Nr. 101. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pig. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr: Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bum Prozeh gegen Hinke und Genossen. Donnerstag, den 30. April 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: das Recht zu suchen und zu finden hatten, die Organisation| Reichstages sind. Wäre man deshalb berechtigt, der sozialdemokratischen Partei bis zum letzten Augenblick eine solche Zusammenkunft als eine Versammlung der Verhandlungen ein Buch mit sieben Siegeln ge- von Reichstagsmitgliedern zu behandeln? In beiden blieben ist. Fällen rührt die Personalunion davon her, daß eine Daß dieser Prozeß sich Hinge und Genossen nennt, ist Der Kern der zu entscheidenden Rechtsfrage war der, politische Partei, die gleichzeitig mehrere Organisationen einer jener merkwürdigen Schicksalsfügungen zu danken, ob die fragliche Zusammenkunft als eine zwanglose mit Kräften zu versorgen hat, faft immer nur auf einen die seit längerer Zeit die Aufmerksamkeit des liebevollen Versammlung der Gehilfen des sozialdemokratischen kleinen Kreis von Personen angewiesen ist, die gleichzeitig Beobachters unserer Rechtspflege fesseln. Ursprünglich hieß Vertrauensmanns im zweiten Berliner Reichstagswahlkreis auf verschiedenen Gebieten der Partei ihre Thätigkeit widmen er nämlich Antrick und Genossen. Da unter den oder, wie die Anklagebehörde behauptet hatte, als eine müssen. 56 Angeklagten nach alphabetischer Reihenfolge der illegale Sigung des vorläufig geschlossenen sozial- Wie muß es wirken, daß Staatsanwaltschaft und Genosse in der Front marschirte, hätte man glauben demokratischen Wahlvereins im zweiten Berliner Reichstags- Gerichtshof sich in diese Verhältnisse durchaus nicht hineinsollen, daß er seiner Pathenstelle bei diesem Prozeß wahlkreise anzusehen sei. Stundenlang gaben sich die denken konnten. in im natürlichen Verlauf der Dinge nicht würde ent- beiden Vertheidiger und einige der Angeklagten die red- Auch sonst haben die gestrigen Verhandlungen vor dem hoben werden. Denn haben wir nicht aus dem Munde lichste Mühe, dem Gerichtshof begreiflich zu machen, daß in Berliner Schöffengerichte bei unseren Parteigenossen das des Oberstaatsanwalts Herrn Drescher versichern hören, ganz Deutschland fast in allen Wahlkreisen neben einander Ansehen der Justiz kaum erhöht. Eine ganze Anzahl von daß die Umtaufung des Prozesses gegen Pfund und zweierlei sozialdemokratische Organisationen bestehen und Theilnehmern haben beispielsweise aus der Prozeßführung Genossen in einen Prozeß Dierl und Genossen, wodurch bis zur Auflösung der Wahlvereine auch in Berlin be- seitens des Vorsitzenden den Eindruck gewonnen, als hätte besagter Prozeß vor die Brausewetter- Kammer gerieth, nur standen haben, nämlich das Vertrauensmänner- System dessen Urtheil über die Schuldfrage schon bei Beginn der Berder Ehrfurcht der Staatsanwaltschaft vor dem ge- zur Veranstaltung öffentlicher Parteiversammlungen handlungen festgestanden. Und während der Verhandlungen heiligten Brauche der alphabetischen Reihenfolge bei und der Sammlung vont Geldern, und in den verstärkte sich die Befürchtung, daß nicht blos der Staatsder Auswahl eines Prozeßpathens zu danken sei? einzelnen Wahlkreisen oder Orten besondere Vereine, anwalt, sondern auch der Vorsitzende nicht genügend tief in Welche überwältigenden Gründe müssen in diesem denen in erster Reihe die Pflege des Zusammenhaltes unter das Verständniß dafür eingedrungen sei, welch' scharfe Falle die Staatsanwaltschaft zur Abweichung von jenem den Mitgliedern und die politische Heranbildung der jüngeren Trennung in der sozialdemokratischen Partei- Organisation geheiligten Brauche genöthigt haben! Wie ist das merk Genossen, bei den Wahlen unter Umständen aber auch zwischen Wahlvereinen und Vertrauensmann bestehe und mürdige Naturspiel zu erklären, daß die anfänglichen Au- eine direkte politische Bethätigung obliegt. Nun war, daß es allen Thatsachen widerspreche, wenn immer wieder trick und Genossen in Hinge und Genossen umgetauft nachdem die bestehenden Organisationen in Berlin die Annahme auftauchte, es seien Gelder des Vertrauens wurden? Wir sind um so weniger in der Lage, eine durch den Köller- Koup aufgelöst waren, an stelle mannes in die Kasse des Wahlvereins geflossen oder es irgend wie plausible Erklärung dafür anzugeben, da der der Wahlvereine kein Wahlvereine fein neuer Verein getreten. An seien Angelegenheiten im Wahlverein besprochen und bePathe Hinze weder als Zusammenberufer, noch stelle des„ aufgelösten" Vertrauensmannes hatten die schlossen worden, die immer und ausnahmslos als Leiter, noch als Redner in der gesprengten Genossen des Wahlkreises sich indeß in öffentlicher Veröffentlichen Volts beziehungsweise Parteiversammlungen und dann inkriminirten Zusammenkunft irgendwie hervor sammlung einen neuen erwählt, der seine nach unserer Auf- verhandelt wurden. getreten ist. Wie also löst sich dieses Räthsel? Vielleicht fassung durchaus legale Thätigkeit mit Hilfe einiger von So erklärt es sich auch, daß die Angeklagten wegen hat Herr Oberstaatsanwalt Drescher die Güte, das tiefe ihm zu bestimmten Arbeiten herangezogener Genossen fort Fortsetzung der Thätigkeit des geschlossenen Wahlvereins Gesetz zu enthüllen, das, stärker als das Gesetz der alphabetischen gesetzt hat. Trotzdem nun Staatsanwalt und Gerichtshof verurtheilt worden sind, während es sich thatsächlich um Reihenfolge, ihn in diesem Falle zwang, den Namen Antrick zugaben, daß die fragliche Versammlung von diesem Ver- keine Fortsetzung gehandelt hat, und von all den Punkten, durch den Namen Hinge zu ersehen, gerade durch den Namen trauensmann, demi Genossen Kizing, einberufen worden war, die in jener Zusammenkunft der Genossen des zweiten WahlHinge unter noch 55 anderen, die ihm zu Gebote standen. wurde sie doch von demStaatsanwalt und schließlich auch von dem freises besprochen wurden, auch nicht ein einziger jemals im Also über die Gründe zur Umtaufung des Prozesses Gerichtshof als eine Sitzung des aufgelösten Wahlvereins Wahlverein behandelt worden ist oder bei Weiterbestehen wissen wir nichts; nur die Wirkung kennen wir. behandelt, unter anderem auch deshalb, weil bis auf einen desselben behandelt würde. Die Wirkung der Umtaufung war die, den Prozeß vor die übrigen Theilnehmer sämmtlich Mitglieder des auf- Befremdend für jeden, der die Entwickelung des diejenige Abtheilung des Schöffengerichts zu bringen, der gelösten Wahlvereins gewesen sind. Wie wenig dies deutschen Richterstandes in den letzten zwanzig Jahren der Amtsgerichtsrath Wien to wsti vorsitzt, der näm- ein Beweis dafür ist, daß die Zusammenkunft als eine nicht miterlebt und mitangesehen hat, war auch die forsche, liche Herr, der vor kurzem im Prozeß gegen Zetsche und Sigung des aufgelöften Vereins zu betrachten wäre, das schneidige" Art der Leitung der Verhandlungen. Genossen ein solch start entwickeltes Feingefühl für sozial- hätten sich Staatsanwalt und Gerichtshof füglich an Man war dies früher anders gewöhnt. Ein Ans demokratische Bösartigkeit bewiesen hat. einem Vergleich klar machen können. Die Mitglieder des geklagter- und es handelte sich um Arbeiter, die keine preußischen Abgeordnetenhauses sind zum großen Theil akademische Bildung, keine zwanzigjährige Sprachdressur geidentisch mit denen des Reichstages. Es wäre sehr leicht nossen haben gebraucht z. B. den Ausdruck:" Ich konfür den Präsidenten des Abgeordnetenhauses, zu irgend stative" sofort wird er vom Vorsitzenden unterbrochen: einem Zweck eine Zusammenkunft einer größeren Anzahl" Sie haben gar nichts zu konstatiren, höchstens leitender Persönlichkeiten der verschiedenen Parteien zu etwas anzuführen". Wir zweifeln sehr, ob der Einem jeden Sozialdemokraten, der ihr beiwohnte sammenzuberusen, bei denen es sich herausstellen würde, Angeklagte den Gedankengang des Vorsitzenden sofort mußte es flar werden, daß denjenigen Persönlichkeiten, die daß sie gleichzeitig sammt und sonders Mitglieder des verstanden hätte, wenn nicht der Ton die Musik Was sich da nun in dem kleinen Schwurgerichts- Saal des Landgerichte Berlin I abgespielt hat, ist nach mehr als einer Hinsicht charakteristisch für unsere Rechtspflege, wenn sie sich mit politischen Angelegenheiten zu befassen hat. 16 Tene. man sonst eine Taglöhnerfrau genommen. Am Samstag ( Nachdruck verboten.) Nachmittag lief sie nach Katzengrün, um das Sonntagfleisch Roman von Nicolaus. Krauß. zu holen; bald kannte sie auch alle Nachbarlehrer. Nur nach Maria- Kulm ließ sie die Tante nie allein gehen. Zum Lene war die eifrigste, wenn es galt, die Kosten für Hoftienholen mußte immer der Kaspar mit. Die runde die Schulkinder- Fastnacht aufzutreiben. Mit einem zwei- Holzschachtel, in welche die gekauften Oblaten kommen räderigen Karren zogen Mädchen und Buben von Dorf zu sollten und das Geld, erhielt aber Lene, der Kaspar war Dorf, in jedem Hof sprachen sie vor, sagten ihr Sprüchlein sozusagen nur ihr Gardebub. Der Frater, welcher den auf und erhielten Getreide, Schmalz und Eier. Alles Kindern in dem rußigen Loch, das man die Hostienbäckerei nahm die Lehrerin in Empfang, und sie buck dafür nannte, die Oblaten herausgab, war eine mitleidige Seele, Faschingstrapfen, ganze Waschkörbe voll. Am Faschings- und er schenkte ihnen jedesmal einige von den mißrathenen dienstag wurde die Schulstube ausgeräumt, der Lehrer oder zu braun gerathenen Fladen, aus denen man keine saß oben auf seinem Podium und spielte die Geige, Hoftien stechen konnte. Das aus reinem Wasser und Weizendie Kinder tanzten, aßen in den Pausen Knackwürste, mehl bestehende Gebäck schmeckte Lene nicht übel, besser aber Krapfen und tranken Kaffee, vorn bei der Thür saßen noch dem Kaspar. Kaum war man wieder aus dem Flecken und standen die Eltern und freuten sich über die Freude heraus, fing der Bub schon zu seufzen an: ihrer Sprößlinge. ,, Ach, Lene, ich bin so müd! Geh, komm', setzen wir uns ein bis'l in den Straßengraben!" Beim Eiertippen" zu Ostern hatte Lene bald alle Vortheile weg. Sie nahm stets die kleinsten Eier, weil Lene folgte seinem Wunsche, und beide Kinder schauten sich diese als die festesten erwiesen. Stand sie einem schlauen hinab auf die sonnüberflossenen Fluren des Egerlands, über Gegner gegenüber, und wollte der ihr trotz aller Kniffe die vielen Dörfer, die sich balo lang gestreckt an einer und allen Zuredens nicht die breite oder lange Seite seines Straße dahinzogen, bald im Klumpen sich um die ZwiebelEies bieten, dann schob sie während des Zuschlagens im tuppel eines Kirchthurms ballten. Und bis zu den blauen letzten Augenblick den Daumennagel vor; das that zwar Kämmen des Erz- und Fichtelgebirges schweifte ihr Blick. weh, aber das Ei des Mitspielers wurde doch eingedrückt Aber Kaspar dachte an ganz was anderes. Ganz plötzlich und gehörte nach der Spielregel ihr. Wenn in der fragte er: Charwoche die Glocken verstummt waren, durfte Lene allein" Du, Lene, wie viel hat Dir der Pater heut' Hostien von allen Mädchen mit den Buben die alte, große Thurm- gegeben?" ratsche drehen, in welcher es rumpelte und pumpelte wie" Hundert und zwanzig.". in einer alten Kapellen. Und wenn einmal einer der Buben gegen ihre Theilnahme protestirte, war sie gewiß früher als diese in der Kirche, zog eine schwere Lade auf die Fallthür, durch die man zum Thurm emporstieg, setzte sich darauf und gab den Durchgang nicht eher frei, bis man sie wieder mitratschen ließ. Lene machte freiwillig den Pfingstschwanz" und sprang mit aufgenommenem Rock Er hielt ihr mit lauernden Augen die Hand hin. über das Johannisfeuer wie ein Junge. Zornig griff Lehne nach der Holzschachtel, schüttete die Oblaten in ihre Schürze und begann zu zählen. Im Sommer fielen ihr all' die Botengänge zu, für die Slette mal waren's nur hundert... Hm!... Weißt, Lene, das glaub' i net." Was? " Daß's so viel sind.. Du mußt Dich verzählt haben... Kein Mädel kann ordentlich zählen. Was wetten wir, daß i recht hab'?" Halt aus!" sagte der Kaspar und rutschte ganz nahe heran, ich will auch mitzählen." Achtzig!" zählte Lenc. " Falsch ist's," schrie Kaspar. Da liegen zwei untereinander. Hab' ichs nicht g'sagt, daß D' net zählen fannst?" Seine Hand fuhr in die Schürze, es gab ein kleines Prasseln, und eine Oblate lag in Stücken. " Jessas!" schrie die Lene entsetzt. ,, Das hab' ich net g'wollt," log der Bub... ,, Bleib sizen, Lene, sonst geh'n noch mehr drauf Was fang'n wir jetzt an mit der Zerbrochenen?... Wenn sie der Vater sieht, gieb's was außa... Weißt was, Lene? Thuen wir sie essen?" Und schon hatte er den einen Theil in den Mund ge schoben. Auch die Lene aß, aber sie nahm sich vor, die Sünd' ganz gewiß beim nächsten mal zu beichten. Und wieder ging man ein Stück. ,, Lene, ich bin so müd!" Hau? Hätt'st epper wieder Appetit?" ,, Lene, wahrhaftig, ich kann nicht weiter Das Mädchen gab keine Antwort und schritt räftig fürbaß. D' ,, Lene, wenust D' mich im Stich läßt, sag' ich's, daß eine Hoftie' gessen hast." Mit einem Ruck fuhr sie herum: ,, Lump, dreckiger!" Aber Kaspar ließ sich nicht einschüchtern. ' s ist eine ungerade Zahl, und da sieht der Vater gleich, daß eine fehlt... Essen wir noch eine!" Lene überlegte. Das war richtig. Sie hielt ihrem Begleiter die offene Schachtel hin:" Da!" Kaspar ließ sich nicht lange bitten. Diesmal aß er die Oblate ganz allein. " Wenn Du eine ißt, kann ich auch eine essen", sagte Lene ganz in Zorn und Wuth. Jetzt ist's wieder ungerade!" lachte Raspar. ( Fortsetzung folgt.) gar E3 = gemacht hätte! Ein anderer wird vom Vorsitzenden 26. April 1886 betreffend die Beförderung, gegenwärtigen Rammer für einige Zeit auszukommen ver gefragt:„ Haben Sie das Wort ergriffen?" Der An- deutscher Ansiedelungen in Westpreußen und suchen will oder ob es sofort auflöst. Die Petite geklagte erwidert: Nein, das Wort habe ich nicht er- Bofen für 1895, die Denkschrift über die Verwendung Republique" sagt:„ Wir wissen nicht, was wir uns mehr einen parlamentarischen Kampf, der griffen, ich habe nur gesagt( oder ausgeführt)"; sofort des Grlöſes für verkaufte Berliner Stadtbahn- wünschen sollen wittert der Vorsitzende eine Verhöhnung und bemerkt mit führung des Gesetzes vom 19. Dezember 1869 betreffend die schließlich doch zur Auflösung führen muß, oder die sofortige Parzellen und der Rechenschaftsbericht über die weitere Ausschließlich der ganzen Schärfe seines Machtgefühls dem Angeklagten, sonsolidation preußischer Staatsanleihen für Auflösung." daß er sich das verbitte; wenn er ihn frage, ob er das erledigt erklärt. Längere Zeit wurde sodann noch über die all- Und in der That, für die Sozialisten ist es auch Wort ergriffen habe, so verstehe er, der Vorsitzende, darunter, jährlich wiederkehrende antisemitische Petition auf Ueber einerlei. gehört die ganze Beschränktheit des an die Möglichkeit zu ob er überhaupt gesprochen, sich geäußert habe. Der An- egung des Schulchan aruch auf Staatsfosten Kapitalistenhirns dazu, um getlagte ist verblüfft denn er wollte mit der Ablehnung debattirt, über die schließlich, entgegen einem Antrage des Frhrn. glauben, daß das groteste Zwischenspiel Cafimir Perier" des Ausdrucks: Wort ergreifen" in Abrede stellen, daß er v. Durant, zur Tagesordnung übergegangen wurde. Morgen noch einmal auf die Bühne gebracht werden könne. Mit das Wort erbeten bez. ertheilt bekommen habe. findet die Berathung des Lehrerbesoldungs- Gesezes dem Rothen Schrecken" ist es vorbei. Der PanamaWar beim Vorsitzenden dem einen oder anderen die Etel ist an seine Stelle getreten. Die Spitzbuben, die schneidige Art der Leitung auffällig, so erregte dagegen das Eine ganz neue Darstellung über die Bedeutung das Eigenthum in Gefahr erklären- das ist auch gar zu sachliche Verhalten des Staatsanwalts allseitig die höchste und den Einfluß der preußischen Polizeikommissäre gab ge- lächerlich. Verwunderung. legentlich des Prozesses Hinge und Genossen der Polizei- Uebrigens hat Herr Meline sehr großes Pech: seinen Zu der Zusammenkunft der bekannteren Genossen des kommissar Schöne. Während nämlich seinerzeit gelegentlich Namen. Nicht, daß der Name Meline an sich besonders 2. Wahlkreises, die nach ihrer festen Ueberzeugung zu Under Schließung der hiesigen Wahlvereine und des Partei- übelklingend wäre und irgend etwas schlimmes be recht der Fortsetzung des Wahlvereins für schuldig be- vorstandes alle Welt darin eine Maßnahme des verflossenen deutete, aber er reimt sich auf ein gar böses Wort: funden worden sind, war begreiflicherweise auch der Ab- Ministers v. Köller erblickte und sogar die Meinung das Wort famine- das heißt Hungersnoth, Brotgeordnete des Kreises, Genosse N. Fischer, eingeladen sehr verbreitet war, daß von Köller über diesen Streich ge- vertheurer. Dieses Wort hat in der französischen Reworden und erschienen. Auffälligerweise figurirte er nicht stolpert und sein Ministerportefeuille verloren habe, über- volution und seitdem bei verschiedenen Gelegenheiten gar unter den Angeklagten; er hat jetzt das Vergnügen, bei seiner rascht uns jetzt Herr Schöne mit der Erklärung, daß er Manchem als Todtenglocke geklungen. Und wie vielen hat es in der Revolution buchstäblich späteren Verhandlung sich vollendeten Thatsachen gegenüber und nur er ganz allein die Ursache für die November- Maßnahmen sei. Der Herr Kommissar erzählte nämlich unter den Tod gebracht. Wem es an den Kopf geworfen zu befinden. Die Staatsanwaltschaft scheint die Anklage deshalb seinem Eide, daß ihm im Herbst vorigen Jahres wird, dem legt es sich wie ein Mühlstein um den Hals gegen ihn noch nicht erhoben zu haben, weil sie annahm, die Organisation unserer Partei ungeſetzlich erschienen und zieht ihn hinab in die Tiefe. Beobachtung seinem daß er diese seine Beobachtung Fischer würde Aussehung des Verfahrens für die Dauer sei und Herr Meline, daß Haupt der französischen Schuhder Reichstagssession beantragen. Immerhin hätte sie das Vorgesetzten mitgetheilt habe und daraufhin die vor zöllner und Brotvertheurer heißt aber schon von deur ja erst abwarten müssen Wir sind natürlich Augenblick an, wo er die Bildung des neuen Ministeriums wir können ihr verläufige Schließung erfolgt sei. rathen, daß es Fischer nicht eingefallen weit davon entfernt zu bezweifeln, daß Herr Schöne unter übernahm, Meline- Famine. Das wird er nicht los. Das läßt ihn nicht los, bis er wäre, seinen Prozeß von dem seiner mitangeklagten seinem Eide die pure und blauke Wahrheit gesagt hat. Wir und mit uns die gesammte öffentliche Meinung in Deutsch- niedergehetzt ist. Genossen zu trennen. Aber sei dem wie immer Und Sonntag ist Gemeindewahl! unter den Angeklagten, die zur Verhandlung standen, land haben uns also im schweren Frrthum befunden, als wir Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. mit denen der Staatsanwalt sich amtlich und rechtlich zu annahmen, daß das Vorgehen gegen unsere Partei eine beschäftigen hatte, befand sich der Reichstags- Abgeordnete Maßnahme mit starkem politischen Beigeschmack war. Herr Am Tage der Geburtstagsfeier des Kaisers hatte sich der Fischer nicht. Trotzdem fand es der Herr Staatsanwalt Schöne beschwor es und er muß es wissen, daß nur unser Händler Sach in Segeberg betrunken und bekam in Dabei soll für angemessen, den Abgeordneten Fischer, den er nicht vor- vereinsgefezwidriges Verhalten die vorläufige Schließung seiner eigenen Wohnung mit seiner Ehefrau Streit. Wenn das aber richtig ist, dann eine er die Majestätsbeleidigung begangen haben, die ihn am geladen hatte, von amtlich geschütter und verpallisadeter eingebracht hat. Stelle aus in agressivster Form in die Ver- Frage: Seit Ende 1890 bestanden die vorläufig geschlossenen 28. April in Kiel auf die Auflagebant führte. Als Beugen handlung zu zerren und gegen ihn unwahre, un Organisationen in derselben Form und bei voller Offenheit; erschienen die Ehefrau und ein recht jugendlicher Knecht. Der alles was im November vorigen Jahres plötzlich gegen das Staatsanwalt beantragte gegen den seit 4 Wochen in Untersuchungsbewiesene und unbeweisbare Anschuldigungen zu Gesez verstoßen sollte, konnte seit Jahren unbeanstandet ge- baft befindlichen Angeklagten ein Jahr Gefängniß, das Gericht erheben. Nach den Berichten der Tagespresse redete Herr Staats- schehen. Ist es nicht geradezu wunderbar, daß ein so pflicht- fegte die Strafe auf 4 Monate Gefängniß fest. Grober Unfug und Majestätsbeleidigung anwalt Schweigger folgendermaßen: Zu denen, die getreuer Beamter, wie Herr Schöne doch einer ist, Jahrelang das waren die Beschuldigungen, wegen deren der Redakteur des auf das Gesetz Pfiffen", gehöre auch der Reichstags- einen ungesetzlichen Zustand bestehen läßt und zu dessen politischen Theiles der Frankfurter Boltsstimme" Genosse Abgeordnete Fischer, der selbst Mitglied des Beseitigung nichts thut, obwohl die Beaufsichtigung der Fürges am 27. April zum Untersuchungsrichter mußte. Das gefeßgebenden Körpers sei und es dennoch mit sozialdemokratischen Organisationen doch zu seinem speziellen Blatt berichtet darüber: Die beiden Bergehen hatte die Staate seinen Pflichten vereinbar hielt, in schnöder Weise Ressort gehört? Im Prozeß Auer und Genossen wird dem anwaltschaft in einem Artikel gefunden, der über das Denkmal das Gesetz zu brechen und noch andere Leute dazu Herrn wohl Gelegenheit gegeben werden, sich über diese am Opernplay in der Nummer der Volksstimme" vom 14. April erschienen war und mit den Worten begann:„ Große Ereignisse zu verleiten. Die Anklagebehörde habe vorläufig aus merkwürdige Unterlassung näher zu äußern. werfen ihren Schatten voraus". Da des Kaisers in dem naheliegenden Gründen davon abgesehen, den Abg. Fischer Die Vossische Zeitung" schließt sich heute den inkriminirten Artikel keinerlei Erwähnung gethan ist, war es mitanzuflagen, fie werde aber mit diesem Herrn später Stumm'schen Drohungen bezüglich der Feier des 1. Mai unerfindlich, wo denn eigentlich die Majestätsbeleidigung stecken abrechnen." an. Wenn Arbeiter, weil sie gegen den Willen der Arbeitgeber sollte; ebenso wenig vermag ein Laienauge den groben Unfug Wir müssen es natürlich dem Herrn Staatsanwalt und am 1. Mai von der Arbeit wegblieben, auf lange Zeit, viel- darin zu entdecken, da dieses Delikt wohl von Buben auf seinen Vorgesetzten bis zum Herrn Justizminister überlassen, leicht auf Jahre brotlos herumirren müßten, so sei der Partei- der Straße begangen, in den Spalten eines Zeitungsblattes aber nur schwer verübt werden kann. Ruhestörenden Lärm und groben zu beurtheilen, ob solches Auftreten den Intentionen des vorstand und die Gewerkschaftskommission daran schuld, welche Unfug, die im§ 360, Absatz 11 des Strafgesetzbuches in einem Herrn Ministers entspricht: das gesunkene An- durch den Hinweis auf die steigende Geschäftskonjunktur" them verboten sind, wird man schwerlich mit dem unschuldigen sehen der Rechtsprechung zu heben. Wir trotz scheinbaren Abrathens thatsächlich zum Wegbleiben Beitungspapier erregen fönnen, welches ja außerdem noch sehr unsererseits fürchten, der Respekt vor den geheiligten von der Arbeit aufgefordert hätten. Die Bossische Ztg." geduldig sein soll. Das eigenartige an der Vernehmung in dem Räumen des Gerichtssaales, das Vertrauen in die Beamten ereifert sich höchst überflüssigerweise. Eine solche Auf- vorbereitenden Verfahren ist, daß der Artikel in dem lokalen der Justizverwaltung werde durch solche Vorkommnisse und forderung liegt nicht vor, weder direkt noch in Theil erschienen war, für welchen Genosse Jürges gar nicht folche Schneidigkeit nicht erhöht werden. birekt. Wohl aber stellt die Vossische Zeitung" den verantwortlich zeichnet. Natürlich ist es eine müßige Frage, ob der Herr deutschen Arbeitgebern das denkbar schlechteste Zeugniß Deutsches Reich. Staatsanwalt dieselbe Ausdrucksweise gewählt hätte, wenn aus. Denn jemand, der einen andern, weil derselbe sich -Zu den Krisengerüchten liegt in der Nordd. unser Genosse Fischer als Angeklagter anwesend gewesen verpflichtet hält, einen Tag nicht zu arbeiten, deshalb auf allg. 3tg." eine offiziöse Mittheilung vor:" Die in der Presse wäre und somit das Recht gehabt hätte, ihm an derselben Jahre hinaus" brodlos macht, ist milde ausgedrückt, ein verbreitete Nachricht, daß der Reichskanzler sich im Laufe dieser Stelle zu antworten. Jedenfalls hätte der Reichstags- roher Patron. Nun, die deutschen Arbeiter sind zu gut Session nicht mehr persönlich an den Reichstagsverhandlungen Abgeordnete Fischer es nicht unterlassen, dem Herrn geschult, um frivole Konflikte herbeizuführen- freilich, fie betheiligen und in anbetracht seines Gesundheitszustandes be Staatsanwalt zu erwidern, daß ein Urtheil darüber sind auch stark genug, denen, die frivole Konflikte herbei- deutend vor dem Juli auf Urlaub gehen würde, entbehrt ihm gar nicht zustehe, welches die Pflichten eines Mitgliedes führen, die Spiße zu bieten. jeglicher Begründung." D " " " " im Kabinet. * " Ferner hat der Kaiser am 29. April vormittags den Fürsten des deutschen Reichstags seien. Das ist Sache des deutschen Die fromme Germania" hat ein neues Verbrechen Hohenlohe, den Staatssekretär v. Marschall und den Reichstags und der Wähler des zweiten Berliner Reichstags- an uns entdeckt: daß wir nicht heucheln. In dieser Direktor der Kolonialabtheilung Dr. Kayser zum gemeinschaftlichen Wahlkreises, und so weit sind auch die Zustände in Deutsch- Heuchelgesellschaft, wo jede That jedes Wort Lügen firaft, Vortrag empfangen. Aus der Zuziehung des lettgenannten Herrn land noch nicht, daß ein Staatsanwalt am Schöffengericht darüber ein Urtheil zu fällen hat, das für die Abgeordneten ist die Heuchelei allerdings gesellschaftliche Pflicht für schließen die Zeitungen, daß es sich zunächst um die endgiltige darüber ein Urtheil zu fällen hat, das für die Abgeordneten alle, die dieser Heuchelgesellschaft angehören. Und folglich Feststellung des fünftigen Verhältnisses der oftafrikanischen Schuhirgend welche thatsächliche Bedeutung hat. Aber als ein Symptom für den Geist, der in der auch für die fromme" Germania", die gleich ihren übrigen truppe zum Gouverneur von Deutsch- Ostafrika und um die südAber als ein Symptom für den Geist, der in der Schwestern und Brüdern zwar weidlich auf die fünd- politische Lage, wie sie sich durch das Stocken der Reform des sünd- westafrikanischen Wirren handelte. Daß aber auch die allgemeine preußischen Staatsanwaltschaft sich regt, ist dieser Zwischen- hafte Welt schimpft, aber nicht daran denkt, den Sünden Militär Strafverfahrens gestaltet hat, zur Sprache gekommen politische Lage, wie sie sich durch das Stocken der Reform des fall doch sehr charakteristisch. pfuhl auszuschöpfen oder auszutrocknen. Im Gegentheil: weil ist, entnimmt man der Thatsache, daß nach einander der Chef wir Sozialdemokraten dies thun wollen, schimpft sie auf des 3ivilfabinets, v. 2ucanus, dann der Reichskanzler und Die Vertrauenspersonen der Partei und unsere uns noch weit grimmiger und gewiß auch ehrlicher als auf schließlich der Chef des Militärkabinets, General v. Hahnke, Freunde im Auslande bitten wir, nus über den Ausfall die sündhafte Welt. Vortrag beim Kaiser hatten. Wie die National Zeitung" erder Maifeier in den einzelnen Orten sofort mittels Was jetzt den Zorn der„ Germania" erregt hat, ist fährt, liegt der Entwurf der neuen Militär- Straf Postkarte zu unterrichten. Meldungen über be- unsere Bemerkung im Leitartikel: Dunkle Punkte": der Prozeß Ordnung, der zu der Minifterkrise den Anlaß ge= sonders wichtige Vorgänge, die uns bis Sonnabend Abend einstimmige Beschluß des Reichstags" gegen die Duell- geben haben soll, bereits seit länger als zwei Monaten auf dem Postwege nicht mehr erreichen würden, bitten Mörderei werde in den Kreisen, wo dieser Unfug Jetzt wird man ja wohl bald Bestimmtes erfahren, welcher vont gepflegt wird und wir uns auf unsere Kosten zu telegraphiren. Die schrift nicht beachtet werden und, da diese Kreise für den ausgeht, einfach Kurs zunächst gesteuert werden soll. Für das Militär Kabinet und seine Neben lichen Mittheilungen sind zu adressiren an die Redaktion Staatsanwalt und Strafrichter ein Rührmichnichtan regierungs- Versuche hat sich doch ein Vertheidiger gefunden und des Vorwärts", Berlin SW 19, Beuthstraße 2. Bei seien, werde der einstimmige Beschluß" ganz wirkungs- zwar in der Staatsbürger Zeitung", die sich gegen den gestern telegraphischen Mittheilungen ist die Adresse Sozial- los bleiben. Damit sollen wir den Reichstag verhöhnt" von uns mitgetheilten Krisen Artikel der„ Kölnischen Zeitung". demokrat Berlin" zu benutzen. haben! Aber haben wir nicht die reine nackte Wahrheit insbesondere gegen die Wendung, daß die Konservativen und die gesagt? Wird nicht fortduellirt? Wird nicht, wer sich in jenen superieuren Kreisen an das Gesetz gegen das Duell fehrt, mit Schimpf und Schande aus diesen Kreisen ausgestoßen? Hat nicht das Hauptorgan der militärischen Berlin, 29. April. Jm Reichstage schlich die zweite Berathung des Kreise:" Das Militär- Wochenblatt", dem Reichstag soeben ein verhöhnendes" Nübchen geschabt und das Duell als Börsengesetzes heute zuerst langsam weiter. Um jeden einzelnen Bosten kämpfte erbittert der agrarischen und der den Eckstein des Militarismus hingestellt, welcher Militabörseschühenden Kämpen große Zahl. Gewandter Taktiker, rismus da ist das Fundament des Deutschen Reichs? Und hat ein Staatsanwalt wegen dieser frechen Verwie er ist, betonte Graf Kanig, daß er der beste Freund höhnung des Gesetzes" die Redaktion des„ Militär- Wochen- den Beweis dafür geliefert, mit welch' ausgesprochenem Unrecht d. blattes" vor den Strafrichter geladen? Politische Uebersicht. " denen er " " Garde triumphiren, mit folgenden Worten wendet: Diese Art der Behandlung des Stoffes ist unter allen Umständen eine un passende und verwerfliche, weil sie alles eher ist, als loyal, oder monarchisch, oder staatserhaltend. Und wenn die Köln. 3tg." und Blätter ihrer Art wieder einmal die Lust verspüren follten, Umsturzgesetze zu empfehlen, dann sollen sie an den hier angeschlagenen Ton erinnert werden, der an hegerischer Form so gar sozialdemokratische Ergüsse noch in den Schatten stellt. Und daran hat es der Ton der offiziösen" Presse neuerdings bei den vielfachen Krisengerüchten nie fehlen laffen." Das biedere Antisemiten- Organ hat selten einen so schlagenDer Börse, sei, 3. h. der„ reellen". Dann- Gott ſchüße mich vor meinen Freunden erwiderte nicht minder schlages seinen Namen, Staatsbürger- Beitung" führt. fertig Herr Frese von der freisinnigen Vereinigung, die börsen- Zum Zenguißawang. Genosse Wiertelarz von der„ Thür. Die vierten Bataillone. Genaueres wegen des freundlich par excellence iſt. Den Hauptgegenstand der Tribune" ist abermals vor den die Untersuchung führenden Gesehentwurfs über die anderweite Organisation der vierten heutigen Debatte bildete das Börsen- Ehrengericht, insbesondere Richter geladen, um Zeugniß abzulegen in einer Disziplinar Bataillone, der dem Reichstage demnächst zugehen wird, glaubt Danach soll die die Mitwirkung des Staatskommissars beim ehrengericht- Ermittelungsfache gegen einen unbekannten städtischen Beamten.die Kreuz- Zeitung" mittheilen zu können. Die einlichen Verfahren. Nach den Kommissionsvorschlägen hat Frankreich. Das Kabinet Meline ist nunmehr in Umformung erst am 1. April 1897 stattfinden. das Staats- Aufsichtsorgan eine Fülle staatsanwaltschaft- nachstehender Weise vollständig gebildet. Meline übernimmt maligen Ausgaben für die Unterbringung der neu zu bildenden Truppentheile werden meist auf 50 Millionen Mark geschäßt. licher Befugnisse, die eine stete und mußlose Belästigung Vorsitz und Ackerbau, Darlan Justiz, Hanotaur Aeußeres, Die" Kreuz- Zeitung" glaubt, daß diese Summe zu hoch gegriffen des Handelsstandes darstellen; sie gingen aber durch unter Barthou Inneres, Cochery Finanzen, General Billot Krieg, fei. Nach ihrer Meinung würden 10 Millionen Mart genügen. Ablehnung eines mildernden Antrages Träger, für den nur Admiral Besnard Marine, Rambaud Unterricht, Lebon Bei militärischen Neuforderungen thut man nach alter Erfahrung Freifinnige und Sozialdemokraten stimmten. Hierauf wurde Kolonien, Boucher Handel, Turrel öffentliche Arbeiten. Herr gut, immer auf die höhere Summe gefaßt zu sein. Warum auch eine Anzahl weiterer Paragraphen ohne Debatte an- Meline hat sein Ministerium und zwar nicht als nicht? Für Militär" hat man immer noch in Preußen heidengenommen und alsdann nach einer Fluth von persönlichen Versöhnungs-, sondern als Rampfministerium als mäßig viel Geld. Bemerkungen vertagt. Morgen: Fortsetzung der Berathung Ministerium, das an allem, was die letzten fünf des Börsengesetzes; Interpellation betr. die Konvertirung Monate Gutes gebracht haben, die Penelope Arbeit verder Reichsanleihe. richten, die sozialistische Hochfluth eindämmen, die Revisionsbewegung unterdrücken soll. Soll, aber nicht wird. Das Herrenhaus hielt am Mittwoch seine erste Sigung nach den Osterferien ab. In derfelben wurden debattelos die Dentschrift über die Ausführung des Gesezes vom N " Die Duellfrage und das Zentrum. Die „ Germania" sucht die uns zugegangenen Mittheilungen über das Verhalten verschiedener Zentrumsführer in Duellangelegenheiten zu entkräften, indem sie nur die auf Herrn v. Schorlemer- Alft bezüglichen Ausführungen zitirt und dann schreibt: Der Vorwärts" ist hier von befreundeter Seite" falsch Die Frage ist blos: ob das neue Ministerium mit der unterrichtet worden. Die Exkluſion des stud. Frhrn. Hubert Duell nichts zu Holland. England. dis Am Asien. Aus Lissabon läuft die Nachricht ein, daß die engRoustantinopel, 29. April. Bet der Verhaftung zweier v. Schorlemer, der mit dem Zusaße Großenhain in letzter Zeit 1 leider dem berühmten und allgeachteten Namen Schorlemer Zur Wahlrechtsfrage. Die Antwort der Me- Mitglieder des armenischen Komitees, welche von armenischen nichts weniger als Ehre angethan hat, bat mit einem gierung auf den vorläufigen Bericht der Kammer- Abtheilungen Kaufleuten Geld zu erpressen versuchten, wurde ein Polizist thun, sondern mit Verletzung eines bez. des neuen Wahlrechts- Entwurfes ist erschienen. Der ver- getödtet. anderen Grundprinzips der fatholischen Studentenvereine. änderte Entwurf des Minifters van Houten unterscheidet ot Mittelasiatisches. Au3 Petersburg wird den ( Was ist denn das für ein Prinzip? Red. d." Vorw.") fich nur in einigen unwesentlichen Punkten von dem ursprüngDaß der katholische Studentenverein„ Winfridia" in Göttingen lichen. Wenn also dieser Entwurf zum Gesetz wird, sind wir Times" gemeldet: Die russische Regierung habe beschlossen, einen weiteren Schritt in ihren Vorbereitungen zu thun, um in der den Freiherrn Hubert v. Schorlemer exkludirte, hat deffen Vater nur einen unbedeutenden Schritt weiter gekommen. allerdings sehr tief geschmerzt. Aber es lag gewiß keine Miß- 19. Mai werden voraussichtlich die Berathungen in der Kammer Lage zu sein, gegen Herat vorzugehen, ehe diefer Ort von den billigung dieses Beschlusses darin, sondern es war nur eine nahe- ihren Anfang nehmen. englischen Truppen auf der anderen Seite erreicht werden kann. Eine weitspurige Eisenbahn solle sobald als möglich liegende Konsequenz, wenn der Vater die Ehrenmitgliedschaft in einem Vereine niederlegte, aus dem sein Sohn ausgeschlossen werden mußte. Glänzend hat sich das System bewährt, die Funktionen on Merw nach Kuscht gebaut und das nöthige Material Das ist ein neuer Vorstoß gegen katholischen Studentenvereinen und Verbindungen sowie ihren Beide Bartien haben sich das gestehen müssen. So verkündet die nach Herat zu legen. Freiherr v. Schorlemer hat trotzdem den des Fabritiuspettorats auch Frauen zu übertragen, folle bereit gestellt werden, um eine Eisenbahnlinie von Kuscht Prinzipien, die das Duell und jede Theilnahme am Afrika. Duell grundsäßlich ausschließen, seine Anerkennung nicht ver- Boffische Zeitung" und theilt hierbei ein äußeres Zeichen dafür Judien. sagt und auch nachher mehrfach den Festlichkeiten katholischer mit, daß dem so ist. Der Minister des Junern, Sir Mathew White Ridley, hat die bisherige Fabrik Inspektorin Studentenforporationen beigewohnt. Wir müssen das betonen, Fräulein Mary Abraham zur Superintendentin, lische Regierung die Erlaubniß zu einem Transport von Alst teinen Schatten werfen zu lassen. Jedenfalls war Freiherr ist die Tochter um auf das Andenken des verewigten Freiherrn v. Schorlemer. D. h. zur Ober- Inspektorin erhoben. Die genannte Dame Waffen und Munition auf der Eisenbahn von des Parlaments Abgeordneten Abraham, Beira bis zur Grenze des Gebietes der Chartered- Company v. Schorlemer- Alſt prinzipiell ein ebenso entschiedener unseres Wissens des Führers der Bergarbeiter von Südwales, unter Aufsicht der portugiesischen Regierung in Gemäßheit bes Gegner des Duells, wie die westfälischen Grafen Schmising ber dem internationalen Bergarbeiterkongreß in Berlin bei Artikels 10 des Berliner Vertrages nachgesucht habe. portugiesische Regierung habe ihre Einwilligung gegeben. Transvaal. Aus London wird gemeldet, der Demnach stimmen die Erfahrungen der englischen Behörden Wir müssen unserem Gewährsmann die Vertretung seiner absolut nicht mit den Mittheilungen der preußischen Geheimräthe Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain hätte von Gir Behauptung überlassen. Weshalb geht denn aber die Ger- überein, auf die Herr von Berlepsch sein abfälliges Urtheil im 5. Robinson ein Telegramm erhalten, nach welchem die über die mania“ nicht auf die andere noch lebende Zentrumsgröße ein? Reichstage über die Fabrikinspektion durch Frauen gründete. vier Führer des Reformkomitees verhängte Todes, Krüger umgewan Präsidenten vom München, 28. April. Die Kammer der Reichs= Krüger hätte aber noch keinen Beschluß räthe beschloß heute nach längerer Debatte, über den Beschluß der Kammer der Abgeordneten betreffend Errichtung einer gefaßt, welche Strafe an stelle der Todesstrafe zu treten habe. Die Chartered Company" hat ein Telegramm aus staatlich geleiteten Mobiliar Versicherungs- Anstalt zur Tagesordnung überzugehen. Johannesburg erhalten, in welchem gemeldet wird, daß in dem Prozesse gegen das Reformkomitee 60 Angeklagte, unter denen sich die ersten Geschäftsleute des Rand besinden, zu je zwei Jahren Gefängniß, 2000 Pfund Geldstrafe und dreijähriger. Berbannung verurtheilt wurden. In dem Telegramm wird hinzugefügt, in Johannesburg herrsche große Erregung. 1 Kerssenbrod, welche lieber aus dem Offiziersstande aus schieden, statt sich dem Duell zu unterwerfen." " München, 28. April. Der Finanzausschuß der Kammer der Abgeordneten beschäftigte sich in seiner heutigen Sigung mit verschiedenen Petitionen über den Aus= bau der Main Donau- Wasserstraße. Bezüglich der Bitte um Ausarbeitung eines Projektes für einen Main- DonauGroßschifffahrts- Kanal ging man zur Tagesordnung über, dagegen wurde die Bitte um Fortiehung der Main Kanalisation von Frankfurt a. M. bis Aschaffenburg der Regierung zur Würdi gung überwiesen, nachdem der Minister v. Crailsheim fich einverstanden erklärt und u. a. hervorgehoben hatte, daß die Verhandlungen mit der preußischen Regierung über die Mainregulirung von Frankfurt a. M. bis Offenbach noch nicht ab. geschlossen seien. Straßburg i. E., 28. April. Der Landesausschuß für Elsaß- Lothringen nahm in der heutigen Sigung in britter Lesung den Gefeßentwurf über die Gewerbesteuer in der Fassung der zweiten Lesung und ebenso die Regierungsvorlage betreffend die Wandergewerbesteuer in dritter Lesung an. Ungarn. 3wei Duelle in einer Woche dürften für einen aktiven Minister genug des guten Beispieles für Gesegesverachtung sein. Der ungarische Landesvertheidigungs- Minister Baron Fegervary fann sich rühmen, zwei Gegner in einer Woche schwer im Duell verwundet zu haben. Dadurch wird freilich seine stark bemängelte Amtsführung nicht rehabilitirt. Frankreich. wohnte. = " London, 27. April.( Unterhau 3.) Unterstaatssekretär ftra fe des Auswärtigen Curzon erklärt, die britische Regierung sei belt wäre. vom russischen Botschafter von Staal dahin unterrichtet worden, daß die von einigen Blättern verbreitete Nachricht von einem geheimen Vertrage zwischen Rußland und China, durch welchen China einen großen Theil seines Gebietes an Ruß land abtreten solle, vollständig unbegründet sei. London, 28. April. Prozeß gegen Dr. Jameson. Der Generalstaatsanwalt theilte heute mit, daß bis zum 8. Juni sehr wichtige Zeugen aus Südafrika eintreffen würden. Infolge dessen wurde die Verhandlung nach einigen unwesentlichen Beugen aussagen bis zum 11. Juni vertagt. Rom, Italien. 2000 Partei- Nachrichten. Die Aus Pretoria wird telegraphirt: Präsident Krüger erklärte gegenüber dem Vertreter des Renter'schen Bureaus", die Geschehnisse des Tages seien ihm Gegenstand ernster Erwägung. Er vertraue, daß Johannesburg die Entscheidung der Regierung Die schriftliche Urtheilsausfertigung 26. April.( Eigener Bericht.) Der Wieder in Nuhe abwarten werde. zusammentritt der Kammern steigert auf beiben Seiten die Vor- werde dem ausführenden Rath am Donnerstag vorgelegt werden bereitungen zum Kampf. Die Crispi'sche Soterie, welche teine und die Angelegenheit alsdann rasch in Behandlung genommen Partei mit irgend welchem politischen Programm, sondern nur werden. Der Agence Havas" wird aus Pretoria gemeldet, die Res eine Versicherungsgesellschaft für unlautere Privatinteressen bildet, trägt die Hoffnung zur Schau, das neue Ministerium im ersten gierung der südafrikanischen Republik beabsichtigte die in Anlauf zu Boden werfen zu können. Als Vorwand für den ihrem Besitze befindlichen Schriftstücke, welche sich auf den Angriff, der ihr wieder die freie Verfügung über die Staatstaffe Prozeß gegen das Reformtomitee und auf die Rolle verschaffen soll, dient ihr die Haltung des neuen Ministeriums beziehen, welche die Ausländer zu gunsten des Dr. Jameson gein der abessynischen Frage oder, wie ihre Organe sich ausdrücken, spielt haben, zu veröffentlichen. Im Besitze der Regierung be die die fänden sich, wie versichert werde, Schriftstücke, welche die Be= Preisgebung ber italienischen all Intereffen Barbaren. Da die Haltung des in theiligung besonders Cecil Rhodes' und der Ministeriums viel dieser Angelegenheit nicht anders ist, als sie Chartered Company unzweifelhaft bewiesen nach der durch Crispi's Unfähigkeit herbeigeführten Lage und starte Verdachtsgründe gegen ausländische Persönlichkeiten der Dinge sein kann, so suchen die Crispi'schen Organe durch er- in Südafrika enthielten. fundene Mittheilungen über die Absichten der neuen Regierung ihrer Sache aufzuhelfen. Wenn die bisherige unter Crispi und auf dessen Namen gewählte Majorität des Abgeordnetenhaufes Bur Maifeier. Der Verbandsvorstand der Stuttgarter fest zusammenhielte, wie eine wirkliche politische Partei dies thun würde, so tönnten in der That die Tage der neuen Ste- Orts Krantentassen hat beschlossen, sämmtlichen Bureaugierung rasch zu Ende gehen. Aber die meisten Mitglieder diefer angestellten den Nachmittag des ersten Mai freizugeben. Die Amtshauptmannschaften von Dresden Alt- und Paris, 27. April.( Eig. Bericht.) Das Zusammenfallen Majorität wollen sich nicht der Möglichkeit einer Kammerder Gemeinderathswahlen mit einer politischen Krise auflösung aussehen, weil sie mit dem Verlust ihrer Abgeordneten- Neustadt haben im Verein mit der Dresdener Polizeidirektion von weitgehendster Bedeutung verleiht der Wahlagitation size zugleich den Einfluß in ihrer Heimath verlieren würden, wieder die übliche Bekanntmachung erlaffen, wonach alle öffenteinen ausgesprochen politischen Charakter. Nicht nur in Paris, der für sie eine Quelle aller möglichen materiellen Vortheile ist. lichen Auf- und Umzüge, An- und Versammlungen auf Straßen sondern auch in allen städtischen Zentren der Provinz geht Für die Wiederberufung Crispi's zur Herrschaft offen ein- und Plätzen oder sonst im Freien, sowie auch die Massenspaziergänge, der Wahlkampf unter dem Schlachtwort:" Nieder mit zutreten, ist selbst in Italien eine sawierige Sache, befonders da selbst wenn sie nur gruppenweise und ohne feste Gliederung fich bedem Senat!" vor sich. Die Ordnungsparteien, insofern die Gegner Crispi's, z. B. der Führer der äußersten Linfen, wegen, bei Strafe verboten sind. Die Sächs" Arb.- 3tg." meint zu fie überhaupt in den demokratischen und sozialistischen Cavallotti, neuerdings mit verstärktem Nachdruck auf die noch dieser Haupt- und Staatsaktion der Dresdener Bureaukratie:„ Das Mittelpunkten den Kampf aufzunehmen wagen, suchen unerledigten Anklagen gegen Crispi's persönliche Ehrlichkeit, auf ist nichts neues, es ist ein alter Bekannter, der jedes Jahr wiederihre Rettung in der fraftlosen, rein negativen Wahlparole: Reine feinen Ordensschacher und auf seine bezahlten Abgeordnetenreden tehrt. Wir waren aber naiv genug, zu glauben, daß die in Politik im Gemeinderathe!" Sie wagen es nicht, Farbe zu be- zu gunsten der Banca Romana zurückkommen. Infolge dessen Reichstag erfolgte Verurtheilung der sächsischen doppelten Buchkennen, weil die senatsfeindliche Stimmung im Lande in furzer fuchen die Anhänger Crispi's vorläufig dahin zu wirken, daß führung zur Einkehr führen würde; es war Täuschung, man Es ist auch gut fo, trägt Zeit sich wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Die Sozialisten Sonnino, der Crispi'sche Finanzminister, an die Spitze der Ge- feht die alte Methode unbeirrt fort. entfalten eine unermüdliche Thätigkeit. schäfte gerufen werde; Crispi selbst soll ihnen gerathen haben, es doch dazu bei, endlich auch dem Blödesten die Augen zu Sämmtliche Fraktionen des franzöfifchen Sozialismus tämpfen sich um Sonnino zu schaaren; das weitere, glaubt man, werde öffnen." In Eisenach ist die zum Abend des 1. Mai geplant ges mit einem Kommunalprogramm, welches die auf tom- sich dann von selbst finden. Für das gegenwärtige Ministerium munalem Boden zu verwirklichenden Reformen im Interesse des fällt die Ernennung eines Landesministers für Sizilien in die wesene Volksversammlung auf grund„ landespolizeilicher VorProletariats und der Volksmasse überhaupt enthält, Des Wagschale. Der neuernannte Minister hat sich vor einigen Tagen schriften" verboten worden. Das„ Gothaische Voltsblatt" schreibt Raumes wegen seien hier nur die Hauptpunkte des sozialdemo- nach Palermo begeben und ist dort von der Bevölkerung sehr hierüber: Die alte Geschichte mit den Versammlungsverboten Tratischen Kommunalprogramms angeführt: Volle Selbst- freundlich empfangen worden; auch die Sozialisten haben ihm, tann also wieder losgehen. Daß man sich für den Anfang gerade verwaltung der Gemeinde, Achtstundentag und Lohnminimum in unter der Voraussetzung, daß er seine Aufgabe ernst nehme, ihre die unſchuidige Versammlung zum 1. Mai ausgesucht hat, ist für allen Gemeindearbeiten, Abschaffung der städtischen Verzehrungs- Mitwirkung zugesagt. Gleichzeitig ist mit der Säuberung des den hier herrschenden Geist sehr bezeichnend. Im Bergrevier Ostrau- Karwin sind alle auf den 1. Mai steuern, Steuerfreiheit für die ärmeren Miether und progressive sizilianischen Richterstandes begonnen worden, welcher zum theil Besteuerung der höheren Miethepreise, Arbeitsbörsen unter der völlig unter die Botmäßigkeit der lokalen Koterien gerathen einberufenen Voltsversammlungen verboten worden. Gegen die Verwaltung der Gewerkschaften, unentgeltlicher Arbeitsnachweis, war, sodaß das Vertrauen in die Rechtspflege nahezu aufgehört niederträchtige Maßregel ist telegraphisch Rekurs erhoben worden. unentgeltliche Schulbücher sowie unentgeltliche Bekleidung hatte. Aber diese Maßregeln, welche die einzigen bemerkens- Im übrigen sind die Bergarbeiter nicht gesonnen, sich ihr Verund Beschuhung der schulpflichtigen Kinder je zu werthen Kundgebungen der neuen Regierung sind, können den sammlungsrecht rauben zu lassen. Zur Maifeier in der Schweiz wird uns aus Zürich ge Anfang der Winter und Sommersaison, unentgeltliche Gegensatz des Crispi'schen Anhanges gegen diese Regierung nur schrieben: Der geschäftsführende Ausschuß der sozialdemokratischen ärztliche Hilfe und Gemeinde Apotheken mit Arznei- verschärfen. verkauf zum Selbsttostenpreis, unentgeltliche Bade- und Wasch- Rom, 28. April. Deputirtenkammer. Im weiteren Partei veröffentlicht eine Maifeier- Resolution, welche anstalten, kommunale Alters- und Invaliden- Asyle und Gebär- Verlaufe der Sigung wurde nach langer Debatte die Wahl den Genossen aller Orten in der Schweiz zur Annahme empfohlen wird. Die Resolution hält unverbrüchlich an der Achtstundendes sozialistischen Deputirten Bosco, weil der Mit diesem Programm, das auf dem Lyoner Parteitag von felbe nicht das zum paffiven Wahlrecht erforderliche Iter forderung fest, fordert dann aber als Etappe zu demselben die 1891 ausgearbeitet worden war, hatten unsere Genossen in den hat, für ungiltig erklärt. Sodann wurde entgegen den die Ausdehnung des Gesetzes auf alle Betriebe, die rasche EinRevision des Fabrikgesetzes zur Einführung des Zehnstundentages, Gemeinderathswahlen von 1893 mit einem Schlage 39 Gemeinde- Vorschlägen der Kommission die Wahl der räthe, darunter die von Roubaix, Marseille, Narbonne, Toulouse, ozialistischen Deputirten Barbato und Deührung der Kranken- und Unfallversicherung und die ausgedehnte und 800 Mandate erobert. In den diesjährigen Wahlen wird Felice für giltig erklärt.( Beifall.) Damit ist ein Redaktion der„ Arbeiterstimme" giebt wieder, wie seit einer Reihe mindestens auf die Verdoppelung der sozialdemokratischen wichtiger Präzedenzfall geschaffen zu gunsten politisch Ber- von Jahren, ein Maiflugblatt heraus. In Zürich, Gren Gemeinderäthe gerechnet.. urtheilter und Crispi eine schivere moralische Niederlage beischiedener Stärke vertreten sind, giebt es zwar für jeden Siz wurde hierauf die Besprechung der afrikanischen Angelegenheiten in den meisten Orten wird sie, wie in früheren Jahren, ausIn Paris, wo alle sozialistischen Richtungen in vergebracht worden. Auf Antrag des Ministerpräsidenten di Rudini chen, Genf, Bern, St. Gallen, Basel, Winterthur und anderen Orten findet Tagesfeier allein oder neben einer Abendfeier statt, mehrere sozialistische Kandidaturen. Das wird jedoch den Wahl auf Dienstag, den 3. Mai anberaumt. schließlich am Abend abgehalten. erfolgen schließlich keinen Abbruch thun, indem nach einer bereits Rom, 29. April. Heute sind 3 Grünbücher über die afrika- Wie die Petite Republique" meldet, hat der sozialistische fich eingebürgerten Regel die im ersten Wahlgang minderbegünstigten Kandidaten sich in der Stichwahl zu gunsten nischen Angelegenheiten zur Vertheilung gelangt. Das dritte Gemeinderath von Cette in Frankreich beschlossen, die Feier begünstigten Kandidaten sich in der Stichwahl zu gunsten derselben umfaßt die Schriftstücke bezüglich der Friedensverhand bes 1. Mai in folgender Weise zu begehen: Beim Sonnenaufder meistbegünstigten Kandidaten zurückziehen. zählte der Pariser Gemeinderath 18 Sozialisten, 18 jozialistische Lungen und der Lage in Kassala. Aus denselben geht hervor, daß und Niedergang werden Artilleriejalven abgefeuert. Die öffentRadikale, 16 Radikale, 14 Bourgeois- Republikaner und 14 Mon- die italienische Regierung in die Aufhebung des Vertrages von lichen Gebäude werden illuminirt, alle im Gemeindedienst stehenarchisten. Dabei ist zu bemerken, daß Paris bis heute, kraft des Utschalli willigte unter der Voraussetzung, daß nach Aus den Beamten, unter ihnen die gesammte Lehrerschaft, für den Ausnahmegesetzes vom 14. April 1871, seinen Gemeinderath schluß des italienischen Protektorates auch das Protektorat Tag beurlaubt; an die im Hospiz aufgenommenen Arbeitsnicht, wie die übrigen Kommunen, nach der Bevölkerungszahl, jeder anderen Macht ausgeschloffen würde. Bezüglich Kassalas invaliden werden je ein Packet Tabak und ein paar kleine Münzen gingen die letzten Justruktionen der Regierung an General verabreicht. Die Armen bekommen Brot und Fleisch. Auf den sondern nach Stadtvierteln wählt, so daß aristokratische Baldissera dahin, den Bersuch zu machen, die Besetzung von öffentlichen Promenaden endlich finden Konzerte statt, und im Viertel mit 1500-2000 Wahlberechtigten ebenso viel Mitglieder in den Gemeinderath wählen, wie Arbeiterviertel mit 15 000 bis Raffala bis zum Herbste aufrecht zu erhalten, um alsdann Stadttheater halten die vereinigten Gewerkschaften ihre öffentliche 20 000 Wahlberechtigten! Daher die verhältnißmäßig starke Ver- weitere Entschlüsse zu fassen. Sollte indessen eine drohende Ge- Versammlung ab. fahr die eventuelle Räumung Raffalas als nothwendig erscheinen tretung der Bourgeoisrepublikaner und Monarchisten. lassen, so sei dem General Baldissera freie Hand gelassen. anstalten u. a. m. 0 Ein sprechendes Zeugniß für die Popularität der sozialistischen Ideen ist der Umstand, daß in allen größeren Städten die weitaus größte Zahl der Kandidaten unter der sozialistischen Flagge auftritt. Unsere Genossen müssen einen bedeutenden Theil ihrer Kräfte auf die Entlarvung der arbeiterfängerischen GelegenheitsSozialisten verwenden. Spanien. Sch " Die Bei der Gewerbegerichtswahl in dem industriellen Dorfe Arbeiter wie der Unternehmervertreter die Kandidaten unserer Partei, in letzterer Kasse mit 7 gegen 3 Stimmen. In der Klasse der Arbeitervertreter waren keine gegnerischen Kandidaten aufs gestellt; unsere Stimmenzahl betrug hier 148. In Aschaffenburg in Bayern, einer Hochburg des Zentrums, siegte bei der Gewerbegerichtswahl tros des Zu sammenschlusses aller gegnerischer Parteien die Liste des Gewert schaftskartells mit 76 Stimmen Mehrheit. Madrid, 29. April. Die Mauren in der Umgebung von Melilla griffen die spanischen Soldaten an und verwundeten zwei derselben. Der Gouverneur von Melilla fordert von der marokkanischen, Behörde die Züchtigung der Schuldigen. Der Die wachsende Bedeutung des Sozialismus bekundet sich spanische Kriegsminister hat dem Gouverneur telegraphisch den ebenfalls in der mehr oder minder versteckten Vereinigung der Befehl zugehen lassen, in der energischen Haltung zu verharren, Monarchisten und Bourgeoisrepublikaner, die auch in den bis er die Büchtigung durchgesetzt haben wird. Türkei. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gemeinderathswahlen vielfach durch die Angst vor dem SozialisAm 24. November v. Js. hielt Genoffe Heinrich mus zu einem Ordnungsbrei zusammengeschweißt werden. Konstantinopel, 28. April. Die von dem Sultan fanktio Alles spricht dafür, daß die diesjährigen Gemeinderaths nirten Reformen für die Vilajets Adrianopel, Kossowo, Schulz aus Berlin auf Ersuchen der Magdeburger Partei wahlen den Sozialisten einen neuen großartigen Erfolg bringen Salonichi und Monaftir sind heute eingeführt worden. Zu- genossen in Magdeburg einen Vortrag über die deutsche verlässig verlautet, daß eine der christlichen Bevölkerung ent- Dichtkunst im neunzehnten Jahrhundert. Unter vielen anderen Paris, 28. April. Der Senior der Deputirtenkammer, sprechende Vertretung in den Administrationsräthen der Vilajets Gedichten theils politischen, theils unpolitischen Charakters trug Pierre Blanc, ist heute im Alter von 90 Jahren gestorben.( Provinzen) gewährt set. Die Reformen verfügen die Einsetzung er auch das jedem Arbeiter bekannte Bundeslied für die allEr wurde bekannt durch seine politischen Eröffnungsreden, die er von Kommissionen zur Inspektion der Verwaltung, der Justiz, gemeinen deutschen Arbeitervereine" von Georg Herwegh( ,, Bet' und beim Zusammentritt der Kammern als Alterspräsident hielt. Der der Finanzen und die Hegelung der Steuer- und Frohnleistung arbeit' ruft die Welt") vor. Dadurch soll Genosse Schulz beabsichtigt nunmehrige Alterspräsident der Kammer ist Monarchist. sowie der landwirthschaftlichen und gewerblichen Verhältnisse. haben, die Arbeiter zu Gewaltthätigkeiten gegen die übrigen werden. Gewerkschaftliches. Die organisirten Barbiergehilfen Berlius ersuchen die Arbeiterschaft, die Barbierläden nicht am 1. Mai, sondern vorher zu frequentiren, damit die Barbiergehilfen an den Veranstaltungen zur Maifeier ebenfalls theilnehmen können. versammlung dieses Urtheil ausspricht, versichert sie zugleich die ausgesperrten Arbeiter ihrer vollen Sympathie und erklärt, dieselben so lange thatkräftig zu unterstützen, bis ihre gerechte Sache den Sieg errungen hat." Die Versammlung, die sehr ruhig verlief, hatte sich großer polizeilicher Ueberwachung zu erfreuen. Versammlungen. Bevöltékülgstlaffeft aufzureizen. In der geftrigen Berhandlung hatten, damit der Plan des Unternehmerthums nicht| halten bleibt. Aus diesem Grunde verpflichten sich die Anwesenden vor der 2. Straftammer des Magdeburger Landgerichts bestritt gelingt. Möge das jeder von ihnen beherzigen! dahin zu wirken, daß keine Arbeiterin bei einem Meister Arbeit der Angeklagte sowohl, daß dem Gedicht eine aufreizende Tendenz Berstöße gegen die Solidarität schädigen nicht nur die nimmt, der bei der Firma Benjamin u. Caspari beschäftigt innewohne, da es die Arbeiterschaft einzig auf das gesetzliche Gesammtheit; wer sie begeht in der Meinung, das sie zu ist, weil diese Firma gegen die Vereinbarungen vom 20. Februar Mittel des Streits hinweise, als auch, daß er selbst nur im seinem Vortheil, macht in der Regel später die Erfahrung, daß handelt. entferntesten die Absicht gehabt habe, zu Gewaltthätig- er doch der Dumme gewesen ist, nicht mit den andern zusammenDie Musikinstrumenten Arbeiter tagten am Dienstag feiten aufzureizen, vielmehr habe er den Zuhörern nur zuhalten im gemeinsamen großen Kampfe gegen das Kapital. Abend im Konzerthaus Sanssouci, um über die weiteren, zur literarische Renntnisse vermitteln wollen. Der Zeuge, Der Steinmetzenftreik bei der Firma Schlick in Ham Durchführung ihres Streits erforderlichen Maßnahmen zu beKriminalkommissar Hecht, fonnte nicht aussagen, daß die burg ist zu gunsten der Arbeiter beendet. Bei der Firma rathen. Gleich nach Beginn der Versammlung wurde der Stimmung in der Versammlung besonders erregt gewesen sei, Reimer dauert der Ausstand fort. Die auswärtigen Stein- Saal polizeilich abgesperrt, so daß ein bedeutender Theil vielmehr sei der Eindruck der vorgetragenen Gedichte auf die mezzen werden um solidarisches Verhalten ersucht. der Streifenden feinen Zutritt erhielt. Den SituationsZuhörer ein ergreifender" gewesen. Der Vertheidiger, Rechts- Eine Riefendemonstration veranstalteten am Sonntag an- bericht erstattete Arendt. Streit Im befinden sich amwalt Wolfgang Heine aus Berlin, wies ebenfalls in fäßlich der Aussperrung der Stuttgarter Bau Hand- 2500 Instrumenten- Arbeiter und Arbeiterinnen aller Branchen, längeren Ausführungen nach, daß weder der subjektive noch werter die vereinigten Gewerkschaften Stuttgarts. Mindestens und erstreckt sich der Ausstand über 70 Klaviatur, Pianomechanik objektive Thatbestand die Schuld des Angeklagten darthue, der 10 000 Personen versammelten sich unter freiem Himmel, um und Pianoforte Fabriken. Bewilligt wurden die Forderungen durch seine ganze Vergangenheit sowie durch seine jezige Thätig Broteft zu erheben gegen das Verfahren der Bau- Unternehmer. bei 12 Firmen. Als erster Diskussionsredner äußert sich Klein. keit beweise, daß er durch das Gegentheil der Gewaltthätigkeit, Nach eingehenden Referaten der Bürgerausschuß- Mitglieder lein über die Ursachen des Ausstandes, welche er neben der durch Aufklärung und Bildung der Arbeiter deren Biele Kloß und Diedrich wurde unter stürmischen Bravorufen verlangten Sohnerhöhung in dem Umstand sieht, daß die Fabrifördern wolle. Ferner sei ein einzelnes Gedicht, das folgende Resolution angenommen:„ Die Aussperrung der ge- fanten am 1. Mai prüfen wollen, ob sie noch Herren im Hause mit vielen anderen nicht angefochtenen vorgetragen fammten Bauarbeiter seitens der Baugewerksmeister ist ein Aft find. Die Bewegung habe unter den günstigsten Bedingungen wird, doch wohl nicht geeignet, flardenkende Arbeiter roher Willkür und Gewalt, der durch keinerlei Anlaß ent- begonnen. Die Fabrikanten hätten einen großen Theil zur Aufzu Gewaltthätigkeiten aufzureizen. Der Staatsanwalt hielt schuldigt wird. Vielmehr verdient das Vorgehen der rüttelung der noch vom Harmoniedusel befangenen älteren dem gegenüber die Anklage aufrecht und beantragte 100 Mart. Meister vom Standpunkt der Menschlichkeit und Gerechtig: Kollegen beigetragen durch die brutale Aussperrung der Klaviatur Geldstrafe. Der Gerichtshof dagegen ging erheblich über diesen feit entschiedene Verurtheilung. Judem die heutige Bolts- arbeiter, auf Zuzug von auswärts können die Prinzipale absolut nicht Antrag hinaus und verurtheilte den Angeklagten zu 2 Wochen rechnen, sodaß der Sieg der Arbeiter nach dem 1. Mai erfolgen müsse. Gefängniß, da, wie der Gerichtshof annimmt", eine etwaige Gomoll erklärt, daß die Kollegen der beiden Bechstein'schen Geldstrafe von der sozialdemokratischen Partei getragen werden Fabriken Mittwoch Abend eine Werkstatt- Bersammlung abhalten würde. Das Urtheil kann nicht groß befremden; erst vor kurzem würden, um sich über die zu stellenden Forderungen zu verständigen. hat es ein allgemeines Schütteln des Kopfes" erregt, daß in Falls die Ablehnung seitens der Fabrikleitung erfolge, würden Magdeburg das herrliche Freiligrath'sche Gedicht Rübezahl" für Der Stuttgarter Baugewerkverein erklärt in großen Annoncen, 500 der intelligenteften Arbeiter der Branche, wie sie die„ Inden Schulunterricht verboten worden ist. Wann wird Schiller warum er sich dem Schiedsspruche des Einigungsamtes nicht strumenten- Zeitung" nannte, voraussichtlich sich der Bewegung an( An oder Goethe an die Reihe kommen? unterwerfen tonnte". Alle Forderungen des Einigungsamtes schließen und die Arbeit auch bei Bechstein einstellen. sollten bewilligt werden, es sei aber unmöglich, während der haltendes Bravo!) Von den anwesenden Tischlern stellten Arbeitszeit den Lohn auszuzahlen, weil andernfalls der Un- Mattews, Carow und Ahrens eine thatkräftige Unterstügung ordnung" am Nachmittag des Zahltags Thür und Thor geöffnet seitens der Holzarbeiter in Aussicht, gleichzeitig die Mitglieder würde. des Holzarbeiter- Verbandes auffordernd, sich an den Verband behufs Unterstützung zu wenden. Der Maschinenarbeiter Hoffmann ersucht die Versammlung, den vom Streit betroffenen Maschinenarbeitern für diese Branche eine Direktive zu geben. Ein darauf Eine öffentliche Versammlung der Mäntel bezüglicher Antrag wird aber bis auf später vertagt. Grund= näherinnen, Bügler und Stepper tagte am Montag mann befürwortet den Vorschlag, alle arbeitenden Kollegen zu im Berliner Prater". Timm referirte über das Thema: Wie verpflichten, pro Tag 50 Pf. zum Streitfonds zu zahlen und behält die Firma Benjamin u. Caspari die von ihr anerkannten antragt, daß denjenigen, welche sich bei früheren Lohnbewegungen die volle Verzeihung Vereinbarungen in der Mäntelbranche? Redner schildert die nicht solidarisch benommen haben, Situation in der Mäntelbranche nach dem Streit. Die Zwischen- gewährt wird; dadurch würde die Hoffnung derjenigen Fabrihätten in ihrem Blatt eine Anzahl Firmen, fanten, welche wie Görs und Kallmann auf die Uneinigkeit der meister Firma Benjamin u. Caspari, ver Arbeiter rechnen, bald zu schanden werden. Dieser Antrag wurde darunter auch die öffentlicht, welche die Vereinbarungen vom 20. Fe einstimmig angenommen. Bloffis hält einen Generalftreit, wenn bruar nicht halten. Eine weitere Stellungnahme hätten auch noch nicht im gegenwärtigen Moment, sämmtlicher MufitDie Filiale Weißensee des Deutschen Holzarbeiter die Zwischenmeister indeß noch nicht getroffen; fie greifen viel- instrumenten- Arbeiter für unbedingt erforderlich. Er beantragt Verbandes macht bekannt, daß in der Werkstatt von Walter, mehr zu dem bekannten Mittel, den Druck nach unten, auf ihre zu beschließen: Unterhandlungen der Arbeiter in den Fabriken Königschauffee 39 a, die Kollegen wegen Differenzen die Arbeit Arbeiter abzuwälzen. Daher sei es Pflicht der Arbeiterschaft, zu mit dem Chef der Fabrik dürfen nur mit Hinzuziehung eines eingestellt haben. Es wird um solidarisches Verhalten ersucht. diesen Verstößen Stellung zu nehmen. Die Firma Benjamin Rommissionsmitgliedes gepflogen werden. Auch dieser Antrag An die Maurer Berlins! Die Lohnkommission ist durch Caspari den ist nachträglich Vereinbarungen bei wird angenommen. Ferner wurde beschlossen, in der nächsten Versammlungsbeschluß beauftragt, die Arbeitsberechtigetreten, hinterher hat die betreffende Firma sich aber Woche die sogenannten Dachstubenmeister besonders zu einer Vergungstarten derjenigen Kollegen für ungiltig zu er davon zurückgezogen. Den Zwischenmeistern werden 4 pCt. fammlung einzuladen. 4 p& t. fammlung einzuladen. Zur Verstärkung der Streiffommission flären, welche die Forderungen: Neunstundentag u. f. w. nicht vom Lohn abgezogen, diesen Betrag bekommen sie halbjährlich werden gewählt: Kleinlein, Grundmann, Blossis, Dreyer, Wolff, innehalten oder den sonstigen Versammlungsbeschlüssen nicht zurückgezahlt, wenn sie für keine andere Firma gearbeitet haben. Carow, Röhn, Mühlenbeck, Fischer, Blum, Bielecke und Stolp. nachkommen. Demgemäß erklären wir die Karten Daß fich die Zwischenmeister dies gefallen laffen, stände einiger Nach Austausch einer Reihe persönlicher Bemerkungen wird die Nr. 4881, 4888, 4891, 4892, 4898, 4894, 4896, 4879, maßen in Widerspruch mit ihrer oft hervorgehobenen Selbst- imposante Versammlung mit einem Hoch auf das Gelingen der 6409, 6424, 6425, 6427, 6420 für ungiltig, deren Inftändigkeit. Weil die Arbeiterinnen zuletzt den schwersten Schaden Bewegung geschlossen. haber auf dem Ausstellungsterrain seitens der Firma Lüttge haben, forderte der Referent diefelben auf, hiergegen entschieden Die Konditoren, Pfefferküchler und verwandten Berufs u. Borgmann beschäftigt find und gegen die Beschlüsse Stellung zu nehmen. Als Vertreter der Firma nimmt Kaliulator verstoßen haben. Weiter werden für ungiltig erklärt die Karten Dombrow 3 ti das Wort und behauptet, daß Benjamin genossen hatten am 25. April eine öffentliche Versammlung anberaumt, in der Reichstags- Abgeordneter Zubeil über die Nr. 756, 757, 750, 751, 758, 754, 758, 759, 760, 761, 762, 763, 1. Caspari den Vereinbarungen gar nicht beigetreten sei, Buckersteuer- Vorlage im Reichstag sprach. Sodann beschäftigte 764, 765, 747, 748, 749, deren Juhaber an der Untergrundbahn, deshalb könne der Firma auch gleichgiltig sein, Usedomstraße, arbeiten; ferner die Karte Nr. 6210, deren Inhaber sich die Meister ihren Arbeitern gegenüber verhalten. Wenn sich die Versammlung mit Stellung zum 1. Mai. Es wurde befich bei einer Scharwerksarbeit ebenfalls über unsere Beschlüsse wir unterschrieben hätten", folgert der Herr Kalkulator, dann sehen, dagegen soll die Arbeitsruhe da, wo es möglich ist, einhinweggefeßt hat. Die Lohnkommission der Maurer Berlins. hätten wir uns um die Arbeiterinnen fümmern müssen, so Der Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister brauchen wir es nicht". Den Abzug der 4 pCt. vom Lohn der treten. Die Angehörigen dieses Berufes betheiligen fich an der Berlins beschloß, wie die bürgerliche Preffe meldet, in start Meister sucht Herr Dombrowski unter fortwährend lebhaftem Versammlung bei Nieft, Weberstr. 21. befuchter außerordentlicher Sigung, an der zehnstündigen Arbeits- Protest der Versammlung gleichfalls zu rechtfertigen. Die anzeit unbedingt festzuhalten, die Höhe des zu zahlenden Stunden- wesenden Zwischenmeister der Firma verhielten sich sehr zurück Depeschen und lehte Nachrichten. lohnes jedem einzelnen Mitgliede zu überlassen und diejenigen haltend. Im allgemeinen könne man nicht klagen, etwas täme Der Zwischenmeister Hamerling, Mitglied der Paris, 29. April.( W. T. B.) Eugène Mayer, der Gesellen und Arbeiter, welche den 1. Mai als Feiertag begehen, überall vor. am 2. Mai nicht wieder zu beschäftigen. öffentlich gewählten Meisterkommission, hält es für richtig, Administrationsdirektor der Lanterne", ist nach Hinterlassung Die Herren find zu diesem Beschlusse wohl mit durch die daß die gemeinsam von den Konfektionären, Zwischenmeistern eines bedeutenden Defizits flüchtig geworden. Paris, 29. April.( W. T. B.) Die äußerste Linte beaufErwägung bestimmt worden, daß die Arbeit auf dem Ausstellungs- und Arbeitern vereinbarten Tarife nicht ausgehängt werden. terrain zur Neige geht und ihnen die dadurch arbeitslos werden. Dieses unwürdige Verhalten jenes Herrn zu den von ihm über- tragte eine Kommission, sich mit der progressistischen Linken in den Bauarbeiter den Gefallen thun werden, sich als Sturm- nommenen Verpflichtungen wird von der Versammlung gebührend Verbindung zu sehen, um eine Liga zum Schuße des allgemeinen Die neuen Minister tamen heute böcke gegen die übrigen Bauarbeiter verwenden zu lassen. Jeden- fritifirt. Zum Schluß wird folgende Resolution gegen wenige Stimmrechts zu bilden. Nachmittag 4 Uhr beim Ministerpräsidenten Meline zusammen, falls steht den Bauarbeitern Berlins ein harter Kampf bevor, Stimmen angenommen: Die heutige Versammlung ist gewillt, mit Energie dafür um über die morgen im Parlament abzugebende Erklärung zu um die erreichten besseren Arbeitsbedingungen aufrecht zu erhalten. einzutreten, daß das am 20. Februar Vereinbarte aufrecht er- berathen und den Wortlaut derselben festzustellen. Nöthiger denn je ist es also, daß sie treu zusammen Die Tischler der Firma Stibiz u. Köppchen in Berlin, Thurmstr. 70, haben 23 Mann start wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zwei Mann sind in der Werkstatt geblieben. Zuzug ist fernzuhalten. Der Streit beim Tischlermeister Risop in Berlin, Liesenstr. 11a, ist beendet, da die Forderungen der Arbeiter bewilligt wurden. 11. " wie An die Gewerkschaften und Arbeiter Berlins! Genossen! Der 1. Mat, der Weltfeiertag der klassenbewußten arbeitenden Bevölkerung aller Kulturländer, steht bevor und wird von den Arbeitern, welche die Aufgaben der Arbeiterklasse begriffen haben, allerorts in imposanter Weise gefeiert werden. Die Zahl derer, die den Gedanken der Verbrüderung des arbeitenden und leidenden Proletariats, sowie der Anbahnung des allgemeinen Weltfriedens durch Arbeitsruhe zum Ausdruck bringen werden, hat sich in diesem Jahre allgemein bedeutend vermehrt, und auch die Berliner Gewerkschaften haben durch Versammlungsbeschlüsse bekundet, daß sie am 1. Mai zum großen Theil Arbeitsruhe eintreten lassen werden, um so mehr, da der, wenn auch vielleicht nur vorübergehend, sich fühlbar machende wirthschaftliche Aufschwung diese Absicht begünstigt. Trotz des denunziatorischen Verhaltens der Unternehmerpresse wird sich die Berliner Arbeiterschaft in ihrem Bestreben, den 1. Mai in gewohnter würdiger Weise festlich zu begehen, nicht beirren lassen, und zwar wird sie ihn, wo irgend möglich, durch Arbeitsruhe feiern! Wir bringen noch die Resolution in Erinnerung, die hierüber in der letzten öffentlichen Versammlung der Berliner GewerkschaftsKommission einstimmig von sämmtlichen Gewerkschafts- Telegirten angenommen wurde. Dieselbe lautet: „ Gemäß den Beschlüssen der internationalen Arbeiterkongreffe in Paris, Brüssel, Zürich und des Breslauer Parteitages vom Jahre 1895 empfiehlt die GewerkschaftsKommission den Berliner Gewerkschaften, den 1. Mai insgesammt als Demonstration für die Klassenforderungen des Proletariats zu feiern. Als würdigste Form der Feier betrachtet die Versammlung die Arbeitsruhe; sie empfiehlt daher denjenigen Gewerkschaften, die neben anderen Kundgebungen den 1. Mai durch Arbeitsruhe feiern können, an diesem Tage die Arbeit ruhen zu lassen." Genossen! Betzt diesen Beschluk in die That um: Es ist wohl kaum erforderlich, noch besonders zu betonen, daß die Berliner Arbeiter, die die von den Gewerkschaften einberufenen Vormittags- Versammlungen besuchen, den Eröffnungsfeierlichkeiten der Berliner Gewerbe- Ausstellung fern bleiben, da sie nicht als Staffage dienen mögen bei Veranstaltungen, von welchen sie sonst durch hohe Entrees und sonstige Maßnahmen ausgeschlossen sind. Die Berliner Gewerkschafts- Kommiffion. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission empfiehlt den am 1. Mai, vormittags, tagenden Versammlungen folgende Resolution vorzuschlagen: Die heute am 1. Mai, am Weltfeiertage der Arbeit, versammelten Arbeiter und Arbeiterinnen beweisen durch ihre Anwesenheit, daß sie der ihnen durch die internationalen Rongreffe auferlegten Verpflichtung der Arbeitsruhe nachkommen und bereit find, mit aller Energie für die in der Maifeier zum Ausdruck kommenden Forderungen, vor allem für den Achtstundentag, die internationale Solidarität und den Völkerfrieden einzutreten. Mehr noch als die Arbeiter der anderen Länder müssen die deutschen bereit sein, ihre ganze Kraft einzusehen für die Forderung eines ausreichenden Arbeiterschutzes. Die ihnen. im Februar 1890 gemachten Versprechungen sind zum großen Theil noch nicht einmal bis zu Erwägungen der Regierung gediehen, und erst in diesen Tagen hat die Majorität des Reichstags bewiesen, daß sie auf dem unversöhnlichen Standpunkt des bürgerlichen Klasseninteresses steht, daß sie den Bäckerei Arbeitern nicht einmal die kümmerlichen Arbeiterschutz Bestimmungen, die der Bundesrath dekretirte, zugestehen will. Dieses Verhalten sowie der Kampf gegen den Achtuhr- Ladenschluß für die Handlungsgehilfen, 0 bei dem alle bürgerlichen Barteien einig gehen, beweist, daß die Arbeiterklasse sich durch feste, alle Arbeiter umfassende Organisationen zu stärken hat, um ihren Forderungen den gebührenden Nachdruck zu geben. Dieses Ziel bald zu erreichen, hierfür mit aller Energie einzustehen, verpflichten sich alle Anwesenden. Sie erklären bestimmt, auch ferner durch Bekämpfung des Militarismus dem hohen Ziele des Völkerfriedens entgegenzustreben. Als ihre höchste Pflicht betrachten es die Anwesenden, die Arbeitermassen mit der Ueberzeugung zu erfüllen, daß nur durch die Arbeiter selbst, ohne falsches Vertrauen auf Unterstüßung von den besitzenden Klassen, das Loos der Arbeiter in der Gegenwart gelindert und eine bessere Zukunft herbeigeführt werden kann. Die Versammelten richten brüderliche Grüße an die zur Bekundung der Solidarität heute am 1. Mai versammelten Arbeiter der ganzen Welt. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 101. Reichstag. 79. Sigung vom 29. April 1896. 1 Uhr. Donnerstag, den 30. April 1896. Abg. v. Cuny( natl.) erklärt sich für den Zusatz. § 6 wird unverändert angenommen. §7 betrifft den Ausschluß vom Börsenbesuch. 13. Jahrg. Abg. Singer( Soz.): Die Frage des Ehrengerichts und die Miwirkung des Staatskommissars dabei erregt mich nicht so wie die Herren von der Börse. Das wesentlich Neue ist lediglich Abg. Graf Kanik: Ich habe in der ersten Lesung bedauert, die Stellung des Staatskommissars; wenn derselbe als noth wendig erachtet wird, dann muß er auch von allen Dingen, die an der Börse passiren, Kenntniß bekommen. Weiter braucht man nicht zu gehen. Eine Gyekutive braucht man ihm nicht zu geben; mit dem Antrag Träger würde der Staatskommiffar auch bestehen und wirksam sein können. Am Tische des Bundesrathes: v. Bötticher, v. Berdaß eine gemischte Gesellschaft an der Börse verkehrt. Ich habe lepich, Roch. in der Kommission beantragt, Personen, die wegen Diebstahls, Betrugs u. s. w. mit Gefängniß bestraft worden sind, vom Börsen besuch ausgeschlossen werden. Mein Antrag ist abgelehnt und auch jetzt aussichtslos. Der Reichstag setzt die zweite Berathung des Entwurfes eines Börsengesezes fort bei der gestern unterbrochenen Debatte über§ 3: Börsenausschuß. Darauf wird die Debatte geschlossen. Das Schlußwort des Berichterstatters& amp wird allseitig mit Unruhe aufgenommen; wegen der Privatunterhaltungen, die troß mehrfacher Mahnungen des Präsidenten zur Ruhe immer lauter werden, ist von der Rede wenig zu verstehen. Abg. Görg- Lübeck( frs. Vg.): Das Mißtrauen gegen die Börse Abg. Hahn schließt sich diesen Ausführungen an. und den Kaufmannsstand beherrscht die Vorlage, tritt aber be- Abg. Singer( Soz.): Die Vorredner haben keine Anträge sonders in dem Antrage des Grafen Kanik hervor, desselben Herrn, gestellt; was sollen also ihre Reden? Wollen Sie sich als die der vor Jahresfrist in Bremen in begeisterten Worten von dem jenigen hinstellen, welche die Moral besonders vertheidigen? Wir Handel und seiner Bedeutung gesprochen hat.( Sört, hört! links.) haben doch feinen Anlaß, den Reichstag niedriger zu stellen als Die selbständige Gesinnung des Kaufmannsstandes verstehen die die Börse. Die Herren, die von der Börse ausgeschlossen sein Gegen die Stimmen der Freisinnigen und einiger NationalGroßgrundbesizer nicht, trotzdem der Kaufmann niemals vom sollen, müßten doch auch vom Reichstag ausgeschlossen werden. liberalen( Hammacher, Rimpau, Günther, Brünings, Friedberg) Staate etwas verlangt hat. Die Annahme des§ 3 wird die Man könnte solche Personen auch vom Bunde der Landwirthe werden die Anträge Träger abgelehnt und die§§ 11-13 un Kaufleute mobil machen zur Abwehr; Raufleute, die bisher in- ausschließen. Durch solche Bestimmungen kann die Börse nicht verändert angenommen, ebenso ohne Debatte die§§ 14-28, dolent dem politischen Leben gegenüber standen, die lächelten zu einer Pflanzstätte von Sitte und Moral gemacht werden. welche von dem Hauptverfahren, der Berufung, dem Börsenüber die Begehrlichkeit der Agrarier und ihren Kampf gegen die Durch solche Dinge wird nur in den Augen des Publikums der schiedsgericht handeln, und die§§ 29-35, welche von der FestHandelsverträge. Dieses Vorgehen wird die Kaufleute antreiben Anschein erweckt, als wenn durch das Gesetz die Börse moralisirt stellung des Börsenpreises und Maklerwesens handeln. zur Vereinigung und zum Kampf. wird. Auf eine Anregung des Abg. Hammacher( natl.) erklärt Staatssekretär v. Bötticher als Börsenorgan alles, was mit der Leitung, Regelung und Ordnung der Börse betraut ist, auch die Handelskammer, welche als Aufsichtsbehörde fungirt. Bezüglich des Börsenbesuches der Minderjährigen ist eine besondere Bestimmung nicht aufgenommen, weil Minderjährige nicht vertragsfähig sind, also feine Geschäfte abschließen fönnen; soweit sie als Befizer kaufmännischer Firmen mit Genehmigung des Vormundes u. s. w. die Börse besuchen, sind sie auch vertragsfähig. Abg. Graf Kanis( f.): Der deutsche Kaufmannsstand und der deutsche Handel wünschen eine Reform der Börse. Allerdings an den großen Börsen kommen solche Stimmen nicht zum Ausdruck; aber einzelne Stimmen erheben sich auch in Berlin trotz des herrschenden Terrorismus. Der Minister v. Berlepsch erklärte, daß die Neltesten der Berliner Kaufmannschaft ihm nicht genügende Auskunft gegeben hätten über den Fall Rosenberg u. Cohn; deshalb brauche er einen Beamten zur Ueberwachung der Börse. Habe ich etwas anderes gesagt? Ungenügend war auch das Gutachten für das Kammergericht über den Fall Ritter u. Blumenfeld. Warum antworteten die Herren nicht auf die Abg. Fritzen( 3.) schließt sich diesen Ausführungen an. Frage, ob derartige Verträge, wie ich sie geschildert habe, Abg. Frese( fri. Vg.): Wenn die Handelskammer, die über Handelsgebrauch seien, einfach mit Ja oder Nein? Der Börsen- die Börse die Aufsicht führt, auch ein Börsenorgan ist, dann ausschuß soll unparteiische Gutachten abgeben über Mißstände, die könnte der Staatskommissar ihren Sigungen beiwohnen; das ist an den Börsen vorkommen. Vorurtheilsfreie Leute, wie die Herren aber doch wohl nicht die Meinung der Regierung und der KomFrenzel und Mendelssohn, werden nicht auf die Vorschlagsliste mission gewesen. gesezt werden. Warum hat denn der Schußverband gegen Abg. Hammacher: Nach der Auseinandersetzung des Herrn agrarische Uebergriffe so wenig Unterschriften gefunden? Warum v. Bötticher könnte man die staatliche Behörde, welche die Börse haben die Industriellen den Beitritt abgelehnt?( Sehr richtig! beaufsichtigt, ja die betreffende Staatsregierung und den Bundesrechts.) Befleißigen Sie sich derselben Objektivität wie ich, dann rath als Börsenorgane betrachten. werden wir etwas Ersprießliches erreichen. Staatssekretär v. Bötticher: In Berlin steht die Börse Minister v. Berlepsch: Das Gedächtniß des Grafen Kanitz unter den Aeltesten der Kaufmannschaft; für die Verwaltung ist täuscht ihn. Das Kammergericht hatte beschloffen, ein Gut- aber ein besonderes Börsentommissariat eingeführt; trotzdem achten einzufordern darüber, ob sich eine Usance gebildet fann man die Aeltesten als ein Börsenorgan unzweifelhaft behätte bezüglich der Geschäfte, die Ritter und Blumenfeld gemacht zeichnen. haben. Das Gutachten der Weltesten der Kaufmannschaft ist fein ausweichendes, sondern lautet einfach dahin: es hat sich habung der Ordnung an der Börse. § 7 wird angenommen, ebenso ohne Debatte§ 8: Handeine Ufance nicht gebildet; und dann wird hinzugefügt, sie konnte§ 9, der von der Bildung des Ehrengerichts handelt, wird fich auch nicht bilden, da solche Geschäfte ganz ungewöhnlich sind. nach einer kurzen Bemerkung des Grafen Kanig angenommen. ( Hört, hört! links.) Graf Kanig bezeichnete diesen Fall als Nach§ 10, der nach unwesentlicher Debatte angenommen einen solchen, aus welchem man den Aeltesten einen moralischen wird, soll das Ehrengericht zur Verantwortung ziehen diejenigen, Vorwurf machen könnte.( Sehr richtig! links). Diese Auffassung welche im Zusammenhange mit ihrer Thätigkeit an der Börse hatte ich nicht. Ich halte mit meiner Meinung gegenüber sich eine unehrenhafte Handlung haben zu Schulden tommen ben Börsenorganen nicht zurück; um so mehr muß ich mich aber lassen. dagegen verwahren, wenn Angriffe gemacht werden, welche ich nicht für berechtigt halte. Abg. Graf Kanit: Ich bedaure, daß ich mich im Irrthum befunden habe. Ich habe meine Nachrichten, die sehr eingehend waren, Börsenblättern entnommen. Die Kommission hat an die Stelle der Worte„ unehrenhafte Handlung" gefeßt: eine mit der Ehre oder dem Anspruch auf faufmännisches Bertrauen nicht zu vereinbarende Handlung". Die§§ 11-13 beziehen sich auf die Mitwirkung des Staatskommissars, die Voruntersuchung und die Einstellung des VerStaatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner wird sich nun fahrens. Nach§ 11 kann der Staatskommissar die Einleitung wohl überzeugt haben, daß die Zeitungsnachrichten über den des Verfahrens verlangen und es muß diesem Verlangen sowie Prozeß Ritter u. Blumenfeld nicht richtig waren; er wird allen vom Kommissar gestellten Beweisanträgen stattgegeben in Zukunft etwas vorsichtiger über Zeitungsnachrichten urtheilen. werden. Wenn Graf Kanik die Meinung ausgesprochen hat, daß die andere Hälfte der Mitglieder des Börsenausschusses nur aus den Vertretern der Landwirthschaft und Industrie bestehen solle, so ist das nicht richtig. Die erste Hälfte wird gewählt von den Börsenorganen, für die andere Hälfte besteht eine Beschränkung nicht, es sollen dabei nur die Landwirthschaft und die Industrie eine angemessene Vertretung finden. Abg. Träger will dem Kommissar nur das Recht eines Antrages auf Einleitung des Verfahrens geben und die Bestimmung, daß dem Verlangen stattgegeben werden muß, streichen. Kommissars eingestellt werden. Nach§ 13 kann das Verfahren nur mit Zustimmung des Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Es folgen persönliche Bemerkungen der Abgg. Fischbeck ( fr. Vg.) und Liebermann v. Sonnenberg. Gingegangen ist folgende Interpellation des Abg. MeyerDanzig( Reichsp.): Beabsichtigen die verbündeten Regierungen demnächst mit der Konvertirung der 4 und 3/2 prozentigen Reichsanleihe in 3 prozentige vorzugehen? Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Fortseßung der zweiten Berathung des Börsengesetzes und Jnterpellation Meyer.) Parlamentarisches. In der Kommission zur Berathung des Entwurfs eines Bürgerlichen Gesetzbuchs gelangten am Mittwoch zunächst die Bestimmungen über Wiederverheirathung im Falle der Todeserklärung(§§ 1331-1335) zur Annahme. Es wurde dann beschlossen, den wichtigen fünften und sechsten Titel( der fünfte spricht von der Wirkung der Ehe im allgemeinen, der sechste behandelt das eheliche Güterrecht) bis nach Berathung des fiebenten Titels, der die Ehescheidung betrifft, auszusehen. Die Chefcheidungs- Frage ist eine Frage sehr wichtigen Charakters. Die Ehescheidungsgründe sind zeitlich und räumlich sehr verschiedenartige. Ursprünglich konnte die Ghe durch einfache Willenserklärung des Mannes für aufgelöst erklärt werden. Der Mann konnte, brauchte aber nicht der Frau, von der er sich schied, einen Scheidebrief( zum Ausweis der erfolgten Scheidung) geben. Dieses Selbstscheidungsrecht des Mannes, das nach mosaischem und römischem Recht zulässig war und das fflavenartige Berhältniß der Ehefrau deutlich dokumentirt, ge langte allmälig außerordentlich selten zur Anwendung. Im neuen Testament( Ev. Matthäi 5, Vers 27-32, Ev. Marci 10, Vers 2-12, Ev. Luc. 16, Vers 18, Ev. Matthäi 10, V. 3-6, 1. Coc. Kap. 7, Vers 10, 11) wird die Auffassung vertreten, daß der Mann nicht um irgend einer Ursache willen sich scheide. Aus diesen Stellen leitet die katholische Kirche seit dem fünften Jahre hundert als Glaubenssah die Nothwendigkeit der Unauflöslichkeit einer Ghe ab. Erst seit dem zwölften Jahrhundert gelang es der katholischen Kirche, die Satramentsnatur der Ehe, zunächst der fleischlich vollzogenen, dann aller Ehen, zur praktischen Geltung zu bringen. Thatsächlich aber hat die fatholische Kirche wiederholt bei Scheidung und Wiederverheirathung einer Anzahl fatholischer Füriten ihre Genehmigung ertheilt. So verbot Kaiser Karl der Große unter dem Einfluß der Kirche die Scheidung, ließ sich selbst aber zweimal( in den Jahren 769 und 771) scheiden. Ebenso wurde im Jahre 1809 die unlösliche" Ghe des katholischen Napoleon I. mit Josephine durch die Kirche geschieden und die zweite Ehe Napoleons mit Marie Luise von Desterreich firchlich eingesegnet. Die katholische Kirche anerkannte gleichzeitig mit der Durchführung des Prinzips der Unauflöslichkeit die Mög lichkeit, die Ehegatten von Tisch und Bett entweder auf Zeit oder auf Lebenszeit zu trennen. Dadurch wurde dem praktischen Bedürfniß entgegengekommen, unter bestimmten Umständen das thatsächliche Zusammenleben der Eheleute zeitweise oder Unterstaatssekretär Rothe: Der Vorredner hat die Stellung dauernd aufzuheben. Solche Scheidung wurde vom geistlichen, Staatssekretär v. Bötticher: Unvorsichtigkeit habe ich dem des Staatskommisjars nicht recht gewürdigt. Er meint, daß er nicht vom weltlichen Gericht ausgesprochen. Eine Trennung Vorredner nicht vorgeworfen, sondern ihm nur den Rath ge- tein Staatsanwalt sei und troßdem behandelt er ihn als einen auf Lebenszeit wurde bei Ghebruch, Sodomie und Bäderastie geben, in Zukunft nicht alle Zeitungsnachrichten für wahr zu solchen. Der Staatskommissar erhebt feine Antlage; es wird zugelassen. Als Gründe für eine zeitliche Trennung halten. ihm nur von der erhobenen Anklage Kenntniß gegeben, damit bildeten im katholischen Recht sich allmälig heraus: bösliche Abg. Graf Arnim( Rp.): Die Objektivität der Aelteften er das öffentliche Interesse vertreten tann; er steht über den Berlassung, schwere Mißhandlung, Lebensnachstellung, hartder Kaufmannschaft erkenne ich an; ihre Objet Parteien. Nach Annahme der Anträge des Herrn Träger würde nädige Verweigerung der Chepflicht( sog. Herzenshartnäckigkeit), tivität wird doch öfters getrübt, wenn es sich um die der Staatskommissar aber den Parteien gleichgestellt; er hat Abfall von der Kirche sowie Verurtheilung zu schimpflicher Verhältnisse der außerhalb der Börse stehenden Welt handelt. dann nur Anträge zu stellen, aber es fehlt die Sicherheit, daß Freiheitsurafe und falscher Anschuldigung, wenn durch das VerDer solide Kaufmannsstand steht hinter uns und wird nicht ver- sie angenommen werden, dann verliert er seine ganze Stellung, schulden des verurtheilten oder des denunzirenden Ehegatten die legt und beleidigt, wenn wir die Börse reformiren. Wenn sie dann würde die Börse sich selbst überlassen bleiben. Die Möglichkeit einer gedeihlichen Fortsetzung der Che einseitig zerreformirt ist, werden wir noch zwei Reformen zu lösen haben: Enquetekommission hat sich außer über andere Dinge auch stört wurde. Seit dem 1. Januar 1876 giebt es in Deutschdie des Aktienwesens und die des Bankwesens und wenn darüber darüber Mittheilung machen zu lassen, wie in den letzten 4 Jahren land nur noch eine durch weltliche Gerichte ausder Börsenausschuß gefragt werden soll, dann muß er auch richtig an der Berliner Börse verfahren ist. Bei 3000 Börsenbesuchern gesprochene Ehescheidung, eine Trennung zusammengesezt sein.( Sehr richtig! rechts.) G3 wird genügen, find 175 Fälle vorgekommen, davon waren 60 bloße Ordnungs- Tisch und Bett giebt es nicht mehr. Die eben die Börseureform, die ich für eine soziale und wirthschaft widrigkeiten, die nicht Dor das Ehrengericht tommen angeführten Gründe für eine Trennung von Tisch und liche That halte, zu einem gedeihlichen Abschluß zu bringen. würden. Eigentlich sind nur vier Fälle zur Aburtheilung Bett gelten seit dem 1. Januar 1876 in den RechtsWird der Antrag der Kommission abgelehnt, so wird das gekommen wegen der Verbreitung falscher Gerüchte. Die gebieten Deutschlands, in denen das katholische Eherecht gilt, als ein Hemmschuh sein für den Wagen; wir wollen ihn Verweisung des Staatskommissars an das Berufungsgericht Scheidungsgründe. Die protestantische Kirche aus dem ausgefahrenen Geleise herausbringen und ihn nicht stecken wäre sehr unpraktisch, da dasselbe nicht an derselben Börse sich erkannte im Gegensatz zur katholischen Stirche die Zulässigkeit laffen.( Beifall rechts.) befindet, sondern Vertreter anderer Börsen dazu gehören müssen. einer Scheidung an. Von den angeführten Gründen schied fie Abg. Hahu: Das milde Urtheil der Weltesten der Kauf- Abg. Bachem( 3.) tritt für die Vorlage ein. den Abfall von der Kirche aus. Eine allerdings nicht konstante mannschaft über die unerhörten Verträge mußte uns auffallen. Abg. Barth( frs. Vg.): Die Vorschriften geben die Ehre Rechtsprechung fügte als Chefcheidungsgründe hinzu: Wahnsinn, Die Regierung will Sachverständige in dem Ausschuß haben; aller Börsenbesucher dem Staatskommissar anheim; auf Monate förperliche Gebrechen, unüberwindliche Abneigung. Mehrere aber diese Sachverständigen werden doch nicht alle Spezialien hinaus könnte derselbe die Ehre der Börsenbesucher ge- deutsche Länder( Kurhessen, Schleswig- Holstein, Hannover, Neutennen; der Ausschuß wird doch auf Spezialisten angewiesen sein. fährden, indem er das Hauptverfahren erzwingt, Bevorpommern, Nassau, Frankfurt a. M., Mecklenburg, Oldenburg, Da genügt eine Bahl von 15 unter 30 vollständig zur Vertretung weisanträge stellt. Die Angeklagten können nicht einmal Altenburg, Meiningen, Schwarzburg- Sondershausen, Braunschweig, der Börseninteressent. Der Börsenausschuß soll die in Permanenz ihrerseits eine Beschleunigung des Verfahrens herbei Weimar, Coburg- Gotha, beide Reuß und Anhalt) anerkannten übers erklärte Börsenenquete sein. Wie nothwendig das ist, beweisen führen. Der Kommissar könnte sogar die gesammten Bücher dies ein landesherrliches Chefcheidungsrecht, das aber als durch das die Vorkommnisse an der Berliner Börse, die ständig sich heraus- offenlegen lassen. Wird das verweigert, dann können die Beweis- Zivilstandsgesetz beseitigt gelten oürfte. Das katholische Cherecht gilt bildenden neuen Usancen. anträge sich vielleicht Jahre lang hinschleppen unter schwerster noch heute in dem katholischen, das protestantische Eherecht in Abg. Träger beantragt die Entscheidung hierüber dem Ehrengericht allein zu überlassen und dem Kommissar im Falle Abg. Graf Kanik: Wenn der Bundesrath auch Vertreter der Einstellung das Recht der Berufung zu geben. des Handels berufen kann, warum hat die Kommission Abg. Träger( fri. Pp.): Der Staatskommissar nimmt eine denn aus dem Sage, daß die zweite Hälfte sich zu- ganz exorbitante Stellung ein, die nicht einmal dem Staatsanwalt sammensetzen soll aus Vertretern der Landwirthschaft und der bei den ordentlichen Gerichten zusteht. Industrie, die Worte des Handels" gestrichen? H Der Antrag Fischbeck auf Wiederherstellung der Regierungs- Schädigung der verdächtigten Firma. Es wird schwer sein, die dem protestantischen Theil Deutschlands, soweit nicht be. vorlage( 2/3 der Mitglieder sollen von den Börsenorganen ge- richtigen Männer für die Stellung der Staatskommissare zu sondere Gesetze die Ehescheidungsgründe geregelt haben. wählt werden) wird gegen die Stimmen der Freisinnigen ab finden. Es wird ja nicht gerade nothwendig sein, nur noth- Solche Regelung hat vielfach( z. B. im preußischen Landrecht, gelehnt; der Antrag Kanit(/ 3 der Mitglieder soll von den leidende Agrarier anzustellen. Aber der Andrang aus diesen in der Nürnberger Chefcheidungs Ordnung, im Kurbayerischen Börsenorganen gewählt werden) wird gegen die Stimmen der Streisen wird angesichts der Nothlage ein großer sein, und bei Landrecht, im Gothaischen Ghegeses, in Braunschweig, in Konservativen und einiger Mitglieder des Zentrums ebenfalls der geringen Sachkenntniß wird dann die Möglichkeit vorhanden Mecklenburg, im Schwarzburg- Sondershausener Chescheidungss abgelehnt; die Wahlperiode wird auf 5 Jahre festgesezt gegen sein, immerfort Standal zu erregen. Gefeß, in der Altenburger Ehe- Ordnung, im Bürgerlichen Gesetzdie Stimmen der Freisinnigen und Sozialdemokraten. Es bleibt Abg. Frese( frs. Vg.) spricht sich ebenfalls für die Anträge buch für Sachsen, im code civil, im Badischen Landrecht) stattalso bei den Beschlüssen der Kommission. Träger aus. Die Verantwortung für die unheilvollen Folgen, gefunden. Diesem bunten Bilde der verschiedenen Ehescheidungswelche dieses Gesetz zeitigt, schieben wir denen zu, welche es be- gründe soll der Entwurf ein Ende machen. Leider schließen werden. Die Zukunft wird richten.( Beifall links.) steht er auf sehr reaktionärem Stand. Abg. Graf Kauit: Der Redakteur Wiener vom Berliner punkte. Er will unter Ausschluß des Tageblatt" fragte Herrn Gamp ob auch die Leute vom Ehren- Scheidungsgrund es auf grund gegenseitiger gericht getroffen würden, welche Bestechung ausüben. Auf die Einwilligung 11 ur folgende Gründe als bejahende Antwort des Herrn Gamp, sagte Herr Wiener: dann Scheidungsgründe zulassen: Ghebruch, diesem schließen Sie die Börse!( Hört, hört! rechts.) Also lassen Sie gleichgestellte Fleischesverbrechen, Lebensdie Klagen über Angriffe gegen die Börse. Die schärfften An- nach stellung, bösliche Verlassung, mindestens griffe sind nicht von unserer Seite gekommen. drei Jahre alte Geisteskrankheit, falls Abg. Träger: Was man dem Staatsanwalt nicht ein durch sie die geistige Gemeinschaft zwischen räumt, braucht auch der Staatskommissar der Börse nicht. Der den Ehegatten aufgehoben, auch jede AusGrund dafür ist nur das Mißtrauen gegen das Ehrengericht, sicht auf Wiederherstellung derselben auswelches man erst einsehen will. geschlossen i ft. Endlich soll ein Ehe= In§ 4: Börsenordnung, wird entsprechend dem zurückgezogenen Antrag des Grafen Kanit zu§ 1 den Landesregierungen das Recht gegeben, in den Vorständen der Produktenbörsen der Landwirthschaft und ihren Nebengewerben sowie der Müllerei eine entsprechende Vertretung zu gewähren. Die§§ 5 und 6 betreffen den Inhalt der Börsenordnung. Bu§6 hat die Kommission den Busaß gemacht:" Der Bundesrath ist befugt, für bestimmte Geschäftszweige die Benutzung der Börseneinrichtungen zu untersagen oder von Bedingungen abhängig zu machen." Abg. Frese- Bremen( irf. Bg.) bekämpft diesen Zusah, weil der Bundesrath ohnehin schon genug überlastet sei mit den Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz. " neraldebatte zu der " An " einem Lokales. gatte aus dem allgemeinen Grunde aufferklärlich, daß es alles frühere Mitglieder des geschlossenen Wahl- werden. Die Abrechnung ergebe, wie viel die einzelnen Ge. Ehescheidung flagen tönnen, daß der andere vereins waren, die sich zusammenfanden. Auch der Juhalt der hilfen des Kreisvertrauensmanns diesem verschulden. Das sei Ehegatte durch schwere Verlegung der gefundenen Tagesordnung spricht gegen die Annahme, daß eine eine ganz private Angelegenheit zwischen diesen Personen. Die durch die he begründeten Pflichten oder Wahlvereins- Versammlung stattfand. Die Abrechnung, die vor Preßkommission sei fein Organ, das sich mit öffentlichen Ans durch ehrloses oder unsittliches Verhalten genommen wurde, war keine des Wahlvereins, sondern eine Ab- gelegenheiten beschäftige, sondern eine Kontrollkommission der eine so tiefe 3errüttung des ehelichen Verrechnung des Vertrauensmannes mit seinen Gehilfen. Der Verwaltung des Annoncentheils und des lokalen Theil näher auf hältnisses verschuldet hat, daß dem Ehe- Vertheidiger geht das Institut Ver des Vorwärts". Sie sei mit Sie sei mit dem Aufsichtsrath einer gatten die Fortseßung der Ehe nicht zugemuthet trauensleute ein. Dieselben sind nicht, wie der Staats- Attiengesellschaft, die eine Zeitung herausgebe, wie die werden kann. A13 schwere Verlegung A13 schmere Verlegung der anwalt behauptete, ein Bindeglied zwischen Verein und Partei- Bolts- Zeitung" oder" Freisinnige Zeitung" zu vergleichen, Pflichten gilt insbesondere grobe mishandleitung zum Zwecke der Umgehung des Gesetzes; fie bestehen in nur habe sie viel beschränktere Bollmachten als dieser. würde aber daran denken, die Besprechung lung". Zentrum und Konservative versuchen die Gründe noch allen Wahlkreisen Deutschlands, auch da, wo es gar keine Wahl- Niemand mehr zu beschränken, die Freifinnigen stehen ebenso wie unser vereine giebt. Wo daneben Wahlvereine bestehen, haben sie eine über eines solchen Aufsichtsraths die zukünftige Wahl Ebenso Genosse auf entgegengeseztem Boden. Ueberdies versuchen die ganz selbständige Existenz und Aufgabe. Die Vertrauensmänner als eine öffentliche Angelegenheit zu bezeichnen. Ultramontanen noch dadurch das kirchliche Gherecht bilden die eigentliche Organisation der Partei. Sie haben die wenig sei es eine öffentliche Angelegenheit, daß man den zur Macht zu verhelfen, daß sie beantragen, als neuen Ehe- Agitation zu treiben und sind gerade aus dem Bestreben ge- Parteigenossen des 2. Wahlkreises den Anschluß an den Leseklub scheidungsgrund zuzufügen: die Weigerung der Vollschaffen worden, das Gesetz nicht zu verlegen. Da politische Karl Mary empfehle. ziehung einer kirchlichen Traunng und für Vereine nicht miteinander in Verbindung treten dürfen, Sollten aber die Angeklagten nach Meinung des Gerichts die tirchlich getrauten Ehen nur die kirchlichen Scheidungs- sind zur Besorgung der Parteigeschäfte eben nicht Vereine, gegen das Vereinsgesetz verstoßen haben, so seien nicht die gründe gelten laffen. Bei der wichtigkeit Vertrauensmänner des sondern einzelne Personen bestimmt. von dem Herrn Staatsanwalt empfohlenen hohen GefängnißGegenstandes trat die Kommission in eine Art Ge- Diese und die Wahlvereine werden streng auseinander gehalten. strafen, sondern die niedrigsten Geldstrafen am Plaze. haben Frohme Wie der Staatsanwalt hierin eine Umgebung der Gesetze finden Die Angeklagten über die Scheidungsgründe ein. politischen Bedürfnisse legte im Gegensatz zu den reaktionären Gelüften flar, daß es fann, verstehe ich nicht. Das Gesetz verbietet doch nicht die genügt, das in allen Parteien besteht und dem alle Parteien sittlich sei, Ehescheidungen zu erleichtern, die Ehescheidungs- Agitation, sondern schreibt nur bestimmte Formen für dieselbe in derselben oder ähnlichen Weise nachkommen. Wenn gegen gründe nicht dem Belieben des Richters preiszugeben und eine vor. Sich diesen gesetzlichen Formen anzupassen ist doch nicht die angeklagten Sozialdemokraten auf hohe Gefängnißstrafen erthatsächliche Gleichstellung beider Geschlechter auch auf diesem verwerflich, sondern lobenswerth. Der Zeuge Schöne beruft sich auf fannt wird, so sind diese Strafen ein Präzedenzfall für die Gebiete zu erzielen. Besondere Anträge behielten er und Stadt eine Abrechnung vom Februar über Inserate des Wahlvereins. bürgerlichen Parteien, wenn gegen ihre Organisationen und hagen fich für die zweite Lesung vor. Die Anführung jenes Urtheils, Da hat ihm einer seiner ungenannten Gewährsmänner jedenfalls ihre Versammlungen vorgegangen wird. Er bitte deshalb um in dem eine Arbeiterfrau Scheidung von ihrem wegen gemeiner Vereine längst verschimmelte alte Rechnung aufgebunden. Seitdem Freisprechung der Angeklagten, eventuell um die niedrigste gebrechen mit Zuchthaus bestraften Ehegatten vergeblich begehrte, weil die Wahlvereine geschlossen sind, haben sie auch nicht mehr seylich zulässige Geldstrafe. Der Richter annahm: bei Personen des Arbeiterstandes werde die inserirt. Bezüglich der Preßtommission steht fest, daß sie Zuchthausstrafe nicht als etwas Entehrendes angesehen, wirkte eine Kontrollstelle für den lokalen und Inseratentheil des Bor derartig auf die Kommissionsmitglieder, daß selbst König wärts" ist. Sie hat mit dem Verein nichts zu thun, von Stumm das Urtheil für so ungeheuerlich erachtete, daß auch keine politischen, politischen, sondern nur persönliche Einen Unzuchtsprozeß setzte bekanntlich ein föniglich er glaubte, Frohme habe sich geirrt. In der Spezial- gelegenheiten zu erledigen. wegen ihrer Thätig preußischer Staatsanwalt gegen den Vorwärts" ins Wert, debatte wird in Uebereinstimmung mit§ 1548 des Entwurfs feit wurde die Preßkommission aufgelöst, sondern weil als dieser, das einzige Blatt in Berlin, welches Schmuhanzeigen als Echeidungsgrund: Ghebruch, Doppelebe und widernatürliche fie als angeblicher Verein mit anderen Vereinen in Ver jeglicher Art grundsäglich zurückweist, das Inserat eines Unzucht festgesetzt. Auch die Verbrechen der§§ 174, 176( Vor- bindung getreten sein soll. Es handelte sich nun darum, statt Gerich 3- Assessors, der zu unsittlichen Zwecken ein Dieser Pronahme unzüchtiger Handlungen mit Kindern, fleischlicher Miß der aufgelösten Preßkommission eine gesetzliche Form zu finden, immer suchte, nach Gebühr fritisirt hatte. brauch der Gewalt als Beamter, Lehrer u. s. w.) will ein Antrag in der die mancherlei Beschwerden, die Werner und Kizing zeß bekanntlich zum lebhaften Befremden selbst des Abg. Kauffmann als Ehescheidungsgründe gelten lassen. zu Dhren gekommen waren, erledigt werden konnten. Es regierungsfreundlicher Kreise in erster Instanz richtig mit einer Der Antrag wird jedoch gegen die Stimmen der Freisinnigen lag nahe, dies im Kreise der Genossen zu erörtern. Aus Verurtheilung unseres Redakteurs Kunert, während der und Ultramontanen abgelehnt. Die Mehrheit will demnach dem Umstande, daß auch über die Organisationsfrage Unzuchtsverbrecher in der Berufungsinstanz in bündigster Form dem Ermessen des Richters in jedem Fall die Entscheidung über gesprochen werden sollte, wird gefolgert, daß es sich um die freigesprochen wurde. Diese Freisprechung findet die laffen, ob solche Verbrechen als Chefcheidungsgrund zu gelten Organisation des Wahlvereins handelt. E3 fonnte sich nicht Zustimmung des Staatsanwalts nicht, denn er hat, wie uns haben. Der Antrag des Abg. Dziembowski, für tirchlich getraute darum handeln, weil der Wahlverein nicht mehr bestand. Es gestern mitgetheilt wurde, jetzt gegen das Urtheil des Landgerichts Ehen nur die firchlich zugelassenen Ehescheidungsgründe gelten ist also durchaus erwiesen, daß hier keine Fortsetzung des Wahl- Revision eingelegt! zu lassen, wird abgelehnt und die Sigung auf Donnerstag um vereins stattfand. Ju Spandau und Umgegend stehen der Arbeiterschaft 10 Uhr vertagt. Die Angeklagten sind aber auch nicht als Theilnehmer einer folgende Lokale zur Verfügung: Radtke, NeumeisterDie Verhaftung des Reichstags- Abgeordneten Bnebunangemeldeten Bersammlung, strafbar. Eine Versammlung im Straße 5; Pichelsdorfer Brauerei, Pichelsdorf; Vogt, Bichelsdorf. Der„ Vorwärts" liegt aus bei: Klinsch, Pichelsdorferstr. 103; in Mühlhausen i. E. hat der sozialdemokratischen Fraktion Anlaß Sinne des Gesetzes war es ja, aber feine solche, in der öffent- Straße 5; Pichelsdorfer Brauerei, Pichelsdorf; Vogt, Pichelsdorf. liche Angelegenheiten erörtert werden sollten. Jeder Theilnehmer zu nachstehender Interpellation gegeben, welche dem Bureau des war persönlich eingeladen, es wurden auch nur persönliche An- Feuerherd, Echarfe Lanke 1; Hallecker, Frobenstr. 12; Ducksch, Reichstags bereits zugegangen ist. Die Interpellation lautet: Bismarckstr. 6. " Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß der Reichstags- gelegenheiten besprochen. Wenn auch die gesammelten Gelder öffentlichen Zwecken dienen sollten was nicht verboten ist Arbeiter Bildungsschule. Der Unterricht fällt am 1. Mai Abgeordnete Bueb am 25. April 1896 abends in Mühlhausen so war doch die Abrechnung zwischen Kizing und den aus. In allen Fächern werden zu Anfang des Semesters noch verhaftet worden ist? Sammlern eine rein rein persönliche Angelegenheit. Da die Schüler aufgenommen. Der Vorstand. Breßkommission auf den politischen Theil des„ Vorwärts" nicht den geringsten Einfluß hat, so ist die Berathung Der Baudeputation Abtheilung II lag in der gestrigen Situng Lohnerhöhung für die städtischen Chauffee: Arbeiter. über dieselbe gleichfalls feine politische Angelegenheit. Die Vereine Betition der Chaussee- Arbeiter der VIII. Bau- Inspektion vor, fammlung brauchte also nicht angemeldet werden. Die Aussage in welcher um Lohnerhöhung gebeten wurde. Nach dem Bericht Möhring's, daß ihm der Zweck der Zusammenkunft unbekannt des Bau- Inspektors der VIII. Bau- Inspektion werden gezahlt an war, ist vollkommen glaubhaft. Wenn er sich um die Gesellschaft Vorarbeiter 31 Pf., an gewöhnliche Tagearbeiter 27 Pf. die nicht weiter fümmerte, so kann ihm daraus kein Vorwurf Stunde, welches einem Jahresverdienst von 968 m. bezw. 750 M. gemacht werden. Er hatte an jenem Tage in den unteren entspräche. Der Tagesverdienst betrage demnach durchschnittlich Räumen seines Lokals viel zu thun, und war daher froh, daß 2,45 M. Nach der Meinung des Bau- Inspektors sind diese Löhne sich die Gäste im oberen Stock selber bedienten. Wenn aber die Ist der Herr Reichskanzler geneigt, gegen die Beamten, die die Verhaftung unter Verlegung des Artikels 31 der Reichs verfassung veranlaßt und vorgenommen haben, die erforderliche strafrechtliche Verfügung zu veranlassen? Berlin, den 29. April 1896." Aus dem Abgeordnetenhause. Der Abgeordnete Archivrath Dr. Sattler ist zum zweiten Direktor der Staatsarchive er nannt worden. Dadurch wird sein Abgeordneten- Mandat er ledigt und ist eine Neuwahl im Stadtkreis Hannover erforderlich geworden. Den Geschentwurf über die Handelskammern hat die Regierung nach den„ B. P. N." zurückgezogen. Der Handelsminister hat dem Abgeordnetenhause davon Mittheilung gemacht. Prozek Hinke und Genossen. Nicht Staatsanwaltschaft in der Hauptfrage recht behielte, wenn wirk lich etwas Strafbares vorläge, so handelt es sich doch nur um einen Verstoß von untergeordneter Bedeutung, für den auf eine geringe Geldstrafe zu erkennen wäre. 。 endete " als auskömmlich zu bezeichnen, er empfahl die Ablehnung der Betition. Dieser Meinung schloß sich der Herr Geheime Baurath Dr. Hobrecht an. Stadtverordneter Wern au beantragte bagegen, die Betition als berechtigt anzuerkennen und die Lohn erhöhung nicht allein für die Arbeiter der 8. Bauinspektion eintreten zu lassen, sondern für sämmtliche Inspektionen. Der Stundenlohn des Vorarbeiters möge von 31 auf 3212 Pf. pro Stunde, der des gewöhnlichen Arbeiters von 27 auf 30 Pf. pro Stunde erhöht werden. Nachdem Herr Dr. Hobrecht auf Anfrage schließlich erklärte, daß eine Etatsüberschreitung bei der Geringfügigkeit der Summe nicht eintrete, wurde der Antrag des Stadtverordneten Wernau mit 6 gegen 5 Stimmen angenommen. Somit haben die städtischen Chaussee- Arbeiter auch eine kleine Maierrungenschaft zu verzeichnen. Ju der städtischen Waisenpflege befanden sich am 1. April er. 4826 Kinder; dieselben haben sich während des 1. April cr. 4826 Kinder; dieselben haben sich während des Vierteljahres Januar März um 216 vermehrt. In Zwangs erziehung befanden sich zu derselben Zeit 451 Kinder, dieselben = Kinder Rechtsanwalt Dr. Herzfeld begann sein Plaidoyer damlt, daß er fagte, auch nach seiner Meinung habe die Beweisaufnahme unzweifelhaft ergeben, daß Herr Kommissar Schöne durch seine Die Plaidoyers der Rechtsanwälte lauteten: Große Attion am 10. Februar d. J., als er unter Assistenz des Rechtsanwalt Heine:„ Ich beantrage die Frei- Kriminalkommissars v. Arnim, eines Polizei Lieutenants, zwei fprechung fämmtlicher Angeklagten. Nicht alles, was hier als Kriminal- Wachtmeistern mit 34 Kriminal- Schutzleuten bei Möhring Beweismaterial vorgelegt wurde, ist zuverlässig. Der Richter eindrang, 54 Bürger festnahm, visitirte, ins Polizeigefängniß brachte, darf nur das Beweismaterial berücksichtigen, welches er aus gleichzeitig Haussuchungen bei einer großen Zahl der Fest eigener Wahrnehmung in der Verhandlung kennen lernt. Un- genommenen vornahm, sich nicht das Verdienst erworben, welches zulässig ist es, auf grund dessen zu urtheilen, was die der Herr Staatsanwalt ihm zuschrieb, eine Versammlung des Zeugen nicht aus eigener Anschauung, sondern nur vom Wahlvereins des 2. Reichstags- Wahlkreises überrascht zu haben. Hörensagen kennen. Aus diesem Grunde scheidet also alles um so weniger seien die Vorwürfe des Herrn Staatsanwalts aus, was der Zeuge Schöne durch ungenannte Gewährs gegen den Reichstags- Abgeordneten Fischer angebracht gewesen, der männer erfahren hat. Seine Aussage gründet sich zum großen abwesend sei und hier feine Möglichkeit habe zu erwidern. 39 Die Anklage habe den Fortbestand des Wahlvereins zu be- haben sich während des Vierteljahres Januar März um 20 Theil auf die Angaben eines Mannes, der ihm schon einige Tage vor der Zusammenkunft eine Abrechnung, die dort gegeben werden weisen. Der Beweis durch die Quittungsbücher einzelner Mit- vermehrt. Von der legten Kategorie waren follte, zugestellt hat. Ein solcher Mensch, der seine eigenen Ge- glieder sei vollständig mißlungen. Mißlungen sei der Beweis,( 33, Knaben, 6 Mädchen) entlaufen 2 Knaben befanden sich im Gefängniß. die verlesene Abrechnung Gelder des Wahlnossen verräth, verdient feinen Glauben. Wer in der Weise daß Die ,, Voffische Zeitung" begeifert die Aufforderung der seine Freunde täuscht und hintergeht, der ist auch wohl im stande, verins betreffen und erwiesen, daß der Erlös von Bons und bie Polizei zu belügen. Durch Beweismaterial, welches auf Schriften, welcher einzig und allein Gegenstand der Abrechnung Gewertschaftstommission an die Arbeiter, sich nicht solche Art herangeschafft wird, darf das Gericht sich nicht be- bilde, zur Kasse des Wahlkreises gehöre und die von dem als Staffage bei den Eröffnungsfeierlichkeiten der ftimmen lassen. Der Vertheidiger bespricht die von verschiedenen Vertrauensmann des Wahlkreises und dessen Gehilfen hier Gewerbe Ausstellung benutzen zu lassen. Die„ Vossische Angeklagten behauptete Beeinflussung durch Kriminal- Kommissar für abgelieferten und geschuldeten Posten enthielte. Die Preß- Beitung" scheint von dem Charakter der Eröffnungsfeierlichkeiten Schöne. Wenn Herr Schöne auch jeden ungesetzlichen Einfluß tommission, deren zufünftige Gestaltung erörtert worden, sei er- garnichts zu wiffen; andernfalls würde sie bei auch nur einen bestritten hat, so liegt der Zwang gegen die Angeklagten doch in wiesenermaßen eine Vertretung der Wahlkreise, in deren Funken von Aufrichtigkeit sich sagen müssen, daß es eine un den Umständen. Die Aussicht, durch Untersuchungshaft der Arbeit öffentlichen Versammlungen fie gewählt werde, und gerade in billige Zumuthung gegenüber sozialdemokratischen Arbeitern wäre, und Familie entzogen zu werden, ist gewiß ein moralischer der aufgelösten Versammlung sei, wie niemand bestreite, erörtert wollte man von ihnen wirklich verlangen, bei dieser Geschichte Druck, der die Vernommenen zur Unterschrift zwingen worden, daß die zukünftige Preßkommission in öffentlichen zugegen zu sein. tonnte, auch wenn sie das Protokoll nicht billigten. Es spricht Versammlungen der einzelnen Wahlkreise gewählt werden Die Direktion der Ausstellung Kairo hatte für Dienstag nicht für die Zuverlässigkeit der polizeilichen Protokolle, wenn es müffe. Abend eine Beleuchtungsprobe veranstaltet. Troß der Ungunst Und schließlich, wenn Werner die Meinung der Genossen des Wetters hatten sich zahlreiche Wißbegierige eingefunden. barin heißt: ich bekenne, mich gegen Paragraph so und so, Absak so und so vergangen zu haben. Das ist nicht die Aus- habe hören wollen, wozu es ja nicht gekommen sei, ob man den und feiner bereute es. Die tages helle Beleuchtung der heiligen und brudsweise eines Arbeiters. Wer weiß denn, was in den an Genoffen, die sich politisch zu organisiren wünschten, rathen solle, profanen modernen und alterthümlichen Gebäude, und das fremdgezogenen Paragraphen steht? Ich bekenne, daß ich als Jurist sich dem Leseklub Karl Mary anzuschließen, so sei dies feine profanen modernen und alterthümlichen Gebäude, und das fremd auch erst nachlesen müßte, wenn man mich fragen würde, was Fortsetzung des Wahlvereins, sondern das gerade Gegentheil, artige bunte Leben in den Straßen" wirkte fast überwältigend. Man nur daß das elektrische Licht die Sonne des in dem oder jenem Paragraphen steht. - ein Die Protokolle die Aufgabe desselben, die Hinnahme, die Befolgung der Pharaonenreich zu ersetzen hatte. Eine Nachahmung enthalten also nicht die Aussage der Vernommenen, sondern ein Schließung. und doch alles echt. Echt die morgenländischen Wenn man außerdem erwäge, daß der Vertrauensmann des Theater" Urtheil des Beamten. beiläufig zum theil ein prachtDer Umstand, daß in einzelnen Quittungsbüchern bis Fe Wahl treises die Versammlung berufen und der frühere Ver- voller Menschenschlag!- echt die Häuser mit dem wunderbaren Fe- Wahlkreises Männer, Frauen und Kinder bruar d. J. Beiträge quittirt sind, ist in durchaus glaubwürdiger trauensmann des Kreises dieselbe stillschweigend in seiner Ver- Gittervert, echt die Esel, auf denen Jung und Alt- naments Weise dahin aufgeklärt, daß die Beiträge im voraus entrichtet tretung geleitet, ohne daß der Vorsitzende und die übrigen lich die weibliche Welt sich herumtummelte, echt waren. Daß die Zusammenkunft eine Wahlvereins- Versammlung Beamten des Vereins, welche anwesend waren, auch nur um ihre Araber, welche die Esel führten. Ohne den verwünschten war, ist direkt niderlegt. In einer solchen würde doch nicht zustimmung gefragt wurden, so heiße es die Dinge geradezu Berliner Regen, der uns insdiskret wie ein haussuchender Werner, sondern Antrick den Borsitz geführt haben. Die Geburtstags- auf den Kopf ſtellen, wenn man behaupte, daß hier eine Ber- Kriminalbeamter bis auf die Haut visitirt hatte, wäre die feier war ja eine Ausrede, aber nur gegenüber den Parteigenossen. sammlung des Wahlvereins stattgefunden habe. Illusion einer egyptischen Nacht vollkommen gewesen. Darin, daß die Anwesenden sämmtlich Mitglieder des die egyptischen Nächte sollen noch schöner sein, als die attischen. Man wollte niemand vor den Stopf stoßen; hätte man zu einer waren und unter ihnen auch der Bor= Nun Besprechung von Parteiangelegenheiten eingeladen, dann hätte Wahlvereins für einige Zeit haben wir ja Kairo vor den Thoren Aufsich vielleicht mancher berufen gefühlt, mitzureden, auf dessen stand des Wahlvereins, sei gar nichts Auffälliges. von Berlin, und jeden Tag regnet es doch nicht. Rath es dem Vertrauensmanne nicht soviel ankam. Darum fällig wäre, wenn es anders wäre. Denn es handelte sich erfann Für die baldige Serstellung eines Stichtunnels, nach man den Vorwand einer Geburtstagsfeier, au um eine Zusammenkunft der bewährten, regen Genossen des der natürlich nur die Geladenen Zutritt hatten. Wahlkreises und von diesen sei es in der Sozialdemokratie dem Vorortverkehr der Stettiner und der Nordbahn, sowie für Thatsächlich sind auch alle Angeklagten zu einer Geburts selbstverständlich, daß sie dem Wahlverein ihres Kreises an die Errichtung einer Haltestelle im Humboldthain haben jest tagsfeier geladen worden und die Entrüftung des Staats gehörten, ebenso wie es selbstverständlich sei, daß zu einer auch der Bezirksverein des Wedding- Stadttheils sowie der Grundder Vorstand des Wahlvereins besizerverein im Norden von Berlin sich an den Magistrat ge anwalts über die knabenhafte Ausrede ist nicht am Playe. Daß solchen Zusammenkunft Kreises geladen werde. Die Anwesenden feien wendet. die Geladenen alle Mitglieder des Wahlvereins waren, ist nicht des zu verwundern. Rising hatte die in Vertrauensstellungen ein fleiner Bruchtheil des Wahlvereins gewesen, der, Der Berliner Verein für Volksbäder hat in dec bewährten Genossen geladen. Die Zahl derer, die solche wie der Kommiffar Schöne bezeugt habe, aus mehreren Tausend Gewerbe- Ausstellung ein Bolts- Brausebad errichtet, welches sich bekleiden, ist natürlich gering. Nicht jeder Personen bestehe. war in Nairo Und Stellungen bekleiden, ist ist im stande, die mit der Ausübung derartiger Aemter Die Begrenzung der Versammlung auf Eingeladene unter durch technische Vervollkommnung und gefälliges Aeußere aus. verknüpften Opfer an Beit und Geld zu bringen, auch der Form von Geburtstagsfeier und der Ausschluß aller nicht Beichnet. Die Anstalt ist am Karpfenteich gegenüber dem Haupt. haben nur wenige die erforderliche Schulbildung, um in der Aufgeforderten sei sehr verständlich. Man habe, nachdem eben die Eisenbahn- Eingang gelegen und soll zur Hälfte der Besichtigung, zum anderen Theil der Benugung, namentlich für die bei der Bartei eine leitende Stelle einzunehmen. Daher sind es immer sämmtlichen sozialdemokratischen Organisationen geschlossen, eine Ausstellung beschäftigten Angestellten dienen. Wir werden ja wieder dieselben Leute, die sich zusammenfinden, wo Partei- vertrauliche Besprechung über Kreisangelegenheiten in ausschließ- bald darüber zu berichten haben, ob die Aussteller ihren Anangelegenheiten zu erledigen find, bald als Wahlvereins- Vorstände licher Gegenwart bewährter Genossen haben wollen und kein gestellten wirklich Zeit zur Pflege des Körpers laffen. bald als Freunde des Vertrauensmannes. Jeder thätige Parteigenofje Bedürfniß zur Zuziehung der Polizei gefühlt. Die Anmeldung sei aber auch nicht erforderlich gewesen. Elektrische Bahnbetriebe. Heute Nachmittag findet unter muß aber auch Mitglied seines Wahlvereins sein. Da aber Kizing als Vertrauensmann die thätigen Genossen fennen lernen wollte, ist es Denn öffentliche Angelegenheilen sollten nicht erörtert Buziehung der betheiligten Behörden die landespolizeiliche Ab. nahme der Theilstrecke„ Hollmannstraße- Treptow" der von der harrt im Untersuchungsgefängniß seiner Aburtheilung. In diesen Michailowitsch, den Herzog Georg von York und den Prinzen Firma Siemens u. Halste gebauten elektrischen Straßenbahn Tagen haben bereits mehrere Beugenvernehmungen stattgefunden. Heinrich von Orleans. Behrenstraße- Treptow" statt. Wo Frau Braune jetzt steckt, weiß man nicht; vermuthlich hält Eine Goethe- Reliquie. Aus Chartom wird berichtet: Die Maifest- Zeitung 1896, welche in wesentlich sie sich aber noch im Inlande auf. Auch eine Krankenwärterin Der hiesige Universitätsprofessor Bogale hat in dem Archiv ser höherer Auflage als im Vorjahre zur Ausgabe gelangt war, ist Helene W., die aus der Anstalt entlassen worden ist, wird jetzt universität einen Brief von Goethe an den Grafen Potocki, den bis aufs legte Gremplar vergriffen und ein Nachdruck unmög- gesucht. Sie erscheint ebenfalls verdächtig, der Frau Braune damaligen Kurator der Universität, aufgefunden. Das Schreiben betrifft Empfehlungen zu Professuren. lich. Dieser Erfolg ist zum theil wohl auch der wirksamen beim Entweichen Hilfe geleistet zu haben. Propaganda zu danken, welche- wenn auch unfreiwillig Polizei und Staatsanwalt durch ihre vorjährige Beschlagnahme für dieselbe gemacht haben. Im Interesse einer weitgehenden und tiefgreifenden Agitation fönnen wir solche Haupt und Staatsaktionen uur begrüßen. # Gerichts- Beitung. Im Dienfte gestorben ist vorgestern Mittag der Schlafwagenwärter Hermann Dankert aus der Barutherstraße Nr. 5. Dankert, der in dem Wiener Schnellzuge beschäftigt war, erkrankte unterwegs und starb bald nachdem der Zug auf dem Anhalter Bahnhofe um 121/2 Uhr eingelaufen war. Die Leiche wurde, nachdem ein Arzt von der Unfallstation I den Tod festgestellt des Stellmachers Reimann vor der 130. Abtheilung des Schöffenhatte, in die Wohnung des Verstorbenen gebracht. Das ganze Streikkomitee der Stellmacher hatte sich wegen„ Bedrohung mit der Begehung eines Verbrechen3" gegen den Stellmachermeister Heidrich sowie wegen Ehrverlegung gerichts am Amtsgericht I. zu verantworten. Angeklagt waren " Berlin steht unter dem Zeichen der Feftzüge und der schöne Monat Mai wird deren mehrere bringen. Den Reigen eröffnen am 5. Mai die Kunstakademiker, welche zur Feier des Von einer Hofequipage überfahren wurde am Montag die Stellmacher Auguft Braun, Wilhelm Noack, Otto 200jährigen Bestehens der Kunstakademie einen historischen" Nachmittag gegen 3 Uhr vor dem Eingange des Zoologischen Bruschat und August Kunkel, welche am 30. März d. J. Festzug veranstalten. Ihnen schließen sich am 10. Mai die hiesigen Gartens am Kurfürstendamm ein Kinderwagen, in welchem das bei Heidrich erschienen, um den Kollegen Reimann zu einer anInnungen mit einem Festzuge zur Feier des Friedensschlusses im Kind des Hof- Opernsängers Stammer lag. Der Wagen stürzte gefeßten Versammlung einzuladen. Sie trafen auf dem Hausdeutsch französischen Kriege 1870/71 an und zu demselben löb- um, und das Kind fiel zu Boden, blieb jedoch, wie eine sofortige flur den Meister, der sie an ihrem Vorhaben verhinderte, und in lichen Zwecke haben nun auch die Kriegsveteranen beschlossen, Untersuchung ergab, glücklicherweise unverletzt. Durch einen folge, dessen kam es zu einem Wortwechsel, wobei der Meister einen Festzug zu veranstalten und am 11. Mai ein Friedensfest bei dem Unfall gegenwärtigen Berliner Polizeioffizier wurde die Worte gehört haben will: Dir Hund schlagen wir die Knochen zu feiern. Wollten die Arbeiter am 1. Mai einen Feftzug ver- hiesigen Blättern zufolge festgestellt, daß lediglich dem Dienst entzwei". Bei diesem Streite erklärten die Angeklagten, was sie anstalten, würden sie wohl vergeblich um die dazu erforderliche mädchen die Schuld beizumessen ist. Diese Dienstmädchen! wünschten, und der hinten auf demHofe in der Wertstatt arbeitende Rei Erlaubniß nachsuchen. Wenn zwei daffelbe thun, ist es bekanntlich nicht dasselbe. Das Kranken- Transportgeschäft von Lück ist von Lands. mann soll bis dorthin gehört haben, daß die Angeklagten ihn zur Theilnahme an der Streitbewegung auffordern wollten. Alle bergerstraße 35 nach Linienstr. 22 verlegt worden. vier wurden nun wegen Vergehens gegen§ 153 der Reichs- Gewerbe. Ordnung, sowie wegen Bedrohung mit der Begehung eines Ber brechens angeklagt. In der Beweisaufnahme mußte der Stellmachermeister auf Vorhalten des Rechtsanwalts Dr. Fedor Stern aber der Wahrheit die Ehre geben. Er bekundete nun, daß ihm fonnten. Ebenso wenig wurde er= Ueber das Idyll, das sich unter dem Regiment des AmtsUnbekannt verstorben ist Dienstag Abend auf der neuen vorstehers Röder in Friedrichsberg: Lichtenberg ab spielt, berichten einige Blätter zur Zeit folgendes:" Bekanntlich Spreebrücke zwischen Stralau und Treptow ein etwa sechsundhatte die Partei des Gemeindevorstehers Röder in der ersten dreißigjähriger Mann, welcher, anscheinend von der Gewerbeund zweiten Wahlflaffe in Lichtenberg- Friedrichsberg eine be- Ausstellung tommend, sich nach Rummelsburg begeben wollte. Ferner deutende Niederlage erlitten. Röder behauptete, diese Wahlen Gerner starb Dienstag Nachmittag plötzlich bei dem Besuche eines Braun und Kunkel Worte zugerufen hatten, welche unmöglich fejeu ungiltig und hielt es nicht für erforderlich, das Rokas in der Hafenhaide der breiundvierzigjährige Schneider als" Bedrohung mit der Begehung eines Verbrechenz" Hollmann aus Rixdorf. Derselbe hatte in dem betreffenden aufgefaßt werden Wahlresultat amtlich zu veröffentlichen. Letzteres ist erst gofal geweilt und erhob sich schließlich, um seine Zeche zu bewiesen, daß die Angeklagten durch Ehrverlegung den jezt auf eine Beschwerde von Röder's Gegnern an den Landrath Reimann zu bestimmen versuchten, an Verabredung und erfolgt, nachdem letzterer den Lieutenant a. D. Röder zweimal zahlen, als er plöglich leblos zusammenbrach. zur Veröffentlichung des Wahlergebnisses aufgefordert hatte. Gestern früh 22 Uhr brach in einer Metallschmelzerei Vereinbarung zum Behufe der Erlangung günstiger Lohnund Arbeitsbedingungen, insbesondere mittels Einstellung Gleichzeitig ist auch ein Anhänger Röder's, der Schöffe Kron- Brunnenstr. 152 ein größerer Brand aus, der sich den darüber der Arbeit mußte theilzunehmen. Der Staatsanwalt baufen der solange Kohn hieß veranlaßt worden, als liegenden Räumen mittheilte und dort lagernde Möbel vernichtete. Daher wegen der im Eröffnungsbeschlusse angeführten AnklageMitglied des Wahlvorstandes das Wahlprotokoll zu unterdie Freisprechung anheimſtellen. Dagegen fand zeichnen, was er, feiner Aussage gemäß, unterlassen hatte, da kanals bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die Straße 45 wird wegen Ausführung eines Thonrohr- puntte des Meisters Beleidigung für erwiesen und er Prügel zu bekommen fürchtete." beantragte Braun vier und gegen Wochen Polizeibericht vom 29. April. Gestern Vormittag sprang Kunkel zwei Wochen Gefängniß. Der Vertheidiger hielt Die Schule im preußischen Militärstaat. Im Anzeiger die 17 jährige Arbeiterin Ottilie Sch., angeblich aus Furcht vor dem Gerichtshof die Unzulässigkeit dieses Antrages vor, weil es f. d. Havelland" lesen wir: Die schon seit Jahren ungünstigen Schulverhältnisse in Strafe, am Kottbuser Ufer in den Landwehrkanal. Sie wurde sich höchstens um eine Privatbeleidigung, also um eine ganz Falkenhagen haben sich inzwischen zur Kalamität gesteigert, jedoch noch lebend aus dem Waffer gezogen und mittels Kranken- andere That, handelte, die nicht unter Anklage gestellt war. Der indem dort gegenwärtig über 150 Kinder von einem Lehrer wagens nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. unterrichtet werden. Die zeitgemäße Ausgestaltung der Schule falls gestern Vormittag gerieth die sechsjährige Tochter des Gerichtshof folgte den Ausführungen des Vertheidigers und ist bisher immer daran gescheitert, daß nur ein Schulraum vor- Maurers Weinert in der Thaerstraße unter die Räder eines sprach sämmtliche Angeklagte frei. handen ist. Gegenwärtig sind die Vorarbeiten für den Neubau eines größeren Schulgebäudes so weit gefördert, daß wenigstens Aussicht auf Abstellung der überaus traurigen Verhältnisse vor handen ist. Immerhin dürfte jedoch der gegenwärtige Zustand noch einige Zeit fortbestehen zum Nachtheil für Schule und Lehrer. Die am Kottbuser- Ufer wohnhaften Geschäftsleute fühlen sich durch die elektrische Bahnanlage schwer geschädigt. Sie find der Ansicht, daß die Straße unnöthigerweise bis zu drei Metern erhöht worden ist und ihnen die Ausfahrt ihres Fuhrwerks aus den nunmehr um so viel tiefer liegenden Grundstücken bedeutend erschwert, ja fast unmöglich gemacht wurde. Der Inhaber einer dortigen Dachpappenfabrit hat sich wiederholt beschwerdeführend an die Polizei und an die zuständige 7. Stadt- Bauinspektion gewandt, doch soll auf alle diese Beschwerden weder eine Antwort eingegangen, noch auch ein Beamter zur Recherche bislang zur Stelle gewesen EbenSchlächterwagens und erlitt eine anscheinend leichte Verlegung am Kopfe. Nach Anlegung eines Verbandes wurde das Kind seinen Eltern zugeführt. Nachmittags lief vor dem Hause Wallstr. 28 der 20 jährige Schlächtergeselle Bruno Bierbach gegen einen Omnibus und gerieth unter die Räder, die ihm über die Brust und die Beine hinweg gingen. Er wurde so schwer ver legt, daß seine Ueberführung in das Krankenhaus Am Urban 43 Um Urb erforderlich wurde. Wetter- Prognose für Donnerstag, den 30. April 1896. Etwas fühleres, ziemlich trübes, regnerisches Wetter mit mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. er eine gegen MA 18iss Vermischtes. " Die Verhandlung gegen den Kaufmann Pauls nud Genoffen wurde gestern vor der dritten Straffammer des Landgerichts I. fortgesetzt. Pauls vertheidigt sich mit großer Gewandtheit und sucht alle belastenden Umstände zu widerlegen. In den meisten Fällen sei er selbst der Geschädigte, die Bengen feien zum größten Theil Leute, die überhaupt Der Maler Wiegmann, der nichts zu verlieren hatten. Sheein Haus in der Prizwalkerstraße gegen die den Ehelenten Pauls gehörige Villa am Zeuthener See eintauschte, habe ihm über die Miethsverhältnisse des betreffenden Hauſes falsche Vorspiegelungen gemacht und ihn dadurch geschädigt. Der Zeuge Wiegmann mußte auf Befragen des Vertheidigers Rechtsanwalt Löwy zugeben, daß er das Haus erst sechs Wochen in Besiz gehabt, als er es gegen die Villa tauschte. Er wollte über die Ertragsverhältnisse noch garnicht ordentlich unterrichtet gewesen sein, sondern dieselben Angaben gemacht haben, Im Zentral- Theater hat der Münchener Schauspieler die ihm bei der Erstehung des Hauses von dem VerDreher sein Gastspiel mit einer dem französischen nach mittler gemacht worden seien. gedichteten Poffe Kasimir und Isidor fortgefeßt. Das der zur Anklage stehenden Fälle ausgeschieden werden Herr Stadtrath Meubrink sowie mehrere andere Herren Stück weist eine treffliche Grundidee, aber eine veraltete und müssen. Die von Pauls gepflogenen Machenschaften und des Magistrats hätten selbst zugegeben, daß die Aufschüttung der Straße nicht nöthig gewesen wäre, doch seien die dortigen Ge- triviale Technik auf. G3 überfest den Don Quixote ins Schiebungen sind zum theil höchst verwickelter Natur und der schäftsleute im Interesse der Gewerbe- Ausstellung gebeten worden, Bourgeois- Moderne. Der Held ist ein mit starker Phantasie und Angeklagte trägt durch die Art feiner Vertheidigung nur dazu schwachem Urtheilsvermögen ausgestatteter Geschäftsmann vom bei, sie noch dunkler und verwickelter zu gestalten. Die Beweisfich damit zufrieden zu geben, daß die Anlage vorläufig so lärmendsten Weinreisenden- Typus, der in übel angebrachtem aufnahme wird dadurch bedeutend erschwert und wird die Verbleibe, wie sie ist. Besonders haben sich die dortigen Anwohner Thatendrang den„ Retter" in allerhand Familienverhältnissen handlung noch einen dritten Tag in Anspruch nehmen. Die Fort auch darüber beschwert, daß an der Ecke der Grünauerstraße die Schienen der elektrischen Bahn nur 75 Zentimeter von der Bord- spielen will und nün Unheil über Unheil in der Familie eines segung wird heute im kleinen Schwurgerichtssaal stattfinden. Ju Sachen Zetsche und Genossen betreffend die„ Entschwelle entfernt liegen, so daß sich heute schon voraussehen Freundes anrichtet. Leider artet das eine feinere Charakterkomit läßt, daß Unglücksfälle hier auf der Tagesordnung sein werden. erfordernde Stück in alte verbrauchte Boffenkomit aus. Troßwendung Durch eine sorgfältigere Bearbeitung des Projekts hätte sich, wie dem gelang es dem vorzüglichen Spiel des Herrn Dreher, seinen wendung des Gnadenerlaſſes" aus der Druckerei von Mittler man meint, auch dieser Uebelstand verhindern lassen. Helden lebenswahr zu gestalten und das Publikum fortgesetzt in und Sohn findet am 21. Mai, vormittags 9 Uhr, Termin in der Berufungsinstanz vor der VI. Straffammer des Landguter Laune zu erhalten. gerichts I statt. Vom höheren Rowdythum. Ein Pistolenduell hat, wie Nationaltheater. Die Reklamescherze, welche die Direktion uns ein Berichterstatter meldet, in der vorigen Woche in der des Nationaltheaters neuerdings mit dem Publikum treibt, sind Nähe von Berlin zwischen zwei Militär- Unterärzten stattgefunden, bald schon nicht mehr schön zu nennen. Seit einigen Wochen Von einem bedenklichen Ereigniß, das sich während der von denen der eine hier und der andere in einer Provinzial- wurde von einem Hammersteindrama berichtet, welches unter den letzten Reisen des deutschen Kaisers ereignet habe, erzählt die garnison steht. Der Kampf verlief unblutig. Ein zweites Duell, Am das ebenfalls in der vergangenen Woche ausgefochten werden Frankfurter Linden schon längst das Licht der Weltstadt erblickt Berl. Abendpost":" Ein sonderbarer Borfall ereignete sich bei sollte, ist noch in der letzten Stunde verhindert worden. Die haben würde, wenn die Polizei nicht eine Anzahl Zensurbedenken der letzten Anwesenheit des Kaiserpaares in Koburg. gemacht hätte, die erst durch eine entsprechende Um Trauungstage waren die von Max Liebermann für die HerrGegner, ein Arzt und ein Marine- Ingenieur aus einem weft- arbeitung gehoben werden müßten. Endlich kam doch der Tag, schaften gemalten Speisekarten auf einem Seitentiſche in der lichen Vororte, waren bereits auf dem Rampfplatze angetreten. an dem das Sensationsstück der Polizei gefällig gemacht war; Nähe der Tafel aufbewahrt worden, um bei Beginn der Festtafel Im letzten Augenblicke gelang es jedoch, sie auszuföhnen. und als am Dienstag Abend der Retlamevorhang sich mitleidsvoll dem Kaiserpaar überreicht zu werden. Als man jedoch im geDie Schlesischestraße wird aus Anlaß der Ausstellung mit nach drei bedenklichen Akten senkte, da war soviel klar geworden, gebenen Augenblick danach suchte, waren dieselben verGasglühlicht versehen werden. daß das dramatische Meisterwerk des Herrn Friedrich Pastor mit schwunden, ehe sie der Kaiser und die Kaiserin zu sehen be= Weil er weder Mittel noch Stellung hat, versuchte der Hammerstein- Stöcker'schen Gegenwart, in der es spielen sollte, famen. Bis jetzt ist noch nicht zu ermitteln gewesen, wohin fie auch nicht das mindeste gemein hat. Es kommt als Held gekommen find." Läßt sich die Geschichte nicht politisch auss Geſchichte nicht politiſch gestern Morgen um 8 Uhr der 25 jährige Kellner Ferdinand in dem Schauspiel ein Pfarrer Schlosser vor, der als ein der schlachten? Bayer aus Reichenberg in Böhmen, der sich ohne Wohnung hier Regierung treu ergebener Liberaler irgend eine freisinnige Polizeihauptmann Palmberger in Nürnberg, der aufhielt, seinem Leben ein Ende zu machen. Er sprang in der Broschüre schreibt, dafür abgesetzt werden soll und nun in den vergeßliche Becher, ist in Urlaub" gegangen. Er reiste, wie die Nähe der Alſenbrücke in die Spree, wurde jedoch von Arbeitern, Ruf der Berühmtheit geräth. Dann ein liberaler Redakteur, der Tagespost" erfuhr, gen Ansbach- Crailsheim, wo eine sehr schöne die beim Brückenbau beschäftigt sind, gerettet und einem Schuß seinen pastörlichen Freund immer mit den Worten Schlosser- Gegend sein soll. Palmberger war Chef der Nürnberger mann des 4. Reviers übergeben, der ihn mit einer Droschke in Mensch!" anredet. Auch treibt ein Lieutenant allerlei Unwesen. Polizei; er unterstand direkt dem Bürgermeister. In feiner ein Krankenhaus brachte. Er läßt sich von einem armen, aber frommen Vater ein Kind militärischen Charge war er Premierlieutenant a. D. Ob sich Eine romantische Geschichte wird aus dem Leben eines verfuppeln; das verführte Mädchen bringt sich um in demselben der Herr in der gegen die„ Tagespost" angestrengten Beleidigungsjungen Mannes namens Schlüf berichtet, der seinerzeit der Frau Augenblick, als der Lieutenant sich mit einer Kommerzienraths- tlage nochmals eine Schlappe holen oder doch lieber den Degen Ida Braune bei ihrer Flucht aus der Neuen Charitee behilflich Tochter verlobt. Die glückliche Braut verlangt der Abwechslung einstecken und die Klage zurückziehen wird? en Schwarzwald In Kapfenhardt auf dem württembergischen Schwarzwald war und nun verhaftet worden ist. Frau Braune hatte, wie halber und um das Glück komplet zu machen, die„ interessante" damals ausführlich berichtet wurde, mit Hilfe ihres Geliebten Todte zu besichtigen, just als die Leiche der Proletarierin über sind 16 Wohnhäuser und die dazu gehörigen Dekonomiegebäude den Versuch gemacht, ihren Mann in der gemeinsamen Wohnung die Bühne getragen worden ist. Ferner tommt ein Hofprediger in fammt Mobiliar, Futter u. s. w. vollständig niedergebrannt. zu Kalkberge- Rüdersdorf zu ermorden. Das Verbrechen und die dem Stück vor, der Vater des Lieutenants und Feind des Pastors Da es über die Hälfte des ganzen Ortes ist, so ist der Schaden Thäter wurden bald entdeckt. Bei der Untersuchung gegen Frau Schlosser ist, desgleichen ein geheimnißvoller Herr Wilhelm groß. Volksjustiz in Bayern. Das Haberfeldtreiben war bisher Braune wurden Zweifel an deren Zurechnungsfähigkeit erhoben, von Alpenrade, der den frommen Pastor für den Bund der und man brachte daher die Gefangene aus dem Untersuchungs- Landwirthe firren will, und endlich ein Fürst, der am blos eine altbayerische Gewohnheit. Nun aber wird der Neuen gefängniß zu Moabit zur Beobachtung ihres Geistes- Schluß die Geschmacklosigkeit begeht, den liberalen Pastor Bayer. Laudesztg." aus Hettstadt bei Würzburg geschrieben, daß Erwähnt seien auch dort in der Sonntagsnacht einem Ortsbürger förmlich Haberfeld zustandes in die Neue Charitee. Hier stand sie u. a. mit einem zu seinem Hofprediger zu machen. Moralisten" herumsputende Troddel, getrieben wurde. Es tam eine Schaar Burschen von allen gewissen Schlüf in Verkehr, der sich als Student und Doktor noch einige in den dem Theaterzettel als" Freidenker" bezeichnet Seiten herbei und machte mit Gießkannen, Hafendeckeln und der Philosophie aufspielte, jetzt aber entlarvt ist. Schlüf die auf bat es glücklich bis zum Tertianer gebracht und ist dann bei der werden. Der Verfasser hat keine Ahnung vom Aufbau Trommeln eine schauerliche Kazenmusik. Dann zog der HaberPost beschäftigt gewesen. Mit Hilfe des jungen Mannes und eines dramatischen Werkes und von Bühnentechnik, und da das meister einen Bogen Papier aus der Tasche und verlas eine Art noch anderer Personen entkam Frau Jda Braune aus der An-„ Schauspiel aus der Gegenwart" auch seinem Inhalt und, wenn Sündenregister. Endlich löste sich der Haufe wieder auf und ftalt und führte nun mit Schlüf ein sehr bewegtes Leben. Nachdem davon überhaupt zu reden, seiner Tendenz nach in jeder Beziehung verschwand spurlos. sie sich eine zeitlang in Männerkleidern in Berlin aufgehalten Schund ist, so können wir unsere Leser nur dringend warnen, hatte, reiste sie, von Bekannten zum Bahnhofe geleitet, mit ihrem für die Moralisten" ihr Geld wegzuwerfen. Briefkasten der Redaktion. 81 Befreier nach Hamburg. Hier war den beiden, als sie mit Schulrath Berthelt. Am Sonntag morgen starb der im einem englischen Schiffe auszulaufen im Begriffe standen, die ganzen sächsischen Bolle bekannte Pädagog Berthelt. Der im Julius Hempe und Frizz Ehrhardt. Wir können ber Polizei dicht auf den Fersen. Dennoch entgingen fie ihr. 83. Lebensjahre verstorbene Schulmann hat sich um das Bolts- artige Mittheilungen nur aufnehmen, wenn sie von der Gewerk. Frau Braune hatte durch ihr Benehmen die englischen schulwesen sehr verdient gemacht. Besonders bekannt und noch schaft oder dem Vertrauensmann beglaubigt find. ihrer energisch annahmen, als die Polizeibeamten bei einer heute in den sächsischen Schulen in Benutzung sind seine mit Jäckel des Vorwärts" abgeben oder dem Vertrauensmann Ihres WahlSchiffsoffiziere so sehr für sich gewonnen, daß sie sich Hafens sich ihrer als der Gesuchten bemächtigen wollten. Die Durch viele derselben hat er bahnbrechend auf dem Gebiete des Sendung haben wir der betreffenden Raffe zugeführt. Beamten, die zuerst ihrer Sache sicher zu sein geglaubt hatten, Unterrichts gewirkt. Wo die sächsische Volksschule genannt wird, wurden durch das Eintreten der Offiziere stuzzig gemacht und fehlt sicher auch der Name Berthelt's nicht, und immer wird man, nahmen von der Festnahme Abstand. Von Hamburg kam das wie die Sächs. Arb.- 3tg." schreibt, dabei an ihn, als den bevereins an, dann erfolgt Aufnahme zu geeigneter Beit. C. B. 100. Jeden Freitag abends 9 Uhr Aunenstr. 16. 11a. Geben Sie uns die regelmäßigen Uebungsstunden des Paar nach Antwerpen. M., Laufach. Besten Dank! Dort hat es seiner Raffe, in der all- deutendsten Förderer der Wolfserziehung denken. Das Bediententhum in der Wissenschaft. Aus Wien A. H., Durlach. Zuverlässige Mittheilungen über Bormälig eine bedenkliche Ebbe eingetreten war, durch einige Diamantendiebstähle wieder aufzuhelfen verstanden. Auch in wird telegraphirt: Die hiesige Geographische Gesellschaft ernannte fommniffe von allgemeinem Interesse sind uns immer will Leipzig ist Frau Braune mit ihrem Begleiter gefehen worden. zu Ehrenmitgliedern den König von Rumänien, die Fürsten von fommen. Zwischen den Zeilen wollen Sie aber etwas mehr Raum Dieser ist schließlich den Behörden in die Hände gefallen und| Bulgarien und von Montenegro, den Großfürsten Nicolaus lassen! Für den Juhalt der Juserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 30. April. Opernhaus. Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Rathsteller. Schauspielhaus. Der neue Herr. Beutsches Theater. Jugend. Leffing Theater. Das Glück im Wintel. • Berliner Theater. König Heinrich. Neues Theater. Der Hüttenbesizer. Renbenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Schiller- Theater. Die Stüßen der Gesellschaft. Belle- Alliance- Theater. 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Schrepffer. Für die hiesigen Leser liegt der heutigen Uummer unseres der preußischen Lotterie bei. Blattes die getrige Gewinnliste Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 101. Das Pariser Volk gegen den Benat. ( Eigener Bericht.) Paris, 25. April.*) Donnerstag, den 30. April 1896. 13. Jahrg. unterkommen können, sollten die zulegt Aufgeführten zurückSoziale Ueberlicht. bleiben. Der Arbeiterausschuß stellte die Liste auf und berückEinigungsamt des Berliner Gewerbegerichts. In der sichtigte in erster Linie diejenigen, welche am längsten in der Herren- und Knabentonfektions- Branche wurden Fabrik thätig waren. Herr Mohr nahm die Liste freundlich entDienstag eine Anzahl Näherinnen, die Knabenanzüge arbeiten, gegen und bat die Ueberbringer, nach furzer Zeit wieder zu Bum Berfaffungskonflikt beginnt nun auch das arbeitende vernommen. Eine Arbeiterin, die Kinderfachen in der Größe tommen. Nachdem sich Mohr mit seinen Inspektoren verständigt Bolt von Paris Stellung zu nehmen. Das geschah in der von 7 bis 12( für Knaben von 7 bis 12 Jahren) anfertigt, giebt hatte, erklärte er den Abgesandten der Arbeiter, daß er nur 170 Personen einstellen wolle. im Tivoli Wauxhall. an, daß sie für Jackets 50, 55 und 60 Pf. bekommt. Bei täglich und Arbeiterinnen, welche er nicht haben wolle, seien auf der geftrigen Massenversammlung Diejenigen Arbeiter Eine so imposante Boltstundgebung hat Paris seit vielen Jahren zwölfftündiger Arbeitszeit bringt diese Arbeiterin wöchentlich Lifte gestrichen worden. Nun sahen die Vertrauenspersonen, daß nicht mehr gesehen. höchstens 5 Sachen zu 50, 41/2 zu 55 und 4 Sachen zu 60 Pf. nicht dem Versprechen des Herrn Mohr gemäß die legten auf Die Versammlung war ursprünglich vom radikalen„ Aktions- fertig. Für Unkosten entstehen ihr wöchentlich 2 M. Aus dem der Liste gestrichen worden waren, sondern daß Herr Mohr sich fomitee für republikanische Reformen" einberufen worden. Aber vorgelegten Lohnbuch ist ersichtlich, daß die Arbeiterin vom 4. Januar die auf der Liste Verzeichneten, die er haben wollte, ausgesucht Zweck und Charakter der Versammlung hatte sich durch die bis zur vorigen Woche nur einen durchschnittlichen Wochenlohn hatte. So sollten eine größere Anzahl Arbeiter, die zum theil plöglich hereingebrochene Krise vollständig verändert. Aus einer von 10,50 M. erreicht hat, von dem noch die Ausgaben für Licht, lange Jahre bei Mohr beschäftigt gewesen sind, nicht wieder anradifalen Sympathie Kundgebung für das Kabinet Bourgeois Feuerung, Nähfaden u. f. w. abgehen. Die Frau, deren Mann fangen. Von den 24 Frauen, die ihm vorgeschlagen waren, wurde sie, nachdem sich die Sozialisten dem„ Aktions- in diesem Monat verstorben ist, glaubt, daß sie von jetzt ab, um wollte er 13, worunter solche, die 16 und 18 Jahre bei ihm betomitee" angeschlossen, zu einer sozialistischen Proteft fich ernähren zu können, bedeutend länger als täglich 12 Stunden schäftigt waren, nicht wieder haben. In bezug auf die letteren Kundgebung gegen den Senat. Darin spiegelt sich drastisch arbeiten muß. Eine andere Näherin arbeitet mit ihrer 12jährigen erklärte er, er hätte sie nur aus Gnade und Barmherzigkeit in das gegenwärtige Verhältniß der beiden Bundesgenossen, der Tochter zusammen. Bei täglich 12 stündiger Arbeitszeit und unter bürgerlichen Demokraten und der Sozialisten, wieder. Ganz Mithilfe der Tochter hat diese Arbeiterin in der letzten Woche von selbst fällt die Führerrolle im ausgebrochenen Kampfe den einen Lohn von 13,75 m. erreicht, von dem noch 1,60 M. für Sozialisten zu, die allein das arbeitende Volk in Bewegung zu Unkosten abgehen. Die Arbeiterin spricht sich für Errichtung fegen vermögen. Seite nicht = = d Gewerkschaftliches. In Magdeburg Sudenburg haben beim Zimmermeister Ganzlin am Dienstag 53 3immerer und 25 Tischler die Arbeit niedergelegt. Arbeit gehabt, und er wolle sie nicht wieder haben, weil sie keine Urfache zum Streit gehabt hätten. Ebenso sollten drei ältere Küper nicht wieder in Arbeit kommen. Alle Borstellungen der abgesandten der Arbeiter und Arbeiterinnen, die ihn an sein von Betriebswerkstätten aus. Versprechen, keine Maßregelungen eintreten laffen zu wollen, ers Auf den Ruf der Sozialisten waren die Arbeiter in Masse Fabrikarbeiter- Zählung. Wie in früheren Jahren wird innerten, nüßten nichts. Als die Abgesandten den Arbeitern aus den Vorstädten heruntergeftiegen. In der geräumigen Halle, auch diesmal am 1. Mai eine Zählung der in den Fabriken be- und Arbeiterinnen das Resultat der Konferenz mittheilten, in der gewöhnlich 8-9 Tausend Menschen Plaz finden können, schäftigten Arbeiter vorgenommen. Der Zählung unterliegen herrschte nur eine Stimme: Alle erklärten, unter solchen Um= waren diesmal, Kopf an Kopf gedrängt, mindestens 10 000 Mann alle Betriebe mit mindestens zehn beschäftigten Arbeitern oder ständen die Arbeit nicht aufnehmen zu wollen. zusammengepreßt. Weitere, niedrig geschätzt, 5000 Mann blieben mit Elementarbetrieb, sowie Zimmerpläge, Bauhöfe, Ziegeleien draußen, wo fie bis zum Schluß der Versammlung ausharrten. und Anlagen, deren Einrichtung einer besonderen Genehmigung Iagsinftitut in Stuttgart hat am Montag die neuns Zur Buchdruckerbewegung. Das Süddeutsche Wers Die Versammlung verlief, wie alle proletarischen Kund- bedarf. Die Arbeiter werden nach Geschlechtern und Altersstufen stündige Arbeitszeit exkl. 1/4 Stunde Frühstück sowohl für die gebungen, in imponirender Ruhe, troß der Bemühungen der( 13-14, 14-16, 16-21, über 21 Jahre) getrennt gezählt. Sezer, wie für die Maschinenmeister, das Hilfspersonal und für geheimen Polizei- Agenten, der unvermeidlichen Polizei- und Die deutschen Städteftatistiker halten gegenwärtig in die Buchbinder eingeführt. sonstigen Anarchisten, die durch brutale 3wischenrufe die Magdeburg ihre 11. Ronferenz ab. Anwesend sind die Menge zu provoziren suchten. Die Leipziger Abmachungen sind weiter akzeptirt worden von Die sozialistischen Rebner Direktoren: Geh. Regierungsrath Professor Dr. Boech- Berlin, den Buchdruckergehilfen in Hamburg, Mainz, Halle, München, wurden von der andächtig lauschenden Menge nur durch Bleicher- Frankfurt, Dullo- Königsberg, Medizinalrath Flinzer Dortmund, Dresden, Würzburg und anderen Orten.. stürmische Beifallsrufe und namentlich den volksthümlich ge- Chemnitz, Dr. Geißenberger- Straßburg, Prof. Haffe- Leipzig, wordenen Schlachtruf:" Nieder mit dem Senat!" unterbrochen. Koch- Hamburg, Neefe- Breslau, Pabst- Lübeck, Pröbst- München, fchen 3eitung" in Fürth hat wegen Kündigung des Vers Das gesammte Seherpersonal der Nordbayeri. In diesen Schlachtruf stimmte auch die draußen harrende Menge In diesen Schlachtruf stimmte auch die draußen harrende Menge Rettich- Stuttgart, Schmidt- Mannheim, Silbergleit- Magdeburg, trauensmannes der Organisation und wegen tarifwidriger Zuvieltausendstimmig ein. trauensmannes der Organisation und wegen tarifwidriger ZuDen Höhepunkt der Kundgebung bildete Jaurès' Rede. Zenius Dortmund, Stadtrath Tschierschky- Görlitz, v. Wobeser stände die Arbeit eingestellt. Die VerDie Begeisterung, die der unvergleichliche Redner fortwährend Altona, Würzburger Dresden, Zimmermann- Köln. Die VerIn Halle stehen sämmtliche 460 Tischler in einer durch jeden Satz entfesselte, läßt sich nicht beschreiben. Jaurès handlungen betreffen Gegenstände von kommunalstatistischer Bezeigte sich an diesem Abend von einer bisher weniger bekannten deutung, wie Armenstatistit, Kriminalstatistik, Erfahrungen bei Lohnbewegung. Die Innungsmeister haben in allen christlichen der letzten Volts, sowie der Berufszählung, Arbeitslosen- Herbergen Deutschlands Plakate aushängen lassen, in denen sie als mächtiger Volksredner, dessen zündende Worte, voll Gedanken und Leidenschaft, zugleich Herz und Aufnahmen, Bewegung der Bevölkerung, Jahrbuch deutscher Zischler nach Halle suchen. Wird Zuzug ferngehalten, dann ist Städte 2c. uns der Sieg gewiß. Die Lohnkommission. J. A.: Pezold, Kopf der Zuhörer gefangen nehmen. In meisterhaften Strichen zeichnete er die meltgeschichtliche Bedeutung des entbrannten Arbeiterversicherung Deutschlands für das Ende des Jahres Der Vermögensbestand der Organe der staatlichen Händelpark, Nikolaistraße. Auf dem Rittergute Oppin im Saalkreise sollten die Kampfes. Ueberall, so führte er aus, wo das Volk zielbewußt 1894 wird von den„ B. P. N." wie folgt berechnet: Die Kranken- 2andarbeiterinnen auftatt von früh 6 bis abends 6 Uhr sich der Waffe des allgemeinen Wahlrechts zu bedienen beginnt, faffen hatten am Ende des Jahres 1894 ein Vermögen von von 5-7 arbeiten, und zwar für denselben Lohn wie bisher, trachten die herrschenden Klassen, sie ihm zu entwinden, bald 94 305 642 M., die Berufsgenossenschaften Refervefonds in Höhe nämlich für 80 Pf. den Tag. Sie legten darauf, 25-30 an der offen, wie in Sachsen, bald hinterliftig, auf Umwegen, wie man von 113 643 514,74 M., und die Invaliditäts- und Alters- Zahl, sämmtlich die Arbeit nieder. Als der Inspektor des Gutes das jetzt in Frankreich versucht. Allein der Senat hat durch versicherungs- Anstalten ein Vermögen von 303 570 969,71 m. fah, daß sie nicht nachgeben würden, gab er nach. Es blieb bei feine neueste Anmaßung sich selber die Maske vom Gesicht ge- Alle drei Organe der staatlichen Arbeiterversicherung verfügten der alten Arbeitszeit. rissen. Während er bisher nur tropfenweise das reaktionäre über einen Vermögensbetrag von genau 511 520 126,45 m. Gift einzuimpfen suchte, will er jetzt mit einem Schlage das Uebergewicht des beschränkten Wahlrechts über das allgemeine Wahlrecht begründen. Damit Damit hat er eine revolutionäre Situation gefchaffen, die um so schneller seinen UnterDie Maler und Anstreicher in Görlitz haben die Arbeit gang herbeiführen muß. Von nun ab gilt es den Das Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts niedergelegt. Sie fordern u. a. den Behnstundentag und einen unerbittlichen Kampf gegen den Senat:„ Die Sozialisten verhandelte vorgestern Abend in Sachen der Packetfahrt An- Minimal- Stundenlohn von 35 beziehentlich 40 Pf. und die Demokraten werden gegen jedes gestellten. Bekanntlich hatte sich deren lezte Versammlung Ans Antonienhütte wird gemeldet, daß auf der dem Grafen Ministerium stimmen, das nicht gleich am ersten mit dem, was die Direktoren und Betriebsleiter der Gesellschaft Lazarus Donnersmark gehörigen Blendrefthütte ein Ausstand ausTage einen Verfassungsrevisions Vorschlag ihnen auf ihre Forderungen schließlich bewilligt hatten, einvereinbringt..." Man spricht von zwei Hindernissen, die der standen erklärt und beschlossen, die Erledigung einiger strittiger gebrochen ist. Die Arbeiter fordern Lohnerhöhung. Dortmunds erklärten zu der vom Vorsitzenden Revision im Wege ständen: vom Präsidenten der Republik und Punkte, die Abänderung des Arbeitsvertrages und die Schaffung des Bewerbegerichts Aſſeſſor Gerſtein gewünschten Anrufung des dem Senat. Nun, beide werden schließlich dem Drucke von einer Beschwerdekommission, dem Gewerbegericht zu überlassen. Assessor außen, der Wucht des in ganz Frankreich laut und energisch zu Beginn der Verhandlung, die unter Vorsitz des Affeffors von Einigungsamtes, daß sie, da der Stand ihrer Bewegung günstig ausgesprochenen Boltswillens nachgeben müssen. Geschieht das Schulz stattfand, erklärten die Direktoren Starte und von und noch genügend Geld zur Fortführung des Streits vorhanden Lindheim, daß fie den Vertretern der Angestellten sei, mit der Anrufung des Einigungsamts so lange warten wohlan, dann giebt es aus der revolutionären Inanspruchnahme des Gewerbege- wollten, bis auch die Unternehmer den Spruch desselben Situation nur einen revolutionären Ausweg: die Kammer gegenüber sich zur nur betreffs der gewünschten Revision des Dienst wünschen. muß alsdann die Absetzung des Senats proklamiren und richts Die Zimmerer haben aus denselben Gründen den Die Verhandlung beschränkte gleichen Beschluß gefaßt. vertrages bereit gefunden hätten. die Einberufung einer Ronftituante beantragen sich denn auch hauptsächlich darauf, hinsichtlich verschiedener Härten Wir haben gegen Ein schwerer Kampf steht uns bevor. Der Streik in der Bielefelder Maschinenfabrik vorm. die vereinigte Macht der Großbourgeoisie, des der Vertrages Aenderungen zu treffen. Die wesentlichsten der Dürkopp u. Co. ist Gegenstand der Verhandlungen des GroßVorsitzender desselben ist Landgerichtsrath grundbefizerthums und des Klerus zu kämpfen. Aber auch ge- felben find: Für jeden Tag eigenmächtigen Fortbleibens aus dem Gewerbegerichts. waltige Kräfte stehen uns zur Verfügung: die Kraft der Dienste werden in Zukunft nicht mehr 5-10 m. der Kaution Kulemann. Für den internationalen Bergarbeiter Kongres in verfallen, sondern nur 3 M., die zur Hälfte der Krankenkasse des fozialistischen Propaganda, die Organisation des städtischen Betriebes und zur Hälfte der Unterstügungstaffe zugeführt wer- Aachen werden, wie die" Rheinische Zeitung" berichtet, von den Proletariats und die erwachende Energie der Bauernmasse" " Der sich da erhebende Fels der Neaktion wird unter der ge- den. Die Strafen für Dienstwidrigkeiten, die bisher 50 Pf. bis deutschen Vertretern folgende Anträge vorbereitet: A. Acht10 M. betrugen, wurden auf 50 Pf. bis 3 M. herabgeſetzt. Die stundentag und Frauenarbeit. 1. Die gefeßliche waltigen Macht des Voltshammers in Staub zermalmt werden Wir sind heute versammelt", schloß Jaurès unter dröhnendem jetzige 10tägige Kündigungsfrist soll bestehen bleiben. Bei Un- Achtstundenschicht, Ein- und Ausfahrt einbegriffen, für BergZujauchzen der Menge, nicht einer gewöhnlichen Kund- redlichkeiten haftet nach der geänderten Bestimmung die Kaution arbeiter in und auf der Grube. 2. Verbot jeder Ueberarbeit, gebung fest- für den entstandenen Schaden. Eine Reihe von Bestimmungen die mittelbar oder unmittelbar auf Vermehrung der Produktion wegen, sondern um einen Feldzugsplan zustellen. Die heutige Versammlung ist kein vorübergehender des Vertrages wurden als unnüt gestrichen. Ebenfalls ge- gerichtet ist. 3. Verbot der Frauenarbeit in und auf der Grube, Austausch von Eindrücken und Unwillen, es ist der Anfang eines strichen wurde§ 5, welcher die Füllung der Pensionskasse durch weil die Gefahren der Grubenarbeit zu groß und die Arbeit in ernsten, furchtbaren Kampfes. Schwören wir alle: Für die einen einprozentigen Lohnzuschlag vorsah. Die Abänderungen und auf der Grube zu schwer sind für den weiblichen Organiss wurden allerfeits gutgeheißen. Die Direktoren ver- mus, sowie aus sittlichen Gründen. B. Sicherheits. soziale Republit auf Leben und auf Tod!" Zehntausend Maßregeln. Jede Grube ist von einem staatlichen Inspektor Hände heben sich in die Luft und ein Donnerruf erschallt: Sprachen nochmals, Maßregelungen nicht vorzunehmen. Wir schwören es! Nieder mit dem Senat!" Achtung, Maurer! Alle diejenigen Mitglieder des Vereins alle Vierteljahre, jede Schlagwetter- Grube alle Monate auf jedem Außer Jaurès sprachen die sozialistisch- radikalen Abgeordneten zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend, Betriebspunkt zu inspiziren. Für eine stetige Kontrolle sind Kontroll= Camille Pelletan und Bazille, die sozialistischen Ab- welche noch nicht vom Ostervergnügen abgerechnet haben, werden beamten aus den Reihen der Arbeiter, und von diesen gewählt, geordneten Vaillant, Gérault- Richard, Rouanet, ersucht, dieses bis spätestens Sonnabend, 2. Mai, beim Kassirer zu bestellen und vom Staate zu besolden. Auf jeder Schlagwetter- Grube ist ein besonderer Beamte ausschließlich für die Be Chauvière, Goujat, der Vorsitzende des Seine- General zu thun. J. A.: Knöpche 11. raths, 2ucipia und der Redakteur der" Petite République" In Bernau dauert der Streit der Arbeiter und wetterung von den Besitzern anzustellen. Diese Beamten und die Kontrolleure find dem staatlichen Inspektor zu unterstellen. Jede Zurot. Arbeiterinnen der Schuhwaaren- Fabriken un: Schlagwetter- Explosion verantwortet der Wetterbeamte, jeden anZucipia verlas die, wenige Stunden vor Eröffnung der verändert fort. Zuzug ist fernzuhalten. Geldsendungen und deren Unfall die Beamten der Zeche. Für die nicht oder un Versammlung vom Generalrath, auf Vorschlag des Zuschriften sind zu richten an A. Schneider in Bernau, Sozialisten Fournière, gefaßte Resolution, wodurch das Bureau Wallstraße 2, Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abbrud genügend verantworteten Fälle haftet der Bergwerks- Besitzer nach Maßgabe des von den Verunglückten verdienten Lohnes, des Rathes ermächtigt wird, alle Maßnahmen der gebeten. C. Unterstütungswesen. Die Kaffen zur Versorgung der öffentlichen Wohlfahrt zu treffen, die durch Der Margarinefabrikant Herr A. L. Mohr in Bahren. die Umstände geboten erscheinen sollten" und feld bei Altona ersucht uns in Beziehung auf die gestrige Mit- Invaliden, Kranken und Verunglückten werden von den Bergarbeitern allein verwaltet. Die Oberaufsicht führt die Berg gab die Versicherung, feinerseits als Vorsitzender des Rathes theilung um Aufnahme des folgenden:" Sie bringen die Notiz, behörde zur staatlichen Garantie der Kassenleistungen. feine Pflicht bis ans Ende zu thun daß in meiner Margarinefabrik in Bahrenfeld der Streit auf's D. Internationaler Normallohn. Derfelbe beträgt Die denkwürdige Versammlung schloß, wie sie begann, mit neue ausgebrochen, weil ich die vereinbarten Bedingungen nicht pro achtstündige Schicht in Deutschland für Hauer 5 M. dem Schlachtrufe: Nieder mit dem Senat!" gehalten. In dem betreffenden schriftlichen Protokoll über die Der Der an die Versammlung sich anschließende Straßentumult Berhandlungen der Vermittlungskommission heißt es, daß ich Rongreß findet alle zwei Jahre statt. Zum nächsten Kongreß find wurde, wie immer, von der Polizei hervorgerufen. Präfekt mich verpflichte, den größeren Theil der Arbeiter zum" Montag verfuchsweise Einladungen zu richten an die amerikanischen und russischen Bergleute. Lépine hatte eine ganze Armee von Schuhleuten, von Gendarmen wieder einzustellen, Reft nach Bedarf." Gestreift hatten 285, Im Kasseler Maurerstreik ist es zu einem Vergleich por zu Fuß und zu Pferde auf die Beine gebracht, um die beab neu eingestellt 245 wegen flauen Geschäftsgangs, was dem Ausfichtigte Straßen- Rundgebung brutal zu verhindern und wohl schuß auch bekannt war. Ich wollte nun ca. 178-180 einstellen, dem& inigungsamt des Gewerbegerichts gekommen. Der auch, um durch Provokation von schweren Unruhen einem start- den Rest in den nächsten Wochen, wenn alles gut ginge. Der Streik dauert aber fort, weil die Meister sich weigern, die Bes fäuftigen Minifterium die Wege zu ebnen. Doch dem Präfekten Ausschuß verlangte, ich sollte sofort 200 einstellen und ihm die willigung eines Minimal Stundenlohnes von 39 Pf. unters Dupuy's und Bourgeois gelang weder das eine Auswahl der Leute überlassen, was ich ablehnte, sondern dieses schriftlich zu bestätigen. noch das andere, aller provokatorischen Brutalität zum Recht für mich beanspruchte. Maßregelungen d. h. Ausschließung Beim Klempnerstreik in Leipzig handelt es sich um fol Trozz. Die auseinandergetriebenen Manifestanten sammelten der Streitführer sind von mir und meinem Personal nicht beab- gende Forderungen: Neunstundentag; 40 Pf. Minimal- Stunden sich wiederholt an neuen Punkten an. 3wei Stunden fichtigt, ich wollte nur die Verheiratheten zuerst einstellen, während lohn; für Ueberstunden bis 9 Uhr 25 pet, für spätere und für lang ertönte nächtliche Paris den Rufen: der Ausschuß nach der Reihenfolge, wie sie in der Fabrit ein- Sonntagsarbeit 50 pCt. Zuschlag; entsprechende Erhöhung des Nieder mit dem Senat! E3 lebe die Revision!" und getreten, gleich viel ob verheirather oder nicht, eingestellt sehen Akkordlohns und Festsetzung desselben durch einen zwischen vom neuen Massen- Refrain:" Bespucket den Senat! Bespucket wollte. Dies ist die Ursache zu dem erneuten Streit. Im Meistern und Gesellen vereinbarten Tarif, der eine bestimmte ihn!" " Hamburger Echo" wird dagegen über den Hergang be- Beit Giltigkeit hat; Arbeiten, die in einer Entfernung von 5 richtet: Herr Mohr erklärte am Sonnabend einer Kommission, bis 10 Kilometern vom Marktplatz ausgeführt werden, sollen mit der sich auch Reichstags- Abgeordneter Genosse Molkenbuhr an- 1 M., bei über 10 Kilometer Entfernung mit 2 M. besonders geschlossen hatte, auf Ehrenwort, daß Maßregelungen nicht statt- entschädigt werden; endlich wird Freigabe des 1. Mai verlangt. finden sollten und daß er gut 200 Mann anstellen wolle. Dem 25 Meister, die zusammen etwa 120 Gehilfen beschäftigen, haben Arbeiterausschuß gab er das Recht, die Leute zu bestimmen, bereits bewilligt. welche zuerst in Arbeit kommen sollten. Zu diesem Zwecke sollte Die Schmiede Leipzigs beschlossen, überall da zu kündigen, er eine Lifte einreichen und, falls die Verzeichneten nicht alle wo nicht folgende Forderungen bewilligt werden: 9/2 stündige " das " " von Der Senat und seine Helfershelfer sind gewarnt. Das arbeitende Bolt setzt sich in Bewegung gegen die großbürgerliche Reaktion unter der entschloffenen, zielbewußten Führung der Sozialisten. Das ist die Bedeutung der Tivoli- Versammlung vom 24. April. *) Wegen Raummangels verspätet. J 00 3 Die Brauer Nürnbergs haben am 1. März an den Verband der Brauereibefizer Nürnbergs und Fürth eine Reihe Forderungen gestellt, die am 1. April vorläufig auf ein Jahr in Geltung treten sollten. Die hauptsächlichste Forderung war die auf 10 stündige Arbeitszeit und Bezahlung der Ueberstunden. Bisher wurden nämlich die Ueberstunden garnicht bezahlt; es stand im Belieben der Brauereibefizer, die Arbeitszeit beliebig auszudehnen, und der vereinbarte Wochenlohn betrug durch schnittlich kaum 20 M. Die Brauereibefizer lehnten jedoch jedes Entgegenkommen ab. Die Nürnberger Arbeiterschaft hat daher die Sache der Brauereiarbeiter zu der ihrigen gemacht. anerkannt. Versammlungen. solidarisch erklären; 81 Don Verbot der Privatpraxis Arbeitszeit, 35 Pf. Minimalstundenlohn, 50 pet. Zuschlag für Eisenbahnarbeiter und Angestellten abgehalten, wo, wie weiter hinab. Der Staat müsse durch Anstellung von SchulMilitärärzten 2c. Ueberstunden, Errichtung eines einheitlichen Arbeitsnachweises, in früheren Jahren, über die Frage des allgemeinen Ausärzten, wöchentliche Lohnzahlung( längeres als 1/ 4stündiges Warten auf ft and 3 berathen werden soll. Dabei wird auch das der Re- den überschüssigen Arbeitskräften zur Thätigkeit verhelfen. Bei die Auszahlung des Lohnes ist als Ueberstunde zu berechnen), gierung vom Senat bewilligte Gefeß, welches den Eisenbahn- zunehmender Noth im Stande würden sonst trotz der EhrenMaßregelungen oder Entlassungen aus Anlaß der Lohnbewegung arbeitern verbietet, sich zu einem Syndikat zu vereinigen, gerichte Vergehungen vorkommen. Von der Durchberathung des Entwurfs ist nur hervor dürfen nicht stattfinden. Bei Akkordarbeiten soll jede Mart ein- um im Kriegsfalle durch deren Arbeitseinstellung die Mobilgerechneter Berdienst zwischen dem Schirrmeister und seinem ma chung nicht zu gefährden, zur Sprache kommen. Schon zuheben: die Forderung, daß die beamteten und Militärärzte Meinungen werden der einzelnen Gruppen der unter die Disziplinargewalt gestellt werden, ferner, die BerufsHelfer fo getheilt werden, daß der Schirrmeister 55 Pf. und jetzt denen diejenige der Gruppe thätigkeit nur unter die Aufsicht fallen und eine Standesordnung fein Helfer 45 Pf. erhält. Der Helfer, der die schwerste Arbeit Eisenbahnarbeiter laut, von geht: Wenn im Falle der Mobil- für Aerzte erlassen werden soll. Die Abstimmung über den Teisten muß, ist bis jetzt bedeutend schlechter bezahlt worden. Thiviers dahin Die Glasangenmacher in Lauscha in Sachsen- Meiningen machung der Eisenbahnarbeiter- Streit ausbricht, werden alle aus Entwurf soll am Mittwoch Nachmittag erfolgen. Eine gutbesuchte öffentliche Tabakarbeiter- Versammbeschlossen die Gründung einer Organisation, um durch diese ihre ständigen Eisenbahnarbeiter unter der Leitung des Ausstandsden Stand der Lohn= schlimme Lage zu verbessern. Für 100 Stück Glasaugen wurden Komitees mobilifirt und unterstehen dessen Befehlen. Dieses lung, die am Dienstag Abend bei Nieft tagte, ließ sich durch im Jahre 1880 2,50 M. und 1887 noch 90 Pf. durchschnittlich wieder steht in direkter, beständiger Verbindung mit dem Butry Bericht über gezahlt; heute giebt es nur noch 45 Pf., sodaß selbst der talent- Kriegsminister. Gine Arbeiter- Abtheilung wird den Eifen- bewegung erstatten. Nach dessen Angaben habe sich die vollste Arbeiter bei zwölfftündiger Arbeitszeit taum 12 Mart bahn- Gesellschaften zur Bedienung der Lokomotiven und des Situation in den legten Tagen um ein bedeutendes zu gunsten Signalwefens zur Verfügung gestellt. Die Arbeit wird auf das der Arbeiter verändert. Als eine Genugthuung für diese müsse Wochenverdienst erreicht. Firmen, als Martienzen, Luser, Dussing und andere Avis des Kriegsministers wieder aufgenommen, jedoch nur in es angesehen werden, wenn binnen ganz furzer Zeit größere sofern fie durch die Mobilmachung bedingt ist. Aus Verviers wird über den Stand des Weberstreits be- die gestellten Forderungen bewilligten. Bis Sonnabend Abend mit 407 männlichen bis Montag 115 Firmen richtet: In einer Versammlung des Arbeitsausschusses, unter hatten bewilligt 107 Firmen mit 382 männlichen und 428 weibStreifende waren 444 weiblichen Arbeitern. Vorsiz des Bürgermeisters, gab der Fabrikant Belger namens lichen, Arbeiter in 40 Bebis Sonnabend 240 ber vereinigten Arbeitgeber die Erklärung ab, daß sie die Vor- und Das schläge der Arbeiter nicht annehmen. Der Ausschuß der Aus- gemeldet ständigen erklärte, auf seinen Forderungen zu beharren, so daß trieben, bis Montag 226 Arbeiter bei 37 Firmen. die Beendigung des Streifes vorläufig ausgeschloffen ist. In augenblickliche Verhältniß ist folgendes: Es streiken 180 Arbeiter Ensival wurden sämmtliche Zuchfabriken gefchloffen. In in 48 Betrieben und bewilligt haben 120 Firmen mit 440 männ Herstall beschloß die Verwaltung der Landeswaffenfabrik von lichen und 477 weiblichen Arbeitern. Das Resultat also sei ein neuem, die Forderungen der Streifenden abzulebnen, und falls zufriedenstellendes, könnte aber, wären die Forderungen überall Die Harmonikaſtimmen- Fabrikanten in Nürnberg bie 2400 Ausständigen nicht bedingungslos die Arbeit auf rechtzeitig gestellt, um vieles besser sein. Redner ersucht, überall haben bis auf zwei die Forderungen der Arbeiter, neunstündige nehmen, die vorliegenden bedeutenden Aufträge auswärts aus- bort sofort die aufgestellten Forderungen zu stellen, wo es bisher nicht geschah. In der anschließenden Diskussion wird berichtet. Arbeitszeit und 25 pet. Lohnzuschlag für Ueberstunden, schriftlich führen zu lassen. daß die Firma Alb. Sonnabend die Forderungen der Arbeiter strikte zurückgewiesen habe. Ladendorf kritisirt das In Fürth find jetzt noch 44 Arbeiter arbeitslos, welche von Verhalten der Sortirer von Martienzen, dem entgegenden Glasschleifereibefizern nicht mehr eingestellt werden sollen. mit den Tabatarbeitern Unter den Gemaßregelten befindet sich ein Arbeiter im Alter von Die Aerztekammer für Berlin und die Provinz Branden- gehalten wird, daß die Sortirer beschlossen, in eine Bewegung 56 Jahren, welcher 32 Jahre ohne Unterbrechung bei burg tagte Montag im Provinzialständehause, um über den Ents nicht einzutreten, fich jedoch feien Verstöße hiergegen der Firma Winkler u. Kütt gearbeitet hat. Demselben ist von einer anderen Firma bedeutet worden, daß er nicht eingestellt wurf eines Gesetzes über die ärztlichen Ehrengerichte zu berathen. verzeichnen, so werde sich die Organisation damit befassen. die Forde werden könne, weil er auf der schwarzen Liste stände. Da die Verhandlungen, welche nicht zu Ende geführt wurden, Drescher und andere bemängeln, daß in vielen Betrieben der alte Mann sich nie hervorragend bemerkbar gemacht hat, so spizten sich auf die Frage zu, ob der Aerztestand in der und dies hauptsächlich seitens der Hausarbeiter Lage sei, durch Selbsthilfe sein Ansehen zu heben, Hinderniß für die allgemeine Bewegung. Seitens der Lohnkommission ift er der Ueberzeugung, daß seine Maßregelung nur erfolgte, oder ob der staatliche Gingriff hierzu nothwendig sei. Der rungen noch nicht gestellt sind; dieſe Läffigen bedeuten ein weil er als alter Arbeiter den Glasbaronen nicht mehr leistungs- Referent über den Entwurf, Geheimrath Dr. Schöneberg, ging wird ersucht, neue Bewilligungen stets umgehend anzumelden und fähig genug erscheint. von der Thatsache aus, daß die Aerztewelt durch den Entwurf war durch die Arbeiter selbst, auf diese Weise nur sei es Zu Der Schäfflerstreik in München dauert fort. Die Brauer in zwei Lager getheilt sei. Diejenigen, welche durch die frei möglich, die zu veröffentlichende Lifte forrekt zu führen. Standesvereine die Beschlossen, der von verschiedenen Betriebsleitungen gestellten Auf- gebildeten Aufsicht ausgeübt sehen Meinungsverschiedenheiten fam es nun darüber, ob die Arbeitsdie soziale forderung, Schäfflerarbeiten zu verrichten, feine Folge zu geben. möchten, vergäßen, daß Lage die Aerzte losen gleich den Streikenden durch die Kommission zu unterEine Brauerei muß bereits, wie uns mitgetheilt wird, Bier in gebrängt hätte, weleinem unlauteren Wettbewerb Fässern versenden, die nicht frisch verpicht sind. Dadurch cher nur durch staatliche Maßregeln eingedämmt werden füßen seien; Drescher ersucht im Namen der Stommiffion verliere das Bier an Würze, Geschmack und Haltbarkeit. tönne. Das Vertrauen, welches das Publikum den Aerzten ent- um einen definitiven Beschluß, bemerkend, daß an Arbeitslose feine Unterstüßung gezahlt würde, die Kommission aber bes Das Streikkomitee der Textilarbeiter Mülhausens i. E. gegenbringen müsse, erheische eine strenge Ueberwachung der schlossen hat, diesen vor den Streikenden Beschäftigung nachersucht hierdurch sämmtliche Kollegen, die noch im Besitz von Standesebre. Es seien Fälle vorgekommen, wo sich Aerzte zuzuweisen. Nach langem Für und Wider, wobei die MehrSammellisten sind, diese sobald wie möglich an den Saffirer Gehilfen von Kurpfuschern gemacht hätten, durch solche Einzel- zahl der Redner die Unterstützung der Arbeitslofen für Josef Bonarb in Mülhausen i. E., Ilzacherstraße 107, zu fälle gehe leicht das Vertrauen zum ganzen Stande verloren. undurchführbar hielt, nimmt die Versammlung einen Antrag an, Diskussion die zeigte sich. nach dem die Arbeitslosen als Arbeitsuchende in die ausliegensenden. Für die geleistete materielle und moralische Unterstüßung In fagt das Romitee allen Betheiligten besten Dant. Die Arbeiterschiedene Auffassung über die ehrengerichtliche Einrichtung. den Listen einzutragen und dieselben, wo es irgend möglich ist, Am engften schloß sich dem Referenten Dr. Mugdan unterzubringen sind, die Streifenden sollen laut den gefaßten Be presse wird um Abdruck gebeten. Die Schneider in Pisek in Böhmen haben durch Nieder- an. Der Entwurf, führte er aus, sei nur tadelnswerth, weil er schlüssen weiter unterstützt werden. Dringend wird noch ersucht, die Disziplinargewalt nicht auf die beamteten und Militärärzte die wöchentlichen Beiträge zum Streitfonds männliche Ar legung der Arbeit eine 30-40prozentige Lohnerhöhung erreicht. ausdehne. Gegen die Standesvorschriften hätten sich nicht nur beiter 1 m., weibliche 50 Pf. stets pünktlich zu entrichten. Ju Nennkirchen in Desterreich sind 390 Arbeiter der einzelne Aerzte, sondern ganze Aerztegruppen vergangen. Anders Spinnerei von Elz' Erben in den Streit getreten. Sie fei 3. B. das Vorgehen des Vereins Berliner Kassenärzte nicht Schließlich wird auf die am Freitag, den 1. Mai, vormittags fordern Lohnerhöhung, Bezahlung der Nebenarbeiten, achttägige zu bezeichnen, der durch Unterbietung sich Praxis verschaffe. gemacht mit dem Hinweis, sich rege zu betheiligen. Lohnauszahlung, humane Behandlung. Diesem unlauteren Treiben" stünden die Standesvereine Die Händler nahmen am 22. April abermals Stellung zur Auf allen Bauplägen in Biel in der Schweiz ruht die machtlos gegenüber. Die freifinnige Preffe habe den Aerzten Gewerbenovelle. Nach einem Referat des Reichstags- Abgeordneten Arbeit, da sich den streitenden Handlangern auch die die Selbsthilfe angerathen. Gegenüber dem Verbot des Berliner St. Schmidt, dem sich eine längere Distuffion anschloß, nahm die Versammlung einstimmig folgende Resolution an: Die Vers Maurer angeschlossen haben und so Schweizer, Italiener und Magistrats aber, welches den freigewählten Kassenärzten den Ab-. Schmidt, dem sich eine längere Diskussion anschloß, nahm Deutsche gemeinsam handeln. Daß die Handlanger die Initiative schluß von Verträgen unmöglich machte, könne die Selbsthilfe fammlung erblickt in der Annahme der Novelle zur Gewerbezur Lohn- und Streitbewegung ergreifen und die Handwerker gar nichts ausrichten. Damals hätte sich die freisinnige Presse Ordnung eine schwere Schädigung der Kleinhändler. Nicht nur mit fortreißen, dieser Fall dürfte selten vorkommen und ist in entrüften müssen. Heut hätte sie zu Protesten feinerlei Be werden tausende unserer Berufsgenossen brotlos, sondern auch Biel wohl beshalb eingetreten, weil die Handlanger beffer rechtigung, da fie gegen das Verbot des Magistrats nicht den Arbeitern der betheiligten Industrie stehen schwere Nachorganisirt sind, als die Maurer. Die Forderungen sind: Behn- protestirt habe. Dr. Kalischer, als prinzipieller Gegner der theile bevor. Die Versammlung erwartet deshalb von den Verstundentag, Stundenlohn von 45-55 Gts. für Maurer, von Ghrengerichte, betont, daß durch dieselben die Lage der Aerzte tretern des deutschen Reichstages, daß sie die Vorlage ablehnen, 32-40 Cts. für Erdarbeiter und Handlanger, 25-30 Cts. für nicht gebeffert werden würde, ebenso mehrere andere Aerzte. Die Möbel Dagegen ist Sanitätsrath Dr. Küster der Ansicht, daß die UnterPflasterbuben und 40-45 Cts. für Mineure. der Aerzte durch die Ehrengerichte verhindert schreiner in Lausanne haben nach achttägigem Streit bietungen würden. Nur burch staatliches Eingreifen einen schönen Sieg errungen. In Schaffhausen haben die werden werden. unlauteren Wettbewerb gesteuert 3immerleute ohne Streit erreicht: den Zehnstundentag, tönne 45 Cts. Minimallohn per Stunde, Lohuzuschlag von 22 pet. für Dr. Davidsohn sieht in den Ehrengerichten eine Handhabe Ueberzeitarbeit und 50 pet. für Wasser-, Nacht- und Sonntags- ur Bildung von Berufsgenossenschaften unter den Aerzten. Der arbeit. Der Streit der Maler und Gipser in Genf legte Redner in der allgemeinen Besprechung, Sanitätsrath dauert fort. Die Zahl der Ausständigen beträgt 406, abgereift Dr. Pahlte, ift Gegner des Entwurfs. Die Verurtheilung einzelner würde der Gesammtheit nicht viel nügen. Die überfind 153. And Frankreich. Demnächst der Tag ist noch nicht große Zahl der Aerzte drücke die Löhnung für ärztliche festgestellt wird ein Kongreß der französischen Leistung nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage immer Bersammlung. Referent Franz Starofson. zu der dem prinzipiell Babnziehen unentgeltl.| Linoleum- Reste, Gummi- Tischdecken 2c. Lachgas, Zahnärztliche Klinik Wedding, Müllerstr. 1. aas, Ihmerzles billigſt bei Jonas, Ballſtr. 17. 12276 2,50 M., Plomben 1 M., künstl. Zähne, bestes Material, 2.[ 4896L MöbelHackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade J. Brünn, Am Stadtbahnhof ,, Börse." Inventur- Ausverkauf! Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Große Berliner Schneider- Akademie Berlin C., Rothes Schloß nur Nr. 1. Seit 1880 in denselben Räumen. Größte und besuchteste Fachschule, garantirt gründlichste theoretische und besonders praktische Ausbildung in der Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Neue Kurse am 1. und 15. jeden Monats. Unentgeltlicher Stellennachweis. Prospekte gratis. Lehrbücher zum Selbftunterricht. Man beachte genau unsere Firma u. Hauseingang: nur Nr. 1. 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Mai, vormittags 10 Uhr, in Boltz' Festsälen ( unterer Saal), Alte Jakobstr. 75: Große öffentliche Versammlung Nußbaum- und Mahagont- Kleiderspinden und 30/10 Bertitows 30 Mt., einfache 15 Mt., Sophas, Bettstellen mit Matraßen 20 Mt., Waschtoiletten, Küchenfpinden, Kommoden 12 Mt., Stühle mit Frauen. Zages Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Genoffe H. Kunze. Die Lohnkommission. !! Stuckateure!! grossem Saal: Oeffentliche Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 12226 3 Mt., Sophattfche 6 Mt., Säulen- Trumeaux Freitag, den 1. Mai 1896, vormittags 10 Uhr, in Cohn's 65 Mr., Plüschgarnitur 60 u. 100 Mt., Muschelspinden 40 Mt., Paneelsophas 80 Mr. Buffets, Silberschränke, Herren Schreibtische, Schreibfekretäre, Bylinder- Bureaur, Spiegel. Wentg gebrauchte Möbel zu halben Preisen und sollte es niemand versäumen, der gut und reell faufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gefaufte Möbel werden dret Monat tostenfret aufbewahrt, transportirt und aufgestellt Schützenstr. 2, 211öbelfabrik. Das billigste Geschäft für Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Genoffe Sassenbach. Die Vertrauenslente. Kollegen! Erscheint alle Mann für Mann. Zimmerer! Sonntag, den 3. Mai 1896, vormittags 10½ 1hr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 21-22: General- Versammlung LEIDERSTOFFE des Verbandes deutscher Zimmerlente RESTE Berliner- Rester- Bazar Chaussee str. 20. Oranienburger Thor Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. ZahnZahlstelle Berlin. 254/20 Tagesordnung: 1. Abrechnung des 1. Quartals inkl. des Kommerfes. " 2. Gewerkschaftliches. 8. Was lehren uns die diesjährigen Lohnbewegungen?" Referent: Kamerad Bringmann aus Hamburg. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht. Der Vorstand. Achtung, Holzarbeiter! ziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Am 1. Mai, vorm. 10 Uhr, in der Henen Welt, Hasenhaide: Bestellung umsonst. Gudtel, Baufigerplatz 2, Elfafferstr. 12 Milchkübel, Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Jordan, Kleine Markus- Straße Nr. 28. Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Theodor Glocke. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. 92/5 Maifeier des 5. Wahlkreises Freitag, den 1. Mai 1896 im Schweizer Garten, am Königsthor. Festrede, 217/14 gehalten vom Genossen Heinrich Peus aus Dessau. Konzert von einer aus 20 Musikern bestehenden Kapelle. Gesangsaufführungen von 200 Sängern des Arbeiter- Sängerbundes. Große Spezialitäten- und Theater- Vorstellung unter freundlicher Mitwirkung der Schauspielerin Frl. Martha Dumost, Achtung, Stuckateure! Gegenüber der Annonce der LohnKommission der Stuckateure erklärt uns Herr Gottheiner, daß wir( die Kommiffion der Gehilfen) nicht damit MusikinstrumentenArbeiter und-Arbeiterinnen. gemeint find bei dem„ Komödienspiel". Donnerstag, den 30. April, nachmittags 4 Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Oeffentliche Versammlung. 1212b Mithin bleibt auch Herr Gottheiner derselbe, der er vor dem war. Die Lohn- Kommission. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Akt.- Ges. Sonntag, den 10. Mat, vorm. 9 Uhr, im Lokale des Herrn Marten, Ackerstraße 123: Außerordentliche des Humoriften Alfredo, des humoristischen Duos Emmy und Ernst General- Versammlung. Rebentisch, der Excentrickomiter Tom und Belly, der chinesischen Komiter drei Geschwister Airiris, der 4 Rose Buds, Negerfänger, des Schnellzeichners und Gedankenlesers Herrn Rezneard. Direktion: Julius Türk. Tages- Ordnung: Statuten- enderungen. Brillant- Feuerwerk. Im Saale: Tanz. der Raffe. 2. Antrag auf Abänderung Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr ab geöffnet. Entree 20 Pf. Beginn 4 Uhr nachmittags. Das Comité. 6. Wahlkreis! Freitag, den 1. Mai 1896: Grosse Maifeier in folgenden Lokalen: siriba Weimann's Volksgarten, Berliner Prater, Badstrasse 56. Kastanien- Allee 7-8. Puhlmann's Vaudeville- Theater, Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 48-49. Schönhauser Allee 148. Norddeutsche Brauerei, Chausseestrasse 58. Feldschlösschen, Müllerstrasse 142. In allen 2otalen: Großes Vokal- u. Inftrumental- Concert, ausgeführt von der Freien Vereinig. der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. Gesangsvorträge, Festrede, Lebende Bilder, Lanz. Auftreten des Arbeiter- Turnvereins ,, Fichte". DF Anfang 4 Uhr. E 1. Antrag auf Aenderung des Titels der§§ 13, 18, 25, 33 und 43. Das Quittungsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: Aug. Acke, Borsigender, Neue Hochstr. 41, IV. 1216b Orts- Krankenkaffe Tages- Ordnung: Bericht über die Lage des Streiks. Für Streifende teine Tellersammlung. 144/19 Die Lohnkommission. Deffentliche Versammlung der Holz- u. Bretterträger u. Bretterschneider Berlins n. Umg. Mai- Feier am Freitag, den 1. Mai, abends 8 Uhr, Koppenstr. 29, in Keller's Festsälen. Zages Ordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. 2. Diskussion. 84 19 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein n. Tany. Der Einberufer. Um zahlreiches u. pünktliches Erscheinen bittet NB. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gipsbildhauer und Modelleure. E Der Stellmacher. Donnerstag, den 30. April 1896, abends 8 Uhr, Sonntag, 3. Mai, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188: Ordentliche Generalversammlung. 1. Abnahme der Rechnung des Vorjabres. Zagesordnung: 2. Beschlußfassung über den Antrag der Gewerbe- Deputation: Erniedrigung des Gehalts. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend ersucht. 1224 Der Vorstand. A. Rennert, Borsigender. Dekorations- Maler! Am Freitag, den 1. Mai: Ansflug. Treffpunkt früh 9 Uhr bei Wernau, 125/11 Rosenthalerstr. 57. Der Bevollmächtigte. Musikflub ,, Freie Brüder". Donnerstag: Sihung 9 Uhr, Elisabethstr. 29. Aufnahme. Musikfreunde will= tommen. 1. Mai Parteigenoffen! Um die Maifeier zu einer großartigen zu gestalten und auch den wirthschaftlich schlecht gestellten Arbeitern und Arbeiterinnen Gelegenheit zu geben, daran theilnehmen zu können, wird ein festes Entree nicht erhoben. Wir ersuchen aber, um möglichst die Unkosten decken zu können, Geschäft geschlossen, deshalb Biernach Belieben sich an der Tellersammlung zu betheiligen. 22015 lieferungen unterbleiben. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. R. Pleßner, Biergroßhandlung, 1223b Lothringerstr. 9. Sonnabend, den 2. Mai Grosser Familienabend Freitag, den 1. Mai, bei Kliem, Hasenhaide 14/15: verbunden mit Tanzkränzchen, wozu Freunde und Bekannte ergebenst eingeladen werden. 49732* Entree frei! Mai- Feier, arrangirt vom Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Großes Konzert Gesangaufführungen. Im Saale: Tanz( frei). Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang 4 Uhr. 144/18 Entree 10 Pf. Streifende haben bei Vorzeigung der Streitkarte freien Eintritt. Schöneberg. Der Vorstand. Freitag, den 1. Mai, abends 7 Uhr, bei Obf, Grunewaldstr. 110: Achtungsvoll Julius Wernau, Restaurateur, Schwedterstr. 23/24. Fernsprecher: Amt III, Nr. 2440. Kostenfreie in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 21: Große öffentliche Versammlung. 2818 Aeußerst wichtige Tagesordnung. Das Erscheinen aller Kollegen ist geboten. Achtung! Achtung! Metallarbeiter. Laut Beschluß der Bertrauensmänner ist für diejenigen Kollegen, die im Often arbeiten und gewillt find, am 1. Mai zu feiern, der Treffpunkt morgens punkt Uhr bei Wilke, Andreasstr. 26. Diejenigen Kollegen, die gezwungen find, am 1. Mai zu arbeiten, werden hiermit aufgefordert, dem Beschluß der Versammlung vom 22. März nachzukommen und demzufolge ihre Mai- Markte von ihren Vertrauensleuten zu entnehmen. An die 281/16 ubaisiok Arbeiterschaft Berlins und Umgegend Zur Maifeier! Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker, welche wie gewöhnlich die Musik zur Maifeier wie zu anderen Arbeiterfestlichkeiten stellte, ist in diesem Jahre mit den Genossen Tauschel und Gieshait vom 6. Wahlkreis in Konflitt gerathen; die Herren wünschten, daß die Freie Vereinigung die Maifeier( im Feldschlößchen und Norddeutsche Brauerei) zum Besten derselben 20 pCt. unter dem Tarif spielen sollte; der Vorstand ging darauf ein und beschloß, dem gemäß auch gegenüber den anderen Musikbestellern den Tarif soweit herabzusehen; die darauffolgende General- Versammlung erkannte diesen Beschluß nicht an, sondern erklärte aus nachfolgenden Gründen unbedingt am Tarif festzuhalten: In anbetracht der in unserem Beruf wöchentlich nur durch ein bis zwei Arbeitstage unterbrochenen fortdauernden Arbeitslosigkeit, sowie daß eine große Anzahl Kollegen nur bei Arbeiterfestlichkeiten Beschäftigung findet, nicht im stande zu sein, 20 pet. des Verdienstes zum Besten der Maifeier entbehren zu können. Als die unterzeichnete Kommiffion obigen Herren dieses mittheilte, erhielt sie den Bescheid, sie hätten anderweitig Mufit( also doch Unorganisirte und unter dem Tarif). Die Maifeier wird deswegen ja stattfinden und eine Anzahl von uns feiern müssen, aber ob die Handlungsweise obiger Herren eine richtige war, das überlassen wir den Genossen. Die Lohnkommission der Zivil- Berufsmusiker. J. A.: A. Ho ch. ärstliche Behandlung Minderbemittelter. Achtung! Täglich 3-5 Uhr. Nene Königstraße 22, 1. Hanke's 47082* Große öffentl. Volksversammlung. Brot- Bädereien Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Reichstags- Abg. Fritz Zubeil. Männer und Frauen Schönebergs! Erscheint zahlreich und pünktlich in dieser Versammlung. Der Einberufer. liefern das größte Roggenbrot, welches feit Jahren in verschiedenen Stadttheilen Berlins durch Größe und be Arbeiter- Maifeier für Adlershof und Umgegend.onders schönen Geschmack anerkannt Freitag, den 1. Mai, vorm. 9%, Uhr: Deffentliche Volks- Versammlung I für Männer und Frauen Außerdem auffallend große Stollen und Napftuchen, welche nur mit reiner Achtung! Rixdorf. Holzarbeiter! Freitag, den 1. Mai, früh 9 Uhr: Treffpunkt bei Hoffmann, Prinz Handjern und Lessingstraßen- Ecke; von da gehen wir gemeinsam nach den 277/15 Viktoria- Sälen. Nachmittags: Ausflug nach Johannisthal. Abends: Hai Feier in den Viktoria- Sälen. Um zahlreiches Betheiligen der Kollegen ersucht Die Ortsverwaltung. J. A.: Fr. Kurtowsky. Spandau. Naturbutter gebacken werden, sowie Freitag, 1. Mai, im Saale der Brauerei Pichelsdorf: Backwaare 5 St. 10 Pf. 1. Bäckerei Alte Schönhauferstr. 39/40. Röpnickerstr., 28. Greifswalderstr. 12. 2. " 3. Dresdenerstr. 104. " 4. " 5. Gollnowstr. 8-9. 6. Grünerweg 68. Gartenstr. 194. " 8. " Kolbergerstr. 1. " " in Wöllstein's Lustgarten. Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Genosse Gustav Menzel- Adlershof. 205/7 Nachmittags von 5 Uhr ab in Wöllstein's Lustgarten": Gr. Vokal- 7. und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung von Mitgliedern des Gesangvereins Freiheit II( Mitglied des A.-S.-B.). Um 812 Uhr: Feltrede des Genoffen Hugo Pötzsch. Turnerische Aufführungen von Mitgliedern 10. des Arbeiter- Turnvereins. Nachher Tanz. Die Kaffeetüche wird um 4 Uhr geöffnet. Entree 20 Pf. Arbeitslose haben freien Eintritt. Der Vertrauensmann: W. Michels, Kronprinzenstraße( Battunde's Haus). Achtung! Wilmersdorf. Achtung! Freitag, 1. Mai 1896, im Seeschlößchen, Kaiser- Allee: Große Maifeier, bestehend in grossem Vokal- und Instrumental- Konzert. Anfang früh 9 Uhr. um 7%, uhr: Festrede, Abgeordneten gehoffen August Bebel. Holzmarktstr. 20. Jakobstr. 174. Aha Grosse Maifeier. Morgens 72 Uhr: Ausflug. Treffpunkt Brauerei Pichelsdorf. Nachmittags von 4 Uhr ab: Konzert, Gesang, Kinderbeluftigung. Vorführung von lebenden Bildern und Tanz. 265 16 50279* Sie kommen dahinter, daß man bei Gustau Lucke am billigsten kauft. So lange der Vorrath reicht verkaufe ich: Hocheleg. Herren Sommer Paletots von 9,75 an. Damen- Mäntel, Jackets M u. einzelne Röcke v. 3,50 an. Hochfeine Rock- und Jacket- Anzüge von 12,50 an. Das Komitee. Reinickendorf. Am Freitag, den 1. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Grunow, Nordbahnstraße 19: Grosse Versammlung. T Tages- Ordnung: Der 1. Mai. Referent Otto Knauf. Nach der Versammlung: Herren- Hoſen v. 2,75 an. Kellner Hofen, Gemüthliches Beifammensein. Westen u. Jackets v. 2,35 an. HerrenJackets, Westen,-Röcke in all. Größen. Saben und Burschen- Anzüge, Hüte. 223 16 Der Einberufer. Achtung! Friedrichsfelde! Schirme, Stöcke, Wäsche, Stiefel, Koffer, Reffel, Operngläser, Revolver, Teschings, Am 1. Mai d. J., morgens 8 Uhr: Treffpunkt bei Schulz, Prinzen- Allee. Um zahlreiches Erscheinen ersucht[ 223| 17] Die Vertrauensperson. Stotinten, Harmonikas, Beigen, Trom 48592* meln, Uhren, Ketten, Ringe 2c. zu Ferner bitte Gewerkschaften und Vereine, welche gewillt sind, an der enorm billigen Preisen. Feier theil zu nehmen, fich recht zahlreich zu betheiligen. 205/8 Entree 10 Pfg. inkl. Tanz. Der Vertrauensmann. Gustav Lucke, Waarenhaus, 131. Oranienstraße 131. Grünau. Volksgarten". Grünau. Köpnickerstr. 108, nahe der Fähre. Saal und Garten für 1000 Personen, AusSpannung, Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen. Jeden Snntag: Tanz. Gesells schaften und Bereinen bestens empfohlen.[ 4989] 0. Behrendt. Gruppen- Versammlungen der Gewerkschaften Berlins am Vormittag des 1. Mai. Sämmtliche Versammlungen finden mit Hilfsarbeitern und Frauen statt. Tagesordnung in fämmtlichen Versammlungen: ,, Die Bedeutung des 1. Maiff Nahrungs- und Genussmittel- Gewerbe. Gruppen- Versammlung: Mieft's Salon, Weberstr. 17, vormittags 10 Uhr. Konditoren. Schlächter Bäcker Referent: Bruno Pörsch. Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: Tabatarbeiter und Arbeiterinnen. bei Nieft, Weberstr. 17, Brauer und Brauerei- Hilfsarbeiter bei Wiedemann, Blumenftr. 38, bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, bei Sommer, Grünftr. 21, bei Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16, bei Bolze, Landsbergerstr. 41, bei Bolze, Landsbergerstr. 41, bei Preuss, Neue Friedrichstr. 20, bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, bei Linke, Jüdenstr. 36, Gärtner. Müller und Müllerei- Arbeiter Barbiere und Friseure Musiker Gastwirthsgehilfen. Handels- und Verkehrs- Gewerbe. Metallindustrie. Gruppen- Versammlung: Seen- Palak, Burg- u. WolfgangSchmiede Kupferschmiede Goldschmiede Straßen- Ecke, vormittags 10 hr. Referent: Otto Näther. 3usammenkunft der einzelnen Gewerbe: vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Chirurgische Branche.. Klempner Graveure und Ziseleure. bei Gründel, Brunnenstr. 188, • vormittags 8 Uhr. bei Hahn, Schönleinstr. 23, vormittags 8 Uhr. bei Stramm, titterstr. 123, vormittags 8 Uhr. bei Rehlitz, Bergstr. 12, vormittags 8 Uhr. Louisenstädtisches Klubhaus, Annenstr. 16, vormittags 8 Uhr. vormittags 8 Uhr. Oranienhallen, Oranienstr. 51, Die übrigen nicht angeführten Gewerbe begeben sich direkt zur Gruppen- Versammlung. D vormittagsbr. Bekleidungsindustrie. Gruppen- Verſanglung: Brochnow's Salon, Gruppen Versammlung: Neues Clubhaus, Kommandantenstr. 72, vormittags 112 Uhr. Referent: Dr. Pinn. Die Kaufleute, Haus- und Geschäftsdiener, Getreideträger, Speicherei- Arbeiter, Roll- und Lastfuhrwerks- Kutscher, Möbeltransport- Arbeiter, Händler und Händlerinnen, Droschtentutscher fommen vor der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach dem Neuen Clubhaus. Holzindustrie. Gruppen- Versammlung: Neue Welt, Hafenhaide 106–114, Stellmacher. Böttcher Korbmacher vormittags 10 hr. Referent: Theodor Glocke. Zusammenkunft der einzelnen Gewerbe: • Stockarbeiter. Parquetbodenleger. Einsetzer Bauanschläger Kistenmacher. Holz- und Bretterträger bei Lang, Elsasserstr. 9, bei Wilke, Andreasstr. 26, bei Stramm, Ritterstr. 123, bei Keller, Roppenstr. 29, ... bei Schöning, Röpnickerstr. 68, . bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, . bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, bei Th. Metzner, Oranienstr. 184, bei Ewald, Schönleinſtr. 6, ( bei Wilke, Andreasstr. 26, vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. 39, vormittags 10 Uhr. Referent: J. Timm. 3ufammenkunft der einzelnen Gewerbe: Kürschner( und Selbständige) bei Feind, Weinstr. 11, Handschuhmacher • Zertilarbeiter Militärmüßenmacher Posamentirer vormittags 9 Uhr. • bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, bei Wilke, Andreasstr. 26, vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, vormittags 9 Uhr. bei Lüneburg, Alte Jakobftr. 66, vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Färber, Defateure, Appreteure und Berufsgenossen bei Lüneburg, Alte Jakobstr. 66, Wäschebranche Bortefeuillearbeiter bei Bergner, Aunenstr. 16, bei Bergner, Annenstr. 16, Maaß und Konfektionsbrauche, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Blousenund Trikottaillenarbeiterinnen gehen direkt zur Versammlung nach Brochnow's Salon. Dormittags up Graphische Gewerbe. Gruppen- Versammlung: Brauerei Friedrichshain vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr.. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. vormittags 9 Uhr. Tischler, Drechsler, Bürsten- und Pinselmacher, Jalousie- Arbeiter, Tommen in ihren Vers tehrslokalen um 9 Uhr zusammen und gehen von dort aus zur Versammlung in die„ Neue Welt". Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter( bei Jennrich, Bergfir. 12, Schuhwaarenindustrie. Gruppen- Versammlung: Fiebig's Salon, Gr. Frankfurterstr. 28, vorm. 10 Uhr. Referent: Adolf Hoffmann. Am Friedrichshain, vormittags 10 Uhr. Referent: Albert Massini. Die Buchdrucker, Schriftgießer, Formstecher, Tapetendrucker, Arbeiter und Arbeiterinnen in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie, Stereotypeure, Hilfsarbeiter, Lithographen und Steindrucker kommen vor der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach der Brauerei Friedrichshain. Lederbearbeitung. Gruppen- Versammlung: Uhlik' Salon, Badstraße 19, vormittags 10 Uhr. Referent: Georg Wagner. Die Weißgerber, Lohgerber, Lederzurichter, Lederfärber, Lederarbeiter und Arbeiterinnen, tommen vor der Gruppen- Versammlung nicht zusammen, sondern begeben sich sofort nach Uhlig' Die Sattler des Zentrums und Südens versammeln sich bei Pasch, Alte Jakobstraße 83, vormittags 8 Uhr, und gehen von dort zur Gruppen- Versammlung. Die Filzschuh- Arbeiter, Zwicker, Schaft- und Schoßarbeiter tommen vor der Versammlung Salon. nicht zusammen, sondern gehen direkt nach Fiebig's Salon. Besondere Versammlungen vormittags: Zimmerer. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Referent: R. Millarg. Töpfer. altes Schütenhaus, Linienstraße 5, vormittags 10 Uhr. Steinmetzen. Gbendaselbst. Zusammenkunft vorher: Glaser, Glasarbeiter, Glasschleifer, Bilderrahmenmacher, Firmenschilderbranche, Porzellanmaler und Arbeiter i Bolt, Alte Jakobstr. 75( ob. Saal), vormittags 10 Uhr. Referentin: Frau Greifenberg. Dachdecker, Steinsetzer. Renter, Swinemünderstr. 45, früh 8½ hr. Vergolder. Restaurant Ewald, Schönleinstraße 6, vormittags 10 Uhr. Referent: Paul Dupont. Musikinstrumenten- Arbeiter. 1. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a' vormittags 9 Uhr. 2. Henke's Salon, Naunynstr. 27. Referent: G. Schöpflin. Englischer Garten, Referent: Ferd. Ewald. Hutmacher. Shweizer Garten am Friedrichshain, vormittags 10 Uhr. Referent: Heinrich Peus- Dessau. Stein-, Gips-, Holzbildbauer u. Modelleure. Alander. 27 Stuckateure. Cohn's sentrale( gr. Saal), Beuthstr. 21, vormittags 10 Uhr. ( oberer Saal), vormittags 10 Uhr. Referent: Dr. Pinn. Joël's Festfäle, Andreasstraße 21, vormittags 10 Uhr. Referent: Joh. Sassenbach. Möbelpolirer. Nachmittags: Ausfing nach Ober- Schönweise bei Haverlandt. Bauarbeiter. Bolt sentrale( unt. Saal), Alte Jakobstr. 75, vormittage 10 Uhr. Referent: C. Reuter. Louisenstädtisches Konzerthaus, Referent: H. Kunze. Maler, Lackirer u. Berufsgen. Alte Jakobir. 37, vormitt. 10 hr. Tapezirer. Restauraut Zubeil, Lindenstraße 106, vormittags 10 Uhr. Maler- Zusammenkunft vorher: Stramm, Ritterstraße 123. Referent: G. Link. Putzer. Heller's feftfäle, Koppenstraße 29, vorm. 10 Uhr. Referent: Paul Jahn. Referent: H. Faber. Maurer. Unions- Brauerei, Hafenhaide, vormittags 10 Uhr. Referent: Otto Antrick. Die Gewerkschaften resp. die Einberufer der Gruppen- Versammlungen haben ihre Versammlungen selbst anzumelden. Bei den Zusammenkünften bedarf es keiner Anmeldung. Gleichzeitig werden die Bureaus der Versammlungen beauftragt, über die Anzahl der Versammlungsbesucher dem Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16 part., sofort nach Schluß der Versammlung Meldung zu erstatten. Mit Jolidarischem Gruß! Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommiffion. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.