Nr. 89. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr, Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 lbr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Som und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Reindke, Assistent. " Auch ein Jubiläum. Donnerstag, den 16. April 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. W Budgetrecht noch weit hinter berechtigten Anforderungen zurückbleibt, so wird man- auch ohne daß Einzelheiten besonders noch hervorgehoben werdenden entsprechenden Maßstab zur Würdigung des jubilirenden Gesetzes finden. Deutschland ist ein Reich, das durch einige glorreiche Beglaubigte Abschrift. Im Namen des Königs! In der da ist es denn recht charakteristisch, daß niemand daran|„ Durchläuchting" seine Unterthanen mit„ Du" anredet, und Strafsache gegen den Redakteur Joseph Dierl zu Berlin, geboren denkt, auch ihr fünfundzwanzigjähriges Bestehen zu feiern, wo man noch vor wenigen Wochen eine politische Ver am 11. Dezember 1829 zu München, fatholisch, wegen Beleidi- daß ihr Jubiläum sang- und flanglos verlaufen wird, sammlung verbot mit dem Hinweis auf die Fastenzeit, gung mittels der Presse hat die zweite Strafkammer des könig während man sich doch mit echt deutscher Gründlichkeit und als handele es es sich um einen Faschings Scherz! lichen Landgerichts 1. zu Berlin in der Sizung vom 5. Dezember unter einem gewaltigen Verbrauche von Bier und patriotischer Aber dieser Buntscheckigkeit gegenüber bleibt die Reichsver1895, an welcher theilgenommen haben: 1. Landgerichtsrath Grandte, 2. Landgerichtsrath Dr. Frhr. v. Kirchbach, 3. Land- Begeisterung jedes kleinen Vorpostengefechts erinnerte, selbst fassung ganz indifferent, sie hat darauf verzichtet, auf die gerichtsrath Stubenrauch, 4. Landgerichtsrath Hartog, 5. Gerichts- wenn in ihm auch nur ein Dußend" Erbfeinde" ums Leben Beseitigung derselben hinzuwirken und überall die Einaffeffor Borwald, als Richter; Gerichtsassessor Liebenow als gekommen waren! führung einer tonstitutionellen Vertheilung der Gewalten Beamter der Staatsanwaltschaft, Referendarius Kallmann als Aber seien wir gerecht, diese Verfassung ist auch danach, vorzuschreiben. Somit bleibt sie sogar noch hinter der seligen Gerichtsschreiber, für Recht erkannt, daß 1. der Angeklagte der und kein vernünftiger Mensch hat Anlaß, sich ihrer zu Bundesakte vom 8. Juni 1815 zurück, der doch wahrlich Beleidigung durch die Presse schuldig und deshalb mit 200 freuen- hat doch schon der jetzige Finanzminister Miquel niemand freiheitsfreundliche Gesinnung zum Vorwurf machen zweihundert Mark Geldstrafe, im Unvermögensfall für je fünf Mart mit einem Tage Gefängniß zu bestrafen, 2. den Be- von dem Entwurfe ihrer im wesentlichen gleichen Vor- kann, und die trotzdem in Art. XIII vorschrieb:" In allen leidigten, Gisenbahnschaffnern Raue und Schlaga, die Befugniß gängerin, der norddeutschen Bundesverfassung gesagt:„ er Bundesstaaten wird eine landständische Verfassung stattfinden." zuzusprechen, innerhalb vier Wochen nach Zustellung des rechts- befriedigt weder ein politisches Ideal, noch ein theoretisches Es war nicht möglich, eine derartige Bestimmung auch für das fräftigen Urtheilstenors die Verurtheilung des Angeklagten durch Ideal, noch entspricht er einem historischen Vorgange." neue Reichsgrundgesetz zu erlangen, und so sieht das Reich es einmalige Einrückung in die Zeitung Vorwärts, Berliner Volts- Sehen wir uns diese Jubilarin doch einmal des näheren ruhig mit an, wenn in den Einzelstaaten nach wie vor blatt", und zwar an der Spize des Blattes auf Kosten des An- an, so nehmen wir mit Staunen wahr, daß sie für die Feudalismus und Willkür herrschen; und so mußten z. B. getlagten bekannt zu machen, 3. alle Exemplare der Beilage zu Grundrechte der Bürger kein Wort hat, daß sie wohl für alle B.mühungen scheitern, die darauf abzielten, daß in den Nr. 153 des Vorwärts" vom 4. Juli 1895, sowie die zu ihrer Landheer und Marine, für Steuerwesen und dergleichen ein beiden Großherzogthümern Mecklenburg Schwerin und Herstellung bestimmten Platten und Formen unbrauchbar zu unheimliches Interesse und Verständniß zeigt, dagegen von Mecklenburg- Strelik eine Volksvertretung zur Mitwirkung machen, 4. die Kosten des Verfahrens dem Angeklagten auf der Freiheit, in Wort und Schrift seine Meinung sagen zu an den Regierungsgeschäften zugelassen werde. Rechnet zuerlegen. Für richtige Abschrift. Berlin, den 11. April 1896. dürfen, von der Gewährleistung der persönlichen Freiheit, die man hinzu, daß in der Reichsverfassung auch keine ver Trennung der Schule von der Kirche, und wiederum der antwortlichen Minister vorgesehen sind und daß auch das Kirche vom Staate auch nicht mit einer Silbe spricht! Als der Abgeordnete Bebel am 12. März 1871 bei der Berathung Es war am 16. April 1871, also heut vor fünfund- des dann bald zum Geseze erhobenen Entwurfes dies zwanzig Jahren, als die Verfassung des Deutschen Reiches rügte, suchte man ihn mit der Bemerkung zu beschwichtigen, verkündet wurde, jenes Reichsgrundgesetz, welches den daß es sich hierbei ja um ganz selbstverständliche Güter goldenen Freiheitsglanz über Deutschland ausgießen und handele, die auch ohne verfassungsmäßige Garantien Kriege geschaffen, gewissermaßen auf die Bühne geworfen alle die Ideale, mit welchen das Bolt Jahrhunderte hindurch niemand antasten werde. Allein mit dieser selbstverständ- worden ist. Soll es für die Dauer begründet und befestigt fich getragen hatte, endlich verwirklichen sollte! Haben wir lichen Freiheit konnte man es doch vereinigen, ein werden, so bedarf es der freien und freudigen Zustimmung, erst die Einheit, dann bekommen wir auch die Freiheit"-Sozialistengesez zu schaffen und es sogar über die vor allem der Zufriedenheit des Volkes; dann muß es aufdies war die Parole, mit welcher das Volk innerhalb von ursprünglich in Aussicht genommene Geltungsdauer hören, in den Bürgern nur Soldaten und Soldaten wenigen Jahren dreimal in den Krieg zog, um auf den hinaus zu verlängern; konnte man es wagen, dem material zu erblicken. Dem Drange nach Einheit ist Genüge blutigen Schlachtfeldern im Kampfe bald mit dem deutschen Reichstage die Umsturzvorlage, dem preußischen Ab- geschehen, das Ringen und Sehnen nach Freiheit aber ist Bruder", bald mit dem sog. Erbfeinde sich Einheit und geordnetenhause den Zedlig'schen Schulgesetz- Entwurf zu- heut noch ebenso wenig befriedigt wie vor fünfundzwanzig Freiheit zu erringen. Freilich hätte man das namenlose zumuthen; konnte man jetzt in Sachsen das Landtags- Wahl- Jahren. Elend dieser drei Kriege vermeiden und das erstrebte Ziel recht für den größten Theil der Bevölkerung illusorisch schon im Jahre 1849 auf friedlichem Wege erreichen können, machen! Wir haben hiermit bereits einen anderen Hauptwenn Friedrich Wilhelm IV. von Preußen es nicht ver- fehler gestreift, an welchem die deutsche Reichsverfassung Das Minifterium für Sizilien. schmäht hätte, aus den Händen des Volkes die ihm dar- krankt, nämlich ihre völlige Gleichgiltigkeit gegenüber gebotene Kaiserkrone anzunehmen. Allein wie Liebknecht dem inneren Verfassungsleben der Einzelstaaten. Die neue italienische Regierung hat ihren Willen, zur Lösung es mit zwingender Logik in seiner Reichstagsrede vom der Probleme beizutragen, welche die Insel Sizilien in Unruhe Das Deutsche Reich ist aufgebaut auf der Grundlage von erhalten, durch die Errichtung eines besonderen Ministeriums für 9. Dezember 1870 ausführte gerade die deutschen Fürsten einigen zwanzig Bundesstaaten, die nicht nur an Macht und Sizilien an den Tag gelegt. Die Ministerien des Innern, der waren es, ihnen voran Preußen, welche das Hinderniß Größe sehr verschieden sind, sondern ebenso große Gegen- Finanzen, der öffentlichen Arbeiten, des öffentlichen Unterrichts, der Einheit" darstellten und ihre Vorkämpfer selbst betriegten. säge auch aufweisen in Ansehung der in ihnen bestehenden sowie das Ministerium für Gewerbe und Ackerbau traten einen Theil Und als nun im Heerlager von Versailles das Kaiserthum Verfassungen: neben monarchisch regierten Staaten finden ihrer Funktionen, soweit diese sich auf Sizilien beziehen, einem proflamirt war, da zeigte sich wieder, was das deutsche Volk wir drei sogenannte freie Städte mit republikanischen Zu- töniglichen Kommissar ab, der mit dem Titel eines Ministers in nach dem Jahre 1815 schon einmal erlebt hatte, daß in schnitte, neben dem freier entwickelten Süden die nord- Palermo feinen Wohnsiz nimmt und an die Spitze der Vereinem auf Heeresmacht und Waffenfiegen gegründeten Reich deutschen Staaten, in deren Konstitution nur mit Widerwaltung aller fieben sizilischen Provinzen tritt; auf ein Jahr hinaus wird Sizilien ein einheitliches, von dem übrigen Italien kein Raum ist für bürgerliche Freiheit, und daß die Erfolge streben und sauer- süßer Wiene dem Volke einige Theilnahme bis zu einem gewissen Grade getrenntes Verwaltungsgebiet. derartiger sogenannter Großthaten nicht dem Volke zu gute an den öffentlichen Dingen eingeräumt ist, und endlich ein Außer der Wiederherstellung der unter dem Ministerium tommen. Der Lohn, welcher dem siegreichen Volke in Paar Feudalstaaten, die noch ganz im tiefsten Mittelalter Crispi, trotz des Belagerungszustandes, sehr verwahrlosten öffentWaffen" zu theil ward, ist eben die Reichsverfassung, und stecken, wo das Volk noch der Regierung wegen da ist, wo lichen Sicherheit wird es die Hauptaufgabe des Ministers für Tene. ( Nachdruck verboten.) hoch, und die Lene ärgere sie noch zu Tode: Sie Die Frauen traten in's Freie. Auf dem Sträßchen sei boshaft und faul und gar nicht zu zähmen. fam gerade der Schweinehirt mit seiner Heerde daher. Vor Roman von Nicolaus Krauß. Ich wußte gleich, wieviel es geschlagen, und machte dem Wirthshause trat er mit seinem Spiß zur Seite, verDa kommt vorgestern der Lene ihre Schwester, die kurzen Prozeß. Die Lene mußte ihre Lumpen wegwerfen packte seine alte Holzpfeife in die Tasche, steckte zwei Finger Anna, welche in Pochlowitz bei einem kleinen Bauer dient, und ihr Sonntagsgewand anziehen. Dann packte ich das in den Mund und stieß einen grellen Pfiff hervor. In bei sinkender Nacht zu uns nach Mühlessen. Und schon Mädel zusammen und nahm sie standapede mit. So, und Handumdrehen waren die Thiere auseinander gestoben, die bei der Thür herein weint sie, als wollt es ihr das Herz nun bleibt sie bei uns, bis sie ihr Brot selbst verdienen älteren grunzten, die jüngeren quiekten, und ein jedes raste abstoßen. Na, und da kam's heraus, so nach und nach, die kann. nach seinem Stalle. Hinterher hinkte der alte Hirte. Die Wirthin hatte die nackten Arme in ihre blaue Schürze gewickelt und schritt plaudernd und zuhörend neben der Freundin einher. Unten am Bache mußten sie einen kleinen Umweg machen. Man hatte die Ochsen und Kühe zur Tränke herausgelaffen. Leise brummend rieben diese die breiten Stirnen aneinander, und wenn sie genug ge trunken und die Mäuler aus dem dem Bache hoben, liefen an den geblähten Nüstern ganze Wasserströme über die weißen Leffzen herab in den Staub des Weges. 4 Die Frau des Lehrers erhob sich, griff nach ihrem Bündel und meinte, nachdem sie sich für die gute Bes wirthung bedankt: Wennst jetzt Deinen Mann rufen wolltest, Eva! Ich hätt' mit ihm noch was zu reden." " Rom, 12. April. Jenseits des Dorfes stieg das Sträßchen wieder zur Höhe empor. Nicht ein Lüftchen wisperte in den hängenden Zweigen der Birken, die den Hohlweg umfäumten, aber aus den tiefer unten wuchernden Schlehen- und Weißdorn büschen schlug der süßlich fade Brodem der Nesseln und Kletten schier betäubend empor. Die Lehrerin blieb plötzlich stehen und hielt ihrer Schulfreundin die Hand hin:" Du mußt umkehren, Eva, Deine Leut' werden essen Und ich muß mich auch tummeln, meine = ganze G'schicht. Die Pächtnersleut' haben von allem An- In der Thür, welche zur Nebenkammer führte, erschien fang an zu wenig Geld gehabt, mit'm Wirthschaften war's die kleine Lene, den Arm ganz bepackt mit bunten Flicken. auch net weit her und so haben sie bald g'sehen, daß sie und aufathmend sprach die Lehrersfrau:" Jezt hätt' ich net d'rauskommen werden. Am meisten aber hat sie es mich wirklich bald verplaudert. Komm' Lene! Jetzt gewurmt, daß sie dem kleinen Mädel auch noch zu essen müssen wir aber gehen, sonst kommt uns noch die Nacht geb eben mußten. Und so haben sie ihren ganzen Born an auf den Hals!" bem armen unschuldigen Ding ausgelassen. Von einem Die Wirthin rollte die bunten Flicken in ein Bündelchen Winkel in den andern ist's gestoßen worden, um jedes zusammen, drückte es dem Kinde in die Hand und sagte: Stück Brot hat's erst bitten und betteln müssen, und wenn's" Da, Trutschert, das kannst D' mitnehmen, damit Du in der große Tepel, der Bub von den Leuten, ang'schaut der neuen Heimath was zum Spielen haft." hat, hat er ihm gleich ein paar Dhrfeigen geben. Und statt daß es wär' in die Schul' gangen, hat's müssen die Gäns' hüten. Alle Leut' redeten schon darüber, daß das Rind ganz verwahrlost sei und nichts zum Anziehen hätt als lauter Feßen... Du kannst Dir denken, Eva, wie Die Wirthin eilte in die Schmiede. Im Vorhaus trat mein Mann aufg'fahren ist, wie er das g'hört hat! Gleich zu den Weggehenden der Schmied:" Sie wollen wirklich am andern Tag hab' ich mich anziehen müssen, um das schon fort? Hat's denn geschmeckt?" So kommen's doch Kind zu holen. Zuerst bin ich mit der Anna nach Pochlowit bald wieder einmal zu uns! Gelt?!" gangen und hab' überall rumgfragt.' s hat alles g'stimmt, Die Lehrerin legte ihre schier blutlose Hand in die Kinder gehen nicht eher schlafen, bis sie ihre Mutter gewie's das Mädel erzählt hat. Heut früh bin ich nach rußige Rechte des Mannes. Mein Mann läßt Euch fragen, sehen." Leibitsch hinauf. Und grad bin ich dazu kommen, wie der ob Ihr zu Maria Himmelfahrt auf dem Chor mitthuen Einen Augenblick zögerte die kleine, rundliche Frau, Bub die Lene geprügelt hat, weil sie ihm nicht ihr Brot woll't. Der Haberer- Bauer hat's im Hals; und da hat er dann faßte sie das Mädchen mit beiden Händen und hob hat geben wollen. Weißt, Schmiedin, jetzt ist mir feinen Hornbläser." es empor. Und sie drückte, herzte und füßte es, als wär' aber die Gall' übergelaufen. Na, und die Pächtnersleut' Selbstverständlich!" lachte der Schmied. Aber ganz es ihr eigen. Als sie es endlich wieder auf die haben Augen gemacht, wie sie gehört haben, wer ich bin! natürli! Ich hab' mich ja schon lang net ausgeblasen! Grde setzte, glühte sie vor Erregung, und stoßweise es über ihre Lippen: Gleich haben sie zum Jammern angefangen, daß sie ganz Sagen GS' ihm nur, er tönnt sich auf mich verlassen, fest fam Werde brav, und gar net bestehen könnten, die Pacht sei viel zu und heilig!" Mädel und folge Deiner Muhme. Und solltest Du, wollen. mein auch zu " D Sizilien fein, die Gemeinde- und Provinzverwaltung auf der botene als eine Abschlagszahlung hinzunehmen und sich vorläufig Dem Auscheine nach handelt es sich hier nicht um lokale, Insel, welche in den Händen lokaler Roterien zu einem Mittel mit ihr zu begnügen, erscheint um so weniger der Sachlage unbedeutende Unruhen. Das Gebiet Lnfongos, Sultans von der Unterdrückung und lebervortheilung der ärmeren Bevölkerungs- entsprechend, als nicht abzusehen ist, wann ein weiterer Schritt zur Ukerewe, und das des Sultans Roma umfaßt den größten Theil tlassen geworden ist, einer durchgreifenden Revision und Umgestaltung Herbeiführung angemessener Berhältnisse geschehen würde, sobald der an den Südufern des Vittoriafees gelegenen Länder; ein zu unterziehen. Insbesondere gilt es der Finanzverwaltung erst der jezt in Aussicht stehende die Santtion der gesetzgebenden Kriegszug gegen Roma bedeutet einen Kriegszug gegen eines der Gemeinden, deren leitender Gesichtspunkt es bisher war, alle Faktoren vorausgesetzt, daß ihm diese überhaupt zu Theil der umfangreichsten Reiche Deutsch Ostafritas. Bweifellos und jede Stenerlast von den Schultern der wohlhabenden wird gefunden hat. handelt es sich bei den jezigen Unruhen um das Minoritäten auf die der von ihrer Arbeit lebenden Bevölkerung Der Entwurf selbst zerfällt in drei Theile, deren erster Hervorquellen einer in diesen Gebieten schon lange vorhandenen abzuwälzen, insbesondere aber die Grundsteuer fast ganz in Weg- das Versammlungrecht in den§§ 1-3 regelt, während Gährung, um die traurigen Früchte einer vor Jahren hier befall zu bringen und die Gemeinde- Ausgaben durch hohe Zölle auf die der zweite(§§ 4 und 5) fich mit dem Vereinswesen( gonnenen falschen und unwürdigen Politit nothwendigsten Lebensmittel aufzubringen. Die Gemeinde- Ausgaben, beschäftigt, der letzte aber die Befugnisse der Behörden seitens der Station Muansa. Sultan Roma und welche von den bisherigen oligarchischen Gemeindeverwaltungen betrifft und zugleich zugleich Straffestsetzungen verschiedener Art Lutongo, beide sind mir befreundet: mit ersterem schloß ich in der überflüssigsten Weise gesteigert worden waren, sollen auf enthält. Eine Ausnahmestellung erfahren auch hier die politischen Bluts freundschaft und mit letzterem einen schriftlichen Freunddas Maß der Leistungsfähigkeit der Gemeinden eingeschränkt Zwecken gewidmeten Vereine und Versammlungen. Um jo fchaftsbund. Beide Sultane hätten bei einer ruhigen und werden. Ebenso soll der Usurpation der Gemeindeländereien wichtiger wäre es nun von vorneherein, daß im Geseze selbst der weisen Politik meiner Ueberzeugung nach die besten Stüßen für durch die größeren Besitzer jetzt ein Ende gemacht werden. Begriff politischer 3 weck bestimmt würde. Dies geschieht die deutsche Herrschaft abgeben können. Das Unheil ging aus Zur Durchführung dieser weitreichenden Aufgaben ist die aber in durchaus unzureichender Weise nur negativ, indem gesagt von jenen beiden ersten Stationsverwesern, welche bei Beginn Einrichtung eines besonderen Ministeriums für Sizilien das einzig wird, daß hierzu Bestrebungen, wie sie im§ 152 der Gewerbe- der deutschen Herrschaft sich, wenn auch unbewußt, an jenen mögliche Mittel, weil dadurch eine einzige Persönlichkeit für den Ordnung erwähnt sind, nicht als politisch gelten sollen. Dieser Gegenden schwer verfündigt haben. E3 waren zwei ganzen Gang der öffentlichen Verwaltung in Sizilien verant§ 152 beschäftigt sich mit den Verabredungen und Vereinigungen Unteroffiziere, die hier nacheinander in Muansa regierten wortlich gemacht wird; der Minister für Sizilien hat außer dieser der Gewerbetreibenden, gewerblichen Gehilfen, Gesellen und und die Fähigkeit, sich irgendwie in schwierigen politischen seiner Funktion teine anderen Funktionen, während bis jest die Fabrifarbeitern zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn Verhältnissen zurecht zu finden, unmöglich haben fonnten. Wie fizilischen Angelegenheiten stets als Nebensache behandelt worden und Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus aiebt es aber so es bei Leuten, die nicht an das unbeschränkte Gebieten gewöhnt waren und deren Besorgung sich zwischen den verschiedenen unzählig viele Bestrebungen, die je nach dem Maße von Wohl- sind, in den Tropen in solchen Fällen geradezu typisch ist, verMinisterien zersplitterte. Insbesondere kann die Einsetzung eines oder Uebelwollen, welches die Regierung ihnen entgegenbringt, loren sie jede Direktion, verließen den Rechtsboden und unteran Ort und Stelle wohnhaften Spezialministers für Sizilien als politische oder unpolitische angesehen werden können, und stützten mehr das Unrecht wie das Recht. Ihre oft geradezu sehr wesentlich dazu beitragen, die Intriguen der fizilischen Par- jeder Einzelne von uns weiß zur Genüge aus eigener Erfahrung, brutalen Machtäußerungen, ihre Requisitionen im lamentsabgeordneten zu durchfrenzen, welche ihr Mandat jenen wie sein dialektische und spitfindige Unterscheidungen die Polizei Lande und ihre Elfenbeinpolitit hatten in den von lokalen Oligarchien verdanken und es zu deren Nugen aus- hierin zu machen weiß, und wie groß ihre Fähigkeit ist, der Station Muansa beherrschten" Gebietstheilen eine Gährung zuüben pflegen. Es ist vorläufig nicht anzunehmen, daß auch jedes in ihren Augen„ garstige Lied" einem hervorgerufen, die über furz oder lang in offene Unruhen aus auf andere Theile Italiens diefe Zusammenlegung einer Anzahl politischen Lied" zu fempeln, in umgekehrter Be- brechen mußte. Wenn diese erst jetzt zum Ausbruche kommen, kleiner, departementsartiger Provinzen zu einem größeren thätigung des Verses politisch Lied ein garstig Lied" so danken wir dies sicher den geschickteren Händen, denen autonomen Verwaltungsgebiete Anwendung finden werde; Auf eine im Gefeße felbst zu gebende Begriffsbestimmung muß später die Leitung hier anvertraut wurde. Jedes Mal, nur für die Insel Sardinien dürfte vielleicht eine ähnliche aber um so mehr Gewicht gelegt werden, als sonst derselben wenn solche Unruhen entstehen, ist es Zeit, Einkehr zu halten Nothlage zu derselben Maßregel wie für Sizilien führen. Interpretation Raum gegeben würde, welche in Preußen der und zu prüfen, was für Fehler gemacht worden sind, damit Un die Durchführung der Regelung der Verwaltung Siziliens§ 8 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 erfahren hat, und diese für die Zukunft vermieden werden. Vielleicht zeigen die follen sich übrigens auch gefeggeberische Maßregeln anschließen, wonach als politische Gegenstände alle inneren und äußeren, jezigen Verhältnisse wieder einmal die Nothwendigkeit, daß die die besonders den Betrieb des Landbaues und die Lage der direkten und indirekten Staatsangelegenheiten, insbesondere aber kaiserlichen Stationen auf jede Herrschaft und jedes EinArbeiterklasse in Sizilien betreffen, über deren Inhalt indeß noch auch alle sozialpolitischen Fragen anzusehen find. Jeder, der mischen verzichten. Da die Stationen nun einmal da sind, nichts bekannt ist. den Wunsch nach Beseitigung irgend eines Uebels auf so möge man fie auch belassen, aber man gebe dem Wege der Gesetzgebung oder der oder der erlaubten Selbst- ihnen die aller bestimmteste Weisung, 1 ur hilfe in einer Versammlung fund giebt, hat damit in der Selbstvertheidigung zu den Waffen zu einen politischen Gegenstand" die Kundgebung greifen und im übrigen einen stillen Beobachter abzugeben. Berlin, 15. April. selbst kann aber wie vorliegende Entscheidungen beweisen Dann werden die Eingeborenen den Stationen ihre Achtung Das preußische Abgeordnetenhaus trat am Mitt auch schon in der Absingung eines Liedes erblickt werden, selbst nicht versagen, im übrigen sie ungestört laffen. Von Aufständen woch in die zweite Berathung des Gesezentwurfs betr. das wenn diefes im Kommersbuch abgedruckt ist und unbeanstandet und Kriegszügen würde man dann nichts mehr hören." Diensteinkommen der Lehrer und Lehre von studentischen Bereinigungen gesungen werden darf. Also das einzige Heilmittel für die Schäden unserer rinnen an den öffentlichen Volksschulen. Von allen solchen politischen Vereinen und Versamm Kolonialverwaltung, auf das, der Kolonialbeamte Graf lungen sollen nun Die Vorlage, die schon in der Fassung der Regierung recht fich dagegen alle minderjährigen Personen ausgeschlossen sich völlig der Einmischung in die Angelegenheiten der zwar nicht mehr die Frauen an Schweinig selbst verfällt, ist der Rath, daß die Beamten wenig geeignet war, sich die Freundschaft der Voltsschul- fein, während sogar in Preußen die Aufnahme und lehrer zu erwerben, weist in ihrer jezigen Gestalt noch Theilnahme bisher nur Neger enthalten. Vernichtender könnte ein Kolonialgegner nur Schülern und Lehrlingen" Der erhebliche Verschlechterungen auf. Das Hauptgewicht ist jagt war, also ganz jugendlichen Leuten. nicht über die deutschen Kulturträger urtheilen. bekanntlich nicht auf das Grundgehalt gelegt, das für Lehrer erwägt, ein wie wichtiges politisches Bildungsmittel die öffent Herr Peters hat es seinen ungeschickten Vertheidigern nicht weniger als 900 M. und für Lehrerinnen nicht lichen Versammlungen gerade für den Arbeiterstand sind, dessen zu danken, daß immer neues Material gegen ihn an die weniger als 700 M. betragen soll, sondern auf die Alters- Angehörige nicht in der Lage sich befinden, durch Bücherstudium Deffentlichkeit gebracht wird. Die Ankündigung, Peters und dergleichen fich Kenntniß von öffentlichen Dingen und Verzulagen und die gesetzliche Regelung der Lehrergehälter. fländniß für dieselben zu verschaffen, so wird man die Tendenz wolle ein Buch über die Kilimandſcharo- Expedition schreiben, Einen Vortheil haben also nur diejenigen diejenigen Lehrer und die Tragweite einer Bestimmung begreifen, nach welcher ein hat den Berliner Kourier" neuerdings zu folgender Mitund Lehrerinnen, die jetzt unter die jetzt unter 900 bezw. unter Arbeiter bis zum vollendeten einundzwanzigsten Lebensjahre jeder theilung veranlaßt: 700 M. Gehalt beziehen. Die Zahl der so gering befoldeten politischen Erziehung entbehren und über die Fragen, welche für Es ist von den Freunden des Herrn Dr. Peters betont Lehrer beläuft sich auf etwa 12 000, ein trefflicher Beweis ihn geradezu Lebensfragen find, im Unklaren gehalten worden, daß ihr Held sich im Kriege mit wilden Völkerschaften dafür, wie wenig Geld der Militärstaat Preußen für bleiben solle. Die bisher auf dem Gebiete des politischen befunden habe, und daß er deshalb unter einem von europäischen Kulturzwecke übrig hat. Die Debatte verlief heute sehr Vereins- und Versammlungswesens gemachten Erfahrungen geben Bräuchen wesentlich verschiedenen Moralgesetz gestanden habe. nicht den geringsten Anlaß zu einer solchen Bestimmung, und es Natürlich, in Europa wird ruhig, da sie sich vorläufig nur auf wenig umstrittene find wahrlich nicht junge Arbeiter, aus deren Kreisen sich das zu denken haben, daß es die Vorsicht erheischt, einen gewiß nicht daran Baragraphen erstreckte. So erklärte sich das Haus mit der So erklärte sich das Haus mit der Rowdiesthum in den Versammlungen rekrutirt! Auch sonst läßt vierzehnjährigen Knaben dies Alter hatte Bestimmung, daß sich das Diensteinkommen der Lehrer aus der Entwurf die gerade hier so nöthige Klarheit der Ausdrucks- der gefährliche Verbrecher, wie uns aus sicherer Quelle dem Grundgehalt, den Alterszulagen und der Dienstwohnung weise und eine jede Willkür ausschließende Festlegung mitgetheilt wird, glücklich erreicht hängen zu oder entsprechender Miethsentschädigung zusammensetzt, der in betracht kommenden Begriffe it. f. w. unliebsam lassen, weil er eine Bigarette entwendet und nach kurzer Erörterung einverstanden, ebenso mit der oben vermissen. Wann ist z. B. irgend eine Meinungsäußerung als auf der Stelle mit Behagen konsumirt hatte. Es ist allerdings erwähnten Normirung des Grundgehaltes, das allerdings Aufforderung zu einer strafbaren Handlung anzusehen? bedauerlich, daß wir auch aus dem in Aussicht gestellten Buche von einigen Rednern als unzureichend bezeichnet wurde. Welche Gegenstände gelten dem Entwurfe als Waffen? Hierauf des Herrn Peters nicht erfahren werden, wie dieser Jungenstreich Da es aber feststeht, daß der Finanzminister seinen Säckel und auf manche andere Einzelheiten des näheren einzugehen, die Sicherheit der Expedition derart in Gefahr bringen konnte, daß Da es aber feststeht, daß der Finanzminister seinen Säckel auf keinen Fall weiter aufthun wird, so entschloß man sich, Entwurses eine kurze Würdigung gewidmet. Dieser sieht für den zuführen geeignet gewefen. Gin fröhliches, munteres Kind war, auf teinen Fall weiter aufthun wird, so entschloß man sich, bleibe für heute noch versagt, es sei nur noch dem§ 10 des nur der Tod des fröhlichen Burschen eine Befferung der Lage herbeis vorläufig für dieses geringe Grundegehalt zu stimmen, damit Aufsichtsbeamten, welcher zu Unrecht eine Versammlung auflöst, das wird uns versichert, dieser junge Schwarze und deshalb der wenigstens den am allerschlechtesten gestellten Lehrern eine eine Ordnung 3 strafe von 10 bis 100 M. vor. Schon wenn Liebling des ganzen Lagers, und so wenig schuldbewußt, daß er fleine Hilfe gewährt wird. Auch die von den Alterszulagen, man mit dieser Strafbestimmung diejenigen Strafen vergleicht, die aus Datteltisten aufgebauten Stufen zur Richtstätte" in Verihrer ihren ihn der Barbier, die Schlinge, der Tod. Das Opfer der Staatsraison" ist also, wie man sieht, wenigstens nicht von Todesahnungen vorher gequält worden!" Politische Uebersicht. " Wenn man " man " kleine Hilfe gewährt, wird. Au handelnden Bestimmungen welche dem Publikum für einen Verstoß gegen das Gesez an- muthung zum fröhlichen Spiel hinaufsprang. Oben erwartete wurden in der Fassung der Kommission angenommen. Eine längere Debatte wird sich voraussichtlich bei§ 7 entspinnen, nach welchem den Lehrern und Lehrerinnen ein rechtlicher Anspruch auf Neugewährung einer Alterszulage nicht zu steht. Mit der Berathung dieses Paragraphen wird am Donnerstag begonnen. laffung haben ferner die Bemühungen des Dr. Arendt( vom Zu einer auf offiziöse Quellen zurückzuführenden Aus" Deutschen Wochenblatt"), seinen Freund Peters auf Kosten des Dr. Kayser herauszureißen, die„ Kölnische Zeitung" aufs gedroht find, wird man erkennen, wie glimpflich der Beamte behandelt wird, der doch vor allen anderen gesegeskundig und in der Anwendung des Gefezes erfahren und sicher sein muß. öffentlichen Versammlung pflegen sehr oft außerordentlich hohe Die ideellen und materiellen Interessen der Theilnehmer an einer zu sein, und ihre Berlegung tann daher Nachtheile im Ges folge haben, im Vergleiche zu welchen eine Strafe Der von der Neichstags- Kommission aufgestellte Cut: von einhundert Mark für den pflichtvergessenen Be- gestachelt. Es heißt da über die früheren amtlichen Unterwurf eines Gesetzes, betreffend das Vereine und Ver- amten geradezu als Spott gelten muß. Und oben= wenn man ihn mit den in manchen Einzelstaaten auf diesem durch ein Urtheil der ordentlichen Gerichte auf Grund eines ge: Dr." Peters moralisch Belastende ergeben, war fammlungswesen, welchen wir vorgestern veröffentlichten, bietet, orein soll diese Strafe eine Ordnungsstrafe sein, also nicht suchungen gegen Herrn Peters: Die erste Untersuchung hatte manche 3 für Gebiete herrschenden Rechtszuständen oder vielmehr Mißständen regelten Strafverfahrens und einer öffentlichen Hauptverhandlung pergleicht, gewiß manches Verlockende, allein den Anforderungen, verhängt werden! Hierdurch ist der Willkür nicht nur feine aber bei dem Widerspruch der Aussagen zu dem Ergebniß gedie man vernünftigerweise an ein solches Gesetz stellen kann und muß, Schranke gesetzt, sondern es wird ihr Thür und Thor geöffnet, kommen, daß ein non liquet vorliege. Diesem Ergebniß entsprechend genügt er darum doch noch lange nicht, und das in ihm Ge- denn im schlimmsten Falle foftet der Polizei ein solcher Scherz" hat die Regierung die Atten Peters vorläufig geschlossen, wozu ein paar Mark, deren Zahlung vielleicht noch nachträglich er- sweifelsohne der Wunsch mitbestimmend war, einen