BERLIN Zrcitag 10. Oktober 1930 10 Pf. Nr. 476 B 237 47. Jahrgang erscheinttäzlich außerSonntaz«. Zugleich Abendausgabe de«.Vorwärts'. Bezugspreis beide Ausgaben 85 Pf. pro Woche, s,K0M. pro Monat. Redaktiva und Expedition; BerlinSWes,!iadenstr.S Anteigenpreis: Die einspaltige Nonpareilltieile 80 Pf., Reklamezeile ö M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwürts!« Stellung der Bolkspartc! zur Regierung Brüning safsen soll. Der von dem Staatssekretär a. D. S ch m i d geführte Flügel wird versuchen, Herrn Außenminister Curtius zu torpediere». Ans dies« Weise soll das Kabinett Brüning von innen erschüttert und die Bahn für eine Rcchtskoalition frei genrocht werden. Im Zeichen der Herzogsbilder. Ein Symbol für die Draunschweiger Hakenkreuzregiernng. Die Nationalsozialisten richten sich in Brauns chureig ein. Sie haben für ihre Regierung ein bezeichnendes Symbol gewählt. Unter der sozialdemokratischen Regierung waren die Bilder der brauir- jchwcigischen Herzöge aus' den Räumen des Landtags entfernt worden. Der neue nationalsozialistische Landtagspräsident läßt die Herzogsbilder wieder aufhängen. In diesem Zeichen gedenken sie zu regieren. Gegen republikanisches Geschichtsbuch. Braunschweig, 10. Oktober.(Eigenbericht.) Der nationalsozialistische Minister F r a n z e n hat das in allen Schulen Braunschweigs in Gebrauch befindliche Geschichtslehrbuch „Geschichtsbilder", das während der Regierungsiätlgkeit des sozialdemokratischen Volksbildungsministers eingeführt wurde, ve r- boten. Es muß sofort aus allen Schulen entfernt werdcn. Den Schulkindern fall angeraten werden, das entsprechende Buch sofort abzuliefern. Das Mitbringen des Buches in die Schul« ist verboten. Auch der sozialdemokratisch« Verlag Rieke u. Ca. hat die bei ihm lagernden Bestände nach der vorliegenden Verordnung sofort ab- zuliefern. Bereit nach beiden Seiten. Lleberläufer der Radikalen nach rechts waren nur Vorläufer. Paris, 10. Oktober.(Eigenbericht.) Der Parteitag der Radikalen in Grenoble hat am Donnerstag die künftige Taktik der Partei im Parlament und bei den kommen- den Neuwahlen dahin festgelegt, daß man wohl weiter mit den Sozialisten zusammengehen wolle, wenn diese sich zu voller gegen- scitigcr Loyalität verpflichten, daß man weiter in der Oppo- sition gegen die Regierung Tardicu und gegen die klerikale und politisch« Reaktion verharre, daß man aber doch bereit sei. mit allen ehrlichen Republikanern zur Bildung einer Konzentrations- regierung zusammen zu arbeiten. Dieser Beschluß stellt, wie der Abg Bergery erzürnt feststellte. eine sichtbare Rcchisorientierung der Partei dar. Donach seien Franklin-Bouillon und Dumesnil, die als Verräter aus der Partei ausgestoßen seien, keine lleberläufer mehr, sondern besonders feinfühlige V 0 r l ä u s e r. Chautemps, Herriot und Daladier ver- standen es aber, die Opponenten zu beruhigen. Man dürfe sich jetzt nicht unfreundlich gegen die republikanischen Nachbarparteisn zur Rechten zeigen, denn damit würde man nur die Position des Herrn Tordieu stärken. Man dürfe sich nicht die Blöße geben, er- klärt« vor allem Chautemps, jetzt nach einem sicher zu erwartenden Sturz Tardicus nochmals die Ohnmacht der Linken eingestehen zu müssen, eine tragsähige Regierung auf die Beine zu bringen. Herriot schließlich betonte, daß er den Sozialisten ihre unfreundliche Haltung bei den letzten Nachwahlen der Jlammer vergessen könne. Nach einem Appell Daladiers zur Einigkeit erfolgte das Votum, das eine Revision jener Beschlüsse darstellt, die einst in Angers die nolio- «tat« Ueno« und in Reims die Konzentrati onspolllik verurteilt hatten. Sechs Prozent Gehaltsabbau. Die Reichsregierung kündigt sämtlichen Reichsangestellten. vom Zentralvcrband der Angestellten wird uns geschrieben: Der Reichsminisler der Finanzen hat in einem Erlaß vom 4. Oktober d. 3. die Kündigung aller bei der Reichsverwaltung beschäftigten Angestellten zum Zll plärz 1931 angeordnet, um die Dienstbezüge von da ab um S Prozent zu kürzen. In dem Erlaß wird eine gleiche Kürzung der veamtenbezüge vom 1. April nächsten Jahres ab bereits als feststehende Tal. fache vorausgesetzt. Mit dieser Maßnohm« dokumentiert die gegenwärtige Reichs- regierung erneut ihren angestelltenfeindlichen Charakter. Für die Angestellten bei Behörden gilt es jetzt, die Abwehr oller ihre Existenz bedrohenden Maßnahme» in einheitlicher und g e- fchlofsener Kampffront durchzuführen. Der Anschluß an die zuständige Berufsorganisation ist notwendiger denn je. Hinein in den Zentralvcrband der Angestellten! Reue Kursstürze. Wirkung der Diskonterhöhung. An der heutigen Berliner Börse haben sich die Verkäufe wieder gehäuft. Die Unklarheit der politischen Loge, die Tatsache, daß die Reich sanlcihe immer noch nicht fest abge- schlössen ist, endlich die Zinserhöhung haben Kapitalbesitzer und auch die Spekulation zu neuen Abgaben veranlaßt. Die großen Wert« sind im Kurse wieder zurückgegangen, bei der AEG. und Siemens bis zu 3 Punkten, bei Salzdetfurth neuerdings wieder um 7 bis 8 Punkte. Auch die festverzinslichen Papiere, auf die sich die Diskonterhöhung in erster Linie auswirken mußte, zeigen Kursrückgänge. Streik der Baufchloffer. In 30 Betrieben die Arbeit eingestellt. In der gestrigen Funktionärkonfercnz der Bau- und Geld- schrankfchlosser, die zum Ergebnis der Streikabstimmung Stellung nahm, kam es wiederholt zu erregten Debatten. Die Ortsverwal- tung des Metallarbeiter-Vcrbandes hatte die Sanktion z u in Streik erteilt, weil die Unternehmer noch in den Verhandlungen am Montag vor dem Schlichtungsausschuß erklärt hatten, daß sie mit allen Mitteln versuchen würden, den angekündigten Lohn- abbau um 20 Prozent durchzuführen. Bei Metallarbeiters „Ei, ei, was sehe ich-- echte Tafelbutter? Da ist ein Lohnabbau sehr wohl tragbar 1" Durch den Schiedsspruch des Schlichtungsausschusies, der die Verlängerung des Lohnabkommens bis zum 31. Oktober vorsieht, hat sich die Situation jedoch verändert. Nach Ansicht der Ortsver- waltung ist der Angriff der Unternehmer auf die Löhne der Bau- und Geldfchrankfchlosser zunächst abgewehrt. Die Funktionäre er- blickten jedoch in dieser kurzfristigen Verlängerung des Lohntarifes Aus dem Inhalt: Brasilianische Kaffeercvoluiion.... Seile 2 Vorbestrafte als Führer zum Dritten Reich Seite 3 Englische Volksbühne........ Seile 4 Lohnt sich Raubmord?....... Seite 5 Vor der Arbeiter-Futzballmeisterschaft. Seite 7 nur ein taktisches Manöver der Unternehmer, die erst den Ausgang der Verhandlungen in der Berliner Metallindu- strie abwarten und außerdem in eine Zeit hineinkommen wollen, wo die Konjunktur im Bauschlossergewerbe nachläßt und die Er- solgsmöglichkeiten eines Streiks geringer sind. Gegen eine Stimme faßten die Funktionäre ohne Unterschied ihrer politischen Einstellung den Beschluß, heute in 30 der ausschlag- gebenden Betriebe der Berliner Bau- und Geldschrankfchlösiereien in den Streik zu treten. Die Erklärung des Vertreters des Metall- arbeiter-Verbandes Fuchs, daß die Sanktion fortbestehe für den Fall, daß die Unternehmer am 1. November einen neuen Vorstoß gegen die Löhne der Bau- und Geldschrankschlosser vornehmen sollten, änderte die Stellungnahme der Funktionäre nicht. * Zu dem im„Vorwärts" am Donnerstag veröffentlichten Be- richt über die Branchenversammlung der Bauschlosser teilen wir be- richtigend mit, daß die Belegschaft der Firma T u r b 0 n in Reinicken- dorf-Ost bisher noch nicht im Streik stand. Heute ist aber auch in diesem Betriebe die Arbeit eingestellt worden. 46 Schiffe verloren. Westeuropa im Unwetier. Der Westen Europas,, besonders aber Frankreich und mit ihm westdeulschland steht seit Wochen unter einer uogeivöhn- lichen w i t t e r u n g s d e p r e s s i 0 n, die sich ollmählich katastrophal auszuwirken beginnt. In großen Teilen Frankreichs dauern die feit Tagen herrschenden schweren Stürme und Rcgensällc mit unverminderter Heftigkeit an. von zwanzig Fifchdampfern, die von Loricnl ausgelaufen find, fehlt feit mehreren Togen jede Nachricht. Zeder Dampfer war mit fünf Mann besetzt. Das französische Marineministerium verössentlicht in diesem Zusammenhang eine Aufstellung der letzten Skurmopfer, wonach voraussichtlich nicht weniger als 4ö Schiffe verloren sind. Zn Ost- s r a n k r e i ch haben die starken Regenfälle und die damit verbundenen Aeberschwemmungen unermeßlichen Material- schaden angerichtet. In Westdeutschland haben sich im Gebiet an Saar. Mosel und Rhein gefahrdrohende Situalionen gebildet. Nur ein Nachlassen der auch in Berlin und in der Mark als unerträglich «unpsundenen nassen Witterung und das Eintreten des längst ersehnten trockenen und sonnigen fierbstwetters würde Westeuropa von schwerem Druck befreien. Paris. 10. Oktober. In Frankreich ist vor allem die Gegend von B a r- l e- D u c schwer heimgesucht worden. Die Kirchenglocken läuteten in der Nacht zum Donnerstag unuillerbrochen Sturm. In Triaucourt nehmen die Ueberjchwemmungen bedenkliche Formen an. Man be- fürchtet, daß die niedrig gelegenen Stadtteile im Lauf« des Freitag völlig unter Wasser gesetzt werden. Viele Einwohner mußten bereits ihre Wohnungen verlassen. Der Wasserstand der A i s n c hat in der Umgebung von Reims eine Höhe erreicht, wie sie seit dem Jahre 1910 nicht mehr verzeichnet wurde. Weite Strecken von Ackerland sind vollkommen überschwemmt. Eine große Anzahl von Häusern steht unter Wasser. Die Landstraßen sind an ver- schiedenen Stellen unpassierbar. Der Fluß schwemmt überall Trümmer von Baracken und Viehleichen an. Gendarmerie und Truppen sind damit beschäftigt, der Bevölkerung bei der Rettung von Hab und Gut behilflich zu sein. Hochwasser bedroht Oillinger Hütte. Trier, 10. Oktober. Heute abend 7 Uhr hat die Mosel den Stand von 6,10 Meter über dem Nullpunkt erreicht. Der Fluß steigt noch immer, ebenso Brasilianische Kaffeerevolution preiseinbrüche aus dem Kaffeemarkt- Oeutsche Verbraucher spüren nichts davon Eine Tcisse echten Bohnenkaffees gehört mit zu den Annehm- lichkeiten des Lebens. Ja, der Kaffee als Erfrischungsgetränk hat sich, wie bei vielen Völkern, so auch im deutschen Volk derart ein- gcbnrgert, dah er fast schon als Lebensnotwendigkeit zur Erfrischung der schlaffen Lebensgeister sowohl des Morgens nach dem Aufstehen wie nach Beendigung der Arbeit gelten kann. Allerdings gehört heute in weiten Kreisen des deutschen Volkes der Genuß echten Bohnenkaffees zu den Seltenheiten. Die schwache Kaufkraft der Massen wird schon durch die Ausgaben für die dringendsten Lebensbedürfnisse in einem Maße beansprucht, daß die Kasse einfach für de»„Luxus" eines reinen Bohnen- k a f f e e s nicht mehr ausreicht. Viele Hausfrauen müssen sich da- bei mit Gerstenkaffee und allen möglichen Zusätzen zum Bohnen- kaffe« behclfen. Wenn so oft behauptet wird, daß die Luxusbedürf- nisse im deutschen Volk auf allen Gebieten gestiegen seien, so be- weist die Entwicklung des Kaffeckonsums in der Nachkriegszeit, wie unhaltbar diese Behauptung ist. Bei einem äußerst starken Anschwellen der kafseeproduktion von 12 ans 21 TNillionen Doppelzentner im letzten Jahr gegenüber 1911 ist der Weltoerbrauch etwa um 49 Prozent gegenüber der Vorkriegszeit g e st i e�g e n. Er stellt sich heute auf annähernd 1,4 gegenüber 1,06 Millionen im Jahresdurchschnitt 190S— 1913. Ilm so mehr muß auffallen, daß Deutschland, welches von jeher ein starkes Kaffeekonsumland war, in den letzten drei Jahren durchschnittlich 30 Prozent weniger Kaffee ver- brauchte, nämlich 125 000 Tonnen gegenüber 151 000 Tonnen in den letzten Vorkriegsjahren. Es zeigt sich also, daß die fast gänzliche Drosselung des Kaffeeverbrauchs während der Inflation, der unter -40 000 Tonnen im Jahresdurchschnitt gesunken war. auch jetzt noch lange nicht wieder einem normalen Aufschwung des Kaffeeverbrauchs Platz gemacht hat. Es ist durchaus bezeichnend für die Schwäche der Maffenkaufkraft in Deutschland, wenn man den Kaffeeverbrauch bei uns mit dem Konsum in anderen Ländern vergleicht. So ver- brauchen zum Beispiel pro Kopf der Bevölkerung: Schweden und Dänemark..... über 7 kg jährlich Vereinigte Staaten....... rund 6„, Holland und Belgien........ 