Nr. 96. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterretchUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. M Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Maum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonts und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein typischer Junker. Freitag, den 24. April 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: 0812 aber der Herr Baron v. Hammerstein hätte schneidiger noch[ erzeugt aber unter ihren Anhängern eine jede Partei, die als es in dem Organ des Sachfenwaldes und in dem der für sich in Anspruch nimmt, die Hüterin der herrschenden Plößgenossen zu lesen war, sich für das Duell ins Zeug Sitte und Moral zu sein. gelegt, durch das unser herrliches Offizierkorps fich die Mannesehre, Moral und Sitte bewahre. Von der Königstreue wollen wir in diesem Zusammenhange nicht weiter reden, obgleich gerade die Hammersteine Sache neue Beweisstücke dafür herbeigebracht hat, daß die Junker auch heute noch sich von dem Grundsage leiten lassen: und der König absolut, wenn er unsern Willen thut! Ein typischer Junker, salbungsvolle Neden auf den Lippen und die Duellpistole in der Hand, hat er sich durchgefämpft lange Jahre als Führer der kleinen, aber mächtigen Partei, die sich anmaßt, Thron und Altar stüßen zu wollen. Gottesfürchtig und dreist, ein typischer Junker! So hat er gelebt, so hat er auch im letzten Augenblick noch Bestreitet das die Junkerpartei? fich zu vertheidigen gesucht. Durch Einflechten demüthigen Dann nehme man doch nur einen anderen typischen Gottvertrauens und einer versteckten Drohung mit fom- Junker unserer Zeit, an den sie sich lieber erinnern läßt, Aber der ewige Anspruch der konservativen Partei, promittirenden Enthüllungen in seiner Bertheidigungsrede den Herrn und Fürsten v. Bismarck, Herzog v. Lauenburg. Hüterin der Moral zu sein gegenüber anderen Parteien, suchte er sich mildernde Umstände zu erwirken. Glänzte er nicht auch durch Eigenschaften hervor, durch muß zur Heuchelei führen, denn es versteckt sich hinter dieser Das Manöver gelang nicht, meil er seine der die Herr von Hammerstein sich seine Stellung Moral" weiter nichts als der Anspruch, die bestehende Rechtszeitige Lage nicht richtig zu würdigen wußte er hat errungen und unter den schwierigsten Umständen behauptet ordnung, weil sie den Interessen der konservativen Gesellschaftssehr ungeschickt gesprochen, wie Herr Stöcker sich ausdrückte hat? Gottesfürchtig und dreist! Hat es Herr v. Bismarck klassen günstig ist, als geheiligt und unantastbar gelten zu lassen. - aber in der Rolle ist er geblieben bis zuletzt. Die jemals an salbungsvollen Versicherungen der Gottesfurcht wie wenig übrigens Königstreue und konservative Gesinnung Junterhaut hat er nicht abgestreift, er wird die Zuchthaus- fehlen lassen? Ließ er nicht auch zu geeigneter Zeit an sich verknüpft sind mit Moral oder auch nur Religiosität, tleider nur darüber ziehen. den Pistolenhahn knacken? Oder ist die föstliche dafür giebt es ein wahrhaft klassisches Beispiel in dem " Ein typischer Junker, gottesfürchtig und dreist, war er von ihm selbst erzählte Geschichte, wie er ins Parteifämpfen der konservativen englischen Ravaliere unter und ist er geblieben, der Herr Baron. Das typische, das Abgeordnetenhaus stieg, die Pistole in der Tasche, den Stuarts mit den republikanischen Rundlöpfen Crommöchten wir indeß ausdrücklich betonen, ist aber weder zu um Herrn v. Vincke niederzuknallen, wenn er die wells. Damals nahmen die Revolutionäre, die Republi suchen in den Verbrechen, die er begangen, noch in der Absehung König Friedrich Wilhelm's IV. beantragen sollte, faner, Moral und Religiosität für sich in Anspruch und verbrecherischen Veranlagung, die ihn vielleicht auf die ab- nicht ein glänzender Koup, würdig des Hammersteiner's wahrlich mit mehr Recht als die heutigen preußischen schüssige Bahn geführt hat. Verbrechen werden von Leuten in seiner besten Zeit? Natürlich nicht des wechselfälschenden Junter. Die Kavaliere aber galten wegen ihrer ausschweifen mit allen möglichen politischen Ansichten begangen; ver- Betrügers Hammerstein, sondern des königstreuen mit dem Lebensweise den Puritanern als„ Söhne Belials". brecherische Veranlagung begünstigt weder, noch hindert Pistolenhahne knackenden Junkers Hammerstein. Gottes- Der heutige religiös- moralische Aufpuz der preußischsie die Annahme irgend einer politischen Ansicht. fürchtig und dreift, typische Junker beide! deutschen Junkerpartei ist nur eine durch historische EinAlso daß Herr v. Hammerstein, durch seine ver- Zwar dem Bismiärder fehlte der katilinarische Zug flüsse herbeigeführte Aeußerlichkeit, aber ein Hilfsmittel in brecherischen Neigungen und mißlichen Vermögensumstände alieni appetens, sui profusus, fremdes begehrend, das seinige der Vertheidigung der materiellen Partei- Bestrebungen. Und getrieben, zum Verbrecher wurde, daraus machen wir der verschwendend der den Hammersteiner ins Verderben deshalb glauben wir auch nicht, daß der Prozeß Hammer tonfervativen Partei keinen Vorwurf. Daß er trotz seines brachte. Wenigstens war der Bismärcker niemals sui profusus. stein die moralisirende Wirkung haben wird, die naive verbrecherischen Treibens sich aber so lange an der Spize Seine bittersten Feinde werden ihm das nicht Politiker von ihm erwarten, ihm erwarten, nämlich eine Einkehr feiner Partei halten konnte, das ermöglichten ihm die zwei nachsagen. Das ist überhaupt kein Charakterfehler preußischer bei den Konservativen herbeizuführen und sie zum. typischen Junkerqualitäten, die ihn zu einem so schätzens- Junker. Daß der verunglückte Hinterpommer in der Hinsicht Verzicht auf ihre unbewußte Heuchelei zu bewegen. Es werthen Parteiführer und Parteitämpen in den Augen aus der Art schlug, war sein Verderben. Augenscheinlich liegt im Interesse der Junker, daß die bestehende Rechtsord seiner Parteigenoffen gemacht haben: Er war gottesfürchtig ein Zeichen der Decadence. Alieni appetens sind die Junker als nung vertheidigt wird auch durch Aufrechterhaltung des und dreist. Er verstand Moral zu predigen wie nur ein Klasse indeß von je gewesen. In der Beziehung zeigt sich noch Glaubens an deren besondere Moralität, und desHofprediger, er verstand die Pistole zu handhaben wie teine Entartung. Die junterliche Raffgier bethätigt sich auch halb werden die die Nachfolger des Herrn Baron der besten einer unter den Edelsten der Nation. In jetzt noch in schreiendem Maße; allerdings suchen die heutigen zwar nicht mehr so fräftig den Pistolenhahn knacken lassen, feinen Glanzzeiten wurde er bewundert und ver Junker ihren Appetit zu befriedigen auf legalem Wege wie Herr v. Bismarck oder Herr v. Hammerstein ehrt von den Junkern und Pastoren, weil er Feuer und durch die Erjan merung staatlicher Liebesgaben aller Art, Manöver ist neuerdings etwas in Miskredit gekommen Echwefel herabzeterte auf die Ungläubigen, die Feinde der nicht wie der mißrathene Hammerstein durch Fälschung und aber nach wie vor salbungsvolle Reden von sich geben„ für Staats- und Gesellschaftsordnung, und aus Herrn v. Kröcher's Unterschlagung. Königstreue, Sitte und Moral". Munde haben wir vernommen, wie trefflich ihm zur Eicherung seiner Stellung die Furcht vor seiner zielsicheren Quellpistole bei den Parteigenossen, denen Zweifel an seiner Ehrlichkeit aufgeftiegen waren, zu gute gekommen ist. 11 Tene. Politische Uebersicht. M Nicht die Eigenschaften, durch die er zu Falle gekommen, sondern die, durch die er emporgekommen und sich gehalten, machen Herrn v. Hammerstein zu einem typischen Funker. Und daß ein solcher Mann mit solchen Eigenschaften durch Berlin, 23. April. Gottesfürchtig und dreift bestand in diesen Eigen- die Junkerpartei hochgehalten wurde nur in dieser Partei Jm Reichstage wurde heute die Prüfung der Parteien schaften nicht sein Werth für die Junkerpartei? Glänzte er konnte er sich eine solche Rolle erzwingen das verleiht in betreff der Arbeiterschußfreundlichkeit bedurch sie nicht hervor als ein typischer Junker? Man denke dem Fall Hammerstein seine politische Bedeutung. endet, und wenn auch nicht wie gestern ein sozialdemo nur einmal, ein günstiges Geschick hätte ihn vor dem Zucht- Der Staatsanwalt hat den Baron einen Heuchler genannt, fratischer Redner das negative Ergebniß dieser Prüfung hause bewahrt. Würde er durch die Bethätigung jener weil er dem Wesen seiner Partei gemäß für Königstreue, ausdrücklich und vornehmlich feststellen konnte, so fand sich Eigenschaften nicht auch jetzt noch tagtäglich das Entzücken Sitte und Moral" gar schwungvoll geredet und geschrieben. doch auch heute ein Echinßredner, der den arbeiterfeindlichen der Junker und Junkergenossen erregen? Dem Professor Wir glauben gar nicht einmal, daß er ein bewußter Tiraden gegenüber die Vernünftigkeit der BundesrathsKropatscheck ist bei der Duelldebatte die Puste ausgegangen, Heuchler war. Eine unbewußte Heuchelei dieser Art bestimmung auch von dem Arbeitgeberstandpunkte aus ( Nachdruck verboten.) fegte fich rückwärts in eine Bank, ganz in die Ecke. empor bis zu den Glocken und Schalllöchern. Sie mußte Todtenstill erschien ihr die Kirche anfangs, lauwarm an sich halten, um nicht aufzujauchzen. Da lag das Roman von Nicolaus Krauß. die Luft und ganz gesättigt von dem Duft ganze Land weit und breit vor ihr: Maria Kulm des zerflatterten Weihrauchs. Aber bald spürte mit feiner großen Wallfahrtskirche, Pochlowitz am Fuße Sie ging nicht ungern in die Kirche, aber Sonn- und sie aus dem einen Geruch mehrere andere heraus, fie roch des Berges am Waldsaume, Leibitsch und drüben Teschau. Feiertags lieber als an Werkeltagen. An diesen war es für das Harz in den alten föhrenen Bänken, den Duft der Kaum satt sehen konnte sich das Kind, und der ernste Bug, sie öde und leer in der Kirche, nur die Schulkinder waren Krausemünzen, Frauenblätter, der Thimians, die in großen der es sonst kennzeichnete, war aus seinem Antlig ganz darin und einige alte Weiblein, und ein einfaches Lied Büschen rechts und links von den Tabernakeln standen, und verschwunden. wurde gesungen in einer Stimme. Und kaum, daß die jenen eigenthümlichen Geruch, den man auch auf der Zunge Bevor die Lene wieder in das Schulhaus zurückkehrte, " Aufwartbuben" klingelten. Aber am Sonntag! Da spürt und der in allen alten Kirchen wittert. Und jetzt ging fie jedesmal rund um die Kirche. Vorn, gegen Dampften die blauen Wolken des Weihrauchs zu den Gewölben hörte sie auch den gleichmäßig ruckenden Pendelschlag der das Dorf zu, hatten die Reichen und Wohlhabenden empor, auf allen Altären und vor jedem Heiligen brannten Thurmuhr. Eine Miaus tam unter dem Hochaltar hervor, ihre Gräber. Auf den Hügeln blühten Blumen, die großen, dicken Wachskerzen, das flammte, gleißte und lief unter die Bänke und knabberte dann an einem auf den die Kreuze waren von Eisen oder Stein, vergoldet glizerte; der Pfarrer sang das Amt mit seiner schönen, Boden gefallenen Wachstropfen. Eine zerbrochene Fenster- und mit goldenen Buchstaben beschrieben. Hinter der weichen Stimme, die Orgel erbraufte bei aufgezogenen Re scheibe flirrte unter der Berührung eines Eschenzweiges, für Kirche ruhten die Armen. Ueber die eingesunkenen Gräber gistern, die Geigen fielen ein und die Hörner, es war schön, furze Augenblicke tamen Spaßen auf die Fenstergitter wuchs das Gras, von den kleinen schwarzen Holzkreuzchen zum Weinen. Die ganze Kirche war gedrückt voll von und ließen ihren wüthenden Raufruf hören; ein hatten die meisten die Arme verloren. In dem Beinhause, Menschen. Unten in den Betstühlen saßen die Rothschwänzchen wippte durch das Schiff, ließ sich auf das das sich an die Kirche lehnte, lagen hunderte von Knochen Frauen, oben auf den beiden Seitenchören standen hochgezogene rechte Knie des heiligen Oswald nieder und und bleckende Schädel in einem wirren Haufen hinter der die Männer. Und dann kam der alte Spengler, der sah mit seinen klugen Augen schier andächtig zu dem Schutz- schwarzen Todtenbahre. Der Kirchhofsmauer entlang standen alte Kirchenvater, dem sie ausriß, wo sie ihn traf, weil er patron des Viehes empor. Und ganz plöglich gab es einen fräftige Zwetschkenbäume, einer neben dem andern. Die fie immer an den Zöpfen ziehen wollte, in seinem grün- lauten, dumpfen Krach in dem alten Gebält der Chöre. schönsten Pflaumen wuchsen darauf, blaue und gelbe, und gelben Mantel, den er Sommer und Winter trug, und mit War es wieder still geworden, dann hörte Lene ganz deut fast so groß waren sie wie Hühnereier. Aber kein Kind seinem Klingelbeutel. Und wenn die Bauern ihn sahen, lich das Wispern, Zischeln und Raunen in den beiden hohen berührte jemals eine dieser Früchte; man sagte, sie schmeckten dann ließen sie den Kopf auf die Brust sinken und thaten, Pappeln, die den Eingang zum Friedhof bewachten. nach den Todten, die unter ihnen schliefen. Der Lene als ob sie schliefen. Aber das Glöcklein kicherte so lange In diesen Augenblicken begann das einsame Kind zu haben sie herrlich geschmeckt, all die Jahre, die sie in Mühlvor ihren Ohren, bis sie schadenshalber in den Leder- träumen von seiner alten, wirklichen Heimath, seinem effen war.... beutel oder die Schweinsblase griffen und einen Groschen todten Vater und der dahingegangenen Mutter. Wo mochte Die Mühleffener Schulbuben konnten es sich nicht eropferten. jetzt der Maß sein und die Barbara, und was mochten fie treiben? Klären, warum die Fremde gerade an ihren Spielen theilUnd doch war es auch an diesen Tagen noch nicht am Und wenn sie die Sehnsucht gar nicht mehr zähmen konnte, nehmen wollte. Sie war ein Mädel, gehörte also zu den schönsten in der Kirche. An flaren Sonntagnachmittagen dann stieg sie durch die Fallthür auf den finfteren Kirchen- Mädeln. Mit diesen sollte sie spielen, da hätte feiner im Sommer und Herbste nahm Lene den großen, hohlen boden hinauf, wo unter einer Lawine von Ruß und Staub etwas dagegen gehabt. Aber Lene war harnäckig. Jmmer Schlüssel vom Nagel und ging die kleine Höhe hinauf, die ausrangirten Heiligen und die alten Kreuzwegbilder und immer wurde sie fortgeschubft, aber stets schloß sie über den Friedhof zur Kirche. Schon das Knirschen und trauerten, drückte sich an der Uhr vorbei, die ihr mit ihren sich wieder an. Nur war sie so schlau, erst hintennach zu pfeifende Quietschen des Schlüsselungethüms jagte ihr großen Rädern und wuchtigen Steingewichten wie ein gehen. Kam dann ein besonders Wüthender mit geballten wollüftige Schauer den Rücken entlang. Sie trat ein und lebendiges Ungeheuer erschien, kletterte die vielen Sprossen Händen auf sie zu, so lief sie, blieb aber sofort stehen, " mit bewies. Es war bles Herr Röside, von dem seine libe- lichkeit bewiefen wir erinnern an Matalle bie in ber Deutsches Reich. ralen Freunde viel lernen könnten, aber freilich nicht lernen modernen Kriegsgeschichte ohne Seitenstück ist. Wohl aber ist er Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung die wollen, was sie auch heute durch ihre Unaufmerksamkeit be- der Gegenstand unzähliger Treulosigkeiten" gewesen. Erwähnt Vorlagen betreffend einen Handels- und Schifffahrtsvertrag wiesen. Vorher hatten Eugen Richter und Graf fei blos die völkerrechtswidrige Entführung seiner zwei Ver- zwischen dem Deutschen Reich und Japan nebst einem KonſularHerbert Bismard gesprochen, selbstverständlich gegen fangen behalten worden. wandten, die von der italienischen Regierung als Geifeln ge- vertrag sowie den Bericht der Kommission für die Prüfung der den Arbeiterschuh, wenn auch Herr Richter auf eine taum zur fich nicht über diesen schuftigen Prinzenraub" Warum ereifert die Boss. Zeitung" Bolleinrichtungen und des Bollverwaltungstoften- Etats für Bremen Sache gehörige Polemit gegen die Anschauungen der Rechten den zuständigen Ausschüssen überwiesen.formell den Hauptnachdruck legte. Graf Bismarck be Die Krife, welche der franzöfifche Senat frivoler- Zur Wahlbewegung im Kreise Ruppins geichnete Richter's Ausführungen als treffend, das ist Weise über Frankreich heraufbeschworen hat, steht nicht 19. April, ging im großen ganzen gut von statten. Ueberall Templin. Die Flugblattvertheilung am Sonntag, den Strafe genug für Herrn Richter und von neuem der blos für Frankreich im Vordergrund des politischen wurden unsere Genossen gut aufgenommen; die Landgendarmerie Beweis dafür, daß Freisinnige und Bismärcker in der Jnteresses. Auf Bermuthungen über den Ausgang der bewies meist Willen und Fähigkeit, während der Wahlzeit die Gegnerschaft gegen den Arbeiterschutz ein Herz und eine Krise, der ganz wesentlich von dem Ergebniß der heutigen Gesetzesvorschriften zu beobachten. So konnten unsere Genossen, Seele find. Kammerfizung abhängt, lassen wir uns natürlich nicht nachdem sie sich legitimirt, ungehindert Flugblätter verbreiten. Alsdann beschäftigte sich das Haus mit Wahl ein- daß aber die Lage eine sehr ernste ist, kann keinem Nur der Gendarmenwachtmeister in Herzberg i. d. M. machte prüfungen. Dabei entstehen erfahrungsgemäß immer Zweifel unterliegen. Der Verfassungstonflikt eine Ausnahme. Kurz nachdem unsere Genossen das Dorf betrat treten hatten, der längere und erregtere Debatten, als man vorher vermuthet, ist da. Wachtmeister ihnen entgegen das der Weisung, sofort Der Senat wurde von den monarchischen Stiefeltern der wenn sie nicht verhaftet sein wollten. Aufmerksam gemacht von und so kam man denn auch heute nicht über die beiden Dorf zu verlassen, erften unter den achtzehn auf die Tagesordnung gestellten Republik in der ausgesprochenen Absicht errichtet, die Demo- unseren Genossen, daß Wahlzeit sei und ob er den§ 48 der GewerbeWahlen hinaus: die der Herren Wamhoff( natl.) und tratifirung der Republik zu verhindern. Diese seine Be Ordnung nicht fenne, antwortete er, daß er das besser wisse, sie Colbus( Elsässer). Den Konservativen hatte es nicht ge- ftimmung erfüllt jegt der Senat. Und die französische Ver- möchten sich schnell entfernen. Als sie noch den Versuch machten, fallen, daß die Wahlprüfungen schon"(!) jetzt verhandelt fassung ist so tunstvoll reaktionär zusammengefügt, daß formell einen Bekannten zu besuchen, wurden sie auch daran verhindert werden sollen; der Reichsparteiler Gamp hatte gestern allen und nach dem Buchstaben der Verfassung jede Möglichkeit und eventuell mit Gewalt bedroht. Um nicht den Zweckt ihres Ernftes, aber vergeblich verlangt, daß das Haus sie ausgeschlossen ist, den Konflikt ohne Zustimmung des Aufenthaltes ganz und gar vereiteln zu lassen, sahen sich unsere Es wäre wohl am so lange aussege, bis die Rechte einmal durch größere Senats und gegen seinen Willen zu beendigen. Der Senat Benoffen genöthigt, weiter zu ziehen. Vollzähligkeit im Stande wäre, die Linke zu majorisiren. fann überhaupt nicht aufgelöst werden, und die Kammer Blaze, wenn diesem Beamten die nöthige Gefeßeskenntniß ſeitens seiner vorgesetzten Behörde beigebracht würde. Die Erörterung war betreffs der Wamhoff'schen Wahl praktisch kann nicht aufgelöst werden ohne die Zustimmung des durch die Mandatsnieberlegung und Neuwahl überholt, ein Senats. - Die, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Novum ist es, daß der Reichstag sich trotzdem mit ihr bes rempelte in einer ihrer letzten Nummern den Genoffen Bebel an, Der Staatswagen ist also in einer Sackgasse oder weil er in seiner Rede über das Duell in der Montagfißung des schäftigte. Die Prüfung der Wahl des Pfarrers Colbus richtiger in einer Gaffe, die teine Umkehr erlaubt und vorn Reichstags geäußert hatte, die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" wurde nach langer Debatte, an der sich unsererseits durch den Senat, wie durch einen Korten auf der Flasche, habe geäußert, die Sozialdemokratie wäre Gegnerin des Fischer und Bebel betheiligten und die für die be- zugepfropft ist. Da muß eben der Korken entfernt werden. Duells, weil sie die Keuschheit der Frau und die Waffenehre des treffenden Wählerkreise von großem Interesse ist, an die Der Senat kann nicht so stumpfsinnig sein, daß er nicht Mannes untergraben wolle. Rommission zurückverwiesen. das Gefährliche seines Handelns begreifen sollte. Es ist die Angst des Kapitalismus vor dem andringenden Sozialismus, was den Senat geleitet hat und leitet. Das giebt fogar die Bossische Beitung" zu, trotz ihres ingrimmigen Hasses gegen Bourgeois. Morgen wird die Berathung über Wahlprüfungen fortgesetzt.Sie schreibt redaktionell: Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hätte zunächst sich, mit der Voffischen Zeitung" auseinandersehen sollen, die in einem Leitartikel am Sonnabend sich auf diese Aeußerung der Nordd. Allg. 8tg." stützend, gegen das Duell polemifirte. " " Vielleicht sieht sich auch die Redaktion der Nordd. Allg. 3tg." mal ihre Morgennummer vom 22. Februar d. J. an, in der sie das Zitat gegen die Sozialdemokratie finden wird. Nur nicht gar zu frech, verehrte Kollegin. " Das preußische Abgeordnetenhaus berieth am Donnerstag in erster Lesung die Kreditvorlage, so weit sie sich auf Forderungen für den Bau von landwirthschaftlichen Kornhäusern bezieht. Außer dem Landwirthschaftsminister vertheidigte Die Verstimmung( weffen?) über das ungehörige(?) Verauch der Finanzminister Dr. Miquel, der sich um jeden Preis halten des anderen Hauses hätte wohl nicht ausgereicht, den , Mothleidende agrarier erster Güte". Bei die Gunft der Agrarier sichern will, den Gefeßentwurf. Die Senat in einer so heitlen Frage zur schroffsten Stellungnahme einem Besuche, den Herr v. Bötticher und Frhr. v. HammerAgrarier selbst tragen natürlich fein Bedenken, diese neue Liebes gegen das Kabinet zu bewegen, hätte sich nicht die innere Gesammtite in Lorten in Begleitung einiger Räthe ihres Amtsgabe anzunehmen, bie fie, wie der Abg. v. Mendel- Steinfels lage je länger, je bedrohlicher gestaltet. 3um ersten Male bezirkes der Schiffergesellschaft in Lübeck abftatteten, follen, wie betonte, nur als einen Bersuch betrachten, während sie nach wie feit der großen Umwälzung fehen die Bedie Deutsche Tageszeitung" mittheilt, die Herren sich in vor auf Annahme des Antrages Kanit und auf Erlaß völkerungstlassen, die durch ein volles Jahr folgender Weise in das Fremdenbuch eingezeichnet haben: Freieines Börsengefeges mit dem Verbot des Terminhandels hoffen, hundert Frankreich regiert haben, einen Verherr v. Hammerstein, Landw.- Minister, Nothleidender da sonst der Landwirthschaft nicht dauernd geholfen werden such im tönne. Bekämpft wurde die Forderung nur von den Freisinnigen Macht zu entwinden, im Staate dahin zu gestehenden( Landw. Min.) Gehilfe. Kelch, Geh. Regierungsgroßen sich vollziehen, ihnen die Agrarter erster Güte, den 9./IV. 96. Beyer, des vorBrömel und Gothein, alle übrigen Redner standen ihr langen, wohin es in einzelnen Städten bereits rath ohne Ar und Halm. Boste, desgleichen. Herr sympathisch gegenüber, wenn sich auch niemand dafür besonders getommen ist, zur Herrschaft des Sozialismus, v. Bötticher beschränkte sich auf die Niederschrift seines Namens erwärmte. Die Vorlage wurde schließlich der Budgettommiffion dessen wind die Segel des radikalen Rabinets und Amtstitels. überwiesen. Am Freitag steht die erste Berathung des Gesetz schwellt. Immer deutlicher wird offenbar, daß Herr Leon Die Reifewiße diefer hohen Beamten find jedenfalls ebenso entwurfs betreffend die Handelskammern auf Bourgeois der Wegebereiter des Sozialismus ist; mäßig wie ihre Reiseverse zu Ehren des Paares Lucins- Stumm. der Tagesordnung.jede Woche, die er länger im Amte bleibt, droht, der 31 Geistliche des Saarre viers, die der christBu milde Bestrafungen. Eine recht gebankenlose Ranne Bourgeoisie empfindliche, vielleicht nie mehr einzu- lich- sozialen Partei nicht angehören wollen, erlaffen gegen gießerei erlaubt sich der Berliner Groß- Kannegießer eines süd- bringende Machteinbußen zu bereiten. Herrn v. Stumm im„ Volk" einen scharfen Protest gegen des deutschen Blattes. Derselbe schwagt bei einer Besprechung ber Wir haben dem nichts hinzuzufügen nur eins: Scharfmachers Anzapfungen auf die Geistlichkeit des Saars jüngsten Duelldebatte dem Herrn v. Bennigsen die alberne Be- möglich, ja wahrscheinlich, daß der Wegebereiter des Sozia reviers. Frhr. v. Stumm habe es für angemessen erachtet, den hauptung nach, daß die Gerichte schwere Beleidigungen allzu lismus" jetzt das Feld räumen muß oder will auch Superintendenten Billessen, den langjährigen Leiter der milde beurtheilen, und findet albernerweise hierin auch noch Herrn Bourgeois scheint es bange zu werden, aber il Synode, vor einer politischen und konfessionell gemischten Ber einen Beschönigungsgrund für das deutsche Duellunwefen. Der reviendra". Er wird zurückommen unter altem fammlung in seiner Abwesenheit wegen seiner pfarramtlichen Thätig. Herr scheint nicht zu wiffen, daß in England, wo es be- oder neuem Namen. Und, wenn wieder gestürzt, so lange feit in Predigt und Seelsorge auf unerhörte Weise herabzusehen. Die tanntlich keine Duelle mehr giebt, Beleidigungsklagen so gut wie unbekannt sind. Und milde" Strafen! Jegt wieder in zurückkommen, bis der Sozialismus selbst unterzeichneten Geistlichen protestiren mit Unwillen gegen Mülhausen 1 Jahr Gefängniß für eine Privatbeleidigung! da ist. diese Handlungsweise, die sie als eine Untergrabung der tirchlichen Autorität ansehen und als eine uns allen Allerdings ift's ein Sozialdemokrat, der die angebliche Be Wie ein Telegramm vom Nachmittag meldet, besteht angethane Schmähung empfinden." leidigung verübt haben soll. die Absicht, heute in der Kammer das Zusammentreten des Das Scharfmachen hat seine Gefahren, denn allzu scharf Rongresses zum Behuf der Verfassungsrevision zu beantragen. Rongreß ist die gemeinschaftliche Tagung der Das sächsische Karte II. Die fächsische Rammer und des Senats, wie sie zur Wahl des Präsidenten Ständeversammlung zählt ohne die königlichen Prinzen vorgeschrieben ist. Leider kann aber auch der Kongreß nicht in beiden Kammern 126 Mitglieder. Von diesen erlassen 109, ohne Zustimmung des Senats tagen. welche den Ordnungsparteien, also den Konservativen, den Nationalliberalen und der fächsischen Fortschrittspartei an Majestätsbeleidigung in Rußland. Wir lesen in gehören, am Schluffe der Landtags Tagung die öffentliche bürgerlichen Blättern: Erklärung: Beim Prozeß Hammerstein sprach vor Eintritt in bie Verhandlungen der Landgerichts- Direktor Rieck die beachtenswerthen Worte: Ich lehne es ab, bier irgendwie Politit zu treiben das ist nicht Sache des Gerichts, sondern das Recht zu finden und zu entscheiden, ob eine Handlung gegen das Strafgesetzbuch verstößt oder nicht." Wir wissen allerdings nicht, ob Herr LandgerichtsDirettor Ried die Politit im Gerichtssaal prinzipiell und allgemein verurtheilt hat, oder blos für den Fall Hammerstein. Das aber wiffen wir, daß bei anderen Brozessen die Politik im Gerichtssaal eine sehr große Rolle gespielt hat und daß sogar die politische Gesinnung eines Angeklagten ausdrücklich als Belastungsmoment und Grund zur Berurtheilung oder schwereren Bestrafung bezeichnet worden ist. Und das berühmte: Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe" des preußischen Justizministers galt der Politik im Gerichtssaale. Von einer neuen Treulofigkeit Menelik's redet die Boff. Beitung", weil diefer einen italienischen Unterhändler bis zur Erledigung der Angelegenheit zurückbehalten will. Bei ihrem Crispinismus ist die Voff. Zeitung" blind und glaubt alle Lügen ihres verlogenen Abgotts. Menelit hat bisher noch teine Treulosigkeit verübt; im Gegentheil, er hat eine Ritterwenn der andere wieder umkehrte. Hatten die Knaben ihr Spiel begonnen, dann stand sie von ferne und schaute zu. Wenn die Buben auf dem Dorfanger mit Prügeln nach einem Holzspund warfen, den sie auf ein Brett ge stellt hatten, Säue prellten", wie sie sagten, oder wenn fte Batschect" spielten, fonnte sie fich gar nicht halten, und sie ristirte selbst einen Faustkampf, der allerdings stets zu ihren Ungunsten ausfiel. " macht schartig. daß sie ein Zusammengehen der staatserhaltenden Parteien, das sich während der vergangenen Landtage auf das beste bewährt hat, auch außerhalb des Landtages allenthalben zuz Wohle des sächsischen Volkes und Vaterlandes dringend ges boten erachten, und gewillt sind, hierfür und für gemeinsames Eintreten dieser Parteien bei öffentlichen Wahlen zu wirken." Bedeutung hat diese alljährlich sich wiederholende Erklärung nicht. Daß die nun patentirten sächsischen Bourgeoisvertreter von ihren Verdiensten um das Wohl des Baterlandes sprechen, von ihren Verdiensten um das Wohl des Baterlandes sprechen, gegen das Wahlrecht des sächsischen Volkes nicht weiter erstaunt ist eine der Rübnheiten, über die man nach dem Feldzuge iſt eine der sein kann. Ueber eine eigenthümliche Majestätsbeleidigung des russischen Kaisers berichtet die Kattowißer Zeitung", nachdem sie mitgetheilt, daß in den letzten Tagen 50 Millionen Zigaretten in Russisch- Polen tonfiszirt sind. Ein Schächtelchen Zigaretten aus der Fabrit von J. L. Schereschewski in Grodno hat nichts Auffälliges an sich. Klappt man aber die zweitheilige Schachtel auf, so erblickt man auf ihrer linken Seite in Medaillonform das Bild des russischen Kaisers, während die rechte Seite von der Fabritmarte der Firma geziert wird. Letztere besteht aus einer offenen Hand, die beim Zusammenklappen der Schachtel in einer nicht mißzuverstehenden Weise auf das Bildniß des russischen Herrschers fällt. Diefer Umstand würde indeß unbemerkt geblieben fein, wenn nicht die Außenseite der Zigarettenschachtel Eine Folge des Münchener Menages ein noch untrüglicheres Merkmal der beleidigenden Absicht Prozesses. Gegen die Moosburger Beitung" hätte. Diese zeigt in großer Aufschrift das Wort„ Gracya" gleich in Niederbayern war Untersuchung eingeleitet worden, weil sie Anmuth. Das" G" ist jedoch durch eine geschickte Farben im verflossenen Jahre behauptet hatte, den zu einer Waffenübung abtönung und Gruppirung dem Auge weniger bemerkbar ge- einberufenen Landwehrmännern sei ungenügende Menage macht, während das darauffolgende" R" durch seine Größe vorgesetzt worden. Nun ist das Blatt außer Berfolgung hervorsticht, so daß man in Wahrheit„ Racya" Recht lieft. gefekt worden. Haben die Erfahrungen des Münchener G3 steht damit außer allem 3 weifel, daß es Menage Prozesses, bemerkt die Frankfurter Zeitung" hierzu, Dirett auf eine Majestätsbeleidigung a b dazu veranlaßt? gesehen ist. Der Fabrikant der Zigaretten, dem Würzburg, 22. April.( Berl. Tagebl.) Der fränkische reilaffung mit einer Kaution von 30 000 Rubel erkauft. Wohl- Bentrumspartei im Reichstag aufgefordert wird, ein Gefeß ein" Sibirien" ziemlich sicher sein dürfte, hat seine vorläufige 3entrumsverein nahm eine Resolution an, in welcher die russischen Staub von den Füßen zu schütteln, was er inzwischen legungen an Leben und Gefundheit, wie gemeine Körpermeinende Freunde haben ihm indeß den Rath gegeben, den zubringen, wonach die durch ein Duell verursachten Vervielleicht schon gethan hat. verlegung bezw. wie Todtschlag und Mord bestraft werden Nur an einem Spiel geftattete man der Lene theils Rußland rechnet, habe es direkt auf eine Majestäts- beute den Gefeßentwurf über die Gewerbesteuer in zweiter Der Gedante, ein Fabrikant, der auf Kundschaft in follen. Straßburg i. E., 22. April. Der Landesausschuß nahm zunehmen. Hierbei tam bei den Jungen allerdings etwas beleidigung abgesehen, ist außer allem Zweifel" so blöd- Lesung an; entsprechend dem Vorschlage der Kommission wurde heute den Gesezentwurf über die Gewerbesteuer in zweiter ftärteres in betracht als das Geschlechtsgefühl und der Stolz: finnig, daß ein Normalhirn ihn überhaupt nicht fassen entgegen der Regierungsvorlage auch die unterfie Steuerstufe der Egoismus und die Habsucht. Wenn man werbelte", tann. Aber juristisch ist die Annahme, und wenn der( Betriebe mit einer Ertragsfähigkeit von 500 M.) zur Steuer Murmeln in ein Loch trieb, das von acht anderen Jurist" auf Majestätsbeleidigungen dressirt ist, steht ihm mit einem Durchschnittsfag von 90 Pf. herangezogen. Löchern umgeben war, glaubte man, so ein dummes diesen Gefeßentwurf ist die Patentsteuer in Elsaß- Lothringen Mädel leicht ausfackeln" zu können. Aber die Geschichte auch die Majestätsbeleidigung außer allem Zweifel". gänzlich beseitigt worden. fam meistens anders. Lene war geschickt und flink wie ein Chronik der Majestätsbeleidigungeu. Am 18. b. Mts. Wiesel und nahm die„ Kaffe" ein um das andere Mal aus. stand vor dem Hamburger Landgericht der Maschinist Diedrich Dabei stand fie aber immer auf dem Sprunge, zu entfliehen, unter der Anklage der Wajestätsbeleidigung. Er hatte wenn die über ihren Verlust erbosten Buben über sie her- in einer sozialdemokratischen Versammlung eine von dem Kaiser fallen wollten. Sie hatte stets eine große Bahl von in feiner Sedanrede gebrauchte Aeußerung in Verbindung geMurmeln, die sie gegen alte Federn, die sie wusch, polirte Er wurde deshalb von der Strafkammer zu einer Gefängnißstraße bracht mit dem groben Unfugparagraphen des Strafgesetzbuchs. und wieder zurecht bog, einzuhandeln wußte. Der frommen von zehn Wochen verurtheilt. Life war dieses Spiel ein Gräuel und sie verklatschte Lene Aus Reichenbach wird dem„ Sächsischen Volksblatt" gedeshalb unaufhörlich bei ihrer Mutter. Aber diese konnte schrieben: Bom tgl. Landgericht Plauen ist gegen einen ansässigen an ihm nichts Unrechtes finden, sie selbst hatte es als Arbeiter, der unserer Partei nicht angehört, Voruntersuchung Mädchen gern und mit Lust und Liebe gespielt. Auch die wegen Majestätsbeleidigung eröffnet worden. Der Mann hatte alte Rosel brummte über das Teufelsspiel. Alle daumenlang in ber Trunkenheit in einem Lokal Streit mit einem Schuhmann fehlte ihr einer der so eifersüchtig gehüteten Strümpfe, die und ist dabei zu weit gegangen und denunzirt worden. Herr fie nur Sonntags zum Kirchgang anzog. Und wenn sie Rechtsanwalt Dr. v. Petrikowsky hat die Vertheidigung über. nommen. Geschulte Arbeiter haben seit Jahrzehnten auch in den dann suchte und suchte, so fand sie ihn sicher entweder kritischen Beiten solche Dinge von sich fernzuhalten gewußt und unter Lene's Ropfpolster oder im Bettstroh versteckt und werden dies auch ferner thun. Wir fämpfen gegen schlechte Verbis zum Rande angefüllt mit thönernen und steinernen hältniffe und lassen hohe Personen aus dem Spiel." Murmeln. ( Fortsetzung folgt.) " Desterreich. Durch Wien, 23. April. Abgeordnetenhau 3. Bei der forts gesetzten Berathung der Wahlreformvorlage wurde der Antrag der Minorität, das allgemeine Wahlrecht zur Abstimmung mit 174 gegen 61 Stimmen abgelehnt und mit Grundlage für die Spezialdebatte zu nehmen, in namentlicher noch größerer Majorität beschlossen, in die Einzelberathung des Regierungsentwuris einzutreten. Dagegen stimmten nur einige Jungczechen, einige Antisemiten und die Abgeordneten Kronawetter und Pernerstorfer. Ein von Steinwender eins gebrachter Antrag auf Schluß der Sigung wurde abgelehnt und die Spezialdebatte begonnen. - Die Rede Pernerstorfer's über die galisische Wirthschaft lautet nach der Wiener Arbeiter- tg.": bis ins i- Tüpfelchen und kennt die dunklen Ehrenmännrr, die in Der Ministerpräsident ist nie informirt, und doch weiß er alles der Verwaltung Galiziens fizzen und dem Bolke bei jeder Ge legenheit die politischen Rechte wegesfamotiren, zum größten Theil persönlich. Die in dem Dringlichkeitsantrage geschilderten Zu= Iftände finb in Galizien seit Jahren tonstant. Die epide " mischen Krankheiten sind dort eines der beliebtesten( etwa 1000 Meter über dem Meere) von Goyaz entschieben. I gericht wegen Verbreitung der Rundschau" an einem Sonntag politischen Hausmittel. Wenn man so weit geht, zu sagen, das Das Klima soll dort so angenehm und gesund wie in Süd- Morgen zu einer Geldstrafe verurtheilt hatte. Versammlungslotal fei zu klein, hat da ein Mensch, Frankreich sein. Das Land ist fruchtbar, wasser- und holzreich. Redakteur Rosenow vom Beobachter" in Chemnit der so etwas sagt, den nothwendigen sittlichen Ernst, oder sollte Den Plan der Hauptstadt- Berlegung hat die brasilianische hat am 18. April die dreimonatige Gefängnißstrafe angetreten, man einen solchen Burschen nicht gleich sprigen? Wenn es in Regierung Thiers nachgemacht, der den Siz der französischen die ihm wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" Galizien eine epidemische Krankheit giebt, die ganz sicher graffirt, Regierung von Paris nach Versailles verlegte. Lange hat's nicht vom dortigen Landgericht auferlegt worden ist. so ist es die Voltsbedrückung und der Voltsbetrug, gedauert. Wegen Beleidigung von Behörden in einer Rebe über ausgeübt von der Schlachta und den politischen Behörden. Afien. die schmachvolle Beeinflussung der galizischen Landtagswahlen Wundern muß man sich nur über das Verhalten des galizischen In Korea werden gegen die Japaner fortdauernd durch den damaligen Statthalter, jezigen Minister Badeni, Voltes. Wie tief im Elend muß dieses polnische und ruthenische Mordthaten und Räubereien begangen, die Japaner können die wurde Dr. Adler in Wien vom Bezirksgericht zu 200 Gulden Bolt verfunten sein, daß es bisher noch nicht die Kraft gefunden hat, Lage unmöglich noch lange mitansehen. Geldstrafe verurtheilt. In einem zweiten Falle erfolgte Frei fich einigermaßen zu erheben. Sie dürfen dem Tage, an dem dies Die von den Japanern auf Formosa eingeführten neuen fprechung. Der Vertheidiger Dr. Adler's hatte zum Beweise der geschieht, gar nicht mit gutem Gewiffen entgegensehen. Entweder Steuern drohen nach englischen Mittheilungen den Zucker- und Richtigkeit der Aeußerungen Adler's die Verlesung eines von entwickelt sich das politische Leben der radikalen Parteien Rampherhandel zu vernichten. ruthenischen Bauern an das Ministerium des Innern gerichteten ungehemmt, dann wird Ihnen das Leben saner gemacht werden, Aus Singapore melden die" Times" vom 21. April: Memorandums, sowie der von der ruthenischen Deputation dem aber Sie werden noch leben können; oder Sie treiben die Wirth- Die Best in Hongtong nimmt zu; es werden täglich 12 Er- Kaiser vorgelegten Denkschrift und die Vorladung der in diesen schaft weiter, und dann kommt der Zeitpunkt in Galizien, wo es tranfungen gemeldet.Eingaben namentlich angeführten Personen als Zeugen über die an wieder bei Ihnen brennt und Mord und Brand durch Aus Holländisch Indien wird ein neuer ihnen verübten Vergewaltigungen bei Ausübung ihres Wahlrechtes, das Land ziehen werden.( Laute Rufe, der Entrüstung Aufstand gemeldet. Wie das" Handelsblad" aus Batavia ferner die Vorladung des Miniſter- Präsidenten Grafen Babeni bei den Polen.) Wenn es ein Land in Defterreich giebt, wo das meldet, find unter den unabhängigen Bataks Unruhen aus- als Zeugen darüber beantragt, daß während seiner Statthalterausgebeutete Bolt das Recht hat, sich gegen feine Ausbeuter zugebrochen. Militär ist nach dem Batakland abgesandt worden. Schaft die politischen Behörden in Galizien angewiesen worden erheben, so ist es Galizien. Fürchtet Euch, Ihr Herren von der( Daffelbe liegt im Innern von Sumatra; die Bewohner waren sind, die Wahlen zu beeinflussen. Natürlich wurde ber Antrag Abgeordneter Ritter v. Struszkiewicz: Wir fürchten uns bisher der holländischen Regiernng befreundet.) Schlachta! gar nicht! Abgeordneter Bernerftarfer: Fürchtet Euch, daß das polnische Volk erwacht, denn Ihr seid nicht Vertreter des polnischen Voltes, sondern seine Bedrücker. Der Präsident unterbricht den Redner mit der Mahnung, derartige Ausdrücke nicht zu gebrauchen und sich auf den Gegen stand zu beschränken. Abgeordneter Pernerstorfer: Wir haben gestern hier eine Rede gehört.. Präsident: Eine Polemit gegen eine gestrige Rede hat doch mit dem Dringlichkeitsantrag absolut nichts zu schaffen. Abgeordneter Pernerstorfer schließt mit der Bemerkung, man müffe sich nach den Zuständen in Galizien wundern, wie es noch Leute giebt, die den Muth haben, hier aufzutreten und Phrasen zu drechseln von den Aufgaben der Kultur, dem religiösen abgelehnt. Hatte man doch den Prozeß durch allerlei Schieberei Aus Batavia wird von heute amtlich gemeldet: Auf dem zuständigen Geschworenengericht entzogen und vors BezirksVerlangen des Generals Better werden bald zwei Bataillone gericht gebracht, um die Badeni'sche Wirthschaft in Galizien vor Genietruppen zum Zwecke der von ihm geplanten Operationen Infanterie sowie Abtheilungen Kavallerie, Bergartillerie und dem sicheren Verdammnißurtheil zu behüten. gegen Atschin entfandt werden. Afrika. Kapstadt, 28. April. Die telegraphische Berbindung mit Sinu u. f. f. Diesem unglücklichen Lande kann nicht geholfen Bulawayo ist infolge Bruches des Drahtes bei fommen sollten, während die Konfektionäre bis zu 19 Pofitionen werden, so lange die eiserne Faust dieser Schlachta auf ihm Figtree( 30 Meilen südwestlich von Bulawayo) unterbrochen. Ungarn. ruht. Frankreich. Paris, 28. April. Deputirtentammer. Jn längerer ministerieller Erklärung fündigte Ministerpräsident Bourgeois den Rücktritt des Rabinets an. Als die Minister nach Ver lefung der Erklärung den Saal verließen, brachen die Rechte und ein Theil des Zentrums in stürmischen Beifall aus. Die äußerste Linte rief: Nieder mit dem Senat."( Allgemeine Bewegung.) Die Minister begaben sich in das Elysée, um ihre Demission zu Belgien. überreichen. Partei- Nachrichten. • ein Die Soziale Uebersicht. Unter dem Vorsitz des Assessors v. Schulz wurde am Aus Sanfibar wird den Times" von vorgestern gemeldet: Dienstag, den 21. April, abends von 9 Uhr ab auf dem BerDer Rebellenhäuptling M'Barut Aziz hat sich in Mau mit liner Gewerbegericht von den Vertretern der Kon1000 Anhängern dem Gouverneur Wismann ergeben; fettionäre, 3wischenmeister und Arbeiter der Herren- und M'Barut wird im Süden von Tanga bleiben. Knabentonfektion über die Schaffung eines LohnKapstadt, 22. April. Der englische Dampfer Queen tarifs berathen. Den in einer früheren Sigung gemachten Viktoria stieß bei Rap Recife auf einen Felfen, wurde aber Vorschlägen des Konfektionärs Herrn Rosenbaum war inwieder abgebracht und darauf auf Grund gefeßt. Der Hinter- zwischen von der Fünfer- Kommission der Arbeiter eine präzisere raum und der Maschinenraum sind voll Wasser. Fassung gegeben worden und zwar so, daß bei der Berechnung der einzelnen Stücke nicht mehr als drei Pofitionen zur Anwendung vorgeschlagen hatten. Die Konfektionäre hielten den Vorschlag der Fünfer- Kommission für undurchführbar. Die Debatte war sehr ausgedehnt. Unter Zustimmung ihrer Mandatgeber verständigten Budapest, 28. April. Das Abgeordnetenhaus ver fich die Vertreter der anwesenden Gruppen schließlich dahin, daß handelte heute über den Bericht des Immunitätsausschusses, benicht mehr als sechs Positionen bei der Berechnung der einzelnen treffend den Befehl des Kommandanten der Ludowica- Akademie, Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Mannheim wurden Stücke zur Anwendung tommen sollen. Nachdem Herr Rosenwelcher den Offizieren das Erscheinen auf der Galerie in der Klasse der Arbeitervertreter die sozialdemokratischen baum die Erklärung abgegeben hatte, daß nach seiner Ansicht diese des Abgeordnetenhauses während der Verhandlungen über Kandidaten mit 2179 Stimmen gewählt. Die Gegner, denen die Abstufungen forrett innegehalten werden können, wurden von den das Honvedbudget( die Honveds bilden die ungarische Land- Trauben zu hoch hingen, hatten Wahlenthaltung, beziehentlich Vertetern der Arbeiter und Zwischenmeister entsprechende Vorschläge wehr, die nationale Armee Ungarns) untersagte. Der Abgabe weißer Bettel proklamirt. Sie glaubten dadurch einen zur Schaffung des Tarifs für die Herrenkonfettion gemacht. Berichterstatter Krajcsich theilt dem Hause den Beschluß gewaltigen Effekt zu erreichen, find aber glänzend bineingefallen, Die anwesenden Zwischenmeister der Knabentonfettion des Ausschusses mit, nach welchem derselbe in dem Befehle denn es wurden nur zwei weiße Bettel abgegeben. In der Klasse ließen durch den Vorfizenden ihrer Vereinigung die Erklärung nach den Erklärungen des Honvedminifters keine Verlegung der Unternehmervertreter brachte es die sozialdemokratische Liste auf abgeben, daß sie sich nicht an der Festsetzung eines Lohntariss Immunität der Abgeordneten erblickt. Abgeordneter Hodoffy die bedeutende Bahl von 112 Stimmen. Die Kandidaten des für ihre Branche betheiligen würden; weil sie das Mittelding" ( Nationalpartei) erklärt, der Befehl, für welchen der Minister nationalliberalen Jndustrie- Vereins erhielten 380. zwischen Konfektionär und Arbeiter feien, überließen fie beiden die Verantwortung übernommen habe, sei eine Kritit ber eines Gruppen die Festsetzung Tarifs. Das Zentral- Agitationskomitee für Sachsen besteht nach diesen Thätigkeit der Oppofition; zu einer solchen Kritik befize der Minister seiner Neuwahl durch die Dresdener Sozialdemokratie aus Der Zwischenmeister Waldheim erklärte fich dagegen, ben bestimmter Prozentsatz des Preifes, teine Kompetenz. Der Befehl sei eine Beleidigung der Opposition vor den Parteigenoffen Leopold Breslauer, Georg Grad. daß der Honvedarmee. Redner bringt einen Beschlußantrag ein, welcher die nauer und Heinrich Wester. Die sächsischen Partei- Zwischenmeister vom Konfettionär erhalten, an die Arbeiterinnen Mißbilligung der Berordnung des Honvedminifters feitens des genoffen werden ersucht, sich in allen Angelegenheiten der abgegeben werden foll. Die Zwischenmeister wollen dabei nach Hauses ausspricht. Abg. Olay( äußerste Linke) hält die Agitation, der Organisation, sowie der sich daraus ergebenden Belieben frei schalten und walten können. Das Betragen Souveränetät des Hauses durch den Befehl für kompromittirt Konflikte mit Polizei und Justiz, soweit diefelben Bedeutung für der anwesenden Zwischenmeister der Knabenund empfiehlt die Annahme des Ausschußantrages mit einem das ganze Land haben, mit dem Bentral Agitationsfomitee in tonfettion war so wenig anständig, daß Zufaß, welcher das Vorgehen des Honvedminiſters mißbilligt. Berbindung zu sehen. Alle Buschriften und Anfragen sind zu Assessor v. Schulz es wiederholt rügen mußte. Abg. Ugron erblickt in dem Vorgehen des Ministers eine schwere richten an Dr. Georg Gradnauer in Dresden, Ammon- Die Herren Zwischenmeister der Knabenkonfektion verließen Verletzung des Immunitätsrechtes des Abgeordnetenhauses und straße 61. schließlich den Sigungsfaal, ohne sich an den weiteren Ver verlangt die Zurückziehung der Verordnung. Die Sozialdemokratie des Großherzogthums Heffen handlungen zu betheiligen. hielt am Sonntag in Vilbel eine Landeskonferenz ab, die von Die Firma M. B. Rosenthal vor dem Berliner Ge49 Delegirten aus 31 Orten besucht war. Erster Punkt der werbegericht. Vor der Kammer I des Berliner Gewerbegerichts am Dienstag der Schneider K. gegen die Firma Tagesordnung war Stellungnahme zur Gewerkschaftsfrage. Nach tlagte eingehender Debatte wurde folgende Resolution des Genoffen M. B. Rosenthal wegen Zahlung von 9,71 M., die ihm nach Föst aus Mainz mit 32 gegen 17 Stimmen angenommen:" Die feiner Ansicht nach den Vereinbarungen über die Herren- und Konferenz erklärt, daß die Groberung der politischen Macht zur Knabenkonfektion vom 19. Februar zu wenig ausgezahlt Emánzipation der Arbeiterklasse unerläßlich ist, ohne dabei zu feien. Herr May Rosenthal, persönlich vorgeladen, glaubt, daß verkennen, daß auch die Gewerkschaftsbewegung von großer nach seiner Aufstellung dem Kläger noch 91 Bf. zuviel ausgezahlt Wichtigkeit ist und jede Förderung derselben seitens der worden wären; er ist jedoch bereit, die Differenz freiwillig zu Parteigenossen nach Möglichkeit geschehen muß." Bu den zahlen, nicht aber infolge gefeßlichen Zwanges. Der Kläger Landtagswahlen und dem Berichte über die Thätigkeit erflärte sich leider damit einverstanden, so daß eine prinzipielle der sozialdemokratischen Abgeordneten im Landtag sprach Erledigung der Streitfälle der Arbeiter mit der Firma Irich aus Offenbach. Nach dessen Vortrag und kurzer W. B. Rosenthal in dieser Sache Sache diesmal noch Herr Rosenthal versicherte 1. Uneingeschränktes allgemeines Stimmrecht für die GeGelegenheit noch feine Arbeiterfreundlichkeit. meinde-, Provinzial- und Kammerwahlen. 2. Abschaffung der für ihre Thätigkeit im Landtage ihre Anerkennung und Zu- In allen Fällen, wo die Arbeiter, durch ihre Nothlage dazu geStellvertretung und der militärischen Lotterie. Boltsbewaffnung. ftimmung aus und beschließt, bei den demnächst stattfindenden trieben, fich freiwillig an ihren Chef wegen einer Lohnzulage 3. Durchficht des Schulgesetes, unentgeltlicher weiblicher obliga: Wahlen zum Landtag mit aller Kraft in die Agitation in ganz wenden, würde es gern bewilligt, aber nur durch freie Vereintorischer Unterricht. 4. Wahl der Bürgermeister durch die Ge- Seffen einzutreten; besonders foll dahin gestrebt werden, die er barung, nicht durch gesetzlichen Zwang. Die Arbeiterfreundlichmeinderäthe. 5. Schaffung eines die Lage der Beamten loschenen Mandate wieder zu erobern und die Mandate in feit des Herrn Rosenthal würde mehr imponiren, wenn Herr Rosenund Angestellten regelnden Gesetzes hinsichtlich des Ge haltes und mit Gewährleistung ihrer politischen Rechte. Offenbach- Stadt und im 9. Rhein- Hessischen, sowie im 18. Starkenthal der von ihm seinerzeit ausdrücklich übernommenen Verpflichtung, Regelung des Arbeitsvertrages, Maximum der Ar- burger Kreis neu zu erringen."- Bum Delegirten für den die Vereinbarungen vom 19. Februar einzuhalten, forrekt nachLondoner internationalen Arbeiterfongreß wurde Ulrich aus tommen würde. Sein Verhalten während und nach der Lohnbeitszeit, Wahl Wahl der Arbeits- Inspektoren durch die Ar beiter. 7. Obligatorische Versicherung gegen Arbeitsunfälle Offenbach gewählt. Sum Sitz des Landeskomitees wählte man bewegung ist alles andere, nur nicht arbeiterfreundlich zu nennen. Offenbach und nahm eine Alenderung der Landesorganisation Wir fönnen den Arbeitern nur rathen, alle Lohndifferenzen einund Krankheit; Pension für die alten industriellen und dahingehend bor, daß außer dem Vorsitzenden und zufordern, nöthigenfalls vor dem Gewerbegericht einzuflagen. landwirthschaftlichen Arbeiter. 8. Durchsicht des Gesetzes über Raffirer des Landeskomitees, bie beide in Offenbach Jedenfalls haben die Arbeiter die dringendste Veranlassung, darDie Gegenseitigkeit, 9. Uebernahme der öffentlichen staatlichen, ihren Siz haben müssen, die Städte Mainz, Darmstadt über zu wachen, daß die Firma M. B. Rosenthal die beim provinzialen und gemeindlichen Dienste durch die öffentlichen ein Mitglied zum Landeskomitee zu Konfektionsarbeiter- Streit getroffenen Abmachungen genau einhält. Gewalten. 10. Abschaffung der Steuern auf die Näbrmittel. und Gießen je stellen haben. Aus Weisenau bei Mainz lag ein Antrag Das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts setzte 11. Abgestufte Steuer auf Einkommen und Erbschaften. vor, den dortigen Arbeiter Wahlverein nicht mehr als sozial- gestern die Erhebungen in der Herren- und Knaben12. Branntweinmonopol. 13. Regelung aller Pachtgelder durch demokratische Organisation anzuerkennen. Ursache zu diesem konfettion fort. Vernommen werden eine Anzahl zwischendie landwirthschaftlichen Vereine; demokratische Einrichtung des Anirage bildete der Umstand, daß sich eine Anzahl leitender Ber- meister und Hausarbeiter der Rock, Paletot- und Jacket- Branche. landwirthschaftlichen Kredites. 14. Reform des Jagdgesetzes. fonen des genannten Vereins dem evangelischen Männervereine Gin Hausarbeiter, der für die Firma Hugo Hermann u. Co. 15. Verweigerung jedes Zuschusses für den Kongostaat und für näher gestellt haben, als sich mit dem Parteiprinzip verträgt, Jackets anfertigt, giebt an, daß er täglich durchschnittlich die Kongo- Handelsgesellschaften." worauf eine noch größere Anzahl Genossen dem Verein den 15 Stunden arbeitet, und durch Mithilfe feiner Frau einen Rücken kehrten. Nach Anhörung beider Theile beschloß die Kon- Wochenlohn von 30 M. erreicht. Die Auslagen für WerkstattPetersburg, 22. April.( Frankfurter Zeitung.) Von unter ferenz einstimmig, den genannten Verein nicht mehr als sozial- miethe, Feuerung, Beleuchtung, Abnutzung der Nähmaschine und richteter Seite verlautet, die Staatspolizei sei von dem russischen bemokratische Organisation anzuerkennen, und daß in Weisenau für Garn und Seide u s. w. betragen wöchentlich 7,83 m., so daß der Nettoverdienst sich nur auf etwas über Geheimagenten Graf benachrichtigt worden, daß die Nihilisten eine neue gegründet werden soll. einen Streich vorbereiten. Gin Zwischenmeister, der zeitweise Gesellen Mehrere Verhaftungen sollen Zur Agitation unter den Polen wir uns aus Berlin 22 M. beläuft. hier vorgenommen worden fein. Obgleich diese Wit- geschrieben: Mit jedem Jahre vergrößert sich die Zahl der pol= beschäftigt, arbeitet gegenwärtig nur mit seiner Frau für das es doch kaum nischen Auswanderer( fog. Sachsengänger), die Konfektionsgeschäft Isbach Havelots im Preise von 1,90 bis die nicht und Konkurrenten für den deutschen Arbeiter angeworben werden. Bei täglich 16 stündiger Arbeitszeit erreicht er einen Wochen Diese Aermisten der Armen passiren seit einigen Tagen in langen verdienst von 24-27 M., wovon noch 10,15 M. für Auslagen Karawanen Berlin, um von einem Bahnhof zum anderen zu abgehen. Im Laufe der Verhandlungen stellte sich heraus, daß gelangen und nach dem Bestimmungsorte verladen zu werden. allen bei der Firma Hugo Hermann beschäftigten Arbeitern die Es wäre an der Zeit, die Vertrauensleute der ein- alten Lohnbücher abgenommen und neue ausgestellt worden sind. zelnen Wahlkreise darauf aufmerksam zu machen, daß Die Arbeiter find der Meinung, daß ihnen dadurch der Nachweis gerade unter den Sachfengängern die sozialdemokratische Agi ihrer Forderungen bei etwaigen Klagen vor tation am nothwendigsten ist, da diese Leute sämmtlich zum dem Gewerbegericht erschwert werden foll. Diejenigen Arbeiter, Herbst wieder in ihre Heimath zurückkehren und dort, in dem welche es nicht direkt verlangen, befonimen auch nicht mehr die außersten Winkel des finstersten Theiles des zivilisirten deutschen vollen Prozente nach den Vereinbarungen vom 19. Februar. Staates, die Ideen des Cozialismus verbreiten werden, wenn Von dem anwesenden Vertreter der Fünfer Kommission der Um die Agitation Arbeiter werden die betreffenden dahin belehrt, daß sie ihren Sofia, 22, April. Vor dem hiesigen Appellgerichtshofe man fie darüber hier unterrichtet hat. begann heute gegen den früheren Polizeipräfekten Savanow, der prattisch zu betreiben, bedarf man aber vor allen Dingen Berufsgenoffen gegenüber die Pflicht haben, darauf zu dringen, daß die vereinbarten Lohnzuschläge voll gezahlt werden; event. gegenwärtig eine vierjährige Gefängnißstrafe verbüßt, fowie polnischen Agitationsmaterials, gegen acht andere Angeklagte, darunter ein ehemaliger Polizei- Zwecke Beitungen, Flugblätter, Broschüren in polnischer baben sie das Recht, die Differenzen vor dem Gewerbegericht tommiffar, ein Prokurator und ein früherer Untersuchungsrichter, Sprache vom Genoffen Franz Mertowsti in Berlin, einzuflagen. ein Prozeß wegen ungefeßmäßiger Verhaf Grüner Weg 41, 4 Tr., zum Herstellungspreise zu haben tungen. Das Urtheil steht für morgen zu erwarten. - Das gemeinsame Wahlprogramm der Sozialdemokraten und Rabitalen umfaßt nach der Boff. Btg." folgende Puntte: " 6. Rußland. Debatte wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: nicht erreicht werden konnte. ber Die Konferenz spricht den seitherigen Landtags- Abgeordneten bei theilung aus guter Quelle stammt, den Inhalt des von den Agenten des deutschen Kapitals als Ausbeutungsobjefte 2,20 M. und Belerinenmäntel im Preise von 3,75 bis 4,00 M. Krönungs- Manifeftes abwarten sollten, bevor sie wieder ihre unterirdische Arbeit aufnehmen. Nach unserer Kenntniß der Absichten der russischen Nihilisten" denken sie an eine terroristische Taktik nicht. Falls der Nachricht der Frankf. 3tg." irgend etwas Positives zu grunde liegen sollte, so tann es sich blos um die Absicht der Polizei handeln, billige Lorbeeren zu pflücken und um den Wunsch der Umgebung des Baren, diefen ebenso wie seinen Vater ftets in Furcht und Schrecken und damit in Abhängigkeit von der Hofflique zu halten. Bulgarien. Amerika. welchem zu find. Es erschien vor furzem eine polnische Broschüre unter dem Titel: Vorsicht! Sozialdemokraten kommen!", welche allen Anforderungen für die Agitation unter den Polen entspricht und zur Massenvertheilung bestimmt ist. ersucht. B Gewerkschaftliches. An die Gewerkschaften Berlins! Brasilien. Vor einigen Jahren tauchte der Gedanke auf, Die Vertrauensleute und Gewerkschaftsdelegirten der Gewerkdie Hauptstadt mehr in das Innere zu legen, um sie vor Sämmtliche Parteiblätter werden um Abdruck diefer Notiz schaften, welche dem Gewerkschaftsbureau die Lofale, sowie die Handstreichen von Aufständischen oder vor dem Bombardement Referenten der Vormittags.Versammlungen der durch eine europäische Flotte zu sichern. Dieser Plan soll, wie Berliner Gewerkschaften am 1. Mai noch nicht ge= Polizeiliches, Gerichtliches 2c. der Köln. Volfsztg." mitgetheilt wird, jezt ausgeführt werden. Freigesprochen wurde vom Landgericht in Hannover meldet haben, ersucht Unterzeichneter, ihm unverzüglich MittheiMan hat sich für die Verlegung nach der ausgedehnten Hochebene der Parteigenoffe Seebode aus Zöhren, den das Schöffen- lung zu machen. Besonders betrifft dies die Töpfer, Bimmerer, Maurer, Bergolber, Glafer, Glas nothwendig und zu senden an Bruno Schumann in Fälle nicht ohne weiteres ben Thatbestand bes gewohnheits. arbeiter, Glasschleifer und die Arbeiter der Firmen Bielefeld, Schulstraße. Besonders werden die Metall. mäßigen Wuchers festzustellen geeignet sind, so hat das Reichs: schilderbrauche. Mit solidarischem Gruß R. Millarg. arbeiter Deutschlands um thatkräftige Hilfe hiermit an- gericht das erste Erkenntniß aufgehoben und die Sache zur Annenstr. 16. anderweiten Verhandlung an die Vorinstanz zurück verwiesen. Betreffs der Unterstützung der Textilarbeiler in Kott: gegangen. Die 4. Straftammer fam gestern nach mehrstündiger Berhandbus, die sich noch geraume Zeit nöthig machen wird, sei mit- Sämmtliche Arbeiterinnen der Holzschraubenfabrit lung zur Vertagung, da sie es für nothwendig hielt, in dem getheilt, daß die Berliner Gewerkschaftskommission von Faltenroth und kleine in Schwelmi. W. haben einen der zur Anklage stehenden Fälle den dem Angeklagten zu( R. Millarg, Berlin SO., Annenstr. 16) selbstverständlich nach wie die Arbeit eingestellt. Sie ersuchen, den Zuzug fern zu halten. gefallenen Gewinn durch einen Sachverständigen ganz genau bes vor Gelder entgegennimmt. Die Bauunternehmer Kaffels haben beschlossen, den rechnen zu lassen. Forderungen der streitenden Maurer nicht nachzugeben; Eine Duellprügelei vor Gericht. Wegen Herausforderung für jeden Uebertretungsfall verpflichteten sie sich zur Zahlung zum Zweikampf hatte sich der Cand. phil. Franz Philips und einer einflagbaren" Ronventionalstrafe von 500 M. Dem Eini wegen der Annahme der Herausforderung der Student Ludwig gungsamt des Gewerbegerichts die Entscheidung über die Differenzen Frank vor der 3. Straffammer am Landgericht I zu verant mit den Arbeitern zu überlassen, lehnten die Bauunternehmer worten. Beranlassung zu der Herausforderung hatte folgendes ab. Gefaßt wurden diese Beschlüsse bezeichnenderweise im Evan gegeben: Am 8. November v. J. feierte der Sozialwiffenfchafts gelischen Vereinshaus, also in einem Lokal, wo gewiß viel von liche Verein seine Eröffnung durch einen Kommers, während der christlichen„ Nächstenliebe" gesprochen wird. Daß die An- deffen der Oberstlieutenant von Egidy als Gast eine Die Ansichten, die der Redner über das drohung einer Konventionalstrafe eine Berlegung des§ 153 der Rebe hielt. Gewerbe- Ordnung ebenso bedeutet, wie nach neuerer Recht- Studententhum äußerte, mißfielen neben anderen Zuhörern sprechung es schon eine strafbare Bedrohung sein soll, wenn eine auch dem ersten Angeklagten, der auf der Gallerie ziemlich allein Gewerkschaft in parallelen Fällen ihren Mitgliedern den Aus- saß und betrunken war. Das Bischen des Philips, das besonders schluß ankündigt, weshalb schon aus diesem Grunde die deutlich zu vernehmen war, veranlaßte den zweiten Angeklagten Konventionalstrafe nicht eintlagbar ist, versteht sich von als zweiten Vorsitzenden des Vereins, das Wort zu ergreifen selbst. Weiter haben die Bauunternehmer die Behörden und und sein Bedauern auszudrücken, daß ein besoffener Bube" die Dies bezog Privaten um Verlängerung der Baufristen ersucht. Ob die Be Festrede und die Rede des Gaftes gestört habe. hörden dem dreisten Anfinnen Folge geben werden, bleibt ab- Philips auf sich und als Frank die Zurücknahme der Beleidigung zuwarten. verweigert hatte, schickte er ihm durch seinen ungenannt gebliebenen Ueber den Stand des Streits berichtet das Volts: Kartellträger die Forderung auf Säbel ohne Binden und blatt für Heffen": Bor Ausbruch des Streits waren in Kaffel Bandagen. Frank nahm die Forderung an, erbat sich aber eine zirka 1200 Maurer beschäftigt. Davon sind bis Sonnabend vorherige 6 wöchentliche Baufzeit zur Uebung. Acht Tage vor Abend rund 500 abgereift. 104 arbeiten zu den neuen Be- dem zur Mensur festgesetzten Termin lief jedoch ein Schreiben bei der Staatsanwaltschaft ein, dingungen. Zu unterstüßen waren am Sonnabend rund 300 anonymes verheirathete und 200 ledige Streifende. 64 Maurer betheiligen welches die beiden Duellanten denunzirte, und hierdurch wurde sich nicht an der Bewegung, sondern arbeiten zu den alten Be- die Ausführung des Zweikampfes vereitelt. dingungen weiter. Von 54 Unternehmern insgesammt haben Angeklagten haben von der Universitätsbehörde bereits je drei 10 bewilligt. Tage Rarzer erhalten und bezogen sich auf den bekannten Say: ne bis in idem, wonach sie nicht zum zweiten Mal in derselben Sache bestraft werden könnten. Der Staatsanwalt fonstatirte, daß dieser Satz hier keine Anwendung finden könne, er beantragte gegen jeden Angeklagten eine Woche Festungshaft. Der Gerichtss bof hielt drei Tage Festungshaft bei jedem der Angeklagten jür Alle Gewerkschafts: Delegirten in Berlin, welche noch im Besitz von Sammellisten für den Stellmacher Streit sind, werden ersucht dieselben sofort ob gezeichnet oder nicht beim Gewerkschaftsbureau Annenftr. 16 abzuliefern. Die Lohnkommission der Stellmacher Berlins. An die Maler und Berufsgenossen in Berlin. In der Versammlung vom 6. April wurde gegen einige Stimmen beschloffen, den 1. Mai wie in den vorhergehenden Jahren, so auch in diesem durch Arbeitsruhe zu feiern. Wir haben in unferem Berufe ein Vorgehen des Unternehmerthums à la Rühne männer nicht zu befürchten. Es ergeht nun hiermit an die Kollegen der verschiedensten Werkstätten das Ersuchen, sich am Sonnabend, den 25. April, über die Frage tlar Fit werden und dem Unterzeichneten mitzutheilen, die Kollegen der Werkstatt einmüthig die Arbeit am 1. Mai ruhen laffen, ob der Unternehmer freiwillig den Tag freigegeben hat, wie der Unternehmer heißt und wieviel Kollegen dort arbeiten. Wir machen gleichzeitig darauf aufmerksam, daß jeder Kollege die Konsequenzen des Arbeiter Feiertages felbst zu tragen hat und daß bei etwaiger Maßregelung von einer Unterstützung seitens der Gewerkschaft teine Rede sein kann. Die Versammlung am 1. Mai wird vormittags 9 Uhr, in Cohn's großem Festsaal, Beuthstraße 20, abgehalten. Die Firmen D. Stüwert, Schöneberg, Gothenstr. 49, C. Mairofe, Stegligerstraße 89, F. Oppermann, Königsbergerstr. 26/27, die den Tarif bereits unterschrieben hatten, haben die Unterschrift wieder zurückgezogen. Zuzug nach diesen Geschäften ist daher fernzuhalten. Für die Lohntommission der Maler Berlins: G. Lint, Restaurant Stramm, Ritterstr. 123. Die am Landtagsbau an der Prinz Albrechtstraße in Berlin beschäftigten Maurer haben bis auf 3 Mann gestern morgen die Arbeit niedergelegt. " Herr Emil Steinbrück in Berlin, Greifswalderstraße 13, ersucht uns unter Beziehung auf die in der 2. Beilage des Vorwärts" vom 22. April veröffentlichte Notiz um Veröffent lichung des folgenden: Es geht das Gerücht, daß die Unternehmer Arbeitsfräfte aus Hannover und anderen Orten kommen lassen wollen. Die Maurer Raffels ersuchen deshalb die auswärtigen Berufsgenossen um strenge Vermeidung des Zuzugs. Der Streit der Kaffeeverleserinnen bei der Firma beendet. Die während des Streits verhafteten Arbeiterinnen Stucken u. Andresen in Altona ist durch Vergleich sollen jedoch nicht wieder eingestellt werden. Auch die Zimmerer Dresdens klagen, wie die Leipziger, über Zuzug. Ihr Kampf um den Zehnstundentag wird dadurch sehr erschwert. Die gleiche Beschwerde erheben die streifenden Bimmerer Dortmunds. ausreichend. Die beiden Wegen Verbrechens gegen keimendes Leben verhandelte das Schwurgericht am Landgericht I gestern gegen die Wittwe da Scholz und deren Tochter, sowie gegen drei junge Mädchen, welche die Hilfe der ersten Angeklagten in Anspruch genommen haben sollten. Die Wittwe Scholz ist wegen deffelden Verbrechens schon zweimal, zuletzt mit sieben Jahren Zuchthaus vorbestraft worden. Als sie die letzte Strafe verbüßt hatte, war sie von ihrer in der Wallstraße wohnenden Tochter dauert fort; ein Theil der Möbelfabrikanten hat die Forderungen, von Der Streit der Holzbildhaner und Kehler in Stuttgart aufgenommen worden und hatte das verruchte Treiben neuem begonnen. Die Verurtheilung wurde unter neunstündige Arbeitszeit und 10 pGt. Lohnerhöhung bewilligt. Ausschluß der Deffentlichkeit geführt. Das Urtheil lautete drei der Angeklagten, nur ein auf Freisprechung gegen über die Treulosigkeit seines Geliebten die Hilfe der weiſen" junges Mädchen wurde für überführt erachtet, aus Verzweiflung Frau in Anspruch genommen zu haben. Es erhielt die geringste Die auf meinem Bau beschäftigten Maurer haben sich nicht, wie es anständig und ordnungsgemäß gewesen wäre, und wie es auch auf anderen Bauten geschehen ist, schon am Freitag oder Sonnabend mit mir oder meinem Polier wegen Abkürzung der Arbeitszeit in Verbindung gesetzt, sondern sie haben am Montag ganz plöglich die Arbeit niedergelegt. Unter diesen Umständen und infolge dieser Rücksichtslosigkeit und Verständnißlofigteit habe ich meinen Polier angewiesen, die in solcher Weife gestellte Forderung unbedingt abzulehnen. Ein Theil der Vom Weber Ausstand im belgischen Bezirk Maurer, welche inzwischen doch wohl eingesehen hatten, daß eine 45 Fabriken betroffen. Bei der größten Firma, Belger, hat Verviers sind, wie die Köln. Zeitung" mittheilt, jezt solche Handlungsweise gerade mir gegenüber unanständig sei, infolge angedrohter Entlassung angeblich ein Viertel der Weber haben dann zu meiner großen Genugthuung am Dienstag frei die Arbeit wieder aufgenommen. willig die beinahe fertige Arbeit wieder aufgenommen und ich habe infolge dessen die Abkürzung der Arbeitszeit freiwillig bewilligt! Ich hätte das auch am Montag gethan, wenn mir die Leute während der Arbeit ihre Forderung in anständiger Weise vorgetragen hätten. Ich bin überzeugt, daß jedermann diesen meinen Standpunkt billigen wird und bemerke, daß mein Polier Bieberstein auf meinen ausdrücklichen Befehl gehandelt hat." Gerichts- Beitung. Gegen unseren Parteigenoffen Stadtverordneten Schröer in Spandau ist Anklage wegen Gotteslästerung erhoben worden, die er angeblich in einem Vortrage über Voltserziehung geäußert haben soll. Verhandlungstermin steht am 16. Mai vor dem Landgericht II Berlin an. eigenen " 0 gefeßliche Strafe, 6 Monate Gefängniß; dem Vernehmen nach wollen die Geschworenen ein Gnadengesuch befürworten. Die unverbesserliche Verbrecherin Scholz, die bereits 60 Jahre alt ist, wurde jedoch zu 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt. bringt das Bureau Herold aus Breslau die folgende Nach Ueber eine gerichtlich bestrafte Verlobungsanzeige richt: Am Donnerstag fand hier die Gerichtsverhandlung gegen den Redakteur Neiße von hier und den Redakteur des„ Ber liner Lokalanzeigers", Dr. Gebel, statt. Der SachAchtung, Bauarbeiter Berlins und Umgegend! Hierverhalt ist nach dem„ Bresl. General- Anzeiger" folgender: Vor mit fei nochmals ernstlich auf den Versammlungsbeschluß vom Die Bildung des Stadtverordneten Fahrenkrug in einigen Monaten hatte sich vor dem hiesigen Schwurgericht eine 19. April verwiesen, wonach jeder arbeitende Kollege im Afford Spandau. Die Differenzen, welche in der Spandauer Stadt- gewisse Gertrud Wagner wegen Kindesmordes zu verantworten, 1,50 m. und im Lohn 50 Pf. pro Woche durch den Baudeputirten verordneten- Versammlung zwischen den Vertretern der Arbeiter: wurde aber freigefrochen. Kurze Zeit danach erschien in an die Lohnkommission zur Unterstützung ausständiger Kollegen, partei und den bürgerlichen Parteien seit langer Zeit bestehen hiesigen Blättern eine Anzeige, daß sich Gertrud Wagner, die die durch den Maurerstreit in Mitleidenschaft gezogen find, ab- und gewissermaßen atut geworden sind, spielten in einen Privat- Tochter des hiesigen Landgerichts Raths Wagner, mit Dr. med. zuführen hat. Kollegen, es wird erwartet, daß Ihr Euer ge- Beleidigungs- Prozeß hinüber, der gestern vor der vierten Grosse verlobt habe. Redakteur Neisse verbreitete darauf in gebenes Wort nun auch zur That macht. Die Lohn Straftammer am M Landgericht II. verhandelt wurde. Der einer Korrespondenz, die auch Berliner Blättern zuging, die Nach tommission. J. A.: Karl Deredder. Falckensteinstr. 17. Stadtverordnete Münch hatte in der Sigung der richt, daß sich das vom Schwurgericht freigesprochene Fräulein Gewerbe- Ausstellung. Die Maurer der Firma Heldt städtischen Behörde am 10. Oftober 1895 gegen ben Wagner mit einem Arzt verlobt habe, wodurch sich Landgerichtsu. Frante beschlossen gestern Abend, heute, Freitag früh die Superintendenten Hensel den Vorwurf erhoben, daß dessen Rath Wagner beleidigt fühlte und den Strafantrag stellte. Der Arbeit auf der Gewerbe- Ausstellung niederzulegen, bis die Firma Mutter, für die der reichbotirte Sohn nicht forge, Armen- Unter- Staatsanwalt beantragte gegen Dr. Gebel 14 Tage und gegen die Forderungen bei dem Dom, bei dem Landtagsbau und allen ftüßung erhalten habe. Diese Behauptung führte eine große Er- Neisse 6 Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf übrigen Bauten bewilligt hat. Die Firma Eckert u. Dannen. regung der Versammlung herbei. Nach der Sigung hat der 100 m. Geldstrafe gegen den ersteren, gegen Neisse aber auf berg hat gestern Vormittag, 11 Uhr, die Forderungen auf Stadtv. Fahrenkrug zu einem Kollegen gefagt: Könnt einen Monat Gefängniß. fämmtlichen Bauten bewilligt. Die Firma Pumplum hat Ihr denn dem Lümmel das Maul nicht ebenfalls bewilligt. stopfen? Der gehört gar nicht in die Ber: Hubert von Schorlemer- Alft in Großenhain, der sich be In dem fenfationellen Prozesse gegen den Freiherrn Achtung, Konditoren, Pfefferküchler und verwandte sammlung!" Diese Aeußerung wurde Münch hinterbracht. Berufsgenoffen in Berlin. Sonnabend, den 25. April, abends In der nächsten Bersammlung am 17. Oftober führte Stadt- fanntlich seit etwa 3 Monaten wegen Wechselfälschungen im Dresdener Untersuchungsgefängniß befindet, ist die Vor8 Uhr, große öffentliche Versammlung bei Bubeil, Lindenverordneter Fahrenkrug gelegentlich aus: Münch will über untersuchung in den letzten Tagen abgeschlossen und die Er straße 106. Näheres morgen durch Inserat im„ Borwärts". die Gelder der Stadt disponiren und kann untersuchung in den letzten Tagen abgeschlossen und die ErDer Prozeß wird nicht einmal über seine hebung der Anklage beschlossen worden. Gelder Die Agitationstommission. Die Schuhmacher Rigdorfs stehen im Streit. Zuzug ist daß Münch im Mai vorigen Jahres den Offenbarungseid ge- berrn belaufen sich auf etwa 80 000 m., während sich feine disponiren!" In diesem Sage lag eine Anspielung darauf, bereits in nächster Zeit vor der ersten Straffammer des Landgerichts Dresden stattfinden. Die Wechselfälschungen des Frei fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Ab- leiftet hat. Münch beschritt darauf den Weg der druckt gebeten. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Rixdorf. Privatllage. gefammte Schuldenlaft auf über 200 000 m. beziffern soll. Seine Das Spandauer Schöffengericht hatte am 6. März über diesen Privatstreit zu entscheiden. Dasselbe Gattin befindet sich mit ihm im Scheidungsprojeffe; diefer dürfte Aus Forst in der Niederlausitz wird gemeldet, daß eine nahm an, daß Münch, der sich als„ sozialdemokratischer Stadt- furzer Zeit zur Entscheidung gelangen. Die breimonatliche Versammlung von Textilarbeitern und Arbeite- verordneter" bekannt habe, zu provoziren suche und das auch untersuchung scheint übrigens den Freiherrn wenig angegriffen rinnen beschlossen hätten, unter Hinweis auf den Rottbuser durch jenen Vorwurf gegen den Superintendenten Hensel gethan zu haben. In den Verhören trat er, wie hiesige Blätter melden, Ausstand folgende Forderungen an die Fabrikanten zu stellen: habe, der sich als unbegründet erwiefen habe und immer sehr stolz und vornehm auf und machte ganz und gar Arbeitsdauer nur Tags von 6 Uhr früh bis 7 Uhr abends, burch den dafür bestraften Vertrauensbruch eines Magistrats: den Gindruck eines schneidigen Kavaliers. Dem Prozesse sieht 11/ 2stündige Mittagspause, Herbeischaffung gesunden Wassers in beamten zu seiner Kenntniß gelangt sei. Dem Beklagten man begreiflicherweise mit großer Spannung entgegen, um so den Fabriken, Aufbefferung der Löhne für Stundenarbeiter, Aus- stehe unzweifelhaft der Schuß des§ 199 des Strafgesehbuchs zu, fonfervativen Partei und ein eifriger Agitator für den Bund der mehr, als Freiherr von Schorlemer einer der Hauptführer der puzer, Färbereiarbeiter und Kremplerinnen, humane Behandlungs- da derselbe in Wahrnehmung berechtigter Interessen handelte, Landwirthe war. weife. wenn er die Würde des Stadtverordneten- Kollegiums zu wahren Die Forster Textilarbeiter, die sich bei der Unterstüßung der suchte. Wenn auch gegen die Form gefehlt sei, so müsse doch Neuer Landesverraths- Prozeß. Der erfte Straffenat des Kottbuser Berufsgenossen durch große Opferwilligkeit ausgeber berechtigten und begreiflichen Erregung Rechnung getragen Reichsgerichts hat nunmehr in dem gegen den Ingenieur und zeichnet haben und vortrefflich organisirt sind, werden sicherlich werden, weshalb für beide Beleidigungen nur auf eine Geldstrafe Mühlenbefizer Encillon aus Urgeville( Lothringen) wegen Landesdas Interesse der deutschen Textilarbeiter auch bei der Durch von 10 Mart erkannt worden sei. Gegen dieses Urtheil legte verraths eingeleiteten Strafverfahren beschlossen, die Anklage zu führung ihrer eigenen Lohnbewegung nicht aus dem Auge ver- der Privatkläger Münch Berufung ein, weil ihm die gegen Fahren erheben. Diese lautet auf Landesverrath. lieren und deshalb ihre Lohnbewegung so führen, daß sie des frug erkannte Strafe zu niedrig erschien. In der gestrigen VerSieges gewiß find. Was die Fabrikanten betrifft, so zeigt diesen handlung suchte Münch die Begründung des ersten Urtheils als hindas Beispiel Rottbus, wohin es führt, wenn man das felbft fällig darzustellen; er bestritt, daß eine Wahrnehmung berechtigter Depelthen und lehte Nachrichten. verständliche Recht des Arbeiters, über die Arbeitsbedingungen Intereffen bei„ Wahrung der Würde der Versammlung" vormit zu bestimmen, mißachtet und die Rolle des Diktators spielen liege denn dazu sei der Vorsitzende da und beantragte eine Kaffel, 23. April.( Privattelegramm des Vorwärts.) Der will, die fich die aufgeklärte heutige Arbeiterschaft nun und höhere Strafe. Die Straffammer stellte sich lediglich auf den Maurerstreit ist noch nicht beendet. Zuzug ist fernzuhalten. nimmer mehr gefallen läßt. Standpunkt des Vorderrichters, der Schutz des§ 193 sei mit recht zugebilligt, und da die Beleidigungen, soweit dieselben Abhaltung der Arbeiter- Maifeier. Budapest, 23. April.( W. T. B.) Die Polizei verbot die gegen die zuläffige Form verstoßen, unzweifelhaft in großer Er Paris, 23. April.( B. H.) Zu der heutigen Rammerregung gefallen feien, so rechtfertige fich eine geringe Strafe. fizzung ist der Zubrang ein äußerst starker. Die Tribünen sind Die Berufung wurde daher auf Kosten des Privatklägers verüberfüllt. Die Abgeordneten sind fast vollzählig erschienen. worfen. In Rathenow ist es zwischen den Unternehmern und Arbeitern der optischen Industrie leider zu feiner Einigung gekommen. Ueber 100 Brillen- und Pincenezma cher haben die Arbeit niedergelegt. Unterstüßungen find an R. Bode in Rathenow, Jägerstr. 49, zu senden. In Landsberg a. W. ist es wegen der neuen Polizeiverordnung über das Droschkenwesen nun doch zum Streit der Droschten tutscher gekommen. Sie glauben sich besonders durch die Bestimmungen benachtheiligt, die sich auf die Zahl der auf den Halteplätzen zulässigen Droschken, ferner auf die Stellung von Nachtdroschken und auf die Vorherbestellung von Fahrten beziehen. Die Polizeibehörden könnten doch solchen Differenzen sehr leicht dadurch vorbeugen, daß sie vor Erlaß ihrer Verordnungen den Droschkentutschern Gelegenheit geben, sich über die beabsichtigten Aenderungen zu äußern. Die Buchdrucker in Frankfurt a. M. haben der die Leipziger Abmachungen atzeptirenden Resolution der Gauvorstände gleichfalls zugestimmt. In Bielefeld dauert der Ausstand der Arbeiter der Dürtopp'schen Fabrik( Bielefelder Maschinenfabrik vorm. Dürkopp u. Co.) unverändert fort. Unterstüßungen sind dringend nur " Die Sigung verlief sehr stürmisch. Ministerpräsident Bourgeois Der Wucherprozeß gegen den Kaufmann Josef Labaschin verlas eine Erklärung, welche besagt, der Rücktritt des beschäftigte gestern zum zweiten Male die vierte Straffammer Kabinets sei weder eine Abdantung, noch eine Kapitu des Landgerichts I. Die Anklage war ursprünglich auf grund lation vor dem Senat. Der Rücktritt habe seinen Grund einer ganzen Reihe von Geldgeschäften, die die Anklagebehörde vielmehr darin, daß die Soldaten in Madagaskar nicht unter als Wuchergeschäfte ansah, erhoben worden, bei der aus der Hartnäckigkeit des Senates zu leiden haben. Bourgeois und gedehnten Verhandlung im April v. J. vermochte der Gerichtshof die Minister begaben sich sofort zum Präsidenten der Republik aber nur vier Fälle des Wuchers festzustellen. Die vierte Straf- Faure, diesem ihre gemeinsame Demission einreichend. Die fammer verurtheilte am 10. April D. J. Labaschin Rammer nahm alsdann mit 309 gegen 38 Stimmen eine Reso wegen gewerbs= und gewohnheitsmäßigen Wuchers au lution an, worin die Kammer ihren Vorrang vor dem Senat neun Monaten Gefängniß unter Anrechnung von sechs Monaten, behauptet. Darauf beschloß die Kammer mit 417 gegen ferner zu 1500 M. Geldstrafe event. noch 150 Tagen Gefängniß 37 Stimmen, eifrigst die Politik der demokratischen Reformen und zwei Jahren Ehrverlust. Auf die vom Justizrath Hering weiterzuführen. Reichsgericht von den vier Fällen noch zwei ausgeschieden, da Demission des Kabinets an und wird morgen die Berathungen und Rechtsanwalt Dr. Schönfeld eingelegte Revision hat das Paris, 23. April.( W. T. B.) Präsident Faure nahm die bei dem einen das Vorliegen einer Nothlage bedenklich schien, betr. Bildung des neuen Ministeriums aufnehmen. während in dem andern der von dem Angeklagten bei dem Geschäft New- York, 23. April.( B. H.) In dem Bergwerk Neikardt erzielte Vortheil nicht in auffälligem Mißverhältniß zu der ge- in Montana wurden infolge einer Pulverexplosion 17 Bergleute währten Leistung stand. Da die alsdann noch verbleibenden zwei getödtet und 26 schwer verletzt. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 96. Reichstag. 75. Sigung vom 23. April 1896. 1 Uhr. Freitag, den 24. April 1896. 13. Jahrg. Verordnung im gesundheitlichen Interesse nothwendig sei, ist Justizminister auf, davon Kenntniß zu nehmen; endlich macht er nicht stichhaltig. Ich habe aus meinem Wahlkreise ein den Kultusminister aufmerksam auf das Verhalten des Herrn Schreiben bekommen von einer Junung, in welchem ich ge- Westendarp gegenüber dem Rektor Freil. beten werde, gegen die Verordnung einzutreten. Redner Abg. von Holleufer( f.) meint, daß die Mittheilungen des Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Berlepsch. verliest die Zuschrift gegen die Verordnung, die auf Vorredners das Haus nicht interessiren und stellt fest, daß der Die gestern abgebrochene Besprechung der Interpellation die Sozialdemokratie zurückgeführt wird. Nicht nur Meister, Vorsteher Westendarp von der Anklage der Wahlfälschung freiv. Manteuffel, betreffend den Betrieb der Bäckereien sondern auch Gesellen sprechen sich gegen die Verordnung aus. gesprochen sei. Gegen die Resolution werden die Konservativen wird fortgelegt. Das ist auch leicht zu verstehen; denn die Gesellen wollen Meister stimmen, weil sie in der Zurückweisung des sozialdemokratiwerden. schen Wahlaufrufs seitens des Kreisblattes feine Wahlbeeinflussung erblicken. Abg. v. Marquardsen( natl.) schließt sich den Ausführungen des Abg. v. Holleufer an. Abg. Liebermann von Sonnenberg( Reform- P.): In bezug auf die Wahl in Osnabrück stehe ich ganz auf dem Standpunkt des hervorragenden Parlamentariers Schoof: Wamhof tünnt wi nich bruken.( Heiterfeit.) Abg. Vielhaben( Reformp.): Das Deutsche Reich kann sich nur dann erhalten, wenn es einen breiten Vom Bundesrathatische ist gesagt worden: Man gewöhne wohlhabenden Mittelstand als Grundlage hat. sich an alles. Der Einängige und der Einarmige gewöhnt sich Abg. v. Hodenberg( Welfe): Daß der preußische Ver Die Regierung hat mit ihren Bestrebungen am falschen Ende an- schließlich auch an sein eines Auge und seinen einen Arm, aber waltungsbeamte von Holleufer eine Wahlbeeinflussung nicht gefangen, denn die Beschäftigungen im Handwert sind die ge- niemand wird sich deshalb freiwillig der Verkrüppelung ausfeßen. für vorliegend hält, ist nicht verwunderlich; aber es hat große fundesten, vielleicht ebenso gesund wie die in der Landwirthschaft. Es liegt teine Befürchtung bezüglich der Gesundheit vor und das Verwirrung der Rechtsbegriffe hervorgerufen, daß der damalige Die Beschwerden der Fabrikarbeiter richten sich gegen die Art wäre der einzige Anlaß zur Einführung eines Maximal Protokollführer Hampe als Ortsvorsteher bestätigt und sogar zum ihrer Arbeit; fie verlangen geistige Thätigkeit. Die Sozial- Arbeitstages. Man hätte also lieber warten sollen. Die beste Wahlvorsteher ernannt worden ist. demokratie hat ihre Anfangsperiode hinter sich; sie bat gewisse Regelung wäre die freiwillige seitens der Interessenten selbst. Anerkennung errungen und nun verlangen die Arbeiter auch etwas Ich schließe mich dem Bedauern an, daß die Vorlage über die Braktisches, während die Führer noch immer in der Stampiperiode Handwerferorganisation immer noch nicht eingebracht ist. stecken.( Präsident v. Bu ol bemerkt dem Redner, daß sich die Be- Herr Bebel sagte neulich: Wir leben nur von Ihren Fehlern. sprechung nicht auf die Sozialdemokratie, sondern auf den Bäckereich kann die Meinung nicht unterdrücken, daß es sich hier um betrieb bezieht. Heiterkeit.) Wenn der Bundesrath einen solchen Fehler handelt, und deshalb kann ich nur meine arbeiterfreundlich sein will, dann hätte er an die Stimme mahnend erheben und die Regierung bitten, auf diesem Abg. Singer( Soz.): Der Landrath hat das Kreisblatt, Eisenbahn und Post beamten denten können; Wege nicht weiter vorzugeben.( Beifall rechts.) welches eine sozialdemokratische Anzeige aufgenommen hatte, verman hätte nicht auf die Bäcker als Versuchsobjekt verfallen Minister v. Berlepsch: Der Unterschied zwischen den warnt, wobei er die sozialdemokratische Partei als staatsgefähr. sollen, an sie hätte man gulegt denken sollen. Durch das Vor- Parteien und der Regierung ist der, daß wir auf dem Boden lich bezeichnet hat. Davon wird die Sozialdemokratie feinen gehen der Regierung ist das Einvernehmen der Bäckermeister und der Geseze stehen bleiben, während die Parteien gegen Schaden leiden. Die Kreisblätter find nicht blos für die Kons Bäckergesellen gestört worden. Die Hälfte der Bäder über der Gewerbe- Ordnung den Rückzug antreten.( Bustimmung, fervativen da. Ein Blatt, welches ein Privatunternehmen ist, gefellen ist gegen die Neuregelung. Wenn Miß- im Zentrum und bei den Sozialdemokraten.) Heute wird der muß Anzeigen aller Parteien aufnehmen, jedenfalls ist es nicht stände im Bäckergewerbe vorhanden sind, so hätte man Maximalarbeitstag als verwerflich bezeichnet( Sehr richtig! Sache des Landraths, darüber ein Urtheil zu fällen. Das ist eine den Bäckern selbst eine Organisation geben müffen, denn rechts); damals würden dieselben Parteien sehr unrichtig" gefagt unberechtigte Wahlbeeinflussung. die Beamten können die Verhältnisse des Gewerbes nicht übersehen. haben. Der bygienische Maximalarbeitstag dagegen wurde von Abg. Gamp( Rp.) protestirt dagegen, daß einem preußischen Die haarsträubenden Dinge, welche Herr v. Bötticher vorgebracht den konservativen Rednern damals als nicht genügend bezeichnet, Beamten so schwere Vorwürfe wie Wahlfälschung u. s. w. gemacht hat, haben sich bei näherer Erkundigung zum theil als unrichtig sondern es wurde der allgemeine Maximalarbeitstag gefordert. werden, ohne daß dafür ein Beweis erbracht wird. herausgestellt. Die vernommenen Bäckergesellen sind von den( hört, hört! links.) Warum wundern Sie sich, daß die Re- Die Abgg. Spahn( 3.) und v. Strombeck( 3.) halten es Gesellen selbst gewählt worden; es sind bekannte Agitatoren gierungen auf ihrem Standpunkt stehen bleiben? Das scheint für bedauerlich, daß die Konservativen die Vorgänge nicht zur darunter, und sogar unter den Bäckermeistern, die vernommen sind, mir eine Jukonsequenz zu sein. Wenn die Abgeordneten Kenntniß des Reichskanzlers gebracht wissen wollen, obgleich befindet sich auch einer, der für einen sozialdemokratischen Konsum ihre Meinung wechseln, so haben die Regierungen teinen direkte Wahlfälschungen gerichtlich festgestellt sind. verein arbeitet. Die Sozialdemokratie bekämpft die Bäcker deshalb, Anlaß dazu.( Sehr richtig! bei den Soz. und im Zentrum.) Der Antrag der Kommission auf Ueberweisung der Atten weil bei den Bäckerinnungen allein die Gefellen einen Gesellenausschuß Man hat davon gesprochen, daß kein Gewerbe mehr sicher sei an die preußische Regierung wird unverändert genehmigt. gewählt haben, während sonst die Sozialdemokraten eine solche vor Eingriffen. Man hat der Kommission für Arbeiterstatistik Die Wahlprüfungs- Kommission beantragt die Giltigkeit der Wahl zu verhindern gewußt haben. Die Bäckergesellen haben gestern vorgeworfen, daß sie sich mit der Konfettions- Wahl des Abg. Colbus( Elsaß- Lothringer), während von gar nicht gewußt, wie schlecht ihre Lage ist; jetzt, wo der Bundes- industrie beschäftigt. Haben Sie denn vergessen, daß der den Sozialdemokraten die Ungiltigkeit be. rath für sie eintritt, müssen sie es beinahe glauben. Redner bleibt Reichstag unisono auf diesem Gebiet ein Einschreiten verlangt antragt wird. dabei, daß am falschen Ende angefangen sei, man hätte bei der bat?( Sehr richtig! links.) Und jetzt macht man uns einen Vorwurf Die Abag. Fischer( Soz.), Baffermann( natl.) und Bebel Post und Eisenbahn- Verwaltung anfangen daraus, daß die Kommission mit Ermittelingen beauftragt wird.( Soz.) sprechen fich für die Ungiltigkeit der Wahl aus, weil den müssen, wo die Zustände viel schlimmer sind. Es handelt sich darum, die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung Sozialdemokraten durch Konfiszirung ihrer Wahlaufrufe und Der Bundesrath sollte diese Verordnung sobald als möglich auszuführen. Schöne Paragraphen machen genügt Stimmzettel und durch Einsperrung ihrer Drucksachenvertheiler wieder aufheben.( Beifall rechts.) nicht, wenn man nachher die Ausführungen jede Agitation unmöglich gemacht worden sei. immer durchkreuzen will. Eine enderung wird hier nicht eintreten. Solange ich einen Finger rühren kann, wird die Regierung nicht umkehren. = Die Abgg. Winterer( Elsaß- Lothringer) und v. Hollenffer ( f.) erklären sich für die Giltigkeit der Wahl, letterer, weil diese Maßnahmen keinen Einfluß auf das Wahlergebniß gehabt hätten. Parlamentarisches. Abg. Nichter( frs. Vp.): Wir haben diefe hochwichtigen Debatten vorausgesehen, als§ 120e gemacht wurde, wir haben demselben nicht zugestimmt, obwohl wir der Meinung waren, daß für manche Gewerbe ein Marimalarbeitstag nothwendig sei. Ueber die Ausbeutung der jugendlichen und weib Wir bielten aber solche allgemeine Vollmachten für nicht ver- lichen Arbeitsträfte in den Ladengeschäften Nachdem noch an der weiteren Debatte fich die Abgg. einbar mit dem tonftitutionellen System. Unser Vertreter, ist viel geklagt worden. Wie geholfen werden kann, bleibt Gamp, Spahn und Friedberg betheiligt haben, wird auf Herr Gutfleisch, bat verlangt, daß solche Verordnungen dahin gestellt. Im Wege der Verordnung kann der Bundes Antrag des Abg. v. Bennigfen diese Wahl an die Wahl= wenigftens dem Reichstag zur nachträglichen Genehmigung rath nicht die Verhältnisse des Handelsgewerbes regeln: prüfungs- Kommission zurückverwiesen. vorgelegt werden müßten, damit dieser sie außer da kommen Sie heran, meine Herren, da muß der Reichstag Schluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. traft fegen tönne; denn wirthschaftliche und gesundheit gefragt werden. Ebenso liegt es mit dem Berkehrsgewerbe.( Wahlprüfungen. Auf Antrag des Abg. Gamp stimmt das liche Verhältnisse spielen vielfach in einander über, daß über alles, was angefaßt wird, tommt doch nicht überraschend; Haus dem Borschlage des Präsidenten, auch das Börsengeset man sie nicht auseinanderhalten kann. Die Kommission für Ar- es ist alles angekündigt worden bei der Novelle zur morgen auf die Tagesordnung zu sehen, nicht zu.) beiterstatistik hat sich jedes Urtheils darüber enthalten, ob Gewerbe- Ordnung. Bei den damaligen Verhandlungen sind die § 120e Anwendung finden könne. Auch mir scheint es nicht Gewerbe, bezüglich deren Mißstände vorliegen, schon bezeichnet gana ficher zu fein, ob§ 120e anwendbar ist. Der Handels- worden. Man hat die Regelung der Frage nur zurückgestellt. miniſter, meinte, daß der Bundesrath zu einer solchen BerMan meint, die Verordnung sei am grünen Tisch gearbeitet. ordnung verpflichtet sei, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Was heißt das? Wenn man eine über zweijährige gründliche Das ist nicht richtig. Es heißt nur: der Bundesrath tann Arbeit und eingehende Vernehmungen von Auskunftspersonen Die Zuckersteuer- Kommission begann nach den Ferien die eine solche Verordnung erlassen, und es bleibt ihm vorbehalten, vorhergehen läßt, dann kann man doch nicht mehr vom grünen zweite Lesung mit der Berathung des Antrags Staudy, ob er dazu die Form eines Gesetzes oder einer Berordnung wählt. Tische iprechen. Dann müßten Sie ja verlangen, daß die Re- der jede einschneidende Reform der Zuckersteuer ablehnt und Die Kritit des Reichstages hat ergeben, daß die Verordnung als gierung aus Bäckern bestände.( Heiterkeit.) Sobald den Inter einfach die alte Prämie von 1,25 M. weiter gewähren will. Gesetz hier keine Zustimmung finden würde. Unter diesen Um- essenten etwas nicht paßt, dann heißt es: Das tommt vom Die Debate nahm den Freitag voriger Woche vollständig in Anständen wird die Ausführung der Verordnung sehr schwierig grünen Tisch! Die Gründlichkeit der Vorarbeiten spruch, lief aber aus wie das Hornberger Schießen. Es zeigte sich, sein, da auch die Interessenten sich vielfach dagegen erklärt ist von allen Seiten, auch von den Bäcker daß wohl viele Kommissionsmitglieder bereit sein würden, sich haben. Da wäre eine parlamentarische Verhandlung angebracht meistern anerkannt worden. Um eine grundsätzliche auf den Antrag Staudy zurückzuziehen, wenn die Vorlage in gewefen. Allerdings haben mehrjährige Verhandlungen von der Frage handelt es sich hierbei überhaupt nicht; der Grundsatz ist jeder vorgeschlagenen Form fällt, daß sie es aber vorläufig verKommission für Arbeiterstatistit stattgefunden; aber diese Verhand- abgemacht worden beim§ 1200, die rechtlichen Bedenken gegen fuchen wollen, das Gesetz in seinen Grundzügen zur Annahme lungen kommen nur einem kleinen Streise von Personen zur Kenntniß. Die Verordnung sind nicht zutreffend und eine Gefährdung der zu bringen. Herr v. Staudy zog darauf vorläufig feinen Das Verordnungsrecht darf niemals soweit gehen, daß das Gesetz fleinen Bäckereien liegt nicht vor. Antrag zurück; erst wenn die Kommission sonst nichts fertig bringt, abgeändert wird; das geschieht aber durch die Verordnung in Abg. Röficke( wildliberal): Wunderbar ist es, daß die will er wiederkommen. bezug auf die Sonntagsruhe. Die Gewerbe- Ordnung spricht tonservative Partei für die Bäcker eintritt und dem Vorgehen Die anberaumte Dienstag Sigung wurde wider Erwarten davon, daß der Bundesrath Anfang, Ende und Dauer der des Bundesrathes widerspricht, obgleich sie sonst die die Gewerbe- plöglich abgefagt. Am Donnerstag stellte sich denn auch Arbeitszeit bestimmen könne. Es ist zweifelhaft, ob er Minimal- Ordnung rückwärts revidirenden Vorlagen der Regierung noch heraus, daß sich die ganze Stellung der Parteien wieder einmal verruhezeit festsetzen fann. Jezt treten die Agrarier für die Bäcker verschärft. Wunderbar ist es auch, daß Graf Bismarck fich mit schoben hat. Der Abg. Müller- Fulda erklärte nämlich ganz ein, obgleich sonst darüber geklagt wird, daß die bösen Bäcker die Herrn Richter in Uebereinstimmung befindet. Graf Bismarc bestimmt, das Zentrum werde im Plenum nicht Verbilligung des Brotes verhindern; dem reichen Bäcker sollten die folgt nur dem Beispiel seines Vaters, der sich auch zehn Stimmen für die Vorlage abgeben, harten Thaler aus der Tasche fallen, wenn man nur darauf flopfte. gegen jede Beschränkung der Arbeitszeit au 3 wenn die von Müller und Genoffen neu beantragte BetriebsWenn wir uns in dieser Weise für ein Gewerbe einlegen würden, gesprochen hat. Grundsätzlich haben sich die Freifinnigen nicht te u er falle. Die Betriebssteuer ist aber in der ersten Lesung würde man uns manchesterliche Gesinnung vor gegen§ 120e ausgesprochen; sie wollten nur, daß die Verordnung mit großer Majorität abgelehnt worden, fie fiel auch in zweiter werfen; jezt scheinen Sie( rechts) selbst dem Bestreben, fort- dem Reichstage zur nachträglichen Genehmigung vorgelegt werden Lesung. Abg. Müller erklärte dann ferner, daß seine Mitwährend in das Erwerbsleben einzugreifen, eine Grenze feßen solle. Damals wurden auch als diejenigen Betriebe, welche in wirkung an der Weiterberathung nur noch eine ganz unverbind zu wollen. Wir sind nicht Gegner eines ftaatlichen Eingriffes, erfter Linie betroffen werden sollen, gerade die Bäckerei und die liche fei; auf keinen Fall, müsse er hinzufügen, sei selbst nach es soll uns nur immer der Nachweis der Nothwendigkeit dazu Müllerei genannt. Redner hält die Verordnung, gegen Wiederherstellung der Betriebssteuer das Zentrum für eine erbracht werden. Die Sozialdemokratie betrachtet freilich jeden welche rechtliche Bedenken nicht vorlägen, für nothwendig, Brämie von 3 Mark zu haben. Damit ist wieder alles ins Unfolchen Eingriff als Uebergang zum sozialistischen Staat. Da weil die Arbeitszeit im Bäckereigewerbe sehr lang ist, weil die sichere gestellt. wir in der Sache nichts zu fagen haben, so ist es bedenklich Arbeit in die Nacht fällt und weil an ihr zahlreiche jugendliche Eine wichtigere Entscheidung fiel geftern dann bei der Arbeiter betheiligt sind. Ohne Schädigung einzelner differentiell ungünstigen Behandlung der Entauderung Ich will mich und meine Parteigenoffen feineswegs Intereffen ist eine Sozialpolitit unmöglich. fremder( nicht im eigenen Betrieb gewonnener) Melaffe. Hier auf die Einzelheiten festlegen. Daß für eine große Anzahl Die verbündeten Regierungen haben nur ibre Pflicht gethan, tam in der Regelung des Ausfuhrzuschusses wie der Kontin Don Betrieben die Maximal Arbeitszeit schon besteht, ist indem sie mit dieser Verordnung die bestehenden Vorschriften gentirung der Antrag Paasche zur Annahme, der den nicht entscheidend. Daß der Betrieb unter Kontrolle ausgeführt haben. Raffinerien ein unerhörtes Privileg gegenüber den Melaffegestellt wird und daß dadurch Streitigteiten Damit schließt die Debatte. Persönlich bemerkt Entzuckerungsanstalten gewährt. Die Vertreter der Regierungen, entstehen, ist maßgebend. Durch solche 3wangs. Abg. Bebel: Der Herr Graf Bismarck hat sich auf eine besonders der süddeutschen, warnten auf das entschiedenste vor bestimmungen verhindert man, daß die Unter- Aeußerung bezogen, welche ich in der Duel debatte gemacht habe, der Bestimmung, doch ohne Erfolg. nehmer freiwillig Verbesserungen in ihrem als ich sagte, daß wir von den Fehlern unserer Gegner lebten; Als die Höhe der Ausfuhrzuschüsse an die Reihe Betriebe vornehmen. Man hätte die Bäcker nicht ver- er sehe diese Verordnung als einen solchen Fehler an. Damit gelangte, ftellten die Konservativen( Meyer- Danzig und Gen.) leiten sollen, sollen, ihr Heil im Junungszwange und Be- hat er meinen Worten eine Deutung gegeben, die sie nicht haben den Antrag, statt 3 M., wie nach der ersten Lesung, 2,50 M. fäbigungsnachweis zu suchen, wodurch nur neue Erschwer- sollen. Wenn ich auch diese Verordnung nicht vertheidigt, sondern zu seßen. Das Zentrum erklärte durch die Abgg. Müllers nisse geschaffen werden gegen ein richtiges Vorschreiten. angegriffen hätte, weil sie nicht weit genug geht, so will ich doch Fulda und Dr. Pichler, nicht über den österreichischen Sah Wenn eine 16 stündige Arbeitszeit noch zulässig ist, dann hätte konstatiren, daß ich diese Verordnung für eine der wenigen ver-( 1,85 M.) hinausgehen zu wollen. Wunderbarerweise stimmten man sich doch darauf beschränken sollen, die achtstündige Ruhe- nünftigen Maßnahmen halte, welche die jetzige Regierung ge- dann aber die Abgg. Klose und Graf Galen für die 2,50 M., zeit festzulegen. Durch die Ausnahmebestimmungen ist die Ver- troffen hat. die dann auch nachdem eine eingehendere Debatte durch mit 14 gegen ordnung so komplizirt geworden, daß die Betheiligten den Inhalt Abg. Hüpeden( chriftlich- sozial) bedauert, daß ihm zum Schluß der Diskussion abgeschnitten war derselben nicht behalten fönnen. dritten Male in einer sozialpolitischen Debatte das Wort ab- 6 Stimmen zur Annahme fam. Abg. Graf Bismarck( b. t. Fr.): Die Interpellation ist gestellt geschnitten sei; er wolle nur tonstatiren, daß er die Heute, Freitag, wird über die Kontingentirung und damit worden wegen der gefeßlichen und wirthschaftlichen Bedenken. Ich Schwenkung der konservativen Partei nicht auch über die Erhöhung der Inlands- Verbrauchssteuer berathen würde darüber nicht mehr sagen tönnen als der mitgemacht habe.( Heiterfeit links, Widerspruch rechts.) Vorredner, deffen von Ueberlegung und Sachfenntniß zeugende Darauf erledigt das Haus eine Reihe von Wahl Ansichten ich vollständig theile.( Hört, hört! rechts). prüfungen. Der Maximalarbeitstag muß schließlich zu einem Normalarbeits- Bezüglich der Wahl des Abg. Wa mboff, der sein Mandat tag führen. Mit großem Recht hat Abg. Merbach hervor- niedergelegt hat, beantragt die Kommission, daß amtliche gehoben, daß überhaupt zu viel reglementirt würde. Er hat auf Wahlbeeinflussungen dem Reichskanzler zur Kenntniß gebracht den Ladenschluß und die Uebertreibung der Sonntagsruhe hin. werden sollen. Bertagung des Reichstages? In einigen Zeitungen wird gewiesen. Auf dem Lande tönnen Sie sehen, wie beunruhigend Abg. Liebermann von Sonnenberg( Reform- P.) verweist mitgetheilt, es bestehe die Absicht, den Reichstag am 15. Mai zu groß die Unzufriedenheit darüber ist. Auch die" Post" hat sich auf die Wahlfälschungen in Lissen; der muthmaß ⚫vertagen. Bis dahin solle nichts fertig gemacht werden, als die dagegen in einem ziemlich strammen Artikel ausgesprochen. Ganz liche Fälscher des Wahlprototolls sei diesmal Gewerbenovelle, deren dritte Lesung noch aussteht, und das recht hat der Vorredner darauf aufmerksam gemacht, daß fein Gewerbe zum Wablvorsteher nant worden.( Hört, hört! Buckersteuergefeß, alles übrige aber, Börsengesez, Margarinesich mehr sicher fühlt gegen staatliche Eingriffe. Deshalb sollte man in auf allen Seiten des Reichstages.) Redner tabelt ferner das gesetz u. s. w. solle bis zum Herbst hinausgeschoben werden. diesen Dingen doch lieber den Reichstag befragen. Daß diese Verhalten des Gerichts gegenüber einem Begen und fordert den Nach Erfundigungen, welche die Berliner Korrespondenz" cin darüber zu reden. werden. Börsenreform- Gesetzentwurf. Zur bevorstehenden zweiten Lefung des Börsengerezes bat Graf Arnim mehrere die Kommiffionsfassung verschärfende Anträge im Reichstage eingebracht. gezogen hat, besteht eine solche Absicht weber in den Kreisen der Regierung noch im Reichstage. Die Zentrumspartet des Reichstages hat gestern Abend zunächst an stelle des verstorbenen Reindl wiederum einen Süddeutschen und zwar den Abg. Dr. S ch ädler zum stellvertreten den Vorsitzenden gewählt. Dem Abgeordnetenhause wird in den nächsten Tagen eine Borlage zur Ergänzung des Gesetzes vom 31. Juli 1895 zugehen, auf grund dessen die preußische Zentral- Genossen= schaftstasse am 1. Oftober 1895 ins Leben trat. Für die diesjährige 200 Jahr Jubiläum 3- Au3-1Inselstraße bis zur Neuen Grünftraße zur Tagesordnung stellung der Akademie der Künste soll ein Betrag überzugehen. Betreffs der Weidendammer Brücke sei alles von 12 000 M., dem Kunstfonds von 100 000 m. zu entnehmen, gefchehen, was zur Förderung des Baues habe geschehen können, der Ausstellungskommission für vier Ehrenpreise zur die Montirung des Unterbaues der Brücke sei aber mit zu Verfügung gestellt werden. Die Einzelheiten bezüglich der Ver- geräuschvollen Arbeiten verknüpft, um die ruheftörende Nachttheilung u. f w. sollen der Beschlußfassung der städtischen De arbeit wieder aufnehmen zu können. putation für Kunstzwecke überlassen bleiben. Die Verfammlung spricht einstimmig die Genehmigung des Magistratsvorschlages aus. Der Engpaß zwischen Belt Nr. 1 und dem Kurfürstenplatz soll durch Erwerb zweier fiskalischen Thiergartenflächen von zu sammen 370 Quadratmeter verbreitert werden. Der Thiergartenfistus will das Gelände zum Preise von 1 M. pro Quadratmeter der Stadt käuflich überlassen. Der Magiftrat hat der Firma Siemens u. Halske die Genehmigung zur Ausführung des Entwurfs für die Durchführung der elektrischen Stadt( Hoch-) Bahn durch die Gitschiner- und Staligerstraße zwischen Prinzenstraße und Rottbuser Thorplay mit Ausschluß des Wasserthorplates ertheilt. Der Eisenbahnbauunternehmer Richard Damm hat den Plan für ein neues Bahnunternehmen ausgearbeitet, das den Zweck verfolgt, den Nordbahnhof durch eine elektrisch zu bes treibende Trambahn( Akkumulatoren) mit der inneren Stadt zu verbinden. Gine spätere Fortsetzung dieser Bahn nach den Vororten Pankow und Reinickendorf ist von dem Unternehmer in Aussicht genommen. Die in dem ersten Halbjahre des Bestehens der Anstalt gemachten Erfahrungen haben flargestellt, daß- mie dies bereits bei der Berathung des gedachten Gesetzes von einzelnen Seiten als wahrscheinlich angenommen wurde das Betriebskapital Der Erwerb wird ohne Debatte beschlossen. von 5 Millionen Mart, womit sie bei ihrer Errichtung aus. Vom Stadtv. Schmeißer und 4 Genossen ist beantragt, gestattet wurde, ihrer steigenden Bedeutung nicht genügt, und den Magistrat zu ersuchen, die schon seit lange mit den betr. daß sie insbesondere nicht in der Lage sein würde, damit auf Behörden schwebenden Verhandlungen behufs Verlegung der die Dauer der wachsenden Entwickelung des Genossenschafts- fog. Kohlenbahn aus der Eisenbahnstraße nach dem Görlizer wesens und dem damit verbundenen Steigen des Kredit Bahnhof möglichst bald zum Abschluß zu bringen und der Ver- Vom Hammerstein auf der Anklagebank wissen verbedürfnisses zu folgen. Die Hauptthätigkeit der Kaffe hat sammlung demnächst eine bezügliche Vorlage zu machen. schiedene Blätter allerhand Anekdoten zu erzählen. Unter fich auf diesem Gebiet bisher ganz überwiegend auf die Der Antrag geht an einen Ausschuß von 10 Personen zur anderem wird auch gemeldet, daß in der Pause, die entstand, ländlichen Genossenschaften beschränken müssen, indeß sind ihr Vorberathung. als der Gerichtshof sich zur Berathung zurückzog, der Landesbereits 21 Verbände solcher Genossenschaften mit mehr als 3600 Für die( seit dem 1. April 1895 unentgeltliche) Beforstmeister von Dergen sowie auch Herr Stöcker auf den Genossenschaften angeschlossen. Aus diesem Geschäftsverkehr erfteigung des Rathhausthurmes will der Magistrat Angeklagten zugeschritten seien und ihn freundschaftlich die giebt sich eine steigende Inanspruchnahme der Anstalt, die bei an vier Wochentagen Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonn- Hand gedrückt hätten. Das war namentlich von Herrn der Art des landwirthschaftlichen Umschlags voraussichtlich in abend wieder ein Eintrittsgeld, und zwar von 20 Pf. er- Stöcker ein anerkennenswerther Zug. Wundern muß uns aber, den Sommermonaten noch beträchtlich zunehmen wird und bei hoben wissen, das der Pensionszuschußkasse für die Berliner daß Staatsanwalt und Gerichtsbeamter derartiges der lebhaften Bewegung zur Genossenschaftsbildung, die fast Gemeindebeamten und deren Ehefrauen zugeführt werden übersehen haben. Im Frühling vorigen Jahres saß unser Kollege in allen Landestheilen zu tage tritt, vom Beharrungs- soll. Motivirt wird dieser Antrag mit dem Auftreten großer Bö fch wegen mehrerer Preßdelikte im Gefängniß. Anfang stande wohl noch weit entfernt ist. Diese Inanspruch durch den Fortfall des Eintrittsgeldes herbeigeführter Uebelstände. Juni wurde er eines Tages dem Gerichtshof vorgeführt, damit nahme der Anstalt würde noch eine weitere Steigerung er Der Andrang des Publikums sei so start, daß nur mit größter er fich abermals wegen einer gegen ihn anhängig gemachten fahren, wenn es gelingt, das Handwerk und den sonstigen Mühe Ordnung unter demselben gehalten werden könne; halb- Beleidigungsfache veranworte. Die unglaublich klingende, aber gewerblichen Mittelstand in stärkerem Maße zu Kreditorganisas wüchsige Burschen und Mädchen erschienen oft zum Zeitvertreib dennoch buchstäblich wahre Thatsache, daß die Frau eines Preßtionen und Genossenschaftsverbänden zusammenzuschließen. wiederholt zur Befteigung und benähmen sich dabei nicht immer fünders ihren im Gefängniß fizzenden Gatten nur alle 4 Wochen in angemessener Weise, ohne doch dauernd zurückgewiesen werden in Gegenwart eines Beamten ein paar Minuten sprechen darf, zu können. Diese unliebsamen Auftritte hielten jetzt den beffer macht es erklärlich, daß Frau Pößsch während der Verhandlung fituirten Theil des Publikums fern. Die Erhebung eines im Zuschauerraum saß, um nach Beendigung der Sache mit Eintrittsgeldes folle diesen Unzuträglichkeiten abhelfen. Auch ihrem Mann einen Händedruck und ein paar Worte zu wechseln. würden zweifellos viele Besucher der Gewerbe- Ausstellung den Thurm zu besteigen beabsichtigen. Der Gesammt umfaß der Kaffe( in Einnahme und Aus gabe) hat in dem ersten Halbjahr bereits die Summe von 60 millionen Mart über stiegen, und die Anstalt hat schon bisher der ihr durch Gesetz gewiesenen Aufgabe nur dadurch in dem erwünschten Umfange genügen können, daß ihr aus den disponiblen Mitteln der Generalstaatstafse, die sonst nur zu gunsten der Großbanken nugbar gemacht werden konnten, beträchtliche Borschüsse zur Verfügung gestellt wurden. Derartige Bestände sind aber nur zeitweilig verfügbar und nicht geeignet, der Befriedigung des dauernden Bedarfes der Zentral- Genossen- Vorlage. schaftskaffe zur Basis zu dienen. Zum Arbeitsplan des Abgeordnetenhauses wirb ben " Hamb. Nachr." aus Berlin geschrieben: so es " " Die Verhandlung war zu Ende, die Gattin wollte auf dem Korridor ihrem Mann in die Arme eilen. Halt", ruft der Hierzu liegt ein Antrag Preuß vor, der allgemein 20 Pf. Gerichtsnuntius, das darf ich ohne Erlaubniß nicht gestatten." erheben will. Die Arme wendet sich an den Vertheidiger, und dieser trägt dem Stadtv. Kyllmann erklärt sich dagegen und gegen die Gerichtspräsidenten die Bitte der Frau des Gefangenen vor. Es thut mir leid", antwortet der Vorsitzende, hierzu hat der Stadtv. Reich now empfiehlt, die unentgeltlichkeit bei Herr Staatsanwalt feine Einwilligung zu geben." Der Ver Der Gesezentwurf sieht deshalb eine Erhöhung des der Anzubehalten, aber durch ein besonderes Bureau Karten ausgeben theidiger wendet sich an den Staatsanwalt. Ich gebe die stalt vom Staat bisher gewährten Grundkapitals von 5 Millionen zu lassen. Erlaubniß nicht", lautet die Antwort. Die Frau richtet auf den Betrag von zwanzig Millionen Mart vor und Stadtv. Spinola erklärt sich für den Antrag Preuß. persönlich die bescheidene Bitte an den berufenen Vertreter, doch will entsprechend dieser erhöhten staatlichen Leistung auch einen Stadtv. Borgmann: Wenn es möglich sei, in den nur ein paar Minuten ihren Mann sprechen zu dürfen. größeren Theil des Reingewinnes der Verzinsung dieser staat- großen Sälen der Museen die so werthvollen Gegenstände Nein, ich gebe die Erlaubniß nicht," schallt es lichen Einlage vorbehalten, als nach den bisherigen Beftim vor Unfug zu schützen, so müsse es auch möglich abermals aus dem Munde des Beamten zurück. Die für mungen dafür verwendet werden konnte. Endlich ist im Interesse sein, bei ber Thurmbesteigung Ordnung gut halten. Die Umstehenden überaus peinliche Szene hat damit ein der endgiltigen Regelung der Rechtsverhältnisse der Beamten der( Lebhafter Widerspruch.) Es sei unfaßbar, warum die Beamten Ende preußischen Zentral- Genossenschaftstasse eine Ergänzung des Gefeßes dazu nicht in der Lage sein sollten; genüge ihre Zahl nicht, so So verfügte damals der Staatsanwalt Müller II, als in vom 21. Juli 1895 für wünschenswerth erachtet worden, welche stelle man mehr an!( Aha! und erneuter Widerspruch.) Wenn der Person des Sozialdemokraten Pözsch ein in jeder Beziehung die Ordnung der hier in betracht kommenden Einzelfragen dem dann die Verlage die fostenlose Besteigung für drei Tage ehrenhafter Mann sich vor Gericht zu verantworten hatte. töniglichen Berordnungsrecht überweist. weiterhin aufrecht erhalten wolle, so heiße das, für den Bei der Berhandlung gegen Hammerstein scheint man denn ob", wie Herr Spinola sich ausdrückte, die bisherigen doch zum theil etwas toleranter und barmherziger gewesen als so schauerlich gekennzeichneten Zustände ruhig fortbestehen zu sein. Man hofft am Sonnabend die erste Lesung des Handels- lassen( 3wischenrufe). Herr Spinola hat diesen Ausdruck geFreiherr v. Hammerstein hofft, wie ein Berichterstatter tammer- Gesetzes durchzuführen. Die erften drei Tage der folgen: braucht, nicht ich, ich lehne ihn ohne weiteres ab! Unzweifelden Woche würden dann zur Förderung der Kommissions- haft seien Unzuträglichkeiten vorgekommen und könnten vor- zu melden weiß, daß der Kaiser die Zuchthausstrafe im berathungen von Plenarsizungen freibleiben, am 30. b. M. ein kommen, deswegen aber dürfe nicht eine derartige Klassifikation Gnadenwege in eine Gefängnißstrafe umwandeln wird, Schwerinstag abgehalten und alsdann in die zweite Lesung gemacht werden, wonach für eine gewiffe Gruppe menn er eine kurze Zeit im Zuchthaus gesessen hat. Hammerkleinerer aus den Kommissionen gekommener Vorlagen einge des Publitums gut genug set, sich bei der Besteigung weiterhin tein's Gattin und seine Töchter weilen bei Verwandten in treten werden. solchen Rohheiten auszufeßen. Eine geeignete Aufsicht sei die Desterreich, diese sind durch einen Freund Hammerstein's schon Daß die Verhandlungen des Landtages bis zu den Pfingst beste Abhilfe; es wäre ein schlechtes Zeugniß für die städtischen gestern telegraphisch benachrichtigt worden. ferien, deren Beginn spätestens auf den 21. Mai zu seßen ist, Aufsichtsbehörden und Beamten, wenn es ihnen nicht möglich Wieviel Opfer an Leben und Gesundheit der Arbeiter beendigt werden, hält man schon jetzt allerseits für vollständig sein sollte, dort Orduung zu halten,( Beifall und Widerspruch.) hat die Gewerbe- Ausstellung bis jezt gefordert? Auf ausgeschlossen, selbst wenn der Entwurf eines neuen Eisenbahn- Stadtv. Vortmann: Die 20 Pf. Eintrittsgeld sind ein der Sanitätswache im Treptower Part sind vom 1. Mai 1895 garantie- Gesezes, dessen Einbringung doch wiederholt in sichere minimaler Betrag, daß man doch nicht von dem Ausschluß bis zum 1. April 1896 im ganzen fünfhundertdreiund. neunzig Fälle behandelt worden. Von den dort Ver Aussicht gestellt ist, von der töniglichen Staatsregierung nicht der Bevölkerung sprechen fann.( Bustimmung). erfolgen sollte. Stadtv. Borgmann: Wenn sich Sitte und Ordnung für bundenen waren zirka fünfundzwanzig schwer verlegt; von 20 Pf. in Berlin aufrecht erhalten lassen, dann steht es um den Verletzten sind im ganzen sechs verstorben. Und bei einer Sitte und Ordnung in Berlin überhaupt nicht schlecht. derartigen Gefährlichkeit der Arbeit machen bürgerliche Blätter ( Unterbrechungen.) Aber davon kann gar feine Rede sein. Es noch Lärm, wenn die Bauarbeiter in anbetracht der kurzen giebt eine ganze Masse Leute, die über mehr als 20 Pf. für solche günstigen Konjunktur eine Erhöhung der Löhne fordern. Stadtverordneten Versammlung. 3mecke verfügen und von denen dennoch Sitte und Ordnung Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 23. April, nicht respektirt werden, die vielmehr gerade dem fittenlosesten Treiben Die Gewerbe Ausstellung wird voraussichtlich unter nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher bringt eine lange Reihe von Urlaubsanzeigen fellschaft" standalöse Exzesse zu schulden kommen. Ich erinnere nur an Streit ist bereits in Sicht. Ein hiesiger Groß- Gierhändler hat in ergeben sind. Wie oft laffen sich solche Angehörigen der„ besseren Ge- denen, die auf dem Terrain Geschäfte machen wollen, zu zahlreichen interessanten Rechtsstreitigkeiten führen. Ein derartiger zur Kenntniß. das bekannte Vorkommniß bei der Weidendammer Brücke, wo Zur Verbreiterung der Gormannstraße ist ein Studenten anständige Frauen schamlos insultirten!( Unruhe.) einem der großen Restaurants auf dem Ausstellungsterrain den Streifen von etwa 111 Quadratmeter Flächeninhalt des auf der Ich protestire ganz energisch dagegen, daß man den weniger Verkauf von Giern und Brötchen in Unterpacht genommen und Oftfeite belegenen alten Garnisonkirchhofes erforderlich. Diesen Bemittelten, die für den Thurm nicht einmal 20 Pf. aufwenden will nun dieses Pachtverhältniß benutzen, um in dem Restaurant Landstreifen will der Magistrat von dem königlichen Garnison- tönnen, auf diese Weise nachsagt, in ihren Reihen sei Gitte und einen Engroshandel mit rohen Giern zu etabliren, wobei er die tirchen Kollegium freihändig erwerben; außerdem soll nach Ordnung nicht zu finden. Sittenlose sind prozentual in den Kundschaft der übrigen Ausstellungsrestaurateure erhofft. Der der Magistratsvorlage die alte Mauer auf städtische Koften besigenden" Klassen viel mehr als in den Reihen der Nicht- Pächter des Restaurants will aber diesen Verkauf nicht dulden, indem er meint, daß der Unterpachtvertrag nur den Vertrieb ges abgebrochen, der Bürgersteig vorschriftsmäßig regulirt, und befizenden vorhanden!( Lärm.) in der neuen Grenzlinie eine ebensolche Mauer errichtet werden, wie längs des gegenüberliegenden Offizierkirchhofes vor: jeber, gleichviel ob besikend oder nicht, der sich an einem öffent- händler auf seinen„ Schein" bestehen will, welcher ganz allgemein Nachdem noch Stadtv. Spinola erklärt hat," mob" fei tochter Gier zum Zweck des sofortigen Verzehrens im Restaurant Da der Eierbetrifft und sinngemäß auch nur betreffen kann. handen ist." Die Kosten für diese Bauausführungen sind auf lichen Orte unanständig und gemein benehme, wird der Antrag vom Gierverfauf spricht, so hat ihm der Pächter schon anca. 10 800. ermittelt. Der niedergesetzte Ausschuß hat die Preuß angenommen. Dringlichkeit der Erwerbung im Interesse der weiteren Ent- Bu einer Gedenkfeier der Entdeckung der Schuh- gekündigt, daß er bei der ersten Uebertretung" aus dem Lokal Laftung der Rosenthalerstraße anerkannt und im Prinzip der pocenimpfung will der Magistrat den Festsaal des Rath- gewiesen werden würde, worauf der Händler eine EntschädigungsVorlage zugestimmt. Anstoß genommen wurde indeß an dem zu hauses dem betr. Komitee für den Abend des 15. Mai cr. tlage in Aussicht gestellt hat. zahlenden Preise. Für den nur 0,88 bis 1,65 Meter breiten, von tostenlos überlassen. Die Versammlung stimmt dem Vorschlage Die auf dem Gelände der Berliner Gewerbe- Ausstellung Denkmälern und Gräbern freien Streifen hat das erwähnte nach einer kurzen Empfehlung durch den Stadtv. Dr. Ruge zu. belegene Unfallstation wird am 27. April in Betrieb gefeßt Rirchenkollegium 160 M. pro Quadratmeter gefordert. Der Zur Herrichtung einer Einladestelle zur MüII verschiffung werden und zunächst in der Zeit von vormittags 10 Uhr bis Ausschuß hält 100 Mart für das Maximum des baar aus dem Norden, Nordwesten und Westen der Stadt soll der am abends 12 Uhr Hilfesuchenden in gleicher Weise wie die Sanitätszu zahlenden Raufpreises und will den Magistrat er Sübufer 14-15 belegene städtische Lagerplaz miethsweise an wache, welche in der Nähe des Portals III. errichtet wurde mächtigen, für den Fall, daß dieser Betrag wider Er die Deputation für das Straßenreinigungswesen überlassen werden. und schon seit längerer Zeit in Thätigkeit ist, zur Verfügung warten nicht akzeptirt werden follte, auf dem Wege Unter Ablehnung eines Antrages Gericke- Dinse, die Vorlage erft stehen. bes Enteignungsverfahrens vorzugehen. Die Erwerbung in einem Ausschusse prüfen zu laffen, nimmt die Versammlung bes zur Berlängerung der Gormannstraße nothwendigen Fabrit den Magistratsantrag an. Schluß 714 Uhr. grundstücks Lothringerstr. 36-3ehdenickerstr. 23 für den Preis von 600 000 m. hat der Ausschuß gutgeheißen. Kommunales. Die Versammlung beschließt ohne Debatte durchweg nach den Ausschußvorschlägen. ben städtischen Gasanstalten hat der Magistrat bei Tokales. " Auf eigenthümliche Geschäftspraktiken eines hiesigen liberalen Blattes wurde fürzlich in der Generalversammlung der Aktiengesellschaft Chemische Fabrik, Oranienburg hingewiesen. Es wird darüber gemeldet:" Einige Aktionäre verlangten Ausfunft über die in jüngster Zeit über die Gesellschaft im„ Berliner Achtung, 2. Wahlkreis! Heute Abend findet im Lokal Tageblatt" veröffentlichten unrichtigen Angaben, indem sie ihrer Aus Anlaß des im Oktober v. J. angenommenen Antrags von Goßmann, Kreuzbergstr. 48 eine Versammlung statt, auf Entrüftung über solch unmotivirte und unwahre Veröffent Süben betreffs Feststellung der Preisunterschiebe bei welche hierdurch ganz besonders aufmerksam gemacht wird. Um lichungen Ausdruck gaben. Der Vorsitzende erklärte hierauf, Feuerung mit Steinkohle und mit Rotes aus zahlreiche Betheiligung ersucht der Vertrauensmann. daß dem Berliner Tageblatt" Berichtigungen zugegangen Zur Lokalliste. Folgende Lokale in der Umgegend Berlins feien, und daß eine der Notizen des Berliner geeigneten Reffelfeuerungen der Kanalisations- und Waffer stehen der Arbeiterschaft zur Verfügung: Rauch fang 3- Tageblatt" der Gesellschaft mit einem Hinweis: werte derartige Versuche erstatteten Berichten stellt sich die Feuerung mit Kotes werder: Rutkowski's Saal und Garten; 3euthen: Künzel's unterzeichnet Redaktion und Verlag", zugegangen sei Saal und Garten; Hantels.Ablage: Käppel's Saal und unter gleichzeitiger Beifügung einer Abonnementseins um ungefähr 20 pCt. theurer als die mit Steinkohle. Garten. ladung. Redner befürwortete, dem einstimmigen Wunsch der Auch hat sich der Rotesabsay günftiger gestaltet, und demgemäß dürften die Gaswerte ein dringendes Interesse an der Erschließung Versammlung entsprechend, die Angelegenheit zur Kenntniß des neuer Verbrauchsgebiete bis auf weiteres nicht haben. So die Verlegers des genannten Blattes zu bringen. Der vorerwähnte Antrag konnte nicht zu Protokoll gebracht werden, da Aeußerung des Magistrats, die von der Versammlung ohne Diser nicht auf der Tagesordnung stand. Ein Aktionär sprach tuffion zur Kenntniß genommen wird. schließlich den Wunsch aus, die Verwaltung möge die Angelegenbeit der Staatsanwaltschaft übergeben." Wird sich das Tageblatt in dieser Angelegenheit verantworten? zu den Den Parteigenoffen von Stralan Rummelsburg zur Nachricht, daß die Maifeier in der alten Taverne in Stralau Die Parteigenossen, welche den Tag durch abgehalten wird. Arbeitsruhe feiern, werden ersucht, sich nachmittags dort einzu finden. Abends findet eine Volksversammlung statt, nachher gemüthliches Beisammensein. Näheres erfolgt im Anzeigentheil der nächsten Dienstagnummer des Vorwärts". Um thatkräftige Agitation für die Feier ersucht die Vertrauensperson. " " Die Stadtov. Kyllmann und Genoffen beantragen, den Magistrat zu ersuchen, sich mit der Einfegung einer gemischten Deputation zur Vorberathung über die Vertretung der städtischen Behörden bei den im Laufe dieses Eisenbahnhaltestelle Eichkamp. Am 1. Mai wird, wie Jahres erwartenden Rongressen und In den Konkordiasälen, welche der Arbeiterschaft bekannt- schon mitgetheilt, die Eisenbahnhaltestelle Eichkamp für den Pers Generalversammlungen von Vereinen u. s. w. lich nicht zu Versammlungen zur Verfügung stehen, hält der sonenverkehr eröffnet werden. Die Haltesteile führt ihren Namen einverstanden zu erklären. Gesangverein Orpheus am 26. April ein Konzert ab. Die nach dem am Königsweg ungefähr zehn Minuten zu Fuß vor Der Antrag wird nach einigen befürwortenden Bemerkungen Parteigenossen werden mit dem Bemerken auf diesen Fall ver- dem Personenbahnhof Grunemald liegenden Forsthause Eichkamp des Antragstellers und des Stadtv. Schwalbe angenommen. wiesen, daß man wesentlich in Metallarbeiterkreisen Karten an westlich vom Bahnförper und ist Station der neuerbauten zweiIm Anschluß hieran bemerkt der Vorsteher, daß die den den Mann zu bringen versucht hat. geleifigen Strecke Charlottenburg- Grunewald. Die Fahrpreise Mitgliedern der Versammlung vom Ausstellungs- Ausschuß überII. und III. Klasse betragen zwischen Eichkamp und a) Grunewald, gebenen Einladungen zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung Der Petitionsausschuß der Stadtverordneten Ver- Bellevue, Wilmersdorf Friedenau, Jungfernhaide, sowie den den Herren in ihrer Eigenschaft als Stadtverordnete zugestellt fammtung hat beschlossen, über die Petitionen wegen Be- zwischen gelegenen Stationen 15 und 10 Bf., b) Stralaufind, daß fie alſo bei der Gröffnung in Amtstracht mit der Kette schleunigung des Umbaues der Weidendammer Brücke, Regulirung Rummelsbura bis Weißensee 45 und 30 Bf., e) allen übrigen des Kottbuser Ufers und Regulirung der Wallstraße von der Stadt- und Ringbahn- Stationen 30 und 20 Pf. zu erscheinen haben. werden Wetter- Prognose für Freitag, den 24. April 1896. Wetter mit geringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Ziemlich fühles, veränderliches, vorherrschend wolkiges Winden. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. tiver " " 1 Abs Die Polizeiverordnung, betreffend bie Firmen- 1 Bimmerling. Der Führer des Fuhrwerks wollte, nachdem er Religiöse Bortheile bei mir weber in Ichilder, der nachzukommen die Berliner Geschäftsleute bis zum das Unglück angerichtet hatte, davonfahren, wurde jedoch am ministration der Justiz noch in Distribution der Gnaden den 1. Mai Zeit haben, ist in Schöneberg schon bis zum 15. d. M. Oranienburger Thor festgehalten und von einem Schuhmann zur allergeringsten Eindruck mache. Von meinen Unter durchgeführt worden. Mit den verlangten Aenderungen und Wache fiftirt, während die verunglückte Frau nach der Unfall- thanen fordere ich weiter nichts als bürgerlichen Gehorsam und Ergänzungen haben sich die Geschäftsleute dort auf verschiedene station in der Eichendorffstraße geschafft wurde. Treue. So lange sie hierunter ihre Pflicht beobachten, erachte ich Weise zu helfen gesucht, um größere Roften zu sparen. Einige mich wiederum verbunden, ihnen gleiche Gunst, Schuß und haben auf dem Raume, den bisher der Abkürzungspunkt hinter dem Anfangsbuchstaben einnahm, in kleinster Schrift den sonst eingenommen sein möchten. Gerechtigkeit angedeyen zu lassen, von was vor Spekulain Religionssachen fie auch Vornamen ergänzt, andere haben das alte Schild Diese zu beurtheilen unverändert gelassen und so billig wie möglich ihren vollen und zu richten überlasse ich lediglich demjenigen, welcher Namen entweder an die Ladenthür oder an das Schaufenster ge= über die Gewissen der Menschen allein au gebiethen schrieben. In einer einzigen Straße, die außerdem nur mit einer hat und von dem ich mir so verkleinerliche Vorstellungen Seite zu Schöneberg gehört, während die andere auf Berliner Gebiet liegt, hat sich in 17 Fällen herausgestellt, daß der nicht machen kann, daß ich glauben sollte, daß er zur Ausführung seiner Sache menschliche Assistenz von Geschäftsinhaber nicht der Mann, sondern die Ehefrau ist. Karl Immermann, der heute vor hundert Jahren zu nöthen hätte, oder ihm angenehm sein tönnte, wenn man Darüber giebt der volle Vornamen jetzt zuverlässige Auskunft. Magdeburg geboren wurde( 24. April 1796), gehört unzweifelhaft ihn hierunter, es sei durch Gewalt, oder durch Kunstgriffe, oder Polizeiverordnung betreffend den Schifffahrtsverkehr zu den merkwürdigsten Erscheinungen der nachklassischen Literatur audere, indirekte Wege beförderlich zu sein vorbildet." anf der Spree. Der ohnehin schon rege Schifffahrtsverkehr epoche in Deutschland. Bei großem Scharfsinn, ungewöhnlicher Hundertdreißig Jahre nach dieser Kundgebung des er auf den Wasserstraßen Berlins und feiner Umgebung, der Arbeitsenergie und hochragender Begabung war es ihm dennoch leuchteten Despoten" erfreut sich Preußen- Deutschland bekanntlich während der Gewerbe- Ausstellung noch eine erhebliche Steigerung nicht gegönnt, in die Reihen der führenden Geister der Nation des berühmten Religions- Paragraphen im Strafgesetzbuch. erfahren wird, hat den Erlaß zweier Polizeiverordnungen noth treten. Wenn irgend ein Menschenschicksal die wendig gemacht, durch die sowohl die Beleuchtung der Schiffs. Abhängigkeit selbst des hochentwickelten Geistes von Zeit. Ueber Ahlwardt mit dem Revolver berichtet die„ Newfahrzeuge und Flöße, sowie der Verkehr mit Handkähnen( Booten, und Gesellschaftsverhältnissen thut beweist, so Vor Reforder das Yorker Staats- Zeitung" vom 8. d. M.: es Gondeln) geregelt wird. Künftig werden während der Nacht: 2003 Immermann's. Nur etwas über vierundvierzig Jahre Mc. Donough in Hoboken hatte gestern der warme Empfang", geit alle auf der Fahrt befindlichen Schiffsgefäße und wurde Immermann alt; und in einem feiner Hauptwerte, dem den man dem Judenheher Hermann Ahlwardt am Montag Flöße durch farbige Lichter beleuchtet werden müssen, Roman Die Epigonen", hatte der Dichter, der damals kaum die Abend in der ersten Straße bereitete, ein Nachspiel. Ahlwardt, welche nach der Größe und Art der Fahrzeuge ver Höhe des Mannesalters überschritten hatte, den Zwiespalt der nebst seinen Angreifern verhaftet wurde, weil er einen Revolver schieden zusammengestellt sind. Aehnliche Bestimmungen zwischen Wollen und Vollbringen, der seine Beitgenoffen wie gezogen, war im Laufe der Nacht gegen Bürgschaft, die der Wirth auch für die feftliegenden Fahrzeuge gelten. ihn selbst betraf, mit bitterer Erfenntniß bloßgelegt. Der Begriff Alfred Blume gestellt hatte, entlassen worden, blieb aber in Hoboken, Außerdem wird der Gewerbebetrieb aller derjenigen, welche gegen Epigonenthum gelangte durch Jmmermann in die Literatur. um fich rechtzeitig zum Verhör einfinden zu können. Er hatte Anwalt Entgelt auf öffentlichen Gewässern Personenbeförderung mit Die klassische Periode war vorüber; das Höchste, was das I. 2. Weller engagirt und wurde zuerst vernommen. Der„ Reftor Handkähnen oder Booten betreiben, oder solche Fahrzeuge dem Bürgerthum an geistiger Kraft auszugeben hatte, war ausge- aller Deutschen" erzählte dem Rekorder, wobei sein Sekretär Ernst Publikum zur Benutzung auf Zeit überlassen, von einer be- geben. Erschlafft waren Geifter und Seelen und in den Zeiten Mendel als Dolmetscher fungirte, daß er auf dem Wege nach sonderen Erlaubniß des Polizeipräsidiums abhängig gemacht armfeligfter Reaktion zu Anfang unseres Jahrhunderts wurde dem Lokale, wo eine Versammlung des Antisemitenvereins" stattwerden, welche erst nach vorheriger Prüfung der Beschaffenheit man reif für die träumerische Romantik. Unbestimmte finden sollte, von etwa 100 Juden umringt und mit dem Tode und Tragfähigkeit 2c. der Fahrzeuge und zwar jedesmal nur für Sehnsucht hatte die Gemüther erfaßt. Man versentte sich bedroht worden sei. Auf die Frage des Rekorders, ob er einen die Dauer eines Jahres ertheilt werden wird. Unter Umständen in mystischen Katholizismus, man verklärte das Mittelalter Revolver gezogen, fuhr Aylwardt fort, daß er nach einem kann dem Unternehmer zur Pflicht gemacht werden, seine Fahr- bis zur Märchenpracht, man floh in der Kunst vor der gemeinen Studium der Bundesverfassung zu der Ansicht gekommen sei, Er habe deshalb in zeuge entweder selbst zu führen, oder hierfür zuverlässige und Deutlichkeit der Dinge", vor dem Lebensernst in phantastische daß er einen Revolver tragen tönne. geschäftskundige Führer zu bestellen. Kindern unter 14 Jahren, Illusionen, und häufig in ein schöngeistiges Spiel für empfind- New- York um die Erlaubniß dazu nachgesucht und diese angetrunkenen und des Fahrens unkundigen Personen werden fame Seelen. In solcher Atmosphäre war Immermann groß auch erhalten. Als er angegriffen worden, habe er den Revolver Kähne und Boote tünftig nicht vermiethet werden dürfen. geworden; und wiewohl seine Erziehung gewiß nicht danach an- gezogen. Weller war auch der Ansicht, daß ein Ausländer ein gethan war, ihn den romantischen Schwarmgeistern zuzuführen: Recht habe, eine Waffe zu tragen, und der Rekorder vertagte das Deutschland, die fromme Kinderstube. Ronfiszirt ihrem Einfluß fonnte der Dichter sich nicht entziehen. Der weitere Verhör bis Nachmittag, wobei er bemerkte, daß Aylwardt wegen Majestäts- und Richterbeleidigung fowie geistige Gesichtskreis in Immermann's Elternhause war ein öffentlicher Gemeinschaden sei, weil er überall Ruheftörungen Aufreizung zum Klaffenhaß wurde die seit einigen Tagen zur eng begrenzt. Der Vater war ein Verbreitung gelangende österreichische Maifest- Beitung". altpreußischer verursache; die Jfraeliten hätten jedoch kein Recht, Ahlwardt Beamter. Der Sohn mußte den gleichen Beruf wählen. anzugreifen, und die drei Arrestanten wurden unter ProzeßAhlwardt mußte auch Bürgschaft stellen, Die Fertigstellung der elektrischen Bahn Behren. Da war alles wohldisziplinirt, verständige Züchtigkeit galt bürgschaft gestellt. ( Wilhelm)-Straße- Treptow zum 1. Mai ist seitens der unter: mehr als ausschweifender Geniekultus, wie ihn die Roman- daß als Kläger erscheinen werde. Am Nachmittag nehmer aufgegeben; es wird zu diesem Zeitpunkt nur die Strecke titer pflegten. Und dennoch zog die damalige Romantik, die ge- bewies Weller zwar nicht die Richtigkeit seiner Behauptung, Hollmannstraße Treptow fahrbar sein. Die Einrichtungen für schworene Feindin des wohldisziplinirten und nüchternen Rarl aber Ahlwardt wurde vom Rekorder dennoch ohne Strafe ent die unterirdische Stromzuführung auf der Strecke Behrenstraße- Immermann in ihren Wirbel. Wiewohl er von Hause eher laffen. Ehe das Verhör beendet war, wollte Michael AaronsHollmannstraße verursachen große Schwierigkeiten, so daß dieser scharfsichtiger Beobachtung zugethan war, als unflarem berg von Nr. 364 erste Straße, Hoboken, einen Haftbefehl gegen Theil voraussichtlich nicht vor Mitte Mai fahrbar sein wird. Schwärmen, wiewohl er ganz gewiß auf realem Boden den Judenhezer erwirken, weil dieser ihn mit dem Revolver be heimischer war als Auf die Sonntagsarbeit in der königlichen Münze philosophischgrüblerischen Poesien, in ausschweifender Pathetik und droht habe, aber der Rekorder ging nicht darauf ein. Aaronsso wagte er fich berg erwirkte dann einen Haftbefehl beim Friedensrichter Seyhaben wir bereits vor längerer Zeit hingewiesen. Jegt ergreift boch an Dichtungen, wie seine Neugestaltung der Merlin- Legende, mour, und nachdem Ahlwardt vor den Richter gebracht und in dieser Angelegenheit auch die Deutsche Tageszeitung" das wie seine düstere Trilogie„ Alexis" ist. Vor naiver Schaffens gegen 300 Dollar Bürgschaft für ſein Erscheinen zum Brozeffe Wort. Das Blatt schreibt: Es dürfte wenig bekannt sein, daß fraft überwiegt da trok tiefer, mächtiger Ginzelheiten die entlassen worden, ließ er Aaronsberg wegen Meineids verin staatlichen Instituten tros des Gesetzes über die Sonntags grübelnde Reflexion. Auch sein Trauerspiel in Tirol( Andreas ruhe des Sonntags tapfer von früh bis mittags 12-1 Uhr Sofer), das man neuerdings der Bühne wieder gewinnen will, ist durchgearbeitet wird. Diese Thatsache tritt in der königlichen nicht naiv- volksthümlich im höchsten Wortsinn. Münze in Erscheinung. Es giebt Arbeiter in der Münze, die von Sonnabend Abend bis Sonntag Mittag um 1 Uhr ununterbrochen beschäftigt sind. Was sagen die Hüter des Gesetzes dazu? Etwa dreißigtaufend Steuerquittungen von rück ständigen Steuern sind den hiesigen Erhebern gestern zugestellt worden. Es handelt sich hierbei ausnahmslos um Steuerzahler, welche verzogen und durch mangelhafte Adreßangabe bisher nicht zu ermitteln waren. " Im Geldverkehr sind neuerdings mehrfach statt Thaler Silberrubel in Zahlung gegeben worden. Die Rubelstücke sind genau so groß wie unsere Thalerstücke und baben ein sehr ähnliches Gepräge, so daß bei der gewöhnlich geringen Aufmerksam feit im Geldverkehr die Täuschung sehr leicht ist. Es ist dies, ohne daß dabei direkt eine Falschmünzerei begangen wird, ein gewinnbringendes Geschäft, denn ein Rubel gilt nur 2,15 m. so daß man, wenn man ihn für einen Thaler ausgiebt, 85 Bf durch den Betrug verdient, resp. um diesen Betrag geschädigt wird, wenn man ihn in Zahlung bekommt. haften." " er Vom Treiben der gebildeten Jugend. Wegen Zweifampfs mit tödtlichen Waffen( Menfuren) verurtheilte nach der Das Epigonenthum lastete eben auf Immermann's Schultern. Die alten Ideale hatten ihre Geltung verloren und dortigen technischen Hochschule zu je drei Monaten Festung. Bolts- 3tg." in Aachen die Straffammer vierzehn Schüler der die Zeit für jungen Enthusiasmus war noch nicht gekommen. Start- sozialistische Instinkte, wie sie der geniale Heine schon Eisenbahnunglück. Aus München wird vom 23. April in seinem Jugendwert Ratcliff offenbarte, fonnten in dem berichtet: Auf der Station Tauberfeld stießen gestern Abend ein Sohn eines fireng royalistischen preußischen Domänenraths Personenzug und ein Güterzug zusammen. 18 Wagen sind stark nicht auftauchen, und so trat Immermann nirgend recht auf beschädigt. Eine Person wurde verlegt. Der Materialschaden Neuland. Erst durch die beiden Hauptwerke feiner legten Lebens- ift bedeutend. jahre, durch das großangelegte Kulturgemälde„ Die Epigonen" am und durch den zweigetheilten Münchhausen", ein Meisterstück Zweidentig. Aus einem thüringischen Orte wird folgendes von Zeitfatire und zugleich von treuherziger, flarer Wahrheits- brollige Mißverständniß berichtet: Ein dortiger Verein hielt schilderung in einer Dorfnovelle gewann er vorbildliche Be- eine Sitzung ab; das Protokoll der vorigen war verlesen, ein deutung. Hier stand er fest, hier fand er vertrauten Boden Vortrag gehalten und darüber diskutirt worden; endlich tam unter sich; und während die Werke seiner Jugendperiode ver- man zur Erledigung des Fragekastens. Nachdem einige und beantwortet worden waren, geffen sind oder wie„ Merlin" und" Alexis" den Literarhistorifer Fragezettel geöffnet der Vorsitzende einen Zettel, aus dem er sumeist anziehen, ist von den Epigonen und dem Münchhausen entfaltete wirklich befruchtendes Leben ausgegangen, und die Dorfnovelle laut vorlas: Und " Ihr seid ja alle Brummochsen!!" aus dem Münchhausen ist Volksbuch geblieben bis zum heutigen gleich hinterher entfuhr dem Vorsitzenden die Aeußerung:„ Das Tag oder verdiente wenigstens es zu sein. ist doch gar keine Frage!" Er wollte damit natürlich nur Bei den Militärstellungen am Moltenmarkt Nr. 3 ist es Robert Warthmüller ist am Donnerstag im zweiten aber die Zweideutigkeit seiner Worte entfachte alsbald allgemeine Eine Ausstellung von Werken des verstorbenen Malers sagen, daß der Fragekasten nur für Fragen bestimmt set, wiederholt vorgefommen, daß den jungen Leuten, die sich dort Corneliusfaale der Nationalgallerie eröffnet worden, Heiterkeit. zur Untersuchung entkleiden müssen, Kleidungsstücke entwendet worden sind. Dieser Tage ist sogar einem jungen Manne das Theater- Chronik. Im Schiller heater kommt beute Die ergiebigfte Petroleumquelle der Welt befindet sich Hemd gestohlen worden. Können denn keine Schußleute zur 8ur ersten Ausführung das einattige Luftspiel unter Brüdern auf dem europäischen Kontinent und zwar bei der russischen Ueberwachung der Kleidungsstücke dirigirt werden? von Paul Heyse und der Schwank Der Bankapfel von Paul Stadt Baku. Sie gehört neben dem sie umgebenden Petroleumsee Lindau. Diesen beiden Stücken voran geht Jordan's brei dem Tatarenfürsten Assadoulajeff, dem reichsten Manne der Die Flucht eines Untersuchungsgefangenen verursachte attiges Lustspiel Durchs Dhr. gestern Nachmittag gegen 2 Uhr in der Rathenowerstraße eine als Schülervorstellung Wilhelm Tell in Szene. Morgen Nachmittag geht genannten Stadt. Diese Erdölquelle dringt mit riesiger Kraft Der aus der Erde und springt bis zu einer solchen Höhe, daß man allgemeine Jagd. Auf dem Rückwege vom Untersuchungsrichter Berein Probebühne hat mit Rücksicht auf die sie meilenweit sehen kann. Der Ertrag dieser Quelle beträgt nach dem Gefängniß benutzte der schwere Junge die Gelegenheit, nächsten Sonntag im Berliner Theater stattfindende Wohl- täglich 86 000 000 Biund, die, nach dem heutigen Petroleumpreise dem Gerichtsdiener auf dem Korridor des Parterregeich offes zu thätigkeitsmatinee die bereits angekündigte Aufführung der Faren- berechnet, dem glücklichen Befizer 100 000 Fr. per Tag eintragen entwischen. Seine Pantoffeln ließ er stehen und rannte auf macher von Karl Wertmeister und des Giuatters Die beiden Doktoren würden, wenn es ihm möglich wäre, diese ungeheuren Quantitäten Strümpfen nach dem Ausgangsportale zu. Aus voller Leibes von Edela Nüft um 8 Tage verschoben. Im National Theater immer an den Mann zu bringen. traft stürzte der Portier nach, brachte den Flüchtling an der wird heute statt des angekündigten Schauspiels Der Pfarrer von Seydligstraßen- Ecke zu Falle und beförderte ihn nach Nummer Kirchfeld auf allgemeines Verlangen das bekannte Berliner Sitten- Die Nöntgen'schen X- Strahlen sind bereits gerichtlich Sicher wieder zurück. bild Am Abgrund gegeben. Morgen geht Lessing's Nathan der 4. April berichtet: Das hiesige Bundes Distriktsgericht hat santtionirt. Aus Wichita in Kansas wird nämlich unterm Ein Stückchen drastischer Volkspoesie findet sich am Weise in Szene. Konrad Dreher bringt nächsten Montag Rathodenbilder, die nach dem Röntgen'schen Verfahren hergestellt Zaune eines Grundstücks in der Kiefholzstraße. Diese ist an- im 3entraltheater die Posse Cafimir läßlich der Gewerbe- Ausstellung regulirt worden und bei dieser und den Einatter Der blaue Teufel zur Aufführung.- L'enfant find, als giltiges gerichtliches Beweismittel faktisch anerkannt. Bürgersteige ebenfalls pflastern laffen. Nur ein Grundstück, das eines Wohlthätigkeitsmatinee des Berliner Theaters zur Aufführung 40 000 M. Schadenersay, weil ihm ein Handgelenk durch die von Gelegenheit haben die Besitzer der angrenzenden Grundstücke die prodigue, die dreiattige Pantomine, die Sonntag, 26. April in der Ein gewiffer Peter Noel, dem auf der Santa Fé- Bahn ein Unfall zugestoßen war, tlagte gegen die Bahngesellschaft auf Herrn Meyer, entbehrt noch der Pflasterung und ist bei Regenwetter tommt, war vom Verfasser Michel Carré fils und dem Komponisten der Bahn angestellten Aerzte falsch eingerichtet und er auf daher kaum zu paffiren. Der Eigenthümer wird nun von einem Baun- André Wormser ursprünglich nur für einen Pariser Künstlerverein diese Weise verkrüppelt fei. poeten wie folgt angedichtet! Herr Meyer ließ nicht pflastern bestimmt und wurde am 14. Juni 1890 im Cercle funamEs entstand nun die Frage, hier, Er denkt, das Geld erspar' ich mir, Was soll ich bulesque zum ersten Male aufgeführt. Das Lustspiel- Ensemble auf welche Weise der beste Beweis für den Zustand des Handtheure Steine faufen? Ihr könnt ja hier im Dr' rum: des Lessing- Theaters wird demnächst im Bremer Stadt- gelents erlangt werden könne, und der Gerichtshof, sowie die laufen." Ein anderer bittet fehr beweglich: Ach Meyer, Theater gastiren. Für das Theater des Westens ist interesfirten Parteien kamen darin überein, daß der Zwed am lieber Meyer, Opfre ein'ge Dreier, Die Sache hat nen nunmehr auch Frau Auguste Wilbrandt- Baudius engagirt worden. besten durch Aufnahme eines Kathodenbildes nach Röntgen'schem Zweck Wir sind dann los den Dr Herrmann Sudermann feiert am 30. April das Jubiläum Gerichtshof Herrn L. Blake, Profeffor der Elektrizität an der Muster erreicht werden könne. Infolge dessen beauftragte der des vierhundertfünfzigsten Abends, welcher der Darstellung seiner Staatsuniversität, ein solches Bild in Gegenwart von Zeugen im An die Adresse des„ Mr. H. Ahlwardt, Member of the Werte im Leffing- Theater gewidmet ist. Es wurden gegeben: Gerichtssaale selbst aufzunehmen. 2. German Reichstag" ging am Mittwoch Abend ein ein Die Ehre 177 Mal, Sodoms Ende 84 Mal, Heimath 136 Mal 5. April stattfinden; wie sie ausgefallen ist und ob Peter Noel Die Aufnahme sollte am geschriebener" Brief ab. Das umfangreiche Schreiben bejagt, und Die Schmetterlingsschlacht 27 Mal, dazu 26 Wiederholungen feinen Prozeß gegen die Bahngesellschaft mit Hilfe der X- Strahlen daß die unglaubliche Geduld der Wähler und vieler seiner ehe- von Glück im Winkel. Auf der Bühne des Olympia= maligen politischen Freunde zu Ende sei. Aylwardt bringe durch Riefentheaters, Ece Magazinstraße, wird 3. 3. die Regen- gewonnen hat, darüber liegen noch teine Nachrichten vor. feine Abenteuer die Partei in Mißkredit. Schließlich heißt es, daß vorrichtung angebracht, durch welche eine Feuersgefahr absolut ausin anbetracht des ganzen Verhaltens Ahlwardt's mehrere wohl geschlossen ist, da hierdurch die Möglichkeit gegeben ist, die ganze habende Männer, die allen Ernstes der Sache ein Ende machen Bühne im Zeitraum von einigen Sekunden unter Wasser zu wollen, zu dem Entschluffe gekommen seien, Ahlwardt den Vor- jezen. Zwischen Pollini und der nach Amerika ausgerückten schlag zu machen, er möge gegen eine Abstandssumme von Sängerin ist jetzt wieder Frieden geschlossen worden. 5000 m. sein Mandat niederlegen. Nach Eintreffen der von Künstlerin tritt in der nächsten Saison wieder im Hamburger einem Notar zu beglaubigenden Verzichtleistung und nach Ver- Stadttheater auf. Böse Zungen behaupten, daß die Tündigung derfelben im Reichstage werde die Summe sofort von Kontrattbruchsgeschichte, die seinerzeit viel Geschrei erregt hat, einem New- Yorter Bantier ausgezahlt werden. Zu einer Er nichts als ein abgekartetes Spiel gewesen sei. flärung über den Vorschlag ist eine Bedenkzeit von 10 Tagen nach Eintreffen des Briefes in Amerika festgesetzt worden. Vermischtes. und Ifidor Briefkasten der Redaktion. fann die Notiz nicht in unseren Vereinskalender aufgenommen Die Verein für gesundheitsgemäße Erziehung der Jugend. Das Lokal, in welchem Sie tagen, ist für uns nicht frei, deshalb klopfgeister! werden. Verein ,, Psyche". Desgl. und außerdem auch noch ganze Für 5000 M. wird Ahlwardt schon die Geschichte machen. Durch einen Absturz verunglückte am Mittwoch NachFriedrich II. von Preußen renommirte bekanntlich gern mit mittag um 1 Uhr der 21 jährige Zimmermann Martin Folgner feiner Toleranz in religiöfen Dingen. Dies geschieht auch in beim Umbau der Alfenbrücke. Folguer hatte oben mit Balken- einem turz nach dem siebenjährigen Kriege gefchriebenen Brief an legen zu thun, verlor das Gleichgewicht und fürzte auf die untere die bigotte Kaiserin Maria Theresia, der jetzt die Runde durch Rüstung hinab. Mit schweren inneren Verlegungen wurde der die Presse macht. In einer an sich gleichgiltigen Sache schreibt Berunglückte in einer Droschfe nach einem Krantenbause gebracht. Der König: Nun zweifle ich keineswegs, Ew. Kaiserl. Von einem Schlächterfuhrwerk überfahren wurde geftern und Königl. Majestät werden mir die Gerechtigkeit wider Nachmittag in der Chausseestraße eine ältliche Frau namens fahren lassen und mir glauben, daß die Rücksicht auf Schriftfezer. Wenden Sie sich an Liekte, Schwedterstr. 33, dort erhalten Sie Auskunft. G. N. 48. Für Leute, welche in der Lage find, sämmt= liche Separatausstellungen neben der Ausstellung besuchen zu können, bietet das Buch allerdings Vortheile, da auf dasselbe vielentheils Ermäßigungen zugestanden sind. mehr oder minder erhebliche Eintrittspreismann, Mittwoch und Sonnabend von 9-10 Uhr abends. Tambour 1000. In Moabit, Perlebergerstr. 9, bei Dittfchrist nicht. Wir haben sie einem Vertrauensmann der Schneit er Th. Lehmann. Zur Veröffentlichung eignet sich Ihre Zuübergeben. Rudolf. Sch., Schwebterstraße. Der Bureau- Angestellte",[ Sie zur Rückzahlung der neun Mart an die Raffe verpflichtet.[ nahme auf Ihre Anfrage an uns zu Händen des Gen. Stadthagen ein. Alexandrinenftr. 116a, Hof 2 Tr.f A. B. 100. Sie müssen von neuem reklamiren; die jetzige W. M. 2. Stenerfrage. Die Beiträge zur Klebe- Anstalt Nr. 100. Nein. G. H. Ist das Haus( freiwillig) ver- Einschätzung betrifft dieses. also ein anderes Steuerjahr als die find vom Einkommen abzuziehen. Was Sie unter Vergütung fauft, so gehen die Miethsverträge ohne weiteres mit allen Rechten vorjährige.- Oswald, A. V. 100., A. R. Nach zutreffender für Handwertszeug" verstehen, ist unklar. Vielleicht sprechen Sie und Pflichten auf den Vermiether über. Pakold. Eine Taxe Ansicht haften Sie weder der Kasse noch einem anderen in der Sprechstunde vor. F. R. 27. Wenn das Bild so für Hebeammen besteht nicht: 6-12 M. für die Entbindung, Gläubiger Ihrer Frau für deren Schulden.- O. Kl. Buchholz. schlecht ist, daß es als Photographie nicht zu erachten ist, Sie 1-2 M. für jeden Besuch werden für angemessen erachtet. Wenden Sie sich mit einem Antrag auf Invalidenrente auf dem Bild nicht erkannt werden können, so sind Sie weder - Langestraße, R. 100. Sie können jederzeit das Strafgeld an die Versicherungsanstalt, Klosterstr. 41. K. 100. Eine zur Abnahme des Bildes, noch zur Bezahlung verpflichtet. Ob unter ausdrücklichem Hinweis, daß Sie die Strafe zahlen, der Bestimmung, die vorschreibt, dem Handlungsgehilfen Zeit zu ge- das Bild treffend ist, darüber hat das Gericht zu entscheiden. Gerichtskaffe einsenden. Das von Ihnen Eingesendete kann nicht währen, sich um eine Stellung zu bemühen, besteht nicht. Eine M. in B. 1. Die Forderung ist nicht verjährt, der Kaufgelder| auf die Kosten, statt auf die Strafe gegen Ihren Willen ver- für alle Arbeiter dahingehende Bestimmung war in der Rom- rest kann noch verlangt werden. 2. Die kontraktlichen Bes rechnet werden. O. M. und N. 75. 1. Einen bestimmten mission des Bürgerlichen Gesetzbuches Frohme und stimmungen des Miethsvertrages sind auch dann giltig, wenn Alimentensatz fehen die für das Landrecht geltenden gefeßlichen Stadthagen gestellt, wurde aber abgelehnt. B. M. 100. Ja. der Miether sich nach einem anderen Ort begiebt. 2. 18, Bestimmungen nicht fest: 12 Mart 50 Pfennige werden für die J. D., Stralsund. Den Lohn bis zum Oktober hat der H. J. 17, S. 102, A. S. 11. Nein. Philanthrop. 1. 52. Beit bis zum zurückgelegten 6. 15-18 M. für die Zeit bis zum Graf zu zahlen. Zuständig für die Klage ist das Amtsgericht. 2. Sowohl die Altersrente wie die Invaliditätsrente richtet sich zurückgelegtem 14. Lebensjahr als angemessen erachtet. 2. Ein Der Lohn verjährt erst mit Ablauf von 2 Jahren vom Ausgang in ihrer Höhe nach der Anzahl und der Höhe der geleisteten Bergleich über die Höhe der Alimente muß vom Vormund und des Jahres ab gerechnet, in dem er fällig war. H. K. 88. Beiträge. Die Berechnungsart für den Einzelfall finden Sie in vom Vormundschaftsgericht genehmigt sein, um Giltigkeit zu 1. Die Aufforderung ist berechtigt. 2. Die allein bei dem einen Stadthagen's Arbeiterrecht" S. 195 und 199 ausführlicher darhaben. 3. Durch vorherige Klage. 4. Darüber bestehen ver- 3wischenmeister arbeitenden beiden Mädchen sind versicherungs- gelegt. 3. Nein.-N. M. 42. Die Ehefrau haftet nur mit ihrem in schiedene Gesetze.- J. S. 125. Bis 1. Mai. Rig pflichtig. Willibald- Alexisstr. 20. Ohne mündliche Rück- die Miethswohnung eingebrachten Vermögen für die Miethsschuld. dorf 10. Das Aufgebot der Verlobten muß bekannt gemacht sprache unverständlich. C. Korn 100. Das Geschenk fann Genite. 1. Der Antrag auf Bestrafung wegen Beleidigung werden: in der oder in den Gemeinden, woselbst die Verlobten innerhalb 6 Monaten widerrufen werden. 2. D. 200. muß spätestens innerhalb 3 Monaten von der Zeit der Kenntniß ihren Wohnfit haben, ferner, wenn einer der Verlobten seinen 1. Nein. 2. Dazu bedürfen Sie feiner Erlaubniß. ab bei Gericht gestellt werden. 2. Die 6 Paragraphen, deren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb seines gegenwärtigen Wohn- C. B. 5, Strausberg R. Ja.- Beuffelstraße C. A. Inhaltsangabe Sie wünschen, tönnen nicht zum Abdruck gefizes hat, auch in der Gemeinde seines jegigen Aufenthalts. Hat 1. Ja. 2. Die können Sie aus dem Adreßkalender und aus dem langen. Sprechen Sie in der Sprechstunde gelegentlich vor. einer der Verlobten den Wohnfit iunerhalb der letzten sechs Arbeiteralmanach ersehen. 3. Bei späterer Entschuldigung felten 3. 100. 1. Nein. 2. Als kritische Zeit bei außerehelichem GeMonate gewechselt, so ist das Aufgebot im beiden Gemeinden be- mehr als Verweis, sonst 1-3 Tage Arrest.- 2. R. 117. Sie schlechtsverkehr erachtet das gemeine Recht, das sächsische Gesetztannt zu machen. A. Y. Kommen Sie in die Sprechstunde. müssen noch fleben. P. F. Versicherung. Sie können nicht buch, das badische Gefeß, das gothaische Gesetz und das alten. Roth 100. Sie sind nicht verpflichtet, eine Fensterscheibe einseitig gänzlich zurücktreten, sondern sind noch an den Vertrag burger Gesetz den Zeitraum vom 182. bis 300., das preußische, zu ersehen, die Ihr über 7 Jahre alter Junge zerschlagen hat.- gebunden. Strafbar sind Sie nicht.- M., Iserlohn. 1. Nach fondershausener, rudolstädter, meiningische, weimarer Gesetz B. W. 2. Vom Todestage ab. G. Müllerstr. 163b. zutreffender Ansicht haben Sie sich nicht strafbar gemacht, da die und das Gesetz für Reuß jüngere Linie den Zeitraum vom Eprechen Sie mit den Statuten gelegentlich in der juristischen betreffenden wohl als Mitglieder angemeldet, aber als solche noch 182. bis 302., das toburgische Gefeß die Zeit vom 210. bis 280., Sprechstunde vor. Ist Ihre Darlegung zutreffend, so sind nicht aufgenommen waren. 2. Schicken Sie die Akten unter Bezug- eventuell auch den 180. bis 300. Tag. Urania - Für den Inhalt der Inserate über- Anstalt für volksthümliche nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 24. April. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold. Schauspielhaus. Dottor Klaus. Deutsches Theater. Jugend. Leffing Theater. Das Glück im Winkel. Berliner Theater. Die Jounalisten. Neues Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. • Schiller Theater. Durchs Dhr. Unter Brüdern. Der Zankapfel. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Theater Unter den Linden. Niniche. Chansonnettes. Central Theater. Der Schwiegervater. Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 7-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. 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Hammerstein, Dr. Miquel und Kommissarien. Die Novelle zur rheinischen und westfälischen StädteOrdnung( anderweite Friftfeststellung zur Auslegung der Wählerlisten) wird in dritter Lesung angenommen und sodann die erfte Lesung der Kreditvorlage für Eisen bahnen und Kornhäuser mit der Debatte über die letzteren fortgefeßt. Freitag, den 24. April 1896. Abg. Sieg( natl.): Die genossenschaftliche Leitung der Silos wird man jedenfalls so gestalten müssen, daß dem Eigenthümer des Getreides der Verkauf allein gesichert bleibt, denn sonst ladet die Genoffenschaft eine große Unzufriedenheit der Be theiligten auf sich. Ein gesunder Kern steckt jedenfalls in der Vorlage. Abg. Möller( natl.): Die Vorlage ist jedenfalls ein glücklich gewähltes Mittel, um der agrarischen Agitation entgegen zu wirken; gehen wir an den Versuch ohne überschwengliche Hoffnungen und versuchen wir die Vortheile der neuen Anlage den Landwirthen zuzuwenden. 13. Jahrg. Brinzipien brauchen wir uns nicht zu fürchten, denn die gesunde nach jeder Siegesbotschaft befürchtend, daß der Gatte, Braris hat sich noch immer stärker erwiesen, als einseitige der Bruder, der Sohn sich unter den Opfern des Sieges Theorien, sei es wirthschaftlicher, sei es politischer Natur. befindet. Ja, was ist selbst der Tod auf dem Schlachtfelde gegen Abg. v. Bockelberg( t.) bekämpft die Ausführungen des über dem durch ihn hervorgerufenen Schmerz und Elend der Abg. Brömel. Die Weltpreisbildung können wir nicht Hinterbliebenen? Die Kriege und all das in ihrem Gefolge auf. entscheidend beeinflussen; aber man soll auch nicht tretende Elend würden unterbleiben, wenn die Volksvertretung, glauben, daß die Preisbildung allein vom Angebot der an der auch die Frauen betheiligt sein müssen, über Krieg und Waare abhängig ist. Die Verwaltunng der Kornhäuser giebt eine Frieden zu bestimmen hat. Im weiteren bespricht der Redner Gewähr dafür, daß die Vorräthe nicht in illoyaler Weise zur ausführlich die indirekte Steuergefeßgebung und weist an den Preisbildung verwendet werden. Zahlen des Etats für 1896/97 im einzelnen nach, wie schwer die indirekten Steuern gerade auf dem Unbemittelten lasten. Sie betragen, die Bertheuerung der Brotpreise durch die Kornzölle in Rechnung gezogen, pro Kopf der Bevölkerung 21 Mark im Jahre, also für die Familie von fünf Köpfen 105 M. das Jahr. Die indirekten Steuern wirken, da sie auch von den unentbehrlichsten Lebensmitteln erhoben werden, wie eine Kopffteuer, den Reichen nicht mehr belastend als den Armen, und darum thatsächlich den Armen viel härter treffend als den Reichen, der auch nur einen Magen hat. Das ist ein schweres Unrecht, erklärt sich aber daraus, daß die Herren mit den tragfähigen Schultern im Reichstage das Heft in Händen haben. Weil nun die Frau unter diesem Unrecht in gleicher Weise leidet, wie der Mann, so ist es nicht mehr wie billig, daß sie auch bei der Gesetzgebung mitzureden hat. Der Redner kommt nun auf das bürgerliche Gesetzbuch zu sprechen und führt unter anderem aus, daß in demselben alle die veralteten Ansichten über die Rechte, oder richtiger die Rechtlosigkeit der Frauen enthalten find. Der Grundgedanke in dieser Hinsicht sei: alles Recht für den Mann und nichts für die Frau. Unterordnung der Frau unter den Mann, statt Neben. ordnung beider. Auch in diesem Gesetz kommt wieder die An sicht der Minderheit zum Ausdruck, welche die Klinke der Gesetzgebung handhaben; das ist aber nur eine Minderheit der Bevölkerung, und zwar eine rückständige Minderheit. Hinsichtlich der Stellung unserer Parteigenoffen zu der Frauenbewegung meint der Redner: es genüge nicht, wenn man die Gleichberechtigung der Frauen nur im Programm anerkenne, vielmehr müsse jeder Genosse diefelbe im eigenen Hause zuerst zur Geltung bringen, und dort, wo die Frau den Mann von der Betheiligung am öffentlichen Leben zurückzuhalten suche, dieselbe aufzuklären sich bemühen. Wo Mann und Frau in einem so intimen Ver hältniß wie dem der Ehe zusammenleben, da muß es beider Pflicht sein, sich gegenseitig geistig zu fördern und zu erziehen. Gerade in unserem Kampfe für bessere, wahrhaft menschenwürdige Verhältnisse müssen Mann und Frau Hand in Hand gehen, um das zu erreichen, was unser Ziel ist: die Gleichberechtigung der Frau zu schaffen durch die Gleichberechtigung der Arbeiterflaffe. Die Macht des Kapitalismus wird nur durch die Unter. drückten überwunden werden. Darum müssen wir alles aufbieten, um auch die Frauen für das Heer der Sozialdemokratie als Mitkämpfende zu gewinnen, um so, wenn Arbeiter und Arbeiterin Schulter an Schulter für ihre Rechte kämpfen, den Sieg zu erringen. Abg. v. Meudel( f.): Die Vorlage enthält manches, was angriffswerth wäre. Bemerkenswerth für uns ist, daß die Regierung fich der Ansicht zuneigt, die Preisbedingungen für Getreide feien nicht allein in der Produktion und dem Angebot zu suchen. Daß diese Angebotstheorie falsch ist, haben wir längst begriffen; die Preise werden zum Schaden der Landwirthschaft beeinflußt vom Jobberthum der Börse.( Sehr richtig!) Die Getreideproduktion der Welt war in den letzten 6 Jahren viel geringer als früher; trotzdem sind die Preise weiter gesunken. Deshalb ist auch taum zu erwarten, daß die Silos einen bemerkenswerthen Abg. Gothein( frs. Bg.): Deffentliche Speicher find wichtig Einfluß auf die Preisbildung üben werden; das und nöthig; aber sie sollen nicht einem bestimmten Berufe, sondern tann Itur durch den Antrag Ranib, durch allen zugänglich sein, nicht blos den Bauern, sondern auch den Währungsänderung, durch Verbot des Termin Müllern und Händlern. Wollte man die Vorlage in diesem handels, überhaupt durch große Mittel erreicht Sinne ändern, so würde ich dafür stimmen und sogar werden. Wir wollen der Vorlage zustimmen, weil weitergehende Forderungen stellen. Am besten wäre es, fie einen gutgemeinten Verfuch der Regierung wenn die Eisenbahn diese Speicher baute. Privatspeicher waren enthält und ja auch sehr günstig in einzelnen bisher noch immer ein ganz rentables Unternehmen. Dem Fällen wirten tann; nur dürften die Bauern wenig Verwalter werden Sie die selbständige Verkaufsbefugniß nicht Nuzen von der Vorlage haben, da das Genossenschaftswesen bei ertheilen dürfen. ihnen noch nicht genügend entwickelt ist.( Sehr wahr! Iints.) Den Bauern wird diese Einrichtung Gelegenheit zu einer besseren Schulung geben; nicht unbedenklich ist auch die mit dem Silo verbundene Anregung zur Spekulation; die Verwaltung wird vielfach Schwierigkeiten machen. Db bei unseren tlimatischen Verhältnissen Silo- Einrichtungen zweckmäßig sind; darüber bin ich sehr zweifelhaft( Sehr richtig!) Nöthig wird es jedenfalls sein, eine feste Organisation der Ge noffenschaften für Kornhäuser zu verlangen. Ob freie Genossenschaften für den Betrieb der Kornhäuser nicht am besten wären, bleibt zu erwägen. Auch an die Konstruktion von Eisenbahnwagen, die zum Transport von Getreide ohne Säcke dienen, sollte die Regierung denken. Auch insofern müsse ein Schutz des Getreidehandels stattfinden, daß eine weitere Entwidelung der Warrant-*) Gefeßgebung nicht etwa in der Richtung stattfindet, die sie in Amerika genommen hat. Die Vorlage geht an die Die Debatte wird geschlossen. Budgetkommission zur Borberathung. Morgen 11 Uhr: Handelskammer- Vorlage. Schluß 4 Uhr. Versammlungen. " Die Proletarierin und die Gesetzgebung lautete das Thema eines Vortrages, den Genoffe Liebknecht am Dienstag in einer Bolksversammlung hielt, die den Saal der Kronenbrauerei bis auf den legten Play füllte und die auch von Frauen recht zahlreich besucht war. Der Redner erörterte zunächst die Frage: Wie entstehen die Geseze und wer macht dieselben? Er beantwortete diese Frage dahin: Obgleich die Arbeiterklasse mit dem übrigen arbeitenden Volk die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung bildet, ist deren Mitwirkung bei der Gesetzgebung Abg. Herold( 3.): Daß durch die Silos eine Preissteigerung ohne maßgebenden Einfluß. Im Reichstage stehen den 47 sozial herbeigeführt wird, ist nicht wahrscheinlich; dagegen wird der demokratischen Abgeordneten, den einzigen Vertretern des Landwirth Nuzen haben von der leichten Lombardirung des arbeitenden Boltes, 350 Vertreter der Interessen des Besizes gelagerten Getreides, wobei allerdings eine weitere, schädliche Ent- gegenüber. 3war sind ja auch die Antisemiten von kleinen wickelung der Warrant- Gefeßgebung zu vermeiden wäre. Ein reger Leuten gewählt worden, auch geben sie vor, die Interessen der Verkehr der Genossenschaften wird nöthig und zu fördern sein; selben zu vertreten. In Wirklichkeit aber sind sie nichts anderes, Dem Vortrage folgte allseitiger lebhafter Beifall. Nachdem auch sollte die Regierung erwägen, ob nicht die Errichtung als ein Schwanz der konservativen Partei, welche auf dem von mehreren Rednerinnen die Frauen noch besonders zur leiner Silos zweckmäßiger wäre. Allzugroße Hoffnungen sehen Boden des modernen Kapitalismus steht. Demnach sind die politischen Bethätigung aufgefordert wurden, fand die Versamm wir auf die Vorlage nicht, wollen derselben aber als einem Ber- Millionen des arbeitenden Volkes im Reichstage durch eine lung ihren Schluß in einem dreifachen Hoch auf die interfuche zustimmen. winzige Minderheit, die kleine Klasse der Kapitalisten, nationale Arbeiterbewegung. Abg. v. Tiedemann- Bomft( frk.): Meine Freunde betrachten die oberen Zehntausend dagegen durch die überwiegende Mehrheit Die Anarchisten haben gestern ebenfalls Stellung zum Ardie Vorlage als einen interessanten Versuch, aber keineswegs als vertreten. Gerechter wäre das umgekehrte Verhältniß. Ursache beiter- Weltfeiertag, zum 1. Mai, genommen. Dieselben gedenken eine der Landwirthschuft gemachte Zuwendung.( Sehr richtig!) des Mißverhältnisses ist die mangelnde politische Bildung der den 1. Mai auch zu feiern, aber nicht wie die Sozialdemokratie, Auf die Preisbildung werden die Silos wenig Einfluß haben, denn Mehrzahl der Wähler. Wer gehört denn nun zu dem Volf, dessen welche ihrer Meinung nach die ganze Sache verpfuscht und zu eine Zurückhaltung des Getreides vermag dauernd feinen höheren Rechte und Intereffen in der Gesezgebung zum Ausdruck kommen einem Parteigeschäft gemacht hat, sondern seiner Bedeutung ent: Preis zu erhalten; es ist ganz gleichgiltig, ob die Kornvorräthe sollen? Etwa blos die Männer? Nicht auch die Frauen? sprechend als eine internationale Demonstration gegen die Ausim Lande in Scheunen oder im Silo liegen; die Händler wissen Wenn den Frauen heute noch die politischen Rechte vor- beutung des Kapitals durch Verweigerung der Arbeitskraft. das sehr genau. Die kleinen Grundbesizer werden enthalten, werden, so ist das ein Ueberbleibsel von Daß die Arbeit ruhen bleibt, betrachten sie als selbstverständlich. von den Silos weniger Vortheil haben, als die jener Anschauung aus dem Zeitalter der Barbarei, die Herr Witte plädirte dafür, die Besorgung von Einkäufen, den Großgrundbesizer. Die Landwirthschaftskammern find dem Manne auf grund seiner friegerischen Leistungen die Besuch von Versammlungen und Vergnügungen 2c. zu vermeiden, nicht die geeigneten Faktoren, um die Verwaltung der Silos in Herrschaft über die Frau zuerkannte. Eine derartige An- um nicht andere zur Arbeit zu zwingen. Schlecht tam der Konfusions die Hand zu nehmen. Für die Berproviantirung der schauung aber und die daraus hergeleitete Rechtlosigkeit der Frau rath 2 andauer weg, welcher sich mit seinen Genoffen dadurch in Armee werden die Kornhäuser von großer ist eines Kulturvoltes unwürdig. Womit läßt sich denn die Widerspruch gefeht hatte, daß er im Sozialist" die Ansicht vers Wichtigkeit werden. Zurücksetzung des Weibes heute noch begründen? Hat die Frau treten hatte, die Feier des 1. Mai unter den gegebenen Ber Abg. Frhr. v. Erffa( f.): Ich will der Vorlage zustimmen, etwa weniger Dentvermögen, geringere geistige Fähigkeiten, als hältnissen als zwecklos fallen zu lassen. Ihm wurde der Kopf weil man bei der gegenwärtigen Nothlage der Landwirthschaft der Mann? In einer früheren Bersammlung, bie gehörig gewaschen. fein Mittel unversucht lassen soll. Der Regierung wird es gleichfalls der Frauenagitation diente, habe ich auss hoffentlich nur lieb sein, wenn wir unsere Bedenken sämmtlich geführt, daß in Amerika der die höchste geistige Leistung that u. Co., geht uns die folgende Berichtigung zu: In Von Herrn Emil Durra, im Hause M. B. Rosen hier zum Ausdruck bringen. Ob die Vorräthe im Silo erheischende Beruf: die Lehrthätigkeit, vorwiegend von nicht nachtheilig wirken werden, bleibt abzuwarten; mög Frauen ausgeübt wird und zwar mit bestem Erfolg. Leistet denn befindet sich in der Berichterstattung über die Versammlung der der 2. Beilage Thres geschätzten Blattes vom heutigen Tage lich ist, daß die Lagerscheine auf dem Markte die die Frau für die Gesellschaft weniger als der Mann? Der Frau Schneider vom 20. April eine Stelle, um deren gefl. Berichtigung Preise drücken. Besser wäre es gewesen, wenn die liegt die Kindererziehung die Heranbildung des kommenden Regierung die Wirkung der Börsenreform erprobt und noch ein Geschlechts- ob, sie hat das Hauswesen zu besorgen und muß ich Sie ersuche. Es heißt darin, daß ich geäußert haben soll: Unter den Linden gehen, dort fönnen Sie vorher Jahr mit der Vorlage gewartet hätte. Entscheidend für die Sache in den meisten Fällen auch für den Erwerb thätig sein. nach dem Preise fragen. Dem war nicht so, viel. wird sein, ob es gelingt, den rechten Mann für die Siloverwal- Man kann wohl mit recht sagen: die Frau verrichtet die größere mehr ging meine Andeutung dahin, daß Geschäfte Hälfte der Arbeit für die Gesellschaft. Aber im öffentlichen Unter den Linden, wie Heider und Jean Jaques, Faßteffel tung zu finden. Minister v. Hammerstein: Es handelt sich hier um einen Leben bat sie nicht mitzureden. Sie ist ausgeschloffen neuen Versuch, bei dem alle theoretischen Erörterungen nichts vom und Mindtmann allerdings in der Lage sind, viel höhere Löhne nicht gewählt nüßen; es muß aber praktisch an die Sache herangetreten werden in den Reichstag, den Landtag, die Gemeindevertretungen. zu zahlen, als ein Engros- Geschäft, dem ich die Ehre habe an werden. Die Grundidee der Vorlage stimmt überein mit einer Das ist eine Ungerechtigkeit und erinnert an die Sitten der zugehören. Indem ich um geft. Berichtigung bitte, ersuche gleichIdee des Herrn v. Graß, der da glaubt, daß ein Ein- Barbaren, wo alle Rechte den Männern zustanden, alle Arbeit zeitig um geft. Namensnennung, damit ich den Betreffenden zur fluß auf die Preisbildung durch ein zusammenhängendes Neß aber den Frauen aufgebürdet wurde. Man sagt, die Frauen Rechenschaft ziehen kann." von Kornhäusern in Deutschland geübt werden könnte. Daß die hätten kein Verständniß für Politik. Als im Jahre 1867 zum Regierung Ihnen ein Warrant- Gesetz nicht vorlegt, kann ich Ihnen erstenmal das allgemeine Wahlrecht für den norddeutschen Bund nicht versprechen; sorgen Sie nur für eine Boltsvertretung, die ausgeübt werden sollte, gab es so manchen Mann, der, nicht wissend, ein solches Gesetz nicht annimmt. Wer die Leitung der was er mit seinem Stinimzettel anfangen sollte, sich beim Pfarrer, Rornhäuser übernehmen wird, das wird ebenfalls Sache des beim Ortsschulzen oder beim Polizeidiener Rath holte. Aehnliches Versuchs sein; am besten werden die Genossenschaften fommt, wie ich in der Wahlprüfungskommission erfahren habe, die Verwaltung übernehmen, aber man braucht die auch heute noch manchmal vor. Hätten die Frauen feit 1867 Landwirthschaftskammern nicht auszuschließen. Die Lombardirung das allgemeine Wahlrecht gehabt, sie würden es jetzt ebenso gut Der Verband der Handels= Hilfsarbeiter hatte am der Vorräthe wird namentlich da vortheilhaft sein, wo die Ver- zu benutzen verstehen, wie die Männer. Unter den Reichstags 15. d. Mts. in Bolz' Festsälen, Alte Jakobfir. 75, feine General waltung der Silos genossenschaftlich organisirt ist, weil dann die wähler, n die der Arbeiterklasse angehören, giebt es noch sehr versammlung anberaumt. Zunächst theilte Ladewig mit, daß die Zentralgenossenschafts- Kasse eingreifen kann. Das Börsengesetz viele, welche in Verkennung ihrer eigensten Interessen, einem zur Benutzung stehende Bibliothet am 2. Mai eröffnet wird und wird zu einem für die Landwirthschaft günstigen Abschluß ge- Vertreter der Kapitalistenklaffe ihre Stimme geben. Wäre dem alle Bücher zurückzuliefern sind. Dem Verband sind im letzten langen und es lag daher kein Grund vor, mit der Vorlage noch nicht so, dann hätten die Vertreter des arbeitenden Volkes Vierteljahr 333 neue Mitglieder beigetreten. Sodann wurde der länger zu warten. Im Gegensatz zu verschiedenen Rednern die Mehrheit. Die Männer haben also gar fein Recht, Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung verlesen, wonach glaube ich, daß die Silos gerade den kleinen Bandleuten zu gute die Najse zu rümpfen über den politischen Unverstand jeder Kollege, welcher den 1. Mai nicht feiern fann, einen Theil tommen werden. der Frau. Allerdings giebt es unverständige Frauen so gut seines Arbeitsverdienstes in dazu bestimmten Marken der Agitation Abg. Brömel( fr. Vg.): Auf dem Gebiete des Genossen- wie unverständige Männer. Das ist aber wesentlich eine Folge spendet. Hierauf giebt der Kassirer Staßler den Kassenbericht schaftswesens hat die Landwirthschaft bedeutendes geleistet und unferes mangelhaften Erziehungswesens. Wir Deutschen, das vom letzten Quartal, der in Einnahme 4429,93 M. und in Ausman hätte die Bildung von Kornhäuser- Genossenschaften der Volt der Intelligenz, haben uer einer Reihe. Kultur- gabe 3953,40 M. aufweist. Mit einem vorhandenen Bestande von privaten Initiative überlassen können. Die ganze Vorlage be- staaten, wozu ich Rußland nicht rechne, die schlechtesten Schulen, 6577,55 m. verfügt der Verein über ein Vermögen von 7054,08 m. ruht auf einer falschen Vorstellung von der Preisbildung und in denen die Erziehung der Knaben schon ungenügend ist, die Nach einzelnen Anfragen wurde dem Kassirer auf Antrag der deshalb wird sie auch unwirksam sein. Den Forderungen der der Mädchen aber noch viel mehr vernachlässigt wird. Revisoren Decharge ertheilt. Der Bericht des Arbeitsnachweises Landwirthschaft gegenüber bedeutet sie nur ein Trinkgeld. Jm Redner geht näher ein auf unser heutiges Bildungswesen, gestaltet sich wie folgt: Vom 1. Januar bis 31. März wurden übrigen ist sie von einer geradezu rührenden Einseitigkeit, denn das bezüglich des weiblichen Geschlechts in den oberen 266 Stellen gemeldet. Für feft wurden 78, zur Aushilfe 54 be= mit keinem Worte denkt sie an die Möglichkeit des Mißl ingens. Klassen noch oberflächlicher und mangelhafter sei, als in den setzt. Unbesezt blieben 132 Stellen, 24 wegen zu langer ArbeitsEin kapitalfräftiger Kornhandel ist eine dringende Nothwendigkeit Arbeiterkreisen, wo die Noth des Lebens in mancher Hinsicht geit, 48 wegen Mangel an geeigneten Kräften, 34 wegen schlechten für die Wohlfahrt der Nation. eine gute Lehrmeisterin sei und kommt zu dem Schluß: deshalb Lohu, 6 Stellen wurden anderweitig vergeben, 33 falsch und zu Minister Dr. Miquel: Die Benutzung der Lagerhäuser wird müssen wir neben dem politischen Kampf für bessere Erziehung spät gemeldet, ohne nähere Angaben waren 20 Stellen. Die nur gegen Entschädigung zu gestatten sein, denn sie sollen ein sorgen. Der Redner bespricht nun das Interesse, welches die längste Arbeitszeit betrug 18 Stunden, die kürzeste 91/2 Stunden. wirthschaftliches Unternehmen sein, wenn auch der Staat nicht Proletarierfrau an der Gesetzgebung hat, und verbreitet sich über Der niedrigste Wochenlohn belief sich auf 14 M., der höchste auf darauf drängen wird, großen Nutzen daraus zu ziehen, sondern die letzten Kriege und deren Folgen für das deutsche Volt. Vortheile 21 M. Es meldeten sich im Quartal 147 arbeitslos, 63 füllten sich mit einem bescheidenen Zinssatz für das Anlagefapital be- haben wir durch diese Kriege nicht gehabt. Deutschland hat wohl die Kontrollkarten aus und 15 Kollegen nicht. Die 63 Kollegen gnügen wird. Der Kredit der Genossenschaften wird sehr gehoben Lorbeeren geerntet. Der Lorbeer ist aber, wie jeder Pflanzen- waren 168 Wochen 6 Tage arbeitslos, durchschnittlich 182/3 Tage. werden, wenn sie ihre landwirthschaftlichen Produkte lombardiren kundige weiß, eine Giftpflanze, und zwar eine, an der ganze Gründe der Entlassung: Gemaßregelt 1, Vorwärts liest 1, weil fönnen. Hier kann man jedenfalls nicht behaupten, daß es eine Völker zu grunde gehen. An dem Elend, das durch die Kriege er dem Verband angehört 1, wegen Streit 1, 600 M. Kaution Liebesgabe an den Großgrundbesig ist. Ich freue mich, daß das über zahllose Familien gekommen ist, trägt die Frau viel zahlen soll und feinen Sohn erhält 1, feinen Lohn bekommt 1, durch Haus der Sache mit so ruhigen Erwägungen näher tritt. Vor schwerer als der Mann. Während der Soldat, vom Stausche des Diebstahl 1, schlechte Behandlung 8, Krankheit 6, Mangel an Krieges mit fortgeriffen, leicht die Sorgen vergißt, Arbeit 38, Geschäftsaufgabe 4, zu alt 1, zu langer Arbeitszeit 14, ohne *) Verpfändbare Lagerhausscheine. sitzt die Gattin, die Mutter in banger Eorge daheim, Angabe 9, wegen höherer Lohnforderung 8, Differenzen 28 Kollegen. fte in Berlin mit Kopfschütteln aufgenommen werden. Die in der Die Auslegung, die Herr Durra seinen Worten giebt, wird Bersammlung gemachte Deutung schien zum mindesten näher liegend. Ein anderer Herr, der sich eine ähnliche Aeußerung zu schulden kommen ließ. berichtigt nicht. Wir weisen übrigens biezumuthung, Herrn Durra Denunziantendienste zu leisten, mit der gebührenden Ver- wunderung ab. % = an der Vor vier MoDie Thätigkeit des Bureaus geftaltete fich im 1. Quartal fol. Fabrit für eine spezielle Arbeit ein fleiner Lohnaufschlag. Die sichern. Die Versammlung rieth baher den Brüffeler Kollegen gendermaßen: Eingegangene Schriftstücke 426. Ausgegangene Arbeitszeit wurde von 60 auf 57 Stunden herabgefeßt, dagegen von der Gründung ab, verpflichtet sich jedoch, falls die Gründung Schriftstücke 558. Ertheilte Auskünfte über Gewerbegerichts- die 52 stündige Arbeitszeit abgelehnt. Da bei dieser Firma die dennoch zu stande kommen sollte, als Abonnenten ihre Schuldigfachen 67. Steuerfachen 23. Strafgeset und Prozesse 28. Polirer in bedeutender Minderheit in Arbeit stehen, im Verhältniß feit zu thun; dagegen lehnt sie es ab, auf die gesandten Listen zeichnen. Krankenversicherung 17. Zivilgesetze 21. Unfallversicherung 12. zu anderen Branchen, so sei auch hier ein Aufrechterhalten der zu der Bum zweiten Punkt Tagesordnung Bei Lukat u. Weißelberg wurde wurde die betreffs der Betheiligung Organisationsfragen 15. Verschiedenes 32. Vertretungen am Sperre zwecklos. der Lohnbewegung Gewerbegericht 2. Gesuche 2c. wurden 48 angefertigt. Ein An- 52 stündige Arbeitszeit, nicht aber der Lohnzuschlag erreicht. Im selbständigen Müßenmacher nimmt die Versammlung auf Antrag trag Raßler Ladewig, welcher besagte, daß neu eintretende allgemeinen sind hier die Löhne bei einzelnen Sachen etwas Regge's folgende Resolution an, nachdem die selbständigen arbeitslose Mitglieder 8 Wochen auf den Arbeitsnachweis ver- höher wie in anderen Werkstätten, doch wird ein er- Müzenmacher Thomsen und Lewin eifrig dagegen gesprochen zichten müssen, wurde nach längerer Debatte abgelehnt. höhter Verdienst deshalb nicht erreicht, weil weil nur fleine hatten: In Erwägung, daß die Konjunktur zu Lohnbewegungen Zur Zeit der Unterhandlungen in diesem Jahre eine günstige ist und viele Gewerkschaften diese Die Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Aufträge in Arbeit gehen. beschäftigte sich in ihrer Generalversammlung am 10. April mit mangelte es hier fast gänzlich an Arbeit. Als solche eintraf, wurden Gelegenheit benutten, um Forderungen zu stellen, wodurch die der Erledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Die Arbeitskräfte eingestellt, die vordem dort nicht in Arbeit standen, Kassen der meisten Gewerkschaften geleert find, andererseits die Abrechnung weist mit einem alten Bestand von 10,86 m. eine daraufhin stellten sich auch einige von den alten Arbeitern ein, Hausindustriellen unserer Branche sich in solcher Zerfahrenheit Einnahme von 115,30 M. und eine Ausgabe von 96,75 M. auf. so daß die Werkstatt besetzt, also die Sperre nuklos ist. Aehnlich befinden, daß fie für eine Lohnbewegung nicht mehr zu haben In den Vorstand wurden gewählt: Eaß und Müller zu Vor- verhält sichs mit der Luruswerkstatt von Scheu. Auch hier sind sind und somit tein Hinterhalt für eine Lohnbewegung vorhanden figenden, Haupt und Fenste zu Schriftführern, Seyler und genügend Arbeitskräfte eingestellt, also die Sperre hinfällig. ift, lehnt die heutige Versammlung es ab, sich an der bevorAus dieser Werkstatt sind gegenwärtig noch 5 ausge- ftehenden Lohnbewegung der Haußindustriellen zu betheiligen. Besete zu Kassirern, Hirsch, Nalte und Trunsch zu Revisoren. Sperrte Arbeiterinnen zu unterstüßen. Das Ergebniß Bezüglich der diesjährigen Maifeier wird nach kurzen AusDer Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält der recht regen Debatte war die Zustimmung zu einem führungen Wiehr's eine Resolution angenommen, in der niffe der Töpfer und Berufsgenossen beschäftigte sich am Antrage, der gemäß dem Vorschlage des Referenten die sich die Kollegen verpflichten, überall da, 100 es nur 14. April in einer gut besuchten Generalversammlung mit dem die über die einzelnen Werkstätten verhängten Sperren aufhob. irgend geht, am 1. Mai zu feiern. Ferner wird Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung, betr. die Auflösung In bezug auf den Streitfonds wurde beschlossen: Da der Streit beschlossen, daß die Kürschner sich der Bekleidungsgruppe anbeider am Drte bestehenden Organisationen. Nachdem ver- fiegreich beendet ist, find die Extrabeiträge zum Streitfonds nicht schließen. Außerdem müssen von den am 1. Mai Arbeitenden schiedene Redner für und gegen diesen Beschluß gesprochen hatten, mehr weiter zu erheben. Diejenigen, die damit noch im Rück- alle männlichen Arbeiter 1 Mart und die Arbeiterinnen 50 Pf. wurde die Auflösung gegen eine Stimme beschlossen. Es wird stande sind, werden verpflichtet, nachzuzahlen. Echließlich wurde zu dem Streitfonds beisteuern. Bei dem 4. Punkt der Tages den Kollegen zur Pflicht gemacht, ihre Beiträge so schnell wie den Revisoren aufgegeben, beim Raffirer zu revidiren und das ordnung handelte es sich darum, daß der Hofkürschnermeister möglich zu begleichen. Die Liquidationskommission wird ver- Resultat im„ Borwärts" bekannt zu geben. C. Salbach, Unter den Linden, seit Jahren es fertig bringt, entpflichtet, innerhalb eines Quartals über ihre Thätigkeit Bericht zu erstatten. Hervorgehoben wurde, daß der Interessenverein aller in der Gießerei beschäftigten Arbeiter tagte am rinnen des Sonnabends und an Tagen vor den Festtagen länger Eine sehr gut besuchte Versammlung der Former und gegen den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung seine Arbeitefomit dem Beschluß der öffentlichen Versammlung nachgekommen 21. April im Louisenstädtischen Konzerthause. Ueber den Streit als bis 5 ja bis 71/2 Uhr zu beschäftigen. Wie Regge aus sei, nicht so die hiesige Filiale des Verbandes. bei der Firma Friedrich, Reichenbergerstr. 4, fonnte först en mit führt, ist es sogar vorgekommen, daß zwei Arbeiterinnen, die auf Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der Bäcker theilen, daß derselbe, nachdem die Kommiffion der Meister die Initia- ihr gutes Recht pochend, um 1/26 Uhr aufhörten, die zwei und Berufsgenossen hielt am 15. April ihre regelmäßige tive zu den Verhandlungen ergriffen hatte, seinen Abschluß gefunden Stunden vom Lohne abgezogen wurden. Monatsversammlung ab. Nach dem Bericht des Kassirers ver- und die Differenzen zu gunsten der Streifenden beigelegt wurden. naten sei diese Gesetzes Uebertretung des Herrn Sal fügt der Verein über einen Rassenbestand von 126,89 M. Im Im allgemeinen sei eine bedeutende Lohnerhöhung für alle in bach der Polizei angezeigt, dieselbe habe auch bei Herrn Punkt 2 der Tagesordnung wurde die Verordnung des Bundes- betracht kommenden Arbeiter zugestanden. Die während des Salbach recherchirt, aber aber merkwürdigerweise habe Herr raths, betreffend die Regelung der Arbeitszeit in den Bäckereien, Streits eingestellten drei Hilfsarbeiter sind ebenfalls entlassen Salbach am nächsten Sonnabend wiederum länger wie bis einer eingehenden Kritik unterzogen. Alle Redner waren darin und konnten demnach die Streifenden ihre Plätze wieder ein- 51/2 Uhr die Arbeiterinnen beschäftigt. Ein Vertreter der Firma einig, daß die Berordnung, trotzdem sie manche Vortheile enthält, nehmen. Da die Versammlung sich mit den Abmachungen der Salbach erklärt, sich zu dem Gesagten nicht äußern zu können. gegenüber den vielen und schweren Mißständen im Beruf lange Kommission vollständig einverstanden erklärte, wurde eine Die Versammlung beauftragt die Vertrauenspersonen, die Annicht weit genug geht. Es sei daher Pflicht der Bäckergesellen, Diskussion über diesen Punkt nicht beliebt und erstattete hierauf gelegenheit nochmals der Polizeibehörde zu unterbreiten und falls die Organisation zu stärken, um zu den wenigen Vortheilen neue der Vertrauensmann Siobsad den Bericht über seine Thätig von hier wiederum keine Remedur geschaffen werde, sich an eine au erringen. Hierauf wurde beschlossen, am 2. Pfingstfeiertag feit. Wie aus dem Bericht zu entnehmen war, konnten in den höhere Instanz zu wenden. Im Anschluß hieran ermahnt Wiehr einen Ausflug zu unternehmen. Den streifenden Textilarbeitern letzten 14 Monaten 89,50 M. für den Maifonds, 815,00 m. für Bons, noch die Anwesenden, sich alle der Organisation anzuschließen, in Rottbus bewilligte die Versammlung 20 M. 61,90 M. Tellersammlung und 926,80 M. für Listen an den Haupt- denn nur eine starte Organisation ist im stande, die Arbeiter vor Die hiesige Filiale des Vereins der graphischen Ar- vertrauensmann abgeliefert werden. Gleichzeitig mit dem günstigen etwaigen Ungesetzlichkeiten der Arbeitgeber zu schützen. beiter und Arbeiterinnen hielt am 16. April eine General- finanziellen Resultat fonnte konstatirt werden, daß die Organisation Die an Holzbearbeitungsmaschinen und auf Holzplägen versammlung im„ Englischen Garten" ab. Der Bevollmächtigte erhebliche Fortschritte zu verzeichnen hat, wodurch es möglich beschäftigten Arbeiter hatten für Mittwoch Abend eine öffent Schöpfe berichtete zunächst über die Differenzen der Präger und war, in verschiedenen Werkstätten die aufgestellten Forderungen liche Versammlung einberufen, in der Genosse Jahn über„ Die Prägerinnen der Firma Wunsch u. Lange. Infolge des gefchloffenen ohne Arbeitsniederlegung zu erlangen. Nachdem Körsten wirthschaftliche Lage und der 1. Mai" referirte. Redner wies Vorgehens der dortigen Kollegen sei die geplante Lohnreduktion und äther darauf hingewiesen, daß die Unternehmer unter anderem darauf hin, daß man nach den stattgehabten unterblieben und die vier gemaßregelten Präger wieder ein- gewillt find, in Zukunft nur den Arbeitsnachweis Lohnkämpfen nicht die Hände in den Schooß legen dürfe, sondern gestellt. Sodann verlas der Kassirer den Kassenbericht. Der- der Metall- Industriellen zu benutzen, 100 schwarze Listen auch darauf achten müsse, das Errungene zu erhalten. Hierauf felbe wies eine Gesammteinnahme von 1482,50 Mart und trotz des§ 153 der Gewerbe Ordnung floriren, wurde folgender bezugnehmend wurde in der Diskussion erwähnt, daß man bereits eine Ausgabe von 490,81 Mart auf, sodaß 991,69 M. Antrag einstimmig angenommen:" Die Versammlung erachtet es mehrfach Versuche gemacht habe, nicht nur die bewilligten Löhne an die Hauptkasse gesandt werden konnten. Das Privat- als ihre Ehrenpflicht, den Arbeitsnachweis der Metallindustriellen, herabzudrücken, sondern auch die Arbeitszeit von den vereinvermögen der Berliner Filiale beträgt 468,50 M. Hieran schloß sich Gartenstr. 160, zu meiden und zu keinerlei Arbeitsvermittelung barten neun auf zehn Stunden auszudehnen. Einige Arbeiter, der Jahresbericht der Berwaltung. Im verflossenen Vereinsjahre in Anspruch zu nehmen." A13 Vertrauensmann wurde Stobbie sich in einer Fabrik dagegen sträubten, wurden entlassen. find 12 Mitgliederversammlungen, 12 Vertrauensmännerfißungen, sa c wiedergewählt. In bezig auf die Maifeier wurde nach Es sei also nöthig, energisch an dem Errungenen festzuhalten. 43 Geschäftsversammlungen, 16 Verwaltungssigungen und turzer Diskussion, in der die Beschlüsse der Unternehmer Bezüglich der Maifeier macht Piehl den Vorschlag: die 10 öffentliche Versammlungen abgehalten. Schöpfe erörterte tritifirt und aufgefordert worden war, energisch für die Feier bei völliger Arbeitsruhe mit den Holzarbeitern insgesammt sodann noch ausführlich alle die Vortheile, die für die verschiedenen Arbeitsruhe am 1. Mai einzutreten, nachstehender Beschluß durch Theilnahme an der Versammlung zu begehen. Nachdem Branchen im Laufe des vergangenen Jahres erzielt wurden. gefaßt: Die Versammlung u. s. w. beschließt:" In allen Gießereien Pantow, Weise, Stein und Wolf sich darüber Jedenfalls seien die Erfolge recht erfreulich und legen in denen anläßlich der Maifeier Aussperrungen oder Ablehnungen geäußert, wird eine in diesem Sinne gehaltene Resolution dieselben Zeugniß ab, von der Stärke der Organisation. Er erfolgen, wird bis zum 31. Dezember 1896 unter feinen Um einstimmig angenommen und allen die Arbeitsruhe empfohlen, tönne jedoch nicht umbin, auf einen mit A. R. unterzeichneten ständen nach Feierabend gearbeitet." Die Freigabe des 1. Mai die sie ohne Schaden durchführen können. Die Arbeitenden Artikel in Nr. 10 der„ Graphischen Preffe" hinzuweisen und die soll in allen Betrieben gefordert werden. Ein weiterer Antrag, haben 50 Pf. au den Maifonds zu zahleu. Ein Antrag Pantow, in demselben enthaltenen Behauptungen als völlig grundlos daß bei event. Aussperrungen die Arbeit erst dann wieder auf die Gemaßregelten entweder nicht mehr zu unterstützen zurückzuweisen. Mit Ausnahme des betreffenden Artikel- zunehmen ist, wenn für die betreffende Zeit von den Arbeitgebern oder einzustellen, gelangt nach längerer Diskussion zur Annahme. schreibers schloffen sich alle Diskussionsredner den Ausführungen der Lohnausfall ersetzt wird, wurde zurückgezogen, da sich eine Eine längere Diskussion entspann sich über die eingegangenen Schöpfe's an und wurde sodann folgende Resolution einstimmig Versammlung kurz nach dem 1. Mai mit den zu treffenden Maß- Listen der Dachdecker und Fensterputzer, die damit endete, daß angenommen: Die Generalversammlung erklärt hiermit, daß sie nahmen noch beschäftigen wird. Unter Verschiedenem wurde den Dachdeckern vorläufig 15 M. überwiesen wurde. Eine Anmit der Geschäftsführung des Kollegen Schöpte vollständig ein- das Verhalten von zwei Formern bei der Firma Legel, Rückert frage, warum noch keine Abrechnung über den Streit erfolgt sei, beverstanden ist und über den betreffenden Aufsatz in der Graph. Straße, von Körst en unter Zustimmung der Versammlung gerügt. antwortet Piehl dahin, daß dies unmöglich sei, weil noch gegen Preffe" zur Tagesordnung übergeht." Die Neuwahl der Ver- Die Vergolder nahmen in öffentlicher Versammlung am 200 Listen ausstehen; er fordere aber alle Inhaber von Listen waltung ergab folgendes Resultat: 1. Bevollmächtigter Montag Stellung zur Maifeier. Während mehrere Redner für auf, dieselben binnen kurzem abzuliefern, da man sonst die R. Schöpfe, 2. Bevollmächtigter Henkel, 2. Kassirer Jenzen, ftritte Arbeitsruhe eintraten, waren andere, unter ihnen auch Säumigen öffentlich bekannt geben werde. 1. Schriftführer Zeidler, 2. Schriftführer Reimann. Beisiger Ewald der Meinung, daß das Klaffenbewußtsein unter den im Riedel, Frau Krüger und P. Schäfer. Revisoren Bräutigam, Bergolbergewerbe arbeitenden Kollegen noch nicht start genug Abend in einer ungemein start besuchten Versammlung, die in Die Lohnbewegung der Maurer wurde am Mittwoch Fisch, Blasebock. Ein Antrag, am 1. Mai wie bisher den Ar- fei, um einen hier gefaßten, auf unbedingte Arbeitsruhe lauten: einer Anzahl von mindestens 2000 Personen den Keller'schen beitslosen eine tleine Unterstügung zu gewähren und zu diesem den Beschluß überall zur Durchführung zu bringen. Es wurde Saal füllte, erörtert. Nach der Darstellung Silber. 3wede Marken zu 1 m., 50 Pf., und 25 Pf. zu verausgaben, deshalb beschlossen: überall, wo es ohne besondere Schädigung schmidt's steht die Bewegung recht günstig. Bis Mittwoch wurde angenommen, ebenso ein Vorschlag, in diesem Jahre wieder der Arbeiterinteressen möglich ist, am 1. Mai die Arbeit ruhen nachmittags 3 Uhr war der Lohnkommission gemeldet, daß die ein Sommerfest zu veranstalten. Zum Schlusse kam man noch zu lassen. Jeder feiernde Rollege ist unbedingt verpflichtet, so: Forderungen bewilligt sind auf 238 Bauten, 100 2987 darin überein, am Himmelfahrtstage eine Partie mit Damen zu wohl an der Vormittagsversammlung der Gewerkschaft, als Maurer arbeiten. Im Streit befinden sich 1902 Maurer. veranstalten und wurden als deren Endziel die Kaltberge Rüders- auch an den Veranstaltungen der politischen Partei theilzunehmen. Die Arbeit ruht auf 35 Bauten gänzlich, auf 54 Bauten dorf in Aussicht genommen. Die Versammlung beschloß ferner, daß jeder am 1. Mai arbeitende theilweise. 1267 Maurer arbeiten auf 90 Bauten zu den Deutscher Holzarbeiter Verband. Eine gutbesuchte Rollege die Hälfte seines Tagesverdienftes zum Streiffonds zu alten Bedingungen. Das Resultat des Streits würde noch Branchenversammlung der Parketbodenleger fand am 18. April zahlen hat. Den Gruppenversammlungen werden sich die Vergolder günstiger sein meinte der Referent- wenn die Kollegen mit bei Schöning, Köpniderstr. 68, statt. Zum 1. Punkt der Tages- nicht anschließen, sondern eine eigene Maiversammlung abhalten. mehr Energie für ihre Forderungen eingetreten wären. Es sei ordnung: Berichterstattung der Kommission über die mit den Hierauf berichtete Schnorre über die Thätigkeit der Agitations jetzt die Hauptsache, durch fräftige Agitation auch Arbeitgebern gepflogenen Unterhandlungen, wurde seitens der kommission und Steibel über die Kassenverhältnisse derselben. Diejenigen Kollegen zum Anschluß an die Bewegung zu Rommission angeführt, daß ein großer Theil der Prinzipale Letzterem wurde Decharge ertheilt und ihm auf Antrag der Re- veranlassen, die leider bis jetzt Beweise ihres Solidaritätswohl schwerlich ein richtiges Verständniß für die Situation visoren 10 M. bewilligt zur Dedung von Ausfällen, die während gefühls vermissen ließen und die Forderungen an ihre Arbeitbesize, da eine zweimalige Einladung, die erste von seiten der seiner Kaffenführung entstanden sind. zu Mitgliedern der geber nicht gestellt haben. Bei einmüthiger Betheiligung seitens Arbeitnehmer, die zweite von einem ihrer Herren Fachgenoffen, Agitationstommiffion wurden Weinberg und Langner der bisher noch lässigen Kollegen würde der Streik in einigen nicht vermocht habe, die Herren zu einer gemeinschaftlichen und zu deren Kassirer Steibel gewählt. Kassube und Zagen zu gunsten der Arbeiter entschieden sein. Man müsse Unterhandlung zu veranlaffen. Weiter wurde berichtet, daß von Triebel wurden als Revisoren und Stahmann als De- jetzt alles daran sehen, um den neunstündigen Arbeitstag zu erDen in der Rommission anwesenden Arbeitgebern der legirter zur Gewerkschaftskommission bestimmt. ringen, denn wenn es jetzt nicht gelinge, habe die Bewegung neu einzuführende Tarif als durchaus angemessen bezeichnet Die öffentliche Versammlung der Textilarbeiter und auf lange Zeit teine Aussicht auf Erfolg. Es frage wurde, seien doch noch vor vier Jahren erheblich höhere Löhne Arbeiterinnen, die am Montag Abend im Lotale Königsbant sich nun, was bezüglich der Baufirma Held u. Franke geschehen für Legerarbeiten gezahlt worden, als wie sie der neue Tarif tagte, war nur mäßig besucht. Zum 1. Punkt der Tagesordnung solle. Diese hat nämlich auf den Bauten, wo die Arbeit drängt, fordere. Speziell habe Herr Leffer erklärt, er habe kein Inter esse berichtete Köge über die Verhandlungen des Textilarbeiter( Ausstellung und Kurfürstenstraße) die Forderungen der Maurer an der immerwährenden Reduzirung der Arbeitslöhne; auch er Kongresses zu Apolda, die einzelnen Punkte der Tagesordnung bewilligt, auf einer Reihe anderer, minder eiliger Bauten dafönne nur verdienen, wenn die Arbeiter auskömmlich bezahlt dabei eingehend beleuchtend. An der anschließenden Diskussion gegen, unter anderem auch auf dem Dom, die Forderungen abwürden. Gerügt wurde weiter, daß seitens der Deutschen Fuß- betheiligten sich zwei Redner im Sinne des Referenten. Zum gelehnt. Es würde sich jedenfalls empfehlen, auch über die bodenfabrik, welche sich den Anschein gab, als wolle sie eine Bericht über die Petition vom preußischen Abgeordnetenhaus Bauten, wo Held u. Franke bewilligt haben, die Sperre Berständigung zwischen beiden Parteien anbahnen, nichts ge- wegen Beschränkung ber Zuchthausarbeit verliest der zu verhängen, um diese Firma zur Bewilligung auch schehen ist. Wiedemann, Vertrauensmanu der Holzarbeiter, legt Borsitzende den feitens der Petitions Rommission = des auf den andern Bauten zu zwingen. Die Kommission hat zum " in durchaus sachgemäßer Weise die Stellung flar, welche die Hauses an ihn ergangenen Bericht, der sich auf beide, von Donnerstag Abend die unter den neuen Bedingungen arbeitenden Parketbodenleger Berlins einnehmen und erklärt, ein Rück- Mülhausen und Berlin eingegangene Petitionen bezieht. Maurer der Firmen Held u. Franke, Eckert u. Dannenberg, wärts tönne es auf keinen Fall geben. Sollten sich Aus diesem ist hervorzuheben, daß der Vertreter der Reichs- Straus'sche Aktiengesellschaft und Pumplun zu einer besonderen jetzt noch Arbeitgeber finden, welche erklären, durch Einführung regierung während der Verhandlungen über die vorliegenden Versammlung eingeladen, um einen Beschluß darüber herbeizus des Tarifs petuniär geschädigt zu werden, so sei es ihre Pflicht Petitionen erklärt habe, daß in sämmtlichen preußischen Strafführen, diese Kollegen zu gunsten derjenigen Bauten gewesen, in den gemeinschaftlichen Sigungen eine Verständigung anstalten laut ministerieller Anordnung die Betriebe für Weberei ber fraglichen Firmen, wo nicht bewilligt ist, die Arbeit zu suchen. Weiter weist Redner nach, daß in einer verhältniß- und Maschinenstrickerei bereits bedeutende Verminderung erfahren niederzulegen gewillt sind. In der Debatte wurden sehr mäßig fleinen Branche sich eine Lohnbewegung viel leichter durch haben und für die Folge noch weitere Einschränkungen in Aus- viele Einzelheiten über Vorfommnisse anläßlich des Streits be führen laffe, als in einem größeren Beruf. Hier könne die ficht stehen. Das Haus habe befchloffen, besagte Petitionen der sprochen. Auf dem Bau von Lagorz an der Stadtbahn arbeiten Situation übersehen werden, bei der Lohnbewegung der Tischler Reichsregierung als Material zu überweisen. Eine Diskussion zwar 43 Mann zu den neuen Bedingungen, jedoch sind zwei sei dieses unmöglich gewesen und dennoch sei der Erfolg ein findet nicht statt und wird unter Verschiedenes" auf die am Kollegen, welche die Forderungen zuerst stellten und vertrate vollständiger gewefen. Zum Schluß fordert Wiedemann die An- Sonntag in Keller's Festsälen seitens des Karthaus'schen Gesang- gemaßregelt worden. Die Versammlung beschloß deshalb, diesen wefenden auf, mit aller Kraft für die Organisation zu wirken, vereins stattfindende Matinee zu gunsten der Kottbuser Textil- Bau so lange zu sperren, bis die beiden Gemaßregelten wieder speziell solle es jeder Parquetbodenleger als seine heiligste Pflicht arbeiter hingewiesen. eingestellt werden. Einer Anregung aus der Versammlung zus betrachten, auch finanziell die Sache zu fördern. Die in der Kürschnerbrauche beschäftigten Arbeiter und folge erklärte die Kommission, daß denjenigen Kollegen, welche Eine öffentliche Versammlung der Möbelpolirer ver- Arbeiterinnen hatten sich am Montag Abend im Schüßenbause Ueberstunden machen, obwohl sie zu den neuen Bedingungen handelte am Sonntag Bormittag über die Aufhebung der in großer Anzahl versammelt. Zum ersten Punkt der Tages- beschäftigt sind, die Arbeitsberechtigungskarten entzogen werden Sperren. Hauptsächlich kommen hierbei größere Werkstätten in ordnung: Stellungnahme zum Antrag der Brüsseler Kollegen sollen. Ferner wurden folgende Anträge angenommen:" Die betracht, über die Heinrich Schulz folgende Klarstellungen behufs Gründung einer Fachzeitung, wurde, nachdem Regge, Lohnkommiffion hat sofort eine Liste herauszugeben, auf der alle gab: Bei der Firma Laborenz handelte es sich um Wieder- Peters, Wiehr, Michaelis dagegen, und Schulz und Riem dafür Bauten, wo zu den neuen Bedingungen gearbeitet wird, und alle einstellung der vier Arbeiter, die wegen der Forderungen beim gefprochen hatten, eine Resolution angenommen, in der die Ver- Meister, welche die Forderungen bewilligt haben, verzeichnet sind. Firmeninhaber vorstellig geworden sind. Der Lohnzuschlag sammlung anerkennt, daß eine Fachzeitung wohl das beste Alle Streifenden verpflichten sich, von morgen an bis zur wurde bewilligt, bewilligt, doch die vier Arbeiter gemaßregelt. Agitationsmittel für eine Gewerkschaft ist, wenn die Zeitung nächften öffentlichen Maurer Bersammlung keine Arbeit Da lettere sich nicht mehr im Arbeitsnachweis melden, existenzfähig ist. Die Versammlung spricht sich daher gegen die zu suchen, sondern die schärfste Kontrolle über die zu üben. fei anzunehmen, sie haben Arbeit, somit sei die Sperre zwecklos. Gründung einer internationalen Fachzeitung in drei Sprachen Bauten Jeder Kollege, noch สิน Bei Frifter u. Roßmann wurde ein Polirer, der die Forderungen aus, weil die Zahl der organisirten Kollegen in den in betracht alten Bedingungen arbeitet, ist verpflichtet, die Forde= dem Chef unterbreitete, entlaffen. Erreicht wurde in dieser kommenden Ländern zu gering ist, um die Organisation zu rungen von morgen an aufs neue zu stellen und bei Nichtder den und die Dachdecker und Berufsgenossen zu einem weiteren einer alle Handelsangestellten nahegehenden Reform gegründet Bewilligung berselben die Arbeit fofort niederzulegen. Die fammlung über den eingelaufenen Antrag, daß der zu zahlende| Einnahme betrug 178,75 M., bie Ausgabe 281,30 M., fodaß ein Streifenden haben sich von nun an täglich zweimal die Streit Beitrag zum Streitunterstüßungsfonds prozentual für Bau- Defizit von 52,55 M. vorhanden ist. Ueber die Thätigkeit des farten abstempeln zu laffen." Silberschmidt ersuchte um thatkräftige arbeiter höher zu normiren fet wie für Werkstatt- Vorstandes berichtete der Schriftführer Baumann und erfolgte Weiterführung der unter so günstigen Aussichten begonnenen arbeiter. Die Bersammlung beschloß jedoch, es bei hierauf die Neuwahl des Vorstandes, die folgendes Resultat erBewegung und schloß die Versammlung mit einem Hoch auf den dem vorigen Beschluß zu laffen. Jeder arbeitende Rollege gab: Sellin, 1. Vorsitzender; Bunge, 2. Borfizender, Neunstundentag. ist verpflichtet, Marten im Betrage von 50 Pf. pro Dörre, Kassirer; Schlecks, 2. Kassirer und Baumann, Die streifenden Maurer waren am Donnerstag Vormittag Tag( nicht pro Woche wie es im vorigen Bericht irrthümlich Schriftführer. Zu Revisoren wurden Sommer, Flemming bei Cohn in der Beuthstraße versammelt. Der Andrang war so hieß), in die Quittungskarte einzufleben. Zum Einkaffiren der und Wernicke ernannt. Ferner wurde befchloffen, die Lesestart, daß der große Saal mit allen Nebenräumen bis zum letzten Marken wurde von jeder Werkstatt ein Delegirter ernannt. Im Abende am Mittwoch nach dem 20. jeden Monats im Lokal Winkel von einer dicht gedrängten Menge gefüllt war. Silber Verschiedenen theilt Marker mit, daß am Sonntag Vormittag Bismarckshöhe stattfinden zu lassen. Nachdem noch verschiedene schmidt und andere Redner bezeichneten den Stand des Streits im großen Saale bei Cohn eine öffentliche Versammlung statt Vereinsangelegenheiten geregelt waren, wurde die Versammlung als recht günstig und forderten zum energischen Eintreten für die findet. tisd mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. gestellten Forderungen auf. Seit dem in der Mittwoch- Abend- Der Achtuhrschluß der Ladengeschäfte wurde am Der Arbeiterverein von Pankow und Umgegend hatte am Versammlung gegebenen Bericht ist ein Fortschritt der Bewegung 22. April in einer Versammlung des Vereins deutscher Kaufleute 16. April eine Versammlung einberufen, in der Genosse Börsch insofern zu verzeichnen, als schon wieder auf einigen Bauten die erörtert, zu der alle selbständigen und konditionirenden Kaufleute über das Thema„ Die Beseitigung des Privateigenthums" sprach. Forderungen bewilligt wurden und eine größere Zahl von Kollegen eingeladen waren. Erschienen waren etwa 500 Personen. An Dem Redner wurde zum Schluß reger Beifall zu theil. Von auf anderen Bauten sich dem Streit angeschlossen haben. Da der stelle des Schriftstellers Peris, der abgesagt hatte, referirte einer Diskussion nahm man Abstand und gelangten zum Unternehmer Lagory, über dessen Bau an der Stadtbahn in der Buchdruckereibefizer Friedrich 3. Redner übte eine sehr Schluß einige interne Vereinsangelegenheiten zur Erledigung. Mittwoch- Versammlung die Sperre verhängt wurde, bereits am scharfe Kritik an der Resolution, welche die Protestversammlung Donnerstag früh sich bereit erklärt hatte, die Gemaßregelten, falls des Vereins der Kaufleute und Industrieller am legten fratischen Arbeiter- Bildungsverein im Lokal von Wöllstein Herr Adlershof. Am 16. d. M. sprach hier im sozialdemofte sich zur Arbeit melden, wieder einzustellen, so beschloß die Sonntag gegen den Achtuhrschluß gefaßt hat. Er legte die Dr. Böhm über das Naturheilverfahren. In der Diskussion tam gen bever Versammlung, die Sperre über diesen Bau aufzuheben. Nach darin enthaltenen logischen Widersprüche bloß und wies nach, fein Widerspruch zu den Ausführungen des Referenten zum furzer Debatte, in der sich eine große Begeisterung für den Streit daß Produktion und Handel absolut nicht geschädigt würden, Ausdruck. Der Vorsitzende machte hierauf bekannt, daß am befundete, fand die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf wenn der Ladenschluß um 8 Uhr abends gesetzlich vorgeschrieben Sonntag, den 26. d. M., ein Urania- Besuch stattfindet. bie Maurerbewegung ihren Abschluß. werde. Zum Schluß sprach der Redner mit Wärme dafür, daß Billets sind bei dem Kassirer Neumann, Mezerstr. 5, für Wit Die Versammlung der Dachdecker und Berufsgenoffen, alle Gehilfen ohne Unterschied ihrer sonstigen Parteinahme die Mittwoch Nachmittag bei Wille, Andreasstraße, tagte, beschloß, susammentreten sollten, um gemeinsam auf Abschaffung der glieder zum halben Preise zu haben. da die Zeit augenblicklich nicht geeignet erscheint, um den Streit vielen Uebelstände im Beruf, insbesondere der langen Arbeitszeit Schöneberg. Am 20. d. M. fand hier eine gut besuchte weiterzuführen, denselben aufzuheben. Es gelangte folgende Re- zu bringen.( Großer Beifall.) An der äußerst animirten Debatte Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Im ersten solution zur Annahme: Die bei Wilte tagende Versammlung betheiligten sich auch Mitglieder der auf dem Boden der Punkt des Tagesordnung erstattete der Kassirer den Bericht über der Dachdecker und Berufsgenossen hält es für rathfam, den modernen Arbeiterbewegung stehenden Freien Bereinigung das erste Quartal. Es betrug die Einnahme 148,25 M., dem Streit beizulegen, obgleich diejenigen, die sich jetzt noch im Streit der Handlungsgehilfen". Bezüglich der erstrebten und in Aus- gegenüber stand eine Ausgabe von 80,45 M., folglich ist ein Bebefinden, Personen find, die Charakter haben und gewillt wären, ficht stehenden gefeßlichen Festlegung des früheren Geschäfts- ftand von 62,80 M. vorhanden. Einstimmig wurde der Kassirer den Kampf bis auf das äußerste zu führen. Die Versammlung schluffes war man ziemlich einer Meinung. Jedoch vermochten entlastet. Gine Statistit, die der Vorstand vorgenommen hatte, spricht ihr Bedauern darüber aus, daß viele Kollegen ihre traurige fich verschiedene Redner nicht für die Liga zur Herbeiführung inwieweit die Mitglieder der gewerkschaftlichen Organisation anLage noch nicht erkannt haben und durch ihren Indifferentismus die des Achtuhrschlusses in fämmtlichen kaufmännischen Geschäften" gehören, ergab, daß von den 258 Mitgliedern 186 gewerkschaftallgemeine Durchführung der gerechten Forderungen vereitelten. zu erwärmen, wobei man besonders an der Gründung derselben lich organisirt sind. Hierauf hielt Genoffe Bährold einen beiDie Anwesenden halten es für richtiger, die Gelder zur Förde- burch Mitglieder der Freien Vereinigung" Anstoß nahm. fällig aufgenommenen Vortrag. Unter Verschiedenem fanden rung der Organisation zu verwenden, und verpflichten sich, im Berthold Heymann stellte demgegenüber feft, daß die örtliche Angelegenheiten ihre Erledigung. Als Thema für die Intereffe der gesammten Berufsgenossen weiter zu agitiren und Liga durchaus nicht im Interesse einer bestimmten Parteirichtung, nächste Versammlung wurde bestimmt: Was bedeutet Materias nicht eher zu ruhen, bis die noch Fernstehenden herangezogen sondern im Interesse der allgemeinen Propaganda zu gunsten liftische Geschichtsauffassung? Kampf gerüstet sind." Die Lohnkommission foll bis auf weiteres fei. Die Liga folle nur so lange bestehen, bis der Achtuhrschluß hier eine öffentliche Volksversammlung im Lange'schen Lotal statt, Baumschulenweg. Am Sonntag Nachmittag 6 Uhr fand bestehen bleiben. Die Ausgesperrten haben sich täglich einmal zum Gesetz erhoben sei.( Bravo.) Herr Ruth, Geschäftsinhaber, welche auch von Frauen gut besucht war. Genosse Ulbricht zur Kontrolle zu melden. Im Ausstand befinden sich zur Zeit erklärte es für weit richtiger, eine bestimmte Dauer der Arbeits- sprach in einem ca. 11eftündigen Vortrage über die wirthschaftnoch 56 Mann. Ueber die Firma H. Mah, Chorinerzeit zu fordern, vielleicht von 10 oder 11 Stunden, als den lichen Bestrebungen der bürgerlichen Parteien und die Sozialstraße 22, wurde beschloffen, die Sperre zu ver- Schluß der Geschäfte um 8 Uhr zu befürworten. Folgende Re- demokratie. Derfelbe entledigte sich seiner Aufgabe zur vollen bängen. Veranlaffung hierzu gab das Berhalten des Herrn solution fand einstimmige Annahme: Zufriedenheit der Versammlung und verstand es durch einzelne Maz bei Eintritt in die Lohnbewegung. Als Revisor wurde Die Versammlung begrüßt dankbar die Vorschläge der Beispiele aus der Gegenwart, als auch Vergleiche aus der Bibel Sante hinzugewählt. In bezug auf die Maifeier wurde be- Reichskommiffion für Arbeiterstatistik zum Schutze der Handlungs die Zuhörer zu feffeln. An der Diskussion betheiligten sich schloffen, gemäß dem Beschluß des Breslauer Barteitages überall gehilfen und erwartet von den gefeßgebenden Körperschaften, daß namentlich Demste, Böttcher( Steglitz), Meißner, Pietsch und Krebs. dort die Arbeit ruhen zu laffen, wo dies ohne Schädigung des Zur Arrangierung der Maifeier wird eine dreigliedrige Kommission Einzelnen möglich ist. Die Feiernden sollen sich Bormittags an gewählt und besteht diese aus den Genossen Krebs, H. Meißner und der Gruppenversammlung betheiligen. Abende soll eine ExtraSchmidt. Unter Verschiedenem theilt der Einberufer Vertrauensfeier stattfinden. Golz, Rosenbaum und M. Winstowski wurden mann Teutsch mit, daß die Tellersammlung vom Amtsvorsteher Hoffmann in Treptow auf grund der Polizeiverordnung vom Die Stuckateure orientirten sich in einer öffentlichen Ver- Stralau. Der Verband der Glasarbeiter wählte in seiner 12. August 1892 bei einer Androhung von 9 M. Strafe event. fammlung am Mittwoch in Cohn's Festfälen über den Verlauf Mitgliederversammlung am 12. April das Mitglied Gebel 3 Tagen Haft verboten ist, und wird hierüber Beschwerde geführt ihrer gegenwärtigen Lohnbewegung. Grüneberg erstattete den zum Delegirten für den Gewerkschaftskongreß. Bei der Be- werden. Genoffe Böttcher- Steglit bringt zur Sprache, daß der Rommissionsbericht über die gegenwärtige Situation. Die auf- fprechung über die Anträge zum Gewerkschaftskongreß wurde der hiesige Raucherklub die Arbeitersache schwer dadurch schädigt, gestellten Forderungen haben in ihrem vollen Umfange 64 Firmen Antrag auf Gründung eines Streitfonds abgelehnt, ebenso die baß derselbe in dem gesperrten Lokal von Speer früher Laufs bewilligt. 550 Kollegen seien dadurch mit Legitimationstarten Vorschläge des Vorstandes. Hierauf wählte die Versammlung seine Sigungen abhält. Schließlich wird ein Antrag Dietrich versehen, während 74 Streifende vorhanden sind. Eine Anzahl eine Kommission von 7 Mitgliedern mit dem Auftrage, die angenommen, den Vertrauensmann zu beauftragen, in der nächsten von Fällen, in welchen Stuckateure sich nicht forrekt verhalten Statuten einer genauen Prüfung zu unterziehen und in der Versammlung die hiesige Schulfrage auf die Tagesordnung haben oder direkt gegen die Interessen der streitenden Kollegen nächsten Versammlung Bericht zu erstatten. Mit 90 gegen zu feßen. verstoßen, sind der Kommission mitgetheilt worden und werden 20 Stimmen wurde sodann einem Antrage zugestimmt, Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% uhr: Güd. ber Reihe nach vom Redner auf das schärffte getadelt. Bei den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Die Vorschläge oft- Schule, Waldemarftr. 14: Nationalötonomie.( Die Marr spielsweise sollen die Stuckarbeiten auf dem Bau von Dröse betreffend die Organisation des örtlichen Unterstützungsfonds Engels'schen gehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Serr Dr. Alfred BernNord- Schule, Müllerstr. 179 a: Rede Uebung.( Die unter Leitung des Puzmeisters von Puzern ausgeführt werden. wurden mit einigen Abänderungen angenommen und der Beitrag wichtigsten Geseze für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau Ein anwesender Buzer erklärt, daß falls derartige Fälle dem auf 25 Pf. pro Woche herabgesetzt. Da in der hiesigen Fabrit eines Bortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur BeBureau der Puzer gemeldet werden, die eigne Organisation der einer Anzahl von Arbeitern die Wohnungen gekündigt sind, n uzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Buzer derartige Streitbrecher zur Rechenschaft ziehen werde. empfahl man den hier in Arbeit tretenden, sich, ehe sie das Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. Unter Entrüftungsbezeugungen der Versammlung verlieft Grüneberg Arbeitsverhältniß abschließen, über die Wohnungsverhältnisse zu Nr. 29, Hamburg, Filiale 7.) Sonnabend, den 25. b. M., abends 8 Uhr, in die Namen derjenigen, die ohne Arbeitsberechtigungskarte die Arbeit erkundigen. Ueberhaupt will man bei der Firma vorstellig dem Botal von Snappe, Neue Hochstr. 36: Stichwahl zwischen Hannufchte, aufnahmen bez. fortsetten. Redner schließt, daß angesichts werden, um den wahren Grund dieser Maßnahmen zu erfahren. Charlottenburg und Reimann, Filtale 8. Sahlreiches Erscheinen erwünscht. der Verschleppungstaktik der Prinzipale, die ein umfassendes, abReinickendorf. Am 12. b. M. hielt hier im Arbeiterschließendes Resultat noch nicht ermögliche, größte Feftigkeit, bildungs- Verein" Bukunft" Genoffe Bitfin einen interessanten Energie und Ausdauer am Plage fei. In der folgenden Vortrag über Florian Geyer. Die weitere Verhandlung betraf ausgedehnten Diskussion werden diese Ausführungen noch ergänzt. interne Vereinsangelegenheiten. In einer Resolution erklärt die Versammlung, daß, da die Errungenschaft der Stuckateure noch feine vollständige sei, Charlottenburg. In der am 16. April abgehaltenen Gebei den Firmen, die den Tarif nicht durch ihre Unatr- neralversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für schrift anerkennen, die Arbeit nicht eher aufzunehmen ist, bis Teltow Beeskow Storkow Charlottenburg gab zunächst der diese Unterschrift geleistet wird. Hierauf entschied sich die Ver- Kassirer Genosse Dörre die Abrechnung vom 1. Quartal. Die Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime. mit dem Arrangement betraut. " diefe Vorlage, vor allem der Achtuhrschluß, baldigst zum Gesez erhoben wird. Der Generalrath des Vereins der deutschen Kaufleute wird ersucht, die Resolution den hohen Reichsbehörden unter ausführlicher Begründung baldigst zuzustellen und für ihre weiteste Verbreitung zu sorgen." A R. F. Mittelstädt, Berlin N., Brunnenstr. 152. Ewald's Restaurant, 1882 REMittelstädts Kräutern abdestillirt be fördert vorzüglich die Ver daung und regt besonders den Appetit an. Original Lowellter ist aus passenden In Fl. Mk. 0,60. 1.10.& 1,80 Im Ausschank und in Flaschen überall zu haben. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade J. Brünn, Am Stadtbahnhof ,, Börse" 4303L* Schönleinstr. 6. 10676 Saal, 220 Personen, für Vereine und sonstige Festlichkeiten. 2 Kegelbahnen. Jeden Sonntag Unterhaltungsmusik. 46822 Zum süddeutschen Emil Restaurant Haidepark Friedrichshagen, Seestraße 1 früher Berlin, Frankfurterstr. 39. Allen Freunden und Bekannten beftens empfohlen. Schönster Familienaufenthalt herrlich am Wald u. Wasser gelegen. 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Montag, den 27. April, abends 82 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44; Generalversammlung d. Delegirten. Tages- Ordnung: Neuwahl eines ausgeschiedenen Vorftandsmitgliedes( Arbeitnehmer). Rechenschaftsbericht. Verschiedenes. NB. Die beantragte Statutenänderung d.§ 19 ist seitens des Bezirks. ausschusses genehmigt, was hierdurch zur Kenntniß gebracht wird, und werden die Aenderungen vom Montag, den 27. April 1896 ab den Mitgliedern ausgehändigt. Der Vorstand. 1066b] H. Wentker, Vorsitzender. Musikinstrumenten- Arbeiter. Bentral- Kranken- und SterbeFreitag, den 24. April 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstr. 27: Oeffentliche Versammlung. Die Werkstatt- Delegirten werden dazu eingeladen und ersucht, die Frage: Sonnabend, den 25. April 1896, abends 8 Uhr, im Bokale bogen ausgefüllt mitzubringen. des Herrn Keller( großer Saal), Koppenstr. 29: Oeffentliche Versammlung für Arbeiter u. Arbeiterinnen aller Musikinstrumenten- Branchen Tages- Ordnung: Beschlußfaffung über unsere Forderungen. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, sich zu dieser wichtigen Bersammlung recht zahlreich einzufinden. 144/14 Die öffentliche Agitations- Kommission. THE Achtung! Große öffentliche Versammlung der Brettschneider und Bretterträger Sonntag, den 26. April, vormittags 10 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstraße Nr. 29. Tagesordnung und Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Im Interesse unserer Bewegung ist es Pflicht der Kollegen, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. 265/13 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 27. April 1896, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Keller( fl. Saal), Koppenstr. 29: Bezirks- Versammlung für den Offen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Metzner über: Die gewerkschaftlichen Stämpfe Kasse der Tischler ( Hamburg) Maifeier des 5. Wahlkreises Freitag, den 1. mai 1896 im Schweizer Garten, am Königsthor. Festrede, 217/14 gehalten vom Genossen Heinrich Pens aus Dessau. Konzert von einer aus 20 Musikern bestehenden Kapelle. Gesangsaufführungen • von 200 Sängern des Arbeiter Sängerbundes. Große Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Direktion: Julius Türk. Brillant- Feuerwerk. Jm Saale: Tanz. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr ab geöffnet. Entree 20 Pf. Beginn 4 Uhr nachmittags. Das Comité. Der Arbeiterschaft Berlins hiermit die Mittheilung, und anderer gewerbl. Arbeiter daß bis jetzt 95 Betriebe mit 556 Arbeitern( 287 männ Montag, den 27. April 1896, haben. Auf einer Reihe von Betrieben ist noch keine Oertl. Verwaltung Berlin A. lichen und 269 weiblichen) den tarifmäßigen Lohn bewilligt Mitglieder- Versammlung Forderung gestellt und wird dieses erst im Laufe der nächsten Tage geschehen. abends 8 Uhr: bei Herrn Roll, Adalbertstr. 21. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Verschiedene Kassen Angelegenheiten. # Mitgliedsbuch legitimirt. 184/17 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. ( Sonntags nur von 7-9 Uhr Täglich vorm.) findet[ 48522* Verkauf von gek. Rindfleisch à Pfund 25 Pf. gek. Schweinefleisch à Bfd. 35 und 40 Pf. ftatt. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof. Sonnabend: Rester- Verkauf. Anzug- Valefotftoffe Den tarifmäßigen Lohn zu zahlen haben die nachfolgenden Firmen abgelehnt: Praußnih u. Meze, Mitinhaber Sprödowsky. Geschäfte: Brunnenstraße, Fischerbrücke und Badstraße. Fr. Wienert, Rosenthalerftraße. H. Schmidt, Fidizinstraße 8. Bodow u. Blauroc( liefert für folgende Bigarrengeschäfte: Wertheim's sämmtliche Bazar- Filialen; Anders, Langestr. 95; Müller, Manteuffel- und Waldemarstraßen- Ecke; Caspary, Wallnertheaterstraße; Schley, Landsbergerstr. 80; Blaurock, Frankfurter Allee. Reimann, Buckowerstraße; Boll, Schöneberg, Gleditschstraße. Restaurateure: Schüler, Heiligegeiftstraße; G. Neumann, Straußberger und Ecke Frankfurterstraße; Schulz, Landsberger- und Pallisadenstraßen- Ecke; Mertens, Waldemarstraße; Haupt, Greifswalder- und Heinersdorferstraßen Ecke). Schulz, Kl. Andreasstr. 9. Beyer, Höchfteftr. 21. Mow us, Höchstestraße 43. Bonnmann, Belforterstr. 5. May Jacobi, Strelizerftraße 52. A. Hauffe, Blücherstr. 60. Rottlow, Prenzlauerftr. 1-2. Carl Albers, Rummelsburg. Joh. Richter, Chorinerstraße 28. Schätzer, Gneisenauftr. 98. H. Lenz, Rügenerstr. 11. C. Reilpflug, Gtfasserstr. 8. Wernicke, Brunnenſtr. 84. Worlizer, Liezmannstr. 15. Thiele, Prinzen- Allee. 2osse, Rummelsburg. Grohme, Gollnow. straße 11. Grocholl, Streligerstr. 16. Rumbauer, Neue Hochstr. 9, Paul, Brunnenstraße 84. Doussin u. Comp., Heiligegeiststraße 21. Speyermann, Annenstr. 12. Joachimsthal, Chorinerstraße 6. Greiert, Juvalidenstr. 98. C. Schenk, Bärwaldstr. 61. Kuserow. Griebenowstr. 12a. Bei C. Martienzen, wo ebenfalls unter dem Tarif bezahlt wird, haben die Arbeiter( 2 männliche und ca. 50 weibliche) bis jetzt feine Forderung gestellt. 187/14 Im Streik befindlich sind bis jetzt 31 Betriebe mit 182 Arbeitern( 95 männlichen, 87 weiblichen). Arbeiter Berlins! Wir appelliren an Ener 5001L Solidaritätsgefühl! Helft uns zum Siege! der Gegenwart und ihre Lehre. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Brenner& Cie. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. HF Heute Abend bei Schöning, Röpnickerstr. 68: Sihung der Ortsverwaltung sowie Sihung der Vertrauensmänner der Parquetbodenleger. 277/7 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Bezirk Often. Alte Jakobstr. 57/59. Das billigste Geschäft für Sonnabend, den 25. April, abends 8 Uhr, im Lokale des KLEIDERSTOFFE -General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wahl der Bezirksleitung und der Hilfskassirer. 2. Kassenbericht vom 1. Quartal 1896. 3. Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Es wird ersucht, die Mitgliedsbücher zwecks Umänderung der OrtsNummer mitzubringen. 285/6 Die Ortsverwaltung. Freie Bereinigung der Bauanſchläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 26. April 1896, vormittags präzise 11 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. 5. Fragefaften. 34/3 2. Raffenbericht. 3. Antrag Fiebiger. Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung der Bananschläger Berlins und Umgegend am Sonntag, den 26. April, nachmittags 1/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexander- Straße Nr. 27c. Tages Ordnung: 1. Bericht der Fünfer- Kommission. 2. Distusfion. 8. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Verschiedenes.- Kollegen, die noch keinem Verein angehören, werden hierzu bringend eingeladen. 33/4 Die Fünfer- Kommission. J. A.: A. Bergan, Frankfurterstr. 129. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Bentrum. Sonnabend, den 25. April 1896, abends 8½½ Uhr, bei Pasch, Alte Jakobstraße 88: Mitglieder- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal 1896. 2. Bekanntgebung der in der letzten öffentlichen Versammlung gefaßten Beschlüsse. 3. Verschiedenes. 287/3 Der Vorstand. Zahnärztliche Klinik Wedding, Müllerstr. 1. Banziehen unentgeltl. Berliner- Rester- Bazar Chausseestr. 2 C. Oranienburger Thor Wissen Sie schon daß Sie Rohrleger und Gehilfen! Sonntag, den 26. April, vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Klubhause, Anneustraße Nr. 16: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Welches sind die Vorebedingungen zu einer Lohnbewegung?" 2. Diskussion. 3. Stellungnahme der Rohrleger und Gehilfen zu einer Lohnbewegung, ev. Wahl einer Lohnkommission. 4. Verschiedenes. 281/10 Bei der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden denkenden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Verein Schäftebranche. 10695 Sonnabend, den 25. April, abends 9 Uhr, Versammlung Rosenthalers straße 57. 2.- D.: Beschlußfaffung über den Anschluß an die Zentralisation. Zimmerleute! Brunnenftr. 110 Sonntag, 26. April, vorm. präzise 10 Uhr, im Feen- Balaſt, ( neben dem Pferdebahn- Depot) bei Ignatz Sello ftets frischen Maitrank 1/1 Flasche intl. à 50 Pf., StonsBurg- und Wolfangstraßen- Ecke: General- Dersammlung dorfer intl. Drig.-Fl.( 3/4 Str.) à 80 Pf., der Zimmerer Berlins und Umgegend. Halb und Halb, feinste Litörmischung, Orig. Flasche( 3/4 Liter) inkl. à 90 Pf., alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., 3 9 int. à 1,25 M., ſowie sämmtliche Sorten Weine, Cognac's, Rum's 2c., Spirituosen auch im Einzelverkauf nur zu Engrospreisen beziehen. Ein Versuch sichert mir Ihre dauernde Kundschaft. Bitte genau auf No. 110 zu achten. In Berlin sofort. Zusendung frei Haus. Fernsprecher Amt III, 1211. 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Ab= rechnung für den Fonds der Ausgesteuerten. Die Ortsverwaltung. Dr. Fritz Friedmann's Erdenwallen in Bild und Lied. Humoristisches Quodlibet. Ergötzlich und reich illustrirt von Maddalena. Preis 50 Pf.( einschliesslich Porto 60 Pf.) 21. bis 40. Tausend. Dr. Fritz Friedmann Genie und Verbrechen. Hochinteressante Enthüllungen. Preis 50 Pf.( einschliessl. Porto 60 Pf.) De Vorrätbig in allen Buchhandlungen. 3 Verlag von G. Fritzsche, Hamburg. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 25/20