Morgenausgabe flr. 419 A 211 47. Jahrgang DSch-nMch«5 Pf, t,tö Pf. Im norau* zahlbar, Poftbqnj<22 JB. rlnlchli-ßllch 60 Pfg. Postzeitung», und Mg- Postbestellgetühren. Jlusland»» abonnement s,— JB. pro Monat. -st Der.varinstrt,' ericheint wochenHg. lich zweimal, Sonntag» und Montag» einmal, die Abendausgaben ftir Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abend', glluitriert« Beilagen.Boll und Zeit- und.Kindersteund-, Ferner .Frauenstimme- Technit-,.Blick in die Bücherwelt-,.Zugend-Dorwiirt»- und.Stadtbeilage-. lr>G> M Verliner Voltsblatt Sonntag 7. September 1930 Groß-Äerlin 15 pf. Auswärts 20 Pf. tk, l» I»«ltt g« Bonpareillezeil« 80 Pfennig, Reklame, eile 6.— Reich». mark,„llletne Anzeigen' da» lettge» druckte Dort 22 Pfennig(zulässig zwei ..... �o«» weitere Wort such» da» erst« �.« weitere Wort 10 Pfennig. Worte übet 12 Buchstaben zählen für zwei Wort«. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pfennig. FamUienanzeigen Zeile »0 Pfennig. Anzeigenannahme imHaupt. oefchäst Lindenstraß« 2, wochentäglich von 2-', bis 17 Uhr. oruar» äison a Piennig fettgedruckt» Worte), jede» 12 Pfennig. Stellengelu «Ott 12 Pfennig, fede« Zentraloegan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag.- Berlin SW 68. Lindenstraße 3 krernsvrecber Tönbof» ZSL— ZS7 lelegrcnnm.Adr.i Eozialdeotokrak Berlin. Vorwärts-Verlag G.m.b.H. Poftscheckkomo: Berlin Z7SSS.— Bankkonto: Bank der Arbeiter. Sngeltellte« und Beaniten, Dallstr SS Dt B u Diße �el Devoliienkasie Lwdenstr S. EM LETZTER APPELL! Der Wahlkampf geht seinem Ende entgegen. Zehntausende überfüllter Versammlungen, viele Tausende von Straßenkundgebungen zeigen der Öffentlichkeit, mit welchem Ernst die Arbeiterklasse den Wahlsieg der Sozialdemokratie vorbereitet. Von glühender Hingabe und bewunderungswürdiger Opferwiliigkeit sind die fürdie Sozialdemokratie kämpfenden Massen erfüllt. Oer Strom der Begeisterung überträgt sich vieltausendfad) auch auf die Kreise des arbeitenden Volkes, die sich der Sache des Sozialismus bisher nicht angeschlossen haben. Aber auch die Interessentenhaufen des Besitzbürgertums haben sich für den Wahltag formiert: Deutschnationale, Nationalsozialisten, Volks-Konservative, Volkspartei, Wirtschaftspartei, Landvolk, Landbund, Staatspartei, Zentrum, Bayerische Volkspartei: Welch' buntes Gewimmel, welch' klägliches Bild politischer Zersplitterung! Aber in einem Punkt sind sich alle einig: Im Kampf gegen die Sozialdemokratie! Die„Deutsche Allgemeine Zeitung", das Berliner Organ des Qroß-Kapitals, hat die gemeinsame Parole der Interessenpolitiker für den 14. September herausgegeben: „Notwendig ist es daher vor allem zu verhindern, daß df* Sozialdemokratie womöglich noch gestärkt zurückkehrt/' Um dieses Ziel zu erreichen, scheut das Unternehmertum keine Kosten. Die sonst nicht laut genug über die hohen Lasten sozialer und steuerlicher Art klagen können, für den Kampf gegen die Sozialdemokratie haben sie Geld im Überfluß. Denn sie rechnen so: Wenn es gelingt, die Sozialdemokratie niederzuringen, dann werden die Kosten des Wahlkampfes durch Verschlechterung der Sozialversicherung und durch den Abbau derLöhneundGehälterhundertfachwiederhereingeholt. Dabei sind dem Unternehmertum Bundesgenossen erstanden: Nationalsozialisten und Kommunisten. Die Partei der Hakenkreuzler ist nicht„national", sie ist nicht„sozialistisch", sie ist auch keine Arbeiterpartei. Ober ihren wahren Charakter haben die Vorgänge der jüngsten Zeit jedem die Augen geöffnet. Mit Revolvern und Dolchen sind die bezahlten Horden der„Diktatoren" Hitler und Goebbels gegeneinander losgegangen. Adolf Hitler, der kurz vorher erklärt hatte, er verhandele nicht mit„Rebellen", mußte nach diesem Revolverkampf kapitulieren und die von den Sturmabteilungen geforderten Zulagen bewilligen. Das sind die Leute, mit denen in Deutschland die Diktatur und das„Dritte Reich" errichtet werden solll Für Geld schlagen sie alle Andersdenkenden tot, für noch mehr Geld würden sie auch ihre eigenen Führer totschlagen. Und mit diesen Leuten wollen bürgerliche Parteien nach dem 14. September eine gemeinsame Regierung bilden. Die zweite Hoffnung des Bürgertums ist: Die Kommunistische Partei. Auch hier hat die„Deutsche Allgemeine Zeitung" die Parole herausgegeben: „Aber einstweilen besteht wenigstens noch die Kommunistische Partei im Rücken dieser starken Sozialdemokratie, und bei den Wahlen wird sich zeigen, wie das Kräfteverhältnis ist... Wir halten daran fest, daß, solange von insgesamt 200„marxistischen" Mandaten etwa 50 unter kommunistischem Kommando stehen, eine erwünschte Schwächung des Sozialismus vorliegt". Hört es, Ihr Arbeiter, Angestellten und Beamten, Ihr alle, die Ihr für die Überwindung des kapitalistischen Wirtschaftssystems und für eine Neuordnung der gesellschaftlichen Verhältnisse nach den Grundsätzen des Sozialismus seid! Hört es, Ihr Werktätigen, die Ihr bisher den kommunistischen Losungen gefolgt seid, weil Ihr glaubtet, die Kommunistische Partei unterscheide sich nur in ihren Methoden, nicht aber in ihren Zielen von der Sozialdemokratie! Hört es, was hier von einer Seite gesagt wird, die es wissen muß: Wer am 14. September kommunistisch wählt, hilff der Reaktion, dient den Interessen des Unternehmertums! Aber ebenso wie die nationalsozialistische, hat sich auch die Kommunistische Partei noch in den letztenTagen selbst entlarvt. Ihre Leitung veröffentlichte eine„Programm- erklärung fürdie nationale und soziale Befreiung des deutschen Volkes", die sich in nichts von den gleichartigen Kundgebungen der Hakenkreuzler unterscheidet. Triumphierend stellt der„Nationale Sozialist" fest, daß die Hakenkreuzler das kommunistische Programm Wort für Wort unterschreiben könnten, denn, so hieß es dort wörtlich, „mit ihm stellt sich die KPD. in die Front des deutschen Widerstandes und der Freiheitspolitik". Der Hugenbergsche„Schnelldienst" freute sich über„das Anschlagen solcher nationalen Töne" und Hitlers„Völkischer Beobachter" hafte lediglich zu bemängeln, „daß die KPD. planmäßig nationalsozialistische Parolen stiehlt und für sich verwendet". Die Einheitsfront Hitler-Thälmann-Goebbels-Heinz Neumann ist also hergestellt. In diesem wirren Durcheinander von Interessentenhaufen, von politischen Demagogen und Abenteurern gibt es nur eine Partei, die unbeirrt ihren Weg geht, getragen von dem Vertrauen der breiten Massen des arbeitenden Volkes: Die Sozialdemokratie! Die Sozialdemokratie kämpft für die Beseitigung der Wirtschaftskrise durch Steigerung der Kaufkraft der breiten Massen, für den Ausbau der Sozialgesetzgebung, für die restlose Durchführung des 8-Stundentages und weitere Verkürzung der Arbeitszeit, für stärkere Heranziehung der besitzenden Klassen zu den Leistungen für den Staat, für umfassende, vorbeugende, heilende und vorsorgende Maßnahmen auf allen Gebieten der Volkswohlfahrt, insbesondere der Erziehungs-, Ge- sundheits- und Wirtschaftsfürsorge. Die bürgerlichen Parteien haben bei den Krankenkassen die Gebühren für Krankenscheine und Rezepte eingeführt, die Leistungen der Arbeitslosenversicherung herabgesetzt, die Anmeldung neuer Rentenforderungen der Kriegsopfer gesperrt. Die Sozialdemokratie verlangt, daß diese Verschlechterungen wieder aufgehoben werden. Ober diese Tagesforderungen hinaus kämpft die Sozialdemokratie für die Beseitigung der kapitalistischen Lohnknechtsdiaft, für die Errichtung einer Wirtschaftsordnung, die allen Werktätigen eine menschenwürdige Existenz gewährleistet. Sie kämpft dafür, daß nicht der Profit, sondern der arbeitende Mensch im Mittelpunkt aller Wirtschaft und Politik steht. Die Arbeiterklasse kann diesen Kampf nur gewinnen, wenn sie einig und geschlossen vorgeht. Ihr größter Feind ist neben der Unwissenheit die Uneinigkeit. Darum rufen wir der gesamten werktätigen Bevölkerung zu: Her zu uns! Schließt die Reihen! Wählt Sozialdemokraten! öERLIN, den 6. September 1930. DER VORSTAND DER SOZIALDEMOKRATISCHEN PARTEI DEUTSCHLANDS Gro$e Kundgebung Arbeifier9 Angc »teilte Potsdamer Str. 72 Beamte erscheint In Massenl Eine Woche! Gegen die Feinde der Demokratie— für die Sozialdemokratie? N061 eine Woche! Die Sozialdemokratie steht mitten im Kampfe, die Stimmung deo sozialdemokratischen Massen ist glänzend. Sie chissen, worum der Kamps geht. Es gilt, den Parteien der Regierung Brüning durch ein gewaltiges Volksootum für die Sozialdemokratie zu zeigen. daß die Spieler gegen die Demokratie verspielt haben.'Ein M a s s e n u r t c 1 l gilt es gegen eine Regierung, aus deren Schöße ein Minister sagen konnte, e r m'ö ch t e das heutige System lieber heute als morgen zum Teufel jagen! Dies Massenurteil muß bestätigen, was heute schon das Bärgertuin als unabweisliche Tatsache voraussieht und. fürchtet: die Stärkung der Macht der Sozial- demokratie! Ein glänzender Wahlerfolg der Sozial- demokratie muß alle jene Pläne zu Boden schlagen, die auf eine Mißachtung der Entscheidung des Volkes, auf eine Ver- gewaltigung der Verfassung hinauslaufen. Die Regierung Brüning steht heute im Sturm, der sich wider sie erhoben hat, im Sturm des gegen sie gerichteten Volksunwillens. Sie klammert sich fest an ihrem Amt, sie gibt heute schon zu verstehen, daß sie auch gegen den Spruch des Volkes regieren wolle. Das Mitglied dieser Regierung Stegerwald hat gestern in einer Rede in Gladbeck erklärt: .Lein Mensch mit politischem Verstand glaubt daran, daß Hugcnberg oder Hitler die Reichsregierung überantwortet werden tonnte: das bedeutete nach einigen Wochen das außen- politische Chaos. Ebenso glaubt kein Mensch mit politischem Verstand daran, daß etwa nach den Wahlen der Sozialdemokratie die Regicrungs- pkOSKLNINl! Fahneneinzug der Sportler und der Sozialistischen Arbeiterjugend. Chöre des Deutschen Arbeltersünger-Bundes. Dirigent: Georg Oskar Schumann Sturm........ Uthmann Das hellige Feuer... Uthmann Ansprachen der Genossen: S. Aufhäuser, A. Crispien, Gertrud Hanna, F. Künstler, E. Lübbe, O. Orthmann. Chöre: Brüder zur Sonne....... Scherehen Gemeinsamer Gesang: Die Internationale b i l d u n g übertragen werden könnte, nachdem in den 21 Monaten sozialistisch geführter Regierung, im Segensatz zu früheren Regierungen, es wirtschaftlich und finanziell nicht auf- wärt?, sondern sehr stark bergab gegangen ist." .Neun Mi.llionen Menschen haben vor zwei Jahren die Wucht ihrer Stimmen in die Waagschale geworfen für die Uebertrogung der Regierungsgewalt an die Sozial- deinokratie, und wir werden nach dem 4. September 1930 Herrn Stegerwald fragen: Hat wirklich kein Mensch daran geglaubt, daß nach den Wahlen der Sozialdemokratie die Re- gierungsgewalt übertragen werden könnte? Herr Steger- wald hat ein Volksurteil gegen sich und seine Freunde her- ausgefordert, er wird es haben! Diese Offenbarung des Willens zur politischen Aus- fchaltung der Arbeiterschaft, des Willens zum Bürgerblock gegen die Sozialdemokratie, des bösen Willens zur Ausschaltung des Volks spruches wird in der letzten Woche des Wahlkampfes anfeuernd auf die Massen wirken, die für die Sozialdemokratie werben! Diesen bösen Willen zu zerbrechen, seine Träger unter den Druck des Volksspruches zu stellen, das ist das Ziel dieses Kampfes! Stärkung der Macht der Sozial- demokratie— das ist unsere Antwort auf Stegerwald und seinesgleichen! Hugenberg unierschlägt. Die Arbeiiersreundlichteit des deuischnationalen Kühres. Tib-t e» noch deutschnationale Zlrbeitcr? Gibt es noch Lohn- . empfävser, di«. politisch so vnwiffend sind, daß sie Herrn Hugenberg Gefolgschaft leisten? Ja, leider gibt es noch°?lche. freilich wird ihre Zahl von Jahr zu Jahr geringer. Denen oder, die noch immer so blind find, daß sie di« Arbeiterfeindlichkeit dies«, Mannes, seiner Partei und seiner Presse noch nicht erkannt haben, wollen wir eine bezeichnende Tatsache zu Gemüt« führen, die sich erst gestern ab- gespielt hat: In der Sonnabend-Abendausgabe des Hugenbergschen„Lokal- A n z« i g« r s" werden auf der ersten Spalte der ersten Seit« unter der Ueberschrist„Deutschland wird ausgesaugt!" Aeußerungen des früheren amerikanischen Senators von Missouri James Reed noch der„Chicago Tribüne" veröffentlicht. Reed ist soeben von einer Autotour durch Deutschland zurückgekehrt und entwirft ein trübes Bild von der Lage des„verarmtcn und durch die Forde- rungen der Gläubigerstaaten erdrückten" deutschen Voltes. Seme Schilderung wird natürlich vom Hugenbcrg-Orgon zu einer Pro- pagando gegen den Aaung-Plan benutzt. Darüber braucht man sich gewiß nicht zu wundern. Interessanter aber ist folgend« Entdeckung: Fast gleichzeitig verbreitet« die„Te l« g ra p h e n- U n i o n" die Aeußerungen Reeds in einem Telegramm aus Paris, das sich jo wörtlich mit dem Pariser Telegramm des.Lokal-Anzeigers" deckt, daß man annehmen muß, das Hugenberg-Blatt habe das Ägentur-Telegramm einfach übernommen und es als eigenen Bericht 'gestempelt. oft.' verich« de,.Lokak-Zlnzingers" „Deutschland habe einen pracht- vollen Geist, sein Volk werde sich niemals aufgeben: man sollte ein' Programm entwerfen, u m seine Industrie zu be- leben. Gegenwärtig werde Deutschland ausgesaugt." Usw. Rur an ei« e r Stelle werchen die. beiden.Fassongen vvnetvonder Man'vergleiche Nur:-•■'-'"' Bericht der.Telegraphen-Unioa". „Deutschland Hab« einen pracht. vollen Geist und es werde sich niemals aufgeben. Man sollte ein Programm entwerfen, u m seine I n d u st r i e zu b e- leben, damit bessere Löhne an die Arbeiter gezahlt werden könnten. Es würde dies eine wahre Gest« der Humanität sein. Gegenwärtig werde ober Deutsch, land ausgesaugt." Usw. Die Unterschlagung des Nachsatzes„damit bessere Löhn« an die Arbeiter gezahlt werden könnten" spricht Bände. Die Belebung der Industrie, das will sich Hugenberg gern gefallen lassen— aber bessere Löhne an di« Arbeiter— das fehlte gerade noch, daß Hugenberg sein Leibblatt dazu hergibt, diese Forderung der freien Gewerkschaften zu propagieren! Das wäre ja geradezu„Marxismus"! Also wurde der ominöse Nochsatz gestrichen, zumal der Hugenberg- Schreiber nicht vermuten konnte, daß man dahinter- kommen würde.,. Nun wissen auch jene Arbeiter, die es bisher noch nicht de- griffen-haben sollten, woran sie mit den Deutschnationalen und den von Hugenberg protegierten Z!ational„sozialssten" sind. Kampf der Krise! Sozialdemokratische Vorschläge zur Beseitigung de« Massenelend«. Die Sozialdemokratische Partei fordert, daß zur Be- seitigung des Massenelends und zur Hebung der Wirtschaft- lichen Lage des deutschen Volkes unverzüglich folgendes geschehe: Erhaltung und Erhöhung der Massenkaus. f r a s L Dazu gehört der Abbau überhöhter Preise und die Abwehr aller Angriffe aus die Löhne, sowie auf die Arbellslosen- und Sozialversicherung. Amsosscnde Arbeit, beschassung durch Reich, Länder und Gemeinden. Beseiliguug aller Hemmungen für die Ausnahme von Auslandskapilal durch di« össeutlicheu Sörperschaslen. Förderung der AbsahmSglichketteu am w-tt- markt. Daher Abbau der Zölle und beschleunigten Ausbau des Haodclsvortrogssystem- verboi der lleberfiuudeuarbclk bei Herrschender ArbeitelosigkeiL Restlose Durchführung d«, Achtstundentage� we'asre Verkürzung der Arbeitzeit durch internationale Verein. barirngen. Abbau der ZNassenbelasluug. stärker« Heranziehung de/ Besitzenden zu den Leistungen für den Staat. Erweiterung der sozialrn Versicherung zu einer allacmeinen Volfssürsorge. Umfofiende. vorbeugende, heilende«ch vorsorgend«»atz. nahmen aus allen Gebieten der Voltswohlsahrt. insbesondere der Erziehuags-, Gefundheits- und TVirtschastsfürsorg«. Das sind die Forderungen, die die Sozialdemokratie zur Beseitigung der Wirtschaftskrise und zur Hebung der Volks- wohffahrt ausstellt. Methode Hölz. Kommaniflen überfallen Sozialdemokraten /Zehn Verletzte �Altona, ff. September. lEigcnbericht.) Al« am Louuabendvormittag vor dem Altonaer Ar- beitsamt etwa 30 Sozialdemokraten da«„Hamburger Echo" wie täglich an die Erwerbslosen verteilen wollten, wurden sie von einer Bande von 20V Kommunisten überfallen. Die feige« Burschen schlugen mit Stahlrute« auf ihre Opfer ei« uud träte« die am Bode« Liegenden mtt Füße«. Zeh» unserer Genoffen wurden dabei verletzt, zum Teil schwer. � Die Rwirede von Holz. Ein staat«anwaltliche« Ermittlungsverfahren. Die Sioatsonwaltschoft Berlin, hat. gcgeä.Mtf Höst ein; E/-. mitUungeversahreN' ans is.T, Ziffer- l-des Republikjchutzgesatzes«in- g«leit«t. Anlaß dazu gab seilte Rebe" im'«pdtrtpaltfsti' in der er zur Erschießung von Volksgenossen aufgefordert hat. Wohin steuert Brüning? Das Spiel gegen die Demokratie. : Im Sozialdemokratische Pressedienst veröffentlicht Ge- nosse Rudolf Breitscheid einen Artikel, in dem es heißt: Der Reichskanzler spricht zu den Wählern.- Er sucht ihnen klar zu machen, welche Vorteile die Politik seines Ka- binetts dem Lande gebracht hat und welchen Segen ihre Fortführung im Gefolge haben würde. Beides ist sein gutes Recht, und am 14. September wird sich herausstellen, in welchem Umfang die Bevölkerung ihm Glauben geschenkt hat. Aber eins vermissen wir in den zahlreichen Ansprachen des Herrn Brüning. Nämlich eine e i n d e u H g"e-A n t- wort auf die häufig von den verschiedensten Seiten an ihn gerichtete Frage, ob er dem Ergebnis der Wahlen den Grund- fätzen der parlamentarischen Verfassung gemäß auch dann Rechnung zu tragen gedenkt, wenn es nicht zugunsten der gegenwärtigen Regierung ausfällt. Mit anderen Worten, ob er in diesem Falle seinen Rücktritt oder doch die den Mehrheitsoerhältnissen entsprechende Umbildung des Kabinetts für selbstverständlich hält. Die Frage sollte überflüssig sein, aber daß sie aufge- warfen wird, kann niemanden wundern. Nicht nur die Aus- legung, die der Reichskanzler der Verfassung durch die An- wendung des Artikels 48 gegeben hat, muß bedenklich stim- men, es haben sich inzwischen auch andere zu Besorg- nissen veranlassende Dinge ereignet. Tre- v i r a n u s hat die Wiederholung der Auflösung mehrfach angeksindigt, das Kabinett hat sich, ohne die Entscheidung des Volkes abzuwarten, über den Rahmen der neuen Finanz- reform geeinigt, in der Zentrumspresse werden merkwürdige Auffassungen von dem Wesen der„wahren" Demokratie ver- treten, und Brüning redet so, als ob die Weiterführung der Staatsgeschäfte durch ihn und seine jetzigen Kollegen im Grunde schon ausgemachte Sache sei'. Die Aeußeriingen von Zweifeln über das, was beabsichtigt ist, entspringt also janrk- lich weder böswilligem Mißverstehen, noch dem Bedürfnis nach Agitationsstoff. Der Wähler hat Anspruch auf einen klaren Bescheid. Aber da der. der ihn geben könnte und mußte, einstweilen beharrlich schweigt, ist es violleicht zweckmäßig, die Interpellation präziser zu for- muIUreiw•'. ZP, Daher fragen wir:- Ist et richtig, daß der Reichskanzler di« vom Sattnetk gepfeak« Ainau, reform mit Hilfe«ine« Etmä chUgiing«. g« fetze, durchführen will? 3f( e» richtig, daß er seinen ursprünglichen Plan, die Sozlol. demokratie zum Wiedereintritt in die Regierung aufzufordern, angeficht» de» Mderfiandes, den diese Idee bei dem volkskonser- valiven Bundesgenossen gefunden hat. ausgegeben hat? will er jetzt mit dem HUnffterium in seiner derzeitigen Zusammensetzung, ganz gleichgültig, wie- die Wahlen aussallen, vor den Reichstag treten und unter Drohung mit einer neuen Aufläsung und dem Verzicht aus den versassnngs- mäßigen Weg den versuch zur vurchsührung seine, Willens machen? Diese Fragen sind nicht ins Blaue hinein gestellt. Sie beruhen vielmehr auf Andeutungen, die schon seit Wochen aus den Kreisen von Eingeweihten kommen. Sie warten auf eine Antwort, und erfolgt sie nicht», so sind sie keine Fragen mehr.. Dann darf das Be- stehen des Planes eines von einer Minderheitsregierung vorzuschlagenden Ermächtigungsgesetzes als Taffache an- genommen werden.___ Die Minderwertigen... Wa« sagen die Frauen dazu? Herr Dr. R o in p e l, in Mainz-Kastel, der Vorsitzende„des Arbeitsausschusses von Zentrumswählern, die die radikalen Frauen- rechllerinnen- bekämpfen", hat an die Leitungen der Parteien, ein Schreiben gerichtet, das sich gegen„eine»och stärkere Vertretung der Frauen im Reichstag" wendet. Wörtlich heißt es darin:- „Eine Partei, die verhältnismäßig viel weibliche Abgeocdneie hat, schwächt sich selbst,' weil sie in e i st v i e l'h ö h« r.w e r t i g e produkti-ve männlich« A r b ei t s t r af t.l a h m l c g-t. ' Diesen- Zentrumsleuten geht also schon die bisherige Berück- sichtigung von Frauen bei den Wahlen zum Reichstag zu weit. Be. tonnt genug ist, daß nur die Sozialdemokratische Partei den größten Wert darauf legt, den Frauen nicht nur das Recht zu wähle», sondern auch das Recht gewählt zu werden, zu geben. Infolgedessen hatte bisher schon die sozialdemokratische Reichstagsfraktion dep stärksten Anteil von weiblichen Mitgliedern unter allen Parteien des Reichs- tags. Das Zentrum dagegen läßt es sich wohl gern gefallen, wenn die Frauen für' seine Kandidaten stimmen: aber es filcht den Anteil der Fra» an den aussichtsreichen Rcichstogskandidawren nach Mög- lichkeit zu beschränken. Dieser Arbeitsausschuß von Zentrums- Wählern mächt« aber noch weiter gehen, indem er die weibliche Arboitstroft indirekt als minderwertig bezeichnet und deshalb auch die Vertretung der Frau im Parlament auszuschalten sucht. Auf-diese Herausforderung: kann'-es für die Frauen nur eine Antwort'gsbeN: Sie wählen am 14, September Liste 1 der Sozialdemokratie, die stets für die Gleichberechtigung der Frau gekämpft hat und ihr auch durch di« Tat Ausdruck gibt. Pilfudski' schießt weiter auf seine weise., In einem„Interview" ter- Obc'rsteNzt? i iintz nennt er die ParlatiNlntariet„unmoralische Bande, aüsrangicNe' Mähren, schlechte Wallachen, stinkende Par- tesen,' luffverpestendss Aas" usw.: sie wünschten immer mir Geld; die Regierung müsse ihre Hotels, ihre Bordells ttstv. begeht sn. Die Konferenz der 21. Kein praktisches Ergebnis zu erwarten. Am Montag werden in Genf unter Briands Vorsitz die Vertreter aller 27 europäifchen Völkerbundstaotsn— zumeist deren Außenminister— zu einer Aussprache über die Pläne Briands zusammentreten. Es steht zu befürchten, daß das Ergebnis dieser Besprechung in keinem Verhältnis zu ihrer. Aufmachung stehen wird. Denn die seinerzeit eingegangenen Antworten an Frankreich haben weitgehende Mei» nungsverschiedenheiten über das erstrebenswerte Ziel offen- bart. Schuld daran trägt zum Teil Briand selber, der in seinem Memorandum die wirtschaftlichen Probleme, bei denen schon in absehbarer Zeit ein praktisches Ergebnis zu erzielen gewesen wäre, den politischen unterordnete. Er hat damit bewirkt, daß ein Teil der europäischen Staaten, nämlich die hauptfächlichen Nutznießer der Friedensverträge, in der„Organisierung Europas" ein Mittel zur Aufrecht- «Haltung des Stf-tiis quo erblicken, während der andere Teil die Frage der Pert'ragsreoision in die Debatte geworfen hat. Außerdem.steht England, dos als Weltreich mehr als ein rein europäischer Staat ist, diesen Plänen kühl gegenüber. Ueberhaupt ist die Stimmung gegenwärtig wenig günstig für weittragende Beschlüsse. Briands Stellung ist erschüttert, die deutsch-franzöfischen Beziehungen sind nicht gerade freund- lich, die deutsch-polnischen Beziehungen sind seit den Tre- viranus-Reden schlechter denn je, die Amlinger-Affäre hat in der ganzen Welt stärksten Berdach gegen Deutschland und Rußland erweckt, die Reichsregierung ist außenpolitisch aktionsunfähig, weil jedermann weiß, daß sie nur eine Minderheitsregierung ist und daß sich ihre Schwäche am 14. September noch deutlicher erweisen wird als vor der Reichstagsauflösung. Wie sollen da die französischen Pläne ernsthaft gefördert werden? Die soeben in Paris getroffene Vereinbarung zwischen Briand und chenderson über das einzuschlagend« Verfahren — Einsetzung eines eigenen Ausschusses und Berichterstattung an die Völkerbundsversammlung vom September 1931— sieht sehr nach einem Begräbnis zweiter Klasse aus. Hoffen wir aber im Interesse der Sache, die des Gelingens wert ist, daß man den Plan als solchen nicht aus den Augen verliert, damit er unter günstigeren politischen Bedingungen erfolg- reich weiter verfolgt werde. Der Weg zur Sozialdemokraiie. Arbeitsrechtler potthoff folgt Erkelenz. Dr. Heinz Pott hoff, der bekannte Arbeitsrechtler, ist dem Beispiel von Anton Erkelenz gefolgt und aus der Demokra- tischen Partei ausgetreten. Er hat an die Geschäftsstelle seiner bisherigen Partei einen Brief gerichtet, in dem es u. a. heißt: �*. ,Li« Partei, der ich vor ihrer Gründung ab zugehört habe, weil ich eine wenn auch kleine Partei von ehrgeizfreien, interessen- freien Nur»Staalsbürgern für eine Notwendigkeit Holle, ift v o n den Führern zerschlagen worden. Es bedarf keines ■ Austrittes aus ihr. Trotzdem mochte ich den langjährigen politischen. Freunden sagen, w ar u m ich den Marsch zurSammlungder bürgerlichen Mitte nich mitmachen kann. Die Reichsregierung wird im Wahlkampfe keine Mehrhell erringen, darf es auch nicht, weil sie auf unrechtem, geletzwllirigem Wege geht. Sie wird daher versuchen, ihren Willen auch gegen den neuen Reichstag durchzuführen. Das bedeutet nicht nur formalrechtlicken, sondern auch politisch sachlichen Bruch der Weimarer Verfassung. Denn Reichspräsident darf wohl vom Reichstag an die Gefamtwahlerfchast (von der Volksvertretung an das Volk» appellieren, aber nicht gegen Reichstag und Wählerschaft regieren wollen.?n dieser Versassungskrise muß ich zu derjenigen Front treten, aus der die Rechte des Reichstags verfochten werden. Ich habe daher meinen Beitritt zur Sozialdemokratischen Partei Deutschlands erklärt und scheide damit aus der nur noch dem Namen nach bestehenden Deutschen Demokratischen Partei aus." Seinen Eintritt in die Sozialdemokratische Partei meldete Pott- hoff mit einem Schreiben an, in dem es u. a. heißt: .Die Stelle, an der ich 30 Jahre lang im politischen Leben gestanden, ist durch die Auslösung der Deutschen Demokratischen Partei leer geworden. Wer ein Menschenalter lang für sozialen, demokratischen Liberalismus gekämpft Hot, steht vor der Wahl, sich entweder dem Abmarsch der bürgerlichen Linken zur Mitte anzuschließen oder zur Arbeiterbewegung zu stoßen. Obwohl ich nicht.Marxist" bin. kann unter den gegenwärtigen Um- standen kein Zweifel sein, daß ich zur Linken gehöre." Dr. Potthosf kam mit Erkelenz aus der Schul« Nau- inapns.' Er war in jüngeren Jahren Sekretär des Handels- vcrtragsvcreins und von 1003 bis 1911 auch Mitglied des Reichs- tags für die damalige Freisinnige Vereinigung, die sich später mit der Freisinnigen Volkspartei zur Fortschrittlichen Bolkspartei ver- schmolz. Aus dieser ist 1919 die. Demakratische Partei hervor- gegangen. Mehrere Jahre war Potthoff Syndikus des Deutschen Werkmeisterverbandes. Als Arbeitsrechtler hat Potthoff zahlreiche Schriften, n. a. über die Log« der Privatbeamten, veröffenilicht. Die prinzenpariei. Das Hakenkreuz— die Hoffnung der Entthronten. Das Organ Otto Straßers tekll folgendes mit: Der E x k r o n- Prinz wolle dem Beispiel feine- Bruders Auwi folgen und in. die Hitler-Partci eintreten. Zur Hlller-Partei gehören ferner als Mitglied dcr Reichsleitung der ehemalige H« r z o g v o n E o b u r g- Gotha, ferner die Prinzessin R-uß, und Prinz E h r ist ia n zu S ch a u mb u r g- L i p p e. der die gssainten Tageszeitungen der Hakcnkreuzler im Rheinland finanziert. Hakenkreuzpreffe mit Prinzengeld! Die Gerüchte um Minister Zehr. . Ein Dementi des bayerischen Äavernbundes. München, 6. September. Au einer Veröffentlichung de».Bayerischen Kurier", in her behauptet wird, daß der frühere bayerische Landwirt» f cha ftsm in ister Dr. Fehr 180 000 Mk. an öffentlichen iSeldern,' die zur Rationalisierung landwirtschaftlicher Genossen- schaften bestimmt waren, widerrechtlich an einzeln« Parteigenossen gegeben hob«/ erklärt dos BauernburfdorgMO die.Reue freie Volkszeitung", daß Dr. Fehr sich jeder Einstuß- nahm« auf die' Verteilung der betreffenden Gelder entholten und -sich keiner Begünstigung der ihm politisch Richestkhenden schuldig «emoch» hob«. Die argentinische Zievolution. Kriegserklärung der Motte. NuenoHAires, 6. September. Die dreizehn im Hafen liegenden Kriegsschiffe und ihre aus siebentausend Man« bestehende Besahung schlössen sieh der Bewegung gegen den Präfidenten Arigoyen unter der Führung de« Generals Storni an. Tiefer teilte der Regierung in einem von sämtliche» Lffi» zieren unterzeichneten Schriftstück mit» daß die Marine nicht ans die Armee feuern werde, Tie Stimmung in Buenos Aires ist aufs höchste erregt. obwohl dies öffentlich nicht in Erscheinung tritt, da wahrscheinlich vier Fünftel der Bevölkerung über die Bedeutung dcr Ereignisse im unklaren sind. Lberst- leutnant Francisco TorreS wurde im Lager von Eampo de Moho von seinen QffizierSkameraden er» schössen, da er sich weigerte, sich der Bewegung anzu- schließe». Truppen von Campo de Moyo unter Führung des Generals Jose Uriburu marschieren auf die 5)auplstadt, um Irigoyen aus der Regierung zu entfernen. General Uriburu richtete an den Präsidenten Irigoyen tele- graphisch«in Ultimatum des Inhalts, falls der Präsident nicht sofort endgültig zurücktrete, der Regiecungspalasl beschossen werde. Die Truppen Uriburus sollen sich bereits in der Näh« her Hauptstadt befinden. Goebbels:»Famos, wie meine Zungen von der SA. dazwischenwienern.' Hedemannstraße, nachts um 4:»Deutschland erwache- Goebbels verrecke!� Goebbels:»Verflucht nochmal, wie meine Zungen von der SA. dazwischenwienern.' Goebbels:»Sottlob, die Bewegung ist noch immer sehr lebhast Der gescheiterte Zndien-Kriede. Gandhi von den beiden Ilehrn überstimmt. London. 6. September.(Eigenbericht.) Aus ausführlichen Berichten über den Verlauf- der gescheiterten- englisch-indischen Friedensverhandlungen und dem Wortlaut des Briefwechsel.- zw i s ch e n Gandhi, ugh de m, P i z e- könig ergibt sich, daß. die von den gemäßigten indischen Führern versuchte Berinittiung von Anbeginn aussichtslos gc- wescirist.' Diese Auffassung findet ihre Bestätigung in den auszugsweise vorliegenden Betrachtungen der liberalen indischen Presse. Wäh- rend dergesamtcn Verhondlungsdauerhätte sich— so melden die Blätter — dcr indische Aizekönig in scharfem Gegensatz zu den beiden Rehrus befunden..-Der Vlzekönig habe sich als. Vertreter der -arrglo-indifchen-Regierung"bemüht, die Führer' der tttdischeu Fr?!-" heitsbewegung- und die Vertreter des- Allindischen Kyngkesses-- o irden Konferenztisch nach London zu bringen. Dazu wäre ein W a s.s« nst i l Ist a-n d notwendig gewesen, wobei die Boykott- frage hätte unberührt bleiben können. Als Gegenleistung hätte der Vizeköntg' eine Amnestie für die politischen Gefaitgenen ynd die Zurücknahme gewisser Regiernngsmaßnahmen in Aussicht gestellt. Gandhi und die beiden Nchrus hätten dagegen als Bor- b e d i ng n n g für-einen-Waffenstillstand v o ll k o m nie« e pol i- tische i�ntt'wi rts cha ftli ch« F r e i h<11 I N die it's Alid' La-' mit seine Anerkennung als selbständiger Staat verlangt.. Sie. hätten selbst die Zahlung der indischen Staatsschulden von einem neutralen Schiedsgericht geregell wissen wollen. Erst nach d«r Anerkennung di«ser.grundsätzlichen Vorbedingungen" wären. die indischen Köngreßfuhrer bereit gewesen, über einen Waffenstillstand. zu verhandeln. Gandhi selbst sei zu Konzessionen bereit gewesen, fei jedoch von den beiden Ilchrus überfiimmk worden. Die Partei des Volkes:: f>fe Soa5i«l«iem©lnporf#e Einzige sozialdcmokratisdie Zeitung Berlins: „Vovwävls** . In. Anbetracht der gescheiterten Verhandlungen wird die in London stattfindend« anglo-indischc Konferenz o h n«' Vertreter tes Allindischen Kongresses vor sich gehen. Was das heißt, ergibt sich daraus, daß der Kongreß heut« die große Mehrheit der in den in- difchen Städten wohnenden indischen Bevölkerung repräsentier!. ganz zu schweigen von Millionen bereits erwachter Bauern, die sich gleichfalls der Kongrehbcwegung angeschlossen haben. Oer neue Vela Khun. Berliner presse als Budapester Polizeiwerkzeug. Hugenbergsch« Presscuntcrnehmungcn. wie der„Lokal-Anzeiger" und die Telegraphen-Union, verbreiten Meldungen, wonach ein ver- hofteter Fabrikdirektor Földcs zugegeben Hab«, daß er Zwischenfäll« bÄ' der großen Arbeitertundgebung hervorgerufen hatte, ja, daß er am 1. September Ungarn zur Sowjetrepublik machen wollte. Die „Bossischc Zeitung" stellt sich mit diesen Hugenberg-Papicrcn in, eine Reihe. 'Auf Anfrage in Wien erhalten wir die Auskunft, daß die Vudapestcr Polizei jeden einzelnen Kommunist»».genaiz kennt und van seinen Absichten ebenso genau unterrichtet wird. Hätte Földes irgendwelche gefährlichen Pläne gehegt, so wäre er längst hinter Schloß und Riegel gesetzt worden Dl« vudapester Polizei will nachträglich ihr brulale» vorgehen gegen die gewaltige Arbeikerkundgebuilg durch dos Märchen von dem unmittelbar bevorstehenden Umsturz rechtfertigen. Sie hat nicht nur dem Földes solche-Putschabsichten' nachgesagt. sondern auch für den gestrigen Sonnabend lommunistische Demonstrationen angekündigt, woran kein wahres Wort war und die auch vollkommen ausgeblieben sind. Die Sensationsb« richte der Hugen- b«rg». and der Ullstein-Presse sind nichts anderes.als grober Schwindel der Budapestcr' Polizei! Mieter, und Polksrechtspoitei. Der Rcichsbund Deul- scher Mieter c. B.(Sitz Berlin) teilt mit, daß er mit dieser Partei nichts zu tun hat und daß er die Mieter dringend warnt, dieser von völlig unbekannte« Personen„gegründeten" Porte»»hce fussm"« ja gcoeu, Kundgebungen derSozialdemokratie Der Sieg muß unser sein! Heute, Sonntag, 7. September: Lrciä t>l,arlottenburg. Demonstration tm Anschluß an die -poripalast-Kundgebung. Abmarsch 11'A Uhr. Winterseldt- roße. Ecke Potsdamer Straße. 7. 5ireis Spor� ftraße. 14. kreis Neukölln. Alle radfechrendcn Genossen treffen sich zur Wcrbeumfahrt am Sonnabeird, S. September, 18 Uhr, auf dem Rcuterplatz. Sonntag, 7.«oeptember, nehmen alle Genossen an dem Werbeumzug in Britz teil. Abmarsch von der Parchimer Allee um 14 Uhr, Nähe Barackenschule, Straßenbahnlinien 27 und 29 bis Tempelhofer Weg. Vritz-Buckow All. Abt. Sanntag, 7. September,„Fest der Ar- beiT in Britz in der Großsiedlung mit großer roohlpropagandisti- scher Abendkundgcbung im festlich erleuchteten chuseise» am Lowise-Reuter-Ring. Mitwirkende: Sprcchchor für Proletarische Feierstunden unter Leitung von Florath, Einzelsprecher cheinr. Witten der junge Chor, Sprechchor der freien Gewerkschafts- jugend und SAJ.-, Kartell für Sport- und Körperpflege. An- spräche Genosse Arthur Erispien. Aufstellung zum Festzug 13 Uhr an der Schule in der Parchimer Allee. Alle Genossen sind herzlich eingeladen. Unkostenbeitrag 0,50 M. Köpenick 108. Abt. 15 Uhr im Lokal Troppcns, Müggelheim. Redner: Otto Thsuner. Niedcrschönhausen 131. Abt., Bezirk Blankenfelde. Punkt- lich 16 Uhr Große Wählerkundgcbung in Blankenfelde, Lokal Staad, Hauptstr. 13. Redner: Max Brinitzer. Mahlsdorf 1L4. Abt. Werbeumzug. Treffpunkt: 14 Uhr Zeppelin- Ecke Hönower Straße. Morgen, Hontag, 8. Seotember: Prenzlauer Berg 24., 25. und 38. Abteilung(Bezirke 163 bis 188 und 195). 191- Uhr im Gartensaal des Soalhaues Friedrichshain. Am Friedrichshain 16/23. Redner: Bürger- mcistcr Dr. Ostrowski und Käthe.Kern. Friedrichshain 33 Abt. Pünktlich 18 Uhr Auto-Propagando- fahrt für die Kundgebung in der Schulaula, Hohenlohestr. sst. Treffpunkt Loskerstraßc Ecke Hohenlohestraße. Um 19?L Uhr große Wählerkundgebung in der Schulaula, Hohenlohestr. 19. Redner: Hugo H�imann.' Köpenick und Friedrichshagen 108. und lOll. Abt. 20 Uhr im Lokal Wilhelmshof, Hirschgartcn, Hirschgartcnstr. 1. Redner: Bczirksoerordnetcr Fritz Klott. Pankow 128. bis 130 Abt. Iungwähler-Berfammlung um 20 Uhr in Lindncrs Konzerthaus. Pankow, Marktplatz. Redner: Hans Seigewasser. Alle roten Fahnen mitbringen. Verband der Lithographen und Lteindrucker. 17 Uhr im Gewerkschastshaus, Engelufcr 25. Vortrag des Genossen Dr. Moses, M. d. R.:„Worun, geht der Kampf?" Genofseu. Beamte und Angestellte des Amtsgerichts Berlin-Mitte und Landgericht l, Berlin. Sitzung aller Parteigenossen ISA Uhr, gleich nach Dienstschluß, in den Landre- Weißbierstuben, Klasterstr. 67. Wir bitten, bestimmt zu er- scheinen. Wichtige Bekanntmachungen! Mitgliedsbuch legitimiert. Vollversammlung der Gesamtfraktion des Bezirksamts Neukölln. Montag 8. September, 19'-4 Uhr, in den Passage- Fcstsälen, Neukölln, Bcrgstr. 151/152. Tagesordnung: 1. Volks- Vertretung und öffentliche Betriebs. Referent: Genosse Stadt- rat Dr. Kurt Löwenstein. 2. Fraktionsangelegenheiten und Verschiedenes. Dienstag, den 9. September: 1. kreis Mitte. Treffpuickt zum Werbeumzug mit Musik(drei Kapellen) und Fackeln pünktlich 18)4 Uhr Köllnischer Park. Sämtliche roten Fahner und Banner sind mitzubringen. 2. Kreis Tiergarten. Achtung, Radfahrer! Iungsozialisten, Sozialistische Arbeiterjugend, Reichsbannerjugend sowie sämtliche Genossinnen und Genossen treffen sich mit ihren Fahrrädern zu einem Radfohrer-Werbeumzuo pünktlich 18 Uhr bei Berger, Levetzowstraßc 21 Ecke Iagowstraße. 3. Kreis Wedding. Oeffentliche Bcamtenversammlung im Schuliheiß-Patzenhofcr, Chousscestr. 64. Redner: Erich Händler, Schriftleiter der„Allgemeinen Deutschen Beamtenzeitung". Freie Aussprache. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Treffpunkt zum Z. Werbeumzug pünktlich 18)4 Uhr Danziger Straße(Mittelpromcnade) Ecke Tresckowstraße, an der Schönhauser Allee. Friedrichshain 37. und 38. Abt., Bezirke 153 bis 101 und 18Aa, b, c 191- Uhr in der Patzenhofer-Brauerei, Landberger Allee 24/27. Redner: Redakteur Franz Klühs. 7. Kreis Charlottenburg. Alle radfahrenden Arbeitersportler, Parteigenossen und sozialistische Arbeiterjugend treffen sich zum Werbeumzug pünktlich 18 Uhr vor den: Jugendheim, Rosinen- ftraße 4. Cladow a. d. Havel. Abfahrt mit einem Extradampfer von Spandau, Lindenufer(Cafe Viktoria), pünktlich 19 Uhr. Red- nerin: Dora Bergas. 11. Kreis Schöneberg. Treffpunkt zum Werbeumzug mit Musik um 19 Uhr Leuthenplatz. Ilm 20)4 Uhr Kuichgebung im Lokal „Piccadilly", Ebersstroße. Redner: Stadtrot Dr. Kurt Löwen- stein. 10. Kreis Zehleudorf. 20 Uhr im Lokal Lindenpark, Berliner Straße Ecke Gartenstraße. Redner: Hermann Harnisch, M. d. L. Lankwih. 1911 Uhr in der Feschalle des Lyzeums, Dillgestraße. Filmvorführungen:„Im Anfang war das Wort".„Dem deut- schon Volke". Rednerin: Küche Kern. 15. Kreis Treptow. Alle Abteilungen treffen sich mit Fahnen und Transparenten zum Werbeunxzug durch Falkenberg, Alt- Glienicke und Adlershof um 18)4 Uhr am Bahnhof Grünau. Redner: Carl Drcssel. Treptow 101. Abt. Treffpunkt zum Umzug mit Musik 18)4 Uhr an der Wiener Brücke. Anschließend Kundgebung im Viktoria- garten, Am Treptower Park 26. Redncrin: Clara Bohm-Schuch. Alt-Glienickc-Falkenbcrg. Treffpunkt pünktlich 19 Uhr zum Werbeumzug durch Alt-Glienicke nach Adlershof am Bahnhof Grünau. Redner: Stadtverordneter Hermann Lempert. Hellersdorf. 19)4 Uhr in der Schule. Redner: Rektor Wolter Fischer. Hcinersdorf. 20 Uhr im Hcinersdorfer Krug, Kaiser-Wichelm- Straße 67. Redner: Hans Plattner. Buchholz. 20 Uhr im Lokal Kähne, Berliner Str. 39. Redner: Hans Bauer. Bctriebsfraktion der SPT. der Arbeiter, Angestellten und Beamten beim Bezirksamt Tiergarten. 19)4 Uhr in den„Spreehallen". Kirchstr. 13, Vortrag des Genossen Max Kreuziger. Stadtverordneter,„Wir Arbeitnehmer der Behörden und«r 14. September". Beamtenausschuß der SPD. des 3. Kreises. Oeffentliche Beamtenoersammlung 19)4 Uhr, Chausseestr. 64(Schulcheiß- Patzenhofer). Tagesordnung: 1. Beamteninteressen und Reichs- tagswahl. Referent: Erich Händeler, Schriftlester der ADBZ. 2. Freie Aussprache. Zahlreiche Beteiligung dringend erdeten. Beamtenwerbeausschuß Lichtenberg und Betriebsfrattion der SPD. 19)4 Uhr Versammlung für alle Arbester, Ange- stellten und Beamten im Festsaol des Realgymnasiums an der Parkaue.„Gegen Lohn- und Gehaltsabbau— für gerechte Besteuerung." Referent: A. Falkenberg, 1. Vorsitzender des ADV. Bctriebsfraktion der SPT. beim Landesarbcitsamt Brandenburg. Wählerkundgebung für olle Arbeiter, Ange- stellten und Beamten 16)4 Uhr im Lokal Behlau, Kronprinzen- ufer'12. Vortrag des Genossen Osto Meier, M. d. L..„Der Kampf um die Sozialversicherung und die Reichstagswahl". Krastpostwagen, Fraktion der SPD. 16)4 Uhr in den Borstg- walder Festsälen, Borsigwalde, Spandauer Straße. Vortrag des Genossen Dr. Moses, M. d. R.,„Worum geht der Kampf?" Hittwocb, den 10. September: Bctriebsfraktion der SPD. im Bezirksamt Prenzlauer Berg. 16 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamts, Danziger Referent: Genosse Kurt Heinig,' Aussprache. Verschiedenes. iVSkierliineallllnilSediinSen! 2. und 3. Abt. Montag, 8. September, 19)4 Uhr, im Saal 1 des Gewcrkschoftshauses, Engelufcr 24. öffentliche Wählerinnen- Kundgebung. Stadtverordnete Minna Todcnhagen spricht unter Vorführung von Lichtbildern über„Der Kampf der Sozioldemo- kratie gegen die Reaktion". Außerdem Mitwirkung der Sozia- listischen Arbeiterjugend. Rcinickendorf-West. 137. Abt. Msttwoch, 10. Septencker, 20 Uhr, im Volkshaus, Scharnweberstr. 114, große Frauen- wcrbeveranstaltung. Referat des Genossen Adolph Hoffmann. M. d. L. Außerdem Rezstaioncn und gesangliche Darbietungen. 17. Kreis Lichtenberg. Donnerstag, 11. September, 19)4 Uhr. in der Aula der Knabenmittelschule, Lichtenberg, Marktstraße, Kundgebung der Frauen und Jungwähler. Referat der Ge- nossin Paulo Knrgos„Der Kampf der Sozialdemokratie gegen die Reaktion". Ferner Mitwirkung des Ebert-Manz-Quortctts und der Sozialistischen Arbeiterjugend. (Gewerkschaftliches siehe 4. Beilage.) Verantwortlich tllr VolUik: Dr. Cutt Scqei; Wirtlchae»:®. tm»a«lhöle»: Gewerkschaftsbewegung: Z. Steiner: Feuilleton: St K. DSschcr: Lokale» und Eonstiaes Stik fiaiEtiikt: Aneeiaen: Xb. Slocke: sämtlich in Berlin. Berlag: Lorwörts-Lerlag S. m. b. K.. Berlin Druck: Borwärts-Buchdruckerei und Berlagsonltalt Paul Singer u. Co.. Berlin SW. SS, Lindenttrab, 1. Hierzu 5 Bcitogen. 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Am Vormittag wird die große sozialdemokratische ?tuudgebu«g im Sportpalast de» Höhepunkt des Wahlkampfes bilden. Und am Rachmittag geht die Werbe- arbeit weiter. Treppauf, treppab wird jedes HauS be- arbeitet, ttein»och so vergessenes Viertel der Riesen- s«adt wird ansgelasse» werden. Auch nicht jeueS un- bekannte Berlin, dessen Menschen heute im..Vor- wärts" zu uns rede». Am Potsdamer Plötz stehen die großen Autos der Vundfahn- gesellschoften. 6u» warten auf die Fremden, die non Kötzschenbrodo bis Philadelphia doch alle einmal nach Perlin kommen sollen. Und hat der Führer sein« Ladung volhohlig beisammen, domfjjeht die Fahrt ffi?. Man zeigt den geehrten Gölten Perlim Dos wanden. tmtger Tor. die Linden, doS«chtoß natürlich aus den großen Rundfahrten zeigt man heute auch schon manchmal«in oder ein ondcrez repräsentatives Gebäude der Industrie: und die Fremden gehen sehr zufrieden in ihr« diesbezüglichen Heimaten und Vater- lander und haben, nach ihrer Meinung, Berlin an allen Ecken und Enden kennengelernt. Und es gibt dock) so niele Gcgeirden, in die sie nie kommen, oon denen sie nicht einmal in den berühmten Kaschemmcnführungen eines betriebsamen Herrn ein richtiges Bild bekommen, wenn schon einige der bekanntesten„Verbrechcrwkole* in diesen Straßen liegen, denn es ist merkwürdig, wie gerade diese Straßen oon Stund« zu Stunde ihr Gesicht wechseln. Es ist wahrhafug ein großer Unterschied, ob man die„prominenteste" dieser Straßen um fünf oder um neun Uhr passier». Um neun Uhr: eine finstere Straß«, an deren Ecken die armen Mädels stehen, deren armselige billige Zärtlichkeit und Liebes- bereitschast nicht weniger verfälscht und giftig ist. wie der Fusel, der hier fast in jedem Haus feilgeboten wird. Und um fünf Uhr: dann find in diesen» Viertel zwischen Frankfurter Allee und Schlesrschen Bahnhof eine Unzahl von Ständen und Wagen längs der Bord- schwellen aufgebaut, auf denen man mit allen möglickien und un- möglichen Dingen handelt. Ein Markt des Elends. Es ist ein richtiger Markt— ja, aber ein Markt des Elends. und man begreift oft ebensowenig, wie die Verkäufer hier aus Ihre Rechnung kommen, wie daß die Käufer den Mut haben, dies« Dinge nach Hause zu tragen. Das ist auch eine merkwürdige Sache. In keinem anderen Viertel Berlins findet man so viel Menschen, die auf der Straße e s! c n, wie in diefen Straßen mit ihren aussätzigen grauen Häusern. Die Mädchen, die schon am Nachmittag ihren„Standplatz" an der Ecke bezogen haben, knautschen aus einer Zcitungspopiertüte Pflaumen und zeigen sich entrüstet jede madige gegenseitig vor — die Kinder lutsche» an einem giftig gefärbten StangciGonbon, die Großen die gerade wohlhabend sind, stehen nor irgendeinem Wurst- wogen öde« hole» sich fflJ9 irgendeiner Eisdiele«in« Wastel... Man sehe nur was auf diesen Wagen noch alles feilgeboten wird und was die Hausfrauen in ihren armseligen Taschen nach Haus« tragen: Salatköpfe die fast bis auf die.Gerzen" angefault find, grüne Bohnen denen man schon ansteht, daß ihre Rückstände gut und gerne als Scheuerrohr oerwendet werden könnten. Bücklinge. denen das Fleisch an die Gräten getrocknet ist— und überoll stehen die Wage» die jetzt noch. Ende August, alte Kartoffeln feilhalten. Alle? ist um die Hälfte billiger als in den anderen Stadtteilen— aber olles ist Abfall, ist mehr oder weniger verdorben. Am deutlichsten zeigen das einige Ob st karren. Da werden auf einem gerade Pflaumen aussortiert, schon stehen einige Käfige voll verdorbener und angegangener neben dem Wagen: muh die, die dann mit zwanzig Pfennig angeboten werden, würden sich kaum bis zum nächsten Tag hallen. Hier lebt man wirklich und wahrhaftig von der Hand in den Mund— niemand hat mich nur für den nächsten Tag Vorrat. Würstchen von zehn Pfennig aufwärts... Ja. und weil zu Haus sellen dos Essen wirklich sättigend und zureichend ist. so haben hier in ollen Hausslnren und an allen Ecken sich Wurst Händler niedcrgelasten, die Brotwürste van garantiert reinem Schweine- und Rind- fleisch verkaufen, Stück von zehn Pfennig auswärts, Würste von einem ganz zureichenden Format— es bleibt ewig«in düsteres Geheimnis, worum man in keiner anderen Gegend Berlins so billige Wurstwaren bekommtl Manch- mal wird's ganz vornehm, und dann heißt so ein Lokal „Bockwurstdiele"— denn man hat es hier noch mit den Dielen, und wenn ein Rollmops aus der Rollmopsdiele stammt, schmeckt er garanttert viel pikanter wie aus einem gewohnlichen Heringskeller. In einer der Hauptstraßen hat ein Pferdeschlächter einen Laden mit drei großen, blitzblanken Schaufenstern und einer Frnhstücksstube, die entschieden vertrauenerweckender aussteht als die meisten Vockwurstdielen. Aber darauf kommt es ja nicht an, man ißt hier oben, was man bezahlen kann, und wer nicht mal mehr in den...Hammelskopp" gehen kann, der stellt sich eben in den Hausflur und ißt ftisch vom Blech Kartoffelpuffer, Stück einen Groschen, drsie fünfundzwanzig. Sehr nahrhaft sind sie ja nicht, viel Fett ist auch nicht dran— dos Blech wird immer mal wieder mit einem Pinsel mit Oel bestrichen— aber sie sind dach warm, und für einen Augen- blick knurrt dann der Magen nicht! Denkt daran am nächsten Sonntag! ":.Io,' die- Lebensmittel, brauchen lue* pjeht bis zum nächsten Tag zu hallen: hier kauft keiner auf Borrat. hier hat niemand Vorrat, auch von den allernotwenlngsten Dingen hat jeder nur soviel, wie er unbedingt ♦ braucht. Dorum ist das die Gegend der Schnell- schustereten, ober ihr Lockspruch:„Morgens bringen, abcnds abholen!" ist schon längst von den ambulanten Schustern der Gegend überHoll worden. Die hoben auf ihrem kleinen Wagen, auf dem sie Gummiabsätze, Schnürsenkel. Schnhcrem verkaufen, auch gleich einen kleinen Schusteramboß, denn die Kundschaft kann nicht vom Morgen bis zum Abend warten— man Hot ja nur ein einziges Paar Schuhe— das zweite ist zumeist schon längst zu irgendeinem Schuster gewandert, der die üblichen höchsten Preise für gebrauchte Arbeits- und Schaftstiefel zu zahlen gelobt. lind während der ambulante Hans Sachs an den übel mitgenommenen Trittchen herumklopft, sitzt der Kunde neben dem Wagen, raucht die Kippe der fürfarglich ge- teilten Zigarette, bespricht mit dem Meister die p a l i t i s ch e Loge und bemüht sich, die„Bollen" in den Strümpfen zu verstecken. Ueberhanpt die Politik!— Dies ist die Gegend, in der man nicht erst die Wahlzeit abzuwarten braucht, um zu merken, daß hier auch der Kunde des ambulanten Flickschusters den Zusammenhang zwischen seinen zerrissenen Schichen, dem Schlangenfraß seines Mittagmahls und der Politik begriffen Hot. Nichts nimmt der fliegende Buchhändler so gern, wie ein Buch, das schon in seinem Titel einen Inholt anzeigt, der sich mit Sozialismus oder Sozialisten beschäftigt— und wenn es ein Engelhornband aus dem Jahre 1885 ist! Er ist sicher, daß es ihm nicht lange auf der Platte bleibt. Sonst freilich sieht es um die„geistige Nahrung" dieser Gegend etwas wunderlich ans. Die ambulante Leihbibliothek, die„bei ge- nügender Legitimation ohne Pfand" ihre Bucher ausgibt, Hot die ganze Platte voller unsagbarer Schmöker liegen, deren InHall un- möglich nach zerfleddcrter und dreckiger sein kann als ihr Aeußeres. Fabrik in die Lust gesprengt. Zehn Arbeiter getötet, viele Verwundete! Paris. 6. Septarnver. Eine surrst tbare Gxplosto« ereignet« sich am To»«- avendmittag i« einer Pulverfabrik in Auboue bei .Raueh. Die ganze Fabrik wurde in die Lust geschleu- der t. Nach den bisher vorliegende« Meldung«« wurden zehn Tote und eine groß« Anzahl Verletzte aus den Trümmern geborgen. Morgens um drei Uhr am Schlesischen Bahnhot, Daneben stehen dann noch Karl Mays gesammelle Werke, eine Wenge von Wallacebänden— ober auch„Im Westen nichts Neues" und Up ton Sinclair, und auch die richtigen, hnndertbändigen Kol- portager omane, die man für längst ausgestorben hielt, kann man hier noch finden. In einer anderen Straße freilich ist ein Laden, der seine Bücher zu den gleichen kulanten Bedingungen ausgibt, und man ist überrascht über die Fülle moderner, guter Literatur, die hier angeboten wird. Jeder moderne Alttikriegsrornan ist hier ver treten, daneben die.„Häßliche Herzogin" und der.Flud Süß" Lionel Fenchtwangers und eine Menge guter, neuester Bücher. Und ve? wundert ftagt man sich, worum denn die Menschen dieses Viertels, die doch wahrhaftig mit dem Groschen rechnen müssen, nicht in di-> Bolksbibliotheken gehen Jeder Groschen wird zweimal umgedreht. Ja, man rechnet hier mit jedem Groschen. Alles wird in klein- 'sten Oiiäntikote»'verkauft,' sogar' Räfre'r k li ng en gibt' es' einzeln — Stück fünf Pfeimchr aiss inest-' Wesse zahlt der Kunde zwar 20 Proz. mehr, aber danach fragt der Arm« nickst, ein Fünfziger ist, hier Zein großer Herr, größer als auf der Tauentzienstroße ein Tale r. uns die arinen Leute hier wissen, daß sich am Hund des Armen die Flohe am liebsten mästen. Zwei Stände aber gibt es in dieser grauen Straße, vor denen immer dicht gedrängt die'Menschen stehen' und an denen sie leicht ihre paar Groschen ausgeben: das sind' die Stände der beiden„G e s u n d h e i t s p r ü f e r", die aus dem Wasserstand" mit geheimnisvollen roten, blauen und gelben Flüssigkeiten gefüllten Glasröhren ein Orakel über die Gesundheit der von ihnen geprüften Leute ablesen..Komm'n Se immer ran, meine Herrschaften, der Apparat sacht Ihnen janz jenau, wie'z bei Ihnen mit das Herz, mit die Nerven und das Blut bestellt is! Sie könn'n sich selbst überzeugen davon, daß der Apparat bei keine zwei Per- fönen jleich reajiert— na mal denn, wat denn, junger Mann, det kocht bei Ihnen ja wie'n Teekessel, det is»ich jut, de« Sie son nv- ruhijet Blut haben!— Fassen sie immer dreiste an, junge Frau, die Kugeln jehen nicht kaputt und die Krätze kriejen Sie noch nicht von — ick wische sie jedesmal ab, wenn mir wat uffällt!" Sie haben sich anscheinend über ihre Taktik verständigt, die Herren Gefundhells- Prüfer, und wer van dem einen für einen Groschen für zerrüttet an Herz, Nerven und Blut erklärt wurde, kann von dem anderen für zwanzig Pfennig gleich wieder für gesund erklärt werden— und der muß es doch besser wissen, denn der ist nach seiner Erklärung„ach- Jahre Oberlaborant bei Professor Berjemann" gewesen. Und die Groschen fliegen den beiden gerissenen Brüdern leicht und gern auf ihre Tischchen, denn die Gesundheit ist ja das höchste Gut, um das auch der Aermst« bangen muß. * Dicht besetzt sind nun die Straßen, es gibt fast nichts, das man hier nicht cinliandeln könnte, vom echten'silberimitierten Alpaka- teelöffel bis zur Wirtschastsschürze und den herrlichen Pantoffeln mii Seidenpompons, Paar jünfundneunzig Pfennig— denn das ist hier die obere Preisgrenze. Und außer den ambulanten Händlern be- herbergt jedes Haus noch«in paar Geschäft«, hat. wenn möglich, auch noch seinen Hausflur vermietet. Und mii Grauen denkt man daran, wie übervölkert diese grauen, aussätzigen Häuser sein müssen, um diese Menge von Händlern, Geschäftsleuten und Scharlatanen zu ernähren. Hier lebt die Beoöllerung einer kleinen Stadt in wenigen, ewig muffigen Straßen, ohne Lust, ahne Grün— auch am hellsten Tag« im Zwielicht, weil die große Spinne„Not" ihre grauen Netze über alles Leben hier spannt. Rplifedern�Vertrauensartiker i Sonntag der(partei! ISerm£ner Käufer meist und leider erst nach Erwerb des Kaufobjektes findet. Man sollte nie davon abgehen, nur«irklich einwandfreie, gute Ware zu kaufen, denn nur diese ist nachweislich die billigste, da sie eine doppelt so große und meist noch größere Lebensdauer Hot. Es ist ganz gleich, ob es sich um ein Kleidungsstück, einen Wirt- fchoftsgegenstond oder um eine Wohnungsausstallung handelt. Gute Ware ober ist verhältnismäßig teurer als zusammen- gestellt„Ausverkaussware" und daher in der heutigen geldarmen "ett für viele scheinbar nicht erreichbar. **«f ftKwMw«»«JWa. Mi MfegHSjafei wb nicht— HSrt man die noch viel Klügeren sagen! Warum? sie noch nie den Mut fanden, für ihre notwendigsten Anschaffi den Kredit eine? der größten Möbel- und Warenkredithäuser Ber lin« in Anspruch zu nehmen, bequeme,'— Sie wissen nicht, wo»«s heißt, auf tlge Teilzahlung zu kaufen. Sie können sich gar ufern auf Wünsch Kredit in jeder verlangten Höhe. räumen. Ich empfehle allen Unentschlossenen und allen denen, die da sagen:„die Sache muß doch einen Haken haben", ihre Einkäufe einmal in Berlin» größtem und fast seit vierzig Jahren bestehendem Möbel, und Warenkredithause zu tätigen. Denn weshalb soll man warten, bis die gesamte Kaufsumme zusammengespart ist, oder weshalb soll man für wenig Geld Btindenvemge Waren lausen? Ein Besuch ber Firma B. Feder mit ihren Geschäften in der Bruunenpraß« 1 und 107, Frankfurter Allee 830, Kotdbuscr IfiS V>ch WÜmersdsrser Straße PS perxflichW Ist»icht» und überzeugt bei einem Rundgang durch die riesigen Ausstellung»- »nd Lagerräume am schnellsten von der enormen Auswahl, Prelswurdigkeit und Qualität der ausgestellten Waren und Möbel. In gesonderten Spezialabteilungen findet man hier elegante Domen-, Herren- und Kinderkonfeltion, Bett-, Leib- und Tischwäsche, neuzeitliche Strickwaren, Decken, Gardinen, Teppiche, Beleuchtungskörper, Kinderwagen, Klein- und Einzelmöbel, Polster- möbel, neuzeitliche Zimmer- sowie komplette Wohnungseinrichtungen für Alt-, Neubau- und Siedlungswohnungen. Besonder» sei auf die Pelz-Ausstellung der Fa. Feder hingewiesen. Hier kaust man gegen bar ebenso preiswert wie vorteilhaft. Bei Teilzahlung»- kaufen erfolgt auf die ausgezeichneten niedrigen Preise kein weiterer Aufschlag. Man hat den Vorzug, in einem Hause alle Einkäufe konzentrreren und ganz nach Wunsch die Zahlungsart selbst be- stimmen»u können. Machen auch Sie einen Versuch, Sie werden, wie Hunderttausende vor Ihnen, ebenfalls ein treuer Sonde der genannten Firma werden.?<)£. Schutz der Arbeit! Der 14. September als VeUcsentscheld. 3m.,71 r k«> l e r f u« k" sprach gestern aas der veut- schcn Melle Genosse Sicosried Auf Häuser zum Thema ..Schuh der Arbeit".' Er führte aus:„Der neue Staat wurde von der Arbeitnehmer- sehest erbaut Der Satz in Artikel 1 der Verfassung van Weimar: „Die Staatsgewalt geht vom Volkk« aus" Hot nicht nur palstischc sondern auch wirtschaftlich. soziale Bedeutung. Das zeigt sich darin, daß die Verfassung ausdrücklich die Arbeitskrost als besonderes Gut anerkennt und deshalb ein iftecht auf Arbeit xewohrleiftet. Kommt ein Staatsbürger unverschuldet durch di« lln- gunst der Kunjunktur um seinen Erwerb, so hat er ein Recht auf Erhaltung. Das ist der Sinn der Arbeitslosenversicherung. Die ungeheure Wirtschaftskrise des Lohres IsiZsi Hot die immer größere Velastung der Finanzen durch den Schutz der Erwerbs- losen in den Mittelpunkt der Politik gestellt. Das führte nach dem Rücktritt des Kabinetts Müller zir einem Abbau der sozialen Für- sorge, hl? Millionen Mark wurden dem bozlalelat entzogen, während der Wehresat nur um 15 Millionen Mark beschnitten wurde. Einschränkung des Sozialetats ist auch deshalb verkehrt, weil sie bemmend auf den Inlandsmarkt wirkt. Daher der Widerstand der Arbeiter und Angestelsten, daher das Verlangen nach Abbau der Juli, Verordnungen l Der soziale Dolksstoot kann aus die Erfitllung seiner sozialen Pflichten nicht verzichten. Gewiß ist die Arbeitslosenversicherung nur Nehelfsmistol. Ar- beitsbeschaffung ist das wichtigere Problem. Ein« künstlich« Ankurbelung erfolgt durch Preissenkung im Kampf gegen Kartelle und Syndikate. Der Staat bat heute nicht nur politische choheitsgewolt, sondern auch stärker« Macht zur Veeinslussung der Wirtschaft. Preissenkung darf nicht mit Lohnsenkung Hand in Hand gehen. Wird der Eisenpreis beispielsweise um Ist Proz. Achtung, Parteiveteranen! ln diesem Viertellahr mub die geplante Zusammenkunft utnsffinde- halber ausfallen.— Die nfidiste Feier der Parteiveteranen «ndet bestimmt am Sonnabend, dem 19. Dezember 1930, slatt. herabgesetzt, so bedeutet das für den Arbester kein Plus in der Lebenshaltung um dies« 10 Proz. Für ihn ist die Zusammensetzung der Lebenskosten im Gesamten namentlich für Ernährung und Wohnung das Wichtigere. Asr 14. September ist ein Volksentscheid gerade für soziale und wirtschostliche Fragen. Schuh der Arbeit ist Staats. nolwendigkeit, und der Arbeitende bejaht den Staat, wenn der Sah der Verfassung Geltung erlangt: Die Arbeilskrast firhl unter dem besonderen Schutz des Reiches." Seuche drohi der zersiörien Stadt. Schwierige Aufräumungsarbeiten in San vomingo. lieber die Schwer« der Katastrophe, von der die dominikanische Hauptstadt heinigesucht wurde, kann man sich noch immer kein genaues Bild machen. Die Ausräumungsarbesten schreiten wir langsam fort, so daß die Zahl der Todesopfer, die zwischen 3000 und 4000 schwankt, noch nicht endgültig feststeht. Infolge der Zer- störung der Kanalisation und infolge Wassermangels wird der Aus- bruch einer Seuche befürchtet. Katastrophe beim Wafferleituugsbau. 21 Eingeborene verschüttet. 3n der Rahe von Marakcsch in Französisch-Marokko wurden ?1 Eingeborene, die a,, einer Wasserleitung arbeiteten, von den In einer vreite von SOO Aleler einstürzenden Erdmassen verschüttet und getötet. Bisher konnten fünf Leichen geborgen werden. Zwei Eingeborene und ein europäischer Vorarbcilcr hatten sich im letzten Angen blick noch retten können. Stuhlberstnpfung. Roch den an den Kliniken für innere Arankhetten gesammelten Erfahrungen ist dos natürlich«„Franz- Aoscf"-Vitterwasser ein äußerst wohltuendes Abführmittel. �eichswehr-Kanonier verunglückt. Fulda, 6. September. Am Sonnabend morgen wurde beim Rückmarsch von einer Hebung der dritten Batterie des 5. Reichswehrartillerie-Regiments der Kanonier B o r n t r S g e r, der erst vor einigen Tagen von der Ausbildungsbotterie noch Fulda versetzt worden war, so un- glücklich von der Protze geschleudert, daß er zwischen Protze und Lafette eines anderen Geschützes geriet und überfahre» wurde. Er erlog im Krankeichaus nach kurzer Zeit seinen schweren Der- letzungen. Papierbccher für radaalustige Gäste. Ein neuer Friedensapostel ist uns erstanden! In der Person eines Spezialfobrikanten für geeichte, in vier Größen lieferbare jahrelang erprobte Papierbecher, und er spricht also:„Alles bleibt gesund und vergnügt. Verletzte, Blut und Scherben gibt es nicht, und die große Partei der„Friedliebenden" wird Ihnen ewig dankbor fein. Nicht nur siir Bayern, sondern für all« im Wahlkampf Stehenden sind Bierseidel und Gläser beliebte und gefährliche Waffen. Darum verlangen Sie sofort kostenlos Muster und Preisliste!" Dies ist der Wortlaut eines bildverzierten Inserats im„Gasthaus". Außer diesem Lockruf hat.der geschäftstüchtige Herr „Wohlbierssidclersotzlieferant" aber in einem Atem auch gleich noch eine prima Referenz siir seinen aktuellen Artikel auf Lager, und er spricht weiter:„Die Polizeibehörde in Hirschberg hat neyerdtnas die sehr vernünftige Verfügung erlasien, daß bei Wahlversammlungen nur noch Bier in Papierbechern ausgeschänkt werden darf! Der hygienische Papierbecher ist billig, den kleinen Aufschlag trögt der Besucher gen» als Vcrsidierungsquote!"— Dos nenne ich mir einen„smarten" Kaufmann! Drum auf, Gastwirte von Groß.Berlin. laßt euch nicht der Rückständigkeit zeihen und bestellt„Friedens- b e ch e r" beim Friedensapostel von Berlin O. 3m September keine Fvhrungcu durch das Institut für Sexual Wissenschaft. Wahrend des Monats September fallen samtliche Führungen und Besichtigungen im Berliner Institut für Sexual- Wissenschaft aus, da der größte Teil der Sammlungen nach Wien gesandt ist, zwecks Beteiligung an der sexualwissenschastlichen Au?- jlellung, die daselbst unter der Leitung van Sanitätsrat Dr. Magnus Hirschield anläßlich des 4. Kongresses für Sexu-ttreform auf lexuolwissenschaftlicher Grundloge stattfindet. Konzerte der Schuhpolizei. In der nächsten Woche werden von den Kapellen der Berliner Schutzpolizei folgende.Konzerte aus- geführt. Platzkonzerte finden statt zwischen 17 und 18 Uhr am si«eptember aus der Spielwiese Schönhauser Allee, am 11. Sep- tember am Weißensee in Weißensee und am 12. September mi Viktoriapork und im Preußenpark..Krankenhauskonzerte werden abgehalten in der Zest von 13 bis 16 Uhr am 9. September im Altersheim Prenzlauer?lllee 6? und am 12. September im Urban. Krankenhaus und im Achenbod>-Kronkenhaus. Zlll-Berlt». Di« cüichst- Kilhnmq durch t>i««era-sseniil Winket t»« Stt-itrn Berlin veranfialtet dos Bezirksamt Echöneberg unter der Leitung Seora Bambergers am Eenntaa. dem 7. E-vtember. Treffpunkt 10ZZ tlhr auf dem Epiticlmarkt, Ausgang llntergrunddadnkias. Teilnahme At Pf. Preisabbau bei Tietz. Die Firma Hermann Tietz hat in ihren sämtlichen Berliner und auswärtigen Filialen eine Preissenkungsaktion ihres gesamten Lagers umernomnven. In der Hauptsache sind es Gegenstände des praktischen täglichen Bedarfes, die zu der Hausfrau Freude noch mals im Preise herabgesetzt wurden: daneben bieten aber auch Artikel der Damen- und Herrrenkonsektion, Stoffe, Wirkmaren, Tallettegegcnstände und vieles ander« äußerst günstige.Koufgelcgen- heiten. Don der Garnrolle über die Schollplatte, die die letzten Schlager bringt, bis zum totschicken, modernen Damemuaittel hoben sämtliche Waren eine Preisreduktion, oft bis zu 50 Proz. der vorjährigen Preist olkulation, erfahren: dabei handelt es sich nicht etwa um. außer Kurs gesetzte Ladenhüter oder sonstige mm- dcrwertige Ware, sondern um" reguläre, gangbare Artikel wie kunstseidene Strümpse und ochlüpscr. Herrenhemden. Taschen tücher, Steppdecken usw. Mit allen Mitteln wird versucht, die in- folge der allgemeinen Wirtschaftslage arg geschwächte Kaufkraft des Publikums neu zu beleben.__ tllc>siuf«Itl.«vifchom Wwihlltzs«« und Lottsches««««lcg-n. h» i» knm lrtctcu Ioh«vhuf«n durch fem« Helzlnhustrie«lue gnwiss« Bedeutung schielt, enfreut sich heut« einer regen Belebung, di« zum Terl euk die dort j�t ins Leben gerufene Siedlung zuriichcufiiheen fein dürfte. Dieselbe verdieut wegen ihrer guten Vorbereitung und ihrer billigen Bodeupreise ollgemeine» Zntereis». Dos Äoeef.Ziel dieser Siedlung ist, dem kleinen und auch kleinkten Znreresscnten die Mdglichteit zu gehen, ohne größeren«ovitalaufwand ein Stückchen Erde und Wald sein Eigen zu nennen. Wenn auch augenhlicklich der durch die Nieder. barnimer Sreisbahn helorgt« Siienbohnneötehr noch nicht ideal genannt werden kann, s»»erspricht doch dce immer wieder in Aussicht geilellte Elektrisizierun« in absehbarer Zeit einen direkten Vorortverkehr mit Berlin. Der Berei» der ttonsitureuhändler»o» Berlin«ud UmgeQrn» eröffnet am IT Septemb-r. 11 Uhr, in den Sesamträume.u der Jtfuat Beif. Säten, Heid« 1J1— US, selti« Jubiläum S-Sünmaren-Weihnachts-Musief chau. Der Bcr. «in, welcher am 20. September im Saalbau sZriedrichshain fein so. Ettttunz». fest feiert, hat keine Müh« gescheut, um dem großen Publikum»inen Ueberblick in di». E-zeugnille der»chakoladenindustri, tu p erschaffen. s Leipziger Str.(Versand- Abt.) Könlgstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz e (Preise infolge ttilgenteiner Sfnige �Beispiele* •fCleidursteffv. tiPreissen/eung NOppe miJI«-€oi»l«urr Oft H«rb$tneuhelfr 5«in» Wolle« M�fer Mantelstoff*1.1 ca. 140 cm brait, Mefei' giünuifarf 'Oatnenhuie Damenhut""XiU. 2 9S mit Bandgarnitur flotta Fornt, � Filzkappe viol« F«rb»n Crepe-Caid 5.90 OCinäir-Watduni naussta Farban, ca. 130 cm br.r Mater � Seidesssieffe badrudrf Kunstseide doppaltbrol», aparfa Miistar, Meter Waschsamt| a* feine Köperwara, ca. 70 cm bf., Maler Crepe de Chine S!3: 2 Oft feine Farben, ca. 9$ cm breit, Meter *" Damenkleid cllT;rr„ 17 50 mit Blesangarnlarung und Faltanrock 1* Juödl. Kleid rllt.« 25 Oft mit Applikation und farbiger Weste (Oomett-«Afeu*«el Madchenkleid mock. gemust. Stoff, Lg. 60-90, Lg. 60 Jade weitere Gröfje 0.�5 mehr Badcfisdikleid twaedarf, Stoff, mod. Form, 30-A? 12.75 tfCnahan-tfCleiduttj blauer Kieler Anzu� Man«» 0 74 für ca. 2 bis 14 iahra, för c«. 2 iahra** iede weitere Grö�e 1.00 mehr Knabcnmantel englisch gemusterter Stoff, gefüttert �ft �7 tOr ca. 2 Sl«• iahra, für ca, 2 Iahra** Jecka weitere GrSfje 1.00 mehr &lurT9tt~0C1eiduv»i Sport-Anzug____ 4 faillg, mit ICnldcarbocfcar u» langer M fi(|ft Ho»«,' moderne feste Sportstoff a Sakko-Anzuö 3 ralhtg. t-iey. ralnwoll. Kammdam, Cft ftft tadallesa Pahform----- 9-- JO.W vv w/r t, r«i)io.ni.. Damen-Mantel 77«a», Harranstoffa u. Faneys, med. Forman WollUf 01*999 Gambia-Mantel HerranfaMon, marina u. baiga 26.50 Blusen schöner Uebergangs-Mantc�o cn ganr gafüttart, modarna Stoffa—' V 2.45 Baskenmütze ÄV" J.JO ralne Wolle, walk 'Oamen-Mandmchuh*{Hetfatf'•UrtHcel Leinen imit. Mangan 0.95 Kunstseide imii. mit 2 Druckkndpfan oder Manschetten Stfitm$»f*tfai*999 1.25 Oberhemd Ml«*.� 2.90 Selbstbinder""'"s.id. 0.95 Woimiz-HutSa*. 4.90 ä.50 Damenstrümpfe\ 7$ künstliche Waschsaida, feinmaschig e*A � 0.75 Herrensocken Jacquard, bunt gemustert 2?facllgCM�C Tischtuch q* Kaffeegedeck färb, JacquardT indanth». Gl Tischtuch 2.65 mit *s- 4,75 (t)atttai9u>dmcihqr—» Gummilitze«.�m* 0.23 Armblätter d«ppaitBa«si 0,30 Strumpfhaltcrgürlel-i||\ Jacquard, mit 4 Haltern Schuhuyaren Lack-Spangenschuhe fQ» Daman. TreHaur-Abjatr. In ver- O AA sd.leden«r, modamar Ausführung. O.W Damen-Pumps schwarz, Sümlsdk Lader mit Uckver- Q �ft riorung, Louis XV. Absatz«•».*« Sardine** Haibstore ÄÄ., 6.25 Bettdecke SÄ Ä 11.00 Nr. 419• 47. Zahrganq 2. Beilage des Vorwärts «Sonntag, 7. September 1930 Die Kasse ist alles— Oer Stand ist nichts! Angestellte und Beamte— kämpft unter den roten Kähnen! Am 14. ceptember avrbcn auch die Anqcsictlten und Beamten, der„Slond* der Feitbejoldeten mit„erworbenen Rechten" und ohne, über die Vertretung ihrer wirtlchofttichen und sozialen Inler, eisen in den nächsten vier Iahren entscheiden. Niemal» haben si6? die blosse ngegensäste so deutlich enthüllt wie jetzt, nachdem ein bürgerlicher Minister gegen die bürgerlichen Regierungsparteien das Wort von den Jnteressentenhauien hinausschveien mutzte, iveil auch er glaubte, daß die kapitalistischen Eanderintcressen aller Art Staatspolitik im Gesamtinteresse nicht mehr erlaubten. Die Millio- nen der Angestellten und Beamten, die den Weg zum gemeinsamen Kampf für eine den? Volkswohl allein dienend« Staatspolitik, den Weg zur Sozialdemokratie und zur organisierten Arbeiterklasse noch nicht gefunden haben, stehen vor einer hochcrnsten Entschei- dung: sie inüssen sich entscheiden, ob sie mit dem Arbeitervolk und mit der Sozialdemokratie oder mit den Kapitalisten und ihren ultra- linken oder ultrarcchten Helfershelfern gehen wollen. Alles steht für sie auf dem Spiel! Die Kapitalisten mißbrauchen den„Stand'... 3n dieser Mrtfchaslstrife sind lausende von Angestellten aus die Straße gesetzt worden, den Beamte« droht Gehaltsabbou und die Zertrümmerung ihrer erworbenen Rechte. Was aber tun die ilapilallsten? In der Elektro- und Metallindustrie Berlins und des ganzen Reiches sind in den letzten Wochen massenhaft Angestellte gekündigt worden. Der Kündigung der Angestellten folgte die Kün- digung des Lohnlarifs der Arbeiter. Im Ruhrbergbau ist der Lohn- tarif der Bergarbeiter gekündigt worden. Dem folgte die Ztündi- gung sämtlicher 84000 Angestellten. Die deutschen Unternehmer haben keinen Unterschied zwischen Arbeitern und Ange st eilten gemacht. Denn für den Unternehmer stehen Monatsgehalt und Wochenlohn auf demselben Kostenkonto i das soll kleiner werden. Darum drückt er auf GeHaft und Lohn und spielt Gehalts- und Lohnsmpfänger gegeneinander au». In Berlin und an der Ruhr, und sicher auch anderwärts haben die Kapitalisten zu ihrem Gehalts- und Lohndrnck eine schöne Gest« gemacht: sie haben gesagt, auch wir bauen ab. unsere Direktoren und Borstandsmilgtlcder kürzen Ihre Bezüge«m 10 proz.. genau so wie die Angestellten und die Arbeiter. Genau so: da liegt der Haken. Zwei Beispiel«: Generaldirektor Vogler vom Ruhr. montantrust hat Bezüge(wir übertreiben nicht, denn soviel versteuert cr fast) von mindestens 400000 Mark jährlich. Mrt 1 00 00 0 Mark könnte cr sicher seine Arbeit ebenso machen, gut leben und Wh für sein Alter sorgen. Er kürzt nurum 10 Proz. gleüh 40 000 M., es bleiben ihm 360 000 M.: für die Differenz aber hätten genau 100 Angestellte mehr in Arbeit bleiben können oder bei 1000 wäre der Vorschlag einer Gehaltskürzung über- Haupt überflüssig gewesen. Bon Herrn E. fr vonSiemens, dem lOO-Millionen-Kapila- listen, wollen wir picht sprechen: nur von seinem technischen Generaldirektor K o c t t g c n. Er hat Bezüge von mehr als?.i0 000 M.: wieder übertreiben wir nicht. Begnügt« sich Koett- gen mit 75 000 M.— 50 000 M. jährlich zum Leben und 25 000 M. jährlich zurückgelegt fürs Alter—, so hätten 70 Angestellt« seiner Firma nicht gekündigt zu werden brauchen. An der Ruhr gibt es aber hundert« Dögler», und in der Elektroindustrie dutzende Koettgens, freilich mit Abschlägen nach unten, aber immer über 100 000 M. jährlich: kein einziger Angestellter brauchte getündigl, kein Geholt brauchte abgebaut zu werden, wenn diese Hunderle und Dutzende von Generaldirektoren stall mit 400 000 nnd 250 000 mit 100 000 und 75 000 M. vorlleb nehmen wollten. Aber es gibt immer noch Massen von Angestellten, die sich von diesem Gehaltsabbau auch bei den Direktoren blenden und sich zum eigenen Schaden gegen die Arbeiterschaft mißbrauchen lassen. Bei den Beamten sieht es etwas ander» aus, aber es ist praktisch genau dasselbe. Seit Jahren wird nach Steuer- scnkung und Einschränkung der StoatSausgaben gerufen. In den letzten Monaten hat sich gezeigt, daß die früher von einem bürger- lichen Finanzmimster durchgeführte Gehaltserhöhung, obwohl die Beamten nicht entfernt Aorkriegsgehälter haben, wieder grätztenteils beseitigt werden soll. Gegenwärtig ist es von dein Gehaltsabbau nur deshalb still, weil man die Beamten zum Etinftnen braucht. Jetzt will man die Beamtin nicht vor den Kaps st atzen. Zweifelt aber einer, daß jede bürgerliche Beamtenstimine heute ein« Stimm« zur Durchführung de? zukünftigen Gehaltsobban, ist? Man soll nicht daran zweifeln: köme beispislsweift Jzerr Dietrich als Finanz- minister wieder: Was soll Herr Dietrich tun. nachdem der Reichsoerband der Deutschen Industrie ihn als„der Wirtsclxift nahestehend' lür Nch»flamiert hat, wenn die deutschen Unternehmer den Eehaltsabbau wollen? Ül'ier auch hier ist es so: jeder Gcbalteabban, jeder Beamienobbau wäre n b e rf l üs s ig, nvnn die deutschen UMernehmer an ihren eigenen Bezügen sparen wollten. Wo wird denn mit Gehältern und Bezügen geoost. im Staat oder in der.Wirtschaf«'? Em Kanzler des Deutschen Reiches hat doch sicher eine ebenso lchwerc Verantwortung wie Vögler vom Ruhrirust. der mindestens Bezüge von 400000 M. hat, und Herr Kocttgcn von Siemens mit'mindestens 250 000 M. Der Reichskanzler hat 45 000 M. jährlich. Aber der Reichskanzler ist, wie oll- Minister, beut« ein politischer Beamter. Nehmen wir unpalitifäze Beamte. Ministerialdirektoren Mnisterialräte. Regierung, rät«. Deren Funktion und Verantwortung im Staat und für die Gesmntwirtschaft können wohl mit den Funktionen und der Verantwortung in der „Wirtschait' gemessen werden, zumal die kapitalistische Wirtschaft ja immer bürokratischer geleitet wird. Aber auch ein Reichsministerialdirettor hat Bezüge von jährlich «8 000 Wark, ein Borstondrmilglied der Deutsche» Bank hol dagegen Bezüge von mindestens 550 000 TN. Der Ministerialrat hat höchstens 12 600 M.. der Regicrungsrat 3000 M., Direktoren in der Zentrale der Deutschen Bonk haben Bezüge von«00 000 M., Brokuristen bis zu 60 000 TN. Der p r ä s i de n l des deutschen Reichs» g e r i ch l s. der über ganz Deutschland als höchster Richter Reäit spricht, erhall 19 000 M., der PrSsidenl des Swlistisäien Reichsomtcs, der für die ganze deutsche private und staatlich« Wirtschaftspolitik entscheidende Erkenntnisse sammelt, erhall 16 000 M. Aber der verstorbene Generaldirektor einer ostclbischen Brannkohlengescllschast holte jährlich 250 000 M. und der Generaldireklo? einer ganz mittel- klassigen privaten Elektro- und Ga-gesellschafl hat Bezüge von 150 000 M. Vom Rcichsverband der deutschen Industrie selbst wurde festgestellt, daß 72 5 3 leitende Zlngestellte von 735 Akttengesellschaften im Durchschnitt ein Gehalt s!) von 1 6 4 0V M. bekam m e n. 16 400 M. sind fast die Gehälrcr von Ministerialdirektoren, fast dos Gehalt des Reichsgerichtspräsidenten und des Präsidenten des Statistischen Reichsamts. In sämtlichen Aktiengescllschastcn ist mit«iiier Zahl von über 100 000 solcher Leitenden Angestellten' zu rechnen, mit G e h ä l- tern(nur Gehältern, nicht Bezügen!) von annähernd 2 Milliarden Mark. Sämtliche 800 000 Beamten in den Reichs-, Länder- und Gemeindeverwaltungen beziehen zusammen an Gehalt kaum viel mehr als 3 Milliarden. Zlber die Gehälter in der Privatwirtschaft sind nicht die Bezüge. Die Bezüge sind viel höher: Gratifi» kotionen, llmsatz-»nd Aussichtsratstantiemen, Gejchenkaktien bei zahlreichen Gelegenheiten kommen hinzu. Aus der stunslseideindustrie wurden Zahrestantiemen für de» Vorstand von 650 000 bis 1 500 000 TN. bekannt. In aller Regel kann gerechnet werden, daß die Bezüge winde- sten» doppelt so hoch sind als die Gehälter. Allein in den angeführten 735 Aktiengesellschaften sitzen also 7253 Männer, die sämtlich R«ich»ministergchälter beziehen! Ein Rcichsminister hat«in Gehalt von 36 000 M. Die Verschwendung in der Privatwirtschaft ist ungeheuer. Dennoch: die Staats ausgaben sollen«ingeschränkt, die B e- amt« n geholter sollen abgebaut, die Verschwendung im Staate soll beseitigt werden. Kann überhaupt jemand daran.pveisetn, daß jeder GohaUsab- bau überslüssig und jede nur zur Slevereriparnis durchzuführende Einschränkung der Stoätsausgaben überflüssig sind, wenn die Kapi» talist«» in der Privatwirtschaft der Verschwendung ein Ende machen würden? Davon ab»r wird geschwiegen, in ollen Tonarten! Der Beamte zahlt wie der Angestellte und der Arbeiter ehrlich seine Steuern. Die deutschen Sapitalis-en beschuldigen den Staat der Verschwendung. um auf die heute noch immer unter der Vorkriegskaufkraft weit zurückgeblieboKn Gehälter zu drücken. Sie beschuldigen die ganze öffentlich« Verwaltung und Wirtschast der Verschwendung und der Unfähigkeit, nm ihrer Steuer- und kapllalsluckft, die das Wehrsache säml- licher in Deutschland bezahlten Seamtengehälter beträgt, ein moralisches Wänlclchen umhängen zn können. So sieht die bürgerliche Umwelt an», in der heute Angestellte und Beamte zn bürgerlichen Wahlen ausgesordert werden. Angestellte und Beamte sollen heut« eingefangcn werden für dasselbe„Bürgertum', von dem keine Partei die Verschwendung und die Unmoral der privatkapitalistischen Wirtschaft zu kennzcich- nen wagt, gegen dieselben arbeitenden und glücklicherweise von der Sozialdemokratie immer stärker geführten Massen, die der privat- kapitalistischen Verschwendung und Mitzwirtjchast allein Widerstand leisten und im Gesamtinteresse die Interessen aller Arbeitenden zu ihren«igenen machen. Gegen sein eigenes Int«ress« soll der „Stand" der Beamten und Angestellten auch in der Zukunft miß- braucht werden. Die Kapitalisten fürchten ja nur die Klaffe, sie brauchen unausgeklärte, ihrer KlassensteAung nicht bewußte Angestellte und Beamte, um die Lenkung der Staatsgcjchickc durch die Arbeiterklasse jür das Wohl aller bekämpfen zu können. Die verbände der Industrie und der Arbeitgeber sammeln und verteilen Wahlgelder an alle bürgerlichen Porleien, die zur Bekämpfung der Sozialdemokratie bereit sind. Die Kommunisten werden nicht gefürchtet: sie sind den Kapilo- listen als„Psahl im(fleische der Sozialdemokratie' willkomme«. Die Nationalsozialisten werden mit Unternehmergeldern unter- stützt, denn wenn schon Sozialismus unvermeidlich ist, dann fall es wenigstens ein faschistischer Sozialismus,«in„ständischer" Sozialismus sein, der den Sapilolisten nicht schadet. Alle deutschen Groß- und Privalbanken sammeln Gelder und verkeilen sie unter die bürgerlichen Parteien, um allen„stoots- sozialistischen Experimenten" in Deutschland ein End« zu machen. d. h. die össcnlliche wirlschast zu zertrümmern oder zu privatisieren. Und aller gemeinsames Ziel ist es, die Sozialdemokratie, die nur mit der Hivgabe, der Treue und den Pfennigen ihrer Witglleder kämpft, v»n der entscheidenden Wilherrschaft der Arbeiterklasse im Staate auszuschließen. Wahrlich, die Stund« ist da, wo die deutschen Angestellten und Beamten erkennen müssen, daß sie zur Arbeiterllasse gehären, mit der Arbeiterklasse kämpfen inüssen für sich und den Staat. In der heutigen- hochkavitalistischen Gesellschaft, wo immer w« n i- ger Kapitalaristokraien und Wirtschaftsherzöge die ganze Macht in ihrer Hand vereinigen wollen, ohne das Gesamtwohl respektieren zu können, kann der„Stand' nichts mehr sein. ist„die Klasse" alles. In dieser hochkapitalistischen Wirtschaft, wo die„Wirtschaft" Selbstzweck sein will, werden von Kapitalisten erworben« Rechte nicht geachtet. Sic stehen auf dem Papier, wenn der Beamte nicht zur rücksichtslosen und unabhängigen politischen Verteidigung seiner Rechte entschlossen ist. Glauben an er- worbene Rechte ist nickst?— Kampfbereitschaft i st alles? In dieser hochkapitalistischen Gesellschaft kann auch kein goldene? Mittelwez, kann keine bürgerliche Mitte den Angestellten und Ve- amten schützen, denn die bürgerliche Mitte ist fopitalistilch: sie nimmt kapitalistische» Geld. Der Kapitalismus ober verlangt von An- gestellten und Beamten die Entscheidung.jür die Arbeiterklasse— sonst gibt es St o ck s chl ä g c gegen den Magen' Bei den Bürgerlichen kann der Angestellie und Beamte nicht stehen. Die Nationalsozialisten hal»en keine Zdcen. sie lzaben keine Vergangenheit, sie haben fein Programm für heule, sie l,ah«« kein Programm für die Zukunft. Sie haben nur den großen Wund. nm alle Unkundigen und Wißvergnüglen irrezuführen. Die Kommunisten zerschlage« das heule, aus dem allein da» Worgen werden kann. Sie glauben an die Gewalt, weil ihr verstand zur Neugestaltung nicht reicht. Und ihnen imponiert sogar der Nationalsozialismus! Die Soziaide mokratie ollein kann führen. Sie hat die Wösten, denn fie gibt den Masten Bröl, sie führt das arbeilende Volk In eine bessere Zukunft, sie organisiert die arbeitenden Menschen zur kampfkräftigen Klasse. Zu ihr allein gehören die Angestellten, ge- hören die Beamten. Auch noch Kartoffelteuerung? Alles für SchieleS Nmgkampf mit Hugenberg. Herr Schiel« bestreitet seinen Wahlkampf gegen Hugenüerg weiter auf Kosten der Berbraucher. Di« Roggenpreis« sind hinausgetrieben worden unter Opferung von vielen Millionen, um den Ostelbiern, um deren Stimmen der Landbund gegen die Deutsch- nationalen kämpft, zu imponieren. Kaum hat Schicke, da die bis- berig« Roggcnstützung aus die Dauer nicht durchführbar ist, mit der angekündigten, aber noch nicht durchgeführten Halbierung des Futtergerftenzolls«inen ganz kleinen Schritt zur wirtschaftlichen Ver- nunst gemacht, werben schon neu« Maßnahmen verkündet, di« die Wahlaussichten des Landbundes gegen Hugenberg durch die 5)osfmmg verbessern sollen, daß j e tz t a u ch« i n e P r e i»- si« i g e r n n g s a k t i o n für Knrtoffeln folgen wird. Einmal scheint beabsichtigt Zu sein, daß die Zollverbilligung für Auslandsgcrste nur gewährt wird, wenn neben drei Viertel Eosinroggen auch e i n Viertel Kartoffelslocken verfüttert werden. Zum anderen soll das Reichsernährungsministcrium di« pommcrsche Houpigenossen- schaft beauftragt haben, Fabrikkartofseln zur Flockenvcrarbeitiing in der Zukunft den Landwirten um 5 0 Proz. teurer abzu- nehmen. Als Ausgleich soll den Flockenfabrikcn ein Preis von 18 bis 10 Mark je 100 Kilo garantiert werden. Da erst vor kurzem auf Reichskosten den Kartoffelslackensabriken di« Vorräte abgenommen worden sind, um die Fabriken für die neu« Ernte frei zinnachen, liegt als» jetzt eine dr e i so ch«' A k t i o n zur Prfis steige- r n n g für Frühkartoffeln vor. Es besteht kaum ein Anlaß, an den Mitteilungen zu zweifeln. Da«ine Preiserhöhung für Fabrikkartofseln auch die Preisentwick- lung für Speisetortofseln beeinflussen muß, ist eine Teuerung der Kartoftelnahrung möglich und wahrscheinlich. Es ist heute gqnz gleichgültig, ob irgendein kleiner agrarpolitischcr Sinn hinter den Maßnahmen zur stärkeren Kartosseltrocknung und Flockcnverfütte- rung steift. Daß sie mitten im W a h l k a m p s zu absolut durchsichtigen Wahlzweckcn ergriffen werden, richtet si«. Reue internationale Bantgründung. Im Lande der niedrigen Besttzsteuern, in der Schweiz, wurde von den Biinkhäusern Hugo Oppenheim u. Sohn Berlin, Bank Associatie Werthcim u. Eompcrtz 1834 Anisterdam, R.Hcnriq i« Ja. Kopenhagen, D. de Lubersac lt. Eie. Paris, Schwab u. Snclling London und Speiser, Eutzwiller u. Eie. Basel ein-: Gesellschaft gegründet, die Depotscheine verkaust, dessen Wert sich nach dem je- tveiligcn Durchs chnittskurz von 30 an mehreren Börsen notierten Aktien richtet. Die neu«,„Si p' firmierende GescUschoft will«ine Anzahl im voraus ausgewählter Aktien erster Gcsellschas- t e n aus zehn verschiedenen Ländern kaufen. Den Gründerfirnien ist trirri) diese, amerikonische« Mustern naihgebildete Konstruktion die Möglichkeit gogebendurch Spekulation eventuell auch gründlich zu verdienen. Es ist wahrscheinlich, daß die Gründung auch der internationalen, besonders deutschen Aktien- baisst entgegenwirken will. NZ9.--US?.' %7& MsMzMppiclis extra schwef.tzeldenvond mur-mss.- »160.-"178.- WS.--«118.- f tSTwWfTüecken j Gobelin 065 HoktHmrt.fJSO SSSLl' y'Zy-_ svw. Verrat Ir. I Verkaufnut - Spandauer Sf-r 3Z löui er sfgtfe rtlo Hporaorn.fur fluru. Treppe HahaS-Teppiche Eine Elettrofuswn. Zm Oienst der privatisierungsbestrcbungen? Zwei an sich bisher weniger bsdenteube ElektrizUätsgesellschasten, die Brandenburgisch« Elettrizitüts-, Gas. und Wasser-Werke, und die 21. G.' K ö r t i n g's Elektrizi- l ä t s- W e r t e, haben bejäilossen, sich nnteinander zu verschmelzen. Beide Gesellschastcn geben zusanunen nicht mehr als 17 Millionen Kilowattstunden ab und beschästigcn iwch nicht 250 2lrbeitcr uird Angestellte. Beides sind Betriebegesellschaften sur Kleinkraftwerke, die über das Deutsche Reich verstreut sind: Grenzmark, Provinz Brandenburg, Bentheim an der holländischen Grenze, Harz-Gebiet, Erzgebirge usw. Auch eine Reihe kleinerer Wasserwerk« wird von der Gruppe kontrolliert. Die g e st e i g e r t e Aktivität der bei der Fusion führenden Gesellschaft, der Brandenburgischen Elektrizitäts-, Gas- und Wasser- Werke A.-G., ist immerhin bemerkenswert. Eic übernahm im Februar 1929 die Continentale Wasser- und Gaswerke 2l.-G., er- warb kürzlich das Gaswerk Klagenfurth in Oesterreich und erhöhte ihr Aktienkapital im vergangenen Jahr von 2,85 auf 4,20 Millionen Mark. Nunmehr soll es auf 6,70 Millionen Mark gebracht werden. Jni Aufsichtsrat sitzt bemerkcnswerterweise ein Vertreter der Züricher E l e k t r o- Ba n k. die ein wichtiges Privati- s i e r u n g s w c r k z e u g für große in- und ausländische Elektro- gruppcn ist. Man wird ans die weitere Entwicklung der Brandenburgischcn Elektrizitäts-, Gas- und Wasser-Werte A.-G. aufpassen müssen, zumal auch die DD-Bank iind die Danatbank an ihr interessiert sind, die der Privatisierunosbewegung wirksamste Treu- händcrdienste leisten. Fischereitrust erhöht Dividende auf-14 proz. Die„Nordsee" Deutsche ch o ch se e f isch e r e l Bremen Euxhave» A.-G. Bremen, die init 17 von ihr abhängigen Unter- uehmungen in vielen deutschen Großstädten schon fast eine Monopol- stellung besitzt, erhöhte ihre Dividende für das am 30. Juni ab- gelaufene Geschäftsjahr74 bis Werneuchener Straße, Anschluß Omnibus 41; Linien 53, 68, 168 bis Herzbergs tr. Ecke Siegfried str.; Linie 8 bis Landsberger Chaussee. VsmietmigsliSro auf d. Baustelle. Täglich 9—7 Uhr. FerDspremer: 15 UfBttgberg 4373 r Neubauwolmungen 1 in Lankwitz 1 und 2� Zimmer, mit Komfort Bahnhofsnähe, sofort berichbar, preiswert r u vermieten. Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigte bevorzugt Schriftl. Anfragen erbeten an A. B. Ca. ßtiat Bau- und Grundtt.-Get. m. b. H. Berlin SW 48. WIlhelrnttraDe 29 -------- Einisa sonnige Heubau- wohHMwn Vk Dis 272 Zimmer mit allem Komfort sofort bezw. zum 1. Oktober 1930 zu vermieten.— Günstigste Verkehrslage, direkt am Bahnhof Neu•Lichtenberg Auskunft und Vermietung täglich von 9 bis 16 Uhr durch: Gemeinnützige Beamten-Siediungs ö. m. b. 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Copyright by Kurt Lisser Reklame 1930_ Nachdruck von Wort und Bild verboten! Nach einem unfreundlichen Sommer(reden wir lieber nicht darüber) sehen wir uns. wieder alle an unsere Arbeitsstätten zurückgekehrt, schweren Zeiten gegenübe'' Schlagworte schwirren durch die Luft- aus den Zeitungen aller Schattierungen brüllen sie uns entgegen- von den Rednertribünen werden sie uns zugeschleudert- in den Büros, in den Fabriken, auf den Aeckern finden sie ihren Widerhall--- „Ankurbeln der Wirtschaft"— ——„Preis-Abbau"— so tönt's! Die ganze Welt bekennt sich jetzt zu den Maximen, die wir seit Jahrzehnten zur Leitschnur unseres Handelns erkoren haben- Allen Ueberredungskünsten, allen Anfeindungen zum Trotz haben wir all' die Jahre hindurch unentwegt daran gearbeitet das Preisniveau für Kleidung immer tiefer und tiefer zu senken, ohne an der Qualität der Ware zu rühren. Wenn es heute möglich ist bei uns u. a. einen brauchbaren, reinwollenen Hcircn-Kammgarn- Anzug für Mk. 28.50(!) zu kaufen. so bedeutet das eine Leistung, die noch vor kurzer Zeit überhaupt außerhalb jeder Diskussion stand. Aber die Zeiten fordern mehr. und wir sicherlich werden in unseren Bestrebungen, die Preise immer weiter zu senken, nicht Halt machen. Die neue Saison ist dal Kleidung muß sein— sogar gute Kleidung! Ihnen diese Kleidung zu billigen, immer niedriger werdenden Preisen zu verschaffen, das ist unsere Arbeit und unser Ziel! „Sparen"- aber„Klug sparen" das ist die erste Forderung, wenn die Wirtschaft wieder angekurbelt werden soll Kommen Sie zu uns! Hier tatsächlich besteht die Möglichkeit. Ersparnisse zu machen, in einem Aus- mahc, an das Sie vielleicht gar nicht glauben. Aber sie ist da, und es liegt nur an Urnen, sie auszunutzen. Selen Sie sparsam- seien Sie klug- und- wenn es sich um Kleidung handelt- Preisabbau bei C& A. Und wenn man die Mode-Berichte oller Her» ren Länder durchstndiert, das eine unterliegt keinem Zweifel: Nach wie vor wird für den Herrn der blaue Anzug der beliebteste fein. Wir. die wir von jeher den binnen Anzug mit besonderer Liebe gepflegt haben, smd gut daran — und Sie mit unsl Tltstusev Ete sich»och iiuseres bekauntev Rupp- rechi-Aozuges? Er war «ine Eeofatwn, denn au» rrinaw itammgaru, elegant »erarbeitet. tostet««r seinerzeit mir CS.—. Heute bekommen Sie bei un» einen blauen Anzug an, reinem Kammgarn, ans rein Leinen und Roß« haar verarbeitet, mit gnter Paßsorm schon für Ml. 28,50! Da» Ist aller» Hand, nicht wahr» Der Rnpprecht-Anznz, an» genau gleich guter Darr wie sein Original, kästet heute nur Mt. 42.50, Dabei nsittlU» gen Znnenoerarbeitung, Ausstattung»fw. einer dauernden Kontrolle, mit dem Ziel. Paßform und Berarbeitnng immer bester und bester i» gestalten. Für Aafprnchoooller« gib?» eine» wirklich fama- sen. blauen, zweireihigen Anzug, natürlich auch au» reinem Kammgarn, eotsprecheud gut veraobeitet. für den fabelhast niedrige» Preis von Mk. 55.50 l lDa, Ist eine Qualität, die in der»arige» Taifou für Ml. sehr billig man) Wie wenig dazn gehört, nn�stch bei uns nach der neuesten Mode zu kleiden, dos sehen Sie wohl schon ans diesen Beispielen zur Genüge. Und wie gut bei alledem die Kleidung ist. die Sie bei uns bekommen, das können Sie— auch als Laie— ohne weiteres feststelleu. wenn Sie zu uns kommen. Bitte, tun Sie'«» i Cr Witt«o«h Ä» iH .mnöeviog Kenne» Sie, liebe gnädig« Fra», Die neue Mode schon ganz genau? Viel Nene» schuf sie tu diesem Jahr, Und w a» sie bringt— ist wunderbar! Duftige Kleidchen 1 1 \ Mit Knöpfen und Litzen,// Dazu einen Umhang an» zarten Sp' l(Bolero und Cape .Sind Trumpf diesesmal, Wenn Sie das nicht mühten. Das mär' doch fatal). Und für den Abend—— Das. Schleppenkleid— i(Zhre Freundinnen VSetden platzen vor Neid, Wenn'(Sie dieses Kleid Zum erstenmal tragen)— Und die i Mäntel haben riesig« Kröges Natürlich au» Pelz,/ Dazu fesche Kappen/ \(Und �alles�— bei ans—! So(leicht z« berappen)./ \\ 1 \ Ja, gnädige Fran, es wird wirklsi Daß Sie uns Gesuchen »Ii -Z-it. /find Ä Jbkttikl Versäumen Sie nicht, dies« nun»ohl schon ' allseits bekannt« gute Kanfgelegenheit für Sin- derkleidung anszuuntzen: denn auch hier kämmt unser Wille zn» Prels-Abbau recht deutlich zu« Ausdruck. X.eimeu Sic den? Lehrer:«Ich werde Euch jetzt Wörter nennen, und Ihr sollt mir sagen, ob sie Singu- lar oder Plural sind. Hosen z. B. Singular oder Plural, Hans?" Diese» elegantes, rau-»» Neid au» feschem Tweed- Trikot-Eharmeuse. mit einem modernen, weiten Slockrneock ziert ein weiße» Westchev. Wir habe» e» vorrätig in de» solide» Farben schwarz, marine und brau» bis Größe 50. Sein fabelhaf. ter Pret» ist 1? gm» lliergaug ist diese» schicke Wollkleid au» gemustertem Phan» tastestoff«ie geschaffen. E» hat einen Falten» rock und einen aller- liebsten knnstseidene» Einsatz. Besonder» ge- fallen wird Ihne» da» iwtttert« Bolero. Sie bekommen e» z» bei an» für 4£ Alle in dieser Seite«nthalteuea Angebot« stehe» Ihne» ab Man- tag früh bei uns zur Ver- fügung. Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werdenl k.o.nach langemkampf! Hans: .�Hm. das kommt darauf an— oben find fie Singular, weiter unten �lu- ral." KSnlgstr. 33 Chaussaestr. 113 Oranlanstf. 40 »ei« N»«»»«' A»b«»!«> M» v»,»i»a-»I»t» Stolz als Siegerin überflutet fie uns jetzt mit ihren Licht- und Wärmestrahlen. Wer nach den ziemlich traurigen Erfahrungen der letzten Monate kann man sich nicht recht darauf ver- lassen, daß es so bleibt. Jedenfalls scheint's vorsichtiger, sich doch nach und nach auf herbstlicheres Wetter vorzüberei» ten und sich beizeiten den gleich schützenden wie modisch schönen Übergangsmantel zu sichern. Gerade hierin war die Mode diesmal ganz be- sonders freigiebig. Viele neue praktische Formen — auch schnittige Herren-Fassons— bringt sie. Daneben interessante neue Stoffe und Muste- rungen. Ein solcher begehren»- werter llbergangsmantel aus molligem Phau- tasiestoff kostet bei uns nur 19,50— andere wieder, aus gemustertem Velours gibt's für den erfreulich niedrigeuPreis von Mk. 28,—. Und einen aus vornehmer Phantasieware, in den verschiedenen Größen, ganz gefüttert, und sehr elegant wirkend, betetn- men Sie bei uns für nur Mari 29,50 Die Auswahl ist schier unermeßlich, und bei diesen uirdrigeu Preisen sollten Sie sich wirk- lich die Freude und den Nutze» eine» solch schöne» Stücke» gleich jetzt zu Anfang der Saison gäouen. •v ■■i haben sich die Modeschöpfer in diesem Jahr nicht nur das Ziel gesteckt, mit ihren traumhaft schönen Modeschöpfungen den Frauen aller Länder die Köpfchen zu oerdrehen— sie haben auch für diese Köpfchen etwas ganz Neues. Wundervolles ersonnen—— den Samthut! „Cr* wird in der großen Modesymphonie die erste Geige spielen. Borläufig allerding» überläßt„Er* es noch unserem persönlichen Geschmack, ob wir uns zu der kleinen, flotten Samttappe bekennen, oder den großen Hut mit der geschwungenen, andersfarbig unterfütterten Krempe vorziehen. Hier ist eine solche neumodische Kappe. M« gefällt sie Ihnen? Sie iß so fesch, wie Sie'» sich nur wünschen könne». mit weißer Wolle vor- nehm bestickt, elegant gefüttert, und fie ist auch so preis- wert, wie Sie'» sich nur wünsche» länae»; denn sie kostet �8 75 bei uns nur Hsttcd- bzw. Knaben-Klei dune in den bddea Oruhäftm: KönigUr./ ChcuMcofcr, - alaeMß�' . �hot Und'" ü g e�50 -tn, groft»«;,, 0(- A" 1 03.« � *e3"3-"- � ü S« Ä «» �«• Äf\-\\ O 1* �Vc 6r90.' I��T*vöP�95 s��Z\ ae«v5 Kunst®eiol®n�'"'*l2'45',,,5!'..75 v-- w° o45 leneUn�erWf- � Konstseul..... w■ Oariven■ „»sp»"'«3",...„(er V 3 w.*.*'*35""..„»erUeidet S' u-�7�.7. r ��rrtÄ;. was yjjV� I�HBh � �9Bi HBT jHHH V| W �'.„«J des «u die Pre,s, ■CflS�-f* Ut�s* von0" WMWUD tzM-M ••„V.• ♦''5'■'•■■''•~'■■"T,-�; r■•. *3ß?-,;-•.'•V■.•<%•..."..'..'.'.'.■'•'.■4,� '.. y'.>y�'■.;• ,,%;:'.»■;" :'.]."•■•.'<»«>.'./•.'•.i�W;-1./.- f V:,,«, V'';■■•/•■■'.'■,■■ S. Teppichhau» Cmtl Sefsnt«, Berlin. feit 1S82 nur OnintenfttaBe 153. SaS- [uitasecleidniruna ohne Sufschwz. 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Von Franz Scheffel, Vorsitzender des Einheitsverbandes der Eisenbahner. Nicht jeder Wähler und leider auch nicht jeder Eisen- bahner befaßt sich eingehender mit politischen Tagessragen, und Wähler und Wählerinnen können leicht � den Wols im Schafskleide wählen. Demgegenüber gilt es, klaren Blick für die tatsächlichen politischen Lorgänge zu bewahren und sich nicht durch Schaumschlägerei einsangen zu lassen. Alle Eisenbahner müssen erkennen, daß sie nicht nur an- teilig die Lasten und Opfer, die der Arbeiterschaft aufge- bürdet wurden, zu tragen haben, sondern daß sie auch durch ihre Berufstätigkeit in einem staats- und wirtschaftspolitisch bedeutsamen Betrieb im besonderen Maße ein Objekt der jeweiligen politischen Gewalthaber gewesen sind. Die Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und in erster Linie die der Eisenbahner haben durch die Verfassung von Weimar die staats» und wirtschaftspolitischen Rechte der übrigen vergleichbaren Arbeitnehmer erhalten und sich durch ihre Organisation einen bereits weitgehenden Einfluß auf die Gestaltung der Verhältnisse im Reichsbahnbetrieb ge- sichert. Dieser soziale Fortschritt hat jederzeit eine tatkräftige Förderung erfahren durch die Sozialdemokratische Partei. Die Verkuppelung der Reichsbahn mit der Reparations- frage, die auf ein Angebot der bürgerlichen Regierung C u n o an die Reparationsgläubiger zurückzuführen ist, machte wiederum die Eisenbahner zu Staatsbürgern zweiter Klaffe. Für Form und Inhalt des auf Grund des Dawes-Planes geschaffenen neuen Reichsbahn- gesetzes trägt gleichfalls eine bürgerliche Regierung die Ver- antwortung. In beiden Fällen setzte man sich über jede Willenskundgebung des gesamten Personals hinweg. Ins- besondere trat das bei der Schaffung des Reichsbahngesetzes vom August 1924 zutage, wo sogar die beamten- und arbeitsrechtlichen Grundlagen für das Reichsbahnpersonal ohne dessen Mitwirkung festgelegt wurden. Heute ist es kein Geheimnis mehr, daß diese bewußte Ausschaltung erfolgte, um für die Privatisierung der Reichsbahn freie Bahn zu schaffen und durch Umwandlung in ein privat- wirtschaftlich geleitetes Unternehmen die Voraussetzungen zur Herabsetzung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens- standardes des Personals zu erreichen. Die Schuld an dieser Entwicklung fällt auf die bürgerlichen Parteien zurück, die' durch das Schlagwort von der„En t p olit i- s i e r u n g" der Reichsbahn den Boden für diese Regelung ebneten. Daran muß jeder Eisenbahner am Wahltag denken. Es muß demgegenüber deutlich ausgesprochen werden, daß die Sozialdemokratische Partei sich von jeher gegen jede Art von Privatisierung der Reichsbahn entschieden ausge- sprachen hat, und daß sie seit der durch außenpolitische Maß- nahmen erzwungenen Annahme der Dawes-Gesetze einen steten energischen Kampf für die Stärkung des Reichs- einflusses gegenüber der Deutschen Reichsbahn-Gesellschast ge- führt hat. Es gehört zu den unbestreitbaren Verdiensten der Reichsregierung unter dem Sozialdemokraten Hermann Müller, daß das Reichsbahngesetz in wichtigen, für das Personal bedeutsamen Punkten einer Aenderung unter- zogen wurde. An der Herstellung der neuen Fassung der Pcrsonalbestimmungen wurden von dieser Regierung Ver- treter der E i s en b a h n e rg e w er k s ch a fte n zu- gezogen. Durch deren Mitarbeit, die sich auf ein weit- gehendes Verständnis der Regierung Hermann Müller stützen konnte, gelang es, bedeutende rechtliche Verbesserungen für das Personal zu schaffen. Die Reichsbahnlohnempfänger haben es der Regierung Müller zu verdanken, daß sie heute nicht mehr minderen Rechts sind gegenüber der übrigen Arbeiterschaft Deutschlands. Auch die Reichsbahnbeamten haben durch Unterstützung der starken Sozialdemokratischen Partei Beachtenswertes erreicht. Den Bestrebungen der Deuffchen Reichsbahn-Gesellschast auf eine Kürzung der Beamtengehälter wurden durch das neue Reichsbahngesetz bis dahin fehlende Rechtsschranken gezogen. Wie sehr die politischen Kräfte die Personalpolitik der Deutschen Reichsbahn-Gesellschast beeinflußt haben, geht aber mit aller Deutlichkeit daraus hervor, daß die gegen das Per- sonal gerichteten Maßnahmen der Verwaltung, die Werk- stättenschließungen, Abbau im scharfen Ausmaße, und das in einer Zeit, wo Millionen existenzlos sind, Verschlechterungen im Arbeitsverhältnis in der Dienststellung der Hilfsbeamten usw. unter der Regierung Brüning durchge- führt w u r de n. Dabei ist wohl zu beachten, daß diese Regierung auf Grund des neuen Reichsbahngesetzes st ä r- kere Machtmittel gegenüber der Reichsbahn besitzt, als sie die Regierung Müller je besesien hat. Diese Gegenüberstellungen sollten jeden denkenden Eisen- bahner klar erkennen lassen, daß die Personalpolitik der Reichsbahn in entscheidender Weise von der Einstellung der jeweiligen Regierung zu den Arbeitnehmerfragen beeinflußt wird. Aus dieser Tatsache ergibt sich ebenfalls das Lebens- interefse der Eisenbahnerschaft und ihrer Fa- Milien an der Zusammensetzung des neuen Reichstages und der kommenden Regierung. Trefflich illustriert wird die Haltung der bisherigen bürgerlichen Regierung durch die Ernennung von Personalvertretern für den Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn-Gesellschast. Fünf lange Jahre, von der Gründung der Reichsbahn-Gesellschast an, besaß das Personal im Verwaltungsrat nicht einen ein- zigen Vertreter. In diesen fünf Jahren aber wurde das Reich beherrscht von nur bürgerlichen Regierungen. Erst die Beteiligung der Sozialdemokratischen P a r t e i an der' Regierung, brachte die Ernennung des ersten so notwendigen Personalvertrcters und Vertrauensmannes der gesamten Eisenbahnerschaft. Die Regierung Brüning wandelte dagegen in personal- feindlichen Bahnen. Bei der Ernennung weiterer Ver- waltungsratsmitglieder wurde unter dem Aushängeschild „Personalvertreter" ein christlicher Gewerkschastssekretär er- nannt, der von sämtlichen zuständigen Vertretungen des Eisenbahnpersonals, Hauptbeamtenrat und Hauptbetriebs- rat, wie auch von den gewerkschaftlichen Organisationen aller Richtungen einschließlich der christlichen. einmütig ab g e l e h n t wurde. Wer denkt dabei nicht an die Marionetten der Vorkriegs- zeit, die zur allerhöchsten Zirkusvorstellung als paradierende „Arbeitnehmervertreter" der staunenden Mitwest vorgeführt wurden? Jedem verständigen Eisenbahner genügen schließlich diese beiden Beispiele allein, um sich am 14. September für die Sozialdemokratische Partei zu entscheiden. Die Tatsachen reden eine deutliche Sprache. Es geht darum, den starken politischen Einfluß, der auf Grund des Reichs- bahngesetzes auf die Reichsbahn-Gesellschast ausgeübt werden kann, so auszunützen, daß privatwirtschaftliche, d. h. beamten- und arbeiterfeindliche Tendenzen ausgeschaltet werden und der Charakter des öffentlichen Betriebes mit seinen besonderen sozialen Verpflichtungen in Arbeitnehmer- fragen zu stärkerer Geltung gelangt. Es handelt sich ferner darum, daß das Eisenbahnpersonal nicht wieder in ein von oben her beherrschtes Helotentum zurückfällt. Es dreht sich also um A u f st i e g oder Niedergang der Eisenbahner und ihrer Familien. In klarer Erkenntnis der Dinge haben V o r st a n d und Beirat des Einheitsoerbandes der Eisen- bahner Deutschlands am 1. und 2. August 1930 in gemeinsamer Tagung in Dresden einmütig festgestellt, daß sich die Sozialdemokratische Partei als die beste politische Interessenvertretung erwiesen hat und in einer e i n st i m m i g angenommenen Entschließung die Eisenbahnerschaft des ganzen Landes nebst ihren Fa- milienangchörigen aufgefordert, die S P D. n a ch K r ä f t e n im Wahlkamps zu unter st ützen und zu wählen. Möge dieser Appell freudigen Widerhall bei allen Teilen finden, denn niemals stand für die arbeitende Bevölkerung und besonders für die Gewerkschaften so viel auf dem Spiel wie dieses Mall » i-ah SCHLAFZIMMER ILSE schwer, gediegen. Eiche getäfelt mit Kaukasisch Nussbaum-Verzierung 1 Schrank mit fac. Innenspiegel 2 Betten, Innenmaß 1*2 Meter 2 Rat.-Rahmen m. 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Wenn beispielsweise gleich zu Beginn gegenüber unserer Alters- kritit der staatsporteilichen Kandidotenlisten der Hinweis auf' die der Staatspürtei zuneigenden Gruppen der bündischen Jugend und einen neu gegründeten akademischen Gemeinschaftsring vokkspartei- > icher, demokratischer und jungdevtscher Studenten gemacht wird, so besagt das doch nicht das geringste über die von uns ange- zweifelte Jugendlichkeit der staatsparteilichen Kandi- d a t e n. Ebensowenig freilich au 6? für die Jugendlichkeit dieser Partei selbst, denn was will sogar der Anschluß der relativ kleinen „Reichsgruppe bündischer Jugend", jener Organisation derer, die ihr jugendlich unklares Gefühl zur allgemeine» Maxime zu erheben wünschen, besagen, gegenüber den zielbewußten Massen, die die Sozialdemokratie um die roten Fahnen ihrer Arbeiterjugend, ihrer Jungsozialisten und ihrer sozialistischen Studentenschaft zu scharen vermochte. Selbst die von Herrn Söhlmann ins Treffen geführte „Arbeitsgemeinschaft für neuzeitliche Siedlung" kann uns schlechten Kerlen nicht imponieren. Der Frage, was die Angehörigeu der heutigen Staatspartei bereits bisher f ür d i e I u g e n d g.e t a n haben, der Kern- f r a g.e unseres Artikels, weicht Herr Söhlmann aus, indem er sich dahinter verschanzt, daß ja die Staatspartei erst werde beweisen müssen, was sie für die Jugend zu tun gedenke. Die von der Staatspartei aufgestellten Kandidaten, zum großen Teil alte Par- lamentarier, sollen also nicht gefragt werden:„Was habt ihr getan?", sondern:„Was wollt ihr uns versprechen?" Nein, den Gefallen kann die Jugend diesen Herren und Damen nicht tun. Taten, nicht Versprechungen müssen der Maßstab der Wahlentschei- dung sein. Herrn Söhlmann ist offenbar das Zitat aus dem Vorwort des jungdeutschen Manifestes recht unqngenehm. Denn die Wiedergabe der darin ausgesprochenen Entschuldigung, die späte Veröffentlichung des Manifestes sei darauf zurückzuführen gewesen, daß bisher„d i e Erkenntnis von der Haltlosigkeit' dex gegen- v? ä'r t i g e n Staatsordnung noch. Ii i cht w'e i t' g e Nu g vorgedrungen war", reizt ihn fö, daß er statt von diesen Worten abzurücken, in die Luft den Gegenhieb führt:„der'Kritiker sei wohl nicht über die Lektüre des Vorworts hinausgekonzmen", 'Herr Söhlmann scheint dagegen in der Lektüre der Kritik, was wir ihm nicht verübeln wollen(steht doch viel für ihn Aergerliches darin), nicht wSit gekommen zu sein,.Sonst hätte er gemerkt, daß wir bewußt wichtige Forderungen des Manifestes mit dem alten, demokratischen Parteiprogramm und den ersten Kundgebungen der Staatspartei in Vergleich gefegt haben. Daß Herrn Professor Alfred Webers Ausspruch nichts mit der' A b f af f un g' des„Jungdo"- Manifestes zu tun hat, sei ebenso konzediert, wie erneut festgestellt werden muß, daß ex' sehr viel zu tun hat mit den darin zutage ' treterchen Tendenzen. Es ist bedauerlich, wemt ein so oster Kämpe der Demokratie sich zu den von mir zitierten Zleußexungen aus Unmut über die Ungunst seiner Lage oerleiten läßt. Selbst d>« „Frankfurter Zeitung" sah sieh gezwungen, als sie ihm das Wort gab, von seinen Ausführungen sich vorsichtig zu.distanzieren...... Den jungdeutschen Polksstaat ebenso wie jedes auf Zuwahl „von oben" gegründete Gebilde als b o n z o k r a t i s ch zu be- zeichnen, ist kein Versehen, sondern ein jederzeit historisch-erfahrungs- mäßig beweisbarer Vorwurf. Sehen Sie denn nicht, worum es bei diesen Wahlen geht? Es geht darum, ob unser Bolksstaat ehrlich demokratisch weiter verwaltet werden soll, so. daß die Dy- namik des Wohlrechts den Aufstieg der Arbeiter und An- gestellten, der überwiegenden Teile des deutschen Volkes, zur Mit- bestimmung und Sewstbestimmung ermöglicht oder nicht. Neben den alten Unternehmerparteien der Deutschnationalen, der Wirtschaftspartek, des schwerindustriellsn oolksparteilichen Flügels, neben dem geistigen Landsknechtstum der Hitlerleute steht einer leider immer noch nicht geeinten Arbeiterschaft ein« Vielfall von Parteien gegenüber, die zwar'„D e m o k r a t i e" sagen, aber „Pluto trat ie" meinen. Sie erstreben ein«„Demokratie mit beschränkter Haftung", sie sind berell, gegemiber sozialen Forde- rungen auch eine„konstitutionelle Diktatur auf Zeit" hinter der par- lamentarifchen Fassode aufzurichten. Das wird um so eher gelingen, Wundertäier Frick. Wie Begeisterung erzeugt wird. Es ist mitunter gut, nationalsozialistische Dersammlungsberichte zu studieren. Man erkennt daraus, mit welchen Mitteln die Haken- kmrjler die Begeisterung ihrer Anhängerschaft erwecken. Vor uns liegt das Beiblottt des„Völkischen Beobachter" für Berlin, der „Berliner Beobachter" mit einem Dersommlungsbericht aus Pots- dam, wo der Na t i o n a ls o zi i al ist Dr. Decker sprach. Wir zitierten aus dem Bericht: Dann sprach Dr. Decker über Thüringen und seinen In- nenminister Dr. Frick. Dieser ist ein Diener des Staates, aber nicht ein Nutznießer des Systems. In einem halben Jahr ist Thüringen ein nach innen und außen sauberer Staat geworden und sein« 120 Millionen Mark Schulden sind ge- tilgt. Frick hat bewies en, was ein Mann leisten kann. Donnerwetter, da staunstel 120 Millionen Mark Schulden in einem halben Jahr getilgt. Wirklich eine Leistung! Aber wie wird uns? Wir schlagen den thüringischen Etat nach und bomerkan, daß die Gesamteinnahmen des Landes Thüringen im letzten Voll- jähr kknopp ISO Millionen Mark betragen haben. Wenn Herr Frick in einem halben Jahr den Beamten keinen Pfennig Gehalt gezahlt und auch sonst nichts verausgabt hätte, so hätte er mit 80 Millionen Halbjahrseinimhmen ein Defizit von 120 Millionen ebenso wenig tilgen können, wie ein Arbeiter mit 120 Mark Mo- natslohn sich in einem Halbjahr 1000 Mark ersparen kann! Und nun gegenübe« den nationalsozialistischen Phrasen die Wirklichkeit: Bei Beseitigung der sozialdemokkratischen„Mißwirt- schaft" war Thüringen schuldenfrei. In den letzten sechs Iahren hat es. unter rein bürgerlichen Regierungen 120 Milli- onen Mark Schulden gemacht. Unter Herrn Frick ist diese Schuldenlast nicht verschwunden, sondern gewachsen. Im je-mehr man der jungen Generation einen Parlamentarismus, der nicht unfähig ist, sondern künstlich unfähig gemacht wird, 'verekelt und alsdann mit allerhand schillernden Ersatzgebilden jongliert.'"Das beliebteste dieser Phantome, der sogenannte„Kar- porauvismus", die Idee von? ständischen Aufbau des Staates, spukt ebenso in den Köpfen der Bolkskanservatwen wie in der katholischen Staatsideologie, deren mittelalterlichen Traditionen sie ja entstammt. wie auch letztlich im Manifest der Jungdeutschen. Hier liegt die Gefahr, die- es aufzuzeigen gilt. Kann und darf die deutsche Jugend solch romantischen und in Wahrhell volksfeindlichen Idolen folgen? Wird die Staatspartei und mit ihr der Jungdo unzwei- deutig von ihnen abrücken? Wie steht es, Herr Söhlmann, mit der„Wirtschaftskannncr". der „Kulturkammer", der„Frauenkammer", der„Iugendkammcr"? Mir deucht, sie gehören alle in die— Rumpelkammer! Wir wollen keinen„Ordnungsstaat" der Reaktion. keinen O r d e n s st a a t dez„sozial manipulierten" Kapllalis- mus. Wir wollen einen B o l k s st a a t, der demokratisch ist und eines Tages, wenn das Volk es entscheidet, auch sozialistisch wird. In diesem Sinne appellieren wir an dos Volk und an seine Jugend! Ob wir dabei irgendwelche Furcht zu empfinden haben, darüber wird der 14. September fürs erste entscheiden! Nach dieser Eni- scheidung wollen wir sehen, wer mehr Staat machen kann. W>r oder die Staatspartei! letzten Etatsjahr betrug der Fehlbetrog über 8 Millionen Mark. Der©taub« versetzt Berge, warum soll er kein Defiztt tilgen— in der Phantasie?!___ Llnier falscher Firma. Lieber ohne Hakenkreuz? Posthornklang und Sprechchorton— ei, was kommt denn da in Wilmersdorf-Süd? Radfahrer sind's und dann drei große Lost- autos. Rote Fahnen— aha, denkt man, kommunistischer Propa- gandazug, da kein Schwarzrotgold mitweht. Sie kommen näher, man erkennt die Schilder„Liste 9" und die Aufschriften„Kampf dem Marxismus! Für deutschen Sozialismus!" Was— und kein Hakenkreuz, kein Schwarzweißrot? Nein. nichts davon zu erblicken. Hitler-Leute, die das Mörderzeichen und die kaiserliche Kriegsfahne vorsichtig zu Hause lasten. Sie ver- sprechen sich davon kein« Werbekrast, binden lieber die„allsozia- listische" Maske vor, wie die Kommunisten die„allnationale". Plumper Bauernfang. Wer wird Falschspielern ins Garn laufen? Die Beschwerde des Blemelgebiels über die Zsvschlogung der memelländischen Autonomie durch die litauische Regierung ist nach Genf abgesandt worden. Die Beschwerde ist ein umfangreicher Schriftsatz, in dem in eindringlicher Form die Entrechtung des Memelgcbiets geschildert und unter Hinweis auf den Ernst der Lage die Abstellung'der litauischen Rechtsbrüche durch den Rat gefordert wird. wichtiger Rundfunkvorlrag: Paul Hertz spricht über wirtschast». verlauf und wirtschajtsgesundung. Am Montag, dem 8: September, um 16.03 Uhr. spricht Genoste Dr. Paul H e rtz vor dem Mikrophon des Berliner Senders über das Thema„Wirtschaftsverimif und Wirts chastsgesundung". U-BAHNHOF HERMANNPLATZ• DER KAR S TA D T- BAHN H O F Theater, Lichtspiele usw. fififi) t) i. Ugl. 5 u. 8» Souls. Alex. E«. 8066 Ciaire Waldoff, Leo Morgenstern, Achilles u. Newman BW. C3j3EB| WL* ffl B. ra 8.15 Otr- RaBdttn sriaoDi Hon» Kolluher, Araentlne. Jda und Evelyn« Duffak. Nävi IIa Bishcvp usw. hwik i wrsttiiwngM 4 und 8" Uhr. 4 Uhr kleine Pr. Volks Dtttuie Ttate an BJlowiJlati. 8»/« Uhr Der trShlldie Weinberg no tat) Zndiiaver StaatLSdiiller-Th 8 Uhr Der mann mtt dem Klepper »•'V* CASINO-THEATER Lothringer Strebe 37. Für unsere Leser: Outschein I— 4 Pers. FauteuM 1.25 Sessel 1,75 M. Der Possen-Schlager Der seUae Hollschinsky ■nniiiiiiiiiiiiiniiiniifiuiiinMMiiiiiiiiiiiimniiuuuiiiitiranu und ein erstkl. buntes Programm. 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BühsmHiUcr; Cast. Kaller. Vonerkaif nutvbmbeL Tai,; Il.l.Keii 0281 a.SOU Neues Theater AaBaiiah.Zm. StpLGS54 Täglich SVa Uhr lommel in der Posse Bert Amor perslalldi. Rundfunkhörer bllb« Preise. Berliner Prater Sommtmoater Kasianienallee 7—9 Humb. 2246 Täglich 8 Uhr- IradlUrMar, In�aKarhn. tapn Eoitai, Entin Hartirej in „Die kleine Sünderin'* Schwanhfaratta In Z Uten i, Hans Zerleit. Dusik 109 Jeao GillwrL Oeutsehes IBnstler-Theat. Tal Barbarossa 3937 S'd Uhr Gadspiil dar Ludwig- Tbom-Bite magdaiena Renaissance- Theater Steinplatz 6780. 9 Uhr Die Wunder-Bar Revuestück Relchshallen-Theater Hntt naMttag 3Va(Dir n halbe Pimb und ahenda 0 Uhr steniner sanger „laBBiinnaD sprefflen" Dönhoff- Brettl: Heute extra TcrailrUe* Soontaga-Programm I Berliner inkTriO N B B k 8 1 1■. wL&hiistr. 7U7&I mmm �YNWIM R�teuront Berlins BETRIEB KEMPIHSKM Zimmer.. t Mk.7,-bia1V ..benii-bisJÄ; diMkä- 6olon;1Q: Theater i. d. Behreustr. 53-54 Direktion; Ralph Arthur Robert» $v. 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Zn Zlndelracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht oller Kollegen und Kolleginnen, in der Versammlung pünh lich zu erscheinen.__ Spielplan unserer Snltucabtcilnng. Zu der Woche vom 8. dl» I4.Septewder: X. Die Tochter der Revolution. 2. Lustiger TricksUm. S. LandschastSsitin. Zu der Wich« vom 1Z. K» 21. September; 1. ffilmstadt 2. Di« Dvldmtne. 3. Humor tn Per Reklame. Zn Per Woche vom 22. bt» 28. September: Alexanderplatz Neu» K6nig»tr.43 1 Die weist« Nacht. ftifle" 3. Lastt Zahlen sprechen. 2. Der lustige Filmtobold. Zu der Woche vom 2».Septbr. bis ö. Lktbr.: I. Messalina. 2. Humorests 3. Technischer Film. Zn der Woche M« 6. bis 12. ONober: L Mutter Krausen» Fahrt ins Glück. 2. Humoreske. 3. Technischer Film. In der Boche«o» 13. bis IS. Skteber: 1. Türksied. 2. Humoreske. 3. Technischer Film. In der Woche vom 2». bis 26. Oktober: l. Roah- Roah(Der Schrei der Eehnlucht). 2. Humoreske. 3. Technischer Film. 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Beilage des Vorwärts Sonntag, 7. September 1930 Eines jeden Pflicht. Was alle in dieser Woche tun müssen. Noch eine Woche bleibt uns zur Aufklärung. Ob es im Büro ober auf den Stempestellen, im Fobriklaol oder auf dem Bauplatz ist, jeder Hot feine Pflicht zu hm. Und die Pflicht eines jeden Sozialdemokraten, eines jeden Gewerkschafters ist es, klar heraus- zustellen, daß es diesmal um die Stellung der Arbeiterklasse im Staat geht. Daß es darum geht, ob wir wieder von oben regiert, geschurigelt und bevormundet werden sollen, ob ohne die Arbeiter- schaft und gegen sie regiert wird. Oder ob wir selbst regieren, wenn auch nicht allein— noch nicht allein—, so doch in diesem Staat« gleichberechtigt mitbestimmen sollen. Ob wir freie Bürger sind, oder unter die Dormundschaft des§ 48 und des Bürgcrblocks gestellt werden. Es geht vor allem auch um die Lösung der Wirtsckpofts- katastrophe. Di« Regierung Brüning hat mit den Notverordnungen gegen Kranke und Arbeitslos« ganz klar aufgezeigt, wie sie sich die Lösung vorstellt. Den Opfern der kapitalisttscheu Wirt- schaft sollen Notopser auferlegt werden. Die in der Not sind, sollen opfern. Und das„zusätzliche"' Wohnungsbauprogramm sieht noch dem Rcichsfinanzminister die Verwendung von 400 Millionen aus der Hauszinssteuer vor zur Entlastung der Reichen, während für die wohnungslosen Proletarier„Wohnungen" von 32 Quadratmeter gebaut werden sollen, ohne jeden hygienischen„Luxus". Den Reichen soll also zugesetzt werden, was den Wohnungslosen ge- nommen wird. Das ist dos„zusätzliche" Wohnungsbauprogra mm. Den Schwindel mit dem Arbeitsbeschaffungsprogramm, in dessen Zeichen Massenentlossungen vorgenommen, Löhn« und Gehälter ob- gebaut werden, hat dos hundertprozentige Schwerindustriellenorgon. die.Zeutsch« Bcrgwerkszeitung" gekennzeichnet als„das Lavieren eines Bankrotteurs in den letzten Tagen vor dem Zusammenbruch". Sollen die Preis« oder die Löhn« abgebaut werden? Soll Arbeit beschafft werden durch Steigerung der Kauskrast der Massen oder sollen wir in den nächsten Winter mit sunt Millionen Arbeits- lojs hineingehen? Denn das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Re- gierung Brüning schafft nur den Stempelstellen und Wohlsahrts- ämtern Arbeit. Mst ebensolcher Klarheit muß herausgestellt werden, daß die vereinigten Nationalkommunisten, ob ihre Führer H ö l z oder Hitler, Heinz Neumann oder Goebbels heißen, im Grund« nur dem Bürgerblock Hilfe leisten. Sie sind es, die den Möchtegern-Diktatoren des Bürgerblocks zwar nicht dos verfassungsmäßige, ober das moralische Recht auf die Diktatur geben. Gegen wen geht der beispiellos scharfe Kampf der Regierungs- Parteien? Gegen die Rowdypolitit der Hitler und Thälmann?— Nur gegen die Sozialdemokratie! Nur sie wird als die Verteidigerin der Arbeiterklasse von allen Bürgerlichen gefürchtet. Di« freien Gewerkschaften der Arbeiter. Angestellten und Be- omten hoben deshalb die Parole ausgegeben: Mit aller Kraft für die Sozio �demokratische Partei! Die Berufsorganisationen sind die berufenen Vertreter der Inter- essen der Arbeiterklasse. Die Feinde dieser Organisationen sind die rcreinigten Nationalkommunisten und der Bürgerblock. Sie olle gilt es am 14. September zu schlagen! Wer gegen den Abbau der Löhne und Gehälter ist, gegen den Abbau der Sozialoersicherung, gegen die Verwendung der Hauszins- steuer zur Entlastung der Reichen, gegen den Bau von Wahnhöhlen für Arbeiter, gegen die Bcrinehrung der Arbeitslosigkeit, gegen die Knechtung und Entrechtung der Arbeiterklasse, der tut diese letzte Woche seine Pflicht, die Pflicht eines jeden: der wirbt für die Sozialdemokratie. Vor schweren Kämpfen. Metallindustrie, Gpeditious« und Fuhrgewerbe im Konflikt. Die ilttzeichea mehren sich, daß es tm nächste« JK«. nat w Bern« zn schwere« Arbeitskoafllkte« kommen wird. Es sind nicht nur die Berlin« 31 etat l- iudustricllcn. die zum Angriff aus die Löhne ihr« _____ Arbeiter übergeben, auch die Berlln« Juhrnnter- n e h m c r wollen den Anschluß nicht verpaffen. Der Lokolverband Berliner Spediteure hat dem Gesmnwerband den Lohntorif der Speditionsarbeiter zum 3». September ge» kündigt. Wenn mich die Spediteure genau wie die Metall- industriellen die Tariflündioung nicht begründet- haben, so liegt doch auf der Hand, daß der Zweck der Kündigung der Abbau der Löhne ist. Die Spediteure glaubten sich zu ihrem Vorgehen ermutigt, well die Spedihonsarbeiter beschlossen hotten, von einer Kündigung des Lohn�orifes Abstand zu nehmen. Sie geben sich wahrscheinlich der Hoffnung hin, daß die Arbeiter im Augenblick«ine offene Aus- einandersetzung mit den Unternehmern unbedingt vermeiden möchten. Haben die Spediteure ihre Rechnung so aufgestellt, dann hoben sie sich g r ü n d l i ch g« i r r t. In der gleichen Versammlung näm- lich, die den Beschluß faßte, den' Tarif nicht zu kündigen, wurde einmütig zum Ausdruck gebracht, daß einem Angriff der Unternehmer auf die Löhne der schärfste Widerstand ent- gegengefetzt werden würde. Und was ein solcher Beschluß m einer Branche zu bedemen hat, die fast restlos organisiert ist und die schon mehrfach bewiesen hat, daß sie diszipliniert zu kämpfe» versteht, dürste auch den Spediteuren klar sein. Der Versuch, die Löhne der Speditionsarbeiter abzubauen, wird unweigerlich einen Streik auslösen, der auf der Seite der Arbeiter mit einer beispiellosen Zähigkeit und Erbitterung geführt werden würde. * Das gleiche gilt auch für dos Berliner Schwerfuhrge- werbe, wo der Lohntarif von beiden Parteien zum 25. September gekündigt worden ist. Die Arbeiter verlangen ein« zehnprozentig« Aufbesserung ihrer Löhne, während die Unternehmer ganz offen den Abbau der Löhne fordern. Die Fuhrherren glauben anscheinend, daß ihnen bei ihrem Vorstoß die Wirtschaftskrise zustatten kommen wird, die sie int letzten Jahr schon mehrfach dazu ausnutzen wallten, die sozialen Besttmmungen des Tarifvertrages zu durchbrechen. Aber auch hier unterschätzen die Unternehmer die organisatorische Kraft ihrer Arbeiter. Der Gesamtverband, dem die Arbeiter des Schwerfuhr- gewerbes zum größten Tell angeschlossen sind, hat bereits alle Vor- berellungen getroffen, um mit ollen zur Verfügung stehenden Mitteln auch dem Lohnobbauversuch der Schwerfuhrunternehmer entgegen- zutreten. VSML. hüllt sich in Schweige». Vor dem 14. September macht er den Mund nicht ans. D« Verband Berliner Metall industrieller wagt immer noch nicht offen Farbe zu bekennen. Vor einer Woche, wenig« Stunden vor dem Ablauf der Kündigungsfrist, hat er dem Metattarbeiter-Verband dos Schreiben mit der formalen Kündigung des Lohntorifes der Metallarbeiter übermittelt. Umgehend wurde de» Unternehmern der Emgang des Kündigungsschreibens be- st ä t i g t. um die Festsetzung eines Verhandlungstermins und um Mitteiluim des Kündigungsgrundes ersucht. Doch so ellig wie mit der Kündigung hat es der VBM.V mit den Verbandlungen nicht, noch viel weniger ober damit, den Ge- werkjchaften bekanntzugeben, wie hoch dos„Rotopier" sein soll, das die M-tallarbeiier ihren Unternehmern bringen sollen. Der VBMI. hat dem Metallarbettei-Derbaiid jetzt mitgeteilt, daß er nicht in der Lage sei. noch vor der zweiten SeptewbechSlfie Verhandlunae» anzusetzen. Auf gut Deutsch: der BLMS-«A tz$ die SBaHjtcu vopgb ergehe» lallen. Es könnte sonst passieren, daß die unausgeklärten Arberter nach Kenntnis des beabsichtigten Lohnabbaues sozialdemokratisch wählen. lieber seine Forderungen zum Neuabschluß des Lohntarifoer- träges hüllt sich der VBMI. aber vollständig in Stillschweigen. Die Berliner Metollmdustriellen stellen ihr Segel in den politischen Wind. Am IL. September ist die Lage.klarer" als jetzt. An diesem Tage hoffen die Metallindustticllen, bereits einen Ueberblick zu haben, ob d« arbeiterfeindliche Regierungskurs w c i t e r g e- steuert werden wird od« nichl. Dos hindert aber die.-.Metgllgxbeiter nicht, dezz.. MetaMn8u- striellen noch vor den Verhandlungen eine A nt'w ort aus ihr beredtes Schweigen zu geben, und zwar am nächsten Sonntag durch ihre St i mm a b ga b«'ftü r die Sozialdemokratie. Ein gewaltiger Sieg der Sozialdemokratie am 14. September wird ge- wiß nicht die Tarifkündigung in der Berliner Metallindustrie rück- gängig machen, aber dazu beitragen, daß das reaktionäre Spiel des Unternehmertums nicht noch durch die Regierung gefördert wird, wie es die Stellungnahme Stegerwalds im Geholtskonflikt der Berliner Metallindustrie deutlich gezeiot hat. Um die englische Gozialpoliiik. Gewerkschaftskongreß und Staatshaushalt. Ztotingham. 5. September.(Eigenbericht.) In feiner Begrüßungsrede an den Gewerkschaftskongreß hotte Innenminister lHynes u. a. erklärt, die Regierung werde in der konunenden Porloinentssession im Unterhaus einen Gesetzesvorschlog unterbreiten, der das Antigewerkschaftsgesetz der Baldwin-Regierung aufhebe und den Gewerkschaften alle jene Rechte und FreiHetten wiedergeben soll, die sie vor dem Jahre 1327 besessen haben. Der Kongreß unterstrich dieses Versprechen des Innenministers am Freitag noch einmal durch ein« ernste Mahnung und durch eine einstimmig angenommene Entschließung. Anschließend begann die Debatte über die geforderte staat- liche Familien Versicherung. Dem Kongreß liegen ein Mehrheits- und Minderheitsbericht vor sowie ein entsprechender Antrag, der eine staatliche Kinderzuloge von wöchentlich 5 Schilling für das erste Kind und 3 Schilling für jedes weiter« Kind verlangt, und zwar bis zur Schulentlassung. Seit langer Zeit wird diese Forderung in der englischen Arbeiterschaft lebhast diskutiert und erwogen. Am Freitag wurde auf dem Gewerkschaftskongreß mit- geteilt, daß die Annahme des Anttages einer Forderung an das Staatsbudget von jährlich 70 Millionen Pfund gleichkäme. Die von dem Kongreß beschlossen- Herabsetzung des pensionsfähigen Atters auf 50 Jahr« würde eine Mehreinnahm« von 28ö Millionen Pfund erfordern. Glaub« irgend jemand, rief Camp, der Bertteter des Generottots, dem Kongreß am Freitag zu, daß sich hierfür in dieser Zell im Parlament eine Mehr- heir finde, wenn man außerdem bedenkt, daß ollein in diesem Jahre der Arbeitslosenversicherungssimds berett? um 44 Millionen Pfund überzogen fei? Man solle doch der Reaktion die Sache nicht allzu leicht machen und ihr nicht freiwillig solche Waffen gegen die Arbeiterbewegung in die Hand geben. Den Standpunkt der Minderheit vertraten vor allem die Vertreter der fett 10 Iahren am schwersten unter der Wirtschaftskrise leidenden Berg- und Textilarbeiter. Cook und vor allem Ben T u rner setzten sich für den Antrag ein. Die fast den ganzen Sitzungstag einnehmende Aussprache endet« mit der Ablehnung des Antrag«,. 2154000 Stimmen standen 1347 000 Befürwortern gegenüber. Hingegen wurde der Bericht des Generalrats gutgeheißen, der die Dorschläge zum Ausbau der bestehenden sozialen Gesetzgebung entbölt. * Der Kongreß muvde am Sonnabend abgeschlossen. Der aus 32 MiMedern bestehende Generalrat ward« miederge- VllhU. Aus Moskau zurück. Durch Schoden wird man klug. Die ehemalige kommunistische Gewerkschoftszen� t r a l e der Tschechoslowakei hgt sich am 1. September mit der.freigewerkschaftlichen„Tschechoslowakischen Gewerk- schaftsvereinigung" verschmolzen. Der Mitgliederbestand dei; frci- gewerkschaftlichen Gewerkschoftszentrale stieg dadurch auf rund 500 000. Die Schäden, die durch die verbrecherische kommunistische Spaltung erzeugt wurden, werden noch lange nachwirken. Immer» hin sind diese einst kommunistischen Gewerkschaften, die jetzt Mos- kau den Rücken gedreht haben, durch diesen Schaden klug geworden. Die Kommunisten ziehen ab. Am Freitag fand eine gut besuchte Versammlung der Belegschaft von Bergmann Rosenthal statt, in der Genosse Kurt Hei- n i g sprach. Nachdem Heinig beretts das Wort ergriffen hatte, meldete sich der Sprecher der kommunistischen Zelle und verlangte. daß nach Heinig ein kommunistischer Korreferent das Wort bekommen soll. Als er mit diesem Vorschlag keine Gegenliebe fand, versuchten die Nazikommunisten durch Radau die Versammlung zu verhindern. Die erdrückende Mehrheit der Versammlung verwies die Radaumacher jedoch zur Riche. Dies« Zumutung war mehr, als die Zellenbrüder vertragen konnten. Sie verließen„geschlossen" den Saal. Es waren, genau gezähtt, 38. Die übrigen mehr als 300 Bersammlungsbesuchar borten dann zustimmend das ausgezeichnete Referat des Genossen Heinig an und auch die Aufforderung des Vorsitzenden Genossen Wandtk«, am 14. September für List« 1 zu stimmen. Bein'ebsrat wie ihn der Llnternehmer wünscht. Die Spaltlingsapostel bei Ullstein. Mehrere der vielen Lügenberichto der„Roten Fahne" be- schästigen sich mit der Belegschaft der U l l st« i n- A- G., die für die KPD. erobert werden soll An der Spitz« der Betrieb svertretung steht der Ratsrontmonn a. D. Hans Meier, der für seine antisoziale Einstellung einem Mitorbetter gegenüber und sein gewerk- schoftsschädigendes Verhalten mit noch zwei anderen Patent- bolschswiften aus den Reihen der organisierten graphischen Hilss- orbeiter entfernt wurde und dem die Mitglieder der freien Ge- werkfchaften in einer Versammlung am 17. August das Miß- trauen aussprachen. Der Kampf der Arbeiter untereinander im Betrieb geht weiter. Es wird hier kein Geheimnis ausgeplaudert, wenn behauptet wird, daß die Geschäftsleltung sich keinen besseren Be- trieb»r at wünscht, da ja dieser die Kompfkrost der Arbeiter- schaft durch politische Treibereien und Beschimpfungen der Anders- denkenden in ganz außerordentlichem Maße schwächt. Dom Vorstand des„Graphischen Kartells" wurden die frei- geeverkschafllich organisierten Funktionäre zu einer Konferenz ein- geladen, in der über die weitere Entwicklung.der Vorgänge in der Ullstein-A.-.G. gesprochen werden sollte. Nachdem der Vorsitzende P r i e m e r die Sitzung eröffnet und Grohmann das Wort erteilt hatte, setzte ein u nb e'f ch relljJU ch e r Tumult ein, der ganz systematisch ausgezogen war. Daß der Vorsitzende noch häufigen Verwarnungen und Aufforderungen rni die Hauptkrakeeler, den Saal zu verlassen, der Polizei das wettere überlassen mußte, log nur im Interesse der übrigen Versammlungsbesucher. Die Ausdrück«, die beim Abzug-der„Revolutionäre" den anderen Funktionären zugerufen wurden, sind hier nicht wiederzugeben. Die Berliner„Pramda" fälscht in ihrem entstellten Bericht auch die Teilnehmerzahlen. Tatsächlich haben nicht 70, sondern 35 Funktionäre den Saal verlassen, und 85, nicht 30. blieben, die Dorstonde der Organisationen nicht mitgerechnet. Die Funktionär«, die in der übergroßen Mehrheit der A m st e r d a m e r Richtung angehären. verlangten die Wiedereinstellung des von den Kommunisten brotlos gemachten Kollegen Pflanz ans seinen allen Arbeitsplatz. Besonders erfreulich war es, daß auch die Buchdrucker aus ihrer Reserve heraustraten und sich für diese Forderung warm einsetzten. In, Interesse der Gesamtarbetterschaft liegt es, daß in diesem größten Unternehmen der graphischen Industrie endlich wieder die Verminst zu ihrem Recht kommt. Angestellte kämpft für euer Recht! Dieser Wahlkompf ist Gewerkschastskampf. Alles steht auf dem Spiel Sollen die Uniernehmer ihre reaktionären Pläne verwirklichen können, sollen Gehallsabbau, lange Arbeitszeiten, sozialpolitischer Rückschritt eintreten oder sollen sozialer Fortschritt und wirtschaftlicher Aufstieg- der Angestellten das Ergebnis dieses Wahlkampfe? sein? Kommt alle und hört, was Fri.tz Schröder, Mitglied Imseres Berbandsnorstandes, hierzu am Dienstag, 20 Uhr, in den Kammersälen/ Teltower Straß«, zu sagen hat. Er spricht über: Kampf jeder Reaktion! Für sozialen Fortschritt! Gegen den Bürgerblock! Für die Freihett! Zentraloerband der Angestellten, Ortsgruppe Berlin. NagefWlii!>» Pettth-i»..»tü> Dienstea. 30 Uhr,«es Zentrums. NostnÄiler 3t t. 36. 3r. Scrtorn fireiftta furidN- „©Mrir iSejioIrcaftion, T-iritbruck, UrdAttitivwmWSit". All« mit den AtA- 3»«rbäniitn fnnmatftifiewtihtn Bctriedstollesrn find hiew«rng«laden. Bund der technischen Aneestellteo.. Zentralnerband der Angestellten und DZmien. Beutscher Wertmctsteroerbevd. Perlannl der KesnndheitevNefte sau Berit». Mittivoch. 30 Uhr, in den ffirrmonifälm. Thoufscuftr, UQ. gioft« dttentlichi stutchgcbung. Cs sprechen: Reichstags-» bgeordnete. Zrau.stlara Dohm�Lchuch und der Londtapsabfleordnetr Vratessar Dr. lTdoks. Alle Ke nassen sorgen tür einen guten Besuch dieser rnichtigen Beranstaitung. Zliesenleger. Dienstag. IS Uhr. Bersauunlnng in den Refidenifestsälen. Landsberger Str. 31. Bericht vom Bcrbandztag. sts ist Pflicht all« Sollsgev. ,u erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Die IZochgruppenabieiluag. ckdtz�reieGewerkfchasts-Iuaenü Berlin tJ beute,.ff est der Arbeit' in Brifi. Treffpunkt mir Demanstra-mn„m 14 Uhr vor der Schule Vorchimer Strafie.— D« Sprechchor trifft r-o, um 16 Udr cm Birtenwalüchen sBuschiruä».— Snipp« Süden. Süd. mesten: Treffpunkt UNI 13 Uhr Halleschis Tor IUM Abmarsch nach Drin. Gruppe Sudefte»: Treffpunkt' um IZ Mir am tiovbuster Tor»um Abmarsch nach Brist. .luaendaruvve deS?eniro>verbondes der Anaestellten Heut«. Sonntag. Dainpferfalirt uach Woltersdorf« Schleuse«»'ost-t 8 Udr Mi chaclkir chb-nirle, Karten?u 1D0 W. für Jugendliche upd 136 M. für if-nvachsene päd noch am Dampter ,u haben.- Morgen, Montag, finden folgende Beranstaliungen statin Wedding: Jugendheim Turiner Ecke Seestraste. Svariergang»um S-dasert-e.— Brrst: Städtisches Juaenddeini(Rattalts). Aus. sprocheabeud:-Unsere C-rflu«".— Urion: Jugendheim fflugtafsnftr. 68. Bor« trag: Berufsschule— Werkschul«*. R»fer«itr Willi ffcctom.— Tempelb, i- Jugendheim der Schule Sermaniafrr. 4—6. Schaan««oststraste. Unser Hei«, abend«Alt Wir stnd«f fferjenstch-t.— Scirt««* Spott: Ah tR Uhr Die lockere Beschaffenheit des Persilpulvers erfordert eine sorgfältige und feste Verpackung« die jeden Verlust durch Ausstreuen ausschlieft. Das Öffnen der Pakete erfolgt am besten vor dem Waschen mit trockenen Händen auf folgende Weise; &tfweder'. Man nimmt das Paket aufredit in die ffnkc Hand mit der Vordcneitc dem Körper zu- gekehrt, greift mit den Fingern der rechten Hand oben über die VcrsdUufjklappc(deren Kante durch da» Papier zu fühlen i»l) und reiht sie hoch(wie aus der Abbildung ersichtlich). Man legt das Paket mit der Vordcneöc nach unten auf einen Tisch und ritzt mü einem Küchenmesser oder dergleichen die ober« Yerschluhklappc ein. Das Paket läht sich dam» leicht mit der Hand öffnen. � Auf je 3 Eimer- Wasser kommt 1 Paket Persll� auf einen Kessel also, der beim Waschen 6 Eimer Wasser faht, nimmt man 1 Normalpakete oder 1 Doppelpaket PersiL(Das Doppclpaket Persil ist 5 Pfg. billiger als 2 Einzelpakete). Die Waschlauge wird immer kalt und für jeden Kessel frisch bereitet. Einmaliges Kochen der Wäsche genügt. Die /iPersil-Dame" will Sie beraten in allen Fragen der häuslichen Reinigung. Vertrauen Sic sich ihrer Erfahrung an. es wird Ihr Nutzen sein! Kennen Sie Sffefta des jyngste Erzeygnis der Pcrsilwerke:® Henkels Aufwasch-, Spül- und Reinigungsmittel? Äenc Qoussy: IflUT Cllte .?en4»tnet bcr bfflcn Atnntt der Mrn.schen unk Ihm -afriCtts,?e Korporat einen Schluck Wasser zu verabreichen. Seine bereitq glasigen Augen blicken mit seltsamer Beharrlichkeit in die ihren� Einig« konvulsische Zuckungen, ein Strom schwärzlichen Blutes—t und der Verwundete hat ausgelitten. Vom strahlend blauen Himmel brennt eine unbarmherzige- Sonne hernieder. Die Stechfliegen nahen in dichten Wolken. D«? Leichengemch lockt die Ameisen an, die in geschlossenen Gliederuj herbeikommen. Sie werden heute abend zu tun haben. Dola läßt chr Haupt sinken und schreit in die Wildnis hinaus., Nie mehr will sie die kleine Sttohhütte wiedersehen, in der sie mit N'Gombo gelebt hat. Nie mehr will sie essen. Auch nicht atmen will sie mehr. Langsam erhebt sie sich. Und nachdem sie eine Strähne von N'Gombos Haar in die Erde vergraben und den Leichnam, dessen Antlitz sie gen Sonnenausgang richtet und dessen Handflächen sie nach außen dreht, in den Schatten gezerrt hat> zieht sie ein kleines bräunliches Säckchen, an dein einige Elefanten- haare und ein« Leopardenkralle befestigt sind, hervor. Ohne zu! zögern, entleert sie dessen Inhalt, ein schwarzes Pulver, in die Kürbisflasche des Toten.' Es ist das Gigri, das ihr Simba, der große Zauberer, gegeben hat. Ein unfehlbares Gigri. Dann breitet sie die Wolldecke auf der Erde aus, die N'Gombo quer über Schulter und Brust getragen hatte, legt sich an die Seite des Leichnams und trinkt mit einem Zuge den Trank aus. Simba war in der Tat ein großer Zauberer. Er hat nicht gelogen. N'Gombo»st nicht mehr allein in jenem Lande, wo es keinen Unterschied mehr gibt zwischen Weißen und Schwarzen... Drei Monate später tauschten die Weißen aus der Veranda der j Offiziersmesse in Pambouya ihre Ansichten aus.„Der arme Bastien", sagte ein sonnverbrannter Leutnant,..in nur sechs Monate« sollte er wisder in die Heimat." Aber die anderen waren Fatalist«« und schüttellen nur die Achseln. „Und, weil wir gerade davon sprechen, was wurde eis*ntti[fc blitzt« steuerbord am 5)onzont miß !Si« fnm ivi|d) auf uns zu. Eine Taijunmolke aus kreischenden Seeoogeln! Unter ihr mar da? Wasser gequirlt. ' Grnßjagd der vereinigten Delphine des Indischen Ozeans! Ein gewaltiger Jagdherr, Poseidon in eigner Gestalt, batte mil seinem Dreizack an einen mächtigen Äorallenfels, den Gong des Meeocs, gesch'ogcn. Er hatte die Koppeln seiner Schmeißhunde, der Delphine, gelost, er hatte die Schwärm« seiner Jagdfalken, die gierigen Möwen, beordert. Gewiß bliesen dazu unten aus dein Grund des Meeres Tri- -tonen auf Muschelhörnern zu diesem Ausruhr! Wir standen an der Reeling wie an der Rampe eines Theaters. Die Delphine trieben in einer Front nan sechs Kilometern in �-Schützenketten gestaffelt. Tousciid, zweitausend gefräßige Bestien in Linie zugleich! Dahinter die nächste Kette! Dahinter die dritt»! In der Luft bei ihre» geschmeidigen Sprüngen pusteteii sie und schneuzte» sich rasselnd die Nase», kurzatmig, und den Schlund noch voll gefressener Fische. Wie schwere Pfeile zischten die spitz- köpjiocn Jäger im Wasser umher. Die nerfoigten Schwärme der kleineren Fische, Millionen und ober Millionen waren in einer entsetzliche» Lage! Ihre verscheuchten Kolonnen zuckten ouf dem Wasser hin und her: verzweifelt sprangen hunderte aus den Wellen heraus, ihre Rückenflossen und die schillernden Körper rissen das Wasser schaumig aus, und eigen- artige Quirlsireifen, wie von jähen Bojen erzeugt, huschten über die Fläche des Meeres. Doch die Flucht nach oben in die Luft inar noch viel sicherer ihr Tod! Sie gerieten in das Jagdbereich der kreifchendcn Vogel- mölke, die mit den Delphinen jagte. Manche Vögel legten plötzlich die Flügel an den Leib und schössen als lebendige Harpunen senkrecht auf die verstörten Fische herunter, andere segten in scharfen Kurven in die Wellenmulden hinein und schnappten sich die Fische im Flug. Ein furchtbarer Kampf der Vernichtung, der hier vorüber- hraufte! Für die verfolgten Schwärm« der Kleinen gab es keinen Ausweg. Sie erlagen den Schützenketten der Delphine oder der flatternden Wolke.■ Dicht hinten an unserem Heck, noch durch das Qnirlwasser der Schraube, ging der rechte Flügel der milden Jagd. Ein kleines Dätachement der Delphine schwenkte zu uns ab und jagte des Spaßes halber an der Schissswand längs. Sie jumpten aus dem Wasser, pusteten und schienen über die lächerliche Geschwindigkeit unsere Schisses zu lachen. Ohne sichtbare Bewegimg der Flossen schössen die Tiertorpedos vorbei. Die Jagd war vorüber. Roch war dos Wasser erregt. Weiß« Federn, Schnee aus der Wolke der Vögel, war verstreut. Nachzügler kamen vereinzelt hinterher. Si« räumten die Tafel ouf und hatten es nicht eilig. Lässig schwappt« die Flosse der Haie bin und her: sie war nicht fest und prall wie die der Delphine. Manchen Fisch gab es noch zu fressen, der angepickt aus dem Schnabel der Möwen gefallen war, manch« Blutwotke im Wasser war zu durchschwimmen, di« die Haie lüstern durch die Klappen ihrer Kiemen sogen. Auch ein ermatteter Delphin blieb vielleicht zum Fraß« hinter der Schützenkette seiner Brüder zurück. Alles war vorbei. Im ewigen Gleichmaß rollten vom Horizoirt her die Wogen über den Kessel der Jagd. Die Sonne lag voll auf dem Meer. Fern schwamm in dunstigem Licht die afrikanisch« Küste. Millionen Fische waren gefressen, hunderttausend waren sott und zufrieden. Poseidon blies auf einer gewoliigen Muschel das Halali. r/n der Dog eilt ander Herberge Nur an wenigen Bächen, Teichen, Wasserburgen und sonstigen idyllischen Fleckchen singt der R v h r w a l d nach sein poesievolles Lied im Winde. Schade drum, birgt doch das Röhricht ein reiches, eigenartiges Vogelleben. Einige Rohrbewohner haben sich schon den oerönderten Verhältnissen angepaßt, so z. B. ist der S u m p s r o h r- s ö n g e r oder Grauspötter in das Kornfeld gezogen, er singt sein« reizenden Spottlieder an schwanken Getreidehalmen, während er sein Hängenest mit Borliebe om Rain im Beisußgesträuch anlegt. Wenn im Frühjahr und Sommer die Rohrdeckung durch das seltsame Völkchen der verschiedenen Rohrsängerarten belebt wird, besonders von der Rohrdrossel, di« mit dem Ausdruck „schimpfender Rohrspatz" häufig zitiert, ober selten gekannt wird, so ist im Herbst dos Röhricht eine Wand«rherberge. Bogel, die sonst selten Gebüsch oder Gesträuch aussuchen, beleben vor der Wanderung in großen Scharen den Rohrwald. Erst versammeln sich dort große Schwärme von Rauch-, Mehl- und Uferschwalbe», um mit eifrigem Geschwätz die Rächte vor der Reise zu verbringen. Sie finden alle im Rohr Schutz und können hier von Raubzeug nicht so leicht über- roscht werden, wenn auch der Sperber hin und wieder«ine von ihnen greift, die er in der freien Lust nicht erjagen kann. Dann sammelt sich das Bolk der Stelzen, besonders die gelben Gebirgsstelzen, im Schilf, um spater den riesigen Storenschwärinen Platz zu machen. Ilm diese Aeit ist auch die Jugend des Wassergeflügels im Schutz des Schilfes groß geworden. Spieß- und Stockente, Hauben- und Zwergtancher, die seltener« Pfeif- und die niedliche Krickente gleiten jetzt, meist samilienweis«, durch die Rohrstengel, qründelnd und tauchend, um sich' für die mehr oder minder lang« Reise zu stärken. Viel« von ihnen verbringen den Winter in der Näl-»« des Kaspsschen Meeres. Ende September, anfangs Oktober ist der Rvhrwald verödet, die vergilbenden, trockenen Blätter rascheln, wenn der Herbstwind durch dos Rohr fährt, die kunstvollen Nester der Rohrsänger zer- sollen, �ogar die muntere Gesellschaft der Frösche begibt sich zur Winterruhc. Reinecke, der im Sommer om Ufer so manchen fetten Bissen fand, schnürt mißmutig durch den Halmenwald, die Hoffnung aus einen verspäteten Nachzügler ist vergebens. llrzn? Fuchs. 23 yahreSyphiliserreger In diesem Jahre begeht die medizinische Wissenschaft ein Zubi- läum zur Erinnerung an«ine Tat, die für die gesamte Menschheit von überragender Bedeutung war. Bor 25 Jahren gelang Zwei hervorragenden Forscher», Fritz Schau dinn und Erich Hofsmann, noch jahrelangen Vorversuchen und vielen Eni- täuschungen die Entdeckung des Erregers der Syphilis. Am 3. März liWj konnten sie im Berliner Reichsgesundheitsomt im Gewebesaft eines syphtlitsschen Geschwürs ein„rundliches oder birnfönniges" Gebilde, die t-piroebzete pallida feststellen, das sie hei weiterer Durchprüfung syphilitischer Organ« regelmäßig wieder- fände». Am 17. Mai IllOä erfolgt« in der Berliner Medizinischen Gesellschaft die erste äußerst zurückhaltende Mitteilung von Schau- dinn und Hossmann. Sofort erfolgte— so brennend war dos Problem— die Nochprüfung durch die Klinik. Schon acht Tag« später konnten die Spirochaetenbesunde bereits durch eine Anzahl van Klinikern bestätigt werden.?wr wenige waren so leicht nicht zu überzeugen, unter diesen der berühmte Kliniker und damalige Borsitzende der Gesellschaft, Ernst v. Bergmann. Er faßte die Aussprache über die Entdeckung der Spirochoete lakonisch zusammen: „Damit ist die Diskussion geschlossen, bis wieder ein anderer Syphiliserreger unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt." Das war keine Ermutigung für junge Forscher und ein schledster Donk für eine Entdeckung, die für die Menschhest von gleichem Nutzen war wie mehrere Jahrzehnt« vorher die Aufklä- rung des Wochenbettfiehers durch Semmelweis, den„Retter der Mütter", dem man ebenso wenig Dank wußte. Bergmanns Stellungnahme wird ja verständlich, wenn man bedenkt, daß er dreißig Jahre hindurd) die Entdeckung von 25 sogenamüe» Syphiliserregern über sich ergehen lassen mußte. Schoudinn und Hossmann waren aber glücklicher daran als Semmelweis: ihre Beweisführung war zu schlagend, die Uebertragung auf Affen und Kaninchen zu beweiskräftig, so daß schließlich auch der letzte Step- tiker oerstummen mußle. Sd>audinn konnte seine bei gemeiissamen Untersuchungen mit E. Hoffmaim erzielten Befunde nicht weiter ausbauen: er starb schon im Alter von noch nicht ganz 37 Jahres am 22. Juni 1906. Kürzlich hat man seinem Andenken zu Ehre« im Reichsgesundheitsomt ein« Plakette„im Namen der deutschen Aerstejchast" aufgehangen. Hossmann, der heute den Lehrstuhl der Dermotologischen Klinik in Bonn innehat, sührt die begonnen« Arbeit weiter fort und ebnete der diemotherapeutisdten Forschung die Wege. Schon wenige Jahre nod) der Entdeckung des Erregers konnte Ehrlich im Jahre 1910 nod» zahlreichen Vorversuchen auf der Königsberger Tagung der„Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzte" der Aerzte- welt das Salvorson als Wosfe gegen die Syphilis empfehlen. Die Erfahrungen der solgenden Jahre hoben Ehrlich« Voraussicht Recht gegeben. Salnarfan ist zu einsnr unübertroffenen Heilmittel der Syphilis geworden. In zwei Jahrzehnten systematsscher Behandlung konnte diese Volksseuche immer mehr zurückgedäncmt werden. Heute ist in ollen Staaten ein starker Rückgang zu ver- zeichnen. .zb l. Oktober d. J. everU. später ist unser �estacurant Lealigenheliii (l.okal mit Garten, kleiner Saal. Klubeimmer» (hedigenheim eytbält III Zimmer)—- su verpachten. Angebote nur schrittlich erbeten. Siedlung Lindenhof e.o. m.b.H. 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September 1930, » Uhr ad und zwar: Zahrriider pp., Sünder, Pelzwerk und Wäsche-. bei Abteilang I, Zägerstr. 64, nom Memtag, dem 15. September 1930, 9 Uhr ab und zwar- Zahrräder, Gegenstände der Optik. sileider, Pelzwerk, Wäsche, Stristall, Juwelen. Gold- und Sübersacheii. stur»ersollene Psändcr, welche erst nach bem Auktionsbeginn cnieuei oder ein- — ilöft werden, m»st destimmungsgemöß uilionogebilhr berechnet werde». Staatliches Leihamt. sei Ä1 Arbeitsmarkt Stellengesuche., Porti erstelle gesucht. Tauichwohnung vorhanden. Augebete unter M. 3t Ärupreeveditiou de» Varwärt». IVakllscfaer MM Or. püii. *dt umfass ender Aach, und Allgemein- bildung, aewandt in Woet u. Schrift, Pz. sucht Stellung in Seire- tarcol. Archin, Der- lag, liedakrion oder ithul ch Anaedol« unier X. 31 Haupt- emed. de» Vorwärts Amritt 10. 3a Dr.jur. Prädikats-Referen dar, gereiftePersön liehkeit, energisch, gewandt und reprä- sentabel. sucht geeignete Position als Justitiar. G,ewerl(- sebaftssekretär od dcrgl.— Off. unter L. 31 an die Exped. dieser Zeitung. ssrfskraakentiassB der MedianifceT. Optlfter o. verv. Bewerte zu Berlin. Bekanntmachung. Die nom Vorstand und Ausschuß am 19. Mai 1930 beschlossene 24. Abänderung der Satzung, betreffend Wochen- und Faun- lien-Wochenhilfe. ist am II. Juni>930 und die durch die Notoerordnung des Reichs- Präsidenten vdm 26. Juli 1930 bedingte und vom Borstand und Ausschnst am 25 August 1930 beschloffcne 25. Abänderung der Aaffensatzung ist am 4. September 1930 oom Obernersicherungsamt Berlin geneh- migt worden. Die 24. Abänderung gilt ab 1 Zuni 1929. Die 2S. Vbanbecnng ist ab 1. September 1930 in stuft, soweit einzeln« Bestimmungen nicht bereit« ftllher(28.7.30) in Scaft getreten find. Drnckstllcke der beiden Abänderungen sind nom 10. September ad im Büro der Sasie, Berlin, Surstrahe 30. erhältlich. Der Vorstand R.®»tfche, Bors. F. Heman», Schristf 1 Z. 1304. 29. Strafsache gegen den Redakteur Wilhelm F i r I in Berlin- Oberschäneweide, Daisftr. 11, wegen Beleidigung Das Schäffengericht Berlin-Mitte. Abtlg. 207. in Berlin hat am 30. April 1950 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen übler Nach rede zu 300— dreihundert— Reichsmark Geldstrafe und wogen Beleidigung in Tai- einHeft mit übler Nachrede zu weiteren 200— dreihundert— Reichsmark Geld- straft und in die Saften des Verfahrens oerurieiit. Im Falle der Nichibeftreibbarkeft der Geldstrase tritt an Stelle von je 20.— RM. ein Tag Gefängnis. Dem Polizeipräsidenten in Berlin wird die Befugnis zugesprochen, den er- kennenden Teil des Iltteils innerhalb zweier Monate nach Zustellung des mit Rechtskrastzeugnis nersehenen Urteils an ihn in der„Roten Fahne", der, Bosstschen Zeitung" und dem„Vorwärts" je einmal aus Soften des Angeklagte» bekanntzumachen. Die noch vorhandenen Exemplare der.Roten Fahne" Nr. 214 nom 2s. Ok- tober 1929 und Nr. 218 vom 27. Ok. tober 1919 sowie die zu ihrer Herftellung bestimmten Platten und Formen sind im Rahmen des z 4t StGB, unbrauchbar zu machen. Das Urteil ist vollstreckbar. Dar Geaa-alstaatsan-n-ali bei dem Landgericht I. pÄmle DRGM Varenz er- wirft Dr. Boddoim, ZorÖrV Dr. ilOSKffli OrtbopAdle, Rönlfteo. Eehatömnges. Deotsdier Wlarbeiter-VeM Verwaltungsstelle Berlin Todesanialge Den Sollezen zur Nachricht, daß unser Sollege, der Monteur .Peter Bernhard am 24. Juli gestorben ist. � Di» EiniischeiittiZ häi schon statt- gefunden. Ehre seinem Andenken: Di« Ortarersraltong Am 4. September verstarb nach kur zem. schwerem Leiden mein lieber Mann und guter Vater «Johann Pohl im Atter von 50 Zahron. Die Iraaernden Hinterbliebenen. Die Einäscherung findet am Diens- tag, dem 9. September, nachm. 5 Uhr. im Srematormm Gerichffttafie, statt Am 3. September entschlief piiitzlich und unerwartet, mein lieber Mann, unser Baier und Großvater Max Fischer Dies zeigen iiefbetrllbt an kran Marie Fischer nebst Kindern nnd Enkelkindern Die Beerdigung findet om Montag, dem 8. September, noditn. 2Vj Uhr, aus dem Gemeinde-Friedhos, Marien- dorfer Weg, Natt Plötzlich und unerwartet entschlief om 4. September an den Zolgen eines Schlagonialles mein lieber. guter Mann, unser Iteber Detter, Echwieger- und Großvater Paul Broske im 86. Lebensjahre, ?m Namen der trauernden Hinter- btzedenen Klara Broake SU Trauerfeier findet am Mit. woch. dem 10. September, nachmittags 5V- Uhr, in der Trauerkalle des Sre- matorwms Gerichffttaße 37/38 sta'.t FürdUvielen Beweise herzlicherTeil- nähme bei der Einäscherung meines lieben Manne» und Baters Max Klßner sagen wir hiermit allen Berwanhten und Bekannten, insbesondere dem Redner Herrn Karl, dem Vorstand und den Funktionären des Bolk». Feuerdestattungsoerems. der 35. Abtlg. der SPD. und den MUtern de» Hause» Mirbachstr. 3 unseren her,- lichften Dank. Vv. Anna Kifjner and Tochlcr Elfrlcdc. Van der Fc5»e rordr.kf Dr. med. A. Hahn Derlln-ychtttuebero.»Vooptyroste 24 Waschsamte m.««. ni». mu. 1.20 1.50 Stoffe"*■ 140-- dreist grsu ze- 1 mastert f. Dunen-Böcke Mtr. Matlasse w.hwaT2r, v». 120 rm breit, für Damcn-Mintel.... Mtr. Bett-Garnituren| niertes and 1 glattes Kissen.... Läken ÄI,S gutcm �'lstach, ee- si-umt........... Barchent-Laken mit irtun- thren-Berdüre............ Handtücher �a£fnm',:X Küchen-Handtücher ireskamt n. gebindert..... Stück Frottier-Handtücher�'rt CaCheneZ fOr Damra a. Herren Strickwesten��Ä8"?; Sportwesten Herren-Hemden�PX'S" Herren-Einsatzhemden unsere bewährte Qualität, Gr. 4 n. 5 2.25 6.95 2.50 2.60 0.40 0.45 0.65 1.25 4.95 2.60 1.70 1.75 0.76 0.90 2.10 1.10 2.95 Putterschlüpfer kleine Kinder............ Putterschlüpfer Damen-Unterkleider��"," schwere Qaalitat. m. kleinen Fehlern Dieselben f. 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Hof. 2 Statuta recht». ,0 richte» Achtung. Kreis- und AStellungsieiter! Alle roten Fahnen und Banner sind heute Sonntag zur Spartpalast'Kundgebung mit- zubringen. Achtung. Krcisleiter! Alle Krei»leite?«erden gebeten, die genaue Adrejs« und Telephonnummer des Zkn:iala>el>lt.okals siir den Wahltag am Ii. September dem Bezirkssekretoriat, Lindenstr. 3, Büro Fischer, umgchend mitzuteilen. Der Bezirksvorstand. e. Nrci» Tirroorteo. Achtnag, Sroott! Sirnotaa,». Srptraltrr, 2» Uhr, Beoiattiutt«famin luag Ca dra Moabit«»itrholltu. girchstr. IZ. Ta,-». ordauai»: Wie mülftn bis Arbkitnrhmrr Sri bf« Behbrdra am 14.©tji- tcmbcr Jtiaimi'at»tbn« albert ZaNrubcrs,. 4«m» Pr-Ngaorr Bei«, zur ssluablattverbreltung für ltaiibrnkrlonlstr« senden die 2t., Zä., 2e., 28., 2g. abt. je 10 Mann am Montag, 8 Sep. rember. 18 Uhr,?u Kdhler, Greifoioalder Str. 80; und die 2?.. 8». und .11. Äbt. su Goldschmldt. StoTbiFA- Str. 38. 7. Breit charlatteaborg. S3. Abt. Orffentliche Veomtenverfammlun« NItt» mach. 10. Sertember, 10tC Uhr, in Plöhensee, Restaurant..Nichbauw", Straße 12, am Derdindungslanal. Vortrag:»Die Reichatagsatahlen und die Beamten". Rtftreat Eduard Aachert, 25. b.£. Beamte, in dieser Ber, sammluna wird hingewiesen werben, wer kapitalistische Iniereisenten» und .statastrophenpolttik und wer gerechte Staatspolitit betreibt. Zahlreiches Erscheinen wind enwnrlet. 18.«rei, Zehlenbars. All« Genossinnen und Genossen treffen sich»u wichtiger Wahlanbeit in der Zeit vom 8. bis 1.?. September täglich von 17—20 Uhr im Lokal Stvckmann. Zehlendorl. Machnower Etr. 2.— Jeden Bovverztag von 17— IS Uhr hitlt Genosse Berndard Zander in feiner Wohnung in Zchlenborf, Swen-Hedln-Str. 71, kostenlose Sprechstunde in allen Bohl- lahrtsangeleqe nheiten od. 13. strei» Tempethos. Montag. 8. September, pünktlich ISlh Uhr. Sreionor» standssthung bei Pingcr, Te.mpelhof, Berliner Sir. 100. 17. Nrei« Lichtenberg. Montag, 8. September, lg Uhr, sfunktionitrsttzung im Arbeitsamt Oft, Boxhazcncr Straße. heute. Sonntag. 7. Seplember: 8. Abt. Die in Borde rwohmnicen wohnenden Genossen werden gebeten, nach Schluß der Sportpalostkundg-bungen di« Tian«sare.nl« und gähnen bei Richert, S.'iinmegsir. 8«,, absuhelen.— Siontag. 20 Uhr, zunktianÄrsthung bei Richert. 72. Abt. Die Genossinnen und Genossen treffen sich sur Wohldemonftratwn beute. Sonntag. Itztl Uhr. am Zepoelinploh. Abmarsch UV» Uhr mit Btusch.— Montan. 8. September. Igt, Uhr, gunktionärsitiung bei Senkel, Utrechter Str. 10. 181. Abt. Treptow. Di« Mitglieder beteilig«! sich geschlossen an der Heuligen Kundgebung im Sportpalast, Botebamer Straße. Treffpunkt> Uhr pllntt. lich Bouchd. E Uhr bei Odigio, Siraliunter Str. 11. 13. Abt. Igt-. Uhr her flinscl. Us-domstr. 22., 17. Abt. 1!>U uvr bei Dos«, Zl-rdhasen ss IS. Abt. 19V. Uhr bei Echrevel. ibrünthaler Str. 18. 20. Abt. 20 Uhr bei Pose,«olonlestr. 18. 23. Abt. lg;» Uhr bei Grunewald, Kameruner Str. 10. 24. u. 25. Abt. Alle Genossinnen und Genossen beteiligen sich an der Wähl«. kundgehuva im Saalbau Friedrichshain am Montag und.eeig-n der Kon. troll« ihr R»gli«d»h»ch unaufgefordert vor. 28. Abi. 20 Übe bei Rechenberg, Ehoriver Str. 40. 38. Abt. zlugdlottverdrertunq von den Zahlabendlokolen aus. Um 20 Uhr ssunktionärssnung hdi Busch. Tilsiter Str. 27, Einteilung der Wahiarbcit für den W hlsonntag. 83. Abt. 191, Uhr in der Juristischen Sprechstunde legte äunknanorsibung vor der Wahl. � 40. Abt. Igich Uhr Im Lokal fsdrster. Dreihundstr. 11, Mitgliedirversammiung. Bdrtrag:.Der Kampf gegen die Roattion.- R'f.: Robert Breuer. 41. Abt. Der Svrechchor und stdntllch» Genossen trekltn sich um IS Uhr im ,.,?riesenschl0ßchen ffrielenstr. 1«. 42. Adt. 10V, übt bei Wi-r-dorff. jlrhanstr. t. 43. Abt. 1094 Ur bei Kreon, Planuf« 78/78. 43. Abt. 19 Uhr Eltiung de» AbleUuvgooorstande« mit den Gruppenl«l!«n. Anschließend um 20 Uhr wichtige Dunktiondrsiiiunä im Lokal �leglerh-im". Giogauer Eike«leichenberger Srraß« 48. Abt. 20 Ubr bei«eller. Türsttustr. 1. 77. Abt. Schöneberg. 19 Uhr bei Jürgen«. Barbarossastr. 8». BorOandsssaun». Rcukolln.»1. Abt. 20 Uhr bei Schreiber, sslughafenftr. 7.—»l. Abt. 19Vs Uhr bei Schrdder. Steinmeßstr. 52. 1-8. Abt.«töpeai«. Wir be, eiligen un» an der Berfommlung in Hirschgarten. 111. Abt. Bohneborf. 20 Uhr bei Heimann. Walter»dorfer Str. 100, erweiterte Barstandesitmva. 128.>133. Abt. Pankow. Kur Iuiigwählerkundgebung sind alle Genossinnen und Genossen de» Kreiie» eingeladen. Rote Johnen mitbringen! z. Abt. 20 Uhr Luisenuser A Beisammlung der Besirk« Perle und Mcner. Die Genossinnen und Genossen beteiligen sich restlo» on der Demonstration de» 1.«reife» am Si,notag Treffpunkt 18'� Uhr«öllnischer Part. 101. Abt. Treptow. Treffen aller Rabfahrer und aller anderen Genassen, die sich porchi Agitation sur Perfügung gestellt baden, um 18 Uhr in der Spedition. Diea,fag, S. Sepkember:« 18. Abt. 19% Uhr bei Schab«,«dzlinee Sit. ft, ssunktionürsistung. 41. Abt. 20 Ubr Mitglicherversamm lung im Lokal.liriesenlchlaßchen", sfriesen- straße lt. Borlrag!.Demokratie oder Diktatur?" Ref.: Poliseiprostdent Zdrgrrbel. Giist« sind mitsuhringen. 4t. Abt. 90.. 91. und 82. Bezirk: 19V Uhr Zahladend im.Reschenberger Hos". Reichcnberger Str. I«7. 1. Bortrag: Die Wahl am 14. Seplrvtber." 2 Einteilung sur Bahlarbeit. 89. Abt. Wilmersdorf. 20 Ubr Zohlabend bei«ulko. Läuenburger Str. 21. Sedr wichtig! 75. Abt. Waauice. 20 Uhr im Lokal»Reich oadler",«önigftraße. Zahiabend. Erscheinen aller dringend erforderlich. 78. Abt. Schöneberg. Der 8. und 4. Be.iirk treffen sich am Dien»toa sum Ab. holen der zahnen und Blatat« um IS'U Uhr bei R-senthal. Eberostr. 66. Alle übrtsicn Genossinnen und Genossen sind um 19 Übe om Leuibenvioß in der 79. Abteilung. Nachher Bersammtung im Piccadilln. Ebersstraße. 83. Abt. Tewpelbrk 7. Beiirk: Z0 Uhr Zabladend im Lokal Happel, Gottlieb- Dunkel-Slraße Eike German:astr«ße. 35 Abi. t. Zeiirk 20 Uhr Zahlobcnd im Restaurant»Zur Linde", Zriedrsch» Karl. Eck« Werderstraße. * Röniqental.Zeperaick. Mittwoch. 10. September, öffentlich« Wätzlartuadgädu ng. Treffpunkt aller Genossen der Gemarkung Zepernick am Bahnhos Zepernick »m 18th Uhr sowie auch der Sport- und Iuoendarganisation de««reise». Ref.: Emil Dlttmer. Arauenveransiaitungen. «. Kreis ärtvibna. Voranzeige. Auoftug de? Partei un�?ugen7» tun A. 6ftptmt»pt naK Vricfslflna. Fahrgeld eiitf�T. Kaffee fiit Erwachsene Vk.. fllr ZÄgen�lich« 60 Vf.«arten find bei allen grauen teitennnen und bei den Genossinnen Älupati, BrandendurHfir. 74. und Aiemann. Gltschiner Sir. 4, zu babon. f. Nbf. Montag. 8. Seytember. M Spiegel. Äeterffr. I sam«oppeN» nlafc) Vortrag:..Der Kampf der So.hioldemo?rat'.e gegen die Reaktion.� Ref.: Gertrud Hanna, M. d. L. vkMMZSldllk für sozialistisüis BSlflanqsarößlt. Berlin Berlin SW68, Llndenetraße 3 Die Tat des Genassen Ralael Iniewski Von Friedrich Wendel Ein Zeitstück In 3 A'den. Einziger Darsteller: Theo Maret Donnerstag, den18. September 1930, Im StädtischenSaalbau, Neukölln, Bergstraße 147 Karton im Proiee von M. 1,10 und M. 1,70 Im Büro dos Bildungsaussohuooos, Undonstraßo 3 Beginn 20,15— Ende 22 Uhr Verbindungen: Untergrund-Bhf. Bergstr., Autobus 4, Straßenbahn 15, 47, 6, 115 10. Abt. Montag. 8. September, 19*4 Uhr. im Letal,«ttchflx. 13. Dortraa: „Der«ompf der Sozialdemokratie gegen die Reaktion." Ref.: Dr. 96.it f7ronl«ntbat- Rezitationen der Genossin Margarete Marbach. Ferner MiL-» Wirkung der Sozialistischen Arbeiten nagend. 45.«dt. Dienstag, fi. September. 19*� Uhr. bei Vinzier, Rrtchenderge? Straße 104. Vortrog:«Die. Auswirkung der Bürgerblockpolitik auf den Atbeit erbau sbalt". Reserentin: Else Mickacsis. «. Abt. Neukölln. Montag. 8. September, 20 Ubr. bei Gmgw. 9, Vortrag.«Die Frau als ausschlaggebender Foktar bei den Reichstags- mahlen." Ref.: Sen. Stumpf. Anschliefiond grmvtliche� Veisammensein 121.«dt. Aablsdors. Montag. 5. Septcmbtr, 20 Ubr. doi Anders Babnbof. strafie. Dortrag:„Der Kampf der Sozialdemokratie gegen die Reaktion. Ref.: Eduard Zachrrt. M. d. L. � � �. 134.«bt. Buch. Dienstag, 9. September, 2. Ubr, b«i Gopfert. Bahnhof Buch. Dortrag:«Di« Gefahr des Faschismus und die Frauen." Ref.: l'isbcth Meyer. 137. Abt. Reinickendorf.Dest. Montag, fi. September, nachmittags, find die Handzettel für die Werdeneransialtung abzuholen, und /,mar ffir die Bezirke 1, 2, 9. 4, 5. 9 von der Genossin Kiesel. Eichbornstr. 87, sür die Bezirke f>. 7. 10. 11, 12, 13 van der Genossin Omankowski, Schulenfturgfir. 5. 130.«dt. Tegel. Montag, 8. September. 20 Uhr. in der Baracke Jugendheim Schön ederger Str. 3, Vortrag:«Der Kamps der Sozialdemokratie gegen die Reaktion." Ref.: Hans Doywod. Vezirksaussckiuß für Arbeiksrwohlfochrt. 3»«rei» Wedviva. Mpntag. 8. Srptrmbcr, U Uhr. im Lebigenbeim. Schön, steht sir. I, 5. Stack. Zimmer 13. michüge Zageaarbnung. Erschtlven aller Ab- teilung». und ssachgruvvenleiter brirmend eriarberlich. Urbciksgcmeiuschofl sozialdemokratischer Lehrer und Lehrerinnen. Bezirkastrappc«erli». D»nn«r»taz, 11. Sepfembrr. Ä> Uhr. in bcn.Kammersälev". Zeltbw«. Straße 1—4. groß- Lehrerkunbgehung. Keiner darf fehlen' G» sprechen di« Genossen Stiat»minilter Gr-Mv>r. Stahtschulrof Rvdahl. Stoatpfekretör Dr. Staudinger. Prof.«äte sseuerstock. Stadtrat Dr. Lowrnstein Werbt in «»llezenkreisen Wt Massenbesuch l Zungsozwlisten Gco�- Berlin. W-rrbedeeleck Raaben. Maat»«, 8. September, 28 Uhr, I» G»ss«a>Sa8l be» Koa�crihause» Linder. Paukaw, Breite Straße, Zhewa:»Dia W ««»lluag Im stungwöbler bei de» la'a'.nenb.n Wahlen". Befereat: Hau» ßie Saigaawsser. Anffrete» der Rate» Reib«. Spielgemaiaschait der Berliner � Jangsa,iaNstea. Gruppe Reinickenba rf. Heute. 1814 Uhr. tresfeu sich die Radiabrrr mit d-r SAZ.»u einer Dahlagitaiionasabri durch den Bezirk ISchatersre. Rei- vickendorf-Dftl. Alle«drigen beteilige» sich im Anschluß an die Sportpalast- kundgedung on der Agilationefadrt nach Werneuchen. Am Montag fällt der Gruppe nahend au». Wir deteilig-n uns an der Zungmädlerfur.dgedung der SA?.. Gruppe Pankow, um 20 Uhr im Cassno-Saal de» Konierthause« Linder. Breit» Straße. Trefspunkt 10 Uhr Rein ickrndorf. Ost. Resibrtw- Ecke Haupt- straft« ISchiijirnhausl. Gruppe ckhorlotienbung. Heute troffen wir un» 0'l Udr am Wildelmvlaß nur Kundgebung im Sportpalast. Montaq Heimadenv im Zugendheim Rosinen. straße 4. Beginn lllßz Udr. l>ionstag Demonstration mit der SAJ. in Char- lotlenburg.?eeiiv»nkt l8bi Uhr im beim Gruppe Moabit. Montag. 20 Ubr. bei B-raer.- Bortrag:„Politische Umschau". Gruppenangeleqenhciten. Püvkllichcs und vollzähliges Erscheinen naiwen dig. Werbe h»,!rl Westen. Die Gruppenleiter werden darauf»Utmerksani a»e nracht. daß die Termin« siir die größeren Leraustaltungen der Gruppen, im Rahmen de» Werbrwanoto Ollod'r. hi» tum Tag« d-r Grunpeneanferen» fest. geleat sein müssen. A«ui« sei schon auf di« Teesfabrt de» Weebebceir!» nach Brieielang om 28. Septemder hingewiesen. Rohere-, in den Gruppen selbst. Wilweeaborf. Jüngere Parteigenossen und ArdeitetsiPond sind nan der Gruppe au einer Zeitungsschau sThema: Betrachtungen über..Borwört»" und .Abend", Referent: Genass» Dr. Türkischer) her, licht! eingeladen. Dienetag. 0. Sesskember. 20 Uhr. Wilhelmeaue 124. Arbciksgcmelnschaft der Sinderfrsunde. Außerordentlich wichtig«««ieleitersitp-»» a« Dien»l«q. dem». Seplember. 28 Uhr. ia der S«ichäft»pels«. D'e«rei»leii«r tre'beo ge Helen, bestiwmt iv orickeiurn. ReinIcker.dor!.We''t-aal regelmößia Moniga und Donuerotatt von 18 di» 20 Ubr im Jugendheim. Außen spielpiaß. Seidelstraß». Mitte. Am Manlaa. dem 8. September, sinhet die vertagt» Heliersichilbg um 20 ll.hr vünktltch ,m Heim Gsseobethkirchfkr. 10 statt. Sebr umschvgreicha Tageoorddung. vor allem Kalienbrricht. Elternohlei, te der Gruppen bitte be- 'Tntjct erscheine». Am Mittwoch, dem 10. September, im Heim Waisrnstr. 18, von 17U bt» WH Uhr. ssalkensißung aller. Gruppen. «rai»«Ntnabr'g. Beojchiiaung. Li« Restsalken de» Sroise» treffen st» nicht, wie hetanutg'gebra. Mettwoch. 18—10 Uhr. louderv Zreitgg um dt»' selbe Zeit im Delle-?llianee-H- im. Alle Rot- und Aungfallen DonnerAtag von 18 bis 10 Uhr ebenfalls dort. Reulilln. Gruppe Zur.gsell. Ig-.c tiefen uns am Sonntag, dem 7. Sep, temher, pstnltlich 1814 Uhr. am Ratbaus köeukdSn und geben geschlossen»um. Fest der Arbeit nach Brist. Am Dienstag von 17 bis 1# Uhr Gruppe in der Baracke Ganghoterstraße. Krei» isiriedrichehaia. Dienstag. 0. Sepiember. 0 Uhr. findet die Roch- Untersuchung der Zeltlagerteilnehmer statt im Stadtbad ssiredrichshain tDesund- he.itoamt). Um 20 Uhr Borstandsssstunq im Jugendheim Dieftelmenerstraßn— Gruppe Paul Siagcr. Alle Rot« stasken. und Znngsalken kommen Montag um 18 aar»urn Gruppenabend im Zugeodheim Brommpstr. 1. Alle Reskßalken kommen MM Turnen in der Schule Koppenstr. 88. «rei» Rtukiillv. Die Gruppen Trist Reuler, Quelle und Iunavoli beteiligen sich am sseft drr Arbeit in Brist. Treffpunkt Ist Ubr an der Schule Parchimer Alle«. Morgen, Dlontag, ist Arveiiesiunde in der Baracke Ga.nghofersiroße um 18 Uhr. Achtung, ssolkenrat! Am Maniag S'stung in drr Barocke Ganghaker- straße um 18 Uhr. Alle Gruppen müssen vertreten sein. Geburtstage, Zubitäcn usw. 18. Abt. Uvseeow alten«immermüdea Ge nassen Richard«raus« tri« herzlichsten Gl«ckwü»sch» ,»m 81. G«dnrt»taae. Rrnkölln. 0t. Abt. 4l. Bezirk, llnine» Genesseo Reirwaun nah ssran b>» brrelichsten GUtckwüvich«-,r Silberbochiedi.—»4. Abt. Heut« aoll««b«t ttniez tr«u«r Znoltianär Grnoss« Hermann Jrntich, Renlöllv, Sieinweßstr. 78, sein 80. Lobanasabr. Wir gratulieren beglichst urd wünschen>bm»och recht»iele Jahr« bei Mitarbeit:» unserer Ritte. 11». Abt. Sickckenberg. Unserem Gengssrn Geerg«iebnrq, Si«qsrs«tftr. 21.1. ftum 2.1jährige» Partrijubilönm hargliche Glückwünsche. Sterbetafel der Groß- Derliner Partei- Organisation| 12. Aöt. Unser alter Gevoss» Paul Brpoke ist am 4. September»erstorben. Ehr« leinevr Andenken. Ein5sch«rung llktitlwvch, 10. September, 17t-> Uhr. im Krematorium Gerichtsiraße. Um reg« Beteiligung mird g-b»t,n. 4-1. Ab». Unser ianaiahriger Genosse Walt-r Ullricks ist verstorben. Ebr« seinem And«nt«n. Sinälcheruno Ronla«, 8. September. 17U Ahr. int Kremg. torium Boumschulenweg. Rege Bete'sigung wird erwartet. 83. Abt. Reukell«. Ut-see Genosse Mar ssisch-r. Steinm«i>ste. zst, ist plost. I!ch neestorben. Ehre leinine Andenken. Die Beerdigung findrt gm Dloietoa. dem 8. September. It'h Uhr, aus dem städtischen Friedhof. Marsendorier Weg, statt. Reg« Beteiliguno ermartoi de.r Vorstand. 138. Abt. Reinickeadari vft. Am 5. Seotemnee verstarb unser lavgiädnigrr Genosse Wilhelm ssrn, WÜkeste 12. Ehre seinem Andenken. Beerdigung Diene- tag. st. S enternder, IS Ahr. aus dem Gemeindefrsedhaf, Humdaidtstraße. Uin r«g« Beteiligung wird gebeten. Vorträge, Vereine undVersammlungen. #1, Reichsbanner �Schwarz-Rot Gold". Geschäftsstelle: Berlin S 14. Erbaftignstr 87— Z8 Hol 2. Zr. Sanotag. 7. September. Kreutberg. 8 Uhr Antrrlen ohne ssahnen Bülow- Ecke Porckstiaßc tum Eoalschust bei der SPD.-Bersommlung im Sportpalast.— Wantag, 8. Septembee. ss.ncbrichahai». Antreten der Kam», radschaften Memel und Warschau in Banncrkleidung Renaler Ecke Warsckmuer Straße, östliche Seile, tum Saalschust, Peeniianer Berg. Iungbanner. Der Heimabend am Montag fällt au». Die Augend beteiligt sich geschlossen heim Saalscknist im Saalbau Triedriche-hgin um 1» Uhr.— D>ea»tag, st. September. Schöncberg.ssriibenau. lb>g Uhr Antreten.,um Schuß br.r SPD-Kundgebung in der ssinaneklause, Mühlenstraße. Treptow tQrtsnereinl. 188i Uhr Anlreten Bahnhof Grünau»um Uminq der SPD. durch Allckstlienick« nach Ahserohos. Mitte. 18>4 Uhr Antreten«Mn'scher Back mit Spickleuten ohne ssahnen. Br«««. lauer Berg. Antreten 18 Uhr Belirlsamt»am Schutt des EPD.-llmgugez. Steglla. «ameradschafi Lichterfrsde-Lankwist. Antreten Ist Uhr Stadtholl« Lankmist. Saal- schust der SPD.. Versammlung. Äamerodschaft Steglist. Aniretrn ist Uhr Düppelplast. Arbeiter. SleoograrbeUnerbarb. Lestter Reidetermin ui den Gtenographie- kucsen, und pnor: Moabit: Mo. 8. st.?.uis«n..Gnmn»siuM, Turmstr. 87.— Rordent Di. st. st. Schul« Schulst r.«st.— Rorstoyon: Do. u. st. Schul« Sev». srlderstr. 8.— vftgNt ssr. IX st. Schul» frankfurter Allee 87. SSbosten: ssr 12. st. Schule Reichenb-rgor Str. 87—70.— RealaHn: ffr. 12. st. Karl-Marr- Schul«, Kaifer-ffriebrichuZtr. 200-210.— ESbtpesten: Di. st. st. Schul« Gneisenau- ssraße 7.— Eharlottenbviq: ffr. 12. st. Schu.' Sranienstr. lSr-15 stHinaan» Knabenschulel.— Liibtendarg: Di. st. st. Schule Scharnmeberstr. Ist. Alle Kurie beginnen Istb; Uhr. Da, Kurliiszeld beträgt einschließlich Lebrmgtmialbelief-'- rung für Ewachsene 10 M., für Zugendliche I.Mi M.. Erweri«>l?se rablen 50 Pro«. der angegebenen Säst-. Kursu»doü«r 15 Abende. Schrittlich» Anfragen beant. vortet: W. Riedel. Serlin-Spondgu, Wustermarker Skr. 10. I. Reickabnnd be« Kriogabesck-stbirM-n. Kriegatnilnehvu-r»nd K-iegarhintr«. stliebon««, Ortsgruppe Westen. B«rirk»o»rlammlung am Dienstag. d»m S. Sep. tembcr, 20 Uhr. IM Cchubrrtsaal. Bülowstr. 104. Referat: �levrr die bevar. stehenden Wahlen". temoer. ein« Selmkehrer-Zaaung. Sund Entschieb«»»« chchalresarwe». vefsentlich« Mon»ie>»»rsammlung am Dienstag, dem st. Sci>temh«r, lst'<. Uhr, in der Aula der Hohengollernschule. Dberreolableilunq, Schonrbcrg. Bclsiger Str. 48, Ecke Eisenacher Straß«. Indi- vidualpsncholgischer Abend. E? iprecheitt 1. Dr. Alexander Neuer:„Persänlichr und sachliche Autorität als Erziedunasprinzipien". 2. ffrau Ruth Künckel:.Er- liobung»prodlrm»— Besirhungeprsblcmr". Unkostenbcitrag erbeten, ffederman» willkommen. Verband für Eheeechtireform, Sist Berlin. Zum lOfährigen Bestehen unsere« Verbandes: Deffentliche Versammlung am Dienstag, dem st. September, 20 Uhr. ivt Restaurant„nnm alten Aekanier" Berlin SW. 11, Anhaltstr. U. 1 Treppe. großer Saal. Tagesordnung: 1. Rückblick auf dir Sommerpause. Wie müssen w'r wählen, um unser Ziel flu erreichen? 2, Die Gründung unserr» Berkande« vor gehn Zahren. Z-dermann willkommen. Repudlikanilck-e Rednerserciniguag. Montag. 20 Uhr. Alier Aelanier. Asi- dallstr. 11. E« spricht Herr Schwarg über:..Warum nur Sogialdemokratie wäbirn. Diskussion. Gäste willkommen. Vereinigung der ss'.auade vo« Religio» und Hält««frieden. Genosse Pfarrer Bleier spricht anläßlich der kommenden Riichaiagswahlen Dienslag. st. Srn- tkmb«r, Isttg Ubr. in der Aula der Kailer-ffriedrich-Schule. Elmrlottcnburg. knesebeckstr. 24 sSonigonplastl. Uber!„Der 14. Sepiember. der Entsch«idung»lag für die deutsche Republik". Reichadnad der Kriegsbeschädigten, Kriegstrilnebm«»ud Ariegerbinte.-- bliedenen. Bewirf Wedding. Mitgltedernersammlung Dienslag, st September. 20 Uhr. im Lokal Pastenboker. Ebauilleftr. 81. Referat de» Eausekrelärz Käme- raden Schwarz:„Reichsiagewahl und wir kricgropser". Ai-bolter-AlsÜnenirn.Vn-tb. Gruppe Rorhen. Zugendabtellunq. Bortrgg de, Genalsen Hobeisel über:„ffugeph und Alkohol", 20 Uhr, Gerüdtstr. 12/18. Eine Spar-Methode 6 Vorzügen: 1. Du gewöhnst Dich an regelmäßiges Spaden— 2. das vorzeitige Abheben des Ersparten wird vermieden— 3. der Staat gewährt Dir Steuer-Vergünstigungen— 4. Du sicherst Deiner Familie sofort eine bestimmte Summe auch bei Deinem vorzeitigen Ableben— 5. bei vorzeitigem Ableben erhält Deine Familie ein Vielfaches dessen, was Du eingezahlt hast— 6. im Alter wirst Du die angesammelten Gelder selbst zurückerhalten. Diese 6 Vorzüge bietet Dir allein die Lebensversicherung. Lege die Hälfte Deiner Ersparnisse in L ehensversi dierungen an! soll uierben mr den Sieg derSozialdemoM! m Helm Verteilen imerselienuierden! Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Scnntas. 7. September: «.39t Fur.knmmstik. 7: Au» Hamburu: Hatcnkomert, g; Für des Landwirt. 8.50: Moueuieisr. Anscbließcnd: Glockentcläu» des Berliner Doms 10.93: Weüervorhersaje. 10.10: 69. Oeaeralversammluns der deutschen Katholiken. II: Elternstunde. 11.3«:„FaiH eines Mannes", von Zeitler. 12: Aus Lelpzij: Mlttauskonzcrt. 14: Jugendstunde. 14.30: Mandolinenorchester- Konzert. 16.30: Vom Flughafen Terapelhof: Reportage von der„Hindenburg- Stafette" der Deutschen Luftspiele 1930 um den Ehrenpreis des Reichspräsidenten. 16.40; Rachmanlnow-KonzerL 16.05: Gärende Kräfte in junger Literatur. 16 35: Aus der Standhalle Königsberg: Eröffnungssitzung der 91. Ver- sammlnnc der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und A erste 17.10: Unterhaltungsmusik. 17.46: Als Einlege: Ans dem Kegelwettkampf um den goldenen Gürtel. 19.10: Sportnachrichten. 19.25: Gedicht und Vertonung. 20: Orchester- konsert. Danach; Tanzmusik. Montag, 8. September: 6.30: Funkgymnastik. AnschlieBend: FrOhkonzerL 12-39: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert 18.20: Brauchen wir eine Franen- partei? 15.46; Kreuz und QU er durch Schweden. 16,08: Wlrtscbaftsvcrlauf und Wirtschaftsgestindung. 16.30: Orchesterkonzert. 18: Jugendstunde. 15.2(1: Form und Sprache der Muusik. 18.45: Krankheitsvorbeugung nnd Heilung durch Training. 19.10: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 19.16: Unterhaltungsmusik. 20.30;„Zwölf tausend", von Bruno Frank. Danach: Tanzmusik. Dienstag,?. September: 6.30; FunkjcyranaMlk. Anschließend: Frühkonzert. 12.3«; Die Viertelstürdc für den Landwirf. 14: Schallplattenkonzert. 15.15: Aus Leipiix: Rörbftricht aus der Uhrenfabrik ,, Glashütte". 15.45; Schachsfuade. 16.05: Die prähistoiische Lammiune im Völkerkunde-Museum. 16.50; Jugendstunde. 17;..Eine Reise' von Elfriede Brüning. 17.36; Stunde mit Büchern, 18: Zeitgenössische Lieder. 18.50; Von der Deutschen Welle; Französisch für Anfänger. 10: Programm der Aktuellen Abteilung. 19130: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 19.38; Klaviervorträge. 20; Das Interview der Woche. 20.30: Tanzabend. Mittwoch. 10. September: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonzert. 9: Von der Deutschen Welle: Schulfunk. Danach: Aus Genf: Eröffnungssitzung der Völkerbunds» tagung. L2.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14; Kinderstuude. 15.20: Die Frau im Lebenskampf. 15.40; Vorschau auf die Internationale Postwertzeichen-Ausstellung Berlin 1930. 16.05; Eine Viertelstunde Technik. 16.30: Lieder. 17: Teemusik. IS: Jugendstunde. 18.30: Rechtsfragen des Tages, 19: Programm der Aktuellen Abteilung. 19.30; Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 19.35; Populäjcs Orchesterkonzert 20.30; Leben in Briefen. 21: Konzert. 32.39: Berlin amüsiert sich. Donnerstag, 11. September: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonzert 12.30: Die Viertelstunde tür cen Landwirt 14. Scliallplattcnkonzcrt 15.20: Die Frau als Staats- Fürgcriiu 15 40: Weimonat am Rhein. 16.05: Konzert Anschließend: Jugoslawische Volkslieder. 17: Konzert 17.30: Jugendstunde. 18: Das Indien von heute. 18.25: Vom Schaffen und der Wirkung des Komponisten ♦« der Gegenwar: 18.55: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 19: Programm der Aktuellen Aoteilung 19.30: Chorgesänge. 20; Wovor man spricht. 26.90:„Wien- Paris", aus Operetten zweier Nationen. Danach; Tanzmusik. Freitag, 12. September: 6.30: Funklymnastik. AuscblieBcnd: Frülikonzert. II: Eröffunni' der Internationalen f-ostwcrtzeiien-Aussttllunr. 12.3«: Wcttermeldunseo für den Landwirt. II: Schallplattenkonzert. 13.2«: Vermlanliclinnc der Fr»«. 15.46: Herbst- nnd Wintcrarheilen im Obstjartcn. 16.06: Sport. 16.30: Jngend- stunde. 17: Tee-Musik. 18: Das neue Buch. 16.10: Die Naturtorscberta�ncz m K6nitsberec.. 18.25: Programm der nächaleu Woche. 19: Prcrramm der Aktuellen Abteilung. 19.26: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt. 19-30: Konzert. 20.60: Die Erzählung dez Woche. 21.16: Konzert und Rezitation. 22.30: Abend- npterbaltung Sonnabend, 13. September: 6.30: Funklymnastik. AnschlieBend: Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14' Sdhallplattenkonzert. IS: Jugendstunde. 15.46: Kleine Fälle in Moabit. 16.05: Seltsame Musik des Orients. 16.30; Unterhai umes- .musik. 18.30: Wie wifd morgen gewählt? 18.35: Marie von Ebner-Eschen- bach zum 100. Geburtstage. 19.25: Konzert. 19.60: Zehn Minuten Film. 20: Programm der Aktuellen Abteilung 20.30:„Funkhans in Berlin" ein beweglicher Sonnabendabend. Danach: Tanz-Musik. Kölligswusterhausen. Wochenschau der Deutsche« Wolle G. n. b. H. Sonntag, 7. September: 6.30: Uehertragung aus Berlin. IS.30: Stunde des Landes. 19: Wer geht zur Eheberatungssteflc? 19.30: Dichterstunde. AascblieBend: Lieber tragtmg aus Berlin, Offene Beine, Krampfadern %'7&&dndf qßftofbwK Seit BO Jahren in fast oft nordd/fpGthaJien a�Pf. Man iprlang* immer dTafmtschu.'�&kiüme&r Kn$en." Hrankht»'f9Öi/ci Cufachfen araf/ts durth es X M /r r reetr**.-Pa et mtt Oer/rf SyK 60 d'in ertlfr 29a Montag, 8. September: 16: Musikunterricht in der einklassigcn Landesscbulc. 16.30; Aus Berlin: Nachmittagskonzert 17.30: Aus der Werkstatt der Kammcropcr. 18; Versuche zur Herstellung, künstlichen Goldes. 18.30; Generation und Epoche in der Geistesgeschichte. 19; Englisch für Anfänger. 19,30: Stunde des Landwirtes. Deutschlandsender: 20: Aus Köln: Alte und neue Volksweisen. 20.50: Aus Köln:„Spiele im Remptcr", Hörbild aus Alt Nürnberg mit zwei Schwanken von Hans Sachs. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Dienstag, 9. September: 16: Jugendfürsorge als Aufgabe der Volksgemeinschaft. 16.30; Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30; Viertelstunde für die Gesundheit. 18: Film und Tonfilm. 18.30; Französisch für Anfänger. 19: Das Mysterium der Straße, 19.30: Die deutsche Reichsverfassung. 19.55; Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsender: 20.05: Ans Königsberg: Sinfonie- Konrert 2!.45: 15 Minuten Peter Hille zum Geburtstag am 11. September. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Mittwoch, 10. September: 16; Neue Wege im Musikunterricht. 16.30; Aus Hamburg: Nachmittags- konzert. 27,30: Aus der Werkstatt der Kammeroper. 18: Wie schützt t�n sich vor Verlusten im Kreditverkehr? 18.30: Ucbertragung aus Berlin. 19: Spanisch für Anfänger. 19.30: Stunde des Beamten. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsender: 20; Aus Köln:„Meister der Operette". Ein Zyklus mit Schallplatten. 20.30: Aus Köln:„Der Herr Senator". Lustspiel von Schöntban und Kadelburg. Anschließend Ucbertragung aus Berlin. Donnerstag, 11. September: 16: Unlerricbteerfahrungen. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskonzert. 17-33: Auf Deutschlands hoben Schalen. 18: Das Gesiebt des Gartens im September. 18J0: Das Mysterium der Straüe. 19: Spanisch für Fortge- •schrittene. 19-30 Stunde des Landwirts. AnschlieBend: Uehertragung aus Berlin. Freitag, 12. September: 16: Der Konflikt der Generation und die Mädchen erziehung. 16.30: Aas Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Auf Deutschlands hoben Schulen. 18: Konjunktur und Staatsausgaben, 18.30: Der deutsche Bauer. 19: Englisch für Fortgeschrittene. 19.30: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsender: 20; Ucbertragung ans Berlin. 20.30: Aus Breslau: Heitere Stuude. Aus Breslau: „Lampioon wandert", Szenen aus dem Roman„Salut gen Himmel" von Hausmann. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Sonnabend, 13. September: 16: Pädagogische Sorgenkinder in der schönen Literatur. 16.30: Aus Hamburg: Nachmittagskonzert. 17.30: Paul Fecbtner zum 50. Geburtstage. 18.: Der Volksstaat als Erriehungsproblcm. 18.30: Gescllschaftswisseuschaft- liche Gegenwartsfragen. 19: Französisch für Fortgeschrittene. 19.30: Verkehrsunfälle und ihre Verhütung. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. lieber die Jnternationaütät des Tonfilms wird der aus Amerika zurückgekehrte Regisseur Jriebrich Zelnik interviewt. Zelnik erklärt, daß in Hollywood ein neues technisches Verfahren erfunden worden sei, das es ermöglicht, auf den Bildstreifen mit der Original-- infzenierung nachträglich andere Darsteller hinein.vckopieren. Damit ist aber das Problem nicht gelöst, denn es wird nach diesem Der- fahren ollein der szenische Aufbau reproduziert. Die Schauspieler dagegen sind neu. Der Tonsilm führt also dahin, dah jedes Land nur die eigenen Darsteller sieht, und dies bedeutet eine künstlerische Perarinung. Außerdem scheint Zelnik dem ganzen Tonsilm skeptisch gegenüberzustehen. Daraus spricht der Leiter der Bolksbühne. Karlheinz Martin, über die diesjährigen Pläne des Theaters am Bülowplatz- Einleiteich umreißt er die Aufgaben der Bolksbühne im allgemeinen, betont die besondere Eignung uich ihre Verschieden, heit von den üblichen Geschäftstheatern. Die klare» und klugen Ausführungen werden hoffentlich dazu beitragen, den Interessenkreis um die Volksbühne zu vergrößern. Auf der Iugendbühne Kleists Lustspiel:.Der»erbrochene Krug'. Eine gute Aufführung dank Klopfer, 5?enckels und der S t r a u b. die starte, durch. pnlste Menschen gestalten. Der Abend brüiqt eine FOnkrevue unter dem Titel: ,L r. E i n w e n d« r s 5) o ch z e i t s r e i s e'. Di- Handlung spielt kein« Rolle. Es kommt nur darauf an, eine Ver- bindung zwischen den einzelnen Chansons zu finden. Diese Chansons sind von Allan Gray komponiert, und Gray gehört ,zu den Besten der modernen Schiagerkomponisten. So ist der Abend in dieser Beziehung erfreulich. F. Sch. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Serlto Wniuibunani für tiefe JJntrif nnr aa t>«4»ucien Mtfretartat SezIW 60.£ini>Bilfr«6e s Treffpunkt zur Kundgebung im Sporipafast V, llbr JodjRahnhof|| Sülomftrofic. fichncn und Srouspazcntc mitbringen. »oll-bühnenk-rten, die bis sunt 31. August dem ödteterriot eingereist roaren. liinnen abgeholt werden. Erste Porflrllung der Eonderabteilung am 14. September. heule. Sonnlag. 7. September: Ableilungstreffpunkle zur Kundgebung im Sportpalast: galkplast 1: 8tf Uhr vor dem Eoloffeum.— S-Z-I»«» Tor: 8� Uhr »Rote Elke".—?»nl-w m IR.-!?.): 8öj Uhr V-nkow. Marktpfast.—»eiihen. dergre«i-rt-I: 8 Uhr..Roie.fsaUen.Scke".- SSdwestr«:«4 Uhr Beste. Allian»- Ecke Eneifenoustraße.— Arnsualder Plaii 1: 70« Uhr Arn?» wafder Plast.— Sch-nhoufer Vorstadt: 80'. Uhr.Sozlolistenecke'.— L--kwI»: Uhr Bahnhof L-nkazist.- Tegel: Treffpunkt gur Radfahzerpropagandafahrt 13Vj Uhr am Lchäfersee. Reinickendors-Ost. Abends Seimabend im Seim cdlöne- b-raer Straße.— Lichtenberg. Noid: Treffpunkt stur Kundgebung w Mahls- dorf um 13 Uhr Bahnhof Liditenberg.fzriedrichsfelde....... Werbe bezirk SUenoictg; Treffpunkt zur Kundgebung im Sportpalast 8 Vi Uhr Gneifenau- Ecke Belle-Allianee-Straste.' ,, Werbe be�el Siböneberg: Treffpunkt zur Sportpalastkuntgebung 0 Uhr KWV. Nachzügler«>? Uhr Bahnhoi Vül-wstr-ße. Werbebezirk Tempel hol: Tresfvuukt zur Kundgebung im Sportpalast 81? Uhr Torf» Ecke Berliner Etraste. Wir laufen. Rachmittag Radagtwtioii»- fahrt. Treffpunkt 18 Uhr bei Pommerenina. Piktoriastraße. Serbebcz'rk Wedding: Treffpunkt zur Parieikundgebmig 16 Uhr Tpeirr- plast. Röhe Bahnhof Wedding. Werbe bezirk Lichtenberg: Treffpunkt zur Kundgebung in Mahlsoorl mi Uhr Sepptlinplast(Jiöfit Bahnhof Mahlsdorf). Wir beteiligen uns ge. schlössen daran. Vsllchtveranstaltung. Werbe bezirk Teltowkanal: Treffpunkt zur Tahrraddemoustration 14 Uhr Steglist. Düppelplast. Morgen, Montag. 8. September: Kanfa: Keim Bochumer Sir. 8b.»Die Aufgaben der SBD Fraktion im neuen Reichstag."— Weste«: Heim Hauptstr. Ib. Hungen und Möbel in der G-nieinschaft."— Arnimplast: Heim Gleimstrahe.„Arbeiterführer."— Arn». walder Plast U: Heim Raftenburger Str. Ib.„Bürgerlicher Sport und Ar. beiferspoet."— Nordoste« II: Heim Danz.ger Str. 02...Dan-Europa."— Sckö«. hanser Vorstadt: Heim Sonnriiburqer Str. 20.»Moderne Jugenderziehung."— Andreaoplast: Heim Prommnstr. L»Dt« Arbeiterbewegung in Ifinnl-itd."— Frtedrtdiwhai»: Keim Diestelmenerstr. 5—0...Der fsunktlonör und seine Au»« gaben."— Sira lauer Viertel: Diskussion:»Die Parteien im Wahlkampf".— EH-rlottenburg-Rord: Mifgliederversoinmlung.— Reulöll» IX: Tunktionär. p-rsammlung bei Brauitsdork, Äncfebtifftt. 88, 1S1Ü Uhr.— Kallelche» Tor: Heimabend fallt au«. Weebebezirk Lichtenderg: Ueben zur ksraucnkundgebung im Heim Gunter- straste um 20 Uhr. Werbebezirk Rcnkiilla: Turnen in der Doppellurnhalle Lcfstngstrahe. Weebebezirk Wedding: Di« erwerslofen Genossen treffen sich um 10 Uhr Vrunncnplast zur Radfahrt zum Mühlenbeckcr See. Weebebezirk Pankow: Iungwählcrkundgebung In Pankow dek Linder um IS Uhr. Jeder Genosse muß anwesend sein. Ve»biiia»sz»a S. Klasse 35. Pktodisch-Söddeuisch« Klassen-Lotterle. Ohne Dewähr- Nachdruck d«rbot»n Aus jede gezogen« Rummer find zwei gleich höh« Gewi»« gefallen, und zwar Je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beide» Abteilungen I und U W. Ziehungstag».Eeplember ISA In der heutigen Bonnittagsziehung wurden Gewinne Uder 150 M. gezogen 4«eww-,»* 8000®L 201328 328301 6 p: 3000 M. 68508 221474 333628 8«ewinaa tu 2000 SH. 667 70705 108167 225814 80 eeBirnitis 1000 SB. 6531 57788 70768 74290 78829 81274 149428 180257 187351 168693 178713 201110 201919 221804 229783 234337 254080 258823 265001 281760 305058 327639 329271 333740 " 68 Gewinn« t« 500 TO. 1436 20800 29960 41631 69958 80143 103122 103242 116778 120080 121091 123889 135615 136064 139479 144020 178370 185365 197472 210143 214728 220859 227765 229054 252746 235270 255810 260859 263259 267640 278590 286693 294921 299870 305317 829011 329580 330610 334220 339886 361768 366117 371888 383912 In der heutigen Nachmiitagsziehung würben Gewinne über ISO M. gezogen/ 2 Oetonrat m 5000 OL 248871 10 COttpinn« im 3000 M. 116362 142063 173871 208299 220367 38J'04!* 2000 9H. 8716 72436 96010 306196 345437 361258 30»«wtnn,«B 1000 OT. 24569 47493 97878 163782 167417 180928 '� 198807 226562 263282 303589 357101 �280 371382 385681 64 G«««n, M 500 M. 24764 30022 38331 85401 87149 93134 118238 121974 147740 151094 185312 1Z769 200533 208 07 21 3471 234934 256727 268215 269592 270164 272302 31 1071 323745 335982 341483 343816 344863 370342 376292 385979 386066 398201 Im Eewinnrad» oerblieben: 2 Prämien zu je 500«», 5 Ge» Winne zu je 25000. IS zu je 10000, 20 zu je 5000. 46 zu je �126�?u je 2000, 240 zu je 1000, LS8 zu je 500, 1686 _ 1. Von fanger Hand vorbereitet stehen unsere RIasaniager mit einer unQrmießHehQ» Auswahl modernar und hochwertiger Herbst' und Winierkleidung unserer geehrten Kundschaft zur Verfügung. oieGadBelschen Preise sind, den zeit- Verhältnissen entsprechend, tief gesenkt worden. unsar» Modellabteilung in ihrer unübersehbaren Auswahl in Modeil- Kleidern nnd Möntsin für»IIa gesellschaftlich. Zwecke ist eine Sebenawürdigkelt ersten Range, für moderne Damen; die Schönheit dieser Gebilde wird noch dadurch gehoben, dafi sie zu überraschend niedrigen Preisen zo hoben sind. Herbst- Mä Wintennäotel wir und ohne Pelz sind in reichster Fülle am Lager. Jeder Geschmack, jede Figur, such die stärkste und Jede Kaufkraft findet hltr Passendes vorrätig. In unucrer Abteiiung für Trauer-KiriM ist stets ein gr. 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