Nr. 88. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. 1 Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Anfang vom Ende. ( Eig. Bericht.) Madrid, 9. April. Wie ein Damoklesschwert hängt über dem Geschick Spaniens die Entscheidung Cleveland's in bezug auf den amerikanischen Barlaments beschluß, in welchem die aufständischen Kubaner als trieg führende Macht anerkannt werden und der Präsident aufgefordert wird, bei der spanischen Regierung Vorstellungen behufs ber Unabhängigkeitserklärung Kuba's zu machen. Daß diefer für die Spanier in hohem Maße verlegende Beschluß die Gemüther aller beschäftigt, darf niemanden Wunder nehmen, spricht man in dem Beschluß doch den Spaniern das Recht ab, ihre eigenen Angelegenheiten nach ihrem eigenen Ermessen zu regeln. Dem spanischen Bolte fonnte keine größere Beleidigung zu theil werden; und es ist daher gegen die Amerikaner erbittert und möchte die Regierung zwingen, dem übermüthigen Yankeevolke den Krieg zu erklären. Rache und Krieg" schreit das Organ der Progressisten; und das Organ der Zentralisten fordert von der Regierung, dem amerikanischen Gesandten sein Beglaubigungsschreiben auszuhändigen und sofort eine Flotte- leider hat Spanien teine nach dem merikanischen Meerbusen zu schicken. Die republikanische Union- ein todtgeborenes Kind der gegenwärtigen Verhältnisse will überall Voltsmanifestationen in Szene sezen; aber ihre eigene Ohnmacht zwingt sie, es bei nichtsfagenden Beschlüssen bleiben zu laffen; denn die Regierung ist entschlossen, jeden Manifestationsversuch sofort mit Waffengewalt zu unterdrücken: die Gouverneure der Provinzen haben die weitgehendsten Befugnisse zugestanden erhalten. Mittwoch, den 15. April 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Politische Uebersicht. Berlin, 14. April. von Offizieren ziehen sich in Feigheit zurück, wenn es ihnen nicht! möglich ist, sich durch Einfluß bei hohen Persönlichkeiten von einer Expedition nach Ruba frei zu machen. Allein in den letzten sechs Monaten ist der Militär- Pensionsfonds um drei Millionen Pesetas erhöht worden. Kaum warm gewordene Das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigte sich Generäle fehren aus Rücksicht auf ihre kostbare Gesundheit vom in der ersten Sizung nach den Osterferien am Dienstag mit Kriegsschauplage zurück, um sich in den politischen Zirkeln Initiativanträgen. Der alljährlich wiederkehrende AnMadrids als Helden feiern zu lassen. Das arme Volt erfährt von diesen Gemeinheiten nichts, trag Johannsen, wonach in den nordschleswigschen obwohl sie in der Presse öffentlich behandelt werden- es kann Volksschulen mit dänischem Religionsunterricht wenigstens ja nicht lesen; und die Oppositionsblätter gelangen auch zwei Stunden Unterricht in der dänischen Sprache gegeben garnicht nach den Dörfern und kleinen Städten. Das dulden die werden soll, wurde, nachdem der Antragsteller denselben be= a ciques( die absoluten Beherrscher kleiner Ortschaften) nicht. gründet und die Regierung sich dagegen erklärt hatte, durch Das Volk ist mit völliger Blindheit geschlagen und sich ebergang zur Tagesordnung erledigt. Die seiner Kraft nicht bewußt. Die jeweilige Regierung kann darum aus den Polen und Freisinnigen bestehende Minorität mit ihm machen, was ihr beliebt; ob sie sich konservativ oder versuchte zwar, dieser Vergewaltigung mit den geschäftsliberal nennt, das ist gleichgiltig. Die Oligarchien des alten Hellas sind nicht schlimmer gewesen, wie es die Canovas, ordnungsmäßigen Mitteln zu begegnen, aber ohne Erfolg, Sagastas und Robledos sind. denn die Möglichkeit, die Beschlußfähigkeit des Hauses an Troz der absoluten Gewalt eines Canovas, trotzdem er zuzweifeln und auf diese Weise zu verhindern, daß man hunderttausende Stück Schlachtvieh und unbegrenztes Kanonen sich über einen ernst gemeinten Antrag leicht hinwegfutter nach Kuba senden könnte, stehen wir doch am Anfang des segt, ist in der Geschäftsordnung des AbgeordnetenEndes. Die Geldmittel Spaniens find erschöpft; und die Haltung hauses nicht vorgesehen. Es folgte sodann die Berathung der Amerikaner wird immer drohender. Schon längst baben sie zweier konservativer Anträge, die scheinbar darauf hinausmit Sehnsucht auf die reiche Insel geblickt und es unterliegt laufen, dem schwer bedrängten Mittelstand zu Hilfe zu nicht tem geringsten Zweifel, daß die fubanische Revolution mit kommen, in Wirklichkeit aber nur Wahlmanöver find. Der amerikanischem Gelde unterstützt und gehalten wird. Jetzt hat man durch Parlamentsbeschluß die tubanische erfte Antrag verlangt die Vorlegung eines Gesezentwurfs, Revolution offiziell anerkannt; und außer den Regierungsfreisen durch welchen die in dem Gesetz vom 27. Februar 1880 be zweifelt hier niemand daran, daß Cleveland einer er- treffend die Besteuerung des Wanderlager- Betriebes vor drückenden Parlamentsmajorität gegenüber gezwungen ist, dem geschriebenen Steuersätze erhöht werden. Wie unbedeutend Beschluß seine Zustimmung zu geben. Die Interessensphären des diese ganze Frage ist, geht daraus hervor, daß das Eramerikanischen Kapitals, dem auch er sich beugen muß, werden gebniß aus der Besteuerung des Wanderlager- Betriebes im ihm schon sagen, was er zu thun hat. Es heist allerdings, daß Jahre 1894 bis 1895 nur 34 000 Mark beträgt, er vor seiner Entscheidung bei der spanischen Regierung an Der Antrag wurde fragen werde, wie diese über die Autonomie Kuba's dente. also kaum in betracht kommt. Diese Nachricht ist der Regierungspresse Spaniens entnommen. nach längerer Debatte, der die Regierung sich Die Sozialdemokratie hält sich würdevoll. Was ist ihr Obwohl die Regierung eine freundschaftliche Antwort in im Prinzip dafür erklärte, ohne indeß ihre Stellung Ruba? Ist Ku ba spanisch, so möge man den Kubanern auch Aussicht stellt, wird man sie daran zu hindern suchen. Alle zu präzisiren, angenommen. Der zweite Antrag, welcher Rechte eines Spaniers gewähren und sie nicht Parteien Spaniens mit Einschluß der Liberalen sind sich darin die Vorlegung eines Gesezentwurfs fordert, wonach wie Bürger zweiter Klasse und als Rechtlose be einig, daß eine solche Handlungsweise der Regierung der Gipfel von den nach dem Gewerbesteuer- Gesez vom 24. Juni 1891 handeln. Die Sozialdemokratie weiß nur zu wohl, daß Kuba der Selbsterniedrigung und der Demüthigung vor den für die Spanier nichts weiter bedeutet, als ein bequemes Amerikanern sein und daß man dieselbe auf keinen Fall geschäften und ähnlichen Unternehmungen eine besondere gewerbesteuerpflichtigen Waarenhäusern, Bagaren, VersandtAusbeutungsobjekt des verkommenen spanischen Adels und der dulden würde. El Imparcial", ein den Konservativen elenden Schmaroßer der jeweiligen Regierung. Man sympathifirt nahestehendes monarchisches Blatt, schreibt in feiner aufsteigende Betriebssteuer erhoben und den Kreisen übermit den um ihre Freiheit ringenden Kubanern, aber man darf heutigen Nummer:„ Wenn Canovas sich soweit erniedrigen sollte, wiesen werden soll, ging an eine Kommission von 14 Mites nicht aussprechen, weil man nicht die Macht hat, seinen so wird das spanische Volt, um seinen traditionellen Charakter gliedern. Der Finanzminister erklärte, dem Antrage stepWorten Nachdruck zu verleihen und weil man keine Ursache hat, vor der Welt zu bewahren, über diese Regierung und über alles, tisch gegenüberzustehen, ihn aber wohlwollend prüfen zu fich zum Opfer eines blindwüthenden und besinnungslosen was ihr als Stüße dient, hinwegschreiten. Und diese Bewegung wollen. Am Mittwoch findet die zweite Berathung des Patriotismus zu machen. wird eine allgemeine, plögliche, ohne jegliche Agitation hervor Lehrerbesoldungsgesetzes statt. Die Entwicklung der Dinge auf Kuba ist eine historische gerufene, eine aus dem Inne... des Boltes herausgeborene Nothwendigkeit; und die allergrößten Kraftanstrengungen Spaniens fein." werden kaum hinreichen, um die aufständische Insel bei dem Trotz alledem beharrt die Regierung in ihrem Optimismus Mutterlande zu erhalten. Im Interesse des spanischen Volfes und baut auf den guten Willen Clevelands, von dem sie wäre es zu wünschen, wenn die spanischen Truppen sich recht schon so manche Demüthigungen geduldig hingenommen hat. Man bald aus Kuba heraussiegen möchten; denn wer bringt das fürchtet, daß sie sich noch weiter demüthigen wird. Blutopfer? Das arbeitende Volt, das nicht das allergeringste Wie auch immer die Entscheidung Clevelands ausfallen Interesse an Ruba hat. Wer 1500 Pesetas( 1200 M.) auf möge, ein Konflikt, sei es mit den Vereinigten Staaten, sei zubringen vermag, befreit sich vom Militärdienst; und wer es es in den inneren Verhältnissen Spaniens, wird auf alle Fälle versteht, mit geringeren Summen Militärärzte u. s. w. zu be- eintreten. Wird der amerikanische Parlamentsbeschluß Gesez, so stechen, geht nicht nach Kuba. Nur das Proletariat muß die geht Kuba verloren und ein Krieg mit den Vereinigten Staaten Blutsteuer aufbringen. Und wer läßt sein Leben auf Kuba? erscheint unvermeidlich; demüthigt sich die Regierung, so stehen Jünglinge, die das 20. Lebensjahr noch nicht überschritten wir wohl vor einer Revolution. Kurz, der Anfang vom Ende haben und darum nicht wissen, wofür sie bluten. Große Schaaren ist da! Bisher ist es nirgends zu Ruheftörungen gekommen; das Bolt hat seinen Enthusiasmus bei den Kundgebungen von Anfang März verpulvert und ist in dem gegenwärtigen Moment troß feiner Erbitterung sehr resignirt; und es wäre zu beklagen, wenn es sich durch die Hezartikel der republikanischen Presse provoziren lassen sollte. Die Herren Republikaner sind nämlich ganz feige Gefellen und würden sich im Ernstfalle von den verleiteten Boltsmassen zurückziehen. 3 die " Tene. Zum jüngsten Duellmord erfährt man, daß auch der getödtete Hofzeremonienmeister sich gegen das Duell gesträubt hat. Auch ihm ist, ebenso wie seinem Widerpart, das Duell„ moralisch" aufgezwungen worden. Wer waren dieſe Anstifter eines Verbrechens? Die Herren Duellmacher pflegen sich ihrer Gesetzesbrecherei zu rühmen, und so sollte es dem Herrn Staatsanwalt wohl nicht schwer fallen, a II e Theilnehmer und Mitschuldigen an diesem letzten Duellmord zu ermitteln. Freilich obgleich die Namen einer ganzen Anzahl solcher Personen bekannt sind, so haben wir noch von keiner einzigen Verhaftung gehört. Wie vollkommen bei dem Duellmord Kultus die ( Nachdruck verboten.) schuster" geben!" antwortete die Wirthin und lächelte Kleines. Aber auf ' s war ein ganz gesundes Kind. glücklich, als sähe sie die schöne Männergestalt leibhaftig einmal, wer weiß' 3 denn, vielleicht ist sie zu früh aufRoman von Nicolaus Krauß. vor sich. g'standen, auf einmal wird die Lene frant und muß sich Die Lehrerin tippte mit dem Zeigefinger nach einigen Stimmt! So hat sein Hofnam' g'heißen. Und legen. Der Lorenz ist in seiner Angst zu allen Doktern Brotfrumen, welche auf dem Tische lagen, führte sie zum soweit war alles recht und schön. schön. 3 hat aber g'laufen,' n Boda( Bader, Heilgehilfen) hat er g'fragt Munde, blickte sinnend vor sich nieder und begann: noch wie lange dauert, bis die Zwei zusamm' und bei die alten Hirten, in Wunsiedel ist er g'wesen Wir waren drei Schwestern. Die mittlere ist schon als kommen sind. Der Vater hat lang nicht Ja jagen- g'holfen hat nichts. D' Lene ist ist net mehr Rind gestorben. Die älteste sie hat Lene geheißen, wie wollen. Er hat g'meint, dem Lorenz sein Höfel wär' zu aufg'standen von ihrer Liegerstatt, bis man fte ihre Tochter, die jetzt draußen in Deinem Nebenstübel klein, und die Lene würde nichts haben, als lauter Sorgen, naustragen hat auf den Friedhof. Jahrlang hat ihre spielt- war schon von klein auf ein lustiges Mädel und Müh' und Plag' ihr Leben lang. Eingetroffen ist alles, Krankheit dauert; Du kannst Dir denken, wie's da dem hat den ganzen Tag g'jungen und g'jubelirt wie eine Haide was er damals gesagt, aber von einander gelassen haben Lorenz gangen hat. Er hat müssen a Leut nehmen lerchen. Wie sie neunzehn Jahr alt war, sind ihr schon die die Beiden nicht. So haben sie denn im Herbst ge- zum Kochen und für die Kinder und einen Knecht dingen, Buben im ganzen Dorf nachg'stiegen. Aber sie hat keinen heirathet. weil er mit der Arbeit allein net fertig werden konnt'. gemocht; getanzt, ja, getanzt hat sie mit allen, aber weiter Na, was soll ich sagen, in der Erst ist's ja gangen. Aber das wär' noch das wenigste g'wesen. Wie wenn's nichts. Weißt D', tanzen hat sie tönnen! Und wie, sag' ich Es sind damals die besten Getreidejahr eing'fallen, die's Unglück nur gewart't hätt', so tam's jetzt auf einmal. Der Dir! Alles an ihr g'rührt hat sich, als wär' sie aus nur je geben hat. Du mußt's ja selbst wissen. beste Ochs hat sich im jungen Klee überfressen und mußte lauter Drähten. So find ein paar Jahr ver- Der Waizen war schon bei der Blüth mehr schwarz als g'schlachtet werden. Das nächste Jahr war das trockenste gangen. Da, einmal im Fasching, tommt ein grün und das Korn höher wie der größte Mann. Jahr, das ich erlebt hab'.' n Lorenz seine Felder liegen fremder, hochgewachsener junger Bauer ins alte Wirths- Der Lorenz und die Lene waren junge, gesunde Leut, und meistens auf dem Hang; er hat damals kaum die Saat haus" und tanzt mit. Der, die Lene seh'n und zum Sterben kein andern Dienstboten haben s braucht als einen halb wieder gekriegt. Jeßt mußten Schulden gemacht werden in sie verliebt sein, war eins. Weißt D'. ich hab's gleich wüchsigen Buben für's Vieh. Da ist's steilich gangen! und wieder Schulden, und immer ging's tiefer hinein. g'merkt, daß ihm auch die Lene gut ist; sie haft auf einmal Auch später hat sich's noch gemacht. Es sind Kinder Vor zwei Jahren ist die Lene geftorben. Bis herumgeredet, daß die gelben Haar' gar so schön seien. tommen, zwei Mädeln und ein Bub der Maß, der dahin hatte man dem Lorenz nichts nachsagen Na ja, ein schöner Kerl war er, da hat nichts geben. Den jetzt am Haberspirger Hof dient aber zu essen tönnen, nicht so viel als Schwarzes ist unter'm Nagel. ganzen Kopf voll gelber Locken hat er g'habt und so treu- haben alle g'habt, und feinem hat man ein Aber jetzt war's aus; er hat zu Trinken angericht't und zum herzige Augen, man hat ihm müssen gut sein, ob man Hängmaul angesehen. Tanzt hat die Lene nimmer, Umherwandern. Bei Euch heroben war er nicht, soviel g'wollt hat oder net. Und vertragen hat er sich auch mit und auch mit'n Singen war's aus und vorbei, hab' ich schon erfahren; aber auf'm Kulmer Berg und in Allen. Das ganze Dorf hat vor jedem Tanz schon g'spißt, aber net einmal, zehnmal hat sie mir g'sagt, daß sie ihren Grottensee hat ihn jedes Kind gekannt. Wie's in der ob er wieder da sein wird. Und richtig, es hat gar net Mann net besser wünschen könnt', als er ist. Er hat niet Wirthschaft zugeht, wenn der Hauswirth in den Wirthslang dauert, hat er seinen Hochzeitsbitter g'schickt und um trunken, war kein Spieler, jeden Pfennig hat er zusammenhäusern herumstreunt, tann sich ja jeder denken die Lene ang'halten.... Weißt D' jeht, von wem ich g'halten, und net ein bös' Wort hat er ihr geben. Die Erzählerin seufzte auf und strich einige Male red'? So sein ein paar Jahrla vergangen. Auf einmal, mit der flachen Hand über das Tischtuch. Nach einer Weile " Selbstverständlich!" 3 hat ja nur einen Bach- 1 die Lene hätt sich eher' n Tod einbildt, kommt noch ein fuhr sie fort: und Ehrbegriffe auf den Kopf gestellt sind, erhellt aus Chronik der Majestätsbeleidigungen. Der„ Nürnberger| vorstandes, in der über die Hammerstein- Sache Beschluß gefaßt dem Beispiele des Herrn von Hammerstein, der ein Anzeiger", ein demokratisches Organ, wurde heute wegen wurde, sei vielleicht umgeschrieben worden, um die ParteiJahr lang jeden Verdacht gegen seine Ehrlichkeit durch Wiedergabe der Worte, die Quidde's Verurtheilung wegen leitung in ein besseres Licht zu stellen. Demgegenüber erklärt einen Hinweis auf seine Pistole zurückdrängte. Nach dem Majestätsbeleidigung zur Folge hatte, tonfiszirt.nun die„ Konservative Korrespondenz", daß das Protokoll Ehrenkoder" der Edelsten wäre jeder ehrlos" gewesen, der Ave Imperator. Zu unserem Sonntags- Artikel wird sofort nach der Sigung verlesen, von allen Theilnehmern, auch voll Stöcker, unterschrieben worden eine Herausforderung dieses Hallunken zurückgewiesen uns mitgetheilt, daß der Sefundant Kobe's, Landrath Kotze, nicht daß Hofprediger Stöder, wenn er etwas daran zu bemängeln sei, oder gar mit einem Appell an den Staatsanwalt be in Aschersleben Landrath sei. Wir hatten die Notiz einem daß Hofprediger Stöcker, wenn er etwas daran zu bemängeln antwortet hätte. Und hätte er sie angenommen und wäre anderen Blatte entnommen. Jedenfalls ist der Sekundant das nochmals veröffentlichte Protokoll fordert das Parteiorgan gehabt hätte, das fofort hätte thun müssen. Im Anschluß an von Hammerstein„ zur Strecke gebracht worden", so war Roge ein königlicher Landrath und als solcher Gesetzeswächter. Den Herrn Etöcker kategorisch auf, klar und beſtimmt anzugeben, Wo er residirt, ist gleichgiltig. Hammerstein's„ Ehre" gerettet. Das ist die Ehre" des in welchen Punkten das eine oder das andere dieser Schriftstücke „ Ehrenkoder" der„ Edelsten". tendenziös oder unrichtig sei. " Noch ein Zeugnißzwangsverfahren. Die Thüringer Tribüne" meldet: " Unser verantwortlicher Redakteur Genosse Wiertelarz ist zum 16. d. M. vor das Amtsgericht geladen, um Zeugniß abzulegen in einer Disziplinar- Ermittelungssache". Die Ladung hat das Amtsgericht angeordnet. Welche Sache" das Amtsgericht im Auge hat, ist uns völlig unerfindlich." König Stumm's Rede in Neunkirchen liegt jetzt in einem ausführlichen Bericht der Kölnischen Zeitung" vor. Einige Stellen des Stumm'schen Herzensergusses verdienen eine ausführlichere Wiedergabe. Es heißt da nämlich: W .. V " * * Deutsches Reich. Arbeitern " Herrn Stöcker, der sich durch seine Ehrenerklärung von der Anklage des Grafen Schlieben gerettet hat, droht übrigens Die Reichskommission für Arbeiterstatistik trat gestern eine neue Klage durch den Pfarrer Witte, mit dem er seit unter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs Lohmann zu Jahren in Fehde liegt. sammen. Die Tagesordnung betraf die Vornahme mündlicher Vernehmungen von Auskunftspersonen über die Der Verein mit dem langen Namen Verhältnisse in der Kleiderkonfektion. Für die Berliner( industrielle Schutzöllner in Rheinland- Westfalen) hat an den Herren- und Knabenkonfektion waren als Auskunftspersonen er Fürsten Bismarck eine Adresse gerichtet, in der dieser diplobaum und Hannes; von den Zwischenmeistern Mattscheck, auf dem Gebiete der Volkswirthschaft angejubelt schienen: von den Konfektionären Zweig, in Firma Rosen- matische Gelegenheitsmacher als unerreichter Meister Behling und Rohrlack; den von wird. Das könnte man ja faft für Ironie halten. Mesect, Buschneider, Pagels Schneider, Fräulein Schlack, Näherin, Reine Arbeiterversicherungs- Konferenz Frl. Goldnick, Stepperin, Pilawa, Schneider, Benzin, Schneider, Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" dementirt die Mitthei Frau Meinicke, Näherin, Frau Thamm, Näherin, und J. Timm. lung mehrerer Zeitungen, daß Ende Mai oder Anfang Juni Außerdem waren als Auskunftspersonen erschienen Fabrikbesitzer eine abermalige Konferenz in Sachen der Vereinfachung der Weigert und Stadtmissionär Scharpff. Die Vernehmungen er Arbeiterversicherungs- Geseze stattfinden solle. streckten sich auf die Art der Produktion und die bei der Konfektion zur Anwendung kommenden Betriebsformen Mit den Nationalliberalen geht es fürchterlich sowie auf die sozialen Verhältnisse der Arbeiter und bergab. Dies beweist der Umstand, daß sie ihre wahren Ziele Arbeiterinnen Weitere Auskunftspersonen, deren Vernehmung und Absichten vollständig in einem Nebel von Phrasen zu vermehrere Tage in Anspruch Bad. nationallib. Korr." in Als eine Partei der Mitte muß sie sich auch hierin erweisen, daß sie die Extreme nach rechts und links ausschließt und ohne Rücksicht aufSonderinteressen ledig= lich das wohl der Gesammtheit im Auge behält. Daß sie am besten auch unter anderem dem Gewerbestand und der Landwirthschaft dient, ist zweifellos. In rein politischen Dingen gilt es, reaktionäre Versuche, die an die Deffentlichkeit treten, getreu dem liberalen Charakter der Partei zu bekämpfen." lich noch einen politisch Denkenden über den Charakter der Wollen die Herrschaften nur erheitern oder glauben sie wirknationalliberalen Partei täuschen zu können? nehmen wird, sind geladen hüllen suchen. So schreibt arteitag die folgenden Säße: aus Stettin, Aschaffenburg, Stuttgart und bei Stuttgart, für die sogenannte Arbeiterfonfektion aus