Nr. 98. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petit zeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Buckerprämien. Die unerwartet rasche Aufwärtsbewegung auf dem Zuckermarkte macht es den beutehungerigen Intereffenten von Tag zu Tag schwerer, halbwegs glaubhafte und wirt same Vorwände für die Erhöhung der deutschen Ausfuhrprämien aufzutreiben. Sonntag, den 26. April 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. dem Weltmarkt zu behaupten. Gewiß zahlt Desterreich| gemeinsam mit uns alle Prämien aufzuheben. einen etwas größeren, Frankreich sogar einen bedeutend Diese Finte macht auf die Leichtgläubigen immer einen ges größeren Ausfuhrzuschuß. Aber vor 1891 war die wissen Eindruck. Schließlich hätten gar die Gegner jeder Spannung zwischen unserer und den Prämie noch Anlaß, die vorübergehende Steigerung der fremden Prämien noch beträchtlicher wie Subventionen zu wünschen. Besonders im Zentrum heute.. und die deutsche Ausfuhr wuchs und wuchs in scheint, man sich hinter dieser Ausflucht verschanzen zu einem anderwärts gar nicht gekannten Maße. Seit wollen. Was steckt aber in Wirklichkeit dahinter? Im Vorjahre hatten wir infolge der plöglichen maß- 1891 haben wir unsere Prämie von etwa 24 auf 14 M. Die französische Prämie ist seit langen Jahren die lofen Produktionssteigerungen aller rübenbauenden Länder ermäßigt, doch nicht die österreichischen und französischen höchste. Aber wiederholt ist in der Zuckersteuer. eine Zeit lang wahre Krisenpreise, von 17 M. für den Rivalen manövriren uns aus dem Markt heraus, sondern tommission von allerautoritativster Seite Doppelzentner Zucker. Da war der Ruf nach Staatshilfe wir nehmen jebe Erweiterung des äußerst ausdehnungs- die französische Konkurrenz als ganz allerdings erklärlich bei einer Industrie, die immer fähigen Rübenzucker- Absages ganz überwiegend für uns in belanglos hingestellt worden. Dieses Urtheil durch Subventionen verwöhnt wurde. Heute hat der Beschlag. Brauchen wir da noch Kampfprämien" gegen wird auch durch die Thatsachen vollständig gerechtfertigt. Bucker längst wieder den Preisstand überschritten, den den österreichischen Zucker, dessen Produktion, fich Die holländische Regierung hat soeben ein Gesetz vors die Regierungsvorlage selber angemessen bezeichnete nach den Angaben der Regierungsmotive selber, gelegt, wonach das Maximum der Ausfuhrzuschüsse von ( 23-24 M.). Dieser durchaus lohnende Preis ist freilich zwischen 1890/91 und 1894/95 um 2,9 Millionen 2,3 Millionen Gulden( 1896/97) sich mit jedem Jahre zunächst nicht für alle Ewigkeit gesichert. Das ist innerhalb der Doppelzentner steigerte oder gegen Frankreich, deffen um 100 000 Gulden vermindern soll, bis nach 1900 ein fapitalistischen Produktion überhaupt eine Unmöglichkeit. Zuckergewinnung nur um genau 1 Million stieg, während Maximalbetrag von anderthalb Millionen erreicht sei. Da Prämien, mögen sie im Augenblick noch so willkommen wir erst 13,4, dann 18,3 Millionen, also fast 5 Millionen zweifellos auch die holländische Regierung eine Steigerung scheinen, verbürgen am allerwenigsten eine dauernde Doppelzentner mehr, erzeugten? Wir allein steigern der Ausfuhr voraussetzt, so soll also progressiv die Besserung, da sie sofort Anstoß geben zu neuer abnormer unsere Zuckergewinnung mehr wie die wichtigsten Kon- Ausfuhrprämie herabgemindert werden. Produktion und damit schließlich zu neuer Absatzstockung. kurrenzstaaten zusammen, und dann schreien wir noch Dann bliebe Desterreich. Es ist in der That in Soweit kapitalistische Industrien ihre Produktion dem darüber, daß Deutschland erdrückt zu werden drohe! gewiffer Beziehung unser bedeutendster Nebenbuhler auf diesem fauffähigen Bedarf anpassen können, vollzieht sich soeben Dder bedürfen wir etwa des Schuzes gegen die Aus- Felde. Es hat in Böhmen und Mähren und vollends in in der Rübenzuckerfabrikation ein ganz befriedigender Ge- dehnung der Rohrzucker produktion? Bekanntlich hat seinen unentwickelteren Distritten Schaaren billigster Arbeitsfundungsprozeß, der durch neue Prämienreizmittel nur unter der Rübenzucker überall, nicht nur in den Gebieten des träfte zur Verfügung; die Technit des Rübenbaues und brochen und gestört werden könnte. Deutschlands Produktion Rübenbaues, den Kolonialzucker Schritt für Schritt der Zuckerfabrikation ist hier verhältnißmäßig auf eine ist nach den letzten vorliegenden Schäßungen zurück zurückgedrängt. Von 75 pCt. der Weltproduktion im hohe Entwicklungsstufe gelangt. Über Desterreich zahlt gegangen von 18,31 Millionen Doppelzentnern im Jahre 1860 ist der Rohrzucker auf noch nicht 40 pet. durchaus feine wesentlich höhere Prämie wie wir. Betriebsjahre 1894/95 auf 16,1 Millionen im Jahre herabgegangen; fast überall steht der Zuckerrohraubau vor Es hat seine Ausfuhrzuschüsse auf fünf Millionen 1895/96, mithin um ein Neuntel. Nicht etwa, weil andere einer Katastrophe. Es kommt daher auch sehr wenig darauf Gulden fest beschränkt( kontingentirt). Steigt also die Staaten uns im Wettbewerb zurückgedrängt und überflügelt an, ob augenblicklich der Rückgang der fubanischen Pro- Ausfuhr, so sintt ganz automatisch der Zuschuß für die hätten! Der Produktionsrückgang ist vielmehr gerade in duftion etwas überschätzt ist. Als auf Kuba noch fein Gewichtseinheit, für den Doppelzentner Zucker. Vor einem anderen Ländern, die als unsere gefährlichsten Nebenbuhler Aufstand wüthete, stellte der Bericht des Konsuls Jahre mochte die österreichische Prämie über 1½ Mark bedargestellt werden, verhältnißmäßig noch viel beträcht der Vereinigten Staaten aus Habana bereits den tragen. Die Ausfuhr braucht wahrhaftig noch keine irgendI ich er gewesen: in Defterreich von 10,43 Millionen nahen Zusammenbruch der einst so reichen Zucker- wie für uns beängstigenden Dimensionen anzunehmen und die auf 7,48, also um ein volles Viertel, in Frankreich von plantagen in Aussicht, weil der Rübenzucker den Zucker- österreichische Prämie gleitet ganz von selber der deutschen von 7,45 Millionen auf 6,28, also fast um ein Sechstel. Von markt vollständig revolutionirt habe zu gunsten Europa's 1,25 M. zu und sinkt selbst unter diese herab. Hier liegt also 1894/95 abgesehen, überragt unsere Produktion von 1895/96 und zum Ruin der alten Kolonialländer unter den Tropen. vollends kein Anlaß vor, unseren politischen Bundesgenossen noch weit die aller Vorjahre. In der That tonnte es auch nur ein nationalliberaler durch Kampfprämien zur Raison zu bringen. Diese Beschränkung aus dem Innern der Produktion Hedner im Reichstage fertig bringen, die neuen Liebesgaben Die Erhöhung unserer Prämien wäre zweifellos auch selbst heraus hat, neben dem Verjagen der Zufuhr aus mit dem Schlagwort: Rampf gegen den Kolonialzucker!" das untauglichste Mittel hierzu. Soweit bis jetzt der EinKuba, die Preise in ganz naturgemäßer Weise wieder auf zu empfehlen. Dieser Kampf ift ohne Prämien- druck der deutschen Vorlage auf das Ausland festzustellen eine zufriedenstellende Höhe gebracht. Somit versagt gerade vermehrung längst zu unserem Vortheil entschieden. ist, ist er genau der entgegengesetzte von dem, den man zu im entscheidenden Moment der Hauptgrund, der vor einem Den Siegern zu ihrer üblichen Beute noch das Geld der erzielen beabsichtigte oder doch zu beabsichtigen vorgab. Jahre noch manchen Abgeordneten bewog, den Antrag heimischen Steuerzahler nachzuwerfen, dazu hat der Reichstag Nicht die überall vorhandenen Strömungen für die AbPaasche, den Vorläufer des heutigen Gesezentwurfes, in wahrhaftig keinen Anlaß. schaffung der Prämien hat die deutsche Regierungsvorlage turzsichtiger Sentimentalität mit zu unterzeichnen. Man kann auch, schon nach den mitgetheilten Zahlen, niemandem mehr einreden, daß Deutschland der höheren Prämien bedürfe, um seine errungene führende Stellung auf ( Nachdruck verboten.) Roman von Nicolaus Rrauß. 13 Tene. Als Lene aus der Frühmesse zurückkehrte, fand sie schon das zu ebener Erde gelegene, nach der Baumschule schauende Staatszimmer" voll fremder Männer; es waren Lehrer, die zwei, drei Stunden weit zum Feste hergekommen waren. " Sie saßen in kleinen Gruppen beisammen, plauderten und kosteten das Raubersbier", das ihnen Jakob Weiß in seiner schufferigen, hin und herfahrenden Art immer und immer wieder anbot. " Ist ein Bierl!" " Ein recht sauberes, braves Bierl!" " Da liegt was drinn', meine Herrn!" In der wachsenden Verlegenheit greift man nunmehr verstärkt, sie hat vielmehr allerwärts im Auslande und mit Vorliebe auf ein altes, manchen auf den ersten Blick ganz besonders in Desterreich wie ein Signal bestechendes Argument zurück: die deutsche Prämienerhöhung, zur allgemeinen Prämienerhöhung gewirkt. heißt es, solle die konkurrirenden Staaten mürbe machen, Doch davon ein anderes Mal. und fanden, daß sie ein vollständiges Orchester besetzen Dir Deine Freud', Jakob. Aber die dritte Maß Fett fonnten. Und so boten sie sich Weiß als Kirchenmufitanten hab' ich verbraucht, allein für die Holzbirn"", und für diesen Tag an, gleichsam auch zum Ersatz für den ich weiß noch immer net g'wiß, ob's langen wird..." Festschmaus. Dem Lehrer zitterte vor Ueberraschung und Is gut! Is gut! Wenn die Predigt net 3' lang wird, Freude das Herz. So würde er doch wenigstens auch ein- tommen wir in einer Stund' zum Essen," schrie der Lehrer mal das haben, nach dem er sich Zeit seines Lebens gesehnt, und war zur Thür hinaus. eine anständige" Kirchenmusik. Sofort willigte er Die alte Rosel kümmerte sich weder um die schöne ein. Aber einen harten Strauß gab es noch. Die Musik noch um die kräftige Predigt. Predigen kann ich mir Bauern, die bisher bei allen Hochämtern die selbst, war ihre Meinung, und dies Singen, Blasen und Instrumente gehandhabt, wollten durchaus nicht, so mir Geigen empfand sie im grund genommen nur als Störung nichts, dir nichts, von ihrem Privilegium lassen. Endlich, beim Beten. Und Beten mußte sie an diesem nach langen Bitten, gaben sie sich; nur zwei blieben ver- Tage, einen höheren Festtag gab es für ste stockt, der erste Flöten- und der erste Klarinettenbläser; der nicht. Deshalb hatte sie schon am frühen Morgen all' eine hatte sich zum Feſte einige neue Triller und Läufe ihre Kostbarkeiten hervorgesucht und ihr ganzes gutes ausgedacht, der andere meinte, er müsse unter jeder Be- Wesen" angelegt: die berühmten Strümpfe, die bocksteifen dingung blasen, von wegen des Tursikriegens. Und jetzt geschmierten Schuhe, das Wams mit den unbändig großen hob eine Mufit an, wie sie die Mühlefsener noch niemals Buffärmeln und die Urmutter- Haube, von der das Raunen in ihrer Kirche gehört hatten und wohl schwerlich jemals ging, daß drei plündernde Schweden vor ihr davon wieder hören werden. Schon nach dem Credo legten auch gelaufen wären anno Dazumal. Ihr größter Stolz aber die beiden Verstockten ihre Instrumente weg, um zuzu war ihr Gebetbuch. Ein zweites gab's in der ganzen Gemeinde hören. Unter und auf den Chören waren alle Hälje nicht wieder. Es war ein geschriebenes, die einzelnen Seiten gereckt und alle Ohren gespitzt, und der alte Kirchenvater mit rothen, blauen und grünen Kränzen geziert, die AnfangsSpengler griff sofort nach seinem Klingelbeutel, um einen buchstaben herzhaft ausgemalt. Eigentlich war es kein Gebetbuch, guten Zug zu thuen. zwei Dritttheile des Jubalts beschäftigten sich mit dem Allweil und immer. Der Weiß ist doch ein Hauptter!!" So lauteten die Urtheile. Und immer noch stellten sich Nachzügler ein, die sofort bereitwillig nach dem Glase oder Kruge griffen. Die Geistlichen, welche nicht am Hochamte betheiligt waren, tamen aus dem Paterstübel herunter, und ihr Durst war nicht weniger gesegnet, als der der Lehrer. Nach zehn Uhr begannen alle Glocken zu läuten, und Als die Festpredigt begonnen, fonnte es Weiß nicht Leben und Treiben der Räuber auf deni Kulmier Berge, erst alles strömte nach der Kirche. In den Häusern und Höfen mehr aushalten, auf den Behenspitzen schlich er die Chor- ganz zum Schluffe tamen einige kräftige Gebetlein, bestimmt blieben nur die Hausfrauen zurück und diejenigen, welche stiege hinab und eilte nach Hause. Seine Frau stand mit und gut für ganz bestimmte Gelegenheiten: Für Wassersihnen beim Kochen helfen sollten. An diesem Kirchenfeste glühendem Ropf am Herde und fischte mit einem großen noth, gegen Versuchungen des Fleisches und gegen Viehsterben. erlebten die Mühleffener Kirchkinder" zwei Ueberraschungen. Löffel aus einer Pfanne Suppenklößchen, die man Holz- Als man zur Wandlung läutete, war die Rosel gerade Nicht wie sonst hielt und sang das Hochamt ein Pfarrer, birnen" nennt. Weiß riß seine Frau an die Brust und an die Stelle gekommen, wo ein Räuber, der ein Burgnoch im letzten Augenblick war der Bezirksvikar angefahren sagte, schier närrisch vor Freude: fräulein entführt, um sich ihren Schmuck anzueignen, dieses gekommen, und er celebrirte unter Assistenz zweier Pfarrer, Marie! Marie! Go was war no net da. Ein Bikar auherrscht: die ihm als Diakone dienten. Man wollte dem Lehrer und ein Dalmatiken- Amt! Und die Musik! An das Fest Jakob Weiß eine Auszeichnung bieten, weil er sich stets werden die Mühlefsener denken, und' s ganz' Egerland wird als treue Säule der klerikalen Partei bewährt, während sich davon reden... Ich muß Dir rein a Schmatzerl geben, bei so manchem anderen Lehrer schon der Geist des Wider- aus lauter Freud', Du Hundigh, Du..." spruchs gerührt. Kaum hatten das die Lehrer bemerkt, als auch sie sich zu einer That aufrafften. Sie überblickten ihre Reihen Die Lehrerin wischte sich mit ihrer Kochschürze den Mund und meinte, aber bedeutend weniger froh: D Jakob!' 3 ist ja alles gut und schön, und ich gönn' Ruie' nieder und verricht' Dein letztes Gebet, denn Du mußt sterben!" Demüthig sant die alte Magd auf die Knie, und während fie fich dreimal an die Brust schlug, daß es ordentlich töscherte, flüsterte sie:" Jesus, Dir leb ich, Jesus, Dir sterb ich, Jesus, Dein bin ich im Leben und Tod! Amen!" ( Fortsetzung folgt.) Poltkischr RrbrrNchl. Berlin, 25. April. DaS preußische Abgeordnetenhaus nahm am Sonn- abend in erster und zweiter Berathung die Gesetzentwürfe betr. Aushebung der im Geltungsbereiche deS Rheinischen Rechts bestehenden Vor» schristen über die Ankündigung von Ge« Heimmitteln, betr. Abänderung des Gesetzes über die Psandleihan st alten zu Kassel, Fulda und Hanau und betr. Abänderung der Gesetze über die Landes-Kreditk asse zu Kassel an. Hierauf wurden Rechnungssachen und Petitionen erledigt. Eine große Anzahl Petitionen von Eisenbahnbeamten mußte von der Tagesordnung abgesetzt werden, da der Berichterstatter Abg. v. D a l l w i tz es vorgezogen hatte, durch Abwesenheit zu glänzen. An den ersten drei Tagen der nächsten Woche findet keine Sitzung statt, damit die Kommissionen Zeit zur Erledigung ihrer Arbeiten haben. Am Donnerstag steht die Berathung über den Gesetzentwurf, betr. Erhöhung deS Grundkapitals der entral-Genossenschaftskasse und kleineren Vorlagen aus der agesordnung.— Der Irrwahn von der Arbeiterfrenndlichkeit der bürgerliche« Parteien soll den Arbeitern nun gründlich ausgetrieben werden. Wir hoffen, daß der neueste Antrag der beiden konservativen Parteien im Reichstage keinen anderen Erfolg haben wird. Die Abgeordneten v. Manteuffel und v. Kardorff haben im Reichstage einen Antrag eingebracht, den Bmidesrath zu ersuchen, die von ihm am 4. Biärz erlassenen B e- Stimmungen über den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien nicht in Wirksamkeit treten zu lassen.— Einen Unternehmerverband gegen die Maifeier suchen verschiedene Zeitungen zusammenzuhetzen, die im Kampfe gegen die Arbeiterinteressen und für Volksunter- drückung seit langer Zeit sich bewährt haben. Am eifrigsten gebehrden sich da die.Neuesten Nachrichten*, die mit der „Post* sich in die zweifelhafte Ehre thcilen, die Orakel- spräche König Stnmm'S dem Philistervolk schmackhaft zu machen. Nach einem herzinnigen Lob auf die Berliner Maschinenfabrikanten, die, der Anregung des Herrn Kühne- mann folgend, sich zur Ablehnung der Maifeier verschworen haben, schreibt das genannte Blatt: .Was den Arbeitgebern jetzt die stärkste Kraft des Wider- standes verleihen würde. eine allgemeine Organi- fation über das ganze Reich, ist leider bisher noch nicht zu erreichen gewesen, obschon bei Gelegenheit des Berliner Bier- krieges die Nothwendigkeit derselben anerkannt wurde. Möchten die Gefahren, die jetzt der Industrie von der sozialdemokratischen Ueberhebung erneut drohen, den Anstoß zu einer Verwirklichung dieses Gedankens geben. Es müssen unter allen Umständen materielle Opfer gebracht werden, wenn die Sozialdemokratie der Industrie nicht über den Kopf wachsen soll, da der Staat seiner- seits sich leider immer noch nicht dazu aufraffen kann, ihr durch Ausnahmegesetze»ine Zwangsjacke anzulegen." Die schätzbaren Stumm-Trompeter scheinen wieder ganz vergessen zu haben, daß dem Staat schon einmal, als in Deutschland noch nach Bismarck's Pfeife getanzt wurde, der Versuch mit der Zwangsjacke mißlungen ist. Aber das lernt nichts oder will nichts lernen, und wir haben ja keinen Anlaß, uns mit der Belehrung besonders abzu- mühen.— Offizierliches über das Duell. Nunmehr hat sich auch das„M ilitär-Wochenblatt" über das Duell ausgesprochen, und wie das von diesem Organ des Offizierthums nicht anders zu erwarten ist, wird daS Duell für unentbehrlich erklärt zur Bewahrung der offizierlichen Ehre und Eigenschaften. Das Blatt formulirt seine Ansicht in den Worten: „Das Duell ist jetzt eins der Erziehungsmittel für daS deutsche Ofsizierkorps, um in ihm den Grundsatz lebendig zu erhalten, daß die Ehre höher als das Leben steht. Mögen die anderen Heere thun, was sie für richtig halten. Das deutsche Offizierkorps erfreut sich eines guten Rufes im In- und Auslande und hat diesen Ruf im Kriege und im Frieden bewährt. Wir find gewohnt, bewährte Methoden festzuhalten und sie nicht wohlgemeinten, aber falschen Theorien zu opfern." DaS ist klar und unzweideutig! Man wird das ans daS„Militär- Wochenblatt" schwörende deutsche Offizierkorps oder seine Wortführer fortan nach dieser rückständigen Anschauung zu beurtheilen wiffen, nach einer rückständigen Anschauung, an der ungefähr in der nämlichen Weise festgehalten wird, wo der Pascha-Ring am Bosporus stets an seinen„bewährten Methoden" fest- hält.— Einen schwächlicheren Eindruck macht es neben dieser starrköpfigen Erklärung, wenn das Blatt dann noch die Bibel zu Hilfe nimmt, um das Duell zu ver- theidigen. Ebenso naiv wie feierlich theilt die militärische Autorität mit: „Nirgend? in der Bibel steht ein Verbot des Zweikampfes, es wird nur indirekt auS derselben gefolgert. Wir können diese überraschende offizierliche Entdeckung durch einige gleichwerthige ergänzen. Es steht auch nirgends in der Bibel, daß man eine Dynamitpatrone nicht in den Feuerungsraum einer Dampfmaschine schieben, oder einen Nachtwächter beim Gewitter nicht an einen Blitz- ableiter binden darf. Trotzdem möchten wir jetzt zu diesen beiden Manipulationen nicht rathen. Sintemalen das Duell ein gesellschaftliches Fäulnißprodukt aus der Verfallszeit deS Ritterthums etwa im 14. oder 15. Jahrhundert ist, konnte es wirklich noch nicht in der Bibel berücksichtigt werden. Mit diefem Hinweis wollen wir für uns aber keineswegs die Autorität der Bibel anerkennen. Wir würden das Duell für Blödsinn erklären, auch wenn die sämmt- lichen Erzväter auf krumme Säbel oder Wurfspieße„los- gegangen" wären.— Frankreich. Die Schwere der allgemeinen politischen Krisis bringt es mit sich, daß auch die Ministerkrisis nicht rasch verläuft. Und da die Ministerkrisis ja nur ein Symptom der Gesammtkrise ist und durch diese bestimmt wird, wollen wir uns gar nicht mit Vermuthungen über das nächste Ministerium ergehen. Ob wir ein sogenanntes Konzentrations-Ministerium bekommen, d. h. ein Ministerium, das die bürgerlichen Parteien mit Ausschluß der Radikalen und Sozialisten umfaßt,— oder ob der sozialistisch an- gehauchte Streber Goblet, oder der ebenfalls röthlich schillernde Schauredner Briffon, oder, da Brisson als Kammerpräsident schwer zu entbehren, sein nüchterner Ge- sinnungskamcrad Sarrien dem nächsten Ministerium den Namen geben wird, das ist sehr gleichgiltig. Die Dinge sind im Fluß und die Massen kommen in Bewegung in Paris. Nachdem am Donnerstag der Pariser Gemeinderath und der Generalrath des Seine- Departements(in dem Paris liegt) Beschlüsse zu gunsten der Revision und gegen den Senat gefaßt hatten, fand gestern in Paris eine imposante Volkskundgebung statt. Man telegraphirt darüber: Paris. 25. April. Die Sozialisten halten auf gestern Abend eine große Versammlung nach dem Tivolisaale einberufen, zu welcher etwa 15 000 Personen erschienen waren. Kaum die Hälfte konnte in den Saal gelangen und manifestirte dort in erregtester Weise gegen den Senat. Dreimal mußte die Polizei mit blanker Waffe einschreiten, um die Ordnung aufrecht zu er- halten. Es sprachen die Abgeordnelen Pelletan, Jaurös, Vaillant, Rouanet, Gerault-Richard und Fournier, die sämmtlich für Slraßendemonstrationen eintraten. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, welche die Haltung des Senats brand- markt. Nach Beendigung der Versammlung zogen etwa 3000 Per- sonen manisestirend durch die Slraben. Auf dem Boulevard Montmartre trat die Polizei so energisch auf, daß sich die Menge zerstreute. Heber die Versammlung erfahren wir noch, daß Goblet, der Schlaumeier, durch Abwesenheit glänzte und daß die Stimmung eine sehr erregte war. Jaures forderte in flammender Rede zum Schwur auf die soziale Republik auf und in stürmischer Begeisterung ward der Schwur geleistet. Auf der Straße soll eS zu heftigen Zusammenstößen gekommen sein— jedoch ohne daß Polizei und Militär die Waffe gebrauchte. Mehreren Abgeordneten, die mit der Schärpe vor der Menge her marschirten, wurden die Röcke zerrissen. Wenn reaktionäre Blätter sich lustig machen, daß „das Volk" keine Barrikaden gebaut hat, so ist das recht albern. Die Revolutionen in Frankreich fingen stets mit harmlos scheinenden Kundgebungen an— und giebt es nicht auch Revolutionen ohne Barrikaden? Heute Nachmittag wird telegraphirt: Die sozialistischen und die äußersten radikalen Blätter führen heute eine überaus heftige Sprache. Der„Rappel" schreibt, das Signal fei gegeben, wenn die Reaktionären Trotz bieten sollten, so würde der Fnnke, der gestern Abend aus dem Pariser Straßen- pflaster aufsprühte, bald zum Brande werden. Von mehreren Seiten wird berichtet, daß Mölme selbst dem Präsidenten Faure vorgeschlagen habe, zunächst noch«inen Versuch mit einem radikalen Kabinet zu machen, da die Radikalen behaupten, in der Deputirtenkammer die Mehrheit zu besitzen.— In Belgien haben— wie den Lesern bekannt— die Bürgerlich-Radikalen mit den Sozialisten ein Wahl- b ü n d n i ß für die bevorstehenden Kammerwahlen ge- schlössen. Jetzt hat man sich nun über das gemeinsame Wahlprogramm geeinigt. Es enthält außer den allgemeinen demokratischen Forderungen(allgemeines gleiches direktes Stimmrecht vom 22. Jahre an und Wahlgeheimniß, Ab- schaffung des stehenden Heeres:c.): die Verstaatlichung der Bergwerke, Eisenbahnen, Fabrikanlagen und Land- wirthschaft, die Speisung und Kleidung aller unbemittelten Schulkinder. Ferner Bekämpfung jeglicher Kolonialpolitik. Die Bürgerlich-Radikalen haben sich durch Annahme dieses Programms thatsächlich auf den Boden des Sozialismus gestellt, obgleich das Wort nicht ausgesprochen ist. Diese Linksschwenkung des ehrlich- demokratischen Bürgerthums liegt in der Natur der Verhältnisse. Ter Sozialismus ist nur die letzte Konsequenz der Demokratie— oder vielleicht richtiger: er ist konsequente Demokratie, und jeder konsequente Demokrat muß folgerichtig zum Sozialismus gelangen. Zu dieser Konsequenz gehört aber die Loslösung von den Anschauungen und Interessen der bürgerlichen Gesellschaft, die mit der Entwicklung des Kapitalismus mehr und mehr in Gegensatz zu den demokratischen Prinzipien tritt. Freilich unter den Wortführern des Bürgerthums wird die Zahl derer, denen die Konsequenz mehr gilt als das Interesse, weit überwogen von der Zahl derer, die das Interesse über die Konsequenz setzen. Und hat auch der Führer der belgischen Radikalen, Rechtsanwalt Janson, für seine Person die Konsequenz gehabt, formell sich zum Sozialismus zu bekennen, so dürfte die Zahl derer, die mit ihm gehen, eine ziemlich geringe sein.— Präsident Krüger geht nicht nach England. Sir H. Robinson, der Gouverneur des Kaplandes, hat die Ant- wort des Präsidenten Krüger auf die Einladung Chamber- lain's, nach England zu kommen, erhalten und nach England gekabelt. Krüger sagt in seiner Antwort, er könne jetzt nicht nach England reisen, weil der Volksraad seine An- Wesenheit im Lande verlange. Das war zu erwarten. Tie ewigen Hetzen der englischen Jingo- Presse und die Takt- losigkciten des Herrn Chamberlain werden das ihrige dazu beigetragen haben, um die Reise zu hintertreiben.— Deutsches Reich. — Die vierten Bataillone. Der„Köln. Ztg." zufolge find die Vorarbeiten wegen Vervollständigung der vierten Bataillone im Kriegsministeriuni soweit gediehen, daß der Gesetz- entwurf schon in Kürze, voraussichtlich noch vor Pfingsten dem Reichstage zugehl. Die Mehrkosten sollen angeblich keinen nennenswerthen Uinfang annehmen, sodaß auf eine glatte Er- ledigung der Vorlage gerechnet werden dürste.— Abwarten!— — Fällt der Hänge-Peters, soll der Kolonial- K a y s e r mitsallen, scheint der Silber-Arendt zu denken und des- halb zieht er von neuem gegen den Direktor im Kolonialainr los. Er berichtet, Herr Dr. Kayser habe ihn, den Abgeordnelen Arendt, als Mittelsperson benutzt, um mit Dr. Peters über dessen weitere Verwendung im Kolonialdienst zu unterhandeln. Daß der Chef der Kolonialablheilung sich für Herrn Peters in eifrigster Weise bemüht hat, wird ihm allerdings schwerlich zum Guten ausschlagen.— — Erweiterung der EtaatZdiener-Eigen- s ch a f t im Königreich Sachsen. Mit dem 1. Januar 1696 haben sämmtliche Mitglieder der Unter st ützungskasse der königl. sächsischen Staats- Eisenbahnen die Staatsdiener-Ei genschaft erhalten. Von einschneidender Bedeutung ist hierbei ein von diesen B e a m t e n der Staats- Eisenbahnen längst sehnlichst erwarteter Beschluß des königl. Finanzministeriums: daß die Staats-Eisenbahn-Beamten bei ihrer Pensionirung diejenige Zeit. während der sie als ver- pflichtete ständige Arbeiter(Expeditions-Hilssarbeiter, Hilssweichensteller, Hilssfeuerleute, Bremser je.) bei der Staats- eisenbahn-Verwalinng beschäftigt gewesen sind, im Sinne der Bc- ftimmung§ 44 Abs. I des Gesetzes vom 3. Juni 1876 mit der Maßgabe in Anrechnung gebracht werden kann, daß die pensions- fähige Dienstzeit des belreffenden Beamten nicht vor das vollendete 25. Lebensjahr zurückgehen darf.— — Zum ambulantenGerichtsstand derPresse. Die in der Nr. 96 d. Bl. gebrachte Notiz betreffs der in Magde- bürg erhobenen Anklage gegen den in Berlin wohnhaften Revak- teur der„Neuen Welt" gewinnt noch ein besonderes Interesse dadurch, daß der Redakteur Kokosky seit längerer Zeit erkrankt ist und im hiesigen städtischen Krankenhaus Friednchsbaiu sich einer Operation unterziehen mußte. Auf dorthin von Magde- bürg gerichtele Requisition antwortete der Direktor der Anstalt, Geh. Rath Professor Dr. Hahn, daß noch nicht abzusehen sei, wann Kokosky einen Termin werde wahrnehmen können.— — Betreffs deS Achtuhr- Ladenschlusses schreibt der„Krenz-Ztg." ein Kolonialwaarenhändler: Die zum Schutz- der Angestellten in Ladengeschäften seitens der Koiiimission für Arbeiterstatistik gemachten Vorschläge haben in der Presse mehrfachen, indeß wenig begründeten Widerspruch gefunden. Gerade die Forderung des Achluhr- Ladenschlusses ist die berechligste. Sollen denn allein die Geschäfts- Inhaber und Aiigestelllen keinen Feierabend, nicht die nöthige Nachtruhe haben? Viele Geschäftsleute sind heute von früh morgens bis in die Nacht hinein zur Bedienung deS Publikums thätig. Mancher Ladenbesitzer möchte feinet- und des Personals wegen früher schließen, aber als einzelner Geschäftsmann kann er dies der Konlurrenz wegen nicht. DaS gehl nur durchs Gesetz.... Die geringe Zahl der Käufer, welche bisher ihr« Einkäufe nicht vor 8 Uhr abends besorgten, würde sich schon bald daran gewöhnen. Es ist behauptet worden, der Achtuhr-Ladenschluß eigne sich wohl für größere Geschäfte, nicht aber für kleine, und sei be- sonders auf dem Lande unausführbar. Das ist eine irrige Ansicht. Schreiber dieses steht seit über 20 Jahren mitten im GeschäftSlebe», kennt kleine und große Läden in Stadl und Land, hat mit verschiedenen Geschäftsleuten, auch mit solchen, die ohne Personal nur mit eigenen Familienangehörigen arbeilen, die Sache besprochen und bestätigt gefunden, daß der Feierabend für alle Geschäfte begehre nZ- werth und durchführbar ist. doch muß das Gesetz den Ladenschluß gebieten. Ein Bedürsniß, nach 8 Uhr abends aus dem Kolonialwaaren- oder Metzger- laden noch Lebensmittel zu holen, ist thatsächlich nicht vorhanden, da man anderen TageS schon frühzeitig wieder einkaufen kann. Wer Zigarren oder sonstige Dinge kaufen will, wird sich darauf einrichten, die« vor Ladenschluß zu thun. Bei der Post bekommt man auch nach 3 Uhr keine Freimarken. Es wäre für unser ganzes Volksleben ein wirthschafrlicher Vor- lheil, wenn das Sprichwort„Morgenstunde hat Gold im Munde" wieder mehr Beachtung fände. Erforderlich ist es, Punkt 4 der KommisstonSvorschläge, daß ein erweiterter Verkauf bis 10 Uhr abends vor Feiertagen, aber nur an höchstens 16 Tagen im Jahre stattfinden dürfe, dahin ab» zuändern, daß dies an jedem Vorabend eines Sonn- oder Feier- tages gestattet wird. Breslau, 25. April.(Privatdepesche deS„Vorwärts".) Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer geheimen Sitzung 100 000 M. für Ausschmückung der Straßen anläßlich eines bevorstehenden Kaiserbesuches zu bewilligen. Ueber die Frage. wer das Frühstück, das dem Kaiser geboten werden soll, servirt, herrscht ein heiterer Weltstreit. Städtische Behörden und Land- stände lümpfen um diesen Vorzug. Stettin. Hier fand am 22. April im Börsensaale eine P r o t e st v e r s a m in l u n g gegen den von der Reichskoniniission für Arbeiterstatistil gefaßten Beschluß über den A ch l u h r- Schluß der Ladengeschäfte statt. Die Verhandlungen. die wir dem„Volksboien" entnehmen, lieferten ein wahrhaft klassisches Bild von der überaus beschränkten Intelligenz der Ladeninteressenten. Wes Geistes Kinder die Versammelten waren, geht schon daraus hervor, daß der Vorsitzende, Kaufniann Zimincr- mann erklärte, er werde Freund« des Achtuhr- Schlusses nicht zu Worte kommen lassen. Weiter fand der Herr in dem Zwang, um 8 Uhr zu schließen, einen Eingriff in die persönliche Freiheit und ein- Beschränluna im Erwerbe. Es entspreche nicht dem Humanitätsprinzip, daß hier Sonntags während der Geschüstszeit die Thür«» geschloffen sein müssen.(!) Die Angestellten, die jetzt nach Geschästsschluß zur Ruhe gingen, würden in der ihnen nach dem Beschluß zu- fallenden freien Zeit in die Restaurants gehen. Aehnlich sprach sich Herr Kaufmann Paul Krause aus; er meinre, der frühere Geschästsschluß berge für die jungen Mädchen moralische Gefahren. Auch gegen die Borschläg«, den jungen Mädchen im Geschäft Sitzgelegenheit zu ver- schaffen, wandte sich Redner; wer das Stehen nicht vertragen könne, solle nicht in ein Detailgeschäft gehen. Kaufmann Kreckow meinte, nach Einführung der kürzeren Arbeits- zeit würden viele junge Leute aus die Straße gesetzt werden. Noch einige Redner, darunter auch Herr Graßmann, sprachen gegen de» frühen Geschäflsschluß. Dafür zu sprechen hatte nur ein Herr Woliczek den Mnlh. Derselbe meinte, die beabsichtigte Besairänknug der Geschäftsstunden habe doch wohl eine zu große Angstmeierei unter den Beiheiliglen hervorgerufen. Wen» der KominissionSbeschluß zum Gesetz erhoben würde, dann würden alle Kanfleule gleichgestellt sein, also keiner hätte dann etwas vor dem anderen voraus. Die Entrüstung gegen den Gesetzvorschlag würde sich legen, ebenso wie es bei der Einführung der Sonnlagsruhe geschehen sei. Durch das späte Offenhalten des Geschäftes mache man es dem jungen Manne unmöglich, für seine Foribildung etivaZ zu thun und erziehe dadurch ein ungebildeies Proletariat. Das taufende Publikum, besonders die Hausfrau würde sich scdon daran gewöhnen, den Bedarf rechtzeitig zu decken. Der Verkehr werde sich eben anders cntivickeln. die Auszahlung des Arbeiislohnes würde z. B. schon am Freiiag stattfinden müssen. Nachtheil würde niemand von der Einrichtung haben, jeder würde das behalten, was er so lauge gehabt hatte. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, wonach sich die Versammlung gegen den geplanten frühe» Schluß der Ge« > ch'ä s t e ausspricht. — Die Wettin er reine Slaven. Nach dem Swat soll der aus dem Wetrinerhause stammende Ferdinand Fürst von Bulgarien und Herzog von Sachsen-Koburg�Gotba in einer am 11. Februar in Sofia gehaltenen Rede gesagt Häven: „Ich habe mich in meinen Anschauungen niemals geändert. Um diese meine seelische Stimmung zu begreifen, muß man dessen eingedenk sein, daß ich väterlicherseils der sächsischen Dynastie der Wettiner angehöre, die aus rein slavischer Wurzel eiilsprossen ist. Schon als ich noch Knabe war. sprach mau zu mir:„Du bist ein Slave"; dies hat sich in meiner Seele festgesetzt, und stets bin ich dem Leben der slavischen Welt und allen Peripetien de) Kampfes der Slaven um ihre Befreiung inil der größten Sympathie gefolgt." Was sagt man in Dresden dazu? Leipzig, 23. April.(Der„Zaberner Anzeiger' und das Daiiioklesscbivert des französischen Preß« g«setz es.) Im Rcichslande gilt bekanntlich noch immer das französische Preßgesetz, welches im Jahre l852 nach dem Staats- streiche Napoleon's eingeführt wurde. Das organische Dekret über die Presse bestimmt in den Artikeln 3, 4 und 5, dnß der Eigenthümer einer Zeitung, welche politische over volksivirthschaft- liche Gegenstände behandelt eine Kaulion bei der Staalskaffe zu hinter- legen hat, welche sich nach der Große des Verbreitungsbezirks richtet. Herausgeber von Zeitungen, welche eine Kantion nicht hinterlegt, haben und doch derartige Gegenstände behandeln, sollen mit Geld- oder Gefälignißstrafen belegt werden und nach Artikel 5 soll das Blatt unterdrückl werden(„csssera de paraltre"). Der Herausgeber des„Zaberner Anzeigers"(eines Blattes, welches noch unter drei auoeren Titelköpsen erscheint), der Buchdruckereibesitzer Hermann Wiebicke in Zabern wurde nun. wie wir derzeit iiiitgetheilt haben, am 1. Juni v. I. vom dortige» Landgerichte wegen Vergehens gegen jene Bestiinmungeu in acht Fällen zu 320 Di. Geldstrafe verurtheilt. von der weiter erhobenen Anklage jedoch freigesprochen. Bemerkt werden mag hier, daß die Kaution, welche Herr Wiebicke binterlegen müble, wenn er politische und volkSwirthschastliche Gegensiände unbehelligl in seinem Blatte behandeln will, 24 000 Di. betragen würde. Die Revision des Angeklagten gegen feine Verurtheilung wurde am 25. November v. J. vom Reichs- y Partei- Nachrichten. Die Gastwirthe Netschkan's im Vogtlande haben mit dem Boykott der Sozialdemokratie so bittere Erfahrungen gemacht, daß zwei von ihnen ihre Säle wieder unserer Partei zur Verfügung stellten. Der St. Petersburger Berein für den mitgetheilten Anträge geftelt, 1. auf Einführung einer kirchlichen gerichte verworfen, dagegen wurde das Urtheil, soweit es auf Kampf um die Befreiung der arbeitenden Che und einer Notbzivilebe, 2. auf Einführung einer Freisprechung lautete, auf die Revision der Staatsanwaltschaft Klaffe hat zum 18. März nach Paris folgende Adresse fakultativen 3ivilebe und 3. auf eventuelle Verpflichtung aufgehoben und die Sache insoweit an das Landgericht zurück geschickt: bes Standesbeamten der kirchlichen Beremonie beizuwohnen verwiesen. Dieses hat dann am 16. 16. Februar dieses Die melancholischen Zaute des russischen Bauernliedes sind und erst dann die Ehe für gefchloffen zu erflären. Nach sehr Jahres Herrn Wiebice zu einer weiteren Geldstrafe schon längst zu den europäischen Völkern gedrungen. Und das lebhafter Debatte wird der erste Antrag mit 14 gegen die verurtheilt, das Weitererscheinen bes Blattes jedoch bürgerliche Frankreich, welches mit der zarischen Regierung 7 St. des Zentrums und der Polen, der Antrag zu 2 mit 12 gegen die entgegen dem Antrage des Staatsanwalts nicht fraternisirt, hat der ganzen Welt die Kunde über das sieg Zentrumsstimmen und die Stimmen von 2 Konservativen, also gegen verboten. Aus dem reichsgerichtlichen Erkenntnisse meinte nämlich reiche Vordringen der russischen Bourgeoisie gebracht. Nun 9Stimmen, der letzte Antrag mit 14 gegen die 7 St. ber Ultramontanen bas Landgericht entnehmen zu sollen, daß die Bestimmung über soll auch am denkwürdigen 18. März, der 25. Rückkehr und Polen abgelehnt. Es bleibt also bei der oblidas Verbot des Blattes nicht als eine kategorische anzusehen sei, eines für die Sozialisten aller Länder theuren Tages, die ferne gatorischen 3ivilehe. Die Redaktionskommission foll daß es vielmehr im Ermessen des Gerichts stehe, das Blatt zu Stimme des unter dem Joche des Despotismus schmachtenden Ruß. jedoch eine Fassung finden, die klarer als der Entwurf und das verbieten oder nicht. Das Landgericht erachtete die Unterdrückung lands, des proletarischen Rußlands, zu dem französischen Prole: bestehende Gesetz zeigt, daß die vor dem Standesbeamten erklärte des„ Baberner Anzeigers" nicht für geboten, umfomehr, da Herr tariat gelangen. Der französische Arbeiter soll wiffen, daß hinter Ginwilligung der Brautleute, nicht die Erklärung Wiebide wegen Preßvergehens sonst noch nicht bestraft sei und dem Gitter des zarischen Gefängnisses der gedrückte freiheitliche des Standesbeamten, die Ehe begründet. Um 4 Uhr vertagte auch der Staatsanwalt mildernde Umstände und das Gedanke des russischen Proletariers sein Leben führt. Auf dem die Kommission ihre Sigung auf den 28. d. M., vormittags niedrigste Strafmaß beantragt habe. Gegen das Nicht- Verbot letzteren lastet der Kapitalismus, welchem alle Mittel des Polizei- 10 Uhr. des Blattes richtete sich nun die abermalige Revision des staates zur Verfügung stehen; er wird von dem mit der ganzen Staatsanwalts, welche heute den ersten Straffenat des Reichs Technit des 19. Jahrhunderts bewaffneten Abfolutismus, welcher gerichts beschäftigte. Der Reichsanwalt erklärte das Rechtsmittel dem Kapitalismus brüderlich die Hand reicht, unterdrückt. Das für begründet und suchte nachzuweisen, daß bei jeder Verurtheilung russische Proletariat mißt seine Erfolge an der Zahl seiner im zugleich auf Verbot des Weitererscheinens zu erkennen sei. Die Kampie gefallenen Streiter. Das laufende Jahr steht ohne Gleichen Bestimmung des Artifel 5 sei eine zwingende und bedingungs- in den Annalen der russischen Geschichte sowohl in bezug lose und das auszusprechende Erscheinungsverbot babe in traft auf die Zahl der Streits und anderer Aeußerungen des Klassen Au bleiben, solange die Kaution nicht hinterlegt worden sei. Das tampfes, als auch in bezug auf die Zahl der Opfer, welche im Die österreichische Parteivertretung hat sich nach Schluß Reichsgericht habe in dem vorigen Urtheile gesagt, das Verbot Dienste der Sozialdemokratie gefallen sind. des Prager Parteitages wie folgt tonftituirt: Vorsitzender des Blattes sei keine Strafe, sondern eine polizeiliche Maßregel Indem wir auf die Bergangenheit zurückblicken, fönnen wir Julius Popp. Parteisekretär Franz Schuhmeier, und es sei nicht anzunehmen, daß der Gesetzgeber das Verbot den französischen Genossen bestimmt erklären, daß die russische Parteitafsirer Dr. Wilhelm Ellenbogen. in das Ermessen der Polizei babe stellen wollen. Daraus Arbeiterbewegung auf eine feste Grundlage gestellt ist und daß Briefe find zu richten an Franz Schuhmeier, Wien, habe nun offenbar das Landgericht herausgelesen, daß ein Erfeine Kraft in der Welt im stande ist, diese Bewegung aufzu- VI. Ropernitusgaffe Nr. 12, Gelder an Dr. W. Ellenbogen, messen überhaupt in Frage komme und dann sein eigenes Erhalten. Nicht umsonst hat der russische Zar sich beeilt, feinen ebendaselbst. messen dahin walten lassen, daß das Verbot des weiteren Er allerhöchsten Dank den Truppen für die Niedermegelung der fcheinens nicht erforderlich sei. Es scheine aber, als ob der Senat streifenden Arbeiter in Jaroslaw im Jahre 1895 zu veröffent. Sonntag, den 26. Mai, in Mailand zusammen. Ter Jahreskongreß der lombardischen Sozialisten tritt diese Ansicht nicht habe aussprechen wollen und es werde daher lichen. Nicht umsonst erläkt der russische Finanzminister ein die Aufhebung des Urtheils erforderlich sein, damit das Land Birkular, das ein Zeugniß ablegt von der Beunruhigung, gericht dasselbe durch den Anspruch über das Verbot des weiteren in welche die russische Regierung durch die Umtriebe der Das Reichsgericht verwarf die Revision, die der Erscheinens ergänze. Das Reichsgericht erkannte jedoch auf Schlechtgesinnten, welche die Arbeiter verführen"," versetzt wird. Redakteur der Breslauer Volkswacht", Emil NeuBerwerfung der staatsanwaltschaftlichen Revision. Die fran- Der Barismus spürt, daß sein Feind mit jeder Stunde wächst, ir ch, gegen das Erkenntniß des dortigen Landgerichts eingelegt zösische Rechtsprechung sei in der vorliegenden Frage verschiedener und daß dieser Feind nicht der kraftlose Liberalismus der hatte, das ihn wegen Beleidigung der niederschlesischen BergAnsicht. Die eine Richtung betrachte die erwähnte Gesetzesvorschrift russischen gebildeten Stände, sondern die aufsteigende Welle beamten zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilte. als eine Strafe. Hätte man sich dieser Ansicht angeschlossen, der sozialdemokratischen Bewegung ist. Das russische arbeitende Wegen des Flugblattes, An Sachfens Bolt!", dann würde eine solche Strafe gegen den Angeklagten überhaupt Bolt, welches sich unter das Banner des wissenschaftlichen das im Verlage von Paul Schiemann in Leipzig erschienen und nicht ausgesprochen werden können, weil eine derartige Sozialismus gestellt hat, sieht rubig in die Zukunft in bei Gustav Heinisch gedruckt ist, wurden in Leipzig eine AnStrafe nach dem Einführungsgefeße für das Strafgefeß unzulässig feftem Glauben an ihren endgiltigen Sieg. Mit vollem zahl Parteigenossen als Verbreiter polizeilich vernommen. Jein würde, Das Reichsgericht hat deshalb in dem Urtheile vom Recht kann es den Lieblingsausspruch eines der Vorfämpfer der befragte sie, von wem sie die Flugblätter bekommen hätten. 25. Novbr. v. J. fich dahin entschieden, daß es sich nicht um eine Strafe, russischen sozialdemokratischen Bewegung wiederholen: Möge Nachdem das ein Menschenalter in Geltung geweſene sondern um eine administrative Präventiv- Maßregel handle. die Zukunft bringen was sie will, wir werden doch endlich alte Recht von der jezigen Regierung und Landtags. Nun liegt es selbstverständlich, so heißt es in den Gründen fiegen"( Ticheruytschewsky). Und der erste Sieg der ruffifchen mehrheit vernichtet worden ist, werden die Vertheidiger dieses weiter, in der Natur einer vorbereitenden Maßregel, daß die arbeitenden Klasse wird der Sturz des Absolutismus sein. Dann alten Rechts auch noch prozessirt, und von denselben Leuten, die felbe eine causa- commissio voraussetzt und es liege in der werden die Worte eines der Märtyrer der russischen Arbeiter unsere Partei unter der Devise bekämpfen: Schuß dem BeAboption dieser Ansicht der weitere Gedanke, daß ein richterliches bewegung, welche schon im Jahre 1877 ausgesprochen worden stehenden! G3 ist danach klar, daß es sich für biefe geute bei Ermessen vorausgehen muß. Deshalb war es nicht rechtsirrthüm find, in Erfüllung kommen. Er hat gesagt, daß endlich der dem Kampfe gegen die neueren Ideen lich, wenn die Vorinstanz sich auf den gleichen Standpunkt geftellt Tag fommen wird, wo die kräftigen Hände der Millionen der Klassenvorrechte zu sichern. Was von alten Einrichtungen diesem und angenommen hat, es sei dem Ermeffen des Gerichtes im Arbeiter sich erheben und das von den Soldatenbajonnetten ge- Bestreben förderlich ist, das wird beibehalten, was nicht, das einzelnen Falle anheimgegeben, ob die Unterdrückung einer stüßte Joch des Despotismus in die Brüche geht". wird mittelst der parlamentarischen Maschinerie zerstört. Anders Beitung unter diefer Voraussetzung ausgesprochen werden müsse. Die russischen Arbeiter senden die herzlichsten Grüße an ihre als in diesem Sinne waren die herrschenden Klassen aller Länder Der Baberner Anzeiger" ist also noch mit einem blauen franzöfifchen Brüder. Möge an der Feier des Tages, an welchem nie konservativ". Auge davon gekommen, aber der ganze Prozeß ist eine neue das französische Proletariat die erste Bresche in die Burg der Mahnung, endlich mit diesen veralteten franzöfifchen Gefeßen Bourgeoisie geschlagen hat, die Grundlage zu einem regeren in Elfaß- Lothringen aufzuräumen, die eine derartige Drang- Verkehr zwischen den Proletariern beider Länder gelegt werden. falirung auch den harmlosesten Zeitungen gegenüber ermöglichen. Möge man der Mahnung unseres großen Lehrers eingedent werden: Proletarier aller Länder vereinigt Euch! Das französische Proletariat lebe hoch! Die soziale Revolution lebe hoch!" F Amerika. ( Unterschrift.) Kubanisches. Der Führer der Aufständischen, Maceo, ift, wie über Madrid aus Havannah gemeldet wird, umzingelt. General Wenler hat den Aufständischen einen neuen Aufschub von 20 Tagen zur Unterwerfung bewilligt.3500 Aufständische, bei welchen sich auch Artillerie befand, hatten feit 5 Tagen das Fort Zauza bei Manzanillo belagert. General Munoz eilte zur Hilfe herbei und vertrieb die Belagerer; etwa hundert der Aufständischen wurden getödtet. schuldig seien. Afrika. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Man In Arnstadt i. Th. wurde beim Vertrauensmann Bleib im Auftrage der Amtsanwaltschaft nach Sammellisten gehaussucht. Veranlassung dazu soll die in einer der lezten Nummern der„ Tribüne" veröffentlichte Quittung über aus Arnstadt eingegangene Geldbeiträge gegeben haben. Gefunden wurde nur eine leere Sammelliste. Redakteur Frangen von der Bergischen Arbeiterstimme" in Solingen hat 150 M. Strafe zu bezahlen, weil er nach Urtheil des Elberfelder Landgerichts den Ober- Bürgermeister a. D. von Meenen beleidigte. Der Staatsanwalt hatte 4 Monate Gefängniß beantragt. Der Schuß des§ 193( Wahrung berechtigter Interessen) wurde dem Angeklagten augebilligt. Soziale Mebersicht. Im gemeinschaftlichen des Landtag Herzogthums Sachsen- Koburg- Gotha fam die Nichteinladung des sozialdemokratischen Abgeordneten Wolf zur Sprache. Der Dringlichkeitsantrag des Genoffen Bock wurde angenommen und der Verfassungskommission überwiesen. Diese Tam zu dem Schluß, daß die Mandatsprüfung durch den Gothaischen Speziallandtag zu erfolgen habe, und daß die früber durch den gemeinsamen Landtag vorgenommene Mandatsprüfung zu unrecht geschehen sei. Dagegen wurde ein Antrag dahin gehend angenommen, daß das Ministerium sofort die nöthigen Schritte zur Prüfung der Wahl herbeizuführen hätte. Regierung und Landtag erklärten ihr Einverständniß damit. bort energisch ein, wo sich in gewerblicher Beziehung offenbare Das Berliner Gewerbegericht greift jetzt auch überall 6Aud Thüringen. Auch die Bewohner von UnterMißstände zeigen. So ist am Sonnabend wieder unter Vorsit wirbach haben, wie das„ Saalfelder Volksblatt" mittheilt, des Assessors v. Schulz im Köllnischen Rathhause eine Sigung eine Petition an den Reichstag abgeschickt, damit vom Samen Pretoria, 24. April. Die Untersuchung gegen die abgehalten worden, zu welcher die bei der Gewerbe- ushandel die ihnen drohende Gefahr durch die Novelle zur uitlanders wurde heute wieder aufgenommen. Philipps, itellung betheiligten Hotelbesizer, Restaurateure, Gewerbe- Ordnung abgewendet wird. Der Samenverkauf im Umherziehen ist eine Haupteinnahmequelle für die Vertreibenden Farrar und Oberst Rhoder erkannten an, daß sie des Bochver Theater befiber u. s. w. eingeladen waren. Zweck und eine Beschränkung oder gar Beseitigung dieses Handels würde raths, die übrigen Angeklagten, daß sie der Majefttäsbeleidigung der Sigung war Beratbung darüber, wie wucherischen und ehrlosen Treiben eines Theiles von Agenten verhängnißvoll werden für viele. bei Gelegenheit der Stellen. Amtliche Ermittelungen wegen ber vor kurzem gemeldeten und Rommissionären Bückeburg, 25. April. Der frühere Direktor der Niederandung deutscher Militärpersonen mit Uniformen vermittelung für Kellner und sonstige Besächsischen Bant" Lindner, welcher vor wenigen Tagen aus in der Delagoa Bay baben ergeben, daß deutsche Militärs dienstete im Gastwirthsgewerbe entgegengetreten dem Gefängniß in das Krankenhaus gebracht worden war, ist in mit jenem Dampfer überhaupt nicht angekommen sind. werden könne. Das Gewerbegericht war angerufen, hier helfend der letzten Nacht gestorben. Der Entsag von Buluwayo wird jedenfalls noch auf einzugreifen. Die Erschienenen erkannten an, daß arge Mißfich warten laffen Die erfte Abtheilung der Entfagtruppen stände herrschen, daß die Kommissionäre zum theil die war am 23. in Palla, 890-400 Kilometer nördlich von Arbeitnehmer ausbeuteten und daß vielfach unverhältnißmäßig hohe Mafeting, angekommen, nachdem sie täglich 45 Kilometer zurück Vermittelungsgebühren von den Kellnern 2c. verlangt würden. gelegt. Mannschaften und Pferde waren in gutem Zustand. Sie wurden sich einig, ihren Bedarf an Hilfskräften während Ihre Ankunft in Macloutfie, welches 950 Kilometer nördlich ver Dauer der Ausstellung und auch fortan nur durch Vervon Mafeting liegt, wird etwa zum 30. April erwartet, was mittelung der einzelnen bestehenden Vereine, von denen ihnen einigermaßen optimistisch erscheint. Dann haben sie noch ein Verzeichniß übergeben wurde, und welche die üblichen 90 Kilometer bis Buluwaya zurückzulegen. Im ganzen befinden Garantien für das von ihnen besorgte Personal voll übersich 550 Mann auf dem Marsche. Buluwayo ist übrigens vernommen haben, zu decken, und versprachen, in ihren Kollegenhältnismäßig leicht zu vertheidigen. Es liegt auf einem Hügel freisen in diesem Sinne ebenfalls zu wirken. am Umgusa- Flusse. Auf dem höchsten Punkte liegt ein mit Der Jahreskongreß ber italienischen Magimgeschüßen ausgerüstetes Fort.Sozialdemokratie wird am 11. Juli in Florenz zu fammentreten, und seine Dauer ist vorläufig auf 3 Tage beZweiter deutscher Gewerkschaftskongreß. meffen. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung- Organisation Zuhörerkarten für den vom 4. bis 8. Mai in Berlin der Partei dürfte die Zeit aber wohl überschritten werden. Die bestehenden Cheverbote und Erschwerungen des Ab. Es gilt die Fäden, welche durch die Crispi'sche Gewaltwirth- fchlusses einer Ehe genügten der freisinnig- reaktionären bei Steller, Koppenstr. 29, tagenden zweiten deutschen Gewerkschaftsfchaft zerriffen wurden, wieder zufammenzufügen, und eine den Mehrheit der Kommission für den Entwurf eines Bürgerlichen fongreß sind für die Bertreter der Preffe oder andere Personen, welche an den Verhandlungen des Kongresses theilnehmen wollen, Umständen und Verhältnissen entsprechende Gesammt- und Lofal- Gesetzbuchs auch am Sonnabend nicht. Das bestehende Gesetz bei dem Buchdrucker Albert Massini, Neue Grünstr. 14 organisation im ganzen Lande mit Sizilien zu schaffen. verbietet die Ehe zwischen Verwandten in auf und absteigender Vereinsbureau der Berliner Buchdrucker), täglich bis zum Linie, zwischen voll- und halbbürtigen Geschwistern, zwischen 2. Mai von 5 bis 7 Uhr nachmittags unentgeltlich zu Stiefeltern und Stiefkindern, Schwiegereltern und Schwieger haben. gangen. End Die Niedersächsische Bant" ist vor einiger Beit pleite geUngarn. Budapest, 25. April. Heute Vormittag fand ein Duell des Honvedminiſters Baron Fejervary mit dem Abgeordneten Bernat statt. Nach einem einmaligen erfolglofen Kugelwechsel folgte ein Säbelduell bis zur Kampfunfähigkeit. Bernat erhielt einen Säbelhieb an der rechten Schläfe und stürzte schwerverwundet zusammen.Italien. Rußland. : Parlamentarisches. Gewerkschaftliches. werden zu denselben nicht erlaffen. Die Delegirten werden nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß fie vor ihrem Gintreffen in Berlin( Tag, Zeit und Bahnhof) sich bebuss Abholung vom Bahnhofe an die Ortsvorstände ihrer Organisation in Berlin zu wenden haben. Für die Lofaltommission: Albert Massini. - 3wei ruffifche Profefforen über die Refindern, zwischen Adoptirten und zwischen einem wegen GheOrganisirte Arbeiter und Arbeiterinnen haben bei Vorform des russischen Geldwesens. Die ruffischen bruchs Geschiedenen und dessen, Mitschuldigen. Der Entwurf Beitungen bringen Mittheilungen über Sigungen der Peters- schlägt, in Anlehnung an das fanonische Recht, als neues Gheverbot seigung ihres Quittungsbuches oder Mitgliedstarte während der Dauer des Kongresses zu den Verhandlungen freien 3uburger Freien Dekonomischen Gesellschaft, in welcher über die vor:„ Eine Ehe darf nicht geschloffen werden zwischen Berfonen, tritt, ebenso zu dem am Sonntag, den 3. Mai, abends 6 Uhr, vom Finanzminister Witte geplante Reform des Geldwesens von denen die eine mit Eltern, Voreltern oder Abfömmlingen in Keller's Festfälen veranstalteten Kommers. Besondere Anzeigen diskutirt wurde. Die meisten Redner sprechen sich über diese der anderen Geschlechtsgemeinschaft gepflogen hat." Unfere Reform pessimistisch aus. Der Professor der Nationalökonomie Vertreter beantragen Streichung dieses neuen Gheverbots Chodsky bemerkte unter( anderem: das Lob, mit welchem die und weisen insbesondere auch auf die schwierige Stellung ausländische Presse die Thätigkeit des russischen Finanz- bin, in die durch solches Berbot Standesbeamte und Parteien minifteriums überhäufe, fei sehr begreiflich im ruffischen gelangen können. Wie soll denn auf Anfordern erwiesen werten, Budget seien ja 23 000 Rubel ja 28 000 Rubel für Bekanntmachung daß keine Geschlechtsgemeinschaft( auch außereheliche) bestanden beg Auslandes mit dem Zustande der russischen hat? Wie soll eine dahin gerichtete Behauptung wiederlegt werden? Finanzen" bestimmt. Seine Ausführungen schloß Profeffor Abg. v. Buchta( t.) schließt sich dem Antrage auf Streichung wegen Chodsky, indem er die folgenden Säße aufstelte:" Die Be- der Schwierigkeiten für den Standesbeamten an. Das neue Eheverbot Achtung, Metallarbeiter! Am Montag, den 18. April, hauptung des Finanzministers, wir hätten ein glänzendes Budget, gelangt aber durch die Stimmen der Freifinnigen, Ultramontanen legten sämmtliche Klemper der Firma Moosdorf welches auf dem Wachsthum des Volkswohlstandes beruhe, ist und Nationalliberalen zur Annahme. Desgleichen gelangt u. Hoch bäuseler in Berlin, Kommandantenstraße 60 und eine irrige. Das Wachsthum unseres Staatseinkommens ist auf das weitere& beverbot zur Annahme, daß auch die durch Alexandrinenstr. 25, die Arbeit nieder. Der Stand des Streiks die übermäßige Belastung der Steuerkraft des Volkes zurück- außerehelichen Beischlaf mit dem Erzeuger oder mit der Mutter ist günstig, denn bis jetzt ist es der Firma noch nicht ge zuführen. Ein Fehler der Finanzverwaltung ist, daß sie faft Verwandten eine Ehe nicht eingehen dürfen. Ein Antrag der lungen, Ersatz zu schaffen. Die Firma sucht, wie dies aus nichts für und die intellektuelle der Volksmaterielle Hebung der Ultramontanen, auch den Eheabschluß zwischen Oheim und einem Juserat in der Mittwoch- Nummer Volksmasse gethan hat. Die geplante Reform ift Nichte, Neffe und Tante, sowie zwischen sowie zwischen Geschwister Beitung" hervorgeht, die Sache so darzustellen, als sei und ftreng durchdachten Finanz- findern, zwischen einem Verlobten den Verwandten der Streit nicht das Resultat von den Arbeitern heraufbeschworen worden. politik, fondern sie ist durch Schwierigkeiten hervorgerufen, des verbieten, สิน wird Auch giebt die Firm an, daß sie durchschnittlich 34 M. Lohn bes in welche die Staatstaffe gerathen ist, und durch die Noth- abgelehnt. Desgleichen ein Antrag berselben Partei, der sable. Beides ist unzutreffend. Die von der Firma angeführten wendigkeit, aus ihnen einen Ausweg zu finden." Ein anderer Dispenfation Ghebrechern gegenüber überhaupt nicht zulassen Löhne haben nur die Arbeiter erreicht, die den betreffenden Ars Professor der Nationalökonomie Jarezky meinte auch, Witte's will. Der Entwurf hält das Erforderniß der Erlaubniß der titel schon jahrelang herstellen. Neue Klempner haben bei dem. Plan der Reform des Geldwesens sei sehr schlecht ausgearbeitet, Eingehung einer Ehe von Militärbeamten und Landesbeamten selben Artikel 15, höchstens 18 m. verdient. In neuerer Zeit ba er Rußland vor einer neuen Emission von Papiergeld nicht in§ 1298 aufrecht. Ein Antrag, diefe Bestimmung zu wurde eine Mehrleistung von den Klempnern verlangt, die mit Sie wehrten sich fichere. Neues Papiergeld würde auch nach Durchführung der streichen, wird abgelehnt.§§ 1299 und 1300 wollen die obli- einer Lohnreduktion gleich bedeutend war. geplanten Reform später ganz sicher wieder ausgegeben werden. gatorische Zivilehe aufrecht erhalten. Hierzu sind die neulich dagegen, da sie nicht einsehen konnten, daß angesichts des Aufeiner anderen in gerader Linie " unser werden. Der Vorstand des Berliner Metallarbeiter Verbandes. An die Arbeiter Deutschlands! Der Res schwungs, den das Geschäft genommen hat, Lohnreduktionen noth- 1beendet. Eine Berbefferung der Arbeitsbedingungen wurde| Erhöhung auf die bisherigen Löhne gewährt wird. Eine güt wendig wären. Ihre Wortführer wurden entlaffen und nun erst nicht erreicht. Der Ausstand ist aber insoweit nicht ohne Nugen liche Unterhandlung soll vor Ausbruch des Streits nochmals verlegten die Klempner die Arbeit sämmtlich nieder. Da eine Ver: gewesen, als die vordem unorganisirten Arbeiter, soweit sie am sucht werden. Ferner beschloß die Versammlung, daß am 1. Mai ständigung bis jetzt nicht erreicht wurde, dauert der Ausstand un- Streit theilnahmen, sämmtlich der Gewerkschaft beigetreten sind. die Arbeit in allen Geschäften ruhen soll. Die Holz= verändert fort. Kollegen, haltet den Zuzug fern und der Sieg muß und Umgegend und in Groß- Schönau sind in den Streit Meisterschaft hatte jedes Unterhandeln abgelehnt. Die Metallschläger und Auslegerinnen in Dresden bildhauer( 16 an der Bahl) traten in den Streit ein. Die getreten. Sie wollen den ihnen im Jahre 1891 wegen schlechten gierungsrath Reese hat auf Ansuchen der Arbeiter sich zu einer Geschäftsgang entrissenen Tarif wieder eingeführt wissen, was Bermittelung bereit erklärt. Seit 20. April befinden sich die Maurer Berlins im einer Lohnerhöhung von 14-15 pCt. gleichkommt. Ferner ver- Der nunmehr beendigte Diamantschleifer- Ausstand in Kampf um den neunstündigen Arbeitstag und um 55 Pf. langen sie strenge Durchführung der theilweise schon bestehenden Amsterdam hat volle neun Wochen gedauert und den organis Das Resultat der Stundenlohn. So gering für Berlin diese Lohnforderung Arbeitszeit von 91/2 Stunden im Sommer und 10 Stunden im firten Arbeitern 80 000 Gulden gekostet. ift bereits 1889/90 betamen wir 60 Pf.- und so Winter. Sendungen und Briefe find zu richten an Bruno Arbeitseinstellung ist, daß eine Lohnerhöhung von 15 pet. er. nothwendig die Verkürzung der Arbeitszeit gerade im füßner, Dresden, Selt's Gasthaus, II. Brüdergasse 17, 1. fämpft wurde. Seit Gründung des Niederländischen Diamants Bauberuf, so stoßen wir doch beim Unternehmerthum Die Lohnbewegung der Mannheimer Gipser ist vor. arbeiter- Bundes sind die Löhne der Schleifer um 50 pCt. erhöht auf den heftigsten Widerstand. Grade die großen Firmen, die läufig abgeschlossen. Die Arbeiter nahmen die Antwort der ver- worden. In der Versammlung, welche das Ende des Streits für Staat- und Kommüne arbeiten, weigern fich am hartnäckigften. einigten Meifter, daß der Zehustundentag vom 1. Mai an ein- herbeiführte, wurde unter großem Beifall eine Resolution an Wohl haben wir beim größten Theil der Arbeitsstellen unsere geführt werden solle, als Abschlagszahlung an. Betreffs des genommen, worin den Hanauer Fachgenossen, die troß ihrer Forderungen durchgesetzt bei insgesammt etwa 340-350 Stundenlohns erwarten sie, daß die Bewilligung durch gütliche geringen Anzahl die Amsterdamer Ausständigen mit 600 Gulden Bauten arbeiten rund 3500 Kollegen unter den neuen Verhandlung mit den einzelnen Meistern erreicht wird. unterstützt haben, für diesen Beweis internationaler Solidarität Bedingungen. Aber 2000 Kollegen befinden sich noch im Streit! Wir richten nun die dringende dabei, mit dem Gewerkschaftskartell Speyers nicht zu unterhandeln, Die Verwaltungen der Brauereien Speyers bleiben wurde ein Diamantarbeiter zu drei Monaten Gefängniß verDant gesagt wird. Wegen Mißhandlung eines Streifbrechers Bitte an die deutschen Arbeiter, uns in unserem sondern haben durch Vermittelung des pfälzischen Fabrikinspektors urtheilt. beten. richten. erwerben. Boziale Rechtspflege. gerechten Kampfe nach Kräften zu unterstützen. Mora Kröller der Lohnkommission der Brauer folgende Vorschläge zu- Die Arbeiter des Londoner Baugewerbes beschlossen lische Unterstützung ist Dor allem nothwendig. stellen laffen, die vom Direktor Wagner unterzeichnet sind: Die zum 1. Mai den Streit, falls bis dahin der Stundenlohn nicht Jetzt im Frühjahr ziehen unsere Arbeitskollegen den Provinzen nach aus Arbeiter werden alle wieder eingestellt. Die eintretenden Arbeiter um einen halben Penny erhöht und einige andere Forderungen den größeren Städten, unt hier ihren Lebensunterhalt zu fich verpflichten sich durch Unterschrift, die Fabrikordnung einzuhalten bewilligt worden sind. Nach dem„ Hamb. Echo" würde der mit Zuzug noch eine furze Zeit. Sobald die Situation hier klar die sofortige Entlassung erfolgt. Die Arbeiter verpflichten sich, Berschont uns und feinerlei Agitation im Geschäft zu betreiben, widrigenfalls Ausstand 50 000 Mann umfassen. ist, werdet Ihr auswärtigen Kameraden uns wieder herzlich in keinen Streit mit Kontraftbruch einzutreten. Die Brauereien willkommen sein. Helft uns, indem Ihr den Zuzug nach hier verpflichten sich, die Arbeiter gerecht zu behandeln und wie bisher fern haltet! Daß uns die deutsche Arbeiterschaft aber auch feinen ohne Grund zu entlassen. Die Gewerkschaften Mannheims, Wichtig für Heimarbeiter. Der Lederarbeiter M., finanziell nach Kräften zur Seite steht, dessen halten Ludwigshafens und Speyers erklären ausdrücklich, sich während ein Heimarbeiter, hatte es übernommen, für einen wir uns versichert. Mit Gruß und Handschlag fünf Jahren in innere Angelegenheiten in Beziehung auf die Fabrikanten zehn Dutzend Portetresors zu einem bestimmten Die Lohnfommission der Maurer Berlins. Alle Sendungen find zu richten an das Bureau Neue Friedrichstr. 44, Gewerbegericht für berartige Fragen zuständig. Der Boykott ift verabredeten Preise nicht zurecht kommen würde, unterließ er die Brauereien und ihre Arbeiter nicht einzumischen und ist blos das Preise anzufertigen. Da er sehr bald merkte, daß er bei dem zu Händen von S. Silberschmidt. fofort aufzuheben und verpflichtet sich die Lohnkommission hierzu Fertigstellung der Arbeit. Der Auftraggeber bestand aber darauf Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge durch Unterschrift. Die Brauereien bewilligen ihren Arbeitern und klagte schließlich beim Gewerbegericht. Die Kammer II desnur aus Humanität folgende Forderungen: Brauer 19 Mark in selben verurtheilte ihn, die übernommene Arbeit fertigs Achtung, Gewerkschaften, Vereine n. f. w. Berlins! der Woche, nach einem Monat je nach Leistung 22 Mart; zustellen und sofort damit zu beginnen. Habe Kläger als HeimFür die Anfang Mai erscheinende Sommer- Ausgabe des Küfer 19-22 Mart; Kutscher 17-19 Mark exkl. Behrgeld wie arbeiter auch nicht fündigen brauchen, so sei er doch an die Berliner Arbeiter Verkehrs- Almanach 3" werden im Storchen. Hilfsarbeiter, welche länger als 2 Jahre beschäftigt Attord verabredung gebunden. die Organisationen, Vereine und Krankenkassen von Berlin und find, 18-20 M., Tagelöhner 17 M. und weniger. Die Wieder- Die Frage, wie bei der Gewährung von Umgebung um baldige Uebersendung der betreffenden Angaben eingestellten haben feinen Anspruch auf die alten Posten. Am 3uschußrenten nicht verfahren werden soll, erfucht. Erforderlich ist außer dem Namen der Organisation Montag, den 27. April, punkt 7 Uhr hat die Wiedereinstellung beantwortete das Retursgericht in den Gründen einer Entnoch genaue Mittheilung der Adressen des Zentral- und zu erfolgen. scheidung, die in der Unfallfache der Arbeiterin Pinthe zu AdlersOrtsvorsitzenden, des Kassirers, Verkehrslokals, der Filialen und Die Lohntommission der Brauer nahm diese hof gefällt wurde. Das Reichs- Versicherungsamt hat bereits im des Vereinsorgans sammt Verlag und Redaktion sowie die An- Bedingungen nicht an, sondern stellte folgende Forderungen: Jahre 1890 durch Plenarbeschluß den Berufsgenossenschaften das gabe, wo und wann etwaige regelmäßige Versammlungen und Für die Brauer und Küfer einen wöchentlichen Minimallohn Recht zugestanden, neben den Leistungen, zu denen sie das Geset Arbeitsnachweis abgehalten werden. Erwünscht ist die ungefähre von 22 M., für die Kutscher einen solchen von 20 m. exklusive verpflichtet, für fürzere oder längere Zeit den Verletzten noch Angabe der Mitgliederzahl. Sämmtliche Mittheilungen find an Streckengeld, für die Hilfsarbeiter im ersten Jahre 90 und im besondere Zuschüsse zu gewähren, ohne damit eine rechtliche den Verlag von Hans Baate, Berlin S., City- Passage, zu zweiten Jahre 95 M. Monatslohn. In jeder Brauerei Verbindlichkeit einzugehen. Hierzu gaben gewiffe Erfahrungen dürfen nur drei Lehrlinge gehalten werden. Sonntagsarbeit den Anlaß. Es hatte sich herausgestellt, daß die Arbeiter Bei dem Zimmermeister Mießner in Berlin, Müller- darf nur von 6-9 Uhr morgens verlangt werden. Ueberstunden vielfach nach beendetem Heilverfahren von einem großen straße 135, wurden am Freitag Abend 3 Zimmerer gemaßregelt, merden mit 50 Pf. pro Stunde bezahlt. Arbeitszeit von Unsicherheitsgefühl beherrscht werden, welches sie bestimmt, nur weil sie sich weigerten, Ueberstunden zu machen. Es sollen dort 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends mit 1/2 stündiger Mittags: langsam zur vollen Verwerthung der ihnen verbliebenen Kräfte überhaupt die auf der Rennbahn in Halensee beschäftigten und je 1/2 stündiger Frühstücks- und Vesperpause. Vollständige überzugehen. Andererseits zeigte sich, daß die alsbaldige rückBimmerer gegen unserer Beschlüsse diese Woche verstoßen haben. unbeschränkte Koalitionsfreiheit der Arbeiter. sichtslose Ausnutzung der noch vorhandenen Erwerbsfähigkeit Wir machen unsere Berufsgenossen deshalb noch einmal darauf Die Lohnkommission verlangt nun von den Arbeitern und diese gefährdete und so nicht nur die Arbeiter, sondern auch die aufmerksam, daß Ueberstunden nur dort geleistet werden Parteigenossen, daß der Boykott gegen das Speyrer Bier solange Berufsgenossenschaften benachtheiligte; lettere deshalb, weil sie follen, wo Leben und Gesundheit unserer Mitmenschen in Gefahr fortgesetzt wird, bis die von ihr aufgestellten Forderungen von bei eintretenden Verschlimmerungen höhere Entschädigungen ist, und ersuchen dies ftreng zu beachten. Die Lohnkommission den Brauereiverwaltungen„ bedingungslos" anerkannt sind. Die zahlen mußten. Aus diesen Gründen hielt man die Gewährung der Berliner Zimmerleute. Differenzen dauern daher fort. von Zuschüssen für die Zeit der Gewöhnung für sehr anDie Brauereiverwaltungen erlassen in den Zeitungen eine gebracht und erklärte auch, daß es statthaft fei, solche nicht Zur Berliner Tabakarbeiter- Bewegung. Bis jetzt haben Erklärung, worin sie allen Personen, die in ihre Intereffensphäre burch Gesetz vorgeschriebenen Leistungen außerhalb des an117 Firmen die Forderungen bewilligt, darunter die größte Firma eingreifen, mit gerichtlicher Verfolgung drohen. In Pirmasens greifbaren Feststellingsbescheides in unverbindlicher Form Berlins, die von Karl Martienzen, Weberstraße, die nur in der Rheinpfalz find Referent und Bureau einer Versamnilung, zuzubilligen. Das Reichs- Versicherungsamt führte nun in dem Arbeiterinnen beschäftigt. Insgesammt find nun 810 Arbeiter wo der Boykott über das Speyerer Bier beschlossen wurde, und erwähnten Erkenntnisse aus, daß bei der Anwendung des geund Arbeiterinnen zu den neuen Bedingungen thätig. Bei die Boykottkommission von der Polizei notirt worden und man dachten Verfahrens mit großer Sorgfalt vorgegangen werden 40 Firmen wird gestreikt; die Zahl der Ausständigen be- nimmt an, daß ein Prozeß gegen sie eingeleitet werden wird trägt 240. Unserer Aufforderung, daß alle Fabrikanten, müffe. Jedesmal fei genau zu prüfen, welcher Grab der Er die den Tarif anerkennen, dies unverzüglich der LohnDie Lohnkommission der Textilarbeiter Mülhaufens werbsfähigkeit noch bestehe, und es müsse vorsorglich darauf nicht mit der Zeit eine gewiffe tommission mittheilen sollen, sind noch nicht alle nachgekommen. Elf. hat in der Sizung am 9. April, wo sie den Beschluß geachtet werden, daß Am Dienstag wird im Inferatentheil des Vorwärts" die Liste faßte, daß die Streikenden die Arbeit wieder aufnehmen sollten, Neigung playgreife, niedrige gefeßliche Renten festder tarifmäßig zahlenden Firmen bekannt gegeben. Die Säumigen den elfäffischen Textilarbeitern die Schaffung einer eigenen, aufeßen und nebenher thatsächlich für eine lange Zeit Zuschußmateriell vom deutschen Textilarbeiterverband durchaus unab renten zu bewilligen. Denn erstens wäre es richtig und haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn fie nicht mit verzeichnet werden. selbstverständlich, daß die Arbeiter ein Recht hätten, zu ver Arbeiter Berlins! Am wirksamften tönnt ihr zur Erreichung eines bängigen Organisation empfohlen. vollständigen Sieges beitragen, wenn Ihr bei Euren Einfäufen In Fraftanz bei Feldkirch in Vorarlberg sind seit 31. März langen, daß ihnen in Rechtsform auerfannt werde, was darauf achtet, daß die Fabrikate nur von solchen Firmen ent- 120 eberei Arbeiterinnen der Ganahl'schen ihnen gefeßlich zuftebe. Zweitens würde aber eine in der nommen sind, die als tarifmäßig zahlend in unserer Lifte aufge- Fabrit ausgesperrt, weil fie der unqualifizirbaren Richtung jener Neigung geübte Praxis ein erhebliches Bedenken führt werden. Händler, Restaurateure, Konsumvereine und der Forderung der Fabrikleitung, drei Monate hindurch gegen sich haben. Es würden Arbeiter, deren vermeintlichen gleichen mehr fragen beim Bezug ihrer Waare felten darnach, ob täglich leberstunden zu machen, mit recht energischen Ansprüchen auf eine höhere, als die im anfechtbaren Bescheide festgesetzte Rente durch die Zuschuß rente momentan genügt dem Arbeiter auch ein gerechter Lohn wurde. Gure Aufgabe muß es Widerstand entgegentraten. fein, fie in Zukunft darauf hinzuweisen. Thut Eure Pflicht in dieser Die Stuckateure und Modelleure Prags haben den werde, sich hierdurch nicht selten davon abhalten lassen, gegen Beziehung und der Sieg ist unser! Die nächste öffentliche Ber- Neunstundentag, eine zehnprozentige Lohnerhöhung und Arbeits: den Rentenfeftfeßungs befcheid Berufung einzulegen. fammlung der Tabatarbeiter findet in den ersten Tagen der ruhe am 1. Mai bewilligt bekommen, ohne daß es zum Streit spät würden diese Arbeiter erkennen, daß sie sich zu ihrem nächsten Woche statt und ersuchen wir die Kollegen, auf den gekommen wäre. Diesen Sieg verdanken sie insbesondere dem Nachtheile in Sicherheit wiegen ließen. Berufsgenossenschaften, Inseratentheil ganz besonders zu achten. Die Lohntom- Umstande, daß sie gut organisirt sind. die Zuschußrenten zuzubilligen pflegen, müßten darum in no ch höherem Maße darauf sehen, daß in der förmlichen mission. J. A.: C. Butry. Eine von über 6000 Metallarbeitern besuchte Ver: Rentenfeftfegung möglichst genau das Richtige getroffen In der Lampenfabrik von Strümpfler u. Brander sammlung unter freiem Himmel wurde kürzlich auf der Insel werde. in Berlin, Brandenburgstraße, ist der Neunstundentag nicht| Groß- Venedig in Prag abgehalten. Den ersten Punkt der bewilligt worden. Die beiden dort beschäftigten Zinkgießer find Tagesordnung bildete die Besprechung der Streits von Schlan, entlaffen. Von den Firmen, die organisirte Bintgießer be- Boret, Komotau und Prag. An zweiter Stelle wurde das unschäftigen, ist die genannte Firma die einzige, die die Forderung bedingte Feftbalten an der internationalen Manifestation am nicht bewilligt hat. Die Agitations- Kommission der Binkgießer 1. Mai zum Beschluß erhoben. und Stürzer Berlins. 3 It Gegen die Gesellschaft Plakatreklame der GewerbeAusstellung, 1896" war der Hausdiener T. vor dem Gewerbegericht flagbar geworden, indem er 24 M. als Entfchädigung wegen unberechtigter Entlassung forderte. Der VerDer Streik der 400 Arbeiter in der Maschinenfabrik Kammer VII den Einwand, der Kläger habe sich als durchaus treter der Gesellschaft erhob im Verhandlungstermin vor der Die Schuhmacher Berlins werden ersucht, Montag von Bolzano, Tedesco u. Co. in Schlan in Böhmen morgen in der öffentlichen Versammlung zu erbauert bereits die siebente Woche. Sämmtliche Behörden, fommen und er wisse nicht einmal anzugeben, ob er das unzuverlässig erwiesen. Es seien ihm 100 M. abhanden ge= scheinen, wo der neue Lohntarif ausgegeben wird.( Näheres im wie auch das Schlauer Publikum stellen sich uns feindlich gegen Geld in die Tasche gesteckt, oder wie er es sonst während der Inferat.) Infolge unserer eigenartigen Berufsverhältnisse sind über. Jetzt wollen auch die Hauseigenthümer, bei welchen die Ausführung des in Frage stehenden Auftrags untergebracht habe. wir genöthigt, schnell zu handeln. Das Bureau befindet sich bei streifenden Arbeiter zur Miethe wohnen die Wohnungen Freygang, Schüßenftr. 18. Die Agitationstommission. tündigen, falls der Bins nicht bezahlt wird. Metallarbeiter Im übrigen hätte sich Kläger schriftlich verpflichtet, die 100 m. Deutschlands, verlaßt uns nicht! Helft! Thue jeder ratenweise abzuzahlen. Für den Fall, daß die Entlassung als Die ausständigen Schuhmacher und Hilfsarbeiterinnen seine Pflicht! Die Schlaner werden nie vergessen, wer ihnen im unberechtigt angesehen werde, wünschte der Herr die Ents in Bernau ersuchen die Berufsgenossen Berlins und Umgegend Rampfe leistete. Beiträge werden an die Adresse von Emanuel schädigung gegen die Schuld des Klägers aufzurechnen. G3 dringend um solidarisches Verhalten. Die vom Niederbarnimer Broneinsty in Schlan 141, Böhmen, erbeten. Alle arbeiter. wurde nunmehr festgestellt, daß die Forderung an den Kreisblatt" über den Arbeitsverdienst in Bernau veröffentlichten freundlichen Zeitungen werden um Nachdruck gebeten! Zuzug Forderung ihres Vertreters sei und daß sie entstanden Kläger feine Forderung der Gesellschaft, sondern Angaben sind wie die übrigen vollständig unwahr. Insbesondere fämmtlicher Arbeiter- Kategorien des Maschinenwesens ift strengstens wäre bei Ausführung eines privaten Auftrags deffelben. Der verdienen Arbeiterinnen nicht 10 M. wöchentlich, wie gefagt fernzuhalten. Verband der Eisen- und Metallarbeiter Desterreichs, Kammervorsitzende stellte darauf diesem anheim, die 24 M. namens wird, sondern höchstens 6 M. Am Montag werden sich voraus sichtlich die Arbeiter der übrigen Schuhwaarenfabriken der Be: Filiale Schlan. der Gesellschaft an den Kläger zu zahlen. Es wäre kein geseg Die Delegirtenversammlung bes wegung anschließen. schweizerischen licher Entlassungsgrund, wenn der Hausdiener 100 m. verliere. Hafnerverbandes, die an den Osterfeiertagen in Biel ab Die aus der somit unberechtigten Entlassung entstandene Fordes gehalten wurde, war von 10 Delegitten aus 7 Sektionen besucht. rung an die beklagte Gesellschaft laffe sich nicht gegen Den Hauptpunkt der Verhandlungen bildete die Organisation, die private Forderung ihres Vertreters auf. welche im verflossenen Jahre durch 8 Sektionen mit 50 Mit rechnen. Letterer folgte dem Ersuchen des Assessors und zahlte gliedern erfreulichen Zuwachs erhalten hat. Die schlechtesten die 24 M. freiwillig. Cohnverhältnisse sind, wie festgestellt wurde, in Biel. Zum Vorort wurde Bern gewählt. Die welschen Vereine wollen dem Verband beitreten und wird deshalb das Statut ins Französische übersetzt werden. Die geheime Abstimmung unter den streikenden Arbeitern der Dürkopp'ichen Maschinenfabrik in Bielefeld ist auf Veranlassung der Lo bnkommission deshalb vorgenommen worden, weil die Direktion der Fabrik das Gerücht verbreiten ließ, es hätten sich schon 900 Ausständige in die ausgelegten Arbeits liften einzeichnen lassen. Wie das gestern von uns veröffentlichte Telegramm ausweist, stimmten von den vielen Hunderten des ausständigen Personals nur 116 gegen die Fortseßung des Streits Unterstüßung ist bringend nothwendig. Die Eendungen sind zu adressiren an Bruno Schumann in Bielefeld, Schulstraße 20. Der Schuhmacherftreik in Altona ist beendet, ohne daß es gelungen wäre, die Firmen zum Nachgeben zu zwingen, wo nicht bewilligt worden ist. In Elmshorn haben die Schuhfabrikanten die Vermittelung des Gewerbegerichts zum zweiten Mal abgelehnt. Dagegen beschlossen sie, daß die Arbeiter durch eine Kommission mit dem Fabrikantenverein verhandeln fönnen. Versammlungen. eine Die Arbeiter der chirurgischen Branche versammelten In Bern ist ein Raminfegerstreit ausgebrochen. Die sich am 21 d. Mts. bei Gründel. Der Kassenbestand betrug am Tagwacht" macht die Polizeidirektion und die Brandassekuranz- 1. April 1896 593,90 M. Genoffe Türk referirte alsdann über Behörde darauf aufmerksam, daß, da alle Gehilfen streiken, nur„ Das Buch der Freiheit" und zollten ihm die Kollegen reichlichen noch Lehrlinge arbeiten, während es durch Dekret verboten sei, Beifall. Die Angelegenheit bei der Firma Krüger fand dadurch Lehrlinge allein arbeiten zu laffen. ihre Erledigung, daß der Dreher Capella selbst die Arbeit bei Ans Basel. Die Lohnbewegung der 3immerer ist beber betr. Firma niederlegte. Eine Resolution: Ueberall da zu en det. 400 versammelte Zimmerlente afzeptirten das von der feiern, wo die Einwilligung vom Chef gegeben wird, fand gegen Meisterschaft gemachte Angebot. Die Tagelöhne werden dem- 3 Stimmen Annahme. gemäß je nach Leistung um 30-50 Cent. erhöht. Die Forderung eines Minimallohues wurde seitens der Arbeiter fallen gelassen. Depeschen und lehte Nachrichten. Ein vone 800 Schreinern besuchte Versammlung nahm mit In der Pianofortefabrik von Thein in Bremen find großer Mehrheit das Angebot von 19 Baugeschäften an, Prag, 25. April.( B. H.) Die Arbeiter in sämmtlichen wieder Differenzen entstanden. Der Fabrikant hält, wie die wonach eine Lohnerhöhung von 30-50 Cent. zugesichert ist, städtischen Gasanstalten fordern vom Gemeinderath eine LohnBremer Bürger- Zeitung" mittheilt, die Zugeständnisse nicht lehnte dagegen das vom Meisterverein gemachte Angebot einer erhöhung und Reduktion der Arbeitszeit. streng inne. Lohnerhöhung von 20-30 Cent. einstimmig ab und beschloß im Prag, 25. April.( B. H.) Die von den Schuhmachergehilfen Der Streit der Steinarbeiter in den Brüchen am Ober- Prinzip Streit und Verhängung der Sperre über alle geftellten Forderungen wegen Lohnerhöhung zc. wurden von den lauf der Elbe in Sachsen, der über 6 Wochen gedauert hat, ist Schreinerwerkstätten, wo nicht mindestens eine zehnprozentige Meistern zurückgewiesen, weshalb der Streif proklamirt worden ist. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Max Vading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 98. Tokales. Die Mainummer des Wahren Jakob" wird morgen, Montag, in der Buchhandlung des„ Vorwärts" zur Ausgabe gelangen. Den Parteigenoffen des zweiten Reichstags- Wahlkreises Dem Thurmgelder- Beschluß der Stadtverordneten- Verfammlung vom Donnerstag ist der Magiftrat gestern beigetreten. Danach wird für die Besteigung des Rathhausthurmes fortan an allen Tagen ein Eintrittsgeld von 20 Pf. von jedem Besucher erhoben werden. Jn nächster Woche findet die ordentliche Sigung der Stadtverordneten Versammlung nicht statt. Sonntag, den 26. April 1896. 13. Jahrg. Der Arbeitsausschuß der Berliner Gewerbe- Ausstellung weg, ohne Zweifel gleich zu Worm, der sie durch eine Thür vom erläßt folgende Bekanntmachung: Am 28. April wird das Aus- Hausflur eingelassen haben muß. Als Worm gestern Morgen nicht stellungsgebäude durch Mannschaften der Feuerwehr aufgeräumt zur gewohnten Zeit im Laden erschien und man nach der und gesäubert. Alle frei umberliegenden Gegenstände, Rüstungen, Ursache seines Ausbleibens sah, fand man in seinem Zimmer Kisten zc. werden alsdann ohne Rücksichtnahme fortgeschafft, Bau- ihn und Frau Schulz als Leichen auf. Beide lagen im Bette, buden werden abgebrochen. Worm halb und Frau Schulz ganz angekleidet; der junge Mann = Tausend Rubel Belohnung sind von der Direktion der Eisenbahn Riga Orel ausgesetzt und demjenigen zugesichert, welcher als erster im stande ist, der nächsten Polizeibehörde Nach weis über den Aufenthaltsort des am 2. v. M. aus Riga mit einer Summe von 22 712 Rubel entflohenen, 26 Jahre alten Edel mannes Smolenst'schen Gouvernements Bitali, Alexandrowitsch Dudinsky, zu geben. Die Behörden haben den heutigen Sonntag für die Berliner batte aus einem Revolver der Frau eine Kugel in die linke und zur Nachricht, daß die Räume der Bock brauerei der Ar Gewerbe Ausstellung unbeschränkt freigegeben. Es dürfen an ich selbst eine in die rechte Schläfe gejagt. Niemand im Hause hatte von den beiden Schüssen, die jedenfalls sofort tödtlich gediesem Tage auch Kaufleute refp. deren Vertreter und Angestellte wirkt haben, etwas gehört. Nachdem man die Leichen gefunden in der Ausstellung thätig sein, damit das Ausschlagen der Schränke hatte, benachrichtigten Hausbewohner die Polizei des 61. Reviers und das Einräumen der Ausstellungsgegenstände noch rechtzeitig und den Ehemann Schulz. Ein Schußmannsposten übernahm die erfolgen kann. Wache, bis gegen Mittag die Leichen abgeholt wurden. Was die Durch die neuesten Erwerbungen des Berliner unmittelbare Veranlassung zu der Blutthat gegeben hat, ist noch Aquarirm ist in erster Reihe die Abtheilung der Meerfiche um nicht aufgeklärt. einige neue und fehlende Arten bereichert worden. Die AdriaStation Rovigno sandte eine in den dalmatinischen KüstenIn Friedenau wird beabsichtigt, für diejenigen Knaben der gewässern vorkommende und gefangene Ab- oder Spielart des Gemeindeschule, welche später nach höheren Schulen überzugehen großen Kaßenhai ein, die durch schöne Tüpfelung auffällt. Von beabsichtigen, besondere Unterrichtsturse für Latein und diesem dalmatinischen Haifisch hat man auch einige der merkFranzösisch einzurichten, sodaß die Schüler dann in die Ober- würdigen viereckigen, fingerlangen, von einer durchscheinenden quarta der Realgymnasien und Gymnasien aufgenommen werden Kapsel eingehüüten Eier gewonnen, die, an ihren rankenähnlichen fönnen. Im allgemeinen wäre es schon als ein ganz bedeutender Eckfäden hängend, in einem der oberen kleinen Becken zu sehen Fortschritt zu bezeichnen, wenn die Kinder ihre deutsche Mutter sind und zu Vergleichen mit den größeren Eiern des eigentlichen Ertrunken ist am Freitag Nachmittag zwischen 1 und 2 Uhr sprache einigermaßen genügend erlernen würden. Vielleicht bildet Raßenbais und den noch viel umfangreicheren Giern des Rochens, der 35 Jahre alte Monteur Otto Teichmann aus Dresden bei Friedenau eine Ausnahme in der preußischen Schulmifère. von denen ebenfalls frische ausgestellt sind, Veranlassung geben. einer Fahrt auf der Oberspree. Teichmann, der mit einem fleinen Motorboote fuhr, fiel, als er sich in der Nähe der Zahlreich find seit einigen Tagen die Anmeldungen Wie in einzelnen Vororten der Bauschwindel noch Gasanstalt gegenüber dem Stralauer Blaze vom Steuerruder biefiger Geschäftsfirmen zur Eintragung in das Firmen- fortgesetzt in Blüthe steht, zeigt wieder ein äußerst traffer Fall, erhob, um einen am Ufer stehenden Bekannten zu besuchen, kopfregister. In den meisten Fällen fast sind die Antragsteller der in Friedenau jezt abermals dazu geführt hat, daß aus einem über in die Spree und ertrant, obwohl man bald Anstalten zu Frauen, welche dem drohenden Echicksal, ihre Vornamen auf taum fertiggestellten Neubau an der Frege- und Haufstraßen- seiner Rettung traf. den Schildern anbringen zu müssen, hierdurch zu entgehen suchen. Ecke die betheiligten Handwerker sämmtliche Stubenthüren, Die Aenderung der Firmenschilder wird übrigens von einer An- Fenster, Ofenthüren, Heroringe u. f. w., turz alles, was nicht Selbstmord hat am Sonnabend Morgen der 38jährige uus zahl Geschäftsleuten in ganz eigener Weise vorgenommen. Die niet- und nagelfeft war, wieder ausgeräumt und fortgeschafft haben, verheirathete Ingenieur Heinrich von Mosch begangen, der bis felben baben den Anfangsbuchstaben des Vornamens groß und weil sie von dem legten Besitzer für ihre Lieferungen nicht einen vor vier Tagen in dem technischen Bureau von Gustav Dieck deutlich zu stehen, laffen jedoch die folgenden Buchstaben des Pfennig Geld erhalten konnten. Dieser lezte„ Besitzer" jedoch war mann u. Sohn in der Zimmerstraße Nr. 87 angestellt war und Namens in möglichst kleiner, nur bei aufmerksamer Beobachtung bereits der fünite. Das Haus tam zuletzt aus der leeren Hand in der Kirchbachstraße Nr. 6 bei dem Galvaniseur Unglaube fichtbarer Schrist herstellen und befinden sich diese Schriftzeichen eines Herrn„ Meyer aus Berlin" durch Auflaffung in die genau wohnte. 3wistigkeiten im Geschäft sollen den Grund zum Selbstvielfach noch unter dem den Stammnamen andeutenden Buch- ebenso leere Hand eines Restaurateurs Hohl in der Kirchstraße mord gegeben haben. ftaben. zu Friedenau. Dieser letzte der fünf famosen Befizer" wurde Edison's Kinetoskop erregte im vorigen Jahre einiges am Montag wegen rückständiger Miethe für sein Schanklokal von Aufsehen. Die Ausführung des Gedankens, durch außerordent feinem Hauswirth exmittirt. Und hieraus erfahen die Bauhand lich schnelle Bewegung einer großen Anzahl Momentbilder werker, daß ihr Bauherr" absolut zahlungsunfähig sei, weshalb Situationen aus dem Leben lebendig wiederzugeben, wirkte sie jezt furzer Hand Selbsthilfe ausübten und den ganzen Neuüberaus frappirend. Die Bilder im Kinetoskop hatten nur den bau bis unters Dach ausräumten. einen Fehler der allzu empfindlichen Kleinheit, die beim " Eine überaus gemeine That vollführte ein Einbrecher, der die erhofften Früchte seiner Arbeit nicht gefunden hatte. Er war in eine Kunsthandlung eingedrungen und bemalte aus erger darüber, daß er nur wenig Geld fand, eine Marmorbüste Beethoven's im Werthe von 2500 M., wie die Polizeibehörde mittheilt, in der Weise, daß er mittels Kopirtinte der Büfte das Beobachter eine schon auf kurze Dauer ermüdende Anstrengung Sonnabend in dem Hause Wollineritr. 2 verübt worden. Dort Kunstwerk ist hierdurch entwerthet worden. Die„ Bemalung" ist Ein Mord und ein Selbstmord ist in der Nacht zum Aussehen eines der Theilhaber der Firma zu geben suchte. Das der Augen erforderten. Diesen Uebelstand zu beseitigen, hat die betreibt der Kaufmann H. D. Paersch ein Kolonialwaarengeschäft, dem Thäter aber schlecht bekommen; denn die an feinen Händen deutsche Kinematograph Gesellschaft unternommen, die Unter den Linden 21 im verbunkelten Saal ihre in dem der 23 Jahre alte Handlungsgehilfe Johannes Worm bemerkbaren Spuren der Tinte führten zu seiner Ermittelung. Im Polizeigewahrsam hat einem hiesigen Blatte zufolge Bilder durch einen Projektionsapparat an die Wand wirft. Die aus Böhmen beschäftigt war. Worm wohnte auch bei seinem Situationen, die aus dem Straßenleben, vom Sportplatz, aus der Prinzipal; er hatte ein straßenwärts neben dem Laden ge- der in der Waldemarstraße 60 wohnhaft gewesene Buchdrucker Destille und aus dem Spezialitätentheater aufgenommen sind, er- legenes einfenftriges Zimmer. Zu den Kunden des Paersch'schen Albert Sommer Selbst mord begangen. Es war gegen ihn Geschäftes gehörte auch die 23 jährige aus Marien- eine Strafanzeige anhängig gemacht worden, daß er verbotene scheinen meist in Lebensgröße und würden in voller Natürlichkeit felde im Kreise Marienwerder gebürtige Frau Luise Schriften führe. Eine von der Polizei vorgenommene Hauswirken, wenn nicht dem thätigen Apparat noch eine leise des Arbeiters Hermann Schulz, die mit zitternde Bewegung anhaftete, die sich auch den Bildern mit- Manne seit dem 1. Oftober 1894 ebenfalls in der Wollinerstraße sachen beschlagnahmt wurde. ihrem suchung hatte das Ergebniß, daß ein ganzer Korb solcher Drucktheilt. Immerhin ist dieser neue Fortschritt auf dem Gebiete wohnte. Die Ehe des Schulz'schen Baares war finderlos. Frau der Photographie hochinteressant und verdient lebhafte Bewohnte. Schulz, die Kinder sehr liebte, befragte wiederholt Aerzte nach Mit durchschnittenem Halse wurde gestern Morgen nahe achtung. der Ursache und erhielt die Auskunft, daß die Schuld auf ihrer dem Pionierübungsplate in der Hafenbaide auf Berliner Terrain Der Treptower Park umfaßt im ganzen eine Fläche von Seite nicht liege. Daher mag es gekommen sein, daß sie ihre ein gut gefleideter, etwa 50 jähriger Mann todt aufgefunden. 98 Hektaren. Davon befanden sich früher bereits 86 Hektar Neigung von ihrem Manne ab- und einem anderen, dem Hand- Bei der Leiche befanden sich Uhr und Kette, sowie eine goldene vor Anlegung des Partes im Besitze der Stadt. 7 Hektar lungsgehilfen Worm, zuwandte, den sie im Geschäfte kennen Brille, das Portemonnaie enthielt einen Pfennig. Einige Schritte wurden für den Preis von 450 000 m. erworben. An Auf- gelernt hatte. Nachbarsleute sahen wiederholt, daß von der Leiche entfernt lag das Rafirmesser, mit welchem die wendungen für die Chauffirung der Barkwege, für die Her Frau Schulz abends noch in das Haus Wollinerstraße 2 That ausgeführt worden war; das Futteral desselben hielt der stellung der Anpflanzungen und für Bewässerungs- Einrichtungen hineinging, nachdem das Paersch'sche Geschäft bereits gefchloffen unbekannte Todte in der Hand. hat die Stadt einschließlich jener vorerwähnten 450 000 m. im war. Freitag Abend hatte sich die Frau, die durch Näharbeiten Wetter- Prognose für Sonntag, den 26. April 1896. ganzen 21/2 Millionen Mart verausgabt, die zum größten Theil mitverdiente, zu einem Schneidermeister begeben, um fertige Etwas wärmeres, theils heiteres, theils wolkiges Wetter als Aufwendung der Stadt Berlin für die Ausstellung gelten Arbeit abzuliefern und neue Aufträge zu holen. Ganz vergnügt mit leichten Regenfällen und mäßigen südwestlichen Winden. müffen. tam sie von diesem Ausgange wieder. Später ging sie wieder Berliner Wetterbureau. Sonntagsplauderet. Mit besonderem Glanz fündigt sich diesmal der erste Mai für die Bürgerschaft Berlins an. Berlins bedachtsam tritisches Bürgerthum ist sonst nicht leicht zu festlichem Taumel geneigt. Aber jetzt soll es durch befeuerte Worte, durch brausende Fanfarentlänge der Reklame zu Luft und Jubel fortgeriffen werden. Ein Sieg der Hochkultur" wird auf allen Gassen verkündet und vielhundertfach wird der Ruhm dieser blendenden Hochkultur in alle Welt hinaustlingen. Das arme Wort, wie wird es zu Schanden gehegt werden. A würdigen Nörgler haben eben keinen lokalpatriotischen Sinn im Bürgersmann von Berlin, sei ein Weltmann! Böse Menschen, Leibe. Wunde Schwären soll man umbüllen und verdecken. Es neidvolle Provinzler rings im Lande nennen deinen Ton ist würdiger, daß der junge Reichshauptstädter im echten Bewußt agreffiv", ein wenig raub und herausfordernd. Nimm dich diesmal fein seines Werthes auf offenem Plaz mit zäher Ausdauer aus zusammen, Mensch, wir beschwören dich um des Himmels Willen, ruft: Seht, wie prächtig weit wir es in allen Wissenschaften und und fomm' den Fremden zart entgegen, wenn es Dir auch schwer Gewerben gebracht haben, uns kann niemand!" als daß der in fällt. Mensch, Weltstädter, sei urban, fei artig! Wenn ich ein überzarter Empfindsamkeit Klage erhebe wider den öffentlichen vollwerthiger, vom Gefühl preußisch deutscher Hochkultur tief Geist, wie er seit der Kriegsglorie Herrscher geworden. Wenn durchdrungener Bürgersmann wäre, ich verbäte mir solche man nicht allzu zimperlich ist, so braucht man nicht gleich vor Sprache und ganz energisch. Seltsam, höchst seltsam! Ans einem bischen polizeilicher Bevormundung, vor einem bischen Gros des Proletariats taun die Moralpredigt nicht gut gerichtet Lieutenante- Gehaben, vor einem bischen Streberhaftigkeit und sein. In der Woche ist es an die Werktagsmühen gebunden Wie wird sich der Bürgerstolz im hellen Licht der Doppel- endlich davor, daß bisweilen Rechtsurtheile ergehen, die das und die Feenwelt der Vergnügungsstätten im Park von und Jubiläumsfeier, die dem Gewerbe gilt wie der Kunst, ver- Volksgewiffen nicht mehr begreift, zu erschrecken. Treptow und anderwärts wird es zumeist nur von außen gnüglich sonnen. Man umschmeichelt ihn ja und streichelt ihn Also denkt der gute Reichshauptstädter und schilt im Innern anstaunen fönnen. Das liegt an der Kostspieligkeit der Dinge. mit fanften Händen. Und wenn der gerechte Bürgerstolz dann seines wackeren Gemüthes über die ewig unzufriedenen Schmier- Was ist das dann für eine Hochkultur, frage ich mich, die Und an den Phrasen der lokalpatriotischen Presse sich emporrect; wenn finken der schlechten Bresse, die unter dem Schein solche bangen Mahnungen offenbar nöthig macht? man von pathetischen Reden erfährt, in denen die epochemachende eines besonderen Feingefühls immer fünftliche Unzufriedenheit wiederum fiel mir eine Bemerkung auf, die vor Jahrzehnten Bedeutung dieses Sommers für Neu- Berlin ein Markstein in der züchten. Solche Kerle verspüren bittere, gallige Erregungen über einmal ein scharffichtiger Beobachter machte, als er von seinem Entwicklung preußisch deutscher Hochkultur und wie ähnliche Dinge, die dem guten Bürger, der doch gleichfalls fein Fein- Eckfenster aus das Wochenmarkttreiben auf dem Gendarmenplay Lieblingsausbrücke eines spottwohlfeilen Enthusiasmus heißen gefübl hat, taum aufzuftören vermögen. Welche lächerliche An- liebevoll studirte. Eine Gedenktafel zu Ehren dieses Mannes ist mögen, gepriesen wird: soll da der gute Bürgersmann, deffen maßung! heute an dem Eckhause der Taubenstraße und dem Gendarnienraftloses Genie, dessen werkthätige Fauft den ganzen Zauber erstehen Schwer war es allerdings, diese massenhafte Hochkultur markt angebracht. Sie gilt dem Dichter E. Th. A. Hoffmann. ließ, nicht außer sich gerathen und vor tollem Jubel seine Mütze( nebst Zubehör von Jahrmarkttreiben und pikanten weiblichen Gs war damals, als Hoffmann seine Stizzen vom Berlinischen in die Luft schleudern? Reizungen) zum ruhunvollen 1. Mai aufzuftapeln. Die Sorgen, Wochenmarkt schrieb, eine Periode des Friedens und innerer Ist es für ihn dann nicht eine Luft, zu leben! Ein Blühen die üben, um nur das Riefengebilde der Hochkultur draußen Einkehr für die Bevölkerung von Preußens Residenzstadt ge ohne Ende! Künste und Gewerbe gedeihen. Heil Neu- Berlin! zu Treptow uneigennüßig und ohne jeden eitlen Nebengedanken| kommen. Das Bürgerthum war mit neuen Joealen beschäftigt. Vergessen sei, was sonst tummervoll an seiner Seele nagt! Der zu fördern. Wie muß es da den Reichshauptstädter und Bürgers und da bemerkte der sinnende Erzähler, wie im damaligen 1. Mai als Rüft und Feiertag des Proletariats, wer spräche mann, der sich seines Vollwerths bewußt ist, tränken und ärgern, Berlin der gesellschaftliche Ton zumal im Umgang zwischen noch davon? Die gute Bürgerseele, fouft so ängstlich, weitet wenn er noch dazu proletarischen Undank erfährt. Durch die Mann und Weib sich veränderte, sich verfeinerte. Der Dichter fich bis zum Uebermuth; der 1. Mai erscheint ihr diesmal wie edelgefinnte Breffe gingen in den jüngsten Tagen haarsträubende betont seine Wahrnehmung ganz auffällig und bestätigt, daß es ein goldumkleideter Schußbeiliger. Vom Aufschwung spricht er Nachrichten über freche Anmaßung, deren sich das schweißige in Berlin der voraufgegangenen militärischen Periode, das er Am Ende hatte Hoffmann und von der Glorie. Die Saat, die in großen Heldenschlachten Arbeiterpack im Bart von Treptow schuldig gemacht hat. In der gleichfalls kannte, nicht so war. und Kriegen aufgegangen, hat eine reiche, im Frieden ein- Phantasie des frommen Mannes müssen diese Unverschämten als Recht mit seiner geistvollen Wahrnehmung, und am Ende hat geheimste Ernte gezeitigt. Der böse Nachbar drüben wahre Schandgesellen erscheinen. Unbatmäßig" geberdeten sie die neuberlinische Hochkultur bier ein Loch. Sollte die Kriegsfteckt in Ministerkrisen bis über den Hals; Bolts- fich gegen ihre doch so milden Brotherren und Förderer der glorie mit der darauf folgenden Schneidigkeit in herrschenden fammer und Senat stehen im offenen, folgenschweren Hochkultur; und wie der livrirte Senecht zur Gattin des Kreisen schließlich doch nicht der Urquell unserer schneidig zur Duell einander gegenüber. Armes Paris, beneide um unsere Fabrikanten Dreißiger in Hauptmann's Webern von den Auf- Schau gestellten Hochkultur sein? Der gesellige Mensch ist schon Herrlichkeiten. Der junge Riese Berlin gleicht nicht dem modernen ständischen sagt:" Mehr Luhn wollen sie, die tumme Ludersch", an sich ein Faktor der Hochkultur. Ihn von Brutalität loszu Sparta, in dem die rauhe militaristische Art nur sorgiam gehegt so haben es auch die unbotmäßigen Burschen da draußen" ge: lösen, ihn zu verfeinerter Rücksicht, zu humaner Gesellschaftswird. Kein Druck lastet auf uns. Das Wort vom Zeitalter des halten. Kein Jdealismus in diefen Leuten! Nicht die selige bildung zu erziehen, ist gewiß ebenfalls eine bedeutsame Kulturs Reservelieutenants ist eine niederträchtige Erfindung, wie die Empfindung beglückt sie, daß die ganze Welt voll Spannung auf aufgabe. Die übliche Schneidigkeit aber ist der Wiederpart Sozialdemokratie überhaupt mephistophelisch davon lebt, an die diesjährige Großthat und den Stand der Hochfultur Berlins davon. Sie ist ein prozig zur Schau getragenes Ver= einzelne, lose verstreute dunkle Punkte in einer herrlichen Schöpfung blickt: Bereichern wollen sich diese frechen Proletarier und in den trauen auf die eigene Kraft. Sie will den Nächsten warnen: Sie will einschüchtern und sich zu flammern und dann maßlos zu übertreiben. Nirgend Tagen höchfter Erregung denken sie an nichts anderes, als wie sie Tritt mir nicht zu nahe. wird der stolze Neu- Berliner am polizeilichen Gängelband geführt. vom opferbereiten Brotherrn statt der reichlichen balben Mart verlegt demnach. Sie ist in ihrem innersten Wesen gesellschafts Die freie Kunst, der zu Ehren genau vor zwei Jahrhunderten die für die Arbeitsstunde etwa fünfundfünfzig Pfennige erhalten lich agressiv. Die Herrschaften, die heute nicht hochmüthig Akademie Unter den Linden gegründet wurde, wird hier nicht tönnen. Bereichern wollen fie sich, diese Nichtswürdigen, und genug vom Kulturaufschwung reichshauptstädtischer Bourgeoisie bevormundet. Allen lügnerischen Nörglern sei es zum Troß an dem edelsten Werk dazu, daß die kühne, junge Reichshauptstadt zu erzählen wissen und andererseits fast wehmüthig flehend sich gefagt. Sie wären in ihrer Nörgelsucht freilich im stande, zu bisher geschaffen hat. an die Blütre der Bevölkerung Berlins" wenden, den Fremden behaupten, daß die Berlinische Akademie sich keines allzu hohen Troß aller ruhmreichen Versicherungen von der immensen, ja nicht agressiv im Ton zu begegnen, sind sich des inneren Ansehens in der Welt erfreue; und sie könnten sogar schaden- überraschenden Hochkultur, in der wir schwelgen, hat das eine Widerspruchs faum bewußt, in dem sie sich bewegen. Welche froh ausrufen: Wie feiert ihr doch mit so hohem Pomp ein mein bescheidenes Befremden erregt. Defter schon las ich in der Komit liegt übrigens darin, durch Bitten und Beschwören auf stolzes Jubiläum und eure amtlich gepflegte Runft bat es in der lokalpatriotischen Breffe, und am nachdrücklichsten gerade in jener, eine bestimmte Zeit gesellige Formen schaffen zu wollen, die doch Aera der Riesentasernen in langen zwei Jahrhunderten noch die mit wahrem Feuereifer und wohl auch aus reiner Uneigen- nur der Ausdruck innerer Vorgänge in einem bestimmten nicht einmal zu einer anderen Wohnftätte gebracht, als das ärm nüßigkeit für den epochemachenden 1. Mai dieses Jahres ins Gesellschaftstörper find. Als hätte man es mit Kindern zu liche, dürftig- uüchterne Akademiegebäude ist, deffen Unzulänglich- Beug geht, ein sonderbares Mahnwort. In diesem Mert's thun, denen man zuruft: Seid fein brav, so lange der Besuch Alpha. feit längst zur Zielscheibe des Spottes geworden ist. Diese nichts: Berlin j" heißt es immer wieder: Mensch Reichshauptstädter, vorhält! " MunZk und AVissenschaft. DaS Tchillertheater hatte mit den drei Dichtern aus der jnngeren Vergangenheit. die eS am Freitag feinem Publikum darbrachte, nicht durchweg Glück. Vom sonnigen Hauch wahrer Poesie war allerdings Jordan'S Lustspiel.Durch's Ohr" durchzogen, mochte auch die Darstellung nicht in allen Rollen musterhaft sein. In dem Stück, das für das Schillertheater ja bekanntlich keine Neuheit mehr ist. thaten stch nament- uch die Damen Pauly und Levermann durch ein anmuthiges Spiel hervor. Ein wenig langweilig sowohl dem Inhalt wie dem Spiel nach erschien Heyse'S Einakter»Unter Brüdern", in welchem die mitivirkenden tcrren— den in seiner Rolle recht tüchtigen Herrn Felix am nde ausgeschlossen— dem Publikum demonstrirten, wie wenig eS ihnen möglich ist. einem gar zu sanften Gestüte männliche Ikrast zu verleihen.— Fast kindisch mag man Paul H e y f e' s Schwank.»Der Zankapfel" nennen. Ein Schwank ohneAuS- aelnstenheil. Tie paar Szenen, die jawohl die Lachmuskeln in Bewegung setze» sollen, auf einen faden Konversationston abgedämpft, als ob das Stück von der Inhaberin eines höheren TöchlerinstitutS für den Hausgebrauch geschrieben worden wäre. Die Mitwirkenden gaben sich so kindlich, als ob sie vor heran- reifenden Baclfische» spielten. Was sollten sie auch? Theater-Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag. 26.: Don Juan. Don Juan: Herr Francesco d'Andrade, kgl. bayer. Kammersänger a. G. Montag, 27.: Der Ring des Nibelungen. L. Abend: Siegsried. Siegfmd: Herr Heinrich Bogl, königlich bayer. Kammersänger auS München als Gast. Anfang 7 Uhr. Dienstag, 28.: Bajazzi. Cavalleri» Eusticana Mittwoch, 29.' Götterdämmerung. Siegfried: Herr Heinrich Vogl, als Gast. Anfang 7 Uhr. Donnerstag, 80.: Der Evangeli- mann. Phantasien im Bremer RalhSkeller. Freitag. 1. Mai: Don Juan. Don Juan: Herr Francesco d'Andrade alS letzte Gastrolle. Sonnabend. 2.: Zum öO. Male: Tristan und Isolde. Tristan: Hr. Heinrich Vogl als Gast. Anfang 7 Uhr. Sonntag. 3.: Robert der Teufel. Anfang 7 Uhr. Montag. 4.: Der fliegende Holländer.— Schauspiel- haus: Sonntag. 26.: Der Sturm. Kroll's Theater. Anfang ?>/« Uhr: Halali. Die Dienstboten. Montag, 27.: Die OnitzowS. Dienstag, 28.: Das Wintermärchen. Mittwoch, 2V.: Judith. Donnerstag. 80.: Der neue Herr. Freitag, I. Mai: Ein Sommernachtstraum. Sonnabend, 2.: Vasantasenn. Sonntag. 3.: Schauspielhaus: Zum 1. Male: Ein Staatsstreich. Kroll's Theater. Anfang 7>/s Uhr: Uriel Acosta. Montag, 4.: Der Sturm.— Im Deutschen Theater finden in dieser Woche Wiederholungen von Max Halbe's Liebes- drama Jugend am Sonntag Abend sowie am Donnerstag statt; am Sonntag wird König Richard III. mit Herrn Kainz gegeben, Montag tritt Frau Sorma zum vorletzen Mal in dieser Spiel- ieit auf, und zwar in der Jüdin von Toledo, Dienstag spielt ie zum letzten Male in der Liebelei, dazu wird Georg Hirschfeld's Schauspiel Zu Hause gegeben; Mittwoch geht König Heinrich IV. m Szene, Freitag Der Talisn, an mit Herrn Kainz, Sonnabend Die Weber.— Im L e s s i n g- Theater wird heute Sudermann's Schauspiel Das Glück im Winkel, und zwar mit Herrn Mitlerwurzer als Gast, zum letzten Mal Sonntags aufgeführt. Donnerstag findet die Spielzeit des Lessing-Theaters für das Schauspiel ihren Abschluß. Am Freitag bleibt das Theater wegen Generalprooe zu der Operette Wald- meister von Johann Strauß gefchlossen, die unter persönlicher Leitung des Komponisten und mit Frau Julie Kopacsy-Karcsag als Gast am Sonnabend zur ersten Aufführung gelangt.— I», Residenz. Theater findet heute die letzte Sonntags- Vorstellung von Hotel zum Freihafen statt. Freitag, 1. Mai, gelangt neu einstudirt Georges Feydeans Fernands Ehekontrakt in deutscher Bearbeitung von Benno Jacobson zur Aufführung. — Das Schiller-Tbeater bringt heute Nachmittag«ine Aufführung des Schauspiels Ohne Geläut von Zobeltitz. Abends geht der Schwank Ein toller Einfall in Szene. Montag wird Viktoria und Onkel Bräsig, Dienstag Durchs Ohr. Unter Brüdern und der Zankapfel gegeben. Mittwoch und Donnerstag finden Wiederholungen von Die Stützen der Gesellschaft statt, für Freitag ist das Langenscheidtschej Schauspiel Halder und Sohn angesetzt. Sonnabend geht zum ersten Male A n t i g o n e mit Frau Kl a r a Meyer als Gast in Szene. Vormerkungen für die Vorstellung werden an der Kaffe des Theaters entgegengenommen. Der Goethe- Abend, den das Schiller-Theater heute. Sonntag, im Bürgersaale deS RathhauseS veranstaltet, ist der letzte Dichterabend in dieser Spielzeit.— Im Theater Unter den Linden tritt heute Frau Judic in La. Cigale auf und setzt morgen in demselben Stück ihr Gastspiel sort. Am Dienstag wird Frau Judic zum ersten Male in Offeubach's Die schöne Helena die Titelpartie singen. Heut» Nachmittag geht Millöcker's Bettelstudent in Szene.— Der Hungerleider. das Zugstück des Friedrich-Wilhelm städtischen Theaters, geht heute zum 94. Male in Szene und bleibt auf dem ISpielplan.— Im Adolph Ernst. Theater geht in dieser Woche das Zugstück Das flotte Berlin zum 2b. Male in Szene.— Die Poffe Der Schwiegervater wird im Central- T h e a ter auch noch heute zur Aufführung komme». Am Montag geht zum ersten Mal die dreiaktige Posse aus dem Französischen Kasimir und Isidor in Szene; den Abend eröffnet der Blaue Teufel mit neuen Kouplets. In beiden Stücken ist Herr Dreher hervorragend beschäftigt.— Im Bellealliance- Theater geht heute Nachmittag als Volksvorstellung unter Regie von Herrn Türk Schiller's Maria Stuart in Szene; abends folgt das Ausstattungsstück Di« Reise um die Erde in 80 Tagen. — Im National-Theater ist heute eine Doppelvorstellung; zur Aufführung gelangt daS Sittenbild Am Abgrund, dem das Lust- spiel Ein kleines Mißoerständniß vorausgeht. Montag, 27. ds., kommt das Gastspiel der Damen Rost und Ida Lanz in Deborah zur Wiederholung. Gerichts-'Zettung. AuS der Garde-Füsilier-Kaserne. Unter dieser Ueber- schrist brachte der.Vorwärts" am 9. Februar d. I. «inen Artikel, der dem dafür verantwortlichen Redakteur August Jacobry eine Anklage wegen Beleidigung durch die Presse zugezogen hat. welche gestern vor der vierten Straf- rammer deS Landgerichts I zur Verhandlung gelangte. In dem Artikel wurde mitgetheilt, daß man kürzlich in der 10. Kompagnie auf arge Unznträglichkeiten gestoßen sei. Der Kammer« Unteroffizier besagter Kompagnie sei vom Kriegsgericht zu schwerer Strafe verurtheilt und bereits nach Spandau abgeführt worden. Die Untersuchung sei aber noch nicht zu Ende, sondern erstrecke sich noch auf andere Unter- offiziere und Mannschaften derselben Kompagnie. Anknüpfend hieran schloß der Artikel mit der Bemerkung, daß kürzlich «in Unteroffizier der 10. Kompagnie wegen Mißhandlung eineS Rekruten zu sechs Monaten Festung verurtheilt worden sei. Wie der im gestrigen Termine vernommene Haupt- mann v. Pochkammer bekundete, sei nur die Schlußbemerkung des Artikels betreffs der Verurtheilung eines Unteroffiziers wegen Mißhandlung wahr. Richtig sei weiter, daß ei» Kammer» Unteroffizier mit drei Tagen Mittelarrest belegt worden sei. weil er sich eine Heine Nachlässigkeil im Dienste habe zu Schulden kommen lassen. Von irgend einer Unter- suchung gegen denselben oder gegen andere Unteroffiziere und Mannschaften könne gar keine Rede sein. Der Angeklagte gab die Unrichtigkeit des Mitgetheilten zu: der ihm sonst als zuverlässig bekannte Berichterstatter müsse belogen worden sein, was wohl vorkommen könne. UebrigenS sei bereits im März eine Berichtig:,: z im»Vorwärts" erschienen, und außerdem stehe ihm auch der Absatz S des§ SO deS Preßgesetzes schützend zur Seite. Der Staatsanwalt hielt diese Umstände nicht für geeignet, den Angeklagten zu entlasten, er beantragte vielmehr gegen ihn eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen. Der Gerichtshof führte durch den Mund des Vor« sitzenden, Landgerichtsdirektor Denso aus, daß eine schwere Beleidigung der sämmtlichen Unteroffiziere und Mannsckasten der 10. Komp. des Garde-Füstlier-Regiments vorliege; eine Geld- strafe von löv M. sei aber mit Rücksicht darauf, daß der An- geklagte sich im guten Glauben bekunden habe, für ausreichend erachtet worden. Versammlungsrcchtliches. Die Parteigenossen Röder. Gräbner und Hoch sollte» nach Ansicht der zuständigen Behörde eine Versammlung unter freiem Himmel abgehalten haben, ohne dazu die Erlaubniß zu besitzen. Sie riefen das Gericht an und machten geltend, daß wohl die Absicht bestanden hätte, eine Ver- sammlung unter freiem Himmel zu veranstalten, und daß eine solche auch angemeldet worden sei, daß man es jedoch mangels der Erlaubniß hierzu vorgezogen habe, eine Halle zu benutze». Schöffengericht und Berusungsiustanz sprachen denn auch die Angeschuldigten frei, indem beide für festgestellt erachteten, daß, wenn auch Leute außerhalb der Halle gestanden hätten, dies doch keine eigentlichen Versammlungs- theilnehmer, sondern Neugierige gewesen seien. Die Staats- anwaltschaft legte nunmehr Revision ein. Sie führte im wesent- lichen ans, daß die Benutzung eines überdachten, jedoch offenen Raumes«och nicht genüge, die Versammlung zu einer solchen zu stempeln, die nicht unter freiem Himmel stattfand. Dieser Umstand hätte die Möglichkeit einer unbeschränkten Beldei- ligung an der Versammlung verstattet; die Versammlung hätte zu einer Versammlung unter sreiem Himmel werden können. Der Strafsenat wies jedoch die Revision der Staatsanwaltschaft mit der Begründung zurück, daß das Gesetz wörtlich zu inter- pretiren sei und daß hier thatsächlich von einer Versammlung unter freiem Himmel nicht geredet werde» könne. Aussetzung der Strafverbüßung. Der Vorsitzende der 2. Strafkammer des königl. Landgerichts l hier sagte in der öffentlichen Sitzung am 21. d. M. zu einem wegen Diebstahls zu einer Gesängnißstrafe von einem Monate verurlheilten jungen Menschen von 17 Jahren, welcher bisher noch nicht bestraft und reumüthig geständig war:„Es liegt die Möglichkeit vor, daß Sie die Ihnen zuerkannte Strafe gar nicht verbüße» brauchen; denn wenn Sie sich einige Jahre gut führen werde», dann haben Sie die Aussicht, daß Ihnen die Strafe gänzlich er- lassen wird." Diese Aeußerung des Slrafkammer-Vorsitzenden bezieht sich auf den von uns seiner Zeit mitgetheilten Erlaß vom 23. Oktober 1895. durch welchen der Justizminister ermächtigt wird, vornehmlich bei erstmalig verurlheilten Personen, welche zur Zeit der That das 18. Lebensjahr noch nickt vollendet hatten, und gegen welche nicht aus eine längere als sechsmonatige Strafe erkannt ist, Aussetzung der Strafvollstreckung zu be- willigen und nach längerer guter Führung derselben wegen Erlaß der Strafe zu berichten. Wie Polizeihauptuiann Palmberger sein Bier bezahlt. In Nürnberg fand am Freilag vor dem Schöffengericht Verhandlung in einer Privatbeleidigungsklage statt, die eines gewissen humoristischen Beigeschmacks nicht culbehrte. Der vom Polizeihauptmann Palmberger verklagte Kellner Johann Stich ist beschuldigt, bis Februar 1896 über den Kläger in der Fürsattel'schen Wirthfchast wissentlich unwahre Thatsachen ver- breitet zu haben dadurch, daß er behauptete, Palm- berger habe ihm sortgesetzt einige Glas Bier weniger bezahlt, als er getrunken. Eines Abends sei Palmberger von dem Gastwirth Fürsattel und dessen Sohn beobachtet worden und dieselben hätten bemerkt, daß P. neun Glas Bier getrunken habe, während er nnr sechs bezahlen wollte. Der Beklagte, der noch nicht vorbestraft ist, deponirt, daß er die Beobachtung, daß P. weniger bezahlte, als er getrunken, mehrmals gemacht, ihn auch einmal zur Rede gestellt, aber nicht darüber öffentlich gesprochen habe, bis er von dem Polizeiaktnar Gerner in der Sache amtlich vernommen wurde. Beklagter habe stch auch einmal bei seinem Prinzipal darüber beschwert, dieser aber habe ihn mit Biermarken entschädigt und ihn gebeten, über die Sache r u h i g z u s e i n. Infolge dieser Vorkommnisse sei in der Fürsattel- scheu Wirthschast die Zahlung mit Biermarken eingeführt worden.— Die Zeugenaussage» lauten für den klagenden Polizeihauptmann sehr bedenklich. Ein Kellner aus einem anderen Lokal bemerkt, daß P. bei 6 bis 7 Glas Bier immer eins weniger bezahlt habe. Den Polizeihanplmann hat er nicht zur Rede gestellt, sondern nur die Sache dem Wirth mitgetheilt, der ihm abwinkte, er solle es gut sein lassen."Ent- schädigt habe er nichts erhalten. 40— S0 Mal habe er die Zeche deS Hauptmanns aufgeschrieben, und in de» meisten Fällen hätten feine Notizen mehr ergeben, als P. bezahlt habe. Aehnliche Bekundungen machen mehrere Kellner und Gäste. Ein Herr Kleemann habe einmal in einer Wirthschast, wo er als Gast anwesend war, im Beisein eines Polizei-Osfizianten geäußert:„Wenn nur der Haupt- mann nicht mehr zum Gastwirth Weihmann ginge, denn der versäuft den Kellnern ihr ganzes Trinkgeld!" — Eine Anzahl Kneipgenossen des Polizeihauptmanns haben aber von einer Differenz zwischen diesem und den Kellnern gar nichts bemerkt. Auch der Wirth will anfangs von nichts wissen; ein Kellner bestätigt aber ganz bestimmt, daß Fürsattel dem Stich die Biermarke» gegeben und geäußert habe, er lasse sich von der Polizei das Leben nicht versauern. Das Urlheil lautet für den angeklagten Kellner auf Frei- sprechung und Ueberbürdung der- Kosten auf den Privattläger. Verscrunnluttigen. Der Allgemeine Arbeiter- und Arbeiterinnendcrei» hielt am 20. d. M. seine Generalversammlung ab. In derselben erstattete der Kassirer Arndt den Kassenbericht vom ersten Quartal. Die Einnahmen betrugen 292,30 M. und der alte Bestand belief sich auf 156,32 M. An Ausgaben sind 343,Ib M. zu verzeichnen Di« Mitgliederzahl ist auf 1042 gestiegen. Ein Antraq auf Gründung eines Reserve- sowie eines Agitations- und Unter- stützungsfonds wurde angenommen. Sodann beschloß man, daß diejenigen, welche am 1. Mai arbeiten. 25 Pf. zum Agitations- fonds zu zahlen haben. Die Lohnbewegung der Maurer. Vier große öffentliche Versammlungen der Maurer Berlins fanden am Freiiag. den 24. d. M., statt. In denselben befaßte man sich mit dem Stand der Lohnbewegung. Das Situationsbild ist folgendes: Ans 283 Arbeitsstellen ist die Forderung 9 Stunden und 65 Pf. Stundenlohn bewilligt. 3476 Maurer arbeiten zu diesen Be- dingungen. Es bleiben noch 50—60 Arbeitsstellen resp. Bauten übrig, wo die Forderung nicht bewilligt ist. Die Zahl der Streikenden belänft sich auf 2337. Zu den alten Bedingungen arbeiten ungefähr 1500. Die Zahl läßt sich nicht genau fest- stellen. Die Versammlung im Swine münder Gesell» s ch a f t s h a u s war überaus stark besucht. Sämmt- liche Redner traten energisch für die aufgesrellten Forde- rungen ei». Seit der Mittwochsversammlung hat sich der Streik für die Arbeiter wesentlich günstiger gestellt. So ist am Viehhof bei Leist die Arbeit niedergelegt worden, ebenso auf den Bauien der Brauerei Pfefferberg. Ahrens Brauerei. Burgstraße bei Schulze u. s. w. Gänzlich still liegt die Arbeit am Dom, Gas- anftalt Charlottenburg. AktiengeseUschast Potsdamerstraße. Echloßbrauerei Schöneberg. Auf einer Reihe von Bauten ist seit der Versammlung am Mittwoch bewilligt. Es steht zu erwarten. daß innerhalb weniger Tage noch einige Unternehmer kapiluliren müssen, wenn nur die Maurer als ganze Männer den Kampf führen. In diesem Sinne befür« wortelen sämmtliche Redner die Fortsetzung des Streiks. In Joel's Salon war die StimmiiNß ebenfalls eine gute. Hier wurde lebhafte Klage geführt, daß die Kollegen in der Aus- stellung bei der Firma Lüttgen u. Borgmann(Firma Schwager) Ueberstunden arbeiten. Die Kommission gab daS Verspreche», die Sache genau zu untersuchen und dann zu regeln. Die Sperre über den Bau Pückler- und Waldemarstraßen-Ecke wurde auf- gehoben. Die aus diesem Bau Geinaßregellen sind anderwärts in Arbeit getreten und die noch Ausständigen erklären, dort nicht mehr arbeiten zu wollen. Nachdem noch für die energische Fortsetzung des Streiks mehrere Redner plädirt hatten, wurde die Versammlung mit einem begeisternden Hoch geschlossen. In der Vikloria-Brauerei wurde der Bericht der Kom- Mission mit lebhafter Zustimmung entgegengenommen und gelobten die Anwesenden fest und geschloffen im Kamps auf ihrer Forde- rung zu stehen. Von Legier wurde der Antrag gestellt, eine Liste derjenigen Bauten herauszugeben, wo die Forderungen genehmigt sind. Diesem Wunsche versprach die Kommission nachzukommen. In Ahrens-B ran erei(Moabit) war die Versammlung gleichfalls mit den Errungenschaften zufrieden. Ein Redner empfahl, besonders auf die Auszahlung des gesammten Lohnes zu beharren, damit jene Unsitte beseitigt wird, den Arbeitern am Schluß der Woche«inen Tag Lohn einzubehalten. Auch hier, wie in den anderen Versammlungen wurden die gestellten Anträge, welche alle auf die Taktik bezuguehmen, bis zur Montags-Versammlung zurückgestellt. Am Sonnabend Vormittag tagte im Feenpalast aber- mals eine Versammlung der Streikenden, die von zirka 1500 Personen besucht war. Fritzsch von der Lohnkommission erstattete Bericht über den bisherigen Verlauf des Streiks. Auf Tivoli haben 50, am Stettiner Bahnhof 20 Maurer die Arbeit niedergelegt. Die Firma Held u. Franke hat nur auf einzelnen Bauten bewilligt, während ca. 60 Mann zu gunsten der anderen, denen nicht dewilligt wurde, die Arbeit einstellten. In der Diskussion erklärten sich sämmtliche Siedner für weitere Aufrechterballung des Streiks, auch wurde nachdrücklich vor etwaigen Bedrohungen und'Aus- schreitungen gewarnt. Während der Diskussion waren am Bureau gegen zwei Dutzend Anträge der verschiedensten Art eingelaufen, u. a. solche, die verlangten, daß man die Namen der Streikbrecher nenne. Ferner sollte über «ine Anzahl Bauleu die Sperre verhängt werden. Die wichtigsten Anträge wurden, nachdem die meisten aus- geschieden, wie folgt zur Abstimmung gebracht. Ueber alle Bauten der Firma Held und Franke, auch da, wo die Forde- rangen bewilligt sind, verhängte man die Sperre. Die Poliere wollte man zur nächsten Versammlung einladen, da man aber der Ansicht war, daß es moralische Pflicht der betreffenden sei, selber zu kommen, lehnte man den Antrag ab. Am Montag sollen den Unternehmern, die noch nicht bewilligt haben, nochmals die Forderungen vorgelegt werden. Liften über Firmen, welche bewilligt haben, sollen später bekannt gegeben werden; alle weiteren Anträge werden, soweit sie überhaupt von Belang sind, bis zur Versammlung, die am Montag Abend im Lokal von Keller in der Koppenstraße stall- finde:, zurückgestellt. Zum Schluß ersucht der Vorsitzende, daß die Kontrolle auf den Bauten von jedem in seinem Bezirk streng durchgeführt werde. Mit einem Hoch auf den Neunstundentag wurde die Versammlung geschlossen. VermisZLzkes. Aus Zwickau meldet die„Frankfurter Zeitung": Eine Maffenvergifiung hat in Mülsen-St. Michail in der Gast- wirthschast von Bolkel durch zum Mittagessen verwendetes Mehl statigefunden. Zwei Personen sind gestorben. Die übrigen liegen hoffnungslos darnieder. In Antwerpen zerstörte dem„B. T." zufolge elne Feuers- brunst eine ganze Straße des schönsten Stadtviertels. Zehn Häuser wurde» eingeäschert und sechs stark beschädigt. Zahl- reiche kostbare Kunstschätze, vornehmlich alte Gemälde, sind ver- nichtet. Der Schade» beträgt 10 Millionen Franks. Bureaukratische Begriffsstutzigkeit. Aus München wird der„Frankfurier Zeitung" geschrieben: In den Zeitungen heißt es, baß die Gerichtsbehörden von„hoher Stelle" angewiesen worden seien, die mittelst Schreibmaschrne hergestellten Schrist- stücke von de» Parteien und Anwälten zurückzuweisen, iveil die Schrift schwer leserlich sei. Wir hatten immer gedacht, diese Schriit habe den Vorzug der Deutlichkeit und des Fernhaltens von Jrrthümer», wie schlechte Schreibschrift sie leicht hervorrufe. Freilich die erste» Male ist sie dem Auge ungewohnt, aber man wird auch einem Beamten zumuthen dürfen, daß er diese kleine rasch vorübergehende Unbequemlichkeit nicht zu einer StaatSaklion macht. Müssen die Gerichtsbehörden auch Telegramme zurück- weisen? Diese sind ja in den nämlichen Zeichen wie die Schreib- schriften abgefaßt. In Budapest erregt der geheimnißvolle Tod deS 35jährigen Paters Koezel großes Aufsehen. Derselbe wurde in seiner Zelle im diesigen Servitenkloster erhängt ausgefunden. Die Lage des Kopses des Tobten schloß Selbstmord aus, so daß unbedingt ein Verbrechen vorliegt. Die Untersuchung ist eingeleitet worden. Die Pest in Hongkong. Nach einer Meldung der„Times" aus Singapore starben gestern in Hongkong 16 Personen an der Beulenpest. Auch in Canlon wüthel die Pest. Briefkasten der Expedition. Für die streikenden KonfektionSarbeiter gingen nach- trägltch bei unserer Expedition ein: Von den Genossen in Hodenwestedt 15,15. Von den Genossen aus Penzig 39,20. Durch die Exped. des„Offenburger Volks- freundes"(M. 1,33, 7,50, 0,67, 10,00 M.)