Ur. 90. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 17. April 1896. Jaurès über die politische Tage aus dem Kampfe verstärkt hervorgehen in Frankreich. ( Eigener Bericht.) Ein Umfall würde die der Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Politische Uebersicht. aus, daß die sozialistische Partei in allen Fällen] werde. Sollte die Kammer, nachdem sie das Prinzip der Eintommensteuer votirt hatte, vor dessen Durchführung zurückschrecken Berlin, 16. April. und die Regierung über irgend einen perfiden Zusatzantrag zu Der Reichstag nahm heute seine Sigungen wieder Paris, 14. April. Falle bringen, dann würde die Voltsmasse, erbittert über die auf mit derselben Beschlußunfähigkeit, die ihn in den Die Parlamentsferien halten momentan die Entwickelung des Verrätherei und Feigheit der bürgerlichen Parteien, sich der meisten Sizungen vor den Ferien ausgezeichnet hatte. Galt Konflikts zwischen Ministerium und Senat auf. Man kennt vor- jenigen Partei zuwenden, die keine Schwankungen und feinen es doch nur, eins der kleinen Mittel", durch welche im läufig nur die gegenseitige Stellung der beiden Kampflager. Ueber Berrath fennt, die zielbewußt ihren Weg verfolgt, die alle Interesse der großkapitalistischen Reaktion die Kleinen zum die weitere Aktion derfelben und den unmittelbaren, sozusagen Konsequenzen eines einmal anerkannten Prinzips akzeptirt und Vortheil der Großen in ihren Bewegungen gehemmt, die tagespolitischen Ausgang des Kampfes lassen sich nur mehr oder bereit ist, im Interesse der Sache der ganzen Wuth der herrschenden Polizeibefugnisse ausgedehnt, und den vielen Ketten, minder begründete Hypothesen aufstellen. Mit Sicherheit fönnen Klassen die Spitze zu bieten deutschen Presse schon umgelegt sind, dagegen schon jetzt die dauernden geschichtlichen Folgen Kammer in den Augen der Demokratie nur noch als einen die Die paar Feffeln hinzuzufügen. zweite des entbrannten Konflikts vorausgesehen werden. In dieser zweiten Senat erscheinen lassen, und alle ehrlichen und ener- noch ein Beziehung sind von großem Interesse die Ausführungen von gischen Elemente würden sich mit einem Schlag um die sozialistische Lesung des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Jean Jaurès. Partei schaaren." Wettbewerbs" steht auf der Tagesordnung. Was ist In einem Zeitungsartikel, der hier allgemeine Beachtung Dasselbe Ergebniß würde ein etwaiges Zurückweichen der unlauterer Wettbewerb"? Jede auch nur in dem kleinsten findet, äußert er sich über die gegenwärtige Lage und die Regierung zeitigen: Sollte die radikale Regierung erlahmen, Nebenpunkt von der Wahrheit abweichende Empfehlung Stellung der sozialistischen Partei zum Konflift wie folgt: sollte sie es nicht verstehen, den Verfassungskonflitt zum Vortheil einer Waare soll unlauterer Wettbewerb" sein. Aber bei ... Was dem Konflikt erst Bedeutung verleiht, das ist der Demokratie zu entscheiden, den reaktionären Senat zum Nach welcher Geschäftsempfehlung kann nicht ein Verstoß gegen der Sozialismus; ja, der Sozialismus liegt dem Konflikt zu geben, zur Verfassungsrevision oder zur Auslösung der Kammer welcher Geschäftsempfehlung kann nicht ein Verstoß gegen grunde. Es handelt sich, wie die„ Critica sociale", die Revue noch unter dem Ministerium Bourgeois zu zwingen, sollte auf die Wahrheit nachgewiesen werden, wenn der Herr Richter des italienischen Sozialismus, sagt, nicht um ein leeres diese Weise die radikale Partei durch die Unzulänglichkeit ihrer juristischen Scharfsinn entwickelt? Noch niemand hat festparlamentarisches Geplänkel, sondern um einen sozialen Kampf, Führer unheilbar kompromittirt werden, welcher Partei, außer stellen können, wo die Grenzlinie zwischen lauterem" und der einen Wiederhall im Parlament findet. Auf der einen Seite der sozialistischen, könnte alsdann die ausschließliche Leitung der ,, uulauterem Wettbewerb" ist. Und es giebt einfach steht das große Kapital, das seine Herrschaft aufrecht erhalten Demokratie zufallen? feine Grenzlinie. Das merkt der Reichstag heute will, das große Unternehmerthum, das selbst jedes Zugeständniß Die sozialistischen Kämpfer und insbesondere die sozia: schon bei Berathung des§ 1, der von den öffentan die Macht der Arbeiterklasse ablehnt, der große Grundbesitz, liftischen Mandatare werden in der entscheidenden Stunde, die lichen Bekanntmachungen" über Waaren handelt, und der die ländliche Demokratie beherrschen will. Auf der anderen vielleicht nahe ist, sich durch keine Schwierigkeiten, durch keine nebenbei, mit einem Federstrich die Presse für jede Seite stehen all diejenigen, die unter den ungeheueren Gefahren irre machen lassen. Sie wissen sehr gut, daß man das Ungleichheiten der bestehenden Ordnung zu leiden haben. Privilegium des Eigenthums nicht bekämpft, ohne wüthenden Haß Wahrheitswidrigkeit der Empfehlung verantwortlich macht. Und es handelt sich darum, ob die übergroße befizlose und nicht verzeihende Furcht zu erregen. Sie wissen, daß fie Obgleich die Kommission sich schon lange mit diesem ParaMehrheit eine neue Gesellschaftsform wird frei anstreben unter der Strafe des Untergangs einen vollständigen Sieg er graph abgequält hat, platte zur zweiten Berathung im tönnen, ohne daran durch das Gesetz der privilegirten Minderheit ringen müssen. Und sie sind in den Kampf eingetreten erst Plenum ein wahrer Wolkenbruch von Anträgen und gehindert zu sein nachdem sie ihre Kräfte erwogen haben. Nun sie mitten im Amendements herunter. Und namentlich sind es die Herren Schlachtgetümmel stehen, werden sie, was auch geschehen mag. Juristen, von denen ein jeder anders interpretirt" als der nicht zurückweichen. andere was zu doppelter Vorsicht mahnt. " Weiterhin präzifirt Jaurès seinen Gedanken dahin, daß es den Sozialisten im gegenwärtigen Moment nicht um die Verwirklichung ihres Gesellschaftsideals zu thun sei, sondern ledig-" Die Macht der Dinge wird also, trotz aller möglichen Das beste wäre, das ganze Gesez, bei dem der winzige lich um die ökonomische Entlastung und die Sicherstellung der Schwankungen der Menschen, den entbrannten Konflikt micht verpolitischen Souveränetät der Demokratie, damit diese ungehindert fumpfen lassen. Nach mancherlei Erschütterungen wird das gute Kern" unter einem Wust zweideutiger, theils überallein ihn lösen können. Hat Der Senat eine neue Gesellschaftsform vorbereiten könne. In diesem sehr Land die flüssiger, theils positiv schädlicher Bestimmungen vergraben weiten Sinne ist die ganze soziale Frage im gegenwärtigen Steuerreform und die Verfassungsrevision abgelehnt, dann ist, wie eine Nadel in einem Heuschober- mit einem kräftigen Konflikt enthalten." wird Herr Bourgeois vom Präsidenten der Republit Schwung in den Papierkorb zu werfen. Allein bei der ZuAus diesem Grunde kann der Konflikt durch kein Manöver die Auflösung der Kammer, das heißt den Appel an sammensetzung des Reichstags ist das unmöglich. Und so müssen beseitigt, durch keine Aufschiebung gelöst werden. Er muß unter das Land verlangen müssen. Weder der Präsident, noch der wir uns auf den Versuch beschränken, die schlimmsten Bedieser oder jener Form wieder entstehen, denn alles wird noth- Senat werden ihm das verweigern können,*) ohne damit zugleich stimmungen aus dem Entwurf auszumerzen. wendigerweise zur Waffe für mit einander im Kampfe liegende jede gefeßliche Lösung beiseite zu schieben. Gesellschaftsklassen, deren jede den Verfassungsmechanismus zum ,, Würde sich der Senat wéigern, das Urtheil des Landes eigenen Vortheil zu benutzen oder in ihre Dienste zu zwingen anzurufen, wer steht nicht, daß dann auf diesen Staatsstreich versucht. Von nun an ist die Verfassung, ebenso wie die Gesell- sofort die Revolution antworten würde?" schaft, entzweigeschnitten: der Verfassungskonflikt wird ebenso chronisch, wie der soziale Konflikt." 5 Auf die verschiedenen, bei der Weiterentwickelung des Konflikts akzeptirten Vorschlag des Präsidenten erfolgen. in betracht kommenden Eventualitäten eingehend, führt Jaurès Tene. Der§1 hatte in der Regierungsvorlage wenigstens bestimmte Kategorien von Bezeichnungen genannt, die im Falle der Unrichtigkeit den Konkurrenten zur Privatklage berechtigen sollen; es soll dies der Fall sein bei falscher Angabe des *) Die Auflösung der Kammer kann nur auf den vom Senat Ursprungsorts, der Beschaffenheit u. s. w., was alles schon vou fautschukartiger Dehnbarkeit ist. Die Kommission aber hat dafür die„ Generalklausel":" Angaben über geschäftliche denn Ihr noch hin bei der sinkenden Nacht?! Doch net alle sie schmähten und auf sie loshackten. Er deckte sie mit ( Nachdruck verboten.) nach Baliz?" seiner Ehre, nahm sie zum Weibe und kannte den ausBa- lei! Drei Stunden fann i heut nimmer gehn. fälligen kleinen Kaspar als seinen Sohn an. Eine un Roman von Nicolaus Krauß. ' s wird wohl d' Wirths- Eva eine Strohschütt' für mi übrig endliche Dankbarkeit gegen ihn erfüllte seitdem ihr Herz. haben. du schön's Hergottal,' s geht wirkli nimmer!.. Und noch nie in den langen Jahren ihres bisherigen Zu Mit offenen Augen, und Ohren lauschte die Kleine in Wenn ma so an g ma so an ganzen Tag von einer Thür zur sammenlebens hatte sich dieses Verhältniß geändert. Nie ein die niedersinkende Dämmerung. Aber ihre Muhme hörte andern geh'n muß, wegen dem leidigen Stückl Brot, und böses oder auch nur unfreundliches Wort hatte sie von ihm zu von allen dem nichts, so ganz versunken war sie in Ge- was man da alles z' hören friegt von den Leuten, daß hören bekommen wegen ihrer Vergangenheit. Under arbeitete bis danken. Man weiß ja nie, wie's kommen wird, hatte die man net arbeiten will, und i bin doch schon a alts Leut, zum Umsinken. War die Schule aus, dann machte er für Schmiedin gesagt. Recht hatte sie, ja, tausendmal recht! neunundfünfzig war i zu Pfingsten, und die Händ san mir die Bauern den Gemeindeschreiber, oder schrieb die RechSie hätte es sich ja auch nicht gedacht, daß sie den lang ganz steif, die ganze Freundschaft ist mir wegg'storb'n, ja, nungen der Feuerversicherungs- Genossenschaft, die sie unter beinigen Schulgehilfen heirathen würde, der einstmals in was soll i denn anfangen, Lehrerin, wenn i net betteln einander gebildet hatten. Er war Organist, Kantor und Mühlessen aufgetaucht, und von dem kein Mensch so recht geh'?" Meßner in einer Person und bestellte die Feder, deren eigentlich wußte, woher er stammte. Mit einer weißen Schürze Ja,' s ist alles wahr, Kattl, aber' s hat halt Jedes Nuznießung mit diesem Posten verbunden war, fast ganz vor dem Leib war er gekommen, und das, was er bei sich hatte, allein. Keine Klage hatte sie über ihn, wenn er nur etwas dafür war Platz in einem blauen Schnupftuch. Aber der" Jedes Sein's? Na, dann bin i z' furz kommen. energischer und selbstbewußter gewesen wäre. Wie oft hatte Vater hatte ihn trotzdem genommen, obwohl noch nicht fest 3 ganze Leben hab' ich gearbeit', daß i oft kaum häschen sie ihm zugeredet, doch nicht alles von den Bauern einzus stand, ob er ein Schneider war oder ein vacirender Maurer. fonnt', und jetzt bin i im Armenhäust! Wenn es eine stecken und etwas mehr auf sich und seine Familie Na, sie hatte sich ja oft erlustirt über seine langen Arme, Gerechtigkeit giebt auf dera Welt?"" zu schauen. Und immer hatte er ja gesagt, aber wenn es die aussahen, wie die gerupften Flügel einer Gans, und dann wirklich zum Trumm kam, blieb sein Mund jedesmal über seine groß gerathene Nase, die melancholisch herabverschlossen, als wär' er versiegelt, und der Jammer war hing wie der Schnabel einer Ente, die in der Sonne träumt. derselbe. Woher er nur das hatte?... Wenn sie au Nie hatte sie geglaubt, daß sie ihm gut sein könnte, bis ihren Vater dachte, wie der mit den Leuten umzuspringen ja bis!... verstand! Da nahm sich keiner, selbst nicht der reichste Bauer, etwas heraus Gein's." " Net zweifeln, Kattl, net zweifeln. Nuht' 3 denn was?" " J's leicht g'sagt. Aber was wird aus mir, wenn i net mehr betteln gehen kann? Kein Hund fümmert sich um mich. Verhungern muß ich, verhungern. Und wenn mir was auf' n Weg pasfirt? Na ja. Hinterm Zaun sterben, Die Frau schauerte zusammen, wie Einer, der in das hinterm Zaun sterben wie... wie. frischwellende Wasser eines Baches sleigt und bis über die Die Alte hatte die letzten Worte nur mehr geflüstert, Die Sinnende hielt plötzlich im Schreiten inne. Es Knöchel in Schlamm versinkt. Ja, geradeso war damals als spräche sie zu sich selbst. Aber der Lehrerin waren sie ging nicht mehr. Die kleine Lene hatte sich so müde gedas Gefühl, als der Kasper ihr die Treu anfgesagt, und durch Mark und Bein gegangen. Mit einem Seufzer reichte laufen, daß sie sich nur noch am Kleide ihrer Muhme aufsie nicht weiter leben wollte. Mit zugefniffenen Augen sie der Bettlerin die Hand, und dann wandten sich beide recht erhalten konnte. Da nahm die Lehrerin kurz hatte sie den Sprung gewagt verzweifelnd an allem, was nach verschiedenen Richtungen. Die Alte keuchend und entschlossen das Kind, das schon im Halbschlafe es auf Erden giebt, da hatten sie zwei Arme umfangen, stöhnend unter der Last ihres Korbes, die andere wieder träumte, auf den Rücken. Jetzt feuchte die schmächtige Frau, und zwei harte knochige Hände spürte sie an ihrem Leibe, ganz versunken in ihre Gedanken.... wie vorhin die Bettlerin. daß sie aufschrie vor Schmerz Wie sie damals das schwere Nervenfieber überstanden Globt sei's Christas!..." und der Schande nicht unterlegen, als es ruchbar geworden, Die Frau riß es herum, als hätte man sie am Dhr daß sie mit einem Kinde gehen, das erschien ihr heute wie gezogen. Sie schob mit der Rechten ihr blaugetupftes, ein Wunder. Wenn sie nur daran dachte, kroch ihr das fattunenes Kopftuch über die Stirne zurück und blickte Grauen eiskalt über den Rücken. Wenn sie noch lebte, so feitwärts. Auf der Böschung des Weges faß ein altes, abgerissenes Weiblein, dessen Kopf von einem schweren Buckeltorb ganz nach vorn gedrückt wurde. " In Ewigkeit!... Ach, die Katt!! Ja, wo wollt's Aber feck tauchte der plumpe, viereckige, noch aus der Schwedenzeit stammende Thurm der Mühleffener Kirche auf. hm zu Füßen lag das Dorf, schob sich zweiseitig bis zunt Bache und kletterte drüben die leichte Lehne hinauf. Um die einzelnen Höfe formten Obstbäume eine schwarze Kugel. hatte sie es nur ihrem Manue zu verdanken, dem ehemaligen Kein Lichtlein blizte und kein Ton erklang, als die Schul gehilfen Jakob Weiß. Er pflegte und betreute sie, als schlafende Lene ihren Einzug hielt in ihre neue, vom Schlaf fie im gräßlichen Delirium ein um das andere Mal aus umfangene Heimath. dem Bette sprang, er allein ftand zu ihr, als jeder sie mied, ( Fortsetzung folgt.) Berhältnisse" gesetzt, die einfach alles umfaßt, und verstehe sich für auständige Menschen von selbst. Daß„ Bour. Deutsches Reich. cin von jozialdemokratischer und freisinniger Seite über- geois" dies thun, ist uns übrigens nicht bekannt. Und daß Die Reichs Kommission für Arbeiter. einstimmend gestellter Antrag, diese Worte wieder zu die fromme Germania" sich darob skandalisirt, das schneiden stati ft it vernahm gestern Auskunftspersonen der Herren-, Knabeneinstimmend gestellter Antrag, diese Worte wieder zu streichen, blieb in der Minderheit. Lenzmann begründete wir zu dem übrigen auf das Kerbholz des praktischen Christen- und Arbeiterkonfektion aus Stettin, Lübbecke, Herford und Gadderdenselben, indem er an drastischen Beispielen seine Kon- thums", unserer geschornen oder gescheitelten Mundchriften. baum bei Bielefeld. Erschienen waren aus Stettin: der Konfequenzen zeigte, und Genosse Singer legte dar, daß bei Das prevhische Abgeordnetenhans fette am Donnerstag die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend das Dienst einkommen der Lehrer und Lehrerinnen an den , Europa", sagt der französische Diplomat und Deputirte fettionär Leopold Juda, Vorsitzender des Stettiner Verbandes der Neigung der Richter zu immer weitergehenden Juter d'Estournelles de Constant in einem Aufsatz über die nahende der Konfektionäre, die Zwischenmeister Katrizke und Andreas pretationen Kautschutbestimmungen, wie das Gesetz sie zahl- Gefahr in der„ Revue des deux mondes" u. a, hat seit Schreiber, die Schneider Franz Käming und Johann Schult und reich enthalte, scharf bekämpft werden müßten; Frankreich 30 Jahren zu start gelebt. Es hat seine Produktion übermäßig die Näherin Frau Braun; aus Lübbecke: Konfektionär Julius mit seiner in langjähriger Praxis gefestigten Judikatur auf entwickelt, feinen Ackerbau feiner Industrie geopfert und seiner Ruben; aus Herford: Zwischenmeister Ernst Zimmermann, diesem Gebiete dürfe uns von dieser Vorsicht nicht abhalten. Thätigkeit einen solchen Aufschwung gegeben, daß es im stande Zwischenmeisterin Frau Moll und die Näherinnen Frau Wiedemann, ist, mit seinen Waaren die ganze Welt zu versorgen. Heute Haddenhorst und Peters; aus Gadderbaum bei Bielefeld: Schneider Abg. Roeren( 3.) gab als Grund der Kommissions- Mehrheit fangen jedoch die Absatzgebiete an, sich zu verringern, denn nicht Wilhelm Lübker. Leopold Juda giebt einen Ueberblick der Verfür die Einfügung der Generalklausel an, es sei nach der An- nur die Produkte der europäischen Maschinen überschreiten die hältnisse in der Stettiner Herren- und Knabenkonfektion. Die beficht des einen oder anderen Kommissionsmitgliedes noch Meere, sondern die Maschinen selbst sind ihnen gefolgt und deutendsten Geschäfte haben einen jährlichen Umfag von 1 bis diese oder jene weitere Kategorie nothwendig, deshalb die setzen die Abnehmer der europäischen Produkte in den 11/2 Millionen Mark; die kleineren Geschäfte machen Umsähe von allgemeine Fassung. Also geradezu, um anstatt der gesetz- Stand, zuerst sich selbst zu genügen und dann die Waaren 200 000-800 000 M. Im Hause werden keine Waaren fabrizirt, sondern die Arbeit wird außer dem Hause an Zwischenmeister oder lich umriffenen Thatmerkmale das Belieben des Gesetz- anderswo zum Schaden der europäischen abzusetzen. anwenders zu setzen! Und der Kommissionsreferent Abg. Bereinigten Staaten gaben das erste Zeichen der Emanzipation, auch, was feltener vorkommt, direkt an Arbeiter vergeben. Herr Meyer( frs. Vg.) bezeichnete diese Ausführungen Noeren's aber ihr Beispiel machte rasch Schule. In Zentralamerita, Süd Juda erklärt, daß in der stillen Zeit theils Abzüge gemacht als dazu bestimmt, den Sinn des Gesetzgebers den Ge- amerita, Australien, Indien, Japan erheben sich unsere Kon: werden, was entschieden zu mißbilligen sei; er glaubt furrenten und schließen sich unsere Märkte. Nur Afrifa bleibt indeß, daß der von den Konfektionären festgesetzte richten erkennbar zu machen. Demnach werden wir uns noch als neuester und legter Kunde Europas. Mit dem Tarif eine forrettere Handhabung in der Lohnzahlung bieten mit dem Gesetz über den unlauteren Wettbewerb Ackerbau ist es schon so weit gekommen, daß der europäische würde. Die etwas niedrigen Preise der Stettiner Konfektion wohl noch interessante Erfahrungen machen; vielleicht wird Konsument für mehrere Produkte den amerikanischen oder auftra- gegenüber der Berliner erklärt Herr Juda damit, daß in Berlin bedeutend höhere Ansprüche an die Arbeit es ein privatrechtliches Pendant zum Grobenunfug 3- lischen Markt vortheilhafter findet, als den einheimischen. Sogar Gelang es hier also nicht, den Ent- in Nordamerika hat der Ackerbau bereits von der Konkurrenz Der Arbeiter und Arbeiterinnen zeigen das gleiche Bild wie in gestellt werden. paragraphen. Die Ermittelungen über die Verhältnisse ebenso, wie in dem verwurf zu mildern, so glückte es dagegen mit knapper Noth Südamerikas zu leiden, wo jüngten Indien, in Masse Getreide gebaut wird. Selbst den vorhergehenden Vernehmungen. Am Schlusse der Verhandbei dem Absatze, der die Mitverantwortung der Bresse für Australien und das kaum erst zur Kultur erwachte Ostafrika belungen entspann sich eine lebhafte Aussprache über ArbeiterInserate statuirt. Die§§ 5-8 wurden unverändert an- treten den gleichen Weg. In allen diesen Ländern ist der Boden schußfragen und Anbahnung zweckmäßigerer Betriebsformen. genommen. Darauf wurde die Fortsetzung der Berathung und die Arbeit um die Hälfte oder noch mehr billiger als in- Die Erhebungen über die Wäschekonfettion auf morgen 1 Uhr vertagt. Europa und der Transport über den Ozean ist heutzutage weniger seitens der Reichskommission der Arbeiterstatistik werden am fofispielig, auch rascher, als der Transport von Marseille nach 28. d. M. beginnen. Paris vor fünfzig Jahren." -Inspizirende Minister. Wie wir sofort verDie Judustrie fühlt die Konkurrenz heute noch nicht so start, öffentlichen Volksschulen fort. Eine längere Debatte wie die Landwirthschaft, wird aber nach d'Estournelles Ansicht mutheten, war die von uns unter allein Vorbehalt wiederentspann sich bei§ 7, nach welchem bei unbefriedigender Führung noch mehr als sie darunter zu leiden haben, besonders wenn gegebene Lokalnotiz über einen flüchtigen Informationsspazierder Lehrer mit Genehmigung der Bezirksregierung eine Ver- die Erleichterung der Verkehrsmittel auch die exotischen gang des Handelsmimfters in den Betrieben der Wäsche- und Arbeitskräfte nach Europa wirft. Er erinnert an ein Kleiderkonfektion unbegründet. Die„ Norddeutsche Allgemeine fagung der Alterszulage ftatthaft ist. Freilich meinte der Wort Renan's, Kultusminister Dr. Bosse, daß der, als Dor gigantische Beitung" erklärt heute die erwähnte Lokalnotiz für erfunden. ein ordentlicher Lehrer ihm das Klebt er oder flebt er nicht? Die„ Liberale nichts von dieser Bestimmung zu fürchten habe, aber eine Projekt der doppelten Eisenbahnverbindung zwischen Europa und bindende Erklärung darüber, ob er zu den von einem„ ordent- Ajien im Norden und Süden gerühmt wurde, sagte:" Ja, das Korrespondenz" meint, er nämlich Herr Dr. Alexander Meyer lichen Lehrer geforderten Eigenschaften auch die Ueberein- ist sehr schön, wenn es nicht der große Weg der Invasion wird", wird sein Mandat nicht niederlegen. Danach klebt er also unftimmung mit dem jeweiligen Regierungskurs rechnet, oder ob er und dabei erinnerte er an Tamerlan. D'Estournelles schließt verdroffen weiter. Der Hannoversche Kourier" sprach die gegenstimmung mit dem jeweiligen Regierungskurs rechnet, oder ob er folche Lehrer, die ihre von der Regierung abweichende politische feinen Aufsatz mit einer eindringlichen Mahnung an alle theilige Ansicht aus und ward darin unterstüßt durch die folche Lehrer, die ihre von der Regierung abweichende politische Europäer, ihrer schwierigen Lage eingedenk zu sein und alles zu Münchener Neuesten Nachrichten", die gestern unter Benutzung Gesinnung bethätigen, mit Vorenthaltung der Alterszulagen beStrafen will, gab Dr. Bosse nicht ab. Das bekannte Verhalten vermeiden, was sie verschlimmern könnte, vor allem Kriege. eines kleinen Umweges über Merseburg meldeten: strafen will, gab Dr. Bosse nicht ab. Das bekannte Verhalten Meyer des Ministers gegen unliebsame Privatdozenten dürfte eine Nach beendigtem Kriege", schreibt er, würden die europäischen scheint es nun doch nicht, wie er zuerst beabsichtigte, auf eine des Ministers gegen unliebfame Privatdozenten dürfte eine solche Befürchtung wohl rechtfertigen. Prinzipielle Bedenken Arbeiter schwerer Arbeit finden als je, denn die europäische In- hihige Debatte über seine Wahlprüfung ankommmen zu lassen, gegen§ 7 erhoben nur der Pole Dr. von Glebocki und dustrie würde durch ihn ihre letzten auswärtigen Abfazgebiete ver- fondern er wird sein Mandat freiwillig niederlegen; einen die Abgg. Rickert( frs. Vg.) und Dasbach( Zentrum), lieren. Die Tage nach dem Kriege würden für Sieger und Besiegte anderen Beschluß wie die Wahlprüfungs- Kommission, während alle übrigen Parteien einschließlich der durch den Abg. schlimmer sein, als der Krieg selbst. Das ist ein Grund mehr, nämlich den der Ungiltigkeitserklärung der Wahl, hätte unter teinen Knörde vertretenen freisinnigen Volkspartei ihr grundsägliches alle europäischen Machthaber, die den Krieg zu entfesseln im das Plenum Umständen gefaßt. Einverständniß betonten. Der§ 7 wurde schließlich mit einer stande sind, zur äußersten Friedensliebe zu mahnen." Herr Meyer sich nach den Osterferien in den Reichstag be= unwesentlichen Aenderung gegen die Stimmen der genannten Er hätte hinzufügen müssen, alle großen unproduktiven Aus- giebt, so weiß er: er zieht auf einen für ihn verlorenen Barteien angenommen, ebenso einige unbedeutende Paragraphen lagen, also vor allem die großen Lasten, die für Militär und Bosten." ohne nennenswerthe Debatte. Zu§ 10, welcher von der An- Marine den Völkern aufgebürdet werden, ferner zu vermeiden. Allein er vertheidigt diesen Posten nicht als„ guter Parla Wenn der französische Diplomat auch vor rechnung der Dienstzeit handelt, stimmte das Haus einem Antrage einstellungen warnt, so nimmt er fälschlich an, daß diese die um den Hals", wie er selbst sich in parlamentarischen Kreiſen Arbeits- mentssoldat", sondern als armer Sünder mit dem Strid Opfergelt zu, wonach die ganze an privaten Schulen zu Waarenpreise erhöhen müssen. Unter dem Drucke der aus- äußerte. Zu diesem wenig angenehmen Bewußtsein noch das gebrachte Dienstzeit bei Uebertritt zu den öffentlichen Schulen in Anrechnung gebracht wird, sowie einem Antrage Bartel 3, wärtigen Konkurrenz führen diese im Falle des Sieges der Bech, in fo beängstigender Lage über" uulauteren Wettso der diese Bestimmungen auch auf Lehrerinnen ausgedehnt wissen Arbeiter blos zur Verminderung des Unternehmergewinns und bewerb" sprechen zu müssen. will. Nachdem noch einige weitere Paragraphen in der Fassung des Handelsprofits. Dem sei jedoch wie ihm wolle. Hier handelt es sich nur der Kommission angenommen waren, wurde die Debatte auf Freitag vertagt. um die inhaltschwere Frage: Klebt er oder klebt er nicht? Herr Meyer selbst behauptete darüber, da er die Pflicht nicht hat, es zu beweisen: Lieber sterbe ich, als daß ich niederlege. Die Mandattleberei Alexander Meyer's bekommt damit einen Stich in das Heroische. Donnerstag, den 9. April, wurde nämlich der Abgeordnete für Halle von guten Freunden in einem Brauerei- Ausschank der alten Hallorenstadt auf die Unannehmlichkeiten und Scheerereien" einer etwa fommenden Wahltampagne aufmerksam gemacht und über seine angeblich in Aussicht genommene Mandatsniederlegung interpellirt. Der forpulente Schäfer erklärte hierauf in gehobener Stimmung: Na, lieber sterbe ich doch, als daß ich freiivillig niederlege. Eine arge Klemme: Entweder Selbstmord durch freiwillige" Mandats- Niederlegung oder Strangulation durch das Plenum des Reichstages. Nur ein Hoffnungsschimmer winkt noch von fern: Herr Meyer, der freiwillige Regierungs- Kommissar Caprivi's und Hohenlohe's, ist der Scherz- Fabrikant des Hohen Hauses, vielleicht sieht man in entscheidenden Augenblick doch ein, daß solch ein Kollege unentbehrlich ist. " Europas Schuldenlaft. Unter diesem Titel veröffentlicht der Economiste Européen" eine Abhandlung, der zu entnehmen Der Berliner Schleifstein" des Herrn v. Stumm, 21 europäischen Länder von 101 460 Millionen Frants auf ist, daß vom Jahre 1885 bis 1895 die öffentlichen Schulden der die" Post", sucht die Unternehmer gegen die Arbeiter- Mai- 121 966 Millionen Franks gefliegen sind. Es macht dies während feier scharf zu machen. Den Anlaß zu ihrer neuesten zehn Jahren eine Vermehrung der Schulden um 20 505 Mill. Hezerei liefert dem Blatte der Aufruf des geschäftsführenden Frts. Die Länder, in welchen die öffentlichen Schulden am Ausschusses unserer Partei, in dem die gegenwärtige, auf- meisten zugenommen haben, find in erster Reihe steigende Konjunktur für die allgemeine Durchführung der Arbeitsruhe am 1. Mai" als günstig bezeichnet wird. Das soll nach dem Stumm- Organ die denkbar unverblümteste Aufforderung dazu sein, durch Arbeitseinstellung die allgemeinere Durchführung zu erzwingen und die gegenwärtige, aufsteigende Konjunktur" unter unter offenbarster Schädigung auch der Arbeiterinteressen als Lock- und Reizmittel zu thörichten Streifs zu benutzen." Rußland. Deutschland Frankreich Italien. Desterreich- Ungarn mit 7541 Mill. Frks., dann Die Länder, deren Schuld abgenommen hat, sind: England Spanien Dänemark. Luxemburg • mit 5743 mit 2278 mit 1914 mit 1287 " " " " " " um 2244 Mill. Fris. • um 394 um 23 unt 4" " " " " " mit 16 424 419 " " " "" " mit 15 767 161 mit 15 252 " " " " " " " " "" " " " mit 12 941 296 338 418 """ " " " " " "" " Die einzige richtige Antwort der bürgerlichen Gesellschaft auf diese freche Herausforderung" scheint nun der„ Post" Die sechs im Jahre 1895 am meisten verschuldeten Länder sind die zu sein, nicht zu dulden, daß der eine oder andere Arbeit- Frankreich mit 26-779 Mill. Fr. od. 698 Fr. für jed. Einwohn. England geber, der in früheren Jahren schwach genug war, die Arbeits- Rußland ruhe zu bewilligen, diesen Verstoß gegen die Interessen der Deutschland bürgerlichen Gesellschaft wiederhole. Einmüthig und ge- Desterr.- Ungarn mit 14 021 schloffen muß die gesammte Unternehmerschaft erklären: Italien teine Arbeitsruhe am 1. Mai! Und wer sich Es ist bezeichnend, daß Deutschland und Rußland, die beiden ausschließen wollte, der muß als Freund Reiche, in denen man die alte Gewalt am ängstlichsten zu konder sozialrevolutionären Umsturzpartei serviren sucht, auch am meisten an Echulden zugenommen haben. gebrandmarkt werden." Weiter erläßt Herr v. Stumm durch sein Organ an den neuen Minister des Innern die Anordnung, daß er die Verwaltungs- und Polizeibehörden rechtzeitig mit geeigneter Anweisung versieht, wie sie behufs Unterstützung dieser der Bourgeoisie aufgedrungenen Abwehr gegen die sozial revolutionären Verführer einzuschreiten haben. " In beiden Staaten sind die großen Verpflichtungen, die für wiegenden Theile nicht für Kulturaufgaben, sondern für milispätere Generationen eingegangen find, zum weitaus über tärische Zwecke und für die Vermehrung der Flotte verwandt worden. Die internationale Reaktion, deren utopistisches deal die Wiederbelebung der Heiligen Polizei wird unter dem heutigen Tage telegraphirt: Allianz ist, läßt eine fette Ente auffliegen. Aus Paris " " Wenn daß die amtlichen Wahlbeeinflussungen während der Hauptwahl, Im übrigen wollen wir nicht unterlassen zu fonstatiren, nicht zu Meyer's gunsten in Szene gesetzt worden sind. Der Landrath Herr v. Werder agitirte in erster Linie für seinen fonfervativ agrarischen Parteifreund und bei der Gelegenheit spielte der offizielle Apparat in einer selbst in Preußen selten gezeigten Weise, so daß die Kassirung der Wah! erfolgen muß.0 -Im Wahlkreise Ruppin Templin wollen auch die Christlich- Sozialen" nach der" poſt" mit einem Kandidaten auf dem Plan erscheinen. In den betr. Kreisen wird Kandidat genannt. der Regierungsaffessor a. D. v. Gerlach als der geeignetste # Für die Stichwahl in Osnabrück haben sich die Aussichten des welfischen Kandidaten, der so wie so die günstigere Stellung hatte, noch dadurch erheblich gebessert, daß, wie vorher schon das Antisemitenorgan, jeht auch der Bund der Landwirthe" sich für Wahlenthaltung aus gesprochen hat, da weder der welfische noch der nationalgesprochen habe. liberale Kandidat sich für die Grundsäge des Bundes aus Nachdem nun alle, Unternehmer, Minister, Beamte und Polizei wissen, was Herr von Stumm zu befehlen geruht, kann der Tanz losgehen. Dreimal Wehe denen, großer Energie die Unterhandlungen hinsichtlich eines europäischen Wie verlautet, verfolgt Ministerpräsident Bourgeois mit welche sich am 1. Mai erlauben, die Arbeit ruhen zu Kongresses in der egyptischen Frage. Der Kongreß soll das Datum laffen. ber definitiven Räumung Egyptens feftfeßen. Rußland sei mit die Demokraten den Verleger des Würzb. Journal", Herrn -Reichstag3- Erfahwa hl. Wie verlautet, wollen Gegen das Duell sind auch in der bürgerlichen Frankreich einverstanden und man hoffe, daß auch Deutsch Köhl in Würzburg, als Kandidat aufstellen, während die BauernPresse scharfe Worte genug gefallen. Aber es gewinnt land und Desterreich sich an dem Kongreß betheiligen werden. bündler mit einem eigenen Kandidaten ihr Glück versuchen und Aber es gewinnt In diplomatischen Kreisen will man wissen, die Reise des Fürsten nicht den Anschein, daß etwas Ernstliches zu seiner Ab- bohenlohe nach Paris habe mit diesem Plan im Zusammenhang auch die konservativen für ihren Mann gewinnen wollen. schaffung gethan wird. Denn wenn ein Zentrums gestanden. - Ueber den agrarischen 3wist im 3entrum abgeordneter fich damit begnügen will im preußischen Herr Bourgeois müßte verrückt sein, wenn er einen wird der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter Beitung" von einer Abgeordnetenhause den Justizminister zu fragen, was er zu europäischen Kongreß gegen England zusammenberufen Seite geschrieben, die das Blatt als bestunterrichtet bezeichnen thun gedenke, um der Ueberhandnahme der Gesetzes wollte. England würde sich selbstverständlich einen solchen wirthe planen weder die Herren Fürft Löwenstein, Prinz Arenberg, tann: Gine tatholische Unterabtheilung des Bundes der Landverlegungen durch das Duell Einhalt zu thun, so ist das Kongreß ebenso wenig gefallen lassen, wie Deutschland Freiherr von Loë, Dr. Porsch u. f. w.; noch weniger natürlich wirklich eine" übel angebrachte Zurückhaltung. Das macht einen Kongreß zur Regelung der Elsaß Lothringischen eine politische Parteibildung neben dem Zentrum und in Konja ganz den Eindruck, als ob der wackere Fragesteller nichts Frage. Und was dann? Will Deutschland den Russen turrenz mit dem Zentrum. Die Zentrumspresse und die ges gegen das Duell einzuwenden haben würde, wenn es sich Heerfolge leisten gegen die einzige Macht, die ihm in einem fammten Herren selbst sind also im recht, wenn sie eine solche nur in bescheideneren Grenzen halten und sich nicht so auf- europäischen Krieg entscheidende Dienste leisten kann? Absicht von sich weisen. Den Abgeordneten Porsch als Mitfällig an die Deffentlichkeit drängen würde. Da wird es wir dächten, die traurige Rolle, welche die deutsche urheber eines derartigen Planes zu bezeichnen, war feitens eines entschiedeneren Auftretens bedürfen, wenn auf die Diplomatie in Ostasien gespielt hat, fordert wahrhaftig des Gewährsmaunes der Deutschen Reichszeitung" vollends eine Kreise, die das Duell als Klaffenvorrecht schäßen und hoch nicht zur Wiederholung in größerem Maßstabe auf. Uebereilung, die zu starken Zweifeln an der Güte feiner halten, ein Eindruck gemacht werden soll. Informationen berechtigt. Die Aristokraten und Agrarier im Chronik der Majestätsbeleidigungen. In München Bentrum wissen recht gut, besonders auch aus den keineswegs Dem Reinen ist alles rein lautet ein christliches wurde wegen einer Annonce, in der ein pensionirter Gymnasial- vergessenen Vorgängen im Wahlkampfe von 1893, daß weite Wort, und die Ergänzung ist: dem Unreinen ist alles lehrer zum bevorstehenden Geburtstag des Prinzregenten seine Zentrumskreise einer Sonderorganisation mit wenn auch nur unrein. Aus unserer gestrigen Notiz zur Abwehr des von der noch neue Uniform zum Verkaufe anbot, gegen den Expedienten leisem Gegensate gegen das Zentrum nicht blos wirthschafts Breslauer Morgen- Beitung" gegen uns erhobenen Vorwurfs: der Münchener freien Presse" und gegen den Inserirenden liche, sondern auch politische Zwecke zuschreiben würden und Schoenlant habe sich in unserer Hedaktion die Nervenüberreiztheit Anlage wegen Beleidigung des Prinzregenten erhoben. In daß sie sich damit in den Augen auch mancher ihnen bis jeht geholt, die wir ihm angeblich hintennach zum Vorwurf gemacht dem Inferat befand sich vor den Worten pensionirter Gymnasial- freundlich gesiunter Parteigenossen selbst ins Unrecht setzen hätten, schließt die fromme Germania": im Vorwärts" lehrer ein Busay, aus dem hervorging, daß der Inserirende würden. Obendrein gelten nicht alle Zentrumsaristokraten tönnten die Redakteure wie die Bourgeois monate- glaubte, er sei zu unrecht pensionirt worden. für besonders warm religiös, und das Zentrum würde lange Ferien genießen" bei uns natürlich auf Kosten Ronfiszirt wurde die Nummer des Nürnb. Anz." vom gegen sie nicht blos an den Gerechtigkeitssinn appelliren, der der ausgebeuteten" Arbeiter. Wir dächten: daß einem 15. April wegen angeblicher Majestätsbeleidigung. Lettere will den maßlosen agrarischen Sonderansprüchen entgegenzutreten Beamten, dessen Gesundheit einen längeren Urlaub erheischt, zur der Staatsanwalt in einem Artikel über die Verurtheilung des heische, auch nicht blos an das Gefühl für die Wiederherstellung seiner Gesundheit ein solcher gewährt wird, Professors Quidde in München gefunden haben. politische Ehre der Bentrumspartei, sondern auch direkt an das " " faih olische Bewußtsein, und dann hätten die Herren ihr Spiel tage, sondern von der ihm auf allerhöchfte Ermächtigung zu- 1 verloren. Die Agrarier und Aristokraten werden also fortfahren, gestellten Abschrift eines an einen dritten geder heutigen Schlußverhandlung wurden sämmtliche Anträge zum München, 16. April.( Privatdepesche des Borw.") In innerhalb des Zentrums vermehrten Einfluß zu erlangen, und richteten Telegramms gesprochen habe." Interessanter sollten sie denn an solchen Erfolgen zweifeln, nachdem z. B. in wäre eigentlich, daß er genau mittheilte, was denn in der ihm Vereinsgesetz einem besonderen Ausschuß überwiesen, nachdem der Kommission für das Margarinegesen gerade die Zentrums- mitgetheilten Telegramm- Abschrift dringestanden hat. Vollmar und Grillenberger eindrucksvollſt die reaktionären Bemitglieder die unglaublichsten Verschärfungen durchgesezt haben? Sie müßten höchst schlechte Taktiker sein, wenn sie nicht in dem gesellschaft in Berlin ist durch das Auftreten des Dr. verwaltung gegen die Arbeiter scharf tritifirt hatten. Es wurde - Gine Spaltung der deutschen Kolonial. ftrebungen des Zentrums und die Verfolgungspraxis der PolizeiBemühen fortführen, das Zentrum von innen heraus in eine Peters und seiner Freunde bewirkt worden. Die Ausgetretenen ein Beschluß im Sinne der Koalitionsfreiheit gefaßt. Das Eragrarische Partei umzubilden und, was damit zusammenhängt, die haben sich gestern Abend unter Vorsiz des Prinzen Arenberg gebniß der heutigen Sigung bedeutet eine empfindliche NiederSozialreformer im Zentrum lahmizulegen. Die letzteren gelten( dem Zentrum angehörig) als befondere Abtheilung der Kolonial ohnehin in der Partei felbft für eine Spezialität; man spricht gesellschaft konstituirt. Etwa 150 Mitglieder sollen bereits bei- lage des Zentrums. von ihrer Liebhaberei( denn so betrachtet man es) mit einem halbironischen Lächeln, während die Agrarier eine wirkliche Macht darstellen, die durch ein Wörtchen der Unzufriedenheit die erregteften Debatten zu entfesseln vermag." " " getreten fein. Die sozialdemokratische Gruppe hatte folgenden Eventual berichten aus Koblenz: Die Ausschreitungen der - Militärisches aus Roblenz. Bürgerliche Blätter antrag gestellt: Die Kammer wolle beschließen: Es sei für den Fall der Mit den vorstehenden Ausführungen stimmt es zusammen, Rubrik in den hiesigen Zeitungen geworden. Seit Monaten ist t. Staatsregierung das Ersuchen zu richten, in dem vorzulegenden Soldaten an den Sonntag- Abenden find zu einer ständigen Annahme des Antrages Dr. Pichler und Genossen" au die wie der Graf Hoensbroech sich über die Veröffentlichung kein Sonntag ohne Säbelaffäre vergangen. Am letzten Sonntag Gefeßentwurf bezüglich Abänderung des Vereinsgefeßes dem der Deutschen Reichszeitung" äußert. Er sagt nämlich, indem schlugen sich mehrere Soldaten unter einander mit Säbeln in Art. 15 nachstehende Hinzufügung zu geben: er gleichzeitig die Angaben des Briefes als völlig erfunden einem Tanzlokal. hinstellt: Die Kobl. 3tg." meldet ferner einen Erzeß Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf solche Vereine von Soldaten des Feldartillerie- Regiments Nr. 23, der am selben und Versammlungen, welche die Erörterung und Verbesserung Die Art und Weise, in der zahlreiche Bentrumsorgane Tage in Gu13 vorgekommen ist. Sechs Artilleristen verfolgten der gewerblichen Arbeitsbedingungen, die Ausübung des ihrer Entrüftung" über die Veröffentlichung des Briefes Aus- die Frau eines Bahnbeamten und riefen ihr Schimpf- Roalitionsrechtes, den gesetzlichen Arbeiterschutz, die Arbeiterdruck geben und gleichzeitig fortgefeßt die agrarische Bewegung worte zu. Das Haus des Beamten wurde mit Steinen beversicherungsgefeße, sowie überhaupt gewerbliche und wirthschaftdurch politische Sonderbestrebungen" zu verworfen, Fenster eingeschlagen und die Hausthüre zertrümmert. liche Angelegenheiten jeder Art zum Zweck haben, und zwar dächtigen suchen, hat mich in Verbindung mit anderen Mit Dann zogen die Raufbolde auf die Mosel- Eisenbahnbrücke, die ohne Rücksicht darauf, ob Einberufer, Redner, Leiter oder sonstige theilungen zu der Ueberzeugung geführt, daß es fich gegebenen für Fußgänger verboten ist. Den dienstthuenden Bahnwärter Theilnehmer der Versammlung oder des Vereins außerdem auch Falls um eine feit langem betriebene Mache handelt, deren bedrohten sie mit den Säbeln, als er ihnen das Passiren der politischen Vereinen oder Parteien angehören. Dankenswerthe Aufdeckung in Ihrer Zeitung nicht zum Brücke verbieten wollte. wenigsten den Grund für obengenannte Entrüstung" bildet." Desterreich. Mit diesen Ausführungen des agrarischen Grafen wird direkt auf die„ Kölnische Volkszeitung" und die übrigen demokratischen furter Zeitung" folgendes faft unglaubliche Vorkommniß berichtet: minister Graf von Ledebur erklärt, angesichts des wachsen. Wien, 16. April. Abgeordnetenhaus. Ackerbaus Zentrumsblätter hingezielt, die ihrerseits schwerlich die Antwort In Saarburg ist ein inhaftirter Musikant vor Hunger gestorben. ben Terminspieles im Getreide in Europa müſſe schuldig bleiben werden. Der betreffende wurde vor acht Tagen in betrunkenem Zustande etwas geschehen; die juristische Erklärung des Differenzs in den Arrest verbracht. 13 ein leines Mittel gegen den Umnahm, vergaß den Mann. Vorgestern wurde er todt, vor Der Polizist, der die Verhaftung vor spiels sei schwierig. Das erforderliche Einvernehmen mit den be sturz haben auch wir den sogenannten Assessorenparagraph in Hunger gestorben, im Arrestlokale aufgefunden. theiligten Ministerien sei angebahnt. Der neue Strafgefeßentwurf dem geplanten Gesetz über die Richtergehälter charakterifirt. Auch wurde verhaftet. Der Polizist behandele die Verleitung zum Börsenspiel als Spezialunter unseren Gegnern giebt es Männer, die das zugeben. So delikt. Redner führt weitere Maßnahmen zur Ein= hat in einer dieser Tage in Köln zusammengetretenen Versamm Bevor mundung theilt das Hamburger Echo" init. Ein klassisches Beispiel polizeilicher dämmung des Börsenspiels an, zu deren Prüfung er Iung rheinischer Rechtsanwälte, wie wir dem Bericht der Köln. Das Berathungen unter Hinzuziehung von Sachverständigen beZeitung" entnehmen, der Rechtsanwalt Gammersbach be- Blatt berichtet aus Bremerhaven: Der hiesige Amtmann sandte abfichtige. Was die Bestellung landwirthschaftlicher Beiräthe tont, daß der§ 8 feinen direkten Angriff gegen die Interessen einem hiesigen Wirthschaftsinhaber folgende charakteristische Wer bei den auswärtigen Vertretungen betreffe, so gedenke er nicht, der Anwälte enthalte. Hätte die Justizverwaltung dies gewollt, fügung zu, die das Verhältniß zwischen Wirth, Sängerinnen und sich an das Ministerium des Aeußern zu wenden; er wolle vielso hätte sie die Reichsgesetzgebung anrufen müssen. Der§ 8 junger Männerwelt regeln soll: mehr selbständig geeignete Fachleute in das Ausland senden. sei lediglich ein politisches Rampfmittel An Herrn Wirth.....( folgt Name) hier. Nach zahlreichen dem Amte feit Dezember 1895 feitens des Herausgebers des antisemitischen Grazer Extrablatts", Graz, 16. April. Großes Aufsehen erregt die Verhaftung 1 " 1 der -Aus Saarburg( in Lothringen) wird der Frank " " billigen sei, so sei er aber praktisch verfehlt. Man wolle, was teinem Zweifel, daß Ihr Lokal zu denjenigen gehört, welche des Gemeinderath Feichtinger. Derselbe hat große Betrügereien im Partikulargefeßgebung erreichen." Es ist immerhin Nachts mit Vorliebe von den Sängerinnen der hiesigen werthvoll, dieses Eingeständniß aus dem Munde eines Mannes Tingel- Tangel" frequentirt werden. Ich mache Sie Ungarn. zu registriren, der die Bekämpfung des Umsturzes im Prinzip siehung des Dispens von der Polizeistunde aussehen und kann im Disziplinarwege vom Amte suspendirte Polizeirath darauf aufmerksam, daß Sie sich hierdurch der Gefahr der Ent Budapest, 16. April. Der wegen Veruntreuungen billigt".- Die diesjährige März 3eitung ist bekanntlich Berkehr von Sängerinnen in Ihrem Lokal ganz aufhört und und dem Strafgericht eingeliefert. Ihnen nur dringend anheimgeben, dafür zu sorgen, daß der Chudy wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft verhaftet in der Buchhandlung Vorwärts auf Anweisung des Breslauer nicht mehr als Anziehungskraft für die junge Amtsgerichts tonfiszirt worden wegen Majestätsbeleidigung. Die Männerwelt dient. dagegen von dem Redakteur N. Seiffert zu Hamburg eingelegte Bremerhaven, 19. März 1896. Beschwerde ist mit der Begründung zurückgewiesen, daß wegen einer in der beschlagnahmten Druckschrift angeblich enthaltenen Majestätsbeleidigung die Untersuchung eingeleitet und Druckschrift als Beweismittel für die unter suchung von Bedeutung ist. Der Amtmann. Dommes." Schweiz. Zürich, 18. April.( Eigener Bericht.) Die reaktionäre Berfassungsänderung des Bauerndemagogen Walder( Wahlkreiseintheilung nicht nach der ganzen Bevölkerungszahl, sondern blos nach der beschloß der Landtag ohne Debatte, die Aufschiebung der lichen Politiker, welche seinerzeit das Attentat unterstützten, freiWeimar, 15. April. Landtag. In heutiger Sitzung Bahl der schweizer Bürger), der vorige Woche von allen Parteien in Grund und Boden hinein verdammt wurde, wozu die bürgergegen den Abg. Genossen Baudert schwebenden Wir meinen nun, daß auch diese Annahme die Beschlag- intersuchung wegen Beleidigung der großlich keine Veranlassung hatten, hat gegenüber der sozialdemokra= von der Staatsanwaltschaft gegen die März- Zeitung erhobene Landtages zu verfügen. Ueber die Festsetzung der dem re- traten nahme nicht rechtfertigt. Ist das Gericht der Ansicht, daß der herzoglichen Staatsregierung bis zum Schluß des tischen Partei die gewünschte Schuldigkeit gethan. In mehreren Wahlkreisen der Stadt Zürich wurde von den Liberalen und DemoVorwurf der Majestätsbeleidigung begründet ist, so tönnte gierenden Fürsten zu zahlenden Domänenrente beschloß der Land- kraten der Wahlkampf in denkbar charakterlofefter und geallerdings auf grund des§ 40 des Strafgesetzbuchs die tag: Die Rente wird vom 1. Januar 1899 nach Maßgabe des meinster Weise geführt und namentlich von den erstern Einziehung mit recht ausgesprochen werden. Aber dies wird Reinertrages des großherzoglichen Kammervermögens nach neun Mehrheit geübt. Das Resultat ist die Niederlage der Genoffen ein unerhörter Terrorismus, fowie Mißbrauch mit ihrer nicht behauptet, sondern die Beschlagnahme damit gerechtfertigt, jährigem Durchschnitt je für die nächsten drei Jabre festgestellt Mehrheit geübt. Das Resultat iſt die Niederlage der Genoffen daß die Druckschrift als Beweismittel für die Untersuchung von und beträgt( wie jetzt) beim durchschnittlichen Jahresreinertrag Fabrifinspettors Kern; Greulich und Kern haben übrigens bei Greulich, Seibel und Conzett und des demokratischen Bedeutung ist. Dazu aber genügt ein einziges Exemplar. Wenn von 1200 000 bis 1 450 000 Mart jährlich 960 000 Mart. 1562 Stimmen absolutem Mehr 1688 refp. 1731 Stimmen erhalten, § 94 der Strafprozeßordnung bestimmt, daß Gegenstände, welche Bei der Erhöhung des Reinertrages kommt die Hälfte des sich wären also gewählt, allein da 13 andere Kandidaten mehr Stimmen als Beweismittel für die Untersuchung von Bedeutung sein herausstellenden Ueberschusses der jährlichen Domänenrente zu gute. erhalten haben, sind diese gewählt und fallen also die beiden fönnen, in Verwahrung zu nehmen sind, so bezieht sich dies beispielsweise auf Gegenstände, auf deren Wiedererkennung es währenden Steigung befinden, bedeutet dieser Beschluß für die brucker Kern in den Kantonsrath und Echriftfezer Luchinger in Da die Erträge der Domänen, Forsten 2c. sich in einer fortaußer betracht. Neu gewählt wurde dagegen in Zürich Buchantommt und welche daher bei der Vernehmung von Zeugen Bufunft eine Erhöhung der an den regierenden Großherzog zu den Großen Stadtrath. Lang ist in Derlikon wiedergewählt vorzulegen sind, auf Schriftstücke, welche den Gegenstand der zahlenden Entschädigung. In der Debatte über diese AngelegenUntersuchung bilden oder über That und Thäterschaft Aufschluß heit wies der Präsident Freiherr v. Rotenhan die vom Ab- und auch unser Veteran Bürkli, desgleichen die drei Sozialgeben, oder welche bei einer Schriftvergleichung als Vergleichungs- geordneten Genossen Bandert herrührende Bezeichnung des Groß- fize, einer gewonnen, deren wir jetzt noch zehn haben gegen demokraten in Winterthur. Verloren wurden drei Kantonsrathsstücke dienen sollen. Wie aber hunderte von Exemplaren herzogs als hö ch st en Beamten des Staates als undesselben Zeitungsblattes als Beweismittel für die Unter- chic lich zurück. zwölf früher. suchung von Erheblichkeit sein können, leuchtet uns nicht ein. München, 13. April. In der heutigen Sigung der in seiner Glorie. Das Schweizer Volk will sich bekanntlich Der militärische Geist" zeigt sich wieder einmal Denn durch ein einziges Exemplar wird genau das gleiche bewiesen, wie durch viele tausende. bayerischen Abgeordnetenkammer begründete Ge- burch die strammen, schneidigen Offiziere nach preußischem -Verboten für das Deutsche Reich und zwar auf die freisinnigen Nümberger Stadtmagistrats den sozialdemokratischen lassen und hat ein ganzes Neft dieser Herrchen ausgenommen. nosse Scherm nach einer scharfen Kritik der Vereinspolizei des Muster sein schönes demokratisches Milizsystem nicht verpfuschen Dauer von zwei Jahren ist die liberale höchft gemäßigte Antrag zum Vereinsgefeß. Er führte folgendes aus: Wiener Allgemeine 3eitung", nachtem fie zweimal rechtskräftig verurtheilt war. Was sie verbrochen hat, wissen sei es dem Gehege der Zähne des Ministers entschlüpft, daß mit Hiergegen protestiren nun einige Kavallerie- Offiziere, wie heute Bei der Berathung des Etats des Minifteriums des Innern in gewiffer Wille ward jüngst Knall und Fall abgesetzt. wir nicht. Jedenfalls ist das Deutsche Reich jetzt vor dem Um- der betreffenden Braris haupfächlich gegen die Sozialdemo gemeldet wird. Die Herren wollen wohl auch„ fliegen". Die sturz durch dieses bürgerliche liberale Blatt auf einige Beit ge- tratie gewirkt werden solle. Es werden Zustände geschaffen, die Schweizer machen keinen Spaß, sie werden ihren Offizieren den fichert.-Ein arger Mißstand im Strafvollzug wurde Minister weiß ja am besten, wozu von gewiffen Leuten die sozial an die traurigste Beit des Sozialistengesetzes erinnern, und der Herr militärischen Geist" schon auszutreiben wissen. in der letzten Sigung des Gefangenen- Fürsorge- Bereins zur demokratischen Bestrebungen danials fruttifizirt worden find. Frankreich. Sprache gebracht, wie wir aus der Deutschen Warte" ersehen.( Abg. Vollmar: Sehr gut!) Redner geht nun auf die Einzel- das Gintommensteuer- Gesetz und 13 dafür. Bei guter Führung fönnen Gefangene vor Ablauf der ganzen heiten der Begründung des Verbotes ein und hebt hervor, daß Strafzeit vorläufig entlassen werden und, wenn fie fich es doch eigenthümlich sei, daß man lediglich die Arbeiter treffen Belgien. alsdann weiter gut führen, wird ihnen der ganze Rest der Strafe wolle, die angeblich im Schlepptan der Sozialdemokratie feien, Brüffel, 15. April. Die Indépendance Belge" giebt mit geschenkt. Diese Vergünstigung tritt aber eigenthümlicherweise während man die t'atholischen Arbeitervereine, die allem Vorbehalt ein Gerücht wieder, das indessen von sonst gut nur dann ein, wenn der Gefangene„ geständig ist. im Schlepptan des Zentrums feien, die Hirsch- Dunder- unterrichteter Seite stammt, nach welchem Kommandant Lothaire Da ein unschuldig Verurtheilter, oder doch jemand, der sich für schen, die protestantisch en 2c. Vereine unbehelligt gestern oder vorgestern in Boma abgeurtheilt und freigesprochen unschuldig verurtheilt hält, aus innerer Ueberzeugung schlechter- laffe. worden sei. Andererseits wird seitens der Behörden des Kongo. dings nicht geftändig sein fann, muß er entweder von vornherein auf die Vergünstigung verzichten, die jedem wirtlichen VerStaates erklärt, daß dort keine Nachricht eingegangen sei. brecher zu theil wird, oder er muß gegen Wahrheit und Ueber England. zeugung gestehen, und dann bewährt sich die an sich recht wohl thätige Bergünstigung als weiter nicht wie ein Zwangsmittel, daß an die Folter des Mittelalters erinnert. " - " Paris, 16. April. 46 Generalräthe erklärten sich gegen neues Gesetz, wenn das alte zu so vielen Mißbelligkeiten Anlaß Die neue Beit mit ihren neuen Bedürfnissen verlangt ein giebt. Und gerade von dem Abg. Daller erwarte er Hilfe, da dieser bei der Berathung der Anträge, betreffend der Abänderung London, 16. April. Das„ Renter'sche Bureau" erfährt, daß des Forstgesetzes gesagt habe, ein Gefebesparagraph, der für den im Kriegsministerium über eine im Herbst d. J. auszuführende Augenblick gemünzt sei, müsse verschwinden, wenn die Verhält- Entsendung von Truppen nach dem Sudan keinerlei Beschluß geWie König Stumm das Bibelwort:" Du sollst die nisse sich geändert haben. Was thue aber der Antrag Pichler, faßt ist, vielmehr alles von der Entwickelung der Ereignisse ablinke Hand nicht wissen laffen, was die rechte thut", beherzigt er verewige das Unrecht geradezu; die Wirkung des Antrages hängen werde. und befolgt, erfahren wir aus folgender Mittheilung des Naumann sei eine Einschränkung der Koalitionsfreiheit Damit soll wahrscheinlich eine Nachricht der Daily News" schen Frankfurter Volksboten" unter der Spigmarke:„ Stumm als für die Frauen und Mädchen; verwehrt man den Ar- dementirt werden, daß die Regierung beabsichtige, im Herbst ein Arbeiterfreund":" In diesen Tagen vertheilt der Freiherr, wie beiterinnen die Bestrebungen zur Verbesserung ihrer Lage, fo Korps von zehntausend britischen Soldaten nach in den letzten Jahren stets um diese Zeit, an diejenigen Arbeiter, treibt man sie der Prostitution in die Arme. Egypten zur Wiedereroberung des Sudans zu senden. welche 25 Jahre bei ihm thätig gewesen sind, eine Prämie In Bayern steht ja die Koalitionsfreiheit nur auf von je 50 M. Diesmal ist der Kreis der Prämiirten noch bedeutend dem Papier; hat man doch sogar den Konfettions: Italien. erweitert durch alle die, welche 10 Jahre und länger auf den arbeiterinnen die Versammlungen unmöglich Rom, 15. April. Zwischen der Regierung und einer PrivatStumm'schen Werken arbeiten. Nur die 25 jährigen" erhalten gemacht. Redner erbringt weitere drastische Fälle von Ver- gesellschaft ist ein Vertrag betreffend die wirthschaftliche Ausdie Prämie eine besondere Auszeichnung aus der Hand fammlungsverboten und Maßregelungen der gewerkschaftlich beutung des italienischen Somalilandes, zu stande gekommen. ihres väterlichen Wohlthäters; wahrscheinlich bekommen sie auch organisirten Arbeiter. Die Berichte der Fabrikinspektoren er Depeschenzensur. Die„ Italia del Popolo" vernoch die übliche hochbedeutsame sozialpolitische Rede" dazu. Die kennen die Müglichkeit der Arbeiterorganisationen voll an; mit öffentlicht, wie dem Berl. Tagebl." depeschirt wird, ein geheimes vorjährige gipfelte in der bekannten Behauptung:" Es giebt dieser Anerkennung kommt der Widerspruch, welcher zwischen Rundschreiben der Mailänder Telegraphendirektion, datirt vom feinen vierten Stand". Doch was wir eigentlich sagen wollten: der polizeilichen Praris und der Theorie besteht, erst recht zum 26. März, worin sämmtliche an die Zeitungen Deutschlands und Es ist gewiß lobens und anerkennenswerth, daß der Freiherr Borschein. Diesen Widerspruch zu beseitigen, diese Miß- Desterreichs gerichteten Depeschen und in Abwesenheit des Uebermit diesem Mittel der Prämienvertheilung den treuen Arbeitern helligkeiten aus der Welt zu schaffen, das bezweckt der fezers überhaupt alle dorthin gehenden Depeschen von Privateine Freude, und sich zugleich einen Vortheil( die Erhaltung sozialdemokratische Antrag. Der Antrag Bichler bedeute leuten zur Präventivzensur an die Präfektur zu senden sind. eines alten Stammes geübter Arbeiter) verschafft; nach sicheren aber einen Widerspruch zwischen dem Verhalten des Berechnungen sollen diesmal gegen 25 000 M. an Prämien aus- Bentrums im Landtag und im Reichstag; dort habe gegeben werden, tünftighin aber nur die, welche 10 und 25 Jahre der Abg. Bachem erklärt, das Zentrum wolle ein freieres Christiania, 16. April. Der vereinigte Justiz- und Verauf dem Werke arbeiten und im letzten Jahre nicht bestraft Vereins- und Versammlungsgesetz als das geltende. Eine Herab- fassungs- Ausschuß des Storthing berieth gestern über die Einwurden, prämiirt werden. Aber daß gleichzeitig alle würdigung der Frauen liege darin, daß man ihnen den Besuch führung des allgemeinen Gemeinde Stimmrecht 3. Die Arbeiter, die Werkswohnungen haben und der politischen Bersammlungen verwehre, fie den Kindern gleich Mehrzahl, nämlich acht Abgeordnete der Linken, stimmte für unter 180 M. für dieselben bezahlen, um 10-15 m. stelle, während doch das Gesetz in Preußen, Sachfen, Desterreich Einführung des allgemeinen Stimmrechts. Sieben Mitglieder per Wohnung in der Miethe gesteigert werden, teine derartige unzivilifirte Forderung aufstellt. Nach der An- wünschten dieses Recht auch auf Frauen ausgedehnt zu wissen. das hätte man doch nicht gerade gleichzeitig mit der nahme des Antrages Pichler wird den Frauen sogar der Besuch Die Mehrzahl stimmte auch für die Proportionalwahl Prämiirung thun oder aber auch öffentlich beder Landtags- Tribüne unmöglich gemacht; die Herren Abgeord- und beantragte endlich die Einführung des Referendums tannt geben sollen." neten tönnen sich also dann nicht mehr von ihren Frauen be- mit dem Gemeinde- Stimmrecht zu verknüpfen. Die Minderheit, Uebrigens theilt Herr v. Stumm der Köln. 3tg." jetzt mit, wundern laffen.( Seiterkeit.) Redner schließt mit der Mahnung, nämlich sechs Abgeordnete der Rechten hat zu den Fragen über daß er in seiner am Sonntag in Neunkirchen gehaltenen Rede daß man endlich gerechtere Bustände herbei die Proportionalwahl und das Referendum feine Stellung genicht von einem allerhöchsten Telegramm zu seinem Geburts führen solle. 11 nommen. Norwegen. Rußland. Den Arbeitern Königsbergs i. Pr. ist es feit der zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten reingemacht; bazu werden Ueber die Einführung der Goldwährung 1890 er Wahlbewegung unmöglich, in einem größeren Lokal Ver- die Stärkerinnen und Wäscherinnen eines Feiertags beraubt; in Rußland wird der„ Goldwährungs- Korrespondenz" aus sammlungen abzuhalten. Selbst zur Abhaltung von Gewerf- fie müssen einfach einen Tag früher antreten, wie die übrigen Petersburg geschrieben: schaftsfesten ist fein Saal zu bekommen. Sie sind sich daher Arbeiter und Arbeiterinnen. Das Verhalten der Chefs gegenüber ArDie Währungsreform in Rußland auf grund der Goldwährung schlüssig geworden, selber ein passendes Lokal zu schaffen. Zu beiterinnen fand eine zutreffende Illustration durch folgenden Vorgang. für größere Zahlungen im inneren Berkehr und für alle diesem Zweck ist eine Saalbau- Kommission niedergesetzt, die nun Eine Arbeiterin war 13 Jahre bei ein und demselben Chef Zahlungen im internationalen Verkehr ist ein historisches die ostpreußischen Parteigenossen wie die im übrigen Deutschland thätig, als schließlich ihre Sehkraft versagte. Mit süßlich beEreigniß von höchster Bedeutung. Mit zähestem Ausharren ist ersucht, das Unternehmen mit Geldmitteln zu unterstützen. dauernden Worten erfuhr sie einfach vom Chef ihre Entdiese Reform feit 1881 angestrebt worden. Kassirer der Kommission ist F. Mahrenholz in Königs- lassung. In ihrer Hilflosigkeit ersuchte sie um eine berg i. Pr., Albertstr. 3. Wir bringen die vorstehende Notiz, meil kleine laufende Pension, da fie von einer solchen die Genossen in Königsberg es wünschten. Zur Sache selbst aber Einrichtung in der Fabrit erzählte. Doch schroff wurde sie möchten wir doch bemerken, daß die Königsberger Genossen auf zurückgewiesen mit den Worten: Bin ich Ihnen denn etwas dem eingeschlagenen Wege sicher nicht zum gewünschten Ziele schuldig? Sie haben während der 13 Jahre stets Ihren Lohn kommen. Es ist ausgeschlossen, daß auf dem Wege der Samm- erhalten, warum haben Sie sich nichts gespart? Der recht lung die nöthigen Summen zusammen gebracht werden können, interessanten Debatte schloß sich die Wahl einer 13gliedrigen zumal der Lokalmangel eine allgemeine Kalamität ist und wenn Agitations- Kommission an, die sich aus den Arbeitern und erst zu bauen angefangen werden sollte, Millionen gebraucht Arbeiterinnen aller Fächer zusammensetzt. würden. Die Schäfte- Arbeiter und Arbeiterinnen beschlossen am Die Bimetallisten haben in dem Organ des Herrn Théry, dem Economiste Européen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen gesucht, indem sie erklärten, daß ihnen nichts angenehmer sein könne, als die Wiederaufnahme der Baarzahlungen seitens Rußlands, denn die europäischen Landwirthe würden dann die Schwankungen des Rubelfurfes nicht mehr zu fürchten haben. In Wahrheit ist jedoch die russische Währungsreform für sie eine neue Enttäuschung nach so vielen voraufgegangenen. Rußland produzirt jährlich 35 bis 40 000 Kilogramm Gold, es erhebt seine Zölle in Gold, es hat für einen erheblichen Theil seiner Staatsschulden sich zur Zahlung in Gold verpflichtet. Es braucht für seine Scheidemünzen Silber. Welchen Vortheil könnte es haben, den Preis des weißen Metalls fünftlich zu erhöhen? Welchen Nuzen könnte es daraus ziehen, daß es in irgend einen bimetallistischen Bund einträte und seine Münzstätten der freien Silberprägung öffnete? Rußland schreitet jetzt zur Einlösung seiner Kreditbillets in Gold. Türkei. Mit einer chinesischen Mauer möchten am liebsten der Sultan und seine Minister das Land umgeben, um es vor jedem revolutionären Hauche zu sichern. Aus Makedonien wird hierzu gemeldet, daß die türkischen Lokalbehörden bei der Ausfolgung von Auslandspässen so große Schwierigkeiten bereiten, daß zahlreiche Personen, welche sonst um diese Zeit Makedonien verlassen, die Grenze nicht passiren können. Nach dreijähriger Pause steht den Parteigenossen in 11. d. M. in einer öffentlichen Versammlung nach einem Referat auer in Schlesien feit etwa zwei Monaten wieder ein Saal des Genossen Kiesel über die Bedeutung des 1. Mai, die Feier zur Verfügung. Sie haben bereits vier Volksversammlungen ab- durch Arbeitsruhe zu begehen. Unter anderem wurde eine gehalten. Als Referenten traten auf Feldmann Langen- Agitationskommission, aus fünf Mitgliedern bestehend, gewählt, bielau, Keller- Görlitz, Kühn Langenbielau und Fräulein die für die Kräftigung der Organisation zu wirken hat. Baader- Berlin. Wie lange es den Parteigenossen in Jauer Die Täschner und Kofferarbeiter hielten am Dienstag vergönnt ist, durch Versammlungen öffentlich für den Sozia- Abend eine gutbesuchte Versammlung ab, in der Gen. Pörsch lismus zu wirken, das ist freilich eine andere Frage; zu dem über die Nothwendigkeit der Organisation referirte und zum jezigen Lokal tamen sie nur infolge außergewöhnlich günstiger Anschluß an die Zentralisation aufforderte, anstatt durch GrünVerhältnisse. dung eines besonderen Vereins die Kräfte zu zersplittern. In Die niederländischen Anarchisten Nieuwenhuys'scher der hierauf folgenden Diskussion, an der sich Schulz, Observanz geben sich große Mühe, in den internationalen Schule, Huhnfleisch, Sommer, Hoheisen und im Sinne des Referenten Sozialistenkongreß zu kommen. Die Zulassung ist für die Herren Porsch betheiligten, wurde eine Lebensfrage. Wenn sie nicht Gelegenheit bekommen, etwas ebenfalls für Anschluß an den Verband gesprochen und die Spektakel zu machen, fallen sie der Vergessenheit anheim. Das Wertstubenagitation empfohlen. Da für die Zäschner vorwiegend Londoner Exekutivkomitee denkt nun nicht daran, dem die Städte Berlin, Offenbach und Wien in betracht Reklamebedürfniß der Herren zu dienen und verweist auf die fommen, müsse man mit den dortigen Kollegen Fühlung nehmen. Diese Tattit wird die Konservirung der rückständigen bekannte Züricher Klausel. Und da zeigt sich die bekannte Tapfer- Bur einstimmigen Annahme gelangte nachstehende Resolution:„ Die türkischen Wirthschaft und Verwaltung auch nicht ermöglichen.feit der Männer der That". Jetzt schwören sie den Anarchismus Versammlung beschließt, sich als einzelne Filiale dem Verbande der in einem Zirkular, das sie an alle sozialistischen Parteien ver- Sattler und Tapezirer Deutschlands anzuschließen und verpflichten Amerika. senden, formell ab! Alles, um auf ein paar Tage in Gesellschaft sich die Anwesenden, der Filiale beizutreten." In der Pause derselben Sozialisten zu sein, die sie seit Jahren tagtäglich mit ließen sich gegen 50 Mann neu in die Organisation aufnehmen. den gemeinsten Schimpfworten beehren. Sassenbach berichtet, daß er soeben von einer Konferenz, die Der Kongreß, der in der Cache die endgiltige Entscheidung in Wien tagte, zurückkehre und gefunden habe, daß die Wiener hat, wird mit seinem Urtheil nicht hinter dem Berg halten. Kollegen nicht nur den Neunstundentag, sondern auch höhere Löhne errungen haben; es sei demnach nöthig, daß die Berliner Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Kollegen für dieselben Bedingungen eintreten. Auf Vorschlag Porsch Schulze, Hoheisen, Schmohl, Böhmer und Hülle als provisorischer Vorstand gewählt. Die deutschen Bourgeois im Auslande. Der in Buenos- Ayres erscheinende Borwärts" schreibt: Für die Verwundeten von Amba- Garimi haben sich die deutschen GroßTaufleute hier am Plaze mit über 20 000 Dollars m/ n unter chrieben. Dabei laufen hier arme Deutsche bettelnd umher, die ein Brot und fein Obdach haben und für die jene großen Profitschlucker feinen Gentavo übrig haben. Für große patriotische Feierlichkeiten und die Opfer des Crispi'schen Ehrgeizes haben unsere Mordspatrioten die Tausende übrig, für arme brotund arbeitslose Deutsche keinen Heller. Freilich die Unterschriften auf patriotischen Telegrammen, sowie unter den Bettelbogen der Italiener für die Opfer von Amba- Garimi, die wirken wie die besten Reklamen, während von einem Almosen, an arme Teufel verabreicht, ja niemand etwas hört. Schlaue Keris, unsere Mordspatrioten! Das ist sicher. China. Der Aufstand der Mohamedaner in China breitet sich, nach einer Meldung der„ Times" aus Singapore, immer mehr aus. Afrika. Der " 1 wurden Die gestern gemeldete Konfiskation der Nr. 78 der Thüringer Tribüne" in Erfurt ist wegen angeblicher Militär- Beleidigung erfolgt. Der verantwortliche Redakteur 3iegler ist bereits vernommen worden. Redakteur Fein vom„ Lübecker Voltsboten" ist wegen Beleidigung eines Oldesloer Schuhmanns zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Die Gold: und Silberarbeiter beschäftigten sich am 15. April mit einer sehr reichhaltigen Tagesordnung. Zunächst gab Faber einen eingehenden Bericht über die Thätigkeit der Gewerkschafts- Kommission und erfolgte hierauf die Neuwahl des Delegirten, mit welchem Amt Gen. 3euge betraut wurde. Durch Verbreitung der Märznummer des„ Süddeutschen Hierauf referirte Gen. R. Schmidt in einem beifällig aufPostillons" sollen auch die Genossen August Groß und Karl genommenen Vortrag über das Thema:" Wie schützt sich der Brandt in Halle a. S. zum Klassenbaß" aufgereizt haben. Arbeiter gegen die kapitalistische Ausbeutung?" Da von einer Genosse H. Schmidt in 3wickau hat über ihm zu- Diskussion Abstand genommen wurde, so gelangte sogleich der gegangene freiwillige Geldbeiträge im" Sächsischen Volksblatt" nächste Punkt, Bericht der Agitations- Kommission, zur Verhandlung. quittirt und deshalb vom Stadtrath eine Verfügung erhalten, Der Vorsitzende der Kommission, Heinemann, bemerkte, daß wonach er 10 M. Strafe bezahlen soll. Er soll eine Sammi- die Thätigkeit der Kommission im verflossenen Jahre nicht lung" vorgenommen haben, wozu in Sachsen polizeiliche Ge- den gewünschten Erfolg gezeitigt habe. Der Indifferentismus nehmigung nöthig ist. Gegen die Verfügung wird gerichtliche unter den Berufsangehörigen sei leider so groß, daß die eifrigsten Entscheidung angerufen werden. Bemühungen oftmals nuglos angewendet wurden. Der Kassen bericht der Kommission weist eine Einnahme von 231,16 M. und eine Ausgabe von 211,09 M. auf. In der Diskussion übte Faber eine sehr abfällige Kritik, die zu einer längeren Debatte Anlaß gab. Die Neuwahl der Kommission führte zu folgender Zusammensetzung: Hermann, Heinemann, Imme und Wenzel. In bezug auf das Arrangement zum 1. Mai beschloß die Versammlung, daß die Berufsgenoffen am genannten Tage früh in einem Lokal zusammenkommen, um sich dann nach der Versammlung der Metallarbeiter zu begeben. Für die Arbeitsruhe soll möglichst in allen Betrieben eifrig gewirkt werden. Versammlungen. - Auz Deutsch Südwest afrita tommen bedenk liche Nachrichten. Nach der„ Frantf. 3tg." wächst die Gefahr eines Krieges mit dem Negerstamme der Hereros. Landeshauptmann Major Leutwein bereite sich auf diese Eventualität vor. Außer der Schutztruppe von 500 Mann hat er eine Hilfstruppe, bestehend aus etwa 300 älteren Mannschaften und Bastards. Leutwein hat erklärt, daß die Schuh- Die Lage der Arbeiterinnen in der Wäschebrauche truppe für einen Kampf mit den Hereros zu klein sei. Wichtig und die Aufgaben der Gesezgebung. Mit dieser ist es, welche Haltung der Hottentotten- Häuptling Hendrit Tagesordnung beschäftigte sich am 15. April eine gut besuchte Witboi einnehmen wird, der sich erst vor kurzem den deutschen Behörden unterworfen hatte. Gin neuer Rolonialkrieg- das fehlte gerade noch, um diese Wüstenkolonie in das rechte Licht zu setzen.Tunis aus Eingeborenen in orientalischer Tracht gekleidet, aber höhere Löhne der Näherinnen einen starten Hückgang, regelrecht organisirt und ausgebildet sind. Kapstadt, 15. April. Der hiesige Agent der Debeers- und der Chartered Company Rutherford wurde überführt, ohne Erlaubniß Waffen von Kapstadt nach Kimberlen geschafft zu haben, und zu einer Geldstrafe von 20 Pfund Sterling verurtheilt. Partei- Machrichten. Versammlung der Berufsangehörigen dieser Branche. Von den gleichfalls zur Versammlung eingeladenen Fabrikanten waren nur wenige erschienen. Graßhold wies in seinem Referat darauf hin, daß die Bewegung der Konfektionsarbeiter die Anregung Die Mechanikarbeiter und Arbeiterinnen der PianoTripolis. Nach in Ronstantinopel eingegangenen gab, um seitens der Kommission für Arbeiterstatistik die Erhebung Nachrichten hat an der Grenze von Tripolis ein ernster Zusammen- auch auf die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäsche brauche hatten sich am 15. April im großen Saale von Keller, stoß zwischen tripolitanischen Stämmen und Spahis stattgefunden, Beruf in den letzten 20 Jahren bedeutend herabgegangen. Die bewegung der Musikinstrumentenarbeiter Stellung zu nehmen. stoß zwischen tripolitanischen Stämmen und Spahis stattgefunden, fabrikation auszudehnen. Die Arbeitsverhältnisse feien in diesem Koppenstraße, zahlreich versammelt, um zu der geplanten Lohn. bei dem auf beiden Seiten mehrere Leute gefallen sind. Spabi ist die Bezeichnung für vier französische Kavallerie- Löhne der Zuschneider schwanfen gegenwärtig zwischen neun Arndt, welcher referirte, empfahl besonders die Forderung des regimenter, welche für den ständigen Dienst in Algerien und und achtzehn Mark; allerdings kommen auch vereinzelt Achtstundentages und der entsprechenden Lohnerhöhung in Ervor. Gleichfalls zeige die Bezahlung wägung zu ziehen. Sollte sich jedoch der Achtstundentag in den der durch Mechanikfabriten noch nicht erringen lassen, dann möge man die kleinen maschinellen Verbesserungen feineswegs ausgeglichen doch wenigstens für eine wöchentliche Arbeitszeit von 52 Stunden wird. Während früher das Duhend Stehkragen mit 40-85 Pf. eintreten, wie sie die Tischler erzielt hätten. Dann verwies der bezahlt wurden, erhalten heute die Arbeiterinnen bei weit er: Redner auf den Beschluß der großen Musikinstrumentenarbeiterhöhteren Ansprüchen 30-55 Pf. Das Verhältniß stellt sich Versammlung vom 23. März, den 1. Mai unter allen Umständen ungefähr so, daß eine Arbeiterin gegenwärtig 4, 4, auch durch strikte Arbeitsruhe zu feiern, und auf die dort aus5 Dußend Kragen anfertigen muß, um den Verdienst zu gesprochene Verpflichtung, daß für Gemaßregelte mit allen erzielen, der ehedem bei 2 Dugend Kragen erreicht werden Mitteln eingetreten werde. An das Referat schloß sich eine recht fonnte. Für das Groß Riegel wird ein Preis von 25-30 Pf. animirte Debatte, in der hauptsächlich die Frage ventilirt gezahlt. Gine tüchtige Arbeiterin bringt es hierbei auf 10 Bf. wurde, wie weit die Mechaniker in ihren Forderungen Achtung! Berliner Parteigenossen, welche gewillt sind, sich Stundenverdienst, nur ganz geübte Kräfte kommen über diesen geben fönnten. Man var darüber getheilter Meinung. Sonntag, den 19. April, an der Flugblattverbreitung Lohnfah hinaus. Der Wochenverdienst beträgt deshalb nur Betreffs der Maifeier führte ein Redner aus, der Fabrikantenim Wahlkreise Templin Ruppin zu betheiligen, wer 3 bis 9 M. Bei den Stepperinnen und Einstanzerinnen ist in ring babe beschlossen, daß, wo die Minderheit einer Fabrik die den ersucht, sich Freitag Abend 8 Uhr bei Franz Gleinert. vielen Geschäften eine lange Lehrzeit üblich, die bis zu Arbeit ruhen lasse, diese zu entlassen sei, und wo die Mehrheit Müllerstr. 7a, einzufinden. H. Riez. einem halben Jahre ausgedehnt wird. Während dieser feiere, die Fabrik auch noch für den Sonnabend zu schließen wäre. Provinzial Parteitag. Am 5. und 6. April tagte in Zeit erhalten die Betreffenden feinen Lohn und sind von anderer Seite wurde dies als Schreckschuß bezeichnet, der Der Beschluß vom 23. März sei Kaufbeuren der vierte Parteitag für den bayerischen sie nach Beendigung der Lehrzeit in besten Fällen so ganz unbeachtet bleiben könne. Kreis Schwaben und Neuburg. Erschienen waren glücklich, einen Wochenlohn von 6 M. zu erreichen. Die Plätte- auch für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Mechanikfabriken, 23 Delegirte, welche 15 Orte vertraten. Auf der Tagesordnung rinnen sind genöthigt, die Mittagspausen zu Vorarbeiten zu welche in der fraglichen allgemeinen Versammlung vertreten standen außer dem Bericht des Vertrauensmannes und der Dele- benutzen, um nach der Pause weiter plätten zu können. waren, maßgebend. Die Anwesenden stimmten schließlich im girten die Punkte Organisation, Agitation und Presse. Wie die Sehr häufig nehmen sie Arbeit zum Vorplätten nach Feier- Prinzip der Forderung des Achtstundentages und derjenigen des Berichte der Delegirten erkennen ließen, geht es mit unserer Bewegung abend mit nach Haus. Nach zehnstündiger Arbeit in der Fabrik entsprechenden prozentualen Lohnzuschlags zu und verpflichteten im schwarzen" Schwaben zwar sehr langsam, aber doch stetig arbeiten die Näherinnen zu Hause bis nachts um 11 und 12 Uhr sich einstimmig, gemeinsam mit den Klavierarbeitern vorzugehen. vorwärts, obwohl die Proving nur vereinzelt industriell entwickelt weiter. Bedenklich seien auch die Verhältnisse in fittlicher Be- Selbst die anwesenden Werkmeister des Mechanit fabrikanten Lero ist. Dieses Resultat ist um so bedeutungsvoller, als hier das ziehung. Der Vortragende zitirt einige Urtheile Dr. Spenger's stimmten nicht dagegen. Unternehmerthum gegen die Sozialdemokratie noch mit Mitteln bezüglich der Karton- und Luruspapier Arbeiterinnen und Rigdorf. Der Verband der Holzarbeiter beschäftigte sich arbeitet, die an anderen Orten wegen größerer Aufgeklärtheit behauptet, daß genau solche Zustände in der Wäsche am 13. April in seiner Generalversammlung mit einer sehr der Arbeiterschaft schon längst nicht mehr angewandt werden branche herrschen. Am traurigsten sehe es jedoch in den reichhaltigen Tagesordnung. Zunächst gab der Kassirer den tönnen. Der Liberalismus hat sich sich hier längst ab- Dampfwäschereien aus. Im Anschluß an diese Ausführungen Kassenbericht vom ersten Quartal dieses Jahres. Die Verbandsgewirthschaftet; als ernst zu nehmender Feind steht der rieth der Vortragende, eine Agitationskommission zu ernennen, tasse weist eine Einnahme von 453,37 M. und eine Ausgabe von Sozialdemokratie ur noch das Zentrum gegenüber. der alle Mißstände zu unterbreiten sind; dieser erwächst die 321,03 m. auf. Die Einnahmen der Lokaltasse betragen 191,09 M. Das Zentrum vertheidigt seinen Besitzstand in der hartnäckigsten Aufgabe, die Zustände zu untersuchen und der Deffentlich- und die Ausgaben 128,57 M., mithin bleibt ein Bestand von 62,52 M. Weise, und der Einfluß, den es auf die Bevölkerung durch die keit zu übergeben. Während der Diskussion waren es Die Abrechnung vom Streit ergab ein erfreuliches Resultat, so überall verbreitete Geistlichkeit und seine sonstigen weit ein Herr Steinfeld und ein Herr Emil Mayer, zwei junge daß von den 400 M., die der Hauptvorstand für Rixdorf gesandt, verzweigten Verbindungen hat, kommt ihm dabei trefflich zu Herren, die erklärten, in der Wäschebranche thätig zu sein. noch 161,50 M. zurückgesandt werden konnten. Dem Kassirer statten. Diesem Gegner den Boden abzugraben ist kein leichtes Grsterer bestritt entschieden unsittliche Ausschreitungen der wurde Decharge ertheilt. Hierauf berichtete Ostermann über die Stück Arbeit; dennoch laffen die Genossen den Muth Chefs gegen Arbeiterinnen, während Herr Emil Mayer Verhandlungen der Brandenburger Konferenz. Theilgenommen nicht sinken. Da sich die auf das Vertrauensmänner- allen Ernstes den Arbeitern mehr Sparsamkeit an hatten 14 Delegirte und fonnte tonstatirt werden, daß System aufgebaute Organisation gut bewährt hat, rieth, damit sie bessere Kragen kaufen könnten und nicht zehn neue Bahlstellen gegründet sind. Der Sit der wurde vom Parteitag beschlossen, daran keine Aenderung die Schundbazare aufsuchen brauchten. Natürlich wurde Agitations Kommission wurde nach Brandenburg a. H. vorzunehmen, sondern fie nur weiter auszubilden, den Herren ihr naiver Standpunkt in der weiteren Debatte Klar verlegt. Unter Verschiedenes wurde der Antrag, 25 M. nach um dadurch weitere Fühlung zu gewinnen. Betreffs der Presse gemacht. Die Ausführungen des Referenten wurden als Kottbus zu senden, angenommen. Sodann verhandelte die Verbeklagte man lebhaft, daß die Arbeiter deren Bedeutung noch durchaus zutreffend bestätigt und in einigen Punkten er sammlung über einen Antrag auf Ausschluß des Mitgliedes nicht begriffen haben und immer noch die gegnerische Presse gänzt. So wurden die Privat Wasch- und Plätt- Anstalten Franz Ditermann. Der Antrag gelangte gegen eine Stimme zur unterstügen. Vielfach ist es Angst vor der Entlassung, was die einer Beleuchtung unterzogen. Diese Arbeiterinnen haben eine Annahme, dagegen wurde der Ausschluß des Mitgliedes GrundArbeiter veranlaßt, ein bürgerliches Blatt zu halten, denn das 4- bis 6- wöchentliche Lehrzeit durchzumachen, nach Beendigung mann einstimmig abgelehnt. Nach einem Bericht der ArbeitsSpionir- und Denunziationssystem ist seitens der sogenannten derselben erreichen sie einen wöchentlichen Verdienst zwischen vermittelungs- Kommission beschloß die Versammlung, möglichst Ordnungsliebenden" in der raffinirtesten Weise ausgebildet. 3 bis 5 M. das erste Vierteljahr; bei einer 16 bis 18- dahin zu wirken, daß am ersten Mai in allen Werkstätten die Trotzdem ist die Angst der Arbeiter meist übertrieben. In einer Rez stündigen Arbeitszeit 4 bis 6 M. Eine tüchtige Arbeits- Arbeit ruht. solution wurde die dringende Nothwendigkeit ausgesprochen, mehr traft bringt es höchstens bis auf 15 M. bei dieser ausals bisher für die Ausbreitung der Arbeiterpreffe zu agitiren; gedehnten Arbeitszeit. Ruhepausen giebt es hier überhaupt nicht. Depeschen und lehte Nachrichten. ferner einstimmig eine Protestresolution angenommen, die sich Die Räume, in denen sich vielfach solche Privat- Wasch- und gegen den Antrag des Dr. Pichler richtet, betr. die Ver- Plättanstalten befinden, sind dumpfe Kellerräume, oft zu schlecht Kopenhagen, 16. April.( W. T. B.) Die langwierigen Ber schlechterung des bayerischen Vereins- und Versammlungsrechtes. als Lagerräume. Im allgemeinen läßt die Reinlichkeit der handlungen im gemeinschaftlichen Ausschuß beider Kammern Nach Erledigung einer Reihe rein geschäftlicher Angelegenheiten Arbeitsräume alles git wünschen übrig. In vielen zur Vorberathung des Gesezentwurfs betreffend die Reform der ging der Parteitag mit einem Hoch auf die internationale, Fabriken wird der Fußboden das ganze Jahr hindurch Bolksschule sind heute als refultatios aufgegeben worden. völferbefreiende Sozialdemokratie auseinander. Der nächste ein einziges Mal gefegt. Die Fenster werden in fürzeren Infolgedessen wird der Reichstag wahrscheinlich in den nächsten Parteitag wird in Memmingen abgehalten. Zwischenpausen gereinigt. In einigen bekannten Fabriken wird Zagen geschlossen werden. = = Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1 Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 90. Freitag, den 17. April 1896. 13. Jahrg. Neichskag. 69. Sitzung vom 16. April, 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Berlepsch. Die Abgg. K r ö b e r(Bayern) und R e i n d l sind ver- storben; das Haus ehrt ihr Andenken in der üblichen Weise. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Ges etzentwurfs zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Nach§ l kann derjenige, welcher in öffentlichen Bekannt- machungen oder Mittheilungen über geschäftliche Verhältnisse, rnsbes andere über Beschaffenheit, Herstellungsart und Preis- deinessung von Maaren-c.. über die Art des Bezuges oder die Be- zugsquelle, über den Anlaß oder den Zweck des Verkaufs unrichtige Angaben macht, welche geeignet sind,� den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervor- zurufen, auf Unterlassung dieser unrichtigen Angaben in Anspruch L->'on'>ne>. werden von jedem Geiverbetreibenden, der Waaren Leistungen gleicher oder verwandter Art herstellt oder in geschäftlichen Verkehr bringt. Daneben haben die Gewerbe- treibende» auch Anspruch auf Ersatz des verursachten Schadens gegen denjenigen, der die unrichtigen Angaben gemacht hat, '�re Unrichtigkeil kannte oder kennen mußte. Bei öffentlichen Bekanntmachungen durch die Presse sollen die für den Inhalt der Druckschriften verantwortlichen Personen zum Schadenersatz nur herangezogen werden können, wen» der ver- antwortliche Redakteur die unrichtigen Angaben kannte, oder wenn derselbe einen Verfasser oder Einsender nicht nachweist, welcher sich im Bereich der richterlichen Gewalt eines deutsche» Bundesstaates befindet. Drei Aenderungsanträge beziehen sich auf diesen letzten Punkt bezüglich der Presse: 1. Abg. Roer e n(Z.) will die Vorschriften des§ 1 auf die sur den Inhalt einer Druckschrift verantwortlichen Personen nur rnsoweit Anwendung finden lassen, als dieselben die Iln richtigkeil der Angaben kannten; 2. die Abgg. Schmidt und Träger(frs. Vp.) wollen eine Inanspruchnahme bezüglich der Presse dann nicht zulassen, wenn die unrichtigen Angaben im Auftrage eines Dritten in die Druckschrift aufgenomnien worden sind und dies aus der Art der Bekanntmachung selbst erkennbar hervorgetreten ist; 3. Abg. B a s s e r m a n n(natl.) will hierzu noch hinzu fugen:„oder falls letzteres nicht der Fall ist, wenn auf erfolgte Aufforderung der Verfasser oder Einsender nachgewiesen wird/ Außerdem beantragt Abg. Bassermann, daß die Ver Wendung von Namen, welche nach Handelsgebrauch zur Be- nennung gewisser Waaren dienen, ohne deren Herkunft be- zeichnen zu sollen, nicht unter vorstehende Bestimmung fallen soll. � Die Abgg. Singer und L e n z m a n n wollen über- einstimmend die Worte„über Geschästsverhältnisse, insbesondere" streichen., § 1 wird in seinen einzelnen Absätzen getrennt behandelt; es kommt zunächst zur Verhandlung der Absatz I, betreffend die Mittheilung unrichtiger Angaben mit den Anträgen Singer und Lenzmann. Abg. Lenzmann(frs. Vp.) hält es für zuweit gehend, die Angaben über geschäftliche Verhältnisse hier hineinzuziehen, wo man doch nur den unlauteren Wettbewerb in Handel und Wandel selbst treffen will, aber nicht Angaben über die Geschästsverhält- niffe, vielleicht also eine kleine übertreibende Behauptung über die Größe der Werkstälte, über die Zahl der beschäftigten Per- sonen u. s. w. Die Konkurrenten könnten sich gegenseitig in dieser Beziehung mit Klagen chikaniren. Abg. Singer(Soz.): Bei dem Antrage leitet mich Haupt- sächlich das Mißtrauengegen die Interpretation s.olcher kautschukartiger Bestinimungen seitens der Richter. Dem Grundgedanken des Entwurfs stehe ich freundlich gegenüber, aber ich will nicht eine neue Quelle seit- sanier Interpretationen eröffnen; das Gesetz selbst soll die Merk- male angeben für das Urlheil des Richters. Das ist besonders nothwendig, weil wir hier auf ein neues, ungewohntes Gebiet der Gesetzgebung kommen. Sonst werden die Richtersprüche schließlich degründet auf dem Urtheil eines neidischen Kon- kurrenten, der darüber ärgerlich ist, daß er nicht selbst das Geschäft gemacht hat. Die Regierungs- vorläge enthielt die bedenklichen Worte nicht. Alle Parteien wollten die eononrrenos deloyale bestraft wissen, aber nur an der Hand klarer und fester Vorschriften. Warum will man ein Spezialgesetz nun auf einmal verallgemeinern. Sollten die Worte nicht gestrichen werden, so werden meine Freunde gegen 8 1 stimmen. Abg. Bafsermann(natl.) tritt für die Annahme des Kom- missionsbeschlusses ein. Allerdings wird durch die Aufnahme der allgemeineren Klausel eine unangenehme Uebergangszeit für das Publikum entstehen, ehe die Richtersprüche sich niit einander in Ucbereiustimmung setzen; aber das wird auch beim Streichen der all- gemeineren Worte der Fall sein. Richterliche Urtheile er- scheinen allerdings manchmal seltsam; das ist aber bedenklicher bei strafrechtlichen Urtheilen als bei zivilrechtlichen. Nur durch eine Generalt- klausel können alle Mittel des unlauteren Wettbewerbes getroffen werden, weil man nicht alle denkbaren oder mögliche» Mittel aufzählen kann. Abg. Rörcn(Z.) hält die Aufnahme einer Generalklausel für nothwendig. denn es würden sonst die Reklamen, welche das Publikum durch gefälschte Atteste irreleiten, nicht unter das Gesetz fallen. Eine gleiche Bestimmung befindet sich schon im Art. 62 des Handels-Gesetzbuches, welcher von der Auslösung des Gehilfenverhältnisses handelt, welches erfolgen kann„ans ge- wichtigen Gründen, insbesondere ic." Die Bestimmung kann um so eher angenommen werden, als niemals eine redliche Existenz davon getroffen werden kann. Bei anderen Gesetzen kann ein- mal ein Unschuldiger getroffen werden. Staatssekretär v. Bötticher: Ueber die Absicht, welche wir mit dem Gesetzentwurfe befolge», besteht zwischen den beiden letzten Vorrednern und den verbündeten Regierungen eine Meinungsverschiedenheit nicht. Wir wollen den unlauteren Wett- bewerb möglichst wirksam und in allen seinen Punkten treffen. Wir sind sehr geneigt, eine Vervollständigung der Auf- Zählung im§ 1 vorzunehmen. Tie Frage, ob eine Generalklausel aufzunehmen sei, ist im Kreise der verbündeten Regierungen Gegenstand eifriger Erörterung gewesen. Eine der verbündeten Regierungen hat sich anfänglich mit einer großen Lebhaftigkeit auf den Standpunkt des Kommisstonsbeschlusses gestellt. Aber auch diese hat sich im Laufe der Berathung davon überzeugen müssen, daß es nicht wohlgethan ist, zu einer solchen General- klausel überzugehen. Die Gründe, welche jene Regierung be- stimmt haben, die Generalklansel abzulehnen und welche mich bestimmen, jetzt gegen dieselbe zu sprechen, sind folgende: Die Bewegung zur Bekämpfung des unerlaubten Wettbewerbes ist doch hauptsächlich daraus hervorgegangen, daß mit dem Schadenersatz nach der Praxis der deutschen Gerichte nicht viel anzufangen ist. Die Generalklausel führt nicht zum ersehnten Ziel, sondern trägt vielleicht dazu bei, daß der Richter vielleicht ein milderes Urtheil fällt. Mit den Beschlüssen der Kommission wird es sich ja leben lassen, aber die Wirkung des Gesetzes wird dadurch nicht erhöht, sondern eher vermindert. Abg. v. Langen(k.): Die Kommission hat, außer in diesem Punkt, es vermieden, eine Verallgemeinerung eintreten zu lassen, sonst hätten wir ganz nach dem französischen Muster jeden un- lauteren Wettbewerb verboten. Die Spezialfälle erschöpfen den unlauteren Wettbewerb nicht; es muß eine Verallgemeinerung eintreten, denn man weiß ja heule noch nicht, welche Mittel und Wege nach Erlaß des Gesetzes eingeschlagen werden. Manche Urtheilssprüche der Richter haben Kopf- schütteln hervorgerufen, aber doch meist nur auf strafrechtlichem Gebiete, während es sich hier um zivilrechtliche Fragen handelt. Ein Schaden wird durch die Generalklausel jedenfalls nicht angerichtet. Abg. Vielhabeu(d.-s. Reform-P.): Ohne die Generalklausel würde die Vorlage keine Wirkung haben, denn diejenigen, gegen welche das Gesetz gerichtet ist, sind sehr erfinderisch in ihren Mitteln; man hat gar keine Vorstellung, wie reich die Phantasie dieser Geschäftsleute ist. Werden nur einzelne Spezial- bestimmungen aufgenommen, so nehmen sich die Geschäftsleute in Acht, unter die einzelnen Bestimmungen zu fallen. Wird eine allgemeine Klausel aufgenommen, so müssen sie viel achtsamer sein. Jedenfalls sind die bemängelten Worte nicht unklarer als z. B. die Bezeichnung„Betriebs- geheimniß". Absatz 2: Schadenersatz, ruft keine Debatte hervor. Absatz 3 betrifft die Vorschriften über die Presse; es liegt außer den mitgelheilten Anträgen noch ein Antrag Vielhaben vor, den ganzen Absatz zu streichen. Abg. Schmidt zieht seinen Antrag zu gunsten des An- träges Roeren zurück. Abg. Roeren(Z.) ändert seinen Antrag formell dahin, daß er nicht alle für den Inhalt einer Druckschrift verantwortlichen Personen(d. h. die strafrechtlich verantwortlichen Personen), sondern nur die Redakteure, Herausgeber, Drucker und Ver- breiter von Druckschriften unier dieses Gesetz fallen lassen will. Ganz ausgeschlossen konnten die Druckschriften nicht werden, weil sonst von einem leistungsfähigen Ge- schäftsmann gar kein Schadenersatz zu erlangen gewesen wäre, wenn ein Drucker für ihn fortwährend Reklame-Anzeigen verbreitet. Abg. Bassermann(natl.): Man wollte die dem unlauteren Wettbewerb dienenden Anzeigen treffen, aber man wollte auch dem ganzen Geschäftsbetrieb des Jnseratenwesens Rechnung tragen. Mit meinem Antrage sind die Eingaben der Presse vollständig einverstanden und darüber hinauszugehen in bezug auf die Entlastung der Presse ist wohl nicht nothwendig. Die Eingabe der Preßinteressenten, die unterzeichnet ist von dem „Hannoverschen Courier", der„Magdeburger Zeitung" u. s. w. verlangt nur, daß die Redakteure u. s. w. straffrei sein sollen, wenn die Anzeige als im Auftrage eines Dritten aufgenommen gekennzeichnet ist. Auch bezüglich der anonymen Anzeigen ist die Eingabe mit meinem Antrage einverstanden. Geh. Ober-Regierungsraih Hauff: Von feiten der Re- giernngsvertreter ist von vornherein gegen die Ergänzung, welche die Kommission in bezug aus die Presse hat eintreten lassen, Widerspruch erhoben worden, weil es nicht richtig ist, der Presse eine exzeptionelle Stellung in dieser Beziehung einzuräumen. Soll aber eine Ergänzung der Vorlage stallfinden, so ist der Anlrag Roeren wohl ausreichend. Der Antrag Bafsermann ist nicht klar genug für das Publikum und für die Richter, sodaß selbst der Wunsch der Presse nicht dazu führen sollte, eine solche Aenderung vorzunehmen. Abg. Viclhabe»: Für die Bildung der öffentlichen Meinung sind die Zeitungen die Hauptsache; weist man diesen eine Aus- nahmestellung an, so schädigt man die Wirkung des ganzen Gesetzes. Die Presse befindet sich in keiner anderen Lage als ein großer Agent, der eine Menge von Artikeln vertreibt. Dieser muß in Zukunft alle ihm von den Fabrikanten zugeschickten Reklamezettel durchlesen. Warum sollen die Zeitungen nicht auch die Anzeigen prüfen durch einen besonderen Angestellten? Bei politischen Nachrichten kommt es auf die Schnelligkeit an; ob eine Anzeige ein oder zwei Tage später erscheint, ist gleich- giltig.(Gelächter links.) Deswegen kann bei Anzeigen eine gründliche Prüfung eintreten. Berichterstatter Abg. Mcycr: Diese letzte Anschauung des Vorredners ist eine der originellsten, die ich jemals gehört habe (Heiterkeit links.) Die Verantwortlichkeit des Redakteurs für Artikel, die er nicht geschrieben, ja vielleicht nicht einmal gelesen, ist eine Ordnungsbestimmung; anders liege es aber bezüglich der Anzeigen, die der Redakteur gar nicht kennt. Absatz 4, wonach unter Waaren im Sinne dieses Gesetzes auch landwirthschaflliche Erzeugnisse zu verstehen sind, veranlaßt keine Debatte. Der zweite Antrag des Abg. Bas s er mann(natl.) be- treffend die Benennung von Waaren mit handelsgebräuchlichen Namen soll dem§ 1 als fünfter Absatz angefügt werden. Der Antragsteller verweist darauf, daß das Waaren- zeiche»- Gesetz solche Benennungen zulasse; das gegenwärtige Gesetz solle diese Bestimmung nicht aufbeben, weil durch die Verwendung solcher handelsgebräuchlichen Namen keine Täuschung beabsichtigt sei. Abg. Roeren(Z.) erklärt sich gegen den Antrag, weil die Bestimmung des Waarenzeichengesetzes, welche hauptsächlich im Interesse der Weiugroßhündler getroffen ist, zu vielfachen Klagen, namentlich der kleinen Winzer, Veranlassung gegeben hat. Abg. Schmidt-Elberfeld(frs. Vp.) empfiehlt den Antrag Bassermann, der nolhwendiger sei, als auch die landwirthschaftlicheu Erzeugnisse unter die Vorlage fallen. Eine genaue Bezeichnung des Weines nach seinem Ursprünge könne durchaus nicht getroffen werden. Abg. Singer: Wenn wir einen Spezialgerichtshof, allein aus Herrn Roeren bestehend, konstruiren könnten, dann ließe sich die Sache ertragen. Für Wein allein könnte der Antrag Basser- mann vielleicht hingehen. Aber es giebt eine ganze Menge von Volksnahrungsmitteln, welche sich mit einer bestimmten Ursprungs- bezeichnung eingebürgert haben und deren Verkauf unter der üblichen Bezeichnung in Zukunft unter Strase gestellt werden würde. Staatssekretär l>. Bötticher: Wenn Sie im Z 1 die Worte „geschäftliche Verhältnisse" einfügen, dann werden Sie nicht um- hin können, den Antrag Basscrmann anzunehmen, wenn Sie nicht ungeahnte bedenkliche Folgen heraufbeschwören wollen. (Sehr richtig! links). Wer Harzer Käse, Braunschweiger Wurst u. s. w. kaufen will, der will nicht Waaren haben, die dlos nach der betreffende» Art fabrizirt sind, sondern er will Waaren des betreffenden Ursprunges haben. Der Sitz des Uebels sind eben die„geschäftlichen Verhältuisse." 'Abg. v. Langen: Ich esse sehr gerne italienischen Salat; aber ich würde nicht ungehalten darüber sein, wenn auf der Speisekarte stände: Salat nach italienischer Art; ich verlange nicht, daß der Salat in Italien gewachsen ist.(Heiterkeit.) Abg. Fuchs(Z.): Die Debatte zeigt, wie weit Handel und Wandel schon von Treu und Glauben abgewichen ist; aber diese Übeln Usancen müßten nach Möglichkeit wieder beseitigt werden, namentlich auch, soweit der Wein dabei in Frage kommt; denn der Besitzer von Berncastler Doktor wird arg geschädigt dadurch, daß sehr viel anderer Wein unter dieser Firma geht. Damit ist die Debatte über§ 1 erledigt. Berichterstatter Abg. Meyer: Die Kommission wollte an dem Gesetze über die Waarendezeichnungen nichts ändern; das Gegentheil zeigt sich heute als Absicht der Abgg. Roeren und Fuchs. § l wird mit dem Antrage der Abgg. Roeren zum Absatz 3 und Bassermann zum Absatz 5 angenommen. s 2, betreffend die Bezeichnung der für die Klagen zu» ständigen Gerichte, Z 3 über die Sicherung des Anspruchs und § 4 betreffend die strafrechtliche Verantwortung werden ohne Debatte angenommen. Nach§ 5 kann durch Beschluß des Bundesraths für be- stimmte Waaren festgesetzt werden, daß sie nur in vorgeschriebenen Einheiten der Zahl, der Länge und des Gewichts oder mit einer Angabe der Menge verkauft werden dürfen. Abg. Vielhabcn hält diese Bestimmung für überflüssig. Abg. Jacobskötter(k) spricht seine Verwunderung darüber aus, daß der Vorredner gerade diesen§ 5, der von allen Seiten Billigung erfahren habe, streichen will. Das würde man im Publikum gar nicht verstehen. Unterstaatssekretär Rothe wendet sich gegen den Antrag Viel- haben, ist aber nicht damit einverstanden, daß die Hohlmaße aus- gelassen sind. Gerade auf Anregung des Reichstages haben Unter- suchungen darüber stattgefunden, ob nicht auch der Verkauf von Bierw in Gefäßen voii bestimmtemJnhalt erfolgen solle. Die Aichung von Schankgefäßen ist vorgeschrieben; die von geschlossenen Ge- säßen nicht, trotzdem sich ergeben hat, daß die Herstellung von Flaschen eines bestimmten Maßes sich sehr leicht bewirken läßt. Im Flaschenbierhandel giebt es Flaschen der verschiedensten Größe; statt 20 Flaschen werden jetzt 30 Flaschen, statt früher 30 jetzt 40 Flaschen anscheinend derselben Größe aber mit höherem Boden geliefert. Der Bierverleger kann gar nicht ehrlich liefern, weil ihm von seinen Kunden Flaschen der verschiedensten Art zurückgegeben werden. Die Brauereien und die größeren Bierhändler, ebenso die Gastwirthe haben sich für eine Aenderung dieser Verhältnisse aus- gesprochen. Es wäre zu bedauern, wenn bei dieser Gelegenheit der Bundesrath verhindert werden sollte, eine durchgreifende 'Aenderung dieser Verhältnisse vorzunehmen, die in solcher Weise erfolgen würde, daß die Flaschenfabrikanten dadurch nicht ge- schädigt würden. Abg. Singer(Soz.): Der Antrag Vielhaben bildet eine merkwürdige Illustration zu dem Bestreben seiner Partei, Treue und Glauben im gewerblichen Leben aufrecht zu erhalten. Wenn auf irgend einem Gebiete eine Aenderung nothwendig ist, so ist es auf diesem Gebiete des kleinen Verkehrs der Fall. Grade dieser Z 5 ist der alleruothwendigste im ganzen Gesetze. Sowohl im Publikum als bei den Gewerbetreibenden ist der Wunsch vorhanden, auf diesem Gebiete des kleinen Verkehrs den un- lauteren Wettbewerb zu beseitigen. Mißtrauen gegen den Vundesrath könnte höchstens dazu führen, die Bestimmung gegen die Quantitätsverschleierungen in das Gefetz aus- zunehmen, dieselbe sei aber nicht nur dem Bundes- rath zu überlassen, sondern müsse der Reichstag materiell an dem Erlaß der Vorschriften betheiligr werden. In bezug auf den Flaschenbierhaudel besteht im Reichstag keine Neigung, besondere Bestimmungen einzuführen, denn schließlich würde man nur helfen können durch einen Aichzwang für Flaschen. Daraus folgt dann eine Vertheuerung der Flaschen und des Vieres. Die Ausdehnung des Biergenusfes durch Aus- dehnung des Flaschenbierhaudels ist die beste Maßregel zur Be- kämpfung des Schnapsgenufses. Ehe die Regierung nicht die Nützlichkeit einer solchen Maßregel nachweist, wird sie wohl keine Vollmacht seitens des Reichstages bekommen. Abg. Vielhaben: Man ist hier in dem Bestreben, Uebel- stände zu beseitigen, viel zu weit gegangen. Man will dem Bundesrath nicht einmal das Bier anvertrauen, wie kann man ihm Bestimmungen überlassen über den Verkehr mit anderen Artikeln, über die er noch weniger ein Urtheil hat. Der Mittel- stand wird überhaupt gut thun, nicht allzu hohe Erwartungen an das Gesetz zu knüpfen. § 5 wird gegen die Stimme des Abg. Vielhaben angenommen, ebenso ohne Debatte die 6—8. Um Bffe Uhr wird die weitere Berathung bis Freitag l Uhr vertagt; außerdem steht die Novelle zum Genossenschafts- Gesetz betr. die Konsumvereine zur zweiten Berathung. Uokales. In Weiffensee hat eine Neuwahl zur Gemeindevertretung stattzufinden, da die Wahl unseres Parteigenossen Behlendors für ungillig erklärt worden ist. Friedrichshagen. Am Sonnabend, den 18. April, abends 8'/z Uhr. findet im Gesellschaftshause des Herrn Jlges hiersclbst eine Versammlung des„Allgemeinen Arbeiler-Bildungsvereins für Friedrichshagen und Umgegend" statt, in welcher Genosse Joh. Sassenbach einen Vortrag über„Verfassungskämpfe und Demagogenverfolgung in Deutschland" halten wird. Zu dieser Versammlung find alle Friedrichshagener Arbeiter, insbesondere aber diejenigen, welche sich an der letzten Gemeinderathswahl betheiligten und noch nicht Mitglieder unserer Organisation sind, eingeladen. Der Vorstand. Zeesen bei Königswiisterhausen. In Ermangelung einer Lokalkommission für Zeesen theilt der Unterzeichnete mit, daß daselbst das Lokal des Gastwirths S ch»mann den Arbeitern zu Versammlungen freigegeben ist. Die Berliner Genoffen wollen dies bei ihren Ausflügen berücksichtigen. W. Arndt, Adlershof. Der Berliner Asylverein für Obdachlose, dessen gemein- nützige Tbäligkeit allseitig anerkannt wird, errichtet in der Wiesenstraße ein neues Männerasyl, welches, ausgestaltet mit allen den Forderungen der Hygiene entspre chenden Einrichtungen, allabendlich 700 Obdachlosen Aufnahme, sowie warme Bäder, Abendbrot und Frühstück gewähren wird. Nachdem ein für den Bau passendes städtisches Grundstück mit Genehmigung des Oberpräsidenten an den Verein verkauft und die polizeiliche Genehmigung der Pläne erfolgt war, wurde mit dem Bau begonnen und die Arbeiten derart gefördert, daß der Verein sein neues Heim im nächsten Herbst zu beziehen hofft. Während der Vor- bereituugs- und Ausführungsarbeiten war, auf Verlangen des Grundbnchrichters, die staatliche Genehmigung zum Erwerbe des Grundstücks nachgesucht worden. Der Verein, welcher Korporal ions rechte besitzt und infolgedessen staatlicher Aussicht untersteht, glaubte mit dem Gesuch um Genehmigung des Grnndstückerwerbs- eine bloße Formalität erfüllen zu müssen und war nicht wenig erstaunt, als ihm im Auftrage des Ministers des Innern vom Polizei-Präsidenten eröffnet wurde, daß die Genehmigung des Ankaufs des Grundstücks zum Zweck des Asvlbaues versagt werde, weil das den in der Nähe befindlichen Humboldhain frequen- tirende Publikum durch das im Asyl sich einfindende Gesindel belä stigt werden würde. Außerdem sollten auch noch die Schüler der in der Nähe des zu errichtenden Asyls befindlichen Schulen durch einen Theil der das Asyl Aufsuchenden einer moralischen Ge- fährdung unterliegen. Der Vereinsvorstand wandte sich in einer Ein- gäbe, in welcher er vor allem dagegen nachdrücklichst Verwahrung einlegte, daß arbeits- und obdachlose Menschen als„Gesindel" bezeichnet werden, an den Minister des Innern, und wies in zu erbitten. Auf Erfordern ist die Bescheinigung der Polizei- T Ein schwerer Unfall hat sich, wie nachträglich bekannt eingehender Weise nach, daß die Gründe der Verfagung unzubehörde über die Anmeldung oder Genehmigung von Versamm wird, am 3. d. M. auf dem Schießplage bei Kummersdorf ertreffend find. An diese Darlegung des Vorstandes schloß sich lungen und Aufzügen vor Beginn derselben dem Rektor vorzu- eignet. Dort machten sich sieben Mann von der Versuchseine mündliche Unterredung mit dem Minister, deren Resultat legen." Diese Bekanntmachung an die Studirenden ist offenbar Kompagnie mit einem Shrapnel zu schaffen, das fie für un= darin bestand, daß die Genehmigung zum Ankauf des Grund- auf einen Ministerialerlaß zurückzuführen. geladen hielten. Die scharfen Shrapnels versieht man, um sie stücks und damit die Fortführung des Baues nunmehr ertheilt ist. " Wie der Duellmord- Kultus von der Senfationspreffe ge von den blinden unterscheiden zu können, mit einem besonderen pflegt wird, zeigt das Verhalten des hiesigen Lokal- Anzeigers". Beichen. Dieses war jedoch durch irgend einen Zufall von gekündigte Erklärung in Sachen Märchenbuch für die Jugend bringt das Blatt aus Rakeburg vier verhältnißmäßig ausführift, auf dem linken Arme hatte, abgefragt worden. Als nun Von der Jugendschriften- Warte" liegt jetzt die an- Ueber die Beisetzung des niedergeschossenen Freiherrn v. Schrader der Hohlkugel, die der Kanonier Blankenhain, der vom 15. Artillerie- Regiment zur Versuchs- Kompagnie kommandirt des Proletariats" vor. Der Redakteur der" J.-W.", Lehrer liche Privattelegramme, abgesehen von sonstigen auf den Skandal Blankenhain, während seine Kameraden um ihn herum Baul Ziegler, weist in der neuesten Nummer der Pädagogischen fall bezüglichen Meldungen. Im ersten Fall ist von den Thränen standen, mit einem Hammer auf die Kugel schlug, plagte diese. Beitung" in einer sehr salbungsvollen, mit mehreren Bibelzitaten bie Nede, die den zahlreichen Anwesenden im Auge ſtanden, im Von der Füllung des Shrapnels traf ein Stück fein rechtes Bein gespickten Entgegnung den Vorwurf des Denunzirens, der ihm zweiten schluchzen die Damen, im dritten bemerkt man ein so schwer, daß man ihn vom Plaze tragen mußte. Der Kanonier zuerst im Vorwärts" und dann auch in der" Päd. Zeitung" großes Palmenarrangement, welches die Gardes du Korps ge- Nimrod wurde an den Wangen und an den Händen schwer ver gemacht worden war, als Verleumdung zurück und behauptet itiftet haben, und im letzten macht die Weigerung des Pastors brannt und zwei Splitter durchschlugen ihm das linte Dhr. ganz naiv, man habe ihn denunzirt( foll wohl heißen: gebrand: Giesecke, an der Feier theilzunehmen, bei der Bevölkerung feinen Der dienstthuende Hauptmann wurde an einem Auge leicht vermarkt), und zwar aus persönlicher Feindschaft. Briefwechiel mit günstigen Gindruck. Jeder fatisfattionsfähige Rowdy muß gegen wundet. Wie durch ein Wunder kamen die übrigen ohne Ver der Aussichtsbehörde( foll heißen: Bolizei) habe er nicht gepflogen, über einer so liebevollen Behandlung des Falles die Meldung legung davon. Blankenhain und Nimrod wurden mit der er habe nur eine Nummer der J.-M." mit der( übrigens von desselben Blattes, daß Schrader jun. und Koze sen. sich im letzten Militärbahn nach Schöneberg und von dort mit Tragförben in ihm selber und noch einem Kritikus verfaßten) Besprechung des Augenblick entschlossen haben, einander nicht niederzuknallen, fast das Garnisonlazareth II. zu Tempelhof gebracht. Blankenhain Märchenbuches, nebst formellem Handschreiben, wie es der An- mit Bedauern vermerken. schwebt noch in Gefahr, sein Bein ganz zu verlieren. ftand erfordert", eingesandt. Er habe einer Gefahr für die Jugend vorbeugen wollen( in der Märznummer der" J.-W." tönigliche Beremonienmeister Freiherr von Schrader war vor der Vorbereitung zum Menschenmord. Der niedergeknallte And der besten der Welten. Einen wiederholten Gelbft sagt er, er habe in dem jetzt als„ formell" bezeichneten Schreiben auf das gefahrbringende des Buches besonders auf- Affaire mehrere Tage auf seiner Besizung Blieftorf anwesend. mordversuch machte am Mittwoch Morgen der 43 Jahre alte mertfam gemacht), im übrigen jei ihm der politische und religiöse Sier hat er, wie einem hiesigen Blatte berichtet wird, faft die Drehorgelspieler Karl St. in seiner Wohnung, Kirchbachstraße 7. Standpunkt der Verfasser von Jugendschriften gleichgiltig. In ganze Zeit mit Pistolenschießen zugebracht. Er zielte dabei nach St. stand früher 14 Jahre lang im Dienste der städtischen Kanader" Päd. 3tg." wird auf diese Verlegenheits- Antwort unter einer Scheibe, auf der sich eine menschliche Figur befand. Zwei lisation. Im Jahre 1880 verunglückte er in einem Einsteiganderem erwidert, in jener Denunziationsnummer Diener luden die Pistolen, während ein anderer die Tempos schachte in der Behrenstraße durch eine Explosion, wobei Herr Ziegler einem anderen Buche nachgesagt, daß dasselbe zählte, gerade wie es nachher bei dem Duell gefchap. Diese brennende Gase ihn schwer verbrannten. Nach seiner Genesung Herr Ziegler einem anderen Buche nachgesagt, daß dasselbe Schießübungen dauerten vom Morgen bis zum späten Abend. war er nicht mehr fräftig genug, feinen Posten auszufüllen, er eine Fülle von schlüpfrigen Redewendungen und unfittlichen Bei Regenwetter wurde aus dem Fenster geschossen. wurde entlassen und ernährte sich seitdem durch DrehorgelStellen enthält, während gegen das Märchenbuch in moralischer spielen. Hiermit fonnte er seine Frau und fünf Kinder, Beziehung eine Einwendungen gemacht worden seien. Trotz- Zum Kapitel vom nnlauteren Wettbewerb liefert die von denen jezt noch drei schulpflichtig sind, nicht ausreichend erdem habe Herr 3. auf das andere Buch nicht besonders auf- Deutsche Warte" alias" Berliner Intelligenzblatt" alias nähren, so daß seine Frau zum Lebensunterhalt durch Aufwartemertsam gemacht. Man könne also nicht glauben, daß er sich Voltsrundschau" u. s. w. einen hervorragenden Beitrag. In Arbeiten miterwerben mußte. Am grünen Donnerstag schon hatte durch den Gedanken an den Schuß der Jugend habe leiten Nr. 101 vom 13. April morgens theilt das Blatt mit, daß er sich in der Küche mit einer Strähne Wolle aufgehängt, wurde laffen. Das stimmt vollkommen. Was übrigens die breiste Be- seine verbürgte" Abonnentenzahl 40 000 betrage. In Nr. 102 aber von seiner Frau rechtzeitig abgeschnitten. Gestern Morgen hauptung des Herrn 3., daß er aus persönlicher Feindschaft vom 18. April a bends zeigt es an derfelben Stelle bereits ging er wie gewöhnlich mit der Zeitung in die Küche. Die Frau, angegriffen werde, anbetrifft, so darf er sich dabei beruhigen, eine verbürgte Abonnentenzahl" von 50 000 an; innerhalb die geglaubt hatte, daß er Kaffee trinken wolle, hörte plöglich daß der Verfasser unserer ersten, seine Denunziation an den 12 Stunden hat das Blatt also um 10 000 Abonnenten zu etwas fallen und ging ebenfalls in die Küche, um nachzusehen, Branger stellenden Notiz ihn von Perfon nicht fennt, wohl aber genommen. Koloffal mit einem Wort! was geschehen sei. Sie fand ihren Mann bewußtlos auf dem aus der J.