des 70jährigen Soldaten 1,50. Bernburger SozialDie Bentral- Krantentasse der Maurer, Gipfer( Weißbinder) Stunde. Die Maurer hoffen, ihre Forderungen binnen wenigen demokraten 19,95. Tischlerwerkstatt von Großkurth, Oranienſtr. und Stuckateure Deutschlands, Grundstein zur Ginig: Tagen durchführen zu können, wenn kein Zuzug eintrifft. Das 8,70. Tischlerwerkstatt von Bünger u. Friedrichsen, Yorkstr. 16,50. feit".( G. H.), Siz Altona, hat im Jahre 1895 ein. Streitbureau befindet sich in Stölzer's Restaurant, Freiberger Möbelfabrik von Klug, Fruchtstr. 26, Schwarz, Schraubenschließlich des vorjährigen Baarbestandes von 30 676,82 M. eine dreher 1,-. Fabrik der Filzschuh- Fabrik von Pinner Nachflg. Gesammteinnahme von 519 120,92 m., der eine Gesammt- Platz 1. Aus Mainz wurde uns unterm 10. April berichtet: Nach 6, Personal der Schriftgießerei von E. Gursch 16,30. ausgabe von 497 004,77 M. gegenüberstand. Für ärztliche Be- dem in den letzten Tagen wiederholt zwischen dem Vorsitzenden Möbeltischlerei von Schön, Landwehrstraße, 3,85. Mechanische handlung wurden 48 160,40 m. ausgegeben, für Arznei- und des Gewerbegerichts, Rechnungsrath Amend, dem Schuh- Schuhwaarenfabrik von„ Merkel", Neue Königstraße, 2. Rate sonstige Heilmittel 36 733,06 m., an Krankengeldern für Mit- fabrikanten Eichbaum und dem Ausschuß der ftreifenden 4,90. Westermeyer, Simeonſtr. 10, 5,50. Freie Vereinigung der glieber 224 421,48 M. und für Angehörige von Mitgliedern Schuhmacher erfolglos verhandelt worden war, legte sich gestern Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend 5,- Auf4552,92 M., an Sterbegeldern 19 366,95 M. An die Kranken- der Oberbürgermeister von Mainz, Dr. Gaßner, ins Mittel geklärte Dreher der Maschinenfabrik von C. Hummel 4,50. anstalten wurden 20 882,25 M. abgeführt. Die Verwaltungskosten und durch dessen Einfluß tam heute Nachmittag ein Abkommen Louise R. 10,-. Stockfabrit von Julius und Hermann Gumbecky betrugen 39 884,42 M. Einnahmen und Ausgaben netto gerechnet, ergab sich eine Mehreinnahme von 41 279,07 Mt. Dem Reservefonds find zustande, wonach Herr Eichbaum, der Kardinalforderung der 10, Bom Begräbniß der engl. Gasmesserfabrik, Gitschiner 42 542,44 W. zugeführt worden; er beträgt nun 229 251,13 m. Arbeiter nachgebend, folgende Erklärung abgab:" Es ist mir ftraße, 16,55. Buchdruckerei Rosenbaum 1. Hart, B. Rate 3,75. Der Betriebsfonds beziffert sich auf 29 413,45 M. Das Gesammt darum zu thun, eine ordnungsgemäße und gleichmäßige Beschäftigung Stockfabrit Grünstraße, 5. Rate 5,65. Ernst Heuer'sche Stockvermögen der Kasse beträgt 258 664,58 M. Mitglieder hatte die meiner Arbeiter und Arbeiterinnen zu erzielen. Um dies zu fabrik, 3. Rate 7,-. Handschuhmacher Mauerstr. 83, 2. Rate Kasse Ende des vorigen Jahres: 15 163. Die Sterbe= erreichen, werde ich für die Zukunft a) bei stillem Geschäftsgang 2, Buchdrucker vom Hausvoigteiplay, 3. Rate 2,10. Tischler taffe für Frauen hatte bei 1151 Mitgliedern eine Netto- die Arbeitszeit gleichmäßig entsprechend verkürzen; b) bei normalemu. Möbelpolirer der Möbelfabrik von Fritsche, Köpnikerstraße 11,50. Geschäftsgange Betriebsstörungen ausgenommen ftets für Tischfabrik von Klemann u. Kliem und Butiker 5,25. SchuhEinnahme von 6072,65 M. und eine Netto- Ausgabe von 3032,43 M. Das Vermögen betrug am Jahresschluß 26 964,81 m. gleichmäßige und dauernde Beschäftigung der einzelnen Arbeiter fabrit von Rogge u. Komp. 2. Rate 23,34. R. 2. 73 7,10. und Arbeiterinnen besorgt sein. Sollten über einen der vor- Karl Jacobi, Brunnenstraße, 2. Rate 5,15. Eugen S. 1,50. Gerichtsentscheidung. Der§ 28 des Krankenversiche stehenden Punkte Streitigkeiten entstehen, so werde ich die Johannes", 2. Rate 24, Köllner u. Berliner 1, Lederrungs Gesetzes vom 10. April 1892 lautet: Personen, welche Angelegenheit dem Herrn Oberbürgermeister zur Ent- galanterie- Arbeiter vom Resedatöpfchen 1,30. Ramsch II, Roppeninfolge eintretender Erwerbslosigkeit aus der Kaffe ausscheiden, scheidung vorlegen." Der Oberbürgermeister Dr. Gaßner Straße, 10,-. Theateraufführung d. Räuber, Koppenstraße, 0,65. verbleibt der Anspruch auf die gesetzlichen Mindestleistungen nahm von dieser vor ihm abgegebenen Erklärung Familienfestlichkeit bei Müller, Lausitzerstraße, 4,-. der Kaffe in Unterstüßungsfällen, welche während der Erwerbs Kenntniß und übergab dieselbe den Vertretern der Ar gießerei Brandenburgstr. 19 6,50. Herrenparthie Stolpe- Birken losigkeit und innerhalb eines Zeitraumes von drei Wochen nach beiter zur weiteren Behandlung. Was als Betriebsstörung werder 15,-. Verlobungsfeier, Arbeiter- Gesango. Kornblume, 3,20. dem Ausscheiden aus der Kasse eintreten, wenn der Ausscheidende anzusehen ist, soll von einem Schiedsgericht entschieden werden. Personal von W. u. S. Löwenthal's Buchdruckerei 11,35. Obere Werk vor seinem Ausscheiden mindestens drei Wochen ununterbrochen Das Schiedsgericht soll bestehen aus dem Oberbürgermeister, ftatt von Voß, Dieffenbachstraße, Bierproz. m. Budiker, 4. Rate 4,50. einer auf grund dieses Gesetzes errichteten Krankenkasse an einem von den Fabrikanten zu bezeichnenden Arbeitgeber und Gesammelt Forster- und Reichenbergerstraßen- Ecke 4,65. Seidelgehört hat." einem von dem Arbeiterausschuß zu bezeichnenden Arbeitnehmer. Straße 9 1, Tischlerei von Suß, Pallisadenstr. 76, 3. Rate 6,25. Diese Bestimmung greift nach einem Urtheil des Ober- Eine Versammlung der Streifenden erklärte sich heute Abend, nach- Tischlerwerkstatt von Engel, Koppenstr. 9 4,50. Ueberschuß vom Verwaltungsgerichts, III. Senats, vom 19. September 1895, dann dem die Lohnforderungen schon vorher geregelt waren und nach- Glückwunsch- Telegramm der Gebr. Unger'schen Offizin 3,05. Play, wenn während der Erwerbslosigkeit ein Unterstützungsfall dem Herr Eichbaum das Versprechen abgegeben hatte, daß sämmt- C. Driesener 50. Arbeiter der Pantoffel- und Schuhfabrik eintritt, d. h. wenn der Beginn der Krankheit, um liche an dem Ausstand betheiligt gewesenen 34 Arbeiter und von Schliefe, Tiechstraße 5,- Einige Kommis vom Hause derentwillen Unterstützung beansprucht und gewährt wird, in die Arbeiterinnen ihre Beschäftigung wieder aufnehmen können, mit Hermann Gerson 2,45. Gesammelt durch Robelt 5,-. BuchZeit der Erwerbslosigkeit fällt. Ist dagegen die Krankheit, d. h. den Abmachungen einverstanden. Der Streit hat sonoch mit Drucker und Hilfsarbeiter Stralauerstr. 56 2,80. Arbeiter von Schlein u. ein Zustand, welcher ärztliche Behandlung, Arznei u. f. w. er einem vollständigen Sieg der Arbeiter geendet und am Montag taufe Memelerstraße 43 1,76, fordert, bereits während der Mitgliedschaft entstanden, so wird wird die Arbeit wieder aufgenommen. Stephanie 8,- Arbeiter und Arbeiterinnen der Zelegraphenmit F. Schuchardt, Rungestraße, Aus der hierdurch begründete Anspruch des Mitgliedes davon nicht Zur Angelegenheit der Brauer Speiers nahm eine von bauanstalt von F. Schuchardt, berührt, daß dieses inzwischen erwerbslos wird und erst wäh etwa 700 Personen besuchte Versammlung Stellung. Dort er- nahme von zwei Kollegen 22,20. Ueberschuß der Teller. rend der Zeit der Erwerbslosigkeit ärztliche Hilfe flärte der Borsigende des Mannheimer Brauervereins, Wage- sammlung der Brauerversammlung vom 3. April 1896 4, in Anspruch nimmt. Jm vorliegenden Fall ist der Grkrankte, mann, daß die kürzlich von uns erwähnten mysteriösen Boykott- Amerikanische Auktion vom Arbeiter- Gesangverein Maiengruß", nachdem er am 20. April 1893 aus der Arbeit getreten ist, am Flugblätter auf seine Veranlassung gedruckt worden wären und Friedrichshagen 6,-. Geburtstagsfeier Grüner Weg 50/51 vom 21. April in das Krankenhaus wegen Magenkrankheit auf daß nicht Angestellte der Eichbaum'schen Brauerei, wie behauptet Arbeiter- Gesangverein" Fris" 15,30. Stat bei Ebert in 2. 1,60. genommen worden, die nach etwa 10 Monaten zu seinem Tode worden war, die Vertheilung besorgt hätten. Es wurde ihm das Sattler der Werkstatt von Klemen, Elberfeld, Abtheilung Kampgeführt hat. Unter diesen Umständen lag die Annahme, daß der Ungehörige seines eigenmächtigen Borgehens, zum Boykott ohne Straße 16, 12,55. Personal der Firma Albrecht u. Meister 15,25. Beginn der Krankheit, an der der Erkrankte verstorben ist, bereits Bustimmung der Arbeiterschaft aufzufordern, gehörig zu Gemüthe Porzellanarbeiter Berlins 5,55. Agitationskommission der Schuhin die Zeit fiel, wo er noch Mitglied der Beklagten war, so geführt. Im übrigen erklärte die Versammlung die Nothwendig macher 10,70. Mehrere Schriftgießer der Firma Gursch durch nahe, daß es einen wesentlichen Mangel des Verfahrens bedeutet, feit eines Boykotts für gegeben und versicherte die Brauer amerik. Auktion bei einem Kommers 7,45. Gesangverein„ Liedeswenn der Vorderrichter es unterlassen hat, diesen für den Aus- Speiers ihrer Unterstützung gegen die Brauerei Verwaltungen, freiheit I" 20,- 195. A. M. 3,-. R. H., Prinzenstraße, 3, fall der Entscheidung maßgeblichen Punkt durch Einziehung eines indem sie eine Kommission von 6 Mann ernannte, die sich mit Ueberschuß einer Junggesellenfeier 3,50. Rauchklub" Frisch Gutachtens des behandelnden Arztes oder in sonst geeigneter den organisirten Arbeitern Mannheims in Verbindung zu setzen gewagt" 5, Elroth'sche Schneiderwerkstatt 15,-. AmeriWeise näher aufzuflären und festzustellen."( II. 1163.) hat, um die Agitation für den Boykott mit aller Energie zu be- fanische Auktion auf der Partie d. Sozialdemokratischen Vereins Die Zahl der in Speier streikenden Braner beträgt Vorwärts d. R. 7,15. Dutel, Schafskopf-90. Von den Ar nach Angabe unseres pfälzischen Partei- Organs etwa 50. beitern der Schuhfabrik von Fürftenheim u. Comp. 20,-. Buchdrucker von Julius Bahlte 1,50. Gesangverein Norddeutsche stundentag, 25 pet. Buschlag für Ueberstunden und Abschaffung Die Sattler Nürnbergs haben ihre Forderungen, Zehn Schleife" 10,-. Tischlerwerkstatt von F. A. Treue mit Ausvon Koft und Logis beim Meister, von 8 Firmen, darunter den schluß der Bekannten", Wienerstr. 44, 6,40. Fachverein der größten, bewilligt bekommen. Etliche 20 Meister äußerten sich G., Rigdorf,-, 50. Gebrüder Krüger, Belforterstraße 9, 3,-. Firmenschilder- Branche 10,-. G. B., Gräfeftr. 12, 10,50. Frau lottenburg; Hecker, Andreasstr. 36; Kegel, Gubenerstr. 7. Im weiteren geben wir unseren Berufsgenossen bekannt, daß von Neunstundentag, sowie die außerdem gestellten Forderungen Bücher Büttner 10,70. Ev. A V. 45,-. Gesammtvermögen des Die Harmonikaftimmenmacher in Nürnberg haben den Posamentier- Frühschoppen bei Lüneburg, amerit. Auttion, 12,30. Agitationskommission der Vergolder Berlins, 3. Rate 50,-. jetzt ab unser ständiges Bureau, Neue Friedrichstr. 44, täglich( 25 pet. Lohnzuschlag für Ueberstunden und Abschaffung der aufgelösten Lese- u. Diskutirklubs„ Auftlärung" 67,40. Von den Vorvon 6-8 Uhr abends geöffnet ist. Sämmtliche Vorkommnisse Heimarbeit) von drei Firmen bewilligt bekommen. Bei den in unserem Gewerbe find während dieser Zeit der Kommission zu übrigen Geschäftsinhabern ist gekündigt worden. Die Kündigungs- Amerikanische Auftion bei Streit durch Gesangverein Fris 5,17. standsmitgliedern des Vereins„ Humanität" 2,- D. D. II.-, 50. melden oder es ist dem Unterzeichneten brieflich Mittheilung frist läuft am 18. April ab. zu machen. Es ist nothwendig, daß die Kommission auf dem Karthaus'scher Gefangverein Berlin 30,-. Von den Beamten Die Holzarbeiter Laufenden erhalten bleibt, wenn wir die jetzt geregelten Ver- 3ur Aussperrung in Fürth. Zwei lehnten in außerordentlich zahlreich besuchter Versammlung die Tintenfuli aus der Annenstr. 16 2-. der Orts- Krankenkasse der Maschinenbauarbeiter 6,50. hältnisse in Zukunft behalten wollen. Marken zum Agitations: Arbeiter- Raucherbund und Unterſtüßungsfonds sind in den bekannten Zahlstellen jeden( neulich im„ Vorwärts" mitgetheilten) Zugeſtändnisse des Unter- Berlins und Umgegend, 2. Rate, 35,- Bildhauer Berlins d. Sonntag Vormittag, sonst aber in den Wohnungen der betreffenden nehmerverbandes ab, beharrten auf dem vom Fabrikinspektor Bertrauensmann 50,- Holzarbeiter Verband Filiale Berlin, Saffirer zu haben. Dienstag, den 14. d. M. wird eine Ver- schlossen, wenn dieser Vergleich nicht bis Montag vom Unter- 2. State, 500,-. Pleßner, Fischerstraße, 3,-. Kopf den Unternehmern zugestellten Vergleichsvorschlag und fammlung der Play- Deputirten abgehalten. In derselben muß von jedem Baugeschäft ein Vertreter anwesend sein. Die Lohn- nehmerverband angenommen ist, ihn jedem einzelnen Unternehmer zuzustellen; follten die Unternehmer eine bindende Erklärung für Rommission der Berliner Zimmerleute. J. A.: Theodor nächstes Jahr nicht abgeben tönnen, so möchten sie die ganze Fischer, Berlin N., Danzigerstr. 83. Forderung( eineinhalbitündige Mittagspause bei 56 stündiger wöchentlicher Arbeitszeit) sofort bewilligen. " Gewerkschaftliches. Achtung, Zimmerer! Unsere Forderung ist nachträglich noch von folgenden Baufirmen anerkannt worden: Herrnsdorf, Liegnigerstr. 22; Södel, Köthenerstr. 27; Helbig, Kant: ftraße 184, Charlottenburg; Giefide, Spreeftr. 38, CharDie Bewegung der Arbeiter in der Branche für englische Kostüme ist in Berlin siegreich beendet. Die aufge stellten Forderungen sind mit theilweisen Abänderungen bewilligt. Die Arbeit ist überall wieder aufgenommen. treiben. noch nicht. In Mülhausen i. E. ist der Ausstand auch bei Drey fußu. Lantz beigelegt; nur in der Spinnerei von Naegely dauert er wegen der dort vorgenommenen Maßregelungen fort. Die Fabrikanten halten Naegely schadlos. In den übrigen Fa briten sind Maßregelungen nicht erfolgt; überall wird daher voll S " = Rothe KindBrauhauses von seiten der Brauerei- Arbeiter unrecht geschehen, indem dieselben zur Sammlung gar nicht aufgefordert worden In der letzten Abrechnung ist den Fahrern des Münchener find von den Brauerei- Arbeitern. Dies wird auf Wunsch der Betheiligten hierdurch zur Kenntniß gebracht. R. Millarg, Annenstr. 16. Die Vorstände sämmtlicher Berliner Krankenkaffen Depeschen und letzte Nachrichten. werden hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß am 24. April, abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, gearbeitet. Leipzig, 10. April.( Privatdepesche des Vorwärts"). Der eine öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung: Aus Württemberg. Die Stuttgarter Solz Bild Tischlerstreit ist glücklich beendet. 96 Firmen, darunter die BauBesprechung über Unfallstationen" stattfindet. hauer und Kehler traten, da ihnen die 9stündige ArbeitsDie Vorstände werden ersucht, ihre eigenen Versammlungen dem zeit nicht bewilligt wurde, in den Streit ein. Zur Zeit befinden fabrit Went mit 950 Gehilfen baben die Forderungen bewilligt. gemäß einzurichten, auch etwa noch rückständiges Material an sich 45 Holzbildhauer im Ausstand, 12 arbeiten weiter. 3 Ge- Es sind blos noch 25 Mann ausständig. uns einzusenden. Die Achter Rommission. J. A.: schäfte haben die Forderung bewilligt.-Von den Zimmerern Potsdam, 11. April.( W. T. B.) Der Zeremonienmeister Alb. Herrmann. Stuttgarts streiken noch 274 Mann, 58 sind auswärts in Arbeit Freiherr v. Schrader ist heute Abend 91/4 Uhr gestorben. getreten. Bei dem guten Stand der Sache ist anzunehmen, daß Brüssel, 11. April.( B. H.) Die„ Gazette" veröffentlicht ihnen die geforderte zehn stündige Arbeitszeit bewilligt werden einen Artifel gegen den Kongostaat, in we.chem es heißt: Nicht wird.- Wie schon gemeldet, haben sich die Ravensburger nur die Eisenbahngesellschaft, sondern auch der Kongostaat 3immerer an das dortige Gewertegericht als Einigungsamt selbst wird demnächst darauf angewiesen sein, von gewendet, die Zimmermeister gaben aber an das Gewerbegericht belgischen Kammer neue Vorschüsse zu verlangen, da das die schriftliche Erklärung ab, daß sie mit demselben nicht in Budget des Kongostaates wieder mit einem bedeutenden Defizit Unterhandlung treten würden. Die Arbeiter sehen sich nun zum abschließen wird. Die Kammer werde gut thun, keinen Sous zu Streif veranlaßt. bewilligen, bis der Kongostaat genaue Aufschlüsse über die innere In Budapest chikanirt die Polizei die streitenden Lage und über die schwebenden Vorbereitungen betreffend den Zapezirer auf alle mögliche Weise. Man belästigt sie auf Krieg gegen die Derwische gemacht haben wird. Berantwortlicher Redakteur: Auanft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilngen. In Kottbus tagte gestern eine von Werkmeistern einberufene Versammlung der Streifenden, welche einstimmig beschlossen hat, Versammlung der Streifenden, welche einstimmig beschlossen hat, durch Vermittlung des Werkmeisters Heidel Unterhandlungen mit den Unternehmern anzubahnen. Der Kommission der Textilarbeiter in Rottbus ging gestern durch den Regierungspräsidenten von Frankfurt a. D. die Mittheilung zu, daß der Handelsminister es abgelehnt hat, in den jezigen Ausstand vermittelnd einzugreifen. der 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 86. Sonntag, den 12. April 1896. 13. Jahrg. Lokales. Den Parteigenossen im ersten Wahlkreise zur Nachricht, daß am Tienstag im Lokal von Rölling, Neue Friedrichstraße 44, eine Versammlung stattfindet, in der über die Maifeier Beschluß gefaßt werden soll. Außerdem wird Genosse Waldeck Manasse über das Thema„ Krieg dem Kriege" einen Vortrag halten. Zahlreicher Besuch ist erwünscht. " Bum Kopfschütteln zuweisen. über den der Polizei geleisteten Denunziantendienst zustimmt und 134 Anträge auf Gewährung von Altersrente eingegangen; aus die aus Lehrerkreisen an uns gelangte( in Nr. 72 abgedruckte) der Zeit vor dem 1. Januar 1896 lagen noch 31 Anträge vor, Buschrift als außerordentlich charakteristisch" im Wortlaut hinsichtlich deren die Entscheidung noch ausstand. Von diesen wiedergiebt. Schließlich wird verlangt, daß die„ Päd. Zeitung", 165 Anträgen sind bewilligt 98, abgelehnt 39, anderweit erledigt wenn sie nicht für das unbegreifliche, das Ansehen des Standes 2 und unerledigt auf das folgende Vierteljahr übernommen 26. schädigende" Vorgehen der". W." mit verantwortlich gemacht Bis zum 31. März 1896 waren insgesammt bewilligt an Alters. werden will, ihr Verhältniß zur" J.