--- 20,00 M. Summa 74,35 M. In Nr. 76 quittirt 34 996,97 M.; in Summa 35 071,32 M. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Wir können Ihre Notiz nicht unter Vereinskaleuber ausnehmen, weil das Lokal, in welchem Sie zu tagen beabsichtigen, nicht in unserer Lolalliste verzeichnet steht. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dien st ag. Freitag und Sonnabend, abends von 6—7 Uhr statt. F. F. ZZZ. Wenden Ei« sich an Fachleute, z. B. an die Redatlion der„Metallarbeiter-Zeitung", Nürnberg, Weizen» straße 12. H. IZS7. Sie können ganz beruhigt sein. Ein Freidenker. Wir glauben nicht, daß«in Abdruck ohne Verletzung des Urheberrechtes möglich sei. Wende» Sie sich an eine freidenkerische Zeitschrift in der Sache. Besser thälen Sie auch, wenn Sie uns in der üblichen Schreibschrift statt in einer in Norddeutschland wenig verbreiteten Stenographie schrieben. Ein Wähler R. Fischer'S. Wir haben Ihren Brief mit Zeitungsausschnitt einem Mitglied« der Börsenlommisston über- mittell. Hamann. Benachrichtigen Sie unS»och einmal am Tage der Verhandlung. Kohn, Kattowitz. Für Sie gilt dasselbe. Bäckermeister, Wolgasterstr. 13. Darüber, ob die Polizei- liche Firuieufchckder- Ordnung rechtsgiltig ist, hat noch kein Prozeß geführt werden können, da die Verordnung erst von 1. April resp. 1. Mai dieses Jahres gilt. Die Recht- sprechung des Kammergerichts läßt die Vermuthnug zu, daß es du Verordnung für giltrg erachten wird. ES ist zu ralhen, ber Bestimmung der Berordnung Folge au Teiften.- 2. 9. fchaftsgerichts: Nein. 2. Ja. 3. Nein. M. 2. 49. Die Zeit Gie sind zum Ersatz des durch ihren nicht fieben zur Wahrnehmung einer Kontrollversammlung darf nicht vom Jahre alten Sohn angerichteten Schadens nicht verpflichtet. Lohn in Abzug gebracht werden, wohl aber die nach wahr: genommener Kontrollversammlung verfäumte erhebliche Beit( bei Ihnen etwa 5 Stunden). 2. K. Ist nicht zutreffend. W. K. Ist nicht zutreffend. Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Sustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oktober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( unentgeltlich). Die Nationalgallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-8 lbr( unentgeltlich). Kunstgewerbe6 Uhr, im Wärz und Cttober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis Museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags Sonntags, April – September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unent: geltlich). Museum für Völtertunde, Königgrägerstr. 120. Befuchs Klosterstr. 85. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer aeit wie im Stunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- Hygiene- Museum 42. E. B. 1. Ja. 2. Die betreffenden müssen Klage erheben. -E. R., Diffident. Nein. Buchbinder. 1. und 2. Ja. 3. und 4. Wenn das Betriebskapital unter 3000 M. beträgt: Nein. 5. Nein. 100. Die im Jahre 1898 fällig gewesenen Anwalts- und die im Jahre 1891 fällig gewefenen Gerichtsgebühren find seit dem 31. Dezember 1895 verjährt, sofern teine Unterbrechung der Verjährung durch Klage. Zahlungsbefehl u. f. w. eingetreten ist. A. R. In zwei Jahren. M. M. Nein. Bernhard. Eine giltige Hebammentare giebt es nicht, da eine solche mit dem Prinzip der Gewerbefreiheit unvereinbar ist. Es werden hier in Berlin etwa 6-12 Mark für den Beistand bei der Entbindung und 1-2 Mark für jeden folgenden Gang für angemessen erachtet. R. B. 555. Eine Klage aus Ersay der Wäsche würde nur dann aussichtsvoll sein, wenn Sie den Beweis dafür führen könnten, daß Sie die Wäschestücke dem Geschäft thatsächlich übergeben haben.- R. K. 100. Ja. 200. 1. Ohne Einwilligung der Mutter und des VormundFür den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater.e Sonntag, den 26. April. Volks- Vorstellung( Belle AllianceTheater). Nachmittags 2/2 Uhr: Maria Stuart. Opernhaus. Don Juan. Montag: Siegfried. Schauspielhaus. Der Sturm. Montag: Die Quizows. Deutsches Theater. Jugend. Nachmittags Richard III. 1/23 Uhr: König Montag: Die Jüdin von Toledo. Lessing Theater. Das Glück im Winkel. Montag: Diefelbe Vorstellung. Berliner Theater. König Heinrich. Mittags 12 Uhr: WohlthätigkeitsMatinee: Der verlorene Sohn. Montag: König Heinrich. Neues Theater. Fedora. Nachmittags 8 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Die Wildente. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Montag: Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr, vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis IS 25 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstcewerbe- Mufeum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugntffe des ausgewerbes, Klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs on 11-3 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 26 Pf.. Bereine Conntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Geöffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von 11-2 Uhr( Unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich fichtsturm( Eintrittspreis 20 Pf.). außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr.( Unentgeltlich). AusKunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. Sternwarte, Endeplay 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 Uhr Vormittags. urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Invalidenstr. 57-62 und Taubenftr. 48/49. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 5 M. Aquarium: Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem legten Sonntag im Wionat 25 Pf.- Castan's Panoptitum, Friedrichstraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Baffage Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Marines 50 Bf.- Kaifer- Panorama, Baffage( unter den Linden). Geöffnet von Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 perfchiedene Reisen, Landschaftsbilder. Jede Neife 20 f. Zoologischer Garten, Lüzowufer. Moabit 85-86. Eintrittspreis 50 Pf. Sonntags 50 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14 Tg. geb. 18 M. Silb. Herren- Remont.- Uhr 15 2jähr. Garant. Charlottenstr. 15. Kein Abzahlungsschwindel. Wissenschaftl. Theater Land- und Seethieren, wie Affen, Fahrräder abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Gintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. dipe Echter Harem aus der afrikanischen Stadt Kayrowan. Haremsfrauen und Spill Kinder, Tänzerinnen, Sängerinnen, Eunuchen und Stlaven. Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische, Quallen etc. Kinematograph ( lebende Photographien) Entree I Mark. Von morgens 10 bis abends 10 Uhr. Unter den Linden 21. Wer ist Rudinoff??? Rudinoff macht alles!!! Jeden Abend 9/2 Uhr: Die geniale Rudinoff Kaufmann's Castan's Panopticum. Variété- Theater 165 Friedrichstrasse 165. eu! Der Ballon- Mensch Schiller Theater. Ein toller Einfall!! Allerseelen Nachmittags 8 Uhr: Ohne Geläut. Montag: Viktoria. Onkel Bräfig. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. La Cigale. Chansonnettes. Nachmittags 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: La Cigale. Chansonnettes. !! die sensationelle Jllusion. Kasperle- Theater. Concert- Kapelle. National- Theater. Große Frankfurternraße 132. Direttion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Central- Theater. Der Schwieger Am Abgrund. vater. Montag: Cafimir und Jidor. Borher: Ein blauer Teufel. Zdolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplatz Theater. Die Mustetiere im Damenstift. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen- Theater. Die fleinen Lämmer. Borher: Die Balletschule. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Jm Abgrund. Vorher: Ein kleines Mißverständniß. Morgen: Deborah. American Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: Ohne Geläut. Abends 8 Uhr: Ein toller Einfall. Montag, abends 8 Uhr: Viktoria. Onkel Bräßig. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Gastspiel des Conr. Dreher- Ensembles vom Gärtnerplatz- Theater in München. Conrad Dreher als Gaft. Schauspiel in 4 Akten von H. Ganste. Regie: Mar Samst. Vorher: Ein kleines Mißverständniß Schauspiel in 1 Att. Regie: Fri Schäfer. Morgen: Gastspiel der Damen Rosi und Jda Lanz: Deborah. Eden- Theater. Welt- Restaurant 97. Dresdenerstr. 97. Jm vorderen Saal täglich: Weltberühmte E Tyroler Sänger- Gesellschaft Almenrausch u. Edelweiss. Direktion: Alois Ebner. Entree vollständig frei! Sonntag, den 26. April: Große Variété- und Spezialitäten- Borstellung. Anfang 6 hr. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Nur noch bis 30. dieses Monats das erfolgreiche April- Programm. Raffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 72 Uhr. Am 1. Mai 1896: Königstraße, Colonnaden. Bomben- Erfolg des neuen Programms. Die Nimrode. Die deutschen Eichen. Die lebende Brücke. Jean Bayer mit feinen Lokal- Schlagern. Baron's dressirte Löwen. Die reizende Luftfee Albertina Ferner 18 Nummern. Ausverkauft! Ohne Reklame. Ausverkauft! Ohne Reklame. ACTION- BRAUER FRIEDRICHSHAIN * 3. Engros- Preis liefert Carl Karras, Langestr. 15. Zähne 1 M., äuß. haltb., fests., sehr brauchb. b. Essen, Garant., Spezialität Aluminium. Dresdenerstr. 105.[ 1081b Pneumatic, neu, Fahrrad, od. 96, hocheleg., 1 jährige Garantie, für 165 M., feltene Gelegenheit. Schulte, Wrangelstr. 81 I. an Genossen 48718 Bettfedern, amenD und Kinder- Hüte in elegantester Ausführung staunend billig. Die schönsten K inder. Kleider für jedes Alter Carl Schloss Waarenhaus Süd- O 22 Wienerfrake 22 1 Grünauerstr. 1. HerrenStoffe, Cheviots, Kammgarne, Reste zu Hosen, Paletots, Anzügen spottbillig! Gelegenheitskäufe im Tuchlager. Hoher Steinweg 4. Engel. breifach gereinigte neue, vorzügl. füllend, Pfund 50, 70, 90 f. Halbdaunen Pfd. 1,10. Halbdaunen, silberhell, Pfd. 1,60. Baunen von vorzügl. Fülltraft ( 3 Pfd. genügen zum größten Oberbett) Pfund 2,75, empfiehlt das als streng reell bekannte, 1870 gegründete Spezialgeschäft v. S. Pollack, Orantenstr. 61, am Morigplay. KinderwagenBazar ,, Baby" I. Alexanderplat, Ecke Landsb.- Str. II. Invalidenft. 160 III.Reinickendorfer str. 2E. Katal. grat. Großtes Spezial- Geschäft für Kinderwagen, Kinderbettstellen. Auch Theilzahlung 4,- monatl.* Bettfedern- Spezialgeschäft C. M. Schmidt, 42111* Berlin, Andreasstr. 59, vorn 1 Tr. Größte Auswahl gerissener Gänsefedern und Dannen Pfd. 1, 2 bis 6 M. Fertige Betten 9, 15 u. 18 M. Bettfedern Pfd. 35, 50 u. 70 f. Gardinen- Reste Enorm billig! preis! Nur gute, dauerhafte QualiKnabenanzüge Riesige Auswahl. Kottbuser passend zu 1-4 Fenster unter Fabriktäten werden angefertigt. M. Hildebrand, 48252* Dresdenerstr. 117, pt. J. Rosenberg, Damm 93, pt. Dann ist es Ihre Schuld! Haben Sie Wanzen? Warum Aktien- Brauerei Wer Stoff hat menden Sie nicht Hoffers' WanzenFriedrichshain fertige Anzug 20 M., feinste Buthaten, gift an, welch. diese Thiere u. ihre Brut fofort tödtet. Erfind.: R. Hoffers, faubere Arbeit, zwei Anproben. Hose Drog., Manteuffelitr. 87 und Reichen 3,50 Mart. Münzstraße 4, Engel. bergerstr. Nr. 55. ( Königsthor). Heute Sonntag: Großes MilitärKonzert. Eintritt 20 Pf. Programm unentgeltl Reichshallen ConcertSaal u. Garten. Vom ersten Mai täglich: Norddeutsche Sänger Zum Schluß: Ganz neu!! Alle fünf Barrisons Hochdrastisches Ensemble von Ad. Hoffmann. Anfang Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Von 12-4 Uhr: Vorzüglicher billiger Mittagstisch. Stolpe bei Wannsee Restaurant Lindenhof Bestzer M. Mattausch empfiehlt Vereinen u. Gesellschaften seine inmitten herrlicher Waldung, unweit des Wannsees und Stolpe [ 5032L Gröffnung der Sommer- Saiſon fees gelegenen Lotalitäten. Der Schwiegervater. Gröffnung der Sommer- Saison Bosse mit Gesang in 3 Atten. Montag: Zum 1. Male: Cafimir und Ifidor. Borher: Zum 1. Male: Ein blauer Teufel. Anfang 128 Uhr. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 22. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangsposse in 3 Atten von Leon Treptow und Ed Jacobson. Stuplets und Quodlibets von G. Gör ß. Musik von G. Steffens. 2. Aft: ,, Alt Berlin." Anfang 72 Uhr. Morgen: Diefelbe Borstellung. und des Concert- Gartens. Empfehle mein neu eingerichtetes Restaurant, Vereinszimmer m. Pianino, 2 Kegelbahnen. 1129b Vollständig neues Programm. Fr. Bibach, Prenzlauer Allee 84. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/58( City- Passage). New! Berliner Blan. Neu! Posse mit Gesang u. Tanz in 1 Akt. Morell Stuart, Gallerie berühmter Männer. Auftreten d. gesammten Künstlerpersonals in sein. Gianznummern. Unf. Wochent. 8 U. Entree: 10. Sonnt. 612 R.Winkler. 30 Bernhard Raabe's Salon n. Garten Kolbergerst r. 23. Sonntag, den 26. April: Familien: kränzchen. Rigdorf. 1102b 1125b Herrenhofenreste, Anzugreste, spottbillig, Gelegenheitskauf. Reste zu KnabenAnzügen, umsonst zugeschnitten. Muschel- Wirthschaft 47812* Münztr. 4, Engel. verkaufe fofort spottbillig, vollständige Kinderwagen- Wohn- u. Schlafzimmer- Einrichtungen, Bazar darunter 8 Fenster neue Gardinen Max Brinner, Brautleuten geeignet. Frau Büttner, Jerufalemerftr. 42 Röpnickerstr. 141, Borderhaus 1. Etage. am Dönhoffplatz und Brunnenstraße 6. Großartig. Auswahl von Kinderwagen, Puppenwagen, Kinder- Sportwagen billigst. Viele Anerkennungen. Theilzahlung gestattet. Trauringe Knaben- Garderoben für das Alter v. 2-18 Jahren empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen. 45962* Flicken gratis. 48322 K. Hustädt, 0. Stoppen- 85 reell Dukaten, gestempelt 980. 2 Dutat. 22,50 M. 1/2 Dutat. 17,50 M. Kronengold gestempelt 900. 7 Gramm 20,50. 2 Min. v. Schlesischen Bahnhof. pt. 5 Gramm 15,50. Gardinen auch Reste Alle anderen Goldfachen ebenso reell. Hugo Lemcke, guftstr. 91, zu 1-4 Fenſtern passend, spottbilligst part., nahe in der Gardinenfabrik von Bruno der Oranienburgerstraße. Gegr. 1840. Güther, Grüner Weg 80 part. ( kein Laden) Eing. v. Flur. Möbel- Ausverkauf, paffendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größten Möbelspetcher, Neue Königftraße 59, follen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Durch fehr große, billige Gelegenheitseinkäufe ist es mir möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, 300 Mart abzugeben. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 15 Mart, Kommoden, Küchenspind 12, Nußbaum- KleiderMahag. Kleidersp., 1 do. Kommode, 1 Küchensp., fast neu, verk. Gneisenaustraße 90, Hof Quergeb. 3. Tr. r. Kinderwagen, dreirädr, fast neu, 8 M., b. Schreyer, Köpnickerstr. 8a, Aufg. 3, I. Den Herren Schuhmachern empfehle 150079* Maass Stepperei. E Gutes Leder! Saubere Arbeit! Billigste Preise! Maaß- Stepp., SW., Mariendorferstr. 13. 3. Loewenthal, Lederhandl. u. spinden, Bertitows 30 Mart. Muschelspinden ich meine 35, Bettstellen mit Matraßen 18 Mart, Sophas 18, Säulenfpinden, Kleiberspind, hochelegant 56, rümeaur mit Säulen und Krystallglas 60, Herrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Baneelfophas 75 Mart. Steppbecken, Tisch decken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Getaufte Möbel können dret Monate tostenfrei auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werden burch eigene Gespanne transportirt, auch nach außerhalb. 4581L 1052b Befangverein„ Nixdorfer Liederkrang". Läglich( Sonntags nur von 7-9 Uhr Uebungsstunde Montag abends 9 Uhr, Biethenstr. 69 bei Preßler. Mitglieder werden noch aufgenommen. Eintritt in den Arb.-S.-B. steht bevor. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und BairischBier- Lokal, sowie meinen reichhaltigen Frühstücks, Mittags- und Abendtisch. Vereinszimmer für 30 Personen. Hermann Raabe, Staligerstr. 22.) 08 gek. vorm.) findet[ 48522 Derkauf von Eisgeschäft in einer Markthalle umständehalber sofort zu vergeben. Dochow, Langestr. 5. Obst- u. Vorkost- Gesch. verk. sehr billig Graichen, Calvinstr. 9. 1156b Restaurant mit fl. Saal u. Garten 1158b Langestraße 65. Nachtigallen, ungarische Wald. vögel, Vogelbauer billigst. Schnelle, Invalidenstr. 7. 1163b Shaps ut. Weinfässer kauft und holt ab Gialabrit Waldemarstr. 32. 43/1 gek. Rindfleisch à Pfund ist billig zu verkaufen. 25 Pf. Schweinefleisch à Pfd. 35 und 40 Pf. statt. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof. Am 24. April, 123/4 Uhr, entschlief nach langen schweren Leiden mein geliebter Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwager, der Schriftseger Gustav Langner. Dies zeigt tief betrübt an im Namen ber Hinterbliebenen 1182b Florentine Langner. Die Beerdigung findet am Montag, nachm. präz. 5 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofs aus statt. Hanke's Brot- Bädereien liefern das größte Roggenbrot, welches seit Jahren in verschiedenen Stadttheilen Berlins durch Größe und besonders schönen Geschmack anerkannt worden ist. Außerdem auffallend große Stollen und Napfkuchen, welche nur mit reiner Naturbutter gebacken werden, sowie Verband aller im Handels- und Backwaare 5 Št. 10 Pf. Transportgewerbe beschäftigten 1.Bäckerei Alte Schönhauserstr. 39/40. Hilfsarbeiter. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, Kollege Hans Kray 34 Köpnickerstr. 23. Dresdenerstr. 104. Greifswalderstr. 12. Gollnowstr. 8-9. 2. 3. " " 4. " 5. " 6. " Grünerweg 63. 7. Gartenstr. 194. " 8. " 9. " " am Donnerstag, den 23. d. M. ver storben ist. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, den 26. April, nachm. 4 Uhr, 10. von der Leichenhalle des Friedhofs der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee. aus statt. Um recht zahlreiche Betheiligung der Kollegen ersucht 109/11 Der Vorstand. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes guten Vaters und Bruders sagen wir Freunden und Verwandten, insbesondere dem Verein der Kupferschmiede Berlins und Herrn Prediger Runge, unfern herzlichsten Dant. 1170b Wwe. Sembach und Söhne. Todes- Anzeige. Am 23. d. M. nachts verschied plötzlich unser Kollege und Genosse, der Maschinenmeister Albert Sommer. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen treuen Freund. Berlin, den 24. April 1896. Das Personal der Buchdruckerei von Janiczewski& Quitt. Für die zahlreiche Betheiligung und Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Schankwirths Albert Ziems, sagen allen herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Rolbergerstr. 1. Holzmarktstr. 20. Jakobstr. 174. 50272* Möbel- Gelegenheitskauf Zum Umzug Oranien- Straße 73, of I., günstigste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem 6 Etagen großen Möbelspetcher, alles hell und übersichtlich, tein Laden, sollen sofort ca.200 neue ganze WohnungsEinrichtungen von 100-1000 Mart und darüber vertauft werden. Speziell empfehle ich die großen Borräthe verliehen gewesener zum Theil sehr wentg benutter Möbel für jeden annehmbaren prets. Theilzahlung gestattet. Kleiberspind, Sopha 18 Mart, Kommode, Küchenspind, Waschtoilette 12 Mart, Stühle 3 Mart, Bettstellen mit Federmatraße und Keiltiffen 18 Mart, elegante Nußbaum- Kleiderspinde und Wäschespinde 30 Mart, Muschelspinde 40 Mart, Säulen Kleiderspinde und Bertikows, hochelegant 46 Mart, Trumeaux mit Stufe 55 Mart, Plüschgarnituren 60 und 100 Mart, Paneelgarnituren, Paneelfopha 80 Mart, Muschel: garnituren, Chaiselongue, Schlaffophas, Schreibtische, Kouliffentifche, Buffets, Schreibfetretäre, Tische, Spiegel 2c., alles staunend billig, sowie fertig dekorirte Salons, Spetse- und Schlafsimmer. Besichtigung erbeten ohne Kaufzwang. Gekaufte Möbel tönnen drei Monat tostenfrei lagern und eigene Gespanne werden durch transportirt und aufgestellt. 4233 L* Nur allein die echten Freund'schen Thilophag Platten, braune Farbe, entfernen gänzlich L* Hühneraugen, Ballen 2c. Zu haben in allen Apotheken und Droguerien 12 Stück für Ehrenerklärung. 1161b 70 Pf. oder 2 Stück 15 Pf. nebst GeDie Beleidigung gegen Herrn Rod- brauchsanweisung. stroh nehme ich zurück. E. Schob. In der Gerichtsverhandlung gegen mich und meine Frau am 21. d. M. megen unerlaubten Schnapsverkaufs Engros- Lager 1. Lachmann, Berlin 0., Holzmarktstraße 36. Preise bat die Beweisaufnahme ergeben, daß Zahn- Klinik event. heilzahlung. der Destillateur Henkel, Oppelnerstr. 33, die Anzeige gemacht hat. 11766 G. Krüger, Schankwirth, früher Oppelner- Straße Nr. 19. Krankenzuschustaje m. Ronfirm. u. Sterbet.- Abth. fucht in Arbeiter u. Handwerkerkreisen beliebte Agenten u. Hauptagenten. Off. sub F. U. 644 an Haasenstein& Vogler A.-G., Berlin, Leipzigerstraße 48. Stimmbegabte Herren, welche geneigt sind, einem älteren GesangVerein( Vorstädtische Liedertafel) beizutreten, wollen sich melden Donnerstags 9 Uhr b. Wolf, Brunnenstr. 36. 1165b Bolier Karl Seiffert, der im Jahre 1892 beim Neubau Achenbachstr. 4, beschäftigt war, wolle sich gefl. bald melden beim Monteur Gutowski, Klopstocstraße 34. Spesen reichlich ver gütet. 1086b Gasglühlicht! Wer liefert große Poften rohe Strümpfe, befte Qualität? Offerten mit Preisangabe unter P. 1567 an Haasenstein& Vogler A.-G., Berlin.[ H* Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 8 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahn ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Laufigerplay 2, Elfafferstr. 12 Möbel- Kaufgelegenheit, paffendste Gelegenheit fürBrautleute, Gneisenaustraße 15, parterre, in der Möbelfabrik follen ca. 200 tomplete Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig sind die an Herrschaften kurze Beit verliehen gewefenen Möbel. Kleiderspind 15, Küchenspind, Komode 12, Bettstelle mit Matratze 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30 Mart. Muschel Kleiderspinden und Bertitows 36, französische Muschelbettstellen mit Matratzen 45, Säulen Kleiderspinden 46 Mart. Trumeaur mit Stufe 60, Plüschgarnituren 60 Mart, neue, hochelegante Garnituren 105 Mart. Buffets, Coulissentische, Paneelsophas mit Satteltaschen und Plüscheinfaffung in allen Farben, Damenund Herrenschreibtische. Gekaufte Möbel werden unentgeltlich 3 Monate auf meinen Aufbewahrungsspeichern aufbewahrt, durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. 4251L* V Brockhaus' erikon, Meyer, Brehm's Thierleben, Bücher jeder Wissenschaft kauft Antiquariat Kochstr. 56. Fran Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante Anzüge nach Maak Möbl. H. Unterricht f. Maur. u. Zimmerer als Schlafft. 8. 1. Mai Admiralfir. 40a, Milchkübel, Stube, vorn, fep., für 2§. Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Jordan, Kleine Markus- Straße Nr. 28. Fruchtweine Johannisbeertvein, weiß u. roth, Stachelbeerwein, Heidelbeerwein pro Glas DEUTSCHES REICH 10 PFENNIG Rofthalle 1/10 Liter. 1896 der Berliner Groß Destillateure Berliner Gewerbe- Ausstellung Eugen Neumann& Co. Elektrische Eisenbahn, Saltestelle 4. ( Marineschauspiele.) Teppiche mit kleinen Webefehlern Sopha- Größe 5, 6, 7, 8, 10-14 m. Salon- Größe 16, 18, 20-60 M. Portièren 3, 4, 5, 6-10 M. Gardinen u. Stores 1, 2, 4-8 m. Läuferstoffe 50ẞf., 60ẞf. bis 1,50 M. Tischdecken 2, 3, 4, 5-10 M. Fabrit A. Michaelis, Berlin, Friedrichstr. 7, n. Belle- Allinancepl. Versand streng reell geg. Nachnahme. Mußter portofrei. 4557L Eckladen! Baar Geld lacht! Arbeiter! Handwerker! Bürger! Großartiger Gelegenheitskauf zu halben Preisen. 15 000 elegante, schneidige Jacket- u. Rock- Anzüge jezt zu halben Preisen, nur 8, 10, 12, 15, 18, 21, 24, 27, 30 M. 10000 entzückende Sommer- Paletots ( Werth das Dreifache), jetzt von 8-20 M. 8000 Hofen, schwarze Anzüge, einzelne Röcke, Jackets und 6000 Knabenund Burschen- Anzüge jezt halb umsonst.- 8000 Drellhofen, Lüjtreund Drell Jackets v. 1,50 M. an. Kleider- Pascha Inh. O. Polke Rosenthalerstr. 32 Ecke Sophienstr.( Eckladen). Man achte genau auf 32 u. Ecklad. Eckladen. billig. Spezial- Ausbildung zum Polier d. erf. prakt. Lehr. m. Staatsprüf. Triftftraße 5, r. part. Sonnt. 8-12, Mittw. 8-10. Schuhe u. Stiefel in großer Auswahl empfehle allen Freunden und Genossen; sowie Be stellungen nach Maaß und Reparaturen werden schnell und sauber ausgeführt. Fritz Jakobi, 4788L Rottbuser Damm 39, am Hermannplay. Brennspiritus 4 Tr. bei Nain 11196 1136b Frol. Schlafft. f. 1 od. 2 anst. H. sep. Eing., fof. z. verm. Franzstr. 2, v. R. Möbl. Zimmer f. 1 od. 2 Serren Gr. Frankfurterstr. 15, v. 3 Tr. b. Burg. Frol. Schlafft. f. H. Kl. Auguftstr. 6, 1 Tr. b. Gen. Kunert. Möbl. Schlafft., 8 M., Mariannens ftraße 14, 1 Tr. I. 1120b Anst. möbl. Schlafft., allein, 3. verm. b. Kradel, Gneisenauftr. 63, H. p. 1121b Möbl. Schlafft. z. verm. Laufiger 1124b pr. Liter 20 Pf. Himbeer- u. Kirschstraße 40, Vorderh. 2 Tr. I. faft, garant. rein, pr. Liter 1 M. E. möbl. Schlafft. f. H. Davidsohn, Sämmtliche feine Tafel- Liqueure, sowie Straßburgerstr. 26, H. 3 Tr. I. 1122b alle Essenzen zur Selbstbereitung von Liqueuren 3. den billigsten Preisen. Reichenbergerstr. 15, v. 4£ r. I.( 1121b Liqueurfabrik M. Schüfftan Rosenstr. 18. T Kl. Stube, sep., als Schlafft. f. 1 H., Kaufhaus Stettin. 7 M. Melchiorftr. 8, Hof links. Möbl. Schlafft. für Herrn, 10 M. Kinderwagen, Schmidtr. 9, Hof 3 Tr. rechts.( 11116 Reisekörbe, Fabrikpreise, auch Theilzahlung.* E. L. Herrmann, Gneisenaustr. 112 eppich- Ausverkauf. Portieren, Gardinen, Läufer, F. Stochr, Königsgraben, Münzftr Ecke Tisch- n. Steppdecken spottbill. Mühlenstraße 8, nahe Oberbaum, ist ein freundlicher Laden nebst Stube und Zubehör, für jedes Geschäft passend, billig zu vers miethen. Aeußerst billige 2 Schlafft. f. H. od. D. z. 1. Mai zu verm. Oranienstr. 24, 2 Tr., Gubela. Freundl. möbl. Schlafft. für Herrn ( Sep., nach vorn) zum 1. Mai zu verm. Mariannenftr. 8, v. III r., am Heinrichspl. Zimmer od. gute Schlafft., Nähe od. gute Verbind. z. Anhalter Bahnh., i. ruh. Fam., a. liebst. alleinft. Perf.. fof. gesucht. Off. m. Pr. u. Verh. B. B. 222 Poftamt 46. Frol. Schlafft., sep. Eing., b. Schulz, Reichenbergerstr. 11/12( a.Kottbuser Pl.). Frol. Schlafstelle f. 1 H. Rosenthalerstraße 5, Hof 1 Tr. b. Bont. 11136 Möbl. Schlafftelle f Herr., sep. Eing. 1108b 350b Solmsstr. 21, S. 1 Zr. 1. 48432* kleine Wohnungen Theiln. i. möbl. Schlafft. Wafferthor. Frankfurter Allee 16/ 16a, am Ringbahnhof Friedrichsberg, Stallungen, Remisen, Lagerfeller fofort zu verm. Möbl. Schlafft. Meyer, Naunynstr. 84 III. Eine f. Schlafstelle für Herrn b. Ww. Hoheifel, Admiralstr. 6, 3 Tr. v. Naunynftr. 32 frol. Schlafft. sp. Bolle. Freundliche Schlafstelle vermiethet Lehrte, Staligerstr. 5, Hof r. 3 Tr. Möbl. Schlafstelle f. 2 Herren( sep.) Boechstr. 51 am Grimmpart, H. 3 Tr. bei Jost. Preis 6 M. 11126 straße 26, v. 4 Tr. r. 11095 Möbl. Schlafstelle f. 1 Hrn. b. Budack, Eisenbahnstr. 5, v. 2 Tr. 1117b Freundl. Schlafstelle für Herr., 6 M. 1118b Stallschreiberstr. 56, v. 3 Tr. Schlafft. m. Kost u. Wäsche, Woche 7 M., Königsbergerstr. 7, Stfl. 1 Tr., Artope. Freundl. Schlafstelle Forsterstr. 47, 1110b v. 4 Tr. Frau Hupe. Möbl. 3. f. 1 od. 2 H. preiswerth Dresdenerstr. 14 3 Tr. 1. Eigendorff. Jung. Mann findet frbl. möblirte Sauber möbl. Schlafstelle f. 2 Herren Schlafft. bei Werner, Elisabeth- Ufer 21 3offenerstr. 18, H. 3 Tr. I. 11156 v. 4 Zr. 1167b Eine frdl. Schlafstelle ist zu verm. Frol. Schlafft., sep. Eing., f. 1 od. Reichenbergerstr. 157, H. 3 Tr. r. 11146 2 5. bei Ww. Ried, Manteuffelstr. 89 v. 4 Tr. Freundl. Schlafft. für Herrn b. Ww. Jahn, Langestr. 91, v. 3 Tr. 11426 Tomorowski, Schneidermeister. Unerreicht billig!!! Anständ. 1. Mann findet Schlafſtelle Berlin C., 37, 1 Hoffmannianos neutreuzs., Eisenbau, mit größt. Tonfülle, in fchwarz ob. Nußb., lief. 3. Fabrifpr. unt. 10jähr.Gas rantie, gegen Theilz. mtt. Mr. 20 ohne Preiserh., nach auswärts frt., Probe( Referenzen u. Ratal. gratis) Jerusalemerstr.14, Berlin, Nach beendeter Saison offerire zu enorm billigen Preisen: Teppiche Portièren Gardinen Tisch- u.Steppdecken Läuferstoffe, Möbelstoffe, Plüsche und Sophastoffreste etc. Dem geehrten Publikum ist hiermit Gelegenheit geboten, nur gute, vorzügliche Qualitäten zu alleinstehend billigen Preisen zu kaufen. J. Adler, Teppichfabrik, Spandauerstraße 30, vis- à- vis dem Rathhause. G ardinen in großer Auswahl, crême und weiss, bas Fenster v. 2,00 M. an, empf. Das älteste Teppich-, Gardinen-, Möbelstoffu. Portièren- Gesch. Berlins. Berlin C., Wriezenerstr. 8, Q. 2 Tr. Ww. Goldbach. Herr findet Schlafftelle im Vorzimmer zum 1.( 6 m.) Wollinerstr. 67, 3 Tr. 1. Eine möbl. Schlafstelle( 7 M.) 3. verm. bei Brückner, Elisabeth- Ufer 55, H. III. Schlafft. f. H. Manteuffelstr. 92, v. II. I. Schöneberg, Ringbahnhof, schönes Borderzimmer, sep., freie Aussicht, leer Otto Büchler, str. 26, o. möbl. verm. Kreuz, Cheruskerſtr. 5, 1. ( Ecke Klosterstr.) Versandt- Abtheilung D. Es ist kein Wunder wenn die Leute selbst aus den Vororten ihren Bedarf in Hosen aus Stoff, Leber und Zwirn nur direkt aus der Fabrik Möbl. Schlafstelle f. Herrn, separat Dranienftr.161, v.4Tr. Lindemann.[ 43/2 Theilnehmer 3. möbl. Zimmer( sep. Eing.) sucht Berg, Böckhstr. 24 part. 1173b Möbl. Schlafft. f. H. Manteuffelstr. 63 v. 3 Tr. b. Fr. Zimmermann. 1174b Frdl. möbl. Schlafft. f. H. Manteuffels straße 51 v. 3 Tr. b. Fiddike. 11756 Frol. Schlafft. 3. 1. Mai f. 2 S., sep. Eing., b. Fr. Block, Waldemarstr. 51 v. 4 Tr. 1168b Möbl. Schlafft. Manteuffelstr. 117 v. 3 r. b. Seegert. 1169b Möbl. Schlafft., sep., 6 M., Schön holzerstr. 6 v. 1 Tr. b. Rusche. 11626 Arbeitsmarkt. Achtung! Schlafstelle, W. Meyer, Rüdersdorfer- Musikinstrumenten- Arbeiter! 1177b straße 17 IV. Frol. Schlafft. Adalbertstr. 15, Meyer. F. Schft. b. Menzel, Dresdenerstr. 57, IV. Schlafft. f. Herren b. Zobrys, Markgrafenftr. 8. 1141b Gormannftr. 2, 1 Tr. Frbl. Schlafft. f. 1§., ſep. Ging. Ecke Rosenthaler- u. Weinmeisterstraße beziehen. 47278* Die Leistungsfähigkeit dieser Firma ergiebt sich durch folgende Faktoren: Spezialgeschäft. Eigene Fabrikation. Keine Ladenmiethe. Bedentender Engrosabsak. Verkauf uur per alle. Geringe Geschäftsspesen. Größtes Spezialgeschäft für Bettfedern u. Betten. Weltbekannte billigste Bezugsquelle. L. Beutler, Berlin. Sauptgefchäft: Aceritr. 28, Ecke Invalidenstraße. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Reinickendorferstr. 64c. Bettfedern Pfund 50 u. 75 Pf. Halbdannen bei Leuschner, Lausitzerstr. 22a, v. IV. Möbl. Echlafft., sep. Eing., Laufiberstraße 40, v. 3 r. r. 1144b Möbl. Schlafft 3. 1. Mai Man teuffelstr. 56, Milchgeschäft. 1145b Frol. Schlafft. Manteuffelstr. 63, v. 4 L 1146b 144.18 In der Piano- Mechanik- Fabrik von Langer u. Komp., Blumenftr. 28, haben 50-60 Kollegen u. Kolleginnen wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Die Werkstatt- Kontrollkommission. J. A.: H. Seibt. Geübte Ballirer auf Goldleisten gesucht. Goldleistenfabr. Lieguigerstr. 15. Korbmacher, tüchtig auf Peddiggestell und Bambus, bekommt sofort Beschäftigung bei Robert Wengler, Kopenhagen K. Tischler a. gute Möbel w. eingestellt. Möbl. Schlafft. b. Schuster, Man- Feldmann& Wegner, Belle- Allianceftr. 84. teuffelstr. 64, 2. H., 1 Tr. Schneider auf beffere Lagerröcke u. Paletots verl. Carl Stier, Oranientraße 168. 11476 Möbl. Schlafft., 3 Herren, Wittwe Meinte, Reichenbergerstr. 164.[ 1130b E. frdl. Schlafst f. H. b. Nawrocki, Kl. Andreasstr. 10, H. 2 Tr. l. 1166b 1157b Hugo Nancke& Co., Admiralftr. 18E. Grundierer verlangen 1 Gefelle auf Kl.-Sp. wird verlangt Weißensee, Megerstr. 20. Lehrling sucht Handschuhfabrik Alexanderftr. 27. Vergolder, Farbigmacher, 24 M. Lohn 11816 Möbl. Stube b. Benkendorf, Mark 1133b grafenstr. 9, gb. III z. verm. Möbl. Schlafft. sofort oder 1. Mai 1157b 1,00-1,50. b. Granz, Chauffeestr. 39, v. I.[ 11826 Graue Daunen ,, 2,00-2,50, 99 Fertige Betten, Oberbett, Unter- Möbl. Schlafft., sep., f. H., 7 M., bett, zwei Riffen 10 Mark, mit 38. verm. b. Fechner, Prinzenftr. 32, S. verl. Neu- Weißensee, Charlottenburger. H. guten Inletts u. nenen gereinigten links 3 Tr. 1134b ftraße 108. Federn, bessere Sorten: Stand 12, 15-18, 24 Mark. Brautbetten 30-45 Mark. Große Polsterbettstellen Stück 8 Mark, 11646 rima 10 Mark. 45138* Destill. m. 720 m. vert. bill. Thielte, Schwedterstr. 226. E. Schlafft., sep. Eing., b. Metscher, Hochfeinte Dranienstr. 196, v. 3 Tr. 1135b Für die hießgen Leser liegt der heutigen Nummer unseres Freundl. möbl. Schlafftelle Reichens Blattes die geftrige Gewinnliste bergerstraße 68a bei Wwe. Schröder. der preußischen Lotterie bei. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 98. Bur Maifeier. Ueber die Art und Weise, wie man in den einzelnen Orten bes Deutschen Reichs den Weltfeiertag der Arbeit begehen wird, liegen folgende weitere Nachrichten vor: In Hamburg werden am Vormittag des 1. Mai drei große Versammlungen und am Abend eine Reihe Festlichkeiten abgehalten. Die drei sozialdemokratischen Vereine fordern, in Uebereinstimmung mit dem Gewerkschaftskartell, jeden zur Arbeitsruhe auf, der es ohne schwere Schädigung vermag. Beschlossen wurde die Arbeitsruhe von den Gewerkschaften der Holzarbeiter, Tabatarbeiter, Schneider, Schuhmacher. In Bergedorf erklärten fich Maler und Tabakarbeiter für Arbeitsruhe; die Schneider wollen am 1. Mai nur unaufschiebbare Arbeiten fertigstellen. In Bremen wird diesen Sonntag zur Agitation für die Maifeier ein Flugblatt in einer Auflage von 30 000 Exemplaren verbreitet. Bremerhaven: morgens Spaziergang, nach mittags Volksversammlung, abends zwei Festlichkeiten. Den geplanten Festzug am Abend hat diesmal das Amt wegen Verfehrsrüdfichten" nicht genehmigt, obwohl bei den Mai- Feftzügen in den früheren Jahren Störungen nicht vorgekommen sind. In Lübeck beschloß eine Fabrikanten- Versammlung, den 1. Mai nicht freizugeben, Zuwiderhandelnde zu entlassen und einstweilen in anderen Betrieben nicht zu beschäftigen. Ein Amtsrichter, namens Wodick, hatte die Versammlung arrangirt. Was sich ein Richter um solche Sachen zu kümmern hat, entzieht sich unserem Auffassungsvermögen. Sonntag, den 26. April 1896. 13. Jahrg. Die Arbeiterschaft in Halle a. S. hält früh eine Volts| Fabrikanten um Freigabe des ersten Mai zu ersuchen und es ist versammlung ab, marschirt dann nach Giebichenstein, wo ein auch Hoffnung vorhanden, daß ein Theil diefem Anfuchen Folge Konzert 2c. arrangirt ist, und findet sich abends in Halle zu einer leistet. Die Tabatarbeiter Eßlingens beschlossen vollständige, zweiten Volksversammlung ein, wo Arbeitsruhe. wie schon am Morgen Genosse Friz Kunert referiren wird. Der Festzug ist polizei. lich nicht genehmigt worden. Magdeburg hat früh eine Volksversammlung, von 11 Uhr vormittags an ist Konzert in Friedrichsluft, abends werden in vier Stadttheilen Versammlungen abgehalten. Quedlinburg. Mittags Zusammenkunft der Genossen, nachmittags Ausflug, abends Rüdtehr im Zuge nach der Stadt, wo ein großer Festkommers abgehalten wird. Inhale tann wegen der großen Abhängigkeit der Arbeiter die Feier erst am 3. Mai abgehalten werden. In Calbe a. G. giebt es für uns fein Lokal; der 1. Mai wird daher durch einen Ausflug gefeiert. Anhalt. In Deffau ist am 1. Mai früh ein Ausflug, abends eine Versammlung( Referent: Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt aus Berlin), am 3. Mai eine Nachfeier; am 1. Mai wird eine Extranummer des Volksblatt" verbreitet, am 2. Mai ein Flugblatt für die Landbevölkerung. Thüringen. Die Arbeiterschaft Gothas hält die Feier am 1. Mai in dem benachbarten Siebleben ab. In Eisleben wurde beschlossen, am Nachmittag einen Ausflug zu unternehmen und abends eine Versammlung abzuhalten. Wer am 1. Mai arbeiten muß, soll 50 Pf. zu gunfien der Arbeiterbewegung opfern. Gera: Morgens eine Versammlung, nachmittags Ausflug, abends zwei Versammlungen; in den benachbarten Orten find Oldenburg. In Delmenhorst hat die Behörde das abends ebenfalls Versammlungen. Sonntag, den 3. Mai, wird Programm des Festzugs 2c. genehmigt; nur dürfen Frauen in Tinz ein Boltsfest abgehalten. In Saalfeld wird am und Mädchen nicht mit rothen Regenschirmen Abend des 1. Mai ein die Feier behandelndes Flugblatt vertheilt und nicht in rothen Strümpfen demonstrativ" werden; die Maifeier selbst wird am folgenden Sonntag aberscheinen. Diese Verfügung erscheint uns um so wunder- gehalten. barer, als die rothe Farbe bekanntlich gerade' was Schönes ist und selbst die oldenburgische Landesflagge ihrer nicht entbehrt. In der Stadt Oldenburg wird die Feier durch eine Voltsversammlung am Abend des 1. Mai begangen. Von der Nachfeier am Sonntag ist Abstand genommen. Lokalen. Königreich Sachsen. Das Leipziger Polizeiamt hat das Gesuch, den Theilnehmern an der Maifeier einen öffentlichen Plaz anzuweisen, wo sie sich zum zwanglosen Abmarsch nach dem Feftplay in Stötteriß aufstellen könnten, mit der für die sächsischen Berhältnisse bezeichnenden Bemerkung abgelehnt, daß die Abweisung einer Begründung nicht bedürfe. = Baden. In Karlsruhe wird die Feier am Abend des 1. Mai durch eine große Versammlung begangen. In Durlach giebt der Nähmaschinenfabritant Rudolf Grigner seinem Personal dies Jahr den halben und vom nächsten Jahr ab den ganzen 1. Mai frei. Ueber die Maifeier im Auslande liegen folgende Nachrichten por: In Oesterreich hat die Parteivertretung die Parole auss gegeben: Am 1. Mai ruht die Arbeit. Da die österreichischen Arbeiter fein allgemeines Wahlrecht haben, so ist so ist dort die Arbeitsruhe am 1. Mai von größerer politischer Bes deutung, als in anderen Ländern, denn sie gewährt den sonst fehlenden anschaulichen Maßstab dafür, wie tief die Ideen des Sozialismus in die Arbeiterwelt eingedrungen sind. Die Regie: rung hat selbstverständlich auch diesmal wieder die Verwaltungen der Staatsbetriebe angewiesen, am 1. Mai den Arbeitern feinen Urlaub zu gewähren. Großartig wird die Maifeier wieder in Wien werden. Unter der Gunst der besseren Geschäftskonjunktur wird die Betheiligung an dem Feftzug nach dem Prater vorausfichtlich alles dagewefene übertreffen. Im Bergrevier OstrauKarwin, wo an stelle der Streitagitation die Agitation für den Achtstundentag und für die Maifeier getreten ist, wurde in zahlreichen Versammlungen beschlossen, am 1. Mai durch Arbeitsruhe für den Achtstundentag zu demonstriren. Ungarn ist auch diesmal das Land, wo die Arbeiter, wenigstens was die Hauptstadt anbelangt, keine öffentliche Maifeier abbalten können. Die Budapester Polizei verbot die Feier. Trotzdem werden die Arbeiter Mittel und Wege zu finden wissen, um am 1. Mai mit theilzunehmen an der Demonstration des arbeitenden Volkes der ganzen Kulturwelt. Nicht die Form, sondern die Sache thut's! Ans Frankreich wird uns berichtet, daß der 1. Mai überall gefeiert werden wird, wo die Arbeiterschaft zur Erkenntniß ihrer Lage gekommen ist. In den Städten, wo die Sozialisten an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen, ist die Feier eine offizielle, mit Mufit, Umzügen, Volksspielen und sonstigen Festlichkeiten; und alle Schulen und öffentlichen Aemter, Börse 2c. sind ge= schlossen. Wo Theater sind, finden Vorstellungen mit freiem Ein tritt statt. Schleswig Holstein. In Elmshorn ist früh Versamm Iung, nachmittags Ausflug, abends Rommers. Die Schneider In Sachsen wird diesmal bei der Maifeier die Forderung Riels beschlossen Arbeitsruhe; wer absolut nicht feiern tann, nach dem allgemeinen gleichen Landtags Wahlrecht eine große bat 50 Pf. an den Maisonds abzuführen. Rendsburgs Rolle spielen; insbesondere in Dresden. Arbeiterschaft unternimmt am Nachmittag des 1. Mai einen Hessische 2c. Distrikte. In Mainz wurde beschlossen, Spaziergang nach Büdelsdorf und hält abends eine Festlichkeit am 1. Mai in einer Voltsversammlung zu demonstriren und am ab. In Wilster ist abends eine Volksversammlung. Die 3. Mai in der Stadthalle das seit Jahren übliche Maifest ab- Zur Geschichte des 1. Mai veröffentlicht unser Genosse Arbeiter der Schuhfabriken von Altona und Ottensen zubalten. In Bilbel ist am Abend des 1. Mai eine Volts Lavigne in Bordeaux, der auf dem Pariser Kongreß beschlossen Arbeitsruhe. Flensburg: Morgens Versamm-| versammlung und am- 10. Mai das Volksfest. In Bregen von 1889 den Antrag auf Einführung des 1. Mai stellte, eine Inng, nachmittags Spaziergang, abends Festlichkeiten in zwei heim ist die Maifeier. ebenfalls auf diesen späten Zeitpunkt historische Skizze, in welcher er darlegt, daß Genoffe Dormoy, angefeßt. Die