-W.", und zwar als einen Mann, der in der Polemit Kohlenkasten liegen. vor keiner noch so thörichten Worttiauberei zurückschreckt. Er hatte sich mit seinem Halstuche wieder an demselben Nagel aufgehängt. Der Nagel war jedoch aus geriffen. Der Mann liegt im Krankenhause noch schwer darnieder. habe IN worden. Ueber ein automatisches Restaurant, welches auf der Gewerbe- Ausstellung errichtet wird, meldet man: Es handelt sich An die Freireligiöse Gemeinde sind von der Ministerial- um ein etwa 2000 Personen fassendes Gebäude, dessen Betrieb Militär- und Bautasse in der Niederwallstraße noch 12 180 m. nur auf elektrischem Wege geschieht. So wird u. a. an diesem berauszugeben. Diese Summe ist 1891 von dem Berliner Restaurant auch der Kellner überflüssig. Rings um die Küche sind Magistrat für ein zu Straßenzwecken abgetretenes Stück des frei- etwa 20 große Speise- Automaten aufgestellt, hinter deren Glas- Auf entschliche Weise ist Mittwoch Nachmittag der 47 religiösen Begräbnißplates gezahlt und der bezeichneten Kasse tästen warme, noch dampfende Fleischspeisen dem Besucher gegen Jahre alte Maurer Herrmann Kröcher, der aus Fehrbellin zur Aufbewahrung übergeben worden. Der Zuwachs der Frei- Einwurf einer Münze, 50 Pfennige bis eine Mart, zur Ber- stammt und hier in der Perlebergerstr. 7 wohnte, getödtet religiösen Gemeinde durch beigetretene erwachsene Personen fügung stehen. Jede frisch bereitete Speise steht auf einer elektrisch Er war in der Papierfabrik von Kraft u. Knust in beläuft sich im letzten ganzen Geschäftsjahr auf 346( 433 find geheizten Wärmplatte und hält sich infolge dessen längere Zeit der Scheringstr. 2-7 mit dem Tünchen der Wände beschäftigt hinzugetreten, 87 theils durch den Tod ausgeschieden). hindurch warm und schmackhaft. Statt der bisherigen Brat- und kam dabei einer Maschinenwelle zu nahe. Plöglich wurde er von der Welle an den Kleidern gefaßt, aufgerollt und mehrere Der Fall Jlhami Beh, der vor wenigen Tagen den Gegen- maschinen werden in der Küche Speisen mittels Elektrizität zu Male durch den Raum, in dem die Zumpen zerkleinert werden, bereitet. Ebenso wird das Bier durch selbstthätige Hähne verstand einer gerichtlichen Verhandlung vor der 9. Strafkammer zapft. Indem der Besucher eine Münze hineinwirft, öffnet sich herumgeschleudert. Als die Maschine zum Stehen gebracht und bildete, ist ganz geeignet, den Blick wieder einmal auf die That der Hahn und giebt das gehörige Quantum Bier in das Kröcher von der Welle herabgenommen wurde, waren ihm bereits bildete, ist ganz geeignet, den Blick wieder einmal auf die That fache zu lenten, daß das Bestehen einer Militär- Gerichtsbarkeit darunterstehende Glas ab. Eine Musikkapelle von vierzehn beide Beine vom Leibe abgequetscht. Der Verunglückte verstarb oft sehr eigenthümlich auf unsere Rechtsverhältnisse einwirkt. Mann spielt unermüdlich Strauß'sche Walzer, sodaß der Kapell- auf der Stelle. Der Schneidermeister und Hauseigenthümer W. aus der Luther- meister von morgens bis abends nicht aus dem Dirigiren heraus straße hat, so wird uns geschrieben, wegen des Angriffs auf die kommt. Es sind dies lebensgroße Automaten, die gleichfalls der 22 Jahre alte Schuhmacher Ernst Fricke aus der Garten: Durch ein Rohheitsvergehen wurde am Mittwoch Abend Ehre seiner Ehefrau seitens des türkischen Hauptmanns Ilhami elektrisch betrieben werden und fünfundvierzig Mann Streichstraße 54 schwer verletzt. Als Fricke durch die Usedomstraße Ben rechtzeitig den Strafantrag bei dem zuständigen Landgericht II. gestellt. Eine ganze Zeitlang erfolgte darauf Bedienungsfrage, die Herrn Eugen Richter ja so viele Schmerzen unbekannte Männer und warfen ihn in ein großes Schaufenster. musik ersetzen. Dieser neue Versuch lehrt abermals, daß die ging, faßten ihn plötzlich vor dem Hause 19 mehrere ihm gänzlich garnichts, dann aber wurde Herr W. plötzlich von macht, im Zufunftsstaat" spielend gelöst werden wird. der Antlage wegen Erpressung überrascht, die der Die Scheibe wurde zertrümmert und Fricke namentlich an der Hauptmann Flhami Bey gegen ihn veranlaßt hatte. Sein Ver- Der provisorische Bahnhof ,, Ausstellung" bei Treptow rechten Hand so schwer verlegt, daß er ein Krankenhaus auftheidiger R.-. Dr. Flatau wandte sich darauf in einer Eingabe wird am 27. d. M. dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die fuchen mußte. an das Landgericht II mit dem Antrage, die Erpressungsaffäre Fahrpreise einschließlich der für Monatstarten nach und von bis nach Erledigung der gegen den Hauptmann Flhami Bey er- diesem Bahnhofe sind im Stadt- und Ringbahn, fowie im Vorort- Jm Krankenhause ist Mittwoch Abend um 81/2 Uhr der statteten Strafanzeige zu vertagen. Der Bescheid ging dahin, verkehr dieselben wie die jetzt für die Südringstation Treptow Ingenieur Michael Baraz aus Odessa gestorben, der hier in der daß Hauptmann Ilhami Bey überhaupt nicht demand giltigen. Demgemäß beträgt der Preis für jede Fahrkarte von Brigwalkerstr. 3 bei Lenhaft wohnte und sich vorgestern Abend gericht II unterstehe, sondern als preußischer Stadt- und Ringbahnstationen nach Bahnhof„ Ausstellung", sofern in selbstmörderischer Absicht eine Revolverfugel in den Kopf Offizier à la suite geführt werde und demgemäß der Treptow als fünfte Station zählt, für die ll. Klasse 15 f. und iagte. Militär- Gerichtsbarkeit unterworfen sei. Auf diese Weise für die III. Klasse 10 Pf. ist es dann gekommen, daß nicht Herr Jhami Bey, sondern das M.'sche Ehepaar auf die Anklagebant mußte. Wie unbegründet diese Verwechselung, der Rollen war, ergab sich aus dem freisprechenden Erkenntniß. Obgleich der Hauptmann Jlhami Bey den Eid leistete, nachdem er auf's ernsteste auf die Heiligkeit des Gides nach unseren Begriffen hingewiesen worden war, verkündete der Vorsitzende in der Urtheilsbegründung, daß der Gerichtshof den Angaben dieses Belastungszeugen nicht zu folgen vermocht, sondern die entgegengesetzten Behauptungen der Angeklagten für voll ständig erwiesen erachtet habe. Welche Folgen der Ausgang dieses Prozesses für den Belastungszeugen nur bei dem Militärgericht haben wird, bleibt abzuwarten. " Ein Fall von Brügelpädagogik, dessen leidender Theil ein zweieinhalb Jahre altes Kind ist, wurde vor furzem der Staatsanwaltschaft unterbreitet. Die fleine Gertrud St. aus der Königsbergerstraße war von ihrer Mutter in die Oberlinschule, eine sehr fromme Kinderbewahr anstalt in der Frankfurter Allee geschickt worden. Anfangs März hatte die Mutter eines Tages, ihr Kind in einer Verfassung wiedererhalten, die ein Arzt in folgendem Attest präzisirte: Erhängt hat sich der 45jährige Hausdiener Ferdinand H., Zur Nettung des Eigenthume vor der Revolution hat der bei dem Molkereibefizer Bauratt in der Besselstr. 4 beschäftigt Er sollte eine Geldsumme unterschlagen haben und war sich hierorts eine Gesellschaft aufgethan, die ohne Zweifel bald war. das Vertrauen aller Philister von Bests und Bildung erworben deswegen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden. haben wird. Das staatserhaltende Unternehmen nennt sich Berliner Zentral Stahlkammer der Genossenschaftsbant des Ein Fener, wodurch das Fabrikgebäude einer RoblenstaubStralauer Stadtviertels zu Berlin, C. G. m. 1. H." So lang und Porzellanfabrik in Asche gelegt wurde, war, der„ Bossischen der Name, so bedeutsam ist der Zweck der Gesellschaft. Die Beitung" zufolge am Mittwoch Abend in der Kaiserin AugustaStahlkammern find erfunden, um Werthpapiere darin sicher auf- Allee 24, auf Charlottenburger Gebiet. Gegen 3/49 Uhr wurde zuheben, und das ist, wie in dem Prospekt des Unternehmens der 15. Zug der Berliner Feuerwehr aus der Thurmstraße dortauf Seite 13 auseinandergesetzt wird, bei Putfchen oder bin gerufen. Die Charlottenburger Wehr glaubte indessen die Revolten ein nicht zu unterschätzender Vortheil." Das Hilfe der Berliner ablehnen zu können, worauf diese wieder abmag schon sein, aber wir fürchten dennoch, daß der Umsturz rückte. Etwa zwei Stunden später bat die Charlottenburger auch vor Stahlfammern nicht Halt macht. Bislang hat er Wehr aber um die Entsendung eines Dampfsprizenzuges aus wenigstens in der Gestalt des allesverschlingenden Groß: Berlin. Als hierauf der Dampfspritzenzug aus der Linienfstraße fapitalismus auch die noch so sicher verwahrten Papierches zu am Brandorte anlangte, war seine Hilfe nicht mehr erforderlich, estamotizen vermocht. weil das Fabrikgebäude inzwischen abgebrannt war. " München Witterungsübersicht vom 16. April 1896. Barometertand in mm, d. Meeressp. 768 ND 769 M 767 NW . 769 NW 767 NW 764 NW 764 G 766 763 •. 760 771 530 WSW G N . sich mit dem des Gastwirths verträgt, wird, wie die„ VoltsUeber die Frage, ob der Beruf des Rechtsanwalts Beitung" meldet, nächstens die Anwaltskammer entscheiden. Ein hiesiger Rechtsanwalt befigt ein Haus, in welchem sich ein Wiener Das Kind zeigt auf der Haut beider Hinterbacken za bl- fam er, um sicher zu geben, selbst um die Konzession mit unCafé befindet. Als dasselbe jüngst den Besizer wechseln sollte, Stationen. reiche Striemen in verschiedener Länge, und zwar sind beschränkter Nachtstunde ein und erhielt diefelbe. Natürlich setzte auf der rechten Seite zehn und auf der linken Seite fünf er einen Verwalter ein, aber Träger der Konzession ist der AnDoppelt konturirte Streifen zu sehen, deren Länge zwischen walt. Eo die Mittheilung der Wolfs- 3tg.", welche sich nicht Swinemünde zehn und fünf Zentimetern variirt. Die Streifen, welche alle darüber ausspricht, ob denn der Rechtsanwalt etwa Juhaber Hamburg noch eine bläulich- rothe Färbung zeigen, ziehen sich auf der eines Lokals vom Schlage des Café National ist. Anders wäre Berlin linfen Seite bis auf den Oberschenkel hin. Die Haut ift ge es doch, für uns wenigstens, nicht gut denkbar, daß etwas Ehren- Wiesbaden sch wollen und auf Druck empfindlich. Außerdem ist noch auf rühriges in dem Falle gefunden werden könnte. der linken Backe eine etwa Behnpfennigftück große bläulich ge färbte Stelle, die von einem Stoß herrühren kann. Dieses Vor einer Bande von Seelenverkäufern warnt der Wien Attest wird behufs strafrechtlicher Verfolgung der Minister des Innern. Ein gewisser Lazor Schwarz aus Buenos- Haparanda. Lehrerin ausgestellt." Die Verlegungen sind den Angaben der Ayres, der als Mädchenhändler bekannt ist, hat sich vor einiger Petersburg Mutter zufolge dem 30 Monate alten Mädchen mit einem dünnen Zeit nach Europa begeben, um Mädchen zu Prostitutionszwecken Rohrstock zugefügt worden. nach Südamerika zu werben. Schwark, der ein gewandtes Aus- Aberdeen. Selbstverständlich erging sofort eine Anzeige über die Miß- treten hat und mehrere Sprachen beherrscht, ist in Tulicha in Baris. handlung an die Staatsanwaltschaft, welche in einem Rumänien geboren und gegenwärtig argentinischer Staatsbürger. der Mutter am 8. April zugestellten Schreiben den Fall wie folgt Er ist 42 bis 44 Jahre alt und 1,60 Wieter groß und hat graue ,, erledigte". Augen, schwarze Haare, einen schwarzen Bari oder Schnurrbart. Auf die Anzeige vom 7. März eröffne ich Ihnen, daß ich krumme Beine und zwei rothe Flecke an der Nase. Als Endziel gegen die Lehrerin Anna Passeh nicht einschreite, da sich seiner Reise hat er Montevideo angegeben. Meistens reift er weder aus dem angewendeten Instrument noch aus dem getrennt von den angeworbenen Mädchen. Als feine Genossen durch das ärztliche Attest bescheinigten Befunde entnehmen werden genannt: Gerson Baum, Isidor Bing, Moritz Kaiser, läßt, daß die Beschuldigte sich der Ueberschreitung ihres Josef Kay, Mendel Kaufer, Jidor Klapper, Israel Mayorowitsch, Büchtigungsrechtes bewußt gewefen ist und Ihr Kind hat vor Fichel Mayowitsch, Sigmund Reicher, Karl Roch, Eali Salosäglich mißhandeln wollen." Corf. = Windstärke 19455522220( Stala 1-12) Metter woltig wolfig bedeckt wolkig Temperatur nach Celfins CABACAAN( 50.4° R.) wolfig wolkig heiter Nebel bedeckt bedeckt wolfenlos 12 3 Wetter Prognose für Freitag, den 17. April 1896. Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Wärmeres, vielfach heiteres Wetter mit mäßigen füdlichen Berliner Wetterbureau. Kunft und Wissenschaft. Profeffor Viktor Tilgner, einer der bedeutendsten Bilde wich, Mar Schorr, Mojes Schuldreich, Heinrich Schwarzmann, hauer der Gegenwart, ift 51 Jahre alt, am Morgen des 16. April in Wien gestorben. Uns soll verlangen, ob die Ober Staatsanwaltschaft, an Moris Seiler, Adolf Stein, Juchil Steinmann und Wolf Wilem welche appellirt ist, ebenfalls feine Beranlassung finden wird, die son. Die Behörden sind angewiesen, auf die Kupplerbande ein rohe That, an deren Folgen das Kind jetzt noch leiden soll, gur wachsames Auge zu haben und etwa angeworbene Mädchen und Sühne zu bringen. Ueber den Verlauf der befremdlichen An- deren Angehörige zu warnen. gelegenheit werden wir weiter berichten. " Die ,, Académie de Médecine" zu Paris hat beschlossen, den Preis von St. Paul in Höhe von 25 000 Frcs. zur Hälfte Dr. Roux, zur Hälfte Profeffor Behring für die Ents deckung des DiphtheriesHeilferums zuzuerkennen. Soziale Mebersicht. Die diesjährige Konferenz der Zentralstelle für ArbeiterDie Bänke in den öffentlichen Parkanlagen, besonders Ueber Studentenversammlungen hat der Rektor der Uni- im Humboldthain und Friedrichshain, werden alljährlich neu versität Geh. Rath Wagner gestern folgende Verfügung erlaffen: gestrichen, aber regelmäßig so spät, daß das dort Erholung Die Herren Stubirenden werden darauf aufmerksam gemacht, fuchende Publikum es als einen Uebelstand empfinden muß. daß zur Veranstaltung 1. von Studentenversammlungen, 2. von Biele hunderte von Frauen und Kindern lagern dann auf bloßer öffentlichen Studentenversammlungen unter freiem Himmel, Erde, was der Gesundheit gerade nicht besonders zuträglich sein 3. von öffentlichen Aufzügen der Studirenden stets zunächst die soll, wenn es nachts zuvor geregnet hat. Also en avant, Wohlfahrtseinrichtungen wird, wie verlautet, am 11. and Genehmigung des Rettors der Universität nachzusuchen ist. So- Magiftrat", um mit Herrn Spinola zu reben. Bei dieser Ge- 12. Wai im Architektenhause in Berlin tagen. Bezirks fern diese ertheilt worden, ist in dem Falle 1 der Ortspolizei- legenheit sei wiederholt darauf hingewiesen, daß die Zahl der präsident a. D. Freiherr v. Reigenstein( Freiburg i. B.) wird über behörde schriftlich Anzeige zu machen, worauf diese eine Be- vorhandenen Ruhebänke bei weitem nicht genügt. Blaz zur Arbeitsnachweis referiren, Fabrikdirektor Heinze( Hannover) und scheinigung der Anmeldung ertheilt; zu 2 und 3 dagegen ist die Aufstellung solcher ist reichlich vorhanden, ohne daß dadurch Dr. Münsterberg( Hamburg) werden über Weibliche Hilfskräfte Ertheilung der schriftlichen Genehmigung der Ortspolizeibehörde die Naturschönheiten der Anlagen beeinträchtigt werden. in der Wohlfahrtspflege" sprechen. Gewerkschaftliches. Vermischtes. eigentlich gar nicht flreifen wollen, sondern von der sogen. Lohnt- Ober- Verwaltungsgericht hat jedoch jetzt dieselbe tommission gegen ihren Willen dazu gezwungen werden. Kategorisch aufgehoben. Das Vergehen des R. sei so eigenartig, Ju der Spezialausstellung Kairo auf dem Terrain der wird daher von den Herren Prinzipalen erklärt, daß wenn der daß man daraus nicht den Schluß ziehen könne, er werde als Gewerbe- Ausstellung in Treptow haben gestern sämmt vom Zaune gebrochene Streit" bis Freitag nicht aufgehoben Stellvertreter einer Schankwirthin der Hehlerei und dergleichen liche 35 Tapezirer die Arbeit eingestellt, weil ihnen das wird, sämmtliche Baubetriebe in und um Stuttgart am Sonn- Vorschub leisten. Gesuch um Lohnerhöhung abgeschlagen wurde. Die Arbeit ist abend, den 18. April, vollständig gefchloffen und sämmtliche dort mit Lebensgefahr verbunden, da, wie man uns mittheilt, Arbeiter entlassen werden. Die Zimmerer laffen sich aber für Gerüste, die die in beträchtlicher Höhe arbeitenden Tapezirer hierdurch nicht einschüchtern und soll sich jetzt, wie ver vor dem Herabfallen schüßten, nicht genügend gesorgt ist. lautet, das Stuttgarter Gewerbegericht als Einigungsamt mit Zum Prozeß Hammerstein wird auswärtigen Blättern von Achtung, Stuckateure Berline! In der öffentlichen Ver- dem Streit beschäftigen. Auch die Dachdecker haben ähnlich, hier geschrieben: Landgerichtsdirektor Rieck, der Vorsitzende der fammlung am 18. April wurde beschlossen, am 20. April überall wie die Maurer, beschlossen, keine Zimmererarbeiten zu ver- ersten Straffammer, vor der am 22. April der Freund der Flora richten. Die Zimmermeister in Ravensburg Gaß abgeurtheilt werden wird, hat mit Rücksicht darauf, daß da die Arbeit niederzulegen, wo folgendes nicht bewilligt würde:( Württemberg) haben alle, bis auf einen, die Forderungen der nur wenige Zeugen vernommen zu werden brauchen, das Zimmer, 1. Anerkennung des 1886 er Tarifs, 2. Neunstundentag, 3. Minimal Behilfen bewilligt; es sind somit nur 11 Mann in dem wo er regelmäßig seine Sigungen abhält, auch für den HammerJohn für Zieher 7 M. bei neunstündiger Arbeitszeit. Die Prin- Ausstand. zipale haben am 17. April eine Versammlung. Ihre Kommission stein- Prozeß bestimmt. Der Zuschauerraum dieses mittelgroßen wird uns die Firmen bekannt geben, die mit den Vereinbarungen Aus Basel. Seit einigen Tagen streifen hier 50 Stein Gemaches faßt 16, höchstens 20 Personen. Die zahlreichen Geder beiderseitigen Kommiffionen einverstanden sind. Das Resultat hauer vom Baugeschäft Linder, weil der Unternehmer sich suche um Ginlaßkarten sind mit Rücksicht auf den beschränkten wird von uns in einer öffentlichen Versammlung weigerte, mit einer Kommission des Fachvereins über die Ein- laum abgelehnt worden. mitgetheilt werden, die Sonntag, den 19. April, vorführung eines einheitlichen Arbeitstarifs zu unterhandeln. Der In den 18 Großstädten Preußens von 100 000 Ginmittags 10 Uhr im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 12, tagt. Ausstand wird sich wahrscheinlich bald auf alle Baugeschäfte wohnern entfielen nach dem vorläufigen Ergebnisse der BoltsKollegen, es ist Beit zum Handeln, deshalb erscheint in dieser ausdehnen, weil auch die übrigen Unternehmer erklärten, aufzählung vom 2. Dezember 1895 auf 1000 Einwohner im Jahre Versammlung Wann für Mann! Ferner ersuchen wir Euch, teine Unterhandlungen einzugehen. Eine Versammlung der 1895 durchschnittlich den oben erwähnten Beschluß sämmtlichen Prinzipalen mitzutheilen Steinhauer bat beschlossen, daß die noch Arbeitenden die Ausund über das Ergebniß an die Lohnkommission( Steinstr. 17, ständigen mit 5 pet. ihres Verdienstes unterstützen sollen. Fast bei Schünemann) zu berichten. Die Lohnkommission. alle Ledige find abgereist. Die hiesigen Zimmer- und Schreinermeister lebnen jedes weitere Unterhandeln mit den beiden Lohnkommissionen der Arbeiter ab. Der Ausstand dieser beiden Branchen scheint danach unvermeidlich. Auch die Meister der Holzbildhauer lehnen die gestellten Forde rungen ohne irgend welche Begründung ab. Sämmtliche Gehilfen haben für kommenden Sonnabend die Kündigung eingereicht. Der drohende Ausstand in der Holzindustrie dürfte mindestens 1200 Personen umfassen. Achtung, Zimmerer Berlins! Wiederholt wird jetzt von den Unternehmern gefordert, daß Sonntags- und Ueberstundenarbeit geleistet werden soll. Wir machen unsere Berufsgenossen hiermit noch einmal auf die Beschlüsse unserer Versammlungen aufmerkiam, wonach Ueber stunden nur dort geleistet werden dürfen, wo Leben und Gesundheit unserer Mitmenschen in Gefahr steht. Es ist nothwendig, daß diesem Beschlusse überall Geltung verfchafft wird, wenn wir den NeunStundentag in Zukunft behalten wollen. Die letzte PlazzDeputirten Bersammlung beschloß ferner, daß die ArbeitskartenKontrolle weiter bestehen bleibt; die Karten werden täglich von Stunden arbeiten wollen. Auf dem Domban legten die dort beschäftigten Rameraden am Dienstag die Arbeit nieder; sie verlangen bei den gefähr lichen Arbeiten, welche dort verrichtet werden müssen, 60 Pf. Stundenlohn. Gerichts- Beitung. in der Stadt 1. Berlin 2. Breslau 3. Köln 6. Hannover. 7. Düsseldorf. Lebeild Todt ehe Sterbe schließende fälle( ohne geborene geborene Personen Todtgeb.) 28,1 1,0 20,5 20,1 33,9 1,8 18,1 27,1 37,0 1,0 17,7 22,6 4. Frankfurt a. Main 5. Magdeburg 27,5 0,9 20,9 17,0 34,7 1,2 15,0 22,3 32,9 1,3 18,3 19,1 37,8 1,2 19,1 22,2 8. Königsberg i. Pr. 30,5 1,0 16,6 26,2 9. Altona 34,4 1,3 20,1 20,3 • 34,4 1,1 17,1 26,4 33,5 1,3 16,1 17,1 31,8 0,9 16,2 17,8 88,1 0,9 16,9 16,3 32,6 1,3 16,9 25,5 34,0 1,2 14,7 21,9 . 39,9 1,0 18,0 18,6 0,8 16,6 23,7 1,2 10. Stettin 11. Elberfeld 34,4 31,6 15,0 18,7 Wie alljährlich, überstieg auch 1895 in den Großstädten die Bahl der Geburten die der Sterbefälle. Den verhältnißmäßig größten Ueberschuß( natürliche Volksvermehrung) hatten im Jahre 1895 Barmen( 16,8), Glberfeld( 164) und Düsseldorf( 15,6), den geringsten Rönigsberg i. Pr.( 4,3), Breslau( 6,7), Danzig( 7,1) sowie Berlin und Stettin( je 8,0). 6-8 Uhr abends Neue Friedrichstr. 44 ausgestellt. Auch ſind dez Hauseigenthümers und Buchdrudereibefizers Starl Schwabe 13. Bamig. Ein 63 jähriger Heiratheschwindler stand in der Person 12. Charlottenburg. Barmen fämmtliche Unregelmäßigkeiten dort unbedingt zu melden. Der Zimmermeister Strothof, Antonftr. 16, hat sein gegebenes in der Bärwaldstraße auf der Anklagebant der achten Straf- 14. Danzig. Wort wieder gebrochen; er sucht jetzt 3immerleute, welche zehn tammer am Landgericht I zu Berlin. Es lagen drei verschiedene 15. Halle a. d. Saale Fälle vor, in denen sich der Angeklagte infolge von Heiraths- 16. Dortmund. annoncen an ältere alleinstehende Damen herangemacht hatte 17. Aachen. und nachdem er das Eheversprechen gegeben hatte, direkt auf 18. Krefeld feinen eigentlichen Zweck losgegangen war, die heiraths lustigen alten Frauen um ihr Vermögen zu bringen. Im ersten Falle war es die Wittwe eines Oberstlieute: ants gewesen, die durch den äußerst raffinirten alten Schwindler zuerst um 5000 und später noch um 1100 m. gebracht wurde. Der Angeklagte wußte einen so vertrauenerweckenden Eindruck hervorzurufen, wobei ihn sein Alter und der schneeweiße Der neueste Fortschritt auf dem Gebiete der KassenJ. A.: Theodor Fischer, Danzigerstraße 83.wohlgepflegte Bart unterstühle, daß die Frau Oberstlieutenant einbrüche! Aus Marseille wird gemeldet, daß in der Nacht zum feinen Zweifel in ihren neuen Bräutigam sezte und Sonnabend ein Einbruch bei dem Bankier Ferrand am BörsenAchtung, Metallarbeiter! Der Streit der Former und das Geld ohne jegliche Sicherheit hergab. Er hatte über plate stattgefunden hat. Die Diebe bedienten fich einer KreisGießerei- Arbeiter bei der Firma Friederich, Reichenberger feine Druckerei, sein Haus und fein Vermögen derartige brillante säge, um den diebes- und feuersicheren Geldschrank anzubohren. Petroleummotor straße 4, ebenso der Streit der Klempner bei der Firma Moos- Angaben gemacht, daß es die neue Braut als ein Glück ansehen Für den Betrieb derfelben hatten sie einen dorfu. Hochhäuseler dauert unverändert fort. mußte, folchen Bräutigam zu befizen, wenn dessen Mit: mitgebracht, so daß die Arbeit leicht von statten ging, die den Der Vorstand theilungen auf Wahrheit beruhten. Daß dies nicht der Fall Herren 15 000 Frants eintrug. Hoffentlich lassen sich die ultrawar, mußte die erwähnte Wittwe allerdings bald einsehen modernen Gauner ihre Erfindung patentiren. Unsere Forderung ist noch anerkannt worden von den Bau. firmen: Mais, Schöneberg; Nopp, Rigdorf; Zeichmann, Thaerstr. 15; Heese, Charlottenburg. Die Lohntommission der Berliner 3immeriente. # des Berliner Metallarbeiter Verbandes. 