Später... laffen wird. Dieser Vorschlag allein schon läßt erkennen, wie großen Kolonialskandal zu vermeiden und den ... man weiß ja nie, wie es kommt, gar net wenig Ernst es dem Entwurfe um eine wahrhaft freiheitliche Verdiensten, die Dr. Peters sich um die Befizergreifung der wissen, wo ein, wo aus, dann dent' an die Schmied- Ausgestaltung des Vereins- und Versammlungsrechtes ist. Je Kolonie erworben hat, soweit wie möglich Rechnung zu tragen. Muhme und den heutigen Tag; die wird Dich net stecken mehr aber der Einfluß der besiglosen Klassen auf Wahlen und Diesen Standpunkt hat auch der Direktor der Kolonial Lassen, wenn sie noch lebt und selber noch was hat...." Gesetzgebung verkümmert wird, um so energischer ist ein Versuch Verhalten des Dr. Peters nach verschiedenen Seiten hin eine neue abtheilung im Reichstag vertreten. Als dann im Reichstag das Wie ein Mann, mit sicheren, ausgreifenden Schritten zu befämpfen, der auch das natürlichste Recht des Menschen, wandte die Wirthin sich heimwärts, daß der dunkle Rock die Wahrheit zu sagen und zu hören, beschränken, ja gänzlich Beleuchtung erhielt, hat der Direktor der Kolonialabtheilung eine illusorisch machen will. ihr flatternd um die starken Knöcheln schlug, und der die Worte wieder in. Grinnerung, welche der Abgeordnete Reichstags als eine übergroße Nach ficht gegen Peters Unwillkürlich ruft dieser Entwurf Stellung eingenommen, die ihm von der großen Mehrheit des hintere Zipfel des Kopftuches von einer Schulter zur Bebel bei der Berathung der Reichsverfassung am 6. De ausgelegt wurde. Wenn wir dahingestellt sein lassen, ob dieser andern tanzte. zember 1870 sprach: Mein Glaube an den Liberalismus Borwurf berechtigt ist, so hätten doch jedenfalls die Freunde des Schweigend schritten Muhme und Kind weiter. Bu des tünftigen Deutschen Reiches ist ein außerordentlich schwacher. Dr. Peters dafür dankbar sein sollen." ihrer Linken, unten im Wiesengrunde rauschte gleichmäßig Nach den Erfahrungen, die wir seit Jahren auf diesem Gebiete Das entlastet zwar den Dr. Kayser nicht von dem das Wehr der Gaumühle, in feinen Strähnen stieg der gemacht haben, unterliegt es gar feinem Zweifel, daß diejenigen Vorwurf, übergroße Nachsicht gegen Dr. Peters Nebel auf und fühlte die Luft. Vor ihnen lagen die Höfe Freiheiten, deren sich heute etwa mit Ausnahme von Mecklen- geübt zu haben, es be lastet aber sowohl Dr. Peters und Häuser von Waykenreuth; rechts auf der Höhe der Staaten in Bezug auf Presse und Vereinswesen zu erfreuen hat, an dem solche Früchte reifen und das solche Vertuschungsburg und Preußen der weitaus größte Theil der deutschen wie das gesammte Kolonial Verwaltungs System, große Hof, mit seinen plumpen mit Reiterziegeln gedeckten feineswegs. bei der fünftigen Gesetzgebung über Preß- und versuche herbeiführen konnte. Dächern, geradeaus ein thurmartiges, schwarzes Gemäuer, Vereinswefen auch im deutschen Bunde Geltung erlangen das letzte Ueberbleibsel eines Rittergutes. Und aus all werden." Angesichts des vorliegenden Entwurfes wird man diesen Der Umschwung der Dinge in Frankreich erstreckt diesen Siedelungen drängte kerzengrade zum tiefblauen Ausspruch als leider nur allzu berechtigt wiederum bestätigt sich, wie wir schon andeuteten, nicht blos auf die innere Himmel empor der Rauch, in allen Stuben saßen jetzt um finden. sondern auch auf die auswärtige Politik. Immer deutlicher den großen Tisch die Leute und fuhren mit dem Löffel in Bum Benguißzwangsverfahren. Im Hann. Kur." ver- tritt das Bestreben hervor, sich aus der Umklammerung der peinlicher Regelmäßigkeit, schier wie beim Dreschen, in die öffentlicht ein Mitglied eines Oberlandesgerichts einen Aussat russischen Knutendiplomatie loszumachen und in demselben Dampfende Suppenschüssel. Der Ton eines Glöckleins zog dem Prozeß gegen die" Saale- 3tg." ergangene Entscheidung des matie gegen die französische tegierung. Wir machten schon über den Zeugnißzwang in Disziplinarsachen; er hält die in Verhältnisse wächst auch die Feindschaft der russischen Diplofingend durch die Luft. Und, als hätten die anderen nur Oberlandesgerichts Naumburg nicht für richtig,§ 352 der Straf- früher darauf aufmerksam, daß die heftigsten Angriffe der darauf gewartet, überall, in den Dörfern und einsamen prozeßordnung umfasse vielmehr auch die Zwangshaft. Der früher darauf aufmerksam, daß die heftigsten Angriffe der Weilern ringsum hub es an zu klingen und zu läuten, in Berfasser empfiehlt in§ 52 der Strafprozeßordnung ausdrücklich, reaktionären französischen Blätter auf das Ministerium hohen und tiefen Tönen, langsam und feierlich und bimmelnd als Absatz 4 hinzuzufügen, Redakteure von Zeitungen in An- Bourgeois von der russischen Gesandtschaft in Paris auswieder wie Kindergekicher; und all diese melancholischen sehung dessen, was ihnen bei Ausübung ihres Berufs anvertraut gingen. Jezt erfolgen die Angriffe mit zunehmender und frohen, heiseren und hellen Stimmen verstummten so it", ihnen also das Recht zur Zeugnißverweigerung wie den Heftigkeit in der offiziösen russischen Presse selbst. Wir plöglich wie sie gekommen, machten anderen Platz. Ueber Geistlichen, Aerzten, Anwälten zu gewähren. begnügen uns vorläufig mit Feststellung dieser Thatsache, die jumpfigen Wiesen zog rufend eins Kibig, in einem Deutsche Kolonialpolitik. Je mehr über das Ver- die auf dem Gebiete der auswärtigen Politik augenblicklich Gerstenfelde lockte ein Stebhuhn, ein einsames Haferhuhn waltungswesen in deutschen Kolonien und das Treiben wohl die für Deutschland wichtigste ist. " M Dienstag erhalten wir nachfolgende Buſchrift: W vom letzten firrte und knarrte wie besessen, und ganz nahe am Wege seiner Träger verlautet, um so mehr wird es diskreditirt. Die Maschine, welche rettet und tödtet. In bezug hub eine Wachtel an zu schlagen. Sie mußte aber Letthin drang die Kunde von Kämpfen gegen Ginauf unseren so betitelten Gallus- Artikel schon schlaftrunken sein. Fumer wieder begann sie geborenen Stämme auf der Insel Ukerewe ihr Acht mal acht aber weiter fam sie nicht; in Viktoria Nyanza hierher. Darüber schreibt nunmehr eine große Pause verschlang stets den Rest der Graf Sch weinig, der frühere Führer einer. Expedition Strophe. des Antiftlaverei Komitees, in der Deutschen Kolonial ( Fortsetzung folgt.) Zeitung": : 0 Sie sagen selbst, daß die Maschine der bisher durch die Fabrikation entstehenden schrecklichen Krankheit Einhalt thut, daß der Minister Doumer sich verpflichtet habe, für die übrig werdenden Arbeiter andere Beschäftigung zu beschaffen! Was kann man also mehr verlangen? Sie selbst müßten also die An-| Westen von 60 Pf. bis 1 M. Durch die Konkurrenz eines be- heißen Heiz- und Maschinenraum plöglich in faltes Wasser schaffung der Maschine befürworten! Gelbst wenn aber deutenden Detailsgeschäftes feien die Löhne in der springen soll, so ist der Tod durch Herzschlag doch schnell zur 12-1400 Arbeiter vorübergehend arbeitslos würden, was wollte letzten Zeit wesentlich herabgedrückt. Herr Levy äußert Stelle. das gegen den Vortheil fagen, diese, und nach ihrem Tode sich noch dahin, daß es sehr wohl angängig sei, höhere Ein Parteitag der Freifinnigen Volts: immer weitere vor jener Krankheit und dem Elend zu Löhne in der Konfektion zu gewähren, denn Geschäftsinhaber, partei für Berlin bat gestern hier stattgefunden. Die bewahren?! 12-1400 bei der Bevölkerungszahl Frankreichs!! die nur flein angefangen haben, erzielen jetzt einen bedeutenden dürftigen offiziellen Parteimittheilungen darüber werden durch Endlich würden in der Republik Frankreich, die das Monopol Gewinn. Die Unternehmer feien Konkurrenten unter sich, fie folgende Ausführungen der Volks- Zeitung" ergänzt: Vom zur Herstellung der Allumettes hat, nicht, wie Sie sagen, drücken die Preise ständig herunter; gegenüber den Forderungen der Berliner Parteitag der freifinnigen Voltspartei, über den Kapitalisten den petuniären Vortheil haben, sondern eben jener Arbeiter stehen sie aber stets geschlossen da. Die Vernehmungen wir an anderer Stelle Des Blattes mit derjenigen Staat, jenes Gemeinwesen, jene Gesellschaft, die Sie ja der Arbeiter bestätigen auch hier die elenden Zustände der Haus: Kürze berichten, welche die offiziell beliebte Heimlichim Sozialismus zur Alleinherrschaft bringen wollen! industrie. Die Arbeitszeit ist sehr lang und der Lohn äußerst herab thuerei mit sich bringt, erfahren wir außeroffizieü, aber Jit denn Ihr Blatt nur für Denkunfähige und wollen Sie gedrückt. Das Kohlenbügeleifen fommit dort ausschließlich zur An- zuverlässig, daß es zum theil zu sehr erregten Debatten ge auf sich auch die Bemerkung der Flora Gaß an Hammerstein wendung. Es wird berichtet, daß in der Werkstätte eines Zwischen- tommen ist, namentlich über die Frage der Stellung der Parteis gelten lassen: Ihr seid halt alle die reinsten Komödianten!"? meisters gekocht, mit Holzkohlen- Gisen gebügelt und überdies noch leitung gegenüber dem Schuyverband gegen agra Es ist nicht meine Absicht, Ihnen mit vorstehendem Satz eine Wäsche getrocknet wird. Bei einem anderen wird in zwei rische Uebergriffe. Der Umstand, daß das der ParteiUnhöflichkeit zu sagen, sondern lediglich Sie um Aufschluß über Schichten gearbeitet; während die eine Arbeiterschicht thätig ist, leitung nahestehende Organ mit feiner feindlichen Haltung das zu bitten, was meiner Ansicht nach in Ihrem oben erwähnten schläft die andere in demselben Raume. gegen den Verband in der gesammten Berliner und auch in der Artikel unlogisch ist und den Widerspruch auch Ihrer treuesten Partei-- Der bisherige Borsigende der Reichsgesammten freisinnigen Presse im Reiche nahezu isolirt steht, gänger herausfordern muß, sofern diese sich der Mühe unter- tommission für Arbeiterstatistit, Unter Staats- fowie der fernere Umstand, daß im zweiten Berliner Reichs. werfen, zu denken! sekretär a. D. Dr. v. Rottenburg zu Berlin ist mit der Wahr- tagswahlkreise eine freifinnige Versammlung eine die Haltung nehmung der Geschäfte des Universitäts- Kuratoriums zu Bonn der Freis. Stg." desavouirende Resolution angenommen, war beauftragt worden. Anlaß zu den erwähnten heftigen Debatten. Der Abgeordnete Inspizirende Minister. Die Herren von Richter klagte lebhaft über diese ihm unangenehmen WahrBötticher und Hammerstein- Lorten haben am letzten nehmungen und erklärte, ähnlich wie er bekanntlich auf dem Sonntag, also an dem für Besichtigung industrieller Unter- Eisenacher Parteitage mit der Kabinetsfrage gedroht hat, nehmungen ungeeignetsten Tag, die Mohr'sche Margarine- daß er schon erwogen habe, ob er noch das Vertrauen der fabrik in Bahrenfeld besucht. Bekanntlich stehen die Arbeiter Partei in genügendem Maße befize und die etwaigen Ronse quenzen dieser Erwägung ziehen solle. Die Anerkennung, die ihm dieser Fabrik jetzt im Streik. Eine Lotalforrefpondenz berichtet das folgende: darauf wegen seiner Bekämpfung des Agrarierthums ausgedrückt Der Handelsminister v. Berlepsch hat gestern wurde, war augenscheinlich die Folge dieser seiner Andeutungen, persönlich ohne jegliche Begleitung einige größere Wäsche welche die Wirkung haben dürsten, daß die Parteileitung in ihrer und Konfektionsgeschäfte aufgesucht und die gefeindlichen Haltung gegen den Schutzverband beharren werde." nauesten Erkundigungen über die Lohnver- Interessant sind diese Mittheilungen nach zwei Richtungen, bältnisse eingezogen. Der Minister nahm Einsicht in Sie zeigen, wie Herr Eugen Richter starr an seiner Taktik der die vorgelegten Bücher und drückte seine volle zufrieden Alleinherrschaft in der Partei festzuhalten verfucht und wie heit aus, als er fand, daß die Löhne der Arbeiter andererseits der wirthschaftspolitische Schutzverband auch in die freifinnige Volkspartei eindringt. Ganz wie der Agrarierbund in äußerst geregelt waren. diese Meldung. Bisher haben wir Herrn v. Berlevsch nicht für Wir überlassen der Korrespondenz" die Verantwortung für die konservative Partei und das Zentrum. Das Mandat des Freiherrn v. Manteuffel so leicht- gläubig gefunden, daß er Verhältnisse, die allgemein ivird, wie die Kreuz- Zeitung" bemerkt, durch sein Avancement als anarchisch gelten und eben von der Reichskommission als zum Landesdirektor nicht berührt, da es sich nicht um eine solche festgestellt werden, nach einem furzen Spaziergange für Beförderung im Staatsdienst handelt. äußerst geregelte erklären würde. Wir können den Brief mit seinem etwas unhöflichen Echluß um so leichteren Herzens abdrucken, als der Vorwurf der mangelnden Logik nicht bei Gallus, sondern bei dem Briefschreiber selbst zu finden ist. Gallus greift nicht den französischen Finanzminister an, dessen guten Willen er ausdrücklich anerkennt, sondern stellt blos die Thatsache fest, daß der tapitalistische Fortschritt" die Einführung einer neuen Maschine, auch wenn sie an sich die größten Vortheile hat, für den Arbeiter verderblich macht. Wenn in dem vorliegenden Fall die Regierung sich verpflichtet hat, die verderblichen Wirkungen nach Möglichkeit aufzuheben, so ist das sehr löblich, aber es ist ein Eingriff in die Gesetze und Rechte des Kapitalismus, der dem neuen französischen Ministerium wegen dieser und anderer Inkorrektheiten auch spinnefeind ist. Wir hoffen, daß unser geehrter Korrespondent uns jetzt ebenso gut versteht, wie die unser Blatt lesenden Arbeiter den Gallus- Artikel verstanden haben. = Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Abermals hat Genosse Jahn eine Auflage wegen Majestätsbeleidigung sich zugezogen, und zwar wegen einer Aeußerung über die Handhabung des Begnadigungsrechtes, die in einer Sattlerversammlung gefallen sein soll. " " " Gegen den Achtuhr- Ladenschluß beabsichtigen diejenigen Innungen, deren Mitglieder neben ihrer Werkstätte offene Verkaufsgeschäfte haben, wie die Schuhmacher, Hutmacher, Handschuhmacher u. f. w., eine Petition an den Bundesrath zu richten. - Der Urlaub der Postunterbeamten wird von den Ober- Postdirektionen noch immer nicht als ein den Beamten zustehendes Slecht anerkannt und den Beamten recht sehr erschiert, wie das folgende Aftenstück beweist: I 4614 Königsberg i. Pr., 2. April 1896. Soweit thunlich, soll auch in diesem Jahre den etats. Die kaufmännischen Korporationen im ganzen Lande laufen mäßig angestellten Beamten ein Erholungs Sturm gegen das bischen Arbeiterschutz für die Handlungsurlaub bis zur Dauer von je 14 Tagen gewährt werden. Das gehilfen. Diese sind aber leider so abhängig, meist so schön gemein- faiserliche Bostamt wird aufgefordert, einen Plan für den Ersam mit den Unternehmern organisirt, daß von einer energischen holungsurlaub der dortigen betreffenden Beamten aufzustellen und in der Woche vom 12.- 18. April mittels Berichts einzu= Abwehrbewegung noch nichts zu merken ist. reichen. " In eigener Sache. In einem Schoenlant" betitelten Artikel, der sich mit der jüngsten sächsischen Landesversammlung beschäftigt, sagt die Breslauer Morgenzeitung" bei Erwähnung der Polemit, welche der Landesversammlung vorausging: Das Zentralorgan machte zuerst darauf aufmerksam, daß nur eine Landesversammlung über die in Rede stehenden Fragen Beschluß fassen könne, und im Verlaufe des Streites gab 3ur Rettung des Handwerk. Die„ Berliner es immer deutlicher fund, daß es sich zu der entgegengesezten Correspondenz" schreibt: Der Minister für Handel und Gewerbe Nachdem das Personal bei vielen Bostanstalten in den letzten Auffassung bekenne. Beide Theile erhihten sich darob immer hat dem königlichen Staatsministerium einen Gesezentwurf über Jahren verstärkt worden ist, muß in Anspruch genommen werden, mehr, und der Vorwärts" nahm schließlich von Schoenlant Ab- die Organisation des Handwerks und die Regelung des Lehrlings- daß während des Urlaubs die Dienstgeschäfte auf die anderen schied mit dem Bemerken, daß er ein nervös überreizter Mensch wesens zur Beschlußfassung zugehen lassen. Beamten übertragen werden, zumal der Urlaub in eine Zeit fällt, sei, dem man seine Heftigkeit nicht übel nehmen dürfe. Den in welcher die Dienstgeschäfte erfahrungsmäßig schwächer und Kriegsgerichtliche Verurtheilungen wegen Uebelnehmenden zu spielen, hatte der Vorwärts" in diesem unrichtiger Berichterstattung. Zusammenlegungen einzelner Geschäfte möglich sind. Anträge Falle um so weniger Anlaß, als Schoenlant sich seine nervöse Korrespondent" weiß von einer königl. Kabinetsordre zu berichten, sind nur in dringenden Fällen zulässig und eins Der Hamburger auf Ueberweisung von Vertretern zur Durchführung des Urlaubs Ueberreiztheit bei der Thätigkeit für den Vorwärts" geholt hat. Die folgenden Wortlaut haben soll: Uns selbst und der Parteileitung sind wir es schuldig, Mehrfache Triegsgerichtliche Verurtheilungen wegen- gehend zu begründen. Beamte, welche während des hier festzustellen, daß es die Thätigkeit am Vorwärts" richtiger Berichterstattung und falscher Eintragungen in die Sommerhalbjahres zu militärischen Uebungen einberufen oder Ausbildung im Telegraphenbau herangezogen werden nicht gewesen sein tann, bei welcher sich Schoenlant seine nervöse Ueberreiztheit geholt hat. Er trat am 15. Februar Anlaß gegeben, derartige Manipulationen aufs schärfste zu 1892 in unsere Redaktion ein und schon im Frühjahr verdammen und mit unnachsichtlicher Bestrafung und Diens- gelegenheiten( Verheirathung zc.) zu nehmen beabsichtigen, in den Urlaubsplan nicht aufzunehmen. machte sich eine Erholungsreise nothwendig, der im Oktober entlassung zu bedrohen, gleichgiltig, ob die Fälschungen zum Gesuche um Urlaub zu Kuren, deren Nothwendigkeit durch eigenen Bortheil begangen worden sind oder in der Absicht, die desselben Jahres ein viermonatlicher Urlaub zu folgen hatte. Leistungen einer Truppe in vortheilhafterem Lichte als die einer ärztliche Zeugniffe( Abschnitt X Abth. 2§ 157 der A. D. A.) Und schon mit Ende September 1893 trat Schoenlant aus darzuthun ist, können nur in Fällen gehörig nachgewiesener anderen erscheinen zu lassen." der Redaktion aus. Also Fälscher bei den Berichten über die Truppenleistungen! timmungsmäßig bis zum 1. Mai einzureichen. Bei Einreichung Dringlichkeit berücksichtigt werden. Derartige Gesuche sind be Diese Berichte dienen bekanntlich als Grundlage für das Fort- des Plans für den Erholungsurlaub ist zu erörtern, ob derartige kommen der Offiziere. Gesuche von den Beamten des kaiserlichen Poftamts werden eingereicht werden. Der taiserliche Ober- Postdirektor. gez. Röhrig. " Des weiteren ist es ein Irrthum, daß der Vorwärts" gegen die Mandatsniederlegung gewesen sei. Wir befürworteten dieselbe von Anfang an. * * * Deutsches Reich. Listen beim Schießen und bei Dauerritten haben dem Kaifer sur Ausbildung im Telegraphenbau oder einen befonderen Urlaub in persönlichen An= war " ihre Heimath. aufsuchten, " Der In Düsseldorf ist, wie sich jetzt herausgestellt hat, thatsächlich der Fall vorgekommen, daß eine Anzahl Soldaten des dortigen Füsilierregiments fich selbst einen Sonntagsurlaub - Die Reich 3 tommission für Arbeiter genommen haben und dabei abgefaßt wurden. Der Düsseldorfer Die Bezeichnung, Kreisblatt" fei eine Be statistit setzte gestern die Vernehmungen über die Verhältnisse General- Anzeiger" meldet darüber: Den Offizieren des leidigung, so entschied das Zeller Schöffengericht, als es in der Herren- und Knabenkonfektion fort. In der Vormittags- 39. Regiments zur Kenntniß gekommen, daß aus einen Weinhändler zu 40 Mark Strafe verurtheilte. Der Berfizung wurden Auskunftspersonen aus Aschaffenburg vernommen. Krefeld und Umgegend stammende Mannschaften an Sonn- urtheilte hatte sich wegen eines Lokalartikels, den das Kreisblatt Erschienen waren der Konfektionär Johann Desch, die Schneider tagen wiederholt ohne Urlaub Karl Brämer und Lorenz Hefter, die Näherin Frau Merhard, also„ bremsten", wie die militärische Bezeichnung für dieses Ver- in Zell a. d. Mosel gebracht, geärgert und geäußert:„ Das ist Die gehen lautet. Um solchen Vorkommnissen für die Folge zu instanz kam ein Vergleich zu stande. das reine Kreisblatt". Bei der Verhandlung in der Berufungsdie Schneidergesellen Alfons Wald und Michael Hefter. Vernehmungen wurden geleitet von dem Unterstaats- fteuern, wurde an den Ostertagen nach dem Bahnhof Neuß ein instanz fam ein Vergleich zu stande. jefretär Lohmann. Der Konfettionär Desch giebt zu Bizefeldwebel entfandt, der die dort ankommenden, bezw. ab- Mit gesinnungslosen Kreisblattredakteuren verwechselt zu nächst einen Ueberblick über die Entwickelung der Kon- fahrenden Soldaten des 39. Regiments daraufhin zu kontrolliren werden, erschiene auch uns als eine Ehrenkränkung. Weimar, 14. April 1896.( Eig. Ber.) Landtag. Zur fektionsindustrie Aschaffenburgs. Er habe im Jahre 1874, nach hatte, ob sie im Besitze eines Urlaubsscheines seien. Am Osterdem er schon vorher in der dortigen Umgegend mit fertigen montag trafen in Neuß mit der Bahn von Krefeld etwa 20 Füfiliere Erledigung einiger Arbeiten ist gestern der weimarische Landtag Konfettionsprodukten auf den Märkten umhergezogen, in Aschaffen- ein, die anscheinend einen derartigen Schein nicht bei sich zusammengetreten und hielt heute seine erste öffentliche Sigung burg ein Detailgeschäft eröffnet. Er habe es verstanden, sich führten, denn als sie den Vizefeldwebel sahen, liefen sie schleunigst ab. In derselben wurde u. a. beschlossen, zu Meliorations Arbeiter auf dem Lande heranzubilden. Sehr bald habe sich davon, so daß diefer nur einen der Ausreißer feststellen konnte. zwecken, zur Auf- und Verbesserung fleinbäuerlicher Bestzungen sein Geschäft zu einem bedeutenden Engrosgeschäft entwickelt. Beim Regiments- Appell am Dienstag Vormittag wurden die eine halbe Million an Darlehnssucher, je bis zur Höhe von Später habe sich eine Anzahl Konkurrenzgeschäfte dort angesiedelt. Flüchtlinge aufgefordert, sich freiwillig zu melden, und als die 10 000 Mark gegen 21/2 pet. Zinsen und 21%, pet. Amortisation Durch die gegenseitige Ronkurrenz feien dann allerdings die Löbne felben dieser Aufforderung feine Folge leisteten, wurde das aus den Mitteln der Landes- Kreditkasse zu bewilligen. im Laufe der Jahre erheblich herabgedrückt worden. Die Preise Disziplinarstrafmittel des Kasernenarrestes beim ganzen Re- Berichterstatter Abg. v. Wurmb betonte in seinem Bericht, der für Röcke variiren zwischen 70 Pf. und 1,50 M.: in Ausnahme- gimente, angewandt.. Zu dieser Maßregel soll allerdings Staat habe darauf zu sehen, daß der Bauernstand in seinem Bees fißthum erhalten bleibe, um mit gesunder deutscher fällen wird indeß auch bis zu 1,80 M. bezahlt; die Preise auch der Umstand mit Anlaß gegeben haben, daß Eindruck am auf das für Paletots bewegen sich zwischen 1,80 m. und 2,50 M. Hosen einen äußerst schlechten Bahn. Männerfaust" die in den Städten domizilirenden, um= Neuß als werden mit 22-60 Pf., Westen mit 25-60 Bf. bezahlt. Die hof in anwesende Publikum machte. die stürzlerischen Glemente" niederzuhalten. Der Abg. Genosse Baudert erwiderte auf diese unqualifizirbare Vernehmungen der für die Konfektionsgeschäfte thätigen Personen betreffenden Füsiliere vor ihrem Vorgesetzten Reißaus nahmen. fördern trasse Mißstände zu tage. Ein Zwischenmeister be- Nach dem Regimentsappell am Dienstag meldeten sich von zwei Anzapfung, der Hinweis mit der gefunden deutschen Männerfauft schäftigt 4 Gesellen. Frau und Tochter des Meisters arbeiten Kompagnien diejenigen Mannschaften, die Ostern gebremst" beweise, daß Art nicht von Art laffe und daß die umstürzlerischen mit. Die Arbeit beginnt morgens 51/2 Uhr und dauert bis hatten, und auch die übrigen Betheiligten wurden bald ermittelt. Elemente wo anders als bei der Sozialdemokratie zu suchen abends 9 Uhr. Ruhepaufen sind unbekannt; nach Beendigung Am 12. d. M. erfolgte die Aufhebung des Kasernenarrests, der feien. Dieselbe werde feinen Anlaß geben, um auf ihrem Rücken die gesunde deutsche Männerfaust in Bewegung segen zu lassen, der Mahlzeiten wird die Arbeit gleich wieder aufgenommen. Die während seiner Dauer streng durchgeführt worden ist." Gesellen bekommen Kost und Logis beim Meister. An Wochen- Was mit den unglücklichen Bremsern geschehen ist, darüber sondern sei stets zu fachlichen Berathungen und Auseinandersetzungen im Interesse schweigt des„ General- Anzeigers" Höflichkeit." gesammten Volkes auch bei lohn erhalten sie je nach der Leistung 3–6,50 M. rein landwirthschaftlichen Angelegenheiten bereit; gerade Die Ermittelungen ergaben weiter, daß fast überall die Wolldampf voraus! Die jüngste Marine- KataBügeleisen mit Holzkohlen geheizt werden. Der entströmende strophe auf der Jahde, welche neben dem Verlust des Torpedo: die Sozialdemokratie wolle ja die Erhaltung des Grund und Bodens dem gesammten Volke sichern. Hierauf Dunst wirkt äußerst schädlich auf die Gesundheit ein. Es kommt bootes S 48 fünf Mann der Besagung zum Opfer fielen, findet hatte der Herr v. Wurmb weiter nichts zu erwidern als: Er vor, daß in solchen Werkstätten, in denen am Tage gebügelt hoffentlich durch eine streng geführte Untersuchung eine ent: habe bisher geglaubt, die Sozialdemokratie wolle das Land wird, nachts Arbeiter schlafen. Vielfach wird auch nachts bis fprechende Sühne. Beide Torpedoboote hatten eine Probefahrt 12 und 1 Uhr, nicht selten sogar durchgearbeitet. Die Arbeiter bei schwerem Wetter auszuführen, die See ging hoch, so daß theilen. D, Junker- Weisheit! Die Stuttgart, 15. April. beklagten sich allgemein über die außerordentliche Konkurrenz der seitens der Kommandanten an der Erhaltung der Schiffe die Landschneider, die sich zu den denkbar niedrigsten Löhnen anbieten. Die größte Aufmerksamkeit nothwendig wurde. Und trotzdem fuhren Ständeversammlung ist auf den 5. Mai einberufen jungen Leute kommen vom Lande in die Stadt, erlernen einige Hand- die Schiffe so dicht neben einander, daß sie bei der Tonne 13 worden. fertigkeiten und gehen dann wieder zurück auf das Land zu ihrer zusammenrannten. War das Wetter auch schlecht, die See unDer, Schwäbische Merkur" befaßt sich in seinem Familie, die dann insgesammt für Konfektionsarbeiten heran- rubig, so ist dieser Unglücksfall dennoch auf ein letzten Leitartikel Eine wenig imposante Rundgebung" mit dem gebildet wird. Als Beispiel dieser Konkurrenz wurde angeführt, Verschulden des Bootes S 46 zurückzuführen, da an dessen Steuer Parteitag der sächsischen Sozialdemokraten und versteht es vordaß es in der Umgegend von Aschaffenburg 15 jährige Zwischen- und Maschine nichts in Unordnung gerathen war. Es scheint trefflich, feine nationalliberale Doppelrolle als Freund des allmeister giebt, die schon wieder Arbeiter beschäftigen. Es wird demnach, als wenn bei der wilden Fahrt unter dem Kom- gemeinen gleichen Wahlrechts und gleichzeitig der sächsischen ferner festgestellt, daß ein großer Theil der Konfektion jetzt auf mando Bolldampf voraus" der Boje 13 ausgewichen werden Wahlverbesserung" zu spielen. An der Abänderung des sächsi dem platten Lande fertiggestellt wird. sollte und man dabei beim Ruderumlegen gefehlt hat. Diese schen Wahlgefezes tragen selbstverständlich die Sozialdemokraten In der Nachmittags Sigung wurden Ermittelungen über Thatsache ist um so wahrscheinlicher, als seitens des Marine- die Schuld, weil sie dem bestehenden Wahlrecht eine radikalere die Verhältnisse der Stuttgarter Herren- und Knabenkonfektion kommandos der Führer des Torpedobootes S 46 für Gestaltung geben wollten, und so saben sich Regierung und Als Auskunftspersonen waren erschienen der diesen Sommer von der weiteren Führung seines Kammermehrheit veranlaßt, den Stiel umzudrehen. Der ArtikelKonfektionär Levy- Berlin, früher in Stuttgart, der Zwischen Bootes dispensirt ist. Gehört zur seemännischen Leitung schreiber versteigt sich sogar soweit, zu bebaupten, der Vorwärts" Torpedobootes auch eine meister Karl Wind und Josef Lehr, die Schneidergesellen Jakob eines wetterfeste Seemanns habe mit schwülstigem Pathos allerlei dunkle Reden geführt, die Riedmüller und Gustav Schultes, die Westennäherin Frau Umgelter natur, so dürfen derartige Versehen doch nicht ungefühnt nur einen allgemeinen Volksaufstand in Aussicht stellen konnten und der Zwischenmeister Wilhelm Frick aus Echterdingen bei Stutt vergessen werden. Uebrigens scheint der Unfall die Folge nach und wodurch bezweckt werden sollte, die gesetzgebenden Faktoren gart. Die Vernehmungen wurden geleitet von dem Regierungs- fich zu ziehen, daß bei den Neubauten von Torpedobooten. die einzuschüchtern. Es würde zu weit führen, wenn wir uns mit Direttor v. Schier auf portigen Konfettion. Zwei Drittel werden, da die jeßigen sogenannten Mannlöcher nur eine nicht wenn wir in Dresden, um mit dem„ Mertur" au reden,„ unſere Direktor v. Schicker aus Stuttgart. Herr Levy giebt einen Ueber Bugänge zum Heiz- und Maschinenraum etwas größer gemacht diesem schwäbischen Muckerblatte weiter beschäftigen wollten; der dortigen Produkte werden in der UmgegendStuttgarts angefertigt, allzu dicke Person durch lassen. Bei Katastrophen, wie die vor schmutzige Wäsche vor aller Welt gewaschen haben", so beweist Für Paletots wird von 1,80 m. bis 3 M., in Ausnahmefällen liegende, werden dieselben für das technische Personal auch nur das nur, daß wir nicht wie die Herren Nationalliberalen das bis 4 M. bezahlt, für Jackets von 1,70-2,80 wt., für Hosen und wenig Werth haben, denn wenn ein Mensch aus dem glühend Licht der Deffentlichkeit zu scheuen haben. vorgenommen. nur " des württembergische " Frankreich. that soll durch die Notiz: Herr F. Fuhr, Gambrinus", hat die In Mainz hatten die Seher des Buchdruckereibefizers Varis, 14. April. Der Finanzminister Doumer läßt Ab- Harburger Arbeiterschaft beleidigt und sich ihren Besuch ver- Eugen Herzog die Arbeit niedergelegt. Infolge der Ber anderungen an dem Einkommensteuer- Gefeßentwurf auf der von beten", begangen sein. Da eine wegen diefer Notiz angeftrengte mittelung des Vertreters der Gehilfenorganisation find jetzt die der Kammer bezeichneten Grundlage ausarbeiten, also Beseitigung Ziviltlage des Herrn Fuhr sowohl von dem Harburger Amts- Differenzen beigelegt. Der Streit ist beendigt. der Steuererklärung und Einführung der Einschätzung. Doumer gericht wie auch von dem Stader Landgericht kostenpflichtig abglaubt, den neuen Entwurf etwa den 27. d. M. dem Ministerrath gewiesen ist, so darf man gespannt sein, ob die Straffammer des vorlegen zu können. Stader Landgerichts einen Beschluß zur Eröffnung des Hauptverfahrens faffen wird. Nr. 78 der Paris, 15. April. Bis jetzt sind 12 Generalräthe bekannt, Aus Speyer meldet die Mannheimer Volksstimme": Am geheftet, in denen die Direktoren der vier Brauereien erklären, Samstag wurde in den Brauereien eine Bekanntmachung andas ruhige Verhalten ihrer Arbeiter anläßlich des Streites habe Mittelchen verwelche gegen das Einkommensteuer- Gesez opponiren. ist auf Anordnung des Gerichts beschlagnahmt. Es soll eine Befie sehr befriedigt und sie würden deshalb die untere Lohntlaffe Nur zwei sprachen sich für dasselbe aus. Paris, 15. April. Wie der„ Gaulois" meldet, ist die eng Tische Regierung fest entschlossen, der Affäre Cornelius Herz endlich ein Ende zu machen. Herz soll am 17. d. M. in seiner Villa zu Bornemouth abgeurtheilt werden. Paris, 15. April. Der internationale Rongreß zum Schuße des literarischen und künstlerischen Eigenthums ist heute Vormittag in dem Ministerium des Auswärtigen eröffnet worden. Auf demselben sind 29 Mächte vertreten. Aus der Rede des Ministers heben wir die folgende Stelle hervor: Die Kongresse seien ein mächtiges Element für die Annäherung und die friedlichen Beziehungen zwischen den Nationen und trügen zur Erweiterung der Herrschaft des europäischen Geistes bei. Der Ministerpräsident führte sodann mehrere Beschwerden von Literaten und Künstlern an, auf grund deren dem Kongresse bestimmte Vorschläge unterbreitet werden würden, und fügte hinzu, die Einfuhr literarischer und fünftTerischer Produkte vom Auslande würde den einheimischen literarischen und fünstlerischen Erzeugnissen nicht nur nicht schaden, sondern diefelben zu neuer weiterer Entwickelung an spornen. Die Petite République", deren Eingehen vor einigen Monaten von schadenfrohen Gegnern und zaghaften Freunden angekündigt ward, erfreut sich besten Gedeihens. Sie gewinnt von Tag zu Tag an Abonnenten, und verkauft schon jezt täglich 60-70 000 Exemplare. Da sie allen Fraktionen der Sozialdemokratie als gemeinsames Organ dient, so zählt sie zu den einflußreichsten Zeitungen von Paris. Ein zweites großes Tageblatt haben die französischen Sozialisten: Die„ De" leidigung darin enthalten sein. Gewerkschaftliches. " fangen nicht mehr. Nachdem die Arbeiterschaft von den Brauereien so lange hingezogen und zum Kampfe gezwungen wurde, febt fie denselben fort, bis die modifizirte Forderung: 95 M. Minimallohn und WiederZum Streit in der Mohr'schen Margarinefabrik in Ottensen wurde uns mitgetheilt, daß unter den betheiligten Ar- einstellung sämmtlicher ausständiger Arbeiter" unterschriftlich zubeitern angeregt worden ist, gegen das Fabrikat des Mohr'schen gestanden ist. Etablissements den Boykott auszusprechen. Da uns der Boykott auch eine Voltsversammlung in Heidelberg angeschlossen. Dem Boykott gegen die Brauereien Speyers hat sich als Kampfmittel in Lohnstreitigkeiten nur ganz ausnahmsweise Damit steht das Speyersche Bier jetzt in fünf Städten( Mannund unter besonders krassen Umständen angebracht erscheint, so heim, Ludwigshafen, Speyer, Mainz und Heidelberg) unter hatten wir beschlossen, einen auf die Sache bezüglichen Aufruf Boykott. Eine Reihe anderer Städte werden voraussichtlich in nicht in unsere Spalten aufzunehmen. Nun geht uns furz vor den nächsten Tagen den gleichen Beschluß fassen. Redaktionsschluß folgende Privatdepesche zu: Hamburg, 23. April. Boykottkommission zur Leitung des Boykotts gegen Mohr'sche Margarine, fünf Personen, verhaftet. Materialien, Briefschaften beschlagnahmt. Gründe unbekannt. 