Buchdrucker Frankfurt a. M. zahlen am Maire von Montluçon, es war, der im September 1888, also Hannover. In Harburg werden die Tabatarbeiter den 1. Mai den am Orte arbeitslofen und den durchreifenden Be- dreiviertel Jahre vor dem Pariser Kongreß, auf dem Kreis1. Mai durch Arbeitsruhe feiern. Die Arbeiterschaft üne rufsgenossen eine Extra- Unterstützung von 2 M. Kassel hält Gewerkschaftskongreß von Bordeaux den Antrag stellte, am burgs unternimmt nachmittags einen Spaziergang und kommt am Morgen und am Abend des 1. Mai je eine Versammlung 1. Mai in ganz Frankreich eine Manifestation zu gunsten der abends zu einem Festtommers zusammen. In Soltau, einem ab, nachmittags ist Konzert. Turch Vertheilung eines Flug- Arbeiterforderungen zu veranstalten. Der Antrag wurde an= fleinen Städtchen, wird die Feier am 2. Mai abgehalten. In blattes wird für zahlreiche Betheiligung an der Feier agitirt genommen; und auf der Haager Vorkonferenz. der Stadt Hannover ist morgens Versammlung für alle werden. welche dem Internationalen Pariser Arbeiterkongreß vorherging, Branchen, in denen die Arbeit ruht, abends Volksversammlung Bayern. In München wird am Vormittag des 1. Mai wurde was wir Lavigne bestätigen können die Fordes und hierauf Rommers. eine Voltsversammlung abgehalten für alle, die die Arbeit ruhen rung einer allgemeinen, internationalen Maifeier angeregt. laffen. Nachmittags ist eine Versammlung für die Arbeiter der Ueber die Maifeier in Belgien ist die reaktionäre deutsche Lebensmittel Branchen. Bei guter Witterung wird nachmittags Preffe schon jetzt ganz aus dem Häuschen. Ginen angenehmen noch ein Ausflug nach Harlaching unternommen und abends find Borgeschmack von den Segnungen des sozialdemokratischen in verschiedenen Stadttheilen Münchens Versammlungen. Zukunftsstaates", so schrieb diese Presse wuthschnaubend, erhält Sonntag, den 3. Mai, wird in Holzapfelkreuth das seit Jahren die politische Welt von Belgien her, wo eine ganze Anzahl von übliche Vollsfeft abgehalten. Bamberg hat am Abend des Städten und Landorten unter sozialdemokratischer Kommunal1. Mai eine Volksversammlung und am 3. Mai ein Fest; in verwaltung steht und dementsprechend auch die Stadthäupter ähnlicher Weise wird die Feier in Augsburg und of Sozialdemokraten sind, nachdem das neue Kommunal- Wahlgeseh begangen. den Radikalen die Erlangung der Herrschaft ermöglicht hat. Württemberg. Stuttgart: Vormittags Maffenver- Dort wird es jetzt zum ersten Male vorkommen, daß der fammlung, abends die eigentliche Feier. In Gßlingen 1. Mai offiziell als Feiertag begangen werden wird; am beschloß eine Gewerkschaftsversammlung, durch Zirkulare an die 1. Mai wird zur Feier des Weltfeiertages" die rothe Fahne Schlefien. Die Steinarbeiter im Dorfe Alt Warthau beschlossen, am Nachmittag des 1. Mai eine Volfeverfammlung abzuhalten; von 4 Uhr ab soll die Arbeit in den Steinbrüchen ruhen. In Langenbielau wird die Feier am 3. Mai abgehalten. Provinz Sachsen. Aus Aschersleben theilen uns die Genossen mit, daß sie lediglich infolge der durch das Unterwaffertreten des Kaliwertes entstandenen großen Arbeitslosigkeit zu dem Beschlusse tamen, die Feier nicht am 1., sondern am 3. Mai abzuhalten. Nur dadurch kann auch den in der Umgegend Aschersleben wohnenden Genossen die Theilnahme ermöglicht werden. Die neue Irania. man rungen, zu denen weniger Dekorationen nöthig sind, vorbehalten bleiben sollen; doch leidet es an dem Uebelstand, daß der Vortragende nicht überall verständlich ist. Die Direktion wird wohl infolge der Probe am Freitag selbst eingesehen haben, daß die Unterbringung des Vortragenden auf den ersten Rang fein glücklicher Gedanke war. Weder in den hinteren Reihen des Parkets noch unmittelbar über dem Vortragenden auf dem zweiten Rang tonnten seine Worte deutlich verstanden werden; es scheint durchaus nothwendig, daß er seinen Platz etwas erhöht auf der Bühne erhält, etwa in derselben Weise, wie es in der Invalidenstraße eingerichtet ist. Der inhaltlich vortreffliche Vortrag erläuterte eine Reihe von Mondes, sowie die der übrigen Planeten um die Sonne anschaulich gemacht ist. Die Erläuterung dieser und anderer Modelle übernahmen in liebenswürdiger Weise die Leiter der Wir haben bereits gestern einen furzen Bericht über die Er Abtheilungen; es sollen, wie es in der Invalidenstraße war, öffnung der neuen Urania gebracht, welche am Freitag Nach überall noch schriftliche Erläuterungen angebracht werden, welche mittag vor einem geladenen Publikum stattfand. Das eigen- die Orientirung über den Zweck und die Absicht der Modelle artige Unternehmen, die Naturwissenschaften dem allgemeinen erleichtern. Verständniß durch eine dauernde Ausstellung wissenschaftlicher Die physikalische Sammlung ist jetzt in zwei Sälen unter Apparate näher zu bringen, ist ein außerordentlich verdienst- gebracht; in dem einen stehen die aus der Invalidenstraße wohl volles; doch war seine Ausführung mit großen Schwierigkeiten bekannten elektrischen Apparate, während in dem andern eine verknüpft. Von den Vereinigten Staaten von Staaten Nord- optische und akustische Sammlung Platz gefunden hat. Unter daß ideales den vielen neuen Instrumenten sind eine Reihe von parabolisch geistiges Streben dort völlig durch das Ueberwuchern der gefrümmten Spiegeln sehr interessant, welche die Gleichartigkeit Dioramen, in welchen ein anschauliches Bild der Gegend, durch materiellen Interessen, durch die unbedingte Anbetung des Gottes in der Fortpflanzung von Schall, Wärme, Licht und Elektrizität welche die Gotthardbahn führt, gegeben wurde. Dann wurde die Mammon erstickt sei; aber dort ist es nichts Seltenes und Außer zeigen. In dem Brennpunkt des einen Spiegels befindet sich frühere Art des Verkehrs über den Gotthard mit ihren primitiven gewöhnliches, daß ein reicher Krösus einen ganz beträchtlichen Theil eine Schall resp. Wärme- oder Lichtquelle, oder es werden in Einrichtungen und Gefahren vorgeführt, wobei wir Zeugen eines feines Vermögens der Erbauung wissenschaftlicher Institute widmet, ihm elektrische Funken erzeugt, worauf sich die entsprechende in der Tremolaschlucht niedergehenden Lawinensturzes wurden. wir erinnern nur an die Stanford- Universität bei San Francisco Wirkung auch im Brennpunkt des gegenüberliegenden Spiegels zeigt. Im dritten Akt sollte die Durchbohrung des Gotthardt felbst geund an die berühmte Lick- Sternwarte. Bei uns, im Lande der Jm optischen Saale haben auch eine Reihe von gut aus- zeigt werden. Acht volle Jahre brauchte man, um den welcher von nach Göschenen Denker und Dichter, ist unseres Wissens die Urania das erste geführten Luftpumpen sowie Apparaten, welche die hervor: Tunnel, Airolo geht. das harte Gestein des und bis heute einzige Institut, welches der Freigebigkeit des ragende Benußung des Waffers in der Mechanik zeigen, Auf- durch Gebirges bohren; reicheren Publikums seine Entstehung und Erweiterung verdantt. stellung gefunden. heute legt man in der Bahn die Strecke in zwanzig Minuten Um so größere Anerkennung verdient der Direktor, Herr Eine Reihe schöner Aquarien und Terrarien ist in dem zurück. Der Angriff auf den Berg geschah von beiden Seiten zu Dr. M. M. Meyer, dessen Thatkraft die Gründung und Sicher- folgenden Saale IV untergebracht, an welchen Thierfreunde schöne gleich; damit sich die deutschen und italienischen Arbeiter in der stellung dieses Unternehmens zu danken ist. Witte treffen konnten, durfte die Abweichung für jeden Meter Bohrung nicht mehr als höchstens ein Zwanzigstel eines Millimeters betragen. Man kann sich danach einen kleinen Begriff von der Genauigkeit machen, mit welcher die Vermessungen sowohl als die Arbeiten ausgeführt werden mußten. Im Jahre 1889 wurde der bescheidene Bau in der Invalidenstraße mit einer wissenschaftlichen Vorführung: Eine Reise nach dem Monde" eröffnet, in welcher die gegenseitigen Verhältnisse in der Stellung von Sonne, Erde und Mond, die dadurch be dingten Berfinsterungen der Sonne und des Mondes vortrefflich erläutert wurden. Seit der Zeit hat es sich Herr Dr. Meyer angelegen sein laffen, durch eine ganze Reihe von Vorführungen die Entwickelungsgeschichte der Erde und des Weltalls sowie die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der exakten Forschung und der Technik vorzuführen. Außerdem befand sich dort eine Sternwarte, welche daselbst geblieben ist, und ein Physitsaal, in welchem eine Reihe von Apparaten in möglichst methodischer Weise geordnet die wesentlichsten elektrischen Erscheinungen dem Verständniß des Publikums näherführten. In dem neuen, prächtigen Bau in der Tauben Straße war es möglich, diese Sammlung viel reichhaltiger zu gestalten und übersichtlicher aufzustellen, da eine ganze Reihe von Sälen diesem Zweck zur Verfügung stehen. Gelegenheit zur Beobachtung haben; in diesem und dem folgenden Saale befindet sich auch die biologische Sammlung, in welcher die Entwickelung der Lebewesen, von den niedersten mikroskopischen Formen bis zum Menschen theils in Präparaten, theils in plastischen, bisweilen intensiv vergrößerten Neubildungen der einzelnen Organe des menschlichen und thierischen Körpers und Etwas beeinträchtigt wurde die Vorführung durch den Mißderen Funktionen dargestellt wird. Besonders anziehend ist in griff, Menschen auf die Bühne zu bringen. Wenn uns die diesem Saal ein fünstlicher Brütapparat, in welchem die Ent- Schwierigkeit der Arbeit im Berge geschildert wird, und dieselbe wickelung des Hühnchens im Ei vorgeführt werden foll; als dadurch anschaulich gemacht werden soll, daß zwei Leute eine letzte Stufe diefer Entwickelung sehen wir eine Reihe fleiner Bohrmaschine hinein- und nach einigen Minuten wieder herauss lebender Küchlein, die von der Henne sorgsam behütet werden. schieben, so wirkt das gefährlich auf die Lachmuskeln, wodurch In dem Saal VI befindet sich die Abtheilung für chemische leicht der ganze Gindruck verloren gehen kann. Trotz des wohl= Technologie. Allen Arbeitern, welche in dem geisttödtenden verdienten Beifalls, welchen das Bublifum in reichem Maße modernen Produktionsprozeß nur mit einer einzelnen und an sich spendete, wird sich die Direktion wohl bei der Probe- Aufführung betrachtet oft kaum verständlichen Hantirung beschäftigt find, überzeugt haben, daß die Statisten beffer wegbleiben. Weit wirk werden diese beiden Säle eine willkommene Neuerung sein; sie famer find lebende Bilder, wovon wir uns auch zum Schluß werden hier Prozesse, an denen fie betheiligt sind, wie Bereitung überzeugen fonnten. Zuletzt wurde nämlich der historisch von Seife, Parfümerien und andere im ganzen vorgeführt sehen denkwürdige Moment vorgeführt, wo die von beiden Seiten und überblicken können. arbeitenden Deutschen und Italiener nach Durchbohrung der letzten trennenden Wand einander erblicken und sich freudig in die Arme sinken. Die vorbereitende Gruppirung der Leute auf der Bühne an diesem Bilde war nicht gerade sehr wirkungsvoll; als jedoch der Vorhang gefallen war und infolge des Beifalls noch einmal in die Höhe ging, da wirkte das nun stehende Bild bedeutend besser. In dem sich daran anschließenden maschinen- technischen Saal befinden sich theils Modelle, theils die Gegenstände selbst in natürlicher Größe; hier wird man anregende Belehrung über die verschiedensten technischen Zweige, über die Motoren der wichtigsten Systeme u. a. finden. Im ersten Saale befindet sich die Ausstellung für Astronomie und Physik der Erde, welche von den Herren Dr. Schwahn und Witt geleitet wird. Hier wird die Entwickelungsgeschichte der Erde an einer Neihe fein gearbeitetet Modelle vor Augen geführt. Besonders anziehend wirkt ein Modell eines Geisers, das sind heiße Springquellen, welche ihre Dämpfe und heißes Wasser hoch Schließlich sei noch der Oberlichtsaal erwähnt, welchen man emporschleudern, worauf nach einem solchen Ausbruch das Niveau von der biologischen Sammlung aus betreten fann. In ihm ist bes etwas abgefühlten Wassers wieder sinkt, um nach einiger ein schön ausgeführtes plastisches Modell einer Alpenlandschaft, Beit, in der Tiefe von neuem erhißt, zu einem neuen Ausbruch die Gotthardtbahn bei Wasen, in naturgetreuer Ausführung in zurückzukehren. Das Modell verdeutlicht in anschaulicher Weise verkleinertem Maßstabe zu sehen. Zum Gotthardt führte auch der den mechanischen Vorgang bei diesem periodischen Aufsteigen und Vortrag, welcher gegen 1/27 Uhr im Theater als Probe AufSinken des Waffers. führung vorgeführt wurde. Unter den astronomischen Modellen fallen einige Tellurien in die Augen, in welchen die Bewegung der Erde und des Immerhin muß betont werden, daß die Vorführung derartiger tultur historisch denkwürdiger Augenblicke, welche den Triumph der menschlichen Arbeit und die Verbrüderung der Menschen durch die Arbeit sinnfällig vergegenwärtigen, ein edles und lebenswerthes Bestreben ist. Wir winschen der Urania dazu aus vollstem Herzen Glück und Gedeihen, und sind gewiß, Das Theater faßt erheblich mehr Menschen, als das frühere daß fie in ihren Bestrebungen von den Berliner Arbeitern ges in der Invalidenstraße, welchem die wissenschaftlichen Vorfüh- würdigt und dankbar unterstützt werden wird. vom Mathhause herabwehen, die Gemeinde- Nemter und bie] Die Arbeitstammer in Bologna hat an die Arbeiter führung des Achtstundentages Propaganda zu machen. Der öffentlichen Schulen werden geschlossen werden, weil es so der vereine ein Rundschreibeu gerichtet, worin diese aufgefordert 1. Mai wird ferner von der Arbeitstammer in Benedig durch souveräne Wille der sozialdemokratischen Gemeindebeherrscher ist. werden, den 1. Mai zu feiern; in einem zweiten Rundschreiben Vorträge in den Vormittagsstunden und durch Abend UnterDer Bürgermeister von Seraing veranstaltet sogar zu Ehren des werden die Fabrik- und Werkstätten- Besitzer ersucht, sich nicht zu haltungen gefeiert werden. Die sozialistische Föderation von Neapel beschloß, in 1. Mai ein großes Volksfest im Rathhause selbst."- Schrecklich! widersehen, wenn ihre Arbeiter am 1. Mai sich jeder Arbeit enthalten. diesem Jahre eine größere Rundgebung zu veranstalten, als in Die Maifeier in Holland leidet, wie dem Hamburger Der Minister des Innern, Rudini, erließ ein Rund- den Vorjahren und mit allen gefeßlich erlaubten Mitteln dahin Echo" mitgetheilt wird, sehr an den Folgen des Zwiespaltes schreiben an die Präfekten, worin vorgeschrieben wird, daß man zu wirken, daß diese Kundgebung einen öffentlichen Charakter unter den Arbeitern. Die„ revolutionären" Sozialisten und am 1. Mai privaten Rundgebungen die größte Freiheit laffen trage. Eine Kommission erhielt den Auftrag, für die Anarchisten benußen gewöhnlich diese Gelegenheit, um den gefeß folle; dagegen dürfe keine öffentliche Kundgebung gestattet werden. Ausführung des folgenden Programm3 zu sorgen: Bers lichen Achtstundentag nach Herzensluft zu bekämpfen. Im all Etwaige Ruheftörungen follen mit der größten Energie unter theilung eines von der neapolitanischen Zweiggruppe herausgemeinen ist eine große Theilnahme nicht zu erwarten. In drückt werden, im Nothfalle mit Hilfe der Truppen, die an diesem gegebenen Mauifeftes an die Arbeiter Deffentliche AusAmsterdam werden einige Organisationen, wie die Bigarren Tage konfignirt sein werden. Ohne Säbelvaffelei und Ein- hängung des Manifestes, welches, wie auf dem Nationalkongresse arbeiter, die Zimmerleute, die Typographen und ein Theil der Diamantarbeiter feiern. Anderswo nirgends. An einigen Orten schränkung der Versammlungsfreiheit geht es, wie man sieht, in Bologna beschlossen wurde, von der italienischen Sozialistengaben die Bürgermeister die Erlaubniß zu Straßenkundgebungen, auch bei dem neuen italienischen Ministerium nicht ab, obwohl partei veröffentlicht werden wird; öffentliche Versammlung in So in Utrecht, Arnheim, Weststellingwerf. Die übergroße Mehr die Sozialisten Italiens schon selbst dafür sorgen, daß ihre Ver den Vormittagsstunden des 1. Mai, wobei der Abg. Professor anstaltungen in Ordnung verlaufen. Enrico de Marinis eine Rede über die Bedeutung des 1. Mai heit der Gefragten verweigerte aber die nöthige Erlaubniß. halten soll; in den Nachmittagsstunden gemeinsame Ausflüge aufs Land. Zur Maifeier in Italien. Das Zentralkomitee der Arbeitskammer in Mailand hat beschlossen: 1. die vollständige Arbeitseinstellung zu empfehlen, wobei die einzelnen Abtheilungen verpflichtet werden, die Genoffen zu einer Versammlung zu berufen, um ihnen den Zweck der Kundgebung zu erklären und sie auf die Enthaltung von der Arbeit vorzubereiten; 2. Borträge und Versammlungen zum Zwecke der Propaganda der Organisation zu veranstalten; 3. daß das Zentralkomitee und die Vertreter der einzelnen Abtheilungen in corpore fich dem Stadtrathe vorstellen, um die Wünsche der arbeitenden Klasse zu ent wickeln. " Der Exekutiv- Ausschuß der Arbeitstammer in Florenz hat ein Rundschreiben erlassen, worin alle Arbeiter aufgefordert werden, die Feier des 1. Mai in würdiger Weise zu begehen. Die Arbeitervereine", heißt es in dem Rundschreiben, sollen ihre Banner und Fahnen frei enthüllen, für die Enthaltung von der Arbeit sorgen, von ihren Arbeitgebern eine Besserung der Löhne, eine Verkürzung der Arbeitszeit und eine Aenderung der Fabriks ordnung fordern und den Tag durch Vertheilung von außer ordentlichen Unterstützungen an Kranke oder beschäftigungslose Genossen feiern." " Spanien. Die Delegirten der Arbeitervereine von Bars celona haben in einer im sozialistischen Klub stattgehabten Ver fammlung beschlossen: Es soll ein in großer Auflage hergestelltes Manifest vertheilt werden, das die Forderungen der Arbeiter in entschiedener Weise betont. Ferner soll eine Festnummer G 1. de Mayo" herausgegeben und ein Festmeeting veranstaltet werden. Am Abend findet eine Festvorstellung statt, wobei das Drama Una huelga"( Ein Streit") zur ersten Aufführung geDie Bucharbeiter( Seger, Drucker u. s. w.) von Venedig langen soll; Verfasser des Dramas ist der Genosse Pich. haben beschlossen, sich aller Arbeit zu enthalten und für die EinLouis Keller's Festsäle Koppen- Straße Nr. 29. Theute Sonntag, den 26. April: Gr. Vokal- n. Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung der Typographia", Gesangverein Berl. Buchdrucker u. Schriftgiesser sowie der Humoristen Herren Pröse und Scheuer arrangirt vom Berliner Kranken- Unterstüßungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen. 60/4 Mufit, ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern, unter Leitung des Musikdirigenten Herrn G. Grass. Nach dem Konzert: T Anfang 7 Uhr abends. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Tanz. Burg- 22. Feen- Palast, Strasse Nur noch bis 30. April Gastspiel der Türkenringer. Internationale Ringkämpfer- Truppe unter der Leitung Memisch, Ringfämpfer Sr. Maj. des Sultans. Memisch, Osman, Omer, Rich. Nogat, H. Nieman, Ch. Foret. Heute, Sonntag, den 26. April: Sensations- Ringkampf unbesiegten Sultanringer zwifchen dem bis jetzt Memisch unb Richard Nogat. Memisch zahlt an Nogat 300 Mark, wenn Nogat im stande ist, ibn in 15 Minuten regelrecht zu besiegen und verpflichtet sich zur Zahlung von 150 Mark, wenn er Nogat in derselben Zeit nicht besiegt. Montag, den 27. April: Ringkampf zwischen Osman u. Paul Schiffer. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang 6½ Uhr. Entree 30 Pf. bis 1 M. 50 Pf. Anfang 7 Uhr abends. Der Vorstand. Achtung! Schrifthauer Berlins! Den Tarif haben bis jetzt die Ju " Arbeiter- Bildungsschule Heute, Sonntag: Vorstellung im neuen Hause der ,, Urania", Taubenstr. 48-49: ,, Durch den Gotthardt." Eröffnung der Naturkundlichen Ausstellung" 1 Uhr, Beginn der Vorstellung 2 Uhr. Gäfte willkommen. Billets à 60 Pf. sind in den Zigarrenhandlungen von Gottfr. Schulz, Rottbuser Play, und Windhorst, Junterstr. 1 zu haben. Der Vorstand. 5/18 Achtung! Schuhmacher! Achtung! Montag, den 27. April 1896, vormittags 91/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung im Feen- Palast, Burgstr. 22, Eingang Wolfgangstraße. Tages Ordnung: 1. Proklamirung des Streits. 2. Ausgabe des Lohntarifs. Die Pflicht gebietet es einem jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu Die Agitations- Kommission. haber folgender 27 Firmen unterzeichnet: erscheinen. 1. Babel, Schönhauser Allee 163. 170/1 2. Sipperling, Blücherstr. 1, 3. Haacke, Hasenhaide 1 u. Rixdorf, Hermannstr. 4. Pfaffenberg, Liesenstr. 15. 5. Schulz Wiv., Prinzen- Allee 21 b. 6. Kramer, Banbaberger Allee 17. 7. Schober, Achtung! Textilarbeiter! ( Filialen I, I und III Berlin) Achtung! Neue Königstr. 4. 8. Schneider, Linien- Montag, 27. April, abends 8/2 Uhr, bei Brener, Gr. Frankfurterstr. 74 firaße 228. 9. Bierschröder, Landsberger Chaussee. 10. A. Schleicher u. Co., Lüzowstr. 82. 11. Mallwig, Blücherstraße. 12. Albrecht, Bergmann. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten von der General- Versammlung aus Apolda straße 52. 13. Börschte, Barwald: 2. Distuffion. 3. Wahl des Zentral Vorstandes und des Ausschusses. ftraße 40/41. 14. Druds, Saarbrücker 4. Verschiedenes. straße 32, 15. Braun, Bergmannstr. 53. Roh- Tabak J. Fränkel, Roh- Tabak. Berlin C., Klosterstrasse No. 72. 16. Stahl u. Herzog, Rigdorf, Hermann 197/14 Die billigsten Preise E. Nauen, 35 Zionskirchstrasse 35. Roh- Labat. Große Auswahl bei billigsten Preisen. 4683L* F. Leopold Nachf. Blecken& Cron Pallisadenstr. 27. Rohtabak zu billigsten Preisen. 4750* Rob. Kessler, MariannenStr. 37. Rohtabak en gros 360b en detail Zeun& Ellrich, Rheinsbergerstr. 67. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise. Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Roh- Tabak K ( sehr preisw. Sumatra's) Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. Grösste Auswahl. Billige Preise. Filiale im Norden Brannenstr. 182. Roh- Tabak Emil Berstorff. Filiale im Osten: straße 58-60. 17. Mücke, Rheinsberger. straße 78. 18. Krause, Ackerstr. 38. 19. Schneider, Bergmann- Straße. 20. Bronicki, Greifswalderstraße 219. 21. Bader, Liesenstr. 10, 22. Röseler, = Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen Die Vorstände. Achtung, Töpfer! Beißenfee. 28. Beylow Ww., Berg Amt 1. Mai, vormittags 10 Uhr, im Schützenhause, Sermannstraße, und Berlin, Ackerſir. 28. mannstraße. 24. Höfling, Rigdorf, 25. Jomeyi, Bergmannstraße. 26, Neumann u. Co., Frankfurter Allee 5/6. 27. Wienice, Friedenstr. 20 und NeuWeißensee. 207/11 In den vorstehenden Geschäften arbeiten 125-130 Kollegen, 37 Mann ist der Tarif noch nicht bewilligt. Die Tarif- Kommission. J. A.: A. Meyer, Solmsfiraße 51, Achtung, Maifeier! -> Empfehle mein neu eingerichtetes Weiß- und Bairisch Bierlokal nebst Vereinszimmer und Piano. Für gute Speisen und Getränke ist bestens Koppenstr. 9 efort.Adolf Nachtwey, Falcken3 Minuten vom Schlesischen Bahnhof. Garant. flotten u. sicheren Brand. Rohtabak en gros. 5002* en detail. Zeun& Ellrich Nr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Rheinsbergerstr. 67( nahe Brunnenstr.) Roh- Tabak 4324L* billigste Preise Max Jacoby Strelitzerstr. 52. Roh- Tabak. 48332* Größte Auswahl. Billigste Preise. ff. Udermärker 64-78 Pf. verft. P. E. Platt Söhne, Brunnenstr. 197( a. Rosenth. Th.). Noh- Tabak. Das reichsortirte Lager in allen in und ausländischen Rohtabaken und in allen Preislagen empfiehlt 4215L* W. Lindenstädt, A. Tuchen Optiker Lothringer Strasse 28. Rathenower Brillen und Pincenez ff. Stahl I Mk., Nickel 2 Mk., Aluminiumgold, von Gold nicht zu unterscheiden 2,50 Mk., Operngläser 6,50 Mk., bestes Opern- u. Reiseglas Marke ,, Eureka" 12 179 Brunnen Strasse 179. 48 Landsberger Strasse 48. 4555L* Mark mit Leder- Etui und Riemen Lieferant für alle Krankenkassen steinstraße 38. 1154b Achtung! Bimmerleute, Maurer, Arbeiter, Fuhrlente. Wer hat Herbst 1892 od. Früh. jahr 1893 Achenbachstr. 4 gearbeitet? Meld, erb. an Monteur Gutowski, NW., Klopstockstr. 34. Spesen w. reicht. erfeßt.[ 1087b Linienstraße Nr. 5: 198/14 Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Genosse Millarg. Die Versammlung beginnt pünktlich. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommiffion. J. A.: Otto Riemer, Fehrbellinerftr. 49, Sifl. 1 Treppe. Damen- u. Kinder- Konfektionsarbeiter und-Arbeiterinnen. Montag, den 27. April, abends S/ 2 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21: Gr. öffentl. Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Agitationstommiffion. 2. Wahl einer Werkstatt- Rontrolltommiffion. 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Berschiedenes.. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Achtung! Der Einberufer. Adermann. Wilmersdorf. Grosse Maifeier 1153b Achtung! am Freitag, den 1. Mai 1896, im Seeschlösschen, Kaiserallee. ftatt. Im Garten findet Vokal- und Inftrumental- Konzert, im Saal Tanz Entree 10 Pf. Die Genoffen von Berlin und Umgegend, die Ausflüge machen, werden erfucht, fich zahlreich daran zu betheiligen. Die Festrede hält Reichstags- Abgeordneter August Bebel. Anfang 9 Uhr vormittags. Dentider Sorter, J. Feige Deutscher [ 205/3 Der Vertrauensmann. Mehl- n. KolonialwaarenGroßhandlung No. 96, Wrangelstrasse No. 96, empfiehlt .1 Pfd. 12 Pf.. 5 Pfd. 60. Pf. 1 15 5 70 # " " " 1 18 5 85 " " " " 18 5 60 " " Dessert- u. Malzkraftbier I. Ranges. Feinstes Weizenmehl 00 Brauerei Burghalter, Potsdam, Allerfeinstes Weizenmeh! gegr. 1736, besond. f. Blutarme, Brust Wiener Auszugmehl, feinfte Qualität. franke, Bleichsücht., Wöchnerinn., Refon- Roggenmehl, beftes Suppenmehl valescenten 2c. das leicht bekömmlichste, Pflaumen, Pfd. 18, 23, 28 u. 40 f. Ringäpfel Pfd. 40 Pf. Birnen Pfd. 25 nahrhaft träftigste Bier. Ift blutbildend, und 40 Pf. Pflaumenmus i Pfd. 20 Pf., fowie sämmtliche Hülsenfrüchte in Kinderwagen, besh, beffere Gesichtsfarbe u. GewichtsReisekörbe. zunahme überr. 14 Fl. drei, 50 Fl. Größtes Lager, bil- zehn Mark ertl. In Gebinden( 1/4, 1/8, den beften Qualitäten. [ 11726 ligfie Breife, auch 1/16) 3. Selbstabs. weſentl. billiger. Zahnärztliche Klinik Wedding, Müllerstr. 1. Babnziehen unentgeltl. Lachgas, Schmerzlos Theilzahlung. Allein. Versandtstelle f. Berlin u. Provinz 2,50 M., Plomben 1 M., künfti. Zähne, bestes Material, 2 M.( 4896L* W. Brunnenstraße Porterkellerei Ringler, Berlin, Holze, Bee 152, licht Aluminium- Gebisse, Zahn 3 Mk., vollk. schmerzloses Zahnziehen 1 Mk, Oranienstrasse 3. Flaschenzahl Qualität entscheidet!! Zahn- Arzt Wolf, Leipzigerstrasse 22. Sprechstunden 9-6 Uhr. Deutscher Holzarbeiter Verband. Sentral- Stranken- u. Sterbekaffe ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen: Westen und Südwesten. Montag, den 27. April 1896, abends 8 Uhr, bei Gossmann, Kreuzbergstr. 49. Tagesordnung: 1. Vortrag: Unternehmer- und Arbeiterorganisation. Referent H. Faber. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beitragssammlers für die neu errichtete Bahlstelle bei Rising. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 276/20 Often. Montag, den 27. April 1896, abends 8 Uhr, tm Lokale des Herrn Keller,( tl. Saal), Koppenftr. 29. Tages Drbnung: 1, Vortrag des Genoffen Metzner über: Die gewertschaftlichen Kämpfe der Gegenwart und ihre Lehre. 2. Diskussion. Der Gegenwart to the The über: Die 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen( Bahlstelle Berlin.) der Tischler ut. Maurer! Oertl. Verwaltung Berlin H. Montag, den 27. April, abends 7 Uhr, im Lokal von 2. Keller, Koppenstraße 29: Mitglieder Berfommlung Gr. öffentliche Versammlung am Montag, den 27. April 1896, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görligerstraße 59.Tages Ordnung: Zages Ordnung: Der Stand unserer Lohnbewegung. 133/15 Achtung! Die Lohukommission der Maurer Berlins und Umgegend. 184/18 Achtung! 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Gr Parquetbodenleger Berlins. fcheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Er Zentral- Kranken- und SterbeKasse der Tischler Verwaltung Berlin B. Montag, den 27. April 1896, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung Mitglieder- Versammlung am Montag, den 27. April, abends 8% Uhr, Annenstr. 16. im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Waldeck Mauaffe:" Krieg dem Kriege". 2. Disfuffion. 3. Raffenbericht. 4. Wahl der Vergnügungskommission. 5. Verschiedenes. Gäfte stets willkommen. [ 71/19 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 144/16 Der Vorstand. Labafarbeiter Rirdorfs! Montag, den 27. April, abends 81/2 Uhr, bei Thomas, Bergstr. 162, Oeffentliche Versammlung der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen Rigdorfs u. Umg. Zages Ordnung: 1. Die Berliner Lohnbewegung. 2. Distusfion. 8. Wie stellen wir uns zum 1. Mai? 187/6 Der Vertrauensmann. Große öffentliche Versammlung der Kistenmacher Montag, den 27. April, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße Nr. 22. Anfang 81/2 Uhr pünktlich. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Verschiedene Kassen Angelegen heiten. 181/14 Die Ortsverwaltung. Oeffentliche Korbmacher- Versammlung Dienstag, 28. April, abends 81/2 Uhr, im Louisenstädt. Klubhaus, Annenstr. 16. Tagesordnung: Montag, den 27. April, abends 8 Uhr, b. Nöllig, Neue Friedrichstr. 44. Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: = Wie stellen sich die Kollegen zu unserer diesjährigen Lohnforderung? Referent: M. Millarg. 277/10 Es ist Pflicht eines jeden Parquetbodenlegers, zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Lederarbeiter! Portefeuiller! Montag, den 27. April, abends 81/2 Uhr, bei Boll, Adalbertstr. 21: Große Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. Kassenbericht. Bericht der ArbeitsnachweisKommission. 2. Neuwahl des Vorstandes und der Kommissionen. 3. Verschiedenes. Fragekasten. Quittungsbuch legitimirt. 11556 Achtung! Der Vorstand. Maurer! Achtung! 1. Beschlußfaffung über das von der Mitglieder- Derlammlung mifion ausgearbeitete 2. Verschiedenes. Statut. Um zahlreiches Erscheinen ersucht d. Bentralverbandes d. Maurer Deutschlands dringend 98/16 Der Einberufer. Dienstag, den 28. April, abends 8 Uhr, in Bolt' Salon, Alte Jakobstr. Nr. 75. Tagesordnung: 1. Wie stellen fich die Mitglieder zur Unterstüßung des Der Vorstand. Handlungsgehilfen u. Streits 2. Distuffion.- Neue Mitglieder werden aufgenommen, u: 136/15 -Gehilfinnen! Oeffentl. Versammlung Montag, 27. April, abends 9 Uhr, im Saale d. Herrn Cohn, Beuthstr. 20. Tages- Ordnung: Stuckateure! 171/19 Der Arbeitsnachweis befindet sich Steinstraße 17 bei Schünemann, und kann sich auch dort jeder Kollege in den Fachverein aufnehmen lassen, ebenso bei dem Kassirer Daske, Brunnenstraße 88, sowie in den bekannten 1. Berichterstattung der Delegirten Bahlstellen. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, sich der Organisation anzus Tagesordnung: 1. Wie feiern wir den 1. Mai? 2. Abrechnung des über den am 5. und 6. April cr. ftatt. fchließen. Die nächste Vereins- Versammlung findet am Montag, den 4. Mai, Vertrauensmannes vom 1. Quartal, 3. Neuwahl des Vertrauensmannes und gefundenenHandlungsgehilfen- Kongreß. bei Buske, Grenadierstraße 33, statt, bes Delegirten der Gewerkschaftskommission. 4. Bericht über den Streit in 2. Wahl einer Agitations- Kommission. Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß der Kassirer sowie der Arbeitsder Liebheim'schen Riftenfabrit. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es 3. Stellungnahme zur Maifeier 1896. nachweis- Inhaber in der öffentlichen Bersammlung am Sonntag anwesend Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Nach jedem Punkt Diskussion. find und die Kollegen aufnehmen, welche sich anmelden. Also keine Ent Der Vertrauensmann. E. Tschernig. Um zahlreiches und pünktliches Er- fchuldigung, es wird jedem Kollegen so leicht wie irgend möglich gemacht. scheinen ersucht 94/18 Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Grosse öffentliche Versammlung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend am Sonntag, den 26. April, vormittags 11 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21. Tages- Ordnung: 1. Wie verhalten sich die Bauarbeiter zu dem partiellen Streit der Maurer? 2. Diskussion. Die Lohnkommission der Maurer ist hierzu ein geladen.- Es ist Pflicht, recht zahlreich zu erscheinen. 30/8 Die Lohnkommission. Achtung! 90/ 15A. Jänicke, Vorsitzender des Fachvereins, Dunderstr. 14. Der Vertrauensmann. Borstenberger'sche Achtung! Stuckateure. Achtung! Sterbekasse, gegründet zu Berlin 1845, ladet hiermit zum Beitritt ein. Diefelbe zahlt ein Sterbegeld von 45-90 9, bei einem jährlichen Beitrag von 3,20 m. Anmeldungen von Personen, Männern Sonntag, den 26. April, vormittags 10 Uhr: im Lokale des Herrn Cohn( großer Saal), Beuthstr. 21: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1104b Achtung! und Frauen, welche gesund sind und 1. Situationsbericht. 2. Regelung der Unterstützungsfrage. 3. Verschiedenes. Schuhmacher! Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Montag, den 27. April, abends 8 1hr, in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tages- Ordnung: 1. Die Verhältnisse in den Berliner Schuhfabriken nach dem Streit. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 169,20 Die Agitationskommission. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 26. April 1896, abends 7 Uhr: im Lotale des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c( großer Saal): Grosse Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Br. Voelkel Braunschweig über: Verbrechen und Strafe. 57/7 Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tany. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag haben nur noch Mitglieder Zutritt. Mechaniker. Montag, den 27. April, abends 7 Uhr, im Lokal von Martens, Friedrichstraße 286: Oeffentliche Versammlung der Mechaniker und Berufsgenossen. Zages Ordnung: Berichterstattung über den Stand der Lohnbewegung und schlußfaffung über die weiteren Maßnahmen. das 45. Lebensjahr nicht überschritten haben, werden an jedem ersten Sonntag Das Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Die Lohnkommission. im Monat im Kaffenlokal, Ackerstr. 18, Achtung! Stuckateure. Achtung! nachmittags von 4-7 Uhr entgegengenommen. 1090b Der Vorstand. J. A.: C. Wünsche, N., Ackerstr. 65. Bekanntmachung. Allen Freunden u. Bekannten, welche mich besuchen wollen, thue ich hiermit tund und zu wissen, daß der Zugang zu meinem Lokale Grenzstr. 10 bis auf weiteres nur von der Seite der Gericht straße aus zu erreichen ist, indem der Zugang vom Humboldthain gänzlich vernagelt ist. Hochachtungsvoll August Leschner, Schantwirth, 1100b Grenzstraße 10. Brennerei 1734 Sehr alter Kornbranntwein, Marke: Wismar Unterzeichnete erachten es als ihre Pflicht, auf die Erklärung des Herrn Gottheiner, in Firma Gottheiner& Müller, Grunewaldstr. 116, zu entgegnen, daß die Gehilfen sich ihrerseits durchaus nicht bewußt find, bei der Komödie des Herrn Gottheiner mitgespielt zu haben; dies überlassen sie solchen Ehrenmännern wie Herrn Gottheiner; im Gegentheil versuchen, die Gehilfen, bas Vereinbarte nicht auf drei Jahre, sondern für immer zu erhalten. 1105b Die Lohnkommission. Metallarbeiter. 2 große öffentliche Versammlungen. 1. Montag, den 27. April, im„ Cösliner Hof, Cöslinerstr. 8, 2. Dienstag, den 28. April, in Keller's Festfälen, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 1. Das Rundschreiben der Berliner Metallindustriellen. Referenten Kollegen Hoffmann und Faber. 2. Diskussion. 278'9 Kollegen! Um das Gebahren der E. H. Magerfleisch, a.. Difee. Kühnemänner einmal gründlich zu kennPro Originalkrug 1 Mark. zeichnen, ist es Pflicht aller, zu erMit vielen goldenen Medaillen scheinen. prämiirt, a. Qualität unübertroffen. Ist zu haben in zahlreichen Hotels, Restaurants und in allen befferen Die Agitations- Kommission des Deutschen Metallarbeiter Verbandes. Be- Kolonialwaaren; und Delitateen Freie Vereinig. d. Zivil- Berufsmusiker Berlins. 4402L* Das Streitbureau befindet sich bei schönemann, Staligerstr. 7; Generalvertretung u. Muster Dienstag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 12: ebendaselbst sind die Streifmarken à 50 Pf. zu haben. Lager für Berlin u. Umgegend. 10/2 Wilh. Blumenthal, Montag, den 27. April, abends 8½ Uhr in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 45/47: Oeffentliche Versammlung S., Dieffenbachstrasse 75, Telephon- Amit IV Nr. 194. sämmtlicher Arbeiter der Firma Ludwig Löwe& Comp. Größtes Kinderwagen- FabrikTages Ordnung: Die Beschlüsse der Metallindustriellen, der Streit in Herstal in Belgien und die Neberstundenarbeit in Martinickenfelde. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. " P Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstraße 44. 281/18 Stralau, Dorfstraße 25. Alte Laverne" Jeden Sonntag: Gr. Konzert. Schöne Aussicht nach der gegenüber liegenden Gewerbe- Ausstellung. Gr. Garten, Saal mit Bühne, für Vereine und Außerordentl. Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Lobnkommission zum 1. Mai. 2. Die Stellung des Vorfiandes zum 1. Mai. 3. Vereinsangelegenheiten. Geschäftsausgabe zum 1. Mai. Der Vorstand. Größtes Kinderwagen- Fabrik- Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Maler Lager Lands. Puppenwagen, Kindersportwagen Kinderstühle, Kinderbettstellen, d, und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Filiale V, SW. am Dienstag, den 28. April, abends 8 Uhr, im Kaffenlokal Notiz- Straße 50: inertant b.eleg. Ankerordentl. Mitgliederversammlung. bei E. Stiassny. Berlin, C., nur Fabriken schon jetzt zu Sommervergnügungen zu vergeben. Chr. Schröder. Wallstr. 21. Zurüdgefeste billiger. Tages Ordnung: 1. Statutenberathung. 2. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. 1103b Die örtliche Verwaltung. Gruppen- Versammlungen H der Gewerkschaften Berlins am Vormittag des 1. Mai. Sämmtliche Versammlungen finden mit Hilfsarbeitern und Frauen statt. Tagesordnung in sämmtlichen Versammlungen: ,, Die Bedeutung des 1. Maif Nahrungs- und Genussmittel- Gewerbe. | Metallindustrie. Gruppen- Versammlung: Seen- Palat, Burg- u. WolfgangGruppen- Versammlung: Nieft's Salon, Weberstr. 17, vormittags 10 Uhr. 2 Referent: Bruno Pörsch. 3usammenkunft der einzelnen Gewerbe: Zabatarbeiter und Arbeiterinnen bei Nieft, Weberstr. 17, Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter bei Wilke, Andreasstr. 26, Konditoren Schlächter. Bäcker Gärtner Müller und Müllerei- Arbeiter Barbiere und Friseure Musiker Gastwirthsgehilfen • • bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, bei Sommer, Grünftr. 21, bei Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16, bei Bolze, Landsbergerstr. 41, bei Bolze, Landsbergerstr. 41, bei Preuss, Neue Friedrichstr. 20, bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, bei Linke, Jüdenstr. 36, • vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Braßen- Ecke, vormittags 10 Uhr. Referent: Otto Näther. Edgar Chirurgische Branche.. • Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: bei Gründel, Brunnenstr. 188, 2 vormittags 8 Uhr. al Schmiede bei Tempel, Langestr. 65, vormittags 8 Uhr. Klempner Kupferschmiede bei Stramm, Ritterstr. 123, vormittags 8 Uhr. bei Rehlitz, Bergstr. 12, vormittags 8 Uhr. Louisenstädtisches Klubhaus, Annenstr. 16, vormittags 8 Uhr. Oranienhallen, Oranienstr. 51, vormittags 8 Uhr. • Graveure und Biseleure. Goldschmiede • Die übrigen nicht angeführten Gewerbe begeben sich direkt zur Gruppen Versammlung. vormittags 9 Uhr Bekleidungsindustrie. Gruppen- Versammlung: Brochnow's Salon, Handels- und Verkehrs- Gewerbe. Gruppen Versammlung: Kommandantenstr. 72, vormittags 11 Referent: Dr. Pinn. enes Clubhaus, hr. Die Kaufleute, Haus- und Geschäftsdiener, Getreideträger, Speicherei- Arbeiter, Roll- und Lastfuhrwerts- Kutscher, Möbeltransport- Arbeiter, Händler und Händlerinnen, Droschkenkutscher fommen vor der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach dem Neuen Clubhaus. Holzindustrie. Gruppen- Versammlung: Neue Welt, Hafenhaide 106–114, Stellmacher Böttcher D Korbmacher · Stockarbeiter. Einfeger. vormittags 10 Uhr. Referent: Theodor Glocke.c Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: Parquetbodenleger. Bauanschläger Riftenmacher. Holz- und Bretterträger 9 bei Lang, Elsasserstr. 9, bei Wilke, Andreasstr. 26, bei Stramm, Ritterstr. 123, bei Keller, Roppenstr. 29, bei Schöning, Köpnickerstr. 68, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig, Nene Friedrichstr. 44, bei Th. Metzner, Oranienstr. 184, bei Ewald, Schönleinstr. 6, vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Sebaftianstr. 39, vormittags 10 Uhr. Referent: J. Timm. Kürschner( und Selbständige) bei Feind, Weinstr. 11, Handschuhmacher Textilarbeiter Militärmüßenmacher. Posamentirer • Färber, Dekateure, Appre bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, bei Meissner, Linienstr. 142, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, bei Lüneburg, Alte Jakobstr. 66, Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. teure und Berufsgenossen bei Lüneburg, Alte Jakobstr. 66, Wäschebranche Portefeuillearbeiter bei Bergner, Annenstr. 16, bei Bergner, Annenstr. 16, Maaß und Konfektionsbranche, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Blousenund Trikottaillenarbeiterinnen gehen direkt zur Versammlung nach Brochnow's Salon. vormittags up Graphische Gewerbe. Gruppen- Versammlung: Brauerei Friedrichshain, vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Tischler, Drechsler, Bürsten- und Pinfelmacher, Jalousie Arbeiter, fommen in ihren Ber tehrslokalen um 9 Uhr zusammen und gehen von dort aus zur Versammlung in die„ Neue Welt". Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter( bei Jennrich, Bergfir. 12, Schuhwaarenindustrie. bei Wilke, Andreasstr. 26, Gruppen- Versammlung: Fiebig's Salon, Gr. Frankfurterstr. 28, vorm. 10 Uhr. Referent: Adolf Hoffmann. Am Friedrichshain, vormittags 10 Uhr. Referent: Albert Massini. in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie, Stereotypeure, Hilfsarbeiter, LithoDie Buchdrucker, Schriftgießer, Formstecher, Tapetendrucker, Arbeiter und Arbeiterinnen graphen und Steindrucker fommen vor der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach der Brauerei Friedrichshain. Lederbearbeitung. Gruppen- Versammlung: Uhlih' Salon, Badstraße 19, vormittags 10 Uhr. Referent: Georg Wagner. Die Weißgerber, Lohgerber, Leberzurichter, Lederfärber, Lederarbeiter und Arbeiterinnen, tommen vor der Gruppen Versammlung nicht zusammen, sondern begeben sich sofort nach Uhlig' Die Filzschuh- Arbeiter, Zwicker, Schaft- und Schoßarbeiter kommen vor der Versammlung Salon. Die Sattler des Zentrums und Südens versammeln sich bei Pasch, Alte Jakobnicht zusammen, sondern gehen direkt nach Fiebig's Salou. ſtraße 83, vormittags 8 Uhr, und gehen von dort zur Gruppen- Bersammlung. muido A dosmduro2 Besondere Versammlungen vormittags: fles Zimmerer. sähmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Referent: R. Millarg. Vorversammlung: Töpfer. altes Schütenhaus, Linienstraße 5, vormittags 10 Uhr. Dachdecker, Steinsetzer. Renter, Swinemünderſtr. 45, früh 8½ Uhr. Steinmetzen. Brüning, Rosenthalerstraße 12, vormittags 9 Uhr. Referent: Paul Dupont. Vorversammlung: mittags 9 Uhr. Musikinstrumenten- Arbeiter. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a, vorReferent: G. Schöpflin. Stein-, Gips-, Holzbildhauer u. Modelleure. Enalifaher Garten, ( oberer Saal), vormittags 10 Uhr. Möbelpolirer. Referent: Dr. Pinn. Alexanderstr. 27 é Nachmittags: Ausflug nach Ober- Schönweide bei Haverlandt. Joël's Festfäle, Andreasstraße 21, vormittags 10 Uhr. Referent: C. Reuter. Maler. Cohn's festfäle( ft. Saal), Beuthstr. 20, vormittags 10 Uhr. Referent: G. Link.o Glaser, Glasarbeiter, Glasschleifer, Bilderrahmenmacher, Firmenschilderbranche, Porzellanmaler und Arbeiter bei Bolt, Alte Jakobstr. 75( ob. Saal), vormittags 10 Uhr. Referentin: Frau Greifenberg. D Vergolder. Restaurant Ewald, Schönlein traße 6, vormittags 10 Uhr. Referent: Ferd. Ewald. 982010 Hutmacher. Schweizer Garten am Friedrichshain, vormittags 10 Uhr. Referent: A. Borgmann. Stuckateure. Cohn's Festfäle( gr. Saal), Beuthstr. 21, vormittags 10 Uhr. Referent: Joh. Sassenbach. in rou Into milf did it and un Bauarbeiter. olk Festfäle( unt. Gaal), Alte Jakobftr. 75, vormittags 10 Uhr. Referent: H. Kunze. STIQU && duit rotunheile vod Referent: H. Faber. Maurer und Putzer. Beller's Feräle, Koppenstraße 29, vorm. 10 r. Tapezirer. Restaurant Jubeil, Lindenstraße 106, vormittags 10 Uhr. Referent: Paul Jahn. is Sollten sich außerdem noch Gewerkschaften finden, die sich an den vorstehenden Gruppen- Versammlungen betheiligen wollen, so werden diese ersucht, Ort und Zeit der eventuell vorher stattfindenden Zusammenkunft sofort anzugeben, damit die Bekanntmachung in der DonnerstagsAnnonce vollständig erscheinen kann. Ebenso diejenigen Gewerkschaften, die überhaupt noch nicht in der Bekanntmachung aufgeführt sind. Die Gewerkschaften resp. die Einberufer der Gruppen- Versammlungen haben ihre Versammlungen selbst anzumelden. Bei den Zusammenkünften bedarf es keiner Anmeldung. Meldungen sind an das Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16 part., zu Händen des Genossen Millarg zu richten. * Hos Mit Jolidarischem Gruh! 120 Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommiffion. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 98. Abgeordnetenhaus. 60. Sigung vom 25. April 1896. 11 Uhr. Am Ministertische Kommissarien, später v. b. Rece. Debatte angenommen. Es folgen Petitionsberichte. Geheima V Sonntag, den 26. April 1896. für ihre Rechte auffordernd, worauf die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen wurde. 13. Jahrg. Es sei ihn stellungs- und Gehaltsverhältnisse von Eisen: Meinung, da mit dem Vorschlag. Singe ist der entgegengesetzten Des weiteren sei aber auch er der Meinung, daß, obwohl in den angenommen. auf die Sektionen I und VI der Berufsgenossenschaften der Chemischen Industrie und der Bierbrauereien und Mälzereien, Im zweiten Berliner Reichstags Wahlkreise fand am auf die großartigen Erfolge hingewiesen wurde, ließ die Freitag Abend eine Volksversammlung start, deren Hauptzweck die Wirksamkeit dieser Institute bedeutend überschätzt sei. Im Kommission durch Sachverständige prüfen, die bekundeten, daß die Regelung der Lokalfrage mit der Bockbrauerei sein sollte. Die Vorlage betr. die Aufhebung der rheinisch- rechtlichen Da die Versammlung anfangs nur mäßig besucht war, wurde allgemeinen war das Urtheil der meisten Redner über die mit Vorschriften über die Ankündigung mitteln wird in erster und zweiter Lesung ohne wesentliche und nur über die Lokalfrage, bezw. Maifeier verhandelt, worüber Gine Besserung sei nicht zu erwarten, fo lange man die Krankenvon dem Referat des Genossen 3ubeil Abstand genommen so vielen Versprechungen ins Leben gerufenen und von dem Reichsversicherungsamt empfohlenen Unfallstationen kein günstiges. Ferner werden debattelos genehmigt die Novelle zum Gesetz sich eine sehr lebhafte, längere Diskussion entſpann, da der faffen, welche verpflichtet sind, hohe Gebühren zu zahlen, vou über die hessischen Pfandleih- Anstalten und die Novelle ladung des Vertrauensmann Genossen Kizing gemäß, und so lange sich die Stationen in privaten Händen befinden. Defonom der Bockbrauerei Herr Lehmann einer Ginder Mitwirfung an den Einrichtungen der Stationen ausschließt zum Gefeß über die Landeskreditkaffe zu Rassel. in der Versammlung erschienen war. Kizing giebt eine furze dem Antrage der Rechnungskommission dechargirt und werden wänden gemachte Lokalverweigerung seitens des Defonomen der/ daß die Kommission sich über das gesammelte Material Die Etatsrechnung pro 1892/93 wird debattelos nach Darstellung über die bisherige, unter den verschiedensten Vor: Dr. Frenzel, Leiter der Station III, ist der Meinung, die nachgewiesenen Etatsüberschreitungen nachträglich genehmigt. Bockbrauerei, wie auch bei Martens in der Friedrichstraße. Eine Verkaufs der Stationen sich im Irrthum befinde. Der Bericht über die Verwaltung der Staats- weitere Sperre des Lokals hält Redner nicht für anwendbar, da nicht genügend orientirt habe, insbesondere bezüglich des fchulden pro 1894/95 wird durch Kenntnißnahme er bereits im Laufe der Woche im Vorwärts" eine Zusage gegeben auch nicht bekannt, daß Studenten verantwortlichen Dienst in ledigt, nachdem der Aby. Dr. Sattler( natl.) als Mitglied der worden wäre, wenn diese Versammlung nicht zu diesem Zweck bereits den Stationen geleistet haben. Aus idealer Auffassung für ihren Staatsschulden Kommission diese gegen Vorwürfe der Presse einberufen war, es werde genügen, Herrn Lehmann heute bei Einrichtungen von Privatkliniken bei den Spezialärzten der Beruf widmen fich die Aerzte den Unfallstationen, wie dies auch in Schutz genommen hatte. über sein Verhalten zur Rede zu stellen und seine Antwort abzuDrei Petitionen, welche Lehrer- Gehaltsverhältniffe betreffen. schluß der vorigen Versammlung in der Hasenhaide verpflichtet. daß die Station III, welche vor seiner Uebernahme von den warten. Die Versammlung einzuberufen war er nach dem Be: Fall sei. Redner gab sodann einige Richtigstellungen über die einzelnen im Bericht behandelten Fälle. Er selbst gebe aber zu, werden nach längerer Debatte den von dem Abg. v. Schencken: Werner hält es für überflüssig, sich noch länger mit der An- Dr. Fehleifen geleitet wurde, sowie auch die Station VIII, in der dorff( natl.) befürworteten Kommissionsanträgen der Unterrichts- gelegenheit zu befassen, nachdem sie geregelt sei. Schrader, eine unpraktische Einrichtung des Aerztedienstes vorhanden ist, zu tommission gemäß erledigt. Eine weitere Anzahl von Petitionen, welche die An= Woldersky und Antric erklären ihre Uebereinstimmung sehr vielen und berechtigten Beschwerden Veranlassung gab. bahnbeamten betreffen, wird ohne wesentliche Debatte indirekt geweigert habe, das Lokal herzugeben. sich der Dekonom noch vor furzem nach den Anträgen der Budgetkommission erledigt und schließlich erwähnt ebenfalls eine Anzahl von Fällen, in denen der Stationen Gutes geleistet wird, die Stadt oder der Staat der= Zubeil artige wohlthätige Institute einzurichten und für eine wird, ebenfalls ohne Debatte, der Antrag der Agrarkommiffion Defonom unter den verschiedensten Ausflüchten sich weigerte, das zweckmäßige Verwaltung zu forgen babe. Auf eine Anfrage, über eine veterinärpolizeiliche Angelegenheiten betreffende Petition ofal herzugeben, es sei jedenfalls nöthig, den Lokalinhabern einmal schiedene frasse Fälle über die Leitung der einzelnen Stationen warum man gegen die Broschüre von Dr. Maschke, in der veranzudeuten, daß die Porteigenossen nicht Luft haben, sich unter und über die rigorose Behandlung der Verletzten angeführt sind, nicht den verschiedensten Vorwänden dupiren zu lassen, da man auch müsse. Redner meint, falls der Bock noch einmal verweigert beendet ist und eine umfangreiche Gegenschrift veranlassen wird. angeordnet, die jetzt wird, sollte er einfach für immer gesperrt werden.( Beirall.) Herr Nachdem Herr Dr. Ma sch te die Entstehung der Unfallstationen Lehmann als Defonom der Bockbrauerei erklärt, daß er irgend eine erläutert und einen neuen Fall von ungeschickter Behandlung eines Gehässigkeit gegen die Partei niemals gezeigt, den Saal sogar Verletzten angeführt, giebt er an, daß die in seiner Broschüre mehrere Male erfolglos angeboten habe; ein Parteiunterschied Ueber die Bedeutung der Maifeier für die Frauen des werde überhaupt nicht gemacht. Als er den Saal leider ver- angeführten Behauptungen auf Thatsachen beruhen und er Ueber die Bedeutung der Maifeier für die Frauen des weigern mußte, sei dies nur wegen Festlichkeiten geschehen. Auf jederzeit im stande sein werde, den Beweis dafür Proletariats sprach Genosse Singer am Freitag in einer gut diese Erklärung erwidern Antrick, Werner, Lange, Nachdem die am 14. Januar gewälte Kommission auf grund erbringen. Hierauf wurde folgende Resolution angenommen: besuchten Volksversammlung, an der auch zahlreiche Frauen und 3ubeil, Jakob, Schrader und Woldersky in Des ihr vorliegenden Materials und nach sorgfältiger Prüfung Mädchen theilnahmen. Der Redner erörterte zunächst die Ent- inbes stehung und den Zweck der Maifeier im allgemeinen und ging Herr Lehmann motivirt, ganz anders verhalte, wie duhende nicht das sind, als was sie dem Publikum empfohlen, daß sie längeren Ausführungen, daß sich die Lokalverweigerung, wie sie desselben zu der Ansicht gekommen ist, daß die Unfallstationen dann, um die besondere Bedeutung derselben für die Proletarierin zu erläutern, zu einer Betrachtung der Stellung über, welche die von Beispielen beweisen. allzu vertrauensselig sein, denn es sei sonderbar, daß dies Lokal, Was die Unionsbrauerei anbelange, so möge man nur nicht vielmehr eine schwere Gefahr für das Leben der Patienten, eine dabei die Rechtlosigkeit des weiblichen Geschlechts, führte dann bisher hartnäckig verweigert, erst jetzt, da der Defonom zur Mai: schließt sich die heutige Versammlung dem Gutachten ihrer Bereingehend aus, wie durch den Gang der wirthschaftlichen feier ein gutes Geschäft zu machen gedenkt, das Lofal freigiebt, tranenskommission vollständig an und beschließt daher, von einer Entwickelung die Frauen und Mädchen dem Wirkungstreise der um es wahrscheinlich später wieder zu verweigern; besser wäre Inanspruchnahme der Unfallstationen vollständig abzusehen und Hausfrau und Mutter mehr und mehr entfremdet werden, daß es wohl gewesen, erst die Angelegenheit mit dem„" Bod" ihren Kaffenmitgliedern zu empfehlen, dieſelben zu meiden. Die Die Zahl der in harter Arbeit für den Lebensunterhalt in Fa- regeln, ehe man ein anderes Lokal suchte. Betreffs" abel's anwesenden Vertreter der Krankenkassen- Verwaltungen verpflichten briten sowohl, wie in zahllosen anderen Erwerbszweigen Brauerei, erklärte Kizing auf eine Anfrage, daß er später sich durch Anschlag in den Kaffenlokalen und in Beimmer mehr 3u darüber Mittheilung machen werde. Das Ergebniß der Verdarai f hinzuweisen. Einer sich bietenden besseren ums Dasein ebenso schwer zu ringen habe, wie der Mann, die Demnach habe also die Frau, die im Kampfe handlungen war die einstimmige Annahme folgender Re- Organiſation dagegen würden sie sich nicht verschließen. solution: Die heutige Versammlung im zweiten Berliner Des weiteren wurde eine Kommission von 9 Mitgliedern beaufwesentlich dieselben Pflichten habe wie er und unter denselben Reichstags-" Wahlkreise verurtheilt auiß allerschärfte das Wer- tragt, in dem ausgeführten Sinne die Vorarbeiten zu einer NeuUebelſtänden leide wie der männliche Klaffengenoffe, ein großes halten des Defonomen der Berliner Bocktrauterel Dem Bertrauens- organisation des Berliner Rettungswesens einzuleiten. Zum Interesse an der Gestaltung der Gesetzgebung wie überhaupt an mann Kizing und anderen Parteigenossen gegenüber wegen Her- für Verletzte" untergebrachten Kranken zur Berlesung, in dem Schluß kam ein Schreiben eines in der bekannten„ Heimstätte den Vorgängen des öffentlichen Lebens. Der Redner führt weiter aus, daß von der gegenwärtigen Gesellschaft eine gabe des Lokals zu sozialdemokratischen Versammlungen. Die weiterung der dem weiblichen Theil der Bevölkerung erwartet, daß der Dekonom fein gegebenes Wort in Zukunft Laut Präsenzliste waren 55 Krankenkassen in der Versammlung Versammlung nimmt von einer Sperre des Lokals Abstand und ganz haarsträubende Dinge über schlechte Behandlung, schlechtes und ungenügendes Essen, Unfauberkeit u. s. w. angeführt waren. zustehenden Rechte nicht zu erwarten sei, daß vielmehr beffer halten möge." die Gesetze immer nur von der herrschenden Klasse zu Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nächste Sigung: Donnerstag 11 Uhr: Kleine Vorlagen den gemachten Versprechungen gegenüber sehr mißtrauisch sein eingeschritten fei, antwortete Herr Dr. Frenzel, daß der Kultus und Novelle zum Gesetz betr. die Zentralgenossenschaftskasse. Schluß 123/4 Uhr. nimmt. Versammlungen. und Er zu vertreten. ungunsten der Beherrschten, der Rechtlosen, gemacht worden Die Vorstände der Berliner Krankenkassen waren am Die Musikinstrumenten- Arbeiter, speziell deren Werkstattfeien. Da die Sozialdemokratie die einzige Partei ift, welche die Freitag zu einer öffentlichen Versammlung, der auch eine Anzahl delegirten, hatten sich am 24. April im Hente'schen Saal zahl= Franenrechte konsequent vertritt, indem sie die Gleichberechtigung Aerzte beiwohnten, nach der Berliner Ressource eingeladen, um reich versammelt, um die augenblickliche Situation ihrer Bealler Menschen fordert, ohne einen Unterschied zwischen Mann und einen eingehenden Bericht über die Recherchen entgegenzunehmen, wegung zu besprechen. Arndt, welcher referirte, wies darauf Frau zu machen, so könnte die Frauenfrage auch nur gelöst werden die von einer Kommission in bezug auf die Unfallstationen ein- hin, daß jetzt scharf treibende Momente in die Bewegung hineinin Berbindung mit der Arbeiterfrage. Die Frauen müßten also, geleitet wurden, An der Hand eines sehr umfangreichen gekommen seien, die eine endgiltige Beschlußfassung durchaus wenn sie eine wirksame Bertretung ihrer Rechte und Interessen Wiaterials unterbreiteten die Herren Kuhnke und Ludwig den nothwendig machten. Die Aussperrung der Klaviaturarbeiter, der wollten, treue Mitkämpferinnen in den Reihen der Sozial- Anwesenden eine große Anzahl Vorkommnisse, die keineswegs zu Streit bei Lange, wo 57 Personen ausstehen; die Aussicht für die Zudemokratie werden. Soweit es den gewerblich thätigen Frauen gunsten der Unfallfitationen sprachen. Zahlreiche Fälle wurden sammenfeger, wegen Mangel an Klaviaturen nach und nach auf die möglich sei, müßten auch fie, gleich den Männern, den angeführt, in denen Verletzte theils eine ganz unzweckmäßige, Straße gefeßt zu werden; die Ringschließung der Fabrikanten; die Auf1. Mai durch Arbeitsruhe feiern und sich außerdem theils eine sehr nachlässige Behandlung erfahren hatten. Die zu stellung einer schwarzen Liste, welche bereits 150 Personen aufan den Versammlungen und sonstigen festlichen Ver- meist nothwendige, schnelle Hilfe für den Verlegten konnte niederholt weisen foll: alles das und noch anderes zusammengenommen anstaltungen betheiligen, um Zeugniß dafür abzulegen, nicht geleistet werden, indem kein Arzt in der Station vorhanden gebe den Ausschlag. Es könne und dürfe nicht ruhig mit andaß sie durchdrungen sind von der Ueberzeugung: nur durch die war, oder andere Umstände dies unmöglich machten. Die Ursache gesehen werden, daß die Arbeiter einer Branche nach der anderen Sozialdemokratie ist die Befreiung aller Unterdrückten und Recht der Mängel sei zum großen Theil darauf zurückzuführen, daß abgewürgt werden. Es sei zu hoffen und zu erwarten, daß nicht losen, nur durch sie ist auch die Erlösung der Frau aus den nicht die Praxis der Aerzte, sondern die Vermögenslage derselben den Arbeitern ein Rottbus, sondern daß den kleinen Fabrikanten Fesseln der Rechtlosigkeit zu erwarten. Mögen fie ferner den eine gewisse Vorbedingung sei und die Unfallstation mehr als ein Sedan bereitet werde. Unter den obwaltenden UniMännern im politischen und wirthschaftlichen Kampfe Geschäft betrachtet werde. Daß andererseits die Aerzte keine be- ständen müsse jede bisherige Rücksicht fallen und ganz treu zur Seite stehen, die Jugend in unserem Sinne fondere Sorgfalt für die Kranken verwenden fönnen, sei erklärlich, entschieden vorgegangen werden, und zwar zu gunsten erziehen, dann wird der Sieg des Sozialismus nicht mehr fern wenn ein Betrag von 40 M., d. i. pro Stunde 30 Pf., als der möglichst schärffien Forderungen. Ganz verkehrt wäre sein.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion sprachen Frau monatliches Honorar gezahlt werde. Es sei auch vorgekommen, es, jetzt nicht den Achtstundentag zu fordern und die entSchädlich, Kaiser und Frau Mesch im Sinne des Referenten. daß Studenten die Behandlung von Verletzten übertragen sprechende( Alford-) Lohnerhöhung. Redner hält es jedoch für Letztere wandte sich besonders in eindringlichen und wirkungs- wurde. Die vom Reichs- Versicherungsamt an die Berufs- richtig, daß die Klaviaturarbeiter zunächst die wöchentliche vollen Worten an die Frauen, dieselben zum unermüdlichen Kampf per offenfchaften versandten Rundschreiben, in denen bezugnehmend Arbeitszeit von 52 Stunden fordern. In der folgenden Debatte Von der Berliner Gewerbe- Austellung. Auge mußte sich an die neuen Größenverhältnisse erst ge- weil es denkbar ist, daß man in einer Stadt des Orients das ( Alt Berlin. Kairo.) emmat, nachdem ich wochenlang im Gebirge herumgestiegen, die Drähte des Fernsprechers die Kreuz und die Querwieder nach der Großstadt tam, hatte ich dasselbe Gefühl. Das baumeln die Kugeln der Glühlampen. Aber auch sie stören nicht, wöhnen. Gerade so ergeht es einem in Alt- Berlin. Wie puhig Telephon fennt und die elektrische Beleuchtung. Ich weiß, diese wirken beim ersten Anblick diese engen, winteligen Gassen und Palmenschäfte find in Wirklichkeit Kiefernstämme, die man ums Die Ahorne haben ihre gelben Blüthenbüschel aufgesteckt, Gäßchen, diefe Häuschen, auf deren Dächer man die Hand Tegen wickelt und hergerichtet hat, aber die Täuschung ist vorzüglich. häufiger und fatter ist das Grün der Bäume und Büsche ge- tann, diese Stübchen, in denen kaum ein schlafender Dragoner Auch hier herrscht der Gips vor und die Latte und das worden, mit der Aufstellung der hölzernen Wandelbahn hat man Play findet, und die Stadtmauer selbst, die jeder Turner, nehmen" Augentäuschende; aber so oder ähnlich wird auch heute noch im begonnen, und vor dem Hauptgebäude hantirt schon der Gärtner, fönnte, wenn sie etwas mehr standfest wäre und nicht gar so Orient gebaut. Im Bazar liegen dieselben Gegenstände zum sonst ist das allgemeine Bild der Ausstellung wohl dasselbe wie sehr nach Pappendeckel flingen würde. Verkaufe aus, wie in all den Städten des heutigen Egyptens, vor vierzehn Tagen. Zwei Theile der Ausstellung aber werden Mählich wird der Eindruck anheimelnder. Das Auge schaut und Menschen derselben Art, hier wie dort, sind es, die sie aus. am 1. Mai bis zum Schlüssel fertig dastehen: Alt- Berlin und und würdigt die getreue Nachbildung des Alten. Die alters bieten. Kairo. schwarzen Ziegeldächer, die lauschigen Erfer, die heim Ein großer Theil der interessanten Völker, die Kairo während Ich kam just her vom Bürger- Bräu und das Herz lachte mir lichen Treppen und Gänge, das vom Regen und der Sonne der Ausstellung beleben werden, ist bereits eingetroffen. Beduinen noch über die bis ins kleinste gehende getreue Nachbildung eines gebleichte Holzwerk, den schwindenden Farbenanstrich, die und Somalis, Abessynier und schwarze Sudanesen, apathische altbayerischen Gasthauses. Adam und Eva im Paradies, der schönen Beschläge der Thüren und Thore. 250 Jahre! Fellachen, levantinische Juden und schlaue Griechen schlürfen heilige Florian, der Staarkober und der Taubenschlag, der an die Was für ein unterthäniges, genügsames, anspruchlofes Geschlecht oder springen in Pantoffeln und niedergetretenen Schuhen durch Stirnfeite genagelte Stößer und die über die Holzveranda baumeln- mußte in diefer Siedelung gehauft haben! 250 Jahre! Auch die die Straßen über die Pläge, packen ihre Waaren aus oder träumen den blauen Hosen des Hütbuben schauten und lachten von den Städterepubliken Süddeutschlands waren um diese Zeit nicht bei einer Zigarette ins Blaue hinein. Jede Farbe ist unter ihnen Wänden, aus den Ecken, und selbst die mit einem Papierstreifen mehr das wie damals, als ein Kaiser nach dem andern zu ihnen vertreten, vom hellsten Gelb bis zum tiefften Schwarz, und jedes überklebte zersprungene Fensterscheibe war da und das mit Kreide bitten tam; sie hatten ihre Blüthezeit hinter sich. Aber das hier? Alter, vom Neger, dem der dünne Schnurrbart schlohweiß auf die Stubenthür geschriebene K+ M+ B+, das der Volksreim Preußengeist und neudeutscher Kasernenton, wie verstehe ich über den Mund fällt, bis zum Kinde herab. Und diese Kleinen deutet: Kasper, Malcher( Melchior), Balzer( Balthasar), wenn er Euch!.. Da fällt der Blick auf die blinkenden Drähte des und Halbwüchsigen sind von einer, na, Beweglichkeit und Ungenirtnet hupft, so schnalzt er. Telephonnezes, die schwarze Melancholie ist verflogen, wie Kobolde heit, als hätten sie Zeit ihres Lebens märkischen Staub geschluckt. tichern die Geister des Anachronismus. Manch einer versteht auch das eine oder andere deutsche Wort und ist unermüdlich, dasselbe anzubringen. Keinen Balken lassen sie in Ruhe und feinen herumliegenden Lattenstumpf, und ihr Geschrei flingt wie das lärmender Dohlen. Und diese buntUeber den Karpfenteich führt eine derbe Holzbrücke nach ,, AltBerlin" hinüber. Einen Theil des Berlin, wie cs vor 250 Jahren Einen fünstlerisch reineren Genuß gewährt der Ausstellungsausgesehen, sollen die mehr als hundert Bauten zur Anschauung komplex, der an der Köpnicker Landstraße liegt und den Namen bringen. Das Thor, das in die Brücke führt, ist das Span- Kairo erhalten hat. dauer Thor. Links ragt der recht massiv und truzig Diese uralten Felfentempel und Tempelruinen, diese Pyramiden, scheckigen Trachten! Talare aus blauem Baumwollenstoff, die sich geberdende Spandauer Thurm, zur Rechten liegt die Moscheen und Mlinarets, aus Nilschlamm erbauten Fellachen- glatt niedergeben wie ein Srerbehemde, Pluderbosen jeder Größe, Heilige Geistkirche. Die Spandauerstraße führt bis zum Markt- bäuser, dieser mit Waaren vollgestopfte Bazar und dort die jeder Farbe, jeder Güte, Turbane und Feze, Dinger, die aus= platz und zum Rathhause, dessen Uhr wohl vier Bifferblätter, Arena liegen in keiner Stadt der Welt in so trauter Nachbarschaft fehen wie eine Pferdedecke und als Mäntel benutzt werden, und aber nur ein Paar sich drehender Zeiger hat; vor dem Rath- beisammen. Aber sie könnten es. Und darum macht sich in Ohrringe. Jeder faft trägt fie, Mann, Weib und Kind, aus hause zweigt sich nach links die St. Georgenstraße ab, die ein ihrer Zusammenstellung auch nicht ein störendes Element be- Silber sind die meisten, aber nicht am Ohrläppchen hängen fie, Thorgebäude zum Abschluß bringt. Der erste Eindruck, den merkbar. Ter Pylonenbau des alten Götterten pels stimmt sehr gut sondern oben, gerade am entgegengesetzten Ende. Es ist ein diese gewiß mit aller Fachkenntniß ausgeführte Schöpfung hervorzu der verfallenen Moschee, in der die Khalifen schlafen, die sonderbares, recht gemischtes Volfchen, das da draußen in Raizo bringt, ist ein recht sonderbarer. Man kommt sich mit Ephing stört nicht die Palme und diese nicht die winkel- verfammelt ist, und nicht so leicht wird in dem Ausstellungseinem Male törperlich viel größer vor als sonst. Als ich reiche Straße, über die sie ihre Wedein wicct. Auch hier lausen besucher die Erinnerung an dasselbe schwinden. = 3 widersprachen einige Rebner aus der Klavierarbeiterbranche in- 1 gerade 450 organisirt. Bei der Abstimmung über eine Resolution, Die Graveure und Zifeleure hatten für Donnerstag eine Sofern, als sie meinten, daß die Arbeiter dieser Branche ebenfalls wonach von der Maifeier Abstand zu nehmen sei und öffentliche Versammlung einberufen, um über die Forderungen den Achtstundentag fordern müßten. Es wäre die einzig anderthalb Prozent des Arbeitsverdienstes zum Maifonds bei- für eine etwaige Lohnbewegung zu berathen. In Uebereinrichtige Antwort auf ihre Aussperrung. Andere sprachen gesteuert werden sollen, blieb das Resultat zweifelhaft; die Mehr- ftimmung damit referirte Genoffe Jahn über die gegenwärtige jedoch dagegen. dann ausführlich die Ver- heit der Versammlung hatte sich der Stimmabgabe enthalten. günstige Geschäftskonjunktur und die Streiks, indem er auf die hältnisse in einzelnen Werkstätten und die Vorgänge Somit wurde beschlossen, bei Blath in der Müllerstraße Listen jüngste Lohnbewegung hinwies, im übrigen aber zu großer Vorsicht besprochen, welche sich in den letzten Wochen bezw. Tagen ab- des Zentralvereins zur Zeichnung beliebiger Beiträge auszulegen. ermahnte. Die Forderungen der Graveure sind allerdings bei 25 pet. spielten. Durch Beschluß wurde anerkannt, daß die in den Aus- Noch wurde auf die Berliner Metallformer hingewiesen, welche Lohnerhöhung für Ueberstunden und 21 M. Durchschnittslohn, ftand getretenen Arbeiter der Firma Langer u. König( Mechanik in richtiger Erkenntniß der Lage ihre Forderungen bis zum Herbst als äußerst bescheidene zu bezeichnen. In der Diskussion werden fabrik) recht gehandelt haben und daß es auch berechtigt sei, wenn hinausgeschoben haben, dann aber um so energischer vorgehen von Thurow, Brückner, Sievert, Geldenhorn, die Spielraumbobler von Franz wegen des bekannten Mai Utas würden. Guttmann, Rauch, Kutsch an und Bergmann die bie Arbeit verließen. Zum Schluß wurde noch darauf aufmerk Der sozialdemokratische Agitationsverein für den Uebelstände im Gewerbe sehr eingehend besprochen und dabei sam gemacht, daß kein Fabrikant das Recht habe, irgend welche Reichstags- Wahlkreis Stralsund- Franzburg Rügen bielt am auch getadelt, daß nicht nur früher, sondern auch jetzt wieder ein Vermerke ins Krankenbuch zu machen; geschehe dies im Falle des 19. April seine Generalversammlung ab. Der Kaffenbericht vom großer Theil der Kollegen viele Ueberstunden arbeiten, ohne den Streiks doch, dann solle man flagbar werden. legten Quartal ergab eine Einnahme von 30,94 m. und eine fchon früher bewilligten Lohnzuschlag zu erhalten oder zu fordern. Die Dach, Ziegel- und Schieferdeckermeister Berlins, Ausgabe von 3,30 M., somit ist ein Bestand von 27,64 M. vor- Am meisten aber sei zu verurtheilen, daß der alte Brauch, aus einige fünfzig an der Bahl, hielten am Freitag Abend eine seitens handen. An Zeitungen und Broschüren wurden in derselben der Werkstatt nach Feierabend ein Packet Arbeit mit nach Hause der Innung einberufene allgemeine Versammlung ab, die sich Beit 47 Kilogramm gesammelt. Die hierauf erfolgte Neuwahl zu nehmen; heute noch immer fortgesetzt werde; ja, ein mit der verfloffenen Lohnbewegung der Dachdeckergehilfen be des Vorstandes ergab folgende Zusammensetzung: Schulze, Vor- Unternehmer verlangt seit einiger Zeit durch Annonce schäftigte. Der den Vorsitz führende Obermeister Keller ließ fißender; Sump, Kassirer; Werner, Schriftführer; Schuldt, Arbeiter, welche nach Feierabend arbeiten für billigen Lohn. es fich angelegen sein, in ziemlich langen Ausführungen auf die Beisigender; Vieth und Weißenftein, Revisoren. Die Vereins. So lange solche Zustände von den Berufsgenossen geduldet und Unbotmäßigkeit und das rigorose Vorgehen der Arbeiter hinzuweisen, fizungen finden jeden Sonntag nach dem 1. und 15. im Monat, geradezu gepflegt werden, sei an eine siegreiche Lohnbewegung dem seiner Meinung nach endlich die Spitze geboten werden müsse. vormittags 10 Uhr, bei Linke, Jüdenstr. 36, statt. nicht zu denken. In gleicher Weise wie es andere Gewerkschaften Nothwendig wäre gewesen, daß die Regierung schon längst dem gethan, müsse man auch den Neunftundentag fordern. Da mit Treiben der Arbeiter, wie es sich in letzter Zeit auf dem Aus Die Lohnbewegung der Schuhmacher. In der am diefer Diskussion zugleich der Bericht der Siebener- Kommission stellungsplatz bemerkbar machte, energisch Ginhalt geboten hätte. Donnerstag Abend in Joel's Festfälen tagenden öffentlichen Ver- erledigt war, wurde auf den zu gründenden Streitfonds hins Die Urheber des legten Streits bezeichnet der Herr Obermeister ſammlung stand der neue Lohntarif und Stellungnahme zum gewiesen und etnestheils Bistensammlung, anderntheils Streifals junge, unerfahrene Leute, denen jede Kenntniß und Einsicht Streit zur Verhandlung. Nach unerheblicher Debatte wurde der farten mit Marken empfohlen mit einem etwaigen Beitrage von als junge, unerfahrene Leute, denen jede Kenntniß und Einsicht in's soziale Leben abgehe, und die nicht Luft zum Arbeiten haben. Lohntarif genehmigt. In bezug auf die Stellungnahme zum 25-50 Pf. pro Woche. Das Ergebniß war die Annahme eines Den Streit der Dachdeckergesellen belegte der Herr mit der Streit entfaltete sich eine rege Diskussion und wurde zum Schluß Antrages, den Vertrauensmann zu beauftragen, binnen drei bis klassischen Bezeichnung Puppenspiel", und um solchen Spielereien macher, welche in ihrer Wohnung Streitbrecher arbeiten lassen, Thema der Lohnbewegung von neuem zu besprechen. Bezüglich eine Resolution angenommen, dahingehend, sämmtliche Schuh- vier Wochen eine neue Versammlung einzuberufen, um das Schuh- vier endlich einmal das gebührende Halt zu kommandiren, räth er den Anwesenden, sich schlüssig zu werden, welche Wege wurde verpflichtet, die Namen der betreffenden in öffentlicher Inhalts, gemäß auf zwei Jahre zu boykottiren. Die Agitations- Rommission der Waifeier gelangte eine Resolution zur Annahme des hierzu wohl als die geeignetsten erscheinen dürften. den Beschlüssen der internationalen Den Ausführungen Reller's tritt Meister Mat( Nichtmitglied Bersammlung und in den Zeitungen bekannt zu machen. Kongresse und der Parteitage Deutschlands empfiehlt die Verder Innung) entgegen. Er bestreitet, daß Willkür und UeberDie Töpfer tagten am Donnerstag in einer gut besuchten fammlung, wenn es irgend ohne Schädigung durchführbar ist, muth die Triebfeder für die Lohnbewegung der Gesellen waren, Versammlung im alten Schüßenhause. Daudert referirte über völlige Arbeitsruhe und Theilnahme an der allgemeinen sondern daß die angezweifelte Nothlage der Diktator des Vor- die gegenwärtig ewirthschaftliche Lage der Töpfer, sowie über die Versammlung der Metallarbeiter. Jeder Arbeitende hat gehens war; zieht man in betracht, daß den langen Winter hin- erforderlichen Maßnahmen zur Schaffung einer starten wider: 25 pet. feines Tagelohnes dem Vertrauensmann für den burch die Dachdecker- Gehilfen arbeitslos auf der Straße liegen standsfähigen Organisation. Redner refapitulirt die Vorkommniffe Agitationsfonds zu überweisen." und nur auf die wenigen Sommermonate angewiesen sind, so der letzten Zeit und meint, dem anerkennenswerthen Streben, eine In Pankow fand am Dienstag Abend eine namentlich von müsse man zu der Erkenntniß gelangen, daß dem Vorgehen der einheitliche Organisation ins Leben zu rufen, treten nur die Frauen sehr gut besuchte Voltsversammlung statt, zu welcher Gehilfen eine gewisse Berechtigung nicht abzuleugnen fei. Legen winzige Zahl der Mitglieder der hiesigen Filiale des deutschen durch ein besonderes Flugblatt eingeladen worden war. Da in wir Hand aufs Herz, so führte Muß aus, suchen wir als Meister Verbandes hindernd in den Weg. In der folgenden Diskussion letter Zeit der dortige Arbeiterverein eine regere Agitation entnicht auch bei jeder Gelegenheit, die fich nur bietet, für uns stellten sich sämmtliche Redner auf den Standpunkt des Referenten, faltet, um der eingeriffenen Lauheit entgegen zu arbeiten, hatte feitens der Bauunternehmer die höchsten Preise zu erzielen? indem sie die sofortige Schaffung einer lokalen Organisation man auch nicht umsonst gearbeitet. Genosse Jahn referirte Keller und Meister Werner bestreiten entschieden jede für Berlin und Umgegend nach Kräften zu fördern ver- über die Nothwendigkeit der Arbeiterorganisationen" unter be Nothlage der Gehilfen, letzterer auf die schönen Zeiten von sprechen. Von dieser Erwägung ausgehend beschließt die Ver- sonderem Hinweis auf die gegenwärtige allgemeine Lohnbewegung, früher verweisend, in der die Gehilfen mit vier Thalern Wochen- fammlung, alle 14 Tage eine Vertrauensmänner- Sigung und alle die Verkümmerung des Wahlrechts, Einschränkung des Vereinsrechts, John glücklich und zufrieden lebten. Nach den Ausführungen 4 Wochen eine öffentliche Versammlung abzuhalten. Ferner namentlich den Frauen gegenüber und auf die bevorstehende Maisämmtlicher Redner, mit Ausnahme Maz, müsse die Meister wurde beschlossen, eine Erklärung über das Vorgehen der Töpfer feier, indem derselbe auch die in Pankow seit einiger Zeit eingeriffene schaft ihr Hauptaugenmerk auf die Agitatoren richten, die durch als Antwort auf die Annonce zur Aufklärung der Arbeiter Vereinsspielerei einer herben Kritik unterzog und zum Anschluß aufreizende Reden die Massen zu unüberlegten Schritten Berlins zu erlassen. Den 1. Mai beschließt die Versammlung an eine starke Organisation aufforderte. Eine Diskussion fand verleiten. Am höchsten verstieg sich der anwesende Meister durch allgemeine strikte Arbeitsruhe zu feiern, und soll die Vor- nicht statt. Freiwald macht bezüglich der Maifeier den VorLehmann, nach dessen Ansicht dem größten Theil der Gesellen mittags- Bersammlung um 10 Uhr im Alten Schüßenhaus, Linien- schlag: Vormittags eine Versammlung für Männer und die christliche Erziehung fehle; es gelte ihnen nur, viel Geld zu straße 5, stattfinden. Als Zahlstellen für freiwillige Beiträge Frauen für Pankow und Schönhausen und Abends ein Ver erobern und nicht zu arbeiten; es werden die Gehilfen zu indirekten zum Generalfonds der Töpfer werden in Erinnerung gebracht; gnügen stattfinden zu lassen. Die Versammlung beschloß dem Spitzbuben an den Taschen der Meister ausgebildet und ist ihr Prinzip, Die Lotale von F. Thieme, Elisabeth- Ufer 52, Röllig, Friedrich- gemäß und wählte eine Kommission, bestehend aus den Genoffen die Meister vollends zu ruiniren. Nachdem der Herr Obermeister straße 44, Röhr, Streligerstraße 7. Für Schöneberg: Muckel, Braun, Köppen, Kirschner, hübschte und Stiller, aufgefordert, eine straffe Organisation der Meister zu schaffen, Golzstraße 44. Riydorf: Thomas, Bergstraße 162. Charlotten- um die Maifeier in erhebender und umfangreicher Weise zu wählt die Versammlung eine Kommission von sieben Meistern, burg: Rolbe, Grünstraße 12. welche bestimmte Sagungen für eventuelle Verhandlungen aufarrangiren. Ehlert ersuchte zum Schluß, daß auch die in auftellen hat und ebenfalls verpflichtet ist, sich mit der Re- Eine stark besuchte Generalversammlung hielt der Ver. Berlin arbeitenden Genossen sich rege daran betheiligen. gierung in Verbindung zu sehen, um Maßregeln zu treffen, sich ein der 3immerer Berlins und der Umgegend am Gen. Rezerau einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag. Die Rigdorf. Im Verband der Möbelpolirer hielt am 13. April für fernere Zeit gegen ungerechtfertigte Streits zu schützen. 19. April in Cohn's Festfälen ab. Der Raffirer Dummer verlas hierauf vollzogene Borstandswahl hatte folgendes Resultat: zuerst die Abrechnung vom 1. Quartal 1896, welche folgende Der Verband der Möbelpolirer nahm in seiner Sigung Bahlen ergiebt: Ginnahme 1664,30 W., Ausgabe 337,95 W., Die Nierich, Bevollmächtigter; Growitz, Rassirer; Keffelring, Hilfsam 15. April den Bericht des Vorstandes und des Kassirers ent- Bilanz 1326,35 M. Hierzu vom 4. Quartal 1895 1688,43 M., tafsirer; Schmold, Beifizer. Bei Besprechung der Werkstattund den Fensterpuzern je 25 M. bewilligt hatte, gab der Kassirer Revisoren gaben bekannt, gegen. Nachdem die Versammlung den streikenden Dachdeckern fomit betrug der Kassenbestand am 12. April 3014,78 W. Die angelegenheiten wurde mitgetheilt, daß in der Werkstatt von folgende Abrechnung vom letzten Quartal: Einnahme 1549,40 m., als glaubwürdig geprüft und dem Kassirer Decharge zu ertheilen rozdem über beide Firmen die Sperre verhängt iff. In der daß die vorgelegte Abrechnung Heinicke und auch bei Wendlandt je ein Bolirer angefangen haben, Ausgabe 1851,80 m. Mit einem alten Bestand von 1272 M. fei, welchem Antrage die Anwesenden entsprachen. Ferner figender des Ortsvereins der Tischler, und der Tischler Matzke Werkstatt von Laborenz fertigen der Tischler Weidemann, Vorverfügt der Verein jezt über 1469,60 M. Die Kassirer der forderte Kamerad Obst, daß bei der nächsten Vierteljahrsrechnung ſizender des Ortsvereins der Tischler, und der Tischler Mazke Filialen sollen fünftig jeden Monat mit dem Hauptkassirer ab- die Ausgaben in bezug auf Streikunterstützung der Mitglieder Polirarbeiten an, Bei der Neuwahl wurde der bisherige Raffirer, spezialisirt vorgelegt werden. Ueber das weitere Verhalten der Hilfsarbeiter beschäftigte sich am 19. April mit der Stellung zur Rigdorf. Die freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Echtermeier, wiedergewählt. Hierauf vollzog man die Wahl der Fachkommission, in welche die Mitglieder Höhnel, licher Weise, Mitglieder in der Bewegung" referirte Obst in fach Maifeier. Es wurde empfohlen, wo es irgend möglich, den Mettner, Jahnke delegirt wurden. Die Stellung zur Maifeier aufmertjam, er macht insbesondere auf die Gefahren 1. Mai zu feiern und begeben sich die Theilnehmer vom Vereinserledigte die Bersammlung durch Annahme folgender Resolution: eintreten tönnen, wenn die Zimmerer nicht stets feft zusammen Lohntarif zur Besprechung. Die Mitglieder Wagner, Höpfner welche bei einer ungünstigen Ronjunktur lokal nach der Versammlung. Hierauf gelangte der ausgearbeitete " In Erwägung, daß die Feier des 1. Mai zur Erringung des halten. Der große Fortschritt in der Bewegung würde sofort und Schönberg warnen vor einem Streit, da wegen ungenügender Achtstundentages nur durch vollständige Arbeitsruhe würdig be- vom Unternehmerthum vernichtet, wenn die Zimmerleute der Mittel die Bewegung wenig Erfolg verspreche. Mit der Angangen werden kann, beschließt die Versammlung der Möbel- Organisation den Rücken fehren. Ehrenpflicht, vornehmlich der polirer am 1. Mai die Arbeit vollständig ruhen zu lassen." Die Aus- Organisation wäre es, die neunstündige Arbeitszeit für das gelegenheit wird sich am Sonntag, den 26. April, abermals eine gabe der Bücher erfolgt jezt Mittwochs abends von 8-9 Uhr bei Wilke, Wohl und Wehe, für sich und Andreasstr. 