Morgenausgabe Freiiag «Ntz � t�t> �. t m rüÄÄSS■;■ MM He II|■■ lr»MM? Ausw«s t- ps� �n,ch!i.ßNchs»P,z.Postz.itunji».°nd-»» K-Mv WD» W M) W W W WW W tC■ Wi�y/ 7? Psg P°sN)-»-lig«dühr.>>. Ausl-»d». MIW W W W s W W WW W W W W I // SI--»lliH-iiig, Nonp-r-a-,?!i- abonnement k.— M. pro Monat. �MW�I 9HH«W WW WW WW WW WW—' WW HH i 80 Pfennig. Retlame�eUe 5,— Reichs« M BS in BB WU Ml Mi WW|M M niark.„Kleine Anzeigen' das ettge. D W U Nl ML JSkML M W �Mlf (14 jrotfmal Sonntags und Mittags BOT �W! JWNflK> MW�» fl| i // W» 12 Pfennig. Sl-ll-ng-Iuch' das trft« '„Tfi l ,n".T t"�r ,S'im HLk Bkx V W � Man(5 Zs-nnl� i-d-s w.tt-n Wati "* SrVf�yyliltt Jentsawegan der SozialdemoSeattschen Vavtei Deutschlands Redaktlon und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3 �ernlvrelber Dönbol« SS2— A7 Telessiamm.Adi Sv,i°ld«mokrEs gibt für diese erschütternde Tatfache keine andere Erklärung, als. daß die nicht von dem Weltpreisnioeau in Deutschland abhängigen Faktoren, das sind die Kar- t e l l«, die Weltpre-iisentwicklung bewußt mißachtet und systematische Preishochhaltung getrieben haben. Man kann damit rechmm, daß allein in den Monaten Januar bis August 1930 an dein nach Deutschland importierten Rohstoffen im Vergleich zur selben Zeit des vorigen Jahres unter Bcrücksijchtigung des Preisverlustes an der deutschen Rohstoffeinfuhr mindestens 400 Millionen Mark, also monatlich 50 Millionen erspart worden sind. Es ist aber keine Rede davon, daß diese Ersparnis der Preissenkung der deutschen Jertigptodukte— abgesehen vielleicht von einigen Textilien und Schuhwaren— zugute gekommen märe. Für die Berliner Elektro- und Maschinen- Industrie, die jetzt den großen Stoßtrupp für die all- gemeine Lohnsenkung in Deutschland bildet, ergaben sich in zwei Jahren bis September 1930 Preissenkungen bei Kupfer von 29, bei Zinn von 37, bei Zink von 43, bei Schellack von 59, bei Baumwolle von 45, bei Gummi von 58 Proz. Di« Rationalisierungsersparnfffe der letzten Jahre waren in der deutschen Maschinen- und Elektroindustrie enorm. Der Maschinenbau hat von 19Z5 bis 1929 seinen Produktionswert von 2,9 auf 4,2 Milliarden erhöht, seine Belegschaft aber von 790000 auf 550 000 verringert. Die Elektroindustrie erhöhte den Produktionswert in der gleichen Zeit um 40 Proz., die Belegschaft aber nur um etwa 15 Proz. Hier liegen gewaltige Preissenkungsreseroen: der deutsche Produktionsmittelindex beweist aber die allergrößte Stabilität! Der Kalibergbau hat seine Belegschaft um mehr als ein Drittel bei ganz bedeutender Steigerung der Produktion und Erhöhung der Reingewinne oermindert, hat aber bis heute feine Preise unverändert gelassen. Der Kohlenbergbau, der eine ungeheure Inten- sivierung und Verbilligung pro Fördereinheit erfahren hat, hat noch während der Weltwirtschaftskrise seine Preise erhöht. Am tollsten aber liegen die Verhältdisie bei der für die Schäden der deutschen Kartellpolstik klassischen Eisenindustrie. Die deutsche Eisenindustrie ist heute der ganzen Welt, höchstens Amerika ausgenommen, überlegen, nachdem in wenigen Jahren der Koksverbrauch um 25 Proz. gesenkt, die Hochofenbedienung auf 3 bis 4 Leutx beschränkt, der Gasverbrauch um 38 Proz. verringert, die Hochofen- leistung um 150 Proz. vermehrt und so die Produttions- kosten in der Roheisenindustrie auf die Hälfte ge> senkt werden konnten. Was aber sehen wir bei den Eisen- preisen? Der deutsche Inlandspreis beträgt für Stabeisen 137 Mark, der französische und belgischedagegennur89Mark.unddeutsches Stabeisen wird in Antwerpen für 81 Mark verkauft. Wie es bei dem Stabeisen ist. so ist es bei Bandeisen, Draht und Blechen. Es kann darum gar nicht laut genug gesagt werden, daß die Preispolitik der Kartelle, deren Bekämpfung selbst von der Regierung jetzt preisgegeben scheint, das wich- tigste und heute entscheidende Hemmnis zu einer ausreichen- den, den Inlandsmarkt stärkenden und die Wirtschaftsbesse- rung fördernden Preissenkung ist. Um so erschütternder aber ist die Tatsache, daß noch am 7. und 8. Oktober in den Verhandlungen vor dem Reichswirtschaftsrat über die Sen- kung der Eisenpreise wie auf Verabredung Eisenverbraucher und Eisenproduzenten einhellig jede Kartellpreissenkung be- kämpften und sich auf der gemeinsamen Linie des Lohnabbaues geeinigt hatten. Noch ist es nicht zu spät zur Umkehr. Noch kann mit der Pflege des Inlands- Marktes auch der Anschluß an eine kommende Besserung der Weltkonjunktur gesichert werden. Aber wenn das nicht ge- ichicht, dann könnte die Lage Deutschlands bald oer- zweifelt sein! 7SS Millionen Defizit. Sie Itelchsfinanzen im August. Der jetzt vom Reichsfinanzministerium veröffentlichte Ausweis über die Einnahmen und Ausgaben des Reiches im August zeigt im ordentlichen Haushalt ein Defizit von 17,3 Millionen Mark, dagegen im außerordentlichen Haushalt einen Ueberschuß von 5,3 Millionen Mark. Das Defizit im ordentlichen Etat beträgt damit für das laufende Finanzjahr 44,5 Millionen Mark und erreicht einschließlich des Fehlbetrages von 1929/30 rund 509,5 Mtl- l i o n e n Mark. Dem im außerordentlichen Haushalt vorhandenen Ueberschuß von 192,3 Millionen im lausenden Rechnungsjahr steht ein Fehlbetrag von 763,7 Millionen aus dem Vorjahr gegenüber. so daß hier das Defizit 279,4 Millionen beträgt. Der Gesamt. sehlbelrag im Reichshaushall hat also im August rund 789 71111. lionen Mark erreicht. D-r Kassenbestanh betrug Ende August bei 1230 MU- lumen Einnahmen und 1145 Millionen Ausgaben 85 Millionen Mark. Die schwebende Schuld des Reiches ist von 1207,3 Millionen Mark im Vormonat auf 1250,8 Millionen Mark im August gestiegen. Hiervon sind 753 Millionen unverzinsliche Schatzanweisungen, 394 Millionen Mark umlaufende Reichswechsel und 83 Millionen Mark kurzfristige Darlehen. Parteitag der Demokraten. Di« Entscheidung darüber, ob die Demokratische Partei als solche wieder ausgebaut werden soll, oder ob sie in der S t a a t« p a r t e i aufzugehen hat, wird ein außerordentlicher demokratischer Parteitag treffen, der so schnell mt möglich einberufen werden soll. Hitler attackiert Brüning. Sin Mlßirauensantrag wird angekündigt. Die nationalsozialistische Reichstagsfraktion ist von der Parteileitung, das heißt von Hitler, beauftragt worden, einen Mißtrauensantrag gegen das Kabinett Brüning einzubringen. Der„Völkische Beobachter", der das mitteilt, schreibt dazu: „Wir gedenken der Sozialdemokratischen Partei nichts zu schenken."— Man übt sich also gemeinsam mit den Kommu- nisten in Entlarvungsstrategie und— entlarvt sich selbst. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion weiß ohnehin, daß sie unter den gegebenen Umständen jederzeit imstande ist, mit Nationalsozialisten und Kommunisten eine Mehrheit der Negation zu bilden. Ob und wann sie von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, wird sie selber entscheiden. Die 143 Sozialdemokraten sind nämlich von ihren Wählern nicht zu dem Zweck in den Reichstag geschickt worden, daß sie sich dort unter das Kommando des Adolf Hitler oder des kleinen Goebbels begeben sollen. Kein Wähler wird es ihnen verdenken, wenn sie jeden nationalsozialistischen und jeden kommunistischen Antrag gründlich darauf untersuchen, welche Art von parlamentarischer Schiebung mit ihm beab- sichtigt ist. Die Sozialdemokraten werden im Reichstag weder die Polstik Brünings treiben noch die Politik Hitlers oder THäl- manns sondern ihre eigene Politik. Minierer im Reichskabinett. Gestern war in politischen Kreisen das Gerücht ver- breitet, daß die Regierung Brüning nach vor der Er- öffnung des Reichstags auseinanderbrschen werde. Anlaß dazu gaben die fortgesetzten Intrigen der konservativen Offiziere ohne Soldaten, der Herren Treoiranus und Schiele gegen das Kabinett, dem sie selber angehören, im besonderen aber ein« Veröffentlichung d«r„Kons. Korrespon- denz", in der es u. a. heißt: „Das offizielle Kommunique, das die Rcichspressestell« über die Sitzung des Reichskabinetts herausgab, in welcher der aus Genf zurückgekehrte Reichsaußenminister Dr. Curtius berichtet hat. bedarf insofern einer Richtigstellung, als es sich hierbei um, wie das Kommunique besagt, ein« vollinhallliche Billigung der von Curtius geführten Verhandlungen handelt. Vielmehr hat der Reichskanzler lediglich dem Minister für feine Arbeit in Genf seinen Dank ausgesprochen. Curtius hat in Gens in den wesent- lichen Fragen bei Abrüstung, weiter in der Frage der An- fchneidung der Revision unserer gesamten Außenpolitik nichts erreicht. Bor ollem hat er es unterlassen, den Ihm durch den Ausgang der deutschen Wahlen in die Hand gespielten Trumpf auch nur in der bescheidensten Form auszuspielen. Demgegenüber treten die spärlichen Erfolge, dl« er in der memel- londischen und auch in der«aarsrag« angeblich erreicht hat, voll- kommen zurück. Wir sind nach wie vor, gleichgültig, ob ein längst überfälliger Reithspressechef noch s o jpitznndigc Formulierungen in die Welt setzt, der lleberzeugung, daß auf den Posten des Außenministers nicht ein nur ver- waltungstechnisch begabter Epigone des Herrn«tresemann gc- hört, sondern«in Mann, der die außenpolitische Situation Deutschlands, die schon ohne unser Zutun an Chancen reicher geworden ist. zu meistern oersteht." lieber den Wert des Wahlergebnisses für die Außen- Politik kann man ja verschiedener Meinung sein. So hätte z. B. das unmißverständliche Mißtrauensvotum, das die Wähler Herrn Treoiranus erteilt haben, für die Außen- volitik sehr nützlich werden können, wenn Herr Treoiranus daraus die Konsequenz gezogen und etwas weniger vorlaut geworden wäre. Leider"aber ist dieser Erfolg ausgeblieben. Herr Treoiranus fühlt sich jetzt sogar stark genug, das Kabinett zu sprengen, in das man ihn ebenso unvorsichtiger- wie überflüssigerweise hineingenommen hat. Hugenbergs außenpolitische Ziele. Eine Verlautbarung Modell Hitler. Nach dem Vorbild Hitlers hat Hugenberg den Weg in die Auslandspresse gcwähll, um dort zu oersichern, daß er durchaus legal sei und unter bestimmten Bedingungen zur Regierungsbildung bereit. Er hat einem Vertreter der in O s l o erschen«nden Zeitung „Tidens Tegn" erklärt, daß es nur entschiedener Abkehr von der Sozialdemokratie und der Umkehr zu einer aktiven Außen- Politik bedürfe, um eine arbeitsfähige Regierung zu schaffen. Das Ziel der aktiven Außenpolitik sei Revision der Ostgrenze. Rüistungsfreiheit für Deutschland, Revision des Uoung-Planes. Ganz im Stile Hitlers preist Hugenberg sich schließlich dem Ausland als Schutzwall gegen„die rote Flut des tulturschänderifchen Marxismus" an. Protest gegen Brüning-Programm. Giellungnahme der christlichen Gewertschasten und Angestelltenverbände. Der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Spitzen- organisation der christlichen Gewerkschaften und Angestemen- verbände, hat zum Regierungsprogramm mit folgender Entschließung Stellung genommen: „Mit dem Regiermigsprogramm betrachtet der Deutsche Ge- wertschastsbund Sparsamkeit und Ordnung in den öffentlichen Finanzen als eine der ersten Voraussetzungen dafür, um auch im allgemeinen wieder zu geregelten Verhältnissen zu kommen. Im Hinblick daraus begrüßt der Deutsche Gewerkschaftsbund em« Reihe der im Regierungsprogrannn vorgesehenen Maßnahmen. Ungeachtet dieser Zustimmung bringt der Vorstand aber zum Ausdruck, daß er gegen verschiedene Punkt« des veröffenklichten pro. gramms und seiner Begründung wesentliche Bedenke« hat. Er hält u. a. eine noch stärkere Einschränkung der Verwalwngs- ausgaben im Reich, in den Ländern und Gemeinden für notwendig. Die jetzige Regelung der Arbeitslosenversicherung muß in Zukunft einer zweckmäßigeren, organischen Gestaltung mit dem Ziele einer Entlastung Platz machen. Das Regierungsprogramm und seine Begründung hat in weüesten A r b e it g« b e r k re ts« n Stimmungen und Erwartungen ausgelöst, gegen die wir uns aufs schärfste wenden. Der Deutsche Gewerkschastsbund verlangt eine gerechte Lasten- Verteilung und wendet sich nachdrücklich gegen die seht allgemein einsehende« Bestrebungen aus weitere herabsehung der Lebenshaltung der arbeilnehmenden Volksschichten. Die Arbeitnehmer haben seither die größten Opfer für die Gesundung der Wirtschaft gebracht. Den leitenden Gedanken der Be« grüiiduug des Regierungsprogramms, daß die Höhe der Ge» hälter und Löhne sowie der Soziallasten der auch von uns gewünschten Erhaltung einer leistungsfähigen Wirtschaft hem- m e n d im Wege stehe, hält der Vorstand des Deutschen Gewerk- schostsbundes für a b w e g i g. Zu dieser Haltung fühlt sich der Vor- stand um so mehr verpflichtet, al» das Regierungsprogramm zu dem notwendigen Preisabbau eine entschiedene Stellungnahme vermissen läßt. Die Neuregelung der Wohnungswirtschaft wird in der an- gekündigten Form abgelehnt. Endlich bringt der Vorstand noch zum Ausdruck, daß zur Mil- derung der Weltkrise auch Abmachungen auf internationalem Gebiete notwendig sind. Die chrisllich- nationale Gewerkschaftsbewegung verlangt vor allen Dingen die Befreiung des deutschen Volkes von den überspannten Lasten des I o u n g- P l a n«». In den grpßen Grundlinien beurteilen die Gewerkschaften aller Richtungen das Regierungsprogramm durchaus ein- heitlich: sie lehnen den Angriff auf die Interessen der Ar- beiterschaft zugunsten des Unternehmertums ab. Die christlichen Gewerkschaften haben apßer- dem eine selbständige Entschließung gefaßt. Darin heißt es: Di« christlichen Gewerkfchasten haben in den letzten Iahren TheaierinderGiresemannstraße Bruno Frank:„Sturm im Wasserglas*. Die zwei ersten Akte bestes Lustspiel, der dritte Akt ins un- gewollt Schwonkhaft« abgebogen, das Ganze unterhaltend, witzig. Flott« Regie, die lustigsten Darsteller von Berlin, ausgelassenste Stimmung im Publikum, immer wieder schallendes Gelächter, ein voller Lustspielerjvlg. Dgr. wiederholt ein« gerechte Regelung der Reparations- frage verlangt. Diese Forderung stellen sie jetzt wieder mit allem Nachdruck auf. Das deutsche Volk, das zur Zeit unter den B«- lastungen des Doung-Plans schwer leid«, bedürfe drin- gend der Befreiung von ungerechten und überspannten außen- politischen Losten und Bedrückungen. Die Entschließung kündigt wester an, daß die christlichen Gewerkschaften ihre sozialpolitischen Bedenken der Regierung in einem besonderen Schreiben misteilen werden. Deutscher Beamtenbund gegen Itotopser Nationalsozialisten verlangen„nationalen Beamtenbund* Gestern abend nohip in den Kammcrsälen eine gut besuchte Funkiionäroers�ammlung der Sozialen Arbeits- gemeinschaft Deutscher Beamtennerbände, der über 400 000 Beamte des uirteren und mittleren Dienstes onge- hören, zur angekündigten Kürzung der Beamten- geh älter Stellung. Die Bersammürng nahm teilweise«inen sehr erregten Verlauf. Der Referent. Bürgermeister a. D. H e ß l e i n, wandte sich scharf gegen den Plan der Brüning-Regierung. die Be- omtenbezüge ab 1. April des kommenden Jahres um 6 Proz. abzubauen. Diese Absicht stellt«ine«inseitige Belastung der Beamtenschaft dar, die es abzuwehren gilt. Die Beamtenschaft ist durchaus mit einer umfassenden Verwaltungsreform einver- standen, oftmals schon wurden aus den Kressen der Beamtenschast zu dieser Frag« Borschlög« der Reichsregierung übermittelt, aber nie hätten diese Vorschläge Berücksichtigung gesunden. Die untere und mittler« Beamtenschaft vermißt weiter jedes Vorgehen der Brüning-Regierung gegen den Preiswucher der Kartelle. Stall dessen soll der Beanuenschast ein Notopfer auferlegt werden. wodurch nur die Kauskrast am Inlandsmarkt noch weiter vermindert und die Wirtschaftskrise sicher nicht behoben wird. In einer Ensschließung brachten die versammelten Funktionär« zum Ausdruck, daß sie den Plan der Brüning-Regierung als sozial ungerecht ablehnen. Wenn schon ein« Kürzung der Boaftengehäller vorgenommen werden solle, dann müsse unter Ausschluß der minderbemittelten Gruppen unbedingt eine Staffelung des Nowpfers eintreten. Segen dies« Entschließimg stimmte eine klein« national- sozialistisch« Gruppe, die in der Tistusfion erklärte Halle, dem„internationalen Deutschen Beomtenbund" einen„n o t i o- na l e n Beamtenbund" entgegensetzeen zu wollen. Lohnabbau bei Genera ldirettoren? Oer Reichskanzler will Spitz« ngehätter kürzen. Der Reichskanzler will eine 2lknon zum Abbau der hohen Gekäster unternehmen. Er beabsichtigt Verhandlungen mit der Reichsbank, der Reichsbahn und der Reichskredit» gefellschaft, ferner aber mit den Verbänden und großen Unternehmern. Wir werden abwarten, ab nun der große Lohnabbau bei den Generaldirektoren erfolgen wird- Die Herren haben bisher immer behauptet, daß sie nicht einmal In der Lage wären,«inen Zuschlag zur Einkommensteuer zu zahlen, daß vielmehr nur durch das Lohnopfer der Arbeiterschaft die deutsche Wirtschaft gerettet werden könne. Bei dieser Aktion handelt es sich um Versprechungen und Tröstungen— die Lohnabbauaktion gegen die Arbriterschast sst ein« hart« Tatjache. Oesierreichisches Köpferollen »llnsere Köpfe werden nicht in den Sand rollen. Wir haben alle schon vor Aufregung die Köpfe verloren?� Sozialdebatte in Qandudno. Kolonialminister L. H. Thomas aus der Exekutive hinausgewählt. Schacht zerredet Deutschlands Kredit. 1 Unerhörte Redereien eines ehemaligen Reichsbaak« Präsidenten. In einem New-Dorter Klub hat der ehemalige Reichsban*. Präsident Dr. Schacht bei der Durchführung seiner Redeturn«« durch die Vereinigten Staaten mieder über Deutschlands Wirtschafts» läge gesprochen und dabei folgende Bemerkungen gemocht: „Deutschland werde keinen seiner ausländisdjen Geld« geber jemals enttäuschen, um welche Kredite ez lich auch Hände ln möge. Die moralische Kreditwürdigkeit des deutschen Unter' nehmcrkums bestehe uooerönderl weiter, anders verhalle es sich mit dem Kredit für össeti lüche Sörpers«l>aften. Die Forderung nach Beseitigung der Berschwendungswirtschait und nach finan- zieller Ordnung iei dos Hauptproblem des Augenblickes." Wir finden es unerhört, daß«in ehemaliger deutscher Reichsbankpräsident in dem 2lugenblick, wo Deutschland auf den Kredit des Auslandes angewiesen ist. die Kreditwürdigkeit der deutschen Privatunternehmer lobt, um die Kreditwürdigkeit de? Staates herabzusetzen. Es gibt kaum einen parlamentarischen Aus« druck sür diese Art eines ehemaligen deutschen Beamten an ver- antwortlichster Stelle, die Interessen des Deuischen Reichs, der deutschen Länder und Kommunen im Auslände zu schädigen! Herr Schacht hat das geistige Erbe von Hugo Stinnes über- nommen. Auch der sprach protzig von der nicht diskontfähigen Unterschrift des Reiches. Die seine hielt er für diskontfähig. Schließ- lich ober gilt die Unterschrift des Reiches nach immer— und was wurde aus Hugo Stinnes? Preußens Aufgabe. Innenminister Waenttg spricht auf der Konferenz der Regierungspräsidenten. Am Mittwoch begann im Preußischen Ministerium des Innern eine Konferenz der Ober- und Regierungspräsidenten Preußens. Minister Dr. Wacniig begrüßt« die Erschienenen und sprach über die augenblickliche politische Lage. Der Ausgang der Reichstagswahl habe die Unsicherheit und Undurchsichtigkeit der Loge verschärft. Di« finanziellen Schwierigkeiten des Reiches und der gesamten Wirtschaft wirken sich finanziell auch auf Preußen aus. Weil die Entwicklung der nächsten Monate wirtschaftlich und politisch durchaus unsicher sei, müßten in ganz besonderem Maße die preußischen Verwaltungsbehörden auf dem Platze sein. Der preußisch« Staat habe' sich bereits in früheren Krisenzeiten als der Fels erwiesen, an dem sich die Wogen brachen. An diesem Zustande solle und dürfe sich auch in Zukunft nichts ändern. Der Minister gab der lleberzeugung Ausdruck, daß in tätiger, enger Zu- sammenarbeit mit den Zeiltralbe Hörden auch fernerhin die preußischen Provinz- und Vezirksbchördcn ihre ganze Kraft daran- setzen würden, damit in Preußen trotz politischer Wirrnis die Autorität des Staats und die Ordnung und Sicher- h e i t in keinem Augenblick« herabgemindert und beeinträchtigt würde. An die Ausführungen des Ministers schlössen sich kurze S a ch- r e f e r a t e aus dem umfangreichen Gebiet der preußischen Ver« waltung. Vorbereiiungen im Reichstag. Die piahverteUung im Sihungsfool. Di« Verteilung der Platz« im Plenarfitzungssaak de? Reichstag? auf die einzelnen Fraktionen steht vorläufig fest. Die äußerst« Link« und einen Teil der bisherigen sozialdemokratischen Plötze nehmen die Kommunisten«in. Dann folgen die Sozialdemo- kraten und die Staatspar fei. Letzter« hat als«ine der kleinsten Fraktionen ihren Anspruch auf einen Vorderplotz ausgeben müssen und sitzt jetzt im Hintergrund zwischen Sozialdemokraten und Zentrum. Im Anschluß an di« Plätze des Z o n t r u n» s folgen dann di« Bayerische Volksportei und die W i r t f ch a f t s- parte!, di« ebenfalls beide k«!n« Dorderplätze mehr haben. Die nächsten Fraktionen sind Deutsche Dosks Partei und Landvolk. Hinter dem Landvoik sitzen die sechs Abgeordneten der Deutschen Bauernpartei, die sich voraussichllich der Landvolkfraktion als Hospitanten anschließen werden. Weiter hinten iolgen dann die Gruppen des Christ lichsozialen Bolks- dienfte», der Konservativen und der Hannoveraner. Die Deutschnationalen sind die nächste größer« Fraktion, haben aber zukünftig auch nureinenBorderplatz. Die ganze äußerste Rechte, nämlich die früheren Plätze der Deutschnationalen und auch der Deutschen Bolkspartei, nehmen die National- sozialisten ein.. Die drei Vorderplätze der Nationalsozialisten werden von den Abgeordneten Dr. Frick, Stöhr und S t r a ß« r besetzt, in der zweiten Reihe folgt Dr. Goebbels. Den deutschnationalen Vor- derplotz hat der Abgeordnete Hergt inne. in der zweiten Reihe sitzen Dr. Oberfohren und von Oldenburg- Ianuschau. Bei den Sozialdemokraten sitzen die Abgeordneten S e v« r i n g. Krätzig. Svllmann und Dr. Hertz vorn, während Breit- scheid. Müller- Franken, Wels und Dittmann erst in den späteren Reihen folgen. Bei der Deutschen Volkspartei nimmt den ersten Platz wieder Dr. Scholz ein. Di« Kommunisten haben die ersten Plätze mit den Abgeordneten G e s ch k e und Schröter- Merseburg besetzt. Die Splitter wollen Fraktion werden. In der letzten Zeit haben Verhandlungen Mischen dem C h r i st- lichsozialen Vokksdien st. der Konservativen Volts- partei und den Hannoveranern mit dem Ziele der Bildung einer gemeinsamen Reichstagsfraktion stattgefunden. Die Verhandlungen sollen am kommenden Montag zum Abschluß gebracht werden. Zluch mit den jungdeutschen Mitgliedern der Staatspartei haben Verhandwngen stattgefunden. Hier >md aber Schwierigleiten insofern aufgetreten, als der Christsich- soziale Voltsdienst von den Iungdeutschen vor allem«ine Aenderung in ihrer Haltung gegenüber her Reichswehr fordert. Oberbürgermeisterwahl in Königsberg. Sude des Rechtsblocks. Königsberg. 9. Oktober.(Eigenbericht.) Die Königsberger Stadtverordnetenversammlung wählt« am Mittwoch den bisherigen Oberbürgermeister Dr. L o h m e y c r wiederum zum Oberbürgermeister. Di« Walst erfolgt« mit den ■Ztimmen der Deutschen Volkspartei, der Sozialdemo- kraten und der Demokraten. Sie ist insofern bemerkens- wert, alz sie zugleich dos Ende des elfjährigen Blocks der D eu tj ch na t i o n a l e n und der Deutschen Volks- jiaktei m Stadtparlament bedeutet, Llcmdndno, 9. Oktober.(Eigenbericht.) Die am Mittwoch auf dem Labourkongreß begonnene S o. z i a ld e b a tt« süllte auch den größten Teil der Donnerstagsitzung aus. Die Delegierten hörten zunächst ein Referat des Ministers für dos Gesundheitswesen Arthur Greenwood. Im Mittelpunkt seiner auf seltener geistiger Höhe stehenden Ausführungen stand der Wohnungsbau., Mutterschutz und die Säuglings- pflege, und die hierzu von der Regierung ausgearbeiteten und dem Unterhaus unterbreiteten Pläne. Gleichzeitig berichtete der Minister, die Regierung habe neben den hierfür bereits angesetzten Summen neue acht Millionen Pfund Sterling im lausenden Etat sür di« Witwenpensioncn hinzugefügt, so daß diese Witwenfürsorge im kommenden Jahr weiter ausgedehnt werden kann. Unter den in der Diskusston besprochenen Entschließungen befand sich auch der Antrag auf Herabsehimg des penfionsfähigen Atter» der Arbeiter und Angestellten von 65 auf 60 Jahre. Green. wo o d warnt« den Kongreß vor der Annahme, da die Re- gierung keine Möglichkeit sehe, di« hierfür not- wendigen Riesensummen aufzubringen. Der Ge- werkschaftsführer B e o i n war der gleichen Ansicht, während C p o k von den Bergarbeitern den Antrag befürwortete. Er wurde mit 1 221 000 gegen 4ii 000 Stimmen angenommen. Als Pensionssumm« verlangt der Kongreß 1 Pfund pro Woche und Person. Es folgt eine Debatte über die europäische Abrüstung. die durch einen von Immer Lrockway begründeten Autrag der un- abhängigen Arbeiterpartei hervorgerufen wurde. U. a. verlangt die ILP. die Kriegsdienstverweigerung. henderstm bittet zur Tagesordnung überzugehen, denn niemand wünsche sehnlicher die Generalabrüswng und niemand Hab« mehr dafür getan ast die Lubour-Regierung. Sie werde dies« in Genf begonnene, bei der Floltenabrüstungskanferenz forigesetztc Friedens- und Entwafsnungspolitik mit aller Konsequenz auch in Zukunft weiter treiben. Der Kongreß schloß sich mit überwältigender Mehrheit der Ansicht des Außenministers an und verweigert« die Abstimmung über die Entschließung der ILP. parlamentsresorm oerlangte der nächst« Antrag der ILP. M a x t o n steht auf der Tribüne und M o s l e y unterstützt ihn vorn Saal aus. Herbert Morrison erklärt im Namen der Regierung, auch sie sei von der Notwendigkeit gewisser Reformen überzeugt, Ein Komitee arbeite bereits an diesen Fragen. Zvas aber Maxton und Mo?leq ver- langten, fei nicht Fortschritt, sondern Reaktion. Die Debatte wird hitzig. S hinwell greift ein und die Unabhängig« Arbeiterpartei unterliegt mit 490 000 Stimmen gegen 1 809 000. Angenommen wird der Antrag, der die II. Internationale und ihre Parteien auf- fordert, Sdünen uiH Berichte über die Struktur de» Kapi talismus in der Rachkriegszeit anzufertigen. So wichtig und aufschlußreich die Sozialdebatte gewesen sein mag. da? Ereignis des TÄges war jedoch das Ergebnis der mittlerweile vorgenommenen Vorstandswahlen. I. H. Thomas, der jehige Minister für die Dominien, kehrt nicht mehr in di« Exekutiv« zurück. Für seine Wahl traten nicht einmal alle Gewerkschafter ein. Er unterlag mit 836 000 Stimmen, während Clynes mit 2 042 000 Stimmen wiedergewählt wurde. Die zweite Ueberraschuirg bildete die Wahl M o s l e y s, der mit 1362 000 Stemmen neu in di« Exekutive einzieht. An Stelle des zurückgetretenen Macdonald wird Henderfon einstimmig zum Schatzmeister der Partei bestimmt. Der Durchfall von Thomas zeigt, wie tief die Mißstimmung Über feine Tätigkeit als Minister sür Arbeitsbeschaffung di« Reihen der Labour-Party und der Gewerkschaften durchflutet hat. Reben Thomas unterlag auch der parlamentarische Staatssekretär Jones. während Lady Mabel Smith neu in den Vorstand eintritt. Di« übrigen Mitglieder sind geblieben. Oaladier ge, Er fordert Initiative i Varls, 9. Oktober. Der Präsident der Radikalen D a l a d i e r, hat heut« nachnut- tag auf dem Parteikongreß in Grenoble die Debatte über die ollgemeine Politik mit einer großen Rede eröffnet, die nicht ver- fehlen wird, in ganz Frankreich leidenschaftlich kommentiert zu werden. Er begann seine Rede mit Angriffen gegen die Regierung Tardieu. die nichts anderes als die Vernichtung der radikalen Partei wolle und deren Leistungen mehr als fraglich seien. Waren es nicht die französischen Nationalisten, die den Dawes-Plan aufgegeben und statt dessen den Uvung-Plan angenommen haben, fragt« Daladier. der aus den geforderten 132 Milliarden 42 Milliarden gemacht hat. Ist nicht der Kurswert der Young-Planobligationen pon 082,50 Francs auf 830 Francs am 22. September gesunken. Man müsie die Regierung Tardieu für dieses„ausgezeichnete Resultat" beglück, wünschen. Wer könne weiter behaupten, daß di« Sicherheit Frankreichs garantiert sei. Trotz der fiiuinziellen und wirt- schaftlichen Misere des Faschismus trhiunten heute Millionen von Menschen von der Diktatur. Nach Italien, Ungarn, Bulgarien. Südslawien, Polen und Oesterreich würden morgen vielleicht Rumänien, womöglich auch Deukschland«in« Diktatur haben. Auch in Frankreich würden die Männer, die ihr« Kraft der Organisation des Friedens geopfert hätten, mit Haß über- schüttet. Die Radikalen würden kaltes Blut bewahren und nicht vergessen, daß in Deutschland starke demokratisch« Kräfte existierten, mit denen die Radikalen sympathisier- t e n. Worum ergreise Frankreich nicht, anstatt sich in einer negativen Politik einzuschließen, die Gelegenheit, um der Weltöffentlichkeit seinen eigenen Willen, abzurüsten, zu ver- künden und selbst die JniÜaLvr eines allgemeinen Abrüflongsplanes je« Tardieu. i der Abrüstungsfrage. zu übernehmen. Seine eigene Sicherheit könne dadurch nicht ge» schwächt werden. Wozu sei es heut« immer und immer nötig, Pakt« zu unterzeichnen, die dem Völterbuyd nichts Wesentliches hinzufügten, Die Radikalen wollten, daß Frankreich die Initiative zu wirt» schaftlichcn Vereinbarungen und einer gleichzeitigen Abrüstung ergreif«. Niemond könne behaupten, daß dadurch di« Notwendig- ketten der nationalen Verteidigung verneint würden. Die brasilianische Revolution. Gegenoffensive der Regierungstruppen. New Jork. 9. Oktober. Nach Meldungen au» Rio de Janeiro haben die Rundes- l r n p p e n im Staate Santa Eatharina die Offensive crgrisfeu. General Costa hat die Regicrungsslellen van Sao Paulo davon ver- skändigi, daß 2509 Mann Saoallcri« und füns Znswrteriereglmmker sich auf dem Marsche befinden. Nach aufgefangenen Junksprüchen der Aus ständischen lzabcn diese den Eisi-nbahukaoken- puuktvonDoreuabesehl und so die Verbindung der Dunde,- trappen zwischen Rio und Sao psulo unterbrochen. Flieger desertieren, die Marine unsicher. Rio de Janeiro, 9. Okiober.(Eigenbericht.) Die Kampfe zwi�hen dcn aufständischen Truppen und d« Bundesarmee verlaufen außerordentlich blutig. Allein die Einnahme der Stadt Pernambuco durch die umstürzlerischen Truppen kostete 130 Menschen das Leben. Inzwischen ist die Sorocabana-Bahnstrecke von den Ausständi- schen besetzt worden und damit ist Sao Paulo unmittelbar bedroht. Außerdem gingen acht weitere Flugzeuge zu dcn Aufständischen über. Die Bundesregierung ordnete daraufhin die Verhaftung de« gesamten Personals der Militärfliegerschule in Rio de Janeiro an. Die Haltung eines Teiles der Marine ist eben- falls zweifelhaft. WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz £feita£ tf* Scttttahend, sotveit (Slllt�e Hehenstnittel Fiidie, Obsf u. Gemüse werden nicht zugesandt Suppenhühner Irisch MMMM Plund CÄ iä Pf Enten frisch Pfund Pf. Poulets Pfund CtzKZ von an MI Pf. GänS0 Oderbruch. rwnd fl ne von an■ UO |j gastreiff ll. UU«»USUW ausgeworf. 93 pi. Pfund von an Hirschfleisch Pfund JS St von an Pf. 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Rotwurst 0.98 Fleischwu;st..- Pfund 1.05 Schlnkenpoinische 1.18 Landleberwursl Pfund 1.23 Mettwurst Ä;rnsehpwfun9d 120 Kümmel* u. Jagdwurst 1.45 Feine Leberwurst Pfd. 1.50 Filet- u. Teewurst Pfd. 1.65 Zerveiatu. Salami pu. 1.65 Speck v°ar> 0.95 mager 1.30 Schinkenspeck' Ppd�nd 1.70 Nul}schinkenscchw2ar.fpid° 1.85 Gekochter Schinken ft Aa onn. Schwarte, geschnltt., Vi Pld. Könlgstr., Rosenthaler Str., Moritzplat;: Sülze 0.50 Spezkwurst 0.85 Berliner Mettwurst 1.00 Rotkohl..... Pfund 0.03 Weiijkohl..... Pfund 0.03 Wirsingkohl...Pfund 0.03 Möhren gewaschen 5 Pfd. 0.20 Zwiebeln.... s™. 0.20 Rote Rüben.. 4Pfd. 0.29 Märk. Rübchen Pfund 0.10 Sentgurken Pfund 0.06 Sellerie•• Pfund 0.10 0.14 Kartoffeln lOPfd. 0.22 tfCase m. Camembert vo,�Ä 0.38 Camembert volsd,V5Ife9 0.72 Harzerkäse 0.52 Limburger 0.48 0.90 Tilsiter»ollfeff. Pfd. von«n 0.78 Lmment'naier Art n ohne Rinde, 6 PorU Schachtel � � � Edamer.. voiifett, pwnd 0.84 Dan. Schweizer'««««> 0.84 Steinbuscherveiifen,pfd. 0.88 Holländer voiife«, ptund 0.88 Münster Art voiif«t>,pfd. 0.98 Schweizer 1.18 Margarine Pfund 0.48 0.58 Kokosfett t-Pfund-Tafel 0.50 Molkereibutter Pfund 1.32 Tafelbutter ffuna 1.42 1.56 Dän. Butter-.. Pfund 1.74 {fCotiservGi* Schnittbohnen. 0.45 Sehn.-u. Brechbohn. 1 0.70 Erbsen sehrfein 1>35 ige. 0.68 Leipziger Allerlei 0.78 Bruchspargel mittel. 2.05 Bruchspargel dann.. 1.52 Stangenspargel»>">- 2.52 Stangenspargel 2.00 Pflaumen 0.60|,hai' 0.75 Pfirsiche ka,i,ÄUcke, 1-05 Norw. 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Ner Gchupomord in Brandenburg. Oer Festgenommene leugnet vie Tai. Im Laufe des gestrigen Nachmiliags ist der Fleischer Ernst Krüger, der am Mittwoch abend, wie berichtet, in Brandenburg den tödlichen Stich gegen den Berliner Schupo. Wachtmeister Erich Schmers« geführt hat, nochmals ein- gehend vernommen worden. Krüger, der einen sehr schlechten Ruf genießt und bereits mehr- mals u. a. wegen eines Sittlichkeitsvergehens o o r b e st r a j t ist. bestreitet, auf Schmerse und dessen Kameraden, den Schupowacht- meister Kurt Winkelmann, eingestochen zu haben. Er weigert sich auch, seine Komplizen, es handelt sich zweifellos um zwei Brandenburger Einwohner, anzugeben. Durch die Aussagen des Bruders des Getöteten und des verletzten Schupobeamtcn Winkel- mann ist Krüger so gut wie überführt. Beide bezeichnen Krüger nut Bestimmtheit als den Mann, der mit dem Mesier wie sinnlos auf den ahnungslosen Schmerse eingestochen hat. Die Verletzungen des Wachtniessters Winkelmann haben sich glücklicherweise nicht als sehr gefährlich herausgestellt. W. konnte aus dem Krankenhaus be- reits wieder entlassen werden. Die Bluttat selbst hat sich, wie die näheren Ermittlungen inzwischen ergeben hoben, etwas anders abgespielt, als es zuerst dargestellt wurde. Der Schupowachtmeister Schmerse, sein Bruder Waller Schmerse, sowie der Wachtmeister Winkelmann hallen ge- meinsam das Tanzlokal ti� der R i t t e r st r a ß e in Brandenburg aufgesucht. Auch Krüger weilte dort und wogen einer geringfügigen Meinungsverschiedenheit kam es zwischen Erich Schmerse und Krüger zu einem Wortgefecht. Krüger entfernte sich daraus, ging in seine Wohnung und zog sich«inen anderen Anzug an. Er erschien dann einige Zeit später wieder und forderte Erich Schmerse aus, einmal hinauszukommen, er hülle mit ihm zu reden. Leicht- sinnigerwesse ging der Schupobeamte in di« ihm gestellte Falle. Saum hatte er die Straße betreten, so wurde er von Krüger oieder- gestochen. Als der Bruder des Uebersallenen und Winkelmann nur Sekunden später die Straße betraten, war die Tat schon geschehen und der Täter wandle sich nun gegen Winkelmann. Die beiden Teilnehmer, die offenbar mit einem so blutigen Aus- gang nicht gerechnet hatten, liefen davon und entkamen in der Dunkelheit. Nach diesen beiden wird zurzell gefahndet. gttir eojioliillfdi« Hochschul«. Am kommenden Connabend, 11. Oktober. IHtA Uhr, findet im Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. S. ein Vortrag des Genossen Prof. Dr. Hermann Heller Uder tms Dhema .Faschismus als Ratlonaliozialismns- sia t. Natten-um Preise von Sg Pf. sind an folgenden Stellen zu haben: Bllr» des Bezirksbildungsausschusses, Linden» ftraße 8. 2. Hof links. 2 Treppen: Arhciteriugend Sroh-Berlin, Lind'nftr. 3, 2. Hof links. 