3 Achtung, Tabafarbeiter Berlins! Sonntag Vormittag 101 Uhr wird bei Niest, Weberstraße 17, eine öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung abgehalten: Die Antwort der Bigarren Fabrikanten von Berlin und Umgegend auf die Zustellung unseres MinimalLohntarifes und Berichterstattung über die am Freitag Nach mittag bei Böhow stattgebabte Bersammlung der Fabrikanten. ( Siehe Inferat der heutigen Nummer.) Die Kommission für öffentliche Angelegenheiten der Tabatarbeiter Berlins. und nun wußte der raffinirte Angeklagte es derartig zu Edison's Erfindergewinne find nicht so bedeutend, als schieben, daß die Betrogene aus freien Stücken von dem bisher allgemein angenommen wurde. Denn von allen seinen Seirathsprojekte zurücktrat. In ganz gleicher Weise wußte der Erfindungen haben ihm laut eigener Angabe nur neun einen Angeklagte auch die Schwägerin eines Rechnungsraths um einigermaßen erheblichen Gewinn gebracht, nämlich der Polizeis 11 700 M. und eine dritte Wittwe um 3700.telegraph, das Quadruplexsystem, der Börsendrücker, das prellen. Der Angeklagte, Der wegen dringenden Telephon, die elektrische Feder, das Glühlichtsystem, die Verdachts in Haft genommen war, suchte sich durch alle möge elektrische Eisenbahn, der Phonograph und der Kinetograph. lichen Verdächtigungen gegen seine Opfer und sonstige Personen Am wenigsten brachten der Polizeitelegraph, die elettrische aus der Schlinge zu ziehen und sich selbst als eine verfolgte Feder, die elektrische Eisenbahn, der Phonograph und Unschuld hinzustellen, er machte sogar die ganz besonders Ein verheerendes Feuer suchte am Mittwoch den Ort Chefla bei Raltutta heim. 300 Hütten sind zerstört und 4000 Menschen obdachlos. Aus Kottbus. Eine Versammlung sämmtlicher Fabrit charatteristische Bemerfung, in einem seiner Zivilprozesse müsse der Kinetograph, weil diese Erfindungen zum theil feinen Eingang in die Praxis fanden oder zum theil von anderer Seite Tommissionen der Arbeiter und Arbeiterinnen nahm, wie die die Staatsanwaltschaft die Akten beiseite geschafft haben. Volts- Zeitung" mittheilt, am 14. d. Mts. folgenden Vorschlag Der Gerichtshof hielt einen Fall nicht für genügend aufgeklärt sehr bald wesentlich verbessert wurden. Dahingegen brachte das der Fünfer- Kommission mit allen gegen eine Stimme an: Die und sprach den Angeklagten hierin frei; wegen der anderen Telephon 25 000, das Quadruplexsystem 30 000, der BörsenUnterzeichnete erklären sich bereit, in einer öffentlichen Verfamm- beiden Betrugsfälle erkannte er jedoch auf 1 Jahr 6 Monate drücker 50000 und das Glühlichtsystem 140 000 Dollar Reine lung der Textilarbeiter die Beendigung des Streits zu Gefängniß und 3 Jahr Ehrverlust. Dem Wunsche des Un- gewinn. Immerhin ist der taube Edison nach einer Mittheilung des Patent und technischen Bureaus von Richard Lüders in beantragen, falls die Arbeitgeber gleichzeitig schriftlich geklagten auf Haftentlassung gegen eine Kaution wurde natürlich Görlig durchaus tein armer Mann, nur hat er sein Vermögen versprechen, die Streifenden, soweit zur Zeit ausführbar nicht entsprochen. nicht als Erfinder, fondern als Fabrikant gewonnen. und ohne Rücksicht auf die Borfälle während des Der 22jährige bisher noch unbescholtene Maurer Ernst Streiks, wieder wie bisher in Arbeit zu nehmen, wenn auch Szmalla stand am Donnerstag wegen Anniftung zum Meineide vor nicht alle in denselben Fabriken, in denen sie früher arbeiteten. Der 1. Straftammer am Landgericht II zu Berlin. Der Angeklagte war Gleichzeitig sprechen die Unterzeichneten die Erwartung aus, daß von einem jungen Mädchen wegen Zahlung von Alimenten für die Arbeitgeber freiwillig in einzelnen Arbeitsbranchen die Löhne ihr Kind verklagt worden. Er bestritt nicht den Umgang mit innerhalb der nächsten vier Wochen aufbessern werden und aus der Klägerin, bot aber Beweis dafür an, daß die Klägerin wärtige Arbeiter nicht eher heranziehen, bis die hiesigen Arbeiter innerhalb der Konzeptionszeit auch Dem Arbeiter Luban untergebracht sind." Durch eine Mittelsperson ist diese Erklärung ihre Gunst geschenkt habe. Später wurde bekannt, daß der Une den Fabrikanten unterbreitet worden. Eine Privatdepesche meldet uns nun, daß gestern eine Bolts- geklagte zweimal den Verfuch gemacht hat, den Arbeiter Luban zu bestimmen, in seinem Sinne und Interesse die Unwahrheit versammlung, der das Resultat des Vermittelungsversuchs vorlag, auszusagen. Luban ist darauf nicht eingegangen, hat aber auch beschlossen hat, es follte heute eine geheime Abteine Anzeige erstattet. Die Anzeige ist von anderer Seite ausstimmung über die Frage der Wiederaufnahme gegangen und da Szmalla troz seines Leugnens überführt der Arbeit vorgenommen werden. Welcher Art das werden konnte, so wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus Resultat des Vermittelungsversuchs war, ist uns noch nicht betannt; mitgetheilt wurde uns nur, daß ein Vergleich in Aus- perurtheilt und sofort verhaftet. ficht" stebe. Neber ein interessantes Vorkommniß wird der Volks- 3tg." geschrieben: Am 13. d. M. wurde von der Straffammer des biesigen Landgerichts der verheirathete Fabrikarbeiter Karl Kuchenbäcker wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an Mädchen unter 14 Jahren zu sieben Monaten Gefängniß und zwei Jahren Ehrverlust verurtheilt. Ruchenbäcker ist derjenige, welchen das Streiffommissions- Mitglied G. Kölbel bedroht" Jahressteuer, haben sollte, weshalb letterer bekanntlich vor kurzem und zwar im wesentlichen auf das Zeugniß des Kuchenbäcker hin, zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt wurde. " = # Die Tischler Dortmunds haben die Arbeit niedergelegt. Nach einem Telegramm der Bolts Zeitung" soll eine Versammlung der Streifenden, die zahlreich besucht war, wegen " Tumults" polizeilich aufgelöst worden sein. Die Maurer in Peine in Hannover find in den Streit getreten. Sie verlangen Erhöhung des Stundenlohues von 32 auf 35 Pf. Der Schankwirth M., welcher in der Frankfurter Allee wohnt, hatte den auf einem benachbarten Bau beschäftigten Arbeitern auf jedesmalige Bestellung des Poliers Schnaps und Bier in Flaschen geliefert. Hierin erblickte die Behörde einen besonderen selbständigen Betrieb des Echankgewerbes, welches einer besonderen Betriebssteuer unterliege. M. wurde deshalb in eine Geldstrafe von 30 M., das Doppelte der hintergangenen Er beantragte richterliche Entgenommen. scheidung. Im gestrigen Termin vor dem Amtsgericht II. Rechtsanwalt sein Vertheidiger, machte Dr. Schoeps geltend, die Daß von Frage großer prinzipieller Wichtigkeit sei, denn derartige Fälle kämen zu hunderten vor und bisher sei noch niemals die Lieferung von Schnaps und Bier nach Neubauten als ein selbständiger Gewerbebetrieb angesehen worden. Der Angeklagte sei im Besitze der unbeschränkten Schankkonzession. Der Gerichtshof entsprach der Erwartung auf Freisprechung nicht, sondern erblickte in dem Verhalten des Angetlagten einen steuerpflichtigen selbständigen Gewerbebetrieb. Es blieb bei dem Strafbefehl in Höhe von 30 M. Der Verurtheilte wird Berufung einlegen. Eingelaufene Druckschriften. Bon der teuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Dies' Berlag) ist soeben das 29. Heft Des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein alter Schwindel. Aus den Vereinigten Staaten. Won F. A. Sorge. Die soziale Verfassung des Inkareichs. Selbitanzeige von Heinrich Gunow. Aus früheren Kämpfen. Allerlet aus den Erinnerungen eines englischen Agitators. Bon Ed. Bernstein. 2. Der Kampf wider Bebrückungen der Preffe. Subermann's Glück im Winkel". Bon F. Mehring. Literarische Rundschau. Notizen: Der Geburtstag von Wilhelm Weitling. Bon D. Wittelshöfer. Feuilleton: Das Ende vom Liede. Eine Geschichte von der Gleichheit, Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen( Stutt von Konrad Telmann.( Fortjegung.) gart, J. H. W. Dies' Verlag) ift uns foeben die Nr. 8 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Wie sollen sich die Arbeiterinnen organisiren? Aus der Bewegung. Wirthschaftlicher Krieg. Das Synditat der in der Frauenpreffe und in der frauenrechtlerischen Preffe thätigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller von Paris. Bon Aline Balette Die dritte Jahrestonferenz des Schottischen Nationalausschusses für Frauengewerbe.. Gine amerikanische Fabritinspektion über den geseglichen Kinderschuß in Illinois.- Feuilleton: Aus Hunger. Von Dorothee Goebeler. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspoft- Beitungslifte für 1896 unter Nr. 2837) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Bf. Inferatenpreis die zweigespaltene Betitzeile 20 Pf. 1 Das neueste Heft( 3/4) der unter der Redaktion von Bertha von Suttner im Verlag von E. Pierson in Dresden erscheinenden Zeitschrift: Die Waffen nieder!" hat wiederum einen mannigfaltigen und reichhaltigen Inhalt. Wir heben aus demselben nachstehendes hervor:@afton Moch: Los auf die Mißverständnisse! Moriz Adler: Das Recht des Stärkeren als Recht bes Echwächeren. Bertha von Suttner: Bettschau. M. A. Reitler: Militär, Stanbesehre, Sweifampt. Aus dem Gerichtssaale. Franz Floth: Der Jugendbildner. Edmund Stubenrauch: Beitgebanken. Unser erster Mobilifirungsversuch. Henry Norman: Ueber Bölkerschiedsgerichte. Die Seeschlacht der Zukunft. Die Friedensbewegung und Sie soziale Frage. Fredrik Bajer: Gine persönliche Bemerkung von der Imbildung der Kriegsarmeen. Gegen die Friedensbewegung. Gegen den Krieg. Notizen und Zahlen. Statistisches Nachschlagebüchlein. Von H. Beringer. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, abends von Dienstag, Freitag und Sonnabend, Scheibe 87. Aerztlichen Rath ertheilen wir nicht. Thorn. In Duellangelegenheiten sind wir zu wenig eintSie beim Reichstags- Abgeordneten Pastor Schall an. E. Lenz. Das Inserat ist schon drei Jahre alt. Wir unterlaffen es daher, darauf einzugehen, bringt doch jeder Tag genug Material. Uebrigens besten Dant. leber die Verhaftung der Boykottkommiffion, die zur Durchführung des Bontotts gegen die Mohr'sche Margarine ge Die Folgen eines miklungenen Selbstmordversuchs wählt wurde und aus den Genossen Stabbert, Grübel, Peect, find nach einem gestern vom Ober- Verwaltungsgericht gefällten Geertz und Heine besteht, berichtet das Hamburger Echo":" Im Urtheile nicht als vorsätzlich zugefügte Krankheit im Sinne Bureau der Kommission im Salon Karlsruhe" erschienen nicht des§ 26 a Nr. 2 des Krankenversicherungs- Gesezes anzusehen. weniger als 6 Kriminalbeamte und beschlagnahmten dort sämmt. Demnach muß auch diesen Kranken das Krankengeld gewährt 6-7 Uhr statt. Das Oberliche Schriftstücke und Materialien der Boykottkommission, wobei werden, sofern sie einer Kasse angehören. sie auch Sammellisten des Gewerkschaftskartells mitnahmen. Verwaltungsgericht nimmt an, daß im gedachten Die Mitglieder der Boykottkommiffion, welche sie dort nicht Falle von der vorfählichen Zufügung einer Krankheit nicht die geweiht, um über den Komment Auskunft geben zu können. Fragen antrafen, wurden auf der Straße aufgegriffen oder von Rede sein könne, weil, wer einen Selbstmord versucht, überhaupt der Arbeit geholt und dann in Haft genommen. Sämmtliche nicht die Absicht habe, sich eine Krankheit zuzuziehen. Listen derjenigen Händler, welche erklärt hatten, feine Mohr'sche An den Stellvertreter eines Gastwirthes werden die Margarine zu führen, sind der Polizei in die Hände gefallen, so felben Anforderungen in bezug auf ſittliche und sonstige Budaß es einstweilen nicht möglich sein wird, sie zu veröffentlichen. verfäffigkeit gestellt, wie an den Gastwirth selber. Der Schank- Vertrauensmann der Handelshilfsarbeiter Berlins. Wenn noch etwas gefehlt hätte, um Stimmung für das Vorgehen wirthin H., welche in der Person des ehemaligen Eisenbahn- Wir können den Aufruf nicht e her bringen, bevor nicht die Geder Mohr'schen Arbeiter und den Boykott zu machen, so hat die schaffners R. einen Stellvertreter gefunden hatte, wurde es durch werkschaftskommission zu der Sache Stellung genommen hat, was Polizei es glücklich durch die Verhaftung fertig gebracht, es polizeiliche Verfügung untersagt, diesen als solchen zu behalten. um so mehr nöthig, als der Aufruf sich an die Gesammtheit der Verfügung hinzuzufügen. Eine bessere Agitation für sich können die aus Die Vorleben gesperrten Mohr'schen Arbeiter gar nicht wünschen. Wir sind dem des K. zu befürchten wäre, er werde J. 2. 500, R. B., Lausitzerstr. 39. Ja.- Schönneugierig, auf grund welches Vergebens refp. Verdachts die Ber- feine Stellung in der H.'schen Schankwirthschaft nur hansen. Ein Buchdruckereibefizer hat fowenig wie ein anderer haftung der Boykotikommiffion erfolgt ist." Förderung und ähnlicher der Hehlerei Bergehen gewerblicher Unternehmer das Recht, einem in Wochenlohn oder mißbrauchen. K. war nämlich mit 8 Monaten Gefängniß bes Tagelohn stehenden Arbeiter seines Unternehmens wegen WahrEinen Schreckschuß schreibt man uns aus Württemberg. Das läßt der Baugewerbe- Verein Stuttgart gegen den firaft worden, weil er als Schaffner Eisenbahnbillets unternehmung der Kontrollversammlung etwas abzuziehen. Zimmererstreit in den politischen Tageszeitungen los. In großer schlagen und weiter verkauft hatte. Auf die Klage der Frau H. Nähere finden Sie S. 52 und 56 von Stadthagen's ArbeiterGegen das Eheverbot wegen he Annonce wird dem Publikum weiß zu machen versucht, daß dieBimmerer und des K. bestätigte der Bezirksausschuß die Verfügung, das recht.A. K. 10. zur wurde damit begründet, daß nach Arbeiterschaft Berlins richtet. bruchs ist Dispensation zulässig. Das Dispenfationsgesuch ist der hiesigen Former hat ein derartiges, gutes Statut.| keinem Falle. Die Reparaturkosten für das Schloß muß die Hays. bei dem Landgericht, durch dessen Urtheil die Scheidung- O. F. 34. Wenden Sie sich direkt an den Polizei- eigenthümerin tragen, falls nicht etwa in Ihrem MiethsE. 2, ausgesprochen ist, anzubringen. Mittag. Wie häufig dar- präsidenten. B. 2. 28., J. M. 5. Nein.- O. 2. 49. vertrag eine entgegenstehende Bestimmung sich findet. gelegt, ist es unmöglich, im Rahmen eines Brieffaftens Ihnen Im Klagewege würden Sie voraussichtlich verurtheilt werden. Lichterfelde. 1. und 2. Nein. F. F. 9394. Das Amts ein Statut zu entwerfen. Sie müssen bei Einrichtung einer Sonnenblume. 1. und 2. Ja. 3. Vorzug des größeren gericht, nicht das Gewerbegericht, ist zuständig. W. E. 118. Zuschußtasse, eines Unterstüßungsvereins und dergleichen darauf Alters. Schlegel. Schlegel. Wir sind nicht in der Lage, Ihnen eine Das läßt sich ohne Einsicht in das Statut nicht beantworten. sehen, daß keine Versicherungs pflicht und fein flagbares Auskunft über die Reellität des von Ihnen bezeichneten Patent- Sch. 27. Mit einem über 14 Tage hinausgehenden Anspruch Versicherungs recht tonstruirt wird sonst kommen Sie leicht instituts zu ertheilen.- O. K. 25, Schöneberg. Ihre Frau würden Sie schwerlich durchdringen. 1. Ofterfeiertag. Die zu Polizeischeerereien. Es muß durch demokratische Organisation müßte einen Advokaten in Ungarn mit Führung ihrer Regelung der Frage ist Sache des Vereins. R. W. 45. die hinreichende Garantie geschaffen werden. Die Zuschußkasse Sache betrauen.- Stief. Schriftliche Antwort ertheilen wir in Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor Für den Inhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 17. April Opernhaus. Wilhelm Tell. Schauspielhaus. Judith. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Neu! Die Neu! Anarchisten. Posse in 1 Aufzug von Friedrich Wilhelm. Emilie Galletti. Morell Stuart mit seiner Gallerie berühmt. Männer. 8. Alle, die es bedauern, Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mittheilung, daß am Montag, den 13. April, nach kurzem schweren Leiden unser innigftgeliebter Gatte, Water, Bruder und Schwager, Reinhold Richter ihre Muttersprache nicht richtig sprechen und schreiben zu können, und das Be dürfniß fühlen, dieſem heutzutage so unangenehm berührenden Mangel abzuhelfen, finden einen niemals versagen der Tischler den Rathgeber in dem bereits in 14. 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Mai behufs Maifeier durch die Arbeiter. gewährung einer Alterszulage stehe den Lehrern nicht zu, die Sodann ersuchen wir, einer Anregung in der letzten General Bersagung sei jedoch nur bei unbefriedigender Führung zulässig. versammlung Folge gebend, beifolgende Karte ausgefüllt möglichst Ein Antrag Rickert will den ganzen Paragraphen streichen. bald an uns zurückgelangen zu lassen und werden auf grund der Eventuell soll die Versagung nur auf grund eines erhaltenen Nachrichten das Resultat der Umfrage zur Kenntniß Disziplinarverfahrens" erfolgen dürfen. aller Verbandsmitglieder bringen. Ein Antrag Stephan Beuthen( 3.) will die Versagung der Alterszulage nur bei unbefriedigender Dienst führung zu laffen. Ein Antrag Arendt will dasselbe und eventuell außerdem ausdrücklich aussprechen, daß die Zurückziehung bereits gewährter Alterszulagen unzulässig ist. Gin Amendement Hansen hierzu will sagen: bereits urecht gewährter. Endlich schlägt ein Antrag Hofmann( natl.) vor, die Bersagung der Alterszulagen solle nur zulässig fein bei auf schuldbarem Berhalten begründeter und im Wege des Disziplinar verfahrens festgestellter unbefriedigender Führung". Bezüglich bereits gewährter Zulagen deckt sich der Antrag mit dem Antrage Arendt- Hansen. Abg. Stephan- Beuthen erklärt, fein Antrag sei nur als Eventualantrag gedacht, denn prinzipaliter lehne das Zentrum den ganzen§ 7 ab. Gegen denselben liege vor allem das Bes denken vor, daß er auch auf die politische Führung Anwendung finden werde. Eine flipp und klare Erklärung hierüber habe ia der Minister in der Kommission nicht abgegeben. Abg. Bartels( f.) hält die Bedenken gegen§ 7 überhaupt für unbegründet, zumal eine gleichartige Bestimmung auch für alle anderen Beamten, ausschließlich der Richter, bestehe. Abg. Rickert: Will man eine Versagung der Zulagen überhaupt zulaffen, so müssen doch mindestens die Grenzen der Werfagung, auf wie lange?- im Geseze festgelegt werden. Wir können doch nicht die Versagung in das Ermessen des Ministers stellen. " 13. Jahrg. Eine auf der Grundlage des einseitigsten Klasseninteresses wirkende Organisation als gerecht und unparteiisch" zu be zeichnen, kann nur ein Mann von dem Schlage des Herrn Frih Kühnemann fertig bringen, der als Entrepreneur der GewerbeAusstellung in Treptow den Tag der Eröffnung dieses Speku lationsunternehmens, den 1. Mai, in der Berliner Preffe als ein Volksfeft" auspofaunen läßt, wobei womöglich ganz Berlin die Häuser schmücken soll, während er dem Proletariat, das doch die Wunder der Technit, die in Treptow zur Schau gelangen, erst hervorbringt, die Freigabe des 1. Mai verweigert wissen will. und daß trotzdem wie die Boff. 3tg." meldete ein großer Theil von Unternehmern den Arbeitern den 1. Mai bereits beVerbandsmitglieder, die uns foeben zugeht: Ferner bringen wir folgende Zuschrift zur Kenntniß aller willigt hat. " P. p. Unter der Die deutsche Sprache ist fast zu arm, dieses Gebahren des Hand ist uns jedoch die Mittheilung geworden, daß die Arbeiter Herrn Kühnemann und seiner Gesinnungsgenossen vom Geldsack beschlossen haben ,; sich jeder für sich um andere Arbeit zu be- gebührend zu kennzeichnen und Herr v. Stumm, der Anwalt aller mühen und wenn sie solche gefunden, hier auszutreten, den Bus solcher Leute, kann sich freuen. Was er säet, die rücksichtsloseste zug aber von uns fernzuhalten. Dieser Beschluß soll nicht öffent. Bergewaltigung des arbeitenden Wolfes, das geht blühend auf. lich verhandelt und besprochen, aber privatim mit allen Mitteln für dessen Durchführung gesorgt werden. Um solche Machinationen nun erfolgreich abzuwenden, erscheint es uns nothwendig, daß sämmtlichen Verbandsmitgliedern hiervon umgehend Mittheilung gemacht und denselben empfohlen werde, niemanden einzustellen, der nicht eine ordnungsmäßig aus gestellte Entlassung von seiner letzten Arbeitsstelle vorlegen fann. Nur so können sich die Verbandsmitglieder gegenseitig schüßen, denn was heute uns passirt, kann morgen jedem anderen geschehen. pp." " Aber die Früchte dieser Thätigkeit des sich über jede Rücksicht hinwegsehenden Kapitalismus wird die Sozialdemokratie ernten, die Partei der Enterbten und Bedrückten aller Länder. Disziplinirt durch die Sozialdemokratie, werden die Metallarbeiter Berlins, deß sind wir sicher, ihre Lohnbewegung fortführen in derselben besonnenen Weise, die dem Verband der MetallIndustriellen bisher das Spiel verdorben hat. Mögen aber alle nicht organisirten Metallarbeiter Berlins endlich einsehen, daß es wirthschaftlicher Selbstmord ist, wenn fie vereinzelt bleiben. Noch viele gehören keiner Gewerk Wir können nur dringend ersuchen, dieser Anregung Folge fchaft an. Darauf stüßen die Kühnemänner ihren Plan, den zu geben, da wohl nirgends die Solidarität der Interessen aller Lohn nicht zu erhöhen, die Arbeitszeit nicht zu verkürzen, den deutlicher zum Vorschein kommt, wie in dieser Frage. 1. Mai die Arbeiter in den giftgeschwängerten Sälen der Fabriken Endlich möchten wir noch darauf hinweisen, daß bei der vertrauern zu laffen. Rafft Guch auf, ihr Zagen und Lauen, überall bemerkbaren Gährung in den Reihen der Arbeitnehmer schließt Euch sammt und sonders der Organisation an, und Ihr es jetzt wichtiger denn je ist, gefchloffen zusammenzustehen, um werdet eine Macht sein, vor der die Kühnemänner die Segel so von neuem zu beweisen, daß Einigkeit start macht. Ge- streichen müssen. schlossen, vereint, hoffen wir allen Stürmen widerstehen zu tönnen. Jedenfalls verfolgt die Vertrauenstommission alle Vorgänge mit scharfem Auge und wird, falls nöthig, auf dem Playe fein. Mit Hochachtung! Verband Berliner Metall Industrieller. Die Vertrauenstommission: Frizz Kühnemann. Verband Berliner Metall- Industrieller. Soziale Mebersicht. Ueber die Gefahrentarife der Berufsgenossenschaften verhandelte Anfang dieser Woche eine Konferenz im ReichsVersicherungsamt unter Vorsiz des Präsidenten Dr. Bödiker. Der Reichs- Anzeiger" berichtet darüber: Minister Boffe: Die Tragweite des Paragraphen wird. viel zu sehr überschätzt. Ich habe auch Lehrer gesprochen, welche gegen denselben garnichts einzuwenden haben. Wie es mit diesem Rechte und seiner Handhabung steht, sieht man ja bei den höheren Geschäftsstelle und Arbeitsnachweis- Stelle Nr. 4, Gartenstr. 160. von Jahr zu Jahr an Bedeutung, nicht nur für die GroßLehrern. In den sieben Jahren, seitdem für diese das AltersZulagensystem besteht, sind nur 2 Fälle vorgekommen, in denen von der Versagung Gebrauch gemacht worden ist. Die Versagung ist nur als Präventiv gedacht, etwa wenn ein junger Lehrer sich vernachlässigt, im Dienst, auch wirthschaftlich. Im ganzen ist auch das Verhältniß der Borgesetzten zu den Lehrern ein freundliches, letteren steht ja auch der Beschwerdeweg offen. Ob Sie sagen: Führung oder Dienftführung, darauf lege ich wenig Gewicht. Legen Sie auf„ Dienstführung" Werth, so wird daran, glaube ich, das Staatsministerium das Gesetz nicht scheitern lassen. Redner räth dann noch davon ab, hier das Disziplinarverfahren hineinzubringen. Man möge die Kommissionsvorschläge annehmen, allenfalls mit dem Worte„ Dienstführung", gemäß dem Antrag Stephan. Abg. Hodler( 3.) erblickt eine Lücke darin, daß nicht gefagt fet, wer denn eigentlich die Versagung aussprechen dürfe. Abg. Glebocki( 3) macht gegen den ganzen Paragraphen hauptsächlich geltend, daß der Minister in der Kommission eine Erklärung, der§ 7 werde niemals auf die politische Führung der Lehrer angewendet werden, ausdrücklich verweigert habe. Das spreche unbedingt zu gunsten des Antrages Rickert. Abg. Kuörcke( frs. Vp.) erklärt, nach den Ausführungen des Ministers und bei Annahme des Antrages Stephan für den Paragraphen stimmen zu fönnen, Hierauf wird die Debatte geschlossen und der§ 7 mit dem Antrage Stephan( also Dienstführung) genommen. an= Vertrauens Kommission. Mitglieder: Friz Kühnemann. Paul Heckmann. Ernst Behrens. E. Kaselowski. Isidor Löwe. R. Pinsch. C. Kohlert. Stellvertreter. Ernst Borsig. F. Gebauer. R. Henneberg. Paul Hoppe. H. Krätte. E. Rathenau. Vorstand der Abtheilung I. Mitglieder: Stellvertreter C. Kohlert. 2. Keyling. J. Hennig. C. Flohr. E. Naplo. Vorstand der Mitglieder: Dr. jur. E. Lachman. R. Herbnig. J. Hirschhorn. C. Kramme. Ferd. Thielemann. Berlin, den 15. März 1896. R. Fleck. E. Blum. M. Hasse. G. Salter. Richard Schwarzkopff. Abtheilung. Stellvertreter: E. Blum. C. Frohwein. J. F. A. Schulze. Carl Schäffer. Rud. Seidel. Die Vertrauens- Kommission des Verbandes Berliner Metall- Industrieller. Der Vorsigende: Friz Kühnemann." Mit der Steigerung der Umlagebeträge gewinnen diese Tarife betriebe, von denen nicht wenige jährlich 100 000 M. und mehr zu zahlen haben, sondern auch für die kleineren Unternehmer, die eine Ueberbürdung um so mehr fühlen, je schwächer ihre Schultern sind. In der Konferenz fand über alle wesentlichen Punkte an der Hand der Vorarbeiten des Reichs- Versicherungsamts eine Einigung statt. Insbesondere war man der Ansicht, es könne die Höhe der Gefahr der einzelnen Betriebszweige unmittel bar aus der Höhe der in ihnen seit dem Beginn der Unfallversicherung gezahlten Löhne und gezahlten Entschädigungssummen gefunden werden, ohne daß es der Berechnung des Kapitalwerthes der laufenden Renten bedürfe, vorausgesetzt, daß es sich nicht um zu kleine Betriebszweige handelt. In lezterer Hinsicht wurden fünf Millionen Mark Löhne als Minimalfat angenommen. Hinsichtlich der Bearbeitung des Unfallmaterials erachtete man die Verwendung der Zählkarte für jeden Unfall für das bei weitem zweckmäßigfte und wünschte die Karte so ein= gerichtet zu fehen, daß sie neben dem Zweck des Gefahrentaris wesens auch denen der allgemeinen Statistik und Unfallverhütung dient. Ein nach dem Muster der Knappschafts- Berufsgenossen schafts- Bähltarte entworfenes Formular wurde im einzelnen durchberathen. " Nach der Liste zu urtheilen, die der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht, scheinen zu dieser Konferenz Vertreter der Arbeiter nicht geladen worden zu sein. Der Magistrat Hamelus in Hannover hat das Gesuch der Arbeiterschaft um Errichtung eines Gewerbegerichts mit der üblichen Begründung" abgelehnt, daß das Bedürfniß dazu zur Die Anträge zu§ 10 werden nach einer Erklärung des Zeit" nicht vorliege. Damit sind die Arbeiter mit ihrem BeMinisterialdirektor Kügler, der dieselben für entbehrlich er- Dieses Rundschreiben zeigt, daß der Verband Berliner gehren zum zweiten Male gescheitert. Sie werden ihr Ziel aber tlärt, zurückgezogen und der§ 10 unverändert nach den Kom- Metall- Industrieller die Arbeiter an den Vortheilen der auf- doch noch zu erreichen wissen. missionsbeschlüssen angenommen. steigenden Konjunktur nicht theilnehmen lassen, sondern den Aus deutschen Gerichtsfälen. Bom Landgericht in § 10a behandelt die Anrechnung der Dienstzeit an Privat- Profit allein schnappen will. Etwas anderes hat selbstverständ- Chemnih wurden drei Schulfnaben und ein Fortbildungsschulen. Auch hierzu liegen mehrere Anträge, darunter einige lich kein Mensch von den Herren Kühnemann und Geschüler zu Gefängnißstrafen von zwei bis vier Jahren lediglich redaktioneller Natur, vor. nossen erwartet. Aber der Verband repräsentirt nur verurtheilt. Sie hatten allerdings in raffinirtester Weise eine Theil der Berliner Metallindustriellen. Es mit Menge von Bandendiebstählen verübt. Aber Kinder zwei bis Regierungs- Kommissar Geh. Rath Kügler erklärt nur die einen redaktionellen Anträge für annehmbar, bekämpft aber nament- den Arbeitern aufs äußerste ankommen zu lassen, dazu fühlt vier Jahre ins Gefängniß zu sperren, das ist unserem Laienlich Abg. Opfergelt( 3.) gestellten, er sich noch zu schwach. Daher seine fortgesezten Bemühungen, verstand unfaßbar. Ungerathene Kinder gehören, wie wir meinen, den Abgg. Bartels( t.) und Wolczyk( 3.) neue Mitglieder zu bekommen. Beweglich fleht er die Metall- in eine pädagogisch richtig geleitete Besserungsanstalt, wo sie, empfohlenen Antrag, wonach für später eintretende Lehrer gegen Industriellen an, ihm beizutreten. In einem zu diesem Zwecke verzweckmäßige Behandlung vorausgefeßt, sicher eher auf beffere Entrichtung eines Alterszulage- Rassenbeitrages von 270 Mart sandten Zirkular heißt es: Wege gebracht werden können, als im Gefängniß, das für fie jährlich eine frühere Dienstzeit an Privatschulen zur Anrechnung Die von Tag zu Tag zunehmende allgemeine Gährung in häufig doch nur zur hohen Schule des Verbrechens wird. tommen kann, dieser Antrag stoße die der Vorlage zu grunde den Kreisen der Arbeitnehmer veranlaßt uns, von neuem Ihre liegenden Berechnungen vollständig um. Aufmerksamkeit auf unseren Verband zu lenken und Sie auf zufordern, demselben als Mitglied beizutreten. Vol einen von Die Abgg. Dr. Sattler und v. Eynern( natl.) bekämpfen den Antrag Opfergelt. Bei der Absummung werden zunächst einige redaktionelle Aenderungen nach Anträgen Frhr. v. 3edliz( frk.) und v. Heydebrand( f.) angenommen; ebenso wird der Antrag Opfergelt angenommen, dem Zentrum und Konservative zustimmten. § 11 behandelt die Frage der Dienstwohnungen und wird entgegen dem Widerspruche des Abg. Ehlers( frs. Vg.) an§ 11a betrifft die Dienstwohnungen auf dem Lande und wird ebenfalls genehmigt. § 12 ordnet die Größe der Dienstwohnung; es sollen dabei bie örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden. genommen. Die Abgg. Knörcke( frf. Vg.), Dasbach( 8.), Mölle( natl.) bitten um Wiederherstellung der Regierungsvorlage; die Abgg. Hansen( t.), v. Heydebrandt( t.), Winckler( t.), v. Tzschoppe( frt.), Dittrich( 3.) für die Kommissionsbeschlüsse, legtere werden angenommen. Die§§ 13( Unterhaltung der Dienstwohnung) und 14 ( Miethsentschädigung) werden debattelos genehmigt. Sodann vertagt das Haus die Weiterberathung auf morgen 11 Uhr. Schluß 4 Uhr. B Die Kühnemänner an der Arbeit! Die ,, Deutsche Metallarbeiter Zeitung" veröffentlicht ein Schriftstück folgenden Inhalts: ,, Verband Berliner Metall- Industrieller. Nundschreiben Nr. 7. Berlin, 2. April 1896. Dem Beschluß der letzten außerordentlichen Generalversammlung gemäß bringen wir hiermit die beiden in derselben einstimmig gefaßten Resolutionen zur Kenntniß aller unserer Verbandsmitglieder: Resolution I. " " Ueber die Arbeiterverhältnisse in Paris wurde dem Offenburger Volksfreund" von dort geschrieben: Dieses Frühs jahr, wo sich die Arbeiter überall, wo es ihnen möglich ist, ihve So lange unsere Arbeiter uns mit gerechten Wünschen Verhältnisse zu verbessern suchen, stehen die Arbeiter in Paris gegenübertreten, haben wir ihnen gern ein williges Ohr geliehen immer vereinzelt, feiner Organisation angehörend, da. Obwohl und in freundschaftlicher Weise wurde eine Einigung erzielt. Frankreich seit dem Jahre 1870 eine Republik ist, ist es keine Die sozialdemokratische Preffe und gleichgesinnte Agitatoren Republit, wie es die Arbeiter wünschen, sondern eine Bourgeoishaben es jetzt erreicht, daß ein großer Theil der Arbeit Republif. Denn hier hat der Kapitalist ebenso viel Freiheit nehmer sich zusammenschloß, um in einmüthigem Vorgehen uns zum Ausbeuten der Arbeiter wie in Deutschland. berechtigte und unerfüllbare Forderungen zu erzwingen. Um hat man keine bestimmte Arbeitszeit. Am Werktage werden diesen Bestrebungen auch weiterhin erfolgreich gegenübertreten 11 bis 14 Stunden gearbeitet und Sonntags bis Mittag. zu können, müssen sich auch die Arbeitgeber noch enger zusammen- Aber wenn man die Sache etwas näher ansieht, so kommt die schließen. Dann wird es uns gelingen, Elemente von unseren meiste Schuld auf die Arbeiter, denn nicht der zwanzigste Theil Arbeitern und von uns fernzuhalten, deren Ziel nicht das von den Arbeitern gehört der Organisation an. Und warum Wohl der Arbeiter, sondern ihre eigene Bequemlichkeit und nicht? Weil eben die Leute durch das viele Arbeiten keine Zeit besonders die Verhegung der Arbeitnehmer gegen die Arbeit haben zum Lesen und deshalb nicht zur Einsicht kommen und so geber ift. von einem Tag in den anderen leben, wie ein Thier. Paris ist Die Erfahrung hat gelehrt, daß ein großer Theil der ruhig die erste Stadt Europa's für das Schreinerhandwerk und so zu denkenden Arbeiter uns in unserem Bestreben unterstützt und sagen auch bald die schlechteste. Ueberall Spezialität, was ja gern unseren Schuß in Anspruch nimmt, wenn es gilt, einen überhaupt schon der Untergang des Handwerts ist. aufgenöthigten Streit beizulegen oder ihm von vornherein aus sodann muß jeder Arbeiter sein vollständiges Werkzeug dem Wege zu gehen. Diesen Schuß will und muß unser Ver- haben. Nicht blos etliche Stücke, wie der schweizerische band dem, der ihn verlangt, angedeihen lassen. Hierzu ist aber Grütlianer" vor kurzem berichtet hat. Hier kann jeder wenn anfangen, er will. Denn hier einmüthiges Vorgehen der Arbeitgeber und gegenseitige Unter- Arbeiter für sich stüßung derselben erforderlich. geht die Arbeit immer von einem Händler an den andern, so daß öfters die Arbeit erst beim vierten Verkäufer an den Kunden übergeht. Viele hunderte von Meistern find doppelt so schlecht gestellt, wie ein Arbeiter, und ein Arbeiter so schlecht, daß er faum zum Leben hat. Und trotzdem sind es doch immer die Arbeiter, welche Schuld find an dem Elend. Anstatt daß sich die Meister gegen die Zwischenhändler aufraffen, suchen sie immer noch am Arbeiter abzuzwacken. Zum Schluß möchte ich noch alle Genossen erinnern, daß, wenn Arbeiter nach Paris gehen, sie auch dem deutschen Leseklub beitreten mögen, welcher sich in Faubourg St. Honoré befindet. Sie werden dann nicht in dem Pariser Dusel versumpfen, wie schon so viele Deutsche in Paris. Die Zahl der in unseren Verbandswerkstätten beschäftigten Arbeiter beträgt nunmehr über 23 000 und sind wir somit wohl zu der Annahme berechtigt, daß wir durch gemeinsames Vorgehen einen nicht unerheblichen Einfluß auf die Arbeiterbewegung aus zuüben im stande sind. Diesen Einfluß noch zu vergrößern und ihn wie bisher gerecht und unparteiisch auszuüben, muß unser auf richtiges Bestreben sein, dann wird es uns an neuen Freunden in den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer nichtfehlen. Wir schließen mit der nochmaligen Aufforderung an Sie, sich unserem Verbande anzuschließen. Auf Wunsch giebt unsere Geschäftsstelle Gartenstr. 