5.2.. Frankreich............ 4,3.. Deutschland.......... knapp 2,. England kommt bei diesem Vergleich nicht in Betracht, da Groß- britannien ein ausgesprochenes Tee-Konsumland und der Kaffeever- brauch verschwindend gering ist. Geht man in Deutschland den Gründen für den schwachen Kaffeekonsum nach, so stößt man immer wieder auf die durchaus berechtigten Klagen, daß die heutigen Kaffeepreis« im Kleinlzandel einfach nicht z u bezahlen feien. Es muß rundheraus erklärt werden, daß die gegenwärtige Höhe der Kaffeepreise in Deutschland einen glatten Skandal darstellen. Im großen Durchschnitt liegen die Preise um 80— WO Prozent über den Vorkriegsprcisen, obwohl die Kasfee-Crnten noch niemals so reich waren und die Kasfeepreise in den überseeischen Erzeugerländern niemals seit 1913 so t i e f st a n d e n, wie gerade jetzt. von August vorigen tzahres an" find die kasfeepreise fif' brasilianische Sorten, mit denen der Weltmarkt zu rund 75 Prozent oersorgt wird, zu mehr als 60 Prozent gesunken. Die Preisnotierungen an der Hamburger Börse, die sich 1913 auf SO Pf. je Pfund und Ende 1925 auf 91 Pf. pro Pfund stellten, sind bis Anfang vorigen Monats auf 35?� Pf. gesunken. Di« Kaffee- preis« an der Hamburger Produktenbörse liegen. also jetzt weit unter dem Vorkriegsstand. Auch wenn man in Betracht zieht, daß die K a f f e e z ö l l e in Deutschland erhöht und daß die Verarbcitungskosten in den Röstereien höher als 1914 find, werden dadurch die gegenüber der Vorkriegszeit doppelt so hohen Kaffee- preise in keiner Weise gerechtfertigt. Von den reichen Kafsee-Ernten in Brasilien und der Preisrevo- lution, die bei der Bedeutung des Kaffee-Exports die ganze bra- stlianische Wirtschaft erschütterte, hat die deutsche Verbraucherschoft auch nicht das geringste zu spüren bekomincn. Was will es lchon besagen, wenn wirklich die Preise für verschiedene Sorten im Laufe des letzten Jahres um einige Pfennige herunter- gegangen sind. Gewinne von kaum saßbarem Ausmaß müssen bei einer derartigen Riesenspanne zwischen Erzeuger- und Bcrbraucherkreiscn in den Händen der Kaffee-Importeure, der Groß- röstereien und des Großhandels hängengeblieben fein. Nichts kennzeichnet den Widersinn des kapitalifti- schen Systems und feine Unfähigkeit, die von Mutter Erde ge- spendeten Reichtümer unter der Menschheit zu verteilen, schärfer. als die Vorgänge auf den Wsltkaffecmärkten. Brasilien ist sozu- sagen mit Kaffee überschwemmt. Die Angebote aus den Riefen- Pflanzereien drängten in derartigen Massen, daß es zu den bereits erwähnten schweren Preiseinbrüchen an den internationalen Pro- duktenbörsen kam. Wäre der Verteilungsapparat der Weltwirffchait in Ordnung und wäre in der Produktion auch nur ein Ansatz von Planmäßigkeit zu verspüren, so hätte es wie auf anderen Rohstoff- gebieten auch in der Kaffeewirffchaft Südamerikas niemals zu der- artigen Katastrophen kommen können. Die brasilianische Regierung hat sich vor dem Erntesegen und vor dem Ansturm der durch den Preissturz wildgewordenen Farmer nicht anders retten können, als durch künflliches Hochhalten der Ex- portpreise. Dies wird durch das staatliche Kaffeekartell besorgt, das die überschüssigen Kaffeemengen mit Staatsgeldern aufkauft,«in- lagert und dann nach und nach erst exportiert. Der Strom der von den Kaffeeplantagen kommenden Erntemengen war aber stärker als die Finanzkrast der brasilianischen Regierung. Rund 20 Millionen Sack Kaffee, das sind 1,2 Milliarden Kilo, also soviel wie Deutschland in zehn Jahren verkonsumiert. hatten sich als Borräte in den brasilianischen Lagerhäusern an- gehäuft, als der Regierung der Atem ausging, die„Stützungsaktion zusammenbrach und seit dem Oktober vorigen Jahres die Kaffee- preise ins Bodenlose fielen. Der Zusammenbruch der Kaffeepreis« hat für Brasiliens Ge- samtwirtschaft katastrophale Folgen gehabt. Da der Kaffee- Export zwei Drittel der brasilianischen Gesamtaussuhr ausmacht, ist die Währung Brasiliens von diesen Ereignissen stark in Mitleiden- schüft gezogen worden. Diese wirtschaftlichen Erschütterungen bilden auch die Ursache der jetzigen revolutionären Wirren. Die Grohplantagenbesitzer sind politisch sehr einflußreich, und es ist sehr bezeichnend, daß die Hauptaufruhrzellen in den Kaffeebezirken des Landes liegen. Auch tue Existenzgrundlagen der Planlagenarbeiter sind völlig rrjchüllert. Da die Löhne der Plantagenarbeiter gleitend festgesetzt sind," also mit dein Kaffeepreis steigen und fallen, ist ihre Lebenshaltung im letzten Jahr um mehr als die Hälfte verschlechtert worden. Der brasilianische Kaffeearbeiter läuft zerlumpt herum. während Europas Textilfabriken in ihren Vorräten ersticken, der europäische Arbeiter kann sich keine guten Nahrungs- und Genußmittel leisten, obwohl in Argentinien Weizen verfeuert und in Brasilien Kaffee ins Meer versenkt wird, lieber- fluß hier, Mangel und Elend dort. Und über allem steht grinsend das Gespenst der Weltarbeitslosigkcit, als Symbol eines zum Sterben verurteilten Systems. D— c. die Sauer. Auf der Mosel treibt viel getötetes Groß- und Kleinvieh. Ein heftiger Wolkenbruch hat auf der Eisenbahnstrecke Taben— Saarhölzbach ein Gleis überspült, so daß der Verkehr aus der Strecke e l n g c st« llt werden mußte. In mehreren Dörfern wurde durch den wolkenbruchartigen Regen erheblicher Schaden an- gerichtet. Auf der Eisenbahnstrecke nach Nonnweilcr entstand infolge des Hochwassers«in Dammrutsch. Der Güter- verkehr wurde hier ganz eingestellt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten. An der Saar ist die Dillinger Hütte im unteren Teil von den Wassermassen Überschwemmt, so daß die Arbeit eingestellt werden mußte. Das Dorf Niederleuken steht halb unter Wasser. Die Strecke Trier— Saarbnrg ist dort unterbrochen. In Saarburg selbst ist die Unterstadt überflutet. In einigen Moselortcn mußten die in den Kellern lagernden ge- füllten Fässer verankert werden, da die Keller bereits zum Teil vom Wasser überflutet sind. An der Ruwer hat das Hochwasser große Erdmassen mit fortgerissen. An verschiedenen Stellen geriet die Böschung ins Rutschen und wurde weggespült. In einigen Orten an der Ruwer mußten die Einwohner die Keller und zu«bener Erde liegenden Wohnungen räumen. Saarbrücken. 10. Oktober. Dos Ncunkirchcr Eisenwerk wurde zum Teil über- schwemmt. Walzwerk, Koksanlage und Hochofenparlie mußten die Arbeit einstellen, die Belegschaft wurde in Kähnen aus dem Werk gebracht. Mord an einer Berlinerin. Der Täter in der Gegend von Rathenow verhastet. 3n Reue Schleuse bei Ralhenow wurde heule vormittag eine jugendliche Berlinerin namens Koje, die bei ihren Eltern zu Besuch weilte, ermordet aufgefunden. AK Täter kommt ein gewisser Hans Altmann aus Ralhenow in Frage, der mit dem Mädchen Liebesbezichungen unterhielt. Er wurde beobachtet, wie er das Haus, in dem die Koje wohnte, fluchtartig verließ und mit cinem Fahrrad davonfuhr. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, und es gelang ihr auch in kurzer Zeit, den Altmann in Groh-Atudicke zu sielten und se st zunehmen. Einer zweiten Mordtat in Jerchefar im Kreis West- Havelland ist man jetzt aus die Spur gekommen. Dort wurde der feit dem 25. Januar d. Z. vermißte L7jährige Altbesiher w i ch m a n n in einem Graben ausgesunden. Die Leiche war mit Sträuchern und Erde zugedeckt. Die Polizei nimmt hier eine Mordtat an und hat die Ermittlungen sofort vorgenommen. Die Toten von„R lOl". Feierliches Begräbnis in London. London, 10. Oktober.(Eigenbericht.) Die Toten de»„R. 101" ruhten seil zwei Tagen in der West- minstcr-holle, in der seil der Ausbahrung Eduard VII. weder ein König noch ein Parlamentarier oder irgendein anderer Sterblicher dieser Erde aufgebahrt worden ist. Taufende und aber Tausende pilgerten an den sterblichen lleberrestcn der Männer des„R 101" vorüber. Eine rot ausgeschlagen« Plattform bildet den Hintergrund der Totenhall«. Unter Blumen und der englischen Flagge stehen die Särge der Menschen, die vor nicht weniger als 96 Stunden die Fahrt in die Luft nach Indien antraten und heute verbrannt, als Leichen wiederkehrt«». 48 Tote, unter ihnen der Luftfahrtminister der englischen Nation, der Luftfahrtminister der englischen Ar- beiterpartei. Mittags um 13 Uhr findet die feierliche Beisetzung in der Paul-Karhedral« statt. Eckener vertritt Deutschland, Laurend-Eynac i Frankreich. In feierlichem Auge sind die 47 Särge durch die i-traßen Londoiis geführt worden, die von Hunderttausenden : gesäumt sind. Orgclfpiel und Gesang leiten die Feier ein. Dann spricht der Geistliche. Wirtschastsparteiler Finanzminister— Hausbesitzer behalten die Mietersteuer für sich. Dresden, 10. Oktober. Der Sächsische Landtag verhandelte in seiner heutigen Sitzung zunächst über den sozialdemokratischen Antrag auf Ein- sctzung einer Unterfuchungskommission zur Nachprüfung f. von Borkommnissen bei der Steuererhebung in Sachsen. Diese � Vorkommnisse sollen sich, wie es in der Begründung des Antrages heißt, während der Amtszeit des früheren wirtfchaftspartei- '' liehen Finanz Ministers Dr. Weber zugetragen haben. Finanzminister Dr. Hedrich gab zu dem Antrag eine Erklärung ab, in der es heißt, es fei zutreffend, daß. zuweilen die Steuer- behörden stillschweigend von der Einhebung von Steuern abgesehen hätten, ohne daß Erlasse oder Stundungsgesuche vorgelegen hätten. Die Gründe für dieses Ver- halten feien verschiedener Art. Ein dcrarliges Verfahren könne nicht geduldet werden. Das Finanzministerium habe den Ein- druck gewonnen, daß in letzter Zeit— wohl unter dem Druck, der allgemeinen schwierigen Wirtschaftslage— sich die Zahl der Fälle vermehrte, in denen die Mietsteuer durch die Grund- stückseigentümer nicht oder wenig st ens nicht pünktlich abgeführt wurde. Dem fei durch eine ent- sprechende Anweisung der Steuerbehörden entgegengetreten worden. In diesem Zusammenhang von Mißständen in der Verwaltung der Landessteuern zu sprechen, sei jedoch völlig abwegig. Der Antrag, der durch den Abgeordneten Dobbert(Soz.) be- gründet worden war, wurde nach kurzer Debatte einstimmig an genommen. Ein Ltrieil über die Bürgerpolitik. Der sächsische Demokrat Dehne legt sein Mandat nieder. Dresden, 10. Oktober.