Morgenausgabe 7tr. 503 A253 47.Iahrgang S�öcheaMch SÜPf� nu)naMch Z.50 M. im voraus zahlbar. Postbezug 4L2 M. einschließlich 60Pfg.PostzeitungS' und 72 Pfg. Postbestellgebühren. 2luslaud»« abonnemcm S.— M. pro Monat. *e Der Corwins* erscheint wochentüg« sich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausaaben s�r Berlin und un Handel mit dem Titel„Der Abend". Illustrierte Beilagen„Boll und Zeit" und�.indcrsrepnd". Ferner .Frauenstimme" Technik".„Blick in die Bücherwelt".„Iugeyd-VorwärtA- und»Stadtbeilage* Bcrttner SoUsblatt Sonniag 26. Okiober 19)0 Groß-Äerlin'kZ pf. Auswärts 20 pf. Die einspaltige Nonpareillezeile Lll Pfennig. Retlame'>eile Ü.— Reichs» mark.„5Ueine Anzeigen' das ettge» druckte Won 2S Pfennig lzulässtg zwei iettgedruckte Worte),»edes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes wettere Wort 10 Pfennig. Worte über lö Buchstaben zählen für zwei Worte. Ärbeitsmcrkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen Zeile Ä Pfennig. 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An der Unglücksstelle befinden sich be- rcits die Vertreter der Bergbaupolizci sowie der stellvertretende Bcrghauptman«. Cbcnfo ist das Mit- glicd der Regicrungskommission. Morizc. an der Un- 5 liias stelle eingetroffen. Ein weiteres Telegramm meldet: Auf dem weiteit Grubcngelände drängen sich Tauset'de von An- gehörigen der verschullelen Bergleute. Rur mit Mühe können die Feuerwehrleute, Samtätsmannschasten und Grubenbeamten den Ansturm von den Toren des Schachts abdrängen. Im Zeichensaal, mo sich die Vertreter der Presse aushalten, uich wo ab und zu eine knappe Mitteilung über die Lage ausgegeben wird, Hot man riesige weiße Laken ausgebreitet, um die Talen auszunehmen. Noch läßt sich das Unglück nicht im entferntesten übersehen:.bis zur Stunde, p.lö Uhr abends, sind l? Tote geborgen und 20 vcrlehke, darunter fünf Schwervcrlehte, von denen einer gestorben sein soll. Wie viele Tot« es sein werden, laßt sich noch nickst annähernd sogen. Berg- leutc, die die Verhältnisse kennen, bezweifeln, daß auch nur einer der Eingeschlossenen das Tageslicht wieder erblicken wird. Heber die Ursache der Katastrophe ist noch nichts festzustellen. Minister Morize und die gesamte Bergoerwaltung sind eingefahren. Nach den Er- Zählungen des Fahrsteigers der betroffenen Abteilung 9 ist zu per- muten, daß eine Beuzollokomotive im Querbau der vierten Sohle explodiert«, worauf eine Explosion schlagender Wetter folgte. so eingeschlossen und tot. Friedrichsthal, 23. Lktober. Wie die Grubcnvcrwaltung Maybach gegen 23 Uhr tnitteilte, sind noch etwa gy Bergleute unter der Erde. Die Bergverwaltnng rechnet damit, daß samt- lichc SN Eingeschlossenen tot sind. Sämtliche im Saorgebiet befindlichen Bergwerke sind durch den Bersailler Vertrag bis auf weiteres in den Besitz des franzö- fischen Staates übergegangen. Doch gelien die deutschen B e r g b a u b e st i m m u n g e n nach wie vor, wenigstens noch dem Stande voni 11. Oktober 1918. D e u t s ch l a n d hat im Falle einer günstigen Volksabstimmung, die im Jahre 1V3S statisrnben soll und an deren Ausgang niemand zweifelt, das Recht, die Bergwerke samt und sonders zurückzukaufen. Der Rückkaufspreis wird durch ein �gemischtes deutsch-sränzÖfisches Expertenkomitee unter dem Vorsitz eines Unparteiischen,' den der Völkerbundrat ernennen soll, festgesetzt. 20 Tote an Bord der„Baden". Oer verhängnisvolle Volltreffer. Rio de Zaneiro. 25. Oktober.(Eigenbericht.) Der hapagdampfer„Baden" wurde am Freitagabend bei seiner Ausfahrt aus dem hiesigen Hafen, kurz nach dem llebergaug der Bkackst in die Hände der Ausständischen, von dem Küstenfort Eapa- cabana au» beschossen. Der Bug des auslaufenden Schisses wurde von einer scharfen Granate getroffen. 20 Personen wurden gelölet. 35 zum Teil schwer verwundet. Die Opser sind spanische Auswanderer, die nach Buenos Aires reisen wollten. Als die„Boden" getroffen war, machte sie sofort kehrt und fuhr mit der Flagge aus halbmast in den Hasen ein. Di« Reparatur des Schiffes wird mehrere Tage in Anspruch nehmen, von den brasilionischen Amlsslellcn wird erklärt, daß die Beschießung des Schiffes ans eine Verkettung unglücklicher Um- stünde zurückzuführen sei. » Der brasilianische Marineminister hat sich inzwrschcn beim Gs° sandten entschuldigt. Damit ist freilich den armen Teufeln von spanischen Auswanderern, die durch diese, artilleristische Glanz- leistung einer aufgeregten Soldateska ihr Leben eingebüßt haben, nicht gedient. Die Reichsregierung wird mit allem Nachdruck von Brasilien eine Entschädigung der.Hinterbliebenen sowie der Der- letzten, abgesehen von der Wiedergutmachung des Sachschadens, for- der» müssen. Die neuen Männer in Brasilien haben sich iedenfalls durch diesen blutigen Zwischenfall vor der übrigen Welt nicht gut eingeführt.» Ein Manifest des neuen D'rettosiums. Rio d« Zaneiro, 25 Oktober.(Eigenbericht.) Ter von seinem Amt zurückgetretene brasilianische Staats- Präsident Luis wurde auf Anordnung des dreiköpsigen Militär- direktoriuinz als Gesangcncr auf die Festung Capacabona gebracht. Luis' Nachfolger, P r c st e s, der in drei Wochen sein neues Amt antreten sollte, ist von der Bildsläch« v e r s ch w u n- den und verbirgt sich aller Wahrscheinlichkeit nach irgendwo im Bundesstaat Sao Paulo hier streckten die Bundestruppen erst in der Nacht zum Sonnabend die Waffen. In einem Manifest des Direktoriums heißt es, daß der Umsturz tn der Hauptstadt durch de» Wunsch veranlaßt wurde, weiteres Blutvergießen zwischen den Brasilianern zu vermeiden. Der Umsturz in der Hauptstadt kain völlig überraschend und ohne Wissen der revolutionären Führer im Landesinnern. Inzwischen hat das Direktorium eine gemeinsame Konferenz sämtlicher revolutionären Trupp cnführcr vorgeschlagen, die in der Hauptstadt des Landes stattfinden soll. Die Führer des Auf- standcs im Lmidesiimcrn haben den Borschlag angenommen. Mello-Kranco taucht wieder auf! Die Leiter der neuen brasilianischen Regierung enthält einen Namen, der in der Welt seinerzeit eine nicht gerade erfreuliche Berühmtheit genoß: Außenminister ist Mcllo-Franco, jener Diplomat, der im Frühjahr 1926 die Aufnahme Deutsch- l a n d s in dcy Völkerbund durch sein Veto verhinderte. Mello-Franco war ständiger Vertreter Brasiliens in Genf und gehörte als solcher deth Völkerbund an. Unter Berufung auf formelle Instruktionen des damaligen Präsidenten A l v a r e z lehnte er die Gewährung eines ständigen Ratssitzes für Deutschland ab, wenn nicht Brasilien das gleiche Vorrecht zugesichert werde. Der stärkste Druck, die vereinigten Beichwörungen aller übrigen Völkerbunds- stooten vermochten nicht, ihm umzustimmen. Als«r in der Voll- Versammlung, die zu diesem negativen Ergebnis Stellung nehmen sollte, sein« Rede zur Verteidigung des brasilianischen Standpunkts beendet hatte, erhob sich keine Hand zum Beifall, sondern es«r. tönten sogar Pfiffe, ein Vorgong, der in den Annale« des Völker- bundes einzig dastehi. Bald danach schied Brasilien aus dem Dölkerbund, um nicht aus dein Rat' förmlich hinausgewählt zu werden. Mello-Franco vorließ Genf, wie aber behauptet wird, sehr wider Willen, als Opfer formeller Befehle von oben. Oie Wahlreform im �eichsrat. Am 6 November Bollsihuna des RcichsratS. Die Ausschüsse d-s Reichsrats hoben die erste Beratung der Regicnmgsvnrlazc über die Wahlrefvrni abgsschloiicn. Eine zweite Lesung ist für den 3. November in Aussicht genommen Die Verab- schiedung der Wahlresormvorloge durch das Plenum des R« i ch s r a t s dürft« dann am Donnerstag, dem 6. November, erfolgen. England für Abbau des Kriegsgeistes. Die englische Regierung hat die Repierunoen aller Länder in einem Rundichrciben aufae» iordert, in Zukunft die bisher üblichen und gegenseitigen osfiziellcn Kranzniederlegungen an Kriegerdenkmälern einzustellen. Die Slrbeiterregierung ist der Ansicht, daß es Zeit fei. den Krieg zu vergessen und mehr dem Frieden zu dienen. Die Mahnung der Opfer. Mcht Totenklage, sondern Kampf! Aus der Unternehmersprache des englischen Frühkapitalis- MUS stammt die Bezeichnung„Hände" für die Millionen von Menschen, die durch ihre Arbeit die Maschinen in Betrieb und die Wirtschaft in Gang halten müssen. Vom Standpnntt des kapitalistischen Unternehmens aus handelt es sich um not- wendige Hilfskräfte, die man zwar nicht entbehren kann, um deren Existenz aber auch keilte andere Sorge am Platze fei. als daß sie in jedem gewünschten Augenblick in gewünschter Zahl und zu gewünschten kaufmännischen Bedinaunaen zur Verfügung stehen. In unseren kultivierteren Breiten und Zeiten wird die Erinnerung an so ursprünglich-rechnerische Einschätzung der „üaiidL" nicht gern gesehen. Man ist gewöhnt, von den „braven Arbeitern" oder gar„Mitarbestcrn" in tönenden Worten zu sprechen und verwundert zu sein, daß diese Braven zuweilen so ungebärdig sind, auf ihr Menschenrecht zu pochen, Mitbestimmung über ihre Arbeit nach Zeit und Bewertung in Anspruch zu nehmen. Indessen werken und schaffen sie Tag für Tag und Schicht um Schicht. Ihr Leben liegt klar zu Tage und ist doch für so viele noch immer ein undurchdringliches Geheimnis. Bis wieder einmal eine Katastrophe diesen Schleier lüftet und für ein kleines Weil- che» die Aufmerksamkeit auf das Los der unbekannten Men- scheu lenkt, die als„Hände" in dem Rädergetriebe des kapita- listisch verfeinerten Wirtschaftssystems zu fronden gezwungen sind. May hat am Sonnabend die Opfer zu Grobe getragen, die von der G r u b e n.k a.t a st r v p h e bei Aachen dahingerafft wurden. 26-5 Männer, die hunderte, von Metexn unter der Erde in Kohlenstaub und Wasser bei oft unerträglicher Hitze Kohlen schürften, um ihres täglichen Brotes willen, sind auf einen Schlag aus dem Leben ausgelöscht. Ent- setzt stockte der Atem, wie er stockte, als vor wenigen Monaten das gleiche Schicksal hundertundfünfzig Bergproletarier in Neurode niederstreckte. Wie damals, so nahm auch jetzt jedes herz an dem Furchtbaren Anteil, so weit es noch nicht ganz unempfindlich gegen Menschenleid geworden ist. Bei der Traucrkundgebung von Alsdorf, durch elektrische Wellen über ganz Deutschland gesandt, wurden prachtvolle Worte des Gr- denkens gesprochen. Und wenn der Führer des Verbandes der Bergbauindustriearbeitcr, Genosse husemann» dabei mit be- sonderem Nachdruck peinlichste Untersuchung der Ursachen solcher Massenkatastrophe fordert, so wird ihm jeder zu- stimmen, der den noch Lebenden ein gleiches Schicksal er- sparen will. Die Technik des Betriebes ist heute auch im Bergbau ungeheuer verfeinert. Auch die Unfallverhütungs- Vorschriften sind zweifellos gegen frühere Zeiten außerordent- lich verbessert. Aber immer noch reißt der Massentod hunderte aus dem schaffensfrohen Leben, immer noch steigt die Jahreszahl der im Bergbau getöteten Arbeiter allein in Deutschland weit in das zweite Tausend. Gleichsam zur Begleitung der Trauerfeier im Aachener Bezirk kommt aus dem benachbarten Saarrevier d'e Kunde, daß dort am Sonnabendnachmsttag wieder eine Schlagwetter e�plosion die Belogschaft einer Kohlengrube in Gefahr gebracht hat. Wieder wird um das Leben von 90 Grubenarbeitern gebangt. Das Dasein des Bergknappen ist ständig von Todes- gefahren umwittert. Zwangsläufig muß er in jeder Stunde des Tages damit rechnen, daß er das Licht nicht mehr wieder� sieht. Wer ebenso zwangsläufig werden die Söhne der Berg- arbeitersamilien immer wieder in die Grube gehen müssen. Es sei denn, daß die Besitzer plötzlich den Betrieb stillegen, weil er ihnen nicht mehr rentabel erscheint. Sonst find die Bergproletarier mehr als andere an die Scholle gebunden, die ihnen nicht gehört, auf der sie aber um des Brotes willen schaffen müssen. Als ,„hände" in einem großen Räderwerk liefern sie die Kohle, damit Millionen von anderen Händen die Möglichkeit der Beschäftigung finden. * „Auf die Dividenden dürfte das Unglück jedoch keinen Einfluß haben, da diese... bis zum Jahre 1942 in der höhe von 14 Proz. gesichert sind." Das Wort sie sollen lassen stahn... Diese kalte Fest- stellung in der„Deutschen Bergwerkszeitung" beleuchtet blitz- artig die Lage, wie sie wirklich ist. Keine Totenklage und kein Glockengeläut kann daran etwas ändern. Dividende be- ziehen die Aktionäre, anonyme Besitzer der Antellscheme, die ihre Kapitalien in Bergaktien angelegt haben. Welche Le- ?iehMgen, außer den rechnerischen, haben diese„Besitzer" der Unglücksschachte zu den Menschen, die in ihrem Auf- krage ihr Leben täglich und stündlich aufs Spiel setzen müssen? Wo ist auch nur der geringe Lohn dieser Äohlenhauer „bis zum Jahre 1942" gesichert? Sie müsten bei jedem Zlblauf ihres Lohntarifs durch ihre Gewerkschaft immer aufs neue. ringen, um einen 2lbbau zu verhindern und Derschlechterun- gen der Arbeitsbedingungen abzuwehren. Ihr Tageswerk ist Kampf mit der Todesgefahr. Daneben bleibt ihnen der stete Kleinkrieg mit den Ansprüchen auf Dividende, die unbekannte Besitzer der Aktien erheben! Das Massenunglück von Aachen hat die soziale Tragödie wieder einmal lebendig vor Augen gestellt, die den Existenzkampf der Arbeiterklasse in unserer Zeit um- schließt. Heldentod der Proletarier, die die Werte schaffen— Dividende den Besitzern des Kapitals, das in dem Werk profithungrig„arbeitet", um diesen widerspruchsvollen Aus- druck hier einmal anzuwenden. Was für die Bergknappen in ihrem Kampfe um soziale Existenzbedingungen gilt, das trifft fast bis zum Letzten auf j e d e Arbeiterschicht zu. Müssen doch die Berliner Metallarbeiter in der un- geheuren Zahl von 139 990 von dem stärksten ihrer Kampfes- mittel, der gemeinsamen Arbeitsoerweige- r u n g, Gebrauch machen, um dem Anschlag auf ihren an sich schon kümmerlichen Lohn zu begegnen. Die modernen Riesenbetriebe vertreten Kapitalien von phantastischen Aus- maßen. Aber diese Kapitalien bleiben ohne Zinsen, ohne „Dividende", wenn nicht die Massen der„Hände" sich regen, um sie in Werte umzusetzen. Es ist ein g e f ä h r l i ch e s S p i e l, den Lebensstandard der Arbeitermassen noch weiter herabzusetzen. Gefährlich be- sonders in einer Zeit, da ohnehin Millionen von Arbeitern ohne Beschäftigung sind und auf lange Zeit keine Möglichkeit zu erblicken ist, allen zur Arbeit Bereiten auch Arbeitsgelegen- heit zu schaffen. Der Anschlag auf die Lohnhöhe der Berliner Metallarbeiter ist ein Vorspiel zu dem Generalangriff auf den Lebensstandard der Arbeiterklasse im ganzen. Die Trauerklänge vom Rhein her klingen in diese Aimo- sphäre wie Fanfaren zur Erweckung der Arbeiter in ganz Deutschland. Das Schicksal der Bergproletarier ist das Schick- fal aller Arbeiter, die im Riesenbetriebe der modernen Wirt- schaft zusammengepfercht sind. Wenn es noch eines Anstoßes bedurft hätte, hier wäre er gegeben, um den A r b e i t e n d e n ohne Rücksicht auf ihren besonderen Beruf die h a r t e N o t« wendigkeit unverbrüchlicher Solidarität einzuhämmern. Gewerkschaftlicher Zusammenschluß und poli- tische Aufklärung haben aus den„Händen" vergangener Zeiten selbstbewußte und ihres Weges sicher« Kämpfer um die ZuÜunft ihrer Klasse werden lasten. Aber wenn unter den in gemeinsamer Abwehr streikenden Berliner Metallarbeitern noch Zehntausende außerhalb ihrer Gewerkschaften stehen, unorganisiert sind, so muß die Tragödie von Aachen und der Mastenkampf von Berlin diesen und allen Unorganisierten die Augen öffnen. Au, beiden Ereignissen klingt immer lauter und vernehmbarer die Mahnung:„Proletarier Deutsch- lands. oereinigt euch!" Rational! vi« Frau General und die polnischen Wanderarbeiter. Alljährlich werden in der Landwirtschast über hunderttausend polnische Wanderarbeiter beschäftigt, obgleich es in Deutschland über drei Millionen Arbeitsuchende gibt. Die oft elbischen Großgrund- besitze? sind mit diesem Wanderarbeiterkontingent noch nicht zufrieden, sie beschäftigen darüber hinaus noch illegal eine beträchtliche Anzahl polnischer Arbeiter, die über die Grenze geschmuggelt werden. Eine Kommission des oft- preußischen Landesarbeitsamtes hat in diesen Tagen auf dem Gut Groß-Grieben. das dem General Hell, dem Landesoerbandsvorsitzenden der Deutschnatianalen Valkspartei gehört, festgestellt, oaß etwa 9 9 polnische Wanderarbeiter illegal beschäftigt wurden. Der Herr General ließ sich vor der Kommission nicht sehen. Die Frau General aber, die von dem Anrücken der Kammistion be- nachrichttgt worden war, hatte höchst eigenhändig die illegalen polnischen Wanderarbeiter in«ine naheliegende Waldung gebracht, um sie dort zu verstecken. Sa handelt ein ostpreußischer Großgrundbesitzer, ein Führer der Deutschnatianalen und ehemaliger General. Und so wie er handeln nach den Erfahrungen der Kommission viele seiner ostelbischen Kallegen! Gefängnis für Aazirowdys. Oer Prozeß gegen die Buchrucker-AitentSter. Jtlctbors, 25. Oktober.(Eigenbericht.) Im Meldorfer Prozeß, in dem sich Hitlerianer zu ver- antworten hatten, die vor wenigen Wochen Anhänger der Straßer- Opposition blutig verprügelten, wurde« am Sonnabend acht An- zeklagt, zu Gefängnisstrafen von einem Monat bis vier Monaten verurteilt. Mehrer« Angeklagte, denen d>s Beteiligung an der Prügelei nicht einwandfrei nachgewiesen werden konnte, wurden sreigesprochen. Der Staatsanwalt hatte für neun Angeklagte Gefängnisstrafen von 3 bis 8 Monaten beantragt. Hakenkreuzverleumder verurteilt. Er Hai den ältesten kommunistischen Schwindel ausgewärmt. heilhronn, 25. Ottober.(Eigenbericht.) Der SSjährige Führer der Heildronner Nationalsozialisten. tzakob Mayer, der früher der KPD. angehörte, hatte sich wegen Beleidigung des Chesredakteur» d«s s,B o r w ä r t s", Stampfer, und de» Verlegers des„Vorwärts". Glocke aus Berlin, sowie der <)eilbronner Sozialdemokraten Ulrich, Müller und Knapper iu verantworten, weil er behauptet hatte, der„Vorwärts" hätte von körn Juden Gvldschmibt über 8»? 090 Mark erhalten und auch da» Oer neue fy Starke Bedenken d Di« Reichsregierung hat am Freitag den Entwurf des Haus- Haltsplans für 1931/32 oerabschiedet. Er soll in Einnahmen und Ausgaben mit 19)£ Milliarden balancieren. Da der Reichs- Haushalt für das laufend« Jahr 1939/31 die Höh« von rund 12 Mck- liarden erreichen wird, so würde das«ine SentungderReichs- einnahmen und-ausgaben um rund 1599 Mil- lionen bedeuten. Um die Richtigkeu dieser Angaben nachzuprüfen, muh man genauere Zahlen als die bicher veröffentlichten abwarten. Emst- weilen haben wir den Eindruck, als ob die Rechnung der Regierung eine Fülle von sachlichen und politischen Fehlern enthält. Wir glauben insolgedeflen nicht, daß die Angabe der H ö h e des künftigen Hoiishollsbedarfs richtig fst, wir sehen auch in den Berschlögen der Regierung noch keine Sicherheit für die Aus- 1 a l a n c i e r u n g des Rcichsetats. Die fachlichen Fehler in der Rechnung der Regierung befinden sich sowohl in der Schätzung der Einnahmen als auch in der der Ausgaben. Bei den Einnahmen treten zu dem Ausfall infolge Rückgangs der Steuerträge, sowie der Verminderung der Vermögenssteuer, der Aufbringungsumlage, der Umsatzsteuer, der Kapitalertragsieuer und der Obligationeniteuer noch andere Ausfälle hinzu. Sie werden in der Hauptsache hervorgerufen durch den Fortfall von einmaligen Einnahmen die nur im Jahre 1939 erzielt wurden, die für das Jahr 1931 aber nicht in Frage kommen. Das sind 175 Millionen. Dazu treten 50 Millionen aus dem Fortfall von Reichsbahnoorzugsattien, da nicht 150, sondern 200 Millionen in diesem Jahre aus dem Verkauf erlöst wurden. Di« Aufhebung der Kapitalertragsteuer dürfte nicht 69 sondern 109 Mil- lionen kosten. Bereits auf der Einnahmeseite zeigt sich also eine. Verschlechterung von SS Millionen gegenüber den Angaben der Regierung. Zlehnltche Rechenfehler scheinen sich auf der A u s g a b e n s e i t« zu befinden. Die Verminderung der Zuschüsse zur Arbeitslosen- Versicherung beträgt nicht 599, sondern 575 Millionen. Der Aufwand sür die Krisenfürsorge ist angesichts der dauernd steigenden Zahl von Krisenunterstützungsencpfängern mit 429 Millionen wesentlich zu modrig angesetzt. Vor allem aber sind die Kürzungen an den Ueber- Weisungen für Lander und Gemeinden kaum durchführbar, da sie bei den steigenden Wohlfahrtslasten der Gemeinden deren Finanzen vollkonunen zerrütten würden. Die Beamtengehallskürzung ist dem- gegenüber kein« hinreichnde Entlastung. Selbst die Inanspruchnahme der Steuerquellen für die Gemeinden aus der Notverordnung könnt« kein ausreichender Ersatz sein. Aber weit wichtiger alz diese sachlichen Fehler scheint uns die Tatsach« zu sein, , baß eiustwelleu die Regierung kaum für irgendeinen ihrer Borschläge eine sichere Mehrheit hat. Gegen die Heraufsetzpng der Freigrenze bei der Vermögens- steuer von 5999 auf 29999 Marl, gegen die Freilassung der Umsätze unter 5999 Mark von der Umsatzsteuer wirb man entscheidende Bedenken nicht gellend machen brauchen. Trotzdem bleibl di« Frage, ob der jetzige Augenblick der Finanznot der richttge ist. um solche Steuerermäßigungen vorzunehmen, zumal die Ersparnisse „Neckar-Echo" hätte von diesem Bettag etwas abbelommen. Mayer wurde zu 59 Mark Geldstrafe oerurteill. Für«ine weitere Beleidigung Knappcrs srhielr er 25 Mark Geldstrafe. Der Tarif für Verleumdungen, der beim Heilbronner Amtsgericht auf Hakcnkreuzler Anwendung findet, muß die Verleumder geradezu ermutigen! Goebbels-Nevifion verworfen. Berufung auf Immunität abgewiesen. In der nationalsozialistischen Zeitung„Der Angriff" erschienen 192S insgesamt sechs gegen den Berliner Polizeivizepräsidenten Dr. Weiß bzw. den Berliner Polizei Präsidenten Zörgiebel gerichtete Artikel, die als beleidigend beanstandet wurden. Im Zu- sammenhang hiermit wurden Strafverfahren gegen den Schrift- steller Dr. Goebbels und den Schrislleiter D h r r wegen Be- leidigung anhängig gemacht, die jedoch mit einer Ausnahme wegen Amnestie eingestellt wunden. Das Landgericht II Berlin verurteilte am 29. November 1929 Dr. Goebbels und Dürr wegen gemeinschaftlicher öffentlicher Beleidi- gung zu je drei Wochen Gefängnis. Das Landgericht bezeichnete die beanstandeten Aeußerungen als ungewöhnlich boshaft und gehässig und verneinte den Schutz des Para» graphen 193 StVB. Gegen das Urteil des Landgerichts legte außer den Angeklagten auch die Staatsanwaltschaft Revision ein. In der Revisionsoerhandlung beantragte der Reichs- anmalt, die Revisionen von Dr. Goebbels und Dürr zu verwerfen, jedoch auf die Revision der Staatsanwaltschaft das Urteil des Landgerichts aus- z u h e b e n und die Sache zwecks Einbeziehung der übrigen fünf Artikel an die Vorinstanz zurückzuverweisen. 'Auf die Immunität könne sich Dr. Goebbels nicht berufen, da er die ihm zur Last gelegten Straftaten oerübt habe, bevor er Reichs, tagsabgeordneter wurde, und da der neue Reichstag bisher die Ein- stellung des Verfahrens nichr verlangt hat. Der Senat schloß sich in Ergebnis und Begründung der Auffassung des Reichson- waltes an. Hakeukreuzrüpel an tlntversitäiev. Einschreiten des Kieler Rektors. In Kiel fand vor einiger Zell«in B a ch- F e st statt, aus dem der republikanische Professor der Theologie Dr. L a u m g a r t e n die Festrede hielt. Die nalicnalsazialistische Hochichulgruppe der Universs. töt verbreitete aus diesem Anlaß ein Flugblatt, dos ebenso gemein wie verleumderisch den Professor angriff. Als Antwort hat nunmehr der Reltor der Universität oerfügt, daß der Hochschulgruppe Kiel des nationalsozialistischen Studentenbundes die Rechie und Anerkennung eines akademischen Vereins entzogen 9 tv W/ W Ii w w BBGGGK r Sozialdemokratie. an Verwallungs kosten sich erst in spateren Jahren auswirken können, Wesentlich stärker sind die Bedenken gegen die Verminderung der Aufbrtngungsumlage um 129 Millionen, gegen den Fort- fall der Kapitalertrag st euer und der Obligationen- st e u e r. Das sind einsettigo, in erster Linie den Großbesitz ent- lastende Maßnahmen, die in der jetzigen Zell überhaupt nicht ver- ständlich sind. Völlig ablehnend steht die Sozialdemotrati« dem Fortsall der Zuschüsse zur Arbeitslosenverstch«'- rung gegenüber, obwohl die Erhöhung der Betträge aus 6M Proz. im Jahre 1931 sicher geringere Zuschüsse vom Reich verlangen wird als 1939. Einstweilen aber handell es sich bei den Vorschlägen der Regierung um Pläne, die zwar im Zusammenhang rntt den 2)? Dutzenden geplanten anderen Gesetzcntwürscii in den nächsten Monaten Retchsrot und Reichstag sehr ausgiebig beschäftigen werden, deren Verwirklichung aber wohl kaum ohne große Aenderungen möglich sein dürste. 400 Millionen Gozialleistungen weniger? lieber die im Reichshaushalt für 1931 vorgesehenen Kürzungen teilt der Demokratische Zeitungsdknst folgende Zahlen mit: 499 Mill. Mark bei den sozialen Ausgaben 399,,„„ sonstigen Reichsausgaben 400.„ durch Verminderung der Steucrüberwcisungcn Im einzelnen sind folgende Kürzungen beabsichtigt: Auswörtixes Amt 4K Millionen, Innenministerium 4 Millionen, Reichswirtschaft?- ministerium 3)4 Millionen, Rcichswehrministerium 29 Mil- lionen Mark. Beim Reichsarbeitsministerium sollen eingespart werden: 129 Millionen Sozialversicherung, 279 Millionen Arbeitslosen- Versicherung und Arbettsvermiltlung, 19 Millionen Versorgungs- dienstftcllen. Neichsprafidentengehalt gekürzt. Oer Reichspräsident schließt sich den ReichSministera an. Der Reichspräsident hat sich dem Beschlüsse des Reichs- kanzlers und der Reichsminister, nicht erst eine gesetzlich« Herab- setzung der Bezüge abzuwarten, sondern bereits ab 1. Rovenider d. I. aus 29 Proz. ihrer Gehaltsbezüge zu verzichten, angeschlossen und demenlfprechend mit Wirkung vom 1. November d. I. ab dem Reichsfinanzmimster 20 Proz. seiner Gehollsbezüge zur Verfügung gestellt. Otto Braun bei Brüning. Besprechungen über das Jinanzprogramm. Der preußische Ministerpräsident Otto Braun hatte am Sonnabend eine längere Unterredung mit dem Reichs- k anzler, in deren Verlauf zcchlreiche schwebende.politische Fragen erörtert wurhen. Im Laufe der Woche wird der Reichskanzler zunächst mtt Derttetern der mitteldeutschen Länder und dann mit der sächsischen Regierung Besprechungen führen. Das Ziel dieser Unterredungen ist. sür dos Finanzvrogramm der Regierung im Reichsrat eine möglichst breit« Basis zu schaffen und damit den Gang der Beratungen diese? Programms im Reichstag zu erleichtern. werden, weil durch die unqualifizierten Angriffe gegen die Ehre. Ordnung und das Ansahen der akademischen Lehr- und Lernttciheit oerstoßen worden ist. Schon.im Ansang dieses Jahres muhie der Senat der Universität der sogenannten Freien Kieler Studentenschaft, dem Zusammenschluß der reaktionären Studentengruppen, die Anerlemuing als akademischen Verein entziehen. Ihm folgen jetzt die Nazis selber, die durch ihr Verhalten wenigstens das eins hsrbeige-ührt haben, daß die repudlikanischen Studenten aus ihrer Reserve hermisgetveten sind und eine erfreuliche Aktivität entfalten. Los von der KPO.! We»l sie die Arbeiterbewegung spaltet Schweidnitz. 25. Oktober.(Eigenbericht.) Ter kommunistische Stadtverordnete des Schwerd- nißer Stadtparlaments und Betriebsrotsoorsigend« Ra ue r ist zu r Sozialdemokratischen Partei übergetreten. Er begründet seinen Schritt mit folgendem Schreiben an den Vorstand der SPD.: „Hiermit erkläre ich meinen Eintritt in die So-wldcmolratisch« Partei. Sechs Jahr« habe ich meine Kräfte der KPD. zur Vor- fuzimg gestellt. Das unsinnige Treiben der Kow° niunisten gegenüber den Gev-crksch asten, das nur die Zerschlagung der Gewerkschaften zum Ziele hat, hat mich erkennen lassen, daß sich die P o l i t i k der KPD. nur zum Schaden der Arbeiterschaft auswirken kann. Di« Gründung der RGO. blieb eine unverantwortliche Spaltung der Arbetterbewegung in einer Zeit, in der nur di« Geschlossenheit der Arbeiterschaft die reaktionären und faschistischen Angriffe des Unternehmertums erfolgreich abwehren kann. Deshalb lege ich auch mein Stodtoerordnetenmandat, nicht nieder, sondern ich werde mit der sozialdemokratischen Stadtverordnetenfrakiion die Interessen meiner Wähler, ganz besonders der ilädtischen Arbeuer, vertreten." Oer Zerfall einer Partei. Auflösung der öemokrat.schen Orgauisat on in Württemberg. Skuklgark, 25. Oktober.(Eigenbericht.) Aus der Deursche» Demokratischen Partei Württembergs sind jetzt auch di« bekannt« Frauenrechtlerin und frühere Abgeordnete Mathilde Planck und die Dichterin Anna Schieber aus- getreten. Es ist bemerkenswert, daß noch dem vor einigen Tagen gemeldeten Austritt der Vorsitzenden der Frauengruppe, Frau Dr. Oswald, und der Stttttgarior Gemcindcrätin Frau Dr. Kopp, eine 'Versammlung der Frauengruppe mit der einstimmigen Annahme einer Sympathieerklärung sür die ausgeschiedenen Frauen endete. Die Demokralifche Partei scheint allmählich immer mehr in einen Zustand völliger Auflösung hineinzugeraten. Die Haftentlassung des Fememörder» Slapproth wurde von den Kommunisten stürmisch gefeiert. Alit um so größerem Zorn nahmen sie die Berufung Severings zum preußischen Innenminister auf. MWastMastrophe des Faschismus. Versatt aus der ganzen Linie. Locaruo, ZZ. Oktober 1930.(Eizsndericht.) Wahrend in Mailand der Konsul der faschistischen Miliz Dabbusi vor Gericht steht, weil er für sechs Millionen Lire Gefälligkeitswechsel und für zwei Millionen Lire ungedeckte Schecks zu seinem Lorteil einkassiert hat, decken die offiziellen Statistiken eine kakostrophake Mrlschaskslagc auf. Die Abrechnung des Schatzes vom. 20. September ergrdt für den letzten Monat ein Defizit osn 207 Millionen, die öffentliche Schuld ist in der gleichen Zeit um 288 Millionen gestiegen, de? Notenumlauf um 97 Millionen vermehrt worden, macht alles in allem eine halbe Milliarde und 92 Millionen neuer Schulden in einem einzigen Monat. Und dabei macht man einen Zkiefenklimbim wegen 136 Millionen, die der Ministerrat für neue öffentliche Ar- beiten ausgeworfen hat Die Schuldenlast einer einzigen Woche licträgt eine größere Summe. Und wie steht es mit dem Wirtschafts- leben? Man lese, was unter dem Titel„Die Fortschritte des natio- nalen Lebens" ausgeplaudert wird. Lern«hrt ist einzig und allein die Produktion der... Kinder und des Papier». In den ersten neun Monaten des Jahres sind 28 489 Kinder mehr geboren als in der entsprechenden Zeit des Dorjahres, und die Papiererzeu- gung ist um beinahe 10 000 Meterzentner gestiegen. Wer sonst Rückgang aus der ganzen Linie. Um 200000 Tonnen weniger gewalztes Eisen, 114 000 Tonnen Gußeisen, 262000 Tonnen weniger Stahl in den ersten 8 Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Norjohr. Blei, Zink, Aluminium, Kupfer und Quecksilber weisen entsprechende Rückschritte auf. Der Frachtverkehr zur See und zu Lande ist gesunken. In den Häsen ein Rückschritt um 110 000 Tonnen Fracht, gleichzeitig ist die Beteiligung der italienischen Flagge von 70,5 Proz. im Borjahr auf 62 Proz. zurückgegangen. Der Außenhandel gibt das Bild eine« rapide« Sräfleverfalls. 5n den ersten neun Monaten des Barjahres hat Italien noch für 16 417 Millionen Waren aus dem?lusland bezogen-, beim Daniederliegen seiner Produktion hat es in diesem Jahre nur für 13067 Millionen auswärtige Waren gekauft. Ist die Einjuhr um mehr als drei Milliarden gesunken, so ist die Ausfuhr um mehr als zwei Milliarden geringer geworden, von 11 113 auf 9036 Millionen zurückgegangen. Die Zahl der Inf olvenzen betrug 1023 im September 1929 und 1452 im September des lausenden Lohres, die est protestierten Wechsel 79 664 und 85 670. Die offiziell eingestandene Zahl der Arbeitslosen beläuft sich auf 391 249 gegen 375 448 zu Ende September des Borjahrs: gezählt werden hier nur die, die Arbeitslosenunterstützung beziehen, kaum ein Drittel aller Arbeitslosen. Die Kurzarbeiter sind gar nicht berücksichtigt. Daß der Faschismus das Wasser bis am halse fühlt. geht aus der Gründung der Kampfoerbände der Jung fafchisten hervor, die der hohe Rat in seiner Oktobersitzung beschlossen hat und deren Aufgebot schon am 4. November vorgeführt werden soll. Damit man genau weiß, woran man ist, sagt der Sekretär Giuriati ausdrücklich, daß die neue Organisation uns„die epischen Tage vor dem Marsch aus Rom wieder erleben lassen werde und der Weit zeigen, daß im Namen des Duce der faschistisch« Vormarsch weder die Last der Lahr« kennt, noch die Ermüdung der Macht oder die Pein des Zweifels". Die Leitung dieser Kampforganisationen, die die jungen Leute van 18 bis 21 Jahr« erfassen sollen, wird aus- drücklich den„S q u a d r i st e n" übertragen, wie man die sengenden, plündernden und mordenden Banden nannte, die in den Jahren 1921 und 1922 Italien heimsuchten. Zum obersten Führer ist jener Faschist Seorza ernannt worden, der im August 1925 in Wontecatiin dem Abgeordneten Amendola sein Ehrenwort gab, er werde ihn sicher zum Zuge nach Rom geleiten lassen. Er hielt sein Ehrenwort, indem er Amendola in«inen hinterhalt lockte. wo ihn einige Dutzend Schworzhemden erwarteten, die ihn zu Tode knüppelte n. Der Begriff von Ehre, der diese Tat eingab, leuchtet dem Kampf voran, zu dem der Faschismus heute aufruft, um sich um sein« Beute zu wehren. Zwischenfälle der Woche. Der Versuch Franzens, durch Verbole und einst'...wurde durch eine vernichtende Erks'rung des weilige Verfügungen die wahrheil zu uulerdrückeu... Berliner Polizeipräsidiums vercilell. Will Hitler ins Zuchthaus? Die Kriegsschuld des alten Deutschland Am Schluß seines Erwiderungsortikels an Gustav herve im gestrigen„Dölkischen Beobachter"(siehe gestrige Wendausgab«) hat Adolf Hitler auch zu der Kriegsschuldfrage m Wendungen Stellung genommen, die ganz zu seinen übrigen pazifistischen Aus» führungen passen: »Cr wolle nicht über dt« zu Unrecht behauptete Schuld Deutschlands am Kriege diskutieren, aber er erkläre vor aller Well, daß das junge Deutschland keine Schuld am Kriege haben konnte und auch keine gehabt hat." Ausgezeichnet formuliert, obwohl es eigentlich nur tme Selbstverständlichkeit aussprichl. Das junge Deutschland, also die Deutsch« Republik, kann keine Schuld am Kriegsausbruch von 1914 tragen. Das haben seit nahezu zwölf Jahren alle deutschen Sozialdemo- kraten immer wieder hervorgehoben. Was Hitler jetzt so feierlich „vor aller Well" erklärt, ist also wahrhaftig keine Entdeckung von ihm. Aber in dieser Betonung des„jungen" Deutschland durch 5stll«r liegt zweifellos eine bewußte Distanzierung vom alten kaiserlichen Deutschland: dessen Schuld oder Mit- schuld leugnet er keineswegs ausdrücklich, er will lediglich nicht darüber diskutieren. Auch wir haben immer wieder den Standpunkt vertreten, daß solche Diskussionen völlig zwecklos sind. Der Bersailler Vertrag Hot die Schuld des t a i f e r l ich c n Deutschland proklamiert: seit der ersten Stunde hoben wir gegen den Artikel 231 protestiert, einmal weil dieser«inseitige Spruch durch Richter, die selbst Partei waren, unmoralisch ist und Zwestens, weil unsere historische Ueberzeugung dahin geht, daß alle Mächte ihren Anteil an Schuld stragen. Hitler nimmt das kaiserliche Vortriegs-Deutschland nicht in Schutz, er plädiert nur für dis republikanische Rachkriegs-Deutsch- land. Er lehnt es also ab, über den Artikel 2-31 zu diskutieren, da dieser sich nur auf das Vorkriegs-Deutschland Wilhelms II. bezieht. Der Junge macht wahrhaftig e r st a u n l i ch e Fortschritte seit dem 14. September. Darf man aber dann fragen, warum seine Partei, als Tcilhaberin am famosen Volksbegehren die Unterzeichnung aller Verträge, d'.e auf dem Artikel 231 des Verfailler Diktats beruhen, m it Z u ch t- Haus bestrafen wolle. Er selbst gibt ja den Kampf gegen den Artikel 231 auf! So weit sind w i r Sozialdemokraten noch nie gegangen, wir halten lediglich diesen Kamps einstweilen für müßig, weil man dadurch lediglich den politischen Wiederaufstieg Deutschlands in der Welt unnötig erschwert. Und außerdem sind wir natürlich dagegen, daß der Kampf gegen den Artikel 231 von man- archlstischer Seit« mißbraucht wird, um wahrheitswidrig das kaiserliche Deutschland von jeder Schuld reinzuwaschen. Zu dieser letzteren sozialdemokratischen Aussasiung hat sich aber Hitler durch seine gestrige Erklärung anscheinend bekehrt. Gestern schrieben wir, als uns nur die Ablehnung von neuen Militärbündnisien durch hiller und sein Bekenntnis zur allgemeinen Abrüstung, nicht zur allgemeinen Aufrüstung bekannt waren, er sei reif für das Auswärtige Amt. Letzt müssen wir feststellen, daß hiller obendrein, noch seinen eigenen Gefetzentwürfen, reif für das Zuchthaus ist. Die Lleberwindung des Faschismus. Aundes-ireffen des Repuvlikamschev Gtodentenbvndes. Lauenfiein, 25. Oktober.(Eigenbericht.) Der sest 1927 bestehende Deutsch« Republikanische Studentenbund veranstaltet vom 23. bis 28. Oktober auf der Burg Lauenstein in Oberfranten sein drittes Bundestreffen in Form einer staatsbürgerlichen Arbeitstagung, die der Erörterung des Themas:„Die geistige lleberwindung des Faschismus" gewidmet ist. Das große Interesse, das diese repu- blikanische Studententagung findet, bekundet sich durch ein« unge- wohnlich starke Beteiligung der republikanischen Studenten. Ein« große Anzahl Ehrengäste bekunden ihre Lerbundenhest mit den Zielen der Studenten, so Regierungspräsident Dr. h a r n a ck, Ministerialdirektor a. D. S p i e ck e r, die Universitätsprofessoren herz» Halle und S ch m e i d l e r- Erlangen, Bundesgeschästssührer Gebhardt vom Reichsbannerbundesvorstand u. o. Der erste Tag brachte ein« temperamentvolle Eröffnungssprache des Gründers des DRSt. Regierungsassesiors Waller Kolb über das Thema„Bolksstaat in Gesahr". Er charakterisierls treffend das vollkommen« Versagen des deutschen politischen Bürger- tums, das zwar ausgezeichnet Kauf- und Geschäftsleute ausgeb ld:t Halle, aber der Preis dafür, daß man ihm seine Kreise nicht störte, dem Adel kampflos Staat und Verwaltung überlassen hall«. Bis- morck aber hatte den Grund dazu gelegt: er hat sich vor der Geschichte der Entmannung des politischen deutschen Bürgertums schuldig ge- macht. Aus Angst vor dem aufstrebenden vierten Stand Halle sich das Bürgertum damit abgefunden. Zum Schluß fordert« Kolb unter starkem Beifall, daß man die republikanische Propaganda in die Mannestädt« und aus das Land tragen müsse. Der Dortrag de« Regierungsrats Hans Muhl« über„Krise des Parlamentarismus" oertrat die Befürchtung, daß dos Parlo- ment hinter Justiz, Berwoltung und Wirtschaft zu sehr zurücktrete. Der Staat müsse mit ollen, eventuell auch mit ungewöhnlichen Mitteln versuchen, sein« Autorvät wieder herzustellen. Der weit. gehende �Pessimismus des Redners wurde besonders durch sozio- listische Studenten und einig« jüngere sozialdemokratische Dermal- tungsjuristen sehr geschickt und wirkungsvoll abgewiesen. Den ersten Abend schloß bei feierlichem Kerzenschimmer ein« Weihestunde, die Karl Bröger den jungen Menschen bereitete. Ein Hakenkreuzwaffenlager? 160 Gewehre und 7000 Schoß beschlagnahmt. Dortmund. 25. Okiober. Beamte der polstischen Polizei in Dortmund nahmen am Frestag auf dem Gute des verlrorbenen FreiherrnvonLandsberg- Vehlen. Ahausen bei Finnentrop, das jetzt einer Baronin Wrede-Nasched« gehört, eine Such« nach Waffen vor. die nach einer bei der Polizei erfolgten Anzeig« sich dort befinden sollten. Es wurden auch totsächllch auf dem Gutsspeicher sechs Kisten mst 150 Jnfanteriegewehren. Modell 98. gefunden, denen aber die Schlösier fehlten. Wese fand man später bei dem Privat» förster des Gutes, der in einem Nachbarort wohnt. Außerdem hall« der Förster noch 7000 Schuß Infanteriemunition in Verwahrung. Es mar den» zuständigen Stellen schon seit einiger Zeit auf- gefallen, daß die hakenkreuzler bei den fast täglichen Zusammen- stoßen, die sie im r heinisch- westiäliichen Industriegebiet mit Kommu- nisten ballen, besonders leicht von der Schnßwakse Gebrauch mochten. Bei Stichproben in öffentlichen Bersammlungen der NSDAP, wurden häufig Leu« festgestellt, die mit geladenen Brownings, aber auch mst Gewehrpatronen in der Tasche herumliefen und so die Sicherheit des Publikums aufs'chwerfte gefährdeten. Die eiserne Stirn. Wie die kommunistische presse lügt. Reichstagspräsident Genosse Paul Lobe hat der„Roten Fahne" die folgende Berichtigung geschickt: „Die„Rote Fahne" vom 25. Oktober 1930 bezichtigt mich einer Lüg«, well ich in«mer Rundfunkrede erklärt habe, daß seinerzest alle Parteien für die Erhöhung des„GeHalles" des Reichstogspräsi- denten gestimmt hallen. Di« kommunistische Reichstogsfraktion be- hauptet dagegen, daß sie g« g e n die Erhöhung des Gehaltes gestimmt Hölle. Ich stell« hierzu fest, daß ich von GeHall nicht gesprochen hob«, well der Reichstagspräsident kein GeHast bezieht, sondern«in« Auf- «andeentschädigung. Für die Erhöhung seiner Aufwands- entschädiglmg haben lautProtoiollder 24.3. Sitzung des Haus» Hallsausschusses vom 24. März 1927 die kommunistischen Abgeordneten Torgier und Jadasch gestimmt. Das Protokoll stellt ausdrücklich fest, daß d>« Erhöhung vom Ausschuß einstimmig bewilligt worden ist. Dasselbe geschab im Plenum des Reichstage», laut stenogr. Protokoll der 260. Sitzung vom 25. März 1927, wo ebenfalls die Erhöhung— mährend ich durch schwer« Krankheit ferngeholten war— einstimmig erfolgte." Selbst protokollarisch festgelegte Tatsachen streiten die kommu- nistischen Lügner mst eiserner Stirne ob! Knattfröfche und Stinkbomben Heimwehrkampsmittel gegen Sozialdemokraten. Innsbruck, 25. Oktober.(Eigenbericht.) heute nachmittag fand in der Ausstellungshalle eine sozial- demokratisch« Dersammlung statt, bei der Genosse Otto Bauer aus Wien sprach. Um 5 Uhr nachmittags wurde unter der Redner- tribün« ein« Büchse mit Zündschnur gesunden, die von Heimwehrleuten derart angebrocht war. daß es dem Täter, der die Zündschnur in Brand setzen sollt«, gelungen wäre, durch«in« hinter- tür zu entkommen. Die sofort eingesetzte polizeiliche Untersuchung ergab, daß die Büchse mit zwei Bollern und 20 Knall- fröschen gefüllt war. wag immerhin ausgereicht hätte, eine Panik in der Massenversammlung hervorzurufen. Es sind bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen worden. Gleich nach Eröffnung der Dersammlung wurden von h ei m» wehrleuten Stinkbomben geworfen. Sechs Frauen wurden ohnmächtig und mußten von Sanitätern fortgetragen werde n. Die Perfammllmgsteilnehmer verhielten sich mustergültig und überließen den Ordnern für Ruhe zu sorgen. Einige heim- wehrleute, die beim Stinkbombenwersen überrascht wurden, wurden aus dem Saal befördert. Nachdem der große Saal gelüftet war, konnte Genosse Bauer sein Referat halten. Die Versammlung konnte ruhig zu Ende geführt werden. Bombenflugzeuge als Festgäste. Zur Krönungsfeier in Abesstuien werten drei britisch« Bombenflugzeuge hinfliegen. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. SoontaK. 26. Oktober: Fuoktywnastik. 7: Aus Hamburg: HafcnkouzcrL 8: Für den Landwirt. 8.80: Morgenfeier Anschließend: Glockengeläut des Berliner Doms. 10.05t Wettervorhersage. I0..W: Arno-Holz-Fcier.(Znm Todestig.) 11: Aus der Volksbühne; lubiläumsfcler tum lOiahrigen Bestehen des Verbandes sozialer Baubetriebe. 15: CUernstundc 12.30: Aus Königsberg: Konzert. 14: Jugendstunde. 14.30; Mary Wurrn zum 70. Geburtstage, 15: Blasorchestcrkonzert. 16:„Der Schwierige". Lustspiel von Hofmannsthal. IS: Kammermusik. 19: Schauspieler- Porträt. 19.25t Fetix Holländer erzählt Tbcaiererlebnissc hinter den Kulissen. 19.50: Sportnachrichten. 20: Volkstümliches Orchesterkonzert. Danach: Tanzmusik. .Montag. 27. Oktober: 6.3C: Funkgymuastik. Anschließend: Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplaitenkonzert. 15.20: August von Goethe zum Todestage. 15,43: Die neue Mädchcageneratlon. 16.05: Die moderneu Wand er- bülmen. 16.30: Unterhaltende Musik von Offcnbach. 17�0: Jugendstunde. 17.50. Seelische Kräfte im Lebenskampf 18.15;..Für das Theater.44 18.40; Walther Hirschberg— Konzert. 19.15: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 19.20; �cit- hcrlchte. 20: Aus dem Stadttheater Stettin:..Tosca" I. Akt. Oper von Puccini 20.50: Tages- und Sportnachrichten. Danach; Aus dem Stadttheater Magdeburg:..Carmen44 II. Akt. Oocr von Bizet. Anschließend: Aus dem Stadttheater Cotlbui: ,.Fra Diavolo'4, Oper von Auber. Danach: Tanzmusik. Dienstag. 28. Okiober: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonzert 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Wandlung des Moralbegriffes. 15.43: Mimik tv bei Tieren und Pflanzen. 16.05: Unbekanntes Lajid in Zentralafrika. 16.30: Aus Leipzig: Stimmungsbilder. 17.30:..Die Schauspielerin.4* 17.53: Volkstümliche Kammermusik aus Rußland. 15.40; Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 18.45:..Der Schauspieler.4* 19.30: Literarische Umschau 20.30: ..Donna Tuanlta". Operette von Suppe. 21.15; Tages- und Sportnachrichten. 22.15: Politische Zeitungsschau. .MlUwocb, 29. Oktober: 6.30: Funkgymnastik. Anschließend; Frühkonzert 9; Von der Deutschen Welle: Schulfunk. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Scballplatteu- konzert. 15.20: Zum Weltspartag. 15.10: Rundschau für Blumen- und Garten- freunde. 16.05: Elr.e Sportstadt im Grunewald. 16.30; Unterhaltende Musik von Tscbaikowsky. 17.30; Oedanken über den Rundfunk. 17-55; Jugendstunde. 18.15: Drei Minuten vom- Arbeitsmarkt 17.55: Jugendstunde. 18.15; Drei Minuten vom Ardvitsmarkt 18.20: Forellenquintett. 19; Theater und Rundfunk 19.25: Unterhaltungsmusik- 29.45: 7 Jahre deutscher Rundfunk. 21; Tages- und Sportnachrichten. 21.10: SlniouieKonzcrt. Danach; Tanzmusik. Donoerstag, 30. Oktober: 6.30? Funkgymnastjk. Anschließend: Frühkonzert. J2.30: Die Viertelstunde für den Landwirt 14: Schallplattenkozncrt 15.20: Vogelschutz iw Winter. 15.49: Aus der Praxis eines Berliner Verkehrsgerichts. 16.05: Jugendstunde. 16-30: Robert Radecke zum 100. Geburtstage. Konzert. 17: Teemusik. 17.55: Theater- zensur. 18.20: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt. 18.25; Interview der Woche. 18.50: Georg-Scbumano-Konzcrt. 19.40; Die Kulturbedeutung der Oper in der Gegenwart 20.05: Heitere Chorgesänge. 20.30:..Der Raub der Sablnerinnen'*. Schwank von Schönthan 21.15: Tages- und Sportnachrichten. Danach: Tanzmusik. Freitag. 31. Oktober; 6.30: Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20; Herbst Wanderung durch den Spreewald und die Oberlausitz. 15.40: Spinoza und Hegel. 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30; Jugendstunde. 17.55; Echtes und falsches Zeittheater. 18.20: Romantische Lieder nach Gedichten Lenaüs für Gesang und Klavier. 18.35: Das neue Buch. 18.55,: Die wirtschaftliche Lage des deutschen Theaters der Gegenwart 19.10: Drei Minuten von Arbcitsmarkt. 19.15; Programm der nächsten Woche. 19.35: Chansons nach Texten von Robert Schlftan. 20: Wovon man spricht. 20.30: Teilflbcr- t ragungen aus verschiedenen Theatern. 21: Tages- und Sportnachrichten. Danach: Abendunterhaltung. Sonnabend, I. November: 6.30; Funkgymnastik. Anschließend: Frühkonzert. 13.30: Weftermel Jungen für den Landwirt 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Jugendstunde. 16.45: Persönlichkeiten des öfieatlichen Lebens auf der Bühne. 16.05: Die Welt der Fix- stfjne. 16.30: Aus Königsberg: Konzert. 17.20: Zehn Minuten Film. 17.30: Kurt Heynicke liest eigene Dichtungen� 18:„Das Gute I fegt so fern." 18.25: Klavlcr- vortrige 18.55: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt 19; Die deutsche Landschaft in der Dichtung. Schlesien. 19.30: Teil Übertragungen aus den Berliner Opern. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Geistliche Werke des jungen Mozart. Danach: Tanzmusik. Kölligswusterhausen Sonntag. 26. Oktober: Ab 6.30: Ucbcrtragung aus Berlin. 18; Stunde des Landes. 18.50: Meeres- wogen. 19; Das Theater der Gegenwart 19-30: Adalbert-Stifter-Oedenkstands zum 125. Gebartstage. Deutschland.' ender: 20: Aus Hamburg: Operetten-Abend. .Anschließend: Konzert Danach: Ucbertragung aus Berlin. Montag. 27. Oktober: 16; Sprachlehre in den Volksschulen. 16.30: Aus Berlin: Nachmittagskoazert 17.30; Lieder für Contra- Ah. 18: Viertelstunde für die Gesundheit. 18.30: Neue Mystik. 19: Englisch für Anfänger. 19.30: Stunde des Landwirts. Deutschland- seuder; 70: Aus Leipzig: Oustav-Mablcr-Konzcrt 21.59: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Dienstag, 28. Oktober: 16: Berliner Lehrersiudlenrelsc nach England im Sommer 193�. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittagskonzert. 17.30: Vom Wesen weiblichen Künstlcrtums. 18: Die Organisation der katholischen Kirche iv Preußen. 18.30: Philosophie der Frauenfeierstunde Sonnabend, den 29. November, von 15.50 bU IS Uhr, tn der VOLKSBÜHNE(Theater am BQIowpIaiz) Stieichnuartelt................. Beirz-Quarteft C-moli op 18 Nr. 14(Allegro raa non fanto).... L van Beethoven Rezitationen............ Maria Schlpfttiann An die Mütter fjßrgen Brand). Mutterliebe(Ada Negri), Martha-(Ada Nettrii, Der Knabe von Budapest(Clara MüIIer-Jahnke), Hungersnot (Jürgen Brand) Ansprache: Clara Botun-Sdiocb, M d-R: Mütter, baut euren Kindern eine neue Weit! Streichquartett.................. Bentz-Quartett G-Dur op 77 Nr 1(Adagio)........... Joseph Haydn Reaita ionen.............. Maria Schipfmaun Aufruf(Kurt Heilhut) Fragen an eine Arbeiterfrau(KurtTucholski), Phantasie von Obeimot gen Erich Kästner), DreiM'tuien Gehör(K.Tucholski) SchluC: MeueDgesang der Internationale. Beginn der Verlosung der Platzkarten im Vorraum der„Volksbühne" und EinlaS ab 15 l.'hr Beginn der Vctanstahunn pünktlich 15.30 ühr. Karten zum Preise von SO Pf. eliudipe�lldi Garderobe sind bei allen Ableitungsleiterinnen für Agitation und im Frauensekretariat des Bezirks veibandes Berlin der SPD, SW 68, Undcnstr. 3, J.Hof. 2 Treppdn rechts, Zimmer 4, zu haben Uaa Franeasekretai lai. Gegenm-art. 14: Fraorbsiscb für Aafänger. 19.30: Vorschau auf das Novetnbrr- programni der Deutschen Welle. 19.55: Wetterbericht für die landvirtschaft. Deatschlandsendcr: 20: Aus Hamburg; Uraa/führunct«0, Psalm. 20.45: Aus Königsberg: Kundgebung des Ketchsaasschusses der deutschen Jugends-erbinde. 2U0: Aus Köln:..Volk musiziert." 22: Schallplatten. AnschlieCend: Heber- tragung aus Berlin. Mittwoch. 29. Oktober: 16: ArbeHsgcm ei nscb af t für Fuakpädagosnk, 16�0: Aus Hamburg: Nach- raittag�kenzert 17.39: Zicrgcsang. 18: Warum wird nicht mehr cebaut? 18.3«; Da? physikalische Weltbild der Gegenwart 19: Deutsch für Deutsche. 19.30; WirtscbaftMche öder politische Interessenvertrctunc der Beamten in deu Paria- mentea. 19.53: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Donnerstag, 30. Oktober: 16: Theater und Schule. 16.30: Au» Berlin: Nachmlttasskonrert. 17.30: Hausmusik 18: Weltpolitische Stunde. 18.30: Hochschulfunk. 19: Arbeiter- bcwetuiiÄ und Nation. 19.3«: Stunde des Landwirts. Deutschiandseodcr: 20: Aus Köln: Meister der Operette. 20.30: Aus Köln: Intermezzo:„Bühne und Volk.** 21: Au? Köln:;„Mutter Erde.** Drama von Halbe. Anschließend: Ucber- traguns aus Berlin, Freitag, 31. Oktober: 16: Päctacogischcr Funk. 16.30: Aus Leipzig: Nachmittajrskonzert. 17,3«: Franz Nah! liest eigene Diclituncen- 18: Die neue deutsche Sicdlungsbank und ihre Aufgaben. 18,30: Urmenscbcnhöbe. 19: Enzlisch für Fortzeschrittene. 19.30: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerrte. 19.55: Wetterbericht für die I�andwirt- sebaft, Deutschlandsemler: 20: Uebertraizuog. aus Berlin: 20.30: Au? Hamhurscr Norddeutsche Komponisten. 22: Schallplattcn. Anschließend: ücbertrafrung aus Berlin« Sonnabend. I. November: Ii: Grundlagen der sfaatsbflrzeTlichen Erziehung. 16.3«; Am Hamburs: Nachmittagskonzert. 17.3«: Der Mensch in der Oeffentllchkcit. 18: Französisch für Fortgeschrittene. 18.25; üocljschuIJuuk. 19: Stunde des Arbeiter.?. 19.30; Stille Stunde, 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft, Deutschlandscnder: 2«; Unterhaltungsmusik. 20.3«; Aus Breslau:..Die Musik der Oper.4* Anschließend: Ucbertragung aus Berlin. Sozialistische Arbeiterjugend Groß'Berlin Einsendungen für diese Jtubrif mir an das 3uoenMcfretttri«t Berlin 68. 5!nden«ra6e 5 Arbeiter Tür»' und Sportbund: Hollenturnfest?.?lovember im SportVasaft. Eintritt 75 Pf., im Borverkauf 59 Pf. Karten sind im Sekretariat erbsiltHd?. Eiutrittskarteu für die Revolutionsfeiee der Partei am 9. Ravember. 18 Uhr. in der Autahallc am Äaiserdamin. müssen sofort von den Abteilungen abgeholt werden. Preis für Bupendlid�e Aj Pf., sonst 6) Pf. Vollsbühneu-Sandernorstellunq für Jugendliche am 9.)!ovember. Einige Karten i�u SO Pf.) sind noch zu haben. „Äbte Sdüler". Die neue Nummer ist erschienen und sofort von den Per» triebsleuten der LEG. und den SchiUerverirauensleuten abzuholen. Abteilungsleiter, reicht umgehend den Berich4 sbogen für das 3. Ouantal ein! SSG.'Versammlung Mittwoch. 20. Oktober, Uhr. im Bortraassaal de« P.'V., SD.. Lindeustr. 2. Hof, 2 Tr. linke. Es spricht Genosse lsaede über „Die Schule der Republik". Mitgliedsbuch mitbringen. Heute. Sonntag. äfctlHng uui Wcddiuz R. F.: 17 Ubr.hcimabcttd im neumt Krim. Will-- Jr.rtaD.flr. 5.— �d;cncbcrq n: Wir tclcilipcn uns pcfdtlDfffn an der Vuran. ftaltung htr Äindi-rfrouirdc,.S:ttauio".2td>ifpi«It]jectcc, Haupt-, Eckc Müblen. ftraßo. Leginn Uhr. Eintritt«0 Pf. All? anbernt SAJ.-Eruppcn find ctnaclahfit.— Sthänthcro V; Bssichtlgunp der Schoncbctpcr fscuerwchr. Treff» punit»Vj Uhr BWP.— Scftcnt: B-fichtiqung des Äuafirms. Ircffpunit 8 Uhr Weft-Itd.— Steglitz: Grupprnbcfuch. Treffpunkt 16 Uhr Nathausplatz.— Herutslturft Heim Pooniiratze: Jubiläumsfeier.— Tegel: Werbcaben-d im Heim Schöneberget Straße van 1t>,'22 Uhr.— Äeulalln VIII: Bonfumbesich'igunq. Trc'fpunft 8 Uhr Äaiscr.Zriedrich. Ecke?Sc>ch!eIstratze.— Arnawalder Platz I: Fahrt. Treppunkt 7 Uhr?ahnhof Weitzcnsee, Serbetlzie! Wedding: Tas neue Jugendheim, Wfllder.owftr. 5, wird um 17 Uhr eröffnet. Alle Eenasfcn erscheinen. Wcrbcbczirl Prenzlauer Perg: W.B..PeriammIung Igt? Uhr im Seim Danzigcr Straße. Es referiert Dr. Marie Torhorft:..Religion, Kirche und Sazialdcmakratie". 18 Uhr Zusammenkunft des Bildungeausfchufsez und Werdc. bezlrk-rekcrrntcn ebcndorr. Gruppcnvcranstal'nngen fallen aus. ' MWMWWMWWWWWW _ Rordeu: Swinemünder Kcsellfchaftshaus, Ewlnemündcr Str. 42, rJ Werbe- unk 1tz-Iahrc».Tei«r. Au- dem Programm: Musik. Rezitationen. W Palkstänzr. 2chattcnsp:cle, Aufsjlhrung. fseitrede. Einlaß 16 Uhr. Bc. W ginn 17 Uhr. Einirclt 6» Pf. Alle Parlciginossen sind herzlich ein. ßZ geladen. HÜ Wcrbciezirl Renlolln: caatbau Bergstr. 147, fftTmabeni:„Berdun", N .Sieincrnc Welt".„Maitag der Bindcrfreundc". Beginn 201� Uhr. s.t Eintritt M Pf. Wcrieveraostaftnng der Iuugfozialtstcn Igtz llltr im Lichtspieltheater ..Elysium". Prenzlauer Allee, öS. Bundgebung gegen den Dfifchismus. Redner Genosse Max Seildcwitz. Morgen. Montag, i9Y3 Uhr. Moabit ITT: Holm Lehrter Sir. 18— 1V:„Ratin nalisiexuna der Arbeitskraft�. Westen: Heim Haupistr. L>:„Artikel 48".— Arusmalder Platz ll: Seim Raftenburger Str. 16:„Der neue Reichs'ag".— FoUplatz 1? Heim Cvnnen. burger Str. 20, 3. 3: IV-Minuten, Referate.— Faltplatz IX; Heim Sannen- burger Str. 20; �Ingenbtagserlebnisse'.— Nordosten IX: Heim Tanzigcr Stzäße 62. D. 3:„Bom Hausmcrk.zur Fabrik". 3. Teil.— Schönhauser Vorstadt: Heim connenburgct Str. 20;„Moderne russische Tichtung".— Stralaucr Viertel: Heim Cotzlerstr. 61: Arbeitsgemeinsd'afL— HaXlescheg Tor: Heim Dnrckstr. 11. R.\:-Unfcrc Gegner".— Lichterfelde: Heim Lichterfelde.W., Albrechtstr. l-to: Funtrionarvertammlung.— Neukellv I: Desuch des Frauen. abends bei(tzrommcck. Alle Genossinnen müssen erscheinen. Werbebezirt Schoneberg: Houptftr. 15: Heimnachmittag der Etnverbslosen um 15 Uhr. Werbebezirk Wedding. To.mbourkapelle: Alle Fl'ötisien und solche, die es werden Vollen» erscheinen pünktlich'30 Uhr zum Ueben im Heim See. Ecke Turin« Straße. Lehrbücher mitbringen. Werbebezirt Westen: Rote.Falkcn.Parlameni. widrige Besprechung, Heim Rosinrnstr. 4. Werbebezirk Neukölln. Tambourkapclle: Beginn der beide» Anfangerkurse für sslöten und Trommeln. Treffpunkt 20 Uhr Dahnhof Neukölln oder Heim Lahnstraße. Vs'ssnL«« «and gesund«? Nur eine Kräaf.rtnr, wie sie schon seit Jshrfjnsrr.Hrn von der leidenden Mensdiheif engewendet wird, st das einzig Bleibende im lortwahrenden Wechsel medizinischer Systeme gewesen Die giftfreien Heilkräuter führen dem Organismus diejenigen Substanzen zu. die unbedingt zur Ausscheidung kranker Stoffe notwendig sind— Aus diesem Grunde sollte jedermann, der das Blut seines Körpers— den Hauptsaftstrom— gesund erhalten will, in seinem eigenen Interesse in jedem Jahre im Herbst, wenn die Blätter fallen, eine Blatreln gungs- kür vornehmen und sich zu diesem Zwecke des berühmten Kwietsdien l'niversel- Tees bedie en. Es können leicht Hautunremigkeiten, Haabucken, VoUbfüt g- keit, Korpulenz. Stuhlverstopfung, Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden, Attcrienverkalkung, Ertältungen. Gicht und Rheuma usw. im Keime erstickt werden und so nicht zum Ausbruch kommen.— In fast allen Apo heken seit 80 Jahren käuflich ä M. 150.(Kurpackung 10 Kartons M. 13.—.) 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Mit der Arbeit im eigenen Haushalt ist die Mission der Hausfrau längst nicht mehr erfüllt und Stolz und Freude über ein gutgepflegtes Heim sind Reseroale der mirtschafilidi Gesicherten geworden; Zeit und Kraft der Frau map heute aufs Geldoer dienen eingestellt sein, was nichts einbringt, hat wenig Besfandrecht und darf nicht viel Zeit oerbrauchew Heber all ist Schmalhans Küchenmeister, der Mann ist arbeitslos, wenig oder gar keine Aussicht besteht, daß er wieder ins Verdienen kommt. Kinder sind da, die essen wollen, was bleibt da anderes übrig, als daß die Frau auf irgendeine Weise den Unterhalt schafft. Und so greifen viele Ehefrauen auf ihr eigentliches, alleiniges Arbeitsgebiet, die Hausarbeit, zurück und versehen neben dem eigenen Haushalt audi noch den fremder Leute. Daß dabei das eigene Hauswesen zu kurz kommt, kann man sidi denken. Zwischen 3 und 4 Llhr morgens... Wer einmal zwischen 3 und 4 Uhr morgens die Bahnhofs- pcgenden des Zentrums oder die Straßenzüge, in denen die Groß. danken und andere Großbetriebe liegen, passiert, dem wird eine nach Mehreren irirndemn• zählende Prozession geschailiger, barhäuptiger Weiblichkeit begegnen, die im Eilschritt ihrer'. Arbeitsstätte,-zustrebt. Reinemachen bei der Nochbahn. Das sind jene armen, unausgeschlafenen Heinzelmännchen, die, während alles noch schläft, ihres hausfraulichen Amtes walten. Mit Schrubber und Bohnerwachs, Staubwedel und Poliertuch werden die Büros der Großbetriebe vom Schmutz befreit, gebeizt und durch- lüftet, so daß in der achten Morgenstunde das Personal in blitz- sauber« Räume einzieht. Schnell und unaufsällig, wie sie kamen, verschwinden diese„Heimchen" wieder, und wer ihnen vor dem Haus« gerade über den Weg läuft, wird vielleicht unbarmherzig über den Haufen gerannt.„Zeit ist Geld" heißt das Motto der Reinemache- frau-, entweder sie hat vielleicht noch«in« zweit« Aufwartestelle zu '.-«rsorgen, wo sie morgens pünktlich antreten muh, oder es harrt ihrer zu Haus« viel und eilige Arbeit. Gar viele dieser Fleißigen- Allzusleißigen müssen auch noch infolge fehlender Fahrgelegen« heit wegen der allzu frühen»Morgenstunde, oder, weil das Fahrgeld nicht da ist, den Weg vom ljaus« nach der Arbeitsstätte zu Fuß zurücklegen. Trotz des so sehr frühen Tagewerkes und der durchaus nicht guten Bezahlung sind die Aufwartestellen in den Groß- betrieben sehr begehrte Arbeitsstätten, weil sie bei regelmäßig fort- laufender Beschäftigung doch eine gewisse finanziell« Sicherheit bieten? obwohl bei täglicher Kündigung engagiert, gibt es doch Reinemachefrauen, die schon 6, 8, 10 Jahre im selben Betrieb tätig sind. Ueberhaupt sind Aufwarteltellen in Betrieben beliebter als private Stellen, weil hier die Frauen, unbehindert und ungestört nach ihre«� eigenen Einteilung ihre Arbeit verrichten können. Die Arbeitszeit cher Reinemachefrau im den: Betrieben ist ganz verschieden.' Während. die, G r.-o ß b a n k e.n die frühen Piorgenstundcn, wählen,. wird bei Behörden und anderen Unternehmen vielfach nach Büro» schluß gesäubert: bei der B V G, wieder beginnt der Dienst der Reinemachefrauen, welche die Wagen säubern, um 1l Uhr nachts und geht schichtweise bis morgens um 7 Uhr. Hier baute man aber die Frauen fast gänzlich ab und übernahm sie. zur Büroieinigüng, an die Kassen.usw., da der Dienst allzu anstrengend ist, uird besser von Männern ausgeführt werden kann. Die Hausreinigung in Privathaüshalten fällt meist in die frühen Morgen- oder Vormittags- stunden, wenn mcht ganztägiger Dienst vorgesehen ist. Die Reinemachefrau erzählt: Morgens, dos ist eine einzig« Hetzjagd: Aufstehen, Kinder besorgen, Frühstück zurechtmachen— der eigene Magen kommt dabei sowieso meist zu kurz—, und dann gehts in> schlanken Trab, die Stullen in der Tasche, los. Wenn die Zeil dann endlich rum ist und man sein Tagewerk hinter sich gebracht Hot, dann geht die Rakserei zu Hause erst richtig los. Aufräumen, Essen kochen, darüber wird es Abend und man freut sich bloß auf eines: aufs Bette! So geht es die ganze liebe Woche, dann kommt der Sonntag: Wäsche waschen, Strümpfe stopfen, flicken und pusseln und ehe ich mich oersehe,-st der Freudentag auch schon wieder rum! Aber lieber all die Plackerei und Hetzerei, als daß wir überhaupt nichts zu essen haben. Mein Mann ist jetzt ein volles Jahr arbeitslos, ist lange ausgesteuert, die Kinder sind noch klein, und so müssen wir von meinen paar Pfennigen sehen, wir wirs schassen. Und glauben Sie mir. ich Hab viele, allzu- viel« Leidensgefährtinnen! Die anderen können sich von all dem Jammer, der in den meisten Familien herrscht, so gar keinen rechten Begriff machen! Und da gibt es eine Menge Frauen, die kein« Arbeit kriegen können, wenn sie auch noch so fleißig und tüchtig sind und rennen und suchen. Denn soviel Auswartestellen, wie nötig wären, um all den arbeitsuchenden Frauen Erwerbsmöglichkeit zu bieten, gibt es ja leider nicht, im Gegenteil, die Stellen werden stets weniger statt mehr! Im Arbeitsnachweis: Die Reinemachefrau gehört nun einmal von Berufs wegen zu den Frühaufstehern und so muß sie auch bei der Arbeitsuche zeitig am Morgen ihr Glück oersuchen. Um TA Uhr wird der Roch- weis geöffnet, da warten schon— gerade jetzt ist die Kon- junktur ganz besonders ungünstig— Hunderte von Frauen, und nur«in ganz kleiner Prozentsatz, etwa 10 Proz., kriegt für ein paar Stunden Arbeit All die vielen anderen warten, ob sich viel- leicht nicht doch noch etwas ereignet, dann ziehen sie trostlos, müde und verbittert ihrer Wege, um am nächsten Morgen mit angc- spanntester Energie wieder ihr Heil zu oersuchen. Durch den starken Abbau der Hausangestellten erhoffte man eine günstigere Kon- junktur für die Reinemachefrauen, es ist aber leider nicht der Fall: im Gegenteil werden auch hier die Stellen weniger, statt mehr. Ganz besonders schlecht ist heule auch die Beschäftigungsmöglichkeit für Waschfrauen, da die Hausangestellten fast durchweg die Besorgung der Wäsche mit übernehmen müssen. Wenn auch die Reinemache- frau im allgemeinen infolge ihres kurzfristigen Gastspieles im Haufe nicht so sehr der Prügelknabe der schlechten Laune ist. so läßt sich doch manchmal bei besonders„schwierigen" Fällen ein arger Zusammenstoß, der meist mit der Lösung des Arbeitsverhältnisses endet, nicht vernieiden. Not kennt kein Gebot. Da hatte eine Vermittlerin im Westen ein ganz besonderes Herr- schaftliches Sorgenkind, mit der kein« der Frauen fertig werden konnte. Immer wieder gab es Streit, einmal war dies, das andere Mal das, schließlich wollte schon fast keine mehr den„Kampf mit dem Drachen" aufnehmen, bis sich einmal ein« ganz Beherzte erbötig machte, weil sie in sich das Zeug dazu fühlte.„Ich kenn« das, meine Schwiegermutter ist genau dasselbe Kaliber, und ich steh mich groß- artig mit ihr. Da gibts bloß eines: Brabbeln lassen, nischt dazu sagen, es geht ja doch bei dem einen Ohr hinein und bei dem anderen raus!" Und wirklich, sie hatte das richtige System, und der Friede war gesichert. Solch launige Episoden, die ein wenig Frohsinn in die düstere Atmosphäre bringen, sind bloß leider allzu selten. Sonst herrscht nur Jammer und Verbitterung. Es wurde auch nicht allen, die sich hier am Nachweis mit Schrubber und Sck>cuerlappen ver- dingen wollen, dies Lied an der Wiege gesungen. Kaufmännisch? Angestellte, frühere Schauspielerinnen, Frauen, die früher selbst Hauspersonal beschäftigten, versuchen für Psenniglohn bei schwerer Arbeit ihr Brot zu verdienen. Es fällt diesen hausfraulichen Außen- seitern nicht allzu leicht, sich in das ihnen ungewohnte Gebiet«inzu- ordnen, und es ist so eigentlich der allerletzte Ausweg, den sie � ver- suchen. Zuerst werden diese aus der Bahn Geworfenen in die Sonderwoche für Schlafzimmerbedarf Garderobenschrank.s,.,.T; 46— Metall b ettste 1 1 e 21.50 Steppdecke Dtrntjt mit Kunm«ld«n-E"ekt, ii-7c ROck». Satin, div. Farben, 150 X 200>> e" Nachttisch mit Tör und Schub- lOOH kästen, weiß lackiert Fertiges Oberbet t rot oder rotrosa Inlett, mit welchen chlnes Entenfedern. OO— ca. 130 x 200 Ä.�.Oü Ueberlaken Gl<22, mit gaaoganen Hohl- säoman 0. Ucnstickerei C variiert, ca. 150 X 250..*3.73 Gl 150, mit Stickerei-Einsatz, Ansatz und Siumchen-"J garnieruog, ca. 150 x 250» Kissenbezüge passend z. Ueberlaken GL 422, 1 ae zum Knöpfen, ca. 80x80 l-ÖO passend z. Ueberlaken GL 150, z. qc Knöpfen, 4 seit garn., ca. 80 x 80 O.ÖO Oberbettbezug gestreifter Bettsatin, z. Knöpfen, ca. 130 X 200.. w.cO Kissen bezug mit Klöppel- Q'S pt garaierung....."■ Bettlaken kriftiger Onwlas, O-re ca. 140 X 210....... Ä. /O Barchentlaken wel6, m. farbiger Kante, 1 Qe ca. 140 x190.......'•ao Drellhandtuch Reinleinen, mit retar*70 Kante........./ O Pf- Daunendecke Seldenglanz-Satia, diverse Farben, A~7 I a Oiunen. 150 x 200..."'•' O Kinder-Holzbettstelle 16.75 Ruhebett bunterBazug, ver- O A-,*■ schieden; M u e te r rO Varaand- Abteilung: Prinzen- Strafte Prinzen-Str. e Ecke Sebostion. Strasse Wilmersdorfer-Str 136 an der Bismarck-Stf.. Frankfurter-Allee _ 304 Xoufen Sie Bettfedern im großen Spetialtjaus Qeutfcfjlands! Kategorie der ungelernten Arbeiter eingereiht; aber Hunger tut weh, und wenn es immer und immer wieder nichts mit irgendwelcher Tätigkeit werden will, dann versuchen sie eben hier ihr Heil. Be- gehrter sind allerdings jene routinierten Hausfrauen, die das Ganze gleich richtig anzupacken wissen und so von Anfang an der Arbeit- geberin Vertrauen genießen; man will auch kein« zu jungen Kräfte— ganz im Gegenteil zu allen anderen Arbeitsmöglich leiten. Tragisch, wie uberall. ist auch hier das Los der Alten, und es kommen Frauen, die die Sechzig schon überschritten haben, immer noch nach dem Nachweis; sie wollen arbeiten, nein besser, sie müssen' noch arbeiten! Aber wer nimmt sie? Wer iraut ihnen noch gute Leistungen zu? Altes Eisen, das man beiseite wirft! Höchstens die Reinemachefrauen in den Betrieben, wo sie alt geworden sind, haben noch Existenzberechtigung. Viel körperliche Anstrengung und eine stabile Konstitution erfordert die Haushaltarbeit: da heißt es schuften in Staub und Dreck, der in Hals und Lunge kriecht— man denke nur an jene Reinemache- frauen, die Maurer- und Malerschmuh fortzuschaffen haben; an- strengend und oft gefährlich sind die Kletterübungen beim Fenster- putzen, oft arbeiten die Frauen hier mit chemischen Mitteln, wie Salzsäurx zum Aetzen, Oleum zum Reinigen der Fensterbleche usw. Und wie sieht es mit ihrem gesundheillichen Schutz aus? Bei regel- mäßiger, fortlaufender Beschäftigung hat der Arbeitgeber wohl die Verpflichtung der Krankenversicherung, und sofern es sich um Betriebe handelt, wird diese auch eingehalten. Nicht ganz so korrekt geht es in manchen Privathaushalten zu. Dann gibt es aber die große Mehrzahl jener nur gelegentlich und ganz kurzfristig arbeitenden Frauen, der sogenannten„unständig Beschäftigten', die gänzlich ungeschützt sind. Stürzen sie von der Leiter oder oerbrennt sie eine Säure, dann sind sie eben Gesundheit und Arbeit los. * Mit der organisatorischen Erfassung dieser Gruppe von Arbeits- kräften hapert es ganz besonders, da die Reinemachefrau im allge. meinen Berufsleben eigentlich eine isolierte Stellung einnimmt. Man zählt heute im Gesamtverband ungefähr 4300 organisierte Reinemachefrauen, was an der Riesenzahl dieser Berufsangehörigen gemessen— eine feststehende Ziffer läßt sich hier überhaupt nicht angeben— oerschwindend wenig ist. Daß die Not unter den Reine- machefrauen sehr groß ist, erhellt aus der Tatsache, daß laut Statistik des Landesarbeitsamtes Brandenburg vom 30. September d. I. 10 230 arbeitslos« Reinemachefrauen gemeldet sind. Rechnet man hierzu die große, noch stetig anwachsende Zahl jener Frauen, die nur ganz kurzfristige, gelgentliche Arbeit leisten, dann kommt schon eine recht stattliche Summe Arbeitsuchender heraus. Widerspruchsvolle Anklägerin. Die seitsam? Wendung im Frenzel-Prozeß. Nach der Mittagspause wurde am gestrigen Sonnabend vnter großer Spannung aller Prozehbeteiligtcn Gertrud Frenze! vernommen, die übrigens erst in der nächsten Woche dem Zeugen höhne gegenübergestellt werden soll. Der Vorsitzende fragte die Zeugin, ob sie sich soweit erholt habe, daß sie wieder aussagen könne und richtet« dann ganz plötzlich die Frage an sie: Nun, Fräulein Frenze!, haben Sie heute morgen die Zeitungen gelesen? Gertrud: Nein, ich habe keine Zeitung gelesen. In letzter Zeit stand ja auch nichts mehr über den Prozeß in den Blättern. Vors.: Sie haben also nicht gelesen, was sich am Freitag hier abgespielt hat? Gertrud: Nein. Vors.: Dann muß ich Ihnen sagen, daß gestern hier ein wichtiger Zeuge vernommen worden ist. Gertrud: Ach, den Höhne kenne ich ja gar nicht. Vors.(schnell einfallend): Na, hören Sie mal, Sie erzählen mir eben, daß Sie nichts in den Zeitungen gelesen haben, woher wissen Sie denn, daß das Gericht gestern den Zeugen Höhne vernommen hat. Gertrud: Mein Vormund, Herr Dr. Stappenbeck, hat mir das erzählt. Vors.: Was hat er Ihnen denn alles erzählt? Gertrud: So allerhand. Vors.: Jetzt sagen Sie uns mal die Wahrheit, Zeugin. Gertrud: Herr Dr. Stappenbeck hat mir die Zeitungen vorgelesen. Gertrud wurde dann der Zeugin Frau Herpel gegenüber- g e st e l l t. Frau H. war die Logiswirtin des Angeklagten in Fürftenwcrder, wo Frenze! seine Jagd hatte. Gertrud hatte be- kanntlich erzählt, daß während des Aufenthalts in Fürstenwerder im Hause der Frau Herpel der Angeklagte sich an ihr oergangen habe. Die Wirtin sei aufmerksam geworden und habe nachts mit einer Kerze in' das Zimmer hineingeleuchtet. Zeugin Herpel: Das, was mir hier vorgehalten wird, stimmt auf keinen Der Tragödie letzter Schluß. Die Beisetzung der Grubenopfer in Alsdorf. Alsdorf, 25. Oktober. Die llebersührung der Opfer der Grubenkatastrophe nach dem Kirchhof erfolgte in geschlossenem Zuge, nachdem die letzten Särge auf die riesigen Lastkraftwagen geladen worden waren. Unter dem Läuten der Totenglocke und den klängen des Chopinschen Trauermarsches setzte sich der endlose Zug um 11.15 Uhr in Bewegung. Auf den Straßen, die der Zug passierte, herrschte eine lautlose Stille. hinter den unter der Last von kränzen und Blumen fast zusammenbrechenden Wagen, die den Zug eröffneten, folgte die Geistlichkeit, dahinter in ununterbrochenem Zuge die Wagen mit den sterblichen Ueberresken der so jäh aus dem Leben Gerissenen, dazwischen wieder Blumen und Tausende von kränzen. Zur Seite die Bergknappen mit schwarzumflorlen Lichtern. Der Regen, der zu Beginn der Trauerfeier herniedergeströmt war, hatte inzwischen aufgehört und die Herbstsonne brach durch die Wolken, als Wagen nach Wagen an den gesenkten Fahnen der Der- eine und Abordnungen aus dem ganzen Reiche und an der viel- tausendköpfigen Menge- vorbeifuhr. Vierzig ganz große Lastkrast- wagen waren notwendig, um allein die 150 Alsdorscr Toten zur letzten Ruhestätte zu bringen. In Reihen neben- und hinter- einander waren die Särge aufgestellt. Die brennenden Schein- werfer der Wagen waren mit Trauerflor verhängt. Hinter den Wagen folgten die Angehörigen: alte Mütterchen, von ihren Kindern geführt. Eltern, die die Söhne, Frauen, die ihre Männer, Kinder, die ihre Väter verloren haben, einfache Leute alles, eine un- übersehbare Menge. Nach endlos scheinender Zeit kommen die Toten aus Schaufenberg und Hellersdorf unter Vorantritt der Beamten und der Belegschaft des Eschweiler Bergwerkvereins, die engen Freunde und Mitarbeiter der Toten, die Kameraden, die zum Tell unter eigener höchster Lebensgefahr ihre verunglückten Freund« aus der Grube geborgen hatten. Die Alsdorfer Toten wurden nach dem eigens für sie angelegten Friedhof gebracht, die vo» Schaufenberg und Hellersdorf in ihre Heimatorte. 80000 Vtenfehen gaben den folen SiergarbeUem durch Bilsdorfs Straßen Iclstes QeleU. Fall. Es ist vollkommen ausgeschlossen, daß ich jemals zur Nachtzeit das Zimmer der Iagdherren betreten habe. Ein solcher Bor- gang, wie ihn Fräulein Frenze! schildert, wäre mir in meinem Leben nicht aus dem Gedächtnis geschwunden. Im übrigen hat Gertrud niemals im Zimmer des Baters geschlafen, sondern stets in meinem Zimmer. Vors.: Nun, Fräulein Frenze!, Sie haben das gehört. Wie ist das, haben Sie wirklich Frau Herpel im Zimmer des Vaters gesehen, wie sie mit einer Kerze in den Raum hineingeleuchtet hat? Gertrud(nach langem Zögern): Ich habe aber«inen Schatten gesehen und ich habe auch gesehen, daß Frau Herpel«in Licht in der Hand gehalten haben muß. Dann wurde Pfarrer Schenk nochmals vom Gericht oer- nommen. Vors.: Herr Pfarrer, haben Sie an Gertrud, als sie auf dem Gut Maltershausen als Haustochter weilte, Briefe ge- schrieben? Zeuge: Das weiß ich nicht mehr. Zu einem schweren Zusammenstoß kam es dann, als Rechtsanwalt Dr. Brandt den Pfarrer Schenk über gewisse Punkte seines Ehelebens befragte. Der Zeuge wollte anfangs die Antwort verweigern, mußte jedoch auf Veranlassung des Vorsitzenden sich dann zu den Dingen äußern. Die Verhandlung wird am M o n t a g v o rm i tta g fort- gesetzt werden. Am Dienstag oder Mittwoch wird Gertrud Frenze! den Zeugen Höhne und Pieper gegenübergestellt, während am Montag ihre Konfrontation mit der Mutter und der Schwester Hilde stattfinden soll. Die Aerztliche Bertragsgemeinschaft Groß-VerNn(Wirtschaftliche Abteilung des Groß-Berliner Aerztebundes) E. L. ersucht uns mit- zuteilen:„Es ist unwahr, daß in der Wirtschaftlichen Abteilung des Groß-Berliner Aerztebundes Unreg'elmäßigkeiten vor- gekommen find. Wahr ist vielmehr, daß die Kassensührung, die regelmäßig von der Revision Treuhand A.-G., Berlin W. 8, Charlottenstraße 35 a, revidiert wird, stets in bester Ordnung gefunden worden ist.' 26] Annie begriff zunächst wenig von den Worten, sie hörte die halblaute, tröstende Stimme der Schwester— nach der Spannung der letzten zwanzig Stunden hätte sie aus der Stelle«inschlafen können, besonders, wenn sie das Gleichmaß der Laute noch lange hören sollte— dann riß es sie hinan, ihre Hände preßten sich auf das Haar, sie stand steil, größer als sie eigentlich war, und sprach, tonlos, hart, anklagend, gegen alle und alles:„Ein guter Mensch, Schwester? Was nützt das? Sie erzählen das nur, damit ich ruhig bin, damit ich noch einmal still halte und auch dies hinnehme, wie es der— den Ihr Gott nennt, bestimmt hat? Ich soll davon- schleichen und Kummer fressen, Tage und Nächte. Ein guter Mensch! Und wenn er ein Dieb, ein Mörder, ein Halunke geworden wäre— wenn er nur lebte, Schwester! Nein— Sie wissen nicht, was es heißt, tot zu fein! Begreifen Sie denn: nun lacht er nicht mehr, niemals lernt er sprechen, kann seine Hände nicht bewegen, seinen Kopf nicht wenden, er kann nicht trinken und nicht atmen, nicht sehen, nicht schreien— tot. Begreifen Sie das? Sie wissen es nicht, sagen Sie, es ist schwer, sich das vorzustellen, und wenn man es tausendmal sieht? Bor Monaten lag ich hier im Kranken- haus da habe ich ihn geboren, es war nur ein einziger Schrei— dann lebte er. Die Wochen kamen, wo ich im Fieber lag. Mein Mann hurte mit einer Fremden in meiner Wohnung, in meinem Bett. Aber das Kind war da und ich wurde langsam gesund und kroch nach ein paar Wochen, halb fertig, wieder in meiner Wohnung umher. Man er- zählte mir die Geschichte von dem Mädel und ich nahm es hin, vergaß auch das nach wenigen Wochen, denn ich hatte das Kind! Verstehen Sie mich nun?" „Liebe Frau Werla, ich verstehe Sie doch— bitte, glauben Sie mir, ich kann ermessen, was es heißt.. „Nichts können Sie ermessen, gar nichts." Annie schrie es ihr ins Gesicht. Dies haben Sie nicht gelitten! Sie haben kein Kind geliebt und können es auch gar nicht, weil es nicht das Ihre ist. Ich ahnte alles, vom ersten Tage an— was habe ich darangegeben, es zu verhüten! Ich hätte mich verkauft mein Blut gegeben, ich würde es jetzt tun, wenn ich etwas ungeschehen' machen könnte. Oh, mein Gott— Schwester, Schwester— ich will zu dem Jungen, wo ist er? Ich will ihn sehen, ich will ihn auf den Arm nehmen, bevor man ihn einscharrt wie einen Stein oder ein Stück Holz." Die Schwester führte Annie am Arm hinüber ins Haupt- gebäude, die Frau konnte jeden Augenblick zusammenbrechen, es war mehr Tragen und Schleifen, als Gehen, aber sie er- reichten die Tür. Annie wartete auf einer Bank. Man be- dürfe eines Ausweises für die Leichenhalle, erklärte die Schwester— und dieses Wort— dieses furchtbare Wort, diese Marter der Hölle in vier Silben, war dem jungen Mädchen gewohnt und alltäglich, als sage sie Speisekammer oder Kartoffelbrei— das Wort, so leer hingejagt, brannte Annie erneut Furcht und Grauen ins Hirn: die unabänder- liche Gewißheit, ihr Kind lebe nicht mehr und werde nicht leben— Eifenkälte und welker Hauch des Lebens. Und Schwester Fina kam zurück mit leeren Händen: „Frau Werla— es geht heute nicht— es ist bedauerlich, daß Sie den Brief nicht bekommen haben, darin steht, daß Sie bis elf Uhr.. Warum durfte eine Mutter ihr totes Kind nur bis elf Uhr sehen? Das konnte Annie nicht begreifen. Sie sagte heftig:„Ist denn jeder Mensch hier wahnsinnig? Ich war doch arbeiten, ich gehe um sieben aus dem Haufe. Wir sind keine reichen Leute— wären wir's, brauchte ich mein Kind doch nicht hierher zu geben. Wie soll ich um elf Uhr kommen?" „Gewiß, id) verstehe das alles— es liegt nicht in meiner Macht, gegen die Vorschriften zu handeln. Die Schlüssel sind nicht zu bekommen. Ich habe bei Professor Klopp fragen lassen— es läßt sich nicht machen, Frau Werla. Sehen Sie doch ein, daß wir guten Willens sind." Da ging diese Frau schon— wie sie ging! Fina er- innerte sich, auf dem Theater einmal die Darstellerin emer Mutterrolle gesehen zu haben. Ja, richtig, deren Sohn war im Kriege gefallen, und so am Mechanismus eines grauen Körpers hatte die sich vorwärts bewegt, immer weiter, bis sie auf einem Platz eine Rotte hungernder Menschen traf. Schreie hatten die Masse aufgerüttelt— und so sollte, nahm man das Dichterische für die Wahrheit— damals die Revolution entstanden fein. Hiertz dachte Schwester Fina, die«in wenig mehr wußte, als ihres Amtes war, und zufällig auch ein kleines bißchen mehr überlegte, könnte«ine andere Revolution entstehen, eine Revolution der Mütter! Wo immer eine kleine Leiche gerade fein mochte, der Besuch der Mutter war wichtiger als jedes klinische Studium— und wenn die Frauen, deren Kinder hierher kommen können, alle, alle wüßten, welches Leid dieser da geschehen war, und wenn sie spürten, welcher Schimpf im Namen der Wissenschaft und des Fortschritts zur Hilfe kommender einem Weibe getan ward, dann müßten sie doch kommen! Zu Tausenden, und die Tore einrennen und eine kleine arme Leiche fordern— sie herunterreißen vom Sezier- tisch, damit jene, die Mutter, die Wunden küsse, die man noch dem toten Leibe angetan zum besten der Menschheit... Das war nicht und würde nicht sein, und die Arbeiterin schrie nicht nach ihrem Recht. Sie trug auch noch diese Last über den Instanzenweg, gebeugt, zerdrückt und beiseite ge- schoben. Die Schwester sprang ihr nach:„Frau Werla, ich sollt- Ihnen noch vom Professor sagen, morgen vor elf möchten Sie kommen. Dann können Sie sicher zu Ihrem Jungen..." „Holzschnitzerei im Dom", schoß es Fina durch den Kopf. grausam und traurig, hart und milde, zerbrochen und so— groß— das war keine Frau mehr— wie andere. Verkörperte sich so das Leid aller Welt? Mit diesen Augen, Tränen waren nicht darin, und sie weinten viel schwerer ohne welche. Was sollte man nur mit der Reglosen beginnen? Die Oberin würde wieder indigniert sagen:„Ihr Mitleid will sich immer am falschen Ort auswirken, Schwester Fina. Jedem hergelaufenen Menschen glauben Sie helfen zu müssen— derweil sind Kranke ohne Aufsicht!" Da lief sie schon, das Kleid flatterte hart und leinen um ihre Beine— sie hossie, noch vor dem Auslauchen der Oberin zurück zu sein.(Fortsetzung folgt.) Hochhaus mit Gtoßdampfung. Zehngeschojsiger Vau ruht in einer riesigen Aetonwanne. Steinzeitfunde im Tiergartenviertel. Im Tiergartenvieriel. zwischen Vendler- und Regcnlen- sirahe. ist ein großes neues Burohaas im Entstehen begrissen. Es wird Deutschlands erstes Hochhaus mit Stoß. d ä m p s u n g werden. Die durch den lebhaften Autobusverkehr in der Königin-Augusta- Straße verursachten Erschütterungen, die zu starken Ausschlägen der obersten Stockwerke des Hochhauses führen wurden, werden hier nach einem neuartigen Bauverfahren des Ing. G. Mensch-Berlin unwirksam gemacht: Der' gesamt« Bau von 2500 Quadratmetern bebauter Fläche ruht isoliert in einer riesigen Eisenbetonwanne, deren Grundfläche, das tragende Fundament, 8 Meter unter dem Straßenniveau bzw. 5 Meter unter dem Grundwasserspiegel liegt. Die Träger des Stahlskelettbaues ruhen hier nicht auf den Wänden der Wanne, wie man es verschiedentlich schon ausgeführt hat. sondern auf Sockeln auf der Fundamentplatte. Zwischen den keilförmig ausgebildeten Wänden und dem Gebäude wurde ein Luftschacht gelassen, der in Straßenhöhe durch die Verblendung des Hauses ver- deckt wird. Das Gebäude selbst hat also keine Verbindung mit den Wänden, die mit ihrer Außenkante unmittelbar an die Straße stoßen und beim Auffangen der Erschütierungen frei ausschwingen können, ohne sie auf das Haus zu übertragen. Das Hochhaus wird in seinem höchsten Bauteil an der Bendler- straß«, Ecke Königin-Augusta-Straße zehn Geschosse erhalten, die nach der Regentenstraße zu terrassenförmig auf vier Geschosse ab- gestuft werden. Insgesamt wird das Hochhaus dreizehn Geschosse er- halten: zwei Keller-, se ein Unter- und Erdgeschoß und neun Ober- geschosse darüber. Bis zum 8. Obergeschoß ist das Stahlskelett bereits errichtet: zum Sommer 1931 soll das Hochhaus fertig- gestellt sein. Bei den Ausschachtungsarbeiten wurde übrigens die interesiante Entdeckung gemacht, daß das Gebäude auf vorgeschichtlichem Boden errichtet wird. Man fand in etwa 8 Meter Tiefe gewaltige Findlinge und ein Werkzeug aus der Steinzeit. Oer Tod im Absteigequariier. Unter der Selbstbezichtigung, am Freitag abend die 39jährig« Klare D. aus der Lang« Straße getötet zu haben, stellt« sich heute früh der 29jährige Erwin M. der Kriminalpolizei. Wie die sofort angestellten Nachforschungen ergaben, war M. mit der Frau am Freitag in einem Hotel in der Gollnowstraße ab- gestiegen. Einige Zeil später wurde Frau D., deren Begleiter sich inzwischen unbemerkt entfernt hatte, im Bett t o t aufgefunden. Da äußere Verletzungen an der Leiche nicht festzustellen waren, wurde Herzschlag vermutet. M., der seit Jahren krank ist und infolgedessen zeitweilig an Gedächtnisstörungen leidet, hatte die Frau auf der Straß« kennen- gelernt. An die Vorgänge im Hotelzimmer könne er sich nicht mehr genau erinnern. Als er morgens erwachte, habe er zu seinem Schrecken entdeckt, daß seine Begleiterin t o t war. Er entfernte sich dann heimlich, da er fürchtete, für den Tod der Frau verantwortlich gemacht zu werden. Zur Klärung der Todesursache ist die Leichen- össnung beantragt worden. Hirsche vor den Toren Berlins. Gleich lohenden Fanalen steigt herbstliche Laubfärbung von den sparrigen hecke» bis in die Wipfel unserer Wälder, umsponnen von den Silberfäden des„fliegenden Sommers". Eichhörnchen hängen an den altersgrauen Stämmen und spielen unter dem Gehämmer der Spechte, dem Hesseren Gekrächz der Häher, dem Zirpen der winterlichen Sänger und dem Schreien der Tagraubvögel. Dieser eigenartige Natur- und Glücksrausch von Farbe, Licht und Schatten im herbstlichen Wald findet seinen Höhepunkt in der majestätischen Enssaltung des Hochwilds, auf deren Rudelplätzen Hof gehalten wird. Ein Vierzehn- oder Sechzehnender ragt bereits aus seinem Harem als einzig Geweihter mitten im Kahlwild. Er umzieht den Troß seiner Frauen, stößt mit den Gabeln seiner Krone. Unerinüdlich lauscht er, bald mitten im Kreis seiner Damen, bald beim vertrauten Ziehen um Ihre Reihen, bereit, jedem Genossen, der ihm seinen Platz streitig zu machen sucht, die gefährlichen Augsprossen ins Blatt, in die Lichter oder in die Flanke zu stoßen. Wenn der Tau des Früh- morgens oder das Verglimmen des Tages mit des Abends Dämmern ineinander schwimmt, dröhnt in tiefen» Vaßton ein metallenes „Oouaa— oouaaa— ah— ah I" hinüber zu den Vasallen, die als Zaun- gäste auf eine abgeirrte Hirschkuh lauern. Die Kampfansage wird ab und zu beantwortet von einem oder zwei Buhlen mit trompeten- ähnlichen ouäääh— äh— äh! Langsam röhren sich die Gegner heran, während die Alttiere schüchtern beiseite stehen und von Beihirschen und„Schneidern" verstohlen hofiert werden, zufrieden, wenn ein Brocken vom Tisch« des Platzhirsches fällt. Der edle Hirsch kämpft nur mit ebenbürtigem Gegner. Einen frechen Beihirsch jagt er in langen Fluchten aus dem Revier. Aber stundenlang währt die Vorbereitung zum Kampf, wenn ein Kapitaler sich nähert. Ist der günstige Augenblick da. dann klirren wie Schwertschlag an Schuppenketten und Harnisch die Geweihgabeln der mit gesenkten Häuptern zum Stoß zusammengerannten Gegner. Jeder ist bestrebt, mit den Augsprossen dem Partner die Todeswunde zu versetzen. Dies spannende Spiel eines männlichen Zweikampfes wird mit Aufbietung aller Kraft fortgesetzt, bis einer der Kämpen ermattet den Kampfplatz verläßt. Dann erhebt sich das Sieges- geschrei des den Platz beherrschenden Kronenhirschs, dem eine Sieges- fanfare als Vasallengruß der in gemessenen Abständen sich abseits haltenden Beihirsche folgt, hat der Platzhirsch sein Rudel ein bis zwei Wochen geführt, dann verläßt er es kampflos, um abgebrunstet und einsam durch dichte Waldgründe zu irren. Dieses herbstspiel in der Natur am Rande des Hochwalds, auf dem letzten Grün der Brunstwiesen, lockt den Naturfreund hinaus in die wildreiche E ch o r f h e i d e. in die tiefen Forsten bei Erkner und in den Wildpark vor den Toren Berlins, wo in der Nähe des historischen Bayerischen Häuschens auf den Brunstwiesen ein stattliches Rudel im Gatter steht, das die Schönheit des herbstlichen Waldes bei traulichen Familienfesten erlebt. Versuche mit Freilust-Eisbahnen. Die Technische Hochschule in Cl)arlott«nburg hat gemeim sam mit Jndustriekreisen auf einem Gelände in Steglitz die Bor- bereitungen getroffen, um Versuche mit einer Freiluft- e i s b a h>, anzustellen. Die Bewag Hot diese Versuche durch Zur- verfügungstellung eines Verfuchsplatzcs von etwa Zimmergröße sowie der im Eiswert Steglitz vorhandenen Kältemengen unterstützt. Die Versuche beginnen jetzt und können bei zu erwartendem guten Erfolg eine gewisse Umwälzung für das Problem der Frei- luft-Eisbahnen bringen. Derartig« Eisbahnen bestehen feit längerer Zeit in verschiedenen Großstädten, wie z. B. in Prag, Wien, Buda» pest usw. und werden in den Sommermonaten zur besseren Au». Nutzung der Bodcnflächeu als Tennisplätze verwendet. (rt, ham. Ggnrefte eten, fertig falirtfjtert ist, wxr<> su» i sofort rr lit �er Sorgfalt rnuS BekujLsaxjtkett Lehxjun�telt,| äte l»t£» Verlassci e. uuescrer?15erkfr ständig .; umxj&t. gleitet Jc&g wie ccrie KosfJxirkßit\ \u% ihre eigervs Schrxtullxi xxrub wtr5» ue sanfter<£)refuirujj auf c�ols faxifenVe-Banx* gelegt- KeuaStossen, oc�er •Sctleu�erri, kann, Lei ixnx an- dieser g e[alututien- ÖkergangssteUe inneren. SckaxWn, �ufaßen, i hev KlUTlUirk" Ctg arefte ntojcectotviAch, CIGARETTEN KLEID Lin d e n e r Köp e rve Iv. moderne Kosokform KLEID Noppen- tweed, Madeira Stik- kereigarn. KLEID gemustert. Waschsamt in vielen mod. Färb. sehr guter CrepeCaid Persianer- Sticke rei moderner Tweedstoff kunstseid. Ripsgarnit. chjs gefnustertem aus gut. 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Bisher heben die Unternehmer sich nur daraus beschränkt, die Behauptung zu wiederholen, daß ein« Kostensenkung durchgesührt werden müsse und daß dazu eine Lohnsenkung notwendig sei. Die Unternehmer haben sich mit keinem Wort darüber geäußert, daß die Materialpreise auf der ganzen Linie erheblich ge- funken sind und daß diese Senkung der Nohstoffpreis« für sie eine erhebliche Senkung der Selbstkosten bedeutet. Nach dieser Preissenkung der Rohstoffe werden die Metollindustriellen gezwungen sein, eine entsprechende Senkung der Fertig- s a b r i k a t e eintreten zu lassen, um so mehr, als auch durch die Rationalisierung eine ganz außerordentliche Senkuug der Selbstkosten bereits eingetreten ist. Zu diesen beide» Faktoren der Verbilligung der Herstellung kommt in der Berliner Metallindustrie noch besonders die Lohn- kürzung, die infolge der Senkung der Akkordlöhne bereits von den Metallindustriellen durchgeführt worden ist. Diese drei Faktoren der Senkung der Selbstkosten: Rationali- sierung, Verbilligung der Rohstoffpreise und Senkung der Akkordlöhn« sind von den Metallindustriellen bisher mit Stillschweigen übergangen worden. Es ist daher inn so notwendiger, sie jetzt herauszustellen. Wir haben schon darmif hingewiesen, daß die Metallindustricllen nochmals einen Extraprofit dadurch machen wollen, daß sie sich die längst fällige Preissenkung durch einen weiteren für die Arbeiterschaft unerträglithen Lohnabbau bezahlen lassen wollen. Dieser Lohnabbau ist nicht nur unerträglich für die Arbeiterschaft, sondern unerträglich auch für die Gesamtwirtschaft. Die Unternehmer behaupten, ihr Ziel bei der Lohnsenkung sei, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Die Arbeitslosigkeit tan» nur be- seitigt werden durch eine Vermehrung der Auströge. Die Aufträge können nur hereinkommen, wenn sich der Absatz steigen. Der Absatz kann nur gesteigert werden, wenn die große Masse der Verbraucher in der Lage isi, mehr zu kaufen. Alle anderen Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung sind nur Palliativmittel, die vorübergehend durch Bereitstellung von Krediten an öffentliche Auftraggeber Beschäftigung geben können, die aber nicht in der Lage sind, auf die Dauer das Gleichgewicht zwischen Produktion und verbrauch herzustellen. Wenn nun die Löhne der 130 000 Metallarbeiter und -arbciterinnen um 8 bzw. 6 Proz. gekürzt werden, sind diese 130 000 dann in der Lac«, mehr oder weniger zu kaufen? Man braucht nicht Nationalökonomie studiert zu haben, um dar- ouf die Antwort zu finden. Tatsächlich würden durch die Lohn- lenkung die Brschäftigungsmöglichkeiten gerade in der Berliner Metallindustrie gefährdet werden, und zwar in erheblich größerem Maße, als dies auf dem ersten Blick scheinen mag. Wie verteilen sich die Ausgaben eines Arbeiterhaushalts? Mehr ols öO Proz. des Lohns aehen für Lebensmittel drauf. 20 bis 25 Proz. kostet die Miete. Dazu kommen die Aurgaben für Sozial- beitrüge, Steuern und Fahr'osten. Es bleiben also nur 10 bis 20 Pro;, für Kleidung und andere Acrtizfabrikate. Wenn nun die Löhne der Berliner Metallarbeiter um 8 Proz. gesenkt werden, so wird in erster Linie bei diesen Ausgaben ge- spart werden. Der Arbeiter wird sich weder ein Fahrrad, noch ein Motorrad, weder eine Radioanlage noch«in Grammophon kaufen können. An der Miete, an den Lebensmitteln, an den Sozial- beitrügen, Steuern usw. kann er nicht sparen, es sei denn, daß das so oft und mit so viel Tamtam angekündigte Regierungsprogramm zur Verbilligung der Lcbeiisfyaltiingskosten endlich Wirklichkeit wird. Wenn der Bauer in Prenzlau für die Kartoffeln 00 Pf. pro Zentnar bekommt und der Arbeiter in dem nahen Berlin dafür 3, 30 M. zahlen muß, so ist das ein Skandal. Aehnlich liegen die Dinge bei den Fleisch- und Gemüsepreisen. Man spricht zwar immer wieder von der Kri'c der Landwirtschaft, von der Verteuerung der Lebenshaltungskosten, also gewisiermaßen der Krise der Derbraucher, wir haben aber noch nichls gehört von einer Krise des Zwischenhandels, insbesondere der Großhändler. Waim wird die Regierung hier ein- mal nach dem Rechten sehen!? Die Metallindnstriellen, wenn sie wirklich die Arbeitslosigkeit beseitigen, somit die Kaufkraft der Massen stärken wollen, würden gut daran tun, einmal von der Regierung zu verlangen, daß hier mit dem Preisabbau begonnen wird. Aber vielleicht trifft hier dos Sprichwort zu, daß ein« Krähe der anderen die Augen nicht aushackt. Jedenfalls werden sich die Unterhändler der streckenden Arbeiter und Arbeiterinnen nicht aus die Behauptungen der Unternehmer ein- lassen, sondern von ihnen die Beweise fordern, daß nach der Unkosiensenkung durch die Rationalisierung, die Senkung der Roh- stolspreise und der Akkordlöhn« auch noch ein« Senkung der Tarif- löhne notwendig ist. Die Unterhändler der Arbeiter und Arbeilerinnen der verlincr Mekallindustrie haben dabei einen sehr-starken Trumps in der Hand: die geschlossene Slrciksronl der 130 000. Keine Gireikarbeit bei Otis. Die Verbreitern der Kampffront fachen Beschäftiqung lleber die Anfzugwerte von Otis in Wittenau wird von der „Roten Fahne" und der RGO. behauptet, daß dort Streikarbeit verrichtet wird. Zum Beweise dafür wird angeführt, daß bei Otis in Wittenau nicht mehr, wie vor dem Streit, verkürzt, sondern an- geblich wieder voll gearbeitet wird. Diese Behauptung ist vollständig aus der Lust ge» griffen. In den Otiswerten in Wittenau wird mit Ausnahme her Abteilungen Werkzeubau, Dreherei� und Tischlerei nur 3 bis ö Tage in der Woche gearbeitet. Seit Ausbruch des Metallarbeiter- streiks in Berlin hat sich hinsichtlich der Arbeitszeit in diesem Betrieb nicht das geringste geändert. Von den Funktionären des Betriebes ist weiier festgestellt, daß bei Otis nicht eine Spur von Streikarbeit zu finden ist. Die gut organisierte Belegschaft würde auch jede Streikarbeit ent- schieden ablehnen. Die Firma Otis ist kein V B MI.-B e tr ie b; demzufolge such auch die Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht nach dem VBMI.- Tarif geregelt, sondern unterliegen der freien Vereinbarung. Die Löhne sind teilweise ganz erheblich höher als in den VBMI.- Betrieben. Der Zweck der Verbreitung solcher ersuichenen Nach- richten soll offenbar der sein, die Aufmerksamkeit der„proletarischen Stoßtrupps" auf die Otis-Belegschast zu lenken, um sie zum Anschluß an den Metallarbeiterstreik durch„proletarische Zurechtweisungen" zu„gewinnen". AEG. Kabelwerk Oberspree! Die Ausgabe der Derbandsbüchcr und Unterstützungsquittungen erfolgt am Montag, dem 27. Oktober 1930, von 10 Uhr ob in den Stempelstellen. Die Streitleitung. Belegschaft der Akkumulotorensabrik Oberschöneweide! Streik. Versammlung am Montag, dem 27. Oktober 1930, vormittags 11 Uhr, im Lokal von Stitz, Oberfchöneweide, Kaiser-, Eck« Ostend- straße. Die Ortsverwaltung. Belegschaft A. Vorsig. Tegel. Am Dienstag, dem 28. Oktober 1930, Verbandsbücher und Zahlquittungen aus den Meldestellen abholen. Am Mittwoch, dem 29. Oktober 1930, Auszahlung der Streik- nntersti-tzung im Verbandshaus, Linie nftr. 83/85, Parterr«saal. Der Arb eiterrat. E. Lorenz A.-G. Mittwoch, den 29. Oktober, 11 Uhr, Betriebs» verjanimtorg im Gewerkschaftshaus, Engelufer 21/25, Saal 1. Be» trieb sausweis legitimiert. Die Streikleitung. Preissenkung und ihre Sabotage. Ein Appell des Neichswirischastsministeriums. Vor wenigen Tagen haben wir bereits auf die skandalöse Tat- fache hingewiesen, daß die Aluminiumwalzwerte als Liefe- ranten der Aluminiumfertigindustrie die Preissenkung für Rahaluminium eigens und allein zur herauf- schraubung ihrer Zwifchenprofite benutzt haben. Die Walzwerke hatten, wie wir bereits erwähnten, den Trick an- gewandt, wenige Tag« vor der Preissenkung für Rohaluminium ihre seit Mörz geltenden Kampfpreis« für die Gefchirrsabritanlen aus- zuheben und wieder die weitaus höheren, vor dem März geltenden Preise festzulegen. Wie sich diese rigorose Maßnahme bei der F e r t i g w a r e n- Industrie auswirkt, wurde auf der Reichsverbandstagung der Deutschen Aluminiumwaren indu st rie deutlich aus- gesprochen. Die Fabrikanten erklärten, daß es ihnen auch beim besten Willen unmöglich fei, die Preise für Aluminiumgeschirr usw. nach der Preissenkung für Rohaluminium gleichfalls abzubauen, da sie infolge der Manipulationen der Walzwerke von dem Preis- obbau nicht nur nichtszufpüren bekommen, sondern jetzt sogar noch höhere Preise für das Halbfabrikat der Walzwerk« zu zahlen haben als vorher. Wir haben bei jeder Gelegenheit betont, daß Preisabbau volts- wirtschaftlich nur dann nützlich ist, wenn er bis zu den Verbrauchermassen durchdringt. Diese Vorgänge in der Aluminiumindustrie stehen nicht vereinzelt da. Sie scheinen uns im Gegenteil für die ganze Preisabbaukampagne darin durchaus typisch zu sein, daß die wirtschaftlichen Zwischeninstanzen, ganz gleich, ob Fabrikanten oder Händler, immer wieder versuchen, den Preisabbau der Rohstoffe zur Steigerung ihrer eigenen Profite zu benutzen. In dem Fall der Aluminiumindustri« muß ein sofortiges Einschreiten der Reichsregierung ge- fordert werden, da das Reich als Besitzer eigener großer Aluminium- werte es hier leichter als bei anderen Industrien in der Hand hat, sofort Ordnung zu schaffen. Preisabbau bis zum leßien Verbraucher �eichswirtschastsministerium an die Landesregierungen. Der Reichswirlschastsminist«r hat am 25. Oktober an die Landes- rcgierungen folgendes Schreiben gerichtet: „Unter Bezugnahme aus die Veröffentlichung, die bereits in der Presse«rfolgt sind, beehre ich mich mitzuteilen, daß«ine Rc.he von Synditaten der Kohlenwirtschast eine Senkung ihrer Preise beschlossen hat. Sobald die Einzelheiten über die in der Tagespresse bekanntgegebenen allgemeinen Preisherabsetzungen, ins- lxsondere über die Staffelung der Preise für die einzelnen Sorten, vorliegen, werde ich weiter« Mitteilung folgen lassen. Ich bitte ergebenst, mit Nachdruck darauf hinzuwirken, daß die Ermäßigung der Produktionspreise sowohl beim industriellen, wie beim Hausbrandverbraucher restlos zur Auswirkung kommen. Deshalb ist es unbedingt not- wendig, durch die zustandigen Landesbehörden schon jetzt die örtlichen Kohlenhandelsorganisation«» zu entsprechend«» Preis- Herabsetzungen zu veranlassen. Dabei werde» zugleich die im Handel bisher üblichen Spannen daraufhin geprüft werden müssen, ob sie bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage noch ger«chtsertigt sind, die eine allgemeine Preissenkung unerläßlich erscheinen läßt. Soweit erforderlich, werden Maßnahmen auf Grund der Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 26. Juli d. I. zu treffen sein, für die nach 8 4 des V. Abschnittes der Verordnung insoweit die Landes» regierungen zuständig sind. Weiterhin halte ich es für dringend erforderlich, daß die herab» setzung der Kohlenpreis« auch in der Tarifpolitit der Kommunalbetriebe(Gas, Wasser, Kraft- und Lichtstrom usw.) in geeigneter Weise zum Ausdruck gelangt, damit auch hier die Preissenkung sich bis zum letzten Verbraucher durchsetzt. Ich wäre daher besonders dankbar, wenn die Landesregierungen ihren Einfluß auf die Berforgungsbetriebe der öffentlichen Hand in dieser Richtung zur Gcltusig bringen würden. Für baldgefällige Nachricht über die im Sinn« obiger An» regungen getroffenen Maßnahmen wäre ich verbunden." Sinnlosigkeiten! Weizenzoll wird kieraufgesetzi. Im Rcichsanzeiger vom 25. Oktober wird eine Verordnung ver« öffcntlicht, wonach der Weizenzoll von 18,50 auf 25 M. je Doppelzentner erhöht wird. Zugleich wird der Gerstenzoll von 15 auf 20 M. je Doppelzentner heraufgesetzt. Der neu« Weizenzoll tritt be- reits am 26. Oktober in Kraft. Diese Zollerhöhung gehört zu den vielen Sinnlosigkeiten unserer staatlichen Wirtschaftspolitik. Auf der cinen Seite ist Preisabbau die Parole, auf der anderen Seite wird ein wich» tiges Nahrungsmittel, für das Einfuhrbedarf besteht, sinnlos verteuert. Dabei sollten die letzten Zollerhöhungen auch dem letzten Landwirt die Augen geöffnet haben, daß für ihn nichts dabei herausspringt. Sa sind die Preis«, die der Landwirt nach der letzten Zollerhöhung im September erzielte, um 15 M. je Tonne gesunken und die Getreidemakler und Zwischenhändler sind letzten Endes die lachenden Erben. Kupferpreis fällt. Das Kartell muß nachgeben. Das amerikanische Kupferkartell hat fehl unter dem starken Druck der Lahnhüllen in den vereinigten Staaten die Karlellpreise für Eleklroknpfer von 10,3 auf 9,8 Cent je Pfund Herabgesehl. Die Ermäßigung dürfte sich auf dem deutschen Markt in einem UmfangvoneProz. geltend machen. Bei dem enormen Kupserverbrouch der metallverarbeitenden Industrie in Deutschland, besonder» der Elektroindustrie, wird dieser Preisabbau für Kupfer, der nunmehr feil länger als eineinhalb Zähren anhält, eine weitere wesentliche Senkung der Gestehungskosten zur Folge haben. Naziklage gegen BVG. 120 Hitler-Leute machen Radau. Am Sonnabend um die Mittagszeit sammelte sich im hose des Arbeitsgerichts in der Jimmerstraße eine größere Menschenmenge an, der man anmerken konnte, daß diese Leute nicht gewohnt sind, ihre Angelegenheiten mit sachlichen Gründen zu vertreten. Auch Treppe und Korridor waren von einer erregten Menge besetzt. Als gegen 2 Uhr die Sache Malitz und Genossen gegen Flieger. Solle und Berliner Verkehrs- A.-G. auf» gerufen wurde, drängt« alles in den einzigen Raum de» hause», den man allenfalls als Saal bezeichnen kann und der sich bis in den äußersten Winkel füllt«.— Als der Beklagte Flieger, Arbcitcrratsoarsitzender der BVG., den Saal betrat, wurde«r mit großem hallo cmpsangen. Es schien, ols sollten hier Szenen auf- geführt werden, wie sie die Nazis im Reichstag veranstaltet haben. Aber dem energischen Austreten des Kammeroorfitzenden gelang es, die radaulustigen Element« in die Schranken zu weisen, so daß sich die Verhandlung ohne erhebliche Störungen vollziehen konnte. Bor den Schranken des Gerichts sind 120 Kläger erschienen. die sich ohne Ausnahme als Mitglieder der National. sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei erklärten. Die Kläger sind ein kleiner Teil der 860 Arbeitnehmer, die die BVG. Ansang Oktober entlassen mußte, weil ein unter radikalem Einfluß zustandegekommener Beschluß der Belegschaft die Arbeits- st reckung abgelehnt hatte. D« Kläger behaupten, ste feien wegenihrerZugehöriz- keit zur NSDAP., also au» polltischen Gründen entlassen worden. Arbeitsmangel bestehe nicht. Sie fordern durch ihre Klage die Amtsenthebung des Arbeiterratsvorsitzenden Flieger und seines Stellvertreters Lolle, serner verlangen sie Schadenersatz, weil der Arbeiterrat ihren Einspruch gegen ihr« Kündigung nicht gebilligt hat. Was sie von der BVG. oerlangen, blieb unklar. Anscheinend glauben sie, durch die Klag« ihre Wiedereinstellung erzwingen zu können. Nachdem der Vorsitzende den Klägern auseinandergesetzt hatte, daß«o Autrag auf Amtsenthebung des Arbeitmatsvorsitzenden nur von bcr Hälfte der rm Betriebe Beschäftigten, ober nicht von Entlassenen gestellt werden kann, zogen sie diesen Teil ihrer Klage zurück. Flieger erklärte, für die Entlassungen könne er nicht verrnttwort- lief) gemacht werden, das sei eine Angelegenheit der Direktion. Die Einsprüche habe der Arbeiterrat geprüft und da Entlassungen unvermeidlich waren, habe er die Einsprüche der Ledigen und der kinderlosen Verheirateten zurückgewiesen. Den Familienvätern seien Abfindungen in Aussicht gestellt worden. Politische Gründe hätten bei den Beschlüssen des Arbeiterrats keine Rolle gespielt. Den Klägern wurde aufgegeben, vor dem nächsten Termin, der noch nicht festgesetzt ist, ihre Klag« schriftlich zu begründen. Mit dem Ruf:„Heil Hitler!" verließen die Nazis den Saal und rotteten sich vor dem Ausgang des Gebäudes zusammen. Als Flieger aus dem Hanfe trat, wurde er mit Gebrüll empfangen. Unter wüstem Schimpfen und Drohe» folgte ihm die fanatisierte Menge, bis es ihm an der Ecke der Wilhelmstraßc gelang, unter dem Schutz eines Polizeibeamten in ein« Autodroschke zu steigen und m seinen Weg fortzusetzen. Arbeitskrise verschärst sich. 22000 neue Arbeitsuchende in Berlin und Brandenburg Die Loge des Arbeilsmarklcs im Dereiche des Landes- arbeilsamtes Brandenburg hat sich während der Berichts- zeit vom l. bis 15. Oktober durch die erneute Zunahme um 21 924 Arbeitsuchende erheblich verschärft. Die im Gegensatz hierzu stehende Abnahme der hauptunter st ützungs- empfänger um 27SZ dürste sich bereits im Lause der nächsten Berichtszeit in eine Zunahme verwandeln, da soft alle Arbeitsämter über einen Zustrom gerade in der letzten Woche berichten. Zn der Berichtszeit stieg die Zahl der Arbeitsuchenden um 21 924 auf 475 Z75: davon entfielen auf Berlin 371 925, aus die Provinz Brandenburg 9S400 und auf die Grenzmark Poleu-Zvestpreußen 5050 Personen. Die Zahl der hauptunter- stühungsempfanger in der versickzerungsmäßigen Arbeitslosenunterstützung betrug 206 652, in der Krisenunterstützung 82 132, zusammen 288 784 Personen. Bon den houptunterstühungs- cmpsängern in der Arbeitslosenversicherung entsielen aus Berlin 154 056, aus die Provinz Brandenburg 50 487, aus die Grenzmark Posen-Westpreußen 2109. Für die Srisensürsorge betrugen die enl- sprechenden Zahlen für Berlin 67 773, Brandenburg 14 132, Grenz- mark Posen-Westpreußen 227. In Groß-Berlin ollein erreicht die Zahl der Erwerbslosen bald 400 000 Personen, also säst jeder 7. berufstätige Mensch in Berlin sieht ohne Beschästigung da. Der K a u s- krastverlust allein dieser Berliner Erwerbslosen dürste a n 35 Millionen Mark im Monat heranreichen. Diese Drosselung der Massenkauskraft genügt aber den Metallindustricllcn noch nicht und mit der achtprozenligen Lohnkürzung bei den 130 000 Metallarbeitern sollen den Werktätigen weiter einige Mit- l i o n e n von ihrer monatlichen Kauskrast abgezwackt werden. Die Herren Borsig, Siemens und Orenstein wollen das Berliner Wirtschaftsleben offenbar in eine Pleitegeierkolonie verwandeln. Devifenfiurm vorüber. Die Neichsbank in der dritten Oktoberwoche. Der neu« Wo che»aus weis der Reichsbank vom 23. Oktober läßt erkennen, daß die Reichsbank in der dritten Oktober- woche den Valutasturm endgültig überwunden hat. Die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln, Schecks, Lombards und Wertpapieren hat sich in der Berichtswoche um 133,1 Millionen auf 2102,6 Millionen Mark vermindert. Im einzelnen sind die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 128,3 auf 1938,6 Millionen Mark und die Lombard- b e st ä n de um 4,8 auf 61,6 Millionen zurückgegangen. In die Kassen der Bank sind 224,1 Millionen an Reichsbank- notsnundRentenbankscheinen zusammen zurückgeflossen. Der Umlauf a n Reichsbanknoien hat sich um 208,1 auf 3980,7 Mill. vermindert. Die fremden Gelder zeigen mit 419,9 Mill. eine wesentliche Zunahme um 64,4 Mill. Mark. Am bemerkenswertesten ist der Gold- nndDevifenauswcisder Bank. Insgesamt sind die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen um 11,4 auf 2342,9 Mill. zurückgegangen. Hiervon haben sich im einzelnen die Goldbestände um 0,1 Mill. auf 2180,4 Mill. vermindert und die Bestände an deckungsfähigen Devisen eine Abnahme um 11,3 auf 162,5 Mill. aufzuweisen. Die Notendeckung durch Gold allein st i e g in der Berichtswoche von 5 2,1 auf 5 4,8 Proz. und die Deckung durch Gold und deckungs- fähige Devisen van 56,2 auf 58,9 Proz. Die Krise auf dem Devifennurtt ist also, das zeigt dieser Aus- weis der Reichsbank deutlich, im wesentlichen überwunden. Eine gewisse Klärung der Verhältnisse ließ sich schon in dem vorhergehen- den Wochenausweis vom 15. Oktober erkennen, wo bereits eine kleine Deoisonzunahme festzustellen war. Dagegen stellte sich der Goldabfluß in der Vorwoche noch auf über 262 Mill. Mark, der nunmehr nahezu zum Stillstand gekommen sst. Die gut unierrichtete„Welt am Abend". Arbcitcrforderungen, auf die die Unternehmer»beharren" Neben pornographifch-sadistifchen Romanen muß die„Welt am Abend" nach Moskauer Borschrift ihren Lesern auch Nachrichten über Borgänge in der'Arbeiterbewegung bieten. W i e sie das tut, haben wir gestern aufgezeigt. Sie behauptet« u. a., daß die Metall- industriellen darauf„beharren", die Arbeitszeit aus vi e r z i g Stunden wöchentlich zu verkürzen. In ihrer gestrigen Ausgabe berichtet dieses„Arbeiterblatt" über die Rede unseres Genossen 11 r i ch vor den Gewerkschaftsfunktionären. Und da erzählt nun das Blatt, daß strich zunächst„zugab", der Deutsche Metallarbeiterverband habe an die Unternchiner die Forderung gestellt, eine Bertürzunz de r A r b c i t s z« i t von 48 auf 40 Stunden vorzunehmen. Sonderbare Forderung einer Gewerkschaft, auf die die Unternehmer„beharren". Außerdem erzählt dos so gut unterrichtete Blatt, daß gestern .Geheimoerhandlinigen der führenden Metallindustriellen mit den strich und Eggert" stattgesunden kälten. Zwar haben diese Per- Handlungen nicht stattgeslinden, aber die„Welt am Abend" weiß trotzdem, was in diesen„Geheimverhandlungen" vor sich gegangen ist. Nach einigen phantasievollen Auslassungen versichert das Blatt, „strich und Eggert haben den Koettgen und Borsig vollständig« Ber- traustchkeit zugesichert". Das konnte Eggert, Sekretär des ADGB., um so leichter lun, Äs ex an diesen Verhandlungen gar nicht beteiligt ist. Bedauernswerte Lefer der„West*m Abend": Deutsch-französische Wirtschaft. Aeue Zeichen der Zusammenarbeii. Erst vor kurzem Hot der französische Handelsminister F l a n- din in Genf gesagt, daß die dcutsch-sranzösische Zusammenarbeit auf dem Festlande die Bedingung der wirtschaftlichen Erhöhung Europas ist. In einer Antwort aus eine Red« Hermann Müllers feiert Hcrriot die Möglichkeit, durch ein« gute Wirtschasts- entente zwischen Deutschland und Frankreich gemeinsam« Interessen zu fördern und gewisse Aengstc(in Frankreich) zu mildern. Es ist interessant zu beobachten, wie sich in den letzten Wochen und Monaten die wirischasUiche Zusammenarbeit beider Länder wieder verstärkt hat. Die Internationale Bodenkreditbank. Ein- interessante und finanzpolitisch bedeutsame Gründung er- folgte mit französischer Beteiligung in Amsterdam: eine internotio- nale Bodenkreditbank mit dem Namen Compagni« Central« des Preis F o n c i er s(Zentrale Pfandbriefgescllsclzaft). Führend sind französische F i n a n z k r e i s e. drei fron zösischc Großbanken, ferner das Prioatbonkhous Lazard Frörcs et Ei«. Daneben sind englische, holländische, schweizerisch«, amerikanische, deutsche und tschechische Banken beteiligt. Die Mehrheit des Aktienkapitals soll in französischen Händen liegen und auch die Kapitalbeschofsling soll hauptsächlich in Frankreich erfolgen. Eine international aufgezogene, aber im Kern französische Gründung. Zweck des Unternehmens ist die Vergebung von Krediten, be- sonders von Hypothekarkrcditen. Oeffentliche Körperschaften und Unternehmungen dürften bevorzugt werden. Die Beteiligung von vier deutschen Banken deutet an, daß man dem kapitalhungrigen deutschen Markt besondere Aufmerksamkeit widmen will. Man kann also sagen: das neu« Institut will erstmalig versuchen, französilches K a p i t ä l auch langfristig nach Deutschland zu lenken, nachdem bisher aus Frankreich nur kurzfristige Gelder zu erhalten waren. Deutsch-französische kolonialgesellschafk. Anfang September wurde in Paris mit einem Aktienkapital von zunächst 500 000 Franken eine Sociötö Coloniale F r a n c o- A l l e mo n d« gegründet. Eine Erhöhung des Aktien- kapital? auf 10 Millionen Franken ist vorgesehen. Zweck der Gründung� dieses Unternehmens, das über eine Geschäftsstelle auch in Berlin verfügen wird, ist die Finanzierung des anwachsenden Handels zwischen Deutschland und französischen Kolonialgebieten. Die Gründer, zu denen deutscherseits das Bankhaus E. L. Fried- mann u. Co. gehört, beabsichtigen auch entsprechende Vorackieiten zu der französischen Kolonialausstellung, die 1931 in Paris statt- finden wird. Einige im Verlauf der letzten Zeit vorgenommene Neugrün- düngen sind Belege für die Zwangsläujigkeit eines engeren deutsch-französische» Zusommenarbeitens. Die M e l a l l g e f« l l s ch a f t(Frankfurt a. M.) beteiligt« sich an der Gründung der Toeiete d'E r p l o j t a t i o n des Procedes Lurgi in Paris(Aktienkapital 2 Millionen Franken, Erhöhung auf 10 Millionen Franken vorgesehen). Es dürfte sich um die stebertragung bestimmter Mctallbearbeitungsverfahrcn der MetallgescllschasI, die die Lurgi-Gruppe kontrolliert, an diese französische Gesellschaft handeln. Die von der Ruhrgas A.-G. kantrollierte Leitungsbau G. m. b. H.(Essen) gründete zusammen mit einer französischen 6k- scllschaft die Compagni« Internationale de Ealani- s a t i o n mit einem Anfangskapital van 1 Million Franken. Zweck der Gesellschaft ist der Bau von Rohrleitungen für Gas, Del, Wasser usw. Die Robert Bosch A.-G.(Stuttgart hatte Ende 1928 einen Jnteressengemeinschaftsvertrag mit der sran.zösischen Firma Lava- leite abgeschlossen: die damals vorgesehene Aufnahm« der Produk- lion von Bosch-Apparaten in Frankreich kann nunmehr erfolgen. nachdem die Fabrik in St. Quen bei Paris fertiggestellt worden ist. Deulsch-sranzösischc Filmproduktton. Dos jüngste Glied in der Kette der deutsch-französischen Zu> sammenarbeit ist durch den Verkauf der Cmelka-Aktien des Reiches an die sogenannte KrausGruppe in München geknüpft worden. An dieser Kraus-Gruppe sind in hohem Maße auch franzö- fische Industriell« und Finanziers beteiligt, die sich ein Zusammen- wirken der deutschen und der französischen Fllmproduktion zum Ziel« gesetzt haben Die Emclka soll zum Mittelpunkt einer deutsch-französischen Gemeinschaftsproduktion gemacht werden, soll selbst Tonfilme in deutscher und französischer Sprache herstellen und dazu beitragen, die Produktion gegenseitig den nationalen Bedürfnissen anzupassen. Die französischen Finan- ziers hoffen, daß 60 bis 70 Proz. ihrer Filmindustrie ihr Pro- duktionsprogramm gemeinsam mit der Emclka durchführen werden. Es wird immer mehr allgemeine Ueber.zeugung in Europa, daß die europäische Zusammenarbeit in erster Linie von der wirtschaftlichen Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich abhängig ist. Daran hat sich auch durch den Wahl- ausgang vom 14. September, der in Frankreich Beunruhigung und für Deutschland nachteilige Kreditkündigungen zur Folge hatte, nichts geändert. Um so bemerkenswerter sind die Zeichen, daß die wirtschaftliche Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich greifbare Fortschritt« macht. Aach berühmten Mustern. Eisen- und Stahlgroßhändler wollen 15 proz Lohnabbau. Di» Unternehmer im Berliner Eisen- und Stahlgroß- Handel wollen offenbar ihren Hauptaustraggebern, den Berliner Metallindustriellen, nicht nachstehen. Genau wie in der Metall- Industrie wurden von ihnen die Lohnverträae vom 30. Sep- tember ohne Angabe von Gründen gekündigt. In den Derhand- lungen hielten sie mit ihren eigentlichen Absichten noch zurück. Sie erklärten zwar, daß die hohen Bettiebsunkosten„nicht mehr tragbar" und ihre Betriebe mit Spesen und Steuern zu stark belastet seien. Ein Lohnabbau von 6 Proz., wie ihn der Staat bei seinen Beamten vornehmen will, sei nach ihrer Ansicht auch im Eisen- und Stahlgroßhandel Notwendig. Die Arbeitervertteter lehnten es ab, über einen Lohnabbau zu verhandeln. Bor dem Schlichtungsausschuh oerlangten die Unter- nchmer die Herabsetzung der Löhne um winde st ens 15 Proz. und eine allmählich« Angleichung an die Sätze der Metallindustrie. Es gelang dem Vorsitzenden des Schlichtungsausschusses, die Parteien zu bewegen, die Verhandlungen im Hinblick auf den Streik in der Metallindustrie bis zum 31. Ottober zu vertagen. Ob er es dann fertig bekommen wird, einen Schiedsspruch zu oerkünden, der den Wünschen der Unternehmer Rechnung trögt, ist kaum anzunehmen. Die Arbeiter des Eisen- und Stahlgroßhandels sind sich jedenfalls, wie sich in der letzten vom Gesamtverband ein- berufenen Bersaminlung zeigte, darüber völlig einig, nicht einen Pfennig Lohnabbau kampflos hinzunehmen. Beim Schlachtungsausschuß liegt nunmehr die Entscheidung über den Arbeitsfrieden im Berliner Eisen- und Stahlgroßhandel. Dank vom Hause Klöckner. Für 40 Zahre freue Dienste- die Kündiqung. Köln, 25. Oktober.(Eigenbericht.) E'n Arbeiter aus Menden bei Siegburg konnte dieser Tage aus das seltene 40iährigc Arbellsjubilaum bei den Klöckuer-werken A.-G.. Ableitung Mahnsicdt in Troisdorf, zurück- blicken. Di« Finna Übcrreichke dem Zubllar ein Geldgescheuk von 180 Mark und die— Kündigung. Herr Klöckner ist Zenkrnm». mann und gläubiger Christ. Zst das nun die christliche Nächstenliebe? Herauf mii den Löhnen! Ziundfunkappell eines englischen Volkswirischafllers. In der Aktuellen Abteilung des Berliner Rundfunks wurde gestern der bekannte englische Volkrwittjchostler Ehasson von Dr. Kaufmann über die Probleme der gegenwärtigen Wirtschasts- lrise interviewt. Chosfon gehört neben Keynes zu den prvinineiitesten und meistgelesenen Volkswirtschastlern Großbritanniens. Auf den verschie- densten Gebieten hat sich der jetzt Einundsechzigsöhrtge mit Erfolg erprobt. In Amerika war er jahrelang Journalist und hak dann eine der größten Reklomeogenturen in den Vereinigten Staaten gegründet. Als Wegbereiter der modernen Reklame sst er auch in Deutschland wetten Kreisen bekanntgeworden. Elision erklärte, er Hobe von Berlin bei seinem Besuch einen hervorragenden Eindruck gewonnen. Diese Einsrücke von dem pul- fiereuden Leben in DeutsÄond würden auch nicht durch die schwer« Arbeitskrise getrübt. Er wies darauf hin. daß in England heute über 12 Proz. der Erwerbstätigen arbeitslos feien, während in Deutschland trotz der an und für sich enorm hohen Zah! von Er- werbslosen immerhin 10 Proz. noch nicht überschritten seien. Man solle trotz der überaus ernsten Verhältnisse auch in Densschland den Kopf nicht verlieren. Der Kernpunkt sei, daß mau in dem ratio- nalisierten Deutschland schneller und mehr ver- kaufen müsse. Gelinge es. den gestmcken Umsetz der Wirtschaft um 10 Proz. zu steigern, so wurde die Arbeitslosigkeit ganz rntto- matifch und sehr schnell sinken. Hierzu sei aber erforderlich, die Kauftraft der breiten Massen zu heben. Die Rationalisierung hat die Produttions- kosten verringert, deswegen müßten die Löhne nicht nur ge- halten, sondern womöglich noch erhöht werden, damit die Massenproduktion auch unter dos Volk kommt. Man könne in den von der Krise heimgesuchten Ländern vor den Lohnsenkung�- tenden.zen nicht genug warnen. Zum Schluß appellierte Ehasson an die Wirtschaft, nicht taten- los auf bessere Zeiten zu warten, sondern den Augenblick zu mutzen, wo die Rohstoffe in der ganzen Welt einen noch nie dogewesenen Tiefstand auswessen. Die Kapitalslucht aus Deusschland sei ebenso verwerflich wie unklug, weil das Kapital im Lande sollst viel nutzbringender angewandt werden kann. Russische Aufträge für deussche werften. Die Deutsch« Schiff- und Maschinenbau Akt.- Ges. in Bremen hat von der Sowjetregterung einen Austrag auf sechs Fischdampfer erhallen. Der Wert dieses Austrages stellt sich auf vier Millionen Mark. Die Dampfer werden in den Nebenbetrieben des Bremer Werfttonzerns ans der Frerichsrverft in Einswarden und der See- beckwerft in Wesermünde gebaut.— Zugleich hat die Rostocker Neptunwerst einen russischen Auftrag ans drei Fischdampftr im Wert von 2 Millionen Mark erhalten. Zur Durchführung dieses befrssteten Auftrages werden Neueinstellungen bei dem Unternehmen erforderlich. Achtung. Bodenloger! Wegen Lohndifferenzen ist für Boden- leger die Ausführung der Parkettardetten für die Firma Fritz F c n s k e auf dem Bau S ä ch s i s ch« S t r a ß e an der Düsseldorfer Straße gesperrt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. SPD..Setawtsi«tti-i> der Utbtötr, Sngestclllc» jut&»camten b-im Aljirieawt ScstäOn(eititdir. Strfllcbrtriefcei. Äkontag. Ifl1-: Uh-, Lokal m wuq. b Loriiag:„Die politische Laze". Ref-rent Genosse Dünger. A Meister Dr. Ostramiki. 2. Frartionsonq-loiieichei:««. S. BeriihieSonez. cg Anivesenhcit jeiseo PootewntgUode» Pflicht. Sympattüsscronbo lönnrn W eingetührt«rrdon. 8) 9ittwtU«cmrin(chflft soiixllxmotratifchei L'britnchmer de» Moqi, W ?> ftrat» Berlin lZentraloerii-altilug). Dlontaz. ifiK uht. im Sackolche» fl W Hof, Ziofenthalc: Ltr. 40—il, Pattinefoc:. ZtilglNdörvcrsommlnnii. i 1 ! 1. Genosse Wülielm eoiSes:„Die-Aiierlikc gegen die Berliner Be- iz soldnngsordnnng-.-- Genosse«atl L'itkc;„Die politische Lage", z. Auo- i fy spräche. 4. verschiedene.. Anwescnhert jedro Mitgliedes criordelsich. f! i C. Lorenz A.-G., SPD.'Fraktion. Dienstag. II Uhr. Im Lokal,! s.3 Pommereiling. Tempelhof. Berliner Str. 100, ssraklionsversaiiimlung i der SPD.-Genossen der Lorenz-Belriebc. Zeder Genosse ist verpflichtet,' 1 i: pünktlich zn erscheinen. Der Araktionsoolstar«.' Z SPD..H»Izardc>Icr. Brrlnmmlnng Dirnstaa. Ili's, Uhr, im Per- i !Z liner«lubbaiis, Ohmslr. ü. Partei, und Vcrbandobtich müssen Mb. ist gebracht werde». l'-i $ Hreie Gewerkschasts-LuaenS Berlin Zvg-Ichheim Wcißensec, Parkstr. gg. Borkrag:„Sri-kn-iss- auo der iZrcmd'N. IcQ.on".— nächste Zpycndveransklltung brr Volksbühne findc.t am Sonntag. 9. Nooemb??, nvn 14� Uhr. im Theater cm Billomplat� statt. Zur ÄuifüHrunz S?langt das Schauspiel von Friedrich Vvlf:..Die Matvo�cn von Cattaro". Karten zum Pretse von 80 Pf. such in der Iugondzeutrale|u Haben. �egyerfre perf ot'ssrs Oer•?frge<7enf<,n Stotgtn, Mon og, sola»! de Bcrarstäliungei'! lim ton Uhr veranstalten ipir iür unsere üiUardeii-r in dlr Zuxrudgritppe s: eserenten und Zügen dsunrl anärei einen Ltussprocheadend im Nasiuo des Borläufigon üleicho- wlrtfchaftorotes. B-llrouestr. 1.4. Genosse Bl-naod-r Stein kprichr über.Pro- bldmr dar Massenliildung''— V-.ddtng- Zugendhoim Turiner Cdt Seessrahe. Abend eigen«! AusgrirolNing.— Bri»: Stüdtlsches Zugendhemt sPa'hau-l. An die Weroearheit.— llpdavi Zugendheim StiigHcse-nftr. OS. Wer locht, ist go sund.— Am 9. 9Jfincmb«t findet die nächst« Zugenhporchessung der Bollohtihn« statt. Satten hierfür sind im Zugenchsekrttaiiat oihältiich. BERLIN WAMBURO ALTONA KÖLN BSSE.N Düsseldorf HANNOVER DORTMUND DUISBURG MAGDEBURG FRANKFURT'S. WUPPERTAL BREMEN tFaHvQaoaQ 1930 de-widmel äUen Freuxiden. uziseres IKC�iises ujid. denen, die es-werden-wollen. Copyright b» Kurt Lisssr Reklame 1930_ Nachdruck von Wort und Bild verboten! Wer hätte das gedacht? Wenn es uns auch sehr ernst darum gewesen ist, als wrr Im Frühjahr dieses Jahres allen Vollschlanken und denen darüber dicks Freundschaft anboten; auf ein derartiges Echo hatten wir nicht zu hoffen gewagt. Es ist gradezu überwältigend, mit welchem Vertrauen seitdem alle die zu uns kommen- Damen wie Herren- denen es bisher schwer gefallen war, Kleidung zu bekommen, die gut saß, modern aussah, und doch preiswert war Und wir denken, wir haben keinen, der zu uns kam, enttäuscht. Natürlich war das für uns ein Anlah, diese Abteilung immer mehr und mehr auszubauen. Gut sitzende, schlankmachende Kleidung zu den sprichwörtlich niedrigen C.& A.-Preisen- das war die Parole- Und wir könnten lins heute mit vollem Recht die Bezeichnung beilegen: „Das Haus für groneWeiten" Die kommende Woche soll nur wieder unter dem Motto stehen Kleidung füf Vollschlanke! 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Kleider, Pelzwerk und Wäsche:. bei Abteilung I, Iägerstr 64, vom Mon» tag, dem 17 November 1SZ0, ab S Uhr, und zwar: Fahrräder, Gegenstände der Optik. «leider, Pelzwerk. Wäsche. Kristall. Z iwelen- Gold» und Silbersachea. Für versallene Pfänder, welch« erst nach dem Auitionsdeginn erneuert oder einge» löst werden, mutz best mmungsgemätz Auf. tionsgebllhr derechnet werden. Staatliches Ceihamf. Und M Dein Urlaub nodi fo Klein, Im Caiasdiflncbcrd mvtzl Du Sevelen fein! Inhaber: Wolfgang Grunge, Hanpfffrafpe 23/24 Gewiitnaozzag l. Lklasie ZS. Preabisch-SLbbeulsch« Klasien-Lofferie. Ohne Gewähr Rachdruck verboten Ans jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinn« gesalle», und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilung«» I und II 2. Ziehungstag 25. Oftvber 1930 In der heutigen Bonnittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogne 2»«wimie M 100000 M. Z13SS1 2 Gewinne m 10000 OL 334527 4 ffeteinne ,u 5000 M. 42487 82196 2»ewinne«u 3000 Oll. 68916 4 Sewlnne ja 2000 M. 177196 190387 30 s-winne zu 1 000 M. 10944 53844 63306 S572S 7710» 101632 127007 222306 225068 238145 281170 233509 319724 330366 360550 44»ewinne ,n 800 M. 15872 21630 30852 62323 96213 97820 124835 162820 169407 177731 193405 217184 217668 228362 231001 233230 293539 323337 338046 359934 361247 397179 46»-Winne ,» 500<30. 6670 1 1506 50535 53419 58253 76741 91267 116287 130931 163484 154565 164743 178364 180458 183721 210610 212393 269292 295262 296838 332612 348033 368634 393302 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über All SR. gezogen 6»edrtmie ja 5000 OL 213390 271763 377043 10 Gewinne ,» 3000 M. 140478 226397 268039 278243 383016 8 Gewinne ,» 2000 M. 34026 121361 307353 3358S1 24 Gewinne>u 1000 M. 488R8 66511 134766 146826 163834 16889S 201497 281421 332576 353643 391663 398604 30 Gewinne m 800<30. 19486 46667 109317 160785 178836 218410 230844 238668 243216 256233 270345 301439 328190 334261 378084 40 Gewinne in 500 M. 8610 10362 10663 12533 48353 68577 74482 176784 181454 194903 203167 220269 224644 252273 266317 293213 293351 345789 364915 382730 Die Ziehung der 2. Klasse der 36. Preußisch-Süddeutschen sLSS. Preußische) Klassenlotterie findet am 21. und LS. Novbr. 1930 statt. Sprechmaschinen neuest© Modelle, wunderbare Klangfalle, prima L&nfwarke, i zu noch nie dagewesenen Preisen./ Eigene Fabrikation. Kofferapparate 12—, 14.—. 18.—, 20.—, 25.—. 30.—, 35.— atw. Schrankapparate 45.—, SS.—, mtt DoppeMeder-Schneckenwerk 65.—, 75.— usw. I Tisch apparate IS—, 20-, 30.-, 35.—. *1 KI AA erstklaM. Doppolfeder-Sebneckenwcrlio B«P i# W neueste Modelle su noch nie dagewesenen Preisen. 16 00O Federn für Sprechmaschinen, erstklassiges Fabrikat trfrl � H nar gangbare Grössen und Längen Stück L— bis 1.50 Mark � ESI Sämtliche Znbebörteile. Gehäuse, Schalldoaen. Tonanne, 50 ooo Sehallpla.tteD, 25 cm gross, doppelseitig(Gelegen- d eil I beitskaaf) 85 Pfg., sowie sämtL Harkenplatten neueste Schlager AS�JI zu Originalpreisen/ Radio a. sämtl Bastlermaterial, Moslk- instromente, Spielwaren, Ohren-, Gold- b. Silberwaren, Wirtschaftsartikel| ßOOO Ulndevräder(Zwei n. 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Eibung des erweiterten Arrievorltaiides bei Dobrohlow. öwinrwündcr Str. U.. Z. Srciz Tiergartc». Ächlung. ttrcisvorstand! Dienstag, Z8. Oktober. 20 Mir. Sitzung des Äreisvorttundes. der BeistZer und 1. Äbteilungsletter bei Röstet ssrllber Srüger). Puttitistr. 10. 3. ttrej, Bedding. Kltcrvbeirüte der Liste.Schnlausbau': Areisvcrsammlunq um Mittwoch, 20. Oktober. 2« Uhr. bei«lbert Soruas,. llserstr. 12, fiite Mortin-Opig. Straße. Vortrug de» Genossen Dr. Valetta über»llnsere Stcllunanuhme ru dem Verein sür das Deutschtum im Auslände". Eltern dürscu durch Genosse»«inpesührt werden. l. Kreis Kreutberg. Der Deutsche Kreidcnicroerband veranstaltet am Dienstag, 28. Oktober, in den Äommeesalen, Teltower Straße, einen Werbeabeub. Die Genossinnen und Genossen werden ersucht, sich recht rege daran zu beteiligen. Achtungl Am Montag. 27. Oktober, 20 Übt, Vollversammlung der Ordner im Lokal Look, Schönleiullr. 6. Mitgliedsbücher mitbringen. ?. Kreis Eharlollenburg. Dienstag. 28. Okiober, 1BV. Ubr, Sißnng des er- weitcrten Vorstandes im Rntbaus, iiimiuer l. Kiudersrcuude. Donnerstag, 30. Oktober. 10� Ubr. im �Lortraaofaal des Deutschen Krankenkassenbouses. Charlottenburg, Berliner Str. ZZ7, Elternabend mit Lichtbildervortrag und Tilmvorfllbrung. Bilder von den Tericttfabrten der Gruvven. Unkosten- beitrag 2Z Ps. ilreic Schulgemeinde. Sonntag, 2. Rooeniber, in Ablerls Testsalen. Berliner u-tr. 88 Eeke Braubosstraße. große ssestveranstaltung aus Anlaß ibree tcbniäbrige» Beliebens: Konzert. Rbntbmisch.gnmnastisch« Tänze der Zutta-Klamt-Echule, Heitere Lieder znr Laute, ssestsviel:„sslachs- mann vis Erziebor". Tombola und Tanzlränzatan. Gintriit 80 Vi. Garderode 20 Pf. und Kinder 10 Pf. Eintrittskarten zu baden in den Ber» kaufsstellen der Konlumgenosseniilioften und au der Abendkasse. Saal. öfinuno ö Ubr. Beainn 8 Ubr. 12. Krris Stcgliß. Veamteu-W-rbeausschuß. Dienstag. 2S. Oktober. 20 Mir, In den Liänerfelder Teitsälen(oberer Saal»,.Keblendorser Straße. Mitglieder- Versammlung. Genosse Redakteur Schwarz spricht über den..Wablausfall Itnd die Lehre für uns". Ilm pllntiliches und bestimmtes Erscheinen wird gebeten. Snmvatbilierendc können einqcfübrt werden. IZ. Kreis kempelhof. Montag, 27. Oktober, 1!i>,s> Ubr, Dorfstr. 42, ssraktions- üßung. 14. Kreis Reukilllu. Die Sozialistische Ardeitcrinaend Neukölln veranstaliat am Sonntag, 26. Okiober, im Stadtlaal. Bergstr. 147, einen Filmobenb. Es wird der Tilm..Pcrdi.'n" gespielt! dazu ein gutes Beiprogramm. Mustl. Die erste Darstellung beginnt um 174!. Ubr. Einlaß 17 Ubr. Die zweite Vorstellung beginnt 20M. Ubr. Einlaß lft-i Ubr. Eintritt 0.60 M.. Kinder OBO M. zur ersten Vorstellung.— Elternbeiräte der Liste..Schulaufbau" und sozialdemokratische Ledrer Montan. 27. Oktober, 13V4 Ubr. wichtige Besprechung im Idealkastno, W.'ichsclstr. 8. 1Z. Krei« Terptow. Montag, 2» Ubr, in Riederschöneweide, Berliner Str. 38. Krclsvorllandsstßung. Abteilungsleiter. Vertreter der SAI. und Jung- sozialisten sind eingeladen. 16. Kreis Köp-miek. Montag l!>4r Uhr, wichtig« Kreisvorstandsstßung in Köpenick. Schloßsir. 27. 1 Tr. Erscheinen aller unbrdina! erforderlich. 17. Krri» Lichteuberg. Sißuna der Bezirksverordnetonfraktion am Montag. 27. Oktober, um 18 Ubr, im Kimmer 36 des Rachauses Lichtenberg. 1». Kreis Pankow. Montag. 27. Oktober, l84s> Ubr. Israktionsstßilna mit den Büraerdcputierten im Ratbaus Pankow, Kimmer 118.— Sämtlich« im Kreise wobnbaften Beamten uud B"bördenanacstellteu und die beim Bc- zirksamt Pankow bcschäftiatcn Parteiaeiwssen versammeln sich om Treitag. 31» Oktober, 20 Mir, im„Türkischen Kelt", Pankow, Breite Str. 14. Referenr Genosse Mar Hevdemann über:.Die volltische Looe". Gäste willkommen. 20. Kreis Reinükcndors. Wontag, 28. Oktober, 20 Ubr. Kreisoorstanbsstßuilg. m 20. Kreis Rcinickeudori. Montag. 28. Oktober, 20 Ubr, Kreis. kls varstandsstßung mit allen Abteilungsleitern, anschließenb an die M" Traktionssttzung. Jede Abteilung muß unbedingt vertreten sein. Die Vorschläge i-ir die Wolilfabrtskommikstonen sind init.zubring:n.— Witt. woch, 20. Oktober. ItK Ubr, Krcismitglieberversamwluug im Strand. schloß, Tegel. Vortrag:„Die politische Lage". Referent Rudolf Willell. M. d. R. All- Genossin»«» und Scuosscn wüsten bestimmt uud pünlllich crscheiucu. heute, Sonntag. 26. Oktober. 17. Abt. Die Einlaßkarten zum Lichtbildervortrag find heute beim Genossen Höbne abzurechnen. 21. Abt. Sonntag. 1144 Uhr, beteiligen sich die Mitglieder an der in der Lichtburg. Babnbof Gesundbrunnen, swttsindenben Morgenfeier des Reichs. banners mit onschltoßender Demonstration. Trtsfvunkt zur Demonstration: 13 Ubr, Lichtbirra.— 32. Abt. Alle Genossen beteiligen sich an der Veranstaltung der 37. Kablgwtpv« des Deutschen Treidcnkeroerbanbes beute, Sonntag, 17 Ubr. im großen Saal des Sewerkschaftsbauscs. Engelufer 24/23. Legitimation mitbringen. Kirchenaustritt kann bort vollzogen werden. 138. Abt. Hermsdorf. Alle Genossen werden gebeten, an der Filmveranstaltung in Glienicke, Lokal Batb. teilzunehmen. die Filme..Innncnbof" u. a. Anfang 20 Ubr. Gezeigt werden Morgen. Montag, 27. Oktober: fU Abt. 38 Ahr ssunktionärschung bei Solbschmidt, Etolvische Str. 36. Sein Funktionär darf fehlen. Dienstag. 2S. Oktober. 51.«bt. 1944 Uhr bei Krüger. Hussitenstr. 34 Ecke Scheringstraß«. D-rtrog: „Die Auswirkungen der Notverordnungen auf die Krankenverstcherung." Referent Paul Bardeleben. 83. Abt. Tempelbsi. 20 Ubr Mitaliederverfammlung im Lokal Pinger. Dorf. siraße 50. Reierent Alwin Brandes, Borstßcndcr des Deutschen Metall- arbeiter-Derbandrs und M. d. R. 1Z7. Abt. Reinickeedurs-Best. Freie Schulgemeinde Reinickendorf-West: Oeffent- liche Mitgliederversammlung in der Aula der 9. weltlichen Schule. Auguste- Viktoria- Allee 37, om Dienstag. 20 Uhr. Referent Lebrcr Frickc:„Die Schallplaitr im Unterrichl", mit praktifcller Vorfiilirung. Parteigenossen lind eingeladen. Frauenveranstaltungen. ggmt-H . i M-.i. Xarül t.4�..,« i I z. Kreis Tiergarten. Dienstag, 28. Oktober, 20 Ubr. in der Schul» 4K aula. Walbenlerstraße. Bortrog über„Proletarische Srzicbung" und Vor» M i� führung des Films„Die rote Kir.dcrrcpudlil". � S. Kreis Wilmersdorf. Montag, 27. Oktober, pünktlich 10 Ubr. bei»ulka, Lauenburger Str. 2l. FunltionSrinnenüßung. 13. Kreis Treptow. Freitag. 31. Oktober, 1044 Ubr, bei Döbling. Kiefbol»» Ecke Elsenstraße. FunktionLrinnenssßung. 18.«res, Weißevsce. Montag, 27. Oktober, lg'4 Ubr. Im Restaurant„Kinn Pferdemarkt", Schönstrahe. Äreisfranen.Werbeabend. Vortragender Genosse Hanns H. Kamm, außerdem Volkstänze der Kindcrfrcunde uud Mitwirkung Ott SAZ. Montag, 27. Oktober. 4.«bt. 30 Uhr bei Brandis, Eiralau» Str. 10:.Sozialismus und Serual. refvrm". Referentin Maria«tische. K 6. Abt. 20 Uhr im Saal der Städtischen Bibliotbek. Brunnen. � straß« 181(Hof). Lichtbildervortraq des Genossen Dr. Georg Löwenstein: lZ„Nöte und KrankbeUen der Prolctariersrau". 8. Abt. 20 Uhr bei Rickert. Etcinmehftr. 36a;„Frauen und Faschismus". Referent Hans Kauer. 14. Abt. 194«, Ubr im Swinemünber Gefellschaftsbaus, Swinemünder Str. 42: „Die Auswirkung der Brilntng.Politik auf den Arbciterbaushalt". Referent War Hendcniann. 13. Abt. 1044 Ubr bei Obiglo, Stralsundcr Str. ll:„Sozialistische Gefinnungs» vflegc in der Familie". Rcfcrentin Helene Michaelis. 17. Abt. 1044 Ubr bei Klinge, Sellerstr. 14: �zeitercr Abend". Boetragender Genosse Gutbeit. 18. Abt. 20 Ubr bei Soraaß. llferßr. 1Z:„Die Hnaien« der Haut und ihre wichtigsten Krankbeitcn". Rcfercntin Dr. Nürnberg. 10. Abt. 104« Ubr in der roten Schule, Eotendurger Str. 2:„Heimarbeiter- ichuß". Refercutin Margarete Trapv. 23. Abt. IS1! Ubr bei Heinze, Barius- Ecke Glasgower Siraße:„Die Frau der Nachkriegszeit". Refcrentin Elte Michaelis. Arbeiterbildungsschule In der kommenderi Woche beginnen noch folgende Kurse in den Kreisen' Monfaj*, den 17. Oktober, lVst Uhr: 20. Kreis, Reinickendorf, Schule Auguste-Viktoria-Allce 37. Dr. J. Schlesinger:„Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung". Mltlwodi. den 10. Oktober. 19"» Uhr: 14. Kreis, Neukölln, Jugendheim. Bergstraße 29, Dr. Gregor Bicnstock:„Was wollen die Sozia- demokrr.ten". Freltap, den 31. Oktober, 194'e Uhr: 10. Kreis, Zehlendorf, fugend- heim. Bahnhofstrafe z, Valtin Hartig:„Die Arbeiter Deutschlands im Kampf um Demokratie, wirtschaftliche und politische Macht" Hörgebühr für acht Abende 2 Mk, Anmeldung bei Beginn der Kurse in den Kursuslokalen 7onfrala l�lipca» w'r machen darauf aufmerksam, daß der CIIK IVUF3C» Kursus der Genossin Kern:„Die organisatorischen und progiammatischen Grundlagen der Partei" nicht wie im Programmheft angegeben, am Donnerstag stattfindet,»andern Oleottog» im Sitzungssaal des Bezirksvorstandes, Undenstraße 3, 2 Hof, 2 Treppen. Teilnehmer können sich noch melden 24. Abt. Z. Gruppe. 1044 Ahr bei Schulz, Earmrn.Sylva.Str. äl,„Die Frau als Staatsbürger! n." Rekereitttn Leoni« Brockmann. 23. Abt. 1044 Ahr bei Röseler, Golbaper Str. 0,.Klassenkultur und Er- ziebung". Referent Prot. Abramowitich. 26. Abi. 1044 Uhr bei Reche. Metzer Str. 28,„Frauen und Faschismus". Referent Eduard Kackert. M, d. L. 27. Abt. lO'i Uhr bei Reetz, Sonnenburger Str. l,„Ehereform". Referrntin Margarete Schenkalowikt. 20. Abt. 20 lll>r bei Klug, Donziger Str. 71,„Eigenunternehmungen der Arbetterschaft". Referent Walter Rone. 38. Abt. 20 Uhr bei Seinert, Pappelallre 43.„Die politischen Folgen der Wahl". Referentin Stadtoerordnete Dr. Käte Frankentbal. 33. Abt. 1944 Ubr bei Wertalla, Hoheulohestraße 3,„Unsere Vorlämpfer'st Referent Wirbelm Mietbke. 34. Abt. 4944 Ubr bei Neuinann. Gubener Str. 43, Der Kampf ber Sozial- demokratie gegen den Faschismus" Referent Karl Dressel 33. Abt. 1914 Uhr bei Schnorrer, Voigtstr. 38 Ecke Schreinerstraße� „Der Kampf der Zlletallarbeiter". Reserentiii Frida Gladosd). 36. Abt. lb'h Ubr bei Busch, Tilsiter Str. 27,„Frauen und Faschismus". Referentin Lisbetb Meger. 37. Abt. 194s UI>r im oberen Saal der Patzenbofer-Brauerei, Landsberger Allee 23.„Ursachen der Arbeitslosigkeit und ibre Bekäuipfung". Referent Georg Raidle. 38. Abt. 20 Uhr bei Bartusch, Friedenstr. 88,„Nationalsozialismus". Referent Alfred John. 39, Abt. 194h Uhr in der Juristischen Sprech, stund«. Lind-nsir. 3..Sstrger. liche uud vrvlttarischo Frauenbewegung". Referentin Hertha tssotthels. 46. Abt. 20 Uhr hei Förster. Dreihunditr. 11,..Die Frau in der Arbeiter- bewegung Palästinas". Referent Kurl Elechert. 41. Abt. 194h Uhr bei Erdmann. Belle-Allianre.Eir. 74«,„Grundsätze und Forderungen der Sozialdemokratie". Referent Emil Barth. 42. Abt. 20 Ubr bei Soblie, Bergmannftr. 89 fnicht wie zuerst vorgesehen in der Alkoholfreien Ggslftälte)„Politische Satire und Humor". Vortragender Genosse Theo Maret. 43. Abt. 1944 Uhr bei Krepp, Plannfer 73/78,„Die volltischen Folgen der Wahl". Referent Hermann Hornisch. M. d. L. 44. Abt. 1»:.t Uhr bei Ewald. Skalitzer Str. 128.„Sozialhvaienisdte Farbe. rungen für die Proletorienrau". Referentin Dr. Frida Alerander. 46. Abt. A) Übe hei Adam. Lllbbener Eäe Görlizer Strohe. Bunter Abend. Vortragende Friedet Hall. 48. Abt. 20 Ubr bei Tetzlasf. Rittersir. 33.„Barum brauche» wir dringend Mietersänttz und Mieierrechl?" Referent Otto Most. Eharlottrnburg. öl- Abt. l9>4 Ubr bei Schellbad), Königi:r»Elisabeth.Str. 6. „Sozialiftische GesiNnungspssege in der Familie". Referent Hans Kunst- mann.—. 83.«bt. 1944 Uhr bei Reimer. Wilmersdorfer Str. 21 Ecke Kanalstraße.„Erfahrungen aus der Gefchlechtskrankenfürsorge". Referrntin Aenn« Weider.— 37. Abt. lS'4 Uhr bei Arndt, Kantstr. 31. gemütlicher Frauenabend. Vortragender Hans Fuhrmann, Tasse Äaffe 23 Pf. Kuchen bitte mitbringen. 87. Abt. Grunewald. 20 Ubr im Babnhoiskokal Wurzbacher,„Die politische Lage und die Frauen". Rcfcrentin Paula Kurgast. 66. 72. Abt. Wilmersdorf. 1944 Ubr bei Sulla, Lauenburger Str. 21.„Die Reform des Verwoltungsgesetzcs Berlins". Rcfcrentin Helene Schmitz, M. d. L. 78. Abt. Schönrberq. 1044 Uhr bei Hochoefchürtz, Mühlenflr. 9,„Berfassungs. fragen". Referent Dr. Walter Gotthardt. 82. Abt. Steglitz. 20 Ubr bei Schellbase. Ahorn str. lös.„Die Pflege des Kindes int Ichulpslichtigcn Alter". Reierent Dr. Ungcr. Reuköll». 91. Abt. 19' 4 Ilhr im Karlsgarten, Vergschlonböhe, Licht.-Z M! bildervortrag„Das rote Wien". Referentin Lisa Albrccht. Auch die Gc° k?l nassen sind zu dieser Äeranstoltuna eingeladen.— Die Fnnttionärinnen. ' Iressri: sich im gleichen Raum dcretis um 19 Ufir.— 93, Abt. 19' 4 Uhr'' ' hei Fridcrsdorf, Iägcrstr. 8. Lid>tbildcrvartrag„Unsere Heimat". Die' 1 Frauen und Töchter der Genossen sind besonders eingeladen. et-tkÄ'O-fis Reuköll». 80. Abt. 1944 Ubr bei Groineck. Eanderstr. 10,„Frau und Kirche".. Referentin Lisa Schneider(Freidenkerverband).— 96. Abt. 1944 Uhr in der Leseballc Rogat» Ecke Ilsesiraße. Heiterer Abend. Vortragender Paul Hoifmann.— 97. Abt. 194-4 Ubr bei«utzti, Hermann Ecke Leincstraßc. „Frauen, und Foschisumo". Referent Kurt finde.— 98. Abt. 19'- MX de! Teich,»nesebedslr. 133,.eöozrolisiische Kulturforbrrungcn". Referent Willi Wolts. llll. Abt. Treptow. 1944 M>r im früheren Rennbohulokal George Herterer Abend. Vortragender Pugai Zinck- Auschließenb gemütliehes Bei,ammensein. 163. Abt. vbertchöveweide. 19!-, Uhr in der.Schillerqlocke",.S�9:„Die politische« Folgen der Wahl". Referent Otio Niost. 47. Abt. lO'A Uhr in der Schulaula, Manteuffelstr. 7. Lichtbilder. W vortrog des Genossen Rektor Fischer:„Vroletoricrleben zu allen Kelten".- Auch die Genossen sind zu diesem Vortrag eingeladen. 73. Abt.«anusce. 20 Ilde im„Reichsadler", Kiinigstr. 23;„Frauenwerbearbeit". Referentin Scetba Gotthelf.. 93. Abt. Neukölln. 1944 Tlbr im Fugcndhcim, Böhmische Straße:„Was nun? Referentin Mathilbe Wurm. M. d. R. 192. Abt. Baumfchnlcnweg. 20 Uhr bei Haß. Baumfchulcnstr. 72:„Ernstes und Heiteres von Müttern und Kindern". Vortrogendc Martha John. Miktwoch, 23. Oktober. „Ber. 62. Abt. Siemensftabi. 20 Uhr im..Heidekrug". Anhaber Marfand: fasiungsfrogen" tFortteßnnosobend). Referentin Rost Gractzer. 81. Abt. Lankwitz. 20 Uhr in Lehmanns Feitiälcn, Kaiscr-WiihclmüStr. 20/31. zwangloses acmllUiches Beisammensein. Reukällu. 90. Abt. 20 llhr bei Schabciko. Wcichelstr. Z:.Die Arbeit der Freu im Parwment". Rcserctrtin Antra Bormann.— 02. Abt. 1&'4 Uhr im Lokal Roscggerslr. 0 Ecke Wilbelm-Busch-Stroße:„Fürsorgeanstalten und Ftirsoraecrziebung". Rcierentln ikutla Kurgaß. 124». Abt. Mahlsdori-Süd. 20 Uhr bei Draber. Ublanbstraße:„Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung". Referentin Seunh Zaduezinskn. Donncrslog, 30. Oktober. 68. Abt. Aslonser. 20 Uh? bei Sandmann, Westfälische Str. 42:„Bun�«us Abend". Vortr-ai�nde Griedel 99. Abt. BrkH. 20 Ul)r in der Schule, Varchrmer Allee:..Die Ursachen Arbeitslosia?eit und ibre Belämvfun.q. Neferontin Körbe Ärrn. 139. Abt. Reinickendorf.Ost. 20 Ubr in der Lindauer Straße, wichtige Helieo rsunenstbunq. 139«. Abt. Tegcl-Ureic Scholle. 2st Uhr im alten Schollenbüro:..Frauen uird s?aschismus". Referent Kurt Luc?e. Dczirksausschuk für Arbeikerwohlfahrk. 2. Krei» Ticraarteu. Große Konscrcuz mit dem Thema!„Pvlitik und Boblsahrtspslege. Rrscrcntcn: Genossin Hedwig Wechenheim- M. d. L. uud Genosse Franz Küuftllr. M. d. R, iu den Armtniu». ballen. Bremer Etr. 72-73. am td. Ottober:03I>. 1944 Uhr. Alle Scuosscn sind dazu cingcladcu. Mitgliedsbuch legitimiert.' 3. Kreis Wedding. Dienstag, 28. Oktober. l0'4 Uhr. im Per. waltttngsgebäude Weddina, Plüüerstr. 116-117. Il, Kimmcr 221. Kutsu» „Soziale Gcri-istshilfe". Leiter Genosse Wolsf. Alle Helfer der Facki- gruppc Soziale Gcrichtshilfe sind zur Teilnahme verpflichtet. Inter» essierie Genossen(-innen) sind willkommen. Schreibmaterial ist mit. zubringen. Parteibuch nicht vergessen! Die folgenden Kursusobcnde werben besonders bekanntgegeben. «. Krei»«reuzberg. Donnerslog. 30. Oktober, 1944 Uhr. bei Robe. Fichtesir. 29. Konferenz der Arbeiierwohlfahrt mit Referat der Genossin Paula Kurgast über„Die Erwerbslosigkeit und die Aloblsahrlspflege". Es sind alle Genossinnen und Genossen, Fürsorger und Fürsoraerinnen, sowie die Mitglieder der Kommunalen Kommission und Helfer der Arbeiterwobliahrt dazu eingeladen. Gaste sind willkommen. Um voll. zähliges und pünktliches Erscheinen wird gebeten. n 4! m I § p K 1 M ri Vir mockxn unsere Geuossc» n»d Geilosstnncn auf de» Vortrag der 6Z Freien Sa-ial istische» Hochschule nnkmcrtsam. dep am Sonvab'nd, 8. R»ü W Hz- vkinber, 19' Uhr. im Pleirarsaal de» ehemalige» Herrrnbausco. Berlin, ßz IG Leipziger Straß- 3. ststtiindet. Der Gcnotzc Fritz Ravbieli Ivrichk über A ssZ„Weltatirtschestslrisis und ArSeitzlasenurobl'm". Karten ZU" Preise --r»Ott 0.30 M. sind im Sekretariat der Ard.itcrwebl'ahrt. Lindenstr. 3,'»i �3 u. Hos. 2 Treppen, zu haben..42 6. Krei» K reuzberg. Dionstaa, 28. Oktober. 18 llhr. bei Krüger. Grimm- straße l. Kreipausschußsitzimg der Arheilerwohlfahrt. Da wichtige Tagezordnunz. tnuß iede Abteilung pünktlich vertrelen sein, weil das Zimmer um 21 Uhr ge- räumt werben muß. 16. Krei» Kkoenick. Dienstag, 28. Oktober, 19 Ubr, im Ratbau» Köpenick, Sitzungszimmer 32. 2. Kurfusdbcnd llöer„Sozialc Gerichlshilfe". Referentin Genossin Paula Aurgaß. Arbeitsgemeinschaft sozialbemokratischcr Lebrer und Lehrerinnen Deutschlands. Bezirksgruppe Berlin. Dienstag, 28. Vkteber, 19 Uhr. in der Aula des CkWnHchrn ftijtnnamims» �»rsrlstraße. Tagesordnung: t» Tcricht von der Haupreusschil�taquvg in Brauv- schweig. Gen. Tomalla Iung. 2. ÄerWht vom Sozialittikch?» 6r..»iehertag. Gen. Rirck. 3. Die LtNvcser?ieb?lvg im Dienste der sozialistischen Auüurvewe' guno. Referent Qcvvffe Zritz Bildung, Geschäftsführer der Zcntrollommisstou für Arbeitersport. Iungsozialisten. Keravs»ur Kundgebung gegen den Faschismus? Genosse Sendemiü. ?ll. d. R., spricht heute, Ist's Uhr. im Elnsium. Prenzlauer Allee.'>6 Seke Dan, ?iger Straße, Film Vorführung..Sturm.ijh«zr Asien". Musik. Auftreten einer Agiiation�grilppe.. Eintritt Ksi Pf. Einlaß IN Uhr Interessierte Partei- und <5AI>Ge nossen sowie Mitglieder der freien Gewerkschaftsjugcnd sind herzlichst eingeladen. Gruppe Moabit. Dienstag. 28. Oktober. Gruppenabend im Jugendheim. Lehrter Str. 18/19...Metollarbeiterssreit und Wlr.t den an den Ainiten für imiez« Krankhsilen gesaminelten Erfahrungen ift das natürlich« „Franz-Tofef'-Bltt-nvasser ein äuherst wohliueiches Abführmittel. SÄWE Xahlung«- Krlslchterun« streng diskret. Monatsrate)* st»»» Prel>erhBt»unf I 300.- 200.- 100.» limm AdmieMimg zeigt Ihnen, wie Sie mit geringen Mitteln Ihr Helm schön und behaglich gestalten können. Kein Hius vermag mehr zu bieten! Einige Preis- Beispiele; Boucle- Teppich reines Haargarn, Mk jf* A/\ moderne Muster, ca. 300 X 200. Pa.Velvet-Teppich ia Gebrauchs-Tep- P#\AA pich, mod.u. Pers.- Musc.c». 300X200 Smyrna-Teppich mech. reine Wol I e. � � /\f\ modern u. Perser, �\J\J ca. 300 X 200... Vf W" Pa.Tournay-Teppich pa., erprobtes, Harken-Fabrikat, e» 300X200 10822 In unserer sehenswerten Spezlal-Abtellung: DIE GARDINE die geschmackvoll« Fenster-Bekieidung In größter Auswahl und am billigsten bei uns! 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Ca dars niemand fehlen. Mitgliedsbuch der Partei und der TÄZ. sind mitzubringen. Prenzlauer Berg. Wir beteiligen uns an der Mitgliederversammlung der Ardmterjugend. Thema:„Kirche, Religion und Sozialismus". Referent in(Je. nnfsin M. Torhorft. Wilmersdorf.„Partei und Jugend." Dienstag. 28. Oktober, 19.4Z Uhr. im .hngendheim, Wilhelmsaue 124. 't�aße Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde Groh- Berlin. Zlestfalkenkursus Montag. 27. Oktober. 20 lllir, im Jugendheim Waisertor. M 9. Ig.- Thema:„Aussprache iiber Munster. Unser Arbiitsplan. Köpenick. Gruppe Bohnsdorf: Mr alle Falken ist Mittwoch von 17% als 1915 Uhr in der Dohnsdorfer Schule regelmäßig Turnen. Krei» Panlow: Falkenparlamcntssißung am Dienstag, 28. Oktober, von i>—20 Uhr im Jugendheim Pankow, Äisstngenstr. 48. Bastelraum. Anschließend ai 20 Uhr Helferiursus. Mitte: Achtung. Helfer! Am Montag statt Helferfißung vollzählig« Beieili- gurg aller Helfer bei der Versammlung des Zugendamts in der Schutaula Gipsstr. 23. Referat des Genossen Friedländer Iiber �Zugendrecht". Jede Gruppe muß die Meldezettel des Jugendamtes Uber die Mitgliedszahlcn mit. ''ringen.— Achtung! Auszahlung der Zuschüsse an die Gruppen. Jede Gruppe niuß vertreten fein. Kreuzberg, Gruppe Beegmanustraße: Alle Kruppen treffen sich Heu!«. Sonn. ag, 10 Uhr. Rote Ecke. Marheinekeplaß. Wir gehen zum Filmaoend„Städti- 'cher Saalbau". Bcrgstr. 147(U-Bahn Bergstraße). Aniang 17 Uhr. Eintritt Ii Pf.« Erwachsene 60 Pf.— Achtung! Mittwoch, 39. Oktober, findet im Jugendheim Aorctstr. 11, um 20 Uhr eine wichtige Eltcruversammlung statt. Das Erscheinen aller Eltern ist dringend notwendig. JUci» Reukällu: Filmabend. Heute, Sonnlog. ist Filmveranstaltung für Jung, und Rote Falken. Eltern und Porteigenossen um 1715 Uhr im Saalbau berastraße(U-Bahn). Kinder 30 Pf., Erwachsene 60 Pf. Karten sind an der Kalle noch zu haben. Alle Gruppen müssen im Saalbau um 5 Uhr abrechnen.— Gruppe Falk«: Wir treffen uns zur Filmveranstaltung um 1615 Uhr am S«rß- sergplah. Alle Falken müssen die Filmtarten unbedingt abrechnen. Kreis Zricdrickshain: Dienstag, 28. Oktober, 20 Uhr, Kreishelfersihung im Zugendheim Diestrlmeyerstraße. Freitag. 31. Oktober. 30 Uhr, Kreise lternver. •ammung, Jugendheim Litauer Straße.— Montag, 27. Okiober. Kreisturnabeni nir Restfalken, Koppensiraßc. Turnzeug mitbringen. Dienstag, 28. Ottober: Kreishclferstßung 20 Uhr Jugendheim Diestelmeyerstr. b— 6. Einzelne Helfer müssen noch die Ausweise vorlcgem Mittwoch, 29. Of'obtr; Kreismusikgruppe tagt 18—1915 Uhr Heim Ebcrtpstr. 12. Donnerstag, 30. Oktober: Kreisturnabend tiir Rote und Jung fallen. Turnballe Schule Koppenstraßc. Freitag, 31. Okwbrr: Kreis-Rote-Falken-Volloersanimlung Jugendheim Dicstelmenerstr. ö— 6. Beginn pünktlich 18 Uhr. Jeder bringt Papier und Bleistift mit. Sonnabend. 1. Ro- Kcmber; Kreishelferfahrt nach Tiefensee. Treffpunkte werden noch betannt- gegeben.— Gruppe Landsberger Pl-ß: Jugendheim Diestelmeperstr. z— 6. 18 bis 1915 Uhr. Montag: Basteln: Dienstag: keine Gruppe: Mittwoch: Lichtbilder . AUll und Moritz": Donnerstag: Borlesung: Freitag: Bunter Abend.-— Gruppe IM«! ftopfcn) oiI fiMwB Iii WM W! Montag, den 3. November 1930, ZO Uhr. Vortrag lrn Börger waj de* Raihau üc». Neue Könlgzira�e «Die Zukunft der Wohlfahrtspflege" Referenttal Qenouta Hedwig Wachenhclm, MdL, Alle Geiios«M3(irmen). Fxir,tiäQiiäreiinn«n) der Arbeitarwohliahrt sowie Tailoabiaer des Seminars für Wohlfahrtspflege sind eingeladen Freiheitsdrang(Frankfurter Biertel): Tagungsort Zugendheim Frankfurter Allee 307. 18—19 is Uhr. Montag: Basteln: Mittwoch: Heben für die Feier: Freitag- Basteln.- Gruppe Martha Demmuiua: Tagungsort Zugendheim Eberlgtir. 12, 18—1915 Uhr. Wir tagen Montag. Mittwoch und Freitag. Die Kosten für Rot« und Zungfalten'20 Pf., für Restfalken 10 Pf. End« gegen 16 Uhr. Prenzlauer Berg! Sonntag, 2. Rovemder, Kreistreffahrt: Schmugglerjagd nach Dirlenwerder. Alle Gruppen treffen sich 815 Uhr auf dem Vorortbahnhof Geiundbrnnnen.— Gruppe Piktsr Adler: Turnen Mittwochs von 1715—1915 Uhr in der Tanziger Sir. 23.— Gruppe Friedrich Ebert: Seimabende Dienstags. Donnerstag» 17—19 Uhr im Jugendheim Kostanienallee 81—82.— Gruppe Freiheit: Montag Fragebogenabend für Jung- und Restfallen: Dienstag Lest. abend:„Die Weber' 2'ote Falken: Mittwoch Probe der Spielgemeinfchäft für die Revolulionsfeier: Donnerstag Bolkstanzabend für Zung» und Nestfallen, Gesellfchaftsspiele für Rote Falken: Freitag Turnen. All- Veranstaltungen finden im Jugendheim Sonnenburgrr Str. 30 von 17—19 Uhr statt.— Rote Kalleu Liktor Adler tagen noch einmal Montag von 18—20 Uhr Danzigev Straße 62. Kreis Weißens«: Douners'ag, 30. Okiober. Kreishelfersitzung bei Genossen Fenfelau, Weißens« Rcnnbahnstr. 17». um 30 Uhr. Gruppe Seißeufe«: Eltern! Der Elternabend in diesem Monat fällt weg. dafür beteiligen wir uns am Montag. 27. Oktober, an dem„Bunte» Abend" der Parteigenossinnen unsere» Kreises. Seid destimvrt dort anwesend und bringt eure Kinder mit, denn wir helfe» an der Ausgestaltung des Programms, und dazu werden die Kinder benötigt. Wir treffen uns um 19 Uhr im Nestau- rant„Zum Pferdemarkt" in der EchSnstraße.— Seifersitzung: Sonntag, 2. Rovemder, pünktlich 14 Uhr, de« Fcvsela», Rcnnbahnstr. 17». Ab 16 Uhr Sp'clabend der Seifer ebcndori. zu dem wir die Helfer von Hohenschönhausen einladen. Hohenschönhausen: Montag. 27. Oktober, sind wir in der Dinqelstädtcr Straße, SHulbaracke, von 17—19 Uhr. Singspiele. Dienstag. 28. Oktober, von 18—20 Uhr. Turnen(FTGB) in der Turnhalle Nocdcrnstraße. Donnerstag. 20. Oktober, basteln wir von 17—19 Uhr in der Frcienwaldcr Straße. Seid stets pünktlich. «tei, Weiching; Donners'ag, 30. Oktober. 20 Uhr, im Jugendheim Utrcchter Straße 31, Kreishelferversammlung. Segen der wichtigen Tagesordnung müssen olle Helfer erscheinen. Am Dienstag, II. 3!o»cmber, findet eine Kreiseltern- Versammlung statt. Näheres wird noch bekanntgegeben. Sonnabend. 15. November, findet ein Filmabend im Schulkino Diesen- Eck« Pankstraße statt. Es wird„Mutter Krauses Fahrt ins Glück" gegeben. Eintrittckorien zu 20 und 30 Pf. sind bei den Helfer» zu haben. Jugendliche haben keinen Zutritt.— Gruppe Pestalozzi: Wir haben Dienstags in der Turnhalle und Donnerstags im Zugendheim der Schule Wiesen- Ecke Pankstraße unsere Gruppenabende. Kreis Schüneberg. Alle Falken treffen sich 101, Uhr oft-rMch Mr. dun Titania-Lichifpieltheater.— Filmwatince am Sonntag. 26. Oktober, im Titanto- Lichtspieltheater, Haupt. Ecke Mühlenstraße. Beginn 1115 Uhr. Einlaß 11 Uhr. Dir spielen die Filme aus dem Leben der Kinderrepubliken und„Der Fall Grainau edill«. Unkostenbeitrag 60 Pf.. Kinder 30 Pf.— Znugfeckie» I Gchiue- deig: Montag von 17—19 Uhr im Jugendheim Hauptstraße.— Rot« Falle» Schoneberg: Dienstag von 17—19 Uhr im Zugcndheim Bun:«r Abend mir Grammophon.— Rote Falle» Fricdeuan: Dienstag von 1715—1915 Uhr im Jugendheim Offenbacher Str. 5».— Zungfalleu II Schaue berg: Mittwoch von '......-...... M— Restf-ll-u Schö»«berg: Mittwoch von r Menschen für unser« Stadt".— Zung. 15— 1915 Uhr im Siedlungzsugendheim.— W.j Uhr in der Badeanstalt Hauptstraße.— Tambourlorpor Mittwoch in der Turnhalle Tempelbofer Weg von 19—21 Uhr.— Kreisfalkeuratesitzuog am Donnerstag, dem 30. Oktoher. um 1715 Uhr. in der Schul» Feurigstraße. Eharlottenburg: Sonnabend, 16 Uhr. im Heim Rvsinenstr. 4, Beginn der Reigunzsarbelt. E» kommen von den Jung, und Rotfallenaruppeu nur die, die sich an der Bastelarbeit wirklich beteiligen wollen. Am Sanntag. 26. Okto- ber, um 16 Uhr. Heimnackm-ttag mit Licht'uldervortraa:„Unsere Ferien- fahrten" für Nest- und Zungfalkeu.— Am 30. Oktober Eiternahend um 20 Uhr im Bortragssaal des Deutschen Srankenkassenhauses, Berliner S'r. 137. Es kommen zur BorMbrung Lichtbildervortrag von den Ferieniahrten und«in Film „So ist das Leben". Geburlslage. Jubiläen usw. 24. Abt. Unseren Genossen Leo Abraham und seiner Gattin. Greifpwaldcr »ße 292, zur Silberhochzeit die herzlichsten Glückwünsche. 32. Abt. Unserem Genossen Mal Bartwaun. Königeberger Str. 37, zu seinem 75. Geburtetage die herzlichsten Glückwünsche. Seit 1887 Mitglied. kämpft Genosse Wartmaun unermüdlich für die Zdeale der Partei. Mögen sich die Zungen an ihm«in Beispiel nehmen. 41. Abt. Unserem Genossen Gustav Statie und seiner Ehefrau entbieten wir zur Silberhochzeit die herzlichsten Glückwünsche. 97. Abt. Neukölln. Unscrm treuen Genossenehepaar Otto Kutzki uub Frau Franziska zu ihrer Silberhochzeit herzlich« Glückwünsche unb weiter«. Bohl» ergehe». 118. Abt. Lichtenberg. Unserem Genossen Berthold Raßmanu und seiner Sattin. Atzpodicnstr. 13. zur Silberhochzeit die herzlichsten GMcknmnichr Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 28. Aöt. Unser Gclwsse Richard Opel, Weißenhurger Str. 62, ist nach kurzer �caulheit verstorben. Ehre seinem Andenken! Die Bestattung hat bereits statt- gefunden. 102. Abt. Baumschulenweg. Freitag, 24. Oktober, verstarb nach schwerem Krankenlager unsere Genossin Elsa Rißmann. Ehre ihrem Andenken. Die. Trauerfcicr findet Montag, 27. Oktober. 18�3 Uhr. im Krematorium, Baun- schulenweg, statt. Die Parteigenossen und Genossinnen werden um rege Beteiki. gung gebeten.___ Vneftasten Ser Redaktion. E. H. 94. Dir Hauswirt ist verpflichtet, den Schaden an der Decke zu be. seitigcn, der durch von oben eindringendes Wasser entstanden ist. Die« hat mlt Schönheitsrepsra'uren nichts zu tun, sondern beruht auf den allgemeinen ge- setzlichen Vorschriften. sM�'sTevpicbe' VMlpM-Iöpmcde I modckroeJacqüoWH Steppdecken K.Starnos! «wcarMi iiersFlch Jührzehnien i Siilmusfen fDlwandecken. MoqueH. einfarbig, unge-f soumt. soweit Vorrat yerkauFnUrSoandauerSh-.32 fkppkhi LäuferskofFe.JBe'. reines Haargam,5chwereauoll™| Boucle, aus reinem N�A?0 ÄS�br�Tofi?5! DEKORATIONEN} ] aus gemusterter Kunsts etde, Voi le�retonnef '. ndanthren bedruckt, beste Qualität n/. Ii.,!-• i.. 1 mdanthren bearuetet, oesre uuanrar i ,W 535 z.T. mit kleinen 2 SfC Mir. sJ* sau,§sch&ei$sQit,l Die bekannte billige Bezugsquelle erstklassiger Meierei- Erzeugnisse! 150 Filialen in allen Stadtteilen « �,>'■.v v,» 17� w. .o«.* kv* G«,c V - 1»-C.\ V a>�4 � e-e. .... � ab% A* 0*\t> ,)>» \ I, �- -}! � � V- -Z.V p'o- Mff . 4'* & 1 'p" P«» _ IsS-M VEREINIGTE . 6-7 s � ,ö«72 iwf-t ss' H-Ji'•■■i MEIEREIEN Erhäfflkh iMolheken uDmgerien Vertrieb fUSA] GlogautCQ Chicago Der Rundfunk oereinte am Poxmittag Deutschland und Deutsch. Österreich bei der Trauerfeier in Alsdorf. Erschüttert stand der Ansuger vor dem MossenMg der Toten. In kleinen, hilflosen Säften mischr« sich in die Trauer musik sein Bericht, der Deutschland von dem letzten Weg. opn der letzten Ärubenfahrt dieser Manner erzählte. Der Tag war in dunklen Ernst gehüllt. Aus den musika» lischer Darbietungen klang Ergriffenheit der Künstler. Bor dem Abendkonzert aus Köln kam die neue Kunde von der Schlagwetter- kawftrophe im Saargebiet. Wohl jeder spürte an diesem lezddurch- tränkten Tag, wie nah« der sliundfunk die Menschen«inander bringen kann, fühlt« in dem allgemeinen Grauen und Schmerz«was von dem Wunder.- Alle Menschen werden Brüder. Daz große Geheimnis der modernen Technik, die Entfernungen verschwinden läßt, enthüllte sich in tränendunkler Stunde den Menschen-, wenn dieses Gemein- schaftrgesühl endlich einmal jeden Alltag durchtränkt, wird die Welt glücklicher und tränenärmer sein. Tes. Sozialdemolcratische Partei Deutschlands Bozirksverband Berlin m Sonntag/9. Nov. 1930 Ausstellungshollo II des Städtischen Messeamts Königin- Elisabeth-Straße(Am Kaiserdamm Eingang Bredtsdmeiderstraße) Beginn 18 Uhr Mitwirkende« Dos verstärkte Bertiner Sinfonie-Orchester Chöre des Arbeiter-Sönger-Bundes, Dir. Georg O. Schumann Sprechchor für Proletarische Fe'erstunden, Leit. Alb. Florofh Einzelsprecher Heinr. Witte. Die Ansprache hält ToniSender Karten bei den Funktionären zu haben. Eintrittspreis 60 Pf. hütbrifftit daaseafttw; dMgen Preis«»och-in« SrmZßigmrs vs» W P-o». ar? olle fertimin Waren. Di« Wirtschoitsw-ch« bei Wertheiw, die morgen beginnt, bringt ein- groß« Answahl aller Arten Glas. Por�eban. Wirtschafisartitel. Lampeu usw., einfache Gebrauchsartikel und ipertvoll« Marien porzetlnae. Samentlich dürfte das sehr dillig« Bleikristall bald viele Liebhaber finden. Ein ausführlicher, reich tllh- ftrbrrter Proipekt über diesen Berfauf ist»ur Ausgabe gelangt, derselbe errthält auch oarteilhaft» Angebote in guten und billigen Miweln. Ein ausführlicher Prospekt iiegt t-'r heutigen Auflage bei. Oeeiad Mieraborf. Zeuthen— eine neue Sartenstodt im SLboften. '"..... Et-dlu»" beosriu _«unt«» durch das auf dem Siedlungsgebiet facherfahren« Saus Schrobsdorff innerhalb haltsam schreibet die Stedlungsberoeaung in der nahen Umgebung Berlins ldgrs beooyugt werden von der neuen svortuch ein sogenannten Borort-Seegeliwde. Co wurden beifpi vorwärts. Besonders «eneratto» die nacsteu.'tn vlelsweife .-- n.-...-____________... InnerbaU» ____. Seebad Lehnih. Geibad Cladow-GIienicke, Seebad Lankensee/ftcrns- darf, Seebad Witdau-Zeulhen und Seebad Rangsdorf mit insgesaint etwa S00Q Grundstücken fast restlos aufgeteilt und größtenteils besiedelt. Nunmehr dürfte Pas letzte und einzig« Vorort�rergslcinde im fecnrsichen Südosten. Seebad Miersdon. wenig« Gehnlinuten vom Bahnhof Zeuthen, an der Dahme, be. fanders benorzugt werden, da hier die neuen sozialen und städtebaulichen Gesichtspunkt« in vollendeter ssorm Verwirklichung finden. Daher Ist es be» fonders zu begrüßen, daß durch günstige Bedingungen, wie ,. B. Quadrat- meterpreise unter zwei Mark und monatliche Raten unter zwanzig Mark, ein« schnell« Besiedlung ermöglicht wird. Bereits im Juni und September wurden hier über fünfhundert Parzellen mit Seebad und Bootsstegrccht, fofor-iger Bau» »Billige Doch« bei Adam!' Da» ist die best« Gelegenheit für Sie. Ihren erlaubnis ohne Bauzwang vergeben. Nunmehr liegen auch als letztes für den Bedarf an Herbst, und Wintergardervb« in vorzüglicher Qualität zu besonders. mittleren und schönsten Teil mit etwa dreihundert Parzellen sämtliche behörd» günstigen Preisen zu decken; denn die ffirma E. Adam, Leipziger Ecke fsriedrich» lichen Genehmigungen vor. so daß deren Bergebung innerhalb der nächsten vier straße. gibt Ihnen vom A. Oktober vi» 1. Rovember aus»hre den geitver» I Sonntage restlos erfolgt sein dürfte. QUALITÄT IST ALLES! Nur an so hochwertigen Stoffen, wie wir sie ausschließlich führen, kann man dauernde Freude empfinden. Die bekannt niedrigen GadieTschen Preise, welche wir den Zeitläufen entsprechend ganz besonders gesenkt haben, machen bei uns gekaufte Kleidung doppelt wertvoll. Die unermeßliche Auswahl, die in allen unseren Riesenlägern anzutreffen ist, gibt jeder Dame, dem schlanken Backfisch wie der starken Figur die Möglichkeit, Passendes zu finden. Die Dame, welche aus unserer Modell-Abteilung sieb eins der herrlichen Modell- Kleider oder einen Modell- Mantel aussucht, wird sicherlich den größten gesellschaftlichen Erfolg haben, Natürlicher Franenrel» wird durch so wundervolle Toiletten in höchstem Grade gesteigert. Wer diese sehenswürdige Abteilung durchmustert, wird sicherlich da« für ihn Geelgaeto vor- öndezu Heizendes Nachmittags- Kleid aus den modern» Plana Inno mit eigenartiger Kragengarnierung, schön gearbeitetem Faltenrock, modernen Aermeln und Gürtel, in vielen Farben und • llaa Größen m Faltenrock, 49: In der Abteilung für Pelzwaren ist eine außerordentliche Fülle eleganter PclrmSn tcl vom einfachen bis zum feinsten Genre der Edelpelse stets zur Verfügung. Die vornehme Verarbeitung: und erprobte Paßform ist allen Exemplaren dieser Abteilung eigen. Auch für«tarke Damen immer Passendes vorhanden. Aparte« NaduDittagslüeid aus besonders wertvollem weichen Jersey-Tweed mit Seldenripsgarnitnr des Kragens und der Aerpael» einer seidenen Krawatte, Knopf garnierung, neuzeitig. Faltenrock und Gürtel in verschieden. 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Die Einäscherung findet am Dlens» tag. dem 28. Olloder. IS/, Uhr, im Krematorium Wilmersdori statt. Reg, Beteiligung erwartet VI« OrtSTerwaltung. tDantfagung Für die vielen Beweise herzlicher Teonahmebri demHrn chetden«eines lieben unvergeßlichen Gatten Karl Treitschke sag« ich zugleich im Name» der Hin» rerdliebenen allen Freunden und Bekannien. den Kolleginnen und >llegen der Firma Betthold A.-E. >en Senosstnnen und Genossen der 48 Adleilung des Mahlvereins unsern tieigeiüillen Dank kraa bfertda Treilsdike geb. Philipp Für bi, Dielen Beweise herzlicher mew�?ieden �rau. unserer� g�n Mulser Marie Neumann sprechen wir hiermit allen Beteiligte» unseren herzlichen Dank auS. kkari Pleuinann nebst Sohn. Mommleuslr, 6t. TTKomi Braut Feuern 0.60. bessere. 0.90. 1.50, 1.90 jüSSßB. gefüllt n.. iM, 3.80, 4Ä, 5.40 moiftn.. 1.60, 3.80, 6 00. 6.40 Unterbett, gef.,195cm lang 9.50, 9.15,]0 75, 15.25 Daannn Mb 7 00. 8.40 1 Oöerbctt gek., 2 m lang 5,50. 9.90, 1335, 16.55 Portofrei r. 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