160 Ihnen gern jede gewünschte Austunft über die zur Aufnahme erforderlichen Schritte. Wir sehen Ihren Nachrichten mit Interesse entgegen und mit Hochachtung Verband Verliner Metall- Industrieller. Die Vertrauens- Kommission. Friz Kühnemann, Vorsitzender." Die Versammlung hält den früher gefaßten Beschluß: anzeichnen der hergebrachten Arbeitszeit vorwiegend die 10stündige ist festzuhalten", aufrecht und willigt in teine Reduzirung der Arbeitszeit. " Gewerkschaftliches. Und An die Arbeiterschaft Deutschlands! Seit 8. April befinden fich 2100 Arbeiter der Bielefelder Maschinenfabrik vorm. Dürkopp u. Ro. im Aus Bielefeld, den 15. April 1896. Das Gewerkschaftstartell Bruno Schumann, Vors. Gelder und Briefe sind zu adressiren an: Bruno Schumann in Bielefeld, Schulstr. 20. Vororte: G. Link. zu " ob die Gerichts- Beifung. " ftand. Sie fordern 9ftündige Arbeitszeit, 15 pet. Lohnerhöhung, des Vereins" auch außerhalb beffelben für politische Zwecke Thema: Die Geschichte a13 2ehrerin. Wie das Leben höhere Bezahlung der Ueberstunden und Einsetzung eines Arbeiterthätig sind. des einzelnen Menschen, so führte er aus, für diesen eine große Ausschusses. Keine der Forderungen wurde von der Direktion Wegen deffelben, Delifts" hat 1893 das Hamburger Schöffen- Lehrmeisterin sei, so sei die Geschichte eine Lehrerin für die bewilligt. In einer gedruckten Ansprache an die Arbeiter erklärt gericht auf Verurtheilung, 1894 aber auf Freisprechung erkannt. Menschheit. Allerdings wäre dabei von wesentlicher Bedeutung, die Direktion, ihre Aktionäre würden mit leeren Händen aus- Gerichte haben bekanntlich auch dann Recht", wenn sich ihre in welcher Weise der Gang der Geschichte aufgefaßt werde. Nach gehen, wenn fie die Forderungen bewilligten. Das ganze Urtheile widersprechen. der chriftlichen Anschauung kamen die Menschen einftmals voll Antwortschreiben war so verlegend für die Arbeiter, daß ihnen In Dresden haben von 1426 3 immerern rund 1800 tommen zur Welt, um in späteren Zeiten von Jahrhundert zu gar fein anderes Mittel, als in den Streit einzutreten, übrig die Forderungen bewilligt bekommen. Jahrhundert mehr und mehr zu entarten. Es sei dies blieb. Die Fabrik erzielte bei einem Aktienkapital von 21/4 Mill. Mark einen Rohverdienst von 1035 000 m. im beschlossen, einen Mindestlohn von 35 Pf. pro Stunde und für wärts gehe der Entwickelungsgang der MenschDie Maurer und Zimmerer Crimmitschans i. S. haben eine falsche, durch die moderne Wissenschaft widerlegte Auffassung, denn nicht rückwärts, sondern vors Jahre 1895. Die Einigkeit unter den Arbeitern ist vor die Hilfsarbeiter einen solchen von 27 Pf. zu fordern. züglich. Die Fabrit hat ihren Betrieb eingestellt. Se heit. Wenn man heutzutage sich nicht genug thun könne im lingt es nun, die nöthige Unterstützung aufzubringen, Die Bauarbeiter Hofe haben den Baumeistern durch die findischen Gejammer über die physische wie moralische Verdamit Die Streifenden vor Noth und Elend geschütt Cohnkommission einen Lohntarif zugehen lassen, der einen kommenheit der Menschheit, so sei dies ebenfalls eine rückständige werden können, so werden sie zweifelsohne als Sieger aus Mindestlohn von 25 Pf. pro Stunde, für Ueberstunden und und falsche Anschauung. Weder in physischer noch in moralischer dem Kampfe hervorgehen. Deshalb richten wir an alle Arbeiter Attordarbeit einen Stundenlohn von 30 Pf. festsetzt. Die Bau- Beziehung sind die Menschen zurückgegangen, sondern vielmehr die Bitte, die Streifenden materiell zu unterstützen und arbeiter Hofs sind organisirt und gehören fast sämmtlich dem ein erhebliches Stück vorwärts geschritten. In diesem Sinne Zuzug fernzuhalten. Zu unterstützen sind 1007 verheirathete Verbande der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands an. werde aber heute die Geschichte nicht gelehrt; über die EntwickArbeiter mit 2265 Kindern und 1011 unverheirathete Arbeiter. Der Metallarbeiterstreik in Schlan in Böhmen dauert lung der Menschheit erfahre man nichts, umsomehr Den Organisationen gehören nur 168 Arbeiter an. Schnelle ununterbrochen fort. Die Statthalterei hat einige an der Be- jedoch über tausende von blutigen Schlachten, Hilfe ist doppelte Hilfe! wegung betheiligte Arbeiter ausgewiesen. Gegen die Maßregel umso mehr über die berühmten großen ist sofort Rekurs eingelegt worden. Ein Ingenieur ist nach Männer", die scheinbar die Weltgeschichte gemacht Deutschland gefahren, um Ersatzkräfte anzuwerben. Die deutschen hätten. Die Kultur sei jedoch nicht auf Schlachtfeldern gemacht, Arbeiter werden daher von den Ausständigen ersucht, sich durch sondern sie sei ein Produkt der Arbeit unzähliger und Unteinerlei Versprechungen nach Schlan verlocken zu lassen. gefannter, die jeder nach ihrer Weise am Webstuhl der Zeit mitAus Belgien. Nach einer abermaligen Besprechung der gearbeitet hätten. Das Gefeß, daß keine Kraft verloren geht, Achtung, Maler und Berufsgenossen! Die Firmen Arbeiter mit der Betriebsleitung und Verwaltung der Herstaler gelte auch für die Kulturarbeit der Menschen, welche Rollektiv. Stüwert, Schöneberg, Goethestraße 49, E. Mairose, Landeswaffenfabrik, wobei die Verwaltung den Arbeitern Recht arbeit ist nicht das Werk einzelner, sondern aller. Danach Berlin W., Stegligerstr. 89, und F. Oppermann, Königs gab und letztere die Zusage erhielten, daß ein Werkmeister, über würde die Menschheit gerade so weit sein wie heute, wenn ihre bergerstr. 26/27, haben ihre Unterschrift zum Tarif wieder beffen Haltung sie sich beflagen, entlassen werden solle, haben die sogenannten großen Männer" nicht gelebt hätten. In auss zurückgezogen. Buzug ist daher streng fernzuhalten. Mit der Arbeiter beschlossen, ans Werk zurückzukehren, um danach nöthigen- führlicher und verständlicher Weise verbreitet sich der Redner Firma C. Mairose wird sich noch die nächste Versammlung falls weiter mit dem Direktor zu unterhandeln. Ist jener Wert- nunmehr über die materialistische Geschichtsaufbeschäftigen. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß währen der Wertmeister bis Sonnabend nicht entlassen, so soll der Ausstand von fassung, die schon vor 100 Jahren durch Leute wie Herder stättensperre sämmtliche Angelegenheiten in unserem Streifbureau neuem beginnen.( Köln. 3tg.) u. a. vorausgeahnt und durch Karl Mary in ein festes Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig von morgens 7 bis System gebracht worden sei. Die wirthschaftlichen mittags 11 Uhr und abends von 7-8 Uhr, und in unserem 3ustände und damit die fortschreitende Ver= Verkehrslokal, Restaurant Stramm, Ritterstr. 123, an den Wochenbesserung der Arbeitsmittel sind in erster Linie tagen von 6 bis 9 Uhr abends und Sonntags vor= die Ursache des steten Fortschritts der Menschheit. mittags von 10 bis 12 Uhr erledigt werden. Wir ersuchen in der bekannten Zensussache ist, wie wir gemeldet haben, vom schichte entnommen, weist der Redner die Richtigkeit dieser AufDie Klage der Freien Bühne" gegen das Polizeipräsidium Durch zahlreiche Beispiele, den verschiedensten Epochen der Ge Diejenigen Kollegen, die noch im Besize von 2 M.- Marken und 25 Pf. Marken sind, diefelben umgehend an diesen Stellen abzu der Verhandlung sei noch mitgetheilt, daß der vom Minister des ganze Geschichte nur eine fortgesetzte Kette von Klaſſenkämpfen Oberverwaltungsgericht abgewiesen worden. Aus faffung nach. Wenn man heute mit Karl Marx sage, daß die rechnen. Es ist dies unbedingt nothwendig, da die Abrechnung über den Streit so schnell wie möglich au Innern bestellte Kommissar, Regierungsrath Sieber, u. a. aus- fei, so muß der Begriff„ Klaffenkampf", der ein neuzeitlicher ist, erfolgen hat. Wo bis Mittwoch, den 22. April, die Abrechnung führte, die Organisation der Freien Bühne sei thatsächlich eine im weiteren Sinne genommen werden. Die Thatsache selbst, nicht erfolgt ist, muß die Veröffentlichung der Restanten wesentlich straffere wie die der anderen Vereine, welche daß Interessengegensäge und materielle Be= erfolgen. Die Marken à 50 Pf. pro Kopf und Woche bleiben bis wegen derselben Verfügung geflagt hatten, aber das Gesammt dürfnisse die Veranlassung zu allen geschichtlichen Beauf weiteres im Umsatz und ist jeder Kollege verpflichtet, ergebniß der Beweisaufnahme stelle immerhin in Zweifel, wegungen der alten und neuen Zeit, wie z. B. der Völkerwöchentlich eine solche zu lösen und in der grünen Streiffarte einzukleben. Für die Lohnkommission der Maler Berlins und darum dem Antrage des beklagten Oberpräsidenten auf Ab- gängerei u. f. w. gewesen seien, stehe unleugbar fest, von heute, Sachsenweisung der Klage nicht anschließen. Troß dieser Erklärung wie der Redner in ausführlicher Weise nachweist. Auch Achtung, Schuhmacher Deutschlands! Wegen zu bedes Regierungskommissars wies der erste Senat unter die sozialdemokratische Bewegung sei diefem wirthschaftlichen fürchtender Lohndifferenzen unter den Schooßarbeitern dem Vorsiz des Präsidenten Persius die Klage Boden entsprossen und nicht eher werde man Ruhe vor dem Berlins wird um solidarisches Verhalten gebeten. Alle bekanntlich a b. Die Gründe lauten: Aus den Statuten der Sozialismus haben, als bis man seine wirthschaftliche Vorarbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ersucht. Die Freien Bühne" hat das Gericht nicht die Ueberzeugung ge- bedingung, den Kapitalismus, abgeschafft hätte. Wollte man die Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. wonnen, daß der Verein die Eigenschaften einer geschlossenen moderne Arbeiterbewegung mit Gewalt unterdrücken, dann würde In unredlicher Weise bei dem jüngsten Schneider- Gesellschaft nicht besitzt und daß schon deshalb seine Vorstellungen man zwar keine Sozialdemokratie, aber auch keine Kultur ftreit die Arbeiterinteressen preisgegeben zu haben, beschuldigte öffentliche sind. Dafür, daß die Gesellschaft thatsächlich eine ge- mehr haben. Diese könne nur durch eine planmäßige ftreit die Arbeiterinteressen preisgegeben zu haben, beschuldigte schlossene sein sollte, spricht der Umstand, daß die Auf- ueberwindung des Kapitalismus im Sinne der der Anarchist Gustav Landauer unseren braven Genossen nahme der Mitglieder von einem ausdrücklichen Beschluß des fortschreitenden Entwickelung, wie die Sozialdemokratie es erTimm. Deshalb in der" Ethischen Kultur" zur Rede gestellt Borstandes abhängig gemacht wurde, wie auch die statutarische strebt, gerettet werden. Wir wollen nicht die Entvon Dr. F. W. Förster, sucht Landauer seine Verleumdung Bestimmung, daß die Mitglieder mindestens auf ein Jahr ver- widelung aufhalten, wir wollen fie sum zu begründen. Er will nichts persönlich Unehrenhaftes ge- pflichtet seien und die Mitgliedschaft bei Nichtinnehaltung der Wohle der Menschheit beschleunigen. Lebhafter meint haben und beweist durch seine konfusen Ausführungen in Kündigungsfrist ein weiteres Jahr dauere. Allerdings hat das Beifall belohnte den Redner für seine Ausführungen. In der der letzten Nummer der„ Ethischen Kultur", daß er von der Gericht aus der thatsächlichen Handhabung der Diskussion nahm ein Anhänger Egidy's, Verlagsbuchhändler deutschen Sprache ebenso wenig versteht wie von der Arbeiter- Statuten entnommen, daß der Beitritt jedermann freisteht und Schulze aus Potsdam, das Wort, der die Behauptung aufstellte, daß bewegung. Er soll sich von Timm, statt von oben herab zu die Bestimmungen keinen rechtlichen Inhalt haben, oder nicht be- einzelnen Männern der Geschichte wohl eine außerordentliche schimpfen, ein paar Jahre lang Unterrichtsstunden geben laffen, dann tann er vielleicht noch einmal etwas Nügliches leisten. achtet werden. Es kann auch nicht gesagt werden, daß die Organisation Bedeutung zukomme, so Christus und Luther. Genosse LiebMit Phrasen ist nichts gethan; das Agitiren, wenn es nicht Personen" darstellt. Indessen nach den Aussagen des Zeugen Gerhard lung sowohl diese Ausführungen, wie auch die Meinung eines einen„ feftabgegrenzten Kreis innerlich mit einander verbundener tnecht widerlegte unter lebhafter Zustimmung der Versamm demagogische Schauspielerei sein soll, will auch gelernt sein. und den eigenen Ausführungen des Klägers Jonas erachtet das anderen Herrn, der Alexander von Humboldt eine außergewöhn Im übrigen verweisen wir auf die Abfertigung des in allen Bericht für festgestellt, daß die Aufnahme der Mitglieder nicht liche Bedeutung zuschreiben wollte. Der Vorsitzende Heinrich Farben schillernden Herrn durch Dr. Förster. der Vorstand, sondern einzelne Vorstandsmitglieder, wie Fischer, Schulz nahm zum Schluß das Wort, um in furzen AusBeigelegt sind die Differenzen, die in der Bürsten hölzer- oder gar dessen Geschäftspersonal ohne vorherige Prüfung und führungen die Bestrebungen der Arbeiter- Bildungsschule zu befabrit von Grimm u. Sohn in Wittstock ausgebrochen Legitimation auf die einseitige mündliche Anmeldung hin voll- leuchten und zur Betheiligung an den Bestrebungen waren. Wie bereits gemeldet, beabsichtigten die Inhaber der zogen, während das Statut schriftliche Meldung fordert. Der der Schule, insbesondere am regelmäßigen Unterricht und Fabrit ftatt der bisherigen zehnftündigen die elfstündige Arbeits- Verpflichtung, ein Jahr mindestens dem Verein anzugehören, ferner an dem am 18. April stattfindenden modernen Dichterzeit einzuführen und trok der schon außerordentlich kann kein Gewicht beigelegt werden. Denn die Pflicht der außer und Komponisten- Abend aufzufordern. Mit einem dreifachen niedrigen Atfordpreise noch Lohnabzüge zu machen. Durch das ordentlichen, das heißt der großen Mehrheit der Mitglieder be- Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung wurde die Versammlung einmüthige Zusammenhalten der 52 Arbeiter und Arbeiterinnen steht lediglich in der Zahlung des Jahresbeitrages und um 11 Uhr geschlossen. ift es gelungen, den Unternehmer zu bestimmen, die Arbeiter wird erfüllt beim Eintritt und vor wieder unter den früheren Verhältnissen einzustellen. Bei einigen der Mitgliedskarte, sie hat daher keinen rechtlichen Mittwoch in der Tonhalle abgehaltene, von etwa 1000 Personen Aushändigung Gegen das Verbot des Detailreisend nahm eine am Arbeiten sind kleinere Lohnerhöhungen eingetreten. Der deutsche Inhalt mehr.- Was die Kündigungsfrist angeht, so wird Holzarbeiter Verband hatte die Bermittelung und Unterstützung nicht darauf geachtet, daß auch regelmäßig die Beiträge gezahlt Intereſſenten der Uniform, Militär- Effekten und Herrenwerden; es geht das hervor aus einem Zirkular, worin die Mit- Moden- Branche besuchte Voltsversammlung Stellung. Rechtsglieder, die noch ferner im Verein bleiben wollten, aufgefordert anwalt Sonnenfeld unterzog die angeblich im Interesse des wurden, dies ausdrücklich dem Vorstande zu melden. Dann ist Mittelstandes geplante Abänderung der Gewerbe- Ordnung, auch kein fester Beitragsfat normirt, sondern es dem Borstande wonach den Detailreisenden die Ausübung ihres bisherigen Berufs überlassen, die Säge durch Beschlüsse festzusetzen. Nach alle verboten wird, einer eingehenden Kritik. Er bezeichnete es als dem hat sich im wesentlichen die Sache" abgespielt, wie in einen Eingriff in die Gewerbefreiheit, wenn es dem Handwerksden anderen beiden Vereinen und die Verfügung war berechtigt." suchen zu lassen. Der vorliegende Entwurf fei nicht geeignet, meister verboten würde, durch Reisende seine Kunden aufAus Bromberg wird uns gemeldet, daß in der Heege'= Ein tranriger Don Juan ist der 17jährige Leo Blum, der dem Mittelstande aufzuhelfen, sondern im Gegentheil denselben schen Möbelfabrik auf Anregung der dort arbeitenden troß seiner Jugend ohne galante Abenteuer nicht mehr bestehen dadurch zu schädigen, daß er seine Stellung gegenüber den Tischler die 11/2 stündige Mittagspause statt der bisher üblichen zu können scheint. Blum hatte eines Abends auch eine junge großen Geschäften erschwere. Der Redner hebt hervor, daß die einstündigen jetzt für alle Arbeiter, 150 an der Bahl, eingeführt Dame angesprochen, ihr seine Begleitung angetragen und sie troß den Innungen angehörenden Urheber der auf ein Verbot ist. Die Bilhauer haben die längere Mittagspause schon seit ihres lebhaften Protestes einige Straßen weit geleitet. Als ihm des Detailreifens gerichteten Petition Petition offent anerkannt einem halben Jahre. Letztere sind alle organisirt, von den einige Herren in recht deutlicher Weise seine Unart klar hätten, dies Verbot genüge ihnen noch nicht, viel übrigen Arbeiteru leider feiner. machten und sich der geängstigten Dame annahmen, besaß mehr sei das Ziel ihrer Wünsche darauf gerichtet, er noch die Frechheit, dieselben arretiren und zur Wache den gesammten Hausirhandel, sowie den Musterversandt bringen zu laffen. Der Angeklagte, nach Aussehen der großen Geschäfte entweder durch Verbot oder durch und Gestalt faft noch ein Knabe, vertheidigte sich mit einem hohe Steuern aus der Welt zu schaffen. Eine solche InteressenRaffinement, das man in solcher Jugend sonst nicht zu häufig wirthschaft sei zu verwerfen. Durch derartige Maßnahmen würden findet. Mit erstaunlicher Beharrlichkeit erklärte er dem Richter wir in einen Polizei- und Zwangsstaat hineinwachsen und müsse und Staatsanwalt, die dem augenscheinlich sehr eitlen Jüngelchen dieser Entwurf auch vom Standpunkt des freiheitliebenden Bür vergebens beizubringen suchten, daß er feineswegs ein Adonis gers bekämpft werden. Die Schneiderbranche müsse unbedingt sei, und daß die Liebesanträge eines so jungen Burschen bei ausgenommen werden von dem Verbot des Detailreifens. Zwar einer zwanzigjährigen anständigen Dame höchstens lächerlich gebe die Vorlage dem Bundesrath das Recht, Ausnahmen zu gewirken müßten, daß die Dame ihm erlaubt habe, sie zustatten, man müffe aber fordern, daß alle Einzelheiten durch Gesez begleiten, und daß sie ihm für den nächsten Abend ein geregelt werden, damit man auch für die Folgen des Das war Gesetzes den Reichstag verantwortlich machen könne.( Lebhafter In Hamburg wurde der Vertrauensmann des Unter Rendezvous gegeben, er fie aber verfeht" habe. nicht schön von Ihnen, meinte der Staatsanwalt. Die zwei Beifall.) Troß mehrfacher, während des Vortrages laut. ftübungsfonds aller in der Steinindustrie beschäf- Beugen, dieselben, die Blume damals arretiren ließ, stellten die gewordener oppofitioneller Zwischenrufe wurden in der Diskussion tigten Personen Deutschlands, H. A. Boc gen. Kaften, vom Sache wesentlich anders dar. Leo habe sich der Dame in zu- gegnerische Ansichten nicht geäußert, vielmehr bekundeten einige Schöffengericht zu 3 M. Geldstrafe oder 1 Tag Haft verurtheilt, bringlichster Weise genähert, alle Versuche, ihn zu entfernen, Redner in längeren Ausführungen ihr volles Einverständniß mit weil er den Vorstand" und das Statut dieses Vereins", der hätten ihr nichts genutzt; ob sie stehen blieb, oder lief und lang- dem Referenten. In der Versammlung zirkulirten Listen, um sich mit„ öffentlichen Angelegenheiten" befasse, nicht innerhalb fam ging, ob fie rechts oder lints auswich, der Unterschriften zu einem Protest gegen den Entwurf zu sammeln. der gesetzlichen Frist der Polizei bekannt gegeben hat. Der AnJunge wich nicht von der Seite. getlagte hatte vorgeblich bestritten, daß die Organisation der stehen geblieben und über die Budringlichkeit empört gewesen. Sinne des Referats bie Beseitigung der geplanten Bestimmung in Alle Passanten feien Zum Schluß gelangte eine Resolution zur Annahme, die im Steinarbeiter ein Berein sei; die Beiträge seien durchaus frei- Als sie der Dame ihre Ritterdienste anboten, sei er sehr der Gewerbe- Ordnung verlangt. willige, und stets würden nur öffentliche, jedermann zugängliche frech geworden, und sie hätten infolge des entstandenen Versammlungen einberufen. Das Gericht entschied: Die fogen. Wortwechsels ihm in recht eindringlicher Weise den Standpunkt 14. April eine Versammlung ab, in der Waldeck Manaffe Die Genossen des ersten Wahlkreises hielten am lose Organisation der Steinarbeiter ist ein Verein. Derselbe ist flar gemacht. Nach unsern Anschauungen ist Ihr Gebahren eine in interessanter Weise das Thema„ Krieg dem Krieg" behandelte. einfach, wie notorisch bekannt, an stelle des alten Fachvereins unverschämte Frechheit, meinte der Richter. Sie dürfen sich auf Hierauf debattirte die Versammlung über die Arrangements zur getreten. Die Resolution von Frankfurt ist Vereinsstatut der Organisation, auch sind die Quittungsbücher nichts anderes als Sie mögen ja vielleicht ganz bestechende Eigenschaften be nommen. Zur Ausführung der Vorarbeiten bestimmte die VerOrganisation, auch sind die Quittungsbücher nichts anderes als Ihr Aeußeres nicht zu viel einbilden, meinte der Staatsanwalt. Maifeier. Als Lokal ist der Feen- Palast in Aussicht geMitgliedsbücher. In diesen Momenten sind die Kriterien eines fizzen, aber zu solchen Abenteuern Vereins enthalten. Außerdem sind auch öffentliche Angelegen zu jung, Ihr Benehmen ist einfach flegelhaft. find Sie doch noch sammlung die Genossen Sommer, Kubath. Neien, Heimann, heiten in diesem Verein veröffentlicht und erörtert. Es ist machten diese Vorstellungen ersichtlich wenig Eindruck. Gleich Eintrittsgeld wurde auf 25 Pf. normirt. Auf Blume Schertel, Davidshäuser, Kenkel, Arndt, Sonta und Polis. Das notorisch, daß jeder derartige Verband, der die Beffe müthig nahm er die Mittheilung entgegen, daß er zu 15 Mark rung der Lage seiner Berufsinteressenten anstrebt, öffent: Geldstrafe verurtheilt sei. liche Angelegenhetten erörtern muß. Wie die früheren Fachvereine, so haben auch die jetzigen sogenannten losen Organisationen das Bestreben, den Kampf der Arbeiterpartei gegen die Kapitalmacht zu unterstützen. Es ist das allerdings in der Resolution nicht direkt ausgesprochen, aber doch im Grunde Verfügung an die„ Freie Bühne" gegeben seien; er könne sich zöfifche Revolution, Auswanderung thatsächlichen Voraussetzungen zum Erlaß der wanderung, Kreuzzüge, Reformation, Gesellenbewegung, frander Streikenden übernommen. Die Zimmerer Stettine fordern 45 Pf. Stundenlohn und 11/2 ftündige Mittagspause, d. h. eine halbstündige Verkürzung der Arbeitszeit. Jetzt ist die Mittagspause einstündig und der Stundenlohn beträgt 30-40 Pf. Den Unternehmern ist eine Frist von 14 Tagen gestellt; eine Anzahl hat die Forderungen bereits unterschriftlich anerkannt. Der Malerstreik in Hagen i. W. ist als beendet au betrachten. Von 100 Malern und Anstreichern arbeitet ungefähr die Hälfte zu den neuen Bedingungen, die übrigen ließen sich durch Zulagen von 1 und 2 Pf. pro Stunde abspenstig machen. Der Streit der Weberinnen der Firma Sternidel u. Gülcher in Eupen ist im Wege einer Verständigung beigelegt. Der Maurerstreit in Kaffel dauert fort. Die Innung will den Minimallohn nicht anerkennen. Zuzug, auch von Hilfsarbeitern, ist fernzuhalten. " Versammlungen. 1 Im deutschen Metallarbeiter Verband( Bezirk Moabit) sprach am 12. April cr. Herrn Pinn in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über Feudalismus und Zunftwesen. Hier auf wurde der Versammlung die Abrechnung vom letzten Vierteljahr unterbreitet. Der Einnahme in Höhe von 410,82 m. stand Eine zahlreich besuchte Volksversammlung fand am eine Ausgabe von 358,07 m. gegenüber. Die Neuwahl der Beder Zweck. Daß die Organisation einen politischen Hinter- 13. April im Böhmischen Brauhause zu gunsten der Arbeiter- zirtsleitung ergab folgendes Resultat: Gryczewsti, Bezirksgrund hat, das zeigt, daß man sich in den Aufrufen und Reden Bildungsschule statt. Genosse Wilhelm Liebknecht führer; Giersch, Vertreter; Wittschold, Schriftführer; so oft auf Bebel, Mary u. f. w. stützt, und daß die Mitgliede hielt einen ungefähr anderthalbstündigen Vortrag über das Hagen und Schanze, Kassirer; Jürgens und Hay, Bibliothekare. Als neues Verkehrslokal wurde Döhring, mit, daß es weit vortheilhafter wäre, ben bestehenden einverstanden zu erklären, auch den Minimallohn für Aus. Thurmstr. 