-W." Klarstellt, wozu die Re- renten 3120. Von diesen sind ausgeschieden durch Tod 609, aus daktion der„ Päd. 3tg." erklärt, daß sie auf die" J.-W." teinen anderen Gründen 53, zusammen 662, sodaß am 1. April 1896: 2458 Achtung, dritter Reichstags- Wahlkreis! Donnerstag, in Aussicht gestellt. Wir sind gespannt darauf. Einfluß hat. Eine Entgegnung der Redaktion der J.-W." wird Altersrenten- Empfänger vorhanden waren. Innerhalb des gleichen Vierteljahres find 362 Anträge auf Gewährung von Invalidenden 16. April, abends 81/2 Uhr, findet in Brochnow's Saal, Sebastianstr. 39, eine Volksversammlung statt. Auf der Tages- Die Beerdigung des kleinen Langerhans ist von dem rente eingegangen und 111 unerledigt aus dem Vorvierteljahr übernommen. Von diesen 473 Invalidenrenten- Anträgen sind ordnung steht: Vortrag und Stellungnahme zur Feier des unglücklichen Vater gestern in folgender auffälligen Faffung an: 203 bewilligt, 117 abgelehnt, 18 anderweit erledigt, 185 unerledigt 1. Mai. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet gezeigt worden: Die Beerdigung unseres heißgeliebten, durch auf das folgende Quartal übernommen worden. An Invalideneinen zahlreichen Besuch auch der Genoffinnen die Bertrauens- das Behring'sche Heilferum vergifteten Sohnes renten sind bis zum 31. März 1896 überhaupt 2718 bewilligt person: Wilhelm Börner. findet Sonnabend, den 11. April, um 11/2 Uhr, auf dem worden. Ausgeschieden sind inzwischen durch Tod 642, aus Den Parteigenossen und Genoffinnen vom Gesund: Dorotheenstädtischen Kirchhofe in der Liefenstraße statt." G3 ist Dorotheenstädtischen Kirchhofe in der Liesenstraße statt." Es ist anderen Gründen 57, zusammen 699; mithin war am 1. April brunnen und Wedding zur Nachricht, daß am Dienstag Abend begreiflich, daß der Vater, der selber das Kind immunifirt hat, 1896 ein Bestand von 2019 Invalidenrenten- Empfängern auf8 Uhr im Victoriagarten, Badstraße 12, eine Bolts- feiner schmerzlichen Erregung in Worten, die die härteste Anversammlung stattfindet, in der Reichstags- Abgeordneter 3ubeillage in sich schließen, Luft macht. über die indirekten Steuern mit besonderer Berücksichtigung der giebt aber die Haltung Anlaß, welche die Presse jetzt Der Arbeitsausschuß der Berliner Gewerbe- AusZuckersteuer Vorlage referiren wird. Zu dieser Ver- Die Blätter, die bis dato die Erfindung des Dr. Behring Aufgabe übertragen, die Voltsernährung auf der Ausstellung vorurplötzlich zu der Frage der Serumbehandlung einnimmt. ftellung hat dem Verein für Kinder Volksküchen die jammlung werden namentlich die Frauen eingeladen. als einen Segen gepriesen haben, die Zahlen über zuführen und demselben zu diesem Zwecke ein Terrain von Zahlen brachten, durch welche bewiesen wurde, daß das gegen 3000 Quadratmeter fostenlos zur Verfügung gestellt. E2 Diphtherieferum gegenüber einer der furchtbarsten Krankheiten soll gezeigt werden, daß es möglich ist, für den denkbar billigsten eminent heilbringend gewirkt hat, diese selben Blätter schelten Preis schmackhafte und an Nahrungsstoffen reichhaltige Speisen jetzt über die Erfindung und klagen gar über die ministerielle zu liefern. Man will täglich gegen hundert verschiedene Gerichte Staatsmedizin", in der jede wissenschaftliche Bestrebung, falls bereiten und zu dem Preise von 10 Pf. pro Portion verabreichen. Zur Lokal- Lifte. Herr Dreßler, Seeftr. 71, bestreitet, daß er sie nur die Billigung und Zustimmung der zuständigen Behörde Wir empfehlen den Berliner Kommerzienraths- Familien recht eindas Verlangen ausgedrückt habe, daß Sozialdemokraten nicht bei findet, sofort als staatlich tonzeffionirtes Dogma verkündet wird." dringlich, sich während der Dauer der Ausstellung möglichst ausihm verkehren möchten. Mit der Streichung aus der Lokalliste Uns will scheinen, daß dieser Entrüstungssturm außerordentlich schließlich von diesen Zehnpfennig Portionen zu nähren. Sie soll es jedoch auch nach Wunsch des Herrn Dreßler sein Bewenden viel gemachtes an sich hat und von einer selbst für heutige Ver- werden schon wegen der leichteren Arbeitslaft, die auf ihnen behalten. hältnisse seltenen Oberflächlichkeit zeugt. Zunächst wäre doch erst ruht, eine rationelle" Beköstigung dieser Art besser als ein Bericht über den Sektionsbefund des Kindes abzuwarten, Arbeiter aushalten, der bei schwerer förperlicher Anstrengung Charlottenburg. Die Parteigenossen werden darauf auf der vielleicht wenigstens einige authentische Auf- jahraus, jahrein auf eine derartige Nahrung angewiesen ist. merksam gemacht, daß die Ausgabe der Wählerkarten zur Feſt flärung über die Todesursache geben fann. Und Praktisch hat der Beweis", daß man für zehn Pfennig auf ftellung der Wählerlisten in sehr mangelhafter Weise erfolgt ist. falls wirklich unumstößlich festgestellt würde, daß die Einspritzung mannigfache Art den Hunger nothdürftig stillen kann, gar nichts Da es sich um unser Wahlrecht bei Kommunalwahlen in erster den Tod verschuldet hat, dann wäre es doch fernerhin noth- zu besagen, und vom Standpunkt des Nationalökonomen muß Linie handelt, so ist es jedes Parteigenossen Pflicht, sich die wendig, zu untersuchen, ob und inwieweit die Dosis und deren die Verallgemeinerung einer solchen Ernährung einen geradezu gewissenhafteste Ausstellung der Karte zur Aufgabe zu machen; Stärke schädlich gewirkt haben könnte. Die Volts- Beitung", die verhängnißvollen Rückschritt bedeuten." Rosen und Myrthen nicht umsonst haben wir wiederholt darauf aufmerksam gemacht, in dieser Angelegenheit ebenfalls zur Anklägerin geworden ist, und Schönheit und Lust und Zuckererbsen nicht minder" lautet daß Vorstehendes die Hauptsache ist, zu den Kommunalwahlen berichtet schon, daß in dem Heilserum sich ein außerordentlich die proletarische Losung. als Wähler auftreten zu können. Darum versichere fich jeder starkes Quantum Karbol befunden habe. Alles Umstände, die Parteigenoffe, daß er eine Wählerkarte von seinem Hauswirth hinreichend Ursache geben, erft Fachmänner über einen Fall reden 57 118 Schweine gegen 49 507 im März 1895 auf Trichinen Auf dem städtischen Schlachthofe sind im Monat März ausgehändigt erhält, da hiervon sein Wahlrecht zur nächsten zu lassen, bevor man das große Publikum durch einen unbändigen untersucht worden. Davon find 17 Stück wegen Trichinen und Stadtverordnetenwahl abhängt. Thue ein jeder rechtzeitig seine Lärm Topfschen macht. Es steht dem Laien, und sei er selbst 68 Stück wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet Pflicht, dann wird er von Vorwürfen frei sein. Preßmensch, außerordentlich schlecht an, wenn er, wie hier, urplöglich den Stab über eine Sache bricht, bricht zurückgewiesen worden. Zum Besten der ausgesperrten Textilarbeiter in Kottbus findet am nächsten Sonntag, den 19. April, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuferstr. 4a, eine Wohlthätigkeits- Matinee statt, auf welche wir schon jetzt unsere Leser ganz besonders aufmerksam machen. = " Die ordentliche Sihung der Stadtverordneten- Ver- zu der ihm bislang Vertrauen eingeflößt war, und über welche Der Wassersturz des Viktoria- Parkes soll in diesem sammlung findet in dieser Woche nicht statt. es doch nicht an Beispielen fehlt, die mit hoher Wahrscheinlich Jahre an folgenden Tageszeiten in Thätigkeit gefeßt werden: feit erkennen lassen, daß sie der Menschheit zum Nutzen gereicht vom 1. Mai bis 1. September von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr habe. Die Bevölkerung und namentlich die Eltern diphtherie- abends, vom 1. September bis 15. Oftober von 10 Uhr vorfranker Kinder sollten sich daher durch den gegenwärtigen Lärm mittags bis 6 Uhr abends. nicht verwirren lassen, und, im Einzelfall auf ihren Arzt vertrauend, vorerst ein einigermaßen geklärtes Urtheil über den Fall Langerhans" abwarten. Stadtverordneten Ersazwahl. Für den verstorbenen Stadtverordneten Tichy, welcher im 39. Wahlbezirk 3. Abtheilung bis Ende 1901 gewählt war, findet die Ersatzwahl am Dienstag, den 5. Mai d. J., von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 7 Uhr statt, und zwar Theil I umfassend die Stadtbezirke 216, 217 und 280 im Wahllotale Friedrichstr. 123 bei Krämer, Theil II, enthaltend die Stadtbezirke 279, 281-283 im Wahllokale Karlstr. 4 bei Weidler. Eine Konferenz der Städte, welche Schlacht- und Vich höfe befizen, ist auf den 12. Mai, crestgesetzt worden. Die felbe soll im Bürgerfaal des Rathhauses hierselbst stattfinden. " = = Zum Duell Koze Schrader wird berichtet, daß die Verlegung des letzteren lebensgefährlich ist. Ein Berichterstatter bringt über den Fall eine Meldung, die, mag fie authentisch sein oder nicht, die Rohheit der für Ordnung und Sitte schießenden Gesellschaft recht treffend veranschaulicht. Der Mann schreibt: Herr von Koze hatte vor dem Duell eine bewunderungswürdige Ruhe, und als er nach dem Duell mit seinen Freunden in die Potsdamer Bahnhofshalle trat, sagte er: nun fönnen wir ja rasch erst ein Glas Bier genehmigen." Der Strafprozeß gegen den Redakteur Koch zu Friedrichsberg wegen Beletoigung des Amts- und Gemeinde vorstehers Röder wird, wie uns berichtet wird, für den letteren ein unangenehmes Nachspiel haben. Bekanntlich hatte Koch in der von ihm redigirten Zeitung des öfteren das Verhalten Röder's und deffen geistige Fähigkeiten einer scharfen Kritit Die Jugendschriften Warte", Organ der vereinigten unterzogen. Koch wurde deshalb vom Schöffengericht zu einer In der Urania in der Jnvalidenstraße wird am Sonntag deutschen Prüfungsausschüsse für Jugendschriften", scheint mit Geldstrafe verurtheilt; auf die Berufung des Amtsvorstehers ihrem gegen das Märchenbuch für die Kinder de 3 erkannte die Straffammer jedoch auf die ungewöhnlich Herr Dr. Schwahn Ueber die Entstehung der Gebirge" und am Proletariat 3" verübten Denunziantenstück doch in weiteren hohe Gefängnißftrafe von sechs Monaten. Zu den Richtern Sonnabend über das„ Laibacher Erdbeben" reden. Am Montag Kreisen der Lehrerschaft Anstoß zu erregen. Die Redaktion des diefer Straftammer gehörte der bekannte Assessor Augustin, und Donnerstag hält Herr Spies seinen Vortrag über„ Photos Blättchens hatte( wie wir in Nr. 70 mittheilten) schon im De- welcher sich an seinem Hochzeitstage in einem Anfalle von graphie mit unsichtbaren Strahlen", am Dienstag spricht Herr zember 1893 die eine Besprechung des Buches enthaltende Wahnsinn erschoß. Wie nun berichtet wird, ist Koch bereits Witt über Photographie im Dienste der Astronomie", am Nummer nebst einem Begleitschreiben, das auf das Gefahr aus dem Gefängnisse entlassen, als er kaum die Hälfte seiner Mittwoch Herr Dr. Müller über„ Genossenschaftsleben bei Thieren bringende dieses Buches" noch besonders aufmerksam machte, Strafe verbüßt hatte. In jenem Prozeß wurde auch Röder und Pflanzen" und am Freitag Herr Dr. Naß über„ Moderne an das Berliner Polizeipräsidium geschickt und wunderte eidlich als Zeuge vernommen. Dieser Tage soll nun gegen Röder Gasbeleuchtung". fich dann im März 1896 darüber, daß das gefährliche Buch schon Zeugen geladen. Ob und inwieweit diese schwere Anklage tommenen Fischen die sogenannten Himmelsgucker( Uranoscopus) ein Verfahren wegen Meineides eingeleitet sein, man hat Im Berliner Aquarium erregen unter den neu angeerst um so viel später beschlagnahmt worden fei. Die Pädagogische Zeitung", deren Sonderbeilage die J.-W." begründet ist, mag vorab dahingestellt bleiben. besondere Aufmerksamkeit, da sie ihre Augen an der Oberseite st, bringt nun über den Fall eine längere Ausführung, die das Bei der Invaliditäts- und Altersversicherungsauftalt des Kopfes stehen haben und, in den Sand eingewühlt, oft nur Verhalten der Redaktion der J.-W." tadelt, unserem Urtheil Berlin sind im Laufe des Vierteljahrs Januar, März 1896 fie aus der Bodenschicht hervortreten lassen. " Ein " Verfahren wider„ Unbekannt". Die Volksstimme" in Posemuckel veröffentlichte nachstehendes Aftenstüd, welches ihr, wie die Rebattion angab, auf den Redaktionstisch geflogen war": F. K. 1001/96, Verfügung. Nachdem sich herausgestellt hat, daß im Konferenzimmer des Justizminifteriums das Ofenrohr undicht geworden ist, wird hiermit die Einsetzung eines neuen verfügt. Der Herr MinisterialDirektor wird das weitere anordnen. " " auswärtigen Abonnenten wurden telegraphisch beordert, die fernen " Don der Besteller, 2 Abonnenten in Amerika, 1 in Kalkutta und 1 in Berliner Gewerbe- Ausstellung. Sonolulu waren unterwegs. Lassen wir sie reisen Im Justizministerium waren seit Monaten zwischen den Ministerialräthen Konferenzen, die Direktoren der Abtheilungen recherschirten und korrespondirten, alles war in Aufregung, aller dings wegen einer anderen Geschichte. An den Herrn Ministerialdirektor war nämlich direkt per Post vor Monaten ein Brief getommen: Geehrter Herr! „ Es wird von Ihnen resp. Ihren Untergebenen die Mittheilung verbreitet, daß ich amtsmüde sei. Diese Nachricht entbehrt jeder Begründung. Hochachtend Der Justiz Minister. v. u. z. E. Noch schreien die Fuhrleute, poltern und knarren die Lastwagen, Maurer und Zimmerleute hantiren noch, von einzelnen Gebäuden steht erst die Eisen- und Holzkonstruktion, und wo Wege und Straßen laufen werden, drohen flein geschlagene Biegelbrocken zarteren Schuhen Tod und Verderben. Daß die Ausstellung am 1. Mai fir und fertig dastehen wird, glaubt wohl selbst der Arbeitsausschuß nicht mehr. Aber der allgemeine Eindruck, den die Schöpfung bieten wird, läßt sich schon jetzt erkennen. Unter dem Zeichen der Dicksäulen und Blockkapitäle, der lauschigen Erker, der Spiggiebel, Storchenneft- Thürme, der Butſcheiben und bemalter Glasfenster wird sie erscheinen, altdeutsch, mit einem Stich ins Nordische, Pagodenhafte, Neu- Berlinerische Altdeutschthum. Der Justizminifter von und zu Coderius." Der Herr Justizminister war außer sich. Geſtern Abend erft hatte er diese Berfügung per Poft an die betreffende Abtheilung Schon vor der eigentlichen Ausstellung kommt dieser Charakter abgehen lassen und im heutigen Blatt stand tadellos gedruckt die Als der Herr Ministerialdirektor seinerzeit den Brief erhielt, zum Ausdruck. Vor und hinter dem Bahndamm machen sich interne" Verfügung. Hier konnte nur ein höherer Beamter oder schäumte er vor Wuth, einmal über den Ton des Briefes, ein Bierhallen breit, Erfer, Giebel und Schlöte muthen altdeutsch an, ein Unterbeamter des Minifteriums der Verräther sein. Der andermal, daß der Minister über die Meinungen seiner Unter- die Façaden der weiten Hallen gleichen denen der Schüttböden Herr Minister durfte das nicht durchgehen lassen, hier mußte ein beamten besser wie er selbst orientirt sei. Erst hatte er die Ab- und Trockentennen, wie man sie in bayerischen Brauereien findet, Erempel statuirt werden. Sofort schrieb er an den Oberstaats- ficht, den Minister zu fordern, dann kam er aber auf den die einstmals zu säkularisirten Klöstern gehörten. Der alte„ Stoff" anwalt und das Verfahren wider Unbekannt" wurde ein- vernünftigern Gedanken, erst einmal die Urheber dieser wird wohl hier nicht zu finden sein. geleitet. Bei der ungeheuren Wichtigkeit der Angelegenheit mußte unglaublichen Beamten Indiskretion und Ueberhebung Durch ein mächtiges Thorgebäude gelangt man in die Ausdie ganze Strenge des Gesetzes angewendet werden. Die Vor- herauszukriegen. Daher die vielen Konferenzen, die alle stellung. Wuchtig und angemessen erscheint der Bau, wenn er ladungen ergingen an den Redaktionsstab der Volksstimme", Menschen im Justizministerium, vom Kabinetschef bis zum auch nur aus Balken und Latten zusammengeschlagen und mit die Sekretäre, Verleger, Herausgeber, das Buchhaltereipersonal, Portier, nervös machten. Der Herr Ministerialdirektor Gips verftugt ist. Vom Haupt- Ausstellungsgebäude, das parallel den Faftor, die Setzer, die Lehrlinge, Boten und die Zeitungsfrauen. bekam nichts heraus, ihm riß schließlich die Geduld. Er bat zur Hauptstraße liegt, lassen hochragende Bäume den EintretenDie Vernehmungen, welche der Staatstaffe ein Heidengeld tofteten, um eine Konferenz unter vier Augen mit dem Herrn Justiz den wenig sehen. Wir wenden uns zur Linken, nach dem Ausdauerten schon an die 14 Tage und fast hatte es den Anschein, minister und sprach nach längerer Einleitung über seine Dienststellungsgebäude für Chemie, Photographie u. s. w. Wie eine als sollte der Verräther ungestraft davonkommen. 