Nr. 100. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg.. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Gingetr. in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Verfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, au Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Scheitern der Militär- Strafprozek- Reform Mittwoch, den 29. April 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. in Bewegung gewesen sein, der diese merkwürdige Thatsache ist, auch nicht mehr„ konservirt" zu werden. Zudem ist General zeitigen konnte. Es muß ein Einwand von einer Seite immer v. Hahnke ja sicher, daß die Konservativen und das wieder zur Geltung gebracht worden sein, der endlich die ge- Gardetorps der Reform höchst abwartend, wenn nicht durchwünschten Dienste geleistet hat; und so ist es.": aus ablehnend gegenüberstehen. Sie freuen sich auch über ihren Triumph." " darüber Jetzt wird und darf niemand mehr schweigen, denn es ist nun deutlich geworden, daß in der Vertretung So spricht ein nationalliberales Blatt. Und daß selbst a weier Prinzipien das reaktionäre gefiegt diese zahmen Seelen den Muth finden, für die Deffentlichkeit hat. Dasjenige, welches unterlegen ist, bedarf nach obigen Aus- und Mündlichkeit des Militärstrafverfahrens eine so ent führungen teiner Bemerkung mehr. Hinter ihm steht ein schiedene Sprache zu führen, läßt mit Sicherheit auf eine müthig fast das ganze Volk und, man täusche fich nahmen. Es wäre deshalb bedenklich, falls diese Lage verkannt nicht, auch die Armee mit wenigen Ausweitverbreitete Unzufriedenheit schließen. Der Zickzackkurs schwenkt ein in das Fahrwasser der würde, oder falls es gelungen sein sollte, sie in einem anderen äußersten Reaktion. Die Konservativen und das GardeLichte darzustellen, als sie in Wirklichkeit ist. In der korps" freuen sich ihres Triumphes. Lange werden sie ihres Armee haben manche Erscheinungen der letzten Zeit den Erfolges nicht froh werden. Denn eine Wendung des Zicküberhaupt denkenden Theil des Difiziertorp3 zu zadkurses fann gar bald von einer andern abgelöst werden. ernſtem Erwägen veranlaßt, und unter den reiseren Klassen Die Sozialdemokratie kann jedenfalls von allen Parteien dürften sich nur noch ausnahmsweise Gegner der mit der größten Gemüthsruhe abwarten, wohin der Kurs Reform befinden. Das„ Hangen und Bangen" nebst seinen Begleiterscheinungen ist aber gefährlicher als alles andere, und es jetzt gehen soll. ist eine durchaus irrige Annahme, daß eine Stimmung, die nach vorwärts drängt und anwächst, auf dem Personenwege umgelenkt und umgestaltet werden könnte. Politische Uebersicht. soll eine Ministerkrise herbeigeführt haben, so verfichern uns gleichzeitig mehrere Blätter, die aus offiziösen Quellen zu schöpfen gewohnt sind. Am deutlichsten spricht fich darüber die„ Köln. Zeitung" aus, die, an die Amtsenthebung des Generals v. Spiz anknüpfend, betont, daß der Genannte im Einverständniß mit dem Reichskanzler für Deffentlichkeit und Mündlichkeit des Strafverfahrens eingetreten sei. Weiter heißt es dann: Jm obersten Reich 3- Militärgerichtshof sollte die Rommandogewalt mit der Reichs- Militärgerichtsbarkeit zum Ausdruck kommen, ein durchaus gesunder Gesichtspunkt, besonders in bezug auf Regelmäßigkeit, Kontinuität, Gleichmäßigkeit, Schnellig leit und Einfachheit des Verfahrens im ganzen Deutschen Reiche. Demgemäß follte er zusammengefeßt sein aus einem General und drei juristischen Beiräthen, Senatoren. Anfänglich besorgte man preußischerseits dagegen von Sachsen, Bayern und vielleicht abch Württemberg Widerspruch, nicht aber von seiten des Reichs ouerhauptes, in dessen Namen der oberste Gerichtshof, wie im bürgerlichen Verfahren, des Rechts zu walten bestimmt sein sollte. Eigenthümlicherweise ist der Vertreter des reaktio= Wider Erwarten waren die deutschen Staaten und nären Prinzips der in dieser Frage nicht verant Berlin, 28. April. Fürsten gerade mit dieser Seite des Entwurfs wortliche Chef des Militärtabinets, und auf ihn des Börsengeseges, fam aber darin nicht weit. In Der Reichstag begann heute die zweite Berathung einverstanden; im besonderen erhob feiner der deutschen wird dereinst eine schwere Verantwortung zurückfallen, wenn die Fürsten darüber Bedenken, daß ihnen das Bestätigungsrecht über eben geschaffene Lage, was sehr nahe liegt, ernstere Folgen nach den bürgerlichen Parteien stehen sich Börsenfreunde und ihre Kontingente entzogen werde, oder etwas von der Souve- fich ziehen sollte. So und so oft haben die Vertreter des mo- Börsengegner gegenüber. Auch wir sind Börsengegner und ränetät verloren ging; ja von bayerischer Seite war man sogar dernen Prinzips erklärt, ihre Grundsäße seien mit denjenigen des in einer sozialistischen Gesellschaft hätte die unproduktive dankbar, weil das dortige bestehende Verfahren eine wesentliche Generals v. Hahnte unvereinbar; jeder Versuch zu einer Verständis Börse sicherlich keinen Play. Aber die Rezepte der enragirten, Vereinfachung erfahren würde... Man zweifelte an einem gung über diese Ansichten werde vergeblich sein. Das ist etwa nicht agrarischen Antibörsianer sind trotzdem mit großer Vorsicht schnellen Fortgang der Angelegenheit nicht mehr, seitdem von seiten erst in neuester Zeit geschehen, es bildet vielmehr die Signatur zu genießen; diese Herren wollen entweder das Unmögliche oder der deutschen Einzelstaaten gegen einen Plan feine Einwürfe er der ganzen Reformperiode, seit der Amtsthätigkeit des Generals sie wollen statt des gesellschaftlichen Nugens ihren eigenen. hoben waren, durch welche sie weitgehende Rechte gewissermaßen v. Berdy als Kriegsminister. Weder das Volk noch der Reichstag Das Unmögliche: nämlich eine Korruption beseitigen, die an den Raiser, als den oberften Kriegsherrn, abtraten; weil das und die deutschen Fürsten wollen dem Raiser etwas ab Einverständniß des Reichstanzlers und des Kriegsministers vor troßen"; es würde ein geringes Verständniß für den Geist der nothwendige Ausfluß der tapitalistischen Wirtschaftslag, auch von keinem der übrigen Kriegsminister Vorbehalte er- unserer Zeit verrathen, wenn der General v. Hahnte glauben weise ist. Das versichern sie. Oder ihren eigenen Nugen: hoben waren und sogar über den Präsidenten des Reichs- tönnte, daß eine solche Auffassung für die Dauer haltbar wäre. nämlich den Verdienst der Börse dem Verdienste der Militärgerichtshofes eine vorläufige Verständigung erzielt war. Es handelt sich flipp und flar um die Reform unhaltbar ge- Agrarier hinzuzufügen. Darauf ist es in Wahrheit abDa der General v. Spitz in die Materie am nachhaltigften wordener Zustände, um die Beseitigung und die Verhütung gesehen. Das beabsichtigte Verbot des Getreide- Termin eingearbeitet und mit dem ganzen Werdeprozeß verwachsen war, vieler Uebel. Der General v. Hahnte ist darüber bei seinen handels wegen seiner preissenkenden Wirkung ist der beste so fah man in ihm den. ersten Präsidenten der neuen Reichs Nachforschungen auch wohl von klar sehenden Männern nicht im Beweis dafür. Die Kommission hat dieses Verbot mit einrichtung." Zweifel gelassen worden, allein er ist bei der Auffassung ge= Durch die unerwartete Amtsenthebung des Generals v. Spitz blieben, durch den obersten Reichs- Militärgerichtshof würde dem 11 gegen 10 Stimmen wieder gestrichen, im Hause aber fei nun eine höchst zugespizte politische Situation entstanden. Kaiser die direkte und nothwendige Einwirkung auf die bewaffnete droht eine Mehrheit dafür, da der größere Theil des Der Kaiser lehnt Befugnisse ab, auf welche andere deutsche Macht verkümmert und entzogen, die Armee eine Bürgerwehr. Zentrums und 25 Nationalliberale sich dafür engagirt haben. Fürsten im Intereffe des Ganzen verzichten, und die, wie man Und da diese Auffassung gefiegt hat, so bedarf auch diese Der§ 1 des Gesetzentwurfes fand gegen einige freisinnige fie immer gefeßlich zum Ausdruck bringen mochte, doch nur als Seite der Angelegenheit weiterer Ausführungen nicht mehr. und nationalliberale Stimmen Annahme. Derselbe spricht eine bedeutende Erweiterung seines Wirkungsbereichs betrachtet General v. Hahnke ist aber auch sonst in schweren Täuschungen nur das Prinzip der Börsenaufsicht durch die Landeswerden können; der Reichskanzler, die verschiedenen Striegs- befangen. Er hat jüngst mit Vertretern politischer Parteien ver- regierungen und deren Befugniß zur Aufhebung einzelner minister, das preußische Staatsministerium, die deutschen Fürsten, fehrt und soll daraus den Eindruck gewonnen haben, der Reichs- Börsen aus. Beim§ 2 die ein völliges Einvernehmen in allen grundsäglichen Fest tag habe es garnicht so eilig mit der Militär- Strafprozeß- Reform; Singer Gelegenheit, den Konservativen die Unwirksam Börsenkommission- nahm setzungen befundet haben, sehen ihre Mühen und Bemühungen die Abgeordneten berührten die Frage nur, um ihre Wähler zu feit ihrer Vorschläge flar zu machen, aber auch den Freiin Frage gestellt, sogar verworfen, denn mit dieser beruhigen, im übrigen dränge niemand. Es werden Namen ge= obersten Reich 3- Militärgerichtsinstanz fällt nannt, und der General v. Hahnte hat davon Gebrauch gemacht. finnigen zu erklären, daß sie mit ihrem Widerspruch gegen diese alles, fällt namentlich das Einvernehmen unter den deutschen Dann freilich hätte die Sache noch gute Weile, und dann brauchte Einrichtung eine Ausnahmestellung für die Börse verStaaten. Weshalb? Es muß doch ein mächtiger Zauber derjenige General, der ein Hauptträger einer zeitgemäßen Reform langten, denn keine andere Gruppe der Produktion oder Der Vetter wollte sofort nach dem Bombardon aus um zuspringen zu können, sobald man sie verlangte. Sie gehen, aber Lene ließ ihn nicht fort. Er mußte erst ihre schleppte den kleinen Christoph halbe Tage lang auf ihren Roman von Nicolaus Krauß. Sachen ansehen; die neue Schiefertafel, die Murmeln, Armen umber, machte dem Schreihals Männchen vor, stopfte Als er am Stephanstag zu Mühlessen zur Thür herein Vaters blaues Tuch und seine Pfeifenspitze, und zu guter ihm den Brei in den Mund, wenn er Hunger hatte, musch trat, sprang ihm Lene mit einem Schrei der höchsten Freude lezt den Bienenstock, den sie geschenkt erhalten. Sie be- und säuberte ihn. Während sie dem Lehrer immer noch entgegen. Und schon lag sie an seiner Brust und lachte gleitete ihn zum Flauger- Bauer und begutachtete das un- auswich, schloß sie sich eng an die Lehrerin an, jah zu ihr und weinte durcheinander, was sie nur hervorbringen konnte. gefüge Blasinstrument. Als dann der Onkel mit dem empor wie zu einer Mutter und nannte sie auch so und Selbst als er sich schon niedergesetzt hatte, hielt sie seine Lehrer ins Wirthshaus ging, un den guten und nicht mehr Tante oder Muhme. Während die beiden Rechte noch immer mit beiden Händen frampfhaft umflammert. billigen Kauf mit Bier zu begießen, war sie auch anderen, größeren Mädchen, die Margareth und die Lise, Und immer wieder betrachtete sie ihn vom Kopf bis zum dabei, keinen Augenblick ließ sie seine Hand. im Hauswesen so gut wie unverwendbar waren, wuchs sich Fuße. Ja, gerade so hatte ihr Vater ausgesehen. So hochgewachsen Ihr Gesicht strahlte vor Stolz. Ueberall war der Girgen- Lene bald zu einer starken Stütze der Lehrerin aus. Ihr war er und so breitschulterig. Nur keine so langen, Better schon gewesen und erzählen that er, daß man ihm Name erklang am öftesten im Schulhause. spießigen Augenbrauen hatte er gehabt und auch keinen hätt' einen ganzen Tag zuhören können. Keiner der Bauern Schnurrbart. Lene sah zu ihrem anderen Onkel hinüber hatte einen Schnurrbart, und die Haare hingen ihnen bis und verglich ihn mit dem Girgen- Better. Wie schmächtig in die Stirn herein, aber dem Onkel seine Ringellocken sah der Lehrer aus und wie eingefallen, und gar nichts glänzten wie Gold und sein Schnauzbart war so dicht, daß Lustiges lachte in seinem Gesichte. Und noch näher drückte er beide Lippen verdeckte und nur ab und zu die weißen sich das Kind an seinen Verwandten. Zähne sehen ließ. Georg Steiner machte nicht viel Umschweife. Nachdem Als er und Barbara fich gegen Abend verabschiedeten, er einige Bissen zu sich genommen, strich er mit beiden mußte er Lene hoch und heilig versprechen, ja recht bald Händen seinen buschigen Schnauzbart zurück und meinte: wiederzukommen. 13 " Tene. ( Nachdruck verboten.) " Lene, hol' Erdäpfel aus dem Keller!" " Lene, hat' s Tofferl schon sein Essen kriegt?" " Lene, flick einmal den Dreiangel da in der Franzl ihrem Rock." Lene, Lene, tummle Dich, Du sollst zum Kaufmann gehen, die Mutter braucht Zucker." " Lene, ich treib' jetzt aus. Wennst D' mit willst, mach'!" schrie die Nofel vor der Hausthür, riß an dem Strick, mit dem sie ihre Kühe zügelte, und fuchtelte mit verkehrtemi Geiselstecken in der Luft herum. „ Lene, Lene, Lene! Hast mein gut's Schürzel net g'sehen? Ich muß sofort mit' m Vater nach Doberau„ einschreiben" gehen." Auch etwas gesprächiger wurde Leue mit der Zeit, wenngleich auch bei ihr die Worte noch immer so theuer waren wie beim Apotheker die Waar. Die hat's inwendig wie die Zieg' das Schmalz", meinten die Leute, aber sie gaben ihr stets gern und viel, wenn sie mit den " Alsdann, mit der Lene geht's ja, wie ich seh, aber, Seit der Anwesenheit des Girgen- Vetters war Lene hör mal Jakob, ist bei Euch net im letzten Herbst ein viel selbstbewußter geworden. Sie wußte jetzt jemand, Schneider g'storb'n?... Na alsdann. Er soll ein der zu ihr gehörte, einen Schönen und Starken, auf den Bombardon hinterlassen haben, so gut wie neu. Ist das sie sich verlassen konnte. Früher hatte sie, wenn sie einer noch da, und kann man's leicht einmal ansehen?" quälen wollte, stets Zuflucht bei der Lehrerin gesucht, jett Der Lehrer stützte den Kopf in die Hand und drohte sie den Buben direkt mit ihrem Onkel, der so start fimulirte, tonnte aber keine Auskunft geben. Da griff seine sei wie ein Ries' und einen Schnurrbart habe, so lang, und Frau ein: solang; ihre Väter und Brüder aber hätten nichts unter 3 wird sich schon machen lassen, Vetter Girgl. Der der Nase, rein gar nichts, nicht einmal so viel Schneider- Ferdl hat gar kein Anhang g'habt und auch keine Mit der Zeit gewöhnte sich Lene ganz in den Kreis Vicenz- und Schäffel- Kindern Neujahrsingen kam. Sie band Verwandtschaft net. Es weiß noch heut tein Mensch, wo der Lehrerfamilie, und wenn sie nicht immer wieder die fich ihre Haare hinauf, schwärzte sich das Gesicht mit Ofener eigentlich herg'stammt hat. Was er hinterlassen, liegt Furcht vor dem Hunger gequält hätte, und die Angst, daß ruß und ging mit zwei Taglöhnersbuben als Kasper, Fürst alles noch im Flauger- Hof drüben, wo er 3'legt, bis zu durch ihre Anwesenheit die fargen Bissen der andern aus dem Mohrenlande in die Höfe und Häuser Dreitönigseinem Absterben g'hauft hat. Ja, s' stimmt, da ist auch noch mehr verringert würden, hätte sie sich beinahe glück- fingen. Die Groschen, die auf ihren Theil fielen, lieferte ein Bombardon drunter. Es ist so noch was auf des lich gefühlt. Um die Wohlthaten, die man ihr erwies, fie bis auf den letzten Pfennig an die Lehrerin ab, den Schneider seine Leich zu zahlen, und ich glaub', da wirst D' zu vergelten, wollte sie sich nüßlich machen, wo und so viel Kuchen und das erhaltene Brot, trug sie auf den Heuboden ihn kriegen und ganz billig auch noch." fie tonnte. Stets hielt sie sich in der Nähe der Lehrerin, in ihre Vorrathskammer. ( Fortfegung folgt.) des Verkehrs fei befugt, von ihren Versammlungen die 13 useßen; Herr v. Stumm hat zwar Mittwoch und Donners:[ zember v. Js. seinen Austritt aus der Fraktion erklärt habe, Staatsaufsichtsorgane auszuschließen. Ueber die Stellung tag nicht selbst das Wort ergriffen, aber seine speziellen Freunde weil er in der parteioffiziösen Erklärung gegen die sieben christlich zu der Vorlage im allgemeinen bemerkte er gleich hier, daß und Gesinnungsgenossen sind im Sinne der Interpellation noch sozialen Pfarrer das Signal zu einer Aenderung des sozialdie sozialdemokratische Partei die Auswüchse der Börse, die an energischer vorgegangen, als die Urheber dieser von der konser politischen Kurses und zum Eintenten in das Fahrs vativen Fraktion." wasser des Freiherrn v. Stumm erblicken zu müssen sich in der heutigen Gesellschaft eine Nothwendigkeit sei, nach Man tann es Herrn Hüpeden, dem jetzt einzigen Möglichkeit beschränken helfen wollte und deshalb den meisten Frankreich. Im Augenblick, wo wir dies schreiben, glaubte. Punkten des Kommissionsentwurfes zustimmen werde. Gegen ist noch keine Nachricht da, daß ein Ministerium zu stande chriftlich- sozialen Reichstags- Abgeordneten, allerdings nicht verdie Stimmen der Freisinnigen wurde der§ 2 angenommen, gekommen. Es heißt aber, Meline habe bestimmte Aus- argen, daß er den Gedanken nicht aufkommen lassen will, er segele nur in Herrn Stöcker's Fahrwasser. ebenso ein Busatantrag Kanitz- Oriola, wonach der Börsen sicht, ein Ministerium zu bilden. -Gegen den Pfarrer Kößschte in Sangerhausen ist kommissar an den Sizungen der Börsenorgane theilzunehmen Ein solches Ministerium würde bedeuten: Reine infolge des Beleidigungsprozesses Frhr. v. Stumm- Kößschte eine berechtigt ist. Es folgt§ 3: Börsenausschuß. Hier standen Revision! Da nun die Kammer sich für die Revision Disziplinaruntersuchung eingeleitet worden. Die Ansich zwei Abänderungsanträge Kanit und Fischbeck gegen- ausgesprochen hat, müßte sie denn sofort aufgelöst werden. tlage bemerkt u. a., Pfarrer Kößschke habe durch die Prozeßüber; vor Erledigung der Debatte vertagte sich das Haus. Und das wäre für unsere Partei ein großer Vortheil. Ein ergebnisse das Vertrauen seiner Gemeindemitglieder verloren. Der Fall Ahlwardt soll, wie der" Post" ge= Zum Schluß unter Heiterkeit scheiternder Versuch der zweiter Vortheil wäre, daß Meline ein grimmiger Gegner Antisemiten, ihre Thätigkeit in der Kommission zu rühmen. Der Einkommensteuer ist. Und die Einkommensteuer, die meldet wird, auf dem zu Pfingsten stattfindenden Parteitage der Morgen Fortsetzung.8 Millionen französischer Bürger eine Verminderung der Antisemiten der Proving Brandenburg seine endgiltige Er Steuerlast brächte, würde ein vortrefflicher Wahlruf für die ledigung finden. französische Sozialdemokratie sein. Unter den vielen nicht ganz reinlichen Partien unseres politischen Lebens giebt es zwei parties honteuses, die vorzugsweise diesen Namen verdienen, weil man ficher sein kann, daß wenn sie genannt werden, es sich um irgend etwas handelt, worauf man nicht stolz sein kann. Aachen, 27. April.( Eig. Ber.) Eine von mehreren hundert Bürgern unterschriebene Resolution, die sich gegen Art. 8 der Gewerbenovelle, also gegen das Verbot des Detailreifens in Manufaktur, Haushaltungsgegenständen, optischen Waaren 2c. richtet, ist heute an den Reichstag abgegangen. Desterreich. Unsere Genossen vergessen über die Wahl des nächsten Sonntag nicht die bevorstehende Kammerwahl. Aus den zahlreichen aus Paris eingetroffenen Depeschen ist das folgende mitzutheilen: Wir meinen die Kolonialpolitik und die Die Blätter betrachten die Bildung eines Rabinets Méline Elsaß Lothringischen Augelegenheiten. als sicher, dasselbe würde ein rein gemäßigtes fein mit Wien, 27. April. Das Abgeordnetenhaus ver Dort Leist, Wehlan, Peters hier jeden Tag ein anderer Hanotaur als Minister des Auswärtigen, Billot als Kriegs handelte heute über den Artikel 2 der Wahlreform VorSkandal. Gestern hieß er Pöhlmann: ein Regierungs- minister, Besnard oder Barben als Marineminister. lage, in welchem der Wahlmodus festgesetzt wird. Die kandidat, im doppelten Sinne Regierungskandidat, Man glaubt, daß das Kabinet von den vereinigten meisten Redner plaidirten für dirette Wablen. erstens weil er mit Billigung der Regierung aufgestellt Sozialisten und Radikalen heftig betämpft Ministerpräsident Graf Badeni führte aus: Die Frage der direkten war, und zweitens, weil er Regierungsrechte ausübte, indem werden wird. Die meisten Blätter aller Parteischattirungen oder indirekten Wahlen könne nicht überall und unter gleichen er selber die vom Reichstage angeordneten Enqueten übernehmen an, daß das Kabinet eine schwere Stellung haben werde, Umständen gelöst werden, man müsse sich vielmehr auf den Boden so daß die Auflösung der Kammer nothwendig würde. der thatsächlichen Verhältnisse stellen. Die Regierung sei bereit, die von ihm geübten elsaß- lothringischen Wahlpraktiken Von den Morgenblättern äußert sich der„ Radical" dahin, wenn in den einzelnen Ländern das Bestreben hervortrete, die führte und lenkte. ein Rabinet Méline sei ebensosehr gegen die direkten Wahlen in der allgemeinen Wählerklasse einzuführen, Und welche Wahlpraktiken! Die Praxis des französi- Kammer mehrheit wie gegen das Volk ge- demselben zuzustimmen. Wenn dagegen eingewendet werde, daß schen Kaiserreichs, vereinigt mit der russischen oder ostrichtet, welches durch die Méline'schen 3oll die Landesgefeßgebung auf diese Weise das Reichstags- Wahlrecht elbischen Polizeipraris, was so ziemlich das Gleiche. Das wäre tarife verarmt sei. Der„ Rappel" macht die drohende bestimmen könne, so sei dies unbegründet, denn die Reichsgefeßwahrhaftig genug gewesen für einen Tag, aber den Bemerkung, Präsident Faure habe sich durch den Ausschluß gebung stelle eben diese Bestimmungen feft. Die Regierung der Vertreter der Kammermehrheit von der Kabinetsbildung nehme jedoch die Bestimmung der Vorlage als eine Herren, die für Deutschlands guten Ruf sorgen, war es der ihm durch die Verfassung gewährten Deckung beraubt und wesentliche an und müsse auf der unveränderten nicht genug. Ein direkter Angriff auf die Immunität setzte sich persönlichen Angriffen aus. Die Justice" Annahme derselben bestehen.( Beifall.) Die Debatte der Abgeordneten ist dazu gekommen: die verfassungs hofft, daß die Kammer Méline am ersten Tage wird morgen fortgesetzt. widrige Verhaftung des Abgeordneten Bue b. Dieser Att feines Erscheinensim Parlament stürzen werde; Man sieht daraus, daß Badeni lieber die Wahlrechts Vor verstößt nach unserer festen Ueberzeugung gegen die der Figaro" hingegen schreibt: Man stürzt fein Ministerium lage scheitern laffen würde, als daß er auf die indirekten Wahlen Reichsverfassung. Von frischer That" int Sinne des am Tage seiner Geburt und am wenigsten am Vorabende in Galizien, der Quelle der unerhörtesten Wahlmißbräuche, ver Strafgesetzes fann doch nur da die Rede sein, wo es des ersten Mai. Der„ Gaulois" sieht eine baldige neue zichten würde. sich um ein Vergehen handelt, das ein sofortiges Eingreifen Krise voraus, welche ein„ Auflösungsministerium" Poincaré zur erfordert. Polizeilappalien, wie die hier vorliegende, sind Folge haben werde. jedenfalls nicht mit den Einschränkungen des Artikels 31 der Reichsverfassung gemeint, dessen erster Absah lautet: " : Wien, 28. April. Abgeordnetenhaus. Der Artikel 2 der Wahlreformvorlage- indirette Wahlen Somit ist der erste Theil der Wahlreformvorlage wurde gegen eine ganz geringe Minderheit angenommen. in zweiter Lesung in der Spezialdebatte angenommen. Resolution an: Da die Mehrheit der Kammer nicht zur NeuDie radikal- sozialistische Gruppe nahm gestern folgende bildung des Ministeriums berufen wurde, was einer Abdankung ,, Ohne Genehmigung des Reichstags kann kein Mitglied der Kammer gegenüber dem Senat gleichkommt, so wird die Die liberalen Blätter sind in ihrer Aufs desselben während der Sizungsperiode wegen einer mit Partei das neue Kabinet bei Zusammentritt der Kammer über regung über den freundlichen Empfang Lueger's beim Raiser und Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen oder ihre Rechte und über das allgemeine Wahlrecht interpelliren. über die Wahrscheinlichkeit, daß dieser von ihnen so gefürchtete verhaftet werden, außer wenn es bei Ausübung Die Khanas- Hottentotten, ein Eingeborenen- Stamm Antisemitenhäuptling übers Jahr Bürgermeister von Wien werden der That oder im Laufe des nächstfolgenden Tages ex- in Deutsch- Südwestafrika, haben sich gegen die deutsche würde, so sehr aus dem Häuschen gerathen, daß selbst die„ Neue griffen wird." Verwaltung empört", wie der verwaltungs- technische Aus- Freie Presse", dieses so sanftmüthige Organ der Großbourgeoisie, Taß ein Abgeordneter den Organen der Polizei oder bruck lautet. Trotzdem der ganze Stamm nur 1000 Seelen konfiszirt wurde. Staatsanwaltschaft nicht auf die Nase bindet, wo von ihnen zählen soll, also nicht viel über 150 Waffenfähige stellen Einem Communiqué der Vereinigten Linken zufolge berieth gesuchte Schriften sich befinden, ist gewiß feine" That", fann, hat er doch bei einem Zusammenstoß der Schußtruppe welche nach der Reichsverfassung die sofortige Verhaftung schwere Verluste beigebracht. Eine offizielle, von Berlin rechtfertigt. Hätte Polizei und Staatsanwaltschaft dieses aus verbreitete Mittheilung sagt nämlich: Recht, dann wäre es in ihre Macht gegeben, jeden Am 5. April haben starte Haufen von KhanasAbgeordneten jeden Augenblick während Hottentotten im Verein mit Damaras und Nikodemus der Session zu verhaften, was gerade durch Kanimema Hauptmann Estorff und 50 Reiter bei den Artikel 31 verhindert werden soll. Gobabis zweimal angegriffen. Beide Angriffe wurden, nach dem es bis zum Handgemenge gekommen war, fiegreich abgeschlagen. Die Rebellen waren modern bewaffnet. Auf unserer Seite find gefallen: Lieutenant Lampe, Fabrikbefizer Schmidt, Sergeant Bannach und die Reiter Fendges, Erner, Ladwig, Edisch und Ludwig. Schwer verwundet find Sergeant Fischer und Sufat. Die Rebellen haben 46 Mann verloren, darunter ihren Kapitän In der Person des Abgeordneten Bueb ist ohne Zweifel die Reichsverfassung verletzt worden und der Fall verdiente deshalb eingehende Prüfung und Sühne. Lambert. * Deutsches Reich. der Klub über die neuesten Vorgänge bei der Bürgermeisterwahl. Von allen Rednern wurde betont, daß durch das Vorgehen der Regierung nur Verwirrung in diese Angelegenheit gebracht sei und daß das Vertrauen in die Tüchtigkeit und Konsequenz der Regierung auf das tiefste erschüttert werden mußte. Der Klub einigte sich dahin, trotzdem bezüglich der Haltung bei der Wahl reform teine Konsequenzen zn ziehen, weil der Klub schon längst entschlossen sei, in die Reform zu willigen, und in dieser Hinsicht feinen politischen Absichten treu zu bleiben. Frankreich. Cornelius Herz