Lübbecke, Herford und Gadderbaum bei Bielefeld, für die Damenkonfektion aus Berlin, Breslau und Erfurt. einem Waschzettel den = Während die Sozialdemokraten einzelne Verbrechen, wie den Meineid und den Diebstahl in nicht miß zuverstehender als erlaubt hinstellen, sind die Chriftlich Sozialen vorsichtiger, aber auch gefährlicher. Sie nehmen ein Körnchen Wahrheit, wickeln dieses aber in solchen Schmuß, daß das ganze eine wahre Freude des Teufels werde Redner wendet sich nun Stöcker zu, den er furz als den Vater der Doppelzüngigkeit fennzeichnet. Seit den jüngsten Vorgängen haben alle anständigen Kreise Stöcker den Rücken gefehrt. Eine hochstehende Dame habe Redner unter Thränen erklärt, daß sie noch von keinen Predigten so erbaut geworden, als von denen Stöcker's, fie daß fich Ueber die Vernehmungen wird stenographisch Protokoll geaber jetzt von der Unwahrhaftigkeit des Mannes über- führt. zeugt, daß sie ihn als christlichen Prediger und Seels Vier Kandidaten bewerben sich um das Mandat forger nicht mehr anerkennen könne... Er sei es nicht gewöhnt, des Kreises Ruppin Templin. Von unseren Parteigenossen die Person des Kaisers in den Kampf der Meinungen zu ziehen, ist wieder Genosse Julius Apelt aufgestellt, die Freifinnige aber die Geistlichen müssen doch wissen, wie ihr obersier Landes- Volkspartei hat den Rittergutsbesiger Lessing aufgestellt, von bischof zu der chriftlich- sozialen Frage steht, und der Redner dem nichts weiter bekannt ist, als daß er der Sohn des Geheimen habe mit allerhöchster Ermächtigung die ver- Justizraths Lessing, des Hauptbesizers der Vossischen Zeitung" urtheilende Ansicht des Kaisers über die und der Schwiegersohn des Berliner Oberbürgermeisters Belle christlich soziale Bewegung in die Oeffentlich ist. Die Konservativen, die hocherfreut waren, daß ihnen dies- Die Aufgaben des vaterländischen Lebens teit gebracht; ein ihm vorliegendes Tele- mal ein Kandidat des Bundes der Landwirthe nicht in den stellt am besten dar-- die nationalliberale gramm des Kaisers zu seinem 60. Geburtstag Weg kommt, haben endlich einen Kandidaten aufgetrieben, den Partei. Dieses große Wort sprach der Abg. von Eynern ge= gebe diesem Urtheil noch viel schärferen Auslandtags- Abgeordneten und Rittergutsbesitzer Lamprecht. Ihre lassen aus auf der Versammlung des Nationalliberalen Zentraldruck. Wenn es dem Kirchenregiment nicht gelinge, Freude über die ausnahmsweise Disziplin der Bündler wird sehr komitees für die Rheinprovinz. Auch sonst fehlte es dort nicht dieser Bewegung Herr zu werden, dann gehe die Landeskirche zu gestört durch die Antisemiten, welche als Kandidaten der an herrlichen Redeblüthen. So fagte Dr. Johannes Grunde, da die Besitzenden aus der Kirche herausgetrieben und Reformpartei" den Kaufmann Schuckert aufgestellt haben. aus Wiesbaden:„ Gerade die nationalliberale Partei die Besitzlosen in die Arme der Sozialdemokratie getrieben werden. und nicht bethätigen Nach den uns aus dem Wahlkreise zugehenden Stimmungs- müsse die christlich soziale Liebe Die sozialdemokratische Partei ist es gewohnt, durch berichten sind die Aussichten für unseren Kandidaten vorzügliche. in Phrafen, Phrasen, sondern in Thaten zeigen, daß in ihr Herrn v. Stumm verleumdet zu werden. Und so legen wir Die Genossen im Kreise werden alles daran setzen, diesmal in die sozialen Bestrebungen einen wahren Hort finden." denn die Verdächtigung, daß die Partei Meineid und Dieb- die Stichwahl zu kommen. Schon das Abtreiben aller Ver- Gegen die Großziehung des Streberthums durch das neue stahl als erlaubt hinstelle, zu den übrigen. Aus dem Munde fammlungslokale feitens unserer Gegner beweist aufs deutlichste, Assessorengesetz sprach Justizrath Riffart aus Köln. des Herrn v. Stumm beschimpft zu werden ist alles andere daß große Fortschritte der Sozialdemokratie von unseren Feinden Es handelt sich hier nicht um einen verspäteten Aprilscherz oder um einen Auszug aus einer Karnevalszeitung. Nein, wir eher denn eine Unehre. So würde auch, wenn irgend etwas befürchtet werden. zitiren wörtlich aus Nr. 339 der Kölnischen Zeitung" von Herrn Stöcker rehabilitiren könnte, das durch die Ausbrüche- Der Sieg des Welfen bei der im Kreise Osnabrück- diesem Jahre.persönlichen Haffes bewerkstelligt werden, die aus Stumm's Bersenbrück- burg erforderlichen Reichstags- Stichwahl scheint geMunde sich über den Hofprediger a. D. ergießen. Denn sichert zu sein, da die Antisemiten sich für Unterstützung des Uetersen, 11. April. Polizeiliche Bevormundung. Es ist nicht durch seine Verfehlungen, sondern nur durch seine, Welfen ausgesprochen haben und auch fonit tein nationalliberaler eine bekannte Thatsache, daß die preußische Polizei sich in jeder wenn auch noch so schwächlichen Befürwortungen sozialer ähler fich für die nationalliberale Kandidatur erwärmen Beziehung als Vormund des Volkes ansieht, daß aber einer Wittwe polizeilich verboten wird, zwei unbescholtene Männer bei sich aufReformen hat er sich den Haß des Generalgewaltigen von Die Rhein- Westf. Arb.- 3tg." schreibt zum Wahlergebnisse: zunehmen, dürfte selbst für Preußen ein Unikum sein. Einer Neunkirchen zugezogen. Herrn v. Stumm's Treiben wird Ju Diffen, wo das vorige Mal die Wahl- und Wahl- besigen Wittwe wurde nachfolgender Zettel durch die Polizei es voraussichtlich noch dahin bringen, daß die Chriftlich- protokoll- Fälschung vorfam, ist die Zahl der sozialdemokratischen zugestellt: Sozialen in Saarbrücken und Umgegend eine zeitlang die Stimmen von 16 auf 106 gestiegen. Das ist das Urtheil des( folgen Namen) in Ihrer Wohnung aufzunehmen. Sollten die Es wird Ihnen hiermit untersagt, die Arbeiter Rolle einer ernst haften politischen Partei spielen können. Volkes über jene ungefühnte Fälschung. Denn der unter Anklage gestellte Wahlvorsteher Westendarp ist freigesprochen worden. selben wieder in Ihrer Wohnung betroffen werden, so wird eine Die Zusammenkunft des deutschen Kaisers und wegen der unberechtigten Verhaftung eines Gegners, der Geldstrafe von 20 M. gegen Sie verfügt werden. Die Polizeimit dem König von Italien soll nach Angabe Beugnisse über die Wahlfälschung sammelte, hat er zwar später verwaltung.( Siegel.) gez. Meßtorff." chauvinistischer Kannegießer in Frankreich große Aufregung drei Monate Gefängniß diktirt erhalten, aber die Strafe Wir möchten uns doch die Frage an die Polizeiverwaltung hervorgerufen haben. Wir haben von einer solchen Auf- ist infolge eines Begnadigungsgesuches nicht vollstreckt worden. erlauben, auf grund welches Gesetzesparagraphen sie berechtigt regung in den französischen Blättern nichts bemerkt. Nur ist, eine derartige Verfügung zu erlassen? Absichtliche Verschleppung der Börsenein oder zwei Chauvinistenblätter erwähnen der Sache reform wird in den Organen des Bundes der Landwirthe der Jn Sachen des Beschlusses der sächsischen Landessensationell zu den bekannten Geschäftszwecken. Regierung unter Führung des Herrn v. Bötticher vorgeworfen. versammlung gegen die sofortige Niederlegung der Mandate In der konservativen Partei scheint Uneinigkeit über die Stellung ist festzustellen, daß unter den Gründen, die zu gunsten dieser zu diesem Gesetzentwurfe zu herrschen. Das Organ der schlesischen Entscheidung geltend gemacht wurden, auch der war, daß bei Junter, die Schlesische Zeitung", erklärt, daß die konservative dem neuen Klassenwahlsystem nicht ausgeschlossen sei, sozialReichstagsfraktion zwar alles aufbieten werde, um Kautelen gegen demokratische Kandidaten zu wählen. Die Annahme mag irrig den Mißbrauch des Terminhandels zu schaffen, daß sie aber in fein, fie muß bei Würdigung des gefaßten Beschlusses aber in erster Linie dafür sorgen werde, daß die Börsenreform überhaupt betracht gezogen werden. Wir erwähnen dies, weil verschiedene endlich feste Gestalt annehme. Die konservative Fraktion werde, nichtsächsische Blätter in ihrem Urtheile von der Voraussetzung auch wenn die Vorlage nicht eine ihren Wünschen entsprechende ausgehen, die Landesversammlung habe nicht an jene Möglichkeit Gestalt erhält, dafür stimmen." gedacht.dürfte. " " Hierüber ist das Bundesorgan nun sehr entrüstet. Die Differenzpunkte zwischen den fühlen Politikern in der konservas tiven Partei und den Draufgehern im Bunde der Landwirthe scheinen sich wieder zu mehren. " " Wenn man's im Grund nimmt, war's eigentlich noch ein Glück für die Kinder und auch für ihn. Was hätt' er ang'fangen, wenn man ihm sein Höfel verkauft hätt'? Er war ja schon ganz darnieder.... Alsdann, im vorigen Winter -es hatte schon einigemal tüchtig gefroren g'habt, aber an es hatte schon einigemal tüchtig gefroren g'habt, aber an den Seiten war das Eis halt doch no net fest- da haben sie in Godigau während der Sizweil', wie's schon finster worden ist, auf einmal einen schrecklichen Schrei g'hört. Alles ist auf -Zu den Beschlüssen der sächsischen Landesg'sprungen und hat hinaus g'horcht, aber es hat sich nichts geipzig abgehaltene, von über 1800 Personen besuchte Parteitonferenz nahm eine am 13. April im Pantheon in mehr g'rührt. Jeder hat g'sagt, das muß drüben über der Eger gewesen sein, wo der Berg auf einmal ein scharfes versammlung des 12. und 18. sächsischen Reichstagswahlkreises Blinder Eifer schadet nur. Die Korre Stellung. Nachdem Genosse Grenz über die Konferenz beEck macht, und droben der Weg nach Grottensee geht. In fpondenz des Bundes der Landwirthe" druckt richtet, legten die Genossen Bintau, Dr. Schoenlant und Gener derselben Nacht ist der Bachschuster nicht nach Haus unsere Mittheilungen über die Landlungen der Auswanderung ihren Standpunkt ilar. Um den persönlichen Kampf zu verkommen. Am dritten Tag haben die Nachbarn g'sucht, in ab. Unsere daran anknüpfenden Ausführungen vermag sie nicht meiden, fab Genofie Pinkau davon ab, seine gegen die Leipziger allen Dörfern ist rumg'fragt worden, aber der Lorenz zu widerlegen. Selbst wird sie nicht zur Sache ja Volkszeitung" gerichtete und auf der Landesversammlung war weg und ist weg blieben. Bis zum Frühjahr. Wie fagen. weil sie nichts Gescheidtes zur Sache zu zurückgezogene Resolution einzubringen. Obgleich sich noch berg auf einer Wiesen in einem Graben gefunden. Bauernthums. Proletarisirung des vorlagen, wurde ein Antrag auf Schluß der Debatte anIch hab's net mit ang'hört, aber die Leut' haben lich auch an der Maul- und Klauenseuche schuld, und die feinem ersten Abfaß gegen 5, in feinem zweiten Absatz gegen Kein Wunder, Caprivi ist ja bekannt genommen, und folgender Antrag des Agitationsfomitees in g'sagt, so etwas Trauriges hätten sie gar noch nie g'sehen, in derpest wäre sicher abgeschafft, wenn die Umsturzetwa 40 Stimmen angenommen. als wie man den todten Bachschuster in sein Haus bracht vorlage angenommen wäre! Das Possirlichste ist, wie die hätt. Die Kinder wollten es gar net glauben, daß ihr Vater Stubengelehrten des Bundes" gar nicht merken, daß die von todt sei- er war immer gut zu ihnen die Lene streichelte uns mitgetheilte Statistik die gesammte Periode des immer wieder sein Geficht und weinte und flehte: Baterl! teigenden und höchsten 3ollsch uses in sich entVaterl, steh' doch auf! Ich hab' gar so großen Hunger! hält und daß gerade in diesem Zeitraum die entNur noch einmal mach die Augen auf! So hör' doch, ſcheidende Wendung sich vollzogen hat. Aber freilich, daß der Vorwärts" die Sachlage überzeugend darlegt", konnte beim Vaterl! Hörst D' denn nicht?" besten Willen nicht bestritten werden, und ein agrarisches Schwänzchen mußte der Mittheilung angehängt werden. Ca hilft sich jeder, wie er kann, und die schönste Jungfrau der Welt vermag nicht mehr zu geben, als sie hat. Und das Eis gegangen war, hat man ihn vor Königs- Ar sei schuld fagen weiß, sagt fie: die" Politik ohne Halm und zehn Genossen zum Wort gemeldet hatten und vier Resolutionen Die Weiber, was den Todten abg'waschen haben und eingekleidet, haben das Mädel müssen wegreißen und einsperren, sonst hätten s' net arbeiten können. " an der Und grad so traurig war d' Leich. Die ganze FreundDie Wahl des Reichstags- Abgeordneten und Landschaft und alle seine Bekannten und viel, viel fremde Leut raths von Manteuffel, des Führers der Konservativen, haben' m Bachschuster die lezte Ehr geben, kein böses Wort zum Nachfolger des Herrn v. Levekow als Landesdirektor über ihn hat man g'hört. Wie ihn der Pfarrer wegg'segnet der Provinz Brandenburg für eine zwölfjährige, mit hat, ist's Weinen und Schreien angangen, und den ganzen dem 1. Mai d. J. beginnende Amtsdauer hat die königliche BeWeg bis Königsberg hat's gedauert, sechs Musikanten stätigung erhalten. waren mit, aber man hat sie faum g'hört vor lauter Weinen. Und alles hat mitgegreint. " Or1. Die Parteiversammlung des 12. und 13. sächsischen Reichstags- Wahlkreises lehnt eine Betheiligung bei den nächsten Landtagswahlen ab. Eine fort gefeyte Thätigkeit für Erringung des gleichen, allgemeinen, geheimen und direkten Wahlrechtes ist selbstverständlich bei jeder Gelegenheit zu betreiben. 2. Die in Frage kommenden Landtags- Abgeordneten Goldstein und Pinkau werden aufgefordert, ihre Mandate niederzulegen." Außerdem wurde noch folgende Resolution gegen wenige Stimmen angenommen: " Die Bersammlung mißbilligt ganz entschieden das Vorgehen der Abgg. Kaden, Pinkan u. a. sowohl gegen die„ Leipziger Volkszeitung" selbst, als auch gegen die Person des Genoffen Schoenlant. Sie spricht der Leipziger Volkszeitung" und dem Agitationskomitee für ihre Haltung bezw. der Wahlrechtsbewegung ihre volle Sympathie aus und verwahrt sich dagegen, daß sie vom Agitationstomitee oder von der Leipz. Volkszeitung" terrorifirt worden ist. Die Schreibweise der Zeitung einschließlich des Wochenartikels unterzeichnet ,, Cri Cri", die Heiligkeit" des Mandats betr., entspricht in allen Punkten den Ansichten der Versammlung." Die Leipziger Parteigenossen haben durch die unter 1 und 2 Herr Liebermann v. Sonnenberg erklärt in einer der nationalliberalen„ Osnabrücker Zeitung" zugeschickten Wie der Bachschuster unter der Erd' war, hat sich das Berichtigung":" Es ist unwahr, daß ich bezahlter Falkenauer Vormundschaftsgericht hineingemischt und den Agitator bin. Ich lasse mir lediglich meine UnHof zum Verpachten ausg schrieben.' s hat sich wirklich offen vergüten und bringe schon seit einer Reihe auch einer von drunten, hintern Kulmer- Berg g'funden, der von Jahren einen erheblichen Theil der Dr genannten Beschlüsse dem Entscheid der sächsischen Landesganisationskosten meiner Partei aus den ein paar Groschen Geld g'habt hat, und der hat den Hof eberschüssen meiner Versammlungen auf." fonferenz bewußt zuwidergehandelt und damit ein böses Beispiel übernommen. Die drei großen Kinder haben sich müssen Danach betrachtet alfo Herr Liebermann v. Sonnenberg, wie von Mangel an Disziplin gegeben. Das ist um so tadelns= als Dienstboten verdingen, die Lene ist bei den Bächters die Rheinisch Westfälische Arbeiter Zeitung" hinzufügt, das werther, als die Sozialdemokratie Sachsens der Gegenstand Leuten blieben und solli' von ihnen aufzogen werden. So Eintrittsgeld der Versammlungen, in denen er spricht, als unerhörtefter Verfolgungen ist; will sie trotz derselben an hat's' das Gericht ausgesprochen gehabt. Wir waren alle fein Eigenthum ganz wie Ahlwardt- und giebt von nur dingte Einigkeit unumgänglich von nöthen. Diese ist nur Anhängerzahl und Macht auch ferner gewinnen, ist unbefroh, wie's so ausgangen war, und daß der Hof hat net so viel feiner Partei ab, wie ihm paßt. zu erhalten, wenn gefaßte Beschlüsse der anerkannten Bertretungen verkauft werden müssen. Herr Stöcker hatte in seiner legten öffentlichen Rede respektirt werden. Thatsächlich bot denn auch gerade die fächsische ( Fortsetzung folgt.) bemerkt, das Protokoll der Sigung des konservativen Partei- Soz ialdemokratie seit Beginn ihrer Existenz das Beispiel musterG Mit dem hafter Eintracht. Das scheint, wenn man die beiden Leipziger 1 gesprochen, einer der bekanntesten Volksschulmänner Englands. 1 Robinson werde auch 250 Bafutos rekrutiren, damit dieselben an Beschlüsse mit den übrigen brauchen wir uns nicht zu be- Herr Diron, der politisch mit Herrn Chamberlain geht, wird den der Unterdrückung des Aufstandes theilnehmen. fassen für mehr halten soll, als den Ausdruck des augenblick meisten Bestimmungen des Gesetzes entschiedene Oppositon im Striegsministerium fänden Berathungen darüber statt, welche lichen Aergers über das Resultat der Landeskonferenz Parlament machen. Noch entschiedener äußern sich die Vertreter Schritte nothwendig seien, um die ins Junere gesandten Truppen jezt anders zu werden, und noch dazu wegen einer des Diffenter-( Nontonformisten-) thums. Das Trinkgeld, das ihnen zu ersetzen.( Beifall.) Unter den bestehenden Abmachungen Sache, die mit dem Parteiprinzip wenig oder nichts zu thun hat, für ihre paar freien Schulen in der Bill angeboten wird, scheint habe die Chartered- Company die Kosten der Operationen zu sondern unter dem Gesichtspunkt der Taktik aufgefaßt sein will. feinen Zweck nicht erfüllen zu wollen. Kurz, es steht im tragen. Wir erwarten aber, daß den Leipziger Parteigenoffen das Ge- Parlament ein heftiger Kampf um die Bill in Aussicht, fährliche ihres Beginnens noch rechtzeitig zum" Bewußtsein dessen Ausgang aber für die Uebermacht der Konservativen faum Arbeiterschutz für Buchdrucker und Schriffgirker. Dem Bundesrath ist seitens des Reichskanzlers folgende Vorlage zugegangen: Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Einrichtung und den Betrieb der Buchdruckereien und Schriftgießereien. Bundesrath folgende Vorschriften über die Einrichtung und den Auf grund des§ 120 e der Gewerbe- Ordnung hat der Betrieb der Buchdruckereien und Schriftgießereien erlassen: I. Für diejenigen Räume, in welchen Personen mit dem Segen von Lettern oder mit der Herstellung von Lettern oder Stereotypplatten beschäftigt werden, finden folgende Vorschriften tommen wird. Wollten die übrigen großen Städte zweifelhaft ist, zumal die katholischen Irländer um der Vortheile, Deutschlands dem Beispiel Leipzigs folgen, wenn Partei- die ihren firchlichen Echulen geboten werden, voraussichtlich tonferenzen und Parteitage andere Beschlüsse fassen als gewünscht gegen die Amendements der Liberalen bezw. Radikalen stimmen wird, was sollte aus der Partei, was sollte aus der Arbeiter- werden. Schließlich wird dem Sieger der Kirchenpartei bewegung werden. Mit dem Wahlspruch:" In Reih und Glied!" die Beute zufallen. hat die Sozialdemokratie allen Stürmen getroßt, nur mit ihr London, 13. April. Im Unterhause brachte Gerald Balfour wird sie alle überdauern! Die Pflicht der Disziplin gilt aber, wie für den einzelnen Parteigenossen, so auch für Parteigenoffen ein. Hauptzweck der Vorlage ist die Feststellung des gesetz in längerer Rede die irische Bodengeset- Novelle ganzer Städte und Kreise! lichen Bachtzinses auf 30 Jahre mit der Wiaßgabe, daß Der bayerische Landtag hat sich wieder ver- der Zins alle fünf Jahre je nach dem Steigen oder Fallen sammelt und die Anträge auf Abänderung des bayerischen der Preise der Produkte.abgeändert werden kann, sowie Siche Vereinsgefeßes sowie zwei Beschwerden über Verfassungs- Ver- rung der von den Bächtern vorgenommenen Verbefferungen legung durch polizeiliche Handhabung der Gesetze erörtert. und Erleichterung des Ankaufs des Pachtgutes durch den Pächter. Namens des betreffenden Ausschusses beantragt der Referent Dr. Pichler( 3.), die Beschwerden im Gegensatz zu einem sozial1. Der Fußboden der Arbeitsräume darf nicht demokratischen Antrag für nicht begründet zu erklären und dem tiefer als einen halben Meter unter dem ihn § 2 des Vereinsgesetzes einen dritten Absah folgenden Juhalts Der Unterstaatssekretär des Auswärtigen, Curzon, er umgebenden Erdboden liegen. Unter dem Dache beizufügen: Frauen und Minderjährige sind von Versammlungen, klärte, der englische Vizekonsul in Musch habe am 27. März liegende Räume dürfen nur dann benutzt werden, wenn in welchen öffentliche Angelegenheiten erörtert werden sollen, und telegraphirt, die Lokalbehörden hätten auf grund eines Frade die das Dach mit gerohrter und verputzter Verschalung versehen ist. zu welchen öffentlich und allgemein eingeladen wird, aus Missionare aufgefordert, Kleinasien sofort über Alegan geschlossen". Die Sozialdemokraten Scherm und Genossen bedrette zu verlassen. Dem englischen Botschafter Currie sei auf seine mit Fenstern versehen sein, welche nach Zahl und Größe aus2. Die Räume müssen mindestens drei Meter hoch und antragen die Ablehnung des Antrages Pichler und die Vor- Vorstellungen hin mitgetheilt worden, das Frade beziehe sich reichen, um für alle Arbeitsstellen hinreichendes Licht zu legung eines neuen Gesetzes mit voller Vereins- und Ver- nicht speziell auf die Missionare, sondern auf Personen, die an gewähren. Die Fenster müssen so eingerichtet sein, daß sie zum fammlungsfreiheit nach württembergischen Muster. Endlich aufreizenden Bewegungen betheiligt seien; die Missionare würden Arbeitsräume mit schräg laufender Decke dürfen an keiner und Vereinsgesetz einer die Versammlungs- und Vereinsfreiheit nachkämen. Der amerikanische Geschäftsträger in Konstantinopel, Stelle weniger als zweieinhalb Meter und im Durchschnitt nicht beantragten die Liberalen Aub und Genossen, das Versammlungs in feiner Weise belästigt werden, so lange sie den Landesgesetzen Zweck der Lüftung ausreichend geöffnet werden können. schüßenden, den heutigen Verhältnissen entsprechenden Revision zu der ebenfalls Vorstellungen erhoben habe, sei benachrichtigt worunter drei Meiter Höhe haben. unterstellen. den, daß das Frade aufgehoben worden sei. " John Morley und der Friänder Dillon erklärten in Anwendung: ihrer Kritik der irischen Bodengeset- Novelle, sie bedürfe noch vieler Aenderungen, um annehmbar zu werden. -Schweden. Die Wände und Decken müssen mindestens einmal 3. Die Zahl der in diesen Räumen beschäftigten Personen Zum Aufruhr gegen das 3entrum bietet ein muß so bemessen sein, daß auf jede derselben mindestens freilich nur mit Vorsicht zu beurtheilender Bericht der Münchener Neues Wahlgefeg.( Breslauer Morgen- Zeitung".) fünfzehn kubikmeter Luftraum entfallen. Neuesten Nachrichten" aus Kirchdorf a. A. vom 13. April einen In Schweden herrscht anläßlich des dem Reichstage vorgelegten 4. Die Räume müssen mit einem dichten und festen Beitrag. Er lautet: Gestern sollte dahier eine vom„ Chriftlichen neuen Wahlgefeges eine lebhafte Bewegung. Bis 1866 war der Fußboden versehen sein, der eine leichte Beseitigung des Bauernverein Freifing" angekündigte Versammlung stattfinden. schwedische Reichstag aus vier Ständen zusammengesetzt: dem Staubes auf feuchtem Wege gestattet. Hölzerne Fußböden müssen Es hatten sich etwa 300 Personen eingefunden, darunter der Adel, der Geistlichkeit, dem Bürgerthum und den Bauern. Die glatt gehobelt und geölt oder auf andere Weise, z. B. Landtags- Abgeordnete Ecker und viele Bauernbündler aus Moos- 1896er Wahlreform hat das Wahlrecht an ein gewiffes Ein- burch einen zusammenhängenden Linoleumbelag, gegen das burg, Wippenhausen, Thalhausen u. s. w. Als die Vorstand kommen gebunden; die zweite Kammer wird in den Städten von Eindringen der Nässe geschütt sein. schaft sich zur Eröffnung der Versammlung anfchickte, entstand mehr als 10 000 Einwohnern direkt, in den übrigen Städten und den ein Tumult, der jeder Beschreibung spottet. Rufe wie: Wir Landgemeinden indirekt gewählt. Ter jezige Wahlgesetz- Entwurf find schon zu gescheidt, um uns von Euch und vom Zentrum an ermäßigt unter Beibehaltung der sonstigen Bedingungen das zur der Nase herumführen zu lassen"." Wir brauchen keine Christ- Wahl berechtigende Mindest- Einkommen und sieht außerdem eine lichen" u. f. w. gellten aus dem allgemeinen Lärm, in dem be- proportionale Vertretung der Minderheiten vor. Damit wird sonders einige Landbürgermeister nicht gerade vortheilhaft auf eine mäßige Ausdehnung des Wahlrechtes vor fielen. Die Versammlung mußte unter solchen Umständen ge- geschlagen. Dagegen wendet sich nun die Agitation für das Die allgemeine direkte Wahlrecht, deren Vorkämpfer für den 15. Mai einen Volts- Reichstag" ausgeschrieben haben, um gegen das neue Wahlgesetz zu demonstriren. Wie erinnerlich, wurde schon 1893 ein solcher Volts- Reichstag gegen das heute geltende Wahlrecht erfolglos in Szene gesetzt. Ob es der Agitation diesmal gelingen wird, die Regierung oder den Reichstag ihren Wünschen entsprechend zu beeinflussen, bleibt dahingestellt. Der württembergische Landtag soll Mitte Mai zusammentreten. A Desterreich. Wien, 14. April. Abgeordnetenbau 3. Beim Beginn der Sigung interpelliren Eim und Genossen den Landes. vertheidigungs Minister, ob er den Feldmarschall: Lieutenant Succovaty in Brünn von seinem Posten entfernen wolle, weil dieser den Soldaten verboten hätte, ein Lotal zu besuchen, in welchem Arbeiter versammlungen stattfanden. Wien, 14. April. Von dem in Troppau tagenden Hand werfer- Kongres wurde die immerwährende Ausschließung des antisemitischen Reichsraths- Abgeordneten Schneider von allen Handwerker- Kongressen beschlossen. " Bulgarien. und iährlich mit einem frischen Kalkanstrich, oder mindestens alle fünf Jahre mit einem ftischen Delfarbenanstrich versehen werden; der Delfarbenauftrich muß mindestens einmal jährlich mit warmem Wasser und Seife abgewaschen werden. Die Segerpulte die Regale für die entweder etterntasten müssen ringsherum dicht= schließend auf dem Fußboden aufsizen, so daß sich unter denselben kein Staub ansammeln kann, oder mit so hohen Füßen versehen sein, daß die Reinigung des Fußbodens auch unter den Bulten und Schriftregalen bequem ausgeführt werden fann. mal gründlich zu lüften. Ferner ist dafür Sorge zu 5. Die Arbeitsräume find täglich mindestens ein tragen, daß in ihnen ein ausreichender Luftwechsel während der Arbeitszeit stattfindet. 6. Die Schmelzkessel und Gießpfannen für das Lettern- und Sofia, 14. April. Zu dem Gerücht, daß Bulgarien gegen über Rußland die Bedingung eingegangen sei, einen befestigten Stereotypenmetall sind mit gut ziehenden, ins Freie oder in einen Platz zur russischen Verfügung zu erhalten und 10 Millionen für Schornstein mündenden Abzugsvorrichtungen( Fangdiesen Zweck zu bewilligen, wird offiziös versichert, die Nachricht trichtern) für entstehende Dämpfe zu überdecken. in dieser Form sei unrichtig. Es tönne zwar als zweifellos Das Legiren des Metalls und das Ausschinelzen der sogelten, daß Bulgarien angesichts der heutigen Lage Rußland genannten Kräße darf nur außerhalb der sonstigen Arbeitsräume Seerfolge leisten müffe; die erwähnten Bedingungen oder in letzteren nach Entfernung der sonstigen Arbeiter erfolgen. seien jedoch unrichtig. Thatsächlich seien nur Verhandlungen 7. Die Räume und deren Einrichtungen, insbesondere auch Der Kongreß war natürlich ein waschecht liberaler. Seine darüber gepflogen worden, daß Bulgariens Zahlung für die russische Wände, Gesimse, Regale, Letternkasten, sind zweimal im Beschlüsse werden den Abg. Schneider, der sich ja den Vorwurf Offupation im Restbetrage vou 13/2 Millionen zu An- Jahre gründlich zu reinigen. der Stempelfälschung gefallen lassen mußte, nicht weiter stören. Lag en verwendet werde, welche dem Jnteresse, Bemerkenswerth ist der Vorgang blos deshalb, weil Schneider Rußlands dienen sollen. mit feinem Aubange sich auf dem Handwerker Kongresse eine gefunden hatte, ihn aber nicht majorijiren konnte. Frankreich. Paris, 14. April. Aus Madagaskar wird gemeldet, daß mehrere hundert Aufständische eine französische Kolonne angriffen. Dabei wurden fünf Franzosen und 50 Aufständische nach hartem Kampf getödtet. Beim Minister der Kolonien ging ein obige Meldung bestätigendes Telegramm ein. Man glaubt hier allgemein, daß dieses Ereigniß den Senat dazu bewegen dürfte, alle für Madagaskar geforderten Kredite am fommenden Montag zu bewilligen. Die Fußböden sind täglich auf feuchtem Wege vom Staub zu befreien. 8. Die Letterntasten sind, bevor sie in Gebrauch genommen werden und so lange sie in Benutzung stehen, nach Bedarf zu reinigen. liefern. Fürst Ferdinand hat dauernd Pech. Gegen seine Bemühungen, die bulgarische Kirche der geistlichen Herrschaft des Zaren zu unterstellen, erklären sich in Bulgarien einmüthig Das Ausblasen der Kasten darf nur mittels eines alle Barteien. Die„ Agence balcanique" meldet: Die Nachricht Blafebalgs im Freien stattfinden und jugendlichen Arüber die Bemühungen zur Aufhebung des bulgarischen Schismas beitern nicht übertragen werden. hat hier einen beispiellos tiefen, nachhaltigen Eindruck gemacht. 9. In den Arbeitsräumen sind mit Wasser gefüllte und Das ganze bulgarische Wolf erhebt sich schon gegen die Zu- täglich zu reinigende Spuck näpfe, und zwar mindestens einer muthung, daß man es einer solchen Verleugnung seiner nationalen für je fünf Personen, aufzustellen. Ideale für fähig halte. Es wird mit Befriedigung tonstatirt, Das Ausspucken auf den Fußboden ist von den Arbeitgebern daß alle Parteien und alle politischen Elemente sich zu ein zu untersagen. müthigem Protest vereinen. 10. Für die Eeter sowie die Gießer, Polirer und Schleifer Amerika. sind in den Arbeitsräumen oder in deren unmittelbarer Nähe - Die Maßregeln gegen die Jungtürken. Wir meldeten dieser Tage das Verbot eines türkischen Wochenblattes- Dem spanischen Vertreter in Washington in zweckentsprechenden Räumen ausreichende Wasch- Einin arabischer Sprache, des" Meschweret". Es war dies das Organ ist am 8. d. M. eine vom 4. datirte Note des Staatssekretärs richtungen anzubringen und mit Seife auszustatten; für der sog. Jungtürkischen Partei, welche radikale Reformen im Olney zugegangen, welche in freundschaftlichem Tone Re- jeden Arbeiter ist mindestens wöchentlich ein reines Handtuch zu Sinne der westeuropäischen Demokratie erstrebt. Das Verbot formen für Kuba anregt und, falls die Reformen als war auf gemeinsamen Antrag der russischen und der türkischen genügend betrachtet werden, amerikanische Unter= Regierung erfolgt. Bu gleicher Zeit hatte die franzöfifche Re- it ügung zur Beruhigung der Kubaner in Aus gierung, ebenfalls auf Drängen Rußlands und der Türkei, den ficht stellt.Gründer und Redakteur des Blattes, einen Führer der JungGine 129stündige Parlamentssigung hat im türfen, Ahmed Riza, der sich nach Paris geflüchtet hatte, kanadischen Bundesparlament stattgefunden. Sie hat, wie jetzt ausgewiesen. Hiergegen wurden von feiten französischer Partei festgestellt ist, vom vergangenen Montag 3 Uhr nachmittags an führer remonstrirt und mit Erfolg. Die Ausweisung 129 Stunden gewährt und wurde nur allabendlich durch eine ist zurückgenommen. Und man erwartet, auch das Verbot furze Essenspause unterbrochen. Ein Ergebniß hat sie nicht der Zeitung werde aufgehoben werden. Ahmed Riza ist der gehabt. Die Schulreform- Vorlage, um die es sich handelte, tam Sohn eines früheren Großveziers und war selber ein hoher Be- nicht zur Entscheidung, vielmehr sollte die Debatte am Montag amter. Das Programm, welches er jüngst in der Justice" des wieder beginnen. längern entwickelte, ist nichts weniger als revolutionär. Es hat die Gleichberechtigung sämmtlicher Bekenntnisse und Nationali täten zur Voraussetzung, und fordert eine Lofal, Provinzial- und ** Reichsvertretung nach allgemeinem Stimmrecht. des Afien. - Der Atschinesen Aufstand. Nach einer Depesche Handelsblad" aus Batavia verlautet dort, daß der Anführer der atschinesischen Aufrührer Tuku Djohan sich dem holländischen Gouvernement zu unterwerfen beabsichtige. Afrika. 9 Insbesondere ist dafür zu sorgen, daß bei der Wasch einrichtung stets reines Wasser in ausreichender Menge vorhanden ist, und daß das gebrauchte Wasser an Ort und Stelle ausgegossen werden kann. Für höchstens je fünf Arbeiter ist eine Waschgelegenheit einzurichten. Die Arbeitgeber haben mit Strenge darauf zu halten, daß die Arbeiter jedesmal, bevor sie Nahrungsmittel innerhalb des Betriebes zu sich nehmen oder den Betrieb verlassen, von der vorhandenen Waschgelegenheit Gebrauch machen. 11. Kleidungsstücke, welche während der Arbeitszeit abgelegt werden, sind außerhalb der Arbeitsräume aufzubewahren. Junerhalb der Arbeitsräume ist die Aufbewahrung nur gestattet, wenn dieselbe in verschließbaren, gegen das Eindringen von Staub Die letzteren müssen geschütten Schränken erfolgt. während der Arbeitszeit geschlossen sein. 12) Alle mit erheblicher Wärmeentwickelung verbundenen Beleuchtungseinrichtungen sind derart anzuordnen oder mit solchen Schußvorkehrungen zu versehen, daß eine belästigende Wärmeausstrahlung nach den Arbeitsstellen ver 13) Der Arbeitgeber hat, um die Durchführung der unter 3iffer 8, 9 Absah 2, 10, Abjazz 3 und 11 getroffenen Bestimmungen zu regeln und sicherzustellen, für die Arbeiter verbindliche Vorschriften zu erlassen. 3um Matabili Aufstand liegen folgende Mel- mieden wird. Durban( Natal), 13. April. Die englische Regierung faufte zum Gebrauche im Matabililand zehn Maxim- Kanonen, welche vor einigen Monaten auf privatem Wege nach Natal gebracht worden waren. Mit jedem Geschütz werden 10000 Schuß mitgefandt werden. - Die religiösen Genossenschaften fahren fort, die Zahlung der jährlichen Vermögenssteuer zu ver weigern. Troßdem die Zahlungsfrist für das verflossene Jahr vom 1. Januar auf den 1. April verschoben worden war, sind bisher blos 171 000 Fr. eingegangen, während der gesammte Steuer- bungen vor: ertrag auf 11/2 Millionen geschäzt wird. Und doch ist der Steuersatz niedrig genug: er beträgt 30. pro Mille vom Brutto: werth für die gesetzlich anerkannten Genossenschaften und 40 pro Mille für die nicht anerkannten. Das gesammte Vermögen der Genossenschaften wird auf 500 Millionen Fr. angefeßt. Die Regierung wird wohl oder übel zu der vom Gesetz vorgesehenen gewaltsamen Eintreibung der Steuer schreiten müssen. England. Werden in einem Betrieb in der Regel mindestens zwanzig Arbeiter beschäftigt, so sind diese Vorschriften in die Kapstadt, 13. April. Der Administrator von Matabililand nach§ 134a der Gewerbe- Ordnung zu erlassende Arbeitsordnung Earl Grey nahm das Anerbieten des Gouverneurs von Kapland aufzunehmen. Sir H. Robinson an, ihm von Natal 300 Mann des 7. Husaren- II. In jedem Arbeitsraum ist ein von der Orts- Polizeibehörde Regiments und 150 Mann berittener Infanterie zur Hilfe zu zur Bestätigung der Richtigkeit feines Inhalts unterzeichneter senden. Weitere 100 Mann berittener Infanterie werden un- Aus hang anzubringen, aus dem ersichtlich ist: verzüglich von Kapstadt abgehen. 100 Mann gingen heute per Eisenbahn von Johannes. burg nach Majeting ab. a) die Länge, Breite und Höhe des Raums, b) der Inhalt des Luftraums in Rubiks metern, in London, 11. April.( Eig. Ber.) Gegen die Gorst'sche Schulbill haben sich mit größerer Entschiedenheit, als man erwartet hatte, die Anfang der Woche in Brighton versammelten Delegirten des Nationalen Lebrerverbandes gewendet. Trotzdem sich das progressistische Mitglied des Londoner Schul Die Südafrikanische Gesellschaft theilte mit, Vorposten aus c) die Zahl der Arbeiter, die demnach in dem amts, T. Macuamara, mit überraschender Mäßigung über die Gwelo bemerkten am 10. d. M. eine große Explosion in dem Arbeitsraum beschäftigt werden darf. Bill ausgesprochen hatte, nahmen sie mit 14 479 gegen 9255 Eagle Reef Store, in welchem der Geschäftsführer Ferner ist in jedem Arbeitsraum eine Tafel auszuhängen, die Stimmen einen Antrag an, der die vorgeschlagene Ueber Dynamit zurückgelaffen hatte. 200 Matabili sollen bei der Ex- deutlicher Schrift die Bestimmungen unter I wiedergiebt. tragung der Schulaufsicht an die Grafschaftsräthe rund- plofion getödtet worden sein. III. Für die ersten zehn Jahre nach dem Erlaß verwirft und die Schaffung speziell für diesen Im englischen Unterbause erklärte der Staatssekretär für die dieser Bekanntmachung können auf Antrag des Unters Zweck gewählter Körperschaften verlangt. Und so mit fait Kolonien, Chamberlain, der Gouverneur vom Kaplande nehmers Abweichungen von den Vorschriften unter I allen Punkten der Bill, welche auf die Büchtung der freien" Robinson habe nach Berathung mit dem Befehlshaber der Ziffer 1 bis 3 durch die höhere Verwaltungsbehörde zugelassen Diese Truppen am Schulen auf Kosten der Boardschulen hinauslaufen. von Kap und infolge Berichten Rhodes', werden. Jedoch darf für die Arbeitsräume eine geringere als Haltung des Lehrertages ist um so bemerkenswerther, als die Duncan's und des Earl Grey sich erboten, sofort nach den die unter I Biffer 2 bezeichnete Höhe nur dann zugelassen Mehrheit der Delegirten aus Lehrern an freien Schulen bestand. unruhigen Distrikten des Matabililandes 300 Mann Kavallerie werden, wenn jedem Arbeiter ein Luftraum von mehr als Aehnlich wie der Lehrertag hat sich der liberal- und 200 Mann berittene Infanterie von Natal zu senden, 15 cbm gewährt wird. Gin geringerer Luftraum als je 15 cbm unionistische Abgeordnete G. Dixon von Birmingham aus- laußer den bereits angeworbenen Freiwilligen und Polizisten. darf nur bis zur Grenze von je 12 cbm und nur unter der Bemeg IV. Die vorstehenden Bestimmungen treten für neue zu errichtende Anlagen sofort in traft. dingung zugelassen werden, daß durch künstliche Ventilation Gewerkschaften die Arbeitsbörse, troß der durch das Streik illusorisch zu machen, was ihm natürlich nicht gelingt. Go für regelmäßige Lufterneuerung ausreichend gesorgt und die neue Reglement eingeführten mancherlei Beschränkungen, bot ein Vertreter desselben dem Buchdruckereibefizer Schrinner, tünstliche Beleuchtung so eingerichtet ist, daß weder strahlende zu einer Musteranſtalt für die ganze Welt und zu bei dem die Ausständigen ihre Sachen drucken lassen, die Wärme noch die Arbeiter belästigende Verbrennungsprodukte in einem Werkzeug der Emanzipation des Proletariats ge- Lieferung von 50 000 Flugblättern an, worin Herr Staehr die die Arbeitsräume gelangen. stalten werde. Die Feierlichkeit schloß mit dem Ab- Angaben für falsch erklären wollte, die die Streifenden in ihrem, fingen der Arbeiter- Marseillaise, der Carmagnole, worauf bei Herrn Schrinner hergestellten Flugblatt über die Ursachen den Delegirten ein vom Gemeinderath gegebener Ehrenwein im des Streits gemacht haben. Führte Herr Schrinner den Druck Streitjaal"( Salle des Grèves) der Arbeitsbörse servirt wurde. des Staehr'schen Flugblattes aus, 10 hätten die darin Kein Mißton störte die Feierlichkeit. Die Ordnungspolitiker, die gemachten Angaben bei der Arbeiterschaft natürlich leichter sich in der Hoffnung wiegten, daß die Wiedereröffnungs- Feier als sonst den Glauben erweckt, daß sie richtig wären. tumultuarische Auftritte veranlassen werde, sind nun bitter ent- Herr Schrinner lehnte aber die Lieferung ab und machte täuscht. Wer hätte auch die Ordnung stören sollen, da die dem Vertreter des Herrn Staehr begreiflich, daß sein Polizei der Feier gänzlich fern blieb? Herr gescheidter handeln würde, sich mit seinem Personal zu einigen. Leider sitt Herr Staehr noch immer auf dem hohen Pferde; zwei Mitglieder der Lohnkommission, die mit ihm verhandeln wollten, mußten wieder umkehren, ohne ihn auch nur zu Gesicht bekommen zu haben. Für Anlagen, die zur Zeit des Erlasses dieser Bestimmungen bereits im Betriebe sind, treten die Vorschriften unter I 3iffer 5 Sat 1 sowie Biffer 7 bis 9 fofort, die übrigen Vorschriften mit Ablauf von sechs Monaten nach dem Tage ihrer Verkündigung in traft. Partei- Nachrichten. An die Parteigenossen! " Bisher sind 122 Gewerkschaften zum Wiedereintritt in die Arbeitsbörse zugelassen worden. Das neue Reglement verlangt in Gemäßheit des Koalitionsgesetzes von 1884 von den sich anEin bekannter Jurist und Politiker, früher Mitglied des meldenden Gewerkschaften u. a. die Niederlegung ihrer Statuten Reichstags, beabsichtigt ein Buch über: Die Rechtsprechung in und die Angabe der Namen der Vorstandsmitglieder bei der Die zweite hauptsächlich in betracht kommende Firma, die Deutschland" herauszugeben. Derselbe hat sich nun an die sozial- Seine- Präfettur. Diese Bestimmung hatte von Anfang an eine von M. Moussy Na ch f., hat ihren ablehnenden Standpunkt demokratische Parteileitung mit dem Ersuchen gewandt, ihn in seinem Opposition gegen den Wiedereintritt hervorgerufen. Eine ebenfalls noch nicht verlassen. Borhaben durch Ueberlassung besonders charakteristischer Urtheile, im Februar 1. J. vorgenommene Urabstimmung ergab Im Streit stehen noch 110 Personen, worunter 28 Verderen Opfer Sozialdemokraten geworden sind, zu unterstützen. jedoch eine Mehrheit für den Wiedereintritt. Trotzdem heirathete, die zusammen 30 Kinder zu ernähren haben. UnterDer Unterzeichnete richtet deshalb das Ersuchen an aber verharren die unter allemanistischem Einfluß stehenden stüßungen sind an die Berliner Gewerkschaftskommission die Genossen, richterliche Urtheile aller Instanzen über Gewerkschaften in ihrer schmollenden Haltung, die um so weniger( R. Millarg, Annenstr. 16) zu senden. Die auswärtige Arbeiterpolitische Vergehen, besonders über solche, welche sich gerechtfertigt erscheint, als die Selbstverwaltung der Gewerk- presse wird gebeten, von dem Ausstand Notiz zu nehmen. aller Art, Aufreizung zum Klassenhaß, schaften in Beziehung auf ihre eigenen Angelegenheiten unVerächtlichmachung von Staatseinrichtungen, grober Unfug, angetastet bleibt und auf die vor kurzem erfolgte Ernennung ben 17. April, abends 1/29 Uhr, zu einer Versammlung im Lokal Die Baudeputirten Berlins werden hiermit für Freitag, Religionsschmähung und vor allem auf Majestätsbeleidigungen Duma y'3, des ehemaligen sozialistischen Abgeordneten, zum den 17. April, abends 1/29 Uhr, zu einer Versammlung im Lokal beziehen, an die untenstehende Adresse einzusenden. Soweit dies Verwalter( Régisseur) der Arbeitsbörse eine den Interessen der Grenadierstr. 33 eingeladen. Die Streitfommission. gewünscht wird, werden die eingehenden Aftenstücke nach Einsicht Gewerkschaften entsprechende Handhabung des Reglements Achtung, Metallarbeiter! nahme sofort wieder an den Eigenthümer resp. Einsender re- sichert. tournirt. Besonders richte ich an die Redakteure der Parteiblätter das Grsuchen, von ihrem reichlichen Vorrathe auf diesem Gebiete wenigstens die interessantesten Spezialitäten zur Verfügung zu stellen. -O Gewerkschaftliches. 1: Der Streit bei der Firma Friedrich in Berlin, Reichenbergerstr. 4, dauert unverändert fort. Bei der Firma Moosdorf u. Hochhäuseler, Alexandrinenstr. 25 und Kommandantenstr. 60, haben sämmtliche dort beschäftigte Klempner Zu den Arbeitsverträgen, wie sie die Restaurateure die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fern zu halten. Der VorMit dem Ersuchen an die Parteipresse um Wiederabdruck der Berliner Gewerbe- Ausstellung ihren Angestellten stand des Berliner Metallarbeiter Verbandes. dieses Aufrufs verbleibe aufzuzwingen suchen, hatte vor 4 Wochen eine starkbesuchte Versammlung von Kellnern und Köchen Stellung genommen. Dabei Mit sozialdemokratischem Gruß Achtung, Bauarbeiter Berlins! Die in der öffentlichen J. Auer, war auch u. a. der Vertrag kritisirt worden, den die Pächter des Versammlung der Bauarbeiter am 23. Februar gewählte LohnBerlin SW., Razzbachstr. 9. Ausschants der Originalweine der„ Continental Bodega Company" tommission ersucht hierdurch sämmtliche Bauarbeiter Berlins und den für ihr Restaurant in der Ausstellung zu engagirenden An- Umgegend um folgendes: 1. von dem Material zum GeneralQuittung. Für die Familien unserer im Essener gestellten vorzulegen belieben. Der Bericht über oben benannte fonds ausgiebigsten Gebrauch zu machen; 2. auf jedem Meineidsprozeß verurtheilten Genoffen gingen weiter bei Bersammlung hatte in unserem Blatte Aufnahme gefunden. Bau aus der Mitte der Kollegen einen Baudeputirten der wählen, Monats, erhalten au das Material in Umsag bringt; Barmen, Ueberschuß eines Wohlthätigkeits- Konzerts der wir von den Pächtern der Ausstellungs- Bodega, den 3. aber auch strikte dafür zu sorgen, daß unser UnterArbeiter Gesangvereine 345,- Melbourne( Australien) durch Herren Rathjem ut. Wolff selbst den Kontrakt im nehmen, das große Opfer und Mühe erheischt, kein Schlag ins C. Mitscherlich 12 str.( 244,80 M.), darunter Ertrag einer Sammlung Original zur Verfügung gestellt, wahrscheinlich, um uns den Wasser ist. Material ist in Empfang zu nehmen im Süd- Osten bei unter den Deutschen in Melbourne 9 Lfir. 6 Schilling 6 Pence, eflantantesten Beweis zu liefern, wie sehr berechtigt der Unwille Carl Deredder, Falkensteinſtr. 17, v. 3 Tr.; im Norden bei von 2 Deutschen in Sydney 19 Schilling, von der sozialiſt. Liga der Kellner über denselben ist. In einem beiliegenden längeren Baul Schröder, Schwedenstr. 15 part., und bei Carl in Sydney 21 Schilling, von dem Personal des" The Worker" Schreiben sucht die Firma zwar die einzelnen Punkte des Gödel, Lynarſtr. 8. Sonntag, den 19. d. M. wird Insel(„ Der Arbeiter") in Brisbane( Quensland) 13 Schilling 6 Pence. famosen„ Vertrags" zu vertheidigen – mit welchem Erfolge, straße 10 eine öffentliche Versammlung abgehalten. Näheres in der Annonce in der Freitagnummer des„ Vorwärts". mir ein aus: Dortmund durch Lehmann-, 50. Summa: 590,30. Am 12. März quittirt 56 619,83. sammtsumma: 57 210,13 M. Den Gebern besten Dank! Bochum, 10. April 1896. Ge Jeht erst, nach Ablauf eines vollen mögen die Lefer selbst entscheiden. Aus Kottbus geht uns kurz vor Schluß des Blattes ein Bericht zu, woraus zu ersehen, daß auch die Vermittelung des Werkmeisters Heidel zu nichts geführt hat, weil die Fabrikanten verlangen, daß die Arbeit vorläufig bedingslos wieder aufgenommen werden soll. Ueber die früher gemachten Zusicherungen( Weiterzahlung der alten Löhne und Erhöhung des Lohnes der Stundenarbeiter nach einigen Wochen) wollen die Fabrikanten etwas Schriftliches nicht geben. Zur Buchdruckerbewegung. Birta 50 fächsische An der Spitze marfchirt der sogenannte Gehalt in der Höhe von 5 Mart pro Monat, wovon die Invaliditäts- und Krankengelder abgehen; die auf dem hektographirten Schriftstück vermerkte freie Beköftigung" ist wieder gestrichen. Die übrigen 10 Baragraphen Wolfgang Wunderlich. des Vertrags enthalten nur Pflichten der Angestellten. Im§ 4 Achtung, Ruppin Templiner Reichstags: Wahlkreis! wird bestimmt, daß jeder Kellner für Manqui an Tafelwäsche und Am 21. Mai d. J. ift in unserm Kreise eine Nach wahl zum Silbergeschirr, wie Gläserbruch und für die Besoldung von drei Reichstage vorzunehmen. Alle Parteigenoffen werden hier- Abräumern pro Tag eine Mart 50 Pfennige" an den mit aufgefordert, unverzüglich in die Wahlagitation einzutreten. Arbeitgeber zu zahlen hat. Diese Bestimmung suchen die Herren In ersterer Linie ist dafür Sorge zu tragen, daß wir Lokale zu Rathjem u. Wolff in ihrer Zuschrift damit zu rechtfertigen, Versammlungen erhalten. Es muß den Saalbesitzern klar gemacht daß fie fich gegen„ muthwillige Zerstörung" und gegen„ Ent: Buchdruckereibesiber haben in einer Versammlung zu werden, daß sie unser Geld nicht nur bei Bergnügungen gebrauchen wendung" ihrer werthvollen Silbergeschirre und Tafelwäsche Leipzig sich gegen den Neunstundentag 2c. erklärt; fie wollen können, sondern daß sie auch das Versammlungsrecht schützen hätten schüßen müssen. Wir müssen gestehen, die Herren ver nicht mehr bewilligen, als eine Reduktion der Arbeitszeit von müssen, indem sie ihre Lokale hergeben und das Versammlungs- standen sich wirklich in ausreichendem Maße zu„ chüßen", 11/2 Stunden an Sonnabenden sowie an den Vorabenden von recht nicht illusorisch machen. Parteigenossen, welche gewillt sind, denn in dem Schreiben heißt es weiter, daß die" zu stellende Feiertagen und 5 pCt. Erhöhung des Akkordlohnes; aber auch an der Wahlagitation theilzunehmen, werden ersucht, ihre 30 Mart- Kaution den Prinzipalen als Sicherheit für den das nur unter der Voraussetzung, daß ein Tarif von mindestens Damit ihre Adressen und Buschriften an den Kreis Vertrauensmann Fall dienen soll, wenn der eine oder der andere Arbeitnehmer fünfjähriger Giltigkeitsdauer vereinbart wird. 2. Krasemann in Neu- Ruppin, Ludwigstraße, zu richten. aus Böswilligkeit ev. vollbesetzte Tabletten fallen läßt." Dieser Stellung bei ängstlichen Gehilfen das nöthige Verständniß findet, Auch die Parteigen offen Berlins werden ersucht, die doppelten Sicherstellung gegenüber nimmt sich die Versicherung würzten sie die betreffende Resolution, worin sie ihre Meinung Agitation fräftig zu unterstützen, indem sie unter Benutzung der der Herrn Prinzipale, daß sie am Schlusse der Ausstellung die kundgaben, durch die düstere Prophezeiung, daß die durch die verwandtschaftlichen Beziehungen, welche sie im Kreise haben, größtmöglichste Coulang" obwalten lassen wollen, recht komisch Gehilfenforderungen entstehende Steigerung der Produktionskosten nicht verfehlen, auf die Nothwendigkeit der Betheiligung an der aus. Wie diese Coulanz" beschaffen sein mag, geht aus dem die beschleunigte Einführung der Sehmaschinen zur Folge müßte und somit für die Arbeiter selbst verbevorstehenden Erfahwahl hinzuweisen. Berliner Parteigenossen, Schreiben hervor, wo es heißt, denn nur zwei Drittel des haben Dazu ist zu bemerken, daß die welche gewillt sind, auch thatfräftig die Agitation zu unterstützen, Bruches, dagegen der ganze Betrag des gestohlenen Silbergeschirrs hängnißvoll werden würde". werden ersucht, am Freitag Abend in Gleinert's Restaurant, resp. der Tafelwäsche soll in Abzug gebracht werden. Unseres Einführung der Sehmaschinen lediglich von ihrer Verwendbarkeit Müllerstr. 7 a, zu erscheinen. Die Arbeiterblätter in der Proving Grachtens ist den Herren Rathjemu. Wolff die Vertheidigung und davon abhängt, ob die Herren Buchdruckereibesitzer das werden um Abdruck ersucht. 2. Krasemann, Vertrauens- diefes Punktes ganz und gar mißlungen. Die Gesammtheit der nöthige Kapital für sie ristiren können. Nicht das Wohlwollen mann in Neu- Ruppin. J. A.: H. Riez. Kellner für eventuelle Diebereien und den Bruch von Geschirr für die Arbeiter, sondern Rücksicht auf das Interesse des Unterverantwortlich zu machen, heißt nichts anderes, als auf die be- nehmer- Geldbeutels ist auch im Buchdruckgewerke die Ursache der quemste Weise das Geschäftsrisiko auf die Arbeiter abzu- Nichtanschaffung von Maschinen. wälzen, die aber am Geschäfts gewinn feinerlei Antheil haben. Mögen die Herren gegen eventuelle Böswilligkeit" sich doch durch Anstellung von Aufsichtspersonal schützen. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Weißenfels sind unsere Parteigenossen unterlegen. Unsere Kandidaten Klinder, Weiße und Schubert erhielten 95, 95 und 92 Stimmen, die Gegner 209, 208 und 206. In Ohligs im Wahlkreise Solingen wurde eine Versammlung, die von etwa 300 Gegnern und 100 Anhängern Schu machers besucht war, wegen allgemeiner Unruhe polizeilich auf gelöst, als Schumacher gegen den Referenten Franzen gesprochen hatte. Die gegenseitige Abmurkserei wird also mit ungeschwächten Kräften fortgesetzt. geben. " " Heute beginnen in Leipzig die Verhandlungen des Tarif ausschusses der Buchdruckergehilfen und Buchdruckereibesitzer Deutschlands. Mögen die Buchdruckereibefizer durch Bewilligung des Neunstundentages den Beweis liefern, daß sie au sozialpolitischer Einsicht nicht zurückgeblieben sind hinter den unzähligen Unternehmern anderer Gewerbe, die bei der gegen wärtigen Lohnbewegung ihren Arbeitern die gleiche Forderung bewilligt haben, obwohl ihre Profitrate die der Buchdruckerei besitzer nur selten erreicht. Die Aussperrung der Gerber der Firma Spitta in Brandenburg hat einen Prozeß gegen die Genossen Bellin und Huth im Gefolge. In einer Versammlung ist beschlossen worden, das Bier von Senß Nachf. nicht mehr zu trinken, weil Interessent dieser Firma die Spitta'sche Familie ist. Bellin hat in dieser Versamlung den Vorsiz, Huth das Referat gehabt. Sie sollen nun des groben Unfugs angeklagt werden. Aus Breslau wird der Köln. 3tg." geschrieben, daß 150 Bergleute der Godullahütte die Arbeit niedergelegt haben, und daß eine weitere Ausdehnung des Ausstandes befürchtet werde. Außer den 45 Mark, die auf diese Weise jeder Kellner pro Monat dem Arbeitgeber in die Tasche zu stecken hat, muß er aber außerdem noch 20 Pf. pro Tag im Laufe der 6monatlichen Saison, also netto 36 Mart bezahlen für 3 weiße Jacken, die beim Eerviren getragen werden und deren Gesammtwerth 15 Mark wohl kaum übersteigen können. Todtenliste der Partei. Zwei Veteranen der Sozialdemo- In diesem Punkte geht die, Coulang" der Prinzipale so weit, daß fratie Braunschweigs, der frühere Schmied, spätere sie denjenigen Kellnern, die bis zum Schlusse der Ausstellung in Materialwaarenhändler Karl Wünsch und der Kunst- dem Bodega- Eldorado verbleiben, die Jacken in Eigenthum Drechslermeister Friedrich Asmus sind aus dem Leben geschieden. Wünsch war bis in die 70er Jahre auf der BahnDie übrigen Paragraphen regeln die Strafen für das Zuspät hofs Werkstätte Braunschweigs beschäftigt; wegen seiner fommen( 10 Minuten mit 25 Pf., 30 Minuten mit 50 Pf. und Agitation für den Sozialismus entließ man ihn und nun er60 Minuten mit 1 M.); in einem anderen wird der Arbeit nährte er sich, da er nirgends Arbeit bekommen konnte, fümmer- nehmer zu striktem Gehorsam, zu moralischer Führung", sowie lich durch einen kleinen Handel; erft turze Zeit vor seinem Tode zum Tragen von dem Range des Hauses entsprechender Kleidung kam er durch einen Glückszufall in bessere Verhältnisse. Besonders und Wäsche" verpflichtet. Die Strafgelder wandern ebenfalls in unter dem Sozialistengesetz hat er seinen Mann gestanden wie die Bruchtasse; sofortige Entlassung tritt ein bei dreiirgend einer. Asmus ist Mitbegründer der Partei in Braun- maligem Buspätkommen in einer Woche ohne Anspruch auf Entschweig und mit Bracke gut befreundet gewesen. In den 70er schädigung an Lohn und dergleichen. Die Kaution wird im Jahren war er agitatorisch sowie auch als Redner thätig und Falle der Entlassung erst am Ende des Monats ausgezahlt. Das bei den Stadtverordneten- Wahlen machte er seinen Einfluß bei der Vertrag, den zu vertheidigen die Herren Rathjem u. den Bürgern geltend, indem er sie zur Wahlurne trieb. Ein Wolff naiv genug sind und der für den Arbeitnehmer kurz Die Holzarbeiter in Stuttgart stellten am Donnerstag förperliches Leiden hinderte ihn seit einigen Jahren, für unsere lauten tönnte: Arbeiten, zahlen und Maul halten! Partei thätig zu sein. Beide Veteranen sind der Sozialdemo= Eins aber dient den Herren zur Entschuldigung. Sie waren, Abend in einer großen von 1000 Holzarbeitern besuchten Ver fratie treu geblieben bis zum letzten Athemzuge. Ehre ihrem wie es in der Zuſchrift an uns heißt, mit dem in Fachkreisen sammlung ihre Forderungen auf: 9stündige Arbeitszeit, 11/ 2itün üblichen Modus nicht bekannt" und haben deshalb die Hilfe des dige Mittagspause, wöchentlicher Zahltag, 21 M. Minimallohu, In Stuttgart starb am Freitag der seit Jahren in der Berliner Kellnervereins" hier, Gontard str. 4, 331/3 pet. Ausschlag für Ueberzeitarbeit und Freigabe des 1. Mai Expedition der Schwäbischen Tagwacht" beschäftigt gewesene in Anspruch genommen und hat der Bureauchef desselben Herr als Feiertag. Die Glaser sollen in die Bewegung mit einGenosse Leonhard Gräther, nachdem ihm vor einigen Ernst Brüggemann den Arbeitsvertrag entworfen". Der bezogen werden, während von einer Betheiligung der KlavierMonaten seine Frau in den Tod vorausgegangen war. Ebenfalls am genannte Verein ist, wie uns von gutunterrichteter Seite mitarbeiter wegen ungünstiger Geschäftslage vorerst abgesehen Freitag starb nach nur kurzem Krantenlager der 32jährige Schrift- getheilt wird, ein Verein, der unter allen, auch den entwürdigend- wird. Inzwischen ist gestern in zwei der größten Möbel: setzer Gottfried Wahl. Er war ein stiller thätiger Genosse sten Bedingungen placirt und zwar gegen Entgelt in fast derSo fabriken der Ausstand ausgebrochen. Die Lohnkommission er. in den Jahren 1886/88 tonditionirte er in Konstanz und mancher selben Höhe, wie die gewerbsmäßigen Stellenvermittler. Sozialdemokrat" hat damals in seiner Tasche die schweizerische lange die Kellner Vereinen anhängen, die ihnen derartiges bieten, sucht um Fernhalten des Zuzugs. Grenze überschritten. wird ihnen allerdings wohl kaum zu helfen sein. Andenken! Soziale Uebersicht. Zur Arbeiteraussperrung in Fürth. Eine Holzarbeiter Versammlung nahm einstimmig den Antrag des Arbeitersekretärs Segit an, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen. In der Bronzewaarenfabrik von Emil Krohne in Berlin ist, wie uns mitgetheilt wird, den Arbeitern der Neun- Depeschen und lehte Nachrichten. stundentag unter Beibehaltung des bisherigen Lohnes gewährt worden. Kaffel, 14. April.( Privat Telegramm des„ Vorwärts".) 1000 Maurer proklamirten heute Nachmittag einstimmig den Generalstreit. Zuzug ist fernzuhalten. " Zur Wiedereröffnung der Pariser Arbeitsbörse wird Die Tischler Friedrichshagens haben am 13. d. M. uns von dort geschrieben: Die Triumphe der Reaktion find kurzlebig. Die Pariser Arbeitsbörse, die am 7. Juli 1893 von folgende Forderungen an die Unternehmer gestellt: Neunstündige Plymouth, 14. April.( W. T. B.) Das heute hier eingelaufene Dupuy gewaltsam geschlossen worden war, ist nunmehr den Arbeitszeit; Sonnabends muß um 5 Uhr abends die Arbeit englische Kriegsschiff„ Grafton" landete die Mannschaft des Gewerkschaften zurückgegeben worden. Die Wieder beendet sein; Minimallohn von 45 Pf. pro Stunde, wo Lohn- deutschen Dampfers Neapel", welche er am 8. Dezbr. eröffnungs- Feier fand am 11. April unter Betheiligung arbeit existirt; auf Akkord bis 10 pCt. Lohnzuschlag; Abschaffung 400 Meilen von Malta an Bord nahm. Der Dampfer Neapel" von beiläufig 2000 Gewerkschaftsdelegirten statt. Den Vorsitz des eigenen Werkzeuges, oder wo folches verlangt wird, pro war an dem Galita- Felsen an der marokkanischen Küste gescheitert führte der Gemeinderathes, Woche 1 M. Entschädigung. In fünf Werkstellen wurden die und binnen einer halben Stunde gesunken. fozialistische Sekretär des In sechs Werkstellen mit Laudrin, der in warmen Worten die organisirten Arbeiter Forderungen sofort bewilligt. Bischop- Auckland( Grafschaft Durham), 14. April.( W.T.B.) Jn willkommen hieß und die Arbeitsbörse wieder 15 Tischlern kam es zur Arbeitsniederlegung. Es wird gebeten, dem benachbarten Willington erfolgte in vergangener Nacht in einem für eröffnet erklärte. Navarre, sozialistischer Vizepräsident des Suzug fernzuhalten. Kohlenbergwerfe, in welchem 22 Arbeiter beschäftigt waren, eine Gemeinderathes, geißelte die brutale Schließung der Arbeiter- Der Streik der Berliner Fensterpuker dauert uns Explosion. Von denselben sind acht getödtet worden, vier börse durch Dupuy und gab unter lebhaftem Beifall der verändert fort. Der Juhaber des Großen Internationalen wurden lebend aufgefunden, man befürchtet, daß die übrigen das Hoffnung Ausdruck, daß das einträchtige Zusammenwirken der Reinigungsinstituts", Herr Staehr, giebt sich alle Mühe, den Leben eingebüßt haben. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 88. Abgeordnetenhaus. Mittwoch, den 15. April 1896. 13. Jahrg. Nach einer weiteren furzen Debatte, in welcher General- des Schadens nicht von einem aufsichtspflichtigen Dritten erlangt Steuerdirektor Burghart noch mittheilt, daß die Wanderlager- werden kann." Steuer in den beiden legten Etatsjahren allerdings nur 45 000 Dieser Beschluß bedeutet einen sozialpolitischen bezw. 34 000 m. eingebracht habe, wird das Amendement Fortschritt. Er trägt in einem allerdings noch unvollkommenen Kircher abgelehnt und der Antrag Windler gegen Maße dem ökonomischen Ausgleichungsprinzip Rechnung. Kein die Freisinnigen angenommen. Wunder, daß dieser Beschluß dem Bundesrath unannehmbar 50. Sigung vom 14. April 1896. 12 Uhr. Auf der Tagesordnung steht zunächst der mit Unterstützung der Polen gestellte Antrag Johannsen: die Regierung zu erfuchen, die Anweisung des Oberpräsidenten zu Schleswig vom Dezember 1888, betr. den Unterricht in den NordschleswigEs folgt die Berathung des Antrages v. Brockhausen( f.) schien. Der Bundesrath strich den eben erwähnten Vorschlag der schen Volksschulen dahin abzuändern, daß in den die Regierung um Vorlegung eines Gefeßentwurfs zu ersuchen, Kommission zweiter Lesung und will nur zurechnungsunfähige Schulen mit dänischem Religionsunterricht wenigstens 2 Stunden wonach den gewerbesteuerpflichtigen Waarenhäusern, unter den in§ 813 ausgesprochenen Voraussetzungen haften wöchentlich Unterricht in der dänischen Sprache Bazaren, Versandtgeschäften und ähnlichen lassen. Die Wiederherstellung des oben mitgetheilten§ 818 gegeben werde. Unternehmungen eine besondere aufsteigende Be- beantragte in der Kommission der Abgeordnete Gröber. war vor Den Ferien Abg. Johannsen: Der Unterricht in der Muttersprache ist triebssteuer erhoben und diese Steuer den Kreisen( Land- Die Debatte über diesen Antrag da, wo diese die Muttersprache ist, nur etwas Natürliches, und Stadtkreisen) überwiesen wird. abgebrochen. In der Sizung am Dienstag traten für den Gerechtes und Nothwendiges. Die Einführung des Unterrichts Der Antragsteller Abg. v. Brockhausen( f.) verweist darauf, Antrag Gröber die Abgeordneten der Zentrumspartei mit Ausin der deutschen Sprache erfolgte 1871, wie es damals in der daß das Handelsministerium sich der schon früher angeregten nahme des Abg. Marbe, unsere Genossen Frohme und Begründung hieß, auf Wunsch der Betheiligten." E3 lautete Frage gegenüber, die der Antrag behandelt, bisher passiv ver: Stadthagen und Abg. Enneccerus ein. Lebhaft bekämpft das sehr rücksichtsvoll. In Wirklichkeit aber wünscht die nord- halten habe. Inzwischen gestaltet sich der wirthschaftliche Ein- wurde der Antrag von den Regierungsvertretern und vom Abg. schleswigsche Bevölkerung den Unterricht in der dänischen Sprache fluß der Bazare und Waarenhäuser in den großen Städten immer Dr. Buchka( t.). Letzterer wollte gar auch noch die Bestimmungen ertheilt zu sehen. Nachdem man dann Mitte der 70er Jahre gefährlicher für den gewerblichen Mittelstand. In der Umgegend der Regierungsvorlage gestrichen wissen. die deutsche Sprache zur Sprache der Behörden erhob, der Bazare sinkt der Grundstückswerth, weil die Läden in den Eventuell wurde von Stadthagen beantragt, die vollführte Verordoung nicht vermiethbar sind. Die den Häusern bayerische Re- Schadensersaßpflicht unter den in§ 813 bestimmten Voraus schärften Stoß, indem man die dänische Sprache ganz aus den gierung hat zugesagt, das Uebel im Wege der fegungen wenigstens bei Schädigungen des Lebens, des Körpers, der Schulen verdrängte. Die Verordnung wurde von dem weitaus- Steuergesetzgebung bekämpfen Man braucht Gesundheit oder der Freiheit eines Dritten eintreten zu lassen. schauenden Kultusminister als Ausfluß staatserhaltender Ten- nicht dahin zu streben, daß solche große Geschäfte nicht entstehen; Abg. v. Guny beantragte eine andere Abschwächung des§ 813. denz proklamirt. Daß es nothwendig ist, die Kinder durch den wohl aber können sie einer ihren Verhältnissen entsprechenden Die verständigen Anträge fanden indeß keine Gnade vor den Unterricht in der Muttersprache bildungsfähig zu machen, das Gewerbesteuer unterworfen werden, wobei Umfang des Betriebes Augen der Kommission, wiewohl allseitig anerkannt wurde, daß fümmert den Herrn Kultusminister nicht. Unter Berufung auf zahl- und Zahl der Branchen in betracht zu ziehen wären. die Billigkeit für Schadensersatz in den beregten Fällen reiche nordschleswigsche Pastoren betont Redner sodann die Noth- Abg. Haußmann( natl.): In dem Bestreben, den seßhaften spräche. Gegen acht, beziehentlich neun Stimmen wendigkeit, daß die Kinder, welche den Religionsunterricht in dänischer Kaufmannsstand zu schüßen, stimmen meine Freunde mit wurden die auf Wiederherstellung des§ 813 Sprache erhielten, diese ihre Muttersprache vollkommen be- dem Vorredner überein; aber große Bedenken haben wir gegen gerichteten Anträge abgelehnt. Die Ablehnung herrschten. Demgemäß bitte er das Haus, seinen Antrag anzu- die Tragweite des Antrages; namentlich dagegen, daß den wurde dadurch ermöglicht, daß die beiden Freisinnigen" Kreisen die Pflicht auferlegt wird, solche höhere Steuern( Kaufmann und Schneider) gegen die Anträge stimmten. Geh. Rath Koepke: Namens des Herrn Kultusministers aufzuerlegen. Um diese Fragen zu klären beantrage ich Berathung Sie haben dadurch wieder einmal sich als ultrareaktionär habe ich zu erklären, daß wir, unbeirrt durch die erhobenen durch eine besondere 14er Kommission. Klagen, nicht den geringsten Grund haben, von dem Wege abzugehen, welchen wir in Bezug auf Schule und Unterricht eingeschlagen. Der Unterricht wird in deutscher Sprache ertheilt, um die Kinder zu deutschen Bürgern zu erziehen. nehmen. man in der Don 1888 Abg. Bachmann bezeichnet den Antrag als überflüssig. Abg. Jürgensen beantragt Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag. Nach der Geschäftsordnung erhält nur je ein Redner das Wort für und gegen den Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Jürgensen: Dieser Antrag Jobannsen hat nicht einen fachlichen, sondern lediglich einen agitatorischen, politischen Charakter. Und diesem agitatorischen Zweck soll auch vorliegender Antrag dienen. Ich bitte Sie daher, über denselben Antragsteller zur Tagesordnung überzugehen. zit wollen. erwiesen und gezeigt, daß bei der freisinnigen Minister Dr. Miquel: Das Berechtigte in diesem Antrage Partei ein Interesse an der Unverleglichkeit verkennt auch die Regierung nicht; aber man muß sich doch des Lebens, des Körpers, der Gesundheit und hüten, Grundsäße einzuführen, deren Konsequenzen under Freiheit eines Mitbürgers nur dann vorübersehbar sein würden und deren Einfluß auf die handen ist, wenn es sich um die Rechte Wohl= gewerbliche und soziale Entwickelung man nicht habender handelt, und daß der Geldbeutel übersehen kann. Der Minister geht namentlich auf die französische ohlhabender ihrem Herzen näher steht, als Gesetzgebung näher ein; auch dort sei eine Lösung des Problems das Leben und die Gesundheit Arbeitender. nicht möglich gewesen. Wir sind aber der französischen Gefeß- Dies Verhalten der Freisinnigen bei den bevorstehenden gebung darin voraus, daß wir eine progressive Gewerbesteuer Nachwahlen in helles Licht zu sehen, dürfte sich haben und Anlagekapital und Umsatz besteuert werden; daher empfehlen. Der§ 813 wurde nur in der vom Bundesrath gefommt es, daß auch bei uns das Bedürfniß der Besteuerung nehmigten Fassung von der Kommission angenommen. Eine nicht so groß ist, als in Frankreich. Die Ziele der ähnliche Fürsorge für die Unverleglichkeit des Geldbeutels Wohlbillige ich und halte eine Kommissions habender bekundete die Kommission durch Ablehnung folgender berathung für empfehlenswerth, da es sich hier um Anträge, die Abg. Gröber als§ 813a beantragte: Wer außer Abg. Rintelen: Wir werden gegen den Uebergang zur eine äußerst schwierige Materie handelt. Die Interessen den Fällen der§§ 807, 808 durch vorsätzliche oder fahrlässige Tagesordnung stimmen und werden auch, falls es zur Ab- der Eisenbahn, Post und Telegraphie kommen hierbei ebenfalls Berlegung eines Gesetzes die Schädigung eines anderen verstimmung über den Antrag Johannsen kommt, diesem zustimmen, in betracht.( Sehr richtig!) Wir wollen prüfen und das beste ursacht, ist ihm zum Ersatz des Schadens insoweit verpflichtet, behalten. entsprechend den Traditionen des Zentrums, welches stets für den als die Billigkeit nach den Umständen, insbesondere nach den Unterricht in der Muttersprache eingetreten ist. Der Antrag Abg. Felisch( t.): Der Antrag bezweckt teine Ausrottung Verhältnissen der Betheiligten, eine Schadloshaltung erfordert und Johannsen entspricht nur billigen Wünschen, und wenn solche der Magazine, sondern nur eine Eindämmung ihrer Auswüchse ihm nicht die Mittel entzogen werden, deren er zum standesmäßigen billigen Wünsche abgeschlagen werden, so kann das nur erbitternd zu gunsten des Handwerks. Unterhalte sowie zur Erfüllung seiner gefeßlichen Unterhaltspflichten wirken. Ich kann Sie nur bitten, den Uebergang zur Tages- bentung des Anirages und bereit, an der Erreichung feiner Ziele Polizeigesetz verlegt, ist schadensersaßpflichtig". Die Ablehnung Abg. v. Tzscheppe( frk.) ist durchdrungen von der Be- bedarf"; eventuell:„ Wer ein auf Verhütung von Schaden abzielendes ordnung abzulehnen. Abg. von Czarlinski bezweifelt die Beschlußfähigkeit des mitzuwirken. Die Kommission werde zwar keinen fertigen Ent- erfolgte gegen 7 Stimmen( Zentrum und Sozialdemokraten). Hauses und beantragt nachdem Präsident von Köller ihn wurf, wohl aber die Grundsäße zu einem solchen feststellen Gleichfalls abgelehnt wurde der Antrag Gröber, die Beunter Heiterfeit des Hauses darauf aufmerksam gemacht, stimmungen der§§ 1 und 2 des Haftpflichtgefeges vont daß eine Anzweiflung der Beschlußfähigkeit in der Geschäfts- Antrage und mit der Begründung des Antragstellers einver- als§ 814a einzuschalten. Das gleiche Schicksal einer Ablehnung Abg. Dasbach( 3.): Auch meine Freunde sind mit dem 1. Juni 1871 in etwas ausgedehnterer Form, eventuell wörtlich ordnung nicht vorgesehen sei namentliche Abstimmung. Dieser Antrag findet, da sich für denselben außer den Polen standen; der Presse und der Vereinsthätigkeit fällt die Pflicht zu, erfuhren Anträge, die eine Haftung des Inhabers eines Erwerbs nur die freisinnige Voltspartei und vereinzelte vom Zentrum aufklärend und fittlich vortheilhaft in dieser Sache zu wirken. geschäftes für Versehen der Angestellten in Anlehnung an das erheben, nicht die erforderliche Unterstützung von fünfzig Ab- Antrage nicht versprechen, will aber in der Kommission mit Fassung des Entwurfs angenommen; Abg. v. Eynern( natl.) fann sich einen Vortheil von dem französische Recht einführen wollten.§ 815 wird in der folgenden geordneten. Der Antrag Jürgensen auf Uebergang zur Tagesordnung über den Antrag Johannsen wird sodann an= genommen gegen Zentrum, Polen und beide freisinnige Fraktionen. Es folgt die Berathung des Antrages Windler( f.): Die Regierung um Vorlage eines Gesezentwurfes betreffend die höhere Besteuerung des Wanderlager Betriebes zu ersuchen. tönnen. arbeiten. Die Vorlage geht an eine besondere 14er Kommission. Morgen 12 Uhr: Lehrerbesoldungs- Vorlage in zweiter Lesung, Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. gur „ Wer einen anderen zu einer Verrichtung bestellt, ist zum Ersatze des Schadens verpflichtet, den der andere in Ausführung der Verrichtung einem dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersaz pflicht tritt nicht ein, wenn der Geschäftsherr bei der Auswahl der bestellten Person und, sofern er Vorrichtungen oder Geräthschaften zu beschaffen oder die Ausführung der Verrichtung zu leiten hat, bei der Beschaffung oder der Leitung die im wenn der Die Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch nahm Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder Der Antragsteller Abg. Winckler begründet den Antrag. ihre Berathungen bereits am Dienstag um 10 Uhr wieder auf. Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein Das Geschäftsprinzip der Wanderlager- Besizer sei, möglichst Sie begann mit dem leider vergeblich gebliebenen Versuch, eine wurde. Die gleiche Verantwortlichkeit trift denjenigen, welcher schnell viel Geld an einem Orte zu verdienen: Das Vertrauen an dem zweiten Entwurf der Gesetzkommission vom Bundes- für den Geschäftsherrn die Besorgung eines der im Abs. 1 Say 2 der Käufer zu gewinnen, betrachtet er nicht als seine rath vorgenommene erhebliche Verschlechterung wieder auf- bezeichneten Geschäfte übernimmt."§ 816 fetzt fest, daß wer Aufgabe und ist dadurch den kleinen Kaufleuten und Hand- zuheben. Bei der Echadensersazpflicht 3= Regelung fraft Gesetzes zur Führung der Aufsicht über eine Person ver merfern gegenüber im Vortheil.( Sehr richtig!) Diesen seßhaften stehen zwei Systeme sich gegenüber. Das römisch pflichtet ist, die wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres kleinen Kaufleuten und Handwerkern unter die Arme zu greifen rechtliche läßt nur für den Echaden hasten, den jemand durch geistigen oder körperlichen Zustandes der Beaufsichtigung be bezwecke der Antrag und er bitte das Haus, diesen Antrag zu Vorsatz oder Fahrlässigkeit verschuldet hat, das deutsch- darf. zum Ersage des Schadens verpflichtet ist, den diese unterstützen und die Regierung, den Antrag wohlwollend aus- rechtliche läßt jeden hasten, der mit oder ohne Schuld Person einem dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersatzpflicht zuführen.( Beifall rechts.) einen Schaden verursacht. Der Entwurf hat den römisch- soll nicht eintreten, wenn er seiner Aufsichtspflicht genügt oder Von dem Abg. Kircher( 3) ist ein Ergänzungsantrag da rechtlichen Standpunkt eingenommen. Die Kommission ist ihm hierin wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden hin gestellt, daß die Erhöhung der Steuersätze den Gemeinden bereits vor den Ferien gefolgt und hatte den sozialdemokratischen sein würde. Die gleiche Verantwortlichkeit soll denjenigen treffen, überlassen werden solle. Antrag, das deutschrechtliche Prinzip anzunehmen, abgelehnt. welcher die Führung der Aufsicht für den traft Gefeßes General- Steuerdirektor Burghardt: Was diesen Zusatz- Die zur Ausarbeitung des Gesetzbuchs ernannte Kommission hatte Verpflichteten übernimmt. Die Kommission beschloß, einer AnAntrag anlangt, so würde derselbe mit dem bestehenden Geseze aber bereits in ihrer zweiten Lesung anerkennen müssen, daß das regung des Abg. Gröber folgend, die gesperrt gedruckten nicht vereinbar sein. Was den Hauptantrag anlangt, so bin ich starre Festhalten an dem römischrechtlichen Verschuldungsprinzip Worte zu streichen und dadurch z. B. Vorsteher von Jrrennicht ermächtigt, zu sagen, welche Stellung die Staatsregierung zu großen Härten und Unbilligkeiten führe. So würde nach anstalten auch bei Uebernahme der Aufsichtspflicht durch Vertrag dem vorliegenden Antrage gegenüber einnimmt, da die Regierung dem römischrechtlichen Grundsatz, der allerdings mit einem dritten haften zu lassen. Die Schadensersazsich darüber noch nicht schlüssig gemacht hat. Der Antrag wird Zeit faft unbeschränkt in Deutschland herrscht, ein pflicht für durch Thiere angerichteten Schaden Entwurfs in folgender auf jeden Fall sehr sorgfältig erwogen werden. Jäger, der ohne Fahrlässigkeit und ohne Vorsatz auf der Jagd regelt§ 817 und§ 818 des Abg. Kircher( 3.) empfiehlt seinen Zusagantrag. einen Treiber, einen Passanten oder einen Mitjäger anschießt, Weise:§ 817: Wird durch ein Thier ein Mensch getödtet Abg. Haufen( frk.) erklärt, daß seine Freunde den Antrag für den von ihm verursachten Schaben nicht haften. Ebenso oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt Winckler mit Freuden begrüßen, aber gegen den Antrag Kircher würde ein reicher Arzt, der ohne Verschulden eine arme Wittive oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Thier Bedenken haben und deshalb gegen den letzteren stimmen werden. überfährt, nach dem starren Verschuldungsprinzip für den von hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden Abg. Richter: Um Betrügereien zu verhindern, m. H., ihm verursachten Schaden nicht haften. Die Gesetzgebungs- zu ersehen. Die Ersaßpflicht tritt nicht ein, wenn braucht man solche steuerlichen Maßnahmen nicht. Dem Antrage kommission haite erwogen, daß bereits das preußische Landrecht, der Schaden durch ein Hausthier verursacht Kircher fann ich nicht zustimmen, weil solche Steuern nicht von das österreichische, das schweizerische Gesetz und der bayerische wird und derjenige, welcher das Thier hält, bei der Gemeinde, sondern von einer höheren Instanz festgesetzt Entwurf einen Schadenersatz- Anspruch jemandem gegenüber, der dessen Beaufsichtigung die im Verkehr er= werden müssen. Das Amendement Kircher würde unser handlungsunfähig ist, insbesondere also Kindern und Wahnsinnigen forderliche Sorgfalt beobachtet oder ganzes Steuersystem durchbrechen. Wollte man eine Statiftit gegenüber zuläßt, also das Verschuldungsprinzip durchbricht. Auch der Schaden auch bei Anwendung über die Wanderlager- Steuer aufmachen, so würde sich zeigen, dürfe man aus anderen Gesetzgebungen, wie dem Kranten-, den Sorgfalt entstanden sein würde."§ 818: daß sie ja schon jest troß ihrer Höhe faum 100 000 m. auf Berggesetzen u. s. w. erkennen, daß das moderne Rechtsbewußt für denjenigen, welcher ein Thier hält, die Führung der Aufsicht bringt. Für mich ist ausschlaggebend, ob denn das Publikum sein dahin dränge, auch jeden, der ohne Vorsatz und Fahrlässig über das Thier übernimmt, ist für den Schaden verantwortlich, von den Wanderlagern nichts wissen will. Aber wäre dem so, keit das Recht eines anderen verlegt oder durch seine Handlungen den das Thier einem dritten in der im§ 817 bezeichneten Weise dann würden ja die Wanderlager von selber aufhören. gegen ein den Schuß eines Mitbürgers bezweckendes zufügt. Die Verantwortlich teit tritt nicht ein, Sie wollen mit der hohen Betriebssteuer nur ein Geset verstoße, für den angerichteten Schaden verwenn er bei der Führung der Aufsicht die im Verbot der ganzen Betriebsform durchsetzen. Die Beantwortlich zu machen. Freilich dürfe nur soweit eine Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet trügereien schützen Sie zu dem Zwecke nur vor, obwohl Erjahpflicht eintreten, wenn und soweit die Billigkeit nach den oder wenn der Schaden auch bei Anwendung Sie dieselben doch auch mit einer hohen Steuer nicht verhindern Umständen, insbesondere auch unter Berücksichtigung der dieser Sorgfalt entstanden sein würde." fönnen. Die Inhaber von Wanderlagern pflegen doch Vermögensverhältnisse des Verlegenden und des Verletzten, eine Nach längerer Debatte werden Anträgen des Abgeordneten auch immer wieder auf die Märkte zu kommen, und Schadensersatpflicht erheische. Von diesen einstündigen Er- Gröber entsprechend die gesperrt gedruckten. Säße geda lernt man sie doch kennen, und wenn man sie örterungen ausgehend, hatte die zweite Gesetzkommission als strichen und so den Besitzern von Hausthieren gegenüber der wirklich als Betrüger fennen gelernt hat, fauft man§ 813 beschlossen: Wer.... für einen von ihm verursachten Satz ausnahmslos anerkannt, daß, wer Thiere hält, auch den ihnen das nächste Mal nichts mehr ab. Die Tendenz Ihres An- Schaden deshalb nicht verantwortlich ist, weil ihm Vorsatz oder durch Thiere angerichteten Schaden zu ersehen hat. trages geht thatsächlich dahin, durch eine hohe Steuer die Fahrlässigkeit nicht zur Laft fällt, hat gleichwohl den Schaden§ 819 will die Wildschadensfrage regeln, weiter Wanderlager unmöglich zu machen, und daß man dazu die staat- insoweit zu ersehen, als die Billigkeit nach den Umgehende landesgesetzliche Bestimmungen sollen jedoch aufrecht er. liche Steuergesetzgebung benutzt, dagegen möchte ich doch im ständen, insbesondere nach den Verhältnissen halten bleiben.§ 819 lautet: Namen der Reichsgewerbe- Gesetzgebung Verwahrung einlegen. der Betheiligten, eine Schadloshaltung ers Wird durch Schwarz, Roth, Elch, Dam- oder Rehwild Generalsteuerdirektor Burghardt erwidert diesen letzten Be- fordert und ihm nicht die Mittel entzogen ein Grundstück beschädigt, an welchem dem Eigenthümer das merkungen gegenüber, daß der Antrag Winckler sich durchaus auf werden, deren er zum standesmäßigen Unterhalte sowie zur Jagdrecht nicht zusteht, so ist der Jagdberechtigte verpflichtet, zulässigen Bahnen der Landesgefeggebung bewege. Erfüllung seiner gefeßlichen Unterhaltungspflicht bedarf. Das dem Verletzten den Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht ergleiche gilt, wenn ein zurechnungsunfähiger für einen von streckt sich auf den Schaden, den die Thiere an den getrennten, ihm verursachten Schaden nicht verantwortlich ist und der Ersatz l'aber noch nicht eingeernteten Erzeugnissen des Grundstücks anrichten. Abg. Haußmann erklärt namens der nationalliberalen Partei, daß diefelbe dem Antrage Winckler zustimmen werde. " wenn dieser Wer " einer Jit dem Eigenthümer die Ausübung des ihm zustehenden Jagd- 1 Legate oder sonstige Zuwendungen erhalten. In den Ver- passirt auf seiner Etage irgend eine Ungehörigkeit!