(Eigenbericht.) Der demokratische Abgeordnete des Sächsischen Landtags Dr. Dehne hat am Mittwach sein Mandat niedergelegt. Sein Nachfolger ist der Syndikus des sächsischen Einzelhandelsver- bandes Professor Dr. Kastner. Dehne begründet seinen Mandats- verzichr mit den politischen Zuständen in Sachsen. die ihn anekelten. Wie die letzte Landtagsrede Dehnes er- kennen läßt, zielt diese Begründung vor allem auf die Deuffche Volkspartei. Der Schober-Block ist gegründet. Er ist am Donnerstag zu- stände gekommen. Ihm gehören an: die Großdeutschen, Land- bündler, die demokratische Mittelpartei und ander« Angehörige der Mitte. Schober persönlich wird an der Spitze des Blocks in allen Wahlkreisen kandidieren. Osttald IHosley, wurde als Führer der Neuen Generation in der britischen Arbeiterpartei vom Parteitag in den Parteivorstand gewählt. D-Zug tötet Glreckem'nspektor. Aus der Draisine überrannt und zermalmt. Zwischen den Skalionen Melchow und Eberswalde ereignete sich, wie jetzt erst bekannt wird, am Donnerstagabend gegen g Uhr ein entsetzliches Unglück. Der vahninfpeklor S e e h n s aus Eberswalde wollte gegen 9 Uhr eiae Kontrolle der Stteckenwärier vornehmen. Mit einer Draisine begab cr sich aus die Fahrt. Mitten aus der Strecke wurde der Bahninspeklor mit seinem Fahrzeug von dem fahr- planmäßigen D-Zug Berlin— Stockholm— vermutlich in einer wenig übersichtlichen Kurve— erfaßt. Die Draisine wurde völlig zertrümmert, der Beamte fast HI, zur Unkenntlichkeit verskümmelt. Eine Untersuchung über den seltsamen Unfall ist eingeleitet worden. 120. Abteilung— FrZedrichsselde. Heute abend Flugblätter vorn Abteilungsleiter abholen. „Marxistische Mißwirtschast." Scharfmacherorgan verschiebt die Verantwortung. Die„Deuffche Allgemeine Zeitung", das Organ der Schars- mocher, verschickt Werbeschreiben, in denen es heißt: „Große Umwandlungen und Umschichtungen sind in dem politischen Leben Deutschlands geschehen. Das Bürgertum hat deutlich gezeigt, daß es sich von der marxistischen Mißwirtschast abwenden will." Augenblicklich trägt unbestritten das Bürgertum, das sich„von der marxfftischen Mißwirtschaft abwenden" will, die Alleinverant- wortung. Wir haben nach der großen Umwandlung vom 14. Sep- tember eine echt bürgerliche Wirtschaft. Und der Effekt? Ein Blick auf die Reichsbank, ein andrer auf die Börse, ein dritter auf die Erwerbslosenziffern, ein vierter über die Grenzen. S o sieht es aus, wenn das Bürgertum sich„von der marxistischen Mißwirtschaft abwendet"!_ Kommunisten-Krakeel in Neukölln. Wieder Demonstrationen vor dem Amtsgericht. Aus Anlaß zweierProzesse.die heute vormittag vor dem erweiterten Schöffengericht Neukölln gegen drei K o in- m u n i st e n begannen, kam es mittags vor dem Amtsgericht Neukölln zu einer Ansammlung von etwa 800 bis 1000 Erwerbslosen, die dauernde Hochrufe aus die Ange- klagten, den Bezirtsoerordneten Martin Weise, die Näherin Berta Wulf und den Kommunistenfühver Hamann ausbrachten. Zum Schuß des Gerichts wurden innerhalb des Gebäudes einige Bcamte postiert, und vor dem Gericht nahm eine Bereitschaft Ausstellung, die von Zeit zu Zeit die Straßen von den Demonstranten säuberte. Die Verhandlungen und die Demonstrationen dauern fort. Der kommunistische Rcichslagsadgeordnete Maddalena wurde am Donnerstogmorgen in seiner Wohnung ii, Hamburg auf Grurd eines richterlichen Haftbefehls festgenommen und dem Umersuchungs- gefängnis zugeführt. Als Grund wird angegeben, daß Maddalena zu einer angesetzten Gerichtsverhandlung nicht erschienen sei. käuuca Kriege vermieden werden? Auf Beranlalsung des lieber wachungsausschusses wird die Veranstaltung„Können Kriege oermieden werden?" am heuttgen Freitag, dem 10. Oltober, abends um 8.15 Uhr, aus einen späteren Zeitpunkt verlegt. Heute, Freitag, abends um 6 Uhr, wird im Programm der Aktuellen Abteilung Redakteur Dr. Wolter Hage» mann über„Die Revolution in Brasilien" sprechen. Treffpunkte zur Kundgebung am Sonntag, dem 12. Oktober 1930 1. fireis Mitte: Arkonaplatz 12.30 Uhr. 2. Kreis Tiergarten und 7. kreis Charloltenburg: Kleiner Tier- garten 13 Uhr. Z. kreis BJedding: Brunnenplatz 12.15 Uhr. 4. kreis Prenzlauer Verg: Danziger Straße 64(Bezirksamt) 13.15 Uhr. 5. Kreis Zriedrichshain: Küstriner Platz 13 Uhr. 6. kreis Kreuzberg: Fonlanepromenade 13 Uhr. S. kreis Spandau: Abfahrt nach Lehrter Bahnhof: Abteilung Staaken 12.23 Uhr Bahnhof Staaken; Abteilungen Allstadt, Neu- stadt und Wilhelmstadt 12.33 Uhr Bahnhof Spandau-West; Abtei- lung Siemcnsstadt 12.42 Uhr Bahnhos Fürstenbrunn. Aufstellung des Zuges am Wilhelmuser(westliche Seite des Lehrter Bahn- Hofs). Abmarsch 13 Uhr durch Wilhelmufer, Jnvalidenstraße, hier Anschluß an 2. Kreis. g. kreis, 10., 11. und 12. kreis Milmersdorf, Zchlendorf, Schönederg und Steglitz: Hausvogteiplatz 13.30 Uhr. 13. kreis Tempelhof: Antreten 12 Uhr U l l st e i n h a u s. Morsch durch Berliner Straße bis U.-Bahnhof Tempelhof. Fahrt bis U.-Bahnhof Französische Straße. Antreten Gendarmen- markt. Marsch durch Französische, Werderstraße, An der Stech- bahn, Schloßfreiheit, Lustgarten. 14. kreis Neukölln: Reuterplatz, 13 Uhr. 15. und 16. kreis Treptow und Köpenick: Am Köllnischen Park, 13.30 Uhr. 17. kreis Lichtenberg: �oltcistraß«(vor der Jugendbühne), 12.30 Uhr. 18. Kreis Weißensee: Lehderstraße Ecke Berliner Allee, 12.30 Uhr. 19. kreis Paukow: Bornholmer Straße, Spitz« Schönhauser Allee. 12.30 Uhr. 20. kreis Reinickendorf: Residenzstrahe Ecke Marktstrahe in Reinickcndorf-Ost, 12.30 Uhr. Die Sozialistisch« Arbeiterjugend trifft sich an den Sammcl- platzen der Partei. piscators Kult. Erwin vor dem Arbeitsgericht. Erwin P i s c a t o r und sein letztes Regiewerk,„D e s K a i s e r s Kuli", standen dieser Tage im Mittelpunkt eines Prozesses vor dem Berliner Arbeitsgericht. Der Schauspieler Wolfgang Staude hat Piscotor wegen nichtbezahlter Probenarbeit verklagt und im Laufs der VerHand- lung nahm einer der prominentesten Vertreter der Bühnengenossen- schast, Bernhardy, Gelegenheit, um mit unmißverständlicher Schärfe �errn Piscator auseinanderzusetzen, welche Pflichten«in Theater- direttor gegenüber seinen Schauspielern hat. Der Schauspieler Staude sollte im Stück„Des Kaisers Kuli" die Rolle des Reichspietsch spielen und zu diesem Zweck macht« er fünf Wochen lang Probenarbeiten, zuerst im Wallnertheater und dann im Lessinglheatcr. Am End« der sünften Woche wurde aber Staude die Rolle abgenommen, da er angeblich zu hohe Gagen- anspräche stellte. Staude verlangte 20 Mark täglich und erklärte, daß er in einem anderen Theater für eine derartige Rolle ohne weiteres 1000 bis 1500 Mark erhalten würde. Als Staude die Be- Zahlung für die geleistete Probenarbeit verlangte, wurde ihm er- klärt, daß die Probenarbeit nicht entlohnt werden könne, diese Arbeit sei lediglich au» ideellen Gründen erfolgt. In der Verhandlung, die unter dem Vorsitz des Amtsgerichts- rats Ihildebrandt stattgefunden hatte, wurde ein Schreiben des nichterfchienencn Beklagten verlesen, in dem er sich dagegen auf dos Energischste verbat, vom Kläger in dessen Schriftsatz an das Gericht als Theaterdirektor und Unternehmer bezeichnet zu werden. Er. Piscator, sei lediglich als Mtglied des Schauspielerkollektivs Regisseur und bekomme 10 Mark täglich als Ersatz sür seine Aus- gaben. Eine ähnliche Erklärung gab auch der Schauspieler Dr. Kaiser ab, der als Konzessionär des Wallnertheaters eben- falls verklagt ist. Der Vertreter der Bühnengenofscn schast, Bernhardy, nahm hierauf in schärfster Weise Stellung gegen diese Erklärungen und sagt«:„Das wirst ein trübes Licht auf die Kollegialität des Herrn Piscator. Ohne uns, das heißt, der Bühnengenossenschaft, hätte Piscator niemals eine Konzession erhalten, es ist sittenwidrig, die wochen- langen Probenarbeite» eines Schauspielers nicht zu bezahlen, aber das ist eben die Taktik des Herrn Piscator, der natürlich ein Theaterdirektor ist. Solche Ideal« lehnen wir ab. Wir bestehen daraus, daß nicht nur der Taris- vertrag, sondern auch das, was das bürgerliche Gesetz ausdrücklich vorschreibt, eingehalten wird." Gegen dies« Ausführungen protestierten die Vertreter der Be- klagten auf das Schärfste und da das Gericht feststellte, daß«in« Einigung nicht möglich ist. wurden beide Parteien aufgefordert, Schriftsätze und Zeugen für ihre Behauptungen einzubringen. Di« Verhandlung wurde hierauf vertagt. Verbrechergrößen aus dem A.Reich Das Vorstrafenregister von-14 Aazi-Führern. Nürnberger Vuchdruckerarbeiien. Der Bildungsoerband der Deutschen Buch- drucke? hat in seinem Ausstellungssaal in der Drcibundstrahe wieder ein« jener schönen Ausstellungen erässnet, die Zeugnis ab- legt von technischem Können und künstlerischer Begabung. Diesmal ist es die Städtische Berufs- und Fach- schule für Buchgewerbe und Graphik in Nürnberg die mit Schülerarbeiten„vom Lehrling bis zum Meister" aufwartet und einen guten Einblick in eine modern geleitete Fachschule vcr- mittelt. Der Ausstellungsl«iter Gewerbeoberlehrer Gottlieb Fischer legt besonderen Wert auf die Fortbildung des Schülers auch während der Gehilfen, eit. und die ausgestellten Musterarbeiten verraten vielfach starkes Können. Für den Ätzerlehrling kommt«s während der Lehrjahr« vor allem daraus an. da- inner« Wesen der»christ kennen zu lernen und mit dem Wesen der Publikation zu verbinden. Die Beachtung des goldenen Schnittes, die Anwen-/ dung von Farben u. a. ist wichtig.' Die Druckerklalsen werden in den Methoden d«s Zurichtens, des einfachen Werk-, Formular- und � Illustrationsdruck«« unterwiesen Die Lehrlinge im vierten Jahr müssen schon schwierigere Arbeiien«rlernen; hier kommt«? auf � den Grad der Sauberkeit des Druckbildes an. Di« jungen Leute müsi«n fähig fein, schnell«ine Skizze anzufertigen, nach der das Druckbild ausgeführt wird. In den Abendkursen werden dann die vielen„Schwarz"künste— heute spricht man sa wohl schon von Buntkünst«n!— gelehrt, die sich b«i den verschiedenen Arten des � Plakatdrucke, des Diclfarbendrucks und Offsetdrucks ergeben. Auch für den Richtfochmann«röffnet die Ausstellung«inen lehrreichen Einblick in die Gesetze des guten Geschmacks und der künstlerischen Formgebung. In den Sturmabteilungen der Hitler-Partei gährt es weiter. Vor uns liegt ein Schreiben von Leipziger SA.- Leuten, in dem es heißt: Auch wir wollen mit allen Kräften gegen das Bonzentum in unserer Bewegung und den Verrat an unseren Zielen käinpfen... Die getroffenen Maßnahmen sind nur vorübergehend! Sie sollen den entstandenen Riß für die Zeit bis nach den Wahlen überkleistern. Dann aber will man— der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen— d i e SA. auflösen und höchstens nur noch dem Namen nach fortbestehen lassen und ihr ander« Aufgaben, hauptsächlich Straßcnzellenarbeit, zuweisen. Auch haben wir aus sicherer Quelle erfahr«», daß man die Zusage der Entfernung eures Gaugeschäftsführers W i l k e und eures Orga- nisationsleiters Muchvw nicht innehalten will. Habt ihr ver- gessen, daß Milte unser« Kameraden, die in den Röntgcntaler Pro- z«ß verwickelt waren, aufs schmählichst« im Stich lieh, ihnen keinen Rechtsschutz gewährt hat und erklärte: Mr haben sie nicht hin- geschickt, was hatten sie dort zu suchen? Hat sich auch nur das geringste gebessert, seit Mücke Ende August an Friedrich schrieb: So wie die Juden ihre weißen Wochen machen oder ihre Saisonausverkäuf«, so«mpfiehlt sich Herr Hitl«r in seinem eigenen Blatt als zukünstig«r Diktator und annonciert Bilder von sich zum Preise von 13,50 M., wahrscheinlich um zu zeigen, daß er Führer einer Arbeiterpartei ist.— Kurz gesagt: es ist«in Saustoll! Jawohl! Es ist ein Saustall! Vor uns liegt ein« List« von Parteigenossen, di« man noch immer in unserer Partei duldet, trotzdem sie notorische Verbrecher sind. Hier nur ein« kleine Auswahl! Es folgt nun eins Lifte von 14 namentlich aufgeführten nationalsozialistischen Führern, denen ihr Vorftrafenregister vorgehalten wird. Die Liste der Straftaten und Strafen sieht so aus: Siltlichkeitsverbrechen an Kindern, sechs Monate Gefängnis: Sitllichkeilsvcrbrechen, sieben Monate Gesängni«: Abtreibung mit tödlichem Ausgang und Sittlichkeitsvergehen. ein halbes Jahr und ein Jahr Gefängnis: Totschlag an einer Dirne, vier Jahre Gefängnis: elssacher Bandendiebstahl, zwei Jahre ein Monat Gefängnis: schwerer Einbruch, viereinhalb Jahre Gefängnis: fortgesetzte Amtsunterschlagung, zweieinhalb Jahre Zuchthau»: widernatürliche Unzucht, sechs Mouale Gefängnis: össenlliche Unzucht aus einem Friedhof. 14 Tage Gefängnis; Leistungswucher, 6 Monat« Gefängnis: Unterschlagung von Geldern für Kriegsblinde, acht Monate Gefängnis; Untreue, zwei Jahre Gefängnis. Entrüstet fährt das Rundschreiben fort:„Ist es nicht zum Speien, daß solche Leute in unserer Bewegung ge- duldet werden?" So sieht es hinter den Hitler-Kulissen aus! Das sind die Leute, die Deutschland aus der Not führen und sittlich er- neuern werden! ,,ZremdAämim'ge" Arbeiier auf Völkischem Riiiergui Stolz und kühn verkündet der„Völkische Beobachter" als Sprach- rohr Hitlers in der Nummer vom 1. Oktober 1930:„W i r vertreten das Volk." Das Zentrolorgan der deutschen Faschisten hat sich zur Erhärtung dieser kühnen Behauptung ein Tabellarium ausgedacht, in dem seine Volksvertreter den„Arbeitern der Stirne und der Faust" ebensalls als Arbeiter der Stirne und der Faust vorgeführt werden. Die frischgebackenen Reichstagsabgeordneten unter den Pg's werden krampfhaft in ein« bestimmte Rubrik ein- geteilt und mit einer bestimmten Berussmarke versehen. So denkt man am besten die Tatsache zu verschleiern, daß die„Arbeiter"- parte! der Nationalsozialisten gar keine Arbeiterpartei ist, sondern ein wüster Interessenten Haufen konjunkturwitternder Spe. kulanten und politischer Ignoranten. Das aus allen politischen Programmen Deutschlands zusammengemixt« Programm der Nazis huldigt auch dem ständischen Gedanken der Iungdo-Romantiker, die vom Ständefrieden schwärmen und so den Klasicntamps überwinden wollen. So sieht bei den Nazis die ständische Gliederung aus: Gruppe A, Nähr st and. eine Hauptgruppe mit folgenden Unterabtcilun- gen: Landwirte, Landarbeiter, Bäcker. Die Gruppe L, der Mehr- stand, gliedert sich wieder in Handwerker, freie Berufe und kauf- männische Berufe. Der mit E oerbuchte Lehr st and umfaßt nicht nur Volkeschullehrer und Lehrer an höheren Lehranstalten, sondern auch Schriftsteller. Das erscheint nicht wenig anmaßend, wenn man darunter Herrn Dr. Joseph Goebbels aufgeführt findet. Dessen ge- druckte Elaborate als Lehrmittel zu bezeichnen ist ebenso grotesk wie die von Herrn Frick sanktionierte Rass«n-„Forschung" des Herrn Prof. Dr. Günther als ernste Wisienschast anzusehen. Selbstverständlich darf auch v, der Wehrstand, nicht fehlen. Er setzt sich aus Offizieren der alten Armee zusammen, die sich zu ihren gar nicht bescheidenen Pensionen auch noch die Abgeordnetendiäten vcr. dienen wollen. Unter E findet man die Verwaltung, mit Be- amten und Juristen, die sich allein von 20 Abgeordneten vertreten lassen müssen. Eine schöne Zahl für eine Arbeiterpartei, die dazu noch 6 ehemalige aktive Offiziere, 21 Angehörig« des Lehrstandes, 43 d«s Mehrstandes und 17 des Nährstandes in den Reichstag schickt. Betrachten wir zunächst einmal den Nährstand. Ein besonders feiner Bcrtrcter dieser Gruppe dürfte der pommersche Ritterguts- bcsiher von Eorswandt fein, Gauleiter der.Nazis und Vorkämpfer für das Dritte Reich, zu dessen Verwirklichung gefordert wird, daß „die Angehörigen fremder Nationen aus dem Reich« auszuweisen sind und sofort zum Verlassen des Reiches gezwungen werden". Herr von Eorswandt müßte mit dieser Ausweisung zunächst mal auf seinem Gut anfangen, denn er beschäftigt zahlreiche.fremdstämmige" Arbeiter. trotzdem 70 000 deutsch« Landarbeiter erwerbslos sind. Herr von Eorswandt hat offen zugegeben, daß«r auf die polnischen Wander- ardeiter nicht verzichten kann, weil sie billiger orbeiten als die deutschen. Sie ermöglichen dem wackeren NährständUr, noch seiner eigenen Erklärung im pommerschen Provinziallondtag. für sich jähr» lich 40 000 Mark zu verbrauchen. Also Lohndrücker auf Kosten deut- scher Erwerbslosen und dennoch Vertreter einer sogenannten Ar» beiterpartei! Daß die Abgeordneten der Nazis sich nur für den Stimmen- fang beruseständisch frisieren und in den meisten Fällen den ange- gebcncn Beruf gar nicht ausüben, läßt sich nachweisen. Der als Landwirt aufgeführte Heinrich Himmler wohnt beispielsweise in einem Münchencr Vorort, wo man keine praktische Londwirtschast beireiben kann, ist lediglich Diplom-Landwirt und ein A n- gestellter der NSDAP., der sich durch besonders rüde Agita- tionsmcthoden auszeichnet. Seine landwirtschostliche Arbeit besteht in der Abhaliuna von Versammlungen in ländlichen Gebieten Bayerns. Unter den 17 Vertretern des Nährstandes wird bei 14 Land- wirtsn und 2 Landarbeitern auch ein Bäcker aufgeführt. Dieser einzige Renommierbäcker, Robert Schulz-Stettin, ist gar kein Bäcker. Schulz soll ursprünglich einmal bei der Firma Bruno Frank in Stettin gearbeitet haben, übt aber seinen Berus als Konditor seit Iahren nicht mehr aus. Das kann er nämlich nicht, weil er in Wirklichkeit verantwortlicher Redakteur der in Pyrttz erscheinen- den Zeitschrift„Die Diktatur" ist: als solcher wurde er wegen Presse» vergehen und wegen Beleidigungen der Republik mit Geldstrafen belegt. Nebenbei gibt sich Schulz dem bei NatUmoisazialisten recht lohnenden Beruf eines Wanderredners hin. Die weihe Däckcrsacke ist in seinem Fall? lediglich eine Tarnung für das von Großindustriellen bezahlte Braunhemd des saschisli. fchen Agitators. Selbst das halbe Dutzend unter Arbeiterberufcn gewählter Abg«- ordneten von Hitlers Gnaden hält keiner Durchleuchtung auf ihr Arbeilerdasein stand. Sie alle sind längst nur mehr Parteisunktio- näre und keine Arbeiter. Das findet man auch bestätigt, wenn man«inen der beiden Landarbeiter der nationalsozialistischen Reichstagsfraktion namens H i l d e b r a n d t, der in Mecklenburg gewählt worden ist, näher anschaut. Dieser Hildebrandt wurde in Mecklenburg, da er von Hause aus Landarbeiter ist, als Köder für seine Arbeitskollegen benutzt und in den Landtag von Mecklenburg-Schwerin gewählt. Die Parteizentrale machte ihn sogar zum Gauleiter. Aber das ge- fiel auf die Dauer den hohen adligen Herren nicht, die in der Ar- beiterpartei des Herrn Hitler die erste Geige spielen wollen. Hilde- brandt wurde als Gauleiter„beurlaubt", aber da er sich be- währt hatte, gab man ihm ein Reichstagsmandat. Und auf diesem Wege kommt der Gauleiter a. D., dessen Herkunft für einen so hohen Posten im hcchfeudalen Mecklenburg doch wohl zu p l e b e- j i s ch war, als„Landarbeiter" ins Parlament, und das ist fein Pflaster mit Diäten und Freifahrtschein sür den abgetriebenen Posten als Gauleiter. Das sind so einige prominente Vertreter des Hitlerschen Nähr- standes im Reichstage. Sie werden sich sicherlich der Aufgabe zu unterziehen haben, im Parlament die Bauernfängerpolitik der Na- zis fortzusetzen, die darin besteht, zur Fr«ude der Agrarier über die unzureichenden Schutzzölle und die niedrigen Preis« zu wettern. Wenn man auch aus agitatorischen Gründen bisher im Reichstag bei verschiedenen Gelegenheiten gegen Schutzzölle gestimmt hat, ist dos doch genau so verlogen, wie die Praxis des pommerschen Gau- leiters der NSDAP., gegen die„Fremdstämmigen" zu wettern und dabei ständig polnische Arbeiter zu beschäftigen. Oer Lloydpräfident unter Anklage. Strafantrag gegen Or. Heinet, n. Der Autounfall, der sich am 24. Juli auf der Lichtenrade? Chuusse« ereignete und bei dem der Präsident des Norddemschen Lloyd Dr. Philipp Heineken schwer verletzt wurde, scheint für diesen selbst äußerst unangenehme Folgen strafrechtlicher Natur zu haben. Während bisher angenommen wurde, daß das Auto von dem 22jährlgen Chauffeur Harald Techcrt gesteuert wurde, steht nunmehr fest, daß der Präsident Heineken s e l b st am Steuer saß und wahrscheinlich selbst den Unfall durch u n v o r- schrifts mäßiges Fahren auf dem schlüpfrigen Asphalt her- beigeführt hat. Für den bei dem Zusammenstoß ebenfalls verletzten 25jährigcn Gerhard P i g u l l a, dem Sohn«ines Fuhrunterneh- mere, ist g«gon Präsident Heineken Strafantrag wegen fahrlässiger Körperverletzung gestellt worden. Präsident Heineken sowie der in seinem Wogen befindliche Generaldirektor Kosjodo aus Schöneberg haben bei den pplizeilichni Vernehmungen angegeben, daß d«r Chauff�r Techert den Wagen gefahren habe. Der Führer des Lastwagens und auch Pigullo haben jedoch auf das Bestimmteste erklärt, daß sie nicht«inen jungen Menschen, sondern ein«!» älteren Herrn am Steuer beobachtet und auch nach dem Unfall auf dem Führersitz zusammengekauert vor- gefunden hätten. Nach den ihnen vorgelegten Photographien haben si« den Präsidenten Heineken als den Führer des Wa- g e» s w i e d e r e r k a n nt. Techert, der aus bisher unbekannten Motiven sich selbst belastet hatte, hat nunmehr mehreren Personen erklärt, daß er bei der Kriminalpolizei die Unwahrheit gesagt habe, aber bei einer eidlichen Vernehmung nicht leugnen könne, daß nicht er, sondern Präsident Heineken zur Zeit de» Zusammenstoßes am Steuer gesessen habe. Wie vom Norddeutschen Lloyd mitgeteilt wird, hat Präsident Heineken weder«inen Führerschein noch hat er selbst jemals«in Auto gefahren oder auch nur den Versuch dazu gemacht, wozu er sich als älterer Herr auch gar nicht in der Lage fühle. Infolgedessen handle es sich um unrichtig« Beschuldigungen, die ihr« entsprechende Zurückweisung erfahren würden. 25 Jahre Kachelmuseum. Velten, halbwegs zwischen Berlin und Kremmen cm de? Strecke nach Reuruppin gelegen, Houptort sür di« norddeutsche Kachelindustrie und das Töpfergewcrbe, beherbergt seit genau 25 Iahren ein eigentümliches Museum, das Keramische Mu- seum sür Kachel- und Töpfcrkunst. In liebevoller, hin- gebender und unermüdlicher Arbeit hat«in Veltener Bürger, der Kantor Gustav Ger icke, dieses in Berlin einzigartige Museum auf- und ausgebaut und es fehlt dem Schöpfer des Werkes nur eias? «in eigenes Museumsgebäude oder zum mindesten entsprechende und würdiae Räum«, denn heute sind alle Gegenstände behelfsmäßig im Obergeschoß der Mädchenschule Viktoriastraße 10 untergebracht. wo sie übrigens täglich von 2—4 Uhr, mit Ausnahme des Sonn. abend, besichtigt werden können. Ans Anlaß des 2Sjökngen Be- stchens findet jetzt bis zum 12. Oktober in derselben Schule eine sehenswerte Jubiläumsausstellung statt die von den be- kanntesten und angesehensten Vcltencr Keramikfirmen beschickt worden ist.__ lvcller für Berlin: Trocken und vorwiegend heiler mit' schwacher Luftbewegung und sehr kühler Nacht.— s?ür Deutschland: Vorherrscheltd heiteres Wetter, stellenweise leichte Bodenfröste. „Volk und Zeil", unsere illustrierte Wochenschrift, und „Der kinderfreund" liegen der heutigen Posttmflage bei. Die englisch« .Jfrs. Philip Snstobcn, hie Gattin hes britischen Schatz- .an.jlerz, interessiert sich angelegentlich für hen neuen Plan eines VoltstHeaters, has feinen Nomen mit Recht führen und hen Unbe- »uttelten hie Möglichkeit geben soll, hie erfolgreichsten Bühnenwerke in bester Besehunz zu sehen,„Die Jhee her©riitihung eines Theaters für unh hurch has Volk", erklärte sie,„Hat meine Sym� pathie, unh hie Ausführung des vorliegenhenn Planes harf auf meine Unterstützung rechnen. Schon seit langem Habe ich aus has hringenhe Bedürfnis nach einen» NationoltHeater hingewiesen, unh dieses Volkstheater, has, wie wir Hoffen, Ende nächsten Monats eröffnet werben unrh, ist zweifellos ein Schritt in her rechten Richtung." Wie Frau Snowhen weiter ausführte, beträgt her Beitrag für bis November eintretende Mitglieder her Volksbühne 2,50 Mark, Dos Mitglied sichert sich damit das Recht auf Karten für die besten Plätze zum Preise von je 2,50 Mark, einschließlich der Vergnügungs- fteuer.„Wir brauchen, bevor»vir beginnen können, 20 000 Mit- glieder", erklärte Frau Snowden,„von denen bereits 10 000 ge- wannen sind. Die restlichen 10 000 hoffen nnr im Verlauf der nächsten vierzehn Tage zu werben. Es sollen in der Volksbühne nur Stücke aufgeführt roerden, deren künstlerischer Wert bereits erprobt ist. Und diese Stücke werden in einer Starbesetzung herausgebracht »verhen, ha unsere besten Schauspieler und Schauspielerirmen sich freiidig bereit erklärt Haben, uns im Interesse her guten Sache ihre Dienste zu Spielhonoraren zur Verfügung zu stellen, die sich in den Grenzen normaler Sätze halten." Bruno Frank:„Sturm im Wasserglas" Theater in der Stresemonnstraße. Im Mittelpunkt dieser reizenden Komödie steht ein Hund, ein struppiges Tier, Paule mit Namen, dessen Wert vom Gerichts- sachmu-ständigen aus 8 Mark taxiert wird. Weil seine Besitzerin, die Blumenfrau Vogel, für ihn die Steuern nicht bezahlen kann, hat ihn die Stadtverwaltung beschlagnahint. Erbarmungslos wird sie ihn vergiften lassen. So hat es der Stadtrat Thoß bestimmt, ein energischer und zielbewußter Mann, der morgen zun» Vürgermeister gewählt werden soll. Sein Vorgehen ist herzlos, aber korrekt. Pech für ihn, daß der Journalist Bürbach Augen- und Ohrenzeuge der erregten Auseinandersetzung wird. Er soll ein Interview mit dem künftigen Bürgermeister verfassen, aber er hört seinen schönen Phrasen von sozialer Fürsorge, Hilf« für die Schwachen usw. nur mit halbem Ohre zu, denn ihm geht die arme Frau Vogel im Kops herum. Und er schmuggelt«inen fulminanten Artikel ins Blatt, der das Mitleid der Mitbürger für den Ihund Paule wachruft und so nebenbei das wahre Gesicht des Bürgermeisters enthüllt. Vorn im Blatt steht das phrasengeschwollene Interview und hinten der Schinähartikel. Erfolg: Kaum hat der Stadtrat seine Red« in der Wahlversammlung begonnen, da schallt aus allen Ecken ein Wauwau, und seine schönen Wort« gehen in einem Riesenskandal unter. Ausregung um einen Hund, Sturm im Wasserglas, mit der Bürgermeisterkarriere ist es vorbei. Volksbühne Der Verfasier ist ein geschickter Szeirentechniker, der alle Trümpfe in der Hand hält und sie an geeigneter Stelle auszuspielen weiß. An der Wiege seines Stadtrots Thoß hat der Dr. Helmer aus Ibsens„Nora" gestanden, der ebenfalls nicht versteht, daß Korrekt- heit und Menschlichkeit zweierlei Dinge sind. Bruno Frank versetzt dem Bürokratismus, der Justiz und auch der Kommunalpolitik manchen wohlgezielten Hieb, in seinem flotten Dialog folgen die Witzworte Schlag auf Schlag. Die ersten beiden Akte erheben sich zum besten Komödienspiel: bei aller Heiterkeit und Unterhaltsamkeit schwingt«in gedankentiefer, nachdenklicher Unterton mit. Seit Götz' „Hokuspokus" hat es auf der Bühne nichts so Lustiges, mit leichter Hand Hingehauenes und aus dem Leben Gegriffenes gegeben, Der Regisseur Hans Deppe hat seine Inszenierung auf eiire ungebundene heitere Not« gestellt und ein famoses Ensemble zu- sammengebracht. Wie immer«ine prachtig« Type Rosa V a I e t t i als Blumenfrau, die den ihr ans Herz gewachsenen Paule mit nie rastendem Mundwerk verteidigt, von erschütternder Komik Oskar S a b o als geschäftiger Magistratsdiener. Käthe Haack«ine entzückende dumme Pute aus der besseren Gesellschaft, PaulHör- b i n g e r ein frischer und liebenswürdiger Journalist Burdach, S y- bille Binder die elegant« Frau mit dem warmen Herzen, und alle die anderen begeistern das Publikum und bringen es schnell in Stimmung. cter. Gustave Courbet. Oer Eroberer der Natur. Nachdem Daumier, Manet, Renoir und andere große Fran- zosen des 19. Jahrhunderts mit umfassenden Ausstellungen der letzten Jahre den Berlinern ins Gedächtnis zurückgerufen worden sind, ist nun die Reihe an Courbct ge»oi»»men, den die Galerie Wert- heim(Bellemiestraße) ausstellt. Es konnte nicht die Rede davon sein, die berühmten Hauptwerk« des Meisters aus aller Welt hier zusammenzubringen, die grandiosen„Steinklopfer" aus Dresden, das „Halali" aus Köln, das„Begräbnis von Ornans" aus dem Louvre für ein paar Wochen bei uns zu versammeln. Immerhin find sieben Dutzei»d Gemälde aus allen Epochen des gewaltigen Eroberers der Natur im wesentlichen aus deutschen Privatsammlungen zusammen- oekommei», ein paar aus Paris dazu. Weniger wäre mehr gewesen, kann man hier zitieren: ein so fruchtbarer Maler»vi« Courbct hat natürlich viel Schwächliches hervorgebracht,»varum kann inan das der Oeffentlichkeit nicht lieber vorenthalten? Doch gibt es unter diesen Landschafte», Bildnissen, Stilleben, Frauenakten, sozialen Genreszenen einiges, das zu seinen unsterblichen Werken gehört. Wiederholungen der berühmten„Woge" und Waldlandschaften, die Domen an der Seine, die herrliche Frau mit dein Spiegel, der lie-� gende Akt: auch Dinge, die uns unmittelbar an seine große innere Verbundenheit mit unsern Leibi, Thoma, Schlich erinnern. Der Re- volutionär, der das Leben des arbeitenden Menschen ungeschminkt und in großartiger Einfachheit als Erster dargestellt hat(Millet wirkt ja wie ein Mcthodistenprediger daneben), ist nur in wenigen Neber»- Produkten vertreten: in der Studie eiires Steinklopfers, rn der Magd mit Schiveinen, vielleicht auch in seinen„Drei Schwestern", die in einem etwas fatalen Sinn an Thoma denken lassen. Manches wirkt nicht einmal unbedingt als von Courbet herstammend. Doch erhält man von den Spitzenleistungen dieser Schau einen Eindruck von der malerischen Gewalt des großen Franzosen. p l. seh. Oer unsterbliche„Sommernachtstraum". Neinhardts Neuinszenierung. Der Sommernachtstraum war einer der ersten und nach- haltigsten Triumphe Reinhardts in seinem vor 25 Jahren eröffneten „Deutschen Theater". Er hat diese Feerie, die all seinen Neigungen zum farbigen Abglanz und zur musikalischen Untermalung (mit der immer noch bezaubernden Musik Mendelssohns), zur Stimmungsmalerei und tänzerischen Ausgestaltung so willig entgegen- kam, immer neu geformt. Im Jubiläumsjahr erinnert er sich seines Lieblingsregieftückes, und wieder ersteht Shakespeares heiterstes Phantasiebild in neuer traumhafter Schönheit, leicht und beschwingt unter des Regiezaubermeisters Hand. Es klingt und fingt, es raunt und huscht, Waldesweben erfüllt die Bühne, die nur emen Spielplan hat und das wechselnde Milieu nur durch Beleuchtungseffekte er- zeugt. Eine Meisterleistung dieser mannigfach gestufte Raum, dessen Säulen sich spielend in magisch glühende Baumstämme verwandeln, dessen vielfache Höhlungen und Schlupfwinkel für den Feenspuk denkbar geeignet sind. Die Farben sind diesmal gedäinpft, sowohl in der irdischen wie in der Zauberwelt. Das Licht modelliert. Gefamtwirkung ist alles. In der Besetzung ist ein kühner Versuch gemacht: fast lauter neue, kaum erprobte Kräfte.(Eheu, eheu, wo sind sie olle geblieben, die berühmten Darsteller von einst!) Das Ensemblespiel erleichtert das Unternehmen. Einige Leistungen springen heraus: Paul Wagner und Hildegard K ä h n« r t ein stolzes, stattliches Her- zogspaar. Di« � Liebespaare wirken erstaunlich frisch und jugend- lich(wobei des Uebermuts in der Streit- und Lachszene zuviel getan wird). Wolfgang Liebeneiner und Franz N i ck I i s ch machen mit Vilma Degischer und Toni Forst er charakteristisch« Figur. Nicht einverstanden bin ich mit der Parodie der guten Hand- werker, die so bieder Theater spielen. Hier wird dem Effekt zuliebe, besonders von Otto W a I l b u r g, solch forcierter Ulk getrieben, daß die Stimmung fast ins Gegeirteil umschlägt. Dieser Pyramus stammt nicht mehr von einen» übergeschnappten Weber, sondern von einem mit allen Wassern gewaschenen Schinierenkomödianten. Auch THisles Tanz fällt aus dem Rahmen. Ganz aus Shakespeares Geist ist die Feenwelt. Herrlich die Nebel, aus denen sich die Feen gestalten: federnd und sprühend die Tänze(besonders der Til.'y Losch): pausbäckig drollig der Puck der M o s h c i m. Joffes (Oberon) Sprechkunst läßt noch zu wünschen. Aber im ganzen er- strahlt das Werk in ollen»— neuem Glänze: der Meister führt seinen Stab noch wie je— mit fast unsichtbarer Hand. bl. Ü. D. bolkidühne. Der erste„Bunte?!bend' dieler Sviclzeit sinket am 12., 20 IIb», in der Singakademie statt. I o i e t Plaut will„Vom Lustigen das Lustigste" vortragen. Einlaßkarten ObO Mark._ Verantworil(lic die Redaktion: Wolkgang Schwor,. Berlin: Anzeigen: Td. Stocke, Berlin. Berlag: ZZorwarlo Verlag Oi. rn. b. 6.. Verlin. Druck: Vorwärt, Buch, truckerei und Derlagsanstalt Paul Einger& Co., Perlen EL K8, Lindenstraße Z. Hierzu l Beilage. freitag. 10. 10. Unter ck. Linden A.-V. 40 20 Uhr La Iiaviata EndeiJ. 221/aUhr Staats-Oper In Pteli«er Republik. 133. V B. 20 Uhr Die stumme von Portlci hfteotl. Kirtinnrkauf Ende n. 22'/j U. Freitag, 10. 10. staut, oper Bismarckstr. Turnus III 20 Uhr Ende 22'/- Uhr Staat). Sctiausph. (im Geiutaminmirkl). 35. A-V. 20 Uhr Bürger Schippe! Ende g. 22"2 U. Mi.MIIet'HlM.ltlMg. 20 Uhr Florian Geyer Ende gegen 22>Ä Uhr Tägl. 5 u.S'I, Uhr. B 5 Barb. 9258 Pr. 1—& M.— Nachm. halbe Preise. CROCK... GROS f. SCHAUSPIELHAUS 8 Nur noch 3 Wochen! Lustige Witwe Hcsterbersr« Hahnen, Arno, Sc hol! wer, Jankuhn.Schaeflers, Winkdstern, Ocsni. REGIE: CHAREEL. Theater Ld.Belirenstr. 53-54 Direktion: Ralph Arthur Robert, sv. Das häQltche Rtödchen Engliscu— Kobens— Kientann. Reichshallen-Theater Abend,[ftj Sonntag nadim. I Z- 1 stettiner Sänger Das wundervolle Oktober- Programm. Nachm. ermäßigte Preise; TeL Zentrara 11283. ___ Dönhoft. Brettl: Varier«• Tanr. Kapelle Hans Sixtus. Berlin S.O. Oranienstr 12 FernruP: Fl Moritzplatz 835 Verlangen Sie reichillustrlerhe Preislisf'e B S15 Uhr.— Zentrum 2819. Winrer ★ Cjarren* Rauchen erlaubt. Bedini Tafani TiffahyTwins. Dora Kasan& Nester Brown und La Hart. 3 Pierrots und weitere Internat. Attraktionen Sonnab. u. Sonntags Ja 2 Vorstallungan 4 Uhr und 8.15.— 4 Uhr kleine Preise. Das führende Variete VoiKsbttnne Theater am Bülowplati. Täglich 8 Uhr Die Weber v. G. Hauptmann Regie: K. H. Martin. Staat). Sdiller-Tii. 8 Uhr Florian Geyer Staatsoper Am PI. d. Republik 8 Uhr Die Stumme von Portlci Theater am Sthitniauerdamm 8 Uhr Jud Süßl .n.i.Admiraiipaiatl 8V. Uhr: CsärdäsfQrstin Alben, Georg. Sollmann, Ehrlich, Ed. Lorand, Mona Lee, Jackson Boy, und Girls Senleg 2 Verst. i sv, n. i. a. Premier.