Nr. 102. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Am Freitag, den 1. Mai, ist die Expedition bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Buchhandlung und Redaktion bleiben den ganzen Tag geschlossen. Der Erffe Mai Freitag, den 1. Mai 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Und dies uns und unseren Mitmenschen zu klarer Erkenntniß zu bringen, das ist die Aufgabe, die an unserem Feiertag, am 1. Mai uns erfüllen muß, und in die wir uns zu vertiefen haben. Die nächste Nummer erscheint Sonntag,| großen chriftlichen Feiertage, die für die ganze christliche Welt in! Unrecht erklärt und eine vernünftige Staats- und Gesell den 3. Mai. Giltigkeit sind, find reine Kirchen feste geworden, die zu dem schaftsordnung fordert! Leben und zu dem Volt keine anderen Beziehungen haben, Nein das Christenthum" dieser Molochs- und als daß sie dem Volke der Arbeit für wenige Stunden das Mammonsdiener ist eine niederträchtige Heuchelei Arbeitsjoch abnehmen- weshalb der Kapitalismus in Christenthum und Kapitalismus vertragen sich wie seiner Ausbeutungswuth auch seit dem Mittelalter die Zahl Feuer und Wasser, und die christlichen Feiertage sind dieser Feste auf ein Drittel, ja in einigen Ländern auf ein nur noch wesenlose Ueberlieferungen altvergangener Viertel und noch weniger der ursprünglich vorhandenen christ- Beiten. Der Kapitalismus hat diese Feste ihre Inhaltes lichen Feste herabgesetzt hat. Welche Beziehung zum Leben und beraubt. zum Volk hat es, wenn an den großen christlichen Kirchen- Breite und unüberbrückbare Kluft zwischen Ideal und ist der Feier und Festtag des arbeitenden Voltes. Er ist festen der Priester oder Geistliche vom Frieden auf Erden" Wirklichkeit, zwischen Theorie und Praxis, zwischen Moral der jüngste aller Feiertage; er ist sieben Jahre alt, und spricht, den das Christenthum gebracht habe, und von der und Handeln in der kapitalistischen Gesellschaft. Und die trotzdem hat er sich fester eingewurzelt, tiefere und breitere allgemeinen Menschenliebe und der Verächtlichkeit und Ver- Heuchelei, durch welche die Kluft verdeckt werden soll, ist Wurzeln getrieben, als die Feier Festtage worfenheit des Mammondienstes, und von der Gleichheit aus der Natur der Verhältnisse hervorgewachsen. Wir können der alten Gesellschaft. Diese sind theils nation al, und Gerechtigkeit, wie Christus sie gefordert? Und wenn sie, gleich den übrigen Auswüchsen des Kapitalismus, wohl theils international. Die nationalen sind politischer, er von all' diesem spricht, nicht als von zu Ergeißeln, aber wir können sie nicht austilgen, ohne daß wir die internationalen religiöser Natur. Die nationalen kämpfendem, sondern als von Erfülltem-er- den Kapitalismus selbst beseitigen. sind entweder von den herrschenden Klassen bewußt füllt in dem christlichen Staat? zur Stärkung ihrer Macht und zur Förderung ihrer Interessen Erfüllt der Friede, die Gleichheit, die Gerechtigkeit. eingeführt, wie z. B. das deutsche Sedans fest, Bu Ende der Mammonsdienst. das im vorigen Jahre seinen reaktionären Pferde- In der Kirche. Und auch da nur für den Köhlerfuß so dankenswerth fect aus dem wallenden Glorien gläubigen, der seine Augen und Ohren verschließt, und die Unser Feiertag ist der einzige den Namen verschleier herausgestreckt hat. Oder sie sind, wenn auch Hoffahrt nicht sicht, die auch in der Kirche sich spreitzt. dienende Welt feiertag, weil er das denkende Volk aller dem Ursprung nach Freiheitsfeste, wie der amerikanische Und außerhalb der Kirche? Von allem, was den Länder der Erde in einem großen Gedanken vereinigt Thankgiving Day zum Gedächtniß der Unabhängigkeits- Röhlergläubigen vorgeredet wird, das gerade Gegen- und die geistige Gemeinschaft und die Strebensgemeinschaft Erklärung, oder wie das französische Nationalfest" am thei L. Millionen lebendiger und todter Mordmaschinen in aller denkenden Menschen bekundet, welche die eigene 14. Juli zum Gedächtniß des Bastillesturms, zu offiziellen den christlichen" Kulturländern alles vorbereitet Menschenwürde und das Wohl der Mitmenschen im Herzen Festen der herrschenden Klassen herabgesunken und werden für einen Massenkampf, wie ihn ähnlich die Erde noch tragen, und die Befreiung der Menschheit zu erkämpfen ents von den Massen nur mechanisch, aus Gewohnheit oder zum nicht gesehen hat, denn unsere Halb- Barbarei hat schlossen sind. Ult gefeiert, wie irgend ein Meß- oder Jahrmarktsrummel. die Künste und Wissenschaften der Kultur in ihren Da ist kein Verstecken der Ziele, kein schillernber Ein internationales politisches Fest, das all- Dienst gestellt und ihre Mordfähigkeit dadurch ver- Phrasendunst, der die wahre Gestalt der Dinge umhüllt gemein menschlichen Bestrebungen und Zielen gewidmet ist, tausendfach t. und trügerische, lügenhafte Nebelbilder vorgaufelt. Da hat die alte bürgerliche Gesellschaft nicht. Sie hat Neben der Vorbereitung des Massenkampfes der Kultus ist ganze und volle Wahrheit. Wahrheit in bezug auf feins, weil derartige Bestrebungen und Ziele ihr des Einzelmords, Duell genannt, und dieser Kultus des das, was ist. Wahrheit in bezug auf das, was wir wollen. gleichgiltig sind, ja, bei der Gegensätzlichkeit fapita- Einzelmords als eine Ehrenpflicht" verherrlicht und geübt Kein Widerspruch zwischen Wort und That, zwischen Moral listischer und fultureller Interessen, ihr positiv feind von Angehörigen des Standes", der in unserem ,, christ- und Handeln nicht zweierlei Maß. lich erscheinen. Internationale religiöse Feste hat die lichen" Staat das Monopol echter Christlichkeit für sich be- Wir zeigen die Welt, wie sie ist, wie sie nicht anders alte Gesellschaft allein diese haben längst aufgehört ansprucht. sein kann, so lange die Herrschaft, die Ordnung" des Volts feste zu sein. Das einzige internationale Volksfest Neben dem Kultus des blutigen Massen- und Einzel- Kapitalismus besteht. Die oberen Zehntausend" jedes religiösen Ursprungs ist der Fasching oder Karneval, mordes wilder Klassenkampf zwischen den Bürgern Kulturlandes überall eine winzige Minderheit im der in sämmtlichen katholischen Ländern gefeiert wird, eines und desselben christlichen" Staats- ein unblutiger Alleinbesitz der Arbeits- und Machtmittel. Die Arbeit, die aber im Grunde nur eine Fortsetzung der altrömischen Rampf, jedoch weit weit mörderischer als die Kämpfe auf allen Reichthum schafft, zur Armuth, zum Elend verdammt, Saturnalien ist und einen durchaus weltlichen Charakter blutigem Schlachtfeld oder Duellboden. die Gleichheit vor dem Gesez ohne praktischen Gehalt. Und trägt. Was dem Fasching seine Lebenskraft verliehen hat, dem Molochdienst zur Seite der Erlebten wir es nicht in diesen Tagen, daß eine Verist der urmenschliche Gleichheitsgedanke, der bei Mammondienst schamloser als je in der ordnung, durch welche die deutsche Reichsregierung die den Saturnalien zum Ausdruck kam und während heidnischen Welt, wirbelnder Tanz um das goldene im Bäckergewerbe wuchernden Greuel ein klein klein ihrer Tauer den Sklaven zum Gleichen, ja in Kalb, und voran unter Den Tanzenden gerade bischen zu mildern beabsichtigte, bei fast allen bürgerlichen gewisser Ausdehnung zum Herrn seines Herrn erhob. solche, die sich als Stützen des, christlichen" Staats, Parteien des Reichstags auf heftigste Gegnerschaft stieß, Aber, wie gesagt, die Internationalität dieses Volksfestes, aufzuspielen belieben, deren Mund überfließt von christ- und als eine revolutionäre Maßregel" hingestellt wurde! das die bürgerliche Gesellschaft in den protestantischen licher Liebe" und deren Hand seit einem Vierteljahrhundert Ja, alles ist diesen Herren revolutionär", was ihre Ländern, wo der Kapitalismus, von der Kirche unterstüßt, auf die Klinke der Gesetzgebung zu drücken versucht, um Ausbeutungssucht eindämmt. Und was ist aus dem das absolute Regiment erlangt hat, nur ganz vereinzelt Liebesgaben" zu holen aus der Tasche des arbeitenden Frieden" geworden, der diesen Winter unter dem Eindruck mitfeiert, ist auf die katholischen Länder beschränkt. Und die Volkes, und jeden zu knebeln, der dies für schmähliches einer Humanitäts- Aufwallung in dem Konfektionsversteht, als der Durchschnitt der Kollegen, war an teinem auch mit weißen Fäden umzog, die wie Eeide glänzten, war ihnen nicht die Epur zu finden. Sie behandelten ihre Helfer" und etwas Neues. Und wo die Fremden waren, da war der Direktor, Sie arbeiteten neben einander. Jahre schon, auf derselben Lehrjungen wie Gleichstehende, Gleichberechtigte, und schon am der immer meniger Zeit fand, mit dem„ Schwarzen" sich über Seite des Ofens, unter ihnen lief der Strang des Gasgebläses, ersten Tage waren sie in den Fachverein getreten, der alle Ar- eine neue Musterform, eine neue Farbenzusammenstellung zu das die in den Häfen quellende Glasmasse zum schnelleren beiter der Fabrik umschloß. Wenn es zu Auseinandersehungen unterhalten. Das hätte den nicht allzu schwer getroffen, aber Schmelzen brachte. Wenn sie mit der Pfeife" zum Ofen eilten, fam, bei Festsetzung der Grundpreise für neue Modelle, jetzt setzten auch die anderen Arbeiter ein. Ohne Verabredung, von Ueberstunden oder bei anderen ohne daß auch nur einer davon' gesprochen, fingen sie an, um neue Blasmasse herauszuholen, und dann wieder zurück- bei Entlohnungen schritten bis zum Rande des freisrunden hölzernen Podiums, auf Gelegenheiten, waren sie die ersten, die für die Forde in dem„ Blonden" ihren eigentlichen Führer zu sehen, und eintraten, dem fie arbeiteten, abwechselnd blasend und schwenkend, machte rungen der Arbeiter der Direktor und als die Obmannsstelle der Fachverbands- Filiale neu zu be einer dieselbe Anzahl Schritte wie der andere, derselbe Schwung ihren künstlerischen Qualitäten zu schmeicheln versuchte, um sie setzen war, wurde Wolf einstimmig gewählt. Die Arbeiter aber hatten sich geirrt, als sie hofften, der lag in den Bewegungen der Arme, mit demselben Ruck fuhr bei von den anderen abzuziehen, hatten sie nur ein halb erstauntes, beiden die weiche Glasbirne in die hölzernen Formen. Und auch halb mitleidiges Lächeln. Verein würde mit dem neuen Obmann eine regere Thätigkeit beim Ansehen zum Blasen zeigte jeder dieselbe sonderbare Nicht blos cute Kameraden, auch die besten Freunde waren entfalten. Debattirt wurde sehr oft und sehr lange. Aber der Mundbewegung, jenes sekundenschnelle Probiren, ob die von der die Beiden. We m im Sommer die aus dem Ofen fauchende Geist, der in manchen Reden zum Vorschein fam, wurde ein beglühenden Masse durch die Pfeife emporschießende Hitze die Gluth so höllisch wurde, daß auch das Hemd fort mußte, strich sonderer. Jede mögliche einwendbare Epißfindigkeit wurde herausnöthige Gradhöhe habe. wohl der, der einen Augenblick Zeit hatte, dem andern den getüftelt, jede Sache, die schon längst entschieden, war immer In der Fabrit galten sie für die besten Arbeiter; fie ar- rinnenden Echweiß von der Stirn, reichte ihm das Glas, auf wieder zur Diskussion gestellt und durchgesprochen, und wenn beiteten nur auf feine Sachen und hatten den wenigsten Bruch daß er den glühenden Brand mit Bier stillen fonnte. Wenn Giner etwas vorgebracht hatte, dann stand gewiß ein Zweiter und und Ausschuß. Während die anderen Glasbläser am liebsten jene man den Schwarzen" außerhalb der Fabrik irgendwo traf, ein Dritter auf und handelte dasselbe noch einmal und noch einDen Ton, der jetzt billigen Glasartikel herstellten, kleine Gläser und Becher, die konnte man darauf schwören, daß auch der„ Blonde" in der mal ab, wenn auch mit anderen Worten. fertig waren, fo bald sie aus der Preßform tamen, und die dann Nähe sei. im Vereine herrschte, hatte zuerst der Schwarze" angeschlagen, erst der Glasmaler etwas auf den Glanz herrichtete, formten, um seinen ehemaligen Freunden seine Geistesüberlegenheit zu bildeten und modellirten die beiden Freunde Krüge, Basen und Ganz plöglich zerbrach die Freundschaft wie flingendes Glas zeigen, einige jüngere Mitglieder hatten Gefallen daran Schaustücke, wie man sie in Häusern trifft, deren Besitzer nach und wandelte sich in völlige Entfremdung. Die Verwaltung der gefunden und suchten ihr Vorbild noch zu übertrumpfen. Die einem gelungenen Raubzuge über Nacht reich, anspruchsvoll und Fabrik hatte eine Spinumaschine angeschafft. Daß einer der Verständigen aber sahen mit Schrecken, wie diese Reibereien und progig geworden. Auch Farbenfinn mußten sie besitzen; sie verarbeiteten Freunde an ihr beschäftigt werden würde, war unzweifelhaft, gut gemeinten Auseinandersetzungen die einzelnen Kräfte der Rubin", jenes herrliche Glas, dessen Farbenſtala vom denn von den Arbeitern verstanden nur die Beiden das Glas: Organisation aufhoben und die Aktionskraft des Vereins nach tiefsten Purpur bis zum hellsten Gelb reicht, und dessen Gluth spinnen. Der Direktor ließ fie eine Probearbeit machen, dann außen vollständig unterbanden. Manch einer wurde mißmuthig und Leuchtkraft vom Dukatengolde stammt. nahm er den„ Schwarzen" bei Seite und sagte:„ Ich werde Sie und hätte am liebsten die Versammlungen gar nicht mehr besucht. Während die Glasbläser im Atford arbeiteten, standen die nicht an die neue Maschine stellen. Sie sind tüchtig in dem Wolf hatte den Grund des Uebels sehr bald erkannt, aber beiden Künstler" im festen Lohn, der nach unten eine feste Erfinden neuer Formen und im Zusammenstellen. Dem Wolf der Schwarze" hatte seit einem halben Jahre jeden persönlichen Grenze hatte, nach oben aber stieg, wohl auch schnellte, wenn tommt es mehr auf die saubere Ausführung an. Er soll auch Verkehr mit ihm abgebrochen. Nach langem Ueberlegen entschloß neue, besonders zierliche und schwierige Formen zur Ausführung die Epinnerei unter sich haben fich der„ Blonde", seinen ehemaligen Freund aufzusuchen, und mit tamen. Die anderen Arbeiter merkten vom ersten Tage an, daß Der Schwarze" wußte im ersten Augenblick nicht recht, ob ihm über die Lage des Vereins und die gemeinsame Sache zu in den Beiden künstlerisches Empfinden und künstlerische Fähig- er eine Bevorzugung oder Zurücksetzung erfahren habe. Aber sprechen. Der Schwarze" reichte ihm nicht die Hand, als er zur feiten harmonisch verbunden, daß die Fremden ihnen schon nach wenigen Tagen glaubte er zu wissen, wie er daran Thür hereintrat, aber er hörte ruhig zu, als Wolf von der VerWie sie damals in der allen an Gewandiheit und Kunstfertigkeit weit voraus waren; war. Früher hatten die Fremden, welche die Fabrik in Augen- gangenheit zu erzählen begann. aber dieser Umstand weckte auch nicht bei einem der Minder- schein nahmen, vor seinem Arbeitsplatz Halt gemacht und staunen- Heimath die einzigen waren, die nach Beendigung des Streikes Geschickten und Schlechter- Bezahlten den fressenden Neid. Und den Auges und mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt, wie er hinausflogen, wie lange sie ausgesperrt gewesen und wie sie zu diesem guten Einvernehmen trug wohl das Gebahren der aus freier Hand einen feinen Liqueurkrug formte, einen zierlichen endlich hier wieder Arbeit gefunden. Von sich wolle er nicht Fremden das meiste bei. Von jener sich spreizenden Selbst. Senkel gliederte. Jetzt drängte alles nach der Spinnmaschine. reden, obwohl er keine Ahnung habe, weshalb jener, der sein gefälligkeit, die so mancher auf den Markt führt, der etwas mehr| Die Echnelligkeit, mit der sich der Körper eines großen Kruges Freund und Bruder all die Jahre hindurch gewesen, ihm jezt nur Kameraden. " wenn # 1 " " " " zu geschäft abgeschlossen ward, und der von den Aermsten j Aber auch das genügt nicht. Wie der Arbeiter eines| vortrug. Handelsminister Berlepsch stellte einige agrarische der Armen den bittersten Hunger wegscheuchen sollte? Es Landes, ivenn er für die Organisation nicht gewonnen wird, Uebertreibungen über die Wirkungen des Terminhandels und warnte außerdem vor der Annahme ist unmöglich, das damals Versprochene und vertrags den klassenbewußten und organisirten Arbeiter bedroht, richtig werden werden die organisirten Arbeiter eines mäßig Bugesicherte zu halten das Geschäft erlaubt so ganzen des Antrages Schwarz, Schwarz, weil nicht sicher sei, ob Verbot Landes durch die Arbeiter der anderen Länder das des Terminhandels nicht einem es nicht!" Das Geschäft, das heißt jener Kapitalismus, der kein bedroht, niedergedrückt. Die Arbeiter eines Landes Monopol der Großhandelsfirmen in Getreide führen und Menschenherz hat und keine Menschenpflicht kennt nur fönnen das Befreiungswerk nicht fiegreich durch dann die Bauern und Getreideproduzenten erst recht die Profit. führen; sie brauchen dazu die Mitwirkung der übrigen Angeschmierten sein werden. Die Debatte wird morgen Von den Mammonsdienern ist nicht zu erwarten, daß Arbeiter der Arbeiter des Auslandes. Darum riefen fortgeführt. Bei dieser Gelegenheit werden wohl alle sie den Altar des Goldenen Kalbs umstürzen. Von oben Mary und Engels, die Pfadfinder des internationalen agrarischen Größen ihr Sprüchlein aufsagen. Von unserer ist die Rettung und das Heil noch niemals gekommen. Sozialismus, schon vor fast einem halben Jahrhundert Seite wird Genosse Schoenlank in die Debatte eingreifen. Von unten allein kann es kommen. den Arbeitern zu: Proletarier aller Länder Außerdem steht die Interpellation wegen der Konversion vereinigt Euch! der Reichsanleihen und die wegen der Verhaftung des Ge nossen Bueb in Mülhausen auf der Tagesordnung, doch ist teine Aussicht, daß dieser Punkt noch zur Erledigung tommt. Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied" Lautet ein altes Wort, das freilich nicht ganz richtig ist, denn der Also internationale Organisation! einzelne Mensch kann sich dem Einfluß der Verhältnisse Bruderbund der Arbeiter aller Länder! nicht entziehen. Die Menschen in ihrer Gesammtheit Dieser Bruderbund, den die internationale aber können die Verhältnisse umgestalten; sie sind Arbeiterassoziation vor jetzt genau dreißig Jahren Schmiede ihres Schicksals. Und Und da heute, in der abschloß, wurde vor 25 Jahren in der rothen Maiwoche" Aera des Klassenkampfes, von einer Gesammt. Mensch- mit dem Blute der Pariser Kommune besiegelt, und beit mit gleichem Ziel nicht die Rede sein kann, so ist es vor sieben Jahren in Paris auf dem ersten der neuen Arbeiterkongresse die ungeheuere Mehrheit des Volkes, die Gesammt- internationalen heit der Leidenden, der Ansgebeuteten und Unterdrückten- neuert. Diesem menschlichen Befreiungswerk ist der 1. Mai allen Ländern der Welt. Befreiungswerk ist d er 1. Mai gewidmet ein Weltfeiertag, wie die Welt noch keinen gehabt hat, und wie nur das Proletariat ihn schaffen konnte, das, auf der Höhe der Kultur stehend, die Doppelmission hat, zur Abwehr des eigenen Unterganges in fich selbst die Menschheit zu befreien und die Kultur zu retten. Schuz der Arbeit! Arbeiterschutz- Geseze! Der Achtstundentag! Fort mit dem Kapitalismus! Nieder mit der Völker verhezung! Hoch die Arbeit! Hoch der Sozialismus! Hoch die Gleichheit und der Friede! Hoch die internationale Verbrüderung des Volkes der Arbeit! Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Donnerstag einige tleinere Borlagen und überwies hierauf nach längerer Debatte den Gesetzentwurf betr. die Erhöhung des Grundtapitals der preußischen Bentral Genossenschaftstasse von 5 auf 20 Millionen an die Budgettommission. Allerdings ist das erste Geschäftsjahr der vor noch nicht Jahresfrist gegründeten Kaffe noch nicht abgeschlossen. Da so ist es das arbeitende Volt, welches das Be- Wir Sozialdemokraten kennen nur eine Menschheit aber das Institut in erster Linie den landwirthschaftlichen Betrieben freiungswert zu verrichten hat: das Wert, alle zu be- und wir kennen nur ein Volk, das Volk der zu gute tommt, so trägt der Finanzminister Dr. Miquel fein freien, auch die Feinde. Arbeit, das die gleichen Interessen und Ziele hat in Bedenken, schon jetzt eine Erhöhung des Grundkapitals um das Und die Feinde dieses Voltes vierfache zu verlangen. Nach dem Grundsatz kleine Geschenke sind auch die Feinde der Menschheit. Sie sind die erhalten die Freundschaft" wird den Agrariern wiederum eine Unterdrücker der menschlichen Gleichheit, sie sind die über- Liebesgabe gewährt, die sie natürlich gern annehmen. Auf der müthigen Lobredner des Massen- und Einzelmords; sie sind Tagesordnung der nächsten Sigung, welche erst am Montag stattdas Hinderniß des menschlichen Fortschritts, den Weg ver- findet, stehen Rechnungsfachen, Petitionen und der Antrag Kruse betr. Midizinalreform. sperrend zum Frieden, zur Freiheit, zum Glück. Das Herrenhans erklärte am Donnerstag zunächst den Das Recht der Arbeit! Das ist die erste Forde- Sie haben einstweilen noch gewaltige äußerliche Bericht der Staatsschulden Kommission über rung. Die Arbeit, auf welcher der Staat und die Ge- Machtmittel in Händen, fie gebrauchen ihre Die Verwaltung des Staatsschuldenwesens für sellschaft beruht, soll nicht länger mit Füßen getretene Waffen rücksichtslos. Indeß das fann uns nicht 1894/95 durch Kenntnißnahme für erledigt und gab sodann dem Stlavin sein. Sie soll nicht die Herrin sein, für schrecken. Gleich der Drachensaat des Kadmus richten vom Abgeordnetenhause angenommenen Gesezentwurf betreffend Herren und Herrinnen ist kein Platz in dem Reiche der sie die Waffen gegen einander. Ihr Lebensprinzip, der die Ergänzung der Städte Ordnung für West= Gleichheit aber sie ist die Trägerin der Kultur, die Erhalterin Egoismus, die Selbstsucht, ist der Todtenwurm, der sie falen und die Rheinproving die verfassungsmäßige des Menschengeschlechts; und wir verlangen, daß dies zur zerfrißt. Und wie der Mai das lezte Eis des Winters Bustimmung. Die hierauf vorgenommene erste Berathung des Geltung gelange. so schmilzt vor den Strahlen der auf- Charakter an und führte zu Debatten, wie man sie sonst im Herrenhause Lehrerbesoldungsgesetzes nahm einen überaus erregten menschlichen Geſellſchait verlangen, daß die Arbeit in der wegschmilzt, des Macht menschlichen Gesellschaft den ihr gebührenden Ehrenplay steigenden Kultur die eisengepanzerte nicht gewohnt ist. Während im Abgeordnetenhause die beiden einnehme, und gegen die Unbilden geschützt werde, die es Kapitalismus. Jeder Tag enthüllt mehr seine Gemein- foufervativen Parteien und das Zentrum dem Entwurf im heute auf sie, das Aschenbrödel der Geldsacks- Gesellschaft, schädlichkeit, jeder Tag schafft ihm neue Feinde, und allgemeinen sympathisch gegenüberstanden, bewies die heutige herabregnet. uns neue Freunde, neue Kampf genossen! Verhandlung, daß das Gesetz im Herrenhause mit Ausnahme des Kultusministers Dr. Bosse, der sich sehr warm dafür ins Bug legte, keinen einzigen Freund besitzt und nicht auf Annahme zu rechnen hat. In der heutigen ersten Lesung wurden, nachdem sich in der Generaldebatte tein Redner für die Vorlage ausgesprochen, und nachdem ein Antrag auf Ueberweisung an eine Kommission abe gelehnt war, ohne weitere Diskussion die einzelnen Para graphen der Reihe nach abgelehnt. Die Bürgermeister 3 weigert Altona, Becker- Köln und 3 elle Berlin erhoben verfassungsmäßige Bedenken und wandten sich be fonders gegen die Benachtheiligung der großen Städte, denen der Staatszuschuß entzogen werden soll. Herr Becker bezeichnete das Gesetz geradezu als eine Prämie für schlechte Lehrergehälter und Ueberfüllung der Schulklassen. Herr 3elle schloß seine sonst ganz vernünftige Rede mit einem Seitenhieb auf die Sozialdemokraten, die ohne ein positives Programm zu besitzen", nur von den Fehlern der staatserhaltenden Parteien lebten und daher auch aus dem Fehler, den die Regierung mit diesem Gesetz Nutzen ziehen würden. Die Junker, in deren macht, Namen Graf von Bieten Schwerin und der unvermeidliche Dauerredner Graf Klinto w ström sprachen, erhoben von neuem die Forderung nach einem allgemeinen BoltsSchulgesetz auf chriftlicher Grundlage. Da sich Dr. Boffe diesem Verlangen energisch widersetzte, so suchten sich die Junker auf ihre Weise durch Ablehnung des Gesetzes zu rächen. Charateristisch für bie lehrerfreundliche Gesinnung dieser Herren ist die ohne Widerspruch gebliebene Bemerkung des Grafen nach der Vorlage 900 M. betragen soll, für so junge Leute ein zu hohes sei; andere Beamte in diesem Alter bezögen ja auch fein so hohes Gehalt. Troh der Ablehnung wird doch am Sonnabend noch in eine zweite Lesung getreten werden. Ob das Resultat dann ein anderes sein wird, ist zweifelhaft, selbst wenn es dem vielgewandten Finanzminister, der in der heutigen Sigung nicht zugegen war, gelingen sollte, durch schöne Worte noch einige verlorene Seelen für das Gesetz zurückzugewinnen. Der Achtstundentag nicht als Lösung der sozialen Frage, sondern als Schuhmaßregel, damit das Volk der Arbeit, auf welchem die Zukunft des Menschengeschlechts beruht, nicht körperlich und geistig zu grunde gerichtet werde durch den alles vernichtenden Kapitalismus. Befreiung der Arbeit! Die Arbeit soll nicht die leibeigene Magd des Kapitals sein sie soll der Ketten entledigt werden, durch die sie Sklavin der Maschinen, dieser eisernen Sklaven ward. Und das kann nur geschehen, wenn die Arbeiter sich zusammenthun und, statt ihre Kräfte zu zersplitten, sich einheitlich organisiren. Mit diesem Ruf, in diesem Gedanken feiern wir das Weltfest der Arbeit. Und jeder von uns weiß, daß in allen Kulturländern Millionen von Brüdern und Schwestern sich an dem gleichen Tage in dem gleichen Gedanken mit uns begegnen. Auf zum Ersten Mai! Politische Uebersicht. Berlin, 30. April. Organisation der Arbeiter! Der einzelne ist nichts, Ginigung giebt Stärke. Vereinigte Kraft ist Im Reichstage rückte heute die zweite Berathung des nicht blos die aneinander gereihte Kraft der einzelnen, Börsengesezes langsam bis zur Hauptfrage, der Entscheidung es ist diese Kraft verzehnfacht, verhundertfacht. Also über die weitere Zulassung oder das Verbot des TerminOrganisation! handels in Getreide vor. Die vorauf gehenden Paragraphen Lotale Organisation der Arbeiter! wurden meist nach den Vorschlägen der Kommission akzeptirt Die Arbeiter der einzelnen Werkstätte, des einzelnen Orts, und zwar von allen Parteien mit Ausnahme der beiden der einzelnen Stadt bilden noch keine Macht die Ar- freisinnigen Gruppen. Von unserer Partei betheiligte sich beiter der anderen Werkstätte, des anderen Ortes, Genosse Singer an der Debatte. Derselbe sprach sich dader anderen Stadt sind durch den Kapitalismus in gegen aus, daß zur Unterbringung fremdländischer Anleihen Ronkurrenz" mit ihnen gebracht, sie drücken sie herab in so z. B. der chinesischen, Staatsinstitute, wie die preußische Bieten- Schwerin, daß das Grundgehalt für Lehrer, das der Waageschale der freien Konkurrenz". Die anderen" Seehandlung, behilflich gewesen sind. Arbeiter müssen gewonnen, in die Organisation hineingezogen werden. nicht. Doch die lokale Organisation genügt Nationale Organisation! Organisation über das ganze Land. aus dem Wege gebe, wie einen rändigen Hund. Aber weshalb schädige er die Partei, der sie doch alle mit Herz und Hirn ergeben?..." Endlich ließ sich der Verbitterte zu einer Antwort herbei: " Ich bin Sozialdemokrat wie Sie und unser Ziel ist das gleiche. Wenn ich aber einen andern Weg für den besseren halte, so ist das meine Sache!" 31 Und der Verein? Und die Andeen?" Sind teine Kinder, und werden wissen, was sie zu thun und zu lassen haben, Genosse Wolf..." " Da schwoll auch in dem Weicheren die Galle, und ohne Gruß warf er die Thür hinter sich ins Schloß. Der Schwarze" versuchte eine Lache aufzuschlagen. Es gelang ihm nicht. Wie so oft schon, kam auch diesmal die talte Ueberlegung und flüsterte;" Du heuchelst. Keine anderen Wege tennst Du. Und nicht um die Sache ist es Dir zu thun. Verärgert und verbittert bisi Du, weil Du glaubst, der andere hätte Dich überflügelt in der Achtung der Fremden und Genossen. Und deshalb wälzest Du jetzt der Bewegung Steine in den Weg. Nicht das Prinzip ist es, das Dich treibt, nein, der gelbe, giftige Neid, nichts weiter " Die Debatte über den Terminhandel wurde erst in später Stunde angeschnitten, wobei der Zentrums- Abgeordnete Schwarz, welcher einen Antrag auf Verbot des Terminhandels in Getreide und Mühlfabrikaten eingebracht hat, das ganze agrarische Sündenregister der Börse aufzählte, während der Abgeordnete Dr. Barth das Lob des Handels Die Krisenfpekulationen werden mit ungeschwächten stundentag hatte der Redner bereits gesprochen und jetzt kam er Kräften in der bürgerlichen Bresse fortgesetzt. Die agrarischen zur Solidarität. Sie müsse wie ein eisernes Band alle Arbeiter Blätter suchen dem schlingernden Staatsschiff einen Ruck umfangen, gälte es den wirthschaftlichen, gälte es den politischen nach rechts zu geben, indem sie die anti- agrarischen Beamten, Kampf. die schon dem braven Köller und dem braven Eulenburg " Uber, Genossen", fuhr er fort,„ auch das genügt noch nicht. ein Bein gestellt hätten, als Urheber der Krisenartikel in Was nüßt es, wenn wir nach außen hin zusammenstehen, unter der„ Kölnischen Zeitung" und ähnlichen Blättern denunziren. einander aber uns zerfleischen, einander, um fleiner Dinge willen, die mit der Bewegung nichts zu thun haben, So schreibt die Deutsche Tageszeitung", das Organ des hindern, unserer gemeinsamen Sache voll unsere Kräfte börsenkundigen Herrn v. Plög: zu widmen? Ich weiß es wohl, wir alle sind das Produkt der Man vergleiche nur die Vorgänge vor dem Rücktritte EulenUmgebung, die Verhältnisse haben uns geprägt und so geformt, burg's, vor dem Rücktritte Köller's und jetzt. Man säubere Stellen, die zugestandenermaßen wie wir sind. Aber ist es denn nothwendig, daß die Genossen die und im Verkehr einander gerade die raubeften und schärfsten Seiten offent undig Beziehungen zu den Blättern zukehren? Warum sollen Männer, die unterm Sozialistengesetz unterhalten, die damals und jeht das Treiben gemeinsam Gesundheit, Freiheit und das Leben auf das Spiel in Szene festen! Fürwahr, es dürfte nicht schwer die Säuberungsarbeit durchzuführen, wenn man gefeßt, um ihre Jdeale zu verwirklichen, sich wegen einiger Schlucke fein, ernstlich wollte. Wir wissen von unserem Kaiser, Schnaps oder Bier entzweien, die ein Fuchs zahlt, der auf die Uneinig- nur keit der Arbeiter spekulirt? Steht es einem zielbewußten Genossen daß er nichts tiefer haßt, als das Intrigantenthum. Wir denn gar so schön, wenn er sich wegen eines elenden Tratsches, hoffen von ihm, daß er die rechten Mittel wähle, ihm für die eines Weiberzantes mit seinem erprobten Rampfgenoffen erzürnt Zukunft das Handwerk zu legen. Bunächst aber muß darauf und diesen Zorn und diese Erbitterung solange mit sich herum- gedrungen werden, die Wege zu entdecken, auf denen der Bericht über jene Staatsministerial- Sigung in die Presse gelangen schleppt, bis er todt ist für die Bewegung? Genossen, ich bin kein Freund der großen, übertreibenden konnte." In einem gleichzeitigen Artikel einer offiziösen Kor Worte, aber denjenigen von Euch fordere ich auf, aufzutreten und es gerade herauszusagen, der in seiner Erinnerung nicht respondenz glaubt man den Einfluß des Herrn Miquel zu einen Fall hat, wie ein sonst tüchtiger, tapferer und überzeugter erkennen. So haben wir denn wieder einen frischen fröhGenosse gerade durch eine solche Winzigkeit der Bewegung lichen Krieg der Offiziösen unter einander. Wer hat es von uns allen noch nicht In die nächste Versammlung ging der Schwarze" mit dem festen Vorsas, alle Verbitterung von sich abzuthun. Aber faum batte er die vorwurfsvoll sich auf ihn richtenden Augen des Vorfizenden erblickt, da flammte der Haß wieder lichterloh in ihm auf und er tränkte seine Worte und Wendung mit all der Bitterteit, über die er verfügte. An einem Abend im März saß er in einer Kneipe, in der entrissen wurde.. wie wchl das thut, wenn so ein bürger- Zur Börsenreform- Debatte. In der Dienstagfast nur Bürger verkehrten. Um seinen Mund zog sich scharf empfunden, Breitmaul unsere Forderungen mit den Worten fihung des Reichstages hatte der Abg. Singer den konserder verbissene Zug, den er zur Schau trug, feit er seinen Freundliches von sich gestoßen. Plöglich ertönte von einem rückwärtigen Tische abzuthun versucht:" Was, diese Arbeiter wollen eine neue vativen Moralpredigern vorgehalten, daß ihre Kreise ebenso Gesellschaft, eineneue Welt zimmern, und hauen sich um jeden wenig börsenrein sind wie die der berufsmäßigen Börsenher eine speckige Stimme: „ Die Arbeiter?... Lassen Sie mich gefälligst mit denen in Biffen, den der eine mehr erschnappt? spieler. Zum Beweise dieser Ansicht hatte Singer mitgetheilt, Genossen! Ohne Solidarität find wir ein schwankendes daß der Vorsitzende des Bundes der Landwirthe, der Abg. Ruhe... Sozialdemokraten wollen sie sein, und wenn einer von ihnen fünf Pfennige mehr verdient oder vom Chef einen Rohr, das vom Winde hin und her getrieben wird, mit ihr der v. Blöß, in Spekulationsbeziehungen zu dem hiesigen Bankfreundlichen Blick erhält, möchten sie ihn am liebsten mit den Fels, an dem sich alle Wogen brechen. Aber dieses Gefühl der. Plög, in Spekulationsbeziehungen zu dem hiesigen BankAugen vergiften" Busammengehörigkeit, der Brüderlichkeit, wir müssen es auch im haus Jean Fränkel steht. Mit einem wahren Wuthgeheul Siedend heiß fuhr les dem Glasbläser ins Gesicht. So Verkehr unter einander hochhalten, es hegen und pflegen, nahmen die Edelsten der Nation diese Mittheilung auf und Wenn die einzelnen Theile fich wider Herr v. Plög hatte die Unverschämtheit, die Singer zu weit war er also? Daß ihm jeder Dickivanst die Wahrheit fördern und stärken. gegangenen Berichte als gemein und lügenhaft" zu be geigen tonnte, ihm, deffen Begeisterung und Aufopferungswillig. streben, hält nicht das stärkste Band und die festeste Klammer..." feit einst feine Grenzen sich gesetzt! Innerlich völlig zerschmettert Der Redner hatte geendet und war vom Podium herabzeichnen. In dem allgemeinen Lärm war der Name des Bankgestiegen. erhob er sich und wankte der Thür zu. Hundert Hände und Gläser streckten sich ihm hauses, sowie die au Episode sich knüpfenden Aeußerungen Seit diesem Tage hielten die Arbeiter der Glasfabrik den entgegen. Da ergriff auch er ein Glas, um auf der Journalistentribüne nicht vollkommen verstanden Männern, die den ersten Tisch besetzt hielten, an= worden. Wir behalten uns vor, nach Erscheinen des steno,, Schwarzen" für trant. zustoßen. Den Glasspinner Wolf durchzuckte es plötzlich Der große, weite Wirthshausgarten war mit hunderten von wie ein elektrischer Schlag. Von der Seite her war ein graphischen Berichts unseren Lesern eine genaue Darstellung Arbeitern angefüllt, die hier den 1. Mai feierten. Lachende fremdes Glas so scharf an sein eigenes gefahren, daß das Bier der Plöß- Affäre zu geben, für heut bringen wir zur Charakte Er blickte auf und sah den rifirung des Plög'schen Widerspruchs eine Notiz des Börsen Frühlingssonne lag über den Blüthenbäumen der Höhe, den heraus und auf den Tisch spritzte. bunten Gewändern der Frauen und Kinder, den festtäglich Schwarzen" vor sich. Alles Berbiffene war aus dessen Antlig Courier" über diese Angelegenheit: glänzenden Gesichtern der Männer. Die Augen aller waren auf verschwunden und die Augen lachten, als wollten sie sagen: den braunbärtigen Mann gerichtet, der auf einem kleinen Podium Nun und Du zögerst noch?" stand und die Festrede hielt. Seine Stimme war fräftig und batte jene Klangfarbe, die das Gefühl erregt, als führe die Hand über braune Seide. Ueber den Klassenkampf und den Acht" " mit Den Da stieß der Blonde" einen Schrei aus und stand mit einem Sage an der Seite seines wiedergefundenen Freundes. -8. Zur Börsenreform- Debatte. In der gestrigen Sigung des Reichstages warf der Abgeordnete Singer dem Abgeordneten v. Plög, der zugleich Präsident des Bundes der Landwirthe ist, vor, daß er selbst in Spekulations Beziehungen zu einem hiesigen Bankhause stehe. Herr v. Plöß bezeichnete diese Neuße G rung als gemein und lügenhaft". Herr Singer warnte ihn, I wieder böses Blut erregen und schwerlich wird auch dies eine Thatsache, die er beweisen könne, so zu nennen. In der That englische Opposition sich mit der Ankündigung eines hat Herr Singer bei seiner Aeußerung nur einen formellen Eroberungskrieges im Sudan einverstanden erklären. Fehler gemacht, indem er von solchen Beziehungen als Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. In Elber gegenwärtigen sprach. Die Verbindung des Herrn v. Plötz mit einem hiesigen Bankhause zum Zweck von Börsen- feld wurde der Buchbinder Holdschmidt aus Barmen Spekulationen hat allerdings beftanden, und zwar Jahre hindurch, wegen Majestätsbeleidigung zu 3 Monaten Gefängniß und damit nicht auch dieser Behauptung widersprochen werden verurtheilt. tann, führen wir den Namen dieses Bankhauses, der uns mitgetheilt wird, ausdrücklich an. Es ist das Bankhaus Jean Fränkel hierselbst, doch hat das letztere bereits seit mehreren Jahren jede Verbindung mit Herrn v. Plötz gelöst. Erklärung lautet: * Deutsches Reich. Bum Konflikt in der Herren- Konfektion wird uns von vollständig unbetheiligter aber ausgezeichnet in. formirter Seite geschrieben: „ Zur Beurtheilung der in den letzten Tagen bekannt gewordenen Erklärungen der Konfektionsfirmen, wonach sie sich an den vor dem Einigungsamt gefchloffenen Vergleich vom 19. Fe bruar nicht mehr gebunden erachten, muß man sich folgende Thatfachen gegenwärtig halten: " Der Bundesrath ertheilte in seiner heutigen Der vor dem Einigungsamt gefchlossene Vergleich sollte auf Sigung dem Antrage der zuständigen Ausschüsse zu der Vorlage des Reichskanzlers vom 21. März d. J. betreffend die zollamt so lange Giltigkeit haben, bis ein endgiltiger Lohntarif entweder durch Vergleich oder Schiedsspruch festgestellt sei. Um diesen liche Prüfung der Mühlenfabrikate die Zustimmung. Tarif vorzubereiten, hat das Einigungsamt zunächst umfangtanzleramt, die in der gegenwärtigen Krisis in der Presse für nothwendig erachtet. - Unter den Kandidaturen für das Reichsreiche Erhebungen über die thatsächlichen Verhältnisse der Branche genannt werden, befindet sich auch die des Grafen Philipp bleibt." " WahrDas Minifterium Meline stellte sich heute der französischen Kammer vor. Die heute von dem Konseilpräsidenten Meline in der Deputirtenkammer verlesene ministerielle Die Erhebungen sind seitdem ununterbrochen fast täglich von Indem wir dem Rufe des Präsidenten der Republik Folge 3 Gulenburg, des Barden und Botschafters in Wien. Ueber 9 bis 3 Uhr fortgesetzt leisteten, haben wir uns nicht die Schwierigkeiten unserer Auf diese Kandidatur schreibt die Köln. Volkszeitung":" Ein dadurch behindert worden, daß einzelne Konfektionäre ihr Erworden, fie find theilweise gabe verhehlt. Wir werden zuerst das Werk der Beruhigung verfolgen, indem wir uns bemühen, die Eintracht politisches Syſtem brächte Graf Philipp nicht mit, er würde sich scheinen ablehnten und ihre Zwischenmeister und Arbeiter von wiederherzustellen, die von den öffentlichen Gewalten untrennbar scheinlich hätte das Reich im Falle eines solchen Wechsels sehr in dieser Branche bisher geherrscht hat, den mannigfachen Mißausschließlich nach den Weisungen des Kaisers richten. der Aussage zurückhielten. Bei der schrankenlosen Willkür, die ist. Die Deputirtenkammer, welche aus dem direkten allgemeinen Wahlrecht hervorgegangen ist, hat das Uebergewicht bei der schon für den Umzug nach Wien 21 000 m. berechnet hat, dürfte die Erhebungen allerdings länger sich hingezogen, als anfangs Wahlrecht hervorgegangen ist, hat das Uebergewicht bei der viel an Umzugskosten zu tragen. Denn wenn Graf Philipp sich ständen, die in ihren Ursachen ergründet werden mußten, haben allgemeinen Leitung der Politik. Aber wenn sie auch aus der Umzug nach Berlin ficher 40 000 m. fosten. Da uns das wohl angenommen wurde; sie sind soweit gediehen, daß nur ihrem Ursprung und aus der Verfassung unbestreitbare sehr viel erscheint, wünschen wir, daß der Botschafter in Wien noch bezüglich der Knabentonfektion Feststellungen zu treffen Rechte herleitet, so ist es doch unmöglich, ohne find. Das Gewerbegericht darf sich in seinen sachlichen Maß Mithilfe des Senats Geseze zu geben und zu regieren. Es - Hammerstein Briefe. Die Mil. Pol. Korr." nahmen nicht durch die Aeußerung der Konfektionäre, daß ihre ift dies eine feststehende Thatsache, die jede theoretischen Grörterungen unnöthig macht. Der gegenseitige gute Wille hat bringt folgende ziemlich dunkle Meldung: Frhr. v. Hammer Geduld zu Ende set, beeinflussen lassen, muß vielmehr die beschlossene bisher genügt, um alle Schwierigkeiten zu lösen. An diesen stein oder dessen Gemahlin befand sich bis in den Monat wohldurchdachte, auf das Ziel eines dauernden Friedens hinappelliren wir wiederum. Wir verzweifeln nicht daran, die März d. J. noch im Besitz von Briefen insbesondere zweier Perarbeitende Erhebung beenden, ehe die Schlußverhandlung statt. Spuren der jüngsten Konflikte auszutilgen, wenn Sie die Güte sonen, die einen nicht unbedeutenden zeitgeschichtlichen Werth finden und eventuell der Schiedsspruch ergehen kann. haben wollen, uns auf das Aktionsgebiet zu folgen, auf welches haben. Durch Vermittelung des Komitees der Kreuz- Zeitung" wir uns zu stellen gedenken. Die Kammer enthält, wie wir über sind diese Briefe an ihre Schreiber zurückgelangt. Den beiden zeugt sind, eine Mehrheit, die fest entschlossen ist, solche Fragen Personen" ist wahrscheinlich bange geworden vor einer Entbei Seite zu schieben, die sie trennen, um sich endlich einem System hüllung ihrer zeitgeschichtlichen" žhätigkeit. von demokratischen Reformen zu widmen, die seit lange reif und Herr v. Stumm wehrt sich in seinen Berliner Drganen unverzüglich durchführbar sind. Dieselbe wird Gesetzentwürfe gegen die Darstellung der„ National Zeitung" und des Vorzur Erledigung bringen, die die Arbeiter interessiren. Das wärts", wonach sein maßgebender Einfluß den Antrag Kardorff. sicherste Mittel, den revolutionären Lehren den Weg zur Manteuffel gegen die Bundesrathsverordnung über den Bäckereiverlegen, wird wird stets darin bestehen, daß man dem Arbeiterschuß veranlaßt habe. Herr v. Stumm wehrt sich aber Ideal der Gerechtigkeit und der Solidarität treu bleibt, mit keinem Worte gegen den übrigen Inhalt der Darstellung des welches die Ueberlieferung der republikanischen Partei ist. Ohne Vorwärts" und der National- Zeitung". Er muß auch zu das Feld Jhrer Thätigkeit einschränken zu wollen, glauben wir gestehen, daß er seine Unterschrift unter dem Antrage Kardorff Sie an die wesentlichen Fragen erinnern zu müssen, deren Manteuffel belassen hat. Mit Dementis hat Stumm nun einbaldige Lösung nur von unseren gemeinsamen Bemühungen ab mal Bech. hängt. Nach einer Aufzählung der von dem neuen Kabinet Polizeiliche Germanisation in Posen. zunächst ins Auge gefaßten Reformen fährt die Erklärung fort: Bisher schrieben die polnischen Dienstherrschaften in Posen den In die erste Linie stellen wir die fistalischen Reformen; die polnischen Dienstmädchen die Zeugnisse polnisch in die Dienst Fragen sind gestellt und es ist nothwendig, dieselben einer raschen bücher, wie das durchaus natürlich ist. Der Kommissar eines Lösung zuzuführen. Die Reform der Getränkesteuern und die Bezirks fordert jetzt, wie ein polnisches Blatt wissen will, bei Reform der Erbschaftssteuern liegen dem Senate vor; wir werden Androhung einer Geldstrafe, daß die Dienstzeugnisse nur in deren Durchführung energisch verfolgen. Was die direkten Steuern deutscher Sprache eingetragen werden sollen. Woher der beanlangt, die einem vom Lande unzweideutig kundgegebenen Ge- treffende Kommissar die Berechtigung zu seiner Forderung und fühle entsprechen, so werden wir Ihnen in dem Budget für Drohung nimmt, ist uns unerfindlich. Er wird sich aber nicht 1897 ein System von Reformen vorschlagen, die ohne ärgerliche wenig auf seine patriotische That zu gute thun. Belästigungen und ohne inquisitorische und willkürliche Maßregeln eine beffere Bertheilung der Lasten sicherstellen werden und die gestatten, die kleinen Steuerträger zu erleichtern, den durch die Unterhaltung einer Familie nothwendigen Lasten Rechnung zu tragen und die Landwirthschaft zu entlasten. • -Bei der Landtags- Ersahwahl in Pyrit Saagig wurde der Konservative Schmidt- Hirschfelde fast ein. stimmig gewählt. - Wieder eine Unthat russischer Grenz Alles Phrasennebel, mit dem heute auch die Kammer soldaten! Nach der Meldung der Tilsiter Allgemeinen gefüllt werden wird und durch den blos die Thatsache ver: a uhkehmen in der Nacht zum 27. April von russischen Zeitung" aus Schirwindt wurde der Besitzer Petrowitsch in hüllt werden soll, daß das Ministerium Meline genau das Grenzsoldaten durch zwei Bajonnetistiche in den Unterleib schwer Gegentheil dessen bedeutet, was vorigen Donnerstag verlegt und ist noch im Laufe des Tages au seinen Wunden die Kammermehrheit als ihr Programm hingestellt hat. gestorben. Weshalb fallen nur immer an der russischen Ueber die Aussichten des neuen Kabinets telegraphirt Grenze deutsche Reichsangehörige den Grenzhütern des Erbfreundes zum Opfer? man: des N Der Gedankengang der protestirenden Konfektionäre ist durchsichtig, an den Vergleich sind sie mindestens moralisch gebunden, bis der Echiedsspruch ergeht. Sie sind von vornherein gewillt, den Schiedsspruch nicht anzunehmen, daher ihr Interesse an der schleunigen Entscheidung des Einigungsamts, die sie von dem Vergleich entbindet und die Möglichkeit giebt, zu den Zuständen vor dem Streit zurückzukehren. Wenn aber nun gar die Konfektionäre einseitig, ehe der Schiedsspruch ergeht, von dem Vergleich zurücktreten, so können sie den Vorwurf des Vertragsbruchs nicht von sich abwälzen. Der von der Tarifkommission und zwar nach den Wünschen der Konfettionäre ausgearbeitete Lohntarif ist lediglich ein vorläufiger Vorschlag, der die erdgiltige Einigung bezw. den Schiedsspruch vorbereiten sollte; da dieser Vorschlag nicht den Beifall der Mehrheit der Konfektionäre gefunden hat, besteht der Vergleich vom 19. Februar d. J. vorläufig noch in Kraft. Uebrigens haben inzwischen die Arbeiter den von den Konfektionären mit geringer Mehrheit abgelehnten Lohntarif einstimmig angenommen." * Wir laffen dieser Darstellung eine Anzahl Breßstimmen über den standalösen Treubruch der Herren Konfettionäre folgen. Selbst die bürgerliche Presse ist empört über das treulose Ge bahren. Aus den vorliegenden Preßstimmen nur einige: So schreibt die Frankfurter Beitung":" tann " In ihrem eigenen Interesse tönnte man den Unternehmern nur rathen, sich eines anderen zu besinnen. Das Elend, mit dem sie, trop der hohen Blüthe ihrer Branche, die Arbeiter haben verkommen lassen, ist infolge des Februarstreikes, sowie durch die Troftlosigkeit aller Welt offenkundig geworden. darüber gepflogenen Reichstagsverhandlungen und besonders durch die Erhebungen des Berliner Gewerbegerichts in feiner ganzen Die empörte Troftlosigkeit aller Welt offenkundig geworden. öffentliche Meinung hat gebieterisch eine Besserung dieser unerhörten Bustände verlangt und der Reichstag hat sich dieser Forderung angeschlossen; die Reichskommission für Arbeitsstatistik ist infolgedeffen mit einer Untersuchung der Verhältnisse beschäftigt und man darf erwarten, daß ihre Arbeiten der Vorläufer eines Eins Paris, 30. April. Das gestern definitiv konstituirte Straßburg, 29. April. Der Landesausschuß für Elsaß greifens der Gesetzgebung oder der Verwaltung in die ArbeitsEin Vor Ministerium Meline wird, wie bestimmt verlautet, nur sehr kurze Lothringen nahm in dritter Lesung den Gesezentwurf betreffend bedingungen der Konfektionsbrauche sein werden. Zeit im Amt verbleiben. Die Republikaner und Ralliirten sind die Wahlen zu den Bezirks, und Kreis- Ver- gehen, wie es jetzt dem Unternehmer Verein beliebt hat, entschlossen, dem neuen Kabinet wichtige politische Zugeständnisse tretungen mit dem einschränkenden Antrag an, wonach das kaum eine andere Folge haben, als die, daß der zu erwartende gegen die Radikalen und Sozialisten zu gewähren, während letztere dem passive Wahlrecht beinabe sämmtlichen Be Eingriff in dem gleichen Maße um so fefter und tiefer wird, je Kabinet jede Unterstüßung verweigern wollen, so daß Präsident amten sowie den Lehrern an Glementarjäher sich die Unternehmer an die alten Zustände tlammern. Faure gezwungen sein wird, die Kammer aufzulösen oder schulen abgesprochen wird. In dritter Lesung tam so- Leytere wahren deshalb ihre eigenen Interessen durch ihre abzudanken. Weiter verlautet in informirten Kreisen, im Falle dann der Antrag Spies zur Verhandlung über die Aufhebung Handlungsweise so schlecht wie nur möglich, selbst wenn diese die Kammer heute Meline ein Mißtrauensvotum ertheilen sollte, der Ausnahmegeseze in Elsaß Lothringen und ihnen auch für den Augenblick Vortheil bringen sollte, was würde Poincaré ein Kabinet bilden, welches sofort zur Auflösung über Einführung Reichs Breßgefeßes mindestens fraglich ist. Rein vom Standpunkte des Sozialder Kammer schreiten würde. Die ministeriellen Erklärungen, vom 17. Mai 1874. In längerer Rede wies Staatssekretär politikers aus urtheilend, könnte man ja fast zu dem Wunsche gewelche Meline in der Kammer verlesen wird, verurtheilen energisch p. Putttamer darauf hin, daß der Antrag in der vorliegen langen, die Unternehmer möchten es nur so weiter treiben, wie die revolutionären Sozialisten, die Verfassungsrevision, die Ein- den Fassung durchaus nicht annehmbar sei und betonte sie es eben thun." tommensteuer und die Angriffe gegen den Präsidenten Faure. besonders den agitatorischen Mißbrauch, welcher mit dem Be- Der Reichsbote" äußert sich folgendermaßen: Auch die Monarchisten sollen einen Feldzug gegen Faure planen. griffe Ausnahmegesetzgebung" getrieben werde, ferner, daß die Schon damals( beim letzten Streit) war das Urtheil Soweit vorstehendes nicht selbstverständlich ist, läuft es deutsche Preßgesetzgebung solange in Elsaß- Lothringen nicht ein- des Bublikums ein sehr ungünstiges für die Konfektionäre. Damals auf subjektives Vermuthen hinaus. geführt werden könne, bis dieselbe andere Bestimmungen ent- schoben sie die Ursache der Uebelstände mehr auf die SchneiderBei dem schwankenden Charakter der Kammermajorität halte betreffs der ausländischen Preßerzeugnisse. Man meister als die Mittelspersonen zwischen ihnen und den Arbeitern; läßt der Ausgang der heutigen Sitzung sich unmöglich müsse in Elsaß- Lothringen unbedingt einen wirksamen Schuß aber jetzt können sie das nicht mehr; denn hier handeln die Herren vorausberechnen. Allein Zufallsmehrheiten sind nicht entgegen dies Ueberfluthen mit Flugblättern, welche des Vereins Berliner Herren- und Knabenkonfeftions. Firmen von jenseits der Vogesen tommen, besitzen. Der en gros" selbst und deshalb werden sie sich nicht wundern dürfen, scheidend für den Gang der Entwickelung. Und wie immer Abgeordnete Spies änderte darauf seinen Antrag zu folgendem wenn das Urtheil ein sehr hartes über ihr treulofes Handeln den die erste Abstimmung ausfallen möge die Auflösung Wortlaut: Der Landesausschuß wolle den Wunsch aussprechen, armen Arbeitern gegenüber sein wird. Im Februar, wo es sich noch der Kammer, der Appell an das Land läßt daß die außerordentlichen Gewalten, welche nach§ 2 des Gesetzes nm Fertigstellung der Sommerkleider handelte, zeigten sie sich nachsich nicht mehr vermeiden und kann, wie die Dinge liegen, vom 4. Juli 1879 dem Statthalter übertragen feien, baldmöglichst giebig, jetzt, wo ihre Magazine mit Sommerkleidern gefüllt sind, wenn er nicht sofort sich aufdrängt, unter keinen Umständen aufgehoben und daß das deutsche Reichs- Preßgesetz in Elsaß scheinen die Herren eher einen Streit ristiren zu können. Allein Lothringen eingeführt werde. Die Annahme des Antrages er- fie täuschen sich; sie werden nur erreichen, daß sie sich mit der lange hinausgeschoben werden. folgte einstimmig. Sodann verlas Staatssekretär v. Putt- Schmach, der Verachtung und des Zornes der öffentlichen Mei. Italien. In der Deputirtenkammer sind drei Hefte tamer eine faiserliche Ordre, nach welcher die Session genung bedecken: alles das, was damals über die Hungerlöhne ( ,, Grünbücher") mit Dokumenten über die afrikanischen Anschlossen wird. dieser Branche bekannt wurde, wird wieder aufleben und die gelegenheiten vertheilt worden. Auf Vollständigkeit können Koloniales. Dem Bundesrath sind heute zwei Gefeß- Entrüftung über ihr rücksichtsloses wortbrüchiges Verhalten verberartige Veröffentlichungen nicht Anspruch machen, allein entwürfe zugegangen, von denen der eine die Mehrpflicht in mehren, so daß man immer entschiedener die Herstellung von zwei Thatsachen sind, wie wir den vorliegenden tele- den Schuhgebieten regelt; der andere, ein Gefeßentwurf Werkstätten verlangen wird, in welchen eine Aufsicht und Kongraphischen Inhaltsangaben entnehmen, durch diese Hefte über die Schuhtruppen, beseitigt das Nebeneinander- trolle über die Arbeitsverhältnisse dieser Branche möglich ist. Der Staat fann es selbstverständlich nicht gleichgiltig stehen der militärischen und zivilen Instanzen sowohl an der attenmäßig bewiesen: Erstens, daß Baratieri sich für den Krieg mit Bentralstelle, wie in den Kolonien. Die der Schußtruppe zu ansehen, wenn eine handvoll Großkonfektionäre große, abhängige Abeffynien nicht stark genug hielt und daß er die geforderten getheilten Militärpersonen scheiden aus Heer und Marine aus, Arbeitermassen durch Mißbrauch seiner Rapitalsmacht in Noth es bleibt ihnen jedoch der Rücktritt vorbehalten. Im übrigen und Elend stürzt und dadurch den sozialistischen, revolutionären Verstärkungen nicht erhielt; und werden die Vorschriften über die Organisation der Schußtruppen Gedanken Vorschub leistet. Er wird genöthigt sein, hier feste von dem Reichskanzler erlassen. Damit ist ein Uebelstand und klare Bestimmungen zu treffen, damit nicht einzelne Egoisten in der Kolonie beseitigt. Assessorismus und Militarismus fortwährend Del in das schwelende Feuer der sozialen Revolution werden sich dort nicht mehr in die haare gerathen tönnen, wo- gießen tönnen." runter die Schuhbrüder immer am meisten zu leiden hatten. 8 weitens, daß dem Vorgehen der Italiener in Afrita auch diplomatische Hindernisse im Weg standen und daß namentlich Frankreich und England Italien zurückzuhalten bemüht waren. das Desterreich. Spanien. " ... Die Deutsche Tageszeitung", das Organ des Bundes der Landwirthe, schreibt in bezug auf den Vertragsbruch: Um so wahnsinniger erscheint das Vorgehen Crispi's. „ Das ist ein starkes Stück, das die entschiedenste MißEngland und Egypten. Lord Salisbury hat über Wien, 30. April. Das Neue Wiener Journal" meldet, billigung, ja Empörung herausfordert. Jezt ist nämlich die die englische Politik in Egypten sich gelegentlich eines Banketts der Statthalter von Nieder- Desterreich Graf fogenannte Saison zu Ende und die stillere Zeit an ihre Stelle ausführlich ausgesprochen. Er erklärte, es tönne feinem Rielmanns egg hätte sein Entlassungsgesuch eingetreten. Die Unternehmer, deren Schundlöhne und Arbeitsausbeutung damals während des Ausstandes einen Schrei der Zweifel unterliegen, daß England, ehe es das ihm an- gereicht. vertraute Mandat der Schutzherrschaft niederlege, Egypten war, gehört zu den entschiedensten Gegnern Lueger's, des dem ftillere Beit gekommen ist, nicht mehr für gebunden an die VerGraf Kielmannsegg, der auch furze Zeit Ministerpräsident Entrüftung überall hervorriefen, halten sich nun, nachdem die Dor dem furchtbaren Fluche barbarischer Ueberfälle nächstigen Bürgermeisters von Wient.einbarung und beginnen die saubere Arbeit der Drückerei und sicherstellen müsse. Wenn England jetzt Egypten der Ausbeutung wieder. Merkwürdigerweise erhebt sich jetzt gegen aufgebe, würde es Land nicht so verlassen, wie es übernommen worden wäre. Nach dem Sturze Madrid, 29. April. Wegen der in Spanien herrschenden über dieser nicht scharf genug zu fennzeichnenden Handlungs. Arabis war Egypten am oberen Nil etwa zweimal so groß Trockenheit beschäftigt sich die Regierung mit der Frage, die weise durchaus kein Sturm der Entrüstung. Man schweigt für eine Pflicht der Presse, ohne alle Nebenrücksichten das zit wie jetzt. Seitdem habe es die Hälfte seines Gebiets ein- 3ölle auf ausländisches Getreide aufzuheben. allgemein, um die Ausstellung nicht zu stören. Wir halten es brandmarken, was zu brandmarken ist. Deshalb nehmen wir gebüßt. Der Sudan seufze unter einem unerträglichen Despotismus. Früher oder später sei die englische Re- Konstantinopel, 30. April. Die türkischen Truppen, welche teinen Anstand, die Angelegenheit wiederum dringend der Aufgierung verpflichtet, die Grenzen Egyptens an- das im Kloster Preveli sich aufhaltende Komitee der Aufmerksamkeit des Volks und der maßgebenden Kreise zu empfehlen." Er ständischen aufheben wollten, wurden zurückgeschlagen. Die Volts- Zeitung" schreibt darüber: nähernd so herzustellen, wie sie früher waren. wünsche indeß nicht, daß das so verstanden werde, als ob Das Komitee flüchtete sodann aus dem Kloster und wird verer den unverzüglichen Vormarsch nach dem Süden folgt.empfehlen wolle. Türkei. Afrika. Bloemfontein, 30. April. Der Volksraad des OranjeMit anderen Worten, Lord Salisbury hält es für Freistaates hat den Bericht der Heerestommission genehmigt; der nothwendig, daß die Okkupation Egyptens auf ungewisse Bericht empfiehlt die Vermehrung der Artillerie und den Ankauf Beit hinaus ausgedehnt werde. Das wird in Frankreich von Munition für rund 4 Millionen. Das also ist das Ende des Lohnkampfes in der Konfektions industrie, ein Ende, das wir nicht vorausgesehen haben, weil wir zu den streitenden Parteien das Zutrauen hatten, daß sie sich angelegen laffen sein würden, die Bedingungen des Friedens, durch den der Kampf zum Abschluß gebracht worden ist, zu halten. Ihr Sieg" wird den Großkonfektionären schlechte Früchte tragen: der Streit wird von neuem ents Brennen; und haben bereits im Februar die Sympathien tarifs zu beschäftigen hat. Pflicht der Kollegen ist es, Sorge zu des Publikums auf Seiten der Streifenden gestanden, so werden tragen, daß jede Werkstatt durch mindestens einen Kollegen verdie Arbeiter bei dem neuen Kampfe noch in weit höherem Maße treten ist. Der Vertrauensmann. von den Sympathien des Publikums getragen werden. An die Parkettbodenleger Berlins. In der Sigung der In diesen Tagen, da wir wiederum vor der sozialdemo- Vertrauensmänner am Mittwoch Abend ist der Beschluß gefaßt tratischen Maifeier stehen, jammern großtapitalistische Preßorgane worden, daß jeder arbeitende Kollege wöchentlich mindestens über die zunehmende Begehrlichkeit der Arbeiter, sie beschwören 50 Pf. an den Streitfonds abzuführen hat. Wir ersuchen jeden die Arbeitgeber, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam den Kollegen, diesem Beschluß nachzukommen. Weiter theilen wir ,, ungerechtfertigten" Forderungen der Arbeiter mit Erfolg ent mit, daß am Sonnabend den 2. Mai, abends 9 Uhr, bei gegentreten zu können. Dieses Geſchrei flingt angesichts des Schöning, Köpnickerstr. 68, eine Sigung der Vertrauensmänner bösen Beispiels, das jetzt die Großkonfektionäre geben, noch abgehalten wird. Die Werkstattkontrollkommission. widerwärtiger, als es an sich schon ist." den Partei- Nachrichten. vom 9 Gerichts- Beitung. Zwei Jahre Gefängniß wegen Majestäts- und Be amtenbeleidigung! Angeblich grobe Majestäts- und Beamtenbeleidigungen ließ sich in der Nacht zum 7. Februar d. J. der Porzellanmaler Paul Wolff zu schulden kommen, als er sich mit mehreren Personen auf dem Nachhausewege aus der Kneipe bemehreren Personen auf dem Nachhausewege aus der Kneipe befand. Ein Schuhmann hörte die Majestätsbeleidigungen, die Wolff mit lauter Stimme, also wahrscheinlich in der Trunkenheit, auf der Straße ausstieß Straße ausstieß und schritt zur Siftirung desselben. Auf dem Wege zur Wache wiederholte der etwas Angetrunkene nicht nur seine Beleidigungen gegen den Kaiser, sondern belegte auch den Schuhmann mit gemeinen Ausdrücken. In der Verhandlung der 9. Straffammer am Landgericht I, in der er sich zu verantworten hatte und die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt wurde, erhielt Wolff zwei Jahre Gefängniß. " Achtung, Bauarbeiter Berlins! Hiermit giebt die unter: zeichnete Kommission bekannt, daß das Lokal von J. Schmidt, Wallstr. 65, zum Streitbureau bestimmt worden ist. Von Montag, den 4. Mai ab, haben alle den Streik betreffenden Aus Baden wird uns geschrieben: Nachdem nunmehr Meldungen dort zu erfolgen und zwar in den Stunden von durch den Prozeß Dreesbach kontra Flach Cloß die gehässigen 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends. Die Lohnkommission. Der gesammte Juhalt der Nr. 11 des anarchistischen Machinationen Dr. Rüdt's zur Evidenz erwiesen sind, hat sich Die Kottbuser Textilarbeiter bitten die Arbeiter allerorts, Sozialist", welche am 18. März ds. Js. erschien und sofort auch die so kleine Anhängerschaar Rüdt's von ihm abgewendet nach der Veröffentlichung beschlagnahmt wurde, gelangte gestern und ist somit der leidige Parteistreit zu Ende, der während der ihrer nicht zu vergessen, denn mehrere Hundert Arbeiter vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I zur Verlesung, legten Jahre in unserem Lande so verderbliche Früchte gezeitigt und Arbeiterinnen sind noch arbeitslos. Unterstüßungen da die Anklagebehörde den Inhalt durchweg als gegen die Gehat. Schon der zu Ostern in Heidelberg abgehaltene Parteitag nimmt wie bisher die Berliner Gewerkschafts Kommission seze verstoßend ansah. Der verantwortliche Redakteur Franz zeigte, daß die Delegirten gewillt waren, endlich wieder einmal sich auf die Höhe ihrer Aufgabe zu stellen und nicht( R. Millarg, Berlin S.O., Annenstr. 16) entgegen. Arbeiter Künstler, welcher inzwischen wegen eines anderen Breßvergehens zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden ist, Parteitag zum Ausfechten persönlicher Streitigkeiten Deutschlands, gedenkt am Weltfeiertage des Proletariats der wurde aus der Haft vorgeführt. Die Beitung enthielt zunächst einen längeren Artikel, betitelt gehäffigster Art zu benußen, wie es in den letzten Jahren zum Kottbuser Klassengenossen, die durch ihre heroische Ausdauer im ein Gedicht und dann In Schaden der ganzen Partei leider üblich geworden war. Dadurch Kampfe ein so glänzendes Beispiel treuer Solidarität gegeben Jubiläums- Betrachtungen über den 18. März 1871". zeichnet sich der Heidelberger Parteitag vortheilhaft von seinen diesem wurden die Thaten der Pariser Kommune gerühmt. Vorgängern aus. Der jezige einmüthige Zusammenhalt wird haben! In einem anderen Artikel wurde Luise Michel als eine Heldin ficher gute Früchte bringen. Der Ausfall der Karlsruher Stadt- In Bernau dauert der Streik in der Schuhfabrik von geschildert und zur Nacheiferung angespornt und eine ähnliche verordneten- Wahl beweist, daß man durch Energie und Einigkeit Oppenheim u. Meier und in den Schäftefabriken von Tendenz verrieth sich in den übrigen Artikeln. Staatsanwalt selbst in die badische Residenz Bresche legen fann; wären die Max Meier junior und Loges u. Wernecke un- Stanzow führte aus, daß der Gesammtinhalt der Nummer darauf Parteigenossen hier von Gehässigkeiten ganz frei gewesen, so wären verändert fort. Ausständig sind 150 Personen, davon 60 männ- berechnet sei, die Gesellschaftsklassen gegen einander aufzureizen unsere Gegner aus der dritten Klasse von der Vertretung liche( 16 verheirathete) und 90 weibliche. Der Streik in der und zum Ungehorsam gegen die Gesetze aufzufordern. Er be vollständig ausgeschlossen worden. Was die Maifeier anbelangt, Schäftefabrit von Rogge n. Ko. ist zu gunsten der Arbeiter antragte gegen den Angeklagten eine Zusatzstrafe von sechs so kann man aus den Vorbereitungen schließen, daß sie sich beigelegt. Sie erreichten: Neunstündige Arbeitszeit, Freigabe Monaten. denen der früheren Jahre würdig anschließen wird; an des 1. Mai, 15 proc. Zohnerhöhung, anständige Behandlung der ver= Der Gerichtshof entschied dahin, daß zwar unzweifelhaft eine schiedenen Orten wird die Betheiligung vollständig allgemein Arbeiterinnen, Maßregelungen dürfen nicht stattfinden. Die Verherrlichung der Kommune vorliege, aber die von der Anklagesein, ſo 3. 3. in Durlach. Alles in allem fann man sagen, Streitbrecher( 4 an der Zahl) wurden entlassen. Die übrigen behörde angeführten Strafthaten seien nicht in dem Inhalte zu daß Badens Sozialdemokraten sich bald die alte Achtung wieder hier genannten Fabrikanten haben sich zu einer Verhandlung erblicken und deshalb sei ein freisprechendes Urtheil gefällt Arbeiter worden. erworben haben werden; sie haben die schlimmen Folgen der noch nicht herbeigelassen. Zuzug ist fernzuhalten. Uneinigkeit vor Augen gefehen und daraus ihre Nuganwendung freundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Der liebenswürdige Schiedsmann, der reiche Rentner gezogen." In Magdeburg befinden sich seit 19. April die Maurer, Hasse in Spandau, von welchem seinerzeit gemeldet wurde, daß Spanischer Sozialisten- Kongreß. In Valencia wurde 3immerer und Bauarbeiter im Streit. Gefordert wird er junge Damen, welche seine vermittelnde Thätigkeit in zivilen am 18. und 19. d. M. der fünfte spanische Sozialisten- Kongreß der Einigungsamt des Gewerbegerichts Streitigkeiten in Anspruch zu nehmen suchten, mit aufdringlichen abgehalten. Anwesend waren Delegirte aus Madrid, Barcelona, festgesetzte Stundenlohn von 37 Pfennigen, der auch von der Liebenswürdigkeiten überschüttete, die in der Schiedsmannsordnung Trotzdem sträuben sich absolut nicht vorgesehen sind, wurde im Februar d. J. vom Malaga, Alcoy, Valladolid und anderen Städten; unter den Innung als berechtigt anerkannt ist. Abmachung anzuerkennen. Leider Spandauer Schöffengericht wegen thätlicher Beleidigung zu Delegirten befanden sich Pablo Iglesias und andere Mitglieder 27 Unternehmer, die der Union General de Trabajadores"(" Allgemeiner Arbeiter- fanden sich Arbeiter, die mit dem jezigen Stundenlohn von 600 M. Geldstrafe verurtheilt. Auf die von dem Angeklagten bund"), wie sich die spanische Sozialistenpartei nennt. 30-35 Pfennigen zufrieden sind. Natürlich sind es Leute, eingelegte Berufung hat die vierte Straffammer am Landgericht II die sich keiner Organisation anschließen mögen. Bewilligt zwar den vom ersten Richter festgestellten Thatbestand als zu Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 3ur Maifeier. Das Gesuch um Genehmigung eines haben bis heute 63 Unternehmer, die zusammen 730 Maurer, treffend angesehen, indessen die Strafe von 600 M. auf 200 m. 323 Zimmerer, 262 Bauarbeiter und 25 Tischler beschäftigen. herabgesezt. öffentlichen Aufzugs in Dortmund ist von der Polizei ohne Um nun dem Spruch des Einigungsamts auch bei den übrigen Das Volksfest zu Luckenwalde. Die Straffammer zu Angabe von Gründen abgeschlagen worden. In Krimmitschau Unternehmern Geltung zu verschaffen, bitten wir um strenge Potsdam verhandelte am Mittwoch gegen den Maler Back aus in Sachsen hat die Polizei dem Maifest- Ausschuß die Erlaubniß vermeidung des Zuzugs und ersuchen wir alle Luckenwalde und den Redakteur Eugen Wolfgang von der zur Abhaltung der genannten drei Konzerte versagt, und in Arbeiter blätter, uns hierin durch Abdruck dieses Aufrufs Brandenburger Zeitung". Das Schöffengericht an LuckenIlmenau i. Th. ist, wie der„ Thüringer Tribüne" telegraphirt zu unterstützen. Etwaige Anfragen find zu richten an Buch low walde hatte beide Angeklagten wegen Vergehens gegen den§ 17 wurde, die Maifeier verboten worden. in Magdeburg, Katharinenstr. 5. Die Lohnkommission. des Vereinsgefezes vom 11. März 1853 und Uebertretung des Durch Abdruck der von dem ungarischen Pater Sciegenny J. Preßgefezes zu je 15 Mark Geldstrafe oder zwei Tagen verfaßten Epistel an das proletarische Arbeitervolt" soll sich das I. A.: Karl Schoch, Maurer. Volltsblatt für Anhalt" der Beschimpfung der proDie streifenden Maurer Oldenburgs ersuchen die deutsche hatten. In der Brandenburger Zeitung", ebenso auch in Lucen Gefängniß verurtheilt, wogegen beide Berufung eingelegt testantischen Kirche schuldig gemacht haben. Der verantwortliche Arbeiterschaft und die Arbeiterpresse, mit dafür zu sorgen, daß walder Blättern hatte Bad im Juni v. J. ein Inserat Redakteur Gehre wurde deshalb vom Landgericht zu 2 Monaten der Zuzug von Maurern nach Oldenburg unter- veröffentlicht, das zu einem großen sozialdemokratischen Volksfest Gefängniß verurtheilt. Es sollte bleibt. Es sind leider viele Maurer von auswärts dort an- auf Sonntag, 16. Juni, im Lokal Tivoli" einlud. gekommen, wodurch den im Kampfe stehenden Oldenburgern die bestehen aus Konzert, Gesang, Tanz, Kinderbeluftigungen 2c. und war gegen 20 Pf. Eintritt für jedermann zugänglich. Back hatte Position natürlich erschwert wird. dies Juferat in der Erwartung aufgegeben, daß er wie früher An die Musikinstrumenten- Arbeiter Deutschlands! In Harburg hat die Polizei Sammellisten für die von dem Bürgermeister Suchsland die Genehmigung zur Ver Infolge der Größe des Berliner Ausstandes, der jetzt fast streitenden Arbeiter der Delfabriten von Gaiser u. Co. und ſammlung erhalten würde. Der Bürgermeister hat aber 3000 Arbeiter und Arbeiterinnen umfaßt, find wir genöthigt, Thörl beschlagnahmt, weil die Erlaubniß zum Sammeln diese verweigert, weil das Boltsfest einer Bersamm an die Solidarität der auswärtigen Berufsgenossen zu appelliren. nicht eingeholt sei, die nach dem im Jahre 1847 erlassenen lung unter freiem Himmel gleich erachtete, da es im Garten stattBesonders ersuchen wir die Kollegen in den Städten, wo hannoverschen Polizeistrafgeseg nöthig sein soll. Das Sammeln finden sollte. Dem Redakteur Wolfgang wurde nun zum Vorwurf Klaviaturen und Pianomechaniken gemacht werden( Leipzig. von Unterstützungsgeldern für Streikende ist finngemäß vom gemacht, daß er das Juserat aufgenommen, ohne sich zu er Dresden, Hamburg, Barmen, Stuttgart u. f. w.), die Aus- Koalitionsrecht der Arbeiter nicht zu trennen. Die Befugniß der fundigen, ob die Erlaubniß zu der angeblichen Versammlung er führung von Arbeiten für die Berliner Fabrikanten zu ver: Polizei, Sammlungen gewerkschaftlicher Art von ihrer Erlaubniß theilt war. Auch das Schöffengericht sah die Veranstaltung als weigern. Deutsche Kollegen und Kolleginnen, gedenkt, daß abhängig zu machen, widerstreitet daher unseres Erachtens dem eine Versammlung unter freiem Himmel an, obwohl der Garten wenn Ihr diesen Wint nicht befolgt, hr uns in unserem§ 152 der Gewerbeordnung. als solcher abgeschlossen war. Demnach war gemäß des§ 9 des Kampfe aufs schwerste schädigt. Vergeßt nicht, daß wir nicht nur für uns, sondern für Euch alle im Treffen stehen, daß ein betitelt Die Sünden der Anderen", sollte die„ Deutsche BergGewerkschaftspresse. Durch Veröffentlichung eines Artikels, Vereinsgefeßes eine Genehmigung der Ortspolizei zur Abhaltung der Versammlung erforderlich. Das Schöffengericht nahm ferner an, daß der§ 9 des Gesetzes nicht nur auf Sieg in Berlin auch für Euch nicht ohne gute Wirkung bleiben und Hüttenarbeiter 3eitung" zu Gewaltthätigkeiten wird. Man hat uns in übermüthigster Weise provozirt, nun wohlan, wir haben den Kampf aufgenommen und werden ihn aufgereizt haben. Der Staatsanwalt in Bochum beantragte die politische Versammlungen, sondern sogar auch auf Schulmit Eurer Hilfe fiegreich durchführen. Darum, Kollegen, sorgt Einleitung des Hauptverfahrens, das dortige Landgericht wies feite, an denen Erwachsene theilnehmen, Anwendung findet. mit Gurer Hilfe fiegreich durchführen. Darum, Kollegen, sorgt ihn aber ab, und auch beim Ober- Landesgericht in Hamm hatte Nach§ 17 Absah 2 des Vereinsgesetzes ist aber derjenige strafdafür, daß diese Kunde überall dorthin dringt, wo unfere er fein Glück. Die Redaktion des genannten Fachblattes schreibt bar, der vor Eingang der erforderlichen obrigkeitlichen GeBranche vertreten ist. Haltet auch den Zuzug fern und vor u. a. noch darüber:„ Wir verwahren uns entschieden dagegen, dies sollten die Angeklagten durch ihre Thätigkeit gethan haben. nehmigung zu einer derartigen Versammlung auffordert, und allen Dingen: sammelt Gelder, damit die zum Kampfe auch nur die Absicht zu haben, die Volksmasse zur Gewalt anzu- Vor der Strafkammer wurde dagegen auf Freisprechung der lepinter daß Angeklagten erkannt. Daß das Volksfest eine Bersammlung unter nöthige Munition reichlich vorhanden ist. Dann wird der Uebermuth der Fabrikanten bald besserer Erkenntniß weichen. regen. Jede Nummer dieser Zeitung legt Zeugniß dafür ab, daß Vor der Straftammer wurde dagegen auf Freisprechung der Also, Kollegen, nochmals, erhört und beherzigt unseren Appell! wir der Theorie der Propaganda der That" absolut abgeneigt sind, freiem Himmel gewesen, sei zu verneinen, da sie in einem unSendungen und Anfragen sind zu richten an A. Kleinlein, dem Zusammenhang geriffenen Satzes eines Bergehens an( Siehe Thielowe Kommentare zum Vereinsgesetz.) Dadurch fiel Alle Arbeiterzeitungen werden dringend um Abdruck gebeten. beren Leitung kann man unmöglich auf grund irgend eines aus schlossenen Garten stattgefunden und die Gefahr, daß ungezählte Menschenmassen hinzukommen konnten, nicht vorhanden gewesen. 3. 3. bei Henke in Berlin SO., Naunynstr. 27. Goeben trifft die Nachricht ein, daß in der Pianoforte lagen, beffen Begehung der Tendenz dieser Zeitung und aber die Nothwendigkeit der Genehmigung durch die PolizeiFabrik des Kommerzienraths Bech ste in nahezu 250 von dem diese ist bei uns sehr leicht festzustellen vollständig wider- behörde fort. Ob überhaupt der Begriff einer Versammlung vorhanden, sei zweifelhaft, denn wenn auch das Wort sozial400 Mann zählenden Personal, das( wie dieser Fabrikant in den Die Zimmerer Leipzigs haben den 45 Pfennig- Stunden- demokratisch in dem Inserat stehe, so habe es sich doch nur um seinen Reklamen zur Ausstellung selbst schrieb) aus intelligentesten Arbeitern Berlins" besteht, sich mit den Aus- lohn in allen Werkstätten, bis auf eine, durchgesezt. Die Schuh eine Beluftigung gehandelt. Auch eine Aufforderung sei in macher waren bei 48 Meistern siegreich, wovon 9 der Innung dem Inserat nicht zu finden. Die Kosten wurden der Staatstaffe ständigen solidarisch erklärten und die Arbeit niederlegten. Die Lohnkommission der Musikinstrumenten angehören. Zu den neuen Bedingungen arbeiten 72 Mann; auferlegt. 63 find abgereift, 100 streiten noch. Streichbrecher sind nur 3 zu Arbeiter Berlins und Umgegend. Alle in Kolonialwaaren- Geschäften, Zigarrenhandlungen verzeichnen. Die Schmiede Dresdens und Umgegend haben ihre sowie an alle in der Lebensmittel- und Kurzwaaren- Branche beschäftigten Handlungsgehilfen und Gehilfinnnen Berlins Forderungen( Zehnstundentag, 30 Pf. Mindest- Stundenlohn und werden darauf aufmerksam gemacht, daß Sonntag, den 25 pCt. Aufschlag für Ueberstunden) nur bei 5 Unternehmern, 3. Mai, nachmittags 4 Uhr in Cohn's Festfälen, Beuth- darunter der sogenannten gelben Pferdebahngesellschaft, noch nicht straße 20/22, eine große öffentliche Versammlung durchgefeßt. Anfänglich lehnten 11 Unternehmer die Forderungen mit der Tagesordnung abgehalten wird:„ Der gesebab, weshalb insgesammt 21 Schmiede die Arbeit niederlegten. Jetzt streifen nur noch 11 Mann. liche Acht Uhr Ladenschluß. Gewerkschaftliches. = diese sogar scharf bekämpfen! Und wir denken, eine Zeitung und spricht." Ju Arustadt i. Th. sind 32 Arbeiter der Schuhfa brit Kollegen, Kolleginnen! Da Jhr in der Woche wegen übermäßig langer Arbeitszeit nicht in der Lage seid, eine Versammlung zu von B. Görber u. Co. in den Streit getreten. Wahrschein besuchen, so erscheint vollzählig in dieser Versammlung, um ein- lich werden sich dem Ausstand noch mehr Personen anfchließen. mal an Eurem einzigen freien Sonntag Nachmittag öffentlich Briefe und Geldsendungen sind zu richten an die Streitkommission, für die Verbesserung Eurer Arbeitsverhältnisse einzutreten. Hoch per Adresse: R. Riesewetter in Arnstadt, Pfortenstr. 10. der Acht- Uhr- Ladenschluß! Die Freie Vereinigung der Die Zimmerer Würzburgs ersuchen die auswärtigen Kaufleute. J. A.: Julius Lissauer. Schönhauser Kameraden um solidarisches Verhalten, da fie in einer Bewegung um Einführung des 36 Pfennig- Stundenlohnes stehen. Am Schäfflerstreik in München sind alles in allem 474 Mann betheiligt. 119 arbeiten weiter. Allee 151. macher Berlins. er Die Straffammer zu Nürnberg verurtheilte, wie das B. T." meldet, den Kommerzienrath Falt von Dugendteich, einen bisher hochangesehenen Großindustriellen, wegen Sittlich feitsverbrechen an Kindern zu 11/4 Jahren Gefängniß. Depelien und letzte Nachrichten. Stuttgart, 30. April.( Privat- Telegramm des„ Vorwärts".) Bei den heutigen Verhandlungen vor dem Einigungsamt, die ausgesperrten Bauhandwerker betreffend, siegten die Arbeiter, indem der Schiedsspruch im großen und ganzen zu ihren Gunsten aussiel und die Arbeitgeber denselben anerkannten. Die Vertreter der Arbeiter machten die vollständige Erledigung der Angelegenheit von den einzuberufenden Verfammlungen abhängig. Leipzig, 30. April.( W. T. B.) Das Reichsgericht verwarf heute die Revision des Redakteurs Hofrichter in Köln, welcher am 21. Dezember vr. Is. wegen Beleidigung des Direktors, der rheinischen Arbeitsanstalt in Brauweiler, Schellmann, zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. Achtung, Schuhmacher! Der Streit der Schoß= arbeiter Berlins dauert unverändert fort. Bewilligt haben bis jetzt 15 Meister mit 83 Gesellen. Im Streit befinden Ans Holland wird uns geschrieben: Der Glasarbeiter fich noch 37 Werkstellen mit 300 Arbeitern. Wir ersuchen die auswärtigen Kollegen, Berlin vorläufig zu meiden, dann wird ausstand in Maastricht hat sich zu einem wichtigen Prinzipienkampf zugespitzt. Der Fabrikant P. Regout, einer der Lübeck, 30. April.( W. T. B.) Die große chemische Fabrik Der Sieg bald unser sein. Briefe sowie Sendungen sind zu richten berüchtigtsten Arbeiterschinder in Holland, hat zwar eine Lohn- von Oskar Mielenz steht in Flammen. Der Schaden ist sehr an Herrn Adams check, Schüßenstr. 18-19, Restaurant erhöhung von 15 pet. bewilligt, weigert sich aber, die Vorstands bedeutend, viele Maschinen sind zerstört. Ein Arbeiter ist verFreigang. Die Agitationstommission der Schuh- mitglieder des Fachvereins wieder in Arbeit zu nehmen. Bei legt worden. diesem Versuche, das Recht der Vereinigung, das die Verfassung Posen, 30. April.( W. T. B.) Wie der„ Posener 3tg". aus Achtung, Metallarbeiter! Sämmtliche Schleifer, Schloffer, den Bürgern gewährt, für die Maastrichter Arbeiter zu Ostrowo gemeldet wird, brach in der Nacht vom 28. zum 29. d. M. und Hilfsarbeiter der Charnirfabrik von Ernst Jakob in einem todten Buchstaben zu machen, finden sich Fabrikant, in dem zum Rittergute Przytocznica gehörigen Arbeiterhause Feuer Berlin, Manteuffelstr. 56-57, haben die Arbeit niedergelegt. katholische Geistlichkeit und Polizeikommissar brüderlich zusammen. aus, welches mehrere Häuser einäscherte. Dabei fanden der Zuzug ist fernzuhalten! Der Ausstand der Klempner der Firma Bis jetzt ist es dieser Interessen- Koalition jedoch nur gelungen, Dominialpächter, dessen Frau, sowie eine Arbeiterfrau den Tod. Moosdorf u. Hochhäuseler dauert unverändert fort. fieben Arbeiter zu Verräthern an ihrer Sache zu machen. Die Krakau, 29. April.( B. H.) Gin zwecks Agitation in Zuzug ist fernzuhalten. Der Berliner Metallarbeiter- Berband. anderen sind fest entschlossen, den Kampf für das Vereinigungs- Russisch- Polen hierher gekommener Londoner Sozialist wurde hier Achtung, Rohrleger! Sonntag, den 3. Mai, vormittags recht zu Ende zu führen, und die Aussichten sind augenblicklich verhaftet und seine Flugschriften foufiszirt. Der Ausstand der Torfstecher in der Proving 10 Uhr, wird Annenstr. 16 eine Versammlung der Werk- günstig. Paris, 30. April.( W. T. B.) Der Senat lehnte mit 214 gegen Die Arbeiter haben den Sieg davon 42 Stimmen die Anträge auf Revision der Verfassung in Gr= statts Delegirten abgehalten, die sich mit der bevor Friesland ist beendet. stehenden Lohnbewegung und der Ausarbeitung eines neuen Lohn- getragen. wägung zu ziehen ab. Hierzu 2 Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Wing Bading in Berlin, 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 102. Reichstag. 80. Sigung vom 30. April, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Berlepsch, Reichsbank- Präsident Koch. Die zweite Berathung des Börsengefehes wird fortgesetzt beim Abschnitt: 3ulassung von Werthpapieren zum Börsenhandel:§ 36 bestimmte nach der Vorlage, daß die Zulassung von Werthpapieren zum Börsenhandel an jeder Börse durch eine Kommission( Bulassungsstelle) erfolgt, von deren Mitgliedern mindestens der dritte Theil aus Personen bestehen muß, welche sich nicht gewerbsmäßig am Börsenhandel mit Werthpapieren betheiligen. Statt der letzten Worte gebraucht die Kommission die Verweisung auf§ 51, der von dem Börsenregister für Werthpapiere handelt, und verlangt, daß die Hälfte der Mitglieder nicht in dieses Register eingetragen sein soll. Ferner hat die Kommission folgende Bestimmung ein geschoben: Von der Berathung und Beschlußfassung über die Zulassung eines Werthpapieres zum Börsenhandel sind diejenigen Mitglieder ausgeschlossen, welche an der Einführung dieses Werthpapieres in den Börsenhandel betheiligt sind; für die ausscheidenden Mitglieder sind Stellvertreter nach näherer Bestimmung der Börsenordnung zu berufen. Freitag, den 1. Mai 1896. den An- so weiter geht Bundes 13. Jahrg. für Verluste. Ich erkläre mich auch gegen dann werden uns nächstens die ganzen trag Kaniz; die Regierung tann eine Verantwortlich- Drucksachen der Landwirthe auch unter feit nach dieser Richtung hin nicht übernehmen. Aber der Universitäts Portofreiheit zugehen.( Buruf des Abdann muß die Regierung auch verhindern, daß solche geordneten v. Kardorff: Das wäre sehr nützlich! Heiter. Institute, die mit dem Staate in Verbindung stehen, sich an feit.) Das mag sein, vorläufig haben wir aber noch kein folchen Emissionen betheiligen, wie z. B. die Seehandlung, die Gesetz darüber. Ich habe an der journalistischen Arbeit des bei der zweiten chinesischen Anleihe, nachdem die erste in Frank Herrn Prof. Kühn troß heißen Bemühens nichts Wissenschaftreich untergebracht war, als Zeichnungsstelle fungirt hat, während liches entdecken können. Das Eigenthümliche ist, daß zu gleicher die Diskontogesellschaft, welche die Anleihe an den deutschen Zeit eine andere wissenschaftliche Arbeit auch aus Halle ver Markt gebracht hat, sich garnicht unter den Unterzeichnern des öffentlicht wurde, sie ist aber nicht portofrei versandt worden. Prospektes befindet: zu den Unterzeichnern gehört die deutsche Professor Conrad hat nachgewiefen, wie oberflächlich Ostasiatische Bant, über deren Fundirung nichts bekannt Prof. Kühn geurtheilt hat.( Hört! lints, Widerspruch rechts.) ist. Ein solches Eintreten eines offiziellen Justitutes In der Zeit, wo es teine Verkehrsmittel gab, war es begreiflich, hätte verhütet werden sollen. Wenn die Regierung an der Zu- daß der Kaufmann, der Getreide exportiren wollte, sich die lassungsstelle betheiligt ist, wird sie für die Zulassung von Werth- Waare selber beschaffte und auf Lager hielt. Jezt aber, wo papieren verantwortlich gemacht werden. Die politische Ver- durch die Entwickelung der Verkehrswege dieses alte System des antwortlichkeit der Regierung und der Volksvertretung verbietet Handels über den Haufen geworfen ist, ist es für den Händler, es uns, zu gunsten der Börse Anlaß zu politischen Verwickelungen wenn er die Konkurrenz aushalten will, absolut nothwendig, zu geben, deren Tragweite garnicht zu übersehen ist. von den Verkehrsmitteln soweit Gebrauch zu machen, bevor Geh. Ober- Regierungsrath Wermuth: Die Zentralstelle daß er die er die Waare womöglich schon verkauft, müßte für jede Emission besonders zusammentreten; die Mitglieder er sie gekauft hat. Die Hauptsache für den Terminhandel müßten aus allen Theilen des Reiches nach Berlin kommen. ist die Festsetzung einer Lieferungsqualität, welche einen Es wird praktische Schwierigkeiten mit sich bringen, diese Arbeiten, gewissen leicht erkennbaren Durchschnittscharakter haben von einer Zentralstelle aus erledigen zu laffen. Abg. Hahn( wild) hält die praktischen Bedenken nicht für erheblich, betont aber die Nothwendigkeit einer Fürsorge dafür daß das deutsche Geld nicht soviel ins Ausland geht, namentlich nicht zu solchen Zwecken, welche für Deutschland nachtheilig sind. Nur eine Zentralstelle kann einheitliche Gesichtspunkte für die Emission zur Geltung bringen; darin liegt auch ein nationaler Gesichtspunkt, der Beachtung verdient. Die Zulassungsstelle hat die Aufgabe und die Pflicht: a) die Vorlegung der Urfunden, welche die Grundlage für die zu emittirenden Werthpapiere bilden, zu verlangen, und diese Urkunden zu prüfen; b) dafür zu sorgen, daß das Publikum über alle zur Beurtheilung der zu emittirenden Werthpapiere nothwendigen thatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse soweit Abg. Graf Kanitz weist entgegen der Behauptung des Reichsals möglich informirt wird, und bei Unvollständigkeit der bank- Präsidenten Koch, daß die Gewinne bei ausländischen AnAngaben die Emission nicht zuzulassen; c) Emissionen nicht leihen die Verluste überwiegen, darauf hin, daß man in zuzulassen, durch welche erhebliche allgemeine Intereffen ge- Regierungstreifen entgegengesetzter Meinung ist. Redner verschädigt werden oder welche offenbar zu einer Uebervortheilung weist darauf, daß in Frankreich ausländische Papiere nur mit des Publikums führen. Genehmigung des Finanzministers zugelassen werden können. Die Zulassungsstelle darf die Emission ohne Angabe von Gründen ablehnen. Abg. Fischbeck( frs. Vp.) beantragt 1. in bezug auf nicht in das Börsenregister eingetragene Mitglieder der Zulassungsstelle die Regierungsvorlage: ein Drittel, wiederherzustellen; 2. in die Nummer b hinter bei Unvollständigkeit" einzuschalten:„ offenbarer Unrichtigkeit oder Unklarheit", und 3. die Nummer c zu streichen. Auf Antrag des Berichterstatters amp wird die Debatte getrennt und zunächst über die Zentralemissionsstelle( Antrag Kaniz) verhandelt. Reichsbank- Präsident Koch: Nur ein einziges Mal hat der französische Finanzminister von seinem Recht Gebrauch gemacht; in Frankreich ausländische Werthpapiere in sehr großer Zahl es ist aber gerade von Leroy Beaulieu festgestellt worden, daß vertreten sind. Abg. Graj Kanik: In bezug auf die Zentralemissionsstelle brauche ich nur auf die großen Verluste der deutschen Kapitalisten an erotischen Werthen hinzuweisen. Wenn gegen die Ernennung der Mitglieder der Emissionsstelle seitens des Bundesraths Be denken erhoben werden, so bin ich bereit, den Antrag dahin zu ändern, daß die Mitglieder von den Börsenorganen gewähit beck 1 und 3 aus. werden und der Bundesrath nur die Wahlordnung vorschreibt. Der Antrag des Grafen Kanis wird gegen die Stimmen Reichsbankpräsident Koch: Die Verluste an ausländischen der Konservativen, Antisemiten und Polen abgelehnt, die Anträge Werthpapieren sind nicht zu bestreiten, aber es sind doch auch Fischbeck werden gegen die Etimmen der Freifinnigen abgelehnt und§ 36 unverändert angenommen. § 37, der von dem Verhältniß der verschiedenen Zulassungsstellen zu einander spricht, wird ohne Debatte angenommen. § 38 führt unter den Voraussetzungen zur Zulassung auch auf, daß die Zulassung von Antheilscheinen oder Obligationen die Emittenten sich verpflichten, die Bilanz, sowie die Gewinn ausländischer Erwerbsgesellschaften davon abhängig sein solle, daß und Verlustrechnung jährlich zu veröffentlichen. muß. Je mehr Käufer und Verkäufer an einem Plage vereinigt sind, desto schwieriger ist es, willkürliche Preise herbeizuführen. Wird der Terminhandel in Berlin beseitigt, so würde die Zahl der Verkäufer geringer; es würde einer kapitalkräftigen Hand um so leichter werden, die Preise kännlich zu gestalten. Dadurch würden die kleinen Händler geschädigt. Das ist ihre berühmte Mittelstandspolitik.( Bachen rechts.) Die großen Banten haben ja ganz fühl erklärt, daß sie von dem Verbot des Terminhandels die Beseitigung der kleinen Ronkurrenten erwarten. Die Mehrheit des Reichstages wird den Terminhandel ver. bieten; davon wird die deutsche Landwirthschaft nicht sterben, aber ich glaube, daß die Zeit bald kommen wird, wo Sie wieder nach dem Terminhandel verlangen. an der Minister v. Verlepsch: Die verbündeten Regierungen stehen auf dem Standpunkt, daß der Terminhandel, wie er sich mit dem Bedürfniß der Produktion und Konsumtion in Widerspruch steht.( Beiangängig ist, Bedingungen für den Terminhandel auf fall rechts.) Sie find aber der Meinung, daß es zustellen, welche dieses Bedenken soweit beseitigen, daß Abg. Hammacher( nail.) verwahrt sich dagegen, daß der er im übrigen weiter bestehen kann. Ich kann nicht Antrag Kanitz und die Vorlage dahin ausgelegt werden, daß zugeben, daß der Terminhandel dazu führt, die SchwanAbg. Graf Kanik will diese Vorschrift nur für in- deutsches Kapital im Auslande nicht angelegt werden dürfe, wenn fungen zu beseitigen. Der Terminhandel, wie er jetzt an ländische Werthpapiere gelten lassen und in bezug auf die es Deutschland Konkurrenz machen könne. Dann dürfte also der Börse geübt wird, hat dort zu Schwankungen geführt, die ausländischen folgendes bestimmen: Ueber die Zulassung aus die Deutsche Bank, in deren Dienst Herr Hahn früher so auffallend sind, daß man sie nur noch aus der Art, wie der ländischer Werthpapiere zum Börsenhandel hat eine Hauptzulassungs- stand, das Geld für die anatolische Eisenbahn nicht hergeben. Terminhandel gehandhabt worden ist, sich erklären kann. stelle zu beschließen. Dieselbe hat ihren Sitz in Berlin und besteht Durch das Börsengesetz soll den unsauberen Elementen an der Ich erinnere an den Fall Cohn- Rosenberg, der zu einer Zeit aus 20 Mitgliedern, welche vom Bundesrath auf 5 Jahre zu wählen Börse das Handwerk gelegt werden, aber wenn das Publikum spielte, wo offenbar eine Hausse vorhanden war. Man nimmt sind. Eine erneute Wahl ist zulässig. Die Wahl der Hälfte nicht auch seinerseits die Augen ausmacht, dann wird es vor im allgemeinen an, daß der Terminhandel eine vorhandene der Mitglieder erfolgt auf Vorschlag der Handelsorgane. In Verlusten nicht geschützt. Hausse noch höher treiben kann. In diesem Falle ist es einer welcher Anzahl dieselben von den einzelnen Handelsorganen vorNach einer kurzen Erividerung des Abg. Hahn schließt die Firma gelungen, unter Anwendung von großem Geschick zuschlagen sind, bestimmt der Bundesrath. Die andere Hälfte Debatte über den Antrag Kaniz; es kommen nun die übrigen Geschick ist nicht ein ganz richtiger Ausdruck--( Große Heiterkeit) wird unter angemessener Berücksichtigung der anderen Berufs- Bestimmungen des§ 36 bezüglich der Zulassungsstelle eine Baisse herbeizuführen, welche den Preis des Roggens an der stände gewählt. zur Verhandlung. Berliner Börse unverhältnismäßig herunterbrachte( Abgeordneter Abg. Fischbeck( frs. Vp.) wendet sich gegen die Beschlüsse Barth: Wie lange?) Um welche Summen die deutsche Landder Kommission, namentlich gegen die Nummer c, die so wirthschaft dabei geschädigt worden, ist schwer nachzuweisen. unklar und unbestimmt sei, daß damit der größte Unfug getrieben Etwa drei Wochen lang ist der Preis unter den Weltmarktpreis werden könne. Unternehmungen, die den Staatsbetrieben, aus: heruntergedrückt worden.( Hört! rechts.) Andere nehmen sogar ländische Unternehmungen, welche den inländischen Konkurrenz einen längeren Zeitraum an. Es ist ungeheuer schwer zu sagen, wie machen, würden gegen das allgemeine Interesse verstoßen, ihre hoch sich der durch den Preisdruck herbeigeführte Verlust belaufen hat. Aktien würden also nicht zugelassen werden. Einige beziffern ihn auf 2-300 Millionen. Das halte ich für zu hoch. Reichsbank- Präsident Roch spricht sich für die Anträge Fisch- Ich nehme an, daß der Schaden höchstens 3-4 Millionen be tragen wird. Es sind hier die allereklatantesten Fälle besprochen worden, es wird aber noch eine ganze Reihe weniger offener, mehr im Verborgenen blühender Geschäfte vorkommen. Die Kommission hat die Bedingungen, die für den Terminhandel zu viele Vortheile mit dem Besiz ausländischer Werthpapiere verstellen sind, in die Hand des Bundesraths gelegt; die wesentlichste bunden gewesen. Professor Schmoller hat in dem Anlageband Bedingung ist die, daß das Getreide vor der Kündigung auf seine Lieferbarkeit untersucht werden soll. zur Börsenenquete darauf hingewiesen, daß etwa 4-5 Milliarden Ob diese ausländischer Werthpapiere vor 1883 und eben so viel nach 1883 Bedingungen dazu führen werden, die Schäden zu beseitigen, in Deutschland untergebracht worden sind. Davon sind etwa dafür kann ich keine Verantwortung übernehmen. Natürlich 700-800 Millionen, also 16 verloren worden, aber an den Schaden mehr thun. Etwas anderes ist aber die Frage: Wird fann der Terminhandel, wenn man ihn ganz verbietet, keinen anderen ist auch über 1 Milliarde Gewinn erzielt worden. Bei Ausgleichung der Zahlungsbilanz sind die fremden Werthe dieses Verbot des Terminhandels nicht auch nachtheilig wirken? Nach unwesentlicher Debatte wird der Paragraph unverändert ch tann namens I der ebenfalls von großer Bedeutung und die bedeutende Summe von Regierungen jegt angenommen. feine Erklärung Zinsen, welche Schmoller auf 500 Millionen Mark jährlich tagirt, abgeben, sondern nur meine ist doch auch von wirthschaftlicher Bedeutung. Nun soll der Antrag Aktien einer in eine Aktiengesellschaft verwandelten Unter die preußische Regierung Nach dem von der Kommission beantragten§ 38 a sollen Ueberzeugung aussprechen; ich glaube aber, daß des Grafen Kanitz im eigenen Interesse der Emissionshäuser liegen. nehmung erst nach Jahresfrist und nach Veröffentlichung der Es ist im höchsten Grade zweifelhaft, dieselbe theilt. ob das ab= Diese werden wohl ihr Interesse selbst besser verstehen. ersten Jahresbilanz zum Handel an der Börse zugelassen werden solute Verbot des Terminhandels im GeDie technischen Schwierigkeiten sind doch auch zu beachten. Es § 38a wird nach kurzer Debatte angenommen, ebenso ohne set giebt eine Menge Papiere, deren Ausgangspunkt nicht Berlin ist, nicht der Landwirthschaft den wo doch die Zentralemissionsstelle ihren Siz haben würde. An Debatte§ 38b betreffend den Handel auf Erscheinen und die bedentlich sten Schaden zufügen kann.( Hört, hört! der Börse in Berlin werden Werthpapiere gehandelt, die in übrigen Bestimmungen dieses Abschnitts. links.) Die Verantwortung dafür, daß durch das Verbot nicht Höhe von 54 Milliarden ausgegeben sind; aber in Frankfurt Es folgt der Abschnitt IV.: Börsenter minbandel der Landwirthschaft ein erheblicher, unberechenbarer Schaden werden Werthe gehandelt, die in Berlin nicht gehandelt werden. Die§§ 45, 46 und die ersten beiden Abfäße des§ 47, welche zugefügt wird, kann niemand übernehmen. und zwar in Höhe von 6603 Millionen Mark, und in Hamburg handeln vom Begriff des Börsentermingeschäftes, von Waaren Seite des Terminhandels ist die Versicherung gegen das Risiko. im Werthe von 3672 Millionen Mart, namentlich handelt und Werthpapieren zum Terminhandel und von der Untersagung Es ist mindestens zweifelhaft, ob der Handel gerade zu der Zeit, es sich in Hamburg um den Verkehr mit den nordischen des Terminhandelss werden ohne Debatte angenommen. wo die Landwirthschaft den Absatz des Getreides am noth Reichen. Ob Berlin sich über die nordischen Verhältnisse schneller Nach§ 47 Absay 3 sind die Lieferungsbedingungen für wendigsten braucht, bereit ist, das Getreide anzunehmen. Ich und besser orientiren könnte als Hamburg, ist doch sehr zweifel. Getreide, insbesondere die Lieferungsqualität, vom Bundesrath will nicht behaupten, daß das nicht geschehen wird, aber es ist haft. Eine größere Sicherheit wird dem Publikum auch nicht festzustellen und zwar so, daß das zu liefernde Getreide zweifelhaft, und darum ist es bedenklich, im Gesez selbst das Der Bundesrath gewährt. Denn schon jetzt prüfen die Zulassungsstellen die Werth- für die Zwecke des einheimischen Gebrauches geeignet ist. Verbot des Terminhandels auszusprechen. papiere sehr scharf. Die Vorlage bringt auch durch die größere Bum§ 50a foll bei Getreide- und Mühlenfabrikaten die geht nicht von dem Standpunkt aus, daß diese Frage Haftung der Emissionshäuser eine größere Sicherheit, als sie Feststellung der Lieferfähigkeit vor der Ankündigung der Waare niemals aufgeworfen werden kann. Sollten die Bedingungen früher vorhanden war. Ich bitte deshalb, den Antrag des Grafen erfolgen. Entgegenstehende Verabredungen sind nichtig. für den Terminhandel nicht ausreichen, nicht die Ranih abzulehnen. Hierzu beantragen die Abgg. Fuchs und Schwarze( 3.), wartete Wirkung haben und das Verbot der Landwirthschaft Abg. Fischbeck: Auch wir wünschen das deutsche Rapital den dritten Absatz des§ 47 zu fassen: der börsenmäßige wirklich mehr Nußen als Schaden bringen, so wird der Bundes. zu schüßen, aber der Graf Kanik hat nicht nachgewiesen, daß Terminhandel in Getreide und Mühlenfabri- rath sicherlich feinen Anstand nehmen, das Verbot des Termin= durch eine solche Zentralzulassungsstelle etwas besseres geschaffen ta ten ist untersagt. handels auszusprechen. Die verbündeten Regierungen müssen wird als durch die einzelnen Zulassungsstellen. Die großen Ver Abg. Schwarze: Die meisten Termingeschäfte in Getreide Sie deshalb dringend bitten, den Antrag Schwarze nicht an= lufte sind nicht zurückzuführen auf die Unachtsamkeit der be- find reine Spielgeschäfte. Effektenlieferung findet nur statt, zunehmen. stehenden Zulassungsstellen. Durch die vorgeschlagene Zentralstelle wenn einer einmal hängen bleibt an der Börse. Angebot und Darauf wird die weitere Berathung vertagt. werden Verluste auch nicht vermieden werden fönnen. Schließlich Nachfrage bilden hier nicht mehr allein den Preis. Jeder Präsident v. Buol theilt mit, daß von dem Abg. Auer und fürchten wir aber auch, daß die kleineren Börsen in ihrer Existenz Händler und Zwischenhändler ist gezwungen, haussier zu werden, Genossen eine Interpellation, betr. die Verhaftung des Abg. Bueb durch die Errichtung einer Zentralstelle in Berlin geschädigt wenn er etwas verdienen will. Der börsenmäßige Verkäufer ver- eingegangen ist. werden. Daher bitten wir um Ablehnung des Antrages Kaniz. dient, wenn Ultimo das Getreide niedriger steht als er es verkauft hat. Schluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 2 Uhr. Abg. Bachem( 3.): Wir sind überzeugt, daß der Verfuch Durch die Börsenmanipulation hat das Publikum keinen Vor-( Börsengefeß; Interpellationen Meyer und Auer.) der Errichtung einer einheitlichen Zentral- Zulassungsstelle praktisch theil; der Kleinhandel kann von diesen billigen Preisen wenig durchaus verfehlt sein würde. Schließlich können Informationen Gebrauch machen. vom Auswärtigen Amt ebenso gut von den Einzel- Zulassungs- Ein um 43/4 Uhr von den Abgg. Singer, Barth und Paasche stellen eingeholt werden wie von einer Zentralstelle. gestellter Vertagungsantrag findet nicht die genügende UnterAbg. Singer( S03.):§ 36 ist einer der wichtigsten, wenn fügung. nicht der wichtigste Paragraph der Vorlage. Die Klagen des Abg. Barth( frs. Vg.): Als Hauptbedenken gegen den Bublifums haben hauptsächlich ihren Grund darin, daß Werthe Getreide- Termin handel bleibt schließlich nur das übrig, daß der mit hohen Zinsversprechungen an die Börse gebracht wurden, die selbe die Preise drückt. Daß es sich um Spielgeschäfte u. s. w. ihrem wirklichen Werthe nicht entsprachen. Die Wirkung der ge- handelt und alle sonstigen Bedenken würden nicht beachtet werden, planten Maßregel wird weniger von der Zulassungsstelle ab- wenn der Terminhandel den Preis nicht drückte, sondern erhöhen anderen nach dem hängen, als von den Bedingungen, an welche sie gefeßlich würde. Dann würden die Agrarier den Terminbandel ebenso hänger des Entwurfs lehnen, entgegen einem Antrag bei der Zulassung neuer Werthpapiere gebunden ist. Mitleid hoch schätzen wie den Totalisator. Ihnen allen ist wohl des Abg. Kauffmann, eine weitere, mit der bestehenden habe ich nicht mit denen, welche solide inländische wie mir eine Arbeit des Herrn Professor Kühn über Gesetzgebung fast aller Theile Deutschlands übereinstimmenden Werthpapiere aufgaben, um hochverzinsliche unsichere aus den Terminhandel zugegangen.( Alseitige Zustimmung.) Ausdehnung der absoluten Ehefcheidungsgründe auf die Fälle ländische Werthpapiere zu kaufen. Sichere ausländische An- Wahrscheinlich auch in derselben Form wie wir, daß nämlich ab, in denen ein Ehegatte sich einer das Leben des anderen leihen brauchen nicht 6 pCt. Zinsen zu geben. Es muß nur die Portofreiheit der Universität Halle für ihre Druckfachen Ghegatten gefährdenden Behandlung oder einer dafür gesorgt werden, daß die Emissionshäuser die Wahrheit benutzt worden ist, um diese Wissenschaft möglichst billig in die grobeu Mißhandlung schuldig macht. Für den Antrag mittheilen und im Falle des Gegentheils hasibar gemacht werden weitesten Kreise gelangen zu lassen.( Hört! links.) Wenn das stimmten nur die Freisinnigen, Sozialdemokraten und Aballer= Die werthvollste Parlamentarisches. er= Die Ehescheidungsgründe beschäftigten auch in der 33. Gigung am Donnerstag die Kommission zur Vorberathung des Entwurfs eines bürgerlichen Gesetzbuchs. Auch in dieser Sitzung trat bei der Mehrheit der Kommission das Bestreben hervor, die Scheidungsgründe möglichst einzuengen.§ 1549 will eine Chefcheidung nur zulassen, wenn der eine Theil dem Leben getrachtet" hat. Die An geordneter Schröder( frf. Vg.). Die Mehrheit verwies auf de Ausstellung gebracht. Auf unsere Frage, wie es denn möglich gebracht. Schwabe hat Verlegungen am Kopfe, von denen man Ausweg, den§ 1551 darbiete, da dieser Paragraph dem richterlichen sei, daß das Unternehmen bei Trüffelu, Lachs und noch nicht weiß, wie sie entstanden sind. Ermessen gestattet, in allen Fällen zu scheiden, in denen durch schwere Lendenbraten für 10 Pfennige die Portion auf die Polizeibericht vom 30. April. An der Ecke der Verlegung der durch die Ehe begründeten Pflichten oder durch Kosten fomme, entgegnete uns die servirende Dame, die eheliches oder unfittliches Verhalten eine so tiefe Berrüttung des uns bislang durch ihre Liebenswürdigkeit entzückt hatte, ein Wilhelmstraße und des Wilhelmsplayes gerieth am Mittwoch Fortsetzung der Ehe nicht zugemuthet werden tann". Die Abgg. große Publikum bestimmt feien. Welchen Zweck hatte nun das Droschke. Die Räder gingen ihm über den rechten Fuß, ohne ehelichen Verhältnisses verschuldet ist, daß dem Ehegatten die wenig betreten, daß diese Speisen denn doch nicht für das Nachmittag der Kellnerlehrling Franz Steinbrück unter die Räder einer übermäßig schnell um die Ecke kommenden Kauffmann und Stadthagen wenden sich lebhaft gegen dies Probefrühstück? Wir waren so schön in der Illusion gefangen, ihn jedoch schwer zu verlegen. Dabei war ein Korb mit Flaschen, Sicherheitsventil. Gerade auf dem Gebiete des Cherechts sei daß in den Trüffeln des Herrn Abraham endlich das Mittel ge- den der Bursche trug, dem Pferde zwischen die Beine gekommen, die Weite des richterlichen Ermessens durchaus ungerechtfertigt. funden wäre, mit dem der sozialdemokratischen Rotte der Mund Gs lasse sich doch nicht leugnen, daß, da wir weibliche zu stopfen sei, und nun zerfloß der Traum so schal und nüchtern wodurch es ſchen wurde und durchging. An der Ecke der Leipzigers Richter noch nicht haben, das richterliche Ermessen sich wie jeder Traum, den man auf Walpurgis träumt. Die Volks- straße stieß die Droschte mit einer anderen zusammen und wurde zumeist der Seite des Mannes zuneige. dabei bedeutend beschädigt. Menschen sind sonst nicht zu Schaden Ferner: wie füche erschien uns wie ein großer Herenkessel! verschieden wird ein Hagestolzer und ein Verheiratheter, ein gekommen. Morgens sprang der obdachlose 25jährige Kellner glücklicher" und ein unglücklicher" Ehemann, ein Katholik oder Zur Eröffnung der Berliner Gewerbe- Ausstellung ist Ferdinand B. von der Alsenbrücke in die Spree, wurde jedoch ein Protestant entscheiden! Schon jetzt sei das Belieben des der offizielle Hauptkatalog dieses Unternehmens erschienen. Durch einen Schiffer noch lebend aus dem Wasser gezogen und Richters leider ein sehr großes, es so zu erweitern, wie§ 1551 Dem in allen Details ausführlichen Kataloge entnehmen nach der Charitee gebracht. In der Spree, hinter dem wolle, liege absolut fein Anlaß vor. Da es sich um Würdigung wir, daß in 23 Gruppen nahezu 4000 Aussteller vertreten sind. Grundstücke Köpnickerstr. 18-20, rein thatsächlicher Verhältnisse handle, so würde eine tonstante Interessant ist der einleitende Theil des Katalogs, welcher eine Rechtsprechung sich nicht bilden können; die Rechtsprechung des Geschichte des Ausstellungs- Unternehmens enthält. Der Katalog Reichsgerichts würde in seltenen Fällen hier Normen aufstellen hat von der Verlagsbuchhandlung Rudolf Moffe, welche den fönnen. Welcher Umstand berechtige denn, den Richter als Ober- felben in der eigenen Offizin herstellte, eine vornehme Ausstattung gutachter in Chesachen anzustellen? Woher folle er die Legiti erhalten. Er ist in braunein lederartigen Einbande gebunden mation hierzu nehmen? Sollen etwa die Richter eine Reihe und kostet 1 M. Probe- Chen führen? Oder ist die Annahme berechtigt, gerade Richter führen Musterehen? Hier liege die Neigung des absoluten Staatsgedanken vor, den Beamten als allwissenden Vormund für die übrigen Mitbürger hinzustellen. Mit der Billigung des§ 1551 übertrage der Gesetzgeber feine Aufgaben in durchaus un zulässiger und unerträglicher Weise dem Richter. Die Abstimmung über§ 1551 wurde bis zum Schluß der Durchberathung über die Paar im Entwurf enthaltenen absoluten Scheidungsgründe aus gesezt. Als neuen Scheidungsgrund beantragen die Ultra montanen die Unterlassung tirchlicher Trauung, wiewohl diese vor der Che zugefagt oder nach Abschluß der Ghe von einem Theil verlangt ist. Der Antrag wurde nach längerer Debatte abgelehnt. Die nächste Sigung findet am Dienstag, den 5. Mai, statt. Lokales. " wurde vormittags die bereits in Verwesung übergegangene Leiche des 25 Jahre alten Hausdieners Adolf Mossuthe angeschwemmt und nach dem Schauhaufe gebracht. Auf dem Grundstück Weine bergsweg Nr. 6 fiel nachmittags der Polier Sylvester Urbansky beim Absteigen von einem Leitergerüst etwa 21/2 Meter tief auf den Hof herab und erlitt außer einem Armbruch starke Berlegungen m Gesicht. Er wurde in die Charitee gebracht. Witterungsübersicht vom 30. April 1896. • O, wenn man doch ein Wilder wäre! So wird mancher Berliner Arbeiter ausrufen, wenn er die tägliche Speisefolge" für die Eingeborenen in der Kolonialabtheilung liest, die jetzt der Kuriosität halber von bürgerlichen Blättern veröffentlicht wird. Danach verwendet man auf die Ernährung der Schwarzen eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Morgens um Stationen. 6 Uhr," so heißt es, werden jedem unserer schwarzen Brüder zwei Schrippen zu Thee und Gurke gegeben. Für lettere herrscht eine besondere Vorliebe; anstatt des Thees treten hin und wieder Gier; doch essen die Massai dieselben eben Swinemünde so wenig wie Fische. Vormittags um 9 Uhr wird Milch Hamburg verabfolgt. Um 12 Uhr findet die Hauptmahlzeit statt, die in Berlin Dreiviertel Pfund Fleisch oder Fisch besteht und zu Wiesbaden. der hauptsächlichsten Nahrung, dem Reis, gegeben wird, von dem München der Mann oft bis zu anderthalb Pfund verzehrt. Die Wien. Suaheli als Muhamedaner genießen nur Fleisch von Thieren, Haparanda. die sie selbst geschlachtet haben. Abends kommen Reis mit Petersburg. Butter oder Talg oder Fisch und Bücklinge zur Vertheilung." Cort Wie mancher Arbeiter, der jahraus jahrein, nur durch die Hunger- Aberdeen. periode der Arbeitslosigkeit unterbrochen, im Dienste des Kapitals Paris. frohuden muß, wäre froh, wenn er sich täglich mit seiner ganzen Familie die dreiviertel Pfund Fleisch leisten könnte, die ein Afrikaner in der Kolonialausstellung beim Nichtsthun zu Mittag erhält! " " Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung ៩៩ Windstärke 3 - BABIATI 146L Metter Temperatur 000155nach Celsius ( 50 6.4° R.) 754 • wolfig 9 755 4 755 3 halb bedeckt bedeckt 8 756 WNW 1 bedeckt 756 SM 4 wolkig 756 Still halb bedeckt 751 DGO 1 bedeckt 763 M 759 · . 758 NNW 28 • heiter wolfig wolfenlos Wetter- Prognose für Freitag, den 1. Mai 1896. Mildes, vielfach heiteres, zeitweise woltiges Wetter mit etwas Regen und schwachen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Maifeier und Gewerbe- Ausstellung- das sind die Pole auf welche heute zwei Ströme des öffentlichen Lebens in Berlin zu fließen. In Treptow zeigt das Unternehmerthum, was die Hände, die das wirthschaftliche Gesetz seiner Ausbeutung überantwortet hat, wunderbares schaffen konnten. Die Arbeit den Ausgebeuteten. der Ruhm dem Kapital. Doch nein! Wir überschäßen das Bürgerthum. Um den Ruhm einzig für sich in Anspruch zu nehmen, dazu fehlt Pistoleurauferei grober Unfug! Aus Eberswalde es ihm an Rückgrat. Das Proletariat hält sich abseits von wird der Volks- Zeitung" unterm 29. April geschrieben: Ein den Feierlichkeiten. Schon die Klugheit gebietet es ihm. Es Pistolenduell hat am Dienstag Mittag hier im Walde nahe am Kunst und Wissenschaft. werden heute mehr denn je Horcher umherschleichen, die Wasserfall" jenseits der Bahnstrecke im sogenannten„ Drehnit" Bei 3000 Grad Wärme. Professor A. Rossel hielt unstattgefunden. Die Duellanten waren zwei Studirende der hienach einem unbedachten Worte haschen, um den Urheber insigen Forstakademie. Die Schießerei verlief unblutig. In einem längst, wie die„ Kölnische Zeitung" berichtet, vor dem Jugenieur Verderben zu bringen. Darum thut jeder klaffenbewußte Schreiben, welches die hiesige Polizeiverwaltung heute an den und Architektenverein sowie in der Naturforschenden Gesellschaft Urbeiter gut, gerade an diesem Tage unter seinesgleichen Direktor der Forstakademie, Oberforstmeister Dr. Dandel der Stadt Bern einen Vortrag über die Herstellung des zu bleiben die heute noch durchaus unfertige Gewerbe- heit, wie stete, unblutig verlaufen ist, da die Paukanten nur ihre als Leuchtgas und machte bei diesem Anlaß Mittheilungen mann, gerichtet hat, heißt es: Wenngleich nun die Angelegen. Calciumcarbids und die praktische Verwerthung des Acetylens über weitere Ergebnisse der Untersuchung mit dem Ausstellung läuft ja nicht davon, und wo ein provozirender Pistolen in die Luft abgeschossen und sich dann schleunigst aus Es wurde unter anderem beobachtet, Schurke etwa sein Spiel treiben sollte, da begegne man ihm mit dem Staube gemacht haben, so liegt hier doch ein kindischer und elektrischen Ofen. dem Schweigen der Verachtung. Der Arbeiter halte fich grober Unfug vor, durch den die Gemüther der Bürgerschaft ferner vor Augen, daß das Unternehmerthum, das es heute in Namen der Betreffenden zu ermitteln und uns mitzutheilen, da unnöthigerweise erregt werden. Wir ersuchen Sie deshalb, die der Hand gehabt hätte, durch Freigabe des 1. Mai versöhnend zu mit dieselben wegen des verübten groben Unfugs zur Strafe gewirken, zum großen Theil durch die bekannten Androhungen auch für zogen werden können." Möchte eine derartige milde Auffassung diesen, seinen Festtag zu verstehen gegeben hat, daß es ihm nicht auch dann playgreifen, wenn Arbeiter gelegentlich eines Streits in der Aufregung sich vergessen. um Frieden, sondern um Bekämpfung des Proletariats zu thun ist. Daher gebietet die Chre Den feiernden und den nichtfeiernden Arbeitern, den ersten Mai in befannter würdiger Weise da zu begehen, wo heute aufs neue Kraft und Begeisterung für den großen Kampf zu holen ist, den die Weltgeschichte dem klaffenbewußten Proletariat zugewiesen hat. daß nicht nur das Eisen, sondern auch der Kalt des Ofens bei abgiebt. Verschiedene Substanzen, die man früher als feuerfeft der Temperatur von 3000 Grad flüchtig wird und Dämpfe Thon, Kalf, furz, die Mineralien, welche die geologischen betrachtete, zeigen die gleichen Erscheinungen, so Kiefelsäure, Schichten der Erdoberfläche bilden, sowie sämmtliche Metalle verlieren über 3000 Grad C. an Gewicht, sie geben Dämpfe ab. Damit ist gesagt, daß sämmtliche Substanzen der MineralZu den Maffenverhaftungen in den Werken der Berliner chemie, die man früher als feuerfest betrachtete, bei der Diese Elektrizitätsgesellschaft erfahren wir von gut unterrichteter Seite, Temperatur des elektrischen Ofens destillirbar sind. daß die angenommene Zahl von 40 verhafteten Arbeiterinnen Beobachtung führte zu der Frage, welche Substanzen nicht zu hoch gegriffen ist. Hiervon entfallen etwa 25 auf die nun wirklich feuerfest sind und in welchem Zustande nach Werke in der Aderstraße und 15 auf die Werke in der Schlegel- ihrer chemischen Natur die Erdoberfläche sich bei der ersten straße. Gegen alle 40 Arbeiterinnen sowie gegen den einen ent- geologischen Periode befand. Professor Rossel stellte eine Reihe von lassenen Wertführer ist Untersuchung wegen Bergehens§ 218 des feuerfesten Verbindungen her und machte bei seinen Versuchen Strafgesetzbuches eingeleitet worden, jedoch sind bis auf 7 oder eine sehr werthvolle Entdeckung in der Reaktion des Calcium8 Arbeiterinnen alle wieder aus der Haft entlassen worden. Die carbids auf Magnesium. Erwärmt man Calciumcarbid und traurigen sittlichen Verhältnisse sind früher wiederholt in öffent- Magnesiapulver schichtenweise in einem Porzellantiegel bis zur lichen Versammlungen zur Sprache gebracht worden. schwachen Rothglühhize, so verbrennt Das Calciumcarbid Worüber die Arbeiterinnen sich am meisten beklagen, und im Sauerstoff und das Magnesium verbindet sich mit dem wodurch der Unsittlichkeit gerade am meisten Vorschub ge- Stickstoff der Luft unter Bildung von Magnesium- Stickstoff. Ju der Lokalliste von Spandau ist noch Gastwirth leistet wird, das ist, wie uns berichtet wird, der Um- Diese Verbindung mit Wasser zusammengebracht zersetzt sich Neumann, Lutherstr. 4, anzuführen. stand, daß die Werkmeister befugt sind, für die von unter Bildung von Magnesia und Ammoniat. Hier wurde Den Parteigenossen von Stegli und Umgegend zur ihnen zu vergebenden Akkordarbeiten die Lohnfäße selbst festzu- also zum ersten Male auf einfache Weise der Stickstoff Lujt neben dem Sauerstoff in größerer Menge Nachricht, daß zu heute, den 1. Mai, der Treffpunkt vormittags fegen. Hierdurch ist es vorgekommen, daß die anständigen der Das Ammoniat tann nach einfacher Reaktion in 8-9 Uhr im Gambrinus". Ahornstr. 15a, angesetzt ist. Von Arbeiterinnen, die jede freche Zumuthung des Werkmeisters gebunden. nachmittags 4 Uhr ab ist im Schwarzen Adler" Konzert, abends energisch zurückgewiesen, derartig niedrige Affordlöhne erhielten, Salmiat und Ammoniumsulfat übergeführt werden. im selben Lokal Voltsversammlung mit nachfolgendem gemüth- daß sie mur 10 und 11 M. bei angestrengtester Thätigkeit ver- wonnenen Ergebnisse zeigen, daß Stickstoff, Kohlenstoff, Silicum, lichen Beisammensein, wie im Inserat bekannt gegeben. Es dienen fonnten, während diejenigen, die sich dem Wertmeister Bor, Phosphor bei der Bildung der ersten geologischen Schichten wird um rege Betheiligung ersucht. gefügiger zeigten, bei weniger Arbeit 17 und 18 M. zu verdienen ursprünglich ohne Sauerstoff direkt mit den Metallen gebunden in der Lage waren. Hoffentlich nimmt die Direktion durch die waren. hat am Mittwoch und Die hiesige Aerztekammer hat Donnerstag über den Entwurf betr. die Ehrengerichte berathen iegt ans Licht gebrachten Vorfälle Veranlassung, hier eine Alendeund sich schließlich mit 32 gegen 12 Stimmen für den Entwurf rung eintreten zu lassen. erklärt, dem allerdings eine zum theil wesentlich veränderte Fassung augedacht wurde. Die Parteigenossen des dritten Berliner Reichstags: Wahlkreises begehen die Maifeier heute, Freitag, den 1. Mai, von nachmittags 4 Uhr an in der Neuen Welt, Hasenbaide 108-116, mit Ronzert, Gesang, lebenden Bildern, Feuerwerk und Tanz; um 812 Uhr abends wird Genosse Vogt= herr eine Festrede halten. 27 Das Verbleiben des Instituts für Infektionstrantheiten in Berlin soll als gesichert zu betrachten sein. Um Arbeitsuchende von auswärts fern zu halten, verDer Vorfigende des Gesangvereins Nord- Jubal sendet uns eine Zuschrift, in der erklärt wird, daß in dem am 25. April von uns gebrachten Bericht über die Affäre, welche der Gesang verein Hilaritas auf einem Kirchhof hatte, insofern ein Irrthum sein müsse, als wohl eine Verwechslung des Gesangvereins Nordöffentlicht der Polizeipräsident von Zeit zu Zeit bekanntlich eine Jubal mit einer anderen Liedertafel vorliege. Der Gesangverein Nord- Jubal habe in der letzten Zeit überhaupt nicht auf dem Warnung, in der auf die Schwierigkeit, hier Beschäftigung zu Kirchhose gesungen. Ferner verwahrt sich der Vorsitzende mit finden, und auf die Maßregeln, welche die Behörden gegen Entschiedenheit gegen den Vorwurf, daß sein Verein patriotisch Arbeits- und Obdachlose ergreifen müssen, aufmerksam gemacht sei. Wenn er auch nicht zum Arbeiterfängerbund gehöre, so wird. Diese Warnung wird von den bürgerlichen Blättern zumeist mit einer im tantenhaften Zon gehaltenen Be- erfülle er doch in der Arbeitersache seine Pflicht. Die ge Die Reaktionen un elektrischen Ofen entsprechen den Verhältnissen, die bei der Bildung der ältesten geologischen Formationen vortamen. Organische Substanzen existirten nicht, und der Kohlenstoff war ausschließlich als Carbide vorhanden. Es ist anzunehmen, daß diese feuerfesten Verbindungen von gleicher Zusammensetzung auch jetzt in den im glühenden Zustande sich befindenden Himmelskörpern vorkommen; der Stickstoff ist denn auch nicht im freien Zustande vorhanden, sondern gebunden an Metalle ähnlich wie im Magnesiumstickstoff. Gestützt auf diese Thatsachen und auf die ausgeführten Versuche glaubt nun Professor Roſſel die Ansicht aussprechen au können, auf die chemische Zersetzung feuerfester Materialien der unteren Saß die Ursache der Erdbeben und der vulkanischen Erscheinungen geologischen Schichten zum theil zurückzuführen sei." Gerichts- Beitung. trachtung über die Leichtfertigkeit der fremden Arbeiter, Arbeiterrisiko. Beim Einsturz einer Mauer und durch die der Hunger aus der Heimath hertreibt, abgedruckt. Herabfallen von einer Gerüstleiter sind am Mittwoch Nachmittag Zur Abwechslung sind diese selben Organe gegenwärtig zwei Arbeiter schwer verletzt worden auf dem Grundstück Eine Beleidigungsklage der Frau Gubela gegen mit aller Kraft dabei, auswärtige Arbeiter Massen Behrenstraße 60-61, wo man mit dem Abbruch einer etwa unseren Parteigenossen Timmt wurde am Donnerstag vor dem nach Berlin zu locken. Wie alle bürgerlichen Blätter schreiben, 2 Meter hohen Wauer beschäftigt, als diese, da sie stark Schöffengericht verhandelt. Aus Anlaß der vorjährigen Konferenz fann man gegenwärtig weder Tischler, noch Zapezirer, noch untergraben war, plöblich zusammenbrach. Die fallenden Massen der Schneider und Näherinnen Deutschlands fand eine VerSchloffer oder andere Handwerker haben. Sie sind angeblich alle trafen den 45 jährigen Arbeiter Hermann Rasch aus der Wolliner- sammlung der lokalorganisirten Schneider Berlins statt, in der für die Gewerbe- Ausstellung beschäftigt. In den Bekleidungs-, fraße 65 am linken Bein und verlegten ihn so schwer, daß man Frau Gubela nach Berichten bürgerlicher Blätter Timm als Weißwaaren, Möbel- u. f. w. Geschäften bleiben, wie ihn mit einem Krantenwagen in eine Anstalt bringen mußte. Fast um einen Mann hingestellt hatte, der in illoyaler Weise die Dr e3 heißt, alle Bestellungen zurück, weil teine Ar- diefelbe Zeit wurde auf dem Hofe des Grundstücks Weinbergs- ganisation der Schneider zu beherrschen suche. Daraufhin hatte beitskräfte vorhanden find; die höchsten Arbeitslöhne weg 6, dessen Haus einen neuen Anstrich erhalten hat, eine Timm in einer anderen Versammlung auf Anregung seiner werden bewilligt, nur um eilige Bestellungen herauszuschaffen. Leiterrüstung abgetragen. Es stand schließlich nur noch eine Verbandskollegen zu diesen Angriffen Stellung zu nehmen Selbstverständlich haben diese übertriebenen Wundergeschichten fentrecht aufgerichtete Leiter, auf der sich der Arbeiter Eylvester und dabei geäußert, daß er auf die Angriffe der Frau anders feinen Zweck, als im Unternehmerinteresse auf die zur Urbanski aus Charlottenburg in einer Höhe von anderthalb Gubela nichts erwidern werde, denn sie sei eine Frau, Zeit hier beschäftigten Arbeiter einen Druck auszuüben, damit| Stockwerken befand. Urbansti fiel herab und blieb bewußtlos der durch Schiedsgerichte die Fähigkeit, Vertrauensstellungen diese ja nicht ferner die Konjunktur ausnutzen. Man lockt ge- auf dem Hofe liegen. Man brachte den Schwerverletzten eben-( oder Ehrenamter) in der Partei zu befleiden, aberfannt worden wiffenlos auswärtige Arbeitskräfte heran, umbekümmert darum, falls mit einem Transportwagen in ein Krankenhaus. sei. Durch diese Aeußerung fühlte sich Frau Gubela beleidigt ob die hiesigen Steuerzahler binnen furzem dem Hunger preisFrau Dr. Prager und ihr Bruder, Schweitzer mit und strengte Klage an. Timm erhob Widerklage, und begründete gegeben sind. So offenbart sich der Lokalpatriotismus staatserhaltender Bürger. Namen, waren bekanntlich wegen eines an Dr. Prager be- dieselbe damit, daß Frau Gubela in einer Bersammlung im Von den Volksküchen des Herrn Abraham, die ja auch urtheilt worden. Die Frau ist schon im vorigen Jahre wegen Verband dazu, um sich einträgliche Posten zu verschaffen und März von ihm und anderen in der Schneiderbewegung bekannten gegangenen Mordattentats zu 5 bezw. 6 Jahren Zuchthaus ver Personen behauptet habe, sie benutzten ihre Stellung im auf der Gewerbe- Ausstellung vorgeführt werden, schrieben wir eines Herzleidens begnadigt worden, und jezt hat der Bruder am Mittwoch, daß ihr Zweck nicht recht ersichtlich fei. Um uns ebenfalls seine Freiheit wieder erhalten, nachdem ein erneutes würden aus Verbandsmitteln mit 36-45 M. pro Woche befoldet. aber Klarheit zu verschaffen, folgten wir gestern einer Einladung Gnadengesuch unmittelbar nach dem Tode Brausewetter'3, der als Zeuge wurde der Reichstags- Abgeordnete Gerisch ver des Herrn zu einer Besichtigung seines Unternehmens, die mit Borsigender in der betreffenden Verhandlung gewesen war, ab-" ommen, der bekundete, daß ein Schiedsgericht im Mai 1891 einem Probefrühstück" verbunden war. Das Essen, welches uns in anbetracht des wohlthätigen Zweckes von Ehren- Minister, der die Begnadigung befürwortet hat, die Geistes- Schiedsgericht habe den ersten Spruch insofern gemildert, Es ist wohl faum anzunehmen, daß für den ein Urtheil im Sinne der Timm'schen Behauptung gefällt; ein vom Parteivorstand auf Berufung der Frau Gubela eingesetztes damen servirt wurde, war gut. Fleischbrühe in Taffen, Fisch frankheit Brausewetter's maßgebend gewesen ist. falat mit Trüffeln, Lachs in Butter, Lendenbraten, Kalbebraten, als es nur einen scharfen Tabel gegen das Verhalten der Schmorbraten, Wiener Speise u. f. w. in appetitlicher und für Hilflos aufgefunden wurde am Mittwoch der 38jährig Frau Gubela ausgesprochen, ihr aber das Recht, in der Partei Volksküchen durchaus empfehlenswerther Zubereitung. Leider Arbeiter Otto Förster und heute der Arbeiter Karl Schwabe. thätig zu sein, belassen habe. Aus diesem Spruch wurde die hatten wir in diesem Punkt eine falsche Auffassung mit in die Beide baben keine Wohnung und wurden in ein Krankenhaus Folgerung gezogen, daß Frau Gubela nunmehr freiwillig Anlaß " gegangen war. nehmen werde, fernerhin keine Vertrauensämter mehr in der sein Haus zur Vermiethung bauen zu lassen, und den anderen Partei zu befleiden. Vom Verdacht ehrenrühriger Handlungen Theil des Landes wieder veräußern will, so werden die Genossen sei fie indeß freigesprochen worden. Zeuge Ertel bestätigt die nächstens zu lesen bekommen, daß Bebel am Züricher See ein Behauptung Timm's bezüglich der von Frau Gubela in der Schloß errichte, das er aus den erpreßten Arbeitergroschen auf Märzverfammlung vorgebrachten Beschuldigungen. Er hat den führen lasse. Eindruck gehabt, daß diese nur den Zweck hatten, Timm zu verunglimpfen. Nach zweistündiger Verhandlung verurtheilte das in einem Arbeiterwohnhause des Ritterguts Przytocznica bei Aus Posen wird der Abendpost" gemeldet: Bei einem Gericht den Beklagten Timm zu einer Geldstrafe von 20 M., Ditrowo ausgebrochenen Feuer verbrannte eine alte Frau. Der eventuell 4 Tagen Haft, die Widerbeklagte Frau Gubela Wind trug das Feuer nach einem anderen, 25 Meter entfernten zu 10 M. oder 2 Tagen Haft. Die Kosten hat Timm zu Arbeiterhause, das ebenfalls in turzer Zeit in Flammen stand. Der Zweidritteln, Frau Gubela zu Eindrittel zu tragen, auch in diesem Hause wohnende Dominialwächter. Wejrowski und wurde den Parteien die Befugniß zugesprochen, das Urtheil durch dessen Frau, die sich zur Bergung von Sachen nochmals in die Bekanntmachung an Gerichtsstelle zu publiziren. Die Behauptung Linn's, Gran Gubela jei durch Schieds- brennende Wohnung gewagt hatten, fanden gleichfalls ihren Tod Timm's, Frau in den Flammen. gerichte die Fähigkeit zur Bekleidung von Ehrenämtern abgesprochen, sei unzutreffend, da der Spruch des ersten durch den des zweiten Schiedsgerichts wesentlich gemildert sei. Da er jedoch auch den zweiten Schiedsspruch als eine Verurtheilung der Frau Gubela auffaffen konnte, sei eine geringe Strafe am Plaß gewesen. Bezüglich der Frau Gubela sei festgestellt, daß sie behauptet habe, die Leiter der Zentral- Organisation benutzten diese, um sich Sinekuren zu schaffen. Es sei erwiesen, daß diese Behauptung nicht auf Wahrheit beruhe, und daß Frau Gubela Timm dadurch habe persönlich beleidigen wollen. Von der Lohnkommiffion der Stellmacher erhalten wir die Mittheilung, daß in unserem gestrigen Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen Braun und Genossen ein kleiner Jrrthum enthalten war. Die Freigesprochenen waren nicht Mit glieder des Streiffomitees, sondern einfach streitende Stellmacher. Smmun Vermischtes. Aus Nizza meldet der Telegraph: Auf der dem Herzog von Leuchtenberg gehörenden Vacht„ Starniga" erfolgte Mittwoch Vormittag während der Steinigungsarbeiten eine Explosion im Rohlenraum, bei welcher drei Matrosen verwundet wurden, davon zwei schwer. Dieselben wurden in das Militär- Krankenhaus gebracht. Ein Grubenbrand brach am 29. v. M. im Austriaschachte bei Staab aus. Das Feuer konnte trok der eifrigen Löscharbeiten bisher nicht bewältigt werden. Der Brand soll durch Selbstentzündung von Kohle entstanden sein. ein russisches Kriegsschiff mit einer deutschen Barke. Leztere ist Bei Margate an der englischen Küfte kollidirte am Donnerstag mit der ganzen Mannschaft untergegangen. Das Kriegsschiff verlor einen Mast. von Gibraltar nieder und platte unter donnerartigem Geräusch. Eine Fenerkugel fiel am Mittwoch über der Meerenge " ertrunken. " ,, Forn Sechser X- Strahlen", fordert jetzt mancher Gast in den Berliner Kneipen und ohne Zögern verabreicht man ihm Nordhäuser. Fragt man, was denn eigentlich X- Strahlen und Nordhäuser mit einander gemein hätten, so erhält man die Ueber eine Schiffskatastrophe wird vom 30. April aus mit überlegenem Lächeln gegebene Antwort: Na, det is doch Duwo" sind heute auf dem Wusung zusammengestoßen. Der Shanghai gemeldet: Die Dampfer Newchwang" und janz eenfach: die jehen beede durch und durch!" Eine Bierkutscherin. Bei dem Bierverleger S. zu" Dnwo" ist gesunken; über 200 Personen, meist Chinesen, sind Treptow a. d. T. stand seit mehreren Tagen ein Mensch als Bierkutscher in Dienst. Auf polizeiliche Beranlassung untersucht, niedergebrannt; durch eine dabei entstandene Explosion wurden Die Stadt Cripple Creek( Colorado) ist beinahe völlig entpuppte sich, der„ Oftfee Beitung" zufolge, der Bierkutscher als 2 Personen getödtet und 14 verlegt. ein verkleidetes Mädchen. Dieses gab an, Auguste Braun zu heißen und schon 17 Jahre lang in Männerkleidern Männerftellungen verwaltet zu haben, ohne irgendwo erkannt worden zu sein. 11 1019 Briefkasten der Redaktion. Der Re Merkwürdige Todesursache. Der jüngst ausgegebene Otto Riemer. Wir können zur Fortführung des Zwistes Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeinde An- unter den Töpfern nicht die Hand bieten und lehnen daher die gelegenheiten in Ratibor weist unter der Rubrik: Ursache des Veröffentlichung Ihres Aufrufs ab. Das Manuskript steht zu Todes der Verstorbenen" einen ganz abnormen Fall auf. Es Ihrer Verfügung. steht da der Tod einer männlichen Person im Wochenbett verzeichnet. Näheres über den Fall hat das genannte Blatt leider bisher nicht erfahren können. " In dem Schacht ,, Kaiserstuhl bei Dortmund explodirte Donnerstag früh infolge von Luftfompression ein Kessel und flog durch das Dach des vierstöckigen Maschinenhauses. Ein Maschinist wurde getödtet; einige Arbeiter wurden verwundet. dem dortigen Tageblatt" über ein Studentenduell auf Pistolen berichtet, bei welchem einer der Duellanten durch einen Schuß in den Unterleib schwer verlegt worden sein soll. Gewiffe Leute aber halten Studentenduelle für harmlos. Genosse Bebel als ,, Gutsbesitzer". Fast die gesammte gegnerische Presse beschäftigt sich einmal wieder mit den Privatangelegenheiten Bebel's, der mit dem Plane umgehe, in der Schweiz ſein„ Gut" zu vergrößern, und sie begleitet diese Nachricht vielfach mit ebenso albernen als geschmacklosen Bemerkungen. Unseren Genossen wird es angenehm sein, zu erfahren, was denn Wahres an der Gutsgeschichte ist. Als Genosse Bebel im Sommer 1894 mit seiner damals Die Schießerei geht weiter. Aus Erlangen wird von franken Tochter, die bekanntlich in Zürich an einen Urst verheirathet ist, nach Süsnacht am Züricher See fich begab damit diese sich dort erholen könne, wurde ihm der Kauf eines Stück Landes in der Größe von 11/4 Morgen( 45 Ar) zu sehr an nehmbarem Preis angeboten. Er ging auf den Kauf ein und Baron Hirsch hat, einem Londoner Blatt zufolge, dem daraus ist die Fabel von dem„ Gut" entstanden, das er erworben Prinzen von Wales 20 Millionen Mark vermacht. Die zehn habe, auf dem bis jetzt ein Haus überhaupt nicht steht. Da fache Summe würde der künftige Thronerbe Englands auch bald dieses Stück Land in der Breite von 26 Meter an den See stößt, mürbe gekriegt haben. hat neuerdings Bebel von dem ihm zustehenden Recht Gebrauch Aus Dirschau wird vom 30. April gemeldet: In der begemacht, das die Grundstücksinhaber am See beftzen, die Züricher nachbarten Ortschaft„ Dirschauerwiesen" wurden in der letzten Regierung zu ersuchen, ihm die Genehmigung zu ertheilen, Nacht der Gutsbesizer Daehnke und der Zimmermann Satzewski durch Aufführung einer Mauer nach dem See dasselbe um von einem Knechte ermordet, die Ehefrau des Daehnke und ein 12 Meter zu verlängern. Zu diesem Zwecke mußte er das be- Dienstmädchen wurden schwer verlegt. Der Mörder ist entflohen. treffende Terrain durch Pfähle bezeichnen, um den Nachbarn Anscheinend liegt ein Racheakt vor. einen allenfallsigen Einspruch zu ermöglichen. Das ist die Leeds, 30. April. Durch eine Explosion in einer Gutsvergrößerung", von der die gegnerische Bresse faselt. Da Roblengrube in Midlefield find etwa 100 Menschen verferner Genoffe Bebel beabsichtigt, auf einem Theil des Landes schüttet worden; Einzelheiten fehlen noch. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 1. Mai. Opernhans. Don Juan. Morgen: Tristan und Isolde. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Morgen: Vasantajena. Deutsches Theater. Talisman. Morgen: Die Weber. Leffing Theater. Geschlossen. Morgen: Waldmeister. Berliner Theater. Der verlorene Sohn. Nur drei Worte. Morgen: König Heinrich. Neues Theater. Heute und morgen geschlossen. Residenz- Theater. Hotel zum Freihafen. Morgen: Fernand's Chekontraft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Halder und Sohn. Morgen: Antigone. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. La Belle Hélène. Morgen: Mamzell Nitouche. Central Theater. Der Schwieger. Dater. a Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz Theater. Die Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Halder und Sohn. Sonnabend, abends 8 Uhr: 3um 1. Male: Antigone.( Antigone: Frau Clara Meyer a. G.) Adolph Ernst- Theater. Bum 26. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangsposse in 3 Atten von Leon Treptow und Ed Jacobson. s. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pr. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. Kuplets und Quodlibets von G. Gör& Passage- Panopticum. Musik von G. Steffens. 2. Aft: ,, Alt Berlin." Anfang 7, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alt- Berlin unter dem Großen Kurfürsten. 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Die Verordnung haben wir in Nr. 93 wörtlich mitgetheilt.. B. 100. Der Fuhrherr ist weder strafbar noch schadenersatzpflichtig. Höppner. 1. Die Höhe des Vorschusses hängt von der Höhe des Streitgegenstandes ab. 2. Es müßte bei Gericht geklagt werden. aber unterlassen Sie nicht lieber eine Klage gegen Ihren Bruder wegen solcher Bagatelle? 2. 2. Zur Versicherung der Scheiben ist weder Wirth noch Miether verpflichtet. Zerbricht die Schaufensterscheibe ohne Schuld des Miethers, so hat sie der Wirth ersetzen zu lassen, falls nicht- und das ist in fast allen schriftlichen vorgedruckten Verträgen der Fall der Miether seinerseits eine Ersatzpflicht übernommen hat. 100 R. R. Mit Ihrem Anspruch werden Sie wahrscheinlich Bahlung der Gegenforderung durchdringen. nur gegen B. U. Nein. R.. 101. Das Lehrlingshalten kann nur da NichtInnungsmeistern verboten werden, wo die Lehrlingsausbildung allein der Innung von der höheren Verwaltungsbehörde übertragen ist. J. D. N., W. B. Ja.-M. K. 5. 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Mit einem Aufruf wendet sich in der gestrigen Nummer die Lohnfommission der Zivil- Berufsmusiker an die Arbeiterschaft, in dem sie mittheilt, die Genossen Tauschel und Gieshoit hätten von ihr verlangt, 20 pet. unter dem Tarif bei der Maifeier zu spielen. Demgegenüber haben die Unterzeichneten zu erklären: Wir haben im Auftrage beider Komitees, nicht eigenAllen Freunden und Bekannten zur mächtig, mit den Musikern einen festen Preis nach dem Wochentagstarif für Anzeige, daß ich Landsbergerstr. 31 den 1. Mai vereinbart. Als wir nach einigen Tagen das Programm verlangten, wurde uns bedeutet, die Generalversammlung( siehe VersammlungsZech's Variété bericht in tr. 97 des„ Vorwärts") habe beſchloſſen, für diesen Tag den täuflich übernommen habe und Freitag, erhöhten Preis zu fordern, mithin habe unser Vertrag feine Giltigkeit. Wer gebenſt einladet. Emil Tesch, Restaurateur. den 1. Mai, eröffnen werde, wozu er- hat nun den Vertrag gebrochen? Wir setzten uns nachdem wieder mit den 1205b beiden Komitees in Verbindung und wurde einstimmig beschlossen, nun die Hauskapelle der betreffenden Lokale zu nehmen. Die Komitees gingen von dem Standpunkte aus, daß alle Bartigenoffen am 1. Mai Opfer bringen müßten und auch gerne bringen, was wi aber nicht einmal von den Musikern verlangten, wohl aber fonnten wir von ihnen erwarten, daß sie uns nicht an einem solchen Tage die höchsten Preise diktiren. Das zur Wahrheit. Ob die Handlungsweise der Komitees eine richtige war, das überlassen wir dem Urtheile der Parteigenossen. Achtung! Bimmerlente, Maurer, Arbeiter, Fuhrleute. Wer hat Herbst 1892 od. Früh. jahr 1893 Achenbachstr. 4 gearbeitet? Meld. erb. an Monteur Gutowski, NW., Klopstodstr. 34. Spesen w. reichl. ersetzt.[ 10876 Arbeitsmarkt. Eine Konzert Kapelle, 5-6 Mann, gratis. Arbeit wird nachgewiesen. werden bedeutend unter bisherigen verl. Vesper, Landsberger Chaussee 60. Verkauf zu Fabritpreisen. 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Versammlungen. " 13. Jahrg. = denn Volkmann habe den Saal sofort verlassen müssen, ohne den feiernden Kollegen zur Pflicht gemacht, sich an diesem Rücksicht auf den Grund der Versammlungs- Tage vormittags 9 Uhr in der Oranienftr. 184 im auflösung!!! Ueber das Mindeststrafmaß sei hinausgegangen Lokale des Genossen Megner einzufinden. Diejenigen Kollegen, Mit dem 1. Mai eröffnen wir ein neues Abonne- worden, weil nach dem Zeugniß des Gendarmen durch das die am 1. Mai arbeiten, haben 50 Pfg. in den Unterstützungsment auf den Zögern des Angeklagten auch andere Versammlungsbesucher fonds zu zahlen. Im zweiten Punkt gab Tschernig als Verstehen geblieben seien. trauensmann den Kassenbericht vom 1. Quartal. Danach betrug Die Polizeiftunde in Rigdorf. Der Gastwirth Louis die Ginnahme 30,60 m., die Ausgabe 15,45 M. Der Ueberschuß Ehrenberg, Defonom der Viktoriafäle" in Rixdorf, trauensmann und Delegirten der Gewerkschaftskommission wurde mit vorjährigem Bestand beläuft sich auf 31,42 M. Zum Verhatte sich vor dem dortigen Schöffengericht wegen Uebertretung Tschernig wieder gewählt und F. Splinter zum Stellvertreter ber Polizeistunde zu verantworten. Am 11. Februar d. J. tagte ernannt. Schwanherz, Juckel und W. Splinter übertrug man Es ist die Pflicht eines jeden Parteigenossen, für die in dem genannten Lokale der sozialdemokratische Verein Vor- die Revision. Zum Streit bei Liebheim erstattete Tschernig Weiterverbreitung des Zentralorgans der Partei nach wärts". Nach Eintritt der Polizeiſtunde ließ der überwachende Bericht. Die Differenzen entstanden durch die Maßregelung Kräften thätig zu sein. Gendarm Biesecke wohl den Verein ungestört weiter tagen, unter- zweier Arbeiter, von denen der eine wieder eingestellt ist. Um fagte aber den ferneren Bierausschant. Da Ehrenberg sich in den Streit zur Beilegung zu bringen, verzichtete der andere feinem guten Recht glaubte, wenn er weiterschänke, so erfolgte Arbeiter auf die Einstellung und konnte am Montag die Arbeit seine Anzeige. Der Amtsanwalt war der Ansicht, daß, wenn der Wirth die polizeiliche Erlaubniß habe, Vereine in seinem Lokal wieder aufgenommen werden. aufzunehmen. er dieselben selbstverständlich auch nicht trocken ſizen Eine gut besuchte Versammlung der Parquetbodenleger laffen könne. Bei geschlossenen Gesellschaften käme daher die Polizei- fand am Montag Abend bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, statt. stunde nicht in betracht und beantrage er daher die Frei- Heß legte in Kürze nochmals die Gründe dar, die bestimmend sprechung des Angeklagten. Der Gerichtshof erkane nach für die Ausarbeitung eines neuen Lohntarifes waren. Seit un dem Antrage. gefähr 6 Jahren, führte Redner aus, babe sich im BodenlegerEbenfalls wegen Uebertretung der Polizeistunde hatte sich der gewerbe ein immerwährendes Herabsetzen der Arbeitslöhne beSchankwirth August Schrick aus Nixdorf zu verantworten, merkbar gemacht; ohne auf die Arbeiter Rücksicht zu nehmen, der zu denjenigen Wirthen gehört, welche ihr Lokal aus den be- feien seitens einzelner Fabrikanten Preise für Legerarbeiten fannten Gründen um 10 Uhr schließen müssen. Am 8. März d. J. eingeführt worden, welche sich über 50 pet. niedriger stellen, als fand bei Schrick im geschloffenen Lokal eine polizeilich an- die früheren Preise. Ziehe man nun in betracht, wie dieser Ausgem, eldete Geburtstagsfeier statt. Schrick erhielt bald darauf ein fall an Arbeitslöhnen auf die Lebenshaltung eines Arbeiters einpol zeiliches Strafmandat über 6 M., weil er an jenem Abend wirken müsse, so ergebe sich naturgemäß die Nothwendigkeit, den die Polizeiftunde überschritten habe. Reiner Schuld bewußt, fortwährenden Preisreduzirungen ein Ende zu machen. Weiter erhob Schrick hiergegen Einspruch. Vor dem Schöffengericht weift Redner darauf hin, daß jeder Parquetbodenleger seine eigene tauchte eine Zeuge auf, der erklärte, an jenem Abend ohne Ein- Hobelbank haben müsse, sowie auch vollständiges Handwerkszeug, ladung nach 10 Uhr im Lokal gewefen zu sein. Seine Zeche anßerdem verlangen einzelne Arbeitgeber den Transport des habe er zwar nicht bezahlt, dieselbe sei aber auf sein Konto an- Werkzeuges sowie die Lieferung der Nägel auf Rechnung der Die Privat Beleidigungsklage, die der Parteigenosse getreidet worden. Der Angeklagte bestritt dies, da aber der Arbeiter. Alle diese Mißstände zu beseitigen sei Ehrenpflicht Lederzurichter Otto gegen den Redakteur des" Sozialist" Beuge seine Angaben beschwor, wurde Schrick zu zehn Mart sämmtlicher Kollegen und deshalb sollte man allen frühern Zant Suudat erhoben hatte, und über die wir seinerzeit berichteten, Geldstrafe event. 4 Tagen Haft verurtheilt. und Zwiftigkeiten vergessen und einig Hand in Hand gehen, um fand am 27. April ihren Abschluß. Snudat hatte gegen das das Arbeitsverhältniß besser zu gestalten. In der folgenden lebhaften Erkenntniß, das ihn wegen Verbreitung unrichtiger Behauptungen Diskussion erklären sich sämmtliche Redner, auch die der Organisation zu 100 M. Geldstrafe verurtheilte, Berufung eingelegt. Bei fern stehenden, für den neuen Tarif und versprechen, nach besten Beginn der Verhandlung machte der Vorsitzende Vergleichs- Der Verein der Einsetzer hielt am 19. April seine ordent solution wurde einstimmig angenommen: Die Versammlung Kräften die Durchführung desselben zu fördern. Folgende Revorschläge, und Otto's Vertreter, Rechtsanwalt Heine, er liche Generalversammlung ab. Zunächst gab der Vorsitzende das erklärt sich mit dem von den Vertrauensleuten und der Werkstattflärte alsbald, daß Otto es nicht auf eine Bestrafung abgesehen Ableben des Mitgliedes Kasemirsky bekannt, dem zu Ehren sich Kontrollkommission des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes aushabe, sondern nur auf eine Aufklärung des Sachverhalts. Des die Mitglieder von ihren Sigen erhoben. Der hierauf vom gearbeiteten Tarif einverstanden. Sie verpflichtet sich mit aller halb werde er die Klage zurücknehmen, wenn die Redaktion des Kassirer verlesene Kassenbericht Sozialist" ohne Vorbehalt ihr Bedauern erkläre und die Kosten 341,27 M. und eine Ausgabe von 175,69 m. auf, bleibt geber bezahlt wird. Weiter ersucht die Versammlung die Werks weist eine Einnahme von Energie dahin zu wirken, daß der neue Tarif seitens der Arbeittrage. Snudat und sein Vertreter, Rechtsanwalt Bieber, Bestand 165,58 M. Hierzu der alte Bestand in Höhe von statt- Kontrollkommission, innerhalb 8 Tagen eine Versammlung versprachen dies und das Verfahren wurde darauf eingestellt. 226 M., ergiebt ein Vereinsvermögen von 391,58 M. Nach einzuberufen, welche den Termin zur Einführung des Tarifs festEine Rabenmutter, welche an Rohheit und Unmenschlich einem Bericht über die Arbeitsvermittelung wurden in die feyen soll. Mit einem Hoch auf die Lohnbewegung der Parquetfeit ihres Gleichen sucht, stand in der Person der Kutscherfrau Arbeitsvermittelungs- Kommiffion die Mitglieder Rau, Böttcher, bodenleger wurde die sehr gut besuchte Versammlung geschlossen. Sengstock aus der Invalidenstraße vor der 138. Abtheilung des Barsch, Plisse, Schwarzlose, Nawerath und Fuchs gewählt. Zur Schöffengerichts. Die Angeklagte besitzt in der zehnjährigen Begehung der Maifeier finden sich die Einsetzer am Vormittag Margarethe Camin ein uneheliches Kind. Bis vor zwei Jahren um 1/29 Uhr bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, ein, um von da war die Kleine bei der Mutter der Angeklagten erzogen worden, aus sich der Holzarbeiter- Versammlung anzuschließen. dann hatte die lettere sie zu sich nehmen müssen. Für das arme erst achtjährige Wesen begann nun eine furchtbare Leidenszeit. Um 5 Uhr mußte es des Morgens aus dem Bett und alle Arbeiten des Hausstandes verrichten. Dabei regnete es täglich ohne eine ersichtliche Veranlassung in der unmenschlichsten Buje Brügel auf bag arme Geſchöpf. Während es aber der Stiefvater nur mit einem Stocke bearbeitete, war der eigentlichen Mutter jeder beliebige Gegenstand recht, um damit Die Bauanschläger verhandelten am 26. April in einer den 1. Mai in geschäftlicher Beziehung als Feiertag festzuhalten auf das Kind loszuschlagen. So wurde in der Verhandlung fest- gut besuchten Versammlung über die einheitliche Gestaltung der und demnach 1,50 M. pro Mann mehr zu verlangen. Schonert Blanchefsty wandten sich unter gestellt, daß sie ihm einmal mit dem Feuerhaken in das Geficht Organisation. Die Kommiffion, die eine Berathung über diesen und stürmischen entschieden gegen schlug und eine starke Verlegung beibrachte. Ein anderes Mal Gegenstand gepflogen hatte, schlug vor, daß sich die Vereinigung Mißfalls bezeugungen diesen Beschluß. hieb sie dem Kinde mit einem Glase in das Gesicht, sodaß das auflösen möge. Die Mitglieder dieser Vereinigung sollen ohne folle man vielmehr das der Bauanschläger zu gunsten des Vereins der Bauanschläger Statt Volldampf gegen die Arbeiter loszugehen, bebauerns werthe Wesen eine gefährliche Wunde über dem einen Eintrittsgeld in die bestehende Organisation aufgenommen gefühl bethätigen. so oft gerühmte SolidaritätsAuge davontrug, während eine Narbe an dem anderen Auge von werden. In der Diskussion plädirten alle Redner für die An- sammlung mit der Thätigkeit der Lohnkommision einverstanden Laut Antrag Hoch erklärte sich die VerDer Klinge eines Meffers herrührt, mit dem die Angeklagte auf nahme dieses Vorschlags und gelangte eine dahin gehende und soll die Lohnforderung aufrecht erhalten werden. Die ihr Kind eingehauen hatte. Ein beliebtes Züchtigungsmittel war Resolution zur Annahme. In bezug auf die Maifeier beschloß Stellungnahme des Borstandes verurtheilte die Versammlung auf auch der Schrubber gewesen, mit dem die Angeklagte die Versammlung für eine vollständige Arbeitsruhe einzutreten. daß entschiedenste. Beschlossen wurde, pro Mann 25 Pf. in den mehrfach auf den Kopf des Kindes einschlug. Eine tlaffende Wunde, Wunde, welche sie auf diese Weise hervor- Hierauf fritisirte Mary eine Reihe von Uebelständen, die sich Maifonds zu zahlen. Mit dem Rundschreiben der Berliner Metall: gerufen hatte, brachte endlich die Nachbaren dazu, das blut- nach Meinung des Redners im Beruf eingeschlichen haben, weil überströmte Kind zur Polizei zu bringen und gegen die An- bisher die Arbeiter die Organisation start vernachlässigt haben. industriellen beschäftigte sich am Montag im Kösliner Hof eine geflagte Anzeige zu erstatten. Diese behauptete in der Verhand- wesen Propaganda zu machen, fand aber hierfür in der Ver- mann gab in seinem Referat in scharfer Weise seinen Unwillen Anarchist Wiese versuchte in der Debatte für sein Genossenschafts- Versammlung der Berliner Metallarbeiter. Genosse Hoff. lung, das Kind nur wegen seiner großen Verlogenheit in durchaus sammlung keine günstige Aufnahme. darüber kund, daß die Versammlung so schwach besucht war. angemessener Weise gezüchtigt zu haben. Sämmtliche Zeugenaussagen straften sie Lügen und die frühere Lehrerin der Kleinen Die Rohrleger und Gehilfen beschäftigten sich am Die Metallarbeiter, so führte Redner ans, scheinen das Recht der sowie ihr jeziger Pflegevater vermochten über das Kind nur 26. April mit der Stellungnahme zur Lohnbewegung. Nach Faulheit gepachtet zu haben. Ein Kriegsruf ist seitens der Herren lobendes zu äußern, indem sie es als fleißig, folgsam und wahr einem Referat des Genossen Faber, dem eine längere Debatte Kühnemänner und Konsorten an die Berliner Metallarbeiterschaft er heitsliebend schilderten. Der Staatsanwalt meinte, daß eine folgte, stimmte man nachstehendem Antrag zu: Die Werkstatt- gangen und diese haben es daher heute mehr wie je nöthig, einig derartig rohe und unmenschliche Behandlung des eigenen Kindes Vertrauensmänner find so bald als möglich zusammen zu be- zusammenzustehen. Wenn heute die deutsche Metallindustrie die eine exemplarische Strafe verdiene und beantragte 1 Jahr Ge- rufen, um einen Lohntarif auszuarbeiten. Dieser ist der englische bereits überflügelt habe, wenn hente die Produkte der fängniß und die sofortige Berhaftung der Angeklagten. Der nächsten öffentlichen Versammlung zu unterbreiten. Zum Punkt Herren Kühnemänner, Stumm und Genoffen die billigsten auf Gerichtshof glaubte jedoch in dem niedrigen Bildungsgrade der Verschiedenes wurden einige Uebelſtände im Beruf besprochen. geworden auf Kosten der Arbeiterschaft. Diese Herren haben es dem gesammten Weltmarkt sind, so ist dies alles nur möglich Angeklagten, in dem Merger über das uneheliche Kind, Unter anderem bezahlt die Firma Simund ihren jüngeren Rohrdas ihr im Wege war, und in der unrichtigen Ansicht der legern einen Stundenlohn von 27/2 Pf. Darauf wurde bekannt eben verstanden, die Löhne der Arbeiter am meisten herabzudrücken. niederen Volksklassen über das erlaubte Maß des Büchtigungs- gemacht, daß die Maifeierversammlung für die Metallarbeiter Diefe Herren drücken den Arbeitern den Daumen aufs Auge, fie wollen die günstige Konjunktur nur für sich ausnuyen, und mit rechtes Milderungsgründe zu sehen und erkannte nur auf im Feen- Palast, vormittags 10 Uhr, ftattfindet. 3 Monate Gefängniß. Charakteristisch waren die Worte, welche Die Stuckateure waren am 26. d. M. bei Kohn, Beuth versetzt, welche den Arbeitern so lange in den Ohren gellen wird, dem letzten Rundschreiben haben sie den Arbeitern eine Ohrfeige der Ehemann der Angeklagten seiner Gattin auf dem Korridor straße, versammelt, um den Situationsbericht über ihren gegen bis sie sich zu gemeinsamem Kampfe vereinigt haben.( Lebhaftes zuries, als diese nach ihrer Verurtheilung an ihn herantrat:" Na wärtigen Streit entgegenzunehmen. Grünenberg, als Rommissions Bravo.) Besonders scharf geht Redner mit der Arbeitsnachweis, was weinst Du denn", meinte er tröstend, das ist doch die mitglied, berichtete, daß 73 Meister bereits den neuen Tarif be- diesem schwarzen Kabinet in der Gartenstraße, ins Gericht. ganze Sache nicht werth!" Die milde Beurtheilung, welche der willigt haben. Im Laufe der Versammlung tam zur Sprache, Diefes neueste Vorgehen der Berliner Metallindustriellen müsse Gerichtshof einem abscheulichen Rohheitsvergehen hat zu theil daß bei den Firmen Große, Müllerstraße, und Denner, Weißensee, den Arbeitern zeigen, daß sie sich vereinigen müssen. Sorgen werden lassen, muß wunder nehmen, wenn man bedenkt, daß die beide den Tarif unterschrieben, noch die alten Zustände wir dafür, daß hier bei diesem Punkt die Fehde begraben wird, die„ unrichtige Ansicht der niederen Volksklaffen" bei Bestrafungen herrschen und erklärten die dort beschäftigten Stuckateure, damit wir einig vorgehen, um eine Niederlage zu verhindern, von" Bergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung, von die Arbeit sofort niederzulegen. Hierauf machte Macker wie wir sie im Jahre 1890 erlitten haben. In der Diskussion ,, Nöthigungen" und sonstigen aus dem wirthschaftlichen Kampf bekannt, daß die Kommission jest jeden jeden Abend von entspinnt sich eine längere Debatte zwischen den Genossen nur zu leicht erklärlichen Gesetzesübertretungen wohl faum jemals 6 Uhr ab bei Schünemann, Steinſtr. 17, tagt und find alle Hoffmann und Stöhr, indem letzterer für den Berliner von einem deutschen Gericht als mildernder Umstand berück vorkommenden Unregelmäßigkeiten sofort dort zu melden. Hierauf Metallarbeiter- Verband eintritt. Nachdem die Versammlung sichtigt worden ist." wurden folgende Resolutionen angenommen: Die Versammlung dieser unerquicklichen Debatte durch energische Schlußrufe ein Ende Das preußische ,, Versammlungsrecht" bei Licht be- beschließt, die in den letzten Versammlungen gefaßten Beschlüsse, bereitet hatte, wird eine Resolution angenommen, in der die Versehen. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgeseh hatte sich der betreffend die Nichtaufnahme der Arbeit, wo der Tarif nicht be- fammlung ihrer tiefsten Entrüstung über das Vorgehen der Berliner willigt ist, energisch hochzuhalten. Des ferneren beschließt die Metallindustriellen Ausdruck giebt und die Anwesenden fich ver= Tischler Alwin Volkmann vor dem Rigdorfer Versammlung, dort, wo die gegebene Unterschrift zurückgezogen pflichten, den Arbeitsnachweis in der Gartenstraße entschieden zu Schöffengericht zu verantworten. Den Vorsitz führte ift, feine Minute weiter zu arbeiten. Die Kommission ist sofort meiden und zu keiner Arbeitsgelegenheit mehr zu benußen. Amtsrichter Schreiber. Der Antlaga lag folgender That davon in Kenntniß zu sehen. Eine zweite Resolution lautete: bestand zu grunde: Am 17. Februar ds. Js. fand in den Die Versammlung beschließt, die Sammlungen zum Unterstützungs- Versammlung bei Keller, Koppenstraße, in der Faber referirte. Mit der gleichen Tagesordnung tagte am Dienstag eine Viktoriasälen" in Rixdorf eine Volksversammlung statt, die bei Eintritt der für dies von Sozialdemokraten besuchte Lokal auf 10 Uhr fonds energisch fortzusetzen, um eventuellen Maßnahmen der Nach einer kurzen Diskussion fand eine Resolution, in der die wurde er = Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker nahm in ihrer Generalversammlung am 28. April den Bericht der in ihrer Generalversammlung am 28. April den Bericht der Lohnkommission betreffend die Maifeier entgegen. Hoch be= mertte unter Zustimmung, der Vorstand habe sich von den ArJm Verein der Stockarbeiter sprach am 20. April beitern düpiren lassen, indem er durch Verhandlungen den 1. Mai Friz Hansen über die oftasiatische Frage. Nach einer kurzen als. Wochentag bei Musikaufträgen in Anrechnung brachte, die Diskussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag wurde erhöhten Lohnforderungen seien aber ziemlich allenthalben nachzum Echluß der Versammlung bekannt gegeben, daß die Vor- träglich bewilligt. Er beantragte dem Vorstande ein Mißtrauensversammlung am 1. Mai, vormittags 9 Uhr, bei Keller's( Tunnel) votum auszustellen. Im Sinne Hoch's äußerten sich Meißner, voltam, deppe, D. Krüger 1. Allgemein forderte man, stattfindet. mit industriellen protestirt und zum Anschluß an die Organisation Versammlung gegen das Vorgehen des Verbandes der Metallauffordert, einstimmige Annahme. festgesetzten Polizeiftunde von dem überwachenden Beamten, Gendarm Unterstützung soll während der ersten sechs Tage nicht geGehricke, für aufgelöst erklärt wurde. Da nach Ansicht Bolkmanns die Uhr noch nicht 10 war, wollte er erst sein Biert werden, sodann bekommen die Unverheiratheten 12 M., die austrinken und den Ueberzieher anziehen, ehe er das Lokal Berheiratheten 15 M. und für jedes Kind 1 M. mehr. verließ. Doch ließ ihm der Gendarm hierzu keine Zeit und Die Kistenmacher verhandelten am 27. April über thre da Volkmann gegen das Auftreten des Beamten protestirte,| Stellung zur Maifeier. Gine allgemeine Arbeitsruhe wurde von diesem zur Anzeige gebracht wegen Nicht- abgelehnt, weil ein so flotter Geschäftsgang, wie er in vielen befolgung der Aufforderung zum Verlassen des Saales. anderen Gewerben durch die Ausstellung hervorgerufen, bei den dem Schöffengericht bestritt Volkmann der Polizei Kiſtenmachern nicht zu verzeichnen ist. Sodann gelangte folgende das Recht, eine Versammlung wegen Eintritts der Polizeiſtunde Resolution zur Annahme: Die Versammlung ichlicht sich der auflösen zu dürfen und schilderte im übrigen den Thatbestand Resolution der Berliner Gewerkschaftskommission bezüglich der wie angegeben. Der Amtsanwalt hielt die Schuld des Angeklagten Feier des 1. Mai an. Auch sie betrachtet es als die würdigste fationen in Verbindung getreten feien" 11. f. 1. für erwiesen und beantragte gegen denselben eine Geldstrafe von Form der Feier, die Arbeit an diesem Tage ruhen zu lassen. Sie 15 M. Der Gerichtshof erkannte auf 25 M. Geldstrafe event. 5 Tage empfiehlt mithin allen Kollegen, die es irgend möglich machen Gefängniß. An der Schuld des Angeklagten sei kein Zweifel, tönnen, am 1. Mai nicht zu arbeiten. Ferner wird es Vor In der ,, Vossischen Zeitung" befindet sich ein Versamm lungsbericht über eine Versammlung der Metallarbeiter bei Keller, in welchem dem Referenten, Genossen Faber, u. a. folgende Aeußerung unterstellt wird: Falls die Polizei mit der Auflösung der Wahlvereine vor Gericht recht erhalte, werde man auch die Gewerkschaften auflösen. Die Polizei habe bereits genügendes Material, aus dem ich nachweisen lasse, daß die Gewerkschaften mit anderen OrganiVom Genossen Faber wird uns hierzu geschrieben, daß ihm gar nicht eingefallen fei, eine derartige Aeußerung zu thun, daß es sich auch vollständig seiner Kenntniß entziehe, ob in den Gewerkschaften derartige Verstöße vorgekommen felen und ob die nicht unterstüßen können. Die Stimmung der Versammelten dem Zentralverband der Maurer Deutschlands" anzuschließen, Behörde darüber bereits genügendes Material gesammelt habe. ließ sich aber durch derartige Maßregelungen nicht beeinflussen. und schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die LohnDer Referent erklärte einfach die Thatsache, daß die Polizei auch Nachdem allseitig aufgefordert worden war, an den gestellten bewegung. • einige Gewerkschaften als politische Organisationen angesehen Forderungen festzuhalten, gelangte ein Antrag zur Annahme, Friedrichsberg. Am 25. April tagte in Spizigs Salon habe, trotzdem diese auf grund des§ 152 der R.-G.-D. bestehen, wonach alle Arbeiter die nach dem neuen Tarif arbeiten, so eine starkbesuchte öffentliche Versammlung der Textilarbeiter. und daß, wenn diese Gewerkschaften oder deren lange der Streit währt, pro Woche eine Mark an die Kommission Die Versammlung war zum größten Theil von Arbeiterinnen Leiter in ganz nebensächlichen Dingen mit ein abzuliefern verpflichtet sind. Mit einem begeisterten Hoch auf und Arbeitern der Jute- Spinnerei und Weberei in Stralau beander in Verbindung treten wollten, die Polizei die moderne Arbeiterbewegung wurde sodann die Versammlung sucht. Kozte erstattete Bericht über den an den Osterfeiertagen ihre schwere Hand auf diese Gewerkschaften legte. gefchloffen. in Apolda stattgefundenen Kongreß deutscher Textilarbeiter. Die Lohnbewegung der Maurer. Am Mittwoch Abend Textilarbeiter. Am 27. April hielten die Filialen I, II Der Bericht wurde ohne Diskussion entgegengenommen. Unter beschäftigte sich abermals eine gut besuchte Versammlung der und III der Textilarbeiter eine gemeinschaftliche Versammlung Verschiedenem wurde bekannt gemacht, daß die Maifeier der TextilMaurer mit dem Stand des Streiks. Rater schildert die ab, in der Voigt über den letzten Textilarbeiter Rongreß arbeiter im Restaurant Haferland, Ober- Schönweide, stattfindet. Situation als eine äußerst günstige und glaubt, daß weit bessere Bericht erstattete. Hierauf fand die Neuwahl des Zentral- Sodann wurde angeregt, in Friedrigsberg selbst eine neue Filiale Erfolge erzielt wären, wenn die Maurer gleich zu Beginn des vorstandes statt und wurden gewählt: Hübsch zum ersten, zu pründen, weil die Zahl der Mitglieder der Filiale Rummels Ausstandes einmüthig ihre Forderungen gestellt hätten. Auch Kallosch zum zweiten Vorsitzenden; Treue zum Geschäfts- burg sehr start im Wachsen begriffen sei. Man entschied sich habe leider die ungenügende Organisation nicht zum Vortheil für führer; Wutte zum ersten, Langner zum zweiten Schrift- jedoch dafür, beide Orte zu einer Filiale Friedrichsberg- Rummels. den Ausstand gewirkt. Bewilligt ist bis jetzt die Forderung auf führer. In den Ausschuß delegirte die Versammlung: Burg- burg zu vereinigen. Nähere Besprechungen darüber finden in 346 Bauten, auf denen 4011 Maurer beschäftigt sind; im Streit hard, Graubaum, Liebers, Kohl und Lehmann. der nächsten Mitgliederversammlung statt. Bis dahin können befinden sich 1845 Mann. In der Diskussion wurde über die unter Verschiedenem wurde ein Antrag angenommen, daß der die Beiträge am Sonnabend Abend im Lokal von Pansegrau, Regelung der Unterstüßung um Auskunft gebeten. Silberschmidt jenige, der den 1. Mai nicht feiern kann, 25 Pf. der Verbands- Stralau- Rummelsburg, entrichtet worden. erwidert, daß die vorhandenen Mittel genügen, um die Sonn- tasse zuzuführen hat. Rigdorf. Die Bauarbeiter beschäftigten sich am 26. April abend fälligen Unterstützungen auszuzahlen. Die Auszahlung Charlottenburg. Am 23. April tagte hier eine öffentliche in einer gut besuchten Versammlung mit der Lohnbewegung. findet Sonnabend von 8 bis 5 Uhr statt, und zwar stündlich der Versammlung der Wietallarbeiter mit der Tagesordnung: Wie Der Referent Jutsch plädirte für ein gemeinsames Vorgehen mit Reihe nach von Filiale I- IX. stellen sich die hiesigen Metallarbeiter zu dem Rundschreiben des den Berliner Berufsgenossen. Nach einer längeren Diskussion Die streikenden Schuhmacher waren gestern Vormittag Verbandes der Berliner Metallindustriellen. Faber, der das wurde beschlossen, die endgiltige Stellungnahme bis nach dem fehr zahlreich bei Cohn, Beuthstraße, versammelt, um den Bericht Referat übernommen hatte, geißelte in scharfer Weise das Ge- Verlauf der Berliner Versammlung zu vertagen. Bezüglich der über den Stand des Streits entgegenzunehmen. Wie Hammacher bahren dieser Unternehmerorganisation. Zum Schluß ermahnt Maifeier bestimmte die Versammlung, daß da, wo es möglich ist, anführte, haben sich bis zur Zeit ca. 500 Arbeiter aus 35 der Redner, sich durch dieses Rundschreiben nicht von der Be- die Arbeitsruhe durchgeführt werden soll. Diejenigen, die am größten und maßgebendsten Geschäfte zur Kontrolle als Streifende gemeldet. Angenommen kann aber werden, daß sich bereits längeren Diskussion über diesen Gegenstand erstattete Menge den mitteln. Hierauf wählte die Versammlung Höpner als erſten und theiligung an der Maifeier abhalten zu lassen. Nach einer genannten Tage arbeiten, sollen 50 Pf. dem Streitfonds überüber 700 Arbeiter im Ausstande befinden. Andererseits baben aber auch eine größere Anzahl von Geschäften, Bericht über das Gewerkschaftskartell. Die Sammlungen für den Kupfer als zweiten Kartellbelegirten. der Kommission sind 15 gemeldet, die Forderungen bewilligt. Kranz der Märzgefallenen haben 57 M. ergeben, ein Ueberschuß Der Redner wies darauf hin, daß die Bewegung im Laufe der von 5,50 M. wurde den Textilarbeitern in Kottbus überwiesen. Woche noch bedeutend größere Dimensionen annehmen wird. Wie Charlottenburg. Mittwoch Abend fand in Bismarckshöhe" in allen Branchen, wo die Hausindustrie vorherrschend, bedarf es eine Maurerversammlung statt, in der Schulz über die Lage auch hier erst einer längeren Zeit, um ein genaues Bild über den Umfang des Streits in Charlottenburg berichtete. Redner ermahnte, die der Bewegung zu erlangen. Soweit sich aber die Situation über Kontrolle auf den Bauten streng und gewissenhaft auszuüben. sehen läßt, kann sie als eine günstige bezeichnet werden und sei Im ganzen gestalte sich die Lage des Streits sehr günstig, da zu erwarten, daß die Bewegung mit Erfolg zu Ende geführt nur noch wenige Bauten zu verzeichnen sind, wo die Forderungen werden kann. In der Diskussion wurde das Verhalten der noch nicht bewilligt wurden. Es sind hauptsächlich die Bauten Kollegen, welche die Forderungen entweder gar nicht gestellt, oder des Maurermeisters Schrobsdorff. Sodann berichtete fich auf Kompromisse mit den Arbeitgebern eingelassen hatten, ver- Czikolski im Auftrage der Lohnkommission über die Lage urtheilt und sehr entschieden gerügt. Von mehreren Rednern wurde auf des Streits im allgemeinen. Dem Streiffonds find zahlreiche die erbärmliche Lage derjenigen Berufsangehörigen hingewiesen, Beiträge von anderen Gewerkschaften zugeflossen, so daß der die in den Kellerlöchern arbeiten und, was nicht selten vor Streit glänzend durchgeführt werden kann. Nach einer vom der Delegirte tommen soll, in dieser sogenannten Werkstelle sogar schlafen längeren Diskussion gab Gewerk müssen. Seitens der Meister soll an die größeren Geschäfte das schaftskartell eine Geschäftsübersicht und wurde hierauf Anfinnen gestellt worden sein, während des Streiks sämmtliche Gericke mit der weiteren Vertretung beauftragt. Zum Schluß Gesellen zu entlaffen, damit diese die Ausständigen ermahnte der Vorsitzende die Anwesenden, sich Mann für Mann Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Südoft schule, Waldemarstr. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gefeße für die Kunst des öffentlichen Redens, Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Seinrich Schulz. Nordschule, Müllerstr. 179a: National- Detonomie. ( allgemeine Nationalötonomie. Wesen der gesellschaftlichen Arbeit. Die verschiebenen Produktionsformen. Das charakteristische der kapitalistischen Brobuttionsform. Theorien zur Erklärung des Kapitalismus, die klassische Nationalötonomie. Mary Fortführung und Kritik: Werth, Mehrwerth, zirkulation des Kapitals, Profit, Handelsgewinn, Grundrente. Tendenzen der freien Konkurrenz und der Emanzipationskampf der Arbeitertlasse. Die ökonomische Theorie von Mary in ihrem Verhältniß zur materialistischen Geschichtsauffassung) Herr Dr. Konrad Schmidt. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen ZeitDie schriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender ad. Neumann, Bafewalferstraße 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr, 49, v. 2 Tr. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen int Bereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Rottbuser Damm 72. Tischlerverein. Sonnabend, den 2. Mat, abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Außerordentliche Generalversammlung. Mitgliedsbuch legitimirt. Deutscher Sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St sonore 814, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber= sammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht.. 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Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, find faft gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe, wenigstens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld foften. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trotz der billigen Anpreifung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Bublifum im eigensten Jutereffe die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. 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Ich lade ergebenft zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellosen Sitz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreelle Hochachtungsvoll Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird.. Karl Zobel, Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpnickerstr. 121, Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung: Gruppe II, Saal C, Nr. 607. Ecke Michaelkirchstraße. Arbeiter- Maifest des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises am Freitag, den 1. Mai, im Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. Großes Vokal- und Inftrumental- Concert unter Mitwirkung von 350 Sängern des Arbeiter- Sängerbundes. Festrede gehalten vom Reichstagsabg. Wilhelm Liebknecht. Deklamationen. Lebende Bilder. Anfang des Concerts abends 6 Uhr. Entree 25 Pf. Maifest Zeitung und Programm gratis. Nachher: TANZ, Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. 208/7 : Das Komitee. Neue Welt, Hasenhaide, Freitag, den 1. Mai 1896: Mai- Feier arrangirt von den 213/10 Parteigenossen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes. Unions- Brauerei, Hasenhaide Nr. 22-31. Freitag, den 1. Mai 1896: Mai- Feier arrangirt von den Genossen des zweiten Wahlkreises bestehend in 211/17 Vokal- und Instrumental- Concert, Turnerischen Aufführungen, Gesangvorträgen von 400 Sängern. Festrede, gehalten vom Genossen Dr. Leo Arons. Tanz. E Anfang 4 Uhr. Die Kaffee- Küche ist von 2 Uhr an geöffnet. Rege Betheiligung erwartet Achtung! Maurer. Billet à 20 Pf. Das Komitee. Achtung! Sonntag, Vormittag 10% Uhr pünktlich, im Feen- Palast, Burg- u. Wolfgangstr.- Eke: Gr. öffentl. Manrer- Versammlung. Tagesordnung: 1. Unser Streit und unsere Taktik für die Zukunft. 2. Diskussion. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ist es besonders der arbeitenden Kollegen Pflicht zu erscheinen. 113 19 Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. Feßtrede, gehalten vom Reichstags- Abg. Bestherr. Maurer. Achtung, Mechaniker! Feuerwerk. Lebende Bilder, Tanz. Den Mitgliedern des Zentral- In nachstehenden Werkstätten befinden sich die stelle II für den Südosten) zur Kennt- Kollegen im Ausstand: Maifest- Zeitung gratis. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Verbandes Deutscher Maurer( ZahlUm zahlreiche Betheiligung ersucht Das Comité. Billets find an der Kaffe zu haben. niß, daß vom Sonnabend den 2. Mai Keiser& Schmidt, Johannisstraße. Mix& Genest, Bülowab sich unsere Zahlstelle sowohl wie ftraße 67. Dr. Meyer, Holzmarktstraße. Gould& Cie, ReinickendorferVerkehrslokal bei Straße 64a. Weinert, Admiralstr. 18 d. Wagner, Reichenbergerstr. 125. 28. Insgesammt Achtung! 4.Wahlkreis. Achtung! Streit, Naunynſtr. 86, Krause, Mariene gefemmt 7 Merijätten mit 250 Mons. Freitag, den 1. Mai 1896: Grosse Mai- Feier in folgenden 4 Lokalen: Brauerei Friedrichshain( früher Lips), Am Königsthor. Feftrede: Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. Elysium, Landsberger Allee Nr. 40-41. Feftrede: Frau Klara Zetkin. Louis Keller's Festfäle, Koppenstraße 29. Feftrede: Reichstags- Abgeordneter Paul Singer. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Feftrede: Dr. Alfred Bernstein. In allen Lokalen: Gr. Vokal- u. Jnstrumental- Konzert ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Massengesänge. Aufführung lebender Bilder. Deklamationen. Turnerische Aufführungen, ausgeführt von Mitgliedern des Turnvereins Fichte". Nachher: Tanz. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. 2164 Billet 20 Pf. Billets find an allen bekannten Stellen zu haben. Um rege Betheiligung der Parteigenossen ersucht Der Vertrauensmann. Glasarbeiter. Stralau- Rummelsburg Freitag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr, im„ Schweizerhäuschen"( Strohmeyer), Stralau, Markgrafendamm Große öffentliche Versammlung. befindet. 136/6 Bentral- Krankenkasse der Maurer u. Grundstein zur Einigkeit". 3ung ist fern zu halten. Bewilligt haben weiter die Firmen: Auerbach, Grünauerstraße. Schuchhardt und Jenisch 281| 18 & Böhmer. Das Streikbureau befindet sich bei Schönemann, Die Bahlstelle für Norden befindet skalikerstr. 7. Marken und Listen sind daselbst zu haben. fich vom 2. Mai im Restaurant von Bieske, Stralsunderstr. 63. Daselbst werden jeben Sonnabend, abends von 8 bis 10 Uhr, Beiträge entgegen ge= nommen. Die örtliche Verwaltung. J. A.: Wilh. Garbe. 149/10 Zentralfranten- u. Sterbekasse der Tischler ut. Berlin D. Sonntag, den 3. Mai 1896, vorm. 10 Uhr, im oberen Saal der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. = Verband aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 3. Mai 1896, vormittags 10 Uhr, im Lokale von Cohn, Beuthstr. 20121: Versammlung der Monteure und Hilfsmonteure. Tages- Ordnung: 1. Vortrag( der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 278/11 Mitglieder Versammlung. Kollegen, zu erscheinen. Die nichtorganisirten Kollegen find als Gäste willTagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Rassenangelegenheiten( Krankenfontrolle). 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Zentralfranken- u. Sterbefasse der Tischler u. Oertliche Verwaltung Berlin G. Freitag, den 1. Mai, fallen die Sprechstunden des Bevollmächtigten u. Kassirers aus. 184/19 Die Ortsverwaltung. Maifeier!! Empfehle Freunden und Bekannten mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal sowie Garten u. Kegelbahn. Saal( 200 Personen fassend) unentgeltlich. Max Scheps, Gerichtsstr. 10. Bolts- Ernährung auf der Vortrag über, Die Bedeutung des 1. Mai". Berliner Gewerbe- Ausstellung, Um die Versammlung zu einer imposanten Demonstration zu machen, werden sämmtliche Rollegen ersucht, pünktlich zu erscheinen. 739 Der Vertrauensmann. nahe dem Alpenpanorama an der Spreefeite. Allgemeine Kost. Vegetarische Kost. Verein der Bauanschläger 250 verschiebene Speisen und Getränke. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 3. Mai 1896, vormittags 10% Uhr, bei Buske, Grenadierkr. 33: OS Versammlung Zages Ordnung: 50082* 10 Pfg. In anbetracht der wichtigen Tages- Ordnung ist es Pflicht eines jeden tommen. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. E Der Vorstand. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen. ( Filiale Berlin). Sonntag, den 3. Mai, vormittags 10 Uhr, im Lokale Babiel ( früher Wernau), Rosenthalerstr. 57: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Die Antwort der Arbeitgeber der Scheibenbranche über den gestellten Lohntarif. 2. Stellungnahme dazu. 3. Gewerkschaftliches. Regen Besuch erwartet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Parquetbodenleger Berlins. Sonntag, den 3. Mai, vormittags 10 Uhr, im Lokale von Zubeil, Lindenstraße 106: Oeffentliche Versammlung. 277/19 Tages Ordnung: Beschlußfaffung, wann unfere Forderung in kraft tritt. Es ist Pflicht eines jeden Parquetbodenlegers, zit erscheinen. Der Vertrauensmann. Tischler- Verein. Sonnabend, den 2. Mai, abends 8 Uhr, Melchior- Straße Nr. 15: Außerordentliche General- Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Antrag Donna auf Unterstüßung der streifenden Klavierarbeiter. 2. Ein Unterſtüßungsgesuch. 3. Beſprechung über die am 10. Mai ſtattfindende Herren- Fußpartie und Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsuch legitimirt. Der Vorstand. 199/4 Es ist kein Wunder Achtung! Rohrleger. Achtung! wenn die Leute selbst aus den Vor1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstandes über den orten ihren Bedarf in Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 34/5 Der Vorstand. Zentral- Verband deutscher Maurer Zahlstelle Berlin I.( Putzer.) Sonntag, den 3. Mai, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20: Hosen aus Stoff, Leder und Zwirn nur direkt aus der Fabrik Gormannftr. 2, 1 Tr. Mitglieder- Versammlung de Rofenthaler. u. Weinmeiſterſtraße Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1896. beben. Die Leistungsfähigkeit dieser Firma 18417 ergiebt sich durch folgende Fattoren: 2. Was geschieht mit denjenigen Mitgliedern, welche in letzter Zeit gegen§ 15 a des Statuts verstoßen haben? St? 3. Fußpartie, und wie feiern wir unser diesjähriges Stiftungsfest NB. Die Versammlung wird präzise 11 Uhr eröffnet und ersuche ich die Mitglieder in anbetracht der wichtigen Tagesordnung zahlreich und pünftlich J. 2.: Der Bevollmächtigte. zu erscheinen. Spezialgeschäft. 50109* Eigene Fabrikation. Keine Ladenmiethe. Bedeutender Engrosabfah. Verkauf uur per Kaffe. Geringe Geschäftsspesen. Sonntag, den 3. Mai, vormittags 10 Uhr, im Louisenstädtischen Klubhaus, Annen- Straße Nr. 16: Versammlung der Werkstatt- Bertranensmänner. Tages- Ordnung: 281/17 Die bevorstehende Lohnbewegung. Pflicht der Kollegen ist es, dafür zu sorgen, daß aus jeder Werkstätte mindestens ein Kollege anwesend ist. Der Vertrauensmann. Grosse Maifahrt mit Musik. Sonntag, den 3. Mai, früh 8½ Uhr: Dampferpartie nach Hessenwinkel am Dämeritsee mit den beiden Dampfern Lydia und Lotte veranstaltet vom Lotterie- Klub ,, Glück". Abfahrt von der Stralaner Brüde bei Rahat& Herzer. 1239b Billets sind am Dai pfer zu haben. Der Vorstand. Hierzu ladet freundlichst ein Um Verwechselungen zu vermeiden, bitten wir die Käufer, auf Achtung! Straßen, Nummern und untengezeichnete Abbildungen unserer drei Achtung! EIGENE FABRIKATION GROSSE MAASSTABE in Geschäftshäuser achten zu wollen. SCHAFTS- GRUNDSAY ALLE in sehr PREISE billig und ZAHLEN gezeichnet. 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