Mr. 92. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertele fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Hr. 1508 Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Lutschbeukel für die Agravier. Sonntag, den 19. April 1896. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3.. D über einen wenig geneigten, theilweise sogar ablehnenden| Schüttbodenlagerung" wäre nicht ohne. Wer da recht hat, Standpunkt einnahmen, hat unter ihnen in neuerer Zeit weiß man nicht. Da aber der landwirthschaftliche Zentralunter dem Drucke der niedrigen Getreidepreise verein der Provinz Sachsen in Halle ein Kornhaus erbanen und der ungesunden Entwickelung des Zwischen will, in dem beide Syfteme zur Anwendung kommen, so handels unverkennbar eine diesem Unternehmen günstige Dem preußischen Abgeordnetenhaus ist kurz vor dem Stimmung mehr und mehr platgegriffen, und es macht sich wird das wohl schon das richtigste sein. Wiederbeginn seiner Sigungen eine Kreditvorlage zu- augenblicklich in landwirthschaftlichen Streisen der lebhafte Wunsch Wer soll die Kornhäuser bauen? Die Lage der Lands gegangen, deren hervorstechendstes Merkmal die Verquickung geltend, daß staatlicherfeits die erforderlichen Bauten ausgeführt wirthschaft ist gegenwärtig eine so schlechte, daß die Landzweier einander fachlich fernstehender Dinge ist. Sie be- und den genossenschaftlichen Bereinigungen der wirthe die erforderlichen Mittel unmöglich aus eigenen zweckt nämlich den Bau einer Anzahl von Sekundärbahnen andwirthe zur Verwaltung und Benutzung Kräften aufbringen können. Folglich muß ihnen der Staat und die Anlage staatlicher Kornlagerhäuser. Durch die überwiesen werden mögen.... Da zur Zeit noch beispringen. Aber das ganze Risiko kann er nicht auf Vorlage soll die Regierung ermächtigt werden, zum Bau nicht alle in betracht kommenden Verhältnisse seine Schultern nehmen. Man weiß ja noch nicht, wie die von im ganzen 18 Eisenbahnlinien die Summe von der Sachverständigen noch vielfach über einzelne wichtige vollständig klargestellt sind, und die Meinungen Sache enden wird. 57 503 000 m., zur Betheiligung des Staates an dem Bau Punkte dieser neuen Einrichtung auseinander gehen, so So soll es vorerst ein Versuch sein. Der Staat baut von 2 Eisenbahnen 818 000 M., zur Förderung des Baues handelt es sich vorläufig um ein versuchsweises Vor- für drei Millionen Mark an Eisenbahn- Knotenpunkten von Kleinbahnen 8 000 000 m. und zur Errichtung gehen. Keinesfalls wird der Staat sich darauf einlassen und Wasserumschlagsplägen landwirthschaftliche Getreidevon landwirthschaftlichen Getreidelagerhäusern können, selbst Träger derartiger Einrichtungen zu werden, und häuser und überläßt sie an leistungsfähige Korporationen 3 000 000 m., insgesammt 69 321 000 M. zu verwenden. den Betrieb auf seine Gefahr und Rechnung selbst zu übernehmen,( landwirthschaftliche Genossenschaften, Getreide- Verkaufs Ueber die Verwendung des zum Bau von Kleinbahnen be- sondern die Kornhäuser werden nur aus ftaatlichen Mitteln möglichst Genossenschaften u. s. w.) gegen Entgelt zur Benutzung und stimmten Fonds von 8 000 000 m. und des Fonds von und sodann an leistungsfähige Korporationen zur Benutzung und eine angemessene Verzinsung und Tilgung der vom Staate in Uebereinstimmung mit den Wünschen der Betheiligten zu erbauen Verwaltung. Dieses Entgelt wird so bemessen werden, daß 3 000 000. für die Kornlagerhäuser soll alljährlich dem Verwaltung gegen Entgelt zu überlassen sein. Wer diese aufgewendeten Beträge sicher gestellt erscheint. In diese Landtage Rechenschaft abgelegt werden. Träger im einzelnen Falle sein werden, läßt sich zur ur Beit Den Bau von Eisenbahnen zu fördern ist eine Kultur- noch nicht übersehen. Ferner empfiehlt es sich, bei der Kornspeicher schickt der Landwirth sein Getreide und erhält aufgabe, deren Berechtigung in jedem Einzelfalle von der Verschiedenheit der Meinungen darüber, ob für unsere Verhält sofort eine Abschlagszahlung. Mit Hilfe der landwirthforgfältigen Prüfung aller in betracht kommenden Umstände niffe fich Silos oder Bodenspeicher mehr eignen, schaftlichen Zentral Darlehnskasse und der preußischen abhängt. An fich ist jedenfalls umsoweniger gegen ein hierüber zunächst keine bestimmten Grundfäße aufzustellen. Auch Beutral- Genossenschaftskaffe werden die eingelagerten Be derartiges Beginnen etwas einzuwenden, da in Preußen wird man sich, da es sich um ein versuchsweise3 Borstände lombardirt, die Verwaltung des Speichers schreitet sowieso die meisten Eisenbahnen in den Besitz des Staates gehen handelt, schon im Hinblick auf die erheblichen Kosten zum Verkaufe, wenn ihr der günstigste Zeitpunkt gekommen übergegangen find. Daraus ergiebt sich für den Staat orläufig damit begnügen müffen, nur an einzelnen, beu sein scheint. geeigneten Stellen, Waſſerumschlags: die weitere Verpflichtung des Ausbaues des bestehenden pläßen und Bahnhöfen, die Kornhäuser zu errichten. Die Vorlage hat bei der Kreuz- Zeitung" und ihren Eisenbahnneges. Für die Schäzung der Höhe des Bedarfs jür die nächsten Jahre Hintermännern, den Großgrundbesitzern, ungetheilte Bus Eine vollständige Neuerung ist nun aber die in jene fehlt es an ficheren Unterlagen. Vorläufig fommt ſtimmung gefunden. Das war vorauszusehen. Thuen Forderungen für Eisenbahnbauten sorgsam eingewickelte es darauf an, für das geplante Vorgehen auf diesem Gebiete schafft die Speicherverwaltung durch das Mischen verForderung für Kornlagerhäuser. Natürlich wendet man Mittel in ausreichender Höhe zur Verfügung zu haben, während schiedener Sorten unter Umständen einen normalen Durchfich mit einer gewissen Neugier den Motiven zu, die von die Ergänzung je nach Bedarf der Zukunft vorbehalten schnittspreis, auf jeden Fall aber stellt ihnen der Staat der Regierung den Kornlagerhäusern mit auf ihren Lebens. bleiben kann." für billiges Geld zweckentsprechende Lagerräume und Puz weg gegeben werden. Motive find nun seit je eine schwache Um diese Begründung vollauf würdigen zu können, maschinen. Seite einer föniglich preußischen Regierung gewesen und muß man sich erinnern, wie zaghaft souft die preußische Etwas mißtrauischer stellt sich der Vorlage gegenüber neuerdings wurde diese Seite schwächer und schwächer denn Regierung an Kulturaufgaben herantritt, wie selten für die" Teutsche Tageszeitung". Aus ihr spricht diesmal die je. Hat man durch die Motive sich durchgelesen, dann ist Kunst und Wissenschaft, für Hebung des Unterrichts eine Bauernstimme. Auf welche Weise soll der Bauer nach den man sicher nicht von der sachlichen Nothwendigkeit einer Extra- Aufwendung zu erlangen ist. Und hier? Trotzdem Kornhäusern gelangen, wenn nur an einigen Ecken und solchen Forderung überzeugt. Es ist, als hörte man die noch nicht alle in betracht kommenden Verhältnisse voll- Enden des Reiches einzelne errichtet werden? Und dann agrarische Nährmutter Miquel mit schlauem Augenblinzeln ständig klargestellt sind", trotzdem die Meinungen der ist er ja so gar schrecklich verschuldet. Kann er sich mit daherrannen: Ja, schaun's, der Agrarierbub schreit und Sachverständigen noch vielfach auseinandergehen", will einem Male von seinem Körndljuden" trennen, bei dem schreit so gewaltig, daß es bald nimmer mehr zum Aus- unsere gütige Regierung einmal versuchsweise 3 Millionen er bis zum Halse in der Kreide sitzt? Und gelingt der halten ist. Da wollen wir ihm so ein kleines Lutschbeutelchen Mark in dieses agrarische Projekt hineinstecken und stellt Versuch wirklich, und werden nach und nach mehr und ins Mäulchen schieben. Kriegen wir es damit nicht still, je nach Bedarf" eine Ergänzung für die Zukunft in mehr Kornhäuser errichtet, bis der Bauer Vortheil von der das gute Kind, nun dann machen wir ihm eben ein neues Aussicht. neuen Einrichtung ziehen kann, ist er längst, abgeflogen" zurecht." Jn das schöne Amtsdeutsch der königlich preußiUnd dabei weiß man noch nicht einmal, welche Art wenn er heute schon so verschuldet ist, wie das Bundesschen Bureaukratie übertragen, lautet diese Miquel'sche Er- Kornlagerhäuser denn die zweckmäßigsten sind. Die einen blatt behauptet. läuterung: meinen, das amerikanische Silosystem, nach dem die Frucht Eine weitere Beklemmung verursacht dem Blatte die Während aber die Landwirthe anfänglich in hohen, vollständig ausgefüllten Schächten oder Bellen Frage: Wer giebt das Geld her, damit die in die Korn dem Plane ber Errichtung von Kornhäusern gegen Aufbewahrung findet, sei das beste; andere sagen, auch die häuser eingelagerten Bestände belehnt werden können? Es ( Nachdruck verboten.) hingen an den Lippen der Lehrerin, die von ihrem ver- weise, die er für den Unterricht angenommen hatte, um nicht storbenen Schwager erzählte. Und näher und näher rückte jeden Augenblick in den Dialekt zu fallen; dann wurde Roman von Nicolaus Krauß. das Kind an die Tante. Und auf einmal warf es ein Vaterunser heruntergeschrieen, und der Unterricht beseine Arme um ihren Hals und stürzte mit den gann. Worten, die wie ein Jauchzen klangen:„ Mein Vater! Lene saß steif auf ihrem Plaze, ohne sich um ihre NachMein Vater!" an ihre Brust. barinnen auch nur mit einem verstohlenen Blick zu kümmern; Von der Stunde an hatte die Lehrerin das Vertrauen ihre Hände hatte sie vor sich flach auf die Bank gelegt, ihres Ziehkindes endgiltig gewonnen. Am andern Tag kam ihre Augen blickten nach dem Lehrer. Sie antwortete, Und die Lehrerin hatte dazu genickt und gedacht: Lene aus freien Stücken zur Tante, welche an Tische nähte wenn sie gefragt wurde, so gut sie es vermochte, Eingeschüchtert? Ja wohl. Wie Du es bist, seit ich Dich und begann vor ihr ein über und über verknüpftes Bündel- aber nie streckte sie den Finger in die Höhe, zum Zeichen, kenne, wie ich es geworden, und wie die Kinder es werden, chen auszukramen. Zuerst brachte sie eines jener blauen daß sie auch etwas wisse. So war der Vormittag mälig weil wir uns ducken müssen immer und ewig. Taschentücher hervor, von denen jeder Bauer eines in die vergangen. Plötzlich wurde der Lehrer abgerufen. Aber ihr Frauenherz sann sofort auf Abhilfe. Sie Tasche steckt, wenn er zur Stadt geht, und die so groß sind, Einige Minuten war's im Schulzimmer noch still wie befahl ihren Mädchen, mit der kleinen Fremden zu spielen daß sie gut und gern auch als Einschlagtücher benutzt werden in einer Kirche. Dann begann einer laut aufzuhäschen, als und veranlaßte auch andere Schulmädchen, mit der Lene tönnen; dann kam ein Stückchen buntes Zeug von einer läge ihm ein ganzer Zentner auf der Brust, und er müsse ersich abzugeben und zu plaudern. Viel Erfolg hatte das im abgetragenen Weste und zum Schluß eine ganz zerknautschte sticken. Ein zweiter hatte seine Holzbüchse, in der er seine Anfang nicht. Gerade, daß man sich um sie bemühte, mit Pfeifenspitze. Und Tuch, Läppchen und Pfeifenspitze legte Echieferstifte verwahrte, erlangt und quietschte mit ihr, daß Absicht bemühte, machte die Kleine mißtrauisch, stumm und Lene auf den Tisch, eines neben das andere, und es den fleinen ABC- Schützen eiskalt über den Rücken verstockt. So lange Zeit war sie auf sich allein angewiesen über jedes strichen ihre liebkosjenden Finger. Als die Lehrerin rann. Einer scharrte mit den Füßen und wieherte dazu gewesen, und wenn sich ihr jemand näherte, so wußte sie, das Ungethüm von einer Pfeifenspige erblickte, hätte sie im wie ein muthwilliges Füllen, der fiedelte mit seinem daß er ihr nichts Gutes brachte. Am meisten Angst hatte ersten Erstaunen bald hellauf losgelacht. Da hörte sie, wie Taschenfeitel an der Schulbank herum und einer zerriß sie vor halbwüchsen Burschen. Immer stand ihr der Sohn die Kleine mit aller Jubrunst einer Kinderseele flüsterte: mit seinem senkrecht gehaltenen Stift seine Schreibtafel der Bächtersleute vor Augen, der ihr ihr Brot wegnahm Von meinem Vater! Das Lachen verging ihr, und sie die Kreuz und die Quer. Das Schwäßen der Mädchen und fie prügelte, wenn sie es nicht gleich gutwillig hergab. wußte sofort des Räthsels Deutung. flang bald wie Gänsegeschnatter. Und dieses Tönegewire Und bis in den Schlaf hinein verfolgte sie noch immer Lene's erster Schulgang in Mühlessen fiel nicht be- zerriß plötzlich eine helle Mädchenstimme! dieser Quälgeist. So sah sie in jedem einen Feind, und die sonders angenehm für sie aus. Der Lehrer hatte in wohlvielen fremden Gesichter, die sie jetzt umgaben, machten erwogener Absicht das Kind nicht vor Beginn des Untersie noch verwirrter. Stundenlang saß sie auf einem richts das Schulzimmer betreten lassen, es mußte warten, Fleck und starrte vor sich hin, verkroch sich in einen Winkel, bis er selbst hinaufging, dann führte er es an der Hand in war einigemal ganz verschwunden und kehrte erst zurück, wenn die Klasse. Die Kinder reckten die Hälse nach dem fremden und Drängen nach der Fremden hin. Einzelne sprangen die Nacht sant. Nur selten gelang es, ein Wort aus ihr Ankömmling, und durch die Bänke, auf denen die älteren auf die Sigbretter, andere stiegen über die Köpfe ihrer herauszubringen. Und so hatte sie ihren Spiznamen gleich Knaben und Mädchen saßen, lief ein Raunen und Tuscheln. Vorderleute hinweg, und der ganze Schwarm ballte sich von allem Anfange. Kaspar, des Lehrers Aeltester, naunte Mag- da- le- na Stei- ner, Du sez- est Dich auf um Lene, wie schwärmende Bienen um ihre Königin. sie nur: die stumme, dumme Lene. die zwei- te Mädchen- bank von unten, an die rechte und in vielstimmigem Chor schrie und quäckte es, ganz im Endlich gelang es der Lehrerin, den Schlüssel zum E- cke beim Durch- gang; Du wirst sehr gut auf- passen, Takte! Herzen des Kindes zu finden. Zufällig hatte sie in Gegenda- mit Du ant- worten fannst, wenn ich Dich etwas Steinerin! Steinerin! Wo bist denn her!... wart der Kleinen des Bachschusters Erwähnung gethan. fra- gen wer- de. Nu- he!"..." sagte der Lehrer in Steinerin! Steinerin! Wo bist denn her!" Sofort hob Lene das Haupt, ihre Augen leuchteten und feiner abgerissenen, jede Silbe gleichmäßig betonenden Sprech( Fortsetzung folgt.) 7 Tene. In der ersten Woche nach ihrer Ankunft brauchte Lene noch nicht in die Schule zu gehen. Gleich am anderen Tage hatte der Lehrer zu seiner Frau gesagt: H Das reine taube Hühnel! Lassen wir ihr noch einige Tage Zeit, sie ist ja ganz und gar verschüchtert." Du, Steinerin, woher stammst Du denn eigentlich?" Lene gab keine Antwort. Noch immer saß sie da wie während des Unterrichts. Aber von allen Bänken her begann jetzt ein Schieben hat auch da tein so unrichtiges Gefühl. Die einzelnen, Wort ergreifen zu müssen. Was Dr. Bosse eigentlich wollte, I Neue Reichskolonie. Zwischen der Reichsregierung hente bestehenden Getreide- Verkaufsgenossenschaften können wird außer ihm selbst niemand wissen; effenbar sprach er und der Neu- Guinea- Kompagnie schweben nach der sich nur halten, wenn sie mit dem Staate oder großen nur, um zu zeigen, daß er bei der ganzen Vorlage National- Beitung" Verhandlungen wegen Uebernahme von Korporationen Geschäfte machen, und weil sie von ihren auch ein Wort mitzureden hat und daß seinem Kollegen Raiser Wilhelmsland( so ist der deutsche Theil Korporationen Geschäfte machen, und weil sie von ihren Miquel nicht allein der Ruhm für diese Verschlechterung der großen Fieberinsel Nen- Guinea getauft worden) als Hauptabnehmern Vorschüsse erhalten, solche auch an ihre des Schulwesens gebührt. Unterstützt wurde die Regierung durch tönnen. Politische Meberlicht. Berlin, 18. April. M * waren. -O Mitglieder geben können. Eine Ausnahme machen davon den freifonservativen Abg. Frhr. v. 3edlitz und durch den Reichskolonie. Es gilt als wahrscheinlich, daß dem Reichsnur diejenigen, die sich auf den Verkauf von Saatkorn be- Abg. Dittrich vom Zentrum, während dessen Fraktionskollege tage noch in dieser Session ein Nachtragsetat zugehen schränkten. Die oberfränkische gedeiht nur deshalb, weil Kirsch im Namen einer geringen Minorität des Zentrums, so wird. Angeblich soll die Erwerbssumme, die die Neus Militär- und Gefängnißverwaltungen von ihr Kartoffeln wie die Abgg. Gothein( frs. Vg.) und Dr. Sattler( natl.) Guinea- Kompagnie beansprucht, sich auf 200 000 Mark taufen, während sie ihren Sechsämter Saathafer" in die Opposition vertraten. Lekterer zog den gestern mitgetheilten belaufen. Die National- Zeitung" versichert, das sei ein alle Welt sendet. Die Vorlage verweist die geldsuchenden Antrag seiner Partei zurück und brachte dafür einen neuen An- sehr mäßiger Preis. Wir meinen, er ist genau um 10 000 Kornhaus- Verwaltungen an die Zentral- Genossenschaftskasse. trag ein, der den Städten wenigstens die bisherigen Staats- Doppelkronen zu hoch gegriffen. Heißt das nicht dem Staate, wenigstens indirekt, das zuschüsse erhalten will. Seine Bemerkung, daß er dadurch Doppelkronen zu hoch gegriffen. ganze Risiko aufbürden? Und giebt das Privatkapital das rief große Bewegung auf der Rechten hervor. Schließlich wurde licher. Eine Privatdrahtung aus Rhodesia befagt, 15 000 nur die Beraubung der großen Städte verhindern wolle, Der Aufstand der Matabili wird immer bedroh Geld, dann ist es erst recht gehüpft wie gesprungen; der Antrag Sattler in namentlicher Abstimmung mit 185 Stimmen Matabilikrieger seien zusammengezogen für einen Angriff was an Frachtspesen 2c. erspart wird, fressen die Zinsen, des Zentrums und der Konservativen gegen 125 Stimmen der auf Buluwayo. Transvaal wurde um Hilfe und außerdem ist noch das schönste Spielpapier geschaffen. gesammten Linken und eines Theils der Freikonservativen abDer Zwischen und Kleinhandel wird durch die neuen gelehnt. Daffelbe Schicksal widerfuhr einem Antrag Gothein angegangen, da die britischen Truppen aus der KapKornhäuser geschädigt werden, dem Großhandel erleichtern des Inhalts, daß bei Jukommunalisirungen oder Neubildungen folonie zu spät eintreffen dürften. Vorher hatten die sie das Geschäft. Mit den sichtbaren Beständen dieser von Gemeinden die Staatszuschüsse den Gemeinden resp. neu- Rhodesier die Hilfe des Transvaals dankend abgelehnt. Speicher wird er als mit einem festen Faktor rechnen gebildeten Kommunen verbleiben.§ 25 wurde ebenso wie der Rest der Vorlage nach den Beschlüssen der Kommission angenommen; ferner stimmte das Haus einer Resolution zu, worin Deutsches Reich. Wie die Begründung" behauptet, soll die neue Ein- Die Regierung ersucht wird, im nächsten Etat Mittel bereit zu Außer Verfolgung gesetzt hat das Berliner richtung nicht zu einer Bertheuerung der Brotfrucht führen. ftellen, um Lehrern und Lehrerinnen bei den im Austrage der Landgericht die Parteigen offen Liebknecht, Dr. Braun, Die Dreimillionen Kornhäuser werden das allerdings nicht Behörde ausgeführten Reifen zu Kreiskonferenzen eine Vergütung Karl Kühl, Gottfried Schulz, Walded Traczük, im stande sein. Aber, wer weiß denn, was nachkommt? aus der Staatskasse zu gewähren. Ueber eine andere Resolution, Adolf Adler, Hermann Gumpel und Richard Vielleicht steuert man gerade über diesen Umweg zum worin die baldige Vorlage eines auf konfessioneller und christ Sohlfeldt, die in dem Prozeß gegen Auer und Genossen Getreidemonopol. licher Grundlage beruhenden Volksschulgefeges verlangt wird, wegen Vergehens gegen die§§ 8 und 16 des preußischen Berliner Es ist kein Zweifel, daß die Vorlage im Abgeordneten- wurde die Abstimmung bis zur dritten Lesung vertagt. Am Vereinsgefezes angeschuldigt Daß die Montag steht die Kreditvorlage auf der Tagesordnung. hause wohlwollend aufgenommen wird und die Agrarier Polizei, auf deren Thätigkeit die ganze Haupt- und Staatsjeder politischen Schattirung schon über ein Kleines durch Der nächste internationale Bergarbeiter- Kongres aktion zurückzuführen ist, sich bei einer solchen großen Anzahl von Personen nach Ansicht des Gerichts hat vergreifen können, diese landwirthschaftlichen Getreidelagerhäuser zu Heeres- stellt schon jetzt an die Lügkraft der kapitalistischen Presse spricht gerade nicht dafür, daß die Polizeibehörden auch nach lieferanten werden. Das arbeitende Bolt hat ja in diesem bedeutende Anforderungen. Die Engländer so heißt es ihrem Fischzuge ein richtiges Verständniß von den Organisationen Hause nichts zu sagen. Die Herren sind da unter sich und sollen auf der Vorkonferenz ein großes Loch in die der sozialdemokratischen Partei gewonnen hat. stets und geru bereit, einander aus den Taschen anderer internationale Paufe gemacht haben. Wodurch? Weil sie Bei der Strafsache wider Hinge und Bortheile, Zuwendungen und Liebesgaben zu bewilligen. nicht wünschten, daß der internationale Bergarbeiter- Kongreß Genossen wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesey, welche Die Agrarier werden den Lutschbeutel nehmen, aber zu gleichzeitig mit dem internationalen Arbeiterkongreß in am 29. d. M. das hiesige Schöffengericht beschäftigen wird, frieden werden sie mit solchen kleinen Mitteln nicht gemacht London tage! Durch diese Jagdgeschichte bekunden die werden 56 Personen auf der Anklagebank zu erscheinen haben. werden. Das Schreien wird mit erneuten Kräften fort fapitalistischen Lügenpeter wieder einmal ihre volle Un- Es handelt sich um die seinerzeit besprochenen Vorgänge, bei gesetzt werden. kenntniß der Arbeiterbewegung. In allen Ländern der denen eine als" Familienfeft" ausgegebene Bufammenkunft durch Welt bilden die Gewerkschaften selbständige, vou den politischen belauscht worden ist. Nach der Ansicht der Polizei handelte es einen als Kellner verkleideten Beamten der politischen Polizei Arbeiterorganisationen getrennte Körperschaften, und in sich um eine Fortsetzung des vorläufig gefchloffenen sozialdemo keinem Lande der Welt halten sie ihre Kongresse zugleich fratischen Wahlvereins im zweiten Berliner Reichstags- Wahlmit den politischen Organisationen ab. Warum verkünden freise. Die Angeklagten werden durch die Rechtsanwälte Heine Der Reichstag berieth heute, nachdem ein Antrag auf die Lügenpeter nicht für Deutschland ein Loch in der und Herzfeld vertheidigt. Die Verhandlung findet im kleinen Sinstellung eines gegen den Abg. Molkenbuhr schwebenden fozialistischen Pauke, weil die Gewerkschaftskongresse Schwurgerichtssaale statt. Privatflageverfahrens debattelos angenommen worden war, nicht mit unserem Parteitag zusammen abgehalten werden? Der Parteirath des Wahlvereins der in zweiter Lesung den Entwurf betreffend die Abänderung Nun, sie holen das Versäumte vielleicht noch nach.