- Besetrj Hs-Sm. die geilte Vorst, zu halb. Prelmen. VoiTtrk.onupterbroch. Deotidiei Theater 7»/- Uhr Neueinstudierung Ein sommer- naemstraum Reqit: Mai ReiiMt. Kammerspiele 8V- Uhr Elga von Gerbail Haoplmana. Regie; Gustav Hartaag. Die Konrädie 8>.l> Uhr Der Schwierige von Hogs sso Holmnesthsl. Regie: Mai Reighardt. Barnowskj Thuter in in Sirgsemamisir. Täglich 8V» Uhr Sturm im ivassargias Komödie vi» Frank. Komödienhaus SVi Täglich 8V« Konto X vod Bcmauer und Oesterreidier metropoi-meater Täglich SV. Uhr SessMHoneller OpercttenerVolg! Unter pers. Leitung des Komponisten Viktoria undihrHusar Deutsches lOnsller-Tbeat Tel Barbarossa 3937 8'/» Uhr Zum 25. Male: Jim und Jill Operette v. liviaa Eilis 3.30 Stg.,12. Oklb. Uhr Jim und jiii ig Preoi.-Bes. zu halben Preisen, Renaissance- Theater Steinplatz 6780. 9 Va Uhr Tgihtzte MDhrnag I Die Wupder-Bar Revuestück Lessing Fririridi-llarHHer 1 Vsidndsan 21SI i.OIIE 8 Uhr Castsp.lPiscatorblHiBe §218 (FraDen In Not) von Crede Regie: Piscator. Theater des Westees Chbg, Kantstr. 9. Steinpl. 0931 Heute 7J;. Uhr Uraufführung Brest Litowsk von Hans J. Rehfisdi. Kaysltr.Hginalka.Bildt. loos. Klodiow. Sagau Dönh 625,626. Täglich S Uhr Alexander Hoiss! in „Der Idiot" ▼. Doslojcwskt/. Rose-Theater Br.FranklailerSlr.i32 TeI.AIex.3C22u.349« 8.15 Uhr Braut r. Hessina mit Irene Trlesdi »I» Isabella. Lustspieihaus Bir.: Hans Upsdiltti Täglich 89. Uhi meine Schwester und ich Musik von Benatzky, Lory Leux. Kurt von Möllcndorf Theater am Slhlftöauer flamm 8 Uhr Jud Süß! mit Ernst Deutsch. Inszenierung: Leopold Jegner. Sonntag vorm. II' i Toller Hatfnee Vorlesung aus eigenen Werken Neues Theater mmmmm»N, ZOO mm—m ImBatiniLZon. SIpL 6554 Täglich 8V. Uhr lommel in der Posse Paul und Pauline Rundfunkhöre r halbe preise. Kleines Theat. Merkur 1624 Täglich 8"« Uhr Hüllers mit Max Adalbert Komische Oper 8 Vi Uhr Das Mädel am Steuer Operette v. Gilbert Zimmer 1 Bett M.8.-b.ll.- 2 Bell. 1 4.- bis 22- BadM.3, Salon 10 VHS m Dein Urlaub nodi fo klein, Im CateSdidncbcrü muht Du gewef en fein! Inhaber: Wolfgang Gnmge, Hauptftrafje 23/24 Lichterfelder Festsäle ZeBalend« rfer StfraO« S OiMo Sdalllflni« Telephon: Lichterfelde O 3 1445 Festsäle für 1500 Personen mit möllern fllr Veran- stallimgen jeder Art/ Mzeitssäle/ Vereinszimmer tDr 20 bis 300 Personen Großer schattiger Haturgarien für 3000 Personen mit Waldspielplätzen HerreiHiieiderlalirili Gegründet 1 895 gibt Anxllee, Ulster, Paletots usw. ab, soweit nicht am Lager Extra- anfertigung ohne Preisaufschlag. Bitte tHrorsengeu Sic sieh l j.Coper.Kalsep-lUiilieinvM »erlin HOTELci.-irJW EXCELSIOR KTN mm Ouillangs-.Raball- u.Reklamemarken gegen Nachahmung gesetzl. gesch. fertigt seit 44 Jahr als$pexlalltost d» es nicht getan. Die Frist, in der er drei Schilling kostete, ist verstrichen, und jetzt mußt du vier zahlen. Der Korala ist ein harter Mann, und der Agent Hamadoru kommt im nächsten Monat." Silindu salaamte. „Ralahami, ich bin ein armer Mann. Wie kann ich vier Schilling zahlen, oder auch nur drei. Ich hghe keinen Fanam im Hause. Bor zwei Jahren habe ich einen Schein geholt. Ihr seid mein Boter und ineinc Mutter. Ich will die Flinte verstecken, wo nur ich sie finden kann, und wenn sie doch gefunden oder wenn danach gefragt wird, kann man doch sagen, daß der Schaft ja zerbrochen ist und daß wir glaubten, daß man für eine Flinte mit einem zerbrochenen Schaft keinen Schein zu lösen brauche." Aber dieses Argument, mit dem er früher bei Babehami Er- folg gehabt hatte, schien nickst mehr zu ziehen. „Es geht nicht ohne den Schein. Die Regierung verlangt es so. Ich habe dir gesagt, daß der Korala ein horter Mann ist. Auch ist er mir böse, weil ich ihm nur zwei Kokosnüsse als Geschenk gab, während die anderen Arachis ihm ein Amunain") Padi bringen, denn ich bin auch ei» armer Mann." Silindu saß in stummer Hilflosigkeit da. Die Hoffnungslosigkeit, zwei Rupien auszutreiben, um eine» Waffenschein zu bezahlen, verdunkelte in seinem Gehirn den Gedanken an das, weswegen er zu Babehami gekommen war. Er fühlte nur dos Elend eines neuen Mißgeschickes, und wie es seine Natur war, beugte er sich stumm. Endlich drang die Not des Augenblicks wieder durch, und auf vor- sichtigem Ilmwege, wie es die Art des Dörflers ist, kam er mit seinem Anliegen heraus. „Ralahami, ihr habt doch nichts dagegen, wenn ich für die nächste Chena Nugagahohena brenne?" „Es ist noch drei Monate bis zur nächsten Chenazeit. Wirum jetzt schon davon reden?" „Wenn der Bnuch leer ist, sagt der Mund„Reis". Im letzten Jahre tvac meine Chenaernte schlecht. Es gab nur wenig Regen, und die Elcfantcn brachen ein und zerstörten viel von dem Kuratkan. Gegen die Elefanten ist auch der Herr Buddha machtlos." Silindu stand auf und tat, als ob er gehen wollte. Er mochte einen Schritt auf dos Törchen.zu, dos aus dem Hofe hinausführte. dann dreh!« er sich um, als ob ihm etwas eingefallen wäre, und sagte in sanftem, schmeichelndem Ton: „Ralahami, im Hause ist nichts zu essen. Könntet ihr mir nicht zehn Kurunis Hirse leihen. Ick) würde es doppelt zurückgeben, wenn ich Nugagohahena abernte." Babehami kaut« einige Minuten, dann spuckt« er mit großer Ueberlegung aus. „Ich habe jetzt keinen Kurakkan auszuleihen, Silindu." „Ralahanii, es sind nur zxhn Kuruws. um die ich bitte— nur zehn Kurunis—, und, sicherlich, die Scheuer hinter eurem Hause ist voll." „In der Scheuer ist jetzt nur sehr wenig Korn, und wo? da ist. wiri» uns, nickst Ms �ur nächsten Ernte reichen. Da ist der alt« Mann, nNm�R�.�zu''?rnShren, meine Frau'unL-'ihr Bruder und die beiden Kinder." „Wollt ihr mich verhungern lassen und meine beiden Kinder? Gebt mir wenigstens fünf Kurume, und ich will sünszeh» zurück- geben." „Wenn du am letzten Poyo-Tog gekommen wärst, Silindu, hätte ich es dir geben können. Aber ich schuldete Nandiyas, dem. Händler in Kamburupitiya fünfzehn Rupim für Tücher, und ich habe sie mit Kurakkan bezahlt. Die Scheuer ist fast leer." „Aiyoh! Dann müssen wir vor Hunger sterben. Gebt mir nur ein Maß, und ich will euch eine Kuruni bei der nächsten Ernte geben." Ich habe alles Korn, dos in der Scheuer war, fortgegeben. Was noch da ist, gehört meinem Dater, und der bewahrt es für sich. Du mußt zum Mudalali im Kamburupitiya gehen, Silindu, und von ihm borgen. Und wenn du hingehst, vergiß nicht den Erlaubnisschein für deine Flinte." Silindu fühlte, daß nichts mehr zu sagen war. Er hatte zu Hause das Fleisch, das wollte er dörren und in Kamburupitiya im Basar verkaufen. Dann mußte er vom Mudalali borgen, der ihn zu genau kannte, um ihm nicht die härtesten Bedingungen zu stellen. Auf dies« Weise konnte er vielleicht mit ein paar Kurunis Kurakkan und dem Waffenschein nach Hause kommen. Er ging laug- sam aus dem Hofe des Dorfältesten hinaus. Babehamis kleine Augen funkelten, als er Silindu nachsah, und er schmunzelte in sich hinein. lFortsetzung folgt.) '•) Amunem: foblmoft für gornfrllchle(18,8 LItcr).— Rupie: indische Silbetmllnjt im Dcrtc von 1,50 Mark. Olricg und JCriminalUäl*) Zweck des vorliegenden Bandes ist es, nach der Bestimmung der Herausgeber, die Wirkungen des Krieges auf die menschliche Zivilisation und ihre ökonomischen Grundlagen zu beschreiben— soweit airgängig— zu wessen: darüber hinaus soll der Versuch unternommen werden, das„Verbrechen" als tatsächliche Lebenserschein u ng, nicht als abstrakter Begriff, aus das Leben selbst und die besonderen und allgemeinen Lebensumstände zilrückzuftihrcn. Das Beispiel der Kriminalität der Jahre 1914 bi» 1918 beweist die gewaltigen Wirkungen des„Phänomens Krieg", das die Massen wirtschaftlich und m cd ichlich i» seinen Bann geschlagen hat und schlagen mußte,— Wirkungen, die. wie wir glauben betonen zu sollen, auch Istute noch nicht völlig ob- geklungen zu sein scheinen. Es ist kein Zwciscl, daß die Aufgabe einer Erfassung des Krieges in seinem Einfluß auf die Kriminalität eine der schwersten, aber auch eine der wichtigsten Aufgaben der Soziologie ist, wie wir sie verstanden haben wollen. Diese Aufgabe zu lösen, ist dem Verfasser geglückt. Von besonderer Bedeutung ist für uns die Gegcnüt'crstelluiig der Kriminalität in wirtschajilich besseren und in wirtschaftlich schlechteren Zeiten: in diesen umfangreichen und nicht nur statistischen, sondern— vor allem— kausalen Untersuchungen zeigt sich die obligatorisch« Abhängigkeit des Verbrechens von den jeweils herrschenden Lebensverhältnissen. Nicht minder bcachilich ist die wissenschaftlich« Entlarvung des Märchens von der„Lcr- brechcnsepidemie der Republik". Schließlich ist der Kriminalität der Jugend besondere Zlufmerksamkeit gewidmet: daß der Krieg«in Maximum der Kriminalität bedingte, daß die Jnflationsjahr« ein scharfes An- steigen der Kurve im Gefolge hatten, war zu erwarten. Im übrigen aber bewegt sich im Jahre 192S die Kriminalität der Jugend aus der halben Höh« des Jahres 1913 und hat nunmehr den tief st en Stand seit 1882, dem Beginn der statistischen Erfassung, erreicht! Wenn iowit aus. Grmrd dieser Ergebnisse ein Werturteil über die Jugend gefällt werden soll, dann kann dieses nur pösiiiv ausfallen. Alles in allem:«in vernichtendes Dokument gegen den Krieg und seine zwangsläufigen Begleiterscheinungen. Dazu«in erneuter, wenn auch überslüssiger, so doch dankenswerter Beweis sürdie marxistische These der„Milieubedingtheit". _ Helmut Klotz. •) Dr. Moritz Liepmann:.Krieg und Kriminalität in Deutschland". Deutsche Berlags-Anstalt, Stuttgart: 1939. — Herausgegeben durch die„Carnegiestrftung für internationalen Frieden". WAS DER TAG BRINGT wimnniiniiuiiiiiiiuiniHininiiiiinniiiimmNiiinininnmiummiininitniiunimiimimuniiwmniniimniiii::iiiiiiii:uiimiuuiiniiiiimniiiiHiiiiiiiniiuininiiiiiiiiiiiuiiininiiimnr ") SteTaSomi: rbretMrfias ITorm Rnrrhr >') flodjeri; iimtsg-bäudl einer ProviNj. od- >1) 8 ck-nt». Pro»,»», oder Kistrikteoerwaliur.». ")-orita: dem«itlstent«»overnmenl«gent vntrrstebrn-(» bikWl- ei». (i-'nr-rc 95prmaTti>i:noIicamtt db..»itamolwtmaaos" oder..Sioicmabatniaono" iSüitmlmava--- flioßct Serr). Sie fiaben die Porolao diese wiederum die «uubi» unter st».—«a-m Hamadoru: der.Assistant Soveriuncnt Ä«ent" ist der ckhes eine«..Vstrlitez*. der Utlnlhn Sictoaltunaaeinhctt, die einem euro- paUche» Beamten«»terSeht. jeaedeta" etwa JStüu Snadrn". Der prophetische Refrain Bor 30 Iahren sang man in ganz Wien ein recht bescheidenes und darum erfolgreiches Couplet mit diesem Refrain: Das ist der Nazi, der Nazi, den a jeder kennt, In seiner Art so exzellent., Er ist so fein und zart, Trägt einen Backenbart, Schlagt ihm ka Konkurrent, Er hat's Patent! Lide. Ehescheidungen in England Wie in anderen Ländern, so hat auch in England und besonders in London feit dem Kriege die Zahl der Ehescheisungen im Ber- hältnis zur Vorkriegszeit ganz bedeutend zugenommen. Für die Oktobertagung des für solche Fälle eingesetzten Gerichtshofes betrug die Zahl der bisher«ingereichten Scheidungsgesuche anfänglich weit über 800, von denen freilich im Laufe der Borverhandlungen zahlreiche wieder zurückgenommen worden sind. Wenn nun auch die List« noch nicht ganz vollständig ist, so läßt sich auf Grund des den Gerichten vorliegenden Materials doch jetzt schon sagen, daß die Scheidungsgesuche, die von Frauen ausgehen, die Gesuche der Männer um mehr als däs Doppelte übersteigen. Die Zahl der«ng- lischen Ehescheidungen ist besonders seit dem Jahre 1928 in einem ständigen Wachstum begriffen, so daß in den letzten zwei Iahren durchschnittlich 27ö0 Ehen jährlich in London geschieden worden sind. und für dieses Jahr eine noch weit höhere Zahl erwartet wird. Zu diesen 2730 Ehescheidungen in London treten noch rund 2000 im Innern des Landes, so daß in den letzten zwei Jahren in England insgesamt durchschnittlich SOOO Ehen geschieden wurden. Im Gegen- satz dazu betrug die Zahl der Scheidungen in den Jahren 1911 bis 1915 durchschnittlich nur 656. Di« meisten Scheidungen fanden nach zehnjährigem Beisammensein statt. In der Hälfte der Fälle waren keine Kinder vorhanden. Tiernamen in der Mark In den ländlichen Bezirken der Propinz Brandenburg sind für die verschiedenen Tierarten oft noch ganz eigenartige Namen ge- bräuchlich, die man hier am allerwenigsten erwartet, weil der Ein» fluß der Großstadt auf alle Lebensformen unoerkennbar ist. Das Pferd wird Zossen genannt, ein altes Pserd führt den Nomen Schagge, das Fohlen oder Füllen heißt Hatsch, den Eber nennt man Beier, den verschnittenen Eber Borch. Während der Hund allgemein Töle heißt, benennt man die Hündin mit dem Wort Schul«, fci« Ziege heitzt Zick«. da» Huhu Hiuu« und der Ganter I ä n s e r i ck. N i l l i n g ist der Volksname für Iltis und Moll für Maulwurf. Die Krähte ist die Kröche, den Frosch kennt man als Padde und die Eidechse als Artisse. Pieras ist die gebräuchlich« Bezeichnung für den Regenwurm, Busse- käber für den Mistkäfer, Miere für die Ameise und Gnitze sür die Mücke. Ein Teil dieser Namen wurde wohl nur aus der plattdeutschen Ausdruckssorm der hochdeutschen Bezeichnungen ge- bildet, andere Namen findet man aber in ähnlicher Form in den slawischen Sprachen, so daß man zu ihrer Entstehung wohl wendischen Einfluß voraussetzen kann. Merkwürdiges Diebesversteck In Linz entdeckt« man durch Zufall ein merkwürdiges Diebes- versteckt. Einem Knaben rollte während des Spielens ein Ball in den Kanalisationsschacht der Straßenreinigung. Als die Kinder sich bemühten, den Boll wieder herauszuangeln, fischten sie auch einige Kämme heraus. Die Polizei erhielt Mitteilung von dem Fund: sie untersucht« den Kanaiisationsschacht genauer und entdeckte dabei neben einer großen Anzahl von Kämmen auch verschiedene ander« Schmucksachen, die offensichtlich aus einem Einbruch stammten. Benzinersatz aus Rohrzucker Wenn man Nachrichten aus Brasilien Glauben schenken dari. ist es dort einem deutschen Ingenieur gelungen, aus dem Rochr- Zucker aus dem Wege über die Uinwondlung in 2!lkchol und späterer Destillation einen Betriebsstoss für Kraftsnhrzeuge hcrzuslclle», der billiger und leistungsiähigcr als Benzin sein soll und bereits dein Banzinmarkt ernsthajic Konkurrenz bietet. Die brasUiaiull)« Zucken ohrindustrie, die von der Weltwirtschaftskrise auch ersaßt wurde, soll diese neue Erfindung mit allen Mitteln unterstützen und propagieren, da sie nur durch die Erschließung neuer Berwendunzs- möglichketten des Rohrzuckers über die Krise hinwegzukommen hofft. Autos in Berlin In Berlin ist kürzlich dos hunderttausendste Kraftsahrzeug rezi- striert worden. Eine stattliche Zahl! Mancher Berliner hat sie allerdings nur mit gemischten Gefühlen vernommen, und diesen kann zum Trost gesagt«erden, daß im Derhättnis zur Einwohner- .zahl Berlin keineswegs an erster Stelle steht. Bon allen deytschen Großstädten ist München am dichtesten mit Kraftfahrzeugen besetzt, es kcnrmt dort auf jeden 26. Einwohner ein Auto, Motorrad oder Last- bzw. Lieferwagen. An zweiter Stelle steht Stuttgart und dann folgen noch viele ander« Städte, ehe Berlin an 21. Stelle dran ist. Allerding» ist e» wahrscheinlich, daß die Kraftfahrzeuge in Berlin sich mehr in Bewegung befinden als in den andere» Städten. Die Arbeiter-Fußballmeisterschaft Ueber 100000 Fußballer bewerben sich 3n 150 Bezirken bes Arbeiker-Turn- und - Sporlbundes ist die zwcile Bunde zur Ermittlung der Juhballmeistcr in vollem Gonge, in einigen Bezirken gar schon beende«. Ueber die Bezirks-, Kreis- und Bcrbands- meistec gehl der Weg zum Bundesmeister. Zkürnbcrg-Ost ist gegenwärtig Inhaber dieses Titels. Schon die bis seht vorliegenden Ergebnisse sprechen dosür, dag die lehljährigen Kreis-, Verbands- und sogar der Bnndesmcister ihr Können restlos ansbicten müssen, um gegen die immer spielstärker werdenden Uütbewerber auszukommen. Nürnberg- Ost liegt nach 10 Serienspiclen mit 13 guten Punkten an vierter Stelle seiner Gruppe. Vor Ost stehen mit je 11 tepirien BSE. izurth mit 15, Aabo-Eintrocht und Schweinau mit 14 Punkten. Die Gegner haben ausgeglichene Spielstärken, und es ist nicht ausgeschlossen, doh der Bundesmeister schon aus dem Wege gur Gruppcnmeistcrschast im Hintertreffen bleibt. Ein solches Schicksal hat bereits den thüringischen Äreis- und mitteldeutschen L-rbandsmeister S t c i n a ch ereilt. Im Sntschei- dungsspicl um die Bezirksnicisterschaft behielt der alte Widersacher Blechhammer mit 2:0 die Oberhand. Damit ist Steinach aus dem weiteren Wettbewerb ausgeschieden. Wenn nicht alles trügt, werden im Mitteldeutschen Verband alle Kreismeister abgesägt. Der sächsische Meister Nieder Haßlau gilt bereits iür erledigt, anders Mann- schaften des Erzgebirges haben sich in den Vordergrund geschoben. Auch der Meister des 2. Kreises(Anhalt, Provinz Sachsen, Braun- schweig), die Freien Turner Aschersleben wurden abge- hängt. Britauia-Ascherslebcn blieb im Schlußspiel um die Bezirks- Meisterschaft mit 3: 2 Sieger. Dem schlesischen Meister„W a ck c r"- Z a bo r c e scheint ein ähnliches Schicksal beschiedcn zu sein. In den Rundspielen>nn die oberschlesische Bezirksmeisterschast hat„Wacker" der Mannschaft von„Adler"-Zaborce die Fiihning überlassen müssen. Adler dürfte kaum eingeholt werden. Mit Wacker bliebe auch der letzte vorjährige Kreismeistcr des Mitteldeutschen Verbandes auf der Strecke, ohne daß es einem von ihnen in diesem Jahre bis zum Bezirksmeistertitel gereicht hätte. Im Ostdeutschen Verband geht auch nicht alles so glatt. Luckenwalde II, der Brandenburg-Berlincr Meister, hat letzt- hin mehrere Niederlagen erhalten, die seinen Konkurrenten aussichts- reiche Meisterschastshoffnungen haben erwachsen lassen. D ö b e r n b e i Forst, vor zwei Jahren Lausitzcr Kreis- und Ostdeutscher Verbandsmcister und Endfpielgegncr um die Bundcsmeistcrschaft, mar in diesem Jahre wieder auf dem besten Wege zur Bezirksmeisterschast, bis es kurz vor dem Ziel haperte. MTV. Wcißwasscr liegt jetzt vorn. K o st e b r a u, der vorjährige Lausitzer Kreis- und Ost- deutsche Verbandsmeister, sieht dem Gang der Dinge zu. Erst nach- dem die zwei Gruppenmeistcr des Bezirks Finsterwaldc-Senftenberg feststehen, greift Kostebrau ein und trägt mit ihnen eine Runde um die Bezirksmeisterschaft aus. In den übrigen Kreisen sind die Spiele noch nicht sojveit ausgetragen, daß sich über die Aussichten der alten Meister Bestimmtes sagen läßt. Soweit Nachrichten aus Baden-Pfalz vorliegen, ist zu ersehen, daß der Kreismeister chagsfeld in seiner Gruppe führend ist. Fest steht, daß sich die Spielstärk« der meisten Mannschaften seit dein Vorjahre sehr gut entwickelt hat. Darauf ist auch die De- drängnis zurückzuführen, in der sich jetzt die Kreismeistcr des Vor- jahres befinden. verliner Fußball Spiele am 1 1. Oktober Am kommenden Sonntag finden folgend« Serien spiele statt: Luckenwalde III gegen Weißensee. Trebbin gegen Wolters- darf. Lichtenberg I gegen Lichtenberg II. Lichtenberg-Kynaststraße am Bahnhof Stralau-Rummclsburg Schweifsterne gegen Neukölln- Britz. Borussia gegen Wacker-Storkow. Deutsch-Wusterhaufen gegen Britz 88. Freie Scholle gegen Karow. Lychen gegen Eintracht. Pankow gegen Saxonia. Dorwärts-Wedding gegen Schönow. Göthen gegen Ast-Ranft. Freienwalde gegen Niederfinow. Oder- bcrg gegen Neucnhagen. Rathenow I gegen Sokol-Charlottcnburg. Spandau 25 gegen Eladow. Werder gegen Nounnves. Potsdam gegen Brieselang. Jeserig gegen Rathenow II. Fohrde gegen Brandenburg 2. Perlcberg gegen Havelberg. Wusterhausen gegen Kyritz. Friedenau gegen Trcuenbrietzen. Niemegk gegen Brück. Teltow gegen Ruhlsdorf. Luckenwalde I(Bezirksmannschaft) gegen Schöneberg. 2. Mannschaften: Minerva gegen Hoppegartcn. Oberspree gegen Schöneberg. Kagel gegen Eiche-Köpenick. Eiche-Köpenick 3 gegen Neukölln-Britz 2. Freie Scholle gegen Karow. Weißensee gegen Saxonia. Zehdemck 1 gegen Vorwärts-Wedding. Pankow gegen Wansdorf 1. Oderberg gegen Neuenhagen. Freienwalde gegen Altglietzen 1. Werder gegen Wilmersdorf. Ketzin 1 gegen Briese- lang. Spandau 3 gegen Butab. Ketzin 1 gegen Eladow. Chor- lottenburg 1 gegen Potsdam. Kloblauch 1 gegen Spandau. Drc- witz I gegen Noivawes. Rathenow I gegen Grebs 1. Perlcberg Berliner Arbeitersportierl Am Sonntag, 12. Oktober. 14 Uhr. marschiert die Sozial- demokralischc Partei Berlins im Lustgarten auf. um gegen Faschismus und Dikkaiur zu demonstrieren. Die Ar- bcitersportler Berlins werden aufgerufen, sich vollzählig an diesem Ausmarsch zu belciligent Alle Fahnendclegationen, die sich am 7. September im Sportpalast zur groszcn Wahltundgebung der Partei zur Verfügung stellten, wirken auch am Sonntag mit. Treffpunkt 13 Uhr in der Kreisgeschäfisstelle vom Ärbeiter-Turn- und Sportbund. Elsasser Str. 86 66(Aufgang A. 1.) Vähe Rosen- thaler Platz.) Kleidung: Sportmütze und Schillerkragen, von der Gcschäfisstelle Abmarsch zum Lustgarten um 13 Uhr 30 ZNinuten. Keiner fehle! Kartell für Arbeitersport und Körperpflege. Fritz Barthelmann, Vorsitzender. Robert Oehlfchläger, Gefchästssührer. gsgett Havelberg. Warnsdorf 1 gegen Kyritz. Pritzwalt gegen Wittstock. Wittenberge 3 gegen Wittenberg« 2, Jüterbog gegen Delzig 1. Teltow gegen N.chlsdors. Dahme 1 gegen Löwendors 1. Luckenwalde V 3 gegen Luckenwalde 2. Trebbin gegen Woltersdorf. Kluusdorf 1 gegen Hertha. Ingendmannfchaften: Vorwärts-Wedding gegen Lich- tenberg II. Lichtenberg I gegen Oberspree. Minerva 28 gegen Britz 88. Saxonia gegen Nowoweo. Werder gegen Brondcnburz. Wilmersdorf gegen Treuenbrietzen. Beginn der Spiele: 1. Männermannschastcn 16 Uhr, 2. Männermannschaften 14.12 Uhr, Iugendmannschasten 11 Uhr. Arbeiter-lianclball Fortgang der Serie Nachdem der erste Seriensonntag dem Wetter zum Opfer ge- fallen ist, hofft die Handballwcll diesmal richtiges Sportwetter zu haben. Die 1. Klasse wartet in der Abteilung A mit interessanten Begegnungen auf.„Eintracht"-Mahlsdorj muß gegen Vi« FTGB.- Often auf dem Sportplatz in der Bödickerftraße um 16 Uhr an- treten. Ueber den Ausgang läßt sich nichts Genaues sagen.„Eiche"- Köpenick wird auf ihrem Vcrcinssportpiatz in der Wendenschloß- straße von Velten um 16 Uhr besucht. Ob es bei Köpenick nach der letzten Niederlage gegen Wedding diesmal zum Sieg reichen wird, ist noch sehr fraglich. In der Abteilung v erwartet die FTGB.-Süden die Hennigsdorf»» s)andballer zu 16.10 Uhr; Süden wird hier ganz sicher die Punkte erobern. Zwei Neuling« in der Abteilung treffen im Neuköllner Stadion um 16 Uhr zusammen: FTGB.-Neutölln und Nowawes sind die Partner. Bei günstigem Berlauf wird sich Neukölln die Punkte holen. Auf dem Sportplag in den Nehbergen muß der ASV. Schöneberg um 16 Uhr gegen FTGB.-Wcdding 2 antreten. Jedenfalls wird Schöncberg alles daransetzen, um einen deutlichen Sieg davonzutragen und sich nicht wie in der letzten Serie überraschend schlagen zu lassen. In der 2. Klasse des 1. Bezirks dürften folgende Spiele interessieren: FT. Erkner und ,.Friesen"-Fürstenwald« spielen be- reit- um 13.30 Uhr in Erkner am Dämmeritzsee. Um 15 Uhr treffen in Köpenick, Wendenschlohstraß«, Köpenick 2 und FTGB.-Adlershof auseinander. In der U-Gruppe spielen FTGB.- Osten 2 gegen Strausberg in der Bödickerftraße um 13 Uhr. Auf dem Fichtenauer Gemeindesportplatz erwartet um 13.30 Fichtenau die FTGB.-Ober- spree. FTGB.-Strala» fährt nach Wildau. Di« Frauen treten elzensalls aus den Plan. So muß Mahls- darf in der Bädickerstraßc gegen FTGB.-Osten um 14.20 Uhr an- treten. Di« Frauen von Kaulsdors müssen nach Bohnsdorf und werden dort eine neu« Niederlage hinnehmen müssen. Köpenicks Frauen treten um 14.10 Uhr aus eigenem Platz gegen Nowawes an. In der B-Gruppe empfängt um 10 Uhr FTGB.-Lichtenberg die Frauen von FTGB.-Südost am Lahnhos Stralau-Rummelsburg, Kynaststraß«. Köpenick 2 und Rehfelde sind ab 11 Uhr die Gegner auf dem Lcreinsspartplatz in Köpenick. In der 2. Klasse des 2. Bezirks finden am Sonntag auf dem Exer die wichtigsten Spiel« statt. Es spielen um 15 Uhr Moabit gegen FTGB.-Pankow. Ferner stehen sich um 16 Uhr Reinickendorf— Rosenthal gegenüber. Friedrichschal empfängt um 15 Uhr Nordost. FTGB.-Norden 3 muß nach Bernau fahren, um gegen den dortigen Verein das Serienspiel zu bestreiten. In der t K0Un'SCHER f* K IC O mo3. Oktober, 19', 4 Uhr. bei thaul, Boxhagener Str. IH. Zusammenkunft der Porsthenden, Alte parteigcnösstschcn Sportfunktionäre müssen erscheinen. Buchkontrolle. «Soliooiitöt*'. Touren der Rabfahrer am Sonnlag, dem 12. Oktober: 2. Abt.: Römerschonz« über Gatow, 8 Uhr. Zehlenborf lMieklcnt. 13 llbr. Start: Dieffcnbachstr. 38.— 3. Abt.: Steinsurt bei Nru-Zittau, 8 Uhr. Ablers- Hof, Ziege, 13 Uhr. Start: Mariannenploh sFeuermchrbenkmall.— Abt. Frieb- richohain: lt. Oktober, Tiesenfer. 17 Uhr. 12. Oktober, StreiWige burch ben Osten, 8 Uhr. Start: Petersburger Ptah.— 8. Abt.: galkcnhorst. 9 Uhr. Start: Kopcnhagencr Str. 17.— 9. Abt.: Luckenwatbe, 6 Uhr. Lichtenrade, 13 Uhr. Star:: Triftstr. 83.— Abt. Charlottcnburg: Streifaüge durch den Grunewalb, 8 Uhr. Start: Wilmersborfer Ecke«analltraße.— Abt. Schöuc. Heeg: Bernau tLiepnihfee), 8 Uhr. Start: Stubenrauchstr. 8.— Abt. Reu» kill«: stlostkr Lehnin. 7 Uhr. Start: Sol�nzoüernptah.— Abt. Lichteuberg: Rundfahrt über Strausberg. 8 Uhr. Start: de! Wegener.— Abt. Weißeusee- A«t»e»dorf: Rundfahrt über Potsbam. 8 Uhr. Start: Antonplah.— Abt. Reinickeoborf: Beteiligung an ber Parteivcranstaliung.— Baron, eige! Am 26. Oktober Be,irks.SchniuggIerfabrt nach Briefctang. Sammelstart 18 Uhr Lokal Alt-Rnkcnkrug. Nachzügler und Bahnfahrer treffen ssch im selben Lokal. Tonristenoerein.Die Raturieennbe", Zentrale Wie». Freitag, 1». Oktober. 20 Uhr. Abt. Charlottcnburg: Sprcestr. 30. Wie stehen wir zum Älasseukampf? Diskusstonsabcnb.— Humdoldthain I tIugcubgruvpc): Pank- Ecke Wiesen. strafte. Wir sehe» uns gute Filme an.— Faltbaotabteilung: Brihcr Str. 27. Musslabcnb.- Abt. Sri»: Chaussecstr. 48. Geschäftliches.— Abt. Südost: Britzcr Str. 27. Wanbertechnisches.— Abt. Treptow: Elsenstr. 3. Astronomie tLirsekorn).— Photogemeinschatt, Abt. Osten: Frankiurtcr Allee 387.— Phoiogcmeinschast, Abt. Rcnköll«: Bergftr. 29.— Rontag, 13. Oltobee, 2» Uhr. Malge-weinschast: Wrangelstr. 138. Technisches.— Photogemeinschaft: Iohannisstr. 15.— Esperanto-Arbeitsgemeinschaft: Tilstter Str. 4.— Mttt. »och, 15. Oktober. Ortsgruppe Groh-Berlin: In der Aula des Sophien. Lnzcums. Weinmeisterstr. 18—17, Vortrag, Engelbert Graf Kant-Lichtspiele Kamstr. 54,(an derWilmersdorfer Str.) W. 5, 7, 9 05 Uhr Stg 3, 5. 7, 9.05 Uhr Ufa-Tonfilm: Roscnmontait mit Licn Dcycri, Math. Wiemann Tdnrndes Beiprogramm Schlüter-Theater Schlüterstr. 17 W. 5, 7, 9 Uhr Sonnt, ab 3 Uhr(Jugendvorsiellung) Tonfilm: Dreyfus mit H# George, Fritz Kortner, Bassermann, Grete Mosheim Beiprogramm Jugendliche haben Zutritt W Wilmersdorf Atrium Beba-Palart Kaiserallee, Ecke Berliner Allee' Tonfilm-Uraufführung; Das Lied ist ans mit Liane Haid, Willy Forst, Olto Wallbarg, Ernst Verebes. O. Schlegel W Scbönebera Titania Schönebg, sig.'aw Hauptstraße 49 lOOproz. Tonfilm: Der blaue Engel m. Emil Janningt, Marlene Dietrich Beiprogramm_ Alhambra Wc�|ss. Hauptslr. 30 100 proz Tonfilm! Ein Walzer Im SdilafconpE mit Lucle Engllscfa Freilag und Sonnabend 11 J0 Uhr: Nachtvorstellung:„Der Liebe Not" (Sexualfilm) W frlddcnau Kronen-Lichtspiele Rheinstr. 65 W. 5, 7.9. So. ab 3 Bockbierfesi(lustige Tonfilmposse) mit Ida Wüst, ▼. Schletiow Tönemde Woche ■ steaiit» V Tiiania-Palast stgÄ.9u Steglitz, Schloßstr.5. Ecke Gutsmuthsstr. 100 proz. Tonfilm I Die Llndensrlriln m Kgibe Dorsch, Hans Heinz Bollmann, Ida Wüsl. Leo Sehfllzendorf, O, Sabo 4 lAhlwndorf-Hltf M 7*>\i Wochentags 7, 9 Uhr •ev" Sonntags 5, 7, 9 Uhr Potsdamer Str. 50 Stg.i30 Jug.-Vorst Tonfilm: Die Tom Rummelplatz mit Annr Qndra, Siesfried Arno A4~ U 4 Marlendorter Wochentg 1 JA- lal Licfaisplele ab 7 Uhr Chausseestraße 305 lOOproz. Tonfilm: Das lockende Ziel m. Rieh. Tauber Gutes Beiprogramm W TempelhoE M Tivoli Berliner Str. 97 lOOproz. Tonfilm! Die große Sehnsucht mit Camilla Horn u. 36 Filmstaren Beiprogramm Jagendlicbe haben Zutritt Südwesten Lichtspiele Südwest BlUqbcrstr. 12 W.5,7.9. S.Z.5.7.9U. Der große Tonfilm: Heule Nach! eventuell mit Jenny Jugo, Siegfried Arno i Beiprogramm_ Tönendes: Film-Palast Kammersäle Teltower Str. 1 W. 5. 7. 9, Stg. ab 3 Uhr Die grohe Sehnsucht m. Camilla Horn u. 36 Prominenten Micky-Maus ■»o--"■ Primus-Palast Am Hermannplatz, Urbanstr. 72/76 Wochent 6,45, 9. Sonnt ab 3, 5,7,9.150. Das große Filmsingspiel:. Die Llndenwiriin mit Kalbe Dorsch, H.H. Bollmann, L. Sdiüizendorf, Fr. Sdinlz, I.WSst, O. Sabo Bühne: Paln und Onix, kom. Parodisten Th. am Moritzplatz Beginn: W. ab 5 Uhr, Stg. ab 4 Uhr Das heitere Tonlustspiel: 2 mal Hoefazeit mit Liane Haid Sberifi tou Arizona MaukBHn 1 Mercedes- Palast Hermannstraße, Ecke Jägerstraße Anfang: Wchtgs. 6.45, 9, Stgs. 3, 5, 7. 9 U Tonfilm: Der keusdie Josef mit Harry Lledtke Bühne; Prof. Felix Mendelsohn mit seinen 10 Cellisten U'ochent. 6,45, 9 U Sonntags 5, 7. 9 U Kukuk Kottbusser Damm 92 lOOproz.TonfUm I Ein Walzer Im Stblafconp« mit Lude Englisch, Ad. Sondrock, Alb. Faulig Pv-ztlains. Wochent 6.45. 9 U. CXCClSlOr Sonntags 5, 7, 9 U Kaiser-Friedrich-Sttaße 191 Tonfilm: Oer KorreilenkapUan m H. Liedtke. Kampers, M. Paudler J ugendllche haben Zu tri ft Stern, Hermannstraße 49 Wochentags 6 45 u. 9, Sonntags 5,7, 9 U. lOOproz Tonfilm; Die zgrtlidicn Verwandten mit Ralph A. Roberls, W. Bendov Jugendliche haben Zutritt Filmeck Skalitzer Straße, am GSrlitzer Bahnhof Beginn Wochentags: 6.30 und 9 Uhr Sonntags; 3, 5, 7, 9 Uhr. Oer keusche Josef mit Harry Llcdlke Groß r BQbnensebaa Jugendliche haben Zutritt Luisen-Theater Reichcnberger Str. 34 Anf. W: 6 30 u. 9 U- Slg. 3. 5, 7, 9 U. Sag es mit Liedern mit AI Johnson und der kleine Sonny Boy Grohe Btthnenstban Jugendliche haben Zutritt Stella-Palast Köpenicker Straße 11—14 Beginn der Vorstellungen: Wochtgs. 6.30, 9 ü. Sonnt 3, 5, 7. 9 U. Die Llndenwirfin mit KSlhc Dorsch Große Bahnenschau I Tr AT11 A Tonfilm- Varleti «jrama w 6 45, stg 3 u Wrangelstraße 11(a.d. Köpenicker Str.) lOOproz. Tonfilm; Der blaue Engel mit Jannings, M. Dietrich 2 mal Lux mit C. Auen Sternwarte— Treptow So. 9 Uhr Stg. 4, 6, 8 Uhr: Die„Bremen", d. Königin d. Meere Plvgliim" Fi,m a,>d BOhne «CriySlUm Prenzlauer Allee 56 W. 5.15, 7. 9.15, S. 3.15,5, 7.15, 9 15 Uhr Tönende Wochen tdbaa Der KorveifenkapitXn v Tonfilmkomödie m. Harry Liedlkc BQhnenschau jugendliche haben Zutritt Sobd 11.30 Uhr: Nachtvorstellung Gastspiel d Bühnengenossenschaft Das Schwarzwaldmädel ■ O.fw B Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Beginn der ersten Vorstellungen: Wochentags 6 30, Sonntags 5 Uhr Der große Tonfilm: Die grohe Sehusnchl mit Camilla Horn und 36 deutschen Filmlieblingen Auf der Bühne: WfiLki'* Mandolinf n-Orchr* Irr lugendliche haben Zutritt Viktoria Lichtbild Th. Frankfurter Allee 48 Gro�tonfilml Woch. 5, ca. 7, 8.45, Stg. 3. ca. 5, 7. 8.45 U. Dich hab ich geliebt mit Mady Christians, Hans Stftwe Beiprogramm Luna-Filmpalast we53u: Gr. Frankfurter Str. 12) Tonfilmoperette: D, Cslkosbaroueh mit Greil Thclmer, Ernst Verebes Bühne: Original three Kukirolers Schwarzer Adler Woch. 5, 7, 8.45, Stg. 3, 5, 7. 845 U Tonfilm; EinWalzer Im Seblalcoup« Im Beiprogramm: Midcy Tonfilm Comenius-Lichtspicle Mcmeler Straße 67 W. 6 30, 9, S ab 5 U Tonfilm: Die vom Rummelplatz Flock und Fllckie auf Llebesfahrl Concordia-Palast Andreasstr. 64 W. ab 5 U., Stg. ab 3 U. lOOproz Tonfilm: Die Linden virtin m K&the Dorsch Beiprogramm Grone V arietfschan AlliAWihrA Woch. ab 630 Uhr /\lliaini>ra Sonnt, ab 4 Uhr. Koppenstraße 29 lOOproz. Tonfilm: Mach' mir die Welt zum Paradies Tönende Woche und BOhncnschan > Neu'UchtRnberg> Kosmos-Lichtspiele Lichtenberg. Lückstraße 70 W 5,7,9 U, Stgs. 5, 7, 9 U lOOproz. Tonfilm: Die rom Rummelplatz mit Anny Ondra, Siegfr. Arno Tönender Beiprogramm Kino Busch Alt-Friedrichsfelde 3 Beipiogramm Die letzte Kompagnie mit Conr. Veidt. Evans Die Filmkönigin m. L. la Plante Schloßpark Film'Bühne Berliner Allee 20ö~210 Stg.»/z3 jgd.-V. Zarte Schultern m Laura la Plante König Ludwig II. m. W. Oietcrlc Bühne: Oiio Pauls bunte Bühne Beiprogramm Alhambra Tonlustspiel: Bodebierfest mit Ida Wüst, J. Falkensletn Beiprogramm Pharus-Lichtspiele M Qllerstraße 142. W. 5. 7. 9 U. Stg. ab 3 U Tonfilm! O alte Bnrschcnherrllch- keit m. W. Fütterer, B. Amann Mlcky-Maus Jugendliche haben Zutritt Marga-Lichtspiclc Schuistraße 29 100 pro?. Tonfilm: Das lockende Ziel m. R. Tauber Die Masken des Erwin Reiner Prafer-Licfatspiel-Palast Kastanienallec 7-8 W. ab 5, Stgs. ß1/« U Böhncngastspicl ElltcSönger: Pinselheinrichs Hlmmclsklause Film: Der 5. Stand. Der Steckbrief Noack's Lichtspiele Brunnenstraße 16 Beginn 12 Uhr lOOproz. Tonfilm: Ein Tango für dich mit Willy Font, Verebes Bühnenschau Metro-Palast �r/bJ-u" Chausseestraße 30 lOOproz Tonfilm: Die Lludcnirlrlln m. Käthe Dorscb TSaendcs Beiprogramm PROGRAMM für die Zeit vom 10. bis 13. Okiober Casino-Liditspiele Brunnenstraße 154 W.6,30,Sbd.5,Stg. 4.30 Groß-Tonfilm: Unier den DSchern von Paris Beiprogramm— Bühnenschau Mila-Lichtspiel-Palast Schönhauser Allee 130 S. 3� Erstau ff.; Lohnbuchhaltcr Kremkc Woche, Kultur, Lustspiel Bflhnensdiau Filmpalast Puhlmann Schönhauser Allee 148 W. 5, S. 3'.- U. Tonfilm; Die vom Rummelplatz mit Anny Ondra, Siegfr. Arno Bühne; 50 Minuten Kabarett Tönendes Pclprogramm_ dosseum sigf abVuK? Schönhauser Allee 132 lOOproz. Tonfilm Die Llndenwiriin m Ktibe Dorsdh Bühne: Lotte Werkmelslsr Palast-Theater Breite Straße 21 a W. 6.30, 9. Stg. 4, 6.30, 9 Tonlustspiel: Die z örtlichen Verwandten Bühne:„Tonfilm fieber" mit Bruno Kastner, Luise Tlrscbl Tivoli, Pankow Berliner Straße 27 W. 6J0, 9 U., Stg. ab 4 U lOOproz. Tonfilm: Unter den Dachern von Paris Grones Beiprogramm Film-Palast Blankenburger Str. 4 Wöchig 6J0, 9U, sebönhausea So. 4 30.5.45,9(2. Tonfilm: Der Sohn d. weihen Berge mit Luis Trenker Beiprogramm Jugendliche haben Zutritt Filmpalast Tegcl�;' Stgs. 2 U Jgd.- Vorst. W. 6, Stg. I'.i Harry-LtedtC'TonB' m: Der KorvettenkapttSn Tönendes Beiprogramm Tobis- Apparat Jugendliche haben Zutritt »Kosmos" Filmbühne Hauptstraße 6 Beg. 6 Uhr, 8,30 Uhr Tonfilm: Hokuspokus mit Llllau Harvey. WUIy Frltscb Beiprogramm Union-Theater Hauptsu W 6.8».- Stg. 2 Jgd.-V. Stg. 6�.2. Wi 1 Kellnerkavalier Die nicht heiraten dürfen mit Colette Brettel D Mennigsdorf Filmpalast St(!. Berliner Straße 59 Stg. 2U.)ug.-Vors Tonfilm; Dreyfus mit F. Kortner, George, Grete Mosheim Jugendliche haben Zutritt