wurde gestern in seiner Wohnung von dem Londoner Richter Sir John Bridge vernommen. Das Verhör, dem der Bertheidiger Herz und Vertreter der englischen und der französischen Regierung beiwohnten, dauerte eine halbe Stunde. Es wurde vereinbart, daß die beiderseitigen Rechtsver treter die Untersuchung am nächsten Sonnabend im BowstreetGericht fortsetzen sollen. Italien. Rom, 27. April. Nach Privatmeldungen aus Catania tam es gestern in der Ortschaft Paterno zu Ruhe störungen, weil die Steuerbeamten in der Erhebung der Familiensteuer, deren theilweise Aufhebung der Gemeinderath beschlossen hatte, fortfuhren. Nachdem die Manifestanten Ausschreitungen, bes sonders gegen das Steuergebäude, begangen hatten, wurden fie von der Polizei auseinander getrieben, wobei einige Personen Stelle eingetroffen und hat den erwähnten Beschluß des Gemeinde. verwundet wurden. Der Präfekt von Catania ist an Ort und raths bestätigt. Herrn von Stumm's Einfluß ist nicht stets der gleiche. Er versteht es freilich trefflicher wie irgend ein anderer Politiker, die alte parlamentarische Regel zum Schutze der Wie viel Leichtverwundete auf die 8 Todten und Monarchie zu durchbrechen und die Krone in die Debatte 2. Schwerverwundeten auf deutscher Seite gekommen sind, zu ziehen, die Person des Monarchen zu seiner Deckung zu wird garnicht gesagt. Bei der geringen Stärke der Schutzbenutzen. Unvergessen bleibt sein muthig abgelenguetes Wort vom Scharfmachen, für das es freilich so viele un- truppe( in ganz Südwestafrika etwa 500 Mann) ist das jedenangenehme Zeugen giebt, so daß Herr von Stumm es beim falls ein sehr schwerer Verlust. Läßt sich denn durch milde Dementi in den Zeitungen bewenden ließ. Mit der Scharf- Behandlung der Eingeborenen solchen Mißständen nicht vorbeugen? macherrede hatte Herr v. Stumm den Bogen überspannt. Und es fiel damals bei einer Abendunterhaltung bei einem Minister aus dem einer Person, Munde auf die sich Herr Stumm bei jeder Gelegenheit beruft, das heute unter dem Vorsitz des Unter- Staatssekretärs Lohmann zu Die Kommission für Arbeiterstatistik trat dreimal wiederholte Wort: Stumm ist zu weit gegangen". fammen. Dem Berichte des Reichs- Anzeigers" über die Sigung Damals stand König Stumm auf der Höhe seines Ein- entnehmen wir das folgende: flusses, er glaubte Minister stürzen und den Gang der Als Kommissare des Reichskanzlers wohnten der Geheime Madrid, 27. April. Das endgiltige Ergebniß der Senate Politik bestimmen zu können. Damals wollte er das Zu- Ober- Regierungsrath Dr. Wilhelmi, der Regierungsrath Dr. standekommen der Verordnung über den Bäckerschutz, für Wußdorff und der Regierungsassessor Koch, als Kommiffare des wahlen ist: 113 Ministerielle, 41 Liberale, 17 Unabhängige, den sich Vertreter der Reichsregierung und der preußischen töniglich preußischen Ministers für Handel und Gewerbe der 4 Republikaner, 2 konservative Dissidenten und 3 Garliften. Türkei. Regierung gebunden erachteten, verhindern und damit die Regierungs- und Gewerberath Dr. Sprenger, der RegierungsKonstantinopelt, 27. April. Nach Mittheilungen, die aus Bötticher, Berlepsch und Rottenburg zum Rücktritte affessor von Meyeren und der Vorsitzende des hiesigen Gewerbezwingen. Blos Herr v. Rottenburg, der energischste der Be- gerichte, Magistratsassessor von Schulz, den Verhandlungen bei. Kreta bier eingetroffen sind, haben die türkischen Truppen das Die Tagesordnung betrifft die Vornahme mündlicher Ver- Kloster Preveli cernirt, um der darin befindlichen Mitglieder des fürworter einer Sozialpolitik in der Regierung, wurde so nehmungen von Auskunftspersonen über die Verhältnisse Revolutionskomitees habhaft zu werden. Es entspann sich ein trant, daß er die Leitung der Reichskommission für Arbeiter in der Wäsche Fabrikation( Herstellung gestärkter blutiges Gefecht. Einzelheiten fehlen. statistik mit dem Kuratorposten der Universität Bonn ver Wäsche) und in der Wäsche Konfettion( Herstellung un tauschen mußte. Bötticher und Berlepsch blieben, und gestärtter Wäsche). Stumm's Einfluß, der noch groß blieb und auch heute nicht unterschäßt werden soll, war nicht mehr der aus schließlich maßgebende. Herr v. Stumm bemühte sich, den Verlust seines Einflusses wieder wett zu machen, er drohte erst unlängst mit dem Rücktritte aus dem politischen Leben, erzielte aber damit nur ein höhnisches Achselzucken selbft unter einem Theil seiner Freunde. Herr v. Bötticher ließ es ihm erst unlängst im Reichstage merken, daß er seine Unentbehrlichkeit weidlich überschätze. Wie selbst ein Blatt, wie die National- Zeitung", die wühlerische Thätigkeit Stumm's schildert, geht aus den folgenden Säßen hervor, die dem Leitartikel ihrer Nr. 266 entnommen find: 0 Für die Wäsche- Fabrikation sind Auskunftspersonen geladen aus Berlin, Bielefeld, Gadderbaum bei Bielefeld, Aue im Königreich Sachsen und Niederpfannenstiel bei Aue, für die Wäsche Konfektion aus Berlin, Breslau, Köln a. Rh. und München. Unter den Auskunftspersonen befinden sich Unternehmer, so genannte Zwischenmeister und Zwischenmeisterinnen, sowie Arbeiter und Arbeiterinnen. Geladen sind 32 Auskunftspersonen, deren Vernehmung voraussichtlich drei Tage in Anspruch nehmen wird. Ueber die Vernehmungen wird stenographisch Protokoll geführt. Herr v. Treitschte ist heute nach langwieriger Krankheit im Alter von 6112 Jahren gestorben. In jüngeren Jahren schwärmte, agitirte, redete und schrieb er nicht blos für die Einheit, sondern sondern auch für Spanien. Projek Hitze u. Genoffen. Die bekannte Anklage gegen Genossen aus dem 2. Wahlkreise wegen Vergehens gegen das Vereinsgesez führte gestern nicht weniger als 56 Personen vor die 132. Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts. Die Verhandlung findet im kleinen Schwur gerichts- Saale statt. Die Angeklagten füllen nicht nur die Anklagebant, sondern auch die Geschworenenbänke, denen zahlreiche Stühle hinzugefügt worden sind. Den Vorsiz führt Amtsrichter Winkowski, die Anklage vertritt Staatsanwalt Schweigger, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte Heine und Herzfeld. Es handelte fich um eine am 10. Februar bei Restaurateur Möhring in der Admiralstraße stattgehabte Zuſammenkunft bes tannter Parteigenossen des 2. Wahlkreises, die nach Ansicht die Freiheit der Anklagebehörde aber als Fortsetzung des vorläufig gefchloffenen Es ist ein öffentliches Geheimniß oder nicht einmal Deutschlands; später entwickelte er sich zum Ultrareaktionär fozialdemokratischen Wahlvereins des 2. Reichstags Wahlkreises ein solches, denn es war ja genug von der Sache in der und Geschichtsfälscher. Großen Antheil nahm er an der Be- anzusehen war. Nach Ansicht der Anklage ist diese Versammlung Presse die Rede, daß die Frage der Regelung der fämpfung des Kathedersozialismus; dann war er, feine Ver- vom Genossen Kibing als Vertrauensmann zur Besprechung Arbeitszeit im Bädereigewerbe sich im vorigen leumdung und Berdrehung scheuend, einer der Vorkämpfer für innerer Partei- Angelegenheiten einberufen worden. Zu den Theil Sommer zu einer Probe auf den Einfluß ge- Ausnahmegefeße gegen die Sozialdemokratie und einer der Begründer nehmern in dieser Zusammenkunft gehörte auch der Reichstags- Abstaltet hatte, welchen Herr v. Stumm und seine der antisemitischen Bewegung. Seine deutsche Geschichte ist das geordnete des zweiten Kreises Richard Fischer, gegen den Gesinnungsgenossen als nichtverantwortliche tendenziöseste Geschichtswerk der deutschen„ Wissenschaft". Seine aber die Verhandlung wegen der gegenwärtigen Reichstagstagung Rathgeber auf die Entscheidungen in unserem unbeschränkte Bewunderung für das Hohenzollerthum und sein ausgesetzt worden ist. Die Zusammenkunft war der Polizei verStaatsleben auszuüben vermögen; es ist damals fanatischer Haß gegen alles Volksthümliche bis zumLiberalismus herab rathen worden und führte zu den unseren Lesern bereits bekannten Vervon ernsten Verhandlungen innerhalb des preußischen Staats- tamen auf jeder Seite seines Geschichtswerkes zum Ausdruck. Blos in haftungen. Sämmtliche Sistirte wurden, mit Ausnahme des Gen. ministeriums die Rede gewesen, die, wenn sie mit der Ablehnung der Besprechung Friedrich Wilhelm IV. wagte er einige Worte der Fischer, nach dem Alexanderplat transportirt, und am jedes Vorgehens betreffsider Arbeitszeit im Bäckereigewerbe geendet Stritit, die ihm fast seine Stelle als preußischen Hofsthistoriographen anderen Abend wieder entlassen. Der Restaurateur Möhring ist beschuldigt, seinen Saal zu hätten, wahrscheinlich zu einer Krisis von erheb gekostet hätte. Blos von denjenigen, die von dem modernen Gelehrten die einer politisch nicht angemeldeten Versammlung hergegeben zu licher Tragweite würden geführt haben. Von den Angeklagten erklärt Ewald, daß er nicht auf einen schroffen Bruch mit aller positiven Sozialpolitik im trititlose Bertheidigung der herrschenden Ordnung und ihrer sicht haben. Sinne der Maßregeln feit 1890 gerichteten Bestrebungen sind baren Bertreter fordern, wird Treitschke's Tod als Verlust Mitglied des sozialdemokratischen Wahlvereins im 2. Wahl. treise gewesen sei. Das sei schon aus dem Grunde undamals nicht durchgedrungen; die fonservative Interpellation empfunden werden. Der Reichstags- Abgeordnete Professor möglich, weil er erst nach stattgefundener Auflösung des sollte allem Anschein nach mit dem einen Zwecke, die Handvon Brandenburg nach Berlin übergesiedelt werksmeister bei der konservativen Stange zu halten, den andern Hüpeden hat eine Erklärung erlassen, daß er nicht infolge Wahlvereins verbinden, die hinter den politischen Kulissen der Sezession des Herrn Hofpredigers Stöcker aus der deutschsei. 3wei andere Angeklagte erklären, schon vor Schließung des im vorigen Sommer gescheiterte Attion fortelfonfervativen Fraktion ausgeschieden, sondern schon am 8. De Wahlvereins nicht mehr Mitglieder desselben gewesen zu sein, da Die " M werden. Werner und Der dolus eventualis vor dem Reichsgericht. do fie die Zahlung der Beiträge nicht geleistet hätten, und deshalb 1 genossen selbst. Er erhalte feine Aussagen von vielen Seiten,[ erwogen wird, daß auch die Preßkommiffionsmitglieder dem ftatutenmäßig ausgeschieden waren. Ein dritter der Angeklagten die nichts von einander wissen, und die gleichwohl überein- Wahlverein angehörten, und daß man darüber berathen wollte, giebt an, nach der Reorganisation aus dem Verein ausgetreten stimmen, also damit den Beweis der Richtigkeit ergeben. was bezüglich der Organisation zu thun sei; wenn man ferner mit Ausnahme Ewald's au fein, weil er mit derselben nicht einverstanden war. Nach Antrick erflärt, auch zu ihm habe Herr Schöne gesagt: erwäge, daß alle Theilnehmer den Aussagen, die die Angeklagten auf der Polizei unterschrieben Wenn Sie gestern Abend so ausgesagt hätten, wie Fischer, Mitglieder des geschlossenen Vereins waren, auch der Vorstand haben, stellt der Vorsitzende fest, daß fast der gesammte Vorstand dann wären Sie ebenso wie dieser entlassen worden. bis auf eine Person vollzählig vertreten war, so muß man zu des vorläufig geschlossenen Vereins bei jener Geburtstagsfeier"( R. Fischer ist erst am 11. Februar vernommen worden der Annahme kommen, daß hier zweifellos eine Fortsetzung des anwesend gewesen sei, so namentlich die Genossen Antric als und hat jede Aussage verweigert. Die Redaktion.) Wahlvereins vorliegt. Durch Nichtzahlung der Beiträge erlösche erster Vorsitzender, Hensel, zweiter Borsigender, Griefe und Angeklagter Ewald hält dem Zeugen vor, daß er bei der nicht, wie einzelne Angeklagte behaupteten, die Mitgliedschaft. Ewald Krey als Raffirer, Lange und Bauer als Schriftführer, Vernehmung zu ihm gesagt habe: Wenn Sie nichts mußte, weil er nicht Mitglied des Wahlvereins war, vom Verferner Schmoll, Höhn, Berger, Ohnesorge, anderes aussagen, dann sind Sie einer von geben gegen§ 16 des Vereinsgefeßes Fortsetzung eines ge freigesprochen 3inte und Hinze als sogenannte Gruppenführer" denen, die eingesperrt werden. Zeuge Schöne: schlossenen Vereins Der Genosse Mews hatte die Bedienung übernommen, Ich kann mir nicht denken, daß ich gerade dem Angeklagten Kizing find dagegen mit je 50 m., alle andern Angeklagten mit 3inte soll vor der Eingangsthür Wache gehalten haben und Ewald, den ich schon lange fenne, und der diesmal, im Gegensatz je 15. zu bestrafen. darin von Lachmann abgelöst worden sein. Genosse zu früher, einen günstigen Eindruck auf mich machte, in der Werner hätte in dieser Zusammenkunft die Leitung über- Weise entgegengetreten sein soll; jedoch will ich nicht ganz nommen. Er giebt au, nur für Ruhe und Ordnung gesorgt zu bestimmt bestreiten, daß ich etwas Aehnliches gesagt habe. haben, da die Theilnehmer der Zusammenkunft schließlich in Der nächste Zeuge ist Kriminal- Schuhmann unverständlicher Weise durcheinander redeten. Der neugewählte Haase: Er habe als Kellner Eintritt zu erlangen gesucht; anpiguldine Leipzig, den 28. April 1896. Vertrauensmann Kizing hatte natürlich das Bedürfniß, fangs habe ihn der Posten nicht hereinlassen wollen, schließlich Der Fall Bading, d. h. die Verantwortlichmachung die bekannteren und thätigften. Genossen des zweiten sei er durch eine Ausrede doch hineingekommen. Die Versammlung des Buchdruckereibesizers May Bading für den Inhalt einer in Wahlkreises um fich zu sehen, und sich mit und sich mit ihnen sei bei seinem Eintritt verdugt gewesen, niemand habe mehr seiner Offizin hergestellten Druckschrift, tommt heute vor dem über Partei Angelegenheiten zu besprechen. Zu diesem etwas gesprochen, er habe Werner aber am Tische stehen, also 2. Straffenat: des Reichsgerichts zur nochmaligen und voraus. 3wed fand die Zusammenkunft statt. Auch wollte Kizing den den Vorsiß führen sehen. Der Reichstags Abgeordnete sichtlich endgiltigen Entscheidung. betreffenden Parteigenossen bei dieser Gelegenheit über die von Fischer, den ich damals nicht gekannt habe, sagte au Die Anflage gegen Bading zieht sich nun schon über ein ihin ausgegebenen Sammelbons und Schriften Rechnung ablegen. mir, wie ich da hereintäme, bier sei GeJahr hin, sie ist schon so viel und so oft in der Presse Da Kizing heiser war, verlas Werner an seiner Stelle die Ab- burtstagsfeier, ich solle machen, daß ich erörtert worden, daß eine ganz turze Rekapitulation des rechnung und sprach dann den Wunsch aus, man möge sich dar- heraustomme. Dann, als die übrigen Beamten ein- Sachverhalts hier genügen wird. In der Bading'schen über äußern, ob als Ersatz für die wegen angeblichen Inver- orangen, schrie einer, ich weiß nicht wer, hier ist Ge- Buchdruckerei wurde eine für die Feier des 18. März 1895 be= bindungtretens aufgelöste Preßtommission etwas Neues zu schaffen burtstagsfeier, um damit für die übrigen die Parole stimmte sogenannte rothe Märznummer, ein vierfeitiges Flugblatt ſei, was sich infolge zahlreicher Wünsche aus den auszugeben.*) auf rothen Papier, hergestellt. Die Staatsanwaltschaft erhob Reihen der Parteigenoffen und verschiedener Klagen Kriminalwachtmeister Diener beginnt mit Darlegung seine: Anklage wegen Aufreizung zum Klassenbaß(§ 130 St.-G.B.) nicht über die Presverhältnisse nothwendig mache. Der Auffaffung über den Charakter der durch die Polizei aufgehobenen nur gegen den das Flugblatt verantwortlich zeichnenden Redakteur Vorsitzende hält dem Angeklagten vor daß in der Versammlung, muß aber zugeben, daß er gar nicht dabei war, Schulze, sondern auch gegen den Drucker Bading. Und die fraglichen Versammlung auch über die Kasse des gefondern einige Minuten danach gekommen sei. Auch 8. Straffammer des Berliner Landgerichts I verurtheilte Schulze schlossenen Wahlvereins Rechnung gelegt worden sein seine Berufung auf den Gewährsmann der vertraulichen Mit zu vier Monaten, Bading zu zwei Monaten Gefängniß. Zur foll, was Werner und Antrick bestreiten. Es sei nur über theilung muß er, nachdem er zuerst die Aussage hierüber ver- Berurtheilung Bading's war das Gericht mittels des dolus Sammelbons abgerechnet worden. Diese gingen den Verein weigern wollte, als nur auf Hörensagen von Herrn Schöne eventualis gekommen. Obwohl Bading nachweiſen konnte, nichts an. Auf die Frage des Vorsitzenden, warum die Ver- beruhend einschränken. Er macht dann bezüglich des daß er von dem Inhalt des Flugblattes keine Kenntniß gehabt sammlung nicht angemeldet worden sei, antwortet Werner: Verhältnisses zwischen Wahlverein und Vertrauensmann habe, daß ihm vielmehr sein Fattor Rosen nur mitgetheilt habe, mweil wir feine öffentliche, sondern nur persönliche Angelegen diefelben Angaben wie der Zeuge Schöne. es werde eine rothe Märznummer zum Druck gegeben werden, heiten erörtern wollten. In gleicher Weise stellen die übrigen er habe den Voranschlag gemacht, das Manuskript werde erst in Angeklagten, namentlich Kizing, den Sachverhalt dar. Eine Fort einigen Tagen geliefert werden. Das Gericht erachtete selbst den setzung des geschlossenen Wahlvereins erblickt die Anklagebehörde Einwand für unerheblich, daß in den früheren Jahren gegen die auch mehrere ftets Freisprechung erfolgt war, sondern sagte, da bei Bading der Vorwärts" und andere sozialdemokratische Schriften gedruckt würden, so hätte er sich sagen müssen, daß möglicherweise das März- Flugblatt einen strafbaren Inhalt haben könnte und deshalb habe die Bestrafung mit zwei Monaten Gefängniß zu erfolgen. setzung des geschlossenen megbücher gefunden wurden, Fortsetzung eines geschlossenen Vereins betheiligt waren. Die Märznummern mit gleichem Inhalt zwar Anklage erhoben, aber Damit ist die Beweisaufnahme geschlossen. Staatsanwalt Schweigger erhält das Wort zur Begründung der Anklage. Es handelt sich heut um die Frage, ob die Angeklagten an der in die noch für die Zeit nach Schließung des Vereins Bei Wahlvereine sind am 29. November v. J. geschlossen worden. tragsmarken eingeklebt sind. Diese Thatsache erklären die Mit dieser Verfügung ist ein Rechtszustand geschaffen, den jeder früheren Vorstandsmitglieder damit, daß manche Vereinsmit mann zu respektiren hat. Die Angeklagten aber haben gegen diesen glieder ihre Beiträge für längere Zeit, oft für ein ganzes Jahr Beschluß verstoßen. Der anerkennenswerthen Umsicht des Kriminal. im voraus bezahlt haben. Nach Schließung des Vereins Kommissars Schöne ist es gelungen, mit Hilfe seiner Beamten tonnten schon aus dem Grunde feine Beitragsmarken mehr ein- diese Gesetzesverlegung aufzudecken. Wir haben es hier, aus geklebt werden, weil diese mit anderem Material bei den der genommen den Angeklagten Möhring, mit ausgesprochenen Das Reichsgericht hob das Urtheil auf, weil Schließung voraufgegangenen Haussuchungen von den Beamten Sozialdemokraten zu thun, ja, mit der Elite der Parteigenossen mehrfach prozessuale Berstöße vorgekommen waren, insbesondere beschlagnahmt worden waren. Eine ganze Reihe von Angeklagten des zweiten Wahlkreises. Es ist festgestellt, daß in der Ver- über einen Antrag der Vertheidigung fein Beschluß erfolgt war. erfennen die polizeilichen Protokolle nicht als richtig an. Sie fammlung eine Rechnungslegung des Vertrauensmannes statt Auf die Frage des dolus eventualis ging das Reichsgericht behaupten, dieselben nur deshalb unterschrieben zu haben, weil gefunden hat. Das Institut der Vertrauensleute ist dazu da, die nicht ein, verwies vielmehr die Sache an dieselbe Strafihnen der Kriminalkommissarius Schöne bedeutet habe, sie würden Verbindung der Wahlvereine mit der Gesammtpartei aufrecht tammer zur nochmaligen Verhandlung zurück. andernfalls länger in Haft bleiben müssen, wenn sie nicht die zu erhalten. Hierdurch wird die vom Gesetz verbotene Ver- In dieser zweiten Verhandlung wurde Schulze wieder zu gewünschten Aussagen machten. Unter diesem Druck wären fie schließ- bindung politischer Vereine hergestellt. Es steht fest, daß die vier Monaten, Bading jedoch nur zu 14 Tagen Gefängniß lich alles mögliche zuzugeben bereit gewesen. Restaurateur Möhring vom Vertrauensmann abgerechneten Gelder verurtheilt. Das Gericht tam zu dieser Verurtheilung wieder bestreitet, gewußt zu haben, daß bei ihm eine Versammlung stattfinden zu gunsten des Vereins verwendet werden mittels des dolus eventualis, würdigte aber diesmal die Thatsollte. Das Zimmer wurde zu einer Geburtsfeier bestellt. Er follten. Daß der geschlossene Verein ungehindert fortgesetzt fache, daß zweimal in vorangegangenen Jahren diese März gab es her und fümmerte sich im übrigen umsoweniger um die werden sollte, geht daraus hervor, daß der Kriminalkommissar nummern mit fast dem gleichen Inhalt freisprechend Gesellschaft, als am gleichen Abend in den unteren Räumlich- Schöne Mitgliedsbücher gefunden hat, in denen noch bis zum beurtheilt worden waren. Das Gericht verkündete, es sei an die feiten ein Konzert stattgefunden habe. Von den Angeklagten ist Februar dieses Jahres Beiträge quittirt waren. Zweifellos Entscheidung eines anderen Gerichts nicht gebunden; zugegeben ihm niemand persönlich bekannt. Der sozialdemokratischen Partei war die in Rede stehende Versammlung eine solche des werde aber, daß Bading sich wegen der früher erfolgten Freigehört er nicht an, obwohl öfter sozialdemokratische Versamm geschlossenen Wahlvereins und es unterliegt teinem Zweifel, daß fprechung in einem Rechtsirrthum befunden habe, der zwar die lungen in seinem Lokal stattfinden. alle Angeklagten, außer Möhring, sich an dieser Versammlung Strafe nicht auszuschließen, aber zu mildern geeignet sei. A13 erster Zeuge wird Kriminal Kommissar betheiligt haben. Das Verhalten Möhring's bei dieser Gegen dieses Urtheil hat der Bertheidiger beider Angeklagten, Schöne vernommen. Er giebt an: Im Herbst v. J. wurde Angelegenheit zeugt dafür, daß er sehr wohl wußte, Rechtsanwalt Freudenthal wieder Revision angemeldet, mir flar, daß die jahrelange Thätigkeit der soziales handle sich hier um eine sozialdemokratische, und die, wie gesagt, heute vor dem Reichsgericht zur Verhandlung demokratischen Wahlvereine gegen das Vereinsgefeß verstoße. zwar eine verbotene Versammlung. Er ist also schuldig, kommt. Auf meinen Bericht veranlaßte das Polizeipräsidium im No- das Lotal dazu hergegeben zu haben. Bezüglich des Zur Begründung der Revision wird folgendes angeführt: vember vorigen Jahres die Auflösung. Ich hatte nun mein Strafmaßes sei, da wie bekannt eine Geldstrafe von Bading hatte vom Fattor Rosen gehört, daß eine rothe Augenmerk darauf zu richten, ob nicht eine Fortsetzung der ge- der Parteitasse gezahlt würde, eine Gefängnißstrafe am Plaze. Nummer in Druck gegeben worden sei und hat sein Einschlossenen Vereine stattfinde. Ich habe ermittelt, daß trotzdem Ferner falle erschwerend ins Gewicht, daß hier eine offenbare verständniß dazu gegeben. Das Gericht nimmt auch an, daß frühere Mitglieder desselben im fleineren Kreise zusammen Gesetzesverletzung stattgefunden habe, zu der der Abgeordnete Bading von dem Fackelbild Kenntniß gehabt hat. Es ist aber Tamen, habe auf vertraulichem Wege" auch er- Fischer in schnöder Weise die Anregung gegeben habe. Gr, der nicht flar, wann Bading Kenntniß genommen haben soll. Denn fahren, daß trotzdem politische Angelegenheiten erörtert als Mitglied der gesetzgebenden Körperschaft in erster Linie als der Auftrag gegeben wurde, war das Manuskript noch gar und Beschlüsse rein politischer Natur gefaßt wurden. Meine eine solche offenkundige Gesetzesverlegung hätte verhüten sollen. nicht ausgearbeitet und nach der festgestellten Unterredung hat vorgesezte Behörde hat mir jedoch untersagt, die Gewähr3 Der Staatsanwalt beantragt gegen Werner und Kizing, als Rosen alles selbständig besorgt. Es hätte zum mindesten festmänner, von denen ich über diese Vorgänge unterrichtet wurde, Einberufer resp. Leiter einer nicht angemeldeten Versammlung, gestellt werden müssen, daß diese Kenntniß zur Zeit der Druckzu nennen. Von dieser Seite ist mir u. a. auch mitgetheilt in welcher politische Angelegenheiten erörtert wurden, zwei übernahme seitens Bading vorlag. worden, daß am 10. Februar bei Möhring eine sogenannte Monate, gegen alle anderen Angeklagten, mit Ausnahme von Bading hat thatsächlich nur den Voranschlag zu einer Rorporesigung stattfinden sollte. Diese Angabe bestätigten Möhring, einen Monat Gefängniß. Gegen die, welche in der rothen Nummer genehmigt, während der Inhalt noch gar nicht dann meine Beobachtungen, die ergaben, daß sowohl Mit- Versammlung als Redner auftraten, außerdem 50 M., und gegen bekannt war. Wie auf grund der hier festgestellten widerspruchs febige Berthelloffenen Bereinander frühere und 100 cubestrafe. glieder des geschlossenen Vereins, als auch der frühere und Möhring 100 M. Geldstrafe. vollen Thatsachen der Angeklagte Bading in einer den öffentjezige Vertrauensmann des zweiten Wahlkreises daran theil- Nach einer ausgezeichneten Rede des Rechtsanwals Heine lichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Benehmen würden: daß ich nicht dupirt war, ergab sich aus dem und einem ebenso wirksamen Plaidoyer des Rechtsanwalts völkerung zu Gewaltthätigkeiten aufgereizt haben soll, ist unUmstande, daß Posten ausstanden, um Unbefugten den Eintritt Dr. Herzfeld, worüber wir unseren Lefern morgen einen erfindlich. zu wehren. Um Gewißheit darüber zu erhalten, ob wirklich eine ausführlichen Bericht bringen, verkündete der Vorsitzende nach Das trifft selbst zu, wenn das richtig wäre, was an der Versammlung stattfinde und was daselbst verhandelt würde, beauf einstündiger Berathung des Gerichtshofes folgendes Urtheil: Hand des dolus eventualis fonstatirt ist. Das Urtheit fagt, tragte ich einen als Kellner verkleideten Beamten, in das Es steht fest, daß am 10. Februar d. J. bei Möhring Bading mußte sich sagen, daß das beabsichtigte Flugblatt Zimmer zu dringen. Zwar hat derselbe nicht gehört, was eine Versammlung stattgefunden hat, und daß die Anwenigstens möglicherweise einen derartigen Inhalt haben werde, dort gesorochen wurde, hat aber, weil Werner am Tische stand geklagten daran theilgenommen haben, resp. als Redner wie es ihn thatsächlich gehabt hat, also einen Inhalt, der zu und augenscheinlich den Vorsitz führte, den Eindruck empfangen, aufgetreten sind. Es steht ferner fest, daß die fragliche Versamm Gewaltthätigkeiten anreizt. Festgestellt ist, daß Bading sich das daß hier eine Versammlung stattfinde. Der Beamte wurde hinaus- lung nicht angemeldet war und daß in derselben, öffentliche An- sagen mußte; daß er es sich thatsächlich gesagt hat oder daß er gewiesen, andere drängten hinein, denen ich folgte, um Material gelegenheiten erörtert werden sollten. Es sollte daselbst berathen die hervorgehobenen Anhaltspunkte erwogen hat, ist nicht festfür die Uebertretung zu erlangen. Nachdem ich die Theilnehmer werden, was als Ersay für die geschlossenen Vereine zu schaffen gestellt. " der Versammlung durchsucht hatte, kam ich zu der Ueberzeugung, sei. Daß dies eine öffentliche Angelegenheit ist, fann nicht Bei einer Erörterung gegen Bading wird darauf in that. daß es sich hier in der That um eine Versammlung handele. zweifelhaft sein. Somit liegt also eine Uebertretung von sächlicher Beziehung Gewicht gelegt, daß früher rothe Einige der Angeklagten haben mir gegenüber auch zugestanden,§ 12 des Vereinsgesetzes vor und ist deshalb gegen Werner, Nummern beschlagnahmt und unter Antlage gestellt worden daß die fragliche Zusammenkunft eine Fortsetzung des ge- Kizing und Ewald auf je 30 M., gegen Gruschte, Knüpfer, sind, der Richter hat aber die gerade für den dolus eventualis schlossenen Wahlvereins darstellte. Der Zeuge setzt ausführlich Jakob, Silberschmidt und Kleinert, welche in dieser Versammlung d. h. die Möglichkeit des Erfennens des strafbaren Erfolges viel auseinander, wie nach seiner Auffassung die Abrechnung als Redner auftraten, auf je 15 M. erkannt worden. Von dem wichtigere Thatsache, daß Freisprechung erfolgt ist, nicht mit des Vertrauensmannes gegeben wird, und behauptet, daß Angeklagten Möhring kann nicht angenommen werden, daß er einem Worte gewürdigt. Die Behauptung des Angeklagten, dabei die Wahlvereine in hohem Grade intereffirt geglaubt hat, es solle in seinem Lokal eine Geburtstagsfeier daß früher rothe Nummern mit dem hier in betracht kommenden werden. feien, weil fie aus den Einnahmen des öffent- abgehalten Er war vielmehr verpflichtet, sich| Inhalt freigesprochen worden sind, weil festgestellt ist, daß sie lichen Vertrauensmanne3 unterstüßt würden. zu erkundigen, zu welchem Zweck seine Räume benutzt werden nicht den Charakler des Anreizens zu Gewaltthätigkeiten im Die Frage des Vorsitzenden, ob der Zeuge bei der sollten und eventuell nach der polizeilichen Anmeldung fragen. Sinne des§ 130 haben, ist im Urtheil irrig als Rechtsirrthum polizeilichen Vernehmung die Angeklagten durch Drohungen Da er dies nicht gethan, so ist er wegen Hergabe des Lokals zu hingestellt worden, während, es sich in Wirklichkeit um Thatzur Abgabe ihrer Aussagen bewogen habe, verneint der 50 M. zu verurtheilen. Es kommt nun ferner darauf an, ob umstände im Sinne des§ 59 des Strafgesetzbuchs handelt. Die Beuge Schöne anfangs für seine Perfon ent diese Versammlung als Fortsetzung des geschlossenen Wahlvereins Angeklagten haben im Vertrauen auf die Richtigkeit der schieden; was den einen oder anderen seiner Beamten, die eben zu betrachten ist. In dem Umstande, daß noch für die Zeit ergangenen Urtheile gehandelt. Das Urtheil besteht aus Erfalls Protokolle aufgenommen hätten, betreffe, tönne er natürlich nach Schließung des Vereins Beiträge quittirt, sind, sieht wägungen thatsächlicher Natur wie aus solchen recht. nicht wissen; er giebt aber schließlich die Möglich das Gericht keinen Beweis für die Fortseyung des Vereins. Licher Natur. Findet nun der Richter bezüglich der thatsächteit zu, daß er dem einen oder anderen vorgehalten haben sondern hält es für glaubhaft, daß die Beiträge voraus bezahlt lichen Momente wenn auch irrig, daß ein Thatumstand, welcher tönne: Wenn Sie mit der Wahrheit zurück- sind. Es ist jedoch sehr naturgemäß, daß Kizing und zum gesetzlichen Thatbestand gehört, nicht vorhanden ist und halten oder den Thatbestand verdunkelu, Werner, der eine als früherer, der andere als jetziger handelt ein Angeklagter im Vertrauen auf die Richtigkeit des wo schon so viel vorliegt, werde ich Sie Vertrauensmann des zweiten Wahlkreises, sich mit dem Wahl- Urtheils demgemäß, so befindet, er sich in einem thatsäch= zurückstellen oder dergleichen. Die Angeklagten hätten ja verein, dem Organ der Partei, in Verbindung setzen mußten, um lichen Frrthum und nicht wie angenommen worden ist, in die Aussagen verweigern können. Das tonnte mir eigentlich das ihre Funktionen in genügender Weise ausüben zu können. Wenn einem Rechts irrthum. Das ist nicht nur ein Verstoß gegen liebste sein. §§ 260, 266, 377 ad 6 Straf- Prozeßordnung und 130 StrafgesetzAngeklagter Carl Fischer behauptet: Kommissar Schöne*) Gegen diese unter Eid abgegebenen Bekundungen des buchs, sondern auch gegen§ 59 Strafgesetzbuchs. Daher rechthat mir gesagt und er wird sich auf meine Worte genau be- Kriminalschuhmanns Haase wandte sich in seiner Schlußaus- fertigt sich die Revision und es wird beantragt, das angefochtene finnnen tönnen: Wenn Sie nicht ein Geständniß führung Antrick, der mit Fischer zusammen an einem Tische Urtheil aufzuheben, die Angeklagten freizusprechen event. Die Sache ablegen, wie Werner, dann bin ich verpflichtet, Sie dem gesessen hatte. Er stellte die ganze auf Fischer bezügliche Aus zur anderweiten Entscheidung an das fgl. Landgericht II zu Untersuchungsrichter vorzuführen. Um das zu vermeiden, dachte laffung rundweg in Abrede; Haase fei gar nicht an den Berlin zu verweisen. der Vors.: Tisch herangekommen, Fischer habe keines Leipzig, 28. April 1896. ich: laß den Beamten nur schreiben, was er will. Worte geführten Das ist keine Bedrohung, das war seine Pflicht! als die Erft ihm geäußert. Der Fall Bading wurde heute vor dem Reichsgericht Polizeifommissar Schöne: Ich muß mich entschieden dagegen Beamten in das Zimmer gedrungen feien und die Versammlung in der Revisionsinstanz unter Borsiz des Reichsgerichtshätten, sei Haase durch aufgelöst erklärt das raths Rieniz verhandelt. Referent war der Reichs verwahren, durch Drohungen oder Zwang Geständnisse erlangt als die Reichsanwaltschaft zu haben. Vertheidiger Dr. Herzfeld fragt den 3eugen Zimmer durch auf Fischer losgesprungen und habe diefem zu- gerichtsrath Kauffmann, Reichsanwalt Heinemann. Als Vertheidiger Schöne, ob ihm aus eigener Wissenschaft bekannt sei, gerufen: Sie sind mein Arrestant." Darauf habe Fischer ihm trat daß der Vertrauensmann Gelder an die Wahlvereine abentgegnet, was er eigentlich wolle, er solle sich doch erft legiti- fungirten Rechtsanwalt beim Reichsgericht aber und Rechtsliefere. Beuge verneint das, giebt aber an, er stehe ebenso gut miren. Als der Beamte seine Marke an der Uhrkette unter der anwalt Freudenthal Berlin. in der Bewegung und sei über dergleichen innere Angelegenheiten Wefte hervorgezogen, sei Herr Schöne an Fischer herangetreten der Sozialdemokratie ebenso gut unterrichtet, wie die Partei- und habe ihn gebeten, mit ihm hinauszukommen, zu ant Nachdem das Urtheil und seine Begründung vom Referenten vorgetragen war, nahm zunächst das Wort Rechtsanwalt dem Der Vorderrichter leitet bei Bading das Bewußtsein der Strafbarkeit seiner Handlung daraus her, daß er sagt, Bading wußte, daß wegen derselben Handlung schon zweimal Antlage erhoben worden war. Das Gericht nimmt also hier an, = " benußen. Partei- Nachrichten. der von " vom Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck_gebeten. Briefe und sonstige Anfragen sind zu richten an den Ber trauensmann Aug. Radzuhn in Berlin, Neue Friedrichstr. 44, Restaurant Röllig. Haber: Das Urtheil nimmt an, daß sich die Art- Soffeftlichkeiten weniger wichtig erscheinen wie seinem Vorgänger, Gewerkschaftliches. geklagten in einent Irrthum über die Strafbarkeit verzichtet auf die Theilnahme des Reichstags- Präsidiums an der Achtung, Musikinstrumenten- Arbeiter! Der Ausstand ihrer Handlungen befunden haben, in einem Rechtsirrthum, der Eröffnung der Gewerbe- Ausstellung. Am Sonnabend, der sonst die Strafe nicht ausschließe. Es ist jedenfalls fein wünschens- für die Berathungen der Kommission für das bürgerliche Gefeß- in Berlin nimmt immer größere Dimensionen an. Bis jetzt werther Zustand, daß man einem Angeklagten zumuthet, buch reservirt werden sollte, wird auch eine Plenarsizung statt- streiken 2500 Arbeiter und Arbeiterinnen. Folgende Fabriken u. Komp., Kubla, er hätte Streit betroffen: Nieber sich sagen müssen, daß eine Handlung finden, um die raschere Erledigung des Börsengesetzes zu erfind strafbar sein fann, obwohl zwei Klingmann, Linke u. Godenschweger, Seidel, Pfaffe, Neuandere Gerichts- möglichen. höfe die Strafbarkeit dieser selben Handlung verneint haben. Das Handelskammergesetz wurde in der Kommission des feld u. Hanke, Krause, Siebert, Janowsky, Laurinat, Schleifer Der Richter erster Instanz spricht nur von einem Rechtsirrthum Abgeordnetenhauses mit 14 gegen 5 Stimmen abgelehnt. und Komp., Nöske, Möbes, Fürstenberg, Steuer, Giese u. Reinike, und ist auf die Frage garnicht eingegangen, ob das freisprechende Gericht aus thatsächlichen oder nur aus recht- Session schließen. Es soll von Himmelfahrt bis Pfingsten sich Mörs, Höhne u. Sell, Wießener( Grünauerstraße), Rosenberg, Das Abgeordnetenhaus will gegen Mitte Juni die Fr. Schmidt( Mariannenplay), May, Semmler, Knöchel, Pfeifer, Daffel, Donadony u. Pohl, Werner, Quandt, Louis Schmidt, lichen Gründen geurtheilt hat. Es liegt hier also eine mangel- vertagen. Während dieser Zeit sollen die Kommiffionen für eine Neumeyer, Neufeld, Fiedler u. König, A. Grand, Barthol, Stößel hafte Würdigung des vorliegenden Beweisstoffes vor. Außer u. Ko., Heindorf, Hartmann, Harmonie, Wagner( Frankfurter widersprechen sich die Gründe des Vorderrichters. zweiwöchentliche Tagung Material schaffen. Allee), Hoff u. Ro., Otto, Döhne, Lehmann, Ecke, Rößner, Konkordia, Scharf, Weber, Dobrobavolsky u. Barsch, Görs u. Kallmann, Euterpe, Hilse Nachfolger, Engelmann u. Günther Zur Maifeier. Die Vertrauenspersonen der mann, Union, sowie die Pianomechanit- Fabriten Lerow, er hätte sich aus der Anklage Erhebung über die that Partei und unsere Freunde im Auslande bitten Langer u. Komp., Krüger, Schütz u. Freund, Jakob, Fischer, sächliche Bedeutung seiner Handlung informiren können. v. Rhoden. Kollegen! Thut Eure Pflicht, helft uns in diefem Ich meine aber, was man von der Anklage- Erhebung sagt, wir, uns über den Ausfall der Feier in den einzelnen Orten Kampfe, indem Ihr vor allen Dingen den Zuzug fernhaltet, und muß in verstärktem Maße auch auf die Urtheile, die der sofort mittels Postkarte Postkarte zu unterrichten. der Sieg wird und muß erfolgen. Das Streitbureau befindet Antlage folgten, Anwendung finden und die Urtheile Meldungen über besonders wichtige Vorgänge, die uns bis sich bei Henke, Naunynstr. 27. Die Lohnkommission. lauteten jedesmal auf Freisprechung. Des weiteren habe Sonnabend Abend auf dem Postwege nicht mehr erreichen An die Zimmerer Deutschlands!. ich Zweifel, ob hier der dolus eventualis richtig Berufsgenossen! Nochmals sehen wir Euch in Kenntniß von angewendet worden ist. Das Reichsgericht hat zwar bei würden, bitten wir uns auf unsere Kosten zu telegraphiren. Die dem bisherigen Verlauf unserer Lohnbewegung. Bis jetzt arbeiten § 180 den dolus eventualis für anwendbar erklärt, aber damals schriftlichen Mittheilungen sind zu adressiren an die Redaktion des alle Kameraden unter den neuen Bedingungen: 9 Stunden und hatte der Angeklagte auch von dem Juhalt gewußt, hier aber Vorwärts", Berlin SW 19, Beuthstraße 2. Bei telegraphischen 55 Pf. Minimallohn. Wegen der Ausstellungsarbeiten ist der nicht. kann doch wirklich nicht den Druder für Mittheilungen ist die Adresse Sozialdemokrat Berlin" zu fräften bemerkbar macht; es wird noch weit schlimmer werden, Zuzug derartig, daß sich ein großes Ueberangebot von Arbeitsdie Vorstellung des möglichen Inhalts verantwortlich machen, sonst kann er unmöglich den Druckereibetrieb im wenn die Ausstellungsarbeiten am 1. Mai fertig gestellt sind. Sinne des§ 21 des Preßgesetzes fortführen. Das Urtheil Den Rednern zur Maifeier empfehlen wir neben Die Unternehmer suchen das für sich auszunügen, und drohen erster Instanz sagt: Bei Bei ihrer Bildung und Intelligenz bem schon gestern erwähnten Verhalten des Unternehmerthums die alten Bedingungen wieder einzuführen. Diese Versuche sollen hätten die Angeklagten die Strafbarkeit ihres Handelns und des Reichstags gegen den Bä cf erfchus als zeitgemäße und müssen zu schanden gemacht werden an dem gefunden und Berufsgenossen, bezeugt ficher erkannt und doch haben zwei Gerichte anders geurtheilt. Themata für ihre Ansprachen noch den Acht Uhr Ladenmuthigen Geist aller Zimmerer. Möge fich fein Im Urtheil werden Bading und Schulze jeder für sich" als schluß und die Treulosigkeit der Berliner Ron deshalb aufs neue Guere Solidarität. Thäter bezeichnet. Bading hatte aber jedenfalls nichts mit der fettionäre gegenüber den vorm Einigungsamt des Gewerbe- einziger jetzt verleiten lassen, nach Berlin zu kommen; Verbreitung der Druckschrift, der eigentlichen Strafthat, zu gerichts seinerzeit abgeschlossenen Verträgen. Die Besprechung dieser die Folge davon würde sein, daß er enttäuscht die Stadt doch thun. Daß er fämmtliche Voraussetzungen des§ 130 für seine brei sozialpolitischen Gegenstände wird, verbunden mit einer Er- wieder verlassen müßte. Thut Ihr dieses, meidet ein jeder den Person erfüllt hat, um als Thäter oder Mitthäter zu gelten, ist läuterung internationalen Arbeiterkongressen und Zuzug nach hier, so sind wir sicher, die gewonnene Position auch nach feiner Richtung hin festgestellt. Seine Thätigkeit könnte deutschen Parteitagen aufgestellten Forderungen an die Regie- für spätere Zeiten zu behaupten. Haltet die Solidarität hoch schlimmstenfalls als Gehiifenschaft angesehen werden und das rungen die wirksamste Mairede ergeben, die sich denken läßt. und unser Sieg wird auch der Eurige sein. Die Lohnkommission genügt schon zur Aufhebung des ersten Urtheils. In Lübeck nahm eine äußerst zahlreich besuchte Versamm der Berliner Zimmerer. Vertheidiger R. A. Freudenthal: Es ist un- lung der Arbeiter und Arbeiterinnen aller Branchen Stellung verkennbar, daß der Vorderrichter den§ 59 des St.-G.-B. ver- zu dem unter Anregung und Leitung eines Amtsrichters zustande letzt hat. Die Angeklagten haben sich darauf berufen, daß der gekommenen Beschlusse der Fabrikanten, den 1. Mai nicht freizugeben wefenlich gleiche Inhalt der inkriminirten Druckschrift in und die dennach feiernden Arbeiter für ganz Lübeck zu maßregeln. Achtung, Metallarbeiter! Die Schloffer und früheren Fällen für straffrei erklärt worden ist und zwar deswegen, Nach dem Referat unseres Genossen Schwarz wurde einweil damals eine Aufforderung zu Gewaltthätigkeiten nicht fest- stimmig eine Resolution angenommen, worin der Fabrikanten Schleifer der Firma Ja chob in Berlin, Manteuffelgeftellt worden ist. Ueber diesen Einwand hat sich der Vorder- beschluß als eine unqualifizirbare Anmaßung bezeichnet, ferner straße 55/56, wurden gestern bei ihrem Chef vorstellig, jedoch richter mit der Begründung hinweggefeßt, daß hierin eine Be- gegen den naiven Glauben der Unternehmer protestirt wird, von diesem mit den Worten empfangen: Ich bin für niemand rufung auf einen Rechtsirrthum liegt. Wäre derselbe sich als seien die Arbeiter eine willenlose Heerde von Sklaven, die man zu sprechen; Ihr seid alle Ochsen, macht daß Ihr' raus kommt! dahin klar geworden, daß ein Urtheil aus Erwägungen mit der Peitsche zur Arbeit treiben und dem Unternehmerwillen Damit war jede Verhandlung abgeschnitten und die Arbeiter thatsächlicher und rechtlicher Natur besteht, so so hätte dienstbar und unterthänig machen könne. Der Drohung der Unter- legten sämmtlich die Arbeit nieder. Buzug ist fern zu halten. Am 13. April legten sämmtliche Klempner der Firma er diesen allgemeinen Sah nicht ausgesprochen. Beruht nehmer gegenüber beschloß die Versammlung: In allen Werkstätten, ein freisprechendes Erkenntniß auf Gründen thatsächlicher in denen anläßlich der Maifeier Aussperrungen oder Ablehnungen Moosdorfu. Hochhäuseler in Berlin, KommandantenNatur, und beruft sich ein Angeklagter auf diese Um- erfolgen, wird bis zum 31. Dezember 1896 unter feinen Umstraße 60 und Alexandrinenstraße 25, aus schon im Vorwärts" stände, so liegt, Die Firma versucht möge auch die thatsächliche Feststellung ständen nach Feierabend gearbeitet. Die Resolution, worin mitgetheilten Gründen die Arbeit nieder. irrig sein, hierin ein thatsächlicher Irrthum. Beruht dies ausgedrückt ist, wurde einstimmig angenommen. Die nun, da fie in Berlin Streitbrecher nicht bekommt, die Arbeit hingegen die Freisprechung auf irrthümlichen Rechts lübischen Fabrikanten werden aus diesem Beschluß ersehen, daß außerhalb, besonders in Sachsen, anfertigen zu laffen. Wie uns gründen, so liegt ein Rechtsirrthum vor, der den An- sie übel berathen waren, als sie, der Anregung eines Amtsrichters mitgetheilt wird, hat die Firma bereits Material und Werkzeug nach Chemnitz fchaffen lassen, um die Schaukelwannen dort an getlagten nicht schüßt. In eine spezielle Prüfung der Urtheils folgend, sich aufs hohe Pferd setzten. Der Vorstand gründe ist aber der Vorderrichter nicht eingetreten. Im übrigen Aus dem Kreise Ruppin- Templin. Sonntag den 19. April fertigen zu lassen. find die Grundfäße der Unmittelbarkeit des Gerichtsverfahrens wurde in Körit, einem großen Bauerndorfe, eine von unseren des Berliner Metallarbeiter Verbandes. verlegt worden, indem nach dem Protokoll nur einzelne Stellen Parteigenossen einberufene Wählerversammlung abgehalten, die Achtung, Staker Berlins! Zur Maifeier halten wir eine des Flugblattes verlesen find, während bas ganze außerordentlich zahlreich besucht war. Stopf an Kopf gedrängt eigene Bersammlung nicht ab, sondern schließen uns der VerFlugblatt als eine fortgesetzte Aufforderung zur Be standen die Massen und lauschten den fernigen und begeisternden sammlung der Parteigenoffen in Pantow an, die morgens 9 Uhr gehung von Gewaltthätigkeiten charakterisirt ist, so daß Worten unseres Kandidaten Julius Apelt. Es war dies bei Sasse( Nordstern") beginut. Treffpunkt für Berlin: früh 8 Uhr, man nicht weiß, woher der Vorderrichter diese Erkenntniß die erste, von sozialdemokratischer Seite einberufene Versammlung Augustin's Lokal, Kaftanien Allee 10. Nach der Versammlung geschöpft hat. Beim Angeklagten Schulze ist insbesondere zu in jener Gegend. Die Gegner hatten nicht den Muth gehabt, Ausflug nach Nieder- Schönhausen zu Settetorn( Waldschlößchen). erivägen, daß festgestellt ist, er habe den strafbaren Inhalt zur Versammlung zu kommen. Die aus der Versammlung an Gemäß dem Vorstandsbeschluß, wonach am 1. Mai jeder Kollege erkennen müffen. Das ist aber bedeutungslos, da es nicht den Randidaten gerichteten schriftlichen Anfragen bewiesen, mit die Arbeit ruben laffen soll, wird eine rege Betheiligung be J. A.: Christoph, Pankow, Kaiser darauf ankommt, was er erkennen mußte, sondern was er welchem Interesse die Anwesenden dem Vortrage gefolgt waren stimmt erwartet. erkannt hat. Beide Anwälte beantragten Freisprechung und gaben unserem Kandidaten Gelegenheit, zu zeigen, daß es Friedrichstr. 12. eventuell Verweisung an das Landgericht II in Berlin. wohl ein Arbeiter versteht, die Interessen der kleinen Leute Achtung, Bauarbeiter Berlins! Laut BersammlungsDer Reichsanwalt beantragte Verwerfung der Re- zu vertreten. Auch sonst regt es sich tüchtig im Kreise. beschluß vom 26. d. M. find Sammellisten zum Streitfonds an vision, da die Feststellung des Urtheils hinsichtlich des Sonntag, den 26. April, wurden wieder vier Ver- geschafft. Sie können von Donnerstag, den 30. d. M. an abgeholt Schulze bedentenfrei sei, bei Bading Zweifel hervortreten könnten, sammlungen abgehalten, und werden bei den Kommissionsmitgliedern Karl Derebber, daß derselbe Thäter sei, aber die Mitthäterschaft genügend klar früher an das Abhalten einer sozialdemokratischen Bersammlung Falkensteinstraße 17, Gottfried Schäfer, Frankfurter gestellt sei. nicht zu denken war. Die an diesem Tage in Rheinsberg Allee 116 a, Richard Beier, Bernauerstraße 1, Paul Nach ungewöhnlich langer Berathung verkündet der Vor- abgehaltene Versammlung, wo Reichstags- Abgeordneter Stadt Schröder, Schwedenstr. 15, Karl Gödel, Lynarstr. 8, figende das Urtheil dahin: die Revision des Anhagen das Referat hatte, war von über 200 Wählern besucht. Ernst Gutsch, Pücklerstr. 54; außerdem sind die Listen in geflagten Schulze wird verworfen, das Urtheil Dem Vortragenden trat im Interesse der Konservativen ein Ritt- der Versammlung am 1. Mai zu bekommen. Die Lohnkommission. gegen Bading aufgehoben und die Entscheidung der meister a. D. und Kriegervereins- Mitglied entgegen. Die VersammIn der Schuhfabrik von H. Schliewe in Berlin, Sache dem Landgericht II überwiesen. Die Gründe lung beschloß indeß nachdem sich etwa 10 Herren entfernt gingen im wesentlichen dahin, daß die Feststellung gegen hatten einstimmig, für den sozialdemokratischen Kandi- Tieckstr. 21, haben wegen Maßregelungen sämmtliche Scollegen Schulze thatsächlicher Natur sein und einen Rechtsirrthum baten einzutreten. Ein großer Theil der Anwesenden war aus die Arbeit eingestellt. Die Agitationskommission der Schuhnicht erkennen lassen. Beim Angeklagten Bading seien die der rein ländlichen Umgegend mehrere Meilen weit zur Ver- macher Berlins. Voraussetzungen der Thäterschaft oder Mitthäterschaft nicht gegeben, fammlung gekommen. Mehrere von ihnen theilten unserem Gezumal Bading beim Aft der Verbreitung nach der Feststellung des noffen nach der Versammlung mit, als fonservatives Stimmvieh Urtheils nicht mitwirkend thätig gewesen ist. Damit fehle jede hätten sie früher gedient, sie wären auch noch als Gegner in die Grundlage für die rechtliche Prüfung seiner Schuld. Deswegen Versammlung gekommen, jetzt aber würden sie sozialdemokratisch müsse das Urtheil aufgehoben werden und es erscheine an- stimmen. gemessen, die Sache an das Landgericht II zu verweisen. Die Frage des dolus eventualis und die sonstigen Rügen der Vertheidigung wurden in der Urtheilsbegründung nicht berührt. Parlamentarisches. neuem den Samen an zwar Orten, 100 " An die Sattler und verwandten Berufsgenoffen Berlins! Wir machen darauf aufmerksam, daß jede Fabrik resp. Werkstätte verpflichtet ist, einen Vertrauensmann zu wählen. Fabriken mit mehreren Abtheilungen haben für jede derselben einen solchen zu ernennen. Die gewählten Vertrauensleute haben ihre Adresse u. f. w. sofort an den Unterzeichneten mitzutheilen. Die Lohn- und Agitationskommission. J. A.: Bruno Pörsch, Staligerstr. 141a, IV. immer noch im Ausstand, neunftündige Arbeitszeit fordernd. In sechs Geschäften wird unter den neuen Bedingungen weiter gearbeitet. Die Möbelschreiner und Maler arbeiten jetzt alle bei bewilligter verkürzter Arbeitszeit.( Wiederholt.) Die Tischler Marburgs in Steiermark streiken. Sie fordern 15 pGr. Lohnerhöhung, zehnstündige Arbeitszeit und Ab= fordern 15 pet. Lohnerhöhung, zehnftündige Arbeitszeit und Abschaffung des Logis beini Meister. Jezt ist ihre Arbeitszeit 12 bis 14stündig.( Wiederholt.) In Brünn haben die Textilfabrikanten das Gesuch der Arbeiter um Freigabe des 1. Mai definitiv abgelehnt. Belgien. Die Brüsseler Föderation der belgischen ArbeiterDer Ausstand der Arbeiter und Arbeiterinnen in der partei hat zur Maifeier ein Manifest erlaffen, worin es heißt: Mohr's che n Margarine Fabrit in AltonaJeder neue erste Mai bringt uns die Weihe der reißend schnellen Bahrenfeld ist aufs neue ausgebrochen, da Herr Mohr die Fortschritte und der reißend schnellen Vertiefung des Sozialismus. Die Arbeiterparteien aller Länder sehen ihre Reihen sich zur Beendigung des Streits zwischen ihm und den Arbeitern verDie Zuckersteuer- Kommission hat am Dienstag ihre Ar vergrößern, dank der Beschimpfungen und Verfolgungen; die einbarten Bedingungen nicht einhielt. Zur Arbeiterbewegung in Stuttgart. Die Aussperrung beiten beendet. An den Beschlüssen der ersten Lesung ist nichts Phalang zahlreicher Apostel dringt in die Kammern ein und streut der Bauhandwerfer bauert unverändert fort, die Haltung mehr geändert worden. Das Rontingent ist demnach auf von des Sozialismus aus; die 1700 Millionen Kilogramm und die Verbrauchsabgabe auf 21 M. Arbeiterklasse wird sich immer mehr ihrer Lage und derselben ist musterhaft. Die Holzbildhauer befinden sich für 100 Kilogramm festgesetzt. Da indessen die Prämie auf ihrer Interessen bewußt und fie bethätigt die Ge 2,50 M. normirt worden ist, so wird im Plenum eine fleine Er- fühle ihrer internationalen Solidarität durch Handlungen; mäßigung der Verbrauchsabgabe noch eintreten, weil 21 M. Der fozialistische Gedanke durchdringt das Herz der Arbeiter. Steuer für eine Ausfuhrprämie von 3 M. pro Doppelzentner Der Vormarsch der Gesellschaft zum Ziele der Freiheit, Gleich berechnet sind. In der Gesammtabstimmung wurde das ganze heit und Solidarität vollzieht sich unaufhaltsam, unterstützt durch Gesetz mit 12 gegen 9 Stimmen angenommen. Die Mehrheit die Maschinen, durch die Konzentration des Kapitals und durch die bilden 5 Konservative, 3 Nationalliberale und 4 Mitglieder des Monopolifirung des Eigenthums. Arbeiter! Der Vereinigung Zentrums( Göt v. Olenhusen, Graf Galen, Pingen, Klose); der Kapitalisten aller Länder wollen wir die brüderliche Ver die Minderheit feht sich zusammen aus 2 Mitgliedern des einigung der Arbeiter aller Länder entgegensetzen. Vorwärts, Zentrums( Dr. Müller Fulda, Dr. Bichler), 3 Sozial- immer vorwärts! Vereinigen wir uns! Sieben wir einander! Depeschen und lehte Nachrichten. demokraten, 1 Polen und 1 Ron- Endlich, nach langem Harren, erscheint der Sozialismus den servativen( v. Staudy). Der Vertreter der Polen Abgeordneter Armen, den Unglücklichen, allen denen, die hungern und dürften Posen, 28. April.( W. T. B.) Heute Vormittag stürzte in v. Komierowsky erklärte, daß er vorläufig gegen das nach der Gerechtigkeit; erscheint ihnen als das Werk der Urbanowo, einem Vororte Posens, der Anbau eines Tanzfaales Gesetz stimme, ohne seine Fraktion zu verpflichten. Die Polen Erlösung. Arbeiter, freuet Euch! Die Zukunft gehört Euch! in dem Augenblicke ein, als das Dach aufgebracht werden sollte; und ein kleiner Theil der Konservativen sind gegen das Gesetz, Alle heran zum 1. Mai!" 14 Arbeiter wurden verschüttet. Ein Arbeiter wurde todt und weil die Kontingentirung die Errichtung neuer Fabriken erschwert Spanien. In Barcelona ist das angekündigte Mai- Flug- ein Lehrling schwer verlegt hervorgezogen, während die übrigen und weil die Herren im Osten noch viele Zuckerfabriken errichten blatt, welches den Titel führt Manifestación internacional nur leichte Verlegungen davontrugen. wollen. Der Anbau von Zuckerrüben ist rentabler als der Anbau del 10 de Mayo", bereits erschienen. Die letzten Säße lauten: Wien, 28. April.( W. T. B.) Infolge der Erklärung Dr. von Getreide. Unter diesen Umständen ist es höchst zweifelhaft, Berlaffet die Werkstätten. Reiner arbeite am 1. Mai. An Lueger's, die Wahl zum Bürgermeister nicht anzunehmen, ist die ob das Gesetz im Plenum eine Mehrheit finden wird. Man diesem Tage, der unsere Erlösung versinnbildlicht, müssen wir Neuwahl eines Bürgermeisters auf den 6. Mai angefeßt. Budapest, 28. April.( W. T. B.) Heute fand ein Duell glaubt in den Kreisen der Kommission allseitig, daß die Vorlage die Kundgebung unserer Wünsche erneuern, müssen wir die Pläne fallen wird. zu unserer Befreiung wiederholen, die uns beseelen, und wir zwischen dem Landesvertheidigungs- Minister Baron Fejervary In der Kommiffion für das Bürgerliche Gesetzbuch dürfen nicht früher aufhören und nachgeben, als bis wir unsere und dem Redakteur eines oppositionellen Blattes Rorbuly statt. wurden in der Sigung am Dienstag die Bestimmungen über Forderungen zur Befreiung der Menschheit von den Ungerechtig- Letterer erhielt eine schwere Kopfwunde. Anfechtbarkeit einer Che(§§ 1300-1380) im wesentlichen in der feiten des Kapitalismus erfüllt fehen. Hoch der Achtstundentag! Faffung des Entwurfs angenommen. Die Ausdehnungen, die der Hoch die Befreiung der Arbeiter!" Das Manifest ist unter Entwurf der Anfechtbarkeit wegen Irrthums und Betrugs über schrieben von den Vereinen der Holzsäger und Wagenbauer in persönliche Verhältnisse und Eigenschaften sowie über die Ver- Barcelona, der Union der im Baumwollenhandel beschäftigten mögensverhältnisse des Unverheiratheten geben will, wurden nur Arbeiter in San Martin de Provensals, den Handmalern in theilweise angenommen. Insbesondere wurde eine Anfechtung Barcelona, dem Klub der Perrückenmacher und Barbiere in Gracia, wegen Betrugs oder Irrthums über Vermögensverhältnisse den Kunstschlossern in Barcelona, den Gelbgießern, der Glasabgelehnt. Die nächste Sigung findet am Mittwoch statt. arbeiter- Union und anderen sozialistischen Bereinen in San Der Reichstag wird Freitag und Sonnabend Sigungen Martin. abhalten. Herr v. Buol, dem Rücksichten auf die Staffage bei Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Sierzu 2 Beilagen. London, 28. April.( W. T. B.) Im Oberhause erklärte der Parlaments- Unterfekretär Earl of Selborne, der Gouverneur der Kapkolonie Sir H. Robinson habe die Nachricht bestätigt, daß über vier Führer des Johannesburger Reformkomitees das Todesurtheil verhängt worden sei. Lons- le- Saunier, 28. April.( W. T. B.) Ein 28 Jahre alter Anarchist(?) namens Colin ermordete gestern inmitten eines Boltsfestes ohne jegliche Veranlassung den Maire der Gemeinde Nevy durch Messerstiche. Man schreibt das Verbrechen lediglich dem politischen Hasse zu. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 100. Reichstag. 78. Sigung vom 28. April 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: Bötticher, von Ber: Tepsch, Roch. Mittwoch, den 29. April 1896. genug, um dem Staatskommissar Befugnisse zu versagen, welche der Würde und Selbständigkeit seiner Stellung entsprechen und eine wirksame Ueberwachung der Börse gewährleisten. Abg. Träger( frs. Vp.) wendet sich gegen die Einrichtung de3 Staatsfommissars überhaupt. 13. Jahrg. hat gerade deshalb die Stellung desselben zu stärken gesucht, ohne ihn zu einem exekutiven Beamten zu machen. Wenn der Kommissar zu allen Sigungen zugezogen werden soll, so wird da durch nicht unnöthige Schreiberei entstehen. Wenn er nur einzelnen Sigungen beiwohnt, dann sieht das aus wie Abg. Frigen( 3.): Die Wirksamkeit der Staatskommissare Spionage. Was bedeutet nun aber Börsenorgan? Nach wird davon abhängen, welche Persönlichkeiten zum ersten Male der Vorlage nur die Vorstände der Börse und ihrer Abdafür ausgewählt werden, die Grundlage für die zukünftige theilungen; nach den Kommissionsbeschlüssen soll aber auch Thätigkeit zu schaffen. Zwischen den Beschlüssen der Kommission die Zulassungsstelle als Börsenorgan gelten. Wenn der Staatsund dem Antrag Kanit besteht ein wesentlicher Unterschied nicht. tommissar an deren Berathungen nicht theilnehmen soll, so müßte Der letztere ist von der Kommission in erster Lesung angenommen man das im Antrag Kanit ausschließen, aber nicht den ganzen worden; ich halte ihn auch für besser. Antrag ablehnen. Ein Schreiben des Abg. Köhler( Reform- P.) betreffend die Frage, ob durch Uebertragung der bisher von seinem Vater geführten Postagentur auf ihn sein Mandat zum Reichstag erledigt sei, wird der Geschäftsordnungskommission überwiesen. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Börsengefeßes. Nach§ 1 bedarf die Errichtung einer Börse der Genehmigung Preußischer Handelsminister von Berlepsch: Wenn Herr Hanseatischer Bevollmächtigter Klügmann: Unter Börsender Landesregierung, welche auch deren Aufhebung anzuordnen Träger meint, daß das Recht zur Ueberwachung der Börse schon organ ist vorzugsweise der Börsenvorstand zu verstehen. Der hat.( Absatz 1.) jetzt besteht, so ist die Einführung des Staatskommissars eben Unterschied zwischen dem Antrag Kanit und der Vorlage ist doch Nach Absah II üben die Landesregierungen die Aufsicht über der Ausdruck der Ueberzeugung, daß das jezige Aufsichtsrecht nicht ein so geringer. Nach der Vorlage entscheidet die dem die Börsen aus; sie können aber die unmittelbare Aufsicht auch nicht ausreicht( Sehr richtig! rechts), und daß man dabei keine Kommissar übergeordnete Regierung, nach dem Antrag Kaniz den Handelsorganen( Handelskammern, taufmännischen Korpo- genauere Kenntniß von den Vorgängen an der Börse urtheilt direkt der Kommissar über das, was ihm als Mißstand rationen) übertragen. erhält. Ich habe selbst als Handelsminister in Preußen erscheint. Und wer sind die Börsenorgane? Die angesehenſten Nach Absatz III unterliegen der Aufsicht der Landes- das Aufsichtsrecht auszuüben und habe recht un- Kaufleute, welche durch das Vertrauen ihrer Kollegen in das regierungen auch die auf den Börsenverkehr bezüglichen Ein- erfreuliche Erfahrungen dabei gemacht, da ich Ehrenamt berufen werden. Jeder Mann, dem man sagen würde, richtungen( Kündigungsbureaus, Liquidationskassen und Vereine nicht rechtzeitig über Vorgänge an der Börse er hätte Mißbräuche geduldet bei der Führung seines Aufsichtsund ähnliche Anstalten). orientirt worden bin. Der Staatskommissar, der täg- amtes, würde dieses Ehrenamt ablehnen. Eine solche Stellung Abg. Graf Kanis( t.) will dem Absatz II hinzufügen, daß lich den Börsenstunden und den Sitzungen beiwohnt, tann die des Staatskommiffars den Börsenorganen gegenüber, würde eine die Landesregierungen anordnen können, daß in den Borstand Aufsicht über die einzelnen Vorgänge ganz anders ausführen; falsche sein; dadurch würde eine große Mißstimmung hervorder Produktenbörse die Landwirthschaft, die landwirthschaftlichen die Auskunft der Börsenvorstände ist in vielen Fällen nicht aus gerufen werden, namentlich bei den kaufmännischen Korporationen, Nebengewerbe und die Müllerei eine entsprechende Vertretung reichend. Der Staatskommissar muß natürlich mit den die seit Jahrhunderten die Börsen selbständig verwaltet haben finden. Börsenorganen in ständiger Berührung sein. Jezt muß und die nun einer solchen Organisation sich fügen müssen. Des. Berichterstatter Abg. Gamp weist die Kritik, welche die fich die Regierung immer mit verschiedenen Personen halb bitte ich, den Antrag Ranih abzulehnen. Petitionen verschiedener Börsentorporationen gegen die Thätigkeit in Verbindung Verbindung setzen, um etwas zu erfahren. Die Abg. Hammacher( natl.) schließt sich diesen Ausführungen einiger Mitglieder der Kommission gerichtet haben, in welchen von Presse berichtet auch in vielen Fällen unrichtig über solche an. Die Landesregierung kann den Staatskommissar er Verblendung, von Leichtsinn u. s. w. die Rede sei, mit Ent- Sachen. In den Kreisen des Handels hat diese Institution nennen, aber bei den großen Börsen, 3. B. in Lübeck, schiedenheit zurück. allerdings Widerspruch gefunden, auch bei denen, die ich hoch- Hamburg und Bremen wird die Staatsgewalt auf die Abg. Graf Kanik( t) spricht seine Freude darüber aus, daß achte und als die solidesten und anständigsten Elemente anerkenne. Ernennung von Kommissarien garnicht verzichten tönnen. bei der Mehrheit des Reichstages der gute Wille vorhanden sei, Aber die Art, wie dagegen Front gemacht ist, die Uebertreibungen Es ist also ein Konflikt zwischen der aufsichtführenden Handelsetwas Gedeihliches zu schaffen; daß man deshalb mit Anträgen dabei bedauere ich. Dieses Verfahren hat dem Handelsstand kammer und dem Staatskommissar möglich. Die Vorlage ist nach im allgemeinen zurückhalte. Diesem Beispiele würden auch selbst nur geschadet. Es ist nicht richtig, den§ 2 nach dieser Richtung hin noch nicht flar genug. seine Freunde sich anschließen. Der Antrag, den er gestellt den Antrag Kanit zu ändern. Auch in bezug auf die Theilhabe zu§ 1 würde an Bedeutung verlieren, wenn der nahme des Kommissars an allen Sigungen geht der Antrag zu Vorschlag des Zentrums betreffend das Verbot des Termin- weit; man würde aus diesem Recht zur Theilnahme in den handels mit Getreide angenommen würde; sein Antrag Kreisen außerhalb der Börse eine Pflicht konstruiren, und das folle nur eine Untlarheit beseitigen, welche durch das preußische tönnte in der Frage der Zulassung von Emissionen ein falsches Landwirthschaftskammer- Gesetz entstehe, welche den Landwirth- Urtheil im Publikum hervorrufen. Lehnen Sie deshalb den Anschafts- Kammern eine Mitwirkung bei den Preisnotirungen zu- trag Kaniz ab. fichere; in dem vorliegenden Entwurf findet sich eine solche Bestimmung nicht. Staatssekretär v. Bötticher: Ich glaube nicht, daß der vom Vorredner empfohlene Antrag bei den verbündeten Regierungen auf wesentliche Bedenken stoßen wird. Abg. Graf Oriola( natl.) verweist auf die Erklärung eines ehrbaren Kaufmannes" zu Hamburg, welche alles übersteigt, was über den Entwurf gesagt ist; der Entwurf wird als durch weg schädigend und beleidigend hingestellt, der Kommission wird der Vorwurf gemacht, daß sie einen Mangel an Gefühl für die berechtigten Interessen des Handels zeige, diesen Vorwürfen müsse er als Rommissionsmitglied widersprechen. Man versuche jetzt schon allerlei Neubildungen an der Börse; er hoffe, daß es der Aufsicht der Regierungen gelingen wird, solche bedenkliche Neubildungen zu verhindern. Abg. Barth( frs. Vg.): Der Antrag Graf Ranih bedeutet nichts weiter als eine Kontrolle der Börse durch die Landwirthschaft, denn eines sachverständigen Beirathes bedarf die Produktenbörse nicht. = Staatssekretär v. Bötticher: Nach den Motiven ist unter Börsenorgan der Börsenvorstand und das demselben etwa vorgesezte Handelsorgan zu verstehen. Wenn der Kommissar auf Mißbräuche aufmerksam machen will, so gehören zu den Organen, die er aufmerksam machen muß, alle betheiligten Organe, welche mit der Leitung und Ordnung des Börsenwesens betraut sind, also auch z. B. die mit der Kursfeststellung beauftragte Kom Abg. Singer( Soz.): Die Börse, kann doch nicht verlangen, mission. Bezüglich des Antrages Kanit halte ich es ganz allein von jeder Einwirkung der Staatsorgane befreit zu nicht für korrekt, das Wort„ Aufforderung" zu wählen, sein, während alle anderen Berufe und Stände des Volkes es sondern das Wort ,, aufmerksam machen" ist richtiger. sich gefallen lassen müssen, daß sie durch die staatlichen Organe Der Staatskommissar ist fein Exekutivbeamter, sondern ein und Aufsichtsbeamten kontrollirt werden. Die Herren, welche beobachtender, berichtender Beamter, ebenso wie der Gewerbenicht wollen, daß der Staatskommissar in die Börse hineinsieht, inspektor, welcher auch nicht zu dekretiren hat; auch dieser hat leisten ihr insofern teinen guten Dienst, als sie den Verdacht die zu treffenden Maßregelu den zuständigen Behörden zu übernähren, daß die Börse das Auge des Staatskommissars nicht lassen. Darüber kann man auch der Börse gegenüber nicht hinertragen kann. Ebenso wie der Unternehmer dagegen nichts ausgehen. Ich bitte es also beim Beschluß der Kommission zu einwenden fann, daß feine Fabrit vom Gewerbe- belassen. Inspektor daraufhin kontrollirt wird, ob den gesetzlichen Abg. Graf Oriola beantragt in die Kommissionsbeschlüsse Vorschriften genügt ist, ebenso muß auch bei der Börse aus dem Antrage des Grafen Kaniz nur einzufügen, die Ausführung der gesetzlichen Vorschriften absolut sicher gestelt daß der Kommissar berechtigt ist, den Berathungen der Börsenwerden. Dieser Paragraph hat eine große Beunruhigung in organe beizuwohnen. Börsenkreisen hervorgerufen. Wenn die Börse wirklich die Be Abg. Frese Bremen( frf. Vg.): Wer den Verhältnissen deutung hat, die ihr mit einem gewissen Recht von ihren Ver- nicht nahesteht, der vermag die Erbitterung und den Unmuth theidigern zugeschrieben wird, so ist es doppelt nothwendig, daß nicht zu ermessen, der die Kaufleute über die Vorlage ergriffen ein Institut geschaffen wird, welches das Mißtrauen gegen die hat, was allerdings manchmal zu scharfen Worten geführt hat. Börse, ob es berechtigt oder unberechtigt ist, bleibe dahingestellt, Wenn die scharfen Worte getadelt sind, wie denken Sie( rechts) Abg. Liebermann von Sonnenberg( Reform- P.): Wir abzuschwächen geeignet ist. Sollten aber volkswirthschaftlich denn über die Ausdrücke, welche im Zirkus Busch gegen werden allen Anträgen zustimmen, welche gerichtet sind auf eine schädliche Operationen an der Börse durch den Staatskommissar, Regierung und Reichstag gefallen sind?( Sehr wahr! links.) Verschärfung im Sinne der Beschlüsse erster Lesung. Redner wenn auch nicht beseitigt, so doch eingedämmt werden, so wird Damals habe ich nicht die Stimmen der Herren Gamp, Hahn erklärt sich für das Verbot des Terminhandels in Getreide, dem das außerordentlich nüßlich sein. Die Staatskommissare werden und Graf Oriola gegen solche ganz unverantwortliche Aeuße alle Freunde der Landwirthschaft zustimmen sollten, die den An- eine Art finanzpolitische Gesundheitspolizei sein. Die Börse ist rungen vernommen.( Sehr richtig! links.) Die Unterstellung des trag Ranit nicht annehmen konnten. ein für die Voltsernährung außerordentlich wichtiges Institut. gesammten Börsenverkehrs unter die Kontrolle eines StaatsAbg. Frigen( 3.) hält den Antrag Kanitz für überflüssig. Innerhalb der heutigen Gesellschaft tann sie aber nichts anderes kommissars ist so unberechtigt und zeugt von einem solchen MißDas Zentrum werde sich mit Ausnahme der Frage des Termin- fein als ein treues Spiegelbild derjenigen Vertrauen, wie man es feinem anderen Gewerbe gegenüber erweist. handels möglichst aller Anträge enthalten und sich auf den Boden sumpfung, z u welcher die heutige tapi- Ich kann den Staatskommissar durchaus nicht für eine berechtigte der Kommissionsbeschlüsse stellen. talistische Produktionsweise führt. Ist man Einrichtung halten. Derselbe wird gar nicht in die Lage aber nicht in der Lage, innerhalb der heutigen Gesellschaft das kommen, klar in die Verhältnisse zu sehen; glauben Sie denn, ganze Institut zu beseitigen, so muß man wenigstens daß die Kaufleute fich beeilen werden, in der Nähe dem Staat das echt geben, die Schäden der des Kommissars 311 tommen? Er wird auf das an Börse einzu dämmen. Wir, die sozialdemokratische Partei, gewiesen sein, was ihm zufällig oder aus unlauterer Absicht Abg. Hahn( wildkonservativ) ist für den Antrag Kanit. die wir unter dem falschen Verdacht stehen, Beschützer der Börse zugetragen wird. Er wird Schaden anrichten können, aber den Die Fälle Ritter und Blumenfeld, Rosenberg und Cohn u. s. w. zu sein, würden allerdings ein solches Gesetz nicht machen, weil gehofften Nußen wird seine Thätigkeit nicht haben; das zeigt beweisen, daß der moralische Standard der Börse nicht sehr hoch wir überzeugt sind, daß die Börse immer ein 2o ch besonders die Erfahrung in Desterreich, wo ein solcher Kommissar steht. Es müssen an der Leitung der Börse Personen betheiligt finden wird, um durch die Maschen auch dieses besteht. Für die Bäcker will man die polizeiliche fein, die nicht direkt an dem Börsengeschäft interessirt sind. Gesezes hindurchzuschlüpfen. Wenn wir vor der Aufsicht nicht, aber den Kaufmann, der für das Staatssekretär v. Bötticher: Graf Kanit will den Regie- Frage ständen, die Börse zu dem zu machen, wofür sie Brot der ganzen Welt zu sorgen hat, der soll rungen die Befugniß geben, daß in den Vorständen der Produkten- auch nach unserer Auffassung gut ist, so würden wir ihr unter Aufsicht gestellt werden. Der Kaufmann börse der Landwirthschaft eine Vertretung eingeräumt wird, keine andere Aufgabe geben, als die Vermittelungsstätte sucht nicht nach der Hilfe des Staates, er wehrt sich dagegen. Abg. Graf Arnim( Rp.) bittet, den Antrag Kanit anzunehmen. Die Börsenvorstände verhandeln und organisiren sich geheim und die anderen Berufsstände kommen nicht dazu, ihre Interessen geltend zu machen. aber nicht, daß die Landwirthschaft eine Aufsichtsbefugniß er des Austausches von Waaren zu sein, und zwar im all- Graf Kanit will die Befugnisse des Staatskommissars noch erhalten soll. Ginge der Antrag dahin, den Aufsichtsbehörden, gemeinen Interesse, nicht im Interesse des Großkapitals. weitern. Ich schließe mich der Ansicht des Herrn Hammacher also den Handelskammern u. s. w., Vertreter der Landwirthschaft Unsere allgemeine Stellung zur Börse kann uns aber nicht an, daß§ 2 noch nicht klar genug ist; ich würde die Zulassungsbeizuordnen, so müßten dagegen erhebliche Bedenken geltend ge- hindern, Bestimmungen und Einrichtungen zuzustimmen, welche stelle auch als ein Börsenorgan betrachten. macht werden; das würde auch gar nicht mit der Verfassung der notorisch als unmoralisch empfunden, Uebelstände eindämmen Abg. Graf Arnim( Rp.): Der Staatskommiffar ist mir Rorporationen vereinbar sein. sollen. In dieser Beziehung geht aber der Antrag Kanit zu nicht ganz sympathisch; dennoch müssen wir für seine Einführung Abg. Hahn: Ich schließe mich diesen Ausführungen an. Damit schließt die Debatte. Abg. Graf Kanik: Es handelt sich um die Mitwirkung der weit. Es wäre ein Fehler, wenn der Staatskommissar mit einer stimmen, denn die Erfahrungen in der Enquetekommission beLandwirthschaft bei der Preisnotirung der Produktenbörse; jetzt zu weiten Exekutivgewalt betraut würde. Man solle aus dem wiesen, daß die Herren Beamten nicht diejenigen Kenntnisse von haben die Produzenten auf die Preise für ihre Waaren feinen Staatskommissar feinen Staatsanwalt machen. Er soll der Börse hatten, die sie als Aufsichtsbeamte haben müßten. Einfluß. nicht der Ankläger bestimmter in sich geschlossener Gr-( Buruf des Grafen Mirbach: Sehr richtig!) Es fehlten ihnen Abg. Hammacher( natl.): Jm Grundgedanken ist Graf scheinungen, Geschäfte Geschäfte und Personen sein, sondern die die Kenntnisse, die man nur an Ort und Stelle erwerben tann. Oriola mit dem Grafen Kanig einverstanden. In den Börsen zu seiner Kenntniß gekommenen mit den Bestimmungen Es ist durchaus nothwendig, daß auch die jungen Beamten, die vorständen sollten nicht nur die landwirthschaftlichen Interessen, dieses Gesetzes nicht vereinbaren Vorgänge zur Kenntniß der Assessoren Kenntniß von den Börsenvorgängen gewinnen, denn sondern auch andere Interessen vertreten sein; z. B. die Textil vorgesetzten Behörden bringen, um von dort Abhilfe zu schaffen. die Urtheile zeigen oftmals, welche naiven Vorstellungen industrie, die Eisen- und Kohlenindustrie verdienen eine besondere Die Börse ist und soll sein ein Privatunternehmen, eine Ver- Richter und Staatsanwälte von den Börsenvorgängen hatten. Berücksichtigung an gewissen Zentralpunkten des Handels. sammlung von Leuten, die in ihrem privaten Interesse Geschäfte Das Publifum wird bald darüber aufzuklären sein, daß durch das Abg. Graf Kanik zieht seinen Antrag für jetzt zurück und verabreden und machen. und der Staat hat nur dafür zu sorgen, Beiwohnen des Staatskommissars bei den Sigungen der Zu stellt ihn zu§ 4. daß diese Geschäfte nicht den Charakter von Schwindel, lassungsstelle die Papiere, welche zugelassen werden, nicht an Abg. Barth( frf. Vg.): Nachdem die Kommission ihre Arbeit Täuschung und Betrug annehmen. Der Antrag Kanit will Sicherheit gewinnen. vollendet hat, halte ich die Vorlage für sehr schädlich. aber dem Kommissar das Recht geben, als Exekutive in § 1 wird darauf unverändert fast einstimmig angenommen. Die einzelnen Geschäfte einzugreifen, und er übersieht, Nach§ 2 sollen bei den Börsen als Organe der Landes- daß damit dem Staate auch die Verantwortlichkeit§ 2 wird mit dem Antrage des Grafen Oriola angenommen, regierung Staatskommissare bestellt werden; nach der Vorlage für die Börsengeschäfte übertragen wird. Ich will nicht, daß die wonach der Staatskommissar den Berathungen der Börsenorgane sollte bei jeder Börse nur ein Kommissar ernannt werden, der Verantwortlichkeit von der Börse selbst auf den Staat übergeht. beiwohnen fann. die Vorgänge an der Börse beobachten und über hervorgetretene Ich werde also für die Kommissionsbeschlüsse§ 3 handelt vom Börsenausschuß. Nach der Vorlage sollte Mängel und über die Mittel zu ihrer Abstellung Bericht er- stimmen. Gehört die Mehrheit der Börsenbesucher wirklich zu derselbe auf drei Jahre vom Bundesrathe gewählt werden, zu statten sollte. den Elementen, wie sie Herr Träger schildert, dann haben sie 2/3 auf Vorschlag der Organe der Börse. Die Kommission hat die Befugnisse dahin erweitert, daß die auch keine Ursache, die Einführung eines Kommissars zu scheuen. Die Kommission will die Wahl auf 5 Jahre erfolgen lassen Staatskommission den Geschäftsverkehr an der Börse sowie die( Beifall bei den Sozialdemokraten.) und zwar zur Hälfte auf Vorschlag der Börsenorgane, zur Befolgung der in bezug auf die Börse erlassenen Gesetze und Abg. Graf Oriola( natl.): Die Börsen haben in den Staats- anderen Hälfte unter angemessener Berücksichtigung der LandBerhaltungsbestimmungen überwachen und die Börsenorgane auf tommiffarien ebenso wenig eine Ehrenkränkung zu finden, wie wirthschaft und der Industrie. hervorgetretene Mißbräuche aufmerksam machen soll. die Fabrikanten in der Fabrikaufsicht. Zu Staatskommissarien Abg. Graf Kanit will nur 1/3 der Mitglieder auf VorAbg. Graf Kanit beantragt, den Staatskommissar ferner zu wird man Personen wählen können, welche selbst im Geschäfts- schlag der Börsenorgane gewählt sehen, 2/3 aus Vertretern der ermächtigen, den Berathungen der Börsenorgane beizuwohnen leben gestanden haben. Das ernsteste Bedenken ist, ob die Ein- Landwirthschaft, der Industrie und des Handels, aber so, daß den Vorstand zur Beseitigung von Mißbräuchen führung dieses neuen Instituts nicht zu Kompetenzkonflikten führt, die Vertreter der Börsenorgane und des Handels die Gesammtaufzufordern. Dieser Antrag deckt sich im wesentlichen ob nicht dadurch die Aufsicht der Handelsorgane layer werden würde. zahl der Vertreter der Landwirthschaft und Industrie nicht mit dem Kommissionsbeschlusse eriter Lesung bis auf Das würde aber nur der Fall sein, wenn der Staatskommissar ein übersteigt. die Bestimmung, daß der Staatskommissar den Sigungen des exekutiver Beamter wäre, nicht aber so lange er bloßer Beobachter Abg. Fischbeck( frs. Vp.) will die Regierungsvorlage wieder Börsenvorstandes beizuwohnen das Recht haben soll. Von der Re- ist. Zroz des Vorhandenseins des Staatsherstellen. gierung wurde das Bedenken geltend gemacht, daß es nicht tommissars a 11 den österreichischen Börsen Abg. Graf Kanig: Mit dem Kommissionsbeschluß bin ich wünschenswerth sei, wenn der Kommissar sich an Sigungen be sind Mißstände auch dort vorgekommen. Das nicht ganz einverstanden. Ich betrachte die Börse nicht als eine theilige, in welchen über die Zulassung ausländischer Werth- alleinige Heilmittel wird der Staats Sache der Börseninteressenten, sondern des ganzen Landes, des papiere berathen verde. Dieses Bedenken ist nicht durchschlagend tommissar allerdings nicht sein; die Kommission halb müssen neben den Börseninteressenten auch Vertreter der und Landwirthschaft, Industrie und des Sandels angemessen im schlossen werden. Der Bundesrath wird nach dem vorliegenden Börsenausschuß vertreten sein. Was für Leute auf die Vorschlags- Material entscheiden, nicht nach der Mehrheit. Die contra bonos mores Lokales. " von den Restaurateuren in der Ausstellung erhebliche Kaufabschlüsse getroffen worden, durch welche in Berücksichtigung der liste von den Börsenvorständen gesetzt werden können, Darauf wird um 53/4 Uhr die Vertagung beschlossen. geringen Eisernte in verflossenen Winter der vorhandene Vorhaben wir im Fall Blumenthal und Rosenberg gesehen. Persönlich bemerkt Abg. v. Plög: Ich erkläre, daß Herr rath fast völlig geräumt werden dürfte. Es sei bereits als festvom Minister verlangte Auskunft der Börse über Singer jedenfalls nur nach ihm zugegangenen Berichten über stehend zu betrachten, daß sich der Preis für Natureis in diesem deren Manipulationen war ungenügend. Ein ähnlicher Fall mich hat sprechen können und daß dieses ganz gemeine und Sommer auf eine bisher noch nie erreichte Höhe steigern dürfte. paffirte 1891, wo während des russischen Getreide- Einfuhrverbots lügenhafte Berichte sein müssen. und der Mißernte die Getreidepreise von der Firma Ritter Abg. Graf Kanik: Ich habe die Aeltesten der Kaufmann- pflege hielt am Montag im Hygienischen Institute eine Sigung Die deutsche Gesellschaft für öffentliche Gefundheitsu. Blumenfeld auf eine schwindelhafte Höhe hinaufgetrieben schaft nicht angegriffen, sondern nur Thatsachen resumirt. wurden. Dazu mußte die Firma alle Zufuhr nach Berlin abab, in welcher der Dozent an der technischen Hochschule Minister v. Berlepsch wird morgen auf die Sache zurück- Dr. Jurisch Vortrag hielt über das Thema:„ Ist ein deutsches halten. Da meldete sich eine Firma Kapp, die 10 000 Tonnen kommen. Weizen befizen und nach Berlin bringen wollte. Ritter. Abg. Liebermann v. Sonnenberg: Der Abg. Fischbeck Luftgesez nöthig? Ein Beitrag zur Verunreinigung der Luft Blumenfeld zahlten an diese Firma pro Tonne 10 M., also irrt, daß die Antisemiten in der Kommission geschwiegen hätten. Weise die Verunreinigung der Luft durch gewerbliche Institute durch chemische Institute." Redner behandelte in eingehender 100 000 M. und verabredeten mit ihr, daß bei einer Konventional- Abg. Singer: Die persönliche Bemerkung des Abgeordneten im allgemeinen und durch chemische Juſtitute durch Abgabe von ftrafe von 500 000 M. der Weizen nicht nach Berlin gebracht v. Plöß giebt mir keinen Anlaß, an der Richtigkeit dessen, schwefliger Säure im besonderen und wies darauf hin, daß in würde. Nachher stellte sich heraus, daß die Firma überhaupt was mir ein Gewährsmann mitgetheilt hat, zu zweifeln, größeren Städten die Selbstreinigung der Luft nicht genüge, um nur 5000 Tonnen besessen hatte.( Heiterkeit.) Ritter u. um so weniger, als ich von Herrn v. Plöß erwarte, daß die schädlichen Folgen der Verunreinigung auf die Organismen Blumenfeld flagten auf Erstattung von 50 000, einen Schadens er die von mir aufgestellten Behauptungen im einzelnen als falsch abzuwenden. Man müsse hier zu fünstlichen Mitteln greifen ersatz von 225 000 M. und Zahlung der Konventionalstrafe von nachweist. Die Mittheilungen, die ich habe, sind so fundamentirt, und könne im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt verlangen, 500 000 M. Um den Prozeß nicht zu vertheuern, wurden erst daß sie durch eine solche allgemeine Redensart nicht beseitigt daß die Fabrikanten genöthigt werden, die besten bekannten 5000 M. eingeklagt. Die Sache tam auch ans Kammergericht, werden können. und dieses fragte ei, und befragte die Neltesten der Kauf- aufrecht, ob das nicht überhaupt ein Vertrag Mittel zur Anwendung zu bringen, um einer Verunreinigung Abg. v. Plök: Ich halte meine vorige Behauptung einfach der Luft nach Möglichkeit vorzubeugen. Aehulich dem Waffer mannschaft. Man hätte vielleicht die Antwort erwarten können, Schluß gegen 6 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. recht müsse ein Luftrecht geschaffen werden. ein solcher Vertrag sei der kaufmännischen Ehre nicht an-( Fortsehung der zweiten Berathung des Börsengesetzes.). Unsere Jugend in den ersten Jahren nach der Entgemessen, des Raufmannsstandes nicht würdig.( Ruf rechts: laffung aus der Volksschule, über dieses Thema sprach Im Gegentheil!) Aber sie antworteten: derartige Verträge| am Sonnabend Landgerichtsrath Felisch im Handwerkertommen doch so selten vor, daß ein Handelsgebrauch daraus Verein". Viel Gutes wußte er nicht zu berichten. Er will einen nicht hergeleitet werden kann.( Heiterfeit.) So sehr eine Die Volksküchen der Frau Morgenstern haben 1895 noch Rückgang der bildungsfreundlichen Bestrebungen bei der Jugend berathende Korporation für die wichtigen Börseninteressen schlechtere Geschäfte gemacht als 1894. Speisemarken wurden bemerkt haben, den er unter anderem daraus folgert, daß die wünschenswerth ist, so darf sie doch nicht so gestaltet sein, daß verkauft: in 15 Küchen für Mittag 111 650 à 25 Pf., 867 931 Mitgliederzahl des Handwerkervereins von ca. 3000 auf ca. 1000 die Börse von vornherein die Mehrheit hat. Deshalb bitte ich, à 15 Pf., 134 193 à 10 Pf., 267 813 à 5 Pf., für Abend( nur im gefunten ist. Daß es auch sozialdemokratische Bildungsvereine unseren Antrag anzunehmen, ein Drittel der Vertreter der Börse Winter) 105 527 à 10 Pf., 56 392 à 6 Pf., 44934 à 5 Pf., außer giebt, die die Hauptmasse der ehemaligen Freunde des Hand: zuzuweisen, die anderen zwei Drittel aber der Landwirthschaft, dem in 1 Frauenküche nur für Mittag 7423 à 30 f., 16 012 werkervereins aufgenommen haben können, das schien ihm. der Industrie und dem Handel.( Beifall rechts.) à 25 Pf., 7527 à 15 Pf., 27 057 à 5 Bf., zusammen 1 646 459, nicht einzufallen; doch afzeptirte er hinterher die in der von einem Redner gegebene Erklärung, Abg. Fischbeck( frs. Bp.): Der Börsenausschuß des Grafen gegen 1696 681 in 1894. Frau Morgenstern erklärte den weiteren Diskussion daß Jugend den Hezvereinen" Unter Kanig ist etwas ganz anderes als der, den die Regierung vor- Rückgang in der am Sonnabend abgehaltenen Generalversamm- die Jugend Hezvereinen" zuströme. den geschlagen hat. Die Regierung wollte einen Ausschuß von sach lung daraus, daß einige Küchen zeitweise geschlossen waren, noch Mitteln, der Verderbtheit der Jugend von heute entgegenverständigen Börsenmännern, der ihr Rath giebt. Darüber mehr aber aus der Konkurrenz ähnlicher Unternehmungen, nament- zuarbeiten, führte Herr Felisch seinen Freiwilligen Erziehungsbinaus wird die Regierung sich aus den Kreisen der lich der Küchen des Herrn Abraham, der durch Preis- beirath für schulentlassene Waisen" an. Wenn die Waisen Industrie und Landwirthschaft Rath in anderen Dingen holen. unterbietung das Publikum verwöhnt habe. Frau merten, fagte er, daß man sich um sie fümmert, ohne eigenen Das richtigste wäre gewesen, den Börsenausschuß nur aus Morgenstern hat allerlei versucht, diefer Konkurrenz zu be- Nutzen davon zu erwarten, so werden sie einsehen, daß die GeBörsenleuten bestehen und die Mitglieder nicht zu ernennen, gegnen, aber ohne Erfolg. Seit 1. Januar 1896 läßt sie auch sellschaft doch noch nicht so verrottet ist, daß also kein Grund sondern direkt wählen zu lassen. Verständlich wäre es, ein auf Bestellung von vorläufig 3 Küchen aus Speisen in geheizten vorliegt, fich feindlich zu ihr zu stellen. Die Unzufriedenheit beDrittel anderer Personen von Erfahrung hinzuzunehmen. Aber Wagen nach Fabriken bringen, bis 1. April 6920 Por- schwichtigen wollen und doch feinen eigenen Nuzen davon etwas ganz anderes ist der Antrag Kanig. Er will die Börsen- tionen à 25 Pf. und 15 390 à 15 Pf.( Transport 5 Pf. extra). erwarten, das ist in der That spaßhaft! Am Ende ist es gar leute nicht in der Majorität laffen, trotzdem es sich doch darum Die Frauen sind hierbei, fagte Frau M., schwerer zu befriedigen das Proletariat, das den Nußen davon hat, wenn es sich handelt, die Börse zu reglementiren und neue Einrichtungen zu treffen. als die Männer. Wir vermuthen, daß das darauf zurückzuführen mit den schmalen Bettelfuppen, die von bürgerlichen Volts. Ueber den Fall Ritter und Blumenfeld hat man an der Berliner ist, daß Frauen besser als Männer beurtheilen können, ob die freunden" in ihren gemeinnützigen" und wohlthätigen" Vereinen Börse ebenso scharf geurtheilt wie anderwärts. Wie man über Voltstüchenspeisen wirklich preiswerth sind. Aus den weiteren und Vereinchen gekocht werden, den Mund stopfen läßt! die Auskunft der Aeltesten der Kaufmannschaft lachen konnte, Mittheilungen der Frau M. wollen wir hervorheben, daß es Der soeben erschienene neue Fahrplan für den Vorortdas zeigt von wenig Sachverständniß; sie konnten doch nichte wieder sehr an Ehrendamen gefehlt hat, und daß besonders verkehr bringt mit Ausnahme von veränderten Fahrzeiten nur anderes sagen, als daß derartige Verträge nicht Handels- abends und Sonntags die Küchen vollständig den Wirthschafterinnen wenig Neues. Auf der Strecke Berlin- Erkner- Fürstenwalde sind gebrauch find. Wer sollen Denn die sachverständigen überlassen blieben. Wahrscheinlich lockt viele diefer Ehren- zwei bisher nur bis Ertner fursirende Züge bis zur jetzigen EndLandwirthe sein? Etwa die Rumpane des Herrn damen abends und Sonntags weniger die Volksküche als station durchgeführt. Die früher 9,15 Uhr resp. 6,23 Uhr ab Beyme oder die Herren vom Bunde der Landwirthe, Theater, Konzerte, Gesellschaften u. f. w. In einem historischen Berlin resp. ab Eremmen fahrenden Züge verlassen die Stationen welche ihre Hauptaufgabe in der Empfangnahme von Liebes- Rückblick auf die jetzt 30 jährige Geschichte der Berliner Volts jetzt über eine Stunde früher und sind dafür zwei neue Züge abgaben erblicken? Redner tritt schließlich für eine dreijährige füchen, den Frau W. zum Besten gab, spielte sie darauf an, daß 6,20 ab Berlin, 8,20 ab Cremmen eingelegt; ebenso ist die Zahl Wahlperiode ein. die Sozialdemokratie schon anfangs der siebziger Jahre vor ihren der Züge auf der Wannseebahn um drei vermehrt. Auf der Abg. Frigen( 3.) empfiehlt dagegen eine fünfjährige Wahl- Küchen, als einem Mittel, die Klaffengegenfäße zu versöhnen, Vorortsstrecke der Stettiner Bahn sind zwei Nachtzüge eingelegt, periode, damit der Börsenausschuß sich in die Geschäfte ordent- gewarnt habe. Die alte Dame hat wirklich einmal gemeint, zur und zwar ab Berlin 12,30, ab Blantenburg 12,55. Von den Erreichung dieses Zieles beitragen zu können, wenigstens hat sie nach Lichtenberg fahrenden Zügen sind die Trains 6,48 und 5,1 Reichsbankpräsident Koch: Ich bitte, über die Beschlüsse es in ihren verschiedenen Schriften über Voltstüchen und ähnliche ab Charlottenburg, 10,7 und 8,16 an Charlottenburg, nach resp. der Kommission in zweiter Lesung jedenfalls nicht hinausgehen schöne Dinge erklärt. Ob sie heute noch ernsthaft auf die Ver- von Strausberg durchgeführt. Auf der Spandauer Strecke ist Der Bundesrath foll Ausnahmen für einzelne föhnung der Klassengegensätze durch Vollstüchen hofft, wiffen wir ein neuer Bug Vormittags nach und von Spandau eingelegt, Börsen zulassen bei der amtlichen Feststellung der Kurse, nicht; fie tönnte aber durch ihre 30jährige Erfahrung nachgerade während die Züge 1,35 ab Berlin, 3,25 an Berlin, nach resp. von bei der Feststellung der Börsenpreise für die verschiedenen eines Besseren belehrt worden sein. Nauen durchgeführt werden. Waaren; er soll einheitliche Grundsäge über die Mengen von Die Volksernährung wird auf der Gewerbe- Aus- Die Polizeiverordnung über die Firmenschilder. Die Waaren aufstellen, über die Gebräuche bei Festsetzung der Kurse stellung dem staunenden Publikum durch Herrn Abraham, am 1. Mai dieses Jahres in fraft tretende Polizeiverordnung für der Werthpapiere, über den Mindestbetrag des Grundkapitals von dem Begründer und Leiter der„ Kinder- Volksküchen", vorgeführt Berlin betreffs der Firmenbezeichnung hat unter einer ganzen Attiengesellschaften, über den Mindestbetrag der einzelnen werden. Schon für 10 Pf. wird man bei ihm essen fönnen, Reihe von Fragen auch die gezeitigt, ob bei einer nicht einStücke, über die Aufgaben der Zulassungsstelle, endlich über aber natürlich nicht satt werden. Der Mann hat die Sache getragenen Handelsfirma der Juhaber berechtigt sei, neben seinem die Bedingungen des Terminhandels und dessen theilweises genau so ins Wert zu setzen verstanden, wie seine anderen vollen Vor- und Zunamen noch einen Zusatz. zum Beispiel Verbot und über die Lieferungsqualität. Dieses fach Unternehmungen ähnlicher Art, nämlich mit der umfich- früher A. Lehmann" oder" Lehmann Nachfolger" 2c. hinzuzu verständige Organ sollte der Bundesrath sich sich selbst tigen Gewandtheit eines lugen Geschäftsmannes. Was er fügen. Die Verordnung selbst enthält hierüber nichts. Die Ausernennen auf grund von Vorschlägen, die er auch mit der Ausstellung seiner Küche eigentlich bezweckt, ist uns legung aber, welche die Polizei selbst dieser Verordnung giebt, zurückweisen fann. Die Börsenorgane verlangten die direkte vorläufig nicht recht flar. Aber ein sonderbares Licht wird auf geht dahin, daß bei nicht eingetragenen Handelsfirmen nur der Wahl. Der Bundesrath kann den Ausschuß anhören oder von ihn geworfen durch die Mittheilungen, die Frau Morgenstern, volle Vor- und Zuname des Geschäftsinhabers an einer an der der Anhörung absehen; er tann seinen Vorschlägen folgen oder seine feindliche Schwester auf dem Gebiete der billigen und Straße befindlichen Stelle in deutlich lesbarer Schrift anzubringen nicht; er tann sogar den Vorschlägen der Minderheit folgen. Es schlechten Voltsernährung, in der Generalversammlung des Ver- sei, und daß alle Zusätze, da sie geeignet seien, die Klarheit über ist also gar nicht einzusehen, weswegen das Zahlenverhältniß eins der Berliner Boltstüchen" über ihn machte. Der Verein hatte sich die Person des Geschäftsinhabers zu beeinträchtigen, fortzulassen ausschlaggebend sein soll. Was sollen die Landwirthe und an den Arbeitsausschuß der Ausstellung gewandt mit der Bitte, seien. Mit dieser Auffassung sind aber, wie das Berl. Tagebl." Industriellen bei der Beurtheilung der Zulassung von Werth gleichfalls eine Küche im Betriebe zeigen zu dürfen. Ja, das schreibt, wieder viele Kaufleute nicht einverstanden, und so werden papieren. Die Landwirthe könnten beim Terminhandel und bei geht nicht, antwortete man, oder Ihr müßtet Gure Speisen ver- wohl bald die Gerichte in dieser Frage das Wort haben. Wenn der Lieferungsqualität mitwirken. Bei der Mehrzahl der schenken. Speisen zu verkaufen hat allein Herr Abraham das die Polizei ihrer Auffassung durch Strafmandate Geltung ver Fragen werden aber gerade die Börsenorgane am besten Recht; setzt Guch mit dem in Verbindung. Unsere Leser wissen, schaffen will, dann werden verschiedene Geschäftsinhaber, wie fie mitwirken. Wenn auch nur die größeren Börsen berücksichtigt daß wir von den Küchen der Frau Morgenstern als soziales dies bereits erklärt haben, Widerspruch erheben und richterliche werden sollen, so wird man mit zehn Mitgliedern nicht aus- Hilfsmittel ebenso wenig halten, wie von denen des Entscheidung beantragen. tommen, faum mit 15. Es kommt schließlich auf die besseren Herrn Abraham. Aber eigenthümlich eigenthümlich finden wir es Bureaukratismus und Fenerwehrdienst. Wie bereits Gründe, nicht auf die Mehrheitsverhältnisse an. Ein Mißtrauen doch daß für ein Unternehmen, das als gemein- furz mitgetheilt, wurde am Sonntag in der Leipzigerstraße der gegen die Börsenleute ist gar nicht gerechtfertigt. Man wird nüßig" bezeichnet und vermuthlich auch vom Ausschuß dafür Pferdebahnschaffner Schmid von einem Feuerwehrwagen überminderwerthige Leute nicht in Borschlag bringen, und wenn es gehalten wird, ein alleiniges Recht" ertheilt wird wie für fahren und schwer verletzt. Die Veranlassung zu diesem Unglücksgeschieht, wird der Bundesrath die Vorschläge ablehnen. Ich Restaurationsbetriebe. Das eigenthümlichste ist, daß Herr Abraham fall hat eine Verordnung ergeben, welche dahin lautet, daß bei bitte also den Antrag Kanit abzulehnen. von diesem Rechte der Frau Morgenstern gegenüber Gebrauch macht. Annäherung der Feuerwehr Pferdebahnwagen still halten, die Handelsminister v. Berlepich: Ich habe hauptsächlich das Ihre Bitte, eine ihrer Küchen neben der seinen zu dulden, hat er ab- Schaffner absteigen und die Pferde am Bügel halten müffen. Wort ergriffen, um die Vorwürfe, welche der Borrebner gegen gelehnt; höchstens dürfe sie sich an sein Unternehmen angliedern, Diese Bestimmung hat insbesondere in start frequentirten Straßen die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft zu unrecht gemacht wovon wieder Frau Morgenstern nichts wissen will. In bedeutende Verkehrsstockungen zur Folge, welche oft auch der hat, zurückzuweisen. Es liegt nicht in der Befugniß der Aeltesten zwischen macht Herr Abraham durch große Säulenanschläge Feuerwehr die Weiterfahrt erschwert. Ein solcher Fall lag auch der Kaufmannschaft, ein Urtheil über den moralischen Werth der Reklame für seine Küche. Will er nur mit einem Massenkonsum dem Unglück in der Leipzigerstraße zu grunde, woselbst die FeuerLeute abzugeben.( Beifall links.) und großen Zahlen prunken fönnen, oder spekulirt er auf den wehr so nahe bei der Pferdebahn vorbeifahren mußte, daß der Abg. Singer: Der Börsenausschuß soll hier ein fachver. Gewinn, der für seine anderen gemeinnüßigen" Unternehmungen die Pferde haltende Schaffner von den Rädern des Feuerwehrdabei herauskommen fann? Jedenfalls ist die ganze An- wagens erfaßt und überfahren wurde. ständiger Beirath des Bundesraths sein über Fragen, welche gelegenheit eines der interessantesten Beispiele jener widerlichen nicht die internen Angelegenheiten der Börse betreffen, sondern Konkurrenz, die sich die verschiedenen gemeinnüßigen" Vereine allgemeine Boltsinteressen auf das Lebhafteste berühren, und da ist es nur gerecht, wenn bei einer solchen Institution die Vertreter und Anstalten unter einander machen. von Handel und Industrie und auch der Landwirthschaft Der Betrieb der elektrischen Bahn Hollmannstraße als Gutachter herangezogen werden. E3 verhält fich Ausstellung wird, wie nunmehr feststeht, am 1. Mai eröffnet hier ebenso wie bei irgend einer andern Enquete, werden. Es wird für die Dauer der Ausstellung auf dieser zu welcher der Bundesrath die sachverständigsten Leute Strecke ein Dreiminuten- Verkehr eingerichtet, und zwar in der Die Standplatz- Lifte für Droschken pro 2. Quartal 1896 beruft. Die Berufung auf drei Jahre würde ausreichen, es eise, daß stets zwei Wagen zusammen gekoppelt gehen und jeder würde dadurch eine gewisse Erstarrung vermieden werden. Wer Bug somit siebzig Personen befördern tann. lich einarbeiten kann. zu wollen. . " 1 Am letzten Sonntag ist die neue Urania in der Taubenstraße von 1949 Personen besucht worden die alte in der In validenstraße, in welcher abends Herr Spieß seinen Vortrag über Röntgen Strahlen wiederholte und außerdem noch zwei Sondervorstellungen für Vereine stattfanden, von 886 Personen. Die weist gegen die des vorigen Bierteljahres nicht unweſentlibe Veränderungen auf. Die Halteplätze für Droschten 1. Klasse, in ein oder zwei Jahren sich mit der Sache nicht vertraut gemacht Im Einverständniß mit dem Arbeitsausschuß der welche schwarz" fahren, sind in Berlin von 218 auf 215 zurüc hat, wird es auch in vier Jahren nicht. Der Antrag Kanis Berliner Gewerbe- Ausstellung hat das Betriebsamt der Stadt gegangen. Ginschließlich der Vororte beträgt die Gesammtzahl schießt weit über das Ziel hinaus; seine Forderung läuft und Ringbahn den Verkauf von Eintrittskarten zur Ausstellung meter- Droschten in Berlin von 199 auf 222 gestiegen. dieser Haltepläge 230. einfach darauf hinaus, daß dem Agrarier übernommen und am geftrigen Montag bereits 300 000 Billets thum das Uebergewicht über die andern erhalten. Die Eintrittskarten werden an den Schaltern der Gesammtzahl derselben beträgt einschließlich der Vororte 237, Stände in dem Ausschuß verschafft werden Stadt- und Ringbahnhöfe verkauft werden. Auch die Dampfer- Es ist hieraus ersichtlich, daß die„ Weißen" die„ Schwarzen" foll. Die Betheiligung der Agrarier in dem Ausschuß gesellschaften haben sich zur Uebernahme des Vertriebes der bereits überflügelt haben. Für Droschten 2. Klaffe schwarz find 361 hilft auch nicht. Herrn Beymes Verfahren ist ja bekannt, Eintrittskarten bereit erklärt und werden solche an den sämmt- Haltepläge in Berlin und 16 in den Vororten vorgesehen. und die Spatzen pfeifen es von der Abg. v. Plöß an einem Bantunternehmen be- Perfonen, welche die Ausstellung besuchen und bei der Fahrt den Dächern, daß lichen Fahrschein Verkaufsstellen der Gesellschaften abgegeben. Droschten 2. Klasse mit Fahrpreisanzeiger haben 18 Haltepläge. Bei den Droschken zweiter Güte hat sich der Taxameter noch theiligt gewefen ist, das sonst in seinen Manipulationen einen Dampfer benutzen, müssen unbedingt schon vorher im nicht einzubürgern vermocht und wird dies auch schwerlich vernicht besonders heifel ist, daß aber dieses Bankhaus jetzt seine Besitz von Eintrittstarten sein, weil an den Anlegestellen im mögen, wenn nicht eine Aenderung der Grundtage eintritt. Verbindung mit Herrn v. Blög gelöst hat.( Große Unruhe rechts. Treptower Park Kassen nicht errichtet werden. Das Postamt 63 wird am 30. d. M. abends nach Dienst Abg. v. Plöt ruft wiederholt: Unverschämt!) Ich finde es Für das Ausstellungsgelände werden im ganzen sieben schluß aus dem Hause Neue Friedrichstr. 14 nach dem Hause unverschämt, wenn Herr v. Plötz diesen Zwischenruf macht; Kassenstellen errichtet. Als Haupteingang wird derjenige von der Neue Friedrichstr. 12 verlegt werden. er würde besser daran thun, die unrichtigkeit dieser Beschuldigung Treptower Chaussee aus betrachtet, bei welchem sechs Kaffen311 beweisen, als sich hinter Schimpfworte zu verschanzen. Der erste Brand auf dem Ausstellungsterrain hat am Wenn die Herren es übrigens wünschen, so bin ich bereit, den gebäude mit zwölf Schaltern aufgestellt sind. Der zweite Haupt- Montag Agend stattgefunden. In dem Haupt- Industriegebäude, Namen des Banthauses zu nennen.( Große Unruhe, bei welcher Weg, erhält vier Kaffengebäude mit acht Berkaufsstellen; die bespannte Wandfläche und eine Baltenlage in Brand. Das auf eingang, gegenüber dem Ausstellungs- Bahnhof am Köpenicker und zwar in der Maschinenhalle, geriethen eine mit Leinwand die weiteren Bemerkungen des Redners über diesen Fall unübrigen fünf Eingänge am Köpenicker Weg, Part- Allee und dem Ausstellungsplate stationirte Feuerwehrkommando griff das verständlich bleiben.) Ich bitte über die Frage, ob drei oder fünf Jahre, gesondert Treptower Chauffee( Treptower Seite) erhalten je ein Rassen Feuer mit einem Rohr an und beschränkte es auf seinen Herd. Der Materialschaden ist nicht erheblich. Abg. Placke( natl.) spricht sich namens der Mehrheit seiner Eine erhebliche Preissteigerung für Natureis soll die Freunde für den Kommissionsbeschluß aus; eine weitere Be Berliner Gewerbe Ausstellung zur Folge haben. Wie verschränkung der Zulassung von Börsenleuten tann nicht wohl beschiedene hiesige Eispächter ihren Kunden mitgetheilt haben, sind abzustimmen. gebäude mit zwei Verkaufsstellen. M Die ,, Allgem. Fleischer Zeitung" schreibt:" Die früber regelmäßig eingehenden Fleischsendungen aus Woldenberg an die Menage- Kommission des Kaiser Franz- Grenadier- Regiments haben. feitdem die Presse auf unsere Anregung mit der Angelegenheit bie dem Verein Herrn sid talucia dieser Verkörperung deutsch- bürgerlicher Knechtseligkeit, die auch fich beschäftigt hat, aufgehört. Während sonst monatlich 8 bis im Liebesglüd mit Broſamen vorlieb nimmt, die von des Seu An die Gewerkschaffen und 10 Sendungen bier eintrafen, sind in diesem Monat nur zwei Tische fallen, einen Zug des Berechnenden, man möchte fagen T Sendungen im Gewichte von 825 Kilo ununtersuchtes Fleisch an des Krämerhaften. Der alte, sich stets bescheidende Knabe, der noch Arbeiter Berlins! th die Menage- Kommission, eingegangen und zwar zu Anfang des älter schien, als es nöthig wäre, schien andeuten zu wollen, daß er von Genossen! Der 1. Mai, der Weltfeiertag der tlaffenbewußten Monats. Seitdem sind weitere Sendungen nicht mehr erfolgt einem Handelsglück zehrte, von einem gewiß föstlichem Gut, das arbeitenden Bevölkerung aller Kulturländer, steht bevor und wird unser Vorgehen hat also den gewünschten Erfolg gehabt. Als aber weniger feines schönen Anblicks als seiner im ethischen von den Arbeitern, welche die Aufgaben der Arbeiterklasse beAbfender hatten wir einen Herrn v. Waldow genannt, der, wie Sinne nubringenden Eigenschaften wegen von ihm geschäßt amtlich erwiesen werden kann, auch thatsächlich der Absender ist. werde, und das daher auch kaum von seinem Werth verliere, griffen haben, allerorts in imposanter Weise gefeiert werden. Daraufhin hat ein Herr v. Waldow- Waldowshof, Rittmeister der wenn es wirklich durch andere Hände gegangen sein sollte. Eine Die Zahl derer, die den Gedanken der Verbrüderung des arReserve, die Erklärung abgegeben, er habe kein Fleisch an die folche Auffassung tommt der Wirklichkeit wohl am nächsten, beitenden und leidenden Proletariats, sowie der Anbahnung des Menagekommiffion gefandt, das ganze fei eine Erfindung. Wir und Herr Hoffmann verdient daher das Lob, das ihm zu theil allgemeinen Weltfriedens durch Arbeitsruhe zum Ausdruck halten daran fest, daß ein Herr v. Waldow der Absender des wurde. hier ununtersucht eingeführten Fleisches ist; wenn der Herr Ritt meister der Reserve mit dem Absender nicht identisch ist, um so zinische Zwecke erwies sich bisher der Umstand als störend, daß vermehrt, und auch die Berliner Gewerkschaften haben durch Bei der Anwendung der Röntgen Strahlen für medi- bringen werden, hat sich in diesem Jahre allgemein bedeutend besser für ihn. Die Angelegenheit selbst wird dadurch in feiner es nur möglich war, deutliche Photographien von Knochentheilen Versammlungsbeschlüsse bekundet, daß sie am 1. Mai zum war, Weise verändert." der Hand, des Armes 2c., nicht der inneren Theile des mensch großen Theil Arbeitsruhe eintreten lassen werden, umso mehr, Verein der Gemeindebeamten zu Berlin. Infolge des lichen Körpers zu erhalten. Als einen wichtigen Fortschritt in Maliz'schen Prozesses hat sich unter den Hilfsarbeitern und den dieser Beziehung stellen sich neuere Versuche dar, die Herr In- da der, wenn auch vielleicht nur vorübergehend, fich fühlbar verwandten Kategorien in der städtischen Verwaltung ein Berein genieur E. Ernecke mit einer Röhre besonderer Konstruktion an- machende wirthschaftliche Ausschwung diese Absicht begünstigt. unter obigem Namen gebildet. stellte. Mit dieser Röhre allein ohne Zuhilfenahme eines Troß des denunziatorischen Verhaltens der UnternehmerBeförderung politischer Polizeibeamter. Dem Vernehmen Petroleumbades oder einer Präparirung der Platte mit Fluß presse wird sich die Berliner Arbeiterschaft in ihrem Be der„ N. A. 3." zufolge ift dem Bolizeihauptmann Maurer und spat 2c. glückte eine in 7 Minuten aufgenommene Photographie, streben, den 1. Mai in gewohnter würdiger Weise fest dem Bolizeirath Lange, beide bei dem Polizeipräsidium in Berlin, der legten Sigung vorgelegt wurde und die die Durchleuchtung lich zu begehen, nicht beirren laſſen, wissenschaftliche Photographie in der Charakter als Polizeidirektor verliehen worden. und zwar wird Von Massenverhaftungen eines menschlichen Brustkastens in der Weise zeigte, daß außer sie ihn, wo irgend möglich, durch Arbeitsruhe feiern! Wir in den Allgemeinen dem Echlüsselbein, den Rippen der Vorder- und Rückseite, Glektrizitätswerken in der Ackerſtraße weiß ein Berichterstatter Theilen des Schulterblattes, auch die Zuftröbre mit dem durch bringen noch die Resolution in Erinnerung, die hierüber in der allerhand zu melden. Es soll sich um Verbrechen gegen teimendes ziehenden Ranal, sowie auch das Herz deutlich sichtbar waren. letzten öffentlichen Versammlung der Berliner GewerkschaftsLeben handeln, die in zahlreichen Fällen und seit langer Zeit Die verwendete Röhre befigt zwei Anoden, die gleichzeitig in tommiffion einstimmig, von sämmtlichen Gewerkschafts- Delegirten begangen worden sind. Es heißt in der Meldung: Die Seele Verwendung treten und deren eine mit einem Platinspiegel be- angenommen wurde. Dieselbe lautet: dieses Treibens waren ein Wertführer und eine ältere in der legt ist. Fabrit beschäftigte Frau. Die Zahl der direkt aus den Fabrik- Minuten zeigt, so ist zu erwarten, daß, vielleicht bei RomDa eine neuere Aufnahme dasselbe Resultat in vier Gemäß den Beschlüssen der internationalen Arbeiters gebäuden in der Ackerstraße wie in der Schlegelstraße verhafteten bination dieser Röhre mit den nach Goldstein präparirten Platten, tongreffe in Paris, Brüssel, Zürich und des Breslauer ParteiMädchen beträgt bereits über 40. Nach unseren Informationen Photographien von Innentheilen in sehr kurzer Zeit gelingen tages vom Jahre 1895 empfiehlt die Gewerkschaftskommission ist der in Frage stehende Werkführer nach seiner Bernehmung werden. wieder auf freien Fuß gesezt, auch scheint die ganze Angelegenden Berliner Gewerkschaften, den 1. Mai insgesammt als heit übertrieben zu sein. Gerichts- Beitung. 3219 Demonstration für die Klaffenforderungen des Proletariats zu Die vergessenen Hundertmarkscheine. Wie kürzlich ge feiern. Als würdigste Form der Feier betrachtet die Versamma meldet wurde, hatte ein Herr, der in den„ Pallas- Hallen", Ecke Das Muster eines Duellrowdys. Ein Zweikampf mit lung die Arbeitsruhe; sie empfiehlt daher denjenigen Gewerk der Potsdamerstraße und der Pallasstraße, eine Zeche von 1 m. tödtlichen Waffen, welcher am 21. Juli v. J. zwischen dem schaften, die neben anderen Kundgebungen den 1. Mai durch 60 Pf. zu bezahlen hatte, einen Hundertmarkschein zum Wechseln Studenten der technischen Hochschule in Charlottenburg, Arthur gegeben, war aber, ehe der Kellner mit dem gewechselten Gelde Thiele und dem Dr. med. Brockelmann ausgetragen wurde, gab Arbeitsruhe feiern können, an diesem Tage die Arbeit ruhen zu zurückkehrte, verschwunden. Später meldete sich der betreffende Veranlassung zu einer Verhandlung der Strafkammer am Land- lassen." Herr. Er war gänzlich fremd in Berlin gewesen und hatte das gericht II. Angeklagt war wegen des Zweikampfes sowohl, als Lokal nicht wieder finden können. Nun erhielt er, da er von wegen der Herausforderung nur Thiele, Brockelmann untersteht Genoffen! Seht diesen Beschluß in die That um! dem Wirthe und dem Kellner sofort wiedererkannt wurde, den Herausforderung Sekundant des Thiele bei einem Säbel- daß die Berliner Arbeiter, die von den Gewerkschaften einDer lettere war furz vor der G3 ist wohl kaum erforderlich, noch besonders zu betonen, Ueberschuß von 98 M. 40 Pf. zurück. Inzwischen hatten sich, duell gewesen, welches wie die" Kreuz- Zeitung" schreibt, bei dem Wirthe schriftlich und Bartner ausgefochten hatte. Durch eine Bemerkung, die der Arzt berufenen Vormittagsversammlungen besuchen, den Eröffnungs. mündlich zahlreiche Personen gemeldet, die den Hundertmarkschein angeblich in Stich gelaffen hatten, so daß mindestens 1000 m. über einen von Thiele ausgelassenen Hieb machte, hatte sich dieser feierlichkeiten der Berliner Gewerbe- Ausstellung fern bleiben, da in den Ballas- Hallen" zurückgelassen fein mußten. U. a. lief, nun derartig in feiner„ Studentenebre" beleidigt gefühlt, daß er sie nicht als Staffage dienen mögen bei Veranstaltungen, von dem B. T." zufolge, ein Brief aus Rußland ein, dessen Absender fofort feinem bisherigen Freunde eine Herausforderung schickte. welchen sie sonst durch hohe Entrees und sonstige Maßnahmen die 98 M. 40 Pf. reklamirte. Er bat den Wirth," dem reellen Das Ehrengericht inhibirte den Zweikampf, da durchaus keine Herrn Kellner 2 M. Trinkgeld" zu überreichen und den Rest des Berechtigung hierfür vorliege; jest suchte Thiele aber auf alle ausgeschlossen sind. Geldes ihm dann einzusenden. nur erdenkbare Weise seinen Zweck zu erreichen. Er schrieb einen Brief an den Arzt, worin er diesem mittheilte, er möge sich als moralisch geohrfeigt betrachten, und als er ihn später auf der Straße traf, ging er mit erhobenem Stocke auf ihn los. Er erreichte denn auch schließlich seinen Zweck, es fand das Duell Von der Höhe des dritten Stockwerkes ist Montag Nach mit gezogenen Pistolen mit 10 Schritt Distanz und dreifachem mittag 2 Uhr beim Malen eines Reklameschildes in der Gertraudten- Kugelwechsel statt und Thiele erhielt hierbei einen Schuß in den die die Bedingungen enthalten, unter welchen die Arbeit geleistet Der Gerichtshof und firaße der Maler Ernst Beisfloc auf Straße gestürzt. Unterleib, an dem er einen Monat laborirte. Die nahe Unfallſtation 5, Brüderftr. 38, Leiftete ben Gehet folgte dem Antrage des Staatsanwalts und erkannte gegen den verletzten, der mehrere Knochenbrüche erlitten hatte, die erste Angeklagten auf 9 Monate Festungshaft. Hilfe, worauf derfelbe nach dem städtischen Krankenhaus am Friedrichshain gebracht wurde. Die Straße 60 I( Rommunikationsweg) ist wegen As phaltirung des Schlesischen Thorplates bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Vermißt wird seit acht Tagen der 64 Jahre alte Fuhrherr Ernst Krause aus der Staligerstraße 78. Der alte Mann, der mehrere Droschten befißt, hatte im vergangenen Jahre dadurch große Verluste, daß die Rozkrankheit unter seinen Pferden herrschte. Er nahm sich das so zu Herzen, daß er seit der Zeit mißgestimmt war. Am Dienstag vergangener Woche ging er so, wie er bei der Arbeit gewesen war, von Hause weg. Man ver muthet, daß er sich das Leben genommen hat. Verschwunden ist seit dem 22. d. M. die 35 Jahre alte Frau des Telegraphisten Zeh aus der Ritterstraße 85, Charlotte geb. Götsch. Frau Zeb hat sich am Mittwoch der vergangenen Woche, während ihr Mann nicht zu Hause war, in einem Anfalle eines Nervenleidens entfernt und auf einem Zettel hinterlaffen, sie müsse in die frische Luft, weil sie große Schmerzen habe. Seitdem hat man die Frau, die schon längere Zeit tieffinnig war, nicht mehr gesehen. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 29. April 1896. Etwas fühleres, zeitweise auftlärendes, vorwiegend trübes Wetter mit Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Kunft und Willenschaft. dieser mit einem anderen den Die Berliner Gewerkschaftskommiffion. 1990- ta glob Soziale Meberlicht. Die Nüglichkeit der Einführung von Arbeitszetteln, ist auch Gewerbegericht Frankfurt a. D. allertaunt vor, werbege sight in des Regierungspräsidenten mit dieser Angelegenheit beschäftigte. Kassirer der Ortstrantentasse der Buchdrucker in Potsdam Arbeitszettel, die Unternehmervertreter und der Vorsitzende des Wegen Unterschlagungen in Höhe von 1004 m. als Die Arbeitervertreter stimmten für allgemeine Einführung der wurde der Buchdrucker Julius Otto Scheller zu einem Jahr Ge- Gewerbegerichts, Stadtrath Utte, wenigstens für Einführung fängniß verurtheilt. in den Kleinbetrieben; die Einführung in den Großbetrieben Ein Sittlichkeitsverbrecher, der 48jährige Raufmann hielten die Herren wegen der dort bestehenden Fabrikordnungen Bernhard Behrens aus Hamburg, wurde vom Schwurgericht für überflüssig. Altona wegen verschiedener Verbrechen, die er in seinem in Blankenese belegenen Geschäft an Verkäuferinnen begangen hatte, zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt. Vermischtes. Durchgefeht ist endlich die Veröffentlichung der Jahresberichte der braunschweigischen Gewerbe Aufsichtsbeamten. Der Bericht für 1895 ist Effoeben erschienen. duainsdad ut gulistivat ville im Die Arbeitsvermittlung in Danzig soll dem Bedürfniß Die Einwohnerzahl von Paris beträgt nach der Volks entsprechender gestaltet werden. Man will zu dem Zwecke die zählung vom 29. v. t. 2511 955, d. i. 87 250 mehr als von der Abegg- Stiftung eingerichtete Arbeitsnachweisstelle er März 1891. weitern und vervollkommnen. Die Ausarbeitung der OrgaEine große Feuersbrunst zerstörte das Noviziat in nisation wird einem Vertrauensmänner- Ausschuß übertragen, Materialschaden ist bedeutend. Lille; nur die Kapelle fonnte gerettet werden. Der der aus je einem Vertreter des Magistrats, des Jnnungsausschusses und der Abegg- Stiftung, sowie aus je drei Vertretern der Unternehmer und Arbeiter besteht; die Ernennung ber Bertreter dieser beiden legteren Kategorien kommt baburch zu stande, daß das Vorsteheramt der Kaufmannschaft und der Innungsausschuß eine Anzahl von Unternehmervertretern und die Borstände aller beim Magistrat angemeldeten Orts, Betriebsund eingeschriebenen freien Krantentassen eine Anzahl von Arbeiter vertretern vorschlagen. Aus beiden Listen wählt sich dann der Magistrat die ihm passenden Personen aus. Bon feiten unferer Danziger Genossen wird gewünscht, daß die städtische Arbeitsvermittelung nicht mit der Abegg- Stiftung verquickt werde, ferner Aus New York wird vom 28. April berichtet: Gin fürz lich aus der Irrenanstalt entlassener Deutscher namens Gebert überfiel eine reiche Bäuerin, tödtete dieselbe sowie deren zwei Kinder und verwundete durch Revolverschüsse die ihn verfolgenden Polizisten. Schließlich erschoß er sich selbst, bevor die wüthende Volksmenge ihn lynchen konnte. Briefkasten der Redaktion. P. G., Leffing- Theater. In Sudermann's Glück im Winkel" trat K. 200. Längst beantwortet. 1. und 2: Nein. am Montag Herr Jean Hoffmann vom Stadt- Theater in Frank- Steglitz. Ja. G. W. 187, 500 G. G. Sprechen Sie soll die Leitung des Arbeitsnachweises den Unternehmern und furt a. M. als Gaft auf. Der Künstler, der auf Engagement gelegentlich in der Sprechstunde( mit Statuten und Akten) vor. Arbeitern zu gleichen Theilen zustehen und die eigentliche Verspielen soll, hatte sich die unsympathische Rolle des Rektors zum 1848. Im Jahre 1918. Alpha. 1. Nach richtiger An- waltung, unter Aufsicht des Magistrats, in Händen der Arbeiter Antritt ertoren. Er wurde vom Publikum freundlich auf- ficht ja. 2. Nein. G. B. 88. Der Gerichtsvollzieher fann liegen, endlich soll die Wahl der Vertreter nicht durch die genommen, und die Auffassung, die der Gaft nach unserem und muß auch fremde, in Gewahrsam des Schuldners befindliche Krankenkassen- Vorstände, sondern entweder durch öffentliche VerDafürhalten von der häßlichsten Figur im Stücke hatte, verdiente Sachen( z. B. Abzahlungsmöbel, Sachen der Ehefrau) pfänden. sammlungen oder durch die Gewerbegerichts- Beisiger erfolgen. auch Beachtung. Herr Hoffmann gab in Maste und Haltung Der Eigenthümer muß sodann die Interventionstlage erheben. Der Magistrat hält natürlich diese Wünsche für unausführbar". pleBelle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 3. Mai, nachmittags 22 Uhr: Zum vierten und vorlegten Male: Maria Stuart. 283/15 Eintrittskarten à 60 Pf. sind in den bekannten Zahlstellen zu haben. Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 und ...... Deutsche Fischerei-Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo Alt- Berlin Vergnügungspark. 91 1. Mai bis 15. Oktober. Möbeltischlerei Nach schwerem Leiden verstarb am Montag früh mein lieber Sohn Paul im 13. Lebensjahre. Beerdigung: Donnerstag nachm. 3 Uhr vom Krankenhaus Friedrichshain nach Wilhelmsberg. BurgFeen- Palast, Strasse 22. Heute, Mittwoch, den 29. April, vorlegtes Gastspiel der 12156 Internationalen Ringkämpfer- Truppe Albert Quella, Martusstr. 9. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, besonders den Mitgliedern des Verbandes aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter sowie Herrn Manaffe sagen wir für die Betheiligung und die überaus zahlreichen Blumenspenden bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers Hans unseren tiefgefühltesten Dant. 1206b Ww. Kray nebft Kindern. Allen Freunden und Bekannten zur Anzeige, daß ich Landsbergerstr. 31 Zech's Variété fäuflich übernommen habe und Freitag, den 1. 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Gegenüber der Annonce der LohnKommission der Stuckateure erklärt uns Herr Gottheiner, daß wir( die Kommission der Gehilfen) nicht damit gemeint sind bei dem Komödienspiel". Mithin bleibt auch Herr Gotheiner 1212b derselbe, der er vor dem war. Die Lohn- Kommishon, Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Nummer unseres der preußischen Lotterie bei. Max Bading in Berlin, Blattes die gestrige Gewinnliste 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 100. Liebesgaben für englische Agravier. London, den 22. April. Mittwoch, den 29. April 1896. 13. Jahrg. daß als vorgestern der Minister der Lokalverwaltungen den 24. April bei Nieft in der Weberstraße, um Stellung zum 1. Mai speziell ihr gewidmeten Gefeßentwurf einbrachte, einer der zu nehmen. Nach einem Vortrag des Genossen A. Hoffmann heftigsten Angriffe gegen denselben von von einem Mitglied über die Bedeutung des 1. Mai, dem eine kurze Debatte folgte, der Regierungsparteien geführt wurde. Der betreffende stellten sich die Versammelten einstimmig auf den Boden folgenAbgeordnete, Vertreter für Stockport in Lancashire, protestirte der Resolution:„ In Erwägung, daß die internationalen Arbeitermit großer Entschiedenheit gegen diese Preisgabe der städtischen tongresse beschlossen haben, den 1. Mai als Weltfeiertag der Interessen an das der Landwirthe und warf der Regierung vor, Arbeit zu feiern, beschließt die Bersammlung, daß in Brauereien, sie schöpfe den Muth zu solcher Politit nur aus der Thatsache, wo trait der Organisation gefeiert werden kann, die Arbeit zu daß ihre Majorität groß und die Zeit der Neuwahlen in weitem ruhen hat. Wo das nicht der Fall ist, verpflichten sich die Felde sei. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber doch Organisirten, dafür einzutreten, daß ihnen der 1. Mai ist diese Stimme aus Lancashire sehr charakteristisch. Vor der als Ruhetag freigegeben wird." Einen weiteren Punkt Hand freilich wird die Mehrheit des Regierungsgefolges Ordre der Tagesordnung bildete die Ersatzwahl der Agitations pariren, und die Bill zur Entlastung der Landlords ebenso Gesetz kommission. Hierzu wurde beantragt, daß vorerst die seinerwerden wie die anderen Punkte dieses Landlord Budgets". zeit eingefeßte Untersuchungskommission über die Angelegenheit Eine Lektion für die Wähler, daß die Wahlen kein Kinder- Schneider Aufklärung geben sollte. Dieser Antrag erschloß eine spiel sind. längere, recht unliebfame Debatte, die schließlich zu gar keinem Resultat führte. Auch die Ersahwahl für das ausgefchiedene Mitglied Eiermann fand nicht statt, fie scheiterte an heftigen persönlichen Auseinandersetzungen zwischen Wiedemann, Schüler und Steiner. " Gewerkschaftliches. An die Arbeiter Teutschlands! = Nach dem Schulgesetz für die Kirche, ein Staatsbudget und eine Steuerreform für die Landlords, das ist das Ergebniß der hinter uns liegenden parlamentarischen„ Tage". Niemand hat sich darüber sonderlich aufgeregt, denn niemand hat es anders erwarten tönnen. Es ist die Konsequenz der vorjährigen Parlamentswahl. Nachdem das wahlberechtigte englische Bolt eine erdrückende Mehrheit von Bertretern und Parteigängern des Landlords- und Priesterthums ins Parlament schickt, ist es nur naturgemäß, daß das Parlament oder die daffelbe vertretende Regierung deren Interessen nach Möglichkeit wahrnimmt. Niemand hat das Recht, über Betrug am Bolte zu schmählen, denn das wählende Bolt hat es ja nicht anders gewollt. Das Budget ist ein phänomenales, es übersteigt wenn ich nicht irre, zum erstenmal die hundertste Pfundmillion, d. h. die zweite Markmilliarde. Fast alle Einnahmeposten weisen er hebliche Mehrbeträge auf bie indirekten wie die direkten Seit Sonnabend, den 18. April, find in Stuttgart zirka Die Holz und Bretterträger und Bretterschneider Steuern brachten Millionen über Millionen mehr ein als im 2000 Bauarbeiter durch einen brutalen Machtspruch der ver- tagten am Sonntag in Keller's fleinerem Saal. Pörsch Vorjahre und als im Anschlage vorgesehen. Der Schazkanzler, einigten Baugewerksmeister von der Arbeit ausgesperrt worden. referirte über Entwickelung und Ziele der GewerkschaftsHerr Hids Beach, folgerte aus dieser Allgemeinheit der Mehr- Die hiesigen Zimmerleute waren seit 14 Tagen in den Streit bewegung." Nachdem von einer Diskussion des Vortrages b einnahmen, daß alle Klassen der Bevölkerung an der Prosperität des eingetreten, um die seit Jahren erstrebte zebnstündige stand genommen war, machte der Vorsitzende in bezug auf den wundervollen" Geschäftsjahres 1895 theilgenommen haben müssen, Arbeitszeit und eine entsprechende Lohnerhöhung durchzuführen. Verlauf der Lohnbewegung bekannt, daß 4 Firmen schriftlich die die große Zunahme des Konsumes von Thee, Tabat und Zucker sei Die Zimmermeister erklärten wiederholt durch die bürgerliche gestellten Forderungen, 40 Pf. Stundenlohn und 10 stündige eines der sichersten Beichen für eine Besserung in der Lage der Presse, die Forderungen der Zimmerer seien auf allen Plägen Arbeitszeit bewilligten, 10 Firmen aber die Unterzeichnung rund arbeitenden Klaffen. Das letztere ist indeß nur innerhalb ge- bewilligt, nur wollten sie nicht die beauftragte Lohnkommission weg ablehnten, dagegen von sämmtlichen anderen Firmen bis wiffer Grenzen richtig. Eine unverhältnißmäßige Steigerung des der Zimmerer anerkennen. jetzt gar nichts bekannt sei, da auf einigen Bläßen die Champagnerverbrauchs ftellte der Minister auf Rechnung der Die Arbeiter, welche von vornherein zu Verhandlungen ge- Arbeiter nicht den Muth hatten, die schriftliche Anerkennung vielen Gründungen und des rasenden Geschäfts in Goldattien, neigt waren, riefen bereits in der zweiten Woche des Streits das ihrer Forderung zu verlangen. Sodann wurde zur Wahl einer aber die an Kaffern" erzielten Gewinne nicht Einigungsamt des Gewerbegerichts an, in der sechsgliedrigen Lohnkommission geschritten. Ferner wurde be blos in Schaumwein verjubelt worden sein. In einem Absicht, hierdurch den Friedensschluß zu beschleunigen. schlossen, beide hier bestehenden Berufsorganisationen aufzulösen Lande mit so vielen Rentiers, und 100 der Arbeits- Da verkündeten die vereinigten Baugewerksmeister durch große und sich fortan im Fachverein der Holz- und Bretterträger und ertrag von ganzen Erdtheilen zusammenströmt, tann ein großer Annoncen in den hiesigen Zeitungen, daß sie, wenn die Zimmerer Brettschneider zu organisiren. Am Schluß gelangte eine Petition Bruchtheil der Nation am Hungertuch nagen, während die Ver- nicht bis Freitag, den 17. April wieder in Arbeit zurückgekehrt an den Magistrat und das Polizeipräsidium zur Berlesung, welche brauchszahlen sich munter aufwärts bewegen. Uebrigens foll wären, am 18. April fämmtliche Baugeschäfte schließen und alle die baldige Festsetzung eines Gebührentarifs für die Krähne am natürlich nicht geleugnet werden, daß seit Mitte vorigen Jahres Arbeiter entlassen würden. Die Arbeiter faßten diesen Ukas Urbanhafen verlangt, um mit bezug auf den Tarif Forderungen in vielen Geschäftszweigen eine Besserung eingesetzt hat. echt kapitalistischer Brozenhaftigkeit nur als Schreckschuß auf, an die Unternehmer zu stellen. Große Mehrerträge etwa 400 Millionen Mark hat und selbstverständlich konnten die Zimmerer sich durch ihn nicht be- Die Barbiere hielten am 16. April ihre Generalversamm die Steuerreform des abgetretenen liberalen Rabinets: die Er- wegen lassen, die Arbeit bedingungslos wieder aufzunehmen. lung ab. Aus dem Rassenbericht ging hervor, daß der Verein höhung der Erbschaftssteuer und der Steuerfäße für Sie warteten in Ruhe die Verhandlung des Einigungs- im verflossenen Quartal eine Einnahme von 73,87 m. und eine die höheren Einkommentlassen geliefert. Wenn die reichen amte 3 ab, welches am Vormittag des 18. April tagte. Ausgabe von 52,75 M. gehabt hat, mithin am 1. April ein Bourgeois das Ministerium haben fallen lassen, so Vor demselben scheiterten alle Ginigungs- Ueberschuß von 21,12 m. verbleibt. Nachdem die Richtigkeit wissen sie, warum. Die Liberalen aber ärgern sich, daß sie mit versuche an der hartnäckigen Ablehnung der dieser Angaben bestätigt, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. ihrem demokratischen Budget von 1894 für die Tories gearbeitet Me ist er. Deshalb mußte ein Schiedsspruch gefällt Die hierauf vollzogenen Ergänzungswahlen zum Borstand ergaben haben. Ihr erntet, was wir gefäet, riefen sie ihnen pathetisch werden. Durch denselben wurde die Forderung der zehn- folgendes Resultat: 2. Vorsitzender: A. Lipke, 2. Schriftführer: durch den Mund Sir William Harcourt's zu. Als ob das nicht stündigen Arbeitszeit als berechtigt anerkannt, dagegen wurde die R. Jacobi und Revisoren: K. Nitze und H. Hanschmann. der Lauf der Welt von jeher gewesen. Interessanter als dieser geforderte zehnprozentige Lohnerhöhung auf acht Prozent herab. Sodann erstattete der Delegirte den Bericht vom Verbandstag Streit ist die von Herrn Hicks- Beach hervorgehobene Thatsache, gesetzt( die Meister hatten 5 pt. sugebilligt). Als berechtigt und nahm der Verein eine Resolution an, die sich mit den gedaß sich das Verhältniß der direkten zu den indirekten Steuern erklärt wurde die Forderung auf 10 Pf. Buschlag für jede faßten Beschlüssen einverstanden erklärt. Weiter wurden zwei feit 1841 folgendermaßen verschoben hat. Ueberstunde, zurückgewiesen aber die Forderung auf Zahlung Anträge, Wanderversammlungen einzurichten und für die Zeit Es entfielen von jedem Pfund Sterling, das in den Staats- einer halben Stunde Arbeitszeit am Sonnabend, die nicht ge- der Arbeitslosigkeit freiwillige Beiträge zu erheben, angenommen. fädel floß: Von einer öffentlichen Versammlung am 1. Mai nahm man aus VerbrauchsDie 3immerer erklärten sich mit diesem Schiedsspruch abstand, jedoch verpflichteten sich die Mitglieder, 1 M. vom Steuern durch welchen ihre Forderungen wesentlich herabgemindert Arbeitsverdienst der Vereinskaffe zuzuführen. Soweit die Arbeitswurden einverstanden, die Baugewertsmeister ruhe möglich ist, betheiligen fich die Barbiere an der Gruppenjedoch, welche in allen Blättern behauptet hatten, daß sie die versammlung der Nahrungsmittelbranche. ursprünglichen Forderungen vollständig bewilligt hätten, Iehnten den Schiedsspruch des Ginigungsamtes ab und lieferten damit den Beweis, daß alle ihre bisherigen Behauptungen und Erklärungen unwahr waren. Während die Arbeiter nachgiebig bingungslose Unterwerfung. 1841 1895 Schill. Pence aus direkten Steuern 43/4 Schill. Pence 14 71/4 5 10 5 9 7 · . 73 pt. 9.27 pet. ober in Prozenten: 1841 1895 52 48 arbeitet werde. Die angedrohte Aussperrung sämmtlicher Bau- Arbeiter wurde am Abend des 18. April zur Wahrheit gemacht! Die brutale Rapitalistenmacht und der Hochmuth der Bauherren setzte mit einem Schlage nahezu 2000 Arbeiter auf die Straße und nebst ihren Familien dem Hunger aus! 19. b. M. bei Cohn, Beuthstr. 22. Der Kasfirer W. Bagang Der Zentralverband der Maurer( 3ahlstelle II) tagte am verlas die Abrechnung vom 1. Quartal 1896. Diefelbe ergab eine Einnahme von 462,02 m. und eine Ausgabe von 443,31 M., Streiffonds weist eine Einnahme von 126 W. und eine Ausgabe on 30 m. auf, bleibt Bestand 96 M. Der Ueberschuß vom Maskenball beträgt 25,68 M. Ferner erfolgten in diefem Quartal 138 AufVorarbeiten der Lohnkommission zu dem( ir zwischen begonnenen) nahmen. Hierauf gab Silberschmidt einen furzen Ueberblick über die Streit. Dem schloß sich ein interessanter Vortrag an, indem das Mitglied Frenzel über die Entwicklung der Produktion sprach. nach einer recht regen Diskussion gelangten einige interne Angelegenheiten zur Erledigung. Der steigende Einfluß, den das werkthätige Volt auf grund waren und den Frieden wollten, forderten die Meister die be darunter 100 M., die an die Hauptkasse gefandt wurden. Der ber verschiedenen Wahlreformen durch die Gefeßgebung erlangt hat, hat sich wenigstens insoweit gelohnt und bewährt. England tann fich ferner eines stetigen Rückganges feiner Staatsschuld rühmen, die freilich seinerzeit größer war als die irgend eines anderen Landes und noch heute sich sehen laffen tann. Von 842 Millionen Pfund oder 17 Milliarden Mark im Jahre 1857( nach Beendigung des Krimkrieges) ist sie bis heute auf 650 Millionen Pfund oder 13 Milliarden Mark gefallen, Durch im Laufe diefer Woche erfolgte Abreise vieler hunderte und die Hälfte der abgelösten 4 Milliarden fällt auf die letzten Zimmerer und Maurer hat sich die Zahl der zu unterstützenden 13 Jahre. Während die Militärstaaten des Festlandes ihre kommen außer den Zimmerern und Maurern noch ca. 200 SteinAusgesperrten bis heute auf ca. 1000 Mann vermindert, und zwar Schuldlaften erhöhen, setzt England die seine langsam, aber stetig herab. Und dabei wird noch immer hauer und 56 Bautischler in Frage. jede mögliche Rücksicht auf die Bedürfnisse der Befitzen den genommen. Der Schatzkanzler verbreitete fich Genossen in bracht. Unter= 19. April eine Versammlung einberufen. Vor Eintrit in die VerDer Fachverein der Bretter- und Holzträger hatte am Indem wir den Genoffen in ganz Deutschland diese Nach- Kollegen Geissteuer in der üblichen Weise. Hierauf unterbreitete handlung ehrten die Anwesenden das Andenken am verstorbenen richt zugehen lassen, sprechen wir zugleich die Bitte aus, uns der Kassirer den Bericht vom ersten Quartal. Mit einem alten bes längeren über die Verluste, die der Staat durch die Zuschüsse bei der Unterſtügung unserer Ausgesperrten treu zur Seite Bestand von 503,64 M. erzielte der Verein eine Einnahme von an die Sparkassenverwaltung erleidet und meinte, es sei Beit, die zu flehen. Wohl haben die Bauarbeiter sich nach dem Ausgang 926,24 M. Demgegenüber betrug die Ausgabe 264,85 m., mitFrage aufzuwerfen, ob nicht Maßregeln gegen die fleinen der Berhandlungen des Ginigungsamts die Sympathie der ganzen hin ist ein Bestand von 661,39 M. vorhanden. In bezug auf Kapitalisten getroffen werden sollten, die sich der Sparkassen nur rechtlich denkenden Bevölkerung der Stadt erworben wohl ben 1. Mai empfehlen mehrere Redner von einer Feier Abfie anderwärts erzielen föunten. Daß aber der Staat den gelder einlaufen. Aber die Zahl der Unterstützungsbedürftigen eine öffentliche Versammlung einzuberufen. bedienten, um sich vom Staat sichere Zinsen zahlen zu lassen, als werden deshalb auch aus bürgerlichen Kreifen Unterstützungsstand zu nehmen. Beschlossen wurde, an diesem Tage abends großen Rapitalisten mehr Binsen zahlt als er brauchte, davon der am Drte eingeleiteten umfassenden Sammlung ausreichen in dem Lotal des Herrn Hente für den Bezirk Süd- Often eine ist für die hiesigen Verhältnisse zu groß, als daß die Erträge Der Deutsche Holzarbeiter Verband hielt am 20. April schwieg er. Und doch stehen britische Konsols( fundirte tönnten. Staatsanleihe) heut 114 pet., der beste Beweis, daß der Staat Darum hoffen die Ausgesperrten, daß die Bezirksversammlung ab, in der Millarg über die UeberhandGeld erheblich billiger bekommen könnte als zu 23/4 pCt., die er nahme des Bauschwindels sprach. Redner zeigte, wie durch das jest zahlt. Die 21/2 prozentigen Staatsrentenscheine( Annuitäten) ganz Deutschland auch ihrer sogenannte Strohmännersystem die Arbeiter vielfach um ihren ftehen weit über pari( letter Surs: 1053/8), und bei den großen gedenken und ihnen nach Kräften Die Situation ist so ftügung gewähren werden. Lohn und die Beiträge für die Kranken- und UnfallversicherungsSummen, um die es sich da handelt, fällt eine Binsdifferenz von 1/4 pet. schon sehr ins Gewicht. Sie würde eine Ersparniß von günstig, wie kaum je bei einem früheren Ausstand. Denn die Kassen geprellt werden. Der durch reichliches statistisches Material nahezu 11/2 Millionen Pfund( 30 Millionen Mart) ermöglichen. Meister haben bereits begonnen, ihr brutales Vorgehen zu ausgestattete Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Es untersteht aber keinem Zweifel, daß selbst bei einer Herab- bereuen, und haben schon Zeichen ihrer Reue und der Ueber- uf eine Anregung hin wurde noch beschlossen, die nächsten Versehung der Zinsrate auf 24 pet. der Preis der Konsols Standpunkt doch werden aufgeben müssen, in den Zeitungen ge-( Filiale II N) hielten am 21. April eine regelmäßige Versammzeugung, daß fie früher oder später ihren progenhaften fammlungen pünktlich zu eröffnen. Die in Holzbearbeitungsfabriken beschäftigten Arbeiter sich auf und über hundert halten würde. Wenn der Staat trobem 23/4 pet. weiter zahlt, resp. sich jährlich sechzig Werden die Ausgesperrten nicht durch zu geringe Unter- über ihre Thätigkeit im letzten Quartal wurde zur Wahl des lung ab. Nach dem Bericht des Vorstandes sowie der Kommission Millionen Mark entgehen läßt, fo nun, es sei mir erlaubt, stüßung wankelmüthig gemacht, dann haben wir hier in sehr den Refrain aus der Oper zu wiederholen- so weiß er, warum. Furger Beit einen neuen schönen Sieg den vielen anderen Er- gesammten Borstandes, sowie der Kommiſſion geschritten, die Beinahe 7 Millionen Pfund beträgt das Mehr der letzten folgen der diesjährigen Lohnbewegung hinzugefügt. Daß sich diese Reimann 1., Krüger 2. Kaffirer; Nikolai 1., Rummel 2. Schriftfolgendes Resultat ergab: Binte 1., Bierwagen 2. Vorsitzender; Jahreseinnahme über den Voranschlag. Davon sind aber schon Hoffnung erfülle, dazu mögen auch unsere auswärtigen Genossen führer; Flöter, Lehr und Nöse Revisoren. In den Arbeits21/2 Millionen für außergewöhnliche Zwecke verbraucht zum ihr Theil beitragen! theil im buchstäblichen Sinne des Wortes verpulvert worden, d. h. für Heer( Milig) und Marine aufgewendet. Weitere brei möfche, Stuttgart, Bandstr. 6, 3 Tr. Etwaige Gelder sind zu senden an unseren Kassirer: nachweis wurden Strübing, Behrendt, Mügge, Haute, Prüfigniet, Ed.Sonntag und Kolbe und in die Rechtsschutz- Kommission Franz Millionen werden nach dem Flottenvermehrungsplan dem laufenden Mösche, Stuttgart, Bandstr. 6, 3 Tr. Sauerzapf und Birkholz delegirt. Das Amt des Bibliothekars Marine- Etat hinzugefügt, und vom Rest wird der Löwenantheil übernahm Gaffte. Einem kranken Kollegen bewilligte die Ver. zu Steuererleichterungen für die Besitzenden verwandt. Einige fammlung 15 M. Härten des Erbschaftssteuer- Gesetzes sollen um den Preis von 200 000 Pfund beseitigt, die staatliche Grundsteuer soll um 100 000 fund Gesammtertrag herabgesezt und der„ nothleidenden Landwirthschaft" die Hälfte der Lotalabgaben aus dem Staatssäckel geschenkt werden, was für das laufende Jahr, Die Glaser und verwandten Berufsgenossen hielten am wo 2 Quartale schon vorüber, etwa 1 Million, späterhin aber jähr- Sonnabend eine öffentliche Versammlung ab, um über ihr Einlich 2 Millionen fosten wird. Ein Rest von 400000 Pfund wird für treten in eine fünftige Lohnbewegung schlüssig zu werden. den Etat des Unterrichtswesens freigehalten, aber ein großer Jahn hielt ein einleitendes Referat, dem sich eine sehr rege Theil davon wird, wenn die Gorst'sche Vorlage Gesetz wird, Diskussion anschloß. Allgemein wurde über Theilnahmlosigkeit statt für Verbesserung der Schulen und Besserstellung der Lehrer, unter den Berliner Glafern Klage geführt. Während sämmt nicht erledigten Petition der Berliner Bauhandwerker anzuschließen, zur Entlastung des firchlichen Schulfomitees verwendet werden. liche Bauarbeiter bereits eine Verkürzung der Arbeitszeit und und derselben ihre besondere Begründung hinzuzufügen. Die Den Löwenantheil der Subventionen erhält, wie man sieht, günstigere Lohnbedingungen erzielt haben, scheinen die Versammlung stimmte dem zu und beauftragte den Kollegen die„ Landwirthschaft". Formell sogar der Bächter, da die Glaser namentlich auf den Bauten, unthätig bleiben zu no II mit der Erledigung dieser Angelegenheit. Die BeLokalabgaben nicht vom Eigenthümer, sondern vom Insassen wollen. Um zum Herbst in eine Lohnbewegung eintreten zu rathung über die zur Durchführung des Arbeitstarifs zu unterdes Bodens erhoben werden. Aber es liegt auf der Hand, daß können, wurde einem Antrag gemäß beschlossen, in nächster Zeit nehmenden Schritte wurde des schwachen Besuchs wegen vertagt. es am Ende der Dinge der Eigenthümer und nicht der eine rege Agitation zu entfalten, sowie einen Streifionds zu Bezüglich der Maifeier erklärte sich die Versammlung für die in Als Revisoren für den Agitationsfonds werden der Gewerkschaftskommission angenommene Resolution, bewilligte Bächter sein wird, dem dies Trinkgeld in die Taschen fließt, gar gründen. nicht zu reden von der Unwirthschaftlichkeit und Ungerechtigkeit, Bellach und Scharwerth gewählt. Am 2. Mai findet dem Delegirten für jede Sigung der Gewerkschaftskommission, auf Kosten der großen Masse der Steuerzahler einer ganzen das Stiftungsfest statt. a Klaffe schlechtweg die Deckung der Hälfte ihrer Lokalausgaben zu Eine öffentliche Versammlung der Brauer, Böttcher, verbürgen. Die Verkehrtheit dieser Staatshilfe" ist so offenbar, Hilfsarbeiter, Fahrer, Maschinist en zc. tagte am Der Vorstand der Vereinigten Gewerkschaften. J. A.: Th. Leipart in Stuttgart, Kelterstr. 11. Versammlungen. Ed. Eine öffentliche Versammlung der Steinseher und Berufsgenossen, von 42 Theilnehmern befucht, tagte am Sonntag bei Boltz und nahm einen Vortrag des Genossen Keßler über Regie- Banwesen entgegen, worin der Redner in eingehender Weise die Gründe vorführte. welche gegen das heutige Submissionswesen und für Ausführung öffentlicher Bauten in eigener Regie der betreffenden Behörde sprechen. Redner empfahl den Steinfegern, fich der im März vorigen Jahres den Berliner städtischen Behörden überreichten und bis jetzt noch wenn er arbeitslos ist, 50 Pi. und überwies einen von der Lohnbewegung im Herbst verbliebenen Ueberschuß von 11,03 m. dem Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter-Verband. Eine sehr gut besuchte Versuuimlung der Werkstatt-Vertraueusmänuer tagte am 22. April in Cohn's Festsälen. Der Borsitzende Glocke gab einen ein- leitenden Vortrag über die augenblickliche Lage im Gewerbe. Er wies unter anderem darauf hin, daß es angebracht erscheine, bei der augenblicklich guten Geschäftskonjunktur einen festen Beschluß in bezug auf die Arbeitszeit zu fassen. Ins- besondere werde an der Ausstellungsarbeit länger gearbeitet und gerade zu dieser Arbeit hätten die Aussteller doch genügend Zeit gehabt, Entwürfe und Zeichnungen ferligizu halten. Dann sei es auch nothwendig, Stellung zu denjenigen Bauwerkstellen zu nehmen, die bei Stellung der Forderungen nicht besetzt waren oder bei denen wegen Mangel an Arbeit die Forderungen nicht gestellt werden konnten. Gegen Ueberarbeit sprachen in der Diskussion eine Reihe Redner und wurde be- schlössen, unter allen Um st än den die b2 stündige Arbeitszeit einzuhalten. Bezüglich der Bauwerkstellen wurde bestimmt, daß die Kollegen solcher Bauwerkstellen, welche wegen Mangel an Arbeil die Forderungen am 17. Februar nicht stellen konnten und jetzt dieselben, weil die Geschäftslage günstig, stellen wollen, auf Beschluß der Ortsverwaltung unter- stützt werden. Für die auswärtig streikenden Kollegen soll durch Markenbeiträge gesammelt werden. In der Frage des 1. Mai verpflichteten sich die Delegirten, für die Arbeitsruhe einzutreten. Um die Zahl der Meiernden festzustellen, wurde beschlossen: Jeder Feiernde erhält in der Versammlung eine zu diesem Zwecke angefertigte Marke in die Streikkarte eingeklebt. Diejenigen Kollegen, welche ge- zwungcn werden, zu arbeiten und demnach keine solche Marke in ihrer Streikkarte haben, sind verpflichtet, von dem Arbeitsverdienst des Tages«inen Extrabeitrag zum Streikfonds zu leisten. Die Höhe des Betrages ist in das eigene Ermessen der Kollegen ge- stellt.— Die nächste allgemeine Versammlung der Vertrauens- männer findet Mittwoch, be» 20. Mai statt. Der Lokalverein der Konditoren hielt am 23. April eine Versammlung ab. Der zur Verlesung gelangte Kassenbericht weist eine Einnahme von 104,65 M. und eine Ausgabe von 103,70 M. auf. Nach einem Vortrag des Genossen F a b e r diskutirte die Ver- sammlung über die Anträge zum Gewerkschaftskongreß. Dem Delegirten Koch wurde besonders empfohlen, den Antrag, das Rorrespondenzblatt der Generalkommission wöchentlich erscheinen zu lassen, eifrig zu unterstützen. Die Gasanstalts-Arbeiter hatten sich am Sonntag Nach- mittag bei Meyer in der Müllerstraße zu einer Versammlung recht zahlreich eingefunden, um zunächst einen Vortrag des Ge- nossen Faber über die Nothwendigkeit der Gewerkschaftsorganisation anzuhören und dann über die Verhältnisse aus den städtischen Gasanstalten zu sprechen. Von mehreren Rednern wurde über die Bedrückung der Arbeiter durch die Vorgesetzten geklagt. Auch die Entlassung der älteren Arbeiter zum Sommer, die man schon 15 bis 25 Jahre auf den Anstalten beschäftigte, wurde einer gebührenden Kritik unterzogen. Die meisten Arbeiter der städtischen Gasanstalten werden durch die Art der Be- schäfligung nach kurzer Zeit vom Rheumatismus be- fallen, denn die abwechselnde Beschäftigung in der größten Gluth vor den Oese» und dann der schnelle Wechsel auf den, Hofe beim Ablöschen des glühenden Koakskarrcn bei einer 18 stündigen täglichen Arbeitszeit, wie sie noch in der Müller- straße besteht, sei Ursache der vielen Rheumatismuserkrankungen der Arbeiter. Ruf den städtischen Gasanstalten in der GUschiner- und Danzigerstraße bestehe wenigstens schon eine 12 stündige Arbeitszeit. Allseitiges Mißfallen rief die Mittheilung hervor, daß etliche Arbeiter, die sich bei ihren Vorgesetzten„liebes Kind" niachen wollen, in der Versammlung als„Aufpasser" anwesend sind; nach einer gebührenden Kritik dieser ihr eigenes Interesse ver- kennenden Personen verließen diese den Saal. Nachdem die Ver- sammelten sich zum größten Theil in die ausgelegten Mit» gliederlisten hatten einzeichnen lassen, fand folgende Resolution einstimmige Annahme: „Die heute versammelten Arbeiter der städtischen Gas- anstalten protestiren ganz entschieden gegen die ungleiche Arbeits- zeit und die ungleichen und unzureichenden Löhne auf den städtischen Gasanstalten und fordern den Magistrat von Berlin auf, die Abänderung und Regelung der gerügten Dinge zu ver- anlassen. Gleichfalls protestirt die Versammlung gegen die chikanöse Behandlung der Arbeiter durch ihre Vorgesetzten, und verpflichten sich die Anwesenden, um ihrerseits die Abstellung dieser Uebelstände zu erreichen, sämmllich der Organisation der auf Gasanstalten uud Holz- und Kohlenplätzen beschäftigten Abeiter beizutreten." Eine Sammlung für die Hinterbliebenen deS verunglückten Kollegen Dreher, dessen Ehrung in der üblichen Weise stattsand, ergab den Betrag von 15,20 M. Mit der Aufforderung, daß die Gasanstaltsarbeiter sich nicht durch die Drangsalirungen der Vorgesetzten zur Arbeitsniederlegung hinreißen lassen sollen, sondern alle Vorkonimnisse und Uebelstände dem Vertrauensmann Ahrends, Kremmenerstr. 15., mittheilen mögen, schloß der Vor- sitzende die imposante Versammlung mit einem Hoch ans die moderne Arbeiterbewegung. Der Dextilarbeiter-Verband(Filiale II) hatte am 22. April eine Versammlung einberufen. Die vom Kassirer vorgelegte Quartalsabrechnung ergab inkl. Bestand vom vorigen Quartal ein« Einnahme von 71,07 M., die Ausgaben betrugen 16,57 M. An die Hauptkasse wurden 74,73 M. abgeliefert. Die Abrechnung vom Maskenball weist eine Einnahme von 137,50 Mark, und eine Ausgabe von 74,60 Mark auf, so daß ein Ueberschuß von 62,00 Mark verbleibt. Der Vertrauensmann berichtete hierauf, daß der Streik bei der Firma E. Gustedt leider zu Ungunsten der Arbeiter ausgefallen ist. Die Streikenden sind wieder anderweitig untergebracht. Der Agitationskommisston wurden 20 M. zur Agitation im sächsischen Erzgebirge auS der Vergnügungskasse überwiesen. Am Himmel- fahrlstage veranstaltet der Verein eine Herrenpartie nach Straußberg. Die Mechaniker waren sehr zahlreich bei Martens, Friedrichstraße, versammelt, um das Resultat über den Stand der Lohnbewegung entgegenzunehmen. Wie aus dem Bericht der Lohnkommission zu ersehen war, ist die Situation eine ver- hältnißmäßig günstige, trotzdem Umstände eingetreten sind, die vorher nicht in betracht gezogen wurden. Bewilligt hatten sämmt- liche Forderungen, soweit sich dies bis zu der Versammlung fest- stellen ließ, 10 Firmen. Dieses Resultat fällt umso mehr ins Gewicht, als die Fabrikanten am Freitag eine Besprechung hatten, in der ein Beschluß herbeigeführt wurde, die Forderungen der Arbeiter unter allen Umstanden abzulehnen und die- jenigen, welche die Arbeit einstellen. acht Wochen aus den Fabriken auszusperren. Verschiedene Redner waren der Meinung, daß der Beschluß nur zu gunsten der großen Firmen gefaßt sei, um bei dieser Gelegenheit die kleineren Fa- briken. die einen längeren Ausstand nicht ertragen können, auf- zusaugen, anderntheils aber die Arbeiter veranlassen soll, von ihrem Vorgehen abzubringen. Ein Theil der Kollegen hat sich auch in der That durch den Beschluß der Fabrikanten abschrecken lassen, ihre Forderungen energisch zu vertreten, trotzdem sie sich vordem durch Unterschrift hierzu erklärten. Im Ausstand be- finden sich gegenwärtig wegen Nichtbewilligung der Forderungen die Arbeiter von 14 Firmen. Jedoch wird sich im Laufe der Woche die Zahl der Ausständigen bedeutend vergrößern, da in niehreren Fabriken erst nachträglich wieder durch Abstimnmng der Eintritt in die Bewegung beschlossen worden ist. In der Fabrik von Mix u. Genest hatten sich 73 Mechaniker für de» eventuellen Streik erklärt und sollen die Forderungen am Donnerstag gestellt werden. Wenn nicht bewilligt wird, soll die Arbeit eingestellt werden. Der Beschluß der vorigen Bersamm- lung wi'rt? auf Antrag dahin abgeändert, daß nur in solchen Werkstätten die Forderungen der Hilfsarbeiter aufrecht zu er- halten sind, wo sich dieselben dem Vorgehen der Mechaniker an- geschlossen haben. In der weiteren Diskussion wurden die Zu- stände der verschiedenen Fabriken geschildert und mitgetheilt, daß bei der Firma Melles u. Co. in letzter Zeit wieder Lohn- rcduzirungen vorgenommen wurden. An stelle von Schwarz, der erkrankt ist, wurde Kollege Schröder in die Kommission gewählt. Die Lohnbewegung der Maurer bildete den Gegenstand der Berathung einer von mehr als 2000 Theilnehmern besuchten Maurerversammlung, die am Montag Abend im Keller'schen Saale tagte. Die Situation des Streiks ist nach dem Bericht Katers eine unerwartet günstige. Es ist jetzt gelungen, den Widerstand der Innung zu brechen, denn viele Jnnungsmeister haben die Fordernngen der Arbeiter schon bewilligt; unter anderen Gerhard-Charlottenburg, Lachmann u. Zauber, Schinetz- dorf-Charlottenburg, sowie etwa 20—30 kleinere Geschäfte. Im ganzen sind nunmehr auf 334 Bauten die Forderungen an» erkannt, wo 3875 Kollegen arbeiten, während 1034 Maurer sich im Streik befinden. Der Redner erkannte an, daß die arbeiten- den Kollegen zum allergrößten Theil ihrer Pflicht— 25 Pf. pro Tag zum Streikfonds beizusteuern— nachgekommen sind. Da aber der Kommission keine großen Geldmittel zur Verfügung stehen, so könne die Unterstützung der Streikenden nicht sehr hoch sein. Das würde jedoch die Kollegen nicht hindern, den prinzi- piellen Kampf für den Neunstundentag durchzuführen, bis der Sieg errungen sei. Die Diskussionsredner traten mit großer Einmüthigkeit für Weiterführung des Streiks ein, auch wurde das unsolidarische Verhalten mancher Kollegen gekennzeichnet, die trotz der günstigen Situation immer noch nicht den Muth ge- sunden haben, idren Arbeitgebern die Fordernngen vorzulegen. Entgegen einem Antrag der Kommission, die Filialen auszuheben, wurde beschlossen: die Filialen bleiben bestehen, werden aber nur noch mit je einem Mann besetzt. Einstimmige Annahme fand folgender Antrag der Kommission:„Den Streikenden wird eine Unterstützung vom 7. Tage des Streiks an gewährt, und zwar erhalten die Unverheiratheten 1,25 M., die Verheiratheten 1,50 M. pro Tag. Für jedes Kind wird 1 M. pro Woche gezahlt. Kollegen, welche abreisen wollen, erhalten eine Reise- Unterstützung bis zur Höhe von 3 M. Die Fahrkarten werden von der Konimission gelöst." Auf eine Anfrage aus der Ver- sammlung, ob die Kommissionsmitglieder sich mit der Hälfte der ihnen gewährten Besoldung begnügen würden, erklärte Silber- schmidt im Namen der Kommission, daß es keiner Debatte oder Abstimmung über diesen Wunsch bedürfe. Die Kommisston würde sich ohne weiteres dem fügen. Ferner wurde beschlossen, daß jeder unverbeirathete Kollege, der eine volle Woche durch- arbeitet, 2,50 M. zum Streikfonds zu zahlen hat. Einstiinmige Annahme fand ein Antrag: den auf der Ausstellung arbeitenden Maurern, soweit sie Ueberstunden machen, die Arbeitskarten ab- zunehmen.— Am 1. Mai bleiben die Streikbureaus geschlossen. Die Maiversammlung der Maurer findet in der Unions- brauerei statt. Ueber 1000 streikende Maurer hatten sich am Dienstag Vor- mittag bei Keller, Koppenstraße, wiederum versammelt. Genosse Kater berichtete noch einmal kurz über die Lage des Streiks, die seit gestern Abend keine Veränderung ausweist, und hielt sodann einen Vortrag über die. Bedeutung der Streiks für die Arbeiter im allgemeinen. Die Ausführungen des Redners gipfelten Haupt- sächlich darin, daß die Maurer jetzt mehr wie je es nöthig hätten, sich einig zusammenzuschließen, damit die jetzt er- zielten Forderungen nicht wieder verloren gingen. In der Diskussion wurde von mehreren Rednern wieder der Wunsch geäußert, über einige Firmen die Sperre zu verhängen, doch ging die Versammlung hierauf nicht näher ein. Beschlossen wurde noch, die Zahlstelle in Ripdorf bei Kummer, Berliner- straße 55, mit dem Genossen Hüter wieder herzustellen. Die Lohnkommission wurde noch beauftragt, demnächst eine Versamm- lung in der Nähe des KreuzbergS einzuberufen. Eine öffentliche Versammlung der Zimmerer tagte am April im Feenpalast. Der Vertrauensmann Fischer erstattete den gegenwärtigen Situationsbericht. Redner war der Ansicht, daß man jetzt doppelt bemüht sein müsse für die Orga- nisation zu wirken, weil nach Beendigung der AusstellungS- arbeiten eine große Anzahl von Arbeitskräften frei werden, und es nicht möglich sein wird, diese sogleich wieder unterzubringen. Es müsse mUhin darauf geachtet werden, daß kein einziger den Beschluß vom 10. Februar durchbricht, die Parole sei Sstündige Arbeitszeit und 55 Pf. Minimallohn. Myler gab hierauf den Bericht über die Abrechnung. Danach betrugen die Einnahmen der Lohn- kommission 19 653,74 M., von der Verbandsleitung 4902,50 M., Gesam ml summe der Einnahme 24 651,24 M.; Ausgabe insgesammt 16 914,88 M.. bleibt Bestand 7736,36 M. Der Streik kostete demnach 16914,83 M. Der Kommission wurde nach einer etwas lebhaften Diskussion Decharge ertheilt. Die Mitglieder der Lohnkommission erklärten, ihr Amt nicht weiter bekleiden zu wollen, versprachen aber. ihre volle Kraft auch iveiter in den Dienst der Bewegung zu stellen. Bei der Neuwahl wurden A. Radzuhn zum Vertrauensmann, Hopf zum Kassirer, Schleuder und Hank zu Beisitzern gewählt. Zum Schluß wurde darauf hingewiesen, daß laut Beschluß der 1. Mai durch allgemeine Arbeilsruhe zu feiern ist. Sollten in diesen oder den nächsten Tagen irgendwo Differenzen vorkommen, so ist unverzüglich der Lohnkommission Mittheilung zu machen. Nur dann wird es möglich sein einzuschreiten und das Ge- wonnene festzuhalten. Deshalb thne ein jeder seine Pflicht. Metallarbeiter.„Die Beschlüsse der Mctallindustriellen, der Streik in Herstal(Belgien) und die Ueberstunden in Martinickenfelde" lautete das Thema, über welches Genosse Näther am 27. April in einer gut besuchten Versammlung der Ardeiter der Firma Ludwig Löwe u. Ko. sprach. Die Beschlüsse der Unternehmer— welche den Lesern des„Vorwärts" bereits bekannt sind— seien charakteristisch für dieselben; denn wenn die Herren erklären, Ueberstunden würden nur nach Bedarf „angeordnet", was doch gleichbedeutend mit befehlen sei, so stellten sie damit ihre sonstige Redensart: kein Arbeiter sei ge- zwangen, Ueberstunden zu arbeiten, in das gebührende Licht. Und wenn weiter behauptet wird, es würden ja im allgemeinen überhaupt nicht viel Ueberstunden gearbeitet, so trifft dies auf die genannte Firma keineswegs zu, den» da bildet Ueberstunden- Arbeit die Regel. So würde beispielsweise in der Abtheilung Schönfelder jeden Abend bis 8 und 9 Uhr gearbeitet.(Zwischenrufe: Bis 12 Uhr!) Der Streik in der Herstaler Waffenfabrik sei auch jedenfalls dadurch ver- ursacht, daß die Firma Löwe u. Komp., gleich nachdem sie die Fabrik angekauft, daselbst Berliner Verhältnisse einzuführen ver- sucht bat— ein Beweis dafür, wie schlecht die Verhältnisse hier schon seien. Dabei gicbt es noch viele Arbeiter, welche diese Fabrik als ein Paradies betrachten. Gewiß habe sich seit IV» Jahren manches gebessert, aber es müsse noch besser werden. Fortwährend werden noch Abzüge gemacht; schlauerweise aber nicht in ganzen Abtheilungcn, sondern fast immer nur bei einzelnen Arbeitern und halbpfennnigweise. Dabeiftößt man fast gar nicht auf Widerstand. Die Arbeitsräume der Klempner und Sattler liegen immer noch im Keller unter dem Erdboden; es sei wünschens- werth, daß der Fabrikinspektor dieselben einmal besichtige. Die Ventilation ist mangelhaft. Zu Ostern vorigen Jahres habe das Wasser im Keller einen Fuß hoch gestanden; nachdem derselbe ausgepumpt, mußten die Arbeiter weiter arbeiten. Die Feld- schmiede hat keinen Rauchfang, sondern entsendet ihren Rauch direkt in den Arbeitsraum, in welchem die Arbeiter täglich zwölf Stunden zubringen müssen. Ein Arbeiter der Abtheilung Hünsch bade in 2 Wochen 190 oder 192 Stunden gearbeitet! Wer bei Löwe Arbeit nehmen will, muß ein kleiner Kapitalist fein; denn nicht nur, daß der neue Arbeiter unter Umständen vier Wochen lang auf die Lohnzahlung warten muß, er muß sogar während dieser Zeit noch Geld mitbringen, um da? nöthige Handwerks» zeug kaufen zu können, welches einzelnen Arbeitern 20—25 M. kostet. Sollten also jemals Forderungen aufgestellt werden. so müsse die erste sein: Lieferung der Werkzeuge auf Kosten der Fabrik. Auch die Behandlung lasse viel zu wünschen übrig; das gehe übrigens von„oben" schon los, der Ingenieur rufe bei- spielsweise die Meister durch Pfeisen zusammen. Soll gegen alle diese Uebelstände mal energisch Front gemacht werden, so sei es unbedingt nothwendig, alle diejenigen Arbeiter„scharf" zu machen. welche heute noch alles geduldig über sich ergehen lassen. In scharfen Worten geißelt Redner die Interesselosigkeit dieser Arbeiter. Der Reserent faßt seine Ausführungen dahin zu- sammen: die heutige Versammlung solle in energischer Weise Protest erheben gegen das Dekretiren von Ueberstunden und zu- gleich in eindringlicher Weise an diejenigen Arbeiter der Firma appelliren, welche heute noch in der Ueberstundenarbeit ihr Heil erblicken. Dies letztere sei schon deshalb dringend nothwendig, damit nicht die in diesem Jahre erzielten Erfolge der Neunstunden- Bewegung wieder ver- loren gehen. In zündenden Worten fordert Redner zum An- schluß an die Organisation auf, dann werden auch die Miß- stände bei der Firma Löwe u. Komp. aus der Welt verschwinden — und nicht nur diese, sondern auch die Machtsprüche der Metallinduftriellen werden ihre Wirkung verloren haben. Denn wenn die Organisation der Metallarbeiter so weiter fortschreitet, wie gerade in den letzten Jahren, dann sei der Zeitpunkt nicht mehr fern, an dem der Ring der Kühnemänner gesprengt wird. In einer einstimmig angenommenen Resolution erklärte sich die Versammlung im Sinne des Referenten. Die öffentliche Schuhmacher- Versammluna, die am Montag Abend in Niest's Saal tagte, nahm den Bericht über die letzten Vorkommnisse in den Schuhfabriken von M a l e ck, Landsbergerstr. 32. Sch liebe. Tieckstr. 21. und Eckstein, Lichtenbergerstr. 5, entgegen. Ueber ersteren Betrieb berichtet Schädlich, daß am Montag 2 Schuhmacher freiwillig die Arbeit niederlegten, worauf sämmtliche Arbeiter, 20 an der Zahl, entlassen wurden; die gütlichen Vorstellungen der Arbeiter beim Unternehmer waren ohne Erfolg. Redner ist der Meinung, daß Maleck sehr bald seine entlassenen Arbeiter aufsuchen wird. Ueber die zweite Fabrik berichtet Lange, daß der Inhaber Sch liebe die Einrichtung getroffen, den Wochen- lohn für Freitag und Sonnabend einzuhalten und nur die bis Donnerstag Abend fertiggestellten Arbeiten verrechnet werden. Weiter seien am Montag Nachmittag 5 Mann entlassen worden mit der Motivirung, daß augenblicklich nicht weiter fabrizirt werden solle, trotzdem am selben Tage früh ein neuer Arbeiter eingestellt ward; die übrigen Arbeiter werden deshalb am nächsten Tage die Arbeit niederlegen, wenn folgende Forderungen nicht bewilligt werden: 1. Verrechnung des Lohnes bis Sonnabend. 2. Gleichmäßige Verlheilung der Arbeit. 3. Fertigstellung der Arbeit in der Fabrik, soweit es der Raum gestattet. 4. Für Durchnähen des Dutzend Pantoffeln 10 Pf. Ausschlag gleich 35 Pf. und 6. Ein- stellung der Gemaßregelten. Von der Firma Eckstein berichtet A d a in s ch e w s k y. daß auch hier verschiedene Entlassungen vorgenommen wurden, darunter auch die des Vertrauensmannes, ebenfalls unter dem Hinweis, nicht genügend Arbeit zu haben; nichtsdestoweniger aber werden fremde Arbeitskräste eingestellt. Die Arbeiter der Firma sehen dies als Maßregelnng an, werden die Einstellung der Entlassenen fordern event. die Arbeit nieder- legen. In der ausgedehnten Diskussion, in der die meisten Redner die Schäden der Hausindustrie betonen, die Haupt- säcklich bei der Firma' M a l e ck forcirt werde, be- leuchtete Nauer das Vorgehen der Polizeibehörde gegen Streikende, die Anwesenden ersuchend, der Behörde keinen Anlaß zum Eingreifen zu geben. Nachdem Redner geschlossen, verlangt der überwachende Polizei-Offizier energisch das Gesammt- nationale desselben; die nachfolgenden Redner protestiren in sckarfer Weise gegen das Verhalten des Beamten, König er- geht sich in längeren Ausführungen über Polizeimaßregelungen; bei dem Hinweis, iauf dem Fall Kotze- Schräder und das Ver- halten der Behörden, springt der überwachende Beamte von der Bühne und erklärt König für verhaftet. Aus die Frage: warum? erging die Antwort: Wegen Beleidigung des Polizei-Präsidenten. König weigert sich, dem Beamten Folge zu leisten; im Saale entsteht Unruhe und laute Protestrufe gegen das Vorgehen des Beamten sind hörbar. Der Vorsitzende ersucht um Ruhe und zum Sitzenbleibe». Hierauf wird die Versammlung vertagt. Nachdem der Beamte den Vor- sitzenden für das genaue Nationale des Redners verantwortlich gemacht, welches ihm anstandslos mitgetheilt wurde, spricht König weiter, am Schlüsse für eine imposante Maiseier plädirend. Die Versammlung nimmt folgende Resolution ein- stimmig an: Die heute bei Niest tagende Schuhmacher- Versammlung hat von den Maßregelungen in den Fabriken von Malack, Echliebe und E ck st e i n Kenntniß genommen und ist gewillt, den Fabrikanten zu beweisen, daß eine Organisation am Platze ist und protestirt gegen die grundlosen Entlassungen der Kollegen; die Versammelten erklären sich mit den Gemäß- regelten solidarisch und beschließen, die Arbeit in den drei Be- trieben so lange ruhen zu lassen, bis sämmtliche Arbeiter wieder eingestellt sind. Zum Punkt„Tie Verhältnisse in den Berliner Schuhfabriken nach dem Streik" wird mitgetheilt, daß in der Fabrik von L ö w y die seinerzeit anerkannte» Forderungen bisher noch nicht zur Durchführung gelangten; desgleichen wird über Mißstände im Betrieb der Firma Fürstenheim— Haupt- sächlich über sanitäre— geklagt. Die Versammlung nimmt hierauf einen Antrag an, nach welchem die Agitationskommission beauftragt wird, in Bälde eine große öffentliche Versammlung einzuberufen, da es die augenblicklichen Verhältnisse erheischen. Die öffentliche Versammlung der Handlungsgehilfen am 27. April enthielt als Hauptpunkt der Tagesordnung die Berichterstattung der Delegirten Genossen Blum und Wilde und Genossin Hase über den Berliner Kongreß vom 5. und 6. April. Allgemein wurde mit Genugthunng konstatirt. daß der Kongreß unter proletarisch gesinnten Kollegen in Berlin sowohl wie in der Provinz einen vorzüglichen Eindruck gemacht habe, auch habe eine inzwischen in Dresden stattgefundene Versammlung ihr Einverstäudniß mit den Beschlüssen des Kongresses erklärt. In Hamburg und München hätten zwar Versammlungen erklärt, nach wie vor an der alten Taktik unpolitischer(gewerkschaftlicher) Organisationen festhalten zu wollen, doch wolle man die Streit- axt über diesen Punkt begraben. Ihren eigenen Standpunkt wahrte die Versammlung durch folgende, nach längerer Debatte einstimmig angenommene Resolution: „Die heute in Cohn's Festsälen(Benthstr. 21) tagende Ver- sammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des am 5. und 6. April in Berlin stattgefundenen Kongresses der Handlnngs- gehilfen solidarisch, namentlich betont die Versammlung ihr Einvcrständnih damit, daß nur durch den offenen Anschluß an die Sozialdemokratie die Lage der Handlungsgehilfen verbessert werden kann und erklärt, in diesem Sinne weiter wirken zu wollen." In die Preßkommission wurde alsdann Frl. Adler, außerdem eine sünfgliederige Agitationskommission gewählt. Tie Fagondreher und Schraubendreher waren am Montag Abend im Louiseustädtischeu Konzerthause versammelt. um den Stand ihrer Bewegung zu besprechen und über die noth- wendigen weitere» Maßnahmen eine Verständigung herbei- zuführen. Zunächst berichtete T h a t e namens der Kommission. daß bei der Firma Reichelt noch 16 streikende Schraubendreher zu verzeichnen sind und empfahl er die Aufhebung des Streiks. Ein Antrag, welcher bestimmt, die Streikenden noch auf die Dauer von 14 Tagen zu unterstützen und die Arbeitenden ver- pflichtet, bis auf weiteres zu diesem Zweck 50 Ps. pro Woche zu zahlen für den Unterstützungsfouds, wird gegen zwei Stimmen angenommen. Hierbei wurde bemängelt, daß der Be- Ichluß vom 22. März nicht überall innegehalten wurde. I referirte und dazu aufforderte, die Organisation immer fräftiger zum Gewerbegericht, an welcher sich außer den Delegirten des Kartells Bei der Firma Krüger habe der Meister verlangt, daß diejenigen, zu gestalten, um den im Erstehen begriffenen Unternehmer- Ver- auch einige Beisitzer des Gewerbegerichts betheiligten. Die Regelung welche über 1/2 Stunde zu spät zur Arbeit famen, die Zeit des bänden wirksam entgegentreten zu können. Eine Diskussion fand dieser Angelegenheit wurde den Beisigern des Gewerbegerichts übers Abends nacharbeiten sollten. Die Antwort der Kollegen sei ein nicht statt, um die übrigen Punkte der Tagesordnung erledigen lassen. Alsdann fam der Kassenbericht zur Verlesung. Die Einnahme zweitägiger Ausftand gewesen, wodurch nach dem einmüthigen zu können. Der Vertrauensmann Poddany erstattete hierauf betrug 228,27 M., die Ausgabe 204,45 M., so daß ein Bestand Bufammenstehen aller diefer Streitfall zu gunsten der Arbeiter feinen Jahresbericht, aus dem hervorgeht, daß gegenwärtig von 23,82 m. vorhanden ist. Der Bericht ist von den Revisoren Gewerkschaften beendet wurde. Auch bei Rühle habe der Meister verlangt, daß 17 dem Gewerkschaftstartell in Rigdorf geprüft und für richtig befunden. Um die Kaffenverhält wurde beschlossen, in nächster Zeit bei dem Nachholen der durch eine Beerdigung versäumten Zeit angehören und die Anträge wegen Errichtung eines Ge- nisse aufzubessern, wurde Die Einnahmen und Sammellisten in Umlauf zu sehen. In betreff der nach Feierabend ein prozentualer Aufschlag nicht gezahlt werde. werbeschiedsgerichts erneuert haben. sich der Parteiversammlung Mit ähnlichen Beschwerden beschäftigte sich die Versammlung ca. Ausgaben ergaben ein Defizit von 51 Pf. Ein Gefuch an den Maifeier empfahl man, 2 Stunden und wurde schließlich von Litfin, Thate und Pauel's Eisenbahn- Minister wegen Ermäßigung der Fahrweise während anzuschließen, um eine Zersplitterung der Demonstration zu vers mit aller Energie dafür eingetreten, daß Ueberstunden überhaupt der Gewerbe- Ausstellung wurde als unthunlich und nicht an- meiden. Daß die Töpfer ihren Delegirten zurückgezogen haben, nicht gearbeitet werden sollten. gängig" ablehnend beantwortet. Für das kommende Jahr werden wird allgemein bedauert. Der Delegirte der Maurer berichtet, Die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen in Riydorf als Vertrauensmann Podd any, als Stellvertreter Pischel daß sich die Maurer und Puter im Ausstande befinden. Nicht waren am 27. April in Thomas' Lokal verfammelt, um sich gewählt. Die Arbeitseinstellung bei der Firma Butterweich anwesend waren die Delegirten der Holz, Metall- und Glasdurch einstimmige Annahme folgender Resolution mit ihren erzeugte eine recht lebhafte und längere Diskussion über das Arbeiter. Berliner Berufsgenossen solidarisch zu erklären:„ Die Versamm. Verhalten zweier Kollegen, die sich angeblich als Streitbrecher Friedrichsberg. Der Deutsche Holzarbeiter. lung erklärt sich mit dem von den Berliner Kollegen aufgestellten mißbrauchen ließen. Die Angelegenheit wurde erledigt durch verband hielt am 23. April eine Mitgliederversammlung ab, Lohntarif einverstanden, und ist entschlossen, überall da, wo von einen Antrag Poddany: Die Sperre über die Firma Butter Seiten der Rigdorfer sowohl, wie von Seiten der Berliner weich aufzuheben. Beyer theilt noch mit, daß bereits wanche in der Genosse Börsch über die Bedeutung des 1. Mai sprach. Fabrikanten der Tarif nicht bewilligt wird, die Arbeit Fabrikanten die Arbeiter zu zwingen suchen, weit unter dem Sämmtliche nachfolgenden Redner äußerten sich im Sinne des Referats. Dann wurde beschlossen, daß die Kollegen, welche am niederzulegen. Ferner erklärt die Bersammlung sich ein- Tarif zu arbeiten. Der Vertrauensmann wird geeignete Maß- 1. Mai die Arbeit ruhen lassen, sich im Lotal des Herrn Heinicke verstanden mit der Aufbringung der Unterstüßungs- regeln ergreifen. morgens 8 Uhr einzufinden haben, um von da aus insgesammt von den Kollegen mit 1 M., gelder, die Friedrichshagen. In der letzten öffentlichen, gut besuchten nach der Neuen Welt zu gehen. Kolleginnen mit 50 Pf. wöchentlich aufzubringen sind." Boran Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins für Friedrichshagen ging eine längere, von Höppner eingeleitete Debatte, in deren und Umgegend referirte Genosse Jahn über die französische Verlauf vielfach Kritik an dem abweisenden Benehmen einiger Arbeiterbewegung; sein Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Fabrikanten geübt wurde. Dies trifft hauptsächlich bei den beiden Genosse Sonnenburg erstattete Bericht über die in der hiesigen Berliner Firmen Wicht und Kowalsky zu. Bewilligt haben Gemeindevertretung gestellten Anträge zur Erbauung einer neuen folgende Firmen: Brillwig, Herrmann, Bath, Graf, Hermann- Kirche, wogegen er Protest erhob, da andere Sachen entschieden straße, und Schuster Bezüglich des 1. Mai beschlossen die Ver- nöthiger wären, z. B. Speisung armer Kinder in der Schule, eine sammelten, an dem Tage die Arbeit ruhen zu lassen. Alle Berufs- Bade- Anstalt zur unentgeltlichen Benutzung und Bedürfniß genossen wurden verpflichtet, am 1. Mai, vormittags 9 Uhr, sich anstalten. Zum Schluß machte der Vertrauensmann bekannt, im Lolal bei Thomas einzufinden. daß die Maifeier im Restaurant Gisteller stattfindet. Er ersuchte um recht rege Betheiligung. C von den Die Holzarbeiter aller Branchen hielten am Montag Abend in den„ Viktoria- Sälen" in Rigdorf eine gut besuchte Charlottenburg. Am 20. April wurde hier eine öffentliche öffentliche Versammlung ab, in der Genoffe Jahn über die Versammlung des Gewerkschaftskartells abgehalten. Eine längere Errungenschaften der Lohnbewegung und die Organisation" Debatte entspann sich über eine event. Neuwahl zweier Beisitzer 92071 Arbeiter- Maifest Butter! Butter! Die allerfeinste Zentrifugen- TafelArbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süd. oft schule, Waldemarstraße 14: Geschichte.( Neuere Geschichte von der Reformation bis zur Gegenwart mit befonderer Berücksichtigung der Entwickelung des Sozialismus und der politischen Parteten Deutschlands) Herr Dr. C. Pinn. Nordschule, Müllerstraße 179 a: Deutsch.( Literatur bes neunzehnten Jahrhunderts. Auffahlehre.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender ad. Neumann, Bafewalterſtraße 3. Alle Aenderungen im Vereins. talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. vereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, kottbuser Damm 72. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Offenbacher Krankenkasse für Frauen und Mädchen, Verwaltung I. Versammlung am Sonnabend, den 2. Mai, abends 8 Uhr, in Rautenberg's eftfälen, Oranienſtr. 180. Bortrag über: Wie erhält man die Augen gefund?( Mit Demonftrationen.) Referent Dr. Wurm. wichtige Thema fet besonders hingewiesen. Gäste willkommen. Achtung! Auf dieses hoch= Achtung! Dachdecker und Berufsgenossen. des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises butter verf. geg. Nachu. fr.dort à Pfo. 1 M. Freitag, den 1. Mai früh 8, Uhr bei Renter, Swinemünderstr. 45: am Freitag, den 1. Mai, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Großes Vokal- und Instrumental- Concert unter Mitwirkung von 350 Sängern des Arbeiter- Sängerbundes. Festrede gehalten vom Reichstagsabg. Wilhelm Liebknecht. Deklamationen. Lebende Bilder. Anfang des Concerts abends 6 Uhr. Entree 25 Pf. Juwendt 6. Lappochn, 6. Labiau Dit- Pr. b. Berichtigung. In der Todesanzeige und Dant fagung Sembach ist der Name nicht wie angegeben, sondern Sambach. F50 Maifest Zeitung und Programm gratis. Nachher: TANZ. Flaschen Weißbier Silsebein 208/7 Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Das Komitee. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Filiale Berlin.) Mittwoch, 29. April, abends 8, Uhr, im Viktoria- Garten, Badstraße 12: Mitglieder- Versammlung der Bezirke Schönhauser Vorstadt und Gesundbrunnen- Rosenthaler Borstadt. Tages Ordnung: 285/8 1. Vortrag. 2. Wahl der Bezirksleitungen. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. 3 M., 100 l. 5,50 M., 100 FL. Gräter 9 M. 63. Andreas- Str. 63. Tel. VII. 5366. Achtungsvoll 49782* Brauer& Grützmann. 00000 00000 M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Verwerthung.[ 45069* Rath, Auskunft und Konferenzen kostenfrei. Achtung! Metallarbeiter! Achtung! Erste Referenzen im In- u. Auslande. Donnerstag, den 30. April, abends 612 Uhr, in der Urania, Wrangelstraße 9-10: Große öffentliche Versammlung aller in den Knopffabriken besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Zages Ordnung: 1. Die Mißstände in den Metallknopffabriken. 2. Stellungnahme zur Kinderwagen Kranten, SportDun Leiterwagen Kinderklappstühle 2c. Theilzahl. gest Gruppen- Versammlung. Abends 8 Uhr in Feind's Salon, Weinstr. 11: Versammlung, 95 wozu auch Frauen freundlichst eingeladen find. Tages Ordnung: Bortrag über Bedeutung des 1. Mai.( Referent wird in der Versamm lung bekannt gegeben. Hierauf folgt gemüthliches Beifammensein. Um rege Betheiligung ersucht freundlichst Das Komitee. J. A.: M. Winstowsti. Bur Frühjahrslailon verkaufe ich meine Schuhwaaren nach wie vor zu den bisherigen alten ausserordentlich billigen Preisen und zwar: Herrenstiefel: von den einfachfien bis zu ben elegantesten, nur bekannt gute Qualität M. 4,75, 5,50, 6,50, 7,75 u. s. w. Damen- Zug-, Knöpf- und Schnürstiefel M. 4,50, 5,40, 6,30, 7,20 u. s. w. Ball- u. Gesellschaftsschuhe, fine usfithrung von M. 2,50 an. Ganz besonders mache ich auf mein sehr großes Lager von Einsegnungsstiefeln zu außergewöhnlich billigen Preisen aufmerksam. Versandt nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des 38| 15 Betrages. Illustrirte Preislisten gratis und franko. S. Selbiger, Shuhfabrik, Berlin NO., Landsbergerstr. 40, Boke LietzmannA. W. Schulz, Damen- Mäntel! Brnunenstr. 95, 8 stündigen Arbeitszeit. Referent Rollege Paber. 3. Diskussion. gegenüber Humboldhain. Die Kollegen und Kolleginnen aus folgenden Fabriken sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen: Metallknopffabriken von Friess, 2. Geschäft: Brunnenstr. 145, Ede Marold, Buschbeck, Stern und Hübner. Die Agitationskommission des Deutsch. Metallarbeiter- Verbandes. Fernspr. Amt III. Nr. 1767. Warenhaus strasse. Damen- Mäntel, Kragen, Capes, Jackets, Regenmäntel. Nach beendeter Engros- Saison werden jetzt unter Gelegenheitskauf Herstellungswerth in enorm großer Auswahl. 285/7 Rheinsbergerſtraße. Muſterb, art. u. frt. Einzeln verkauft. Landsbergerstr. 59, 1 Tr.( kein Laden.). astleO Wäsche Damenhemden, Priesenform mit Spitze 1,40 Mk. 99 99 Achselschluss mit Spitze 1,55 Mk. Achselschluss mit Stickerei 2 Mk. Sonnenschirme Halbseidene Qual. mit Futteral, Stahlstock 2,85 u. 4,75 Mk. mit Ansatz, Holzstock 3,85 Mk. Damen- Beinkleider Stickerei 1,40 Mk., Knieform 2,10 Mk. Reinseidene Qual. Wertheim Nur für TAS 3 Shirtingröcke für Damen 3,35 Mk. Mädchenhemden, Länge ca. 40 45 50 60 70 Priesenform 45 50 60 70 80 55 60 75 85 Pf. Achselschluss Mädchen- Beinkleider, Länge ca. 35 40 45 50 55 80 90 100 cm 95 Pf. 1,10 1,25 Mk. 1,00 1,15 1,30 Mk. 60 65 70 cm 75 80 85 90 95 Pf. 1,05 1,15 1,20 Mk. Tage giltig Ausnahme Freise Shingrücke Mittwoch Donnerstag Freitag. 29., 30. April, für Mädchen Länge ca. 30 40 Knabenhemden, 50 60 70 cm 95 90 P. 1,00 1,20 1,35 Mk. Länge ca. 50. 60 70 cm. 1. Mai. mit kurzen Aermeln 85 Pf. 80 90 cm Frühjahrs- Preisliste kostenfrei. mit langen Aermeln Versand- Abteilung Berlin W., Leipzigerstr. 111. 55 70 Länge ca. 70 1.05 1.25 1,45 Mk. 7 Mk. einfarbig nnd changeant gestreift 8,25 Mk.80 Kinderschirme 85 Pf. u. 1,25 Mk. Veilchen Atlas Dtzd. 15 Pf. Seide 99 25 Pf. Rosen Seide Stück 3 u. 10 Pf. Unions- Brauerei, Hasenhaide Nr. 22-31. Freitag, den 1. Mai 1896: Mai- Feier arrangirt von den Genossen des zweiten Wahlkreises bestehend in 211/17 Vokal- und Instrumental- Concert, Turnerischen Aufführungen, Gesangvorträgen von 400 Sängern. Festrede, gehalten vom Genossen Dr. Leo Arons. Anfang 4 Uhr. Tanz. Rege Betheiligung erwartet Die Kaffee- Küche ist von 2 Uhr an geöffnet. Neue Welt, Hasenhaide, Freitag, den 1. Mai 1896: Mai- Feier arrangirt von den 213/10 Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes. Sestrede, gehalten vom Reichstags- Abg. Vogtherr. Feuerwerk. Lebendes Bild, Tanz. Maifeft- Zeitung gratis. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Das Comité. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen und am 1. Mai an der Rasse zu haben. Rirdorf. Maifeier. Rirdorf. Freitag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr: Volksversammlung in den Viktoria- Sälen, Hermannstraße 49. Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Genosse Julius Türk. Nachmittags 4 Uhr, im selben Lokal: Gr. Vocal- und Instrumental- Konzert Billet à 20 Pf. Das Komitee. Deutscher Holzarbeiterverband. Heute Abend bei Schöning, Köpenickerstr. 68: Sikung der Ortsverwaltung. In der Privatklagesache des Kaufmanns Emil Baer, hier, gegen den Redakteur Dr. Otto Bachler, hier, wegen Beleidigung, haben die Parteien folgenden Vergleich geschlossen: Achtung! 6. Wahlkreis( Moabit). Sozialdemokratische Partei- Versammlung am Mittwoch, den 29. April, abends 8 Uhr, in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 48-49. Tages Ordnung: V 1. Bericht der Kommission betr. der Zeitungsspedition. 2. Diskussion. 3. Wahl des Spediteurs. Der Vertrauensmann. Achtung, Töpfer! Am 1. Mai, vormittags 10 Uhr, im Schützenhause, Linienstraße Nr. 5: 1193/14 Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Die Bedentung des 1. Mai. Referent: Genoffe Millarg. Die Versammlung beginnt pünktlich. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Kommission. Achtung, Mechaniker! In nachstehenden Werkstätten befinden sich die Kollegen im Ausstand: Keiser& Schmidt, Johannisstr.; Jenisch& Böhmer; Wagner, Reichenbergerstr. 125; Weinert, Admiralstr. 18 d; Gould& Cie., Reinickendorferstr. 64 a; Krause, Marienstr. 28. zu folgender Erklärung: Der Privatbeklagte verpflichtet sich Buzug ist Fernzuhalten. In der Privatklagesache Baer, des Kaufmannes Emil Baer, Inhaber der Firma Baer Sohn wider mich, erkläre ich betreffs des Artikels über diese Firma in Nr. 147 vom 28. März 1895, Morgen- Ausgabe, daß ich durch den Verfasser des Artikels in Frrthum verseht worden bin und bedauere, demselben Aufnahme gegeben zu haben. Die in dem gedachten Artikel enthaltenen Angriffe auf die Firma Baer Sohn haben im Laufe des Verfahrens in feiner Weise Bestätigung gefunden. Berlin, den 2. April 1896. 1200b gez.: Dr. O. Bachler, Verantwortlicher Redakteur der " Staatsbürger- Zeitung". Achtung! Bewilligt haben: 281/15 Bauer& Beetz; Thiele& Cie.; Neue Taxameterfabrik; Clarus & Siemens; Biedermann& Czarnikow; Hirschmann; Kressmann; Müller, Röpnickerstr. 154. Die Firma Hammacher& Petzold hat mit Vorbehalt bewilligt bis der Chef zurückkommt. Das Streikbureau befindet sich bei Schönemann, Stalizerstraße 7. Achtung! Putzer! Achtung! Freitag, den 1. Mai, vormittags 10 1hr, bei Keller, Koppenstraße 29: Große öffentliche Versammlung der Puker Berlins und Umgegend. Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Ref.: Gen. Jahn. Daß ich die Bertretung einer Kranken- Kollegen, auf einstimmigen Beschluß vom 20. April muß auf jedem Zuschußkaffe übernommen habe, welche Bau am 1. Mai die Arbeit ruhen, jeder Kollege bekommt in der Versammlung Mitglieder jeden Geschlechts ohne ärzt eine Karte als Ausweis, daß er daran theilgenommen hat. liche Untersuchung im Alter von 14 Gleichzeitig laden wir die Baudeputirten zum Donnerstag, den bis 60 Jahren aufnimmt, bringe hier: 30. April, abends 82 Uhr, zu der öffentlichen mit zur Veröffentlichung. Prospekte Baudeputirten- Derfammlung und Bedingungen liegen zu jeder Zeit Grenadierstr. 33, ein. aus bei Gustav Beutler, Prinz Eugen- 133/19 49402* unter gütiger Mitwirkung des Vereins Rhetorik und der Gesangvereine Melodia und Schneeglöckchen Straße 21, S. 1 Tr. ( M. d. A.-S.-B.), sowie des Musikvereins Musikfreunde. Um 9 und 10 hr: Lebende Bilder. 205/6 Die Raffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Entree 20 Pf. Arbeitslose, welche gewerkschaftlich oder politisch organisirt find, haben freien Eintritt und erhalten Billets nur in der Vormittags- Versammlung. Die Vertrauensperson. Verein Vorwärts( Nixdorf). Freitag, den 1. Mai, von nachmittags 4 Uhr ab, in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 49: Großes Tanzkränzchen. 232/19 Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Weihensee! der Der Vorstand. Weißenfee! Maifeier 1 Achtung! Die Lohnkommission. Staker Berlins und Umgegend. Betreffs der Die in Nr. 98 des ,, Vorwärts" vom 26. April 1896 abgedruckte Be hauptung des Gastwirthes Krüger, die Beweisaufnahme in der gegen ihn und feine Ehefrau stattgehabten Gerichts- Kollegen schließen sich der Versammlung in Pankow," Nordstern", Wollank Maifeier hat der Vorstand beschlossen: Die verhandlung vom 21. d. M. wegen un- straße( früh 9 Uhr) an. Treffpunkt früh 8 Uhr: Restaurant Augustin, erlaubten Schnapsverkaufes habe er geben, daß ich die Anzeige gemacht Staftanien Allee 10. Nach der Versammlung Ausflug nach Niederschönhabe, ist unwahr. Wilhelm Henkel, Schankwirth, Oppelnerstraße 33. Sonnabend: Rester- Verkauf. Anzug- Valetotftoffe 11. Parteigenossen von Weißenfee Brenner& Cie. am Freitag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr, itt Dewein's Gesellschaftshaus, Königs- Chauffee 94: Oeffentl. Volks- Versammlung für Frauen und Männer. Zages Ordnung: Alte Jakobstr. 57/59. Brennspiritus pr. Liter 20 Pf. Himbeer- u. Kirschfaft, garant. rein, pr. Liter 1 M. Sämmtliche feine Tafel- Liqueure, sowie 223/14 alle Effenzen zur Selbstbereitung von 1. Der 1. Mai und feine Bedeutung. Referent: Dr. Leo Arons. 2. Diskussion. Abends 8 Uhr: Große Festversammlung. eftrede gehalten vom Genossen Liqueuren 8. den billigsten Preisen. F. Hansen. Liqueurfabrit M. Schüfftan Das Lotal nebft Raffeeküche steht den Genossen den ganzen Tag zur Verfügung. Nachmittags im Garten Konzert. Pflicht der Ge- Rosenstr. 18. Kaufhaus Stettin. noffen und Genossinnen ist es, sich daran zu betheiligen. hausen, Settekorn's Waldschlößchen". 265/15 J. A.: Cristoph. Schuhmacher! Donnerstag, den 30. April, vormittags 9 Uhr, in Cohn's Fettsälen( großer Saal), Beuthstr. 20-21: Gr. öffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 170/2 Bericht über die augenblickliche Lage des Schuhmacher- Streifs. Die Agitations- Kommission. Oeffentlicher Vortrag für Frauen und Männer alexanderfirake 27c, von Th. v. Wächter über: Die Stellung des Mittwoch, den 29. April. abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Christenthums zu Völkerkrieg und Klassenkampf. Ein Protest gegen alle unflare Friedens- und Versöhnungsschwärmerei. Eintritt zur Deckung der Tageskosten 10 Pf. Reinertrag für die Ge maßregelten vom Kottbuser Streit. Arbeitslosen( Ausweis durch Invaliden= tarte) unentgeltlich. Nach dem Vortrag freie Diskussion. 1082b Maler, Ladirer und Berufsgenossen. Unsere Versammlung am 1. Mai vormittags 912 Uhr findet im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37, Entree wird nicht erhoben. Zur Deckung der Unkosten findet Teller Reichsgarten tatt.- Herr Cohn, Beuthstr., hat den von uns bestellten großen Saal andersammlung statt. Achtung! Das Komitee. Achtung! Friedenstr. 20 ( Ede Höchste straße). Täglich: Grosses Frei- Concert. Parteigenossen u. Genossinnen von Friedrichsberg. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Große Maifeier Maifeiern, NB. Meinen alten Runden und Freunden zur Nachricht, daß ich mein Gartenlokal in dieser Saison wieder am Freitag, 1. Mai, abends 8 Uhr, in Müller's Salon, ſelbſt bewirthschafte. H. Koslowski. Frankfurter Chauffee 86. 1. Vortrag( Referentin Frau Mesch.) Nachdem: Kommers mit fliegendem Programm und lebenden Bildern. Die Arbeiter- Gesangvereine von Friedrichsberg werden gebeten, sich an der Maifeier zu betheiligen. 223/16 Die Genossen und Genossinnen, welche am 1. Mai die Arbeit rithen lassen, werden gebeten, morgens 812 Uhr, bei Heinite, FriedrichKarlstr. 11, zu erscheinen, um von da aus gemeinsam die Versammlung zu besuchen. Der Vertrauensmann. Rautenberg's fetsäle, weitig vergeben, ohne uns davon Kenntniß zu geben. Daher der Wechsel und bitten wir die Kollegen auf die Adresse Louisenstädtisches Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37, genau zu achten. Achtung! Die Lohnkommission. Köpenick. Achtung! Grosse Maifeier 10646 am Freitag, den 1. Mai, bei Herrn Galecki( Kaiserhof) Oranienstr. 180. Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Feſtlichkeiten und Verſammlungen. „ Zum Glühlichterl“ Brandenburg- Strasse Nr. 54. arrangirt von den Parteigenossen Köpenicks. M Entree für Herren 20 Pf., intl. Tanz. Rasseneröffnung 6 Uhr. Damen 10 Pf. Anfang 7 Uhr. Das Komitee. nige Tage fret, für 25 Person 1 Zahnärztliche Klinik Wedding, Müllerstr. 1. Zachgas, Ihmerzlos einige Tage frei. 48632* Max Pönitz. 2,50 M., Plomben 1 M., künstl. Zähne, bestes Material, 2 M.[ 4896L* Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.