- Berliner Konfervativen hat sich gestern in fünfstündiger des Gesetzes über die Erwerbs- und Wirthschafts- Zum Zeugnißzwangs Verfahren gegen das Sitzung mit dem Fall Stöder v. Krause, insbesondere mit genossenschaften. der von letzterem herausgegebenen Broschüre beschäftigt. Das ErWas der Gesetzentwurf beabsichtigt ,,, Voltsblatt von Halle und den Saalkreis" wird uns gebnis der Verhandlungen war die Annahme folgender Resolution: das sind eine Reihe von Erschwerungen für die aus Halle telegraphirt: Der Parteirath des Berliner konservativen Wahlvereins hält in Konsumvereine. Das bestehende Gesetz zeigt manche Zwei Setzer haben den Zengeneid geleistet, ein dritter allen Punkten fest an der Einigkeit der Partei. Der Parteirath Lücken". Genaue Bestimmungen über die Art der Seher wurde nicht vernommen, weil die Beschwerde noch hat die Broschüre des Obersten von Krause nicht veranlaßt und Legitimation der Mitglieder, sowie Strafvorschriften nicht erledigt ist, gegen fünf Personen wurde die Zwangs identifizirt sich damit nicht. Er muß jedoch die Angriffe, die zur Sicherung der Durchführung sollen ihm daher eingefügt haft ausgesprochen, aber noch nicht vollstreckt; diese sind der auf dem christlich- sozialen Parteitag gegen die Konservativen ge werden. Der Kreis der Vereinigungen, welche den Be- Verleger Groß, der Geschäftsführer Jähnig, der Berichterstatter fallen sind, durchaus misbilligen." Ein Antrag des Ober: schränkungen des Gesetzes unterliegen, soll weiter gefaßt Eveling, der frühere verantwortliche Redakteur Lehmann Broschüre auszusprechen, erhielt nur 16 Stimmen, wurde alfo Verwaltungsgerichts Raths Hahn, die Mißbilligung über die werden. Den Konsumvereinen soll die Ausgabe von und der gegenwärtige verantwortliche Redakteur Thiele. abgelehnt. Marken oder sonstigen nicht auf den Namen lautenden Wie uns mitgetheilt wird, wollen unsere Hallenser Kollegen - Herr Virchow hat in Mailand einem Mitgliede Anweisungen und Werthzeichen" anstatt baaren Geldes die Sache bis zu Ende ausfechten. bei Strafe der Friedensliga erklärt, daß er und seine Freunde genau wie bis zu hundertfünfzig Mark verboten Hoffentlich wird den Verschärfern unseres Strafprozesses die Sozialisten den Militarismus bekämpften, und daß werden. Letzteres hat die Mehrheit der Kommission laut der Eifer, mit dem gerade zur Zeit einer Revision der wir durch freiheitliche Entwickelung bald zu einem Freundschaftsdem gedruckten Bericht für richtiger" gehalten, schon um Strafprozeß- Novelle der Zeugnißzwang betrieben wird, recht verhältniß mit Frankreich gelangen würden." Herr Virchow der einseitigen Propaganda für die Konsumvereine die übel bekommen. scheint im Ausland radikaler zu sein als im Inland. Wege zu verlegen". Ganz extrem ist ein Antrag des Ab- Ehrlose Gesinnung. Wegen Veröffentlichung der sinnigen Fraktionen mit der Deutschen Volkspartei gemeins Gegen das Duellunwesen geben die beiden frei geordneten Megner( 3.), wonach von den Konsumvereinen Empfehlung einer Anzahl Broschüren, worin der Gründung fam durch Beantragung folgender Refolution vor: Brauntwein und sonstige Spirituosen nicht geführt werden des Deutschen Reichs in kritischer Weise gedacht ist, war dürfen. Der Antragsteller hielt eine lange Rede, deren bekanntlich Genosse Lankau in Magdeburg vom rungen zu ersuchen, mit allen disziplinarischen und gesetzlichen Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten MegieInhalt Genosse Wurm, der nochmals das Wort ergriff, Schöffengericht zu einer Haftstrafe verurtheilt worden, weil mitteln dahin zu wirken, daß das auch in den Kreiſen der furz in dem Satze zusammenfaßte:„ tönnen wir die Konsumer durch die Veröffentlichung groben Unfug" begangen Offiziere des stehenden Heeres und der Reserve um sich greifende, vereine nicht geradezu verbieten, so wollen wir sie zu Tode habe. Um den Antrag auf Haftstrafe zu begründen, hatte der Religion, Moral und den Strafgesetzen widerchikaniren." Herr Megner vergaß übrigens, für ſeinen der Amtsanwalt unseren Genossen Lankan in Beziehung sprechende Duell Unwesen beseitigt werde." Die Juter eigenen Antrag zu stimmen; er stand erst auf und auf diese Veröffentlichung einer ehrlosen" Gesinnung beben Wortlaut: Hat der Herr Reichskanzler Kenntniß von pellation der Zentrumspartei hat nunmehr folgennach ihm zögernd ein halbes Dutzend seiner Fraktions- zichtigt. Lankau erhob gegen diese Beleidigung Beschwerde ben in letzter Zeit vorgekommenen Zweifämpfen, bei denen ins. genoffen, als der Präsident bereits unter großer Heiterkeit beim Ersten Staatsanwalt in Magdeburg, Herrn Maizier, besondere Militärpersonen betheiligt waren? Ist dem Herrn festgestellt batte:" Es erhebt sich niemand, der Antrag und erhielt darauf von diesem Herrn ein Schreiben folgenden Reichskanzler bekannt, ob und welche Maßregeln zur Verhütung ift abgelehnt." Die weitere Debatte weckte im Hauſe wenig Inhalts: dieser Zweikämpfe getroffen waren? Welche Maßregeln gedenkt Interesse; nur dem bayerischen Zentrums- Abgeordneten" Nach den Feststellungen des gegen Sie zwei Wochen Haft der Herr Reichskanzler zu ergreifen, um in Zukunft den gesehBichler mit seinem gemüthlichen Dialekt und seiner pasto- aussprechenden Urtheils haben Sie in Nr. 15 ter Volksstimme" widrigen, das allgemeine Rechtsbewußtsein schwer verlezenden ralen Vortragsweise wurde aufmerksam zugehört. Die Ab- vom 18. Januar 1896 ein Inserat folgenden Inhalts ver- 3weitämpfen wirksamer als bisher entgegen zu treten? stimmung ergab durchweg die Annahme der Kommissions- öffentlicht: Zum Reichsgründungs- Jubiläum empfehlen wir: Der Assessorenparagraph gestrichen. vorschläge. Eine lebhafte Bewegung wurde am Schlusse Der Mythus von der Begründung des Deutschen Reiches, In der Kommission für das Richtergehälter Gesetz im der heutigen Sitzung noch durch eine Geschäftsordnungs- Preis 15 Pf. Eedanfeier und Sozialdemokratie, Breis 10 Bf. Abgeordnetenhause wurde gestern Abend über den§ 8 der BorDebatte hervorgerufen, die möglicherweise einen bis jetzt zur Erinnerung für die deutschen Mordspatrioten, Preis 25 Plage( Assessorenparagraph) entschieden. Aus dem längeren Bornoch nicht flar erkennbaren politischen Untergrund hatte. handlung der Volksflimme". Im Einklang mit dem ergangenen eröffnete, ist hervorzuheben, daß die Staatsregierung festhalten Der Septemberturs vor dem Reichstage, Preis 15 Pf. Die Buch- trage, mit welchem der Justiz minister die Verhandlungen Auf die Tagesordnung der nächsten Sizung am Montag Urtheil ist zweifellos anzunehmen, daß Sie die vaterländische müsse an dem im§ 8 ausgesprochenen Prinzip der Be sollte nach dem Vorschlage des Präsidenten als erster Punkt Feier des 25jährigen Gedenktages des Deutschen Reiches durch freiung von dem thatsächlich für sie bestehenden Zwange, bei die Duell Juterpellation des Zentrums gesetzt unpreisung dieser Schriften gerade zu dem Jubiläumstage Besetzung der Richterämter jeden Assessor zu berücksichtigen, und perden. Diesem Vorschlage wurde von keiner Seite wider- verhöhnen wollten, weil schon ber Titel der erften daß ohne eine gesetzliche Entlastung dieses Prinzipes sie in die sprochen. Es handelte sich nun aber darum, ob in Ber- und dritten Schrift- ganz abgesehen von ihrem In Nothwendigkeit werde versetzt werden, die ganze Vorlage bindung mit der Interpellation auch der Duell- Antrag balt geeignet ist, das Waterlandsgefühl tief zu verletzen. zurückzuziehen. Troydem wurde der§ 8 gegen die der Freisinnigen berathen werden solle. Lediglich, weil von Die nationale Ehre jedes Deutschen verlangt mit recht: Achtung Stimmen der beiden konservativen Fraktionen einer Seite der geschäftsordnungsmäßig zulässige Wider- Thaten, durch welche die deutsche Einheit geschaffen und das feines Staatswesens und Hochhaltung der Grinnerung historischer abgelehnt. spruch gegen diese Bevorzugung eines Initiativautrages Deutsche Reich gegründet ist. Wer diesem in vaterländischen sagt, daß für Referendare, welche die große Staatsprüfung vor Jufolge der Ablehnung des§ 8 fiel auch§ 11, welcher be erfolgt sei, erklärten die Herren Spahn und Bachem sich Feiern sich verkörpernden Streben entgegentriit, dasselbe in den dem 1. April 1899 befteben,§ 8 teine Anwendung finden solle. namens des Zentrums gegen die Berathung des Staub zieht und verspottet, handelt gegen das nationale Ehre Im übrigen wurde die Vorlage angenommen. Am Dienstag soll Duell Antrags am = Montag. Somit wird dieselbe gefühl, also in diesem Sinne ehrlos. Demnach hat der plädirende in die zweite Lesung des Entwurfs eingetreten werden. Debatte zweimal stattfinden was aus geschäftlichen Amtsanwalt die Grenzen erlaubter Kritik Ihrer That nicht überOsnabrück. Das sozialdemokratische Wahl Gründen gewiß nicht empfehlenswerth ist, um der politischen schritten." Wirkung dieser Debatte willen aber von uns Duellgegnern Dieser Brief des Herrn Maizier läßt in wünschens- fomitee für den Wahlkreis Osnabrück burg erläßt am wenigsten bedauert zu werden braucht, wenn der wertheſter Deutlichkeit die Anschauung vieler Staatsbeamten folgende Bekanntmachung: Antrag nicht parlamentarisch erdrosselt wird. Das Zentrum hervortreten, die sich kraft ihres Amtes für berufen halten, fand nämlich Zustimmung bei der Rechten und den mit den Mitteln der Amtsgewalt das zu fördern und zu Nationalliberalen und die Abstimmung ergab die Absetzung schügen, was sie selbst für Patriotismus ansehen. Nach des Duell- Autrages. Dafür wurden als zweiter Gegenstand Ansicht des Herrn Maizier verräth es also schon die Wahlprüfungen, die heute unerledigt blieben, eine ehrlose Gesinnung, wenn jemand Empfehlungen von auf die Tagesordnung gestellt. fritischen Betrachtungen über die Reichsgründung als Inserat aufnimmt. Welchen Abgrund der Ehrlosigkeit bekundet Das preußische Abgeordnetenhaus beendete am Sonn- derjenige erst, der solche abfällige Kritiken verfaßt! Und abend die zweite Lejung des Lehrerbesoldungsgesetes. uun gar, wer jene Reichsgründung oder eine Reichsgründung Die Debatte, die fich lediglich um den von den Staatszuschüssen überhaupt bekämpft hat! Die Haut schaudert uns, wenn handelnden§ 25 drehte, wurde von dem Abg. Richter er: wir daran denken, welches Urtheil der patriotische Staatsöffnet, der in einer fast zweistündigen Rede eine überaus scharfe Kritil an den Bestimmungen des Gesetzes übte und den Finanz- anwalt über die Reichsfeinde" der vierziger und fünfziger " " = Die Stichwa h I für den Reichstags- Wahlkreis OsnabrückJburg findet am nächsten Montag, den 20. d. M., statt. Nach eingehender Prüfung der Sachlage haben wir beschlossen, den Genossen Stimmenthaltung zu empfehlen. Dens jenigen Wählern, welche befürchten, wegen ihrer wirthschaftlichen Abhängigkeit bei Stimmenthaltung sich git schädigen, empfehlen wir, einen ungiltigen Stimmzettel, also einen weißen abzugeben, oder wenn ihnen der Stimmzettel eines der beiden zur Stichwahl stehenden Kandidaten in die Hand gedrückt wird, den be. treffenden Namen zu durchstreichen. Wir ersuchen nun die Parteigenossen dringend, sich nach obigem richten zu wollen. Mögen die bürgerlichen Parteien den Kampf unter fich ausfechten. Das Wahlkomitee. minister fals die treibende Kraft dieses Baragraphen beftig Jahre fällen muß, die mit allen Mittelu die Reichsgründung ahlenthaltung beschlossen haben, die Freifinnigen aber bei der den mitnahm. An der Hand eines überaus reichen Zahlen hintertrieben haben. Jene Reichsfeinde materials wies Richter nach, daß Die Städte jetzt aber vorzugsweise aus den„ Edelsten der Nation", nach der Steuerreform weit mehr als bisher an an Gin Offizieren, Beamten und Fürstlichkeiten, an ihrer Spige kommen und Vermögenssteuer zu zahlen hätten; während König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Oder hat der den Gutsbezirken in das dreifache Der Volksschullasten, die sie zu tragen hätten, überwiesen sei. Die für die Reichs freunde jener Zeit reservirt? Ist ihm Patriotische Staatsanwalt den Makel ehrloser Gesinnung Erwiderung des Finanzministers war recht schwach, sie wurde für die Reichs freunde jener Zeit reservirt? Ist ihm felbst von den ehemaligen Parteifreunden Miquel's häufig durch etwa ehrlie bend, wer die Ansichten der jeweiligen Regie schallendes Gelächter und ironische Bemerkungen unterbrochen. rung und die bestehenden Staatseinrichtungen billigt, Nach dem Finanzminister glaubte auch der Kultusminister das ehrlos, wer sie bekämpft? Da auch die Antisemiten und der Bund der Landwirthe geringen Anzahl nicht in betracht kommen, werden Welfen und Nationalliberale den Kampf unter sich allein auszufechten haben. Da der welfische Kandidat 2000 Stimmen Vorsprung hat, stehen seine Aussichten günstiger. von der Weimarischen Zeitung", dem offiziellen Regierungs Weimar, 17. April.( Eig. Bericht.) Zu der vor kurzem organ, angekündigten und von gesinnunge verwandten Zeitungen mit Wohlbehagen folportirten Nachricht, gegen den sozialdentow fratischen Landtags- Abgeordneten Baudert sei wegen Be= leidigung der Staatsregierung Untersuchung eingeleitet, fönnen wir mittheilen, daß nachdem schon der Landtag die Einstellung des Verfahrens bis nach dem Schluß des Lanotages verfügt hatte, jetzt das Verfahren von der Staatsanwaltschaft end giltig eingestellt ist. Desterreich. Die in der Umgebung des Rathhauses angesammelte anfehnliche, aber nicht allzugroße Menschenmenge nahm das Wahlergebniß mit Hochrufen auf Lueger an. Spanien. Preußischen Oberjustizrath Vierhans mit dem Hinweis auf die große Belastung der Gerichte durch das Schreibwerk bekämpft. Der Antrag wird abgelehnt. Darauf folgt die zweite Berathung des Gefehentwurfs be- fie eine Handelsgesellschaft. Sowie die Thätigkeit des Konsums treffend die Abänderung des Gesetzes über die Erwerbsvereins darüber hinausgeht, für die Mitglieder die Bedürfnisse und Wirthschaftsgenossenschaften( Konsumvereine zu beschaffen, so wird er eine Handelsgesellschaft, auch wenn er betreffend). vorzugsweise an seine Mitglieder liefert. Abg. Metzner( 3.) beantragt einen Zusatz zum Genossen- Abg. Klemm- Dresden( Reform- P.): Die Konsumvereine wollen schaftsgesetz von 1889 dahingehend: wir nicht chifaniren, wir wollen sie nur zwingen, sich auf den Wien, 18. April. Bei der heutigen Bürgermeister- dienen, gehören nicht zu den Lebens- und Wirthschaftsbedürfnissen vereine in das Gefeß, aufgenommen wurde, da dachte man an Branntwein und sonstige Spirituosen, welche dem Genusse Kreis ihrer Mitglieder zu beschränken. to a hl waren sämmtliche 138 Gemeinderäthe anwesend. Dr. und dürfen von Konsumvereinen nicht geführt werden. Abg. Ojanu( natl.): Als die Bestimmung über die Konsums Lueger wurde mit 96 Stimmen( zum viertenmale zum Bürgermeifter) gewählt. 42 Liberale stimmten für Grübl. Lueger welche die Schnapsfonsumvereine angenommen haben, weil sie darfsartikeln, nicht an solche Unternehmungen, wie sie jetzt in Der Antragsteller verweist auf die große Ausdehnung, eine fleine Vereinigung von Personen zur Beschaffung von Be erklärte unter scharfen Angriffen auf Badeni und Ungarn unter der Konzessionspflicht nicht unterworfen waren. Die Trunksucht Hamburg, Breslau, Görlitz 2c. bestehen, die den großkapitaliſtiſchen lebhaftem Beifall seiner Anhänger die Wahl anzunehmen. werde durch folche Konsumvereine gefördert, wie aus den zahl- Unternehmungen sehr ähnlich sehen. Demgegenüber muß das Man erwartet, daß die Wahl die kaiserliche Bestätigung reichen Klagen aus allen Theilen des Reiches deutlich hervorgehe. vom Reichstage 1889 gewollte Verbot des Verkaufs an Nichtnicht finden wird. Die ganze Rede Lueger's läßt dies erwarten und auf die Klugheit Badeni's, Lueger zeigen zu lassen, was er Konsumvereine; er will aber mit der Sprache nicht ganz heraus, zur Geltung gebracht werden.. Abg. Wurm( Soz.): Der Vorredner ist ein Gegner aller Mitglieder den Konsumvereinen gegenüber durch Strasbestimmungen tönne, läßt sich nicht rechnen. sondern versucht es, sie methodisch nach und nach zu unterdrücken. Die Konzessionspflicht ist bereits in der Novelle zur Gewerbe- Ordnung demokraten und Freisinnigen abgelehnt und der Vorschlag der Der Antrag Schneider wird gegen die Stimmen der Sozialbeschlossen; die Vorlage ist eine neue Quelle der Chikanirung. Kommission unverändert angenommen. Den Schnapsverbrauch bedauern wir; er ist eine Folge der Ein weiterer Antrag der Kommission, wonach dem§ 11 der Frankreich. schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse und es ist nur zu be- Busah gegeben werden soll, daß von der Eintragung der GeParis, 18. April. Von den 87 Departements- dauern, daß die Edelsten der Nation von diesem Verbrauchs nossenschaften in die Genossenschaftsliste die Gerichte allen Geräthen haben bis jetzt 76 ihre Ansicht über das Einartikel so hohe Liebesgaben beziehen, die nur mit Hilfe des noffen Nachricht geben sollen, wird vom tommensteuergesetz geäußert. Von diesen haben sich 54 Bentrums bewilligt sind. Für Schnapskonsumvereine haben wir gegen und 22 für das Gefeß ausgesprochen. nichts übrig. Aber die Konsumvereine an sich sind ein Mittel, dem Volke billige und gute Lebensmittel zu verschaffen und damit dem Schnapsgenuß entgegen zu treten, Der Antrag Mehner ist der unlauterste Wettbewerb zum Schuße des Mittelstandes gegen Die von der Kommission in den Artikel 1 neu eingefügten die Konsumvereine. Den Mittelstand schädigt man aber durch Nummern 3, 6 und 7 werden gemeinsam diskutirt; es handelt Steuergesetze, durch das Verbot des Detailreisens 2c. Daß die sich dabei um eine Aenderung des§ 20, mit dem Zusag eines Konsumvereine von den Behörden begünstigt würden, fann man neuen§ 89a und die Streichung des§ 114. nicht sagen, denn in den Behörden siken dieselben Elemente,§ 20 soll dahin geändert werden, daß durch Statut festwelche solche Vorlagen machen. gesetzt werden kann, daß der Gewinn nicht vertheilt, sondern Staatssekretär v. Bötticher: Es wird mir angenehm sein, dem Reservefonds zugeschrieben wird. Nach§ 89 a soll bei Auf- Die armenische Frage sprüht wieder einen Funken die Begründung zu vernehmen, weshalb die Regierungen den lösung solcher Genossenschaften das unvertheilbare Reinvermögen, aus der Asche. In Zeitun, dem Schauplatz der letzten Kämpfe, Koufumvereinen feindlich gegenüber stehen. Vorläufig halte ich sofern nicht eine andere physische oder juristische Person dafür hat die türkische Regierung einen Muhamedaner zum Unter den Vorwurf für einen sehr harten. Ich bin der Meinung, daß bestimmt ist, an die Gemeinde fallen und zu gemeinnüßigen gouverneur ernannt. Hiergegen protestiren nun die Botschaften dieser Theil der Ausführungen des Vorredners nur nach außen Zwecken dienen. Der§ 114, welcher gestrichen werden soll, trifft von England, Rußland und Frankreich, weil nach der getroffenen hin berechnet war, daß den adligen Kreisen der Nation etwas Bestimmungen über die Theilnahme der Genossen, welche im Vereinbarung dieser Beamte ein Christ sein muß. Ob die Türkei angehängt werden sollte. Wenn die Regierungen auch Laufe des Geschäftsjahres ausscheiden, an dem Gewinne, dessen sich wirklich eines so groben Versehens schuldig gemacht hat, nicht Gegner des Konsumvereinswesens find, so müssen alljährliche Vertheilung ausgeschlossen ist. bleibt abzuwarten. Interessant ist es aber, daß die Engländer, ſie doch Mißständen gegenüber eingreifen. Wenn die Die Anträge der Kommission werden nach unwesentlicher die den Hussen und Franzosen in einem anderen Punkte der Konsumvereine den privaten Unternehmen eine unberech- Debatte genehmigt. Türkei in Egypten schroff gegenüber stehen, ihnen hier tigte Konkurrenz machen, so müssen die Regierungen ein Nach Artikel II soll hinter§ 80 des Genossenschaftsgesetzes gemüthlich die Hand reichen. Das gehört zur diplomatischen schreiten. Ich glaube aber trotzdem, dem Antrag Metzner nicht ein neuer§ 30a eingeschaltet werden, nach dessem ersten Absatz Komödie, die sich seit Jahresfrist und länger in Konstantinopel das Wort reden zu sollen. Der Antrag giebt zu wesentlichen der Vorstand der Konsumvereine mit offenem Laden Vorschriften abspielt.Bedenken Anlaß. Denn es ist eine fühne Behauptung, daß der über die Legitimation der Mitglieder erlassen muß, welche der höheren Afrika. Branntwein und andere Spirituosen nicht zu den Lebens- Verwaltungsbehörde einzureichen sind. Die weiteren Abfäße enthalten -Abessynien. Es wird vieles von einem italienischen bedürfnissen gehören.( Heiterkeit.) Diefen absoluten Satz faun Strafbestimmungen. Nach kurzer Debatte wird dementsprechend Siege bei Adigrat gemunkelt, während die offiziellen Berichte der Gesetzgeber faum annehmen. Eine vollständige Gleichstellung beschlossen, ebenso ohne Debatte der von der Kommission neu eine nur mitzutheilen wiffen, die Lage in Adigrat sei beruhigend. Es der Konsumvereine mit den Privatunternehmern wird durch den gefügte§ 80 b angenommen, welcher den Konsumvereinen und sei gelungen, Medikamente in das Fort zu schaffen. Beschluß des Reichstages zur Gewerbeordnungs- Novelle herbei- ihren Waarenlieferanten die Ausgabe von Marken verbietet. Darauf wird die Berathung abgebrochen. Der Präsident Kapstadt, 17. April. Die Kolonialregierung hat auf Antretungen der polizeilichen Vorschriften werden geahndet an den v. Buol schlägt für die Sizung am Montag die Interpellation suchen Rabiot 17. Upril, Die Kolonialregierung hat auf An- geführt; die Konzeſſionspflicht iſt eingeführt und etwaige UeberKrüger, davon in Kenntniß gesetzt, daß beabsichtigt sei, die von den Konsumvereinen beſtellten Vertretern oder Geschäfts- a chem wegen der Duelle und die Interpellation von Garnisonen des Kaplandes und Natals um je ein Regiment Deshalb bitte ich, den Antrag, wenn er nicht zurück- Manteuffel wegen des Betriebes von Bäckereien und Konzu verstärken, weil Streitkräfte von dort nach dem Matabiliditoreien vor. gezogen wird, abzulehnen. Madrid, 17. April. Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen der Wahlen wird die Zusammensetzung der neuen Rammer folgende sein: 308 Ronservative, 102 Liberale, 10 Starlisten, 10 Unabhängige, 8 tonservative Diffidenten, 3 Republikaner, 1 ultramontaner Katholit. Die Ergebnisse von Kuba und PortoI rico find inbegriffen. Türkei. den Präsidenten von Transvaal, leitern. Nachdem der Abg. Schneider( dfr. Vp.), Osann( natl.) und gelehnt. land entsendet werden müßten. Dem Präsidenten Krüger ist Stumm( Rp.) sich gegen den Antrag erklärt haben, wird er unter auch mitgetheilt worden, daß dies keine Aenderung in der Politik der Freundschaft bedeute, welche die englische Regierung allgemeiner Heiterkeit gegen die Stimme des Antragstellers a b. der Südafrikanischen Republik gegenüber zur Anwendung zit bringen bestrebt sei. Chamberlain fügt hinzu, er wünsche, daß regelmäßigen Geschäftsverkehr nur an ihre Mitglieder oder Nach dem Artikel 1 der Vorlage sollen Konsumvereine im die Regierung von Transvaal hiervon in Kenntniß gefeßt deren Vertreter verkaufen dürfen. Landwirthschaftliche Konsumdie Regierung von Transvaal hiervon in Kenntniß gefeßt werde, weil er überzeugt sei, daß diejenigen, welche das von vereine, welche ohne Haltung eines offenen Ladens lediglich für beiden Ländern gewünschte befriedigende und dauernde Ein- den landwirthschaftlichen Betrieb bestimmte Waaren besorgen, vernehmen gestört sehen möchten, versuchen könnten, die Absichten sind davon ausgeschlossen. der englischen Regierung falsch auszulegen. bevorstehen. = Afien. Amerika. Australien. ersetzen durch eine solche, welche die Aufhebung des Absatzes 4 Abg. Schneider( frs. Bp.) beantragt, diese Bestimmung zu des§ 8 des Genossenschaftsgesetzes, welcher den Konsumvereinen den Verkauf an Nichtmitglieder verbietet, enthält. Duelle ebenfalls auf die Tagesordnung am Montag zu sehen. Abg. Barth beantragt, den freisinnigen Antrag wegen der Die Abgg. von Massow, v. Stumm und Spahn erheben dagegen Widerspruch. vorerst der Rest der heutigen Tagesordnung: Novelle zum Es bleibt beim Vorschlag des Präsidenten; es wird aber Genossenschaftsgesetz und Wahlprüfungen, erledigt werden. zum Genossenschafts- Gesey, Wahlprüfungen, Interpellation Bachem Schluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr: Novelle wegen der Duelle und Interpellation Manteuffel wegen des Bes triebes von Bäckereien und Konditoreien. Partei- Nachrichten. daten des freisinnig- ultramontanen Mischmaschs auf ihre Liste Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus" aus Pretoria besuchte der bekannte Unternehmer Barnato am 16. d. M. den Präsidenten Krüger und legte ihm die Beschwerden der Ausländer dar, welche ihre Agitation für die Abstellung Derselben fortsehen müßten. Präsident Strüger habe zugegeben, Unterdrückung der Konsumvereine hauptsächlich auch die Land- Karlsruhe bei den Bürgerausschuß Wahlen er Abg. Augst( füdd. Vp.) weist darauf hin, daß durch die Einen großen Erfolg haben unfere Parteigenossen in daß Grund zu Beschwerden vorliege. Die größte Schwierigkeit wirthe geschädigt werden. bestehe darin, die Bürger zu überzeugen, daß die neuen Anberuht auf dem Untrag Kulemann, der in jener berühmten AbendAbg. Wurm( Soz.): Die Bestimmung des Absatz 4 in§ 8 fochten. Sie hatten für die 3. Klaffe 16 Kandidaten aufgestellt, Barnato habe dem Präsidenten gerathen, die Unternehmen, welche fitzung angenommen wurde; die Strafbestimmung dazu wurde nur deshalb nicht erobert, weil die Nationalliberalen 5 KandiRevenuen abwerfen, wie die Eisenbahnen und Dynamit aber nicht angenommen, weil die Regierung erklärt hatte, daß Monopole, angesichts der großen Zufunft der Judustrie Trans ihr die Bestimmung nicht genehm sei. Jetzt kommt die Ne gefeßt hatten. Infolge deffen erhielten diese 5 Kandidaten die vaals für den Staat anzukaufen. Der Präsident habe erwidert, gierung selbst und bringt die Vorlage, welche die Konsumvereine Doppelte Stimmenzahl und wurden anstatt der unserigen geer erkenne dies als wünschenswerth an, jedoch sei die Zeit dazu belästigt. Konsumvereine vertreten die Stelle der Großbetriebe, wurde, betrug 1969, die der Nationalliberalen und Konfer wählt. Die höchste Stimmenzahl, die für uns abgegeben noch nicht gekommen. wo die Vortheile den einzelnen Unternehmern zufließen, während Bom Atschiner Kriegsschauplay wird gemeldet, Schaden wird die Vorlage den Konsumvereinen nicht viel, aber Gegenüber der vorigen Wahl, wo wir von den vereinigten fie in den Konsumvereinen den Arbeitern zu gute kommen. vativen 1458 und die der Freifinnigen und Klerikalen 1214. daß vier Bataillone von Koravadja aus in zwei Kollonnen aus fie wird sie beläftigen, weil sie dem Lockspielthum Thür und Ordnungs" parteien geschlagen wurden, ist unser Befihstand um gerückt sind, um mehrere Außenposten zu entsetzen und vier Thor öffnet. Wer den Verkehr in Konsumvereinen an Sonn- zirka 300 Wähler 21 pet. gewachsen. Die Karlsruher ParteiAußenbefestigungen zu schleifen. Es sollen schwere Kämpfe abend- Abenden beobachtet hat, der wird wissen, daß der Verkäufer genoffen hoffen, daß in drei Jahren auch die 5 noch übrigen Size den Gegnern entrissen werden können. Wenn sie fortgesett eines Konsumvereins garnicht genau tontrolliren fann, ob er an Atchin soll indeß der Häuptling Tuku Umar seine Beschwerden am Bertaufe an Nichtmitglieder an sich nicht; sie werden aufstellen follten, wohl auch gelingen, zumal jetzt ein ziemlicher Nach einer im Haag eingelaufenen offiziellen Meldung aus Mitglieder verkauft. Ein Interesse haben die Konsumvereine fleißig arbeiten, wie bisher, so wird ihnen das, selbst für den Fall, daß sämmtliche gegnerischen Parteien eine gemeinsame Lifte zurückgezogen haben. Er wolle zu einer Konferenz mit dem nur dadurch verhindert, neue Mitglieder zu werben. General Better Vertrauensmänner senden. Da können die Je größer die Konsumvereine sind, desto geringer ist der Verkauf weil sie nicht in die Wählerliste eingetragen waren, oder aus Theil Parteigenossen nicht an der Wahl theilnehmen konnten, Holländer von Glück sagen, wenn sich die( Nachricht bestätigt.-an Nichtmitglieder. an Nichtmitglieder. Es wird also nur das Entstehen neuer anderen Gründen von der Wahl ausgeschlossen waren. Konsumvereine erschwert. Herr Mehner spricht es offen aus, daß das seine Absicht ist; aber die anderen Herren verkriechen Von der Agitation. In der Woche vom 7. bis 12. April New- York, 17. April. Das Einwanderungsamt auf Güis sich hinter den angeblichen Ausschreitungen. Die landwirthschaft- wurden in Schlesien, und zwar in Breslau, Liegniẞ, Jsland requirirte telegraphisch militärische Hilfe, da die dort lichen Genossenschaften will man nicht treffen; dafür werden Jauer und Goldberg, zahlreich besuchte Volksverfammbefindlichen 10000 Italiener, denen wegen ihrer Mittel- wir stimmen, weil wir nicht wollen, daß neben den städtischen lungen abgehalten, wo Frl. Ottilie Baader aus Berlin losigkeit auf grund des Armuthsgesetzes die Landung verboten auch die landwirthschaftlichen Konsumvereine gestört werden. über das Thema sprach: Die Frau und der Entwurf des bürgerwurde, zu meutern beginnen. Eine solche Politik der Bosheit treiben wir nicht. lichen Gesetzbuchs. Alle Versammlungen beschlossen einstimmig Abg. von Podbielski( k): Wir sind keine Gegner der eine Resolution, worin man sich mit der Referentin einverstanden In der Konferenz von Vertretern der Genossenschaften, aber das Gefeß von 1889 hat eine Reihe von erklärt und sich verpflichtet, dahin zu wirken, daß der Entwurf australischen Kolonien Neu- Süd- Wales, Tasmanien, Mißständen gezeitigt, deren Beseitigung nothwendig ist. Die in seiner jetzigen Fassung nicht Gesetz, sondern abgelehnt wird. Südaustralien, Queensland und Victoria, deren Hauptergebnisse Gewerbetreibenden werden durch die Konsumvereine erheblich ge- Im Prozeß Dreesbach gegen die Redakteure der Bad. früher bereits mitgetheilt waren, tam nach einer der" Franks. schädigt. Die landwirthschaftlichen Konsumvereine sind nur Landeszeitung", Flach und loß, heißt es, wie uns aus 3tg." aus Sidney zugegangenen Mittheilung auch die Ein- Bezugsvereine von Rohstoffen. Ein Mißbrauch kann also nicht Karlsruhe geschrieben wird, in der Urtheilsbegründung, daß den wanderungsfrage zur Sprache. Man einigte sich getrieben werden. Ich bitte um Annahme der Vorlage. beiden Angeklagten weder früher noch heute der Wahrheitsdahin, daß die derzeit schon mit bezug auf die Ein- Abg. Schneider( fri. Vp.): In der Kommission hat man beweis für betrügerische Handlungen Dreesbach's gelungen wäre. wanderung von Chinesen erlaffenen drakonischen Aus- gefagt, der Verkauf an Nichtmitglieder lasse die Beziehung von Als Hauptschuldiger aus diesem Prozeß ging Dr. Rüdt. schließungsmaßregeln unverzüglich" auf alle farbigen Rassen aus Genossen zu Genossen vermissen. Die Genossenschaften sind aber in Heidelberg hervor. Dieser Denunziant, der sich jahrelang das zudehnen feien, worauf im Anschluß daran natürlich auch der in kein geschlossener Kreis von Personen, ihre Mitglieder wechseln, Verirauen der badischen Parteigenossen zu erschleichen wußte, ist Artikel 19 des englisch- japanischen Vertrages von 1894 vor- und das Gesetz von 1889 hat das Ausscheiden der Genossen noch nun für immer gebrandmarkt. In der Freien Gemeinde, deren gesehene Beitritt der australischen Kolonien zu diesem Abkommen mehr erleichtert. Die wohlhabenden Leute haben die Möglichkeit, Sprecher er bis jetzt war, hat man bereits Stellung betreffs seiner einstimmige Ablehnung gefunden hat. Man tröstet sich hierbei ihre Bedürfnisse im großen zu beschaffen und sich dadurch Vor- Entlaffung genommen. anscheinend mit der Erwartung, daß, während man die Japaner theile zuzuwenden. Die Konsumvereine bringen denselben Die Kölnische Zeitung", deren Meinung als die an einer Einwanderung nach Australien verhindert, die in Japan Vortheil für die kleinen Leute und leiten sie zum Sparen an, einer wüthenden Sozialistenbekämpferin in diesem Falle von Be ihren Geschäften u. f. w. nachgehenden Australier dort nicht als indem sie ihnen den Unterschied zwischen Einkaufs- und Ver- deutung ist, urtheilt über Dr. Rüdt und den Prozeß gegen Dreesbach solche, sondern als Engländer auftreten zu wissen werden. Die taufspreis ansammeln. Die Konsumvereine müssen diese Spar- sowie über die Leitung des badischen Nationalliberalen in einem Frage der Ausschließung mittellofer europäischer gelder versteuern, während niemand daran denkt, den Bericht aus Karlsruhe wir folgt:" Seit Jahren spielt im Lager Einwanderer andererseits ist von der Konferenz nur Rabatt zu versteuern, den die Privatkaufleute gewähren. Der badischen Eozialdemokratie der Streit der feindlichen Brüder gestreift worden, angeblich weil die Angelegenheit fehr fompli- Die Gewerbetreibenden, welche sich durch die Konsumvereine ge- Dr. Rüdt und Dreesbach. Mit dem Spießbürger Steegmüller zirt" sei. schädigt fühlen, haben doch keinen rechtlichen Anspruch darauf, bildeten die beiden lange Zeit die sozialdemokratische Fraktion Tahiti. Nach einer aus Tahiti in San Francisco wenden sollen. Es bleibt nichts übrig, als die Bestimmung des spaltete bald die Frattion; der Streit pflanzte sich aus der daß die Leute nur bei ihnen kaufen und ihnen einen Gewinn zu im badischen Landtage. Die Pfaffenfresserei des Dr. Rüdt eingetroffenen Meldung ist eine Streitmacht von einem französischen Kanonenboot vor einigen Monaten in Raiatea gelandet§. 8 Abs. 4, der in zwölfter Stunde in das Genossenschaftsgesetz Fraktion ins Lager der Genossen fort, beschäftigte die Parteitage und hat die Königin Mamea unterworfen; die Königin ertheilte bineingekommen ist, zu streichen, denn die Vorlage wird nicht und endete mit der Ausstoßung des Dr. Rüdt aus der Partei. den Franzosen das Recht der Kontrolle über die Schiffahrt, ihren Zweck erfüllen, der schließlich nur erreicht werden Wie Dr. Rüdt den Fraktionskollegen und Genossen Dreesbach sowie die Errichtung einer Kohlenstation. Die Franzosen haben Kreisen der Konsumvereine wird aber das Gefeß eine leidigungsklage, die gestern wenn man die Konsumvereine verbietet. In den für immer unschädlich zu machen suchte, ergab eine Be ihrerseits Mamea als Rönigin anerkannt.dem hiesigen Schöffengroße Beunruhigung und Unzufriedenheit erregen, gericht verhandelt wurde.( Folgt der Bericht.) Im Laufe Staatssekretär v. Bötticher: Man fann es den Regierungen der Verhandlung war festzustellen daß das Material, nicht verdenken, daß sie dem Verlangen, das Verbot des Ver- mit dem( der nationalliberale) Redakteur Cloß seine Angriffe triebes an Nichtmitglieder zu verschärfen, nachgeben, namentlich gegen Dreesbach geschmiedet hatte, von Dreesbach's damaligem nach der großen Ausdehnung, welche die Konsumvereine seitdem Kollegen Dr. Rüdt herrührte. Der Brief, worin Rüdt dem Gloß gewonnen haben. In Württemberg hat man die Strafbestimmung das Material auseinandersetzte, wurde im Laufe der Untereingeführt und damit gute Wirkungen erzielt ohne Schädigung suchung gefunden. Aus dem ganzen Streite ist nun Genosse der Konsumvereine. Wenn die Konsumvereine Handel treiben Drees bach als Sieger hervorgegangen, und die Badische wollen, dann hören sie auf, Konsumvereine zu sein, dann werden Landesreitung", von der die nationalliberale Parteileitung in Reichstag. 71. Sigung vom 18. April 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Böttiche r. Der Reichstag genehmigt zunächst, dem schleunigen Antrage Auer entsprechend, den Bleichsfanzler zu ersuchen, daß gegen den Abg. Moltenbuhr schwebende Strafverfahren einzustellen. fann, " 1 vor erhöht." Baden sich schon längst lossagte, hat ihr Ansehen nichts demselben Tage, und zwar den 5. Mai, festlich zu begeben. In Bielefeld haben. fieben, zum theil überfüllte Volts. Es geschieht dies deswegen, weil die Berufsthätigkeit es den versammlungen den Beschluß gefaßt, für die streifenden Arbeiter Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Angestellten im Gastwirthsgewerbe nicht erlaubt, die Feier an der Bielefelder Maschinenfabrik vorm. Dürkopp u. Comp. that Wegen groben Unfugs in 20 Fällen war seinerzeit dem gleichen Tage zu begehen wie die gesammte übrige Ar- fräftig durch moralische und materielle Unterstützung einzutreten. Genosse Wiertelarz, Wiertelarz, verantwortlicher Redakteur Der beiterschaft. Eine Verfammlung der Ausständigen beschloß, bei der Direk Thüringer Tribüne", angeklagt. Das Schöffengericht In Brandenburg sind die Arbeiter der Goldleistention der Fabrik Proteft gegen die Vornahme der Wahl der Ber befand ihn nur in vier Fällen schuldig und erkannte auf ins- fabrit von Fr. Baate in Differenzen mit dem Chef gerathen, treter für die Krankenkasse einzulegen, da man sich nicht als aus legten Berufung ein, letzterer wegen der 16 Freisprechungen. Strafparagraphen hatte, eine solche mit Strafparagraphen ein- auftragte die Versammlung die Lohnkommission, Verwahrung bei Das Landgericht erkannte Wiertelarz in zwei Fällen als des führen will. Betreffs des Zuspätkommens wollen die Arbeiter der Direktion einzulegen gegenüber den unwahren Mittheilungen groben Unfugs schuldig, verurtheilte ihn aber zu 170 M. Geld- sich mit Strasbestimmungen einverstanden erklären, aber nur dann, an einige Blätter, wonach die Streifenden die Weiterarbeitenden strafe oder zu 1 Tag Gefängniß für je 5 M. Davon kommen wenn die Arbeitszeit von 10% auf 91/2 Stunden verkürzt wird. belästigt haben sollen. 20 M. Geldstrafe auf ein Inserat, worin die Partei- um ihren Willen durchzuführen, ersuchen sie die auswärtigen Unterstützung der Ausständigen sowohl in moralischer wie genossen ersucht wurden, Lokale in Ilmenau zu meiden; Berufsgenossen um solidarisches Verhalten. näher bezeichnet waren diese Lokale nicht. Der übrige Theil der materieller Beziehung ist dringend nöthig. Gelder sind zu senden Geldstrafe bezieht sich auf die Spigmarke der Rubrik„ Allerlei Ju Rathenow in der Mark Brandenburg, einem der Haupt- an den Vorsitzenden des Gewerkschaftskartells, Bruno Schu. aus dem Kampfe für Ordnung" zc., worunter Denunzianten- size der, Fabritation optischer Instrumente, stehen die mann in Bielefeld, Schulstraße. stückchen und Gerichtsurtheile gebracht worden sind. Für den Arbeiter und Meister dieser Industrie in einer Lohnbewegung. Von den Maurern Dresdens und Umgegend, deren Staatsanwalt handelte es sich, wie er ausführte, nicht um die In drei kleineren Werkstätten und einer größeren( mit Bahl am Dienstag in einer Versammlung mit 3094 angegeben einzelnen Mittheilungen, sondern um die erwähnte ständige 25 Arbeitern) sind die Forderungen( zirka 20 pet. Lohnerhöhung wurde, hatten bis dahin 2568 den Zehnstundentag bewilligt beSpigmarke dieser Rubrit, weil man dadurch Maßnahmen der und 12stündige Arbeitszeit inkl. der üblichen Pausen) vollständig kommen; von diesen erhielten jedoch 479 den geforderten Behörden als Kampfmittel darstelle und darthue, daß zwei gleich bewilligt. Die Grossisten billigen zwar die Gründe der Arbeiter, Minimallohn, 40 Pf. pro Stunde, noch nicht. Es wurde nun berechtigte Parteien sich bekämpften, was aber doch nicht der wollen sich aber nur zur Hälfte der Lohnforderung verstehen, weil beschlossen, vorigen Mittwoch überall die Arbeit niederzulegen, Fall sei. Das Landgericht erblickte in der ständigen Rubrif eine eine Erhöhung des Waarenpreises zu große Schwierigkeiten hätte. wo nicht beide Forderungen bewilligt würden. Am Donnerstag einheitliche fortgesetzte Handlung und erkannte auf das für groben Da aber alle Betheiligten Verhandlungen mit einander pflegen, war die Zahl der ortsanwesenden Maurer durch Zuzug aus Unfug zulässige höchste Strafmaß von 150 M. wird es wohl noch zur Einigung kommen. Böhmen und Italien, sowie infolge genauerer Ermittelung der Die Baugewerks- nnung in Rathenow hat den von Zahl auf rund 3300 gestiegen. Vom Ausstande betroffen waren den Gesellen geforderten Minimallohn von 35 Pf. abgelehnt und 12 Bauten ganz und 10 theilweise. In die Streitkontrollliste beschlossen, den Lohnsah der Junggesellen auf 25 Pf. zu belassen, ließen sich 276 Kollegen eintragen, daneben streifen noch ca. 100, den der älteren Gesellen auf den Höchstbetrag von 32 Bf. fest die die Liste nicht ausweist. Infolge Niederlegung der Arbeit auf kürzere oder längere Zeit erhielten 123 Mann auf 13 Bauten Aus Kottbus wurde uns auf Anfrage mitgetheilt, daß das sämmtliche Forderungen bewilligt. Auf weiteren 8 Bauten, wo Ergebniß der am Freitag vorgenommenen geheimen Ab- schon die 10ftündige Arbeitszeit bewilligt war, wurde an 256 Mann Es heißt darin:„ Die Zuschneider, die noch nicht zustimmung über die gestern im Vorwärts" mitgetheilte Fa- auch der Minimallohn in Höhe von 40 Pf. bewilligt.( Darunter lange in der Branche thätig sind, erhalten 9 bis 18 M., dann brifantenerklärung erst heute, Sonntag, vollständig befindet sich das Polizeigebäude mit 85 Mann.) Das Gesammtfolgen die, welche einen Lohn von 20 bis 36 m. verdienen; festgestellt werden könne. Wir können daher unseren resultat ist folgendes: 2480 Maurer sind im Genusse fämmtlicher Löhne von 30 bis 36 M. bekommen jedoch nur Zuschneider, die Lesern erit in der Dienstag- Nummer darüber Mittheilung Forderungen. Auf 20 Bauten mit 250 Maurern ist die Lohntapiren können und eine verantwortliche Stellung inne machen. An der Annahme der von uns schon als annehmbar frage zweifelhaft und bleibt die Lohnzahlung abzuwarten. Nur haben. Der Durchschnittslohn dieser Kategorie wird bezeichneten Vorschläge der Fabrikanten ist nach dem Verlaufe auf 10 Bauten wurde die Forderung des Minimallohnes nicht gestellt. fich auf 23 M. stellen. Nun sind noch die Stückzufchneider, der Versammlung, die am Donnerstag darüber verhandelte und Die Maler Leipzigs stehen, infolge des ablehnenden Berwelche 20-45 m. verdienen, aber auch hier würden die höheren geheime Abstimmung für Freitag beschloß, nicht zu zweifeln. Diese haltens einzelner Jnnungsmeister, zum zweitenmale vor dem Löhne nur durch größte Anspannung der Körperkraft erreicht. Bersammlung war wieder von über 5000 Personen besucht. Streit und ersuchen deshalb die auswärtigen Berufsgenossen um Der Durchschnittslohn ist bei diesen mit 27-28 M. zu veran- Hübsch, der Vorsitzende des Deutschen Textilarbeiter- Verbandes, solidarisches Verhalten. Schlagen." sprach für Annahme der Fabrikantenbedingungen, ebenso der Danach ist also in der Wäschekonfektion auch die Be Vertrauensmann der Kottbuser Sozialdemokratie, Lehmann, meistern, bis auf einen, und von einer Reihe anderer Meister Die Dachdecker Leipzigs haben von sämmtlichen Innungszahlung der am besten gestellten Arbeiterkategorie durch aus der Redakteur der Märkischen Volksstimme", Schöpflin, und den vorgelegten Stundenlohn von 45 Pf. bewilligt bekommen. nicht glänzend. eine Reihe anderer Redner, darunter Mitglieder der jetzigen und der früheren Fünferkommission. Gegen die Fabrikanten browa Gornicza infolge starten Militäraufgebotes und energischer Ans Warschau wird gemeldet, daß der Streit in Domvorschläge sprachen nur der Anarchist Fraubase und Bon 3000 bisher dort Soziale Uebersicht. Zu den Verhältniffen in der Wäschekonfektion ging uns ein Schreiben zu, das den Verdienst der am besten be- zusetzen. zahlten Arbeiterkategorie, den der Zuschneider, behandelt. Gewerkschaftliches. Achtung, Maurer Berlins! " Versammlungen. die Redner Gertich und Horstmann, von denen letzterer Intervention" der Behörden beendet iſt. Stundenarbeiter ist. Fraubase erging sich in den bei den beschäftigten Bergarbeitern wurden 80 entlassen. Dieselben haben Wie allen bekannt, beginnt am Montag, den 20. d. M. der anarchistischen Maulhelden üblichen blödsinnigen Verdächtigungen auch das" Recht" der Aufnahme in anderen Etabliſſements Kampf in unserem Beruf um den 9stündigen Arbeitstag. Soweit der Sozialdemokratie und meinte, die Arbeiter möchten lieber noch Russisch- Polens für immer" verwirkt. durch die von der Kommission vorgenommene Baukontrolle er 14 Tage feiern, bis der Hunger sie überwältige, dann wären sie mittelt ist, wird bereits auf 93 Bauten 9 Stunden gearbeitet und wenigstens ehrlich zu gründe gegangen, und was dergleichen auf diesen Bauten fast durchschnittlich auch der geforderte Verrücktheiten mehr waren. Die Versammlung ließ aber den Lohn von 55 Pfennig pro Stunde gezahlt. Somit steht leichtsinnigen Echwadroneur selbstverständlich abfallen, indem sie Die Metalldrücker waren am Donnerstag im Louisenunsere Sache günstig. Es bedarf aber noch des energischen mit allen gegen wenige Stimmen beschloß, daß am Freitag über städtischen Klubhaus versammelt behuss Stellungnahme zum und entschlossenen Handelns aller Kollegen am nächsten die Antwort der Fabrikanten abgestimmt werden solle, und daß Näther, daß es sich nur um eine Frage handele, wann und wie Neunstundentage. In seinem einleitenden Referate bemerkte Montag. Werden unsere Forderungen mit Nachdruck und Ent- die Minorität sich der Majorität unterzuordnen habe. schlossenheit gestellt, so wird in Kürze der Sieg auf der ganzen der Neunstundentag am besten auch für die Metalldrücker erLinie unser sein. Zur besseren Kontrolle der Bauten und zur Tarifausschusses der Buchdrucker Ueber das Resultat der Leipziger Verhandlungen des kämpft werde, da die Nothwendigkeit der Eroberung desselben Erleichterung für die sich zur Kontrolle meldenden Kollegen so- Depesche des Herold'schen Bureaus vor: liegt uns folgende längst erkannt sei. Troß des entgegengesetzten Beschlusses Metallindustriellen hätten 25 von ihnen bereits wie zur Ausgabe von Streit- und Arbeitsberechtigungskarten sind Depesche des Herold'schen Bureaus vor: Die während der es fei nun Sache der vom Montag ab Filial- Streitbureaus errichtet. Jeder drei Tagen schwebenden Verhandlungen zwischen den Buch den Neunstundentag bewilligt, Stollege, also auch diejenigen, die auf grund unserer Forderungen drucker Gehilfern, den Prinzipalen und den Berlegern Arbeiter, sich zu entscheiden, ob sie jetzt in eine Bewegung Skollege, also auch diejenigen, die auf grund unserer Forderungen haben, den„ Leipz. Neuesten Nachrichten" zufolge, zu nachstehendem eintreten wollen, oder mit den übrigen Metallarbeitern gemeinsam schon in Arbeit stehen, hat sich eine Streittarte, jeder in Resultat geführt: Effektive neunstündige Arbeitszeit ohne Pausen, vielleicht zum Herbst auf der ganzen Linie den Kampf aufzunehmen Arbeit tretende außerdem eine Arbeitsberechtigungs= tarte zu lösen. Diese Karte hat jeder als Legitimation jeder- Erhöhung der Grundposition um 2 Pf. pro 1000 Buchstaben, gedenken. Da aus der folgenden kurzen Debatte ersichtlich ist, zeit bei sich zu führen. Die Filial- Streikbureaus sind errichtet was gleich bedeutend mit 6% pCt. Erhöhung für die berechnenden daß im Moment teine Sympathie für eine derartige Bewegung im: 1. Bezirk Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig; 2. Bezirk Bülow- Gehilfen ist. Dann Erhöhung des Wochenlohns um 2, pet. in der Versammlung vorhanden ist, schließt Rohrlad diesen Buntt straße 59 bei Werner; 3. Bezirk Charlottenburg, Bismarckstr. 74 In Städten unter 30 000 Einwohner bleibt die Arbeits- der Tagesordnung nach Annahme folgender Resolution: Die bei Leder; 4. Bezirk Thurmstr. 84 bei Holzbächer; 5. Bezirk seit die alte, desgleichen für den Maschinenbetrieb. Dagegen Versammlung beschließt, in eine rege Agitation für den NeunstundenSwinemünderstraße 20 bei Geife; 6. Bezirk Rüdersdorfer wird der Lohn der Maschinenmeister um den gleichen Prozentjak tag einzutreten, damit die Metallarbeiter gemeinschaftlich bei straße 8 bei Böhl: 7. Bezirk Naunynstraße 86 bei Streit; pro Woche eine freie Zeit von 3 Stunden oder alle 3 Wochen eintreten können. Im nächsten Punkt der Tagesordnung ver wie bei den berechnenden Setzern erhöht. Außerdem wird ihnen geeigneter, günstiger Konjunktur in die Neunstundenbewegung 8. Bezirk Rigdorf, Berlinerstraße 9. Bezirk Marienstraßen- und Solmstraßen- Ecke bei Grube. eine solche von zwei halben oder einem ganzen Tage gewährt. ständigt sich die Versammlung nach einer Besprechung über die Sämmtliche Meldungen über Arbeitsniederlegungen oder Be Auch kann diese Zeit zu einem Ferienurlaub zusammengezogen stattgehabten Werkstattversammlungen über die Feier des 1. Mai. willigungen find sofort an die Filiale, in deren Bezirk die werden. Die Dauer dieser Tariffestseßung wurde auf fünf Jahre Die Versammlung findet pünktlich um 10.Uhr im Feenpalast statt, Arbeitsstätte liegt, zu richten! Nun Kollegen, auf zur ernſten 1. mai er. in fraft treten. bestimmt. Die neuen Bestimmungen sollen schon mit dem In einer Versammlung der Fensterputer, die am Hoch der Neunstundentag! Arbeit! 55 bei Kummer Am Dienstag Abend 7 Uhr wird bei Keller, Koppenstraße, in einer Versammlung Bericht über den Stand der Lohnbewegung gegeben werden.( Siehe Annonce am Dienstag.) Die Lohntommission Die Streifenden Wir können die Richtigkeit dieser Nachricht nicht fon- 16. April bei Buske, Grenadierstraße 38, tagte, berichtete Räthner am Freitag die bürgerliche Presse Leipzigs über die Sachlage Staehr, M. Mouffy Nachf. Mertens( Germania) und Jahn u. trolliren, glauben aber, daß fie richtig ist. Nachdem nun schon im Austrage der Lohnkommission über den Stand der Lohnam Freitag die bürgerliche Presse Leipzigs über die Sachlage bewegung. Aus dem Bericht war zu entnehmen, daß die Firmen unterrichtet war, stellt sich das Verfahren der Gehilfenvertreter die Arbeiterpresse nicht über die Verhandlungen wenigstens nach Witter tro längeren Aushaltens im Streit sich nicht bewegen Das Resultat lassen würden, die Forderungen zu bewilligen. der Maurer Berlins und Umgegend. deren Schluß rechtzeitig unterrichtet zu haben, als ein solches dar, des Streits sei ein günstiges zu nennen, insofern außer oben das wohl auch in den Kreisen der Buchdruckergehilfenschaft selbst Achtung, Schrifthauer Berlins und Umgegend! Der der gebührenden Kritik um so weniger entgehen wird, als gerade genannten Firmen sämmtliche Institute bewilligt haben. Bei den Tarif ist bis jetzt von 24 Firmen unterschriftlich die Buchdruckereien der Arbeiterpresse, soweit es ihnen möglich vorhanden, daß sich durch den Streit eine Verminderung ihres Firmen, welche nicht bewilligt haben, wäre die Genugthuung anerkannt, die im Inseratentheil der heutigen Nummer war, den Neunstundentag( einige sogar den Achtſtundentag) Kundenkreises bemerkbar gemacht habe. näher bezeichnet sind. Es sind dies die bedeutendsten Ge- längst eingeführt hatten, um den jetzt die Buchdruckergehilfen in wurden ersucht, alles ihnen zu gebote stehende Material schäfte. Birta vier Fünftel der Gehilfen haben infolge dessen die der Bewegung stehen. der Kommission zu überweisen, damit dieselbe den aus Forderungen, einschließlich des Minimallohns von 65 Pf. pro Stunde, bewilligt erhalten. Zu unterstüßen ist niemand. Die tanntru Margarinefabrit in Bahrenfeld bei Altona, sandte kann. Hierauf gelangte einstimmig, eine Resolution zur Annahme, Der Landtagsabgeordnete Herr Mohr, Jnhaber der besgiebigsten Gebrauch der Deffentlichkeit gegenüber machen Nachfrage nach Schrifthauern seitens der Firmen, die die For: uns ein Schreiben, worin es heißt:„ Sie bringen in der Sonnabend die den Streit für beendet erklärt und über die Juſtitute von derungen bewilligt haben, ist so groß, daß die Tarifs tommission den Anforderungen nicht mehr entsprechen fann, weil nummer die Notiz, daß die Mitglieder der Boykottkommission in Staehr, Petriftr. 17/18, M. Mouffy Nachflg., Elisabethstr. 10, arbeitslose Schrifthauer nicht vorhanden sind. Die Kommission Altona verhaftet sind, weil sie mir den Boykolt angedroht Mertens, Wallstr. 16 und Jahn u. Witter, Kottbuserdamm 6, ersucht nun alle Kollegen, die die Forderungen nicht bewilligt hätten. Ich habe aber der Polizeibehörde über den mir die Sperre verhängt. Arndt fordert auf, an der Organisation angedrohten Boykott, fonvie über den bei meinen und dem bisher Errungenen festzuhalten, um durch gemeinsames bekommen, die Arbeit niederzulegen und sich bei ihr zu melden; Kunden versuchten und theilweise durchgeführten Boykott nichts Vorgehen im nächsten Jahr einen vollständigen Sieg erringen zu fie werden dann sofort Arbeit zu tarifmäßigen initgetheilt, und ist mir der Grund zur Verhaftung völlig fönnen. Zum Schluß empfahl man, den 1. Mai nur da zu Bedingungen erhalten. Kein Kollege hat infolge der unbekannt." feiern, wo ein Nachtheil für die Kollegen nicht vorhanden ist. günstigen Geschäftszeit nöthig, unter dem Tarif zu arbeiten. Wenn also der Tarif diesmal nicht in allen Werkstätten durch unserer gestrigen Mittheilung mit keinem Wort die Rede Wir geben dieser Berichtigung hiermit Raum, obwohl in Geldsendungen sind an R. Millarg, Annenstr. 16, zu richten. gesetzt werden sollte, so würden die betreffenden Kollegen sich die davon war, daß Herr Mohr die Polizeibehörde zu ihrem Vor- sammlung, die am 17. April tagte, nahm den Bericht der LohnEine von 80 Bandeputirten der Puker besuchte VerSchuld lediglich selbst zuzuschreiben haben. Die Tarif. gehen veranlaßt hätte. Mit Genugthuung aber wird es jeden Arbeiter kommission entgegen. Die Lage der Lohnbewegung ist als eine Kommission. J. A.: Meyer, Solmsstr. 51. erfüllen, daß das Verfahren der Altonaer Polizei selbst von Herrn sehr günstige zu bezeichnen. Die Forderungen sind auf 146 Bauten Mohr, obwohl ihn der Boykott sicherlich sehr unangenehm ist, bewilligt. An der Lohnbewegung haben durch Entnahme der Streifnicht gebilligt werden kann, denn sonst würde er nicht farte 1604 Kollegen theilgenommen, davon sind durch Entnahme der das Bedürfniß fühlen, sich gegen die etwaige Annahme zu ver- Arbeitsberechtigungstarte 1409 Kollegen wieder in Arbeit getreten. wahren, er habe die Polizei zu Hilfe gerufen. 83 Kollegen befinden sich noch im Streit, resp. sind seit dieser Achtung, Metallarbeiter! Der Streit der Former und Gießerei- Arbeiter bei der Firma Friedrich, Reichenbergerstr. 4, ebenso der Streit der Klempner bei der Firma Moosdorf u. Hochhäuseler dauert unverändert fort. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter- Verbandes. Der Streit der Kaffeefortirerinnen bei der Firma Woche arbeitslos. Schäßt man die Zahl der in Berlin und Von Herrn Eruft Brüggemann, Bureauchef des Berliner Studen u. Andresen in Altona( Kaffee- Enthülsungs- Umgegend arbeitenden Kollegen auf 2000, fo ergiebt sich, daß Kellnervereins, ging uns zu dem in Nr. 88 vom 15. d. M. ver- und Verlese- Anstalt) dauert unverändert fort. Die Arbeiterinnen im höchsten Fall 396 Kollegen an der Lohnbewegung nicht theil öffentlichten Artikel über die Arbeitsverträge in den Restaurants halten fest zusammen, der Geist unter ihnen ist sehr gut. Wohl genommen haben. Jedoch glaubt die Versammlung, auch diese der Berliner Gewerbe- Ausstellung" nachstehendes Schreiben zu: selten haben Arbeiterinnen mit solcher Energie ihre Sache ver- noch für die Bewegung zu gewinnen. " Ich fühle mich veranlaßt, diesen Artikel dahin richtig zu fochten, wie die Kaffeeverleserinnen. Arbeiterinnen, Arbeiter, stellen, daß ich den in Frage stehenden Kontrakt in dieser Form sorgt allerwärts dafür, daß der Zuzug fern bleibt. Nach Erweder entworfen noch gut geheißen, sondern die mir flärungen der Firma hat sich dieselbe nach auswärts gewandt, Depeschen und lehte Nachrichten. in die Feder diftirten Bedingungen einfach niedergeschrieben um Erfaß für die Ausständigen heranzuziehen. Der Streik steht Wien, 18. April.( B. H.) An der Börse zirkulirten heute habe und mich nach gleichzeitiger Anzeige bei dem Vorstand des äußerst günstig. Vorigen Sonnabend haben, wie der VorBerliner Kellnervereins" von den Engagements zurückgezogen wärts" schon mittheilte, auch bei der Firma Pohly Gerichte von dem Rücktritt des Eisenbahnministers v. Guttenberg und des Sektionschefs Wittet. Diese werden jedoch von kom habe." in Hamburg, Herrenkraben, sämmtliche Arbeiterinnen, 50 an Die Thatsache, daß der Berliner Kellnerverein" es abgelehnt der Bahl, die Arbeit niedergelegt, und eine öffentliche Verfamm- petenter Stelle als völlig unbegründet bezeichnet. Die Demiffion hat, den Herren Rathiens u. Wolff unter den in dem lung der Hamburger Kaffeeverleferinnen, die von 2500 Personen des Kriegsministers von Krieghammer scheint jedoch thatsächlich bevorzustehen. Rontratt aufgestellten Bedingungen Personal zuzuweisen, wird besucht war, hat diesen Streit für berechtigt erklärt. Die Aruns übrigens auch von anderer wohlunterrichteter Seite bestätigt. beiterinnen haben lezte Woche nur 2-6,39 M. verdient. Arbeiter Unter diesen Umständen nehmen wir keinen Anstand zu erklären, und Arbeiterinnen, helft uns moralisch und materiell! Es sind daß das Urtheil über den in Rede stehenden Verein allerdings zu unterstützen 310 ledige und 225 verheirathete Frauen mit zuzu hart gewesen ist. Es wurde gefällt unter dem Eindruck des sammen 312 Kindern. Briefe und Sendungen sind zu richten an Schreibens der Herren Rathjens u. Wolff, an dessen J. Greis, p. Adr. J. Zlagmann in Altona, Kleine Freiheit Nr. 19. Die Lohntommission. Richtigkeit zu zweifeln wir keine Veranlassung hatten. dem Radetzky- und dem Zentrumsschacht fanden erhebliche BodenBrig, 18. April.( B. H.) Im Niedergegenthal zwischen fenkungen statt. Es wird ernstlich befürchtet, daß die Hochquellleitung bricht. Zur Verhinderung dieses Unglücks werden ums fangreiche Vorsichtsmaßregeln getroffen. Verviers, 18. April.( W. T. B.) Gestern ist hier ein theilweiser Weberstreit ausgebrochen. Heute schloß sich ein Theil der Zur Maifeier in den Gewerkschaften. Auf Veranlassung Der Streit der Tapezirer Hannovers ist nach fünf- Webereiarbeiter der Simonis'schen Fabrit dem Ausstande an. der Agitationskommission der Gastwirthsgehilfen Deutschlands" wöchiger Dauer beendet. 80 Firmen haben die Forderungen Simonis machte bekannt, daß er seine Betriebe bis zur Wieders haben die Organisationen der Gastwirthsgehilfen bewilligt. 30 Geschäfte meist unbedeutend verhalten sich herstellung der Ordnung schließen werde. Die Zahl der Feiernden beträgt 2500. " in allen Städten beschlossen, die Maifeier an ein und ablehnend. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Ur. 92. Tokales. In der Lokalliste von Adlershof sind noch folgende Lokale nachzutragen: Dietrich, Meier und Göyke in der Bis. marckstraße, Kuhle in der Kronprinzenstraße. Charlottenburg. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins zur Kenntniß, daß laut Beschluß der General versammlung von jetzt ab die Lese- und Diskutir- Abende des Vereins jeden Mittwoch nach dem 20. eines jeden Monats im Lokal Bismardshöhe" abgehalten werden. Der nächste findet also am Mittwoch, den 22. April, abends 81/2 Uhr, statt. " " " 9 Sonntag, den 19. April 1896. 13. Jahrg. Witterungsübersicht vom 18. April 1896. 1 Kilogramm 10 Pf., bis zu 5 Kg. 20 Pf. und bis zu 10 Kg. 30 Pf., in den Vororten bis zu 1 Kg. 20 Pf., bis zu 5 Kg. 30 Pf. und bis zu 10 Kg. 40 Pf. Dazu berechnet die Bibliothek an Verpackungsgebühr für 1 kg. 5 Pf., bis 5 kg. 10 Pf. und bis 10 Rg. 20 Pf. Die Bücher werden nur gegen Empfangs Stationen. bestätigung und Nachnahme des von der Bibliothek verauslagten Portos und der Verpackungsgebühr verabfolgt. " Der Künstler ohne Reisegeld. Von der Direktion des Neuen Theaters" wird berichtet, daß das angekündigte Gastspiel Swinemünde Salvini's, das für Sonnabend, Sonntag und Montag in Aussicht Hamburg genommen war, nicht stattfinden kann, da es Salvini an den Berlin nöthigen Reisemitteln nach Berlin fehlt. Vom Dienstag an muß Wiesbaden das Neue Theater einige Tage geschlossen bleiben, da das ganze München Ensemble( bis auf die im Residenz- Theater beschäftigten Dar: Wien steller) bindende Abmachungen zu einem Gastspiel nach Halle Haparanda rufen. Die Direktion will Herrn Salvini für den außerordent Petersburg lichen Schaden, den sein leichtsinniger Kontraktbruch verursacht, Gort zur Rechenschaft ziehen. 1 Aberdeen. Wegen der Gewerbe Ausstellung wird den Schuhleuten Paris. und Kriminalbeamten der Sommerurlaub entzogen werden. Die Sommerferien sollen auf das letzte Quartal dieses Jahres verlegt worden sein. Was die in betracht kommenden Beamten wohl nicht sehr erbaulich finden werden. " " " • Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NAAN coco( Stala 1-12) ៩៩៧៩ Wetter Temperatur nach Celsius ( 50 G. 4° R.) 6615520 765 GD bedeckt • 767 · . WNW 766 bedeckt bedeckt 7 769 bedeckt 769 S 767 Still 768 Still bedeckt wolfenlos heiter 767 GO heiter 8 772 W 3 bedeckt 12 769 Q 3 heiter 11 772 . . WNW 2 wolfig 8 Wetter- Prognose für Sonntag, den 19. April 1896. Wetter ohne erhebliche Niederschläge. Ruhiges, langsam auftlärendes, am Tage etwas wärmeres Berliner Wetterbureau. Theater. Mangel an geeigneten Arbeitskräften" tonstatirt eine an die Zeitungen versandte Notiz über den Arbeits- Nach weis der Christlichen Herberge zur Heimath" ( Oranienstraße), der im letzten Duartal von 1701 durch Arbeitgeber angemeldeten offenen Stellen nur 1346 mit Arbeitern besezen fonnte. Wir vermissen in dieser Notiz die Angabe, wie viel beschäftigungslose Arbeiter angemeldet waren. Deren Zahl dürfte noch erheblich höher gewesen sein als die der offenen Stellen. Daß das Angebot freier Stellen die Nachfrage nach solchen übersteigt, tommt fast auf keinem Arbeitsnachweis vor, am allerwenigsten im Quartal Januar- März. Auch auf dem Arbeitsnachweis der Chriftlichen Herberge" wird die Sache nicht anders liegen. Wenn sogar trotz Ueberfluß an Bewerbern doch nicht alle Stellen besetzt werden können, was auch auf angekommen, eine Aurelia und eine Winkelqualle, welche mit Jm Berliner Aquarium sind zwei Gattungen Quallen. anderu Arbeitsnachweisen zu beachten ist, so wird das meistens ihren unbeschreiblich zarten Farben, ihrer feinen Gliederung und daran liegen, daß die Arbeitgeber zu wenig bieten und zu viel ver- ihren anmuthigen Bewegungen jeden Beschauer fesselu. Der langen. Dazu tommt, daß ein großer Theil der Beschäftigung Familie der Seeraupen gehört ein in mehreren Exemplaren und von Erckmann- Chatrian aufgeführt. Das Stück, das auf einer Im National Theater wurde am Freitag Freund Frih fuchenden Arbeiter wegen zu großer Abgeriffenheit, zu gefchwächter in einem der oberen kleinen Becken untergebrachtes etwa finger- elfäffischen Dorfschenke spielt, beschäftigt sich mit dem Konflikt Gesundheit, zu hohen Alters oder auch wegen thatsächlich zu langes bräunliches Geschöpf an, das durch seine farbenglänzenden zwischen Herz und Magen, der in einem Hagestolzen Hofbesitzer geringer Kenntniffe selbst bei bescheidensten Ansprüchen den Borstenbüschel auffällt. Arbeitgebern als nicht mehr brauchbar, d. h. ausnutzbar, erscheint. zum Ausbruch kommt und natürlich mit dem Sieg des Herzens endet. Von den Besuchern der Christlichen Herbergen" gilt das in Wochen- Repertoir der Urania. Sonntag: Herr Dr. Naß: Freund Friz heirathet die arme Sufel, nachdem er wohl erwogen erster Linie. Trotzdem werden die Handwerksmeister, die auf Moderne Gasbeleuchtung". Montag: Herr G. Witt: Bhoto hat, daß sein feistes Bäuchlein auch im Eheftand keinen Schaden dem Menschenmarkt der„ Christlichen Herberge" in der Oranien- graphie im Dienste der Astronomie". Dienstag: Herr Dr. Müller: leidet. Den ehestiftenden Rabbi Sichel spielte Herr Emil straße die verlangte Waare nicht gefunden haben, deshalb Das Hühnchen im Gi". Mittwoch: Herr Dr. Schwahn:„ Die Wirth vom Stadttheater in Düsseldorf recht schalthaft schwerlich ohne Arbeiter nach Hause gegangen sein. Sie werden Erscheinungen der Gletscherwelt"." Donnerstag und Sonnabend: und oft hübsch herausgearbeitet; mir wollte uns scheinen, nur fich auf irgend einem anderen Arbeitsnachweis danach umgethan Herr P. Spieß:„ Photographie mit unsichtbaren Strahlen". daß der Rabbi nicht immer und ewig feinen Mund baben, bis sie die geeigneten, d. H. viel leiftenden und wenig Freitag geschlossen." Die Eröffnung der Taubenstraßen- Filiale zu dem stereotypen Lächeln zu verziehen brauchte, mit dem der fordernden Arbeiter fanden. ist für Sonnabend, den 25. d. M. in Aussicht genommen. Künstler zu brilliren suchte. Die liebe Susel wurde von Fräulein Aus Lehrerkreisen wird uns geschrieben: Der Kritiker Klara Leno vom Berliner Theater in einer nicht gerade originellen Der Polizeilientenant Milde hat die Eichendorfstraße von Auffassung gegeben. Die Stünstlerin stellte dassinnige, verschloffene mit dem Polizeistocke, der sein Wesen in der„ Jugendschriften- den Prostituirten und Zuhältern, welche diese Straße früher be- Wesen gar zu sehr in der Art der Heldinnen dar, die Warte" treibt und besondere Fürsorge den Proletariern zuwendet, völferten, befreit". Wirthe und Miether in der Eichendorfstraße in den ist endlich durch wiederholte Festnagelung im Vorwärts" in die sind nun auf die Idee gekommen, an den Lieutenant eine Dant- mit niedergeschlagenen Augen allein läßt sich der von den Birch Pfeiffer'schen Stücken ihr Wesen treiben; richtige Beleuchtung gerückt worden. Der Vorwärts" hat sich adresse zu richten, welche dem Beamten von einer Deputation den französischen Dichtern fein ausgearbeitete Charakter durch die energische Behandlung dieser unlauteren Affäre, die mit einem Geistlichen, namens Hirsch, an der Spitze, feierlich dieser Gestalt nicht ohne sein Eingreifen selbst in Lehrerkreisen kaum die hinreichende überreicht worden ist. Ob die Veranstalter der Dankadresse wirk- war Herr Schwendler in der Titelrolle; auch thaten die nicht begreiflich machen. Recht tüchtig Beachtung gefunden hätte, den Dank aller der Lehrer verdient, lich nicht wissen, daß die Pestbeule der Prostitution von dem franken übrigen Mitwirkenden ihr bestes, um dem ländlichen Lustspiel welche mit der in der" Jugendschriften- Warte" geübten Ge- Körper der heutigen Gesellschaft durch kein Mittel, und am wenigften auch an dieser Bühne in einer annehmbaren Darstellung zum sinnungstüchtigkeit" nichts zu thun haben wollen, durch bedauer: durch ein gewaltsames, hinwegfurirt werden kann? Wenn das Uebel Erfolge zu verhelfen. liche Konzeffionen aber mit diesem Blatte verkoppelt worden sind. wirklich an einer Stelle vertrieben ist, so bricht es an einer Es wird wohl das erste und letzte Mal sein, daß sich der Vorwärts" andern desto gefährlicher auf. Die That, welche die Hauswirthe mit diesem Kritikus befaßt, denn aus dem Elaborat, das als Abwehr und Miether in der Eichendorfstraße vollbracht haben, erinnert erschienen ist, wird die Redaktion entnommen haben, daß sie im lebhaft an das bekannte Gebet an den heiligen Florian. verzeihlichen Frrthum war, wenn sie meinte, einen beachtens werthen Kritifer oder gar eine berufene Stimme aus der LehrerWegen der Bauarbeiten am Halleschen Thor verkehren organisation vor sich zu haben. Solche Leute, die erst denun- vom Sonnaband, 18, d. M., die Wagen der Linie„ Moabit- Strom siren, dann scheltend davonlaufen und schließlich sich hinter einen Straße- Gneisenaustraße" der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn riesigen Phrasenwuft verkriechen, verlieren selbst bei den naivften bis auf weiteres nur bis zuin Halleschen Thor. Lehrern mit der Zeit den Nimbus, der bei günstiger Gelegenheit Zur Strafe, weil sie arm find, müssen bekanntlich tausende erhascht worden ist. Sehr spaßhaft nimmt sich im Rahmen des Mütter aus dem Proletariat ihre Kinder in der herrlichsten der ganzen die feierliche Erklärung aus:„ daß die" J.-W." nicht den Welten unbeaufsichtigt in der Wohnung lassen, und in der steten Beifall der Mitarbeiter des sozialdemokratischen Borwärts" findet, Furcht, daß ihren Lieblingen ein Unglück zustößt, den Tag über gereicht der J.-W." zur Ehre." Der Vorwärts" wird diesen außer dem Hause um einen Hungerlohn frohuden. So erging es Scherz nicht allzu übel nehmen. Recht erheiternd hat auch die auch der Frau des Arbeiters Schiffmann aus der Sedanstr. 38 mit dem Worte Ehre" überreich gespickte dringende Aufforderung, zu Weißenfee, die mit ihren Kindern vom Manne getrennt lebt. Heinrich Vogl, als Gaft. Anfang 6 Uhr. Schauspiel. den Namen des Einsenders der einen Vorwärts" notiz zu ver- Sie war am Dienstag, nachdem sie die älteren Kinder haus: Sonntag, 19: Die Jungfrau von Orleans. öffentlichen, gewirkt. Herr Ziegler ist neben manchem andern zur Schule geschickt hatte, ihrer Beschäftigung nach Krolls Theater. Anfang 71/2 Uhr: Die trante Zeit. auch sogar naiv. Diese Aufforderung steht nämlich in derselben gegangen und hatte den dreijährigen Sohn Otto allein Montag, 20.: Die Journalisten. Dienstag, 21.: Die franke Spalte, worin er schreibt:" Ich habe die Nummer der Jugend- in der Wohnung gelassen. Unvorsichtiger Weise hatte Zeit. Mittwoch, 22.: 1812. Donnerstag, 23.: Am Ge schriften- 2arte"( Märchenbuch betreffend) nebst formellem Hand- sie eine Schachtel mit Streichhölzern im Zimmer so liegen lassen, burtstage Shakespeares: Othello, der Mohr von Venedig. schreiben, wie es der Anstand erfordert, der Aufsichts- daß Otto sie erreichen konnte. Bei ihrer Rückkehr fand ihn die Freitag, 24.: Doktor Klaus. Sonnabend, 25.: Judith. Sonntag, behörde( es ist die Polizei gemeint!) überfandt." Was will Mutter über und über mit Brandwunden bedeckt auf. 26.: Der Sturm. Kroll's Theater, Anfang 71/2 Uhr: Halali. der fürsorgliche Leiter der J.-W." denn mit dem Namen? Man brachte den Kleinen schleunigst in das städtische Krankenhaus Die Dienstboten. Montag, 27.: Die Quibows. Der Spiel Gelüftet ihn etwa nach einem zweiten sichtlichen Erfolge à la am Friedrichshain; die ärztliche Kunst war aber gegenüber den plan des Deutschen Theaters verkündigt für heute Märchenbuch"? Auf solchen„ Anstand" fällt der Einsender nicht entsetzlichen Verbrennungen erfolglos, der Knabe ist am Freitag Sonntag Nachmittag den Kaufmann Venedig mit herein, selbst auf die Gefahr hin, durch Herrn 3. zum zweiten Abend seinen Verlegungen erlegen. Die Staatsanwaltschaft hat Herrn Reicher als Shylock, abends Nora mit Frau Sorma. Male der Ehre verlustig erklärt zu werden. Die J.-W." hat die Leiche beschlagnahmt, da der Unfall vielleicht noch zu einem Montag werden Die Weber gegeben; Dienstag erscheint empfangen, was ihre Thaten werth sind. Strafverfahren gegen das Opfer unserer sozialen Zustände Ver- Schnitzlers Liebelei" in neuer Verbindung mit Hirschfeld's Zu anlassung giebt. Hause; Mittwoch kommt Hamlet mit Herrn Kainz in der TitelDas Vermächtniß des Wüstlings Simon Blad soll, wie aus Magistratskreisen geschrieben wird, nicht die Stadtdrama Auf der Polizeiwache gestorben. Am Donnerstag Abend rolle zur Aufführung. Donnerstag geht Max Salbes Liebesverordneten- Versammlung beschäftigen. Das Testament des Erb- hielt sich in der Bergmannstraße längere Zeit ein Mann auf, der Szene; biese Vorstellung wird Freitag und nächstfolgenden Sonn" Jugend zum ersten Male im Deutschen Theater in laffers enthalte feine Auflage", welche die Stadt Berlin belastet, so angetrunken war, daß man ihn, um ihn vor Unfällen zu be- tag Abend wiederholt. Sonnabend gelangt Der Meister von vielmehr erblickt man in der leitwilligen Verfügung des Blad, wahren, auf die Wache des 85. Polizeireviers in der Heimitraße Palmyra mit Frau Sorma und Herrn Kainz zur Darstellung. daß ihm die Stadt ein Monument errichten solle, nur eine Be- brachte. Nachdem er die ganze Nacht geschlafen hatte, wurde er Für nächstfolgenden Sonntag Nachmittag ist Richard III. mit dingung, durch deren Erfüllung die der Stadt zufallende Summe morgens gegen 51/2 Uhr plötzlich schwer krank. Man schickte zu Herrn Kainz angesetzt. ( ca. 625 000 m.) um den für das Monument aufzuwendenden Betrag geschmälert wird. " " Wie man der Prostitution ihre Opfer entgegentreibt, lehrt eine Anzeige, die sich im Lokal- Anzeiger" vom 17. April findet: Mädchen, Adressenschreiben, Woche drei Mart, verlangt Hecht, Weinmeisterstr. 18. einem Arzt; als dieser anfam, war aber der Mann schon todt. Man meint, daß ein Herzschlag seinem Leben ein Ende gemacht hat. Der Unbekannte ist mittelgroß und kräftig gebaut und etwa 35 Jahre alt. Der frühere Verkehrswirth der Berliner Schlächterinnung, C. Hoppe, bisher Grünstraße 28, ist mit seinem Vermögen von 25 000 m. und einer Schlächtermamsell spurlos verschwunden. Er hat seine Ehefrau gänzlich mittellos zurückgelassen. Theater- Wocheuchronik. Opernhaus: Sonntag, 19.: Rienzi, der letzte der Tribunen. Anfang 6/2 Uhr. Montag, 20.: Don Juan. Don Juan: Herr Francesco d'Andrade, tgl. bayer. Rammersänger, a. G. Dienstag, 21.: Lucia von Lammermoor. Lucia: Frl. Prevosti. Edgardo: Herr Lavin aus Newyork, als Gäfte. Mittwoch, 22.: Lohengrin. Lohengrin: Herr Heinr. Vogl, tgl. bayer. Kammerfänger aus München, a. G. Anfang 7 Uhr. Donnerstag, 23.: Robert der Teufel. Anfang 7 Uhr. Freitag, den 24.: Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold. Loge: Hr. Heinrich Vogl, als Gait. Sonnabend, 25.: Der Ring des Nibelungen. 1. Abend: Zum 100. Male: Die Walküre. Anfang 7 Uhr. Sonntag, 26.: Don Juan. Don Juan: Hr. Francesco d'Andrade a. Gast. Montag, 27.: Der Ring des Nibelungen. 2. Abend: Siegfried. Siegfried: Hr. " = Das Lessing Theater tritt in die vorletzte Woche seiner Spielzeit ein, die schon am 30. April endigt. Die ganze Zeit bis dahin ist den Wiederholungen von Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel gewidmet. Das Residenz- Theater bringt den Schwank:„ Hotel zum Freihafen am Montag zum 75. Male zur Aufführung. In der Nachmittags- Aufführung des Hüttenbesizer, die am Sonntag Das Stellenvermittelungswesen nimmt neuerdings derart zu halben Preisen im Neuen Theater stattfindet, spielt die überhand, daß auch die Arbeitsangebote im Anzeigentheil der Rolle der Claire Fräulein Güstinger, die Rolle des Derblay Blätter zu einem recht beträchtlichen Theil nicht mehr direkt von Herr Miska Préger. Abends geht Bisson's Lustspiel dem Unternehmer, sondern meistens durch Mittelspersonen er Der Herr Direktor in Szene. Von Fritz Friedmann meldet die ,, Germania": Der flüchtige Im Friedrich Wilhelm. laffen werden. städtischen Eineu recht bezeichnenden Fall berichtete uns ehemalige Rechtsanwalt Frizz Friedmann hatte gegen den vom Theater bleibt die Ausstattungss gestern eine junge Dame, die sich als Verkäuferin in der Aus- Staatsanwalt erlassenen Haftbefehl Beschwerde erhoben, und Komödie Der Hungerleider dauernd auf dem Spielplan. stellung an der in einem Zeitungsinserate aufgegebenen Stelle wohl hauptsächlich auf diese Beschwerde dürfte der Widerspruch Goethes Faust in Szene, abends Ernst v. Wildenbruch's König Im Berliner Theater geht heute Sonntag Nachmittag in der Gneisenaustraße meldete. Das Mädchen wurde dort in gestützt sein, den er gegen seine Auslieferung bei den französischen einem hochherrschaftlich" eingerichteten Salon von einer Dame Behörden erhoben hat. Manches, was sonst darüber gemeldet ferner wiederholt: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag. Heinrich. Die Wildenbruch'sche Tragödie wird in dieser Woche empfangen, welche ihr bedeutete, daß sie zunächst für Nennung ist, gehört in das Gebiet der sensationellen Berichterstattung. Dienstag und Sonnabend wird Hugo Lubliner's Lustspiel Die der richtigen Adresse drei Mart zu entrichten habe; täme das Die Beschwerde ist nunmehr vom Landgericht zurückgewiesen, Frau ohne Geist wiederholt. Freitag gelangen als 31. Abonnements Engagement zu stande, so seien noch 7 M. nachzuzahlen. Es also der Haftbefehl wegen Unterschlagung bestätigt worden; es vorstellung Gustav Freytag's Journalisten zur Aufführung. Nächsten sieht ganz danach aus, als ob die Unternehmer, anstatt eine der ist dabei anzunehmen, daß die Auslieferung demnächst erfolgen Sonntag, mittags 12 Uhr, findet eine Wohlthätigkeitsvorstellung artige Ausbeutung schlecht bezahlter Arbeitskräfte zu inhibiren, wird. dieses Treiben zu begünstigen suchen. zu gunsten der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schrift Die Leiche des 71jährigen Almosenempfängers RarI fteller statt. In dieser Matinee gelangt außer einigen Konzert Zum Fall Langerhans theilt das B. T." mit, daß die Stappenbeck ist gestern am Kronprinzen- Ufer aus der Spree nummern die dreiaftige Pantomime Der verlorene Sohn" behördlicherseits angeordnete Untersuchung des verwendeten aufgefischt worden. ( L'enfant prodigue), mit Auguste Prasch Grevenberg in der Heilserums durchaus ergebnißlos verlaufen ist; die betreffende Heilferumsprobe zeigte feineriei Abweichungen von der Norm; 51 Jahre alte Händler Karl Thiel, Weydingerstraße 9, auf dem& inden geht heute nachmittags bei halben Preisen Die Fleder Von einem Poftwagen wurde am Sonnabend Morgen der Titelrolle, zur Aufführung. Im Theater Unter den das Heilserum war weder verdorben, noch war es irgendwie werderschen Markte überfahren. Die beiden linken Räder gingen maus, abends Der Bettelstudent in Szene, der auch Montag stärker mit Karbol verfeht als üblich. Außerdem wurden mit ihm über die Brust und verlegten ihn so schwer, daß ein Schuß- wiederholt wird. Am Dienstag bringt das erste Gastspiel von dem gleichen Serum 10 Versuchsthiere behandelt. Kein einziger mann ihn in ein Krankenhaus bringen mußte. Frau Judic aus Paris mit ihrer Gesellschaft das Vaudeville dieser Kontrollversuche ist ungünstig verlaufen. Es bleibt also vorläufig dabei, daß die Todesursache in dem Falle Langerhans Femme à Papa und Chansonetts, vorgetragen von Frau Judic. Von einem Fahrrad- Dienstmann überfahren und schwer Die Preise sind für dieses Gastspiel nicht erhöht worden. Bor nach wie vor nicht aufgeklärt ist. Mit der Untersuchung der verletzt wurde vorgestern Abend gegen 7 Uhr in der Köpnicker: bereitet wird im Theater Unter den Linden die Gilbert- SullivanBlutbeschaffenheit an dem verstorbenen Kinde ist Professor Ehrlich straße der achtjährige Sohn des Tischlers Walther. Der Knabe ſche Operette Der Großherzog für Ende Mai. noch beschäftigt. überschritt den Fahrdamm des Straßenzuges in der Nähe der Eine für die Benuker der königlichen Bibliothek mannes, dessen Personalien bisher nicht festgestellt sind, erfaßt ſpiel die leßte Aufführung des Schwankes Der Schwiegervater. Michaelfirchstraße und wurde von dem Fahrrad eines Dienit- bringt im 3 entral- Theater mit dem Dreher'schen Gastwichtige Neuerung wird von der Generalverwaltung dieses viel in Anspruch genommenen Instituts mit dem 1. Mai d. I. ein- und so unglücklich zu Boden geworfen, daß der Kleine mit dem Montag gehen zum ersten Male die Poffe Die beiden Afrikaner und der Einatter Schloß Montbeliard in Szene. Im geführt werden: Die Uebermittlung und Zurücknahme der ent- Kopf auf einen Schienenftrang der Pferdebahn aufschlug. Bellealliance Theater geht heute Nachmittag als liehenen Bücher durch die Packetfahrt- Aktien- Gesellschaft. Die Der in der Ausstellung Kairo vorgestern verunglückte Boltsvorstellung unter Regie von Herrn Türk Schiller's Maria Uebermittelungsgebühr beträgt in Berlin für Bücherpackete bis zu Zapezirer heißt nicht Berg, sondern Schilling. Stuart in Szene; abends folgt das Ausstattungsstück = Der Sonntag 1 Die Reise um die Erde in achtzig Tagen. Gerichts- Beitung. " öffnet. • Im Imit tödtlichen Waffen hatten sich vor der hiesigen Straffammer[ wie im Jahre 1889 sei undenkbar. Diese Erklärung wirkte auf National Theater gastirt heute Herr Robert Hartberg zu verantworten der Landwirth Richard Runt, wohnhaft zu die Fabrikanten ersichtlich niederdrückend; Krug sah sich aber vom Stadttheater zu Düsseldorf nachmittags als Ferdinand in Großgnern, und der Stud. jur. Karl von Bracken aus Düssel- trotzdem noch veranlaßt, die Haltung der Firma Lockow u. BlauKabale und Liebe, abends als Pfarrer von Kirchfeld, welche Vor- dorf, letzterer als Kartellträger. Die Forderung war an den rock( vergl. den Bericht in Nr. 89 des Vorwärts") zu ver= stellung Montag wiederholt wird. Im Schiller Theater hiesigen Polizei Inspektor Kauz gerichtet und wurde dadurch theidigen, ohne natürlich Gegenliebe zu finden. Die von der geht heute Nachmittag 3 Uhr Zobeltis' Schauspiel Ohne Geläut veranlaßt, daß der erste Beschuldigte an einem Sonntagmorgen überwiegenden Mehrheit angenommene Resolution hatte in Szene, abends 8 Uhr fommen Die Journalisten zur Auf- früh an der Thür eines hiesigen Hauses, in welchem folgenden Wortlaut: Die heute tagende Versammlung führung. Montag, Mittwoch und Donnerstag finden Wieder eine Dirne wohnte, anklopfte. Der Polizei Juspektor, der der Zigarrenfabrikanten Berlins und der Umgegend er holungen von Die Stüßen der Gesellschaft, Dienstag eine Auf- des Weges fam, rief dem Angeklagten barsch zu: fennt die Lage der Zabakarbeiter und Arbeiterinnen führung von Die Kinder der Eyellenz statt. Freitag ist Halder Wenn Sie nicht dort wohnen, scheeren Sie sich weg!" als eine tieftraurige und verbesserungsbedürftige an und ver and Sohn, Sonnabend Abend Victoria und Onkel Bräfig, Sonn- Es entstand nun ein Wortwechsel, in dessen Verlauf Runk pflichtet sich, für die Folgezeit ihre Arbeiter und Arbeiterinnen abend Nachmittag geht als Schüler- Borstellung Wilhelm Tell in erklärte, er werde sich mit dem Polizei- Juspektor schlagen. Dieser nach dem von der Lohnkommission vorgeschlagenen und von der Szene. Im Bürgersaale des Rathhauses ist heute Heine- Abend. meinte, es sei eine handgreifliche Auseinandersehung beabsichtigt, am 29. März stattgehabten Tabakarbeiter Versammlung gutEs ist dies der vorlegte Dichter- Abend in dieser Saison. und bot dem Angeklagten Ohrfeigen an. Tags darauf erhielt geheißenen Lohntarif zu bezahlen. Am Sonntag findet eine der Polizei- Inspektor von dem zweiten Angeklagten schriftlich im öffentliche Versammlung der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen Namen des Runk eine Forderung auf Pistolen bei zehn Schritt bei Nieft in der Weberstraße statt. Distanz und Kampf bis zur Abfuhr. Der Beamte erklärte sich Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag fefn Unterricht. Die. Abermals ein Staatsanwalt als Strafrichter. Staats- zum Widerruf bereit; die Gegenpartei verlangte aber Abbitte, deferäume find von 10-12 Uhr vormittags resp. von 8 Uhr abends an ges auwalt Schulz II. von der Staatsanwaltschaft am Land: wozu der Polizei- Inspektor sich nicht verstand und seiner vorgericht II. ist zum Landgerichtsrath ernannt und als solcher an gesetzten Behörde Anzeige von der Forderung machte. Das Ad. Neumann, Basewalferstraße 3. Arbeiter Sängerbund Ber line und gegend. Borsigenber Alle Aenderungen im Vereinse das Landgericht I. versetzt worden. Derselbe wurde vor einer Gericht erkannte gegen Runt auf drei Monate, gegen den Kartell- talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Reihe von Jahren als Assessor der Staatsanwaltschaft vom träger auf vierzehn Tage Festungshaft. Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen Verwaltungsstelle Landgericht I. zum Landgericht II. versetzt, bald darauf aber zum Auch ein charakteristischer Beitrag für die Gesinnung, in Berlin IV. Mitgliederversammlung am Sonntag, den 19. April, nachmittags in Deutschland( Eingeschriebene Hilfstasse Nr. 26.) Staatsanwalt ernannt und nach außerhalb versetzt, doch wurde der die Jugend der sogenannten guten Gesellschaft heranwächst! Uhr bei Wiedemann, Blumenstr. 38. Zahlreiche Betheiligung erwartet die er alsbald wieder an das Landgericht Berlin II. zurückberufen, Ein Schulpatron, der seinen Lehrer durchgeprügelt Ortsverwaltung. wo er seit etwa 5 Jahren thätig ist. Kosmos, Verein für voltsthümliche Wissenschaft. Montag, den 20. April: hatte, stand, wie der„ Voss. 3tg." aus Marburg gemeldet Bortrag über: Prostitution. Montag, den 27. April: Bortrag über: Die Ein Flugblatt der Agitationskommission der Bäcker wird, dort am 17. April in der Person des Rittergutsbesigers Friedensbestrebungen der Neuzeit. Referent: Herr P. M. Grempe. Berlins, welches durch den Vertrauensmann derselben, den und Rittmeisters der Landwehr, Ernst Deichmann aus Lembach straße 173. her Distussion. Gäste willfommen. Abends 8% Uhr, bei Hensel, Brunnen Bäckergesellen Wilhelm Scholz abgefaßt worden war, und durch bei Borken, vor der Strafkammer. Der Vorfall, der sich am Vergnügungsverein Normania 2. Sigung heute Nachm. 5 Uhr bei einen anderen Vertrauensmann, den Gefellen Karl Höpfner, zur ersten Weihnachtsfeiertage des vorigen Jahres ereignete, war Mehlmann, Dresdenerstr. 66. Theaterverein ,, Morgenstern". Sigung jeden Sonntag Nachm. 5 Uhr Bertheilung gelangte, gab die Veranlassung zu einer Verhand- seiner Beit mannigfach in der Presse besprochen worden. An bei Ulbrich, Nammlerstr. 26. lung vor der 182. Abtheilung des Schöffengerichts gegen Scholz jenem Tage kam der Lehrer Deist in Lembach( jetzt in Deutscher sozialdemokratischer geschlub in Paris. Rue St. und Höpfner wegen öffentlicher Beleidigung. Den Straf- bra, Kreis Ziegenhain) aus seiner im ersten Stocke Sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Vers sammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. antrag hatte der Bäckerinnungsverband Germania" ge- des Schulgebäudes belegenen Wohnung in das SchulLondon. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der stellt, da derselbe sich durch verschiedene Ausdrücke und lokal und fand dort die Gattin des Angeklagten al te, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründere Bemerkungen start beleidigt fühlte. wurde unter mit Vorbereitungen für die Weihnachtsbescheerung der Dorf- wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach anderem einem flegelhaften Benehmen der Innungs- finder beschäftigt. Er machte nun seinem Unwillen darüber Dansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), progen gesprochen und den Sprechmeistern indirekt Bestechlichkeit etwas Luft, daß ihm von dem Vorgehen keine Senntniß gegeben. vorgeworfen. Der Gerichtshof hielt zwar die Wahrnehmung be. Dieses wurde dem zu Hause befindlichen Rittergutsbesitzer findes i Lokalet. rechtigter Jnteressen seitens der Angeklagten für vorliegend, Deichmann überbracht und dieser erboste darüber so sehr, daß er meinte aber, daß die Absicht der Beleidigung aus der Fassung den Lehrer in seiner Wohnung aufsuchte, ihm mehrere Ohrfeigen des Flugblattes unbedingt hervorgehe. Höpfner wurde in an applizirte, mit seinem Stock durchprügelte und schließlich ihn betracht seiner bisherigen Unbescholtenheit und feiner geringeren im Mücken erfaßte und mit den Worten niederdrückte: Jett Betheiligung mit einer Geldstrafe belegt, die auf 120 Mt. bemessen bist Du alle!" Der Gerichtshof erkannte auf Körperverletzung wurde, während der bereits vorbestrafte Scholz zu zwei Wochen und Beleidigung und verurtheilte den sauberen Patron zu Gefängniß verurtheilt wurde. Zugleich wurde auf Publikations- 600 N. Geldstrafe eventuell 40 Tagen Gefängniß und Tragung befugniß in dem Innungsblatte der Bäckermeister Berlins er- der Kosten. fannt. " Versammlungen. NachMódeaften hver Lördag kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser German American Club Uncle Sam, 9 o'clock, Wallstr. 57. Guests are welcome. Vermischtes. Aus dem deutschen Heere. Am 15. April wurden in Koblenz drei Deserteure des dortigen Infanterie- Regiments von Goeben, die bei Mayen aufgegriffen worden waren, eingebracht. Sie wollten nach Frankreich zur Fremdenlegion. Briefkasten der Redaktion. Zimmer 37. Mohrenstr. 10, Karl Stangen's offizielles Verkehrsbureau. Bei dem Steinfegmeister Sille in Groß- Lichterfelde legten am 2. Oftober v. J. einige Steinsetzer die Arbeit nieder. Sie geriethen auf offener Straße in Zwist mit dem Meister, als dieser ihnen nicht den am Tage verdienten Lohn auszahlen wollte. Es von der Lohnkommission der Tabakarbeiter am Freitag nach der Die Zigarrenfabrikanten Berlins und der Umgegend waren fam erklärlicherweise zu Reibungen, die, wie vielfach üblich, eine Böhow'schen Brauerei eingeladen, um zu dem aufgestellten Lohn Sie vor drei Wochen an uns gerichtet haben, nicht beantwortet Herra A. G. Sie beschweren sich, daß drei Fragen, die Antlage auf eine Anzahl schauerlich klingender Unthaten zur tarif der Arbeiter Stellung zu nehmen. Der Besuch der Ver- worden feien. Bei der großen Zahl von Fragen, die man an Folge hatte. Als Rädelsführer, wie ein Berichterstatter sich ge- fammlung war nur sehr mäßig. De chend trat eifrigst für den uns richtet, ist das wohl möglich, aber wenn Sie sagen, ähn schmackvoll ausdrückt, wurden die Steinsetzer Seidel, Förster, neuen Tarif ein, der von anwesenden Fabrikanten, besonders von liches täme oft vor, so haben Sie entschieden unrecht. Es Beitz und Heuer angeklagt und wegen Bedrohung mit dem Ver: Krug, bemängelt wurde, während andere Fabrikanten, so fönnen nur seltene Fälle sein, und in solchen Fällen wende man brechen des Todtschlags, wegen schwerer Körperverletzung und Börner, sich mit demselben einverstanden erklärten. Schließlich sich gefälligst ein zweites Mal an uus. Hätten Sie in Beleidigung zu folgenden Strafen verurtheilt: Seidel zu drei wurde durch einige abfällige Bemerkungen der Arbeitgeber die Ihrem zweiten Briefe die Frage wiederholt, so würde jetzt Monaten, Förster zu zwei Monaten, Peiß und Heuer zu je Stimmung der Arbeiter eine recht gereizte; der 14 Tagen Gefängniß. Vor- gleich die Antwort erfolgen. So müssen wir Sie bitten, noch sitzende sah sich denn auch zu der bündigen Erklärung einmal an uns zu schreiben. Unter allen Umständen dürfen Sie nellrüpel. Aus Köln wird der Bolts- Zeitung" unterm veranlaßt, die Fabrikanten möchten nun klipp und klar Farbe überzeugt sein, daß wir jedes derartige Uebersehen lebhaft be 17. d. M. geschrieben: Wegen Herausforderung zum Zweifampf I bekennen; der Tarif müsse angenommen werden, eine Schlappe dauern. Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. P Sonntag, den 19. April. Volks- Vorstellung( Belle AllianceTheater). Nachmittags 22 Uhr: Maria Stuart. Opernhaus. Rienzi. Montag: Don Juan. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Die Journalisten. Dentsches Theater. Nora. Nachm. 1/28 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Montag: Die Weber. Leffing Theater. Das Glück im Winkel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. König Heinrich. Nachm. 2 Uhr: Faust. Montag: König Heinrich. Neues Theater. Der Herr Direktor. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Der Herr Direktor. " Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Ohne Gelänt. Abends 8 Uhr: Die Journalisten. Montag, abends 8 Uhr: Die Stühen der Gesellschaft. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend rrmäßigten Preisen. Gastspiel des Herrn Robert Hartberg vom Stadttheater in Düsseldorf. Der Pfarrer von Kirchfeld. Boltsstück mit Gesang in vier Aften von 2. Anzengruber. Regie: May Sam st. Nachm. 3 Ühr: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Herrn Robert Hartberg vom Stadttheater zu Düsseldorf. Kabale und Liebe. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und Kinder, Tänzerinnen, Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Trauerspiel in fünf Alten von Friedrich Castan's Panopticum. von Schiller. Regie: Mar Samst. Morgen: Der Pfarrer von Kirchfeld. Die Friedrig Wilhelmät. Theater. Central- Theater. Der Hungerleider. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Bettelstudent. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der Bettelstudent. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Nachmi. 2 Uhr: Frauenfrage. Montag: Das flotte Berlin. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafeit. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Die Journalisten. Nachm. 3 Uhr: Ohne Geläut. Montag: Die Stützen der Gesellschaft. Alte Jakobstraße 30. Gastspiel des Conr. Dreher- Ensembles vom Münchener Gärtnerplatz- Theater. Zum letzten Male: Der Schwiegervater. Montag: Zum 1. Male: Die beiden Afrikaner. Anfang 128 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Sonntag Nachmittag 2 Uhr, zum wohlthätigen Zweck einmalige Aufführung: Zum 1. Male: Frauenfrage. Central- Theater. Der Schwieger- Satyre in 4 Alten von Elsa v. Schabelsky. vater. Montag: Die beiden Afrikaner. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Nachm. 3 Uhr: Rabale und Liebe. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Alexanderplat- Theater. Musketiere im Damenstift. Die Montag: Diefelbe Vorstellung. Reichshallen- Theater. Die fleinen Lämmer. Vorher: Die Balletschule. Montag: Dieselbe Vorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- BorKaufmann's Variété. Spezialitätenftellung. Vorstellung. Abends 72 Uhr: Zum 15. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangsposse in 8 Aften von Leon Treptow und Ed. Jacobson. Kuplets und Quodlibets von G. Görß. Musik von G. Steffen 3. 2. Att: ,, Alt Berlin." Morgen: Diefelbe Vorstellung. Aktien- Brauerei RAVER TEORICHSHAIN Friedrichshain ( Königsthor). Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 20 Pf. Programm unentgelt!. Neu!! Neu!! Neu!! getigerten 3 Grazien!! Eden- Theater. Welt- Restaurant 97. Dresdenerstr. 97. Jun vorderen Saal täglich: HE Weltberühmte E Tyroler Sänger- Gesellschaft Almenrausch u. Edelweiss. Direktion: Alois Ebner.. Entree vollständig frei! Sonntag, den 19. April: Große Variété- und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 6 hr. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Paffage). Die Neu! Neu! Anarchiffen. Posse in 1 Aufzug von Friedrich Wilhelm. Emilie Galletti. Morell Stuart mit seiner Gallerie berühmt. Männer. Entree: Wochent. 10 Pf., Auf. 811 Sonntag 30 " " R.Winkler. 7, aus Central- Afrika, Apollo- Theater die neuesten Weltwunder! Wer ist Rudinoff??? Rudinoff macht alles!!! Jeden Abend 91/2 Uhr: Die geniale Rudinoff Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Bomben- Erfolg des neuen Programms. Die Nimrode. Die deutschen Eichen. Die lebende Brücke. Jean Bayer mit seinen Lokal Salagera. Baron's dressirte Löwen. Die reizende Luftfce Albertina. Ferner 18 Nummern. Ausverkauft! Ohue Reklame. 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April 1896. 11 Uhr. fann fein Zweifel sein, daß die Schullasten auf dem Lande Die Resolution um Bereitstellung von Mitteln zur Ents Am Ministertische Dr. Besse, Dr. Miquel und Kom- schwerer sind, als in den Städten.( Sehr richtig! rechts.) Auf schädigung der Lehrer für die Theilnahme an den Kreiskonferenzen miffarien. dem Lande ist die Mehrzahl der Bewohner ärmer, als in den wird angenommen. In Fortsetzung der zweiten Lesung des Lehrer- Be- Städten. Auch ist es nicht richtig, zu sagen, die großen Städte Die Berathung und Beschlußfassung über die Resolution der foldungsgesetzes wird die gestern abgebrochene Be- bringen dem Staate die Einnahmen; die großen Städte bringen Kommission, die Regierung wolle ein neues Schulgesetz vorlegen, sprechung über§ 25( Leistungen des Staates) wieder auf die Einnahmen nicht, sondern die reichen Leute, die darin wohnen. wird ausgesetzt. Ueber die Finanzlage und die Aussichten des laufenden Jahres schon Montag 11 Uhr: Sekundärbahn- Borlage. Abg. Richter( frf. Vp.): Die gesteigerten Anforderungen an jezt Auskunft zu geben, halte ich nicht für zweckmäßig. Den von den Schluß 44 Uhr. den Staatszuschuß für die Volksschulen sind nicht so beträchtlich, Freunden des Herrn Richter begangenen Fehler, auf schwankenden wie gestern der Finanzminister es darzustellen versuchte. Die ge- Einnahmen dauernde Ausgaben zu gründen, dürfen wir nicht ringere Klassenbesetzung ist in den Städten nicht stärker gefördert fortsetzen. Ob ich dem Ansturni mit neuen Forderungen den als auf dem platten Lande; es ist eine Verringerung von 6 Schülern nöthigen Widerstand werde entgegenseßen können, das weiß ich pro Klasse festgestellt gleichmäßig in den Städten wie auf nicht; jedenfalls kann ich es nicht, wenn nicht eine Mehrheit des fernung dieses Agitators aus der Fabrik", erklärte der ,, 1000 Thaler sind mir nicht zu viel, für die Entdem Lande. Die entgegengesetzte Behauptung des Finanzministers Hauses hinter mir steht. Nicht Automaten sondern organische ist unrichtig, und wenn er mich aufforderte, bei dieser Angabe Regelung wünsche; denn in der Budgetkommission ist es immer Fabrikant Marold im Verlaufe eines Prozesses, den der Metallbesonders aufzumerken, so danke ich dem Herrn Minister, wenn gut, wenn die Herren durch gefeßliche Schranken in ihren Ent arbeiter Sch. wegen unberechtigter Entlaffung angestrengt hatte. er mich stets dann aufmerksam machen will, wenn er etwas schließungen begrenzt sind. Was die vorliegenden Anträge an- Der Beklagte machte gegen den Entschädigungsanspruch des Falsches sagt. Wenn die Städte ihre Lehrer besser stellen, so belangt, so will ich zunächst deren Begründung abwarten. Der lägers geltend, dieser habe seine Arbeiter aufgewiegelt, fie gegen giebt der Staat dazu garnichts. Wir bestreiten ja garnicht, Antrag Gothein scheint besondere Rücksichten für ihn, den Arbeitgeber, eingenommen und dafür gesorgt, daß fie dem Metallarbeiter- Verbande beitraten daß es nöthig ist, leistungsunfähige Gemeinden zu unterstützen. Berlin zu fordern, wozu pom staatlichen Standund schließlich zu Man hätte daran mur denken sollen bei der Vertheilung der puntte tein Grund vorliegt.( Beifall rechts.) streifen begannen. In der Verhandlung vom 18. April, Dor der V. Kammer Gelder aus der lex Huene, damals habe ich gemeinsam mit las stattfand, der VorMinister Bosse schildert die Bedürftigkeit der ländlichen Gewelche Herrn v. Zedlig verlangt und daß ich mich mit ihm meinden im Often; er gebe der Hoffnung Ausdruck, daß die fißende dem Beklagten die gefeßlichen Entlassungsgründe verband, war doch alles Mögliche( Heiterkeit) daß die Großstädte, auch wenn eine mäßige Einschränkung der Staats- aus der Gewerbe- Ordnung vor und fragte ihn, ob einer derselben Gelder zu Schulzwecken verwendet werden sollten; aber unterstützung eintritt, doch für die Schulen sorgen werden, wie zutreffe. Marold mußte das verneinen. Selbst die Gründe, die die Rechte wollte nichts davon wissen. Daß die Schullasten sie ja auch gesorgt haben, ehe der Zuschuß gewährt wurde. etwa hätten in betracht kommen können, grobe Beleidigung oder in den großen Städten so gering sind, ist auch nicht wahr; sie Hoffentlich werde sich ein Weg finden, auf dem eine Verständi- Aufreizung zu Handlungen wider die Gesetze, lagen nach der steigen bis zu 200 Prozent der Einkommensteuer. Dabei liegt die gung möglich ist. Meinung des Beklagten nicht vor. Magistrats Assessor Alberti meinte darauf, unter diesen Umständen müsse wohl oder = Abg. Dr. Sattler( natl.): Wir verlangen namentliche Abftimmung um festzustellen, wie sich die Herren Lieber und a che m stellen zu dieser Beraubung der Städte.( Große Unruhe und Sehr richtig.) Redner beantragt einen neuen Abfaz einzufügen: Sind die einer Gemeinde nach dem neuen Geseze zustehenden Bezüge geringer, als der ihr früher gezahlte Beitrag, so wird letterer weitergezahlt. Die wenigen Rechte, welche die Arbeiter haben, verkümmern fie fich häufig noch durch unverständige Handlungen oder Unterlassungen. Das ergeben viele Verhandlungen vor dem Gewerbegericht. Auch der Rohrleger Sch. hatte es seinem Verhalten zu danken, daß er in seinem Einkommen geschädigt wurde. Der Arbeitgeber des Klägers, Unternehmer Müller, hatte von diesem eines Sonnabends verlangt, daß er die Arbeit aussetze. Sch. protestirte dagegen und berief sich darauf, daß ihm die gefeßliche Kündigungsfrist zustehe. Am Sonntag Vormittag wollte Kläger dann Müller in seiner Wohnung aufsuchen und sich Buch und Karte geben lassen, um sich nach anderer Arbeit umthun zu können. Er traf aber Müller nicht zu Hause, sondern uur dessen Tochter. Diese antwortete auf sein Verlangen nach den Papieren verwundert:„ Ach, Sie wollen aufhören, Sie sollten ja nur ausfetzen.“ Kläger erwiderte nach seinen eigenen Angaben nichts, nahm die ihm schließlich ge= reichten Papiere und entfernte sich. Für die Tage, an denen er mangels einer Arbeitsgelegenheit nichts verdiente, verlangte er dann eine Entschädigung. Die Kammer III unter Vorsiz des Assessors Cuno wies die Klage ab. Kläger wäre nicht verpflichtet gewesen, auszusetzen, und die betreffenden Tage hätten ihm bezahlt werden müssen, ob Arbeit war oder nicht. Durch sein Verbalten habe er sich aber dieses Anspruchsrechts selber beraubt. Hatte er nur die Absicht, sich in der Zeit des in Aussicht ge stellten Ausseßens" nach anderer Arbeit umzusehen, dann hätte er dies auf die Frage: Ach, Sie wollen aufhören?" sagen müssen. Sein Schweigen könne das Gericht nur als ein Einverständniß mit der definitiven Lösung des Arbeitsverhältnisses auslegen. Mit derselben seien die eventuellen Ansprüche auf Entschädigung erledigt worden. Vertheilung des Fonds in dem Belieben des Ministers und die Abg. Frhr. v. Zedlitz( ft.): Die Bürger der Großstädte übel die Entschädigung gezahlt werden, Beklagter zahlte nunStädte müssen de- und wehmüthig erbitten, was sie heute zu haben keinen Grund sich zu beklagen, denn sie sind durch die mehr 50 M., indem er betonte, daß er das Geld mit Rücksicht fordern haben. Es ist verwunderlich, daß das Zentrum, deffen Steuerreform bedeutend entlastet. In Berlin beträgt diese Gut auf das Loswerden dieses Agitators freudig zahle. Wie nun Mitglieder doch auch in industriellen Kreisen gewählt sind, auslastung über 100 Prozent. Redner empfiehlt den Antrag seiner aber, wenn bereits wieder ein anderer Agitator" an die Stelle nahmslos für das Gesetz eintritt. Das platte Land empfängt Partei( Bänsch Schmidtlein) durch den es ermöglicht des entlassenen Bösewichts getreten ist? durch dies Gesetz mehr, als es an Einkommensteuer und Ver- würde, nach einem Aufwande von 600 000 M. den berechtigten mögensstener dem Staate einbringt. In dem Entwurfe zu einem Ansprüchen der Großstädte entgegenzukommen. Der Antrag Verwendungsgesetz hatte Fürst Bismarck Gedanken angeregt, wo- geht dahin: Den Staatsbeitrag für 25 Stellen zu zahlen. Sind nach Berlin an Staatsunterstützung statt 900 000 m. etwa 2 bis mehr als 45 Schulstellen vorhanden, so soll der Zuschuß außer 3 Millionen erhalten haben würde als Schulunterstützung; so dem für die Hälfte der 45 übersteigenden Zahl gewährt werden. thurmhoch stand des Fürsten Bismarck Gerechtigkeitsgefühl gegen Die bereits vorhandenen Schulstellen bilden die Grenze des über dem des Finanzministers. Auch in dem Goßler'schen, wie Staatsbeitrages, mit Ausnahme der Gemeinden, wo 25 Stellen in dem Zedlib'schen Gesetzentwurf war der finanzielle Theil, für noch nicht vorhanden sind, hier soll der Beitrag bis zu 25 Stellen den der Finanzminister doch auch verantwortlich ist, günstiger gewährt werden. für die großen Städte; von einer Aenderung in dem Prinzip der Bertheilung war keine Rede. Wenn man heute anregt, es soll statt der Stellenzahl der Lehrer die Schülerzahl als Vertheilungs maßstab dienen, so wird das keinen großen Unterschied machen. Der Herr Finanzminister denkt wie der heilige Quirinus( Ruf des Abg. Knörcke: Crispinus!) oder Codspinus, unter den Heiligen bin ich nicht so bekannt wie Sie( Heiterkeit!), das Leder zu seinen Geschenken an das platte Land Abg. Dittrich( 3.): Das Zentrum hat von Anfang an in nimmt er von den Städten!( Ruf rechts: Ledern!) Die Leistungsfähigkeit des platten Landes kann mar an der Hand der Einkommensteuer- Einschäßung allein nicht beurtheilen, wie es denn auch unzutreffend ist, die Leistungsfähigkeit zwischen Stadt und Land allein nach dem Steuerertrage zu beurtheilen. Die Städte haben bedeutend größere Ausgaben, so für sanitäre Zwecke, die auf dem Lande nicht nöthig sind. Der Finanzminister flagt über schlechte Finanzlage, 15 Millionen Defizit u. s. 1. Aber wenn die Finanzlage wirklich so schlecht ist, wo nimmt denn der Finanzminister die Mittel für die Vorlage her? Ich denke, wenn er weiß, wo die nöthigen 11/2 Millionen für dies Jahr zu holen sind, wird er auch wissen, wo noch mehr zu holen ist. Herr Finanzminister, sagen Sie uns doch, wie viel Ueberschuß haben Sie denn eigent lich!? ( Große Heiterkeit!) Ich habe den Ueberschuß auf 30 Millionen tayirt; ich glaube heute, er ist noch höher. Da ist Graf Posadowski doch ein anderer Mann.( Heiterfeit.) Der Herr Minister spricht von Beamtengehältern, wenn wir etwas für die Lehrer fordern, und verweist auf die Lehrer, wenn wir etwas für die Beamten fordern. Die Konvertirung ist unumgänglich nöthig; die Betroffenen müssen sich ebenso einer ungünstigen Konjunktur fügen, wie Arbeiter und andere Berufsstände. Im ganzen bildet die Vorlage einen Schritt auf dem Wege zur Verstaatlichung der Schule und eine Verschlechterung des heutigen Zustandes.( Beifall links.) Minister Dr. Miquel: Herr Richter spricht über alles mögliche( Unruhe links. Rufe: Gehörte alles zur Sache!), nur D. Sonntagsplandevei. der Vorlage eine Verbesserung der bestehenden, gegenüber den Katholiken ungerechten Gesetzgebung gefunden und deshalb mitgearbeitet ohne Parteinahme für die Städte oder für das platte Land. Mit wenigen Ausnahmen wird das Zentrum für die Kommissionsvorlage stimmen. Abg. Gothein( fr. Vg.) stimmt im wesentlichen dem Abg. Dr. Sattler bei und wird auch für dessen Antrag stimmen. Er empfiehlt weiter einen von ihm gestellten Antrag: Bei der Eine gemeindung bestehender Gemeinden oder Gutsbezirke geht der Staatsbeitrag für diese an die inkommunalisirende Gemeinde über. Der Finanzminister habe diesem Antrage ja auch nicht wider sprochen. Regierungskommissar Geh. Rath Germar erklärt, daß der Finanzminister dem Antrage Gothein nicht zugestimmt habe. Die Debatte wird geschlossen. Abg. Bachem bemerkt persönlich, daß er durch Geschäfte im Reichstage behindert war, zum Beginn der Sigung anwesend zu sein. Das gleiche gälte von Dr. Lieber, der dem Provinziallandtage seiner Heimath beiwohnen muß. Dr. Sattler erwidert, daß er Herrn Bachem gestern habe mittheilen lassen, daß er heute den Angriff beabsichtige. Bachem erwidert, daß diese Mittheilung nicht an ihn gelangt sei, ihn aber auch nicht gehindert haben würde, da zu sein, wo seine Anwesenheit am nöthigsten war. Zunächst wird in namentlicher Abstimmung der Antrag Sattler mit 185 gegen 125 Stimmen abgelehnt; ebenso wird " " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. Mehrere Unwissende. Das gerathenste erscheint, eine freie Hilfstasse oder noch besser eine Zuschußkaffe zu begründen. Mit den Anträgen auf Theilung der Orts- Krankenkasse, beziehentlich auf Errichtung mehrerer solcher Kaffen würden Sie kaum durchkommen, da ein erzwingbares Recht Ihnen nicht zur Seite steht. Man kann das schwer beklagen, allein es ist nun einmal woben wie die Eigenhilfe des Mannes im Duell. Ja, das alte Sprichwort geht sogar bei dem Duell gleichfalls in Erfüllung, daß es feinen Fluch gäbe, aus dem nicht zugleich ein Segen enporwüchse. Wie auf den Fluch der Erobererzüge die Ausbreitung höherer Kultur folgt, so folgt auf den Duellzwang dessen erzieherische Wirkung. Aus dem Sachsenwald kam uns die Heilslehre; ein Hundsfott, wer an ihr zweifelt. Gern möchte mein Plebejersinn der Erkenntniß ,,, der Starken" fich fügen, wenn nur die verwünschten Thatsachen nicht gegen sie sprächen. Wenn ich mir zum Beispiel nur unsere akademische Bürgerschaft ansehe, die auf den dreimal geheiligten Duellkomment eingeschworen ist!! Rasch wallt das Jugendblut auf, aber rascher auch ist edle Jugend geneigt, begangenes Unrecht einzusehen und zu bekennen, als das zähere Alter. Wenn der Duellzwang irgendwo erzieherische Bedeutung hätte, hier müßte sie sich äußern. Hier müßte der„ Ehrenkoder" die Brutalität zurückdrängen, statt sie fördern. Hier müßten die Folgen strengerer trächtig vermählen. Ein findiger britischer Fabrikant hat sich die Heldenthaten Dr. Jameson's in Südafrika nicht entgehen verwoben mit den Grundlagen unserer Kultur"; genau so verAm Karpfenteich in Treptow, in der Nachbarschaft der lassen, und auf farbigen Taschentüchern, von denen erst kürzlich Stadt- Jdylle Alt- Berlin, wird sich eine Hauptsehenswürdigkeit" einige Proben nad) Berlin kamen, prangt das Bildnis Dr. Jameson's. der Gewerbe- Ausstellung erheben, die unsere kolonialen Wunder Und darunter wird in grellen, wildpatriotischen englischen Worten veranschaulichen soll. Was in Häuschen und Hütten da der volksthümliche Eroberungszug Jameson's im Transvaal gepriesen zu sehen sein wird, das ist bestimmt, ein farbenfreund- und im selben Geist, der Herrn v. d. Brüggensauszeichnet, entrüftet sich liches, in gewissem Sinne ein gemüthlich- behagliches Kultur der furiose Dichter und ruft aus: Platz da, ihr Afrikaner, es bild zu geben. Gine harmlos friedliche Welt baut brüllt der Löwe Großbritannien. Laßt die andern schelten und sich auf, in der der Heimische still seinem Tagewerk oder seinem schreien, du wärst im Unrecht. Was Recht, was Unrecht, du bist Vergnügen nachgeht. Der weiße Mann ist dem Farbigen ein ein Held, Herr Jameson! So hat Herr Jameson denn den väterlicher Berather. Kein Galgen ist aufgerichtet; keine Nil- höchsten Grad von Volksthümlichkeit erreicht. Sein Bildniß ist pferdpeitsche ſauft durch die Luft; nirgends windet sich ein auf patriotischen Teschentüchern abgedruckt und eine Hymne mißhandelter Mensch in Schmerzen. Blizblank und sauber stellt auf den Kulturerobever, der nicht nach Recht und Unrecht fragt, fich das Kulturbild da; fast wäre es verführerisch zu nennen. und ein donnerndes Hurrah wider die Afrikaner und Buren ist Berliner Blau! Berliner Blau! Es sollen späterhin in der dabei zu lesen. Ausstellung mannigfache unterrichtende Vorträge gehalten wer Armselige Kultur! Da spricht man von ihrer Wohlfahrt und den. Da wäre Herr v. d. Brüggen, der im Deutschen Wochen- ihrem Segen. Andächtige Schwärmer stehen auf und träumen blatt" des Doppelwährungsmannes Arendt eben einen mannhaften den Traum von Frieden und Völferverbrüderung. Schwächliche Artikel über Kultursendung in Afrika veröffentlicht hat, der Mitleidsgefühle wollen dem sieghaft Starken in den bewehrt Selbstbeherrschung sich offenbaren, und der Satz müßte zur Wahrheit Richtige hierfür. Er hat eine erschreckliche Stimme, der Herr erhobenen Arm fallen. Kein Jubelgedicht mehr sollte zum Preis werden, daß jemand zurückhaltender in der Wahl seiner Ausdrücke, d. Brüggen, und wacker schreitet er für den National- der Menschenmtegelei erschallen; nicht mehr soll der Erdboden in seinem öffentlichen Auftreten wird, wenn er für jeden Angriff helden Dr. Peters ein. Platz da, Ihr Afrikaner, ruft er aus, unter dem dröhnenden Schritt eines gewaltigen Eroberers, der auf die Ehre des Nächsten mit den Waffen in der Hand seinen die Deutschen wollen sich ausbreiten. Was Menschlichkeit und der bresthaften oder in feige Kulturverfeinerung verfallenen Mann stellen muß. Welche Ueberschätzung äußerlicher Erziehung, Moral! Pfaffengewäsche! Gewalt geht vor. Sie steht obenan. Menschheit als Gottesgeißel erscheint, erbeben. Heilloſe welches Verkennen inneren, in sich gefestigten Menschenwerthes! Platz da, Ihr wilden Eingeborenen. Der Stärkere nur hat ein Recht Narrethei! Als ob Verträglichkeit und nicht der freie, reinigende Woher dann die typische Erscheinung unseres studentischen zu leben. Ihn treibt ein Fluch, den Schwächeren zu vernichten. Krieg die Grundlage unserer Kultur" wäre! Hilfreich sei der Renommisten, der sich vielfach vom Renommifien im komischen Man darf es nicht leugnen, die Theorie von dem Fluch hat Mensch, edel und gut," das ist ein abgelegtes Jdeal, ein poetisches Epos des alten Zachariä nur dadurch unterscheidet, daß der etwas Bequemes in sich. Wo Menschen über Menschen her Glaubensbekenntniß aus der Zeit des Aufklärichts" aus dem moderne Renommist im äußeren Gehaben patent" fallen, da können die Führer der Angriffslustigen für alle achtzehnten rationalistischen Jahrhundert. Die Söhne einer eisernen scheint, während sein Vorgänger darin ebenfalls den blutigen Instinkte, die sie erwecken, die Erklärung anführen: Es Welt lächeln darüber, wie man über Vorstellungen aus Kinder- wilden Mann zu spielen suchte? Woher die 1111= ist halt der Fluch, der unselige Fluch, der uns antreibt. Wie tagen lächelt. Die Gewaltprediger wissen es besser. Schlagbereit gezählten Dummejungen Streiche und böseres? Ein mißgern, ach! wollten wir nicht mit jedermann im Frieden leben sei der Mann, überherrlich in seiner Ellbogenkraft. Robust sei verstandener Blick und der moderne Renommist stürzt auf den und zärtlich selbst wollten wir im fettigen Wollyaar unserer sein Gewissen; und vom Tisch des Lebens raffe er mit ge- Beleidiger" los, wie ein gereizter Bullenbeißer. Ist die schwarzen Mitbrüder frauen, wenn nur der Erbfluch nicht wäre, schwinder Faust die fettesten Bissen für sich auf und die mageren agressive Lust dieser studentischen Jugend nicht gestiegen? der uns ruhelos geschaffen hat. Knochen werfe er den gemeinen Schwächlingen ins Gesicht. Das Bringen die Zeitungsblätter nicht in Fülle Zeugnisse von Es ist wenigstens ein offenes Wort, das Gewaltprediger ist ihr Losungswort. Zwar ist das Piraten Philosophie, Rempelsucht und Rowdythaten auf offener Straße Hat es vom Schlage des Herrn v. d. Brüggen aussprechen. Ein aber auf unserer Kultur", das heißt jener Kultur, wie sie die nicht Gerichtsverhandlungen genug gegeben, in denen der typischmystischer Fluch ist es, der aller erobernden und fortschreitenden Eisenmänner im Auge haben, ruht eben der uralte Fluch der schneidige Student als Belästiger und Schimpfirer wehrloser Kultur zu grunde liegt. Ein Narr, ein donquichottischer, Menschheit. So oft der starke Kultureroberer dem Schwachen Frauen eine klägliche Rolle spielte? Wer kennt die Verwilderung humanitärer Dusler würde sich gegen diesen Fluch auflehnen. begegnet, so focht es in seiner Seele. Er kann nicht ruhen, unter dieser Klasse nicht, und mußten nicht die gewichtigsten Was Herr v. d. Brüggen hier sauber in eine Theorie ge- es stürmt auf ihn ein, es reizt ihn, seine höhere Macht zu er- Stimmen von Universitätslehrern sich gegen die innere Hohlheit bracht hat, das wurde jüngst ähnlich von einem chauvinistischen proben. Er muß dem Schwächeren an die Gurgel fahren, so dieser studentischen Jugend kehren? Und da will man sehenden Volkspoeten Englands empfunden. Nicht in feinen Goldschnitt tribbelt es in seinen Fingern. Es ist eben sein Verhängniß; Leuten vorreden, daß der Duellkomment feine Zurückhaltung er Büchlein prangen seine Werke, leider sind sie auf einem trivialen der Fluch jagt hinter einem her, ein gespenstischer Reiter, und zenge? Die Gewaltprediger sind immerbar alle gleich. Dreift Gebrauchsgegenstand abgedruckt. Dünne, unscheinbare Schneuzman muß sich hinwegsehen über Recht, Duldung und drauf los hauen und noch dreister lügen, das ist ihr Gewerbe tüchlein sind es, auf denen Kunst und Patriotismus sich ein Menschlichkeit. und ihre Virtuosität, Alpha. " = B er. Große öffentliche Versammlung Zentralverein der Bildhauer. für alle Schneider und Näherinnen der Herren- und Knaben- Konfektionsbranche am Montag, den 20. April 1896, abends 8 Uhr, bei Gründel, Brunnenstraße 188( in der Nähe des Rosenthaler Thores). Tages Ordnung: 1. Der Vertragsbruch der Firma M. B. Rosenthal u. Cie. und unsere Stellung nahme dazu. Referent: J. Timm. 2. Diskussion. Alle Zwischenmeister, Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma M. B. Rosenthal find zu dieser Versammlung besonders eingeladen, auch die, welche nach dem 19. Februar dort aufgehört haben. Herr M. B. Rosenthal ist persönlich eingeladen. Die Agitationskommision der Schneider und Schneiderinnen Berlins. 165/2 J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Dienstag, den 21. April, abends 8½ 1hr, Annenstraße Nr. 16, Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. 2. Bericht der Verwaltung und Beschlußfassung über Fortbestand der Tages- Stellenvermittlung. 3. Stellungnahme zum Gewerkschaftskongreß.( Hierbei dienen die Nummern unserer Zeitung, 8 und 12, in denen Regulativ und Anträge Stuttgarts enthalten sind, zur Drientirung.) Der Vorstand. 26/5 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen: Uhr, Musikinstrumenten- Arbeiter. Berband deutscher Korbmacher Weſten und Südwesten. Montag, den 20. April 1896, abends 8 Hør, Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, Filiale Berlin. Gossmann, Kreuzbergstr. 49. Tagesordnung: 1. Vortrag: Unternehmer- und Arbeiterorganisation. Montag, 20. April, abends 82 Uhr, Referent H. Faber. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beitragsammlers für die Oranienstr. 51: 98/15 neu errichtete Zahlstelle bei Kizing. 4. Verschiedenes. im Lofale des Herrn Keller( großer Saal), Koppenstr. 29: Versammlung. Oeffentliche allgemeine Versammlung für MusikinstrumentenArbeiter und-Arbeiterinnen. Tagesordnung: Unsere Forderungen. Die Kollegen der Fabriten von Bechstein, Biese, Duysen, Schwechten und Rösener werden hiermit besonders eingeladen. 144/12 Die öffentliche Agitations- Kommiffon. Lackirer! Montag, den 20. April, abends 81/2 Uhr im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen P. Jahn: Die Lebenshaltung des Proletariats. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Die augenblickliche Lage unserer Bewegung. Diejenigen Kollegen, die nicht mit in den Streit eingetreten sind, werden hiermit besonders eingeladen. 104/16 Die Lohnkommission. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. April 1896, abends 62 Uhr: Zweite Abänderung zum Statut der Orts- Krankenkassed.Sutmacher, = Hntfournituren und Filzwaaren Verfertiger zu Berlin vom 24. November 1895. Der§ 18 Absatz 1 des Statuts wird wie folgt abgeändert: Für den Todesfall eines Mitgliedes gewäert die Rasse ein Sterbegeld im Betrage: 1. für männliche erwachsene Mitglieder von.. 84 2. für weibliche erwachsene Mitglieder von 3. für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge von 45 " 39 . " 4. für weibliche Mitglieder. unter 16 Jahren von. 30 Orts Krankenkasse " . 276/20 Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Wertstellen von Wenkel Nachfl., Besselstr. 14, und von Werth, Gleditschstr. 26, besonders eingeladen. Gäste haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Moabit. Sonntag, den 19. April, vormittag3 10 Uhr, im Lokal des Genossen Schmidtke, Stromstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag über Verfassungstämpfe und Demagogenverfolgung in Deutschland. Referent Kollege Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Südosten. Montag, den 20. April, abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Henke, Naunynstr. 27. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Millarg über: Der Bauschwindel und seine Bedeutung für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bautischler, Drechsler und Bürstenmacher haben die Pflicht, zahlreicher und pünktlicher als wie bisher zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. der Hntmacher, Sutfournituren- nud Filzwaaren- Verfertiger zu Berlin. am H. Ried. 184b Vorstehender Nachtrag wird hierdurch genehmigt. Berlin, den 1. April 1896. ( L. S.) Der Bezirks Ausschuß. Dippe. im Lokale des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27 c( großer Saal): J.-Nr. 1822. Grosse Versammlung. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: Die Malthus fhe sevölkerungstheorie der Erde. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 37/6 Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder mit ihren Angehörigen Zutritt. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Achtung! Die Generalversammlung findet am 22. April, abends 8 Uhr, bei Hoffmann, Alexanderstraße 27c, statt und werden die Mitglieder dringend gebeten, der wichtigen Tagesordnung halber recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. Achtung! Mechaniker, Uhrmacher, Schlosser und verw. Berufsgenossen. Morgen, Montag, den 20. April, abends 7 Uhr, im Lokale des Herru Martens, Friedrichstraße 236: Große öffentliche Versammlung der Mechaniker und verw. Berufsgenoffen Tages- Ordnung: Deutscher Senefelder- Bund Mitgliedschaft Berlin. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, 21. April, abds. 81/2 Uhr, im Vereinstotal, Nene Friedrichstr. 44 bei Röllig. über die von Leipzig gestellten Anträge: Tages- Ordnung: a) Ürabfiimmung 1. Herabsetzung der Karenzzeit für die Unterstützung am Drt; 2. Ausdehnung der Altersgrenze von 40 auf 50 Jahre. b) Verschiedenes. 265/11 Paul Möhring. Orts- Krankenkasse der Schneider, Schnuciderinnen und verw. Gewerbe zu Berlin. Die Vertreter der Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und ver wandter Gewerbe zu Berlin werden Branche der Parquetbodenleger. Versammlung Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, bei Schöning, Röpnickerstr. 68. Tages- Ordnung: 7 Bericht der Kommission über die Verhandlung mit dem Arbeitgeber. Es ist Pflicht eines jeden Parquetbodenlegers zu erscheinen. Uhr: Vertrauensmänner- Bihung. Often. Die Bahlstelle Koppenr. 47( Lorenz) ist verlegt nach Koppenstr. 41 bei Brückner, in Vertretung: Ernst Mühle. Am Sonntag, 2% uhr, findet eine Bolts: Borstellung: Maria Stuart im BelleAlliance- Theater statt. Die Ortsverwaltung hat für die Mitglieder eine größere Anzahl Billets dieser Vorstellung beschafft. Ausgegeben werden die Billets à 60 Pf. auf dem ftraße 44 bei Raabe; Müllerstr. 7a bei Gleinert; Thurmftr. 84 bei Holzbächer; Arbeitsnachweise, Annenfir. 39 und auf folgenden Zahlstellen: Ruppiner traße 69 bei Brödenfeld; Mittenwalderstr. 16 bei Juhoff; Friedrich- KarlBlumenstr. 38 bei Wiedemann; Frankfurter Allee 90 bei Babel; Cuvryftr. 25 bei Erbe; Grünauerstr. 3 bei Gols; Dieffenbachstr. 31 bei Gaule; ManteuffelStraße 11 bei Heinice. Straße 11 bei Heinicke. im " Drechsler. Dienstag, den 21. April, abends 8 Uhr, Englischen Garten", Alexanderstraße 270: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rob. Schmidt: Wie schützt sich zu der am 27. April cr., abends der Arbeiter gegen die kapitalistische Ausbeutung? 2. Diskussion. 8 1hr, bei Ebert, Kommandanten- 3. Welche Schritte haben wir zu thun, um die günstige Geschäftskonjunktur straße 72, stattfindenden auszunuzen? 277/4 Es ist Pflicht eines jeden Drechslers, pünktlich zu erscheinen, 1. Die bevorstehende Lohnbewegung, etwaige Beschlußratung. ordentl. Generalversammlung da die Versammlung präzise 8 Uhr eröffnet wird. Der Vertrauensmana. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gingeladen sind hierzu alle in der elektrotechnischen, Telegraphenbau-, mathematischen, physikalischen und optischen Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Kollegen, da die Versammlung wichtige Beschlüsse fassen wird, ist es Pflicht aller, dort zu erscheinen. 281/4 Der Vertrauensmann der Mechaniker. Sonntag, den 19. April 1896, abends 7 Uhr: Große öffentliche Versammlung aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäft. Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen " im Engl. Garten"( ob. Saal), Alexanderftr. 27 c, zw. Magazin- u. Blumenftr. Tages Ordnung: . 1. Medizinischer Vortrag unter besonderer Berücksichtigung unseres Berufs. Referent: Herr Dr. Christeller. 2. Diskussion. Die Frauen sind besonders zu dieser Versammlung eingeladen. pünktlichen und zahlreichen Besuch bittet Nach der Versammlung: Um Der Einberufer. 109/16 Geselliges Beisammensein mit Tanz. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. hierdurch ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Jahresberichts pro 1895. 2. Grtheilung der Decharge. 8. Erhöhung des Gehalts für den Rendanten. 4. Abänderung des§ 49 des Statuts betreffend Vertreterwahlen. 969b 5. Verschiedenes. Vertreterkarte pro 1896 legitimirt. Der Vorstand. Ferdinand Mathis, Vorsigender, An der Jerusalemer Kirche Nr. 3. Ernst Schröter, Schriftfrer, Bellealliancefir. 71 a. Verband der in HolzbearbeitungsFabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter n. Arbeiterinnen Deutschlands. Berlin, Filiale II, Nord. Dienstag, den 21. April, abends 82 Uhr bei Jenneridy, Bergstr. 12: Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896 Dienstag, den 21. April, vormittags 101/2 Uhr, Rosenthaler Straße Nr. 12: und vom Maskenball. 2. Bericht des General- Derlammlung, Zages Ordnung: 1. Kassenbericht für 1. Quartal 1896. 2. Bericht und Neuwahl des gesammten Vorstandes und Bibliothekars. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 279/4 Fachverein der Konfektions- u. Maass- Schneider Berlins und Umgegend. Vorstandes und der Kommissionen. 3. Wahl des Vorstandes und der KomVerschiedenes. 83/20 Achtung! Kürschner! Am Montag, den 20. April 1896, abends 812 Uhr, im Schühenhanse, Linienstraße 5: Grosse öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 9 1. Wie stellen wir uns zum Antrag der Brüffeler Kollegen betreffs Gründung einer Fachzeitung? 2. Wollen wir uns an der Lohubewegung der selbständigen Müzenmacher betheiligen? 3. Wie feiern wir den 1. Mai? 4. Ist der Hoffürschnermeister G. Salbach berechtigt, entgegen den Be stimmungen der Gewerbe- Ordnung seine Arbeiterinnen des Sonnabends und an Tagen vor den Festtagen länger als bis 52 Uhr Abends zu beschäftigen? 5. Verschiedenes. 93/17 NB. Herr Salbach ist zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen. Die Vertrauenspersonen. Achtung: Schuhmacher. Achtung: 2 große öffentliche Versammlungen am Montag, den 20. April 1896, abends 8 Uhr und zwar: missionen. 4. Gewerkschaftliches und 1. in Cohn's Fettsälen, Beuthstr. 20-22( großer Saal), Der Vorstand. 2. im Restaurant„ Königshof", Bülowstr. 37. Verein ehemal. Friedrichs- Stifter. Sizung: Mittwoch nach dem Mitglieder- Derlammlung 1. und 15. jeden Monats im am Montag, den 20. April, abends 9 Uhr, im Lokal des Herrn Neumann, Linienstraße Nr. 19. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über:„ Gesetz und Recht". Referent: Genosse Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Die Berurtheilung eines Kollegen. 4. Vereinsangelegen heiten. Zutritt. Engl. Hof, Nene Roßstr. 3. D Ehemalige Friedrichs Stifter sind hiermit freundlichst eingeladen. 968b F Tages Ordnung: Das Resultat der Werkstellen Konferenzen und Beschlußfassung über die Um recht zahlreiches Erscheinen bittet aufgestellten Lohnforderungen. 169/18 Der Einberufer. Dekorations- Maler. Am Montag, abends 8 Uhr, im Restaurant Wernan Rosenthalerstr. 57: 125/10 Filial- Versammlung der Deforations- Maler. 1. Vereins- Zimmer Alte Jakobstr. 87. Ordnung halber Kollegen, agitirt für diese Versammlung, erscheint alle. Gäste haben mit Piano zu vergeben Der Vorstand. 987b 9996 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht der wichtigen TagesDer Vorstand. Sozialdemokr. Lese- und Diskutirklub Johann Jacoby. Sonntag, den 19. April 1896, nachmittags 5 Uhr, im Jägerhaus, Schönhauser Allee 102: Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Die Kulturaufgaben des Sozialismus. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Nach der Versammlung: Geselliges Brisammensein und Tanz. J. A.: H. Ludwig. 100/19 Oeffentliche Versammlung der Former und aller in der Gießerei beschäft. Arbeiter am Dienstag, den 21. April 1896, abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. 281/5 Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Streit bei der Firma Friedrich, Reichenbergerstr. 4. 2. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 3. Die Maifrage. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Achtung! 4.Wahlkreis. Achtung! Freitag, den 1. Mai 1896: Grosse Mai- Feier in folgenden 4 Lokalen: Brauerei Friedrichshain( früher Lips), Am Königsthor. Elysium, Landsberger Allee Nr. 40-41. Louis Keller's Festfäle, Koppenstraße 29. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. In allen Lokalen: Münsel's G.Münsel LohGr. Vokal- u. Juftrumental- Konzert Tanninausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. bäder und Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Massengefänge. Aufführung lebender Bilder. Heilanstalten für Berlin und Umgegend. Montag, den 20. d. Mts., abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rassenbericht vom 1. Quartal. 2. Antrag des Kollegen Karkosky über Gründung eines Reservefonds. 3. Vereinssachen. Es ist Pflicht, daß sämmtliche Kollegen und Kolleginnen in der Versammlung erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 19/10 Behufs Aufnahme einer Statistik über Lohn- und Arbeitsverhältnisse erfuchen wir alle Mitglieder dringend, dem Kassirer Arndt nähere Angaben geben zu wollen. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Deklamationen. Festrede und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Billet 20 Pf. Billets sind an allen bekannten Stellen zu haben. Um rege Betheiligung der Parteigenossen ersucht Der Vertrauensmann. 2163 Neue Welt, Hasenhaide, Freitag, den 1. Mai 1896: W. Ansbacherstr. 19 S. Wallstr. 7071 C. Neu- Cölln a. W. 6-8 N. Pankstr. 32 Berlin Dachdecker u. Berufsgenossen. Mai- Feier i Senon für Cher Montag, den 20. d. M., abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung der Dachdecker und Berufsgenossen im Lokale des Herrn Bolz( früher Feuerstein), Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die Lage des Streits. 2. Stellungnahme zu den Beschlüssen der Meisterversammlung. 3. Verschiedenes. Der Vorstand der Berliner Dachdecker- Junung ist hierzu brieflich eingeladen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es dringend erwünscht, daß ein jeder Kollege sowie Berufsgenosse an dieser Versammlung theilnimmt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 54 10 Die Streikkommission. J. A.: Paul Golz, Christburgerstr. 56. Achtung! Putzer. Achtung! Montag, den 20. April 1896, nadmittags 4 Uhr, in Keller's Feßfälen, Koppenstraße Nr. 29: arrangirt von den 213/10 Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abg. Vogtherr. Feuerwerk. Lebendes Bild, Tanz. Maifest- Zeitung gratis. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Das Comité. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Orts- Krankenkasse Große öffentl. Versammlung der Pußer der Mechaniker, Optiker Orts- Krankenkaffe . Berlins und Umgegend. Tagesordnung; Der Stand unserer jetzigen Lohnbewegung und Beschlußfassung über weitere Maßnahmen.( Siehe Versammlungsbericht in in Verund verwandten Gewerbe. Sonntag, den 26. April 1896 vormittags 10 Uhr, in Cohn's Lokal, Beuthstr. 22, 1 Tr. für das Tapezierer- Gewerbe Berlins. 81/2 der heutigen Nummer.)- Es ist Bflicht eines jeben Stollegen, it der Ber. Wahlversammlung Mittwoch, den 22. April, abends si/ ahr, sammlung zu erscheinen. 133/10 Die Streikkommission. Textilarbeiter. Grosse öffentliche Versammlung sämmtl. Textilarbeiter und Arbeiterinnen, Weber, Wirker, Bosamentire und Dekateure am Montag, den 20. April, abends 8½ Uhr, im Lokal ,, Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Kongreß in Apolda. 2. Diskussion. 3. Bericht über die Petition vom preußischen Abgeordnetenhaus wegen Beschränkung der Zuchthausarbeit. 4. Verschiedenes. 9866 fämmtlicher großjähriger Kaffenmitglieder. (§ 49a Abs. 5 des Statuts) Tagesordnung: Ersatzwahl von 27 Vertretern zur Generalversammlung.( Nach§ 38 des Statuts ist die Wahl eine geheime und durch Stimmizettel vorzunehmen.) Das Mitgliedsbuch ist bei der Wahl als Legitimation vorzulegen. Die Herren Arbeitgeber werden er fucht, den Kassenmitgliedern die Quittungsbücher zur Wahlhandlung zu ver abfolgen. Das Agitationskomitee. Fr. Lereinig. aller in der chirurgischen Branche besch. Berufsgen. Dienstag, 21. April, abends 8, Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstr. 188: Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Genossen J. Türk über: Das Buch der Freiheit. 3. Distusfion. 4. Stellungnahme zu den Differenzen in unserer Branche. Kollegen, der wichtigen Tagesordnung halber erscheint alle Mann. Der Vorstand. Schöneberg. 49/3 Arbeiter- Bildungsvereint. General- Versammlung am Montag, den 20. April, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110. 15/11 Generalversammlung sämmtlicher Vertreter am Dienstag, den 28. April, abends präzise 8 Uhr, in Cohn's Lokal, Beuthstr. 22, 1 Tr. Tagesordnung: Für die Vertreter der Kaffenmitgl.: Ersatzwahl für zwei Mitglieder zum Vorstand. Für alle Vertreter: 1. Abnahme der Jahresrechnung prol 1895 und Decharge- Grtheilung. 2. Beschlußfassung über die definitive An in bert's" Neuem Klubhaus", Kommandantenstr. 72: Generalversammlung Tagesordnung: 1. Rechnungsbericht. 2. Beschlußfassung über die Abnahme der Rechnung des Jahres 1895 und Entlastung des Kaffenführers. 8. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstandes. 4. Verschiedenes. 9956 Die Herren Delegirten werden ge= nebst Pension Schwerfranke und auswärtige Patienten. Sicherste Heilung bei Gicht, Rheuma, schias, allen Haut-, Blut- und Frauenkrankheiten, Magen-, Nerven-, Nieren- und Blasenleiden, bei Folgen von Quecksilberkuren, veralteten Geschlechtsleiden u. s. w. Täglich geöffnet bis abends 10 Uhr für Damen und Herren. beten, etwas zahlreicher zu erscheinen Aerztliche Sprechzeit wie das letzte Mal. Max Oest, Vorsitzender, Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 53. Bruno Wachsen, Schriftführer, Adlershof, Sedanstr. 4. Orts- Krankenkasse der Ansbacherßraße 19 jeden Montag und Donnerstag von 612-712 Uhr, Wallstraße 70 jeden Dienstag und Freitag von 61/ 2-72 Uhr. Prospekt mit Hunderten von Dankschreiben Steindruder und Lithographen Geheilter zu Berlin. Am Montag, den 27. April cr., abends 81/2 Uhr, findet im Vereinshause, ſtellung des Staffiers. 3.' Antrag auf Sophienjir, 15, die anderweitige Feſtſeßung des Gehalts für den Rendanten. 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Berlin, den 18. April 1896. Der Vorstand. 985b Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Die aufgenommene Statistit. J. 2.: P. Rockenstein, Vorsitzender. I. ordentliche General Versammlung pro 1896 statt, zu welcher die Delegirten der Arbeitgeber und der Kassenmitglieder hiermit eingeladen werden. 10066 Tagesordnung: 1. Jahresbericht pro 1895; Bericht des Neuner- Ausschusses 3. Vortrag des Genossen Berold: Die Hand und ihr Göye. 4. Discussion. Zentral- Kranken- u.Sterbekasse und Abnahme der Jahresrechnung. 5. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Brauerei- Ausschank Stralau. ( Günstige Fahrgelegenheit mit Stadt- und Ringbahn nach allen Richtungen). Jeden Sonntag: Ball im elektrisch erleuchteten Saale. Anfang 4 Uhr. Ohne Konkurrenz! 4/10 Helles u. 4/10 Münchener Bier 15 Pf. Ohne Konkurrenz! Der Maler Filale III Süd. 994b 2. Erfazwahlen für den Vorstand aus der Zahl der Arbeitgeber. 3. Nochmalige Beschlußfassung über die vom Bezirksausschuß wiederholt nicht genehmigten§§ 11, 41, 44, 50, 52, 56, Berlin, den 15. April 1896. Der Vorstand. M. Stuhlmann, Vorsigender. Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 71 57 des Statuts. 4. Verschiedenes. Dienstag, 21. April, abends 8 1/2 Uhr, im Restaurant Pasch, Alte Jakobftr. 83: Mitglieder Versammlung. = Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Wahl der ReNB. Die geehrten Vorstände der Gewerkschaften ut. Vereine, welche gewillt find, in meinem Etablissement Sommerfeste oder dergl. Vergnügungen visoren. 8. Verschiedenes. abzuhalten, ersuche ich, sich baldigst mit mir in Verbindung zu setzen. Der Garten( mit Bühne), herrlich am Rummelsburger See gelegen, bietet Raum Für die hiesigen Leser liegt für 6000 Personen; bei ungünstigem Wetter sind Säle, Zimmer u. Kolonnaden der heutigen Nummer unseres zum bequemen Schuß ausreichend.- Gr. Kaffeeküche, Boltsbelustigungen aller Blattes die gestrige Gewinnliste Art, Sport- u. Ruderboote stehen zur Verfügung. Achtungsvoll P. Kalbhonn. Der preußischen Lotterie bei. Spandau. Sozialdemokr. Arbeiterverein. S Die nächste Vereins Versammlung findet am Mittwoch, den 22. April, abends 8 Uhr, bei Radtke, Neumeifterstraße 5, statt. 265/10 Der Vorstand. gratis und franko. Loh Tanninbäder für Krankenkassen. Ausschneiden. Juhaber dieser Annouce erhält das erste Bad zur Probe zum halben Kaffenpreis für I Mark. Wallstraße 70, Neu- Cölln a. W. 6-8, Ansbacherstraße 19 oder Pantstraße 32. Täglich: Warmes Frühstück 2 ON zur Auswahl. обо Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. 3urüdgejezte( wenig fehlerhafte) : Teppiche!!: Portieren!! Gardinen!! Steppdecken! erstaunlich billig in der Fabrik. vol1 Berlin S., Oranienstr. Emil Lefèvre, rienſtv. 158. Prachtkatalog mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! Größtes Teppichhaus Berlins Achtung! 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Sie hätten aber auf materielle UnterHälfte der bei Dachdeckermeistern Beschäftigten seien ungelernte stügung gerechnet. Körst en betont demgegenüber, daß der Die Berliner Gewerkschaftskommission nahm in der Arbeiter und solche, die keine eigentlichen Dachdeckerarbeiten Ausschuß auch den Stellmachern vom Streit abgerathen und sie Delegirtenversammlung am Freitag Stellung zum 1. Mai. machen. Im Streit befinden sich gerade die gelernten Dachdecker, ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht habe, daß sie von Millarg empfahl, die Maifeier der Gewerkschaften auch in darunter die tüchtigsten Arbeiter: diese wären unter allen Um dieser Seite keine Gelder zit erwarten hätten. Man diesem Jahre in derselben Weise, wie bisher zu gestalten, nämlich ständen bereit, den Streit durchzuführen. Durch Zuzug von solle also deshalb der Gewerkschaftskommission keine Voram Vormittag des 1. Mai Gruppenversammlungen der zusammen- außerhalb könnten die Streikenden nicht so leicht ersetzt würfe machen. Wo folle denn diese das Geld zur gehörigen Gewerkschaften zu arrangiren. Nachdem die Vertreter werden, da die eigenartigen Berliner Arbeiten nur von Unterstützung der vielen Streiks, die in letzter Zeit stattder Schneider, Metallarbeiter, Maurer, Zimmerer, Stuckateure geübten und eingearbeiteten Berufsgenossen geleistet werden fanden, hernehmen? Von anderer Seite wurde bemerkt, erklärt hatten, daß ihre Gewerkschaften, weil eine sehr zahl könnten. Nach dieser Richtung hin mache sich schon eine daß die Stellmacher selber mehr Mittel hätten aufbringen können, reiche Betheiligung der Berufsgenossen a an der Mai- gewisse Verlegenheit der Meister bemerkbar, weshalb der Streik wenn sie mit dem Verbreiten von Sammellisten mehr auf dem feier zu erwarten sei, eigene Versammlungen veranstalten würden, ganz gute Aussichten habe. Nach diesen Darlegungen wurde be- Posten gewesen wären. Den Vorwürfen der Stellmacher gegenwurde folgende von Millarg eingebrachte Resolution anschlossen:" Die Gewerkschaftskommission erklärt den Streit der über betonte Millarg, daß deren Vertreter in 31/2 Wochen auf genommen: Gemäß den Beschlüssen der internationalen Arbeiter Dachdecker für gerechtfertigt, und ersucht die Delegirten, denselben dem Gewerkschaftsbureau weder über den Streit berichtet, noch fongresse in Paris, Brüssel, Zürich und des Breslauer Partei- materiell zu unterstützen." Ueber den Streit der Listen abgeholt habe, woraus geschlossen wurde, daß die Stelltages 1895 empfiehlt die Gewerkschaftskommission den Berliner Fensterpußer wurde berichtet, daß derselbe zu gunsten macher tein Geld brauchen. Ohne Debatte nahm die Versamm Gewerfchaften, den 1. Mai insgesammt als Demonstration der Arbeiter so weit beendigt ist, daß jetzt nur noch 4 Firmen, lung den Bericht Winkler's über die Lohnbewegung für die Klassenforderungen des Proletariats zu feiern. Als welche die Forderungen nicht anerkennen wollen, gesperrt der Bildhauer und den von Rautenhaus über den würdigste Form der Feier betrachtet die Versammlung die sind, und blos 106 Arbeiter fich infolge dessen im Ausstand be- Streit der Lackirer entgegen, worauf Schumann über Feier durch Rubenlassen der Arbeit; sie empfiehlt daher den- finden. Da die eigenen Mittel der Gewerkschaft zur Unter- die Bewegung der Packetfahrt- Angestellten und jenigen Gewerkschaften, die neben anderen Kundgebungen den stüßung derselben nicht mehr ausreichen, beantragen die Fenster- deren Forderungen an die Gesellschaft berichtete. Aus dem 1. Mai durch Arbeitsruhe feiern können, an diesem Tage die pußer, daß die Gewerkschaftskommission für die fernere Unter- Bericht ist hervorzuheben, daß die Direktion der PacketfahrtArbeit ruhen zu lassen." stüßung der Ausständigen sorgen möge. Körst en bemerkt dazu, Gesellschaft in einem Antwortschreiben auf die in der Versammder Ausschuß habe die Fensterputzer vor dem Streit gewarnt, lung der Angestellten vom 16. d. M. beschlossenen Forderungen weil derselbe aussichtslos war. Da aber feinerzeit be fich bereit erklärt, mit Vertrauensleuten ihrer Angestellten schlossen sei, die Ausständigen, soweit sie schon vor dem nicht aber mit anderen Leuten am nächsten Dienstag zu verStreit der Organisation angehörten, 811 unterstützen, so handeln. Die Direktion sagt wohlwollendes Entgegenkommen zu, beantrage er: die Angelegenheit der Fensterputzer dem Ausschuß und räth den Angestellten, sich vor übereilten Schritten zu hüten. der Gewerkschaftskommission zur Regelung zu überweisen. Die Danach stehe also wie Schumann meint eine gütliche BeiVersammlung beschloß demgemäß. Der Bericht des Delegirten legung in Aussicht, die Versammlung billigte das Vorgehen der ink über den am Mittwoch beendeten Streit der Maler Packetfahrt- Angestellten und erklärte, denselben, wenn es zu einem wurde debattelos entgegen genommen. Schmidt berichtete über Ausstand kommen sollte, die weitgehendste Unterstützung zu theil den Streit der Stellmacher. Er macht der Gewerkschafts- werden zu lassen. In dieser Versammlung fehlten die Delegirten kommission den Vorwurf, daß sie an dem ungünstigen Verlauf der Bauanschläger, Bäcker, Bilderrahmenmacher, Buchdrucker, des Streits zum theil die Schuld trage, weil sie denselben Buchdruckerei Hilfsarbeiterinnen, Dekateure, Musikinstrumentennicht, wie erwartet wurde, unterstügt hat. Die moralische Arbeiter, Schirmmacher und Töpfer. Es folgte nun die Berichterstattung über eine Reihe von Streifs. Börner besprach die Forderungen der Tabak arbeiter und gab einen Ueberblick über den bisherigen Gang der Lohnbewegung. Dieselbe wurde von der Versammlung gut geheißen. Der Bericht Vogel's über den bekannten Verlauf des Streits der Puyer wurde ohne Debatte entgegengenommen. Eine lebhafte Diskussion rief der Streit der Dachdecker hervor, welche den Antrag auf materielle Unterstützung durch die Gewerkschaftskommission stellten. Mehrere Redner hielten diesen Streit für aussichtslos, da von den 800-1000 in Berlin an wesenden Dachdeckern nur etwa 250 streifen. Sie empfehlen den Dachdeckern, zu erwägen, ob es unter diesen Umständen nicht rathsam sei, den Streit aufzugeben. Die Vertreter der Dachdecker Kennen Sie schon Oyoo" in der Tonne? Nun wird, Gott sei Dank, endlich das ofte Laufen nach der chemischen Wäscherei aufhören; wenn man das Zeug gebraucht, ist es noch nicht einmal fertig seit wir ,, Opal" im Haus gebrauchen, wird nichts mehr aus dem Haus gegeben. 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Eine Kiste, ca. 11 cm Ig., 6 em Umfg., sehr schöne 250 Stick enthaltend, franco Saue für Mk. 11,25. im Marke Royal- Bock, ca. 11 cm lg., 5% cm Umfg. An dieser Cigarre Geschmack, pr. 100 Std.. Mk. 2,50. weidet sich das Auge ihrer schönen Form wegen und der Gaumen an dem milden Wohlgeschmack; aus Brasilianischen und Ost Marke Exquisita, ca. 10% cm fg., 5 cm Umfg., toftete früher indifchen Tabaken hergestellt, wird sie den Geschmack selbst des Mk. 2,75. 8 cm Ig., 4 cm Umfg. übersättigtsten Rauchers befriedigen. Des geringen Nicotin Neue Marke Piccolo ie der Ton gehalts wegen in fanitairer Beziehung sehr zu empfehlen. pr. 100 Std.. Mk. 4,50. . bei mir 3,50, jezt nur per 100 Std. der Flöte, ein Nippsächelchen, an bem Auge und Gaumen sich ergözt. Wer sich im Concert oder Theater 20 Minuten dem Ge nusse einer edlen Mischung rein überseeischer Tabake hingeben will, empfehle ich diese Cigarre aufs Beste. In 4 echten Gedernholzbehältern à 25 Std. Ber 100 Std. Mt. 3,00, jebe Cigarrentasche ersehend- Originalfiste 200 Std. enth. Mk. 4,50. Marke San Fernando, ca. 10% em lg., 52 cm Umfg., groß Trabucos Façon, eine Saloncigarre von großartigem Aroma, Mk. 3,15. per 100 Std. Marke Manilla, ca. 10 cm Ig., an der Brandfläche circa Mk. 3,50. 5 cm Umfg., pr. 100 Stck. = B 9 Bock Marke Havana- Mexico, ca. 92 cm Ig., 5 cm Umfg. façon. Während wir aus Mexicanischen Zabalen fonit fräftige Cigarren zu rauchen gewöhnt sind, ist diese von einer Milde und von einem so kostbaren Aroma, daß es bem raffinirtesten Raucher sowohl wie dem befähigtsten Fabrikanten ein Räthsel bleiben wird, wie es möglich ist, dieselbe für nachstehenden Preis zu verkaufen. Ihr Stich( der Raucher wird mich schon verstehen) gleicht der feinsten cubanischen Havana- Cigarre. pr. 100@td. Mk. 4,50. durch die außerordentliche Milde, reizt diese Cigarre zum InMischung das Allerbeste zu liefern glaube. Bei voller Würze ist sie mild und fastig, ohne die Respirations- Organe in Ente Mk. 5,25. ferntesten zu belästigen. pr. 100@tc.. . Marke Campog, ca. 10½ cm. Ig., 5 cm. Umfg. Gine Partie Bremenser Cigarren, Havana- Decke, Bahia- Felix- Einlage, welche demjenigen den außerordentlichen Wohlgeschmack bieten wird, der sich an einer fräftigen Cigarre delectiren will. pr. 100@td. Mk. 5,50. Marke Bahia Felix, Bockfaçon, ca. 10% em Ig., 5 cm. Umfg., 94er Ernte. Im Geschmack ist sie die beste Vermittlerin zwischen zarten cubanischen und Havana Gewächsen, und sie entbehrt durch die wohlgelungene Tabakcomposition jene Schärfe, die auf flotte Raucher belästigend wirkt. Cigarre bei Seite legen, ohne nach kurzer Entbehrung durch Niemand wird diese ihre Vorzüge und Reize immer wieder von Neuem besiegt zu werden. pr. 100@td. Mk. 5,00. Eine Riste, 250 Stück enthaltend, franco Haus für Mk. 12,50. Marke Import, Sandarbeit( Meßsche Presse), ca. 11% cm.[ g., 5 cm. Umfg., schlägt diese Cigarre vermöge ihres fostbaren Aromas, saftigen und doch milden Geschmackes eine Importcigarre, die den vierfachen Preis hat. Eine Rifte, 250 tüd enthaltend, franco Haus für Mk. 15,50. Marke Sarasate( Havana). Ein Gemisch von so hervorragenden Eigenschaften, das der raffinirteste Raucher nicht unter 10 Pfg. tagiren wird; ca. 9 cm. lg., 5 cm. Umfg. pr. 100td. Mk. 6,50. Viele Raucher haben Abneigung gegen Manilla- Tabak, weil der Geschmack deffelben seiner Schwere und Schärfe wegen Marke Servantes, fräftige, vollwürzige Havana- Cigarre, circa Augen und Gaumen belästigt. Nichts von alldem hat diesel 11 cm. lang, 5 cm Umfg., deren Werth den sehr geringen Preis bei Gigarre; abweichend von der echten Manilla ist sie von der Weitem übertrifft. Diese Cigarre ist namentlich demjenigen zu außerordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten Buver Marke Regenerativ- Cigarre, ca. 10% em Ig., 5 em Umfg. Cine empfehlen, der sich dem Wohlgeschmack einer fräftigen, vollLässigkeit im Brande und von köstlichem Aroma. Insbesondere Cigarre, die man dann raucht, wenn keine andere schmeckt. würzigen Cigarre hingeben will. Ste ist von berauschendem ist diese Cigarve auch Statspielern zu empfehlen, da sie erstlich Ihres entzückenden Aromas und Geschmacks wegen, unterstützt Aroma und kann trotz ihrer Größe mit Gigarren zum doppelten fehr sparfam und von außerordentlich zuverlässigem Brande ist. Mk. 7,50. Marke Hollandia, ca. 11 cm lg., ca. 5 cm Umfg., tadelloser Brand, haliren, d. h. den Rauch zu schlucken. Früher verkaufte ich Preise verglichen werden, pr. 109 Stck. milde, angenehme Promenaden- Cigarre, per 100 Std. Mk. 3,50 dieselbe um 20 pet. theurer, obgleich die jetzige im Geschmac Marke Calderon, Savana, Handarb.( Metzsche Presse). Decke HaME. 5,25. vana- Blätter- Auslese, feinste La Cruz des Almas- u. Havana- Ginl., Marke Universal, ca. 11 cm Ig., 5 cm Umfg., Salon u. Prome- die ehemalige weitaus überragt. pr. 100 Std. wird diese Cig. sowohl in Bezug auf ihre ideale Form, wie Brand naden- Cigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und Ge- Marke Caesar Regalia, ca. 13 cm. Ig., 5% cm. Umfg. Gine schmack. Steigert den Genuß, je mehr man davon raucht. Brafil- Cigarre, worin sich milde Würze und feinstes Aroma paart. und Geschmack bei jedem Kenner den Gipfel des Wohlgeschmacks Mk. 3,75. Diesen Tabak habe ich nicht weiter zu empfehlen nöthig.( Ge- hervorrufen, außerordentlich milder Geschmack; sie parfumirt per 100 Std. Marke Exira Specialität, ca. 11 cm Ig., 5 cm Umfg., Torpedo wicht pr. 1000 Std. ca. 20 Pfd.) Trotz der tolossalen Größe jeden Salon und ist besonders nach jedem Diner zu empfehlen. Mk. 5,00. Bei lekterer Marfe, welche aus einer aufgelösten Gig.- Fabrik Façon, aus den edelsten St. Felix- und Ostindischen Tabaken( in Papier verpadt) pr. 100 Єtd. Calculation 33% pet. verloren. hergestellt, ist diese Cigarre eine entzückende Nippfache sowohl Marke Raphaëli 3, Bodffaçon, ca. 10% cm.( g., 5% cm. Umfg. herrührt, geht bei der Mk. 9,-. in Ausführung wie im Geschmack. pr. 100@td.. Mk. 4,00. Aus feinstem Vorstenlanden u. Bahia- Felix zusammengesett, habe ca. 10 cm lg., 5 cm Umfg., pr. 100@td.. Jacques Raphaeli, Berlin, jetzt spandauer Brücke No.2. Mein Etablissement ist Wochentags bis 10 Uhr Abends und Sonntags während der polizeilicherfeits erlaubten Stunden geöffnet. Mein Inserat, Schuhwaaren, Garderobe, Hüte für Herren und Knaben betreffend, fiche Seite 4, 3. Beiblatt. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. Preisliste von Carl Stier Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe. 168 Oranien- Straße 168, zwischen Adalbertstraße und Elisabeth- Ufer. A. Anzüge. Mart 20, 20, °. 22,50 • 28, 30, • 30, 30, 42. Jaquet- Anzug von melirtem und farrirtem Buckskin, schöne Muster 17,50 Jaquet- Anzug v. melirtem gezwirnt. 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Cheviot, größte Neuh., hocheleg. u. s. haltb. 45, Jaquet- oder Rock- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, eleganter Promenaden- Anzug, Neuheit... 42, Jaquet- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, Neuheit, sehr fein 45, Gehrock- Anzüge in Kammgarn od. Tuch, sehr elegant 36, 40, 45 bis 54, B. Paletots. Paletot v. Cheviot in helleren Farben Paletat v. Ch., halbschw., i. sch. Mittelf. Valetot v. Zwirnbuckskin, sehr dauerh. Paletot von feinem Diagonal- Cheviot in allen Farben, sehr elegant 22, Paletot v. Cover coat( Sportpat.) hochm. 20, Valetot v. Chev.- Diag. m. Seide abgefütt. 25, Valetot von Cover coat( Sportpaletot) 25 M., mit Seide 27, Paletot von Cover coat( Sportpaletot) prima 36 u. 33, Paletat v. Bel., buntle Farb., fräft.Stoff 18, Paletot v. Satin- Kamingarn in schön. " 15, 18, 18, dunklen und Mittelfarben. 24, Valetot v. fein. Rammg., hocheleg. 36 u. 38, Havelock v. hell. Lodenst. 12 11. 10,50 Havelock von reinwoll. 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Druck und Verlaa von Mar Bading in Berlin,