e n Mr. 13. alsid tunded den sha Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. malist sie rojoles Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in oder Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. dint Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. er Sum n T= e Fit g 邛 Redaktion: Beuth- Straße 2. ge Bur Umkehr! ch er in it ge ge er Des hl Die TO, e2 gen als Der icf che em ten icht en. ber die Lege tatt elte hne Be cuts, ſem wird in rg's und reie Der nter erte bot. ren afel lud An ber urde Ge , Die des und tlich ende Inter ung ant n in wat Dern, e zu Itete Den De eiter Icher der male daß evor ehen, : Ar catie, nder, des rtrag tann Dom Vor Tanz Bum " = Freitag, den 16. Januar 1891. Art Expedition: Beuth- Straße 3. des Düsseldorfer städtischen statistischen Bureaus bezeichnet. 11 Presse, die im Franzosenhaß eine Zu- Schritt, der dahin führt, die Versöhnlichkeit und Freundschaft behör zu einer wahrhaft deutschen Erziehung erblickt. zwischen den beiden großen Kulturvölkern zu fördern, die Wenn wirklich die Aufhebung des Paß- Unsere besten Geister: Lessing, Schiller, Goethe, berufen sind, die Kultur des Westens gegen die Barbarei zwanges an der Grenze von Elsaß Lothringen im Herder, Humboldt und hundert Andere haben uns des Ostens gemeinsam zu vertheidigen. Nur das DiploWerke ist, so wollen wir das mit der Genugthuung be- dringend vor dem Nationalitäten basse matenthum, das nicht in großen Zügen wirkt, sondern von grüßen, die wir jedes Mal empfinden, wenn ein Stück gewarnt. Wo hatten die Deutschen nur Aug' und eintägigen Kniffen lebt, konnte die Dinge so verwirren, der Bismarck'schen Herrlichkeit" in Trüm- Ohr, als sie sich in ihrer Mehrzahl dazu verleiten ließen, daß heute Rußland und Frankreich sich einander nähern. mer geht. Allzufrüh wollen wir uns aber nicht freuen; den plumpen Hezereien offiziöser Blätter mehr Bedeutung Man kehre daher zurück zu den schönen Wahrheiten unserer wir wollen erſt ſehen, was wird. Zudem erscheint uns beizulegen, als den Worten unserer edelsten Dichter und klassischen Geister, die uns warnen vor dem Nationalitätendie Einführung der Aufenthaltskarte in den Reichslanden Denker? hasse, und lasse sich so wenig blenden und hinreißen von als eine bedenkliche und unnöthige Stärkung der PolizeiEs gehört auch wahrlich kein besonderer Scharfblick dem Spiel der Diplomaten, wie von den Hetzereien feiler gewalt. dazu, zu erkennen, daß die sich vorbereitenden Wandlungen Journalisten! Die Regierung häft offenbar selber den Paßzwang in Europa gebieterisch einen Zusammenschluß der kultifür schädlich und überflüssig; aber sie will ihn nicht sofort virten mittleren und westlichen Völker verlangen, solange Berichtigung. In unserem Leitartikel„ Eine Blumenlese" abschaffen, weil sie befürchtet, es möchte dies als Schwäche im Osten die Alles bedrohenden rohen Mächte die Gewalt( Nr. 5 des Borwarts") wird ein Dr. Reismann als Vorstand und allzugroße Nachgiebigkeit ausgelegt werden. Diese haben und die Freiheitsbestrebungen im russischen Volke Dies entspricht nicht den Thatsachen. Das erwähnte Bureau ist Befürchtung ist unserer Meinung nach ohne Grund; viel niederhalten. Nachdem Polen vernichtet war, konnte eine feine städtische Institution, vielmehr ein Organ der Großeher hätte man es als Schwäche auslegen können, daß auf Isolirung Frankreichs gerichtete Politik nur die industriellen des Ruhrreviers, welches nur der man jeden harmlosen Reisenden als ein Individuum an- Stellung Deutschlands erschweren. Sie that es auch, nauffälligkeit wegen in Düsseldorf etablirt wurde. ſah, das möglicher Weiſe den Zusammenhang der Reichs- benn in Verbindung mit der lächerlichen Angst der from Herr Dr. Heismann fannte früber andere Ideale, als die Berfran- tretung der Interessen der Grubenbarone. lande mit dem übrigen Reich in Frage stellen könnte. zösischen Bourgeoisie schuf sie die russisch- französische Freund- Das Bureau heißt offiziell Statistisches Bureau für die Der Baßzwang kann eben so wenig wie die schaft, welche nur diesen Umständen ihr unnatürliches Da- Rheinisch- Westphälische Induſtrie". Der Direktor des bekannten Polen Ausweisungen auf irgend eine Recht sein verdankt. Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins, Massener, ist die Seele fertigung Anspruch machen, weder theoretisch noch Die Bourbonen und auch der erste Napoleon befolgten des Unternehmens, dem alle großen Bergwerksbesitzer und deren obere Beamten, so der Geh. Finanzrath Jenke, Leiter der praktisch. Mit diesen beiden schönen Einrichtungen, in Bezug auf Deutschland immer den Grundsatz, ein starkes Kruppschen Werke in Essen, angehören. Auf der Tagesordnung Polenjagd im Osten, Franzosenplackerei im Westen, hatte Frankreich könne am besten bestehen neben einem ge- einer der letzten Sigungen des Statistischen Bureaus" stand als Der große Staatsmann" die Grenzen seines Vaterlandes schwächten und zerrissenen Deutschland. Fürst Bismarck, erster Bunkt: Enquête über die Verhältnisse der fiskalischen Kohlenverziert, ein Denkmal bilden, dauernder als dauernder als Erz, bei dem man nirgends eigene Ideen findet, nahm diesen gruben bei Saarbrücken. und sie werden für ihn, wie so manches andere, veralteten Grundsatz einfach in die deutsche Politik her- und vonal and zum Beweis, daß dieser angeblich moderne Politiker es zu über und suchte Deutschlands Stellung zu stärken durch Stande gebracht, an der Schwelle des zwanzigsten Jahr ein geschwächtes Frankreich. Dieser klägliche Abklatsch hunderts die finsteren Zeichen des Mittelalters aufzu- aus der Vergangenheit, diese Ideen Anleihe bei Gerichten. spenstern ward von der deutschen Bourgeoisie und dem Paris, Anfangs 1891. Was wir aber erhoffen von der Aufhebung des Paß- dentfaulen Spießbürgerthum lange für„ Genialität" Da mich der Nationalrath nach dem Süden gesandt hatte, zwanges, das ist das langersehnte Ende der Aera und, Originalität" angesehen und dementsprechend um die Organisation der Partei in den Departements Bouches du der Franzosenfresserei und des kindi- gepriesen. Die Franzosen haben jenen Fehler schwer mußte ich meine halbmonatliche Mitarbeit einstellen. Aber die Rhône( Rhonemündung), Hérault und Gard energisch zu betreiben, schen Nationalitätenhasses. Wenn der büßen müssen; hoffentlich kommt bei uns die Umkehr noch Leser des„ Vorwärts" werden mir diese unfreiwillige UnterAntisemitismus albern ist, weil er vom Schüren des früh genug. brechung verzeihen, wenn sie hören, daß der Erfolg überall meine Rassenhasses gegen die Juden lebt, so ist jene Art von Bemühungen gefrönt hat. Eine mächtige sozialistische Vereinigung Im Zeitalter des Verkehrs" hängt die Machtstellung ist eben in Herault in der Bildung begriffen und erstreckt sich Patriotismus" noch alberner, die vom Schüren des eines Volkes nicht von seiner Heeresorganisation, sondern auch auf Gette( dessen Stadtrath zum weitaus größten Theile zu Haffes gegen die gallische und feltische Raffe ihr Dasein von seinen wirthschaftlichen Verhältnissen ab. Die Bis- uns steht), Beziers, Frontignan, Were und zehn andere GemeinDie Bismarc'sche Zeit hatte dieser Art von marc'sche Politik war so wenig modern, daß sie dies den von geringerer Bedeutung. Ebenso haben sich im Departe" Patriotismus" den breitesten Raum für ihre Entwicke- nicht begriff; sie glaubte die Franzosen mit der Abnahme ment Gard Zweigvereine der Arbeiterpartei in Alais, Nîmes, Le lung gewährt, und von den offiziösen Blättern ist die von fünf Milliarden arm gemacht zu haben und hat mit Vigan, St. Hyppolite u. f. w. gebildet. Schürung und Anstachelung des Nationalitätenhaffes gegen der Milliardenfluth nur Deutschland der Verarmung zu der Handelsleute und die Fischer, welche bis jetzt fast überall die Franzosen in der niedrigsten Weise gewerbsmäßig be- getrieben. Wir betheiligten uns an der Weltausstellung gegen unsere Reden taub geblieben waren, haben sich endlich doch trieben worden. Wenn es in Paris einige Narren giebt, nicht und bereiteten dadurch den Franzosen einen Triumph, aufgerafft, In Marseille haben sie sich zu einer Gewerkschaft die dort den Deutschenhaß gewerbsmäßig in Gluth der über die kriegerischen Erfolge so weit hinausragt, wie der Arbeits- Börse mit der Feitſegung eines Nationalzusammengeschlossen und in einer Generalversammlung in zu erhalten suchen, so rechtfertigt noch der Eiffelthurm über die Siegessäule. lange nicht die Rongresses für nächstes( jetzt dieses) Frühjahr, ihren Wir begrüßen mit Freuden jeden, auch den geringsten Anschluß an die Partei beschlossen, deren Generalrath sie das die Thorheit und Schlechtigkeit jener Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 13 Dunkeln vor dem Allgegenwärtigen. Es gab zwischen ihnen nichts mehr, was Uneinigkeit verursachen konnte. Sie fühlten sich mit einander verknüpft wie durch ein gemeinsames Verbrechen. VIII. Dut fun Briefe aus Frankreich. Das ist noch nicht Alles. Die Seearbeiter, d. h. die Seeleute der Marine- Offizier und die im lichtrothen Seidenkleid. Nein! wer eininal so ein Kleid bekommen könnte!- Niemals in ihren Tagen hatte sie solche Menschen gesehen. Sie waren hübscher als Puppen und dennoch ganz lebendig. Nein, dieser Marine- Offizier! Nein, diese Uniform! und Mama war nun jeden Sommer eine Zeit lang in der niedliche Bart; und wie kühn er war. Und so stattKristiania. Sie führte ihrem Bruder Nils die Wirthschaft, lich! und so zierlich! Sie saß da und verliebte sich in ihn, während Marie sich ihrer Nerven wegen auf dem Lande daß ihr das Herz in der kleinen flachen Kinderbruſt befand, oder sie besuchte Lea und Tom, die es Gott sei klopfte, Seither geschah es aber oft, daß die drei kleinen Mädchen im dunkelsten Winkel des dunklen Bodens zusammengekrochen saßen und sich in die Gesindestuben hatten. geschichten vertieften. naunte. " " ,, Sanfte Hügel, grüne Au en, " Heiß geliebtes fleines Tha al, Soll ich nimmer Dich mehr scha Dein gedenk ich tausendma al." 1- ett, Dank bei der Jungfer Aaberg auf Elmerud recht gut Und dann sangen Sie. D, wie sie sangen! Die im Seidenkleid konnte so hübsch mit der Stimme zittern, und Fanny durfte nicht mit. Sie wurde in Kristiansborg dann machte sie einige Armbewegungen, wie Fanny ähnliches Das war so eigenthümlich interessant. Das war ganz oder in dessen Umgebung bei einer oder der anderen Be- nie gesehen: etwas Anderes, als das, was man gewöhnlich Unterhaltung tannten zurückgelassen, und so vertrieb sie sich die Zeit mit den Kameraden, welche sie an den verschiedenen Orten gerade Sie sprachen sich in Aufregung, bis sie glühten, fand, so gut sie es vermochte. bebten, wie im Fieber brannten. Sie vergaßen alles, Zeit, Diesen Sommer wurde es in Kristiansborg unterNachtmahl, Mama, Papa: einerlei, ob sie gescholten wurden, haltend; es kamen Schauspieler in die Stadt. Allein wenn sie und der Marine- Offizier zusammen sangen, schichte hören; sie mußten durchaus noch ein bischen mehr Schon bei der ersten Borstellung bettelte fie, bis man sie mit so Schönes gehört? Singt man so schön in Kristiania, Frau So etwas batte Fanny vorher niemals noch gesehen. So wurde es so herrlich, daß man hätte weinen mögen. Ach mit Du mein..." Frau Mühlberg, haben Sie je schon etwas erklärt haben, wie verheirathete Leute lebten. nahm und erlebte da einen Abend, welcher alles übertraf, o pfui! Daß Jemand so etwas that! Daß sie was sie sich bisher je vorgestellt. Mühlberg?"„ Pit, pit" vor Scham nicht starben! Gott! o pfui! Niemals sollte Sie wußte nicht, wo sie war. Frau Mühlbergs Breitwas man vor großer förmliches Schiff. Da gab es Tauwerk und Matrosen und so etwas Gfelhaftes ihnen geschehen, niemals, um feinen Saal mit den vielen Menschen verschwand vor iur. Das allerlei anderes Zeug, ungefähr wie auf dem„ Quick" oder Einzige, was noch existirte, war der kleine helle Raum, wo Jeden Tag schieden sie mit Handschlag und Versiche die Komödie spielte; der Rest der Welt war nur ein ger auf der„ Prinzessin Louise". Und nun wurde es erst unterrung, niemals, weder jetzt noch später gegen feinen summender Abgrund, der sie nichts anging. Menschen, und wäre es die beste Freundin, ein Wort teflid muß ntrag obald bazu Be tende Uf, Gott! Bei Gott!" " Ach, war das merkwürdig! Ach, war das lustig! Wenn davon verlauten zu lassen, was sie nun beschäftigte. Bei es nur anhielte, wenn es nur kein Ende nähme! Es zitterte -Verlegen und voll Scham, mit und hüpfte in ihr vor Seligkeit; arme Mama, die nicht hier schlechtem Gewissen ging jede dann heim; doch mußte Ebba war und das nicht sehen konnte! gewöhnlich Fanny begleiten, denn diese fürchtete sich im Welche Zwei einander kriegen sollten, ercieth sie sogleich: Und denkt Euch, im zweiten Akt war die Szene ein Hahaha, nein, dieser alte Matrose! Unser Rapitän ist ein stolzer Held, sin stolzer Held, haltend. om Und dann der alte Kerl mit der Nase, Jener mit den vielen Stecknadeln! Hahaha!..." Frau Muhlberg, Frau Dem nicht der nächst beste Laffe gefällt, ,, Baffe ge ällt." beauftragten, in den Hafenplägen des Nord- und Süd- Frankreichs| Zuflucht nähme, da dieser zur Zeit der boulangistischen Keisis- 1 Annahme, daß ein dahinzielender Vorschlag, von welcher Stimmung für diesen Kongreß zu machen. den Auftrag gehabt habe, die Zeitung la Presse" Laguerre zu Seite er immer ausgehen mag, bei anderen Mächten auf entziehen, indem er sie mit den Mitteln und auf Rechnung des Widerstand stoßen, und daß aus diesem Widerstand sich ein Ministeriums des Innern austaujie Für Cette und Agde, die ich besucht habe, ist das schon geschehen. Einstimmig beschlossen die Seeleute jenes Rüstenstriches, sich in Marseille vertreten zu lassen und zu diesem Zwecke ihre Forderungen und Beschwerden auszuarbeiten. Die Zufage Bordeauy's, das den Kapitän Dupon zum internationalen Kongreß entsandt hatte, ist unzweifelhaft; dasselbe gilt von Calais, Boulogne, Lorient u. f. w. Jm März 1891 werden wir also die Proletarier der See, mehr als 100 000 Menschen, im nationalen Kongreß vereinigt sehen, um ihren Forderungen Ausdruck zu geben. Und wie dieser Feldzug unter den Aufpizien und mit der Hilfe des Zentralorgans unferer Partei eröffnet werden wird, so wird auch dem Sozialismus allein diese in wenigen Monaten neu entstandene Armee zu Gute kommen. Die Seeleute und Fischer, für die noch die Verordnungen Colberts gelten, fordern unter anderem: Beschränkung der täglichen Arbeit auf 12 Stunden auf Deck und 8 vor den Maschinenfeuern; Verbot jedweder förperlichen Büchtigung( die Revolution von 1848 hatte nur die Geißelstrafe beseitigt) und Untersagung von Lohnabzügen; Bildung der Beinannung nach dem Tonnengehalt der Schiffe und der Stärke der Maschinen; Schaffung von Kollegien sachverständiger Seeleute, die von den Interessenten zu wählen sind, und den Marinekommiffaren ihre willkürliche und kapitalistische Gerichtsbarkeit zu nehmen haben; atter Gewißheit, nach 25jährigem Dienst, ohne Altersgrenze, eine Pension von mindestens 400 Fr. zu erhalten. Und sie haben begriffen das ist der Hauptpunkt 2. Daß man, nach den Angaben des Staatsanwaltes von Krieg entwickeln werde. Kurz- man hat sich allmälig daran Saint- Jean- de- Mauvienne, in der Grenzstation, durch welche gewöhnt, einen Krieg für unvermeidlich zu halten, und ist Badlewski entschlüpfte, weder sein Signalement noch sein Porträt auf die Vermuthung gefallen, die Macht, welche den besaß", mit andern Worten, kein Mittel, ihn zu erkennen und zu Krieg zuerst nöthig habe, oder nöthig zu haben glaube, faffen; eine Fahrlässigkeit, die jedenfalls zu ungewöhnlich war, werde, um dem allgemeinen Friedensbedürfniß nicht vor den um nicht gewollt zu sein. Kopf zu stoßen, den Krieg durch einen Abrüstungsvorschlag 3. Daß der Wunsch das französische Reporterthum wieder einleiten eine Art des Vorgehens, die allerdings mit der zu Ehren zu bringen" feine genügende Erklärung für den Bericht, grassirenden politischen Heuchelei in schönster Harmonie welcher wenige Tage nach der Flucht im Eclair" erschien, ein tünde. Gin derartiger Plan wurde seiner Zeit dem Fürsten Bericht, der, während die Flucht unzweifelhaft von der Regie: Bismarck zugeschrieben, der in der Kunst, Kriege einzufädeln, rung begünstigt worden war, um Verlegenheiten aus dem Weg zu gehen, diejenigen unserer Landsleute aus Messer lieferte, welche ja Meister war; und seit Beginn dieses Jahrhunderts Padlewski behilflich gewesen waren, sich dem rächenden Arm der um nicht weiter zurückzugreifen ist bekanntlich kein Krieg Gerechtigkeit" zu entziehen. geführt worden, der nicht mit allgemeinen Friedensbetheuerungen und Lobreden auf den Frieden gefangen hätte. * Aus einer eben erschienenen, äußerst interessanten Statistik ergiebt sich, daß der Pachtwerth der Immobilien Frankreichs die Hüttenwerke und Fabriken nicht inbegriffen sich auf 2 Milliarden 800 Millionen( 2 800 000 000 Frts.) beläuft. Die Privatsteuer, welche alljährlich von der Klasse der Eigenthümer erhoben wird, erreicht in der Höhe von fast 200 Millionen die Gesamintſumme aller direkten und indirekten Ste. ern, welche die Nation, da sie ja steuerpflichtig ist, für alle sogenannten öffent lichen Dienste entrichten muß. ſie, um zu ſiegen, aufhören müſſen isolirt zu fämpfen und daß Politische sie nur in Verbindung mit ihren Gewerbsgenossen als organisirte große Partei der Arbeit unseren Bourgeois die unumgänglich nothwendigen Reformen abzwingen können. Politische Uebersicht. Berlin, den 15. Januar. an drängenden Abrüstungsgerüchte, die auf einen Wunsch des Ob die jetzt, mit großer Hartnäckigkeit sich aufdeutschen Kaisers zurückgeführt werden, eine ernstliche Grundlage haben, wollen wir nicht untersuchen wir bezweifeln es aber so viel scheint uns gewiß zu sein, daß das Spiel, welches viele gewiegte" Politiker und namentlich die Börsenpolitiker für beabsichtigt halten, an dem gesunden Sinn der Völker scheitern würde. Nicht darf verkannt werden, daß der Chauvinismus, der fich durch die rasch wachsende Macht des internationalen Solidaritätsgefühls in seiner Eristenz bedroht fühlt, verzweifelte Anstrengungen macht, um wieder Einfluß auf die Voltsseele" zu gewinnen. In Deutschland hat den FranDrei Tage Getreidezoll Debatte und noch kein 30senfressern ein Brief des franzöfifchen Jugendschriftstellers Ende. Der Drache der Brotvertheuerung hat ein zähes und Reisephantasten Verne Wasser auf die Mühle geDie Verhaftung der Bürgerin Duc Quercy und ihre Ber Leben er stirbt schwer. Er muß zollweise getödtet wer- liefert. An diesen Herrn schrieb nämlich irgend ein deutscher urtheilung, weil sie dem Boliſtrecker der Exekution an General den. Bollweise im doppelten Sinn des Worts. Zoll um Anonymus, es ſei nothwendig, daß Deutschland Silverstoff ein Asyl gewährt hatte, haben das Volksgewiffen Boll und ein Boll nach dem anderen gegen die russische Allianz aufgerüttelt. - bis die letzten und Frankreichfichtheber in treuer FreundSchon im vergangenen Sommer, als man unfere Regierung Bölle gefallen sind und der letzte Zoll der hungrigen, schaft die Hand reichten, und er Herr Verne unter dem Vorwand, es würden Bombenattentate gegen den menschenfresserischen Bestie todt ist. möge doch in diesem Sinn auf seine Laudsleute wirken. Herrscher aller Reußen vorbereitet, gegen geüchtete Polen und So hat die Debatte sich heute noch Stunden lang hin Die Epistel allerdings ebenso alberne als taktlose Ruffen arbeiten fah, machte sich selbst bei den indifferentesten gesponnen, so daß eine Vertagung auf Morgen er wurde von Verne nun in einem furzen, groben, echt chauGeistern eine erste Bewegung der Entrüstung bemertvar. Man folgen mußten fand, daß die französische Republik, das sehr zweifelhaft edle vinistischen Briefe beantwortet, deffen Sinn war: so lange Streben, sich zum Häfcher und Kerkermeister Bäterchens zu machen, tüchtiger Redner fann noch durchdringen oder ein zwischen Deutschland und Frankreich nicht die Rede sein. Das war Neues ist in dieser Frage nicht mehr zu sagen, und nur ein wir Elsaß- Lothringen nicht zurück haben, kann von Freundschaft etwas zu theuer bezahlte. Heute vollzieht sich eine völlige Umwälzung der öffentlichen Komiker. Und zwei Komiter traten heut auf und ein nicht schön von Herrn Verne. Nun wollen wir aber unsererMeinung, die jene zwei Monate Gefängniß veranlaßt haben, tüchtiger Redner. Die zwei Komiker: Herr von Zorn- feits fragen: wie kam der anonyme deutsche Briefschreiber welche man einer Französin zudiktirte, deren Schuld in ihrer Bulach der elsässische Junker, und Herr von Kardorff, der dazu, an Berne zu schreiben, wenn er denn durchaus Menschlich feit bestand, die das bürgerliche Recht zur Verbrecherin schlesische Junter beide von einem Holze geschnißt, schreiben wollte? Warum wählte er sich gerade einen Mann, stempelte wegen ihrer muthigen Befolgung der Gebote der Gast aber in verschiedener Umgebung aufgewachsen mit ver von dem jeder mit den französischen Menschen und Dingen freundschaft", wie ihr Vertheidiger Herr Millerand sagte. umeine 79 Diese Annexion des Landes der Revolution durch das 3- rücktesten Diese Annexion des Landes der Revolution Durch das ſchiedener Nahrung und verschiedenem Getränk auf einigermaßen Vertraute weiß, daß er einer der verRaiserreich der Knute auf dem Wege des richterlichen Urtheils gewachsen. Jener der Wein junker, dieser der Schnap 3- rüd testen Chauvinisten ist, die es in Frankspruches öffnete einer großen Anzahl die Augen über das junker. Und von diesem Gesichtspunkte aus aufgefaßt, war reich je gegeben hat? Wir können uns des Verdachts Treiben unserer Chauvinisten, die es durchaus nicht belästigt, der Schnapsjunker Herr von Kardorff in seiner Art der nicht erwehren, daß der räthselhafte Anonymus sich an Verne daß Se. Majestät Alexander III. entschieden zu anspruchsvoll und bessere Redner er sprach Schnaps, und zwar echten, gewandt hat, um eine chauvinistische Antwort zu Herr Carnot zu willfährig ist. ad nolloidbejten, unverfälschten schlesischen Kartoffelschnaps, so wie er erlangen, und sie im Interesse des deutschen Chauvinismus Selbst die ruffenfreundlichsten Blätter haben noch nicht ge ihn produzirt; während Herr von Zorn- Bulach keinen zu verwerthen. So lange der Anonymus maskirt bleibt wagt, die so dem Kabinet Petersburg gegebene Genugthuung" Wein sprach wenigstens feinen guten. zu vertheidigen. Ja, um nicht die Mehrzahl ihrer Leser vor den auch schlechter Wein erzeugt eine Aber und nicht, offen hervortretend, durch seine Persönlichkeit das Kopf zu stoßen, mußten sie sogar einstimmen in die allgemeine Luftigkeit und Lebhaftigkeit, die einen relativ günstigen Ein verbleiben. pour Wein erzeugt eine gewisse polternde Gegentheil beweist, müssen wir bei diesem unserem Glauben Verurtheilung eines solchen Verfahrens. indruck Die Flucht Padlewski's, welche allen Revolutionären eine bruck macht; und so hatte Herr von Zorn- Bulach auch große Freude bereitet hat, wird also die weitere glückliche Folge wirklich einen durchschlagenden Heiterkeits- Erfolg. Er konnte Der amerikanisch- deutsche Streitfall schrumpft zu haben, in Frankreich die Allianz mit Rußland unpopulär zu die Aufmerksamkeit des Hauses fesseln, was seinem schlesischen einer höchst harmlosen Affäre zusammen. Deutsche machen. Es ist richtig, daß seine Verhaftung dieses ungeheuer Kollegen nicht gelang, obgleich er von seinem Schnapsjunter- Matrosen hatten sich an einer der üblichen Matrosen liche Bündniß noch weit mehr bloßgestellt hätte, da es wenig ens Standpunkte aus besser sprach. prügeleien in New- York betheiligt und flüchteten sich vor in Paris unmöglich gewesen wäre, einen Richter zu finden, der Gut sprach Barth, der Fortschrittler. Ein Sozial- den verfolgenden amerikanischen Polizisten auf ihr Schiff, Die Rußland zu Liebe den neuen Beresowsky als Mörder aufs Schaffot demokrat kam heute nicht zum Wort. Für morgen ist Schulze Elbe", wohin ihnen die Polizei nachfolgte. Bei dieser Ge geschickt hätte. Diese Unmöglichkeit mar so augenfällig, daß sogar durchaus gemeldet. legenheit kam es auch am Bord des Schiffs zu einigem ernsthafte Leute auf Conftans ſelbſt die Ehre des Schlafwagens, Antrag Richter kommen; und, da die Sozialdemokraten sechts nicht ganz völkerrechtsgemäß verfahren sein. Nun Es wird zu einer namentlichen Abstimmung über den Gebalge und die Amerikaner sollen in der Hiße des Ge welcher den Helden des Hotels Baden die italienische Grenze ge- Burch Enthaltung den Schutzöllnern eine Waffe in die wenn wir gar feine Diplomatie hätten, so würde die ganze Nach ihrer Meinung wollte der Minister des Innern, der Hand gäben, so werden sie mit" Ja" stimmen, jedoch vorher Geschichte 40 Pfg. kosten, d. h. einen 20 Pfennig- Brief von überzeugt war, daß sich Padlewski noch in Paris aufhielt und in einer Erklärung ihren prinzipiellen Standpunkt präzi Berlin nach Washington und einen ditto von Washington eines schönen Tages in die Hände seiner Agenten fallen würde, firen. in nach Berlin; da wir eine langweilige" Regierung haben, auf jeden Fall einem Prozeß aus dem Wege gehen, dessen Aus wird die Beilegung etwas mehr Porto kosten, jedoch Niegang für Petersburg nicht günstig sein konnte. Er selbst habe mandes Blut in Wallung bringen. den ganzen Plan entworfen und Labruyère wäre nur das Werk zeug zu seiner Ausführung gewesen. winnen ließ, aurück zu führen suchen. de Die ganze Ungesundheit der Weltlage wird durch die Thatsache offenbar, daß Abrüstungsgerüchte, welche die Luft durchschwirren, statt freudige Hoffnungen Um dieser Auffassung, die ich unverändert und ohne mich zu erwecken, in den sogenannten politischen Kreisen die größte für ihre Berechtigung verbürgen zu wollen, hier wiedergebe, Bestürzung hervorbringen. Es ist dies ein würdiges Seitenmehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, macht man darauf aufstück zu der anderen Thatsache, daß eine gute Ernte für die mertsam: 1. Daß es nicht das erste Mal wäre, daß Constans in der Landwirthschaft ein Unglück ist. Die Besorgnisse, welche Verlegenheit zu den guten Diensten des Herrn Labruyère seine sich an den Abrüstungsplan knüpfen, erklären sich aus der " 1 " Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schließt ihre heutige politische Uebersicht mit folgenden Worten: Leute, für welche auch ein Gläschen Schnaps nichts Un " Die Gelehrten mögen sagen, was sie wollen, es giebt schickliches ist. Wir wollen ihnen nur ein tüchtiges Stück Speck dazu wünschen." Mühlberg, sehen Sie? Das ist der Hinke- Michel!"; aus? Die Leute zogen die Thüren zu. Gott sei Dank, da Nun giebt es aber einen anderen Arzt, der etwas Bit, pft!" Er ist ja ein reines Nadelkissen", sagten begann wieder Jemand zu flatschen. Da capo!"" Da anderes jagt; es ist gar nicht die Lunge, sagte er; es ist sie; Hahaha! Hahaha!"- Bit, pit" „ Pst, pst"..und nun be- capo!" riefen sie; ach diese guten Menschen! Nun konnten nur Schwäche; sie verträgt diese vielen Geburten nicht gannen sie auch zu verstehen, was sie redeten.„ Nein, schauen die Schauspieler wohl nicht länger widerstehen. Gun Ja, ja; ein Kind jedes Jahr, das ist gerade so gut Sie diesen Gecken an, der anfangs so eingebildet war; nun Frau Mühlberg! Frau Mühlberg! Es kommt noch wie eine gewöhnliche Auszehrung. ist er seekrank; haha, welch ein Dummrian! Sehen Sie, nun etwas! es kommt noch etwas!" muß er wieder hingehen und den h. Ulrich anrufen, hahaha! hahaha!" Bst, pst, pst doch!"... Der Vorhang öffnete sich die Dame im rothen Kleid trat an der Hand des Kapitäns heraus; nun fing es Es war ein alter langweiliger Bursche da, gewiß wieder an, nun fing es an... o web! Sie verneigten der Vater der Rosenrothen, er war fürchterlich dumin, er und verneigten sich nur! Dann schloß der Vorhang sich wollte nicht, daß seine Tochter den Marine- Offizier nehme. wieder.g Als ob sie einen besseren Mann bekommen könnte! Aber nun würden wir sehen; nun erschien der Marine- Offizier. Und hier an Bord war er der Herr! Ach! O! Gott tröste uns! Sie hängen ihn auf! O! Still doch, pft, pst! Hahaha!" Fanny fühlte sich an Der Schulter gepackt und geschüttelt; man flüsterte ihr etwas ins Ohr von„ Still sein", hinausgeworfen werden".... Still? Saß fie etwa nicht still? Also kommt jetzt, Fanny!" sagte Frau Mühlberg. Fanny erstickte mit Mühe ihre bitteren Thränen; alle Leute gingen; es war nichts mehr zu machen. " Nicht deshalb...; es verwünscht ihr gewiß niemand das Leben; es ist aber doch merkwürdig, daß man dabei immer schlecht wegkommt; natürlich geht nie etwas so, wie man es fich denkt!" Fanny aß Butterbrot und machte große Augen;„ Von wem redet Ihr da?" fragte sie. Ja- a, das ist's ja eben", antwortete Alt- Kari. Ach Du, Haubenstock; von wem redet Ihr, Bon jemand, den Du nicht kennst und nun schweige kümmere Dich um Dich selbst!" иби пото Mama!" " Fanny bettelte sich in alle vier Vorstellungen hinein; außer der Reise nach China", die aber nur wiederholt, und nicht fortgesetzt wurde, sab sie Die schwache Seite" und drei komische kleine Stücke. Den Rest des Sommers verlebte sie fomische fleine Stücke. Den Rest des Sommers verlebte sie Die alte Rart hielt Mama eine Ermunterungsrede; in einem vollständigen Theaterrausch. Ueberall, wo sie je- ihre Kiefer arbeiteten wie die Blasebälge. Uf, seid Ihr langweilig!" „ Trint' jetzt nur Dein Bier und nimm es faltblütig, 6D Gottlob; ah, dieser prächtige Kapitän; natürlich mand bewegen konnte, zuzuhören, stellte sie ganze Szenen war das Ganze nur eine List gewesen, um den Alten zu er bar und trug Rouplets vor; besonders Frau Hedwig, die Margarethe", sprach sie; am Ende giebt es sich, wie der schrecken. Und nun gab er auch nach. Ah, jetzt fielen sie im rosenrothen Seidenkleid, suchte sie nachzuahmen. Ach, Geiler sagte, und man soll den Mund nicht aufmachen, che einander in die Arme! Uf, denkt Euch, fie füßten ein- wer nur einmal foldy ein Kleid betäme! Gin lichtrothes man laut und nicht den Hut abnehmen, ehe man den Herrn ander. zweimal, dreimal, viermal!... Es wurde Fanny Seidenkleid mit Schleppe! Das wäre etwas anderes als sieht; Du hast ja doch nichts zu weinen? es ist doch nichts ganz heiß. Aber das war ja nichts Schlechtes, nachdem sie dieser dicke Sad von grauem Zeug, in welchem sie los, bent' ich?" id .. " verlobt waren.. und nun sangen sie und freuten sich. herumspazieren mußte, und welcher obendrein nicht weiter Mama schien ein wenig verwirrt;„ bist Du toll", sagte Ja, sie durften wohl froh sein, besonders sie, besonders sie... reichte, als bis zu ihren Knieen... und sie, die doch so sie; Du glaubst doch nicht, Ach, dieser hübsche Kapitän! fürchterlich große Füße hatte... Auch! wer nur einmal Dweh, der abscheuliche Vorhang; nun wurde derselbe tonfirmirt wäre! " Nein, nein, nein, nein; sei nur gut, sei nur gut; Du wieder vorgezogen. Wenn es nur nicht zu lange dauerte; mußt es nicht gleich so higig nehmen, Margarethe. Ho, ho, Mama kehrte aus Kristiania zurück und war schlecht diese Jugend; wegen jeder Kleinigkeit fährt sie in die Höh'! denn nun sollten wir natürlich Hochz... Im ganzen Saal brach ein lautes Getöse aus; als sie sich unischauen sei; es wußte darum wohl auch niemand anderes als die sich Ich bin alt, ich, und hab' schon allerlei erlebt; es jetzt konnte, standen alle Leute und klatschten in die Hände. Auch alte Kari; wenn sie und Mama jedoch sprachen, so verstand jetzt hab ich drauf geschworen. Schau einmal Frau, die Damen hatten sich erhoben. Was war denn das; wollte Fanny nicht, wovon sie sprachen. Ein neues Tosen durchbrauste den Saal; nun Ich glaubte fast, unser Herrgott wolle mir nun was für eine Art von Frau sie ist! Thorne an. Ja, sie nennen sie Frau, aber Du weißt ja, man gehen? – Fährt sie nicht g öffnete der Vorhang sich; nun begann es von Neuem. wieder helfen", sagte Mama eines Abends;„ der Ausdruck der Stadt herum mit ihrem Major und führt ihm das -? Sie verbeugten sich blos und dann zog man den des einen Doktors lautete ja, daß es nicht lange mehr Haus und empfängt seine Gäste und ist dabei so fir und „ Eines Doktors Ausspruch, ha, ha, ha! Sey! Dich drauf, alle Gänge für sie und tenn fie gut; Du hast mich mie ferm wie möglich! Ich seh sie ja jeden Tag; ich mach' ( Fortsetzung folgt.) Wie Vorhang wieder vor? Komm nun, Fanny", sagte Frau Mühlberg. dauern könne." Verzweiflung ergriff Fanny; war vielleicht schon alles so fliegt's nicht fort!" rerseite Alt- Kari. 80s was Schlechtes von ihr sagen hören. in t 11 Ueber die Selbstmorde in Preußen und Sachsen veröffentlicht die Zeitschrift des königl. sächsischen statistischen Büreaus in ihrem neuesten Hefte eine interessante Tabelle. Wir entnehmen derselben folgende Angaben: Selbstmörder ( 7909) Haupes über: 1883 1884 1885 1886 1887 1888 haupt: 6171 5900 6028 6212 5898 5393 1205 1114 1146 1071 1104 1050 in Preußen in Sachsen Auf je 100 000 Bewohner in Preußen in Sachsen • Weibliche Selbstmörder in Preußen in Sachsen a . 22 21 21 22 21 40 37 36 34 84 19 32 1288 1209 1217 1165 1195 1138 251 246 251 222 209 241 mit Besserung der Parlamentarisches. Petitionskommission. " Ja, warum sind denn gerade die Redakteure der„ Nord- sand statt in dem Saale eines Grottenwirthes, dessen Wirthschaft| Amerika zunehme, und er könne sich darauf verlassen, daß deutschen Allgemeinen Zeitung" und ihre Auftraggeber stets hoch an dem felsigen Ausläufer des Monte Generoso liegt. In das amerikanische Volk den Russen beistehen werde, in dem für die Vertheuerung von Schnaps und Speck eingetreten? Capolago war bereits von Anfang an der schweizerische Regie Bestreben, sich vom Joch des Despotismus zu befreien. 1. A. w. g. rungsstatthalter Masella anwesend, sowie der Bundesanwalt Die Erregung gegen die Schandthaten des russischen Scherb, natürlich auch eine große Zahl geheimer und uniformirter Manchmal schläft selbst der göttliche Somer, und, was Polizeibeamter Staliens. Der Bürgermeister Capolagos, Josias Despotismus nimmt diesseits wie jenseits des Ozeans genoch wunderbarer ist, die„ National- Zeitung" erkennt Bernasconi, zeichnete sich durch seine vernünftige und feste Haltung waltige Dimensionen an. Stepniak's Anwesenheit in Amerika in einer Nummer, dem heutigen Morgenblatt, die Eigen aus. Er hatte den Einberufern auf ihr Wort, daß nichts den wird sie nur vermehren. Schweizergefeßen Zuwiderlaufendes geschehen werde, die Zusage schaften der deutschen Sozialisten an. Sie spricht heute von ertheilt, das Gastrecht unverletzt zu halten, und er kam diesem der Bildung, der Organisation und der Versprechen nach und ließ das Gindringen von Polizeibeamten Disziplin der deutschen Sozialisten, welche nicht zu auch der Statthalter Masella erhielt nicht Eintritt in sie den italienischen Sozialisten als Muster vorhält. Dann den Saal. schimpft sie weidlich über Costa, den wir der„ NationalDie Seele dieses Kongresses ist Cipriani gewesen, der seine Beitung" gegenüber nicht zu vertheidigen brauchen." Nächstens Gegnerschaft gegen Gofta zu einem für Italien bedeutungsvollen wird die National- Zeitung" wieder in ihre alten Gewohn- und sich zu diesem Behufe bereits seit 15 Tagen auf der GotthardtAusdruck bringen wollte, der alle Vorbereitungen felbft leitete Sigung vom 15. Januar, Vormittags 10 Uhr. heiten zurückfallen und uns Rohheit und Unbildung vor bahnstrecke Bellinzona befand. Gine Petition, von Landwirthen, welche eine Gewährung von Bon Sozialisten nicht Entschädigung für die infolge von Milzbrand getödteten oder werfen. anarchistischer Richtung waren in Wirklichkeit nur zwei auf dem verendeten Thiere vom Reiche wünscht. Die Petition wird dem Kongresse anwesend, nämlich der Ingenieur De Franceschi aus Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Mailand, dieser als Abgesandter der der Lega Socialista, Einige Vereine im Osten Berlins petitioniren um Aufdessen Vorsigender Turati ist, und Dr. Danielli aus Florenz. hebung des Anwaltszwanges. Referent Abg. Gliszcynsky Beide aber erklärten, nachdem sie den Charakter des Kongresses berichtet über den Inhalt der Petition und beantragt, die Petition erkannt hatten, von Anfang an keinen Theil an den Berathungen für ungeeignet zur Erörterung im Plenum zu erklären. Material und Beschliffen nehmen zu wollen, sondern nur Zuhörer zu sein. zur Gefeßgebung biete die Petition nicht, die Frage hänge mit Im Ganzen waren in dem Saale etwa 80 Personen aus Ober- anderen Bestimmungen der Zivil- Prozeßordnung zusammen, die und Mittelitalien, sehr wenige aus dem Süden( Neapel) an- jetzt erst 11 Jahre bestehe und halte Redner es für ein Unglüd, wesend, davon aber und dies ist vor Allem charakteristisch die wenn jetzt die ganzen einschlägigen Geseze einer Revision untersehr große Mehrzahl ohne jedes Mandat, ohne morfen werden sollten. Die Kommission entscheidet nach dem jeden Nachweis einer Vertretung. Es wurde auch Antrage des Referenten. nicht der Antrag gestellt, Mandate abzufordern. Wirklich mit beglau Eine Reihe anderer Petitionen, persönliche Gesuche 2c. bebigtem Mandat vertreten war nur die Romagna( Ravenna, Forli, treffend, werden als ungeeignet zur Erörterung im Plenum, da Bologna), die etwa 13 Vertreter geschickt hatte. Unter ihnen ist zu der Instanzenzug nicht innegehalten wurde, oder Unverständlichnennen Piselli, Leiter des anarchistischen Wochenblattes" La feit der Petitionen, oder Unzuständigkeit vorliegt. Rivendicazione", Valducci, Benzi, Nabruzzi, Bondi. Von sonst Die Aktiengesellschaft Union" bittet um Rückerstattung von mörder stetig sinft. Vom Jahre 1883 bis zu Beginn des Gnocchetti aus Rom, sodann Merlini und Bergamaschi von dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Jetzt bringen die Referent Abg. Goldschmidt: Zweimal ist die Petition Jahres 1890 hatten wir eine Periode langsam sich bessernder Neapel, ferner als Anarchiſin die Signora Gigia Bezzi, end- Betenten ein neues Moment bei, die den Referenten veranlaßt, Lohnverhältnisse, abnehmender Arbeitslosigkeit, bem entspricht lich Giovanni Rotti, eben aus Brasilien zurückgekehrt, wo er, wie zu beantragen, die Petition zur Berücksichtigung, dem Reichs der Rückgang der Selbstmorde. Die auffällige Verschieden er sich ausdrückte, eine anarchistische„ Kolonie"( Vereinsgruppe) fangler zu überweisen. Die Zollverrechnung sei eine nicht dem heit der sächsischen und preußischen Selbstmordzahlen erklärt gegründet hatte. Gesetz entsprechende gewesen und dadurch die Union" um den fich aus der bedeutend schlechteren Lage der großentheils wählt eine sichtbare persönliche Leitung der Verhandlungen direktor, die Gerichte wiesen indeß die Sache ab wegen InEin Bureau und ein Präsidium wurde natürlich nicht ge- Betrag geschädigt worden. Die Gesellschaft verklagte den Steuerhausindustriellen Bevölkerung Sachsens. Jeht hat die eine bent. Alles in bie Statistik der Selbstmorde wieder eine rückläufige Tendenz licher Ordnung fand nicht statt. Wenn troydem ziem fompetenz. Früher neigte man schon dem Antrage auf Berück Ruhe Ordnung und sich ging, Die Verschlechterung unserer sozialen Ver- dies der geschickten Vorbereitung und der flugen Aufstellung Bestimmungen berechtigt sei. ist sichtigung zu, da die Forderung der Gesellschaft nach gesetzlichen hältnisse läßt die Zahl der Selbstmorde wieder gewaltig an der Redner und Wortführer, deren nicht Viele waren, Reg.- Kom. Geh. Reg.- Rath Rauschning erklärt, daß der schwellen. Daß nur radikale Besserung unserer sozialen Ver- durch Cipriani zuzuschreiben. Am zweiten Tage waren schon Bundesrath sich auf den angedeuteten Beschluß des Reichstags hältnisse die Selbstmorde oder wenigstens den größten Theil nach etwa zwei Stunden die eigentlichen Redeverhandlungen er abermals mit der Sache befaßt habe, sei aber zu keinem anderen Derselben aus der Welt schaffen kann, versteht sich für jeden schöpft und beendet und es fand die Abstimmung über die Be- Resultat gekommen. Redner findet auch in dem neuen Moment Denkenden von selbst. Wir überlassen es alten Tugendbolden, schlüsse statt, die meist als einstimmig angenommen erklärt der Petition keinen Grund, die Angelegenheit anders zu bewie den Redakteuren der„ Leipz. Ztg.", die große Zahl der wurden; Selbstmorde auf den Mangel an Charakterfestigkeit zurückDie drei Hauptbeschlüsse des Kongresses find: Abg. Goldschmidt: Unter dem ueu beigefügten Prozuführen. Schnell fertig mit dem Urtheil ist die zahlungsZuerst ein Beschluß der sich gegen die„ legalitären"( gesetz- tokoll befindet sich zur Bestätigung die Unterschrift eines hohen fähige Moral.mäßigen) Sozialisten, das ist gegen Costa und seine Richtung Beamten. Wenn der Anspruch sich auf die Unsicherheit stüße, die thatsächlich in der Verrechnung liege, dann müsse man zu seinem wendet, dahin lautend: Oberst Künzli, der schweizerische BundesDie Sozialrevolutionäre, welche welche zu diesem Kongreß Antrage kommen. kommissär für den Kanton Tessin hat um zuſammengetreten sind, bedauern die ganz ungerechtfertigte Abg. Grumbt stimmt dem Referenten zu; ebenso die AbEnthebung von seiner Stelle angesucht. Sein diesem Kongreß eingeladen waren, Abwesenheit der parlamentarischen Sozialisten, welche zugeordneten Scipio und Münch. Die Kommission beschließt, mittelst schriftlichen Bericht beim Ziel, das friedliche Nebeneinanderleben der ultramontanen wendig deren Hiersein nothund liberalen Tessiner zu erreichen, hat er, wie die Wahlen wäre. für den Sozialismus vortheilhaft gewesen Reichstag zu beantragen, die Petition dem Reichskanzler zur BeSie erklären aber, daß diese Abwesenheit das rücksichtigung zu überweisen. zum Verfassungsrath bewiesen haben, nicht erreicht.- Wert der Vereinigung unter allen wirklichen Sozialrevolutionären In Belgien wird eine große Voltsbewegung gresses bildet. Italiens nicht hindern soll, welches den Hauptzweck dieses Konzu Gunsten des allgemeinen Wahlrechts inszenirt. 100 Versammlungen sollen von den Radikalen Programm: 3weiter Beschluß: Der Kongreß erklärt als sein und Sozialisten in nächster Beit abgehalten werden. Stehen auch heute die Aussichten für die Verfassungsreform nicht gut, so müssen doch die liberalen und ultramontanen Gegner derselben fürchten, daß ihr Widerstand und sie selbst mit ihm eines schönen Tages hinweggefegt werden. Verhältnisse für die arbeitende Klasse die Zahl der Selbst bekannten Anarchisten war anwesend Malatesta( dieser weil ge Roheifen- Zoll im Betrag von 140 000. angenommen. und vor fo 1. Die Verwerfung des Begriffes: individuelles Eigenthum und damit zugleich die Verwerfung des Begriffes: Staat; denn beides ist der Grund und die Quelle aller Vorrechte und Ungleichheit. Als handeln. Eine Anzahl Petitionen, Zoll auf Strohpappe, auf tupferne Walzen für Rattundruck zc. betreffend, werden auf Antrag des Referenten Scipio dem Reichstag durch mündliche Berichterstattung revision, welche im Gange ist, durch spezielle Stellungnahme der auf Uebergang zur Tagesordnung zu empfehlen, damit die Zollgiebt sich, daß die Zolltarife immer verwickelter geworden sind Kommission nicht beeinflußt werde. Aus den Verhandlungen er und ein für den Ginzelnen faum übersichtliches System der Besteuerung herbeigeführt haben, daß zu den größten UnzuträglichFaschinenreisig betreffend, wird dem Plenum zugewiesen mit dem teiten Anlaß giebt. Gine Petition, Aufhebung des Zolles auf Antrage, die Petition dem Reichstanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. Nächste Sigung morgen 10 Uhr. な 2. Der Kongreß hält die Schaffung einer Art von Organisation nothwendig, in welcher alle Produktion und Kon Die französische Polizei fährt fort, die Handlangerin fumtion zur Sache der Allgemeinheit gemacht werde. der russischen zu machen. Wie wir aus der neuesten Mittel zur Erfüllung dieser Organisation empfiehlt der " Bataille" ersehen, die gleich der„ Justice" unseren Rongreß die Propaganda in allen revolutionären Formen, betreffend- wird dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überDie Petitionen- Verringerung des Zolles auf Reifenstäbe französischen Parteigenossen in dem Kampf gegen die Verarbeiterbewegung und die revolutionare Initiative. die Theilnahme an allen Aeußerungen und Erscheinungen der wiesen. russung Frankreichs tapfer zur Seite steht, hat die Eine Reihe Gemeinden aus dem bayerischen Walde beanDritter Beschluß: Pariser Polizei dieser Tage bei einer russischen Dame, tragen zollfreie Einfuhr von Zugochfen. Diese Petitionen sollen Madame Bartaneff, eine Haussuchung mit brutalster Wahlkampf jeglicher Art In Erwägung, daß die sozial- revolutionäre Partei aus dem ebenfalls dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen Rücksichtslosigkeit vorgenommen, und Madame Bartaneff werden. Parlaments- und Kommunal- Wahlen wurde einem Verhör unterworfen, in dessen Verlauf es sich her- teinen anderen Vortheil für die Sache der Revolution ziehen kann, ausstellte, daß sie deshalb verdächtig sei, weil die russische als den der Propaganda, daß eine Propaganda aber durch Wahl- Die Wahlprüfungskommission erklärte in ihrer gefirigen Polizei ihren Namen in einem Notizbuch Mendelsohn's ge- enthaltung beffer erreicht wird, Sigung die Wahl des Abgeordneten Freiherrn von Friesen funden habe. Mendelsohn's Notizbuch war aber von der Gesetzgebern und Verwaltungsbehörden nur dazu dient, das Wahl des Abgeordneten von Jagow( 1. Potsdam) wurde ausin Erwägung ferner, daß die Theilnahme an der Wahl von( Meißen- Großenhain) für giltig. Die Entscheidung über die französischen Polizei konfiszirt ber russischen ausgeliefert worden. ist also von dieser Boll und die Arbeiter von dem allein zum Ziele führenden Wege gesegt, bis das Ergebnis der beschlossenen Erhebungen eingegangen Schließlich wurde Madame Bartaneff, die beiläufig macht und das Ansehen der Regierung erhöht und den Wider Bangemeister( Gotha) konnten wegen Beginn der Plenar- Sigung der Revolution abzuwenden, da jede Wahlbetheiligung die find. Die Verhandlungen über die Wahl des Abgeordneten nie eine politische Thätigkeit entfaltet hat, gegen ihren stand gegen die Grundsäße des revolutionären Sozialismus ver- nicht zu Ende geführt werden. Die nächste Sigung findet am Willen photographirt natürlich für die russische stärkt, daß diefe Theilnahme an der Wahl endlich unnüßen Ver- Montag statt. ¡ Polizei! Das ist ja infam! - türlich für die brauch besser verwendbarer Kraft und Thätigkeit verursacht und Zwietracht und Korruption unter den Parteien, auch der soziaKrankenkassen- Kommission. Referent der KrankenkassenDie Schädigung des Geschäfts durch die Halsstarrig- listischen Richtung, hervorruft, beschließt der Kongreß die voll- Kommission ist nicht, wie es in der gestrigen Nummer des Vorkeit und Geldgier der schottischen Eisenbahn- Gesell- kommene Wahlenthaltung und ladet die gleichgesinnten. Genossen wärts" heißt, Graf Mirbach, sondern Merbach. In der schaft ist so groß, daß die Handelskammern sich ins Mittel ein, während der Wahlkämpfe nur antiparlamentarische sozialistische geftrigen Sitzung stellte der Abg. Hirsch den Antrag, in§ 3 a den ( legen und die Fabrikanten und Grubenbefizer sich hinter die Nuglosigkeit von gefeßlichen Reformen und Umwandlungen das Recht haben, die Leistungsfähigkeit der Arbeitgeber, welche legen und die Fabrikanten und Grubenbesitzer sich hinter Propaganda zu treiben, den Stimmenstreit" auszurufen, Baffus zu streichen, in welchem verlangt wird, daß die Behörden den Mayor( Bürgermeister) von Edingburgh und andere an offen zu erklärent, von Reformen, welche nur erfonnen werden, ihre Arbeiter nicht versichern lassen, zu untersuchen. Der Antrag gesehene Persönlichkeiten gesteckt haben, um die Direktoren zum Nachgeben zu veranlassen. Bis jetzt der Revolution abzuwenden, die allein alle wahren Verbesserungen um das Volk in Schlaf einzuwiegen und von der großen Sache wurde abgelehnt. haben sich dieselben gesträubt, da jedoch der jezige schaffen wird. Bei 8b wurde ein Antrag Rardorff angenommen, nach Zustand unmöglich mehr lange dauern kann, und welchem auch Dienstboten von der Versicherungspflicht befreit Die sozialistischen Abgeordneten fordert der Kongreß auf, an werden, wenn die Arbeitgeber fich verpflichten, für die während eine Besiegung der Streifenden nicht mehr den gefeßgebenden Arbeiten nicht weiter Theil zu nehmen, viel der Dauer des Dienstverhältnisses eintretenden Erkrankungsfälle, zu denken ist, so wird aller Voraussicht nach schon in nächster mehr ihre Eisenbahn- Freibillets. einzig zu dem Zwecke zu befreie Kur und Verpflegung in einem Krankenhause zu ge Beit eine Beilegung des Streifs erfolgen. mugen, unverfälschte, sozialrevolutionäre Propaganda zu machen. währen. Die Ungeschicklichkeit der Erfazbeamten, die inzwischen neten, welche wahre revolutionäre Sozialisten sind, auf jedes eingeschriebenen Hilfskaffen handelt, um mit dem§ 75 zusammen Nach Ablauf der jezigen Wahlperiode aber sollen die Abgeord- Von§ 4 wurde der Theil zurückgestellt, welcher von den eingestellt worden sind, hat bereits mehrere Eisenbahn fünftige Mandat verzichten und in die Reihen der Revolutionäre verhandelt zu werden. Gine längere Debatte rief ein Antrag Unglücksfälle verursacht. Wie der„ Daily Chronicle" zurückkehren, um allein für die Sache der Revolution zu hervor, der dahin geht, den lehten Sah des Abs. 2 zu streichen. schreibt:„ Eisenbahn- Kondukteure und Maschinisten lassen kämpfen. sich nicht aus dem Aermel schütteln." vertagt. Eine Abstimmung fand nicht statt, sondern wurde bis morgen Da ant man uns aus Mailand: " Antwort wird nicht ertheilt. Dies im Wesentlichen die Beschlüsse des Kongresses. Beim Ueber den Kongres der Sozialrevolutionäre Greifbares, vont fester Gestaltung, sei es im Ziel oder in der aufmerksamen Verfolgen wird der Leser finden, daß irgend etwas und Anarchisten in Capolago im Tessin schreibt Propaganda, in den Mitteln zum Ziel, nicht angegeben und vorgeführt wird. An Stelle dessen wird jedem Arbeiter die ungeVertreter aller Schulen des Sozialismus in Die Einladung zum Kongreß war ausgeschrieben für die heure Häufung und Wiederholung der Worte„ revolutionär" und Briefkaffen der Redaktion. " Revolution" aufgefallen sein. Man kann in Wahrheit von den Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Italien". Da aber sehr bald bekannt wurde und von vorn Anarchisten Italiens sagen: Wo Begriffe fehlen, da stellt ein herein ſeſtſtand, daß der Gedanke und die Art und Weise der Wort, hier, Revolution" und„ revolutionär", sich ein." Busammenkunft( Verlegung des Kongreßortes ins Ausland, Angabe eines späteren Termins zur Irreführung der Polizei) im Der Judianerkrieg in den Vereinigten Staaten scheint Gegensatze zu den Beſchlüſſen des letzten Sozialistentongresses in zu Ende zu gehen. Hunger und Glend, Mangel an Munition Ravenna, ausschließlich von anarchistischen Gruppen ausging, so und die Aussichtslosigkeit des Kampfes haben dazu geführt. hatten es alle bekannteren Sozialisten Italiens, wie die Ab Die Ursachen des Krieges sind ein Schandmal für die große geordneten Costa, Colajanni, Prampolini, ferner Pietro Casilli Republik und auch der Sieg bringt den Staatsmännern ( Neapel) und Filippo Turati in Maland, abgelehnt, einen solchen jenseits des Oceans keine Lorbeeren. Rongreß anzuerkennen und an ihm Theil zu nehmen. Abgeordneten war nur Samicar Cipriani erschienen. Von Magdeburg. Arbeitslosenversammlung. Besten Dank für die besondere Uebersendung der Nummern mit dem Berichte über die Versammlung. Raummangel hindert uns unserer kurzen Korrespondenz über die Versammlung noch mehr hinzuzufügen. sperrten Arbeiter abgeschickt. Seidensticker Jägerstr.: am BierE. M. Wilschke 100 m. laut Postschein für die ausgeich 2,10, G. Teizelle 3, S.. 1, d. Bons: Wiemer 6, Ewald 6, Pomrente 20, Röhr 17, Web 10, Lofinsti 11,50, Reßner 17, Geschnert, Preßkohle, Admiralstr. 