2 Treppen; Buchhandlung J. H. 33. Sietz Nachf., Lindensir. 2: Bank der Arbeiter. Angestellten unb Beamten. 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HiaaMLEnear-lfc® Verkauf auf Abzahlung Ist teuer! h Im Einvernehmen mit dem Reichsverband des kreditgebenden Einzelhandels ist ein Buch über das „Teilzahlungs-Geschäft" erschienen. Darin befindet sich eine Aufstellung Ober die Mehrkosten, die einTeilzahlungsgeschäft hat, gegenüber einem, das nur gegen bar verkauft Eine Tabelle erläutert diese Mehrkosten für Textilwaren bei einer durchschnittlichen Abzahlungszeit von 6 Monaten wie folgt: Provision........ 4,2•/, Porti......... 1,7 B/» Gerichtskosten.... 5,0"U Verluste. 7,5 0/. Büromaterlaiien.. 0,9*/, Gehfilter...... 33 7, Zinsverlust....... 13 V. 24°/. 2410 mehr Unkosten als unter gleichen Bedingungen ein Geschäft, das nur gegen bar verkauft Wer zahlt das? Ins praktische übersetzt hieße das: Wenn ein Kleidungsstück, das Sie auf Abzahlung kaufen, etwa 50 Mark kostet so sind in diesem Preis allein ca. 12 Mark enthalten für Unkosten, die das Geschäft das nur gegen bar verkauft, nicht bat, und um die es also auch billiger sein kann! Ein Verkauf auf Abzahlung ist teurer, ja, muß es sein, als ein Kauf gegen bar. Daran ist nicht zu rütteln und nicht zu deuteln. Wenn Sie wissen wollen, um wieviel mehr es Sie kostet, Kleidung auf Abzahlung zu kaufen, als gegen bar, so wird Ihnen ein Vergleichen von Preisen und Qualitäten bald die Augen Keine schlechte Laune mehr! Wissen Sie, was Hämatoporphyrin ist? Das ist der Name für ein angeblich wunder» bares Mttel, das ein deutscher Forscher kürzlich entdeckt Hat. und das— wie es heißt— schlechte Laune in gute verwandeln und den damit Dehandelten fröhlich und munter machen kann. Auch wir haben versucht, der Verstimmung zu steuern, die ja infolge der schwierigen Wirt- schaftslage immer weiter um sich griff, und zwar durch ein sehr einfaches Mittelt Unsere preiset Das Mittel wirkt ganz fabelhaftl— Sie tollten nur einmal beobachten, wie die Gesichter >cr oft voller Sorge zu uns kommenden Da- men sich aufhellen, wenn sie sehen, wie billig auch die schönsten unserer Wintermäntel sind! Machen Sie sich keine Sorgen, falls Sie sich einen neuen Mantel kaufen wollen! Kommen Sie zu uns, unser Mittel— die fabelhaft!» Preis«— wird auch Sie glücklich' machenl GesZlll Ihne» dies« flotte Phantaste-Mantel nicht auch ausgezeich» nei? Sr ist ganz g«. füttert und mtt einem wunderschöne» weiche» Pelzkragen geschmückt. 3m Rücken hat er die modern» eingekegte Falte. Sein«P-zeZO Preis ist«6/ Dem eleganten Mantel an, vornehmer Drapt- Ware verleiht der schön« SchaNrage» an» gespitz- tem Hasen und die Ter- melgornieruug an» glei- che» Pelz den großen Schick. Cr ist ganz ge- füttert»nd kostet in gu t-r Berarbei- AOO tung nur«99 Alle Kinder od groß, ob Nein. alle soll'» 'hübsch gekleidet sei». 'Mutter weiß da» und denkt:»a ja. also hin zu C.». A.i Dann freut mein Mäde> , und mein Sohn sich, und oiel Geld tostet'» sowieso»ich. Die Frau Ist weise ohne Frag'; macht'» auch so. Mitwoch ist Kmöertag Der Schmuck diese» entzückende» Tweed» ftoff-Klelde» tu moder- neu beliebten Dessin» ist «ine kunstseideue Rips- weste. Der Rock weist tief«ingelegte Falten auf. Es wirkt sehr vor. nehm und ist nngewöhn» lich preis- M«*79 wert für I m Elegant«, Nachmittagskleid au» gutewFla- mingo mit moder» ge» arbeitetem Faltenrock. Der neuzeitlich« Tnnika» lleberwurf ift ebenso wie die Kragen« und Aer- nitlgarnieruug ml« wo- drrner Loch-Stickerei versehen.*«*80 a» kostet 32 tio ITifA so meldet eine alte Opern-Thronik, fiel bei einer Pariser Erst-Auf- fllhrung eine Dame in Ohnmacht,.peil sich ihr Hut. zu dem l3 Meter Gaze oerwandt waren. mit dem ihrer Nachbarin verheddert«. WieLiel einfacher haben artr'» heute dagegen mit den leichten Hütchen, die noch dazu so oiel lleidfamer sind. Glauben Sie nicht auch, daß dieser entzückend«, ms- Berne FUzhnt mit der apart bestickten Pandgarniernng und dem koketten Schleif. che», der»och dazu den großen Borzug<»90 aufweist, nur«» zu koste». Jhneu ganz au». aejeichoet stehen wird! Aber es muß ja nicht dieser sein!— Schauen Sie sich erst einmal bei uns um und suchen Sie sich den schönsten au» Di« Auswahl Ist ja so groß— die Preis« soo niedrlgl Kennen Sie den? Mit voller(!) Pension. Mieten..Sagen Sie mal. Frau Sparsam. be> streichen Sie meine Brote eigentlich immer selbst mit Butter?' Wirtin.-„Ader natürlich. Herr llppig. wer sollte es denn sonst tun?� Mieter:..Na. da möchte ich bloß wissen, wer die Butter nachher immer wieder 'runterkraht!" V Wer kennt ihn nicht. > diesen Philosophen un- ter den Clowns— wem hat er nicht herzlichstes Lachen entlockt— wer hat sich nicht über sein erstauntes:„Nit möög- lichl* amüsiert! Und nun heißt's. Grocfs Auftreten in diesem Monat auf einer Berliner BarietSbühne sei end- gültig sein überhaupt letztes—„Nit mööglichl' Aber doch, leider ist es so. und wir müssen ans damit oertraut machen, das..Nit mööglich� aus seinem Munde nicht mehr zu hören. Aber andernorts können Sie'» und werden Sie's immer wieder hören— tagein, tagaus— vor den Schaufenstern und in unserer Abtei- lung für Herren-KIeidung. 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Die großen führenden Gruppen, die Gemeinschaftsgruppe deutscher Hypothekenbanken mit 8 Instituten und die Gruppe der Preußischen ZentralbodenkreZBit und Pfand- b r i e f A.-G. nehmen unter sich Verschmelzungen vor, erweitern ihren Wirkungskreis auf ander« Banken und stellen insgesamt rund 46 Proz. der von allen privaten Hypothekenbanken gewährten Hypo- theken und Kommunaldarlehen und rund 4Z Proz. aller van diesen Banken in Umlauf gesetzten Goldpfandbriefe und Kommunalobli- gationen unter einheitliche Führung. Die auf den 11. Oktober ein- berufenen Aussichtsratssitzungen der acht Mitgliedsbanken der Ge- meinfchaftsgruppe, sowie der Preußischen Zentralbodenkredit und Pfandbrief A.-G. und der Frankfurter Hypothekenbank werden die entsprechenden Beschlüsse fassen. folgende Verschmelzungen sind vorgesehen: Die Preußische Zentralbodenkredit und Pfand- bries Sl.-G. Berlin, die selbst schon ein« Verschmelzung zwischen der Preußischen Zentralbodenkred't A.-G. und der Preußischen Pfandbriefbank, der Roggenrentenbank und der Deutschen Grund- kreditbank in Gotha darstellt, wird sich weiter die Preußisch« Bodenkredit Aktienbank und die Tchle s i s che Boden- krcdit Aktenbank angliedern. In dieser neuen, jetzt größten deutschen Hypothekenbankgruppe werden dann insgesamt langfristig« gesicherte Darlehen im Betrage von 1,59 Milliarden und entsprechende Umlaufpopi«re im Betrage von 1,48 Milliarden zu- sommengefaßt sein. Hauptarbeitsgebiet ist Nord- und Ost- d e u t s ch l a n d. Ferner werden verschmolzen die Deutsche Hypotheken- bank Meiningen mit der Norddeutschen Grund- kreditbank in Weimar, bei denen insgesamt dann 516 Mil- lioncn langfrsstige Darlehen und 492 Millionen Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen vereinigt sein werden, und deren Arbeitsgebiet in Mitteldeutschland liegt. Drittens werdcn zusammengeschlossen die Frankfurter Pfandbriefbank A.-G. und die Frankfurter Hypo- theken bank unter Führung der«rsteren, womit 496 Millionen Darlehen und 398 Millionen Umlauspapier« des Rhein- Main- gebiet? vereinigt werden. Erweitert werden die so oereinigten Gruppen noch durch die Leipziger Hypothekenbank, die Mecklenburger Hypotheken und Wechselbank(Schwerin) und die Westdeutsche Bod«nkr«ditanstalt(Köln). Dieser riesige Zusammenschluß wird Z.SZ Milliarden langfristige Darlehen und 2,76 Milliarden Pfandbriefe und Aommonolschuld- verschreibungen unter eine Führung bringen. Die Führung liegt bei der G c m« i ns ch a f t s g ru p p« deutscher Hypothekenbanken, bei der sich wie gesagt jetzt 46 Proz. sämtliäser von privaten Hypothekenbanken aewährlen Darlehen und 45 Proz. der darauf äusgestellten Schuldverschreibungen befinden werden. Unabhängig bleibt insbesondere die groß« süddeutsche Gruppe mit den Zentralen in München. Man darf diesen riesigen neuen Zusammenschluß im privaten deutschen Bankkopital zurückführen aus die Bereinigung der Deutschen Bank und der Discontogesellschaft, durch die große Aktienpakete dieser Banken in einer Hand zusammen- gekommen sind. Das Uebergewicht und damit auch die personelle Führung in der neuen Riejengrupp« wird bei der Preußischen Zentralbodenkredit und Pfandbrief A.-G. liegen, die etwas mehr als die Hälfte sämtlicher Aktiven und Passiven in der ganzen Gruppe jetzt auf sich vereinigt, und von der DD-Bank be- herrscht wird. Van den Zwölf Vorstandsmitgliedern im künftigen Gemeinschoftsrat soll sie sieben erhalten. Volkswirtschaftlich könnke aus der Zusammenfassung ein erheblicher Außen entstehen. Die be! dem Zusammenschluß»erfolgten Ab si cht« m werden auch dahin gekennzeichnet, daß man Ersparnisse erzielen, zur Senkung des Hypothek« nzinses beitragen und den Ber- kauf deutscher Pfandbriefe im Ausland fördern will. Das sind lobenswerte Ziele. Bisher hat man freilich nicht beob- achtet, daß die Zusammenschlüsse im privaten Bonkgewerb««inen sichtbaren volkswirtschaftlichen Nutzen gebrocht hab«n. Die ver. größert« Schlagkraft wirkt« sich meistens nur in der Richtung der Vergrößerung des Profits ans, ohne daß die auch bei der Rationalisierung im Vantgewerb« als volkswirtschaftliches Ziel gesetzte Preissenkung, hier die Kreditoerbilligung, erreicht worden wäre. Di« versprochene Sentnnz des Hypothekenzins«? ist also ein Zukunftswechsel, auf dessen Honorierung die OeffenUichkcit warten wird. Es wird übrigens»erficheri. daß kein« Angestellten- «ntlaffungen mit den Fusionen verknüpft sein sollen. Das wäre denkbar, da Hypothekenbankgeschäste sich weniger leicht zentralisieren lassen als die Geschäfte von Kredit- und Emissions- banken, weil die Bearbeitung von Hypothekengefchüsten an den Ort der Hypothekengewährung gebunden sind. Freilich stünde dem nichts im Wege, daß in den zusammengefaßten Spitze» und Auf- sichtsräten gespart wird. Davon war bisher besonders bei Hypothekenbanken nur sehr selten die Red«. Aach der Diskonterhöhung. Die Bank von Danzig ist der Reichsbank in der Diskont- crhöhung schon gefolgt, sie hat ebenso wie das deutsche Zentral- noteninstitut den Diskont von 4 auf 5 und den Lombordsatz von 5 aus 6 Proz. erhöht. Der sogenannte P r i o a td i s k o n t, das ist der Zinssatz auf Wechsel zwischen ersten Firmen, ist um U Proz. auf 4?» Proz.«höht worden. Das ist überraschend viel, nachdem der Geldmarkt zunächst keine bedeutende Erhöhung der Tageszinsen «kennen ließ. Reichsbankpräsident Dr. Luther hat die Diskonterhöhung als vorsorgliche Maßnahme bezeichnet und damit ihren Abwehrcharakter deutlich gemacht. Ein« begrüßenswerte Folge der Diskonterhöhung sst die Verstärkung des Anreizes für das Ausland, Devisenkredit« von neuem nach Deutschland zu geben, da im Auslande die Zinssätze sich kaum erhöhen werden. Die Devisen- lag« der Reichsbant wird dadurch ebenfalls erleichtert. Ein« weiter« Meldung üb« Luchers Ausführungen im Zentralousschuß besagt. daß ein« wesentliche Verringerung der Devisenansprüche seit den, Septemberend« nicht eingetreten sei. Zvsgesamk seien bi» zum Ende September rund S0L Vllll. Gold und Devisen abgezogen worden. Das ist nicht unbeträchtlich mehr als die gute halbe Milliarde, auf die man bi, Ende September die Devisen und Soldabflüsse der Reichsbank geschätzt hat. Der Reichsbankausweis vom 7. Ottober zeigt klar die Anspannung, die das Zentrolnoteninftitut zu chrer Maßnahme veranlaßt hat. Die Entlastung auf den Kreditkonten war sehr gering. Zwar wurden die Lombarddarlehen vom Ende September mit 239 van 234 Mill.(neuer Bestand 60.1 Mill.) fast voll zurückgezahlt: domr zeigte aber das Wechselkonto nur«ine Verringerung um insgesamt 57L Mill. auf 2938.7 Mill., so daß von der Inanspruchnahme Ende September im Betrage von 985 Mill. (einschließlich Reichsschatzwechseln) zum 7. Oktober insgesamt nur 294,5 Mill. zurückgezahlt waren. Das vorhandene Geldbedürfnis bei der Reichsbankkundschaft zeigt sich auch bei der Berringerunz der fremden Gelder auf Girokonto um 124,7 auf 347,4 Mill. Mark. Der Umlauf an Reichsbantnoten hat sich um 243,1 auf 4591,4 Mill., derjenige an Rentenbankscheinen um 36,5 auf 406,0 Mill. verringert. Zum 7. Oktober wird ein« Abnahme der Goldbestände gegen die Vorwoche um 35,8 aus 2443,9 und der Devisenbestände um 34,7 auf 136,2 Mill. ausgewiesen. Darin sind aber die letzten 35 Goldmillionen, die nach Frankreich oersendet wurden, noch nicht enthalten, ebenso nickst ein Devisen- Posten in noch etwas größerer Höhe. Die Deckung der umlaufen- den Noten ist nach wie vor relativ groß. Trotz der geringen Reichsbankentlastung und der geringen Notenrückflüsse erhöhte sich die Deckung durch Gold allein gegen die Vorwoche von 52.2 auf 54.3 und die durch Gold und Deckungsdevisen zusammen von 55,8 auf 57,3 Prozent. Wie immer in kritischen politischen Zeiten wird es auch seht Leute geben, die wegen der Währung unruhig werden. Nach wie vor aber besteht für keinen denkenden Men- ! ch e n dazu irgendein Anlaß. Die Diskonterhöhung ist für die Wirtschast natürlich sehr unangenehm durch die Erhöhung der Kreditzinsen. Sic ist aber eine Maßnahme, die aller Welt in Deutschland und im Auslande zeigen soll, daß die Reichsbank auf dem Posten ist, um mst allem Nachdruck die Währungs- grundlageu sicherzustellen. Ihr hundertprozentig wirksames Mittel, die Kredit ei nschränkung, hat sie dabei noch voll in Reserve. Seit der Stabilisierung ist es jetzt das d r i t t e m a l. daß die Reichsbank diese Waffen anzuwenden hat. Sie werden im Jahre 1939 ebenso wirksam sein, wie in den Jahren 1924 und 1929. Wenn die Reichsbank kein« neuen Kredite mehr gewährt hört jede Notenausgabe auf. Dos kann, besonders bei Besserung der Konjunktur sehr pein- lich sein, well«s auch kreditvcrteuernd wirkt; aber um den Wert des Geldes braucht sich wahrlich kein Mensch dann zu sorgen. Nanken vergrößern Zinsspanne. Die in der Stempelvercinigung, dem Berliner Bankenkartell, zusammengeschlossenen Privatbanken haben ans der Diskonterhöhung Folgerungen gezogen, welche die Wirkungen der Zinsverteuening durch die Reichsbank noch verschärft. Sie baben die Zins- spanne zwischen Soll- und Hobenzinsen erweitert. Es werden mit Wirkung vom 19. Oktober dt« Habenzinssätze für täglich fällig« Gelder in provisionssreier Rechnung aus 2'/- Proz. gegen bisher Proz., in provisionspflichtiger Rechnung auf 3 Proz. gegen 2l? Proz. festgesetzt. Der Zinssatz für Einlagen auf Bank-, sparkonten bleibt unverändert 4 Proz. Ent-- fprechertk» der Festlegung des Sollzinssatzes aus 1 Proz. über Reichs- bznkdisianrsatz beträgt dies« sorlan 6 gegen bisher 5 Proz. Die Großchemie sieht gut. Keine Krisenausswirkungen beim Farbentrust. Die I. G. Farbcnindustrie A.-G. in Frankfurt a. M. l>it jetzt ihren Bericht für das dritte Vierteljahr für 1939 ver- öfientlicht. So dürftig dieser Bericht, der wieder die einfachsten ziffernmäßigen Angaben über Ilmsang der Produktion und Entwick- lung der Belegschaft vermissen läßt, auch ist, zeigt er doch, daß der Chemietrust bisher überraschend gut das Krisenjahr über- wunden hat. So haben sich die günstigen Absatzverhältnisse für die Haupt- betriebe der Farbswfs-Fabrikation und Färberciprodukl«, die im ersten Halbjahr 1939 festzustellen war, auch in den Berichtsmonaten auf der Höhe gehalten. Auch die pharmazeutischen Abte?- lungcn haben günstig gearbeitet und der Auslandsabsatz für diese Fabrikate könnte in der Berichtszcit sogar noch erweltcrt werdcn. Auch der Absatz von Pflanzenschutzmitteln macht« trotz der schweren internationalen Agrarkrise weitere Fortschritte. Die von uns kllr.zlich vertretene Ansicht, daß die Kunst- seidenkrise ihren Tiefpunkt bereits überschritten haben dürste, wird durch die Mitteilungen der I. G. Farbenindustrie bestätigt. Dawzch. konnten di- Sunstseidcnsabüken des Chemietrusts- in, den vergangenen drei Monaten ihre Le ist ün g s f ä hl g k c i t tfv l l ausnützen. Der Umsatz blieb hinter den Verkäusen des vorigen Jahres nicht zurück und besonders für die Acctat-Kunstscidc herrschte bei durchaus festen Preisen eine starke Nachfrage. Bemerkenswert ist auch, daß die p h o t o ss r o p h> s ch c n Abteilungen, bei denen die geschwächte Masseickauflraft in erster Linie hätte fühlbar werden müssen, trotz der Krise keinen Umsatzrückgang auf» weisen, was auch für die Kinofilmabteilungen zutrifft. Noch dem Bericht sind in dem am 9. August gegründeten inter- nationalen Stick st ofssyndikat 98 Proz. der europäischen, und nach Beitritt Chiles rund 80 Proz. der Wclttabri» k a t i o n vereinigt. Der Absatz an Stickstassdünger Hot sich gehoben. Die Zusammenarbeit in der Kohlehydrierung(Verflüssi- giing) mit der Standard Oil.Companie hat nach dem Bericht große Fortschritte gemacht. Alle großen Oelraffinerien in den Bereinigten Staaten mit einer Gesamtleistungssähizkeit von täglich 3 Millionen Barrels haben sich der Hydro-Patents-Toinpanie angeschlossen. Die im August bei der Standard Oil in Betrieb genommenen Anlagen zur Hydrierung von Erdöl hätten die Erwartungen übertroffen. Die JG.- Farben macht Gchallplaiien. Der JG.-Farl-eii Äonzern, der u. o. auch starke Zelluloih- interessen hat— er beherrscht die Deutsch« Celluloid- Fabrik in Eilenburg—, hat sich vor einiger Zeit für ein Verfahren inter- essiert, unzerbrechlich« Schal.! platten herzustellen. Eng- lisch« Firmen, die sich mit dem gleichen Problem befaßten, haben wenig erfolgreich gearbeitet. Wie sitzt bekannt wird, sollen dagegen Wer viel laufen muss, weiß es zu schätzen, wenn er ei- nengutsitzendenSchuh trägt, der seine Form behält, sich nicht austritt und preiswert ist— Alle diese Ansprüche erfulltinvolIemMaße r/ Unsere Preise S 12.5° 15.50 1Ö.50 21.- 24- Werkvereinstarife. Eine Klage der„Vaterländischen" vom Reichsarbeitsgericht abgewiesen. die bisherigen Versuche der JG.-Farb«n gut gelungen sew: die Fabrikation ist einer besonderen Gesellschaft ubertragen worden, die den Namen P h o n y c o r d G. m. b. ch. trägt. Der Name deutet darauf hin, daß die neue Plattenmarke auch für das Ausland be» stimmt ist. In London ist denn auch bereits eins Tochter- gssellschaft(Vhomjcorb Ltd.) gegründet worden, deren Aktien- kapital 22 000 englische Pfund(440 0Ö0 Mark) beträgt. Es handelt sich um biegsame, durchsichtige Platten„von unbegrenzter Haltbar- feil*. Bei Verwendung von Spezialnadeln soll die Abnutzung mini- mal sein. Das Material besteht aus einer Acetat-Zellulose. Falls diese Erfindung dazu benutzt wird, das immer noch bestehende Monopol der großen Schallplattenfirmenzu brechen »nd«in« allgemeine Preisreduktion auf dem Schallplattsnmarkt herbeizuführen, so wäre da? im Interesse des Verbrauchs zu be- grühem Aber eine Verständigung der Großen ist eher zu erwarten als eine preisdrückende Konkurrenz. Keine Verlängerung der Oüngerkredite. 7kur individuelle Rücksichten bei genügender Sicherung. Mr sprachen gestern von den Gefahren, die in dem Verlangen des R ei ch sla nd b u nd« s nach einfacher Verlange- r u n g der bisherigen Ernte, und Dimgemittelkredite liegen. Im Reichsernöhrungsministerium haben unter dem Borsitz Schieles jetzt Verhandlungen mit den beteiligten Landwirtschaitsbanken und Ge- nossenschaften stattgefunden. Dabei wurde festgestellt, daß ein« a ll g e m e i n e Verlängerung der fälligen Wechsel wegen der sonst drohenden Gefährdung der nächstjährigen Düngemittelbeschaffung nicht angängig ist. Die Banken wollen sich vielmehr daraus beschränken, in den nächsten Wochen die Einkassierung der fälligen Düngemittelwechsel unter individueller Prüfung der Per- hältnisie vorzunehmen und Verlängerungen nur dann durchführen, wenn die entsprechenden verwertbaren Teile der Ernte bei dem landwirtschaftlichen Wechselschuldner noch vorhanden sind. Eisenkrise verschärst sich. Die Roheisenerzeugung der deutschen Hochöfen ist im �eptember nach dem Bericht der Zeitschrift„Stahl und Eisen* weiter stark zurückgegangen. Sie betrug im September an 30 Arbeitstagen 652 863 gegen 739 083 Tonnen im August an 31 Arbeitstagen. Der Produktionsrückgang gegenüber deizi September vorigen Jahres beläuft sich«ruf mehr als 40 Proz. Die arbeitstägliche Leistung, die schon im August von 24 869 auf 23 841 Tonnen gesunken war, ist im September auf 21 762 Tonnen zurückgegangen. In den beiden letzten Monaten ist also die Eisenproduktion um mehr als, 12 Proz. zusammengeschrumpft. Die anhaltende Verschärfung der Eisenkrise niacht einen Abbau der überhöhten Eisen Monopolpreise zu einem dringenden Gebot der Stunde. Wenn Preisbindungen im Sinne der Bköningschen Notverordnung unwirtschaftlich sind, dann sind es die dem deutsihen Inlandsmarkt diktierten Preise der Etsensyndikate. Oer Einzelhandel in der Krise. llmsahausfall in den nächsten Monoien ans 660 Millionen geschätzt. Die Umsätze im Einzelhandel, die im ersten Halbjahr rund S Proz. unter Vorjahreshöhe lagen, waren im Juli und August um 8 Proz. niedriger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Dan dem neuesten Rülkgang sind, wie das Konjunkturforschimgs- institut mitteilt, alle wichtigen Warengruppen betroffen worden. Besonders auffallend ist, daß die Umsätze in Nahrung?» und Genußmitteln fast obeiiiso stark zusammen- g« s ch r u m p f t sind, wie für Bekleidung. Der Umsotzrückgong bei Bekleidung geht hauptsöchNch zu Lasten der Fachgeschäfte. Der Rückgang der wertmäßigen Umsätze hängt zum Teil mit der Senkung der Preise zusammen. Jedoch ist für die Monat« Juli und August auch mit einem weiteren Rückgangder Mengenumsätze zu rechnen. Die Aussichten des Einzelhündels in den nächsten Monaten werden vom Institut wegen der weiteren Schwächung der Massenkauskraft ungünstig beurteilt. Der Umsatzausfall für das folgende Merteljahr wird auf 660 Millionen geschätzt, was bei einer 25- bis 30pro,zemigen Gewinn. spanne einen um 150 bis 180 Willionen niedrigeren Rohgcwinn im Einzelhandel zur Folge haben wird. Zwischen den vaterländischen Wertveremen und der„Schle- fischen Portlaud Cement Industrie AG. sind im August 1927„Tarifverträge* und später ergänzende Rach- trogsoerträge abgeschlossen worden. Der Landesverband Ober schlesten im Rcichsbunh der vaterländischen Arbeiter- und Werk- pereine'hat durch eine Sondervereinbarung diese Tarifverträge»nd Nachtragsverträge auch als für sich verbindlich erkannt. Unabhängig hiervon ist zwisihen der Beklagten und dem V e r- band der Fabrikarbeiter Deutschlands sowie dem Zentraloerband christlicher Fabrik- und Trans- portarbeiter auf Arbestnehmcrseue durch Schlichter- f p r u ch vom 29. November 1927 ein Tarifvertrag zu- standegekommen, dessen grundlegender Unterschied zu den erstgenannten Verträgen darin besteht, daß er dos Dreislhichtensystem. affo die achtstündige Arbelkszeii, und zwar ohne Zuschläge vorsieht, während die mit den Klägern ab- geschlossenen Verträge dasZweischichtensystcm mit lieber- st u n d e n und gewissen sozialen Vergünstigungen enthalten. Der Reichsarbcitsminister hat den durch Schlichterspruch vom 29. November 1927 zustandegekommenen Tarifvertrag, den so- genannten Zwangstarisvertrog, am 6. November 1928 für allgemeinverbindlich erklärt und es dabei trotz cincs Widerspruchs der Beklagten zunächst belassen. Heuie Entscheidung. Im berliner Metallkonflitt. Nachdem die Mitglieder der Schlichterkammer mit dem Sonderschlichter Dr. V ö l k e r s am Donnerstag die Eisen- gießerei Otto I a ch m a n n- Borsigwalde besichtigt und sich über das Ergebnis ausgesprochen haben, werden sie heute die Betriebe des S i e m e n s- K o.n z e r n s besichtigen. Im Anschluß daran wird die Schlichterkammer d i e vertagten Verhandlungen wieder auf- nehmen. Somit ist zu erwarten, daß noch heute, wahr- scheinlich erst in später Abendstunde, die Entscheidung fällt. Streikbeschluß der Bauschloffer. Heute Streitbeginn. Di« gestern in den Berliner Vau- und Geldschrairkschlossereien durchgeführte Urabstimmung hat ein« Mehrheit von 97 Proz. für den Streik ergeben. Die Vertrauensleute der Brauch«, dk gestern abend zu dem 2lbstimmungsergebnis Stellung nahmen, haben gegen eine Stimme für heule, Freilag. den Streik beschlossen. Die Unternehmer hatten den Schiedsspruch des Schlich- tungsousfchusses angenommen, der die unveränderte Ver- langerung des Lohnabkommens bis zum 31. Oktober vorsieht. „Seltsame Geschastsverbindungen." Kommunistischer Verleumder gebrandmarkt. Der„Graphische Block*, das kommunistische Organ für das graphische Gewerbe, veröffentlichte kürzlich unter der Ueberschnst ..Seltsam« Geschäftsverbindungen" die Auschrrst eines Hilfsarbeiters der Reichsdruckerei, Darin wird die verlogene Behauptung aufgestellt, zwischen der Konfeklionsffrma Altmann u. Co., Kom- Mandantenstraß«, und dem Genossen Leipart. Bundesvorsitzen- den des ADGB., sowie G l o t h und Grohmann, Vorsitzende der Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der graphischen Hilfsarbeiter, beständen unlauter« Geschäftsverbindungen. Der betreffende kommunistische Hilfsarbeiter stützt sich bei feiner Verleumdung lediglich darauf, daß er bei einem Kauf bei der Firma Altmann einige anerkennende Warte über die drei genannten Ge- nassen über sich habe ergchen lassen müssen. Er fordert nun„A n t- wort* von seinen Derbandskollegen Gloch und Grohmann. Die Firma Alttnann hat inzwischen von der Angelegenheit Kenntnis er» Di«„Vaterländischen* haben daraus eine Fesfftellungsklage er- hoben, daß die Beklagte verpflichtet fei, die Rechtszültigkeit der mit ihnen abgeschlossenen Wertoereinstorifverträge anzuerkennen und diese Verträge trotz der Allgemeinverbindlichkeitserklärung des Zwangstarifvertrags, namenllich hinsichtlich der Bestimmungen über die Arbeitszeit und gewisse soziale Vergünstigungen, durchzuiuyren. Nachdem die Klage vom Arbeitsgericht abgs- wiesen und die Allgemeinne rbindlichkeit vom t. April 19Z9 vom Reichsarbeits�iinister wieder aufgehoben worden ist, verlangten die Kläger nunmehr die von ihnen begehrte Feststellung nur noch bis zum 1. April 1929. Das Landesarbeitsgericht hat auch diesem Anspruch keine Folge gegeben, sondern die B e- rufung zurückgewiesen. Gegen dieses Urteil hatte der Keichsbund der vaierländischeu Werkoereine Revision eingelegt, die aber als unbegründet vom Reichs- arbeitsgericht zurückgewiesen wuvde. Diese Entscheidung ist für die vaterländischen Arbeilergrüppchen vernichtend. Obwohl die Gelben alles anstrengten, daß sie als Tarif- Partei anerkannt werden, haben Landesarbeitsgericht und Reichs- arbeitsgericht sie mit ihrer Klage abgewiesen. Die vaterländischen | Arbeitervereine sind und bleiben die„wirlschaftsfriedlicheu* Säldsinge I der Unternehmer. halten und gibt nun eine Erklärung i»b, der wir folgendes«nt- nehmen: „Im„Graphischen Block* werden die Herren G l o t h. G r o h- mann und Leipart in einer gemeinen JB er je verdächtigt, mit unserer Firma in unlauteren Geschäft sb«ziehiinge>i Zu stehen. Dazu erklären wir, daß unsere Beziehungen zu den Herren Gloth und Grohmann nur joweit reichen, daß sie uns gegen Be- Zahlung gestatten, wie in jeder anderen Zettung so auch in der Verbandszeitung Prospekte beizulegen. Für a r b e its l o s e Kol- legen haben wir dem Verband verschiedene Kleidungsstücke überwiesen, die auch, wie uns persönlich bekannt Ist, zur Ver- teibing gekommen sind. Mtt Herrn Leiparr haben wir überhaupt noch nichts zu tun gelmbt. Wir kennen den Herrn persönlich gor nicht, konnten also dessen Rainen bei der Unterhaltung mit dem Verleumder gar nicht erwähnen. Wenn die Kulanz unserer Firma von bestimmten Leuten dazu mißbraucht wird, um unsere Firma und dritte Personen in niederträchtiger Weise zu verdächtigen, blelbt uns weiter nichts übrig, diese Spenden für die Arbeitslosen in Zukunft nicht mehr vorzunehmen. Mögen sich die Avbettsloini dann bei den Herren bedanken, die die Vercmlossung dazu gegeben haben. Im Interesse der obengenannten Herren, unserer Firma und der Wohrhett sehen wir uns zu dieser Erklärung gezwungen. um die Oeffentlichkeit von solchen Jnsamicn in Kenntnis zu setzen.* Diese Antwort ist eine schallende Ohrfeige für den ge- wissenlosen kommunistischen Verleumder Bon den haltlosen Ver- dächt igungen bleibt nicht das geringste übrig. Nur eines Hot der saubere Herr mit seiner Zuschrift erreicht, nämlich, daß die Firma in Zukunft jade Zuwendung von Kleidungsstücken an arbeitslos» Angehörige des graphischen Gewerbes»in stellt, um nicht in falschen Verdacht zu kommen. So sehen die revolutionären kommu, nistischen Helden aus, die immer wieder mtt den Arbettslosen Schindluder treiben. Den kommunistischen Demagogen muß die graphische Arbeiterschaft das Handwerk legen. Schnuienhaus u. Linnmann. Zur Schadenersatzklage gegen den OMV. Wie gestern berichtet, hat der Arbc itgebe rverband der Nordwest- liehen Gruppe der Eisen- und Stahlindustrielleu die Essener Elsen- werke Schnutenhaus u. Linnman» als Borspann für seine Schadenersatzakticm gegen den Deutschen Metallarbeiter- verband benützr. Dabei hat diese Firma von dem behaupteten Reiht der einseitigen Atkordfestsetzung memcrls Gebrauch gemocht noch Gebrauch machen wollen. Sie hat vielmehr zum 30. Juni 1930 ihren Arbeitern gekündigt und ihnen kurz vor Ablauf der Kündigungssrist«ine Vertragsofferte unterbrettet. Ob ine Arbetter BESSER ESSEN• WENIGER DAFÜR AUSGEBEN DURCH KARSTADT-LEBENSMITTEL BESSER ELSEN» W E NIGER D A F Ü R AUSGEBEN DURCH KARSTADT-LEBENSMITTEL ouf dieses Vertragsangebot eingingen oder nicht, War ihre Zlnze- legenheit. Nachdem sie es nicht taten und es am 1. Juli zur Arbeitseinstellung kam, lag kein Streik der Belegschaft, sondern «ine von der Firma vorgenommene Aussperrung vor Gegen die Forderungen des Arbeitgeberverbandes Nordwest bzw. der Firma Schnutenhaus u. Linnmann erhebt der Deutsche Metallarbeiteroerband den weiteren Einwand des mitwirkenden Berschulüens an dem entstandene» Schaden. Bei dieser Firma wurde seit Monaten verkürzt gearbeitet. Obwohl Nord-- west in der Klageschrift angibt, daß gerade für die Zeit des Ausstandes eine sehr stark« Veschüstigungsmöglich- feit im Betrieb vorhanden gewesen und dadurch der entstandene Schaden außerordentlich groß sei, hat bei Verhandlungen vor der Aussperrung der Firmeninhaber dem Betriebsrat erklärt, daß von einer Beseitigung der Kurzarbeit«lchi die Rede sein könne, als dieser ihn darauf hinwies, daß eine Verständigung über die Akkord- preise und deren Herabsetzung möglich sei, wenn die Firma die Zu- sage mache, daß in Zukunft voll gearbeitet würde. Di« Verwal- tungsstell« Essen des Deutschen Metallarbeiterverbandes hat mehr- such versucht, eine Vermittlung zur Beilegung des Streiks herbei- zuführen. Sowohl dem Vorsitzeirden des Arbeitsamts Essen wie auch später dem Oberbürgermeister der Stadt Essen, die sich beide zu einer Vermittlung bereit erklärt hatten, wurde aber von der Firma bedeutet, daß sie auf eine Vermittlung zur Beilegung de» Kampfes keinen Werl lege. Damit handelte die Firma Schnutenhaus u. Linnemann offenbar im Einverständnis mit dem Arbeitgeberverband der Nordwestlichen. Sie legte deshalb keinen Wert auf eine Vermittlung zur Beilegung des Streits, weil sie einen Schoden gebraucht«, um daraufhin die Klage auf Schodenersatz durch den Nordwestlichen gegen den Deutschen Metallarberterverband erHeden zu können. Der versuch, dea©ewerkschasleu auf dem Wege von Schaden- ersah klagen beizukommen, weil sie die Interessen ihrer Mitglieder und nicht die der Unternehmer vertreten, hat nicht einmal den Vorzug der Originalität für sich. In diesem Falle steht er sachlich auf so schwachen Füßen, daß ihin der von seinen Ur- hebern erhoffte Erfolg versagt bleiben muh. Das Landesarbests- gericht in Dortmund hat einen gleichartigen Versuch a b g e- wiesen. 40000 Ruhrbergleuie überflüssig. Außer den 50 000, die auf der Straße liegen. Bochum, S.Oktober.(Eigenbericht.) Die Rheinischen Stahlwerke legen die Zeche Arenberg- Fortsetzung in Bottrop am l. November endgültig still, da sich die Absatzlage nicht gebessert hat. Zur Entlassung komme« 900 Bergleute und S0 Angestellte. Im Laufe des Oktober rechnet man im Ruhrbergbau mit einem Abbau von mehr als 10000 Mann. Die Zahl der orbeilsuchendeu Bergleute hat 50 000 bereits überschritten. Die RGO wariei. Auf die, die nicht kommen. Nachdem 0'« NGO. den Betrieb Schmidt u. Co. sowie de» Betrieb Gral in der Sellerstraße mit Flugblattern„sturmreif* gemacht hatte, wurde am Montag nach Feierabend ein« Dersamm- lungseinladung in folgender Form verbreitet: Betriebskelegramm Jugendgrupp« RGO. UB. Nord Jungarbeiterinnen. Jungarbeiter Sofort zur Betriebsversammlung Sellerstraße Ecke Müllerstraß«, Kristall-Palast. Truppe wartet schon. Jugendgruppe RGO. Drei Jungarbeiter beschlossen, sich das Theater anzusehen. Don einer etwa 300 Mann zählenden Belegschaft waren 15 erschienen. „Wir warteten von 4 bis 4.45 Mir. Als aber der Besuch nicht zunahm und kein« Anstalten zur Eröffnung der Versammlung ge- macht wurden, verließen mit uns noch einige Kollegen den Saal. Am Ausgang baten uns Mitglieder der ZWJ. doch zu bleiben. Doch wollten wir nicht warten bis etwa die„revolutionären* Kollegen mit ihren lleberstunden fertig waren. Denn nur auf solch« Besucher konnte noch gewartet werden, nachdem alle übrigen Arbeiter nach Hause gegangen waren.* Die Arbeitszeit im Bergbau. Vor dem Lnternatioualen Arbeitsamt. Brüssel, 9. Oktober.(Eigenbericht.) Im V?rwaltungsrat des Internationalen Arbeltsamts, der gegenwärtig in Brüssel tagt, kam es am Mttwoch zu langen und lebhaften Auseinandersetzungen über die Frage der Arbeitszeit in den Kohlengruben. Es handelte sich darum, zu entscheiden, ob die Diskussion über diese Frage, die aus der nächsten internationalen Arbsitskonferenz stattfinden wird, als erste oder als zweite Lesung des Vorentwurfs betrachtet werden soll. Di« Arbeiterdelegierten vertraten energisch den Stand- Punkt, daß die nächste Konferenz die Frage der Arbeitszeitregelung im Kohlenbergbau endgültig zu entscheiden habe, da eine gründliche Vorbesprechung bereits auf der letzten Konfc- renz stattgefunden hat. Verschiedene Regierungsdelegiert« unterstützten dies« Auffassung wenigstens bis zu einem gewissen Grade. Demgegen- über verlangten die Arbeitgeberdelegierten, daß aus der nächsten Konferenz die ganze Aussprache von vorn beginnen solle. öl» ob bisher nichts geschehen sei. Schließlich wurde eine von den englischen und französischen Regierungsvertretern vorgeschlagen« Entschließung angenommen, die zwar anerkennt, daß die internationale Arbeitskonfercnz selber darüber zu entscheiden habe, ob ihre Aussprach« als erste oder zweite Lesung zu gellen habe, zugleich aber erklärt, daß der Verwaltungsrat der l« tz t e r e n-A n s i ch t ist. Demgemäß beauftragt« der Verwaltungsrat das Internationale Arbeitsamt für die kommende Konferenz einen Bericht mit einem oder mehreren Entwürfen eines Abkommens über die international« Regelung der Arbeitszeit im Kohlenbergbau auszuarbeiten, die der Aussprache auf der Konferenz zur Grundlage dienen soll. Diese Entschließung wurde mit 16 Stimmen der Regierungs- und Arbeitervertreter gegen 5 Stimmen der Arbeitzebervertreter angenommen. Der Beschluß wird als Erfolg der Arbeiter- g r u p p e betrachtet. Auf Dorschlag des deutschen Regierungsdelegierten Weigert wurde schließlich noch«ine Entschließung angenommen, in der der vom internationalen Arbellsamt ausgearbeitet« Bericht über die Arbeitszeit in den Braunkoh kengruben als aus unvollständige Angaben begründet und teilweise unrichtig bezeichnet und verlangt wird, daß das Internationale Arbeitsamt seine Enquete in dieser Beziehung rechtzeitig vervollständigt, um der Aus- sprach« auf der nächsten Konferenz als Grundlag« dienen zu können. Der Venvaliungsrat beschloß nach längerer Beratung, folgend« Gegenstände auf die vorläufige Tagesordnung der Boll- konfersnz von 193Z zu setzen: Die Aushebung der eillgell- lichen ArbellsvermlltlungSbüros, die Inoaliditäts-, Alters- und Todesversicherung, die Frage des bezahlten Arbeiterurlaubs und die Versicherung gegen Streik. In der Frage der Arbellsdauer an Bord von Sceschifien wuiden die Richttinien aus dem Bericht van Thomas, die sich auf die Organisation und die Zusammensetzung einer vorbereitenden technischen Konferenz im Jahre 1931 beziehen, angenommen. Diese Richtlinien sehen die Einberufung dieser Konferenz für Ottober 1931 vor. Krlegsminister zum Gewerkschaftskongreß. Boston, 9. Ottober.(Eigenbericht.) Auf dem Kongreß der amerikanischen Gewerk- s ch a f t« n hiell Kriegsminister Hely eine Rede, in deren Verlauf er die amerikanische Arbeiterbewegung als patriotisch und als die national zuverlässigste Arbeiterschaft der Welt bezeichnete. Immer sei der amerikanische Gewerkschaftsbund für die aktive Unterstützung der Landesverteidigung eingetreten. Ein Kardinal, der Staatspräsident und der Kriegsminister als Gäste des Kongresses des amerikanischen Gewerkschastsbundes— da kann es den amerikanischen Gewerkschaften ja nicht mehr fehlen. Nach unseren Begriffen schadet es weder der Unabhängigkeit der Gewerkschasten noch gar deren Mitglieder, wenn«ine Sozial- Versicherung, insbesondere die Arbeitslosenversicherung eingeführt würde, gegen die sich sowohl der Staatspräsident H o o v e r wie der Präsident des Gewerkschaftsbundes Green ausgesprochen haben, weil dies der menschlichen Unabhängigkeit zuwiderlaufe. Wenn die wirtschaftlich« Notlage des deutschen Unternehmer- i iums gegemvärtig nicht gar so schlimm wäre, müßte Herr v. B o r s i g namens der Vereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände dem ameri- kanischen Gewerkschaftskongreß ein Begrüßungstelegramm schicken. GerhaN Haupimauu berichtet« vor dem Mikrophon von „Erinnerungen und Aufführungen seiner Werke*. Die Hörer vernahmen die Stimme des berühmten Dichters, hörten einen gei st vollen Vortrag, aber leider nur zellabgewandte Betrachtungen, die(ich an das Werk„Elg a", die dramahsierte Gxillparzer-Novell-, knüpften. Man hätte so gern einen Hauch des Geistes verspürt, der einst den Kämpfer Hauptmann beseelt«, hätte so gern Erinnerungen von ihm gehört an die Aufführungen seiner großen sozialen Dramen.— Der Vortrag von Franz Weber über„Die Goldwährung in Europa* war zu ungeeigneter Sllntde angesetzt. Am Nachmittag um vier Uhr sind die aller- wenigsten Berufstätigen in der Lage, Rundfunkdorbietmigen ab- zuhören. Der zellgemäße und volkstümlich gefrallete Vortrog dürste also ziemlich resonanzlos oerhallt sein. Man sollte sich doch bemühen, die Funkdarbietungen auch dem seweils hauptfächlick) interessierten Hörerkreis wirklich zugänglich zu machen.— Die Unterhaltung Max Z o d y k o w und Dr. Bruno Daniel über„Rurtzfunk— ein Heilmittel* wurde eine ziemlich flache Plauderei über die selbst- verständliche Tatsache, daß der Rundfunk für Kranke, Leidende und Neroöse ein gutes Ablenkungs- und Unterhaltungsmittel sein kann. — In der Jugendstunde gab es an Stelle der angekündigten Reportage aus dem Mewllarbellerhaus einen Vortrag von Professor Richard Woldt, in dem wenig anschaulich, unter reichlichem Gebrauch der abgegriffenen Adjektiv«„wunderbar* und„ungeheuer" über den Vau von Luftfahrzeugen berichtet wurde.— Das Abendprogramm brachte ein Konzert aus der Philharmonie, aus- geführt vom Hamburger Philharmonischen Orchester unter Leitung von Gencratmusikdirektor Dr. Karl Muck. Die Uebertragung brachte da? Violinspiel Albert Epaldings prachtvoll heraus, so daß die Hörer wirtlich vollen Genuß on dem schönen Konzert- Programm haben konnten. Tes. Berliner Gewerkschaftsschule. In drr Woche vom IS. ti» 18. Oktober beginnen sämtliche Kurse bei Berliner Gewerkschaftsschule. Der Besuch der Kurse ist allen Gewerkschaftsmit. gliebern, Funktionären und Betriebsräten dringend zu empfehlen. 0. 4. Sie bcrnfitatigc Frau im öffentliche» Lebe». Lehrerin: Maria Hodann. Beginn: T-eenstag, 14. Oktober, lO'/j Uhr, im Eophien.Li>zeiim, Wein. meisterstr. 1«— 17. so. 11. Di« dentfche»nb internationale Srwrrtschaftsbenxgnno. Lehrer: Hermann Schlimme. Beginn: Donnerstag, 1«. Oktober, is Uhr, iin Lcibniz- Dymnastum, MarianncnplaK 27—28. H. J. 12. Ansang erknrsu» siie Sozial,»nb lbenxrbchiigiene. Lehrer: vr. med. Norbert Marr, Beginn: Tonnerstag. 18. Oktober. IS Uhr, im Seminarfaal des Sngienischen Instituts, Dorotheenstr. 28a. 80. 7. Betricbowirtfchastlich« Arbeitogrnpp«nfllhrungskursus>. Lehrer: Direktor Paul Ks skr. Beginn: Freitag, 17. Oktober, IS Uhr, im Leibniz. Symnastum. Marianneirplah 27—28. O. 8. Arbeits« chtliche«ruppe für Anfänger. Lehrer: Dr. Frih Schönbcek. Beginn: Donnerstag, 1». Oktober. 1» Uhr, im Sophirn-Liurum, Weinmeifter- straft-! 16—17. Bu 5. Bollswirtfch-Ulich« Arbeitsgruppe für Anfänger. Lehrer: Dipl.. Volkswirt Wilhelm Siilsner. Beginn: Dienstag. 14. Oktober, 19 Uhr, im Sitzungssaal de« Buchdinderverbande». Enaelufer 24—2), Aufgang C, Z xr. SO. 9.«rbeits-echtliche. Gruppe.«etriedorSterecht für Forigefchrittene. Lehrer: Dr. Ernst FrSnkel, Dr. Fron, Neumapn und Dr. Kahn-ffreund. Vi-. ginn: Montag, 18. Oktober, 1.9 Uhr, im Leibni�iSymnastum. Marionneu. Platz 27-28. Sörergebüh» für J« 10 Abende 2 R.. Jugendlich« zahlen die Hälfte. Arbeit». los« find»am Boiwag»«freit. Zlnmelhpngchr bei Degtnrr der Kurte oder in den LchrSeratunasspreSi. stunden Montag» und FreUags v»n IS b-s IS Uhr oher schriitlich an Berliner Smverk'chaktsschüle. Berlin SO. 16. Engelufer 24— A, 2 Tr. gimmer 28. räh Freie Gewerkschafts-Lugend Berlin Am Sonnabend. 18. Oktober, ist im„Saalban Neukölln". Bergstr. 147, ein« Filmveranstaltung. Es läuft der Film:.„ den schickt er in. die weit« Welt". Karten sind in den Bezirksiugrndgruppen und Verbänden zum Preis« von 2!i Pf. zu haben.— Heute. Freitag. ISZh Uhr, tagen di, Gruppen: Rordring: Jugendheim Schule Sonnenburgcr Str. 20. Vortrag:„Die Stellung der Gewerkschaften im Staat".— Herwannplatz: Gruppenheim Sanderstr. 11. Ecke Hobrechtstraße. Vortrog:„Das Leben der Kumpel".— Süden, Südwesten: Gruppenheim Wassertorstr.». vorn part. Guthert kommt.— Eharlottenbnrg: Jugendheim Spreestr. 30. Vortrag:„Die Entwicklung der Gewerkschasten".— Zeppelinplatz: Jugendheim Turin er<5 ff' Seeftraz»(Tinoana Turiner Straftet. Unsere Werbung. Ausspracheabend. Wir bringen neue Van-lieder.— Wedding: Gruppenheim Schule Pank. Ecke Diesen. straft«. Lustiger Abend ppn Hoscmann. Loaeadarvppe des Zentralverbandes der Angestellten Heut«, Freitag, find folgende Beranstaltungen: Köpenick: Jugendheim Dohlwitzer Str. 18(Gasanstalt am Bahnhof Kövenickt. Arbeirr gemeinichast:„Der Jugendliche im Betriebe". Leiter Kurt Krause.— Sü". »«st: Iugendliiim Porckstr. 11(2. Hos. Quergebäude 1 Trepp«, Zimmer 5t. Brettspielabend.— Noeden: Jugendheim Lortzingstr. 19. Diskusfionsodenö: „Jugendpflege und Jugendbewegung". Mit Hilfe der ausgiebigen Rama können Sie die beliebten Eierkuchen häufig bereiten, ohne Angst vor einer Lücke in Ihrem Fettvorrat! Rama ist außerordentlich fettreich und spritzt daher nicht aus der Pfanne. Das ganze Quantum kommt dem Eierkuchen zugute. Die außerordentliche Ergiebigkeit und das reine Aroma werden aber am besten erzielt, wenn Sie kein anderes Fett beimischen. Verwenden Sie Rama Margarine aliein, und Ihre Eierkuchen werden so goldgelb, saftig und wohlschmeckend. Saftige, goldgelbe Eierkuchen.... bei geringem Fettverbrauch Das„Beniner voiKsbiar»äm parieinachn'chten�WÄ für Groß- Berlin »iusend»»g»n fSr dies« Rubrtk sind stet« ao das ecjlrtsfctntiirtai •«Clin SB«8, Slnbtnfttajje 3,?. Hof, 3 Tr«?»«« recht», zu richte» 1». Kreis Köpenick. Die Eenossinne» und Genossen werden gibeien, die am Sonnabend, U. Oktober, 20 Uhr. in der Aula der Dorotheenschule. Köpe- nick, Berliner Str. 7, stattfindende Veranstaltung der aktuellen Kleinkunst. btthne ,u besuchen. Karte» zu üll Pf. sind noch bei den Bezirksfilhrcrn oder beim Genossen Dinse, Jugendamt Köpenick, Schloßstr. 4, zu haben. Heute, Zreitag. 10. Ottober. !.. Abt. 18 Uhr treffen sich die Genossen, auch alle Arbeitslosen, zur islug» blottvcrbrcitung bei Ohngemach, Kommandantenstr. dg. 22. Abt. sslugblattoerbreitung 17 Uhr, Borkowsli, Brsisseler Str. 43. 31. Abt. sslugblattvcrbrcitung 17 Uhr. Lokal Stolpuch« Str. 36. 32. Abt. Abholen der Flugblätter von den bekannten Lokalen. 43. Abt. Die Bezirksfllhrcr holen die Flugblätter heute ab 17 Uhr von Krepp. Planufer 7ö— it>. ab. Morgen. Sonnabend. Flugblattverbreitung. 41. Abt. Heute und Sonnabend Flugblattorrbreitung von Eichholz, Cuvrp. ftraße 23. Alle Genossen, auch die nichteingeteiltcn, müssen bestimmt er- scheinen. ckharlottcnburg. 34. Abt. Bon 17—13 Uhr Flngblattvcrbreitung von Kasper, Suerickcstr. 1.— 53. Abt. Flugblattverbreitung: 8. Gruppe Sonnabend ab 13 Uhr von Godenfchwäger. Wallstr. A»! 9. Gruppe von 14 Vi— 18 Uhr bei Reimer, Wilmcrsdorfer Str. 21; 10. Gruppe Freitag von 17V4 Uhr bei Röhrig, Schloßstr. 43. 1*. Abt. Schöneberg. 20 Uhr Borstandssihung mit Bezirkssiihrern und Kassierern bei Fettlih, Sedanstraste. Abrechnung. 81. Abt. Friedenau. 18 Uhr bei Klab«, Handjcrqstr. 00—81. wichtige Flug- blattverbrcitung. 84. Abt. Lankwig. Flugblattausgabc heut« von 15—18 Uhr bei Lehmann. Kaiser, Wilhelm-Str. 29—31. •5. Abt. Reulölln. Flugblattverteilung von folgenden Lokalen: 04.. 74. und 77. Bezirk: Keusch, Iägcrstr. 10: 03., 72., 7». Bezirk: Keil. Prinz.Handjern. Strasse 38: 73.. 70., 78. Bezirk: Pflanz. Prinz. Hairdsern�Str. 70: 89., 90. Bezirk:(Stieget, Lessingstr. 9; 91. und 92. Bezirk: Wittig, Stein» mehstr. 54. Die Bezirksitihrer laden ein. 10». Abt. Zriedrichshagen. Den Bezirksstthrern zur Kenntnis, dass die Flug- blätter filr unsere Abteilung Freitag abend IM Lbkal von Fobrentholz, Wilhelm- Ecke Kirchsirasse. abgeholt werden können. Abmarsch zur Demon- stration im Lustgarten am Sonntag 12. Oktober, 1314 Uhr. vom Holz. arbeiter-Berbandshaus, Am Köllnifchen Park. Treffen 1244 Uhr Bahnhof Friedrichshagen. Abfahrt pilnktliSi 1281 Uhr. 714. Abt. Lichtenberg. Heute von 17 Uhr an FlugblattvcrbrMung von Schwarzer, Gabries.Mar�örr. 17. Morgen, Sonnabend. 11. Ottober. � 47. Abt. Um 18 Uhr Flugblattvcrbreitung. 32. Alst. Gruppe Siemen-stadt: 1914 Uhr im Lokal.Lum Heidekrug�(Mar. (andi), Ronnendommallee 89, wichiige Besprechung. Mitgliedslchcher mit. bringe». 113. Abt. Schir.öckwifi, Karolinen hos, Rauchsangswerd«. 20 Ahr im Castt Hand- hau«, Schmöckwitz, an der BrSckc. Mitglicderversanrmlnng. Zungsozialisten. Gruppe Schäneberg: Heute 1914 Uhr im Zugendheim Hauptstr. lö Werbe, abend. Genosse Franz Lipinski spricht über„Die Geschichte und Aufgaben der Iungsozialisten anlässlich des ISjährigen Bestehens der Berliner Zungsozlaliswn. Jünger« Parteigenossen, ältere TAI. und Sportler sind herzlich eingeladen. Gruppe Südost: Heute. Freitag, pünktlich 20 Uhr, im Zugendheim Wrangel- strassc 128, Litcraturabend:„Ernst Toller". Vortragende: Genossin Bon (Schweiz). /Interessierte junge Genossen sind als Gäste willkommen. Gruppe Mitte: Heute, Freitag, 10. Oktober. Mitgliederversammlung. Das Pünktliche GrsSieinen aller Mitglieder ist erforderlich. Gruppe Süden: Heute im Zugendheim Yorckstr. 11, grosses Fimmer, Werbe- abend der Gruppe Süden. Dan SAI.Iern und jungen Parteigenossen wird zahlreiches Erscheinen erwartet. Es geht um die Aktivierung der sozialistischen Jugend gegen den zerstörenden Radikalismus. Es wird referiert über„En!- stellung. Entwicklung und die politischen Aufgaben der Zungsozialisten". Bc- ginn 20 Uhr. Bedding-Gesnndbrnnnev: Heute 20 Uhr in der Alkoholfreien Gaststätte, Pankstr. 12. ausserordentliche Mitgliederversammlung. Erscheinen aller Mit- gliedcr unbedingt erforderlich. Arbeitsgemeinschaft der kinderfreunde. Krei» Keeuzberg: Heute beginnt der Gnmnastikkursus mit Martin Gleisner. Wir treffen uns pünktlich 20 llhr in der Karl-Michaclis-Realschule, Berlin SO., Mariannenstr. 47. Kreis Neukölln: Filmveranstaliung. Die Karten zum ersten Filmabend am 2>>. Oktober stnd heute von den Gruppen in der Zeit von l7'4— 1914 Ubr in der Baracke Ganghvferstrasse abzuholen.— Gruppe» Fritz Reuter und Sturm- salke haben bisher noch nicht die Fragebogen von Kreis und der Zentrale ab- geliefert. Sofort heut« Ganghvferstrasse abgeben.— Gruppe Falke: Heute. Freitag, 17 Uhr, Baracke Ganghoserstrasse, Liederabend. Morgen, Sonnabend. Fahrt nach Dubrow-Berg. Treffpunkt um 1514 Uhr Bahnhof Kaiser-Friedrich. Strasse. Unkosten 1220 M.— Gruppe Lichtkämpfer: Rote Falken um l7>4 Uhr Baracke Ganghoserstrasse. Jung, und Nestfalken um 17 Uhr Jugendheim Berg- strassc. Geburistage, Jubiläen usw. 24. Abt. Unserem Genossen Adolf Döhnert, rucker: Heute Ii Uhr sehr wichtige Ausamneenkunft im Jugendheim Lindenstr. 4. Streichorchester Sross-Perli«: Wochenendkursus tB.sZO. Oktober in Fürst- n- walde(Prioatquartiere). Genosse Klaus Pringsheim sprich! über„Proletarisch« Musikkultur". Anmeldungen nimmt entgegen Kanrad Lützel, N. 113, Stolpische Strasse 27. Unkosten einschliesslich Mittagessen und Fahrgeld etwa 2 M. heule. Freitag, Igu. Uhr. Arkonaplatz: Schul« Elisabethkirchstr. 19:„Wie stehen wir zu«?joung, Plan?"— Zentrum: Heim Landsberger Str. 30:„Ratio notsozialismus".— Hans«: Heim Bochumer Sir. 8d:„Sexuelle Fragen".— Moabit I: Schule Waldenserstr. 20: Mtgliedcroersainmlung.— Moabit II: Heim Lehrter Strasse 18—19: Einführungsabend.— Raabit M: Heim Lehrter Str. 18—19: „Sexuelle Fragen". Srnimplatz: Schule Sonnendurger Str. 29:.Als wir aus der Schule kamen".— Arnswalder Platz 7: Heim Rostenburgar Str. 10:.Was wollen die freien Gewerkschaften?"— Falkplatz II: Schule Sonnendurger Str. 20: „Das Internationale Arbeitsamt".— Helmholtzplatz: Heim Rastenburgee Str. 10: Heimabend.— Hohen schön Hansen: Heim Freienwaldcr Str. 0: Exnfllhrungs. abend.— Humanuplatz: Heim Schcrcnbergstr. 7;„Polizei und Publikum".— Nordosten I: Heim Donziger Str. 02, 35. 3:„Arbeiterschaft und H 218".— Weissensce: Heim Parkstr. 90: Einführungsabend.— Andreasplatz: Henn Brommnste. 1: Abrabamson-Abend.— Balteupiatz: Heim Tilsiler Str. 4—3: .Tagesvolitik". 2. Teil.— Wilmersdors(Aeltere): Heim Wilhelmsau- I2S:„Ist eine sozialistisch« Lebensgcstaltung im Rahmen der kapitalistischen Wirischa't möglich?", 2. Teil.— Friedrich»hai»: Heim Diestelmencrstr. 5: Heiterer Abend. — Petersburger Viertel: Heim Ebertystr. 12: Werbeseier.— Stralauer Viertel: Leim Gosslersir. 61: Ucbungsabend.—«arlchauer Viertel: Heim Litauer Strasse>8:..Was ist Religion für den Sozialisten?"— Warschauer«iertet. R. F.: Leim Litauer Str. 18: Politisch-satirischer Abend.— Schöneberg I: Heim Sauplstr. 13:.„Zeltlagernlih".— Zrankfnrtce Viertel: Heimabend fällt aus. Besuch der Beranstaltunq in Rculälln. Klicms Festsäle. Treffpunlt 1814 Uhr Taltenplatz.— Steglitz, R. F.: Heim Flemminastr. 14k: Fahrten. berichte.— Pankow, R. F.: Heimabend fällt aus.— Köpenick I: Heim Grünauer Strasse 5:„Wir und unsere Eltern".—»ipenick 71: Heim Dahlwitzer Str. 1-3: Politischer Einführungsabend.— Saumschulenweg: Heim Ernstste. 16;„Unsere Funktionäre haben das Wort".- Z»ha»ni»thal: Rothaus:„Einführung in die ioz. Gedankenwelt", 2. Teil.—«chöneweide: Schule Berliner Str. 31; Heiterer Abend.— Treptow: Heim Elsenstr. 3: Mitgliederversammlung.— Kanledors: Schule Adolfstr. 23:„Einfllbrunq in den Sozialismus".— Lichtenberg. Mitte: Heim Echornweberstr. 29:„Esperanw".— Hermsdors: Heim Roonstrasse:„Erleb. Nisse auf dem Wege zur Arbeit".— Reinickendorf.Oft: Heim Lindauer Strasse: „Flegel- und Pubertätsjahrc".—»nchholz: Lokal von Rvssak. Hauvtstr. 71: ..Was 7ft Wirtschaft?"— Neukölln XI: Treffpunkt zur Freidenkerkundgebung 1914 Uhr Selchower Strosse. Werbebeziri«eeuzbeeg: 20 Uhr Beginn des vom Jugendamt durchgeführten Gymnastikkursus(Martin Gleisner). Karl-Michaclis-Realschule. Mariannen» strasse 47. Teilnahme kostenlos.—«elter«: Besuch des Bortrages„Entstehung, EntwieÜung und politische Aufgaben der Zungsozialisten". Heim Parckstr. ll. Weebebezirl Westen: Beginn der Arbeitsgemeinkchnft(Bildungskurfus) 20 Uhr Heim Rosinenstr. 4. Werbebeziri Neukölln: Gemeinsame Kundgebung mit den Freidenkern. Kliems Festsale. Eintritt frei. Beginn 20 Uhr. Der»irchenaustritt kann auf dieler Beranstaitung vollzogen werden.— Der Eprrchchoe probt nochmals um 19 Ubr r.bcndort.— Tamboürkopell«: Wir spielen pünktlich 1-t 4 Uhr in Kliems Frst» fälen. Morgen Ausmarsch noch Sommerfeld. Treffpunkt 17). Uhr Bahnhos Neukölln. Der Zug fährt ab Schlestschen Bahnhof 17.52 Uhr. Wettbebezirk Vchöoebeeg: 19 Uhr kurze Besprechung des W„?.-Borstonbes im Selm Hauptstr. 15. Beginn der W.-B.�Zildungs'chulc Donnerstag. 16. Ro- oember. Anmeldungen schnellstens einreichen. Leginn der Lildungskurse. Konlsdorf»nd Mahlsdorf-Sirdrnng: Schule Fritz-Reutrr�traße:„Ein» kührung üt den Sozialismus". Referent Fritz Votava. Beginn 191, Uhr. Karlohorst: Gnmnastum Treskowalles:„Einführung in den Sozialismus". Referent Kurt Keck. Beginn 19>4 Uhr. E, ist jetzt«in« besonder» günstige Gelegenheit, Oe-'en zu sehr vorteilhaften Preisen auch auf Teilzahlung zu kaufe». Di« alte Spezialiabrik Sewmler u. Vlepbeog A.-G.. 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Linhenstrasse 5 Hierzu Z Beilagen und„Stadtbeilage". -9 Cr l—"**�4 Vnrkguk sownlt Vorrat— Manganabgnb«*or behalten M 212 Preise nur Freitag und Sonnabend Fleleeh und leicht verderbliche Waren sind vorn Versand ausgaaohlosaanl Tauben �'o:zOJ56 Hühner {rlsdi Pfd. von 0,88 Ganse frlKh Pfd. von 0,95 Ung. Mastgänse Pfd. von 1,18 Ung. Mastenten Pfd. von 0j98 Wildkodifleisdi 0,45 Pfd. von Hirschblätter 0,90 Pfd. von Hasen geslrelfl und am geworfen. Pfd. von 0,98 Käse und Pefte Harzer i» c«uspiua,Bon» 0,1 5 Romadour ao«?..,.stock 0,22 Camemberi..... ssttok 0,45 Stangenk8'sejii|.,2o'/»9H. 0,46 Edamer so»',......... m 0,60 Tilsiler ohBsBtacks.kiPi,.?«! 0,70 Edamer 40*u......»..m 0.84 Dan. Schweizer«»/„m 0,84 BrlekSse voufet»....m 0,98 Emmenfhal.Arl9on0.m 0,98 Schweizer bayTiodi.,?fa.v. 1.18 Margarine... na. 0,48,0,62 Bratenschmalz..... tu. 0,76 Molkereibutter....wa. 1,32 Tafelbuller....pfd, 1,42 1,52 DanischeBulter....pfa. 1,74 Kolonialwaren Bruchreis............ 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Gemüse mittoilsi» 1,00 Leipziger Allerlei..j.. 0,78 Konsummischung....0.48 Brechbohnen........... 0,45 Kohlrabi i.8cken),m.Grtii 0,35 Sellerie m scheibn...... 0,80 Span. Aprikosen i/.Frwkt 1 ,05 Süsskirsdien oho., stein 1,05 Birnen gnusPrnakt..... 0,95 Mirabellen............. 0.95 Stachelbeeren.»....... 0.75 Sing.-Ananas.......... 0,98 Kontifüren Kqkos-Makronen pm. 0,95 Teegebäck.......... pkd.0,95 3 Tafeln gute Schokolade sorttert, i 100 Grimm 0,95 Bensdorp-Kakao pm. 0,85 Milchkaramellen'/,pm. 0,40 Sullaninchen.....>/,Pkd. 0,65 Borkenschokolade tfid.0, 60 Bonbonmischung pm.0,50 Kokosflocken mit SchokoUds......'s, Ptd. 0,48 Keks in CeUopban... Bolle 0,25 Sdiokoladen-Pfejfer- kuchenherzen. s Stack 0,25 Frisches Fl ei Sdiwelnebaudi o.w,i* 0,92 Schweinesdiinken. »dor-BlaH................... PM. 0,98 Sdiweinekamm I Otfar-Schuft, ohne Beilage..»TM. 1j08 Sdiweineko!elettFfd.T. 1,08 Kassier mild....... Pfd. m 1,08: ROckenfeff bntrertic. pm 0,88! tlsdein»»pit,» gepsk Pkck 0,78■ KalbskammohneBeiLPfd. 0,98! Kalbskotelett...prd. tob 1,38 Kalbsschnitzel..Pfd-rsn 2,00 Kalbsroulade..pm. ▼<» 1,58| Gefrierfleisc Suppenfleisch pm.»0° 0,72 J Sdimorfleisdi oKn„ ptd. 1,28 Gulasch ohne Knocdon, PM. 0,98 sc h Hammel-Ttrdtrstioik.pfdT. 1,08 Suppenfleisch..ptd. ton 0,88 GulaSCh gemischt...... PM. 1,08 Schmorfleisch Ksule, ohne Knochen...Pfd. von 1,30 Roulade.............. pm. 1,48 RoaStbeefohneEn.,Pfd.T. 1,58 Hackepeter gewant, m 1,08 Schweineköpfe mit Backe................». Pfd. 0j48 Rinderbacken o.Kn„PM.0,58 Rinder herzen...... PM 0,64 Rinderleber........ PM 0,98 Schweinenieren...p(d.0,98 h Hamme!-Yorderfl»:«cii,PM.v.O,84 Hammelrücken.... pfi 0� Hammelkeulen....fm.1,C8 Wurstwar Dosenwürstchen Ravensberger, 4 Steh Inlul t, Pose 0, 50 Hausmadi.-Sülze pm. 0,68 Rot-d Leberwurst PkT 0,68 Sülzwurst............ Pfd. 0,78 Speck fett.......... Pfd. Ton 0,88 Landleberwursf..rii. 0,95 Fleischwurst........ pm. 0,95 Dampfwurst........Pfd. 0,98 e n I Jagdwurst........... pm. 1,15 1 Mettwurst» örauMcliwJfLP«. 1,20 I Speck tas3«n o. B... Pfd. von 1,30 ff. Leberwurst..... Ptd. 1,30 Zervelat od.rSaiami.Ptd. 1,58 Schinkenspeck....nd. 1,70 Gek. Schinken L8tek„pfd. 1,80 ! Nussschlnken....... pfd. 1,85 Fische und Räucherwaren 'Seelachs tm». K...Pfd. 0,28 'Schellfisch im gimon.PM 0,30 'Goldbars...........pm.0,32 'Kabeljau im g,o. k., ptd. 0,40 'Kabeljau-Filet... Ptd. 0,58 'Grüne Heringe spm. 0,55 'Leb. Aale............pm. 0,98 'Leb. Karpfen..... pm. 0,98 *in allen MKusern ausser Andrcasstr. Bücklinge..,...... Pfd.Ton 0,34 Makrelen geriaehort, Pfd. 0,38 Schellfisch gerSnehertzPfd. 0,46 SeeladlSgerinohert....PM. 0,52 GoldbarSgerinehert,.Ptd. 0,52 Bundaale geriucli, Bond 0,25 Stückenlachs........ pm. 1,35 Port. Oelsardinen. 4 Portionsdosen................ 0j90 KOnfitÜre Eimer te. J Pfd. Pflaumen.................... 0�0 Aprikosen................... 1,15 ]ohannisbeeren........... 1,15 Erdbeeren................... 1,15 Kirsch....................... 1,35 Himbeer..................... 1,35 Reine, milde Toiletteseifen Pd'rn' und oüvenoi-seife................... stacu 0,20» smek 0,95 IL.> W D>■ Lithlennadel-Seife............................. Stück 0,25* Stück 0,95 £ I H 8 Ci» Badeseife in Flieder, Lavendel, Eos«, 130 g....... Stück 0,25 4 Stück 0.95 Badeseife Biesenstacke, oral..................... Stück 0,45 2 Stück 0,85 Lavendel- und Kölnisch-Wasser- Seife....? Stack in ceiiophau 0.95 Herlte-Famllienseife 000 g....................... Karton mit 5 Stack 0,85 Hochfeine Toilelfeseife sort, in Fichtoonade', FUftder, Kölnfscti-Wasser cind Lavendel, Oellopbanbeute! mit h Sfttck 0,65 grosser 0,95 Xr. 475» 47. Mrguna 3« � Srcifa«, 10. OffoScr 1930 Menschen hinter Gittern. Segensreiche Arbeit der Berliner Gefangenenfürsorge. Die Berliner Gefangenenfürsorge, feit dem l. Januar lgZ5 In Täkigkeit. scheint, wie aus ihrem letzten Jahresbericht zu ersehen ist. gewissermaßen an einem. Wendepunkt zu stehen. Zlehnlich dem Strafvollzug hat sie sich nun endgültig zu der Ueberzeuguag durchgerungen, daß an Stelle der Massenabserligung die individuelle Behandlung der Strafentlassenen zu treten hat. Und ähnlich dem Strafvollzug hat auch sie erkannt, daß die Feststellung der Ursache der Strasfälligkeil und die Erforschung der Persönlichkeit des Strafentlassenen notwendige Boraussehungen einer wirkungsvollen Hilfeleistung sind. Aus dieser Erkenntnis heraus hat wohl die Berliner Gesangenensürsorge im letzten Jahre die Hilfe eines Bervenarztes in Anspruch genommen und aus dem gleichen Grunde fordert der Jahresbericht psychologische Vorkenntnisse bei den Fürsorgern, individualpsychologische Behandlung bei bestimmten Fällen. Weiterentwicklung der sozialen Gerlchtshilfe sowie weitgehende Berücksichtigung des über den Strafentlassenen im Lause der Jahre an verschiedenen Stellen zusammengetragenen Materials. Die Berliner Gefangenenfürsorge, die während der fünf Jahre hervorragendes geleistet hat— der M a g i st r a t Berlin hat hier außerordentlich viel soziales Verständnis gezeigt—, ist somit allmählich zu der Ueberzeugung gelangt, daß eine noch weitere Vertiefung der Gefangenenfürsorgearbeit unbedingt erforderlich ist. Ihrer Verwirklichung steht aber der Umstand entgegen, daß seit 1328 keine neuen Einstellungen beruflicher Kräfte erfolgt ist, während sich die Zahl der Beratungen seitdem um ZS Proz. vermehrt hat. Die freien Helfer, denen es im Laufe von lii Jahren des Bestehens der Berliner Gefangenenfürsorge 133 gab. sind natürlich nicht imstande, berufliche Fürforger zu ersetzen. Man wird dem Bericht in seiner nüchternen Kalkulation recht geben: ein Fürsorger mit staatlicher Anerkennung kostet 3633 bis 4333 M. im Jahr: die Strafvollzugstosten für einen Gefangenen betragen in Preußen jährlich 1233 M. Bewahrt also ein Fürsorger im Laufe des Jahres drei seiner Schühsinge vor dem Rückfall, so hat er sein Gehalt bereits erarbeitet. Welche Bedeutung die Berliner Gesangenensürsorge mit ihren 22 243 Beratungen im Jahre für die Berliner Bevölkerung ge- wonnen hat— von der Tätigkeit der immer noch im weiteren Ausbau begriffenen Gesangenensürsorge der Bezirksämter ganz abgesehen—, zeigt schon allein der Umstand, daß 62 Proz. der hilfesuchenden Strafen nur bis zu drei Monaten hatten, daß 49 Proz. sämtlicher hilsesuchenden unter 33 Jahre zählten. Die Arbeitsbeschaffungsfrage steht im Mittelpunkt des Gefangenenfürforgeproblems. Erfreulicherweise machen die städtischen Betrieb« allmählich weniger Schwierigkeiten bei der Anstellung von Vorbe st rasten. Auch die Arbeitgeber haben gelegentlich einer Besprechung die Zusicherung gegeben, ihren Ein- fluß im Interesse der Vorbestraften einzusetzen. Der Jahresbericht unterstreicht die Bedeutung der proletarischen Helfer für die Aufklärungsarbeit in proletarischen Kreisen selbst. Nur so konnte sich die Einstellung zum Strafentlassenen ändern. Dem Leben wiedergewonnen. Wie segensreich sich die Tätigkeit der Gesangenensürsorge unter Umständen in einzelnen Fällen auswirken kann und wie wichtig das Entgegenkommen der Behörden ist, beweisen die im Anhang angeführten fünf Lebensschtcksale Strafentlassener. So wurde nur durch das Eingreifen der Gefangenenfürsorge einem Strafentlassenen die Reststrafe von drei Jahren erspart: in zwei anderen Fällen gelang es allein der Fürsprache der Gefangenen- fürsorge einen Führerschein für den Entlassenen zu erlangen; und in einem dritten Falle beim zuständigen Polizeiamt die Erlaubnis durchzudrücken, einen Obststand auszuschlagen. Vielleicht bringt der nächste Jahresbericht neben neuen Deweisen der Vertiefung der Gefangenenfürsorge in der Richtung individueller Behandlung der Entlassenen auch einige Fälle, aus denen ersichtlich wird, welche Hindernisse sie zu überwinden hat und wie hier-trotz eifrigsten Bemühens Fehlschlüge nicht erspart bleiben. Solche Mißerfolge sind für die breite Oeffentlichkeit oft noch lehrreicher als die Schilderung von Erfolgen. Man hätte auch gern einmal den wunde st en Punkt der Gefangenenfürsorge, die S ch u tz a u f- ficht in aller Oeffentlichkeit behandelt gesehen. Denn hierin muß Wandet geschaffen werden! L..R Allgemeine Wetterlage. 9. Okt.-1930, abds. ©wolkenlos.® heiler,® halbb�eckt 9 wolkig,•bedeoktnRegen/iGraupeln Schnee=ltebetT-GewiOer(§)Wim)stille Wie lange noch dieser Terror? Unerhörte Zustände auf der U-Bahn. Gin JBort»ärt6*'43«f, Soinbourtctpe: 19H USt Serfomm- llnm im„Nllhlcn fficimb". Lichtrnberq, Nomeradschait Ruimncl»- burg: 2» Uhr Versammlung bei Brune, Tilrrschnrdtstr. 40. Wichtige Soges- orbnung. Erscheinen Pflicht.— Sonnabend, II. vltober. Mitte. S. Namerad» schasl: 18� Uhr Saalschutz im ehemaligen fcetrenljous, Leipziger Str. 4. Wedding: 20 Uhr gemütliches Beisammensei» Zum Empfang der Halberstädter Wassersportler im Lokal Hoppe, Secstr. 1.— Wassersportabteilung, Zug Tegel: 18 Uhr Abpaddeln Bootshaus Tegel, anschließend gemütliches Beisammenteiir im Bootshaus. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet.— Sonntag. 12. ONodor. Weddinq(Ortsoerein): Alle attiven Kameraden um 12 Uhr bei Sorgatz. Ufer- straße 12,„im Schutz des SPD.-Umzuges. Reinickendorf lOrtsverein): An. irrten 12 Uhr. in Reinickenborf-Ost, Nesshenzstratze, am Schäfersee. Beteili- gung aller Kameraden ist Pflicht. Renlöllu-Beitz: Pflichtantrete» in Bundes- kleidung ohne Fahnen I2Zs Uhr Reuterplatz. Typographisches Orchester. Dirigent Erich Gutzeit. Uebungsstuitden jeden Freitag 20>4 Uhr im Ideal-Kafino. Neutälln, Weichselstr. 8. Bläser und Streicher willkommen— Achtung für Mitglieder! Am Sonntag, 12. Oktober, 1Ü Uhr, findet unsere diesjährige Generalversammlung statt. Bollzühliges und pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Deutscher Arbeiter.Abs6nen»en.»unb, Bezirksgruppe Norden. Wir eröffnen am Freitag, 10. Oktober, in der Gaststätte Paiiistr, 12 eine AnskuirftssteB« sät Alkohotgefährdete, die unentgeltlich Rat erteilt. Sprechstunde jeden Dien» tag und Freitag von 18—20 Uhr. MW�KkDO�I-Zigdi'etten werden aus den edelsten Tabaken der Welt her- f gestellt und sind deshalb hachwerti Generalvertretung: Carl Södel/ Berlin NW 6, Luisenstraße 30/ Tel* D 2, Weidendamm 3354 MAKE DON ZIGARETTENFABRIK G.M.B.H. MAINZ AM RHEIN KONZERNFREI fflerlha Silling: IMarionjUeperfeliieffiardmne Marlon sitzt an der Bar und unterhöll sich mit den Gästen. Zieht ihre Puderdose hervor und schminkt sich. Sie trinkt, raucht und lacht.— Verlangt man mehr von einer Barfrau?— O!— Durchaus nicht!— Die Eintänzer gehen mit immer müden Gesichtern ihren Der- pflichtungen nach. Sie hungern sich tanzend durchs Leben. Und Marion bestellt, wenn sie Hunger hat. Ein freundliches Lächeln, eine kleine Versprechung, die man ja nicht zu halten braucht, und irgendjemand bezahlt es schon. Die Kapelle spielt aufreizende sinnliche Schlager, verdreht die Augen vor Wollust, um den noch Nüchternen nachzuhelfen. Marion versucht es durch Animieren zum Trinken. Ihr Wirt verlangt es so, aber sie oerträgt die oerfluchte Sauferei nicht. Und sie lernt Ralph kennen. Er gibt sich als Neffe des Bürgermeisters E. aus. Er besitzt ein elegantes Auto und macht mit Marion herrliche Fahrten. Selbst Marion steigt bei ihrem Wirt dadurch an Wert und der katzbuckelt vor Ralph. Denn er vertrinkt große Summen, nur an Sekt. Marion nimmt er von der Bar fort. Sie soll für ihn allein leben. Will sie zur Erholung nach der Schweiz schicken und sie glaubt ihm restlos. Wie dankbar sie ist. Endlich ein Mensch. Dann bleibt er fort. Und sie sieht ihn auf der Straße am Arm einer Frau. Sein Fuß stockt ein wenig. Dann geht er weiter. Sein Blick ist geradeaus gerichtet. Marion empfindet einen stechenden Schmerz, doch am Abend sitzt sie wieder an der Bar und tollt mit den Zechern. Der Wirt äst wütend auf sie, weil sie das Geld hätte allein« schlucken wollen. Aber die Schönste sei sie noch lang« nicht. Und Marion zieht die Puderdose hervor und schminkt sich. Reden darf sie nicht, sonst... und leben muß man. „Ob sie geweint hat?", fragt ein Gast. „Oh!— Durchaus nicht! Warum auch wohl... nur ein wenig müde und durstig.. So lernt sie Arnold kennen. Er ist Ingenieur. Trinken will er nicht viel, lieber gibt er Marion das Geld. Aber der Wirt ist zornig, weil Marion einem richtigen Freier keine größere Zeche abknöpft. Dabei ist sie verteufelt hübsch und hat die größten Freier an der Hand. Aber sie richtig auskochen, das versteht sie nun ein- mal nicht. „Bei Euch Barfrauen weiß man nie woran man ist", bemerkt Arnold, sich an Marion wendend. „Wieso nicht?"— Jeden Tag andere Männer, die Versuchung..." „Männer, ja.— Aber wahre Menschen, nein.—* „Hast Du wahre Menschen kennen gelernt?"— „Einige wertvolle Menschen, ideal und pflichterfüllt. Deswegen Hab ich sie auch wohl nie wieder gesehen: denn sie gehörten dem Volk." „Politik gehört nicht an die Bar!"— „Gerade hier sollte sie mehr hingehören. Ein wenig mehr Or- ganisation und man brauchte sich nicht an jeden Lumpen zu ver- plempern." „Dummchen!— Ihr seid nur zum Lieben da!" ,Mie denkfaul du doch bist."— Marion zeigte eine tief« Un- mutssalte auf der Stirn. Hastig fuhr sie mit der Puderquaste darüber hinweg. Und Arnold kam nicht mehr wieder. Eines Tages lernt Marion einen Architekten kennen. Er nennt sich Harry. Jeden Abend besucht er Marion an der Bar. Anfangs zögert sie, langsam beginnt sie zu hoffen. Und eines Tages schwört sie auf seine Treue. Die Zeit oergeht im Flug«. Dann fühlt sie sich allein mit ihrer großen Liebe und beginnt zu hassen. Der Wirt zieht Marion zur Seite:„So gute Gäste müssen Sie hallen, sie amüsieren, aber nur nicht verlieben. Herz in der Hand. Mehr animieren zum Trinken. Sie trinken selbst viel zu wenig, das ernüchtert. Mehr Zeche machen, sonst.. „Sonst...?"— Marion sieht ihm verächtlich lauernd nütten in das fette aufgedunsene Gesicht. „Sonst kann ich Sie nicht brauchen. Ich habe doch kein Heirats- büro. Uebrigens sind Ihre Steuern fällig. Irgendeiner wird sich schon finden, der sie gern bezahlt. Ihr Umsatz muß besser werden. Wie gesagt, mehr trinken. Zechen machen." „Sie sollen zufrieden sein. Herz in der Hand, jawohl!" Und Marion erreicht den höchsten Umsatz. Sie trinkt für zwei und hat eine sonderbare Art ihre Gönner zu fesseln. Sie ist nie ver- liebt, immer angeheitert und in blendender Stimmung. Manchmal hat sie gerötete Augen, fragt man sie, so fährt sie als Antwort mit der Puderquaste drüber hinweg:„Nicht der Rede wert." Ihre Worte sind oftmals wie eine Peitsche. Aber wiederum zu klug gewählt um direkt zu verletzen. Dazwischen girrt und lacht sie und versetzt alle in Extase. „Ein herrliches Weib, aber gefährlich." « Der Wirt schmunzelt. Zufrieden stößt er mit Marion an: „Auf das wir lieben, Marion!— Ich liebe Dich." Da lacht sie wie toll, mit vor Haß und Clel tief zusammen- gekniffenen Augen. Der Wirt war empört:„So seid ihr Barfrauen, wenn man euch von Liebe spricht." Da hält sie ein Glas in der Hand: „Und euch muß man nehmen was ihr wert seid, aber warum so traurig mein Lieber? Herz in der Hand und trinken wir noch eins. Prost!"— Qerharl Mermmm lUojlar:«USiStill Die alle Frau hatte an diesem letzten Tag in dem schmutzigen Nest Vrtoce noch bis vier Uhr nachmittags gearbeitet— nicht in Ueberwindung ihrer Sehnsucht, fort zu sein, sondern in Gewohn- hell vierzigjährigen Dienens. Dann hatte sie ihre Torba genommen. die rucksackartige Tasche aus gewebter Schafwolle, und hatte sich kurz von Ante Sturic verabschiedet, in dessen Gostiona die Fuhr- knechte noch den letzten von ihr bereiteten schwarzen Kaffee schlürften; war in die Tür getreten, die ihr der bissige Winterwind fast ins Gesicht geworfen hätte, und hatte hinausgesehen und hinausgelauscht: die schimmligen Schindeldächer der paar Hütten knarrten, von den duntelwaldigen Bergen heulten die Wölf« chr langes Lied vom Hunger.„Sie gehen nie auf Menschen", hatte Ante Sturic mürrisch beruhigt, und sie hatte gelacht: das wußte sie schon. Das brüchige Schwellholz hatte unter chren Opanken ge- knarrt; dann war st« in den hohen Schnee hinausgetreten und hatte sich nicht mehr gehört. Nun ging sie schon lange den mehr als vierstündigen Weg bis zur Bahnstatton. Ihr stumpf gearbeitetes Greisengesicht sah nachdenksam aus, wie sie so lautlos auf die Berge zustapfte. Das Wolssgebrüll, das wie ein verzweifelles Lachen war, erinnerte sie an den deutschen Handwerksburschen, der vor vier Wochen durch Vrtoce kam und sie eigentlich veranlaßt hatte, in ihrer allen Heimat eine. Stellung anzunehmen. Sie hatte ihm doch nur von ihrem Leben erzähtt, wie sie auch allen Bosniaken davon vorjammerte: daß sie in Dienst sei sell vierzig Jahren: daß sie ja wohl gern mal wieder in ihrer Heimat wäre, wo die Häuser so sauber und die Menschen so leise waren; daß sie doch aber niemanden mehr vorfinden würde, den sie kannte, weil sie keine Geschwister gehabt hatte. Das straßenharte Gesicht des Burschen war ihr schweigsam zu- gewandt gewesen, und wie so niemand sonst in der Stube gewesen war und nur die Schwaben im Herde geknistert hatten, da war chr auch die merkwürdige Hoffnung, in die sie sich verliebt hatte. während der einsamen, in der Küche versessenen Tage, über die alten, dünnen Lippen geglitten: daß sie zwar einen Hund gehabt hätten damals, einen großen Hund, der Räch hieß, und daß von dem ja wohl noch Nachkommen da sein könnten— das wäre aber auch alles..Lundeenkcl!" hatte der Bursche gerufen und so laut und herzlich aufgelacht, daß ihr greisenhaft kindisches Denken vor sich selbst erschrak; dann aber hatte er nicht aufgehört zu lachen, hatte immer lauter und wilder gelacht, und langsam war es«in Geheul geworden, ein gelachtes Weinen, ein Gebrüll wie von ganz kleinen Kindern, die hingefallen sind... dann war der Man» auf- gesprungen, hatte Kaffee und Brot stehen gelassen und war weg- gelaufen... Sie schüttelte die unverstandene Erinnerung ab und sah aus altersroten Augen angestrengt aus den schmal ausgetretenen Pfad, dessen dunklen Streif si« nur mühsam erkannte; es war dämmrig geworden, und Wald schattete zu beiden Seiten. Der Schnee gab widerwillig glimmend das Licht weg, das er vom Tags gesogen hatte; das Hinausstarren machte sie müde; aber si« war ja schon etwa zwei Stunden gegangen. Sie träumte weiter; viel'näher war jetzt das Heulen der Wölfe; aber sie, gewöhnt, ihre Träume in engem Kreis zu hüten, hörte jetzt nur ein Bellen heraus wie von Hunden. Es lettete ihre Gedanken ganz weit zurüd bis zu einer warmen Kindhell, bis zu Rash; ihre allen, harten Finger kamen sich weich und schimmernd vor und streichelten die rauhe Wolle der Torba wie ein struppiges Fell. Sie bemerkte nicht, daß ihr Schritt immer langsamer wurde; daß der Loden nun schwarz war, nur hier und da grauweiß geflecki, weil sie jetzt längst unter Kiesern ging; auch diese Waldebene war ihr wieder der gescheckte Pelz eines riesengroßen Hundes, des in vierzig Iahren ins Uralle und Gewallige gewachsenen Hundes Rash. darein sie, die klein gewordene, sich betten konnte. Sie riß die Allgey gewaltsam auf und ging schneller weiter- Erinnerungen aus näherer Zell schritten ein« Weile gemessen neben ihr her. Da stand Ante Sturic wieder hinter ihr in der Tür und murrte:„sie gehen nicht auf Menschen", und sie wußte diesmal noch genauer, daß er recht hatte, denn Rash hatte sie ja auch nie ge- bissen; da war der Handwerksbursche auch, aber er blieb ruhig sitzen und blieb stumm— und die Wölfe im Walde heulten ja auch nicht mehr; mußten wohl Futter gefunden haben... Da war übrigens plötzlich ein Lehrer, der ihr erzählt hatte, der Wolf und der Hund seien Geschwister; damals hatte sie es nicht geglaubt, denn der Wolf war böfe, und Rafh war gut; jetzt freilich konnte sie ihm wohl recht geben, denn waren die Wölfe nicht traurige, große Hunde, die keinen Herrn hatten, und Rash wie ein guter Wolf... Da war sie wieder ganz bei Rafh und blieb bei Hm, und wurde müder und ruhebedürftiger... Und das Fell der Torba lockte zum streicheln, und das Fell am Bdden zum Hineintuscheln... Da setzt« sie sich wirklich, und es war ihr wirklich ganz warm, und chr war, als fei sie schon in der Bahn— nein, schon zu Haus. Sie sah versunken geradeaus. Vor ihr waren ein paar schlanke, dunkl? Stämme, die standen zu beiden Seiten der Dorfstraß«: sie waren dicker geworden, natürlich. Hinter ihnen verglitt das Dunkel zu einem matten, gleichförmigen Schimmern: eine weißliche Wand, ein schwarzes Schindeldach darüber. Es wunderte sie, daß kein Fenster ihr Licht schickte-- aber es war ja Nacht. Sie zuckte in jäher Freud«: aus dem Dunkel löste sich«in grauer Schatten. „Rash" dachte sie, und heiß kehrte ihr Blut ein in dem alten, falligen Gesicht. Der graue Schatten kam näher, schlich vorsichtig zu ihr hin. über ein schmales Band weißen Schnees. Sie sah ihn genauer. Er ist alt geworden, dachte si« erschreckt. Gewachsen ist er, aber so mager und struppig sieht er aus— pflegt ihn denn keiner? Sie zitterte. Nur üb'er die Straße mußte er noch, dann war er bei ihr... Er schnupperte dem Pfad nach, den sie gekommen war. Miß- trauisch, mit ganz kurzen, leisen Schleichschrittcn, den Kops manch- mal vom Boden hebend und witternd. Dann sah sie seine schimmernden Augen. An dieser Bewegung erkannte sie den alten Rash wieder. Sie wollte ihn rufen:„Rash"— aber der zahnlose Mund ge- horchte ihr nicht, die Lippen wollten nur ztttern in stummer Er. Wartung... Jetzt richtete er sich auf— sechs, sieben Schritt vor ihr— witterte noch einmal— sein schmaler, struppiger Körper streckt« sich zum Sprung, auf sie zu. Sie saß ganz ruhig. Rashs Körper löste sich wieder. Er schlich über die Straße bis zu chr. Sie schloß die Augen, um nur seinen warmen Atem über ihrer Haut wehen zu fühlen... gleich würde er chr Gesicht lecken, si« erkennen, freudig aufbellen... Warum tat er es noch nicht? Sie blickte auf, sah seinen großen Kopf mit den scharf glänzenden Augen undeutlich dicht vor sich, streckte eine zitternd« Hand aus, die streicheln wollte.-- Rash sprang jäh zurück und wieder aus sie zu.--- Lautlos und wild schlug der Wolf die Zähne in das lächelnde, alte Gesicht... pubNkumserfolg einer Hinrichtung. Wie amerikanische Blätter melden, drängten sich zu der tetzten Hinrichtung in Ehikago an- nähernd 300 Personen, obwohl nur 20 davon vom Gesetz als Zeugen für die Hinrichtung verpslichtet waren. Für den elektrischen Stuhl waren 2 Neger bestimmt, die bei einem Bankraub den Portier er- schössen hatten. Die Zuschauermenge war von außen rings um den Hinrichtungsraum verteilt zum Teil standen die Leute auf Leitern, um durch die an der Decke angebrachten Lüftungsfenster die Bor- gänge zu beobachten. Für die Damen waren die Lukensenster vom Korridor reserviert Einer der Verurteilten, der schwer lungenkrank war, wurde schon bewußtlos auf den Stuhl getragen. Die Hin- richtung wurde mit einem ersten Schlag von 1900 Volt begonnen, der im Laufe von 2 Minuten auf 900 Voll heruntergesetzt wurde. Am Ende der 2. Minute war der Mann auf dem elektrischen Stuhl noch am Leben, so daß eine dritte Minute zugelegt werden mußte. Europas größte Unioersitäk. Tie Universität von Paris hält gleichzeitig zwei Rekorde: einmal ist sie die größte Hochschule Europas, denn ihre Matrikel verzeichnet 20 100 Studenten. Zugleich ist sie aber auch diejenige Hochschule der Welt, die die meisten aus- ländischen Studenten hat. An der Pariser Universität studiere» 7123 Ausländer an allen französischen Hochschulen 14 729 Die Zahl der ausländrschen Studenten hat sich seit dem Jahr 1913, als nur Z5SS ausländische Studenten in Frankreich studierten, oerdreisacht. Die maßgebenden Stellen tun alles, um diesen Zustrom zu steigern, denn sie wissen genau, daß sich eine zielbewußte Kulturpolitik keinen stärkeren Aktivposten denken kann, und daß die Aufwendungen, die der Staat auf diesem Gebiet macht, sich später einmal in positiven Gewinn umsetzen werden. Das durchschnittliche Lebensalter hat sich in den letzten Jahr- zehnten in folgender Weife gehoben: Es betrug für Männer(für Frauen in Klammern) 1871/81 38(S8.S) Jahre. 1891/1900; 40,o (44) Jahre. 1910/11: 47,5(50,7) Jahr«, 1924/26: 56(59) Jahre. Himmlische Entfernungen. Die Sonne ist 3S8mol soweit von der Erde entfernt als der Mond.(Erde— Mond: 380 000 Kilo- meter.) Neptun dagegen ist 2Smal soweit von der Erde entfernt als die Sonne. Erna SSüflng: Senfatlon und WlrMickkeH Als Korrespondent, Buchhalter, eigentlich als Mädchen für alles ist er in seines Vaters Geschäft tätig. Die Beschäftigung in Baters Geschäft war ihm bestimmt von Jugend auf; sie enthob den heran- wachsenden jungen Menschen aller Berufssorgen und sie wurde nach Schulentlassung eben die gegebene Tatsache. Es wäre unmöglich gewesen, sie abändern zu wollen. Er ge- hörte in Vaters Geschäft, dos war die Ansicht der Familie, der engeren und weiteren Verwandtschaft, der Freunde, der Bekannten, der Hausmitbewohner und der Nachbarn. Ein jeder fand, daß er ein Glückspilz sei. Tausende und aber Tausende mußten sich heute sorgen um die Zukunft, fleißige Menschen blieben dauernd ohne Arbeit, mit Talenten tonnte man in heutiger Zeit die Straße pflastern und Genies ließ die Gegenwart glatt ver- hungern. Das wurde ihm täglich gesagt und er wußte es auch ohne- dies; denn er hatte ein Paar gesunde Augen im Kopf und er litt nicht unter einem ramponierten Wahrnehmungsvermögen. Das eigene Verständnis für die Berufsnot unserer Zeit und der allgemeine Neid seiner Mitmenschen hüllten ihn in eine gleich- gültige Dankbartell gegenüber seinem Schicksal. Er dankte mit Worten seinem Bater, er dankte mit Taten dem Geschäft. Er erfüllte stets seine Pflicht. Ob er zufrieden war? Run, danach wagte er nicht einmal sich selbst zu fragen. Er lebte still vor sich hin. ohne Erlebnis, ohne Leidenschaft. Er hatte kein« merkbare Lücke in seiner Schulbildung, die er etwa in seinen Mußestunden hätte ausfüllen müsien. Er war kein Sammler, er regte sich weder auf über die Forbänderungen bei Briefmarken, noch bei Schmetterlingen. Er beschäftigte sich nicht einmal mit Kreuzworträtseln. Und als ein Scnderling ihm testamen. tarisch«ine Moossammlung vermachte, geriet er auch als Erbender nicht aus dem wohltuenden Gleichgewicht der Seele und des Gemüts Damit er aber nicht porzettig einen Gehirnschlag vor lauter Langer- weile bekam, liebte er das Kino. Das heißt, nur die Sensations- filme. Bei ihnen lebte er auf, mit ihren Helden erlebte er un- gefährlich die gefährlichsten Abenteuer. Seine Helden hatten Nerven wie Stahltrosien-und er bildete sich ein, seine eigenen Nervenstränge kämen mindestens der gut ausgebildeten Muskulatur eines Boxers gleich. Seine unterdrückte Sehnsucht nach der Ferne, seine Begabung zu richtigen Iugendeseleien und der allen jungen Menschen inne- wohnende- Drang ins Abenteuer fanden im Kino Erfüll»»- Für ihn bedeutete die Leinwand Leben, weil er fein eigenes Leben verschlief. Doch eines Abends, da erlebte er eine Sensation. Er kam aus einem Lichtspieltheater, war befriedigt ob der Unerschrockenhett des feschen Detektivs und sah noch einmal auf die hellcrleuchlcte Fassade. an der, überlebensgroß, durch unzählige kleine Glühbirnen hervor- gehoben und umstrahlt, das Bild des Hauptdarstellers prangte. Als er die Blicke abwandte und auf den Fahrdamm sah, be- merkte er, wie ein Schupobeamter hinter einer Straßenbahn herlief. Der Beamte rannt- und sprang aus? Trittbrett des Anhängers. Plötzlich, als ob Knallerbsen explodierten, erklangen zwei Schüsie. Der Beamte schlug auf den Fahrdamm. Ein Fahrgast zog energisch an der Klingellein« der Straßenbahn. Der Wagen hielt scharf bremsend. Ein eleganter Mann sprang aus dem Wagen. Ein paar Pasianten hinter ihm drein. Sie schrien„Hattet den Mörder". Der Mann zeigte seinen kleinen, eleganten Revolver. Die Passanten stutzten. Der Mann bekam einen Borsprung und verschwand im Gedränge einer entfernteren Straße. Auf der Erde lag der Schupo. Er stöhnte„Wasier". Die Menschen umringten ihn. Keiner tonnte ihm einen Trunk Wasier geben. Ihm kam schwarzes Blut aus dem Mund. Mühsam sagte er:„Grüßt meine Frau und Trudchen," röchelte er noch, dann war er tot. Die umstehenden Herren nahmen die Kopfbedeckung ab. Damen weinten. Man trug den Toten fort. Er jedoch, der Mann, der bisher fast an Langerweile erstickt war, er stand abseits. Er lehnte sich an«in Haus. Jetzt hatte er eine wirkliche Sensation erlebt. Nun waren Augenblicke an ihm oorübergehastet, die eine Erinnerung für sein ganzes Leben blieben. Ihm war übel. Das also war der Unterschied zwischen Leinwand- erleben und Wirklichkeit. Das bunte, bewegliche Lichi der Kino- reklame spielte in eine Blutlache hinein. Und mit einer Leidenschaft, die er sich bisher selbst nie zugetraut hatte, haßte der einfache, lang- weckige Mensch jetzt die Sensation. Er hat die grausige Entdeckung gemacht, daß die Sensation taub macht gegen die Gefahren der mannigfachsten Berufs und gegen jede tapfere, selbstlose Pflicht- erfüllung. Er wird jetzt weder laut noch pathetisch, sondern ruhig und zähe vor der Sucht nach der Uebersteigerung jeden Geschehens warnen; denn er weiß: die Sensation erschlägt die Wirklichkeit, sie ist hie Ab- lenkung vom wahre» Leben. I Dsr Gummiknüppel der Nazis. Er sott im„driiten" Reich regieren.— Gerede im(Stadiparlament. Bei der Beratung einer Anzahl Borlagen berichtete Stadtver« ordneter Rogah(Soz.) über die Veratungen eines Sonderausschusses, der der Versammlung die Zustimmung zu einer Vorlag« empfiehlt, nach der die Vorarbeiten für die Einführung der Verdingungsord- nimg für Bauarbeiten erst aufgenonnnen werden sollen, wenn die Abänderungsvorschläge des Städtetages vorliegen. Es ist zu er- warten, daß dabei die von der Stadt Berlin gemachten Vorschläge beachtet werden. Die Versammlung beschloß dementsprechend.— In einem Antrag wandten sich Kommunisten und Nationalsgzia. listen gegen den Erlaß der preußischen Regierung, wonach Ange. hörige staatsfeindlicher Parteien in kommunalen Ehren- ömtern nicht bestätigt werden sollen.— Nach einer fünfviertel- s!üi«d:gen Rede des Stadtverordneten Kasper(Komm.), in der er, wie das bei ihm selbstverständlich ist, die Sozialdemokraten maßlos beschimpfte, erklärte Stadtverordneter Engel(Nat.-«oz.), nicht die Unbestätigten seien die Staatsgesährlichen, sondern staatsgefährlich fei einzig und allein die Sozialdemokratische Partei. Den früheren Stadtrat Busch nannte er den„Oberstrolch von Europa", Böß rechnet« er zu den Gesinnungslumpen. Nach den Stadtverordneten Dr. K u n 5(Volkspartei) und Krüger(Dnat.) hielten Kasper(Komm.) und der National- sozialist Engel das Schlußwort. Dabei erklärte unter dem stür- mischen Gelächter der Versammlung Engel folgendes: Wer an Stelle der bestehenden Staatsform nichts Besseres seßen kann, hat kein Recht, das Alte niederzureißen! allerdings sei es nicht schwer, dem jeßt Bestehenden etwas Besseres entgegenzuseßen. Den National- iozialisten sei man bisher mit dem Gummiknüppel entgegen- treten und so werde heute oder morgen die Nationalsozialistische Partei auch mit dem Gummiknüppel regieren. Bei der Abstimmung ergaben sich dann die merkwürdigsten Situationen: Anlaß dazu boten die volksparteilichen Stadtverordneten. da sich ihre Fraktion auf eine bestimmte Stellungnahme zu den vorliegenden Anträgen nicht einigen konnte. Der zweite Absaß des kommunistischen Antrages, der die Berliner Mitglieder des preußrschen Staatsrates verpflichten wollte, bei der Regierung die Zurücknahme des Erlasses zu fordern, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Von den volksparteilichen Stadtverord- neten-stimmt« nur e i n Teil für die Ablehnung. Der erste Absatz, der gegen den Erlaß bei der preußischen Staatsregierung pro- testiert und feine Zurücknahme fordert, wurde mit 92 gegen 79 Stimmen angenommen. Für diesen Absatz stimmte der andere Teil der Dolkspartei. Als es sich später darum handelte, die Aonse- ouenzen aus diesem Protest zu ziehen, indem einem kommunistischen Antrag auf Zurücknahme aller bisher ausgesprochenen Nichtbestäti- gungen und Disziplinierungen zugestimmt werden sollte, lehnte die volkspartestiche Fraktion diesen Antrag geschlossen ab. Welche Stellung die Voltspartei in der ganzen Frage einn-mmt, wurde also niemandem klar. Die mehr als merkwürdige Hiltung dieser Fraktion war denn auch im Foyer der Stadtverordnctenversamm- lung der Anlaß zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen den Fraktionsmitgliedern, wobei dem Stadtverordneten Dr. Kunz leb- hafte Vorwürfe gemacht wurden. Abgelehnt wurde schließlich auch ein volksparteilicher Zusatz- antrug, der den Magistrat ersuchte, bei der preußischen Staatsregie- rung dahin zu wirken, daß Disziplinierungen nur dann vorgenom- men werden, wenn die parteipolitische Tätigkeit solcher Kommunal- beamten Anlaß zu Beanstandungen gibt. In vorgerückter Stunde äußerte sich Stadtrat Wußky(Soz.) zu einem Drmglichtcitsantrag der Kommunisten, der für die Klein- Pächter städtischer Rieselfelder«ine Herabsetzung der Pachtstimmen um Sl) Proz. verlangt. Wutzky betonte dabei, daß eine Vertretung der Kleinpächter der Stadtverwaltung bereits ihre Leschiverden vor- getragen hätte und daß bei einer Nachprüfung der bestehenden Vachtverträge tatsächlich unnötige Härten festgestellt worden seien. Die Abänderung der Verträge im Sinne der Kleinpächter werde durch den Aufsichtsrat der Berliner Stadtgüter G. m. b. H. in nächster Zeit gebilligt werden. Einem weiteren Dringlichkeitsantrag, der sich für die Zuweisung von Arbeit an die Städtische Blinden- anstalt durch die Bezirksämter ausspricht, wurde mit großer Mehr- heit z u g« st i in m t._ Unsere Funktionäre. Was sagen die kommunistischen Arbeiter dam? Dle kommunistische presse macht mit einem für sie beschämenden Elser ein Aussehen davon, daß es bei der Funkkionärver. s a m m l u n g der Verllner Sozialdemokraten und bei dem außerordentlichen Bezirksparleiiag Opposilion und Widerspruch gegeben hat. Bombastisch stellt mau die Frage: was sagen die sozialdemokratischen Arbeiter dazu? Diese Frage ist sehr leicht zu beantworten. Unsere Berliner Funktionäre sind gewohnt, ihre Meinung zu sagen. Die Sozial- demokratie züchtet keine Puppen, die aufgezogen werden und dann nach dem Muster wilhelminischer oder sowjetistischer Gardisten ihren Parademarsch aufführen. Die Funktionäre der Sozialdemokratie sind auch keine Grammophonplatten mit vorgeschriebener Moskauer Melodie darauf, die eben hcruntergcraspelt wird, mag sich der Funktionär etwas dabei denken oder nicht. In der Sozialdemokratie ist Zeder Funktionär, jedes Parteimitglied berechtigt. Kritik zu üben. Ein Moskauer Kommandoton wäre für einen sozialdemokratischen Funktionär untragbar, und ebenso untragbar wären für sozial- demokratische Funktionäre Führer vom Schlage eines Thälmann oder Neumann, die ihren Spruch befehlsgemäß nach den Anord- nungen der Moskauer Zentrale herunterschnattern und dann den Parteivertrctern zurufen:„Stillgestanden! Friß, Bogel— oder du fliegst aus dem Käfig der KPD. heraus!" Die kommunistische Presse zitiert mit besonderem Eifer:„Nach dem Bericht des„Vorwärts" Widerspruch," Jawohl, der „Vorwärts" kann es sich durchaus erlauben, objektiv über Partei- Versammlungen zu berichten. Man macht in der Sozioldtnu> kratie und in ihrer Presse die Methoden der kommunistischen Organ« nicht mit, in denen die Redakteure nach dem Geständnis des Herrn Slang nur ausführen, was ihnen befohlen wird, von den Dingen selbst aber keine Ahnung haben. Die Sozialdemokratie ist eine kampspartci, sie ist stolz darauf, daß bei ihr Meinungsoerschieden- heiten in ihren Versammungen und in chrer Presse ausgetragen werden können. Bolschewismus und Faschismus verlangtn Kadavergehorsam, oberster Grundsah der Sozialdemokralle lst das Recht der freien Meinungsäußerung. Warum kann sich die Sozialdemokratie im Gegensatz zu Komm»- nisten und Faschisten diese Auseinandersetzungen leisten, von denen die kommunistische Presse in falscher Prahlerei berichtet? Weil trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten über Fragen der Taktik die Sozialdemokratie in sich einig und geschlossen dasteht im Kampfe gegen die arbeiterschädliche Politik der Kommunisten, der Faschisten und des reaktionären Bürgertumsl Diese Einigkeit, diese Geschlossenheit sollen uns die Kommunisten erst einmal nochmachen! „Frauenbildung nnd Sulkur" aus der Deutschen welle. Prof. Paul O e st r e i ch spricht am 13. Oktober von 16 bis 16.36 Uhr auf der Deutschen Welle über„Frauenbildung und Kultur". Der bc- konnte Pädagoge wird einen eingehenden Bericht über den in der Zeit vom 1. bis 4. Oktober stattgefundenen Kongreß des Bundes entschiedener Schukresormer geben. Große Dose Wybert RM. 1.25 IGeine Dose Wybert„—.70 „911 regle Iroc Der Arzt sagt,<3aß Gurgeln das beste Vorbeugungsmittel gegen Erkältungen sei. Aber man tut's ja doch nicht Denn Gurgeln wie man's bis jetzt verstand, ist scheußlich— übrigens auch nur zu Hause möglich. • Aber gurgeln Sie doch trocken— mit Wybert I Das können Sie überall unbemerkt tun, es ist weder lästig noch zeitraubend und erzielt die gleiche Wirkung. Denn Wybert desinfizieren und schützen die Schleimhäute. Wybert können Sie sich auch richtig schmecken lassen. Auch der schwächste Magen verträgt sie. Wozu also das geräuschvolle Gurgeln, wenn man mit ein paar erfrischenden Wybert das gleiche erreicht? Pflege Deinen Hals täglich— gurgle trocken mit Wybert. Aus der Arbeit der Bezirke. Bedarfsanmeldung �93-1 verabschiedet 2. Bezirk— Tiergarten. Die Vezirtsversammlung verabschiedete mit einigen Aenderimgen die Bedarfsanmeldung für das Jahr 1931. Auf Antrag der Sozial- demokraten wurden die gestrichenen Mittel für das orthopädische Turnen wieder eingesetzt. Ein sozialdemokratischer Antrag auf Ein- setzung von Mitteln für die Schaffung einer Eheberätungs- st e l l e wurde von der bürgerlichen Mehrheit abgelehnt. Ein weiterer sozialdemokratischer Antrag auf Abstellung der Uebelstände auf dem Wohlfahrtsamt in der Turmstraße fand Annahme. Ein Antrag der Sozialdemokraten, das frühere Siechsnhaus Bethesda eventuell Wohnzwecken zur Verfügung zu stellen, wurde einen» Aus- schuß zur Prüfung überwiesen. Ein Antrag der Kommunisten, die Auflösung der Stadt- und Bezirksverordnetenversammlung betreffend, wurde abgelehnt, nachdem von der Sozialdemokratie auf die widerspruchsvolle Haltung der Kommunisten in den Bertretungs- körperschaften der Stadt hingewiesen wurde. Die BVG. betreffende Anträge wurden unter Hinweis auf die Zuständigkeit der Stadtver- ordnetenversammlung abgelehnt. Ein Antrag der Kommunisten. der sich gegen die Verfügung des Magistrats vom 39 August, be- treffend Vergebung von Schulräumlichkeiten usw., wendet, fand An- nähme mit den Stimmen der Kommunisten, Deutschnationalen, Nazis und mehrerer Demokraten. Schließlich wurden noch 15 999 M. für die Einrichtung von Laboratoriumsräumen der Neurologischen Station des Krankenhauses Moabit bewilligt sowie zwei Anfragen der Sozialdemokraten behandelt, von denen eine den Jugendpsleger W. betraf, der Mündelgelder in Hol)« von 19 999 M. verspielte und das Mündel um diesen Betrag schädigte, während die andere sich mit der Haltung des Wahlamtes bei Auswahl der Wahl- vorstände beschäftigte. Eine weitere sozialdemokratische Anfrage, warum eine bereits früher zugesagte Ausstattung des Jugendheims in der Waldenscr Straße noch nicht zur Ausführung gekommen ist, wird in der nächsten Sitzung behandelt werden. Die Versammlung wählte noch einen Ausschuß, der untersuchen soll, ob die Neu- besetzung des Bürgermetsterpostens zur Zeit erforderlich imd durch- führbar ist. Reue Lagerwiese im Humboldthain. 3. Bezirk— Wedding. Die letzte Bezirksversammlung W e d d i n g konnte in oerhältnis- mäßiger Ruhe tagen und endlich einmal die reichhaltige Tages- ordnung erledigen. Angenommen wurde ein Antrag, der die er- holungsbedllrftige Bevölkerung des Weddings eine neue Lager- wiese im Humboldthain freigibt. Ebenfalls angenommen wurde ein Antrag auf Wiedereinrichtung der stillgelegten Schulbäder. Die KPD. hatie einen Antrag auf Ueberlassung des Volksparks Reh- berge an die IAH. gestellt. Nach den Erfahrungen, die mit den Veranstaltern gemacht wurden, dürften sie allerdings als Vertrauens- würdige Vertragskontvahenten nicht mehr in Frage kommen. Ausbau der Lugendfürsorge. 4. Bezirk— Prenzlauer Berg. Die letzte Bezirksverordnetenversammlung beschäftigte sich in zwei langen Sitzungen mit dem Haushaltungsplan für 1931. Genosie Huhnfleisch, der über die Beschlüsse des Haushaltungs- ausschusies berichtete, wies zum Schluß darauf hin, daß die G e- famtausgabe 35 979 639 M. betrage. Von dem sozialdemo- krafischen Bczirksverordneten Knopf wurde den Kommunfftsn.in treffenden Ausführungen entgegengehÄken, daß mit ihren Anträgen der Bevölkerung nur Sand in. die Augen gestreut werden solle. In der S chl u ß a b st i m m u n g wurde die Vorlag« dann nach den Beschlüssen des Ausschusses mit 33 gegen 12 Stimmen(der Kommu- nisten und Nationalsozialisten) angenommen. Eine Vorlage des Bezirksamts über eine Erweiterung der Erziehungseinrichtungen des Jugendamtes fand einstimmige An- nähme. Zur Abstellung der dringendsten Not wurde beschlossen: Di« Tageserholungsstätte Greifswalder Straß« für den Winter als Kindergarten für 39 Kinder in bereitstehenden Räumen des Jugend- Heims in der Rastenburger Str. 19 durchzuführen. Ferner soll die oäuglings- und Kleinkinderkrippe durch Verlegung in Räume der Direktorwohnung der Schinkel-Oberrealschule oder Ermietung eines Ladens in der Oderberger Straße für die Laufkinderabteilung er- weiterr werden. Schließlich soll das l. Städtische Kinderheim (Kindergarten Göhrener Str. 2) durch Hinzunahme von freiwerden- den Räumen im Nachbarhaus«(Göhrener Str. 4, erweitert werden und ein Tages- und Nachtheim für gefährdete Mädchen«ingerichtet werden. Die Einrichtungskosten für die vier vorgeschlagenen Er- Weiterungen betragen zusammen 24 259 M. Von diesen Beträgen sollen 15 999 M. aus Vorbehaltsmitteln des Bezirks gedeckt und der Rest aus zentralen Mitteln bewilligt werden. Nazis" Sorge um die deutsche Schrist. 7. Bezirk- Charlottenburg. Die Bezirksversammlung vom 26. September hatte neben der bereits berichteten Verhandlung über die W o h n u n g s b a u t ä t: g- keit des Bezirksamts, wobei die kommunistische Wahlvcr- dächtigung von„Verpuloerung städtischer Gelder" vom Stadtrat Genossen Horlitz restlos zerpflückt wurde, einen Antrag der Nazis auf beocrzuate Berücksichtigung der„deutschen" Schrift im Straßenbild und amtlichen Verkehr zu erledigen. Genosie Katzenstein widerlegte die nationaliftisckjen Ausführungen. In der Abstimmung blieben die Nazis in der Minderheit Ebensowenig Erfolg hatte das Bemühen derselben Gruppe um Aufhebung eines Beschlusses des Wahlausschusses, der Bezirksverordnete»ur dann zur Benennung von Ehrenbeamten zuläßt, wenn sie das gleiche Recht aller geeigneten Bürger zur Bekleidung solcher Aemter aner- kennen. Ein Nationalsozialist hatte in provozierender Weise die Berücksichtigung von Juden abgelehnt und dadurch den Beschluß herbeigeführt. Genosse C z a r l i n s k i betonte unseren grundsätzlichen Standpunkt mit dem Erfolg, daß der Antrag abgelehnt wurde. Ein Antrag der KPD., die Aufhebung der Ministerial- Verordnung gegen verfossungsfeindliche Beamte zu verlangen, wurde erledigt durch Annahme eines Antrags Kunz (Bürgerliche Mitte): dahin zu wirken, daß Beamte nicht wegen ihrer Gesinnung, sondern nur wegen rechts- und amtswidriger Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden, dem unsere Genossen zustimmen konnten. In der Aussprache kennzeichnete Genosse Katzenstein die verbrecherische Gewaltpolitik der radikalen Flügelportcien schlagend:„Mag Herr Hitler seine Ber- fassungsmäßigkeit durch noch lo viele Chrenwörter und Eide be- kräftigen— Lüg« bleibt es doch!" Einige konimunistische Agitationsanträge zur Arbeitslosenfrage fanden durch Ueberweisung an die zuständigen Berliner Stellen,«in kommunistischer Antrag betr. das Ledigenheim, der mit einer nationalsozialistischen Anfrage verhandelt wurde, durch Annahme eines vom Genossen Gebert begründeten sozialdemokratischen Antrags: das Bezirksamt soll mit dem A u f s i ch t s r a t oerhandeln, um begründeten B e- schwer den der Insassen abzuhelfen, ihre Erledigung. Wirischastspartei gegen Wochenmarki. 9. Bezirk— Wilmersdorf. Die erste Bezirksversammlung nach den Sommerserien hotte sich mit dem Haushaltsplan für das Rechnüngsjähr 1931 zu befäsien. Er wurde fang- und klanglos en bloc angenommen. Die Vorlage wegen Einrichtung eines städtischen Wochenmarktes aus dem Neckarplatz gab dem Wirtschastsparteiler Gelegenheit, gegen dies« kommunaie Einrichtung, die sich als P r e i s r e g u l a t u r in dem teuren Westen zum Segen namentlich der minderbemittelten Kreis« auswirkt, einen Vorstoß zu unternehmen. Er mußte sich sagen lassen, daß die immer wiederkehrenden Angriffe gegen die öffent- kichen Märkte allmählich komisch wirken müssen. Es liegen Aeuße- rungen von Ladeninhabern vor, die ein« Belebung ihres Geschäfts- ganges auf Grund des vor ihrer Tür sich abspielenden Wochen- Marktes ausdrücklich feststellten— gar nicht davon zu reden, daß die erdrückende Mehrheit der Einwohnerschaft einschließ- lich der politisch rechts eingestellten Kreise Protest gegen die Ein- stellung irgendeines Wochenmarktes erheben würde.— In einem Sonderausschuß soll sich nunmehr der Sturm im Wasierglase weiter austoben._ Oer wilde Mann aus Tempelhof. 13. Bezirk— Tempelhof. Die letzte Bezirksversammlung war wieder einmal sehr stür- misch. Auf der Tagesordnung stand u. a. die Beratung des Etats. Genosse B u r g e m e i st e r rechnete mit den Bürgerlichen gründlich ab. Ganz besonders kennzeichnete er die Demagogie der Bürger- lichen gegen die städtischen Betriebe. Hollmann von der KPD. wandte sich gegen Burgemeisters Ausführungen. Timm� als Vor- steher der deutschnationalen Fraktion gab dann die Wünsche der Bürgerlichen bekannt und verlangte zum Schluß Aufhebung aller städtischen Einrichtungen, wie Fuhrparks. Tarkenverwaltung u. a.. und deren Ueberführung in dke Privatindustrie. Wehrmann, als einziger Nazi, verkündete mit großem Lungenaufwand, daß er den Etat mit den Kommunisten ablehnen werde. Daraufhin groß« Rede gegen Böß und zum Schluß die Ankündigung, daß Köpfe rollen würden, wenn die Nazis erst die Macht in Händen hä ten. Bei der Spezialdebatte stellten die Kommunisten wiederum alle Anträge, die bereits im Haushaltsausschuß abgelehnt waren. Bei der Be- ramng kam es zu Tumulten, der Vorsteher mußte schließlich d�e Tribunen räumen lassen. Bei allen Kapiteln, besonders beim Wohl- fahrtsetat, stellten die Kommunisten Anträge auf Erhöhung der an- gesetzten Summen, trotzdem ihnen mehrfach gesagt wurde, daß nach Schlusselzahlen aufgestellt sei und bei Mehrbedarf Nachbewilligung n erfolgen. Nach Abschluß der Debatte wurde der Etat mit den vom Haushaltsausschuß vorgeschlagenen Anträgen gegen die Stimmen der Kommunisten verabschiedet. Heist den Krüppeln! Die.Haussammlung der Körperbehinderten. Dem Selbsthilfebund der Körperbehinderten(Reichsbund Deutscher Krüppel) E. V. wurde vom Polizeipräsidiuin eine Haussammlung in der Zeit vom 15. September bis 31. Oktober 1939 genehmigt. Krüppel aller Volksschichten haben sich in diesem Bunde vereinigt, um in gemeinschaftlichem Streben die oft so schweren Hemmungen und Nöte ihres Lebens besser überwinden zu können. Die Erfahrungen der einzelnen iin Lebenskampfe werden durch Austausch der Allgemeinheit nutzbar gemacht. Sachliche und mutgebende Beratung in allen Angelegen- heilen des Krüppellebens wird insbesondere den jugendlichen Schick- salsgefährten zuteil. Vertretung der Anliegen und Wünsche der Be- hinderten bei den behördlichen Stellen, vor allem in Sachen der Beschaffung von Behelfsmitteln, wie Kunstglieder, Stütz- apparate und Selbstfahrer ist eine Hauptaufgabe des Bundes. Eben- so läßt er sich die beratende Hilfe und Förderung bei allen Fragen des Berufes und der Arbeitsbeschaffung angelegen sein und fördert durch«in auftichtendes und befreiendes Gemeinschaftsleben im Bunde die Widerstandskraft der Verkrüppelten gegenüber ihren Hemmungen und Nöten. Es ist ein schönes Werk menschlich-freund- schaftlicher Hilfe, die hier, die Gefährten Änes oft Härten Schücksals ancinänöer tun, aber' die Lebensnot ist zu grvß unter den Per-' � krüppelten, aus eigenen Kräften können sie ihrer nicht Herr werden, wenn sie nicht Hilse finden bei ihren gefunden Mit- me ns che n. preise nur Freitag und Sonnabend! ♦ Leichtverderbliche Waren sind vom Versand ansgeschlossenl* Verhau! soweit Vorrat!* Mengenabgabe vorbehalten! Butter u. Käse C3ni6nii)8rt velliett, Schachtel 0.17 RORiadour 20% stock 0.22 aiig. Stangenhase 20%, m 0.46 Iflargarlne.. fm.«.»» 0.48 Palmtett. I-Plund-Talel 0.48 DJurstscbmalz...�0.48 kdamer 2°°,..... m o.so TilSlter vollfett.... Pfd. 0.74 Dan. schweizer 3o«A,. Ptd 0.84 BIOCHhÜSe Tils. Art, vollt Pfd. 0.84 Steinbuseher voiifettpid.0.88 Bayer. Schweizer vauf.pfd.1.1 8 ntoihereihutter..pid.i.32 Tafelbutter..... p» 1.42 Dänische Butter.. pfd.i.74 Räucherwaren Bundaale...... Bund 0.25 Fettbtichiinge pw-d 0.34 rflahrelen..... piund 0.38 Scheiiiisch.... piund 0.4s Seeaal«bgeiogen., Pfund C.95 Obst u. Gemüse Ulirsing- u.uteiBkohl � 0.03 ROthOhl...... Pfund 0.04 Hohlrflhen..... po-nd 0.04 ntühren...... ptun« 0.04 Kflrbis pfunt 0.05 Spinat....... ptund 0.O8 Sellerie.. pfun« ab 0.10 tnarh. RDbchen. Pfund 0.10 Kochhirnen.ptund 0.1 4 fieptel.Pfund ab 0.18 Gute EBSplei....Pfund 0.24 Hallt. Tateiaptei.. pwnd 0.44 Marmeladen/. Eimer Gemischte Rlarmelade 0.78 Zweitrucht....... 0.88 Pflaumenmus...... o.so Pflaumen KonfttQre.. o.so Johannlsbeeru. Aprikosen 1.1 5 Kirsch-Kontitlire....1.35 Himbeer-Hontiture. 1.35 Erdbeer-Konfltüre...1.35 Frisches Fleischpfd Bauch....... 0.92 Schinken u. Blatt 0.98 Kamm u. Schuft. 1.08 Kotelett... ab 1.08 RÜCkenfett bratfertig. 0.88 Liesen....... 0.86 Kalbskamm...0.98 Bug u. Brust.. 1.04 Kavier......„1.08 Hammelvorderf 1.1.06 Hammelkeule. 1.28 Schmorfleisch.b 150 Suppenfleisch ab 0.88 GOUlaSCh gemiacht..1.08 Eisbein mit Spitze.. 0.78 Bratwurst..... 1.14 Rinderherz.... 0.64 Rinderbacken.. 0.58 Rinderlungen.. 0.44 Schweinekopffo s 0.36 Hammelffleisch getr 0.84 Hammelkeule getr. 1.08 Kolonialwaren pta Gebr. Gerste...... 0.20 linsen......... 0.22 Talelreis........ 0.20 uteizengrieB.. c\. 0.25 Geschalte Erbsen 0.30 weiße Bohnen. 0.25 Bachobst...... 0.54 Kakao....... 0.58 uihtorla:Erbsen.... 0.22 COnd. iflilCh.,.2 Dosen 0.85 Roggenmehl...... o.is Haitee..... pfd.abi.90 Weine u. Spirituosen j* Apfelwein ber»..... 0.48 Apfelwein sab..... 0.75 Rheinwein....... 0.95 Taragona........ 1.00 Insel samos...... 1.10 malaga....... 1.1 5 Deutscher Wermuth 1.20 Jamaiea-Rum uerschD.38°.4.2o Wurstwaren Biu)u.Leberwurstbayrstck.o.i5 speckwurst... pmud o.ss Landleberwurst.. ptund o.ss Fleischrotwurst.. ptund o.ss Hausmacher. p.und o.ss Knoblauchwurst..ptund 1.1 s Jagdwurst ptund 1.1 5 hielt WürSt n. Br. Art, Pfund 1.20 Schinkenpolnlscbe Pfund 1.25 Feine Leberwurst. Pfund 1.30 Teewurst piundi.43 Zerueiat od. Salami pmud 1.48 Schinkenwurst.. p-und i.eo Scbinkenspeck.. �1.70 Kußschinken... pfm.d i.ss Gemßse-Konseroen./.d»« Konsum-semlise.... o.48 Gest! Ilseerbsen..... o.ss Apfelmus...... 0.60 Leipziger Allerlei.... 0.78 AprikOSen ganze Frucht.. 0.93 Frische Suppenhühner Pfd. ab 88 Pi. Frische Gänse Pfd. ab 85 Pi. Frische Brathühner Pfd. ab 115 pf. Frische Waldhasen gestreift und ausgeworlen Plond ab 98 Außerdem: Wildkaninehen gestreift und ausgeworfen Pfd. 1 05 pi Hirsch- Kochfleisch Pfund 40 wg Gänseklein m.Mag. stück 1 35 pfg. Hirschblätter pid. 90pf 9IAH IjubildiinisWrkauf