5 Redakteure, zeit, Feldzüge, Dekorationen, Familie, von dem famosen Brief, Wallfahrtskirche liegt es da, zusammengedrückt, wie auf dem die sich weigerten, darüber, daß sie nichts wußten", einen Eid den der Minister für nöthig befunden hätte, an ihn zu senden. Sprunge. Der Abstand zwischen ihm und dem in die Spree abzulegen, wurden in Zwangshaft gebracht, 20 Segter, 3 Lehr- Der Minister, anfangs sich langweilend, wurde aufmerksam, hinein gebauten, aus Balten und Sparren, Drathgeflecht und linge und 2 Frauen hatten zusammen ca 3115 M. 50 Pf. Straf: schließlich starr von Staunen und am Ende blaß vor Schreck Gips zurechtgemachten Salondampfer ist ein ungeheuerer. gelber wegen allerlei Uebertretungen und Unterlassungen bei und Merger. Bis zu den allbekannten Bierhäusern Treptows zieht sich auf diesem Verfahren wider Unbekannt" zu zahlen. Da endlich Was! Sie haben den Brief empfangen!! Der ist ja dieser Seite die, Trubel- Wiese" dahin. Um das Alpenpanorama" gelang es den energischen Bemühungen des Untersuchungsrichters gar nicht für Sie bestimmt gewesen. Der war für den gruppirt sich eine Unmenge von Gambrinus- Opferstätten. Die bie 66jährige Zeitungsfrau Alwine Klatsche zu dem wichtigen Chefredakteur der Voltsstimme" bestimmt. abenteuerlichsten Stilarten sind hier vertreten, vom gewöhnlichsten Geständniß zu bringen, daß manchmal manche Abonnenten Himmel Element ich habe die Couverts ver Bretterverschlag bis zur altdeutschen Weinkneipe, einer peinlich manches an die„ Boltsstimme" schicken". Dadurch war ein wechselt. genauen Nachbildung, die ein verwittertes Klosterbierstübel mit Fingerzeig gegeben; es blieb nur übrig, die Abonnenten des Der Herr Ministerialdirektor machte seine Verbengung und Beranda darstellt; selbit die von bösen Buben an die Wand geBlattes eidlich zu vernehmen. Bei der 45. Haussuchung bei der verschwand mit einer schleunigen Verfügung an den Oberstaats- trazten Karrikaturen fehlen nicht. Wie Koulissen schieben sich Boltsstimme" fand man die Listen der Abonnenten, und nun anwalt. Das Verfahren wider„ Unbekannt" wurde eingestellt. Die vielen Dächer und Giebel durcheinander, Drachen und Unfonnte das Verderben seinen Gang gehen. Alle wurden geladen. Die inhaftirten Redakteure wurden entlassen. Die Kosten von gethüme drohen von den Firsten, buntbemalte Holzsäulen umAus allen Gegenden der Provinz wurden Hilfsschreiber geholt, 700 453,25 M.( inkl. Porto an die Redaktion für den Aufhebungs- fleiden Thüren und Fenster. Als wären sie aus altem Kupfer 30-40 neue Richter wurden bei dem Amtsgericht in Bosemuckel beschluß) übernahm der Staat. Die ausländischen Abonnenten leuchten die steilen Dächer; es ist freilich nur grüngefärbte Pappe, neu eingestellt. Fünf Wochen lang dauerten schon die Vernehmungen konnten wieder abreisen. aber der Eindruck ist doch derselbe, als wäre der Belag von von morgens 5 Uhr bis nachts 1/22. Aber bis jetzt vergebens. Die Lassen wir sie reisen. Metall. Einen trübfeligen Eindruck macht nur das Eisen- und " " Die Berliner Gewerbe- Ausstellung soll bestimmt am l. Mai. vormittags II Uhr, und zwar vom Kaiser eröffnet werden. Zu dieser Feierlichkeit werden außer den, Hofe und den Ministern u. a. die hiesigen Staatsanwälte, die Vertreter der Presse, die Stadtväter, diverse hohe Militärs, hervorragende Jnnungs- mrister u. f. w. u. s. w. eingeladen. Sämmtliche Theilnehmer werden der«Voss. Ztg." zufolge entweder in Uniform oder im Frack mit weißer Binde erscheinen. Also alles in Amtsracht; auch die Vertreter der Presse? Der grobe Unfugs-Paragraph. Auf dem Heimwege von der.ganz rollen Nacht", welche die jungen Akademiker unlängst in der Tonhalle veranstaltet hatten, war der Maler St. lediglich infolge seines echten Stromerkostüms zur Wache sistirt und nur mit Mühe freigelassen worden, da der auf der Erkennungskarle unterzeichnete Direktor Anton von Werner dem Beamten durch- aus fremd war. Jetzt ist dem jungen Künstler, einem hiesigen Blatte zufolge, ein Strafmandat in Höhe von 1ö M. zugestellt worden. Da der Akademiker jedoch auf der Straße keinerlei Allotria getrieben hat, so wird er gegen die polizeiliche Ver- fügung Widerspruch erheben und gerichtliche Entscheidung be» antragen. Bei dem hiesigen Naturarzt und Rechtsanwalt a. D. Glünicke ist, wie die Berliner„Aerzte-Korresp." mittheilt, auf Veranlassung der Polizei ein großer Vorrath von Arzneimitteln, die er an ferne Klienten zu verabfolgen pflegte, mit Beschlag be- legt worden. Er selbst werde sich wegen unbefugten Dispenstrens von Arzneimitteln demnächst zu verantworten haben. Druckfehler- Berichtigung. In dem Artikel»Die un» ehelichen Geburten" in Nr. 84, I. Beilage ist zu lesen: j.Äls wichtigste Ursache der Zunahme dieser Geburten wird zedoch meist(statt nicht) die Abnahme der Eheschließungen an- gesehen. Ei» gerichtliches Nachspiel wird ein Unfall haben, der dem Arbeiter Joses Knoll aus der Beusselstraße 39 das Leben ge- kostet hat. Als Knoll, ein Mann von SO Jahren, vor einigen Tagen bei einem Neubau in der Stargarderstraße Kalk löschte, lief ihm von der frisch gelöschten Masse ein Theil aus der Grube aus und in den Keller hinein. Um zu verhindern, daß»och mehr abfließe, wollte er einen Damm aufwerfen, glitt aber dabei ans und fiel durch das Kellerfenster in den gebrannten Kalk hinein. Am ganzen Leibe verbrannt wurde er in das städtische Krankenhaus an» Friedrichshain gebracht, wo er seinen Ver- letzungen erlegen ist. Da ein freindes Verschulden insofern vor- zuliegen scheint, als das Fenster nicht durch einen sicheren Ver- schlag abgesperrt war, so hat die Staatsanwaltschaft die Leiche des Verunglückten beschlagnahmt, um durch ihre gerichtsärztliche Oeffnung die Grundlage für ein Strafversahren gegen den ver- antwortlichen Bauleiter zu gewinnen. Einen tödtlicheu Ausgang hat ein Unfall genominen, der an» Dienstag dem Malergehilsen Hermann Kobs aus derMantenffel- straße 33 zustieß. Kobs war auf dem Grundstück Köpnickerstr. 62 in einem Laden mit dcmSlreichen der Decke beschäftigt. Nachdem er eine Stunde gearbeitet hatte, gerieth um 3 Uhr morgens ein Brett desStand- gerüstes ins Rutschen und Kobs, ein Mann von 38 Jahren, fiel mit dem Kopf nach unten auf die Fliesen hinab. Mit einem Schädelbruch, einer Gehirnerschütterung, innerlichen Verletzungen und Quetschungen eines Armes wurde er schwer verletzt in das Krankenhaus Bethanien gebracht, wo er gestern Abend gestorben ist. Ob ein fremdes Verschulden vorliegt, bedarf noch der Unter- suchung. Ein Mustermensch nach dem Herzen manches lohndrückenden Kapitalisten ist der Droschkenkutscher Runge gewesen, der vor- gestern, von einem Herzschlage getroffen, aus dem Kutscherbock gestorben ist. In seiner Schlafstelle in der Weddingstraße»vurde ein kleines Verinögen im Betrage von 6090 M. und zwar ISlXI M. in baar, das übrige in Werthpapieren vorgefunden. R. war bei seinen Kollegen als geizig bekannt, nur selten nahm er warme Speisen zu sich und vorwiegend lebte er von trockenem Brot. R. soll trotz seines Berufs nie eine Schankivirthschaft be- sucht und ebenso»vcnig Bier getrunken haben. Auf solche Weise hat R.. der früher sehr leichtsinnig geivesen und aus einer „besseren" Familie stammt, in seiner sechsjährigen(?) Thätigkeit als Droschkenkutscher sich das Geld erübrigt. Das Vermögen fällt einem armen, bedürftigen Bruder zu. Seinen Verletzungen erlegen ist der Maurermeister und Bauunternehmer Robert Borchert aus der Stendalerstr. 8, von dem dieser Tage berichtet»vurde, daß er sich durch Messerstiche in selbmörderischer Absicht furchtbar zugerichtet hat. Brettergefüge, in welchem die Erzeugnisse für Volksmassen-Er- nährung untergebracht werden sollen. Wir wenden uns jetzt nach demjenigen Theil der Ausstellung, der rechts von der Hauptstraße liegt. Wieder tritt uns das Bild eines Dampfers entgegen, die Blende und der Haupttheil eines Vergnügungs-Etablissements. Ein länglicher Teich erstreckt sich dahinter, darauf sollen See- schlachten executirt werden. So schauerlich schön, wie sie die in allen Kaffeehäusern hängende Schilderei Hans Bohrdt's uns vorführt, werden sie wohl nicht ausfallen. Das Ausstellungs- thealer und der Verein für Feuerbestattung haben sich nicht»veit von einander niedergelassen. Das eine ist ein hochragender Bau, altdeutsch wie die Möglichkeit, der Brennosen des letzteren ist kaum»och aus dem Gröbsten heraus. Unser Weg führt uns an„Alt-Berlin" vorüber. Ueber die Stadtmauer u>»d das wohlbehülcte Thor schaut der plumpe Wachtthurm, das ausspringende Dach einer Kirche und ein Ge- wirr von Hausgiebeln herüber. Hinter dem Zaun der Kolonial- Ausstellung ivird noch tüchtig gearbeitet. Hütten und Wohnungen und die Dorfeinzäunungen der Bewohner Ostafrilas sind bereits fertig. Wir stehen auf der Köpenicker Chaussee. Zur Linken wiegen sich die Palmen„Kairos", glänzen»»nd leuchten die Minarets, weißen Häuser und Dachterrassen der hellen Stadt. Ein Thor führt uns»vieder in das eigentliche Ausstellungsgelände und vor das Hauptgebäude. Der Eindruck, den der massige Bau hervor- bringt, ist kein übler. Die Thürme sehen zwar aus wie Seh- schivache, denen einSchirm über demAuge hängt, aber das vorgelagerte, weit ausgreifende Halbrund ist von guter Wirkung. Der im Bau begriffene Springbrunnen mit dem weiten Bassin wird diese Wirkung noch verstärken. Und zwischen allen diesen größeren und kleineren Gebäuden, an allen Wegen und Stegen wird sich eine Menge von Kiosken, Pavillons und Buden erheben. Manche stehen schon zum Be- ziehen fertig, an anderen Stellen bezeichnen einige eingeschlagenen Pfosten die Stellen, an denen sich die luftigen Zimmerungen er- heben werden. Und trotz der vielen Gebäude wird die Aus- stellung nicht überladen erscheinen. Nur wo es garnicht anders ging, hat»nan ewige Bäume gefällt, einige Sträucher und Büsche gerodet, sonst ist der Treptower Park, der schönste, den Berlin hat, völlig unversehrt gebliebe». Wenn erst die Bäume sich belaubt, die Sträucher und Zierblumen in Blüthe stehen, wird der Anblick ein herrlicher sein. Freilich hat gerade diese„Dezentralisation" zu einem Uebelstande geführt, unter dein jeder Ausstellungsbesucher leiden wird, der nicht viel, viel Geld in seinen Beutel thun kann: der Orte, wo eine Eintrittsgebühr erhoben wird, sind gut und gern ein halbes Schock. Eine Ausstellung im Grünen! Viele Freude und reines Ver- gnügen wird sie gewähren denen, die da Zeit und Geld haben, sie zu betrachten und zu studiren. Der Mann aus dem Volke, der Arbeiter, wird auch hier nur ab und zu einen Kosthappen weg- bekommen. Kann man ihm es verdenken,»venn er die Zeit herbeisehnt, in der alle Errungenschaften der Kultur auch ihm zu gute kommen, all die Herrlichkeiten, die er geschaffen, auch siir ihn bereit stehen zum Genüsse? Beim Abspringe» vom Borderplatz eines Pferdebahn- wagens der Linie Molkenmarkt- Weißensee ist gestern Abend der 28(ährige Kaufmann N. in der Prenzlauerstraße verunglückt. Er kam mit den Füßen unter die Räder, erlitt koinplizirte Brüche an beiden Unterschenkeln und mußte nach dem Krankenhause Friedrfchshain gebracht werden. Von einem Arbeitswagen wurde vorgestern der 31 jährige obdachlose Arbeiter Reimer derart unglücklich überfahren, daß der Tod bald eintrat. Den Kutscher soll keine Schuld' treffen. Die Schwindlerin, die unter dein Verdacht, einen werth- vollen Pelzumhang aus der Hochschule für Musik in der Pots- damerstraße entwendet zu haben, festgenommen war und sich „Elsa v. Treskow" genannt hatie, war, so lesen wir in der„Voss. Ztg." von dem Polizeirevier wieder entlassen ivorden, weil sie glaubwürdigen Personen, die ebenfalls getäuscht worden waren, als Fräulein v. Treskow bekannt war. Ihr richtiger Name ist, »vie inzwischen festgestellt ist, Franziska Mattern, sie ist mehrfach ivegen Diebstahls bestraft und befindet sich jetzt in Moabit im Untersuchungsgefängniß, wohin sie von Oranienburg, wo sie sich aushielt, gebracht worden ist. Der gestohlene Umhang, den die Mattern in einem Geschäft, wo sie einen Einkauf gemacht, zurück gelassen hatte, ist der Eigenthümerin wieder zugestellt»vorden. Auch eine Ehegattin. Der Majestätsbeleidigung sswird der in Friedrichsberg wohnhafte Arbeiter H. durch feine eigene Frau bezichtigt. Der Angeschuldigte ist einstweilen fest genommen worden. Zeugen gesucht. Die Personen, welche in der Nacht zum Dienstag, den Vorgang beobachtet haben, der sich Ecke der Wrangel- und Lübbeuerstraße zwischen einem Handelsmann und einem Schutzmann abspielte, werden gebeten, ihre Adresse bei Wilhelm Kleinke, Muskauerstr. 14, Hos im Keller, abzugeben. WitterungSiibersicht vom 11. April 18S6. Wctter-Prognose für So>mtag, den 12. April 1896. Ein»venig kühleres, zeitiveise heiteres, vielfach wolkiges Wetter mit Regenfällen mrd frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Ghesker. Theater-Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, 12.: Die Afrikanerin. Anfang 7 Uhr. Montag, 13.: Tristan und Isolde.(Tristan: Herr Heinrich Vogl, königl. bayerischer Kammersänger aus München als Gast.) Ansang 6l/a Uhr. Dienstag, 14.: Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Rathskeller. Mittivoch, 13.: Fra Diav»lo. Die Puppenfee. Anfang 7 Uhr. Donnerstag, 16.: Bajazzi. Lavallsria msticana. Freitag, 17.: Wilhelm Tell. Tell: Herr Francesco d'Andrade, kgl. bayer. Kammersänger a. G. Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 18.: Tie verkaufte Braut. Phantasten im Bremer Rathskeller. Sonntag, 19.: Rienzi, der letzte der Tribunen. Anfang 6>/e Uhr. Montag, 20.: Don Juan. Don Juan: Herr Fr. d'Andrade a. G. — Schauspielhaus: Sonntag, 12.: Wie die Alten sungen. Kroll's Theater. Anfang 7�e Uhr: Der Bibliothekar. Montag, 13.: Wilhelm Tell. Dienstag. 14.: Wallenstein's Lager. Die Piccolomini. Mittwoch, 15.: Wallenstein's Tod. Donnerstag, 16.: Der Sturm. Freitag. 17.: Judith. Sonnabend, 13.: Der Re- visor. Sonnlag. 19.: Die Jungfrau von Orleans. Kroll's Theater, Anfang 7'/i Uhr: Die kranke Zeit. Montag, 20.: DieJournalisten.— Im Lessing-Theater kommt heute, Sonntag Nachmittag zum letzten Mal in dieser Spielzeit das Lustspiel Komtesse Guckerl von Franz von Schönthan und Franz Koppel-Ellfeld zur Aufführung. Am Sonntag Abend ivird Sudermann's Glück im Winkel mit Herrn Mitterwurzer als Gast gegeben, das an allen anderen Spielabenden der laufenden Woche in der unveränderten Besetzung des ersten Abends wieder- holt wird.— Im Berliner Theater geht Sonntag Nach- mittag Anzengruber's Meineidbauer in Szene, abends wird Lubliner's Lustspiel Die Frau ohne Geist zum ersten Male wiederholt. Die Frau ohne Geist wird in dieser Woche außer- dem noch Mittwoch und Sonnabend aufgeführt. Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag, 19. April, finden Wiederholungen von Wildenbruch's König Heinrich statt. Sonn- tag, 19. April, nachmittags, geht Goethe's Faust in Szene.— Der Spielplan des Neuen Theaters ist: Sonntag Sonnenthal- Gastspiel: Nathan der Weise.(Sonntag Nachmittag: Zu halben Preisen: Der Herr Direktor.) Montag: Sonnenthal- Gastspiel: König Lear; Dienstag Sonnenthal-Gastspiel(letzter Abend): Nathan derWeise; Donnerstag.Freitag: Winterschlaf; Sonnabend: erstesGast- spiel von Gustavs Salvini mit seiner Gesellschaft: I-ir motte civile; Sonntag Salvini-Gastspiel: Othello; Sonntag Nachmittag zu halben Preisen: Der Hüttenbesitzer.— Im Schiller« Theater wird Sonntag Nachmittag Romeo und Julie gegeben. Die beiden Hauptrollen spielen Frl. Pauly und Herr Bach, abends findet eine Wiederholung von Die Kinder der Excellenz statt. Montag ist die erste Aufführung von Jbsen's Schauspiel Die Stützen der Gesellschaft. Dienstag undSonnabendkommtdieselbe Vorstellung. Mittwoch Ohne Geläut, Donnerstag Ein toller Einfall und Freitag der Graf von Hammerstein zur Wiederholung.— Das Friedrich-Wilhelm städtische Theater behält sein Zugstück Der Hungerleider auch in dieser Woche auf dem Spielplan.— Im Theater Unter den Linden gelangt heute nachmittags die Strauß'sche Operette Die Fledermaus zur Aufführung; abends geht Sullivan's Mikado m Szene. Der Spielplan der Woche ist: Montag und Mittwoch: Der Mikado, Dienstag, Donnerstag und Freilag: Die Fledermaus. Divertissement. Am 21. April eröffnet an dieser Bühne Madame Judic mit ihrer Gesellschaft ein Gastspiel. Tie Künstlerin tritt am ersten Abende in dem Vaudeville Femme k papa auf und wird hierauf Chansonetten zum Vortrag bringen.— Im Bellealliance-Theater geht heute Nachmiltag als Volksvorstellung unter Regie von Herrn Julius Türk Schillers Maria Stuart in Szene; abends 3 Uhr folgt das Ausstatlungs- stück Die Reise um die Erde in 80 Tagen.— Das Birch- Pseiffer'sche Schauspiel Der Goldbauer wird heute Abend im Ratio n al-Theater gegeben. Nachmittag geht eine Novität Villa Frankreich als Volksvorstellung in Szene. Am Montag gastirt Herr Robert Hartberg nochmals als Pfarrer von Kirch- seld.— Heute ist die erste Sonulagsvorstellung, welche K o n r a d Dreher mit seinem Ensemble im Zentral-Theater giebt; die Posse Der Schwiegervater gelangt hierbei zur ersten Wiederholung._ Gevichks �Jeikunig. Ter Konfektionsstreik beschäftigte gestern abermals das Schöffengericht. Den beiden Frauen, Tschöpe und Jeske, wurde. zur Last gelegt, eine nicht am Streik betheiligte KonfektionS- arbeiterin auf der Straße belästigt, derselben«in Packet mit fertiger Waare vorsätzlich und rechtswidrig durch Zerreißen be- schädigt und sie endlich körperlich mißhandelt zn haben. Die beiden Frauen hatten sich deshalb wegen groben Unfugs, Sach- beschädigung und Körperverletzung vor dem Schöffengericht zu verantworten. Die Beweisausnahme ergab, daß die Angeklagten, als sie aus einer Streik-Versammlung kamen, an eine Frau Huckewitz herantraten, sie fragten, was sie in ihrem Packet habe und ihr dasselbe aufzureißen versuchten. Die Huckewitz selbst wurde von der inzwischen auf mehr als hundert Personen ange- wachsenen Menge eine Kellertreppe hinabgestoßen. Daß dies die Angeklagren gewesen seien, konnte nicht festgestellt werden. Der Staatsanwalt beantragte wegen des groben Unfugs eine Hasistrafe von 8 Tagen, wegen der Sachbeschädigung eine Gefängnißstrafe von 3 Tagen. Ter Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Heine- mann, bat, die Tschöpe von der Sachbeschädigung freizu- sprechen, da dieses Delikt an Papier, einem wirthschaftlich werlh- losen Gegenstände, nicht verübt werden könne, überdies habe es der Angeklagten unzweiselhaft an dem erforderlichen Vorsatz gefehlt. Für den groben Unfug sei ein« Geldstrafe eine ausreichende Sühne. Der Gerichtshof sprach die Angeklagten diesen Ausführungen gemäß von der Sachbeschädigung und Körper- Verletzung frei und verurtheilte wegen des groben Unfugs die Tschöpe zu 30 M.. die Jeske zu 3 M. Geldstrafe. Bon einer Freiheitsstrafe wurde Abstand genommen, da die Angeklagten sich infolge der Versammlung der Streikenden, aus der sie gerade kamen, offenbar in großer Aufregung befunden haben. Der Kaufmann Siegfried Cohn, Teltowcrstraße 11, stand gestern wegen thätlicher Beleidigung vor der 130. Ablhlg. des Schöffengerichts. Als Belastungszeugin trat seine frühere 13jährige Verkäuferin gegen ihn auf. Die Verhandlung fand bei verschlossenen Thüren statt. Aus der Urtheilsverkündigung ging hervor, daß der Angeklagte sich in schamlosester Weise gegen das junge Mädchen vergangen hatte. Der Vorsitzende, Amtsgcrichtsralh Köhler, hob hervor, daß der- artige Uebergriffe von Chefs gegenüber ihren weiblichen An- gestellten besonders streng geahndet werden müßten. Das Urtheil lautete gegen den sauberen Burschen, der seine soziale Uebermacht gebraucht hatte, um ein anständiges Mädchen der weiblichen Ehre zu berauben. auf vier Monate Ge- f ä n g n i ß. Der Staatsanwalt hatte sechs Monate be- antragt. Tie Prinzipienfrage, ob die Massenanfertigung von Kravattcn als ein Fabrikbetrieb auzusehen sei, beschäftigte die 130. Abtheilung des Schöffengerichts. Angeklagt war der Kravattenfabrikant Isidor Bremer wegen Vergehens gegen die Gewerbe- Ordnung. Der Angeklagte beschäftigt mit der An- fertigung von Kravatten eine Reihe von Lehrmädchen, die Her- stellnng geschieht derartig, daß die Kravatten vermittelst einer Maschine gesäumt und im übrigen mit der Hand gearbeitet werden, wobei mehrere Arbeiterinnen an der Fertigstellung eines und desselben Gegenstandes thätig sind. Die Anklagebehördei.findet hierin die Merkmale eines Fabrikbetriebes, während der Angeklagte durch seinen Vertheidiger Rechtsanwalt Leopold Meyer behauptete, daß man nur von einer Werkstatt oder einer Handarbeitsstube sprechen könne. Das Säumen des Stoffes mit der Maschine könne doch nimmermehr eine maschinelle Herstellung genannt werden, auch sei es durchaus nicht derartig, daß die einzelnen Kravatten bis zu ihrer Fertigstellung durch eine ganze Reihe von Händen wandern müßten, das würde von vornherein der zarte Stoff nicht aushalten, der Battist würde dadurch derartig an- geschmutzt werden, daß der Artikel unverkäuflich würde. Es sei hier vielmehr ebenso wie bei der Mäntelfabrikation, und da nach der Entscheidung des Reichsgerichts diese nicht zu dem Fabrikbetriebe zu rechnen ist, so müsse auch die Kravatten- anfertigung davon ausgeschlossen werden. Staatsanwalt und Ge- richtshos kamen zu einein anderen Resultat. Sie fanden sämmt- liche Merkmale des Fabrikbetriebe?: die Trennung deS kauf- männischen Theils, die maschinelle Anfertigung und die Theilung der Arbeit vorliegend und erachteten somit den Angeklagten des Gewerbevergehens für schuldig. Der Staatsanwalt beantragte 30 M. Geldstrafe, der Gerichtshof hielt aber in anbetracht dessen, baß es sich lediglich»im«ine Prinzipienfrage handelte, 10 M. Geldstrafe sür ausreichend. Wegen fahrlässiger Körperverletzung stand gestern der königliche Domäuenpächter Johann Carl Alwin Kuhn auS Bergen vor der IV. Strafkammer des Landgerichts I. Dem An- geklagten war das Unglück passirt, daß ihm eines Tages, als er. wie täglich aus dem Schloßhofe auf die Dorfstraße hinausfahren wollte, ein kleiner Junge in die Pferde lief, zu Boden geworfen und überfahren wurde. Der Unfall hat für den Jungen eine Verminderung der Sehkraft zur Folge gehabt. Die Straf- kammer des Landgerichts H hatte seinerzeit den Angeklagten freigesprochen, das Reichsgericht hat aber das erste Urlheil auf- gehoben und die Sache zur anderweitigen Entscheidung an das Landgericht I verwiesen. Die IV. Strafkammer kam nach er- neuler Beweisaufnahme zu der Ansicht, daß bei dem Unfall eine Fahrlässigkeit des Angeklagten mitgewirkt habe und verurtheilte letzteren zu 300 M. Geldstrase. Versammlungen. Im Verein deutscher�Schuhmacher Genosse H a n s en über sprach am 30. März Materialismus und Ethik". Hierauf vollzog die Versammlung die Wahl eines Delegirten für den sechsten Wahlbezirk, die fast einstimmig auf das Mitglied H a m- macher fiel. Zum Schluß gelangten einige Werkstattangelegen- heilen bei der Firma Grynowitz und Bergschmidt und Lange zur Besprechung. Die Arbeiter der letzteren Fabrik verlangen die Enttassung des Werkführers. Die Angelegenheit hatte jedoch noch nicht ihre endgiltige Erledigung gesunden. Vermischtes. Antisemitisches auS Wien. Der Herausgeber des anti- semitischen„Deutschen Volksblattes", Ernst Vergani, hat gegen dreizehn Personen EhrenbeleidigungsUagen beim Wiener Landes- gerichte als Schwurgericht erhoben, und zwar gegen Georg Schönerer und Karl Jro(„Unverfälschte deutsche Worte"), Alexander Scharf und Eduard Mayer(„Wiener Sonn- und Montags-Zeitung"), Franz Arnoscht und Karl H. Wolf(„Ostdeutsche Rundschau"), Adolf Swoboda(„Mit vereinter Kraft"), Karl Hron(„Reformer"), Dr. I. Bloch(„Oesterreichifche Wochen» schrift"), Dr. Julius Sternberg(„Wiener Allgenieine Zeitung"). August Radimsky(„A r b e it e r- Z e i t u n g"), Franz Stein („Der Hammer", deutsch-nationales Arbciterblatt) und A. Ohme (Verfasser eines satirisch gehaltenen„Vergani-Liedes"). Menschenhandel. In Wien wurde am 10. April eine aus fünf Personen bestehende Mädchenhändlerbande, sämmtlich polnische Juden, verhaftet' Ihr Haupt, Mcschulin Langer, ist nach seiner Angabe Tuchhändler, seine Tochter Rosa fungirte als Korrespondenlin, außerdem waren zwei Agent«» thätig, Isidor Dickfaden und Moritz Rosenkranz. Er versandte seine„Waare", die zum größten Theil« aus Galizien und Ruß- land gesandt wurde, nach Bukarest, Belgrad, Konstanlinopel und auch nach Amerika, wo eine seiner Tö ch t er an seinem Geschäfte th eilnahm. In der Mars- Grube der Kohlenbergwerke bei St. Etienne ist Feuer ausgebrochen, welches auch die de- nachbarte Verpillenx-Grube zu ergreifen droht, wo schon i», Jahre 1889 eine ähnliche Katastrophe vorkam. Gegenwärtig sind 400 Bergleute mit der Eindämmung des Feuers beschäftigt und man hofft dessen weiterem Umsichgreifen ein Ziel setzen zu können. Briefkasten der Redaktion. I folgende der Strafprozeß- Ordnung. S. 96. Beschwerde im 13. 12,50 m. bis 15 m. bis zum zurückgelegten 6, hernach 15-18. Aufsichtswege bei dem Oberpräsidenten. W. 3. 20. Ja. monatlich. 4. Das uneheliche Rind erbt 1/6 des Nachlasses seines Mitglied der Freireligiösen Gemeinde. Wir haben die B. K. 15. Wenden Sie sich an Dr. Blaschko. J. 2. 500. Erzeugers, falls dieser ohne Testament und ohne eheliche Kinder Notiz in unserem Vereinskalender allerdings vor einigen Tagen 1. Das Verzeichniß aller Mitglieder muß seitens der Vor- verstirbt. 5. G. 6109. Nur Ihre Kinder. 100. Ja. gebracht, nehmen aber von Ihrer Mittheilung Kenntniß und steher von Vereinen, welche eine Einwirkung auf öffentliche An- Bescheidene Anfrage. Das Recht steht Ihrer Frau bis an werden in Zukunft das betreffende Lokal als gesperrt behandeln gelegenheiten bezwecken, binnen 3 Tagen nach Stiftung des ihr Lebensende zu.-F. Krause. Am 18. Januar 1894. und diesbezüglichen Anzeigen in unserem Vereinskalender die Auf- Vereins und desgleichen jede Aenderung der Statuten oder der Faift. Da Sie bei Abschluß des Vertrages, durch den Sie sich nahme verweigern. Vereinsmitglieder der Polizei innerhalb 3 Tagen eingereicht verpflichtet haben, Meyer's Konversationslexikon auf Abzahlung Berliner Damenchor. Sie tagen in einem gesperrten werden. 2. Für die Unterlassung der Verpflichtung ist jeder Vor- gegen theueres Geld zu kaufen, noch minderjährig waren, so ist Lokal, und können wir deshalb Ihre Anzeige unter Vereins- steher mit Geldbuße von 15-150 m. bedroht. E. B. Nein. Der Vertrag ungiltig. Hüten Sie sich, derartige Abzahlungs talender nicht aufnehmen. M. A. 273. 1. Auch wenn das Mädchen den Schwängerer verträge auf für Sie fast werthlose, theure Konversationslexika G. O. 40. An das Landgericht, das die Scheidung aus nicht heirathen will, hat der Schwängerer zu zahlen. 2. Alimente Bilder u. dgl. nach erreichter Großjährigkeit zu unterschreiben gesprochen hat. C. Sch. Nein. Popelken.§§ 23 und find hier bis zum zurückgelegten 14. Lebensjahre zu zahlen. Dann hilft keine Ein rede. J. P. Ja.- O. O. Am 2. Mai Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. 10 Sonntag, den 12. April Volks- Vorstellung( Belle AllianceTheater). Nachmittags 2/2 Uhr: Zum 1. Male: Maria Stuart. Opernhaus. Die Afrikanerin. Montag: Tristan und Isolde. Central- Theater. Urania Knaben- Garderoben Anstalt für volksthümliche für bas Alter v. 2-18 Jahren empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen. 45962* Flicken gratis. Naturkunde. Alte Jakobstraße 30. Gastspiel des Conrad DreherEnsembles vom Münchener Gärtner- Am Landes- Ausstellungspark platz- Theater. Conrad Dreher a. G.: Zum 2. Male: Der Schwiegervater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. 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Die Kinder der Exzellenz. Nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Die Stüßen der Gesellschaft. Central- Theater. Der Schwiegervater. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Der Goldbauer. Nachm. 3 Uhr: Villa Frankreich. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Alexanderplatz- Theater. Die Musketiere im Damenstift. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen- Theater. Die fleinen 3 Atten von Leon Treptow und Ed. Jacobson. Kuplets und Quodlibets von G. Gör ß. Musik von G. Steffens. K. Hustädt, O. Stoppen- 85 pt. 2 Min. v. Schlesischen Bahnhof. Fahrräder 3. Engros- Breis liefert an Genossen[ 4606L* Carl Karras, Langestr. 15. Klagen, Eingaben Unfallſachen, Bugger, Steglikerſtr.65. Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. C. 64 Pfd. Brot für 50 Pf. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pfg. liefert die Bäckerei Falkensteinstr. 20, C. Schröder. 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April: Große Wohlthätigkeits- Matinee zum Besten der 829b Familien der ausgesperrten Textilarbeiter in Kottbus ausgeführt von den Gesangvereinen Allegro, Sanges- Echo( Dirigent D. Appelt) und des Musikvereins Vorwärts, fowie unter gütiger Mitwirkung des Anfang 12 Uhr. Romiters Herrn Oeftreid. Entree 20 Pf. Neue Glühlichter Humorist.- satyrisches Arbeiterblatt. Erscheint alle 14 Tage in buntem Farbendruck. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Zeitungsverschleisser u. Kolporteure sowie direkt von der Ersten Wiener Volks- Buchhandlung Ignaz Brandt, Wien VI, Gumpendorferstr. 8. Nummer I soeben erschienen. Preis 10 Pfennige. B Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegelsaal großer Feßtball, große Horn- und Streichmusit, Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Die beiden Säle sind noch einige Sonnabende frei zu Sommernachts- Bällen, sowie zu Hochzeiten, Festlichkeiten und Versammlungen. Die Restaurationsräume stehen Sonntags den geehrten Familien zur Verfügung. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Mufit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmufiter. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenoffen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.- Tages- Restaurant Weiß- und Bairisch- BierLokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. C. Fischer, 40532* * Unserem Geburtstagskinde, den 12. 4. 96 in's Stammbuch. Erst wägen, dann wagen, Recht muthig! dreinschlagen. Niemals verzagen, 8496 Stets Pulver trocken haben. Treu zu der Fahne gehalten. Ob im Ernst oder Scherz, Bleib stets heiter und„ feft" Sei es hell" oder„ dunkel", Trinken thun die Unterzeichneten munter. W. B. E. L. P. Z. J. II. " Heute früh entschlief nach kurzem Leiden unser lieber Kollege August Schliebitz im 35. Lebensjahre. Berlin, 11. April 1896. 881b Das Seherpersonal des ,, Berl. Börsen- Courier". Die Beerdigung wird in nächster Nummer bekannt gegeben. Freie Kranken- u.Begräbnißkaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins. Die Beerdigung des verstorbenen Mitgliedes 867b Michael Jankowski findet Montag, den 13. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Katholischen Kirchhofes in Weißensee aus statt. Um ehrende Theilnahme bittet Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Diese Woche abermals fabelhaft billige Extra- Preise: Nur bis Sonnabend, den 18. April, verkaufen wir vorzügliche fräftige Herren Zugftiefel in beftem Roßleder mit beftem Roßleder- Besah, ganz fräf= tige Doppelfernsohle, in eleganter Ausführung, sehr dauerhaft und gut gearbeitet, statt M. 10, Nur bis Sonnabend, den 18. April, verkaufen wir die allerbesten Zugstiefel aus garantirt echtem Kalbleder ganz aus einem Stück ge= schnitten mit bester Kerurundsohle,„ Handarbeit", ohne Ausnahme in allen Größen, statt M. 12, 685 785 Hugo Rosenfeld& Co., Berlin C., Stechbahn 1. ,, Rothes Schloss". 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Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann des vierten Berliner Reichstags: Wahlkreises. Aunge u. als Kräuter- Thee, Russ. Knöterich( Polygonum) ist das vorzüglichste Hausmittel bel allen Erkrankungen der Luftwege. Dieses in seiner Wirksamkeit einzig dastehende Kraut gedeiht nur in einzelnen Districten Russlands, wo es eine Höhe bis zu 1 Meter erreicht, nicht zu verwechseln mit dem in Deutschland wild wachsenden Knöterich. Wer daher an Phthisis. Luftröhren-( Bronchial-) Katarrh, Lungenspitzen- Affectionen, Kehlkopfleiden, Asthma, Athemnoth, Brustbeklemmung, Husten, Heiserkeit, Bluthusten etc. etc. leidet, namentlich aber derjenige, welcher den Keim zur Lungenschwindsucht in sich vermuthet, verlange u.bereite sich den Absud diesesKräuterthees, welcher echt in Packeten à 1 Mark bei Ernst Weidemann, Liebenburg a. Harz, erhältlich ist. Brochuren mit ärztlichen Aeusserungen und Attesten gratis. Depot für Berlin N. bei H. Lubowsky, Demminerstr. 5. 35 99 39 99 99 95 C. Alb. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 86. März. Unterm neueffen Kurs. 2. Berlin. Genosse Beutler wegen Beleidigung eines Werkführers 50 M. Geldstrafe. " " Dresden. In der Berufungsinstanz Genosse Wittich: Leipzig 7 Tage Haft wegen Berübung groben Unfugs. Glauchau. Wegen desgleichen Vergehens zwei Genossen 20 bezw. 25 M. Geldstrafe. 3. Luckenwalde. Die Genossen Back, Luckenwalde und Wolfgang, Brandenburg wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz 15 M. Geldstrafe. Antrag 60 M. 4. Breslau. 3wvei Schneider 3 resp. 1 Zag Gefängniß wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. " = Harburg. Genosse Kretschmar Hamburg wegen Be leidigung der Polizeibehörde 10 Tage Gefängniß. 5. Königsberg. Wegen Aufreizung,§ 130 des Str.-G.-B., Genosse Braun 100 M. Geldstrafe. Breslau. Drei Monate Gefängniß Genosse Neukirch wegen Beleidigung eines Steigers. Antrag 5 Monate. 6. Kaffel. In Verbindung mit anderen Strafen Genosse John wegen Beleidigung von Militärärzten 3 Monate und 3 Wochen Gefängniß. 7. Chemnitz. Genosse Rosenow wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen 3 Monate Gefängniß. " Leipzig. In der Revisionsinstanz Genoffe DierlBerlin wegen Majestätsbeleidigung 5 Monate und zwei Wochen Gefängniß. Wurzen. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz Ge" nosse Riem 30 M. Geldstrafe. " " " " " Hagen. Genosse Block Dortmund wegen Beleidigung eines Herbergsverwalters einer Herberge zur Heimath" einen Monat Gefängniß. Stettin. In der Berufungsinstanz Genoffe DhI wegen Verstoßes gegen das Preßgesetz 10 M. Geldstrafe. Kottbus. Wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung zwei streifende Arbeiter, Neugebauer und Krähe, je drei Monate Gefängniß. 9. Berlin. Wegen des gleichen Vergehens ein Kistenmacher 14 Tage Gefängniß. Frankfurt a. D. Genosse Buder 3 Monate Gefängniß wegen Beleidigung militärischer Vorgesetzten. Tresden. Sechs Monate Gefängniß Genosse Dörr aus Birna wegen fahrlässigen Meineids. 10 Erfurt. Genosse Wiertelarz wegen Beleidigung des Pfarrers Jstraut 200 M. Geldstrafe, und wegen Be- 5 leidigung des Herrn v. Stumm 1 Monat Gefängniß. 11. Dortmund. Die Genossen Wiehle, Hannover, und Madide, Dortmund, je 100 m. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. " " " Magdeburg. Wegen des gleichen Vergehens Genosse Lantau zwei Wochen Haft. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Ra zenstein 3 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. Leipzig. In der gleichen Infianz wegen des gleichen Vergebens dieselbe Strafe Genosse Wagemann Saalfeld. • O 12. Berlin. Genoffe Jahn Charlottenburg wegen Verübung groben Unfugs 50 M. Geldstrafe. 13. Støttbus. Wegen Bedrohung Genosse Kölbel 6 Monate und 8 Tage Gefängniß. Außerdem trug die Verhandlung dem Genossen Herzfeld 20 M. Geldstrafe ein wegen Ungebühr vor Gericht. . " " Wegen Bergehens gegen§ 158 der Gewerbe- Ordnung ein Tuchmacher 2 und eine Weberin 3 Monate Gefängniß. Stollberg. Genosse Frenzel und Klein 20 bezw. 10 M. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. Lugau. Wegen tesselben Vergehens 2 Genossen je 10 M. Geldstrafe. Sonntag, den 12. April 1896. 13. Jahrg. 17. Leitelshain. Vier Genossen je 50 M. Geldstrafe wegen Gastwirthe das größte Interesse hätten, gegen die jetzigen ZuVerübung groben Unfugs. " Ernstthal. Wegen des gleichen Vergehens Gen. Funte 15 M. Geldstrafe. 18. Brandenburg. Wegen Vergehens gegen das Preßgefeh Genosse Wolfgang 5 M. Geldstrafe. 20. Bremen. Genosse Rhein 40 M. Geldstrafe wegen Offizierbeleidigung. 23. Stettin. Genosse DhI wegen Beleidigung des Staatsanwalts 105 M. Geldstrafe. 24. Erfurt. Einen Monat Gefängniß Genosse Wiertelarz wegen Richterbeleidigung. Dessau. Wegen Beleidigung von Beamten der Straf anstalt Coswig Genoffe Gehre 2 Monate Gefängniß. Antrag 7 Monate. „ Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse LorenzKönigsberg 2 Monate Gefängniß wegen Majestäts beleidigung. B Wald. Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz zwei Genossen je 15 Mart Geldstrafe. 25. Zwickau. Drei Pölbiger Genossen wegen Verübung groben Unfugs je 50 M. Geldstrafe. " " Berlin. Die Genofsinnen Eiten, Roop und Pant aus Altona in der Revisionsinstanz wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz je 20 M. Geldstrafe. Genosse 28. Breslau. Je 20 Mark Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs in 2 Fällen, Genosse Neukirch. Potsdam. Wegen Bürgermeisterbeleidigung Gerischer Luckenwalde 30 M. Geldstrafe. Berlin. In der Berufungsinstanz Genosse Antrick wegen Verübung groben Unfugs 3 Tage Haft. Die Schneiderin Belesta wegen Beleidigung 30 M. Geldstrafe. 30. " " " " " Schleiz. Genosse Beyer wegen Beleidigung eines Polizeibeamten 24 M. Geldstrafe. Wiesbaden. 30 M. Geldstrafe Genosse Meister Verübung groben Unfugs. wegen Halle. Wegen Verstoßes gegen das Preßgesetz Genosse Weißmann 30 W. Geldstrafe. Remscheid. Bier Monate Gefängniß Genosse Lenz wegen Beleidigung von Polizeibeamten. 31. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Dierl- Berlin wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen, sechs Monate Gefängniß. Insgesammt wurden erkannt auf 1624 Mark Geld- und Jahre, 10 Monate und 4 Tage Gefängnißstrafe. Hamburg Eimsbüttel, den 9. April 1896. Eichenstr. 4, I. Der geschäftsführende Ausschuß. Versammlungen. stände energisch Front zu machen. Gastwirth Hilpert sagt, ihm sei schon in der Boykottzeit von polizeilicher Seite erklärt worden, die Behörde müsse dafür sorgen, daß die Einwohnerschaft Rigdorfer Bier tonsumire, weil die Vereinsbrauerei die größte Steuerzahlerin sei. Mit der Zeit sei dieser Gedanke augenscheinlich den Rigdorfer Beamten in Fleisch und Blut übergegangen, weshalb fie diejenigen Wirthe, welche anderes Bier schänken, in jeder Weise benachtheiligen. Man müsse eine Deputation wählen, welche bis zur höchsten Instanz vorstellig werde. Redner schildert dann in drastischer Weise, wie man ihm zugesetzt habe, feit er in Nixdorf Ronzession bekommen, was 3/4 Jahre gedauert habe. Seine Gesuche um Verlängerung der Polizeistunde seien bereits zwölfmal abgewiesen worden, während seine Konkurrenten rechts und links, die viel später die Konzession erhalten, mehrere Stunden länger offenhalten dürften. Ein Vertreter der Brauerei Pichelsdorf bemerkt, daß zur Bontottzeit viele Rigdorfer Wirthe Kunden seiner Brauerei ge wesen seien und allgemein mit dem Bier zufrieden waren. Nach Aufhebung des Boykotts sprangen sie jedoch wieder ab, wobei viele offen erklärten, daß sie nur dann eine Verlängerung der Polizeistunde bekommen könnten, wenn sie Vereinsbier beziehen. Genosse Thomas führt aus, jeder, der in dieser Sache Beweise über polizeiliche Uebergriffe zu bringen vermöge, solle diefe der Kommission übermitteln, nur dann werde das Vorgehen auch Erfolg haben. Gastwirth Rohr ist Besitzer eines Tanz- und Gartenlokals und wird durch den frühen Schluß seines Geschäfts fast ruinirt. Alle seine Versuche, Verlängerung zu erhalten, sind vergeblich gewesen und zwar, wie ihm der Oberwachtmeister zu verstehen ge= geben, weil er zur Boykottzeit in Rindorf Pichelsdorfer Bier verkauft hat, und nachdem er sich das Lokal gekauft, folches auch dort ausschänke. Der Amtsvorsteher habe ihm erklärt, er könne seine Entscheidungen nur auf grund der Recherchen seiner Beamten treffen, während ihm der Reviergendarm frant und frei gefagt habe, daß er( der Gendarm) schuld habe, daß R. teine längere. Konzession erhalte. Genosse Rezera u kritisirt zahlreiche Mißstände im Gastwirthswesen Rixdorfs und kommt zu dem Schluß, daß die Arbeiterschaft sicher nicht ihre Unterstüßung versagen werde, wenn die Gastwirthe wirklich thatkräftig ans Wert gehen, den jezigen Buständen abzuhelfen. Nachdem noch verschiedene Berliner Redner ihr Erstaunen über die Zustände in Riydorf ausgesprochen, wurde eine Kommission, bestehend aus den Herren Direktor Arendt, sowie den Gastwirthen Thomas, Klein und Hilpert, gewählt, welche zunächst Material zu sammeln hat und dann persönlich durch alle Instanzen den Beschwerdeweg verfolgen soll, damit. auch in Rixdorf gleiches Recht für alle geschaffen werde. Alle Mittheilungen in dieser Beziehung wolle man an den Gastwirth Thomas in Rixdorf( Bergstraße) gelangen lassen. Polizeimaßnahmen gegen arbeiterfreundliche Gastwirthe in Rigdorf. Die zweite Versammlung der von der Die Lohnbewegung der Schraubendreher hat, wie in Rixdorfer Behörde auf die Polizeistunde" gefeßten Gastwirthe der am 10. d. M. im Louisenstädtischen Konzerthause stattgehabten von Rixdorf und Brit fand am Freitag Nachmittag in Kliem's öffentlichen Versammlung aller in Schraubenfabriken beschäftigten Festfälen in der Hafenhaide statt. Man hatte dieses auf Ber- Arbeiter und Arbeiterinnen festgestellt wurde, einen für die liner Seite belegene Lokal gewählt, um vor den Rixdorfer Arbeiter günstigen Verlauf genommen. Die gestellten Forderungen Berliner Polizeiorganen unbehelligt zu sein. Der Rixdorfer Gastwirthsverein sind von sämmtlichen Fabrikanten bis auf Herrn Reichelt beglänzte wieder durch Abwesenheit und von der gleichfalls ein ständig und hat Herr Reichelt sich bisher geweigert, mit einer einwilligt worden. In dieser Fabrik sind noch 38 Mann aus geladenen Gemeindevertretung hatten sich nur die drei sozialdemo- ständig und hat Herr Reichelt sich bisher geweigert, mit einer Arbeiterkommission zu verhandeln. Die Versammlung gelangte fratischen Mitglieder, Gen. Hegerau, Kull und Thomas eingefunden. Letterer wurde zum Vorsitzenden gewählt. nach längerer Erörterung der Angelegenheit zu dem Bedaß die Arbeit bei Reichelt nicht eher wieder Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden erhielt schluffe, Brauereidirektor Arendt das Wort. Wie weit in Riydorf der aufzunehmen ist, als bis der Chef der Firma einer Mißbrauch der Amtsgewalt gehe, beweise der Umstand, daß der aus den Reihen der Streikenden zu bildenden Kommission gegenOberwachtmeister dem Gastwirth Heithaus direkt zu verstehen gab, über die bindende Erklärung abgegeben hat, daß die Forderungen daß er die Verlängerung der Polizeistunde erhalten würde, bewilligt sind und jeder noch Ausständige wieder eingestellt wird. wenn er Rixdorfer Vereinsbier schänke. Es sei dies ein Die Unterstützungsfrage gab zu lebhaften Auseinandersetzungen unerhörter Eingriff in die Gewerbefreiheit. Die Sache gehe aber Beranlassung, da unter einem Theile der Anwesenden die irrnoch weiter. So hänge z. B. in dem Bureau für Schant- thümliche Weinung verbreitet war, die Streifenden von Reichelt 17. Leipzig. In der. Revisionsinstanz Genoffe Krause- fachen ein Reflameplakat der Rigdorfer Verspruchen. An die Schraubendreher erging die energische Aufhätten statt 12 M. pro Woche 18 M. Unterstützung zu beanHamburg 4 Monate Gefängniß wegen Verächtlichmachung einsbrauerei, welches sogar als amtliches In- spruchen. An die Schraubendreher erging die energische Aufvon Staatseinrichtungen. ventaritüd verzeichnet sei. Bon vielen Seiten werde auch forderung, thatkräftiger als bisher für die Unterstüßung Sorge Bochum. Die Genossen Schädlich, Bowensiepen behauptet, der Herr Amts- und der Herr Gemeindevorsteher sollen zu tragen. und König aus Wittten wegen Uebertretung des Ver- Aktionäre der Vereinsbrauerei sein. Zum Schluß seiner Ausführungen Die Bildhaner Berlins nahmen am Freitag den 10. im einsgefeges je 15 M. Geldstrafe. beleuchtete Redner noch, daß auch die Hauswirthe der betroffenen Englischen Garten Stellung zu der Lohnbewegung der Gipsbild. Trumpf gegen die utopistische Sozialdemokratie ausspielen, die Jedenfalls ist nach der alten Erfahrung, daß Narrheit oder Ver durch Hegel und Hegelianer" verwirrt sei, so pflegen fie als letzte Weisheit vorzutragen, wie die Geifter innerhalb der Sozialdemokratie uniformirt werden müßten; und sie schütteln sich vor Grauen bei dem Gedanken, daß sie ihre höchft eigene Individualität verlieren könnten. Wer von ihnen entsetzt sich aber vor einer geistigen Uniformirung, die nicht in der Einbildung, sondern in graufamster Wirklichkeit besteht? 14. Zwickau. Genosse Iling in Mosel wegen desselben Wergehens 50 M. Geldstrafe. Sonntagsplandevei. Wie fount' ich sonst so tapfer schmählen!" Wie that man, al3 fönnte man sich vor Entrüstung über gallischen Unfug, über gallische Renommirsucht nicht faffen. Wie schrie man aus Leibeskräften über die französisch- frivole Begierde, Duelle anzuzet: In und sie mit so lautem Aufsehen, als nur möglich, in Szene zu setzen. Und heute? Da heißt es bei uns: Es lebe der Sport! brechen, die das Merkmal des Sensationellen an sich tragen, den Reiz zur Nachahmung wecken, an ein Nachlassen der herrschenden Duellwuth nicht zu denken; dank den Einrichtungen, Zeiteinflüssen und dank den Männern, die das Duell mit dem Nimbus der Sensation umkleiden. Nach der sensationellen Seite wird ja in unserer Gesellschaft so vielfach gearbeitet. In alle Gebiete greift die Sensationsgier Die Frau eines Rechtsanwalts wird verführt; über den hinüber; die folgenschwerste geistige Thätigkeit ist vor ihr nicht Gatten ist schweres Herzeleid gekommen. Sein Familienglück ist sicher und läuft Gefahr, in entartenden Sport überzugehen. Als ginge es zu einem Sportvergnügen, so lädt man die zerstört. Nicht genug damit, er muß sich mit dem Manne Nationalistische Beschränktheit thut dann das ihrige dazu. Ein Deffentlichkeit ein, Kunde von dem neuesten und allerneuesten schlagen, der ihm die schwerste Marter angethan, denn trauriges Vorkommniß dieser Tage giebt darüber zu denken. Ein sensationellen Zweikampf zu nehmen:„ Am Dienstag oder am er ist Reserveoffizier und der Korpsgeist kennt kein Erbarmen. blühendes Kind wird mit dem vielgepriesenen Behring'schen HeilDonnerstag wird geschossen." Ein hoher Adel und ein verehrliches Der unglückliche Gatte wird niedergeschossen. Alle Welt ist einig ferum geimpft und stirbt alsbald unter den Augen seines Vaters, Publikum wird gebeten, freundlichst davon Notiz zu nehmen und über die fürchterlich bittere Fronie dieses Menschenschicksals. der selbst ein praktischer Arzt ist. Noch haben Sachverständige ein hoher Adel und ein p. t. verehrliches Publikum sind so Aber der militaristische Geist fennt feine ironische Betrachtung; und Fachkenner sich nicht hinreichend über den Fall ausgesprochen, freundlich. Auf sie wirkt der Ausruf:" Sensationell!", wie er er bleibt stockernsthaft und giebt keinen Pardon. Ein Hofbeamter noch sind die Anschauungen über das Wesen des Heilserums nicht auf den Theaterzetteln findiger Direktoren von Winfelbühnen wird zu unrecht verdächtigt; von der Schuld, der man ihn ge- geklärt. Aber das eine muß doch auch dem Laienverstand wirkt. Man nimmt bereitwillig Notiz von der jüngsten Sen ziehen hat, ist er freigesprochen. Ihm selbst und den Kreisen, in auffallen: Wie so oft eine neue Entdeckung als sation, ja man thut mehr; man erregt sich um sie, man diskutirt denen er lebt, mag das genügen. Ihm genügt es auch; aber beglückendes Alheilmittel in alle Welt hinausgeschrien higigen Kopfes; und es sollte mich nicht so sehr ver- die geistige Uniformirung duldet keine Individualität, teine Selbst wird, wie rasch nachher die bittere Enttäuschung wundern, wenn man nächstens die Chancen solchen Zweikampfes bestimmung. Er muß von denen Rechenschaft fordern, die ihn zu folgen pflegt. Daß der Mann der Wissenschaft erwägen würde, und den Gefühl- Cynismus so weit triebe, daß einft irrthümlich verdächtigten. Er will sich nicht schlagen; aber in der Freude über einen Fund den Werth seiner nengewonnenen man förmlich zu Wetten betreffs des Ausganges dieser er muß seiner militärischen Ehre eingedent zu sein. Nicht jeder Erfenntniß vergrößert und leicht überschätzt, ist gewiß begreiflich oder jener Duellaffäre geneigt wäre! hat die Kraft, seine Klasse dadurch ins Unrecht zu sehen, daß und menschlich. Die Radaubläser des Ruhms aber, die Mente Leicht läßt es sich denken, wie die Herren vom Säbel und er sich selber dellasfirt. Herr v. Koze hat die Kraft nicht; und renommirsüchtiger Chauvinisten, die sich an den Mann der der Pistole über uns, den niedergeborenen Pöbel" herfallen der schwere, blutige Zweikampf mit Herrn v. Schrader mußte Wissenschaft herandrängen, sind bedenklich. Sie haben in den werden, der sich erdreistet, von Ehrenhändeln wie von einem zu Ende gefochten werden. Tagen des Koch'schen Wundertuberkulins die Blamage über Sport zu sprechen. Wir aber sind es nicht, die zu dem Ruf Oh, sie sind weife! Sie lachen über die blöden Fetisch Deutschland gebracht, sie haben auch das Urtheil über das Anlaß geben: Es lebe der Sport! Wir sind es nicht, die zum anbeter und sie selber inien vor einem Gößen. Eie sollen sich Behring'sche Heilserum verwirrt; und es handelt sich dabei doch Euell die Romödianterei fügen und einen Zweikampf behandeln, über den Hohn nicht wundern, der tausendfach und abertausend- um so viele Hoffnungen, so viele Sorgen, die ins physische als gälte es ein Schauspiel von nervenaufregendem Reiz; ein fach ihnen heute entgegenschault. Sie haben den Hohn herauf Leben von Hunderttausenden eingreifen. In den Bezirken einer Schauspiel, in dem die Kämpfenden wie mit einer Ruhmestrone beschworen, ganz geflisfentlich, mit ihrer Gößendienerei, Forschung, die um das leibliche Wohl der Menschheit sich bemüht, bedeckt erscheinen. Wie muß dies Spiel mit der Sensation auf mit ihrem Duellzwang und ihrem Duellsport und ihrem Duellsport und mit sollte Held Chauvin, wie ein unnüßer, lästiger Hund verjagt eitle Köpfe wirken! Wer möchte nicht im Mittelpunkt des der verwilderten, verächtlichen Weise, in der die Lärmschläger werden. Aber da rührt er renommirlüftern die Trommel, nicht öffentlichen Interesses stehen und wen möchte es nicht sich der neuen preußisch- deutschen Sensationen bemächtigen. Wenn blos in Preußen Deutschland, das weiß ich; ebensosehr auch figeln, wenn überall er voll sich reden hörte: Heute ihre Art aller Gerechtigkeit und jedem Volksempfinden ins Ge- anderswo. Krankhafter Ehrbegier, heimische Größen zu schaffen, geht Herr v. x." des merkwürdigen Falles wegen gegen Herrn sicht schlägt, wenn sie in ihrem hellen Wahnsinn sich selbst be dem unbändig- chauvinistischen Stolz, die heimische Größe vor v. y." los. rauschen, so muß man die Entartungszeichen dieser Gesellschaft dem Ausland, vorzuweisen" und auszuspielen, verdanken wir Wo Unvernunft bindendes Gesetz ist, wer wollte da ver- überall grell und deutlich erkennen; an ihnen allen, allen, es, daß manche Entdeckung, wenn sie auftaucht, so übergeblich Bernunft predigen? Moderne Rechtslehrer und Forscher allen. schwenglich angepriesen wird, daß ruhiges Saisonnement fein haben es oft genug beflagt, wie sehr das Rechtsverfahren am Es hat übrigens diesmal sich abermals eine Ironie zu Gehör findet und daß das allgemeine Urtheil in einer Buchstaben flebe, wie wenig man nach Seelenverfassung und getragen. In eingeweihten Kreisen munkelte man von schlechten Frage, von der die Allgemeinheit so nahe betroffen wird, tieferwurzelnden psychologischen Prozessen frage, wenn eine That Chancen für Herrn v. Roße, um in ihrem zynischen Sportjargon in bedauerliche Berwirrung geräth. Chauvinistische Renommiſterei geschehen; und trotzdem kennt dies Verfahren, so häufig es sich zu bleiben. Herr v. Schrader war als trefflicher Pistolenschüße war aber stets kläglich aim an Gefühl für Verantwortung. auf den Buchstaben stützt, Ausnahmen. Es nimmt bei mert bekannt, als einer der besten Pistolenschüßen sogar; und nun Nicht daß eine Wohlthat gesunden wird, ist ihr die Hauptsache; würdigen Fällen auf menschliche Leidenschaften, auf Irrungen und fant er, von der Kugel getroffen, zu Boden und Herr v. Kotze der heimische Mann soll der glückliche Finder fein; unter allen Affette bis zu gewiffem Grad bedacht. Das ungeschriebene mili- blieb heil. Bei der geistigen Verdunkelung, die Platz gegriffen hat, Umständen. Und so kommt es, daß nicht selten auf den jäheu taristische echt fennt feine Ausnahme und forscht nicht nach Erklärung. ift es nicht unmöglich, daß sich Bekenner mittelalterlicher An- Enthusiasmus der ebenso jähe pessimistische Umschlag folgt. Wenn bürgerliche und spießbürgerliche Deuter einen besonderen schauung für den, die tarin einen mystischen Fingerzeig erblicken. Alpha. wie und Arbeiter- Gesangverein Nord. Montag, den 13. April, abends 9 Uhr, Thomas Sanfen, Kaglerftr. 8( Botsdamer Biertel): Borstandsfizung und gemüthliche Zusammenkunft. Landsleute find willkommen. Veteranenftr. 18 bei Schulz: Generalversammlung. Wahl des gesammten Borstandes. Leseklub Karl Marx, bet Grube, Mariendorferftr. 5. Vorträge, Bors Lesungen. Gäfte willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borstgender ab. Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender Montag, find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Lieders tafel der maler, Annenftr. 6, bei Ehrenberg. Butunft I, Steglit, hornstr. 15a, Schelhose's Gambrinus. Arbeiter- Gesangv. Vorwärts III. - Lieders Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bei Karl Schulz. zweig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bet Berbe.- 2iebesfreiheit II, Strausberg, Rosenstraße 1 bei Brammbach. Glodenrein( gem. Thor), Schönhauser Allee 46 bei Höhne.- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten Eminemünderstr. 49. Zonblüthe, Beughofftr. 8, Restaurant Behlendorf. Männerchor Gangestuft II, Bafewalterstraße 3 bei ab. Neumann. Harmonie 2, Weinstraße 11, Restaurant Feind. Ginigteit 3, Groß- Lichterfelbe, Amalienftr. bei G. Genger. lingmülle r'sches Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhans ftr. bei Ww. Busch. Junge Eiche, Reinickendorf, Schwedenftr. 18 bei Hartmann. Solidarität, Oranienstr. 109 b. Greifer. Freya 2( gem. Chor), urbanftr. 51 b. Wulle. Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad am Dämeritsee. Gesangverein Edelweiß 4, Rummelsburg, Kant- und Göthestraßen- Ede b. Mertens.- Dorfglodiein, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstr. 40, Klingenberg's Boltsgarten". Theater- und hauer und Mobelleure. Einleitend berichtet Domscheid, daß das verhandeln. Es wurde berichtet, daß infolge des Beschluffes der Resultat im wesentlichen unverändert sei, wiederum haben einige vorigen Versammlung 208 Mann in 37 Geschäften am Mittwoch Firmen die Forderungen der Stuckbranche bewilligt, unter anderen die Arbeit niedergelegt haben, während 55 Mann in 15 Geauch die Firma Kleefeld. Zu einem Streit würde es unter den schäften zu den neuen Tarifbedingungen arbeiten. Verschiedene Meister obwaltenden Umständen nicht kommen, da die Prinzipale ein sehr haben zwar die Forderungen bewilligt, weigern sich aber, dieselben entgegenkommendes Verhalten zeigten und in einer Versammlung durch Unterschrift anzuerkennen. Hierüber entspann sich eine den Beschluß gefaßt haben, die Forderungen zu bewilligen, wenn längere Diskussion, in der auf der einen Seite die Meinung versich die Gehilfen ihrerseits verpflichteten, nur bei solchen Meistern treten wurde, daß die Unterschrift nicht mehr Werth au arbeiten, die ein gewisses Verhältniß in der Zahl der be- habe, die mündliche Bewilligung ebenso schäftigten Lehrlinge behaupten, ferner regelmäßig an die Gehilfen leicht zurückgezogen werden könne wie diese. Man möge die Löhne zahlen und auch die Krankenkassen- und Invaliditäts also nicht so energisch auf Erfüllung dieser Form beiträge übernehmen. Redner empfiehlt den Vorschlag der drängen. Von anderen Rednern wurde betont, daß die Meister und befürwortete, in einer gemeinschaftlichen Kommission Unterschrift unerläßlich sei, damit der Lohnkommission eine Unterhandlungen mit den Firmen anzuknüpfen, die noch nicht Kontrolle über die Meister, welche bewilligt haben, möglich sei. bewilligt haben; ferner schlägt er eine Ergänzungswahl der Ge- Schlewink berichtete, daß er soeben aus einer Meisterversammhilfenkommission vor. Mit den beiden letzten Punkten der von den lung tomme, in der er mit einem andern Kollegen im Auftrage Meistern gestellten Bedingungen erflärt sich Dupont einverstanden, der Lohnkommission Unterhandlungen anbahnen wollte. wendet sich aber gegen den ersten Passus, er empfiehlt gleichfalls Die Meister hätten jedoch die beiden Vertreter der Gesellen die Unterhandlungen aufzunehmen. Die über diese Frage vor zurückgewiesen und damit die Hand zum Frieden verweigert; genommene Abstimmung ergiebt die einstimmige Annahme des dadurch sei der Kampf provozirt, der nunmehr mit aller Energie Antrages, mit den Meistern zu verhandeln. Neu gewählt werden durchgeführt werden müsse. Nach längerer Debatte wurden in die Kommiffion Garz und Adamect. Zum 2. Punkt: Wie folgende Anträge angenommen: Nur die schriftliche Anerkennung Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. feiern die Bildhauer Berlins den 1. Mai? referirte Winkler. der Forderungen seitens der Arbeitgeber ist als giltig zu er( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Sonntag: Der durchaus günstigen Geschäftskonjunktur Rechnung tragend, achten, aber teine mündliche Erklärung. Den Kollegen, die bei richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee Nr. 177c. tritt Redner für eine strikte Arbeitsruhe am 1. Mai ein und empfiehlt solchen Meistern Geselliger Verein Jng welde, Oranienstr. 55 bei Hobeck, nachm. 4-7 Uhr. arbeiten, die bewilligt haben, sind Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im folgende Resolution, die einstimmig angenommen wurde: Die Arbeitskarten auszustellen. Die über eine Stunde vom StreifVereinskalender sind zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Versammlung beschließt in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen bureau entfernt Wohnenden haben sich nur einmal täglich, und Montag, abends von 9-11 Uhr: Klub Abend und Aufnahme neuer MitMorgenroth, Landsberger Allee 44 bet Rohland. der Internationalen Arbeiterkongreffe 1889, 1891 und 1893, sowie zwar von 11-2 Uhr, zur Kontrolle zu melden. Nachdem in glieder. Gesang- Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Berliner gemäß der Haltung des vorjährigen Parteitages der sozialdemo- längerer Debatte eine Menge Einzelheiten in bezug auf den Dilettanten Bühne Rheingold II. Jeden Gonntag 6 Uhr im Saale des fratischen Partei, den 1. Mai als Weltfest der Arbeit, gewidmet Streit tesprochen waren, wurde folgende Resolution einstimmig srn. Fernando Küter, Linienftr. 96: Sigung. Fidelitas. den Klassenforderungen des Proletariats, der Verbrüderung und angenommen:„ Die Anwesenden, in erster Linie diejenigen,| Bergnügungsverein Troilus, jed.Sonntag nachm. 5 Uhr im Restaur. E. Heft, Vergnügungsdem Weltfrieden zu feiern und zwar durch allgemeine Ar- die in Geschäften arbeiten, 100 schon einige Kollegen Brunnenfir. 155, Gigung mit Damen. Nachdem Fidelitas. verein Frohsinn, abends, Brückenftr. 7( Spreeterrasse). Montag: Privat beitsrube; sich aber im übrigen den Beschlüssen der die Arbeit niedergelegt haben, erklären die von der Kommission Theatergesellschaft& atur abends 49 Uhr bei Specht, Markgrafenſtr. 83, Berliner Gewerkschaftskommission betreffs der diesjährigen gestellten Forderungen für gerechtfertigt und verpflichten sich, in Brivat- heatergesellschaft Immer luftig i. Sonntag abends 6 Uhr, b. Ruhl Maifeier anzuschließen. Die Diskussion zeigt eine völlige anbetracht des frivolen Vorgehens der heutigen Meisterverſamm- rea. Que Montag Buſammenkunft Maibach- Ufer& bei Schmod. Uebereinstimmung, nur wird von verschiedenen Seiten der lung, morgen früh überall dort die Arbeit niederzulegen, Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sizung jeden Wunsch laut, für dieses Thema eine besondere Agitations- Ver- wo unsere Forderungen nicht bewilligt find Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Martthallen- Restaurant, Theater und Vergnügungsverein sammlung der Steinbildhauer einzuberufen. Ein Zusagantrag und nicht eher zu ruhen, bis dieser gerechte Kampf mit einem Wörtherstraße 45, bei F. Tarey. Dupont's: Der Vertrauensmann hat am 1. Mai Maimarten im vollständigen Siege geendet hat." Ueber die Regelung der Streifeiße Rofe jeden Montag 9 Uhr Sigung bei Bommer, ReichenbergerPrivat- Theaterverein Freiheits- Hoffnung jeden SonnWerthe von 50 bezw. 25 Pf. unter den Bildhauern zu vertreiben, unterstüßung traten verschiedene Ansichten hervor und wurde tag 5 Uhr nachmittags Sigung mit Damen bet Schmidt, Lychenerstr. 2/8, nachher Fide litas. von Streifs oder Aussperrungen, wird beschlossen: Diese Angelegenheit der Lohnkommission zu über- bet Herrn Pauts, Schlesischeftr. 38.- Rauchflub Pfeifentopf, Sigung 9 Uhr zur Unterstützung Rauchflub Brüderlichkeit jeden Montag 9 bis 11 Uhr gleichfalls angenommen. Die Feier soll vormittags im lassen, die in einer Versammlung, welche am Montag stattzu- bei Wolff, Friedrichsbergerstr. 24. Gäfte willkommen. Arbeiter- Stenographieoberen Saale des Englischen Garten" abgehalten werden. finden hat, geeignete Vorschläge machen soll. Berein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8% Uhr bet Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Fretheits: Den Kottbuser Streifenden bewilligte die Versammlung 50 M. hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 6 Uhr nachmittags bei Jm dritten Punkt der Tagesordnung erstattet Winkler Bericht Baumann, Lychnerstr. 2-3.- Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nach über die Thätigkeit der Berliner Gewerkschafts- Kommission und mittags an Etzung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelhahn, über die stattgefundenen Streiks. Die Versammlung ist mit Dresdenerstr. 68. Vergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag von 5-6 Uhr nachm. Sigung. Nachdem Fidelitas im Reft. Bum Kulmbacherhof", den Bericht und der Haltung des Delegirten einverstanden. Gr. Frankfurterftr. 42. Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr, Neugewählt wurde als Ersatzmann in die Kommission Gizung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9.Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bei Wernau, der Modelleur Domscheit, wiedergewählt als Delegirter Winkler. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien- Rosenthalerfir. 67.- 2uftige Stat- Brüder, jeben Montag von 9-12 Im letzten Punkt berichtet Beese über den Verlauf der Holz gesellschaft. Seute Babltag Ackerstr. 123 bet Marten. Uhr, bei Poschel, Barnimfir. 18.- Turnverein Fichte. Jed. Sonntag v. 3 Uhr bildhauer- Bewegung und schlägt vor, da Streifende nicht inehr Kosmos, Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den 13. April: an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenfeeer Weg bei Asche.- Bervorhanden sind und sämmtliche Arbeitslose untergebracht werden ben 20. April:" Bortrag über: Prostitution". Nachher Distuffton. Gäste Roßstr. 3: Gigung und Tanz. Gäfte sehr willkommen. Bortrag über: Schmerz und Freude als moralische Triebfedern." Montag, anügungsflub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue Jugend- Athleten tönnen, die Bewegung abzuschließen. Die Versammlung ist mit willkommen. bends 8 Uhr, bei Sensel, Brunnenstraße 173. flub Junge raft jeben Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bei Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den Fickert, Stallschreiberstr. 19. diesem Vorschlage einverstanden und wurde nach Erledigung des Theaterverein Nora, Admiralftr. 18c, 13. April, abends% 9 Uhr, Beuthstr. 20 bei Cohn: Generalversammlung. Märkischer Hof. Stattlub Vorwärts, Gartenstr. 51 bei Rathsack. Punktes Verschiedenes geschlossen. Vortrag bes Dr. med. Christeller über: Diphtheritts und die Behandlung Freie Turnerschaft trdorf- Briz. Montag und Donnerstag 2. MännerAbtheilung 8-10% Uhr im Restaurant Landhaus", Briz. Kraft und mit Seilferum". Nachdem: Jahresbericht und Borstandswahl. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner in Berlin. Sonntag, Artistenklub" Jugendtraft" übt Mittwochs und Sonntags von 8-10 Uhr, den 12. April, abends 6 Uhr, im Restaurant zum„ Dreirad" beim Landsmann bei Schauder, Stargarderstr. 18. Gäste willkommen. Die Dachdecker waren am Freitag Abend in Cohn's Saal versammelt, um über den gegenwärtigen Stand des Streits zu worden Arbeiter- Bildungsschule. Die Osterferien bauern in beiden Schulen Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 13. April, abends 8% Uhr, vom 2.- 13. April. Wiederbeginn des Unterrichts am Dienstag, den 14. April. Bahlstelle 1 bei Feindt, Weinstr. 11; Bahlstelle á bei Gründel, Brunnenjir. 188. Freie Kranken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher und Berufsgenoffen Berlins, E. H. 27. Montag, den 13. April, abends 8 Uhr, Annenftraße 16: Generalversammlung. Jacques Raphaëli, An der Spandauer Brücke 2. Billigste Bezugsquelle Cigarren, Schuhwaaren, Herren- u. Knaben- Garderobe Wein und Spirituosen Hüte für Herren und Knaben und Gardinen. 99 Reste Möbel, Spiegel. Polsterwaaren von Bruno Timmel& H. Schubert i/ S. I. Filiale: Berlin 0. Grüner Weg 101, O., Ecke der Krautstr. General- Vertreter: Ernst Baumgart. 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Gesangs- Vorträge von Liedern moderner Dichter und Komponisten. Instrumental- Konzert: Kammermusik. Ihre Mitwirkung haben bis jetzt zugesagt: Emily Hamann- Martinsen, Konzertfängerin. Eugen Donderer, Ronzertmeister( Violinvirtuos) Emil Severin, Ronzertfänger. Wilhelm Klatte, Rapellmeister. Die Klavierbegleitung der Gesangsvorträge hat Hermann Bischoff übernommen. Nach dem Konzert: Ball. Herren, welche am Zanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie abends an der Rasse zu haben. L. Keller's Fest- Säle Koppenstraße 29. Sonntag, den 12. April 1896: TI XI. Stiftungs- Fest d.Verbandes d. Bäcker u. Berufsgen. Deutschlands ( Mitgliedschaft Berlin) affails unter gütiger Mitwirtung des Bäcker- Gesangvereins Morgengranen". Dirigent: V. Dillenberger. Aufführung von 3 lebenden Bildern unter Leitung des Genossen Gent. Prolog, Theater- Vorstellung, deklamat. Vorträge, Sologesänge. Im großen Saale von 4 Uhr an: Tanz bei stark befektem Orchester. Entree 30 Pf., an der Kasse zu haben. Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 3 Uhr an zur Verfügung. Zu diesem Feste laden wir Freunde und Genossen freundlichst ein. 40/1 Der Vorstand. Achtung! Der Vorstand. Friedrichs- Verein ( ehemalige Böglinge des Großen Friedrichs- Waisenhauses). Mittwoch, 15. April, abends 812 Uhr, Vortrag des Direktors der Sternwarte, Herrn Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Endgiltige Beschlußfassung über unsere gestellten Forderungen. 2. Verschiedenes. dang Die Vertrauensleute. Das Erscheinen aller Kollegen ist nothwendig. Achtung Schuhmacher. 171/17 Achtung! Große öffentliche Versammlung am Montag, den 13. April, abends 8 Uhr, in Cohn's Fettsäten, Beuthstr. 22. Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent: Genoffe R. Millarg. 2. Diskussion. 310 3. Wie stellen sich die Kollegen zu einer Zohnbewegung. Um zahlreichen Besuch bittet 169/17 Der Einberufer. Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. General- Versammlung. Prof. Dr. Wilh. Förster Mittwoch, den 15. April, abends 9 Uhr, bei Bolz, Alte Jakobſte. 75: in Schmiedel's Festsaal, Alte Jakobstraße Nr. 32. Täglich: K Warmes Frühstück ON zur Yo Auswahl. Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Tages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Geschäfts- und Kaffenbericht. 3. Anträge:( a Streitunterstügungs- Angelegenheiten, b) Ergänzung zum§ 2 Nr. 2. 4. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Pünktliches Erscheinen ist nothwendig. 109/7 Der Vorstand. Hausdiener, Pader, Roll- u. Geschäftskutscher, MöbeltransportArbeiter, Getreideträger und Speditionsarbeiter. Bürgerbräu Sonntag, den 12. April, abends 6 Uhr, bei Bolz, Alte Jakobstraße 75: Pilsener, hiesiges hell, u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Gesellschafts- Haus Sonnabend, den 18. April 1896: Sechstes Stiftungsfest des Vereins der Arbeiterinnen an Buchdrud- Schnellpressen. 834b Zur Aufführung gelangt: Der Bucklige, oder: Die Macht der Arbeit. Original- Schauspiel in 4 Atten von Paul, dargestellt von Buchdruckern, Hilfsarbeitern und Arbeiterinnen. Kaffeepause. Prolog. Lebendes Bild. Anfang präzise 81/2 Uhr. Billets sind im Arbeitsnachweis Annenstr. 16 von 8-2 Uhr zu haben. An die Gewerkschaften und die Arbeiterschaft Berlins richtet das Bureau der Berliner Gewerkschaften das Ersuchen, die Inhaber von Sammellisten vom Streit der Konfektionsarbeiter umgehend zu veranlaffen, diefelben Annenstr. 16, vorn part., von 9-1 und von 6-8 Uhr abzuliefern, soweit dieselben noch fehlen. Nachstehende Nummern stehen noch aus: 9, 49, 76, 77, 78, 114, 115, 120, 121, 163, 169, 171, 187, 189, 213, 230, 231, 255, 272, 273, 281, 284, 295, 301, 302, 311, 342, 354, 357, 359, 362, 363, 364, 366, 378, 388, 389, 395, 400, 403, 453, 456, 460, 464, 466, 467, 468, 471-474, 485, 486, 498, 503, 506, 507, 510, 520, 564-566, 572-599, 637, 651, 652, 654, 657, 664, 666, 673, 674, 679, 685, 690, 699, 705, 35, Swinemünderstr. 35. Deffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Der allgemeine Gewerkschaftskongreß. 109/8 Jeden Sonntag: Ball. Wahl eines Delegirten. NB. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein verSäle für Versammlungen. Gefell- bunden mit Tanz und humoristischen Vorträgen. schaften vergebe auch Sonntags den unteren Saal, 200 Personen fassend. NB. Den geehrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne unter toulanten Bedingungen.[ 42032* Vereinszimmer 42322* mit Piano zu vergeben, auch Sonnabends. Raumann, Blücherstr. 42. Jägerhaus, 42278* Achtung! Putzer! Achtung! Montag, den 13. April 1896, nachmittags 2 Uhr, im Lokale des Herrn Keller, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 103 Schönhauser Allee 103. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 1. Der gegenwärtige Stand unserer Lohnbewegung. 2. Stellungnahme 131/4 Saal zu Versammlungen u. Festlich zum 1. Mai. feiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erDie Streikkommission. fcheinen. Empfehle meinen Wo speisen Sie? Bommeriche Lederarbeiter( Portefeuiller). Stüche Oranienstr. 181. Mittag mit Bier 50 Pf. Gr. Auswahl. Abendessen von 30 Pf. an. Frühstücks-, 44342* Große Vereinsversammlung am Montag, den 13. April 1696, bei Roll, Adalbertstraße 21. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Einladung der Kollegen von 4. Fragetaften. Mittags- und Abendtist. 48. Achtung! 814b Der Vorstand. Achtung! Weißbierbrauerei- Arbeiter. Donnerstag, den 16. April, abends 8 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: 707, 708, 710, 712, 714, 720, 723, 743, 777, 782, 787, 789, 798, 833, Sonnab. u. Sonntag: Mufit. Unterhalt. den Fabriken Schmorte, Klaus, Redecker und Schmelz. 3. Verschiedenes. 834, 838, 842, 846, 856, 859, 881-883, 887, 888, 892, 893, 898, 1068, 1076, 1077, 1079-1090, 1093, 1095, 1118, 1127, 1130-1135, 1139, 1150, 1165, 1167, 1172, 1175, 1178, 1197 1199, 1200- 1202, 1209, 1214, 1216, 1218, 1241, 1246, 1249, 1276, 1321, 1324-1327, 1332, 1333, 1351, 1353, 1365, 1367, 1370-1374, 1375, 1379, 1380, 1391, 1394, 1402-1405, B. Liebehensdjet, Mariannenstr. 48. 1414-1420, 1437, 1442-1451, 1485-1495, 1496, 1503-1512, 1525, 1526, 1568-1570, 1577-1579, 1583-1585, 1587-1625, 1627, 1631, 1681, fannten mein Weiß- und BairischEmpfehle allen Freunden und Be 1697, 1784, 1785, 1801-1803, 1823, 1824, 1850-1854, 1864, 1866, 1868, Bier- Lokal, Garten und Kegelbahn. 1871, 1879, 1896, 1912, 1914, 1917, 1921, 1922, 1935-1937, 1945-1948, Bereinszimmer ist noch einige Tage in 1951-1956, 1967-1969, 1983, 1998, 1999, 2028, 2036, 2059, 2064, 2093, der Woche zu vergeben. 46419* 2097-2099, 2102, 2104, 2105, 2113, 2132-2134, 2135-2138, 2140-2142, Aug. Reyher, Pallifadenstr. 62. 2155-2158, 2166, 2178-2179, 2205-2214, 2216, 2235, 2236, 2248-2249, 2254, 2255, 2259-2279, 2297-2299, 2329, 2330, 2332, 2340, 2342, 2415, Allen Genossen, Freunden u. Befannten theile ich ergebenst mit, daß ich das Schankgeschäft von Tauschke Reichenbergerstr. 24 täuflich übernommen habe. Vereinszimmer zu 50 Personen, fowie Zahlstelle für Gewerkschaften steht zur Verfügung. 2417-2426, 2434. Anstehende Listen für den kouds: 295, 297-299, 317, 332, 334, 338, 339, 341-350, 420-422, 425-431, 433, 470, 500. Die größte Zahl der noch ausstehenden Liften befindet sich in Händen der Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. A.: R. Millarg. Brauerei- Ausschank Stralan. 271/10 ( Günstige Fahrgelegenheit mit Stadt- und Ringbahn nach allen Richtungen). Jeden Sonntag: Ball im elektrisch erleuchteten Saale. Anfang 4 Uhr. Am 1. Osterfeiertag: Gr. Concert; am 2. u. 3. Feiertag: Gr. Ball. Ohne Konkurrenz! 2/10 Helles u. 4/10 Münchener Bier 15 Pf. Ohne Konkurrenz NB. Die geehrten Borstände der Gewerkschaften u. Vereine, welche gewillt sind, in meinem Etablissement Sommerfeste oder dergl. Vergnügungen abzuhalten, ersuche ich, sich balbigft mit mir in Verbindung zu setzen. Der Garten( mit Bühne), herrlich am Rummelsburger See gelegen, bietet Raum für 6000 Personen; bei ungünftigem Wetter sind Säle, Zimmer u. Kollonnaden zum bequemen Schuß ausreichend.- Gr. Kaffeeküche, Voltsbelustigungen aller Art, Sport- u. Ruderboote stehen zur Verfügung. Achtungsvoll F. Kalbhenn Neu! Neu! Allen Freunden und Bekannten hiermit die Nachricht, daß ich Rosenthalerstr. 65, Ecke Auguststraße, eine 4812L Destillation verbunden mit Weiß- n. Bairisch- Bierstube eröffnet habe. Es wird mein eifrigstes Befireben sein, durch gute Waare zu civilen Preisen das Vertrauen meiner werthen Gäste zu erwerben. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in den Weißbierbrauereien beschäftigten andro Arbeiter. Zages Ordnung: 1. Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Weißbierbrauereien Berlins und Umgegend. Referent B. Schneider. 2. Distusfion. 8. Verschiedenes. Alle in folgenden Weißbierbrauereien beschäftigten Arbeitnehmer: 6875 1. A. Landré, 2. W. Hilsebein, 3. Gabriel& Jäger, 4. Germania, 5. Borsdorf, 6. Möwes, werden dringend ersucht, in der Versammlung zu erscheinen. 68/ 4* Der Einberufer. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Alex Kieburg, Tischler. August Berndt's Weiß- und Bairischbier- Lokal Molkenmarkt 7( früher Annenftr. 12). Größte Auswahl exquisiter Speisen für Große öffentliche Versammlung sämmtliche in der Wäsche branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen als: Buschneider, Zuschneiderinnen, Näherinnen, Vorrichterinnen, am Fr. Billard. Vereinszimmer mit Piano. Baff. Zimmer für Bablft. d. Zentrums. Max Mörschel's Garten Salon. 28. Schönhauser Allee 28. Einstemmerinnen, Knopfloch- Arbeiterinnen, Verriegelerinnen, Plätte= Säle für Versammlungen und Festlichrinnen, Wäscherinnen, Stärkerinnen, Bolzenlente 2c. feiten. auch Sonntags an Vereine zu Mittwoch, den 15. April 1896, abends 81 Uhr, vergeben. Vereinszimmer für 50 Perf. im Schweizer Garten( Am Königsthor.) noch einige Tage frei. Ferner empfehle Tagesordnung: 1. Die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der den geehrten Vereinen meinen Garten, Wäschebranche und die Aufgaben der Gesetzgebung in der Zukunft. 2. Dis257/7 300 Berfonen fassend, zu Sommerfesten. tussion. 3. Wahl einer Kommission. 4. Verschiedenes, Die Herren Wäschefabrikanten, Zwischenmeister, fowie Juhaber Regelbahn neu renovirt. Kaffekochen Biter 60 Pf. Weiße 20 Pf., 4/10 Liter von Wasch und Plätt Anstalten sind hiermit eingeladen. Der Einberufer: Hergt. Bairisch 15 Pf. 47442* mit voller Ronzession Hochachtungsvoll Franz Zielinski( früber bei einert. Reftauration zum 1. Juli zu vermi. Neu! Gypsstraße). Neu! 8016 Boeckhstr. 51. Homöopath. Arzt Dr. Hösch, ginienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs-, Frauen, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheumat Achtung! I. Wahlkreis. Achtung! Orts- Krankenkalle Zentralverein der Bildhaner. Achtung! Sozialdemokratische Volksversammlung Friedrichstr. 44. der Weber und verwandter Gewerbe. am Dienstag, 14. April, abends 8 Uhr, bei Röllig, Sonntag, den 19. April 1896, 20816 vormittags 10 Uhr, in Thiel's Saal, Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Manasse: Krieg dem Kriege. Fruchtstraße 36a: 2. Distussion. 3. Die Maifeier und eventuelle Wahl eines Festkomitees. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmanna Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Dienstag, den 14. April cr., abends 82 Uhr, Annenstr. 16: General- Versammlung. Rassenberichte. Wahl des 1. Vorsitzenden. Stellungnahme zum Gewerks [ 28,3] Der Vorstand. fchafts- Kongreß. Verschiedenes. General versammlung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zagesordnung: 1. Nachwahl von 49 Delegirten( Arbeit( Zahlstelle Rixdorf.) nehmer) burch Stimmzettel für 1896. Montag, den 13. April, abends 8% Uhr, bei Rohr, 2. Borlage der Jahresrechnung pro 1895. Dienstag, den 14. April, abends 8 Uhr, in Reinhardt's 3. Bericht der Revisoren und Antrag Neues Gesellschaftshaus, Hasenhaide 57: Partei- Versammlung. Zagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Ledebour über: Die Bedeutung des 1. Mai. 2. Stellungnahme zur diesjährigen Maifeier. Der Vertrauensmann. 211/15 Achtung! Moabit. Achtung! Dienstag, den 14. April, abends 8 Uhr, in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49: Große öffentl. Bolksversammlung. Tages Ordnung: auf Ertheilung der Decharge. 4. Wahl eines Rassirers und dessen Stellvertreters. 5. Abänderung des§ 11 3iffer 1,§ 12 Biffer 2, Abs. a, und§ 40 Abs. 1. und§ 6. Verschiedenes. Achtung! aus irgend einem Grunde nicht erledigt den 26. April cr., die Fortsetzung der Knesebeckstr. 49: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Bericht des Delegirten der Frankfurter Konferenz. 3. Verschiedenes und Verbandsangelegenheiten. 4. Die Frage des 1. Mai. Die Mitglieder werden ersucht, Ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. 276/19 der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläßen Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschl., Filiale Berlin L. Mitglieder- Versammlung Sollte die vorstehende Lagesordnung Verband werden können, ſo findet in demselben besch. Lokal zur ſelben Stunde am Sonntag. Generalversammlung behufs Erledigung der übriggebliebenen Punkte statt. Eine weitere Bekanntmachung hierzu findet nicht statt. 8636 Berlin, den 12. April 1896. Der Vorstand. am Montag, den 13. April, Abends 8 Uhr, bet Wilke, Andreasftr. 26. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Raffenbericht vom 1. Quartal. 3. Abrechnung vom Maskenball. 4. Bericht der Arbeitsnachweiss und Rechtsschutz- Kommission und des Bibliothekars. 5. Neuwahl des Vorstandes. 6. Neuwahl der Kommissionen und des Bibliothetars. 7. Gewerks Der Vorstand. Die Mitglieder werden ersucht, Ihren Pflichten nachzukommen. Um pünktliches Erscheinen bittet 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilhelm p. Stemmler, Borf., Köpnickerstr. 157. fchaftliches und Fragekasten. Liebknecht über: Die Proletarier- Frauen und die C. Reißmann, Schriftf., Fruchtſir. 36. Gesetze. 2. Diskussion. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Einberuferin: Frau Bauschke. 12 Sozialdemokr. Verein„ Vorwärts" Berlin. Orts- Krankenkasse der Tabak- Fabritarbeiter! Achtung, Zimmerer! 82/18 Sonntag, den 26. April cr., abends Dienstag, den 14. April, abends 8 Uhr, bei Buske, 8 Uhr, nach der Kassenauflage im Dienstag, 14. April, abends 8 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Kaffenlokale Landsbergerstr. 108: Swinemünderstr. 35: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Grenadierstr. 33: Generalversammlung. Oeffentliche Sitzung der Platz- Deputirten. Tagesordnung: 1. Bericht der Revisoren und An1. Die neuesten Vorstöße der Agrarier. Referent Reichstags- Abgeordneter trag auf Decharge- Ertheilung dem Genosse M. Schippel. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten.[ 274/4 Vorstande. 2. Abänderung des§ 40 Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen des Statuts, um die in der letzten Besuch erwartet Der Vornand. Generalversammlung gefaßten Be schlüsse in Wirksamkeit treten zu lassen. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule. Montag, den 13. April, abends 8½ Uhr: Volksversammlung im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Tages- Ordnung: = 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Liebknecht: Die Geschichte als Lehrerin. 2. Diskussion. Mit Rücksicht auf das wichtige und lehrreiche Thema bittet um zahl reichen Besuch Der Einberufer 5/13 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 12. April 1896, abends 62 Uhr: Grosse Versammlung Brüder. 5715 Ortskrankenkasse der Bildhauer, Stuckateure und verwandter Gewerbe zu Berlin. Ordentliche General- Versammlung am Montag, den 20. April 1896, im Abends 81/2 Uhr, Louisenstädtischen Klubhause, Annenstr. 16. Tages- Ordnung: 1. Entgegennahme des Rechenschaftsberichts für das Geschäftsjahr 1895. 2. Anschluß an den zu gründenden Krankenkassen- Verband. 3. Verschiedenes. 28/2 Der Vorstand. J. A.: J. Söfner. Kürschner. Montag, den 13. April 1896, abends 81/2 Uhr: im Lofale Schüßenhaus, Linienftr. 5-6: im Lokal des Hrn. Hoffmann, Alexanderstr. 27c( gr. Gaal): Vortrag des Frl. Jda Altmann über: Die Religion unserer schwarzen Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tany. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder mit ihren Mitglieder- Versammlung Angehörigen Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Achtung! Die Generalversammlung findet am 22. April, bei Hoffmann, Alexanderstr. 27c, statt. Reinickendorf. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Türk über: Das Buch der Freiheit". 2. Verbands- Angelegenheit. 93/16 Arbeiter- Bildungsverein Zukunft". Achtung! Sonntag, den 12. April, nachmittags 4 Uhr, im Lokale des Herrn Grunow, Nordbahnstraße: Versammlung. X Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Litfin über: Florian Geyer. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Schöneberg. 223/11 Der Vorstand. Der Vorstand. Achtung! Maurer! Montag, den 18. April 1896, abends 81/2 Uhr, bei Bolt( Gartenfaal), Alte Jakoostr. 75, Oeffentliche 256 20 Es ist dringend nöthig, daß von jeder Arbeitsstelle ein Vertreter ans wefend ift. Das ständige Bureau Neue Friedrichstr. 44 ist von jetzt ab nur täglich abends von 6-8 Uhr geöffnet. Die Lohnkommission der Berliner Bimmerleute. Achtung! Achtung! Klempner! Die Versammlung der Vertrauensmänner der Klempner am 8. April beschloß, bis auf weiteres jeden Kollegen zu verpflichten, pro Woche 50 Pf. zum Streitfonds zu zahlen. In den nächsten Tagen gelangt ein Flugblatt für die Bauklempner zur Ausgabe, für dessen Verbreitung die Kollegen Sorge zu tragen haben. Des weiteren soll eine energische Werkstattagitation entfaltet werden, um besonders in der Beleuchtungs- und Lampeninduftrie eine erfolg= reiche Aktion für den Neunstundentag durchführen zu können. Der Vertrauensmann der Klempner. F. Zimmermann, Büdlerstr. 55. Verein deutscher Schuhmacher. 281b Versammlungen am Montag, d. 13.d., abds. 82 Uhr, Bahlstelle I bei Feindt, Weinstr. 11. Vortrag des Herrn Dr. Pinn. 168/10 Bahlstelle II bei Gründel, Brunnenstr. 188. Naturwissenschaftlicher Vortrag des Hrn. Dr. Wollheim. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. NB. Sonntag, den 26. d3. Mts., Besuch der„ Urania", Taubenstraße. Fadhv. der Tapezirer Berlins n. Umg. Versammlung am Dienstag, den 14. d., abds. 8 Uhr, bei Freigang, Schützenstr. 18/19. Tages- Ordnung: 1. Was lehren uns die legten Streits? Referent: Gen. Th. Metzner. 2. Vortrag und praktische Erläuterung über Freihand- Dekoration. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch bittet 179/14 Der Vorstand. Ban Deputirten Sigung. Große öffentliche Versammlung Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Lohnkommission Mittwoch, den 15. April, abends 8 Uhr, der Maurer Berlins und Umg. bei Obst, Grunewaldstr. 110: Deffentliche Volksversammlung. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wurm über: Küche und Politik. Die Frauen und Mädchen Schönebergs find ganz besonders hierzu eingeladen. Die Einberuferin. 228/12 Moabit- Charlottenburg. Versammlung d. deutsch. Schneider- n. Schneiderinnen- Verbandes " am Montag, den 13. April, abends 81/2 Uhr, im ,, Moabiter Klubhause", Beuffelstraße 9. Tagesordnung: 1. Wie balten die Zwischenmeister und Konfektionäre die Vereinbarungen? Referent: Rollege Stubbe. 2. Diskussion. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Friedrichsberg. 162/17 Achtung! Schneider und Näherinnen. Grosse Versammlung am Dienstag, den 14 April, abds. 81 Uhr, bei Gustav Karls in Lichtenberg. 2.- D.: Welche Lehre haben wir aus der Bewegung in der Konfektions industrie zu ziehen? Referentin: Frl. Ottilie Baader. Wir bitten um zahlreichen Besuch. Die Bevollmächtigten. Thränen haben schon manches schöne Auge geröthet, wenn durch unvorsichtige Menschen das Staatskleid ver dorben wurde. Opal- Fleckenwaffer nimmit jeden Fleck und schädigt selbst die zartesten Gewebe in feiner Weise; es ist weder giftig noch feuergefährlich und nach einstimmigem Urtheil aller Konsumenten das beste und billigste Flecken Reinigungsmittel der Welt. Benzin dagegen hinterläßt Ränder, riecht unangenehm und ist feuergefährlich. Preis 30, 50 und 90 Pf. Erhältlich in Droguenhandlungen. Stimmbegabte Herren, Das Louisenstädtische Clubhaus, Annenstraße 16, die gewillt find, einem Arbeiter- Gefang67/12 im sämmtlicher Schmiede und Berufsgenossen mit Frauen am Dienstag, den 14. April, abends 8½½ Uhr, ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27e. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. Referentin: Frau E. Ihrer. 2. Verschiedenes. Der Vertrauensmann der Schmiede. Franz Helm, Admiralstr. 34. Dachdecker u. Berufsgenossen. Dienstag, den 14. d. M., abends 8 Uhr: 176/15 Große öffentliche Versammlung ( fonnten zum Montag fein passendes Lokal mehr finden) in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tagesordnung: 1. Situationsbericht unserer Lage des Streits. 2. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es durchaus nothwendig, in der Versammlung pünktlich Mann für Mann zu erscheinen. 54/8 J. A.: Maximilian Winskowski, Schöneberg, Hauptstr. 4. Täschner. Kofferarbeiter Dienstag, den 14. April, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen( kleiner Saal), Beuthstr. 20-22: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: empfiehlt sich den geehrten Gewerkschaften und Vereinen zur Abhaltung verein( Mitgl. d. A.-S.-B.) beizutreten, von Feßlichkeiten, Hochzeiten, Versammlungen im großen Saale. wollen sich melden im Restaur. KolonieVereinszimmer jeder Größe noch zu vergeben. BAF Für gute straße Nr. 147. Uebungsstunde jeden Speisen und Getränke wird zu den billigsten Preisen Sorge Dienstag von 9-11 Uhr. Gesangverein Junge Eiche. getragen. T. VII 3733. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 8585 1. Unsere Lage und die Bedeutung der Organisation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. 287/1 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 86. Parteitag der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Oesterreichs. VI. " V Sonntag, den 12. April 1896. 13. Jahrg. den Erhebungen des Ackerbauministeriums, die auf den Angaben sogar die Bestimmung, daß der Lohn am Schlusse der Arbeitgeber beruhen, steht diese Thatsache fest. Es werden des Jahres im Die ganzen ausgezahlt werden darf. Tagelöhner mit 15-20 Kreuzer bezahlt. Die Löhne der Industrie- Dienstboten- Ordnungen sind eigentlich nichts als ein Strafkoder. arbeiter sind niedrig genug, die Löhne der Landarbeiter Strafen können für Arbeitsversäumniß ohne genügenden Grund, Bu Punkt V der Tagesordnung,„ Die Parteipreffe", Hungerlöhne. Und selbst diese Hungerlöhne bekommt der Rontrattbruch 2c. verhängt werden. An die Leibeigenschaft referirt Arbeiter noch nicht voll ausbezahlt. Er vereinbart wohl erinnert auch der Passus von den entlaufenen Dienstboten. Wer Popp Wien. Er konstatirt das Wachsthum der Auflage den Lohn kontraktlich, der Arbeitgeber darf die Naturalien entlaufenen Dienstboten Unterkunft giebt, wird bestraft", dieser der Parteipresse und Fachorgane. Als infolge der Preßreform nach freiem Ermessen berechnen und von dem vereinbarten Lohne Paffus findet sich in einer ganzen Anzahl Dienstboten- Ordnungen. auch einem Arbeiterblatte die Verschleißlizenz nicht länger ver- in Abzug bringen. Vielfach wird von den Arbeitgebern( Bewegung. Rufe: Standal.) Ja, ich reize nicht auf, aber ich weigert werden konnte, schritten wir, von den Wiener Genoffen ärgfter Wucher mit den Arbeitern getrieben. Die Leute erhalten begreife, daß diese Dienstboten-Ordnungen aufreizend wirken. stürmisch gedrängt, zur Herausgabe eines Tageblattes. Große im Winter Borschuß und verpflichten sich dafür zu einer Arbeit Entlaufene Dienstboten gelten in Desterreich ipso jure als Vaga. Schwierigkeiten waren zu überwinden. Noch immer besteht im Sommer, die in feinem Verhältniß zu der Geringfügigkeit bunden. Alle Bemühungen sind nur darauf gerichtet, den ja das„ objektive Verfahren" und der Zeitungsstempel. Wenn des Vorschusses steht. Die Arbeitszeit ist bei dem Gesinde Dienstboten an die Scholle zu fesseln. Neben den Dienstjegt auch weniger fonfiszirt wird, so giebt es desto mehr Preß am längsten, das vom frühen Morgen bis späten Abend durchbüchern und dem Zeugniß müssen die Arbeiter noch prozesse, die bisher jedoch glücklich für uns verlaufen sind. Der schnittlich 18 Stunden zu arbeiten hat. Nach der Statistik des den sogenannten Leihkaufschein befizen. Alle diese Kautelen Zeitungsstempel hat unserem Blatte im ersten Jahre seines Be- Ackerbauministers dauert die Arbeitszeit der Landarbeiter sollen die Freizügigkeit illusorisch machen. Ich frage, standes 51 000 FI.( 87 000 m.) gekostet. Dazu kommen die hohen 13 bis 15 Stunden. In Böhmen soll sie nur was fehlt nun noch zu dem Bilde der Leibeigenschaft? Nichts! Steuern. Hieraus erklärt sich, daß die finanzielle Lage des 13 Stunden betragen. Ich meine, die 15 Stunden Wenn Sie bedenken, daß diese Dienstboten- Oronungen im Lands Blattes noch ungünstig ist, obwohl die Sonntagsauflage 22 000 werden der Wahrheit näher tommen als die 13 Stunden. Ein tage gemacht werden, werden Sie auch begreifen, daß man die Exemplare beträgt; an den Wochentagen ist die Auflage nie- landwirthschaftlicher Echriftsteller Goltz hat einmal geschrieben, Knechte vom Wahlrecht ausschließen will. Man macht die driger. Aber die Abonnenten vermehren sich täglich, und die für die lange Arbeitszeit im Sommer bietet die Ruhe im Winter Dinge im Stillen ab und kein Hahn träht danach, wenn nicht Bedeutung des Blattes fezt sich immer mehr durch. Wir hoffen einen Ausgleich. Der Herr hat nur vergessen, daß die Land- nach Jahren sich einmal ein sozialdemokratischer Parteitag mit deshalb, bald alle Schwierigkeiten zu überwinden.( Lebhafter arbeiter im Winter neben der Ruhe auch den Hunger haben. der Landarbeiterfrage beschäftigt. Beifall) Die Einnahmen der Arbeiter Zeitung" im ersten Die Wohnungsverhältnisse sind die denkbar elendesten. Der Landarbeiter entzieht sich dieser Bedrückung durch die Jahre belaufen sich auf 209 816 Fl., die Ausgaben auf Auf großen Gütern ist das Vieh in befferen Räumen unter- Flucht nach den Städten. Es ist Flucht, was man euphemistisch den 203 646 FI. Redner wendet sich den Anträgen zu, die zu gebracht als es die Menschen sind. Die schlechten Wohnungen Bug vom Lande nach der Stadt nennt. Selbst der Bauer in diesem Punkt gestellt sind und warnt besonders davor, die machen ein Familienleben unmöglich. In Kärnthen ist der Galizien zieht es vor, als Proletarier in die Stadt zu gehen Arbeiterinnen Beitung" eingehen zu lassen, weil sie ein geringes Familienfinn seit Jahrhunderten systematisch todtgeschlagen oder nach Amerika auszuwandern, als die unhaltbaren Zustände Tefizit gemacht hat. durch die Arbeitsverfassung. Ganze Generationen tennen auf dem Lande weiter zu ertragen. Man sieht, mit dem so viel Auf eine Debatte wird verzichtet und dafür eine Kommission teinen Vater, feinen feinen Großvater. Die Kinder tennen zitirten Eigenthumsfanatismus des Bauern ist es häufig nicht so zur Vorberathung der Anträge gewählt. Die Abstimmung er nicht einmal den unehelichen Vater, denn eine Ali- schlimm bestellt. Mit der Ausbeutung des ländlichen Arbeiters folgt später. mentationspflicht existirt nur vereinzelt. Die Mägde müssen muß die Selbstausbeutung des Kleinbauern stetig wachsen. Die Der Parteitag tritt in die Berathung des nächsten Punktes die Kinder selber unterhalten; haben sie mehrere Kinder, fällt zunehmende Auswanderung beweist die Proletarisirung. der Tagesordnung:„ Lage und Forderungen der ländlichen ihnen die Erlangung eines Dienstes natürlich sehr schwer; sie über die Lage der ländlichen Arbeiter. Ich will nun zu dem Arbeiterschaft." find häufig gezwungen, mit ihren Kindern zu vagabundiren. Die zweiten Theil des Themas, zu den Forderungen übergehen. Ein Referent Dr. Verkauf Wien: Seit Jahren wird bei uns Kinder verkommen. So herrlich weit haben wir es heute im so- Theil unserer Forderungen für die Landarbeiter wird auch für so genannter Bauernschutz getrieben, der eigentlich Großgrund- genannten christlichen Staat gebracht. Die Sozialdemokratie soll die Kleinarbeiter günstig sein. Wir müssen eine rücksichtslose Bebesizerschutz ist. Sache der Sozialdemokratie ist es, sich der bekanntlich angeblich die Familie untergraben, aber das thut ſeitigung Leibeigenschaft fordern, weiter eine GinLandarbeiter, an die bisher noch niemand gedacht hat, anzu- die bürgerliche Gesellschaft und wenn wir angegriffen werden, schränkung der wirthschaftlichen Vertragsfreiheit, aber zu gunsten nehmen. Es giebt in Desterreich 44 Millionen, die wirklich in dann brauchen wir wirklich nur auf die Verhältnisse in des wirthschaftlich Schwachen. Fort mit der Gesinde Ordnung die Kategorie Landarbeiter zu rechnen sind. Um ein Bild über Kärnthen hinzuweisen. Die soziale Lage der Arbeiter findet und Unterstellung der Landarbeiter unter eine besondere landdie Lage der österreichischen Landarbeiter zu erhalten, muß man auch ihren rechtlichen Ausdruck darin, daß die jetzt geltende wirthschaftliche Gewerbe- Ordnung, die den eigenartigen Verdie Verschiedenartigkeit der Landwirthschaft in den einzelnen Gesinde- Ordnung sich nicht allzusehr von der mittelalterlichen hältnissen des Landes gerecht wird, mit anderen Worten ArbeiterLändern in Rücksicht ziehen. Es sind drei große Gruppen Leibeigenschaft unterscheidet. Die gefeßlich garantirte Vertrags- schutz für die landwirthschaftlichen Arbeiter. Kinderschutz d. h. ehr hervorzuheben: die Alpenländer, Sudetenländer und die freiheit wird durch die Bestimmungen der Gesinde- Ordnung liche Durchführung der achtjährigen Schulzeit und Uebernahme Karpathenländer. In den Sudetenländern herrscht der Groß- illusorisch gemacht. Noch heute ist das Büchtigungsrecht aus den der Schullasten durch den Staat. Wir fordern ferner den grundbesig, in den Alpenländern der mittlere bäuerliche Betrieb, Dienstboten- Ordnungen nicht verschwunden. Das Prügelrecht Normalarbeitstag, der selbst nach dem Zeugniß landwirthschaftin den Karpathenländern der Zwergbetrieb. Die Landarbeiter der Behörden ist beseitigt, das Prügelrecht des bäuerlichen Dienstlicher Arbeitgeber durchführbar ist, und völlige Sonntagsruhe. find einzutheilen in das Gesinde, das Deputat- Gesinde( das Lohn gebers besteht noch. Gine merkwürdige Anomalie der Gesez. Das Trucksystem muß verboten werden, die Wöchnerinnen müssen und Naturalien erhält), kontraktlich gebundene Arbeiter( die gebung! Um die Freizügigkeit zu unterbinden, ist den Dienst geschützt werden. Ein Inspektorat für die ländlichen Wohnung und Feld erhalten) und in die neueste Gruppe, die gebern das ratenweise Bezahlen des Lohnes eingeräumt Arbeiter muß eingeführt, die Gutsbezirke in Galizien Wanderarbeiter. Die Löhne sind überaus niedrig, selbst nach worden, und die steiermärkische Dienstboten- Ordnung enthält müssen beseitigt werden. Die Versicherung " Zurüdgeschte( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrit 0011 Berlin S., Oranienstr. 158. Emil Lefèvre, Prachtkatalog Lefèvre, Oranicu. mit buntfarbigen TeppichIlluftrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franko! Größtes Teppichhaus Berlins Möbel- Ausverkauf des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein WaarenInger zu noch nie dageweſenen Preisen vollfländig aus. Bum Umzuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzukaufen. 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Wir haben bei unferen Forderungen das Interesse der großen Mehrheit der Die Frage, ob die bei der Reichsbant an- Rede sein, nur Dombrowski befand sich mit seinen fünf Kindern in einer sehr bedrängten Lage. Auf diesen Umstand Landbevölkerung im Auge gehabt. In diesem Sinne rufe ich gestellten Beamten die Eigenschaft von Reichsbeamten nimmt auch der Staatsanwalt Assessor Tepe Rücksicht, insofern Ihnen den wenn auch in etwas anderem Sinne gebrauchten besigen, ist nach Mittheilung der Jurist. Wochenschr." von dem er für Wichmann 3 Jahre Zuchthaus, für Petschke 2 Jahre und Ausruf unseres reichsdeutschen Genossen Bebel zu: Hinaus aufs Reichsgericht bejaht worden, das ausführte: Aus dem Kommissions- für Dombrowski 3 Monate Gefängniß beantragt. Der GerichtsLand! Die Lanbarbeiter müssen erkennen, daß ihnen von der bericht über das Reichsbank- Gesez ist nirgends zu entnehmen, hof sprach den Wichmann des schweren Diebstahls unter Zuösterreichischen Sozialdemokratie das Heil kommen kann.( Leb- die Eigenschaft von Reichsbeamten beiwohnen solle. Es ist diese Wichmann zu drei Jahren, Peschke zu zwei daß ein Zweifel darüber bestanden, daß den Reichsbank- Beamten billigung mildernder Umstände schuldig und verurtheilte den Schuhmeier- Wien schließt sich den Ausführungen des Eigenschaft stillschweigend als selbstverständlich angenommen Jahren und Dombrowski zu einem Jahre GeReferenten an und empfiehlt die Inangriffnahme der sozial- worden, und wenn anstatt des bestimmten Ausspruchs:„ die fängniß, sprach auch jedem der Angeklagten die bürgerlichen demokratischen Agitation auf dem Lande. Natürlich könne und Reichsbank- Beamten sind Reichsbeamte" im Bankgesetz vom dürfe dabei von einer Verschleierung der Ziele nicht die Rede 14. März 1875 die Fassung gewählt ist:„ fie haben die Rechte Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren ab. sein. Den Landarbeitern und Kleinbauern gegenüber sei eine und Pflichten der Reichsbeamten", so ist offenbar die Erwägung folche Verschleierung auch nur zum Schaden. Rücksichtslos müsse maßgebend gewesen, daß die Beamten der Reichsbant ihr Gehalt der Einfluß der Pfaffen bekämpft werden. Der Standpunkt, und ihre Pensionen nicht aus Mitteln des Reichs, sondern aus daß Religion Privatsache sei, brauche deshalb nicht aufgegeben denen der Reichsbank beziehen. werden, denn zwischen der Klerisei und der Religion sei ein gewaltiger Unterschied. Redner beantragt die folgende Resolution: Im Intereffe der ländlichen Arbeiterschaft Desterreichs wird gefordert: 1. Die vollständige Beseitigung der Dienstboten- Ordnungen und die gesetzliche Regelung des Arbeitsverhältnisses unter Festhaltung der Vertragsnatur desselben. " Gemeindevertreter und freie Meinungsäußerung. Auf die kommunalen Verhältnisse in Sprottau wirft ein Strafprozeß charakteristische Streiflichter, welcher am 10. April den 4. Straffenat des Reichsgerichts beschäftigte. Angeftrengt wurde dieser Prozeß durch den derzeitigen Bürgermeister von Sprottau, Der große Kaffenraub in der königl. Geschützgießerei efchte, welcher sich durch verschiedene Aeußerungen von in Spandan gelangte gestern vor der ersten Strafkammer am Personen, die in der Stadtverwaltung thätig sind, beleidigt geLandgericht II. unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors fühlt hat. Durch Urtheil des Landgerichts Glogau vom Garh zur strafrechtlichen Erörterung. Als am Morgen des 4. Januar d. J. einem Sonnabende das Kassengewölbe 18. November v. J. find von der Anklage der Beleidigung freider Geschüßgießerei revidirt wurde, stellte sich heraus, daß dasselbe gesprochen worden, der Rathsherr und frühere Buchdruckereierbrochen und ein großer eiserner Raften mit seinem Inhalte von befizer Louis Wildner, ebenso die Stadtverordneten Hahn 2. Die Schaffung einer Arbeiterschuß- Gesetzgebung. Ins- etwa 60 000 m. in Werthpapieren und 5000 m. in Gold- und und Häckel, während die Stadtverordneten Endemann besondere ist das Verbot der Kinderarbeit auszusprechen. Zu Silbermünzen gestohlen war. Der Spandauer Polizeikommissar und Knothe wegen Beleidigung des Bürgermeisters zu je diesem Behuse ist die strenge Durchführung der achtjährigen Klieme hat nach einiger Zeit die Thäter in den Persönlichkeiten des 150 M. Geldstrafe verurtheilt worden sind. Man hatte seinerSchulpflicht und die Uebernahme der Schullasten auf den Staat Maschinist Albert Wichmann, des Schreibers Richard Peschke und seit in Sprottau beschlossen, den Druck des Verwaltungsberichtes an den Mindestfordernden zu vergeben. Wildner hatte eine vererforderlich. Außerdem sind der Normalarbeitstag und die des Schlossers Joseph Dombrow 3ti ermittelt und zur Haft schlossene Offerte eingesandt und es wurde bald darauf behauptet, Sonntagsruhe einzuführen, das Trucksystem zu beseitigen, die gebracht. Diese drei Angeklagten, von denen die ersten beiden der Bürgermeister habe dieselbe geöffnet, um dem BuchdruckereiArbeit von Wöchnerinnen zu untersagen, endlich ein eigenes im Jahre 1871, der letztere im Jahre 1861 geboren ist, standen gestern befizer G13ner mitzutheilen, welchen Preis Wildner für den Druck Inspektorat und ländliche Gewerbegerichte einzuführen. vor den Schranken. Als Vertheidiger fanden ihnen die Rechts3. Zur Entlastung der Dorfgemeinden und zur Sicherung anwälte Arndt, Dr. Schwindt und Heinemann zur Seite. Die verlange. Der Bürgermeister soll dann später die dann erst eineiner ausreichenden Unterſtüßung ist die zwangsweise Ver: Anklage lautet nur auf schweren Diebstahl mittelft Einsteigens gelaufene Offerte Elsner's bevorzugt haben, weil diefer einen ficherung für den Krankheitsfall, gegen Betriebsunfälle, sowie und Erbrechens bezw. Hehlerei von Behältnissen. Daß die An- niedrigeren Preis als Wildner gestellt hatte. Der Bürgermeister für den Fall der Invalidität, endlich die Wittwen- und Waisen- geklagten auch das Feuer in der Lackirerei angezündet haben, Hieran knüpften sich seitens der Gegner des Bürgermeisters verhat diese Behauptungen als elende Verleumdungen erklärt. versicherung unter Heranziehung staatlicher Mittel gefeßlich zu unter dessen Schuhe ihnen der Diebstahl möglich wurde, bat schiedene mündliche und schriftliche Aeußerungen beleidigender normiren. Zur Versicherung sind nicht nur die Lohnarbeiter fich nicht erweisen lassen und ist Anklage nach dieser sondern auch die Kleinbauern und ihre Angehörigen heran- Richtung hin nicht erhoben. Als Zeugen sind nur Polizei- Natur, welche schließlich im Strafprozeß ausgefochten wurden zuziehen. Kommiffar Klieme und Premierlieutenant Schmidt geladen. und die erwähnte Verurtheilung zur folge hatten. Hiergegen Die weitere Distuffion wird hier abgebrochen, um erst den Der Angeklagte Wichmann, welcher den Einbruch allein aus- hatten sowohl die Verurtheilten, als auch der Bürgermeister als Bericht der Redaktionskommission für die zur Organi geführt haben will, giebt an, daß er als Rohrleger in der Geschütz- Nebenkläger Revision eingelegt. Das Reichtsgericht erkannte gemäß dem Antrage des Reichsfation" gestellten Anträge zu hören und über diese Anträge gießerei arbeitete und seiner Arbeit wegen überall Zutritt hatte. anwalts folgendermaßen: Das Urtheil gegen Endemann wird Beschlüsse zu fassen. Nachdem Reumann Wien den Bericht Diese Freiheit der Bewegung hat er dazu mißbraucht, von den Schlössern beider Thüren, hinter denen das Vermögen der Kranken: Versammlung am 13. Juni in Frage kommt und zwar wegen aufgehoben, soweit eine Aeußerung in der Stadtverordnetenerstattet hat, wird folgendes beschlossen: Die Kandidaturen zu den bevorstehenden Wahlen sollen tasse verwahrt wurde, Abdrücke zu nehmen. Es waren dies drei von den Kreisorganisationen in Verbindung mit der Vorlegeschlösser. Mit den Schlüsseln ausgerüstet, hat er bereits Verlegung des§ 193, dagegen wird die Revision dieses Ungeklagten verworfen, soweit eine außerhalb der VersammParteivertretung nominirt werden. in der Nacht vom 30. zum 31. Dezember den Diebstahl aus lung erfolgte Aeußerung in Frage steht. Das Urtheil gegen geführt, nicht in der Nacht des Brandes, der erst acht Tage Knothe wurde, und zwar gleichfalls wegen Nichtspäter stattgefunden hat. Er hat mit den nachgemachten berücksichtigung des§ 193 im ganzen aufgehoben. Ferner Schlüffeln die Schlösser und Thüren geöffnet und den wird auf die Revision des Nebenklägers das Ürtheil Geldkasten, der 70 Pfund schwer war, auf das freie Feld ge- aufgehoben, so weit dasselbe auf Freisprechung der Anschleppt, wo er denselben mittels geeigneter Werkzeuge geklagten Hahn und Häckel erkannt hat. Verworfen wurde gewaltfam auffprengte. Er fand darin die Depotscheine von endlich die Revision des Bürgermeisters gegen die Freisprechung 58 000 m. in Werthpapieren, die ihm nichts nüßen konnten, Widners. Der Bürgermeister wurde zugleich verurtheilt, deur daneben aber auch 4266 M. in Papier, Gold und Silber. Dieses Geld nahm er an sich und gab davon 1200 m. an feinen in Angeflagten Wildner die in der Revisionsinstans erwachsenen timen Freund Beschte und 1800 M. an seinen Schlafwirth nothwendigen Auslagen zu erstatten. Dombrowski. An dieses offene Geständniß des Wichmann schließen sich die Geständnisse des Beschte und des Dombrowski, die ohne weiteres zugeben, das Geld von Wichmann erhalten und angenommen zu haben, nur will Dombrowski den Ursprung Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Bahl) des Geldes nicht gefannt haben. Da somit der Thatbestand vollständig klar gestellt ist, werden die beiden Zengen, Kom- Kottbus. Zur Veröffentlichung eignet sich Ihre interessante missar Klieme und Premierlieutenant Schmidt, nur vernommen, Meldung nicht. Wir haben sie als Material für den Reichstag um über die Führung und die finanzielle Lage der Angeklagten einem Abgeordneten übermittelt. Seid.Bengalines, entzückende Dessins in 12 Farben Meter 1,20 M. Gestr. Seidenstoffe, 60 cm breit, nur neue Farb. Meter 1,10 M. Bi Seidene Surah- Stoffe uni- u. Changeant- Farben Meter 1,05 m. 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Noch weniger! Von all diesen Dingen sprechen die Damen Berlins jetzt nicht mehr. Nein, seit der schöne Lenz uns entgegenlacht, die herrliche Frühlingssonne uns selbst den ungezogenen April vergessen läßt, giebt es nur eine einzige intereffaute Frage für die Damenwelt Berlins: eine chice elegante und billige Frühjahrstoilette. Nun: chice Damentleiderstoffe zu liefern ist nicht schwer; man legt ordentliche Preise an; zahlt hohe Preise beim Einkauf und läßt das Damenpublikum wiederum ordentlich zahlen. Auch eine große Auswahl führen ist nicht schwer. Aber, Chice Sachen, große Auswahl u. billig! billig! billig! billig! billig! Changeaut- Seidenstoffe, 58/60 cm breit, 12 Farb. Meter 80 Meter 38 Eine große Partie reinseidene Fantasiestoffe. Restbestände eines ersten Seidenwaaren- Hauses. Allerbeste Qualitäten, große Farben- u. Musterauswahl, statt 4-6 Mart jetzt Meter 1,80, 1,95 und 2,45 M. Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 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