21: 5,10, Sponheim am BierStepniak ist jetzt in den Vereinigten Staaten von tisch 1,50, 100,20 wt., ab Porto 0,20. Der Kongreß war in den öffentlichen Blättern seit einer Nordamerika, um im Auftrage einer britischen Gesellschaft Briefkasten der Expedition. Woche vorher auf den 11. Januar für Lugano angekündigt, am 50 Vorträge über die Zustände in Rußland zu halten. In 4. Januar sollte eine Vorversammlung zu Chiasso stattfinden. Nezbaud, Seestraße. Ihre Beschwerde kann nur dann BeIn der That aber wurde der wirkliche Kongres in den Tagen einer kurzen Ansprache, die beim Betreten amerikanischen rücksichtigung finden, wenn Sie uns den Namen Ihres Spediteurs des 4., 5. und 6. Januar in dem kleinen an der Südostbucht des Bodens an ihn gerichtet wurde, hieß es, daß der Enthusias angeben, derfelbe muß auf der Abonnements Quittung verLuganer Sees gelegenen Städtchen Capolago abgehalten und mus für die gerechte Sache, welche er vertrete, täglich in merkt sein. Theater. Freitag, den 15. Januar. Opernhaus. Coppelia. Schauspielhaus. Das goldene Vließ. Leffing- Theater. Der Fall Clé menceau. Berliner Theater. In der Mark. Exzellenz. Deutsches Theater. Die Kinder der Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner- Theater. Talmi. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Mein Freund Lehmann. Ostend Theater. Verfehmt. Don Juans. Adolph Ernst- Theater. Unsere Thomas- Theater. Der Soldatenfreund. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenGebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Circus Renz. Bekanntmachung! Karlstraße. Freitag, den 16. Januar 1891, Abends 7 Uhr: Invaliditäts- u. Zum lezten Male:„ Im dunklen Alters- Versicherung. Arbeiter Bildungs- Schule. In der Versammlung bei Lips hat sich eine so große Erdtheil"( Einnahme von Bagamoyo). Auf Grund des§ 3 Abs. 3 des In- Anzahl von Personen( über 1000) durch Einschreiben Große equeftrische Original- Pantomime, validitäts- und Altersversicherungs- Ge- bereit erklärt, Mitglieder der ,, Arbeiter- Bildungs- Schule" dem afrikanischen Leben entnommen, setzes hat der Bundesrath am 27. Noarrang. u. in Szene gesetzt v. Direktor vember 1890 darüber Beschluß gefaßt, zu werden, daß es unthunlich ist, dieselben schriftlich zu E. Renz. Außerdem: Bal et Concert in welchen Fällen vorübergehende benachrichtigen. hippique mit 8 arab. Schimmelhengsten, Dienstleistungen als eine die Verdress. u. vorgef. v. Herrn Franz Renz. ficherungspflicht begründende Beschäf- Die Betreffenden, sowie alle anderen Männer und Auftreten der Schulreiterin Mm. Vidal. tigung nicht anzusehen sind. Mr. William als Czikos mit seinen vier Hiernach ſind insbesondere Aufwärter, Frauen, welche Mitglied werden und dieses BildungsPferde v. d. Gebr. Briatore. Auftreten demselben Tage in verschiedenen Sie Mitgliedskarte an einer der nachstehenden Zahlstellen drefsirten Pferden. Drei Athleten zu Aufwärterinnen u. f. w., welche an werk unterstützen wollen, werden daher hiermit ersucht, Clarke und Mr. Rodgers. Grand Lurzer Dauer verrichten, z. B. das Rei gegen Entrichtung des ersten Monatsbeitrags von mintravail en vitesse par Mlle. Adèle. nigen der Wohnungen und Kleider bei bestens 25 Pfg. recht bald in Empfang zu nehmen. Mr. B. Fillis als Jockeyreiter ersten verschiedenen Arbeitgebern derart überRanges. Komische Entrees und Inter- nehmen, daß sie zwar täglich bei jedem Die konstituirende Versammlung( nur für Mitglieder) mezzos v. sämmtl. Klowns. Morgen, einzelnen dieser Arbeitgeber, bei jedem Sonnabend: Benefiz für Geschwister aber nur für furze, oft auf Bruch- findet binnen Kurzem statt. der Künstler Spezialitäten Mr. J. F. Häusern niedere häusliche Dinge von M Hager. Sonntag: 2 Borstellungen. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: theile von Stunden bemessene Zeit die ihnen zugefallene Hausarbeit verrichten und in diesem Sinne von Haus zu Haus geben", von der Versicherungspflicht befreit; dagegen ist z. B. eine für einen ganzen Tag in einem Haushalt beschäftigte Scheuerfrau versicherungspflichtig. Ferner begründen die VersicherungsGroße Vorstellung pflicht nicht gelegentliche, oder zwar mit neuem, vorzüglich gewähltem ProDirektion: C. Andress, Alexander- gramm. straße 27c. Zum Schluß der Vorstellung: Clara Conrad, Lieder- und Walzer- Circus unter Wasser. Jenny Reimann, Roſtüm- Soubrette. Eine ländl. Hochzeit, Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sensationelle Wallerpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen Abend: Große Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. Sonntag, den 18. Januar 1891: Zwei große Vorstellungen. Nachmit tags 3/2 Uhr und Abends 7/2 Uhr. In beiden Vorstellungen: Circus unter Waffer. Etablissement Buggenhagen Große Versammlung am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 Bratw F. Müller. des 145 Vereins Vereins der Einsezer( Tischler) regelmäßige, aber geringfügige Arbeiten solcher Personen, welche berufsmäßig Lohnarbeit überhaupt nicht verB. Werbetreiben on ſelbſtändigen Geoder Beamten, die nebenher gegen ein geringfügiges, zum ebensunterhalt nicht ausreichendes und zu den Versicherungsbeiträgen nicht in entsprechendem Verhältniß stehendes Entgelt Dienste als Portiers, Vereinsboten, Logenschließer und dergl. verrichten, von Ehefrauen oder Wittwen, die gewöhnlich nur im eigenen Haushalt thätig sind und nebenher täglich auf kurze Zeit gegen ein derartiges geringes Entgelt Beitungen austragen. Berufsarbeiter, welche in einem ständigen Arbeitsverhältniß Zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, nebenger aber( etwa im Niebenberuf), ohne ihr ständiges Arbeitsverhältnik zu unterbrechen, einzelne Dienſte gelegentlich oder regelmäßig verrichten, Berlins und Umgegend sind hinsichtlich dieser Dienste von am Sonntag, den 18. Januar, der Versicherungspflicht gleichfalls beVormittags 101/2 Uhr, bei Rällig, Neue Friedrichstraße 44. Dann, wenn sie in der Kalenderwoche freit, so daß für diese Nebenarbeit Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. zuerst verrichtet wird, von dem be Megner über: Alters- und Invaliden- treffenden Arbeitgeber Beiträge nicht versicherungs- Gefeß. 2. Verschiedenes. zu entrichten, find(§ 100 Abs. 2 des 3. Fragefajten. Gäste sind willkommen. Gesetzes). Hierher gehört z. B. ein in C. Bahlstellen: Kuhlmey, Rosenstr. 30. Vogtherr, Landsbergerstr. 64, N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Hasenclever, Chausseestr. 49/50, Kleinau, Gartenstr. 74. Lehmann, Brunnenstr. 83. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. NO. Gumpel, Barnimſtr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 16, Voss, Birkenstr. 59. S. Haugk, Boeckhstr. 12. Börner, Ritterstr. 118. Gründel, Dresdenerstr. 116. Langner, Stallschreiberstr. 26, Klein, Rottbufer Damm 14. SO. Schmidt, Wrangelstr. 141. Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelftr. 84. Tutzauer, Röpenickerstr. 25. Zubeil, Naunynſtr. 86. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Wilschke, Junkerstr. 1. Razzbachstr. 1, 0. 19 A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Heindorf, Langeftr. 70.. Höhne, Eldenaerstr. 2. Tempel, Breslauerstr. 27. W. Hämmerling, Bülowstr. 59. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11. Große öffentliche 103 Volks- Versammlung weil'sche Bierhallen Mitglieder werden aufgenommen, daß Beschäftigung stehender Geſelle oder alle Mann am Blaße sind, ist Pflicht Gehilfe, der in den Abendstunden als im Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Verguigungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. Spezialitäten Vorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. heute, Freitag, den 16. Januar, Abends 8 Uhr, großen Saale der Brauerei„ Tivoli". Tages Ordnung: jedes einzelnen Mitgl. Der Vorstand. Vereinsbote und dergl. fungirt, ein Der Arbeitsnachweis des Vereins der Schreiber, welcher außerhalb seiner Einsetzer( Tischler) Berlins u. Umg. Dienſtſtunden täglich noch kurze Zeit Bebel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. bef. sieh Pallisadenstr. 61 b. Hrn. Krohne. an einer anderen Stelle schreibt. 1. Die Lebensmittelzölle, Referent Reichstags- Abgeordneter August Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. NB.: Es wird dringend ersucht, vor Eintritt in den Saal baz Filiale II der Allg. Kranken- Berufsarbeit darin besteht, daß sie bei Rauchen einzustellen. Dagegen sind Berufsarbeiter, deren u. Sterbekasse der Metall- verschiedenen Arbeitgebern wecharbeiter( E. H. 29) u. Zentral- felbe Dienste verrichten( Arbeitsleute, Zentral- agearbeiter) nach wie vor versiche kasse Vulkan ( E. H. 89, Hamburg). Sonntag, den 18. Jan., Vorm. 10 Uhr, Versammlung bei Möwes, Fichtestraße Nr. 29. T.- D.: Kassenbericht; Wahl eines Revisors; Wahl eines Mitgliedes zur Sanitätskommiffion; Abrechnung vom Vergnügen; Verschiedenes. Die Mit reich zu erscheinen. glieder werden aufgefordert, recht zahl228 rungspflichtig, ebenso solche zeitweise beschäftigungslose sonstige Berufsarbeiter, die eine nur vorübergehende Beschäftigung von noch so kurzer Dauer, wie z. B. Schneeschippen, Rohlenabtragen, annehmen. Der Vertrauensmann. 886 Große öffentliche Volksversammlung in Friedrichshagen am 17. d. M., Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Richter ( Eiskeller). Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Selbständige Dienstmänner, Kofferträger, Fremdenführer, Stiefelpuyer, Lohndiener, Friseusen und ähnliche Ge- 334 werbetreibende, welche aus der Leiſtung persönlicher vorübergehender Dienste bei verschiedenen Personen ein selbständiges, für eigene Rechnung betriebenes Gewerbe machen, unterliegen als Unterbetriebes der Versicherungspflicht nicht. General- Versammlung nehmer eines selbständigen Gewerbedes Verbandes Fachverein d. Tischler Sonnabend, den 17. Januar, deutscher Zimmerleute Berlins Blätterinnen( Büglerinnen), Schnei in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips) Sonntag, den 18. Januar, Vormittags Punkt 10 Uhr, bei Orschel, Sebastianstraße Nr. 39. Tagesordnung: 1. Vortrag über das Alters- und Invalidenversicherungs- Gesetz. Referent: W. Werner. 2. Regelung unserer Agitation. Der wichtigen Tagesoronung wegen scheinen. derinnen oder Näherinnen Wäsche oder Kleidungsstücke bearbeiten oder herstellen, sind, sofern sie diese Arbeiten in den Wohnungen ihrer Kunden verrichten( von Haus zu Haus geben) und nicht regelmäßig wenigstens einen Lohnarbeiter beschäftigen, versiche rungspflichtig. Wir machen schließlich noch darauf Großer Wiener Masken- Ball. Billets find auf den Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Her zu haben: 144 Apelt, Sebastianstr. 27/28; Glocke, Lausitzersir. 52, 3 Tr.; Wiedeman ist es Pflicht jedes Mitgliedes, zu er- aufmerksam, daß nach§ 100 Abs. 2 Wendenstraße 2, vorn 4 Tr.; Mende, Wienerstr. 37, vorn 2 Tr.; Wichert Der Vorstand.( 351 des Gesetzes, falls die Beschäftigung straße 9, Quergeb. 3 Tr.; Ahrens, Rottbuserstr. 6a, v. 4 Tr.; Schulz, Brize Grimmstr. 38, v. i. Keller; Fest, Stallschreiberstr. 43a; Monien, Kreuzberg nicht während der ganzen Kalender Straße 42, v. Berliner Kranken- und woche bei demselben Arbeitgeber statt- traße 42, v. 4 Tr.; Miefe, Adalbertstr. 9, vorn 4 Tr.; Haberland, Reiche findet, von demjenigen Arbeitgeber, bergerstraße 161, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36, Hof 4 Tr.; Rambo welcher den Versicherten in der mit Dieffenbachstr. 70, vorn 2 Tr. bei Mehnke; Polengowski, 3offenerstr. Entree50Pf. Kinder 25 Pf. Begräbnißkasse für Frauen und dem Montag beginnenden Kalender v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Kaiser- Panorama. Passage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 2. Wanderung d. Rußland. 1. Cycl. Pariser Weltausstellung. Hertha- Reise. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mt. A Möbel, Spiegel, und Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Mädchen.( E. 5. 97.) Sonntag, den 24. Januar 1891, Nachmittags 42 Uhr, Generalversammlung in Feuersteins Lokal, Alte Jakobstr.75 Tagesordning: 1. Kassenbericht pro 1890. 2. Statutenänderung. 3. Wahl des Gesammtvorstandes und Ausschusses. 4. Rassenangelegenheiten. 152 Alle Mitglieder sind hierzu eingeladen. Friedr. Freudenreich, Otto Koppen, Vorsitzender. Kassirer. Männer- Gesangverein woche zuerst beschäftigt, der volle Wochenbeitrag zu entrichten ist. Berlin, den 7. Januar 1891. 40 bei Walther; Recke, Frobenstr. 18, Hof 3 Tr. bei Schirmer; Boian, Wiener Berlinerstr. 114, 1 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105, Hof Quergeb. 2 Tt; J. Theurich, Chausseestraße 76, v. 4 Tr.; Benschneider, Sorauerstr. 27; Rofen Invaliditäts- u. Alters- Versiche- feld( Neu- Weißensee), Langhansstr. 100; E. Peters, Tresckowstr. 29a; Häuslet, Schulstr. 51; Bogasch, Friedenstraße 89, 3 Tr.; Hein( Neu- Weißenfee), Char lottenstraße Nr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof I. 2 Tr.; Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brigerstr. 40; Stens, Görligerstr. 71; Grunert, Man Eberty. Mugdan. Dr. Freund. teuffeljtr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerftr. 18 rungsanstalt Berlin. Der Vorstand. Gewerbe Deputation des Magistrats. 54 L J. V. Hübner. Achtung! Sangesbrüder und Genossen! 156 Der Gesangverein Männerchor St. Urban( Mitgl. d. Arb.- Sängerb.) hat Sonnabend, d. 17. Jan., humori ,, Senefelder tischen Berliner Maskenball im Lokale Sonntag, den 18. Januar, früh 8 Uhr, Leseklub ,, Heine", Großer Wiener Maskenball Während der Kaffeepause Tempelhof. am 17. Januar d. Js., in der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg. Gesangsvorträge vom Verein ,, Harmonie", ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Anfang& Uhr. Billet 50 Pfg. Sängerfahrt nach Heiligenfee. Genossen sowie früh. Mitgl., welche e. Herren W. Grube, Bellealliancestr. 54, A. Helterhof, Arnoftr. 31, Schid Billets find außer in den mit Plakaten belegten Handlungen noch bei den Trefpunkt Weddingpark, Müller: straße 178. Kollegen sind hierd. eingel.[ 77 „ Süd- Ost", Waldemarstr. 75, 1. ladet hierzu alle Sangesbrüder, Freunde u. urgemüthl. Abend verl. möcht., erg. zu dems. ein. Billetverk. siehe redakt. Th. Tempelhof, Dorfstr. 31, zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet 209 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Das Komitee. Hierzu zwei Beilagen 44 ert 40 er et, 16, 18. rt f. ไต้, st de 36 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. je n Ur. 13. It d HALECOS = t, It t= t. r) 03 Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 16. Januar 1891. 8. Jahrg. nur können, daß der Brotpreis mit dem Roggenpreis irgendwie im Bodens und dem Besitzer desselben. Die eigentlichen Zölle Zusammenhang sich befindet.( Sehr richtig! im Zentrum und interessiren nur den Besitzer, nicht den eigentlichen Bebauer des rechts.) Was nun die Sperre anbetrifft, die die Fleischpreise so Bodens. Nehmen Sie einen in Berlin an der Börse reich gegesteigert haben soll, so verkenne ich nicht, daß in den östlichen wordenen Bankier, der vielleicht nicht einmal Hafer von 44. Sigung vom 15. Januar, 1 Uhr. Grenzdistrikten durch die Plöglichkeit der Maßregel eine ent- Gerste unterscheiden kann, in den Besitz von Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Malzahn, sprechende Wirkung nicht ausgeblieben ist. Der Kleine Landwirth mehreren Rittergütern gesezt hat, die er dann verpachtet. b. Heyden u. A. hat hier einen bedeutenden Vortheil gehabt, indem er annehm Fit ein solcher Mann der Repräsentant des landwirthschaftlichen Auf Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission( Bericht- bare Preise für sein Vich erhielt. In den westlichen Distrikten Gewerbes? Nein! Nehmen Sie einen Mann, der das landwirtherstatter Abg. v. Unruhe- Bom st) beschließt das Haus, die speziell an der holländischen Grenze sind die Fleischpreise aber schaftliche Gewerbe von Grund aus versteht, aber das Malheur beantragte Genehmigung zur Einleitung des Strafverfahrens nach wie vor niedriger als in Holland, wo so gut wie gar keine gehabt hat, daß kein Rittergut an seiner Wiege stand. Glauben gegen den Abg. Joest wegen Beamtenbeleidigung während der Bölle und keine Sperre besteht. In dem deutschen Kempen find die Sie, daß ein solcher Mann ein Interesse daran hat, recht hohe Dauer der Session nicht zu ertheilen. Preise für das Pfund Rindfleisch, Kalbfleisch und auch Hammelfleisch Pachtpreise zu zahlen? Er fann nur daran Interesse haben, seine Es folgt dann die Fortsetzung der Berathung der Anträge immer um 3-5 Pf. niedriger, als in dem holländischen Venloo Kenntnisse möglichst produktiv zu verwerthen und nicht durch die Auer und Richter, betreffend Aufhebung bezw. Ermäßigung der( 65 gegen 68 bis 70 Pi.), dazu wird in Holland in großen Gesetzgebung gezwungen zu sein, unnatürlich hohe Pachtpreise zu Getreidezölle, und der zu diesem Gegenstände eingegangenen Massen amerikanisches Fleisch konsumirt. Trotz der strengsten zahlen. Der e gentliche Zweck der agrarischeu Zölle liegt nur in Petitionen. Kontrolle, trotz aller Ursprungszeugnisse, die von deutscher Seite der Steigerung des Werthes von Grund und Boden. Im NoAbg. Scipio berichtet als Referent der Petitionskommission verlangt werden, sind 99 pCt. des Species, der als holländischer vember 1884 erklärte der damalige Staatssekretär v. Burchard über die Petition des Posamentierwaaren- Händlers Lange in Speck zu uns kommt, amerikanischen Ursprungs. Die Stimmung unter dem lauten Beifall der Rechten: wenn die Getreidezölle Arnsberg( Erzgebirge) und Genossen, in welcher ausgeführt wird, der rheinischen Landbevölkerung ist den allerdings unkontrolir- das erfüllen, was sie sollen, werden sie den Preis von Grund daß sie hauptsächlich in der Hausindustrie beschäftigt werden und baren Gerüchten, die über die deutsch= österreichischen Verhand- und Boden steigern. Daraus geht doch hervor, daß dem mit durch die infolge der Zollpolitit vertheuerten Lebensmittel im lungen durch die Zeitungen gehen, keineswegs günstig, 213 1885 den besten Kenntnissen ausgestatteten Manne, der nicht Besitzer Nachtheil gegenüber den industriellen Arbeitern jenseits der böh- der bekannte internationale Kongreß in Pest zuerst den Gedanken ist, der Erwerb erschwert wird, und daß dem eigentlichen Gewerbe die agrarischen Zölle mischen Grenze sich befänden. In Böhmen könnten die Arbeiter infolge eines schutzöllnerischen Bündnisses zwischen Desterreich und landwirthschaftlichen billigerer Lebensmittel zu niedrigeren Löhnen arbeiten, was zur Deutschland proklamirte, griff man auch in unseren Gegenden schädlich sind. Wenn die Interessen in einer Person vereinigt Folge hätte, daß sie den Erport an sich rissen. Die Petenten den Gedanken mit großer Sympathie auf, weil man wie in poli- sind, täuscht sich eben der Intereffent über den Zweck der Zölle. bitten un Ermäßigung der Zölle auf Vieh, Holz und Korn, Auf- tischer, so auch in wirthschaftlicher Beziehung ein mittel- Je größer die Arbeit ist, die ein Landwirth auf seinen Boden hebung der Zudermaterialste..er und Beseitigung der Privilegien europäisches Defensivbündniß für heilsam hielt. Bei den Nach- verwendet, je mehr schädigen ihn die Zölle, je größer muß sein der Brenner bei der Verbrauchsatgabe für Branntwein. Die richten, die jetzt über die Verhandlungen mit Desterreich Interesse an der Aufhebung der Zölle sein. Daraus ergiebt sich, Petitions fommission beantrage, da diese Petita sich mit dem verlautbaren, ist aber eine große Beunruhigung an die Stelle daß die Auffassung, als ob der Getreidezoll der Erhaltung des Antrag Richter deckten, die Petitionen durch die Besalußsaffung der Sympathie getreten. Man will in der rheinischen Be- fleinen Grundbesitzes nützlich sei, eine grundfalsche ist.( Wider= über den Antrag Richter für erledigt zu erklären. völkerung unter feinen Umständen ein Aufgeben der jetzigen spruch rechts.) Man hat nun in den letzten Tagen vielfach darAbg. Wiffer( wildliberal) erklart den Antrag Auer für un Getreide und Viehzölle; die ganze westdeutsche Bevölkerung auf hingewiesen, es sei ja gar nicht wahr, daß hier überhaupt annehmbar, da derselbe die Lage einseitig beurtheile. Gleich denkt ebenso. Wenn aber jener Versuch gemacht werden sollte, eine Erhöhung der landwirthschaftlichen Produkte durch den Zoll wohl seien Abänderungen des Bolltarifs nothwendig und nur eine so bin ich nicht zweifelhaft, daß in der ganzen ländlichen Beeintrete. Herr von Helldorff hat sich zu meiner großen UeberFrage der Zeit. Die landwirthschaftlichen Zölle allein dürften nicht völkerung des Westens eine sturmartige Bewegung dagegen los raschung einen großen Theil dieser namentlich von Herrn von herabgesezt werden, sondern zugleich auch die Industriezölle. Der brechen würde. Die Sozialdemokraten allein werden das wohl Schalfcha vertretenen Anschauung angeeignet, indem er sagte, der Hauptgrund für den Niedergang der Landwirthschaft sei die über nicht begreiflich finden. Ihr Weizen, oder richtiger, ihr Unkraut Boll wird vom Auslande getragen, das ist eine Wahrheit, hand nehmende Ausbreitung des Großgrundbesitzes. Redner blüht nur auf dem Boden der Unzufriedenheit. An den in die kein volkswirthschaftlich denkender Mensch ableugnen polemifirt gegen die konservativen Redner und bestreitet die dustriellen Zöllen wollen sie nicht rütteln, weil sie sehr wohl| kann. Herr v. Helldorf liebt es, sich selbst gelegentlich zu Richtigkeit der Zahlenangaben des Avg. Lutz, so sei Frankreich wissen, daß durch diese die Löhne bessere geworden sind. Fallen attestiren, daß seine Anschauungen die volkswirthschaftlich allein durch die Schußzölle seit Ludwig XIV. verarmt, und Deutschland die Industriezölle, sinten die Arbeitslöhne, so werden alsbald alle haltbaren sind. Ich bin anderer Meinung, und er selbst hat sich werde es ebenso gehen. Im weiteren Verlauje protestirt Redner Arbeiter von der Sozialdemokratie abfallen. Bei den landwirthschaft mit seiner gestrigen Meinung in Widerspruch gesetzt mit einer dagegen, daß Fürst Bismarck als Einiger Deutschlands bezeichnet lichen Zöllen liegt die Sache insofern anders, als die Sozialdemo- Aeußerung aus dem Jahre 1887, wo er fagte: wenn in früheren werde, die Hohenzollern und das deutsche Volk seien die Urheber fratie unter den Landarbeitern Anhänger nicht hat.( Widerspruch Zeiten oft auch von unserer Seite ausgeführt worden ist, daß in der Einigung. Schließlich beantragt Redner, den Antrag Richter bei den Sozialdemokraten.) Sie wollen also zunächst unter diesen Wirklichkeit die Zölle gar keine Steigerung der Preise hervoran eine Kommission zu verweisen. Unzufriedenheit erregen, ein Landproletariat schaffen und deshalb rufen, so war das gewissermaßen ein Troft für schwache GeAbg. Born v. Bulach( tonservativer Elsasser) empfiehlt im der Landwirthschaft die Zölle versagen. Das ist die wirkliche Tendenz müther.( Heiterkeit links.) G3 fommt mir beinahe vor, als ob Namen der großen Mehrheit seiner Landsleute, den Zolltaris der sozialdemokratischen Agitatoren und alles Andere ist eitel sein Gemüth nun auch schon schwach geworden ist und er sich Wenn in der That unter der Einwirkung der unverändert zu lassen. Der Elsaß besize fast gar keinen Groß- Lug und Trug.( Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Gin felbst tröstet. Grundbesitz, aber gerade der Bauernitand verlange den Schutz, fürzlich in dem offiziellen Organ der sozialdemokratischen Partei agrarischen Zollpolitik die Preise bei uns in die Höhe gegangen welchen ihm nur die Zölle gewähren könnten, und wünsche, daß erschienener Aufruf spricht ganz für meine Ansicht. Die Sozial: find, wie Herr v. Helldorff zugiebt, dann fann er auf der andie Getreidezölle noch mehr erhöht werden möchten.( Hört! demokraten wollen die Unzufriedenen aus allen Ständen um sich deren Seite nicht davon sprechen, daß das Ausland unseren Zoll hört!) Die größere Stetigkeit der Kornpreise seit der Schußzzoll- versammeln, sie vertreten keinen Stand. Unser Interesse ist es, zahlt. Was heißt denn überhaupt, das Ausland zahlt unseren Politik habe die Lage der Elsässer Bauern sehr erheblich ver- die alten Berufsstände zu stärken. Wir können das nur, indem Boll? Wenn es einen Sinn haben soll, so kann es nur der sein, beſſert und letztere von den Märkten unabhängig gemacht. wir die wirthschaftlichen Interessen derselben stärken und kräftigen. daß man sagt, es wird durch die einseitigen Maßregeln unserer Gine Landwirthschaft ohne Getreidebau sei undenkbar, und In diesem Sinne bitte ich Sie, gegen die Anträge zu stimmen. Zollpolitik bewirkt, daß die Preise auf dem Weltmarkt zum die Künstler, welche immer von Viehzucht, Obstbau und der Beifall rechts.) Sinfen kommen, und das wirkt indirekt wieder auf uns zurück. gleichen sprächen, wüßten nicht, worum es sich handle. Wenn Abg. Barth( dfrs.): Von den Herren, die heute hier die Da aber trotz der Zollmaßregel eine Einschränkung im Konsum Der Vorredner behaupte, Frankreich sei verarmt, so müsse der- agrarischen Interessen vertheidigt haben, ist mir der interessanteste nicht eintritt, so hat das Ausland keine Veranlassung, überhaupt felbe in letzter Zeit wohl vergessen haben, die Zeitungen zu lesen der Abg. Zorn von Bulach, der mir als der richtige franzöfifche mit seinen Preisen so herunterzugehen, daß durch eine derartige ( Heiterkeit und Beifall rechts), er hätte lesen können, daß die An- Typus des Protektionismus erscheint. Der Grund dafür, daß Maßregel der Preis auf dem Weltmarkt gedrückt wird. Wenn leihe dort sechszehnmal überzeichnet ist. Allerdings gebe es bei der französische Liberalismus in seiner abgeschwächten Form aber thatsächlich durch diese schlechte Zollpolitik der Welt- Marktden jezigen Zuständen Güter, bei denen die Jagd mehr einbringe, schutzzöllnerisch, der deutsche aber freihändlerisch ist, liegt preis in unnatürlicher Weise heruntergedrückt würde, so würde als die Landwirthschaft. Frankreich schäme sich nicht, seine Land- darin, daß jener noch heute dieselbe Sorte ist, die unter der das nur ein neuer Schuldposten sein, der auf Ihr Konto geht, wirthe zu schützen, warum sollten wir es thun? Und in Frank- Regierung der Orleans in den dreißiger und vierziger Jahren denn damit würde eine Dero te auch auf dem Weltmarkt konreich sei es gerade die liberale Partei, die den kleinen Grund wahre Orgien der Schutzzoll Politit feierte. Das Wort statirt sein. Von Monat zu Monat bricht sich im Volfe die besiger schüße, während es bei uns gerade umgekehrt sei. Der enrichissez- vous war damals das Schlagwort jener liberalen Ueberzeugung Bahn, daß die protektionistische Gesetzgebung nichts fleine Blauer hat veahältnißmäßig eben solchen Vortheil von den Schutzöllner. Diese haben es fertig gebracht, daß die Orleans ist, als eine Besteuerung der inländischen nationalen Arbeit Zöllen, als der Großgrundbesitzer. Wer freilich gar nichts zu alsbald abgewirthschaftet wurden, und daß als die natürliche zu Gunsten des Kapitals, eine künstliche Begünstigung des Kaverkaufen hat, muß nich nach Arbeit umsehen.( Sehr richtig! Fruchtfolge der Cäsarismus entstand. Gerade diese Interessen- pitals sowohl im privilegirten Industriekapital, wie in dem prirechts.) Der Brotpreis stehe in teinem Verhältniß zum Zoll, so politik des französischen Liberalismus muß uns veranlassen, ähn- vilegirten Kapital der Landwirthschaft. Ich habe mich immer gesei in Gravelotte z. B. ersterer gegen die Freihandelszeit um liche Tendenzen fernzuhalten. Unser Liberalismus ist deshalb wundert, wenn von Seiten der Herren Großgrundbesitzer mit solchem 2 Pf. billiger geworden, und dies Beispiel steht daraus von dem französischen von Grund aus verschieden, und darauf Behagen das mobile Rapital angegriffen wurde. nicht vereinzelt da. Im Elsaß ist auch das Müllerei- Ge- sind wir stolz. Herr Zorn v. Bulach hat uns das volkswirth- denn nicht ein, daß das im Großgrundbesitz angelegte Kapital werbe unter feiner Bedingung geneigt, die Schutzölle fahren schaftliche Wunder vorgetragen, daß die Gemeinde von Grave- der sozialdemokratischen Kritik unendlich viel mehr Angriffspunkte zu lassen, weil diefelben es vom Zwischenhandel und der lotte durch die Zölle jährlich 8000 M. mehr Einnahme habe. bietet, als das movile Kapital? Die Sozialisten haben wohl Spekulation unabhängig gemacht haben. Redner bittet, beide Daß die Leute, die solche Mehreinnahmen haben, zufrieden find, Bedenken, das mobile Kapital in Kollektiveigenthum zu ver Anträge mit großer Majorität abzulehnen.( Lebhaftes Bravo! glaube ich gerne, aber iver bezahlt denn die 8000 M.? Darauf wandeln, bei dem Grundeigenthum braucht man nicht so rücksichtsist uns der Arg. Zorn v. Bulach die Antwort schuldig geblieben. poll zu sein, weil hier ganz andere Gründe der allgemeinen Wohlrechts.) Abg. von Komierowski( Pole) stimmt dem Vorredner Es kann doch nur Giner gewinnen, was der Andere verliert. fahrt mitsprechen. Ich selbst gehöre zu den entschiedensten Bedurchaus zu, und wird gleichfalls gegen die Anträge stimmen. Daß bei Paris große Jagdliebhaber in der Lage sind, außer kämpfern des Sozialismus.( Lachen rechts.) Gewiß, die Herren ( Bravo!) ordentlich große Strecken für das Jagdvergnügen zu pachten, der sozialdemokratischen Partei werden mir das bestätigen. den Bauern zu überlassen, glaube ich gern. Gerade weil ich ein entschiedener Vertreter des Privateigenthums Abg. Dillinger( Volkspartei) bestreitet dem Abg. Zorn von anstatt Bulach gegenüber die Richtigkeit der von ihm angeruhrten That- Die reichen Leute in Frankreich und speziell die Bankiers laffen bin, deshalb kann ich Ihre selbstmörderische protektionistische Politik sachen. Auch der Abg. v. Hornstein habe nicht das Hecht, im sich eben ihr Jagdvergnügen außerordentlich viel kosten, und jenes nicht unternüßen, denn durch nichts fönnen Sie so sehr dem Namen des badischen Bauernstandes zu sprechen, dessen Bedürfnisse Argument beweist nur, daß es in Paris viele Leute giebt, die Sozialismus in die Hände arbeiten, als dadurch, daß Sie weiter bereit sind, einen selbstgeschossenen Hasen etwa mit 100 Franken dieje Kapitalistenpolitik fortsetzen. Sie fön en und Wünsche er durchaus verkenne. Sozialismus wirksam nur bekämpfen, indem Sie Abg. v. Hönsbröch( 3.): Nach den Ausführungen des Abg. jährlich zu bezahlen. Ein Beweis, daß es der Landwirthschaft den Zorn v. Bulach begreise ich wirklich nicht, wie der Vorredner noch in Frankreich schlecht geht, ist dies gerade nicht. Der Abgeordn. Die gerechten Beschwerden der großen Masse des Volkes gün darstellen kann, als involvire der Kornzoll eine Be- von Helldorff hat gestern mit einem Gefühl von Befriedigung berücksichtigen, und, indem Sie eine derartige Zoll- und Steuergünstigung des Großgrundbesites.( Sehr richtig! rechts und im darauf hingewiesen, daß die Mehrheit des Hauses unsere Anträge politit ausgeben. G3 freut mich, daß ble verbündeten Mr. sentrum.) In or Broschüre des Dr. Kuhn vom Jahre nicht an die Budgetkommission verweisen, sondern sie einfach ab- gierungen, wie es scheint, nach dieser Richtung einen etwas ber ist gerade in Bezug auf Baden nachgewiesen, daß dort lehnen würde. Uns kann auch das recht sein, Unser Antrag anderen Standpunkt jetzt einzunehmen gesounen jind, als es The Grundbesig von 10 Settar relativ am meinen an dem bildet eben einen Theil des Programms einer vollſtändigen Zoll- unter dem Fürsten Bismarck der Fall war. Gerade hier ist der Bertauf von Getreide betheiligt ist. Der Schriftsteller Brömel und Steuerreform, welche nach der Natur der Dinge erit in alte Spruch am Plate, daß die Greigniſſe volentem ducunt et hat sich gestern geger bethauern Lug gestellt.( Vizepräsident Verlauf der Jahre seine Befriedigung erfahren wird. Mögen nolentem trahunt. Sie haben versucht, mit allerlei itaatsnicht üblich iſt, Abgeordnete nach ihrem Berufe außerhalb des Majorität des Hauses zu haben, Sie merken doch, daß aber die paar Tröpfchen staatssozialen Dels, welche Sie auf die der Wind ganz bedeutend umge: aufgeregten Wogen getröpfelt haben, haben diese Wogen nicht Wenn wir die Freude haben sollten, daß besänftigt. Wollen Sie wirklich soziale Zufriedenheit schaffen, daß der Abg. Brömel gestern den Abg. Luz fortwährend als schlagen ist. Bauern mit Desterreich, zu einem Reſultate führen, werden so breayen Sie mit der Interessenpolitik, welche die letzte Ursache schaftung eines landwirthstartlichen Gutes handeln würde, so Sie selbst die Grſten ſein, die dem Borschlage der Regierung dieser aufgeregten Wogen ist.( Beifall links.) Avg. v. Kardorff( Rp.): Ich habe mich gewundert, wie würde ich es lieber in die bal des Bauern zub, als des Herrn folgen und für eine Ermäßigung der Zöue ſtimmen.( Ruſe re- uts Wenn Sie so umbesonnen ein so intelligenter und belesener Mann wie der Abg. Barth Tottor Brömel geben. Der Abg. Bromel hat nach der Berufs- und im Zentrum: Nein! Nein!) Hauses zu bezeichnen.) Ich wollte nur darauf zurückommen, feit einem ſtellen auch nur das Verlangen Sieht man die Reſtatiſtik angeführt, daß es in Preußen 5 Miuionen landwirth sein sollten, Ihre Majorität einem solchen buffage gegenüber to unbewandert in der neueren franzöſiſchen Geſchichte ist, daß Ichaftliche Zetriebe giebt. Diesel ist durchaus unrichtig, weil nicht zu gebrauchen, so würde ich mich im höchsten Grade be- er behaupten kann, die gegen värtige protektionistische Bartei in bie Statinit auf Grund der zugenommen worden ist, ob friedigt fühlen. Es würden die verbündeten Regierungen ge- Fra freich beſtände hauptsächlich aus solchen, welche in die Fußunmittelbar von der Haushaltung Landwirthschaft betrieben wird. zwungen sein, aufzulösen, und dann ist es mit dieser Majorität stapjen der Orleaniſten getreten ſeien. Gerade hervorragende In, olge dessen sind unter landwirthschaftlichen Betrieben endgiltig vorbei.( Widerspruch und Lachen rechts. Dieses Lachen Staatsmänner und Nationalökonomen haben niemals etwas mit auch aufgenommen fleine Danowerter, Raupente, Beamte, kommt Ihnen gewiß nicht aus dem Herzen. Der Abg. Graf dem Orleanismus zu thun gehabt; die alten Demokraten sind die Offiziere, die einen fleinen Garten haben. Alles Das sollen Kanis fagte alles mögliche Schlechte über die induſtriellen Schutzbestigſten Protektionisten gewesen. Die jeßige extreme Linke in Landwirthschaftliche Betriebe ſein! Es iſt das gera ezu unsinnig, zölle und wir unterschreiben das vollständig. Auch ich hatte die Frankreich sind die allerhe tighten Protektionisten. Dann hat der lich die Statiſtik leitet in dieser Beziehung irre. Um die wirt induſtriellen Schutzölle für beinahe so schlecht, wie die agrarischen. Abg. Barth gesagt, der Umstand, daß in der Nähe von Paris der The Zahl der landwirthschaltlichen Betriebe heraus zu bekommen,( Sört, hört!) Es ist aber thöricht, zu verlangen, daß jämmtliche Grund und Boden zur Jagd benugt werde, sei nur un her müßte man alle diese eben genannten Betriebe erst abziehen. Bei Schutzölle mit einem Male beseitigt werden. der Behauptung, daß der Getreidezoll das Brot des armen Mannes Sie vertheuere, lassen die Herren außer Acht, was mit dem Roggen Sie wissen, daß es vorläufig unerfüllbar ist. Wir wollen das herrliche Boden in der Nähe von Paris tann zu sehr indem Vor der amtlichen etatin biebie Brotpreise in Karlsruhe zernören und an dem Punkte aufangen, der am aller wenigſten thümliche ist nur, wenn so tolojjate Breijena igen bri, niedrigem Roggenpreise höher wat als bei hohem Noggen- besonderen Werth darauf, uns begreislich zu machen, daß die hat gestern es nicht unterlassen können, wieder den gizlen bei niebriaren 1870 bis 1890 ergiebt sic, pas ber Brofpreis zu vertheidigen ist, und das sind die Getreidezöne. Gie fasen to panjer es liegt dies an den Manipulationen des Zwischen Getreidezölle vorzugsweise dem kleinen Mann, dem Bauer nüßen. Bismarck auf das Na hdrücklichste zu verunglimpſen. Ich handels und der Bäder. In Karlsruhe ist gegenwärtig der Die Situation muß aber für Sie bereits sehr bedenklich geworden habe mich nicht darüber gewundert. Diese Art Per Ber Roggenpreis 220 m., der Brotpreis 42 Pig., in meiner sein, daß Sie sich hinter dem Rücken des Bauern decken. Es ist glimpfung und der Angriffe gegen den Fürsten Bismarck gehört Heimath Geldern ber' Roggenpreis 250 M. und der Brot deshalb nothwendig, zu untersuchen, ob bei den agrarischen so sehr zu den Lebensgevoh heiten des Abgeordneten Nichter preis 261/2 Pf.( Sört, hört! im Zentrum und rechts.) Angesichts Schutzöllen das landwirthschaftliche Gewerbe Vortheil hat. Sie( Präsident von Levegow: Ich bitte den Herrn Abgeordneten, berartiger Unterschiede wird absolut nicht mehr behauptet werden unterscheiden niemals zwischen dem Bebauer des Grund und nicht einem Witgliede vorzuwerfen, daß er Jemand verunglimp, t) ant ( Aha! rechts.) dafür, daß es in Paris reiche Leute gebe, die das Geld für die uns, können sie nicht Der " V build bij d Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 190 Sigung vom Donnerstag, den 15. Januar. Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck, eröffnet die Sizung um 5%/ 4 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. Vor der Sigung haben die Abtheilungen die Ausschüsse gewählt. ... also die Angriffe gehören so zu den Lebensgewohnheiten des ablehnen, und rechne sicher darauf, daß wir durch namentliche die Realschule und im ganzen Jahre noch nicht 500 in die Herrn Richter, daß ich wirklich glauben würde, daß eine Be- Abstimmung sowohl Dem, der für die Getreidezölle ist, als auch forgniß für seinen Gesundheitszustand berechtigt wäre, wenn er dem Gegner Gelegenheit geben, sein Votum vor dem Lande ab irgend eine Rede hielte, in der er nicht ähnliche Angriffe gegen zugeben.( Lebhafter Beifall rechts.) Bismarck ins Feld führte. Bismard muß eben immer herhalten. ( Zuruf des Abg. Richter: Bei Ihnen ist es die Doppelwährung! Heiterkeit links.) Gerade die Art seiner Angriffe dient nur dazu, das Andenken dieses großen gewaltigen Staatsmannes in der deutschen Nation immer hoch zu halten( Abg. Richter: Na, na!) und die Verehrung für denselben immer noch zu steigern. Herr Richter, Sie haben nicht den Kredit bei der deutschen Nation, wie Sie glauben. Wenn Sie seit 20 Jahren dem Fürsten Bismarck bei jedem Schritte seiner Politik Fehler nachzuweisen suchten, so ist Ihnen der Beweis hierfür bei der großen Mehrheit der deutschen Nation mißlungen.( Beifall rechts.) Eins ist mir allerdings flar, und das tröstet mich einigermaßen: wenn der Fürst Bismarck seine Natur nicht ganz verändert hat, so kann der Abg. Richter wirklich seine Angriffe thurmhoch aufbauen, er wird niemals das Maß souveräner Berachtung erreichen, welche der Fürst Bismarck denselben zu Theil werden läßt.( Unruhe lints.) Der Abg. Richter hat den bekannten" Post" Artifel aitirt, von dem er wohl selbst wie jeder Andere einsehen wird, daß derselbe nichts anderes war als ein Kufufsei, welches in das Redaktionsnest der Post" gelegt war. Herr Leuschner hat den Artikel schon offiziell namens der Redaktion desavouirt und ich erkläre, daß auch die Fraktion des Abgeordnetenhauses mit wenigen Ausnahmen, welche mit mir nicht ganz in der Währungsfrage übereinstimmen, den Artikel desavouirt hat. Aber selbst Diejenigen, die mit mir in der Währungsfrage nicht übereinstimmen, sind gerade deshalb noch viel weniger für die Abschaffung der Getreidezölle. Der Abg. Bismarck( große Heiterkeit), der Abg. Richter, wollt ich sagen, hat die Stellung des Fürsten Bismarck zum österreichischen Handelsvertrage erivähnt und gemeint, daß ich meine Auffassung über den österreichischen Handelsvertrag dem Fürsten Bismarck ver danke. Ich bin Schutzöllner gewesen, als die Regierung noch lustig im Fahrwasser des Freihandels segelte. Hier hat aber der Abg. Richter zufällig Recht. Nur darin hat er Unrecht, daß diese Erleuchtung erst jezt über mich gekommen wäre. Nein, sie datirt 1. in den Etat pro 1891-92 die Summe bis zu 60 000 M. aus dem Jahre 1880/81. Damals, als ich die Idee eines mittel zur Beschaffung von Lehrmitteln, Schreibmaterialeu u. s. w. für europäischen Bundes oder Vereins hatte, habe ich mit dem Fürsten die Schüler der Gemeindeschulen einzustellen, v. Bismarck darüber gesprochen und mich durch ihn belehren lassen, 2. geeignete Maßregeln zu treffen, um die unentgeltliche ebenso auch durch den Herrn von Varnbüler. Damals hat Lieferung von Lehrmitteln, Schreibmaterialien u. f. w. durch die mich Bismarck belehrt und durch den unerbittlichen Menschen- Schulfommissionen zu vereinfachen." verstand, der die hervorragendste der großen Eigenschaften dieses Stadtv. Meyer 1. stellt folgenden Abänderungsantrag: Staatsmannes von jeher gewesen ist, habe ich meine Meinung über das Verhältniß von politischen und Handelsbeziehungen er halten. Es wurde damals über die Beziehungen zwischen uns und Desterreich, auch zwischen uns und England und Rußland gesprochen. Schon damals hat mich Bismarck zu der Meinung befehrt, die ich in der Post" ansgesprochen habe. Wenn Herr Richter glaubt, daß meine Meinung deshalb merthloser sei, weil sie mit der des Fürsten Bismarck zusammenfällt, so glaube ich so daß der ganze Sah lauten würde: umgekehrt, daß fie gewinnt dadurch, daß Bismarck sie theilt. Bürgerschulen über. Eltern, die Geld haben, versäumen nicht ihre Pflicht so, daß sie ihre Kinder nur bis zu 14 Jahren in die Schule gehen lassen. Was sind diese Tausend die Zahl ist Ein Vertagungsantrag wird angenommen. noch viel zu hoch gegriffen unter den 170 Tausend GemeindeSchluß 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Fort- schülern. Und da redet man von einer Volksschule, in der Arm sehung der heutigen Berathung; G.E. über die Prüfung der Läufe und Reich zusammensize. Die Abneigung gegen die Armuth ist und Berschlüsse der Handfeuerwaffen.) bei den Wohlhabenden so tief eingewurzelt, daß sie ihre Kinder nicht auf derselben Bank mit jenen zusammensitzen lassen.( UnIm gestrigen Bericht über die Sihung des Reichstags soll es ruhe.) Redner ist entschieden gegen die Verlegung der Entfcheidung zweimal statt Abg. v. Kardorff Abg. v. Helldorf heißen. ant die Der Schulfommissionen. Bettelgang würde so noch umständlicher, demüthigender und Für die Umständlichkeit des bisherigen Modus giebt Redner ein Beispiel aus der 388. Gemeindeschule. Dort bescheinigt der Rektor einem Kinde die Bedürftigkeit, das ein Religionsbuch und einen Atlas brauchte. Das Religionsbuch bekam es, aber den Atlas nicht. Acht lange Wochen vergingen, bevor die Schuldeputation den Atlas bewilligte. Das Wort Bedürftigkeit" müsse auf Fall gestrichen werden. In Hamburg, in den meisten Kantonen der Schweiz, in Paris, in Nordamerika ist die völlige Unentgeltlichkeit der Lehrmittel eingeführt. Auch in Preußen würde Berlin nicht die erste Stadt sein, welche diese Einrichtung trifft. JmKreis Daun, der aus 98 Landgemeinden besteht, ist infolge der Bemühungen Nach Eintritt in die Tagesordnung wird je ein Mitglied in des dortigen katholischen Pfarrers und Kreisschulinspektors die die Brenumaterialien, die Straßenreinigungs- Deputation, in unentgeltlichkeit der Lehr- und Lernmittel festgesetzt. Um so die Mobilmachungs- Kommission und in das Sparkassen- Kuratorium thörichter ist das Gerede, der sozialdemokratische Staat werde in gewählt. dreimal vierundzwanzig Stunden eintreten, wenn unser Antrag Es kommt nicht Der Ausschuß, der zur Vorberathung des Antrages des angenommen würde.( Fortgesetzte Unruhe.) Stadtv. Stadthagen und Genossen, betreffend die unentgelt darauf an, ob der Antrag sozialdemokratisch ist; er ist es gar liche Lieferung der Lehrmittel an die Schüler der Gemeinde- nicht, denn höchstens der Abg. Meyer I. fönnte den Hamburger fchulen eingesetzt war, empfiehlt folgende Beschlußfassung: Senat für sozialdemokratisch halten, der die Unentgeltlichkeit einDie Versammlung lehnt den Antrag des Stadtv. Stadt geführt hat. Würde ich als politischer Agitator zu ihnen reden, hagen und Genossen, den Magistrat zu ersuchen, Vorkehrungen so würde ich ihnen sagen: Lehnen Sie nur unseren Antrag ab! Das dahin zu treffen, daß die für die Gemeindeschüler nothwendigen ist das beste Mittel, um den weitesten Volksschichten klar machen, Lehrmittel auf Kosten der Stadt beschafft und den Schülern vom zu etwas daß Sie unfähig sind, Nügliches 1. April 1891 ab unentgeltlich verabsolgt werden und die hierzu zu leiften!( Große Unruhe.) Die Folgen dieses Systems find erforderlichen Mittel in den Etat pro 1891-92 einzustellen, ab, die Erregung von Haß, Neid und Mißachtung.( Der Redner dagegen ersucht sie den Magistrat: wird vom Vorsitzenden zur Ordnung und als er seine Worte aufrecht erhält, zum zweiten Male zur Ordnung gerufen.) Immer die Angst vor dem Sozialismus! Wer an Gespenster glaubt, sieht sie freilich überall. Sie können unseren Antrag mit dem Recht der Majorität begraben, aber nicht tödten! Sargen Sie ihn jetzt ein; es wird eine Zeit kommen wo er den Sargdeckel sprengen wird. Und dann werde ich neugierig sein, wo feine jetzigen Todtengräber geblieben sein werden. 1. in Nr. 1: statt 60 000- 40 000 m. zu sehen. 2. in Nr. 2: a) hinter Schreibmaterialien u. s. w." einzuschalten: im Falle der Bedürftigkeit"; b) die Worte durch die Schulkommissionen" zu streichen; c) hinter vereinfachen" hinzuzusetzen: und zu be schleunigen"; ( Abg. Singer: Fußtrittstheorie Ja, die ſollen gewiffe geeignete Maßregeln zu treffen, um die unentgeltliche aber !) Lieferung von Lehrmitteln, Schreibmaterialien u. s. w. im Falle der Bedürftigkeit zu vereinfachen und zu beschleunigen." Nach dieser länger als einstündigen Rede werden die Verhandlungen unterbrochen und die Einführung des neugewählten Stadtraths Herrn Struve durch den Oberbürgermeister v. Fordenbeck vorgenommen. Nach Wiedereintritt in die Verhandlungen wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Bei der Abstimmung werden sämmtliche Abänderungsanträge des Stadtv. Meyer I und der so amendirte Ausschußantrag an genommen. Es lagen zwei Anträge auf namentliche Abstimmung vor, die durch den Gang der Beschäftsführung nicht zur Ausführung gelangten. Infolge dessen entspinnt sich eine lange GeschäftsordnungsDebatte. In derselben erklärt Stadtv. Meyer 11, die Antrag steller auf namentliche Abstimmung hätten ihr Recht verwirkt, weil sie nicht zeitig genug gegen den Plan der Abstimmung, den der Vorsteher entwickelt hätte, protestirt hätten. Nach der so wie heute noch nie erlebten Erschwerung der Verhandlungen wolle man sich fernere Erschwerung vom Leibe halten. Thiere an sich haben, todten Löwen gegenüber.( Lebhafter Beifall rechts.) Mit den verbündeten Regierungen habe ich ein sehr ernstes Wort zu sprechen. Ich möchte sie, gerade weil Stadtv. Vortmann beantragt, den Rektoren das VerDie Verhandlungen mit Desterreich schweben, darauf auf fügungsrecht über die unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel zu merksam machen, daß Ungarn und Desterreich heute schon eigent- überlassen. lich kaum einen Getreidezoll an unserer Grenze zahlen. Defter- Stadtv. Gnadt und Genossen haben schließlich ihren ur reich ist durch seine Witterungsverhältnisse schon jetzt so gestellt, sprünglichen Antrag( Antrag Stadthagen) von Neuem eindaß es den Getreidezoll höchfiens zur Hälfte trägt, vielleicht trägt gebracht. es denselben gar nicht, da die österreichischen billigen Eisenbahn- Berichterstatter des Ausschusses ist der Stadtv. Schwalbe. tarife auf den Export von Getreide eingerichtet sind. Ich will Derselbe giebt ein Bild der Verhandlungen im Ausschuß, dessen Im Gegensatz hierzu erkennt Stadtv. Meibauer an, daß nicht untersuchen, ob der Zonentarif berechtigt ist oder nicht. Ich Majorität sich nicht allzu sehr von dem Boden der" Gründe" ein bedauerliches Vorkommniß vorliege, gegen welches sich formell bin fein Sachverständiger. Jeden alls transportiren die Dester entfernt hat, die der Stadt- Schulrath Bertram bei der ersten freilich nichts machen lasse. reicher unglaublich viel billiger ihr Getreide, als unsere Pro Berathung des Antrages zum Besten gegeben hatte. Die Stadtv. Singer weist überzeugend nach, daß die Geschäfts duzenten, und infolge dessen gleicht die Differenz der Fracht die preußische Verfassung zwinge feineswegs dazu, die Lehrmittel ordnung, die zum Schutz der Minorität gemacht sei, durch andere Hälfte des Zolls aus. Was haben wir für eine Ver- unentgeltlich zu gewähren. Der überwiegend größere Theil der den Vorsteher durch ein Kunststückchen à la Bosco verlegt anlassung, Desterreich gegenüber den Zoll zu ermäßigen. Eltern der hiesigen Gemeindeschüler sei nicht derartig arm, um worden sei. Sehr richtig! rechts.) Außer der Eisenbahnfracht kommt ihren Kindern nicht die Bücher und Hefte kaufen zu können. Die Der Vorsteher läßt sich schließlich durch eine Ab noch das große Kapitel der Refaktien hinzu? Darüber Wohlthat würde gar nicht beansprucht. Man solle sie nicht stimmung von der Majorität Billigung seiner Geschäftsleitung Tönnen Sie sich eine Vorlesung von meinem Freunde aufdrängen. Die besser situirten Eltern würden, wenn der Antrag aussprechen. Grumbt halten lassen, der durch seine großen Holz- Stadthagen angenommen wäre, glauben, die Gemeindeschulen seien Stadtv. Wohlgemuth und Genossen beantragen: Die geschäfte mit den Praktiken der österreichischen Bahnen bekannt Armenschulen und ihre Kinder herausnehmen. Damit würde Stadtverordneten- Versammlung ersucht den Magistrat in ge ift.( Heiterkeit.) Ein großer Theil der Abgeordneten ist aus- aber der wohlthätige Ausgleich der Klassengegenfäße durch die mischter Deputation mit ihr zu berathen, in welcher Weise die drücklich auf das Programm der Erhaltung der Getreidezölle hin Gemeindeschulen gefährdet 2c. 2c. Wenn der Ausschuß aber auch Gemeindebehörden die gemeinnützigen Bestrebungen für Schaffung gewählt und fann eine Herabsehung der Getreidezölle, selbst in mit dem Antrag im Prinzip nicht einverstanden sei, so meinte er gesunder und billiger Wohnungen für Arbeiter, fleine Beamte 2c. Form eines österreichischen Handelsvertrages, nicht verantworten. doch, daß der gegenwärtig bestehende Modus der Bewilligung fördern fönnen. Als Aequivalent für eine Herabsetzung der Zölle habe ich die unentgeltlicher Lehrmittel reformbedürftig, und daß die Bewilli Stadtv. Wohlgemuth: Wirkliche Sozialreform habe mit Regelung der Währungsfrage vorgeschlagen; es giebt auch noch gung mit größter Liberalität erfolgen müsse. Die Summe von der Sozialdemokratie nichts zu thun. England sei ein außer andere Dinge als equivalent, aber doch nur für einzelne Gegen- 60 000 M. fei eine völlig willkürliche. Nicht nur Bücher, sondern ordentlich manchesterliches Land, und seine Gesetzgebung sorge doch den. 3. B. wäre der Osten mit einer Herabsetzung der Eisen- auch Schreibhejte 2c. 2c. sollten davon beschafft werden. Die auf das Vorzüglichste für das Wohnungsbedürfniß der ärmeren bahnfracht vom Osten nach dem Westen sehr zufrieden und würde Summe brauche nicht ausgegeben zu werden; man wollte nur Klassen. Freilich giebt Redner zu, daß diese Gefeße dagegen eine gewisse Herabminderung der Zölle eintauschen, größtes Entgegenkommen zeigen. Nach den Erfahrungen des von den ausführenden Organen schlecht oder gar nicht durch Süddeutschland wäre damit schwerlich einverstanden. ersten Jahres könnte das Fixum in späterer Zeit bemessen werden. geführt würden. Deshalb hätten sich in England große Gesell Ebenso verhält es sich mit der Aushebung des Jdentitäts- Das Wort„ bedürftig" sei fallen gelassen, um nicht Anstoß zu erregen schaften gebildet, es feien Stiftungen entstanden, die zum Theil nachweises. Ich bin ein großer Anhänger desselben, und den Verdacht der Armenunterstützung zu vermeiden. Der Aus- Vorzügliches geleistet hätten.( Der Redner ist bei der Unrhe der obwohl Schlesien weder einen besonderen Vortheil, noch schuß habe die Schulkommissionen mit der Vertheilung betraut, Versammlung schwer verständlich.) Durch die gemischte Depu besonderen Nachtheil davon hat. Aber ich glaube, weil man die Rektoren und Lehrerkollegien für zu überbürdet und tation solle nur festgestellt werden, wie die Stadt die Bestrebungen eine Preissteigerung würde die Folge sein, und darin tönnte man bei dem raschen Wechsel und der Umschulung der Schüler für der Privatgesellschaften fördern könne. Kosten seien damit nicht ein equivalent für eine Herabsetzung der Zölle finden, wenn es nicht genügend bekannt mit den äußeren Verhältnissen der Schüler verbunden. überhaupt möglich wäre, für die Aufhebung des Identitätsnach erachtet habe. Stadtv. Scheiding ist gegen den Antrag, der ihm zu weises eine Mehrheit zu finden, was ich nicht glaube, weil Mittel- Stadtv. Meyer 1: Die Anträge der sozialdemokratischen weitgehend ist. Der Schwindel mit den Baustellen würde nur und Ostdeutschland Gegner derselben sind. Ohne daß der Partei seien nur die Vorläufer viel weitergehender sozialistischer üppig ins Kraut schießen, wenn der Magistrat große Terrains deutschen Landwirthschaft ein ausreichendes equivalent geboten Anträge, welche die Stadt ungeheuer belasten würden. Bald antaufen wollte. Wohnungsnoth fei in Berlin nicht vorhanden, wird, kann ein großer Theil der Mitglieder des Reichstags, würde man so weit kommen und Kleider und Schuhe für die die Bauthätigkeit enorm. 11 675 Wohnungen im Preise bis zu welche bisher der protektionistischen Politik das Wort geredet Kinder verlangen, verlangen, daß die Kinder, die nichts 600 m. stünden gegenwärtig leer. haben, nicht für eine Ermäßigung der Bölle stimmen, weil sie es zu essen bekámen, warmes Frühstück in der Schule Stadtv. Pincussohn tritt für den Antrag Wohlgemuth vor ihren Wählern nicht verantworten fönnen. Redner verliest fänden.( Vereinzeltes Lachen. Stadtverordneter Stadthagen: ein. Er habe den Antrag mitunterzeichnet und sei deshalb von darauf längere Stellen aus einer Petit on einer Gemeinde, Wollen Sie das nicht?) Dem müsse entgegengetreten werden. Der Kreuz- 3tg." auf das schärfte angegriffen worden. Er be welche bedeutende Gänsezüchtereien hat, sich darüber beschwert, Nicht mit Sammethandschuhen, wie es im Ausschuß geschehen zeichne den Angriff als gemeine Verleumdung. daß so viele russische, ungarische und polnische Gänse im fei, müsse der Antrag angefaßt werden. Freilich das Gute Stadtv. Singer: Das Leerstehen der Wohnungen bis portirt werden, und einen höheren Gänsezoll verlangt. In babe der Antrag gehabt, die Unhaltbarkeit des jezigen Zustandes 600 M. in Berlin ist ein elementarer Beweis für die wirth der Petition wird unter Anderm ausgeführt, daß nicht die aufzudecken. Reformirt müsse werden. Das Bartgefühl, das schaftliche Noth. Dem Hyninus auf die freie Konkurrenz, den Grafen, Barone, Rittergutsbesitzer es feien, welche die jungen Wort Bedürftigkeit zu vermeiden, sei sehr schön, aber gar nicht Herr Scheiding angestimmt, müsse er entschieden widersprechen: Gänse austriechen lassen( Heiterkeit), und daß nicht die Baro- am Playe. Was solle der Magistrat mit dem Ausschußantrag aus anderen Gründen als Scheiding fei er gegen den nessen und gnädigen Frauen die alten Gänse nudeln und stopfen, anfangen? Er wisse ja gar nicht, wem er die Unterstützung ge- Antrag Wohlgemuth. Das Sinken des Binsfußes sei ein erfreu sondern daß gerade die kleinsten und ärmsten Leute, die Rusti- währen solle. Das alte Prinzip dürfe nicht aufgegeben, es müsse liches Zeichen. Herr Wohlgemuth wolle eine Gesellschaft gründen, falen, die Stellenbesizer und Häusler, Züchter und Mäster der nur loyaler gehandhabt werden. 60.000 M. feien viel zu viel. die 5 pet. 3infen garantiren solle. In wenigen Jahren werden Gänse seien. Von polnischen Juden würden die russischen, un- Vielleicht wären selbst 40 000 m. schon zu hoch gegriffen. Die 5 pet. ein sehr hoher Binsfuß sein. Der ganze Plan gewinnt garischen, polnischen Gänse zu billigsten Preisen auf den Markt Lehrerkollegien wären zur Vertheilung der Lehrmittel und zur damit den verdächtigen Anschein, als solle unter dem Mantel der gebracht. Es sei eine Lüge, wenn die Freifinnige Zeitung" in Recherche besser geeignet, als die Schulkommissionen. Humanität eine lukrative Finanzquelle geöffnet werden. Er( Redner) befannter Berlogenheit"( Heiterkeit) behaupte, das Verbot der Stadtv. Stadthagen bittet den Ausschußantrag und erst werde der letzte sein, die elenden Zustände, die auf dem Wohnungs Kunstbutter tame nur den Großgrundbefizern zu Gute. Solche recht den Antrag Meyer abzulehnen und seinen Antrag anzu- gebiet herrschen, zu bestreiten. Gerade dort zeige fich die Profits Bemerkungen sollte sich auch die Regierung merken. nehmen. Stadtv. Meyer I habe einen wahren Giertanz auf wuth des Privatfapitals sehr deutlich. Die Vorschläge W.'3 Ich glaube, sie ist manchmal über die Stimmung in geführt. Der sozialdemokratische Antrag habe das Gute gehabt, feien alles weniger als eine Abhilfe. Zunächst würden e der Nation nicht ganz richtig unterrichtet, sonst würde daß das Unhaltbare, Verkehrte und Demüthigende des bisherigen in der gemischten Deputation ad calendas graecas vertag sie nicht ernstlich an eine Ermäßigung der Getreide- Modus eingestanden worden sei. Auch das Gute sei zum Vor- werden. Dann feien sie aber auch zu klein, zu unbedeutend zölle denken fönnen.( Sehr richtig! rechts.) Was die schein gekommen, daß im freisinnigen Lager selbst Stimmen für Wolle man ein ehrlicher Mann bleiben, dann müſſe man für die offiziöse Presse betrifft, so hat sie insofern einen schlimmen Gin- den Antrag laut geworden feien. Der Verein Waldeck", der Gesellschaft die Pflicht anerkennen, das Wohnungsbedürfniß ihrer fluß gehabt, als sie diejenigen Parteien, welche die Regierung unter deutschfreisinnige Arbeiterverein und vier oder fünf Bezirksvereine Mitglieder gleichmäßig zu befriedigen. Das sei nur möglich nügten, eingeschläfert hat. Seit dem Verschwinden der offiziösen haben ihre Zustimmung erklärt. Und in den Versammlungen durch Aushebung des Privateigenthums, auch des Eigenthums 6, Bresse erleben wir jetzt das Schauspiel, daß in der Presse be- wurde gesagt:„ Wir werden uns die Herren merken, die Grund und Boden. Herr W. habe ja auch schon Angst gehabt, hauptet wird, der alte Kurs sei vorüber, es tame eine neue wirth- unter schaftliche Zukunft.( Buſe links: Hoffentlich! Ja, die öffentliche ablehnen."( Große Unruhe.) Das sollte doch auch für Sie ein etwas Bernünftiges bezvede, führe er allerdings zum Sozialismon dem Mantel des Freisinns einen solchen Antrag daß man ihm Sozialismus vorwerfen wolle. Wenn der Antrag Meinung ist ganz verdreht geworden,( Heiterkeit.) wir müssen genügender Anlaß sein, sich die Sache näher anzusehen und nicht Gegen die Verweisung des Antrages in eine gemischte Deputation lints: Staatserhaltenden?), ja wohl, staatserhaltenden( Rufe unter großer Unruhe und unter den Zwischenrufen der Majorität lieben Deforums wegen, um den Anschein der Großherzigkeit in diesem Feldzuge geschlagen werden. Auch die anderen man die wirkliche Bedürftigkeit berücksichtigen, so reichten Deputation erörtern wolle. In seiner achtjährigen Thätig Parteien sollten sich das sehr zu Herzen nehmen.( Abg. Hermes: 60 000 m. lange nicht aus. Und nun noch die krämerhafte Forfeit hier habe er das Vertrauen verloren Cie ſprachen voll ſtaatserhaltenden parteien?) Ja, von ſtaats- berung, nur bis zu 40 000 M. zu bewilligen. Auf den Gemeinde Mitwirkung der städtischen Behörden etwas' Bernünftiges auf erhaltenden. Wenn ich es dem Abg. Hermes noch besonders be- schulen feien auch Reiche; fie feien eine allgemeine Volksschule, wird diesen Gebieten erreichen lasse. scheinigen soll, so rechne ich die freifinnige Partei nicht dazu. behauptet. Nichts unrichtigeres! Redner weit dies zahlenmäßig peiterfeit linis, Nog. Hermes! Das wolte ich nur hören nach. Insgesammt gehen von den Gemeindeschulen bei jedem an daß sich unter Stadtv. Spinola ist für den Antrag. Man müffe die Gr Ich hoffe, Sie werden den Antrag auf Kommissionsberathung Semester noch nicht 150 ins Gymnasium und noch nicht 150 in örterung werde sehr nüglich sein. Gita Ein Schlußantrag wird angenommen. In seinem Schlußwort spricht Stadtv. Wohlgemuth in seiner Polemit gegen Singer die Hoffnung aus, daß mit Hilfe feiner Genossenschaften für den Bau billiger Wohnungen der Sozialdemokratie der Boden abgegraben werden könne. ... Der Antrag Wohlgemuth wird angenommen. Schluß 91/2 Uhr. Um die Majorität der Stadtverordneten- Versammlung zu zwingen, sich über den Antrag auf unentgeltliche Gewährung von Lehrmitteln namentlich zu äußern, bringt, da durch Verlegung der Geschäftsordnung diese namentliche Abstimmung verhindert ist, die sozialdemokratische Fraktion für die nächste Sigung folgenden Antrag ein: und die hierzu erforderlichen Mittel in den Gtat pro 1891/92 einzustellen." Lokales. Unter dem Titel: Fortsetzung der Mittheilungen über ein Heilmittel gegen Tuberkulose giebt Professor Koch in der Deutschen medizinischen Wochenschrift" die mit so großer Spannung erwarteten Aufklärungen über sein Heilmittel. Ueber die bisherigen Heilwirkungen und Erfahrungen äußert fich der große Gelehrte: Seit der vor zwei Monaten erfolgten Veröffentlichung meiner Versuche mit dem neuen Heilverfahren gegen Tubertulose haben viele Aerzte das Mittel erhalten und sind da durch in den Stand gefeht, sich durch eigene Versuche mit den Eigenschaften desselben bekannt zu machen. flären." Mittel in ganz bestimmten Dosen auf tuberkulöses Gewebe aus- Jerklärt, daß sie die soziale Ungleichheit im Intereffe des Kulturübt, ferner die Möglichkeit, mit diesen Dosen so auffallend schnell fortschrittes" geradezu für nöthig halten. Von dieser Seite ist zu steigen, und die unter nur einigermaßen günstigen Verhält- also feine wirkliche Abhilfe zu erwarten. Den Hunger wird dem nissen unverkennbar vorhandene Heilwirkung des Mittels er- Proletarier anch Eugen Richter nicht wegdisputiren können. Die fozialdemokratischen Lehren sind zum Glück ursprünglich aus dem Magen gekommen und nicht aus dem Kopfe. Das bietet die beste Gewähr dafür, daß sie einst siegen werden; denn dem Kopf kann man allenfalls etwas Richtiges ausreden und etwas Falsches eintrichtern, aber der Magen läßt sich auf die Dauer nichts vormachen. " Zum Kampf mit geistigen Waffen. Am letzten Sonntag fand in Wilmersdorf im Volksgarten eine Versammlung statt, in welcher Genosse Birch Charlottenburg referirte. Die Versammlung war namentlich auch stark von Genossen aus der Um gegend von Wilmersdorf besucht. Auch der Händler Wilhelm Albrecht aus Schmargendorf, Breitestr. 12 dafelbbst wohnhaft, Hah und Neid sind die Gefühle, mit welchen die stöckerhatte der Versammlung beigewohnt und machte sich, nachdem er schen Antisemiten dem Wachsen und Gedeihen der sozialdemokranoch eine Zeitlang dem Kartenspiel verschiedener Leute in dem tischen Bewegung folgen. Von diesen Leuten kann es nicht Lokal zugesehen hatte, gegen 1 Uhr Nachts auf den Heimweg. Wunder nehmen, wenn sie unser Handeln, unsere ganze Agitation, ,, Die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen: In Schmargendorf angekommen, bemerkte er zu seinem Schrecken, als auf gemeinen Motiven beruhend, darzustellen versuchen. Die Den Magistrat zu ersuchen. Vorkehrungen dahin zu treffen, daß die für die Gemeinde- daß er seinen Hausschlüssel vergessen habe doch tröstete er letzten zwölf Jahre mit ihren so beredt sprechenden Zeugnissen sich damit, Daß er ja wohl den Wächter tressen menschlicher Entsagungskraft, mit den tausendfachen unumstößschüler nothwendigen Lehrmittel auf Kosten der Stadt beverde, der ihm die Hausthür öffnen würde. In der lichen Beweisen der selbstlosesten, opferfreudigsten Hingabe an schafft und den Schülern vom 1. April 1891 an unentgelt: Dorlehmerstraße, furz vor der Breitenstraße, traf Herr A. einige eine große Idee werden von den stöckerschen Schleppenträgern lich verabfolgt werden, Bekannte, denen er sein Mißgeschick erzählte. Auch hier wurde einfach todtgeschwiegen, und geflissentlich versucht man, die Beer getröstet: der Wächter würde ja bald kommen. Herr A. ging weggründe unserer agitatorischen Avantgarde zu verdächtigen: nun die Darlehmerstraße hinab und bemerkte, daß vor ihm der die Agitatoren werden bezahlt. Merkwürdig, daß das gerade Gensdarm von Schmargendorf und der Gemeindediener gingen. vom stöckerschen Volk" geschieht. Gerade von dieser Partei Dem Gemeindediener schien es gegen die bestehende Staats- und weiß doch jedes Kind, daß sie Jahre lang aus den Krippen eines Gesellschaftsordnung zu verstoßen, daß ein eingesessener Bürger reichen Großhändlers gefüttert wurde, bis dieser antisemitische so spät Abends noch auf der Straße sei, er sab sich wenigstens Geschäftsmann das Geschäft nicht mehr für lukrativ genug hielt. fortwährend um und blickte mit strengem Amtsgesicht dem ruhig Aber nach berühmten Mustern steigen wir zum Volt" feines Weges gehenden Herrn A. auffällig und wiederholt ins hinab und zeigen wir unseren Lesern, wie Herr Stöcker in diefemt Gesicht. Die beiden Männer des Gesetzes verstanden es dabei Blättchen die Sozialisten vernichten läßt. Bielleicht ist es Herr vortrefflich, es so einzurichten, daß Herr A., ohne in den Schmutz Oberwinder in höchst eigener Person, der sich also verzu treten, unmöglich bei ihnen vorbeigehen konnte. Als Herr A. nehmen läßt: Ueber die Agitationsweise der Sozialdemokraten erlaube ich schließlich doch den Versuch machte, die Straße zu passiren, wurde er„ gestellt"." Wo wollen Sie hin?"" Was machen Sie hier?" mir Ihnen aus eigener Erfahrung einige Mittheilungen zu machen. hieß es in schneidigem Tone. Auf die bescheidene Antwort des Bekanntlich befinden sich in den Fabriken und Werkstätten die Herrn A., daß er den Wächter suchte, der ihm seine Hausthür vorgeschobenen Posten der Sozialdemokratie. Ob dieselben nun öffnen solle, äußerten die Beamten starke Zweifel an der Wahr dafür bezahlt werden oder nicht, lasse ich dahingestellt. Auf mich heit dieser Thatsache, und Herrn A., der aus leicht begreiflichen speziell hat es stets den Eindruck gemacht, daß die Thätigkeit dieser So weit Gründen mit den Herren weiter nichts zu thun haben wollte, Personen nicht ohne Gegenleistung geschieht, diefelben agitiren ich die bisher hierüber erschienenen Publikationen und die an blieb nichts übrig, als sich umzuwenden und die Straße wieder mit einem Giser und einer Ausdauer, welche einer besseren Sache mich gelangten brieflichen Mittheilungen übersehe, haben hinaufzugehen. Kaum hatte sich Herr A. ungefähr vierzig werth wären. Da vergeht fein Tag, wo nicht bei oft ganz harmmeine Angaben im Großen und Ganzen volle Bestätigung ge- Schritte entfernt, als von den Beamten ein Pfiff abgegeben wurde, losen Dingen das ganze schwere Geschütz sozialistischer Phrasen funden. Darüber, daß das Mittel eine spezifische Wirkung auf den der Wächter auch durch ein gleiches Signal beantwortete. und Schlagwörter angefahren wird. Diese Zeute halten stets ein tubertalöſes Gewebe ausübt und infolge dessen als ein sehr feines Hierauf wurde Herr A. zurückgerufen. Der Gendarm rief fogenanntes Arbeiterblatt" und machen für dasselbe Propaganda wahrscheinlich in während der Arbeitszeit. Sie lesen ihren andächtig zuhörenden und sicheres Reagens zum Nachweis versteckter und zur Diagnose den Wächter an zweifelhafter tuberkulöser Prozesse verwerthet werden kann, ist" amtlichem" Tone mit, daß er Herrn A.- der sich auf der Kollegen während der Frühstücks- und Vesperpausen die bissigsten die Hausthür üffnen solle. Der Wächter Stellen daraus vor, und suchen diese gegen ihre etwa eine andere man wohl allgemein einig. Auch in Bezug auf die Heilwirtung Straße herumtriebe" des Mittels wird von den meisten berichtet, daß tros der verhältniß ging nach dem Hause zu und die drei Anderen folgten. Unter Gesinnung zeigenden Mitarbeiter in jeder Weise einzunehmen. mäßig furzen Dauer der Kur bei vielen Kranten schon mehr oder wegs versuchte der Gendarin, fein sozialpolitisches Licht leuchten Namentlich haben auf die bösen Antisemiten, weniger weitgehende Besserung eingetreten ist. In nicht wenigen zu lassen und fragte Herrn 2.: Was bezwecken den die Sozial- diese Bande", wie sich neulich einer dieser Leute mir Fällen soll, wie mir berichtet wurde, selbst Heilung erzielt demokraten eigentlich Herr A. entgegnete, daß zu einer der gegenüber ausdrückte, abgesehen. Diese zu beschimpfen und zu verfein. Nur ganz vereinzelt ist behauptet, daß das Mittel nicht artigen Erörterung hier weder Zeit noch Ort sei er wolle vor leumden, scheint ihnen Hauptzweck zu sein. Warum auch nicht? allein bei zu weit vorgeschrittenen Fällen gefährlich werden könne, läufig nur in sein Haus. Auf die ferneren Gloffen der Beamten Düngt doch das den Sozialdemotraten so sehr gewas man ohne Weiteres zugeben wird, sondern daß es den tuber- antwortete Herr A. nicht. Die Beamten hielten nun in nicht liebte Volts Israel so schön den Boden( wollte sagen: bezahlt die fulösen Prozeß geradezu befördere, also an und für sich schädlich wiederzugebenden Aeußerungen ein Zwiegespräch", daß die fried- Agitatoren), auf dem die Giftpflanze Sozialdemogratie so üppig fei. Ich selbst habe seit anderthalb Monaten Gelegenheit gehabt, lichen Schläfer bis auf vierhundert Schritt im Umkreis aus ihren wuchert! Das Judenthum vernichten, heißt die Sozialdemokratie an etwa 150 Kranten mit Tuberkulose der verschiedensten Art im Betten gescheucht wurden. Zum Schluß packte der Gemeinde- vernichten! Daher der Haß gegen alle Antisemiten. Nun ist es städtischen Krankenhaus zu Moabit weitere Erfahrungen über die diener Herrn A. höchst unsanft an der Kehle, so daß die Spuren eine der Hauptaufgaben diefer Agitatoren, Gelder zu sammeln für Seilwirkung und die diagnostische Verwendung des Mittels zu der kräftigen Beamtenhand lagelang am Halse des Herrn A. zu Streifende, Ausgewiesene, zur Erzielung sozialistischer Wahlen 2c. sammeln, und kann nur sagen, daß alles, was ich in letzter Zeit bemerken waren. Und warum? Weil Herr A. sich nicht zu Man sollte nun meinen, diese Leute suchten nun ihre Gesinnungrgesehen habe, mit meinen früheren Beobachtungen im Einklang einer Majestätsbeleidigung hinreißen lassen wollte, auf die es die genossen zur Hergabe von Beiträgen zu bestimmen, doch weit gesteht, und daß ich an dem, was ich früher berichtete, nichts zu Herren Staats- und Gesellschaftsretter höchstwahrscheinlich abgefehlt- Geld fönnen sie auch von anders Denkenden brauchen! Hat nun so ein Agitator eine Sammelliste in der Tasche, und das ist sehr häufig der Fall, dann geht er von Einem zum Anderen ändern habe." zum er= fehen hatten. und theilte ihm " " direkt " sie es vont Schließlich werden wir nach Herrn Oberwinder unsere Existenz nur noch den Antisemiten zu verdanken haben. Ueber den Weg, auf welchem Roch zur Entdeckung seines Mittels gelangt ist, giebt er folgende Erklärungen: In dieser„ besten aller möglichen Gefehschafts- und sucht Geld zu erpressen. Dann wird nicht nach Gesinnung Wenn man ein gesundes Meerschweinchen mit einer Rein- Ordnungen" geschehen manchmal Dinge, daß man annehmen gefragt, nur Geld ist die Loosung! Und wehe dem, der nichts kultur von Tuberkelbazillen impft, dann verklebt in der Regel die möchte, jeder, der nicht gerade ein faustdickes Brett vor dem Kopf giebt, der wird verleumdet und bei den Uebrigen angeschwärzt. Impfwunde und scheint in den ersten Tagen zu ver- hat, müßte denn doch endlich zu der Einsicht kommen, daß es so Leider geschieht es auch, daß Leute, welche unserer Sache zutheilen; erst im Laufe von 10-14 Tagen entsteht ein hartes nicht weiter gehen kann. Da lefen wir in der Kreuz- Zeitung", gethan sind, sich bestimmen lassen, Geld herzugeben und sich Knötchen, welches bald aufbricht und bis Tode daß ein dürftig gekleideter Mensch in einem Grünfram- Keller nachher entschuldigen, sie ließen sich nicht lumpen!" Ich wies des Thieres eine ulcerirende Stelle bildet. Aber ganz zwei Schrippen gestohlen und sofort verzehrt hat. Auf den Ruf neulich einen solchen Sammler schroff ab, obgleich ich der einzige anders verhält es sich, tuberkulös wenn ein bereits " Haltet den Dieb!" wurde der Unglückliche von Passanten ver- unter ca. 20 Angestellten war, der nichts gab. Ich frage nun, franktes Meerschweinchen geimpft wird. Am besten eignen folgt, eingeholt und gemißhandelt, bis ihn ein Schuhmann den was nüßt es, daß man die Sozialdemokratie mit Worten bekämpft sich hierzu Thiere, welche 4-6 Wochen vorher erfolgreich geimpft Händen der Wüthenden entriß und in Sicherheit brachte. 3u und sie mit Geld, auf das es ja doch nur abgesehen ist, unterwurden. Bei einem solchen Thier verklebt die kleine Impfwunde dieser Mittheilung fügt das fromme Blatt kein Wort des Be- stützt? Was würden diese Agitatoren wohl sagen, wenn ich von auch anfangs, aber es bildet sich kein Knötchen, sondern schon am dauerns oder der Entrüstung hinzu. In derselben Nummer ihnen Geld zur Erzielung antisemitischer Wahlen haben wollte? nächsten oder zweiten Tage tritt eine eigenthümliche Veränderung findet sich auch die durch alle bürgerlichen Blätter gegangene Darum, wenn Judenthum und Sozialdemokratie wirksam bekämpft an der Impfstelle ein. Dieselbe wird hart und nimmt eine Notiz, daß die kalten Tage den Gefängnissen zahlreiche Gäste werden sollen, mehr Festigkeit! Nicht die eigene Agitation zieht dunklere Färbung an, und zwar beschränkt sich dies nicht allein zugeführt haben". Es folgt dann der ziffernmäßige Nachweis, die Sozialdemokratie so groß, auch die Lauheit vieler im eigenen auf die Impfstelle selbst, sondern breitet sich auf die Umgebung daß einzelne Gefängnisse sogar überfüllt sind. Ein Wort des Lager trägt mit dazu bei. bis zu einem Durchmesser von 0,5-1 cm aus. An den nächsten Mitleids suchen wir auch hier vergebens. Daß viele von den in Tagen stellt sich dann immer deutlicher heraus, daß die so ver Haft Genommenen das Gesetz nur deswegen verlegt haben, um änderte Haut nefrotisch ist, sie wird schließlich abgestoßen, und ein Obdach zu erhalten, in welchem sie Schuh vor Kälte und es bleibt dann eine flache ulceration zurück, welche gewöhnlich Hunger finden, ist zweifellos. ist zweifellos. In den letzten Wochen Daß der Bureaudienst, den man gewöhnlich für sehr schnell und dauernd heilt, ohne daß die benachbarten sind mehrere derartige Fälle festgestellt worden. ungefährlich hält, auch mit Gefahren für Leib und Leben der aber Bureauarbeiter verknüpft sein kann, lehrt ein soeben endgiltig entLymphdrüsen infizirt werden. Die verimpften Tuberkelbazillen Die bürgerliche Presse hat zwar darüber berichtet, wirken also ganz anders auf die Haut eines gefunden, als auf in einer Form, als ob es sich um etwas ganz Gleichgiltiges schiedener Entschädigungsprozeß, der von einem verunglückten diejenige eines tuberkulösen Meerschweinchens. Diese auffallende handelte. Sie hat auch in geschäftsmäßigem Ton die Thatsache Kanzleigehilfen gegen den Eisenbahnfistus angestrengt worden Der Kläger war bei der hiesigen Königl. EisenbahnWirkung kommt nun aber nicht etwa ausschließlich den lebenden verzeichnet, daß Berlin gegenwärtig eine ungeheure Zahl von Ar- war. Zuberkelbazillen zu, sondern findet sich ebenso bei den abgetödteten, beitslosen hat, daß die Stellungsnachweise umlagert sind, daß Direktion beschäftigt und eines Tages dabei thätig, aus einem ganz gleich, ob man sie, wie ich es anfangs versuchte, durch Hunderte und Tausende sich zu der schweren Arbeit des Schnee- hohen Repositorium; das mit großen, schweren Bänden angeniedrige Temperaturen von längerer Dauer, oder durch Siede- fchippens drängen, nur die„ Voff. 3tg." behauptet jest mit füllt war, einige derselben aus den oberen Fächern abzufangen, hige, oder durch gewisse Chemikalien zum Absterben gebracht hat. einem Male das Gegentheil, daß die Asyle überfüllt sind, daß wobei er auf einer Leiter stand. Plöglich gerieth das Reposi Nachdem diese eigenthümliche Thatsache gefunden war, ein Mann sich aus Hunger das Leben genommen hat, eine Frau torium ins Wanken und stürzte auf den Kläger, der durch diesen Die Sturz schwer verletzt und arbeitsunfähig würde. Nach habe ich sie nach allen Richtungen hin weiter verfolgt, und aus Entbehrung wahnsinnig geworden ist u. s. w. u. s. w. Hierauf strengte er es ergab sich dann weiter, daß abgetödtete Reinkulturen von bürgerliche Presse hat auch nichts von dem geradezu über seiner Heilung wurde er. pensionirt. Tuberkelbazillen, nachdem sie verrieben und im Wasser aufwältigenden Eindruck gemeldet, den die Versammlungen der Ar- einen Prozeß auf Schadloshaltung an, indem er den Untergeschwemmt sind, bei gesunden Meerschweinchen in großer beitslosen gemacht haben. Sie hat die Sache nicht viel anders schied zwischen dem Betrage seines früheren Gehalts sowie der Menge unter die Haut gespritzt werden können, ohne daß etwas behandelt, als hätten sich die Arbeitslosen Berlins aus Lange voraussichtlichen Steigerung desselben und der ihm gewährten anderes als eine lokale Giterung entsteht. Tuberkulöse Meer- weile eine Art Zeitvertreib verschaffen wollen. Und in diesem Pension beanspruchte. Mit diesem Anspruche ist der Kläger in schweinchen werden dagegen schon durch die Injektion von sehr selben Tone der Gleichgiltigkeit behandelt sie fast alle Er- allen Instanzen und fürzlich auch endgiltig vom Reichsgericht ab= geringen Mengen solcher aufgeschwemmten Kulturen getödtet, scheinungen, die durch das allgemeine Glend hervorgerufen werden. gewiesen. Die Ausführung des höchsten Gerichtshofes gipfelt in und zwar je nach der angewendeten Dosis innerhalb von 6-48 Sie thut das aus einent wohl überlegten Grunde, denn sie dem Satze, daß der Eisenbahnfistus der ihm obliegenden Pflicht Glunden. Eine Dosis, welche eben nicht mehr ausreicht, um das weiß sehr gut, daß sie durch rücksichtslose Aufbeckung der genügte, indem er das Repositorium durch einen sachverständigen Letetu tödten, tann eine ausgedehnte Nefroſe der Haut im gegenwärtigen Zustände eben einfach ber Sozialdemokratie Gewerbetreibenden auſſtellen ließ. Die Rechtsausführung des Bereich der Injektionsstelle bewirken. Wird die Aufschwemmung in die Sände arbeiten würde. In der Noth ist der Soziale Klägers, daß der Fistus mehr als andere Arbeitgeber zur SorgDann ber noch weiter verdünnt, so daß sie faum getrübt ist, demokratie eine furchtbare Bundesgenossin erwachsen, gegen die falt feinen Beamten gegenüber verpflichtet sei und deshalb an dann bleiben die Thiere am Leben, und es tritt, wenn die In- feine Macht der Welt seine Vorsicht bei der Anbringung derartiger Einrichtungen beauskommen wird, nicht einmal balb eine mit ein- bis zweitägigen Bausen fortgesetzt werden, Kanonen. Wer nicht ganz und gar verhärtet ist, der braucht sondere Anforderungen zu stellen feien, finde in den beſtegenben bald eine merkliche Besserung im Zustande derselben ein; die die Noth nicht einmal an sich selbit zu fühlen, sondern nur zu Gesetzesbestimmungen feine Begründung. Die Krähe Reichsnur ulcerirende Impfwunde verkleinert sich und vernarbt schließlich, sehen, um sich zu den sozialdemokratischen Lehren zu bekennen. gericht wird der Krähe Eisenbahnfiskus kein Auge aushacken! was ohne eine derartige Behandlung niemals der Fall ist; die wir verließen die Versammlung der Arbeitslosen in der Brauerei geschwollenen Lymphdrüsen verkleinern sich der Ernährungs- Friedrichshain mit der festen Ueberzeugung: Wer das erlebt und Mann in seiner Wohnung in der Ghausseestraße erhängt vorgePolizeibericht. Am 14. d. M., Morgens wurde ein zustand wird besser, und der Krankeitsprozeß fommt, wenn er mit angesehen hat, er ist für alle Zeit an die Sozialdemokratie funden. nicht bereits zu weit vorgeschritten ist, und das Thier an Ent- gekettet." Die Fabel, daß es den Arbeitslosen, die zum aller- Fehrbellinerstr. 18 beim Absteigen von einem in der Fahrt beMittags gerieth ein Arbeiter vor dem Hause fräftung zu Grunde geht, zum Stillstand. größten Theil im Grunde genommen nur arbeitsschene Sub- findlichen Bierwagen unter die Räder desselben und erlitt eine Damit war die Grundlage für ein Seilverfahren gegen fette" feien, gar nicht so schlecht gehe, ist durch diese Berjamm- bedeutende Quetschung des linken Fußes. Zu derselben Zeit Tuberkulöse gegeben. Der praktischen Anwendung solcher lung gründlich zerstört worden. Neben fräftigen Männern, die wurde ein Mädchen an der Ecke der Friedrichs- und KronenAusschwemmungen von abgelödteten Tuberkelbazillen stellte wohl noch nicht lange ohne Arbeit waren und den Hunger noch straße von einem Omnibus überfahren und am Handgelenk schwer sich aber der Umstand entgegen, daß an den Injektionsstellen die nicht kennen gelernt hatten, sahen wir Gestalten mit hohlen verletzt, so daß es nach Anlegung eines Verbandes mittelst Tuberkelbazillen nicht etwa resorbirt werden oder in anderer Weise Wangen und in dürftigster Kleidung, vor denen wir uns fast Droschte nach seiner Wohnung gebracht werden mußte. verschwinden, sondern unverändert lange Zeit liegen bleiben und unseres warmen Rockes und unserer frischen Gesichtsfarbe Laufe des Tages fanden drei kleinere Brände statt. schämten. Und alle diese Tausende, von denen die Bourgeoisie Sein Urtheil über das Heilmittel faßt Koch in Folgendem in ihrer Verlogenheit behauptet, daß sie radauluſtig" seien, verharrten in musterhafter Ordnung. Es ist wahr, daß es unflug „ Es enthält eine gewisse Menge der nekrotisirenden Substanz, wäre, eine öffentliche Demonstration zu veranstalten, weil eine bon welcher eine entsprechend große Dosis auch beim Gesunden solche unseren Gegnern nur den erwünschten Anlaß bieten würde, beſtimmte Gewebselemente, vielleicht die weißen Blutkörperchen, uns zu provoziren. Aber Versammlungen, wie diese, können Bs. Lessing- Theater. Mittwoch, den 14. Januar. Zum oder ihnen nahestehende Bellen schädigt und damit und nicht oft genug veranstaltet damit doch endlich ersten Male: Ohne Ideale. Schauspiel in vier Aften von Den ganzen eigenthümlichen Symptomenkomplex uit dieber auch der Blödeste erkennt, wieviel Glend vorhanden ist. Richard Jaffé. Suberkulöfen genügt aber schon eine sehr viel eingere Vor der einen einzigen Thatsache, daß eine geringe Babi Die Struggleforliseurs, jene rücksichtslos den Kampf um die Menge, um an beſtimmten Stellen, nämlich da, ie eine von Glücklichen im Ueberfluß lebt, während alle übrigen darben Machtſtellung und den Lebensgenuß ausfechtenben Gefellen, echte begillen vegetiren und bereits ihre Umgebung mit demselben müſſen, müßte eigentlich jede Parteimeinung verstummen, und und rechte Typen unserer bürgerlichen Geſellſchaft, werden ein nefrotiſtrenden Stoff imprägnirt haben, mehr oder weniger jeder, der ehrlich ist, müßte sich denen anschließen, welche den beliebter Vorwurf unserer Dramatiker. Wer aber mit diesen ausgedehnte Netrofe von Zellen nebst den damit ver- ernstlichen Wunsch haben, das Elend nicht blos zu lindern, fecken Schwimmern im Strudel des Lebens, die nur an sich denken, bundenen Folge- Erscheinungen für den Gesammtorganismus sondern zu beseitigen. die kontrastiren will, welche noch Ideale im Herzen tragen, muß zu veranlassen. Auf solche Weise läßt sich, wenigstens vor Die Sozialdemokratie hat allein diesen ernstlichen Wunsch. Gestalten schaffen, die lebenswarm und sympathisch sind. Nicht läufig, ungezwungen der spezifische Einfluß, welchen das Die anderen Parteien taben es sammt und fonders offen filbenklaubende Pedanten, tonfuse Schwärmer ohne weitsichtige zusammen: " werden, Theater. Im Gedanken, nicht füße Backfische, die wie das Rohr im Winde unerträglich gewesen, wenn nicht Fran Betty Damhofer, deren I mission und Wahl des Bibliothekars. 5. Berschiedenes. Pünktliches und zahl schwanken und romantischen Träumen nachjagen, nicht recht un- erstem Auftreten zu Ehren die Wiener Lokal- Posse gewählt sein ich, umgehend mir die Zahl der von ihnen gewünschten Gremplare, betreffend reiches Erscheinen erwünscht. Die Bevollmächtigten der Ortsverwaltungen erfuche glaubhafte„ poetische" Liebhaber, sondern Menschen von Fleisch mag, eine ausgezeichnete Leni Flink die zur Bescheidenheit zu die Invaliditäts- und Altersversicherung, zugehen zu laffen, damit die rechtzeitige Ausgabe in den Zahlſtellen ermöglicht wird. Carl Doft, Stalizerftraße 7, v. 2 Tr. C. B. und Blut, die für die bedeutsamen Aufgaben unserer Zeit, für erziehende Schustersfrau- gewesen wäre. Ihre frische Munterkeit die weltbewegenden Fragen Herz und Verstand haben. verscheuchte die Motten, die aus dem alten Stück überall aufSo gut gemeint die Tendenz des Herrn Jaffé war, er hat stiegen. einen wohlverdienten Mißerfolgen zu verzeichnen. Le ridicule tue, das Lächerliche tödtet, läßt er eine seiner Figuren sagen. Wir haben es am Mittwoch erlebt, wie Recht Herr Jaffé hatte. Gerichts- Beifung. Aus Naumburg a. S. wird uns telegraphisch mitgetheilt, daß in dem Prozeß gegen Hoffmann, der bekanntlich wegen groben Unfuges angeklagt war, weil er sogenannte Blüthen Nachahmungen von Kassenscheinen) mit einer Empfehlung seines Blattes hatte auf der Straße vertheilen lassen, ein freisprechendes Urtheil gefällt wurde. Versammlungen. Die Generalversammlung der Kranken- und Begräbnißkase chirurgischer Instrumentenmacher, Bandagisten und Berufsgenossen findet am Sonnabend, den 17. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Szidat, Neuhädtische Kirchstr. 15, statt. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung werden sämmtliche Mitglieder ersucht, pünktlich zu erscheinen. bei Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäſte haben zutriff Abends 8% willkommen. Tambour- Verein Deutsche Eiche". Sonnabend: Großer WienerEin westpreußischer Gutsbesitzer, 40 Jahre alt, verwachsen Mastenball in Schnegelbergs Fesisälen, Hafenhaide 21, Anfang 9 Uhr. Billets und tuberkulös die Schwindsucht unter dem Zeichen der Kochfür 50 Pf. find beim Vorsitzenden G. Sänger, Belleallianceftr. 93, und an der Abendtaffe zu haben. Freunde und Gönner des Vereins sind willkommen. schen Lymphe ist doch ein etwas veraltetes bühnentechnisches Mittel, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, Freie Kritit", obwohl Herr Kainz mit Meiſterſchaft huſtete—, lebt mit seiner würRestaurant Bickert, Grünstraße 21, Freunde digen Mutter und seiner siebzehnjährigen Muhme Edith auf seinem " Süden", Abends 8 Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Edelsiz. Edith hat sich programmgemäß in den phthisischen Vetter Gäste, Danten und Herren, willkommen. Konrad verliebt; es ist natürlich nur ein Probepfeil. Der jüngere Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, UebungsBruder Konrads, Günther, ein, patenter" Strebeling von tadelloser stunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein" Collegia", Restaurant Reichenbergerstr. 16. Gesangverein des Fach vereins der Haltung, rücksichtslos egoistisch, kühl berechnend, kurz der Puyer Berlins und Umgegend"„ Gemüthlichkeit", Seydelliebenswürdige, auf den Referendar gebrachte Paul Astierftraße 31 bei Preußer.- Buchbinder: Männer chor" Berlin, Alte Réhu, erscheint, Edith fängt Feuer, Männer- Gesangverein der Berliner Konrad wird Jakobstr. 75 bei Feuerstein. Schmiede", Koppenfir. 58 bei Schirmer.- Arbeiter- Gesangverein Nord", eifersüchtig. In feiner frankhaften Erregung, unter Brunnenstr. 38 bei Gnadt. Gesangverein orbeertran 3", Restaurant dem Einflusse einer tollen Mandarinengeschichte aus einem Weinstr. 11.- Raiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Nürnberg. Balzac'schen Romane, bildet er sich, als sein Bruder bei einem Gesangverein WiederhaII", Röpnickerstr. 191 bei Foge. Ritte vom Pferde stürzt, ein, er habe jenen vom Gaul herab- Der Fachverein der Metallschrauben- Façondreher und Arbeiter- Gesangverein„ offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Lippe. Summer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. gewünscht. Also Telepathie in reiner Form! Günther könnte Berufsgenossen Berlins hielt am Sonntag, den 11. Januar, Gesangverein" Esmeralda", Koppenstraße 35 bet Keller, Abends 8 Uhr. nun Edith haben, wird aber gletscherkühl und verzichtet, als er seine ordentliche Versammlung ab. Kollege Voigtländer verlas Gesangverein" Amicitia", Adlershof in Albrecht's Restaurant, Abends 9 Wilhelm Seegerische Stedertafel", Abends 9 Uhr hört, daß Edith so gut wie vermögenslos ist. Er mag sie auch den Jahres- Kassenbericht. Derselbe ergab eine Einnahme von uhr. bei Trucks, Reichenbergerstraße 83. nicht, als Conrad ihm das Majorat, das freilich nicht so ein- 8416,15 M., eine Ausgabe von 8 405,93 M. Der Bestand am Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Männnerchor Ber träglich ist, wie etwa ein Lucius'sches Fideikommiß, abtreten will. 30. November 1889 betrug 106,35 M., bleibt Bestand am tiner Mechaniter", Abends 8 Uhr, im Restaurant Müller, JohannisMänner- Gesang- Verein ,, Union", Abends 9 Uhr, in der Berliner Darüber helle Verzweiflung der Joealisten. Edith, von Fräulein 30. November 1890 116,57 M. Vermögen der Darlehnskaffe ftr. 20. Bock- Brauerei. Basté gespielt, die bereits im ersten Afte für einen Selbstmord 250 M. Als Darlehn wurde gezahlt an 19 Mitgliedern im Vergnügungsverein Glück auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei Möwes, Bergnügungspräludirt hat, segelt bei Donner und Blizz Nachts auf dem Jahre 1890 321 M., zurückgezahlt wurden 102 M. Ausstehende Fichteftr. 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bet Schloßsee umher, um wie die Großmutter, die nicht recht richtig Forderungen 219 W. Bestand am 31. Dezember 1890 31 m. verein Beilchen". Sigung mit Damen von Lülow. Gäste willfommen. Geselliger Verein Immergrün" Verein ehem. im Kopfe war", also das Moment der erblichen Belastung spielt Kollege Sauerbaum bestätigte Namens der Revisoren die Richtig abends 9 Uhr, im Restaurant Heinide, Oranienſtr. 36. Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sizung, Abends 9 Uhr, im auch hinein neben Lungenleiden, Suggestion und Krüppel- feit der Abrechnung. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. haftigkeit fühles Grab Zum 2. Punft:„ Stand der Darlehnskasse" kritisirten die Grand Restaurant Kornblume"( Jnh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäste willkommen. Rauchflub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, suchen und den Treulosen mit ihrem Bilde zu ängstigen. Koll. Thate und Treuherz das Verhalten der Darlehnsempfänger, Weinstraße 28. – Theater- und Vergnügunasverein Vulcania", in Roth's Da sieht sie den sagenhaften grauen Mann, der auf welche dem Verein jetzt fernstehen und sich nicht gemüßigt fühlen, Restaurant, Linienſtr. 73. Gäste willtommen. Damen und Herren, welche geder Insel des See's herumsputt Halluzination, noch ein patho- ihren Verpflichtungen nachzukommen. Gin Antrag, gegen die neigt sind, beim Theater mitzuwirken, sind freundlichst eingeladen. logisches Moment er gleicht ihrem„ grauen Freunde" Konrad, jenigen, welche bis zum 1. Februar feine Abzahlung geleistet zu dem sie reuig zurückkehrt. Aber auch er weist sie vorläufig haben, gerichtlich vorzugehen, wurde einstimmig angenommen. zurück. Unter Verschiedenem giebt Kollege Hirsch einen Ueberblick über Die Nebenpersonen sind zum Theil nicht übel gezeichnet, auf die Thätigkeit des Vereins und übergab den Vorsitz an Kollege die„ nothleidende Landwirthschaft" der Gutsbesitzer, die aus dem Thate. Derselbe ermahnte die Kollegen auch unter seiner Leitung Staatsfäckel ihre Defizite decken will, fallen hie und da erfreu- rege für den Verein zu agitiren. Die Vertrauensmänner wurden liche Streiflichter, aber im Ganzen ist's nur dramatische Dugend- ersucht, die Adressen der Mitglieder mit Angabe des Geburtswaare. Das Gegenstück zu Günther Konstanze, die auch ohne tages, behufs Anfertigung einer neuen Stammrolle, an den Kassirer Ideale ist, der blöde Taps Michels, es sind keine originellen so schnell wie möglich einzusenden. Die Zahlstellen befinden sich Figuren. bei folgenden Kollegen: G. Linke, Lachmannstr. 4; G. Magnus, So Go trefflich gespielt wurde, so sehr sich die Damen Bassé, Manteuffelstr. 22; R. Klose, Grenzstr. 6; R. Thate, Waßmann Groß, Pöllnis, die Herren Kainz, Sauer. Blencfe bemühten, gegen straße 34. das sinnenfällige Fiasko war nicht anzukämpfen. in den Wellen ein * " gu Im Thomastheater wurde am Mittwoch die alte Görlitzsche Poise Drei Paar Schuhe" gegeben. Diese Drei Paar Schuhe" erwiesen sich als arg verstaubt; sie stammen aus der Zeit, wo man den Leuten selbst in der Posse noch weiß machen wollte, daß das Handwerk einen goldenen Boden habe, und daß Reichthum nicht glücklich mache. Diese alten Fibelweisheiten wären Depeschen. " Karlsruhe, 15. Januar.( Telegr. d.„ Herold".) Der Redakteur Teufel vom sozialistischen Volksfreund" wurde heute vom Schwurgericht wegen Beleidigung des hiesigen Stadtkommandanten und mehrerer Rastatter Offiziere, sowie wegen Majestätsbeleidigung zu neun Monaten Gefängniß( Zusatzstrafe) verurtheilt. Celle, 15. Januar,( Telegramm des" Herold.") Das Stahlwerk der Geller Schirmfabrik ist niedergebrannt. Fast nichts ist gerettet worden. Viele Arbeiter wurden brotlos. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 18. Januar, London, 15. Januar.( Telgr. d.„ Herold".) Wie aus Suatim Vormittags 10 Uhr, findet ein Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über Buddhismus und Christenthum statt; der andere Vortrag in Habel's Braueret, gemeldet wird, entwickelt sich der Aufstand gegen die Türken in Bergmannstr. 5-7, von Herrn E. Vogtherr: Was trennt uns vom Kirchen: Yemen in bedenklicher Weise. Die türkische Regierung, welche nach thum. Gäste sehr willkommen. Montag, Abends 8 Uhr: Beschließende Hodeida Truppen sandte, versucht, den Aufstand möglichst zu Gemeinde- Versammlung. Wahl des Borstandes. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltungen 1-7: verheimlichen. Wie verlautet, soll die Erhebung übermäßiger Kombinirte Mitglieder- Versammlung ant Sonntag, den 18. Januar, Vorm. Steuern, wie überhaupt eine allgemeine Bedrückung des Volkes 10 Uhr, in Sahm's Klubhaus, Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Sentra den Aufstand hervorgerufen haben. Der Sklavenhandel am lifirung der Zahlstellen und Lohnfonds. Referent: Kollege Strohmeier. 2. Distussion. 3. Grgänzungswahl zum Ausschuß. 4. Bericht der Bibliothet- Kom- Rothen Meere ist im Aufblühen begriffen. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer der Freien Gemeinde zu Rixdorf und Umgegend Sonnabend, den 17. Jannar, Abends 81/2 Uhr, bei Hoffmann, Bergstraße 133. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Peus über National ökonomie in der Schule. 2. Diskussion. 3. Fragekasten. 151 . Die Herren Schullehrer Riydorfs sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der Vorstand. Bildhauer!! Am Sonntag, den 18. Januar, Abends 7 Uhr, findet eine öffentliche Versammlung aller Bildhauer und deren Angehörigen in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79, statt. Tages Ordnung: Unserm Genossen dem Restaurateur Carl Zechlin, Sornstr. 11, zu ſeinem Tus Achtung! heut. Wiegenſeſte ein donnerndes Soch Große öffentliche Volks- Versammlung Die Rothen aus dem hintern Zimmer. Verein der Sattler und Fachgenossen. Sonnabend, den 17. Januar 1891, Abends 9 Uhr, 261 bei Reyer, Alte Jakobstraße 83: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 1. Vortrag des Herrn J. Türk über Frauenbefreiung". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein Sonntag, Nachmittags 5½ Uhr: und Tanz. 117 Der Einberufer. Zimmerleute! Generalversammlung der Freien Vereinigung am Montag, den 19. Januar, Abends pünktlich 8 Uhr, in Rehlih Salon, Bergstraße 12. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilh. Werner über das Alters- und Invalidenversicherungs- Gesetz. Jeder Zimmerer ist willkommen. 352 Der Vorstand. J. A.: Hugo Lehmann, Straße 66a Nr. 20, v. 2 Tr. Große Versammlung der Freien Vereinigung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Posamentenbranche bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Vortrag von Herrn cand. phil. Peus: Die Frau und die Erziehung. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein mit Tany. Alle Kollegen und Kolleginnen sind hierzu eingeladen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter. 248 Sonntag, den 18. Jannar, Vormittags 10% Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 48 a: Mitglieder- Versammlung. E Tages Ordnung: 1. Vierteljahresbericht. 2. Jahresabrechnung. 3. Innere Vereinsangelegenheiten. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 230 Central- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer, Studateure 2c. ,, Grundstein zur Einigkeit“. Am Sonntag, den 18. Januar ds. Js., Vormittags 10 Uhr, Ordentl. Mitglieder- Versammlung in ,, Scheffer's Salon", Inselstrasse 10. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1890. Bericht der Revisoren. 2. Bericht vom Kongreß freier Hilfskassen. 3. Verschiedenes in Raffenangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. 229 Das Kaffenlokal ist geschlossen. Carmen, groß, 1,05 M. p. Pfd. Java- Umbl. I. 1,10 M. p. Pfd. Der Vorstand. Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 ! Ausverkauf! Roh- Tabak So Carl Roland, Rottbuser Damm 33. Sumatra 212 Pfd. deckfäh. v. Mt. 2,20 an weiß brennend. Butter zu herabgesezten Preisen!! Große Zufuhren meiner Butterabsender veranlassen mich, feine Tischbutter à Pfund 1 Mark zu verkaufen. 73 J Bernhard Müller, Neue Roßstraße Nr. 1. um jeden Preis von 20 000 Schuss-, Hieb- u. Stichwaffen Reich illustrirte Preisliste gratis. 870 Hi olit Mehles, Berlin W., Friedrichstr. 84. M. W. Walter. Gegründet 1818. Fernsprech Amt 9. 9386. Jeughofftraße 3. für Männer und Frauen am Sonntag, den 18. Januar, Mittags 1 Uhr, in Weissensee, Charlottenburger- Strasse 150( Viktoria- Saal). Tages- Ordnung: 1. Die Freiheit der Ueberzeugung. Referent Herr Peus- Berlin. 2. Diskussion. 3. Bericht der Kommission. 3. Wahl eines Vorstandes. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Hierzu ladet ergebenst ein Der Einberufer. 334 Gr. Volksversammlung in Wilmersdorf am Dienstag, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, im Volksgarten. Tages- Ordnung: 1. Die Taktik der Sozialdemokratie und die unserer Gegner. Referent Reichstags- Abgeordneter W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frucht- Syrup. Der Einberufer. Am 15. ds. Mts. beginnen wir mit dem Ausstoß unseres berühmten Bock- Bieres und halten dasselbe den Herren Restaurateuren und Bierverlegern in Gebinden bestens empfohlen. Au Private geben wir unsere Biere weder in Flaschen noch in Gebinden ab. Münchener Brauhaus, Act.- Ges., Berlin, N., Johannisstraße 18/19. Bei der heutigen Theuerung ist der beste und billigste Ersatz für Butter und Zucker Stuttmeister's Frucht- Syrup. Vorzüglich zur Bereitung aller Speisen, sowie durch seinen großen Zuckergehalt zur Linderung von Husten und Heiserkeit geeignet. 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Die Versammlung der Arbeitslosen im Viktoriatheater war, wie vorauszusehen, sehr stark besucht, das Lokal erwies sich als zu klein. Nach verschiedenen Re wurden folgende Resolutionen einstimmig angenommen und das Bureau beauftragt, dem Ober- Bürgermeister dieselbe zu unterbreiten und Resolution: sammlung der Arbeitslosen aller Branchen erkennt an, daß es ,, Die heutige im Saale des Viktoriatheaters tagende Vervor allen Dingen nöthig ist, die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit anzustreben, da es nur dadurch möglich ist, einer so großen Arbeitslosigkeit, namentlich in der schlechten Jahreszeit vorzu,, aufreizende Reden" gehalten haben, den Unternehmern oder den Direktoren z. B. der hiesigen Kaiverwaltung, infolge dessen wurden Arbeiter sofort entlassen. Die aufreizenden Reden bestanden in Kritisirung der niedrigen Akkordpreise und anderer Uebelstände, unter welchen die Arbeiter leiden. Das sind unsere Behörden im Dienste der Arbeiter- Koalitions- zu vertreten: freiheit des Deutschen Reiches! Im Ausstande der Heizer und Trimmer ist insofern eine„ Die heute auf dem Döppersberg tagende zahlreich besuchte Ereignis bis jetzt nicht wieder zu verzeichnen. Was das aber für Wendung zum Besseren eingetreten, als die Hamb.- Amerikanische Versammlung von Arbeitslosen Elberfelds erklärt sich mit den die Bevölkerung einer Hasenstadt wie Hamburg besagen will, kann man sich leicht vorstellen. Schon vor Weihnacht war durch Packetfahrt- Aktiengesellschaft sich mit ihrem Heizpersonal für die Ausführungen der Redner im Wesentlichen einverstanden, sie konden seit November anhaltenden Frost die Arbeitslosigkeit Beit bis zum Jahr 1892 geeinigt hat, so daß die bisherigen statirt eine ungewöhnlich große Arbeitslosigkeit, von der Tausende eine ganz bedeutende, so daß viele Tausende wochenlang ohne Löhne weiter gezahlt werden. Dadurch ist der Generalftreit zu von Mitbürgern erfaßt sind, eine Arbeitslosigkeit, hervorgerufen theils eine ganz bedeutende, so daß viele Tausende wochenlang ohne einem partiellen geworden. Hoffentlich erwehren sich die Heizer durch die übergroße Arbeitszeit der noch in Arbeit Befindlichen, theils Beschäftigung und Verdienst waren, jetzt kommt der letzte Steſt und Trimmer der übrigen Linien jetzt der geplanten Lohn- durch den ungemein harten andauernden Winter, andererseits dader Hafen- und Kaiarbeiter noch hinzu. Natürlich wird jetzt wieder der Wohlthätigkeits- Tam- tam in schinderei um so eher. Von einem Entgegenkommen Seitens der durch, daß die Träger der besitzenden Klasse, der fast alle ProBewegung gesetzt. Die städtische Armenanstalt" vertheilt einige betreffenden Rhedereien verlautet freilich bis nun Nichts. Wahr duktionsmittel zugehören, nicht die gesetzliche Pflicht haben, für hundert Suppenzettel mehr und der„ Verein gegen Bettelei" hat scheinlich erst dann, wenn die Schifffahrt wieder eröffnet wird, ausreichenden Verdienst der besitlosen Massen zu sorgen. Das öffentliche Interesse erfordert, wenn nicht von den Großindustriellen fogar eine Brotvertheilung ins Werk gesetzt. Welche Großmuth! was bei dem jetzt eingetretenen Thauwetter zu erhoffen ist. Im Ausstande der Bigarrenarbeiter und Sortirer u. s. w. durch Schaffung von Arbeit zur Abhilfe des Nothstandes Jahrelang wird der Arbeiterstand in seinem Einkommen auf ist eine Veränderung bis jetzt nicht zu verzeichnen. Von keiner geschritten wird, daß die Stadtverwaltung und andere Behörden alle mögliche Weise gedrückt. Stets ist das Unternehmerthum be- Seite wurde die Anbahnung eines Vergleiches versucht. Die durch schleunigst angeordnete öffentliche Arbeiten dem augenblick= strebt, mit wohlwollender Unterstützung der Behörden, den Ar Fabrikanten scheinen eine bedingungslose Unterwerfung der Ar- lich herrschenden Glend entgegentreten." beitslohn über die Grenze des zum Lebensunterhalte durchaus beiter anzustreben. Doch wird ihr Vorhaben an der Einigkeit Ferner folgende Resolution: Nothwendigen nicht gelangen zu lassen, die indirekte Steuerschraube der Streifenden scheitern. Auch die Hamburger Handelspreßt dem Wolke beinahe die Lebensluft aus und jetzt zur Beit, da fammer, welche zur gewerblichen Friedensstifterin vielleicht die Noth einmal gar zu fraß zu Tage tritt, fucht man sein Ge- berufen wäre, verschmäht es, sich mit dieser Aufgabe zu befassen. wissen mit Almosen zu beschwichtigen. Sogar Inhaber von Auch sie zieht in ihrem langathmigen Jahresberichte, im Standes Rhedereifirmen glänzen mit ihrem Namen an der Spitze der vorurtheil ihrer Angehörigen befangen, lieber gegen die Arbeiter Wohlthäterliste, unbeschadet dessen, daß diese Kategorie von Unter- ins Feld. nehmern es zum 1. Januar versuchte, ihren schlechtgestelltesten beugen." Auch die Aussperrung der Glasarbeiter in Ottensen, Arbeitern den Lohn um 20-25 pet. zu kürzen. Bergedorf und Flensburg dauert unverändert jetzt schon ein Die von der Versammlung beauftragte Deputation begab sich Zum Dienstag dieser Woche war eine Versammlung halbes Jahr. Es feiern in den drei Orten zusammen noch heute Vormittag 11 Uhr zum Herrn Oberbürgermeister und wurde der Arbeitslosen in Hamburg geplant und bei der Polizei- 215 Mann. Ein Theil ist auswärts in Arbeit getreten. Zuzug von diesem in der freundlichsten Weise empfangen. Nachdem behörde angemeldet, um zu konstatiren, wie viele Personen gegen ist wenig oder gar nicht zu verzeichnen und die Feiernden halten der Herr Oberbürgermeister die von der Versammlung gefaßte wärtig ohne Erwerb sind. Die Polizeibehörde fand es jedoch ange- noch immer standhaft zusammen. Resolution entgegen genommen, erklärte derselbe, daß er bereits seit zeigt, die Abhaltung der Versammlung auf Grund des§ 2 des Ham- Man muß sich immer wieder vergegenwärtigen, daß es sich einigen Tagen die vorliegende Frage zum Gegenstand seiner burgischen Vereinsgesetzes zu verbieten. Auf Grund dieses bei den Tabak wie Glasarbeitern von Seiten der Fabrikanten Studien gemacht und zu der Ueberzeugung gekommen sei, Paragraphen, aus dem Reaktionsjahr 1852, fönnen Versamm- darum handelt, erstere zum Preisgeben ihrer Vereine zu zwingen, daß ein Nothstand in der That vorhanden. Er habe lungen, durch welche eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung um sie dann schutzlos zur leichteren Erzielung von Lohn- deshalb bereits Plakate in Druck geben lassen, welche und Sicherheit" zu erwarten sind, verboten werden. drückerei und Arbeitszeit- Verlängerung u. f. w. in der Hand zu auf Mittwoch Morgen die Arbeitslosen Des linken Eine weitere Versammlung, welche mit der Tagesordnung: haben. Wupperufers nach der Schloßbleiche, die auf dem rechten WupperDie wirthschaftliche Krisis und ihre Folgen für die Arbeiterufer, westlich der Wall- und Hochstraße wohnenden nach dem flaffe" angemeldet war, traf dasselbe Schicksal; auch diese darf Bochum. In Beg auf die bei der Reichstagswahl Rönigsplaße und die auf dem rechten Wupperufer östlich der nicht stattfinden. Die Polizeibehörde ist im Unrecht, wenn sie in Bochum stattgefundene Behandlung erhält die„ Märkische Wall- und Hochstraße wohnenden nach dem Neumarkt berufen, annimmt, daß irgend welche Ruheſtörung durch die Abhaltung Arbeiter- Zeitung" nachstehenden Brief, aus welchem wieder her- wo Jedem Arbeit angewiesen werden solle. Auf die Bemerkungen der untersagten Versammlung erfolgen würde. Aber das muß vorgeht, mit welcher Brutalität die Ordnungsmänner diejenigen einiger Mitglieder der Deputation, welche dem Maurergewerbe man zugestehen, daß ein Lokal zur Abhaltung einer Versammlung behandelt haben, die für den Kandidaten der Sozialdemokratie angehören, es möge von Seiten der städtischen Baubehörden durch der Arbeitslosen durchaus nicht genügt. Der, gewöhnlich zu Stimmzettel vertheilten. Stellung von Heizmaterial dafür gesorgt werden, daß die öffentlichen Versammlungen benußte Saal faßt vielleicht Gelsenkirchen, 3. Januar. städtischen Neubauten von innen verputzt werden könnten, wo4000 Menschen. Die Arbeitslosen in unserm Städtekomplex mit durch für viele Maurer Arbeit geschaffen werden würde, sagte mehr als 800 000 Einwohnern müssen wir augenblicklich wohl Sie glauben wohl, Hörde, Aplerbeck, Annen und Dortmunder der Herr Oberbürgermeister ebenfalls thunlichste Berücksichtigung auf 30 000 schäßen. Man müßte also in verschiedenen Stadt- Union, die leisteten schon das Menschenmöglichste in Wahlbeein- zu. Nachdem das Oberhaupt der Stadt nochmals versichert, daß gegenden zu gleicher Zeit Versammlungen abhalten, um mit den flussung, aber weit gefehlt. Einsender dieses stand am 29. v. Mts. er der Sache fortgesetzt sein Interesse zuwenden werde, verabarbeitslosen Massen zu demonstriren. Aber auch das würde mit noch einem Gesinnungsgenossen Stimmzettel für„ Lehmann" schiedete sich die Deputation mit dem Ausdrucke des Dankes für unsere weise Obrigkeit, immer bedacht auf die Wohlfahrt unserer vertheilend, in Schalke, gegenüber der Zeche„ Wilhelmine" vor das freundliche Entgegenkommen des Herrn Oberbürgermeisters. Stadt, keinesfalls gestatten. Der wohlhabende bürger- dem Hause des Wirths Stallberg. Der Wirth gestattete denen liche Michel mag sich getrost die Zipfelhaube über die mit Stimmzettel für Müllensiefen, auch denen mit Battmann, sein Bielefeld, 14. Januar. 3u sechs Wochen Gefängs Ohren ziehen und geruhsam weiter schlafen. Wir sind noch weit Lokal, Flur und Garten zur Agitation, während wir beide armen niß wurde heute der Redakteur Groth der hier erscheinenden entfernt von der politischen Freiheit anderer Länder 3. B. Eng- rothen Brüder" nicht allein davon ausgeschlossen waren, sondern sozialdemokratischen Zeitung„ Volkswacht" von der Straffammer I. lands; dafür sorgten die Reaktionsmänner gleich nach dem Frei- der betr. Wirth Stallberg verbot uns auch noch das vor dem Hause des hiesigen Landgerichts verurtheilt, weil er den Generalsekretär heitsjahre 1848 und sorgen weiter gegenwärtigen Handhaber liegende Trottoir mit den Worten:" Das Trottoir gehört mir," da Bueck des Zentralverbandes deutscher Industrieller durch die Mitder damals mit Hilfe der Bajonette dem Volte aufgezwungenen will ich keinen Umstürzler, feinen Reichsfeind darauf wissen, ich theilung in Nr. 73 der Volkswacht" beleidigt habe, nach welcher Gesetze. habe es schon so oft gesagt, ich dulde solche Leute nicht auf Herr Bueck geäußert haben, soll, die Arbeiter seien zur Knechtschaft Wie im Uebrigen noch die verschiedenen Behörden ihre Pflicht meinem Grund und Boden. Auf meine bescheidene Frage:" Von geboren. den Staat zu erhalten auffassen, beweisen unter Anderem, um wem leben sie denn eigentlich?", rief er:" Ja, Sie stehen jetzt Einiges hervorzuheben, folgende Vorfälle: auf Kommunalboden wir standen mit unseren Stimmzetteln auf der Straße sonst wollte ich Ihnen schon was Anderes Handwerkerverein, der seit einer Reihe von Jahren weiter nichts Braunschweig, 14. Januar 1891. Der Braunschweiger zeigen." als ein Vergnügungsklub ist, und der kein anderes Lebenszeichen von sich giebt, als die von den Turnern und Sängern des Vereins veranstalteten Feste, will jetzt unter den Auspizien nationalliberaler Kapitalisten eine Aenderung seines Namens vornehmen und sich Braunschweiger Arbeiterverein" nennen. Es handelt sich hier um eine der vielen todtgeborenen Gründungen zur Betämpfung der Sozialdemokratie. Der Name Arbeiterverein", der dieser Gründung der Großindustriellen gegeben wurde, kommt einer Jrresührung gleich. Arbeiter gehen nicht auf diesen Leim. Eigentlich sollten die Gründer wegen Vorspiegelung falscher Thatsachen belangt und gezwungen werden, den Verern Anti- Arbeiterverein zu nennen. Das Herold- Bureau hätte sich den Lurus 1. Der Kassirer und der Schriftführer der Heizer und Trimmer werden plötzlich Nachts um 12 Uhr im Lokale ihrer Lohnkommission, ohne Angabe von Gründen verhaftet, sämmtliche Bücher wurden beschlagnahmt. Leztere wurden auf energische Forderung des Vereinsvorstandes dann am nächsten Tage freilich wieder frei gegeben. Nicht so die Verhafteten. 2. Einem Tabatarbeiter, der zu den Ausgesperrten gehört, und unter gegenwärtigen Verhältnissen um Stundung des Schulgeldes für sein Kind ersuchte, wurde diese Bitte mit der Begründung abgeschlagen, daß Arbeitern ,,, we I che einem Verbande angehören" fein Schulgeld erlassen werden darf! 3. Denunzirt unsere Polizeibehörde Arbeiter, welche nach Auffassung der die Versammlungen überwachenden Beamten Rothenburger Tage. . Geehrter Herr Redakteur! Es war wenigstens durch unser„ Kaltstellen" so viel bezweckt, daß wir die Wahlhandlung nicht überwachen konnten. Es waren nämlich von gegnerischer Seite ungefähr 30 Arbeiter( die meisten waren Polen) unter Führung von Beamten aufgestellt, welche stets zur Ver, ügung der Beamten und des Wirthes, sicherem Anscheine nach, waren. Nun, die Wähler hatten sich troß diesen außergewöhnlichen Maßregeln nicht födern lassen, denn wir konnten doch noch mit 137 Stimmen für Lehmann nach Gelsenkirchen zum Wahllokal laufen, ja gelaufen sind wir, denn Schläge sollen weh thun. Aber deshalb: Sie bewegt sich doch. " * * * Sie machten einen Umweg über das Vörbachthal, denn gewiß auch noch ein Hüttlein und ein Stücklein Land für sie wollten nicht dicht an der Stadt vorüberkommen. Wie Lienhart und Eva. Wie wollte sie schaffen und tagewerken Roman aus der Zeit des großen Bauernfrieges von 1525. leicht hätte man sie bemerken können! Dann zogen sie sich an der Seite des geliebten Mannes, teine Arbeit däuchte Von Wilhelm Blos. ( 37. Fortsetzung.) Ich gehe mit Euch auf der Stelle!" sagte Eva entschlossen. " Es ist auch hohe Zeit," sprach der Bote, in Eurer Behausung werdet Ihr nicht mehr lange ungestört sein. Ihr wisset ja, daß Herr Kunz Kreglinger ein Aug auf Euch geworfen hat." " Ja, das weiß ich", seufzte Eva. " Es heißt auch, man wolle Euch überfallen, greifen und peinlich befragen lassen, wo sich Lienhardt aufhält", sprach Eva erschauerte. der Bote. " Man jollt' es kaum glauben, daß mächtige Herren so umgehen möchten mit einem armen und schwachen Mädchen", sagte sie.„ Aber lasset uns fliehen!" " südwärts auf verborgenen Pfaden, die Eva gar wohl kannte; dem kräftigen Frankenmädchen zu schwer. Bei Fleiß und fie war als Kind ja oft durch die Gegend gestreift. Freiheit muß auch das Glück erblühen, dachte sie, und schritt Schweigend schritten sie dahin, als plötzlich hinter einem träftiger aus; sie strebte dem Geliebten zu. Baume abseits ihres Weges ein Mann hervortrat, schier Es mochte des Mittags um die vierte Stunde ähnlich dem Begleiter Eva's. Die beiden Männer schienen sein, als sie Landsiedel vor vor sich sahen; die Sonne sich zu kennen, denn Eva's Begleiter that sofort einige brannte heiß hernieder vom Schritte dem Fremden entgegen. Sie flüsterten kurz mit Die Bauern sah man alle den Feldarbeiten obliegen; wo wolkenlosen Himmel. einander, während Eva weiter ging. Nach zwanzig Schritten man auf der staubigen Straße Einem begegnete, sah er scheu drehte sie sich um und sah ihren Begleiter auf sich zu- und unruhig drein, denn die große Niederlage der Volkssache kommen; der Andere war schon wieder im Gehölz ver- hatte überall ein gar erschrocken Wesen zu Stande gebracht. schwunden. " Wer war das?" frug ängstlich das Mädchen. Jetzt hielt Eva's Begleiter an und sagte, er könne nicht mit durch das Dorf gehen; gar leicht möchte irgend ein Unberufener auf ihn aufmerksam werden. Eva dankte ihm für seine Begleitung und ging allein weiter, während der Bote querfeldein verschwand. Dies war Einer der Unferen", sagte ruhig der Bote. Er ist mit mir von Königshofen gekommen und ist Einer der Mergentheimischen, auf die sie fahnden. Er erhält sich hier im Wald; sonst mag es für ihn nicht mehr sicher sein. Das Mädchen sah nicht rechts noch links, sondern schritt " So mag es noch Viele geben", sprach sie. Auf der Stelle", sprach der Bote. Denn Herr Kunz der Herberge zu und trat ein. Es war ganz still im Hause, Das glaub' ich wohl," antwortete er, die Wälder sind denn all das Gesinde war draußen im Feld an der Arbeit. Kreglinger hat gestern schon vom Rath den Auftrag erhalten, voll von Flüchtlingen, die sich niche mehr in die Dörfer und Als sie im Hausflur aufhorchte, vernahm sie im Hinteraus den großen Lienhardt zu fahnden." in das offene Feld getrauen. Weh' ihnen, wenn man sie stüblein gedämpfte Stimmen. Sie trat ohne Weiteres ein " So will ich mir nur das nöthigste in einem Päcklein fängt! Wenn sie sich anf die Bäume flüchten, so schießt man und sah dort zwei Männer im Gespräch. mitnehmen", sprach sie zitternd, und dann lasset uns so- sie herunter, wie das Federwild!" Lienhart!" rief sie und flog dem Geliebten in die Arme. gleich aufbrechen nach Landsiedel. Der Herbergsvater all-„ Die armen Menschen!" seufzte Eva. In welcher Zeit Der geächtete Bauernhauptmann hatte eben sehr ernst dort ist treu und gut; er wird meinen Lienhardt nicht ver- leben wir, daß Alles so grausam wüthet und die Menschen mit dem Wirth gesprochen; jetzt lief ein Lächeln über sein rathen". wie die reißenden Thiere wider einander sind?" männliches, wetterverbräuntes Antlig und er zvg seine GeDas glaub' ich auch nicht," meinte der Bote. Dann versant sie wieder in tiefes Sinnen; sie dachte liebte an sich. In stürmischen Liebkosungen gab sich die Eva hatte bald ihr Bündelein fertig; sie trat mit dem an ihre Zukunft. Da malte sie sich es aus, wie sie glücklich Freude des Wiedersehens kund, so daß der Wirth erstaunt Boten aus dem Hause und schloß es hinter sich ab; den sein wollte mit ihrem Geliebten, wenn sie nur erst das drein sah. Er war gerührt von der Treue und Zärtlichkeit Schlüssel steckte sie zu sich. Die Kuh ließ sie aus dem Stall fremde Land und die Sicherheit von Leib und Leben ge- der Beiden. " " in den fleinen eingezäunten Grasgarten hinter dem Hause; wonnen vor dem Junker Kunz und den anderen Herren. So ist's recht," sprach er, wenn Ihr einander so lieb so dürfte das Thier keine Noth leiden. Eva streichelte das Es fiel wieder wie ein Sonnenstrahl in ihre Seele. Sie habt, so muß ja Alles noch gut werden." Thier und es blökte laut vor Freude. Da ward dem Mädchen gar sah in Gedanken vor sich die mächtigen Berge der Schweiz, Das dent' ich auch", sprach Lienhart. traurig zu Muthe. Eva warf noch einen langen Blick auf wo die Freiheit wohnte, und von denen ihr Lienhart so oft Aber die Kleine hat einen weiten Marsch gemacht in das Haus und das kleine Gut, wo sie geboren erzählt, wenn sie traulich, Hand in Hand, in einer Ecke der Hize", meinte nun der alte Wirth, drum will ich ein und aufgewachsen und das sie nun auf immer verlassen saßen. Dort haufte ein tapferes Volt, arme Hirten und Krüglein alten Weins heraufholen und auch einen Imbiß sollte. Dann aber warf sie das Haupt empor, trocknete Bauern, von denen einst Desterreichs und Burgunds herrichten, denn von der Liebe allein könnet Ihr doch nicht die Augen und schritt mit dem Boten fürbaß, ohne sich auch glänzende Ritterschaft in heißem Kampfe überwunden leben, wenn Ihr auch noch so eifrig küsset und koset!" nur einmal umzusehen. worden. Und in solch' freiem Lande, da fand sich ( Fortsetzung folgt.) = Der Die sparen können, derartige Erzeugnisse in die Welt zu telegra- oder ausgesperrt sind, keine Arbeit zu geben. Also sie, die darüber| der Arbeiter" referirte. Redner führte in seinem Vortrage an, phiren.wachen wollen, daß keine Gesetzesübertretungen seitens der Ar- daß durch die Koalition der Fabrikanten die Arbeiter immer Bromberg, 12. Januar. Mit welchen Schwierigkeiten Arbeiter in Verruf erflären. Eine weitere Gesetzesverletzung: Der halten der Massen unbedingt nöthig. Die Arbeiter müſſen ſich beiter vorkommen, begehen hier selbst eine solche, indem sie die mehr geschädigt würden, daher sei ein noch stärkeres Zusammenunsere Parteigenossen hier zu kämpfen haben, läßt sich aus Fol- Rücktritt vom Verband ist nur gestattet, nachdem sechs Monat ohne Unterschied ihrer sozialen Stellung organisiren. gendem ersehen. Wie bekannt sein dürfte ist hier kein Lokal für vorher gekündigt worden, und zwar darf das Ausscheiden nur Referent besprach dann weiter die partiellen Streiks, die von unsere Versammlungen zu bekommen. Nun haben die Maurer, am 1. Januar erfolgen. Es wird hier gegen den§ 152 gesündigt, Anfang an schon als verfehlt zu betrachten seien, da sie nur UnTischler, Zimmerleute, Schuhmacher und Schneider gemeinsam nach welchem der Rücktritt zu jeder Zeit erfolgen fanu. So sind summen fosten, ohne daß ein günstiges Resultat bisher erzielt sei. eine zweizimmrige Wohnung gemiethet, um in derselben ihre die Kampfesmittel der Unternehmer beschaffen. Was den Stand Deshalb müsse er( Redner) warnen, derartige Streiks zu provoVersammlungen abhalten zu können. 11. d. Mts., hatten die Maurer und Tischler gewerkschaftliche Anfang derselben. Trotz der siebenwöchentlichen aufgenommen. Hierauf gelangte folgende Resolution zur UnFür Sonntag, den der Aussperrung betrifft, so ist er noch ebenso, wie zu zieren. Der Vortrag des Referenten wurde mit großem Beifall Versammlungen angemeldet, die eine um 4 Uhr, die zweite um Dauer derselben haben die Fabrikanten noch nahme: Die Versammlung des Vereins der Eisen- und Metall6 Uhr und außerdem wurde eine öffentliche Volksversammlung feinen einzigen Streifbrecher erobert. Zieht man in Betracht, dreher Berlins und Umgegend erklärt sich mit den Ausführungen für 8 Uhr Abends angemeldet. Trotz des schlechten Wetters daß die Fabrikanten die denkbar günstigste Zeit zu ihrem Vor- des Referenten einverstanden und ist sich bewußt, daß nur auf war das Lokal überfüllt, denn Viele mußten umfehren. Zur rechten Zeit eröffnete Theodor Zeck die erste Versamm Tabatarbeiter bewundern. gehen gegen die Arbeiter benüßten, so muß man die Hamburger dem Wege der Organisation ein erfolgreiches Vorgehen zu er Kurz vor Weihnachten, in der warten sei. Jung der Maurer, um den auf der Tagesordnung stehenden grimmigsten Kälte dem Elend preisgegeben, und nicht einer fehrt nung über das verflossene Vierteljahr. Roll. Bagel befürwortet, Alsdann legte der Kassirer Koll. Mittmann RechAufruf zu verlesen. Doch kaum war die Versammlung eröffnet, verzagt zum Fabrikanten zurück, um sich das Vereinigungsrecht alle überflüssigen Gelder nach Hamburg an die Streitkasse abzuso trat der Polizeikommissar Ullrich heran, einen Thermometer in nicht nehmen zu lassen. Das verdient die höchste Anerkennung. führen. Zu Verschiedenem" stellt Koll. Wegner den Antrag, der Hand haltend, nach welchem er fonstatirte, daß nur 4 Grad Alles hatten die Fabrikanten bei ihrem Vorgehen berechnet, nur den Frauen der Berliner Velvet Fabrik noch 20 M. zu überWärme vorhanden seien, dieses aber die Gesundheit der An- nicht das Solidaritätsgefühl der Arbeiter. Gerade die, welche weisen; dieser Antrag wird gegen 3 Stimmen abgelehnt, da, wie wesenden gefährde, er daher die Versammlung schließen und die nicht den bestehenden Arbeitervereinen bis dahin angehörten, sie Roll. Unger und Machatzky betonen, von Hamburg eine den Ver Anwesenden auffordern müsse, das Lokal zu verlassen. Als dieses schlossen sich den organisirten Kollegen an, als sie sahen, dieselben hältnissen entsprechende Vertheilung stattjinde. Hierauf schließt geschehen, wurden die Anwesenden vom Tischler Gehrich auf wurden ausgesperrt, weil sie nicht aus ihren Fachorganisationen der Vorsitzende mit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung gefordert, wieder herein zu kommen, da er die Versammlung der ausscheiden wollten. Seitens der Arbeiter sind Platate angefertigt die Versammlung. Tischler bald eröffnen werde. Das Lokal füllte sich wieder und worden, welche den Handlungen Handlungen übergeben werden, die eine freiwillige Sammlung zum Ankauf eines Thermometers ihre Zigarren 2c. von nicht dem Unternehmerverband angehörigen Der Verein der Modelleure und Gipsbildhauer Berlins wurde vorgenommen, ein solcher geholt und im Lokal aufgehängt. Fabrikanten haben. Hierdurch ist schon gelungen, einige nicht hielt am Donnerstag, den 8. d. M. eine zahlreich besuchte VerMerkwürdiger Weise hatte sich inzwischen die Temperatur so dem Verbande angehörende Fabrikanten davon abzuhalten, an den sammlung ab, in we her Kollege Dupont einen Aufsatz aus der geändert, daß sich der Kommissar sowie die Sergeanten Löhnen abzuziehen und sie dazu zu bewegen, auch einige von den Freien Bühne:„ Moral und Kunst" von Ludwig Fulda zur VorNadolsky und Curowsky ruhig ins Lokal setzten und mit uns Arbeitern gestellte Bedingungen zu erfüllen. Wir können sicher lesung brachte, der mit großem Interesse angehört wurde. Allen den Bericht des Delegirten Tech anzuhören. Doch der sein, daß, wenn die nöthigen Mittel zur Aufrechterhaltung des darauffolgende Diskussion gestaltete sich zu einer ebenso lebhaften, großen Temperatursicherheit wegen mußten auch vor dem Hause Kampfes der Hamburger Tabakarbeiter aufgebracht werden, die wie interessanten, da in derselben das Thema erweitert und über auf der Straße zwei Sergeanten Posten stehen. Fabrikanten des Verbandes nachgeben müssen, zumal da sich jetzt Moral im Allgemeinen debattirt wurde. Besonders eingehend Nach erfolgtem Bericht wurde der Anschluß an den Zentral- der Handel mit Tabatfabrikaten hebt und sie bald feine Vorräthe erörterte Kollege Dupont die Moralphilosophie Tolstoj's und verband der Tischler beschlossen, ferner in diesem Frühjahre die mehr haben werden. Haben die Hamburger einen Sieg errungen, brachte darauf noch einen Artikel aus der Freien Bühne:„ Ohne Einführung der zehnstündigen Arbeitszeit durchzusehen. so hat es die ganze Arbeiterschaft, da es sich um das Koalitions: Moral" zur Diskussion. In demselben vertritt der Verfasser, In der nun folgenden Volksversammlung wurde einstimmig recht handelt. Annäherungsversuche haben die Arbeitgeber schon unter dem Pseudonym Dr. Thomas Stockmann die Ansicht, die die Gründung eines Bildungsvereins auf der Grundlage unseres gemacht; jedoch wollen sie, daß die Arbeiter bittend zu ihnen er selbst parador nennt, daß unter der Voraussetzung, daß die Programms beschlossen. kommen, was dieselben selbstverständlich nicht thun werden. Zu Menschheit genügend lange Zeit am Leben bleibt, sie sich schließlich Lezthin wurde bei J. Zarbott nach einem sozialdemokratischen einer Einigung, wenn die Bedingungen annehmbar, werden sie zu einer vollkommen„ moralfreien Gesellschaft" entwickeln werde. Organisationsplan gehaussucht. fich gern bereit finden. Kollege Schneider meint, daß er, ohne für das Wort„ Moral", trage Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vor- das heutzutage als Deckmantel für oft sehr zweifelhafte Handwurde folgende Resolution angenommen:" Die lungen gilt, einzutreten, sich doch nicht zu den in dem Artife! Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vertretenen Anschauungen bekennen kann, da er der Meinung iſt, einverstanden und verpflichtet fich, in noch größerem daß auch in einer zukünftigen Gesellschaft, mag sich dieselbe noch Maße wie bisher für die Unterstützung der Hamburger Kollegen, so hoch in der Bildung entwickeln, doch immer irgend ein Sittensowie der sonstigen ebenfalls ausgesperrten Arbeiter Deutschlands gesetz für die Beziehungen der Menschen unter einander einzutreten." Geltung haben werde. Diese Sitten und Gesetze wird Hierauf erstattete Herr Mothes Bericht über die Einnahmen aber der Mensch seiner Bildung gemäß befolgen, ohne und Ausgaben der Kommission für das vierte Quartal 1890. durch irgend welche äußere Einwirkungen, wie Lohn und Strafe, Erstere betrügen inkl. des Bestandes vom 3. Quartal 1051,37 M., dazu veranlaßt zu werden. Kollege Schmiedel geißelt sehr treffend lettere 843,83 M., bleibt ein Bestand von 207,54 M. Herrn die heutige bürgerliche Moral und die heutige, auf Lohn und Mothes wird Decharge ertheilt. Strafe beruhende Erziehungsmethode und schließt damit, daß sich Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Antrag des Fabri- erst dann eine wahrhaft moralische Menschheit entwickeln werde, fantenvereins auf Gründung eines Einigungsamtes, sprachen die wenn die Ursache aller Verbrechen und Laster, die heutige kapiHerren Börner, Rauprecht, Heidtmann, Hinge, talistische Produktionsweise beseitigt sein wird. Dechandt, Moltenbuhr, Drescher, Werner, Le h- Zu„ Geschäftlichem" stellt Kollege Krahlemann den Antrag, mann und Mothes. Der Fabrikantenverein hat an- der Generalkommission der deutschen Gewerkschaften zur Untergeregt, ob es nicht möglich sei, ein aus drei Arbeit- stützung der nothleidenden, ausgesperrten Arbeiter 20 M. zu übergebern, drei wirklichen Arbeitnehmern und einer weisen, welcher einstimmig angenommen wird. Magistratsperson bestehendes Einigungsamt zur friedlichen Unter„ Verschiedenem" kommt das Verhalten des UnterRegelung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmers Vogler, Kurfürstenstraße 37, zur Sprache und seine nehmern zu gründen. Die Meinung aller Redner war die, daß Handlungsweise wird von den Kollegen Scherr, Schneider und man grundsätzlich nichts gegen ein Einigungsamt einwenden Wolter kritisirt.( Näheres hierüber in Nr. 11 des Vorwärts" könne; es käme nur auf die Art der Ausführung des Projektes und in Nr. 2 unseres Vereinsorgans.) Zum Schluß macht an. Wenn die von den Arbeitern dazu zu stellenden Bedingungen Kollege Hartung auf die am 22. d. M. stattfindende General von den Fabrikanten akzeptirt werden, könne man sich mit der versammlung aufmerksam und fordert zu allgemeinem Besuch ganzen nicht. Von den meisten Rednern wurde dem ganzen Vorschlage ein gewisses Mißtrauen entgegen gebracht. Mehrere Redner Von Herrn Schütte erhalten wir folgendes Schreiben: 3 waren der Meinung, daß der Fabrikantenverein nur sein Interesse Nr. 8, erstes Beiblatt, Ihrer geschätzten Zeitung vom Sonnabend, dabei im Auge habe und einen Keil in die Einigkeit der Arbeiter den 10. Januar d. J., befindet sich unter der Rubrik" Versamm treiben wolle. lungen" ein Versammlungsbericht der Freien Vereinigung der Rutscher und im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter 2c.", in welchem u. a. die Behauptung aufgestellt wird:" Die Herren Schütte und Bojanowsky, welche zu dieser Versammlung eingeladen waren, hatten es vorgezogen, durch Abwesenheit zu glänzen. Nun, mögen die Herren nur immer thun, was ihnen beliebt, uns läßt es falt." Soweit meine Person hierbei in Betracht kommt, habe ich zu erklären und dies dürfte auch für Herrn Bojanowsky * Karlsruhe. Die am 12. d. Mts. begonnene Tagung des hiesigen Schwurgerichts hat sieben Anklagen gegen Sozialdemofraten wegen Aufreizung, bez. Beleidigung durch die Presse zu behandeln, darunter fünf gegen den Redakteur des hiesigen sozialdemokratischen Blattes und unter diesen zwei wegen Majestätsbeleidigung. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte am 14. d. M. den sozialdemokratischen Führer Adolf Geck wegen Vergehens gegen den§ 130 des Strafgesetzes zu sechs, den Redakteur Teufel vom " Volksfreund" zu neun Monaten Gefängniß. Von der Anklage Der Beleidigung des Kaisers wurden die Genannten freigesprochen. Metz, den 12. Januar 1891.( Alter Kurs in den Reichslanden.) Man schreibt uns: Auf unsere, unterm 9. Dezember v. J. an das hiesige Bezirkspräsidium eingereichte Beschwerde wegen Verweigerung der von uns zur Abhaltung einer öffentlichen Versammlung nachgesuchten Genehmigung, wurde uns am 10. Januar d. J. nachstehende Erflärung zugesandt. Metz, den 5. Januar 1891. Auf die gefällige Eingabe vom 9. Dezember v. J. er widere ich nach Prüfung des Sachverhalts ergebenst, daß gemäß Art. 1 des Gesezes vom 6. Juni 1868 öffentliche Versammlungen, deren Zweck die Behandlung politischer Gegenstände ist, der Genehmigung bedürfen, daß daher der Herrer Polizeidirektor hierselbst befugt war, die für eine öffentliche Boltsversammlung am 9. Dezember v. J. ver langte Genehmigung zu versagen und daß ich mich nicht veranlaßt sehen kann, Ihren Antrag auf Aufhebung der Entscheidung des Polizeidirektors vom 5. Dezember v. J. stattzugeben, meisten wenn dies nicht der Fall sei, dann derselben auf. sus expuis . Nach Schluß der sehr lebhaften Debatte wurde bestimmt, daß in ca. 14 Tagen eine öffentliche Versammlung stattfinden solle, welche allein den Zweck habe, diese Angelegenheit zu erledigen. Mittlerweile solle sie in den Fabriken diskutirt werden. " Der Bezirkspräsident von Hammerstein. Wie man hieraus ersieht, wird der Diktaturparagraph auch heute noch, trotz der neuen Aera, in seinem vollen Wortlaut Unter Verschiedenem" erstattete Herr De chandt Bericht buchstäblich und in seiner ganzen Strenge gehandhabt. Man hält über den Verlauf der Aussperrung der Eschweger Kollegen. Von es von vornherein nicht für angezeigt, uns nur den leisesten den dortigen ca. 520 Tabatarbeitern haben 247 gestreift. In der Grund anzugeben, warum man von oben herab es nicht für noth- Weihnachtswoche hatte die Firma Eichler u. Sohn ihren Arbeitern gelten daß mir von einer Einladung zu einer Versamm wendig erachtet, daß sich die Bevölkerung durch öffentliche Er- gegenüber nachgegeben. Nachdem die Kommission darüber ent- lung obigen Vereins nichts bekannt geworden ist. örterungen politischer Tagesfragen in öffentlichen Volksversamm- schieden, traten diese bei der Firma wieder ein. Kaum war dies Solange diejenigen Herren, welche dies trotzdem behaupten, lungen die so sehr nothwendige Aufklärung verschafft. Wie kann geschehen, so fingen alle andern noch Ausständigen bei ihren alten nicht Beweise erbracht oder ihren event. Irrthum zugestanden es gesetzlich zulässig sein, in Metz zu verbieten, was in Altdeutsch- Arbeitgebern unter den denkbar schlechtesten Bedingungen wieder haben, finde ich für ihre Handlungsweise keinen parlamentarischen Ausdruck.- Was ferner mein Thun und Handeln betrifft, land und Mulhausen erlaubt ist? Pflicht der gesammten Arbeiter an, trotzdem Geld zur Unterstügung in reichlichem Maße vorpartei von Metz ist, die Hände nicht in den Schooß zu legen, handen war. Es war also Mangel an Zusammenhangsgeist, den Anlaß zu ihrer Behauptung, ich sei eingeladen wor welches wie die Herren erklären, sie talt läßt aber doch sondern mit allen Mitteln dahin zu streben, in den vollen Bejit welcher diesen Streik verloren gehen ließ. Es sind nun noch ben, gegeben haben muß, so weiß ich wirklich nicht, wodurch der ihnen gewährleisteten Rechtsgleichheit zu gelangen. dort bekommen. Diese müssen vom Verein unterstüßt und mög- ich den Zorn dieser Herren eigentlich auf mich geladen haben lichst anderwärts untergebracht werden. sollte. Bemerken will ich noch, daß, wenn eine Rechtfertigung meinerseits oder eine Abfanzelung andererseits von Nöthen sein sollte, ich mich dem Einen sogut, wie dem Anderen jederzeit gern unterwerfen würde, sobald mir Zeit und Gelegenheit dazu ges geben wird. Schütte." Versammlungen. 47 Arbeitslose vorhanden, welche überhaupt keine Arbeit mehr Nachdem Herr Börner auf das Treiben einer„ Genossen schaft Ausgesperrter" hingewiesen und vor derselben gewarnt hatte, und nachdem zum Abonnement auf die„ Berliner VolksTribüne" aufgefordert worden war, wurde die Versammlung geDer Leseklub„ Freie Kritik" hat sich zu Gunsten der Arbeiter- Bildungs schule aufgelöst. Achtung, Parteigenoffen! Die nächste Versammlung zur Konstituirung Donnerstag, den 22. d. M., in Deigmüller's Salon, Alte Jakobite. 48a, Ital; des Wahlvereins im 3. Berliner Reichstags- Wahltreise findet nächste Woche am Mitglieder werden inzwiſchen aufgenommen bei Otto Kräter, Waſſerthorstr. 20; Kungmann, Staliger und Manteuffelstraßen- Ecke und Waldemarstr. 74, sowie mit verzeichnet stehen. Die Agitationskommission der Schneider und Schneideschlossen. rinnen Berlins hatte am 12. d. M., um den Beschluß einer öffentlichen Schneiderversammlung Rechnung zu tragen, die In- die vom Leseklub„ Karl Mary" einberufen war, sprach Herr In der Versammlung am 11. 5. M. auf dem Bock, haber aller Herrenkonfektions- Geschäfte, welche im„ Berliner Dr. Zütgenau über das Thema:" Wie stellt sich die SozialA. Schweizer, Dresdenerstr. 52-53; W. Gründel, Dresdenerstr, 116. Volksblatt" inseriren, zu einer Vorkonferenz eingeladen. Er- demokratie zur Kirche?" Auch hier war der Andrang zur Ver- Sangesbrüdern, Freunden, Genossen, sowie früheren Mitgliedern zur schienen waren: Hartwig Söhne u. Bär, Stettin, Berlin, sammlung so groß, daß Viele zurückgewiesen werden mußten. Nachricht, daß der Männerchor St. Urban" feinen diesjährigen ersten Wiener Chausseestraße 24 a, Lindenbaum, Gr. Frankfurterstraße 39; I. die Geschichte ein Produkt der ökonomischen Verhältnisse und ist in folgenden Lotalen zu haben sind: Fröhlich, Naunynſtr. 43; Hahn, ReichenDer Referent führte etwa folgendes aus: Die Religion ist wie und Becliner humoristischen Mastenball am 17. Januar im Lotale„ Süd- Dſt", Waldemarstr. 75, abhält. Er macht gleichzeitig bekannt, daß Billets a 50 Pf. Krakauer, Rirdorf, Bergstraße 22, Bär, Gesundbrunnen, Bad- völlig unabhängig von der politischen Ueberzeugung. Zum Beberger- und Liegnizerstraßen- Ece; Mosler, Ritterstr. 97; Welzer, Reichen: straße 18. Das Bemerkenswerthe an der Verhandlung ist, daß weise dieser Behauptungen giebt Redner eine Uebersicht über die bergerstraße 154: Lausch, Wafferihorfir. 9; Luſtiger Stiefel, Stalizerſtr. 18: sich sämmtliche Anwesende mit dem Referenten der Kommission Geschichte der Entwickelung des Christenthums. Er führte aus, in sämmtlichen Lotalen des Südens und Südostens. Gleichzeitig wird bekannt einverstanden erklärten: Die Nothlage der Arbeiter in der Kon- wie sich diese Religion zur Zeit des Versalles der römischen Welt- gemacht, daß der zweite Mastenball am 14. März in Renz' Salon statt herrschaft bildete, wie sie sich an die Armen und Elenden wandte, findet, und daß beide Lokale auf der Liste, als zu jeder Versammlung zu haben, fektionsbranche wird hauptsächlich in der Hausindustrie und der und wie sie gerade darum zur Blüthe gelangte. Wie sie dann aber Achtung, Genossen! Am Sonntag, den 25. Januar, findet in beiden damit verbundenen Zwischenmeister erblickt. Die Errichtung selb- ihren ursprünglichen, volksfreundlichen Charakter einbüßte, Sälen der Neuen Welt( Hafenhaide) das erste Stiftungsfest des Vereins der ständiger Betriebswerkstätten soll als die nothwendige Vorbedin- von der Religion der Liebe zu der des Hasses gegen die Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rirdorf und Umgegend statt. Das felbe besteht aus Konzert, Theater, Gesangs- und anderen Vorträgen, sowie wurde. Andersgläubigen gung zur Besserung gefördert werden. Redner entwirft ein anschau- Tanz. Die Festrede hält um 7 Uhr Genosse Wilhelm Stebknecht. Die Zu diesem Zweck sollen liches Bild von den Gräueln der Inquisition, von der uner- Aufführungen werden nur von Genoſſen ausgeführt. Entree 20 Pf. Herren, die Großkonfektionäre gleichfalls zur Verhandlung geladen fättlichen Habsucht des Priesterthums, von dem herrschsüchti- die am Zanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Ausführliche Programme an der Kontrole. Da der Ueberschuß der Gewerkschaftstommission in Hamburg gen Ehrgeiz der Päpste. Die Reaktion dagegen konnte nicht aus überwiesen wird bitten wir um regen Besuch. Billets sind in Berlin, sowie Die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen bleiben; die Reformation begann. Ihr Führer war freilich nicht Rigdorf bei bekannten Genossen, welche offene Geschäfte haben, sowie am Tage hatten sich am 13. Januar sehr zahlreich unter dem Vorsitz des herrschenden Klasse; aber die Fortentwickelung der ökonomischen 17. Januar eine gesellige Zusammenkunft und am Donnerstag, den 22. Januar der geeignetste, Luther beließ die Kirche in Abhängigkeit von der im Lotal zu haben. Die Freie Literarische Gesellschaft veranstaltet am Sonnabend. Den Herrn 2utry versammelt. Der Abgeordnete Molkenbuhr Verhältnisse vollendete bald die Umgestaltung der Beziehungen ihren dritten Vortragsabend, der diesmal ausschließlich durch noch nicht ver erstattete Bericht über den Stand des Ausschlusses der Tabak der Religion zur Politik. So zeigt sich die Religion stets als ein öffentlichte, theils von den Autoren selbst, theils von Joseph Raineben, arbeiter von Hamburg, Altona, Ottensen und Wandsbeck. Der getreues Spiegelbild der bestehenden Machtverhältnisse, sie ist Gerhardt Hauptmann, Heinz Tovote, Ernst v. Wo 130 pen getragene Dichtungen von Heinrich Hart, Otto Erich Redner unterzog vorerst die Ursachen der Aussperrung einer ebenso wie diese fortwährendem Wechsel unterworfen. Dieses Ver- und anderen ausgefüllt wird. Auf der Tagesordnung am Sonnabend stehen Erörterung. Wir berichteten seiner Zeit ausführlich über die- hältniß ist ein durchaus ungesundes: Trennung der Kirche vom Staat ein Vortrag von Ɛeo Berg über„ Decadence" und Distuſſion, humor freien selben. Die Red.) Bekanntlich spielte bei dieser Aussperrung, ist eine Forderung des gefunden Menschenverstandes und darum auch literarischen Gesellschaft ist die von Dr. Heinrich part, geo Berg ht von Adalbert Steffter u. a. Zum Organ der wie in letzter Zeit überall bei derartigen Vorgängen, ein Unter eine Forderung, der Sozialdemokratie.( Lebhafter Beifall.) An 3. G. Gallis begründete Halb- Monatsschrift„ Die Moderne" gewähl nehmerverband eine große Rolle. Schon im Mai vorigen Jahres der Diskussion betheiligte sich ein Redner. Im Schlußwort be- worden wurde in Hamburg ein sogenannter Arbeitgeber- Verband ge- tonte der Referent nochmals, daß Religion die Sache des Ein- Frauen und Männer am Sonntag, den 18. Januar, Abends& herrn Lese- und Diskutirklub Freie Denker. Deffentliche Bersammlung fi gründet. Derselbe erfreute sich der besonderen Nachsicht der Be- zelnen sein müsse und eine polizeiliche Ueberwachung und Schnegelsbergs Feſtſaal, Jahnstr. S. Tagesordnung: 1. Bortrag des Vern hörden. Er besteht nämlich aus einer Reihe von Arbeitgeber Kontrolle nicht erfordere und dulde. Ginstimmig wurde dann eine Dr. F. Lütgenau. 2. Distuffion. 3. Verſchiedenes. Nach der Verſamm wire Vereinen, welche sich auch mit Politik befassen. Nach einer Reſolution angenommen, wodurch gegen die Gerichtsentscheidung ersucht. werden. Geselliges Beifammensein und Tanz. Um recht zahlreiches Erscheinen Bestimmung im Statut des Verbandes soll er ein Vor Protest eingelegt wird, welche das Sizzenbleiben beim Kaiserbo) und 89 Hamburg) Filiale Berlin 6. Sonntag, den 18. d. M., Vormittags gehen gegen die Ausschreitungen der Arbeiter ermög- bestraft. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. 5. 29 lichen. Wenn man in den Hinterwäldern Amerikas leben 10% Uhr, Gartenstraße 123 bei Krüger: Mitglieder- Versammlung. Tages ordnung: Kassenbericht pro November- Dezember, Jahresbericht und Ber würde, käme man beim Hören dieser Bestimmung zu der Der Verein der Eisen- und Metalldreher Berlins und schiedenes. Ansicht, Hamburg habe teine Behörden. Weiter verpflichten sich umgegend hielt am Sonntag, den 11. Januar, seine Vereinsdie Mitglieder dieses Verbandes dazu, Arbeitern, welche streiken versammlung ab, in welcher Herr Körsten über die heutige Lage Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.