26. Der Möbelpolirer August John wurde wegen halten. In der Diskussion sprachen sich Döring und Hinz in für sich und die Familie hochzu Bersammlung beschäftigen. Der Sozialdemokratische Verein für Stralau- Rummels: Berstoß gegen das Statut aus dem Verband ausgeschlossen. demselben Sinne aus, Lehmann kritisirte noch das jetzige Ver- burg und Umgegend hielt am 19. d. M. im Lokal von StrohUnter Berschiedenem wurde darauf aufmerksam gemacht, daß in halten des Verbandes und schließt hieraus, daß nur immer die meier, Markgrafendammt, seine Generalversammlung ab. Im ersten der Fabrit des Kommerzienraths Pfaff sogar des Nachts ge- große Masse auch ohne reichliche Finanzen es vermag, einen Punkt der Tagesordnung erstattete der Kassirer Habermann arbeitet wird und wurde an die dort arbeitenden Kollegen die Rohnkampf fiegreich zu erringen. Fischer giebt noch bekannt, Ginnahmen mit einem vorhandenen Bestand von 142 M. in den Kassenbericht vom letzten Quartal. Danach betrugen die Mahnung gerichtet, es unter allen Umständen abzulehnen, da es daß am Sonntag, den genug Möbelpolirer giebt, die arbeitslos find. Beschloffen öffentliche Versammlung im Feen Palast stattfindet, worin 880,75 W. Bon dieser Summe find den Kottbuser Textilarbeitern 26. April eine große wurde ferner, am dritten Pfingstfeiertage eine Herrenpartie und die Abrechnung vom letzten Streit vorgelegt wird; es fei 125 M. und der Partei 100 M. überwiesen. Der gegenwärtige Summa 478,25 M., demgegenüber beliefen sich die Ausgaben auf am 9. Auguft eine Dampferpartie nach Nedlitsee zu verbeshalb eines jeden Berliner Zimmerers Pflicht, die Ver- Rassenbestand beträgt 97,50 M. Hierauf erstattete der Bibliofammlung zu besuchen. Als Revisoren wurden die Kameraden thekar Bericht. Demselben ist zu entnehmen, daß 14 Bücher ausDie Former hielten am Sonntag im Rolberger Salon eine Schäffer, Paul Schulz, Hochstraße, Hugo Lehmann gewählt, zum gelieben wurden und für nicht rechtzeitig zurückgelieferte Bücher gutbesuchte Versammlung ab. Beez sprach unter großem Bei: Bibliothekar Hoff, zu dessen Stellvertreter Ebert. Dem Kassirer fall über die Bedeutung des 1. Mai und ging dabei namentlich eine Extra- Entschädigung von 10 M. fürs verflossene Vierteljahr den Auftrag, die Bibliothek zu ergänzen und ein Verzeichniß der 2,90 M. Strafgelder eingegangen sind. Der Vorstand erhielt mit den Kühnemännern" scharf ins Gericht. Eine Diskussion zu gewähren, wird einstimmig angenommen. Kamerad Krause Schriften anzufertigen. Sodann stand die Wahl eines Beisitzers über den Vortrag fand nicht statt. Zu Punkt 2 der Tages- erinnert die Anwesenden an den Beschluß, den 1. Mai durch zur Erledigung, mit welchem Amt Uhlmann betraut wurde. Den ordnung, die Verhältnisse in den Berliner Eisengießereien be- gänzliche Arbeitsruhe zu feiern. Nach Erledigung geringerer vierten Bunft der Tagesordnung bildete die Frage: In welcher treffend, wurde von verschiedenen Rednern die wankelmüthige Thatsachen schloß die überfüllte Versammlung mit einem Weise hat der Verein seine Pflichten in kommunaler Angelegen Haltung der Eisenformer im Norden gerügt; von 1000 feien träftigen Hoch auf das fernere Bestehen des Vereins um 1/2 Uhr. beit erfüllt? Die Beantwortung dieser Frage übernahm das Mitglied Alscher. Redner wies darauf hin, wie der Verein vielfach Kunft und Wissenschaft. bewirkt die Bestrahlung daffelbe, wie das Bestreichen der die Anregung gegeben hat, eine Reihe von Uebelständen in der isolirenden Hülle mit einer zur Erde abgeleiteten Flamme. c) Ift Gemeinde Rummelsburg zu beseitigen. Beschlossen wurde sodann, Prof. Röntgen veröffentlicht unter dem Titel„ Eine neue diese ifolirende Hülle von einem eng anliegenden, zur Erde ab- von den fäumigen Mitgliedern die Beiträge einzufassiren, diese Art von Strahlen, zweite Mittheilung" einen Bericht über die geleiteten Leiter umfchloffen, der wie der folator für Aufgabe übertrug die Versammlung den Mitgliedern Golnid, Ergebnisse, die er im weiteren Verlaufe seiner Studien über die X- Strahlen durchlässig sein soll, so übt die Bestrahlung Bickert und Hinterthan für Rummelsburg und Kramm für X- Strahlen erzielt hat. Bei der Fortsetzung der Untersuchung auf den inneren, Teine elektrischen Leiter nachweisbare Stralau, aus. Wirkung Diese Beobachtungen hat sich kein fefter Körper ergeben, der nicht im stande wäre, daß die von X- Strahlen bestrahlte Luft die Eigenschaft hier am 19. d. M. eine öffentliche Holzarbeiter Versammlung wiesen darauf hin, Charlottenburg. Behufs Stellungnahme zum 1. Mai fand unter dem Einflusse der Kathodenstrahlen X- Strahlen zu er zeugen. Es bestehen dabei aber auch für die verschiedenen erhalten hat, elektrische Körper, mit denen sie in Berührung ftatt. Durch einstimmige Annahme einer Resolution verpflichteten Körper quantitative Unterschiede wesentlicher Art. Zur Er- fommt, zu entladen. Wenn sich die Sache wirklich so verhält, sich die Anwesenden, überall die Arbeit ruhen zu lassen, wo es zeugung von möglichst intensiven X- Strahlen eignet sich am folgert Röntgen weiter, und wenn die Luft diese Eigenschaft noch ohne dauernden Schaden möglich ist. Auch der Antrag, fich rege besten das Platin. Die zweite praktische Neuerung besteht in der einige Zeit behält, nachdem sie den X- Strahlen ausgesetzt war, so an der Entnahme von Maimarten zu betheiligen, fand allgeAusnutzung des Tesla'schen Apparats für die Röntgen'sche Ver- muß es möglich sein, elektrische Körper, die selbst nicht von den meine Zustimmung. Hierauf hielt Genosse R. Schmidt einen fuchsanordnung. Röntgen's Fund neuer Eigenschaften der X- Strahlen X- Strahlen getroffen werden, dadurch zu entladen, daß man ihnen beifällig aufgenommenen Vortrag über: Wie schützt sich der hat seinen Ausgangspunkt in einer früheren Beobachtung, nämlich, bestrahlte Luft zuführt. Durch mannigfach abgeänderte Versuche Arbeiter vor fapitalistischer Ausbeutung? Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag und Montag tein Unterricht. Die daß die X- Strahlen im stande sind, elektrische Körper zu entladen, fonnte Röntgen diesen Schluß als zu Recht bestehend erhärten. Diese Entladungserscheinungen zu studiren, bedurfte es besonderer Befinden sich die elektrischen Körper statt in Luft in trockenem Wasser- Beferäume find von 10-12 Uhr vormittags resp. von 8 Uhr abends an geVorkehrungen. Die Beobachtungen müssen in einem Raume an- ftoff, so werden sie ebenfalls durch die X- Strahlen entladen. Die gestellt werden, der nicht nur vollständig gegen die von der Entladung schien aber langsamer zu verlaufen. In stark evakuirten Ad. Neumann, Basewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Bereins Bacuumröhre, den Zuleitungsdrähten, dem Jouktionsapparat u. s. w. Räumen findet die Entladung eines direkt von den X- Strahlen talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im ausgehenden elektrostatistischen Kräfte geschützt ist, sondern der getroffenen Körpers viel langsamer in einem Fall z. B. zirka vereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. 70 mal langsamer statt, als in denselben Gefäßen, die mit Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktienauch gegen Luft abgeschlossen ist, die aus der Nähe des EntGesellschaft. Heute: Bahltag bei Marten, Ackerstr. 128, und bei Budow, ladungsapparates tommt. Ein aus zusammengelötheten Zint- Luft oder Wasserstoff von Atmosphärendruck gefüllt sind. Oranienstr. 25 a. blechen gefertigter Raften von solcher Größe, daß der Untersucher Ein neuer Komet wurde von dem bekannten amerikanischen für Damen und Herren beginnen in dieser Woche in folgenden Restaurants: Arends'sche Stenographie. Neue Kurse in der Arends'schen Stenographie und die nöthigen Apparate darin Play haben, verschaffte Rometenjäger Mr. Swift entdeckt. Nach einer bald darauf auf Dienstag NO., Neue Königftr. 73. Mittwoch O., Blumenftr. 10. Donnerstag die nothwendige Sicherheit für die Versuche. An einer Stelle der Lick Sternwarte in Kalifornien( am 16. April) angestellten S., Brinzenstr. 97. Freitag SO., Adalbertstr. 21; überall 8% Uhr. Der Preis hat der Zinkblechkaften ein Aluminiumfenster. Diesem gegen genauen Beobachtung des neuen Himmelskörpers stand dieser im beträgt einschließlich des Lehrbuches 3 Mt. Anmeldungen werden zu Beginn über steht außerhalb des Kastens der Entladungsapparat. Sternbilde des Stiers, nahe bei den beiden schönen Sterngruppen des Unterrichts entgegengenommen. Bühnenverband Preziosa. Sigung am Sonntag, den 26. April, nachBei dieser Verfuchsanordnung nahm Röntgen folgendes Hyaden und Plejaden und hatte eine täglich 21/2 Grad betragende, mittaus 5 Uhr, Zeughoffr. 8 bei Behlendorf. Sonntag, den 8. Mai: Große vahr: a) In der Luft aufgestellte, pofitiv oder negativ direkt nach Norden gerichtete Bewegung. Hiernach ist der Komet Vorstellung bei Joel, großer Saal, Andreasstr. 21. elektrisch geladene Körper werden, wenn sie mit X- Strahlen be- durch das Sternbild des Stiers gelaufen und bereits in das des intenftr. 73: Sigung. Privat- Theaterverein Crescendo 1892. Heute, abends 6 Uhr, trahlt werden, entladen und zwar desto rascher, je intensiver die Perseus übergetreten. Der Komet ist zunächst nur im Fernrohre Strahlen find. b) Ift ein elektrischer Leiter nicht von Luft, zu sehen und ist auch für das bewaffnete Auge noch ein licht- distusion über„ Nora, ein Frauencharatter." Abends 8½ Uhr bet Hensel, ondern von einem festen Isolator, z. B. Paraffin umgeben, so schwaches Objekt, rechnen. anſtalten. öffnet. M. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Kosmos, Verein für volksthümliche Wissenschaft. Montag, den 27. April: Vortrag über: Friedensbefirebungen der Neuzeit. Montag. Den 4. Mai: Brunnenstaße 178.afie n illtemmen. Neue Welt, Hasenhaide, Freitag, den 1. Mai 1896: did Mai- Feier arrangirt von den 213/10 Parteigenoffen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises H2 Unions- Brauerei, Hasenhaide Nr. 22-31. Freitag, den 1. Mai 1896: Mai- Feier = arrangert von den Genoffen des zweiten Wahlkreises bestehend 211/17 Parteigenoſien des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Vokal- und Instrumental- Concert, bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abg. Vogtherr. Feuerwerk. Lebendes Bild, Tanz. Maifeft- Zeitung gratis. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Das Comité. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Achtung! 4.Wahlkreis. Achtung! Freitag, den 1. Mai 1896: Grosse Mai- Feier in folgenden 4 Lokalen: 7 Am Königsthor. Brauerei Friedrichshain( früher Lips), Elysium, Landsberger Allee Nr. 40-41. Louis Keller's Festfäle, Koppenstraße 29. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. In allen Lokalen: Gr. Vokal- u. Justrumental- Konzert ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlius und Umgegend. Turnerischen Aufführungen, Gesangvorträgen von 400 Sängern. Festrede, gehalten vom Genoffen Dr. Leo Arons. Anfang 4 Uhr. Tanz. Y Tanz. Die Kaffee- Küche ist von 2 Uhr an geöffnet. Täglich: Warmes Frühstück ON zur Auswahl. می Zur alten Linde S Echt Admiralstr. 40a am Platz Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. August Berndt's Rege Betheiligung erwartet Billet à 20 Pf. Das Komitee. Arbeiter- Maifest des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises am Freitag, den 1. Mai, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Großes Vokal- und Instrumental- Concert unter Mitwirkung von 350 Sängern des Arbeiter- Sängerbundes. Festrede gehalten vom Reichstagsabg. Wilhelm Liebknecht. Deklamationen. Lebende Bilder. Anfang des Concerts abends 6 Uhr. Entree 25 Pf. Maifest Zeitung und Programm gratis. Nachher: TANZ. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Weiß- und Bairischbier- Lokal 206/7 Molkenmarkt 7( früher Annenftr. 12). Größte Auswahl exquiſiter Speiſen. Baff. Simmer für Bablſt. d. Zentrums. Fr. Billard. Vereinszimmer mit Piano. Das Komitee. Maifeier in Charlottenburg Rautenberg's citijält, am Freitag, den 1. Mai 1896 10646* Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen. Max Mörschel's Salon u. Garten, 28. Schönhauser Allee 28. Säle für Versammlungen und Festlichfeiten, auch Sonntags an Vereine zu Massengesänge. Aufführung lebender Bilder, vergeben. Vereinszimmer für 30 Perf Deklamationen. Turnerische Aufführungen, ausgeführt von Mitgliedern des Turnvereins Fichte". Festrede und Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Bf. nach. Anfang 4 Uhr. 2164 Billet 20 Pf. Billets sind an allen bekannten Stellen zu haben. Um rege Betheiligung der Parteigenossen ersucht Der Vertranensmann. Maifeier des 5. Wahlkreises Freitag, den 1. Mai 1896 im Schweizer Garten, am Königsthor. Festrede, 217/14 gehalten vom Genossen Heinrich Peus aus Dessau. Konzert von einer aus 20 Musikern bestehenden Kapelle. Gesangsaufführungen von 200 Sängern des Arbeiter- Sängerbundes. Direktion: Julius Türk. Große Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Brillant- Feuerwerk. Im Saale: Tanz. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr ab geöffnet. Beginn 4 Uhr nachmittags. Entree 20 Pf. Das Comité. 6. Wahlkreis! Freitag, den 1. Mai 1896: Grosse Maifeier in folgenden Lokalen: Weimann's Volksgarten, Badstrasse 56. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7-8. Puhlmann's Vaudeville- Theater, Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 48-49. Schönhauser Allee 148. Norddeutsche Brauerei, Chausseestrasse 58. Feldschlösschen, Müllerstrasse 142. In allen 2otalen: Großes Vokal- u. Inftrumental- Concert, ausgeführt von der Freien Vereinig. der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. Gesangsvorträge, Festrede, Lebende Bilder, Lanz. Auftreten des Arbeiter- Turnvereins ,, Fichte". 825 Anfang 4 Uhr. I Bismarckshöhe, Wilmersdorfer Straße Nr. 39 und Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94. Von 4 Uhr ab: Vokal- und Instrumental- Konzert. In ben eaten Aufführung von lebenden Bildern. In den Sälen: Tanz. Um 9 Uhr: Grosser Kinder- Fackelzug. Entree 25 Pf. Hierauf: Festrede. Entree 25 Pf. noch einige Tage frei. Ferner empfehle Vormittags 10 Uhr im Lokale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: den geehrten Vereinen meinen Garten, 500 Personen faffend, zu Sommerfesten. Versammlung. Kegelbahn neu renovirt. Kaffekochen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Liter 60 Pf. Weiße 20 Pf., 4/10 Liter Bairisch 15 Pf. 47442* 205/4 „ Zum Glühlichter!" Brandenburg- Strasse Nr. 54. Steglitz. Vereinszimmer für 25 Personen noch einige Tage frei. Die Bedeutung des 1. Mai. Die Vertrauensleute. Mai- Feier. Friedenau. Freitag, den 1. Mai, abends 7 Uhr, 48632 im Schwarzen Adler bei Ticke in Steglitz, Albrechtstraße Nr. 125: Max Pönitz. Versammlung. Empfehle allen Freunden und Be Vortrag des Genoffen Bruno Pörsch( Berlin). Nachdem fannten mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal. 4817* A. Günther, Frankfurter Allee 16. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein Weiß- und BairischBier- Lokal, Garten und Regelbahn. Vereinszimmer ist noch einige Tage in der Woche zu vergeben. 46418* Aug. Reyher, Pallisadenstr. 62. Gesellschafts- Haus 35, Swinemünderstr. 35. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Versammlungen. Gefellschaften vergebe auch Sonntags den unteren Saal, 200 Personen fassend. NB. Den geehrten Vereinen empfehle ich zu Sommerfesten Garten und Bühne unter toulanten Bedingungen.[ 42032* Jägerhaus, 42272* 103 Schönhauser Allee 103. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Saal zu Versammlungen u. Festlichfeiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Vereinszimmer 42322* mit Piano zu vergeben, auch Sonnabends. Raumann, Blücherstr. 42. Wo speisen Sie? Pommersche Küche Oranienstr. 181. Mittag mit Bier 50 Pf. Gr. Auswahl. Abendessen von 30 Pf. an. Sonnab. u. Sonntag: Musit. Unterhalt. Empfehle meinen 44342* Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch, B. Liebehenfdjel, Mariannenstr. 48. Sonnabend: Rester- Verkauf. Anzug- Valetotftoffe 5001L* Parteigenoffen! Um die Maifeier zu einer großartigen zu gestalten Brenner& Cie. Alte Jakobstr. 57/59. und auch den wirthschaftlich schlecht gestellten Arbeitern und Arbeiterinnen Gelegenheit zu geben, daran theilnehmen zu können, wird ein festes Entree nicht erhoben. Wir ersuchen aber, um möglichst die Unkosten decken zu können, nach Belieben fich an der Tellersammlung zu betheiligen. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. 22015 Möbel und Bolſterwaaren, billig, Dresdener str. 49, I. Geselliges Beifammensein. Gesangsausführungen der örtt. Gesangvereine. Lebende Bilder. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. Bildhauer! Maifeier! Nach Beschluß der letzten öffentlichen Bersammlung soll die diesjährige Maifeier bei allgemeiner Arbeitsruhe begangen werden. Kollegen, schließt Euch alle diesem Beschluß an und erscheint in der Vormittag 10 Uhr stattfindenden Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c( auch weibliche Angehörige sind willkommen). Die„ Maifest- Beitung" erhält jeder am Eingang unentgeltlich. Voranzeige! Eröffnung 28/1 der Special- KAIRO Ausstellung ( Gewerbe- Ausstellung 1896) am 1. Mai, nachm. 3 Uhr. Kairo mit Strassen, Bazaren, Moscheen, Arabische Schule- Arabisches Theater Arabische Cafés- Cheopspyramide- Edfutempel- Felsentempel- Chalifengräber. !! Waffensammlung Sr. Hoheit des Chediwe Abbas Hilmi!! Sammlung d. ägypt. Regierung, d. polytechnischen Hochschule u. anderer staatlicher Institute. Salon der hervorragendsten Orientmaler. mit Monstre- A ufzügen von ca. 500 Arabern, Beduinen, Fell achen, Sudanesen, Pferden, Dromedar en, Eseln Büffeln etc. Riesen- Arena: Promenaden- Konzerte d.Hauskapelle u. d.Hofkapelle Sr.Hoh. d. Chediwe, i. Uniform unt. Leitg. d. Major Faltis Bey. Die Direktion: Möller. Wohlgemuth. Mode- Bazar Guttman, 6667. Landsbergerstr. 6667. Es kommen in dieser Woche zu Fabrikpreisen zum Verkauf Garnirte n. ungarnirte Hüte, Wäsche, mit stickerei 1,95 M. 23 Pf. Damenhemden 75 Pf. Teppiche, Gardinen, Bettdecken, Glas und Porzellan. 3,95 M. Fenster 1,75 M. 95 Pi. Jeder Hut wird in meinem Atelier für 50 Pf. garnirt. Möbel- Ausverkauf bes Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waaren Lager zu noch nie dagewefenen Breisen vollständig aus. Bum Umzuge und für Brautleute ist somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzukaufen. Man laffe sich nicht durch unmögliche Anpreisungen blenden, sondern besichtige sich die Möbel, welche man taufen will, genau und vergleiche dieselben mit meinen nur gediegenen Möbeln und anerkannt billigsten Preisen. Durch Einkauf von 9 großen Möbellagern zu günstigen Bedingungen vertaufe ich ganze Einrichtungen, sowie einzelne Stücke ganz bedeutend billiger als jeder andere Möbelhändler. Auch größtes Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Kleiderspind 15 Mart, Nußbaumtleiderspind 30, Muscheltleiderspind35, Kommode 9. Sopha 16, Bettstelle mit Sprungfebermatrage u. Reiltiffen 18, Spiegel 9, Stühle 2, Nußbaumtrumeaux mit Stufe, 60, Plüschgarnitur 50, neue, hochfeine Plüschgarnitur 105 Mart. Hochfeine Nußbaum- und Mahagont- Möbel spott billig. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theil zahlung. Brautleute, welche ihre Möbel bet mir taufen, erhalten ein Hochzeitsgeschent gratis. Rein Abzahlungsgeschäft. Eigene Tapezieru. Tischlerwertstätten, vier große Möbelspeicher. Getaufte Möbel tönnen tostenfrei auf meinen Lagerspetchern 3 Monate stehen bleiben und werden dann durch eigeneßefpanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb Kinderwagen Kranken, SportDun Leiterwagen Kinderklappstühle 2c. Theilzahl. gest A. W. Schulz, 1. Geschäft: Brunnenstr. 95, gegenüber Humboldhain. 2. Geschäft: Brunnenstr. 145, Ede Rheinsbergerstraße. Musterb. grt. u. frt. Fernspr. Amt III. Mr. 1767. Waldvögel, Vogelbauer, große Aus wahl, sprech. Papageien, Wellensittiche, Bivergpapageien, Sonnenvögel, billig, 4900 6. Schuelle, Invalidenstr. 7.| Um Verwechselungen zu vermeiden, bitten wir die Käufer, auf Achtung! Straßen, Nummern und untengezeichnete Abbildungen unserer drei EIGENE FABRIKATION GROSSE MAASSTABE Geschäftshäuser achten zu wollen. Achtung! GESTATIS- GRUNDSAT ALLE und PREISE sehr billig ZAHLEN gezeichnet GESCHAFTSHAUSER BAERSOHN ESSCHAFTS HAISER BAER SOHN BRUCKENSTR 11.ECKE RUNGEST Wprice De PPONICS in Geschairshause BAER SOUN H Reglerd 616 Barer Soho 24a CHHUSSEESTR 249 Besonders Besonders vortheilhafte Angebote: Sommer: Sommer: Frühjahrs- Cheviot Paletots Havelocks 39.- 36.30.- 25.20.- 15.10 Mr. 21.- 18.15.- 12.9.7,50 Mr. Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 und Deutsche Fischerei- Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Alt- Berlin Vergnügungspark. * 1. Mai bis 15. Oktober. Anzüge 45.- 35.30.- 25.20.- 15. 10 Mr. Anzüge 40.- 36.30.- 25.18.12 Mr. Gehrock Werktags: Festtags: Anzüge 50.- 45.- 60-50.Rock Anzüge Hosen 9.- 8.40.- 36.45.- 40.30.- 27.21 Mr. 36.30 Mr. 7.- 6.5.- 4.3 Mf. Echt chinesische Handarinendaunen das Pfund Mt. 2,85 übertreffen an Haltbarkeit und großartiger Füllfraft alle inländischen Daunen; in Farbe ähnlich den Eiderdaunen, garautirt neu und bestens gereinigt; 3 Pfund zum größten Oberbett ausreichend. Tausende von Anerfennungsschreiben. Berpackung wird nicht berechnet. Bersand( nicht unter 3 Pfund) gegen Nachnahme von der erften Bettfebernfabrit mit electrischem Betriebe Gustav Luftig, Berlin S. Brinzenstraße 46. 4358L Hosen 14.- 12.10.- 9.8.- 6. 5 Mk. FRANKFURTER SY Roden: Joppen 15.- 12.9.- 7.6.- 5.4,50 Mr. 16. Knabenu. Jünglings: Anzüge in enormer Aus wahl fehr preiswerth. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 1. Gesch. Andreasstr. 23, S. pt., gegenüb. Andreasyl. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung ge 2. Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. größtes Lager Berlins, Musterstattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Damen- Mäntel! Damen- Mäntel, Kragen, Capes, Jackets, Regenmäntel. Gelegenheitsfanfach beendeter Engros- Saison werden jetzt unter Einzeln verkauft. Landsbergerstr. 59, 1 Tr.( kein Laden.) Herstellungswerth in enorm großer Auswahl Jacques Raphaëli, Berlin, An der Spandauer Brücke 2. Billigste Bezugsquelle für Cigarren, Schuhwaaren, Herren- u. Knaben- Garderobe Wein und Spirituosen Hüte für Herren und Knaben und Gardinen. Reste Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade Gardinen, Kleiderstoffe, Wichtig Wichtig für sparInlett, Drell, Leinen, Bettzeuge, Bettfedern, Tuche, Butskin 2c. anerkannt nur gute Fabrikate zu sehr billigen Preisen. ReinickendorferH.Marcus, Strasse 7a. Ben schwarze Kindertrümpfe schwarz Ein Poften von 7 Pf. an. J. Brünn, echt Am Stadtbahnhof ,, Börse." Inventur- Ansverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Künstl. Zähne, loses Babuziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123 Der Stolz der Hausfrau ist eine blendend weiße Wäsdje. Diese wird am sichersten erzielt durch die Verwendung des echten Dr. Thompson's Seifenpulvers zum Waschen und Bleichen, wobei die Stoffe mehr geschont werden, als bei jeder anderen Waschmethode, auch viel Mühe, Beit und Geld erspart wird. Man achte auf die Schußmarte ,, Schwan". Zu haben in den meisten Droguen-, Seifen- und Kolonialwaarenhandlungen. M 30 582* Annenstraße 16 Louisenstädtisches Klubhaus, VII. Nr. 3783 Jeden Sonntag im großen Saal: Tanzkränzchen. Ferner empfehle den Saal( 250 Personen fassend) zu allen Festlichkeiten und Verfame Hausfrauen. seit vielen Jahren beſtehenden Geſchäfts Wegen vollständiger Aufgabe meines werden die vorhandenen Waaren, bestehend aus: 4876L* Gardinen, Möbelstoffen, Steppdecken, Bett- und Tischdecken, Kleiderstoffen, Leinen, Wäsche, fowie fämmtliche Weiß- und Wollwaaren bedeutend unter bisherigen Preifen verkauft. Das Lager muß schnell ge räumt werden, daher empfiehlt es sich, mit den Einfäufen nicht zu zögern. S. Kronthal, 86 Grüner Weg 86. Burückgesehte 4772L* Teppiche!! ( mit kleinen Webefehlern) Portièren!! Gardinen!! enorm billig, in der Fabrik von Berlin S., S.Unger, Oranienr. 48. Altestes Specialgeschäft Berlins. Waarenkatalog, reich illustrirt, gratis u. franto. sammlungen. Vereinszimmer jed. Größe zu vergeb. Gute Speisen u. Getränke. Möbel, gebrauchte, kauft Burow Rosenthalerstr. 13. Die Sucht billig zu kaufen 100 bringt es mit sich, daß ein Jeder durch Lockartikel und Lockpreise die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu lenten sucht. Ohne jeden Geschäftskniff verkaufe ich sämmtliche Waaren mit einem winzig fleinen Nußen und tomme für Güte und Haltbarkeit aller gekauften Stoffe auf. Kleiderkoffe in uur modernem Geschmack und gewählten Farbentönen. Cheviot, reine Wolle, doppelt breit, alle Farben Meter 65 Pf. Armur, schweres Crêpe- Geivebe, reine Wolle, doppeltbreit Meter 1,05 m. Beige Vigoureux, eleg. Sommerçostüm, reine Wolle, dpltbr. Met. 82 Pf. Mohair, Imitation von Seide, doppeltbreit " Schottische Stoffe für Blouſen und Kleiber Meter 95 Pf. Meter 65" Schottische Loup- Stoffe, effektvolle neue Farbenstellungen Meter 80 Englische Frühjahrsstoffe in vielen Melangen, doppeltbr. Met. 75 Seiden- Alpacca, größte Neuheit, in schwarz, sowie in allen hellen und dunklen Farbenstellungen. Meter 1,20-3,50 M. Nenheiten in Wolle mit Seide, Alpacca mit Seide Meter 1,75-3,60 m. Seidenstoffe. • " Meter 1,15 M Meter 1,75 M 48848* Rein seidene Merveilleur. Rein feidener Damast Seiden- Changeant, außergewöhnlich breit( 60 3tm.) Meter 1,25 M. Rein seidene Foulards, nur neue Deffins( blau weiß) Meter 90 Pf. W. Pestachowski, Grosse Frankfurterstr. 86, zwischen der Markusund Marsiliusstrasse. Frischen Maitrank 4730L* ausgezeichnet im Geschmack, à Flasche 50 Pf. ercl. Johannisbeer- Wein, weiß und roth. Heidelbeer- Wein, Stachelbeer- Wein, ganz vorzügl. Dessertwein, à Fl. 75 Pf. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Alliance- Platz. 81 Neue Friedrichstr. 8 Oranienstr. 29 Genthinerstr. Niederlage in Potsdam, Bäckerstr. 7. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, 4. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 98. Die bisherigen Erhebungen des Breliner Einigungsamtes in der Herren- und Knabenkonfektion find von dem Fabrikanten D. Weigert zusammengestellt und diese Busammenstellung in Nr. 29 der Sozialen Praxis" veröffentlicht worden. Herr D. Weigert bemerkt einleitend:„ Wenn ein( persönlich unbetheiligter) Arbeitgeber- Beisiger als beauftragter Richter zu den Vernehmungen ernannt wurde, so geschah es hauptsächlich deshalb, weil es sich hier in erster Linie um faufmännisch- falkulatorische Fragen handelte, wie sie in vollem Umfange und in allen Konsequenzen weder der Jurist noch der Arbeitnehmer zu überblicken pflegt, legterer sich auch nicht wochenlang seiner Beschäftigung zu ent ziehen vermochte." Sonntag, den 26. April 1896. 13. Jahrg. Scharf gerügt wird es, daß die Berliner Tagespresse, mit Aus- unseren Lesern, die sich näher über die Ergebnisse der wichtigen nahme des Vorwärts", von dem freien Zutritt zu den Ver- sozialstatistischen Untersuchungen des Berliner Einigungshandlungen feinen Gebrauch machte. O. Weigert schreibt: amtes unterrichten wollen, nur auf die Veröffentlichung der ,, Sozialen Es fann nicht genug bedauert werden, daß unsere Presse so Praxis" verweisen. Sie bestätigen aufs neue, wie sehr reformwenig Interesse für Arbeiterverhältnisse an den Tag legt. Wenn bedürftig die Zustände in der Konfettionsindustrie sind und wie nur einige der vielen Reporter, die täglich nach dem Moabiter wenig das Unternehmerthum dieser Industrie gewidt ist, auch Kriminalpalaft hinauswandern, um dort selbst bei den gering- nur die allergeringsten sozialen Verpflichtungen ihren Arbeitern fügigsten Schöffenfachen zur Berichterstattung zu verweilen, in gegenüber zu erfüllen. Umsomehr wird es Aufgabe der Gesetz der Zeit vom 25. Februar cr. bis heute in dem stillen Hause gebung sein müssen, einer der körperlichen, geistigen und sittlichen des Gewerbegerichts in der Breitenstraße eingefehrt wären, Degeneration entgegengetriebenen Arbeiterschicht den nöthigen dann hätten sie die Schatten des Berliner Arbeiterlebens kennen Rückhalt zu geben, damit sie sich im Daseinskampfe gegen die gelernt, von denen Hunderttausende von Mitbürgern teine ökonomisch übermächtigen Unternehmer aufrecht halten kann. hnung haben, und sicherlich würden auch solche wahrheitsgetreuen Echilderungen ihren Eindruck nicht verfehlt haben. Die Berliner politischen Zeitungen ignoriren diese Zustände, und ohne es zu beabsichtigen, haben sie dazu beigetragen, den Ausgleich vom 19. Februar zu Falle zu bringen." Soziale Uebersicht. Die Schaffung eines Gewerbegerichts haben die Arbeiter Der letztere Grund war es ausschließlich, welcher die ebenfalls unbetheiligten Arbeiterbeifizer darauf verzichten ließ, Daß die gesammte bürgerliche Presse sich solche Wahrheiten Rostoc s bisher vergeblich erstrebt. Die zuständige Behörde die Vernehmungen mit zu führen. Ohne Herrn Weigert die von von einem ihrer bewußten Klaſſengenossen, einem als er hat sich ablehnend verhalten. Sie wollen nun durch eine Petition mit möglichst vielen Unterschriften die Behörde überzeugen, daß itm hervorgehobenen kaufmännischen Fähigkeiten zu bestreiten, trauensmann des Unternehmerthums anerkannten Fabrikanten find wir doch der Ansicht, daß die sozialstatistischen Feft fagen lassen muß, ist gewiß die beste Bestätigung der Wer die Nothwendigkeit für ein Gewerbegericht vorhanden ist. Mert stellungen der Arbeiterverhältnisse die wichtigere Thätigkeit des ständnißlosigkeit jener Presse in sozialpolitischen Dingen und würdig, das die Nothwendigkeit eines Gewerbegerichts für das Einigungsamtes bildeten. Die Erhebungen nach dieser Richtung charakterisirt ihre so oft zur Schau getragene Arbeiterfreundlich- gewerbreiche Rostock, das außerdem die größte Stadt Mecklen= burg- Schwerins ist, nicht ohne weiteres zugegeben wird. Oder erfordern das Mitwirken von Arbeitern, und nur deswegen, um feit mehr wie alles andere. die Arbeit nicht zu verlieren, mußten, wie gesagt, die Arbeiter: Nicht minder scharf wird mit den Unternehmern, die durch sollte das obotritische Staatswesen schon im tiefsten Grunde beifizer auf die Mitwirkung verzichten. Der vorläufige Bericht ihre unsinnige Konkurrenz die elenden Verhältnisse herbei- manten, wenn, wie selbstverständlich, die Rostocker Arbeiter Sozialdemokraten zu Gewerbegerichts- Beisitzern wählen würden? des Herrn Weigert bestätigt in vollem Umfange, daß in der Kon- geführt haben, ins Gericht gegangen. Der Bericht führt Aber doch hat es in Mecklenburg- Schwerin sogar einen sozialfettion Zustände existiren, die den Unternehmern dieser Industrie darüber aus: demokratischen Hofbaurath arbeit statt. entlasten. Demmler denn nicht zum Etolz gereichen können. In der Hosenbranche schwankt" Eo lange noch ein gewisser Mangel an Arbeitern vorder Netto- Wochenverdienſt der Handnäherinnen zwischen 2,30 M. handen war, mußten noch anstömmliche Löhne gezahlt werden, gegeben und er hat sogar das weltberühmte Schloß des Großand 10,80 M., der Netto- Wochenverdienst der Stepperinnen zwischen um den Bedarf deden zu können. Mit dem Anwachsen der herzogs gebaut. Leider läßt auch in Preußen die Zahl der Gewerbe6,25 M. und 16,80 M., die meisten der Stepperinnen und Hand- Arbeitskräfte fielen jedoch die Löhne im gleichen Verhältniß, und näherinnen müssen 13 bis 17 Stunden täglich arbeiten, um ihre so trugen allmälig Neid und Gewinnsucht dazu bei, einzelne gerichte im Verhältniß zum Bedürfniß noch genug zu wünschen Eristenzmittel erarbeiten zu können. fawankt ter Netto- Wochenverdienst von 31 in Wochenlohn be- als die naturgemäß letzten der Gedrückten, nicht mehr ihren an- Hemmschuh der Errichtung von Gewerbegerichten. So haben die In der Westenbranche Genres auf ein so niedriges Niveau zu drücken, daß die Arbeiter, übrig. Hier find häufig die aus Unternehmern und deren Gesinnungsgenossen zusammengesetzten Gemeindevertretungen der schäftigten Arbeiterinnen zwischen 7 und 18 M., der Netto- ständigen Unterhalt finden konnten. Wenn die Konfektionäre Arbeiter in Iye hoe alles mögliche versucht, um entgegen der Wochenverdienst der Stücklohn- Arbeiterinnen schwankt zwischen behaupten, daß sie an den Hungerlöhnen, mit denen 4,20 und 21,60 M. Der Zeitverlust bei Ablieferungen betrug in die Arbeiter entlohnt würden, nicht schuld trügen, so einstimmigen Verweigerung, die ihrem Wunsche von den Stadt. verordneten zu theil wurde, das Gewerbegericht doch noch zu be dieser Branche pro Woche 3-9 Stunden, während in der Hosen haben sie zum großen Theil den Schein des Rechts fommen. Sie gingen bis zum Handelsminister. Dieser ordnete branche für Ablieferungen 2-12 Stunden, häufig auch 18 Stunden auf ihrer Seite, denn die meisten stehen nicht in verloren gehen. einem direkten Verkehr mit den Heimarbeitern, da sie nur mit Grmittelungen an, ein Vertreter der saleswiger Regierung kam Die Lohnverhältnisse in der Jacketbranche haben eine ein- 3wischenmeistern in Verbindung stehen. Aber niemand kann und in dieser Sache nach Jhehoe, der Bürgermeister lud eine Anzahl Arbeiter ein, von denen aber die meisten, wie uns geschrieben gehende Untersuchung aus Mangel an Zeit noch nicht finden wird glauben können, daß die Konfektionäre keine Ahnung gehabt wird,„ leider Vorarbeiter oder solche waren, von denen bekannt fönnen. Die bisherigen Ermittelungen haben ergeben, daß haben sollen von dem wirklichen Glend, das seit einer Reihe von was ihr Prinzipal wünscht, Ja 21 Jodetarbeiter( gelernte Schneidergesellen) je 10-14 Jackets Jahren unter einer Zahl von tausenden von Hilfskräften der ist, daß sie zu allent und in dieser wurde Zusammenkunft pro Woche angefertigt haben, zusammen 324 Stück pro Woche. Konfektionsbranche herrscht. Und darum kann auch die Be- sagen"; Die Arbeitszeit betrug 13-15 Stunden pro Tag, der Verdienst hauptung der Großkonfektionäre, fie träfe teine Echulb, weil auch die Errichtung eines Gewerbegerichts abgelehnt. Selbst den Gesuchsteller hatte man nicht eingeladen. Der Handels 12-29 M. pro Woche. Hierin findet ausschließlich Werkstatt- sie ihren Meistern ausreichende Löhne zahlten, sie nicht gänzlich minister hat auf grund dieser Ermittelungen nicht gefunden, daß Eines besonderen Uebelstandes wird erwähnt, der darin be- Gine Stabilität der Preise ist nur deshalb nicht zu erreichen, er jetzt zur zwangsweisen Errichtung eines Gewerbegerichts hinsteht, daß ein Theil der Konfektionäre ihren Meistern und Ar- weil die Konfektionäre ihre eigenen Geschäftsprinzipien haben, reichende Veranlassung hätte. Dabei hat Jhehoe bedeutende Fabriken! Die ministerielle Entscheidung wird denn auch in beitern teine Lohnbücher ausfertigt, sondern nur Bestellzettel, die von denen fie leider nicht abzubringen sind. Sie zahlen während bei der Lieferung wieder abgegeben werden müssen. Hierdurch der Saison angemessene Preise, weil sie innerhalb bestimmt be- den Arbeiterfreisen Jhehoe's sehr bedauert, und zwar umſomehr, wird den Arbeitern jede Kontrolle entzogen, ob und inwieweit messener Fristen große Posten Waaren zu liefern haben. Gegen als man das Gewerbegericht bereits seit dem Jahre 1892 verlangt. fie in der Festsetzung der Preise der Ablöhnung benachtheiligt Ende der Saison hören die Extrapreise auf und das ,, was in Preußens die Arbeiter jahrelang um dieselbe Einrichtung kämpfen der guten Geschäftszeit an Ueberpreisen gezahlt worden ist, Bezüglich der Krankenversicherung haben die bisherigen Er wird in der stillen Zeit den Meistern und durch diese den müssen, ehe sie ihnen bewilligt wurde. In Jhehoe aber scheinen hebungen ergeben, daß nur sehr wenige Heimarbeiter versichert Arbeitern mit Zins und Zinseszins wieder abgedrückt. Und sie bis zum neuen Jahrhundert warten zu sollen, weil dem Unternehmerthum das Gewerbegericht nicht paßt. find. Der Berichterstatter wünscht daher dringend, daß der die Konfektionäre sind auch in löblicher Weise darauf beMagiftrat, dem Gutachten des Ausschusses des Gewerbe- dacht, dieses ihr Gebahren mit dem Nimbus der national- Handelsminister Anordnung getroffen hätte, daß die Arbeitergerichts Folge gebend, durch ortsstatutarische Bestimmung die ökonomischen Phrase:" Die Preissesisehung habe sich nach An- schaft und nicht nur ein paar Vorarbeiter 2c. um ihre Meinung zwangsweise Versicherung der Heimarbeiter herbeiführen möchte; gebot und Nachfrage zu richten" zu umgeben, vergessen aber befragt werden sollten, würde er wohl zu einer anderen Entsollte dies in kürze nicht erfolgen, so müßte durch Beschluß des gänzlich, daß sie dadurch die Behauptung, daß fie die augenblick scheidung gekommen sein, als er getroffen hat. Bei seiner ablehnenden Haltung bleibt nun den Arbeitern Thehoe's vorläufig Bundesraths die Zwangsversicherung herbeigeführt werden. Ueber liche Nothlage der Arbeiter systematisch ausnutzen, nicht widerlegen. nichts übrig, als weiteres Material für die Nothwendigkeit eines den Verdienst der Zwischenmeister konnte feine zuverlässige Fest-... Aehnlich liegen die Verhältnisse bei den Meistern; sie führen stellung gemacht werden. Die Konfektionäre, durch deren Mit zu ihrer Entschuldigung an: wir werden gedrückt und müssen Gewerbegerichts zu sammeln und bei gelegener Zeit in einer wirkung allein eine Kontrolle in dieser Richtung ermöglicht wieder drücken. Und da das letzte Glied in der Kette der zu beim Ministerium vorstellig zu werden. mit zahlreichen Unterschriften versehenen Petition aufs nene werden konnte, lehnten mit wenigen rühmlichen Ausnahmen- Drücken den natürlich immer der Arbeiter bleibt, muß dieser still ihre Mitwirkung ab. Nach den Angaben von 49 vernommenen halten oder arbeitslos werden, was gleichbedeutend mit noch, Soziale Konferenzen" finden seit einiger Zeit regel Zwischenmeistern wurde ihnen ein durchschnittlicher Netto- Wochen- größerer Entbehrung, mit Hungern ist! Nicht der Kon- mäßig in Neumünster statt. Hauptzweck derselben ist, verdienst von 30-35 M. pro Mann berechnet. In einem Falle jument drückt die Konfektionsfabrikanten, sondern nur der Kon- die noch nicht zur Sozialdemokratie zählenden Arbeiter zum gab ein Zwischenmeister, der wöchentlich 1800 Baar Hosen liefert, an, furrenzneid verbunden mit Gewinnsucht sind die Wurzel dieses Eintritt in die evangelisch sozialen Arbeitervereine zu be daß ihm pro Woche nur ein Nettoverdienst von 20 bis höchstens Uebels!" wegen. Auch Pfarrer Naumann glaubte dies in einer 22 m. verbliebe, während ihm an der Hand seiner eigenen Des beschränkten Raumes wegen können wir leider den Be- Versammlung in Kiel zu erreichen, sah aber unter den Angaben ein solcher von 200 m. nachgewiesen werden konnte. richt nur auszugsweise wiedergeben; im übrigen tönnen wir 500 erschienenen Personen keine Arbeiter, da diese keine werden. . Die Fahnenflucht im Heere Friedrich II. " " Bekanntlich haben auch in anderen Städten Wenn der fach 80 000 Eindringlinge. Und sie wurden von ihrem unvermeid- Sattels waren unbrauchbar". Von den Offizieren, die mit ge lichen Schicksal ereilt: Das Instrument des Sieges" erwies sich ringen Ausnahmen dem Stande der Edelsten und Besten, d. h. in der Hand dessen, der es handhabte, als ein recht bedenkliches der Junkerschaft angehörten, sollte man annehmen, daß sie die morsches Ding. Der geniale Feldherr mußte sich mit seiner Leiden des Feldzugs mit dem bekannten ,, wahren" Heldenmuth erNach der Darstellung des Großen Generalstabe 8. Armee zurückziehen, als er sah, daß es in Böhmen nichts zu trugen. Allein weit gefehlt: auch hier war der Geist der Auflehnung " Ich rief immer: Marsch!- und niemand wollte marschiren. siegen" gab. Und sein Rückzug sah einer Flucht nicht unähnlich. bedenklich entwickelt. Am 11. Januar 1745 schrieb der König an Jch ärgerte mich, ich prügelte, ich schlug, ich schalt, und Echon im Oktober kamen bei den Desterreichern täglich den Oberst Kayler:" Ich weiß nicht, was denen Offiziers von ich rente, ich verstehe zu schelten, wenn ich ärgerlich bin; aber 50-60 Ueberläufer an, und diese Zahl wuchs von Tag zu meines Bruders, des Prinzen von Preußen Cavallerie- Regiment, ich konnte diese Kavallerie feinen Schritt vorwärts bringen. Sie Tage. Jufolge der mangelhaften Verpflegung brach neben sonderlich denen Rittmeisters anficht, daß alle Augenblick einer Und so war waren trunken vor Freude und hörten mich nicht." anderen Krankheiten die Ruhr in bedenklichem Maße aus. von selbigen um seine Demission an mich schreibet." Minister Graf Münchow So schildert Friedrich II. von Preußen die Stimmung Dieser Zustand wurde beim Vormarsche ertragen, weil man auf es auch bei den anderen Regimentern." feiner Soldaten nach der Schlacht bei Soor, in der eine Aenderung nach siegreicher Schlacht hoffte. Als es aber glaubte die Meinung weiter Kreise der Bevölkerung und des diese, 18 000 Mann start, mit 40.000 Kaiserlichen flar wurde, daß der Rückzug angetreten werden müsse, wurden preußischen Heeres selbst auszusprechen, als er am 18. De fertig geworden waren. Die Mehrzahl", sagt ein die Folgen bedenklich. Je mehr man sich der Elbe näherte, desto zember 1744 an Eichel schrieb, daß man im Heere niemals mehr Kommentator jener Schlacht, ist so zufrieden, daß die stärker wurde die Zahl der Fahnenflüchtigen. König Friedrich fab Unordnung, Unentschlossenheit, Unzufriedenheit und bösen Willen Schlacht beendet ist, daß man viel Mühe hat, ihnen jenen neuen sich schon am 12. Oktober zur Anwendung der strengsten Maß- erlebt hätte, und am 20. Dezember an Podewils, daß ein Heer Eifer für die Verfolgung einzuflößen." Es ist ein interessanter regeln gezwungen." Aber diese Maßregeln verschlugen nichts. überhaupt nicht mehr vorhanden sei, nur noch eine Maffe, die Beitrag zur Psychologie des Militarismus, der sich aus diesem Im Dezember zählten einzelne Bataillone bis zu 300 Deserteure; durch Gewohnheit und den Einfluß der Offiziere zusammenGeständniß des Preußentönigs und der beigefügten Erklärung 100 Fahnenflüchtige auf das Bataillon waren die Normalzahl. gehalten werde, und daß der geringste weitere Unfall, ja die ergiebt: der Oberfeldherr prügelt eigenhändig die tapferen Namentlich start war der Abgang beim Füsilierregiment Fortsetzung des Krieges im Winter allein genügen würde, um Soldaten, die soeben einen Feldzug für ihn entschieden haben, Württemberg, das aus geborenen Württembergern bestand, wie die Soldaten zur Empörung zu treiben." weil sie nicht weiter wollen, nicht weiter tönnen, und die Soldaten überhaupt die aus dem Westen Deutschlands stammenden Die Manneszucht der preußischen Truppen war in bebent behalten recht, der Feldherr muß sich fügen. Man sieht: die Soldaten fich dem preußischen Dienste haufenweise entlichem Zustande. Mißhandlungen, Plünderungen der Quartier cäsaristische Allmacht hat ihre natürlichen Grenzen, selbst bei zogen. Die österreichischen Berichte geben die Zahl der geber und Lieferanten, selbst Todtschläge sollten vorgekommen einem so wohlgedrillten Material, wie es die Soldatesta preußischen Deserteure allein beim preußischen Hauptheere auf sein."" Das Betragen unserer Armee", schreibt Graf Münchow, Friedrich II. war. Ist das Kriegsglück dem Spieler günstig 30 000 an, während der Große Generalstab 10-11 000 beraus ist so, daß Bürger und Bauern schon würklich weglauffen und nun, dann ist mit der Armee, diesem Instrument des Sieges", rechnet. die Gemüther der noch am besten Gesinnten seit 8 Tagen gentimmerhin noch auszukommen. Aber wehe dem Spieler, wenn Als die Truppen in den schlesischen Winterquartieren an- lich alieniret werden. In Schweidniß und Breslau wird alles die Cache schief geht! Dann hilft kein Genie, langten, dauerte die Fahnenflucht noch immer fort. Kein Wunder durch die Einquartierung desperat... Gott soll mir helfen! Da feine Disziplin, teine Tradition, teine neue Taktik auch, denn die Lage diefer Aermsten, die den Streit der Dynasten machen 3 Kavallerie- Regimenter ganz nach ihrem Belieben Märsche dann versagt einfach das Instrument, es wird aus einem In- mit ihren Knochen zum Austrag bringen sollten, ward immer un- und Gegenmärsche und setzen sich 3-4 Ruhetage an, ohne daß firument des Eieges, des Ruhmes, der Heldengröße zu einem erträglicher. Die Leiden und Entbehrungen, welche die Truppen im der Fürst oder ich oder überhaupt irgend jemand weiß, wo fie Instrument der Schmach und der Niederlage. Laufe des Winters durch die Biwacks, engen Quartiere, unaufhör- eigentlich stecken... Es ist, mit einem Wort, als ob es teinen Auch die Armee Friedrich II. war nicht immer so lichen Märsche bei häufig nicht ausreichender Verpflegung erduldet König mehr gäbe... Diejenigen, die in erster Linie diesem zweifelsohne, wie man gewöhnlich annimmt. Mit anerkennens hatten, mußten die Gesundheit untergraben." Bösartige Krant- Umfuge steuern sollten, antworten auf alle Vorstellungen, Be merther Objektivität wird das von unserem Großen General- heiten brachen aus Krankheiten von einer so maligneusen denken und Klagen nur mit einem verächtlichen Lächeln." ft ab, der neuerdings auch unter die Historiker gegangen ist, in Arth, daß nebst denen Flecken auch große gifftige Beulen, so Pest- Nur sehr langsam ging die Wiederherstellung der Armee vor seiner Darstellung des zweiten schlesischen Krieges*) zugegeben. Beulen fast gleich, sich äußern".( Bericht des Generalmajors sich. Schon am 31. Dezember 1744 hatten der König einen " In glänzender Berfassung war das preußische Heer im Herbst v. Münchow an den König.) Man nahm zur Lüge seine Zuflucht, General- Pardon vor die ausgetretenen Deserteurs" erlassen, in 1744 in Böhmen eingerückt, um, wie es in der Sprache der um die Soldaten über das Schreckliche ihrer Lage" zu täuschen. dem jedem Fahnenflüchtigen, der binnen 6 Monaten zurückkehren preußischen Diplomatie hieß, die Rechte des Kaisers Karl VII. gegen Sätte man offen ausgesprochen", sagt der König selbst, daß dies die würde, statt der sonst angedrohten Erschießung die Usurpatorin Maria Theresia zu wahren". Mit 80 000 Mann Best sei, so würde die Furcht vor dieser Krankheit verhängnißvoller Extra Gratifikation von 6 Thalern zugesichert ward. In der fam auch ein Theil der Flüchtlinge bei drang der Preußenkönig in das Land des Feindes" ein, aber für den Beginn des Feldzuges gewesen sein, als irgend eine That alt. Im Monat Juni hatte dann wen er da nicht antraf, das war eben der Feind. Die öster- Maßnahme des Feindes. Man milderte daher den bösen Klang, den Truppentheilen reichischen Heerführer vermieden es, sich ihm zu stellen fie bezeichnete die Krankheit als Faulfieber und alles ging feinen Friedrich II. endlich seine" Schlacht. Das Datum dieser gaben ihm nicht die Gelegenheit, feine 80 000 Soldaten in gewöhnlichen Gang." Der Zustand dieser Armee, die den Feind Schlacht, der glorreiche Tag" von Hohenfriedeberg, ist natürlich " Sieger" zu verwandeln, die preußischen Soldaten blieben ein- eigentlich gar nicht gesehen, war auch in manch anderer Hinsicht in allen Geschichtsleitfäden mit hübschen fetten Lettern hervorein kläglicher. Das Urtheil des Königs, daß die Rünsch- Husaren, geboben. Was aber so drum und dran" hängt an einem solchen * Der Zweite Schlesische Krieg 1744-1745. fast nackend" gingen, konnte auch auf andere Husaren- glorreichen Tage, das bekommt die profane Schaar der gewöhn Ferausgegeben vom Großen Generalstab, Abth. f. Kriegsgeschichte. Regimenter bezogen werden. Vom Regiment Bayreuth hatte lichen Sterblichen nur selten einmal zu hören. 8 Bde. Berlin 1895, G. S. Mittler u. Sohn. fast tein Dragoner mehr Stiebeln, die meisten Bügeln und " " eine Luft verspürten, 30 Pfennig Entree zu zahlen. Er änderte deshalb stadträthlichen Anträge angenommen. Bemerkenswerth ist, daß| Korbmacher( E. S.) in Zeit ist vom Reichstanzleramt von neuem fein Thema und sprach statt über die Stellung der Christlich diefelben Unternehmer im vorigen Jahre mit vollen Händen und die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe Sozialen zur Sozialdemokratie" über" National- und Sozialpolitit. ohne ein Wort darüber zu verlieren, den höheren städtischen des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Kranten Redner hofft, daß durch Gewährung der vollen Koalitions Beamten und Angestellten bedeutende Besoldungserhöhungen be- versicherungs- Gesezes genügen. freiheit die Sozialdemokratie sich noch einmal zu einer rein willigten. nationalen Reformpartei entwickeln möchte. An der Diskussion Dies Eingelaufene Druckschriften. 1 Berlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 30 folgenden leitenden Auffaz: Das Lehrlingswefen im deutschen Kleingewerbe. Bon Prof. M. Stieda. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Bekämpfung sozialer Bestrebungen in Deutschland. Veröffentlichung der Berichte der vollswirthschaftlichen Sachverständigen bet den deutschen Gesandtschaften. Kurse für Sozialwissenschaften an fatholischen Priesterseminaren. Kinderfpetfungen in deutschen Stäbten. Städtische Bautontrolleure für Frankfurt a. M. Kommunale Fleischversorgung in Lissabon. Arbeitsverhältniffe an italienischen Eisenbahnen. Von Dr. 8. Albertint. Streit in der Chitagoer Konfettionsindustrie. Arbeiterschutz in deutschen Buchdruckereien und Schriftgteßereien. Private Weibliche Fabritiuspettoren in Frankreich. Versicherungstaffe. gegen Arbeitslosigkeit in Hörde. Gestaltung der Be fahrentarife bei den Berufsgenossenschaften. Haftpflichtgefet in Finne land. Wohnungs- Enqueten in Deutschland. Kirchliche Mündel- Fürsorge in Preußen. Obstbauturse in Rheinland. Die czechoslavische sosial demokratische Partet in Desterreich. Bon Joh. Krapfa. 1 30. Beft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Nur teine Verwechselung. Gottfried Kellers politische und Joziale Lyrik. Bon Franz Korn. Aus den Beretnigten Staaten. Von F. A. Sorge, ( Schluß.) Der literarische Nachlaß von Ludwig Pfau. Literarische Rundschau. Notizen: Die Athmung des Menschen. Die Dampftraft in Geschichte von Konrad Telmann.( Fortseßung.) 1 Deutschland und in Preußen. Feuilleton: Das Ende vom Liede. Eine betheiligten sich aber vorwiegend theologische Professoren, die den Das städtische Arbeitsamt in Stuttgart hat in dem ersten Ausführungen des eifrigsten Anhängers Egidy's, Professor Jahre seines Bestehens 7755 männlichen Arbeitern Stellen ver- Soziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitit"( Berlin, Cart Heymann's Lehmann- Hohenberg, entgegentraten und statt über Sozialpolitik Arbeit nachgewiesen, im ganzen somit 10 305 Stellensuchenden. mittelt; in der weiblichen Abtheilung wurden 2550 Personen zu sprechen, das religiöse Dogma vertheidigten. Damit war dem Pfarrer Naumann ein Strich durch die Rechnung gemacht, denn sein Hauptzweck, die evangelisch- soziale Bewegung zu fördern, theilung von Privilegien sein müssen, ergiebt sich aus Wie vorsichtig die städtischen Vertretungen bei Gr. war damit vereitelt, was wir auch weiter nicht bedauern. folgender Mittheilung der Frankfurter Beitung". Als in Zur Regelung der Arbeitszeit und der Arbeitslöhne Dortmund die Aktiengesellschaft für Gas, der städtischen Arbeiter in Winterthur hat der dortige beleuchtung begründet wurde, erhielt sie das alleinige Recht Große Stadtrath( Stadtverordnetenversammlung) folgende Bes zur Beleuchtung der Straßen und Pläge Dortmunds. Schlüffe gefaßt: 1. Für die im Tagelohn regelmäßig befchäftigten Privilegium erlischt erst mit dem Jahre 1907. Die Gesellschaft städtischen Bediensteten und Arbeiter wird die durchschnittliche ist nun bestrebt, ihren Vertrag mit der Stadt auf 20 Jahre verNormal- Arbeitszeit auf 10 Stunden täglich, der ordentliche längert zu bekommen, während welcher Zeit sie die Attien aus Minimal- Arbeitslohn auf 4 Fr. im Tag, refp. 40 Cts. für die den Ueberschüssen amortisiren will; außerdem erbietet sie von der Stenen Zeit"( Stuttgart, J. 6. W. Diey' Berlag) tft foeben das Stunde festgesetzt. 2. Mit Rücksicht auf die verschiedenen Jahres- sich, der Stadt ein Theater zit erbauen. Hierauf zeiten wird bei den im Freien beschäftigten Bediensteten und Ar- wollen sich die städtischen Behörden jedoch nicht einbeitern für die Monate Mai bis September eine 11 stündige, für laffen und haben befchloffen, ein großes Glektrizitätswert die Monate November bis Februar eine 9 stündige, für die anzulegen, das auch an Private Licht abgeben soll. Dagegen hat Monate Oktober, März, April eine 10 stündige Arbeitszeit nun die Gesellschaft Protest erhoben, wobei sie sich auf die Gutangenommen. 3. Für einzelne Abtheilungen der Arbeiter, achten der Herren Justizrath Herbst beim Reichsgericht welche besonders besonders schwierige oder Arbeit und Justizraih Wolff in Essen stüßt, nach denen die Ethische Kultur. unangenehme zu verrichten haben, fann der Lohn um 10 bis 15 pet. Stadt nicht befugt sein soll, ein solches Werk anzulegen. Sie und für außerordentliche Arbeit, wie Nacht- und Sonntags- folgern nämlich, wenn bei der Schließung des Vertrages die arbeit, der Stundenlohn bis auf das 1/2 fache des gewöhnlichen elektrische Beleuchtung schon bekannt gewesen wäre, würde das Ansabes erhöht werden. 4. für geringere Leistungen kann der Legen der Kabel und die Anbringung elektrischer Beleuchtung Stundenlohn niedriger als zum ordentlichen Minimalansatz von ebenfalls mit einbegriffen sein. Inwieweit der Protest Folge 40 Cts. angesetzt werden und zwar in Abstufungen von 40 zu haben wird, muß sich ja bald zeigen. Die städtischen Vertretungen soll man die Sozialdemokratie zur akuten Revolution, m Straßen35 und 30 C13. 5. Wo es sich mit Rücksicht auf die Verhältnisse legen ihm vorläufig feinen allzugroßen Werth bei und es wird rechtfertigt, soll au stelle des Stunden- und Taglohnes der bald mit dem Bau des Elektrizitätswertes begonnen werden. Monatslohu bezw. bleibende Anstellung mit fester Besoldung Der staatliche Lehrmittelverlag des Kantons Zürich treten. 6. Für die Ofenarbeiter des Gaswerkes darf die normale hatte im Jahre 1895 einen Umsatz von 81 728 Franks gegen Arbeitsbeziehentlich Präsenzzeit von 12 Stunden beibehalten 79 554 Franks im Jahre 1894. Bei der Herstellung der Lehrwerden, ebenso die außerordentliche von 17 Stunden beim Schichten mittel werden Buchdrucker und Buchbinder im ganzen Kanton wechsel. 7. Für die Bediensteten und Arbeiter beim Forstamte berücksichtigt. Eo bezogen im Berichtsjahre 44 Buchbinder wird zur Zeit von der Festsetzung einer Normalarbeitszeit und eines 20 729 Franks an Arbeitslöhnen. Zur Kontrolle der Arbeit Minimallohnes abgesehen, immerhin in der Meinung, daß guten müssen die Buchbinder auf der Innenseite des Einbandes ihren Arbeitern angemessene Erhöhung des Stunden- oder Tagelohnes Namen anbringen. gewährt werde. 8. Dieses Regulativ findet, rückwirkend, seine Anwendung auf alle feit dem 1. Januar 1896 im Tagelohn be. schäftigten städtischen Bedienstete und Arbeiter. Die Unternehmer opponirten heftig dem Minimallohn, diesem aus Prinzip", und sodann den 4 Fr., indem sie 3,50 Fr. für genügend hielten. Mit 20 gegen 11 Stimmen wurden aber die " Was ist veraltet? Was ist modern? Veraltet ist: Hoher Nuhen, Kleiner Umsatz. Bequemer in es, aber davon hat das Publikum keinen Vortheil! - Das machen Singer& Co. nicht! Modern ist: Mit geringem Nußen einen Riesen- Umfaß erzielen. Dafür ist das Publikum dankbar, staunt über nie dagewesene Preise, bleibt anhänglich und hilft diese ungeheuren Umfäße ermöglichen. So machen es Singer& Co., Chauffeestr. 56. Veraltet ist: Unnöthiges Geld für Repräsentation auszu geben, die das Bublifum schließlich doch bezahlen muß und die Leistungsfähigkeit des Geschäfts beeinträch tigen. So machen es Singer u. Co. nicht! Modern ist: Wenn es geht, 20 000 oder noch besser 30 000 M. jährlich für unnüße Spesen sparen, dafür aber billig fein, nicht nur billig, sondern sogar am allerbilligsten fein. Ob ein Laden mit 20 oder 100 elektrischen Lampen erleuchtet ist, das macht die Damenkleiderstoffe nicht besser, aber bedeutend theurer. An unzweckmäßigen Ausgaben zu gunsten der Damenwelt sparen, damit fie jedesmal über die Preise staunen: So machen es Singer& Co., Chausseestr. 56. Den Zeitverhältniffen Rechnung tragen, dem Fortschritt huldigen, das ist modern und zugleich vernünftig. Von diesem Standpunkt prüfe eine jede Dame nachstehende Preise an Ort und Stelle und urtheile dann selbst: was ist modern? AAAAAAAAAAAAAAAAA Fruchtsäfte Krankenfaffenwefen. Der Kranken und Sterbefasse der Tischler und im Tischlerfach beschäftigten Arbeiter für Homburg und Umgegend( E. H.) in Hamburg, der Kranken- und Sterbe taffe Worgenstern"( früher der vereinigten Brotträger)( E. H.) in Hamburg, der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Die foeben erfchtenene Nummer 16 des 4. Jahrgangs bat folgenden Inhalt: Zur Duellfrage. Bon W. Foerster. Gewiffen. Von 2. Büchner. Geschichtlicher Religionsunterricht. Meine Saltung im Schneiderftreit. Bon Gustav Landauer. Entgegnung. Vom Heraus geber. Bücherbesprechungen: Hermann Cohen, Einleitung zu Lange's Geschichte des Materialismus( F. Staudinger). James Ruffel, Boltshochschulen. Richard Petong, über Volkswohlfahrtseinrichtungen( Gustav Mater.) Aus der ethischen Bewegung: Abtheilung Breslau. 1 kämpfen wingen? Bon Fechenbach- Babenbach. Berlin- Leipzig, Berlag F. Buckhardt. Die Lage der Arbeiterinnen in der Berliner Papierwaaren- Industrie. Von Elisabeth Graud- Kühne. Leipzig, Verlag von Dunder u. Humblot. Breis 60 Pf. Der Auswanderer. Bon Alfred Seyfert. Berlin, Fr. Wesemann's Berlag. Beber Beschränkung der Anwärter des höheren Jußizdienstes and die Vorbildung der Jurißen in Preußen. Von Dr. Karl Dickel. Berlin, Butifammer u. Mühlbrecht. Saugewerbeschule. Unterrrichtsbriefe für das Selbststudium des gesammten Hoch- und Tiefbauwesens. Redigirt von D. Karnad. Potsdam, Leipzig und Berlin. Berlag von Bonneß u. Sachfeld. maschinenbanschule. Unterrichtsbriefe für das Selbststudium des gesammten Maschinenbauwesens. Redigirt von D. Karnad und H. Güldner. Potsdam, Leipzig und Berlin. Verlag von Bonneß u. Sachfeld. Deutsche Worte, Monatshefte, herausgegeben von G. Bernerstorfer. 4.( April-) Seft. Verlag in Wien, VIII. Langegaffe 16. Bertretung für das Deutsche Reich: Fest in Leipzig. Inhalt der 4. Heftes: Sur Theorie des Zukunftsstaates. Von Dr. S. Schorr. Glaube und Wiffen. Bon Prof. Dr. Lutwig Gumplowicz( Graz). Modernste anarchistische Philo: sophie oder„ Der Lump". Eine zeitgemäße Satire. Nationale Betrach tungen. Literarische Anzeigen. 1 Infolge dieser wahrhaft modernen Grundsäße wird| Eleg.reinwollene Stoffe, 120 cm breit Meter 1,20-1,45 M die Firma Große Sortimente in den neuesten Seiden- Mohair. Singer& Co. Alpacca Stoffen, alle Farben, auch 1,00 und 1,20 m. schwarz, doppeltbreit Meter immer größer und bedeutender und offerirt auch heute wiederum: Reintvollene Stoffe, feinste Qualitäten, in allen Seidenstoffe. Reinseid. gem. Foulardstoffe, nne neue Mufter Meter 80 Vf. Reinseidene Merveilleng, schöne glanzr. Qualit. Meter 1,10 M. Reinseid. schwere Damaste, prachtv. Muster Meter 1,65 M. Reinseid. Taffete, nur neue Farben, 55 cm breit Meter 1,30 M. Reinseid. gem. Pongées, neue Farben, 55 cm breit Meter 1,10 M. Reinseid. gestreifte Taffete, 55 cm breit.. Meter 1,35 M. Seid.Bengalines, entzückende Dessins in 12 Farben Meter 1,20 M. Gestr. Seidenstoffe, 60 cm breit, nur neue Farb. Meter 1,10 M. Changeant- Seidenstoffe, 58/60 cm breit, 12 Farb. Meter 80 Pf. Seidene Surah- Stoffe uni- u. Changeant- Farben Meter 1,05 m. Ball- Atlasse in allen erdenklichen Farben. Meter 38 Pf. • Eine große Partie rein jeidene Fautafieftoffe. Reftbenände eines ersten Seidenwaaren- Hauses. Allerbeste Qualitäten, große Farben- u. Musterauswahl, statt 4-6 Mart jetzt Meter 1,80, 1,95 und 2,45 M. Seidene- Peluche, vorzügl. Qualitäten, 12 Farben Meter 1,00 M. Elfaffer Sommer Flanelle für Matinees, Morgenkleider, Blousen 2c., wundervolle türkische und schottische Muſter, durchschnittl. Meter 48 Pfg. hellen und dunklen Saison- Farben, doppeltbreit Meter 1,00 M. Wollene Unterrockstoffe, vorzügliche Qualitäten Meter 29 Pf. Reinwoll. Crepons, einz.Roben, 53/ 4-63/ 4 Meter proRobe 3,50m. Schwarze reinwollene Fantasieftoffe, doppeltbr. Meter 58 Pf. Elegante schwarze reinwollene Stoffe in den neuesten Geweben: Crêpe, Armure, Mohair, Epinale, Mohair- Crepons, SeidenAlpaccas, Cheviots, Br. 100-120 cm, Meter1,00,1,20 u.1,45m. Eine große Partie seidene Interröcke in 16 Farben jezt durchschnittlich 4 Mark per Stüd. Hervorragende Neuheiten in Elsasser Waschstoffen: Reinwollene Elsaffer Mousseline, vorzügl. Qual. Met. 45 Bi Schwere englische Nips- Viques statt 1 M. jetzt Met. 35 f. Elfaffer Levantine und Percal, nur neue Muster Met. 28 Pf. Elsaffer Battiste, reizende Blumen-, Punkt- und Streifenmuster, allerbeste Qualitäten Met. 32, 35 t. 42 Pf. Bestickte Schweizer Mulle und Plumelis, Puntt. 58 Bf. und Blumenmuster Met. 583F.. Leinen- und Baumwoll- Waaren, fertige Wäsche. • Meter 75 Pf. Meter 60 Pf. 4 M. 90 Pf. 3,90 m. 1,25 M. Köper- Inlett in ganzer Bettbreite Weiß- Damast in ganzer Bettbreite Wollene Damen- Kleiderstoffe. Damast- Gedecke mit 6 Servietten Einfarb.Panama Stoffe, alle Farben, doppeltbreit Meter 50 Bf. Leinene Kaffeedecken mit breiter Borde Engl. Zwirnstoffe, vorzügl Qualitäten, doppeltbr. Meter 60 B. Breite Damaft- Handtücher, ganzes Dußend. Neinwollene Kammgarn Beiges, doppeltbreit Meter 70 Bf. Damaft- Servietten, a Duhend Meinw.Frühjahrsstoffe, engl. Geschmack, doppeltbr. Met. 75 Pi Lonifianatuch für feine Wäsche, Stück 20 Meter, nur 6,90 m. Einfarbige Tyroler Lodenstoffe, 120 cm breit Meter 85 V. Damen- Hemden and Reuforce mit Handlanguette 1,50 M. Englische Bocker- Stoffe, 120 cm breit Meter 95 Pf. Damen- Beinkleider aus Renforce mit Stickerei Reinwollene engl. Cheviots, 120 cm breit Meter 1,18 M. Damen- Nachtjacken, aus Dimiti Himbeer-, Kirsch- u. Johannisbeer- Saft, anerkannt vorzüglich, à Liter Mt. 1,20. Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung tommen in der Kosthalle der Berliner Groß- Destillateure unsere sämmtlichen Fruchtsäfte als Fruchtlimonaden glasweise zum Ausschant. Eugen Neumann& Co., Berlin SW. 61. Detail- Verkaufßläden: Belle- Vaiance- Blak 6a, Nene Friedrichstraße 81, Oranienstraße 8, Genthiner Straße 29. In Potsdam: Bäckerstraße 7. M.15 M.15 Neugold- Remontoir- Uhren. Marke Neugold gef. geschütt. Mit feinstem Schwetzer Wert, genauest regulirt, von echtem Gold nicht zu unterscheiden. 3 Jahre Garantie für guten Gang. 10 Jahre für unveränderliches Aussehen. Preis per Stück mit 2 Neugold- Deckeln, offenem Sifferblatt, Mr. 15, mit 3 Neugold- Deckeln Sprungdeckel- Savonette), Mir. 20, Damen- Uhren mit 3 Neugold- Deckeln( Sprungdeckel- Savonette), Mt. 21, Neus gold- Uhrtetten in modernen Façons für Herren und Damen Mt. 5 1. 8, Neugold- Ringe für Herren und Damen Mr. 3.50. Versand durch Feith's Neuheiten- Bertrieb, Berlin W., Charlotten- Str. 63. Berlin C. 3, M. Wolff's Nähmaschinen, Neue Grünstr. 27, 48 Mk. . 3uridgefekte( wenig fehlerhafte) Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrit Emil Lefèvre, außte. Pracht katalog Don Berlin S., 158. mit buntfarbigen TeppichIllustrationen, sowie zirka 200 Gardinen und Portièren- Abbildungen in künstlerischer Ausführung auf Wunsch gratis und franto! Größtes Teppichhaus Berlins 1,00 m. 1,00 M. Brauerei-Ausschank Stralau. ( ü Gnstige Fahrgelegenheit mit Stadt- und Ringbahn nach allen Richtungen). Jeden Sonntag: Ball im elektrisch erlengteten Saale. Anfang 4 Uhr. Ohne Konkurrenz! 4/10 Helles u. 4/10 Münchener Bier 15 Pf. Ohne Konkurrenz NB. Die geehrten Vorstände der Gewerkschaften u. Vereine, welche ge willt sind, in meinem Etablissement Sommerfeste oder dergl. Vergnügungen abzuhalten, ersuche ich, sich baldigft mit mir in Verbindung zu setzen. Der Garten( mit Bühne), herrlich am Rummelsburger See gelegen, bietet Raum für 6000 Personen; bei ungünstigem Wetter sind Säle, Zimmer u. Kolonnaden zum bequemen Schuh ausreichend. Gr. Kaffeeküche, Boltsbeluftigungen aller Art, Sport- und Ruderboote stehen zur Verfügung. Achtungsvoll F. Kalbhenn. Moabiter Klub- Haus, No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Musit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der ZivilBerufsmusiker. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Bergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung. Tages- Restaurant Weiß- und Bairisch- Bier Lokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer ind noch einige Tage zu vergeben. C. Fischer. 40532* Märkischer Hof, Admiralstr. 18 c. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegelsaal großer Feßball, große Horn- und Streichmusit, Anfang 4 Uhr, Ende 2 Uhr. Die beiden Säle find Kinderwagen. noch einige Sonnabende frei zu Sommernachts- Bällen, sowie zu Hochzeiten, Festlichkeiten und Versammlungen. Die Restaurationsräume stehen Sonntags Raftens, Leiter u. Den geehrten Familien zur Verfügung. Sportwagen. Gr. Lager Berlins, Fabrikpreise. Reine Marktschreier. Joseph Wiedemann, O., Blumenstr. 38, sind die anerkannt besten und dadurch in ganz Deutschland sehr stark eingeführt. Meine hocharmige Familien- Nähmaschine, sehr elegant, mit allen Neuerungen der Jehtzeit versehen( für Damenschneiderei und Hausbedarf), mit Ver Telephon: Amt VII. 3760, Muster- Bücher gr. empfiehlt Tein Restaurant. Großes Vereinszimmer noch an mehreren schlußkasten und zum Fußbetrieb eingerichtet, infl. fämmtlicher Apparate und Berpadung loftet nur 48 M. Alle Alte Wagen täuflich. Theilzahlung ge- Tagen zu vergeben. Jeden Sonntag: Musikalische Abendunterhaltung entsprechend billigste Breise. 30 tägige Probereit und Vom 1. Mai bis 15. Oktober Gewerbe- Vereinshans ,, Süd- Ostif, Waldemarstr. 75 5jährige schriftliche Garantie. Jede Maschine, die nicht gefällt, nehme auf meine Kosten nr. Andreasstr. 53. parterre a. zurük. Arten Schneider- und Schuhmacher Maschinen, dem stattet, möchentlich i M. Prospekt mit Anerkennungen tostenlos und frei. Ausstellungs- Hauptgebäude. 1. Etage. Jed. Sonntag: Gr. Ball. Ferner empfehle ich meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen Sonnabenden an Vereine zu vergeben. Hermann Brüder. eftlichkeiten und Bersammlungen; im April und Mai ist derselbe noch an Meine Kunden wissen was ein billiger Verkauf bei mir bedeutet. Es ist überflüssig zu sagen, daß ich alle Waaren wie annoncirt, verkaufe. Privatlente( Wiederverkäufer ausgeschlossen) können von allen Artikeln so viel sie wünschen bekommen, ich beschränke Niemand, wie es so häufig bei derartigen Gelegenheitskäufen geschieht, auf 5-10 mtr. oder 1-2 Std. einzelner außergewöhnlich billig angepreister Waaren. Der Erfolg ist daher auch ein wirklich großartiger, und sind meine bedeutend vergrößerten Lokalitäten kaum im Stande, dem großen Andrang den nöthigen Raum zu bieten. Auch der kleine Versuch würde den betreffenden Käufern klar vor Augen führen, wie außergewöhnlich preiswerth sämmtliche Waaren meines koloffalen Lagers verkauft werden. Zu noch nie dagewesenen Preisen kommen folgende Waaren zum Verkauf: 1 großer Poften schwarz reinwollener, ge- 11 Poften 120 ctm. breite ganz gute euglische lemusterter Stoffe, doppeltbreit, Mtr. 54 Pf. Cheviots, reine Wolle Mtr. 1,28. 1 großer Posten englische Frühjahrs- Neuheiten, 1 Posten Mousseline de laine, 80 ctm. doppeltbreit Mtr. 48 Pf. 1 großer Posten doppeltbreite englische Mohairs in den schönsten Deffins... Mtr. 98 Pf. 1 großer Posten schwere, reinwollene CöperBeiges, doppeltbreit, in grau und mode Mtr. 86 Bf. 1 großer Posten reinwollene, elegante Früh jahrs- Neuheiten in den schönsten Stellungen, doppeltbreit..... Mtr. 75 Pf. 1 Poften 60 ctm. breite, gestreifte Seidenstoffe zu Blousen und Kleidern Mtr. 98 Pf. 1 Posten schwarze Merveilleux, vorzügliche, griffige Qualität Mtr. 1,10. 1 Poften reinseidene schwarze Damaffé in den schönsten Teffins. Mtr. 1,70. 1 Posten reinseidene franzöfifche Fonlards, nicht mit der jegt imitirten, in den Handel gebrachten Waare zu vergleichen. Mtr. 98 Pf. 1 Posten Changeant in allen Stellungen zu Blousen. Mtr. 78 Pf. 1 Poften reinwollene englische Cheviots, schwere griffige Waare, in allen Farben, doppeltbreit, • • 1 breit. 83 ctm. breit 1 Mtr. 45 Pf. Poften Levantine in den schönsten Dessins, Mtr. 28 Pf. 5000 D. ganz feine Quisiana- Taschentücher, mit u. ohne bt. Kante, für Herren u. Damen, T. 2,20. 1400 Std. vorzügliches Hemdentuch, fein- und starkfädig, zu Bett- u. Leibwäsche, Stat. von 20 Mtr. 6,90. 5000 DH.Gerstenforn- Handtücher, gute Qualität, D. 1,95. 250 D. Drell Tischtücher, schwere griffige Waare Std. 58 Pf. 900 Dh. Drell Servietten, schwere griffige Waare 250 DB. große Wirthschaftsschürzen mit Achsel Th. 2,75. bändern und Besak Std. 75 Bf. 400 D. elegante Tändelschürzen mit reicher Garnirung, sonstiger Preis 1,25, jetzt Etc. 60 Pf. Große elegante Moiré Unterrücke mit ſeidenen Streifen, bisheriger Preis 8,50, Std. 4,95. Große gestreifte seidene Unterröcke in allen Farben, hell und dunkel Std. 4,45. Echter Capes- Sammet. Mtr. 1,35. Mtr. 84 Pf. Echter Plüsch • Mtr. 98 Pf. Die Restbestände der Französischen Seidenwaaren werden, so lange der Vorrath reicht, zu folgenden 3 Preisen verkauft: Serie 1 2,80 Serie II 3,20 Serie III 3,45 Der reguläre Preis abiger Seidenstoffe ist 8-10 Francs pr. Mir. Nach außerhalb fönnen Proben des großen Verkehrs wegen nicht verabfolgt werden, dagegen wird jeder Auftrag auf das gewissenhaftete ausgeführt und bei Nichtkonvenirung jeder Gegenstand auf meine Kosten umgetauscht oder der Betrag nach Abzug von 20 Pf. Poftipesen zurückerstattet. Central- Haus D. Kirschner SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELBADER. 4222L* Berlin SW., Belle- Alliancestraße 101. pulb 1 Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Loh- Tannin-, Heisstrockenluft- u. Dampfkastenbäder m. Verpackung, Massage, Ritter- Bad, Bad Frankfurt, 18, Ritterstr. 18.( Eeke Prinzenstr.) 136. Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins u. Umgeg. Zweiggeschäfte existiren nicht!!! ARE DE Kostenfreie Behandlung Minderbemittelter. Heilanstalt unter ärztlicher Leitung. Neue Königftr. 22, am Alexanderplay. Täglich 3-5, Möbel, Spiegel. Polsterwaaren von Bruno Timmel& H. Schubert i S Grünerweg No. 103, " 9 Ecke der Krantstr. Empfiehlt dem werthen Publikum Fabrikate aus nur ontem tromenem Holz und sonstigen besten Stoffen. Alle Waaren vom einfachsten bis zum elegantesten Genre zu äußerst billigen Preisen, wie sie teine Konkurrenz billiger zu bieten im ftande iſt. Theilsahlung geftattet. D 4889L* 1. Filiale: Berlin O., MH Von 4 M. an pal/ Preistifte bon Carl Stier Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe. 168 Oranien- Straße 168, zwischen Adalbertstraße und Elisabeth- Ufer. A. Anzüge. Mart Jaquet- Anzug von melirtem und farrirtem Budstin, schöne Muster 17,50 Jaquet- Anzug v. melirtem gezwirnt. Buckskin, schöne Must., sehr haltb. 20, Jaquet- Anzug von dunkelblauem Cheviot, ein oder zweireihig.. Jaquet- Anzug von Lopen, schöne Melangen • 9 20, • 22,50 • 28, 30, 30, Jaquet- Anzug von feinem Cheviot, farrirt und melirt. Jaquet- Anzug v. dunkl. Velour, sch. Must., sehr haltb. u. schwer 36, 37 u. 22,50 Jaquet- Anzug von blauen Cheviot, eleganter Anzug, ein od. zweireihig 30, Jaquet: oder Rock- Anzug von Kammgarn, haltbar und elegant Jaquet- Anzug von feinem Loden, sehr eleganter Reises Anzug Jaquet- oder Rock- Anzug von gemustertem Rammgarn, eleg. Anzug 86, Jaquet- oder Rock- Anzug von einfarb. Rammgarn, fein. Salonanzug 36, Jaqurt- Anzug v. feinstem Cheviot, blau od. schwarz, ein- od. zweireihig 36, 42, Jaquet- Anzug von prima Cheviot, blau oder schwarz Jaquet- Aning v. prima mel. Cheviot, größte Neuh., hocheleg. u. f. haltb. 45, Jaquet- oder Rock- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, 42, eleganter Promenaden- Anzug, Neuheit..... Jaquet- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, Neubeit, sehr fein 45, Gehrock- Anzüge in Kammgarn od. Tuch, sehr elegant 36, 40, 45 bis 54, .601 B. Paletots. Paletot v. Cheviot in helleren Farben 15, Valetot v. Ch., halbschw., i. fch. Mittelf. 18, Valetot v. 3wirnbuckskin, sehr dauerh. 18, Paletot von feinem Diagonal- Cheviot 22, in allen Farben, sehr elegant Paletet v. Cover coat( Sportpat) hochm. 20, aletot v. Chev. Diag. m. Seide abgefütt. 25, Paletot von Cover coat( Sportpaletot) 25 M, mit Seide 27, Paletot von Cover coat( Sportpaletot) prima 36 u. 33, Paletot v. Vel., dunkle Farb., fräft.Stoff 18, Paletot v. Satin- Ramingarn in schön. dunklen und Mittelfarben. 24, Valetot v. fein. Stammg., hocheleg. 36 u. 38Havelock v. hell. Lodenst. 12 u. 10,50 Havelock von reinwoll. Loden in schön. grauen, braunen u. mode Farb. 28 it. 20, Havelock v. reinwoll. Loden, prima in 27 u. 24, allen feinen Farben. Havelock von Kameelhaarloden. 30 u. 24, Nen! Havelock von feinstem VicunaLoden, federl.( nur 1160 Gramm schwer) hochelegant 86, C. Holen. Sole v. gezwirutem Buckskin in melirt. • Mustern Hose von Buckskin, kräftige Winterhose Bose v. Zwirnbuckskin, schöne gestreifte Muster in haltbaren Stoffen. 3,10 4,50 • 5,50 Hose v. Forster Zwirn Cheviot, eleg. haltbare Stoffe. 7,50 Hose v. Velour, in fräftiger, gestreifter Waare, hell und dunkel. Hose v. Belour, in sehr fräftiger Waare, 6,50 • 8, gestreift oder gemustert. Hose von schwarzem Satin 15,--, 12,-, Hofe von Kammgarn, mit Seide, Hochfeine neue Muster hose von Velour, prima. Hose von Aachener Rammgarn, sehr elegant. hose von prima Rammgarn, bochfein 10,- und 8,50 0 • 9,50 • 12, 9 20, und 10, 12, . Hole von Kottbuser Zwirn, Neuheit, sehr elegant und fest Hose von Kottbuser Cheviot D. Knaben- Anzüge. • bis 15, 8,50 14,- und 12, In Knaben- Anzügen halte ich stets eine sehr große Auswahl der neuesten Stoffe und Façons und empfehle dieselben schon von 4 Mark an. Einfegnungs- und Burlihen- Anzüge sind in reicher Auswahl zu billigen Preisen vorganden. Echt Bayrische Lodenjoppen wasserdicht mit und ohne Futter 20,-, 18,-16,50, 15,50, 12,-, 10,- bis 8,- Mark Kameelhaar- Lodenjoppen vollständig wasserdicht 20,-, 16,. 12,50 Die festen Preise sind an jedem Gegenstand deutlich angegeben. Handel ausgeschlossen. Nach auswärts stehen Mufter und Maaßanleitung frei zu Diensten. Nur Chausseestrasse 57 Bereinigte Pommersche Meiereien. Ecke Liesenstrasse. D. Perleberg Berlin N., Chauffeestraße 57, Ecke Liesenstraße. Größtes und ältestes Etablissement des Nordens für Herren- u. Knaben- Moden. Anfertigung nach Maak, Wertstatt in der ersten Etage. zu Berlauf außergewöhnlich billigen aber streng festen Preisen. 7 Mart. Billight. Detailverkauf f. deutsche u. engl eis. Bettstellen. Patent- atrahen- Fabr. mit Dampfbetrieb.( Preistourant gratis.) strasse 127,§. pt. Berlin. E. Sass, Detailvert. u. KöpnickerBuffer- Handlung. Comptoir und Lager: Berlin, Alexanderstrasse 64. Potsdamerstraße 8. Potsdamerstraße 28a. Askanischer Platz 4. Kurfürstenstraße 46. Nettelbeckitraße 14. Rankestraße 36. Detail- Geschäfte: In Charlottenburg: Schillerstraße 50. Altonaerstraße 7. Wallstraße 81. Prenzlauerstraße 32. Invalidenstraße 185. Brunnenstraße 32, Ecke Antlamer. ftraße. In Schöneberg: Kaiser Friedrichstraße 6. Offeriren Pommersche Meierei- Butter und sämmtliche in Berlin üblichen Buttersorten unter Garantie DF für deren Reinheit. Möbeltischlerei 4877L* und Polfferwaaren- Fabrik von A. Schulz, Reichenbergerstr. 5, an der Ritterstrasse. Gegründet 1878. Liefere Wohnungs- Einrichtungen unter Garantie in Husban und Mahagoni von 240, 300, 400, 500, 600 bis 6000 Mt. in anerkannt gediegener Ausführung. Auch Einzelverkauf zu Fabrikpreifen. Billigte. Preisberechnung. Preislisten franko. 4612L* Goldarbeiter H. Gottschalk, 37. Admiralstrasse 37. Uhrmacher Reichhaltigste Auswahl in Gold-, Silber-, Alfénidewaaren, Uhren, Regulatoren, Wecker. Feffe, billigte Preise. Trauringe, 2 Dukaten schwer, reell 900 gestempelt, 20 Mark. Kennen Sie schon„ Oppo" in der Tonne? „ Opal" ist das neueste und beste Fleckenwasser der Welt! „ Opal" 66 ist wohlriechend und nicht feuergefährlich, entfernt selbst Wagenschmiere, alte Oelfarben und jeden sonstigen Fett- und Schmutzfleck sofort, ohne Farbe und Stoff im Geringsten anzugreifen, während Benzin feuergefährlich und schlecht riechend ist, nur Fettflecke entfernt und Ränder hinterlässt. Man kaufe daher nie mehr Benzin, sondern nur noch ,, Opal in der Tonne à 30, 50 und 90 Pf. Opal- Schwämmchen, extra präparirt, à 15 Pf. Lager in Berlin: F. Ketzer& Co., N. 24, Oranienburgerstr. 1-3. Haupt- Dépôts in Berlin: H. Barkowski, NO., Weinstr. 20a. Hans Jüngel, SW., Dessauerstr. 30. M. Mehnert, NW., Birkenstr. 68. R. Sauer, C., Kaiser Wilhelmstr. 47. Th. Schaeffer, SW., Oranienstr. 109. H. Schnurpfeil, SO., Wrangelstr. 87. Haupt- Dépôt in Charlottenburg: A. F. Neumann Söhne. En détail in allen Droguenhandlungen. A. Wasmuth& Co., Ottensen- Hamburg. Der Kampf gegen die Schleuder- Geschäfte E Theures Weib, gebiete Deinen Thränen, Und vergiss die grosse Qual; Deines Herzens schmerzlich Sehnen Wird sicher stillen mein, Opal". OPAL der Herren- und Knaben- Garderoben- Branche, den ich vor einem Jahre unternahm, hat zum theil einen guten Erfolg gezeitigt. Das Publikum wurde über die Machinationen und die marktfchreierische Reklame aufgeklärt. Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, find fast gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe. wenigstens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld fosten. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trotz der billigen Anpreisung immer noch als viel zu theuer erfennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Publikum im eigensten Interesse die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. Meine 5 großen Schaufenster Köpnickerstraße 121, Ecfe Michaelkirchstraße, zeigen den Baffanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt. Die zu verkaufenden Garderoben find genau ausfalkulirt und ist der Nutzen hierbei, meinem großen Umsatz entsprechend, ein nur mäßiger. Die ausgestellten Kleidungsstücke sind in allen Größen( auch für ganz starte Figuren) am Lager vor. handen. So bedeutend wie in fertiger Herren- und Knaben- Garderobe, ebenso überraschend reichhaltig ist auch mein Lager in und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maak. Die Werkstatt befindet sich im Hause, und wird jeder Auftrag in türzester Zeit, wenn nöthig, binnen 12 Stunden ausgeführt. Zur Bequemlichkeit und ungenirten Anprobe sind Ankleide- Rabinete vorhanden. Ich lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellosen Sitz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreelle Hochachtungsvoll Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird. Karl Zobel, Serren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpnickerfr121 ,. Wo alles vergebens, helfen nur noch Münsel's Loh- Tanninbäder. Sicherste Seilung bei( idt, Rheumatismus, atkrankh, Franenkrankh., Magen-, Nerven-. Nieren- und Blasenleiden, veralteten Geschlechtsleiden, fowie Folgen von Quecksilberkuren, täglich für Damen und Herren bis abends 10 Uhr, Lohbäder für Krankenkaffen. Juhaber der Annonce das erste Bad für 1 M. Wallstr. 70, Neu- Kölln a./W. 6-8, Ansbacherstr. 19 oder Pankstr. 32. 1200 Homöopath. Arzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7 Knaben- Stoff- sehr billig. und Wasch- Anzüge Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs, Frauen, Nerven, Hautfrankheiten, Gicht, Rheumat* Hoffmann, Veteranenstr. 14. Ecke Michaelkirchstraße. Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- kaftenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Fuj, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher 42042* Orts- Krankenkassen und freien Hilfskassen. Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 Uhr. J.B Elegante Paletots und Anzüge. J. Baer, Berlin N., 4202L* nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reellfter Ausführung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe. Arbeitssachen. Anfertigung nach Maaj. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Elegante Paletots und Anzüge.