- Für diese rechis durch das Gefeß entzogen, so hat derjenige den Schaden waltungsberichten des Magistrats wird schon seit längerer Zeit Arbeitsleistung von durchschnittlich 126 Stunden in der Woche zu ersehen, welcher zur Ausübung des Jagdrechts nach dem darüber geklagt. Auch in dem neuesten Bericht fehrt diese Klage giebt es teinen rothen Pfennig Gehalt. Von abends Gefeße berechtigt ist. Hat der Eigenthümer eines Grundstücks, wieder. In dem Abschnitt über die Kaiser Wilhelm- und Augufta- 112 Uhr bis morgens 43/4 Uhr hat der Angestellte zwar freies auf dem das Jagdrecht wegen der Lage des Grundstücks Stiftung wird zwar von der hochherzigen Zuwendung namhafter Schlafen, ferner erhält er gratis am Morgen seinen dünnen nur gemeinschaftlich mit dem Jagdrecht auf einem anderen Vermächtnisse" über 47 000. gesprochen und anerkannt, Kaffee und trockene Schrippen, zum Frühstück dünngeschmiertes Grundstück ausgeübt werden darf, das Jagdrecht dem Eigen- daß der bei der Gründung unserer Anstalt maßgebend ge- Butterbrot ohne Belag, ferner Mittagessen, Nachmittagstaffee und thümer dieses Grundstücks verpachtet, so ist der letztere für den wesene Gedanke, dem würdigen und bedürftigen Alter den Feier- Abendbrot in einer Quantität, die dem Angestrengten meistens Schaden verantwortlich. Sind die Eigenthümer der Grund- abend des Lebens freundlich zu gestalten, in den Kreisen unserer die Pflicht auferlegt, sich von den Almosen, welche ihm die HotelStücke eines Bezirkes zum Zwecke der gemeinschaftlichen Ausübung Mitbürger immer tiefer Wurzel schlägt." Hinterher wird gäste geben, eine entsprechende Menge Lebensmittel hinzudes Jagdrechts durch das Gesetz zu einem Verbande vereinigt, aber geflagt, daß das vorhandene Vermögen immer zukaufen. Aehnlich wie die Hausdiener find die etwa 16 jährigen der nicht als solcher haftet, so sind sie nach dem Verhältnisse der noch nicht ausreicht, um allen Ansprüchen genügen zu können, Pa gen gesteut, die für eine Arbeitszeit von täglich 16 Stunden Größe ihrer Grundstücke erfaßpflichtig." Abgeordneter Gröber und daß stets zahlreiche, seit Jahren vornotirte Bewerber der ebenfalls keinerlei Gebalt beziehen. Das Trinkgeld, das beantragt, auch Ersatz des Schadens, den Hasen oder Fa- Aufnahme harren"; woran sich dann die übliche Bitte um sie von den Fremden bei der Abreise erhalten, wird alle 14 Tage fanen angerichtet haben, zu begehren. Die Konserva- größere Spenden knüpft. Ueber die Reuter- Stiftung( für alte von der Direktion getheilt. Diese zieht wöchentlich 4 M. für tiven beantragen durch Abg. Freiherrn Kaufleute) wird mitgetheilt, daß es den fortgesetzten Be- einen von ihr gelieferten Anzug ab, deffen Werth fie mit 60 M. von Malzahn, die Wildschadens Ersabfrage mühungen des Kuratoriums gelungen ist", wieder eine kleine berechnet; auch kommt das Krankengeld monatlich von diesem aus dem bürgerlichen Gesezbuch überhaupt Bahl von Firmen zur Spendung von Beiträgen zu bewegen, Betrag in Abrechnung. Gar oft geschieht es, daß die Pagen zu streichen. Ihn unterstützt der nationalliberale Ab- 2485 M. von 28 Firmen als einmaliger Beitrag, 625 M. von von den besonderen Trinkgeldern, die sie durch Wegegehen vers geordnete Günther. Die Regierungen bekämpfen die Aus- 11 Firmen als Jahresbeitrag. Mit dem Dank an die edlen dienen, bei der Theilung noch eine Summe zulegen müssen. dehnung der Schadensersahpflicht auf Hafen und Fasanen: hier Spender", deren Namen nicht genannt werden, wird die Bitte Außerordentlich ungenügend find im Savoyhotel die Schlafgenüge und fei zweckmäßiger landesgefeßliche Regelung. Was verbunden, das von ihnen gegebene Beispiel edler Mild räume des Personals. Fünf bis acht Personen liegen in einem das bedeutet, weiß, wer die jagdfreundliche Stimmung des Herren- herzigkeit möge auch in weiteren Kreisen unserer Ge- Bimmer; als Ventilation dient eine Lute im Dache. Vielleicht hauses fennt. Selbst in der Kommission sangen die konservativen schäftswelt, namentlich unter den wohlhabenderen Firmen, hängt mit den schlechten Schlafräumen der Umstand zusammen, Jagdliebhaber der Freßfreiheit des jagdbaren Thiers und der Ver- Nachahmung finden". Weiter wird mitgetheilt, daß die daß sieben oder acht Angestellte wegen pflichtung des Kleinbesizers, sein Grundstück von fremden Thieren Stiftung fortgesett mit finanziellen Schwierigkeiten zu diphtherieartigen Ertranfung vor furzem die Charitee Einen Lichtpunkt giebt es allerdings verwüsten zu lassen, begeisterte Loblieder. Abg. Himburg( tf.) malt fämpfen hat, und daß sogar frei werdende Stellen aus aufsuchen mußten als Schrecken an die Wand, daß bei weitgehender Regelung des Mangel an verfügbaren Mitteln nicht sofort wieder befeht in diesem trüben Bilde. Bei dem schlechten Essen, der schlechten Wildschadensgesetzes das Wild verschwinden würde. Troß werden können. Die übrigen der in dem Bericht behandelten Beherbergung, der übermäßigen Ausbeutung, die ununterbrochen dieser Lamentationen beschließt die Kommission mit 12 be- 10 Anstalten haben 1894/95 überhaupt keine milden Gaben er getrieben wird, hat die Direktion wenigstens auf die geist= ziehentlich 11 Stimmen, auch die Fasanen und Hasen der Auf- halten. Wir registriren diese Thatsache als weiteren Beweisliche Erquidung ihres Personals bedacht genommen. Tie zählung von Jagdvieh im§ 819 zuzufügen. Ferner wird mit dafür, daß die Privatwohlthätigkeit immer weniger ausreicht, Geschäftsleitung- Besizer des Hotels ist ein Herr Gold10 Stimmen folgender Zusazantrag Gröber angenommen: der immer größer werdenden Zahl derjenigen, die trotz aller berg ist nämlich fromm und daher läßt sie jeden Sonntag " Ist der Schaden durch Schwarz- oder Rothwild entstanden, das Mühe und Arbeit nichts für ihr Alter zurückzulegen vermögen, Bormittag, wenn andere Christen in die Kirche gehen, völlig feinen Stand auf einem Grundstück hat, an welchem dem Ersatz- einen sogenannten sorgenfreien Lebensabend" zu verschaffen. gratis gedruckte Trattätchen und Predigten pflichtigen das Jagdrecht oder die Ausübung des Jagdrechts nicht zusteht, so ist diesem der an jenem Grundstück zur Jagd verordneten Stadthagen seiner Zeit von den städtischen Behörden praktisches Christenthum. Kurse in Gesezeskunde. Die auf Antrag des Stadt, unter das Personal vertheilen! Auch ein Stüd oder zur Ausübung des Jagdrechts Berechtigte zur Erstattung eingerichteten Kurse in Gesetzeskunde in städtischen Fortbildungs- Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie! Das hiesige des geleisteten Schadensersatzes verpflichtet." Der so gestaltete schulen finden im Sommer in 3 Schulen statt: Mittwochs Organ der agrarischen Nothleidenden meldet:„ Das Arbeits§ 819 mird mit 10 Stimmen angenommen. Dadurch ist abends 7-9 in der Schule Fruchtstr. 38, Freitags 7-9 in der na chweise Bureau des Fürsorgevereins für eine reichsgefehliche Regelung der Wildschadenschule Wasserthorfir. 31, sowie in der Schule Hinter der Garnison- Strafentlassene entwickelt sich immermehr zu einem erfaz Frage zu Ungunsten junterlicher Liebhaberei, auf firche 2 an einem noch zu bestimmenden Tage. Der Unterricht Bentralarbeitsmarkt für die norddeutsche Land= Kosten der kleinbäuerlichen Bevölkerung sich zu ergößen, an- ist unentgeltlich und beginnt in der laufenden Woche. Es wird wirthschaft. Täglich laufen zahlreiche Beſtellungen ein, gebahnt. namentlich auch das Recht des gewerblichen Arbeitsvertrages oft 50-60, und in vielen der einzelnen Bestellungen Die§§ 820, 821 und 822 des Entwurfs( Schadensersatz- und die Arbeiterversicherung behandelt. Meldungen werden von werden ganze kolonnen von Arbeitern verlangt u. 1. w." pflicht bei Einsturz eines Hauses u. s. w.) werden nach unerheb- den betreffenden Rettoren entgegengenommen. Unbefftafte Arbeiter bedanken sich hiernach immer mehr licher Debatte und Ablehnung einiger Abänderungsanträge an genommen. Bei§ 822 a, den Abg. Gröber einzuschalten Vom Arbeiterfeiertag. In der Bossischen Zeitung" für die Ehre, von den Junkern ausgebeutet zu werden. Das beantragter betrifft die Haftung von Gemeinden bei Auf- lefen wir: Der 1. Mai, der Arbeiterfeiertag, wird in grarierblatt scheint gar nicht zu wissen, welches Zeugniß es mit dieser Meldung der Landwirthschaft ausstellt. läufen u. f. w. wird die Debatte um 41/4 Uhr abgebrochen diesem Jahre in Berlin in großem Maßstabe gefeiert werden. und auf Mittwoch um 10 Uhr vormittags vertagt. Diese Viele Arbeitgeber im Süden und Osten haben Vom Duellmörder Koze. Bürgerliche Blätter berichten: Sigung wird vorwiegend mit der Frage der Haftung von mit Rücksicht auf die Eröffnung der Berliner Gewerbe- Der Beremonienmeister von Koye hat mit seiner Familie Berlin Beamten sich beschäftigen, welche bei Gelegenheit der Aus- ausstellung ihren Arbeitern erklärt, daß sie gegen verlassen, um eine Reise nach dem Süden zu unternehmen. Ueber übung ihres Amtes einen Schaden angerichtet haben. die diesjährige Maifeier nichts einzuwenden das Endziel und die Dauer der Reise wird zunächst Stillschweigen hätten. Fast sämmtliche Gewerkschaften werden am 1. Mai bewahrt. Anscheinend also ins Ausland. Gegen diesen Mann Festversammlungen abhalten. Da in Berlin alle Säle bereits scheint fein Fluchtverdacht vorzuliegen. Anders bei Sozialvergeben sind, sollen Maifeiern der Berliner Arbeiter auch in demokraten. Unsere Parteigenossen Bfund, Roland und Hautden Vororten stattfinden." Im Interesse einer friedlichen mann wurden des Morgens in der Frühe aus den Betten geholt Regelung der Frage des ersten Mai wollen wir hoffen, daß diese und in Untersuchungshaft geschleppt- weil Fluchtverdacht Mittheilung sich bewahrheitet. Schon die Klugbeit sollte den vorlag! Unternehmern die Folgen großer sozialer Kämpfe während der Dauer der Gewerbe- Ausstellung klarlegen. Die wirthschaftliche Vereinigung ist zum 17. d. M. zu einer Sigung einberufen, auf deren Tagesordnung steht: 1. Ronvertirungsantrag, Referent Abg. Meyer- Danzig. 2. Stellungnahme zu dem Bundesrathsbeschlusse, betreffend: Maximalarbeitstag im Bädergewerbe." Meferent Abg. Dr. Hahn. Lokales. Die Frauen und Mädchen Schönebergs werden ersucht, zu der heute Mittwoch, abends 8 Uhr bei Obst, Grunewaldstr. 110 stattfindenden öffentlichen Versammlung zahlreich zu erscheinen. " " Ein wenig ftandesgemäßer" Geist muß in Jauer herrschen. Der durch das Duell mit seinem Schwiegersohn von Wie Flora Gaß mit Herrn v. Hammerstein bekannt Hühnerbein in letzter Zeit viel genannte Kreisdeputirte und wurde, erzählt die vielgenannte junge Dame in ihrem Buche Landesältefte v. Sprenger gehörte bis jetzt dem Kreisausschusse Meine Vertheidigung in Sachen v. Hammerstein" in ausführ zu Jauer an. Da seine Mitgliedschaft nun ihr Ende erreicht hatte, licher Weise. Bei einem Rundgang durch die Berliner Re- fchlug der Vorsitzende des Kreistags in der letzten Sitzung die Wieder daktionen, welcher der Erlangung einer Beschäftigung gewahl des Herrn von Sprenger durch Attlamation vor. Hierauf widmet und bis dahin ohne Erfolg geblieben war, tam sie beantragte jedoch ein freisinniger Kreistags- Abgeordneter geheime auch zur Kreuz- Zeitung" und zu Herrn v. Hammerstein. Sie Abstimmung mittels Stimmzettel. Die Folge davon war, daß erzählt: Herr von Sprenger von 19 abgegebenen Stimmen nur deren sechs erhielt, sodaß er also aus dem Kreisausschuß geschieden ist. Aus Spandan wird uns berichtet: Zu der Sigung der Kommission, welche über das Ortsstatut für das neu zu ers richtende Gewerbegericht zu berathen hatte, fand sich dieser Tage auch ein Stadtverordneter ein, der nicht zur Kommission gehörte. Solche Kühnheit sollte dem Eindringling aber schlecht gehörte. Solche Kühnheit sollte dem Eindringling aber schlecht sinnigen Partei am Orte, erklärte, daß so etwas noch nicht das bekommen. Stadtverordneter Kirschstein, der Führer der frei gewesen sei, und daß man sich auf solche Neuerungen der Opposition nicht einlasse. Der Hinweis des Stadtverordneten Schröer auf die Gepflogenheiten in Parlamenten und bei anderen städtischen Verwaltungen half nichts; der Miffethäter mußte das Feld räumen, nachdem der Oberbürgermeister erklärt hatte, daß ihm von den Sitten, welche Schröer erwähnt habe, nichts bekannt sei. Aus der eigentlichen Berathung wurde nun aber nichts mehr; die liberalen Stadtväter und speziell Herr Kirschstein waren zu aufgebracht! Ueber die Zustände auf der Zollabfertigungsstelle am gründet sind, energisch Abhilfe erheischen. Nach dem uns vorliegenden Bericht ist in der Abtheilung für Retourwaarenabfertigung nur ein einziger Beamter thätig, der zuweilen die jungen Leute, die aus den Geschäften kommen, zwei bis dreimal Die städtische Waisenpflege, die nicht nur für eigentlich verwaiste, sondern auch für von ihren Eltern verlassene Kinder einzutreten hat, soll dadurch entlastet werden, daß pflichtvergessene Eltern, die ihre Kinder ohne Noth im Stich lassen, zur Be- Wie erstaunt war ich, in dem gefürchteten Kreuz- Zeitungs" strafung gebracht werden. Ueber einen solchen Fall wird jetzt im Ritter einen Mann zu finden, der, nachdem er mir mit den Gemeindeblatt" berichtet. Ein Vater, der sich der Pflicht, seine vollendetsten Manieren eines Kavaliers einen Platz auf dem beiden Kinder zu erhalten, troß Aufforderung der Armendirektion Fauteuil angeboten, mich zunächst ruhig anhörte und dann in entzogen hat, so daß die Kinder der Waisenpflege zugefallen find, konziliantester Form mit mir die Sache besprach." Im Augenist auf Antrag der städtischen Verwaltung mit 20 W. Geldstrafe blick, verehrtes Fräulein, kann ich Sie zwar bei der Kreuz oder 4 Tagen Haft bestraft worden. Es ist der erste derartige Fall, Beitung" nicht beschäftigen," sagte Herr v. Hammerstein mit der der bekannt wird. Die Absicht, die in den letzten Jahren be- Miene aufrichtigen Bedauerns, aber in einigen Tagen sprechen deutend gestiegene Zahl der städtischen Waisenkinder auf diese Sie noch einmal vor, hoffentlich werde ich bis dahin für Sie Weise zu verringern, besteht schon lange. Sie wurde schon etwas Passendes gefunden haben, sei es bei mir oder bei anderen vor zwei Jahren angekündigt, und damals wurde auch in der mir befreundeten Blättern." Dabei entnahm er seinem Portebürgerlichen Bresse von einer erschreckend hohen Zahl that feuille ein Etwas, was Flora damals nur vom Hörensagen sächlich nur pflichtvergessener" Eltern gefabelt. Wenn aber bis- fannte, und drückte es ihr in die Hand, es war ein Fünfzigher nur eine einzige Person aus diesem Grunde zur Bestrafung markschein. gebracht worden ist, so wird man annehmen dürfen, daß die Was nun folgte, fann man sich leicht denken. Herr von Gelegenheit, Strafantrag zu stellen, nur ganz vereinzelt auftritt, Hammerstein spielte zunächst meinen„ väterlichen Freund", und daß bei genauerem Zusehen Noth und Elend sich doch wohl bald aber kamen Einladungen zu Soupers und dergleichen, woetwas öfter als Ursache der Pflichtvergessenheit" herausstellen, bei dann schon die wahren Absichten mehr durchleuchteten. Beals man damals glauben machen wollte.( Ein Theil der Eltern, fannten gegenüber stellte Hammerstein mich fiets als seine Nichte die ihre Kinder verlassen, dürfte sich übrigens der Möglichkeit, oder mit falschem Namen vor und rechtfertigte dies auf Vor- Schiffbanerdamm gehen und Klagen zu, welche, wenn sie be= zur Verantwortung gezogen zu werden, durch Auswanderung über- halten mit seiner politischen und sozialen Stellung. Auf die haupt entziehen.) Wir wollen abwarten, wie oft derartige Be- Frage nach seinen Familienverhältnissen habe Hammerstein erstrafungen sich wiederholen. Daß bei der Sache viel herauskommt, tlärt, daß er seit sechs Jahren Wittwer fei. Flora erzählt glauben wir nicht und haben wir nie geglaubt. Auf keinen ferner, daß einst nach einer Reichstagsdebatte, während deren Fall wird es gelingen, die Spuren des außergewöhnlichen Noth- Hammerstein gegen die Unmoralität gedonnert hatte, die mit fortschickt, bevor er ihre Aufträge zur Erledigung bringt. Es standes der letzten Jahre auf diese Weise bald zu beseitigen. Die dem Kellnerinnenmesen verbunden fei, sie ihm halb im Scherz, wird der gute Rath ertheilt, Sonnabends und Montags überMaßregel paßt aber vollkommen zu den Grundsätzen, die sich in halb im Ernste gesagt habe:" Ihr seid halt eben alle haupt nicht zu kommen, da es an diesen Tagen immer zu voll neuerer Zeit in der städtischen Armenpflege wieder Geltung ver- 3ufammen die reinsten Komödianten!" Herr werde, und auch an den anderen Tagen soll man spätestens um schafft haben. Wenn die vorhandenen Mittel zur Linderung der von Hammerstein lachte und entgegnete:" Ja, was soll ich thun? 9 Uhr morgens zur Stelle sein müssen, wenn man bis 2 Uhr Noth nicht mehr ausreichen wollen, dann werden die Instruktionen Das ist doch nun mal mein Beruf." nachmittags abgefertigt sein will! für die Organe der Armenverwaltung strenger gefaßt, dann Bekanntlich wurde in den ersten Stadien des Hammersteinwerden Polizei und Gericht zu Hilfe gerufen. Dabei werden Standals behauptet, er habe sich gegenüber der Flora Gaß eines dann einige Ünwürdige erwischt und ausgeschlossen oder bestraft, Verbrechens gegen das keimende Leben schuldig gemacht, ein Voraber natürlich muß maucher Bedürftige mit heran und zum mindesten wurf, gegen den Fräulein Flora Gaß in ihrem gestern erwird es einem Theil der Armen für längere Zeit verleidet, sich an wähnten Buche einen sehr drastischen und überzeugenden Eindie städtische Armenpflege zu wenden. Nach diesem Rezept ist in wand erhebt. Sie schreibt nämlich:" es existirt seit fünf MoBerlin schon wiederholt gearbeitet worden, allemal dann naten ein lebender Beweis, daß dieses Verbrechen nämlich, wenn die Noth der Gemeinde zu arg wurde. Wir nach den Gesetzen der Natur nicht begangen sein konnte." schlagen z. B. den Magistratsbericht über die Verwaltung der Nachdem Hammerstein ihrer überdrüffig geworden, kam sie von Stadt Berlin in 1851-60 auf und finden, daß die Zahl der Basel nach Berlin zurück, wurde jedoch von dem OrdnungsWaisenkinder, nachdem sie bis 1852 und 53 außerordentlich ge- fämpfer abgewiesen. Da meldete sich im Hotel bei ihr ein Herr, stiegen war, in den nächsten Jahren beständig und nicht un- der sich als Polizeibeamter legitimirte und sie der bedeutend zurückging. Der Bericht fagt dazu: Diese konstante Spionage für verdächtig erklärte, fich dann aber zum Vermittler Berminderung während einer gleichzeitigen erheblichen Zunahme zwischen ihr und Hammerstein aubot und sie gegen Bezahlung der Bevölkerung Berlins findet ihre Erklärung wesentlich in der Reise und 200 M. baar bewog, nach Basel zurückzukehren. Der größeren Strenge bei der Aufnahme und Beibehaltung der- So giebt Flora Gaß ihre Echicksale tund. Aus verkehrspolizeilichen Gründen wird das Umher lich Reklamezwecken dienenden Wagen auf einer Anzahl besonders tragen von Reklameplataten, sowie das Umberfahren von ledig frequentirter Straßen und Pläge nicht mehr gestattet, nämlich in der Friedrichstraße von der. Leipziger Straße bis zur Weidendammer Brücke einschließlich, in der Leipziger Straße vom Spittelmarkt bis zum Potsdamer Platz einschließlich, auf der Südseite der Straße unter den Linden und in der Potsdamer Straße vom Potsdamer Plaz bis zur Potsdamer Brücke einschließlich. Firmenschilder. Die am 1. April in fraft getretene Polizeiverordnung, betreffend die Firmenfchilder, hatte anfangs insofern eine irrthümliche Auslegung erfahren, als der volle Vor- und Zuname überall gefordert wurden. Dies schreibt die Verordnung indeß offenbar nicht vor; es soll nur, wo eine Frau oder ein der Firmenaufschrift hervorgehen; in solchen Fällen ist daher Minderjähriger als Geschäftsinhaber fungiren, dies deutlich aus der volle Vor- und Zuname unbedingt erforderlich. Wo aber der Kinder, welche die Verwaltung fich neuerdings zum Gesetz Aus einem großen Hotel. Was an Annehmlichkeiten zu gemacht hat. Man konnte es sich nicht länger perhehlen, erfinnen ist, bietet die moderne Kultur demjenigen, der mit voll Daß eine zu große in dieser Richtung geübte Humanität, gepfropftem Bortemonnaie auf Reisen geht. Auf der Eisenbahn- Mann und eigentliche Leiter eines Geschäfts auch in Wirklichkeit eine ZI weit ausgedehnte Uebernahme der Fürsorge fahrt alle Bequemlichkeiten, auf den Salon- und Schnelldampfern der Inhaber desselben ist, darf in der Firmenbezeichnung der Vorfeitens der Kommune die Gefahr in sich barg, in dem ärmeren ein unerhörter Luxus und in den ersten Hotels unserer großen name auch durch den Anfangsbuchstaben dargestellt werden. Theile der Bevölkerung die natürlichen Bande der Familie zu Städte Zimmer, Restaurations- und Baderäume mit allem erdent Derartige alte Aufschriften brauchen daher auch nicht geändert erdent- name lodern, indem man das Bewußtsein der aus denselben ent- lichen Haffinement hergerichtet. Der Kapitalismus, der diese springenden Pflichten mehr und mehr abschwächte." Ebenso wird Schöpfungen hervorgebracht hat, bedingt aber zu gleicher Beit, Die 1855 eingetretene Abnahme der Frequenz des( damals noch daß in dem Maße, wie die Sorge um das Wohl der zahlenden Adolf Mühling, der bekannte Besizer des Grand Hotel mit dem Arbeitshause vereinigten) Obdachs als Resultat größerer Fremden sich vermehrt, auch die Rücksichtslosigkeit gegenüber de Rome, ist heute Vormittag 103/4 Uhr im Alter von 77 Jahren Strenge bezeichnet. Die Begründung ähnelt überraschend der- dem Dienstpersonal wächst eine Erscheinung, die sich auf den verschieden. Seine Mutter, die hundertjährige Echriftstellerin jenigen, die die Obdachverwaltung im Bericht über das Jahr Bahnen, in den Maschinenräumen der Dampfer und auf den Frau Mühling- Olfers, ist ihm vor wenigen Monaten im Tode 1894/95 in derselben Sache vorbrachte. Verfolgt man die Ge- Fluren der Hotels gleich gefühllos äußert. Als typisch für die vorangegangen. schichte der öffentlichen Armenpflege Berlins zurück bis zu dem Behandlung der Hotelbediensteten wollen wir die Zustände im Die Kanalisationsanlage auf dem Ausstellung terrain Beitpunkte( 1820), wo sie vom Staat an die Stadt überging, so hiesigen Savoy Hotel herausgreifen. In diesem großen beruht auf einem neuen sogenannten englischen System und findet man, daß das erfte, was die Stadt nach der Uebernahme Institut währt die Arbeitszeit der Hausdiener ohne Ruhepause besteht darin, daß die Abwässer in großen Reservoirs gesammelt that, darin bestand, den Armen den Brotforb höher zu bängen. von morgens 5 Uhr bis abends 11 Uhr. Damit noch nicht und mittelst Maschinen, die von selbst in Thätigkeit treten, sobald Sie ist seitdem, wie man sieht, wiederholt auf dieses Mittel, den genug, müssen diese Angestellten jeden vierten Tag bis die Reservoirs gefüllt sind, weiter befördert werden. Nothstand zu lindern", zurückzukommen. 1 Uhr und alle acht Tage einmal die ganze Nacht hindurch ungünstigen Terrainverhältnisse haben es erforderlich gemacht, auf den Beinen sein. Allerdings ist für letzteren Fall eine kleine daß das abfließende Wasser eine steigende Bewegung haben muß Ruhepause festgesetzt. Aber wehe dem, der sie benußt und es und um dieses durchzuführen, ist die Einrichtung eines besonderen Tie Altersversorgungs- Anstalten und Hospitäler städti schen Patronats haben im Jahre 1894/95 wieder recht wenig Die Luftdrucksystems erforderlich, durch welches die Abwässer bis Rixdorf hinaufgetrieben werden. sammen, eine Dame, deren gebildetes Aeußere die Vermuthung solche Abbitte eines Militärs unwürdig sei wachrief, daß sie am Montag nicht zum ersten Male die Ge- und von ihm nicht geleistet werden würde. Nun Die Deutsche Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde legenheit wahrgenommen hatte, ihr literarisches Wissen im Parket riß dem Beleidigten, wie leicht begreiflich ist, die Geduld und veranstaltet am Mittwoch, den 15. April, abends 8 Uhr, im des Schiller- Theaters zu festigen. Mag nun die Mäßigung, die er schrieb dem Hauptmann einen deutlichen Brief, in welchem er Bürgersaale des Rathhauses wiederum einen Vortragsabend. dem Publikum dieses Kunstinstituts im allgemeinen eigen, auch ihm mittheilte, daß, wenn er nicht bis zum nächsten Tage AbBürgersaale des Rathhauses wiederum einen Vortragsabend. die meisten Zuschauer vor der Abgabe einer so schneidigen Kritit bitte leistete, er die Sache der Staatsanwaltschaft übergeben Herr Johannes Trojan wird über das Thema:" Bur Geschichte Herr Johannes Trojan wird über das Thema:" Zur Geschichte behütet haben, so war doch deutlich zu erkennen, daß würde. Die Antwort war die Strafanzeige, auf unferer Gemüse" sprechen. selbst in diesem Etück der Dichter Ibsen über den welche die Staatsanwaltschaft auch richtig einging. Die VerDie Menagekommiffion des Kaiser Franz- Garde Horizont der guten Kleinbürger sich hinauswagte. Die Stüßen der handlung hatte für den türkischen Militär ein keineswegs freundGrenadier- Regiments bezieht für die Soldaten von Herrn Gesellschaft" wecken, ungeachtet ihres trivialen Echlußattes in liches Ergebniß. Es wurden von verschiedenen Zeugen Ausv. Waldow aus Waldenburg Fleisch. Wie nun die„ Algem. einem Arbeiterpublikum auf das mächtigste das Klaffenbewußtsein sagen über und gegen ihn gemacht, deren Wahrheit er zwar lebFleischer- Zeitung", der wir die Verantwortung für ihre Be- und damit ein klares und gefestigtes Urtheil; in der Wallner- haft bestritt, die aber dem Staatsanwalt Hagen doch Bedenken hauptung überlassen müssen, mittheilt, wird dieses Fleisch in theaterstraße hingegen lachte man befremdlicherweise ob einiger nahe legten, diesem Belastungszeugen mehr Glauben beizumessen, Berlin nicht untersucht. So sollen allein im Monat März barmlosen, faum als solche gemeinten Späße, aber mit dem als der angeklagten Ehefrau. Er beantragte selbst die Frei 10 Riften ununtersuchtes Fleisch im Gewichte von 1803 Kilo in Stück selber wußte man herzlich wenig anzufangen. Die vor fprechung, deren Nothwendigkeit Rechtsanwalt Dr. Flatau der Kaserne eingetroffen sein. gestrige Darstellung zeigte recht deutlich, wie vage die Vermuthung noch ganz besonders betonte, da nach seiner Ansicht die BeweisDas von dem Kaufmann Emil Funke hier, Prinzessinnen- erscheint, daß auch eine nennenswerthe Anzahl bessergestellter aufnahme die volle Wahrheit der von den Angeklagten aufgeftraße 8, in den Handel gebrachte Schäfer Hartmann'sche Arbeiter zu dem ständigen Publikum des Schiller- Theaters gehöre. stellten Behauptungen erwiesen habe und von versuchter Erpressung straße 8, in den Handel gebrachte Schäfer Hartmann'sche Es waren fast ausschließlich die alten Bekannten versammelt, die gar keine Rede sein könne. Der Gerichtshof war derselben spezifische Heilpulver" ist, nach einer Bekanntmachung des Polizei am„ Veilchenfresser" und den„ Zärtlichen Verwandten" nach des Meinung und sprach beide Angeklagte frei. Präsidenten, ein Gemisch von Schafgarben- und Süßholzpulver. Der Preis( 250 Gr. zu 8 M.) übersteigt um mehr als das sechs diese Herrschaften- nun, die mußten sich eben mopfen, trotz der zum fremdlich erscheinen und überall die Frage hervorrufen, 3 Tages Mühsal und Rechensorge wohlthuende Erquickung fanden, und Dieser Fall muß jedem Menschen in hohem Grade be fache den wahren Werth. theil recht braven Darstellung des Schauspiels. Unter den Mit- wie es denn überhaupt möglich war, daß ein Ehepaar, welches wirkenden ragte am meisten Herr Patry als Konsul Bernick gegen einen Wollüstling im Uniformrock seine Ehre hervor. Zwar suchte der Künstler von Anfang an möglichst vertheidigte, auf die Anklagebant fommen konnte. Bon merkbar anzudeuten, daß er mehr der reuige Sünder des letzten dem Hauptmann wurde die schuldige Genugthuung in an Aftes, als der kapitalistische Gauner und Heuchler sei, als den scheinend so bescheidener Form verlangt, daß nur ein vollihn der Dichter bis dahin zeichnet, doch traf er meist in Ton en deter Lump sich weigern konnte, sie zu leisten. und Haltung das rechte. Farblos, wenn auch nicht gerade Nicht das geringste Anzeichen war vorhanden, daß die störend, war Herr Winterstein als Tönnesen, als verzeichneter auf das schwerste beleidigten Eheleute aus dem Fall einen Ver Blaustrumpf trat dagegen Fräulein Detschy in der Rolle der mögensvortheil herausschlagen wollten: schon die günstige LebensAmerikanerin auf. Etwas gar zu geduckt erschien Herr Pauly stellung als Hauseigenthümer ließ gerade nach heutigen Begriffen als Schiffsbauer Auler. Um die Inscenirung des Stückes hatte diesen Verdacht durchaus ungerechtfertigt erscheinen. Und troßman sich recht viel Mühe gegeben. dem bewirkte die Staatsanwaltschaft auf Veranlassung des Offiziers, daß die Gefräntten statt der erhofften Genugthuung eine Anklage zugestellt erhielten eine Anklage, die zwei bislang ehrbare Leute eines überaus gemeinen Vergehens beschuldigte. Wenn Arbeiter, die ihrem Ausbeuter aufgestellte Forderungen in einer nicht ganz vorsichtig gewählten Form unterbreiteten, wegen Erpressung angetlagt und verurtheilt wurden, so waren das eben Sozialbemokraten, denen man den Denkzettel schon gönnte. Wie muß aber der gestrige Gerichtsfall troß der Freisprechung auf den Theil des Bürgerthums wirken, der noch nicht alles Rückgrat verloren hat? Wir sind gespannt, ob sich die bürgerliche Presse über diesen Vorfall äußern wird. Versammlungen. Vom Erstickungstode rettete die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch den Kaufmann J. Cohn, Inhaber eines Modewaarengeschäfts, Müllerstr. 182. Gegen 13/4 Uhr nachts wurde der 16. Zug nach der Müllerstraße, Ece Sellerstraße, gerufen, wo im Lagerfeller des Modewaarengeschäfts eine Menge Pack material brannte. Dieses verbreitete einen solchen Qualm, daß die Ladenräume und Treppen fast völlig unpassirbar waren. Trozdem drangen der Oberfeuermann D. Roll und der Feuer mann Hanke von der 4. Kompagnie in die erste Etage vor und brachten den bereits betäubten Kaufmann J. Cohn über die verqualmten Treppen herab in Sicherheit. Samariter nahmen sich des an den Händen Verletzten an und sorgten für Verbände. Inzwischen war ein Theil der Löschmannschaft über einen SteckGegen Georg Herwegh zieht jetzt die österreichische Polizei leitergang von außen bis in die erste Etage eingedrungen und zu Felde. Wie wir hören, ist die erste Nummer der neuen beruhigte die geängstigten, um Hilfe rufenden Bewohner, während Wochenschrift Simplicissimus" wegen des Herwegh'schen Geandere gegen die Flammen vorgingen. Es gelang nach kurzer dichtes, das darin enthalten war, in Desterreich polizeilich verZeit, des Feuers Herr zu werden und die Gefahr für die Haus Polizei vergeblich nach der eisernen Lerche greifen. Ihre überbewohner zu beseitigen. Der Feldwebel Hoffmann soll wegen der begangenen Un- aus staatsgefährlichen Lieder find längst dem Proletariat geregelmäßigkeiten, von denen auch wir berichteten, mit drei Jahren läufig. Festungshaft bestraft worden sein. boten worden. Wie anderswo, so wird auch in Desterreich die Gerichts- Beifung. Die Leichenöffnung des Arbeiters Burdzinski, der angeblich infolge von Mißhandlungen durch die Krankenwärter Was Einem unter Umständen paffirt, wenn man seine Glatt und Schlag im städtischen Krankenhause zu Charlotten- Ehre vertheidigt. Vor der 9. Strajkammer am Landgericht I burg gestorben ist, hat Herzschwäche als Todesursache ergeben, stand gestern der Echneidermeister und Hauseigenthümer W. aus wie dies bei Deliranten häufig der Fall. Dagegen sollen der der Lutherstraße, ihm zur Seite seine Ehefrau; beide wurden Schöneberg. Die Metallarbeiter beschäftigten sich am Charl. 3tg." zufolge Erwürgungsmerkmale an der Leiche nicht wegen versuchter Erpressung und Beleidigung zur 11. April mit der Arbeitsniederlegung bei der Firma Orenstein zu entdecken gewesen sein, was die erste Annahme hinfällig er- Verantwortung gezogen. Vor einiger Zeit war der Haupt- und Koppel in Tempelhof. Wie der Referent Kleinschmidt mitscheinen läßt, wonach der Kranke mit einem Handtuch oder Bett- mann Ilhami Bey vom Bosporus nach der Spree über- theilte, hat die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterlaten erwürgt worden sein sollte. Gleichwohl sind die Kranten gefiedelt, um sich hier im Kriegshandwert zu vervollkommnen. Berbandes den Streit gutgeheißen. Nach längerer Verhandlung wärter durch die Leichenöffnung nicht ganz von dem Verdacht Er wurde wie mancher andere seiner Landsleute à la suite beschließt die Versammlung mit der Firma in Unterhandlung zu befreit worden. Bei den Versuchen, den Tobsüchtigen zu bändigen, eines Truppentheils geführt und vom Generalmajor pon treten und soll das Resultat derfelben der nächsten Versammlung find die Wärter in der Anwendung förperlicher Gewalt ents& Ipons zu dem Schneidermeister W. ins Quartier dirigirt. unterbreitet werden. Ausständig sind 146 Arbeiter. schieden zu weit gegangen. Er ließ sich hier auch häuslich nieder, scheint aber bei der BeIn einem Stadtbahnwagen hat sich Dienstag Nachmittag urtheilung Berliner Frauen den Maßstab angelegt zu haben, der der 29 Jahre alte Uhrengehäuse Fabrikant Karl Kayser aus der vielleicht in seinen Kreisen nicht ungewöhnlich sein mag, der aber Neuen Schönhauserstr. 11 erschossen. Was den Mann, der hierorts denn doch nicht überall am Plage ist. Die Frau seines verheirathet war, in den Tod getrieben hat, ist völlig unbekannt. Quartiergebers fand sich durch verschiedene Liebenswürdig keiten" des türkischen Gastes derart belästigt, daß sie sogar einther way, in den Tob Wetter- Prognose für Mittwoch, den 15. April 1896.mal, wie in der Gerichtsverhandlung zur Sprache tamt, ihn mit Ein wenig wärmeres, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges dem Feuerhaken von sich wehren mußte. Er versuchte es Wetter mit geringen Niederschlägen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. " aber immer wieder mit Liebenswürdigkeiten und diese sollen, als Herr W. eines abends friedlich in seiner Stammkneipe beim Stat saß, so deutlich geworden sein, daß es die Frau für geboten erachtete, die Hilfe ihres Ehemannes zum Schutze ihrer Kunft und Wissenschaft. weiblichen Ehre anzurufen. Der Ehemann zog denn auch sehr Die Klage der Freien Bühne gegen das Polizeipräsidium, ernste Seiten auf und wandte sich zunächst an den Militär. welches bekanntlich auch diesen Verein unter Zensur gestellt hat, Sami Bey, um durch dessen Vermittelung den Hauptmann zu Attaché der ottomanischen Botschaft Oberst lieutenant ist gestern vom Oberverwaltungsgericht abgewiesen worden. bewegen, den begangenen Fehler wieder gut zu machen, indem er Schiller- Theater. Nee, so'n Unstun! In diese bündigen eine formelle Abbitte leiste. Dies wurde auch in Worte faßte am Abend der ersten Aufführung von Ibsen's Aussicht „ Stüßen der Gesellschaft" eine junge Dame ihr Urtheil zu vielmehr erklärte Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktig dem Publikum gegenüber keinerleVerantwortung ei Theater. Mittwoch, den 15. April. Opernhaus. Fra Diavolo. Phantasien im Bremer Rathskeller. Schauspielhaus. Wallenstein's Tod. Deutsches Theater. Romeo u. Julia. Leffing Theater. Das Glück im intel. 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Schlichting Prinz Eugenstr. 1, waßmannstraße 36, 2 r.; Frau Sachse, Koppenstr. 57, Keller; Frau 4 Tr.; Frau Stolle, Alexandrinenfir. 56, Hof 3 Tr.; Frau Berger, Waschau, Eichendorffstr. 2, 3 Tr.; Frau Eimer, Danzigerstr. 67, Quergebäude 3 r.; Frau Heinrich, Gitschinerstr. 2, Steller; Frau Fehlauer, Wrangelfir. 72, 2 T.; Serin Ernst Gerlach, Rendant, Martannen- üfer 5, Dresdenerstraße 13, Hof 2 Tr.; Herrn Gustav Niede, Borsigender, sof lints part. aber es tam nicht zur Erfüllung, 59 Hauptmann Ilhami Bey, daß eine Wer ist Rudinoff??? Rudinoff macht alles!!! Jeden Abend 912 Uhr: Die geniale Rudinoff Kaufmann's Morgen: Gastspiel des Fräulein Variété- Theater Clara Leno und des Herrn Emil Wirth. " Freund Friz." Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Ohne Gelänt. Donnerstag, abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Mikado. Hierauf: Divertiſſement. Adolph Ernst- Theater. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Schiller Theater. 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Appolonta, Freiheitsgruß, Gremmenerstr. 1 bet Rofenthalerstr. 57 bet Bernau. Schneeglöckchen 1, Nirdorf, Hermann- und KarlsgartenMathies. firaßen- Ecte bet Hilpert. Maiengruß 8, Friedrichshagen, Munddiesem Falle an, daß die Versammlung öffentlich sei, sondern für die Schooßbranche den Eintritt in eine Lohnbewegung, da darauf, daß sie der Verein veranstaltete. Schon weil zwei die Geschäftsverhältnisse zur Ausbesserung der auf das äußerste Arbeiterinnenlöhne und Prostitution. Ueber diefes Thema der in Frage stehenden fünf Gewerkvereine zu den politischen herabgedrückten Löhne, sowie zur Verkürzung der Arbeitszeit und veröffentlicht Theodor Hundhausen in der Ethischen Vereinen zu rechnen seien, finde auf die gemeinschaftliche Ber- zur Beseitigung sonstiger Mißstände eine äußerst günstige ſei. Kultur" einen Artikel, worin er nachweist, daß die Ursa che ſammlung der§ 8 Anwendung. Als politische werde diese noch Die meisten Redner u. a. Nauer, Christensen, König, der Prostitution in der Hauptsache die erbärm- besonders durch den Vertrag über die Bedeutung des 1. Mai Raubau sprachen im gleichen Sinne, worauf die folgende lichen Arbeitslöhne des weiblichen Geschlechtes und das ausgebrachte Hoch auf die Sozialdemokratie gekenn- Refolution einstimmig zur Annahme gelangte: Die Versammlung find.„ Es ist nicht Zufall", sagt er, daß der Prostitution von zeichnet. Wenn geltend gemacht werde, die Polizei hätte das erklärt, dahin zu wirken, daß die Mißstände in den Handwerksjenen weiblichen Kreisen der starke Zuwachs kommt, die auf den Inverbindungtreten mehrerer politischer Vereine verhindern müssen, betrieben der Schuhmacher beseitigt werden, und wird zur ErErtrag ihrer Arbeit angewiesen sind, und die unter den schlechten dann sei festzustellen, daß sie hierzu nicht, sondern nur dazu be- reichung ihres Ziels auch vor einem Streit nicht zurückschrecken, Löhnen arbeiten und leiden müssen. Die Prostitution ist fugt fei, nach vollendetem Verstoß gegen das Gesetz diese Vereine umsomehr, da eine günstige Konjunktur vorhanden ist. Die für die Mädchen der arbeitenden Klassen das, was für den vorläufig zu schließen. Demnach müsse die Verfügung, soweit sie Agitationskommission wird daher beauftragt, den Kampf der Mann die Vagabondage ist der Ausdruck wirthschaftlicher und die Ausweisung der Frauen betrifft, aufrecht erhalten werden;" Schooßarbeiter" mit allen zu Gebote stehenden Mitteln durchzufozialer Nothlage. Bagabondage und Prostitution bekämpfen in ihrem anderen Theile sei die Klage durch die Rektifizirung führen und dafür zu sorgen, daß derselbe siegreich beendet wird. wollen, ohne die materielle Lage der darin untergehenden Kreise des Bürgermeisters erledigt. Die in den mechanischen Betrieben Beschäftigten versichern den verbessern wollen, ist gedankenlos oder Heuchelei. Man wende Von der Anwendung des preußischen ,, Versammlung: Schooßarbeitern ihre moralische und materielle Hilfe. Ferner nicht ein, daß die Lage der weiblichen Arbeitskraft nicht so rechts". Der Werkführer 2. hatte in einer Vereinsversammlung beschließt die Versammlung, in den nächsten Tagen zwei große schlimm sei. Sie ist wohl so schlimm." Der Verfasser beweist die Anwesenden aufgefordert, am Morgen des zweiten Pfingst- Versammlungen zur Aufstellung der Forderungen einzuberufen. das durch einige Lohnangaben und fährt dann fort: Von diesem feiertages einen gemeinschaftlichen Spaziergang zu unternehmen und erbärmlichen Einkommen soll dann Wohnung, Kleidung und schließlich sich an einem bestimmten freien Blaze im Walde zur Nahrung bestritten werden, gewiß ein Finanzkunststück ersten Anhörung von Vorträgen und zum Abfingen von Liedern zu Grades. Schließlich hat jeder Mensch zumal in versammeln, ein Vorschlag, der programmmäßig ausgeführt feiner Jugend doch auch noch andere Bedürfnisse, als eben wurde. Aus diesem Thatbestande wurde A. in letter fümmerlich sein Leben zwischen der auf die Dauer trostlosen Instanz vor dem Rammergericht wegen Uebertretung Dreitheilung: Arbeit, Essen und Schlaf, zu fristen. Es giebt des des Vereinsgesetzes bestraft, weil er zu einer unter Schönen und Guten so viel auf der Erde, das jeder genießen freiem Himmel abgehaltenen öffentlichen Versammlung aufwill, und mit recht genießen will, denn es gehört zum Leben. gefordert habe, für deren Abhaltung eine schriftliche Genehmigung Belügen wir doch nicht einer den andern, wenn wir die Sache der Ortspolizeibehörde nicht ertheilt war. Das Kammergericht beschönigen. Die Mädchen werden von den ganz unzulänglichen führte nach Mittheilung der„ D. Jur. 3." aus: Für den Begriff Arbeitslöhnen direkt auf den entwürdigenden Nebenverdienst ge- der öffentlichen Versammlung im Sinne des Vereinsgefeges ist es wiesen. Man verhülle doch nicht scheinheilig die Wahrheit: die gleichgiltig, ob die Menschenmenge einer gewissen Parteirichtung Geschäftsbranchen rechnen bei Festsetzung der Arbeitslöhne mit angehört, und welchen Zweck die Versammlung verfolgt. Es diesem Nebenverdienst". Offen wird dies ja nicht zugestanden, sind vielmehr alle öffentlichen Versammlungen gemeint. Daher denn das klingt nicht gut, aber man thut es stillschweigend. bezieht sich das Gesetz auch auf solche Versammlungen, welche Ueber diese häßlichen Dinge hilft kein Herumbrücken mit nur gesellige Zwecke verfolgen. billigen Klagen über den gestiegenen Luxus und über das Drängen Kann der Straffenat des Kammergerichts nicht auch nach den Städten. Hier handelt es sich um wirklich gebrauchte, irren? Diese Frage drängt sich einem angesichts des Ausaber nicht bezahlte Arbeitskräfte. Wir stehen vor einer Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, ganges einer eigenthümlichen Strafsache auf, welche das Kammerüber die mancher altrömische Stlavenhalter den gericht am 9. April d. J. erledigte. Nach dem Vortrage des Kopf mißbilligend schütteln würde, denn er gab Referenten des hohen Gerichtshofes wurde dem angeschuldigten wenigstens feinen Stlaven fatt zu essen. Man Stellmacher Brendel zu Storkow behördlicherseits vorgeworfen, fehrt sich im gerühmten christlichen Staat den Pfifferling an das troh des Verbots durch den Bürgermeister die Jesuswort, daß ein Arbeiter auch seines Lohnes werth sei, Geschäfte eines Rechtskonsulenten gewerbsmäßig besorgt zu sondern schneidet sich das Christenthum nach haben. Die beiden Vorinstanzen sprachen B. frei, worauf die StaatsWunsch und Bequemlichkeit zurecht. Man thut anwaltschaft das Kammergericht anrief. Brendel gab zu, anderen gerade, als stände im Vaterunser nicht die Bitte:" Führe uns nicht bei der Durchführung ihrer Rechtshändel durch Anfertigung be- theil, bet Lerche. Unverbrossen, Sindowerstraße 26 bei Sachs. in Versuchung!" Das Arbeitseinkommen zu gering zum Leben, das züglicher Schriftsätze behilflich gewesen zu sein, bestritt aber ganz Felsenburg, Langestraße 65 bet Owezarec. Borwärts 7, Rummels bei Greinert Hoffnung 2, Stehlen verboten, die Prostitution tolerirt- wenn das teine Ver- entschieden, dies gewerbsmäßig gethan zu haben. Er sei burg, Göthe- und Kantstraße Ecke Brandenburg a. H., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Freiheits. suchung für die Mädchen ist, der Prostitution zu erliegen, zumal Stellmacherei zu fesseln; außer ihm befänden sich in Storkow Arbeitergefangverein von Brig in Brth, Bürgerfir, bet matengt u a damit nur seinen Kunden gefällig gewesen, um diese an seine länge 1, Stallschreibersir. 29, Sum eichenen Stabe" bei Schöning. ihnen die besitzenden Kreise dann goldenen Lohn versprechen, ja, Matengruß was ist dann Versuchung? Ein Mädchen, das sich unter noch etwa sieben selbständige Stellmacher. Er habe sich die Schrift- fcher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel. Charlottenburg, Walstr. 96 bet Beyer. Dämmerlicht, Borndorfer diesen Umständen anständig durch bringt, hat ſtücke nie bezahlen lassen. Der Angeschuldigte wirft dem Bürger- fraße 17 bei Soffmann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Kon Heimathtlänge, Röpenick, Rosenstr. 101 mehr Charakter als mancher große Mann und meister vor, gegen ihn das Verbot wohl hauptsächlich deshalb munitation 16 bei Glaser. Gesang verein Freiheitst länge II, Chorinera mehr Muth und Tapferkeit als mancher glor- erlassen zu haben, weil er, der Polizeiverweser, selber derartige traße bet Sobeck.- Männer- Gesangverein Balme, Beiten t. p. M. reiche Feldherr." Rechtshilfe anderen leiste, wofür er unter anderem Gänse bei Bemlin. Weiße Rose, Reinickendorf, Residensstr. 101 bet Malchin. Der Verfasser weist dann den beliebten Einwand zurück, das geschenkt bekomme. Der Strafsenat hob Sanges. hob die Vor- Männer- Gesangverein Liederlust, Adalbertstr. 21 bei Roll. Gewerbe sei, um bestehen zu können, nicht in der Lage, höhere entscheidung auf und wies die Sache in die Borinstanz blüthen, Stralauer Play 10-11 bet Poppe.- Glet chheit, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. Gesangvere in Frohsinn Il, Friedrichsberg. Arbeitslöhne zu zahlen. Billige Waaren sind gewiß zu loben zur anderweitigen Entscheidung zurück. Auch darin sei ein Wartenbergstr. 67 bet gange. Sän gerchor ber maler, Kommans Männer- Gefangverein 8tels und volkswirthschaftlich zu wünschen, aber Waarenpreise, die sewerbsmäßiger Betrieb der Voltsanwaltschaft zu sehen, dantenstraße 15, Knoblauch's Bierhallen. Arbeiter Gesangverein unter den Produktionstoften stehen, sind unwirthschaftlich und wenn jemand, um seine Kunden an sich zu tetten, für diese die bewußt, Beughofftraße 8 bet Behlendorf. Einig, Blumenstraße 32 bei Reich. Arbeiter- Gefang verein Neue schädlich, ganz gleich, ob die Unternehmer den Schaden aus ihrer fraglichen Schriftsäße anfertige, ohne Geld dafür zu nehmen. Bett, Eminemünderstraße 45 bei Reuter. Männer Gesangveretn Tasche zahlen, oder ob die Arbeiter durch ungenügende Löhne dann wäre er strafbar. Man kann sich gewisser Bedenken gegen- Bufunft i nieber- Schönhausen, bet Setteforn, inventioße: Arbeiter Wefangverein Sei aber von B. das polizeiliche Verbot nicht beachtet worden, Silaritas, Hochstraße 32a bei Schmidt. Bruderherz, Bernauerftr. 40-41 bei R. Kreuzberger Weiter heißt es in dem Artikel, die Hebung der Arbeitslöhne über dem berichteten Urtheil nicht entschlagen, wenn man armonie, Admiralstraße 18c bet Möhring- Froh Stunde, der Arbeiterinnen müsse für die in Frage kommenden Branchen sich den§ 119 des Zuständigkeitsgesetzes näher ansieht und dabei skottbuser Ufer 57 bei Kinzel. allgemein vorgenommen werden und dazu sei die Organisation die Thätigkeit des Ober- Verwaltungsgerichtes berücksichtigt. Der ftraße 44 bei Röllig. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umge gend.( Bu der Unternehmer, andererseits die der Arbeiterinnen nöthig. Aber Paragraph bestimmt unter Ziffer 1:" Der Kreisausschuß in schriften find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177c. neben dem demoralisirenden Einfluß der Prostitution sei das Stadtkreisen, und in den zu einem Landkreise gehörigen Städten mittwoch: Geselliger Verein Brüderlich teit, Georgenfirchir 65 bet Vereinsgesetz ein Hinderniß, das jeder Frauenorganisation mit mehr als 10 000 Einwohnern der Bezirksausschuß, ent- Späth. Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Rauchklub Rothe Fayne, Fesseln auflegt, die ihren sozialen Zweck illusorisch machen. Es scheidet auf Klage der zuständigen Behörde Cuvryftr. 48 bei Liebs. Gefelliger Verein Freundschaft, Simmerstr. 8 genügt schon, die berufsgewerbliche Organisation der Frauen zu Reiche Gewerbe Ordnung und über die Untersagung des Betriebes der im§ 35 der bei Engel. Geselliger Verein Deutsche Eiche, Fürbringerstr. 7 bet an Grothe. Mundharmonita- Verein Vorwärts, Kreuzbergstr. 12 bei einer politischen zu erklären, und das ist fast leichter als einen Reichs Gewerbe- Ordnung und der im§ 37 am Rothe. Theaterverein Nora, Admiralftr. 18c, Märkischer Hof. eventuellen Dolus zu fonstruiren, was gewiß heute viel im geführten Orte gedachten Gewerbe." Beretn Geselliger Bund, jeben 2. Mittwoch im Monat, bei So mmer, lieben deutschen Vaterlande heißen will, und es ist aus mit werben befindet sich aber auch das des Rechtskonsulenten. Musikverein Pautenschwengel, Oranienftr. 180 bet tau tenberg. Das Ober Verwaltungsgericht muß sich häufig als letzte der Organisation." Der Verfasser verlangt deshalb die Förderung der Instanz mit Klagen der befugten Polizeibehörden, bestimmGefang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Arbeiter Arbeiterinnenorganisation durch Hinwegräumung aller Hinder- ten Personen die Ausübung desselben und die gewerbsmäßige Gefangverein Lerche, nisse. Politische Bedenken haben dabei nicht mitzureden. Ge- bfassung der bezüglichen Schriftstücke zu verbieten, befaffen. lingt es nicht, auf diesem Wege den Arbeiterinnen darunter Das einfache Verbot durch die Orts- Polizeiverwaltung ist demfind selbstverständlich auch Ladenmädchen, Schneiderinnen u. f. w. nach unzulässig und muß obne rechtliche Wirkung verstanden bleiben. Hat es sich nun im obigen Falle, wie der Vortrag Stromfir. 28. zum anständigen Leben genügenden Arbeitslohn zu verschaffen, dann bleibt nichts übrig als ein herz- ergab und was auch im Urtheil zum Ausdruck kam, nur um die hafter Schnitt ins faule Fleisch: Ein gefeßlicher Minimallohn umgehung eines bürgermeisterlichen Verbots gehan- atte Fatobftraße 96/97: Sigung mit Damien. delt, dann ist die Entscheidung gesetzwidrig". für Arbeiterinnen." einen " Gerichts- Beitung. Unter diesen Versammlungen. Ge Troppens. F Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrich Verein Rhetorit, Manteuffelstr. 95 bei Schulze. Theaterverein 11 Grünftr. 21. Verein Gesellige Brüder, Pallisabenstr. 20 bei Schäffer. tattlub Vorwärts, Schwedterstraße 28 bet Muchow. Gesang Berein Hoffnung Friedrichsberg. Nebungsstunde abends Uhr, Restaurant O. Schulze, Friedrich Kariftr. 34. uebungsst. abends 9-11 Uhr bei Mar Mörschel, Schönhauser Allee 28.- Gefang verein Normannia, abends 8 Uhr bei stele, Spandauer Brücke.- Privats Theatergesellschaft eimathius, 9 Uhr Sigung im Vereinslokal bei Lange, Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit Damen, abends& Uhr, Beughofftraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, abends 9 Uhr bei Wiersdorf, Theaterverein Variété, im Steftaurant Wohllebe, Drantenstraße 121. Turnverein Fichte, 1. Männer= Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend von 8 bis Bei dem tiefen Stande, den das Deutsche Reich gegenwärtig 10 Uhr, Turnhalle Friedenstraße 37. 3. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Connabend Abend von in Fragen der Sozialpolitik einnimmt, ist leider nicht anzunehmen, 8-10 Uhr, Turnhalle Böchftr. 27, 2. Lehrlingsabtheilung turnt Mittwoch u. Sonnabend 8-10, faligerstr. 66-57 daß man die Arbeiterinnen so bald aus der unwürdigen Stellung Bereinigung der Turnfreunde. Mittivochs und Sonn. befreien wird, die sie in den Vereinsgesehen und durch die noch abends, Turnen von 8-10% Uhr abends tn ber Turnhalle In einer Versammlung der Puter, die am 13. April Demminerftraße 56-57. Arbetter- Turnverein( Ablershof. verderblicheren Gefinde- Ordnungen zugewiesen bekommen. Schon Sonnabend von 8 bis 10 Uhr bei Wöllstein. die Thatsache, daß ein Mann wie Stumm, der mit dem fanatischsten Stand der Lohnbewegung. Aus dem Bericht war zu entnehmen, 1. und 15. im Monat, abends Uhr, Restaurant Bergener, Annenfir. 16. bei Keller, Koppenstraße, tagte, berichtete Dähne über den jeden Mittwoch und Berliner Nadfahrerverein Solidarität". Sigung jed. Mittwoch nach dem Hasse gegen die Organisation des arbeitenden Volkes förmlich Geselliger Verein Unter uns, Sigung 8 Uhr bet Fischer, prunft, eine maßgebende Stelle im öffentlichen Leben spielen daß gegenwärtig, soweit es festgestellt werden konnte, 1305 Buzzer Musikdilettanten- Verein Preciosa abends 8% uhr bet fann, kennzeichnet die hoffnungslose Situation genügend, in der an der Bewegung betheiligt sind. Die Forderungen wurden auf Beuffelfir. 66. Geisler, Fenn- und Tegelerftraßen- Ecke, Uebungsstunde, Aufnahmen. sich die Sozialpolitik heutzutage befindet. 111 Bauten bewilligt und konnten für ungefähr 1100 Mann Mufit- Dilettanten- Verein Stordische klänge, bet tenter, Swinemünders Arbeitsberechtigungskarten von der Kommission ausgestellt werden. ftraße 46, Uebungsunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimmverein Storb Auch beziehentlich des Putzmeistersystems sind erhebliche Erfolge zu abends 7% Uhr Admiralsgarten bad, Friedrichstr. 102, Uebungsstunde. Ge verzeichnen. Der Redner bedauert, daß verschiedene Kollegen nicht den felliger Verein Anna- Wiarie, abends 9 Uhr, im Restaurant Stoll, Adalbertftraße 21, Sigung. Stattlub Die Lustige Bwölf, im Restaurant Ruhla Muth besaßen, die Forderungen ihrem Arbeitgeber zu unterbreiten, Andree, Chorinerstr. 53. Stattlub 50, 8% Uhr Sigung bet Fechner, Bieners Eine Maifeier vor dem Ober: Verwaltungsgericht. sodaß erst die Kommission Beranlassung nehmen mußte, dies zu fraße 60. Stattlub Pique Solo, abends 9-12 Uhr im Lotal bet Statflub Treff, Frankfurter Allee 90 Der Schuhmacher Uslar in Preez machte am 22. April 1895 thun. Außerdem hätten es einige Unternehmer für gut befunden, den ichmann, utentiu Kraft- und Artistenflub& i che, Mittwochs von 9-11, Soun der dortigen Polizeiverwaltung die folgende Anzeige: Namens ihr Wort zu brechen, indem sie am verflossenen Sonnabend die tags von 11-1 Uhr, bei Augustin, Kastanien- Allee 11. Artisten und der hiesigen Gewerkschaften melde ich zunt 1. Mai versprochene Abschlagszahlung nicht leisieten. Trotzdem erst im Ringsport- Berein Vereinte graft. Mittwoch abends von 9-11 uýr. ein Konzert, verbunden mit Feftrede über die Bedeutung des Laufe der Woche ein endgiltiges Resultat festgestellt werden verein Fortuna, abends 8 Uhr, Sigung bet kubet, Friebenſtr. 74, Bergnügungs Lages, gemäß u. f. w. Darauf wurde ihm bescheinigt, eine fann, darf jetzt schon behauptet werden, da nur einzelne Firmen Theaterverein Variété, bet Weigt, Martgrafenftr. 87. Musikoilettanters Versammlung der Preezer Gewerkschaften angemeldet zu haben. und zum großen Theil solche, die wenig in betracht kommen, verein knat sch. abends 9 Uhr bet Steffens, Stolbergerstr. 2, Bereinsabend. Unter dem 4. Mai erhob Uslar, der frankheitshalber an der ernstlichen Widerstand entgegensetzen, daß die Forderungen im Pfropfenverein Nord- Ost. Jeden Wittwoch bei A. Bogel, Elbingerstr. o. Stauchtiuh Grüne Quane, abends 9 Uhr bei Schwarz, Köpe Theilnahme und Leitung verhindert war, gegen verschiedene An- allgemeinen zur Durchführung gelangen und demnach die Situa- niderstraße 121 a. Rauchtiub Granate, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. ordnungen der Polizei die Beschwerde beim Landrath zu Plön, tion als eine sehr günstige zu bezeichnen ist. Nach einer längeren Rauchtlub Arkona, abends 8% Uhr bet Richter, Stalizers so dagegen, daß während der Festrede die anwesenden Frauen Debatte, in der die Anwesenden aufgefordert wurden, recht rege für die bergerstraße 24 bet Tauschte. Rauchtlub Frisch gewagt, abends o be ftraße 41. Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Reichens und Musiker den Saal verlassen mußten und daß vom Ober- Sammlungen zum Fonds zu wirken, um die genügende Unter- bei F. Rodendorf, Pofenerstraße 5. Rauchklub Roochloch wachtmeister Arbeiter, die keiner Gewerkschaft angehörten, sogar stüßung der Streifenden zu ermöglichen, ertheilte die Verfamm- Admiralstr. 38 im teftaurant abends 9 Uhr.- Rauchklub Meffaling verhindert wurden, am Konzert theilzunehmen.§ 8 des Vereins- lung der Kommission ihre Zustimmung zu der bisher geübten bei utite, Graubenzerstr. 2.- Rauchklub Ohne 3wang, Weinstr. 28 bei Späth. Rauchflub Die Dampfenden, Langeftr. 24 bet Jeratsch. gesetzes sei nicht anwendbar. Die Beschwerde wurde zurückgewiesen. Taktik. Hierauf wurde die Unterstützungsfrage dahingehend ge- Rauchtiub Birginia, abends 9 Uhr bei Schnieber, Admiralitvaße 31. Die Versammlung habe einen politischen Charakter gehabt und regelt, daß den Unverheiratheten 12 m., den Verheiratheten Bauchtiub umoristische fettenbrüder, abends 9 Uhr bei Galzdeshalb sei die Maßregel berechtigt gewesen. Im übrigen hätte 15 M. und für jedes Kind eine Mark pro Woche an Unter- webel, lofterstr. 83.- Rauchtiub Sumatra Sub- Dit, abends 8½ übr sich der Vertreter des erkrankten Klägers mit den polizeilichen fügung zu zahlen sind. Zum Schluß wurde nach kurzer Dis- uhr im Lotal Schmidt, Köpnickerstr. 171, Rauchtlub Gemüthlich tett II, abends Rauchtlub Wald esgrün, Anordnungen einverstanden erklärt, und auch der Redner habe tussion beschlossen, den 1. Mai durch absolute Arbeitsruhe zu bet tlgner, Forsterstr. 22. Stauchtlub Schiotes Werte, jeben bedauert, daß leider die Frauen infolge inforretter Anmeldung feiern. Mittwoch Krautstr. 39. Rauchtlub Congo II, Wienerftr. 44 b bei Schmidt, Rauchtlub Abg uß I von 9 Uhr ab bet Na wrott, Martusstraße as. Eine weitere Beschwerde die Feßrede nicht anhören durften. chlubinfach, jeden Mittwoch Manteuff elitraße 6 bei Bierbaum. Frete Vereinigung der aufleu te, im Englischen Hof, Stens Roßfir. 3, gemüthliches Beisammensein. Arbeiter Stenographenverein Eintracht Unterricht und lebungsstunden abends 8 Uhr in den ReStenographenverein Pionir, Suffitenstr., Restaurant Nausch, abcubs Uhr, unterricht und Fortbildung. German- American Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m. Walistrasse 57, - Ladies und Gentlemen welcome. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime. beim Regierungspräsidenten zu Schleswig, in der jener Auf- Die Schuhmacher- Versammlung, die am 13. d3. Mts. in faffung entgegengetreten wurde, hatte dasselbe Schicksal wie die Cohn's Festfalen tagte, war außerordentlich stark besucht von den erste. Nunmehr erhob U. beim Ober- Verwaltungsgericht die Berufsangehörigen, die in der Friedrichstadt und dem Zentrum Klage auf Aufhebung der fraglichen Verfügung der Polizei. Rechts- arbeiten. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrage des anwalt Dr. Herzfeld vertrat den Kläger. Die Klage wurde u. a. Genossen Millarg über den Werth der Verkürzung der Arbeits- 8 mit der Begründung zurückgewiesen, daß eine öffentlicheBersammlung, zeit beschäftigte sich die Versammlung mit der Frage: Wie stellen sofern sie von einem Verein veranstaltet werde, dem§ 8 sich die Schuhmacher der Friedrichstadt zu einer Lohnbewegung? des Vereinsgesetzes unterworfen sei. Nicht darauf komme es in In seinem einleitenden Referat befürwortete Hammacher speziell bet Babel. Sonntag vormittags 10-11% Uhr bei Herrath, Plan- üfer 92a. Mangold, Siegnigerstr. 18. haurants Owczaret, Langeitr. 65 und Seidler, Statiborstr. 16. Moller'scher Maler. Frauen! 3. Reichstags- Wahlkreis. Männer! Donnerstag, den 16. April 1896, abends 81/2 Uhr: Mittwad, ben 15. April, abends 8 Uhr, im großen Saale des Herrn Cohn, Gr. Volksversammlung Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: im Lokale des Herrn Brochnow, Sebastianstraße 39. Tages- Ordnung: 1. Die Kulturaufgaben des Sozialismus." Referent: Genosse Paul Jahn. 2. Stellungnahme zur Feier des 1. Mai. Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, ersucht Die Vertrauensperson. 1. Die gegenwärtige Situation in unserer Lohnbewegung und welche Maßnahmen haben wir weiter zu treffen. 2. Diskussion. 127/1 Da in dieser Versammlung auch wichtige Beschlüsse zu fassen sind, so ist das Erscheinen sämmtlicher 213/9 Kollegen Ehrenpflicht. Die Lohnkommission der Maler Berlins. Orts- Krankenkasse für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Donnerstag, den 23. April er., abends 7/2 Uhr, in Brochnow's Lokal, Sebastianstr. 39: Ausserordentl. Generalversammlung der Vertreter der Kassenmitglieder und der Arbeitgeber. Tagesordnung: 1. Erlaß des Herrn Ober- Präsidenten: Herabsetzung der Krantenunter: ftügungsdauer von 52 auf 26 Wochen. 2. Antrag Wust row: 3u§ 55, Absatz 4 des Statuts hinzuzusehen: Festsetzung der Entschädigung der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 3. Aenderung des§ 65 des Statuts. Der Vorstand. 916b NB. Die Delegirten, die verzogen sind, werden um Angabe ihrer jetzigen Wohnung ersucht. = Charlottenburg. Orts- Krankenkaffe Donnerstag, 16. April, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe: General Versammlung der Dachdecker Berlins, des Fozialdemokratischen Wahlvereins. Sonntag, den 19. d. Mts., vormittags Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Neu92 Uhr, im Lokale des Herrn Feind, wahl des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. Weinstr. 11: Mitgliedsbuch legitimirt. Generalversammlung Tages- Ordnung: Der Vorstand. 250/7 1. Jahresbericht des Prüfungs- Aus- Achtung, Metalldrücker! schusses pro 1895. 0 3. Beschlußfassung über Vergütigung 2. Decharge- Ertheilung des Rendanten. des Prüfungs Ausschusses der ent- im Jahresberichts. Bujah zu§ 39 des stehenden Unfosten bei Prüfung des Statuts. 910b 4. Abänderung des§ 61 des Statuts. Allgemeiner Verein der Töpfer n. Berufsgenossen Deutschlands 5. Um zahlreichen Besuch bittet ( Filiale Berlin.) Sonntag, den 19. April, nachmittags 3 Uhr: Versammlung im Lokal des Herrn Babiel( fr. Wernau), Rosenthalerstr. 57. Tages Ordnung: 1. Vorlage eines Lohntarifs der Scheibenarbeiter Berlins und Beschlußfassung über denselben. 2. Welche Schritte sollen gethan werden, um ihn zur Durchführung zu bringen? Achtung! Achtung! 195/10 Verein zur Wahrung der Juteressen der Gaft- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Freitag, den 17. April, nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Kollegen Wernicke, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung des Vorstandes. des Nassirers und der Revisoren. 2. Berichterstattung der Rechtsschutz- Kommission. 3. Ersakwahl des Vorstandes. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: C. Behrend, Blumenthalstr. 5. 69/13 Gipsbildhauer und Modellenre! Mittwoch, den 15. April, abends 8½ Uhr, im Restaurant zur ,, Nenen Post"( Tunnel), Benthstr. 21: Donnerstag, den 16. April, abends 81, Uhr, Louisenstädtischen Klubhaus, Annen- Straße 16: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Neunstundentag.( Referent wird in der VersammG. Krebs, erster Vorsitzender, lung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. P Bergstr. 28 I. ortièren Restbestände 2 bis 8 Chals, à 2,50, 3, 4, 6 bis 15 Mark. Probe- Chals bei näherer Angabe franco zu Diensten. mit Pracht- Katalog bildungen gr. u. fr. Teppich- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante Anzüge nach Maak Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Resterhandlung. 66 66. billig Neste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an, bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. zu Einsegnungs- Anzügen. Große Auswahl in Baletotstoff, sowie zu Mänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide.[ 42502* Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge. Oeffentliche Verlammlung. 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Tages Ordnung: Das Resultat der Verhandlungen der Modellenr- Kommission mit der Kommission der Prinzipale. 28/4 Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend nothwendig. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Teleph. Amt IV. 1597. Nophaplüschin glatt, geprekt und gewebten Qualitäten, auch für sämmtliche in der Wäsche branche Re beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen als: Zuschneider, Zuschneiderinnen, Näherinnen, Vorrichterinnen, Einstemmerinnen, Knopfloch- Arbeiterinnen, Verriegelerinnen, Plätterinnen, Wäscherinnen, Stärkerinnen, Bolzenleute ze. am Mittwoch, den 15. April 1896, abends 812 Uhr, im Schweizer- Garten( Am Königsthor.) Tagesordnung: 1. Die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäschebranche und die Aufgaben der Gesetzgebung in der Zukunft. 2. Dis tussion. 3. Wahl einer Kommission. 4. Verschiedenes. 257/7 Die Herren Wäschefabrikanten, Zwischenmeister, sowie Inhaber von Wasch und Plätt Anstalten sind hiermit eingeladen. Der Einberufer: Hergt. 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