72, bestimmt. Korporationen, die bisher auch die Mittel für die Kommission gelernte auf die Dauer eines Jahres bei seinem Lehrmeister auf Die Lohubewegung der Maler war in einer gut besuchten aufzubringen hatten, diese Aufgaben zu übertragen, damit jeder 24 Mart festzusetzen. Meyer warnte, auf diesen Vorschlag eine Versammlung, welche am Mittwoch Abend stattfand, Gegen- der vertreten sein will, veranlaßt wird, der Innung oder dem zugehen. stand der Tagesordnung, worüber 2int als Mitglied der Lohn- Verein beizutreten. In der weiteren Diskussion, in der es an In einer Resolution erklärt sich hierauf die Versammlung tommission referirte. Nach etwa fünfwöchentlicher Dauer des Vorwürfen gegen die Kommission nicht fehlte, wurde mit den Forderungen einverstanden, dagegen lehnt sie es ab, die Lohntampfes sei es möglich geworden, daß nach ungefährer die Aufstellung des Tarifs feineswegs gut geheißen und Forderung betreffend die Beschäftigung von Lehrlingen durchSchäßung etwa 2200 Maler die Forderungen bewilligt erhielten tritifirt, daß ein großer Theil der Konfektionäre den zuführen. Der Verband der Sattler und Tapezirer hielt am und unter dem neuen Tarif arbeiten. Aber weit beffere Re- vereinbarten Preis nicht zahle. Auf die Vorhaltungen von Der Wechsel der Gehilfen sei ein zu großer, man verspreche fultate hätten erzielt werden fönnen, wenn nicht eyl, der für das Weiterbestehen der Kommission eintritt und jedoch, der notorischen Lehrlingszüchterei mit Energie entgegenleider der größte Theil der Kollegen nach eigenem nachweist, daß der Obermeister Witte den jetzt von ihm so zutreten. Von einer Festlegung dieser Vereinbarungen vor dem Gutdünken gehandelt, ohne sich vorher mit der Lohn- verpönten Tarif ebenfalls unterschrieben habe, erklärt Witte: Gewerbegaricht beschließt die Bersammlung Abstand zu nehmen. tommission ins Einvernehmen zu sehen. Würden alle Kollegen daß er dagegen nicht ankämpfen konnte und um der öffentlichen Berichtigend wurde bemerkt, daß es von der vorigen Versamm namentlich bei den großen Firmen die Arbeit sofort niedergelegt Meinung den Mund zu stopfen, habe er seine 3nstimmung aller lung heißen muß: Da bereits eine Anzahl Kollegen im Streif haben, wäre alles gewonnen worden, da sich wohl schwerlich dings gegeben. Stolzmann war der Meinung, daß auch sind und die Meister sich entgegenkommend zeigen, wird es hoffentwieder eine so günstige Gelegenheit bieten werde, wie in diesem Vortheile für die Meister erzielt wurden und die Kommission lich ohne weitere Arbeitseinstellungen abgehen. Am Schluß der Jahre. Immerhin habe der Streit viel genügt, weil das ihre Schuldigkeit gethan hat. Redner giebt die Erklärung ab, Versammlung wurde nach Erörterung von Werkstattmißständen durch der alljährlich um diese Zeit stattfindende Zuzug daß er autorifirt sei, der Versammlung mitzutheilen, daß die auf der Gewerbe- Ausstellung für eine allgemeine Betheiligung an nach Berlin zurückgehalten worden sei. Der gegenwärtige Kommission der Konfektionäre sowohl, als die der Arbeiter es der Feier des 1. Mai eingetreten. Stand der Lohnbewegung sei derartig, daß der all- ablehnen wird, mit einer neuen Kommission zu unterhandeln. gemeine Streit für beendet erklärt werden kann. Voltmann spricht sich ebenfalls für die Auflösung und gegen Auch der partielle Streit müsse aufgehoben und in Zukunft nur den Tarif aus und behauptet, daß die Kommission hinter ver- 11. April eine kombinirte Versammlung der Filialen Berlin I noch die Werkstättensperre über diejenigen Firmen verhängt schlossenen Thüren verhandelt habe, sodaß die Meister über die und II, Charlottenburg, Rigdorf und Tegel ab. Nach einem werden, wo die Kollegen einmüthig die Arbeit niederlegen, um Abmachungen im Untlaren waren und gegen den Willen der- interessanten naturwissenschaftlichen Vortrag des Herrn Dr. Joël den neuen Tarif zur Anerkennung zu bringen, besonders sei die selben Beschlüsse gefaßt wurden. Hierauf wurde beschlossen, die erledigte die Versammlung die Wahl eines Ausschußmitgliedes, Aufmerksamkeit auf die Firmen Stiewer, Oppermann Kommission aufzulösen und die Geschäfte des Einigungsamtes welches Amt dem Mitglied Schubert einstimmig übertragen und Mairose zu richten. An den mit Beifall aufgenommenen an die Innung und an den Verein zu übertragen. Ferner wurde wurde. Bericht schloß sich eine sehr lebhafte und ausgedehnte Dis- eine Resolution angenommen, die die Einsehung einer KomZu den sogenannten Stiefelkliniken präzisirte der Verein fussion, an der sich gegen dreißig Redner betheiligten und mission zur Ausarbeitung eines neuen Tarifs beschließt. Zum der selbständigen Schuhmacher der südöstlichen Louisenstadt seine übereinstimmend das Verhalten der Streitbrecher verurtheilten. Schluß gelangte folgender Antrag zur Annahme: Stellung in folgender Resolution: Der Verein erachtet die GeDas Ergebniß der Diskussion war folgende gegen eine Stimme Die versammelten Damenmäntel- Schneidermeister beschließen schäftsmanipulation der sogenannten Stiefelkliniken, deren Inzur Annahme gelangte Resolution:" Die Versammlung aller im Die Statuten resp. Geschäftsordnung zum Einigungsamt in der haber zum theil gar keine Schuhmacher find, als eine höchst Malergewerbe beschäftigten Arbeiter beschließt: von heute ab jebigen Form nicht anzuerkennen, da die Zusammensetzung der unlautere. Die billigen Anpreisungen dieser Geschäfte sind darauf den partiellen Streit aufzuheben und anstatt dessen Personen zum Einigungsamt den Wünschen der Versammelten berechnet Lauftunden heranzulocken. Das sehr minderwerthige die Werkstättensperre eintreten zu lassen, d. h. da, wo nicht entspricht. Der Vorstand der Damenmäntel- Innung, sowie Machwerk kann nur zu diesen billigen Preisen geliefert werden, die Kollegen in großer Anzahl die Arbeit niederlegen, tritt die der Vorstand des Berliner Schneidervereins für Damenmäntel weil die Arbeiter die denkbar schlechtesten Löhne erhalten. Da Wertstättensperre in fraft, um den neuen Tarif mit allen gesetz- find beauftragt, von ihren Mitgliedern die Vertreter der Meister- aber auch gelernte Schuhmacher, deren Befähigung allerdings lichen Mitteln zur Durchführung zu bringen. Die Höhe der schaft zum Ginigungsamt zu ernennen. Als Grundbedingung eine sehr fragliche ist, sich nicht scheuen, solche verderbliche Unterstützung bleibt in jedem Falle der Lohntommiffion überlassen. muß gelten, daß jedes Schriftstück und jede Vereinbarung, welche Manipulationen nachzuahmen und durch niedere Löhne die Ferner verpflichtet sich jeder arbeitende Kollege, 50 Pf. pro Woche an für die Meisterschaft als bindend gelten soll, vom jeweiligen gedrückte Lage ihrer Gesellen noch mehr verschlechtern, so bedie Streitkaffe zu zahlen." Auf eine Anfrage Regerau's Obermeister und dem Vorsitzenden des Vereins eigenhändig schließt der Berein, daß von seinen Mitgliedern solche untautere theilt ink mit, daß nur noch etwa 5 Streifende vorhanden unterschrieben sein muß. Ohne die Unterschrift der beiden Vor- Manipulationen nicht geduldet werden, und haben die Zuwiderfeien, die man auch unterstützen müsse. Bezüglich der Besoldung fizenden ist jede Vereinbarung ungiltig. handelnden den Ausschluß zu gewärtigen. Von den Konsumenten Waldemarstr. 14: Nationalökonomie. Nord- Schule, Müllerfir. 179 a: GeArbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Freitag. Südoft- Schule, schichte. Beginn 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Beuuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter Sängerland Berlins und Umgegend. Vorsitzender ad. Neumann, Bafewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, D. 2 Tr. Berliner Sterbekasse. Heute abends 7% Uhr, Brunnenstr. 184 bei Fey: Generalversammlung. Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufsgenossen Berlins gelangt ein Antrag zur Annahme, daß die Mitglieder der Lohn- Die Modelleure und Gipsbildhauer nahmen am Mittwoch, erwarten wir, daß sie diesen Schund- Flicanstalten fern bleiben, tommiffion bis auf weiteres 30 M. pro Woche als Entschädigung den 15. D. M. in einer öffentlichen Versammlung das Resultat und uns in unseren Bestrebungen, den Kunden nur gute Arbeit erhalten; als Mitglieder derfelben werden für die weitere Ge- der Verhandlungen mit den Prinzipalen entgegen, worüber zu liefern, unterstützen. schäftsführung& int und Böhling bestimmt. Am Montag, Domscheit im Auftrage der Kommission Bericht erstattete. den 20. April, findet eine kombinirte Versammlung sämmt Er ist der Ansicht, daß die Modelleure mit dem Resultat der licher Filialen Berlins in Cohn's Festsälen in der Beuth- vierstündigen Verhandlungen nach dieser ersten Lohnbewegung ftraße statt. wohl zufrieden sein könnten, da sämmtliche Forderungen der Ge Die Schneidermeister der Damenmäntel- Branche hielten hilfen bewilligt wurden. Jedoch bei der Bewilligung des Minimalam 15. April eine von zirka 700 Personen besuchte Versammlohns von 27 M. weigerten sich die Prinzipale, auch den Ausgelernten lung ab. Im ersten Punkt der Tagesordnung handelte es sich sofort diesen Minimallohn zu gewähren und forderten eine darum, die bereits zur Ausgabe gelangte Fachzeitung als Fach- Herabseßung desselben auf 24 Mart. Die Kommission wäre bei organ der versammelten Interessenten anzuerkennen. Nachdem ihrer Forderung geblieben und sei es nun Sache der heutigen Herr Obermeister Witte und Herr Volkmann für einen dahin Versammlung, darüber sowie über die von den Prinzipalen gegehenden Vorschlag plädirt hatten, bemerkte Herr Ulrich, Redakteur stellten Bedingungen zu entscheiden. Dieselben verlangen, daß vom Fachorgan, daß man beabsichtige, ein Anzeigeblatt, den die Gehilfen nur in solchen Geschäften arbeiten, in welchen bei Arbeitsnachweis enthaltend, täglich um 1/24 Uhr erscheinen 5 Gehilfen nur 1 Lehrling, bei 10 Gehilfen 2 Zehrlinge, 11 bis zu lassen. Dieses Blatt soll an ungefähr 200 Stellen 20 nur 3 Lehrlinge beschäftigt sind, und wo ferner die Pflichtversammlung. unentgeltlich zur Einsicht ausliegen. Durch Beschluß erflärte beiträge zur Unfall- Berufsgenossenschaft und die fälligen Wochensich die Versammlung mit den Vorschlägen einverstanden. Eine löhne der Gehilfen regelmäßig gezahlt werden. Die Diskussionsredner Herrn Neumann, Bafewalterstr. 3: Mitgliederversammlung. sehr lebhafte Debatte zeitigte der nächste Punkt, Auflösung der Garh, Domscheit, Adamect, Rex und Burger traten dafür ein, Mitgliederversammlung am Sonntag, den 19. April, vorm. 10% Uhr, Weber21er resp. 5er- Rommission, Witte motivirt die Auflösung da- I den Verhältnissen Rechnung tragend, sich mit diesen Bedingungen straße 17. Charlottenburg. Oeffentliche Holzarbeiter- Versammlung am Sonntag, den 19. April, vorm. 10 Uhr, in der Gambrinus Brauerei, Wallstraße 94. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über das Thema: Wie schüßt sich der Arbeiter vor der kapitalistischen Ausbeutung. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. und umgegenb. Heute, Freitag, abends 9 Uhr, im Vereinslokal Alte Jakobftraße 88: Ordentliche Generalversammlung verwandter Gewerbe Deutschlands. Krankenunterstütungs- und Begräbniß- Verein der Schmiede und Filiale Berlin III. Sonntag, den 19. April, vormittags 9% Uhr, Schwedterstr. 38 bei F. Liepke: MitgliederZentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Berlin Bezirk III. Sonntag, den 19. April, vorm. 9% Uhr, im Lokal des Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Central- Kranken- u. Sterbekasse Gr. öffentliche Versammlung ingefchriebene Hillstalſe in Gotha) Bezirk Berlin 4. die Bahlstelle obiger Filiale Sonntags Den Mitgliedern zur Nachricht, daß beim Kassirer ausfällt und vom 18. d. M. ab regelmäßig jeden Sonnabend, abends von 8 bis 10 Uhr, im Lokale des Herrn 277/1 Hauptmann, Wienerstr. 1-6, die Bei träge durch unsern Kassirer J. Suchland dort entgegengenommen werden. Krankengeld wird Mittwoch, abends von 7-9 Uhr, Falckensteinstr. 12 beim Kassirer ausgezahlt. Sämmtliche Holzarbeiter sind der wichtigen Tagesordnung wegen besonders eingeladen. F Rummelsburg. E Sozialdemokratischer Verein für Stralan- Rummelsburg und Umgeg. General- Versammlung am Sonntag, 19. April, nachm. 122 Uhr, bei Strohmeyer, Markgrafendamm. Tages- Ordnung]: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Bericht des Bibliothekars. 3. Neuwahl eines Beisitzers. NB. Die Sprechstunden des Bevoll mächtigten finden von jetzt ab Dienstag, Donnerstag und Sonnabend, abends von 7/2 bis 9 Uhr, Sorauerstr. 7, v. 1 Tr. statt. 253/6 Die Ortsverwaltung. J. A.: H. Friese. Drts- Krankenkasse 4. In welcher Weise hat der Verein feine Pflichten in kommunale des Zimmerergewerbes. Angelegenheit erfüllt? 5. Vereinsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes in der Versammlung zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Kaufen Sie nicht . bevor Sie sich nicht überzeugt haben, dass bei: mir die ,, billigste Bezugsquelle für Hüte" ist Herrenhüte, steif u. weich à 2, 2,50 3, 3,50 do. ff. Haarfilz 5,-6,-7, Kinderhüte u. Konfirmandenhüte à 0,75 1 1,25 1,50 1,75 2 2,50 Cylinderhüte à 4,-6,-7,50 9,-1, Lodenhüte, Reisehüte, Turnerhüte, weiche Damenhüte und Mädchenhüte etc. bei Oscar Arnold, Hut- Engroslager Dresdenerstr. 116 am Oranienplatz ( kein Laden). Controllmarken- Hüte sehr billig! Diese beziehe nachweislich ' nur aus der Genossenschafts- Hutfabrik. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade J. Brünn, Am Stadtbahnhof ,, Börse." Inventur- Ausverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Sonntag, den 26. April, vormittags 10 Uhr, bei Buste, Grenadierstr. 33: Generalversammlung. der Tabakarbeiter und-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 19. April 1896, vormittags 1012 Uhr, in Nieft's Festsaal, Weberstr. 17. Tages Ordnung: Die Antwort der Zigarrenfabrikanten von Berlin und Umgegend auf die Zustellung unseres Minimal- Lohntarifes. Die Kommissien der Tabakarbeiter Berlins. J. A.: Karl Butry, Stralsunderstr. 17, 2 Tr. Achtung! Bimmerer. Achtung! Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. April, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Festfälen ( großer Saal), Beuthstraße 21/22: General- Dersammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Das weitere Verhalten unserer Mitglieder in der jetzigen Bewegung. 8. Neuwahl der Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten und event. Anträge zum Statut. 257/19 Jeder Zimmerer hat Zutritt. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch Der Vorstand. J. A.: E. Obst. bittet Tagesordnung: Fr. Vereinigung der Bau- u. gewerbl. Hilfsarbeiter 1. Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnung des Vorjahres. 2. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der§§ 10, 13 und 17 des Statuts. 3. Verschiedenes. 949b Die auf grund§ 44 des Kassenstatuts gewählten Vertreter werden hiermit eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand: A. Rudolph, J. Krause, Vorsitzender. Schriftführer. Trauring verloren, gez. A. T., von Emmaus- Kirche, Eisenbahnstraße, bis für Schöneberg und Umgegend. Sonntag, den 19. April, nachmittags 1/2 Uhr, in Ob's Salon, Grunewaldstraße 110: General- Versammlung. M Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Wahl des gesammten Vorstandes 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Appreteure, Decateure, Färber und verwandte Berufsgenossen. 29/8 Wrangelftr., geg. Belohnung abzugeben Sonntag, den 19, April, nachmittags 22 Uhr, im Hotel Klein, in bei H. Schubert, Wienerstr. 61, S. III. Sonnabend: Resterverkauf. Anzug- Valetotstoffe Brenner& Cie. Alte Jakobstr. 57/59. Jedes Maaß zu Engrospreisen. Köpenick( Wilhelmsplatz): General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 3. Verschiedenes. Belle- Alliance- Theater. Belle Alliance Strasse 7/8. 1115 Sonntag, 19. April, nachmittags 2½ Uhr: Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Zum zweiten Male: Maria Stuart. Karten à 60 Pf. sind in den bekannten Geschäften zu haben. 283 11 Berlin- Moabit. Allg. Kranken- u. Sterbelasse Deutscher Holzarbeiter- Verband. Der Metallarbeiter. Sonntag, den 19. April, abends 5 Uhr, im Moabiter Klubhaus,( E. H. No. 29 Hamburg). Berlin Fil. 4. Beufelstr. 9: Große öffentliche Versammlung Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaften als Kampfmittel um bessere Lebensbedingungen. Referent: Genoffe Bruno Pörsch. 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung sind die Angestellten und Kutscher der Firmen Josky und Norddeutschen Eiswerke ganz besonders eingeladen. Nach der Versammlung findet Gemüthliches Beisammensein mit Tanz und humoristischen Vorträgen( ausgeführt von Herrn Lewandowsky) statt. Achtung! 1099 am Sonnabend, den 18. April, Uhr, Kl. bei H. Gorn: ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen: abends 81/2 by markusstr. 10. Westen und Südwesten. Montag, den 20. April 1806 then. 38 Uhr, Mitgliederversammlg. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Stichwahl von 9-11 Uhr. Mitgliedsbuch legitimirt. abends bei Gossmann, Kreuzbergstr. 49. Tagesordnung: 1. Vortrag: Unternehmer- und Arbeiterorganisation. Referent H. Faber. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beitragsammlers für die neu errichtete Bahlstelle bei Rizing. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 276/20 bittet um recht rege Betheiligung Der wichtigen Tagesordnung wegen Moabit. Sonntag, den 19. April, vormittags 10 Uhr im Lokal des 9476 Die Ortsverwaltung. Deutscher Verwaltung Schöneberg. Fachverein der Holz- und Bretterträger Metallarbeiter- Verband. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. April 1896, vormittags 10%, Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17: Mitglieder- Versammlung. 8. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Wahl des ersten Vorsitzenden.. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Lagesordnung halber ist es Pflicht eine3 jeden Kollegen, zu dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 84/17 Achtung! Der Vorstand. W. Kuhn. Achtung! Vergolder u. Berufsgenossen. Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, im Lokal von H. Berguer, Annen- Straße 16: Große öffentliche Versammlung " Tages- Ordnung: 22/18 1. Vortag über Unsere politische Lage". Referent: Kollege F. Ewald. 2. Bericht des Gewerkschaftsdelegirten und Neuwahl desselben. 3. Bericht und Neuwahl der Agitationskommission. 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 5. Gewertschaftliches. Die Vertrauensleute werden ersucht, für Verbreitung der Handzettel Sorge zu tragen. Der Einberufer. Tischler- Verein. Sonnabend, den 18. April, abends 9 Uhr, bei Stehmann, Melchiorstrasse 15: General- Derlammlung. Tagesordnung: Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Ein Unterstützungsgesuch und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. [ 1998] Bau- Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. April, vormittags 10/2 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10: Sonnabend, den 18. April 1896, abends 8 Uhr, Grunewaldstr. 110: Genoffen Schmidtke, Stromstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Verfassungskämpfe und Demagogenverfolgung in Deutschland. Referent Kollege Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Südosten. Montag, den 20. April, abends 81/ Uhr, im Lokal des Herrn Henke, Naunynftr. 27. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Millarg über: Der Baus schwindel und seine Bedeutung für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bautischler, Drechsler und Bürstenmacher haben die Pflicht, zahlreicher Mitglieder- Versammlung. und pinttlicher als wie bisher zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frl. Ida Altmann über, Gerechtigkeit". 2. DisRuffnann über" G. Often. Roppenstr. 41 bei Brüd ner,( in Vertretung: Ernst Mühle, 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. 285/3 ₹ Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauergewerbe zu Berlin. Zur Beachtung! Am Sonntag, den 26. April, nachmittags 21 Uhr, findet eine Volts Vorstellung: Maria Stuart im BelleAlliance- Theater statt. Die Ortsverwaltung hat für die Mitglieder eine größere Anzahl Billets zu dieser Vorstellung beschafft. Ausgegeben werden die Billets auf dem Arbeitsnachweise, Annenstr. 39 und auf folgenden Zahlstellen: Ruppinerstraße 44 bei Raabe; Müllerstr. 7a bei Gleinert; Thurmstr. 84 bei Holzbächer; Ordentl. Generalversammlung Blumenstr. 38 bei Wiedemann; Frankfurter Allee 90 bei Zabel; Cuvryftr. 25 bei Erbe; Grünauerstr. 3 bei Golz; Dieffenbachstr. 31 bei Gaule; Manteuffelstraße 69 bei Brödenfeld; Mittenwalderstr. 16 bei Jmhoff; Friedrich- Karlftraße 11 bei Heinicke. am Freitag, den 24. April 1896, in Leydecker's Restaur., Sophienstr. 34. Tagesordnung: 1. Erfahwahl zweier Vorstandsmitglieder( Arbeitnehmer). 2. Bericht der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Revisions- Kommission. 3. Entlastung des Vorstandes und des Rendanten. 4. Statutenänderung.§§ 14, 19,20 u. 39. Mitglieder- Versammlung Der Wahlakt findet von 8 bis 1/29 Uhr am Sonntag, den 19. April 1896, vormittags 10 Uhr, bei Herrn Hirthe, statt. 68/6 Der Vorstand. Otto Wolf, Vors. General- Versammlung der Orts- Krankenkaffe Elisabethkirchstr. 14. Tages Ordnung: 144/11 1. Vortrag des Genossen Schöpflin aus Frankfurt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Kollegen im Norden werden ersucht, für zahlreichen Besuch zu agitiren. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet Der Vorstand. für das Barbiergewerbe Verein der Einsetzer( Tischler) am 28. April, abends 9 Uhr, im Englischen Garten", " Alexanderstraße 27 c. Tagesordnung: 1. Borlesung des Protokolls. 2. Bericht des Rendanten über die Jahresabrechnung. Oeffentliche Verlammlung. 3. Bericht des Prüfungsausſchuſſes Tages Ordnung: 1. Unsere Lohnforderung in diesem Jahre und wie gedenken wir dieselbe zur Durchführung zu bringen. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 3018 Die Lohnkommission. Steinarbeiter Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 19. April, vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexander- Straße Nr. 27c: Grosse Versammlung. 207/9 Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. 2. Berichterstattung über die Streits in unserem Gewerbe und Stellungnahme dazu. 3. Gewerkschaftliches. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung, ist es Pflicht eines jeden Kollegen in der Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Deffentliche Versammlung der Former n. Berufsg. am Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstraße Nr. 23. Tages- Ordnung: 61/9 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Genoffe W. Pätzel. 2. Die Arbeitsverhältnisse in den Gießereien und wie stellen sich die Former zu dem in voriger Versammlung gestellten Antrag: In denjenigen Gießeceien, wo zum und Decharge- Ertheilung. 4. Abänderung des§ 29 des Statuts. 5. Verschiedenes. Nur majorenne Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 943b A. Flint, Vors., Landsberger Allee 146, A. Friz, Schriftf., Rolbergerstr. 4. Kranken Unterstügungs- und Begräbnißverein der Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. April, vorm. 11 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Raffen und Revisionsbericht. 2. Bericht der alten Arbeitvermittlungs. Kommission und Wahl einer neuen Arbeitvermittelungs- Kommission. 3. Vers 59,11 schiedenes. 4. Fragefaften. Der Arbeitsnachweis findet regelmäßig jeden Abend von 8-9 Uhr Der Vorstand. und Sonntags von 11-12 Uhr vormittags statt. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 19. April, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuth- Straße Nr. 20-21, 1 Tr.: Mitglieder- Versammlung Bau- u. gewerblich. des Verbandes deutscher Maurer, Filiale Berlin II. Hilfsarb. Berlins. Sonntag, den 19. April, vorm. präz 101/2 Uhr, im Lokale Dwzarek, Langeftr. 65: Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 1. Quartal 1896 und Bericht der Revisoren. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Kollegen, in anbetracht unserer jeßigen Verhältnisse darf kein Mitglied fehlen. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Diejenigen Mitglieder, welche noch statistische Bücher haben, müssen Der Vorstand. Generalversammlung diefelben mitbringen. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 30/7 Jedes Mitglied iſt verpflichtet, zu erscheinen. Der Sozialdemokr. Arbeiter- Verein für Weissensee u. Umgegend. Sonnabend, den 18. April 1896, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Hähling, Langhansstr. 106: 136/14 Große öffentliche Versammlung aller in der Hut- u. Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins am Sonntag, den 19. April, vormittags 10 Uhr, im Feen- Palast, Burg- u. Wolfgangstraßen- Ecke. Tages Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Stadtv. Biannentragen beim Gießen und zur Bedienung der Krähne die nothwendigen Generalversammlung. Borgmann. 2. Stellungnahme zur diesjährigen Maifeier. Hilfsarbeiter nicht vorhanden find, Abhilfe zu schaffen. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. Eilight! Achtung!! Eilight! Zimmerleute, Maurer, Arbeiter! Wer von Euch hat Winter 92 oder Frühjahr 93 Achenbachstraße 4 gearbeitet! Erbitte Nachricht bis 19. d. M. Unkosten werden reichlich ersetzt. Gutowski, Monteur, Klopstod str. 34. Seifen-, Licht- u. Sodafabrik 937b Gr. Frank18 Detail M. Reich& Co., furterstr. 43. Geschäfte. vertreten fast in allen Passagen der Berliner Markthallen, sowie Alte Jakobstr. 45, Gr. Frankfurterstr. 43, Krautstr. 48, Badstr. 12. Spezialitäten eigener Fabrikation zu sehr billigen Preisen: 45092* 2 Pfd. Faßseife für 25 Pf., 1 Pfd. 13 Pf. Anerkannt gute Toiletteseifen. 2Bid. Terpentins. f. 35 Bf., 1jd. 18 Pf. 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Kollegen und Kolleginnen, damit für Euch alle ein zufriedenstellender Beschluß gefaßt werden tann, ist es nothwendig, daß jede Meinung über die Maifeier in diefer Versammlung vorgebracht wird, und ist es infolge dessen Pflicht eines jeden in unserer Branche Beschäftigten, dieser wichtigen Frage halber in der Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. ( Filiale Berlin 3.) 944b Sonnabend, den 18. April, abends 8 Uhr, bei Liewald, Manteuffelstr. 46: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stichwahl zwischen einem Kandidaten unserer Filiale und einem solchen der Filiale 4 zur Generalversammlung. 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu er= scheinen und seine Stimme abzugeben. Die 3 a hlstellen in der Eisenbahnstr. 35 und Falkensteinstr. 5 find am betreffenden Abend geschlossen und werden Beiträge nur im Versammlungslokale, auch noch nach 10 Uhr, ans genommen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Fachverein der Stellmacher. Sonntag, den 19. April, vormittags 9%, Uhr. Generalversammlung. im sokale des Herrn Brüning, Rosenthaler- Straße Nr. 112: Tages- Ordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1895. 2. Antrag auf Statutenänderung. 3. Verschiedenes. Rummelsburg, den 15. April 1896. Der Kassenvorstand. Theodor Ritter. 265/8 General- Dersammlung Zagez Ordnung: O 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. 161| 1 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin,