な Nr. 97. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertele fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. 10 000 R Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petit zeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Wie Canovas Wahlen macht. Madrid, 15. April. Es ist ja allgemein bekannt, daß Politiker, welche feinen thatsächlichen Anhang im Lande besigen, gezwungen sind, mit brutaler Gewalt aufzutreten, um der feigen bürgerlichen Klasse zu imponiren und das sich seiner Kraft noch nicht bewußte Proletariat im Baume zu halten. Diese Nothwendigkeit, sich durch Anwendung der brutalften Gewalt den Schein einer fräftigen Regierung zu geben, haben verschiedene Kraftmenschen der zweiten Hälfte unferes Jahrhunderts erkannt und auch danach gehandelt. Und je geringer die wirkliche Macht und Kraft, um so rücksichtsloser ist die Willkürherrschaft. Diese Wahrheit tennzeichnete nicht nur die letzten Jahre des Bismarc'schen Regiments; sie charakterisirt nicht nur die erit fürzlich zum kläglichen Abschluß gekommene Barbaren wirthschaft Erispi's: fie ist auch das wesentliche Merkmal der Ipanischen Mißwirthschaft unter Canovas. Das hat sich jetzt gar deutlich bei den Wahlen gezeigt. Bei Gelegenheit der Auflösung der Cortes bemerkte ich, daß man schon damals mit Sicherheit den Ausgang der Wahlen vom 12. April voraussagen konnte. Alles ist, wie damals gesagt wurde, aus gefallen; nur insofern ist eine kleine Aenderung eingetreten, daß die Republikaner aus der parlamentarischen Volksvertretung ausgeschieden sind und die Majorität der Regierung um etwa 30 Mann stärker ist, als bei der Kammerauflösung angenommen wurde. Noch nie hat eine Regierung in Spanien eine so starke Majorität gehabt, wie Canovas gegenwärtig. 809 Deputirte, 20 mehr als zwei Drittel des ganzen Parlaments, stehen ihm zur Verfügung und sagen Ja und Amen zu allem, was er ihnen in seiner Kraftmenschlichkeit vormacht. Daß eine solche Majorität nicht mit ehrlichen Mitteln gebildet werden fann, sieht jeder auf den ersten Blick ein, zumal wenn man bedenkt, daß eine tonservative Partei im ganzen Lande nirgends existirt, auch wenn es überall Kreaturen Canova's giebt. Nur eine politische Marime fennen und üben fie: ,, Enrichissez- vous"( Bereichert Euch) und das gründlich. doby and 1,0 Sonnabend, den 25. April 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. wieder um einen„ intimen Freund"( lumpige Wechselverbindlich-| natürlich sehr häufig, aber völlig zwecklos; und wenn man un feiten, Spielschulden u. s. w.), dort um den einfältigen Ehemann behelligt bleiben will, so macht man gute Miene zum bösen Spiel. einer geliebten Frau, und was der Gründe mehr sein mögen; wird man energisch, so fann man tagelang im Gefängniß aber stets handelt es sich um zwingende Verpflichtungen. Endlich kommt das Schachergeschäft unter den Brüdern zu ftande und jetzt beginnt der Kuhhandel mit den Liberalen; natürlich wollen diese möglichst viele Deputirte herausschlagen; denn Sagasta hat genau so viele und dieselben Verpflichtungen wie Canovas. Da man sich aber versteht, wird man bald einig; und die von der Regierung unterstützten Kandidaten, ob tonservativ, ob liberal, brauchen nichts mehr zu thun: ihre Wahl ist sicher. Mögen auch die unabhängigen Parteien alles auf bieten, was sie können: der konservative oder liberale Kandidat fiegt doch; denn Canovas und seine Mittel sind start. Go vertheidigte ganz Madrid diesmal die unabhängige Kandidatur des Marquis de Cabrinona, welcher vor einigen Monaten die schrecklichen Schurkereien der Gemeindeverwaltung ans Tageslicht brachte. Bei der allgemeinen Sympathie, welche genannter Herr sich erworben hatte, war seine Wahl sicher. Aber die Regierung wollte ihn auf keinen Fall. Tas ließ sie schon vor der Wahl durch eins ihrer offiziösen Blätter sagen: Obwohl ganz Madrid für Cabrinona stimmt, so wird er doch nicht als Deputirter in den Kongreß fommen." Lie Minister wollten sich eben an ihm rächen und ihn ins Gefängniß bringen; nun, es wird ihnen demnächst gelingen. " schmachten, bis es jemandem einfällt, den Namen festzustellen. Unbekannten Wählern oder bekannten Oppositionsmännern gegenüber benimmt man sich höchst originell und erklärt sie einfach für betrunken und bittet sie, das Lofal schleunigst zu verlassen, widrigen falls man sie arretiren würde. Ab und zu revidirt, man auch die Urne, indem man die unbequemen Stimmzettel entfernt und durch verdreifachte Anzahl anderer ersetzt. Daß die Todten stimmen, ist selbstverständlich. Ich will die Leser nicht länger ermüden und nur noch kurz den Schluß des Wahlattes beschreiben. Die Stimmzettel werden ver lesen; es scheinen viele Oppositionsstimmen vorhanden zu sein: flugs liest man andere Namen. Die Summe der abgegebenen Stimmen ist meistens größer als die der Wähler, ja oft größer als die Zahl der Stimmberechtigten. In Madrid ist das wenigstens in zehn Bezirken vorgekommen. Aber das genirt teinen großen Geist. Jm Ministerium richtet man sich schon ein. Die Wahls afte werden ausgestellt und der Zenfuskommission übergeben. Oft behalten sie die Präsidenten bei sich zu Hause bis zum andern Tage, in Madrid allein ist dies in 62 Sektionen vorgekommen; die Kommission hat jeden mit einer Strafe von je 1000 Pesetas belegt. Aus den gegebenen Beispielen des Raumes wegen mußte ich mich auf wenige beschränken ersehen, in wie schändlicher Weise man in Spanien unter fonfer mögen die geschäßten Leser vativem Regiment die Wahlen macht. Was überrascht hat ist an Fälschungen, Vergewaltigungen u. f. w. gewöhnt- ift die Frechheit und unverschämtheit, mit welcher man auch in Madrid die sonst nur in fleineren Orten gebräuchliche Praxis geübt hat. man Die Wahlmache ist so rücksichtslos, wie einfach. Die Präsidenten der Wahlkomitees sind die elendesten Kreaturen der Minister und thun, ras diese ihnen befehlen. Bündel weise werfen fie Stimmzettel für die Regierungs- Kandidaten in die Urne und die Herren Beisitzer, Mit schuldige des Präsidenten, fireichen schmunzelnd eine ganze Reihe beliebiger Namen in den Wählerlisten aus; oft verschwinden auf einen Zug alle männlichen Bewohner einer Straße. In Das Wahlresultat konnte darum nicht zweifelhaft sein: ähnlicher Weise arbeiten die von der Regierung bestellten Wahl glänzender Sieg der Konservativen und der mit ihnen gegen macher; diese ziehen von Lokal zu Lokal, wo ihnen vor der Gabrinana verbündeten Liberalen. Die Konservativen vereinigten Arb it meistens Wein oder Schnaps fredenzt wird, und stimmen auf sich im Durchschnitt 46 000 Stimmen, was noch nie vore für irgend einen beliebigen Namen aus der Wählerliste. Manchmal gekommen ist; die höchste jemals erreichte Stimmenzahl betrug 28000 kehren diese Wahlmacher drei oder viermal zurück, um zu( Republikaner Esquerdo). Aber in Wirklichkeit war die Stimmen stimmen. Protestirt denn niemand gegen solche Gemeinheit? fragt zahl noch viel größer; die schmußigen Agenten der Regierung Wenn es auch eine gar eflige Sache ist, zu beschreiben, wie der Lefer. Gewiß, aber es ist zwedlos, wenn sechs Personen waren zu eifrig gewesen, so daß die Regierung genöthigt war, Canovas die Wahlen macht, so ist es doch vom soziologischen das Gegentheil beschwören. Protestirt ein Wähler, so wandert eine erhebliche Reduktion der Stimmen vorzunehmen und die Standpunkt aus interessant, zu sehen, zu welch' schändlichen er gewöhnlich ins Gefängniß und wird für seinen Vorwit überzähligen Stimmen unter die anderen Parteien zu vertheilen. Mitteln eine bei dem Volte verhaßte Monarchie greifen muß, gründlich durchgebläut. Diesmal ging die Regierung in ihrer Bei der heutigen amtlichen Feststellung des Wahlresultats, um sich auf den Füßen zu erhalten. unverschämten Frechheit"( ein Wort, das„ El Imparcial" gestern wird sich die auf die Regierungskandidaten gefallene Stimmen Während Canovas der Hauptakteur ist, ist der Minister gegen die Regierung gebraucht) so weit, daß sie ganze Banden zahl noch erheblich vermehren; denn bei der vorläufigen Fest des Innern derjenige, welcher den ganzen komplizirten Wahl des niedrigsten Gesindels organisirt hatte, um in allen Wahlstellung fehlten noch 62 Sektionen, deren Präsidenten von der Zensusmechanismus in Bewegung setzt. Im Minifterium des Innern bezirken zu stimmen. Der General Echagne hat, wie er Kommiffion in eine Ordnungsstrafe von 800 Mart genommen werden die charakterlosen Politiker für die einzelnen Wahlkreise El Imparcial" mittheilt, beobachtet, wie eine und wurden. bestimmt; man fragt das Volk gar nicht erft, ob es diesen oder dieselbe Bande in fünf verschiedenen Lokalen ehrliche Die Regierung hat aber des Guten zu viel gethan, so daß jenen Kandidaten will. Der eigentliche Wahlkörper ist, wie Bürger um ihre Stimmen beraubte. Zwei Banden hatten sie über ihren Sieg in Madrid erschreckt sein muß. Die in hohem wir bald fehen werden, völlig überflüssig. Bei der Festsetzung unter sich das Erkennungszeichen Cisneros" und" Argumosa", Maße erbitterte öffentliche Meinung hat die drei liberalen der ministeriellen Kandidaten giebt es viele Schwierigkeiten, weil eine kleine Karte, durch die sie sich die besondere Huld des Wahl- Deputirten schon gezwungen, auf ihr Mandat zu verzichten. Von jeder Minister am liebsten einige hundert seiner Kreaturen vorstandes und der Herren Polizisten verdienten. Es waren den Konservativen erwartet man dasselbe wohl vergeblich. unterbringen möchte. Hier handelt es sich um einen meistens zuhälter und dergleichen Abschaum der Gesellschaft; die Wie der Herr, so seine Kreaturen! So sehen die Wahlen in verkrachten Schwiegervater, dort um einen Neffen, der nicht richtigen Stüßen für das Regime des frommen Canovas. Spanien aus; und das nennt sich Volksvertretung! durch das erste juristische Examen durchkommen konnte; hier Proteste von Wählern gegen den Mißbrauch ihres Namens sind 12 Tene. " ( Nachbruck verboten.) es stets das besuchteste von allen. Roman von Nicolaus Krauß. 4. " Schüsseln wurden von Schulkindern gebracht; und keines ging eher, bis der Lehrer es gesehen und sein Geschent betrachtet. Einige Tage später fam ein großes Faß Kulmer Raubers- Bier", der Lehrer machte ein andächtigs feierliches aber dabei ganz glückseliges Gesicht, als er es im Keller aufschrotete. " Die allgemeine ,, Landkirwa" liegt über einen Monat zurück, da ist man sozusagen ganz ausgehungert und kann nun tüchtig einhanen. Die meisten Festgäste hatte stets der Lehrer. Von Rechts wegen hätten ihm nur seine Kollegen gebührt, bei denen er Mühlefsen hat zwar eine Kirche aber keinen Pfarrer; das Jahr über auch zu Gaste gewesen; da aber in Mühl mit den eingeschulten Dörfern bildet es eine Filiale der Pfarrei essen fein Geistlicher war, der einen Haushalt führte, so Einen Tag vor dem Fefte war der Unterricht eingestellt Nebanih. Von dorther kommt im Sommer fast jeden Tag, fehrten auch alle die Kapläne und Pfarrer, die sich ein worden. Das ganze Schulhaus roch nach kochendem Schmalz im Winter einige Mal in der Woche schon in grauer Frühe stellten, um das Fest fcierlicher zu gestalten, bei ihm ein und dampfenden Kücheln", die beinahe so lang waren wie der Kaplan herauf. Im strengsten Winter, und wenn ein und aßen und tranfen an seinem Tische. Lene ihr Arm. Der erste Gast war an diesem Tage reicher Bauer sich eine Ceremonie oder ein Gnadenmittel gegen Mit sehr gemischten Empfindungen sah daher Jakob bereits gekommen, eine befreundete Lehrersfrau, die beim Ertrabezahlung bestellt, erscheint der junge Geistliche schon Weiß stets dem Kirchenfefte entgegen. In seinem gedrückten Rüchelbacken half. Sie wußte von allem möglichen zu ers am Nachmittage und verbringt die Nacht in dem Pater- und seit jeher zur Demuth und Unterwürfigkeit neigenden zählen; was für possirliches Gesicht ihr Mann mache, wenn stübel", das an die Schulstube stößt. Gemüthe empfand er voll und dankbar die Ehre, die er einen guten Braten in der Röhre spüre, wie viel uneheDer Pfarrer von Nebanit hat sein reichliches Aus- ihm durch die Anwesenheit so vieler Stellvertreter Gottes liche Kinder es dieses Jahr in ihrer Pfarrei gegeben, wie kommen, der Kaplan, der die Filiale Mühlefsen besorgt, widerfuhr; wenn er aber an die Verwüstungen dachte, die sie ihre Festgäste schon seit Jahren foppte, indem sie ihnen ist weniger gut gestellt. Was er an Gehalt bezieht, reicht das Fest in seinem Geldbeutel, die frommen, wohlgenährten gewässertes Fleisch von jungen Kaninchen als„ Wiener kaum für Kleider und Schuhwerk, und auch mit den Herren unter seinen Vorräthen anrichten würden, stieg in Backhännel" vorsezte. Die leßte Mittheilung erfolgte unter Messegeldern will es garnicht viel heißen. Die theuren ihm ein Grauen auf, das ihn Tag und Nacht verfolgte. dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit, aber unter einem Seelenämter, bei denen noch etwas herausschaut, lieft Und er zermarterte sein Gehirn, wie er den Verlust wieder Gelächtersturm über die dummen, neunmalgescheidten alle der Pfarrer, die sogenannten Stiftungsmessen", die hereinbringen sollte. Männer, daß selbst die Rosel herbeikam und ihr Einver dem Kaplan zufallen, bringen höchstens ein paar Groschen Lene wurde von den Zurüstungen zum Feste ganz ver- ständniß durch mehrmaliges Niesen, das bald wie ein Biergeld. Deshalb ist auch die Mühlefsener Kaplanstelle blüfft. Sie hatte so etwas gar noch nie gesehen. Als das Grunzen klang, zu erkennen gab. die verrufenste im Egerlande, jeder, der auf sie gesetzt wird, Schwein an dem Hinterbein aus dem Stalle gezogen Am Tage des Kirchenfestes gab es für die Mühlessener empfindet diese Thatsache als Disziplinirung. Trotzdem worden, schrieen die Kinder fast mehr als das Thier, dem außer dem Hochamte ausnahmsweise auch eine Frühmesse". hat Mühlefsen seit jeher die schönsten und stärksten Rapläne der Schlächter das Messer an die Kehle setzte. Keines Es las sie auch diesmal wie immer der Kaplan. Und er gehabt, ein Minderkräftiger würde den Strapazen gar nicht wollte das Blut rühren, bis es Lene direkt befohlen wurde. tummelte sich, um so schnell als möglich fertig zu werden. gewachsen sein. Eine halbe Stunde später war allerdings ihr Mileid und Außer Lene und den Lehrerskindern, der Lehrerin und Und noch durch etwas anderes ist die Kirche zu Mühl- Mitgefühl in alle Winde verflogen, sie halfen einigen Bauernfrauen aus dem Dorfe, die es doch für eine essen bekannt geworden im ganzen Egerlande. Die bereitwillig beim Spec- und Semmelschneiden, Schmalz Sünde gehalten haben würden, an diesem hohen Festtage Mühlefsener feiern ihr Kirchenfest am spätesten von allen. ausbraten und Wurstmachen. Lene war glücklich. Da gab's teine Messe mitgenommen" zu haben, war niemand Ihr Kirchenpatron ist der heilige Nikolaus, und dessen ja Speck und Fett in die Million, mindestens drei große in der Kirche. Nicht einmal der Herr Kantor. An Namenstag fällt auf den 6. Dezember. Den jungen Blechkübel mußten voll werden, und die Tante müßte da- seiner Stelle fischte seine Tochter Margareth auf der Burschen und Mädchen ist diese Thatsache nicht besonders von schmalzen können, den Gößen" und die gebackenen Orgel nach Tönen herum, man vernahm aber ge angenehm, so sehr sie auch den Heiligen, der allgemein als Knödel, wenigstens ein ganzes Jahr. Da brauchte sie doch wöhnlich nichts, als das langgezogene Brummen des Pedals. Eheftifter gilt, verehren; sein Ehrentag liegt schon im nimmer zu klagen. Dann tamen auch von den Bauern Echwieg ab und zu die Orgel, dann hörte man deutlich Advent, und da ist jedes Tanzen von der Kirche aus ver- nach der Reihe die ,, Schlachtschüsseln": halbe Schweinsköpfe, das Klopfen und Hämmern der Händler und Krämer, die boten. Aber bei all den Seelen, denen gutes und vieles frische Knöcheln" und Blut- und Leberwürste, ab und zu den Kirchberg hinab, zwischen der Schule und dem Essen und Trinken über alles geht, steht das Mühlefsener lag auch ein langes, schmalgeschnittenes, mageres Stück Bülwatshof ihre Stände und Buden aufstellten. Kirchenfest in einem gar lieblichen Geruche, und so ist Fleisch dabei. Die mit weißen Leinen überdeckten ( Fortsetzung folgt.) " wurde. politische Uebersicht. Senat und Kammer " D Martin 2 Monate Gefängniß, gegen Reßler 300 M. Geldstrafe. 1 vom 14. Juni v. I. die Zustimmung ertheilt. Das Gericht verurtheilte hierauf Martin, als den Ver- Reichstag infolge des Antrags des Abgeordneten Adt und Berlin, 24. April. faffer des beleidigenden Artikels zu einem Jahre, Keßler Genossen gefaßte Resolution über das Duellwesen wurde Jm Reichstage handelte es sich heute ausschließlich au sech 3 Monaten Gefängniß und ordnete sofortige dem Reichskanzler überwiesen. Von der Denkschrift über die um Wahlprüfungen. Die Zahl der Wahlen, deren Er- Verhaftung beider an. Die vorläufige Freilassung Keßler's Ausführung der seit dem Jahre 1875 erlassenen Anleihegesetze ledigung heute auf der Tagesordnung stand, betrug 16. Da wurde von einer Kaution in Höhe von 6000 M. abhängig ge- und dem dazu vom Reichstag gefaßten Befchluß wurde Kenntniß bei Beginn der Sigung einige Antragsteller, welche Aende macht. Das harte Urtheil wird lebhaft kommentirt, allerdings genommen. Außerdem wurde über eine größere Anzahl von Einnur mündlich, denn der Presse ist durch unsere famose Breß- gaben Beschluß gefaßt. rungen an den Vorschlägen der Wahlprüfungs- Kommission gesetzgebung die Berichterstattung in derlei Prozessen bei Geld- Die übrigen in dieser Sigung gefaßten Beschlüsse haben wir verlangten, noch nicht anwesend waren, wurden die ftrafe verboten". schon in unserer legten Nummer registrirt. ftrittigen Wahlen der Abgeordneten Krupp, Holt, Meyer, Es steht unseres Wissens einzig da in der Geschichte Pöhlmann zurückgesetzt und erst die unbestrittenen Wahlen der Preßprozesse, daß ein Gericht wegen einer einfachen vativen. Die Kreuz- Zeitung" schreibt heute: - Der Marimal- Arbeitstag und die konser erledigt. Beleidigung gegen einen Angeklagten eine se ch 3 mal so Der Minister Freiherr von Berlepsch hat gestern im Der Kampf begann bei der Wahl des Abgeordneten hohe Geldstrafe verhängt und gegen einen anderen statt Reichstage bei Gelegenheit der Berathung der Interpellation Meyer- Halle. Die Kommission beantragte Ungiltigkeit, der beantragten Geldstrafe auf sechs Monate Gefängniß er über die durch den Bundesrath verfügte Beschränkung der wogegen aber die Freunde des humoristischen Bierredners tennt. Eine derartige Umsturzbekämpfung wird zweifelsohne Arbeitszeit der Bäckereien behauptet, der Beifall, den die Einspruch erhoben. Wie unseren Lesern bekannt ist, hat ihre Früchte zeitigen, schwerlich aber Früchte, die den Macht- Ausführungen des Abg. Graf Bismarck gegen jeden Maximalbei der Wahl in Halle der Landrath von Werder sich in habern in Elsaß- Lothringen wohlschmecken werden. arbeitstag gestern fanden, würde ihnen früher von denselben einer Weise amtliche Beeinflussungen zu gunsten des konserSigen, speziell von den Konservativen, nicht zu theil geworden Db Die französische Verfassungskrise. mun feien. Die Konservativen hätten sich bei Berathung des§ 120e vativen Kandidaten und gegen unseren Genossen Kunert zu Bourgeois, wie von verschiedenen Seiten geglaubt wird, im Jahre 1891 für den Maximalarbeitstag ausgesprochen. schulden kommen lassen, wie diese selbst in Preußen bisher des weiteren Kampfes müde geworden ist und, um nicht Jezt dürften sie nicht erwarten, daß die Regierungen gleich ihnen noch nicht dagewesen sind. Für den Kommissionsantrag traten von unseren die bürgerlichen Schiffe hinter sich zu verbrennen, sich von infonsequent, den alten Standpunkt aufgeben. Der Minister hat mit seiner Behauptung, unserer Ansicht Genossen die Abgeordneten Auer und Fischer ein, welche dem Führerposten zurückziehen will,- oder ob seine nach, unzweifelhaft recht. Wir sehen davon ab, daß im Jahre das Gebahren des Landrathes gebührend geißelten. Dr. Barth Demission nur ein taktisches Manöver ist die Partie 1869 bei Berathung der Gewerbe- Ordnung der konservative Abg. und von Holleufer beantragten, Zurückweisung an die Kom- zwischen ist jetzt engagirt, v. Brauchitsch, von seinen Freunden unterstüßt, geradezu den Antrag mission, welcher Antrag per Hammelsprung mit 125 gegen und sie steht über alles Erwarten günstig für die Kammer, auf gefeßliche Einführung eines zwölfftündigen Maximal- Arbeits97 Stimmen abgelehnt und darauf das Mandat tafsirt oder sagen wir richtiger: für die Sache der Vertages also in derselben Höhe, wie es jetzt für die Bäcker fassungs Revision. Sehr geschickt war die Er- bestimmt ist gestellt hat. Auch das wollen wir zunächst nicht Ein Antrag der Abgeordneten Dr. Lütgenau und Lenz- lärung, welche das Ministerium gestern in der Kammer des weiteren ausführen, daß später wiederholt konservative manu, die Entscheidung über die Wahl des Abgeordneten abgab. Es betonte sein loyales, peinlich gefeßliches Ber Abgeordnete wie z. B. der verstorbene v. Kleiſt- Regom und Krupp auszusetzen und neue Erhebungen zu veranlassen, fahren, das sich durchweg auf die Kammer flüßte; stellte seit ausgesprochen haben. Aber einen ähnlichen Standpunkt hat wurde abgelehnt. Herr Hammacher verstieg sich bei der die geringere Autorität des mit beschränktem Stimm noch am 17. April 1891 der Fraktionsredner der konservativen Gelegenheit zu der Behauptung, für die Krupp'schen Ar- recht gewählten Senats der aus allgemeinem Stimm Partei, der Abgeordnete Dr. Hartmann vertreten, dem wohl beiter bestehe uneingeschränkte Wahlfreiheit ohne jede Gerecht hervorgegangenen Kammer gegenüber fest; wälzte niemand den Borwurf je gemacht hat, ein sogenannter zu sein. Wir zitiren fahr der Maßregelung. Allgemeines Gelächter der Linken die Verantwortlichkeit für den Konflikt auf den sozialpolitischer Durchgänger" Genat, der nicht einmal durch patriotische Rück aus seiner Rede nur einige prägnante Säge. Die war die einzig paffende Antwort darauf. Krupp's Wah! sichten auf die in Madagaskar verlassenen Goldaten in fonservative Fraktion hat eine grundfäßlich gegnerische Stellung wurde für giltig erklärt. Die Wahl des Abgeordneten Holtz( 5. Marien- feinem reaktionären Eifer aufgehalten ward; und übergab zu der Frage des Maximalarbeitstages nicht eingenommen, nicht jetzt und noch nie". Zur Fraktionssache" fönne die werder) ist schwer gefährdet, da dem Gewählten nur die Entscheidung dem französischen Volk. fieben Stimmen Majorität verbleiben. Es liegt ein Antrag Damit ist der Verfassungstonflitt offi- Dr. Hartmann aus, tann gegen den Maximalarbeitstag mur der Frage freilich nicht gemacht werden. Grundsäglich, so führte auf Ungiltigkeit vor. Nach einer endlosen Rede des Ge- 3iel! proklamirt und die Verfassungs Stellung nehmen, der es überhaupt bestreite, daß die Gefeßheimraths Gamp gegen Ungiltigkeit, während der ein revision offiziell auf die Tagesordnung gebung den erwachsenen männlichen Arbeiter bevormunden" Besucher der dürfe. Dieser Einwand könne aber nicht wohl erhoben werden, Journalistentribüne in Krämpfe fiel, gefeht. : wurde in der Abstimmung zunächst der Kommissionsantrag Turch Annahme der von Ricard, dem Justizminister da er durch die Legislative wiederholt schon thatsächlich widerauf Beanstandung abgelehnt, und dann in namentlicher und Schrecken der Panamisten eingebrachten Tagesordnung legt sei. Das ist durchaus zutreffend. Indem Dr. Hartmann sodann die Bedenken gegen einen Abstimmung, welche von konservativer Seite beantragt war, ist die jetzige Kammer schon zum Konflikt verpflichtet und festgestellt, daß das Haus bei 184 anwesenden Abgeordneten mit Marschroute gegen den Senat versehen. Diese Tages- allgemeinen, niedrig gegriffenen Arbeitstag hervorhob, fuhr er fort: Ja, einen zwölftündigen Maximal Arbeitstag nicht mehr beschlußfähig war. Von den abgegebenen ordnung, die in ihrem ersten Theil mit 309 gegen 38 und in Wege des Gefeßes einzuführen ich glaube, dagegen Stimmen lauteten 62 für Giltigkeit und 121 für Ungiltig- im zweiten mit 417 gegen 37 Stimmen in namentlicher würde niemand ein Bedenken haben; der würde nicht viel schaden, feit. Der Abgeordnete Holtz wird gut thun, wenn er sein Abstimmung angenommen ward, lautet: Mandat freiwillig niederlegt. Die Deputirtenkammer betont von neuem die Vorherrschaft der Erwählten des allgemeinen Stimmrechts Das preußische Abgeordnetenhaus berieth am Freitag und ihren Entschluß, eine Politik demokratischer Reformen in erster Lesung den Entwurf eines Geseges über die zu verfolgen. Handelskammern der anstelle der jetzigen fakultativen Diese Tagesordnung wurde schließlich noch in ihrer Man sieht, dem Minister v. Berlepsch kann thatsächlich Handelskammern, obligatorische einrichten will. Jeder Ort des Gesammtheit einstimmig angenommen, wobei aller- nicht wohl widersprochen werden. Es liegt aber für uns tein Staates foll in Zukunft einem bestimmten Handelskammer- Bezirk dings die reaktionären Parteien sich der Abstimmung entzugetheilt werden. Die Wahlen zur Kammer erfolgen auf grund hielten. eines Zweillaffen- Wahlsystems unter Berücksichtigung des Ergeb niffes der Veranlagung zur Gewerbesteuer, so daß also von vornherein ein Gegensatz zwischen Großhandel und Großindustrie auf der einen und den fleineren Betrieben auf der anderen Seite geschaffen wird. Bekanntlich ist vor kurzer Zeit die Landwirth fchaft in Landwirthschaftskammern organisirt worden, demnächst Auf die Personen kommt wenig an. Der Konflikt ist follen Handwerkerkammern geschaffen werden; warum soll also, da. Und der Ausgang hängt nicht von Ministern, so führte der Handelsminister Frhr. v. Berlepich, der nicht von dem Präsidenten der Republik ab, sondern Bater des Gefeßentwurfs, aus dem Handel und Industrie von der Bewegung im Lande, zunächst von den bevor nicht dieselbe Wohlthat erwiesen werden? Mit recht entgegnete ihm Abgeordneter Gothein( frs. Wg.), der stehenden Gemeindewahlen. Gefeß nicht anerkannte, daß Die Angst vor diesen Wahlen, die am 3. Mai in ganz man folgerichtig auch schließlich die Arbeiter organisiren müßte. Frankreich stattfinden, und der Wunsch, sie durch ein Diese an sich ganz fonfequente Ausführung veranlaßte den fons reaktionäres Ministerium leiten" zu lassen, bestimmte das Herr Kropaticheck trat in der Kommission z. B. für fervativen Grafen zu Limburg Stirum zu dem denk- Vorgehen des Senats. die Schutzbestimmungen im Bäckereigewerbe ein und vertrat auch würdigen Zwischenruf: Die Arbeiter sind ja gar fein Berufs- Dieser Zweck ist nicht erreicht worden. Das Rammers sonst den Standpunkt in den Arbeiterschuhfragen ernsthaft, stand. Daß der Graf den Beruf seiner Standesgenossen für votum des gestrigen Tages hat einem Opportunisten den, wie sich jetzt zeigt, das Gros seiner Partei blos geheuchelt hat. wichtiger, als den eines Arbeiters hält, ist nach den Ministerium vorläufig den Weg verlegt. Da Manteuffel und Konsorten die Heuchelei in Arbeiterfragen herrlichen Proben, die die Edelsten und Besten in den lezten Wochen von der Auffassung ihres Berufes gegeben haben, Manifest an das Land gerichtet, welches, wie uns tele- durch die konservative Heuchelmaste zwar nie täuschen lassen, Die sozialistischen Deputirten haben ein nicht mehr für nothwendig erachten, mußte Kropaticheck die Vers tretung seiner Partei aufgeben. Verständige Arbeiter haben sich freilich nicht gerade wunderbar. In der heutigen Debatté bezeichnete sich mit Ausnahme des Nationalliberalen& dels graphirt wird, besagt, daß nach der Fahnenflucht des gut ist es aber doch, daß auch in dieser Beziehung nun vollfein einziger Redner als Freund der Vorlage; wer sie nicht Kabinets Bourgeois die republikanischen und sozialistischen ständig reine Bahn geschaffen ist. grundsäglich verwarf, der brachte doch mehr oder minder schwere Deputirten den vom Senat hingeworfenen Handschuh auf-- Zum Fall Pezold. In der Donnerstags- Sigung Bedenken vor, und selbst die Konservativen ließen durch den Abg. genommen und die Echlacht gewonnen hätten, indem sie die des Reichstags hat der antisemitische Abg. Vielhaben, der ein v. Brockhausen verkünden, daß sie die Vorlage nicht annehmen Vorherrschaft des allgemeinen Stimmrechts proklamirten. ebenso unwissender wie oberflächlicher Herr ist, unserem Genossen tönnten. Ob es sich bei den Konservativen um einen ernsthaften Das Manifest fügt hinzu, es seien die Bürger, welche den Petzold, Bäckermeister in Löbtau bei Dresden, eins auszuwischen Widerstand handelt oder ob die Herren infolge der gestrigen Triumph davongetragen hätten, weil sie es verstanden, versucht, indem er ihn als eine Art Leuteschinder darstellte. Das Rede des Ministers im Reichstage nur eine vorübergehende Berftimmung zeigen, wird die Zukunft lehren. Obgleich der während der Ferien den Deputirten republikanischen Geist ist eine ganz lügnerische Darstellung und wäre Bebel noch Minifter, falls der Grundgedante der Vorlage, nämlich ein einzuflößen. Jetzt komme es darauf an, daß alle Bürger zum Wort gekommen, so hätte er Herrn Vielhaben gebührend heim. neuer Schritt auf dem Wege der forporativen Organisation der und Arbeiter sich des allgemeinen Stimmrechts bedienten, geschickt. Pezold ist ein durchaus anständiger Arbeitgeber, wie fich das für einen Sozialdemokraten von selbst versteht; er zahlt anständigen Berufsstände, verworfen würde, eine Kommissionsberathung für um bei den nächsten Gemeindewahlen die Volks- Lohn und hat die fürzeste Arbeitszeit in seiner Bäckerei eingeführt. überflüssig erklärte, wurde der Entwurf doch an eine Kommission macht und den sozialistischen Geist in die Mairien einzu- Beyold muß eben büßen, daß er in den Vernehmungen vor der von 21 Mitgliedern verwiesen. Am Sonnabend stehen nur setzen. Kommission für Arbeiterstatistik auf die Seite der Arbeiter trat Eleinere Vorlagen und Petitionen auf der Tagesordnung. " ein # = Wer von dem Präsidenten mit Bildung des neuen Minifteriums betraut werden wird, darüber liegen nur Vermuthungen vor. Man spricht von Brisson, Goblet, Pentral, Sarrien, Ricard u. a. aber auch nichts nügen." Beffere Erfolge versprach sich Dr. Hartmann von dem gestern so oft herangezogenen§ 120e. Nach einem Zitat aus jener Rede zu§ 120 e fährt das Hauptorgan der Konservativen dann folgendermaßen fort: Grund zur Annahme vor, daß die Deutsch- Konservativen in ihrer Mehrheit heut über den Maximalarbeitstag anders dächten, als bis 1891. Wir würden es bedauern, wenn es anders wäre." Und zum Schluß heißt es: " Thatsächlich hatte der Minister Frhr. v. Berlepsch recht, aber daraus ergiebt sich nicht ohne weiteres der Schluß, daß die Konservativen ihre Vergangenheit verleugnet hätten. Bekanntlich ist Professor Kropatscheck Chefredakteur der Kreuz- Zeitung". Er scheint persönlich nicht der Meinung Er ver sein, die in feinein Blatte vermuthet wird. muthet wohl, daß die Konservativen ihre sozialpolitische Ver gangenheit verleugnet haben, denn er hat heute auf die Vertretung der deutsch- konservativen Partei in der Reichskommission für Arbeiterstatistik verzichtet, Der in Brüffel tagende Bimetalliften- Kongres beschloß, und den Herrn Bäckermeißern unangenehme Wahrheiten sagte. in allen Parlamenten Europa's und Amerika's gleichzeitig die Bekanntlich hat man darauf verbreitet, Bezold fei Schulden tonferenz zu beantragen. Belgien wird die Initiative durch trogen. Wie das eine bäckermeisterliche Lüge war, so jene, zu Einberufung einer offiziellen internationalen Münz- halber durchgebrannt und habe eine Reihe seiner Genossen beein Rundschreiben an die Mächte ergreifen. Der Kongreß ge- deren Austrompeter sich Herr Vielhaben machte. denkt am Sonnabend seine Arbeiten zu beendigen. Ein elfaf- lothringisches Gericht hat es fertig gebracht, mit einem Urtheil gegen politische Verbrecher noch Staunen zu erregen in Deutschland, nachdem die Brausewettereien und sonstige richterliche Leistungen den Reichs In dem Kampfe gegen die Zivilehe wird deutschen allgemach des Staunens entwöhnt hatten. Wir meinen die Verurtheilung vom Genossen Jean Martin Die südafrikanischen Wirren verwickeln sich mehr und der Reichsbote" sogar von der Kreuz- Zeitung" im Stich zu einem Jahr und Genossen Hermann Keßler zu sechs mehr. Und Herr Chamberlain hat sich das zweifelhafte Verdienst gelassen. In dem leitenden konservativen Blatte tritt nämlich erworben, die Mißverständnisse zwischen Engländern und Buren der Professor Cremer Greifswald gegen die fakultative Monaten Gefängniß, über die wir nach einem Privat- durch recht thürichtes Gerede zu verschärfen. Im Unterhause zivilehe auf; die" Kreuz- Zeitung" bat außerdem noch die ähn= telegramm aus Mülhausen bereits Mittheilung gemacht wurde deshalb von Dalziel angefragt, ob die gestrige lichen Ausführungen der Leipziger Luth. Kirchenzeitung" und hatten. Jetzt liegt ein ausführlicher Bericht vor. Es Rede Chamberlain's forrett berichtet sei, in der es des„ Evang.- Kirchlichen Anzeigers" abgedruckt und sich auf deren Seite gestellt. heißt darin: heißt, die Verwaltung in Transvaal sei mangelhaft und In Mülhausen i. E. wurde am 22. April vor der verderbt, und ob angesichts des großen Eindrucks, den diese Er Der Assessoren Paragraph. Die Kommission Straftammer ein Preßprozeß verhandelt, deffen Ausgang Ilärung in England und Südafrika mache, das Haus bald des Abgeordnetenhauses für das Richterbesoldungsgeseh hat heute geeignet ist, Aufsehen zu erregen. Angeklagt waren der Mül Gelegenheit haben werde, die südafrikanische Frage zu berathen. in zweiter Lesung den von den Konservativen und Freikonser hauser Rorrespondent der Mannheimer sozialdemokratischen Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain erwidert, die vativen beantragten Ersab für den§ 8, den AffefforenBoltsstimme", Schriftsteller Jean Martin und der ver- erwähnte Bemerkung beziehe sich auf Berhältnisse und That- Paragraphen, mit 11 gegen 10 Stimmen der antragstellenden antwortliche Redakteur genannten Blattes, Hermann Reßler- fachen, die seit langer Zeit allgemein bekannt seien, bilde Parteien abgelehnt. Mannheim, wegen Beamtenbeleidigung, begangen durch die Presse. daher keinen Grund für die Dringlichkeit der Berathung. Somit haben auch die Nationalliberalen sich noch nicht für In einer Nummer der Boltsstimme" vom vorigen Jahre fand sich Obschon die Regierung den jetzigen Zeitpunkt nicht für be- die Aussiebung der Assessoren gewinnen lassen. Was nicht ist, eine Mülhauser Korrespondenz, in der erzählt wurde, zwei Nacht: fonders geeignet für die Berathung halte, sei sie bereit diese an- tann aber noch werden. wächter hätten infolge Bestechung von der Verhaftung eines zuberaumen, falls ein allgemeiner Wunsch dafür vorhanden Die 3erfegung unferer Rechtspflege beffern Herrn" Abstand genommen, der auf der Straße standalirt wäre. Er habe die Nachricht erhalten, daß die Antwort durch das Duellwesen wird durch einen Vorgang treffend hatte. Der Polizeipräsident und die Nachtpolizisten fiellten Straf- des Präsidenten Krüger Krüger auf die Einladung, nach illustrirt, über den die Freisinnige Zeitung" folgendes mittheilt: antrag wegen Beleidigung der Polizei im allgemeinen und der England zu tommen, unterwegs sei, ein telegraphischer Ein Gerichtsassessor hatte in einer Strafsache von den Nachtwächter im besonderen. Hierauf wurden Martin als Auszug tönne jeden Augenblick eintreffen. Sobald die Antwort drei Angeklagten gesagt, sie hätten sich, indem sie über den Ander muthmaßliche Verfasser und Keßler als Verbreiter des eingetroffen sei, werde die Regierung die Lage erwägen und geklagten bergefallen feien, nicht gentlemanlike benommen. Einer infriminirten Artikels vor Gericht zitirt. In der heutigen wahrscheinlich den ganzen Echristwechsel vorlegen. Es sei am der Angeklagten war Reserve- Offizier; er forderte den GerichtsHauptverhandlung sollte der Wahrheitsbeweis erbracht werden. besten, die Berathung zu vertagen, bis das Haus den Schrift- assessor( ebenfalls Reserve Offizier) auf Pistolen, dieser lehnte ab, Die Entlastungszeugen fagten aus, daß die nächtliche Straßen- wechsel in Händen habe. weil er in seinem Amte gehandelt, ihm anvertraute Interessen szene sich unter Umständen und Handreichungen abgespielt hätte, gewahrt habe und darüber sich nicht zu schießen brauche. Der durch die sie der Meinung sein konnten, die Beamten seien durch Ebrenrath des Offizierkorps ersuchte den GeGeldgeschenk zur Unterlassung ihrer amtlichen Obliegenheiten ver-- Der Bundesrath hat in seiner am 23. d. M. ab- richtsassessor, die Forderung anzunehmen, und als anlaßt worden. Die Nachtwächter bestritten, Geld erhalten zu haben, gehaltenen Plenarsigung der Vorlage, betreffend den Etat der dieser seinen prinzipiellen Standpunkt fefthielt, wurde er vor das ebenso stellte derjenige, der das Geld gegeben haben follte, jeglichen Salzsteuer- Berwaltungskosten für das Fürstenthum Reuß j. 2., Ehrengericht gestellt, das ihn, weil er der Weifung des EhrenBestechungsversuch in Abrede. Martin verweigerte die Auskunft und dem Entwurf von Bestimmungen über die weitere Be- raths nicht Folge geleistet habe, mit schlichtem Abschied über die Autorschaft. Der Staatsanwalt beantragte gegen arbeitung der Ergebnisse der Berufs- und Gewerbezählung leniließ. Dieses Urtheil wurde bestätigt." # ** Deutsches Reich. " Bittere Byzantium! Vielleicht sagen und die Herbergsväter der Anarchisten", wie viele Dugend nationale und internationale Kongreffe ihre liebenswürdigen Schüßlinge innerhalb dieses Jahres schon abgehalten haben? Ruppin- Tempiin. Der vom Bund der Landwirthe für die Reichstags Eriazwahl in diesem Streife aufgestellte Landtags- Abgeordnete Gutsbesiger Lamprecht ist, wie das Volt" meldet, von seiner Kandidatur zurückgetreten. Der tonservative Kandidat, Landrath v. Arnim- Milmersdorf, ist nicht Mitglied des Bundes der Landwirthe. " Dieser Borgang bestätigt die schlimmsten Urtheile, die in der f Karlsruhe, 23. April.( Eig. Bericht.) Bei der heutigen| Ministerium gegen den Willen des Senats, d. h. der GroßReichstags: Debatte über das Duellwesen und seine Wirkungen Stadtverordnetenwahl der 2. Wählerklaffe siegten die National: bourgeoisie regieren. Um so schlimmer für die großgefällt worden. liberalen mit ca. 800 Stimmen über die ultramontan- freisinnige bürgerliche Reaktion und die bürgerliche Reformpartei! - Die nationalliberalen Anarchisten. Dr. Roalition, die es auf faum 350 Stimmen brachte. Damit wird Die Früchte des momentanen siegreichen Widerstandes des gane verschicken folgende Depesche: ein Kompromiß dieser feindlichen" Brüder gegenüber der Senats und der Kapitulation des Reform- Ministeriums Berlin, 22. April.( Privattelegramm.) Die Anarchist en Sozialdemokratie für die 3. Wählerklaffe in drei Jahren so viel wird auf die Dauer die sozialistische Partei ernten. Wenn die besd lossen in vergangener Nacht, den internationalen wie sicher sein. französische Bourgeoisie nicht einmal die schüchternen Reformen Arbeiterkongreß in London zu beschicken. Als Offenburg i. B., 24. April. Der frühere Sparkassen- des Kabinets Bourgeois zu ertragen vermag und wenn andererDelegirte wurden Redakteur Landauer und Schlosser Pawlowitsch Rechner Baur wurde vom hiesigen Schwurgericht wegen Unterfeits die bürgerlichen Reformer nicht Rückgrat genug besitzen, um gewählt. Im Falle der Nicht zulaffung der Anarchisten schlagung von nahezu 540 000. und Urkundenfälschung zu unwiderleglich, daß sämmtliche Fraktionen des franzöfifchen der großbürgerlichen Opposition stand zu halten, so beweist das werden diese einen eigenen internationalen Kon- 8 Jahren Zuchthaus verurtheilt. greß abhalten. Röthers von der Offenburger Beitung", eines Zentrums- Boltsmasse ausschließlich der Partei des Proletariats zufallen. Vor dem Schwurgericht hatte sich hier der Redakteur Bürgerthums politisch abgewirthschaftet haben. Um so sicherer und schneller muß die Führung der nach Reformen verlangenden organs, wegen Verächtlich machung von Staatseinrichtungen zu verantworten, weil er in seinem Blatte die Zivile be, wie sie Demission nicht anzunehmen, bevor die Kammer, deren EinWas schließlich der Beschluß des Kabinets bedeutet, die im Bürgerlichen Gesetzbuch festgesetzt werden soll, als ein legales Ronkubinat" bezeichnete. Die Geschworenen berufung Bourgeois bei dem Kammervorfißenden Brisson, nebenbei erneinten die Schuldfragen, so daß der Angeflagte freigefagt, nicht ohne Mühe erwirkt hatte, von der Frontänderung Kenntniß genommen hat, das wird erst die morgige Kammergesprochen werden mußte. fizung zeigen. Die offizielle Preßmittheilung schweigt sich über Straßburg i. E., 23. April. Der Landes ausschuß die Motive dieses Beschlusses aus. Es ist indeß wohl kaum zu nahm in seiner heutigen Sitzung folgende Resolution an: Der erwarten, daß die seit ihrem Bestehen haltlose, hin und her Landesausschuß richtet an die Regierung das Ersuchen, dahin zu schwankende Kammer mehr Festigkeit zeigen wird als das Osnabrück, 24. April. Nach amtlicher Feststellung erst ütungs- Wohnfig vom 6. Juni 1870 in Elsaß- Lothringen wirken, daß das Reichsgeset betreffend den Unter- Ministerium. bielten bei der Reichstagsftichwahl im 4. Hannoverschen Wahl nicht eingeführt werde. Der Landesausschuß erklärt sich England. freise am 20. d. M. von 27 484 abgegebenen Etimmen Hofbefizer damit einverstanden, daß den in Elsaß Lothringen hilfs Unterhandlungen mit den Vereinigten Staaten von London, 24. April. Im Unterhause erklärt Curzon, die Wamboff in Echledehausen( natl.) 14 045, Freiherr v. Schele in bedürftig gewordenen Staatsangehörigen der Bundesstaaten Nord- Amerika, betreffend Benezuela, dauern fort, es Schelenburg( Welfe, Hospitant des Zentrums) 13 439 Stimmen. unter dem Vorbehalte der Gegenseitigkeit eine angemessene fei nicht rathfam, jetzt Erklärungen darüber abzugeben. Die Wamhoff ist somit gewählt. Unterstütung gewährt werde und zu diesem Zwecke ein ent- Gerüchte von einem angeblichen Vertrage zwischen Ruß Verauktionirung von Armenkindern. Eine sprechender Kredit in den Landeshaushalts- Etat eingestellt werde. land und China seien von den Zeitungen veröffentlicht und Bekanntmachung der Gemeindeverwaltung von Mübingen Gerner brachten mehrere Abgeordnete Klagen darüber vor, daß erörtert worden; die Regierung besige keine zuverlässigen Nachvom 21. März 1896, die der„ Bolts- Zeitung" eingesandt wurde, die Reich 3- Eisenbahn- Berwaltung vollständige richten darüber. besagt: Abneigung bekunde, die kleinen Nebenbahnen Die Armenkinder der Wittwe Thormann( ein Knabe auszubauen, welche für die Bewohner der betreffenden der Anwalt der Schazkammer Hicks Beach, er begünstige Bei der Berathung der Budget Resolutionen erklärt von 7, zwei Mädchen von 5 refp. 3 Jahren) sollen an den Gegenden von großer Wichtigkeit seien. Staatssekretär v. Putt- nicht den Ankauf von Konsols zum Kurse von 114 sür die Mindestfordernden unter den im Termin bekannt werden- kamer gab die Berechtigung dieser Klagen zu und legt den Reichs- Schuldeinlösung. Er habe Weisungen erlassen, welche bewirken den Bedingungen am Sonnabend, 28. d. Mts., mittags 1 Uhr, tags- Abgeordneten nahe, in Berlin die berechtigten Wünsche zum sollen, daß die Regierung auf dem Markte nicht als Ronkurrent beim Gemeindevorsteher aus gethan werden." Ausdruck zu bringen.für Konsols auftrete. Für das kommende Jahr seien teine großen Ausgaben für Egypten oder Südafrika verWien, 23. April. Dem„ Neuen Wiener Tageblatt" zufolge anlchlagt, weil es nicht wahrscheinlich sei, daß England dort große wurde die Einberufung der Delegationen auf den 30. Mai fest: Kosten auferlegt würden. Die Kosten der Operationen in Südafrika gesetzt. würden von der Chartered Company getragen; er wiffe auch nichts Die Delegationen, je eine für Desterreich und Ungarn, werden von großen militärischen Vorbereitungen für Operationen im von dem Abgeordnetenhause und Herrenhause jeder Reichshälfte Sudan; die egyptische Regierung habe die Expedition nach dem zur Erledigung der gemeinsamen Angelegenheiten Desterreichs und Sudan mit eigenen Streitkräften und auf eigene Koften unterUngarns( Seer, Marine, auswärtige Politik, Verwaltung nommen. Schließlich nahm das Unterhaus die Budget- ResoBosniens in der Herzegowina, gemeinsame Finanzen) gewählt.-lutionen an. Und das vollzieht sich öffentlich unter dem Lichte der Sonne im neuen Reiche der Gottesfurcht und guten Sitte und in aller Form Rechtens! Schwerin i. M., 24. April. Ein von hier flüchtiger Rammerfetretär und Hofrath hat dem Vernehmen nach Werthe im Betrage von 18 000 m. veruntreut. Desterreich. Die Admiralität ordnete den Bau VOI 20 neuen Torpedoboots 8erstörern an. Rußland. Den Geburtstag des Königs von Sachsen nußt die fächsische Ordnungspresse aus, um die übrigen deutschen Staaten zur Nachahmung der sächsischen Wahlrechtsverschlechte rung anzufeuern. So schreibt das Leipziger Tageblatt":„ Ob Ungarn. dieses Gesetz auch für andere Bundesstaaten, in denen die Budapest, 24. April. Das Abgeordnetenhausnahm legislative Thätigkeit unter dem hemmenden Einflusse revolu- heute den Antrag des Immunitäts Ausschusses an, in welchem tionärer Elemente leidet, vorbildlich sein wird, läßt sich vor erklärt wird, daß in dem Erlaß des Honvedministers an die Petersburg, 24. April. Wie verlautet, wird demnächst ein läufig noch nicht absehen. Aber ohne alle Wirkung wird Honvedoffiziere, welcher den Offizieren das Erich einen Utas erscheinen, welcher die weitere Ansiedelung von Ausländern wenigstens der bei dieser Gelegenheit aufs neue bewährte feite auf der Gallerie des Abgeordnetenhauses in den westlichen Gouvernements, sowie den Zuzug deutscher Zusammenschluß der überwiegenden Mehrzahl aller wirklichen während der Verhandlungen über das honved Arbeiter nach den dortigen Fabriten verbietet. Gegner der Umfturzbewegung in Sachsen nicht bleiben tönnen. budget untersagte, teine Berlegung der Im- St. Petersburg, 9./12. April.( Eig. Bericht.) Wir theilen Und überall, wo die bürgerlichen Elemente zu einem ent- munität der Abgeordneten gelegen habe. Ihnen den finanziellen Rechenschaftsbericht des Vereines für den schloffenen und fräftigen Vorgehen gegen die Apostel der Budapest, 24. April. Nachdem der Bruder des Dr. Pulesky Kampf um die Befreiung der arbeitenden Klasse in St. PetersDiktatur des Proletariats sich einigen, wird man mit Dant der Regierung 56 000 Gulden als jene Summe, um welche burg für den Zeitraum vom 1./18. Dezember 1895 bis 1./13. April auf das Vorbild Sachsens und seines Königs blicken." Ob die bürgerlichen Elemente gerade besondere Ursache zum dieser Tage aus der Haft entlassen worden. Pulszky den Staat betrogen, ausgehändigt hat, wird Pulszty 1896 mit. Dank für das Vorbild Sachsens haben werden, das sollte die wadere Leipziger Ordnungsstüte doch lieber erst einmal abwarten. V München, 28. April.( Eig. Ber.) Nunmehr ist die Kandidatur des Demokraten Dr. Conrad für die Erfahwahl in Ansbach Edwabach gesichert. Die Freifsinnigen sind mit der Kandidatur einverstanden, ihre Bedenken sollen überhaupt nur parteitaktischer Natur" gewesen sein. Für die Konservativen fandidirt der Landtags- Abgeordnete Fr. Bech. Gewöhnliche Diebe, die keine hohen Staatsämter befleiden und feine Parlamentarier zu Geschwistern haben, tommen auch in Ungarn nicht so billig fort. Schweiz. a In diesem Zeitraume standen zur Verfügung des Vereines 3250 Rubel 75 Rop., wovon 497 Rubel auf die Beiträge zum Streitionds, 2478 Rubel 15 Rop. auf Zuwendungen und 280 Rubel 60 Rop. auf Sammlungen verschiedener Art entfallen. Die Ausgaben vertheilen sich folgendermaßen: für Unter fiühungen bei Streits 450 Rubel, für anderweitige Unterstügungen Kavallerie- Parteiliteratur Zürich, 22. April.( Eig. Bericht.) Sie haben bereits Notiz( Ausgewiesene, Gingesperrte 2c.) 817 Rubel 80 Rop., für die genommen von der sörmlichen Meuterei der Kavallerie Parteiliteratur 359 Rubel 40 Stop., für Organiſationszwecke, Obersten gegen den vom Bundesrath zum Waffenchef Lokale 2c. 134 Rubel, für die Niederlegung eines Kranzes zu der Kavallerie ernannten Obersten Markwalder, die Ehren der Pariser Kommunards 100 Rubel. Aus dem UeberDas Ergebnis der dreitägigen Schlacht um das Vereins geradezu ein würdiges Seitenstück der in Spanien schuß der Einnahmen über die Ausgaben 1889 Rubel 55 Kop., nicht und Versammlungsrecht im Landtage war, wie bereits Meuterei ist wohl direkt oder indirekt von dem, wie er nun betrug also am 1/13. April d. J. 847 Rubel. Abgesehen von mehr ungen öhnlichen Pronunciamentos ist. Die sind 800 Rubel dem Streitfonds zugewendet worden. Derselbe mitgetheilt wurde, die Verweisung sämmtlicher Anträge in einen bewiesen, absolut disziplinlosen Oberst Wille veranlaßt diesem Betrage hat die Partei im Augenblick zu ihrer Berfügung besonderen Ausschuß, in den auch Genosse Vollmar gewählt worden und sie bestand darin, daß die Herren Obersten und die Summe von 1042 Rubel 55 Kop. wurde. Der Ausschuß tagte gestern Nachmittag ersten Male. Zunächst versucht der Zentrums- Abgeordnete auch von einem Oberstenkongreß" reden abhielten und ein zum Majore am 9. d. in Olten eine Zusammenkunft man fönnte Fuchs eine Bertagung bis zur Verhandlung der von einem dritten( Wille?) abgefaßtes Schreiben akzeptirten, -Rretensisch e 3. Nach in Paris vorliegenden Meldungen betr. Materie im Reichstage herbeizuführen. Der Ausschuß gab das für das eidgenössische Militärdepartement beſtimmt war und aus Athen hat bei Episkopi auf Kreta zwischen Chriſten und dem nicht statt, sondern eröffnete die allgemeine Diskussion über eine Auflehnung gegen den neuen Waffenchef wie dadurch auch Türken ein Kampf stattgefunden, welcher zwei Tage dauerte. die vorliegenden Anträge. Namens der Liberalen betonte Abg. v. Fischer die Revisionsbedürftigkeit des geltenden Ge- bem Militärdepartement und von diesem dem Gesammt- Bundes- Die Kretenser hätten Griechenland um Hilfe angerufen. gegen den Bundesrath bedeutete. Das Schriftstück wurde auch etwa fünfzig Personen feien getödtet oder verwundet worden. setzes. Auch der Zentrumsabgeordnete Jof. Geiger schloß sich rath vorgelegt, der darauf die einzig richtige Antwort gab, indem dem an, bestand jedoch auf der reattionären Ansicht seiner er die zwei unterzeichneten Brigade Kommandanten Fahr und Partei, daß den Frauen der Besuch öffentlicher Versammlungen Gugelmann zu je 15 und 8 weitere Regiments- Rommandanten verboten bleiben müsse. Der Minister v. Feilißsch bemerkte elegisch, nun sei das Vereinsgesetz so lange gut genug gewesen, zu je 10 Tagen Arreststrafe verurtheilte. bis die Sozialdemokraten gegen dieses treffliche Gesetz oppoFrankreich. Des Türkei. Amerika. vom 26. März lobt, wie wir der Köln. Volkszeitung" entnehmen, Duellwefen in Merito. Ein Blatt in Panama die große Strenge, mit welcher die Gerichte von Merito gegen das Duell vorgehen. Kürzlich wurde ein siegreicher Duellant als Mörder bezeichnet und zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt. Außerdem muß er der Wittwe für die nächsten 18 Jahre eine jährliche Rente von 5000 Pesos zahlen. Präsident Porfirio Diaz" begnadigt" die Leute, welche auf dem Felde der Ghre gegenseitig sich ermorden und verwunden, nicht, und ist der Deputirtenkammer wird demnächst ein Geseßentwurf einallgemeinen gebracht werden, wonach die Tuelle in Meriko nach dem Vorbilde der englischen Geseze behandelt und bestraft werden sollen. Afrika. Kabinets als am nirt hätten. In der weiteren Diskussion trat Gen. Vollmar Paris, 22. April.)( Eig. Ber.) Tasselbe Ministerium, energisch für volle Vereins- und Versammlungsfreiheit ein. welches zweimal erklärt hatte, daß die Vertrauene tundgebungen Ihm schloß sich gemäß seinen Ausführungen im Plenum Abg. der Deputirtenkammer es ihm zur Pflicht" machten, vor einem v. Stauffenberg an. Schließlich tam ein Kompromiß zu Mißtrauensvotum des Senats nicht zurückzutreten, hat nun doch stande, wonach vorläufig nur eine partielle Revision des vor den Vertretern des beschränkten und indirekten Wahlrechts Vereinsgefeges vorgenommen werden solle und zwar bezüglich tapitulirt. In radikalen und sozialistischen Kreisen be so die Anzahl der Duelle in Mexiko sehr gering geworden. In folgender Punkte: 1. Authentische Definition des Begriffes ,, öffent- trachtet die Demission man liche Versammlung" und" politische Versammlung"; 2. Aus eine Fahnenflucht, als einen Verrath giebiger Schutz der Koalitionsfreiheit mit bezug auf§ 152 der Wahlrecht. Es gab in der That zahlreiche durchReichs- Gewerbe- Ordnung; 3. Verbesserung des Gefeßes dabin, aus gesetzliche Auskunftsmittel, troß der Verweigerung daß die Affiliation der Vereine( das Jnverbindungtreten") ge- bezw. Nichtvotirung der Madagaskar- Kredite durch den Senat, stattet werden solle; 4. bezüglich der Frage des Ausschlusses der die nöthigen Ausgaben bis zum Ablauf der Ferien zu decken. wimi- Gebiet wurden letzthin privatim nach Europa gemeldet. -Negeraufstände im kongostaatlichen Arus Frauen von den öffentlichen Versammlungen; 5. Beseitigung des Der Senat hat zwar, fraft der von einer monarchistischen National: Wie wir einem Telegramm aus Brüssel entnehmen, bestreitet vorläufigen Verbotes von Versammlungen. Ueber diese fünf versammlung fabrizirten Verfassung, das Recht der Kredit die Kongoverwaltung die Richtigkeit der Behauptung, daß das Punkte wird von einem von dem Vorsitzenden zu ernennenden verweigerung. Dagegen steht ihm das Recht nicht zu, ein Kabinet Aruwimi Gebiet sich im Aufruhr befinde, gesteht jedoch zu, daß Referenten ein Referat ausgearbeitet, nach dessen Fertigstellung zur Demission zu zwingen, welches in der Kommer eine Mehrheit daselbst Aufstände stattgefunden haben, bei welchen mehrere Difi die Berathungen wieder aufgenommen werden. besitzt. Der von den Berfassungsdeutern des Senats angerufene ziere umgekommen sind. In diesem eigenartigen Dementi er Nach zuverlässigen Meldungen der Münchener Post" ist in Art. 6, der von der Verantwortlichkeit des Ministeriums vor den blickte man in Brüssel wohl mit recht die volle Bestätigung der Passau unter den Mannschaften des 16. Infanterie- Regiments beiden Kammern" spricht, wurde bisher allgemein von aktiven pessimistischen Privatmeldungen und zwar um so mehr, als über wieder der Typhus ausgebrochen. Bis jetzt sollen 15 bis Politikern wie von berufenen Rechtslehrern dahin interpretirt, daß die Zahl der ums Leben gekommenen Soldaten nichts mit 20 Mann erkrankt sein. Nachdem infolge der letzten diesbezüg- der Senat nicht berechtigt sei, der Kammer seinen Willen aufgetheilt ist. lichen Interpellation unserer Genossen im Landtage in der zuerlegen. Der Senat erhebt aber gerade diefen Anspruch, indem betreffen den Kaserne Sanirungsarbeiten erfolgt sind, kann den er die von der Kammer votirten Kredite einem anderen 22. d. M. gemeldet: Eine Abtheilung von 300 Mann verließ Vom Matabili Aufstand wird aus Buluwayo Untergrundverhältnissen kaum mehr die Schuld an dem Wieder- Ministerium unverändert bewilligen zu wollen erklärt und die heute Vormittag Buluwayo und griff die Matabili 4 Meilen ausbruch der Epidemie zugeschoben werden. Die Soldaten Bertagung seines Botums über dieselben ausdrücklich damit nördlich von Buluwayo in der Nähe des Flusses Umguza an. fehen nach der vorliegenden Meldung auch die Ursache in der motivirt, daß das gegenwärtige Kabinet durch die Nichtbeachtung Es entspann sich ein heftiges Gefecht; die englische Streitmacht So ft. seiner Mißtrauensfundgebungen die Verfassung verlegt" babe. Unter diesen Umständen bedeutet die Demission des Kabinets die wurde einige Mal hart bedrängt, behielt aber, nachdem sie einen Zur Einführung der fakultativen 3ivil heftigen Flanken- Angriff abgeschlagen hatte, die Oberhand und ebe nahm in seiner legten Generalversammlung der württem- Anerkennung der antikonstitutionellen Anmaßung des Senats. bergische evangelische Pfarrerverein Stellung und stimmten auch wiederum eine Protestresolution, worin das Vorgehen Die demokratische Minderheit des Senats votirte denn trieb den Feind zurück, als Befehl gegeben wurde, nach Buluwayo die zahlreich erschienenen Pfarrer beinahe einstimmig folgender des Eenats als verfassungswidrig erflärt und dem Kabinet zurückzuziehen. Resolution zu:" Nachdem die bürgerliche Eheschließung troß anfänglicher Schwierigkeiten sich in unserem Wolfe eingelebt hat, energischer denn je das Vertrauen und die Sympathie" der ohne daß die evangelische Kirche dadurch Schaden genommen während der Abhaltung des außerordentlichen Kabinetsrathes demokratischen Linken ausgedrückt wird. Ebenso forderten hätte, spricht sich der evangelische Pfarrverein von Württemberg eine Abordnung radikaler Deputirter und der Vorstand des Das Hotel und Empfangskomitee für den internatio dahin aus, daß er sowohl im Hinblick auf die wirkliche Bedeutung radikalen Aktionslomitees" das Ministerium auf, vor dem nalen Sozialisten- und Gewerkschaftskongres ersucht uns, der bürgerlichen Eheschließung, als auch besonders in richtiger Genatsvotum nicht zu weichen. Jedoch vergebens: Bourgeois und durch uns alle Arbeiterorgane deutscher und slavischer Bunge, Werthung der firchlichen Trauung die Bestrebungen, die fakultative hat sich der Situation nicht gewachsen gezeigt. Er zog es vor, um die Bekanntgabe des nachstehenden Rundschreibens: Zivilehe einzuführen, für verfehlt hält. sein Reformprogramm und seine Partei zu opfern, als zur einzig Das württembergische evangelische Ronmöglichen Lösung, zur Verfassungsrevision die Initiative zu fomitee des Kongresses gerichteten Anfragen über die Höhe der In Beantwortung der vielen, an das Organisations fistorium fann sich über die Angelegenheit Steudel noch nicht ergreifen. beruhigen. Tem Gymnasialvifar Hertlein am Karls Damit hat der furzathmige Reformer das Uebergewicht des Unterhaltungskosten für die Delegirten zum Kongreß, kann das gymnasium in Stuttgart, der bekanntlich dem Prälaten v. Wittich reaktionären Senats in der Republit fanttionirt. Von nun an Hotels und Empfangskomitee feststellen, daß nach seinen Gr in den Zeitungen nabe getreten ist und dessen schwaches Ge- tann, so lange die Verfassung von 1875 zu recht besteht, kein mittelungen die Kosten sich ungefähr so stellen werden: dächtniß etwas nachgeholfen hat, ist seine Stelle auf 20. Juli gefündigt worden und darf man auf den weiteren Verlauf dieser Angelegenheit gespannt sein. Unduldsam die Kirche heute wie ehedem.. *) Vorstehende Korrespondenz ist zwar zum theil durch die Ereignisse überholt, bietet aber werthvolles Material zum Verständniß der verwickelten Lage in Frankreich. Partei- Nachrichten. Zimmer( bezw. Bett) und einfaches, aus Thee oder Kaffee mit Brot, Butter und Ei bestehendes Frühstück: 3 bis 4 Schillinge pro Tag. Zimmer( bezw. Bett) und kräftige 3, durch Fleisch| Frau des Mannes, der wegen Krankheit nicht erscheinen| militärischen Anordnungen zweifellos eingewirkt. Die Auss oder Fisch verstärktes Frühstück: 32 bis 5 Schillinge pro Tag. fonnte, giebt eine eingehende Schilderung der Arbeits- und gesperrten wollten die Berantwortung möglicher Reibereien der Lebensweise der Familie. Die Kinder im Alter von 5, 3 und aufgeregten Arbeiter mit den Gendarmen begreiflicher Weise Für zweites Frühstück(„ Lanch") und Hauptmahlzeit 1 Jahr sind sich größtentheils selbst überlassen, weil die Mutter nicht tragen. So hat der Kartell- Magistrat mit seinen in ge( Dinner") befinden sich in der nächsten Umgebung des von früh morgens bis spät abends für die Beschaffung der heimen Sigungen gefaßten Beschlüssen den Holzindustriellen einen Kongresses eine ganze Anzahl von Restaurants, wo dürftigsten Existenzmittel mitarbeiten muß. Der Mann bekommt wesentlichen Dienst geleistet. Sapienti sat!" Da hätte ja nicht viel gefehlt, und an den Fürther Holz deutsch, französisch und italienisch gesprochen wird, und wo öfter Krampfanfälle, die ihm das Arbeiten zeitweise unmöglich diese beiden Mahlzeiten für zusammen etwa 2 Schilling 6 Pence machen. Die Frau ist der Ansicht, daß die Ursache des Leidens arbeitern wäre die Kriegstüchtigkeit bayerischer Truppen in der die übermäßige Anstrengung ist. Das günstigste Verhältniß wird nämlichen forschen Weise erprobt worden, wie an den Fuchseingenommen werden können. Dies ist aber begreiflicherweise bei einem Zwischenmeister der Rockbranche festgestellt, der mit mühler Holzrechtlern. So wird dem ländlichen und dem nur eine allgemeine Schäßung; im Einzelfall können sich die Frau, Schwiegermutter und 2 Gesellen arbeitet und einen städtischen Proletariat die Gemeinsamkeit der Interessen einSosten etwas niedriger und auch höher stellen. Ein Verzeichniß wöchentlichen Nettoverdienst von 36 M. erreicht. Gin Sjähriges gepautt. von geeigneten Hotels, Logirhäusern und Restaurationen wird Gesundheit des Kindes für förderlich hält, meinte der Schlaufopf Woche zweimal abends von 8-9 Uhr Sprechstunden ab, wo in kind muß zeitweise mithelfen. Darüber befragt, ob er das der Die Gewerkschaftskommission Augsburgs hält jebe zur gegebenen Zeit aufgestellt und den Delegirten eingehändigt von Zwischenmeister, er habe schon von 7 Jahren an Kühe hüten allen die Arbeiter betreffenden Angelegenheiten, wie Kranken, müssen. Von der Firma Hugo Hermann u. K o. sind eine Unfall, Alters: und Invalidenversicherung, gewerbliche Fragen 2c. Alle Organisationen, die den Kongreß zu beschicken gedenken, Anzahl Arbeiter vorgeladen, denen ebenfalls sämmtlich die alten unentgeltlich Rath und Auskunft ertheilt wird. werden dringend ersucht, so zeitig wie ihnen nur hat die vereinbarten 121/2 pet. Lohnzuschlag nicht erhalten. Der Arbeitsbücher abgenommen worden sind. Ein Theil der Arbeiter irgend möglich, uns Mittheilung über die Zahl der Dele- anwesende Konfektionär Prenzlauer, dessen Firma die girten zugeben zu lassen, für welche Unterkunft beschafft werden 122 pet. torreft zahlt, weist die Betreffenden darauf hin, die soll. Briefe 2c. sind zu richten an: Lohnzuschläge vor dem Gewerbegericht einzuflagen. werden. Sec. Hotel Comittee Int. Congress El. M. Aveling " Ueber die Konfektionsfirma M. B. Rosenthal in Berlin bringt die Voss. Zeitung" eine Notiz, wonach die in der letzten öffentlichen Versammlung der Schneider und Schneiderinnen er hobene Anschuldigung der Lohndrückerei unbegründet sein soll. Die Arbeiter der Firma Rosenthal sollen die schriftliche Er flärung abgegeben haben, daß die Firma Rosenthal seit dem Ausstande der Konfektionsarbeiter die erhöhten Löhne voll gezahlt hat. Diese Mittheilung ist falsch. Daß sie falsch ist, ist bereits vor dem Gewerbegericht konstatirt und wird bei einer Anzahl noch schwebender Prozesse weiter bewiesen werden. Die Stellung der Arbeiter diefer Firma gegenüber hat sich seit der legten Versammlung nicht verändert. Gewerkschaftliches. Die Schäffler( Böttcher) Münchens haben gestern fast sämmtlich die Arbeit niedergelegt. Dieser Beschluß wurde in einer Versammlung am Donnerstag mit 409 gegen 24 Stimmen gefaßt. Der Ausstand der Maler Stuttgarts ist zu gunften der felben beendigt. Nach zweitägigem Streit sahen sich die Meister veranlaßt, alle Forderungen der Gehilfen( 91/ aftündige Arbeits zeit, 38 Pf. Minimal- Stundenlohn, wöchentliche Lohnzahlung zc.) zu bewilligen. Bemerkenswerth ist, daß vor der Einigkeit der Gehilfen die Einigkeit der Prinzipale so schnell in die Brüche ging. Die vorher so einigen Prinzipale werfen jeht einander errath vor und in einer großen Annonce in der Tagespreffe giebt die Zimmermalermeister- Genossenschaft folgende Erklärung ab:" Durch das Vorgehen der Firmen Kämmerer, Heckmann und Rock( 3 größere Firmen), welche gegen den von der Genossen. schaft gefaßten und auch von ihnen unterzeichneten Beschluß die Forderungen der Gehilfen bewilligten, waren die übrigen Mit glieder genöthigt, diese Forderungen ebenfalls zu bewilligen, um etwa versteckten Absichten obiger Firmen entgegenzutreten." 19 Buckingham Street, Strand London W. C. Auf der Parteifonferenz für Schleswig- Holstein, Lauenburg, Hamburg und das Fürstenthum Lübeck, die am Sonntag in Neumünster tagte, wurde zum Delegirten für den internationalen Arbeiterkongres in London Legien, zu dessen Stellvertreter Moltenbuhr und für den Fall, daß beide verhindert sind, v. Elm gewählt. Da der Provinzial- Parteitag fünftig nur alle zwei Jahre abgehalten wird, erhielt die Agitationskommission bereits jetzt den Auftrag, Dem Arbeiter- Sängerbund von Hamburg, Altona, die Herausgabe eines Kalenders auf das Jahr 1898 zur geeigneten Wandsbek und Umgegend gehören nach einer neueren Statistit Zeit einzuleiten; weiter hat sie in Gemeinschaft mit den Ham- 96 Liedertafeln und Gesangvereine mit 4217 Mitgliedern an; burger Genoffen folgenden Antrag zu erwägen:" Die davon sind 1770 Sänger. jenigen Kreise, welche felbständig organisirt sind, haben Die Aussperrung der Stuttgarter Bauhandwerker die Referentenfrage selbst zu regeln. seitens der Unternehmer hat in allen Kreisen der Bevölkerung Diejenigen Kreise, welche in der Organisationsfrage vom Agitationskomitee Stuttgarts große Erbitterung hervorgerufen. Gegen 3000 geleitet werden, haben sich bei Bestellung von Referenten Bur Tabakarbeiter- Bewegung Berlins. Unter den Arbeiter sind durch den Muthwillen der Bauherren auf das an das Agitationskomitee in Neumünster zu wenden. Handelt im Anzeigentheil genannten Zigarrenfabrikanten, die ihren Pflaster geworfen worden. Wie schon berichtet, haben die Unteres sich um Referenten, die fortdauernd in der ganzen Provinz Arbeitern den Tarif nicht bewilligt haben, und deren Arbeiternehmer den Schiedsspruch des Einigungsamts abgelehnt, zu referiren beabsichtigen, so haben sich die Vororte der einzelnen infolgedessen im Streit stehen, wurde irrthümlich der Fabrikant trotzdem fie in den Zeitungen vorher behaupteten, daß die Kreise mit dem Agitationsfomitee in Neumünster ins Gin- F. Thiele, Prinzen- Allee 29, mit aufgeführt. Diefer bat, wie Bimmerer besser gestellt seien, als in dem Urtheilsspruch verlangt vernehmen zu sehen. Zum Schluß wurde einstimmig auf Antrag hiermit berichtigt wird, seinen Arbeitern den geforderten Lohn wird. Die Bauarbeiter laffen sich aber durch diese Aussperrung der weiblichen Vertrauenspersonen L. Peeck, L. Baumann bewilligt. Die Lohnkommission. nicht abschrecken, sondern treten jetzt erst recht für ihr Recht ein, Altona und C. Bode Kiel beschlossen, daß in allen Orten, wo die Maurer haben, wie bereits gemeldet, ihre Forderungen ein Die Berliner Mechaniker und Berufsgenossen befchloffen gereicht und beschlossen, Stuttgart zu verlassen und auswärts Arbeit es möglich ist, die Frauen eine weibliche Vertrauensperson am Donnerstag Abend in einer sehr gut besuchten Versammlung, zu suchen.( Arbeitsangebote sind an das Komitee der ausgesperrten wählen, damit das weibliche Geschlecht aus seiner Gleichgiltigkeit am Montag in allen Werkstätten, wo die Majorität der Maurer H. Stolle, Lindenstr. 14, zu richten.) Die Stein. aufgeweckt wird. Arbeiter für die aufgestellten Forderungen eintritt, die Arbeit bauer verlangen jetzt ebenfalls zehnstündige Arbeitszeit, Ab. Aus Karlsruhe wird uns geschrieben: Dr. Rüdt erläßt niederzulegen. Im wesentlichen handelt es sich um die schaffung der Affordarbeit, 45 Pf. Minimalſtundenlohn 2c. und im Offenburger Volksfreund" eine Berichtigung", worin er neunstündige Arbeitszeit, um einen Minimallohn von 24 M., verpflichten sich, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, bis bestreitet, den beiden nationalliberalen Redakteuren der„ Bad. 25 pet. Aufschlag für Ueberstunden und 50 pCt. für Sonntags: alle Forderungen genehmigt sind. Der Bimmererstreit, wenn Landeszeitung", Flach und Cloß, das Material gegen den Ge- arbeit. Für die Hilfsarbeiter über 18 Jahre wird ein Lohn von einem solchen wegen der Aussperrung noch die Rede sein noffen Drees bach zum Zwecke der Denunziation gegeben zu von 21 M., und für die Arbeiterinnen ein Lohn von 12 M. tann, dauert unverändert fort. haben. Auch sei nicht er es gewesen, der Dreesbach wegen der verlangt. Da ein großer Theil der Ausgesperrten schon Stuttgart ver Diätengeschichte denunzirt habe. Zugleich aber wiederholt der- Achtung, Metallarbeiter! Der Ausstand der Klempner lassen hat, so werden die Bauherren bei Wiedereröffnung ihrer felbe Dr. Rübt in seiner Berichtigung" diese Denunziation, der Firma Moosdorfu. Hochhäusler in Berlin, Kom- Betriebe lange Gesichter machen, wenn ihre besten Arbeiter indem er schreibt, Dreesbach habe damals auf Kosten des badi- mandantenstr. 60 und Alexandrinenstr. 25, dauert fort. Die An- ausbleiben. schen Staates eine Versammlung in Freiburg abgehalten. Stüdt gaben, die von dieser Firma in der Mittwochnummer der Volks- Aus Verviers wird der Köln. 3tg." zum Ausstande dementirt falso, troydem die beiden Redakteure vor Gericht Beitung" über die Angelegenheit gemacht wurden, find un- der Weber geschrieben: Bei der Firma Pelzer u. Söhne bestätigten, daß sie von Rüdt ihr Material bekommen haben, und zutreffend. Näheres in nächster Nummer des Vorwärts". Der waren am Mittwoch von 390 Webitühlen 108 in Betrieb. Die trotzdem der Brief, worin die Denunziation enthalten ist, von Vorstand des Berliner Metallarbeiterverbandes. Firma Dehezelle erklärte alle Weber für entlassen, die bis der Staatsanwaltschaft bei Cloß beschlagnahmt wurde. Rüdt Aus Kottbus wird uns mitgetheilt, daß am Mittwoch das Donnerstag Nachmittag nicht die Arbeit wieder aufgenommen hat damit nur noch deutlicher bewiesen, weß Geistes Kind er ist. ganze Komitee der Textilarbeiter fommissarisch vernommen worden hätten. Der Ausstand hat sich am Mittwoch auf die Luchfabrik Die badischen Genossen können froh sein, daß der deutsche Partei- ist, und zwar auf Requisition der Schweidnitzer Staatsanwaltschaft, S. Lieutenant in Pepinster ausgedehnt. Die Fabrik wird tag tabula rasa mit dem Herrn machte. die groben Unfug darin entdeckt hat, daß im„ Proletarier aus bis auf die Kammgarnspinnerei geschlossen, wodurch die Zahl dem Gulengebirge" zum Fernhalten des Buzugs nach Rottbus der feiernden Arbeiter um 250 wächst. aufgefordert worden ist. = " In Brünn siegten bei der Wahl von 96 Delegirten zur Bezirkskrantentasse 90 Randidaten der Sozialdemokratie. Sie erhielten von 3409 abgegebenen Stimmen 2886. Die Gegner brachten nur 6 Delegirte durch. Geert und Stabbert. " A " In Helsingfors in Finland ist vorige Woche ein Streif großen Umfangs ausgebrochen. Gegen 2000 andarbeiter feiern, weil ihre Forderung, die Arbeitszeit von elf auf zehn Stunden herabzusehen, nicht bewilligt wurde. Obgleich der Fabrik und Gewerbe- Inspektor vermittelte, blieben die Ber Fabrik- und Gewerbe- Inspektor vermittelte, blieben die Berhandlungen zwischen den Arbeitern und Unternehmern erfolglos. Gerichts- Beitung. Weiter wird uns mitgetheilt, daß einem Mitgliede des Textilarbeiter- Komitees ein Strafmandat über 60 M.( sechzig In Bologna wurde am 12. April ein Kongreß der Mark!) oder 20 Tage Haft zugegangen war, weil eine Be italienischen Sozialisten abgebalten, an dem sich die sprechung des Komitees nicht als Versammlung angemeldet Abgeordneten Aguini, Ferri, Berenini, Prampolini, Badaloni, worden ist. Es wurde gerichtliche Entscheidung beantragt. Das De Marinis, Cafilli, Salt, Costa und Delegirte von Toscana, betreffende Komiteemitglied mußte leider eine dringende Reise Umbria, den Marken, Piemont, Ligurien, der Lombardei, Emilia, unternehmen, weshalb es der Verhandlung nicht zu dem bestimmten Latium, Venetien und der Romagna betheiligten. Als Vertreter Termin beiwohnen fonnte. Das Strafmandat wurde daher be= des Zentral- Erefutivkomitees waren Dell' Avalle, Bertini und stätigt, obwohl um Vertagung der Verhandlung auf eine Woche Eine Anklage wegen Kindesmordes, welche gestern das Rondani erschienen. Die Berathung dauerte über sieben nachgesucht worden war. Ob die Fabrikanten ihre Zusammen- Schwurgericht hiesigen Landgerichts I beschäftigte, erzählte wieder Stunden. Man beschloß, ein täglich erscheinendes Blatt zu fünfte ebenfalls sämmtlich angemeldet haben? einmal die bekannte traurige Geschichte von dem unerfahrenen gründen, das als Organ der Partei und der Parteikundgebungen Die Volts Zeitung" erfährt aus Rottbus: Infolge des Mädchen aus der Provinz, das hier als Dienstmädchen gelten soll. Am 1. Mai wird die Partei eine Festnummer er Ausstandes ist in allen Fabriken die 14 tägige Kündigung Stellung findet, in einer schwachen Stunde der Vers fcheinen laffen mit einem an die arbeitende Bevölkerung ge- beseitigt worden. Mehrere Fabrikanten haben bereits eine Aufführung unterliegt und schließlich zur Berbrecherin wird. richteten Manifest. Ferner wurde über die Organisation der befferung der Löhne einzelner Arbeitsbranchen vorgenommen, so Die Angeklagte, Dienstmädchen Bertha P., befand sich, als Partei verhandelt. Der nächste Nationalfongreß soll in Florenz der Vorsitzende der Fabrikanten- Vereinigung G. Samson. Auch sie einem Kinde das Leben schenkte, in einer so trüben materiellen stattfinden. hat man einige der früh gemaßregelten Arbeiter am Nachmittag Lage und so tiefen Seelenstimmung, daß fie der Verzweiflung Polizeiliches, Gerichtliches 2c. wieder in demselben Betriebe zur Arbeit holen lassen. Eine nahe war und vor dem Verbrechen nicht zurückschreckte, das NeuAus der Haft entlassen sind in Altona gegen 3000 m. große Anzahl Arbeiter kann vorläufig aber keine Arbeit erhalten, geborene durch Erwürgen zum Tode zu befördern. Die unter Kaution die Mitglieder der Boykottkommission, J. Heine, da Borarbeiten zur Weberei genügend vorhanden, Waare zum Ausschluß der Deffentlichkeit stattgefundene Berhandlung muß Fertigmachen aber noch nicht da ist. viele Momente ergeben haben, die die That der Angeklagten in Das Reichsgericht verwarf die Revision des Die Zahl der streifenden Schuhmacher der Firma milderem Lichte erscheinen lassen, denn die Geschworenen billigten Redakteurs Kauffmann vom„ Bolksblatt für Harburg", Oppenheim u. Meyer in Bernau beträgt jezt gegen ihr mildernde Umstände zu und der Gerichtshof verurtheilte fie der wegen Verächtlichmachung einer Staatseinrichtung( des Hundert. Sie verlangen Lohnerhöhung, Verkürzung der Arbeits zur niedrigsten zulässigen Strafe von zwei Jahren Ges deutschen Heeres) vom Landgericht in Stade zu 4 Monaten Gezeit auf 9 Stunden. In der Schäftefabrit von Loges u. fängniß. fängniß verurtheilt worden ist; desgleichen die Revision des Wernicke ist ebenfalls ein Ausstand ausgebrochen. Zuzug ist Redakteurs Wiehle von der Thüringer Tribüne", dem das fernzuhalten. Durch seinen jugendlichen Unverstand veranlaßte im Die Töpfer in Halle a. S. sind bei denjenigen Firmen, brunst von bedeutendem Umfange. Anfang diefes Jahres der Lehrling Otto Sch. eine Feuer3. Erfurter Landgericht wegen einer Notiz über den dortigen FeilenDer wegen fahrlässiger hauer- Streit eine Geldstrafe auferlegt hat. die den Lohntarif nicht anerkennen, in den Streit getreten. Zuzug Brandstiftung Angeklagte, der sich vor der 7. Straffammer am Wegen Beleidigung des Superintendenten Zander in ist fernzuhalten. Landgericht I zu verantworten hatte, war in einer Fabrik im Luckenwalde waren der Redakteur der Brandenburger Zeitung", In Magdeburg haben auf dem Bau des Herrn Modescky Industriegebäude in der Beuthstraße beschäftigt. Eines Tages Wolfgang, und Genosse Muckrasch aus Luckenwalde vom in der Leipzigerstraße sämmtliche Arbeiter die Arbeit niedergelegt, war er mit einem jugendlichen Freunde auf den Boden des GeSchöffengericht zu je drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. weil drei organisirte Maurer entlassen worden sind. Herr bäudes gegangen, woselbst große Vorräthe von Hanf und Ihre Berufung wurde vom Landgericht Potsdam verworfen. Modescky erklärte: Er habe nur nöthig, eine Karte zu schreiben Berg lagerten. Der junge Mensch wollte dem Freunde zeigen, Wegen Beleidigung des Fürsten Pleß wurde der Redakteur und Ersatz stünde ihm sofort zur Verfügung. Darin wird er sich, wie heiß die Heizungsröhren seien und suchte das dadurch zu der Breslauer Volkswacht", Genosse Neukirch, vom aller Wermuthung nach, gründlich täuschen. erreichen, daß er ein schwedisches Streichholz dagegen hielt und dortigen Landgericht zu einent Monat Gefängniß verurtheilt. Das Vergehen soll in einem Artikel begangen sein, worin die 109 Firmen mit über 1000 Arbeitern durchgesezt. Auch in der Beit standen auch sämmtliche Vorräthe und der ganze Dachstuhl Die Tischler Leipzigs haben ihre Forderungen bei zu entzünden suchte. Das gelang nur zu gut, aber zu gleicher Frauenarbeit auf den Pleß'schen Gruben behandelt ist. Wegen Beleidigung des Gemeinderaths und des Bürger- Wend'schen Fabrik ist bewilligt. Die Zahl der Streifenden ist in Flammen. und zwar feine großen meisters in Neustadt a. D. wurde Genosse Wiertelarz, Re- gering, da nur wenige dakteur der Thüringer Tribüne", vom Erfurter Landgericht noch gegen die Forderungen fträuben. Vom 1. Mai ab sollen zu 2 Monaten Gefängniß und den üblichen Nebenftrafen ver- die Abmachungen in allen Werkstätten in die Arbeitsordnung urtheilt. Er hatte eine Buschrift aus Neustadt a. D. veröffent- aufgenommen sein, anderenfalls weitere Schritte gethan werden. licht, worin die Erhöhung des Bürgermeister- Gehaltes durch den In Crimmitschau i. S. streiten seit Montag 200 Bau= Gemeinderath kritisirt war. arbeiter. Sie fordern 33 Pf. Stundenlohn und 50 pet. Buschlag für Ueberstunden. - Redakteur 3ielowsky von der Pfälzischen Post" wurde wegen Beleidigung der Direktionsräthe der pfälzischen Eisenbahnen vom Schöffengericht in Ludwigshafen zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Soziale Uebersicht. Die Vorräthe, die ein Raub der Flamment Firmen fich wurden, hatten einen Werth von 2000 m., während das Ges bäude um 20 000 M. Schaden erlitt. Der Gerichtshof ließ den Angeklagten unter Berücksichtigung seiner Jugend troß der Er. heblichkeit des Objektes mit einem Verweise davonkommen. Depeschen und lehte Nachrichten. Ju Nürnberg stehen die Brauer in einer Lohnbewegung ernster Art, da ihre Forderungen abgelehnt worden sind. " Bielefeld, 24. April.( Privat- Telegramm des Vorwärts".) Betreffs des Streits in der Dürkopp'schen Fabrit fand heute eine Ueber eine merkwürdige Mobilmachung berichtet die geheime Abstimmung unter Kontrolle der Bürgerschaft statt. Für Fränkische Tagespost" in einem Rückblick auf die nun beendigten Fortführung des Streits wurden 1616 Stimmen Arbeiterausstände in Fürth:„ Die militärischen Vorkehrungen, die in den letzten Tagen getroffen wurden, bilden den Gegen- abgegeben; dagegen waren nur 115 Stimmen. 250 Streifende Das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts stand lebhaftester Erörterung in allen Streifen der Bevölkerung. sind bereits abgereist. vernahm gestern 17 Hausarbeiter und Zwischenmeister der Vergangenen Mittwoch hatte von abends 6 Uhr ab die ganze Paris, 24. April.( W. T. B.) Der Senat genehmigte nach Herren und Knabentonfettion. Gin 6ijähriger Garnison Marschbereitschaft. Die Pferde der Artillerie und kurzer Berathung einstimmig die Madagastarkredite. Anglis Arbeiter, der 30 Jahre bei der Firma Rosenbaum beschäftigt Kavallerie waren gefattelt, die Mannschaft zum Aufsitzen brachte einen Antrag auf Revision der Verfassung ein und ver ist, arbeitet Jaquets im Preise von 2,50 bis 3 M., Röcke von bereit. Vier Munitionswagen der Artillerie waren aufgeprogt, langte die Dringlichkeit für denselben, die aber mit 214 gegen 3,50 bis 4,50 m., Fracks von 5 bis 8 M. Mit Hilfe der Frau um scharfe Munition zu fassen. Die Soldaten waren aufs höchste 33 Stimmen abgelehnt wurde. Die nächste Sigung findet erreicht dieser Arbeiter bei täglich 13ftündiger Arbeitszeit einen erstaunt ob dieser Anordnungen. Das Unbegreiflichste ist, daß Dienstag statt. durchschnittlichen Netto Wochenverdienst von ca. 10 M. Ein man bei diesen umfassenden militärischen Vorbereitungen noch Bremen, 24. April.( W. T. B.) Der„ Norddeutsche Lloyd" anderer Arbeiter, der die gleichen Sachen anfertigt, arbeitet die ganze Gendarmerie von ganz Mittelfranken hier konzentrirte; fegte die Zwischendeckspreise für die Ueberfahrt nach New- York mit seiner Frau öfter von morgens 5 Uhr bis abends bis Donnerstag Abend waren 40 Gendarmen hier zusammen für Schnelldampfer auf 150 M., für Postdampfer auf 140 M., und 11 Uhr. Bei dieser Arbeitszeit verdienen gezogen. Dieselben sind nun wieder abgerückt, die Aufregung hat sich für Rolanddampfer auf 130 M. fest und für die Ueberfahrt nach beide zusammen nur 12 bis 14 M. wöchentlich. Die gelegt. Auf die Beendigung des Holzarbeiter Ausstandes haben die Baltimore für Postdampfer und Rolanddampfer auf 130 M. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 10 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 1100 Ur. 97. Reichstag. 76. Sigung vom 24. April 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Niemand. nißnahme überwiesen. D Sonnabend, den 25. April 1896. 0 Parlamentarisches. " Tokales. " 13. Jahrg. des des endung 25. Lebensjahres die Zustimmung Vaters erforderlich sei. Frohme und Stadthagen Die Wahlprüfungs- Kommiffion hat am Mittwoch Abend beantragten, statt dessen das 21. Jahr, mit dem die Volljährig ihre lette Sigung für diese Session abgehalten. Die der Kom feit erlangt wird, zu setzen, eventuell wenigstens den bestehenden Auf der Tagesordnung stehen lediglich Wahlprüfungen. mission vorliegenden Proteste haben nämlich ihre Erledigung ge- Zustand wieder herzustellen. Auch gegen diesen Antrag, den im Die Wahl des Abg. v. Salisch( 2. Breslau) wird für funden bis auf ein paar Stichwahlen, welche sich noch im Stadium Jahre 1875 selbst Windthorst für zutreffend erachtet hatte, giltig erklärt und die auf grund des vorigen Reichstagsbeschlusses der Erhebungen befinden, z. B. die Wahl des Abgeordneten flimmen die Ultramontanen, Freifinnigen, Nationalliberalen festgestellten Ungehörigkeiten werden dem Reichskanzler zur Kennt Reichmuth Weimar. Grledigt wurde gestern in der legten Freikonservativen und Konservativen. Dafür ftimmt außer den Sigung noch die Wahl des Abgeordneten Graf von Bismarck. Antragstellern nur Abg. Vielhaben( Antisemit). Die die Ein Bezüglich der Wahl des Abg. v. Kardorff( 3. Breslau) Gegen diese Wahl lag ein Protest vor und wurden auf denselben gehung von Ehen erschwerende Bestimmung des Entwurfs ist Die nächste Sigung der Kommission wird der vorjährige Reichstagsbeschluß durch die Mandats- hin Erhebungen besonders auch darüber beschlossen, ob in Burg demnach angenommen. niederlegung und Wiederwahl des Genannten für erledigt er Stimmzettel mit Wasserzeichen für Bismarck vertheilt worden findet am Sonnabend um 10 Uhr vormittags statt. tlärt. Die Wahlen der Abgg. v. Reibniz( 1. Gumbinnen) sind. Die Erhebungen haben ergeben, daß von zirka 1200 für Die Zuckersteuer- Kommission nahm gestern mit sachlich und Hypeden( 2. Kaffel) werden für giltig erklärt und hin- Bismard in Burg abgegebenen Betteln 223 mit auffälligen Wasser- geringen Abänderungen abermals die Bestimmungen über die sichtlich der Wahl des Abg. Graf zu Limburg- Stirum der zeichen versehen sind. Es wurde deshalb beantragt, auch die kontingents vertheilung nach der Form der ersten Beschluß des Reichstages vom 14. Mai 1895 durch die statt Etimmzettel aus den übrigen Orten des Wahlkreises einzufordern, Lesung an. Am Dienstag sind noch die wichtigen Festsetzungen gehabten Erhebungen für erledigt erklärt. der Antrag aber mit 8 gegen 5 Stimmen abgelehnt und dann über die Höhe des Gesammtkontingents und der damit zusammenDie Wahl des Abg. Meyer Halle( 4. Merseburg) beantragt die Wahl mit allen gegen 4 Stimmen für giltig erklärt. Damit hängenden Verbrauchssteuer zu erledigen. die Wahlprüfungskommission für ungiltig zu erklären, weil ohne find die Aufgaben der Kommission vorläufig erledigt. Der Vordie Wahlbeeinflussungen des Landraths bei der Hauptwahl( und fitzende theilte mit, daß von 114 der Kommission überwiesenen zwar für den tonservativen Kandidaten) Meyer bei der Aften 65 durch Beschluß der Kommission und 41 im Plenum Stichwahl nicht die nöthige Stimmenzahl erhalten haben würde. erledigt wurden. Die Kommission hat die Wahlen der Abg. Barth( frf. Wg.) erklärte sich gegen diesen Antrag und Abgeordneten Bantleon, Böttcher( Waldeck), Caffelmann, In Bernau stehen den Genossen folgende Lokale zur Ver behält sich vor, die Zurückverweisung dieser Wahl an die Kom- Dziembowsly, Gerlach, Gescher, Greiß, Kardorff, König, Meist, fügung: Schützenhaus; Elysium; Bahre's Restau mission zu beantragen. Möller( Dortmund), Meyer( Halle), Graf v. Molite, Pichler, rant, Kaiserstraße. Abg. v. Solleuffer( dt.) protestirt dagegen, daß dem Land- Pöhlmann, Polenz, Wamhoff für ungiltig erklärt. Diese unver rath in der Kommiffion das Recht abgesprochen worden sei, in hältnißmäßig große Zahl von Kassationen beweist, wie nahe wir An die Freunde der Mäßigkeitssache" wendet sich ein feiner privaten, außeramtlichen Eigenschaft sich an einer den unter dem Napoleonischen Eystem geübten offiziellen fürzlich ausgegebenes Flugblatt des Deutschen Vereins den Mißbrauch geistiger Getränke". politischen Thätigkeit zu bethätigen. Das widerspreche dem Geiste Kandidaturen bereits gekommen sind; es muß nämlich konstatirt gegen der Verfassung. Er werde deshalb für die Giltigkeit der Wahl, werden, daß neben den Vergewaltigungen durch die Unternehmer Darin wird gesagt, daß der Alkoholismus mancherlei Wurzeln eventuell für ihre nochmalige Prüfung in der Kommission es vor allem der unzulässige amtliche Einfluß war, der die habe, also auch auf mancherlei Art bekämpft werden müsse. Als stimmen. Raffation veranlaßte. Unsere Partei hat bei den durch die Un- Ursachen der Trunksucht werden genannt: Unwissenheit, Ge. Abg. Auer( Soz.) will den Landräthen ihre staatsbürgerlichen giltigkeitserklärungen nothwendig gewordenen Neuwahlen drei dantenlosigkeit, Prahlsucht, Genußsucht, Unmäßigkeit u. f. w. Rechte, auch bei der Wahlagitation, nicht beschränken. Der Kreise: Plauen, Dortmund und Ottensen gewonnen, dagegen den Von den wirthschaftlichen Ursachen, von der langen und schweren Landrath v. Werder habe aber, da er zugleich Wahlkommissar Wahlkreis Lennep- Mettmann verloren. Arbeit und den geringen Löhnen, von der unzureichenden Era war, in amtlicher Eigenschaft an der Wahlnährung und den ungünstigen Wohnungsverhältnissen, überhaupt beeinflussung Die Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch be- von der ganzen niedrigen Lebenshaltung der Arbeiterklasse wird theilgenommen inter Mit. hilfe von Gendarmen. Diese Wahlbeeinflussung ist zwar ganu am Freitag die Berathung über das Familienrecht. mit einem Worte gesprochen. Dagegen wird erklärt, daß nicht zu gunsten des Siegers, aber zu ungunsten des Unter- Der Entwurf nimmt den Standpunkt ein, daß aus einem Ver- der Mißbrauch geistiger Getränke ein Heer von Armen und ,, Man blicke nur in die ärmsten legenen, nämlich des Kandidaten Kunert, ausgeschlagen und deshalb sei die ganze Wahl zu annulliren. Die Wahl an die Kom daß die Eingehung unterbleibt, nichtig sein soll. den Fall, Häuser hinein und auf die Landstraßen, wo die HeimathEr will losen dahinziehen. Die Arbeiterkolonien, wo sich jeden mission zurückzuverweisen habe keinen Zweck, es ſeien aber den Verlobten, der von dem Berlöbniß zurücktritt, verpflichten Winter ein großer Theil der schiffbrüchigen Existenzen geradezu schamlose Beeinflussungen vorgekommen, und der dem anderen Berlobten und dessen Eltern den Schaden zu er sammelt, berichten, daß mindestens neun Zehntel dieser Leute Reichstag würde sich ins Gesicht schlagen, wenn er die Wahl für setzen, der daraus entstanden ist, daß diese in Erwartung der durch den runt heruntergekommen find." Daß die Vergiltig ettlärte.( Beifall bei den Sozialdemokraten.)] Redner ver- Ghe Aufwendungen gemacht haben. Auch soll eine unbearmung mindestens ebenso sehr die Neigung zum Trunk fördert, weist noch darauf, daß der Landrath durch die Verbreitung der scholtene Verlobte, die ihrem Verlobten die Beiwohnung wie der Trunk den Fortschritt der Verarmung, das könnten auch Depesche Kunert ist wegen Anstiftung zum Diebstahl verhaftet" gestattet, eine billige Entschädigung" verlangen die Leiter von Arbeiterkolonien wissen, wenn sie nur das Bors die Wahl zu Ungunften Kunert's beeinflußt habe. fönnen. Jedoch soll nach dem Entwurf die Erfaßpflicht nicht leben ihrer Schüßlinge etwas weniger vom Standpunkte des Abg. Gamp erklärt sich im Sinne des Abg. v. Holleuffer eintreten, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vor: Moralisten aus betrachten wollten. Bei dieser Ignorirung der und in Uebereinstimmung mit der bisheriger Haltung der fonliegt". servativen Partei in solchen Fragen für die Giltigkeit der Wahl entsprechend aus dem Verlöbniß die Verpflichtung zur darf man fich dann nicht wundern, daß das Flugblatt zwar die Die Ultramontanen wollen dem kanonischen Recht zwischen Verarmung und Trunk bestehenden Wechselwirkung und spricht die Erwartung aus, daß die Freisinnigen sich in& heschließung begründet wissen. Allerdings gehen Staffeehallen, Trinterheilanstalten, Lesezimmer, Wolfsheime und Zukunft bei ähnlichen Fällen des Vorganges Meyer erinnern auch sie nicht so weit, diese Verpflichtung zu einer Familienabende der Mäßigkeitsvereine anpreift, aber von der durch Klage zu erzwingenden zu machen. Abg. Friedberg( natl.) vermißt den Nachweis, daß die erklärt sich im Gegensatz zu diesem Antrag mit dem Prinzip des zu heben, gänzlich schweigt! Stadthagen Nothwendigkeit, die wirthschaftliche Lage der arbeitenden Klaffe Thätigkeit des Landraths das Resultat der Wahl zu ungunsten Entwurfs, das dem übergroßen Theil des geltenden Rechts ent des sozialdemokratischen Kandidaten beeinflußt habe und schließt spricht, einverstanden. Aber die Anschauung der Motive und Aus der Magistratsfizung vom Freitag. Der Staat fich dem Antrage auf nochmalige Prüfung des noch nicht ganz des Entwurfs, daß auch ein Mann für den Fall des Rücktritts beabsichtigt, eine ehrmittel- Werkstatt für die preußischen Abg. Spahn( 3.) erklärt sich gegen diesen Antrag und für dafür, daß er in Erwartung der Entschädigung für die gemachten Aufwendungen, ja selbst Fachschulen der Textilindustrie auf Staatsfosten einHeirath seinen Beruf zurichten, in welchen Lehrmittel, wie Stickmuster, Holz, Draht, denjenigen der Kommiſſion unter Hinweis auf den einzig daftehenden aufgegeben habe, verlangen könne, sei unfittlich. Ihr könne er Bappmodelle und anderes mehr für den Unterricht hergestellt Fall, daß der Landrath eine ihm amtlich bekannte Thatsache nicht beitreten. Böllig unrichtig sei es, auch an dieser Stelle werden sollen. Der Minister für Handel und Gewerbe hat durch Depesche an die ihm unterstellten Organe zu ungunsten dem richterlichen Ermeffen den weitesten Spielraum zu sich behuss deſſen an den Magistrat gewandt, für den an: eines Kandidaten habe verbreiten laffen. in der städtischen geben. Der Richter kenne die meisten Lebensverhältnisse nicht, gegebenen Zweck werden. " mehr erhalten als Kunert. Die Abstimmung über den Antrag auf Rückverweisung der Prüfung der Wahl des Abg. Meyer bleibt zweifelhaft; es muß deshalb gezählt werden; die Auszählung ergiebt die Anwesenheit von 222 Mitgliedern; davon stimmen 97 für, 125 gegen den Antrag. Mit derfelben Mehrheit wird der Antrag auf Ungiltig teitserklärung der Wahl Meyer's angenommen. = Beanstandet wurden die Wahlen der Abgg. Rother ( 5. Breslau), Reichmuth( 1. Sachsen- Weimar), für giltig erklärt die Wahl des Abg. Graf von Dönhoff Friedrichstein( 4. Rönigs berg). Bezüglich der Wahlen der Abgg. Münch- Ferber( 1. Oberfranten), Rimpau( 7. Magdeburg), Walter( 3. Sachsen- Weimar) löbniß nicht auf Eingehung einer Ehe geklagt werten und daß Nothleidenden erzeuge. das Versprechen einer Che für " Abg. v. Marquardsen( natl.) will den Landrath v. Werder sehe im allgemeinen leider auf feiten des Mannes und könne Zimmer unentgeltlich zu überlassen. Das Magistrats- Kollegium in seinem persönlichen Kampfe mit dem Kandidaten Kunert nicht doch nicht zum Ober- Sachverständigen in Werlöbnißfachen ge- hat befchloffen, dem Verlangen des Ministers nachzukommen. in Schuh nehmen, glaubt aber, daß ein Kausalnexus zwischen stempelt werden. Die Begriffe„ wichtiger Grund“ und„ billige Der städtische Bau- Inspektor bei der Hochbauabtheilung feiner Wahlbeeinflussung und dem definitiven Resultat der Wahl Entschädigung" müßten deshalb gestrichen beziehentlich durch weniger des Magistrats, Herr Streichert, ist vom Magistrat an stelle des nicht nachgewiesen sei; Meyer habe bei der Stichwahl 4000 Stimmen fautschutartige, der Willkür minder breiten Spielraum laffende verstorbenen Direktors Cuno, zum Direktor der städtischen GasDer Wassersturz im VittoriaUn der weiteren Debatte betheiligen sich noch die Abgg. schwächten Braut müssen insbesondere die Vermögensumstände Park wird während der drei Pfingstfeiertage, am 24., 25. und Bestimmungen ersetzt werden. Bei der Entschädigung der ge- anstalten gewählt worden. Goerų( frs. Vg.), Brandenburg( 3.), Pachnicke( frs. Vp.) und des Mannes und die Erschwerung der Heirathsmöglichkeit des 26. Mai cr. in der Zeit von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends Fischer( Soz.), der darauf hinweist, daß Kunert bei der Haupt- Mädchens berücksichtigt werden. Wie einseitig, ja geradezu das in Thätigkeit sein. wahl trop des staatsanwaltschaftlichen Steckbriefes, troß der un- weibliche Geschlecht tränkend viele Richter verfahren, wenn ihrem erhörten Wahlmachinationen des Landrathes und trotz der Ver- freien Ermessen anheimgestellt wird leber die Behandlung, die Arbeiter Gesangvereinen zu beurtheilen, was zu theil wurde, wenn diese sich wegen eines Grabständchens Haftung am Abend vor der Hauptwahl nur 4000 Stimmen zur nach billigem Ermessen" als eine Art Entschädigung zu leisten an Geistliche wandten, ist bekanntlich schon mehrfach im absoluten Majorität gefehlt haben. fei, zeige die württembergische und fächsische Praxis, die in der Vorwärts" Klage geführt worden. Neuerdings wird uns be Regel etwa 20-60 M. Deflorations Entschädigung zubillige, richtet, daß der Gesangverein Hilaritas( M. d. A.-S.-B.) am während allerdings in anderen Gegenden Mitteldeutschlands und vorigen Sonntag zwar die Erlaubniß zum Singen des Liedes in Hamburg nach dieser Richtung hin verständiger geurtheilt Im Reich der Gräber" anstandslos von einem Geistlichen bes und auf Entschädigung wegen Defloration in 10 000 Mart Höhe bis willigt erhalten habe, von einem anderen Pastor jedoch abgewiesen und mehr erfannt wurde. Nothwendig worden sei, als dasselbe Lied am Dienstag auf dem Nazarethinsbesondere sei es, daß ausdrücklich die Vermögensverhältnisse Stirchhof gesungen werden sollte. Der am Dienstag gleichfalls des Mannes betont werden. Diefen Ausführungen entsprechende an der Grabstätte anwesende patriotische Gesangverein NordAnträge stellen die Abgg. Frohme und Stadthagen. Der Jubal, der ungleich dem Verein Hilaritas nicht schon am Tage Abg. Bielhaben schließt sich den letzteren Ausführungen vorher dem Geistlichen die Noten eingereicht hatte, erhielt die an und will eventuell als Minimalmaß den 50- fachen Bewilligung zum Singen zweier Lieder, nachdem sie dem Pastor ortsüblichen Tagelohn firiren. Die und des Abg. Fuchs( 5. Arensberg) werden ältere Beschlüsse des Aenderung des Entwurfs gerichteten Anträge werden jedoch erst im letzten Augenblick auf dem Kirchhof vorgezeigt worden Hauses infolge der veranstalteten Erhebungen für erledigt erklärt. sämmtlich abgelehnt. Nur wird beschlossen, auch den Personen, Die Wahl des Abg. Krupp( 5. Düsseldorf) beantragt die die an stelle der Eltern Aufwendungen infolge des Verlöbnisses einen Brief, in welchem auf die Noth zweier Familien aufmerksam Ein Schwindel. Giner unserer Kollegen erhielt gestern Kommission für giltig zu erklären. gemacht haben, einen Schadensersatzanspruch zuzubilligen und die gemacht und unter Anrufung der sozialdemokratischen Bruderliebe Die Abgg. ütgenau, Auer u. Gen. beantragen da im Entwurf auf 1 Jahr normirte Verjährungsfrist auf 2 Jahre gegen, die Entscheidung über die Giltigkeit der Wahl des Abg. zu erhöhen. Die Kommission geht sodami zur Berathung der Bestim- Unterstützung erbeten wird. Um das Geben zu erleichtern, war Krupp auszusehen und den Reichskanzler zu ersuchen, über die mungen über Schließung der The über.§ 1286 des Entwurfs gleich eine unausgefüllte Postanweisung beigefügt mit der Adreſſe in dem Wahlbezirke Altendorf 11 vorgekommenen Verlegungen schlägt vor, die Ehemündigkeit des männlichen Geschlechts von 20 des Briefschreibers. Namen und Ort theilen wir nicht mit, der Wahlfreiheit und des Wahlgeheimnisses Erhebungen zu ver- auf 21 Jahre zu erhöhen und Dispensationen für das männliche da der Mann jedenfalls verschiedene Adressen führt. Denu Aehnliches wird auch in etwas verschiedener Form anlassen. Geschlecht nicht zuzulassen. Der Abg. Kauffmann( frs. Vp.) Abg. Lenzmann beantragt, diese Erhebungen auch auf beantragt: das Ghemündigteitsalter für das weibliche Geschlecht anderer Seite gemeldet. Es handelt sich also offenbar um eine von 16 auf 18 Jahre zu erhöhen! Frohme und Stadt- methodische Spekulation auf sozialdemokratische Gutmüthigkeit. Die Abgg. Spahn, Gamp und Hammacher bekämpfen beide bagen beantragen, diesen Antrag und die Aenderungen des In mehreren bürgerlichen Blättern findet sich die Anträge; dieselben werden abgelehnt und dent Kommissions Entwurfs gegenüber dem bestehenden Gesetz abzulehnen. Nicht Meldung, daß die diesjährige Maifestzeitung tonfiszirt antrage gemäß die Wahl des Abg. Krupp für giltig erklärt. das geringste liege vor, 11111 die Eheschließungen noch worden sei. Diese Nachricht ist unwahr; das Festblatt ist nach Die Entscheidung über die Giltigkeit der Wahl des Abg. mehr zu erschweren. Die Statistik zeige das Bedürfniß wie vor bei jedem Kolporteur, sowie in unserer Expedition Holh( 5. Marienperder) beantragt die Kommission weiterhin der Eingehung 0011 Ehen insbesondere auch für erhältlich. auszusehen und den Reichskanzler zu ersuchen, über die bei dieser Mädchen unter 18, aber auch für junge Männer von Wahl vorgekommenen Wahlbeeinflussungen und Unregelmäßig 20 Jahren. In Berlin standen im Jahre 1890 von 277 429 ver- ftellungsterrain festgesetzt worden. Vier Zehntel Echtes kosten Geradezu unerhört hohe Bierpreise sind für das Austeiten Erhebungen anstellen zu lassen." heiratheten Frauen 1 im Alter unter 15, 3 im Alter unter 16, Abg. Gamp u. Gen. beantragen, die Wahl des Abg. Holh 11 im Alter unter 17, 106 unter 18 Jahren, 23 Ghemänner 30 Pf., für das ganze Litermaaß sind 75 Pi. zu zahlen, nur im ohne weiteres für giltig zu erklären, während Abg. Cegielski waren unter 20, 84 20-21 Jahre alt. Alljährlich werden ferner Bürgerbräu ist der Literpreis auf 70 Pf. festgefeßt. Siefiges Bier ( Pole) u. Gen. die Ungiltigkeitserklärung der Wahl beantragen. in Deutschland 2-3000 Dispensationsgesuche an Mädchen, die soll in drei Zehntel- Litergläsern zu 15 Pi. ausgeschänkt werden. Abg. v. Czarlinski befürwortet diesen Antrag, während noch nicht 16 Jahre alt find, ertheilt. Wo liege da ein Be- Da man bekanntlich in Berlin das Schneiden" sehr gut versteht, Abg. Gamp ihn bekämpft; er habe den Eindruck, als wenn die dürfniß zur Erhöhung der Heirathsmündigkeit vor? Vor 1875 so wird der Biergenuß in den Ausstellungsräumen zu den Dingen Wahlprüfungs- Kommission die Wahlen der konservativen Ab- war in Preußen das Ehemündigkeitsalter für Mädchen 14 Jahre. gehören, die der kleine Mann sich nicht leisten kann. Die Ursache geordneten vom politischen Standpunkte aus prüfe.( Lebhafter Die Fleischesvergehen gegen Mädchen unter 16 Jahren haben der unverhältnißmäßig hohen Pacht zu suchen, die auf der Ausdiefer unerhörten Schröpfung des Publikums ist bekanntlich in Widerspruch.) zugenommen. Und da solle das Heirathsalter nach dem Abg. Spahn( 3) weist als Vorsitzender der Kommission freisinnigen Antrage noch erhöht werden! Unsere Genossen erklären ftellung erhoben worden ist. diesen Vorwurf zurück. Die Kommission habe sämmtliche Wahlen sich gegen jede Grschwerung der Heirath. Es wird der Antrag Eine merkwürdige Beamten Funktion hat seit einigen objektiv geprüft, auch die vorliegende. Kauffmann zurückgezogen, der Antrag Frohme Stadt: Monaten ein Beamter auf der Haltestelle der Stadtbahn in Der Antrag der Kommission wird abgelehnt. In der nament hagen gegen 4 Stimmen( Vielhaben( Reform- P.), Echädler( 3.) Charlottenburg zu verrichten. Seit dort nämlich die Nordringlichen Abstimmung über den Antrag& amp wurden 184 Stimmen und die Antragsteller) abgelehnt, mithin das Ehemündigkeitsalter Büge auf dem zweiten Bahnsteige, von Westend kommend, ein abgegeben, das Haus war also nicht mehr beschlußsähig, und die des männlichen Geschlechts auf 21 Jahre erhöht.§ 1288 des lauren, bat man in dem Bahntunnel einen Beamten stationirt, Sigung mußte abgebrochen werden; für den Antrag Gamp Entwurfs verlangt in Verböserung des bestehenden Gesetzes, daß der jedem Fahrgast, welcher den Tunnel betritt, während der stimmten 62, dagegen 121; 1 Mitglied enthielt sich der Stimme. die elterliche Einwilligung zur Eheschließung nicht wie jetzt bei Zeit zwischen der Abfahrt des vorhergehenden Zuges und des Schluß gegen 63/4 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. Mädchen bis zum vollendeten 24., bei Männern bis zum von dem Bahnsteig II abgehenden laut die Worte zuzurufen Wahlpr üsung; Börsengese B.) vollendeten 25. Lebensjahre 25. Lebensjahre nothwendig sein soll, son bat: Nächster Zug nach Berlin- Friedrichstraße zweiter Bahn dern daß bei Mädchen und Männern bis Boll- steig! Nicht jedem Fahrgast ist der Sinn dieser Worte Borbeck 2 auszudehnen. : == Don feine durchgearbeitete Charaktergestalt voll sympathischen Lebens, bieder und jovial beim Glase Bier und doch voll kraftvoller Größe während der brutalen Katastrophe. Desgleichen gab Fräulein Staglé das Annchen mit schlichter, naturwahrerr Wärme ohne affeftirte Biererei, selbst nach dem vermeintlichen Sündenfall noch lebensDas Publikum nahm das Stück mit beifallsfroher Ruhe auf; freudig und liebeverlangend im Kampfe gegen ihr Elend. ein kleiner Kreis von Opponenten hielt sich wenigstens von Unarten fern. Diefe Leidenschaftslosigkeit spricht allerdings wohl nur dafür, daß das Drama, in dem der Verfasser nach neuer, ungehinderter Lebens- und Liebesfreudigkeit ringt, ohne sich von den Fesseln der alten Vorurtheile losmachen zu können, fortan nicht die Lebensdauer haben wird, die ihm bislang vom Glück beschieden gewesen ist. gleich verständlich und eine weniger geistreiche Beschäftigung für leiden 2e." sind vollständig werthlos. Das Publikum wird vor| Pfarrer Hoppe. In martigen, wahren Bügen schuf Reicher eine einen Beamten ist kaum denkbar. Seit einigen Tagen hat man dem Ankauf gewarnt. denn die Funktionen desselben dahin erweitert, daß er bei starkem Sie fuallen fich weiter nieder. Gestern früh gegen Andrange beim Kontrolliren der Fahrkarten mitzuhelfen hat und hier nun bei jedem Kniff der Koupirzange seinen Ruf ertönen 81/2 Uhr foll, nach einem uns zugetragenen Gerücht, im Grune: läßt: Nächster Zug nach Berlin- Friedrichstraße, zweiter Bahn- Schriftsteller F. ein Pistolenduell stattgefunden haben. Die Besteig! Diese Auskunft hat nun auch für die Fahrgäste ihr Mißliches, dingungen sollen 15 Schritte Barrière und dreimaliger Rugel denn wenn jemand nicht mit der nöthigen Geschwindigkeit den zweiten Bahnsteig erreicht, so hat er die 6 Meter hohe Steintreppe vergeblich wechsel gewesen sein. erstiegen, geht also wieder zurück und abermals sechs Meter in Die Leiche eines Mannes wurde Freitag Morgen um die Höhe zum Bahnsteig I. Sollte denn das Publikum sich 7 Uhr von Schiffern im Potsdamer Hafen gefunden und gelandet. nicht an eine mechanisch zu bewegende Aufschrift oder Signal- Nach Papieren, die man bei der Leiche fand, handelt es sich um einrichtung gewöhnen tönnen, welche lautlos die Funktion dieses einen am 15. Ottober 1862 zu Aschersleben geborenen ZimmerBeamten versieht? Für die vielen Stadtbahn- Abonnenten wäre gesellen Wilhelm Gebhardt. es sehr erwünscht, wenn sie durch derartige Signale beim EinVon einem Müllwagen wurde in der Hobrechtstraße zu tritt in die Bahnhoishalle darüber unterrichtet würden, ob ein Borortzug früher als ein Stadtbahnzug in der gewünschten Rich- Sobrechtstr. 81 wohnhaft, überfahren. Das Kind starb nach Rich- Rixdorf das 2jährige Söhnchen des Arbeiters Friedrich Werner, tung abfährt. wenigen Stunden. Der Wagen der elektrischen Bahn Für die Zeit vom 1. Mai bis Ende September wird aus in Treptow überfuhr vorgestern die Weber Jahn und Maiwald Anlas der Internationalen Kunstausstellung aus Rixdorf. Beide wurden entsetzlich zugerichtet. Während Berlin 1896 auf dem Landesausstellungsplage am hiesigen Lehrter Jahn nach dem Krankenhause am Urban gebracht wurde, schaffte Bahnhof eine Poft anstalt mit Telegraphenbetrieb und Fern- man Maiwald nach seiner in der Ziethenftr. 46 belegenen Sprechstelle in Wirksamkeit treten. Wohnung. Bur Gründung einer Sanitätswache in der nördlichen Selbstmord verübt hat in Groß Lichterfelde der HolzRofenthaler Vorstadt ist am Donnerstag ein Komitee zusammen- waarenfabritant und Hauseigenthümer Emil Schoenewert aus getreten. Auch die Errichtung einer Fortbildungsschule für der Neuen Grünftr. 20 zu Berlin, der seit Dienstag verschwunden Mädchen im Schulgebäude in der Graunstraße wird angestrebt. war. Man fand seine Leiche gestern Abend im Lindenpark zu Groß- Lichterfelde, wo er sich erhängt hatte. Bei sich hatte er In der letzten Sitzung der Rigdorfer Gemeinde- über 50 M. baares Geld und eine goldene Uhr mit Kette. mit, daß die Gemeindeverordneten Schmidt und Schimkäse hat ohne Zweifel in einem Anfalle von Geistesgestörtheit Hand ihre Mandate niedergelegt haben, ersterer wegen Geschäftsan sich gelegt. Er hinterläßt eine Frau und zwei Töchter im überbürdung, letzterer wegen Verzugs nach Berlin. Die Ersatz Alter von 10 und 15 Jahren. wahl soll in allernächster Zeit anberaumt werden. Der Kreisausschuß hat genehmigt, daß eine Gemeinde- Anleihe im Betrage von 500 000 M. aus der Kreis- Sparkasse entliehen wird. -Die Beleuchtung des Lohmühlenweges und eines Theiles des Maybach- Ufers wird genehmigt, desgleichen die Bewilligung der Witterungsübersicht vom 24. April 1896. erforderlichen Mittel zur Einkleidung von 25 neuen Mitgliedern Stationen. der Freiwilligen Feuerwehr, sowie zur Beschaffung eines zweiten Mannschaftswagens. Die Ernennung von Bezirks- Hebammen wurde abgelehnt, da ein Bedürfniß hierzu nicht vorliege. • Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 522222ANASS( Stala 1-12) Wetter nach Celsius 762 N 4. halb bedeckt 5 764 NNW halb bedeckt 4 761 M wolkig 5 B 765 NW wolkig 6 763 NW wolfig 4 757 WNW halb bedeckt 6 754 N wolfenlos 1 751 SW Regen 2 769 MSM heiter 9 769 769 660 NNW heiter 9 bedeckt 6 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 25. April 1896. Bielfach heiteres, zeitweise woltiges Wetter mit mäßigen nördlichen Winden, Nachtfrost und etwas höherer Tagestemperatur; feine oder nuerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Bereits sowie die Vertreter der Krüger, ist 64 Jahre alt gestorben. Der Direktor der Kieler Sternwarte, Professor Adalbert Sophus Tromholt, der durch seine aftronomischen Werke und Vorträge weltbekannte Nordlichtbeobachter, ist am Freitag in der Schweiz gestorben. Er war in Husum geboren und wurde 1876 Lehrer der Mathematit und Naturgeschichte in Bergen. Sein Lieblingsstudium bildete jedoch die Astronomie, in welchem Fache er dann als Schriftsteller wie als Vortragender allgemeiner bekannt geworden ist. Im Jahre 1882 reifte er mit Unterstützung des nor wegischen Staates nach Kautokeino in Finmarken, um dort während der langen Winternächte Nordlichtbeobachtungen anzustellen. Zu gleichem Zwecke reifte er 1888 nach Jsland, wozu ihm der verstorbene, dänische Brauer Jacobsen die Mittel gewährte. Diese beiden Reisen hat er in seinen Büchern Unter den Strahlen des seinen Vorträgen," bei denen er Europa und Amerika durchstreifte, wußte er die Zuhörer durch seinen leichten und fließenden Vortrag, sowie durch lebendige Darstellung zu feffeln. Soziale Rechtspflege. Gewerbegericht. Vorsicht beim Unterschreiben von Reversen! Zwei Maurer beanspruchten unter an derem vom Maurermeister Meier mehrere Tage voll bezahlt, an denen sie wegen Mangels an Material hatten feiern müssen. Der Beklagte war jedoch in der Lage, dem Gerichtshof ein von den Klägern unterzeichnetes Schriftstück vorlegen zu fönnen, in dem festgesetzt ist, daß der Maurermeister Meier nicht regreß pflichtig zu machen sei, wenn wegen Mangel an Material nicht Die Kläger erklärten ihre Untergearbeitet werden könnte. schrift insoweit für ungiltig, als sie sich auf die fragliche Bestimmung beziehen lasse. Das Schriftstück wäre ihnen mit dem Bemerken: Unterschreiben Sie Kündigung findet nicht statt", derart hingelegt worden, daß sie die Rückseite vor sich hatten. Infolge der Aeußerung des Beklagten feien sie der festen Ueberzeugung gewesen, es handele sich nur um den Ausschluß der Kündigungsfrist, und lediglich deshalb hätten sie das Blatt nicht und umgewandt von sich nicht selbst seinem Die Inhalte überzeugt. dritte Rammer wies aber zurück, die erwähnte Forderung mit der Begründung baß die Kläger auf jeden Fall das Schriftstück hätten durchlesen müssen und an ihre Unterschrift auch mit bezug auf die strittige Bestimmung gebunden seien. Die Kläger hatten neben anderen kleinen Forderungen noch 11/2 Stunden bezahlt verlangt, da fie am Löhnungstage auf Geld warten mußten. Der Beklagte wurde für nicht verpflichtet erklärt, diese Beit zu vergüten. Genosse Rezerau führt Beschwerde über den Verwalter des Swinemünde Riefelgutes Waßmannsdorf und fordert dessen Entlassung. Als Hamburg Redner seinen Antrag begründen will, beantragt der Vorsitzende, Berlin diese Angelegenheit in nichtöffentlicher Sigung zu besprechen, Wiesbaden womit der Antragsteller sich einverstanden erklärt. Die Ver- München sammlung beschließt sodann, die städtischen Behörden von Berlin Wien. im Werkehrsinteresse zu bitten, die Angelegenheit der elektrischen Saparanda. Vorort- Ringbahn nach Möglichkeit zu beschleunigen. Genoffe Betersburg Regerau fragt an, wie fich der Gemeindevorstand zu der An- Cort gelegenheit des Kurators Klosen stelle, den die Regierung vom Aberdeen. Amte des fatholischen Lokal- Schulinspektors entbunden habe, Paris. nachdem derselbe wegen Urkundenvernichtung unter Anklage geftellt worden, aber freigesprochen sei, weil das Landgericht ange nommen, daß er nicht das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit seiner Handlung gehabt habe. Die Gemeinde zahle dem Kurator Klosen jährlich 300 M. für die Ertheilung des Religionsunterrichts in der fatholischen Gemeindeschule. Nach dem Vorgefallenen empfehle es sich aber, den Unterricht einem Lehrer zu übertragen. Der Borfißende erklärt, es sei dies Sache des Schulvorstandes, dem man event. die Sache zur Erwägung überweisen tönne. Regerau stellt hierauf einen diesbezüglichen Antrag, der jedoch abgelehnt wird. Der letzte Bunkt betrifft die Pflasterung des Triftwegs. Die neue Urania in der Taubenstraße 48/49 wird heute Die Altersverficherung der Musiker, welche in Wirths. Genoffe Thomas erklärt, wenn der Arbeiterschaft verboten zum ersten Male dem Publifum geöffnet werden. Revisionsentscheidung des Reichs machen, betrifft eine werden sollte, die Wege in den Köllnischen Wiesen zu benußen, gestern waren die Vertreter einer Anzahl Behörden, Professoren häusern, bei Hochzeiten und ähnlichen Gelegenheiten Tanzmusit um auf diese Weise bequem ihre Arbeitsstätten zu erreichen, wie der Universität und sonstige wissenschaftliche Rapazitäten, Bersicherungsamtes, in der neben anderem folgendes gesagt manche Reichstags Abgeordnete = es beabsichtigt sei, jo fönne er für Pflasterung dieses Zugangs Presse einer Einladung zur Besichtigung der neuen Räume ist: Die Glieder jener erwähnten Kategorie der Mufiter, weges nach den Wiesen nicht stimmen. Der Gemeindevorsteher welche je nach nach der Gelegenheit fich zu gemeinsamer erklärt darauf, das Verbot sei erlassen, um die Gemeinde vor gefolgt. An einen einfach vornehm ausgestatteten Theatersaal finanziellen Opfern zu sichern, die nöthig werden könnten, sobald von vielleicht der dreifachen Größe des alten Raumes schließen Thätigkeit vereinigen, ohne jedoch ein ständiges Musikkorps burch Verjährung die vom Publikum benutten Wiesenwege öffent- fich rechts und links in je drei Stockwerke abgetheilt, die Gäle bilden, stehen sich im allgemeinen gleichberechtigt gegenüber. öffentlich Wenn einer der Leute, welche sich so zusammenfinden, um be lichen Charakter erhalten würden. Ausnahmen seien jedoch ge für die naturkundliche Ausstellung". Die Räumlichkeiten sind stimmte Aufträge auszuführen, das Gesammthonorar feitmacht lichen Charakter erhalten würden. Ausnahmen seien jedoch ge- wie folgt eingerichtet: In ersten Stock links hat man die Instrumente und die Musik leitet, so wird er dadurch noch nicht der Arbeitstattet und müßten die betreffenden Arbeiter darum bei ihm ein für Astronomie und Physik der Erde ausgestellt, die Ausstellung im geber seiner Mitspieler und diese werden noch nicht seine Unkommen. Hierauf wird die Befestigung des Tristweges mit zweiten Saal behandelt die Elektrizität und den Magnetismus, im Schlacken bewilligt. dritten Saal befinden sich die Apparate für Akustik und Optik. Dann gestellten. Selbst dann ist dies nicht der Fall, wenn der erstere An die Ladenbefizer wenden sich jetzt fast sämmtliche folgt oben ein heller nach der Straße belegener Saal für Bio: bei der Honorirung bevorzugt wird. Das Mertzeichen jeder die Berliner Frauenvereine, welche auf das förperliche und geistige logie mit reichlichen mikroskopischen Präparaten; in diesem Berficherungspflicht begründenden Thätigkeit ist die persön liche Abhängigkeit des Arbeitenden, und diese wird Wohl der Mädchen und Frauen bedacht sind, mit der Bitte, Raum befinden sich in einer etwas bunten Zusammen durch das angeführte Zusammenwirken nicht geschaffen. G3 schriftlich ihre Geneigtheit zu befunden, daß die bei ihnen beſtellung auch das Operntelephon sowie Aquarien und steht bei diesen Beziehungen jedem einzelnen vollkommen frei, schäftigten Verkäuferinnen, soweit ihre Berufsthätigkeit es zuläßt Terrarien. der sich Die Ausstellung im fünften Saal, und wenn sie unbeschäftigt sind, sich sehen dürfen und daß fie rechts vom Theatersaal zwei Stock hoch befindet, behandelt gleichGelegenheit zum Sizen schaffen wollen. Als dieselben Vereine vor falls die Biologie, der sechste birgt Apparate zur Erklärung der einiger Zeit eine Agitation in dieser Sache in die Hand nahmen, chemischen und technologischen Wissenschaft, während der siebente, stellte sich die öffentliche Meinung entschieden auf ihre Seite. zu ebener Erde belegen, in einer nennenswerthen Anzahl Modelle Seitdem haben sich die Erklärungen, in denen Frauen aus den die Maschinentechnik behandelt. Endlich sei noch der Oberlicht Reihen der Käuferinnen denselben Wunsch aussprechen, mit Saal erwähnt, in dem das plastische Modell der Gotthardtbahn Unterschriften in außerordentlich großer Anzahl bedeckt. Ob die bei Wasen ausgestellt ist. Die Gruppirung in verschiedenen Sälen Unternehmer der Anregung folge geben werden? hat selbstverständlich den Vortheil größerer Uebersichtlichkeit, doch ſtehen die neuen Räume an Helligkeit und Freundlichkeit leider dem prächtigen Phyfitsaal in der alten Urania entschieden nach. Um halb sieben Uhr eröffnete Direktor Meyer dies neue wissenschaftliche Theater mit einem furzen Willkommengruß, worauf die Schauspielerin Fräulein Marie Bospischil als Urania einen von Wildenbruch gedichteten Prolog sprach. Die Himmlische erscheint mitleidsvoll dem Menschengeschlecht: In der Straffache wegen Meineids, die gegen den Amtsvorsteher von Friedrichsberg, Lichten berg und Wilhelmsberg, Rittergutsbesißer und Lieute nant a. D. Röder schwebt, haben gestern beim Untersuchungsrichter am Landgericht I. mehrere Vernehmungen stattgefunden. Die Redaktion des Berliner Tageblatt" schreibt uns: In Nummer 96 des Vorwärts" nehmen Sie in einem mit den Worten Auf eigenthümliche Geschäftspraktiken" beginnenden Artikel davon Notiz, daß der Chemischen Fabrik Oranienburg eine Nummer des Berliner Tageblatt", in der eine angeblich unrichtige Mittheilung über die Gesellschaft enthalten war, unter Beifügung einer Abonnements- Einladung zugegangen ift. Der Verleger des Berliner Tageblatt" hatte inzwischen an den Aufsichtsrath der Gesellschaft bereits die Erklärung ge- in richtet, daß die Beifügung der Abonnementseinladung lediglich auf einem Versehen der Expedition beruhte. haben hat." " Den Schrei, der aus des Menschen Seele bricht, Ich höre ihn, den Sehnsuchtsschrei nach Licht; Verschlungen halb vom Daseins- Ozean Seh' ich dich tastend wandeln deine Bahn, Die Hände reckend in die ew'ge Nacht: ,, Wo find' ich den, der mir das Licht entfacht?" das nächste Mal mit anderen Kollegen zusammen zu spielen. Der Kläger, den die Versicherungsanstalt als nicht versicherungs pflichtigen, selbständigen Unternehmer ansah und dementsprechend behandelt hatte, wurde auch von der Revisionsinstanz mit seinem behandelt hatte, wurde auch von der Revisionsinstanz mit seinem Anspruche auf Altersrente abgewiesen. Gerichts- Beitung. Der Leiter der ,, Freien Volksbühne", Julius Türk, war seinerzeit vom Landgericht zu Berlin zur Zahlung von 96 M. ver urtheilt worden, weil in seinem Auftrage auf Kosten des Vereins Freie Boltsbühne" im Sommer 1893 Bigarren, Zigaretten und " geistige Getränke" angeschafft und gelegentlich des großen Festes in Schönholz am 23. Juni desselben Jahres verkauft worden waren. Es wurde ihm zur Last gelegt, Handel im Umherziehen betrieben zu haben, ohne die nach dem Gesez vom 3. Juli 1876 und nach§ 56 Nummer 1 der Gewerbe- Ordnung erforderliche Erlaubniß zu besigen. Seine Revision hat nun der Straffenat des Kammergerichts am 22. April zurückgewiesen, indem er sich den Gründen des Landgerichts im wesentlichen anschloß. An einem gewerblichen Zweck habe es bei dem Kauf und Verkauf des ringenden Menschen Bruft: Die Göttin fenkt den Trost der Wissenschaft friedebringend nicht gefehlt, denn es habe ein Gewinn erzielt werden sollen, Du, dessen Seele unter Willkür stöhnt, Vernimm mein Wort, das dich der Welt versöhnt: Es waltet ein Gesez, es ist und bleibt, Es ist der Geist, der alles hält und treibt, Der Geist, der tröstend dir zum Geiste spricht: Ring', suche, zweifle, doch verzweifle nicht!" wenn auch zu gunsten eines Vereins, der einen erzieherischen Zweck verfolgte. Auch sei unter den Umständen, welche dabei obwalteten, in dem Handel ein Handel im Umherziehen" zu erblicken. " von Die betreffende Auslassung des Berliner Tageblatt" über die Gesellschaft aber lautete:„ Die Oranienburger chemische Fabrit hat es für erforderlich gehalten, 576 000 g. neue Eine Privatklage, in welche auch ein von dem Freiherrn v. Hammerstein genommenes Darlehn hineinspielt, fam Stammprioritäten auszugeben. Mit dem Geldbedarf, den gestern vor der Berliner 8. Straftammer in zweiter Infianz zur die Gesellschaft hiernach verspürt hat, fteht es in Verhandlung. Kläger war der Versicherungsdirektor einem gewissen Widerspruch, daß fie Ende 1894 ein Die im idealistischen Schwung gehaltenen Verse wurden von uno w3ft zu Breslau, Angeklagter der Redakteur der Bankierguthaben von 802 122. hatte. Wir halten es der Künstlerin etwas gar zu massig gesprochen, doch lohnte das Deutschen Versicherungs- Zeitung" Hans Randow zu Berlin. aber überhaupt für wenig rathfam, daß eine Gesell- Publikum gern die mit der realen Wirklichkeit des Seins nicht Der Kläger war seinerzeit Generalagent der Hagelversicherungsschaft bei ihrem Bantier ein so unverhältnißmäßig hohes Gut ganz im Einklang stehenden Troftesworte durch freundlichen Gesellschaft Borussia", deren Verwaltungs- Vorsitzender von Beifall. Wenn daraufhin in der Generalversammlung der Chemi- Hierauf gelangte das neue wissenschaftliche Ausstattungsstück Hammerstein im Jahre 1885 war. Dieser erhielt 1885 von dem Vorstande aus der Gesellschaftskaffe auf sein Anschen Fabrit angeregt wurde, die Angelegenheit der Durch den Gotthardt" zur Probeaufführung. Die vierzehn fuchen 15 000 m. gelieben. Er hinterlegte zur Deckung Werth Staatsanwaltschaft zu übergeben, so möchten wir hierzu, prächtigen Bilder erläuterte Herr Thieß durch einen von Herrn papiere, bei denen aber nicht alles in Ordnung gewesen sein wie wir δας bereits bei der Behandlung dieser Wilhelm Meyer verfaßten instruktiven Vortrag. Bei dem Interesse, foll; als die versprochene Rückzahlung nach drei Tagen nicht er Thatsache im„ B. T." selber gethan haben, bemerken, daß auf das die Arbeiterschaft Berlins unzweifelhaft dem neuen Unternehmen folgte, führte Direktor Eck die Summe aus eigenen Mitteln an die Erörterung von Mißbräuchen im Bant- und Börsenwesen entgegen bringen wird, behalten wir uns vor, auf das Tochter die Kasse ab und erhielt sein Geld erst nach 3-4 Wochen von mit der Staatsanwaltschaft wiederholt gerade solche Personen institut der wohl jedem Arbeiter bekannten alten Urania baldigst Sammerstein zurück. Im Jahre 1890 reichte v. Kunowski plökgedroht haben, deren Geschäftsgebahren nachträglich dem Straf- eingehender, als heute geschehen kann, zurückzukommen. lich eine Beschwerde gegen die Borussia ein, in welcher er eine richter anheimgefallen ist." Max Halbe's ,, Jugend" wurde am Donnerstag zum ersten lange Reihe von Pflichtwidrigkeiten der Verwaltung, unter denen Der Polizeipräsident erläßt folgende Bekanntmachung: Male im Deutschen Theater aufgeführt, nachdem das auch das Hammerstein'sche Darlehn figurirte, aufzählte. Der Vors In dem Hause Leipzigerstraße 184 betreibt unter der Firma Stück befanntlich die ganze vorlegte Saison hindurch mehr als stand wies die Beschwerde nach eingehender Prüfung zurück. G. H. Braun der Apotheker Fuchs das Heilgewerbe und erbietet zweihundertmal im Neuen Theater gegeben worden ist. 31 v. Kunowski ging dann an den Ausschuß und als auch dieser die Befich insbesondere zur Heilung von Neuralgien und Magenschwäche. einem beträchtlichen Theil war die Besetzung dieselbe wie damals, schwerden als berechtigt nicht anerkannte, an den LandwirthschaftsDie Patienten erhalten nach Borausbezahlung von 4 M. eine geblieben. Herr Rittner suchte als Student Hans vielleicht etwas minister, der den Polizeipräsidenten mit einer Untersuchung In letterer sind einzelne Unregelmäßigkeiten, aber schriftliche Verordnung und aus der homöopathischen Zentral- burschifoser als sonst den dummen Jungen hervorzukehren, betraute. apotheke von Johannes Müller in Breslau gegen Nachnahme während Herr Jarno den ringenden Sittenprediger Kaplan Gregor teine triminell zu verfolgende Bergehungen festgestellt worden von 2,40 M. fpirituöse Lösungen. Die wiederholte Untersuchung in Spiel und Aussprache meisterhaft gab. Auch der blödsinnige Tölpel, Herr v. Kunowsky wurde darauf aus seiner Stellung entlassen hat in den Medikamenten teinerlei Stoffe in wirksamer Kon- der am Schluffe des Stückes eine so plumpe Rolle spielt, war und verlor feinen gegen die Boruffia" angestrengten Zivilprozeß Neu in zwei Instanzen. Dazwischen fiel eine Beleidigungss zentration nachweisen lassen. Die schriftliche Verordnung und bei Herrn Biensfeld in den beften Händen geblieben. v. Kunowsky wurde, die Broschüre Spezialbehandlung von Kopfnervene und Magen- I waren Fräulein Staglé und Herr Reicher als Annchen und Affäre mit dem Direktor Krüger. weil er es verweigert hatte, sich mit letterem zu schlagen, gegen fein Verbot@ gesek verstoße, mithin teine strafe siegreich zu Ende geführt fel. Sollten aber die Arbeiter in durch ehrengerichtliches Urtheil der Berechtigung beraubt, bare Handlung fei, wies das Landgericht Leipzig durch ihrem Lohnkampf nicht überall den tarifmäßigen Lohn er die Offiziersuniform zu tragen. v. Runowsky gründete die Straffammer 5 die Berufung als unbegründet zurück, da R. ringen, dann wird der Lohnzuschlag auch nicht ausgezahlt. dann die Ostdeutsche Hagelversicherungs- Gesellschaft, eine aus beim Heraushängen der Fahne offenbar von der Absicht beseelt Daß es möglich war, auf diese Bedingungen einzugehen, hochfeudalen Großgrundbesitzern bestehende Gesellschaft und be: gewesen sei, eine Gegendemonstration zu veranstalten, dadurch schien der Versammlung fast unverständlich. Ganz anders und tämpfte die Konkurrenzgesellschaft und deren Brattifen in ver- aber das Publikum belästigt und die öffentliche Ordnung ge- zwar wider alles Erwarten, sieht es in der Fabrik von Martienzen, schiedenen Zirkularen. Nun brachte die, Vossische Zeitung" stört hat. Weberstr. 5, aus. Eine große Anzahl von Arbeiterinnen erklärten sich einen Bericht aus Breslau vom 25. Oftober, wonach der Prozeßbevollmächtigte des Herrn v. Kunowski, Rechtsanwalt Feige, solidarisch mit den andern Arbeitern und gaben das Versprechen, eben= in einem im fortschrittlichen Verein„ Franz Biegler" gehaltenen falls bei ihren Fabrikanten betreffs der Tarifbewilligung vor die Arbeit niederlegen. wurde Vortrage das Vorgehen der Borussia" gegen v. K. und das stellig zu werden; sollte das Verlangen abgelehnt werden, so infolge deffen und nach Lage der ganzen Darlehnsgeschäft, welches Herr v. Hammerstein mit dem VorSache ftande gemacht habe, grell beleuchtete. Nunmehr erschien in der anerkannt, daß der Stand der Lohnbewegung ein sehr Deutschen Versicherungszeitung" ein geharnischter Artikel gegen günstiger sei und es es nur an der Unentschlossenheit der Kollegen liegt, daß der Streit noch nicht überall siegreich be= か Herrn von Kunowski, in welchem dessen Persönlichkeit und Nöthigung?! Zu der unter dieser Stichmarke in Nr. 91 gebrachten Weldung haben wir richtig zu stellen, daß der Angeklagte nicht Nebel, sondern Ehlers hieß; Nebel, der bei der Firma Neumann( nicht Neumann u. Ehlers) arbeitete, diente in der Gerichtsverhandlung als Beuge. Versammlungen. wolle man = & 3 die Eine öffentliche Versammlung von Handlungsgehilfen endigt ist. Jedoch ist die Versammlung der Ansicht, und giebt sich geschichte erzählt und schließlich behauptet wurde, daß er als Gehilfinnen und Gewerbetreibenden, welche von der Freien der Hoffnung hin, daß der Muth und die Entschlossenheit fonservativer Mann sich nicht scheue, durch den angeblich in Bereinigung" veranstaltet worden war und den großen Saal des in der heutigen Versammlung dafür bürgt, daß in nicht mehr feinem Auftrage gehaltenen Vortrage des Rechtsanwalts Feige Herrn Cohn, Beuthstraße, bis auf den letzten Plak füllte, nahm allzu langer Zeit der tarifmäßige Lohn überall gefordert und den politischen Gegnern vergiftete Waffen zu liefern.- Das zu den bekannten Vorschlägen der Reichskommission für Arbeiter- gegeben, daß die Gelder, welche für die streikenden Arbeiter auch bewilligt werden wird. Es wurde außerdem noch bekannt Schöffengericht hatte diesen Artikel für beleidigend erachtet und ftatiftit Stellung. den Angeklagten zu 200 Mart Geldstrafe verurtheilt. berührte zunächst die Feststellungen der Kommission über die bestimmt sind, an jedem Sonnabend, abends von 7-9 Uhr, im Gestern beanspruchte Rechtsanwalt Sa ch s für den Angeklagten Tauer der Geschäfts- bezw. Arbeitszeit in den offenen Verkehrslokal, Weinstr. 11, vom Kassirer der Lohnkommission deu Schutz des§ 193, Nadbyl aus Breslau energisch bekämpfte. Der Gerichtshof daß in beinahe fünfaig Prozent der in Verkaufsstellen". Dieselben hätten unter andern ergeben, gegen Quittung entgegengenommen werden. die Enquete Eine zahlreich besuchte Versammlung der Baudeputirten erkannte auf Verwerfung der Berufung. einbezogenen Geschäfte die Arbeitszeit über 14 Stunden hinaus der Putzer fand am Donnerstag Abend statt. Nach den FestIn geradezu kraffem Widerspruch mit einander standen ging und daß in 44,9% der fraglichen Handlungen sogar die stellungen der Kommission sind es nur 181 Buyer, die nicht an die Aussagen bei einer Berhandlung wegen Körperverlegung bezw. männlichen Behrlinge über 14 Stunden täglich( Pausen ein der Lohnbewegung theilgenommen haben. Die TheilBeleidigung und Bedrohung, die gestern den Eisenbahnschaffner geschlossen) schanzen müßten, während weibliche Lehrlinge in nahme erstreckt sich bis auf die Außenbezirke Berlins, Hartwig und den Maurer Röhl vor die 1. Straffammer 17,5 pet. der in betracht kommenden Handlungen eine längere Behlendorf, Lichterfelde, Steglitz, Grünau, Karlshorst, führten. Auf dem Bahnhofe Gesundbrunnen kommen, wie der Arbeitszeit als 14 Stunden hatten. Diese und andere Miß- Friedrichsberg, Lichtenberg, Pantow und Reinickendorf. Ferner erste Angeklagte behauptet, häufig Reibereien zwischen dem stände hätten nun die Reich stommission zu den Gefeßes theilte die Kommission mit, daß in den nächsten Wochen Bublikum und den Bahnbeamten vor, und letztere wollen viel vorschlägen veranlaßt, gegen die seitens eines Theils der Ge- 127 Bauten in Angriff genommen werden, so daß fach der Gegenstand höhnischer Bemerkungen bei der Kontrolle schäftsin haber Sturm gelaufen werde. Redner verliest die Vor- Lage als eine günstige zu bezeichnen sei. Aufgabe der Fahrscheine sein. Am 20. Dezember ereignete sich dort schläge der Kommission, deren hauptsächlichster ist, daß offene der Puter müsse es aber sein, bei feinem Buzmeiner in ein Auftritt, der darin feine Ursache hatte, daß einige Verkaufsstellen von 8 Uhr abends bis 5 Uhr früh für Publikum Arbeit zu treten. In der Diskussion pflichteten sämmtliche Redner Arbeiter, die mit einem Zuge angekommen waren, der Anord- und Verkehr geschlossen sein sollen. Er erklärt betreffs der vor den Anordnungen der Kommission bei und empfahlen eine nung des ersten Angeklagten, den rechten Theil der Ausgangs- geschlagenen Ausnahmen, daß es genügen wird, wenn man das rührige Agitation, denn es sei zu erwarten, daß sich die Putztreppe zu benutzen, angeblich nicht nachfommen wollten. Die Er- Offenhalten der Geschäfte bis spätestens 10 Uhr nur für höchstens meister bald wieder bemerkbar machen. Zum Schluß ermahnte regung war eine große; aus der Mitte der Arbeiter sollen dem 14 Tage im Jahr zuließe und nicht, wie vorgeschlagen sei, für der Vorsitzende die Kollegen, auf keinem Bau Maurerarbeiten Beamten Echimpfworte entgegengeschleudert worden sein und etwa 30 Tage. Nicht ganz zufrieden sei man mit dem Vorschlage, auszuführen. dieser soll schließlich seinen Platz verlassen und dem Angeklagten daß die Mittagspause 11/2 Stunden nur dort dauern müsse, wo Die Generalversammlung der Orts- Krankenkasse der Röhl mit der eisernen Kontrollzange einen Schlag gegen das Essen nicht vom Prinzipal gewährt werde. Auch denen sei Tischler und Pianoforte Arbeiter beschloß am den Kopf verfekt haben, daß er blutete. Röhl bestritt, eine gefeßlich normirte feste Mittagspause wohl zu gönnen, 23. D. M., die Verfügung des Oberpräsidenten auf Herabfegung überhaupt Beleidigungen ausgestoßen zu haben und behauptete, welche, wie meistens in der Kolonialwaaren Branche, die Koft der Unterstützungsdauer von 52 Wochen auf 26 Wochen abdaß der Mitangeklagte Hartwig direkt seine Stontrollbude ver vom Prinzipal bekämen. Jezt werde in der genannten zulehnen. Besonders wurde darauf hingewiesen, daß im ersten laffen habe und ihm nachgeeilt sei, um ihm den Schlag zu ver- Branche die Mahlzeit oft neben der Arbeit einge Quartal d. J. das finanzielle Ergebniß der Kasse als ein recht fegen. Der Schaffner wiederum bestritt dies lebhaft. Er be- nommen. Eine einfündige Mittagspause wäre für die gutes bezeichnet werden kann. hauptete, daß es sich hier wieder um eine der auf dem Bahnhofe betreffenden jungen Leute nicht zu viel. Mit dem zweiten Gesundbrunnen nicht ungewöhnlichen Echikanen gegen die Bahn- Theil der Vorlage, der die Kündigungsfrist betrifft, tönne man hielten am Freitag eine gut besuchte Versammlung ab, die von Der Ausstand der Klaviaturarbeiter. Die Ausständigen beamten handele. Thatsächlich habe er nur in der Nothwehr sich völlig einverstanden erklären, besonders mit der vorgeschlagenen einer regen Begeisterung für die Sache Zeugniß ablegte. Aldie Kontrollzange zu seinem Schuge erhoben, als Röhl in drohender Minimalfrift von vier Wochen. Wenn im dritten Theil gefordert gemein wurde behauptet, daß die Fabrikanten diesen Ausstand Haltung auf ihn zugekommen sei. Die Behauptung wurde von werde, daß Vertragsklauseln, welche den Eintritt des Gehilfen in deshalb hervorgerufen haben, um für ihre Fabrikate höhere einem anderen Bahnbeamten durchweg bestätigt, während dessen ein anderes Geschäft oder die Möglichkeit, sich selbständig zu Preise zu erzielen. entstand eine Aussage wieder von zwei Arbeitsgenossen des Angeklagten Röhl machen, erschweren, nur unter gewissen Bedingungen zuläffig lebhafte Distusfion betreffs des Arbeitsnachweises der AusBeim zweiten Punkt entstand in jedem Punkte als der Wahrheit widersprechend bezeichnet sein sollen, dann sei das au und für sich erfreulich; fändigen. Obwohl einzelne Redner von der Ansicht ausgingen, umdie wurde. Diese einander bekämpfenden Bekundungen ergaben ein die Gehilfenschaft jedoch fordere das gefeßliche Verbot Unterfügung nicht in Anspruch zu nehmen, solle man, wenn sich so wenig flares Bild, daß der Gerichtshof beschloß, noch einige jedweder sogenannten Konkurrenzklausel". Redner wandte Gelegenheit bietet, in Arbeit treten, wurde man sich dahin der von beiden Parteien vorgeschlagenen Zeugen zu einem fich dann zu der vielbesprochenen Protestversammlung nächsten Termine zu laden. Es wird abzuwarten sein, ob sich des Vereins der Kaufleute und Industriellen vom 19. April, in einig, bis auf weiteres teine Arbeit zu nehmen und stimmte folgendem Antrag zu: Sämmtliche Kollegen halten es für ihre eine Form finden läßt, um diese Widersprüche auszugleichen, dem er deren Veranstalter und besonders den Referenten ohne daß eine der beiden Parteien den Eid zu verlegen braucht. Direktor Vogts gebührend charakterisirte. Redner schlägt schließlich Forderungen bewilligt sind und somit kein Kollege in andere Ebrenpflicht, im Ausstand so lange zu verharren, bis unsere Eines jener modernen Mädchengelasse, die den Namen eine Resolution vor und schließt mit den Worten: Wir wollen Forderungen bewilligt sind und somit kein Kollege in andere Dienstbotentäfig" verdienen, gab Veranlaffung zu einem. 5offmann, welcher als„ Gingeladener" in der berüchtigten nach 8 Uhr Menschen und frei sein.( Lebhafter Beifall.) Schadenfeuer, für dessen Entstehung die unverehelichte Emilie. gestern vor der zweiten Straffammer des Land- Versammlung vom 19. April anwesend war, schildert unter wieder gerichts II verantwortlich gemacht wurde. Die Angeklagte be- holter stürmischer Heiterkeit den Verlauf derselben. Gr bemerkt, fand sich im vergangenen Jahre im Dienst des Tonkünstlers die Stöcker- Antisemiten- Versammlungen von früher feien noch die Ansorge zu Charlottenburg, Ulmen Allee 17. Als Schlaf- wahren Anstandsschulen gewesen gegenüber dieser Versamm Tas lung.. flegelhafte Betragen der Gegner Des raum ward ihr eine Dachkammer angewiesen, Die so habe alle überschritten. niedrig war, Grenzen daß Achtuhrschlusses Darin nicht aufrecht Tonnte. Außerdem war und so eng, daß das Mädchen sich kaum darin bewegen in seinem sozialen Verlangen mit allen Mitgliedern der Ethischen Rechtsanwalt Dr. Bieber tritt lebhaft für die die Kammer vollständig dunkel Kommissionsvorschläge ein und betont dabei, sich eine zu wissen fonnte. Am 15. Dezember v. I. hatte die Hoffmann Kultur", welcher Gesellschaft er angehört.( Lebhafte Zustimmung.) ihren Ausgeh- Sonntag; um sich anzuziehen, mußte sie eine Lampe Er fei auch Heinrich Schulz. Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr: mit in die Kammer nehmen, und da die niedrige Hängelampe auf dem Hausflur gebraucht wurde, bediente sie sich zur Be- Gegner des Entwurfs, aber nur deshalb, weil er nicht weit leuchtung ihres Schlafraums einer mit Zylinder versehenen genug gehe. Wenn derselbe die ununterbrochene Nachtruhe auf Stubenlampe ohne Glocke. Bei einer früheren Gelegenheit hatte Stunden normiren wolle, dann werde damit den Handlungs- Andie H. gestellten immer noch eine fast übermenschliche Arbeitszeit( 15 Etunden) die Lampe auf den Fußboden gestellt und hierbei das Malheur gehabt, dieselbe, als sie sich zugemuthet, und wenn der Entwurf dann auf solch ungeheuren in dem engen Raum umdrehte, umzustoßen. Um diese Widerstand stoße, dann könne man erst ermessen, welche grauenEventualität zu vermeiden und größeres Unglück zu verhüten, basten Zustände in Wirklichkeit herrschen. Redner schildert dieselben nach den Erhebungen der Reichskommission für Arbeiterstatistik, stellte das Mädchen die Lampe auf ein in geringer Entfernung der er angehört und ermahnt die Versammelten, es den Untervon den Dachsparren angebrachtes Brett, alsdann vollendete fie ihre Toilette und ging fort. Als sie abends um 10 Uhr nehmern im„ Echreien" gleichzuthun.( Großer Beifall.) Die nach Hause zurückkehrte, brannte das Dach des Hauses und die weitere Debatte bewegte sich im Sinne der Ausführungen der Vorredner. Gegen 2 Stimmen wurde folgende Resolution Feuerwehr war gerade dabei, den Brand zu löschen. Das Feuer angenommen: war in der Rammer entstanden und konnte nur dadurch hervorgerufen sein, daß ein man stehen " Arbeit tritt. zur Lohnbewegung. Winkler fprach in sehr eingehender Weise Rigdorf. Die Schuhmacher nahmen am 19. April Stellung über die aufgestellten Forderungen. Auf Antrag des Redners soll eine Kommission den Innungsmeistern folgende Forderungen unterbreiten: 1. Lobnerhöhung von 10 bis 15 pet. für neue Arbeit. 2. Für sämmtliche Reparaturen 40 Bf. Stundenlohn bei zebustündiger Arbeitszeit. 3. Freigabe des 1. Mai. In der oft schule, Waldemarir. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gefeße für die Diskussion wurde diesen Vorschlägen zugestimmt und zum Anschluß an den deutschen Schuhmacher- Verband aufgefordert. Kunst des öffentlichen Redens, Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Nordschule, Müllerstr. 179a: National- Detonomie. ( allgemeine Nationalötonomie. Wesen der gesellschaftlichen Arbeit. Die verschiedenen Produktionsformen. Das charatteristische der tapitalistischen Produttionsform. Theorien zur Giflärung des Kapitalismus, die flaffische Marr Fortführung und Kritik: Werth, Mehrwerth, ationalötonomie. 8tifulation des Kapitals, Profit, Handelsgewinn, Grundrente. Tendenzen der freien Konkurrenz und der Emanzipationskampf der ArbeiterDie ötonomische Theorie von Marr in ihrem Verhältniß zur lasse. Die materialistischen Geschichtsauffassung) Herr Dr. Konrad Schmidt. fchriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. chulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Beit Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Süd: Die Arbeiter Singerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Pafewalterfiraße 8. Alle Aenberungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Vereinstalender sind zu richten an Dito Schulz, Kottbufer Damm 72. Arbeiter Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen in Verband der Porzellan- und verw. Arbeiter Berlin 2. Heute, abends 8% Uhr, bei Boly, Alte Jatobftr. 75: Versammlung. Tagesordnung: Gefundentag. Referent Dr. Zadeck. 2. Wahl des Delegtrten zur Ethische Gesellschaft." Sonntag, den 26. April, abends 7 Uhr bei brechen und Strafe. Nachdem geselliges Beisammensein. Vermischkes. Generalversammlung. Die Versammlung richtet an den hohen Reichstag und hölzerner Dachsparren durch Bundesrath das dringende Ersuchen, die von der Reichskommission die auf dem darunter befindlichen Brett stehende Lampe in Brand gerathen war. Gegen das Mädchen wurde nicht für Arbeiterstatistit unter I gemachten Vorschläge mit der Ab- Soffmann, Alexanderstaße 27e: Große Bersammlung. Vortrag über: Ber gegen die Herrschaft- Anklage wegen fahrlässiger Brand: änderung zum Gesez zu erheben, daß sämmtliche faufstiftung erhoben. Vor der Strafkammer schilderte das männische Geschäfte um 8 Uhr abends geschlossen werden müssen, Mädchen den Thatbestand in der angegebenen Weise und gab daß jedoch die nächtliche ununterbrochene Ruhepause 12 Stunden an, sie habe die Lampe anderswo nicht hinstellen können, als( nicht 9) betragen müsse. Im Falle der Ablehnung bittet auf jenes Brett, und auch nicht gewußt, daß die mit Farbe über die Versammlung um die Einführung einer Maximal- Arbeitszeit Schmitz in Krefeld bei Vollendung des Thurmbaues der Sankt Bischöflicher Stil. In einer Rede, die der Weihbischof von höchstens 10 Stunden und von höchstens 8 Stunden für Dionyfius- Kirche gehalten, lefen wir folgende Stilblüthe: tünchte Verschaalung des Daches aus Holz bestände. Der Gerichtshof erblickte in dem Umstande, daß die Angeklagte die jugendliche Angestellte unter 18 Jahren. Mit der Einführung Dieser Thurm, ein Gedankenstrich, so inhalts. der Minimal- Kündigungsfrist erklärt sich die Versammlung einLampe dicht unter die Verſchaalung gestellt hatte, eine Fahr- verstanden, fordert dagegen das Berbot jeder Konkurrenzklaufel, voll, steht da inmitien der Stadt und überschattet nicht lässigkeit und erkannte auf zehn Mark Geldstrafe! da sie in derselben eine schwere Echädigung der Handels- An allein die Kirche, sondern auch unser Haus und Gewerbe und Wegen Schilderung der abscheulichen Sittenzustände, gestellten erblickt." Der Vorstand der Freien Vereinigung" unser ganzes wirthschaftliches geben." Großartiger Stilist, dieser Bischof! Daß ein Thurm zum unter denen die Arbeiterinnen der Batronenrahmen- Fabrik von wurde beauftragt, für die Angestellten der Kolonial- und Gedankenstrich wird, ist schon ein kühnes Bild, aber wie der Bertholdu. Manfred Weiß in der Chauffeeftr. 50 zu Bigarrenbranche eine Versammlung mit der gleichen Tages: Gedankenstrich inhaltsvoll werden kann, ist uus vollständig unleiden hatten, war, wie noch erinnerlich sein wird, der Metall- ordnung zu einem Sonntag Nachmittag einzuberufen. begreiflich. Dann überschattet dieser inhaltsvolle Gedankenstrich arbeiter Beutler in der Schöffengerichtssitzung vom 3. März Zur Lohnbewegung der Tabakarbeiter. Die Tabak- gar das wirthschaftliche Leben hören Sie auf, Herr Bischof! zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Einer der angegriffenen arbeiter Berlins versammelten sich am Donnerstag Abend sehr uns schwindelt. Wippchen ist ja ein Waisenknabe gegen Sie. Werfführer der Fabrit, namens Simon, hatte durch Justizrath zahlreich in Nieft's Eaton, Weberstraße, um den Bericht der Wenn Sie den Thurm noch mit einem Ausrufungszeichen ver= v. Simson eine Privatbeleidigungsklage gegen Beutler eingeleitet und dieser war mit der erwähnten Strafe bedacht worden, weil Lohnkommission über den gegenwärtigen Stand der Lohnbewegung glichen hätten, oder wie der selige Alfred de Musset mit einem entgegenzunehmen. Butry berichtete im Namen der Kommission. i, über dem der Vollmond den Punkt bildet, aber ein aufrechtin der im übrigen für völlig wahr erkannten Schilderung sich es haben bis zur Stunde 76 Firmen mit 684 Arbeitern den stehender Thurm als horizontaler Gedankenstrich, das ist wohl ein nebensächlicher Punkt nicht hätte erweisen lassen. Am Tarif bewilligt; nicht bewilligt und folge dessen im Streit be- ein Gleichniß aus der vierten Dimension? 20. April stand in der Sache vor der Berufungskammer finden sich 198 Arbeiter bei 38 Firmen. Zur Ünterfügung der Von Verschollenen lesen wir in nationalliberalen Blättern Termin an. In dieser Verhandlung wurde Beutler völlig Streifenden empfiehlt die Kommission der Versammlung, diefelbe( die Nationalliberalen betreiben, wie man weiß, die Anarchistenfreigesprochen; das Gericht legte dem flagenden Meister sämmtliche Kosten zur Last. Simon war zu dieser Verhandlung wie folgt festzusetzen: Für den männlichen Arbeiter eine wöchent- fultur als Spezialität): In der sozialdemokratischen Bewegung spielte Ausgang der liche Unterstützung von 12 M., für den weiblichen Arbeiter eine solche troh gerichtlicher Ladung übrigens garnicht erschienen; wie uns von 9 M., für Hilfsarbeiter Zurichter resp. Packmacher werden 80er Jahre der Schuhmacher Mar Baginsky eine größere berichtet wird, war er nicht aufzufinden gewesen. Mit diesem 7,50 W. und für Tabakripper 6 M. gezahlt. Ferner wurde der Rolle unter den Führein". Später Redakteur des„ Proletariers Ausgang der Gerichtsverhandlung bleibt die Brandmarkung, welche Bersammlung seitens der Kommission empfohlen, die Unter aus dem Gulengebirge", wurde er zu einer mehrjährigen die für unsere heutigen Zustände im Vaterlande des Kapitalis- ftüßungsfrage in der Weise zu regeln, daß die Versammelten sich Gefängnißstrafe verurtheilt, verbüßte sie aber nicht ganz, da er bezeichnenden Arbeitsverhältnisse in der Fabrik von verpflichten, vom nächsten Sonnabend an einen Wochenbeitrag, einen ihm zur Herstellung seiner Gesundheit gewährten Urlaub Berthold u. Manfred Weiß erlitten haben, in ihrer vollen Schärfe und zwar die männlichen Arbeiter einen solchen von 1 M., die zur Flucht nach der Schweiz benutte, von wo er nach Amerika bestehen. weiblichen von 0,50 M. an die Kommission zu zahlen, um die im ging. Nachdem er längere Zeit verschollen war, hat er jetzt, der Die weiße Fahne mit der rothen Acht. Am 1. Sep. Kampf befindlichen Kollegen auch unterſtüßen zu können." Post" zufolge, in Chikago ein anarchistisches Blatt tember v. J. hatte der Schmied August Ernst Ritter aus der Diese Vorschläge der Kommission von der Ver- Sturmglocken" gegründet, welches in dentsaer Sprache Wohnung feiner Mutter in Wahren bei Leipzig eine weiße Fahne fammlung einstimmig zum Beschluß erhoben. Ferner wurde erscheint. Das Blatt trägt das Motto:„ Spieß mit einer rothen Acht zur Lassallefeier herausgehangen. Im Orte das Verhalten einiger Kollegen, welche bis jetzt nicht den voran drauf und dran!" Gleichfalls in Chikago befindet sich veranstaltete der Militärverein an diesem Tage einen Umzug; Muth hatten, ihren Fabrikanten die Forderungen der jetzt der aus Deutschland geflüchtete anarchistische Agitator Maler einige diefer Patrioten nahmen an der weißen Fahne Anstoß. Tabatarbeiter 311 unterbreiten, scharf verurtheilt, und Victor Buhr und der aus der Unabhängigen- Bewegung be Obgleich die Einwohner von Wahren zu zwei Dritteln Sozial- forderte diefelben auf, das Versäumte nachzuholen. fannte Sattler 2ombin, sowie der Bruder des genannten demokraten find, nahm das Schöffengericht in feiner Sigung vom Ganz besonders aber wurde das Verhalten der Arbeiter, welche Baginsky. 4.Februar doch als erwiesen an, daß der größte Theil der Bevölkerung in der Fabrit von Toussin, Heiligegeififir. 21, arbeiten getadelt, Von den Sturmglocken" ist uns eine Nummer zugegangen. durch die Fahne belästigt sei und verurtheilte Ritter wegen da diese unter ganz besonders eigenthümlichen Bedingungen sich Schwach, langweilig und ungrammatikalisch. All diesen Leuten, groben Unfugs zu einer Woche Haft. Obgleich nun in einem verpflichteten weiter zu arbeiten. Genannter Fabrikant erklärte seinen die keine Gedanken haben und blos schimpfen, ist Amerika verZivilstreite das Gericht in zwei Instanzen entschieden hatte, daß Arbeitern, daß er den Tarif bewillige, den betreffenden Lohnzuschlag derblich, wo jeder das Recht hat, so viel zu schimpfen wie er das Heraushängen einer weißen Fahne mit einer rothen Acht aber den Arbeitern sparen werde, bis der Streik für die Arbeiter will und tann. Sogar Most fonnte nicht lang. mus man wurden " Für den Inhalt der Juserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 25. April. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Erfter Abend: Die Walküre. Schauspielhaus. Judith. Deutsches Theater. Der Meister von Balmyra. Lesing Theater. Das Glück im Winkel. Burg- 22. Urania. Feen- Palast, Strasse Tanbenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung Nur noch bis 30. April Gastspiel der Türkenringer. Leitung Sultanringers Achtung! Achtung! Künstl. 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UeberAus taufmännischen Kreisen wird uns geschrieben: die Bestimmungen der Vorlage über die Auflösung bestehender griffe seien zwar in der Zeit der gegenseitigen Erbitterung vor Die Vorschläge der Reichskommission für Arbeiterstatistik", Handelskammern bedürfen der Verbesserung. Das Zentrum gekommen, müßten aber jetzt unterbleiben. Redner giebt welche der„ Vorwärts" gleich nach der Publikation mittheilte, haben wird sich bemühen, ein brauchbares Gesetz zu stande zu bringen. zu, daß auch er von dem Resultat der Verhandlungen nicht die Interessentenkreise mobil gemacht. Die bedeutendste faufteinen preußischen, feinen bayerischen, sondern Abg. v. Eynern( natl.): Fürst Bismarck erklärte, es gäbe befriedigt ist, betont aber, daß trok eifrigster Bemühungen männische Unternehmer Organisation, der Verein Berliner deutschen Handel und nur einen der Gehilfenvertreter, wie die Verhältnisse mal Kaufleute und Industrieller" hat sich in schroffer Weise er übernähme das preußische liegen, nicht mehr zu erreichen war.( Beifall.) Der 1. Diskussions gegen den Gefeßentwurf erklärt. Die dabei angewendeten Handelsministerium nur, um dasselbe zu beseitigen. Von redner Michaelis sprach sich entschieden gegen die Ver Argumente enthalten nicht einen einzigen neuen Gedanken, Der Handel bedarf der reichsgefeßlichen Organisation. Ein Arbeitszeit aus; auch erflärte er das Eingehen auf die Larif diesem Gedanken ist in der Vorlage nichts enthalten. einbarungen, namentlich gegen die zu geringe Verkürzung der sondern sind nur eine Wiederholung dessen, was der Bedürfniß für die Vorlage hat sich nirgends bemerkbar ge- gemeinschaft für einen Fehler und meinte, man müsse die günstige Verein bereits in seinem ersten Gutachten ausgesprochen hat, macht, wenn auch das Vorhandensein von Mißständen nicht ver- Beit ausnuten, um die Gehilfenforderungen durchzusehen. Auf über das die„ Reichskommission" mit Fug und Recht zur Tages- tennt werden soll. Es ist sogar türzlich noch von amtlicher Stelle die Versprechungen der Prinzipale könne man sich nicht verlassen. ordnung übergegangen ist. Es erscheint daher überflüssig, dieselben anerkannt worden, daß die Handelskammern durchaus ihrer Auf- Giesecke wies demgegenüber darauf hin, daß die Prinzipale noch einmal zu erörtern. Die Gehilfenvereine, welche sich bisher gabe gerecht werden. Bedenklich erscheint die den Handelskammern versprochen hätten, die dazu geäußert haben, akzeptiren den Gesezentwurf als neuen Bedingungen, soweit sie das Mindestmaß dessen, in§ 22 der Vorlage aufgelegte Verpflichtung, im Auftrage des die materiellen Forderungen betreffen, am 1. Mai einzuführen, was ihnen an Berkürzung der Ministers Erhebungen anzustellen. Die Handelskammern werden da werde man ja ſehen, ob man sich auf sie verlassen könne, und täglichen Arbeitszeit geboten zu sein scheint. In dieser Stellung also wahrscheinlich nur dann zu solchen Erwenn das nicht der Fall, werde man geeignete Schritte thun. nahme ist ein Unterschied zwischen den Vereinen der verschiedenen hebungen wirthschaftspolitischen Richtungen so gut wie nicht vorhanden. beauftragt werden, wenn der Maschinenmeister Wolff bemängelte die Bestimmungen bezüglich Wenn der Kampf um den neuen Gefeßentwurf allein zwischen Sinne ausfällt. Die Borlage hat die Entwickelung der bestimmt, diese um die verkürzte Arbeitszeit zu bringen. Minister sicher ist, daß die Auskunft in seinem der Maschinenmeister, welche nur ein Echachzug seien, dazit den beiden Interessentengruppen ausgefochten würde, fann es einschlägigen Berhältnisse nicht berücksichtigt. kaum zweifelhaft sein, auf welcher Seite der endliche Sieg einschlägigen Verhältnisse nicht berücksichtigt. Tübbecke erklärte sich unter mehrfachen unwilligen Unter zu verzeichnen wäre. Die gesellschaftlichen Beziehungen der Handelskammern war das Prinzip der obligatorischen Handels- die Leipziger Vereinbarungen. Es sei nun einmal nicht anders, Minister v. Berlepsch: Von den zunächst betheiligten brechungen durch einen Theil der Versammelten für Unternehmer in den für die Gesetzgebung maßgebenden Kreisen sichern ihnen, wie der Sonntagnachmittags Rund- kammern anerkannt und ich konnte nicht erwarten, daß dies daß von zwei mit einander Unterhandelnden jeder von seinen gang des Geheimen Kommerzienraths Goldberger mit den Prinzip in diesem Hause Widerspruch finden würde. Auch die ursprünglichen Forderungen etwas nachlaffen müsse. Um durch gang des Geheimen Kommerzienraths Goldberger mit den Ministern in der Treptower Gewerbe- Ausstellung beweise, einen dem Vorredner nahestehende Barmer Handelskammer hat aus- Kampf etwas zu erreichen, dazu sei die Organisation doch wohl außerordentlichen Einfluß. Ihre umfangreichen Mittel gestatten friedenheit der Betheiligten ordne und es scheint, als ob der begreife die Unzufriedenheit der Kollegen vollkommen. Man müsse brücklich anerkannt, daß die Vorlage die Verhältniffe zur Zu- nicht start genug. Döblin führte in längerer Rede aus: er ihnen, eine ausgedehnte Reklame für die mit zweifelhaften Borrebner über die Wünsche seiner Heimath nicht richtig sich aber vor Augen führen, daß der Zweck der Gehilfenmüſſe Mitteln, wie Ausschließung der Deffentlichkeit, zu stande ge- unterrichtet ist.( Heiterfeit.) Gegen kommenen Versammlungsbeschlüsse zu entfalten. Die von ihrem Regelung lagen erhebliche Bedenken vor, da die außer schaffen und zwar, wenn möglich, in Gemeinschaft mit den reichsgesehliche bewegung gewesen sei, bessere Verhältnisse für die Kollegen zu Korrespondenzbureau reichlich ausgestreuten Waschzettel werden preußischen Staaten ihre Berhältnisse feft geregelt haben und einer Prinzipalen. Was den Gehilfen durch den neuen Tarif geboten von der gesammten kapitalistischen Preſſe, deren Existenz zum Umgestaltung schwerlich geneigt sein dürften. Die Bestimmung werde, sei allerdings nur wenig. Man müsse indeß bebenken, großen Theil auf Annoncen und Geschäftsreklame beruht, mit Behagen abgedruckt. Kein Wunder also, wenn die Deffentlichkeit des§ 22 ist keine so wichtige, daß darauf entscheidendes Gewicht daß nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland geregelte auf diese Weife irregeführt wird, wenn auf diese Weise der gute Stimmung gewünscht, weil ihnen sonst vielfach entgegengehalten Kollegen gewählten Vertreter zu der Ansicht gekommen wären, auf diese Weise irregeführt wird, wenn auf diese Weise der gute zu legen wäre. Die Handelskammern haben selbst diese Be- Tarifverhältnisse eingeführt werden sollen. Wenn die von den Wille der Gesetzgebung, einen Fall übermäßiger Ausbeutung zu wird, daß sie Erhebungen ohne Grund veranlassen. Die Wichtig- daß beim besten Willen nicht mehr zu erreichen sei, dann solle mildern, forrumpirt und lahmgelegt wird. Wie schon so oft ausgeführt worden ist, sind die Fragen kooperative Organisation des Handels und der Industrie, um Vereinbarungen zustimmen, feit der Vorlage ist nicht zu verkennen, denn sie bezweckt die man doch so viel Wertrauen zu denselben haben, und ihren des Arbeiterschutzes, wenn sie sich auch nur auf begrenzte Be- diese in den Stand zu setzen, mit größerem Nachdruck ihre der Gaue und des Verbandsvorstandes gethan haben. Des wie es bereits die Vertreter rufstreise erstrecken, dennoch von großer Bedeutung für die Allgemeinheit. Die geistige und körperliche Frische und Interessen zu vertreten. weiteren bedauert der Redner, daß der Vorwärts" von seiner Leistungsfähigkeit eines so zahlreichen Berufes, wie es die Abg. Eckels( natl.) findet in der Vorlage erhebliche Ver- bisherigen Praxis abgewichen sei und sich mit einer abfälligen Angehörigen des Handelsgewerbes sind, muß den allgemeinen besserungen gegenüber dem bisherigen Zustande. Der Haupt- Kritik in die Verhältnisse der Buchdrucker gemischt habe. Die Stand der Volksgesundheit außerordentlich beeinflussen. Der vorzug der Vorlage ist zweifellos der, daß die Handelskammern Behauptung des Vorwärts", daß die Straßburger Buchdrucker geplante Fortschritt der Sozialgesetzgebung auf diesem Gebiete der Disziplin des Ministers entzogen werden; fich bereits die 9ftündige Arbeitszeit errungen haben, sei unzuinuß deshalb in allen den Kreisen Anhängerschaft und that die Auflösung fann der Minister zwar noch aussprechen, aber treffend. In Straßburg bestehe, wie in Berlin, bie hiergegen ist ein Beschwerderecht gegeben. träftige Unterstüßung finden, welche, abgesehen von ihren sonstigen biergegen ist ein Beschwerderecht gegeben. neuneinhalbstündige Arbeitszeit. Der Redner rechtfertigt im Anschauungen, in der schrittweisen Einführung des Maximal Arbeitstages einen Kulturfortschritt erblicken. Zur Sammlung und Organisirung aller dieser Kreise hat sich eine Liga gebildet. Es hat sich eine Reihe von Leuten ver: einigt zu dem Zweck, in dieser Frage die öffentliche Meinung aufzurütteln und vor falscher Information zu bewahren. Am 21. April hat sich eine Gesellschaft gebildet, deren Aufruf und Statut nachfolgend zum Abdruck gebracht wird: Liga Höhe der Auffassung aufzuschwingen, daß es sich hier um einen indem er darauf verweist, daß in dem theuren Wien das Abg. Gothein( frs. Vg.): Ich vermag mich nicht zu der fernern Verlauf seiner Darlegungen den vorliegenden Tarif, fation der Berufsstände handle. Bei einer solchen Deutschland noch mehr als 700 Druckereien mit 12stündiger neuen Schritt auf dem Wege der tooperativen Organi- Minimum um 4,15 M. geringer sei als in Berlin und daß es in Organisation würden Sie den Arbeiterst and Arbeitszeit gebe. Wenn es gelänge, innerhalb dreier Jahre die nicht übergehen dürfen. Solche Organisationen sind sehr Werkürzung der Arbeitszeit allgemein durchzuführen, dann sei bedenklich und es liegt für dieselben vielfach gar kein Bedürfniß immerhin ein nicht zu unterschätzender Vortheil erreicht. Die vor. Die Vorlage macht aus diesen Handelstammern bureau- Entwickelung der Verhältnisse zum besseren gehe naturgemäß nur tratische Einrichtungen ohne praktischen Werth. Abg. Böttinger( natt.) stimmt im großen und ganzen der Borlage zu. Abg. Nölle( natl.) steht der Vorlage viel skeptischer gegen über als sein Vorredner. Der neue Organisationsplan ist den Handelskammern nicht zur Begutachtung vorgelegt; er würde bort feine Annahme gefunden haben. Handelstammern eine über die Interessenvertretung hinausEs ist bedenklich, den gehende autoritative Bedeutung beizulegen. Abg. Weherbusch( freik.) steht der Vorlage sympathisch gegenüber und wünscht deren Zustandekommen. Abg. v. Brockhausen( t.) steht mit seinen Freunden der Vorlage ablehnend gegenüber. langsam und schrittweise vor sich. Wenn man jetzt ohne Kampf einen Schritt vorwärts gekommen sei, so tönne das nur mit zur Herbeiführung des Achtuhrschlusses in sämmtlichen taufmännischen Geschäften. Freuden begrüßt werden.( Lebhafter Beifall.) Salomon ist der Meinung, daß die Gehilfenvertreter unter feinen Umständen Die Kenntniß von der überlangen Arbeitszeit der Handlungs von der Forderung des neunstündigen Arbeitstages einschließlich gehilfen und Gehilfinnen hat sich zu einem Gefeßesvorschlage der Baufen hätten abgehen dürfen. Die Kollegen hätten fich verdichtet. Die Reichstommiffion für Arbeiterstatistit" fchlägt zur Abstellung der bestehenden Mißstände den allgemeinen Schluß leider in den fauren Apfel beißen. Auf eine Tarifdauer von in Leipzig über den Löffel barbieren laffen; nun müsse man sämmtlicher Ladengeschäfte um 8 Uhr abends vor. Wenn verhütet werden soll, daß ein wesentlicher Theil unserer Bevölkerung 3 oder gar 5 Jahren dürfe man nicht eingehehen. Höchstens 1 Jahr fei annehmbar. Giesecke erwidert darauf: Wir haben den auch fernerhin der geistigen und förperlichen Verkümmerung anheim Neunstundentag vertreten mit größter Anstrengung und bis zum fällt, ist für die Durchführung dieser Maßregel eine energische und äußersten. Als wir aber vor der Frage standen, entweder das allgemeine Propaganda erforderlich. Die Einwände, welche von Seiten der Industriellen und Großkaufleute dagegen erhoben Gebotene zu nehmen oder in ganz Deutschland den Streit ausMinister v. Berlepsch: Nach den Erklärungen des Vor- brechen zu sehen, gingen wir auf den 91/2 stündigen Arbeitstag werden, sind nicht geeignet, die Nothwendigkeit derfelben zu wider- redners ist auf die Mitarbeit der tonservativen Partei nicht zu ein. Indem ich diesen Entschluß faßte, habe ich als reblicher legen. Die Ladenzeit ist im weitesten Sinne des Wortes gleich- rechnen und nachdem er den Grundgedanken abgelehnt hat, ver Mann nach bedeutend mit Arbeitszeit, da die Aufmerksamkeit des An- lohnt sich die Kommissionsberathung nicht. Unzutreffend ist seine Nachdem bester Ueberzeugung gehandelt.( Beifall.) noch die Massini für gestellten, gleichviel ob er persönlich betheiligt ist oder nicht, aufs Meinung, daß die Organisation des Handels der Industrie und einbarungen gleichfalls unter großem Beifall eingetreten war, Leipziger Ver intensivfte dem allgemeinen Geschäftsgang gewidmet fein der Landwirthschaft schade; auch waren seine Auffassungen von wurde die von den Gauvertretern und dem Verbandsvorstand Im Intereffe der Gesundheit und des Familien- den Bestimmungen der Vorlage unrichtig. Handel und Industrie beschloffene Resolution, die in Nr. 93 des Vorwärts", 2. Beilage lebens der Gewerbetreibenden und Handelsangestellten liegt find bisher gemeinsam organisirt und bleiben es, wenn die abgedruckt ist, gegen einzelne Stimmen angenommen. Eine vom es, dieser Opposition von vornherein fo zu begegnen, Vorlage nicht zu stande kommt. Daß die Landwirthschaft bei Maschinenmeister Wolff eingebrachte Resolution, die folgenden daß fie den Vorschlägen der Reichskommission für der vorgeschlagenen Organisation schlechter wegkommt als Wortlaut hat, wurde gegen etwa 20-30 Stimmen an Arbeiterstatistit" nicht schädlich werden tann. Die Liga zur heute ist unrichtig, wohl aber gewinnt der Handel gegen genommen: Herbeiführung des Achtuhrschlusses in sämmtlichen kaufmännischen über Landwirthschaft und Industrie, wenn der heutige Zustand das Resultat der Leipziger Berhandlungen aus, insofern Die Versammlung drückt ihr Mißfallen über Geschäften hat die Leitung der Bewegung in die Hand genommen bestehen bleibt. die Verkürzung der Arbeitszeit nicht eine einheitliche und fordert sämmtliche Personen, welche den Gesezentwurf unterAbg. Mohr( natl.) stimmt dem Entwurf bei, wünscht aber sein soll und die Bestimmungen bezüglich der Maschinenmeister stützen, auf, ihr in untenbezeichneter Weise beizutreten. eine besondere Bestimmung, wonach das Rommerz- Kollegium für in der gegebenen Verklausulirung auch nicht entfernt den Ans Der Vorstand. Altona eine anderweite Gestaltung erlangt. fichten der Maschinenmeister entspricht, sondern geeignet erscheint, Berthold Heymann, Vorsitzender, Niederwallftr. 13, III. Abg. Rzepnikowski( Pole) nimmt einen ziemlich schroff Swiftigkeiten zwischen Waschinenmeister, Prinzipal, Sezer und Georg Boß, Schriftführer, Kleine Markusstr. 30, III. ablehnenden Standpunkt ein. W. Jastrow, Kassirer, Große Hamburgerstr. 4, III. Hilfspersonal hervorzurufen und dem Drucker die bewilligte Arbeitszeitverkürzung zu schmälern. Die Versammlung protestirt Statut.§ 1. Zweck der Liga ist, für sämmtliche tauf daher ganz entschieden gegen diese Beschlüsse. männischen Betriebe den gesetzlichen Achtuhrschluß herbeizuführen. § 2. Mitglied der Liga fann außer allen Angestellten des Handelsgewerbes jede männliche und weibliche Person werden, die für den Achtuhrschluß der faufmännischen Betriebe eintritt. § 3. Der Mindestbeitrag beträgt monatlich 10 Pfennig. muß. " In dem rücksichtslosen und beschränkten Kampf, der von feiten der Kaufleute und Industriellen gegen die Vorschläge der Reichstommiffion für Arbeiterstatistit" geführt wird, wird die " Liga" harte Arbeit zu verrichten haben; hoffentlich wird sie bald so viel Anhänger in ganz Deutschland hinter sich haben, um ihrem Vorgehen den nöthigen Erfolg zu verschaffen. Abgeordnetenhaus. Abg. Kirsch( 3.) erklärt sich in wesentlichen Punkten gegen die Vorlage, namentlich auch gegen die obligatorische Einrichtung der Handelskammern. Darauf wird der Schluß der Debatte angenommen und die Borlage an eine 21 er Kommission verwiesen. Morgen 11 Uhr: Kleine Vorlagen, Petitionen. Der Präsident theilt noch auf Anfrage Sattler's mit, daß er die ersten Tage der künftigen Woche für Kommissions: berathungen freizulassen und deshalb keine Plenarsizungen ab zuhalten gedente. Schluß 4 Uhr. Versammlungen. Nachschrift der Redaktion. Was der Verbands= vorsigende Töblin mit seinem Vorwurf, der Vorwärts" habe sich in Buchdruckerverhältnisse eingemischt", eigentlich sagen will, ift uns dunkel. Der Vorwärts" hat die Geheimnißträmerei gerügt, die ber Tarifausschuß mit seinen Verhandlungen trieb und die z. B. dazu führte, daß die Berliner Prinzipale bereits am Sonnabend über die Abmachungen Beschluß faffen konnten, während die Berliner Buchdruckergehilfen bis zum Dienstag warten mußten, um zu wiffen, woran sie waren. Dann hat der Vorwärts" an dem fertigen Ergebniß der Verhandlungen eine furze, sehr maßvolle Kritik geübt, die Annahme der Abmachungen aber empfohlen. Nach beiderlei Richtung hin war er durch seinen Charatter als Arbeiterblatt legitimirt, das Wort zu nehmen, und er hat das schon im Interesse der zahlreichen Buchdruckergehilfen thun müssen, die auf ihn abonnirt find. Im übrigen hat die Presse gerade in Angelegenheiten des Buchdruckgewerbes " Eine Buchdrucker- Versammlung, von etwa 1500 Personen besucht, tagte am Donnerstag im Keller'schen Saal. Giesecke, der Gehilfenvertreter des Tarifausschusses, berichtete über die in 59. Sigung vom 24. April 1896. 11 Uhr. Leipzig stattgehabten Tarifverhandlungen, deren Ergebniß den Gingegangen ist eine Vorlage betr. die Erhöhung des Refern aus Nr. 93 des Vorwärts" bekannt ist. Der Redner ein Recht, ihre Meinung zu äußern, weil beide mit einander in Betriebskapitals der Zentral Genossenschaftskaffe auf gab einen Ueberblick über den Gang der Verhandlungen, bei deren untrennbarem Zusammenhange stehen. Döblin's Behauptung, 20 Millionen Mart. Beginn auf Seiten der Prinzipalsvertreter die Auffassung zu daß die Straßburger Buchdrucker nur die effektive neunDas Haus tritt in die erste Lesung der Handels.herrschen schien, als ob sie nur die alleinigen legitimen Bertreter stündige Arbeitszeit errungen haben, ist dagegen, wie wir aus fammer Vorlage ein. und die von den Gehilfen erwählten sozusagen nur als Gäste dem" Correspondent" ersehen, zutreffend. Abg. Stengel( frt.) hat schwere Bedenken gegen die Vor- anwesend waren. Erst nach langer Debatte wurde dann durch Tage; ebenso feine Freunde; gewünscht ist die Vorlage vom Annahme der bekannten Resolution die Grundlage für die Ver- Ueber 1000 Mechaniker und Berufsgenossen waren Handelsstande nicht; man hört auch keine Zustimmung der Kauf- handlungen geschaffen. Der Redner schildert weiter, wie gerade am Donnerstag bei Martens, Friedrichstraße, zur endgiltigen leute.( Richtig!) Die vorgeschlagene Organisation der Handels- um die von den Gehilfen geforderte Verkürzung der Arbeitszeit Beschlußfassung über die Lohnbewegung verfammelt. Nach dem fammern ist durchaus mangelhaft. Es kann vorkommen, daß auf 9 Stunden einschließlich der Pausen ein langer und schwerer Bericht über das Resultat der Werkstattabstimmungen erklärten eine Handelskammer über Dinge befragt wird, die feines ihrer Rampf entbrannt fei, und daß die Prinzipalsvertreter fich von ungefähr 900 Mann zirka 600 durch Unterschrift für Mitglieder kennt; dann wird natürlich der Handelssekretär in der Vormittagssigung des ersten Tages die Gehilfen den Eintritt in die Bewegung. Die Diskussion ergab, daß in das Gutachten ausarbeiten im Namen der Handelsforderungen rundweg ablehnten und sich nur zu einer Erhöhung verschiedenen Geschäften aus mancherlei Gründen keine Abtammern. Das ist kein wünschenswerther Zustand. Auch die der Grundpofitionen um 5 pet. und Verkürzung der Arbeitszeit Stimmung vorgenommen werden konnte, so daß anzunehmen Modalitäten der Zusammenseßung unter Zugrundelegung der um 1/2 Stunden am Sonnabend bereit erklärten. Die Debatte wäre, daß die Betheiligung an der Bewegung eine weit Gewerbesteuer sind anfechtbar. Es kann vorkommen, daß eine dehnte sich bis in die Nacht des ersten Verhandlungstages aus stärkere sein wird, als vorderhand festzustellen war. Handelskammer ganz verschiedene Interessen zu vertreten hat und wurde auch noch am zweiten Tage fortgesetzt, bis dann Nach längerer Debatte, in der fich alle Redner für innerhalb des Bezirks ihrer Zuständigkeit; eine andere vertritt endlich, nachdem alle Bemühungen der Gehilfenvertreter, mehr den Eintritt in die Bewegung aussprachen, wurde den ziemlich einheitliche Interessen. Beide werden aber trotz aller für ihre Kollegen zu erringen, vergebens waren, die Anträgen der vorigen Versammlung gemäß beschlossen, überall Verschiedenheit ihrer Aufgaben nach gleichen Grundsägen organi- bekannten Vereinbarungen angenommen wurden, und da die Forderungen zu stellen, wo die Majorität der Betheiligten, fich dafür erklärt hatte. In allen denjenigen Werkstätten, wo lift. Im Laufe der Verhandlung wurde der Wunsch| keineswegs den Thatsachen entsprechen, versucht, den eine dementsprechende Abstimmung bereits vorgenommen ist, sind ausgesprochen, die Kommission für Arbeiterstatistik au er sich bereits fühlbar machenden Ausstand abzuschwächen, die Forderungen durch eine Kommission am Freitag an den fuchen, auch im Sattlergewerbe Erhebungen zu veranstalten. indem man veröffentlicht, daß ein ein Streit Streit nicht beArbeitgeber zu stellen und soll dort, wenn bis Sonnabend nicht Im Anschluß hieran wurde eine scharfe Kritik an dem Verhalten stehe und der Betrieb teine Einschränkung erlitten habe, bewilligt wird, am Montag die Arbeit nicht wieder aufgenommen der Kollegen anderer Orte geübt, die die Ausdehnung der trotzdem nur ein einziger Klempner und ein Freund des werden. In denjenigen Werkstätten, wo ein Beschluß noch nicht statistischen Erhebung auf die Sattlerbranche theils stritte ab- Inhabers Moosdorf daselbst in Arbeit stehen. Die Aus. gefaßt wurde, sollen umgehend Werkstätten- Bersammlungen ein- lehnten, theils, ganz unverständlicherweise, direkt dagegen flüchte der Unternehmer, den geforderten Lohnzuschlag von berufen werden. Das Resultat ist in allen Fällen bei Schöne- opponirt hatten. Schließlich wurde, um die Bewegung unter 25 pct. für Ueberstunden nicht zahlen zu können, bezeichnen mann, Staligerstraße 7, bekannt zu geben, und wird den Sattlern besser zu fördern, der Vorschlag afzeptirt, das mehrere Redner als Hartnäckigkeit, da die Firma erwieseners in einer öffentlichen Versammlung, die am Montag stattfindet, Vertrauensmännersystem einzuführen. Aus jeder Wertstatt resp. maßen bei dem Vertrieb von Schaukel- Badewannen- um deren ber Bericht erstattet werden. Die zu stellenden Forderungen Fabrit soll ein Vertrauensmann entsendet werden, der an den Herstellung es sich daselbst größtentheils handelt mit nicht haben eine Erweiterung erfahren, indem sie in folgender Weise näher bekannt zu gebenden Sitzungen theilzunehmen hat. weniger als 130 pet. arbeite. Die Versammlung nimmt hierauf formulirt wurden: Neunstündige Arbeitszeit für alle Die Schuhmacher Rigdorfs beschäftigten sich am Mitt- eine Resolution an, in der sie sich mit dem Vors in betracht kommenden Arbeiter. Für Mechaniker und Berufs- woch, den 22. d. M. in den Bittoria- Sälen wiederum mit der gehen der Ausständigen einverstanden erklärt und sich vergenoffen( gelernte Arbeiter) 24 M. Minimallohn pro Woche, 2ohnfrage. Die Kommission erstattete Bericht über die Verpflichtet, denselben in jeder Beziehung ihre moralische 25 pet. Aufschlag für Ueberstunden, 50 pt. für Sonntagsarbeit handlungen mit den Arbeitgebern, welche noch zu keinem Resultat Unterſtügung zu theil werden zu laffen. Ziemlich lebhaft wurde und bei Akkordarbeit Garantirung des Minimallohnes nebst ent- geführt haben. In der Diskussion besprachen sämmtliche Redner nun die Debatte, als Nät her und Bitfin die Versammlung sprechendem Zuschlag für Ueberstunden nach der Stala der Lohn- die sanitären Verhältnisse in den hiesigen Schuhmacher- Werkstellen ersuchten, für die Folge bereits vor der Arbeitsniederlegung in arbeit. Für Hilfsarbeiter über 18 Jahre 21 M., Arbeiterinnen sehr abfällig. So werden zum Beispiel etliche Schlafräume den einzelnen Betrieben den Bureaus der bestehenden Metall12 M. Minimallohn pro Woche bei gleicher Arbeitszeit. Mit benugt, wo mitunter zwei Mann in einem Bett schlafen. In arbeiterorganisationen Mittheilung behufs gütlicher Regelung mit der Leitung der Bewegung wurden: Mahnhold, Meißner, einer Werkstelle in der Wißmannstraße, in welcher kein Ofen zum dem Unternehmerthum zu machen; beide Redner bedauerten, daß Schwarz, Schönemann und der Vertrauensmann Heizen vorhanden ist, werden, um sich im Winter vor Kälte zu dies feitens der Vertrauensperson dieser Werkstelle nicht geschah. Mäther betraut. In bezug auf die Unterstüßungsfrage schützen, glühende Kohlen in einen Topf gelegt. Diese Praxis Die Unterstüßung der Ausständigen haben die Organisationen gelangten folgende Anträge zur Annahme:„ Eine materielle hätte ein Kollege am 9. d. M. mit dem Leben bezahlen müssen, der Metallarbeiter in die Hand genommen. Unterstügung erhalten die Streifenden die erste Woche nicht. wenn nicht ein Nachtwächter den Brand rechtzeitig bemerkt Verband der Kürschner. In einem interessanten Vortrage Nach Ablauf der zweiten Woche wird eine Unterstüßung nach hätte. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die sprach am 18. April Genosse Türk über das Buch der Freiheit, Maßgabe der vorhandenen Mittel gezahlt. Zur thatkräftigen heutige öffentliche Schuhmacher- Bersammlung erklärt sich mit Sierauf wurde die Abrechnung des Hauptvorstandes verleseu. Unterstützung der Streikenden hat jeder Mechaniker und Berufs- den Ausführungen der Redner einverstanden und verpflichtet sich, Danach hat der aufgelöste Verband einen Kassenbestand von genoffe 50 Bf. wöchentlich an den Streitfonds abzuliefern. Jeder mit allen Mitteln dafür zu kämpfen, daß die sanitären Mißstände 854,75 m. hinterlassen. Von dieser Summe tommen auf Berlin Mechaniker und Berufsgenosse, der die Forderungen bewilligt in den Schuhmacherwertstellen aus der Welt geschafft werden. 413,10 M., Hamburg 311,85 M., Frankfurt 44,55 M., Leipzig erhalten hat, ist verpflichtet, so lange wie die Bewegung dauert, In Erwägung des Umstandes, daß die Arbeitgeber nicht er- 81 m. und Wolfenbüttel 4,05 M. Als Vereinslokal bestimmte wöchentlich 1 M. zu zahlen. Gewünscht wurde noch, daß durch schienen sind, um mit uns zu unterhandeln, sehen wir uns ver- die Versammlung das Lokal von Feindt, Weinstr. 11, und finden ein Flugblatt den Kollegen in den einzelnen Werkstätten die Be- anlaßt, unbedingt in den Kampf einzutreten; für uns giebt es die Versammlungen jeden Montag vor dem 15. des Monats schlüsse bekannt gegeben werden. fein Stehenbleiben, der Streit wird uns aufgezwungen. Nachdem statt. Den zugereiften Kürschnern soll eine Unterstützung von der Vorsitzende zum Ausharren in diesem Kampfe die Kollegen 2 M. gewährt werden. Selbständige können dem Verein beitreten, aufmunterte, schloß er die Versammlung mit einem Hoch auf die wenn sie das Statut anerkennen. internationale Arbeiterbewegung. " Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmufiker hatte in ihrer Generalversammlung am 21. April eine endlose Debatte über die Maifeier. Der Vorstand hatte beschlossen, den 1. Ma i Im Verein der Schuhmacher( Filiale 2) sprach am bei Geschäftsabschlüssen als Wochentag zu betrachten, welchen Die Maurer der Baufirmen Held u. Franke, Eckert u. 13. b. M. Dr. Wollheim in einem interessanten Vortrage Standpunkt Schoned und Blanchefsky auf das ent. Dannenberg, Straus'sche Aktiengesellschaft und Pumplun waren über das Thema: Die Luft im Haushalte der Natur. Nachdem schiedenste vertraten, die Mahnung anknüpfend, die Ver- zum Donnerstag Abend zu einer Versammlung geladen, um die die Abrechnung verlesen und dem Kassirer Decharge ertheilt war, einigung durch falsche Beschlüsse nicht leichtsinniger Weise einheitliche Durchführung der Forderungen auf allen Bauten der wurde bekannt gegeben, daß die Arbeiter der Firma Bergschmidt an den Rand des Abgrundes zu bringen. Dies genannten Firmen zu bewirkten. Silberschmidt theilte mit, u. Lange die Entlassung des Werkführers durchgesetzt haben. Der gab D. Krüger, Meißner und Hoch Beranlaffung, daß die Firma Eckert u. Dannenberg ausscheide, indem sie auf Besuch der Urania findet am 26. April statt. das Vorgehen des Vorstandes als inforrett zu bezeichnen und allen Bauten die Forderungen bewilligt habe. Aus gleichem Der Zentralverband der Konditoren hatte am 17. April aufzufordern, den 1. Mai nicht nur in moralischer, sondern Grunde scheide auch die Firma Pumplun aus. Die Baufirma eine Sigung einberufen. Der Kassenbericht des Vereins weist auch in geschäftlicher Beziehung als Feiertag zu betrachten und Straus'sche Aktiengesellschaft hat die Forderungen nur auf dem eine Einnahme von 104,65 M. und eine Ausgabe von 108,70 m. dementsprechend an den Lohnforderungen im Zarif festzuhalten. Ravené'schen Bau in der Wallstraße bewilligt. Ein Vertreter der auf. Hierauf wählte die Versammlung Prager zum ersten Bräutigam behauptete, der Vorstand habe sich von ein paar Maurer von diesem Bau gab die Erklärung ab, daß seine Kollegen und Mertsch zum zweiten Kassirer. Nach einem beifällig aufArbeitern betümpeln" laffen. Nach langer Debatte tamen nicht gewillt find, die Arbeit niederzulegen, sondern nur den Beschluß genommenen Vortrag des Gen. Faber wurde in eine Be folgende Anträge zur Abstimmung: Die Bersammlung erklärt der Versammlung im Feenpalast vertreten und für die materielle fprechung der Anträge zum Gewerkschafts- Kongreß eingetreten den 1. Mai als ihren höchsten Feiertag, jedoch in geschäftlicher Unterstüßung der streifenden Kollegen ihre Schuldigkeit thun. und erklärte sich die Versammlung im allgemeinen zustimmend zu Beziehung, soweit er auf einen Wochentag fällt, als Wochentag, Von den bei der Firma Held u. Franke ausständigen Maurern den von der Generalfommission unterbreiteten Anträgen.- Die da die Lohnmehrforderungen als Feiertag nicht allenthalben waren insgesammt 60 Mann anwesend. Auf dem Ausstellungs- nächste Sigung findet am 7. Mai statt. durchgeführt werden können." Dieser Antrag wurde mit allen bau hatte die Firma die Forderungen bewilligt, weil die Arbeit gegen 5 Stimmen abgelehnt. Ein zweiter Antrag lautete: Die drängte. Vom Bau in Martinickenfelde traf foeben die Nachricht heutige Versammlung erklärt die Geschäfte zur Mai- ein, daß die Firma dort auch bewilligen werde. Die Streifenden feier nicht unter dem Tarif zu spielen, die richteten nun an die auf dem Ausstellungsbau Thätigen das ErGeschäftsausgabe für die unter dem Zarif absuchen, die Arbeit dort so lange niederzulegen, bis die Firma geschlossenen Aufträge auszusehen, bis der die Forderungen auf sämmtlichen anderen Bauten, Dom, LandZarif bewilligt ist." Mit demselben Stimmenverhältniß tag u. f. w. bewilligt habe. Nach langer Debatte stimmten alle gelangte dieser Antrag zur Annahme. Auf Befürwortung Anwesenden vom Ausstellungsbau dem Ersuchen der streitenden Schonert's werden D. Krüger, Meißner und Hoch in Maurer zu, und gaben das Versprechen ab, auch die nicht die Kommission gewählt, um den Mufitauftraggebern, der erschienenen Kollegen zur Arbeitsniederlegung zu bewegen. Die Arbeiterschaft, die Gründe mitzutheilen, welche maßgebend waren, Maurer von Lüttge u. Borgmann ersuchten um die Erlaubniß einen solchen Beschluß zu fassen. Ueberstunden zu machen, der Ertrag solle den Streifenden zu Die Sattler beschlossen in einer öffentlichen Versammlung gewendet werden. Die Versammlung lehnte das Verlangen ab. am 22. April überall da, wo es irgend möglich ist, die Arbeit Der Streit der Klempner bei der Firma Moosdorf Steglitz. Am Dienstag Abend fand in Steglit eine sehr am 1. Mai ruhen zu lassen. Diejenigen, die an diesem Tage u. Hochhäusler beschäftigte am Donnerstag Abend eine gut- start besuchte Versammlung der Maurer statt, um Stellung zu arbeiten, wurden verpflichtet, 1 M. der Lohn- und Agitations befuchte Klempnerversammlung im Louisenstädtischen Konzert- den Forderungen der Berliner Kollegen zu nehmen. Zur An tommission zu überweisen. In dem Bericht über den hause. Wegener, der in längeren Ausführungen die Ursachen nahme gelangte der Antrag, den Arbeitgebern folgende Forderung Streit der Treibriemen Arbeiter bemerkt Pörsch, daß der Arbeitsniederlegung vortrug und darauf hinwies, daß sämmt- vorzulegen: 55 Pf. Minimalstundenlohn und neunstündige Arbeitswenig positive Erfolge erzielt wurden, trob einer foliche Ausständige organisirt find, bis zum legten Augenblick in zeit. Es wurde eine Kommission, bestehend aus Schwericke, günftigen Situation, wie fie fobald teine zweite Branche auf- musterhaftefter Weise ausgeharrt und ihr Solidaritätsgefühl be- Lindenberg, Haberland und Schubos gewählt, welche bei den zuweisen habe. zu unterstüßen sind gegenwärtig noch fieben wiesen haben, ersucht die Versammlung, die Ausständigen in Meistern und Unternehmern vorstellig werden foll und in einer Personen. Als einen Erfolg, tönne man es bezeichnen, daß unter moralischer Beziehung zu unterstüßen. In der Diskussion wurde so bald wie möglich einzuberufenden Versammlung Bericht zu den Treibriemenarbeitern jetzt der Zusammenhalt ein guter hervorgehoben, daß die betr. Firma burch Zeitungsnotizen, die erstatten hat. Das weitere beschließt die nächste Versammlung. Achtung! Kein Laden. 25 Oeffentlicher Vortrag ur eigene Babritation, 26 Bigarren für Frauen und Männer Mittwoch, den 29. April, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c, von Th. v. Wächter über: Die Stellung des Christenthums in Völkerkrieg und Klaffenkampf. Ein Protest gegen alle unklare Friedens und Versöhnungsschwärmerei. Eintritt zur Deckung der Tagestosten 10 Pf. Reinertrag für die Gemaßregelten vom Kottbuser Streit. Arbeitslosen( Ausweis durch Invalidentarte) unentgeltlich. Nach dem Vortrag freie Diskussion. 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. 4261 L* Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Eine gut besuchte Versammlung des Allgemeinen Vereins der Töpfer und Berufsgenoffen be schäftigte sich am 19. April mit dem neu aufgestellten Lohntarif der Scheibentöpfer. Derselbe wird nach längerer Debatte einstimmig angenommen und beschlossen, den betreffenden Meistern in kürzester Zeit diesen Tarif zu übersenden. Der Tarif vers langt im großen und ganzen feine Lohnerhöhung, es soll nur ein einheitlicher Preis normirt werden, den jeder Meister zu bezahlen hat. Ferner wurde für jede Werkstätte ein Vertrauens mann gewählt, der die Beiträge entgegennimmt, ebenso alle Lohndifferenzen und andere Vorkommnisse beim Filialvorstand zu melden hat. Aus der Ergänzungswahl des Zentralvorstandes ging das Mitglied Brize als gewählt hervor. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Es ist kein Wunder Montag, den 27. April, abends 8 Uhr, bei J. Henke, Naunynstraße 27: 10826 wenn die Leute felbft aus den Bor Mitglieder- Derlammlung. Achtung! Arbeiter! Achtung! Keller's Festsäle, Koppenstrasse 29. Sonntag, den 26. April: Große Matinee zum Besten der streikenden Textilarbeiter in Kottbus veranstaltet vom ,, Karthaus'schen Gesangverein" unter Mitwirkung des beliebten Boltshumoriften Herrn Niecke, eines Bither- Quartetts und verschiedener Mitglieder des Vereins. Anfang präzise 12 Uhr. Programm 25 Pf. 67 13 Belle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 26. April, nachmittags 22 Uhr: Bum dritten Male: Maria Stuart. 288 14 Eintrittskarten à 60 Pf. find in folgenden Geschäften zu haben: Norden: Beyer, Beteranenstr. 13; Mehnert, Diedenhofenerstr. 3; Winkelmann, Ackerstr. 153; Diecke, Lothringerstr. 67; Hinze, Pantstr. 13; Vogel, Demminerstr. 62. Nordosten: Niemeyer, Weberstr. 19; Reul ( fr. Gumpel), Barnimftr. 42. Osten: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Roppenftr. 90; Böhl, Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenftr. 14. Südosten: Nicolas, Staligerstr. 107; Böhlert, Mariannenstr. 5; Tolksdorf, Sorauerstraße 17, Ede Görligerstraße; Moritz, Manteuffelstraße 68; Scholz, Wrangelstraße 32. Süden Gädicke, Gräfestraße 93; Schulz, Admiralftr. 40a; Börner, Ritterstraße 15; Baake, City- Bassage, Dresdenerftraße 52-53. Südwesten: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, Junkerstr. 1; Böttger, Boffenerstr. 21; Schröder, Kreuzbergstr. 15. Westen: Faller, Pallasstr. 16; Behrend, Blumenthalftr. 5. Nordwesten( Moabit): Reddemann, Brigwalterstraße 3. Centrum: Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18; Horsch, Gipsstraße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. Der Sommergarten ist gröffnet. DEF Beginn der Vorloosung sämmtlicher Pläke 1½ Uhr. orten ihren Bedarf in Hosen aus Stoff, Leder und Zwirn nur direkt aus der Fabrik Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Der wirthschaftliche Kampf. 2. Diskussion. 3. Die Aussperrung der Klaviatur. arbeiter. 3. Bereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Die Arbeitsniederlegung in der Mechanik Fabrit von 2anger u. Comp., Blumenstraße. Gormannftr. 2.1 Tr. 144/16 Ecke Rosenthaler u. Weinmeisterstraße beziehen. 47278* Die Leistungsfähigkeit dieser Firma ergiebt sich durch folgende Faktoren: Spezialgeschäft. Eigene Fabrikation. Keine Ladenmiethe. Sedentender Engrosabsak. Verkauf uur per kaffe. Geringe Geschäftsspesen. Nor 172 Mark Goldin- Remontoir- Anker- Ahr " garantirt gut gehend nur Mt. 4.50, Goldin Damen- Anker Uhren nur Nr. 5.50, Goldin- Ringe u. Retten & t. 1.50, ausgezeichnete Wederuhren nur Mt. 3.-; zahlreiche An ertennungen. Versand durch eith's Neuheiten Vertrieb in Berlin C., Seydelstr. 5. Der Vorstand. Kollegen! Die Ereignisse der legten Tage, die Aussperrung der Klaviatur arbeiter haben Euch gezeigt, daß es unbedingt nothwendig ist, daß Ihr Euch Alle organisirt, denn nur dadurch ist es möglich, daß der wirthschaftliche Rampf mit voller Energie geführt werden kann. Auf die Vereinigung der Fabrifanten gebt die richtige Antwort, daß Ihr Euch ebenfalls organisirt, denn nur durch den Zusammenschluß Aller ist es möglich, daß wir unsere wirthschaftliche Lage verbessern. Also Kollegen, beherziget die Mahnung und last Euch aufnehmen als fräftige Streiter in die Organisation. Da Sonnabend Abend die Zahlstelle geschloffen ist, finden die Aufnahmen Sonntag Vormittag von 10-11 Uhr im Vereinslokal, Naunynstr. 78, Restaurant Boeder, und Montag Abend im Versammlungslokal, statt. Achtung! Achtung! Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Wegen der am Montag stattfindenden Versammlung der Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Buchbinder findet unsere General- Versammlung anstatt am Montag, den 27., erst am Mittwoch, den 29. April( siehe Annonce in der Dienstagsnummer d. Bl.) statt. 23/1 Der Vorstand. M. J. Hahlo, Konditoren, Pfefferküchler und verw. Berufe. Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Verwerthung.[ 45062* Heute Abend 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei Zubeil, Lindenstraße Nr. 105. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen 8ubeil über: Das indirekte Steuerwesen Rath, Auskunft und mit besonderer Bezugnahme der Zuckersteuer." 2. Stellungnahme zum 1. Mai. Konferenzen kostenfrei. 3. Verschiedenes. Zahnärztliche Klinik Wedding, Müllerstr. 1. Babziehen unentgelt. Erste Referenzen im In- u. Auslande. Lachgas, 2,50 Plomben 1 M., künstl. Zähne, beftes Material, 2 M.[ 4896L* Zahlreiches Erscheinen unbedingt nothwendig. Die Arbeiter der Firma Sarotti, Greifer u. Dobrik und Gebr. Thiele sind besonders eingeladen. 51/4 Die Agitations- Kommission. J. A.: W. Niesener. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Westen und Südwesten. Da die Bezirks- Versammlung am Montag, den 20. April umständehalber nicht stattfinden konnte, werden die Kollegen darauf aufmertfam gemacht, daß am Montag, den 27. April, die Bersammlung mit berfelben Tagesordnung abends 7 Uhr, bei Goßmann, Kreuzbergstr. 48, abgehalten wird. Morgen, Sonntag, ben 26. April, nachmittags 22 Uhr, findet eine Volks- Vorftellung: Maria Stuart im Bellealliance- Theater statt. Die Billets sind auf dem Arbeitsnachweise, Annenstr. 39 und auf fol genden Zahlstellen zu haben: Ruppinerstr. 44 bei Raabe; Müllerstr. 7a bei Gleinert; Thurmftr. 84 bei Holzbächer; Blumenftr. 38 bei Wiedemann; Frank furter Allee 90 bei Babel; Cuvryftr. 25 bei Erbe; Grünauerstr. 3 bei Golz; ftraße 16 bei Jmhoff; Friedrich- Karlstr. 11 bei Heinicke. Dieffenbachstr. 31 bei Gaule; Manteuffelftr. 69 bei Brödenfeld; Mittenwalder Rixdorf. Holzarbeiter! Rixdorf. 48-50: Achtung, Glaser und verw. Berufsgenossen. Sonnabend, den 25. April, ab. 1/29 Uhr, in Bolt' oberem Saal, Alte Jakobstr. 75: Große öffentliche Glafer- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Arbeiterfrage der Gegenwart. Referent Genosse Paul Jahn. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen aller Glaser erfucht 73/8 Der Vertrauensmann. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider ( Filiale Berlin). Tabakarbeiter- Streik. Achtung, Arbeiter, Genossen! Der Arbeiterschaft Berlins hiermit die Mittheilung, daß bis jetzt 95 Betriebe mit 556 Arbeitern( 287 männ lichen und 269 weiblichen) den tarifmäßigen Lohn bewilligt haben. Auf einer Reihe von Betrieben ist noch keine Forderung gestellt und wird dieses erst im Laufe der nächsten Tage geschehen. 187/15 Den tarifmäßigen Lohn zu zahlen haben die nachfolgenden Firmen abgelehnt: Pranknit u. Mege, Mitinhaber Sprödowsky. Geschäfte: Brunnenstraße, Fischerbrücke und Badstraße. Fr. Wienert, Rosenthalerstraße.. Schmidt, Fidizinstr. 8. Bockoiv u. Blaurock( liefert für folgende ZigarrenWertheim's sämmtliche Bazar- Filialen; Anders. Langeftr. 95; Montag, den 27. April 1896, abenda 8 Ubr, in den Viktoria- Sälen, Versammlunger, anteuffel- und Waldemarstraßen-& de; Caspary, Wallnertheater, Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 28. April 1896, für alle Branchen allgemein. Zages Ordnung: 1. Vortrag: Die Errungenschaften der Lohnbewegung und die Organisation. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes über seine Thätigkeit und Neuwahl deffelben. 4. Die Angelegenheit der Firma Butterweich. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 277/8 Verband der Möbelpolirer. abends 81/2 Uhr, im Restaur. Pasch, Alte Jakobftr. 83 ( Gartenhalle rechts). Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Vortrag des Herrn Dr. A. Bernstein über modernes Heilverfahren. 166/9 Die Lokalverwaltung. Orts- Krankenkasse der Uhrmacher Berlins. Nächsten Montag Abend 8 Uhr, im Märkischen Hof", vom 6. Dezember 1895 laut Beschluß Die in der General- Versammlung Admiralstraße 18c: festgesetzte 3. Abänderung des Statute, betreffend verficherungspflichtige weibliche Personen, ist vom Bezirks- Ausschuß am 20. Februar 1896 genehmigt. Der Vorstand. 1093b C. Schulz, Vorsitzender. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Herrn Dr. Bau! Bernstein über: Unsere Berufskrankheiten." 2. Distusfion. 3. Werkstattangelegenheiten. 148/16 Die Bibliothek ist jeden Mittwoch Abend von 8-9 Uhr bei Wilte, Andreasstraße 26, geöffnet. Die Kollegen, welche ein Amt bekleiden, werden ersucht, am Mittwoch, den 29. April, abends 81/2 Uhr, bei Wiedemann zur Vorstandssitzung zu erscheinen. Der Vorstand. aller in Große öffentliche Versammlung Schrauben- Fabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 27. April, abends 6½ Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37. Zages Ordnung: 1. Bericht über den jetzigen Stand unserer Lohnbewegung. 2. Diss tuffion. 3. Verschiedenes. 281/12 Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, damit den in den Vororten wohnenden Kollegen Gelegenheit gegeben wird, diese Versammlung zu besuchen. Der Vertrauensmann. Verband aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Dienstag, den 28. April 1896, abends 82 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c: Versammlung der Lampenbranche. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. P. Dupont über: Moderne Duellrauferei". 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Kollegen der Lampenbranche zum Neunstundentag. 4. Neuwahl eines Beifizers zum Vorstand. 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen der Firmen Paul Welt( Inhaber Winkler), Spinn& Sohn, Wafferthorstraße, Holy, Oranienftr. 28c, find ganz besonders eingeladen. In Anbetracht der wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die nicht organisirten Kollegen And als Gäste willkommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. E 278/8 Der Vorstand. Achtung, Töpfer! Die Beiträge für die freiwillige Sammlung zum Generalfonds der Töpfer Berlins und Umgegend werden in folgenden Zahlstellen entgegen genommen: 1. F. Thieme, Elifabeth- Ufer 52; 2. Röllig, Neue Friedrich ftraße 44. 8. Röhr, Streligerftr. 7. 4. Nuckel, Schöneberg, Golfstr. 44. 5. F. Thomas, Rixdorf, Bergstr. 162. 6. Kolbo, Charlottenburg, Grünftr. 12. 198/18 Steinsetzer u. Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Achtung! Zimmerlente, Maurer, Arbeiter, Fuhrleute. Wer hat Herbst 1892 od. Früh. jahr 1898 Achenbachstr. 4 ge arbeitet? Meld. erb. an Monteur Gutowski, NW., Klopstockstr. 34. Spesen w. reichl. ersetzt.[ 10876 Arbeiter- Gesangvereine, welche gewillt find zur Maifeier mit zuwirken, werden gebeten, ihre Adresse bei E. Koch, Gräfestr. 14, H. 1 Tr. abzugeben. 144/15 Polier Karl Seiffert, der im Jahre 1892 beim Neubau Achenbachstr. 4, beschäftigt war, wolle sich gefl. bald melden beim Monteur Gutowski, Klopstoc ftraße 34. Spesen reichlich ver gütet. 1086b Gasglühlicht! Wer liefert große Posten robe Strümpfe, befte Qualität? Offerten mit Preisangabe unter P. 1567 an Haasenstein& Vogler A.-G., Berlin.( H* Arbeitsmarkt. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! In der Piano Mechanik- Fabrik ftraße; Schley, Landsbergerstr. 80; Blaurock, Frankfurter Allee; Reimann, Buckowerstraße; Voll, Schöneberg, Gleditschstraße. Restaurateure: Schüler, Heiligegeiststraße; G. Neumann, Strausberger- und Ecke Frankfurterstraße; Schulz, Landsberger- und Pallisadenstraßen- Ecke; Mertens, Waldemarstraße; Haupt, Greifswalder und Heinersdorferstraßen- Ece). Schultz, Kl. Andreasstr. 9. Beyer, Höchstestr. 21. Möwus, Höchsteftr. 43. Bonnmann, Belforterstr. 5. Max Jacobi, Streligerstr. 52. A. Hauffe, Blücherstr. 60. Kottlow, Prenzlauerstr. 1-2. Carl Albers, Rummelsburg. Joh. Richter, Chorinerstr. 28. Schäßer, Gneisenaustr. 98. H. Lenz, Rügenerstraße 11. C. Keilpflug, Elsasserstr. 8. Wernicke, Brunnenfir. 84. Worlizer, Liezmannstraße 15. Thiele, Prinzen- Allee. Loffe, Rummelsburg. Grohme, Gollnowstr. 11. Grocholl, Streligerstr. 16. Stumhaner, Neue Hochstr. 9. Paul, Brunnenstr. 84. Donffin n. Comp., Heiligegeiftstr. 21. Speyerstraße 98. C. Schenk, Bärwaldstr. 61. Kuserow, Griebenowstraße 12a. mann, Annenstr. 12. Joachimsthal, Chorinerstr. 6. Greiert, Invaliden Bei S. Martienzen, wo ebenfalls unter dem Tarif bezahlt wird, haben die Arbeiter( 2 männliche und ca. 50 weibliche) bis jetzt feine Forderung gestellt. Jm Streik befindlich sind bis jetzt 31 Betriebe mit 182 Arbeitern( 95 männlichen, 87 weiblichen). Arbeiter Berlins! Wir appelliren an Ener Solidaritätsgefühl! Helft uns zum Siege! Die Lohnkommission der Labakarbeiter Berlins und Umgeg. Achtung! Putzer! Auf folgenden Bauten haben fich Kollegen der Lohnbewegung nicht angeschloffen: Reichenbergerstr. 34, sämmtliche Bußer der Faffade; Pantstraße, Puzmeister Scharf, 24 Puter; Nene Winterfeldstraße, Bau Schwirz, 6 äußere Pußer; Stuttgarter Play, Charlottenburg, Bau Schrobsdorf, sämmtliche Buyer; Friedrich Karl- Play, Charlottenburg, Bau Schrobs. dorf, 6 innere Puter; Schulstraße, Charlottenburg, Bau Schrobsdorf, sämmtliche Puzer; Passauerstr. 2, 5 äußere Putzer; Potsdamerstr. 121, 3 äußere Buzer; Wernäuchenstraßen- Ecke, Bötcher 1. Lanzendorf, 3 Fassaden- Putzer; Insterburgerstraße, Bau Hinze, sämmtliche Buzzer aus Spandau( wird auf Raten gearbeitet); Martgrafenstr. 38 und Bimmerftr. 34, sämmtliche innere Putzer; Leipzigerstraßen- Ecke, Reichspost, 2 Puter; Bredowstr. 34, Putzmeister Ramm, 6 innere Puzzer( Bau für innere Puter gesperrt); Kaiserin Augustastraße, 6 Fassaden- Buyer; Straße 20, an der Yorfstraße, Buzmeister Kunert, sämmtliche Buzer; Möckernftr. 93, 11 Buzzer( 8 äußere, 3 innere); Grollmannitraße 56, Charlottenburg, 9 Pußer; Florastraße, Pankow, innere Putzer; Markgrafenfir. 90, 4 Fassadenputzer; Jüdenstr. 54, 3 innere Buyer: Augs burgerstr. 30/31, 7 äußere Puzer; Moßstraße, gegenüber der Joséstraße, sämmtliche äußere Buzzer; Klopstockstraße, gegenüber der Cuxhavenerstraße, fämmtliche äußere her; Landsberger Allee 49, Buzmeister Scharf, 13 Putzer; Eynarstr. 7, 3 innere Buyer; Grauenstr. 22, sämmtliche Buzzer: Fidizinstr. 22, 6 Putzer; Petersburgerstraße, Bau Thieme, 3 innere Buyer; Carlshorst, Bau Kurze, 3 Fassaden- Buzzer. Noch wollen wir, soweit uns bekannt, den Kollegen diejenigen Putzmeister resp. Kollegen zur Kenntniß bringen, welche Rüstung halten: Scharf, Sionstirchstraße; Hensel, Wohnung unbekannt; Köppe, Steglitz; Langnick, Friedenau; Kowald, Swinemünderstraße; Grube; Schüler, Pankow, Kaiser Friedrichstraße; Brochnow u. Reichert, Moabit; Kunert, Vor dem Schönhauser Thor; Lünow, Wiesenstraße; Raymund, Weißensee; Müller, Steglitz. Die Lohnkommission der Buzzer. Mechaniker. 133/14 von Langer u. Komp., Blumenstr. 28, Montag, 27. April, abends 7 Uhr, bei Herrn Marten, haben 50--60 Rollegen u. Kolleginnen wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. 144/13 Die Werkstatt- Kontrollkommission. J. A.: H. Seibt. Achtung, Tischler!!! Ju Friedrichshagen Friedrichstr. 236: Deffentliche Versammlung der Mechaniker und Berufsgenossen. Tagesordnung: Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung und Beschlußfassung über die weiteren Maßnahmen. Zu dieser Versammlung sind besonders die Kollegen derjenigen Wert haben die Kollegen bei dem Tischler stätten eingeladen, welche bisher noch keine Forderungen gestellt haben. meister Basedow die Arbeit eingestellt, weil der Meister die Bewilligung Der Forderungen zurückgezogen hat. Ferner haben noch nicht bewilligt: Fechner, Scharnweberstraße u. Magdeburg, Friedrichstraße. Das Streikbureau befindet sich bei Schönemann, Staligerstr. 7. Marken à 50 Pf. zum Streik der Mechaniker und Berufsgenossen sind zu haben im Restaurant Schönemann, Skalikerstr. 7. 281/11 Der Vertrauensmann der Mechaniker. Zuzug ist fernzuhalten! . Tüchtiger Stahlfeder Stanzen ArSonntag, den 26. April 1896, vorm. 10 Uhr, bei Boltz, beiter, der auch in den übrigen OperaAlte Jakobstr. 75: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 10186 1. Vortrag über Regie- Arbeit. Referent: Reg.- Baumeister a. D. Kekler. 2. Distuffion. 3. Unser Arbeitstarif, und welche weiteren Schritte wollen wir zur Durchführung desselben unternehmen? 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 5. Bericht des Vertrauensmannes. 6. Verschiedenes. tionen der Stahlfedern- Fabrikation gut bewandert ist, wird gegen gute Bezahlung dauernd aufgenommen. Anfragen nebft Angabe der bisherigen Thätigkeit unter StahlschreibfederFabrit" an die Expedition dieses Bl. Fabrik" an die Expedition dieses Bl. Karton- Arbeiterinnen Kollegen! Die Wichtigkeit der Tagesordnung muß es jedem zur Pflicht finden Iohnende Beschäftigung bei machen, die Versammlung zu besuchen. Was nüßt es, über die traurigen Kirstein n. Co., Inhaber Deichmann, Zustände in unserem Gewerbe zu räfonniren, wenn Ihr keine Versammlung besucht und vereint mit allen Kollegen die Zustände bessern helft. Also es fehle nicht ein einziger. Achtung! Der Vertrauensmann. Bauarbeiter. Achtung! Grosse öffentliche Versammlung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend am Sonntag, den 26. April, vorm. 11 Uhr, bei Joël, Andreasftr. 21. Zages Ordnung: 1. Wie verhalten sich die Bauarbeiter zu dem partiellen Streit der Maurer? 2. Diskussion. Neue Königftr. 39. Einsetzer, geübt im Anbringen von Stab- und Rolljalousien, gesucht. Zu melden im Komptoir der Jalusiefabrik Rungestraße 18a. 48952* Männer: Rixdorf! frauen! Sonntag, den 26. April, vormittags 10%, Uhr: Volks- Versammlung in ben ,, Victoria- Sälen", Hermannstraße 49. Zages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion der am 8. d. M. aufgelösten Versammlung. J. A. E. Lindemann. Die Herrn Geistlichen der betreffenden Kirchen und Synagogen sind brieflich eingeladen. Austrittserklärungen sind bei den KommissionsMitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. H. Engler, Pallisadenstr. 33. Ad. Hoffmann, Blumenftr. 14. E. Menzel, H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemann, Moritstr. 9. Straßburgerstr. 25. 1089b Bauarbeiter Rixdorfs Umgeg. 11. Sonntag, den 26. April, vormittags 11 Uhr, Geübte Ballirer auf Goldleisten im Lokale des Herrn Lindemann, Herrmann- Straße Nr. 204: gesucht. Goldleiftenfabr. Liegnizerstr. 15 Oeffentliche Versammlung. 1. Die Lohnbewegung. 2. Der 1. Mai. 3. Neuwahl eines Delegirten 30/8 Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Uummer unseres V Zages Ordnung: Es ist Pflicht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Lohnkommiffion. Blattes die gestrige Gewinnlifte zum Gewerkschaftskartell. der preußischen Lotterie bei. 46/2 Die Lohnkommission. J. A.: Robert Heinemann. Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail EINIGKEIT in eleganter und solider Ausführung. MACHT STARK GESETZL DEUTSCHES GESCH. SCHIK ERF Arbeiter Berlins! Die Fabritate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr.98/ 99 und Rosenthalerstr. 63/64 verkauft. Bitte genau auf No. 35 z. acht. Herren- Hüte 65 Pf. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin,