BERLIN Mntag is. September 1930 10 Pf. JIr. 432 B 215 42. Jahrgang ersch-ist täglich Zugleich Abeudautgabe de«.Vorwärts'. BeMspreit beide Ausgaben ssPf. pro Woche, 3,60 SR. pro Monat. Redaktivo und Expedition; Berlin SW 68, Lindenstr. 3 JJoYvftLffa tlsteigesprei»: Di- einspaltige Nonpareillejeile « Pf., Reklamezeile s M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin Nr. 37636. Fernsprecher: Dönhoff 292 bis 297 Cm Trümmerhaufen! Nur durch sozialdemokratische Mitarbeit Rettung möglich Es ist nicht die Zeit, darüber zu streiten, wer das Wahl- ergebnis vom 14. September verschuldet hat. Es wird. denken wir, auch im Zentrum wenig Neigung vorhanden fein, dem Reichskanzler Brüning Lorbeerkränze zu winden, weil er seiner Partei ein paar Mandate zurück- gewonnen hat, die sie 1S28 verloren hatte. Das eine steht fest. Die Regierung hat aufgelöst in der choffnung, einen ihr günstigen Reichstag zu gewinnen. Nie ist eine Hoffnung schmähliches enttäuscht worden. Dom Zentrum abgesehen, haben alle Regierungsparteien schwere Berluste erlitten, der Brüning-Block hat nicht viel mehr als ein Drittel, die Parteien, gegen die aufgelöst wurde, haben zwei Drittel der Wähler hinter sich. Eine Politik, die solche Ergebnisse zeitigt, kann nicht fortgesetzt werden! Das Katastrophale des Wahlausganges besteht aber nicht so sehr in der Niederlage der Regierung wie in der Schaffung eines Trümmerhaufens, den wegzuräunien eine unendlich schwierige Aufgabe sein wird. Der Reichstag, der aus der Septemberwahl von.ISSv liervorging, wird nllr mit großer Mühe und großer Geschick- lichkeit soweit zu bringen sein, daß er überhaupt a r b e i t s- s ä h i g ist.- Nie aber war ein arbeitsfähiger Reichstag, über dem ein klarer entschlossener Wille waltet, notwendiger als gerade in diesem Augenblick. Bankerott des parlamentarischen Systems? Was dann? Versagt das parlamentarische System, dann können Nationalsozialisten und Kommunisten auf der Straße um die Macht raufen. Was wird dann aus der deutschen Wirtschaft? Nie war die Erhaltung der parlamentarischen Demo- kratie zur Rettung des Volkes notwendiger als im gegenwärtigen Augenblick! lieber den E r n st dieses Augenblicks wollen wir uns keiner Täuschung hingeben. Für die Entwicklung der deut- schen Wirtschaft, der deutschen Reichsfinanzen, die beide sich schon in einem krisenhaften Zustande befinden, bedeutet der Wahlausfall eine große Gefahr. Dieser Gefahr kaltblütig zu begegnen, muß jetzt die Aufgabe der Parteien sein, die Deutschland aus der Gefahr eines zerstörenden Bürgerkriegs heraus, zu gefestigten, verfassungsmäßigen Zuständen zurück- führen wollen. Streit über Vergangenes, kleinlicher Prestigehandel und Rechthaberei sind nicht am Platze. Von den Parteien, die zur Lösung dieser großen und schwierigen Aufgabe berufen sind, ist die Sozialdemokratie die bei weitem stärkste. Trotz einiger Verluste, die sie erlitten hat, steht sie da als die dauernd gefestigte Arbeitermacht Deutschlands, als der Fels der deutschen Republik. Seit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs im Kriege ist Deutschlands Schicksal oft schon hart am Rande des Abgrunds vorbeigegangen, und immer war es die S 0 z i a l d e m 0- kratie, deren entscheidende Mitarbeit Auswege öffnete und neue Möglichkeiten des Wiederaufstiegs schuf. Jeder Versuch, die Sozialdemokratie auszuschalten oder des ihr zustehenden Einflusses als Vertreterin sozialer Änteresien breitester Arbeitermassen zu berauben, führt zur Gefährdung der Republik, der Wirtschaft und des Lebens des ganzen Volkes. Dies scheint uns die eindringlichste Lehre zu sein, die sich aus dem Wahlausfall ergibt. Nur wenn sie beherzigt wird. wird es möglich sein, die ungeheuren Schwierigkeiten zu über- winden, die durch den ungehemmten Zustrom politisch ver- wirrter Jung- und Neuwähler zu den Lagern des äußersten Radikalismus entstanden sind. Mit pessimistischen Betrachtungen ist nicht geholfen. Die Stunde fordert klare Einsichten und mutige Entschlüsse. » Das Wahlergebnis vom 14. September erinnert in man- chem an die Inflationswahlen vom Mai 1924. Da- mals ging es aber der Sozialdemokratie viel schlimmer als diesmal, denn von 182 Mandaten, die Mehrheitssozialisten uvd Unabhängige zusammen im Jahre 1920 erobert hatten. 525 Abgeordnete! Es erhalten Mandate: Vorläufiges Gesamtergebnis. Nach der vorläufigen amtlichen Zählung wurden bei der gestrigen Reichstagswahl 34943 460 gegen 30 738 381 Stimmen bei der Reichstagswahl im Mai 1928 ab- gegeben. Es entfielen auf: Sozialdemokraten. Deutschnationale. Zentrum...... Kommunisten•*. Dtsch. Volkspartei Dtsch. Staatspart. Wirtschaftspartei. Bahr. Volkspartei Nationalsozialisten Landvolt..... Bauernpartei... Landbund..... Konservative... Christl.-Soziale.. 8 372 016 2 458 497 4128929 4587 708 1576149 1322 608 1360585 1058 556 6401210 1562 843 339072 193899 395455 867377 (9151059) (4380029) (3711141) (3 263 354) (2678 207) (1504148) (1395684) 945304) 809 771) 581519) 480947) 199 513) gingen nicht weniger als 82 verloren. Die Deutschnationalen wurden mit 106 Mann stärkste Partei. Dazu gab es noch 32 Nationalsozialisten und 62 Kommunisten. Bei den De- zemberwahlen desselben Jahres gewann aber die Sozialdemo- kratie wieder 30 Mandate zurück, die Deutschnationalen hielten sich, die Kommunisten aber verloren 17 Mandate» die Na- tionalsozialisten 18. Gegenüber den Wahlen vom Mai 1924 sind die Der- luste der Sozialdemokratie ganz unerheblich. Das entscheidende Merkmal der Wahl ist nicht Rückgang der Sozialdemokratie und Fortschritt der Kommunisten, sondern die Vernich- tung des„regierungsfähigen" Teils der Rechten.. Im neuen Reichstag werden Sozialdemokraten, Na- tionalsozialisten und Kommunisten zusammen über eine er- drückende Mehrheit verfügen. Selbstverständlich ist mit dieser Mehrheit nichts anzufangen, da weder Nationalsozialisten noch Kommunisten sozialistische Realpolitik treiben wollen, vielmehr beide nur auf den Propagandakampf gegen die So- zialdemokratie eingestellt sind. Die politische Situation, die sich nach diesen Wahlen er- gibt, ist keineswegs hoffnungslos, wenn der entfchlosiene und kaltblütige Wille vorhanden ist, sie zu meistern. Dieser Wille muß dann aber ein entschieden republikanischer sein und sich mit der Erkenntnis paaren, daß das Hinweg- gehen über die sozialen Interessen und Bedürfnisse der Massen nicht möglich ist. Die Putschparteien von rechts und links halten einander fast die Waage. In einem Bürgerkrieg zwischen den An- hängern Sowjetdeutschlands und des Dritten Reiches wären die Aussichten höchst ungewiß. Es ist notwendig und durch- aus möglich, daß sich zwischen sie eine Macht stellt, die beiden Frieden gebietet. Diese Macht zu schaffen, die Deutschland auf Verfassung� mäßige Bahnen zurückführt und die zugleich den schaffenden Massen die Gewähr bietet, daß auf verfassungsmäßigem Boden ihre Interessen am besten gewahrt bleiben, scheint uns die Forderung des Tages zu sein! Würde sie nicht erkannt und nicht an allen entscheidenden Stellen entsprechend ge- würdigt werden, dann wäre allerdings das Ende nicht ab- zusehen. Die alten bürgerlichen Parteien aus der Kaiserzeit—« vom Zentrum abgesehen— bestehen nur noch aus kümmer- lichen Resten. Die Mehrheit der Wähler hat sich zu Parteien bekannt, die sich selber als sozialistisch bezeichnen. Sie zu kritisch- sozialistischem Denken zu erziehen und ihnen zu zeigen, wie sehr sie bei dem„Sozialismus" Thälmanns und Hitlers die Betrogenen sind, wird unsere Aufgabe sein. Für die bürgerlichen Parteien sind die meisten dieser Wähler für immer verloren, für die Sozialdemokratie werden sie zum großen Teil zu gewinnen sein. Die Sozialdemokratie steht auch nach dieser Sturmwahl da als die dauernd gefestigte unzerstörbare Arbeiter- macht Deutschlands. Sie wird wie stets auch jetzt bereit fein zu tun. was nach ihrer Ueberzeugung im Interesse des ganzen schaffenden Volkes zu tun notwendig ist, doch hängt, was geschieht, nicht von ihr allein ab. Darum gilt es, für alle Eventualitäten bereit zu sein. Stoßen die Töpfe zusammen, so wird sich schon zeigen, welche irden sind und welcher eisern ist! Gewählie Gozialdemokraien: Als sicher gewählt können noch den bisher vorliegende« wahlkreisresultaleu folgende Sozialdemokralen gellen: Ostpreußen: Braun. Larssen. Zocker. Berlin: Crispien, Heimann, Bohm-Schnch. Aushäuser, Silke, Dt. Moses.* Potsdam I: wisiell, B reilscheid. Znchacz, Müller-Lichten. berg. Eberl. Potsdam II: Sünstler, Dr. Löwenstein, helnig. Marie Sunerl Frankfurt a. d. V.: Wels, Schumann. Heitmann, Reißner. Pommern: Schumann, Passehl. Georg Schmidt, Slräufert. Breslau: Löbe, wendemulh. Marie Ansorge. Ziegler, Pohle. L i e g n i h: Taubadel. Buchwih. Anna Nemitz. Oppeln: Stelling. Magdeburg: Belms, Bender, Bader, Aerl, Dr. Baade, Seger. Halle. Merseburg: Dr. Hertz, Peter». Thüringen: Frölich. Dr. Rosenseld, Malhilde Wurm, Dietrich. Voigt. Dr. Siemsen., Schleswig- hol st ein: Luise Schröder. Eggerstedt. Richter, Biester. weser.Ems: henke, hünlich. Tempel. Ost- Hannover: Peine. Rovack, Adele Schreiber-Krieger. Südhannover-Braunschweig: Brey, Grotewohl. Anna Zannert, Karsten, Schassner, Zunke. Schiller. Westfalen. Nord: Severing, Schreck, Zanscheck, Finke. Westfalen- Süd: husemann, Brandes, Berta Schulz, henseler, Oettinghaus. Hessen- Nassau: Scheidemann. Metz, Becker, Schnabrich, portune, Witte. Köln- Aachen: Sollmann, Böckler. Koblenz: Kirschmann. Düsseldorf. Ost: Limbertz, Lore Agnes. Düsseldorf. West: Gerlach. Thabor. Oberbaqcrn. Schwabe«: Dt. HSgner, Simon. Unier- lkitner, weich. Klara. Aiederbayern- Oberpfalz: pfülf. Antome. Franke«: Müller, Vozel. Simon, pnchla, Seidel, Dill. Pfalz: hosfmann. Ioh. Dresden. Bautzen: Flektzaer, Toni Sender. Dobbert, krätzig, Schirmer. Arz«. Aufruf. Wir stellen uns, was kann es andres geben, Geschlossen vor die deutsche Republik. Wir wollen nicht in einem Totenhause leben, Auf uns, Genossen, ruht nun das Geschieh. Demokratie, das war der große Traum der Väter, Wir formen ihn und geben ihm Gestalt, Wir kämpfen gegen alle Volksverräter: In unsren Händen ruht auch die Gewalt. Arbeit und Brot, nur diese Losung kann es geben, Demokratie, nur diese kann es sein, Wir alle können ohne Freiheit nicht mehr leben: Der Kampf beginnt, Genossen, reiht euch eint Leipzig: Lipinski, Saupe, Graf, Slarrmann, Gellerl. Chemnitz: Slröbel, Seydewih, Kuhn«, Graupe. Slüiklen. Württemberg: Keil. Hildenbrand. Botzmann, Dr. Schu- macher. Ullrich. Baden: Dr. Remmele, Schöpflin, Meier. v a r m fl a d t: Dr. David. Dr. Miereodorf. Ritzel. Hamburg: Grogmann. Reihe. Biedermann, Bergmann. Mecklenburg. Lübeck: Kröger. Dr. Leber. Zieichslifie. Dr. Hilferding, Landsberg. Dittmann, Stampfer, Dr. Marum, Scheffel, Tornow, Völker, Scppel, Bernhard. * Neue Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion: Larssen, Reißner, Streuffert, Ziegler, Pohle, Vaade, Seeger, Frau Zammert, Finke, hei, hier, Oettingshaus, Portun«, högner, Dill, Dobbert, Frau Starrmann, Gellert, Mierendorf, Rietze!, Schumacher, Ulrich, Völker, Bernhard. * Aus der alten Fraktion kehren nicht wieder: Frau Arning, Bergholz, Bock, Broßwitz, Bülow, Frau Dettner, Falkenberg, Feldman«, Geiselhart, Girbig, Iacobshagcn, Kotzke. Frau Kurfürst, Ludwig, Lübbering, Lufst, Mache, Mertins, Peus, Dueffel, Richter-hildesheim, Fxau Schiffgens, Schlicke, Robert Schmidt-Berlin, Schmidt-Meißen, Heinrich Schulz, Frau Dr. Siemfen, Spiegel, Staad, Frau Stegmann, Steinkopf, Ulrich-Hessen und Aendt-Berlin. Hugenbergs Parole ********" Y�rft-. Tribüneneinsturz auf einem Zahrmarti. 50 Personen in die Tiefe gestürzt. Parts. ZS. September. Ein folgenschweres Unglück ereignete sich am Sonntag aus einem Jahrmarkt ln einer kleinen Ortschaft bei Saint Clienne. Ein« sechs Meter hohe Tribüne, auf der etwa S0 Versauen Platz genommen hatte«, brach plötzlich zusammen, so daß alle» in die Tiefe slürzle. Neun Personen wurden schwer verletzt; Z0 Personen konnten noch Anlegung von Notverbänden in ihre Wohnung enllafsen werden. Bei einigen Schwerverletzten besteht Lebensgesahr. Zeppelin in Genf. Genf. 1ö. Sepien, der. Dos Luftschiff„Gras Z« p p« l i n" ist bei seiner ersten Landung in Senf von zahlreichen Delegierten der Dölkerbundsversammlung empfangen worden. Dr. Ecken« und sein Schiff wurden vom Bundesrat Motto und dem deutschen Außenminister Dr. Curtius ol» modern« Träger Völker- verbindender Ideen und Arbeit begrüßt. Fritz Sunert, der langjährige sozialdeniotratijche Reichstags- abgeordnet« für Halle-Saalkreis und Redaktionssekretär de»„Vor- märts", wird heut« 80 Jahre alt. Dem rüstigen Jubilar wünscht d'« Partei und ihr Zentralorgan noch gut« Jahre! Die Verständigungspolitik bleibt Krankreich und die Reichstagswahl— Lleberrafchung über den Aufstieg der Nazis Paris. 15. September. Die Liutsprrffc steht die Lage mit Ruh« a«. Das „Ccutorc" erklärt, daß der Tieg Hitlers, so groß er auch zahlenmäßig sei, praktisch keine besondere Be- d e u t u n g habe. Der„Q notidien" betont, daß die Sozialdemokratische Partei, die sich trotz aller Angriffe von rechts und links dank ihrer guten Organisation und ihres festen Znsammenhalts behauptet habe, die Re- gierung übernehmen müsse. Müller und Braun hätten jetzt die Nachfolge Brünings anzutreten. Der sozialistische „P o p u l a i r e" betont vor allem, daß der Angriff Brünings, der Angriff der kapitalistischen Bourgeoisie gegen die Sozialdemokraten kläglich gescheitert sei. Zwar habe Brüning die Dentschnationaleu schlagen können, aber dieses Sieges könne er nicht froh werden, denn an die Stelle Hugenbergs sei jetzt Hitler getreten. Auf jede« Kall aber, so betont bet„Populaire" aufs entschiedenste, könne die deutsche Bourgeoisie weder ohne noch gegen die Sozialdemokratie regieren. Und da die Macht des Proletariats in Teutschland un- gebrochen geblieben sei, könne es auch niemand wagen, eine Diktatur einzurichten. Tie Sozialdemokratie habe also nicht nur die Angriffe der Reaktion glänzend ab- geschlagen, sondern sie habe auch die Republik gerettet und habe damit dem Frieden wiederum einen unschätz- baren Dienst erwiesen. Di« große rechtsstehende Jnformationspresse gibt ihrem Eni- setzen über den fast zehnfachen Wahlsieg Hitlers Ausdruck, aber in sachlich ruhigem, deutlich resigniertem Tone. Niemals Habs man erwartet, schreibt der„Petit Paristen", daß selbst die schlimm- sten Befürchtungen hinsichtlich eines nationalsozialistischen Sieges derart west übertroffen werden könnten. Dos„Journal" fragt, was nach diesem Siege der„Partei des Verbrechens, des Staatsstreichs, der Plünderung, des Mordes und des Bürgerkrieges", die mit ihrer Hetzkampagne dos deutsche Volk vergiftet habe, geschehen solle. Werde man wieder das teuflische Geknatter der Maschinengewehre hören, werde man die Vernichtung der deutschen Demokratie durch eine Gewaltdikt�atur erleben? Der„Matin" tröstet sich mit der Erklärung, daß die Sozialdemokratische Partei und das Zentrum sich gut behauptet� hätten, und daß daher, wenn nur noch ein Funke politischen Sinnes im neuen Reichstag vorhanden sei, sich die„Notwendigkeit der Großen Koalition" aufdränge. Die Beunruhigung in Amerika. New Jork, 15. September.(Eigenbericht.) Das Ergebnis der Reichstagswahlen hat hier außerordentlich» Bestürzung hervorgerufen. Sämtliche amerikanischen Blätter sind mit Berichten über den Berlauf der Reichstagswahl und deren Ergebnis gefüllt. Spaltenlang sind die Betrachtungen über die Zerfahrenheit in der deutschen Innenpolitik. Die Steigerung der„faschistischen" und kommunistischen Mandate wird mit lebhafter Beunruhigung betrachtet. Man befürchtet allgemein öffentliche Un- ruhen und Gefährdung der Außenpolitik. Zum Schutze der republikanischen Staatsform wird der Eintritt der Sozial- demotratie in die Regierung für unbedingt erforderlich erachtet. Das Berliner Vresse-Echo Der Roman muß heute herausbleiben, da wir unseren Lesern ein möglichst vollständiges Bild der Wahlergebnisse vermillelu wollen. Gestammel Hugenbergs. Der hugenbergsche„Montag" verbreitet sich in einem hilflosen Gestammel über den Wahlsieg der Nationalsozialisten. Er ist ihm so schveckhaft in die Glieder gefahren, daß er nur von den„o e r- legen,? n Gesichterp�der Mittelparteien" schreibt und sich über die„hilflose Minderheit des Kabinetts Brüning" freut. Die„Montagspost" stellt fest, daß die Sozialdemokratie an der Spitze bleibt und die Partelen hinter der Regierung Brüning ge- schlagen aus der.Wahlschacht zurückkommen. „Hindenburgblock" zertrümmert. Der„Montag Morgen", warnt,„nur«ich bange werden. Der Traum des hindenburg-Blockes ist ausgeträumt. Di« Parole „es kann«ich ohne Sozialdemokratie regiert werden", Hot elendiglich Schissbruch erlllien. Die tüchigen bürgerlichen Politiker, die sich durch«in Zusammen- gehen mit den Sozialdemokraten«ich beflecken wollten, haben sich selber den Boden unter ihren Füßen entzogen, indem sie die gestrig« Reichstagswahl provozierten. Dos konnte nicht'gut enden. Man konnte und durfte nicht hoffen, daß in einer Zeit, in der es drei Millionen Arbeitslose gibt, mit Vernunft gewählt werden würde. Ein Volk, das oerzweifelt und voll verzweifelter Erbitterung ist, hat gestern gewählt. Man muß es aus diesem Zustand der Verzweif- lung herausführen, um nächstens eine bessere Wahl zu bekommen. Ohne, die Hilfe der. Sozialdemokratie wird dies nicht möglich sein. Und die bürgerliche Mitte würde verbrecherisch handeln, wenn sie an die Sozialdemokratie als Bedingung für ihr Mitregieren eine härtere Forderung stellt als die: daß sie für die Reichsregierung ihre besten Männer hergibt." Wie einst die Antifemitenwelle. h. von Gerlach vergleicht den Nazisieg mit der A n t i s e m i t« n. well« der Vortriegszett und prophezeit ihr einen schnellen Rück- gang: „Auch in den achtziger Jahren haben wir eine antisemitisch« Hochflut gehabt. Ihr folgte alsbald tiefst« Ebbe. Sobald bi« Antisemiten«in« starke Fraktion geworden waren, erwies sich ihre vollendete gesetzgeberische Unfruchtbarkeit. Ebenso rasch, wie ihnen die Schoren der Wähler zugeströntt waren, strömten sie wieder ab. Die Hitler und Goebbels und Münchmeyer sind Fleisch vom Fleische und Ungeist vom Ungeist« der Ahlwardt und Boecke! und Liebermann von Sonnenberg. Es ist ein politisches Armutszeugnis für das deutsche Volt, daß wir zum zweiten Male durch eine Periode des Radauantisemitismus hindurch müssen. Aber die Zeit der politischen Kinderkrankheiten ist offenbar bei uns noch nicht überwunden. Eine Liebesehe zwischen Schwarz und Rot ist nicht möglich, wohl ober eine Dernunftehe. Sie erheischt das Lebensinteresie der vernünftigen Mehrheit des deutschen Volkes. „Gewaltiger Wahlsieg der KpO." „Das rote Berlin, die Zechen- und Metallwerke des Ruhr- gebiets, die Giftgas- und Texttlhöllen des Nisderrheins, die Wasser- kante, das flache Land im Norden und das agrarische Süddeutschlcmd wetteiferten miteinander im Aufschwung des Kommunismus. Die Jungwähler, die Blüte der Arbeiterklasie, stimmten zu hundert- taufenden begeifwrl für uns. . Offensichtlich ist bereits jetzt, daß die blutbefleckkc SPD. der Zörgiebels und Severing. diese Bande von hock- bezahlten berufsmäßigen Arbeiterverrätern, eine»er meisten de Niederlage(!) erlitten hat. Auch ihr Stimmenverlust übertrisst alle Erwar- tmrgen.(!) Dieser Niederlage der bankrotten SPD. werden unaus- haltjam weitere Niederlagen, der völlige Niederbruch folgen. Gestern abend war Herrn Hitlers„größter Tag", aber der sogenannt« Wahlsieg der Nazis ist der Anfang von ihrem Ende im Sumpf und auf den Ministersesseln der Poung-Republik. Unweiger- lich wird der Gegensatz zwischen den radikalen Versprechungen und dem youngkapitalistischen Dolksverrat der Nazi-Führer die Millionen Wähler, die der Nazi-Partei fast über Nacht zugeströmt sind, vielleicht schon in kürzester Frist zum enttäuschten Erwachen bringen. Das Wahlergebnis der Nazi-Partei zeigt die tiefe.politische.Krise der kapitalistrschen Herrschaft in Poung-Deutschland, den völligen Bankrott des Parlamentarismus und der„Demokratie". Wir Kommunisten sind die Sieger des 14. September. Unser Wahlsieg ist der Vorbote unseres wetteren stürmischen Aufschwungs in den bevorstehenden Massenkämpfen, in denen die KPD. als einzig« antikapitalistyche med antifaschistische Partei die Millionen- Einheitsfront aller Ausgebeuteten führen wird. Der„Sieg" der Nazis ist der Vorbote ihrer unvermeidlich kommenden Entlarvung. Polenpolizei attackiert das Volk. Zahlreich« Blutopfer/ Verletzung der französischen Botschaft. Warschau, 14. September.(Eigenbericht.) Bei den heutigen Kundgebungen gegen die Verhaftung der Op- positionssührer hat es blutige Zusammenstöße mit der poNzel gegeben. Da Veranstaltungen im Freien verboten waren, sprachen in Warschau die noch in Freiheit befindlichen Führer der Opposition». Parteien, darunter der gZjähcigc sozialistische Senator Llmanowskt und der Ehesredakteur de,„Robotnik". pjedzialtowski. in einem geschlossenen Gartenlokal. Als dl« Versammlungsteilnehmer dann aus die Straße kamen, wurden sie von berittener Polizei mit blanker Waffe angegrlssen. Zahlreiche Demonstranten, darunter die sozialistisch« Führerin Zza Zjellnska. wurden verwundet, mehrere hundert Personen festgenommen. vor der angreisenden Polizei flüchtete eine Anzahl Personen l« den hos der französischen Botschaft. Die poltzei drang hinler ihnen ei« und muhte erst vom Botschasisbeamlcn hinausgcwiesen werden..,,_ Die Flüchtlinge befanden sich abends noch innerhalb der Mauern der votschaft, da die pollzel jetzt vor der Türe aus sie wartete.'/, Auch aus Ezeufiochau. Radom und Lemberg werden schwere Zu. samwenstöhe gemeldet, die zum Teil durch dl« Stoßtrupps der PUsudfklsten provozier« worden waren. In Lemberg wurde der sozla- ltsttsche Abgeorduele Hausner. ein längs ährlger Milarbeiler PIlsudskls au» desiea revolultonärer Zell, tätlich augegrisfen. Vle Zahl de? Blukopser im ganzen Lande ist noch nicht zu übersehen.. Am Sonnabend wurde In Tarnapol ein führende» Parteimitglied der Tlolionaldemokratie(Rechte, auch in Opposition) vcrhasie». des- gleichen der frühere ukrainische Abgeordnete Zawalykut. Nach spSterer Meldung sind in Warschau zwei der Vrrwondelea gestorben. Als die Polizei vorging, wurde gegeu sie eine Bombe geworfen und geschossen— da» aber auch in die Menge: klarer Beweis dafür, daß da» das Werk von Provokateuren war. Blutjpuren aus dem Pflaster. Schußlöcher In Häusern und Slraßenbahuwageu zeigen die Schwere des Tage». In Kattowitz wurde die Ausstellungshalle, wohin die Protestkundgebung«inberusen war, morgens von etwa 2000„A u s. ständischen" besetzt, die die Demonstranten mit einem Stein- Hagel empfingen, wobei auch Schüsse fielen. Etwa 20 Demon- strantcn wurden dabei verletzt, darunter drei schwer. Als Abg..K o r f a n t y erschien, wurde er zwar mit nicht enden. wollenden Hochrufen begrüßt, die Aufständischen. versuchten, sein Auto umzustürzen, wurden aber von der Polizei abgedrängt. Als die Demonstranten nun im Garten des Südparks versuchten. die Ku,tdgebung abzuhalten, wurden sie durch beritten« Polizisten auseinandergesprengt, wobei es wiederum einige Ber- letzte gab. Korfanty mußte sich in einem haus«>" Sicherheit bringen. Die Demonstranten zogen darauf unter Pfui-Rufen gegen die Polizei, die mit aufgepflanztem Settengewehr gegen sie vorging. nach dem Tivoli-Garten. Unterwegs gab es fortgesetzt Zusammenstöße zwischen Demonstranten und pollzel. Schließlich gelang es den Denumstranten doch, eine Tetkvevsammlung im Tivoli abzuhalten, wo Korfanty mit schärfsten Worten gegen die Vergewaltigung der Versammlungsfreiheit und das Verhalten der Poltzei protestierte. Den Aufständischen gelang es dann, den Polizeikordon zu sprengen. Sie versuchten, da» Versammlung«- lokal zu stürmen, konnten aber von der Polizei wiederum zurück- gedrängt werden. Alsdann hielten die Aufständischen auf dem Ring vor dem Theatergebäude eine Erge>tt>emonstration ab, die mit dem Absingen von 5)cftlicdern endete. Alle deutschen Zettung»- redaktionen und da» Deutsche Generalkonsulat waren polizeilich geschützt.. Oer Wahlsonntag der Arbeit Die Leistungen der sozialdemokratischen Wahlhelfer Die Bertoer sind auch am Sovnkag Frühaufsteher. Ob- wohl mau die Wahlzeit gestern gegenüber den früheren Wahlen um eine Ktnnde vorverlegt hatte, warteten schon vor S Uhr viele Frauen und ZNänner vor ihren Wahllokalen ans Einlaß. Zn allen Stadt. ieilen haben die sozialdemokratischen Fnnktionäre und Mitglieder bis zur lehleu Stunde opferfreudig und er- füllt von dem Ernst der Stuude für die L l st e 1 gearbeitet und ge- worden. Die Wahlbeleiligung war am vormittag stärker al» in den Zlachwittagsstundev. Besonders in? Auge fiel die starke Wahlbeteili- gung der Frauen. Um S Uhr das übliche Bild: in ollen Straßen Trupps von Plakatträgern, die nach Hause pilgern. Aus den Plätzen ober und vor den Filialen de».Vorwärts" sammeln sich bereit» die Arbeiter, die aus die ersten Wahlresultote warten. Vor dem„Vorwärts"- Haus. Den ganzen Sonntag über hatte das Kommen und Gehen im„Borwärts"-haus, in dem sich auch die Zentral- wahlleitung der Berliner Sozialdemokratie befindet, kein Ende genommen. Bereits kurz noch Wahlschluß fanden sich dann Arbeiter und AngeftelUe vor dem hause ihrer Zeitung ein, um die ersten Wahlresultate zu erfahren. Als gegen 7 Uhr die ersten Meldungen bekanntgegeben wurden, standen zu beiden Seiten der Straße hunderte von Menschen in dichten Reihen. Die Menge harrte bis in die späten Nachtstunden aus. Wie die Alten wählten. Weit draußen im Norden, am Rand der Weltstadt, liegt Buch, die Gartenstadt der alten Menschen. Sobald man das große Tor passiert hat, bewegt man sich in absolut stillen Bezirken. Nur soll man nicht glauben, daß die vielen alten Leutchen beiderlei Geschlechts, so unbeholfen sie nieist körperlich auch sind, auch in geistiger Beziehung gebrechlich sind. Im Gegenteil, mit Ausnahme jener Müden, die lanqsam in das ewig« Dunkel hinüberdäinmsrn, oder jener, die durch unheilbare Krankheiten gleichgültig geworden sind, wird man bei den Alten auf ein oft erstaunlich lebendiges Interesse für die Fragen des Tages stoßen. Ohne Ucbertreibung kann deshalb gesagt werden, daß diese Alten, Männer sowohl wie . Frauen, sich geradezu zur Ausübung ihres Wahlrechtes drängten. Die meisten an Stöcken und Krücken, viele sogar ganz mühsam an zwei Stöcken schleichend, oft unterstützt von Pflegern oder Pflege- rinnen, so kamen sie zum Wahllokal, von denen man innerhalb der weitgedehnten Bücher Anstalten mehrer« hat einrichten müssen. Jluch die SKranken wähllen in den Wrankenhäufem Diese Wahllokale waren ausschließlich für die Hospitanten vor- Händen, so daß keiner es nötig hatte, den Bezirk des Allersheimes zu verlassen. Richtig Schlange stehen mußten die alten Leutchen. well der Andrang so groß"war. Di« zynische Rücksichtslosigkeit eines von außen kommenden kommunistischen Agitators hatte es versucht, selbst in dissem Bezirk des Friedens in srecher aufdringlicher Welse Revolte zu stiften, damit aber nur erreicht, daß alte Männer und Frauen so erregt wurden, daß Aerzte und Pfleger zu tun hatten, um die. Gemüter wieder zu beruhigen. Die Wahl nahm dann ihren ruhigen Fortgang. In geradezu vorbildlicher und musfterhaster Weise war für die gesorgt worden, die bett- lä gerig waren. Der Wahlvorsteher begab sich mit seinen Bei- sitzern mck» Helfern in die Zimmer der Bettlägerigen. Heber das Bett des Kranken wurde ein leichtes Gestell gehoben, das die Wahlzelle darstellt«. Diese hülle verdeckt« den Kranken vollständig und er konnte auf einer festen Unterlage ungesehen seinen Wahl- -.etkel ankreuzen und ihn in«inen Umschlag tun. So wurde das Wahlgeheimnis in der weitestgehenden Weise gewahrt. Es ist nicht doch genug anzuerkennen, daß sich das Personal der Anstalten dieser ziemlich umständlichen Zeit und Kräfte erfordernden Arbelt mit großer Hingabe widmete. Im Zentrum. I,n Zentrum hat sich der Wohlakt unter sehr reger, schon am frühen Morgen einsetzender Beteiligung im allgemeinen sehr ruhig abgespielt. Um so mehr, da«in großer Teil des Bezirks Innerhalb der Bannmeile liegt, sah man hier wenig von Agitation und Propaganda Man freute sich ober, um die achte Morgenstunde die Holser der Sozialdemokratie als erste vor den Wahllokalen auf dem Posten zu sehen. Gegen 15 K Uhr schätzte man in unter- richteten Kreisen die Quote der Wahlbetelligung auf etwa 75 Prozent bis 7« Prozent Einer der ersten Walser war ohne Zweifel der Reichspräsident von hindenburg. der vor der Künstlerklaus« Iogerstrahe 14 schon um 8.10 Uhr mit dem Auto »orfuhr. Das Oberhaupt t« Republik wurde von Publikum und Wahloorstand chrerbietig begrüßt und durch da» Kreuzfeuer der Photographen empfangen. Der Reichskanzler und der Reichsaußen- minister, für dl« das gleich« Wahllokal zuständig ist, wählten außen- halb Berlins auf Stimmschein. Oer Westen zeigte ein ruhiges Gesicht. Der Westen zeigte ein wesentlich ruhiger«, Gesicht als der Norden und Osten. Einige Kraftwagen der Sozialdemokratie sichren umher, die Insassen forderten noch einmal mit kräftiger Stimme zur Wahl der Liste l auf. Unsere Genossen waren auch im Westen fleißig bei der Arbeit. Die A r b e i t c r s a m a r i t e r hatten von früh bis spät zu tun. um Kranke und Gebrechliche zum Wohllotol gB bringen. Vit Auto und Motorrad war man unter- wegs; alle beseelte die Ueberzeugung: Bei dieser Entscheidungs- fchlacht darf keiner fehlen! Die Wahlbetelligung in den einzelnen Bezirken schwankt etwa zwischen 80 bis 80 Prozent; am stärksten ist die Beteiligung dort, wo das„Gartenhaus" entscheidet. Zu teil- weise recht aufgeregten Diskussionen kam es zwischen den.Plakat- trägern vor den Wahllokalen. In den Wahllokalen herrschte zeitweise ein starkes Gedränge. Di« seltsamsten Ding« ereignen sich zuweilen. So konnte man erleben, daß eine Dom« zurückkam; sie wollte den Wahlzettel zurück haben, da sie sich in der Nummer versehen hatte. Die bürgerlichen Parteien hielten sich merklich zurück. In der Arbeiierstadt Spandau. Die Arbeiterstadt an der Havel zeigt auch am Wahltage gegen- über den anderen Stadtteilen der Riesenstadt«in besonderes Ge- ficht. Die Arbeiter, die hier wohnen, sind das Frühaufstehen ge- wohnt, und so sind die Wahllokale bereits kurz vor 8 Uhr über- füllt. In den Straßen ist es sonst ruhig, hin und wieder fährt ein Schupotrupp auf Rädern durch die Stadt; erfreulicherweis«, ohne irgendwie eingreisen zu müssen. Bis zuletzt hat die Sozial- demokratie mit allen Kräften für den Sieg der Liste 1 ge- arbeitet. Und die Partei der Arbeit hat sich in dem umkämpften Bezirk gut geschlagen! Wie die Stargarder Straße warb. Auch im Bezirk Prenzlauer Berg setzt« die Wahlbeteili- gung schon in den frühen Vormittagsstunden lebhaft ein, so daß um die Mittagszeit bereits 50 bis 60 Prozent ihr Wahlrecht aus- geübt hatten. Di« 50. Abteilung des 4. Kreises hat eine glänzende Wahlpropaganda durchgeführt. Drei Genossen arbeiteten zwei künstlerische Plakate mit lebensgroßen Figuren: Das wahre Gesicht Sowjetruhlands zeigt« das ein«— den Tod mit der Hippe,>. durch Hungersnot den Terror der GPU. alles blühende Leben ver- nichtet. Das zweite warb für den Kampf mit geistigen Wassen für die Liste 1. Vergeblich suchten die Kommunisten mit primitiven Mitteln gegen diese wirtsam« Propaganda anzukämpfen: Die Stargarder Straße wurde durch die Arbeiten unter Ge- nassen beherrscht. Ruhig verlief auch die Wahl in Weißense«. Ab und an fuhren mit Geschrei und hallo einig« hakenkreuzautos die Straßen. von Kommunisten gefolgt. Die Antiparlamenrarier bemühen sich am meisten um Stimmungsmache für die Parlomentsrvahlen.... Aber der Bezirksleiter von Prenzlauer Berg hat schon recht, daß er um 1 Uhr schon die Propaganda-Autos unserer Partei von der Straße zog, denn wer um Mittag des Wahltages noch nicht weiß, wen er wählen soll, der wird auch jetzt kaum noch gewonnen werden können. Massenkundgebung in Charlotienburg. Die Schlußkundgebung der Sozialdemokratischen Partei im Edenpalast Charlottenburg am Freitag war mehr als über« füllt. Alle Gänge, der Vorraum, die Treppen zum Saal« waren mit dichtgedrängten Massen besetzt, hunderte, die keinen Einlaß mehr fanden, veranstalteten auf dem Hof eine spontane Kundgebung, bei der Genossin Beidler die Ansprach« hielt. Im Saal herrschte begeisterte Stimmung. Die Ausführungen des Genossen Kuttner wurden immer wieder durch Beifallsstürme unterbrochen. Am Schluß gab durch minutenlangem Beifall die Persammlung ihr Einverständnis zu erkennen. Zur Diskussion meldet« sich niemand, obwohl Redefreiheit zugesichert war, so daß die machtvolle Kundgebung mit einem begeisterten hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen wurde. Wahlnacht ruhig verlaufen Zusammenstöße in der Nachi zum Gonniag Der Vahlkampf hak am Vorabend der Reichslagswahl bedauerlicherweise in Berlin zwei Todesopfer gefordert, außer- dem wurde bei Zusammenstößen zwischen politischen Gegnern eine Anzahl von Personen zum Teil schwer verletzt. Aach einer im. Polizeipräsidium vorgenommenen Zählung sind wegen der verschieden. artigsten Zwischenfälle und A n» s ch r e i t u n g e n bi» Montag früh 5 70 Personen, meist Kommunisten und National. s o z i a l i st e n. zwangsgestellt und der Abteilung I A des Polizeipräsidiums zugeführt worden. Mit Biergläsern. Steinen und Stinkbomben bewarfen sich die Gegner, mit Mestern. Dolchen und Gummiknüppeln ging man aus einander lo». Die Nacht noch der Wahl ist erfreulicherweise sehr ruhig, oer- laufen, obwohl an den großen Derkehrsbrennpunkten, besonders im Aellungsoiertel, wo die Wohlresultate durch Scheinwerfer bekannt- gegeben üftirdell, sich dts in die�pätenMachtstunden grvtz» Menschen» massen aufhielten, die lebhaft das Resultat de» Wahltage» disku- tierten und debattierten. Nicht wenig hat zu diesem befriedigenden äußeren Verlaus ohne jeden Zweifel da» BerbotdesSchnap?- ausfchankes beizetragen,« in Umstand, d er a uch für die Zukunft Beachtung verdient. Lediglich vor dem Sport- palast, wo die Nationalsozialisten abend» eine große Kundgebung und S i e g e s f« ie r veranstalteten, kam es nach Schluß der Versammlung zu kleineren Krawallen, hier mußte die Polizei vorgehen. Auch Unter den Linden Ecke Friedrichstraß« kam es zu größeren Ansammlungen und Auseinandersetzungen zwischen Nationalsozialisten und Andersgesinnten. Bon den festgenommenen 570Personen sind bis auf 27, die sich wegen Landfriedensbruchs, Aufruhrs, Widerstand, Beamten- beleidigung, unbefugten Waffenbesitz usw. vor dem Richter zu o e r- antworten hoben werden, alle wieder auf freien Fuß gesetzt. Auf Waffen unier fuchl Die Propagandaautos der extremen Parteien wurden häufig angehalten und ihre Insassen von der Polizei noch Waffen untersucht. Die Börse quittiert. Schwere Kursverluste.— Unruhe an den Auslandsbörfen Der Wahlsieg der Putschparleien hat an der Börse wie eine Bombe eingeschlagen. Auf fast allen Gebieten waren starke Surseinbrüche zu verzeichnen, die bei einzelnen werten bl» zu 20 Proz. erreichten. So stellten sich ZG.- Farben ans 145 gegen 15Z Proz� AEG. auf 134 gegen 13g Proz� Gelseukirchener Bergbau auf 106,5 gegen 110 Proz., 0 st w c r k e 194 gegen ISS. Sehr stark war der Surseinbruch bei Reichsbankanteilen. die von 24g bis auf 236 Proz. sanken, und bei den schweren Sali- werten haben bie Sursoertuste sogar ein katastrophale» Ausmaß angenommen und betrugen bei einzelnen werten bis zu 20 Proz. Die Unruhe an der Börse verstärkte sich noch, al» Meldungen au» dem Ausland einliefen, die über den niederschmetternden Eindruck de» deutschen wahlcrgebnisies bei ausländischen wirtschafts- kreisen einliefen. So befürchtet man. daß da» Ausland überraschend seine Guthaben in Deutschland kündige« wird; wo» für den deutschen Geldmarkt natürlich schwerwiegende Folgen haben mühte. Auch die künftige deutsche Sreditpolitlk im Ausland wird äußerst pessimistisch beurteilt.— Die Pariser Börse verhüll sich zunächst noch abwartend, man vertritt in Finanz, und Wirt- schastskreisen den Standpunkt, daß Möglichkeiten für eine Große Koalition gegeben seien. Jener in der Leipziger Siraße. Eine verunglückte Sonderschau. heute vormittag ist in den Kelle rräumev der Orient- Teppich- AG. in der Leipziger Straß«. Ecke Markgrafen- siraße. ein gefährliche, Feuer au-gebwh-n. Gerumpel, Verpockungsmatertalien usw. boten den Flammen reiche Nahrung. Die Löscharbeiten der Feuerwehr gestalteten sich sehr schwierig, da da, Feuer einen außergewöhnlich starken Qualm entwickelte� Di« Rauchmassen nahmen ihren Weg in die Verkauf». räume der ,.O t a g". so daß viele Käufer die verqualmten Äu«- stetongsräum« schleunigst wieder verlassen mußten. Die Räu- miing des Hauses vollzog sich, wie die Geschäftsleiwng mitteilt, m. aller Rulle. Durch den Brand wurden sämtliche Telcphonkabel und das Fahrstuhlkabcl zerstört. Dos Feuer hatte in der verkehrsreichsten Straße Berlins eine riesige Menschenansammlung zur Folg«. Das besonder« Pech der„Otag* liegt darin, daß mit dem heutigen Tage eine Sonderschou eröffnet werden sollte. Da die Berkaufsräume vom Feuer jedoch nicht ergrifsen worden sind, tritt im Betrieb keinerlei Unterbrechung«in. „Doge und Oogareffa". Stäc> tische Oper. Es ist ohne Zweifel ein Mißgriff gewesen, diese Arbeit eines ambttionierten Liebhabers auf die Bühne der Städtischen Oper zu bringen, ein Mißgriff, der aus sachlichen Gründen kaum zu erklären ist. Die personellen Umstände interessieren uns nicht. Erstlingswerk eines Dreiundzwanzigjährigen— Talentprob«? Bietletcht. Aber Prob« einer Sorte Talent, die gewiß keine wohlwollende Fördenmg oerdient und für die Jugend kein mildernder, kein werbender Um- stand ist: Prob« eines Talents der täuschenden Aufmachung, des selbstsicheren Auftretens, der frivolen Scheinroutinierthsit. Dieser ungeniert« junge Idealist langt nach allem, wovon er sich Wirkung und Erfolg verspricht, mit der Skrupellosigkeit eines abgebrühten alten Theatcrpraktikers, allerdings auch mit einer naiven Ahnungs- losigkeit, die beinahe versöhnend wirkt. Die Dichtung, der ein geschiliztlicher Stoff zugrunde liegt— Ort der Handlung: Venedig: Zeit: 14. Jahrhundert—, ist schlecht- hin undiekutzerhar; sprachlich wie dramaturgisch ein unvermögendes Gestümper, es läßt sich nicht freundlicher sagen. Die Musik an Qualität nicht viel besser, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß der Komponist, Ludwig R o s e l i u s, immerhin sein Handwerk eher beherrscht als der Librettist und mit beträchtlicher Geschicklich. keit gute Borbilder zu kopieren weiß. Diese Oper, für deren Ein- studierung sehr viel Mühe. Zeit und Kosten vergeudet worden sind. wird vermutlich noch- wenigen Aufführungen vom Spielplan oer- schwinden, es ist nicht der Mühe wert, auf einzelnes ausführlich zu- rückzukommen. Auf der Bühne fallen im Künstlerpersonal ein paar neue Erscheinungen auf; am vorteilhaftesten der jung« Gerhard h ü s ch, ein Sänger und Darsteller von schönen Mitteln. Und man freut sich, den ausgezeichneten Künstler Destder Z a d o r nach langer Kronkheit wieder an seinem Platze und auf alter höhe zu sehen. K.P. Wetter für Berlin: Wechselnd bewölkt ohne wesentliche Nieder- schlage. Temperaturen etwas niedriger, mähige Westwind«.— Für Deutschland: U eberall kühlere» und leicht veränderkche« Wetter. Ufior/iffrolo/hüs/. London— Berlin— Tokio Knapper Sieg der englischen Zportlerinnen Bei trübem Wetter kam am Sonnabend auf dem neuen S. E. C.-Plah lu Eichkamp der Irauen-Athlekikkampf London— Berlin zum Austrag, der durch die Mitwirkung einiger Japans- rinnen mit der vielseitigen chitomi an der Spitze noch eine Er- Weiterung erfuhr. Die Sportlerinnen aus dem fernen Osten star- tcten allerdings außer Konkurrenz. Der aus zehn Wettbewerben bestehende Städtekampf London— Berlin wurde von den englischen Teilnehmerinnen knapp mit 47:46 Punkten deshalb gewonnen, weil Berlin in der abschließenden 4 mal IM-Meter-Staffel wegen Heber- schreitens der Wechselmarke disqualifiziert wurde. Dieser eine Verlustpunkt gab zugunsten Englands den Ausschlag, sonst hätte das Resultat unentschieden 46: 46 gelautet. Von den zehn Kon- kurrenzen fielen je fünf an Berlin und an London. Die Japanerin Hitomi zeigte sich im Lauf über 106 Meter und im Weitsprung als die beste. Sie gab ferner im Diskuswerfen und im Weit- fprung gute Leistungen zum besten. Einzelcrgebnisse: 106 Meter: 1. �itomi(Japan) 12,4; 2 Wittmann(B.) 12,5; 3. Scott(2.) 12,5. 200 Meter: 1. Walker(2.) 25,5; 2. Latham(2.) 26,1; 3. Wittmann(B.) 26,5. 800 Meter: 1. Christmas(2.) 2:22,6; 2. Cell«(B.) 2:26; 3. Ston«(2.) 2:28,4. 80 Meter ch ü r den: 1. Cornell(2.) 13,1; 2. Tiffin(2.) 13,1; 3. chargus(B.) 13,2. 4X10 0 Meter: 1. London 49,3; 2. Tokio 53,2(Berlin als 3. in 54,2 disqualifi- ziert). Hochsprung: 1. I. Braumüller(B.) 1,50 Meter; 2. Milne und Seary(2.) je 1,45 Meter. Weitsprung: J. Hitomi(I.) 5,56 Meter; 2. Cornell(2.) 5,55 Meter; 3. Mit- kowski(B.) 5,40 Meter. Kugelstoßen: 1. E. Lraumüller(B.) 12,26 Meter; 2. Wefton(2.) 10,08 Meter; 3. Heiwch(B.) 10,03 Meter. Diskuswerfen: 1. Mäder(B.) 37,65 Meter; 2. Henoch(B.) 34,33 Meter; 3. Hitomi(I.) 32,30 Meter. Speerwerfen: 1. E. Braumüller(B.) 39,62 Meter: 2. Völter(B.) 35.91 Meter; 3. Hitomi 32,90 Meter. Berliner Meister der RV. Zu der Austragung der Berliner Meisterschaften der Deutschen Rennfahreroereinigung hatte sich gestern eine große Anzahl von Radsportfreunden auf der Rütt-Arena versammelt. Lothar E h m e r konnte die Fliegermcisterschaft gewinnen und in der Mann- schaftsmeisterfchaft über 100 Kilometer, die 14 Paare am Start sah, siegten die Gebrüder Wolke. Kleiner Sport ans aller Welt wieder Speerwurfwellrekord. Finnlands unvergleichlicher Speerwerfer Matti Järoinen macht durch eine neu« Weltrekord- leistung von sich reden. Bei einem Sportfest in Wibvrg gelang es Matti Järoinen, seinen am 29. Juli in Stockholm mit 72,38 Meter aufgestellten Weltrekord auf 72,93 Meter heraufzuschrauben. Tödlicher Sporlunfall. Bei einem Sportfest in Neumünster ereignet« sich ein bedauerlicher Unfall, der leider den Tod eines jungen Menschen forderte. Ein 20jähriger junger Mann niunens Kurt Klinker bekam aus eigener Unachtsamkeit die Diskusfcheibe an den Kopf und wurde dabei so schwer verletzt, daß er bald nach seiner Ein- lieserung ins Krankenhaus starb. Racklbodeabend der FTGZZ. Mittwoch, 17. September, nimmt der Freikörperkulturbezirk der Freien Turnerschaft Groß-Berlin seinen Hallenbetrieb wieder auf. Wer jetzt schon die Mitgliedschaft erwirbt, hat die beste Gewähr, bestimmt zur Benutzung des neuen Geländes im nächsten Jahr« zugelassen zu werden. Die Leitung regelmäßiger Gymnastikübungen und kostenloser Schwimmunterricht an Mitglieder erfolgt durch geschulte Kräfte, vchwimmabende Mirt- wachs van 20% bis 22 Uhr im Stadtbad Wsdding, Gerichtstraß«. Zutritt haben auch Gäste nach Anerkennung der Organifätionsbedin- gungen. Weitere Auskunst erteilt die Geschäftsstelle der Freien Turnerschaft Groß-Berlin. Berlin NO. 18, Lichtenberger Str. 3, Tel.: E 3 Königstadt 3656._ Sport als Erziehungsfaktor In Strnveshof wird fleißig geturnt Man schreibt uns: Die Turn- und Sportbewegung im Land» erziehungsheim Struveshof macht sehr erfreuliche Fort- schritte. Alle Arten Leibesübungen sind für die Jugenderziehung wichtig. Das hat Struveshof seit Jahren erkannt und sie in sein Erziehungsprogramm mit«inbegriffen nicht nur der körperlichen Ertüchtigung wegen. Zchr Hauptwert liegt In der Entwicklung der seelischen Kräfte im Menschen, besonders des Gefühls- und Willenslebens. Die Leibes- Übungen sind ein Mittel, um den im Jugendlichen liegenden Frei- heitsdrang zu regulieren und den Selbsttätigksitstrieb in die richtigen Bahnen zu lenken. Ihre praktischen Auswirkungen erfahren die Leibesübungen im„Turn- und Sportverein Struveshofs(TSV. Struveshof), der in fleißiger und zäher Arbeit von Jahr zu Jahr fein« Leistungen, sowohl im Spiel(Handball, Faustboll)), als auch im Sport und Turnen, verbessert und bei den Wettkämpfen mit den Nachbarvereinen ehrenvoll abgeschnitten hat. Zur Ehre aller Ber. dm, tntt denen der TSB. Struveshof die Fred» hatte, im fttd», llchen Wettstreit die Kräfte zu messen, muß gesagt werden, daß» alle» tiefer Ernst war, sich in jeder Weis« fair zu zeigen. So wurde» sie untereinander echte Turn- und Sportfreunde und Kameraden. Der Erfolg der erzieherischen und turnerisch-sportlichen Arbeit zeigt« sich neben dem Kameradschaftsgeist und dem Wohlverhatten des einzelnen auch deutlich in den Ergebnissen der Wettkämpfe. Bei dem kürzlich im benachbarten Diedersdorf unter großer Be- teiligung abgehaltenen Sportfest fielen allein 10 erste, 8 zweite Siege im Einzelkampf und zwei erste und 1 zweiter Sieg im Mann- schaftskampf an den TSV. Struveshof. Beachtenswert ist der Sieg des Jugendlichen Hans Kraus« im 1500-Meter-Lauf in 4:41,2 Min., der Sieg von Wilhelm Rübe im Fünfkampf mit 90 Punkten und der Struveshofer Mannschaftssieg in der 10Xl50-Meter-Staffel in 3,13 Min. Die Erfolge sind in erster Linie der fleißigen Arbeit des Erziehers Wilhelm Rübe zu danken, der unverdrossen und pflichttreu die Leibesübungen im hiesigen Londerzichungsheim leitet und wegen seiner eigenen ausgezeichneten Leistungen und wegen seines kameradschaftlichen Derhaltens von seinen Turn- und Sport- freunden sehr verehrt wird. ZautiftcBBrniB ,®tf SatHttwunbC, tzcutr-l« Sien. 1«.««»♦- 20 Uhr. Abt. zriebrichshain: Frankfurter Allcc AN:..Maxim©cdt'(«eterent Dr. M. Echittte).— Abt. Friedenaus Offenbochcr Str. Sa: Abolt Lau.— Abt. Ztordcn: Souninburger Str. 20: Abtrilunasangclesenhnlcn, Spielabcnd.— Abt. Nrukblln, Jugend« ruppe: Flughafenstr. 0«: Gesongsabend.— Abt. ZLabding: Turiner Ecke Eeestrahe: Gesangsabend. Liederbücher mitbringen.— Abt. Sinn- boldthain: Orthstr. 10:.Unsere großen Fahrten", u Abend.— Phatogernein- schoft Abt. Osten: Frankfurter Aüee 207.— Abt. Südosten. Zugendqrupne: Wranqeistr. IM:..»ameradschaft im TB.". 2. Abend.— Sttttwo», 17. Sept., 20 Uhr. Fugendgruppe Goßlerstr. 01.— Photogemeinschaft Abt. Neukölln: Berg- straße 20— Augcndgruvpe Äumboidthain II: Turiner Ecke Scestraße: Hermann Löns".— Donners taa, 1«. Seot.. 20 Uhr. Abt. Lichtenberg: Euntcrltr. 44: soll man Mandern".— Photogemeinschaft Abt. Norden: Bank- Ecke Wiesenstraße: Borfilhrung von Dia-Bildern.--- Naturkundliche Abt.: Zohannisstr. IS:.Das ssichtelgebirge".— Muükgemeinschaft: Iohaunisür. IS.— Abt. Prenzlauer Berg: Daiuiaer Str. 02. Baracke II: Diskusüonsabend:»Was ist Sozialismus".— Abt. Südwest: Porcki'tr. 11: Heiterer Abend.— Abt. Neukölln: Bergstr. 20: t eiterer Abend.— Abt. Spandau: Lwdenufer I.— Abt. Tieraarten: Lehrter lraße 18—10: Frih-Reuter-Abend tA. Lau).— Abt. Deißensce: Pistoriusstr. 24. Montag, 15. September. 11.15 SchoUplolton. ebenso 14.00. 15.20 Fraoenvortrat. 15,40 Mexiko. 16.05 Soziales Recht. 16.30 Orchester. 17.30 Jugeodstnnde. 18.00 Seelenheilknnde. Berlin. 18.25 Vortrag aber Mosft 18.55 Arbeitsmarkt. 10.00 UnterhalttmtsTBnsllt. 20.00 Literatur. 20.30 Tanzabend, dann politische Zeitungsschau. Berantwortl für die Redaktion: WoUgong Schwarz. Berlin! Anzeigen: Th. Glocke, Berlin. Berlag: Vorwärts Verlag G. m. b. L.. Berlin. Druck: vorwärts Buch- druck««! und Berlagsanftalt Paul Singer& Eo.. Berlin SB 68. Lindenstraße 3. Hierzu Z Beilagen. ( Theater, Lichtspiele usw. i*1'� CÄSINO-THEATEH Lothringer Strafe 57.__ Für unsere Leser; Gutschein 1—4 Pers. Fauteuil 1,25 AL, Sessel 1,75 M. Der Possen-Schlager Der selige Hollschinsky IIIIII IIIIIUIIIIIII Ulli IMIIIIilimillUUlUIIMIimiHUIMIMIHMinH und ein erstkl. buntes Programm. 20 Uhr Florian Geyer Ende 2Z>b Uhr ROSE Theater QroQe Frankfurter Str. 132 Kalt«; Alexander 3422 u. 3484 Täglich 8i/« Uhr Die Braut von Messina PI« Aza lägl. 5 u. 815 Sonai. 2. 5 a. 8" Ale» E 4, 8066 Ciaire Woldoff, Leo Morgenstern, Achilles u. Newman usw. Theater 1. d. Behrenstr. 53-54 Direktion: Ralph Arthur Robert» «. Das MBiiciie maflenen Englisch— Roborts— Rlemann. 8.15 Ohr— Rauchen triaiht Hano Kellschar, Argantino, Jda und Evelyne Duffek. Nevllle Blshop usw. Hiala 2 Vorstellungen 4 und S" Uhr. 4 Uhr kleine Pr. Irene Triesch als Isabella Heule und morgen letrte AufTühru Haren««rf dar Garten büHno 630 U.: Variete und 8,Bu.;„Etappe" oder „Onkel Gustav schreibt k. v." Theater am SAlffbauerdamm Tägt. 8V« Uhr Feuer ansden Kesseln! von Ernst Toller Regit: Haa< Blilrid». Böfinenbilder; Cast. Redet. IorY«rki«r»metirbred»». Id.: D.I. 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Die Komödie 8V« Uhr Der Diener xveier Herren von Goldoni Regie: Mai Reinhardt. ••MMtM» %sjjteisweite Kgnugungy R�täurant Berlins Nenes Theater — am Zoo» llmBahah.ZM.StpL 6554 Täglich m Uhr lommel in der Posse Herr Inor peisialidi. Rundfunkhörer kalte Preise. BinnvskHltiDes Theater In der Stresemanitr. Täglich 8'k Uhr «Mlili; 1 luhpiil m Usiifirl Komtidienhaue 8'/« Täglich SV« Konto X vm Bamauer od Oesteneidiar Lessing-Theater WlidnUnui 27» I.084S Täglich 8 Uhr j astspiel der Piscatorbühne Oes Kaisers Kulis von Th Plivler. Regie: Erwin Pisator. mefropol-lheater Täglich 8V« Uhr ScnsatioBeller OperetteneHoltf t Unter pers- Leitung des Komponisten Viktoria undihrHiisar Sönnug 5 Uhr kleine Preise Friederike von Lehar. Deutsebes Iflnsller-Tteil. Tel Barbarossa 3937 Vn Uhr Dienstag, den 16 Zam 1. Meie; Jim und Jill Opantte i. Titian Ellis Renaissance- Theater Steinplatz 6780. 9 Uhr □ie Wunder-Bar Revuestück Komische oper 8% Uhr Die Frau ohne Kuss Operette v W. 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Brunnenstraße 35*' fom 188 070. -) 1928: Demotraten. Wahlkreis 3 Potsdam II. Sozialdemokraten... Deutschnationale'....... Zentrum.......... Kommunisten........ Deutsche Volkspartei..... Deutsche Staatspartci.... Wirtschaftspartei...... Bayerische Volkspartei.... Nationalsozialisten...... Landvolkpartei(Schiele)1)... klonscrv. VolksparteiSoz.(Mumm)')... Verschiedene........ ') 1928: Deutschnationale und Landvolk ') 1928; Demokraten. gemeinsam 213 259. Wahlkreis 4 Potsdam I. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 330 063 342 664 Deutschnationale')....... 159 721— Zentrum........... 26 957 21 240 Slommunisteu......... 230 801 169 034 Deutsche Volkspartei...... 42 09O 64 791 Deutsche Staatspartci..... 40222 540063) Wirtschastspartei....... 47 463 49 833 Bayerische Slolkspartei.....—— Natioualsozialiste«....... 215 858 16 321 Landvolkpartei(Schiele)').... 27903— 5ionserv. Volkspartei sTreviranus)') 6 728— (shristl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnational« und Landvolk gemeinsam 228 303. •) 1928: Demokraten. Rathenow: So,. 6800(8150). Dnl. 1800(2300), Z 400(250), KPD. 2900(800), Bp. 670(1000), Staatsp. 1350(2075), Wp. 1040 (1066), Nsoz. 2080(104), Kons. Vp. 21, Christi. Soziale 62. Wahlkreis 5 Frankfurt a. Oder. 14. Sept. 30 240 223 119 036 52 747 84 226 Mai 1928 271 145 49 32 l 49 14« 68 538 35 63Z2) 31 938 8177 Sozialdemokraten.. Deutschuationale')..... Zentrum......... Kommunisteu....... Deutsche Volksparte»...... 34 548 Deutsche Staatspartei..... 27304 Wirtschastspartei....... 31 297 Nationalsozialisten......- 204 564 Landvolkpartei(Schiele)').... 62115 Äouserv. Volkspartei(DrevirauuS)') 7 065 Christl.-Soz.(Mumm)').... 20458 Bayerische Volkspartei.....-— Verschiedene......... 3381— ,') 1928; Deutschnationale und Landvolt gemeinsam 260578. h- S) 1928; Demokraten. Wahlkreis 6 Pommern. Sozialdemokraten... Deutschnationole-)...... Zentrum.......... Kommunisten........ Deutsche Volkspartei..... Deutsche Staatspartei...'. Wirtschastspartei...... Bayeristve Volkspartei.... Nationalsozialisten...... Landvolkpartei(Schiele)')... Konserv. Volkspartei(Treviranus) 4shrijtl..So,.(Mumm)')... Verschiedene........ i') 1928: Deutschuationale und Landvolk gemeinsam 375918. M i) 1928: Demokraten. Stettin(90 Prozent Beteiligung): Soz. 49 118 (51134). Dnl. 20 635(29 067), Z. 3118(2103). KPD. 26 042(16 090). Bp. 11 116(12 903). Staatsp. 5924(6562). Wp. 6945(7435). Nsoz. 30 041(673). Landvolk 527(24). Stolp: So,. 7358(7367), Dnl. 6394(6910), Z. 371(352), KPD. 618( 1072), Vp. 1022(1795), Staatsp. 856(—). Wp. 869(1115), Nsoz. 7452(790). fiöslin(Stadt): So,. 5840(6704), Dnl. 3530(5392), Z. 197 (218), KPD. 1244(493), Vp. 734(1417), Nsoz. 1229(603). Wahlkreis 7 Breslau. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 314733 367232 Deutschnationale')....... 95 248— Zentrum........... 171865 153166 Kommunisten......... 83032 43771 Deutsche Volkspartei...... 28 748 58 592 Deutsche Staatspartei..... 20 270 281512) Wirtschastspartei....... 28815 35511 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 259 225 9 262 Landvolkpartei(Schiele)').... 17221— Konscrv. Volkspartei(Trevirauus)')—— (thristl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928; Deutschnational« und Landvolk gemeinsam 226 557. ") 1928: Demokraten. Breslau Stadt: So,. 118 455(135 927). Dnl. 30 166(61 831), Z. 46117(40 952). SPD. 33 458(20 523). 73p. 13 190(22 804), Staatsp. 12 567(14 734), 7vpp. 8194(9154), Nsa,. 87 081(3092), Landvolk 435, Sons. 73p. 4654, Christ!.. Soziale 9124. Wahlkreis 5 Lieguitz. Sozialdemokraten Deutschnatiouale')... Deutsche Volkspartei...... Deutsche Staatspartei..... Wirtschastspartei Bayerische Volkspartei..... Nationalsozialisten....... Landvolkpartei(Schiele)').... ttonserv. Volkspartei sTreviranus)') <5hristl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnotionale und Landvolt gemeinsam 149 335. ') 1928: Demokraten. Wahlkreis 9 Oppeln. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten..». 62 706 70 960 Deutschnatiouale')....... 102 247 Zentrum........... 235573 Kommunisten......... 111167 Deutsche Volkspartei...... 95 004 Deutsche Staatspartei..... 6912 Wirtschastspartei....... 13 901 Bayerische Volkspartei.....— Nationalsozialisten....... 64 048 Landvolkpartei(Schiele)-).... 14694 Konserv. Volkspartei(Trcviranus)')— Christl.-Soz.(Mumm)')....— Verschiedene.........— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 2) 1928: Demokraten. Wahlkreis iO Magdeburg. Sozialdemokraten.. Deutschnationale-)....... 73 694 Zentrum........... 17100 Kommunisten........._____ Deutsche Volkspartei...... 72 823 Deutsche Staatspartei..... 33 509 Wirtschastspartei....... 45 600 Bayerische Volkspartei..... Nationalsozialisten....... Landvolkpartei(Schiele)-).... K onserv. Volkspartei(Trcviranus)') (shristl.�Soz.(Mumm)').... Verschiedene......... ') 1928: Deutschuationale und Landvolk gemeinsam 149 748. 2) 1928: Demokraten. Quedlinburg-Land: So,. 10 428(12 257), Dnl. 2567(4413), 3- 587(611), KPD. 4224(2361), Dp. 1394(3043), Staatsp. 798 (810), Wp. 1238(1238), Nsoz. 5012(352), Landvolk 542, Bauern. partes 197,.Kons. 87, Christi.. Sozial« 240, Sonstige 425. 14. Wahlkreis, Weser-Ems. 225 830 71 626 15 128 9 181«) 7 329 5 630 102 404. Wahlkreis 11 Merseburg. 14 Sept. 30 Sozialdemokraten*.*. 160399 Deutschnational«')....... 65 430 Zentrum........... 10762 Kommunisten......... 205495 Deutsche Volkspartei...... 50 535 Deutsche Staatspartei..... 25810 Wirtschastspartei....... 45 412 Bayerische Volkspartei.....— Nationalsozialisten...... 168573 Landvolkpartei(Schiele)').... 59007 Konserv. Volk»Partei(Trcviranus)') 8 639 Shristl.'Soz.(Mumm)')...._ Verschieden«........._ ") 1928; Deutschnationale und Landvolk oemeinsam ') 1928: Demokraten. Wai 1928 171 967 9 980 176113 74127 33 3425) 42 874 19 645 15« 176. Wahlkreis 12 Thüringen. 14 Sept. 30 Mai 1925 Sozialdemokraten.... 365 903 367 904 Deutschnatiouale')....... 54 371— Zentrum........... 53 5 18 45 859 Kommunisten......... 192 287 137196 Deutsche Volkspartei...... 68 724 123 915 Deutsche Staatspartei..... 41609 42939"3) Wirtschastspartei....... 67 888 85 695 Bayerische Volkspartei.....—— Rationalsozialisten....... 243 846 40 693 Landvolkpartei(Schiele)').... 118681— Konserv. Volkspartei(Trcviranus)') 11860— (shristl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnational« und Landvolk gemeinsam 217 317. 2) 1928: Demokraten. 3cna: Soz. 12125(10181), Dnl. 1228(2069). Z. 468(414). SPD. 5074(4586), vp. 3226(6146), Staalsp. 3228(3200), wp. 2410 (1802), J«o,. 4246(715), Landvolk 319(328), Kons. vp. 529. Wahlkreis 13 Schleswig-Holstein. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten»... 265 225 278 801 Deutschnationale')....... 54 548— Zentrum........... 9215 8527 Kommunisten......... 94 168 62 106 Deutsche Volkspartei...... 64 358 107 922 Deutsche Staatspartei..... 42 297 44 7512) Wirtschastspartei....... 35643 42070 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 240 185 31 790 Landvolkpartei(Schiele)').... 33 513— Konserv. Volkspartei(Trevirauus)') 19 192— Christl.-Soz.(Mumm)').... 16639— Verschiedene......... 16 038— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 183 501. ") 1928: Demotraten. Kiel: Soz. 48 69«(51131), Dnl. 11784) 33 270), Z. 2993(2018). KPD. 13 507(9302), Vp. 10«»« (1« 179). Staatsp. 3S79(513«), Nsoz. 29 731(3358). Kons. Vp. 289«. Wahlkreis 14 Wefer-Ems. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten..». 189 1«0 206112 Deutschuationale')....... 53819— Zentrum........... 149 664 120 558 Kommunisten......... 50553 35637 Deutsche Volkspartei...... 64 246 87 219 Deutsche Staatspartei..... 34 600 52 8722) Wirtschastspartei....... 22 298 29 230 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 165953 36362 Landvolkpartei(Schiele)-).... 12 471— Konserv. Volkspartei(Trcviranus)') 22 146— Christl.-Soz.(Mumm)').... 22797— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 98 082. -) 1928: Demokraten. Leer Stadt: Soz. 2399(2359). Dnl. 346(785). Z. 406(366), KPD. 238(265). Vp. 816(1093), Staatsp. 424(471), Wp. 342(689), Nsoz. 1085(260), Landvolk 9(0), Kons. Vp. 202(26), Christi.. Soziale 658 114), Sonstige 135. Es wurden SO Proz. der wahlberechtigten Stimmen abgegeben. Wahlkreis 16 Osthannover. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 16 1 571 168620 Deutschnationale')........ 46 222— Zentrum........... 7690 6510 Kommunisten......... 43037 29847 Deutsche Volkspartei...... 34 098 40 602 Deutsche Staatspartei..;.. 20 716 18 788-) 'Wirtschastspartei....... 18 645 18 212 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 118 734 13 588 Landvolkpartei(Schiele)')....—— Hannoveraner........ 86581— Christl.-Soz.(Mumm)-)....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnational« und Landvolk gemeinsam 185 121. !) 1928: Demokraten. Wahlkreis 16 Südhannover-Braunschweig. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 460625 477316 Deutschnationale')....... 61 980— Zentrum........... 54 714 48 333 Kommunisten......... 63 792 36 216 Deutsch« Volkspartei...... 78 173 139 102 Deutsche Staatspartci..... 35 183 39 eS22) Wirtschastspartei....... 31019 32 984 Baherifasc Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 283 429 46 340 Landvolkpartei(Schiele)1).... 1 7 443 Kons. Vvlksp. und Hannoveraner 57 661— Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedeue.........—- ') 1928: Deutschnationole und Landvolk gemeinsam 200 619. ') 1928: Demokraten. Goslar: Soz. 4500(150+), Dnl. 1100(400—), Z. 370(30+). kvv. 370(180+). Vp. 890(800—). Skaalsp. 570, 3800 (2«00dhV Wahlkreis i7 Westfalen-Nord. Sozialdemokraten.... Tcutschnationale')....... Zentrum........... jzommunisten......... Deutsche Volkspartei...... Deutsche«taatspartci..... Wirtschaftspartei....... Bayerische Volkspartei..... Nationalsozialisten....... Landvolkpartei(Schiele)�).... 5tonserv. Volkspartei(Treviranusp) Pthristl.-Soz.(Mumm)').... Verschiedene......... -) 1928: Deutschnationale und Landvolk ") 1928: Demotraten. gemeinsam 1S1S23. Bielefeld(Land): So,. 2S710(25 303), Dual. 3813(6887), 3. 1186(1102), KPD. 3079(2067). Bp. 2718(4782). Staalsp. 1306 (1249), Wp. 4027(2692), Bfoj. 6620(282), Landvolk 245(186). 17. Wahlkreis Weslfalen-Nord. Bielefeld Stadt: Soz. 21320(22 049), Dual. 3020(5290), Z. 2970(2328), SPD. 3503(2428), Dp. 5467(9558), Staatsp. 2671 (3028). wp. 4318(3521). Nsoz. 7022(911), Landvolk 35(37). 17. Wahlkreis Westfalen Nord. Gelsenkirchen-Buer: Soz. 29 895(30 970), Dual. 10614(5549). 3. 40 418(35 229), SPD. 45 590(38 614), Bp. 14896(16 210), Staalsp. 1770(3258), wp. 6311(11 192), Nfoz. 17 799(1471), spnf. vp. 818. Wahlkreis 18 Westfalen-Süd. Sozialdemokraten** Deutschnationale')..... Zentrum........... 312134 ktommunistcn....... Deutsche Volkspartei.... Deutsche Staatspartei... Wirtschaftspartei....... 50763 Bayerische Volkspartei..... Nationalsozialisten....... Landvolkpartei(Schiele)1).... lzonscrv.BolksPartei(TreviranuS)1) tshristl.-Soz.(Mumm)1).... Verschiedene......... ') 3928: Deutschnationalc und Landvolk gemeinsam 129 5l>2< ■) 1928: Demokraten. flogen(W.): Soz. 12 244(16 237), Dnl. 2762(6293), Z. 17 070 (12175), KPD. 21803(13 924), Bp. 2579(5831), Stoatep. 3887 (6181), Wp. 2094(4333), Nsoz. 18 987(1375) Koks. Vp. 1013. Dortmund Stadl: Saz. 84 843(101975), Dnl. 11642(14 945), 3. 51 905(97 860), KPD 60 544(33 600), Vp. 25 833(36 322), Staatsp. 7478(11560), Wp. 11056(6450), Nsoz. 24 934(1945), Kons, Vp. 2711. Wahlkreis 19 Hessen-Nassau. 14. Sept. 30 Sozialdemokraten**.. 353 393 Dentschnationale')...... 52451 Zentrum........... 192 669 Mai 1928 377 205 193 031 93 093 119 402 66 448-) 47 995 ltiunmnnisten......... 13? 178 Deutsche Volkspartei...... 76183 Deutsche Staatsparte)..... 54 664 WirtschastSpartei....... 53 978 Bayerische Volkspartei.....— Nationalsozialisten....... 284810 42457 Landvolkpartei(Schiele)1).... 85 770— 51 onscrv. Volkspartei(Treviranus)'i—— l?hristl.-Toz.(Mumm)1)....—— Verschiedene.........—— 1) 1928; Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 206 863. -) 1928: Demokraten. Zranksurl-Stadl: Soz. 81 248(100 529), Dnl. 6743(28 464). Z. 30 011(33 013), KPD. 42 122(36 390), Dp. 26 202(35 150), Staalsp. 18 155(24 032), wp. 14 343(14 753), Nso,. 63 217(13 020), Landvolk 2007(1306), Christi.. Soziale 9116(3762). 23. Duisburg. Kassel Stadt): So,. 34 224(38 785). Dnl. 6321(12 627). Z. 4183 (1170). KBD. 9725(6939), vp. 6608(17 552), Staatsp. 5606(7667), wp. 3461(2039), Nsoz. 2706(3174), Landvolk 1194. Sons. vp. 5419. Wahlkreis 29 Köln-Aachen. Sozialdemokraten Dentschnationale')... Zentrum......* Kommunisten..... Deutsche Volkspartei.. Deutsche StaatSPartei. SJirtschaftspartet... Bayerische Voltspartei. Nationalsozialisten... Landvolkpartei(Schiele)1)... Konserv. Volkspartei(Treviranus)')—— Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Volksrechtspartei....... 18232 10055 1) 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 69 336. -) 1923: Demokraten. Köln-Stadt: So,. 77 286(75 416). Dnl. 6K14 (16 77«), Z. 99 436(88 443), KPD. 47 784(43 756), Vp. 26 770(36 337), Staatsp. 17 587(12 813), Wp. 22 012(14 637), Nsoz. 70 180(4981), Kons. Vp. 4195. Bonn: So,. 6535(8155). Dnl, 1498(4518). Z. 16 886(16 019), KPD. 5991(2208), Vp. 3961(6281), Staatsp. 865(1463), Wp. 2500 (2603), Nsoz. 9633(518). Gummersbach: So,. 8340(8450) Dnl. 4290(6048), Z 3882 (3521). KPD. 1461(682), Vp. 1615(3671), Staatsp. 1865(2980), Wp. 305(608), Nsoz. 8433(587). Wahlkreis 21 Koblenz-Trier. 14. Sept. 30 Sozialdemokraten.... 58 541 Deutschnationale')....... 20 221 Zentrum........... 296445 Kommunisten......... 40115 Deutsche Volkspartei...... 24 066 Deutsche Staatspartei..... 10152 29 857 Mai 1928 68 875 279 532 27 483 34 566 10 737-) 33 224 11892 Wirtschastspartei Bayerische Volkspartei..... Nationalsozialisten....... Landvolkpartei(Schiele)').... Konscrv. Volkspartei(Treviranus)') «Hristl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 72 970. -) 1928: Demokraten. 94 078 »3»49 4 412 Wahlkreis 22 Oüsseldorf-Ost. 14, Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 169 549 202 503 Deutschnationale')....... 59 673— Zentrum........... 230506 223441 Kommunisten......... 320 812 238 725 Deutsche Volkspartei...... 60921 95916 Deutsche Staatspartei..... 30238 34940-) Wirtschastspartei....... 65 528 64 835 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten...... 210 106 19 962 Landvolkpartei(Schiele)')....—— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 10 291— Christl.-Soz.(Mumm)').... 42241— Volksrechtspartei....... 27 696 28 064 ') 1928: Deutschnationale und Landvolk zusammen 126 699. -) 1928: Demokraten. Essen(Ruhr) Sladi: Soz. 50 361(59 985). Dnl 13 962(27 744), 3- 98 031(95 347), KBD. 88 820(66 527), BP. 13 693(20 506), Staatsp. 4910(7761), Wp. 16 021(18 447), Nsoz. 42 434(18 655), Kons. Bp. 2314(—). Düsseldorf: So,. 42 260(39 124), Dnl. 13 647(27 049), Z. 60 938 (56 539), KPD. 72 043(55 023), vp. 20 962(24 810), Staatsp. 6374 (7943). wp. 18 812(IG 317), Nsoz. 39 123(3555), Kons. vp. 3894). Wahlkreis 23 Oüsseldorf-West. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 119 1 78 143347 Deutschnationale')....... 61 189— Zentrum...........»11 75 8 296726 Kommunisten......... 17612» 122108 Deutsche Volkspartei...... 44 954 70 295 Deutsche Staatspartei..... 15699 23033-) Wirtschastspartei....... 49 6S7 48 218 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 168 635 10104 Landvolkpartei(Schiele)1).... 10663— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 5 748— Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928; Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 91026. -) 1928: Demokraten.. Düsseldors-wesl- So,. 34 455(32 679). Dnl. 12 570(16 393). Z. 47123(31 242), KPD. 57 581(21 813), vp. 10 431(14 543). Slaaisp. 3145(4212), wp. 8449(4679), Nsoz. 41 105(2287). Sons. vp. 1179. Hamborn: Soz. 5600(10 700). Dnl. 2600(3500), Z. 10 400 (10300), KPD. 22 200(19 600), Dp. 2000( 2600), Staatsp. 500(1300), Wp. 2100( 2600), Nsoz. 8400( 600), Kons. Dp. 250. wupperial-Bormen(vorläufiges Endergebnis): Soz. 18 380 (27 116). Dnl. 7100(21 814), Z. 9358(9129), KPD. 29 138(17 750), Pp. 4288(6,553), Staatsp. 4124(3883), Wo. 5894(4355), Nsoz. 26 079(1222), Landvolk 78. Kons. Lp. 988, Christl.-Soziale 8843. Wahlkreis 24 Oberbayern-Schwaben. 14. Sept. 30 258 727 31514 Mai 1928 265 114 Sozialdemokraten».. Dentschnationale')...... Zentrum...........—— Kommunisten......... 81042 50 602 Deutsche Volkspartei...... 17147 36928 Deutsche Staatspartei..... 22479 2847S-) Wirtschastspartei....... 33224 36806 Nationalsozialisten....... 218134 72085 Bauernpartei(Schiele)').... 164081 194212 Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 41739— Christl.-Soz.(Mumm)').... 1047O— Bayerische Volkspartei..... 450 088 379 026 Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 73 486. -) 1923: Demokraten. München-Stadt: Soz. 113 587(112 514), Dnl. 9»87 (31 297), KPD. 49 156(29 495), Vp. 564»(18 824). Staatsp. 9080(12 118), Wp. 9905(11696), Nso,. 86 606(36 924), Kons.VP. 24 396, Bahr. Vp. 90 725 (79 725). Augsburg: Soz. 25 373(31 268), Dual. 3794(6108), SPD. 10 772(4816), Vp. 937(2358), Staatsp. 336(2689), wp. 3217 (3955). Nsoz. 11 806(5900), Sons. vp. 1763, vayr. vp. 30 442 (24 993). Wahlkreis 25 Niederbayern. 14. Sept. 30 ... 76 906 ... 8109 Mai 1928 86 389 Sozialdemokraten... Dentschnationale')...... Zentrum...........—— Kommunisten......... 28 4 1 3 12 496 Deutsch« Volkspartei...... 6 507 7 871 Deutsche Staatspartei..... 7535 10519ä) Wirtschastspartei....... 8781 9461 Bayerische Volkspartei..... 201 344 246 426 Nationalsozialisten....... 72134 19861 Landvolkpartei(Schiele)')....—— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 3 815— Christl.-Soz.(Mumm)1)....—— Bayerischer Bauernbund.... 117397 138315 Verschiedene.........—— 1) 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 20 447. -) 1928: Demokraten. Wahlkreis 26 Franken. 14. Sept. 39 ... 346 534 ... 31 792 ... 347 124 ... 65 220 ... 20 236 ... 29 400 ... 46 475 Mai 1928 355 308 281 067 143 402 10 197 37 645 23 962 51 305-) 44 185 319 854 100 698 Sozialdemokraten.... Deutschnationale')....... Zentrum........... Kommunisten......... Deutsche Volkspartei...... Deutsche Staatspartei..... Wirtschastspartei....... Bayerische Volkspartei..... Nationalsozialisten....... Landvolkpartei(Schiele)').... Konserv. Volkspartei(Treviranus)') Christl.-Soz.(Mumm)').... Verschiedene........;—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 235 486, -) 1928: Demokraten. Nürnberg: So,. 96 549(96 073), Dnl. 6009 (26 060). KPD. 20 047(15 123). Vp. 4090(6335), Staatsp. 6749(11792), Wp. 16 606(14 259), Nso,. 62 202(2.3 834), Bayr. Vp. 20 510(19 344). Erlangen: Soz. 7000(400+), Dnl. 470(2000—), KpD. 750 (300 4-). vp. 370(160—), Staalsp. 460(500—), wp. 500. Nso,. 4000(2600+), Kons. vp. 320, Christ!.. Soziale 900, Bayr. vp. 1850 (250-f). Wahlkreis 27 Pfalz. 14. Sept. 30 MaiV»! Sozialdemokraten»».. 105 606 119 548 Dentschnationale).*.***« 3618— Zentrum........... 115 915 108 767 Kommunisten........ 48941 29205 Deutsche Volkspartei...... 30 657 60 530 Deutsche Staatspartei..... 10679 16134� Wirtschastspartei....... 16 375 16 937 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 106163 23288 Landvolkpartei(Schiele)').... 11575— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 2193—, Christl.-Soz.(Mumm)')....——< Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 13386. i 2) 1928: Demokraten. Speyer: Soz. 4109(4295). Dnl. 87(334), I. 4124(3656), KPD. 1486(838), Vp. 1494(1905), Staatsp. 412(624), Wp. 54« (905), Nsoz. 1836(414). Landvolk 132. Zrankenlhal: So,. 4868(5535), Dnl. 84(176), Z. 2437(2051), KPD. 1743(1104), Vp. 1295(1984), Staatsp, 525(738), Wp. 810 (469). Nsoz. 1473(327), Landvolk 88. Kons. Vp. 67. Zmeibrücken: So,. 1674(1998), Dnl. 131(231), KPD. 116 (438), Vp, 787(1366), Staatsp, 259(349), Wp. 524(874), Nsoz. 3312(1324), Landvolk 33, Bayr. Dp. 1337(1206). Wahlkreis 28 Oresden-Äautzen. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten..»» 389 327 400 502 Deutschnationale') 53 804— Zentrum........... 15970 13984 Kommunisten......... 139414 105874 Deutsche Volkspartei...... 72 161 112 150 Deutsche Staatspartei..... 81 630 62 657-) Wirtschastspartei....... 80208 80624 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 180 550 18245 Landvolkpartei(Schiele)1).... 57809— Konserv. Volkspartei(Treviranus)1) 11642— t Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 181 327. -) 1928: Demokraten. weihen: So;. 13 799(14 382). Dnal. 1142(2594). Z. 364(346). Kpv. 2268(1603), vp. 1800(2985). Staalsp. 1067(1131), wp. 2826 (3064), Nsoz. 4807(525). Landvolk 258(137). Nadebeul: So,. 2825(3141), Dnl. 408(977), Z 63(67), KPD. 903(526), Vp, 1147(1633), Staatsp, 627(654), Wp. 516(425), Nsoz. 1334(73). Landvolk 118(61). /freiial: So,. 10 841.(11040), Dnl. 505(1150), Z. 183(177), KPD, 5115(4428), Vp. 841(1590), Staatsp. 1005(983). Wp. 2338(1698), Nsoz, 1603(172), Landvolk 102(95). Zittau(Gesamt): So,. 6111(6657), Dnl. 576(1635). Z. 489 (785). KPD. 685(1134), Dp. 2092(2831), Staatsp. 1946(2957), Wp, 2388(2552), Nsoz. 4792(585), Landvolk 76(53). Wahlkreis 29 Leipzig. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten,... 288 067 273 934 Deutschnationale')....... 30 799— Zentrum........... 5 237 4 441 Kommunisten......... 141984 121331 Deutsche Volkspartei...... 77 720 98 123 Deutsche Staatspartei..... 26 2 1 2 45231*) Wirtschaftspakts!***•«♦* 57896 53047 Nationalsozialisten....... 116138 14601 Landvolkpartei(Schiele)').... 34 155— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 9 225— Volksrechtspartei....... 21 663 31 255 Christl.-Soz.(Mumm)')«...—— Bayerische Volkspartei.....—— Verschiedene.........—— ') 1928; Deutschnational« und Landvolk gemeinsam 92 226. -) 1928: Demokraten. Wahlkreis 30 Chemnih-Zwickau. 14, Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 314 213 319 998 Deutschnationale')....... 49 714— Zentrum.......«» 5 514 5124 Kommunisten......... 204 959 154 362 Deutsche Volkspartei...... 45 904 105 748 Deutsche Staatspartei..... 22 698 39 468-) Wirtschastspartei....... 89 732 98 381 Nationalsozialisten....... 264 871 41497 Landvolkpartei(Schiele)').... 30 626— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 6 489— Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Bayerische Volkspartei.....—— Volksrechtspartei....... 17217 40932 Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk oemeinsom 126 429. -) 1928: Demokraten. Wahlkreis 31 Württemberg. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 283 337 272 018 Dentschnationale')....... 55 206— Zentrum........... 304314 235161 Kommunisten......... 131744 83121 Deutsche Volkspartei......> 63 584 Deutsche Staatspartei...., 13677? 109 986-) Wirtschastspartei....... 31 189 14 958 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 131683 21730 Bauern und Weingärtner.... 180 143— Konserv. Volkspartei(Treviranus)')—— Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 271 198. -) 1923: Demokraten. Wahlkreis 32 Baden. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 210 547 204 346 Deutschnationale')....;.. 32746_ Zentrum........... 351 838 297 818 Kommunisten......... 112 852 66 808 Deutsche Volkspartei......),,««za, 86401 Deutsche Staatspartei...../ 63888*) Wirtschastspartei....... 33 856 30 875 Evangelischer Volksdienst... 57 791— Nationalsozialisten....... 226 600 26 329 Landvolkpartei(Schiele)')....—— Konserv. Volkspartei(Treviranus)') 5 388— Christl.-Soz.(Mumm)')....—— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnational« und Landvolk gemeinsam 87 984. *) 1928: Demokraten. Sarlsnche.Sk««- Soz. 21 325(20 502), Dal. 2318(5211), Z. 14657(12 211). KPD. 8643(4797). Vp. u. Skaatsp. 9797(13 768), wp. 2697(3049), Jtfoj. 23 052(2207). 32. Kreis Pforzheim. Pforzheim: Soz. 11 000(2300», Dal. 2900(2600-), Z. 3000 (400+), KPD. 4900(2000+), vp. und Slaalsp. 6600(1200—), wp. 3000(4004-1. Nsoz. 8500(1000+), Kons. Vp. 300. 33. Kreis Hessen- Darmstadt. Wahlkreis 33 Hessen-Oarmstadt. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten...* 215 728 192376 Dcutschnationale�)...... 1190»— Zentrum........... 104 266 95 280 Kommunisten...»».. 84 604 52 007 Deutsche Volkspartei...... 49 830 67 127 Deutsche Ttaatöpartei..... 38 745 37 521«) W irtschaftSPartei....... 17 069 7 825 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 137 863 11281 Landvolkpartei(Schiele)1).... 57 OOO— Konserv. Volkspartei(Treviranus)1) 3 OOO— Christl.-Soz.(Mumm)1).... 19 137 11 561 Verschiedene.........—— 1) 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 100 333. -) 1928: Demokraten. Dormstadt Stadt: So;. 15 076(15 402). Dnl. 1405(3885), Z. 3532(3146). KPD. 3987(2229), Vp. 9091(13 677), Staatsp. 3602 (3746), Wp. 1033(3344), Nsoz. 13 341(1429), Landvolk 128(146), Kons. Vp. 477. Mainz-Stadt: Soz. 25 393(22 729), Nnl. 1302(1551), Z. 15 734 (14 918), KPD. 9277(2524). Vp. 2909(5449), Staatsp. 8327(6340), wp. 1834(524), Nsoz. 11 HO(412). Landvolk 813(918). Darmstadt: Soz. 15 076(15 402), Dnl. 1405(3885), Z. 3532 (3146), KPD. 3987(2229), Vp. 9091(13 677), Staatsp. 3602(3746), Wp. 1033(334), Nsoz. 13 341(1429), Landvolk 128(146), Kons. Vp. 477. Wahltreis 34 Hamburg. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten.... 240 84(8 255133 Deutschnationale1)....... 31 467— Zentrum 10904 10759 Kommunisten.».»»»»». 135210 116128 Deutsche Volkspartei...... 69036 95715 Deutsche Staatspartei..... 64 130 80 356«) Wirtschaftspartei....... 16 8 29 16375 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 144 584 17 761 Landvolkpartei(Schiele)1)....—— Konserv. Volkspartei(Treviranus)1) 20 742— Christi.-Soz.(Mumm)1).... 11 948— Verschiedene.........—— *) 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 89 855. «) 1928: Demokraten. Wahlkreis 35 Mecklenburg. 14. Sept. 30 Mai 1928 Sozialdemokraten*... 173079 189668 Deutschnationale1)....... 50 422— Zentrum........... 3 653 3 136 Kommunisten......... 42379 23498 Deutsche Volkspartei...... 33 005 42 874 Deutsche Staatspartei..... 13 160 15 371«) Wirtschaftspartci....... 28 144 34975 Bayerische Volkspartei.....—— Nationalsozialisten....... 99 138 9 151 Landvolkpartei(Schiele)1).... 24 716— K onserv. Volkspartei(Treviranus)1) 10 316— Christi- Soz.(Mumm)1)....— Verschiedene.........—— ') 1928: Deutschnationale und Landvolk gemeinsam 105 078. -) 1928: Demokraten. Schwerin- Stadt: Soz. 10 SS?(10 370). Dnl. 2560(5192), Z. 289 (319), KPD. 906(451), vp. 4755(6824), Skaatsp. 1093(1220). wp. 1830(1534). Nsoz. 5142(562), Landvolk 133(126), Kons. Vp. 2103, Chrisil.- Soziale 150. Lübeck: So,. 35 735(35 491), Dnl. 4395(9526), Z. 1021(848), KVD. 7855(5742). Vp. 9889(13 682), Slaalsp. 3206(3120), wp. 3342(4249), Nsoz. 15 984(2965), Landvolk 469, Sons. Vp. 1865, Chris!'..- Soziale 268, Sonstige 3. Wismar: Soz. 6201(6624), Dnl. 823(1378), Z. 122(147), KPD. 1979(1875), Vp. 1405(1619), Staatsp. 474(596), Wp. 1385 (1125), Nsoz. 2685(231), Landvolk(60(63), Kons. Vp. 320. Berliner Ergebnisse 1. Kreis, Mitte. Soz. 45 153(53 189), Dnl. 23 218(30 478), Z. 6990(6285), KPD. 52 752(43 959), vp. 5305(8426), Staatsp. 9267(15 183). wp. 4081(4434), Nsoz. 26 559(3069), Landvolk 98. kons. vp. 624, Christl.-Soziale 1337. Abt. 1: Soz. 6921. Dnl. 4723, Z. 1795, KPD. 6355, Dp. 1217, Staatsp. 1799, Wp. 663, Nsoz. 5073, Landvolk 31, Kons. Vp. 134, Christl.-Soziale 231. Abt. 2: Soz. 3019, Dnl. 2430, Z. 764, KPD. 2003, Dp. 757, Staatsp. 980, Wp. 252, Nsoz. 2549, Landvolk 17, Kons. Vp. 179, Christl.-Soziale 93. Abt. 3: Soz. 8109, Dnl. 4180. Z. 1288, KPD. 7444, Vp. 976, Staatsp. 1916, Wp. 885, ZNsoz. 4432, Landvolk 12, Kons. Vp. 115, Christl.-Soziale 283. Abt. 4: Soz. 5041, Dnl. 2396. Z. 672, KPD. 6023. Vp. 314. Staatsp. 1220. Wp. 442, Nsoz. 2913, Landvolk 6, Kons. Vp. 52, Christl.-Soziale 113. Ab. 5: Soz. 5481, Dnl. 2527, Z. 622, KPD. 7249, Vp. 388, Staatsp. 1195, Wp. 483, Nsoz. 2973. Landvolk 8, Kons. Vp. 56. Christl.-Soziale 71. Abk. 6: Soz. 7474. Dnl. 2266. Z. 832, KPD. 11 602, Vp. 623. Staatsp. 702, Wp. 523, Nsoz. 2804, Landvolk 5, Kons. Vp. 41, Christl.-Soziale 127. Abt. 7: Soz. 9108, Dnl. 4696, Z. 1017, KPD. 12 077, Vp. 1030, Staatsp. 1455, Wp. 833, Nsoz. 5815, Landvolk 19, Kons. Vp. 96, 'Chriftl.» Soziale 419. 2. Kreis, Tiergarten. So,. 42 283(50 369). Dnl 27 203(36 149). Z. 8249(7291), SPD. 40 113(34 017), vp. 6047(11744), Staatsp. 11 148(15 640), wp. 3501(3810), Nsoz. 28 182(2898), Landvolk 96, kons. Vp. 1562, Christi- Soziale 1656. Abi 8: Soz. 11 001, Dnl. 8910, Z. 2278, KPD. 8173, Vp. 2549, Staatsp. 3957, Wp. 927, Nsoz. 9497, Landvolk 50, Kons. Vp. 615, Christl.-Soziale 346. Abi 9: Soz. 5015, Dni 3265, Z. 714, KPD. 4631, Vp. 459, Staatsp. 770, Wp. 410, Nsoz. 3400, Landvolk 3, Kons. Vp. 98, Christl.-Soziale 189. Abi 10; So,. 5850. Dnl. 5069. Z. 1042, KPD. 3274, Vp. 1273, Staatsp. 2786. Wp. 607, Nsoz. 4751, Landvoll 21, Kons. Vp. 438, Christl.-Soziale 146. Abt. 11: Soz. 7373, Dnl. 4028, Z. 1745, KPD. 5936, Vp. 910, Staatsp. 2117, Wp. 572, Nsoz. 4458, Landvolk 12, Kons. Vp. 220, Christl.-Soziale 279. Abi 12: Soz. 6140, Dnl. 1784, Z. 1258, KPD. 10 535, Dp. 261, Staatsp. 536. Wp. 402, Nsoz. 2140, Landvolt 2. Kons. Vp. 44, Christl.-Soziale 318. Abi 13: Soz. 6904. Dnl. 4147, Z. 1212. KPD. 7564, Vp. 595, Staatsp. 982, Wp. 583, Nsoz. 3936, Landvolk 8, Kons. Vp. 147, Christi-Soziale 378. 3. Kreis, Wedding. 3. kreis Wedding: Soz. 64 635, Dnai 20 010, Z. 6308. KPD. 99 207, vp. 3684, Staatsp. 6879, wp. 4831, Nsoz. 20 665, Landvolk 50, Sons. vp. 475, Christi-Soziale 2105 24. kreis Oberbayern- S chwaben. Abi 14: So,. 4806. Dnl. 1278, Z. 588. KPD. 7364. Dp. 210, Staatsp. 303, Wp. 336, Nsoz. 1135, Landvolk 3, Kons. Dp. 37, Christl.-Soziale 141. Abi 15; Soz. 5830, Dnl. 2336, Z. 830, KPD. 9525, Vp. 314, Staatsp. 569, Wp. 459, Nsoz. 2057, Landvolk 7, Kons. Vp. 30, Christi-Soziale 283. Abi 16; Soz. 5810, Dnl. 2260, Z. 877, KPD. 9972, Vp. 296, Staatsp. 593, Wp. 488, Nsoz. 2154, Landvolk 7, Kons. Vp. 55. Christl.-Soziale 228. Abi 17: Soz. 7115. Dnl. 1862, Z. 630, KPD. 8394, Vp. 454, Staatsp. 740, Wp. 418, Nsoz. 2419, Landvolk 3, Kons. Vp. 38, Christl.-Soziale 176. Abi 18: Soz. 6560. Dnl. 1931, 3- 310, KPD. 11 200.Vp. 329, Staatsp. 747, Wp. 484, Nsoz. 2213, Landvolk 6, Kons. Vp. 51, Christl.-Soziale 218. Abt. 19: So,. 7268, Dnl. 1978, Z. 766, KPD. 11 622, Vp. 387, Staatsp. 819, Wp. 778, Nsoz. 2344, Landvolk 5, Kons. Vp. 68, Christl.-Soziale 245. Abt. 20: So,. 5307, Dnl. 1518, Z. 437, KPD. 8714, Vp. 286, Staatsp. 592, Wp. 427, Nsoz. 1432, Landvolk 2, Kons. Vp. 25, Christl.-Soz. 129. Abi 21: Soz. 7625, Dnl. 1799, Z. 541, KPD. 15 227, Vp. 286, Staatsp. 641, Wp. 612, Nsoz. 2138, Landvolk 8, Kons. Vp. 26, Christi-Soziale 167. Abt. 22: Soz. 6490, Dnl. 2151, Z. 516, KPD. 7030, Dp. 525, Staatsp. 800, Wp. 372, Nsoz. 2111, Landvolk 6, Kons. Vp. 54, Christl.-Soziale 162. Abi 23: Soz. 8022, Dnl. 2685, Z. 545, KPD. 9255, Vp. 636, Staatspartei 1087, Wp. 450, Nsoz. 2859, Landvolk 3, Kons. Vp. 87, Christl.-Soziale 347. 4. Kreis, Prenzlauer Berg. So,. 66 024(73 650). Dnl. 23 670(29 752), Z. 6957(6163). KPD. 67 098(56 261), vp. 3483(6890), Slaalsp. 8659(12 757), wp. 4544(4718), Nsoz. 24 906(2343), Landvolk 23, Kons. vp. 606, Christi-Soziale 1389. Abi 24: Soz. 10 465, Dnl. 3392, Z. 909, KPD. 9512, Vp. 498, Staatsp. 1388, Wp. 695, Nsoz. 3800, Landvolk 3, Kons. Vp. 83. Christl.-Soziale 158. Abi 25: Soz. 10 229, Dnl. 4338, Z. 1028, KPD. 8529, Vp. 830, Slaalsp. 1661, Wp. 904, Nsoz. 4724, Landvolk 7. Kons. Vp. 148, Christl.-Soziale 195. Abi 26: Soz. 4576, Dnl. 1906, Z. 779, KPD. 5061, Vp. 254, Staatsp. 653, Wp. 375, Nsoz. 2153, Landvolt 2, Kons. Vp. 42, Christl.-Soziale 86. Abi 27: Soz. 6978. Dnl. 2451, Z. 653, KPD. 7104, Vp. 322, Staatsp. 740, Wp. 419, Nsoz. 2193, Landvolk 8. Kons. Vp. 32, Christl.-Soziale 220. Abt. 28: Soz. 7994, Dnl. 2917, Z. 949, KPD. 9076, Vp. 394, Staatsp. 987, Wp. 529, Nsoz. 3187, Landvolk 68. Kons. Vp. 117. Abi 29: Soz. 9222, Dnl. 3217. Z. 946. KPD. 10569, Vp. 337. Staatsp. 1068, Wp. 562, Nsoz. 3178, Landvolk 5, Kons. Vp. 72, Christl.-Soz. 154. Abt. 30: So,. 9033, Dnl. 2998, Z. 1065, KPD. 9059, Vp. 595, Staatsp. 1199, Wp. 553, Nsoz. 3333, Landvolk 2, Kons. Vp. 117, Christl.-Soziale 201. Abi 31: So,. 7555, Dnl. 2464, Z. 630, KPD. 8185, Dp. 341, Staatsp. 943, Wp. 490, Nsoz. 2336, Landvolt 3, Kons. Dp. 49, Christl.-Soziale 207. 5. Kreis, Friedrichshain. So,. 58 836(70 668), Dnl. 19 334(25 532), Z. 7389(6697), Kpv. 79 136(71 156), vp. 3138(6228), Staatsp. 6654(11312). wp. 4828(5377), Nfoz. 24 171(2439), Landvolk 37, Kons. Vp. 401, Christi-Soziale 1706. Abi 32: Soz. 10 218, Dnl. 3614, Z. 2153, KPD. 18 821, Vp. 455, Staatsp. 1145, Wp. 967, Nsoz. 4405, Landvolk 3, Kons. Vp. 57, Christl.-Soziale 340. Abi 33: Soz. 8225, Dnl. 2508, Z. 703, KPD. 7603, Vv. 484. Staatsp. 1056, Wp. 521, Nsoz. 3078, Landvolk 4, Kons. Dp. 72, Christl.-Soziale 208. Abi 34: So,. 7488, Dnl. 2354, Z. 1022, KPD. 8566, Bp. 3081 Staatsp. 884. Wp. 533, Nsoz. 3062, Landvolk 8, Kons.Vp. 51. Christl.-Soziale 236. Abt. 35: Soz. 8715, Dnl. 2809, Z. 824, KPD. 11 518, Vp. 483, Staatsp. 874, Wp. 621, Nsoz. 3656, Landvolk 1, Kons.Vp. 54, Christl.-Soziale 2«2. Abi 36: Soz. 7683, Dnl. 2501, Z. 913, KPD. 9864, Vp. 506. Staatsp. 831, Wp. 761, Nsoz. 3237, Landvolk 6, Kons. Vp. 64, Christl.-Soziale 208. Abi 38: Soz. 13 720, Dnl. 4909, Z. 1556, KPD. 18 209, Vp. 839, Staatsp. 1692, Wp. 1150, Nsoz. 5706, Landvolk 11, Kons.Vp. 105, Christi-Soziale 368. 6. Kreis, Kreuzberg. So,. 69115(83 042). Dni 31482(41 103), Z. 8769(6809), KPD. 70 393(58 875), vp. 6086(12148), Staatsp. 10 410(14 991), wp. 5492(5308), Nsoz. 33 758(3790), Landvolk 100, Sons. vp. 1072. Christl.-Soziale 2134. Abi 39: Soz. 6419. Dnl. 5063, Z. 1491, KPD. 5213, Dp. 1200, Staatsp. 1885, Wp. 847, Nsoz. 5206, Landvolk 38, Kons.Vp. 282. Christl.-Soziale 275. Abi 40: Soz. 7047, Dnl. 4435, Z. 1088, KPD 5300, Vp. 937. Staatsp. 1479, Wp. 519, Nsoz. 5230, Landvolk 12, Kons.Vp. 215. Christl.-Soziale 245. Abi 41: Soz. 6405, Dnl. 2646, Z. 839, KPD. 5389, Dp. 465. Staatsp. 723, Wp. 420, Nsoz. 3045, Landvolk 9. Kons. Vp. 64, Christl.-Soziale 161. Abi 42: Soz. 7386. Dnl. 4287. Z. 883, KPD. 4426, Vp. 92,. Staatsp. 1368, Wp. 566, Nsoz. 4229, Landvolk 10, Kons. Vp. 152, Christl.-Soziale 265. Abi 433: Soz. 8405, Dnl. 3261. Z, 709, KPD. 6990, Vp. 619, Staatsp. 1303, Wp. 505, Nsoz. 3385, Lakidvolk 9, Kons. Dp. 104. Christl.-Soziale 182. Dis hohe Qualität der MAKEDON-Zigaretten ist dadurch erzielt worden, daß den sie aus feinsten und edelsten Tabaken der Welt hergestellt werden, welche durch lang ährige La- erung vo angt haben. Reife er- «AINZ AM SHE1N KONZERNFREI Gdneralvertretung: Carl Sudel, Berlin NW 6, Luisenstraße 30/ Tel. D 2, Weidendamm 3354 Abl. 44: Soj. 7446. Stoatsp. 763, Wp. 513, Christl..«k,ziale 197. Abt. 45: So). 7271, Etaatsp. 688, Wp. 567, Christl.-Eoziole 209. Abt. 46: So). 5975. Staatsp. 500, Wp. 483, Christl.-Soziale 456. Abt. 48: So). 5196. Staatsp. 768, Wp. 456. Chrisll.-Ssziale 155. Dnl. 2499. Z. Nsoz. 2574, Drtl. 1995, 3 37(o j. 2408, Dnt. 1850, 3. Nsoz. 1888, Dnl. 2290, 3. Nsoz. 2529, 658, MD. Landvolk 2, . 664, KPD. Landvolk 5, 1055, KPD. Landvoll 4, 439, KBD. Landvolk 6, 9039, Vp. 432. Kons. Vp. 29, 9691, Vp. 298, Kons. Vp. 26, 9864. Dp. 344. Kons. Vp. 51, 4908. Vp. 410. Kons. Vp. 62. 7. Kreis, Charlottenburg. So). 52 494(57 063), Dnl. 31 692(42 600). Z. 9100(7294). SPD. 38 999(30 828), vp. 11 809(18 647), Staatsp. 18 978, wp. 4557(4440), Wo 3. 39 627(3952), Christi.. Soziale 79. Abt. 51: S03. 9823, Dnl. 5870. 3. 1826. KPD. 7000, Dp. 2676, Staatsp. 3189, Wp. 739, Nsoz. 6622, Landvolk 30, Kons. Dp. 663, Christl.�oziale 515. Abt. 52: So). 5292, Dnl. 2041, 3- 542, KPD. 4499, Dp. 775, Staatsp. 889, Wp. 351, Nsoz. 4017, Landvolk 3, Kons. Vp. 106, Christl.-Soztalc 243. Abt. 54: So). 4777, Dnl. 2364, 3- 1009, KPD. 4453, Vp. 871, Staatsp 1027, Wp. 431, Nsoz. 3577, Landvolk 10, Kons. Vp. 204, Christl.-Soziale 203. Abt. 55; So). 7123. Dnl. 4702, 3- 1413, KPD. 6891, Dp. 1521, Staatsp. 1658, Wp. 848, Nsoz. 6293, Landvolk 10, Kons. Vp. 272, Christl.-Soz. 406. Abt. 57: So). 10 201, Dnl. 6624, Z. 2067, KPD. 6179, Dp. 2624, Staatsp. 5324, Wp 934, Nsoz. 7655, Landvolk 30, Kons. Dp. 647, Christi.-soziale 482. Abt. 58: So). 4532. Dnl. 4191, 3. 907, KPD. 1781, Dp. 1333, Staatsp. 3029, Wp. 475, Nsoz. 4032, Landvolk 22, Kons. Vp. 350, Christl.-Soz. 157. S. Kreis, Spandau. Soz. 26 562(28 568). Dnl. 10395(12 488). 5. 3130(2571). ftpv. 16 432(11 865). vp. 4654(5053). Staatsp. 3026(3540). wp. 2535(2013). Nsoz. 12 283(1590), Canbttolf 101. Sons. vp. 732. Chrisil.'Saziale 1529. 9. Kreis, Wilmersdorf. So). 26 053(24 890), Dnl. 23 419(29 889). Z. 5054(3721). SPD. 11071(8747), vp. 9009(13 391). Staatsp. 14 184(16 544), wp. 2059(2434), Nsoz. 22124(2231). Landvolk 125, Sons. vp. 2757. Christl.-Soziale 898. Abt. 68: So). 3590. Dnl. 2895, 3. 655, KPD. 1514. Dp. 1038, Staatsp. 1765, Wp. 280, Nsoz. 3065, Landvolk 20, Kons. Dp. 280, Christl.-Soziale 110. Abt. 69: Soz. 5607, Dnl. 4370, 3 1467, KPD. 3261, Dp. 1711, Staatsp. 3468, Wp. 482, Nsoz. 462-5, Landvolk 26. Kons. Dp. 515, Christl.-Soziale 155. Abt. 70: Soz. 5974, Dnl. 5492, 3- 1265, KPD. 2257, Dp. 2148, Staoisp. 4259, Wp. 474, Nsoz. 5138, Landvolk 31, Kons. Dp. 660, Christl.-Soziale 169. Abk. 73: So). 2573, Dnl. 3093, 3- 418, MD. 1079, Dp. 1097, ötanfsp. 1214, Wp. 233, Nsoz. 2381, Landvolk 9, Kons. Dp. 460, Christl.-Sozialc 140. 10. Kreis, Zehlendorf. So). 6900(6772). Dnl. 7430(8795). Z. 1408(1078), MV. 2593 (1689). Vp. 4113(5417). Staatsp. 3449(3121), wp. 685(685). Ns<>) 6207(537), Landvolk 107, kons. Vp. 1547. Christl- Soziale 323. Abt 74a: Soz. 974. Dnl. 507. 3. 104. MD. 125, Dp. 263. Staatsp. 345. Wp. 39. Nsoz. 473, Landvolk j. Kons. Dp. 95, Christt-Soziale 24. 11. Kreis. Soz. 35 145(38 597). Dnl. 27 234(36 549). Z. 5979(5194). SPD. 21 901(18 013). vp. 7700(13 869). Slaatsp. 12 330(16 295). wp. 3170(3462). Nsoz. 29314(32). Landvolk 109(—). Sons. Vp. 2275(—). Christl. Soziale 1339(—). Abt 77: Soj. 9966. Dnl. 8512, 3. 2132, MD. 5166, Dp. 2316, Staatsp. 5369, Wp. 847, Nsoz. 7567, Landvolk 34, Kons. Dp. 748, ChrisU-Soziole 294. Abt. 78: So). 8160. Dnl. 5260, 3. 1410, KPD. 6301, Pp. 1381, Staatsp. 2530, Wp. 752, Nsoz. 5858, Landvolk 17, Kons. Bp. 320, Christl.-Sozialc 290. Abt. 79: Soz. 6713, Dnl. 2913, 3. 947. MD. 5212, Rp. 646, Staatsp. 895, Wp. 538, Nsoz. 3909, Landvolk 11, Smtf. Dp. III. Christl.-Sozial« 186. Abt. 79a: So). 828, Dnl. 170,& 84. MD. 424, Vp. 30, Staatsp. 62, Wp. 16, Nsoz. 166, Landvolk 1, Christl.-Sozial« 7. Abt. 80: Soz. 3731, Dnl. 3897, 3. 303, MD. 1778, Vp. 1142. Staatsp. 1326, Wp. 329, Nsoz. 4313, Landvolk 16, Kons. Dp. 372, Christl.-Sozialc 151. Abt 81; Soz. 5597, Dnl. 6480, 3. 903, KPD. 3030, Pp. 2185, Staatsp. 2148, Wp. 688, Nsoz. 7501, Landvolk 31, Kons. Vp. 724, Christl.-Sozialc 411. 12. Kreis, Steglitz. Soz. 22 541(23 712). Dnt 21 391(27 517), Z. 4265(3556). SPD. 14 169(11648), vp. 11 660(17 303), Slaalsp. 8267(9473). wp. 3169(3122). Nsoz. 28 101(3021), Landvolk 170. Sons. vp. 3661. Christt-Soziale 1428. Abt 82: Soz. 12 911. Dnl. 11669, Z. 2711, MD. 8166, Dp. 7299, Staatsp. 4915. Wp. 1718, Nsoz. 18 228, Landvolk 71, Kons. Dp. 1904, Christl.-Soziale 709. Abt 83: Soz. 6711, Dnl. 7446, 3- 1182, MD. 4213, Dp. 3264, Staatsp. 2415, Wp. 1176, Nsoz. 7233, Landvolk 74. Kons. Dp. 1413. Christl.-Soziale 580. Abt 84; Soz. 2919, Dnl. 2276, 3 372, MD. 1790, Bp. 1097, Staatsp. 937, Wp. 275, Nsoz. 2538, Landvolk 22. Kons. Dp. 344, Christl.-Soziale 139. 13. Kreis, Tempelhof. Soz. 17 094(15 701). Dnt 9730(9437), Z. 3771(1814). SPD. 10 913(7736), vp. 2607(3959), Slaalsp. 4355(4228), wp. 1318 (1185), Nsoz. 9430(822), Landvolk 106, kons. vp. 570, Christl.- Soziale 801. Abt 85: Soz. 10 297. Dnl. 6226, 3. 1717, KPD. 5473, Dp. 1633, Staatsp. 2827, Wp. 659, Nsoz. 6248, Landvolk 19. Kons. Dp. 376, Christl.-Soziale 354. Abi. 86: Soz. 4717. Dnl. 2006, 3. 434, MD. 3863, Dp. 485, Staatsp. 843. Wp. 395, Nsoz. 2156, Landvolk 9. Kons. Dp. 113, Christl.-Soziale 175. Abi. 88: Soz. 1404, Dnl. 1044, A 155, MD. 930, Dp. 273, Staatsp. 500, Wp. 176, Nsoz. 686, Landvolk 24, Kons. Dp. 46, Christl.-Soziale 263. 14 Kreis, Neukölln. Soz. 55 683<75 257), Dnl. 17 538(20 963). A. 4965<4504), SPD. 70 543(57 567). vp. 4817(7439). Slaatsp. 6845(10 099). wp. 4382(44?4). DsoZ-*2 l?S(2145), Christt. Soziale 2183. Abt 89: Soz. 7437. Dnl. 2163, 3. 4.56. MD. 5935. Dp. 460, Staatsp. 978. Wp. 530, Nsoz. 2743, Landoolk 3, Kons. Dp 89, Christl.-Soziale 256. Abt 90: Soz. 7771, Dnl. 2133, 3- 528, KPD. 6584, Dp. 515, Staatsp. 804. Wp. 508, Nsoz. 2888, Landvolk 3, Kons Vp. 110, Chrtstt-Saz. 200. «dt 92: Soz. 8184, Dnl. 2899. 3. 644, MD. 7124. Dp. 761. Staatsp. 951, Wp. 484, Nsoz. 3156, Landvolk 10, Kons. Vp. 116, Christl.-Soziale 316. Abt 93: Soz. 7521. Dnl. 2170. 3. 470. MD. 7456, Vp. 627, Staalsp. 819, Wp. 437, Nsoz. Z730, Landvolk 9, Kons Vp. 95, Christl.-Soziale 217. Abt. 94: Soz. 5668. Dnl. 1015, 3. 395. MD. 7264, Vp. 315, Staatsp. 442, Wp. 292, Nsoz. 1481, Landvolk 5, Kons. Vp. 48, Christl.-Soziale 196. Abt 95: So,. 3727. Dnl. 837. 3. 525, KPD. 8422. Dp. 250. Staatsp. 286, Wp. 392, Nsoz. 1101, Landvolk 1, Kons. Vp. 7, Christl.» Soziale 189. Abt 96: Soz. 4534, Dnl. 1182, 3. 404. MD. 4555, Vp. 389, Staatsp. 422, Wp. 349, Nsoz. 1606, Landoolk 8, Kons. Vp. 39. Christl.-Soziale 208. Abt 97: Soz. 4276. Dnt 668. Z. 285. MD. 4984. Vp. 265. Staatsp. 326. Wp. 245, Nsoz. 1022. Landoolk 3, Kons. Dp. 26, Christl.-Soziale 101. Abt. 98: Soz. 3918, Dnl. 1098, 3- 474. MD. 4-507, Vp. 333, Staatsp 400, Wp. 339, Nsoz. 1396, Landvolk 7, Kons. Vp. 32, Christl.-Sozial« 137. Abt 99: So,. 6530. Dnl. 2073, 3. 370, MD. 5639. Dp. 448, Staatsp. 749, Wp. 425, Nsoz. 2030. Landvolk 58, Kons. Vp. 91, Christl.-Soziale 134. 15. Kreis, Treptow. 176). vol. 7525(9473). Z. 1458(1101). MD. 2102(3786). Staatsp. 2772(3972). wp. 1565 (1640). Landvolk 44,«ans. vp. 334. Christl.- Soz. 16 910(22 14 569(17 703). vp. (3815). Nsoz. 7355 Soziale 616. Abt 101: Soz. Staatsp. 860, Wp. Christl.-Soz. 206. Abt 102: Soz. Staatsp. 515, Wp. Christl.Soziale 91. Abt 104: Soz. Staatsp. 349, Wp. Christl.-Soziale 70. Abt 105: So,. Staatsp. 428. Wp. Christl.-Sozial« 130. Abt 106: Soz. Staatsp. 415. Wp. Christl.-Soziale 66. Abt 107: Soz. Staatsp. 206, Wp. Christl.-Sozial« 57. 4947. Dnt 278, Nsoz. 3221, Dnl. 301, Nsoz. 2312. Dnt 267, Nsoz. 2910. Dnl. 340, Nsoz. 2415, Dnl. 194, Nsoz. 1103. Dnl. 187, Nsoz. 2151, 3. 395, MD. 2270, Landvolk 2, 1383, Z. 233. MD. 1219, Landvolk—, 1147, 3. 223, MD. 993, Landvolk 6. 964. 3. 303, MD. 1220, Landvolk 3, 1397, 3. 235, MD. 1214, Landvolk 11, 583. 3. 68, MD. 339, Landvolk 22, 3200, Dp. 413, Kons. Dp. 97, 2145, Dp. 477, Kons. Dp. 71, 1990, Dp. 349, Kons. Dp. 29, 4034, Dp. 476, Kons. Vp. 53, 1813, Bp. 260, Kons. Vp. 61, 1381, Dp. 136, Kons. Dp. 20, 16. Kreis, Köpenuk. Soz. 14 544, vol. 7205, Z. 1310. Mv. 15135. vp. 2161. Staatsp. 2308, wp. 3233. Woz. 7831. Laadvolk 26, Sons. Vp. 310, Christt-Soziale 684. Abt 108: So,. 8171, Dnl. 3739, 3. 823. MD. 9629. Bp. 1157. Stoatsp. 1159, Wp. 1573, Nsoz. 4213, Landvolk 5, Kons. Dp. 183, Christl.-Soziale 359. Abt 109; Soz. 2968, Dnl. 1810, A 263, MD. 2737. Dp. 551, Staatsp. 625, Wp. 911, Nsoz. 2072, Landvoll—, Kons. Bp. 82, Christl.Soziale 231. Bohnsdorf. Soz. 899. Dnl. 584, 3. 92, KPD. 679, Dp. 149, Staatsp. 253. Wp. 361, Nsoz. 610, Landvolt 1, Kons. Dp. 19, Christt- Soziale 33. Abt III: Soz. III«, Dnl. 236, Z. 51, MD. 1125, Do. 55, Staatsp. 77, Wp. 72, Nsoz. 278, Landvolk 13, Kons. Dp. 9, Christt- Soziale 36. l. IT. Kreis, Lichtenberg. Soj. 42607(44 684). Dnl. 14 629(17 862), Z. 5165(4073). SPD. 45 569(36 951). vp. 4292(5812). Staatsp. 5100(6881), Wp. 3969(3783). Nsoz. 20 030(1876), Sons. vp. 581. 10 Splitter. Parteien 2985. Abt 114. Soz. 5338, Dnl. 1306, Z. 565. MD. 6129, Dp. 256, Staatsp. 510, Wp. 414, Nsoz. 2188, Landvolk 5, Kons. Dp. 59, Christt- Sozial« 212. Abt 115: So,. 6113. Dnt 1495, 3. 747, MD. 9041, Dp. 338, Staatsp. 519, Wp. 516, Nsoz. 2382, Landvolk 4. Kons. Dp. 40, Christl.-Soziale 282. Abt 116. Kaz. 3659. Dnt 1180, 3 351, MD. 3243, Sp. 366, Staatsp. 476, Wp. 267, Nsoz. 1780, Landvolk 5, Kons. Dp. 69, Christl.Soziale 153. Abt 118: So,. 4875, Dnl. 1811, 3. 61-5, MD. 4315, Dp. 388, Staatsp. 54-5, Wp. 391, Nsoz. 2639, Landoolk 6, Kons. Vp. 42, Christl.-Soziale 275. Abt. 119: So,. 3775, Dnt 1474, 3. 673, MD. 5188, Dp. 369. Staatsp. 46l, Wp. 370, Nsoz. 1814, Landvolk Z, Kons. Vp. 51, Christl.-Soziale 162. Abt 120; So,. 3600, Dnl. 1166. Z. 414, MD. 4197, Dp. 198, Staatsp. 397, Wp. 312, Nsoz. 1548, Landvolk 11, Kons. Dp. 41, Christl.Soziale 158. Abt. 121: So,. 3441. Dnl. 2604, 3 675, KPD. 1957, Pp. 626, Staatsp. 1041, Wp. 455, Nsoz. 2852, Landvolk 4. Kons. Pp. 155. Christt-Soziale IIS. Abt 124: Soz. 2418. Ditf. 597, 3. 200, MD. 1955, Dp. 116, Staatsp. 205, Wp. 318, Nsoz. 744, Landvolk 10, Kons. Vp. 19, Christl.-Soziale 42. Abi. 124a. Soz. 681. Dnl. 33.5. 3. 50. MD. 650, Dp. 38. Staatsp. 99, Wp. 137, Nsoz. 262, Kons. Bp. 11, Christl.-Soziale 23. IS. Kreis, Weißensee. So,. 10 960(11 103). Dnt 5255(5397). Z. 1680(1135). SPD. 14 1 85(10 715). vp. 1231(2207). Staatsp. 1357(1741). wp. 1468(1270). Nsoz. 6171(336), Landvolk 47. kons. vp. 125. Christt-Soziale 533. Abt 125: Soz. 8918. Dnl. 4217. Z. 1079, MD. 11836, Dp. 876, Staatsp. 1097, Wp. 1137, Nsoz. 4856, Landvolk 15, Kons. Dp. 100, Christl.-Soziale 464. 19. Kreis, Pankow. Soz. 21 799(21 841). Dnt 12 194(13 996), Z. 2225(1617). SPD. 18 144(13 452), vp. 2351(4281), Staatsp. 3942(5143), Wp. 2439(2173), Nsoz. 11 773(851), Landvolk 130. Sons. Vp. 502, Christt-Soziale 850. Abt. 128/130: Soz. 13 554, Dnl. 7135,& 1397, MD. 10 476, Bp. 1335, Staatsp. 2349, Wp. 1187, Nsoz. 6919, Landvolk 24, Kons. Dp. 363, Christl.-Soziale 528. Abt 133. So,. 985. Dnl. 700. 3 86. MD. 1193, Dp. 77. Staatsp. 141. Wp. 169, Nsoz. 443, Landvolk 27. Kons. Vp. 8. Christi.- Soziale 18. Abt. 134: Soz. 1698, Dnl. 585. 3- 195. KPD. 976, Dp. 140. Staalsp. 32, Wp. 87, Nsoz. 347, Landvolk 15, Kons. Dp. 10. Christi.- Soziale 72. 20. Kreis, Reinickeudorf. Sov 26 837(24 722), Dnl. 8929(9735). Z. 3810(2918). SPD. 28101(20 243). vp. 3476(4748). Staatsp. 4056(4578), wp. 2903(2762). Nsoz. 12 802(914), Landvolk 89. Sons. Vp. 471. Christt-Soziale 1114. Abt 136. Soz. 8072. Dnt 2434, 3- 967. KPD. 9403. Lp. 830. Staatsp. 1054, Wp. 1027, Nsoz. 3163, Landvolk 7, Kons. Dp. 127, Christl.Soziole 209. Abk. 137: Soz. 5009, Dnl. 1139, Z. 438, MD. 5163, 2te. 325. Staatsp. 550, Wp. 377, Nsoz. 1767, Landvolk 1, Kons. Dp. 42, Christt-Soziale 110. Abt 138: So,. 1542, Dnt 1142, Z. 399, KPD. 1204, Dp. 524, Staatsp. 397, Wp. 306, Nsoz. 1388, Landvolk 3, Kons. Bp. 57, Christl.-Soziale 136. Abt 139; Soz. 5853, Dnt 1750, 3- IIIS. KPD. 5506, Np. 858, Staatsp. 880, Wp. 544, Nsoz. 3340. Landvolk 9, Kons. Dp. 81. Christi.- Soziale 310. Abt 139a: Soz. 688, Dnt 92, 3. 22, MD. 222, Dp. 43, Staatsp. 65, Wp. 7, Nsoz. 162, Kons. Vp. 8, ChristtSoziole 13. Abt. 140: Soz. 1323, Dnl. 236. 3- HZ. MD. 1778, Vp. 77. Stoatsp. 174, Wp. 93. Nsoz. 297, Landvoll 2, Kons. Dp. 8, Christl Soziale 120. Abt 140a: Soz. 2268, Dnt 513, 3. 197, MD. 2613, Vp 228, Staatsp. 385, Wp. 187, Nsoz. 568, Landvolk 11, Kons. Vp. 52, Christl. Soziale 114. Abt 141: So,. 933. Dnl. 291. 3. 50, KPD. 1039, Dp. 79. Staatsp. 116, Wp. 197, Nsoz. 353, Kons. Dp. 14, Christl.-Soziale 36. weddinq(Gesamt). Abt. 143: Soz. 915, Dnt 463, 3. 214, MD. 1026, Vp. 232, Staatsp. 209, Wp. 165, Nsoz. 873, Landvolk 54, Kons. Dp. 25, Christt-Soziale 36. Die letzten neun Stunden ZZvte Zahne« über Verlin Än vielen Straßenzilgen rund um den Friedrichshain beherrschen die sozioldemokratischen Wahlaufrufe das Feld. Aus den Fenstern hängen rote Fahnen, mit der weithin leuchtenden Eins versehen; Transparent« sind quer über die Straße gespannt. Schon am frühen Morgen durchfahren Radlertrupps»nd mit sozialistischer Jugend bemannte Lastautos die Gegend. Unser« Partei ist als erste auf dem Posten. Ueberall werden noch Flugblätter verteilt, an den Haltestellen, vor den Hochbahnhösen. Auch im Berliner Osten bauen sich natürlich vor den Wahllokalen Diskutierklubs auf. Kommunistische Schreihälse stehen auf ollen Plätzen und plärren ihr« Wohlphrasen in die Luft. Die bürgerlichen Parteien hoben im Osten nicht ine geringste Initiative entfaltet, all« Stadtviertel stehen im 3«ich°n der roten Fahnen. In der Frankfurter Alle«, bis nach Lichtenberg hinein, wird dos Straßcnbild ruhiger. Um 1 Uhr mittags ist der Houptansturm der Wählcrmassen vorüber. Jetzt werden die Straßen schon vom„�lusgeh-Publikum" belebt 3wischen drei und fünf Uhr entfallen die Parteien ihr« letzten Krastanstrengungen. Cs gilt, die säumigen Wähler an die Urne zu bringen. Autos rasen die Landsberger Allee und die Frankfurter Alle« hinunter. Die Parolen der Sprechchör« fallen gegen die Häufe rwände. Flugblätter wirbeln durch die Lust. Parteigenossen ziehen von Hof zu Hos und ermahnen die Klassengenossen, ihr« Pflicht zu tun. Oer Wedding wählt früh. Di« bis zur letzten Stunde außerordentlich intensiv« Wahl- Propaganda brachten die Wählermossen diesmal schon recht zeitig an die Wahlurnen, so daß in den Mittagsstunden der Hauptonsturm zu den Wahllokalen schon vorüber war. Uebereinstimmend wird au? den Bezirken Wedding und Moabit«ine sehr hohe Wohl- beteiligung gemeldet, teilweise bis zu 85 Proz. Dos Straßenbild wurde beherrscht von den unermüdlichen Agilationstrupps der Sozialdemokratie, wobei besondere Beachtung die zahlreichen Lastautos mit den Iugeird genossen in ihren blauen Blusen fanden. Di« Pro- paganda der anderen Parteien verblaßt« gegenüber der Wohlarbeit der Sozialdemokraten vollkommen. Es war den Nazis nicht möglich, auch nur für«inen bescheidenen Teil der Wahllokal« Wahlhelfer aufzutreiben, wogegen die Posten der Sozialdemokratie vor den Wahllokalen vielfach doppelt besetzt waren. Auch die anderen bür- gerlichen Parteien, mit Ausnahme der Hugenbcrgschen Numpforga- msativn. hotten keine Wahlheser und mußten sich in ihrer Pro- paganda auf einige angeworbene Flugblatt Verteiler beschränken. Den Kommunisten blieb es vorbehalten, auch am Wahltag ihre Rowdymethoden auszuüben. So mußte in der Kosliner Straße die Polizei gegen kommunistische Trupps, die Wähler zu terrorisieren versuchten, mit dem Gummiknüppel vorgehen. Auch in der Wiclcs- straße in Moabit mußte die Polizei eingreifen: hier hotten sich Kommumsten auf die mit den Parolen der Sozialdemokratie ausgeschmückten Möbelwagen gestürzt und suchten die Plakate zu zerschneiden. Die Rädelsführer dieses Ueberfalls k turnten verhaftet werden. Kommunisten bedrohen die Aeuköllner. Die Neuköllner Porteigenossen waren trotz ihres Ilm» Marsches am Sonnabend abend in den frühen Morgenstunden de» Wahltages schon wieder auf den Beinen. In der Nähe der Wahl- lokal« wurden Riesentransparent« über die Straßen gespannt. Di« Koenmunisten waren zwar die ganz« Nacht unter« wegs, um die Wahlpropaganda unserer Partei zu stören, haben aber wenig Erfolg gehabt. Die Polizei war auf dem Posten. In den einzelnen Propagandalokalen der Partei meldeten sich schon früh- morgens genügend Helfer, um all« Wahllokale mehrfach zu besetzen, und als die ersten zur Wahl gingen, wurden sie schon von unseren Plakatträgern empfangen. Die außerordentliche Akti- nität unserer Partei ging den Kommunisten sehr auf die Nerven, und sie versuchten uns zu stören, wo sie konnten. Don einem unserer Lastwagen rissen sie Fahnen herunter, wurden aber gefaßt. In ihrer angeblichen Hochburg, in der Kopf- und Lessingstraße, versuchten die Kommunisten sogar die sozialdemokratischen Wahlhelfer und die Wähler, von denen sie annahmeij, daß sie nicht ihr« Partei wählten, tätlich zu bedrohen. In der Nacht hallen sie in diesem Gebiet auch die Siraßendamwe mit hier nicht Viederzu« gebenden Ausdrücken bemalt. In der Selchower Straß« schassen die Kommunisten sogar in das dortig« Polizeirevier hinein. Der Schlepxerdienst der Partei arbeitet« in allen Bezirken vorzüglich. Hervorgehoben werden muß noch die besonders rührig« Mit- arbeit der Jugend und der Sportler. Im Hauptwahl- fokal lief gegen 2 Uhr schon da, Resultat eines Städtischen Kranken- Hauses ein und großen Jubel löst« dos Ergebnis aus. Bon 309 Abstimmenden hatten mehr als die Hälfte, genau 165, die Liste 1 gewählt, während Kommunisten und Nationalsozialisten wie auch olle anderen Parteien sich mit weniger al? zehn Stimmen zufrieden geben mußten. 2L(Beilage Monlag, 15. September 1990 BfriOmrii tOO Jahre Eisenbahnhetrieb Die Schwierigkeiten des Anfangs Am 15. Sept«nber 1830 fuhr der erste Zug auf der Eisen- l ahnlmi« Liverpool-Manchester. In England hatten sciion oerschi-c- dcntlich Kohlenbohnen die Dampflokomotive verwendet. Seit dem ti7. September 1820 fuhren auf der Strecke Stockton-Dar- l! n g t o n in. nordenglischeu Kohlenbezirk gelegciülich auch schon Personenwagen mit Lokomotiven aus Stephensons Werkstatt. - Stockton-Darlington ist die erste Personeneisenbahn der Geschichte. 'Aber das war nur erne unbedeutende Strecke. Es liefen auch Pferdegefährte, die Lokomotivzüge hatten nur das„Vorfahrtrecht". Der Personenverkehr bevorzugte sogar den Pserdewogen. Die Dampflokomotiven zeigten derartige Mängel, doh die Bahnleitung immer wieder beabsichtigte, auf sie zu verzichten und nur Pferde- betrieb beizubchatten. Zudem pasite sich die Linie den Boden- Unebenheiten an. Ueber eine Steigung wurden die Züge mit Seilen von ortsfesten Dampfmaschinen gezogen! Bon einem Bahnbetriebe im modernen Sinne kann hier noch keine Siebe sein. Stockton-Darlington war nur ein erster, allerdings glücklicher Versuch. Dagegen Liverpool-Manchester: Ueberwindung des Geländes mit Einschnitten, Brücken und Dämmen, reiner Dampfbetrieb mit Maschinen, die schon alle Merkmale der heutigen Lokomotive besitzen, Bahnhöfe, Weichen, Signale— kurzum: Eine > ollftändige Eifenbahnanlage. Darum ist der 15. September 1830 �cr Geburtstag des Eisenbahnbetriebes. Wirtschaftliche Notwendigkeit rief den ersten Eisenbahnbetrieb ins Leben. England stand in der Umbildung zum modernen In- kuftriclande. Die' Maschine hielt ihren Einzug in die Betriebe: sie ermöglichte die Massenproduktion. Aber die Maschine brachte auch (■äs Massenelend, nahm vor allem einer Meng« fleißiger Weber- samilien das Brot. Ein« reaktionäre Regierung hielt im Interesse der Agrarier die Kornzölle hoch, die Stempel, Akzisen und Steuern aller Art, wurden unerhört gesteigert, um den seit den Napoleonischen Kriegen beständig notleidenden Staatsfinanzen cnifzuhelsen. Andererseits waren durch Kriegsgeschäft« und Aktienspekulation Riesen- vermögen entstanden, aber durch den„großen Krach" nach den, Spekuiationssieder von 1825 gerade der kleinere und kleinste Besitz vielfach vernichtet worden. Die Wirtschaftskrise ließ das Elend in ien Jnduftriegegenden immer weiter wachsen. Schließlich brach der rffcn« Aufruhr los. Gegen die Maschine richtete sich die erste Wut— sie war den verzweifelten und wirtschaftlich nicht rcschulten Masien der sichtbare Gnind der Not.„In der chälfte ier Provinzen Englands", schreibt Max v. Weber,„rötete sich der ., Himmel nächtlich nicht mehr durch den Widerschein der Hochöfen und Hammerfeuer, sondern durch den zahlreicher Feuersbrünste." Stur wenn man für die neue Massenproduttoin der Moschine einen Massenabsaß ermöglichte, war eine Rettung aus dieser hostnungs- losen Lag« innerhalb des herrschenden Wirtschaftssystems denkbar. Boraussetzung dazu war aber ein billiges, rasches und leistungs- fähiges Masientransportm ittel. Und dieses rettende Verkehrsmittel für Güter nnd Menschen wurde geschaffen. Georg Stephenson, d:r Prolelariersohn, in Armut im russigen Kohlengebiet aufgewach- sen, rettete mit seiner Eisenbahn ungezählte Existenzen. Man mutz es der Kaufmannschaft von Liverpool lasten, daß sie schon zu Beginn der geschilderten Krisenentwicklung dos Notwendige begriffen hatte. Die Rohbaumwolle für die Textilindustrie von Manchester kam über See in den Hafen von Liverpool. Un, gekehrt mußte ein großer Teil der Erzeugnisse von Manchester zur Der- lndung nach Liverpool gebracht werden. Bisher war man über- wiegend auf den Wasserweg angewiesen. Er war im Winter un- brauchbar u-ch sonst so ungepügend, daß die Ware für den Wg zwischen den beiden Städten oft längere Zeit brauchte als für die dreiwöchige Ueberfahrt nach Amerika! Zudem war man i�r Willkür der Verwaltung des Bridewaterkanals infolge ihrer Monopolstellung ausgeliefert. Deshalb beschloh die Kausmannschoft die Anlage eines Schienenweges und 1821 wurde mit den Vermessungen begannen. Sie gestalteten sich außerordentlich schwierig. Die Bauern setzten den Meßarbeiten in abergläubischer Furch t, aber auch in künstNch von Großgrundbesitzern und anderen Interessenten aufgestacheltem Haß erbitterten Widerstand entgegen. Mit Heugabeln, Steinwürsen und sogar mit Schüsten wurden die Vermestungsleute überfallen,, die Meß- reräte zerstört. Natürlich mußten da die Meßcrgebnisse mangelhast bieiben. Sicher waren nur die großen lechnischei, Schwierigkeiten, die dos Gelände dem Bau entgegenstellte. ' Entscheidend für den Weilergang der Arbeiten war der Be- lchluß der Bahngesellschast. Georg S t e p h e n s o n die gesamt« Bau- leitimg zu übertragen. Stephenson genoß durch seine Lokomotiv- �Instruktionen und Kohlenbahnbouten bereits einen gewissen Ruf. Der„Maschinenmacher von Killingworth"— so bezeichnete sich Stephenson bescheidenerweise selbst— schien der ge- eignet« Mann zur Lösung der völlig neuartigen Aufgal>en. Er löste sie in völlig neuartiger Weise. Stephenson schlug nämlich eine neue Linienführung vor uid trat für eine möglicifft ebene Strecken- onlage ein. Das war— so unscheinbar eine solch« Einzelheit heute erscheinen mag— für das Eisenbahnwesen entscheidend. Durch Einschnitt«. Ausschüttungen, Viadukt« und Tunnels sollten die Un- ebenheiten ausgeglichen werden. Dadurch wurde der Bau wohl schwieriger und teurer, als wenn man den Schienenstrang über jede Bodenwelle geführt Hütte. Aber man konnte auf ebener Linie dann dauernd ein« große Last mit möglichst geringer Kraft ziehen. Daß Sephenlon der Herstellung des Bahnkörpers solche Wichtigkeit bei- maß und zuerst für brauchbare schienen und richtige Streckenbauten sorgte, macht ihn erst zum„Bater der Eisen- bahn". Seine Vorgänger hattep schon beachtlich« Lokomotiv. konstruktionen herausgebracht. An der Vernachlässigung des Schienenweges waren sie gescheitert. Zunächst drohte allerdings auch Stephensons Linie zu scheitern, und zwar am Widerstand im Parlament und Oeffentlichkeit. Die in Konkurrenzangst bangenden Kanalintcressenten und ein paar Lord-, die ihre Lä!.der«icn und vor allem ihre Wildgehege nich! durch den Bahnbau stören lasten wollten, wirkten Mit allen Kräften gegen den Bahnbau. Als vollends di« Lenvendung von Dampf- iokomotwe» auf der Lwerpol-Manchester�ahn in Erwägung gezogen mimbe— ße nicht vornherein fest—> hagette es Zatungs- artikel und Eingaben an das Parlament mit den heftigsten Ein- wänden gegen das Unternehmen. All« Häuser, Wälder und die Ernte sollte durch di« feuerspeiende Maschin« in Brand geraten, die nationale Pferdezucht würde zugrunde gehen, die Böge! würden aus der vergifteten Luft tot herabfallen, die Kühe die Milch verlieren, die Reisenden würden in ständiger Lebensgefahr schweben, der Jagdsport werde— entsetzlicher Gedanke für die Aristokraten— »The Lion" eine der ersten Dampflokomotiven der Welt, die auf der Strecke Manchester— Iiiverp<Ä)l viele Jahrzehnte in hurtigem 14-km-Tempo den Dienst versah, ist jetzt für die Feier des 100 jährigen Bestehens der Bisenbahn wieder betriebsfähig gemacht durch Verscheuchen der Hasen, Rehe, Fasanen und Füchse ungc- heuren Schaden nehinen. Besonders schlimm war die ablehnende Haltung• sämtlicher wissenschaftlichen Ingenieure. Stephenson mußte vor dem Parlamcntausschuß erscheinen, der über die Ge- nehmigung der Linie zu entscheiden hatte. Stephenson war kein Redner. StepbeDMm vor dem Parlamentsausschuß „Ich konnte," erzählle er später,„die Worte nicht finden, die für den Ausschuß und in meinen eigenen Augen überzeugend ge- wesen wären. Acht bis zehn Rechtsvertreter stellten mit mir ein Kreuzverhör an in der Absicht, mich zu verwirren. Ein Aus- fchußmitglied fragte, ob ich ein Ausländer wäre, ein anderes gab zu verstehen, daß ich nicht bei gesundem Verstände sei... Alberne und spitzfindige Einwürfe prasselten nur so auf den unglücklichen Erfinder hernieder. Wie sollte die Bahn über das mächtig« Chatmoor kommen, in dem ein hineingesteckter Eisen- stab versank?„Was geschieht, wenn eine Kuh der Maschine in den Weg läuft? Glauben Sie nicht, daß das recht peinlich fein würde?"„In der Tat," antwortet Stephenjon,„recht peinlich— für die Kuh!" Wird der Regen nicht dos Feuer der Maschin« löschen? Wird der Wind nicht das Feuer st» anfachen, daß der Dampfdruck den Kessel sprengen muß?" Immer neue Fragen, Fragen, die auch«in schlagfertiger Redner nicht hätte beantworten könnest. Der Maschinenmachcr aus der Provinz, wettergebräunt, da» Haar früh gebleicht von harter Arbeit und schwerem Lebens- kämpf, steht vor dem Ausschuß wie weiland Luther vor dem Reichs- tag zu Worms. Er ontwortci nur:„Ich kann's euch nicht sagen, wie ich es hin werde, aber ich sage euch, daß ich es wn werde!" Schließlich ging das Genehmigungsgesetz doch durch. Der Marquis von Stafford, einer der Hauptinteressenten des Bridge- waterkanals, lvar durch ein beträchtliches Paket der neuen Eisenba hnakticn beruhigt worden. Die Wildgehege und Schlösser der beidep erregten Lords wurden bei neuer Linienplanung vermieden. So waren die ärgsten Widersacher beseitigt. Auch setzten sich einige Abgeordnete nachdrücklich für die Bahn ein, besonders der Abgeordnete H u s k i n f o n. Jetzt tonnte das Werk beginnen. Jeder Teil der neuen Eisen- bahn wurde erst erdacht und ohne Erfahrung und geschulte Fach- kräfte geschaffen werden. Die Arbeiter mußten angelernt werden. Man mußte erst für ihr Unterkommen in der einsamen Gegend sorgen. Schienen, Weichen, Drehscheiben, Signal«, Fahr- zeuge mußten erst einmal von Stephenson erfunden und entworfen werden, ehe man sie herstellen und erproben tonnte. Dazu muhte er die Technik des Sttcckenbaus erst ersinnen. Senkungen muhten erhöht, Felsen eingeschnitten werden. Ein Tunnel war zur Ein- führung der Strecke in di« Stadt notwendig. Der erste Eisenbahn- türmet der Welt! Dos Erdreich brach ein.'Nur Stephensons perfön- lichem Einflusie auf die Arbeiter war die Wetterführung des Tunnelbaus zu verdanken. Allein 63 Brücken mußten für die Bahn- linie gebaut werden. Schließlich kam»och die Erfindung und Herstellung einer leistungsfähigen Lokomotive zur Fülle der übrigen Aufgaben. In dem von der Bahngesellschast ausgeschriebenen Wettbewerb«— dem berühmten Lokomotivrcnnen von Rainhill am 8. Oktober 1829— versagten alle Maschinen der Konkurrenten. Nur die„Ra kete" von George und Robert Stephenson— Robert arbertete schon damals mit dem Vater gemeinsam— fuhr wirklich und zeigte unter dem Jubel des Publikums erstaunliche Leiswngen, Versuchs- und Lrottnun�stahrt Charles K e m b l e und sein« durch Schönheit und Geist aus- gezeichnete Tochter Fronces Anne, ein voin Theaterpublikmn vergöttertes Schauspielerpaar, weilten zur Zeit des Bahnbaus in Liverpool. Die junge Schauspielerin durfte an Versuchsfahrten teilnehmen und hat uns eine ungemein lebendige Schilderung ge- geben. Die Fahrt führte- über dos Chatmoor. Dieses Moor war im Gemüte des Porlamentskoniitees der große Stein des Anstoßes ge- wesen, den wegzuräumen Stephenson gelungen war. Em Fundament von Faschinen(Zleisigbündeln) oder Korbwerk, erzählte er, sei auf den Morast geworfen und dessen Zwischenräume wären mit Moos oder dergleichen ausgesüllt worden. Hieraus war Lehm und Boden geschüttet worden, und die Bahn schwimmt in der Tot auf dem Moor. Wir passierten«s mit 25 Meilen Geschwindigkeit und sahen das Wasser auf seiner Oberfläche bei unserem Vorüberfahren zittern. Dieser schwierigste Teil dos Bahnbaus, die Ueberquerung des Chat- moors, hatte 28 000 Pfund Sterling gekostet. Der Parlamentsaus- schuß hatte fast die.zehnfache Summe berechnet! Der gesamte Bahn- bau einschließlich Wagen und Maschinen erforderte 830 000 Pfund. Am 15. September 1830 ging unter gewaltiger Teilnahme des Publikums mit festlichem Gepränge die Eräffnungsfahrt vor sich. Herzog Wellington, der Chef des reaktionären Ministeriums, nahm an ihr teil. Seine Gegenwart bewirkte einen merkwürdigen p o l i- tischen Zwischenfall bei der Einfahrt des Zuges in Manchester.„Brüllen und Pfeifen-begleitete den Wagen, in dem Wellington mit seiner Begleitung saß", schreibt Frances Anne Kemble.„Hoch über der Menge grimmiger und grinsender Gesichter war vor der Einfahrt in Mancs�ster ein Gerüst errichtet, auf welchem ein elender und halbverhungerter Weber, aus allen Kräften arbeitend, faß..." Ein anderer?lugenzeuge berichtet:„Auf einer Brücke wehte die revolutionäre dreifarbige Fahne, an einer anderen war mjt riesigen Lettern die Forderung „Geheime Abstimmung" zu lesen, und allenthalben erhoben si„) neben Jubelrusen, Heulen und Pfeifen dröhnende Schreie: Nieder mit den Kornzöllen!" Der Schöpser der Eisenbahn aber war nicht bei diesem pein- lichen Empfang dabei. Schon kaum eine Stunde noch der Abfahrt von Liverpool war nämlich der erste Eiscnbahnuntall der Geschichte eingetreten. Die Züge hielten. Die Maschinen füllten Wasser an der Haltestelle Parkside. Berschiedene der Ehrengäste verließen die Wagen und gingen in Gespräch zwischen den Gleisen auf und ab. Plätzlich brauste«ine Maschine in voller Fahrt unerwartet vorüber. Die Menjchengruppe stob auseinander. Der Abg. Huskinfon, verwirrt durch das ollgemeine Geschrei, konitte sich nicht mehr retten. Die Lokomotive warf ihn nieder und fuhr ihm über die Bein«. Man spannte eine Maschine vor einen Wagen, legt« den Sterbenden darauf und brachte ihn in Begleitung zweier Aerztc und der ver- zweifelten Frau nach Manchester.„Georg Stephenson selbst," schreibt Max v. Weber,„führte die Maschine. Die Schnelligkeit dieser traurigen Fahrt war die größte, mit der sich Menschen jemals auf Erden bewegt hatten, dreißig Meilen(fast 58 Kilometer) in der Stunde." Es ist bezeichnend für die damalig« Zeit, daß in der Oeffentlich. kett der Unfall selbst weit weniger Aufsehen erregt« als jene über- raschende Geschwindigkeit der Lokomotive. Man fühlte, was wir Heutigen rückschauend an den Tatsachen feststellen können: Mit dem ersten Tage des Eisenbahnbetriebes begann eine neu« Kulturepoche. Dieser Tag, der eigentliche Geburtstag der Eisenbahn, wichtiger als die Schlachtendaten der Geschichtsbücher, war der 15. Septynber 1830. Dr. Wollgang Meyer. Alte Eisenbahn-Namen Zum 100jährigen Jubiläum Die erste deutsch« Eisenbahn Nürnberg— Fürth, die am 7. De- zcmber 1835 eröffnet wurde, erhielt den Spitznamen„Lahme E n t e". Sie wird wohl durch ihre elastischen Bewegungen diesen Namen verdient haben. Wenn die Eisenbahnlinie Neuruppin— Neustadt den Titel„Der rasend« Roland" führte, so war dabei der spöttische Volksgeist Pure, denn das Zügle tot alles andere als rasen. Der?tame„Lahme Karline" der Eisenbahnlinie Neuruppin— Wit stock dürfte einen ähnlichen Ursprung haben. Die Bahn Rathenow— Paulinenaue heißt schlicht„S ch u» k e l p a u l i n e". Die. Kleinbahn nach Doberan führt den Ehrejtti.el„L o r e l e i". Die Saljn Strelig— Reustadt heißt„Krumme Jette", sie ist weder krumm noch hat sie irgendwas mit Jette zu tun. Ganz besonders spatzig find die Ausdeutungen der Bezeichnungen, die ans de»»kisang-rfatch- stoben gebildet werden. Früher stand auf den preußischen Eisen- bahnen die Abkürzung.L'PEV." für Königlich Preußisch« Eisen- bahnverwaltung. Als die Eisenbahnverwaltung damit umging, die Tarife zu erhöhen, wurde aus KPEP. der Spottitel„Keine Pkeis» erhöhung verlangt". Die Westhavelländische Kreisbahn(WHKB.) mutzte sich die Bezeichnung gefallen lasten:„Wir haben kein Bier/' Die frühere Mährisch« Erenzbahn(MGB.) diente dem Spott der Bevölkerung, denn diese Abkürzung wurde umgedeutet in»Man geht besser". Die alt« Oppelner Eisenbahn(OTE.) wurde von den Schiestern mit ,0 traurig« Erfindung" übersetzt. Im alten Oesterreich löste man die Nordbahnbuchstaben KFNB.(Kaiser. Ferdinand-Rordbahn) spöttisch auf:„Kannst fahren nach Belieben". Den Tschechen zum Trotz aber nannten die Deutschnatlanalen di? Siidnorddeutsche Verbindungsbahn(JNDVB)„Bchau nach Deutsch» land, verflixter Böhm'". Und heute in der Tschechoslowakei lieft man die Buchstaben ESD.(Eeskoilovenske Statny, Tschechoslowakische Staatsbahn) boshafe:„Clovecek sed' domu*— Menschlew fitz zu Hause! 3m Reichstag wird umgebaut Löbe regt die Abschaffung der Regierungsbank an Der grotzc Sitzungssaal des Reichstages ist für 397 Abgeordnete erbaut Worden. Diese feste Mitgliederzahl hatte der Reichstag bis ztZm Ende der Kaiserzeit. Die Einfuhrung des Verhaitniswahtrcchts mit je einem Mandat für Kd 000 Stimmen und ohne B e- grenzung der Mandate.zohl, wie sie in den meisten anderen 'Staaten besteht, wobei natürlich der ein Mandat erteisende Wahl. quotient sich je nach der Wohlbeteiligung erhöht oder ennätzigt, hat die Mitgliederzahl des Reichstags bedeutend erhöht. Man hat des- halb in der Republik die Sitzbünke der Abgeordneten so vermehren müssen, dah sie in der Mitte des Saales schon bis an die Wand reichen. Run kommen msolg« der starken Wahlbeteiligung rund 80 Mitglieder hinzu, und es entsteht die schwierige Frage, wie man sie unterbringen soll. Das Reichstagspräsidium hat bereits srüher mit den Bausach- oerständigen über eine sollt)« Möglichkeit beraten. Der Vorschlag, die Saalwand links und rechts irgendwie auszubuchten, ist dabei abge- lehnt worden, sowohl aus architektonischen Gründen wie auch deshalb, weil die Insassen dieser neuen Saalteile dem Blick des Vorsitzenden entzogen wären. Das aber kann gerade bei der Rafur der äussersten Linken und Recksten. nämlich der grnndsahsesten und linientreuen Radaumelhode der haken krcu zier und der Kommunisten, gar nicht in Betracht kommen. Man hat dann auch erwogen, dem Auwachs die großen Tribünenlogen links und rechts einzu- räumen/ die heute den Angehörigen von Reichsratsmitgliedern sowie den Mitgliedern fremder Parlamente und anderen Ehrengästen des Reichstags vorbehalten sind. Dos hätte aber auch Schwierig. leiten, zumal bei Abstimmungen-, diese Abgeordneten müßten dann auch erst in den Saal hinunterlaufen, um auf die Rednertribüne zu gelangen oder am �Hammelsprung teilzunehmen. Allerdings hat auch das englische Unterhaus nicht so viel Plötze wie Mitglieder und der Uehcrschuß sitzt bei großen Togen auf der Galeric. Run hat Reichstoqspräsident L ö l> e aber die offenbar gute und erfolgversprecbendc Idee, nach dem Vorbild anderer Staaten, z. B. des englischen Mutterlandes, des Parlamentarismus, die Trennung zwischen Regierungsbank und Abgeordnetenplätzen aufzuheben. Die Minister würden dann in der vordersten Bank ihrer Fraktionen, etwa auf einer gemeinsamen„Frontbank" in der Mitte, gegenüber der Rednertribüne sitzen, die großen Estraden links und rechts würden auf einen kleinen Rest für Reichsrots, oder Regierungs- oertveter beseitigt werden und man könnte auf diese Weise die Ab- geordnetenplätzc in vollkommen ausreichender Weife vermehren. der Wahlnocht zustande, die die Hörer des deutschen Rundfunk« nicht vergessen werden. Bis tief in die Nacht hinein wurde» die Resultate durch die Lautsprecher des Arbeiter. Radio- Bundes bekanntgegeben. Sowjeikaserne in Paris. Die Beamten unter Tscheta-Anssicht. Pari». 13. September.(Eigenbericht.) Am Sonnabend ist in Paris nach langen und geheimnisvollen Verhandlungen der Pachwertrag für das neue„.Haus der Sowjets in Frankreich" auf die Dauer von neun Jahren abgeschlossen worden. Das Haus, das Einzelzimmer und kleine Appartements enthält, steht in der südwestlichen Ecke von Paris an der Porte Saint Cloud. Die Miete beträgt 2S00 Franken pro Jahr und Raum. Den Anstoß zur Schaffung von Eigenheimen für Sowjctbeamte ggbcn die noch unvergessenen Zwischenfälle mit Funktionären, die nach Moskau zurückgerufen wurden, jedoch offenen Wider- stand leisteten. Durch die gemeinsame Unterbringung der Ange- stellten will man nun vor allem den„schädlichen Kontakt" mit der französtschen Bourgeoisie abschnüren, zugleich aber die Mög. lichkeit der Beaufsichtigung schassen. Diese Absicht geht schon daraus hervor, daß die Pariser Sowjetbank offiziell und ausschließlich mit der Liquidicnmg der Angelegenheiten jener Funktio. närc betraut ist. die von Moskau ihre Abberujung erholten haben. Zugleich wird bekannt, daß die R e i n i g u n g s a k t i o n in der Sowjetrussischen Handelsgesellschaft in aller Stille weitergeht. S ä mt l i ch e Beamten, die bereits fünf Jahre>m Ausland tätig sind, wurden nach Moskau zunickbenifen. Bon den Parffer Funkttönären bleibt nur der ftafltmr Krafsinskq auf seinem Posten. BlutiaieinesNattonalsozialisten Sin harmloser Passant wird erschossen. Ei« blukiger Vorfall spielte sich In der Rachl zum Sonn- tag ln der Hauptstraße in Wiltenau ab. Ein völlig UnbeleiNgter ffel de« Schüssen eines Rakionalsozialisken zum Opfer. Kurz noch 1 Uhr kehrt« der Kaufmann Spring st übe, der in der h a u p t st r. 1Z in Wittenau wohnt, mit seinem P r i- vatauto heim. Sp. ist Mitglied der Nationalistischen Deutschen Arbeiterpartei. In seiner Begleitung besand sich ein Bekannter, der gleichfalls Mitglied der NSDAP, ist. Als das Auto vor dem Hause hielt, stürmten von mehreren Seiten Kommunisten. die sich dort offenbar schon längere Zeit verborgen gehalten hatten, heran und schlugen mit Stöcken auf die beiden Hakenkreuzler ein. Das Auto wurde umgeworfen und völlig demoliert. Angeblich in der Notwehr zog Springstube eine Pistole hervor und feuerte vier Schüsse ob. Die Gegner ließen sich dadurch jedoch nichr zurückschrecken und verfolgten die beiden bis in den Hausflur, denen es jedoch gelang, unverletzt die Wohnung zu erreichen. Inzwischen eröffneten die Kommunisten von der Straße her ein Stein- bombardcment gegen die Fenster der Springstubeschen Wohnung. Nunmehr feuerte der Kaufmann Sp. von seinem Fenster aus seinem Jagdgewehr mehrere Schüsse ab. Ein völlig ll n b e t e i l i g t e r. der 40jahrige Maurer Max S o h r aus der hochstcdter Str. l4. wurde von einer Kugel in den Unterleib getroffen. Der Schwerverletzte wurde in das Reinickendorfer Krankenlmus gebracht, wo er bald nach feiner Einlieferung starb. Der �Getötete hatte in Wittenau Bekannte besucht und wir noch in später Stunde in eine Gastwirtschaft in der Hauptstraße ein- gekehrt. Auf den Tumult war er auf die Straße hinausgetreten, wo ihn dann der tödliche Schuß erreichte. Durch Beamte des alarmierten Ueberfallkommandos wurden die beiden Nationalsozialisten und drei Komm»- nisten sestgenommen. Die Psstole des Kaufmanns Springftube sowie die Mordwaffe und einige Munition, die van den Beamten in der Wohnung gefunden wurde, wurden beschlagnahmi. Ein weiterer blutiger Zwischenfall ereignete sich in der Teltowcr Straße in Lichtcrfelde. Dort wurde der Zljöhrige Nationalsozialist Heinz Schön, der sich auf dem Nachhausewege nach seiner in der Teltower Straße gelegenen Wohnung befand, von Kommunisten niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Bei den Tötern handelt es sich um zwei Motorradfahrer, die in schneller Fahrt herankamen und dicht vor Schön abstoppten. Der Begleiter des Motorradfahrers sprang von seinem Soziussitz, stürzte sich auf Schön und brachte chm einen schweren Rückenstich bei. Der Verletzte fand im Vinccnz-Kranken- Haus Aufnahme. Die beiden Täter sind unerkannt cnt- kommen.* * Am Sonniagnachmittag wurden drei Lastautos, die mit Reichs- bannerleuten besetzt waren, bei der Fahrt durch Cöpenick von Na- tionalsozialssten angehalten. Mit Latten schlugen die nattonal sozialistischen Strolche auf die Reichsbannerlcute ei«: Bicrgläfcr dienten als Wurfgeschosse. 33 Nationalsozialisten wurden der politischen Polizei übergeben.— Als sich ein kleiner Trupp von Parteigenossen noch einem Demonstrotionsumzug aus dem Heimweg nach Britz befand, wurde er von Kommunisten überfallen. Dabei erlitt ein Parteigenosse erhebliche Verletzungen. Mißlungener Ballonaufssieg. pikrord gibt den Start vorläufig auf. München, 14. September.(Eigenbericht.) Professor Piccard unternahm am Sonntag morgens um b Uhr den ersten S k a r t v e r s u ch in die Slratosphärc. Um 7 Uhr war der Ballon ausgefüllt und um S.ZO Uhr die Gondel luftdicht verschlossen. Der Ballon war jedoch so schwer, daß er nicht ausstieg. Unterdessen hatte sich das Welter außerordentlich ver- fchlechterl, so daß der Ballon und die Gondel hin- und hcr- geworfcn und zahlreiche Instrumente beschodtgl wurden. Professor piccard entschloß sich daraufhin, den Start aufzugeben. Tote auf der Avus. Schwere Äolorradfälle.- Or.Mifchler unter den Verlchten. Auf der Avusbaha im Grunewald ereigneten sich am Sonn. tag kurz hintereinander zwei schwere Motorradiinfälle, die Zwei Menschenteben forderten. Außerdem mußten drei vcrun- glückte In das St.-Hildegard-Krankenhau» gebracht werden. Gegen 8 Uhr früh fuhr der 25jöhrige Tischler Erwin Kohl- bäum aus der Steinmetzstraße in Neukölln mit feinem Molorr.id über die Avus.'St. geriet am Kilometerstein 6 mit feinem Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache auf den Mittelrafen. Dabei überschlug sich das Motorrad infolge der hohen Geschwindigkeit mehrmals und wurde zertrümmert. Der Führer wurde von nachfolgenden Automobilisten bewußtlos ins hildegordkrankenhous gebrachl Dort ist er bald nach seiner Aufnahme gestorben. Dieser Unfall hatte dann einige Zeit später einen zweiten.zur Folge, der noch weit verhängnisvoller verlief. Als mehrere Palizeibeamte an der Unfallstelle mit der Aufnahme des Befundes beschäftigt waren, sammelten sich in kurzer Zeit mehrere Motorrad- sohrer und Aupmobisisten an. Einer'der Motorradfahrer stoppte plötzlich mitten auf der Fahrbahn ob, so daß zwei nachfolgende Motorradfahrer infasße der kurzen Entfernung nicht mehr rechtzeitig bremsen konnten rnid aus das haltende Kraftrad auffuhren. Fünf Personen, der 38iährige Dr. Richard M i s chle r, der Geschaftssuhrer des deuffch-österreichifchen Volksbundes, sowie seine Frau, der 28iähnge Alfred Werner aus Berlin-Norden, der Kaufmann Erich Frag aus Marienfelde und dessen Begleiter, erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Die Berunglückien wurden ins St.-hildegard-Kronkenhaus gebracht, wo F r a y an den Folgen schwerer innerer Verletzungen gestorben ist. Am leichtesten wurde Dr. Mischler verletzt, er'konnte aus dem Krankenhaus bereits wieder entlassen werden. Die polizeiliche Untersuchung über die Schuldfrage ist noch nicht abgeschlossen. Todesfall in Moabit. An der Lutherbrücke in Moabit wurde am Sonntagnachmittag ein noch unbekannter etwa 20jähnger Radfahrer von einem Kranken- auto erfaßt und überfahren Der junge Mann starb auf dem Transport zum Moabiter.Kronkenhaus. An der Kreuzung Simplon- und Görttierstraße stießen zwei Motorräder mit Beiwagen zu- fammen. Fünf Personen erlitten Verletzungen, drei der Verun- glückten wurden ins Krankenhaus Am Friedrichshai» gebracht. Oer stolze Lumpenkram. Leben und Taten von Graf und Grafin Königsdorff. Dies ist der Tatbestand: Dreizehn Jahre hatte der Graf von Königsdorff eine hochkomfortable Achtzimmerwahnung be- wohnt. Die Miete konnte bis zur Inflation immer pünktlich be> zahlt werden, denn die Verhältnisse des gräflichen Ehepaares waren glänzend. Die Frau erhielt von ihrem Vater einen fürstlichen Zuschuß. Außerdem hatte sie aus dem Erbe ihrer Mutter noch ein großes Vermögen. Dann kam die Inflation! sie fraß das Bar- vermögen, sie fraß Stück für Stück die Wertobjekte, die in der Wohnung waren. Die Miete konnte nicht mehr gezahlt werden, es summten sich mehrere tausend Mark Mietschulden auf— und schließlich wurde der Graf von Königsdorfs exmittiert, der größte Teil der Möbel wurde zur Deckung der Mietschulden versteigert. Man ging aus die Suche naö) einer neuen Wohnung. Die fand man in einem Neubaublock der Firma Schrobsdors. Sie war kleiner, aber kaum billiger als die große Wohnung. Miete und die Rate des Baukostenzuschusses kosteten zusammen monat- ltch 400 M. Natürlich konnte die Summ« wieder nicht aufgebrocht werden, wieder kam die Exmission. Graf und Gräfin.Königsdorff -aber zogen in eine neue Wohnung, ihrem Namen öffneten sich so alle Türen. Und so wiederholte sich das Spiel nach dreimal: Schon längst empfinge» ö>e Königsdorff» Wohlfahrt». Unterstützung. ober immer hatten sie Wohnungen inne, die um 200 Mark Miel« kosteten, und immer fanden sie Vermieterinnen, die aus ihren Namen hereinfielen und jedesmal h,ntc?lietzen sie die Wohnung in unbe- fchreiblichem Zustande. Einmal fand die Vermieterin nach dem Auszug der„.Herrschaften" Pakete, in denen Menschenkot war. Vasen und Behälter waren voller Urin. Zuletzt mieteten sie eine Wohnung, deren Eigentümerin monatelang allwesend war— tznd nun fielen alle Schranken. Die Mieter verkauften die Teppiche, die auf dem Boden lagen, das Silber, das auf dem Büfett stand— und schließlich wurde noch ein Schrank, den die Wirtin sich vorbehalten hott«, erbrochen und auch das Silber, das sich darin befand, wanderte auf das Leichamt. Miete wurde natürlich wieder nicht gezahlt. Als der Gerichtsvollzieher zu einer Bestandsaufnahme in die Wohnung wollte, wurde ihm der Zutritt verweigert. Die Tür mußte erbrochen merben, ehe die Belagerten sich ergaben. Noch drei Tagen wurden sie verhaftet und kamen in Untersuchungshaft, angeklagt wegen Be- truges und schweren Diebstahls. Wer sind diese beiden Menschen? Eherhart Graf von Königsdorfs, Sohn eines Polizei- Präsidenten von Kassel, jetzt 65 Jahre alt! Er hal nie einen Pfennig durch seiner Hände Arbeit verdient. 1904 lernte er in Wien seine jetzige Frau kennen. Seine Frau, die Tochter Theodor hertzkas, war eine gute Partie: Ihr Dater, bevühter Nationalökonom, den die Sanierung der öfter- reichisch-ungarischen Währung gelang, bezog einen Ehrensold von 10 000 Gulden. Dazu hatte er aus seinen Schriften noch ein reiches Einkommen. Auch ihre Nßutter war vermögend. Das nicht mehr junge Mädchen verliebte sich in diesen Grasen Habenichts, der viel- leicht nur ihr Geld, erheiraten wollte. Es war eine ideale Ehe, so lange das Geld der Frau reichte— so lange es vorhanden war. Es wurde ein Sohn geboren, cr wurde der Aboott der Mutter, sie erzog ihn zum Prinzen. Arbeit existierte nicht für ihn, er machte nicht ein- mal den Lehrgang einer normalen Schule durch. Dann kam die Inflation, das Geld verschwand wie durch einen bösen Zauber, und jetzt kämpfte diese'Frau, die auch im Luxus groß geworder, war, wie eine Löwin, um Mann und Sohn weiter ein Leben in Müßiggang verschaffen zu können. Sie, bürgerlicher Geburt, Jüdin von Rosse, war noch immer berauscht davon, durch ihre Heirat adlig, ja Gräfin geworden Z!i sein. Dieses Gluck muhte sie verdienen, erdienen. Sie hätte sogar ehrlich gearbeitet, wenn sie«s hätte so schaffen können— jedenfalls war sie die einzige der Familie, die es versuchte. Durch ihre Be- Ziehungen verschaffte sie sich eine Vertretung und arbeitete mehrere Monate— aber der Verdienst war gering, schließlich wurde ihr auch die Vertretung wieder entzogen. Dann tat sie den ersten entscheiden- den Schritt, sie war intelligent gemig, zu. entdecken, dah der Name ..Graf von Königsdorfs" ein Kopital war, da» man in Wohnung»- schwinde! eien ausmünzen konnte-— sie wurde zur Der- brecherin, von deren Erfolgen die beiden Männer schmarotzten. Merkwürdige Dinge kommen zur Sprache. Di« Derwondtschon unterstützte die Angeklagten, unregelmäßig, doch manchmal mit größeren Summen: Frau Margarete von Krupp schickt« mehrere Male: Bierhundert, dreihundert, sechshundert Mark— insgesamt 2000: aber eine Mouatsrente für die armen Verwandten konnte sie von ihren Millionen nickst erübrigen! Andere Verwandte gaben in einem Jahr lOOO Mark Die Familif besaß noch Luxus- gegenstände: Ein Gemälde von Tizian wurde verkauft, es brachte ,",000 Mark. Eine Labensversichening wurde ihnen ausgezahlt— dafür wurde dem Sohn ein teurer Mercedeswogen gekaust. Und das WUmersdorfer Wohlfahrtsamt, da» kleinen Leuten so scharf zu Leibe gehl. unterstützte die Angeklagten, die sich weigerten, eine kleine, billige Wohnung zu nehmen, unterstützte sie so gut und reichlich, daß sie ihm bis 1926 fast achtzehnhundert Mark kosteten! Ja, es handelte sich doch um einen Grafen Königsdorff— in Wilmersdorf ist so ein Name etwas wert! 250 M. Durchschnittsverbrauch pro Monat rechnete der Staatsanwalt den Angeklagten nach... und die Für» sorgerin verließ sich auf die Angaben der Gräfin, die sie nicht in der Pension besuchte— um da kein Aufsehen zu erregen... Urteil: Die Angeklagten werden wegen Betrugs und Diebstahl verurteilt, und zwar der Mann zu vier Monaten und die. Frau zu sechs Monaten. Untersuchungshaft wird angerechnet und Bcwäh- rungsffist gewährt. Die Frau wäre'die treibende Kraft gewesen, darum sei sie strenger zu bestrafen. Und sie tat es doch nur um den stolzen Lumpenkram— der zu den Edelsten der Nation gehörte. Der Wahldienst der Funkstunde Um 5 Uhr ist die Wahl beendet, um �»6 Uhr beginnt der Dienst in der Funkstunde. Bald erscheinen der Intendant Dr. Flesch und Generaldirektor Knöpfke. Der Chefredakteur der Nachrichtenabkei- lung W. K rutsche überprüft die Wahltobellen, in die die Rebiltate der vorigen Wahl schon eingetragen sind. Der gesamte Nachrichten- dienst ist noch um vieles besser durchorganisiert als bei der letzten Wahl. Die Hörer sollen so früh wie möglich orientiert werden. Nur schwerlich wird die F u n k st u n d e Berlin, an die alle an- deren deutschen Sender angeschlossen sind, eine stärkere und erwartungsvollere hörerzahl gehabt haben..Dafür smd die Hörer auch ungeduldiger als sonst. Bald nach 6 Uhr schrillen die Telephone, die Redakteure und Ansoger Iaenisch und Hennig haben alle Hände voll zu tun, um die Hörer zu vertrösten. Um 7 Uhr treffen die ersten Nachrichten ein: sie werden von der Drahtlosen Dienst A.-G.(Drahdog) bezogen, die vueder Re- dakteure in der Reichsprcssestellc und in den verschiedenen Nachrichtenbüros arbeiten läßt. Bon der Drahdag bis zur Bekanitt- gäbe der Ergebnisse an die Hörer hat es oft nicht mehr als 3 Mi- nulkn gedauert. Bis 3 Uhr nachts werden 75 Meldungen durch- gesagt, die alle Resultate und das G e s a m t f ch l u ß b i l d der Wohl enthalten. Um Mitternacht ist Hochbetried. Boten sausen wie die Pfeile. Aber auch die Hörer melden sich wieder telephonisch mit allen möglichen Wünschen:„Warum wird immer mit Liste l be- gönnen?"„Lassen Sic doch das Wort„nämlich" vor den Zahlen fort." Dem einen erfolgt die Bskonntgobe zu schnell, dem anderen zu langsam. Redaktionen fragen an. Rücksrogen werden gehalten. Und allen wird eine aufklärende Antwort geacben. Durch Energie, Geduld und Schnelligkeit kamen die ausge?" Leistungen in