140 den Zehnstundentag, jedoch unter Verkürzung der FrühstücksIn Mannheim wollen 35 Baufirmen den Maurern und Besperpause von 30 auf 20 Minuten bewilligen; den geforderten Minimallohn von 40 Pf. pro Stunde hat nur ein einziges Geschäft zugestanden. Die Maurer beschlossen, ihre Herrn Mohr rückhaltslos anzunehmen und für denselben Partei werden, und wenn auch das nichts hilft, soll allgemein die Arbeit Danach scheinen also die Behörden sich der Interessen des auch jetzt nicht darauf ein, so soll das Einigungsamt angerufen Forderungen fämmtlich aufrecht zu erhalten. Gehen die Meister zu ergreifen. Uns sind die Ursachen, welche zum Streif geführt haben, nicht des näheren bekannt und wir können desbalo nicht niedergelegt werden. Die" Boltsstimme" ersucht wegen der Lohnbeurtheilen, wieso die Behörde zu ihrem Eingreifen gekommen ist. von Maurern, Zimmerleuten, Schreinern, Bauschlossern, Malern, nicht bewegung im gesammten Baugewerbe Mannheims, den Zuzug Dagegen ist uns sehr klar, daß, wenn etwas geeignet ist, den Tünchern und Gypfern streng fernzuhalten. Boykott der Firma Mohr, welche hauptsächlich auf Arbeiterfundschaft angewiesen ist, bei den deutschen Arbeitern populär zu Ueber die Lohnbewegung in Württemberg wird uns machen, so ist es eine Parteinahme der Behörden für die Firma, geschrieben: Die Bewegung der Stuttgarter Holzarbeiter wird, wie sie aus der Verhaftung hervorzugehen scheint. wie es den Anschein hat, im wesentlichen auf friedlichem Wege In Stuttgart zum Ausgleich gelangen. Der Verband der württem= pefche( Depêche) von Toulouse, die zwischen 2 und 3 Ma! wird durch einen Streit versucht, im folabilobauergewerbe die bergischen Holzindustriellen hat als Antwort auf leitende Blatt ist. Die„ Depesche" war es, die Herrn Rességuier erobern. Die Stuttgarter Bildhauer appelliren an die deutsche zuschlag für Afford- und Stundenlohn( Forderung 10 pGt.), für 9 stündige Arbeitszeit und eine 10 prozentige Lohnerhöhung zu 9/ 2stündige Arbeitszeit( Forderung 9 Stunden), 5 pCt. Lohnaufs wirksamste bekämpft und seine Niederlage herbei geführt hat. Einer der fleißigsten Mitarbeiter ist Jaurès Kollegenschaft, ihnen diese erste Lohnbewegung nicht durch Zuzug zuschlag für Akkord- und Stundenlohn( Forderung 10 pet.), für freilich reicht der Mitarbeiterfreis etwas weiter zu erschweren. Um dasselbe ersuchen die Bildhauer in Fürth, Ueberstunden 25 pet. Aufbesserung( Forderung 38 pet.), nach rechts, als bei der Petite République"; er umfaßt auch Frankfurt a. M. und 3eulenroda, die sich gleichfalls außerdem wird die wöchentliche Lohnzahlung und 11/2 stündige Mittagspause gewährt. Die Forderung von 21 M. pro Woche Goblet, den ehemaligen Minister, dessen Sozialismus“ ein Ge- in einer Lohnbewegung befinden. misch von kleinbürgerlicher Utopie und demokratisch angehauchten Streit ein, falls bis zu diesem Termin nicht die Berkürzung der dieser Basis weitere Verhandlungen zu einem Resultat führen. In Basel treten die Holzbildhauer am 20. d. M. in den als Minimallohn wird abgelehnt. Es ist zu hoffen, daß auf Auch sonst hat die sozialistische Presse in Frankreich sich Be- liche 120 Arbeiter die Arbeit niedergelegt, während in der Arbeitszeit auf 9 Stunden zugestanden wird. Auch die Baseler In der Möbelfabrik Epple u. Ege haben am Dienstag sämmtseit dem Zusammenbruch der opportunistischen Panamapolitiker Bildhauer hoffen, daß kein reisender Bildhauer bis zur Be- Möbelfabrik Maurer die Forderungen bewilligt wurden. bedeutend gehoben; sie erntet die Früchte der flugen Taftit, endigung der Bewegung ihren Ort berührt. welche die französische Sozialdemokratie gegenüber dem Minifterium mitgetheilt, daß die Ursachen zum theil in der ausgedehnten beschloß, daß nach Stuttgart keine Arbeit geliefert werden darf, um Ueber den Streit der Bildhauer in Bukarest wird uns Eine Schreinerverfamnilung in dem benachbarten Zuffenhausen Bourgeois befolgt hat. Arbeitszeit, sowie in dem Umstand zu suchen sind, daß die Ge- die Stuttgarter in ihrem Kampfe zu unterstüßen, auch soll mit hilfen troß der seit mehreren Jahren üblichen 10stündigen Die Glaser und Schreiner in Tuttlingen sind eben= Forderungen an die Zuffenhauser Meister herangetreten werden. Brüssel, 15. April. Die Debatten über den Staatshaushalt Arbeitszeit während der Saison 12 Stunden arbeiten werden, dem Vernehmen nach, auf die nächste Session verschoben müssen, ohne dafür eine Entschädigung zu erhalten. Für die falls mit einer Lohnforderung von 20 pet. und Einführung werden. Die gegenwärtige Session ist wegen der im Juli statt- an Bauarbeiten geleisteten Ueberstunden wurde nur eine Enteiner je halbstündigen Vor- und Nachmittags- Besperpause an findenden Kammerwahlen sehr kurz, und es will die Regierung schädigung von 10 Zentimes gezahlt. Um diesen Uebelstand ihre Brinzipale herangetreten. Der Stuttgarter 3 immerers noch vor den Wahlen eine Reihe von Arbeitergesehen endlich zu beseitigen, stellten die Bildhauergehilfen die Forde- treit dauert unverändert weiter und auch die Zimmerer durchberathen und zur Annahme bringen. Da aber für das rung auf 25 pet. Lohnerhöhung für Ueberstunden und auf zehnstündige Arbeitszeit fordernd, desgleichen sind die Zimmerer Cannstatts haben am 14. April die Arbeit niedergelegt, Budget der Eisenbahnen, Posten und Telegraphen bereits jeßt 25 pCt. Lohnerhöhung für Bauarbeit. Ta diese Forderungen 51 Redner eingeschrieben find, so muß eben auf die Durch- brüst abgelehnt wurden, traten die Gehilfen sofort in den Streit in Ravensburg in den Streit getreten. berathung des Etats verzichtet werden. Die Metallarbeiter in Neckarsulm find in eine LohnSie hoffen, falls der Zuzug fern gehalten, und ihnen auch materielle Hilfe zu theil wird, bald zum Siege zu gelangen. bewegung eingetreten. Dreher, Schlosser und Schleifer werden um solidarisches Verhalten ersucht. Madrid, 15. April. Die Wahlen haben folgende Er- Der Verband der Konfektionäre Stettins erließ folgende gebnisse gehabt: 318 Konservative, 87 Liberale, 10 Carliften, Bekanntmachung: Am 12. April d. J. tritt unser neuer 11 Unabhängige, 5 konservative Dissidenten, 3 Republikaner. Minimaltarif in fraft. Derselbe muß in jedes Arbeitsbuch der Die liberalen Blätter versichern, Sagasta werde die Ungiltigkeits- von uns beschäftigten Schneider und Näherinnen eingeklebt erklärung aller Madrider Wahlen fordern, weil große Wahl- werden. Jeder Abzug beziv. jedes Untergebot unter diesem fälschungen vorgekommen seien. Tarif ist unzulässig. Beschwerden sind an unseren Vorsitzenden Herrn May Lewin( Firma S. Lewin), Große Domſtr. 22, 34 richten." Staatssozialismus ist. Belgien. Spanien. Madrid, 15. April. Die Präsidenten der hiesigen Wahl bureaus wurden wegen Fälschung der Resultate der legten Kammerwahlen zu einer Geldstrafe von 1000 Besetas verurtheilt. Amerika. Savannah, 14. April. Mehrere Abtheilungen spanischer Truppen griffen die Banden der Insurgentenführer Maceo und Banderas in der Provinz Pinar del Rio an. Die Aufständischen wurden nach längerem Kampfe geschlagen und hatten zahlreiche Berlufte." Afrika. Pretoria, 15. April. Die„ Volksstem" veröffentlicht einen Brief, in welchem Sheppard, der erste Beamte von Betschuanaland, den Häuptling der Kaffern beauftragt hat, in anbetracht der militärischen Absichten der Chartered Company an Major White eine Farm zu verkaufen. Daraus, daß der Brief vom 3. Ottober v. J. datirt ist, und Jameson zur Zeit seines Einfalls die hart an der Grenze von Transvaal liegende Farm benutzt hat, geht deutlich hervor, daß der Einfall vorher überlegt war. ein. Der Schuhmacherstreik in Pasing in Oberbayern ist beendet. Der Fabrikant Regensteiner bewilligte sämmtliche Forderungen. Der glänzende Sieg ist vor allem der trefflichen Organisation der Basinger Schuhmacher zuzuschreiben. Streit. brecher waren nicht zu verzeichnen. die Arbeiter um Abschaffung von Uebeljiänden vorstellig geworden. zu In der Schloßbrauerei in Tuhing in Oberbayern waren gedulden. Stait ihr Versprechen zu halten, warb die Verwaltung Die Verwaltung versprach Abhilfe; nur möchte man sich etwas aber böhmische Arbeiter an und setzte den bisher von ihr beschäf tigten Leuten, die sich an der Bewegung betheiligt hatten, den Stuhl vor die Thür. Die Nemesis blieb nicht aus, denn als die böhmischen Arbeiter vom Stand der Dinge Kenntniß bekommen hatten, legten sie wie die„ Münchener Post" hört die Arbeit Ju Töpchin in der Mark streiken ungefähr 150 Biegelei arbeiter, denen sich in den nächsten Tagen wahrscheinlich noch mehr anschließen werden. Die Arbeiter, die jetzt für das Tausend Biegel 90 Pf. Lohn erhalten, beanspruchen für diese Leistung 1 M. Es ist das gewiß eine bescheidene Forderung, denn dem Teltower Kreisblatt" zufolge zahlen einige dortige Biegeleibesitzer bereits diesen Lohn. " ( Donnerstag) verlangt. Der Streik auf der Godullahütte bei Beuthen hat sich ausgedehnt. Die ganze Belegschaft feiert. Ein Segerstrcit ist in Ratibor in der Oberschlesischen Volkszeitung" ausgebrochen. Sämmtliche Gehilfen feiern. Sie verlangen Lohnerhöhung( foll wohl heißen: Bezahlung nach dem Allgemeinen deutschen Buchdruckertarif, der wahrscheinlich nicht innegehalten worden ist). nieder. Aus Brünn berichtet die„ Boff. 3tg.": Eine Versammlung der Textilarbeiter beschloß, probeweise die Einführung des zehnstündigen Arbeitstages und ferner die Freigebung des 1. Mai zu fordern. Falls die Forderungen nicht rechtzeitig bewilligt werden, soll ein allgemeiner Ausstand erfolgen. Bloemfontein, 13. April. Im Volksraad des OranjeDie Schuhfabrikanten Elmshorns haben es abgelehnt, Freistaats wurde heute über den Einfall Jameson's verhandelt. Das Gewerbegericht als Einigungsamt über die Differenzen mit Die Verhandlung wurde mit großer Mäßigung geführt; ein ihren Arbeitern entscheiden zu lassen. Der von den Arbeitern Antrag, in welchem der Volksraad seine Befriedigung über das angestrebte Versuch, den Streik gütlich beizulegen, ist sonach verVorgehen der britischen Regierung ausspricht, wurde nicht angeblich gewesen. genommen. Der Ausstand der Arbeiter der Bielefelder Maschinen- Ueber den egyptisch sudanesischen Feld= fabrik vorm. Dürkoppu. Co. dauert unverändert fort. Unteraug wird der Voss. 3tg." aus London berichtet: Der stüßungen, die dringend erbeten werden, sind zu senden an Bruno Emir von Dongola rückt mit beträchtlichen Streitkräften Schumann in Bielefeld, Schulstraße. uach Norden vor. Wie Spione berichten, paffirte er Abu Fatmeh und marschirte auf Suarda, um sich den sich dort sammelnden bei Bielefeld stehen die Arbeiter und Arbeiterinnen in In der mechanischen Weberei Ravensberg in Schildesche Aus Belgien. Nach einem Telegramm der Kölnischen. der Zahl, schoben ihre Vorposten nach Mografa, 15 Meilen von die Errichtung eines Arbeiterausschusses bewilligt, ferner erklärt, Vertreter der Ausständigen, unter denen sich viele Frauen be Derwischen anzuschließen. Die Derwische in Suarda, 3000 an einer Lohnbewegung. Die Direktion hat den Zehnstundentag und Beitung" find seit Montag in der Landeswaffenfabrik in Herstal bei Lüttich 1700 von 2400 Arbeitern ausständig. Utascheh, vor. Die Hauptmacht der Derwische steht daß niemand gemaßregelt werden soll. Betreffs der geforderten Vertreter der Ausständigen, unter denen sich viele Frauen be indeß noch in Dongola. mit -Aus Südafrika liegen folgende Meldungen vor: 15prozentigen Lohnerhöhung hat sie Bedenkzeit bis heute Mitgliedern der Verwaltung der Fabrit. Der Direktor gab die Berechtigung eines Theiles der von den Arbeitern vorgebrachten Beschwerden zu, erklärte jedoch, daß er nicht durch Zwang zit bewegen sei. Die Verwaltung fei bereit, alle begründeten Forderungen der Arbeiter zu erfüllen, darum möchten lettere ans Werk zurückkehren. Die Abgesandten der Arbeiter antworteten, sie wollten ihren Genossen über die Unterredung Mittheilung machen. Aus Verviers wird demselben Blatte gemeldet: Der Weberverband des Besbrethales wird eine Abstimmung sämmtlicher Weber des Arondissements über die Frage des Zweistuhlsystems veranstalten. Wenn die Mehrheit sich gegen die Verwendung von Doppelstühlen aus spricht, soll ein allgemeiner Ausstand begonnen werden. Aus England. An stelle des bisherigen Sekretärs des Gewerkschaftsraths Auch in Hamburg ist ein Ausstand von Kaffee Londoner ( Trades Council), for tirerinnen ausgebrochen. Bei der Firma Henry Bohly Shipton, wurde mit 89 Stimmen der Schneider James George Komp., Herrengraben 45/46, feiern 50 Arbeiterinnen; nur die Macdonald zum Sekretär gewählt, gegen 68 Stimmen, Meisterin arbeitet weiter. Die Arbeiterinnen, die in der letzten die auf den Schriftseter Courtenay fielen. Diese Wahl Woche nicht mehr als günstigenfalls 6 M. verdienten, verlangen bedeutet einen Sieg für die Sozialdemokratie. für das Sortiren von 100 Pfund Kaffee 1,50 M. James Macdonald gehörte zu den ersten Mitgliedern der Sozialdemokratischen Föderation, als diese anfangs der achtziger Jahre such ten Versammlung der Streit beschlossen: Gefordert wird: gegründet wurde, und ist seitdem, außer als tüchtiger Organi Behnstündige Arbeitszeit und 40 Pf. Minimallohn. Ein großer fator feines Gewerbes, besonders als unermüdlicher Propagandist Theil der Unternehmer hat inzwischen bewilligt. Die Aussichten der sozialistischen Ideen auf den Trade Unions- Kongressen bekannt auf vollständigen Sieg find günstig, wenn kein Zuzug eintrifft. geworden. Da der Posten des Sekretärs des Londoner Trades Der sächsische Töpfertag, der zu Ostern in Dresden Council ein ziemlich einflußreicher ist, darf die Wahl Macdonald's abgehalten wurde und von 20 Orten durch 24 Delegirte beschicht als Ereigniß von gewisser Bedeutung betrachtet werden. war, wählte zur fräftigen Betreibung der Agitation unter den nichtorganisirten Arbeitern des Töpfergewerbes eine Kommission, Depeschen und lehte Nachrichten. die ihren Sitz in Dresden hat. Gegenwärtig giebt es, nach den angestellten Ermittelungen, in Sachsen 1735 Töpfer und Ofenseher, wovon 1040 der Organisation angehören. Rapstadt, 14. April. Die Eingeborenen bei Genefa Taungs im britischen Betschuanaland sind sehr erregt, viele betreiben friegerische Vorbereitungen. Im Norden von Transvaal wird ebenfalls ein Anfstand befürchtet. Der Gouverneur der Kaptolonie meldet in einem Zelegramm aus Kapstadt vom 14. d. M., es sei un- In Dresden wurde in einer von 2000 Maurern bemöglich, die Zahl der Matabili abzuschäßen, welche thatsächlich die Herren des ganzen nördlich von Buluwayo gelegenen Gebietes wären, jedenfalls sei dieselbe sehr beträchtlich. Die in Salisbury gesammelte Abtheilung, welche aus 70 Berittenen und 80 Mann zu Fuß besteht, sei am Donnerstag von Umyati nach Gwelo abgegangen. Partei- Nachrichten. nieder. Für die Stadtverordneten- Wahlen in Karlsruhe sind in einer dortigen Versammlung unserer Parteigenossen sechzehn Sozialdemokraten als Kandidaten der dritten Wählerklasse aufUeber die Zimmererbewegung in Leipzig theilt die gestellt worden. Leipziger Volkszeitung" mit, daß 73 Unternehmer mit zirka Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur Ströbel in Riel war wegen einer in der Auf zwei Pläßen legten insgesammt 46 Zimmerer die Arbeit 1050 3immerern den Stundenlohn von 45 Pf. bewilligt haben. „ Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung" veröffentlichten Annonce des groben Unfugs angeklagt worden, weil die Annonce mit den Die Schuhmacher Leipzigs beschloffen, am 20. April überall Worten begann: Es ist vollbracht." Das Schöffengericht sprach ihn frei. Die gegen dieses Urtheil vom Staatsanwalt eingelegte da die Arbeit niederzulegen, wo ihre Forderungen nicht bis zum Berufung ist jetzt zurückgezogen worden. 18. April bewilligt worden sind. Eine Untlage ist erhoben gegen die Genossen Thiel, Der Zimmererstreik in Sonneberg ist, nach einer Mit Weniger, Baerer und Kauffmann in arburg theilung der Boff. 3tg.", durch Bewilligung einer Erhöhung des wegen Beleidigung, Verrufserklärung und Nöthigung. Die Straf- Stundenlohns beigelegt. " Berlin, 15. April.( W. T. B.) Berliner Korrespondenz. Der Minister für Handel und Gewerbe hat dem königlichen des Handwerks und die Regelung des Lehrlingswesens zur BeStaatsministerium einen Gefeßentwurf über die Organisation fchlußfaffung zugehen lassen. Karlsruhe, 15. April.( W. T. B.) In dem heute vor dem hiesigen Schöffengericht verhandelten Prozeß in Sachen des Landtags- Abgeordneten Dreesbach gegen die Redakteure der Badischen Landeszeitung" Flach und Kloß lautete das Urtheil des Schöffengerichts gegen Flach und Cloß auf je 50 M. Geldstrafe und Tragung der Kosten der Privattlage. Abgeordneter Dreesbach, gegen den die beiden erstgenannten Widerklage erhoben hatten, wurde zu 20 M. Geldstrafe und den Kosten der Widerklage verurtheilt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 89. Abgeordnetenhaus. 51. Sigung vom 15. April, 12 Uhr. Gingegangen ist ein Antrag Brütt( frt.) betr. die Regelung der Verhältnisse der Angestellten in offenen Laden geschäften. Am Ministertische: Dr. Miquel, Dr. Bosse und Rommissarien. Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Lehrer. besoldungs.Gesezes. Zu§ 1 der Vorlage, welcher die Bestimmung enthält, daß die Volksschul- Lehrer und Lehrerinnen ein festes, angemessenes Tienfteinkommen, bestehend in einer festen Besoldung( Grundgehalt) in Alterszulagen und in freier Dienstwohnung oder entsprechender Miethsentschädigung, beziehen sollen, äußert Abg. Latacz( 3.): Die Vorlage ist dringend nothwendig; der bisherige Zustand, wonach der Lehrer in seinen Gehalts verhältnissen lediglich von der Willkür seiner Vorgesetzten abhängig war, muß beseitigt werden. Donnerstag, den 16. April 1896. Parlamentarisches. : 13. Jahrg. migung der vorgesetzten Dienstbehörde ist nicht nothwendig, um öffentliche Beamte wegen ihrer amtlichen Handlungen gerichtlich zu verfolgen. Kann der Vermögensverlust, welcher durch Soll der Beamte für alle in Ausübung seiner amt- gesetz oder verfassungswidriges Verfahren eines Staatsdieners lichen Wirksamkeit begangenen Verlegungen im Bereiche seiner amtlichen Thätigkeit den Betheiligten zugefügt seiner Amtspflicht oder einer Gesezes- Bor- worden ist, von dem betreffenden Staatsdiener nicht ausgeglichen schrift dem Beschädigten zivilrechtlich haften? werden, so tritt aushilflich der Staat ein." Daneben existiren oder Soll das Reich, der Staat, die Gemeinde, für fast alle Theile Deutschlands Spezialgesetze über eine oder welche offentlich rechtliche Körper Haftpflicht des Staats bei Grundbuchfachen, Vormundschaftshaft sonst den Beamten angestellt hat, fachen u. f. w. Desterreich besitzt seit 1872 ein Gesetz, das allerdings mithaftbar sein? Diese beiden Fragen bildeten nur bei Schäden, die richterliche Beamte angerichtet haben, nach Ablehnung des gestern mitgetheilten Antrages Gröber, den Staat haften ließen, aber nicht nur subfidiär, sondern neben betreffend die Haftung von Gemeinden bei Aufläufen, den dem Beamten selbst. In der zweiten Lesung der GesezgebungsHauptinhalt der am Mittwoch abgehaltenen Sigung der Kom- Kommission sei ja auch allerdings nur die subsidiäre mission für den Entwurf des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Der Haftung des Staats beantragt, aber mit 8 gegen 8 Stimmen Entwurf schlägt bezüglich der Haftung der Beamten als§ 823 abgelehnt. Prinzipale Haftung des Staats folge aus der Ane folgende Bestimmung vor: stellung der Beamten durch den Staat. Im weiteren Lauf Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem der sehr angeregten Diskussion baten die Regierungsvertreter, Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten die Frage einer Haftpflicht des Staates der Spezialgesetzgebung den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Fällt dem Beamten vorzubehalten. Eine allgemeine, wenn auch nur subsidiäre Haftnur Fahrlässigkeit zur Last, so kann er nur dann in Anspruch pflicht aller Beamten sie höchst bedenklich. Die Verschiedenheit genommen werden, wenn der Beschädigte nicht auf andere Weise der einzelnen Beamtenfategorien fei zu berücksichtigen. EbenErsatz zu erlangen vermag. eine so sei weitere Ausdehnung der Haftpflicht der Verletzt ein Beamter bei der Leitung oder Entscheidung einer Beamten zu bekämpfen. Gegen den Abfah 2 des§ 823 Auf eine weitere Anfrage des Abg. v. Heydebrand( f.) er- Rechtssache seine Amtspflicht, so ist er für den daraus ent- wenden sich mehrere Mitglieder der Kommission, insbesondere stehenden Schaden nur dann verantwortlich, wenn die Pflicht- Abg. Gröber. Bei der Abstimmung wird§ 823 in der Reg.- Kommissar Geh.- Rath Dr. Kügler: Es wird eine Beverlegung mit einer im Wege des gerichtlichen Strafverfahrens Fassung der Regierungsvorlage jedoch mit folgenden drückung armer Gemeinden wegen der Innehaltung des Mindest zu verhängenden öffentlichen Strafe bedroht ist. Auf eine pflicht- enderungen angenommen: 1. es werden dem Antrag gehaltes nicht stattfinden. Der nöthige Staatszuschuß wird nach widrige Verweigerung oder Verzögerung der Ausübung des Amtes Gröber entsprechend in den dritten Absatz die Worte eingeschaltet: angestellten Ermittelungen etwa 400 000 m. betragen. findet diese Vorschrift keine Anwendung. ,, durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit", 2. es wird durch Annahme Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Beschädigte unter des oben mitgetheilten Antrages Gröber mit 11 Stimmen die lassen hat, den Schaden durch den Gebrauch eines Rechtsmittels subsidiäre Haftpflicht des Reiches, des Staates abzuwenden." und der Gemeinden für durch ihre Beamte in Demgegenüber Tagen nach drei Richtungen Anträge vor. Ausübung ihres Amtes angerichtete Schäden weitgehendsten Antrag. Die Abgeordneten Frohme und Stadthagen stellten den angenommen. Dieser Beschluß bedeutet einen wesentlichen, Er will§ 823 des Entwurfs durch wenn auch noch ungenügenden Fortschritt. folgende Bestimmung ersetzen: Der§ 1 wird ohne weitere Debatte angenommen. § 2 setzt das Grundgehalt der Lehrer auf 900 M., das der Lehrerinnen auf 700 M. fest. widert Abg. Frhr. v. Sedlitz( ft.): Der Schwerpunkt der Vorlage liegt nicht in der Festsetzung des Mindeſtgehaltes, sondern in den Alterszulagen. Das Mindestgehalt ist nur ein fümmerlicher Nothbehelf, dem wir aber zustimmen müssen, weil für den Augenblick nicht mehr zu erreichen ist. Abg. Dr. Dittrich( 3.): Wir halten den ganzen Absatz 2 ( welcher bestimmt, daß Rektoren und Hauptlehrer ein höheres Grundgehalt beziehen als andere Lehrer der Schule) für überflüssig. Abg. Rickert( frs. Vg.): Wir werden jetzt dem Paragraphen zustimmen, hoffen aber, daß die Zeit nicht fern ist, wo Herr Miquel seine Hand wieder öffnet. Verletzt ein Beamter in Ausübung seiner amtlichen Wirksamteit seine Amtspflicht, oder verletzt er in Ausübung seiner amtlichen Wirksamkeit eine Gesegesvorschrift, so haftet er dem Verlegten für den daraus entstehenden Schaden. Dem Verletzten haftet für diesen Schaden gemeinsam mit dem Beamten der Miniſter Boffe führt kurz aus, eine weitere Erhöhung des Staat, die Gemeinde oder die öffentlich- rechtliche Körperschaft, Grundgehalts- das ja auch nicht den Kern der Vorlage bilde von der der Beamte angestellt ist." sei jeht nicht möglich, auch nicht erforderlich. Bindende Ver- Abg. Gröber beantragt, den Absatz 2 des§ 823 zu streichen, pflichtungen über Nichtentziehung von Zuschüssen könne die Reim Absatz 3 vor unterlassen" zuzufügen: durch Vorsatz oder gierung nicht eingehen, sondern nur erklären, daß sie hierin mit grobe Fahrlässigkeit" und endlich die subsidiäre Haft äußerster Vorsicht vorgehen werde. pflicht des Staats, der Gemeinden u. f. w. durch folgenden Busaz einzuführen: Abg. Kuörde( fr. Vg.): Eine weitere Erhöhung der Lehrergehälter ist dringend erforderlich; allein augenblicklich ist wohl faum mehr zu erreichen, und deshalb haben wir von der Stellung von Anträgen Abstand genommen. Das Wohlwollen der Regierung wendet sich in auffallender Weise den Landgemeinden sobald für die Stadtgemeinden eine Erflärung vom Regierungstische gewünscht wird, hüllt man fich dort in Schweigen. Durch die Kommissionsbeschlüsse ist die Vorlage noch verschlechert. au, Minister Dr. Bosse: Der Vorwurf einer unterschied lichen Behandlung der Stadt- und Landgemeinden ist unbegründet. Nach längerer unwesentlicher Debatte erklärt Reg.- Kommiffar Geh. Rath Kügler: Die Merkmale der Bedürftigkeit der Gemeinden sind schwer zu bestimmen. Im Einverständniß mit dem Finanzminister wird bei Beurtheilung der Bedürftigkeit nicht ein allgemeiner Maßstab festgesetzt werden, sondern ein milderer zu gunsten ärmerer Gemeinden angewendet werden; es tomme daher die ganze wirthschaftliche Lage der Gemeinde in betracht. den Absatz 2 ganz streichen. leiden solle. Aenderung angenommen. Die weiteren Paragraphen über Schadensersatzpflicht werden mit minder wesentlichen Aenderungen angenommen und damit die erste Berathung über das Obligationenrecht beendet. Die Kom mission tritt sodann in eine Berathung des Sachenrechts(§§ 888 bis 1279: Bejiß, Eigenthum, Erbbaurecht, Nießbrauch, Pjandrecht u. s. w.) ein. Die Bestimmungen über Besitz(§§ 838-856) werden debattelos genehmigt.§ 857( Erwerb eines Grundstücks durch Eintragung) wird nach furzer Debatte angenommen und die Berathung um 44 Uhr auf Donnerstag um 10 Uhr vormittags vertagt. Strafprozeß- Novelle. Ter vom Abg. Lenzmann( frf. Bp.) bearbeitete Gefeßentwurf, betreffend Aenderungen und Er. gänzungen des Gerichtsverfassungs- Gesetzes und der Straf prozeß- Ordnung, ist ausgearbeitet und wird sofort nach Schluß der Osterferien in der XI. Kommission des Reichstages zur Feststellung gelangen. Die Kommiffion hat folgende Refolutionen gefaßt: Der Reichstag wolle beschließen: 1. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, eine reichsgesetzliche Einführung der bedingten Verurtheilung in Erwägung zu ziehen; 2. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen erkannter Freiheitsstrafen reichsgefeßlich geregelt wird. Gefeßentwurf vorzulegen, wodurch die Vollstreckung gerichtlich Ift in den Fällen des Absages 1 und 2 von dem Beamten der Ersatz des Schadens nicht zu erlangen, so ist zur Leistung des Ersatzes diejenige juristische Person des öffentlichen Rechts verpflichtet, welche den Beamten das Amt anvertraut hat." Abg. v. Suny endlich nimmt den zweiten Satz des sozialdemokratischen Antrages also prinzipielle Haftung des Staats als Zusazantrag zum§ 823 des Entwurfs auf. Stadt Die Motive ließen ebenso wie Aeußerungen der Bundesregie hagen begründet den von Frohme und ihm gestellten Antrag. rungen flar erkennen, daß man bei Gestaltung der Haftpflicht sich von einer starken absolutistischen Neigung habe leiten lassen. Die Hamburg Altonaer Bigarrenfirmen und§ 8 der Die Motive sprechen klar aus, daß man gefürchtet habe, bei zu Gewerbe Ordnung. Ein Gejuch an den Reichstag richten starker Ausdehnung der Haftpflicht von Beamten deren Be- 115 Hamburg- Altonaer Bigarrenfirmen. Dasselbe geht dahin: wegungsfreiheit zu hemmen, sie zu ängstlich zu machen. Das den in der Reichstags- Sizung vom 10. März d. I. beschlossenen heiße ins grobe Deutsch übersetzt nichts anders als: dem Artikel 8 der Novelle zur Gewerbe- Ordnung, enthaltend die Beamten eine Freiheit zu ungefeglichkeiten, zu Gesezwidrigkeiten, Alenderung des§ 44 Abfaz 3 der Gewerbe- Ordnung, einer Abzur Beengung und Verletzung der Rechte der Staatsbürger ein- änderung dahin unterziehen zu wollen: räumen oder vergrößern. An der Hand der für Deutschland Vorschläge geltenden Gesetzesbestimmungen legt Redner dar, daß die des Entwurfs hinter dem Durchschnitt der bestehenden Gesetze zurückbleiben. Man dürfe aber nicht verkennen, daß gerade auf dem Gebiete der Haft= ,, daß die in dem Beschlusse angeführten Ausnahmen von dem Verbote: durch Reisende bei Privatleuten Bestellungen aufzusuchen, auch auf Bigarren und andere Produkte der Zabatbranche zu erstrecken seien." " In der Begründung führen die Petenten folgendes aus: Der im Reichstage gefaßte Beschluß bringt für die Hamburger Der§ 2 wird in Absatz 1 einstimmig, in Absatz 2 gegen die Stimmen der Mehrheit des Zentrums angenommen. Der§ 3 wird debattelos genehmigt. § 4 behandelt die Verbindung von Schul- und pflicht der Beamten die Rechtsprechung die Worte BorKirchenamt. Bei einer dauernden derartigen Verbindung fayz, Fahrlässigkeit, Bersehen und dergl., sowie die Vor- Bigarren- und Tabakbranche eine außerordentlich weitgreifende soll das Grundgehalt entsprechend höher sein, als§ 2 bestimmt. schriften über konturrirendes Versehen zu gunsten der Beamten Gefahr mit sich. Seit der Einführung der Gewerbe- Ordnung Ein Absaz 2 fezt fest, in dieses Grundgehalt sollen die Ein- gebeugt habe und andauernd beuge. E3 sei das ja, nach deren§ 44 Absatz 1 jeder, der ein stehendes Gewerbe betreibt, fünfte aus dem zur Dotation des vereinigten Amts bestimmten so lange sogenanten gelehrten, beamteten Nichtern die befugt ist, persönlich oder durch in seinem Dienste stehende Schul-, Kirchen- und Stiftungsvermögen einschließlich der Zu- Rechtsprechung anvertraut sei, natürlich. Desto nothwendiger Reisende für die Zwecke ſeines Gewerbebetriebes Bestellungen auf schüsse aus Kirchentassen 2c. eingerechnet werden. Ein Absay 3 endlich besagt, daß der Mehrbetrag des einer Amtspflicht oder sei es, durch und im Gesetz klarzulegen, daß jede Verlegung Waaren zn suchen ist in Hamburg eine große Reihe von eines Gesetzes, die ein Beamter Bigarrengeschäften errichtet worden, welche größtentheils auf Grundgehalts gemäß Absatz 1 die Gesammtsumme der im bei Ausübung seiner amtlichen Funktion begeht, den Be- grund dieser Gesetzesbestimmung ihr Geschäft betrieben haben und Abfaz 2 spezifizirten Dotationseinkünfte des vereinigten Amtsamten zivilrechtlich verantwortlich macht. Je schärfer die zur Blüthe gelangt sind. nicht übersteigen darf. „ Durch den Absatz an diese Geschäfte ist wiederum eine Schadensersazpflicht der Beamten gestaltet werde, desto höher Ein Antrag Tschoppe will hier( im Absatz 3) ein- steige das Ansehen der Beamten. Der jetzige Zustand und noch große Anzahl von Zigarrenfabriken start gefördert worden, welche fügen:„ und der sonstigen Einnahmen aus Kirchendienst", sowie mehr der von Entwurf eingenommene Standpunkt wider in hohemi Grade dazu beigetragen haben, die Hamburger Abg. Wolczek( 8.) bezeichnet es als nicht angängig, daß die spreche dem Rechtsbewußtsein des Volfes. Jeder Staatsbürger Industrie zu heben und eine große Reihe von Arbeitern zu be habe die Folgen zu tragen, wenn er auch nur aus Unkenntniß ein schäftigen. Einkünfte als Küster zc. auf das Grundgehalt des Schulamts Gesetz verlegt Nicht minder sind an der Aufsuchung von Bestellungen und ein Beamter, der zur Hochhaltung der angerechnet würden. Beide Aemter müßten überhaupt ganz ge- Gefeße, zur Aufrechterhaltung derselben bestellt ist, solle nicht auf Bigarren die Importgeschäfte interesfirt, indem gerade sondert in bezug auf das Einkommen behandelt werden. für jede Gesetzesverlegung haften? Ein Schneider, ein die Importsorten vielfach nur durch persönliche Besprechung Abg. Knörcke( freif.) glaubt, die Verbindung firchlicher Schuster, ein Kutscher hafte wie jeder andere für Güte des von zwischen den Reisenden und den inländischen Kunden zur EinAemter mit dem Schulamt werde überhaupt nicht auf die Dauer ihm zu Leiftenden und ein Beamter solle nicht für führung in das Inland gelangen. aufrecht zu erhalten sein, wofern nicht das Schulamt darunter pflichtmäßige Ausübung seines Amtes unbedingt haften? Stadt- Alle diese Geschäfte würden, wenn die neue Bestimmung hagen legt dann an einer Reihe von praktischen Beispielen Gesez würde, schwer geschädigt, zum theil sogar ihrer LebensNach einer ferneren Debatte wird von dem Antrage bar, daß die Bestimmungen des Entwurfs in vielen Fällen die fähigkeit beraubt werden. Der Zigarrenhändler, der lange Jahre Tschoppe nur die zum dritten Absatze vorgeschlagene Ein- jest bestehende Schadensersatzpflicht, insbesondere Richtern sein Geschäft auf diesen Betrieb eingerichtet hat, würde keinen Erschaltung, und sodann der ganze Paragraph mit dieser einen gegenüber, beseitigen würde. Das Reichsbeamtengesetz faz für den bisherigen Absatz an Privatleute finden. Er würde vielvom 31. März 1873 bestimmt im§ 13 flar: Jeder Reichs- mehr genöthigt sein, einen großen Theil seines Geschäftsbetriebes § 5 handelt von den Alterszulagen, den Voraus- beamte ist für die Gesetzmäßigkeit seiner Amtshandlungen überhaupt einzustellen und einen Theil seiner Angestellten zu segungen und Fristen für dieselben,§ 6 von deren entlassen. Die Rückwirkung auf die Kreise der Fabrikanten und verantwortlich. Dadurch ist, wie Professor Laband Höhe,§ 8 von den Alterszulage- Kassen. treffend ausführt und die Entstehungsmaterialien deutlich Importeure, sowie ihrer Angestellten u. f. w. ergiebt sich von Abg. v. Jedlitz bemängelt die Einrichtung der Bezirkskassen beweisen, die zivilrechtliche Verantwortlichkeit aller Reichsfelber. Eine weitere Folge würde die starke Arbeitsverminderung al3 zu bureaukratischer Natur. Die größeren Gemeinden, welche beamten für alle Verstöße im Amt-mögen diefe für die vielen in Hamburg beschäftigten Bigarrenarbeiter sein. schon aus eigenem Antriebe Alterszulagen eingeführt hätten, würden aus Vorsatz, aus Fahrlässigkeit, aus Versehen oder aus Irrthum Der Grund, warum eine so tief einschneidende Wirkung der dadurch in ihrer Bewegungsfreiheit sehr gehemmt, was Wiß- begangen sein festgesezt. Allerdings sind in neuerer Zeit dem neuen Bestimmung gerade in Hamburg- Altona zu befürchten ist, ftimmung erregen werde. Auf Beantragung der Beseitigung entgegenstehende Ansichten in juristischen Kreisen leider nicht ohne liegt eben darin, daß an diesen Plätzen der Hauptbetrieb für den dieser Rassen habe er aber verzichtet, weil er durch die Regierung Erfolg laut geworden. Dem Zug der damaligen Zeit entsprach die bier fraglichen Abfayz sich konzentrirt." darüber aufgeklärt worden sei, daß diese Kassen behufs Aufrecht- straffere Festlegung einer Haftung von Beamten. Jedem Rechts- Gegen die Ladenschlußstunde ziehen nun die Frei erhaltung der Freizügigkeit der Lehrer unentbehrlich seien. Er staat" entspricht dieser Zug und je mehr sich die Beleidigungs- konservativen des Abgeordnetenhauses zu Felde. bitte daher, diese drei Paragraphen anzunehmen. flagen wegen angeblicher Beamten Ehrverlegung mehren, desto Abg. Dittrich( 3.) und Abg. von Heydebrand( t.) sprechen nothwendiger sei er.- Den zweiten Satz des sozialdemokratischen fich in ähnlichem Sinne aus. Antrages empfehle er gleichfalls zur Annahme. Kein Bürger Abg. Sattler: Nur dann, wenn die berechtigten Interessen sei im stande, sich den Beamten, mit dem er und der mit der großen Städte nach unseren Wünschen gewahrt werden, ihm zu thun habe, auszuwählen. Echon hieraus fei tönnten wir uns allenfalls entschließen, diesen§ 8 zu akzeptiren. eine Echadensersatzpflicht des Staates für Mißgriffe Durch denselben wird die Bewegungsfreiheit der großen Städte der ihm angestellten Beamten zu folgern. von mit ihren bestehenden guten Einrichtungen zu sehr geschädigt, dies follte ja der Staat der Repräsentant einer Rechtswie das ja auch sonst in diesem Gesez geschieht. ordnung sein. auch in den Fällen, Ihm liege Abg. Glattfelter( 3.) spricht unter Anerkennung des Systems Beamter, mindestens dann wenn dieser nicht vermögend der Alterszulagen seine Verwunderung darüber aus, daß von genug sei, den Schaden zu ersetzen, den er angerichtet habe, die den Lehrerinnen so wenige die höchste Stufe erlangten. Abg. Knörcke bemängelt die unzulängliche Höhe der Alters- Pflicht ob, seinerseits Schadensersatz zu leisten. Einzelne Kleinwie Reuß staaten, ältere Linie und Coburg Gotha zulagen. setzen die subsidiäre Haftpflicht des Staates für Schäden, die Nachdem Abg. Langerhans sich in ähnlichem Sinne ge- burch Beamte angerichtet sind, feft. So lautet§ 68 des Coburgäußert, werden die§§ 5, 6 und 8 angenommen. Gothaer Verfassungsgesetzes:" Bei Arglist und grober Verschul Worgen 11 Uhr Fortjehung. dung der Staatsbeamten haftet subsidiär der Staat." Noch weiter geht§ 35 des Verfassungsgesetzes für Reuß ä. L. vom 28. März 1867. Derselbe lautet: Jeder Staatsdiener ist für seine Dienstleistungen verantwortlich. Die vorgängige Geneh Schluß gegen 4 Uhr. = " M Ueberwo ein Der Antrag lautet: Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: die königliche Staatsregierung aufzufordern, ihre Einwirkung dahin geltend zu machen, daß von den Vorschlägen der Kommission für Arbeiter Statistit, betreffend die Regelung der Verhältnisse der Angestellten in offenen Ladengeschäften, dem Vorschlag zu 1.„ Offene Verkaufsstellen müssen während der Zeit von 8 Uhr abends big 5 Uhr morgens für das Publikum geschlossen sein" keine Folge gegeben werde. Brütt. Freiherr v. 8edlig und Neukirch. Er wird unterstüßt durch 59 weitere Abgeordnete. Lokales. Achtung, dritter Reichstags- Wahlkreis! Donnerstag, den 16. April, abends 81/2 Uhr, findet in Brochnow's Saal, Sebastianstr. 39, eine Volksversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht: Vortrag und Stellungnahme zur Feier des Zur Lokalliste. Das Lofal von Schmidt, Prinzen- Allee Nr. 36( 6. Wahlkreis) ist der Arbeiterschaft zu Versammlungen zc. zur Verfügung gestellt worden. Achtung, 6. Wahlkreis! Alle Anfragen in ParteiAngelegenheiten sind an den Vertrauensmann Genossen Richard Klose, Lychenerstraße 188, linter Seitenflügel 4 Tr., zu richten. dem der vont 1. Mat. Ju anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet| Trauerfeier einige Schwierigkeiten gemacht worden, denn weder Falckenstein- und Wrangelstraße nehmen. Gegen 6 Uhr einen zahlreichen Besuch auch der Genoffinnen die Vertrauens die Friedenskirche noch die Garnisonkirche zu Potsdam wollten abends versuchte ein Pionierlieutenant über den gesperrten person: Wilhelm Börner. fich der Familie zur Veranstaltung des Pompes aufschließen, und Straßentheil zu reiten. Ein Streckenarbeiter wollte dieses von dem Ortsgeistlichen an St. Georg in Ratzeburg, wo die Vorhaben seiner Instruktion gemäß verhindern und faßte Schrader'sche Familie ihr Erbbegräbniß hat, wird sogar berichtet, schließlich Pferde in Der die Zügel. Offizier daß er seine Theilnahme an einem firchlichen Begräbniß versagt ritt nun über den stark belebten Bürgersteig hinweg nach der habe. Bei der gestern abgehaltenen Beerdigung hat der Hof- entgegengesetzten Seite des Fahrdammes, wo er einen auf Posten prediger Wendlandt, mit recht gelinden Worten allerdings, das stehenden Schuhmann veranlaßte, den Namen des StreckenQuellverbrechen zu rügen gewagt. Was natürlich nicht hindern arbeiters festzustellen. Das zahlreiche Publikum, welches vom wird, daß diese Gesellschaft nach wie vor dem Abgrund ent- Ausstellungsgelände heimkehrte und Zeuge des Vorfalls war, gegenrennt. äußerte sich in nicht gerade schmeichelhaften Worten über den Ein widerwärtiges Malheur ist den preußischen Duellfegen Lieutenant, der so ohne weiteres über den lebhaften Bürgersteig Der Polizeistaat gegen die freireligiöse Bewegnug. In pafsirt. Nicht genug, daß sie sich anläßlich der Standalaffären hinwegritt. Nr. 74 berichteten wir, daß dem§ 6. des Reichs: Breßgesetzes zum der letzten Tage ebenso sehr der Verachtung der gesitteten Welt Vom Vichhandel beim Militär. In dem Verein der Trotz ein Verfahren gegen Hoffmann und Genossen eingeleitet sei, preisgegeben sehen, wie der französische Adel zur Zeit der Hals- Berliner Engros Schlächtermeister wurde in der gestern Abend nein, ihnen ist auch noch ein weil diese auf einem einfachen gedruckten Formular, das zur bandgeschichte Allgemeinen fagen wirftattgefundenen Versammlung die Anzeige des Austritts aus der Landeskirche dienen soll, nicht den Vertheidiger entstanden, ein Vertheidiger aus dem geistigen Fleischer Zeitung" erwähnte Woldenburger Fleischlieferung an Namen des Druckers und Verlegers angegeben haben. Jetzt ist dem Ghetto. Während der Schmuß sich immer mehr anhäuft und die Menagekommission des Kaiser Franz- Garde Grenadiererörtert. Es wurde mitgetheilt, Verleger" Hoffundun und dem Drucker Hamelow ein auf je dadurch, wie der Reichsbote" mit guter Witterung bemerkt, au Regiments ausführlich 15 M. lautendes Strafmandat zugegangen. Es versteht sich, royalistischer Gesinnung, soweit solche noch vorhanden, mehr ver- daß ein höherer Offizier, Herr von Waldow, daß die Angegriffenen gerichtliche Entscheidung beantragen. nichtet wird, als jahrelanges redliches Bemühen wieder gut regelmäßig von seinem Rittergute bei Woldenburg ausgeschlachtete So wohnen Menschen in der Reichshauptstadt! Die machen könnte, während selbst die Streuz- Zeitung" mita mmel an das Regiment sendet und dafür zwei Pfennige Revier Sanitätstommission hat sich vor einiger Zeit mit den dem Symbol von Eisen an der Stirn kein Wort der Entschul- über den Marktpreis erhält, ohne daß das Fleisch, wie es Borgesundheitlichen Verhältnissen in dem sogenannten Scheunen- digung zu sagen wagt, tommt jetzt ein Kokottenblättchen schrift ist, in Berlin einer Untersuchung unterworfen worden ist. gaffen Biertel beschäftigt und hat sich dafür ausgesprochen, daß daher und erklärt in einem im besten Beschüterstil abgefaßten Der Verein hat hierauf beschlossen, der Staatsanwaltdie dort vorhandenen baulichen und Wohnungszustände dringend Artikel, daß das Duell eine der Grundlagen schaft Anzeige zu erstatten. einer Befferung bedürfen. Nach den angestellten Erhebungen sind unserer modernen Gesellschaft" sei. Das ist eine Die traurige Lage der hiesigen Magistrats Bureauim Jahre 1895 in der 2. Hauptmannschaft Diphtherie- Erkrankungen Wahrheit, die bisher nur Sozialdemokraten zu verkünden wagten hilfsarbeiter wird durch den folgenden, hiesigen Blättern gemeldet worden, und zwar im 14. Polizeirevier 30 Fälle, im selbstverständlich unter dem Widerspruch aller Gutgesinnten. gemeldeten Fall aufs neue grell beleuchtet. Der Hilfsarbeiter 19. 61, im 20.38, im 21. 36, im 22.= 47, int 28. 76, Zwischen dem Raufboldwesen in Glaceehandschuhen und dem Darr, welcher 15 Jahre hindurch im Bureau der Stadtim 93.75 und im 16. Polizeirevier( dem Scheunenviertel) Louisthum besteht eine innige Seelenharmonie, und wenn verordneten- Bersammlung thätig war, ist am 5. d. M. gestorben. 117 Fälle. Eine große Zahl von Wohnräumen daselbst daher von so verwandter Seite mit einer schimpflichen Der Magistrat weigert sich, der Wittwe das gesetzliche Gnadenwerden durch übermäßig viele Personen bewohnt, entbehren der Wahrheit geprunkt wird, so muß sie, wie beschämend gehalt und eine Wittweupenston zu zahlen. Um die Beerdigung Die in betracht tommenden Personen zureichenden Lüftung und des nothwendigen Lichtes und sind es für auch ihres Mannes zu bewirken, mußte daher die bedrängte Wittwe daher zum dauernden Aufenthalt von Menschen ungeeignet. So sei, doch wohl reell sein. Ergöglich für unsere Augen, zum die Hilfe des bisherigen Bureauvorstehers ihres Gatten in Anwohnt, wie festgestellt worden ist, beispielsweise in einer Keller- Niederschlagen für die staatserhaltender Leute ist es, wenn das spruch nehmen, durch dessen Verwendung ihr auch aus einem wohnung ein Ehepaar mit einer aus Rokottenblatt mit einem schmachtenden Seitenblick auf den Pananis: Stiftungsfonds 40 M. bewilligt wurden. Stube und Küche bestehenden Wohnung, während in mus in den Entzückungsruf ausbricht: Wahrlich, wie anders das am 10. Februar d. J. vom Hilfsarbeiter Maliz gegen die einem anderen 4 Quadratmeter messenden Naum( Keller) nicht fäbe es bei uns aus, wenn in Berlin, wie in Paris, Stadtgemeinde Berlin erstrittene Reichsgerichts- Erkenntniß fann meniger als 7 Betten untergebracht sind und in dem durch eine die Journalisten für persönliche Beleidigungen unbedingt der Wittwe nur angerathen werden, ihre Ansprüche im Rechts. Thür getrennten Nebenraum Lumpen und Papier lagern 2c. Satisfaction geben müßten! Dann würde der rohe, widerliche wege geltend zu machen. Es werden jetzt voraussichtlich durch den Magistrat und das Ton, wie er in einem Theile unserer hauptstädtischen Blätter Polizeipräsidium gemeinschaftlich Maßregeln ergriffen werden, herrscht, endlich aufhören und die Segnungen des Duell um die Befferung der Verhältnisse baldmöglichst herbeizuführen. würden weit flarer als anderswo hier in Erscheinung treten." sollen dabei in erster Linie Maßregeln gegen Wie jammervoll muß es in fittlicher Beziehung mit einer Kaste die Benugung zahlreicher zum dauernden Aufenthalt stehen, wenn sie bereits von dieser Seite Sulfurs erhält! viele Kellner. von Menschen nicht geeigneten Räumlichkeiten in Frage kommen. Das augekündigte Duell zwischen Baron von der Lanken Die Diese beschämenden Zustände sind selbstverständlich nicht erst seit und dem Freiherrn von Hahn wird nicht stattfinden. And Lichtenberg- Friedrichsberg wird gemeldet, daß die heute bekannt, wenn sie auch von liberaler Seite gegenüber den Prügelei ist nicht aus sittlichen Motiven ausgegeben worden, erste Sigung der Gemeindevertretung nach den Wahlen zu dieser Feststellungen der Arbeiter- Sanitätskommission z. B. mit Be- fondern weil sich herausgestellt hat, daß der fürzlich prozessirte, Körperschaft einen sehr stürmischen Verlauf nahm. Man machte harrlichkeit geleugnet wurden. Wie wäre es, nachdem auch aber freigesprochene von Hahn das Glück hat, nicht satisfattions- der" Boff. 3tg." zufolge dem Amtsvnrsteher Röder den Vorwurf, daß er den Etat zu spät fertig gestellt habe und beschloß, bei offiziell aufgedeckt worden ist, wie in Berlin der Proletarier haust, fähig zu sein. der Etatsberathung den ganzen Etat an den Amtsvorsteher wenn man auf der Gewerbe- Ausstellung ein treues Bild von zurückzuverweisen. dem Wohnungselend der Arbeiter vorführte, welche die ganzen dort zur Schau gestellten Kostbarkeiten schaffen mußten? G3 9 Kindern in " " 1 Postpacketverkehr mit Paraguay. Von jetzt ab tönnen Postpackete ohne Werthangabe und ohne Nachnahme bis zum Gewicht von 3 Kilogramm nach Paraguay auf dem Wege über Bremen oder Hamburg und Argentinien versandt werden. Die Tare beträgt 4,10 M. für jedes Packet. Ueber die Versendungsbedingungen ertheilen die Postanstalten nähere Auskunft. Im Hinblick auf Jufolge der Gewerbe- Ausstellung soll der Zuzug Arbeitslofer nach Berlin, wie verschiedene Blatter berichten, so start lofer nach Berlin, wie verschiedene Blätter berichten, so stark sein, daß die Stadtvogtei den hohen Bestand von 1400 Köpfen aufweist. Unter den Eingelieferten befinden sich verhältnißmäßig ,, Auf den Berliner Polizeiwachen wird überhaupt nicht geschlagen". In einem gegen die Schußleute Ragusinski, Heuer und Lehmann gerichteten Prozeß wegen Mißhandlung, der sich am 21. Dezember v. J. vor dem hiesigen Landgericht I abspielte, gab der Polizei- Hauptmann Neumann unter Eid seine Ansicht in angegebener Weise fund. Durch das Beugniß des Arbeiters Ludwig Stein aus der Waldemarstraße und der Eheleute Glasermeister Süneta wurde freilich zur Evidenz erwiesen, daß der Herr Hauptmann irrte. Sämmtliche Entlastungszeugen in diesem Prozeß werden dringend gebeten, sofort ihre Adressen an Redakteur Franz Feldmann, OberLangenbielau i./Schl. zu senden. Zu dem bevorstehenden Falle bringt eine hiesige Kor respondenz eine Meldung, wonach das Duell trotz alledem bereits gestern stattgefunden habe. Was an dieser Mittheilung richtig Ueber die mit Heilferum gemachten Erfahrungen spricht ist, wissen wir nicht. sich der demnächst erscheinende Jahresbericht des Berliner Die Stadtverordneten Schmeißer u. Gen. haben folgenden städtischen Krankenhauses am Friedrichshain für 1894/95, den Antrag in der Stadtverordneten- Versammlung eingebracht: Die Professor Fürbringer für die innere, Professor Hahn für die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen, die schon seit äußere Abtheilung erstattet, folgendermaßen aus: Bon lange mit den betreffenden Behörden schwebenden Verhandlungen 63 Diphtheriekranken sind 27 27 auf der inneren" Ab- behufs Verlegung der den Gasanstalten in der Gitschinerstraße theilung mit den neuen Antitoxin- Einsprißungen behandelt die Kohlen zuführenden Eisenbahn aus der Eisenbahnstraße nach worden. Was diefer kleinen Zahl eine besondere Eigenart verleiht, dem Görlitzer Bahnhofe möglichst bald zum Abschluß zu bringen ist der Umstand, daß sie sich fast ausschließlich aus Grwachsenen und sieht einer dahingehenden Vorlage entgegen. zusammenseßt, da die diphtheritischen Kinder der chirurgischen Die elektrische Bahn Görliger Bahnhof- Treptow ist Abtheilung überwiesen wurden. Wir haben den Eindruck er- gestern polizeilich abgenommen worden. Die Untergrundbahn Eine Kindesaussetzung beschäftigte seit einigen Tagen die halten, daß bei einem Theil der mit Heilferum Behandelten eine fann bis zur Eröffnung der Ausstellung nicht mehr fertig gestellt Kriminalpolizei. Es handelte sich um ein Kind, das in der Nähe schnellere Besserung des Allgemeinbefindens die Folge der In- werden. des Stettiner Bahnhofes aufgefunden und von der Polizet des jektionen gewesen ist. Immerhin ist bei der großen Hälfte eine 7. Reviers nach dem Waisenhause gebracht worden war. Jetzt Wirkung nicht hervorgetreten. Gestorben ist von den 27 mit Antitoxin Behandelten nur einer; wir würden diese Ziffer ist es gelungen, die Eltern in Groß- Lichterfelde zu ermitteln. Es find die Arbeiter Frant'schen Eheleute, die getrennt von einander zu gunsten der neuen Methode zu verwerthen neigen, leben. Die Frau hält sich in Groß- Lichterfelde bei ihren Eltern wenn nicht von den übrigen nicht mit Heilserum behandelten 36 Diphtheriekranten tein einziger gestorben wäre. Bemerkensauf und hatte ausgeplaudert, daß ihr Mann das Kind in Berlin ausgesetzt habe. Das wurde der Polizei mitgetheilt und Polizeiwerthe schädliche Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Auf der äußeren Abtheilung wurden 581 Diphtheriefälle behandelt, es Ein neuer Konkursschwindel. In der Gegend des Neuen tommiffar Mohr stellte durch Vernehmungen die Richtigkeit der starben 175 Kranke oder 30 pet., gegen 35 pet. im Vorjahr, wo aller- Marktes in Berlin bestand, wie der„ Konfektionär“ erzählt, eine Meldung fest. Der Mann, der in Wannsee wohnt, giebt an, er Dings eine schwere Epidemie zu bekämpfen war. Während im Firma, die bis vor ganz kurzer Zeit noch große Posten Waare habe das Kind ausgesetzt, weil er es nicht ernähren könne. Die Vorjahr nur bei 65 Patienten das Heilserum zur Anwendung einkaufte und dann Pleite machte. Die Bücher waren ordnungs- Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. fam, wurden in diesem Jahre bei 293 Ginsprigungen mit Heilserum mäßig zur Kontursanmeldung vorbereitet. Aber wie geschah diese Die Ehrlichkeit eines Droschkenkutschers ist wieder eins gemacht, von welchen 69 oder 23,5 pet. starben bei einer Ge- Anmeldung? Der Schuldner meldete sich hier aus seiner Wohnung mal glänzend belohnt worden. Am Dienstag Nachmittag fuhr fammtsterblichkeit von 30 pet. Bei 165 Kranken mußte der Luft- ab, miethete sich in einem Vorort eine Etube für 10 M. den ein Kutscher Lehmann einen Herrn vom Böhmischen Brauhause röhrenschnitt gemacht werden; 78 der operirten Kinder waren Monat und meldete dann beim Amtsgericht einer Stadt des nach der Reichsbank. Nachdem er den Fahrgast abgesezt hatte, mit Serum behandelt, 86 ohne Heilserum; bei ersteren betrugen Barnimer Kreises den Konkurs an. Die Anzeige des Amts- bemerkte er auf der Rückfahrt, daß im Koupee sechs Säcke mit die Heilungen 61,5 pt., bei legteren 29,1 pct. Aus diesem für gerichts lautet: Konkurs ist eröffnet über das Vermögen des Kauf- Goldstücken und ferner eine Tasche mit Papiergeld liegen ge die Heilferumbehandlung günstigen Prozentjazz können wir noch manns X. Y. 3. in Bernau, Friedrichshagen, Erkner oder sonst wo blieben waren. Augenblicklich fehrte der Kutscher wieder nach nicht zu weitgehende Schlüsse ziehen, da auch diesmal nur mit in der Umgegend von Berlin. Diejenigen Firmen, die mit dem der Reichsbank zurück, damit der Eigenthümer bald wieder in Auswahl das Heilserum zur Verwendung gelangte." Manne zu thun haben und eine Aufforderung zur Anmeldung den Besitz des Geldes fomme. Der Kutscher traf denn auch noch Zu hoch eingeschätzt haben wir gestern die bürgerliche ihrer Forderung bekommen, melden diese nicht einmal an, da sie den Fahrgast an und dieser, hocherfreut, das Vermögen wieder Breffe in der Angelegenheit des Jlhami Bey. Wir knüpften an die Firma gar nicht kennen. Der Kniff ist sehr fein ausgedacht; in Befis zu haben, gab dem Droschkentutscher eine Belohnung von diesen peinlichen Gerichtsfall die Erwartung, daß der selbständige tein Mensch kennt den Namen dieses Ehrenmannes dort, er streut baaren fünfunddreißig Reichspfennigen. Theil der hiesigen Blätter die Interessen ihrer schwer getränkten allen Leuten Sand in die Augen und bleibt in Berlin immer Klaffengenossen einigermaßen energisch wahrnehmen würden. noch der alte ehrliche Mann vom Neuen Markt, der er gewesen Dies ist nicht geschehen. Soweit außer uns die Berliner Zei- ift; niemand weiß hier, daß er fallirt hat. Warum hat das tungen den Fall überhaupt berührt haben, geschah das in Kapitalistenblatt nicht den Muth, den Betrüger mit Namen zu wigelnder Form, in der die beleidigte und dann noch wegen Er- nennen? pressung angeklagte Gattin des Schneidermeisters W. als holde Weiblichkeit angeulkt wurde u. s. w.- Und bei solcher erbärmlichen Rückgratlosigkeit der bürgerlichen Presse wundern sich die braven Leute noch, daß sie immer übermüthiger getreten werden! " ad acta weil " Von der Luther- Brücke stürzte sich Dienstag Mittag der 18jährige Kellner Heinrich E. in die Spree. Der Lebensmüde wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Obduktion der Leiche des neunjährigen Knaben Kuhner, der im Walde bei Adlershof todt aufgefunden worden war, hat am Sonnabend durch den Kreisphysifus stattgefunden. Der Junge hatte, wie das„ Köpenicker Dampfboot" mittheilt, mit einem um vier Jahre älteren Spielgefährten e ine Flasche Nordhäuser im Walde ausgetrunken und war dann während der ganzen Nacht im Freien liegen geblieben. Durch die Obduktion soll nicht direkt Alkoholvergiftung festgestellt sein, der Tod sei vielmehr infolge Erstarrung mit be gleitendem Schlaganfall eingetreten. Witterungsübersicht vom 15. April 1896. Stationen. SSW Barometer reduzirt auf d. Meeressp. 8888 Windrichtung Windstärke WAN|| WWNNN( Stala 1-12) Wetter Regen Tenuatur nach Celsius a48( 50.4° R.) Im Feenpalast produzirt sich gegenwärtig eine Athleten gesellschaft, zu deren Abschäzung uns die Direktion am Dienstag ebenso höflich wie dringlich eingeladen hatte. Das freundlich gemeinte Ersuchen sette uns einigermaßen in Verlegenheit, denn für die edle Kunst des törperlichen Ringkampfes ist auf unserer So müssen Ein neues Duell Kote Schrader signalisirt der Lokal. Redaktion leider wenig Verständniß vorhanden. es nicht der Scharf Anzeiger". Der Sohn des gefallenen Freiherrn v. Schrader, wir denn beschämt gestehen, daß der stud. jur. v. Schrader, ist es, der von dem Zeremonienmeister blick des Sportsman ist, der sich in diesen Zeilen fund Herrn v. Kotze vor die Pistole gefordert worden ist. Herr giebt, sondern daß in ihnen nur der Laie stammelt, der sich Ein wesentlicher, auch von uns v. Schrader jun., der in Bonn Jura studirt und dort beim staunend ergötzen durfte. Korps Borussia" aktiv ist, schrieb, wie das Lofalblatt erzählt, fonstatirter Vorzug der Athletengruppe ist ihre Internationalität. an den Zeremonienmeister Herrn v. Kozze, als dieser sich in Glatz Die Gesellschaft besteht unter Leitung des Memisch Effendi, der auf Feftung befand, einen beleidigenden Brief, welcher u. a. faiserlich turtischer Kammerkämpfer ist, aus diesem und noch direkte Schimpfworte enthielt. Herr v. Kotze übergab den Brief einem seiner Landsleute, einem deutschen, einem holländischen feinem Ehrenrath, welcher sich vorläufig damit begnügte, ihn und einem französischen Meisterringer", alles Herren, die ein Bild brüderlicher Solidarität zu zu legen, Damals die in ihrem Auftreten Herrn gegen v. Koze schwebende ehrengerichtliche Untersuchung noch erkennen gaben. Es fanden vier Kämpfe verschiedener Art statt, Swinemünde im Gange Die war. Berliner alten Herren des für die fich im Publikum eine außerordentlich lebhafte Theilnahme befundete. In Ermangelung eigenen Kennerblickes folgten Hamburg Korps Borussia", welche von dem Briefe Kenntniß erhielten dieselben bilden in wichtigen Korpsangelegenheiten eine Art wir gern und willig den Spuren, die uns Fachmänner führten, Berlin Wiesbaden Ehrenrath, veranlaßten die vorläufige Ausschließung des und bekannten, so bedeutende Leistungen noch nicht gesehen zu Herrn von Schrader junior aus dem Korps, da er seinem Briefe, haben. Hoffentlich werden die Ringer ziehen. Uebrigens weist München welcher den offenbaren Zweck hatte, Herrn von Koze zu pro- das Programm des Feenpalastes außer dieser besonderen Wien. voziren, nicht die nöthigen Schritte hatte folgen lassen, um den Nummer noch eine ganze Reihe gewandter und zugkräftiger Speziali Beleidigten zum Zweikampf zu zwingen. Bereits auf dem täten auf. Rampfplatz äußerte nun aber Freiherr von Schrader nach seiner Wehmüthig lächeln mußte wohl mancher, der gestern an Verwundung, er wolle nicht, daß sein Sohn sich auch schieße. den Anschlagfäulen die auf blutrothem Papier gedruckte BeSpäter, im Hospital, nahm er, wie wir schon mittheilten, seinem fanntmachung des Staatsanwalts am Landgericht II las, in Sohne das Ehrenwort ab, daß er sich nicht mit Herrn von Kotze welcher demjenigen 600 M. Belohnung zugesichert wird, dem es duelliren werde. Schade um das Pulver, wenn die beiden gelingt, den Mörder der Galle zu entdecken. Und das gerade Edelsten und Besten sich doch niederknallen sollten. sieben Wochen nach Vollbringung der Unthat. Der gute Bürger mag Die hohe Aristokratie unserer Hofkreise scheint in sich angesichts solches Uebels mit dem Troft begnügen, daß wir siehe deren bedemonstrativer Weise darin zu wetteifern, zum Begräbniß des wenigstens eine findige politische Polizei haben Zeremonienmeisters v. Schrader kostbare Kränze, Palmen und deutsame Thaten von Ihring- Mahlow und Naporra bis zum Blumengewinde zu spenden". So schrieb gestern die Vossische Auer- Prozeß und der Admiralstraßen- Affäre. Zeitung", und wenn man die vielen hochgeborenen Namen auf- Ein preußischer Offizier. Ein Borgang, der berechtigten Moderner Dichter- und Komponisten- Abend. Der am gezählt sieht, die sich an dieser Demonstration" betheiligt haben, Unmuth erregte, spielte sich Dienstag Abend am Schlesischen nächsten Sonnabend, den 18. April, in Keller's Festsälen, Koppenso sollte man meinen, daß in der Leiche des niedergeknallten Thore ab. Dafelbst ist wegen der Legung des Asphaltpflasters straße 29, von der Arbeiter- Bildungsschule veranstaltete, Moderne tönigl. Zeremonienmeisters eine Art preußischer Nationalheiliger der Fahrdamm für Reiter und Fuhrwert gesperrt. Selbst die Dichter und Komponisten- Abend" scheint, soweit bis jetzt ersicht= zu Grab geleitet worden sei. Allerdings waren wegen der nach Treptow gehenden Omnibusse müssen den Umweg über die lich, eine vornehme, tünstlerische Leistung zu werden. An der 761 761 NW bedeckt 762 bedeckt 763 SA heiter 762 933 Schnee 761 NW halb bedeckt Haparanda. 763 Still bedeckt 769 NW bedeckt 768 NW 2 ° 764 3 heiter bedeckt • • Betersburg. Cort Aberdeen. Paris. M Wetter Prognose für Donnerstag, den 16. April 1896. Ziemlich tribes, tühles Wetter mit geringen Niederschlägen und schwachen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. " Vermischtes. Ausführung find Künstler betheiligt, deren Namen für ein gutes den Neunfiundentag durchzusetzen. Ist es übertrieben, wenn wir, 1 Von den gegnerischen Parteien ist nämlich gegen die Wahl des Gelingen des Konzerts volle Garantie leistet. Was aber dem die unter den Unbilden der Witterung mit am meisten zu leiden Genossen Behlendorf ein Protest eingelaufen, sollte diefem statt. Abend noch eine besondere Bedeutung verleiht, ist die Thatsache, haben und zu unserer Arbeit in schwindelnder Höhe stets ruhigen gegeben werden, so hat das bisherige Romitee die Vorbereitung daß mehrere der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten aus Bluts und frischer Kraft benöthigen, eine neunstündige Arbeitszeit für eine Neuwahl sofort zu unternehmen. Zum Schluß wurde Interesse für die Sache in liebenswürdiger Bereitwilligkeit verlangen? Gewiß nicht. Trotzdem müssen wir um diese billige die Versammlung wegen Eintritt der Polizeistunde aufgelöst. Manuskripte einzelner Werke zur Verfügung gestellt haben. So Forderung erst fämpfen. Bisher haben 14 Geschäfte bewilligt; wird von Richard Strauß( München) die Komposition andere haben die Bewilligung unter dem Drucke der Innung Bereins junger Kaufleute, Beuthstr. 20: Bortrag des Herrn Dr. med. Went Berliner Naturheilverein 2. Heute Abend 8% Uhr im Saale des eines Liliencron'schen Gedichts" Sehnsucht", von Max wieder zurückgezogen. Schillings( München) eine Phantasie für Violine Abend Prinzipienkampf geworden; die Meister haben uns das Recht abArbeitsgenossen, der Kampf ist ein über Diphtheritis und Heilferum". phantasie" als Manuskript zum Vortrag gelangen. Außerdem gesprochen, Forderungen zu stellen, sie lehnen es ab, mit uns zu werden eine Anzahl anderer Lieder bedeutender Komponisten am unterhandeln. Nun, wir haben den Kampf aufgenommen und, Sonnabend zum ersten Male öffentlich gefungen werden. zur Ehre der Kollegen sei es gesagt, das Solidaritätsgefühl hat Hoffentlich beweisen die Berliner Arbeiter, besonders die früheren fich glänzend bewährt. In den Geschäften, wo die Arbeit ruht, Stadt der Bordelllosigkeit und Bismarckanbetung, gemeldet. Diese Eine arge Staudalgeschichte wird aus Hamburg, der Mitglieder der aufgelöften Freien Volksbühne", ihr Interesse haben sich nur sehr wenige Streifbrecher gefunden. Jetzt wenden schmutzige Geschichte spielt in der nur von den besten Kreisen beund ihre Freude an fünstlerischen Darbietungen durch möglichst wir uns an Euch, unterstützt uns in dem Kampf nach Kräften, fuchten Gertig'schen Bade- Anstalt auf den Großen Bleichen, in zahlreichen Besuch des Konzerts. denn unsere junge Organisation allein ist zu schwach dazu. unmittelbarer Nähe des Jungfernsteigs. Bisher wurden zwei Unterstüßt uns, damit diejenigen, die jetzt noch feststehen, nicht, Wärterinnen und neun Besucherinnen der Anstalt verhaftet. Sie durch die Noth getrieben, in das alte Joch zurückkehren müssen. werden des Verbrechens aus§ 218 des Strafgesetzbuches( Abtreibung Schnelle Hilfe ist die beste Hilfe! Alle arbeiterfreundlichen der Leibesfrucht) beschuldigt. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Lohnkommission der Ber- Der Anstaltsbesitzer ist der Lotteriekollekteur Julius Gertig, ein liner Dachdecker. J. A.: Ernst Schlewing. mehrfacher Millionär. An allen Orten scheinen zur jezigen 710 Gerichts- Beitung. name Eine für Barbiere äußerst wichtige Entscheidung hat Sie Kammer 6 des Gewerbegerichts gefällt. Die Berliner Barbierherren sind der Meinung, daß ihnen gehört, was die Der Vorstand der Berliner Dach- und Schieferdecker- Innung Frühlingszeit Pestbeulen zu plazen. Kunden über den gewöhlichen Preis hinaus ihren Gehilfen für bat, wie wir zur Unterstützung des Vorstehenden für heute mitEine bürgerliche Che. Eine Standalgeschichte bildet das Rafiren zahlen. Wie durch verschiedene Prozesse festgestellt theilen, eine schwarze iste in Birtulation gefeßt, auf welcher gegenwärtig in Straßburg das Tagesgespräch. Die Tochter ist, betrachten dagegen die Gehilfen den Ueberschuß als ein die ftreifenden Arbeiter über 100 an der Zahl- eines der reichften und angesehensten Altstraßburger Industriellen Trinkgeld, das ihnen zukommt. Dieser Widerstreit in der Auf- haft gemacht sind. Wir kommen auf die Angelegenheit zurück. hatte am Donnerstag mit einem ebenfalls geborenen Straßburger, faffung veranlaßte einen Entschädigungsprozeß des Barbiers G. Achtung, Puzzer Berlins! Nachdem am 13. April eine der die Filiale eines Straßburger Fabriketablissements in Nancy Achtung, Puzzer Berlins! Nachdem am 13. April eine leitet, dort die Ehe geschlossen. In Straßburg sollte am Freitag gegen den Barbier Herrn Reich. Kläger hatte einen Kunden öffentliche Versammlung der Puzer Berlins und Umgegend die die firchliche Feier mit großer Pracht begangen werden. Wochendes Beklagten rasirt und dafür 25 Pf. in die Hand gedrückt be- Frage der Unterstützung der vom Ausstand betroffenen Kollegen lang schon bildete diese Hochzeit Gegenstand eifriger Erörterung tommen. Siervon legte er nur 10 Pf., den üblichen Say, in die geregelt hat, fordern wir alle Streifenden auf, fich jest regel und viele Einladungen waren dazu ergangen. Während die Kaffe, die übrigen 15 Pf. steckte er in seine Tasche. Der Ar- mäßig täglich im Bureau, Grenadierftr. 33, zur Kontrolle ein Geladenen in der Kirche harrten und die Wagen vorfuhren, beitgeber hatte dies gesehen und stellte ihn darüber zur Rede. zufinden, damit die Unterſtüßung regelrecht gezahlt werden kann. blieb das Hochzeitspaar aus. Bei dem Streit, der sich nun entspann und welcher mit des Ferner ersuchen wir alle in Arbeit bleibenden Kollegen, bei dem Fuße. Der Ehemann war mit einer aus den ersten Die Aufklärung folgte auf Klägers Entlassung endete, gestand S., in Abwesenheit des Beklagten etwaigem Bedarf an Arbeitskräften unseren Arbeitsnachweis, Familien Nancys stammenden Dame entflohen. Diese besaß, wie immer für sich behalten zu haben, was er für einmaliges Rafiren mehr Grenadierstr. 33, zu benutzen und Meldung davon sofort an uns es scheint, ältere Rechte an den Vielseitigen, der sich auch in befam, wie 10 Pf. Auch gab er zu, hin und wieder mal sich gelangen zu laffen. Kollegen! Die überwiegende Zahl der Bußer Straßburg von einer Verschmähten erst lostaufen mußte. Die aus dem Vorrath des Prinzipals Cigaretten genommen und hat sich der Bewegung angeschlossen, nur ein kleiner Bruchtheil arbeitet Berlaffene hatte ihm in einem Briefe geschrieben, daß sie am geraucht zu haben. G. wurde mit seinem Enschädigungsanspruch, zu den alten Bedingungen weiter, sich selbst umso mehr zum Schaden, Morgen der firchlichen Trauung in Straßburg sein werde und den er wegen unberechtigter Entlassung erhoben hatte, ab als wir fonstatiren können, daß sich die Unternehmer unseren Forde- wenn er nicht mit ihr fliehe, sie ihm in der Kirche Vitriol ins gewiesen, jedoch nur, weil er die Cigaretten entwendet rungen sehr geneigt gezeigt haben, so daß denn auch auf den Gesicht schütten, sich selbst aber erschießen werde. Der Brief kam hatte. Der Gerichtshof nahm zu der Trinkgeldfrage prinzipiell Baustätten, wo die Kollegen ernsthaft vorgingen, unsere Forde aber nicht in die Hände des zweitägigen Ehemannes, sondern Stellung, indem er durch den Mund des Vorsitzenden Leo ausführte, rungen bewilligt worden sind. Durch diesen Erfolg haben sich wurde erst später gesunden. In der That war denn auch die es sei feine Unterschlagung, wenn der Gehilfe das Geld einsteckte, die Ausständigen bedeutend vermindert. Zur weiteren Beschluß- leidenschaftliche Dame mit Vitriol und Revolver erschienen und was er mehr erhalte, wie der Mindestpreis ausmache. Gine faffung laden wir die Baudeputirten zu der Versammlung nochAnmaßung der Prinzipale wäre es, dies den Gehilfen streitig mals ein, die am Freitag, den 17. April, abends 8%, Uhr, hatte den Treulojen zur Aufgabe seiner jungen Ehefrau gezu machen. Es sei Aufgabe der Barbierherren, den jetzt im Ge Grenadierstraße 33, abgehalten wird. Die vom Bureau ans- zwungen. Deren Eltern haben sofort die Ehescheidung einwerbe bestehenden ordnungswidrigen Zustand zu beseitigen, und gestellten Arbeitsberechtigungskarten gelten nur für den Bau, für geleitet. zwar durch Aushänge, in denen der Preis fest normirt sei. Das ben sie ausgestellt sind; beim Arbeitswechsel werden sie im Bureau Mehr gehöre dem Gehilfen. umgeschrieben. Die Streitfommission der Putzer Berlins und der Umgegend. Eine fen. Budwigs II., ist nach einem Telegramm Dienstag Nachmittag in Oberbaurath Ritter von Brandl, der Baumeister König Reichenhall gestorben. Lloyd" gegen die Eigenthümer der, Crathie" wurden legiere In dem Schadensersatz- Prozeß des„ Norddeutschen gestern in Rotterdam verurtheilt, 565 300 Gulden sowie 6 pet. Zinsen von dieser Summe seit dem 2. März 1895 an den In der Strafsache des Kirchhofswächters Gustav Grube zu Berlin, der am 5. Februar wegen Unterschlagung und Am Tomban in Berlin sind, nach Mittheilung bürgerlicher Urkundenfälschung verurtheilt wurde, stand am 14. April Termin Blätter, seit Dienstag die Zimmerleute ausständig, weil in der Revisionsinstanz an. Das Reichsgericht bob nach dem ihre Forderung nach Lohnerhöhung abgewiesen wurde. Antrage des Reichsanwalts d as Urtheil wegen Unterschlagung Die Fußschaffner der Berliner Packetfahrt Aktien- Norddeutschen Lloyd" zu zahlen. mit den zu grunde liegenden Feststellungen auf und verwies die gesellschaft wandten sich am 2. April an die Direktion mit der Sache an die Vorinstanz zurück; die Revision betr. die Urkunden- Bitte: 1. jeden vierten Tag einen halben Ruhetag und jeden Herold" geschrieben: Stürzlich erschien bei einem hiesigen Arzt Hohes Alter. Aus Moskau wird dem„ St. Petersburger fälschung wurde vierten Sonntag frei zu geben. 2. Regelung der Gehaltsklassen ein Greis und bat, feine verlegte Hand zu verbinden. Der Arzt die unter den Vertretern der mit Aufrücken in kürzeren Zeiträumen mit einem Eudgehalt von legte den nöthigen Verband an und fragte nach dem Alter des Lederbranche seinerzeit ungewöhnliches Aussehen erregt 100 m. bei zehnjähriger Dienstzeit; 3. Regelung der Pensions- Greises. Es erwies sich, daß dieser im Jahre 1757 geboren war, hat, wird demnächst noch einmal die zweite Straffammer tasse und der Strafen. somit im Alter von 189 Jahren steht. Der Alte wurde unter der beschäftigen. Der hiesige Lederfabrikant G. Behrens war Die Direktion hat sich auf dies Gesuch in Schweigen gehüllt. Regierung der Kaiserin Elifabeth geboren und lebte unter den seinerzeit von der Straffammer zu einem Jahre Gefängniß Gine Erleichterung des Dienstes ist nur insofern eingetreten, als Herrschern Peter III., Katharina II., Alexander I., Nikolai I., verurtheilt worden, weil er nach Ansicht des Gerichts zu unrecht die Angestellten sich nicht mehr am Abend abzumelden brauchen. Alexander II., Alerander III. und lebt jetzt unter der Leder künstlich mit Glycerin beschwert und dadurch seine Kunden Heute, Donnerstag, den 16. April, wird die Lohn- Regierung des Kaisers Nikolaus II. Der Greis ist betrogen habe. Der Angeklagte hatte seine Schuld entschieden bewegung der Packetfahrt- Angestellten in einer Versammlung Mostauer Kleinbürger und war bis zu feinem 86. Lebensbestritten und behauptet, daß es sich nicht um eine Uebervortheilung bei Boly, Alte Jakobstr. 75, einer Erörterung unterzogen wer- jahre Kutscher. Als er einst unglücklicherweise die Kalesche mit des Publikums gehandelt habe, sondern um eine bei der hier in den. Wie wir hören, ist gestern der Vertreter der Packetfahrt- einer Verwandten seiner Herrschaft untwarf, wurde er nach Frage kommenden Sorte von Leder durchaus übliche, ja taum zu Aktiengesellschaft, Major a. D. von Lindheim, Sibirien verschickt. In Sibirien lebte der Alte bis zum Jahre vermeidende Manipulation, deren Zweck es sei, das Leder ge- nach allen Bureau's gefahren und hat sich bemüht, die 1891. In diesem Jahre beschloß er, die Heimath aufzusuchen. schmeidig zu erhalten. Die Verurtheilung des Angeklagten hat Angestellten von der Betheiligung an der Bewegung abzuhalten. Vorher jedoch machte er mehrere Wallfahrten und gelangte erst feinerzeit zu Besprechungen in einer Versammlung der Leder- Ueber die Arbeitsverhältnisse bei der Packetfahrt Aktiengesellschaft 1894 nach Moskau. Dort blieb er nur furze Zeit und begab sich Interessenten geführt und dem Angeklagten ist es inzwischen ge- theilt das Fachblatt der Handelshilfsarbeiter folgendes mit: Es dann nach Kiew, von wo er in diesen Tagen nach Moskau zurückglückt, eine ganze Reihe von Sachverständigen Gutachten sich zu giebt Briefträger, die fast an jedem Tage 150 Mal 4 und kehrte. Der Alte, Kusmin mit Namen, besitzt ein ungetrübtes verschaffen, die sich auf seine Seite stellen. Die Angelegenheit 5 Treppen Taufen müssen; selbst die beste Körper- Sehvermögen, hört gut und ist vorzüglich zu Fuß. Kusmin hat hat gestern das Reichsgericht beschäftigt; letzteres hat das erste tonftitution wird dies auf die Länge der Zeit bis zum Jahre 1891 niemals Branntwein getrunken; auf meine Erkenntniß aufgehoben und die Sache zur anderweiten Ver- nicht vertragen können. Den Sammlern geht es nicht alten Tage erlaube ich mir jetzt aber mitunter ein Gläschen", erhandlung an die Vorinstanz zurückverwiesen.. besser, sie kommen durchschnittlich erst um 12 Uhr nachts vom klärte der Greis. Eine moderne Duellgeschichte. Vom Landgerichte Dienst nach Hause und haben noch weniger Lohn als die Brief- Aus Milazzo auf Sizilien wird berichtet, daß dort seit Stolp i. P. ist am 4. Januar der Oberlehrer Dr. Anton träger. Auch die Dienstzeit der Fahr- und Speditionsabtheilung Montag Nacht ein heftiger Schnee sturm wüthet, durch den Mahler von der Anklage der Kartellträgerei freigesprochen läßt viel zu wünschen übrig. Ferner wird über die Bezahlung die Felder schwer geschädigt sind. Viele Schiffe flüchten nach worden, während ein des gleichen Deliktes angeklagter Rechts- und betreffs einiger Vorgesezter- auch über die Behandlung dem hiesigen Hafen. Aus Cagliari( Sardinien) wird gemeldet, anwalt zu drei Tagen Festungshaft verurtheilt worden ist. Der der Angestellten Klage geführt. daß einige Barfen Schiffbruch gelitten haben, deren Bemannung jedoch gerettet wurde. Gutsbesizer G. zu N. war zwecks Absolvirung einer militärischen Der Kottbuser Fabrikantenverein erläßt, wie der„ ReichsUebung längere Zeit von Hause abwesend gewesen und hatte Anzeiger" mittheilt, folgende Erklärung:„ Gegenüber dem Ge- Chamberlain hat eine Depesche des Gouverneurs von Hongkong Die Pest in Hongkong. Der englische Staatssekretär sich nach seiner Rückkehr Don dem Gesinde sagen laffen rücht, die Fabrikanten feien gezwungen, wegen der bevorstehenden erhalten, wonach in der letzten Woche 67 Neuerkrankungen an müſſen, daß seine Frau mit dem Wirthschafts- Eleven Sommermusterei für 1897 die Fabriken bedingungslos zu öffnen, der Beulenpeit vorgekommen sind. Die Gesammtzahl der Erv. S. strafbaren Umgang gepflogen habe. G. entließ darauf giebt der Ausschuß der Vereinigung laut einstimmigem Mitgliederkrankungen seit dem 1. Januar beträgt 482. den v. S. unter Andeutung des Grundes. Der junge Mann beschluß bekannt, daß an den früheren Beschlüssen festgehalten fühlte sich hierdurch beleidigt und ließ G. durch den Angeklagten wird, selbst wenn durch eine Verlängerung des Ausstaudes die Museumsdeputation in Mainz läßt erklären, daß sie keinen AufDas Paradies hinterm Vorhang. Die städtische Mahler auf Pistolen fordern. Mahler ist mit G. befreundet und Anfertigung der Sommermuster verhindert würde." hatte bei Uebernahme des Auftrages die feste Absicht, die Sache Daß die Fabrikanten bedingungslos nachgeben müßten, trag gegeben habe, eines der besten Bilder der städtischen Gebeizulegen, da er überzeugt war, daß zwischen Frau G. und v. S. haben die ausständigen Arbeiter und Arbeiterinnen weder mäldegallerie, welches Albrecht Dürer zugeschrieben wird, mit nichts Unerlaubtes vorgefomnien sei. G. wollte zunächst von erwartet noch verlangt. Die Fabrikanten rennen also mit ihrer Angelegenheit nichts gewußt. Der höhere Schulmann, dessen einem grünen Vorhang zu verhängen. Sie habe von der ganzen einer Beilegung nichts wissen, aber auf das Zureden Mahler's Erklärung offene Thüren ein. hin erklärte er sich bereit, den Vorwurf gegen v. S. wenigstens Sommermuster und damit das Wintergeschäft aufs Spiel setzen Anstoß nahm, hat sein Anliegen einem einzelnen Mitgliede der Daß sie die Anfertigung der Sittlichkeitsgefühl an der keuschen Nacktheit dieses Meisterbildes vorläufig zurückzunehmen. Ginige Zeit danach erlangte nun G. würden, nur um an den früheren Beschlüssen" festzuhalten, Deputation vorgetragen und dieses war auf eigene Fauft diesem von seiner Frau das Geständniß, daß das erwähnte Gerücht glaubt ihnen kein Mensch. Sie hoffen wahrscheinlich, ihre Muster Deputation vorgetragen und dieses war auf eigene Fauft diesem der Wahrheit entspreche und er theilte nunmehr dem Angeklagten in anderen Städten herstellen lassen zu können. Die Aeußerung Wunsche willfährig. Mahler mit, er werde jetzt selbst dem v. S. eine Forderung unter bietet aber einen neuen Beweis dafür, daß wenigstens die Macher den Mauern des großen Tempels von Karnak in Theben in Das älteste botanische Werk der Welt findet sich an viel schärferen Bedingungen überbringen lassen. Dies besorgte des Fabrikantenvereins bei der bisherigen Bezahlung ihrer Arbeiter Egypten, eingemeißelt. Die Biloer stellen ausländische Pflanzen dann der Mitangeklagte. Das Duell zwischen G. und v. S. hat außerordentlich hohe Profite eingeheimst haben dar, die Thothmes Il. aus Arabien, von einem Feldzuge zurückspäter stattgefunden, ist aber unblutig verlaufen. Gegen die müssen, sonst wäre es ausgeschlossen, daß sie auch noch das Freisprechung Mahler's hatte die Staatsanwaltschaft Revision Wintergeschäft ristiren könnten, nachdem sie, wie sie selbst zugaben, Pflanze oder den Baum, sondern auch die Blätter, die Frucht gefehrt, mitbrachte. Die Abbildungen zeigen nicht nur die eingelegt, welche indessen von der Reichsanwaltschaft nicht ver- schon beim Sommergeschäft durch den infolge ihrer Dickköpfigkeit und die Samenknollen, ganz so wie es in heutigen botanischen Das Reichsgericht erkannte in der Sigung am entstandenen Streit schwere Verluste erlitten haben. 14. April auf Verwerfung des Rechtsmittels, da das Urtheil Büchern geschieht. Die Entdeckung ist von großer Wichtigkeit einen Rechtsirrthum nicht erkennen lasse. für die Geschichte der Pflanzenwissenschaft. treten wurde. 1 1800 Versammlungen. Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am 13. April bei Hente, Naunynstraße, eine gut besuchte GeneralBriefkasten der Redaktion. Ueber die Ausschreitung eines Polizisten berichtet die Pf. Pr.": Polizeidiener Ofer war zur Beaufsichtigung der Konstribirten mit in Speyer gewefen und hatte mit letzteren des Guten zu viel gethan. Auf dem Heimwege gerieth er mit dem versammlung ab. Genoffe Schöpflin referirte über das Maurer Wirthwein in Streit. Nachdem beide nach Hause ge- Thema: Die Arbeiterkämpfe der Gegenwart. Er führte aus, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Die juristische Sprechstunde findet am Montag schafft waren, ließ sich Polizeidiener Ofer hinreißen, in die das wohl noch nie so viele gewerkschaftliche Rämpfe zu gunsten 6-7 Uhr statt. Wohnung des Wirthwein mit gezogenem Säbel einzubringen. der Arbeiter beendet wurden, als in diesem Frühjahr. Auch hat sich Wirthwein setzte sich zur Wehr und nahm den Angriff, mit einer wohl faum jemals eine so große Zahl von Arbeitern der Bewegung genommen, sondern ein Dienst, den Sie mir geleistet haben. D. S. in Ilm. Das ist keine Freiheit", die Sie sich Art bewaffnet, auf. Beide Kämpfer wurden lebensgefährlich angeschlossen. Redner beleuchtete in trefflicher Weise den Streit der Ich danke Ihnen. verlegt. Kottbuser Textilarbeiter, der, wenn die Unterstügungen zahlreich W. L. Als nnzüchtige Schrift wollte die Kölner Staatsanwalt fließen, zu gunsten der Streifenden ausfallen müsse. Zum Schluß Dant. H. Sehr schön, aber leider sechs Monate werth. Besten schaft das im Schaufenster eines Barbiers aufgehängte Platat forderte der Referent auf, recht rege für die Organisation zu behandelt wissen, auf dem ein sog. hygienisches Schutzmittel einzig wirken. Hierauf folgt die Abrechnung vom 1. Quartal 1896. daktion der„ Neuen Welt" zur Beantwortung übersandt. Schmid a. Donan. Wir haben Ihre Anfrage der Res mit dem üblichen Namen bezeichnet stand. Das Landgericht Einnahme 2272,20 M., Ausgabe 1836,18 M., Ueberschuß Köln sprach den Barbier jedoch frei, und ebenso erkannte das 436,02 m., A. N. Benutzen Sie die Adresse:" Bremer Bürger- Zeitung", Bestand vom 4. Quartal 1895 993,41 M.; Bremen, Hantenstr. 21/22. Reichsgericht am 14. April auf die vom Staatsanwalt eingelegte mithin ist ein Gesammtvermögen von 1429,43 M. vorhanden. Revision. Der Borsigende stellt das Resultat als ein äußerst günstiges hin, Zurückerstattung der Häfte der Klebemarfen- Beträge fönnen EheA. J. 1. Ja.' 2. Zum vollen Ersatz. R.$. 600. Die da im legten Quartal 500 M. Schulden an andere Gewerk frauen verlangen, faus sie: 1. mindestens 235 Marten vor der schaften gedeckt, außerdem größere Streits aus Vereinsmitteln ge- Seirath geklebt haben, 2. feine Alters- oder Inv.- Rente beziehen, führt und schließlich mehrere hundert Mark an streikende Gewerk- 3. den Antrag auf Rückerstattung innerhalb 3 Monaten nach der Der Minimaltarif der Berliner Tabafarbeiter, be- fchaften gezahlt find. Zur Feier des 1. Mai wird vormittags Verheirathung bei dem Vorstand derjenigen Versicherungsanstalt schlossen in der Versammlung am 29. März, wird der Vereine öffentliche Versammlung anberaumt und nachmittags ein anbringen, an welche zuletzt Beiträge geleistet sind. Dem Antrag sammlung der Fabrikanten unterbreitet werden, die Ausflug arrangirt. beizufügen ist die Heirathsurkunde und die Quittungskarten, sowie morgen, Freitag, nachmittags 5 Uhr, bei Böhow, Vor dem Neu- Weißensee. Am 11. April beschäftigte sich hier eine die beim Umtausch der früheren Karten erhaltenen Bescheinigungen. Prenzlauer Thor, zusammentritt.( Siehe Versammlungsbericht öffentliche Versammlung mit der Stellung zur Maiseier. Nach F. S. Braunschweig. Ihre Forderung auf Zahlung des Kaufund Inserat der heutigen Nummer.) Die Kommission. einem Referat des Vertrauensmannes Pasewald beschloß man geldes für einen von Ihnen gefertigten Anzug verjährt in 2 Jahren. An die Gewerkschaften Berlins! Seit zwei beziehentlich das Arrangement einer Kommission von neun Mitgliedern zu R. F. 100. 1. Alters- und Invaliditätsrente tönnen neben drei Wochen befindet sich ein großer Theil der Berliner überlassen. Die Abrechnung von der Kommunalwahl, die hierauf der Unfallrente bezogen werden. Die Renten werden jedoch Dachdecker und Berufsgenossen im Ausstand, um zur Erledigung stand, wurde auf Antrag vorläufig zurückgestellt. nur soweit ausgezahlt, als die Unfallrente und Alters- oder Gewerkschaftliches. WE BT Die letterschienene Nummer hat folgenden Inhalt Schußverband gegen agrarische Uebergriffe. Unfreiwillig reattionär. Bon Fr. Staudinger. An unsere Frauen und Töchter. Bon Marie Bloch. ( Schluß.) Die Arbeitslöhne der Arbeiterinnen und die Prostitution. Von Theodor Hundhausen. Die Ethische Korrespondenz.- Aus der ethischen Bewegung: Abtheilung Ulm. Wien. Aus dem Inhalt deffelben heben wir hervor: Agrarpolitif in Ungarn. Von Dr. J. Deutsch. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Von Dr. M. J. Bonn. RitterZur Zündhölzchensteuerfrage. Von Julius Bunzel. geschichten. Von Marie Herzfeld. Jago. Von Ferdinand Bonn. Félicien Rops. Von Wilhelm Weigand. Pariser Brief. Von Camille Mauclair. Konzerte. Von Dr. H. Schenker. Umgang mit Rezenfenten. Von Hermann Bahr. Die Woche. Bücher. Revue der Revuen. Der Sybarit. Von John Henry Mackay. Le devenir social, Revue internationale d'économie, d'histoire et de philosophie. Paraît tout les mois en un fasc. de 96 pages gr. in- 8°. Abonnement annuel: France, 18 fr.; Etranger, 20 fr. 16, rue Soufflot, Paris. Sommaire No. 3( Mars): Progrés et développement. B.- La science dans l'éducation( suite). G. Sorel. La question du fédéralisme et du particularisme cantonal en Suisse. L. Héritier. Socialisme et droit privé. Alfredo Tortori. Revue critique. A. Lichtenberger: Le Socialisme au XVIII( A. Métin). G. Renard: Critique de combat ( Sorel). J. Pioger: La question sanitaire( G.).- Notes bibliographiques.. M. Block. Maria Deraismes, J. Sautarel. Sydney Webb. Ueber die Behandlung von Nervenkranken und die Errichtung von Nervenheilstätten von Dr. P. J. Moebius in Leipzig. S. Karger's Berlagsbuchhandlung. Mit Invaliditätsrente zusammen 415 Mark jährlich nicht über- nächsten dem Grade nach von den den Erblasser überlebenden| Ethische Kultur. steigen. 2. Invalidenrente steht dem Versicherten zu, wenn er Aszendenten( Eltern), vollbürtige Geschwister und Kinder ersten a) dauernd erwerbsunfähig im Sinne des Invalidengesetes ge- Grades vorverstorbener vollbürtiger Geschwister. Erst falls worden ist, b) 235 Klebemarten aufzuweisen hat. War die solche Verwandte nicht verhanden sind, erben Halbgeschwister und dauernde Invalidität bereits vor dem 31. Dezember 1895 Kinder ersten Grades vorverstorbener Halbgeschwister mit dem von der Wiener Wochenschrift„ Die Beit" ist soeben das 80. Seft erschienen. vorhanden, so sind nicht 235 Wochen nachzuweisen, viel Ehegatten. Sind auch solche Verwandte nicht vorhanden, so ge mehr vermindert sich die Wartezeit um so viel Wochen, laugt der Ehegatte mit den entfernteren Seitenverwandten und als der Invalide vor dem 1. Januar 1891, jedoch innerhalb zwar den dem Grade nach nächsten zur Erbfolge. Jst tein Ver5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit, in einem Arbeits: wandter da, so tritt der Fiskus an deren Stelle, jedoch schießt verhältniß gestanden hat, welches eine Versicherungspflicht nach in Züllichau, Krossen und Kottbns der Ehegatte den Fiskus aus. dem Invaliditätsgesetz begründet haben würde, wenn dies Gesetz Danach scheinen Sie nicht erbberechtigt zu sein. Ohne mündliche schon damals in traft gewesen wäre. Als invalide im Sinne Rücksprache lassen sich derartige Erhfolgefragen jedoch nicht bedes J.-G. ist er zu erachten, sobald er nicht mehr im stande ist, stimmt beantworten. durch eine seinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit mindestens einen Betrag zu verdienen, der gleichkommt der Summe von 1/6 des Durchschnittslohnes seiner Lohnklasse +16 des 300 fachen Betrages des ortsüblichen Lohns. Da der betreffende in der 4. Lohnklasse gesteuert hat und, falis der dortige ortsübliche Lohn 2 M. beträgt, so ist er invalide, wenn nicht mehr jährlich 260 M. durch eine feinen Kräften und Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit verdienen tann. Ist der betreffende in diesem Sinne invalide, so scheint ihm ein Anspruch auf Invalidenrente zuzustehen, Loofigk. Nach brandenburgisch- märkischem Recht ist die ErbIn der ersten Klasse erben Deszendenten folge folgende. ( Kinder, Entel u. s. w.) und der Ehegatte. Sind keine Deszendenten vorhanden, so erben neben dem Ehegatten: die er Für den Zuhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 15. April. Opernhaus. Bajazzi. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Der Sturm. Deutsches Theater. von Palmyra. Der Meister Leffing Theater. Das Glück im Winkel. Berliner Theater. König Heinrich. Neues Theater. König Lear. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Residenz- Theater. Hotel zum Frei hafen. Eingelaufene Druckschriften. Von der Neuen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Die y' Verlag) ist soeben das 28. Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Geschichts- Wissenschaftliches. Die öfterreichische Wahlreform. Von Karl Leuthner. Zwei bisher unbekannte Auffäße von Karl Marr aus den pierziger Jahren. Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des wissenschaftEin Frauenlichen Sozialismus. Von Peter v. Struve.( Schluß.) Drama" und eine Frauenphilofophie. Von Parvus.- Feuilleton: Das Ende vom Liede. Eine Geschichte von Konrad Telmann.( Fortſegung.) Neue Revue". Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 15( 7. Jahrgang) vom 8. April 1896 folgende Aufsäge: $ 1 " Dr. R. Schüller: Frauenarbeit; Prof. Dr. G. Ferrero: Parifer Chen; B. v. Suttner: Zweierlei Moral; Dr. S. Rosenfeld: Rassenverbesserung; H. Harland: Der zerbrochene Spiegel; Kunst und Literatur; Miniaturbilder aus der Zeit. van Recht en Doodstraf. Door Dirk Troelstra. Adolph Ernst- Theater. Zum 12. Male: Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangspoffe in Am Landes- Ausstellungspark 3 Aften von Leon Treptow und Ed. Jacobson. Kuplets und Quodlibets von G. Gör B. Musik von G. Steffens. 2. Aft: ,, Alt Berlin." Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Näheres die Anschlagzettel. 1 Fünf Dekorirte. Epos in 7 Gesängen von Rud. Chr. Jenny. 7 Bildern von Paul Krattner. Preis broschirt 1,60 M. Berlag von Th. Schröter, Leipzig und Zürich. Schattenseiten der Berufsgenossenschaften und Rüdigang des Gewerbefandes von A. Karlowsti. Berlin 1896. Druck und Berlag R. Strzeczet, Alt- Moabit 125. Die Währungs- Debatte im englischen Unterhaus. Stuttgart, Kommissionsverlag von Adolf Bonz u. Comp. Todes- Anzeige. Unserem Freunde und Genossen, Rest. Englischen Unterricht ertheilt Hermann John ein dreifaches Hoch Liebknecht, Kantstr. 160. zum Wiegenfeste. Die Stammgäfte. Achtung! Achtung! Vereinszimmer von 60-70 Personen 926b vergeben. G. Schulze, Stallschreiberstr. 29. Wegen Geschäftsübernahme fof. zu verm. eine Wohnung Exerzierstr. Nr. 2, vorn 4 Tr. belegen, bestehend aus zwei Stuben und Küche( feparat). Näheres 9826 Buttmannstr. 17 bei Anders. Allen Verwandten und Bekannten 3 die traurige Nachricht, daß unfere liebe Mutter und Großmutter, die Buchdruckerwittwe Ernestine Allrath, geb, Schmidt, nach längerem Leiden im 68. LebensCastan's Panopticum. iabre fanft entfchlafen ist. Apollo- Theater Die Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Bobe und Harold. Geschw. Rappo. 3 Sisters Hawthorne. Jben Obed. The Clives. Frihi Ferry. Familie Daineff. Will- Harness. Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! aus Central- Afrika, die neuesten Weltwunder! Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. Schiller Theater. Ein toller Ginfall. Neu! Milton- Trio. Neu! wöchentl. 1 M., wird abgeholt. BahnCentral- Theater. Der Schwiegervater. Die Belle- Akiance- Theater. Die Reife um die Erde in 80 Tagen. National- Theater. Der Goldbauer. Alexanderplatz- Theater. Musketiere im Damenstift. Reichshallen- Theater. Die fleinen; Lämmer. Vorher: Die Balletschule. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Mlle. Delepiere.* Miss Erna. etc. etc. etc. etc. Rasseneröffnung Uhr. Anf. 8 Uhr. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Noch einige Tage: Im Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor- wunderschönen Monat Mai. ftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Freitag, abends 8 Uhr: Die Stühen der Gesellschaft. Liederspiel in 1 Aft von Stuckenbrock Emilie Galletti. Morell Stuart mit seiner Gallerie berühmter Männer. Entree: Wochent. 10 Pf., Auf. 8 U Sonntag 30 " FR.Winkler. " " Eden- Theater. National- Theater. Welt- Restaurant Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Goldbauer. Schauspiel in 4 Aften von Charlotte Birch Pfeiffer. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Gastspiel des Fräulein Clara Leno vom Berliner Theater und des Herrn Emil Wirth. Freund Friz." " Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Gastspiel des Conrad DreherEnsembles vom Münchener Gärtnerplatz- Theater. Conrad Dreher a. G.: Bum 6. Male: Der Schwiegervater. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wer ist Rudinoff??? Rudinoff macht alles!!! Jeden Abend 912 Uhr: Die geniale Rudinoff Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Bomben- Erfolg des neuen Programms. Die Nimrode. 3 Die deutschen Eichen. Die lebende Brücke. Jean Bayer mit feinen Lokal- Schlagern. Baron's dressirte Löwen. Die reizende Luftfee Albertina. Ferner 18 Nummern. 97. Dresdenerstr. 97. Fm vorderen Saal täglich: Weltberühmte Tyroler Sänger- Gesellschaft Almenrausch u. Edelweiss. Direktion: Alois Ebner. Entree vollständig frei! Sonntag, den 19. April: Große Variété- und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 6 Uhr. Passage- Panopticum. Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Laufizerplatz 2, Elsasserstr. 12 Bernh. Raabe's Salon und Garten, Kolbergerstraße 23. Vereinen u. Gewertschaften empfehle meinen Saal mit Bühne zu Versamm lungen und Festlichkeiten; gleichzeitig empfehle meinen 600 Personen fassenden Garten zu Sommerfesten. Die Kaffeefüche ist täglich von 3 Uhr an geöffnet. Milchkübel, Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Jordan, Kleine Markus- Straße Nr. 28. Empfehle allen Freunden und Befannten mein neu eingerichtetes Weiß und Bairischbier- Lokal mit Vereinszimmer. Hermann Bobert, Usedomstraße 28. MöbelAusverkauf wegen 725b Umzuges zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 Mt. Theilzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- und Mahagoni- tleiderspinden und Bertitows 30 Mt., einfache 15 Mt., Sophas, Bettstellen mit Matragen 20 Mt., Waschtoiletten, Mt., Stühle Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. April, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf statt. 9396 Die trauernden Hinterbliebenen. Verband aller in der MetallIndustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige! Am Mitglied, der Klempner Ant 1 ,. April 1806 verstarb unser Bierverlag, gut gehend, mit zwei Fabriken sofort frankheitshalber billig zu verkaufen. Offerten unter H. 20 Postamt 26. 924b Bauparzellen im Vorort Fre dersdorf verkauft aus erster Hand 9286 Schirop, Eldenaerstr. 8. Nehme die Beleidigung gegen P. Pohlandt zurück und gebe hiermit Ehrenerklärung. 9046. C. Schente. Fahrrad, Pneumaantie, ipottb., felt. Ferdinand Badewitz. Gelegenh. Schultze, Wrangelſtr. 81 I. Knaben- Garderoben Die Beerdigung findet am 16. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobikirchhofs in für das Alter v. 2-18 Jahren empfiehlt Briz statt. Um rege Betheiligung in größter Auswahl zu billigsten Preifen. 45962* Flicken gratis. ersucht 278,7 Der Vorstand. K. Hustädt, 0.85 pt. Ehre seinem Andenken! Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, sage allen Freunden, Bekannten und Verwandten, sowie den Herren Kollegen des„ Berliner BörsenCourier" meinen herzlichsten Dant. 2 Min. v. Schlesischen Bahnhof. Arbeitsmarkt. Die trauernde Wittwe[ 934b Flotten Schildermaler Martha Schliebitz nebst Kindern. verlangt Feist, Alexanderstraße 88. Warne jedermann, meinem Sohn [ 827b Plätterinnen Wilh. Schmidt, 18 Jabr, auf meinen auf Steh, Umlegekragen, Manschetten, Namen etwas zu borgen, da ich für Serviteurs finden in und außer dem nichts auftomme. Frau Schmidt, Hause dauernde Beschäftigung. Dieffenbachstr. 37, H. 4 Tr. Felix Karpe, Blumenstr. 70. Lehrling für Kunst- u. Bauglaferei Allen Parteigenossen empfehle meine sofort gesucht Bernhardt n. Zielfe, 923b Glaserei n. Bildereinrahmung. 776 Schönebergerstr. 38. Lager aller Arten Bilder in Stahl und Kupferstich, Delgemälde u. s. w. Bilder und Büsten von Engels, Lassalle, Mary u. s. w. in allen Größen. Nach auswärts bitte Preisliste zu verlangen. Ganz besonders zu empfehlen Festbild vom 1. Mai. Küchenfpinden, Kommoden 12 M. Stable Carl Scholz, Glasermitr., 3 Mt., Sophatische 6 Mr., Säulen- Trumeaug 65 Mt., Plüschgarnitur 60 u. 100 Mr., Muschelspinden 40 Mt., Paneelsophas 80 Mt. Buffets, Silberschränke, Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Zylinder- Bureaur, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu halben Preisen und sollte es niemand versäumen, der gut und reell faufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Getaufte Möbel werden dret Monat fostenfret aufbewahrt, transportirt und aufgestellt Schützenstr. 2, Möbelfabrik. So was muß jeder kaufen! Vorzügl. FünfWrangelstr. 32. Uuerreicht billig!!! ardinen in großer Auswahl, crême und weiss, das Fenster v. 2,00 M. an, empf. Das älteste Teppich-, Gardinen-, Möbelstoff11. Portièren- Gesch. Berlins. Berlin C., Tüchtige Metallarbeiter finden bei der unterzeichneten Werkstatt dauernde Beschäftigung bei gutem Verdienst. Es wird fast ausM* schließlich in Afford gearbeitet. Kaiserliche Torpedowerkstatt zu Friedrichsort. Fantasie- Federn. Geübte Arbeiterinnen bei dauernder Beschäftigung verlangt Wilhelm Freystadt, Blumen Fabrik, . Kommandantenftr. 80/81, II. Tischlerlehrling verl. Aug. Spangen berg, Neanderstr. 8. 10 Weftenarbeiterinnen außer dem Hauſe vert. Menne, Dresdenerstr. 180, Quergeb. part. 929b Selbständige Müßenmacher außer dem Hause auf Helgoländer, Fallballon und feine Kindermüßen finden dauernde 48572* Kinder, Tänzerinnen, Pfennig: Cigarren, meine eigene TO BUGINGI,( Ecke Klosterstr.) Stein u. Ludwig, Prenzlauerstr. 42. Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Spezialität ohne Konkurrenz. Nr. 10 und Nr. 20, gerades u. Bock- Façon, garantirt aus nur rein überseeischen und gesunden Tabaken gefertigt, hochfeiner Geschmack, schneeweißer Th. Boltz' Festsäle, Brand, à Mille nur 28½ M. in der S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 4501L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung 47492*] Cigarren- Fabrik Neue Schönhauserstraße 20, I. von Festlichkeiten und Bersammlungen Möbel, butt, fauft Burow zu koulantesten Bedingungen. Rosenthalerstr. 13. Fren- Palast, Burgstraße 22. Heute erstes Gastspiel der Türken- Ringer unter Leitung des Memisch- Efendi, Ringkämpfer Sr. Maj. des Sultans aus Konstantinopel. Diese Ringkämpfe, da sie eine Eigenart bieten, find nicht mit den bisher gesehenen zu vergleichen. Es ist uns gelungen, diese zuerst für Deutschland für ein kurzes Gastspiel zu gewinnen. Versandt- Abtheilung D. Aha Barbierlehrling verl. Breslauerstr. 22. Schulfreies Mädchen verl. Urbanstraße 110, 3 Tr. rechts. 9226 Schriftmaler Sie kommen dahinter, daß man bei Gustav Lucke am billigsten kauft. So lange der Vorrath reicht verkaufe ich: Hocheleg. Herren Sommer Paletots werden unter sehr vortheilhaften von 9,75 an. Damen Mäntel, Jackets Bedingungen bei mir engagirt und u. einzelne Röcke v. 3,50 an. Hochfeine können auf dauernde Beschäftigung Rock- und Jacket- Anzüge von 12,50 an. rechnen. Herren- Hosen v. 2,75 an. Kellner- Hosen, R. Poetsch, Brüderstr. 24. Besten u.-Jackets v. 2,35 an. HerrenKnaben- und Burschen- Anzüge, Hüte, Jackets, Westen,-Röcke in all. Größen. Schirme, Stöcke, Wäsche, Stiefel, Koffer, Stockflinten, Harmonikas, Seigen, Trom Reffel, Operngläser, Revolver, Teschings, meln, Uhren, Ketten, Ringe 2c. zu enorm billigen Preisen. 48592 926b engagirt Hartleib, Sebastianſtr. 61. Galvanoplastiker, nur erste Kraft, wie Arbeiterinnen bei gutem Verdienst Stepperinnen auf Weißwaaren sodauernde Arbeit. Täcilie Cohn. Reisner, Teltowerstr. 16, Portal 5. Dazu Auftreten der mit so großem Beifall auf Gustav Lucke, Waarenhaus, Junges Mädchen, welches polit genommenen Specialitäten. Ausverkauft! Ohne Reklame. genommenen ( Das beste Programm der Saison.) HALF Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. bis 1 M. 50 Pf. 131. Oranienstraße 131. hat, wird verlangt. Meldungen im Romptoir. Karl Krall, Brandenburgstr. 80 vorn 2 Tr.[ 933b Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 89. Der Kongrek Donnerstag, den 16. April 1896. 13. Jahrg. auf die günstige Konjunktur und auf den Zusammenhalt ihrer und damit zugleich ein günstiges Präzedenz für die Feier dieses Mitglieder alle Hoffnung sehend, die Forderung der Arbeitsrube Zages in späteren Jahren zu schaffen, und auf der anderen. am 1. Mai kategorisch stellen, das Unternehmerthum würde es Seite der mit dem Zusammentritt des Kongresses verbundenen der Independent Labour Party. vielfach auf einen Konflikt gerade bei dieser Sache ankommen Friedensdemonstration eine Ausdehnung zu geben, die selbst für London, 11. April 1896. laffen, weil das eine Gelegenheit wäre, auch die Forde- London epochemachend sein wird. Was die am 1. Mai stattDie Jahrestonferenz der Independent Labour Die Jahreskonferenz der Independent Labour rungen nach höherem Lohn und fürzerer Arbeitszeit zu versagen findende Demonstration anbetrifft, so wird auf dieser von sechs Party, welche in den Ostertagen in Nottingham ab- und sich dabei noch in der Glorie des Patriotismus zeigen Tribünen herab gesprochen werden, statt wie in den Vorjahron gehalten wurde und über welche der Vorwärts" schon furz be- zu können, den man bethätige gegenüber der„ internationalen nur von drei Tribünen. Rotte". Die Gewerkschaften haben um so mehr Ursache, die Aus Spanien theilt man uns mit, daß der 1. Mai dieses richtet hat, war von 101 Delegirten besucht, die 92 Sektionen vom Parteiausschuß geforderte Besonnenheit walten zu lassen, Jahr in weit ausgedehnterem Maße gefeiert werden wird als mit etwas über 10 000 Mitgliedern vertraten. ein Aufschwung als durch die Unterstützung zahlreicher Streits die deutsche in einem früheren Jahre. Außer in Madrid und Barcelona von 17 Delegirten gegen das Vorjahr. Die Gesammtzahl der Arbeiterschaft von Sammlungen schon so start in Anspruch ge- werden auch in Valladolid, San Sebastian, Mateo und Sevilla Seftionen der Partei beträgt 221 in ebenso viel Wahlkreisen, und die Sektionen selbst wieder sind in zusammen 381 Gruppen nommen ist, daß nicht darauf gerechnet werden darf, sie werde größere Rundgebungen stattfinden. beibehalten wurde. " " eine größere Arbeitsrube auf diese Weise zu erftreben, ist eine Nach dieser Richtung hin gilt es vor allem zu agitiren; Pflicht, der sich niemand entziehen soll. Pflicht, der sich niemand entziehen soll. Ueber die Art und Weise, wie die Maifeier in den einzelnen Orten Deutschlands begangen werden wird, liegen folgende Nach. richten vor. " eingetheilt, von denen über die Hälfte auf Lancashire und Vort. auch noch größere Opfer für diejenigen bringen können, die shire entfallen. Die Finanzen der Partei sind noch immer bescheiden, wegen des 1. Mai infolge übereilten Vorgehens einer Gewerkschaft aber weisen ebenfalls eine Verbefferung gegen das Vorjahr auf. gemaßregelt wurden. Keir Hardie leitete in seiner Eigenschaft als Präsident der Partei der Maifeier nie vergessen werden, daß im heutigen KlaffenUebrigens sollte bei der Diskussion über die Art und Weise Bum Gewerkschafts- Kongre die Verhandlungen. in Berlin Von diesen und den Beschlüssen sind die folgenden von all- ftaat eine wirklich allgemeine Arbeitsruhe am 1. Mai, wie wir uns gemeinerem Interesse: dieselbe vorstellen, nicht durchzuführen veröffentlicht die Generaltommission im„ Correspone Ein Antrag, den Präsidentenposten abzuschaffen, erhielt 51 die in Staats- und Kommunalbetrieben sowie die auf dem ist, denn ein großer Theil des arbeitenden Volfes, so denz Blatt" folgende weitere Anträge: gegen 38 Stimmen. Jufolge eines eigenthümlichen Abstimmungs Land beschäftigten und die sonstwie besonders abhängigen ArVerschiedene Anträge. verfahrens( bei Abstimmungen hat in England der Vorsitzende beiter und Arbeiterinnen, können nicht feiern, ohne ihre Existenz geradezu diktatorische Vollmacht) tam es jedoch in der Folge unter Umständen für immer aufs Spiel zu feßen. Eine Deutscher Holzarbeiter Verband( Bahlftelle Bremen): Resolution: In anbetracht deffen, daß im heutigen Gesell nur dazu, daß das Wort„ Präsident" durch das Wort Bor: Veranlassung, dies Opfer gerade von den Industrie- Arbeitern zu fchaftsgetriebe der einzige Werth, über welchen der Arbeiter verfigender"( chairman) erseßt, das Amt selbst aber unverändert heischen, liegt aber um so weniger vor, als man in fügt, seine Arbeitskraft, als Waare gilt und als solche dem GeDie Vorschrift, daß jeder der Partei Beitretende seine Mit- allen Ländern den 1. Mai eben auch nur da und nur dann feße des Waarenmarktes untersteht, nach welchem ein Uebergliedschaft in andern, nichtsozialistischen politischen Organisationen durch Arbeitsruhe feiert, wo und wenn es ohne besondere Opfer angebot einer Waare deren Preis drückt, ist die Lage der Arbeiter aufzugeben habe, wurde dahin abgeändert, daß jeder Sozialist möglich ist. Das gilt von Desterreich so gut wie von Belgien, schaft von der Dauer der Arbeitszeit abhängig. Lange ArbeitsMitglied der Partei werden kann, der die Ziele und die Kampf- entwickeltste Land, Großbritannien, läßt sich hierin bekanntlich strengt von Frankreich so gut wie von Amerika, und das gewerkschaftlich zeit erhöht nicht nur das Angebot von Arbeitskräften, sondern auch den Arbeiter physisch methode der Partei anerkennt und von der Sektion, bei der er übermäßig an sich gemeldet, aufgenommen wird." Der Verzicht auf die bis- noch weit mehr Freiheit. Kurz, man rechnet bei Ausführung und bedingt also auch ein tieferes Sinten des geistigen Niveaus. des Beschlusses über die Maifeier überall mit den thatsäch In weiterer Erwägung, daß die Arbeiter in einzelnen Orten herige rigorose Vorschrift findet ſeine Erklärung in dem eigen- lichen Verhältniffen, mag man theoretisch die allgemeine Arbeits- infolge ihrer guten Organisation eine Verkürzung der Arbeitszeit thümlichen Charakter vieler, nominell mit den großen Parteien ruhe noch so sehr fordern; demnach befinden sich die Deutschen herbeigeführt haben, trozdem aber eine Befferung ihrer Griftenverbundener Organisationen, hat aber auch manche Bedenken. verhältnisse nicht erreichen können, weil der Zuzug von ArbeitsEin Antrag, den Namen der Partei in Sozialistische Arbeiter- in sehr guter Gesellschaft, wenn sie es auch so machen. Das alles berücksichtigt, bleibt aber noch viel Spielraum, um fräften aus den Orten, in welchen ungünftigere Arbeitspartei umzuändern, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Ein der Maifeier diesmal in Deutschland den Charakter der Arbeits- bedingungen bestehen, zu groß ist oder die Arbeitgeber ihre Theil der Delegirten hielt die Aenderung für überflüssig, da der ruhe schärfer aufzuprägen, als das in den Jahren schlechteren Produktionsstätten nach solchen Orten verlegen; da ferner die sozialistische Charakter der Partei ohnehin bekannt sei und der Geschäftsganges der Fall sein konnte. Wenn alle Arbeiter und alle Vervollkommnung der Arbeitsmittel den Produktionsprozeß immer jezige Name fich historische Bedeutung erkämpft habe; ein anderer Arbeiterinnen, denen es ohne wirkliche Gefährdung ihrer Existenz mehr vereinfacht und die Vertheilung der Arbeitskräfte aus einem wollte keine Aenderung, bevor die Frage der Zusammenschmelzung möglich ist, am 1. Mai zu feiern, sich an den Zusammenfünften Berufszweig in den anderen ermöglicht, wodurch die Agitation für aller Sozialisten des Landes zu einer großen sozialistischen Partei betheiligen, die an diesem Tage veranstaltet sind, so werden die die Gewerkschaften erschwert wird, so macht es der Gewerkschaftsbefriedigend erledigt sei. Mit der letzteren Frage hatte sich schon die vorjährige Kon- uns zur Verfügung stehenden Lokale nicht hinreichen, um alle fongreß allen Gewerkschaften zur Pflicht, zur Hebung der ferenz der Independent Labour Party beschäftigt und einem von dann großartiger ausfallen als je zuvor. Mai- Demonftranten aufnehmen zu können. Die Maifeier wird wirthschaftlichen Widerstandsfähigkeit der Arbeiterschaft überall da, wo die zehnstündige Arbeitszeit noch nicht besteht, diese als diefer ertheilten Auftrag gemäß hatte sich die Exekutive Ende vorigen Jahre an die verschiedenen sonstigen sozialistischen Arbeitszeit hat als Minimalforderung zu gelten und ist überall erste Forderung zu stellen und einzuführen. Die zehnstündige Organisationen des britischen Reiches mit der Anfrage gewandt, da, wo die Verhältnisse dieses ermöglichen, sine noch fürzere ob sie zu einer solchen Verschmelzung geneigt feien. Die Ant: Arbeitszeit herbeizuführen. Diese Forderung, die alle anderen worten lauteten meist günstig, blos die Grefutive der SozialForderungen der Arbeiter und die Aussicht auf Erreichung der= demokratischen Föderation hielt die Zeit einer Vereinigung nicht für gekommen. Sie sei überzeugt, erklärte sie in ihrem Antwortfelben in sich birgt, muß einheitlich und überall gestellt werden, In Berlin wird der 1. Mai allem Anschein nach in ver- und bildet ein genügendes, jetzt gänzlich fehlendes Agitationsschreiben, daß die Mitgliedschaft der Sozialdemokratischen hältnißmäßig größerem Maßstabe als sonst durch Arbeitsruhe mittel für die Gewerkschaften. Die Fefifegung der Form und Föderation unter feinen Umständen einem Schritt zustimmen würde, der das Aufgeben ihres Namens, den Verzicht auf irgend gefeiert werden können, ohne daß es zu ernsten Konflikten kommt, der Zeit der Ausführung des Antrages überlassen die Antrageinen Punkt ibres Programms und die Aenderung irgend eines wird; wie schon gestern mitgetheilt, sollen nach Angabe der weil am 1. Mai die Industrie- Ausstellung in Treptow eröffnet fteller dem Gewerkschaftskongreß." Details ihrer Politit erfordern würde." Verband der Fabrikarbeiter( 3ahlftelle Celle): Die Kein Wunder, daß nach dem Verlesen dieses Briefes ein off. 3tg." viele Unternehmer sich bereit erklärt haben, ihren Generalfommission hat die Gewerkschaften aufzufordern, in solchen Kein Wunder, daß nach dem Verlesen dieses Briefes ein Antrag, der Einberufung eines Kongreffes behufs Bildung einer Personalen den 1. Mai freizugeben. Im übrigen wird Berlin Orten, in denen noch kein Gewerkschaftskartell besteht, umgehend Antrag, der Einberufung eines Kongresses behufs Bildung einer bie Maifeier im wesentlichen in derselben Weise begeben wie ein solches zu gründen. einheitlichen sozialistischen Partei verlangte, mit Uebergang zur bisher. Verband der Töpfer( Bahlstelle Hamburg): Der Kon Tagesordnung beantwortet wurde. Dagegen wurde die Frage Auch in Erfurt wird die Feier in bisheriger Weise begangen. greß wolle beschließen: Es ist eine allgemeine Agitation für die gleich darauf an einem anderen Zipfel aufgenommen, und Stettin hat das Arrangement für die Tageszeit den Gewerk- Aufhebung sämmtlicher freien Hilfs- und Innungs- Krankenkassen 2c. nach lebhafter Diskussion mit 52 gegen 24 Stimmen beschlossen, schaften, für die Abendzeit der Partei überwiesen. Lüden einzuleiten, da diese Kaffen geeignet sind, die Solidarität der ,, alle sozialistischen Organisationen in Großbritannien einzuladen, Delegirte ihrer Vorstände zu ernennen, die sobald als möglich scheid, Eckernförde halten am Abend einer Versammlung Arbeiter zu untergraben. zusammentreten sollen, um über die Rathsamkeit und die ab. Rostock hat morgens einen Ausflug, abends verschiedene Verband der Fabrikarbeiter( Bahlstelle Nienburg a.W.): Festlichkeiten. Barmen: früh Ausflug( wobei man sich Resolution: In Erwägung, daß die Gewerkschaftsbewegung im Ausführungsmittel gemeinsamer politischer Aktion berathen sollen, und daß die Konferenz ihr Augenmert mehr darauf richten soll, wegen des Wohnungswechsels und weil der Freitag ohnehin ein allgemeinen nicht das erzielt hat, was sie erzielen soll, da Uebereinstimmung in den Ansichten zu erzielen, als Ver- ungünstiger Tag sei, teine Massenbetheiligung verspricht) und verschiedene Branchenorganisationen bestehen, die ihre Aufabends 3 Versammlungen; die Feier am 3. Mai abzuhalten, gabe nicht erfüllen fönnen, weil das arbeitende Volk pflichtungen zu bestimmten Aktionen." Ferner wurde nahezu wurde allgemein verworfen. Dagegen hat man in Aschers auf dem Lande und in den fleinen Städten noch einstimmig der Exekutive Vollmacht ertheilt, im Verein mit leben auf den Sonntag nicht verzichtet; am 1. Mai ift Ber- nicht erkannt hat, welchen Zweck die Gewerkschaftsbewegung hat, anderen sozialistischen und Gewerkschafts- Verbindungen einen britischen Sozialistentongreß einzuberufen, der für die nationale fammlung, am 3. Mai das eigentliche Fest. Krefeld: vor beschließt der Kongreß, daß die ganzen Branchenorganisationen mittags Versammlung, abends Fest. Kiel: vormittags Ber zu einem einzigen Arbeiterverband zusammenzuschließen sind und Bewegung das sein soll, was für die internationale der inter- sammlung, nachmittags und abends Festlichkeiten; die Brauer ein Fachorgan in vergrößertem Maßstabe herauszugeben ist. nationale Sozialistenkongreß ist." Einige Refolutionen, die dem internationalen Kongreß unter- beschlossen, am 1. Mai nur die allernothwendigsten Arbeiten zu Durch diese Vereinigung könnte die Agitation intensiver betrieben Wo jetzt drei bis vier Versammlungen stattfinden, breitet werden sollen, beziehen sich auf die Arbeitslosenfrage, die verrichten; wer arbeiten muß, soll einen von der Organisation werden. zu bestimmenden Lohntheil zum Maifonds abführen. In tönnte mit einer dasselbe erreicht werden und eine ganz andere Errichtung von Staatswerkstätten, Verbot der Kinderarbeit bis zum 16. Lebensjahre, und den Achtstundentag, sowie auch die Schleswig ist durch die Maifest- Kommission an sämmtliche Solidarität würde unter den Arbeitern herrschen, sowie der Frage eines internationalen Sozialistenbundes. Als Mittel zur den 1. mai freizugeben; die Arbeiter werden ersucht, von der Unternehmer die Anfrage gerichtet worden, ob sie gewillt sind, Kastengeist verschwinden." Verband der Schneider und Schneiderinnen( Filiale Erkämpfung des Achtstundentages wurde in der vorgelegten etwaigen Erlaubniß sämmtlich Gebrauch zu machen. Mülheim Wilhelmshaven). Die Generalfommission ist aufzulösen. Resolution unter anderem der Generalftreit erwähnt, aber tro a. d. Ruhr: Wer am 1. Mai arbeiten muß, soll 1/4 des Arbeits. Der Vorstand des Metallarbeiterverbandes veröffentlicht Befürwortung durch Keir Hardie ward der betreffende Paffus verdienstes zur Unterstützung der Gemaßregelten zahlen. in der Metallarbeiter- Zeitung" folgende aus den Zweigvereinen auf Antrag des Fräulein Stacey mit großer Mehrheit ge= Frankfurt a. M.: Morgens und abends Bersammlungen. bei ihm eingegangene Anträge: strichen. Betreffe der Arbeitsruhe wurde beschlossen: Als würdigste Feier Cannstatt( Settion der Former), Nürnberg Bei der Wahl des Vorstandes wurden Keir Hardie ein- des 1. Mai betrachtet die 2c. öffentliche Versammlung die all-( fämmtliche Sektionen): Aufhebung der General stimmig als Vorsitzender, und Tom Mann ebenso als Schrift. gemeine Arbeitsruhe; sie ist sich jedoch bewußt, daß es durch die kommission. führer wiedergewählt. Unter den weiteren 7 Borstandsmitgliedern elenden Wirthschafte verhältniffe und die kapitalistischen Macht- Hannover( fämmtliche Sektionen): Der Deutsche befinden sich zwei Vertreter des weiblichen Geschlechts: Fräulein mittel einem großen Theil der Arbeiterschaft nicht gestattet ist, Metallarbeiterverband löst nach Begleichung seiner restirenden Enid Stacey, die auch schon bisher dem Vorstand angehörte, und den 1. Mai so zu feiern, wie sie es gerne wünscht, macht es Beiträge an die Generalfommission das Verhältniß zu derFräulein Carrie Martyn. aber den Arbeitern und Arbeiterinnen, welche ohne Schädigung selben auf. 3nm Schluß nahm der Kongreß noch eine Resolution an, feiern fönnen, zur unbedingten Pflicht, Arbeitsruhe eintreten zu Antrag des Vorstandes: Der Gewerkschaftskongreß die den Arbeitern anempfiehlt, wo angängia, Affociationen be- laffen, und an den Bersammlungen und Veranstaltungen theil wolle befchließen: Das Institut der Generalfommission der hufs Selbstbeschäftigung, zu bilden, als Mittel zur besseren Gewerkschaften Deutschlands wird aufgehoben. Die etwa Organisirung der Arbeiter und der Erziehung zum praktischen In Leipzig beschloß eine Parteiversammlung, von der vorhandenen Schulden werden aus dem vorhandenen BaarSozialismus, eine Resolution, die Unterdrückung des Börsenspiels in Beranstaltung von Berufsversammlungen am Vormittag des vermögen gedeckt. Im Falle der Unzulänglichkeit des letteren Produkten verlangt, eine Resolution für Wiederaufnahme des 1. Mai abzusehen, dafür aber eine große Vormittagsversamm verpflichten sich die am Kongreß theilnehmenden Gewerkschaften, Verfahrens gegen die sog. Verschworenen von Walsall( die Opfer lung in Stötteriz und eine größere Anzahl Versammlungen am den Reft aus gemeinschaftlich aufzubringenden Mitteln zu decken. des Epions Coulon), eine Glückwunsch Adresse an die Abend zu veranstalten. Für möglichste Ruhe der Arbeit am Frankfurt- Bockenheim( Sektion der Mechaniker): italienischen Sozialisten zum Sturz des Ministeriums 1. Mai soll agitirt werden. Die Generalfommission ist aufzulösen. An ihre Stelle tritt ein Crispi, und eine Resolution, die den deutschen Sozial- In Gera beschloß man mit Bedauern, daß die Feier nicht Verein der Vorsitzenden der Zentralisationen. Diefer Verein demokraten Dank und Anerkennung für die muthige Ver- unter allgemeiner Arbeitsruhe am 1. Mai voll und ganz vor sich stellt einen Beamten zur Erleidigung seiner Geschäfte fest an. tretung der Arbeiterinteressen ausspricht und gegen die Unter- gehen kann, weil die ökonomischen Verhältnisse des hiesigen Plages Tiefe sollen hauptsächlich in der Pflege der Streifſtatiſtik, Grdrückungsmaßregeln der deutschen Regierungen Proteft einlegt. das nicht zulassen, daß die Veranstaltungen fich denjenigen der hebungen über das Unterstüßungswesen in den Gewerkschaften, Vorjahre anschließen, im großen und ganzen aus Veriammlungen Agitation und Organisation unter den noch nicht organisirten am Vor- und Nachmittag, ebenso am Abend des 1. Mai bestehen Arbeitern bestehen. follen, sowie an festlichen Veranstaltungen an diesem Tage und Darmstadt: Der Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands Bei den Vorbereitungen zur diesjährigen Maifeier am Sonntag darauf." wolle beschließen, den Beitrag an die Generalkommission von wird ziemlich lebhaft danach gestrebt, daß sie unter allgemeinerer Arbeitsruhe am 1. Mai wurde nach Zeitungs- 20 auf 10 Pf. pro Mitglied und Jahr festzusetzen. Arbeitsruhe vor sich gehe als bisher. Als diesem Zwecke förder- meldungen direkt beschlossen in Elmshorn von sämmtlichen Frankfurt Bockenheim( Sektion der Mechaniker): lich betrachtet man den verhältnißmäßig guten Geschäftsgang. größeren Gewerkschaften, in Ibe hoe vom Gewerkschaftskartell, Almonatlich erscheint ein Gewerkschaftsblatt, zu welchem die Von derselben Erwägung ist der geschäftsführende Ausschuß in Hamburg und Elberfeld vom Holzarbeiterverband, in Vorstände der Gewerkschaften das Material zu liefern haben. unserer Partei in seinem Aufruf zur Maifeier ausgegangen. Gr Prees in Holstein von den Schuhmachern. Tasselbe ist den Mitgliedern der Gewerkschaften zum Selbst= sagt, der Moment muß ausgenutzt werden, die Kunde von der Aus England wird uns geschrieben: 2ondon wird kostenpreis zu liefern. Idee der Maifeier bis in die entlegenfte Arbeiterhütte zu tragen. Diesmal nur eine Maidemonstration haben, und diese Hildesheim: Den Bevollmächtigten oder Vertrauenss Aber er sagt das unter der Voraussetzung, daß die Genoffen am ersten Mai. Die sozialistischen Organisationen und eine leuten ist auf je 10 Mitglieder der Organisation ein Exemplar, dabei nicht in den Fehler der Uebereilung und Anzahl zu ihnen haltende Gewerkschaften haben seit Wochen des Correspondenzblatt" zuzustellen. Unbesonnen beit verfallen werden. Maßnahmen getroffen, um am ersten Mai in Hydepark für den Helmstedt: Der Kongreß der Gewerkschaften DeutschDas zu beachten liegt ganz besonders auch im Interesse der Achtñundentag und die internationale Solidarität der Arbeiter lands möge die Generalkommission verpflichten, alljährlich im Gewerkschaften. Um ihre mehr oder minder umfänglichen zu manifeftiren, während der Londoner Trades Council legten Monat Januar eine Statistit über die allgemeine Lebenslage der Lohnbewegungen möglichst durchweg zum guten Ende zu führen, damit Donnerstag beschlossen hat, seine Demonstration, für die, wie Arbeiter zu veranstalten. der Arbeiter nach den langen Jahren schlechter Arbeitsbedingungen früher, der erste Sonntag im Mai ausersehen war, im Hinblick Nürnberg( sämmtliche Eektionen): Von der Einführung wieder einmal besseren Verdienst erreicht und damit durch auf den Zusammentritt des Internationalen Kongresses im Juli der Arbeitslosenstatifik ist abzusehen. Verminderung der Arbeitszeit der Markt etwas von Arbeitslosen bis dahin hinauszuschieben. Ein etwas opportunistischer Be Wandsbek( Schlosser und Maschinenbauer): Der zweite entlastet wird, haben sie schon jetzt ihre Kräfte aufs äußerste an- fchluß, der aber sehr geeignet ist, auf der einen Seite den Befuch Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands möge eine prinzipielle zuspannen. Sollten sie ohne genügende Borsicht, lediglich des am 1. Mai stattfindenden Meeting wesentlich zu erhöhen Erklärung darüber abgeben, ob es zulässig sei, daß eine Person Partei- Nachrichten. zu nehmen." " " Punkt 2 der Tagesordnung. Verband der Fabrikarbeiter( Bahlstelle Celle): Der Rongreß wolle beschließen: Der Generalbevollmächtigte eines jeden Zentral- oder Lokalverbandes, der seine Beiträge an die Generalkommission immer pünktlich abgeführt hat, hat auf den öffentlichen Gewerkschaftskongressen Sig und Stimme, ohne hierzu nochmals gewählt zu werden. Die Bestimmung, daß auf 1500 Mitglieder ein Delegieter zum Kongreß zu wählen ist, soll auch ferner bestehen bleiben. Die Generalfommission soll gleichfalls bestehen bleiben. c) Streikunterstütung und Streikstatistik. mehr als einer Gewerkschaft angehört, wenn dieses auf eine Aus- unter Berücksichtigung der im vorigen November gepflogenen fürchten laffen, daß das fernere Verweilen im Betriebe.'s unbeutung der Kaffen abzielt. Berhandlungen auszuarbeitenden Grundzüge für die Umgestaltung angenehme Folgen haben könnte. Er habe sich nicht verleiten Neumünster. Resolution: Die organisirten Metall- soweit gediehen sein, daß die Kommission sich vor allem darüber lassen wollen, sich an dem Meister persönlich zu vergreifen. Die arbeiter Neumünsters erklären, die Generalkommission der Ge- schlüssig werden kann, ob eine Verschmelzung der Arbeiter- Rammer III. unter dem Vorsitz des Affeffors Lohmeier wies den werkschaften Deutschlands mit aller Energie unterstützen zu wollen versicherungs- Gesetze schon jetzt angängig erscheint, oder ob vor Kläger ab. In dem Verhalten desselben liege ein Verzicht auf und hoffen, daß sämmtliche andere Gewerkschaften die Arbeiten behaltlich späterer Maßnahmen zunächst die Einzelgesetze der die Erfüllung des Akkordvertrages auch insofern, als der Vertrag derfelben fördern, so daß sie den ihr gestellten Aufgaben gerecht Revision zu unterziehen sind. ben Beklagten ihm gegenüber verpflichtete. Die vom Kläger werden kann." Revifionen bei Berufsgenossenschaften seitens des Reichs. thatsächlich geleistete Arbeit hielt das Gericht mit 5 M. an gemessen bezahlt. Versicherungsamtes haben in letterer Zeit wieder mehrfach statts Reichs- Versicherungsamt. Der Eisenbahnarbeiter gefunden. Man schreibt uns darüber: Bis jetzt ist etwa der britte Theil der 112 Berufsgenossenschaften revidirt. Zu Aus- Geier wurde während der Kaffeepause von einem ftellungen von Bedeutung hat man keinen Anlaß gefunden; wenn seiner Mitarbeiter aus Versehen leicht am Knie verletzt. Er hier und da Anordnungen getroffen sind, welche eine Beachtete erst nicht auf die an und für sich unerhebliche Wunde, schleunigung des Entschädigungsverfahrens mußte aber bald zu seinem Schaden erfahren, wie schwer sich bezwecken, so muß erst der Erfolg abgewartet werden. Vielleicht eine derartige Nachlässigkeit oft rächt. Infolge derselben wurde entschließt sich übrigens das Reichs- Versicherungsamt, das Er- das verletzte Knie steif und seine Arbeitsfähigkeit nahm ents gebniß solcher Revisionen in geeigneter Form irgendwo periodisch sprechend ab. Geier trat nunmehr an den preußischen Gisenbekannt zu geben, anstatt in seinem jährlichen Geschäftsbericht mit bahnfiskus mit einem Anspruche auf Unfallrente heran, wurde zehn Zeilen die bloße Thatsache zu registriren. aber von der töniglichen Gifenbahndirektion zu Halberstadt abgewiesen. Diese erklärte es für belanglos, daß der Unfall auf Wer zahlt die Beiträge zur Unfallversicherung? Man Ser Betriebsstätte und in einer Pause innerhalb Gewerkschaftskartell Altenburg S./A. Unterstützung schreibt uns darüber: Nach den Bestimmungen des Unfall- der Dienstzeit passirte. Das Schiedsgericht sprach sich im für Streifende 2c. darf außerhalb des Streitortes, sofern an versicherungs- Gefeßes fallen die aus demselben sich ergebenden felben Sinne aus und wies den Anspruch ebenfalls zurück. bie Allgemeinheit appellirt wird, nur auf Listen gesammelt werden, Beitragslaften ausschließlich den Arbeitgebern zu; der Arbeit Der örtliche und zeitliche Zusammenhang mit dem Betriebe sei welche von dem Zentralvorstand der im Streit befindlichen nehmer soll keinen Pfennig beitragen. Um diefe Grund- allein noch nicht ausschlaggebend für die Annahme eines Organisationen herausgegeben sind. Der Zentralvorstand bestimmung noch zu verschärfen, ist in§ 99 des Gesetzes vor: Betriebs unfalles. Der Kläger wurde auch in letter hat in solchen Fällen im„ Correspondenzblatt" Abrechnung zu gesehen, daß die Betriebsunternehmer nicht das Recht haben, die Instanz abgewiesen. Das Reichs- Versicherungsamt hielt in geben. Beitragslast ganz oder theilweise durch besondere Verträge diesem Falle den stets von ihm vertretenen Grundsatz für nicht Verband der Fabrikarbeiter( Bahlstelle Celle): Bei auf die Schultern der Arbeitnehmer abzuwälzen. Das ist anwendbar, daß Unfälle, welche durch das Zusammensein vieler Streits find sämmtliche Sammellisten von dem am Streiforte recht schön gedacht, und noch schöner gesagt, doch in Arbeiter in einem Betriebe bedingt werden, als Betriebsunfälle bestehenden Gewerkschaftskartell zu stempeln. Ift am Streiforte der Praxis wird es mit denkbarster Unverfrorenheit um zu entschädigen seien. fein Gewerkschaftskartell vorhanden, so sind die Sammellisten gangen, wozu die notorische Unkenntniß des überwiegenden von der Generalfommission abzustempeln. Alle Listen, welche nicht Theiles der Arbeitnehmer über die ihnen zustehenden Rechte unauf diese Weise gestempelt sind, haben keine Giltigkeit und dürfen freiwillig die Hand bietet. Es find Fälle vorgekommen, in denen nicht zirkuliren. die Inhaber großer Betriebe ihren Arbeitern besondere LohnDie Genoffen des zweiten Berliner Reichstags- Wahlabzüge für Unfallversicherung gemacht und dadurch nicht nur den an die Berufsgenossenschaft zu entrichtenden Beitrag gespart, freises waren am Dienstag Abend in Reinhart's Saal versondern noch einen erklecklichen Ueberschuß erzielt haben. Selbst sammelt, woselbst Genosse e debour über die Bedeutung des verständlich hat sich der Strafrichter diefer Ehrenmänner an- 1. Mai referirte. Einleitend bemerkte Referent, daß es einzig genommen. Nicht zu fassen sind dagegen die zahlreichen Unter- und allein Sache der Gewerkschaften sei, Beschlüsse über die ab= nehmer, welche bei Festsetzung des Arbeitslohns, namentlich bei folute Arbeitsruhe am 1. Mai zu faffen; er allerdings verspreche Affordarbeit, den von ihnen zu leistenden Unfallversicherungs- sich in diesem Jahre mehr denn je eine imposante Feier, bedingt Beitrag miteinrechnen. Arbeitnehmer verschiedenster durch die augenblicklich günstige Konjunktur der einzelnen Ge = Punkt 3 der Tagesordnung. Deutscher Holzarbeiter Verband( Bahlstelle Effen a. b. R.): Die Arbeitslosenunterſtüßung soll nicht allgemein obligatorisch in den Gewerkschaften eingeführt werden, sondern es empfiehlt sich die versuchsweise Einführung in den örtlichen Verwaltungsstellen. Versammlungen. Zu dem bereits früher veröffentlichten Antrage der General- Betriebszweige haben dem Schreiber dieser Zeilen versichert, werbe. Redner verbreitet sich hierauf über die Kämpfe des tommiffion, das Correspondenzblatt" zu einem Gewerkschafts- Ursache und Zweck diefer Lohndrückereien sei ihnen wohl Proletariats, diese in 3 Gebiete, das gewerkschaftliche, politische blatt normaler Größe zu gestalten, giebt diefe folgende Be- bekannt, sie seien aber aus naheliegenden Gründen ge- und gesellschaftliche zergliedernd, wofür die Versammelten reichen In der Diskussion warnt wald, gründung: zwungen, zu schweigen und die Faust in der Tasche Beifall spendeten. Der Inhalt des Correspondenzblatt" mußte bisher auf zu machen. Die neuen Gefeßentwürfe zur Unfallversicherung in dieser Versammlung bindende Beschlüsse für absolute Arbeitsäußerst beschränktem Gebiete gehalten werden, obgleich wohl fahen nun zwar vor, daß derjenige Unternehmer, welcher die ruhe zu fassen, durch welche ein Theil der feiernden Genossen als Stoff genügend zur Bearbeitung vorlag. Es mußte dies Bestimmungen des Gesetzes zum Nachtheil der Versicherten durch von den Unternehmern Gemaßregelte zum Gaudium der Gegner mit Rücksicht auf die Größe des Blattes und außerdem des- schriftlichen Vertrag oder mündliche Uebereinkunft beschränkt, mit auf der Strecke bleiben, demgegenüber Ledebour nochmals wegen gefchehen, weil es nicht gut angängig war, einen hoher Geldstrafe belegt werden kann. Das ist aber nicht aus- eingehend auf seine einleitenden Worte verweist. Der Punkt besonderen Redakteur für das Blättchen anzustellen, eine Ver- reichend. Es muß ein Mittel gefunden werden, den Lohn Stellungnahme zur diesjährigen Maifeier" förderte eine lange mehrung der Redaktionsthätigkeit des Vorfißenden der Kom drückereien, schon soweit der genannte Zweck damit verbunden Diskussion zu tage. Rising schlägt vor, die Feier wie all mission aber mit Rücksicht auf die anderen zu verrichtenden Ar- ist, einen Riegel vorzuschieben. Wie die Sache jetzt liegt, tönnen jährlich zu begehen, jedoch als Ort für diese das Lokal der beiter nicht gerathen war. Das" Correspondenzblatt" konnte die Arbeitgeber nicht mit recht sagen: Nur auf unsern unions- Brauerei zu miethen; er tönne, obwohl das Etabliffement Bockbrauerei als geeigneter erscheine, dies nicht infolge dessen nicht das werden, was man von ihm erwartet Schultern ruht die Laft der Unfallversicherung! in Vorschlag bringen, da e3 der Defonom, Herr hatte, ein Bentralorgan, welches die Partei- und Gewerkschafts- Jnvaliditäts- Versicherung und Lungentuberkulose. Der Lehmann, verstanden habe, durch allerlei Ausflüchte preffe mit speziell die Gewerkschaftsbewegung berührendem Stoffe Borstand der Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt der feinen Saal für Versammlungen zu verweigern. Eine Reihe versehen konnte. Seitens der Generalfommission ist dieser Provinz Brandenburg hat einen sehr beachtenswerthen Beschluß nachfolgender Redner legen drastisch dar, daß die Ausführungen Mangel schon lange anerkannt worden, doch war sie nicht geneigt, gefaßt, der den Versicherungsanstalten anderer Provinzen zur Riging's berechtigt, der Wirth des Bocks" wohl auf Arbeiterohne Zuftimmung eines Kongresses eine Aenderung in der Größe Nachahmung zu empfehlen ist. Am 1. Mai wird in Oranien- feftlichkeiten, feineswegs aber auf deren Versammlungen rechne, des Blattes vorzunehmen. burg eine vom Voltsheilstätten- Verein vom Rothen Kreuz zur da er an diesen, seiner Aussprache gemäß, nichts verdienen Aber noch ein anderer Grund bewog die Generalfommission, Bekämpfung der Zungenschwindfucht" begründete Heilanstalt er- tönne. Einige anwesende Mitglieder des Vereins Typographia" den Antrag auf Vergrößerung des Blattes zu stellen. Ginige öffnet. Solche Versicherte, bei denen sich die Anfänge der erklären, daß besagter Wirth sich nochmals schriftlich verpflichtet fleinere Gewerkschaften unterhalten zur Zeit ein eigenes Gewert Lungentuberkulose bemerkbar machen und nach ärztlichem habe, auch zu Versammlungen seine Räume zur Verfügung zu schaftsorgan und nimmt die Ausgabe hierfür den größten Theil Ausspruch Heilung nicht ausgeschlossen ist, sollen mit ihrer stellen, daß weiter ihr Verein für den ersten Pfingstfeiertag sich der Einnahmen in Anspruch. Diesen Gewerkschaften würde die Einwilligung und auf Kosten der Versicherungsanstalt dem neuen schriftlich zu einem Vergnügen in dem Lokal verpflichtet habe. Möglichkeit geboten sein, sich das Blatt der Generalfommission Krankenhause zur Heilung überwiesen werden können. Lungen- Büttner schlägt vor, troßdem das Lokal Bock" zur Feier zuzulegen um dadurch wesentliche Ersparniffe machen zu können. franke, die hiervon Gebrauch machen wollen, haben sich an des 1. Mai zu wählen, da ein Boykott nicht verhängt sei. Ueber die entstehenden Ausgaben bei Bergrößerung des ihre Ortspolizei- Behörde zu wenden, die als Nachdem mehrere Redner erklärten, daß der Wirth Lehmann Blattes ist seitens der Generalfommission folgende Berechnung dann das weitere veranlaßt. Wird Heilung des Leidens nicht seinen Saal notorisch zu Versammlungen verweigert, indem er aufgeftellt: Gine Beitung von vier Folioseiten im Format erreicht und muß eine Rente gewährt werben, so ist diese auf vorgiebt, er habe ihn bereits vergeben, am betreffenden Abend des Grundstein" toftet bei einer Auflage von 5000 grund neuerer Entscheidung des Reichs- Versicherungsamts nicht der Saal aber doch leer stehe, beschließt die Versammlung, die Exemplaren 104 Mart, jebe weiteren 1000 Gremplare vom Tage der Entlassung aus der Heilanstalt, sondern ohne Maifeier in der Unions- Brauerei zu begehen, für deren Vor9 Mart. Der Druck von 52 Nummern im Jahre Rücksicht auf die durch das Heilverfahren entstandenen Kosten bereitung ein Komitee von neun Personen gewählt wurde. würde demnach 5408 m. betragen, bei glattem Saz. Bei Tabellen vom Tage der Aufnahme ab zu zahlen. Natürlich Weiter nimmt die Versammlung einen Antrag an, nach welchem fat würde sich der Preis für einzelne Nummern steigern. Das müffen bis dahin die gefeglichen Bedingungen betreffs des der Vertrauensmann des Kreises binnen 14 Tagen eine BerPorto für die Versendung von 32x5000 Exemplaren würde an- Markenklebens erfüllt sein. fammlung einzuberufen hat, die sich eingehend mit dem Berhalten nähernd 3160 M. betragen, während für Redaktion und Mit arbeiterschaft zirka 3000. in Rechnung zu stellen sind. Die Zu der Resolution der Arbeiter- Beifiter des Gewerbe- des Dekonomen Lehmann beschäftigen soll. Herausgabe des Blattes würde also der Generalkommission eine gerichts in Halle a. S., die in der 2. Beilage des Vorwärts" Die neuesten Vorstöße der Agrarier behandelte der Ausgabe von 11 568 M. im Jahre verursachen. Das vom 10. April unter der Sozialen Uebersicht" veröffentlicht ist, Reichstags- Abgeordnete Mar Schippel in einem Vortrage, Correspondenzblatt" toftet gegenwärtig sirfa 8750 M. pro theilt das Boltsblatt für Halle" mit, daß der Vorsitzende des den er am 14. April in der Mitglieder Versammlung Jahr, so daß die Vergrößerung des Blattes eine Mehrausgabe Gewerbegerichts, Herr Joch mus, in der letzten Gesammtfizung des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts" von zirka 7800 m. herbeiführen würde. Bei der bisherigen die Kompetenzfrage verneinte. Die Gewerbegerichts- Beifizer ver-( Berlin) hielt. Rebner betonte zunächst, daß die heutige Beitragsleistung würde diese Mehrausgabe gemacht werden handelten darauf in einer freien Zusammenkunft über die Sache. agrarische Bewegung eine Massen-, eine Boltsbewegung sei, tönnen, ohne daß dadurch die anderen Aufgaben der General- Die Resolution wurde dort einstimmig angenommen, nachdem der gleich wie die sozialdemokratische Bewegung, nur aus anderen Baffus b, wonach die Handlungsangestellten in die Gewerbe- Schichten, anderen Interessen heraus. Der mittlere- und tommiffion eingeschränkt werden brauchen. Ordnung einbezogen werden sollen, gestrichen worden war, weil Kleinbauer habe sich ihr angeschlossen und erwarte sein Heil eine Ginigung darüber mit den Unternehmer Beisigern nicht er von ihr, indem er sich vielfach in Gegensatz zur Regierung und reicht werden konnte. Die Resolution wird den Beisitzern zur Beamtenschaft stelle. In lester Linie sei die Bewegung dadurch Unterschrift vorgelegt werden, die der Sizung nicht beiwohnten, verursacht, daß die europäisch- kontinentale Landwirthschaft und und dann der Reichsregierung übersandt. besonders auch die deutsche, Ende der sechziger und Anfang der Die Arbeiterbeifizer unterzeichneten noch eine für die Sallische fiebziger Jahre durch die Ueberschwemmung des Marktes, zunächst Handelskammer bestimmte Eingabe, die Zurückweisung eines Englands, mit billig produzirtem und billig befördertem amerikaPaffus in dem Bericht von 1894 betreffend, worin der Sozial- nischem Getreide vor ganz neue Existenzbedingungen gestellt demokratie der Vorwurf der Parteilichkeit in der Rechtsprechung wurde. Die Zeit der Schutzölle sei dann gekommen, doch die Den Gewerkschaften, welche das Blatt als Verbands- vor den Gewerbegerichten gemacht ist. Die anwesenden schönsten Zölle hätten der deutschen Landwirthschaft nichts georgan einführen wollen, tönnte dasselbe zum Preise von 9 M. Unternehmer Beisiger tonnten nichts be- nugt; sie mit ihrer vorsintfluthlichen Kleinproduktion habe den pro 1000 Exemplare, erfl. Porto und Expeditionstoften, tunden, was einen berartigen Vorwurf recht. Maffenansturm der anderen großen produzirenden Länder, wie abgegeben werben. Der Haum des Zentralorgans foll aber fertigen würde. Amerika, Indien und Argentinien nicht standhalten können. Da Die Generalfommission geht von dem Gedanken aus, daß nach wie vor den Vertrauensleuten der Gewerkschaften das Blatt gratis zugestellt wird, also durch Abonnement von dieser Seite eine Einnahme nicht entstehen würde. Abgesehen von einigen Einnahmen, bie sich aus anderweitigen Abonnements ergeben würden, wären die Roften des Blattes für die Anzahl Exemplare, welche den Vertrauensleuten zuzustellen sind, aus den regelmäßigen Einnahmen der Generaltommiffion zu decken. werden. " nicht für spezielle Berufsangelegenheiten benutzt werden. Um In welch hohem Grade die moderne Industrie mit der feien nun agrarische Forderungen, wie z. B. der Antrag Kanik und diesen Gewerkschaften es aber zu ermöglichen, ihre Berufs- Frauenarbeit rechnet, zeigt auch folgende aus München- die Anträge gegen die Margarine, aufgetaucht. Redner geht darauf angelegenheiten zu besprechen, tönnten in bestimmten Fristen Beis Gladbach datirende Meldung der bürgerlichen Preise:" Herr die demnächst den Reichstag beschäftigen wird, zuzuwenden. Er furz ein, um sich dann der neuen Zuckersteuer Vorlage lagen erscheinen. Die Drudtoften für eine Beilage würden fich Gd. Goerk, Fabrikbefizer in Mülfort, will demnächst mit dem bei den ersten 1000 Exemplaren auf 88 M., für jedes weitere Bau einer Arbeiterinnen- Näh- und Flickschule, sowie einer Klein- schilderte in anschaulicher Weise die Entwicklung der deutschen Taufend auf 6 M. ftellen. Die Redaktion dieser Beilage müßte finder- Bewahrschule beginnen. Der Bau soll noch in diesem Rübenzucker- Industrie, die es fertig gebracht habe, nicht nur den von dem Vorstand der Gewerkschaft erfolgen, für welche diefelbe Jahre so weit gefördert werden, daß die eigenen Arbeiter, sowie Kolonialzucker aus Deutschland fast gänzlich zu verdrängen, sondern bestimmt ist. Dadurch würde diese nicht nur für die betreffende die zahlreiche übrige Arbeiterbevölkerung der Ortschaft recht bald charakterisirte der Redner die Subventionirung der Zuckerindustrie auch andere Reiche mit ihren Produkten zu versorgen. Ferner Gewerkschaft refervirt bleiben, sondern könnte auch völlig die Wohlthaten der Anstalt genießen können." unabhängig von dem Einfluß der Generalkommission gehalten Während die Nachricht beweist, daß das Weib von heute durch die sogen. Ausfuhrprämien, welche die Industrie noch beDurch diese Einrichtung würden für manche Gewerkschaften einnimmt als früber, indem es wirthschaftlich mehr und mehr Buckerbaronen weit über 450 000 000 W. mehr, als sie im Ver. eine wesentlich andere Stellung im Organismus der Gesellschaft sonders begünstigte. In den Jahren 1870 bis 1890 feien den bie Ausgaben für das Verbandsorgan verringert und könnten die dem Manne gleichgestellt wird, so daß es die früher als bältniß zur Rübensteuer zahlten, an Ausfuhrprämien zugeftoffen, ihnen frei werdenden Mittel für andere Zwecke verwandt werden. Die eigentlich weibliche Aufgaben betrachteten Thätigkeiten nicht mehr geschenkt worden. Nachdem nun unterCaprivi die Prämien bedeutend Umgestaltung des" Correspondenzblattes" würde also nach oder nur mangelhaft ausüben kann, währenddem versucht die herabgesetzt wurden und in Aussicht genommen sei, sie im Jahre 97 awei Richtungen hin für die Gewerkschaftsbewegung von Vor Staatsweisheit und Juristerei, das Weib durch Verweigerung der ganz verschwinden zu lassen, da fomme man heute, wo die theil fein. Roalitionsfreiheit in öffentlicher Beziehung und durch Ver- Agrarier wieder Oberwasser bekommen und schlage eine Prämie weigerung des gleichen Rechts in seinem privaten Verhältniß von 4 Mart vor, während zuletzt nur noch 1,20 m. gezahlt zum Mann, in der Ehe, in Unmündigkeit zu erhalten. wurden. Das würde einen jährlichen Mehrzuschuß von steht sich, daß das aussichtslos ist. 30 bis 40 Millionen Mark machen. Und woher wolle der Staat Das Weib, wirthschaftlich Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat, immer unabhängiger vom Mann werdend, wird dereinst auch das Geld nehmen? Sehr einfach: Er wolle die Zuckersteuer unter Abänderung der bisherigen Bestimmungen, am 18. v. M. politisch und privatrechtlich für selbständig erklärt werden von 18 Mart um 6 Mart, also auf 24 Mark erhöhen und von ihrem Ertrage die Ausfuhr- Prämien zahlen; nicht einmal angeordnet, daß bei der Berechnung der Dienstzeit von 25, 35 müssen. behalten wolle er etwas von der Steuer. So nobel tönne der und 50 Jahren, für welche den Arbeitern der EisenStaat sein, wenn er es nicht aus seinen Taschen zahlen brauche. bahnverwaltung einmalige außerordentliche Lohnzulagen gewährt werden dürfen, auch die Zeit der Erfüllung der gesetzDie Regierung habe nun aber auch etwas vorgeschlagen, Soziale Rechtspflege. was den Interessenten der erst fürzlich entstandenen Zucker lichen Militärdienstpflicht, insoweit durch sie die Beschäftigung bei der Staatseisenbahn Berwaltung unterbrochen ist, zur An- einen Atford, den er nicht fertig gemacht hatte, voll erstrebe eine Beschränkung der Produktion, bei Ueberschreitung Gewerbegericht. Berzicht. Der Maler M. verlangte fabriken durchaus nicht passen wolle. Der betreffende Vorschlag rechnung zu bringen ist. bezahlt, obwohl er zugeben mußte, daß der beklagte Maler- einer bestimmten Ausfuhrmenge wolle die Regierung mit der Zur Umgestaltung der sozialen Versicherungsgesehe. meister Weißmann der Fertigstellung des Akkordes nichts in den Prämiengewährung aufhören. Die erst mit der Zuckerproduktion Dem Vernehmen nach soll Ende Mai oder Anfang Juni im Weg legen wollte. Der Kläger machte geltend, daß ihn Weiß- begonnen haben, möchten nicht schon beschränkt sein, sondern ihre Reichsamt des Innern eine abermalige Konferenz von mann durch sein Benehmen gezwungen habe, von der weiteren Betriebe erst recht ausdehnen können. Da gebe es dann ein Hin Vertretern aller betheiligter Kreise zur weiteren Berathung über Ausführung des Akkordes Abstand zu nehmen. Bei einer Aus- und Wider zwischen den agrarischen Brüdern, wobei es den bedie Frage der Vereinfachung der Arbeiterversicherungs. Gefeße einandersetzung über die Lösung des Arbeisverhältnisses sei der reits Gesättigten und Fetten darauf ankomme, den rebellirenden stattfinden. Bis dahin werden die vom Reichsamt des Innern Meister in einer Weise aufgetreten, die ihn, den Kläger hätte be- Nachwuchs in der Zucerindustrie durch allerhand Busicherungen Soziale Meberlicht. Es ver 9 Des bem Gefeßentwurfe günstig zu stimmen. Die Vortheile der als Grundlage für den festzusetzenden Tarif in Erwägung zu verloren. Die Ermahnungen der Kommission führten denn auch Subvention würden lediglich den kapitalistisch reichen Großgrund ziehen. Es handelt sich somit weniger um eine Lohn zur einstimmigen Annahme einer Resolution, wonach zu Freitag befizern zu gute kommen, welche die Hauptinteressenten der Fabriken erhöhung als vielmehr darum, zu beseitigen, daß nicht einzelne eine Versammlung sämmtlicher Tabatfabrikanten Berlins und feien. Den Klein- und Mittelbauern nehme man ihre Zuckerrüben zu Unternehmer weniger als andere bezahlen und demnach ein der Umgegend einberufen werden soll. Ueber deren Beschlüsse Wucherpreisen ab. Und die Arbeiter der Zuckerindustrie feien einheitlicher Lohntarif oder Arbeitspreis erzielt wird. Als dritter wird die Kommission in einer am nächsten Sonntag stattfinden. einer derartigen Ausbeutung unterworfen, wie man sie nirgends Punkt der Tagesordnung folgt die Wahl zweier Delegirten zum den Versammlung Bericht erstatten. Die Unterstüßungsfrage finde; neun Zehntel davon seien noch dazu rechtlos gegenüber Gewerkschaftstongreß. Es erhielten Stimmen: Hielscher- Berlin 1, wurde ohne wesentliche Debatte geregelt. ihren Arbeitgebern, und zwar diejenigen, welche bei der Rüben- Heinke- Dresden 7, Fräßdorf Dresben 12, Jakoben Berlin 40, gewinnung, der landwirthschaftlichen Thätigteit in der Buder- Raulich- Berlin 42. Das Gesammtresultat der Wahl über gans tagte am 14. April, um über den Stand der Lohnbewegung zu Eine Versammlung der Dachdecker und Berufsgenossen industrie, betheiligt seien. Ueber ihnen schwebe das Gesetz vom Deutschland wird nach Einsendung sämmtlicher Resultate bistutiren. Wie Schle wint berichtete, sind von 14 Geschäften 24. April 1854. Durch dasselbe sei ihnen, die ihre Betriebs- bekannt gegeben werden. arbeit zu einer natürlichen Organisation zusammenschweiße, bei Versammlung Hierauf beschäftigte sich die mit 70 Arbeitern bereits sämmtliche Forderungen anerkannt und mit der Frage: Wie ftellen sich die Strafe bis zu einem Jahr Gefängniß verboten, die Einstellung Mitglieder zu dem Beschluß der öffentlichen Verfamm- durch Unterschrift bewilligt. Einige Firmen haben ihre Beder Arbeit zum Zwecke der Erlangung von Zugeständnissen lung?" Dieser Beschluß verlangt, daß beide hier bestehen- willigung anscheinend auf Beranlassung der Innung wieder zu verabreden oder andere zu einer solchen Verabredung den Organisationen aufgelöst werden. Nach einer längeren zurückgezogen. In 18 Geschäften mit 250 Arbeitern ist die aufzufordern. Keinen schreienderen Gegensah kann man Debatte, die von Jakoben eingeleitet wurde, betonten alle Redner Arbeit eingestellt. Von diesem Redner sowohl, als auch von sich denken als den zwischen diesen bis aufs äußerste ganz ausdrücklich, für den Zusammenhalt mit den Kollegen in denjenigen, die über die Verhältnisse der einzelnen ausausgenutzten, ausgemergelten und von Rechts wegen dem Deutschland wirten zu wollen. Dagegen wurde über die vor- ständigen Firmen berichteten, wurde die Situation als eine Unternehmer machtlos überlieferten Arbeitern und zwischen den liegende Frage zur Tagesordnung übergegangen und besonders sehr günstige bezeichnet und der Meinung Ausdruck gegeben, staatlich fubventionirten Besitzern der Zuckerfabriken. Grobe bemerkt, daß die Einigung der Kollegen Berlins auch ferner daß es nur noch einer kurzen Zeit bedürfe, bis die Meister Heuchelei sei es, zu sagen, es müsse etwas für die Zucker- angestrebt werden foll. Die Versammlung nahm einen sehr gezwungen werden, die aufgestellten Forderungen zu bewilligen. industrie gethan werden; was für fie bereits so im Uebermaße guten Verlauf, alle Redner sprachen den festen Willen aus, für Von den Berufsgenossen, welche die Arbeit aufnehmen, wo andere gethan worden, habe ihren Arbeitern keinen Pfifferling eingebracht. Die Organisation der Töpfer Deutschlands, wie sie durch die Arbeiter dieselbe wegen Nichtbewilligung eingestellt hatten, sei --Im zweiten Theile seines Vortrages besprach der Rebner den Beschlüsse der Kongresse sich gestaltet hat, einzutreten. nichts zu befürchten, indem dies zum großen Theil Leute sind, Bimetallismus als Forderung der Agrarier. In höchst interdie nur bei solchen Gelegenheiten, aber sonst fast nie arbeiten essanten Ausführungen gab er ein Bild von der Geschichte unserer Eine imposante Versammlung der Stuckateure tagte und infolgedessen gute Arbeit überhaupt nicht liefern können. Währungsverhältnisse. Die gewünschte Erlaubniß zur unbeschränkten am 18. April in Cohn's großem Saal. Zur Verhandlung stand Aehnlich verhalte es sich mit denjenigen Arbeitern, die die Ausgabe von Silbergeld würde bewirken, daß der Thaler, den man die Stellungnahme gegenüber denjenigen Prinzipalen, welche die Meister von Wiesbaden, Frankfurt u. s. w. heranzuziehen heute aus verschiedenen Ursachen ruhig für 3 M. in Zahlung nimmt, aufgestellten Forderungen bis Sonnabend, den 18. April, nicht versuchen, was ihnen allerdings nur in seltenen Fällen gelingt. nur noch seinem wirklichen Werthe nach geschätzt würde. bewilligt haben. Die Forderungen selbst sind: Abschaffung des Mit lebhaftem Beifall nahm die Versammlung die Mittheilung Man werde zwei Thaler verlangen, wo man früher mit einem 4 Gehilfen ein Lehrling tommt. Von 4-10 Gehilfen erhöht sich die Streittaffe nicht zu belasten, Berlin zu verlassen. Affordsystems. Regelung des Lehrlingswesens derart, daß auf entgegen, daß mehrere jüngere Kollegen beschlossen haben, um zufrieden war. Die in diesem Preissturz des Silbers enthaltene die Zahl der Lehrlinge prozentualiter; in größeren Ge- weiteren fonnte fonstatirt werden, daß verschiedene uPreissteigerung aller anderen Waaren und Werthe fame wohl den verschuldeten Großgrundbesizern zu gute, die Arbeiterschaft schäften dürfen jedoch nicht mehr wie 4 Lehrlinge fein. gereiften, nachdem sie von der Sachlage unterrichtet worden aber hätte darunter immens zu leiden. Ganz falsch sei die Be- Errichtung eines Schiedsgerichtes gleichmäßig zufammen- waren, sich ebenfalls mit den Streifenden solidarisch erklärten. hauptung, die Löhne würden den Preisen der Waaren gefeßt aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Anerkennung des Nachdem noch mehrere Redner aufgefordert hatten, auszuharren, entsprechend in die Höhe gebracht werden. Wo sei die Organisation Arbeitsnachweises, sowie der Kommission der Arbeiter. Neun- bis alle Bedingungen erfüllt sind, wurde folgende Resolution eindeutscher Arbeiter, die das vermöchte? Und wo die rechtlich stündige Arbeitszeit. Ferner darf bei feinem Prinzipal gearbeitet stimmig angenommen:„ Die zahlreich versammelten Dachdecker garantirte Bewegungsfreiheit, deren es bedürfte? werden, der seinen Verpflichtungen gegen Unfall- und Invalidi- und Berufsgenossen erkennen den aufgestellten Lohntarif für gerecht Den Bimetallismus einführen, hieße die großen Massen der Be- tätsversicherung nicht nachkommt oder den Bestimmungen betreffs an, trotzdem sich die Innungsmeister zu keiner Erklärung verstanden völkerung einer maßlosen Ausbeutung überliefern, und darum des Lehrlingswesens zuwiderhandelt. und find gewillt, an den Forderungen festzuhalten und Mann für habe, abgesehen von anderen Umständen, die Arbeiterschaft ein Für die auf Bauten beschäftigten Arbeiter wird ein Minimal- Mann für dieselben einzutreten, bis ein ganzer Sieg errungen Interesse an der Goldwährung. Darum Front gemacht gegen Iohn von 7 m. verlangt, während die Werkstattarbeiter für ist." Ferner wurde befchloffen, bis auf weiteres Unterstützung an den neuen Raubzug, mit dem die Naubzüge der Vorjahre nicht Bieber 5 M., für Former 4,50 Mi. und für Gießer 4 M. Minimal die Streifenden, an solche mit 4 Kindern und mehr 8 Mart pro mal einen Vergleich aushalten.( Lebhafter Beifall.)- Der lohn beanspruchen. Im wesentlichen handelt es sich danach um Woche zu zahlen. Unterstüßungsberechtigt sind Dachdecker vom Vorsitzende theilte mil, daß einem Genossen folgende Mitgliedsbücher Wiederaufstellung des Tarifs von 1886. 18. Tage des Ausstandes ab, Hilfsarbeiter nach Ablauf von aus der Tasche entwendet sind: 107-120-253-277-350-491 Am Tage vorher hatte die Lohnfommission mit einer Rom- 9 Tagen. Der nächsten Versammlung soll eine weitere Regelung -497-500-501. Aus der Versammlung famen dann einige mission der Brinzipale, die 80 pCt. der Unternehmer vertrat, über vorbehalten bleiben. Anregungen, Versammlungen in allen Stadttheilen und nicht die aufgestellten Forderungen verhandelt. Das Ergebniß dieser Beimmer nur im Norden abhalten zu laffen und allerwärts auch sprechung war in Kürze folgendes: Die Abschaffung des Akkordsystems Bahlstellen zu errichten. Man begründete das Verlangen damit, wurde einstimmig abgelehnt, dagegen die 9 stündige Arbeitszeit zudaß der Verein für ganz Berlin gegründet wäre. Der Vor- gestanden. Ferner bewilligte man die Freigabe des 1. Mai mit sigende stellte in Aussicht, daß nach Beendigung des augenblicklichen der von der Lohnkommission beantragten Bestimmung, daß aus Provisoriums und zu geeigneter Zeit alle Wünsche berücksichtigt Anlaß der Feier niemand gemaßregelt werden darf. Im allgemeinen gestalteten sich die Verhandlungen so, daß die Unternehmer selbst eine Besserung der gegenwärtigen Verhältnisse für Im 6. Wahlkreis hielt der Reichstags. Abgeordnete nothwendig hielten, auch läßt sich von einem Theil der Prinzipale 3ubeil am 14. April in einer vorwiegend von Frauen be- die Wiederherstellung des 1886er Tarifs erwarten. suchten Volksversammlung im Viktoriagarten einen Bortrag über Mit dem Aurathen, nicht allzu siegesbewußt zu sein, eröffnete die indirekten Steuern mit besonderer Berücksichtigung der Zucker der Vorsitzende die Debatte. Während derfelben wurde ergänzend steuer- Vorlage. Der Vortragende führte den Versammelten die hinzugefügt, daß der 86er Tarif mit entsprechenden Verändes Steuergesetzgebung der Aera Bismarck vor Augen, durch welche rungen von den Vertretern der Meister- und Gehilfenschaft zu die nothwendigsten und unentbehrlichsten Volksnahrungsmittel unterschreiben und auf die Dauer von 3 Jahren als rechtsverbindlich Der arbeitenden Klasse vertheuert wurden und andererseits einer zu erachten sei. Das Resultat der recht regen Diskussion war an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends» bis geringen Bahl nothleidender Agrarier" Vortheile einheimiste. Die fast einstimmige Annahme folgender Resolution: Die Ver11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefango. FreundZur Deckung der Militärlaften hätte das Ministerium Caprivi fammlung nimmt Kenntniß von den Vereinbarungen der beider bei stelle. Frühlingsluft, Bülowstraße 50 bei Werner. Baget zwar versprochen, die neuen Steuerpläne so zu gestalten, daß seitigen Kommissionen und erkennt die Beschlüsse an. Borar, Manteuffelstr. a bet bie Steuern auf leiftungsfähigere Schultern gelegt würden, aber zweite Resolution lautet: Die Versammlung beschließt, daß angerdor, Kuftanten Allee 28 bei Fiebiger.- Iöterischer@ efangEine Nowad.- armonie I, Tempelhof, Dorfftr. 18 b. Gerth.- Steinfegerwas sei davon in Erfüllung gegangen? Da bereits wiederum dort, wo am Sonnabend, den 18. April der Tarif nicht& ürfchner, Weinfir. 11 bet eindt. verein, Koppenftr. 47 bet Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner die Absicht bestehe, ein eminent wichtiges Boltsnahrungsmittel bewilligt wird, am Montag, den 20. April die Arbeit nicht burger Borstadt. Acterstr. Arbeiter- Gesangverein Oranien= in den Kreis der Besteuerung zu ziehen, so beweise diese Absicht aufzunehmen ist. Die nächste Versammlung, in der das Resultat estpreußischer 123 bei Martens. Dft- unb Männer Gesangverein, Blumenstraße$ 2 das Gegentheil des Bersprochenen und sei baher überall energischer der Lohnbewegung mitgetheilt werden soll, findet am Montag bet bet Reich. Arbeiter- Gefangverein Morgenroth IV, Röpenick, Protest der Arbeiter, speziell der Frauen, am Plate. Der zweis fiatt. Die Bekanntgabe des Lokales erfolgt im" Borwärts". Ihre bet Meßmann. Echulz, Echönlinderstraße 9. Arton II, Danzigerstr. 78 stündige fesselnde Vortrag endete unter andauerndem Beifall der Stellungnahme zum 1. Mai präzisirte die Versammlung durch W. Grunow. Butunft III, Belten i, d. M., Wilhelmstr. 19 im Hotel Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 138 bei Gold. Treu und Bersammlung. Nach einer kurzen Debatte wurde die Ber- Bustimmung zu folgendem Antrage: Die Versammlung beschließt, eft, Ballifabenstraße 63 bei Reiſer. Arbetter Gesangverein Vineta, fammlung nach einem warmen Appell der Frau Mesch an die den 1. Mai als Feiertag zu betrachten und die Bertrauens bei Silgenfeld. Raftanten- Allee 11 bei Auguftin. Alpenröslein, Bergstraße 60 Frauen, sich lebhaft an der Feier des 1. Mai zu betheiligen, mit männer zu beauftragen, zum 1. Mai vormittags 10 Uhr, eine Dieffenbach. Gesangverein Oberon, Alte Jakobfiraße 68 bei Alpenrose, Forsterstraße Nr. 22 bei Kunze. einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. öffentliche Versammlung anzuberaumen, an der sich sämmtliche Edelweis III, Wollinerftr. 62.- Morgenroth I, Nummelsburg, Türrschmidtstr.33 bei Fechner. Gefangv. Morgengrauen, Neue Friedrich ftr. 44 Kollegen Berlins und der Umgegend mit ihren Frauen zu be- bet Röllig.- Gefangv. 2 yr a II, Charlottenburg, Wauftr. 108 bet Maichest. theiligen haben. Gesangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bismardshöhe". Neumeisterftr. 5 Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau, bet Radtke, Glasarbeiter, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. Gefangv. Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wollinerfir. 62, Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bet Freiheitstlänge III, Buckenwalde, Saag Nr. 3 Restaurant Gerhardt. Foge. Summerfcher Gesangverein, Langeftr. 65 bei Owzared.. Eintracht I, Nieder Schönweide, Grünauerstraße bei Stretter. Männerchor St. Urban", Mariannen- Ufer Nr. 2, Restaurant Zurbof. remmen, Berlinerstraße Nr. 289, Restaurant R. Urad. reu Freiheitsgloden, Wörtherstr. 39 bei Buchholz. Gleichheit 2, berger armonie, Admiralstr. 18c bei Möhring. Brezelschluß, Drantenftr. 51( Drantenhallen) bei helfer. Gesangverein der Bergolder, Gesangverein Wölter= Harmonie 4, Ohmgaffe Mr. 2 bet trebs. frühling. Geibelstr. 30 bei Arndt. Gesangverein Schneeglöckchen 2, Botsdam, Brandenburger Kommunitation 16 bei Glaser. Gesangverein blershof in Adlershof, Oppenstr. 1 bei Schubert. Feldblume, Staligerstr. 117 bei Breitenfeld. werden würden. " Der Zentral- Verein der Bureau- Angestellten hielt am 10. b. M. bei Möllig eine Generalversammlung ab. Nachdem Schalot einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Bolts- Eine öffentliche Versammlung der Tabakarbeiter und bildung" gehalten hatte, nahm die Versammlung den Kaffens Arbeiterinnen, die am Dienstag bei Gründel in der Brunnenbericht des aus dem Vorstand ausscheidenden Mitgliedes Kempf straße stattfand und gut besucht war, beschäftigte sich mit der Ausentgegen. Ueber den Bericht entwickelte sich eine lebhafte Debatte sperrung der Kollegen in der Fabrit von Bodow u. Blaurock. und wurde auf Antrag Hezer- Eichelhardt davon Abstand ge- Ueber die Lage berichtete Dechend. Nachdem in der am nommen, dem Kassirer Decharge zu ertheilen. Die Versammlung 29. März im Schweizergarten" abgehaltenen allgemeinen ertheilte hierauf einer neuen Revisionskommission den Auftrag, Versammlung der von der Kommiffion ausgearbeitete Minimal die Kaffe nochmals zu prüfen und der nächsten Versammlung Bericht Lohntarif angenommen und beschlossen worden sei, auf zu erstatten. Alsdann wählte die Versammlung an stelle des grund desselben mit den Berliner Bigarren Fabrikanten Mitgliedes Hopp Baddach zum Schriftführer, Hoffmann zum zu verhandeln, habe eine Sigung Beisiger und Schnapp zum Bibliothekar. Nachdem der Bor- des Vereins der Tabat Interessenten für Berlin und figende Bauer die Anwesenden auf das in Druck gegebene Umgegend stattgefunden, in der die Forderung der Arbeitnehmer, Regulativ, betreffend die Regelung der Arbeitsverhältnisse der also die Erhöhung des Arbeitslohnes rundweg abgelehnt worden Bureau- Angestellten, welches noch im Laufe dieses Monats den ist mit der Begründung, daß die mit den niedrigsten Berliner maßgebenden Körperschaften der Anwälte und Gerichtsvollzieher Löhnen arbeitende auswärtige Konkurrenz eine Lohnsteigerung unterbreitet werden soll, aufmerksam gemacht und zur Sammlung gar nicht zulasse. Dieser Beschluß fönne für die gesammte freiwilliger Beiträge zwecks Deckung der Kosten desselben auf gefordert hatte, wurde die Versammlung geschlossen. am 8. ds. Mis. Arbeiter- Radfchrer- Verein. Heute abends 9 Uhr im Restauraut Wilte, Andreasstraße 26: Bersammlung. Konditoren. Scute abends 9 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 52: General- Versammlung. 1. Kaffenbericht. 2. Vortrag des Genoffen Faber. 3. Anträge zum Gewertschafts- Kongreß. Musikklub ,, Freie Brüder". Donnerstag abends 9 Uhr, Elisabeth= ftraße 29: Sigung. Mufitfreunde willkommen. Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule, Nordschule, Müllerstr. 179 a: Waldemarstr. 14: Deutich. Naturfind zur Benugung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume fchon von 8 Uhr an geöffnet. Erkenntniß. ne Buſchriften den Bund betreffend sind zu richten an: Jahn, Echönhauser Allee 177 c. Donnerstag: Rauchtlub Brüderlichsund der geselligen Arbeitervereine Berlins and Amgegend Hermann te it, Pücklerstr. 49 bet Schub macher. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bersihender Ad. Neumann, Bajewalterfir. 8. Alle Memberungen im Vereinskalender find zu richten hafi I, Brunnenstr. 143 bet Fischer. Vorwärtsil, Schönhauser Allee 28 nicht, Stegliz, Schloßftr. 66a, Sur Börſe. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorf fcher Wännerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr UebungsMännerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Bernau, Rosenthalerstraße 57. stunde bei Brüning, Rofenthalerstr. 12.- Gesangverein Jugendfreuden, Pfropfenverein wedding, abends 8 Uhr Sigung beim Restaurateur Wolff, Gerichtstr. 44. Bergnügungsverein I pengrün, abends von 9-11 Uhr mit Damen bei Bolfmann, Beusselstraße 32. Geselliger Verein obfinn bei Geife, Swinemünderstr. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit Tambourverein Froh- Frei. Uebungsstunde Montags und Donnerstags 9 Uhr bet Rausch, Huffitenſtr. 9.- Geselliger Verein Hertha, Dilettanten- Orchesterverein Allegro, abends 9 Uhr Sigung Adalbertfir. 51. Sigung mit Damen. Theatergesellschaft Evelina, abends 9 Uhr bei Gonell, Falckensteinstraße 5, Uebungsfiunde Donnerstags 8% Uhr bei Rautenberg, Drantenstraße 180. Damen. firaße 20. Bitherklub Alpengrüße Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Lothringerstraße 105. Bitherffub etmathstlänge 1895. LindowerMariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8% Uhr. Straße 26. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung bei Bittler, Touristentlub rete Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21. Vergnügungs- und ftraße 122. uderverein or wärts, abends 9 Uhr bet Cohn's( Bur neuen Boft), BeuthGräfefir. 31. im Restaurant Richter, Mariannenſtr. 41.- Stattlub Tourné, abends uhr bei Rebrenz, Wrangelfir. 84. bet Schröder, Wiesensir. 39. Tele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dießgen, abenbs 8% Uhr Neue Beit, abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, be Süd- Ost, bet Toltsborf, Gorauer- und Görlizerstraßen Klub der Freunde bei Gnabt, Buttbuferstraße 32. Stattlub Sanfter Heinrich b. H. Brandt, Reichenberger Stattlub Güb, abends 8% Uhr, im Lotal von Paul Müller, Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bet G. Stein, Christburgerstraße 46. Schwimmtlub echt", abends 9 Uhr, Berliner Arbeiterschaft in der Tabakindustrie umsoweniger maßgebend sein, als der Verein zum überwiegenden Theile zu feinen Der Zentralverband der Zimmerer nahm in einer Mitgliedern Händler zähle. Man müsse zunächst dahin streben, die außerordentlichen Versammlung am 12. d. M. den Bericht der Meinung der Gesammtheit der Fabrikanten tennen zu lernen. Was Delegirten vom Provinzial- Verbandstag der Zimmerer Branden speziell die Firma Bockow u. Blaurock anbetreffe, so hätten die burgs entgegen. Unter anderem hatte die Konferenz eine ständige 29. März gefaßten Beschlüsse und nach Abhaltung einer Fabrik. dort beschäftigt gewesenen Kollegen unter dem Einfluß der am Agitationskommission für die Provinz Brandenburg eingefeßt mit der Bestimmung, daß die Zahlstelle Berlin hierzu drei Perversammlung bei der Kommission angefragt, ob es ihnen verargt werde, wenn sie unter den bisherigen Lohnverhältnissen weitersonen zu stellen hat. Aus der Wahl gingen hervor: Knüpfer, arbeiteten. Die Kommission habe dieses Anfinnen in bestimmtester Rickert und Schuhmann. Im weiteren beschäftigte sich die Ber- Form zurückgewiesen und die große Mehrzahl der Beschäftigten fammlung mit dem Sammelwesen. Es wurde ein Antrag angenommen, von jetzt ab pro Woche 30 Pf. für den Unterftügungs- Grundlage der Märzversammlung solidarisch erklärten. Infolgedahin gebracht, daß sie sich mit den Kollegen auf der Perfon gewählt werden, die den Auftrag erhält, sofort die beffen sei, obwohl man nur erst in eine Lohnbewegung geeigneten Schritte zur Einigung beider Organisationen zu unter eingetreten und ein Streit noch garnicht beschlossen war, die nehmen. In der Angelegenheit wurde vor dem Streit in einer Fabrik geschlossen worden, wodurch 50 Personen arbeitslos wurden. Es habe also eine Maßregelung stattgefunden, ehe noch außerordentlichen Mitgliederversammlung bes Verbandes eine direkte Forderung an die Firma gestellt worden ist. Gieshott. folgender Antrag angenommen: " Der Vertrauensmann Riefel meinte in Uebereinstimmung mit anderen Rednern, daß Ece. der Berliner Zimmerer wird aufgefordert, fofort Schritte der Schwerpunkt zur Erreichung des gesteckten Ziels im weib- Sosialistiser eie und Distutiitlub, abends s uhr, einzuleiten, um eine Einigung beider Organisationen zu lichen Element liege. Arbeiterinnen, namentlich Wickelmache- eib, Reichenbergerstr. 157, Gigung. Lese- und Distutirtiub Auguft bewerkstelligen, widrigenfalls der Verband, Bahlstelle Berlin, rinnen, feien jetzt sozusagen ein gesuchter Artikel"; wenn sie gefe und Distutirtlub jede Gemeinschaft bricht und in jeder Beziehung selbständig auch standhaft sind und sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, betreffs des Sammelwesens vorzugehen gedenkt." Dieser Antrag set den Arbeitgebern wurde wegen der Lohnbewegung zurückgestellt. Die Versammlung Mehrere Redner wollten wiffen, daß schon am Mittwoch die Hauptstüße genommen. beauftragt zur Ausführung dieses Beschlusses das Mitglied Stehr eine größere Anzahl die Arbeit wieder aufnehmen werde, wofür Zum Schluß wurde daran erinnert, daß jedes Verbandsmitglied bis zum 12. April zwölf Marken à 30 Pf. baben muß, außer er allerdings die Thatsache sprechen konnte, daß die Firma in recht bringt den Nachweis, daß er mitgestreift hat. Diejenigen, die sonderbarer Weise bemüht gewesen ist, die alten Arbeiter der noch nicht im Besitz der Marken sind, können das Versäumte gemeinsamen guten Sache abtrünnig zu machen. Die Kommission noch nachholen. Vom 12. April ab ift wöchentlich bis zum lich in die Welt gesetzt würden, etwas zu geben; der alte Kniff, warnte indeffen eindringlich, auf solche Erzählungen, die gefliffent1. Mai eine Marke zu leisten; von der Zeit ab treten die er in den Arbeitnehmern Zweifeln an sich selbst und an ihrem höhten Beiträge in traft. Solidaritätsgefühl zu erwecken, ziehe heutzutage nicht mehr. Die Filiale Berlin des Allgemeinen Vereins der Töpfer Ueberhaupt habe man alle Urfache, das Vorgehen der Firma Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unterund Berufsgenossen Deutschlands hielt am 12. April eine Ver- Bockom u. Blaurock von dem Standpuntte aus zu be- richt und Uebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9.fammlung ab. Nach Betanntgabe des Kaffenberichts für das urtheilen, daß durch sie die allgemeine Stimmung unter den hallen, kommandantenstr. 62, abends 9 Uhr, unterricht und Uebung in der Arends'scher Stenographen Beretn„ Apollobund", Becker's Bierfondirt werden abgelaufene Quartal folgte der Bericht der Kommission der Tabatarbeitern folle; fei die Firma ganz vereinfachten Arends'fchen Stenographie. hiesigen Scheibenarbeiter. Diese Rommission batte einen Lohn- also auserforen, für die anderen Fabrikanten Le Cercle de Conversation Fancise se ar rassemble tout les tarif vorgelegt, der jedoch nicht die allgemeine Zustimmung fand. die Kohlen aus dem Feuer zu holen, so müsse dies umsomehr jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Français: Jeudi Séance a 9 h. dans son local Rest. ,, Vier Die Bersammlung einigte sich dahin, die Kommission mit einer ein Ansporn sein, gegen fie entschieden Front zu machen. Den rahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. Neuausarbeitung desselben zu beauftragen und die höchft Tabatarbeitern sei in schlauer, aber durchschauter Art ein Prüfbezahlten Lohnfäße für die einzelnen Gattungen der Blumentöpfe st ein hingeworfen; stolpere man darüber, so sei unendlich viel alne ed il 10 dazu abends 8% Uhr, im Restaurant Streit, Naunynftr. 86. Seibel, Gerichtsstr. 19. Reimer, abends 81/2 Uhr, bei Lese- und Distutirtlub Friedrich Engels, und Distutirilub Pestalozzi, abends 9 Uhr bei Behlendorf, Zeughofftr. 8. abends 8% Uhr, bet kiesel, Weißenburgerstr. 58. Lese- und Diskutirklub morgenrothe, abends 9 Uhr bei Trittelwig, Falckenfteinftr. 7. LeseSoffman, Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Donnerstags: Kollegia, bei Böcker, Naunynstr. 78. Korea, Borndorferfir. 17 bet Mehr Licht, weißensee, Elsaßftr. 16 bet Straßburger. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Münsberg, Boutfenufer 52. Rauchklub ernipige, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, Nüdersdorferwahrer Jarob, Gimeonftr. 23 bei gitet. angefir. 24. traße 8. Rauchklub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, Rauchtlub Felfenfest bet S. Schmidt, Köpenickerstr. 171. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bei G. Stein, bei Tauchert, Waldemarstr. 16. Chriftburgerstr. 46.- Rauchklub Brüderlichtett, 0-11 1hr abends, Achtung! V. Wahlkreis. Achtung! Donnerstag, den 16. April, abends präzise 8 Uhr, im Lokale Schüßenhaus, Linienſtr. 5: Arbeiter- Bildungs- Schule. Sonnabend, den 18. April 1896, in Keller's Festsälen, Koppenstrasse No. 29: Moderner Große öffentl. Volks- Versammlung. Dichter- und KomponistenTagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Türk. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. 217/18 Berliner Gewerkschafts- Kommission. Freitag, den 17. April, abende 82 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Delegirten im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstraße 16. Tages- Ordnung: Abend. Nach dem Konzert: Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben; da an der Kaffe teine Billets verkauft werden können, so wird dringend gebeten, sich vorher mit Bidets zu versehen. Der Vorstand. Programm. 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Berichte über die Streits der Tabat 1. Vortrag des Schriftstellers Heinrich Schulz: Moderne 15. Stücke für Violine. Herr Ronzertmeister Donderer. arbeiter, Buzer, Dachdecker, Fensterputzer, Maler, Lacirer, Stellmacher und Dichtercharaktere und ihr Verhältniß zur neueren Bildhauer. 3. Gewerkschaftliches. Liederkomposition. Die Delegirten werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Der Ausschuß. J. A.: R. Millarg. Freitag, den 17. April, nachm. 5 Uhr, Brauerei Bökom, Am Prenzlauer Thor: 187/11 Große öffentliche Versammlung Sämmtlicher Zigarrenfabrikanten Berlins und Umgegend. Tagesordnung: Wie stellen sich die Zigarrenfabrikanten zu dem von ben Tabatarbeitern beschlossenen Minimal- Lohntarif. Achtung! Die Lohnkommission. Brauereiarbeiter. Achtung! Monats- Versammlung E am Sonntag, den 19. April, nachm. 2 Uhr, bei Röllig, 44. 2. Felix vom Rath: Sonate für Violine und Klavier. Herr Konzertmeister Donderer. . • 3. Lieder für Sopran. Fräulein Susanna Triepel. a) Heinrich Hart: ,, Cäcilie" Richard Strauss b) Julius Hart: Begleitung". Hermann Bischoff c) Liliencron:„ Sehnsucht" Richard Strauss . ( Bum 1. Male. Manuskript.) d) Bierbaum: ,, Schlagende Herzen" Richard Strauss 4. Lieder für Bariton. Herr Emil Severin. a) C. F. Meyer: Die Lautenstimmer Hermann Zumpe b) Johanna Ambrosius:„ Sommers nacht" ( Bum 1. Male.) Woldemar Sacks c) Arno Holz:„ Schent ein, liebe Sonne" d) C. F. Meyer:„ Schnitterlied" ( 3um 1. Male.) Conrad Ansorge Hermann Bischoff 5/15 a) Richard Wagner: Albumblatt". 6. b) Max Schillings: Abendphantasie".( Manuskript.) Lieder für Sopran. Fräulein Susanna Triepel. a) Richard Dehmel: Stiller Gang Richard Strauss Mit obligater Viola.( Zum 1. Male.) b) Franz Evers: Hyacinthenträume" c) J. H. Mackay:„ Ruhe" ( Bum 1. Male.) d) J. H. Mackay:" Heimliche Aufforderung" Hermann Bischoff Hermann Bischoff Richard Strauss 7. Lieder für Bariton. Herr Emil Severin. a) J. O. Bierbaum:" Nachtgang". Richard Strauss b) Karl Henckell:" Ruhe, meine Seele" c) Karl Henckell: Matt gießt der Mond" " ( Manuskript.) d) Holger Drachmann: Jch trage den Hut wie ich will" Klavierbegleitung: Herr Hermann Bischoff. Richard Strauss Otto Naumann · Es wird gebeten, während der Vorträge nicht zu rauchen. E Tagesordnung: 1. Bortrag des Sollegen W. Richter über„ Stongreffe" Sonnabend: Resterverkauf. Bücher am billigsten! 2. Diskussion. 3. Anträge zum Delegirtentage. 4. Verschiedenes. NB. In der Versammlung werden die Billets zur Urania" ausgegeben. Der Vorstand. Allgemeiner Verein der Löpfer n. Berufsgenossen Deutschlands ( Filiale Berlin.) Sonntag, den 19. April, nachmittags 3 Uhr: Versammlung im Lokal des Herrn Babiel( fr. Wernau), Rosenthalerstr. 57. Zages Ordnung: 1. Vorlage eines Lohntarifs der Scheibenarbeiter Berlins und Beschlußfaffung über denselben. 2. Welche Schritte sollen gethan werden, um ihn zur Durchführung zu bringen? Achtung! Putzer. 195/10 Achtung! Freitag, 17. April, abends 8% Uhr, bei Herrn Buske, Grenadierstr. 33: 133/8 Deffentliche Versammlung der Baudeputirten der Puzer. Tagesordnung: Der Stand unserer Lohnbewegung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Streikkommishon der Puker Berlins und Umgegend. Siehe Gewerkschaftliches. Eilight! Achtung!! Eilight! 133/8 Zimmerleute, Maurer, Arbeiter! Wer von Euch hat Winter 92 oder Frühjahr 93 Achenbach= straße 4 gearbeitet! Erbitte Nachricht bis 19. d. M. Unkosten werden reichlich ersetzt. Achtung! Gutowski, Monteur, Klopstod str. 34, 937b Achtung! Maurer Charlottenburgs. Große öffentliche Versammlung am Freitag, den 17. April, abends 8 Uhr, in der Gambrinus Brauerei Wallstraße 94. Tagesordnung: Unsere diesjährige Lohnfrage sowie Verkürzung der Arbeitszeit. Üm zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Frischen Maitrank ausgezeichnet im Geschmack, à Flasche 50 Pf. excl. 138/7 4730L* Johannisbeer- Wein, weiß und roth. Heidelbeer- Wein, Stachelbeer- Wein, ganz vorzügl. Deffertwein, à Fl. 75 Pf. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Alliance- Platz. 81 Neue Friedrichstr. 8 Oranienstr. 29 Genthinerstr. Niederlage in Potsdam, Bäckerstr. 7. Künstl. Zähne 2 M. Schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Plomb.1,50. Rep. sof. Theilzahlg. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 9-7 Uhr. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade J. Brünn, Am Stadtbahnhof ,, Börse" Inventur- Ausverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Anzug- Paletotftoffe น. B.Simonssohn's Buchhandl. Berlin N., Invalidenstr. 138. Lieferant der Zentral- Organisation d. Lithographen, Steindrucker und vieler anderer Gewerkschaften. 809b Radfahrerkarten, Pläne, Touristenführer etc. in größter Auswahl billigft. Brenner& Cie. Möbel- Kaufgelegenheit, Alte Jakobstr. 57/59. Jedes Maaß zu Engrospreisen. Möbel- Ausverkauf des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Bergrößerung meiner Räumlichkeiten verlaufe ich mein waaren lager zu noch nie dagewesenen Breisen vollständig aus. Bum Umzuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, forte einzelne Stücke gebtegen und billigst einzukaufen. Man laffe sich nicht durch unmögliche Anpretfungen blenden, sondern besichtige sich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche dieselben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Durch Einkauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen vertaufe ich ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelhändler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Kleiderspind 15 Mart, Nußbaumtleiderspind 30, Muscheltleiderspind35, Kommode 9, Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfedermatraße u. Reittissen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaux mit Stufe 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagoni- Möbel spott billig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Thellzahlung. Brautleute, welche ihre Möbel bei mir faufen, erhalten ein Hochzeitsgeschenk gratis. Rein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tapezieru. Tischlerwerfstätten, vier große Möbelspeicher. Getaufte Möbel tönnen tostenfrei auf meinen Lagerspeichern 3 Monate stehen bleiben und werden dann durch eigeneGespanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb Deutscher Porter. paffendste Gelegenheit fürBrautleute, Gneisenaustraße 15, parterre, in der Möbelfabrik sollen ca. 200 tomplete Wohnungs- Einrichtungen, Christian Sinding Achtung, Töpfer! Wachen hiermit die Vertrauensleute, die auf den Bauten gewählt sind, dar auf aufmerksam, daß von Sonnabend, den 18. d. m, die freiwilligen Sammel M, marken und Karten in folgenden Zahlstellen von 6-9 Uhr abends zu haben find: 193/11 Röllig, Neue Friedrichstr. 44. C. Thieme, Elifabeth- Ufer 52. A. Röhr, Ecke Anklamer: und Streligerstraße 7. Die Kommission. verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem Orts- Krankenkasse für das annehmbaren Preise verkauft werden. heil Bildhauergewerbe zu Berlin. zahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig find die an Herrschaften kurze V Zeit verlieben geweſenen Möbel. Kleiderfpins Ordentl. Generalversammlung 15, Küchenspind, Komode 12, Bettstelle mit am Freitag, den 24. April 1896, Matraße 18, Nußbaum- Kleiberspinden 30 Mart. in Leydecker's Restaur., Sophienstr. 34. Muschel Kleiderspinden und Vertitows 36, Tagesordnung: franzöfifche Muschelbettstellen mit Matragen 45, 1. Erfahwahl zweier Vorstandsmit Säulen- Kleiderspinden 46 Mart. Trumeaur mit Stufe 60, Plüschgarnituren 60 Mart, neue, glieder( Arbeitnehmer). 2. Bericht der hochelegante Garnituren 105 Mart. Buffets, Revisions- Kommission. 8. Entlastung Couliffentische, Paneelsophas mit Satteltaschen des Vorstandes und des Rendanten. und Plüscheinfassung in allen Farben, Damen- 4. Statutenänderung.§§ 14, 19, 20 68/6 und Herrenschreibtische. Gekaufte Möbel werden und 39. unentgeltlich 3 Monate auf meinen Aufbe= wahrungsspeichern aufbewahrt, durch eigene Der Wahlakt findet von 8 bis 1/29 Uhr Gespanne transportirt und aufgestellt. 4251L statt. Der Vorstand. Otto Stolp, Vors. Ein grosser Posten Steppdecken Orts- Krankenkasse der Gürtler. echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stck.7,50 M. Zu der am Montag, den 20. d. M., abends 71/2 Uhr, Naunynstr. 27 statt findenden ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Generalversammlung Normal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. Sonstiger ver Stüd: 4,50 M. Preis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecen gratis und franko. werden die Herren Delegirten( Arbeit geber und Arbeitnehmer) hierdurch ergebenst eingeladen. Legitimation: Bescheinigung über die Wahl zum Delegirten. Tagesordnung: 9361b 1. Bericht der Prüfungskommission und Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung. 2. Bericht über die Behandlung der Familienangehörigen unserer KassenStepdecken- Emil Lefèvre, mitglieder feitens der Rafſenärzte. Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. Muschel- Wirthschaft 3. Besprechung über die Gründung eines Verbandes mehrerer Krankenkassen. Nach Schluß dieser Versammlung findet bafelbft eine Generalversammlung verkaufe fofort spottbillig, vollständige Wohn- u. Schlafzimmer- Einrichtungen, für die Mitglieder der Invalidendarunter 8 Fenster neue Gardinen kaffe der Gürtler statt. Brautleuten geeignet. Frau Büttner, Röpnickerstr. 141, Vorderhaus 1. Etage. Tagesordnung: Bericht der Prüfungskommission und Abnahme der Jahresrechnung. Deffert- u. Malzkraftbier 1. Ranges. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, besond. f. Blutarme, BruftFranke, Bleichfücht., Wöchnerinn., Reton- Möbel- Ausverkauf, Berlin, den 16. April 1896. valescenten 2c. das leicht bekömmlichste, nahrhaft träftigte Bier. Jst blutbildend, desh. bessere Gesichtsfarbe u. Gewichtszunahme überr. 14 Fl. drei, 50 Fl. sehn Mark ertl. In Gebinden( 1/4, 1/8, 1/16) 8. Selbstaba. wesentl. billiger. Allein. Versandtstelle f. Berlin u. Provinz Porterkellerei Ringler, Berlin, Brunnenstraße 152. Nicht Flaschenzahl Qualität entscheidet! FABRIKNIEDERLAGE Der Vorstand. G. Kneiff, Vorsitzender. paffendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königftraße 59, follen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, veritehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Durch fehr große, billige Gelegenheitseintäufe ist es mir fannten mein Weiß-, Bairisch Bier Empfehle allen Freunden und Bemöglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. 300 Mart abzugeben. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 15 Mart, Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier Kommoden, Küchenspind 12, Nußbaum- Kleider 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte spinden, Bertitows 30 Mart. Muschelspinden von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit 35, Bettstellen mit Matratzen 18 Mart, Sophas Klavier für 20-50 Personen. 4262L* 18, Säulenspinden, Kleiderspind, hochelegant 56, H.Stramm, Reftaurat., Ritterstr. 123. Trümeaug mit Säulen und Krystallglas 60, Herrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Paneelfophas 75 Mart. Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mark.. Gekaufte Möbel tönnen drei Monate toftenfret auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werben 4581L* Usedom- Strasse 21. außerhalb. burch eigene Gespanne transportirt, auch nach Zahnärztliche Klinik Wedding, Bestes Fabrikat. Billigste Preise. Ungenirter Saalunterricht Reparatur- Werkstatt. 847b Müllerstr. 1, Hof rechts 1 Tr., unter Usedomstraße 21 1, also kein Laden. Kostenfreie Behandlung Englischer Garten. Alexanderstr. 27 c. Saal zu 500 Pers. mit Garten und Kaffeeküche unentgeltl. z. verg.[ 4502L* Empfehle meinen Fest- Saal 48192* Leitung des praft. Zahnarztes Louis nebst Vereinszimmer und großen Wolff. Tarif: Babnziehen unentgelt- Garten zu Versammlungen und Feft lich, schmerzlos mit Lachgas 2,50 lichkeiten. Mart, Plomben nach Wahl 1,00 M., tünstliche Zähne, nur bestes Material, 47362* Minderbemittelter. Heilanstalt unter ärztlicher Leitung. Neue Königstr. 22, am Alexanderplat. Täglich 3-5. 2,00 m. Julius Wernau, Schwebterftr. 23/24. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobeh, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin,