Morgenausgabe Sonntag Nr 56i v y, 30. November 1930 A282 4i-sar�m' Groß-Äerlin 15 Pf. «öch«n!llch«SP«. m°»aMchZ,60 v!.| JH jH'VI All�WäriS 20 pf. �,chl>°ßnchsoP�P°nz�wns�nd Jm fsSI: W B B US B B B B B H ll B MV BB B BBB II 1�1 IX sv.LUpÄv�rreÄ abonnement 6.— 3M. pro SRonat WCH MZ W MK B H B B B B B B BWL JK� mark...Klein- Antigen' dos mac *- HP' I m.% HR MHl BB\ M> �SSSS�SS■ druck!- Morl ZS Pfennig izuläslig zmei 5-r.Vorwärls' erschein! woch-ntög» DW g&! BN MSbL. B �T/ Hli'«la-druckl. W°r,->.!-d.. w.il.r. Sorl «ich zweimal. S-nmag- und Manwi,. WS Bi JW 7/ Bf H S<-U-ng->uch. dos-r». einmal, di. Ad-nd-u-gab-n für Brri.n B. i BL\ �W/ // B i Wnrl t-> Bi-nniq. j-b.s w°nor. War! und im fiandel mit i-m lil-l.Srr/> /_ in Pfening. Wor!« iibrr IS Buchstaben Abend". Illustrierte Beilag-n„Vo"®orf5; Arbettsmartt und Zeit" und.Äinderlreund". genier �äST/ ää. m � � � �ii',60?I'IL"'8- F-niilieu-nzeig-n Zeile -»s««- � VeAZttev VoMvlÄtt»-'SM?» Jenwawegan der Sozialdemokratischen Partei Deutschiands Redaltion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 srernsprecher: Döichoss 292—297 Telegramm-Adr l Sozialdemokrat Berlin. Nazi als Mordbuben. Zwei Kommunisten auf offener Straße niedergeschossen V lauen. 2g. November.(Eigcirberichk.) Zu der vergangeneu Nacht gegen 2 Uhr kam es auf der fjofcc- Sftajje zwischen einer nationalsozialistischen Abteilung in Uniform und einer Abteilung Kommunisten zu einem Zusammenstoß. 2m Lause der sich entwickelnden Auseinandersetzung zog ein SA.- Mann einen Revolver und schoß einen Kommu- n i st e n nieder, der mit einem schweren Bauchschuh liegen blieb. Darauf flohen die Nationalsozialisten, wurden aber von den Kommunisten verfolgt. Am Konlur-Hos zog der SA.-Ulann a b e r m a l» den Revolver und schoß einem Kommunisten in die Brust. Die Kommunisten begaben sich darauf nach der kauptwache und riefen polizeilichen Schuh herbei. Die Polizei ver- anlnßle den Ablrausport der beiden Schwerverlelzteu nach dem Krankenhaus und nahm die Ermittlungen nach den Ulordbuben aus, ohne daß sie zunächst Erfolg gehabt hätte. Der 22 2ahre alle Ar. beiter Martin Hermann Groh ist inzwischen seinen Der- lehungen erlegen. Der Znstand des 40 2ahre alten Schuh. wacher» Richard Karl Hummel ist bedenklich. Kabinett Vaugoin erledigt. Dr. Ender berufen. Wien, 29. November. Die Bundesregierung Vaugoin'hat am heutigen Tage, an dem das Wohlversahren endgültig abgeschlossen wurde und an dem die Verhandlungen zwischen der Negicrung und den Parteien des Natio- Vorwärts-Verlaa G. m. b. H. nalrates über di« Bildung einer Mehrheit zu keinem Ziel« geführt haben, ihre Demission gegeben. Der Bundespräsilxnt hat sie angenommen und die Minister-mit der Fortführung der Geschäft« betraut. Bundespräsident Miklo�. hat den Landeshauptmann von Vorarlberg Dr. Otto Ender(chriftlich-soziat) eingeladen, Ver- Handlungen weg«n Bildung der neuen Bundesregierung ohne Verzug einzuleiten. Dr. Ender hat diese Ausgabe übernommen. Er trisst morgen vormittag in Wien ein und wird dem Bunde-prösi- denten nach Abschluß sein«r Besprechung Bericht«rstotten. * Dr. Ender gehört zwar zu den Begründern der heimwehr in seinem Ländchen, dem westlichsten Teil dieser deutschen Republik, er hat aber die Vorarlberger hcimwehr stets innerhalb der Christlich- sozialen Partei zu halten verstanden, während sie im Nachbarland Tirol offen saschistisch wurde. Ender gilt als Gemäßigter und es ist nicht wahrscheinlich, daß er dem„heimatblock" Ministersitze anbieten wird. Der Schober-Block, den Endor zur Mehrheit nicht ent- behren kann, würde wahrscheinlich zerfallen, wenn man ihm zu- mutete, mit einem hcimwehr-Jnnenminister zu regieren: diesen wichtigen Posten ober fordert die heunwehr als Preis sür ihre acht Stimmen. Da wird Ender wohl den ihm sowieso sympathU scheren Schober-Block vorziehen, der ihm die Mehrheit sichert. Obernazi Goebbels wollte am gestrigen Sannabend vor Kopen- Hagener Studenten sprechen. Die Versammlung wird« auf Vor- schlag der Polizei abgcsaat, da Rache sür hinauswürfe von Oppo- neirten aus einer Nazioersmninluna angcdrobt war Goebbels wurde rechtzeitig verständigt, daß er zu Haus bleiben könne. Postscheckkonten Berlin 37 536.— Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Lindenstr.Z, Dt. B. u. Disc.-Ges., Depolil«nk.,Jerusalcmer Str. KSt66. Von Brüning bis Bolle. Notverordnung— Lohnabbau— Milchpreis. Der Reichstag tritt am 3. Dezember. 3 Uhr nachlyittags. wieder zusammen. Auf der Tages» o r d n u n g steht als erster Punkt die Beratung des Reich shaüshaltplans für 1831. Das Reichskabtnett wird, heute über den Erlaß einer neuen Notverordnung beraten. Sie soll zwei ver- schiedene Dinge in einem Rahmen urtisassen: Verbesserungen der Notverordnung vom Juli und I n- k r a f t s e tz u n g des vom Reichsrat verbesserten Finanz- Programms der Regierung. Die Steuern aus der Notoerordnung werden inzwischen von Staatskommissaren in den Gemeinden ver- ordnet. An die Stelle von Beschlüssen der Gemeindeparla- meiste tritt die Unterschrift eines Regierungsbcauftragten. Die Zahl der Gemeinden, die Staatskommissare vorgesetzt er- hasten haben, wächst täglich. Die Reichshauptstadt hat zwei Staatskommissare' erhalten mit dem Auftrag, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Der Reichshauptstadt folgt das Reich nach: Herr Brüning wird als Staatskommissar für das Reich eine Verordnung über die Reichsfinanzen erlassen. War diese Entwicklung unabwendbar? Es genügt, zwei Zahlen zu nennen, um diese Frage zu beantworten. Im Reichstag sitzen 107 Nationalsozialisten und T7 K o m m u n t st e n, zusammen 184 Abgeordnete, die für eine sachliche Mohrheitsbtldung für notwendige Erfordernisse nicht in Betracht tommen. Sie verkörpern das reine Pro- testlcrtum, das in einer scheinkonstitutionellen Monarchie eine erzwungene Forist der Opposstion, in der Demokratie aber mir ein Hemmnis des Stoatslebens ist. Soweit diese 184 M- geordnete ein politisches Ziel haben, ist es die Zerstörung der Demokratie. Sie steuern auf den FaschiSinsts los. Von den übrigen bürgerlichen Parteien, find mehrere von der faschistischen Ansteckung ergriffen. Die Krankheit äußert sich darin, daß sie eine sachliche Mehrhestsbildung mit der Sozialdemokratie aus der Grundlage eines parlamentarischen Kompromisses ablehnen— weil sie die Krise des Parlamen- tarismus in diesem Reichstag bis zum Sturze des parlamen- tarischen Systems und zum Siege einer faschistischen Gegen- revolution vorwärtstreiben wollen. Die Ansteckung hat aber nicht olle bürgerlichen Parteien ergriffen, und so gibt es auch keine ausgesprochene faschistische Mehrheit in diesem Reichstag. «- So ist das Bild des parlamentarischen Schlachtfeldes. Auf diesem Kampfboden muß die Sozialdemokratische Partei manövrieren. Ihr nächstes'Ziel ist immer dasselbe, mag es sich um die Beeinflussung eines parlamentarischen Mehrheitsbeschlusses oder um die Beeinflussung von Gesetzen hairdeln, die die gegenwärtige Regierung durch eine Notverordnung zu erlassen gedenkt. Sic hat sachliche Arbeit im Interesse der Arbeiterschaft zu leisten, die bestehenden Gesetze zu verbessern, die kommenden in ihrem Sinne zu beeinflussen. Sie hat zu diesem Zwecke mit der Reichsregierung verhandelt. Es ist begreiflich, daß sie nicht alles erreicht hat, was sie für not- wendig hielt. Trotzdem ist anzunehmen, daß es der hartnäckigen Arbeit der Sozialdemokratie gelungen Ist, die Regierung davon zu überzeugen, daß ohne eine weit- gehende Abänderung der alten Notverord- nung auf eine Verständigung mit der Sozial- demotratie nicht gerechnet werden kann. Wenn auch noch nicht endgültig feststeht, wie die Reichs- regierung die alle Notverordnung abändern wird, so sind doch wesentliche Milderungen bei dem Arznei- schein und anderen Bestimmungen der Kran- kcnversicherung, aber auch bei der Arbeits- lofenversicherung und insbesondere bei der K o p f st e u e r z u erwarten. Bei der Kopfsteuer dürsten durch völlige Freistellung der Fürsorgeempfänger, der Arbeitslosen, der Krisenunterstützungsempsänger. der Sozial- und Kleinrentner, sowie aller Personen, die nicht selb- ständig auf eigene Rechnung leben, die größten Ungerechtigkeiten und Härten beseitigt werden. Auch kann man an- nehmen, daß durch eine verbesserte Staffelung. die die höheren Einkommen schärfer anfaßt, ein Mittelding zwischen Kopfsteuer und Zuschlagsteuer zur Einkommensteuer geschaffen wird. Das Finanzprogramm der Regierung ist im Reichsrat erheblich verbessert worden— nicht zuletzt durch die Arbeit Preußens. Von einer Inkraftsetzung verfassungsändernder Gesetze auf dem Wege der Notverordnung scheint die Regie- Deutsche Beschwerde überreicht. Völkerbund gegen Polenterror angerufen. Genf. 28. November. Die Note der deutschen Reichsregkerung über die in letzter Zeit gegen die deutsche Minderheit in Polnisch- Qbcrschlcsien verübte« Gewalttaten ist heut« von dem deutschen Generalkonsul Dr. Völkers dem Generalsekretär des Völkerbundes»»ir Eric Trummond, überreicht worden. Die offizielle Veröffentlichung der Note durch das Völterbnndssekretariat wird in einigen Tagen er- folgen. Das Schriftstück besteht aus der eigentlichen Zlote. dem Material und Schlußfolgerungen. Die Note ist in deutschem Text übergeben worden, das Bölkerbundssekretariat wird sie in Französisch und Englisch übersetzen lassen. Die Veröffentlichung wird nicht vor Mitt- woch erfolgen, und zwar gleichzeitig in Verlin und Genf. Das Beweismaterial. Die Anlage zur Beschwerdenote hat im wesentlichen folgenden Sich all: Große Teile der deutschen Minderheit sind durch willkürliche Mahnahmen von der Ausübung des Wahlrechts ausgeschlossen worden. In etwa 39 000 Fällen ist Angehörigen der deutschen Minderheit wegen angeblicher Unklarheit ihrer Stoatsanae- Hörigkeit die Ausübung des Wahlrechts untersagt worden. Zur Klärung darüber Ist eine Frist von drei Togen gesetzt worden, um alle Unterlagen, die in den meisten Fällen als unzureichend erklärt wurden, beizubringend Die polnische Propaganda für offene Abgabe der Stimmzellel hat die deutsche Minderheit stark bc- hindert. Der Erlaß des polnischen Innenministers, demzufolge die offene- oder geheime Stimmenabgabe anhelmgeftellt'> wurde, den Aufständischeiwerbänden die Einschüchterung der beut- schen Minderheit erleichtert. Di« deutsche Regierung Hot bei chrer Beschwerde in Rechnung gestellt, daß Wahlzell eine anormale Zeit ist, und es den Behörden manchmal nicht möglich ist, zweck- entsprechend gegen Ungesetzlichkeiten vorzugehen. In Ostoberschlesien aber ist ein seit Jahren bestehender Plan durchgeführt worden, den die polnischen Behörden zum mindesten geduldet haben. Im Mittelpunkt hat der Ausständischeiwerband gestanden. Bezeichnend für das enge Zusammengehen des Aufständischenverbandes mit d«n amilicheu Stellen ist die Tatsache, daß in Ostoberschlesieii der Wosewode Vorsitzender dieses Verbandes ist! Bei den Terrorakten der Auf- ständischen ist entweder überhaupt nicht eingegriffen worden oder zu spät. Es wird ferner aus die A u s st ä n d i s ch e n w o ch c vom 9. bis 20. Oktober hingewiesen, gegen die die deutsche Minderhell Beschwerde eingelegt hat, worauf aber zunächst eine Antwort nicht erteilt worden ist. Die Note greift zehn besonders krasse Beispiele heraus, darunter die Vorfälle in Nikolai, Sarau, Oberwiltschen und Hoheubirken. Allen diesen Terrorakten ist eigen gewesen,, daß die PoNzistcn Immer In allernächster Nähe gestanden, zum Teil an den heimgesuchten Gebäuden und Häusern selbst, ohne ein- zugreifen. In der. deutschen Note nicht erwähnt ist die unendlich große Zahl von Fällen, in denen Drohbriefe an Deutsche versandt wurden, zum. Teil portofrei mit dem Stempel des. Aufständischenver- bandes. Die Note protestiert nicht nur im Namen des Rechtes, sondern auch der Menschlichkeit und bittet, der Völkerbund möge dafür. Sorge tragen, daß die Minderheitenschutzbestimmungen auch durchgeführt werden. Curtius fordert Minderheitenrecht. Amsterdam, 29. November. Reichsaußenministcr Dr. Curtius äußert sich in einein Artikel über die Außenpolitik des Deutschen Reiches, und zwar in der Zeit- schrift„Indische Post", auch über die Minderheitenfrage. Darüber schreibt der Minister: Führt man eine Politik der Ver- s ö h n u n g, dann muß man danach trachten, seinen fremd- stämmigen Staatsbürgern Recht wideriahren zu lassen. Deutschland hat seinen Minderhellen anderer Rationalität große Freiheiten auf kulturellem Gebiet gewährt. So ist es den Polen und Dänen auf Grund der preußischen Säpiggesetze von 1928 möglich gemacht, ihre Kinder innerhalb der deutschen Reichsgrcnzen nach den Tradllionen ihres Volkes erziehen zu lassen. Die Mil- lionen Deutsche, die durch das Diktat von Versailles außerhalli der Reichsgrenzen wohnen,. bcsindcn sich, zum großen. Teil nicht in dieser günstigen Lage. Es muß endlich den Deutschen in anderen Staaten in Uebercinstimniung mll den Verträgen das Recht zur Wahrung der eigenen Volksart garantiert werden. Oer Polizistenmord. katlowih, 29. November. Die weiteren Uillersuchungen der Vorfälle in Galossowitz ergeben, daß die Ermordung des Paltzeikommandanten Sznopka keineswegs die polnischen Angriffe aus die Gesamtheit der deutschen Minderheit in Golassowitz rechtfertigt. Die der Tat dringend verdächiigen Ver- hafteten K u b l a und W a t u t gehören zwar der deutschen Minder- hell an, sind aber sehr übel beleumdet. Ein Sohn des Kufria fitzt bereits feit mehreren Jahren wegen eines Mordes sin Gefängnis: es Hot den Anschein, als ob der verhastete Kubla seinen Sohn durch die Erschlagung des Polizeikonimandanten rächen wollte, auch soll zwischen den beiden Feindschaft bestanden haben. Wie die offiziöse polnische Morgenpressc hierzu berichtet, haben Kubla und Wutot eingestanden, daß sie sich während der Vorfälle in Golassowitz im Gemeindehaus und somit auch von den anderen Männern o b- gesondert haben. Wutat soll mit einem Knüppel zugeschlagen haben, Kubla mit einem K ü ch e n m c s s e r, das er vorher im Gast- Hause mitgenommen hatte, auf Sznapka eingestochen haben. Erst aus das Schreien, Stöhnen vnd Hilferufen seien die Männer vom Gemeindehaus an den Tatort gekommen und hätten Sznapka in seinem Blute liegen gesehen. rung entsprechend den von der Sozialdemokvitie geäußerten schweren Bedenken absehen zu wollen. Das sind im wesentlichen die Ergebnisse, die die sachlichen Bemühungen der Sozialdemokratie gezeitigt haben. Wer sie mager findet, der mag bedenken, daß es angesichts der sammensetzung des Reichstags keine Taktik g:»'t, die dem vierten Teil des Reichstags die Macht und den Einfluß einer Mehrheit gibt. Angesichts der parlamentarischen Lege sind diese Ergebnisse sehr beachtenswert— und sie sind vor allem wert, daß man sie sichert! -i- Der Reichskanzler glaubt in seiner Rolle als Reichs- kommissar mit der neuen Notverordnung für die Oeffentlichkeit diesseits und jenseits der Grenzen den festen Willen zu be- künden, Ordnung in die Reichsfinanzen zu bringen. Wieweit das Programm wirklich eine Sanierung bedeuten wird, ist zweifelhaft. Die Sozialdemokratie steht ihm nach wie vor mit großer Skepsis gegenüber. Daß namentlich für die Ee- meinden damit das Finanzproblem nicht gelöst ist, wird von niemandem bestritten. Die Regierung selbst legt das Haupt- gewicht alts die psychologische Wirkung. Sie erblickt in der Unordnung in den Reichsfinanzen das stärkste Moment der Unordnung der Reichsfinanzen das stärkste Moment der deutschen Kredits und der inneren Unruhe. Das Reich braucht dringend eine Festigung seines Kredits im Ausland angesichts der schwierigen Aufgaben dieses Mnters und angesichts des überaus krisenhaften Zustandes doe deutschen Gesamtwirtschaft. Ob die Ersetzung des Willens de» Reichstags zu einer Sanierung der Finanzen durch den in einer Notverordnung ausgedrückten Willen der Regierung die erstrebte Beruhigung und die Festigung des Kredits herbeiführen wird, ist eine Tatfrage. Daß aber die Regierung selbst dazu beiträgt, die innere Unruhe zu verstärken, das ist eine Feststellung, die heute bereits mit aller Schärfe getroffen werden muß! Die Politik der Lohnkürzungen ruft im Innern die stärkste Unruhe hervor. ❖ Der ReichsarbeUsminister Stegerwald har dem Drängen der Unternehmer auf Lohnabbau nachgegeben, und hat aus feiner Nachgiebigkeit eine Theorie der Bekämpfung der Krise durch Lohnabbau gemacht. Er hat den Schlichtern die Anweisung gegeben, die Löhne zu senken, und hat deren Schiedssprüche für verbindlich erklärt. Er hat auch trotz der großen Arbeitslosigkeit unter den Berg- arbestern den Schiedsspruch für verbindlich erklärt, der die sogenannte Mehrarbeit im Ruhrbergbau weiter aufrecht- erhält. Er hat nur einen Schiedsspruch bisher nicht für verbindlich erklärt, und zwar gerade den Schiedsspruch, der die Löhne nicht gesenkt hat. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Führer der christlichen Bergarbeiter und Zentrumsabgeorhnete Jmbufch hat sich deshalb ge- nötigt gesehen, Herrn Stegerwald und Herrn Brüning recht unwirsch zu erklären, daß die christlichen Gewerkschaften kein e Reg i erun g s schutztr u p p e seien. Unbestreitbar ist jedenfalls, daß Millionen von Arbeitern, Angestellten und schlecht bezahlten Beamten der kommunistisch- nationalsozialistischen Demagogie zum Opfer gefallen sind. 107 Nationalsozialisten und 77 Kommunisten, zusammen also 184 sogenannte radikale Abgeordnete, sind in den Reichstag gewählt worden. Die Sozialdemokratie ging geschwächt aus dem Wahlkampf hervor. Das Ergebnis dieser..Radikali- sierung" der Wählermassen ist Lohnabbau auf der ganzen Linie. Wer wird behaupten wollen, daß dieser Lohnabbau eingetreten wäre, wenn statt 142 Sozialdemokraten und 184 Nationalsozialisten und Kommunisten 326 Sozial- demokraten im Reichstag säßen! Als die Sozialdemokraten «m Kabinett Hermann Müller einen entscheidenden Einfluß in der Reichsregierung hatten, sind die ausgesperrten Ar- beiter der Schwerindustrie aus öffentlichen Mitteln unterstützt worden. Als die Sozialdemokratie ausgeschaltet wurde, sind die Löhne der Arbeiter der Schwerindustrie u m Prozent verkürzt worden. Und nun geht der politische Lohnabbau auf der ganzen Linie weiter. Und der Preisabbau? Der Index für die Lebens- Haltungskosten ist um 1,9 Proz. gefallen. Was hat das zu besagen gegenüber den Lohnkürzungen um 8 und mehr Prozent? Eine Preissenkungskampagne, der ins Gewicht fallende Preissenkungen nicht nachfolgen, wird das G-gentell von innerer Beruhigung hervorrufen. Der Eindruck, den die Bevölkerung heute hat, ist der, daß zwar der Preisabbau jchon zu Ende ist, daß aber der Lohnabbau weiter geht. Man spricht vom Preissenkungsschwindel, man fühlt sich b e- trogen— und man hat Grund dazu! Nur ein Beispiel: Bolle hat den Milchpreis wieder von 28 aus 39 Pf. erhöht. Die Freude war kurz. Unter Berufung auf den Preisabbau ist am Donnerstag ein Schiedsspruch er- gangen, der die Löhne bei Bolle um 6 bis 6 Proz. abbaut. Am Freitag ist der Preisabbau wieder rückgängig gemacht worden! Der Kampf um den Preisabbau wird über die Laden- tische hinweggeführt. Die Erfahrungen der Konsumenten decken sich durchaus nicht mit dem, was amtlich als bereits erreicht verkündet wird! Wer den Versuch unternimmt, in Verhandlungen über den Ladentisch hinweg den Lohnabbau auch nur zum Teil abzuwälzen, der trifft auf zähen Wider- stand, aus eisig kühle Ablehnung. Der Käuferstreik ist keine Waffe essen müssen die Arbeiter ja doch, und auf einen Käufer, der energisch- billigere Preise verlangt, kommen jetzt noch leider viel zu viele, die ergeben hohe Preise hinnehmen. Und weit und breit ist hier kein Reichskommissar zu sehen, der handelt! Hier ist eine berechtigte Ouelle der Erbitterung, der tiefen inneren Unruhe, die nicht minder wesentlich ist als jene Un- ruh.?, die ein Versagen der Reichsfinanzen hervorrufen müßte! Hier ist deshalb auch der Punkt, an dem die Halbheit der Politik der Regierung hervortritt. Man kann nicht einerseits Beruhigung schaffen durch Steuernotoerordnungcn, wenn man andererseits durch Lohn- abbau Unruhe künstlich hervorruft! Man wird mit psycho- Sozialdemokratische Arbeit. Wichtige Anträge im Haushaltsausschuß.- Keine Phrasen, sondern sachliche Verbesserungen! Der.haushaltsausschuß des Reichstags hat an, Sonnabend mit der Beratung des Vierten AMchnitts der Notverordnung vom Juli begonnen, der die Bestimmungen zur Kranken- und Ar- bcitslosenversicherimg enthält. Gemäß ihrem Derspreche» hat die Sozialdemokrat!« alles aufgeboten, um diesen für die be- dürftige» Kreise des Volkes wichtigsten Abschnitt in parlamentarischen Verhandlungen zu erledigen, also die Aushebung der unsozialen Bs- lastungen aus der Äuliverordnung durchzusetzen. National- sozial ist en und Kommunisten haben auch diesmal nur Agitationsonträ-ge gestellt, die weder den Kranken, noch den Arbeitslosen helfen würden. Sie beantragten lediglich die mecha- nische Aushebung aller entsprechenden Bestimmungen. Es kümmerte sie nicht, daß die Annahme ihres Antrages auch die Verbcsse- r u n g e u beseitigen würde, die zum Beispiel durch die Krankenkassenverordnung durch die Neuregelung des Arztwesens eingetreten sind. Die jetzt eingerührte Planwirtschaft im Arztwesen hat die Herabsetzung der Beiträge ermög- licht. Ebenso sinnlos wäre es, das den Versicherten setzt eingeräumte Mitbestimmungsrecht über die Errichtung weiterer In- nungskrankeykassen wieder aufzuheben. Diese Stellungnahme von Kommunisten und Nationalsozialisten zeigt, daß ,nik ihnen zusammen eine Mehrheit, die wirkliche Verbesierungen schafft, nicht gebildet werden kann. Beide» Parteien ist es nur um die agiiatorische Wirkung, nicht aber um die Wahrung der Interessen der Versicherten zu tun. Wollte man daher in diesen Lebeiisfragen für die Arbeiterklasse Lufalls- entscheidimgen vorbeugen und wirkliche Verbesierungen durchsetzen, so müßte nach einer anderen Mehrheit gesucht und die R e i ch s r« g i« r u n g in eingehenden und sehr schwierige» Per- Handlungen.zu Zugeständnissen bewegt werden. Das hat die Sozialdemokratie getan. In mochenlangen Verhandlungen hat sie sich bemüht, die Aushebung der Krankenschein- und Arzueigebühr durchzusetzen. Dem aber hat sich die Regierung widersetzt. Da die hinter der Regierung stehenden Parteien dieselbe Haltung«in- nehmen, so ist für eine völlige Aushebung der Krauken schein- und Arzneigebühren in diesem Augenblick keine positive Mehrheit zu schaffen. deren Beschlüsse darauf rechnen können, von der Regierung und vom Reichsrat ausgeführt zu werde». Daher hat die Sozialdemokratie iiunmehr den bereits im Juni d. I. eingebrachten Antrag wiederholt, wonach die Arznei- gebühr sowohl bezügllch des P e r s o n e n k r e i f e s als auch bei gewissen Krankheiten aufgehoben werden soll. Der Antrag hat folgenden Wortlaut: Die Gebühr wird nicht erhoben:„bei Arbeitsunfählgen. Ar- beitslofen. Ilvfallverlehlcn, Renkenempfängern. Schwangerschof«,. dcschwcrdeu sowie bei ansteckenden Krankheiten oder mena die Arznei zur schleunige» Abwendung einer Gefahr für da, Leben oder zur Beseitigung von akuten Schmerzzustävden erforderlich ist."' Dieselbe Befreiung soll entsprechend gellen für die Kranken- scheingebühr. Der sozialdemokratische Antrag verlangt ferner drei weitere Verbesserungen der Notverordnung. 1. Die sechswöchige Gehallszahlung mKrankheitsi allen soll durch Aenderung des Handelsgesetzbuches, der Gewerbeordnung und des BGB. zwingend(d. h. unabdingbar) vorgeschrieben werden. 2. Das Hausgeld soll bis zur vollen Höhe des Krankengeldes erhöht werdem 3. In der Familien Hilfe sollen die Arzncikosten bis zu 80 Proz. erstattet werden.• Auch für die Arbeitslosenversicherung sieht der sozialdemokratische Antrag erhebliche Verbesserungen vor. So soll den Jugendlichen unier 17 Iahren der ihnen gc- nommene Anspruch auf die Arbeitslosenunterstützung wieder gegeben werden. In Fällen, in denen die den Versicherten orkmuugsgemöß abgezogenen Beiträge durch die Unternehmer nicht abgcschrt worden silch, muß den Versicherten die Unterstützung in voller Höhe gewährt werden. Der§ lOZa der Notverordmiing. wonach die Unterstützungssätze bei einer unter 52 Wochen liegenden Anwartschaft gekürzt werden, soll so verbessert werden, daß diese 32 Wocheninnerhalbzweier Jahre liege». Wird in der Zwischenzeit eine Arbeitsiojenunterstützung gewährt, so soll diese Zell entgegen der Notverorduung-, lischt mehr angerechnet werden. Schließlich verlangt der sozialdeinokrätische Antrag auch die B e r- kürzung der Wartezeit für alle Arbeitslosen ohne Zuschlags- berechtigte" Angehörige, die durch die Notverordnung um 1t Tage verlängert war. Diese sozialdemokratischen Anträge zur kranken- und Arbeils- lofenveichcherung bringen bei ihrer Annahme erhebliche Der- besserungen der Notverordnung. Während Kommunisten und Nationalsozialisten durch ihre Anträge nur Agitation betreiben, würden die sozialdemokralischen Anträge Helsen und bessern. Obivohl die Entscheidung über die sozial- demokratischen Anträge noch aussteht, so kann Jioch jetzt bereits erwartet werden, daß durch das Vorgehe» der Sozialdemokratie der Iulinotverordnung die G i f t z ä h n e ausgebrochen werden. Wird das eintreten, so bestätigt sich die Richtigkeit auch des taktischen Vorgehens der Soztaldenwkratie, die Notverordnung durch Be- ratung im Haushaltsausschuß des Reichstags so zu bessern, daß den 5k«wten und Arbeitslosen p o s i t i v g e h o l s e n ivi cd. logisch gedachten Notverordnungen der Krise nicht heikowmen. wenn man durch unzulängliche und falsch angebracht« Preis- abbauaktionen die Notwendige Senkung der Prelle nur hemmt!:". Wer wahrhaft innere Ruhe schaffen will, der muß seinen Blick fest auf die Masten der Arbeiterschaft und ihre Nöte richten! Die Sozialdemokratie wird diese Gesichtspunkte der Regierung mit der größten Entschiedenheit entgegenstellen! Wer sich den Nock anzieht-.. Staatssekretär Abegq freigesprochen. Zm Prozeß Grützuer gegen Abegg verkündete der Einzelrichter Amtsgerichtsrot B ues gestern nachmittag folgendes Arteil: Der Prlvalbeklagte, Staatssekretär Dr. Abegg, wird freigesprochen. » Nachdem der Vertreter des Prioatklägers Grützner allen Er- Wartungen zuwider, trotz der eindeutigen Bekundungen des Staats- sekretärs Dr. Abegg, eine Verurteilung des Privatb« klagten verlangt hatte, nahm Rechtsanwalt Landsberg das Wort zu feinem Plädoyer. Er legte dar: „Bei diesem Prozeß kommt mir eine Episode aus der englischen Parlamentsgeschichte in Erinnerung. Im Hause der Lords, im Oberhause, war das Wort„E f e l" gefallen, und ein Lord, dem das Geschick zu seinem Amt nicht de» Berstand geschenkt hatte, erhob sich, um zu sagen, daß er sich durch das Wort„Esel"" beleidigt fühle. Herr Staatssekretär Abegg hat von„Verleumdern und niederen Gesellen" gesprochen, und der Herr Privatklägcr fühlte sich beleidigt. Er scheint sich ja in der Rolle des Minister- st ü r z e r s zu gefallen. Wie aber hat der preußischr Minister- Präsident auf sein Schreiben reagiert? Er hat«s ordnungsgemäß weitergeleitet, aber er hat sich im übrigen nicht darum gekümmert. Dem Staatssekretär Abegg ist dos Schreiben vor seiner Abschieds- rede an den Jnnemninstter Grzcstnski überhaupt nicht bekannt ge- worden. Die zahlreichen Verleumdungen nnsaubercr Subjekte und niederer Gesellen gebührend zu geißeln, war aber bei der Abschied- »ahme von dem hochverdienten Minister seine Pflicht. Aus zwei klaren Gründen ist die Klage des Herrn Grützner abzulehnen: Einmal war das Schreiben Grützners lxtm Ausscheiden des Ministers Grzesinski aus der preußischen Staatsregierung über- Haupt kein Faktor, zum zweiten hatte der Prioarbeklogte, als er die Rede hielt, noch keinerlei genaue Kenntnis von diesem. Schreiben. Sollte aber das Gericht anderer Ansicht sein, so steht meinem Mandamen der§ 193 des R S t r G L. l Wahrung berechtigter Ilttercssen) unbedingt zur Seite. Der höchste Beamte einer Verwaltungsstelle steht in eiixm besonderen Ver- trauensverhällnis jn seinem Minister. Es ist ein Treueverhältnis. Wenn dieser Minister, gesundheitlich schwer mitgenommen und durch Angriffe niederer Gesellen zermürbt, zurücktritt, Hann hat der Swtssekretär die Pslicht, ihm zum Abichied Worte der Treue und des Gelöbnisses zu sogen, die vieleicht ebenso hart aus dem Walde herausklingen können für den, der in den Wold hineingebrüllt hat." Amtsgerichtsrat B u e s sagte in seiner U r t« i l s b e- gründung: „Es ist einwandfrei erwiesen, daß sich Staatssekretär Abegg in seiner Abfchiedsredc vom 1. März 1980 an den Staatsmwister Grzesinski nicht auf den Senotspräfiöenicn Grützner bezogen, hat. Stoalsminifter Grzesinski und Staatssekretär Abcgg haben von dem Brief des Senoisprofidenten Grützner an den preußüchen Ministerpräsidenten Dr. Braun erst Kenntnis erholten, nachdem der Minister des Inner» fein Eittlossungsgesuch eingereicht bzw. nachdem der Staatssekretär seine Abschiedsreb? an hev Mnstt«, Achollev hat.. Das Schreiben Srützaers hat also bei der Einreichung der Evl- lastuag durch Mnister Grzesinski eben sowenig eine"RcüJtc gespielt wie bei der Abfassung der AdschicdsrcSe durch den Staalofekrekär. Aber selbst wenn Staatssekretär Abegg. als er die Abschxdsrede hielt, von dem Schreiben des Privatkläzers Kenntnis gehabt hätte. so könnte er nicht verurteilt werden, weil ihn der Schutz des ß 193 des RStrGB. zur Seite steht. Der Minister Grzesinski ist hart angegrifsen worden. Da hätte sein ihm am nächsten stehender Beanller durchaus dos Recht, bei der Abschiedsred« mit Schärfe die Ablehnung dieser Angriffe durch tu Beamtenschost kundzuttm. Er erfüllte eine Pflicht gegenüber dem Staatsmann, dem Vorgesetzten und dein Menschen. Nach Ansicht des Gerichts koninü aber eine Anwendung des§ 193 nicht t» Betracht, weil eine Bestrafung aus � 183 ff. RStrGB.(Bo- leidigung und üble Nachrede) nicht erfolgen kann, da die inkrimi- nierten Wendungen in der Rede des Staatssekretärs Abegg sich nicht auf den Privat.löger Senatspräsidenten Grützner beziehen." Nürgersieuer in Thüringen abgelehni. Naftonalsozieüsten gegen Zrick. Weimar, 28. November. Das Geieg über die Bürger st euer wurde heute im T h ü- ringer Landtag abgelehnt, und zwar mit den Stimmen der Sozialdemokraten, der Kommunisten und der Nationalsozialisten gegen die der Deutschen Bolkspartei, des Landvolks, der Wtrtichallspartei, der Deulichimtllnmlen und der Deutschen Staatspartei. Thüringen besitzt bereus eine erste Kopfsteuer von Fricks Gnaden, die jeden Bürger mit 6 Mark belastet. Erschießen! Erschießen! Auch wegen Silbermün�nbesiheo. Moskau über Kowno, 29. November. Das Oberste Gerich: der Sowjetunion hat in Nishue-Udinlk sechs Beamte der Genossenschaften wegen Spekulation mit Silberg e.ld zum Tode verurtejU. Die Todesurteile sind am Donnerstag von der OGPU. vollstreckt worden. Alle Erschossenen haben zugegeben, schuldig zu sein. Man hat bei ihnen größere Summen Geldes gefunden. Roier Professor über Bord. Das Präsidium des Aollzuzskomttees der Sowjentnion hat den verhaftet«» Profesior Ossadschi, der mit der Gruppe des Ingenieurs Ramsch in Verbindung stand, von der Mitglieder- liste des Bollzugskomitees der Somietunion gestrichen. Ossodlchi hat seine sämtlichen Ehrenämter Zür'Verfügung gestellt. I>> X nur leicht beschädig!?, Im Gegensatz zu den ersten Mel- dungen Über den Brand des Do X im Husen von Lissabon isieh: 1. Beilage) meldet WTB. spat abends, daß die Beschädigungen nur leicht seien und auf den Transatlanticfiug ckeinen Einfluß baben würden. Die Reparaturen würden 2 bis 3 Wochen in Anspruch nehmen. Zwei Antworte«. Otto Braun an Hugenberg.— Echieck an die Hugenberger. preußische Ministerpräsident Otto Braun be- schäftigtc sich dieser Tage in einer öffentlichen Versammlung in Bielefeld" u. a. auch mit dem Antimarxisten-' g e s ch r e i des H e r r n Hugenbcrg. Der deutfchnatio- nalc Parteiführer fühlte sich getroffen und sandte dem preußi- schen Ministerpräsidenten auf dessen Aeusierungen tele- graphisch eine Beschwerde. Darauf hat Braun am Sonnabend folgende treffende Erwiderung erteilt: „Ich habe mich in der DerscrntmZung in Bielcsetd gegen die u n- ehrichc Demagogie gewendet, die mü dem Schlagwort „iNorxiSMis" getrieben wird, und in diesem Zusammenhang auch folgende' A u s f ü h r ü n g en, die Sie nach dem Bericht des „Lokal-Anzeigers� kürzlich in einer Bersammbmg in Bielefeld gcinacht haben, erwähnt: „Ssl't unsere' Arbeitslosen. Könnten wir mit diesen müßig gehenden und vom Reiche unterhaltenen Armeen von Armen nicht eine ganze neue Welt autbauen? Ist es nicht nur der W a h n � hnn unseres m a r x i sti s ch« n Systems, daß sie wider Willen feiern?" Darauf habe ich geantwortet:„Ich Hobe vor der Intelligenz des cherrn hugeuberg als Politiker wie als Parteiführer keinen übermäßigen Respekt, aber für so dumm.Halle ich ihn doch nicht, daß er glaube« kann, die heutige wirtschostlichc Depression, die einen Teil der ganzen Weltkrise darstellt, sei aus das marxistische System zurück- zusührem Er muß wissen, daß unsere ganze deutsche Wirtschaft im wesentlichen auf dem privatwirtschaftlichen System l-eruht,- dar, wie die furchtbar« Krise, beweist, nicht nur in Deutsche land,� sondern auch in England und Amerika und in an- d e r» n J n h ust r i e l ä n d e r n vollends versagt hat." Von einem Süfachen Millionär habe ich nicht gesprochen. Diese Art, die Prival- verhällnisie des Politikers zum Gegenstand politischer Erörterungen zu macheu. überlasse ich neidlos den Ihrem Einfluß unterfleheuden ?ournallsten. die kürzlich erst wieder, anläßlich eines Einbruches in das dem Staat gehörende Jagdschloß Hubermsstock, von incsnen, Jagdschloß und meinem Tafclsitber, das nur in ihrer lügmhastrn Phantasie existiert, fabulierten. Auf ihr«, weiteren, sich in allgemeinen agitatorischen Redewendungen erschöpsenden Ausführungen«inzugehen, versage ich mir, da ich mir davon weder für Sie noch für mich, noch für die breite' Oeffentiichkeit«inen Gewinn verspreche und ich zudem meine knapp bemessene Zeit für fruchtbarer« Tätigkeit brauche. Ich darf wohl erwarten,. daß Sie den Wortlaut des vor- ttchendcn Briefes, wie Sie es mit dem Wortlaut Ihres Telegramms getan haben, in den Ihnen unterstehenden Zeitungen veröffentlichen werden." Es ist zu vermuten, daß Hugeuberg sich diese Antwort nicht hinter den Spiegel" stecken wird. Das von seinen Zei» rmgeu erfundene..Tafelsilber des preußischen Mnisterpräsi< deuten inzwischen wie gewollt: in.allen Naziversarnm- lungen wird über die Schätze im Zauberschloß Huberiusstock daS'Bkäüc vom Himmel hcrunterfabuliert! Aus dem Leben eines kommunistischen Stadtverordneten _________________... f'up üuhe/rAu. ich trainiere auf die heutige, 5tadt- verordnetensitzung' Gchiecks Absage. On Dresden halte die Hugenberg- Fraktion von der,. sächsischen Landesregierung verlangt, sie solle den sozial deiWwi'fchW-'-G�fcmdte» rin-Ißprßtt-.'.flr. Gradnauer und a ädere Sozialdemokraten abberufen. �' Auf dies Verlangen hat.oer geschäftHj uhrende Minister- Präsident S ch i e ck jetzt gleichfalls eine gepfefferte Antwort erteilt, jn der er schrieb: -Sander seien dazu berulen, im Reichsrat bei Gesetzgebung und Verwaltung des Reiches fachlich mitzuarbeiten. Der Reichs- rat-r: fs heißt' es in dem Brief weiter— würde sich selbst auf- geben, wenn die Länder den Boden der Sachlichkeit verlassen und ihre positive Mdarbest davon abhängig machen, ob ihnen die po- litifch? Zujammcnjetzung der Reichsregierung oder die parlamen- tarifchc Mitarbeit genehm ist. die der Reichsregierung im Reichstag zuteil wird. Die sächsische Regierung glaubt sich auch zur gegen ivärtizrn Rcichsrogierung rein fachlich einstellen zu müssen. Sic Mi.sich ynr'fo welliger für berechtigt gehalten, die Vorschläge der Reichsregierung grundsätzlich abzulehnen, als ihr ke ine zur Zeit au s f ü h r b a re n Vorschläge dafür bekannt geworden sind, wie der drängenden Finanz- und Wirtjchastsnot begegnet werden soll. Die Aufgab« dco sächsischen Gesandien in Berlin ist nicht, für oder wider eine politische Weltanschauung einzutreten, sondern nach den Weh sungen der' Regtertin'g die sächsischen Interessen zur Geltung zu' bring?!,.. Dem Ministerpräsidenten ist kein Fall bekannt geworden, in d�n der Gesandte feiner Pflicht nicht in voller Loyalität' nachgekommen wäre. Wallte ihn die Regierung seiner Parkeizu- rehör'.gkcit wegen oop seinem Amte enliernen. so wäre das ein Ein- brnch In bte Siriheif der politischen Gesinnung, die der Peomtevschaft durch die Reichsverfcssnnz gewährleistet ist. Hierfür ein Beispiel.zu liesern würde einer Beamienregierung am allerwenigsten anstehen. Diese Haltung nimmt die Regierung auch gegenüber allen anderen Beamten ein.".-... Ahjchl! eßend. erklärt Ministcr-präsident Schicck in seinem Brief, do'ß". die' gegenwärtigen Minister sederzell berell mären, die Regierung in andere 5zände zu legen. Um des Londes willen wird die Hugenberq-Fraktion zugleich um jene Sachlichkeit ersucht, deren sich die Regierung zu bt- fleißigen bomübt fesi � ' Groener über Abrüstung. Oos Mißverhältnis der Rüstungen. Der Rcichswehrmlr.ister G r o e n e r Hot sich von WTB. über das Abküstukigsprotzlem ausfragen lassen und hat dabei n. a. dem Sinne nach äüsgesiihrt: In Europa fteheu. heut«.ostü(XX> Soldaten mehr als vor dem Kriege.- Nur. Deutschland und seine Verbünbrien haben abgerüstet. Das war eine unerhörte Zumutung, die nur erfüllt werden konnte, weil dahinter Äe� feierlichen Ve r p s l i ch t u n g e n zu einer allgemeinen'Äbküssüng ständen.' Wir haben all« Bedingungen er, süllc. aber anbete' Mgierungen-erfinden imincr neue' Vorwändc. um cheitrr-zv-rüsten.� Menschenzahl und leistungsfähige Industrie Mielchen da» llcdcraewicht nicht aus, das Frankreich allein mit drei Luirdivisionen'Ttzoö Flugzeugen und 1172 schweren Geschützen bis» f,'-; Die Amerikaner brauchten zwölf Monate für die erste Granate, ach:zeh»-.für..-chas ,.ertte schipkre. KefchM Das. nützt der best- au-'''-bildete Soldat gegen 2000 Kompswagen, wenn ihm nyr Tank- ottrappen zur Verfügung stehen? Die Theorie.von der Ueberlegen- bei' kleiner Berufsheere kann nicht' an der Tatsach« vorbei, daß auch ;>ar beste Berufsheer wertlos ist, wenn es' sich nicht aus Reserven ergänzen kann. Solche Reserven stehen uns überhaupt sticht zur i'QiinQ. ' OroenT wandte sich dann scharf gegen die Behauptung von deutschen G e h e i m r ü st u n g e n und-rNärte die Höhe des beusichen Militäretat, mtt der. Kostspieligkeit des uns aufgezwunge- Für Italiens Freiheit! Die italienische antifaschistische Bewegung im Auslande. In Deutschland hat sich die �Gesellschaft der Freunde der Freiheit Italiens" gebildet, der auch ein« Anzahl deut- scher Sozialdemokraten angehören. Sie übersendet uns folgende Mitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung: Es ist bekannt, daß das faschistische Regiment in Italien, durch die Anwendung des grausamsten reaklioirären Terrors der modernem Zeit,- eine große-Zahl' Italiener, dts sich dem Faschismus nicht anpaHen konnten, gezwungen hat, ins Ausland zu flüchten, um den Kämpf weiter zu führen und sich den Schikanen und Re- pressalien Mussolinis zu entziehen. Diejenigen Flüchtlinge, die im politischen Leben standen, haben mit großer Mühe die Organisationen, die in Italien aufgelöst waren, wieder Hergestellt. Auf diese Weife sind in Paris die„Italieni- fche sozialistische Partei"(PSI.) mit Mitgliedern in allen Länder der WAt.(Sektion der Arbester- und Sozialsstischen Internationale) und die„Italienische republikanische Par- t e i" wieder ins Leben gerufen worden. Der„Italienische Gewerkschaftsbund"(Mitglied des Internationalen Gewcrkschaftsbundes).hat auch feine Leitung ins Ausland gebracht. Außerdem haben viele stalienischc Emigranten eine neu« demokratische Organisälion(Italienischer Bund für Menschen- rechte) ins Leben gerufen, die in kurzer Zeit«ine große Aus- dehnnng erfahren hat. Im Mälz 1927 haben alle diese Organisationen zusammen in Poris einen Kongreß alqehalicn, auf welchem beschlossen wurde, alle Differenzen, die uister ihnen bestanden, zu überwinden, um «inen e i u z i-g c n Block für den Kampf gegen den Faschismus und für die Demokratie, für den Frieden, für die Arbeiterrechte zu bstdeiz. So wurde die„Loucenlraricme deH'azione antifascista" (B u n d der a nt i fa schisti s ch c n. A kt i o II) gegründet, die in vier Jahren eine rege propagandistische Tätigkeit entfaltet hat, und Taufende von Arbeitern orgamsieri, und der öffentlichen Meinung der verschiedenen Länder Aufklärung über die italienische Situation und die wahre Gestalt des' Faschismus gebracht hak. Der Bund hat ein demokratisches, republikanisches und sozialistisches Programm Er kämpft gegen den Faschismus und seine Mitschuldigen. Der Bund veröffentlicht eine bedeutende Zeitung in italienischer Sprache„La Liberi ä"(Die Freiheit), die eine große Verbreitung erreicht hat. Von derselben wird auch eine Ausgabe in kleinem Format zwecks Einschmuggelung in Italien gedruckt. Die Zeitung ist von Claudio Treues, ehemaliger sozialdemokroti scher Abgeorönstei: und Lester der„Giustizia"(Gerechtigkeit) von Mailand und Mitglied des Komitees der SAJ., geleitet. Außerdem deröffentlicht der Bund noch unter dem Titel „Italia" eine vicrzehntägige Informationskorrespondenz in fron zösischer Sprache für die Presse, die von dem älten bewährten Führer der italienischen sozialdemokratischen Partei, Filippo Turati, redigiert wird.. Die Zeitung wird an alle Zeitungen, Redaktcure, Politiker usw., die es wünschen� kostenlos zugestellt. Ebenso die„Liberia". Alle, diejenigen, die Näheres über die Organisation, zu erfahren Mrstchen, können sich''unverb'indlich än das SSftÄänoV''' 103 nie du Faudourg Saint Denn». Poris 10, wenden. Die Geschäftsstelle der..Gesellschaft der Freunde der Frsihsii Italiens" ist: I o h o n n e s V a l ä r, B e r l! n SW. 65. Linden- stra ße 2, I.-Hof, 1. Einganz rechts, 2 Treppen rechts. Sprechstunden vorlönsig jeden Dienstag und' Don n« r s t a q, von 10—1.? Uhr. Die Türkei unter Ziuliens Emstuß. Llußenminister Ziuschdi Bey in Ziom. Rom.'29. November,(Eigenbericht.) Der.zur Zeit hier wellende türkische 2l u ß« n m i n i st e r Ruf ch d i B c y veranstaltete am Sonnabend einen Presseempiang. Bei dieser Gelegenheit richtete der Korrespondent des„S o z. Pressedienst" in Rom an den türkischen Politiker die Frage, wa? er von den Verösfentlichungen der ausländischen Presse, ins- besondere von den französischen Befürchtungen halte, daß sich um Italien ein neuer Blo ck.van Staaten büde, dessen Politik gegen Frankreich gerichtet. sei. Der Minister erteilte eine ausweichende Ä ntwo rt. Er erklärte, daß die Türkei völlig iinabhä.ngig sei und tun löiznc, was sie wolle. Man brauche nicht bestimmte Feinde oder bestimmte Freund« zu haben. niNii könne aber in bestimmten Fallen gegen eine Gruppe handeln, ohne in ihr gleich einen neuen Feind zu sehen. Das sei neue Diploniatie.'Auch auf andere Fragen wich Ruschdi Ben aus. Genauer äliß.-rle er sich nur über die Behauptung eines Dreibundes zwischen Italien,- der Türkei und Griechenlands Er erklärte, daß ma» die Frage' so nicht stellen könne. Sie sei schon in ihrer Form gelöst,.nämlich in Seporatver- trögen zwischen je zwei der genannten Staaten. Unter der Zlegide Italiens feien drei Freundschaftsoerträge hintereinander abge- schlössen worden. Ob es sich um einen Einzciverirag oder uin drei Einzelverträge handele, sei im Grunde genommen gleich. In bczug auf B u l g a r i e n erklärte der- türlische Außenminister, nachdem er seine Reise nach Sosia bestätigt hatte, daß nach seiner Erfahrung ein wirklich ruhiger und befriedeter Laitan ohne ein starkes und unabhängiges Bulgarien nicht mehr denkbar sei. reil System;, Trotzdem, wendet Frankreich dreimal soviel auf wie Deutschland. Die französischen Behauptungen über Geheiinrüstungea stützten sich auf die Propaganda von Denunzianten und Verleumdern, die. die Verständigung gestört haben, und gegen die man.sich eben um der Verständigung willen wehren muß. Stahl- ljclm und Reichsbanner sind gar nicht in der Lage, militärische Re- ferocn zu stellen. Dem deutschen ti»«Mi-Mann-Hcer stehen 740 000 -Franzosen und Bctgicr' uud 4.-D(.10 Polen und Tsäiechosiowakön oegenüber.?lußerdein können die Rachbarn 8 Millionen ausgebildet« Reserven einsetzen, die«s in Teutschland überizaupt nicht gibt. Wenn 'erklärt wird, Frankreich-ckönne-nicht-abrüsten.-»o bedeutet das den Bruch feierlicher Verpflichtungen. Beweise geistiger Abrüstung hat Deutschkmd gegeben, soweit man darunter den Willen zur' Verständigung versteht.„Berftehl man ober darunter", schloß per Minister,„die Unterwerfung unter die Forderung c i n s e i t t g e r Weh-rlo-s i g k« it, den.paztsistsichLN Verzicht ans das Recht der Selbstverteidigung, dann allerdings kann ich nur jagen, daß diese Forderung der wurdelosen Selb st ausgäbe von der deutschen Nation niemals erfüllt werden wird. Das Bedürfnis nach nationaler Sicherheit ist berechtigt und in der Nöllerbundssatzung verankert. Dem unerträglichen Mißverhältnis der Rüstungen innerhalb Europas muß«in Ende gemacht werden." Zawfki unier Vormunöschasi. K.tisudfkis Intimus als Ausficht.> Warschau, 29. November. Oberst Sla we k hat bereits, gestern begomten,. sein. Kabinett zusammenzustellen. Es gilt als wahrscheinlich, daß es im Innen» und Außsnministerium zu. größereiz Veränderungen kommen wird. Der jetzige Innenminister General S k l a d k o w s k i dürste zurücktreten und dem Außenminister Zaleski wird, wie man erwartet, der jetzige Minister ohne Portesenillc Oberst. Beck als Staatssekretär und Vertrau ensmann des Marsschalls P i l s u d j k i beigegeben werden. Oer siaatsgefahrliche Groschen. Gottfried Zeders HakenkreU iweisbeiten. Gottfried Feder veröffentticht in feiner„Deutschen Wochen- schau" eine Betrachtung über die„3uden und Freimaurer". Cr nimmt sich darin„unser unschuldiges lll-Pfennig-Stück" vor und beweist an chm, dah es nichts mehr und nichts weniger bedeutet, als die symbolische Verherrlichung der von den Nazis innigst gehaßten Juden und Freimaurer. Vorderseite: Ein auf der Spitze stehendes Viereck, der Äubus der Freimaurer, das Zeichen der höchsten Vollkommenheit, der Stein zum Tempelbau Salomonis. Der Tempelbau ist das Symbol der Ausrichtung der Judenherrr- schaft, der jüdischen Wel-republik über die ganze Erde. In Lmksrichtung umschließen den Kubus vier Eichenblättcr. Schreibt der Deutsche von vorn nach hinten, so der Jude von hinten nach vorn, von rechts nach links. Nicht die Emente hat den Welt- krieg gewonnen, sondern das jüdische Finanzkattal in vier Kriegs- jähren, daher die vier nach links ragenden Eichcnblatter auf unse- rem ehemaligen„Nickel". Die beiden Judensterne fehlen auch nicht! Sieben davon be- finden sich im thüringischen Staatswappen. Auch in unserem In- flations- oder bester Verbrechcrscheinen befindei sich der Juden- stern als Wasserzeichen. Bis vor kurzem zeigte auch das behördliche Briefpapier diesen Juden- odr Davidstern. Wie verhängnisvoll jüdischer und sreimaurerischer Geist für Deutschlands Niederringung fest und treu vereint zusammen- arbeiten, zeigt uns die Rückseite des Geldstückes. Die Kreuzung der Aehrenhalm« und ihrer Stützen gibt ein gleichseitiges Dreieck. Das ist die Freimaurerkell« oder auch die Form der beiden Hände beim großen Not- und Hilfszeichen. Die Freimaurer schlagen nämlich, wenn sie in Not sind, die Arme über den Kopf zusammen in Form eines Dreiecks. In der ganzen Welt kennen sie sich daran. Der deutsche Geist hätte bei seiner Gründlichkeit und Neigung zur Symmetrie die Stützen der Nehren gleichmäßig aufgebaut, aber da das bei unserem Groschen nicht der Fall ist, so hat mich das seine guten Gründe. Rechts von dem Dreieck hat jeder Aehrenhalm eine Stütze drei Stützen. Die drei ist eine heilige Zahl der Juden (Deutsche kennen mit Recht kein« heiligen Zahlen). Links vom Dreieck hat die obere Aehr« zwei Stützen, die mittler« keine, die untere wieder eine Stütze. Hier ist das freimaurcrische Klopfzeichen sinnbildlich dargestellt. 2*2 verschiedene Quadrate bilden nun die Kreuzungen der Halme und Stützen! 22 Buchstaben hat das j ü- d i s che Alphabet, während das deutsche 25 Buchstaben hat. Das durch di« Kreuzung gebildet« Muster stellt das Pflaster des mu- stoischen Fußbodens dar, welches vor jedem Logen- und Synagogen- altar liegt. So reichen sich Juden und Freimaurer die Hände, um unser Volksleben zu cnt deutschen. Jeder Nazi weiß also in Zukunft, worauf er zu achten hat: ein Viereck, ein Dreieck, ein Stern, ine Zahl 22 sind Juden und Freimaurerzeichen und müssen demnach wie das Fsuer gemieden werden. «— In Demut beugen wir verstummend das Haupt vor so viel ob- gründiger Hakenkreuzweisheit..., sowie! Unsinn auf einmal— dos ist mehr als di« Polizei erlaubt! Wer ist Oustric? Vom Weinreisenden zum Wirtschastsdikiator. Mistionariuaen von chinesischen Räubern gefangen. Eine Ameri- tanerin und ein« englische Krarikenfchwester von der innerchinesischen Mission wurden bei Paotutfchen von Räubern Übersellen und ver- schleppt. Frankreich ist in letzter Zeit durch zwei große Finanz- skandale heimgesucht worden. Die Vetrugemonover der genialen Hochstaplerin Madame Hanau die viele Persönlichkeiten der Gesellschaft in ihre Affäre verwickelte und viele tausend Kleinrentner geschädigt hat, werden jetzt von dem Qu st ric- Skandal, durch den 300 C00 Sparer um ihre sauer erworbenen Ersparnisse geprellt worden sind, in den Schalten gestellt. Unzählige bürgerliche Parlamentarier, die Qustric Handlangerdienste geleistet haben, zittern um ihre politische Existenz. Albert Oustrlc wird von seinen ehrgeizigen, armen, aber�ehren- werten Eltern auf das Gymnasium in Toulouse geschickt. Schlecht und recht absolviert er die Schule. Beini Studium kann er keine Lorbeeren erwerben. Er wind Vertreter einer Wein- und Spiri- tuosenfirma. Mit geringein Interesse am Eesckäst— er n* zu höheren Dingen auserkoren— verkauft er auf de» kleinen Nestern Südfrankreichs seinen Absinth. Der Krieg bricht aus. Oustric wird in einer Munitinnssabri? eingestellt. Er lernt einen Pariser Unternehmer kennen, der ihn schützt. Nach der Demobilisation läßt ihn sein Gönner noch Paris kommen und richtet ibm ein B a n k g e s cb ä f t ein— die kleine Bank Oustric in der Rue A"ber. Schon ein schöner Sprung vom Weinreisenden.zum Bankier! Oustric begnüat sich nicht mehr mit so wenig. In Toulouse konnte er noch nicht spielen, jetzt pokert er. Er gilt als bester Spieler. In den Bars uni di: Place dc l'Opera ist das geflügelte Wort: „Oustric? Der blnffk wie ein Amerikaner!" Das schmeichelt unseren: kleinen Provinzler, der auf dem Asphalt der Weltstadt gerade zu gehen beginnt. Er läßt sich den Schnurrbart rasieren, kaut Gumnii und stud'art eitrig die Methoden Woll- Streets. Er lernt den italienischen Milliardär Gualino kennen Der Hot gerade einen Agenten für seine Transaktione!» in Paris nötig. Dos wi-d Oustric. Er arbeitet wie ein BZellener, hört aber nicht aus/ von Zeit zu Zeit zu pokern. Er schafft sich in der Finanz- welt eine beneidete Stellung. Ein Jahr lang oerhandelt er jeden Morgen in der Bank von Frankreich. Sein Fleiß wird belohnt. Di« Zlsfär« Marchal(Schiebung mit Heeresgut) wird durch ihn beigelogt. Das ist der Anfang. Huc«r nicht Millionen und den Einfluß des mächtigen Milliardärs Gualino hinier sich? Er kaust. Er kauft alles, was sich ihm bietet. Marchol, Sarlino, die Großbleichereien von Tha.m. di« Autofabrik. Peugeot, die Grundstücksgefellschaft Paris Foncier. die bolivianischen Gruben Huan Echoen... Jetzt ist er der Busineßmann, von dem er geträumt Hot. In Amerika achtet man nicht auf den Preis, wenn man kauft. Das Ziel ist der alles beherrschende Trust. Oustric kauft zu jedem Preis. Er kauft: Girandon, l'Union Vie. Etablissements Delstirmont, Valentin Bloch, di« Societe des Automoblles Fo r d und endlich die Bank Adam— die Bank der Fischer in Boulogne deren ruhmvolle Vergangenheit ihn mit Stolz erfüllt. Er kaust weiter. Immer teurer. Schuhfabriken und Schneider- a t e l i e r s. Dressoir, Incroyable, Fayard, Monteur. R.i ml. Pinet, Ehrlich. Jetzt ist es genug. Er hat's geschafft. Will er ein bißchen verschnaufen??l«inl Er rast weiter. Er ist ja Amerikaner! Er hat kein Kind, keine Frau, die ist ihm gestorben. Er setzt sich 13 Stunden, ganze Nächte in sein Büro. Er vergißt sein herrliches Landhaus am Cap seine acht Meter lang« Jacht, die irgerdwo an der Riviera vertaut liegt. Sein Auto steht in der Garage. Er benutzt Autodroschkcn. Seine Spannkrast wächst. Er gründet eine Holdinggesellschaft zur Ausdehnung der französischen Induitrie. Da beginnt das Welterlenchtea. Die Krise setzt ein. Der Milliardär Gualino muß sein: Gelder zurückziehen. Oustric bleibt allein mit seinen Holdings, Trusts und Booms. Es geht schlechter und schlechter. läO�-Rufe. Die Bank von Frankreich hat ihm kurze Zeit noch unter de.n Druck einiger Politiker mit 100 Millionen Franken unter die Arm: ge- griffen. Dieses Mal weigert man sich, ihm zu helfe». Das Halali seiner Rivalen ist nicht mehr nötig. Die Kredite sind gas; crrt. Das Wild gefangen. Und 300 000 klein« Sparer um ihr VernSgen gebracht... Im Untersuchungsgefängnis endet das große Zlbenteucr des kleinen Weinreisenden aus Toulouse. Norbert Bachrach. (Gewerkschaftliches siehe 4. Beilage.) •Bcrantoorllidi'Bt Politik: fite*»» Sdiift; iSitlidiafl:®,«linflcUot«; Gev�rklchattsbewegung. 5. Stetnee; Feuilleton: Dr. John Tchikowrki! Lokales und Sonitiacs Zri» NarNädt: Antciacn: rt> Sloite: fämtliik, in«erlin Leriag: Poewärts-Perlaa S. m d S Berlin?ruck: Borwärls-Buiiidruacrel und Berlaasanstalt Paul Linacr u To. Berlin SW. 68. Lindenllrave 8 Hierzu 6 Beilagen. GEL», OHNE ANZAHLUNG Rigaer Str. 71— Hackescher Markt 4 Eigene Fabrikation seil 1676• 5 R I E LWA REN: 1 1. STOCK* ■ i-! ,■, T Wollgoorgette Pointili� der Mode Stoff för Kleider, 100 cm breit Cröpa Georgette reine Seide, schwarz und in modernen Forben, ca. 100 cm Crdpe Marocain rein« Seide, vorzfigi. Quam., schwarz«. in modernen Farben Servferideld aus schwarzem Satin, mit langen Ärmeln und weiber Garnitur Wickelschürze Ihdonthrenforblger Stoff, farbige Blenden, Größe 42-46 Bademantel firDomen, e e s gemustertem Frottierstoff 322 122 722 Nachthemd aus farbigem Batist, farbige Applikation,*190 elegante Ausführung Hemdhose Woschkunstselde, mit H o b I s a u m und eingesticktem Muster Damen-Strumpfe 122 reinwoll Kaschmir oder Kunstseide plattiert 3 Serien: DAMEN KLEI DER avs reinseidenen und reinwollenen Sfoffen SERIE III 24-2 yift/iUk'Jjfada&toU** Marke»Kabistanc der gute deutsche Knüpfteppich, mH träne« 200/300 245/360 300/400 174- 264- 359- Boudö-Teppich OQ reines Haargarn, 200/300 Verlangen Sie die ßAi&OA// Wintersport, und Reiseberatung I. Stock, täglich 4-7 Uhr Weihnachts-Ausstellung in der Spielwaren Abteilung im U. Stock Marke> Bergamo< mit Franse, haltbarer ÄÄ tlSseklni-pleh, 250/370©ö" Tournay-Velours mit Fron««, vorzüglich« durehgewebt« QvalltSt 200/320 250/370 300/420 107- 159- 214- Damen-Schlupfer vorzüglich« Quolitöt, Charmaus«- Trikot, 3S G r ö 6« 42 bis 43— Herren-Oberhemd vorzüg licherZephir, helle ».dunkle Mustor.m.l Krag. oder Ersatzmanschetten, ifS 90 unterfOtferte Brvs-t 3 SERIEN Relnsefd.Krawatten neue Muster, hochwertige Quolitäte« SERIE I SERIE II SEHE IN 1- 12° 2- Herren-Socken reine Wolle gsdnekt, oder Flor-Jacquord Tischtuch Reinleinen /S 85 Jacquard. 130/140 I eKM Stubenhan dtudi Reinleinen Jeeqaard. 48/100 SP AND AUER STR. SIBLIN C 2 KDNIGSTR.• OiCRUNOET ISIS ?!r. 561• 42. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 30. November 1930 Die französische Kolonie, Eine Bräche zwischen zwei Völkern. Die Kuppelbauten auf dem Gendarmenmarkt, die der Berliner als„Dome" kennt, werden kirchlichen Zwecken nur in bescheidenem Maße gerecht. Der„Deutsche Dom" ist nie als kirch- licher Raum benutzt worden und die Stadt möchte jetzt auf ihre Rechte daran verzichten. Beim„Französischen Dom" ist der Anbau zu dem imposanten Turm seit langem dem Gottesdienst der Berliner Französischen Kolonie gewidmet und auch Besitz der Kirchengemeinde. Dieser Besitztitel läßt die Frage entstehen, Der„Französische Dom" welche Bewandtnis es mit der„Französischen Kolonie" hat. Hören wir zunächst als Zeugen für dos Alter der Kolonie Theodor Fontane: In einem Briefs an seinen Sohn aus dem November 188ö schildert Fontane, dessen französische Abstammung ihn zum Dichter des Prologs zur Feier des zweihundertjahrigen Bestehens der Fran- zösischen Kolonie in Berlin als besonders geeignet erscheinen ließ, den Festabend mit folgende» Warten:„Das Fest am 3. verlief sehr hübsch, und was über junge Kolonieschönheiten in der Zeitimg ge- standen hat, war keine Uebertreibung." Der Feier lag die Tatsach« zugrunde, daß am 29. Oktober 1(385 durch das„Potsdamer Edikt" des Kurfürsten Friedrich Wilhelm den in ihrem Heimat- lande schwer bedrängten französischen Reform iiten der Aufenthalt in Brand« nburg-Preußen gestattet und ihnen für ihre Institutionen gewisse Privilegien eingeräumt worden waren. Die Einwanderung selbst hatte schon früher begonnen: Bereits 1679 waren in Alt-Landsberg französisch« Reformierte gezählt worden. Ader das Städtchen bot Zugewanderten keine Existenzmöglichkeit, und so siedelten sie nach Berlin über, wo am 19. Juni 1972 der erste selbständige Gottesdienst stattfand. Die zweihunvertste Wiederkehr dieses Tages ist denn auch 1872 von der Berliner Gemeinde als Gedenktag ihrer Begründung gefeiert worden. Oie Kolonie-Derfassung. Der religiöse Ursprung der Einwanderung bringt die ErNärunz für die eigentümliche Tatsache, daß noch heute diese Kolonie, die natürlich in keiner Weise mit der anderen fron- zösischen Kolonie— den in Berlin lebenden Nationalfranzosen— zusammenhängt, eine in kirchlichen Formen gehalten« Verfassung hat. Träger der Kolonie ist die Französische R e- formierte Kirchengemei nde Berlin, vertreten durch das etwa 59 Mitglieder zählende Konsistorium der Französischen Kirchen- gemeinde, deren Befugnisse in dem„Reglement der Kompagnie" niedergelegt sind. Aus dieser Zusammenfassung der Mitglieder als Kirchengemeinde ergibt sich ohne weiteres, daß ein Mitglied, das dem Glauben abtrünnig wird, ausgeschlossen wird. Es wäre nun wohl im Lause der Zeit ein Stillstand oder Rück- gang in der Berliner Kolonie eingetreten, wenn nicht durch die Aufnahme von Schwiegersöhnen deutscher Herkunft der Kreis sich erweitert hätte. Die Männer der Kolonietöchter können«in Ge- such um Aufnahme stellen, die nach Prüsting der Persönlichkeit ge- mährt werden-kann. Das Beispiel Chodowieckis, des bekannten Kupferstechers und Sittenschilderers, kann hier angeführt werden: Er war Gatte von Ieanne Barez, Tochter eines Goldstickers in Berlin, und wurde nicht nur Mitglied der Kolonie, sondern bekleidete auch Ehrenstellen in der Gemeinde. Die Zahl der Koloniemitglieder hat sich dennoch nicht übermäßig vermehrt: sie dürfte heute in Berlin 9999 bis 7999 betragen und ist feit 1697 um etwa 2999 gestiegen. Di« Gesamtscelenzahl für Preußen zeigt folgende Entwicklung: 1997 etwa 19 999, 179Z etwa 14 999, 1884 etwa 13 599. Zur Zeit der Einwanderung hatte Berlin etwa 21 999 Einwohner: Der Zustrom mußte sich also be- merNich machen... Einwirkung auf die Berliner Kultur. Der Nationalstolz gewisser Kreise muß sich mit der Tatsache ab- finden, daß gegen Ende des 17. Jahrhunderts der Zustand der Berliner und der preußischen Kultur recht traurig war. Die Wunden des Dreißigjährigen Krieges waren noch lange nicht geheilt, und ein gehässiger Slewkrieg zwischen Reformisten und Lutheranern hielt zudem auch«ine gedeihliche Entwicklung nament- lich in den Städten zurück. Daher wurde z. B. in Halle und in Magdeburg die Ankunft der„Franzosen" durchaus nicht gern gesehen, und als in Magdeburg 1768 ein Feuer etliche Koloniehäuser zerstörte, hörte man die Ruf«:„Laßt die Franzofen brennen!" Aber Städte wie Land haben dann doch bald erkannt, welch ein Vorteil ihnen durch die Tätigkeit der„Franzosen" entstand. Die Liste der Gewerbetreibenden und Berufstätigen von 1799 ergibt für Berlin 82 Positionen mit 1964 Personen. Durch die neuen Gewerbe wurden Hausrat, Beleuchtung, Kleidung, Leinen und Wollwaren verbessert, die Seidenstofsherstellung eingeführt. Gold- stickerei und Gold- und SUberarbeiten auf künstlerische Höhe ge- bracht, die auch in der Uhrenfabrikation, Emaillenialerei und anderen Kunstzweigen erreicht wurde. Weiterhin aber hatten Kolonisten im Ackerbau und in der Gemüse- und Blumenzucht große Erfahrung. Das Berlür jener Zeit hatte noch wenig Verständnis für gewisse Gemüse, die sich heute allgemeiner Beliebtheit erfreuen, und für deren Heranzucht in Treibhäusern und Mistbeeten. Erbsen und Bohnen waren kaum bekannt, und die Kolonisten wurden mit dem Spottnamen„Bohnenesser" belegt. Aber ihre Leistungen fanden Brand auf Do X. Der beabsichtigte Amerikaflug nun endgültig gescheitert. Nach Meldungen aus Lissabon ist am Sonnabeuduach- mittag um 4 Uhr vo X im Hafen von Lissabon durch Kurzschluß in Brand geraten. Das Feuer verbreitete sich über die ganze linke Tragfläche, die voll- ständig ausbrannte. Ter Besatzung, die ungeachtet der großen Gefahren— im Boden des Rumpfes lagerten große Brennstoffvorräte— an die Rettungsarbeit ging, gelang es unter Mitwirkung der Hafenbehiirden und anderer Fahrzeuge erst nach geraumer Zeit, das Feuer abzulöschen. Nach den Meldungen, die in den Wendstunden vorlagen, ist der Brand auf Kurzschluß zurückzuführen. Nachrichten aus englischen Quellen behaupten, daß am gestrigen Sonnabend die Monteure mit der Ueberholung der Motoren beschäftigt waren und daß einzeln« Curtiß-Maschinen wiederholt gelaufen sind. Es ist möglich, daß an den Zündkabeln eines Motors ein Kurzschluß entstanden ist, der auf das sehr verzweigte, zur Steuerkabine führende elektrische Kabelnetz übergegriffen hat. Die Beschädigung, die die Maschine erlitten hat, ist auf jeden Fall sehr schwer, da zede der beiden Tragflächen bei einer Länge von 24 Metern und einer Breite von durchschnittlich sechs Metern fast 139 Quadratmeter Fläche bietet. vo X wird nach diesem Unfall vermutlich lange Zeit in Lissabon liegen müssen, denn bei den Riesenmaßen der Maschine ist es nicht möglich, das fliegende Schiff abzumontieren und nach Deutschland zurückzuschaffen. Das leichtsinnige Experiment dieses mit so großen Reklame- Mitteln inszenierten Fluges ist damit zum Stillstand gelangt. Es hat dem deutschen Steuerzahler viel Geld gekostet und dem Ansehen des deutschen Flugzeugbaues mehr geschadet als genützt. schnelle Anerkennung. Um das Jahr 1799 gab es immerhin schon 27 französische Gärtner in Berlin: ihre Gärten weckten das Der- ständnis für die Natur, und als der Tiergarten aus einem Wildgehege zum Park umgewandelt wurde, waren ebenfalls fran- zösijche Kolonisten an dieser Verschönerung Berlins beteiligt. Werktätige Liebe. Die Berliner Kolonie hat seit jeher einen stattlichen Grundbesitz, auf dem sie die Einrichtungen schuf, die ihr zur Linderung der Not unter ihren Mitgliedern geeignet erschienen. Denn so wertvoll die Arbeit der Kolonisten war, zu größerem Wohl- stand sind doch nur verhältnismäßig wenige gelangt, und heute gibt es Unterstützungsbedürftige. Freilich ist eine ganze Reihe von Wohl- tätigkeitseinrichtungen, die früher bestanden, aufgegeben worden, aber wirkliche Lücken, die anläßlich der Entwertung ihrer Mittel durch die Inflation eingetreten sind, sollen baldigst wieder ausgefüllt werden. Namentlich hofft man das Waisenhaus wieder errichte» zu können. Auf dem umfangreichen Grundstück Friedrichstraße 129 befindet sich nach wie vor das„Pensionat", die Heimat für Witwen und Töchter von Mitgliedern der Kolonie. Das Hospital in Nieder- schönhausen ist ebenfalls der Pflege des Alters gewidmet. An Kirchen besitzt die Gemeinde die Französische Kirche auf dem Gen- darmenmarkt, die Luisenstädtische Kirche in der Ko mnandanten- straße und die Hospitallirche. Das Gebäude einer Kirche in der Klosterstraße dient zur Zeit Theaterzwecken. Das französische Gymnasium. Von der Begründung an hat die Kolonieverw.rltung es für ihre Pflicht gehalten, der Jugend eine den veränderten Verhältnissen Rechnung tragende Schulbildung zu geben. Für die französischen Kinder wurde 1689 eine Schule errichtet: das„C o l l e g e", das bis 15 jugendliche Er- w e r b s l o s e ein, wo sie sich zunächst ganz unauffällig benahmen, so daß das Bedienungspersonal ste für Käufer hielt. Blitzschnell nahm dann jeder von ihnen ein Brot aus dem Schaufenster, steckte es unter die Jacke und verschwand damit, ebenso in den beiden Lebens» mittelgeschäften, wo ihnen angeschnittene Würste in die Hände fielen. Die Burschen handelten so schnell, daß ihr Diebstahl erst bemerkt wurde, als sie bereits wieder die Geschäfte verlassen hatten, nur in dem Laden von Eduard Goldackcr gelang es dem Geschäftsführer, einen der Eindringlinge festzuhalten und ihm seine Beute wieder abzunehmen. Der Bursche riß sich aber wieder los und tauchte im Straßengewühl unter. Auch der Polizei gelang es nicht, die Täter zu fassen. * 3« R o w a w e s kam es in der Freitognacht noch einer n a t i o- u a ls o zial i st i sch« n Bersammlung zu der üblichen Schlä- gerci zwischen Hakcnkreuzlern und Kommunisten. Als die Nativnalsozialisten gegen Mitternacht aus ihrem Bcr- fammluiigslokal in der Wilhelmstraße abmarschierten, wurden sie trotz der starken polizeilichen Begleitmannschaften von einer größeren kommunistischen Menge angegriffen. Als das Ende des Zuges die sehr schlecht beleuchtete Ludwtgstraße erreicht hatte, setzte auf die Hakenkreuzler ein Bombardement mit großen Pflaster- steinen ein. Bei dem heillosen Durcheinander mußte die Polizei, gegen die sich die Angreifer nun wandten, mehrere Schüsse ab- geben. Ein lüjähriger Charles G a ß m o n n, der zur Kommu- instischen Partei gehört, erlitt dabei«inen Bauchschuß. Sieben Polizeibeanite haben zum Teil schwere Kopfverletzungen davon- getragen. Die Hakenkreuzler haben gleichfalls mehrere Verletzte; ein beteiligter Stahlhelmer wurde im Handgemenge niedergestochen. Erst als polizeiliche Verstärkungen anrückten, konnte die Ruhe wieder hergestellt werden. Es erfolgten zahlreiche Festnahmen. Kanarienwettstreit in Berlin. Alle edlen Kanarien sind jetzt zur Ausstellung reif. Und das Interesse air den Ausstellungen ist ein sehr großes; denn die Kaiiarienzucht ist nicht nur eine sportliche Liebhaberei, sondern sehr oft auch eine Nebenerwerhslnöglichkeit von nicht zu unterschätzendcr mirischaftlichcr Bedeutung. Der letzte Novembersonnabend brachte daher einen Wettstreit, wie man ihn sich melodienschöner und-reicher wohl kaum vorstellen konnte. Stellen doch aus(bis zum 1. De- zcmber): der„Berein für Züchter und Liebhaber des Kanarienvogels zu Berlin" in der Engelhardt-Brauerei, Brunnenstraße 140; der„Berliner Sport-Elub Kanaria'" im Hansa-Restaurant, Alt-Moabit 47/48; der„Berliner Kanarien- ziichter-Verein ,E d e l r o l l e r'" in der Schultheiß-Patzenhofer- Brauerei, Turmstraße 25 und der„Koller-Klub" in Neukölln, Kaiser-Friedrich-Straße 43, Ecke Schönstedtstraßc. Der Züchter hat also Bergleichsmöglichkeiten in Hüll« und Füll« und auch der Laie lernt die einzelnen Grundgedanken der verschiedenen Zuchtrichtungen verstehen. Ganz eigene Wege geht z.B. der„Äoller-Klub", der sich zum Ziel gesetzt hat, die Koller, eine der besten und klangvollsten „Aber erlauben Sie mal, Meister. Ich bin es doch ge- mesen, der den Grundstock zu ihrem Wohlstand gelegt hat!" entrüstete sich Himmelsbach. Ludwig lachte hell auf, ein böses, schneidendes Lachen. das sogar den Lärm der Kreissäge übertönte, so daß die Ge- sellen von ihrer Arbeit aufschauten und verwundert den Meister betrachteten. „Hahaha! Ausgerechnet Sie haben den Grundstock zu meinem Wohlstand gelegt! Hahaha! Es gibt noch andere Himmelsbach, die kleine Meister abwürgen. Sie und Ihres- gleichen kenne ich schon. Sie sehen nur zu, auf Kosten anderer reich zu werden. Verstehen Sie mich, Sie sind ein Ausbeuter!" Himmelsbach zuckte die fetten Achseln: „Eine komische Auffassung, Herr!" „Was wollen Sie denn eigentlich hier?" fragte Ludwig gereizt. Himmelsbach besah einen Augenblick die schöne Silber- krücke seines Spazierstocks. Dann sagte er leichthin: „Ich wollte Sie nur an die mir noch zustehende Lieferung der restlichen Schreibtische erinnern, Eisermann. Ich brauche die Tische sehr dringend." „Jetzt, nach dreiviertel Jahren endlich, kommen Sie an- geschlurft! Wer das glaubt! Das ist doch sicher wieder so ein Schwindel von Ihnen, Himmelsbach! Sie haben wohl keinen anderen Dummen gefunden» der Ihnen für diesen Preis liefert. Und da kommen Sie wieder zu mir, was?" „Ich zahle ja mehr. Eisermann. Nehmen Sie Vernunft an und machen Sie mir die hundertfünfzig. Oder auch zwei- hundert, wie Sie wollen!" „Ich habe augenblicklich keine Zeit für Schreibtische, Herr! Sie sehen doch, daß jede Ecke hier voller Arbeit steht!" „Mieten Sie sich einen größeren Raum, stellen Sie mehr Leute ein! Ich helfe Ihnen wieder mit einem Vorschuß aus. Seien Sie Geschäftsmann, Eisermann! Schmieden Sie das Eisen, solange es warm ist, Sie verstehen mich doch!" Himmelsbach meinte es in diesem Moment offenbar ehr- lich. Doch Ludwig lachte ihn glatt aus. Am Sonnabend stellte sich bei der Kriminalpolizei auf dem Polizeipräsidium der 45 Zahre alle Bankier Adolf S e c u r i u s mit der Angabe, daß er rund 200 000 Mark Depotgelder unterschlagen habe Di« von der Krimi-nalinspektion ll. 6 angestellten Ermittelungen «rgaben, daß das Bankgeschäft sich in Z ahl u n g s s ch wi e r i g- k e i t e n befindet. Securius war vor einigen Tagen von seinen Angehörigen als vermißt gemeldet worden. Ehe ober noch behörd- liche Nachforschungen nach ihm eingeleitet werden konnten, kehrte er nach Berlin zurück und gab an, daß er verreist gewesen sei und auch die Absicht gehabt habe, seinem Leben ein Ende zu machen. Er sei dann aber doch zu dem Entschluß gekommen, sich der Behörde zur Berfügung zu stellen. Die Bücher und Belege der Bant sind von der Kriminalpolizei beschlagnahmt worden und wer- den einer Prüfung unterzogen. Securius wird dem Untersuchungs- richter vorgeführt. Oer schwarze Freitag. Bon privater Seite erfahren wir zu dem Zusammenbruch folgende Einzelheiten: Der Bankier Adolf Securius ist Inhaber der Bank Securius-Häsner u. Co. in der Linden- straße 3 2/3 4. Das Bankgeschäft ist 1882 gegründet worden. Im Jahre 1911 trat Adolf Securius, nachdem er mehrere Jahre schon in der Bank gearbeitet hatte, als Mitinhaber ein. Die ersten Gründer der Firma, Häsner und Securius senior, weilen nicht mehr unter den Lebenden, Securius sen. starb im Oktober d. I. Di« Touren im Kanariengesong, seinen Pfleglingen anzuzüchten. In den 80er Iahren hat man Kolleroögel von höchster Reinheit gehabt, die aber nachher von den Hohl- und Knorrvögeln verdrängt wur- den. Die ganze Kanarienzucht jedweder Richtung aber vermindert erfreulicherweise die Haltung der Waldvögel immer mehr. Unser Kanarienvogel findet in der Freiheit nicht mehr sein Fortkommen. Er ist«in Stubenvogel und allein die menschliche Pflege bietet ihm die Lebensmöglichkeit._ Frauenfeiersiunde in der Volksbühne. In der Volksbühne am vülowplah veranstaliele dos Frauensekretariat des Vczirksbildungsausfchufses der Sozialdemokralischen Partei eine Feierstunde: von Frauen für Frauen. Parkett und Ränge des schönen Theaters waren besetzt van den jungen und alten Genossinnen: Arbeiterinnen und schwer geplagte Hausfrauen, die freudig die kurze Feierstunde genossen. Das Benz- lFrau«n-)Qiiartett spielte zwei mit herzlichem Beifall aufgenommene Streichquartette, Beethoven und Haydn; Maria Schipfmann sprach alt« und neue Gedicht« aus dem Zlrbeiterinnenleben. Besonder« Begeisterung erweckte Erich Kästners„Phantasie von Uebermorgen", wie die Frauen bei Kriegsbeginn ihre Männer und Söhne ein- sperren, die Generäle und Minister, die den Krieg wollen, übers Knie legen und so den 5lrieg verhindern. Die Worte einer alten Genossin:„Jawoll, jo müßl«>i wir's„»iqchcn". waren sicher allen aus dem Herzen gesprochen. Clara Bohin-Schuch hielt eine Ansprache-an die Frauen:„Mütter, baut euren Kindern eine neue Welt!" In wannen Worten sprach sie über dos Erlebnis der Frau als Mutter, ober die Mutterschaft bringt Per- pflichtungen. Wir müssen unsere Kinder heute im Geiste des Friedens erziehen, die zwölf Millionen Toten des Weltkrieges mahnen uns stündlich, unsere ganze Kraft zur Verhinderung weiterer Kriege ein- zusetzen. Wir dienen dem Frieden am besten, wenn wir für den Sozialismus arbeiten; unseren Kindern den Weg ebnen, die einmal, einen Schritt weiter vorn in der Kampflinie, den Sozialismus vcr- wirklichen sollen. Der gemeinsame Gesang der Internationale beschloß dies« Feierstunde; eine Atempause im Kampf. „Suchen Sie mir erst mal brauchbare Gesellen aus, Himmelsbach. Wenn Sie solche finden, bin ich Ihnen dank- bar. Uebrigens, was wollen Sie denn heute für den Tisch geben?" „Soviel, wie Sie damals haben wollten, fünfundsiebzig Mark!" „Geht nicht, Mann. Inzwischen ist das Material ge- stiegen. Auch die Löhne sind teurer geworden, denn ich muß meine Gesellen anständig bezahlen." „Na, spannen Sie mich nicht auf die Folter! Was soll er kosten?" „Hundert Mark!" Himmelsbach machte einen Satz, als sei ihm ein schwerer Hobel ans Bein geflogen. Wild fuchtelte er mit seinem Spazierstock. Seine ölige, milde Syrupstimme hatte sich in Geschrei verwandelt. Wahrhaftig, er schrie. Er, Schreibtische engros, in der ganzen Branche durch seine Konzilianz bekannt, schrie, als ob ihn ein Zahnarzt mit dem Stahlbohrer auf den kranken Nerv getroffen hätte. „Wo denken Sie hin, Eisermann! Ich kann doch keine Luxuspreise zahlen, ich nicht! Dann möchte ich auch Fa- brikant sein, ja. das möchte ich dann auch! Was Sie sich so denken! Hundert Mark! Fünfundsiebzig! Ich zahle Ihnen bares Geld auf den Tisch. Ich bin nicht Hundstötter, der Kredit in Anspruch nimint. Ich zahle im voraus, aber keine Luxuspreise!" Aufgeregt schob er den Hut ins Genick und wollte zu neuem Wehklagen ausholen. Doch Ludwig schnitt ihm ener- gisch das Wort ab:„Den Hundstötter lassen Sie mir bitte zufrieden. Der Mann zahlt bar, sobald die Ware ge- liefert ist!" „Hundstötter! Hahaha!" Nun war die Reihe, ein Gelächter anzuschlagen, an Himmelsbach. „Hundstötter zahlt bar! Daß ich nicht lache, hahaha! Gewiß zahlt er bar. Das heißt, solange er kann. Wenn er so weiter macht, wird er bald illiquid sein. Dann können Sie bei ihm in die Röhre gucken. Lassen Sie sich das gesagt sein. Eisermann, ich meine es gut mit Ihnen, von dem Manne haben Sie nichts mehr zu erwarten. Ich gebe Ihnen ver- traulich den Wink, deshalb bin ich extra hergekommen. Schaden sollen Sie nicht haben!" „Das alles lassen Sie mal ruhig meine Sorge sein. Herr Himmelsbach. Jedenfalls ist Hundstötter kein Halsabschneider wie Sie es sind!" „Was, ich ein Halsabschneider...?" Bank besaß das Dcpatrecht und zählte zu ihren Kunden u. a. eins Kirchengemeinde, die Leitung eines Stiftes und prominente private Persönlichkeiten. Wie es heißt, sollen die ersten Unstimmigkeiien bis in das Jahr 1926 zurückreichen. Einen sehr schweren Schlag für das Unternehmen brachte der sogenannte s ch w a rze Freitag im Jahre 1929, bei dem die Bank einen Schaden von etwa 150 000 Mark erlitt. Diese Scharte war nicht so schnell wieder aus- zuwetzen. Auch Versuche, den Fehlbetrag auszugleichen, Verliesen so unglücklich, daß die Schuldenlast sich vergrößerte, statt verringerte. Securius ließ sich jetzt dazu hinreißen, die ihm in Depot gegebenen Wertpapiere anzugreifen. Als das Verderben unmer mehr über ihn hereinbrach, unternahm Securius noch den Bersuch, die Bank mit seinen letzten privaten Barreserven zu sanieren, hatte damit aber keinen Erfolg. Wie verlautet, sollen an barem Golde nur einige tausend Mark vorhanden sein, denen sehr große Summen an Passiven gegenüberstehen. Ob der Fehlbetrag tatsächlich, wie der Bankier angibt, 200000 Mark beträgt, wird in Fachkreisen angezweifelt; man nimmt an, daß es sich um bedeutend mehr handelt. Das Bankhaus Häsner u. Secunus gehört« in der Zeit vor dem Kriege mit zu den angesehenen Berliner Privat- b a n k e n, die als unbedingt sicher galten. Auch die Inflation hat diese Bank noch gut überstanden. Das Massensterben der mittleren Privatbanken in'Deutschland, das mit der verschärften Börsenkrise im vorigen Jahr einsetzte, hat auch vor diesem altangeschenen Hause nicht haltgemacht. Ende des Nanderolenschieberprozesses. Nach monatelangcr Verhandlung wurde in der Beruiungs- Verhandlung des großen Bmderolenschieberprozesies das Urteil gesprochen. Ursprünglich waren in diese Ajsäre 35 Personen ver- wickelt, von denen ein Teil aber flüchtete. Das Schöffengericht Berlin Mitte hatte 27 Angeklagte verurteilt, von denen ein großer Teil die Strafe angenommen hat. Nur 15 Angeklagte hatten Berufung ein- gelegt. Es handelte sich bei diesem Prozeß um die Verschiebung von Zigaretten st euerbanderolen im Werte von vielen hunderttausend Mark. Die Fälschersabrik war in Dresden. Ein großer Teil der Falsifikate gelangte nach Berlin und wurde von Benno Band verschoben, der zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Er hat die Strafe angenommen und bereits zwei Jahre verbüßt. Jetzt hat er Bewährungsfrist erhallen.'Außerdem ist ein großer Posten gefälschter Banderolen an einen gewissen Bing iu:� Hamburg gelangt. Dort wurden sogar die gejälschtcn Banderolen beim Zollamt gegen echte Banderolen umgetauscht. Dieser Teil der Schiebungen wind demnächst die Hamburger Gerichte beschäftigen und es sind in diesem Prozeß auch mehrere Zollbeamte mitangeklagt. Ein weiterer Abnehmer war Syre in Köln. Dieser Kreis der Schieber ist bereits im Berliner Prozeß mit abgeurteilt worden. Die Strafkammer verwarf bei einem großen Teil der Angeklagten die von ihnen eingelegte Berufung, bei einigen Angeklagten wurden die Gefängnis- und Geldstrasen der ersten Instanz herabgesetzt. Ein politisches Lama. Der Hitlerjüngling Horst Götz hatte am Abend des t.Sep- tember mit anderen Gesinnungsfreunden von einem Lastkrastwagen herab ein« vorbeimarschierende Reichsbannerkolonne be- spuckt. Er mußte sich wegen dieses Vorganges vor dcm Jugend- gericht in Lichterfelde verantworten. Der Richter bczeich- i.ete mit Recht das Spucken als eine höchst unanständige Sache, die man den Lamas überlassen habe. Selbstverständlich stritt der An- geklagte die Schuld ob, er konnte aber durch einwandsrcie Zeugen- aussagen überführt werden. Das Gericht ermäßigt« den ursprünglichen Strafbefehl von 30 Mark aus 20 Mark, sprach aber dem Kläger die Publikationsbefugnis zu. Bezeichnend ist es, daß die Nazipartei ihrem Mitgliede kein c n Verteidiger gestellt hatte. Himmelsbach schnappte nach Lust. „Jawohl!" schrie Ludwig,„Sic und kein anderer. Damit Sie es wissen; an Sie liefere ich nichts mehr, nicht einen Holznagel!" Die Gesellen lachten. Das brachte Himmelsbach noch mehr in Wut. Er ballte die Faust und rief:„Halsabschneider! Das hat mir noch nie- mand zu sagen gewagt! Aber ich werde Ihnen Halsab- schneider geben! Ich werde Sie verklagen! Sie sind kontrakt- brüchig, mit der Lieferung im Rückstände! Ich verlange die Ware jetzt zum festgesetzten Preis von Ihnen. Der Richter wird sprechen, der Richter. Wir werden ja dann sehen, wer der Halsabschneider ist!" Seine wütenden Blicke überfunkelten die gestikulierenden Brillanten. Einen Augenblick schien es, seine wohlgepflegten Hände hätten die Absicht, sich geräuscherzeugend auf Ludwigs Wange niederzulassen. Da kannte sich auch Ludwig nicht mehr. Die Werkstatt- tür aufreißend, schrie er:„Raus... raus! Sofort verlassen Sie meinen Betrieb!" Himmelsbach ergriff unter dem Gelächter der vier Ge- sellen regelrecht die Flucht. Auf dem Hof wandte er sich im währenden Lauf um, ballte die Faust zu Ludwig zurück und schrie:„Verklagen werde ich Sie, jawohl, verklagen! Ich bin kein Hals- abschneidsr!" Dann aber zeigte er, daß er noch sehr rasch laufen konnte. Denn das nachgeschmetterte Stück Kantholz, das sich in sehr rascher Gangart auf seine Spuren heftete, erreichte ihn nicht mehr. „Dem haben Sie's ordentlich besorgt, Meister!" sagte an- erkennend Sandow. Er und die Gesellen lachten noch stunden- lang hinterher, wenn sie sich vorstellten, wie schnell Schreib- tische engros verschwunden war. Doch Ludwig war es trotz der Fröhlichkeit seiner Arbeiter nicht recht wohl. Sein Sieg freute ihn nicht. Immer wieder gellte ihm Himmelsbachs Drohung in den Ohren:„Ich werde Sie verklagen!" Wie. wenn ihn der Mann nun wirklich auf Lieferung verklagte, was dann? Unmöglich konnte er die Lieferung zum alten Preise ausführen. Daran würde er zugrunde gehen. Wenn der Richter aber gegen ihn entschied? Und der Gedanke an diese Möglichkeit füllte Ludwig die nächsten Wochen aus und hielt ihn in schreckhafter Spannung. Sogar in seine Träume kroch dieses Schreckgespenst. (Fortsetzung folgt.) Köpenick sorst für die Siedler. Sozialdemokratische Arbeit im Bezirksparlament. Die letzte Bezirksverordnetenversammlung in Köpenick hatte eine RiesentaMsordming z» erledigen. Im Mittelpunkt der Tages- ordnung stand die Wahl eii»es undesoldeten Stadtrats. Der Redner der sozialdemokratischen Fraktion, Genosse K ü st e r. stellte den Antrag, von einer Besetzung des Postens im Hinblick auf die Finanzlage der Stadt Abstand zu nehmen. Dieser Antrag versiel der Ablchming, nachdem auch die Kommunisten dagegen gesprochen hatten. Die Abstinimung ergab die Wahl des Kommunisten W i l k e mit 18 Stimmen, während auf den Kandidaten der oer- einigten Bürgerlichen 12 und auf den Nazi 3 Stimmen entfiele». Aus den weiteren Berhandlungcn ist bemerkenswert, dag die Erledigung der S i c d l e r f r a g e n der Käinmereiheide bis»ach Abschluß der laufenden Verhandlungen mit der„Heiga" zurückgestellt-uind die beschleunigte Schlackenlieferung für das Erpetal beschlossen wurde. Für bauliche Veränderungen am Feuerwehr- dienstgebaud« im Qrtsteil Bohnsdorf werden aus Borbehaltsmitteln 1500 M. bewilligt. Einem Geländeaustausch betr. Friedhofserweiterung in Rahnsdorf und Geländcverkauf zu dem- selben Zwecke in Friedrichshagen wurde zugestimmt. Die vom preußischen Proomzialtonservator der Kunstdenkmäler, dem Ber- waltungsrat des„Deutschen Heimes" und dem preußische» Minister für Bottswohlfahrt geforderte Entsernung der Uhrensäule auf dem Schloßplatz in Köpenick wegen„Verunstaltung des Schloß- b ildes" wurde auf Antrag des Bezirksamts einstinnnig von der Venrksverfammlung abgelehnt. Der Fluchtlinienplan der Dahmestraße in Bohnsdorf und der Klemhausbaugesellschast an der Wald- und Schulzendorfer Straße in Schmöckwitz wurde genehmigt, wobei Genosse Mohr dein Bezirksamt gegenüber den dringenden Wunsch aussprach, den Bebauungsplan und die Wege- regulierung auf dem Gelände der Grünauer Eisenbahnersiedlung beschleunigt vorzunehmen. Ein sozialdemokratischer Antrag, der die Beleuchtung des Zugangsweges vom Bahnhof Hirschgarten bis zur Kolonie Erpetal fordert, wurde in Verbindung mit einem weiteren Antrag, der einen direkten Verbindungsweg von der Siedlung Elsengrund bis zum Bahnhof Hirschgarten fordert, ein- stimmig angenommen. Gleichfalls angenommen wurde ein Antrag unserer Fraktion, der die Wiederherstellung der zerfahrene» Straßen im Ortsteil Rahnsdorf vorsieht. Unbekannter Radfahrer tödlich verunglückt. vor dem Hause Greifswaldcr Straße 142 wurde gestern abend ein Radfahrer, dessen Personalien bisher nicht ermittelt meiden lomiten, von einem Autobus der Linie 14 beim lieber- holen gegen die Bordschwelle gedrückt und zu Fall gebracht. Der Verunglückte geriet unter das Hinterrad und st a r b bereits auf dein Transport zum Krankenhaus am Friedrichshain. Der Tote gehört seiner Kleidung nach dem Arbeiterstand« an. Deg, Frohsinn— unser Ziel! Unter diesem Motto veraufiolten am hmlngen Sonntag die'~" Brih und Süden im großen Saal fafsard« Bühnenschau mit onuhliej ftnjuBj— nuser " �TGB.-'Bczirkc N-uröllu. der Neuen Welt eine IV Bilder um- «nder Herbstseicr. Saalössnung um 15 Uhr, Spielbeginn � Punkt IL Uhr. Eintrittskarten Kinder Pf., Jugendliche 60 Pf., Erwachsen« 1 M. Erwerblosc Partcimatglieder (SPD.) und Freigewertschaftler gegen Ausweis 00 Pf. an der Kasse. Trübe Vorweihnachten Statt Neueinstellungen- Abbau Damit sich die einen freuen können, müssen die anderen arbeiten. Aber die Weihnachtssaison, die sonst sür Hunderte und Tausende von Angestellten und Arbeitern Verdienstmöglichkeit bedeutete, geht heute fast spurlos am Arbeitsmarkt vorüber. Und mehr als trostlos sieht es in den einzelnen Benisen aus. Zn der Vermittlungsstelle des 3dA. Tot, still liegt alles da, zu einer Zeit, wo sonst schon eine ganze Reihe von Anforderungen an Personal sür das Weihnachtsgeschäft einlief: statt Tteueinstellung droht ständig Abbau... Wieder hat ein großes Kaufhaus zum 31. Dezember 40 Angestellten gekündigt. Da Betriebsstillegung, dort größtmögliche Einschränkung, das ist die Weihnachtsmelodie der Armen. Die Warenhäuser, die zum größten Teil Stammaushilfen das ganze Jahr über beschäftigen, versuchen ebenfalls mit diesen auszukommen so daß auch hier wenig Aussicht auf größere Einstellungsziffern besteht. Es wird nichts unversucht gelassen, Arbeitsmögllchkeit zu beschaffen, uizd so hat der IDA. unter anderem ein Rundschreiben an alle größeren Firmen des Einzelhandels gesandt, worin unter Bezugnahme auf die erneute Anweisung des Handelsministers hingewiesen wird, die besagt, daß die Genehmigung von Ueberorbeit aus das äußerste einzuschränken ist, sosern die Möglichkeit der Mehreinstellung von Arbeitnehmern gegeben erscheint. Im allgemeinen läßt sich Nur soviel feststellen, daß heute Aushilsen mit meist fünfstündiger täg- licher Arbeitszeit bis zum Weihnachtsabend eingestellt werden, während srüher die Aushilfetätigkeit über die Inventurvertäufe und die darauffolgenden Weißen Wochen bis in den März hinein sich erstreckte. In der ÄekleidungSindustrie sieht es nicht um ein Haor besser ans. Die Wintersaison, die sich sonst noch durch den ganzen November zog, erreichte diesmal schon Ende Oktober ihren Schluß und die Zahl der Arbeitslosen weist eine erschreckende höhe aus. wie sie seit 1327 nicht mehr zu verzeichnen war. Grossisten wie Detaillisten sind gleich vorsichtig und ängstlich geworden und es kam nicht einmal vor, daß plötzlich, nach- dem ein größerer Posten Arbeit vergeben wurde und man nun endlich das Einsetzen einer besseren Konjunktur erhoffte, bei der Ablieferung erklärt wurde, es gäbe kein Stück Arbeit mehr. Oder: Eine größere, angesehene Firma gibt ihrem Zwischenmeister Weisung, vorläufig nicht zu liefern, da sie nicht einen Bügel frei hätte, atso: nicht ein Stück den Laden verließ. Ebenso traurig sieht es in der Herren- und Damenmaßschnciderei ans. die gerade in diesem Jahre der öffentlichen Sparmaßuahinen mit einem besonders großen Verdienstausfall zu rechnen haben. Statt Arbeitsausträgen und Berdienstmöglichkeiten auch hier nichts weiter als Betriebs- stillegungen und Menschenabba»... Die Spielwarenerzeugung ohnehin ständig mehr und mehr verdrängt von der fortschreitenden Mechanisierung des modernen Spielzeuges, dann der Sport- begeisterung der Jugendlichen, die diese mehr und mehr ins Freie lackt und der allgeinein stark veränderten Moderichtung inncrha� des Spielwarenmarktos, ist auch arg dran. Die armen und ärmsten Heimarbeiter in Deutschlands Armutswinkeln, im Erzgebirge und im Riesengebirge, im Sächsischen und in Thüringen, werden von ihren Hungerverdiensten in diesem Jahr wohl noch ein gut Teil einbüßen müssen. Was kann da für die K l e i n st k a u f l e u t e, den Man.: mit dem Bauchladen, schon viel zu hoffen bleihen? Auch sie erwarten kein allzu frohes Weihnachtsfest, denn wenn ihre Artikel auch nur nach Pfennigen rechnen und wenn sie all ihr bißchen Humor zusammenkratzen, es fehlt den, Käufer beides. Der Pfennig und dainit die Freude... Alles aus Papier. In einem Saal in der Näh« des Moritzplafees sitzen junge und alte Menschen. Frauen, Männer und Kinder. Sie gruppieren sich an langen Tischen um ein Podium. Was ist Crcpette? Spoiel erfährt man bereits, daß es si6> uni einen neuen Papier- k r e p p st o s f handelt, aus dein man die sonderbarsten Dinge basteln kann. An einem Tisch zeigt eine Dame, wie sich Blumen in fast naturgetreuer Wirkung aus dem Papier formen lassen: Rosen, Wicken, Nelken. Chrysanthemen u. a. Auf einem anderen Tisch liegen fertige Arbeiten, die aus Crepette hergestellt wurden, Kaffee- wärmer, geflochtene Sosakissen, Handtaschen, Brieflaschen, Buch- einbände und sonstige nützliche Dinge, die in ihren ledcrartigen oder bunten Farben verblüssend schön wirken. Sogar moderne bunte Hüte hat man aus Papier geflochten. Sie sind ungemein leicht und doch haltbar, wie inan oersichert, weil das Papier init einer Wachs- inaiie imprägniert wird. Der Kursus beginnt. Diesmal wird den Besuchern die Kunst das Flechtens mit sechs dünnen Papier- streifen gelehrt. In einem vorangegangenen Kursus war das Weben gezeigt worden. Die nufmerksainsten«chiiler sind zweifellos die Männer. Man weiß nicht recht, was diese mit den bunten gefloch- tenei: Schnüren anzufangen gedenken, es scheint sie der Gedanle allein zu besriedigen, ein wichtiges Zeitproblcm mit Erepctte gelöst zu haben.____ Die nächste Sitzung der Stadtverordneten findet am Donners- tag, dem 4. Dezember 1930, statt. Beginn der Beratungen um 16% Uhr. In der Piscalor-Lühne kann infolge technischer Schwierigkeiten die für Sonntag nachmittag S'/i Uhr vorgesehene Vorstellung von „Mond von links" nicht stattfinden. VoUstanzkreis Tegel. Wir veranstalten ain heutigen Sonntag van 10 bi??? Ubr in der Schule Reinickenbort-Tst,_ Holläudersrra�«, Ecke Baseler Strasse/ einen offenen Tanzabend, llnkostenbeitrag 0,80 A n Z u c k e r sp a r e n, grund verkehrt! Der Körper braucht ihn— Zucker nährt! — '"-'' Qualität und nochmalsQualitat! Es ist heute noch wichtiger denn je, nur gute Schuhe- weil sie länger halten- zu tragen. Und haben wir es nicht alle nötig, das Gute noch billiger zu kaufen?! Eleganter Lackschuh rinflsherum weiss gedoppelt Ein guter Tanzschuh, aus echtem Lackleder Zwei gute Tips: Tragen S e doppelsohlige Schuhe, dann bekommen Sie keine kalten oder nassen FUsse mehrl/ Tragen Sie Gamaschen, es sieht besserausl Edles Kalbleder, durchgehende Doppelsohle Unverwüstlich! Kräftige Doppelsohle WERTHEIM Leipziger Str.(Versand-Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz In dieser Woche: WUqz U/MkmMs-AngjtMe Kleiderstoffe Rating n*u'Äg.nr6c� 1.45 Tweed•nhQek*nd*nÄJ� 1.60 Natt6»raye ÄÄb*". m.,. I-95 Mantel'Tweed, or ca. 140 cm breit, Meter Woil'Flamenga ÄÄ, on Eftelcten, ca. 100 cm breit, Meter Pelzwaren Pelzkragen 2.20 Bubikragen 4.40 Pelzkollier»»«.«marik. Opossum 7.90 Bubikragen opo..umumm.. 11.00 Bubikragen skunksoposium.. 14.50 Seide und Samt Kunstseide in. Baumwon- Effekten, doppeltbr.,Mtr. Flamenga Crepe de Chine Fulguranfe Veloutine ca. 100 cm breit, Meter Bedruckt. Waschsamt m*,. 2.25 2.60 2.90 2.90 1.35 Kinderkleider Mädchenkleid Jede weitere Länge, bis 85 cm, 0.30 mehr Waschsamtkleid m»«.«.m Kragen, Faltenrock, Länge 55 cm Jede weitere Länge, bis 90 cm, 0.75 mehr Jungmädchenkleid 4, bedr. Waschsamt, Bubigarnitur, Gr. 38-42■ Tanzkleid 16.75 2.50 4.90 Damenklelder Tsiv« wlrl ai#4 kunstseid. Marecain ■ aniRieiU moderne Glockenform Nachmittagskleid"S aus kunstseidenem Marocain Tanzkleid kunstseid. Marocain Nadimitfagskleid r.insetjenar CrAp�Marecaln Gesellschaftskleid � CrApe-Marocairw mit Spifzenjacke 14.50 21.50 22.00 26.50 29.50 Knabenkleldung Sporthemd 3",r*mL;' Ä Jede weiteren 5 cm, bis 90 cm, 0.20 mehr Waschsamt-Anzug 9.ripPf.r Köpervelvet, mit weifjer Garnitur, f. 2 Jhr. Jede weitere Gröfje bis 6 Jahre, 0.50 mehr Kieler Pyjack Jede weitere Gröfje, bis 6 Jahre, 0.50 mehr Schulhose J.d. weiter. GrSlje bk 14 Jahre 0.30 mehr 0.85 4.90 6.75 3.50 Blusen Jumper gutreift Nene»....... 2.85 Pullover bunt gemustert...... 3.50 BlUSe Waschkunstseide, mit Bubikragen 6.90 Bluse kljm,5*'d'n" Trito�TO 7.50 la I map bunt bedruckt, Trikot*€h CT llimper Charmeuse, mit Görtel v/ A Trikotagen Damen-Hemdchen 0.95 Damen-Schlüpfer Kunst,.� 4 0- teln, mit weichem Futter■•—— Herren-Unterbeinkleid, 7A wollaemischt. MitfelarOke*•*** wollgemischt, Mittelgröße Herren-Normalhemd wollgemischt, Mittelgröße 3.80 Damenwäsche Taghemd �sä�Änhnmg.n 1.25 Taghemd 1.75 Taghemd mH sp».. 2.35 Nachthemd dexu passend 3.60 Taghemd M,ko�'s«dc� 2.90 Schlafanzug einfarbiger FlaneH 4.50 Handtücher, Tischzeuge Küchenhandtuch 9«",Är' 0.35 Stubenhandluch 0 mit Gerstenkorn, Größe 50x100 cm w»Ww Frottierhandtuch 0.95 Tischluch 9*bl"trÄ�«cm 2.90 Teegedeck f'S.ÄfÄ.Ä 7.90 Künstlerdecke ÄtÄ 6.75 Wasch-Kunstseide— Druckd� 85»f. Damenstrümpfe— I25 Damenstrümpfe\9s SerVierkSeid*Awmr* Z*neUa,«,U welker Ganüfur 4�gg Damenkappe �1� �........... 245 Damenschirm farb,< 4so Damenkleider � IZso kelnleln. Taschentücher LinoSeum-Inlaid-Teppich iQ,c Master durchgehend, GtS�e 1 50 X 200 an■' O Bouclö-Haargarn-Teppich ä5™ 3475 Handschuhe Mr Oamaa Schweden lmlUm.ManMfwn.«n :ee■•■ W Bäffchenkragen aus Ottoman oder Pik Pulloverwesfe 1 75 Schalkragen-Garnitur, Kn doppelt Cröpe de Chine C zarhon A7 reinseid. Cröpe de Chine, J Ä/| Weviiend einfarbig oder gemustert Decken Schlafdecke rein. wen.... 9.B5 Schlafdecke rein« Kamelheer 28.50 Diwandecke 19.50 Diwandecke 26.50 Vorhang-Fries 4.50 Damen-Handtaschen Besuchstasche 5.90 Besuchsfasche Ä on Moirä.utter und Spiegel, 22 cm lang Wbjt V Uberschlag-Tasche AI..... Moiröfutter, Schldufenversehlußm. Paspel O OA 26 cm lang, hohe Form wb�W ll. Rind* der, m. Uberschlag-Tasche Moirefutter u. neuem Dreidom-Versdiluß 9.75 Schürzen Berufskittel w;lÄ«b. 2.90 Berufskittel"TÄ W.m B«.tz 2.65 Servierschürze 1 05 Servierschürze 1,70 Jumperschürze singb.»... 1.75 Toilette-Artikel 55t«k. Mandelseite 0.65 Geschenkpackung* 1 Fleidie FertOra ü. 2 Stück Soll« B— Nagelpflege-Garnifur„V 3.75 Zelluloid-Kasten, q0 bunt,«Or Büreten, Kimme u»w. für Derne. Z.7S Schuhwaren Umschlagschuhe Kamelhaarschuhe für Domen, reine Welle u. Kemelheer Leder-Hausschuhe"o.m.n gefüttert, mit fester Kappe, Absaßfteck Herren-Laschenschuhe reine Wolle u. Kamelhaar, Lecereiniassung Uberschuhe 1.80 2.95 3.50 3.50 3.75 7tr. 561• 47. Iahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 30. November 1930 Wo stehen wir? Arbeitsbeschaffung— Lohnabbau— Preissenkungsaktion. Em Jahr lang steht Deutschland bereits in de: schwersten Wirt- schastslrise. Ein halbes Jahr lang wird die Krise bereits durch Arbeitsbeschaffung bekämpft: Wohnungsbauprogramm der Rcichsregierung mit 100 Millionen, zusätzliche Aufträge von Reichs- bah» und Reichspost mit 3S0 Millionen. Seit dem Schiedsspruch von Oeynhausen toleriert die Reichsregierung eine starke Welle des Lohnabbaus. Am 14. Novmber erging ein Ausruf des Kabinettsausschusses für Arbeits- und Preisfragen, der eine Preis- fenkungsaktion in großem Maßstab einleiten sollte, um das Wirtschafts- und Finanzpreegramm der Rcichsregierung auch nach der Konsumentenfeit« zur Durchführung zu bringen: „verbilligung des Verbrauchs, Senkung der Lebenshaltungs. kosten sind insbesondere auch geboten, um die Wirkungen abzuschwächen, die sich aus der Kürzung der ZZeamlenbezüge und aus Lohnsenkungen ergeben." Sache der Reichsregicrung ist es, daß„das M i l l i o n c n he c r der Arbeitslosen so rasch wie möglich der schassenden Täiiglest wieder zugeführt wird". Was ist erreicht, was ist noch zu erwarten? Es ist Zeit, eine Zwischenbilanz zn machen. Der Winter droht mit ernsten Komplikationen. Ende Oktober mußten die Auswirkungen des Arbeits- b e f cha f fu n g s p r o g ra m m s vom Sommer schon fühlbar sein. aus den neuen Wohnungsbauten, ans den zusätzlichen Aufträgen von Reichsbahn und Reichspost. 5>at sich die Lage des A r h e i t s- Markts gebessert? Di« vor wenigen Tagen veröffentlichte Statistik des ADGB. zeigt eher das Gegenteil: Von Ende September bis End« Oktober ist die Zahl der arbeitslosen Maurer gestiegen von 12,3 auf 13,7 Proz., die der Bauhilfsarbeiter von 46,2 auf 48,6 Proz., di« der Tiefbauarbeiter von 43,3 auf 44,4 Proz., di« der Zimmerer von 43,0 auf 47,8 Proz., die d«r M vier von 37,7 gar auf 44,4 Proz. bei vervierfachter Kurzarbeit und dl« der Dachdecker von 30,8 auf 3Z,4 Proz. Die Krisen- bekämpfung durch zusätzlichen Wohnungsbau war also b i s h c r e r- s a l glvs. Mit der Kriscnbekämpfung durch die Konjunkturausträg« bcr Reichsbahn und der Reichspost steht es nicht besser: die Zahl der vollarbeitslosen Metallarbeiter stieg bei fast unveränderter Kurzarbeit von 22,7 aus 23,9 Proz., die der M a s ch i n i st e n und ch e i z e r von 12,3 auf 13,3 Proz., die der Holzarbeiter von 3ä,3 aus 33,9 Proz., die der Fabrikarbeiter von 23,3 auf 23,6 Proz. und die der Bergarbeiter(die Feierschichten nichr eingerechnet) von 7,6 auf 8,6 Proz.! Das gesamte Arbeits- beschaffungsprogramm war bisher von einer erschütternden Wirkungslosigkeit! Wie steht es mit der Preissenkungsaktion 1 Am 14. November erging die große Kundgebung des Kabinett Sausschusses. Seitdem hat man von der Tätigkeit des Ka- hinettsausfchusscs nichts mehr gehört. Er hat. wie es hrißl, die Einzel- aiifgoben den Ressortleitern und den einzelnen behördlichen Stellen übertragen. Bis auf die Vcrbilligung des Bäckerbrotes um 4 Pf. je l2Z0 Gramm waren leider seine Ankündigungen bisher mehr Nieten als Treffer. Erst acht Tage später konnte das Reichsernäh- rungsministerium von der gelungenen M i l ch p r c i sf c n k u n g um 2 Pfennig Mitteilung machen. In Berlin ist sie durch Erhöhung des Produzemenpreifcs um 2 Pfennig schon wieder verloren. Der Komps mit den Brötfabrikanten geht noch fort. Der preußische Handclsminister hat zwar Preisabreden der Brötfabrikanten oer- boten: diese aber sind bei ihren 2 statt 4 Pfennig geblieben. Der Rcichsernährungsminister Schiele l)at seine undankbare Aufgabe au die R c i ch s s o r s ch u n g s st e l l e für landwirtschaftliches Mirki wesen übergeben. Diele hat noch langen Mühen einige„an- gemessene" Gemüserichtpreise für den Kleinhandel bekanntgegeben und will diese möglichst täglich, entsprechend der Marktlage, vcr- ösiemlichcn. Für O b st hat man in der Rcichssorschungsstelle kaum irgendwelche Hoffnungen, eingreifen zu können. T)ic Schichtung des Ob st Handels ist unendlich, die Zahl der deutschen Obstsorten ebenso: die mangelnde Standardisierung verhindert jede Kontroll« und Nachkalkulation. Inzwischen hat diese Be- Hörde festgestellt, wi« wir hören, daß dic 3 Pfennig Schweine- Preisermäßigung von den Fleischern auch beim Schweinefleisch zu mehr als der Hälfte wieder herauftorrigial morden sind; der Rest soll bald folgen. Dic Kleinhandelspreise der Kartoffeln zeigen wieder nach oben. In dem Augenblick, als sich die Rcichsregierung aus der vordersten Kampilinic zurückzog, war es Mit der Fernwirkung der„Aktion" zu Ende. Die Interessenten nehmen sie nicht mehr ernst. JmLolkbeginnt man bereits von Preisfcnkungs schwinde! zu reden. Das ist kein Wunder! War man sich denn überhaupt llor, was Vcrbilligung der Lebenshaltung heißt, wenn angenommen wird, daß beispielsweise die N o m i n a l l ö h n« um 10 Prozent gesenkt werden sollen, wie es augenscheinlich der Rcichsregierung vorschweble? Im Massenhaushalt kommen auf Lebensmittel und Kleidung rund 30 Prozent aller Ausgaben. Aus Wohnunzsbedarf, Berkchrsausgaben und sonstiges die anderen 50 Prozent. Die Mieten.zeigen eher eine Tendenz zur Steigerung als zur Senkung. Von den Verkehrs-, Strom-, H« i z t a r i f c n und bei den Preisen für den sonstigen Bedarf ist eine fühlbar« Ver- billigung kaum zu erwarten: die Kohlenpreissenkung wird durch die kommende Verteuerung von Bier und Tabak sicher mehr als ausgeglichen. 50 Prozent der Lcbenshaltungs- kosten bleiben ollo im Preis stabil. Die anderen 50 Prozent (Lebensmittel und Bekleidung) müßten also um Z0 Prozent verbilligt werden, wenn eine!0prozrn>>ge Nominallohnscnkung auch nur ausgeglichen werden solllc. Dcm stehen nun di« kümmerlichen, zum Tcil aber wieder auf- gehobenen Verbilligungen bei Milch, Schweinefleisch, Karlosfeln, Brot gegenüber. Das Harle Wort vom Preissenkungrschwindel liegt also mehr als nahe. Dieses gefühlsmäßige Volksurteil kann aber nicht zum Besseren ge- > sendet werden, wenn die Reichsbahn das Verlangen nach einer Frachtensenkung mit einem unzweideutigen Nein beantwortet, und wenn gleichzeiiig Staat und Kommunen zur Defizitdeckung neue Massenstencrn beschließen müssen. Eines aber funktionierte inzwischen vortrefflich in Deutschland, das ist der Abbau der Löhne und Gehälter. Unter dem Druck de:.Krise sind auf der ganzen Front die Essel- t i o l ö h n e schon automatisch herabgestürzt. Kein Schlichter hat bisher von der Feststellung des Instituts für Konjunktur- s 0 r s ch u n g gebührend Notiz genommen, daß in der Industrie innerhalb Jahresfrist die Effektivlöhne auf kaltem Wege, ohne daß es jemand außer den Belegschaften merkte, um 8 Proz. abgebaut worden sind. Der Deutsche Tertilarbeitcrverbond hat mit riesigem Material nachgewiesen, daß in der Textilindustrie, wo die Akkordlöhne aus sehr niedrigen Tariflöhnen sich ausbauen, die Effektivlöhne um bis zu 50 Proz. abgesunken sind, Seit dem Berliner Metallschiedsspruch aber überstürzen sich die Mel- düngen vom Lohn- und Tarifabbau aus ganz Deutschland. Der Abbau der B e a m I c n g c h ö l t c r schließlich erfolgt ab 1. Fe- l ruar durch einfaches Ersetz! Inzwischen steigtdie Arbeiislosigkeit in Deutsch- land weiter. Leider nickst nur saisonmäßig, sondern auch k o n- Minkturell. Nach der Statistik des ADGB ist van September bis Ende Oktober in der Konjunkturgruppe die Vollarbeitslosigkeit von l8,8 auf 10,4 Proz., die Kurzarbeit von l7,Z aus 17,8 Proz. gestiegen. Für November ist«ine weitere, auch lonjiinkiurcllc Verschlechterung sicher, wie die Ziffern der Rcichsanstalt für Arbeits- losenversicherung zum 15. November schon erkennen ließen: in den Nichtsaisonbcruscn nahm in der ersten Rovemberhälste die Arbeitslosigkeit noch um 3sb Proz. zu! Dabei hat nicht nur dic Aktivität des deutschen Außenhandels noch zugenommen: die Zunahme des Exportüberschusses ergab sich auch ausschließlich aus der Steigerung des Fertigwaren- erports. Dic wachsende Verschlechterung der Wirtschaftslage erklärt sich also nur aus innerwirtschaftlichen Gründen. Unsere Zwischenbilanz kommt also zu folgendem Resultat: Die bisherige zusätzliche Arbeitsbeschaffung war bisher ohne jeden Erfolg. Die immer noch zunehmende konjunkturell« Arbeits- lojigkeit kann nur dadurch erklärt werden, daß die Nominaloerdienste sehr viel schneller gesunken sind, als die Rcalverdisnste durch Preis- ieukung steigen konnten. Die Prcisjenkungsaktion hatte also volks- wirtschaftlich bisher ebenfalls keinerlei kriseahemmende Wirkung. Diese gefährliche Wirkung wird dadurch beschleunigt, daß zu dem gewissermaßen automatischen Absinken der Efsektivlöhne bie will- kiirliche Senkung der Tariflöhne und der Gehälter hinzutritt. Daraus ergibt sich eine auße-ordentlich bedeutsame und für die Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland hochernste Konsequenz: Soll die Zunahme der konjunkturellen Arbcilslosigkeit endlich gestoppt werden, dann muß mit dcm Lohnabbau sojort und mindestens aus solange Schluß gemach! werden, bis eine stärkere Wirkung des Preisabbaus erkennbar wird.> Dic Wirtschafts- und Sozialpolitik der Rcichsregierung hat in ihren bisherigen Maß» chmen zur Knienbelümpsung die hundertjährige, noch in der USA.-Krije von 1020—1022 wieder bc- stätigtc K r i s e n e r s n h i u n g nicht berücksichtigt, daß der Umschwung zur Besserung nur herbeigeführt werden kann durch eine Steigerung der Rcalverdienst« und des Rcolcinkom- mens in der Wirtschaft. In dcm fast ganz von Rentnern entblößten Deutschland(rißt das dic Steigerung des Realeinkommens der arbeitenden Massen. Die Bemühungen der Reichsregie- rung um die Bekämpfung der Wirtschaftskrise werde» und müssen endgültig scheitern, wenn sie für ihre weitere Poliiit diese Lehre nicht beherzigt. Wit der Berkoppelung von Preis- und Lohnabbau muß gebrochen werden.?lnr Preisabbau kann noch die Parole fein: dazu sind noch riesige Möglichkeiten bei den kartellierten Schlüsielproduklen und auch bei den Markenkartellen vorhanden. Diese Wöglichkeilen brauchen nur ausgeschöpft zn werden. Kampf um die Reichsbahniarife Forderungen der deutschen Industrie- und Handelskammern. � Der Deutsche Industrie- und Handelstag, dic Spitzenorganisation der Handelskammern in Deutschland, hat in seiner Sitzung vom 27. November zu der dringenden Frage der Reichsbahn- tarife Stellung genommen. Der Beschluß dieser führenden Wirtschaft- lichen Organisation geht dahin, daß in Anbetracht der Dringlichkeit eines allgemeinen Preisabbaus die Gütertarife der Reichs- bahn heruntergesetzt werden müssen, da gerade die Frachten von wesentlichem Einfluß auf die Höhe der Gestehungskosten sind. Es würde in der Oeffentlichkcit keineswegs verstanden werden, wenn das größte Unternehmen des Reiches die Prcisabbauaktion der Regierung nicht unterstützen würde. Dic Reichsbahn dürfte auch unter keinen Umständen vor gewissen Opfern zurückschrecken. Unter voller Anerkennung der gespannten Finanzlage muß es möglich sein, die durch Gehaltsabbau und Lohnsenkung und den Preisabbau wichtiger Rohstoffe und Bmnnaterialen entstehenden Ersparnisse bei der Reichs- bohnvcrwaltung für eine Tarifsenkung nutzbar zu machen. Zugleich faßte der Postausschuß des Industrie- und Handelstages den Beschluß, daß auch die R e i ch s p o st v e r w a I t u n g die Pflicht habe, mit einer sichtbaren und wirkungsvollen Tarifsenkung nicht mehr zurückzuhalten. Auch bei diesem großen Reichsunternehmen müßten die durch Gehaltskürzungen eintretenden Ersparnisse s ü r Herabsetzung der Gebühren ausgewertet werden. Die Reichsbahn gibS nach. Die Verhandlungen der Regierung mit der Reichsbahn über Berbilligung der Personen- und Güterlarise haben in den gestrigen Abendstunden zu folgendem Ergebnis geführl: Gesenkt werden die Preise der Arbeiler-Wochcu- karten, Kurzorbeiler-Wochenkarlen, der Monats- und Tcilmonats- karten sowie der Monatskarlen für Schüler: unter diese Prdsjcn- kung fällt jedoch nicht der Vorortverkehr, soweit für ihn bereits crmäßigle Sähe bestehen. Für Kartoffeln werden, nachdem die Stückgutsrachlen bereits gesenkt wurden, auch die Sähe für Wagenladungeil ermäßigt. Dic Sähe sollen dadurch auch bei mittleren Enisernungen unter den Friedrnsiähcn liegen. Ferner soll eine Frnchtsentung für Gcireidc, Mehl und Oualilälscicr die Lebenzmiltel-Preisjenkung fühlbar be- cinftussen. Auch der Tierlaris wird gesenkt und zwar stärker, als bei seiner vor dem Abschluß flehenden Umarbeitung vorgesehen war. Für alle bereits im Rollarif enthaltenen Lebensmittel wird, um den Wünschen der kleineren Versrachler cntgcgenzutommcn, für 5- und lo-Tonnen-Ladungen eine Ermäßigung gewährt. Auch vcr- schiedenc Düngemittel werden in die Frachtsenkung einbezogen. Zm Kohlcnversond werden für bestimmte Empfangsgebiete Ermäßigungen durchgeführt. Die Erleichterungen für Hohle n gellen ab 1. Dezember. Die übrigen Ermäßigungen sollen in kürzester Feist in Kraft gesehl werden. Lebenshaltungsindex im November. Nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts bc-Ioiist sich die R e i ch s i n d c x z i f f« r für Lebenshaltungskosten für den Monat November auf 143,3 gegenüber 143,4 im Vormonat. Der Lebcnshaltungsindex umfaßt die Kosten für Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung, Bekleidung und, /sonstigen Bedarf", wie tägliche Vcrkchrsausgaben usw. Im einzelnen gingen dic K o st e n ieh7reud£fKachßK% tDas /käme ick uiif1 tmmsckm? A v, Das Welhnadits-Gesdienh OansesE-lascStenlndi Weiß Baumwolle, mit rosf odeT- blauen Streifen iind pasesndem Kordelrand -—> Größe 28 om,\'• Dtcd.......... �*• H ßamemslriüiple t0O Kunstseide, vorrügliche Ware, in neuen B scliönen Farben.. Paar vfc 2.20 und• Z'5 o /} ittr den Herrn Ist ein GrQDfeld-naßltfHiO! � Bufihemd« ans P«c«Ua rt* M U.SO au HordenrOffte in»ehr großer Auswahl........ von A | Domen-Nadilheinil au« lachsrosa Waschebatist- mit neuartl�ei Spitzenverzicrung und Handpur.kten...-H | ßoaniwoll-rsaneli (Indanthren) in hübschen mittelbreitcn, rart- S farbigen Streifen, für Schlafanzüge und Blasen Breit« 60 cm........... l.,T Weise BetlbezOfie mittel leiner Waschestoff, mit JCnopfscKIuß 5 Oberbettbezug, Größe 130x200 cm... EÄ Kissenbezug, Größe 81x81 cm.. 2. SO fterreiMimerzeu� Ä60 Echt Make, naturfarbig. Beinkleid»Ä 5.30<8» Jacke(kalbe Ärmel) JC 5.10. Garnitur.. �* QcsBciifc-fiaiidtadi Weiß halbleinen Jacquard, verschiedene Blumenmuster Größe 48X1 10 cm KötSeedeöic Halbkunstseide, neuzeitliche Muster in heilen Farben Größe 130x 160 cm..... � Sdilaidecfte Beine Wolle. Wamel haar fsrhi* Größe 140x190 an...... Sie können die in dieser Anzeige oder in der Gr iinfcld-JVcih nachtS' Geschenklistc aufgeführten Waren f auch telefonisch bestellen! Verlangen Sie Merkur 8646: Bestellungs* Annahme! Landeskut .-und GeMldweberei Grösstes Sonderhaus für Leinen und Wäsche leipziger Straße 20—22* Kurfürstendomm 227 für(Srnäf>rnnginnl,4 Pro;, auf 137,5 Proz., für Heizung und Beleuchtung uin 0,7 Proz. auf 1S2,1 Proz., für Bekleidung um 2,5 Prozent auf 1S4,S Proz. und für sonstigen Bedarf uni 1,6 Proz. auf 189,7 Proz. gegenüber lüg Proz. im Jahre 1914 zurück. Die Wohnungskosten blieben im Bcrichtsmonat unverändert. Die auf den Stichtag des 26. November berechnete Droh- Handels-Indexziffer des Statisti-schen Reichsamts sank gegenüber der Vorwoche von 129,1 auf 119,5(1914= 100), also um 0,5 Prozent. Wollindustrie gegen Preissenkung. Oer aufgeweckte Konsument ist unbequem. Wie unangenehm vielen Unternehmen, in Industrie und Handel die öffentliche Preisfenkungsaktion und das Erwachen der Konsumenten ist, kam auf der Generalversammlung der Glad- b acher Wollindustrie AG. deutlich zum Ausdruck. Diese Gefellschaft zahlt für das Geschäftsjahr 1929/30, wie wir schon be- richteten, wieder die fette Dividende von 11 Prozent. Unter diesem Gesichtspunkt find die scharfen Ausführungen gegen die Preissenkung besonders bezeichnend. Der leitende Direktor des Unternehmens macht nämlich für die weitere Verschlechterung der Geschäftslage die öffentliche Preisabbauaktion verantwortlich, da im Publikum und bei der Händlerschaft durch diese Aktion cine all- gemeine Kausunlust hervorgerufen sei. Es müsse hierbei betont werden, daß in der Textilindustrie die Preise bereits seit zwei Jahren infolge Berbilligung der Rohstoffe abgebaut worden seien. Eine weitere Senkung sei erst möglich, wenn bei den öffentlichen Tarifen eine Erleichterung zu spüren sei und das Steuer- und Finanzproblem gelöst wäre. Direktor Achter vergaß nur hinzuzufügen, daß die Senkung der Tuchpreise nicht entfernt mit der Berbilligung der Wollpreise Schritt gehalten hat und daß die Drosselung der Massenkauskraft die tiesste Ursache für die spezielle Absatztrise in der Textilindustrie sei. Das sollten sich die Herren Textilfabrikanten, die bei jedem Lohnabbau imnier in vorderster Front stehen, samt und sonders hinter die Ohxen schreiben. Oie Grundgebühr beim Girompreis. Ein Beitrag zur Preissenkung. Wir erhalten folgende Zuschrift, die uns auch von einiger grundsätzlicher Bedeutung zu sein scheint. Seit drei Jahren bewohne ich in ainem Siedlungsbau in Schmargendorf eine Dreizimmerwohnung. Vor einer Woche sandte das Elektrizitätswerk Südwest, unsere Versorgerin mit elektrischem Strom, einen jungen Mann in die Siedlung, der sich die Lampeneinrichtungen ansah und die Hausfrauen ausfragt«, wozu sie sonst noch elektrischen Strom verwendeten. Wohl die meisten glausten, es handle sich um eine der üblichen statistischen Aufnahmen. Die Wahrheit kam in meinem Haushalt an den Tag, als der Postbote heute«in Schreiben des Elektrizitätswerkes brachte, Inhalts dessen ich für die Zeit vom 1. Oktober 1928 bis 30. September 1930, also für zwei Jahre, an Grund- gebühr 38,40 Mark nachzuzahlen hätte, da die vor- genommene Festellung des Anschlußwertes meiner elektrischen Anlage einen Zählermeßbereich von 660 Watt ergebe, und meine Grundgebühr infolgedessen mit 2,40 M. statt wie bisher mit 0,80 M. monatlich zu berechnen sei. In einer Zeit, wo das Reich mit aller Macht überall den Preis zu-senten sucht, wo die Gehälter und Bezüge der Be- amten und Ange st eilten herabgedrückt werden, er- scheint ein« Verbesserung der Finanzen des Elektrizitätswerkes Südwest auf solche Art mehr als verwunderlich. Vor zwei Jahren habe ich mir eine Wohnzimmerlampe mit mehr Birnen zugelegt. Vor einem Jahr habe ich auch einen Staubsauger angeschafftvMein Stromverbrauch ist aber gegen 1928 nur ganz unwesentlich ge- stiegen: wie ich aus meinen Rechnungen feststellen konnte im Monatsdurchschnitt 1929 gegen den Monatsdurchschnitt 1928 nicht ganz um 4 Kilowattstunden, im Monatsdurchschnitt der Zeit Januar bis Oktober 1930 gegen 1928 nur um knapp l'A Kilowattstunden. Im vorigen Jahr hat auch eine.�Haussuchung" seitens des Werkes bei mir stattgefunden: es erfolgte damals aber nichts. Eine Grundgebühr von 2,40 M. bei einem monatlichen Durchschnitts- verbrauch von 17 bis 20 Kilowattstunden ä 20 Pf. ist ganz zweifellos zu hoch: viel weniger zu begreifen ist aber die Forderung nach Nachzahlung für 2 Jahre. Gesprengtes Zementsyndikat. In der am 29. November abgehaltenen Generalversammlung des W e st d e u t s ch c n Z« m e n t s y n d i k a t e s ist ein Beschluß über die Verlängerung des Syndikatsoertrages nicht zustande gc- kommen. Damit ist die im Vertrage vorgesehene Möglichkeit, die Verlängerung mit einer Stimmenmehrheit von 90 Prozent zu be- schließen, nicht mehr gegeben. Das Westdeutsche Zement- syndikat, dessen Geltungsdauer am 31. Dezember abläuft, ist hiermit also gesprengt. hohe Popierpreise bringen Riesenprofile. Die von den Papier- kartellen künstlich hochgehaltenen Preise haben schon seit Jahr und Tag scharfe Kritik in der Oeffentlichkeit hervorgerufen. Welche Gewinn« für die Papierindustrie bei der rigorosen Kartcllpolitik her- ausspringen, zeigt der jetzt veröffentlichte Abschluß der Neußer Papier- und Pergamentpapierfabrik A.-G. Die (itesellschaft konnte chren Reingewinn im letzten Jahr von >90 000 auf 460 000 Mark, also auf das Zweiein Halbsache, steigern. Obwohl das Aktienkapital im Vorjahr von 1 auf 2 Mil- lionen heraufgesetzt wurde, diesuml also das doppelte Kapital zu verzinsen ist, wird die Dividende von 8 auf 12 Proz. her- aufgesetzt. Hohe Eisen- unk Krisenabschlüffe dl Die bisherigen Abschlüsse der Montanindustrie haben wegen ihrer hohen Gewinnausweise allgemeine Ueberraschung her- vorgerufen. Die Oeffentlichkeit hatte wegen der in der Schwer- industrie besonders ausgeprägten Arbeitskrise allgemein mit weit verschlechterten Ergebnissen gerechnet. Wenn aber schon die Abschlüsse im Konzern der Gute Hossnungshütte A.-T. und bei Klöckner mir sehr geringe oder gar keine Krisen- einwirkungen aufwiesen, so wird dieser Eindruck durch den jetzt veröffentlichten Abschluß des Hoesch-Konzerns und des Köln- Neuesfener Bergwerksoereins noch verstärkt. Der Rohgewinn dieser beiden jetzt verschmolzenen Unter- nehmen ist mit 20,9 gegen 20,6 Millionen Mark im Vorjahre sogar noch etwas gewachsen. Der in der Bilanz aufgewiesene Rein- gewinn liegt zwar mit 8,9 Millionen um mehr als 10 Prozent unter dem Ertrage von 1929, doch ist dieser Rückgang nur auf die ganz beträchtlich heraufgesetzten Abschreibungen auf die Anlagen von 12,2 gegen nur 10 Millionen im Vorjahre zurückzuführen. Hier- aus erklärt sich auch die leicht« Dioidendsnfenkung von 7 auf 6 Pro- zent bei Hoesch und von 71t! auf 6'A Prozent bei Köln-Neuessen. Die bedeutende Erhöhung der Abschreibungen, mit denen die Unter- nchmungen ihre gewaltigen Anlagcbautcn finanzieren, ist darauf zurückzuführen, daß der Hoesch-Konzern allein im letzten Jahre 16,4 Millionen neu in seine Anlogen gesteckt hat. Da die kosten für diese Werksausbauten, wie fchou in früheren Zohren, größtenteils aus laufenden velriebsgewinnen bezahlt wurden, hat also auch die schwere Krise die Mögllchkeilen der Kapitalbildung bei der Schwer- industrie offenbar nicht im geringsten beschnitten. Trotz der sehr guten Konjunktur im vorigen Jahre ist die Pro- duktion bei beiden Unternehmungen noch erheblich gestiegen. So erhöhte sich die Förderung von Eisenerzen von 0,16 auf 0,22 Millionen Tonnen, die Förderung in den Dortmunder Zechen bei Hoefch von 1,48 auf 1,61 und die Koksproduktion von 0,76 auf 0,80 Millionen Tonnen. Auch die Hochöfen leisteten mit einer Roheisenproduktion von 0,76 gegen nur 0,67 Mil- lionen Tonnen erheblich mehr als im Vorjahre, und auch die Kohlengewinne. i' Schwerindustrie. Stahlerzeugung hat sich von 0,89 auf 0,95 Millionen Tonnen kräftig erhöht. Hier zeigt sich also, daß die schwcrindustrielle Kon- junktur im vergangenen Jahr so stark war, daß die A b s a tz v e r- luste bei Hoesch und Köln-Neuessen bis zum Endo des Geschäfts- jahres im Juni mehr als ausgeglichen werden konnten. Bei dem Köln-Neuesfener Bergwcrksverein ergibt sich nämlich das gleich günstige Bild. Dieses Unternehmen weist ein Anwachsen der Kohlen- förderunz um 5,3 Prozent, der Koksproduktion um 16,3 Prozent auf und bei den Nebenprodukten der Zcchenbetriebe ist sogar eine durchschnittliche Steigerung von 20 Prozent festzustellen. Die von den Unternehmern immer bestrittene Tatsache, daß schon vor der eigentlichen Lohnsenkungswelle in vielen Industrien, besonders aber in der Schwerindustrie ein„kalter Lohn- abbau" eingesetzt habe, wird in dem Geschäftsbericht des Hoesch- Konzerns ausdrücklich bestätigt. Danach ist der Durchschnittslohn des Hüttenarbeiters bei Hoesch von 1,03 Mark auf 98 Pfennig pro Stunde gesunken. Andererseits zeigt sich, daß die Beleg- schastsleistungen auch in diesem Jahr weiter gestiegen sind. So hat die zeitweilige Verstärkung der Arbeiterschaft bei dem Neuessener Bergwerksoerein bereits beim Ende des Geschäftsjahres wieder einen derartigen Rückschlag erfahren, daß die Belegschaft mit 7255 Mann wieder unter dem Stand des Vorjahres angelangt war. Bei der erzielten Mehrfördcrung in den Zechen ist also mit einer Leistungssteigerung von mindestens 5 Prozent je Mann und Schicht zu rechnen. Guter Stand bei Rheinmelall. Der R h e i n m e t a l l- konzern in Düsseldorf hat, wie wir berichteten, für 1929/30 wieder cine Dividende von 7 Proz. ausgezahlt. Aus der General- Versammlung berichtete der Borstand, daß in letzter Zeit der Auf- tragscingang aus dem Inland« wenig crsreulich sei. daß jedoch mehrere Auslandsaufträge zu annehmbaren Preisen herein- a-cholt werden konnten. Die G e s a n, t b e s ckä f t i o u n a dcs Werkes fei besser als im Durchschnitt der übrigen Maschinen- industrie. Ein Pessimismus wegen der künstigen Dividende(!) sei keineswegs angebracht. Wochenprograrnni des Berliner Rundfunks. Sonntag, 30. November: 7: fuukgymnastik. AnschlieBcnd Frühkonzert. 8: Für den Landwitt. 8.3«: Morsenfeler. AnschlieBcnd Glockcnieläut des Berliner Doms. 10.03: Wettervorhersage. 11: Feierstunde. 11.45; Aus Magdeburg: Arzt und Psychologie. 12.45: Aus Leipzig: Märchenrausik. 14: Von der Rütt-Arena: Meisterschaft der Zeitungsfahrer. 14.13: Eitcrnstunde. 14.45: Jugendstunde. 15.30: Zithcrorchester-Konzert. 14.05:„1000 Proz. Jannings" von Munkepunke. 16.30: Blasorchester-Konzert. 18: Elektrische Musik. Vorführung des Trautoniunis. 18.45: Oscar Wilde zum 30. Todestage. 10.20: Violinvorträge. 19.50: Sportnachrichten. 20: Orchesterkonzert. 22.15: Wetter-, Tages- nnd Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Montag, I. Dezember: 7: Funkgymnastik. Anscbließeud Frühkonzert, 12J0: Weltertncidungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkoszert. 15.20: Winter In TlzoL 15.40;„Ich komme soeben aus Syrakus" von Dr. T. Spiro. 14.05: Zur Psychologie der ältesten Kunst. 14.30: Konzerf. 17.30: Wandeln sich die Menschen? 17.50: Musikalische Jugendstunde. 18.10: Kurze Bflcberstunde. 18.20: Rcchtsiragen des Tages. 18.40:„Kätchen und die Primaner". Novelle von Georg Engel. 19.10: Lud Gluskin spielt Konzert. 2t: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Konzert. Danach Unterhaltungsmusik. Dienstag, 3. Dezember: 7: Funkgymnastik. AnschllcCcnd Frühkonzert. 12.39: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert 15.30: Wie wirkt sich die bisherige Preissenkung im Rahmen der Haushaltungsausgabea aus? 15.40; Goethe und Faust. 16.05: Praktische Menschenkunde im täglichen Leben. 16.30: Cembalo- Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Anschließend Lulgi Bocchcrini, Konzert. 17.25: Jugendstunde. 17.45; Kurze Büchcrstunde. 17.55: Was interessiert uns? 18.15; Das Todcsproblem in Mexiko. 18.40: Drei Minuten vom Arbeitsniarkt. 18.45: Unterhaltungsmusik. 19.25: Sozialismus und Nationalsozialismus. 20: Unterhaltungsmusik. 20.30: Querschnitt:„Benvenuto Ccllini'*. Oper von Bcriloz. 21.15: Tages- und Sportnachrichten. 22.30: Politische Zeitungsschau. Mittwoch, 3. Dezember: 7: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 9; Von der Deutschen Welle: Schulfunk. 12.30: Wettermcldungeu für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Hinter den Schaltern des Finanzamtes. 15.40: Rundschau für Blumcn- und Gartenfreunde] 16.05: Programm der Aktuellen Abteilung. 16.30: A is Leipzig: Nachm�ttagskonzcrt. 17.30: Jugendstunde. 17.50: Tanztee-Musik. 18.50: Kurze Büchcrstunde. 19: Mondschein-Sonate. 19.30: Die kommunale Wohlfahrtspflege im Dienste der Arbeitslosenfürsorge. 19.55: Walzer und andere Tänze. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10: Quarneri-Quartett. Danach Tanzmusik. Donnerstag, 4. Dezember: 7: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert, 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.15: Unsere Gäste und wir. 15.35: Jugendstunde. 16.05: Palästina eine werdende Welt 16.30: Solistenkonzert. 17.30: Kehle und Wasserstoff. 17.55: Kurze Büchcrstunde. 18.05: Chorgesänge. 18.25: Thesen-Diskussion über die Psychoanalyse. 19: Soll man noch Romane schreiben? 19.30: Aus Königsberg: Orchesterkonzert. 20.30: Wovon man spricht. 21: Tages- und Sportnachrichten. 21.10; Uraufführung: ..Berlin— letzte Ausgabe*', Hörspiel von Emst Toller. Danach Tanzmusik. Als Einlage: Aus Köln: Die letzten 20 Minuten vom Sechstagerennen. Freitag 5. Dezember: 7: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert. 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Schallplattenkonzert. 15.20: Weltstadt-Romantik. 15.40; Die Anfänge des Zcitungsfeuillctons. 16.05; Vom Ski-Sport Der Abfahrtslauf. 16.30; Chöre. 17: Jugendstunde. 17.20: Kurze Bücherstunde, 17.30: Programm der nächsten Stunde. 17.30; Klaviervorträge. 15.10: W. 0. Somin liest eigene Dichtungen. 18.30: Unterhaltungsmusik. 20; Stunde der Unbekannten.. 21: Tafts- und Sportnachrichten. 21.10: Orchesterkonzert. Danach Unterhaltungsmusik. Sonnabend, 6. Dezember: 7: Funkgymnastik. Anschließend Frühkonzert, 12.30: Wettermeldungen für den Landwirt. 14: Ankunft des Nikolaus auf dem Flughafen Tcmpelhof. 14.15: Schallplattenkonzert. 15.15: Jugcndbühne. 16.05: Bahnbrecher der Heilkunde, 16.30: Aus Königsberg: Konzert 17.45: Eine Fahrt mit Turksib. 19.05: 10 Minuten vom Film. 18.15: Kurze Büchcrstunde. 18.25: Die Erzählung der Woche. 18.50: Lieder. 19.15: Drei Minuten vom Arbeitsmarkt. 19.20: Programm der Aktuellen Abteilung. 19.50: Italicnische Unterhaltungsmusik. 20.30; Kabarett. 22.15; Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Danach Tanzmusik. Kölligswusterhausen Sonntag, 30. November: Ab 7: Uebertragung aus Berlin. 18: Hcnnanc-Löns-f eler. 18.45: Albrccht Schaeffer liest eigene Dichtungen. 19.10: Menschen und Tierparadies im Herzen Afrikas. 19.35;„Die Prinzessin reitet". Novelle von Ina Seidel. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Dcutscblandsender: 11.45: Schallplattenkonzert 12.10: Aus dem Herrenbaus: Tagung des Rclchsvcrbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer. Montag, 1. Dezember: 14: Die Zeltunz Ira Rochenunterricht. 16.30; Aus Berlin: Nachmlttazs- koazert. 17.30: Chor-Motette und Sologesanj. 18: Viertelstunde für die Gesundheit. 18.23: Goethes Faust. 19: Enelisch für Anränscr. 19.30: Stunde des Landwirts. 20: Unsere ju?end von beute. Deutschlandsendcr: 20.30: Ueber- traouno aus Berlin. 21: Aus Belcrad: Konzert. Danach: Ans der Bcliradcr Oper: II. Akt aus„Zalumcar". Musikdrama von Krstlc. AnschlieBend: Uebcr- tracunz aus Berlin. Dienstag, Z. Dezember: 16: Das Problem des Arbeitsunterrichts, gesehen vom Standpunkt der Er- wachscncnblldtmg. 16.30; Aus Leipzig: Nacbralttagskonzcrt 17.30: Büchcrstunde. 18; Was ist beim Kauf eines gebrauchten Kraftwagens zu beachten? 18.30: Philosophie der Gegenwart. 19: Französisch für Anfänger. 19.30: Kraftwagen und Eisenbahn. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsendcr: 20: Aus Hamburg: Musikalische Geschichten am Kamin. 20.30: Aus Köln:„Sturm im Wasserglas", Hörspiel von Bruno Frank. Anschließend; Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, Z. Dezember: 16: Pädagogischer Funk. 16.39: Aus Hamburg: Nachmittagskonzcrt. 17.30; Musikalische Novellen. 18: Auch Zeitunglcscn will gelernt sein. 18.25: Goethes Faust. 19: Deutsch für Deutsche. 1915: Internationale Beamtenbewegung. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsendcr: 20: Aus München:„Ein MasIfcnbaH" oder„Amclia" von Verdi. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 4. Dezember: 16: Pädagogischer Funk. 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30: Hausmusik, 18: Neue Formen deutschen Zusammenschlusses in Estland und Lettland. 18.30: Zum Erscheinen der Denkwürdigkeiten des Fürsten Bülow. 19: Justus Moser zum 210. Geburtstage. 19.30: Verminderung der Arbeitslosigkeit durch Verlängerung der Schulzeit. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. Deutschlandsendcr: 20: Aus Köln: Abendkonzert. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Freitag, S. Dezember: 16: Bucliboratung durch die Schule. 14.30: Aus Lelpzis: Nachmittaiskouzcrt. 17.30: Büchcrstunde. 1$: Verschärfte Verstcherunzsaulslcht. 18.3(1: EuropSi- sierunz der Islamischen Welt, 19: Englisch für Fortgeschrittene. 19.30; Wissenschaftlicher Vortrat für Aerzte. 19.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. neulscblandsendcr: 20: Aus Könicsbcro:„Die sinkende Venus", Operette von Kflnnecke. AnschlieGend: Uebertrazunz aus Berlin. Sonnabend, 6. Dezember: 16: Entwicklung weltanschaulicher Probleme im Unterricht der Prima. 16.30: Aus Hamburg; Nachmittagskonzert. 17.30: Richtige Reklame belebt das Geschäft. 18; Französisch für Fortgeschrittene. 18.30: Ehe, Familie und Staat im Tierreich. 19: Arbeitsmarkt und Arbeitszeit. 19.25: Wetterbericht für dio Landwirtschaft. Deutschlandsendcr: 20; Aus Köln: Lustiger Abend. AnschlieGend: Uebertragung aus Berlin. BARNABAS VON G�CZY UND SEIN ORCHESTER spielen tögtidi im Hotel Espianod, B 12319 Was kann der Sigismund aafür Jedes VierlelstCnddien mit dir CIAIRE WALDOFF B 12333 Die laubenkolonie Mein Sdiorsche mit der Forsche PAUL GRAETZ B 12334 Am Rundfunk, Radiohortpiel Die vollstSndlgen Opern In Besetzung der Mallinder Scale Butterfly 1 Tosca 1 Bohim, 1 Aida; Traviala Cavalleria Rusticona J Lucia von Lammermoor Barbier van Sevilla In Orlglnalbesetzung der Bayreuther Festspiele Tristan und Isold, l Tannhäuser Alle Platten sind auch einzeln erhältlieh MUSI K-AP PARfATE AUCH AUF TEILZAHLUNfO | Beste eektrische Wiadergabe durch Pantophone. dio ideale Verbindung von Sprechmo:chin» und Rodie! MKSOP3HMI B CARL LINDSTROM SO 36 Rerlophen-Musikapparate und-Platten werden bereiNrtlligsl ohne ieda Kaufverpf1!«htung vorgeführt, Odeaa-Bbnfk Hoes G. n. b. H., Berlin, leipziger Strasse 110/ Portophon-Haus, Berlin, Friedridtslrese 91| Columbio-Musik-Hocrs, Bariin, Kurförslondamm 29, sowie in guten Focfcgeechäftee ist der schnellste vmw der je für Sm erdacht wurde! Das ist keine Übertreibung! Sie werden es selbst bestätigen, wenn Sie G zum täglichen Geschirr ab« waschen benutzen, wenn Sie® zur Reinigung aller stark verfetteten Haus« und Küchengeräte aus Glas, Porzellan, Metall, Holz und Stein ver« i Eßlöffel ImI. suchen, wenn Sie sehen, wie rasch O das Fett auflöst und strahlende, blitzende Sauberkeit zurückläßt, wenn Sie sehen, wie vielseitig diese neuar« 2 tige Hilfe ist, die alles viel schöner und lOUr.Vaner gründlicher macht als je ein anderes � � Mittel zuvor. Prüfen Sie bitte so ergiebig und sMmm! Seidenstoffe Modewaren Handschuhe Strick- Handschuhe für Herren, starke Q u a I ität, praktische 125 Flamengo-Pointille Reine Wolle mit Kunst- seide, ca. 100 cm breit, T75 enorm billig..... M. O Köper-Velvet Gute Qualität, moderne Kleiderfarb., ca. 70 cm A 50 breit M. Cachenez Weiße Kunstseide, kl. Muster mit Kante, grif- 1 00 flge Ware...... M. I Beffchen-Kragen Marocain mit aparten schwarz-weißen| 45 Farben . M. Damenhandschuhe Zäckchen M. 1 45 VeloUrS-Chiffon- Transparent, sehr gute Qualität, neueste Färb., y 50 Sensationspreis... M./ Baumwoilwaren Damenwäsche Herren-Artikel Cachenez weiße, reine Seide, glatt mit Liberty �75 Kante M. Reine Wolle, gestrickt, mit doppeltem Rand, haltbare Qualität. M. Herrenhandschuhe Wildleder-Stepper, grau und braun, solide A 90 Qualität....... M.*t Künstler-Decken 130/160, weißgrundig, neue Muster u. indan- 050 threnfarbig..... M. AL Kunstseid.- Decken 130/160, dunkelgrund., moderne Muster, gute 4 75 Qualität....... M,• Garnitur 1 0berschlaklaken,150 250, 3stq, 1 Parade- 1 050 kissen, 80/80, 4stg. M. I X. Nachthemd farbiger Batist mit Bubikragen 1 95 und zweifarb. Weste M. I Hemd-Schlüpfer C re p e- K u n st seide Prima Qualität O 90 Nur M. Pyjama aus Flanell, Schlupfform. gute Ve rar- 450 beitung...... M. Oberhemd weiß Popeline, durch- gehend gemustert, mit Q90 unterfütterter Brust M. O Hausjacken mod. Flauschstoffe, Krag.,Mansch.m.Samt 1 r\50 od. Kunsts. M. 17.50? I\J Sport-Pelze mit gut. Pelzfutter u. Bieberlammkrg., gut. QQ00 mod.Verarb.... M(D/ Kleiderstoffe Handarbeiten Damen hüte Woll-Crepe de chine weich fließend, reine Wolle, doppelbreit, 1 95 Sensations-�ngeb. Mtr. I Wo 1 1- Fl a m e n g o Elegant. Gewebe, reine Wolle, ca. 100 cm breit, 035 besonders preiswert M. jL Mantel-Ottomane 3 95 gute reinwollene Qual., 140 cm breit, Sensations-Preis..... M. Tüll-Decken Kunstseide, rund oder eckig, co.75cm M.2 50 1 50 ca. 60 cm...... M. I Tisch-Decken Weiße Spitzen mit Ein- satz und Lochstickerei, 025 ca. 130x160 cm... M. Filet-Tischdecken handgestopft, ca. 130cm rund, mitLeinen- 750 Fransen....... M./ Kappen u. Glocken in modischen Formen, kleidsam 1 75 und fesch...... M. Übergangs- Hüte mit Neora oder Seide verarbei- 4 50 t e t. Neuheit!.. M. Haarfilz-Hüte Große, kleidsame Formen, nur in 4�50 Schwarz..... M. C/ Unsere Spielwaren-Abteilung eine Sehenswürdigkeit Berlins Auto- Limousine Kugelgelenkpuppe Schaukel-Pferd mit Uhrwerk, vier Türen Zelluloidkopf, Schlaf- feine Plüschverarbeit. zum öffnen, ca. 40 cm 000 äugen, genähte Locken- jf90 abnehmbar,!, fahren 1050 O perücke 58 cm h... M./ u. schaukeln 60 cm M. Is lang M. Dampfmaschine Liegender Kessel, Ventil, Dampfpfeife, ca. �00 19x23x31 cm.... M.\J perücke 58 cm h... M./ Festung m. Beleucht., 2 Türme, Zugbrücke, stob. geb. 35x50 cm,... M. 12 50 u. schaukeln 60 cm M. Puppen- W a g e n in all. Färb. m. Leder- tuch ausgeschl. mod. 0750 Kastenf. 55 cm Ig M. AL/ Bijouterie Bücher Gaianterie Rauch-Garnitur e r "joo l 75 Bogen-Colli I a. vergoldet, mit Emaillefarben, in mod. Ausführungen.... M. Brochett 800 Silber, mit 10 Markasiten und Perle....... M. Abendkette eleg.AusfOhrung,durch- gehend mit lo. Similis 0 25 ausgefaßt.. M. 4.75,\J Lederwaren ßesuchs-T asch e aus gutem Volleder mit Vor- und Rückentasche, Bristalauflage, ca. 22 cm K i r c h e i s s Das neue Kircheiss- Buch Leinen gebund., früher J 90 M. 5.- M. Vor-~und Rückentasche, � 90 Stadt-Tasche Voll-Rindleder mit Reiß- Verschluß, Doppelgriff, Q90 ca. 31 cm...... M. O Besuchs-Tasche Original-Wien, flache FormmitaparterGold- 1 il50 platte, ca. 20 cm. M. I W Schreibwaren Briefkassette Weihnachtspackungen, 25 Bogen u. Umschläge Kfl M. 1.75, Pf. 95 und Pf.*J\J Füllfederhalter mit 14 kar. Goldfeder OQO M. 6.00, 4.50 und letzt. Heinrich Heine Gesammelte Werke, 4 Ganzleinenbände 095 nur.......... M. AL Omnibus das Buch der Reisen, Technik ect. 349 Abbild. 4 35 8 Tafeln, Leinen.. M GSas» Porzeiian Gedecke Porzellan, 2 teilig, moderner Streuer, Stück......... Pf, sJW Parfüm-Zerstäuber echt Blei-Kristall mit Schleuderstern 1 00 Stück......... M. I Vase Echt Bleikristall, ca._ 22 cm, handgeschliff. 025 Blumenschiff M. Rein Messing, 3 Teile und rundes /ITOO Tablett........ M. Schreibtisch Garnitur, dreiteilig, aus Portor- Marmor, 1 fj00 gute Ausführung. M. I\J Tee-Service echt Japan, 15 teilig, in sehr schöner Aus- 1 050 führung....... M. I AL Uhren u. Photo S t i I- U h r mit Wecker, 1 Jahr Garant., 12VzXl2'/iCm, fZ00 mod. Ausführung,. M. sj Rollfilm-Box Größe 6x9 cm, in Me- ta!lgehäuse,stabi!eAus- 725 führung....... M./ Stand-Uhr Bimbam-Gong,eleg. Messing-Garn., fac. QO50 Scheibe, 3 J. Gar. M. OZ Grq mophone Pa rf ü merien Hauben-Apparat mod Form, doppelt. Federw. Schlangen- y/ 50 tonarm, guterTon M. X-/ Nelken-Seife 3 große Stücke im Karion, in guter Parfü- 1 00 mierung....... M. I O( M. Spielkarten Romme und Bridge, Doppelspiel im Kartön 020 M. 4.20 und..... M. O Koffer-Apparat Saxophon tonführung voller Klang, beste Ol 50 Ausführung.... M. w I NagelpRegekasten mit Spiegel, bestehend aus 7 Teilen, sehr preis-"j 50 wert. M. Schrank-Apparat Doppel federschnek- kenwerk, durchgeh. 4L C,00 Saxophontonführ.M. Nagelpflegekasten in schöner Leder-Ausführung, bestehend aus �00 7 Teilen, M In unserem Verkaufskelter der große Weihnachtsverkaufl Ausstellung von Kleinmöbeln, Polstermöbeln, Kombinations- und Stahlmöbeln �r. SSI« 4?. Jahrgang Gonntag, Äv. November �930 Mans Brandt: Einhundertneunundsechzig Menschen, vierundzwanzig davon Deutsche, lagen seit einer Woche im Gesängnis des Bezirks Wolowo hinter derselben Tür: Männer, Frauen, Kinder, alle mit Lumpen angetan, manche fast nackt. Obwohl draußen Kälte die Gesichter zerschnitt, wurde die Zelle während der Woche nicht ein einziges Mal geheizt. Dennoch war es darin so heiß, so dumpf und drückend. daß jemand mehrere Scheiben des eifenrippigen Fensters mit der Faust einschlug. Wenn auch niemand ihm dankte— es widersprach auch keiner. Was sie verbrochen hatte», die einhundertneunundsechzig Men- schen? Sie waren nicht in die Kollektive gegangen. Durch jähr- zehntelange eigene und jahrhundertelange Arbeit der Väter ihrer Gesinnung, ihrem Wesen nach Bauern, hatten Saat und Ernte, Acker und Vieh. Wind und Wetter jür sie größere Bedeutung gehabt als Wahlen und Fünfjahrsplan, als Trotzki und Stalin. Das Zentralkomitee der Partei aber hatte zur Stärkung der proletarischen Diktatur, zur Festigung der Sowjetunion die Entkulakisierung des flachen Landes auf das strengste befohlen! Also waren mich achtzehn Dorssowjets des Bezirks Wolow beflissen gewesen, ihre Umgebung von diesen staatbedrohenden, sowjetseindlichen Elementen zu säubern. Sie hatten sechsundsechzig Bauernwirtschasten für knlakisch erklärt. Dabei blieben keineswegs nur die Richtlinien des Zentralkomitees inaßgebend. Willkür, Mißgunst, Roheit trugen zu dem Schicksals- spruch der sanatischen Exekutoren bei. Aber Moskau war iveit! Die Betroffenen hatten durch den Spruch der Dorssowjets als aus- gesiedelt zu gelten, waren ihres Stimmrechts und damit ihres Eigentums verlustig. Bei 25 Grad Kälte wurden die einhundertneunundsechzig Men- schen aus ihren Häusern gejagt. Brot? Wozu?— Krilaken! Geld? Wofür? Kulaken! Am besten, man trieb das Gesindel nackt zum Bezirksgefüngnis. Immerhin, ihre Blöße muhten sie doch wohl be- decken. Aber das genügte. Runter mit den guten, den bourgeoisen Kleidern! Einem Bauern zu Tetersk wurde das saubere Zeug vom Leibe gerissen: als einziges Kleidungsstück bekam er eine geflickte, dreckige alte Hose zurück. Ein weißhaariger Mann im selben Dorf behielt nichts als sein Hemd. Einer Bäuerin zu Meschewaja, die ein buntes Kopftuch trug, warf man ein schmutziges Staubtuch ins Gesicht und zwang sie, es über ihr glänzendes schwarzes Haar zu binden. Vorwärts! Nicht aushalten. Vorwärts! Nichts mit- nehmen. Vorwärts! Nicht umsehen. Vorwärts! Als der Jüngste des Bauern Boberfki, ein schmächtiger, blasser Einundzwanziger, namens Adolf Zlbramowitjch, der es mit den Büchern hatte und trotz anstrengender Feldarbeit viele Stunden des Nachts hinter der Lampe faß, nach neun Werst nicht mehr iveiter konnte, schlug ihm ein Konvoi mit dem Säbel auf das Rückgrat. Er fiel ohne Auf- schrei um, und seine beiden Brüder mußten ihn unter die Anne nehmen, daß er das Bezirksgesängnis lebend erreichte. Dort lagen dann die einhundertneunundsechzig Menschen, vier- undzwanzig davon Deutsche, eine Woche lang hinter derselbe» Tür Ihre Herzen beteten nicht um die Rückgabe der verlorengegangenen Güter. Sie waren einer gleich dem anderen bereit, alles, was sie ihr Eigentum genannt hatten, für immer hinter sich zu lassen. Nur. leben! Ans den Knien an die Grenze kriechen? Niemand hätte Nein geantwortet, wenn es um einen Preis von ihnen verlangt wäre: leben! Am achten Morgen stainpjtc vor dem Gefängniswärter ein Rotgardist in die Zelle, grätschte die Beine und las zehn Name» von einer Lifte ab. Die zehn wurden auf dem Korridor durch Ge- wehre in Empfang genommen. Befehle, Schüsse, Gepolter vom Gefängnishof herauf ließen in den zurückgebliebenen Einhundert- neunundsllnszig keinen Zweifel, ivas mit den Ausgerufenen ge- schehcn war. Am neunten Morgen das gleiche: Schliisselrasseln, Stiefelgestampf, Vorlesen von zehn Namen oben in der Zelle— Besehle, Schüsse, Gepolter unten aus dem Gefängnishof. Auch am zehnten Morgen stand der Gardist mit gegrätsthten Beinen vor eingesperrten, des Kulalentums beschuldigten, bäueri- schen Menschen, cinhundertneunuildvierzig an der Zahl. Er las: „Nikolai Jakowlcwitjch Marchlcwfki." Ein fünszigjähriger Mann trat vor. Stumpf, langsam ergeben. Wenn man nicht mehr hinter seinem Pflug hergehen kannte, nicht mehr ernten durste, was man mit eigener Hand gesät hatte, wenn die Kollektive einem doch alles wegfraß, dann schon lieber: Schluß!„Alexandra Lwowna Maro- schilowa!" Eine dreißigjährige Bäuerin küßte ihren fünfjährigen Junge», legte seine Hand in eine der vielen Hände, die sich gelobend nach ihr ausstreckten und wankte»ach vorn. Bleich, verhärnit. Aber ohne Tränen, die ihr- leergeweinten Augen nicht mehr her- gaben. Wieder, nachdem das Kreuz hinter dem Namen der Bor- getretenen in der Liste angebracht war, die Stimme des Gardisten: „Adolf Abramowitjch Kobcrski." Ein schmächtiger blasser Jüngling aus dem Menschenhaufen heraus:„Ist gestern schon aufgerusen— mein Bruder!" „Noch vorn! Daß man hört, wer redet!" Der Angrschriene gehorchte. „Wladiinir�Abramowitsch Koberski war gestern dran!" wider- sprach der Gardist fauchend.„Nicht Adolf Abrammvitsch." „Stinmit auch nicht! Wladimir Abramowitsch. mein ältester Bruder, ist vorgestern ausgerufen und gestern mein Zweitältester Bruder Adolf Abramowitsch" „Und wie heißt du?" „Pawel Abramowitsch." „Unsinn! Der ist vorgestern erschossen. Oder gestern. Gleichgültig, ob gestern oder vorgestern. Jedenfalls: erschosien! Nicht Adolf Abramowitsch. Sondern Pawel Abramowitsch. Da steht's. Kreuz hinter dem Namen: tot. Strich dahinter: aufrufen." „Irrtum! Adolf Abramowitsch ist tot. Ich bin Pawel Abra- - m»witsch. „Stimmt das?" „Ja." „Du bist nicht gefragt. Sondern die da! Hab ich mich geirrt beim Kreuzmachen? Ist da» hier Pawel Abramowitsch? Antwort!" „Ja!!" antworteten einhundertneunundvierzig Menschen— Männer, Frauen, Kinder— aus einem Mund«. „Man wird die Sache untersuchen. Im übrigen— gleichgültig! Ruf ich eben Pawel Abramowitsch Koberski morgen auf. Oder übermorgen. Kommt alle dran, Ihr Lumpenhunde, ans Ausgerufe»- werden. Und ans andere, ihr Psui-Teusel-Kulaken. Verlaßt euch daruf: alle ohne Ausnahme! Weiter!" Und der Gardist mit den gegrätschten Beinen las wieder Nomen nach Namen, wachte, wenn der Aufgcrusene vortrat— als ob nichts von Belang bevorstünde— wieder Kreuz nach Kreuz in sein� Liste. (Emziger Unterschied gegen die beiden anderen anderen Tage: fleh Miehi! draußen aus den: Korridor wurden neu» Menschen von Gewehren in Empfang genommen. Neun, statt zehn Am nächsten Morgen stand der Gardist nicht mit gegrätschten, sondern mit zusommengenssenen Beinen in der Zelle der Ein- hundertoiezig. Sein höchster Vorgesetzter war als erster einge- treten: knebelbärtig, schmal, betreßt. Er verkündigte(vom Zentral- komitee der Partei war inzwischen die revidierte Verordnung der unsprünglichen Richtlinien über die Cntklilakisierimg eingegangen, welche dem wüstesten Uebereiser und der sinnlosen Ueberstürzunz fanatischer Dorfsowjets zu wehren suchte)— er verkündigte den einhundertvierzig Todgeweihten, daß sie begnadigt seien und in ihre Dörfer zurückkehren düften. Da— war es Ekel über die Leichtfertigkeit, mit der ma» Menschenleben im Buch der Zeit ausstrich— stehen ließ? War es Hohn wider die Willkür der politischen Nachthaber? War es ein Versagen der gemarterten Nerven? War es Augenblicksirrsim:? War es all das zugleich? Da sprang Adolf Abramowitsch Koberski »ach vorn und schrie— man wußte nicht, ob heulend, ob lachend: „Ich Hab gestern gelogen! Ich bin nicht Pawel Abramowitsch! Der ist erschossen! Ich bin Adolf Abramowitsch. Jawohl— alle tönnen's bezeugen— Adolf Abramowitsch Koberski." Der pliilosophische Dctrack>t«r der Bienen und Termiten lund auch der Pflaitjtc» und Sterne), M. Maeterlinck, bat jetzt auch dem dritten Staatcnaedilde i» der(trotzen Inseltenwelt, den Ameise», ein« Dar- iiellnna ocwidinet.(„D a S Leben der Ameisen", Deutsche Ver. laasanstalt, Stutiaart und Berlin, in Leinen neb. l>.öa M.). Sie dal alle die Bor,iiae seiner früheren vamilarisicrenden Schriften: den?!eiz der dichterische» Dillion. den Sin» für die Ausmahl de» Interessante» nnd Wichtchen an» dem uniidcrsehbarcn Stoff, den Versuch, den Problemen de» Ameisenleben»(und de» Leben» überhaupt)»über ju kommen. Wir neben mit Benehmiauna de» Verlane» eine» Abschnitt mit tziirnuiutcn Mieder, der da» vorncschrittene Berltzllten der Ameisen im Kriege behandelt. Von allen Insekten haben einzig di« Ameisen organisierte Heere und unternehmen Angriffskriege. Die Termiten halten zwar Sol- daten, diese greisen aber niemals an. Sie sind ausschließlich zur Verteidigung des Gemeinwesens und zum Schutz der unbewafsneten Arbeiter bestimmt, die im Umkreis der Burg Futter sammeln. Die Bienen kennen gleichfalls den eigentlichen Angriffskrieg nicht. Von Ausnahmen abgesehen, herrscht in der Welt der Bienen Achtung vor Leben und Eigentum. Nicht so bei den Ameisen. Im allgemeinen sind sie friedliebend. Sie vermeiden die unnötige Gewalt. Jedoch die Tatsack)- einer ver- scincrtcn Zivilisation bringt es für die intelligentesten unter ihnen fast immer mit sich, daß sie weniger kriegerische, mehr willfährige Rassen, deren Analicderung oder Bündnis sie nötig haben, auch an- greifen. Darin nähern sie sich in eigentümiicher Weif« den höchsten menschlichen Zivilisationen. Uebrigens ist ihre physische und psychische Mannigfaltigkeit.un- endlich viel größer und abwechslungsreicher als die der Termiten, Bienen und Mensche». Bon den primitivsten Ameisen, den Pane- rinen, welche unmittelbar von der uns bekannten prähistorischen Ameise der frühesten geologischen Zeit abstammen und deren Tätig- keit noch für sich allein geschieht, bis zu den fortgeschrittensten Arten, den Pilzzüchtern, SNavenhaltern und Handwerkern, von der harm- losesten, sriedfertigsten, sich nie verteidigenden Forrnicoxernis und Myrrnecina bis zu den tapfersten, ausdaucrnsten Foly-rnns Kufesecns, den Dorylinen und Acitonincn gibt es ungleich mehr Stufen und Uebcrgänge als zwischen unseren verliertesten Poly- nesiern oder Feuerländern und den Führern der Menschheit aus dieser Erde, den weiße» Völkern. Form, Farbe und Größe weichen im selben Maße voneinander ab, wie Intelligenz und Lcbensge- wohnheiten, Natürlich sind die Wassel) so verschieden wie die Körper. Für den Angriff besitzen alle Ameisen Kieser, das heißt, recht schrecken- erregende Werkzeuge buntesten Aussehens. Sie bilden Zangen oder Scheren, zum Teil kurz gedrungen wie Kneifzangen oder lang wie Säbel, manchmal in einer scharfen Spitze endend, die mit einem Stoß den Schädel des Gegners durchbohrt. Wieder anbcre besitzen eine doppelte, gezahnte Schneide und können Hals, Füße und Brust- schild des Feindes absägen: schließlich gibt es welche, die zwiesach bewaffnet sind und zwei übereinander liegende Sägepaare haben. Noch andere Arten verfügen außer über Kieser auch über einen Stachel und«inen Gijtsack, ähnlich dem der Bienen. Diese Waffe scheint sich aber lungsam zurückzu bilden. Dafür findet sich gewöhn- lich ein« Stoißtasche, eine Art Zerstäuber, mit der auf bestimmte Entfernung eine Giftwotte geschleudert werden kann, die den Wider- sacher lähmt oder anleimt. Di« Ameisen haben übrigens offenbar eine Abneigung gegen die Anwendung dieser Waffe. Sie gebrauchen sie nur im Notsall und bei schweren Kämpfen. Es ist gleichfalls natürlich, daß die kriegerische Technik nicht minder verschieden ist, als es Körper und Waffen sind. Jode Art von Kriegführung be. uns findet sich in ihrer Welt wieder: offene Kriege, blitzartige Ueberrumpelungen, Massenaushebungen. Kriege aus dem Hinterhalt, durch Ueberfall, durch heimliches Einschleichen, hartnäckige und Vernichtungskriege, planlose und matte Kriege, Be- lagerungen und Einkreisungen, die genau so klug erdacht sind wie bei uns. glänzende Abwehr, wütender Sturmangriff, verzweifelier Ausfall, ausgeloster oder strategischer Rückzug. Mitunter finden sogar Gcfechie zwischen Verbündeten statt. Zunächst sind die meisten Arten— ich sagte es schon— m Gegensatz zur unrichtigen alten Legende weder egoistisch noch kriege- risch. sondern ausgesprochen friedliebend. Das hindert nicht, daß sie, werden sie angegrisfcn, bei der Verteidigung ihrer Stadt«inen Mut entfalten, der dem unlerer heldenhaftesten Truppen allermeist überlegen ist. Sie beachten selten die Zahl oder Größe ihrer Feinde. Uebrigens verzichtet der Angreifer angesichts ihrer drohenden Haltung bisweilen auf seine Pläne und schämt sich nicht, nach dem ersten Zusammenprall di« Flucht zu ergreisen So mächtig, so wohlausgerüstet, so furchlerregend sie auch sein mögen, im allgemeinen achten doch die friedliebenden Ameisen fremdes Gut, mißbrauchen ihre Gewalt nicht, vermeiden jede Ge- leqenheit. jeden Anlaß zu einem Konflikt und beschäftigen sich still und ausschließlich nur mit den Anaelcgenhei'en ihres eigene» Nestes. DI« X-omyrma RuWda zum Beispiel, die furchtbarste europäische Der Gardist mit gezücktem Säbel aus den Schreienden zu. Befehle de» Betreßten, Arme der Leidensgenossen verhindern, daß der Schädel des Einundzwonzigjährigen durch die Säbelhiebe des wutgrimmigen Gardisten zerspalten wird. Schneidende Vorgesetztenstimme:„Der da bleibt hier. Als ein- ziger. Man wird den Fall untersuchen!" Ein Gardist grinst. Drei Unisotmierte gehen. Die Tür der Zelle bleibt offen. Und einhundertncununddreißig Menschen geben einem Jüng- ling, aus dem der Schrei seines Naincns das Sprcchenkönnen sort- gerissen hat, die Hand zum Abschied: verlegen, kopfschüttelnd, be- dauernd, tröstend. Sobald der letzte gegangen ist, schließt sich die Tür. Vor den: Einhundertvierzigsten. Als man am anderen Morgen Adolf Abramowitsch Koberski aus den Gesängnishos hinuntetführen wollte, daß ihm geschehe gleich den Neunundzwanzig, von denen zwei Wladimir Abramowitsch Koberski und Pawel Abramowitsch Koberski geheißen hatten, war die Zelle leer. Wie der Schwächling das Unmögliche vermochte, die Eisen- rippen des Fensters zu verbiegen, zu zerbrechen— niemand hat Antwort auf diese Frage gewußt. Ebenfalls ist nicht offenbar geworden, ob Adolf Abramowitsch die Grenze erreicht, ob Mütterchen Rußland auch sein Geopser:- werden verschleierten Auges geduldet oder ihn erbarmend angesehen und in ihre Arme genoinmen hat. Ameise, besitzt einen tödlichen Stachel, greift aber niemals eins fremde Kolonie an. Zum Schaden für den Frieden und das Glück der Ameisenwelt gibt es, wie bei uns, Raffen— gewöhnlich sind es die reichsten und mächtigsten—, die sich nicht von den gleichen Bedenken be- stimmen lassen. Ohne den Krieg zu ihrem eigentlichen Handwerk zu machen, finden sie es doch ganz in der Ordnung, sich fremden Eigen- tums zu bemächtigen und besonders in regelmäßig wiederkehrenden Raubzügen die gesamte Jugend einer benachbarten Stadt»och vor der Geburt zu rauben, um sie in Sklaverei zu führen. Man muß mit Bedauern feststellen, daß die zivilisiertesten, di« intellizentesten Arten die skrupellosesten sind. Unter den kriegerischen Ameisen sind die Sanguincn oder Kaptilormiea Sanguinea in Europa sehr verbreitet, man findet sie gewöhnlich längs der Sonnenseite von Wiesenzäunen. Die Sangnine» unternehmen alljährlich während des Sommers zwei, drei Sklaven- raubzüg«. Und nichts kann strategisch besser organisiert, besser be- rechnet sein. Nur wenig Opfer bleiben auf der Walstatt. Die allen Einwohner werden einfach oertrieben und kehren nicht wieder in ihr Nest zurück. Nach beendigter Uebersühruitzg der Puppen wird es auch vom Eroberer verlaffen uns zerfällt bald. Dem Grundsatz der Ameise» getreu, wurde die für unerläßlich erachte«« Unter- nehmung ausgeführt und dem Gegner nur der unbedingt notwendige Schaden zugefügt.« Die Eier, Larven und Puppen der beraubten Gleborisn wer- den an der Schwelle ihrer neuen Heimat von Sklaven ihrer eigenen Raffe in Empfang genommen und von ihnen, gepflegt, ernährt un» so lange aufgezogen, bis sie selber dem Dienst in der Wohnung ihrer Eroberer gewachsen sind. Auf diese Weis« ergänzt sich das Gesinde in der Welt der SNavenhalterameisen. Uebrigens handelt es sich nicht um eigentliche Sklaverei. Es ist wohl mehr eine eigennützige Adoption, die sich rasch in eine Act nährende Mutterschaft verwandelt. Aber der Wahrscheinlichkeit zum Trotz sind es die Besiegten, welche die Sieger adoptieren: und die Sieger werden zu Kindern ihrer Opfer. Das geht so weit, daß sie in gewissen überzivilisierten Kolonien unfähig geworden sind, sich allein zu ernähren. Die freiwilligen Sklaven jedoch sind genau so frei wie ihre Herren, verlaffen das Nest, wann es ihnen beliebt, kommen und gehen, wie sie«ollen, bleiben treu bis in den Tod und kämpfen sogar gelegentlich an der Seite ihrer Feinde ghgen die eigenen Artgcnoffen. Der eigentliche Sklavenhalter ist der Polycigus Rufcsccns, die Amazonenameise oder Legionärin, wie Huber st« nennt. Sic kommt verhältnismäßig selten vor. Für di« anderen Arten ist Sklaven- halten ein Luxus, für sie ein« Lebensnotiveichiokeit. Auch ist das Verhältnis zwischen Herren und Knechten bei ihr umgekehrt. Bei den Sanguinen rechnet man gewähnlich«inen Sklaven auf sechs oder sieben Herren: während jede Amazon« sechs oder sieben Sklaven hat. Bei den Sanguinen hebt die Entwicklung erst an, hingegen bei den Amazonen ist sie ooollendet. Ihrer sichelförmigen Kiefer wegen ist die Amazone, gleich dem Soldaten der Termite, nur für den Krieg geschaffen. Es ist ihr nicht möglich, ohne srembe Hilfe zu essen, und sie kann ihre Nahrung nur vom Munde ihrer Dienerinnen nehmen. Zudem ist sie auch unsähio, ihre Jungen zu pflegen und ihr Nest zu bauen oder instand zu halten. In der Tiefe der Höhle bringt sie ihre unausgesülltcn Stunden in dumpfer Träg- heit hin. Ab und zu putzt sie ihre Rüstung oder bettelt ihr« Sklaven demütig un: einen Schluck Honig an. Eine andere Abwechslung kennen sie nicht. Dienerlos wären diese prächtigen, stahlgepanzerten Krieger, so herrliche Stoßtruppen und unwiderstehliche Soldaten sie sein mögen, ebenso ungeschickt, ebenso hilflos und verlassen wie Säuglinge. Von Natur aus ist aijo der Krieg das einzig« Handwerk oer Amazone. Er ist für sie die Lebenssrage. Um jeden Preis muß sie ihre Sklaven unaufhörlich ergänzen. Ohne Rücksicht auf Zahl und Größe ihrer Gegener greift sie immer wie rasend an, weicht nie zurück und zielt sofort nach den Kopsen. Ihre ausschließlich kämpferischen Gewohnheiten haben ihren Instinkt und infolgedeffen ihre Taktik in einer gewissen Richtung entwickelt, die weder die Anpassungsfähigkeit noch die Intelligenz der Sanguinen verrät. Sie hat auch nichts von deren Milde«nd Sanstmut. Will die Sanzuine der Rufibarbis Beute abjagen, noch der es sie gelüstet, begnügt sie sich damit, den Gegner müde zu hetzen. Die Amazone aber schneidet ihr gleich den Kopf ab und trägt ihn mit dem Kokon zu- sammen fort. Manchmal packt sie im Handgemenge«in mahrer Blutrausch. Dann zerreißt sie alles, was ihr unter die Kiefer kommt, Larven, Puppen. Holzstück«, ihre eigenen Waffenbrüder und selbst ihre Sklaven, die sie zu beruhigen suchen. Ader Haudegen wie sie sind, haben die Amazonen einen Mut ohnegleichen, und ihrer sechzig können ein Heer von Sanguinen schlagen, die doch gewiß große Strategen, gefürchtet« Piraten sind und es an Tapferkeit nicht fehlen lassen. Jlmeifem im fliriege Ton Ulaurice Ulaelerlinch Schtveimer Winiermärchem Qefehen von einem deuifchen Wufiker Zögernd rüstet man, zum Sport- und Kurtmntcr, an dem ein Musikmacher nur so nebenher teilnimmt, einem Kellner gleich, der mit dem gewünschten Ohrenschmaus, nein, mit Negertanzrhythmen aufwartet— denn: wer die Apafsianata spielen will, bleibe besser zu Hause, Wenn es nur nicht so sinnbetörend, so buchstäblich märchenhaft wäre: dies Aussteigen im makellos eingeschneiten, myriadenfach glitzernden, von Schlittenglöckchengebimmel, nicht AutoHupen, wider- hallenden Gebirgsbahnhöschen.,. dies leise Knirschen aus der weichen weißen Decke, durchfurcht von phantaslisch-bunt gekleideten „Aäschtsn"(wie der Schweizer sagt): die Ruhe überhaupt, diese Gelöstheit und jugendliche Heiterkeit, dieser quellende Uebermut! Wie am Meeresstrand, im Schnee und im Wasser werden mir alle zu Babys: neugeboren. Mit der ruhigen Sachlichkeit eines Menschen, der Bescheid weiß, schleist man jetzt seinen kleinen alten Davoser Holzschlitien aus dem Gepäckwagen, schnallt die Pyramide seiner Kofser und Bündel darauf und zieht sein Hab und Gut am Finger hinter sich her, wie ein Kind sein Spielzeug. So mobil ist man in der Winter- landschast. Bergauf zahlt so ein fahrender Musikus das Bimmel- bähnchen, bergab fährt er selber. Bon Mürren, von Wengen, von Davos herunter(nach Klosters) geht's wie der Wirbelwind im kleinen Handschlitten, die endlosen Kurven hinab: eine wahrhaft stürnnsche Uebersiedlung. Und natürlich die„Gäscht" lassen sich noch extra hoch über ihren Wohnort hinaufziehen, und dann hurra: los! Man sollte meinen, daß man mit seinem Gepäckschlittcn leicht billigen Unterschlupf sünde, aber das Pensionssystem und die Hotel-„Jndustm" normalisieren das Kurleben, teilen es in Rang- llassen, in Tages- und Wochenpensionspreis ein, in ein Schema. Du gäbest dich mit Speckknödeln zufrieden, mußt aber für deine letzten 2% Fränkli ein Menü hinunterschlucken. Mit Tirol und Südbayern haben auch die Bauernwirtschaften auigehört, die Prioatkämmerlein, die geschruppten Hausmannslosttische und die „Schwemme", die selbst ein hochwohlgeborcnes Eibseehotcl einem ärmeren Durchzügler zugänglich macht. Jetzt gibt's nur gedeckte Tische, Serviertöchter, Tarife,„Eäschte", von denen die Hotels leben, und Hotels, von denen die Dörfler leben. Aber: Mensch, der du Chopins Balladen spielst, vielleicht erbarmt sich deiner ein italienischer Budiker oder der Schlächter und bringt dich zu einem erträglichen Preise unter. Nicht nur das Essen, auch jedes andere Vergnügen findet pünkt- lich zur festgesetzten Stunde statt. Nichts ist improvisiert, alles plan- mäßig, die ganze Wintersportschweiz funktioniert pünktlich wie ein Uhrwerk. Frühstück: Sport, Mittagessen: Sport oder Touren, Abendessen: Tanz oder Bridge. Auf die Minute werden die Hotel- cisplätze gekehrt, die Wolljacke gegen den Smoking vertauscht: das ist urcnglisch. Die weiße Schweiz ist englisch(mit deutschen Frag- menten), die grüne Schweiz ist deutsch(mit englischen Fragmenten). Seitdem die Schweizer Kurorte Winterbetrieb eingeführt haben, kommen die Engländer immer häufiger zu dieser exklusiveren Saison und immer seltener im Rummcl-Buminel-Sommer. Nur Zuoz ist eine deutsche Wintersportsinsel, wo man ungestrast die Dinge aus den Kopf stellen und meinetwegen morgens Skat spielen kann. Der Engländer hat den einen großen Borzug, daß er die Natur unpathetisch, oft stumm genießt. Schweizer Hotcldirektorcn und LadenKsitzer fühlen sich dagegen veranlaßt, ihre Bergszenerie in einer schmalzigen, unechten, selbstgefälligen Weise anzupreisen, daß man zu Protesten geneigt ist und Mängel heraussucht. Bis einen das Abenrot auf dem Bergzackeiürichter von Arosa doch wieder zur Begeisterung hinreist. Oder die Mürrener Nebelwand mit ver- sinkendem Weihnachistannenwald davor, oder das Silberhorn, oder Nietzsches Selo Maria, ein melmtcholisch-süßes Klagelied, oder Lequantinis wcltendartiger Molojapaß, der vom Schnee nach Italiens Blüten führt..... Was aber die„feine" Gesellschaft betrifft, so hält sie einer näheren PrLsung auf chre Feinheit durchaus nicht stand. Die jungen Gents machen mit den Girls(auch denen Erster-Klasse- Hotels: gerade diesen) sehr wenig Umstände. Man pufst sich, stößt sich, kullert zusammen in den Schnee, sitzt als kompakte Masse, schon beinahe aufeinander auf dem langen Bobschlitten. Vor diesen Leuten soll mau den Schumann spielen? Bei oder nach der table äTiorc(nur so erwischt man ja die„Gäschr"), und dann mit dem Teller absammeln! O, wenn man bei den Jazzers ankäme, aber ach, da spielen lauter Italiener: ein einzeinder Mailänder Unternehmer unterhält 4» banäs. Ein Musiker, auch wenn er Paletot und Straßenanzug reglement- gemäß mit einer sportlichen Fastnachtstracht vertauscht, bleibt(Genie hin, Genie her) eine absolute Null. Der Sportlehrer hingegen, wenn er auch teuren Funken Verstand besitzt, ist eine Art Halbgoit. lieber ihm steht nur noch der Rekordbrecher. Ich kann es kaum mit an- sehen, wenn man bäuchlings auf dem eisernen Bobschlüten eine spiegelglatte Eisschlucht hmabsaust, jede Sekunde in Gefahr, sich den Schädel zu zermalmen— oder Schanzensprünge emen ganzen Berg hinab, die Beine brechend, die Leber zerreißend. Ich bin für den harmloseren fröhlichen Sport, dessen tausend wechselnde Bilder überall Herz und Auge erfreuen. Trailing Parties! Fünfzehn, zwanzig (sohlende) Männer und Frauen haben ihre Schlilten aneinander gehängt und sausen wie eine betrunkene Schlange hinter einem (leeren) Pferdeschlitten her, der sie durch die Ebene zieht. Bei einer Wendung kippt, mit den Beinm wie ein Maikäfer in der Lust herumkrabbelnd, der Hintermann oder das Hinterfräulcin nüt dem Rücken auf dem Schlitten, dann in den Schnee„stop" brüllend, s.stoaooop"! Dann die gesellige alte Kunst des Eislaufens und das altösterreichische Einschießcn in modern-englischer Aufmachung. Und die Skilektron. ein« Schwadron Misses im Schwung die Wiese herab...„Telemark!" sagt der Lehrer, und sie versuchen alle die plötzliche Bremswendung auf Skiern, fetzen sich unsanft in den Schnee, immer wieder, und erheben sich mit blendend weißen Flecken, hinten auf ihren hochlöblichen indoblanen, dottergelben, karmoisin- roten Sporthvsenwölbungcn. Die armen Misses, bis sie dann dann zischend auf der warmen Bank des Sportzuges Platz nehmen, der sie heimbringt— zum Tanz. Auch wo das Wintersportsdorf gleichzeitig Lungenkurort ist, obwaltet, wie namentlich in Davos. die heitere Rote. Die Straßen sind von Sportlern belebt und selbst die Sanatoriumsinsasscn wollen sich lieber vergrnigen als lauschen. Ab und zu ein rotes Pünktchen im weißen Schnee gäbe zu denken, aber bald fällt ein neues weißes Tuch, das alle Leiden zudeckt. Es ist ein verläßlicher patriotisch Schwyzer Schnee, um den die Hoteliers niemals vergeblich beten. Natürlich bürsten ihn livrierte Boys von deinen Schuhen schön säuberlich ab— wie ein Fürst tritist du ins Hotel, bittest, eine Bach- Fuge spielen zu dürfen, und fliegst durch die Drehtür hinaus in den Schnee zurück. Bleib- lieber zu Hause! dm diino jitel ein Sieuermann Er hat kein Rod in den nervigen Scemannsfälisten, sondern einen kleinen Hebel in nervösen Fingern. Er braucht keinen Süd- westcr und kein Oelzeug. sondern sitzt barhäuptig, im normalen Sakkoanzug, aus einem Platz des Kinos, meistens in einer Loge, von der aus er die Vorstellung mit Argusaugcn und scharfen Ohren verfolgt, um den Tonfilm über olle Fährnisse und Tücken hinweg- zusteuern. Er hat es nicht leicht, denn ihn macht man für die Wiedergabe eines Tonsilms verantwortlich. Er muß die Sünden anderer büßen. Der Tonfilm unserer Tag« ist technisch noch nicht so befreit, daß er den Tonfklmsteuerer entbehren könnte. Die Verschiedenartigkeit der Aufnahmen im Atelier und im Freien, der Tonmixung bei Sprech-, Sing- und Mnsikousnahmen bringt es mit sich, daß, nach Aneinanderreihung der einzelnen Tonbildstreifen durch den Schnitt, eine steuerlose Wiedergabe alle möglichen klanglichen Härten und Kraßheiten bei Uabergängen ungemildert aus dem Lautsprecher kommen und dem Zuhörer arg auf die Nerven sollen würde. Manche Härten auch der Wicdergabeapparats und der Negative(beim Nadel- tonfilm der schlecht gepreßten oder abgenutzten Platten) kann ein geschickter Steuerer wenigstens zum Teil ausgleichen. Dazu muß er den Film natürlich in allen seinen Einzelheiten kennen. Di« so ojt übcrhctzte Ansetzung eines neuen Programms nimint ihm vielfach die Möglichkeit, all« gefährlichen Stellen des Films zu beherrschen: je besser«r aber vorher Bescheid weiß, welche Szene sich vorbereitet, ob gesprochen wird, musiziert oder ob Geräusche gemacht werden, desto feiner kann er mittels seines Potentiometers die Lautstärke abschattieren, die von ihm ent- sprechend vergröbert oder verfeinert werden tarm. Man weiß& welche verblüifendcn Ergebnisse die Feineinstellung beim Radio auf- zuweisen oermögen. Das Potentiometer hat eine Skala von etwa ll) bis 12 Stärke» graben. Es ist, für den Außenstehenden kaum sichtbar, mit ganz schwacher Cigenbeleuchtung an einer Wand oder Logenbrüstung au- gebracht, vor einem Platz, der dem Steuerer vorbehalten bleibt. Dieser, oft ein Musiker, dirigiert mit seinem Hebel den�Klang, stellt ihn bei stummen Szenen beinahe ab, verstärkt ihn bei«prechpartieu und läßt ihn bei großem Orchester mächtig anschwellen. Der Tonsilmsteuerer ist ein wichtiger Mann im Kino und muß die Eigenschaften eines Musikers, eines Technikers und Akustikers glücklich in sich vereinen, um die Leistungen der Männer und Frauen am Mikrophon ins beste Licht zu rücken. l�urt London. ffiobespierre und der ißlil'mbleHer Wenn man von Robespierre spricht, denkt man immer nur an den Mann der französischen Revolution: und er selbst hat auch Studium und Adookatenberus immer nur als Vorstufe zu seiner Tätigkeit als Anwalt des Volkes gewertet. Aber da er in seinen Erinnerungen selbst länger bei einem der Prozesse verweilt, den er in Arras geführt hat. tut man dem Patrioten nicht unrecht, wenn man auch des Juristen gedenkt. Allerdings hat Robespicrre diesen Prozeß auch in der Absicht freudig übernommen, in der Oefsentlid,- keit Aufsehen zu erregen, um so mehr, als es galt, den Foctfchriit gegenöber miltelalterlichsm Aberglauben zu verteidigen. Dama.s begann man gerade, sid) Benjamin Franklins epochemachende r Erfindung, des Blitzableiters, in Frankreich zu bedienen; die Be- geisterung mochre durch den Umstand noch befeuert worden sein, daß der Erfinder nach Paris gekommen war, um Freiwillige für den nordamerikanischen Freiheitskampf zu werben. Unter vielen an- deren Hauseigentümern lieh auch der in St. Omer begüterte Herr von Vissery d- Boisvalle solch« wunderwirtenden Eisenstangen an- bringen, nachdem er sich durch eigene naturwissenschaftliche Studien von der Zweckmäßigkeit des Franklinfchen Blitzableiters überzeugt hatte. Aber die biederen Landleute des Artois waren noch zu sehr von»nttelalierlich-kirchlichen Anschauungen befangen. Ihnen �erschien der Blitz als göttliche Offenbarung, die Verhinderung seines Schlages aber teuflische Anmaßung. Zudem wollten einige Neunmalkluge beobachtet haben, daß die Blitzableiter das Haus, auf dem sie an- gebracht waren, auf Kosten der ungeschützten Nebengebäude vor dem verheerenden Blitzstrahl bewahrten. Kurz, die Einwohner von St. Omer reichten bei dem Ortsschösfen die Klage auf Entfernung der Blitzableiter aus der Besitzung des Herrn von Visiery ein uird — hatten Erfolg. Ihre Argumente siegten. Der Bernrteilte appellierte auf den Rot Robespierres aber bei dem Oberg-:ichtshas von Artois und erhielt den jungen Advokaten als Verteidiger. Der Anmalt befolgte die alte französische Sitte, seine Verteidigung vor dem Prozeß der Oesfentlidikeit bekanntzugeben, indem er ein« Denk- sdirifi ausarbeitete und in seinem Heimatbezirk wie in Paris ver- breiten ließ. Man zollte ihm schon vor dem Revisionsurteil Beifall, und der berühmt« und nachmals beriichtigie Kardinal Roh an äußerte ihm seine Begeisterung schriftlich. In der Tai hob der Obergerichts- hos das erstinstanzliche Urteil ans(es geschah durd) das Urteil vom 31. Mai 1783), und die Bauern von St. Omer mußten sich»ot- gedrungen mit den eisernen Blitzableitern auf dem Hause des Herrn von Vissery de Boisvalle abfinden. Der Rom« Robespiem war aber seitdem erst recht in aller Munde, und das ist er bis aui den heutigen Tag auch geblieben. Allerdings hat unser Advokat später selbst dazu beigetragen, daß dex Blitzstrahl der Rcvokiltion das Gebäude des französischen Absolutismus oermch!«te Kart Rost. Ein neues Werk Meister Bcrlrmns. Ein Hauptwerk der nieder. sädsiischen Malerei oom Eude des 14. Jahrhunderts, das iu Eng- land auftaucht«, ist jetzt für eins deutsche Sammlung gerettet worden. Der Altar, der als eine Arbeit des Meisters Berirmn erlomü worden ist, wurde für das Museum für Kunst- und Landcsgcschichte in Hau- nover erworben. Wie Wertheimer in„Kunst und Künstler" nus- führt, handelt es sich um ein Werk von selten guter Erhaltung, dessen schöne Farben mct der alten Kraft leuchten und das an Bedeutung neben dem Buxtehuder Zlltar dieses alten Meisters in Hamburg steht. dem es im Stile nahe oerwandt ist. Der Allerr, dessen 16 Tafeln der Schaufelte Darstellungen aus der Passion Christi amweiscn, vermittelt d.c Kunst Meister Bertrams reiner als dos gesid>ert« Werk, der sogenannte Grabowcr Altar. Mit dieser großartigen Schöpfung und der„Goldenen Tafel" ist in Hnmum« die deutsche Kunst um 1400 besonders glücklich repräsentiert. Das„heilige Grab", das sich in Jerusalem befindet, hat eine bedeutend verkleinerte Nachbildung in Görlitz. Man findet dort de» „Stall", das„Grabmal" und ün Hintergründe den„Oelberg". ßetzt ist es Zeit zu ScuuSenJ Die Fr eise sind bei uns auf das denkbar niedrigrste Niveau gesunken; niedriger können sie mcfjt mejjr werden! Daher ist jetzt die beste Gelegenheit, Ihre Weih- nachts- Einkäufe an unseren Lägern zu tätigen. Trotz der riesigen Preissenkung sind die Qualitäten von hohem Rang, die Auswahl von einem Umfang, wie nie zuvor. Einige Beispiele für unsere Rekordleistungen finden Sie nebenstehend. Reinwollene Velour loog-Mantel mit großem Pelzkragen, ganz auf Futter m. angeschnitt. Besätzen. nur 25: Entzückende Weihnachtswäsche■ Velvet- Kleider in sauberster Verarbeitung, sorgfältiger Näharbeit, ausgezeichneten Qualitäten. Einige Beispiele: Ueberschlaglakenß-fl mit Hohlsaum und gestickt......... nur Kopfkissen dazu passend SO/SO........ nur 2.95 ».•eidcnwelchem Lindner• Velvet, in eleganter Ausführung: uor 19 Fohlenmänte! Damast-Bettgarnitur-f C. geblümt.................. nur a e?» Nachthemd»US farbigem Opal in(ß_ Wiener Art, mit Spitze und Hohlsaum.... nur Bembergkunstseid.Hemdhosen nurXr 15? 1 i£ii'e"r° terimlsr' SS SDortiMotel englischerArt, mit Pelzkragen, ganz auf Futter.. nur 29 Blendend schöne Tanzkleider aus Georgette mit Cröpe de Chine-Unter- Ueid.. nur 25: Reinwollene Kleiderröcke für Sporttwecke, aus Stoffen englischer Art, auch in großen Weiten geeignet fürPelx- und Lederjacken nur 12: Reinwollene Frauenmäntel in blau und schwarz mit Pelzkragen, ganz auf Futter.... nur Reinseidene MAROCAIN- Kleider mit schönen Garnituren 29 Original Wiener Strickpullover in vielen Farben modernen Strick-Kleider modernster Art, auch insrroßen Welten 11: 18: HilM, den 3. Deiember| Keiowoilene Mäddiea lilelder 8.-"• 10.- in nntortiertea Größen.. nur Reinwollene Marengo- Mäntel mit wunder. schönem Pelzkragen. nur 59 Bezaubernd schöne Spitzen-Rleiderl auf reinseiden. Crßpo de Chice- Unterkleid, in all. Färb., auch schwarz, in moderner langer Linie.. nur 39: Prächtige Weihnachtsgeschenke: Morgenröcke! in vornehmer Aufführung, vom f einfachen bis zudem elegantesten| Genre, iu ftvüllter Auhwnhl zu denkbar niedrigen Preisen' Achten Sie auf unser Inserat am Donners« Uen 4. Dezember in dieser Zeitung, es wird Ihnen wiederum besondere vorteilhafte Angebote bringen. BERLIN HAMBURG ALTONA KÖLN ES S ELN DÜSSELOO&p HANNOVER DORTMUND DUISBURG MAGDEBURG FRANKFURT y* WUPPERTAL BREMEN Cie-wid-imei aHen Freixcidem vmseres!ODauLS�s uli*js3L djsr?.erL, die es-weiden wollen. Copuright by Kurt Lisser Reklame 1930_ Nachdruck von Wort und Bild verboten! MvucnjOEftea* SS DIE+++ C& A- Preise! Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Es ist also weiter nicht verwunderlich, daß unser radikaler Preisabbau allerhand Erregung ausgelöst hat. Wohl allen hat er Erstaunen abgetrotzt, viele zur Nacheiferung gereizt, manche nurzumSchimpfen und Poltern, aber einige wußten keine andere Antwort darauf, als üble Verleumdung. Und da war keine Verdächtigung schmierig genug, k ein e Erklärun g dum m genug— alles muhte herhalten, um das Publikum glauben zu machen, unsere billigen Preise seien gar keine billigen Preise, Ein gewisses Reinlichkeitsgefühl hindert uns daran, uns mit jenen Leuten auseinanderzusetzen, umsomehr, als durch gerichtliche einstweilige Verfügungen den Verbreitern dieser Verleumdungen schnell ihr schmutziges Handwerk gelegt wurde. Dem Publikum aber—-Ihnen— möchten wir sagen; Solange wir überhaupt ein Geschäft betreiben, so lange geht unser Kampf für die Schaffung billigerer Kleidung. Und dah unsere Idee die richtige ist, das beweist ja zur Genüge die Entwicklung unserer Firma. die sie in den letzten 20 Jahren genommen hat, und weiter nimmt. Nichts wird uns von diesem Kampf abbringen. Alle Widerstände können nur das erreichen, daß wir ihn um so begeisterter führen. Von jeher sind wir für unsere niedrigen Preise bekannt. Daran wird sich nichts ändern— im Gegenteil— wir werden immer noch billiger, immer noch vorteilhafter sein und—— SIE haben den Nutzen davon! Nirgendwo besser als gerade bei uns können Sie sich täglich und stündlich davon überzeugen, wie preiswert gute Kleidung sein kann, und wie gut der daran ist, der unserem Ruf folgt: So ergelit's einem meist: Da& einem etwas gefällt- Und will man sicfa's kaufen, Dann kost's zu viel Geld— Tja, an dem Preise Scheitert so oft, Was man sich wünschte. Was man erhofft... Doch nicht bei uns! Die Kleider z. B., Die hier Sie sehn, Und die so fabelhaft Sdiidc und schön, Dah Sie sich gleich denken: „Ja. so was, das will ick!" Die sind bei uns „Beglückend billig", Da könn t» Sie getrost Gleich zwei erstehn I Sie zweifeln? Kommen Sie zu uns! Sie werden schon sehn! (t)HochIchIck«s Tanz- und Gesellschaftskleid— aparte lange Modelinie— au, gutem KuvstseidcN'Marocain. Am Gürtel großer«s iwso Blüteutuss. Rur|/ iJElegante« Nachmittagskleid— neue Schwarz-Weiß- Mode: guter Kunstseiden- Brlontine mit Hochmoderner Lochstickerei. Seiu jm M tk Preis-- nur 14 75 kenrock. Für nur& (5) Duftiger, doppelierEeorgette als eleganter Aufputz des reich ausgeführten Rachmittag- kleides: prima Woll-Ertpe- Taid, volle Fal. MEoo teupartieu. Nur 2d Der elegante Alfter- Paletot, wie ihn die Mode für jüngere Serren bevorzugt: in der Form anschließend, au, dezent gemustertem Stoff, dazu der farblich gut gewählte Samt- trogen. Er ist, ganz aus Kunstseide, besonders preiswert �OOO für nur iSiKP Ein wundervoller Be- lours- laug- Mantel. dessen elegant« An»- sührung Ihnen sehr gut gefallrn wird: Großer Schalkragen, breit«, los« Aermelblenden au»»ge- jpitztem Hasen', dem Modepelz, der Rücken sein tailliert und»ganz gefüttert'. Der Ihre für nur 37 so Kennen Sie ileia? Iu Hanibiirg regnet es mal wieder, Gewitter- regen, es kommt vom Himmel wie ein Wasser. fall. In der Hafenstrage liegt ein Seemann im Ninnstein, sternssageiooll. lann nicht hoch» tanimen. Ein Schutzmann sucht ihn aus dem strömenden Roß zu ziehen. Grunzt der olle ehrliche Seebär:.Retten Se man toerst de Fraun un Kinner, ich lann s w i n> m: 247« mehr! Jawohl, 24% mehr beiragen die Llnkosten, wenn Kleidung auf Abzahlung vertaust werben soll, anstatt gegen bar, nach einer Berechnung in dem Luch.Das Teilzahlungs- SefchSft", dos im Einvernehmen mit dem Zieichsver- band des kreditgebenden Einzelhandels erschienen ist. Und das in einer Zeit, wo alles auf VerbiMgung drängt! Abzahler wach auf! öBsasss Praktischer, molliger Wintermantel, Gr. 00 bis 90, Ulli Stoff, flott verarbeitet: großer Plüschlragen und volle Plüsch- Manschetten. In Größe«0 k0 fand, entsprich.) W Der flotte Kieler- Anzug au» sehr gutem, tiefblauem Stoff, Hos« ganz gefüttert. Mit Ueberkragen, Kunst. seiden- Knoten, für 8 Jahre(and. �»7- entsprechend) U Das Allers neueste! Plissierte Kunstseide, mit Filz gor- niert und elegant abgefüttert, ergibt. diesen flotten, kleinen Uebergangshut. Er ist so wundervoll leicht, so riefig scsch und so überaus kleidsam, daß Ei« ihn fich unbedingt kaufe» müsse». Denn er ist auch fabel»«rSO Haft billig— nur Alle in dieser Seite enthaltenen Angebote stehen Ihnen ab Mon- tag früh bei uns zur Verfü- gnng. Schriftliche Bestellungen tonnen nicht berücksichtigt werden! Oraniemtr.40 Am OranlanpKtt ChauKeeitr.113 Königstraße 33 »atw Staltlaar Boiinbel An Bahnhcl AloiandafSlau Emen- brsr. Knaben-KIdchiag te dea beides fleKMften: Kdaijctr./ Chfiusjcate wm x£�)$aSn€u§li* MSRHßLF' KleSdersSotie Kleider-Tweed Woll-Hattd c«. 130 ea breit, in modetsen Farben Mtr. Seidensioife Sattn-riche<> rieu» Farben...... Mtr. 2mfJ3k K6per-VelTefnori.n. Kleiderware Mbt. Satin-Liberty Km.t. aeide, neucst.DruckrausterMtf. 95 1.50 1.65 1.95 4.25 Crdne-Maroke sch ca.ICO brei l, letaleNeuheit AUr. Crdpe-Marocain ca. 100 cm breit, schwere r« seidene Qualität rem- Mtr. 2.25 3.90 3.90 4.25 4.50 Moraenröeke Preiswerter Morgenrock aus ßaumwollflausch, mit ab- C weichender Blende... dwBaVdg9 Flotter Morgenrock BanmwoIHlausch, mit brei-« af\ MM tem Schalkragen, Armelauf- � schlagen u. reicher Stickerei■ Nw AM ftscdcr Rrorgenrock__ aus Waschsamt, in schönen TÄ JB Farben.......... mrB M Eleganter Stepprock aas Kunstseide, in reichem A E Farbensortiment....> f■ U%P DamenwSsehe Trfigerhemd ,.-kiss.- tist mit Spitasngalon..... Hemdhose farbig Batist oben u. unten m. Spitzengalcm HOChthOmd mit langem Arm und Stickerciwesto... U?�SZlhlH!d Kunstseiden- Tramalinc mit Georgette, Handarbeitsmotiv.• Damenpylama 9ia. farbig Flanell, mit farbig nierang t aparter Gar- 1.95 3.75 4.50 5.25 7.50 Weißwaren Kleiderpasse aus Georgette� mit breiter kunstseidener SpachtelspiUc. Fiohns aus Cr�pe de Chine mit Spacbtelspitze... 2.VS Kleldcrgamitnr Bubikragen, mit Bäffchen, aus Kunstseiden-Kips....... Bubikragen Pikee, ausgebogl..••••• Sehalkragen aus Cripo de Chine, bestickt Strahlende Gesichter werden Ihnen unter dem Weihnachtsbaum für Ihre Aufmerksamkeit danken, denn der Wunsch su schenken und der Zwang zu sparen vereinigen sich vorteil ha ft in unserem großen WEIHNACHTS-VERKAUF durch Uberreiche Auswahl und besonders niedrige Preise I Winisrmantcl die beliebte Schalfonn, aus Velour» long, m. Biberettebesatz, reine Wolle Pelzmantel aus Seal-Kanin mit aparter Effak- tenarbeit, besonders preiswert., Modernes Tanzkleid Marocain, schöne Pas teil färben, schwarz, boleroartig verarbeitet, mit reicher Bie- se na tepperei, weiter Glockenrock 1.75 2.75 1.75 85� 1.25 Herren-Kleidung Winterulster aus kräftigen« wollenen �«22 Stoffen....... 38.-, W Winterpaletots__ mit Samtkragen, gute, trag- UA7A fähige Stoffe i. warengo FS.- w W Sakkoanzflge gute PaBformen, strapazier- jB � UHU« fähige Qualitäten.. 48.-, 4�4#8 Krfiltige Winter- foppen H, Buncbes ndGASO Herren, warm gefüttert. 18.-,■ MS Barschenhosen___ einfarbig oder gestreift, halt-«5 bare Stoff«...... 3.73, Damen-Sehuhe Elegante Lack- e Trotteurschnhe.. Oaißv OamenpnmpSwbwtr, A_ Wildleder, hochelegantes Mo- jk Tfa HM dell, auch mit Spange..... MBa*4 ww Lack- »ÄSSSL12.5C Damenflbersohnhe___ ait Samtkrs«,..!t Anifübrua, �8 J—» 5.90, W9# 4— Kinderstteiel«b. Rindbox, Gröüe 31—35 Größe 27—30»«»», - Scnsadlondl U»SIN>M?, Waschsamt 1.95, 1.45, 95. ■Gardinen— Teppiche. Kunstseide ... Meter Tüll-Store mit Fransen.. Bettdecke mit Gr«bHM handgestopfhreich verarbeitet über 2 Betten 5.75, über 1 Bett Landhauagardine mit Volant und Spitze, in vielen Farben, ca. 75 cm 30 PI., 60 cm Halbstore mit kunstseidenen Blenden und Fransen..... Meter 2.95 3.95 29 1.95 BOUCI6- Teppiche •chwere Qualität fsfifl.- ifi9.- 200 AC 160 00 300 lü." 235 3t." i 22.50 Velour-Teppich ca. 190x290 cm..... 39.- BOttOH-Littler Str.pui.r-On�iUt 3.95... 2.85 Mokettplflsch- Diwandecke hoxjooAV.- Schlafdecke b.-.i- 9 AB b.arfarbij, Groß. 140x190 cm— a9 ä7 w 5.90 Schlalanzug.»(.t«m 7 Qd Flanell, vorzflglicho Verarbeitung■*vU Oberhemd färb, gediegene fl 7fJ Qualität, mit Kragen...... tai V St6hUinl098- knoBüM�o. mod.Formen l.OO*1 Selbstbinder aparte neue Mut-, ter, auch reine 1» A . 2.90■■Hü Seide .1 % Damen-Hüte 2 Preise In Kappend. Q CA oiocken::v.�rUr. ü.UÜ, Hochelegante Velonr-Soleil- Q 5 fl HOte*» mad.raM Fornea........ II StrümssSQ Oamenstrflmple B.um KB. wolle mit Mako-Appretur. Paar Damenstrümpie_~ künstliche WaEchscide und auch mit Mako plattiert.... Paar J Damenstrümple_ leiner Seidenflor, mit 3facher gl Sohle, moderne Farben. Paar H BMamßv Kerrensochen»u.„ Wolle gestrickt, außergewöhnlich"Ar, billig........... Paar M � Jacquardsocken i° AM. moderner Au»t ührung. Paar S5, 85 _ Trikotagen Trikotoberhemden___ moderne Einsätze oder Normal-*3 �3� hemden, wollgcmischt, 2.95■ Normalhosen__ wollgemischt, Spezial-Klasse-"k marke. Stück 2.75, 2.45 Ä1ÄW Damen-Unterzieh- SGhlÜpfer oder Hemdchen, fein gerippt...... Stück Damenschlüpler AB innen angerauht.. Stück 1.65-t5 Damenprinzefi- röcke oder Schlüpfer, innen angerauht.... Stuck 2.95> 8 4# Handarbeiten Deberhandtnch tze........ ig gestickte mit Spitze Farbie 1.75 .• SL50, 2g00 Kissen Wochenend- schürzen«.»icb««»9/ d KaHeedecke 9 BA «.reichn.»...... 9.25, ÄBw Korbtischdeeke 4 BA «ezaichnet. S W Tischwäsche Tiaohtücher In Halbleinen, Jacquard �e50 �490"a25 Damaat-Tischtflchaäu�Sua H? B90 130»SS S.nri.tl.n"V C 220 A U0«9«0X60#9� Tischtücher ,1?�� 130 160 j 230 160«» 160� biiii«*' Kunstseiden» Tisch- ?O751"B90 lü'pÄS 0© iw© ___ istseiden-Tlsch- decken 130x150, n.n.,i.©B Muster in 4 Pastellfarben#* 150 230 l! tigern Haus tu ch 140 315 375 275 � 245 Deberlakenm. pasa. Kissen mit Klöppel- oder Stickerei- � msja. Einsätzen oder fsdeogezogenen£ 50 Hohlsäumen 9.50 Herren-Oamasohen moderne Farben, zum knöpfen 1 Q'ä oder mit Druckknopf 3.90, 2.75"»UU Herrenhut fl ßfi ia acueitea Eubas 7.90.... V.WU Parlümerlen Manikflrkasten7t.iii£ 9 A B mit guten Stahlinstruroentcn..«a 8 � Bürstengarnitur 9 AA Bürste, Kamm und Spiegel.. B BÖ'wS Rasiergarnitur mit»©A zwei Näpfen u. Seifenbehälter 4*08 i&xw Handspiegel 4 7B Zelluloid, geschliffener Rand. BS© »suk. Lavendelseile 4»ES Mb? im Gtschenkkarlon... B B<»4sF Prima Kernseife£1% mit Oberschalpressung, 5 teilig.. � Viirtschaftsartikel Kaffeemühle mit messingvernickel tem Trichter, la Mahlwerk....... Brotsciineide» maschine Kuodmcs,«,. Fleischhack» mascine prim. verzinnt ffand-Seife-Soda- Qarnitur b�Ä»�'.'. Garderobe! eiste weiß lackiert, mit 5 vernickelten Haken.......... Im I. Stock Seiienswerla m 0'=4 Bettwäsche Deckbettbezttge«» 9 BA Sutern Linon. J30/200.9.50, 5.JJ W«WW Kopikis.cn, dun p.uend 1.71, 1.40, 1.10 Dimlti-Oarnituren___ 130/200 1 Bezug und 2 Kissen, 7 Qil vorzügliche Qualität 12.50, 9.75• Bettlaken n % SPIELWAREN AUSSTELLUNG Allerlei Neuheiten in reicher Auswahl zu bekannt niedrigen Preisen I Ar. 561» 47. Jahrgang Gonniag, 30. November 1930 Lohnabbau! Die Llniernehmer stoßen weite Es ist wie eine Epidemie. Herr Sieger Wald, der verdient, von der Vereinigung der Deutschen Arbeit» gebcrverbüude zum Doktor h. c. des Lohnabbaues ernannt zu werden, hat den nur zu bereiten Unternehmern das Stichwort gegebe«. Alles stemmt sich gegen den Preisabbau, alles fordert den Lohnabbau. Einzelhändler und Schwerindustrielle, Milchpantschcr und Zeche nbe sitzer. Fnhrherreu und Metallindustrielle, Groghändler und Holzindustrielle. Buchdruckereibesitzer und Tcxtilfabri- kanten, keiner will zurückbleiben. Die ersten Kämpfe haben bereits eingesetzt. Das ist aber nur ein Anfang. iitiesenkämpfe st ehe« uns bevor. Es gilt, in Bereitschaft zu sein! „(Soziale Mission." Wie sie die Einzelhändler praktizieren. In einem Rundschreiben wird den Mitgliedsfirmen des Arbeitgeberverbandes im Groß» Berliner Einzel- Handel mitgeteilt, daß das Gehaltsabkommen der A n g e» stellten und auch der Arbeiter Ultimo November zum 31. De- zember fr I. gekündigt wird. Man ist von den Arbeitgebern des Einzelhandels, die zwar auch auf ihren legten Tagungen wieder auf ihre besonderen sozialen Ausgaben hinwiesen, ge- wohnt, daß sie ihre Unternehmerintercsscn mit der gleichen Bru- talitöt vertreten, die wir auch bei anderen Unternehmergruppen gewohnt sind. Es überrascht daher auch nicht, daß den Mitglieds- firmen des Arbeitgeberverbandes mit der Mitteilung der Tarii- tündigung gleichzeitig Entwürfe von Reversen übermittelt wurden, die von den Angestellten unterschrieben werden sollen. Und .zwar sollen die Angestellten, auch die mit längeren Kündigungs- fristen, sich bereits zum 1. Januar mit der Kürzung des Tartfgehalts einverstanden erklären. Falls Leistungszulagen gezahlt werden, sollen diese sofort in Wegfall kommen. Ferner werden die Firmen ausgefordert, zur sofortigen Kündigung derjenigen Angestellten zu schreiten, die eine Unterzeichnung dieses hahnebüchenen Reverses ablehnen. Die Einzelhändler treiben hier ein Doppelspiel Dem Kon. sumenten gegemiber wird die»soziale Mission' des Einzelhandels betont. Gegenüber den eigenen Angestellten und Ar- b e i t e r n jedoch wird das reaktionäre Scharfmacher» tum herausgekehrt. Ob hier vielleicht die Bürogemetnschaft mit dem DBMI eine..vorblldlichc' Wirkung ausgeübt hat? Die Handlungsweise der Einzelhändler wird in Konsumenten- kreisen nach keiner Richtung hin verstanden werden. Gerade der Einzelhandel, der heute in ganz besonderem Maße der öffentlichen Lohnabbau! vor.— Vor großen Kämpfen. Kritik ausgesetzt ist, hätte im eigenen Interesse olle Veranlassung, nicht in so unangenehmer Weise in Erscheinung zu treten. Es ist allgemein bekannt, daß die Ein.zelhandelsangesteMen.zu den rück- üändigstcn Arbeitsbedingungen und zu miserablen Gcbältern bc- ichäsfgt werden. Auch die in Einzelfällen gezahlen»Leistungs- Zulagen" stellen meist nichts anderes dar als unzureichende Ent- fchädigungen für das eigentliche in Frage kommend« Tarifgehalt. Für alle Angestellten des Groß-Berliner Einzelhandels ergibt sich aus dieser Sachlage die Pflicht, sich durch Anschluß an den Zentraloerbond der Ange st eilten noch in letzter Stunde das Machtmittel der Organisation zu sichern, damit den Wbau- bestrebungen der Einzelhändler eine stark« und einheitliche Front der Angestellten gegenübersteht. Die Mitglieder der Organisation werden gut tun, mehr als je mit größter Aufmerksam- kell in den Betrieben zu wachcn und dem AVA. unverzüglich mitzuteilen, falls von einzelnen Gefchäftsleitungen versucht werden soMe, die Angestellten zur Unterzeichnung von Reversen zu ver- anlas, en. Gegen Kündigungen werden die Augestellten sofort, spätestens in fünf Tagen, Einspruch beim Angestellten- rat einlegen. Milchpreis wieder„aufgebaui". Nachdem Schiedsspruch bei Aolle die Löhne abgebaut hat. Der ganze Unsinn der Verbindung der Preissenkungzaktion der Regierung mit der Lohngestallung offenbort sich in dem Lohn- konslikt bei der Meierei Bolle. Seit Oktober bemüht sich der Gesamtverband um den Neuabschluß des Lohntarifvertrages der Bolle-Arbeiter. der von der Direktion gekündigt ist. Im Oktober verlangte die Direktion einen Abbau sämtlicher Löhne mit Ausnahme der Löhne der Handwerker und Bahnfährer um 10 Prozent. Nach dem Lohnabbau-Schiedsspruch in der Berliner Metallindustrie erweiterte sie diesen Antrag aus 15 Prozent! In den Berhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß am Donnerstag wurde von den Vertretern der Direktion der Lohnabbau- antrag vor allem begründet mit der Senkung des Milch- Preises(!) in Berlin um 2 Pfennig und der„allgemeinen Ber- billigung der Lebensmittel", mit deren Vertrieb sich bekanntlich auch die Meierei Bolle besaßt. Bon' den Organisationsleitern wurde der Firmenleitung ent- gegengehalten, daß die Arbeiterschaft bisher von einer Senkung der Lebensmittelpreise nach nichts gemerkt habe und daß im übrigen auch die anstrengende, zum größten Teil in die Nachisninden fallende Arbeit der Arbeiter und Kutscher der Meierei Bolle schon i«tzt nicht ausreichend genug bezahlt sei. Inzwischen ist der Milchpreis wieder „aufgebaut" worden. Der Vorsitzende, Gewerbsrot Körner, lieh sich offenbar von der „Milchpreissenkung" um 2 Pfennig düpieren. Es wurde eiu Schiedsspruch gefällt, der ab S. Januar sür alle Arbesterkatezorien einen Lohnabbau von S bis 6 Prozent vorsieht Die Er» klärungsfrist läuft bis zum 7. Dezember. Die Funktionäre der Bolle-Arbeiter haben am Freitag den Schiedsspruch ein st immig abgelehnt. Die Vollversamm- lung am Montag dürste die gleiche Stellung einnehmen. Es ist nicht nur mit der Ablehnung des Schiedsspruches durch die gut organi- sierte Belegschaft der Meierei Bolle zu rechnen, sondern auch mit der Arbeitsniederlegung im Laufe dieser Wocke. Durch einen Streik bei der Meierei Bolle würde die Milchuersorgung der Ber- liner Bevölkerung, wenn auch nicht lahmgelegt, so doch erheblich gestört werden. MilchlieferungSgesellschast macht mit. Auf den gleichen Geschmack wie die Meierei Boll« ist auch die „Milchlieserungsgesellschast" gekonnnen. Nachdem der Lohnabbau- Schiedsspruch bei der Meierei Bolle ergangen war, kündigte sie dem Gesamtocrband gleichfalls das L o h n a b l o m m« n für Ihre Arbeiter, und zwar zum 31. Dezember. Obwohl für die Tarif- lündiguug keine Gründe angegeben sind, stebt außer Zweifel, daß auch diese Gesellschaft, die in Berlin den größten Milchumsatz hat, den Abbau der Löhne ihrer. Zlrbeiter verlangen wird. In den Betrieben dieser Gesellschaft, wo die Arbeiter zu 99 Proz. frei- gewerkschaftlich organisiert sind, dürfte es ebenfalls zu ernsten Auseinandersetzung en kommen, da die Arbeiter bereits unzweideutig zu erkennen gegeben haben, daß sie einen Lohnabbau nicht kampftos hinnehmen würden. �eqierunastreuer Möbeltransport. Der Berein Berliner Möbeltransporteur« hak dem Gesamtverbaud das L o h n o b k o m m e n für die Möbel- tronsportarbeiter zum 31. Dezember gekündigt. In dein Kündigungsschreiben heißt es:„Die Kündigung erfolgt mit dem Zwecke einer Senkung des bisherigen Lohnes, um entsprechend der PreiesciikungSaktion der Reichsregierung eine Senkung auch unserer Tarifpreise gleich, zeitig vornehmen zu können. Auch in dieser Branche ist das der zweite Versuch innerhalb kugzer Zeit, die Entlohnungsbedingungen der Arbeiter zu ver- schlechter». Einmal wurde der Versuch bereits im Juli gemacht. Durch eine Derftänfrigung vor dem Schlichtungsausschuh. gelang es damals jedoch, das Lohrnchkommen unverändert mit monatlicher Kündigungsfrist zu verlängern. Der Gesamtverband wird auch diesmal kein Mittel unversucht lassen, um das Ansinnen der Möbcltransporteure zurückzuweisen. Die Fuhrherren fahren mit. Die Berliner Fuhrherrninnung Hot den Lohntaris- vertrag für dos Schwer- und Leichtsuhrgewerbe zum 31. Dezember gekündigt. In ihrem Kündigungsschreiben bringt sie zum Ausdruck, daß die Fuhrherreil nicht mehr imstande seien, die bisherigen Lohne weiterzuzahlen. Um wieviel Prozent sie die Löhne abgebaut wissen will, hat die Fuhrherrninnung allerdings noch nicht mit- geteilt. Im Oktober hat sie schon einmal den Versuch gemacht, einen immer �elTsivI.czd(-HciHzsc�uta.... RM „ braun Boxcalf-Halbschuh„ Damen-Lack-Spangenschuhe und Pumps......„ „ schwarze Wildleder- Spangenschuhe u.Pumps„ „ Crepe de Chine- Spangenschuhe ••••#» Agraffen- Pumps Lack, schwarz Wildleder od. Crep de Chine> einschl. � Agraffe nach Wahl..„ lO Spangenschuhe, farbig w 12� 15� Wir führen nur Schuhe unserer eigenen Fabrik Jedes Paar trägt1 Marke und Preis eingestempelt %bha\i der Lohne durchzusetzen. Sic verfügte damals einfach durch Diktat einen Lohnabbau von durchschnittlich 11, SO Mark je Moche. Sil? die Arbeiter darauf mit dem Streik drohten, wurde in letzter Minute vor dem Schlichter eine Vereinbarung herbeigeführt, wonach das alte Lohnabkommen unverändert mit monatlicher Kündigungsfrist verlängert wurde. Die Fuhrherrninnung hält jetzt, nachdem die bekannten Ent- icheidungen im Metallarbeiter� und Bairfchlofferkonflikt ergangen stich, den Zeitpunkt anscheinend für gekommen, um mit ihren Plänen wieder auf die Vildsläche zu treten. Die Arbeiter des Schwer- Und Leichtfuhrgewerbes find aber entschlossen, ftch dem Lohnabbau mit Unterstützung chrer Organisation ganz entschieden zu widersetzen. Der Gesanitverband hat zunächst die Fuhrherrn- innurrg ousgefordert, sich darüber zu äußern, wie sie sich die„Reu- rcgelung" der Löhne denkt. Handelsarbeiter und Lohntarif. Di« im Gcfamiverband organisierten Handelsarbeiter nahmen in der vorigen Woche i» einer überfüllten Versammlnng im Gewerkschaftshaus zur.Kündigung des Lohntarifs Stellung. Da in der letzten Branchenoersatnmlung die Anträge auf Kündigung des Lohntarifvertrags durch den Gesamtverbmid wegen des Metallkonflikts zurüä gestellt worden waren, machte der Branchen- leiler, Genosse Pollmcier, den Borschlag, in einer geheimen Abstimmung über die Frage der 5ii>»digimg oder Aichtkündigung des; Tarifs zu entscheiden. Die Abstimmung ergab mit knapper 'Mehrheit den Vcschluß, den Lohnvcrtrag nicht zu kündigen. * Der Arbcitgeb«rocrband d«.s Berliner Einzel- Handels hat nunmehr von sich aus die Kündigung des Lohntarifes ausgesprochen. Die ihm angeschlossenen Firmen legen ihren Ar- bcitern außerdem Reverse vor, wonach sie sich im Falle eines 'Abbaues der Tariflöhne mit der sofortigen Reduzierung ihrer Tariflöhne ei n ver st an den erklären sollen. Obwohl der Sinn dieser Reverse nicht ganz klar ist, da iin Gegensatz zu den'Angestellten sür die Zkrbeiter meist keine längeren Kündigungsfristen gelten, hat der Gcsamtocrband die Handelsarbeiter ausgefardert, diese Reverse nicht zu unterzeichnen. Daß sich die Hnndclsarbeitcr bei einem eventuelle.» Lohnabbauvcrsuch der Unter- nehincr ganz entschieden zur Wehr setzen werden, wurde auch in dieser Bersaminlung zum Ausdruck gebracht. Die Mörtelwerke machen sich selbständig. Um die Röhrte abzubauen. . Dem G e so in t ve r b a n d ist durch die Firmen: Vereinigte Berliner Mörtelwerke Sl.-G., Berliner Mörtelwerke Gebr. Tabbert und?1?örlclwcrk Gnstav' Wei'dner mitgeteilt worden, daß sie ihre Mitgliedschaft in der F» h r h e r n n i n n u n g zu Berlin zuin 1. Januar aufgekündigt I>aben und von diesem Tage an nicht mehr an die Tarife der Fuhrherrninnung gebunden seien. Diese Mitteiluiig ist gleichfalls als eine Kündigung der tariflichen Regelung der Erulohuungsbediirgungen der Slrbeitcr in diesen Mörtclwerkcn zum Zwecke des Lohnabbaus aufzufassen. Da es sich hier um eine Arbeitcrgruppe handelt, die restlos organisiert ist, ist dam» zu rechnen, daß es in dieser Branche zu scharfen Ausem- andersetzungen kommen wird, da die Slrbeitcr fest entschlossen sind, jeden Lohnabbau mit allen gewcrkschaftlickicn Mitteln abzuwehren. Für die Arbeiter, die in den Betrieben der„Jnteresfenzemelnschaft Groß-Berliner Mortelwerke" tätig lind, besteht ein Sonder- t a r i fr> e rt r a g, der von beiden Tarifpcrrteicn nicht gekündigt �f�und demzufolge bis zum 3t. Dezember 1931 weiterläuft. Mehrarbeii im Braunkohlenbergbau. Verhandlungen gescheitert. Halle, 29. November. Die Parteienoerhandlungen über Arbeitszeit und T a r i f f r a g e n im mitteldeutschen Brairnkohlenbergbau gingen am Freitag vor sich. Die Arbeitcroertretcr begründeten die Kündigung des Mehrarbeitsabkommens damit, daß die Voraussetzungen, unter denen die TNehrarbcil 1923 cingesührl imirdc. heule nicht mehr ge- geben sind. Damals sei die Mehrarbeit insbesondere aus volks- wirtschaftlichen Gründen wegen des herrschenden Kvhlenmangels, andererseits auf Grund der'Notlage nach der Inflationszeit ein- geführt worden. Beide Voraussetzungen lägen heute im Braun- tohlcnbergbau nicht mehr vor. Das Millioncnhcer von Arbeitslosen in Deutsch- land erfordere unbedingt, die Slrbeitszeit auf das Maß zu beschränken, durch das es möglich sei, die heute arbeitslos auf den Straßen liegenden Arbeiter wieder in den Produktionsprozeß ein, zureihcn. Di« Unternehmer lehnten die Forderung auf Einführung der tariflichen Arbeitszeit ob, mit der Begründung, daß der Braun- kvhlenbcrgbau eine weitere Belastung nicht ertragen könne. Zum M a n te lta r if v e r t ra g haften die Unternehmer eine Reihe von Anträgen gestellt, in deacsi sie eine leilfocise Ausschaltung der Bclricbsrökc und erhebliche Urlaubseinfchränkungcn für die Slr- beirer verlangten. Die Arbeiterorganisationen haften gleichfalls eine Reihe von SIbänderungsanträgen gestellt, die in einzelnen Para- graphen des Tarifvertrags ein« klarere Fassung vorsahen und einige Begünstigungen bezuglich der Gedingearbeft forderten. Sowohl die Anträge der Unternehmer als auch der Slrbefter wurden abgelehnt. Damit waren die Verhandlungen ge- scheitert. Die RGO. im Mauseloch. Massenversammlung bei Siemens— Llnch rechnet ab. Die am Freitag im Restaurant Volkspart Jungfern- h e i d e tagende srcigewerkjchaftliche Mitgliederversamnilung der Siemens- Werner-Werkc war derartig überfüllt, trotzdem die Tische herausgenommen wurden, daß ein großer Teil der Mitglieder wieder umkehren mußte. Genosse Urich referierte über das Thema:„Die Zluswirkungen des letzten Metallarbeiterstreiks und die Maßnahmen der Gewsrk- schalten für die Zukunft." Urich schilderte die Verhäftnisic, die durch das Verhalten der K o m m u n t st e n vor und nach dem Streik und während des Streiks geschaffen wurden. Er brandmarkte vor allen Dingen dos Verhalten der REO.-Führer, die zwar das Schlichtungswesen in Grund iind Boden verdammen, aber vor dem Arbeitsgericht die Schlichtlingsinstanzen sowie die bürgerlichen Gesetze anerkennen, wie es der kommunistische Reichstagsabgeordnete Hein tat. Urich schil- derte die Mitgliederbewegung des DML. in den letzten � zehn Tagen, aus der sich ergab, daß rund 1890'Neuaufnahmen ur.) nur 60 Austritte erfolgten, obwohl die Wirtschaftskrise ein großes Hemmnis bei der Neugewinnung von Mitgliedern sei. Urich for- derte die Versammelten schließlich auf, für den Deutschen Metall- arbeiteroerband und die übrigen freien Gewerkschaften im Siemens- Konzern werbend einzutreten, damit am 39. Juni, am Ablauf des Verirags, die Organisation so st a r k ist, um das verlorene Terrain dem VBMJ. wieder abtrotzen zu können. Nur zwei Diskusiionsredner sprachen in z u st i m m e n d e m Sinne. Von der„Opposition" wagt« sich niemand heraus. Nach dem Schlußwort Urichs, das mit großem Beifall ausgenommen wurde, nahm die Versammlung die Entschließung des Erweiterten Beirats, die bereits im„Vorwärts" veröffentlicht wurde, einstimmig an. Mit einem Hoch auf die frsigewertschaftliche Bewegung wurde die Versammlung geschlossen. Kein Kohkenstreik in England. Es wird wieder verhandelt. London, 29. November.(Eigenbericht.) Die Verhandlungen, die im Lause des Sonnabend in den Kohlendiftrikten von Schottland und S ü d w a l e s zwecks Bei- legung des Konfliktes zwischen den Grubenindustriellen und den Arbeitern geführt worden sind, haben die Hoffnung aufkommen lassen, daß die für Montag in Aussicht genommene Arbeitseinstellung vermieden wird. Entsprechend einer Aufforderung des Bergwerksminifters und dos Handelsminifters an die Grubenbesitzer und die Distriktsoer- bände der Bergarbeitergewerkschaft ist am Sonnabend versucht worden, eine vnrläufige'Verabredung über die Arbeits- zeit zil erreichen, um der Gewertschaftskonferenz zu ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag Zeft zu weiteren Verhandlungen zu lassen. Bergwerksminister Shinwell erklärte am Sonnabend abend, daß «ine Arbeftseinstsllung vermiesten werden würde. Falls es in den einzelnen Distrikten zu keiner vorläufigen Verabredung kommen sollt«, werde am Sonntag im Handelsministerium eine Zusammen- kunst zwischen d«n Vertretern der Regierung, der Grubenbesitzer und der Vergarbefter erfolgen, damft die Arbeitseinstellung am Montag auf jeden Fall vermieden wird. A-Lthr-LadenschlußamWeihtiachtsabetiö Aufhebung nicht beabsichtigt. Es bleibt bei dem Fünf-Uhr-Ladenschluß am Weihnachtsabend. Der Reichsarbeitsminister lehnt es ab, fiir eine Aushebung des im Vorjahr mit großer Mehrheit vom Reichstag angenommenen Gesetzes einzutreten. Er wird, um eine Schädigung des Einzelhandels durch unbefugten Warenverkauf in Gast- und Schankstäften, in Friseur- geschäftcn usw. zu verhindern, die Landesregierungen anweisen, allen Umgehungen des Gesetzes energisch entgegenzutreten. Kündigungsschuh auch im Gaargebiei. Saarbrücken, 29. November. Der Landesrat hat heute in einer kurzen Sitzung der Verord- nungsvorlage der Regierungskommission über den Kündigungsschutz der öfteren Angestellten, die vollständig den entsprechenden deutschen Bestimmungen nachgearbeitet ist, verabschiedet. Sämtliche Parteien mit Ausnahme der Kommunisten stimmten f ü r den Eilt- wurf, so wie ihn die Regierung vorlegte. Als Termin für die In- kvaftsetzung der Verordnung wurde der 1. Oftober 1939 sestgesetzl, ln daß also auch diejenigen Angestellten einbegriffen werden, die in der Erwartung der Verordnung von den Arbeitgebern ihre Kün- digung bereit» mit kürzerer Frist erhalten haben! Beiriebsratswahl der Miiropa. Stach hartem, wochenlangcm Wahlkawpf fanden die diesjähnzen Betriebsrätewahlen der Mitropa statt. Eine 92prozentige Wahl- bekeiligung zeugt von der Härte des Kampfes, der durch dos Aui- treten der St a z i s hcrvorgernfen wurde. Die unternehmerfreund- lichen Stazis ließen alle Minen springen, um die Lieblinge und Protektionskinder für ihre Liste einzufangen. Außerdem sind st.« Pillen gegen die Dummheil noch nicht erfunden. Die freien Gewerkschaften crhieften bei der Wahl des Arbeiterrats 1969 Stimmen, die Nazis 267 Stimmen, die freien Gewerkschaften 9, die Nazis 2 Sitze im Arbeiterrat. An- gesichts der Ricsenagitation der Nazis ist das Ergebnis durch- aus befriedigend. 'Bei den kaufmännischen Angestellten ist es leider noch sehr schlecht bestellt. Eine ftcigewertschaslliche Lift« gab es nicht. Es wurden 2 Listen eingereicht, Liste 1 des Hausvereins und Liste 2 der Nazis. Es wird noch vieler Arbeit bedür'en, bis auch die kaut- männischen Angestellten den Weg zur freien Gewerkschaft, zum Zentraloerband der Angestellten, finden. Die freigewerkschaftlich.m Arbeiter werden sich bemühen, daß dieser Schandfleck verschwinde! Liste 1 erhielt 5, Liste 2 erhielt 2 Mandate. Arbeiislose Texiilarbeiier! Die alljährliche Auszahlimg der Weihnachtsuntcrstützung für unsere Arbeitslosen und Arbeitsinvaliden erfolgt nur in der Zeit vom 13. bis 29. Dezember, vormittags von 9 Ubr bis 1PA Uhr. unter Vorlegung des Mitgliedsbuches und der Aus- weispapiere im Büro der Orlsvcrwaltunq. Bezugsberechtigt sind die Kolleginnen und Kollegen, welche die W e i h n a ch t s m o r k e von 1929 und von 1930 im Buch haben und in der Woche vom 13. bis 29. Dezember 1939 arbeitslos sind, weiter die Kolleginnen und Kollegen, welche aus der Berbandsunterstützung ausgesteuert und in der Woche vom 15. bis 29., Dezember 1930 arbeitslos sind und die Arbeitsinvaliden. Mitglieder, die von der Krankenkasse in der angegebenen Wocke noch Krankengeld beziehen, rechnen nicht zu den Arbeftslojen. • Deutscher Textilarbeiter-Verband, Ortsoerwaltung Berlin. Engeln fer 24/25. Aufgang B, 3 Tr. Gesperrte Gaskwirtsbetriebe. Wegen Differenzen wurden für die Mitglieder des Zcntralver- bandes der Hotel-, Restaurant- und Eafö-Angestellten folgende Gast- wirtÄbetriebe gesperrt: Norden: Großdestillation„B a n e r s a". Jnh. Saucrbicr,'Müller- Ecke Secstraße und Krausenstraße 12: Großdestillation„Martin i", Jnh. Otto Martini. Badstratze da: Mitte: Engelhardt Lierausschavt. Jnh. Geisler. Münzstr. 29; Osten: Tanzpalast„Möwe", Jnh. Helene Kindorf. Gr Frank- furter«tr. 85; Palais des Ostens, Jnh. P f e ilst i i t c r, Warschauer Str. 35; K e r n s F« st s ä l c. Jnh. Agnes H och man n. Rummelsburg, Türrschmidfttr. 45; Süden: Bräustübl, Jnh. Fritz Nicrhoff, Oranienstr. 144: Restaurant„S p r c c ha l l e n", Jnh. Frau Katharina Hubregtse, Brückcnstr. 42. Lersiuer Gewcrkschaftsschulc. Arbeiter, und A»zcsttZft?nb«tr>-d«äte.?i«nstaq, 2. 1» Ubr, ftird« lir©mT 5 d»» Sew-rtschattdbaui«-. kneriuter it— 25, d-r nuchsti„Ar- beitsrichfticks Anfirrmvtldnsabsnd für Betrirbdräte" statt.£«ttei hiefcs Abaed- ist der«banoil,. Z!»cht-an!v-It.®r. is«m» Naumann. Ss werden ssäll« qu» der Praxis dehandelt. letztinstanzlich« Entscheidungen de, Reichsirbe»�,-richt, bslnrochen. Innerhalb dieser Di-kusswns-bende besteht jeder,-it auch d,« Mdg- lichieit, bah die Ngllcgen ielbst fragen, die ihnen iw Btrieh« aufgefallen find. ,ur Besprechung siellen,.Zutritt haben olle frsigewertfchaftlich organisierten Ar. heiter, und Anz«stelltenhetrieb,rate. Die Teiluahine ist tostenlo». Borheriqe Anmeldung tst nicht notwendig. TPD.-Ziratti«« im Ge>an«»erl»ind der Ardeitnehmee der hssentlichen Bs. trieb« und de, P«r!-»«u. und Barcrweriehr,,«erlin.»ezlri l». Berlin, Daulow. Mittwoch. 1944 Uli. im_2fltiifersommlung. Wirtschaft und PoNtik. Referentin: Genosstn Anna E-coer. Da, Erscheinen aller Genossen ist Pflicht! Die Krauen und auch Gnm, pathisterende stnd willkommen. Der?raltlo»»rorstand. t�reie Gewerkschasts-Iuaend Berlin Achtung. Svrechchormilglieder! Treffen zur sZahrt nach Bernau 9 Uhr Bahnhof Gesundbrunnen. Eingang Badstratze.— Eudlrei«: 101, Ubr im Jugendheim Tempelhof, Germaniastr. 4—5. Vortrag: ,.?as alle Berlin".— IS Ubr im Jugendheim Pankow. Görfchstr. lt. chviel- und Tanzabend.— Nordwefttrai»: 194, Uhr im Jugendheim Eharloitcnbura. Walls». 7«. Lichtbildervortrag:„Da, faschistisch« Italien".— Morgen. Mon> tag. l. Trzewber, 1944 Uhr. im Saal UI de, Sewerkschaftzhause», Engel. uscr 24— Zö. Bortrog:„Erdgeschichtlich« Beobachtungen". Referent: Wilhelm Raiheu. Äanderleitcr�iursus:„Augen auf". @�iuoendarupve dessZentralverbandes der Anaeffellten Heute. Sonntag, finden folgende Veranstaltungen statt: Sountaaoveron. staltung im Zugendheim Moabit. Lehrter Sir. U— 19, von 19Vj bis 22 Uhr.— Der Vortrag.-znilus:„Wie hdre. ich Mutzt". Vortragender Dr. Her. bert. findet heute um IS Ubr im Zugendheim Nordwest, Lehrter S'r. 48, 49, statt.— Morgen, Montag, finden ivlge:roe Veranstaltungen statt: Weddiug: Zugendheim Turiner E-tc Seeftratze. Vortrog:„Demotratien und Diktatur m der Gegenwart". Referent: Arthur Vachow.—«ritz: Städtisch«, Jugend» heim sRothaus). Vorirag:„Moderne Schulreform". Referent: Arthur Rachow. — llrbaa: Jugendheim Hvbrecht> Ecke Sanderstratze. Tischtennis.. Brett, und Würselfpirle.- Weitzeusee: Zugeitzdheim Piswriuzstr. 24. Bunter Abend.— »orten fiir dcn Heinrich-Heine-Äbenb am sfreitag, dem 1!>. Dezember, zum Preile von Ist Pf. sind im Zugendsekretariat und in den Iugendgruvoon erhältlich—»arten lür die Zügen dvorftelluna der Bollsbübn« am 4. Zanuor zum Preise von 80 Pf. sind im Iugendsekretariat zu haben.— Die Mutz'. gruppe übt jeden Montag von 20 bis 22 Uhr im Lerbandshaus. Ftertisdn-Te�ici-is qes.Qeyin, reine Wolle mir Hondfranse�getreueCoDien von Perser-Teppichen imiff5 Äi l. ismij. Ä 70 3%nn' 360 jestk/ V. jei»V%/. igg Läufe rs foff e Boucle-Teppiche moderne JocQunrdmuster 200 jetit coM .300 letiS 15:"122: 32:'«48: 69; «W AÖO Steppdecken Soün Hochglanz ntHalb« ÄÄt» 790 Slunstseids.Jarin Cucic- seiie.Ziersricn xa«! ca 150*200 jetzt 1 /. t)qunenelecke,i(.jnsi,eid. parngst PiiCkseitp.ogseer Doir IKrtioTin m.«ahr------" aJihosNeitte Tischdecken Moken, Perse-musrer seidenqidnteno Q T. öardiaenstoffe VoMvoile.indonthren Dsdrucwt ca lUu. A Ö r llOcmtrt. ier-iHttUOP Cretonne.nenforriq indanttiren AQr co.ädcfa t)rt.i»ttt»tU.i7p kunstiei de. Dedruckt inaanthren.•tuck/.C ea1J0cm.brr. Ute, 1*0 Halbstores Meterware Gittertou nvhandgestopftem "'etfuß AFraniJ OQO . jetzt Mtr. ölttertüll m reichqestciBftem Fileteinsatz je'n/ or> u Franse.Mtr.*+.ov Voile m.qenoo&rem FulS udre"-fre0tzntSeMtr.750 Wonplüsch-Teppictie Mottled, allerersl-e Qualitäts- Marke CO. 230 330 jetü „_...mmoam Hor-Teppicne bewätirte Qualität hervorrag. Persermuster BetTumrandunqen Boucle Jacauard�Läyfer ca 6SxZ»0 u.2Bettvotv"rs. Di« Eenosseu werden oufmertiam gemacht auf den durch dav Bezirksamt veranstalteten Bortrag von Dr. l?r>tz Klatt lLeiter des Bollsbochlchulheims Prerow):„Arbeitszeit und ltreizeit" am Dienstag, 2. Dezember. 2!> Uhr, im Etadthaim Äaiserallec. Karten zu 1 M. u. 50 Pf. lnumeriertc Bliitzcl. >1. Kr-i» Schönebrrg. friede I» au. Dienstag, 2. Dezember. 20 Uhr, Sitzung der Zeitungskommillio» in der Spedition Bclzigcr Str. 27, Neuwahl des Tor. standes. Erscheine» ist Pflicht! lZ. Kreis Tempelbof. Dienstag, 2. Dezember, lsti» Uhr. Zraktionssttznng in Tempelbof, Dorsstr. 42. Sämtliche Mitglieder drs Krcisoorstandcs nch» men teil. 14. Kreis Reukclln. Mon'og, 19 Ubr. Draktionsützung im Rathaus, Z. lS7. 15. Krci» Treptow. Montag, l. Dezember, 20 Ubr, Kreisvprstandssitznng mit den Abteilungsleiter» in Nicderlchöncweide. Berliner Etr. R. 17. Krcls Lichtenberg. Montag, l. Dezember. 19% Uhr, ausnahmsweise kreis- vorltandssitzung an faelajmlec Stelle. IS. Krci» Beitzcnsee. Dienstag. 2. Dezember. 10 Ubr, Krriavorstondssitzung: um 20 Uhr wichtiae kreislnnktioniirlonferenz bei Gallas. 19. Kreis Pantow. Montag, l. Dezember, 19 Uhr. ssraktionssttzung mit den BUrgcrdepnlicrteu im Rathaus, Zimmer llb. heute, Sonntag, 30. November: 52, Abt..Achtung!! Besichtigung des Flughafens Temveihof und der Klug, zeuge des„Sturmnogcls". Treffpunkt: pünktlich lZ Uhr am Ofteivgang des Mughafens. 92. Abt. Steglitz. KilmveranstaUung und Keierstundc der SAJ. in den„Hinden- burg-Lichtwielen. Lichterfelde, Sindenburgdamm 5b», vorm. Ilsi, Uhr. Ein- tritt 45 Pk. Näheres unter SAZ.-Wcrbebezirk Teltowkanal. Wir bitten um rege Beteiligung. 204. Abt. Riederlchöueweide. Zur Demonstration in Köpenick am heutigen Sonn- tag treffen sich die Genossinnen und Genossen um 13% Uhr ou der Straßen- bahnhaltestelle am Bahnhof.. J12. Abt. Rahnsdorf. Wir beteiligen uns an der Demonstration!p Käpcnick am heutigen Sonntag. Treffpunkt 13.10 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Rahnodorf-Mühle. Morgen, Montag, 1. Dezember: ReuZLA«. 59. Abt. SammcIIUten uni do�ugchörifles Aörcffcnnitttcrial bis Mon. tag abwift an den Äbteilungsk�l'fieLer.—»2. Abt. Alle partetgenösstschen Aonsmnvereinsmitq'lieder der Verkaufsstellen 19 und 209 nehmen bestimmt an der Filmveranstaltung um 19Jv Uhr in der Aula der Karl. Marx- Sckule, Äaiser-�riedriÄ.LLr. 208, teil. Zye. Abt. Johannisthal. Montag, 20 Uhr, �unktionZrsthung im Lokal Vlochwih. Waldstraße, Ecke Herrenhausstraße. Dienstag. 2. Dezember: lOO. Abt. Köpenick Dienstag, 2. Dezember, l»'» Uhr, antzerardentlichc Mit- glieberverfammlunq im„Stadthcater". Kriebrichltr. t, großer Kaal. Tages- erduung! l. Belchlußfastung über Teilung der Abteilung. Z. Bartr», de, Genossen Mar Tolksdorf über die letzten Vnraänqe in der Kommune. Iii, Abt Lichtenberg. Dienstag. l?>4 llhr. Borstands- und Aunktionärsttzunz tei Schwarzer, Sabr'el.Mar-Slr. 17. 13«:'ISO. Abt Paukaw. Miitmockl, 3. Dezember, lZi4 Uhr. in der Aula der 2. Dolksschuli. Srunowstraß«: ZeltlggerabenK der Kinderfreunde. KIlm: „tzeltlager in der Schweiz." Dir birten um Unterstützung. Zrauenveranftaltun gen. Wie Utachev unsere GenMUttnen und Gestunungsfreunde auf nachstehende K'lnruernnstalwvaen de« Arbeiter-Turv- und Sportbunbe» aulmerksam und bitten um rege Beteiligung. Der Eintrittspreis beträgt 50 Pf. Sonnabend, f- Dezember, Moabit. Tiergarten: L-vetzowstraß». Aula des Kleiftlnzeuvis. lgi,» Uhr.— Sonntaa. 7. Dezember, Ritt« lNordenl-.Liuienftr. 197, Knlrurab-eilung de» DR».. Sd» Uhr.— Montag, 8. Dezember, Wedding: Gr'ir. thaler Str. 5. Schulaula. 19 und 21 Uhr.— Dienstag, 9. Dezember, Friedrich». Hain: Andresoltraße. Audreasfestfäle, 19 und 21 Uhr.— Mittwoch, 10. De. zembsr. Tharlottenburg: Scktarrenstr. 2327. Sophie-Eharlotte- Schule. 19 und 21 Uhr.— Donnerstag. 11. Dezember. Renkölln: Berastr. 117. Stadl. Saalbau, 19 und B Uhr.— Freitag. 11 Dezember, Kreuzberg: fZorckstr. N. Bollsbildunas- amt. 19 und 21 Uhr.— Sonnabend, 13. Dezember. Schöneberg, Friedevan, Steglitz: Schwalbacher Str. 3 I. Aula der Rheingaufchule. 19 und 21 Uhr.— Soontoq, 11. Dezember, Lichtenberg: Holteistr. 7,9. Städt. Zugendbühne. 1l>r Uhr. «- Zu dem am Sonuadend, 6. Tezeucher, 19'» Uhr. im Plenarsaal des eh». waligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3, stattfindenden Vortragsabend der Krcien Soziaiistifchen Hochschule:„Karl Marx und die Gegenwart. Bortrag pon Pros. Ernst von Aster, Gießen, sind noch Eintrittskarten zum Preise von 50 Pf. ,nkl. Garde robengeblihr iui Frauensekretariat de» Bezirksverdandes, Lindenftr. 3, Zimmer 4. zu I>abcn. Da» Zranenfelretariat 7. Kr. Eharlattcnbnrg. Mittwoch. 3. Dezember. 19'» Uhr, im Jugendheim. Rnsinenstr. 4. Kreisfraue, labend. 2. Bortrag der Genossin Käthe Kern: »Die Ardeiterinnenbewegung". 15. Kt Treptow. Donnerstag. 4. Dezember, 19 Uhr, Funktionärinnenfitzung in Baumschulenwea, Baumschulenstr. 72, bei Haß. 29. kr. Reinickendorf. Dienstag, 2. Dezember, 20 llhr. im Jugendheim in Tegel. Schiinebergee Str. 3, Funkt ionarinnenstßung. Morgen. Montag. 1. Dezember: 4. Abt.. 19% Übt bei Brandis, Slrolauer Str. 10,„Ernstes und Heiteres". Bariroa»de Margarete ilhalkolte. Außerdem Mitwirlunq der SAI. 25. Ab«. 19'b Uhr im Lotal Goldapcr Str. 9. Bortrag:„Gedanken zur Kultur und Sitlengrschickir kes Proletariats". Referent Oberftudiendirektor Dr. Henningsenf Frei© Sozlalfstisclie Hochschule| Sonnabend, dea 6. Derembcr» 191: Ubr, Im Pleaareanl des ebemaligea Hrrrcnbanscs Lelppttzer Straße 3, Vortrag des Genossen Prot Brust von Atter- Gießen ttber „Slsrl nfiirx unä m Oagernyarr Korten mm Preise von 50 PI(einschl. Garderobe) sind an folgenden) Sieilcn zu haben; Büro des Bszirksbil Jungsausschusscs. Lindenstr. 3. 2 Koilnks, 2 Treppen Arbeiterjugend GröS-Berlin. Lindenstr. 3. 2. Hot I nks. 2 Treppen Buchhandlung, J. H. W, vier- Xachf. Lindenstr 2 Bank der Arbeiter. Angesteilten und Beamten, Wallsir. 65. Deutscher Holzarbeiter-Verband, Am Köllnischen Park 2 und Rungestr 30. Verband der graphischen Hilfsarbeiter, RitterstraBe Ecke Luisenufer; Zigancn- geschäft Horsch, Engelufer 24 25 Verlag des Bildungsverbandes der Deutschen Buchdrucker, Dreibundstr.5. Zentralvcrband der Angestellte» HedemannstraSe 12. Verlagsaescllschaft des ADGB. Abteilung Sortiment, Insclstr. 6a. Frauensekretariat der SPD., Lindenstr 3, 2. Hof links 2 Treppen. BezirksausschuS für Atbciterv.ohlfahrt Lindensir. 3, 2- Hof links, 2 Treppen. Geschafisstcllc des Tourfetenvereins.Vatu:- freunde, johannissr. IS, und an der Atenckasse. 10. Abt. l9'A Uhr bei Förster, Dreibundstr. u. Vortrag:„Die Bedeutung der Lrbciterwohlfahrt". Referentin Lotte Lemtc. Gleichzeitig liegen Einzeich. nungslisten aus für die am 7. Dezember stattfindende Rrichstagsbesichtigung unter Filbruug der Genossin Bohm-Sdiuch. Rruloln. 92. Abt. Der Fraucuabend fällt wegen der Äonsumversammlung aus. — 97. Abt. I9',s Uhr bei Kutzki, Leiueftr. 1, Ecke Hermannstraße, Lortrog: »Unter Kampf gegen die Arbeitslosigkeit". Rcferentiu Erna Kresse. 110». Abt. Wittenau. 20 llhr bei Schulz. Lokal am Bahnhof, Gymiiastikabenä. Dienstag. 2. Dezember: 107. Abt. Falkenberg-Alt-Slienicke. 1S% Uhr Bei Zobian, Alt-SIienickc, Frauen- abend. Mittwoch. 3. Dezember: 12. Abt. 19% Uhr bei Schmidt. Wiclefstr. 17. Vortrag:„Die Frau im Dritten Reich". Referent Otto Most. 21. Abt. 19V] llhr bei Kroll. Utrcchter Str. 21. Bortrag:„Ernstes und Heiteres". Vortragende Elfriedc Wollmann. 22. Abt. Ig'h Uhr bei Bartsch, ssehmärnstr. 1, Ecke Föhre rstraße, Bortrog: »Zieue Festknltur". Referent Hanns H. Kamm. 86. Abt. Marienborf. 20 Uhr bei Görlitz, Ehaussecstr. 19, Vortrog:„ReNgiau und Sozialismus", Referent: Wilhelm Miethte. 124a. Ab». Mohlsdorf-Siid. 20 Uhr bei Draber. Uhlandstr. 18. Vorirog:»Die Auswirkuna dir Noivcrordimng auf die Sozialvcrstchcrung". Referent - Georg Roible. 124. Abt. Buch. 20 Uhr bei Göpfcrt. am Bahnhof Buch. Fraurnabend. Ans- spräche. Borschläge für die Neuwahlen. Donnerstag. 4. Dezember: 74. Abt. Zehlendorf. 20 Uhr bei Stockmann. ZeHlendorf-Mitie. Rtochnower Straße 2, Bortrag:„Religion und Sozialismus". Referent Willielm Miethke. 136. Abt. Reinickendorf. Oft. 20 Uhr in der Lindouer Straße Distutierabend. l50a. Abt. Tegel, Freie Scholle. 20 Uhr im Jugendheim, Frankfurter Straße Eingang neben dem Schollcnkrug), Bortrag:„Hngiene in der Familie". Refe- rentiu Tri Frida Alezander. tz- Boranzeige! 117. Abt. Lichtenberg. Eonnabend, 6. Dezember. 19V: llhr, bei Brumm, Tiirrfchmittstr. 26, Bortrag:„Ernstes und Heiteres". Portragende Friede! Hall. Bezirksausschug für Arbeikerwohlfahrt. l.«reis Mitte. 2. und 3. Abt. Mittwoch, Tc�embcr. 19% Ukzr, im Holzarbeitcrvevbcind, Rungestr. 30. Kommunaler Abend. Genosse Stadtrat Hermann hält das Rcfcra!. Thema wirb noch betonntgeyebcn. Alle Helfe? öer Ar- beiterwohlfahrt und interessierte Genossen und Genossinnen sind dazu eingeladen. Alle Genossinnen, die im Besitz von Losen sind, werden gebeten, a-oonto-Zah- 1 linsen k«i der Genossin Röschen Wollstein, Tcanzstr. 11. zu machen. 2. krci» Tiergortrn. Dienstag. 2. Dciember, 19t: Uhr. Filmpcran- kr? V5 staltung„Mutier Kraufes Fahrt ins Gllick", im Nationalliof, Billow- Z siraße. Dazu Ansprache der Genossin Luise Schröder, M. d. R., die an 2;' W Stelle der Genossin Paula Kurgaß spricht. Eintritt gegen ein Los der! u: Arbeiterwohlfahrt oder 0�0 Ml. Alle interessierten Senofsiniien und Ge. n? Nossen, sowie Inhaber eines?lrbeite»wohlfahrtswses sind dazu eingeladen. KD ?! 4.«rej, Prenzlauer Berg. Dienstag, 2. Dezember, 19t. Uhr. in der Li Aula Eleinistraße. Filmveranstaltung. Es läuft der Film.Jliutter iv Kraules Fahrt ins Glück" mit einer Ansprache der Eeuossin Stodtper. 5' ordnete Ella Kav. Alle interessierten Genossinnen und Genossen, sowie W Inhaber eines Atcheiterwahlfahrtslofes sind dazu eingeladen. Eintritt W (lif) M. oder gegen Eaupon eines Loses. 8. kreis Frledrlrbshain. Die Arbeiterwohlfahrtslofe find unverzüglich bei der Genossin Rothe. Seidenfeltstr. 10. abzurechnen. II. kzei.» Sckoacberg. Dienstag. 2. Dezember, 20 Uhr. im Rathau» Schöne. berg. Zimmer 144. Helfersitzung der Arheiterwohlfahrt. Referai der Genossin Dr. Lore Epindler über„Wohlfahrtsminifteriuin und Wohlfahrtspflege.". Es wird um recht zahlreichen Besuch der Helfer gebeten. 16. kreis Köpenick. Der Schulungskurfus fällt Dienstag, 2. Dezember, aus. Arbettsgemeinfchafl Sozialdemokratischer Zufiizaugehöriger. Dienstag, 2. Dezember, IKVL Uhr, in Lanbie, Weißbierstnben, Sloiterfte. 76, spricht der Genosse Wolsgcog SÄworz über„Unser Kampf gegen den Zalchismu» und die wirtfchoftspolitifche Loge". Sozialistische SZudentcnschast. Sektion Universität. Montag, 1. Dezember: Juristische Fachschast: Wirt. fätaflsrechtliche Arbeitsgemeinschaft. Referent Gen. A. Elkin: Soziplogte des Eigentums. Beginn 20 llhr. Dienstag, 2. Dezember: Arbeitsgemeinschaft der Medizinergruz've. Beginn 20 Ubr.— Sektion Handelshochschule. Dienstag, 2. Dezember: Marxistische Arbeiisgemein/chaft für Anfänger. Leiter: Genosie Dr. Heidenreick. Beginn 20 Uhr. Mittwoch, 3. Dezember: Philofophifchtz Ar. beitsaemeinfchaft. Thema: Eonstantin Brunner und der Sozialismus. Referent Dr. Blanlenfeld. Deginn 20 llhr. Drt der Beranstältungen: Der„Bund". Berlin NW 6. Albrechistr. 11. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. ReftlalkenKessen Prirselang fällt aus. Bezirk Mitte. Iunghelfersitzniig am Montag. 20 Uhr, im Heim. Elisabeth- kirchstraße 10. Alle Karten für die Ausstellung de» Jugendamts bestimmt ab- rechnen!— Grnppe Povpclplatz. Achtung! Morgen. Moutag. Elternverfamm, funa im Heim Elilabetbkirchstr. 19, IS�h Uhr.— Gruppe Hugo Haale. Achtung! Wichtige Elternoersammlung am Dienstag, 2. Dezember, im Heim Waifeuftr. 18. Niemand darf fehlen! Krenzbevg. Für die Gruppen koltbusser Tor, Reichenberger Straße. Gör- litzer Straße und Vorwärts findet Mittwoch, tz. Dezember, 20 Uhr. im Birken- Heim eine Elternrersammlung statt. Genosse Fritz Hosfmann spricht über:»Die moderne Schule." Preuzlauer Berg. Donnerstag, 4. Dezomber. 20 Uhr. in den Baracken Dan- zeger Str. 62. KriizbelferarZiitogem-ir.schaft. Tertr. SB. SIschtwski: �Kadern«, Basteln." G«fche2:liches eine Biertelftunde vor Beginn. Kzei, Friebrichshaln. Menstag. 2. Dezember. Sreishelforkurfu» im Jugend- heim Diestelmetzerftraße. Beginn Zll Uhr. Die Lichtenderger Genossen sind hierzu eingeladen. Blontag. 1. Dezember: Kreisturnabenb für Neft-alZen. 18 bis 191.5 llhr. Turnhalle Schule koppenste. 76.— Dienstag, 2. Dezember: Selferfchnlungekurfus mit Marie Loeweustein. 20 Uhr, Jugendheim Diestelmever- straße S/K.— Mittwoch, 3. Dezember: kceismuiikgruppe übt ab 18 Ubr. im Jugendheim Ebertvur. 12. � Dannerstag, 4. Dczrmder: kreisturnabend für Rot- und Iunofalke». 18 bis 1915 Uhr. Turnhalle Koppenstr. 76.— Gruppe Landsberger Platz. Tagungsort: Jugendheim Diestelmenerftr. s/s von 18 bis lZtch Uhr. Montag: SBoftcI»; Mittwoch: Lichtbilde rrortrag: Donnerstag: Basteln: Freitag: Bunter Abend. Gruppe„Maria Dcmmning". Diepstag: Iungfalken und Rote Falken. Aus- fpracheadend. Mittwoch: Nur die Nettfalkcn und die Mustkgruppe.' Freitag: Alle Falken, Gem.einschaflsabsnd.— Helfer! Donnerstag Helfersitzung im Heim. Kref, Neukölln. Faltenrat. Morgen, Montag, tagt der Falkcnrat in der Baracke Eanghoferstraße. 18 Uhr. Wichiige Tagesordnung! Alle Gruppen müssen oertreten fein.— Arbeilsstunds. Am Montag ab 18 Uhr ist Arbeits- stunde in der Ganghoseostraße. Abrechnungen sind vorzunehmen. Die Listen der Eltern und Kindermitglieder sind sofort abzugeben. Tempclhos. Elternoersammlnng Mittwoch. 3. Dezember, ini Jugendheim Germ.aniastr. S/7, Eingang Götzstraße. kret, Reinickendorf, krcishelfersitzung punktlich 20 Uhr bei Findeisen. Serbststr. 20. Gruppe Pankow. Mittwoch. 3. Dezember, Lustiger Zeltlagcrabend. Beginn der Äindervorführung l7th Uhr. der Eiiernveranstaltung 20 Uhr. Die karten berechtigen zum Besuch der einen oder der anderen Vorführung. Wir zeigen in Wort, Lied und Bild unsere Erlebnisse während des diesjährigen Zeltlagers in der Schweiz. Eintritt für Kinder 10 Pf., für Eltern. Freunde und Genossen 30 Pf.— Gruppe Niederfchönhonlen. Der Elternabend am 1. Dezember fällt aus. Wir beteiligen uns an der Beranfwltung der Gruppe Pankow mit Mitt- woch. 3. Dezemder. Kreis Weißeufee. Im Rohmen der Ausstellung des Bezirksamtes Weißensee im Lyzeum Pistoriusstroße veranstalten wir am Dienstag, 2. Dezemebr, 18 Uhr. eine offene Smgeftimde. Wir ersuchen alle Eltern, stch mit ihren Kindern daran zu beteiligeu. Auf dieser Ausstellung sind auch die Sachen, die von den Kindern gebastelt worden sind, zu sehen. Sohenschönhanfen. Die Monta»Veranstaltung fällt ans. Dafür gchen wir am Dienstag, 2. Dezember, alle geschloffen zu unserer Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung„Das junge Weißensee". Wir bitten alle Eltern, mitzukommen, zum mindesten ihre Kinder zu schicken. Die Turner gehen am Dienstag dann nicht turnen. Trcffvnnlt: Siedlung: Abmarsch pünktlich ItzVt Uhr Schulbaracke. Hohenschönhaitsen: Berliner Ecke Suermondstrasie pünktlich 17 Uhr. Me Ber- anstaltung sängt pünktlich um 18 Uhr an. Mittwoch, 3. Dezember, von 17 bis 19 Uhr bei Anni Schulz, Am Faulen. See 3, Basteln.— Donnerstag, 4. De- zember, im Jugendheini, Freienwalder Str. 6, von 17 bis 19 Uhr. Ave Falkeu müssen dort fein zwecks Probe. Krci» Spandau. Heute. Sonntag, Wiederholung der Kinderfeier„Bobbn Bär und Mizzi Maus" um 14 Uhr in der Markthalle Pichelsdorfer Straße 76 lnächft dem Etraßcnbahnhof). Eintritt: Kinder 20 Pf., Erwachsene 40 Pf. Einlaß: 13% Uhr. Geburtslage. Jubiläen usw. 10. Abt. Unserem lieben Partelqeuossen Johanne» Buer, Soldiner Str. 102, zu seinem llöjährigen Parteijnbilänm nachträglich die herzlichsten Glückwünsche. Wie hoffen, ihn noch recht lange in unserer Mitte zu sehen. 33. Abt. Unserem Genossen Sottlicb Fenn,, Lasicefir. 1, z» feine» 25jährige» Porteijuiiläum die herzliche» Glückwünsche. Dir Abieilungeleifnng. 43. Abt. Unserem Genossen Heemnun Küster hie herzlichsten Glückwunsch« zum llojährigen Portoijubiläum. 52. Abt. Shnrlottenhnrg. Unserem Genossen und Funktionär Mutz Busche zu seinem um 1. Dezember fiottfindenden 65. Geburtstage die besten Glück» wünsche. Die Genossen der 52. Abteilung. Für die Anstrengungen des Tages den gesunden Schuh! Hess. Weiß-Kreuz Gesundheilsschuho sind elegant, leicht und den Ansprüchen empfindlicher Füße angepaßt. Die bequemen, elastischen Gummiabsätze. das biegsame Sohlenleder und die beiderseitigen Gelenkstützen. die gute Paßform, wunderbar weiches Oberleder... dos olle» sind Vorzüge, die Sie genießen sollten. Dos neue HessvSchuh-Verkaufssystem ermöglicht die niedrigen Einheitspreise jetzt auch für Hes$,Wei6-Kreuz Gesundheitsschuho. Gehen Sie in das nächste Hess-Schuligeschäft und lassen Sie»ich beraten. VERKAUFSSTELLEN IN ALLEN STADTTEILEN (Jfchuhe OTTI Oummiabtotz. V-I.tärv gerto Kintarkappn, ausgesucht bequeme Form, erstklassiges Chevreauleder, ohne Kappe WAONEt Gi- m itiIob«at*,verlSroortr Hinterkappe, poröser Futter, bequeme Form, tduniegtame Sohlen Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation| 19. Abt. Am 22. November ist die einzige Tochter Clfriede unseres lieben Parteigenossen ssranz Ldtoeracdc-r, Culerftr. 8. im blühenden Alter von 22 Iahren plötzlich verstorben. Ehre ihrem Andenken. Die Einäscherung hat bereits stattgefunden. 21. Abi. Unser Genosse Mtu Pötter, Utrechter Str. 23, ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung Dienstag, 2. Dezember, 20 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Um rege Beteiligung wird gebeten. Aiihl der Aopf und Füße warnv...l Gesund«in Körper nnb Geist, s» nur ist man in der Lage, der heutigen Schwierigkeiten su begegnen.. Darum: warm Mgedeckt im luftigen Zimmer schlafen! Darum: Betten warm und mollig und kohlensparend von Bcttfcdern-Lustig. Das ist praktisch, macht Freude und. nicht zm vergessen, es spart auch Geld. Auch alle anderen Bettartikel, im«: Bettfedern oder Daunen, Bettinletto, Bettwäsche, Parade� oder Gvfakissen� frottier» oder Handtücher, kunstseidene Stepp- oder Daunendecken, Schlafdecken, Divandccken, Me�allbettstellen oder M�ssingbettstellen, weisslackierte Schlafzimmer� möbel, Ainderbettstellcn, ferner Äinderwagen oder Puppenwagen usw. sind be: Bettfedern.Lustig ebenfalls riesig preiswert?u haben. In allen 3 Geschäften. Vrin?enstraße, Ecke, man achte auf die Ecke in der Prin�enstrasie. an der Sebaftianstratze, Witmürsdorfer Etr. 138, an der Bismarckstasse, und 1?van?- furter Allee 804, die gleich grosse Auswahl und sachverständige Bedienung. Wichtig für Raucher! Die vom Neichsrat angenommene Tabakfteuervvrlage wird sich bei Zigarren und Rau6)tabaken durch bstrückstliche Oreiserbohungen auswirken, in den Konsumpreislagen der Zigarren hist �u 50 ProH.c: Zriffpunkk nur Borbcreituna Ser ficiex 9M Uir„Sili".— Zel»l»vd»rs.D«l,lcm: S{tffpuult*ut IcÜnobmc 011 der Iseicr S'.- Ul,r RoUiaus. - Tompelhos: 1» Uhr Scimabciib.—»iipenick II: Krlvi Dahlwiher Etragc. Werhrabrnd.— Lichten bclq.Slordircsl: Stcffpuntt zur Ohotoausstellung 14 Uhr ..-Jiote Site". 1»?? Uhr Urhrn zum 7. Srzrmber in: Kein: Dossestrahe.— Scacl: Ah 18 Uhr Bunter Adrnh im IltiS lischen Krim. Wcrb-.'hezirt Nrruzde«,: Dir Auloaciitntionsfahrt tiilli aus. Wcrdrtxzirt Prenzlauer Peru! 17 Uhr wichtige Borsibcndentonfercn, in den Baracken. 19Vi Uhr Wcrbebezirls:iiitglicderi>er?ami»lun>,. Eich Linhstädt spricht iiberi.Unsere Aufgaben i» der auaenblicklickien Situation". N ß S I ü Wcrbcbeziet Tcltonitanal: Werbescier und Feierstunde..Linden- ßj burgiichtspielc". Uichterselde, chindcnbttradanmr M». Aua dem Pro-- i aramm:«ircichorchcster. Ziczilation. SprechPior, Lichtbilder, SUm usw. Eil Beginn IO'.j Uhr. Eintrilt 45 Pf. Äuschlichcud Auwpropaga udafahrt. Werbcbezirt Müggelsee: Antisaschiftischc icundqcbung mit der Par- i-j tri. Treffpunkt 14 Uhr Stadtparl»öpeuick. Ecke Bahnhof- und fsUrslcn- wl walder Elrakc. Alle Gruppen nehmen geschlossen teil. Werhebezirk Pankow: Treffpuntt zur Demonstration 12'.7 Uhr i Marktplast, Pankow, ff ahne» und Transparcnie miidringen. Er- N scheinen unbedingie Pflicht. Funktionärkurse: Themen: Unsere Organisation/ UZerbebezirke- und vildungsarbeit. Werbebezirle Wedding und Reinickendorf. Ist Uhr Schulaula Sotcndurger Etraste 2. Kediicr: Erich Lindsttidi. Werke hczirkc Prenztanlr Berg nnd Pankow: S Uhr Heim Danziger TU. 62. Zicdncrin: Edith Baumann. Werbcbrzirk Lichtenderg: Jugendherberge in Rüdersdorf. Redner: lzrist List. sellmsela besser w©nn Sie Ihre Liköre und Branntweine mit Reichel- Essenzen selbst machen. Die Sache ist so einfach und bringt hohe Ersparnis. Erhältlich in Drogerlen und Apotheken. Lassen Sie sich daselbst Dr. Reichels Rezeptbüchlein oeben. es kostet nichts. Wo nicht erhälttich. durch OTTO REICHEL. Berl:n- Neukölln. Morgen. IS'- Uhr Abteilungsmitgliederversammlungen: äalkplag I und ll: Schule Sonnenburgcr Slr. 20.— R-rdofte» II: Krim Danziger Str. 62. B.?.— Lindeuhos: Keim der Siedlung.— Westend sAeltcrel. Seim auf dem Spartplag Westend.— Rcukiilln IX: isunktioniirsilzung dein: Genossen Äloke. Emser Str. ZI. III, , 4- Balkan: Izunktioiuirsiüung beim Genossen sslcsch, Grcüstr. 17.— Rrichcn berger«iertel: Seim Briher Str. 27—50. ssunktionärststung.— Schönedera II« Seim Sanptstr.>5. szunttioneirnhung.— Siemcn-ftadt: Seim ll. Volksschule. szuuktionärsihung. Wcrbebezirk Tiergarten: Betciligunq an der kiundgebuna der Partei: „Gegen den ssaschismus" im„Tiergartenhos", Röhe Bahnlwt Tiergarten. Die Gruppenveranstaltungcn fallen aus. Treffpuntt des Wcrbcbezi�s l!I Uhr jllciner Tiergarten. Wcrbebezirk Wcddiikg: Tambourkapclle. Ueben im Seim. Larackcnschule. Seestrahc Lt. Vollzählsgcs und pUnilliches Erscheinen wird erwartet. Voriräge,VereineundVersammsungen. # Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". G-« ch S« l s N e l I': Berlin S 14 ScbaNianflr Zl-ZZ So' 2. Sr Gannorstand. De? Zugrndkurfus für die Orlsvcrcine der Srcis« Süden und Westen findet ab Dienstag, 2. Dezember, jeden Diens- tag von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle Willwlmstr. 117 statt.— Montag, k. Dezember,»reis Westen. iOU Uhr im Tiergartcnlwf Soalschuü der Orls- vereine Charlottcnburg und Tiergarten. Ticrgorteu. 19 Uhr An- treten«leincr Tiergarten(nicht Sirgmundshof) zum Saalschuh, ckreedelchs- Hai». Iungbanner. 19�2 Uhr Iugendoersammlunq im Jugendheim(zranlsurtcr Allee Z07, Friedrich-Edert-Zimnicr. Alles hat zu erscheinen. Eharlottenburg (Ortsnerein). l9U Uhr Am»nie. Ecke Marchstrofte.„im S-alschuh im Tier- gartenhof. Tewpelhe!(Ortsvcrciul 19% Uhr Pflichtautreten i« Buud-s- klciduug Albrecht- Ecke Berliner Strafte.— Dienstaa. 2. Dezember. Mitte. 20 Uhr 5tamiradschas!sversammlung. l. Kameradschat bei Scharr, Ar mcric- strafte ll. 3. Kamcrodsckwst. Ruuacstr. 30. Bortraa des Kameraden Nürnberg. 5. Kamcrgdscha'r. Rosrnthaler Soi.«rcnzderg. 20 Uhr Mitqliederpcrsammlung. Zug bei Grundier. Zimmerstr. 50. Zug V bei Tcftlafs. Ritlcrstr 55. Zug n bei Wals Erijfrslr. 26. Sanitäter. 20 Uhr Vollversammlung in her Sänger, klause. Eharlottcnburg. Kaiserin. Auguila-Allec 90. Eckt Zsenburger Strafte. Erscheinen Pflicht. Weddinq(Ortsverkin). Unser Kamerad Mar. Välker, Ut- rechter Str 25, ist verstorben. Ehre seinem Andenken. Einäscherung Dicnsiag. 2. Dezember. 20 Uhr. Kremalorivm Gcrichtstrafte. Um rege Beteiligung wird gebeten.— Mittwoch, 3. Dezcmb-r. Mitte. I. Kameradschaft. 20 Uhr Ver- sanimlung bei Brendig. Stralaucr Str. 10. Bartraa. Prenzlauer Bern sDrts- verein). 20 Uhr erweiterte Vorstandsnftung bci Klug. Sämtliche Kamerad- schast-k-ssicrer haben ,u dieser Siftuna zu erscheinen, �riedrichshain.»amc, radschast Frankfurt, 19>,o Uhr Kameradschoitsvcriammluna bei Graupner, Voigt- staftc 27. Erscheine» Pflicht. Krenzbreg. 20 Uhr Mitaliederversammlung. Zug ll bei Kepp. Planufer 7.7—76. Zug■ III Lei Grahl. Wartcnburgstr. ll. Zug 7 ll im Reichrnberger Sof. Reichenderger Str. It7. Vortrag Kgmerad Brüiewift: „Unsere Aufaoben in der Zukunft". Zun vlll bei Cicdenwpf. Mu-laucr Strafte 55. Lichibüderportrag. Alle Kameraden haben zu crsckniineii. Arbeiler-Samariter-Bund e. V.. Kolonne Berlin. Gcschäitsstell e: R. 24,»r. Sambnrgrr Str. 20. Tel.: v t Norden 5540. � Ausweis Z!r. S27 ist verloren gegangen, wird hiermit fllr un- güllig erklärt.__ Arbeitcr-Radio-Bund Deutschland, E.». Ortsgruppe Sroft-Berlin. Unter- gruppe Prenzlauer Berg. Lokal Krug. Danziger Str. 7l. Diens'aa. 2. De-- zember. Erpcrimentiervortraq über Äaqncti-muo.— Frledrichshain. Lokal Wcriallo. Lohenlaheslr. 5. Donncrslaa. 4. Dezember. A:>ss»ell>ing-.porarhei»rn. —. Lickstenberg. Lokal Sämmerlrin, Rigaer S'r. 5Ü— ÜI. Freitag. 5. Dezember, Wcchfesstromzwrirr(2. Abend).— Neukölln. Lokal Schikaro. Neulölln, Elbe- straft: 14. Freitag.■>. Dezember. Barlrag des Genossen Voigt:„Störung«»". Ansang überall 20 Uhr. Gäste willkommen. Der-tscher Arbeiter-Abstinenteu-Bund. Monlaa. l. Dezember, 2. Abend des Helferkursua in der Gaststätle Ckaliftcr Str. 0. 20 Uhr. Genosse vr. incl. Ernst Haasc spricht zu dem Thema:„Die Bclmndlung des Alloholtrankcn". „Sturmnoqcl", Flugperbaad der Werktätigen e. Bezirk sgruvnc Vit. Siftuug Dienstag. 2. Dezember, 20 Ubr, im„Revalcr Vcrcinshaus", Revaler Ecke Simou-Dach-Straftc. Vortrag. Tbema wird iu der Siftuug bekanntgegeben. Die Segelflugschule Strausberg ist für dieses Jahr geschlossen worden. Der Berliner Perein sne Einhcitskurzsckrift«. B. eräsinct als„Abteilung Westen" eine Unterrichtsstäitc i» der Siudenburq-Oberrealschuie in Wilmcrsbaef. Sindendurgstr. 56. Beginn der Kurse am Donnerstag, dem 4. Dezember. 19): Uhr. ZesljAl MllfMeitet'lMH Sammlung zu einer Weihnachtsunterstühung für die arbeitslosen und erwerbsunfähigen Blitglieder unsere» Verbandes. In schwerer Zeit wenden wir uns an die Mitglieder nnscrcs Pcrbandc?, um sie)ur Zalidarität für die arbeitslosen nnd erwerbSunsähigen Verband-?- kollcgen auszusordcrii. Wohl wisien wir, das; von dem größten Teü unserer Mitglieder während des verflossenen Streiks in der Berliner Metallindustrie groftc Cpfcr gebracht werden muhten, jedoch ist er in der glucklichen stage, immerhin ci»c» Verdienst zu haben, während zehntausendc organlsicrta Ivietallarbeiter ans gckürste 2lrbci>slosc»- oder-linienunterstüchung ange- wiesen sind, ungerechnet die vielen Tannscnde, die auch diese Uiucrstnftung nicht mehr erhalten, sondern auf öffentliche Wohlfahrt angewiesen sind. Diesen Cpfem der noch nicht abzusehenden Wirtschastsklisc zu bellen, war bisher vornclimstc Pflicht unserer Verbaudsmitglieder nnd hofsen wir. daß auch in diesem Jahr ein jeder nach seinen Kräften zur Lmdcrung der Not seiner Klossengenossen beitragen wird. In?lnb-trach> dessen, daß der verflossene große Streik an nnicre Mit- olieder stärkere finanzielle Zlnfordcrungen gestellt hat, soll dieses Mal der Vertrieb der auszug-binden Marken bis Ende Februar lstül ausgedehnt werden und Haffen wir dadurch, daß unsere Hauskassiere: beim Vertrieb der Marken in jeder Bezichiing unterssnftt werden können. Tie«onder- marken, welche für den Zweck der Sanimlung berausgegcben werden, sind im Werte von 1 M. sür männliche und von ü(> Pf. für weibliche Mitglieder hergestclll._... Wir haften es für die Pflicht eines jeden Mitgliedes, mmdestens eine Marke abzunehmen, jedoch sollte es Ehrensache aller der- je»ige n Verbands Mitglieder sein, die sich in besser bezahlten Stellungen befinden, daß sie m e h r c r e M a r k c n c n l n c h m c n. Ter Erlrag der Sammlung fall restlos unseren arbeitslosen und er- werbsnnfähiqcn MUgliederu zur Verfügung gcilclft werden und sollen alle diejenigen Mitglieder, die dem Verband mindestens lll Wochen ot'aehörcn, für diese Zeit volle Veiträge geleistet haben, am 17. November arbeitslos. krank oder invalide waren nnd am Tage der Auszahlung noch krank, arbeitslos und invalide sind, eine Unterstützung erhalten. � Tic Ve-schlüssc srühercr Gkileralverjammlimgeii betreffend Auszahlung der Uiilerflützung sollen auch dieses Mai Geltuiig haben und-war insofern, daß nach dem 1.7. November arbeitslos oder krank werdende Mitglieder von der Untcrstützuna auszuschließen sind: ebenso diejenigen Mtglicder. die im Vorjahre keine Weibnachtsliiarke geklebt babcn und diejenigen Fnvaftdeu. die lausend: Involidenunterstützung von der Srgaiiliation bezieben. Es wird also Pflicht unserer Funktionär« in den Belrieben sein, da.i»- gehend zu wirken, daß sich auch in dieicut Fahr kein Mitglied von der Sammlung ansschließl und es wird deshalb gebeten, durch Buclikontrolle in den Veliicben festzultellen. ob und inwieweit unserer Mitglieder unlerein Ausruf, der von der sisencrolvcrsaninilung gebilligt wurde, nachgekommen sind, damit im nächsten Fahr kein Kollege, der arbeitslos oder krank ist und' die Weibnacktsiinterstützung in Anspruch nehmen will, vorhanden ist. der nicht seine Weihnackitsmartc im Vorjahr geklebt l>ot. Unicr Veachtiing obzngenanntcr Richtlinie» crfolgl die Aus;ahl»ug der Wcihliachlsuntcrslützung für unsere Mitglieder mit den Anfangsbuchstaben A— F a»i Montag, dem lä. Tezcmber, von S bis lä Ubr. ar,t Ti-nstag. dem 16.?e embcr, von 9 bis 15 Ubr, M—R am Mittwoch, den, 17. Tczcmbcr. von 9 his 15 Ubr, Sch»nd St. am Tonnerstag. dem IS. Tczenibcr. von 9 bis 15 Uhr, T— Z am Freitag, dcni 19. Tczcmber, von 9 bis 15 Uhr im Verband shause, Linienstr.?tZ.85, Parterrcsaal, Schalter 1— st. Ausweis über Arbeitslosigkeit. Kronkbcit und bei Fiivalidcn über ihre Erwerbsunfähigkeit nebst Mitgliedsbuch ist bci der Kontrolle vorzulegen. In«„Heitere n Aden d", der eine Programmzusammen- fassung aus Königsberg, Breslau, Leipzig und Berlin brachte, sandte Leipzig eine Opernparodie ans em Libretto von Johann Gottsried Herder, dos auf modern bearbeitet worden war. Für den Opern- kenner war diese Sendung eine Quelle unerschöpflicher Heiterkeit. Doch auch der Hörer, der sich in dem Melodiengcmisch nur bescheiden auskannte, wurde fröhlich unterhalten: denn echter Humor, nicht inufikalifche Gelehrsamkeit hatte den w.idgewordenen Opernpathos des Textes die Melodien angepaßt. Königsberg und Breslau brachten unterhaltende mundartliche Darhietnngen. Berlin sandte ein Kabarettprogromm mit ersten Kräften, das— mindestens für Berliner Hörer— sehr ersreulich war— Hermann K a s a k konstruierte diesmal ein Funkporträt von Thomas Mann: aus!>io- graphischen nnd selbstbiographischen Notizen, Kritiken, Schallplatten. Natürlich gab er nur scheinbar eine objektive Darstellung: die Zeit läßt nur eine knappe Auswahl zu, und schon ans diesem Grunde muß das Bild, das der Bortragende geben kann, recht subjektiv aus- fallen. Aber Kasak verstand es, ein lebendig-schillerndcs, vielfarbiges Mosaik zusammenzusetzen.—„Z e h n Jahre preußische B e r- s a s s u n g" hieß das Thema, über das Ministerialrat Goslar sprach. Er führte die Hörer in die verantworinngsbeschwerten Bcr- Handlungen, die vor einen, Jahrzehnt um die Verfassung des neuen deutschen Volksstaates geführt wurden. Fast wie eine tragische Er- gülizung dieses Bortrages mutete die Sendung der„Zeitberichtc" an: man hörte die Reden aus der„Wiedereröffnung des sranzo- fischen Parlaments": das erschreckte und feindliche Echo, das die letzten Wahlen in Deutschland mit ihrem Ausstieg der radikalen Parteien in Frankreich gefunden habe.'Oes. Mon'og, den l. Dezember. e-bds. r«br. im««merrkebaktphon» Engelnfer 24 3«(fficostcr Saal) DrsRcnen-uersaminsung cer UFer�zsugmacher. u/er»- zeughärter u. schartschieifer Tcisiec-orbuung: 1. Boriroq des Kollegen A. Brandts. 2. Disknlüon 3 Branckirnangelegniheit-n. Ohne Mitgltcdebucki lein Zutritt! Ilm viinkllichcs Erscheiue» wird dringend ersucht._____ AditunS! Mitling! Dienstag den 2. Dezember. abds. T Ahr, iwGen-ertschn'Ishnus Engelufer 24 2S tSonl IV) VSfSSMMlUNg cei' mstsiikormep lino ksruts- senoLLSn Tag csardnung: „Die Kämpfe der Gewerlschaftcn." Rcserci»: Rodert Bredow Obnc Mitgliedsbiich' e, n Zuiritt. Dienstag, den 2. Dezember. abend» S Ahr. in den Arminballen. Sommandantenftr. 66 59 Branchen Versammlung aller Im DMV. erganisierien Meia�l- sdilelfer, Galvaniteare, Kre'xer. Bc'/er, prem)cr. Verzinner, Verzinker and in der Galvanik beschäf- tigten Kolleginnen �aqcsorönunn: l. Lehren des Metallarbeiterstreiks. 2.. Dislussion. S. Verdands- und Branchenangelegen- Hellen Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Spielplan der Kallorabteilnng. In der Woche vom 1. bis 7. Dezember: t. Andreas Holec. 2. Hochtouren(Naturfilm). In der Woche vom 8. bis 14. Dezember: I. Ohne Geld durch die Welt. S. Technischer Film. Anfragen weaen Ueberlassung und Besuch der Abteilung sind teleudonisch oder idiriftlich an die Kulturabteilung t Büro£tmcnftr.83/8ö, Zimm er 30) zu richten. Die Arbellsiosen-'j�orstelluttg am?. Dezember tällt aus. Außerdem Kt am Montag, dem 8 Dezember nur um v Uhr Vorstellung. Die Ortsvewallnng. Zum WelhnmUblesi« verkauf! oroBeTraurino-Fabrik direkt an Private iugenlose Traurinde I R i n g 5.15 gestempelt n« r S bis 8 Mk. 1, 585. leicht 8.60. I„ 585.. mittel>2.— i 585„ schwer 14,80 I„°»). leicht>«,.50. I. 900_ mittel 21.50.. I 000_ schwer 28.— Handziselierte Trauringe erstklassige Ausführung enorm billig Hermann lese Eine sichere Zukunft für Frauen, die nicht heiraten! Ihr Lebensunterhalt ist gesichert, solange Sie— als berufstätige Frau— arbeiten können. Wer aber wird in späteren Jahren für Sie sorgen? Die Renten der Sozialversicherung reichen oft nicht aus, vor allem, wenn Sie Angehörige zu versorgen haben; und im freien Berufe haben Sie nicht einmal diese kleine Sicherheit. Eine sorgenfreie Zukunft schaffen Sie sich durch eine Lebensversicherung, die Ihnen zuverlässig für einen selbstgewählten Zeitpunkt ein Kapital bereitstellt Fragen Sie einen Versicherung s- Fachmann! Wo h in d che vi 2 y VON ERICH MARIA REMARQUE EIN TONFILM DEUTSCHER SPRACHE REGIE: LEWIS MILESTONE* UNIVERSAL PICTURES CORPORATION, VERLEIH: DEUTSCHE UNIVERSAL« VORVERKAUF AB MONTAG 12 UHR URAUFFÜHRUNG donnerst., 4. DEZ. 830 II00 MOZARTSAAL Sonntag, 30. 11 Sfgats-oper Jntei d. Linden 9!. A.-V. I»L- Uhr Margarete Endeg.Zi'.» Uhr Sonntag, 20. II Stadt. Oper Bismarckstr Turnus II 20 Uhr Der Ende n.22nj Uhr Staats-Oper Im Plati dir Ripuklik. 96. R.-S. 19'- Uhr Don Giovanni Oaficntl. Kartenverkauf Enden. 22n/i Uhr Sfaatl._______ lim Eniilarmnmart!}. 79. A-V. 20 Uhr Prinz Friedridi von Murg Ende g. 22�4 Uhr Siaati.Sdiiller-Theater.tliarlttig. 20 Uhr Der Traum ein Leben Ende 22 Uhr Alei. E i 8066-88 T»|rl. B,»». 3, B, 8» >. Vor»tellttnf 80 Pf. bl. 1 M. U. und III. Vont. I bl. 2 M. Heute letzter Tag! b.» Trubk*. « Slnslae Behl«», Kohibmdt Morgen Premiere: C. Scbaefers Ulptaner- Rem T«ax, Klclnetc Kfiaeder Akrobatik größter Klaue Melier u. Wagner Lachen ohne Ende 4 R as t e 1 1 i'■ B<«h«tleir> udk« tvxf dem fiprunfteppIcB URd weitere VarteU-AtUaktloDfn. Theater I. d. Behrenstr. 53-54 Direktion; R«!ph Arthur Roberts SV« Uhr: firone Woche in Baden-Baden. Nachm. 3'� Uhr kleine Preise Arm wie eine Kirchenmaus mit Lade Englisch. Reichshailen-Theater lllsbegdlidi[T) um) Sonntag, nadin. tTTl Steitiner Singer Pepita vor Gerldm" Mhl ilas andere grn6e Prograimn! Nachm. halbe Preise! Dönhoff- Brettl: Das gro£e V aridEprogramm! T anz) VoiHsbtliine Theattr am BQIovplal!. 8 Uhr Die Matrosen von cattaro itaaü.Sdiiller-Ih. 8 Uhr DerTranm ein Leben DeDtith» Tleaiei 8 Uhr Elisabeth von England von Ford Bruckner Regie: Heinz Hilpert Kammerspiele 8>/- Uhr Litzte MiKiingen Die zärtiidien Verwandten top Roderidi Benedii Regie; Gustaf Gründgens. Die Komödie SV* Uhr Der Schwierige «09 Hogo«oo Kofmornistliai. Regie: Mai Reiakardt. Deutsches KOnstler-Tbeal. Barbar. 3931. R'/.Vbr letzte 2 Aoftührtingefl I Jim und Jill Grete Mosheim, Harald Paulsei Renaissance- Theater Steinplatz 6780. 8"i Uhn von Max Alsberg und O E. Hesse Zentral-Theaf. Letzte Woche Täglich 89, Uhr sowie Sonnlag SV« Eine Freundin so goldig wie Du Operette v. Meisel. forz. für Parkett<■ statu.- M. nur I■" Sonntags 3 Uhr Sdineewl(chen gGliig vom 27. bis 30. Rov. 8.13 Ohr— Rauflicu eriaabi 24 Tillerettes. Carr's u. Betty Das Tonphänomen Linder usw. Heute 2 Vorstellungen 4 und 815 Uhr. 4 Uhr Kleine Pr. »v.uhr CASINO-THEATER»Vi vi» Lothringer Strafe 37. Nur noch heute Arm wie eine Kirchenmaus und das erstklassige bunte Programm Am 1. Dezember zum ersten Male: Der keuidie Lebemann Gutschein 1—4 Pcrs. Fauleui) 1.23 M. Sessel 1,75 M.— Sonstige Preise Rang 60, Parkett 75 Pia. ROSE .Theater | Gr.B-raiikfiirteTStr.133! 1 Bill.ttkass.: AI» 3422 u. 3494| Heute { 3«tf d*r ttOrmitch bsjubelte 1 ( Drei-Kinmlctcr- Abend J 2*, 5«* und 9 Uhr 1„Der Diener zweier Herren" mit Hans Rose ;„Die schöne Galathceu j mit Traute Rose „Erster Klasse*• mit Edcar Kanisch und Kurt Mikulski. | Kinder haben Zutritt zur| Yorstelluos um 2* Uhr. 1 Preise Ton 50 Pf. bis 3 M. (Garderobe und Programm je 25 Pf, aber kein Zwang).| Theater für Kinder: »PcterchcnsMondfahrt' I | Mittwoch S Uhr, ßonnabend 4« Uhr,| Jeden Montag 5» ühr: „Kukuli" | JedcnDienstag, Donnerstag 1 und Freitag ö�Ubr: „Familie Hannemann"| Wochentags 815 Ubr, (Sonnabend 7 u. lOwühr, u. | Sonntags 230, S46 u. 9 Ubr) Der Drei-Einakter-Abend. Prelia für Mkrchsn- und Fomlllen-HachmUtaot: | Ton 30 Pf. bis 1.50 Mark.| Garderobe und Programm je 1 10Pf, Kaffee m. Kuchen 25Pf. j Wohnungsschau d.« 6.— 14. Dezember Täglich auch Sonntags Geöffnet von 2— 7 Uhr Eintritt frei, Auskunft Tel. F2, 1314 Baugenossenschaft Britz, Ideal e. G. m. b. H. Hannemannstr., Rochowstr., Ringbahnhof Hermannstr., Rathaus Britz Straßenbahn 28, 29, 32, 63 | Möbelausstellung....... Julius Ewer& Co., C 25, Alexanderstraße 8a Vorführung moderner Gasgeräte.... Städtische Gaswerke, Hausdienst Elektrische Beleuchtungskörper, Radio. Robert Blömel, Markusstraße 18 Garten- und Sonnenwohnungen sofort vermietbar thn wüS4&6eto Singspiel in vielen Bildern. l'am. Splra, Hansen, I.lcshe, Wallburg. Arno. Janknhn, I'anl HOrblger, I-enr, SfliaeDcrs, Winkel. lern. Kölln, De.nl, Stark- G.te« Icubu.ier, Original Tiroler Wat.ehentSnzer, Original Tiroler /odlerlnncn-Uulnlclt, j Mu.ik.Trio aus Seblior.ce. I Jazz- Band I Girls u. Boys, Grosse Chöre. Der Zelt eulsprerhend sind, trots des | riesigen Andranges. Ä E 0 er [die Hassen preise Uni sfcs# /O masslgl._ Sonntag I I Iis w orlglnalbesetzung Naebmlttag � V# al■ Billige Kreise. Kleines Ttieat rägllch«Vi Uhi Der grollt Lustspielerfolg Max Adalbert Der Mann, der semueigt Rose- Tbeater Sr.Franlt1on8rStr.i32 Tel. Alex 3422 u 3494 2.31', 5 45 un'd 9 Uhr Der Diener zweierHerren Die schöne Galathee Erster Klasse Thealer am Siltilfbauerdamm Täglich 8'., Uhr letzte Vorstellungen Die Dreigrcidienoper von Brecht und Weil. Preise 1- bis 12- M Heute 4 Uhr Kindervorstellung Emil und die Detektive Philharmonie 7*4 Uhr: KOnZERT d.Philharmon.Orch. Dir. Prof. J. Prüwer Eintritt 1 M. Lustspieinaus Täglich 8V< Uhr Kurt Götz MORGEN Premloro Heio i iieniy Bernstein metropoi-liieatEr Täglich SV. sowie Sonntag t' 2 Uhr Sensationeller Operettenerfolg! Viktoria undihrHusar A3 1.[utmbcr im Thcaier des Wesioas. Piscator-Bühne (Wallner- Theatef) Alex. 4592-93. SV. Täglich 8'/. Mond von links Preise 0.50-6,00 M. URANIA Freilag, denSJezeiober abends 8'/. Uhr im Langonbedi-Yiidiow- Haus, Luisenstr. 58-59 Prof. Dr. Wilhelm C. Bemdt „Seltsame Kinderstuben in dir Hatur" Vortrag mit Fllm- und Lichtbildern AAÄÄÄÄÄÄdBÄ !\ äarnowsky-ßota Theater in der Stresenionnsli. Heute S'/a Uhr wie es euch gefällt mit Elisabdth Bergnot Komödienhaus Heute V/s Uhr Die fremde Frau mit Rosa Valitli Wim ß« D0nh.625.626. Bis 3. Dezember geschlossen! cltte-Sänger Kottbusser Sir. 0 P.S. Oberb. 6070 Tägl.> V« U., auch Sonntag 3' a Uhr Dil RzTue dn Humsn: „Wir lachen uns kaputl" Lotte Werkmeister Musik von i Willi üesiii, Willi Kollo und Siogwart Ehrlidi toonk. 11-2, Uuidk. ab 6. Frankfurter Allee 313-314 Von FreiUg,«len28.ll,, bis Montag, den 1, 12-. Die große Filmposse: „Mm Schier" mit Jakob Tiedtke, Frifz Kempers, Paul Heidemann, Fritz Schulz, Truus van AIfen,JosefineDora, Elga Brink u. a. Auf der Bühne: DI FRAEN, die Musical- Excentricer. Beginn: Wodhenlag* ab 0.30 Ubr Sonnabends ab S Uhr, Sonntags ab 3 Uhr " Winter in Schlesien Aasslellang ab t. Dezember und PromeKiC 1 Terbebrihttro DBCneberg, Unter den Linden 5 1 Sonderzua Berlin-Riesenoeblrge 25. DezemDer| Neues Thealer —■ am Zoo— lliiiBabiib.Zoo.Slpl. 6551 Täglich SV. Uhr Idi betrURdld) nur aas Liebe mit Emmy Sturm als Gast. Sonnabend 4 Uhr Sonntag 3 Uhr Koedit Ruppredits Fahrt ins MirdKolaol Ttieat. it. Westens 8V, Uhr Emil Jannings Geschalt ist Geschatt Lessing-Theat. 8 Uhr SonDtagnailim. 4 Ubr Ein SomoieiDadits- traDm RogicMnRoinbardlll Komische Oper • S>- Uhr Das Mädel am Steuer Operette v. Gilbert siumenspenßeii jeder Art liefert preiswert Paul Golletz varmais Robert Meyar 51arlann«Rstr. 3 F8(Oberbaum1 303 BUSCH Tiigl. 2 Vorst. 4", n.- IJ. Ttl. Weidend. 384« Nachm. 41;- I hr III Abends*'/> Vhr: SOPf.— l.OO Hk. III 30 Pf.— 3.— Mk. Sonntags 3 Vorstellungen; 21/,, 5 u. 8% Uhr Ab 1. Dezember •(oUstand. neues ProDranune 600|„Circus 40",, Variete i EinGesamliirograiani ganz gr. Klasse i Straßburgers 30 Elefanten Kapitln Thomsen e zna Pferd« nnd j kaliforn. SeelSwen Kamel« Oraja Drascovic— UM tick voa einem 2300 Kg sebwerea Auto dbtifahren, Joung Atlas— die letzte Sensation Amerikae | DM weltkerdknite mexikanische Drahtseil- Sentenee| MIJARES BROTHERS 1 10 Sun Hsiang Jung««'..'"oauV�i | etc. In den Nachnmtagsvor Stellungen«Im ü n n /, besonder© Weibnachtsvorfreude für | unsere Kleinen: l>ns beliebte Gratis-] Ponyreiten! .W-FM-LMM" ResUauraaaU und FesUsüle MAX FRICKE, Berlin AklUe JFalowwlwatfraOds 123 s Dönhoff 35S4 empfiehlt seine Säle und Vereinszimmer für Festlichkeiten, Hochzeiten, Versammlungen bei bester Bedienung.— Neue Geschältsleitung. GLEISER beweist wiederum seine führende Bedeutung durch Schaffung ganz neuer Preislagen Nie war c n MÖBEL bcstcrVerarbeitung und künstlerischer Fo.mgebung preiswerter als Jetzt Sic müssen das 8 Stockwerk umfassende Glciscr-Haus am ALEXANDERPLATZ unbedingt in Augenschein nehmen FraAtfrcie Lieferung« Kostenlose Lagerung« Przditkiulog Nr. 55 gram .A ~1 Bililee— aiser elegante Wir halten ein grofees Sortiment der besonders gerne gekauften dunklen Madras- und Sefdensfoff- DekoraMonen, selbst konfektioniert, zu billigsten Preisen zum Verkauf und bitten bei Bedarf um gütige Prüfung des von uns Gebotenen! Aparte Fenster-Dekorationen, dunkel Grd. mit Perl- oder Seidenfransen- Besatz nur.......... Mark 14.— 17.— 20.— 25.— 28.— 30.— 33.— Helle Madras- Garnituren mit Seidenfransen- Besatz, aparte Farben, viele Muster....................... Mark 19— 22.— 25.— 27.— Helle 3ieUI£e Madras-Garnituren nur.... Mark 3.75 5.— 6.— 8.— 10.— bis zu.................................. Mark 35.— Künstler- Garnituren, unsere bestens bekannten guten Qualilfiten nur......... Mark 3— 4.50 6.— 7.— 10.— 12.— 16.— 20— 25.— Ein Posten Filet- Halbstores besonders preiswert nur........... Mark 8.— 10.— 12.— 13.— 15 16.— 20— Halb- Stores, engl. Tüll...... Mark 3.— 5.— 7.— 10.— 12.— 16— 20.— Bettdecken 1- und 2betiig.... Mark 4.— 6.— 10— 12.— 15.— 18.— 22.— Gardinen- Stückwaren 1.................. Mark 0.45 0 60 0.90 viele Musler/............. Mark 1.20 1.35 1.50 bis 3.— Dunkle Madrasstotfe vom Stück..... Meter nur Mark 2.25 3.— 4.— 6.— Teilzahlung ohne Aufschlag! Sächsisches Gardinen- und Tennichhaus Richard Müller. NeuKölln. Hermannstraße 32 Fillaten: Eb8rswalde,Eisen&ahnstr.99. nowauies.Pri8Sterstr,57 KRONLEUCHTER FABRIK Ortskrankenkasse der Gürtler zu Berlin. Einladung zur ordentlichen Ansschnbfihnng am Jreifag. dem 12. Vezemder, abends i-5 Ahr, im Aaslenlatai, OcanUn- fftafjc 138. Tagesordnung: 1. Wahl des Rech- nungsausschuffes zur Prüfung der Rech- nung des taufenden Jahres. 2. Festsetzung des Voranschlages für das Rechnung?- fahr 1931. 3. Satzungsänderung. 4 Ver. ichiedenes. Einladungskarte dient als Ausweis. Berlin, den 30. November 1030. ver vorfiand. Ad. Rosener. Vorsitzender. Otto Bierwirh. Echristführcr. Herrenkleiderffabrik Berlf n C 2, tpandane r Str. 7, pari..« dir Säiser-Wilhta-SlraS« Verkanl unter Anssdiaitnug d. Zwlstfientiandels direkt an den K-snme-tm n»; Dainnial«. Wlnlerminlel, schwere Ware SS— M, fD KO CH 0 P bUae Kammgarn-Anzüge, rein Kamm- UICI UCIl)|IICIC. garn 48._ Anzüge nnd MSniel nach Maßangabe aus reinwollenen haltbaren Stoffen 73.— M fir. Stoliiager. Jünglings- u. Knabenbekleidung gleichfalls zu Engros-Preisen. Unverbindlicher Lagerbesuch erbeten. __ RATEN Kaufen oh ne Anzahlung jetzt Zahlen.. R.te Anfang llannar Am 24. November verschied meingeliebte Frau. Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Hertha Glanz geb. Sznmann im Alter von 28 Jahren. Um stilles Beileid bitten Familien Glanz u. Szumann. Die Einäscherung findet am Man- tag. dem I. Dezember, vorm 10 Uhr. im Krematorium Serichlstratze statt. Wirklicher PREISABBAU Langfristige niniEILZflHLÜHG -siioh n 1 1 n r. A tiT-iklunn SIEGEL u. Co PRINZENSTRASSE 33 EINE LAMPE DAS SCHÖNSTE WEIHNACHTSGESCHENK SEIT 1. NOVEMBER REDUZIERTE PREISE Besichtigung: sehrlohnend GegrOndet 1903 BERLIN C, .. NEUE KH0NHAUSE(KTR.4 auch ohne Anzahlung wobei Vtf i r fertiseD elegani Anzüge umitläntei ,Ub Biitjebracbten Stoffen 1 nach cenauein |MaB für M.39.- w einschließlich unserer sämtlichen Zutaten— Tadelloser Sitz.— Roßhaarvcrarbeitung! Aus unseren CVS Mark Stoffen... von an Die Beerdigung meines Mannes Max Gottschar der am 27. November{reimllltg ans dem Leben schied, findet am Dienstaa. dem 2. Dezember. 14 Uhr. am dem Gemeindesrtedhof Brieselang statt. df art» Qottzcber. tZaoksa�uvg Für die herzliche Teilnahme, diel uns anläßlich des Hinschetdens unserer] lieben Tochter Elfriede erwiesen wurde, sagen wir allen lieben Bekannten. Freunden und dcnMietern des Hauses(Siilciftr. 8 Iiilicher E'.r 4 unseren herzlichsten Dank. Besonderen Donk dem Redner des Verbandes der Freidenker für seine trostreichen Worte. Die tiefbetrübten Eltern u. Geschwister Familie Haozcncder ab Lager U)eilbiech-.Stahiu.B8tonbauien jeder Art. Angeb. u Prosp. kostenl. Gebr.Adien&adi fi.iD.b.H.. Weidenau Sieg Eisen- und Wellblechwerke— Postfach 38a. Herrenmeider- Aniertlgung Gegr. 1919 Zentrum: Klostcrstraße 65 Moabit: Solinger Straße 9 Osten: Frankfurter Allee 364 Westen: Augsburger Straße 43 Eingang Papiergeschäft Norden Chausseestr. 47(Laden] Oborschöneweide: Siemensstraße 14 Neukölln: Pflöcjerstraße 26 Schönebera-Fnedenau: Hauptstr. 99 Tegel: Brunowstraße 49 Tempelhof: Kalserin-Augusta-Str. 71 BETTFEDERli aus erster Hand Craus 0.00, 0.73, O.öO 330; I.so Dunia 9.—, T.—, 4.— Oberiwtt gefällt 12.-, 9.5«. 7.5t), 6.90 ' Ki«rngef.5.5" ,3�0,1. 40 Osunen-Olierliett.. 31.40 und andere Sorten in großer Auswahl. ItompfreiDijiinii für unsere Kunden gratis. SACHSEL& STADLER Hfihniisdies Bstitedern-Speztal-Uans C.25, LandsbergerSlr.li'i/iNäkeAlnajderpl.) Küchen ßiesenauswahl i roh emaill Kttdee Louacp........... 55.-»o.- KIKbe curtstlne mit Anrichte.. 85.— 135,— I Kleiderschränke 90 cm mit Hu-tbadöh imd' Stange. 4dSv— KÄi-r.J loa an mit Wiischceinr- und Stange 55,— 15'—| 120 cm mit Hutboden und Stangfe. 58.— IS.— 120 cm mit Wäschceinr. und Stange 611«— 84).—[ Himmel Hauptgesdiail; i nihrinner Sirafie 22(Sdifinlmuser Tor) j illiale: firofte Frankfuner Str. 40(SlrausDerger Platz) Sparkasse der Stadt Berlin Kassemchalfer künftig ununterbrochen geöffnet von 9— IdUhr» Sonnabends von 9-13 Uhr in den Geschäftsstellen Sparkasse Alt-Berlin: 1 C 2, Mühlendamm 1 2 W9, Linkstr. 7/8 11 N 58, Schönhauser Allee 172 15 SO 36, Pücklerstr. 34 20 SW 61, Blücherstr. 66 21 W 62, Lützowplatz 12 22 034, Petersburg Str,36 32 N 113, Schivelbeiner Straße 49 33 N 45, Brunnensir. 24 101 Berliner Straße 70, 71 102 Kantstr. 140 103 Kantstr. 85 104 Tegeler Weg 107 105 Reichsstr. 2 106 W 50, MarburgerStr.8 151 Möllendorfstr. 6 1 52 Baxhagener Straße 55 153 Frankfurter Allee 200 155 Friedrichstr. 45 154 Treskowallee 96 124 Niedstr. 1/3(Rathaus) 141 Schloßstr. 36 142 Hans-Sachs-Str. 1 143 Jungfernstieg 5/6 Edisonstr. 10 Schloßstr. 27 Veitstr. 5 Dorfstr. 42 Hauptstr. 20 Charlottenburg: Lichtenberg: Karlshorst: Friedenau Steglitz: Lichterfelde-West Lichterfelde-Ost Oberschöneweide: 82 Köpenick: 181 Tegel: 173 Tempelhof: 71 Zehlendorf: 91 Berlin, den 26. November 1930 Der Vorstand der Sparkasse der Stadt Berlin inserieren brtnül ErfoibM Programm der Reichsregicrung: Preisabbau! Preise 4v Prozent ermäßigt in Sprechmaschinen Heine/ Schlafzimmer :— t-s-—«brFabrÄ-xdirell an, private ohne Z w! sch e n 1, a n d c 1 Hugo Heine, 0 34, Warschauer Straße 58 gegr. 1910. Telephon: SammeFNr. E 8 Andreas 89S1. Bitte auf Hausnummer SB z u achten! u:»ler, haitdsr» Qualität. mit dreiteU. in üart...... 49.* Anzug, blau:r Kammgarn, auf gutem zo Futter gearbeit. ÖO.' Smoking mit reioseid. Reters, Kumpl 70 auf Silvia-Selae 4 9." Damen-Veloar- Maniel mit jr. Pelzkragen.. Wollkreppkleld m n 7c GlocksDrock..",»>> nachmiiiagsklald in gutem Velontine, aa Olockenrock.. 4"." Damep-Lack- it) QC sehuh.pvQaaL 14.93 Herren-Halb- IC cn schuh, Lack.. Iv.vU Ferner: Wcl waren, wasche, Gardinen, Teppiche, Radio u.a.m. �.39.- KAUFHAUS BERUM C ROSEhfiHALERST.SB KlüM, Solas. Mas, große Auswahl, jjut und billig, eigene Fabrikation KS. Sommer fStCSlitZ, Albrccfctsiraßc 10t. Berlin, Potsdamer Strafe 1(8. �Pcxpzellen taadt .Zu vermieten: kiek m SwerMratitt ekae W.tiMHiietei« USobsg Wohnungen 1. Af A-HOf, Treptow am PUntarvaU 2 und 2'/, Zimmer, Bad, Balkan, evtl. Garten, Auskunft: CöpeniekBC Lande traße 149, am Zeotzal- wazohhaus, täglich, auch Sonntags, von 10— S Uhr 2. Hüfeisen-Siedlung Britz Erweiterungsbau Kmfamilinnhänaar: 2'/- Zinnner Bm 78,— S'/jZimmerKmlOe.-.dVz Zimmer Km 125,— Aoiknnlt: An Ort n. Stelle. Britz, Talborgatr. Sg, Zugang v.d.FarchimerAUee, tagt, anch Sonnt 10-5 3. Wohnstadt Carl legien 2, 2'/,, Zimmer, Bad. Balkon Auekonlt; EinJa-Verwaltungsbäro StraBe 34 Xr. 10, an der Gnbita- nnd C arm en-Sy 1 v a-Straße, zwtschen den Ringbatmhöien Premlaner Allee n. Weißense«. Täglich 9—12 nnd 3— S, Sonntag. 10— S Ohne Anzahlung!� 81. Monatsraten, qm o. a,Ä3> a» Waidparzellen nahe dem o rosten Zeescner See Siedlung„Waldesruh" d. Senzig SO Minuten vom Bahnhef Königswusterhausen u. d. Hauptchauffee(turz vor Dorf Senzig) a. Waldweg, der zur Sied- Iimn führt- Ar CCrthriait« Anto-Freifahrl. dafür ab.dill.Preise! dt..d-® tral waschkächc. In Friedensgröße 60-62 qtn � miete und ümlase ie naeü Lage insgesamt x RM.80.- bis RM. 86.— Müllerstra�c 94/98, Afrikanische Sir.* Swakopmunder Strafe, Togostrahr v Besichtigung: Täglich 10— 5 Uhr, Sonntags 9—1 Uhr J Auskunft. Vcrw;al!er Modi, Swakopmunder Sir'! ff Telephon: Wedding 1727 »eS bBHeolRSSrälfClits Vorwärts Wo findet man größeres Entgegenkommen ils bei einer! seit Jahrzehnten bestehenden, gerncinnüt/ig�n Dau- penossenschaft? Es MnaäcJfcS sich am voneilhatiesten eine l» r his 41 ,-Zimmervoh nung in unseren Bloc'-s in ChärloMenhurg. Stcziitr, Reinickendorf-West. Wiimeisdorf Daher versäume mon nicht, nach unseren Hauirmssleaer-Wohnunsen und Zusatzhypoiheken-V. onnungen ohne Eaukosten- Zuschüsse, Auskunfisgebühren od-r ähn iches anzufragen und überzeuge sich"elbst, wie ggörasäfig unsere Bedingungen sind Auskunft mündi. 8—19 Uhr. Sonnabends 8—13 Uhr Fernsprecher: Wilhelm f366 u. 2499 ClMtEnüurger Baugeno�enscüaft e.s.m.D.H. Charlottenhurg, Kr.: anderstraße 4 JJ ,(\rä!ie U-Bahn Wimelmsjflätz) � Nr. 561» 47. Jahrgang 6. Beilage des Vorwärts Sonntag, 30. November 1930 Aus der Vartei. Jubiläen der Parteipresse. Als im Herbst 1890 das schmachvolle Ausnahmegasetz gegen die gemeinnützigen Bestrebungen der Sozialdemokratie endlich gefallen war, gingen die Parteigenossen in zahlreichen Städten mit kühnem Wagemut daran, neue Parteiblätter zu schaffen, die den sozialisti- sehen Gedanken in ihren Bezirken Bahn brechen sollten. Das ist nun schon wieder vierzig Jahre her. Diese vier Jahr- zehnte sind sür alle unsere Blätter Jahre schweren Kampfes um politische Geltung und um die Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz gewesen. Es ist also durchaus begreiflich, wenn sie dieses Kampfjahre in besonderen Erinnerungsausgabcn gedenken und gewissermaßen einen Rückblick auf ihre eigene und die Entwick- lung der Partei werfen, der sie dienen und deren sie ein Teil sind. Bor uns liegen gegenwärtig drei Jubiläumsausgaben der letzten Tage. Da ist zunächst das Parteiblatt in Dortmund, die „Westfälische Allgemeine Brtlkszeitung". Eine umfangreiche Fest- nummcr bringt in einer Fülle x>on Aufsätzen ein umfassendes Bild von dem Werden und dem Aufstieg der sozialistischen Arbeiter- bewegung Westfalens und Dortmunds. An dem Blatt haben im Laufe der Zeit sehr bekannte sozialistische Schriftsteller üls Redakp- teure gewirkt, so Emil R o s e n o w, Franz Lüt genau, Dr. Franz Dicderich sdcr vor fast zehn Jahren alz Feuilleton- redaktcur des„Vorwärts" starb) und Konrad Haenisch, der erste Kultusminister der Republik Preußen. Führende Gewerkschafter wie B ö m c l b u r g und Otto H u e waren mit der Dortmunder Arbeiterbewegung aufs engste verbunden. Wie hier im Westen des Reiches, so entstanden im J�ntflficKscSilsilscSie Miiift«iäeb«ing>eiB 2. Kreis Tiergarten./ 7. Kreis Charlottenburg. Am Montag, dem t. Dezember, 20 Uhr, im Tiergartenhof, am Bhf. Tiergarten. Referent: Siegfried Aufhfiuser. M.d.R. 16. Kreis Köpenick., Am Sonntag, dem 30. November, nadimiltags IS1/« Uhr, auf dem Wilhelmplatz in Köpenick. Ansprache: Carl Lilke, M.d.R. ✓ Gemeinsamer Treffpunkt zumUmzug 14 Uhr Stadipark Köpenick, FürsfenwalderStr. Treffpunkt für Friedrichshagen und Rahnsdorf: Bahnhof Friedrichshagen. Abmarsch IS1/« Uhr zum gemeinsamen Treffpunkt./ Treffpunkt für Bohnsdorf. Grünau und Schmöckwitz: Köpenick, Köllnischer Platz. IS1,� Uhr Abmarsch zum gemeinsamen Treffpunkt. Ersclteini in Plnssenf Osten fast gleichzeitig die„Valkswacht" in Breslau und der „Proletarier aus dem Eulengebirge" in L a n g e n b i e l a u. Beide schlesischen Blätter haben gleichfalls starke Erinnerungs- nummern herausgebracht. In der„Volksmacht", die vor dem Kriege zu den'mcistvcrfolgten Zeitungen Deutschlands gehörte, Haben außer den gegenwärtigen und früheren Redakteuren auch Hermann Müller, Paul Löbc, Eduard Bernstein, Carl S e v e r i n g und Hermann L ü d c m a u n Aufsätze bei- gesteuert. Die Sondernummer gibt eine Fülle von Einzelheiten aus der sdstesischen Parteigeschichte und dem Parteilcbcn von heute. Das gleidze gilt von der Festausgabe des„Proletariers", der in der ärmsten Webergegcnd des schlesischen Gebirges jähr- zehntelang nur zweimal in der Woche herauskam und während der Jnflationspcriode sogar vorübergehend eingestellt werden mußte. Heute kommt er täglid) heraus und ist mit Recht stol; auf die Entwicklung, die die Partei in jenem Elendsgebiet gc- nommen hat. Wir wünschen den Bruderblättcrn weitere Erfolge und weitere Kampfesfreude auch unter den neuen Verhältnissen, in denen wir heute leben! Briefkasten der Redaktion. ._____„_____ Ohne ilicc Romensiirrtcrschriften und genauen Adressen haben nur keine Äöziichtcit, auf Ihre Zuschrift bezüglich Elb-Savek-Zieguricrung Havel. Anlieger. ich wir kc'"""■ einzugehen. Wegen beträchtlicher Steuer �Erhöhung (in Konsum- Preis'agen bis zu SO'/J ist baldige Eindcchung sehr zu empfehlen. Tllittir. Pretallsie kostenfrei. © ffi Weltpreis- Sortiment 10 Pf- ÄS, 15 Pf 20 Pf- SandbMI S am i lieh im Coronas- sowie spitzem Format Von außergewöhnlicher Preiswürdigkeii! SANDBL. 15 P-f. Cito Bocnicke, Berlin WS, Französische Sir. 21 S., Oranienstraße 164-65 Charlottenburg, Rosinenstraße 4 N., Reinickendorfer Straße 21 O., Frankfurter Allee 60 Nm Brunnenstraße 188-90(Spezialhaus für Herrenbekleidung) oraoe Federn 0.80, bessere.- 0.90, 1.50, 1.901 Kissen, gefüllt.... 2.00. 3.80, 4.55. 5.40 weiße» ►••.. 1.60, 3.80, 6.00, 6.40 Untcrlietl, gef-, 195cm lang 4.50, 9.15, 10.75, 15.28 Daoacn.•• i»,,.. 5.20, T.oo, 8.40 onerßetl, gef., 2 m lang SLO. 9S0. 12.35. 16 55 Partofrtl v. Mk 20-- Preisliste Nr. 42 gratis swtttaa™i fumaiäär..« h�ANNIMANN „Bettiedemreinigung beiEinkauf Koitbuser Damm 88,Turmstr.71 ,Rosenthalerstr.S ton M. 20.— für ein Stand gratis." 1 / OE WÄHRUNG VON RABATTEN f '-■;i Ci■ BITTE, VERGLEICHEN SIE/ ■IlTöUH» DER KREOlföEMBNSTHAFT1 BERLINER SPEZIALöESfflÄFTE LEI PZI Q ERSTRASSE RNOLD MULLE TAU ENTZ I EN STR ASS E GRÜSSTES SPEZIAIHAUS DEUTSCHLANDS FÜR KINDER-KLEIDUNO. ÜAMEN-UND HERREN-MODEN. SM Hi&im Anzeigert � � � unvkunQSveii und btlit& Uberschriftswort 25 Pf., Textwort 12 Pf./ Wiederholungsrabatt: 10 mal 5%, 20 mal oder lOOO Worte AbsehloB 10«:, 2000 Worte 15*, �00 Worte 20« Stellengesuche: Uberschriftswort 15 Pf., Textwort TO Pf. Annohme durch den Verlag, Lindenstr. 3(»9 bis 5 Uhr), und sämtliche Vorwärts Filialen u. Ausgabestellen uemauie aänMetfSUatt bict«t Ibne» in Sandtlicher�aschln- tück-r. LosentrSa». Ältft«2rtel. Ära- matten, ÄTcider- traaen. Seifen, rostfreie Bestocke. Dor- tenuinnaw, Biiou- terien. Lametta. Wundeick»r»en bil- liast. SÄerfeld, Rochstrake Ecke Mstn�straße. Sacken»! tsilllerfcklstvfer. RÄke, Leibllösckien. nurKilndlerfckllaaer. «riistt« Berittenst- niöattckkeit Mr Sve- idttliften. Saberfeld. Nochstraße Ecke Miin�straß«._ R-iierillnqen, Eal innen mit Ga- rantiefchein, IM Et. Z.Ü0 M. Gratis- nnrfter farhern. Sckiinebera I, Schließfach H.__ Vhotoavparat nxl2. ioopeltcc Vo- denausjug, Kompur- oerschlüß.«nt er- ßalten. Lehmann. B-rlin-Marienfetde. Straße W Nr. st G etanncnencficnb! Prachtteppiche12.— I fitcfenToncc sämtlicher Größen! Bor. lezerl Diwandecken f>,~.!?ederbetten Stand 35,—. An- ziige 20.—, Ulster! Monatsgarderobe! Elegante Pelzmän- tel KS.—.(Keine Versandware.) Bsandieih-Berlaufs- bavZ Cchönballser Allee 115(Nordring) Linoleum, Siiilla t. Äoloniestr.g. Linoleum, AMOQuodratmeter, einfarbig, bedruckt. durchgemustert. Läufer, Teoviche, derrliche Muster. Tifch-Linoleum. 5!arft u. Co.. An- dreasstraße 42, Madaistraße(Schle. stfcher Babnbof), Stadtbobnbogen 37—20. Eiserne Äinderbattstelle mit Matraße, Kinder. klanpwagen billig »uvertaufen.Sarr«. Wartburgstr. 4S, IV. Billige Teppiche mit kleinen ffeblern Ausnaßmepreise ca. 2X2 17,— .„ 2X3 19,— .. 2X3 23,- „. 2X3 33,— „.2%X3H25,- .. 2�X3'.ö 34,— .„2Hx3y,5j,- ,„ 3X4 39,— „„ 3X4 52,— ,, 3X4 33,— .„ 3X4 115,- Körner, Potsdamer Straße 23». ZOO Steppdecken. Printadappelseitiaer Satin. Schnittgröße 160/210, 11,50 M. an. Karst u. Co., Antreasstraße 42. 1000 Teppiche, 3000 Meter Läufer in Socos. Boucle, Pelour, Dettvor- leger. Brücken. Di- man-. Tisch-, Schlaf, decken, erstaunlich billige Preise. Karst und Co., Andreas- straße 42._ Straaula, der billige!?uß> bodenbelag. roun- deroolle Muster L-infe- 67. 9!>, 110, 133 breit. 1,69 M an. Aiesenauswabl. Karst u. Co., An- dreasstraße 42, und Madaistraße(Schle, stscher Babnbof! Stadtbabnbogen 27-30._ Zoppichhnus Emil Lescore, Bei- lin, feit 1332 nur Qranienstraße 153. Kablungserleichte- rung ohne Auf- schlag. Neuer Kata- loa kostenfrei_* Teppich«. Wir räumen wegen Geschäftsaufgabe« Perluftpreisen. tag- lich 1—6 Uhr. Mawa ,Teppich-B er. trieb. Brllderstr. 10. Dumeumäutel. Backfischmäntel-gidt »u billigsten Preisen ab an Private. En- «rosfirma. Schütten, straße 10.«sei Treuven._ Pelzwarcu guAusnahmepreisen aus dem Speatal geschäst vom Kürschnermeister. Großi Auswabl. ssuchs. drc Mode. Mongolische und«reursüchse 25-—, Pelimäniel, Seal-Sleitrik. Pe schanili, sohlen. russisch Bisam 180,— Ekunkskanin 120--, Pelzjackcn. Skunks 50�-, Bubikragen, Krawatten 3,— an, Reparaturen preis- wert. Iablungo- erleichterung.R.Mi- chaelis.Berlin.Große !?rankfurterstraße99, 1. Etage. 30iäbriges Besteben bürgt für Rccllität. Damenmäntel. Ottomanmäntelb�- silauschulster 0,—! Beloursmäntel 11�: Modellnuin- tel 15.-! 25.-! 35�-: Sealmäntel: Krimmermäntel. Seidenkleider, Tweetkleider. Kin» dermäntel fpott. billig. Schmechcl, Gipsstr. 15, Bahn- Hof Börse._ Pelzmäntel. Das ist der große Schlager. Antilopen- Mäntel 50,—: Ga- zcllcnmäntcl 60,—: EusliliiiiänteW,—: Wallabnmäntel Wenig getragene Iackcttanzüge, Pale- tots, Ulster, prachl- volle Kammgarn- auzüge, Emoklngan- züge. Gelegenhelts- kaufe in neuen Serrengarderoben, Brillanken, Uhren, Goldmaren zu Spott- preise». Leihhaus Rosenthaler Tor, Linicustraße 203/204, Ecke Rosonthaler- straße. Keine Lom- bardware. WS»! Möbelläufer merke Kredit und bar Mäbelbazar, große Anowadi. kleine Breisei Beifpielsweise: Schlafzimmer 435.—, Speisezimmer 517,—, Lerrenziininer389,—. Epiegelschränke 113,—, Dielengarni- .... tur 33,—, Anrichte- ,—; Kalbfoblen- Jüiie, 99,—, Messing- Mäntel 90,—: SiB.,bctlflenc 66,—. Klei- eachiamäntel IM,—: derschränke 48, Maulwurfmäntel 140,—: Eonigli- mäntel 150,—: spa- Nische Lammäntel 175,—:Kaßenmäniel 130,—; Breit- schwauzlaulMän tel 160,—: ssohlen-män- tel 165,—: austra- lisch« Opossumnrän- tel 150,—: Nerz- murmelmäntcl 135,—: Bisamwam- mcnmäntcl 225,—: Bisamrückeumäntel 235,—: Perstaner- mäntel sec. 325,— usw. Müller- Kaiser- straße 33._ Kinderwagen. gut erhalten. Gleiß, Neukölln, Schwor- zasiraße 4.__® Kinde rwagcn. Badewanne mit Ständer verlauft billig Bamnaort, Ctaebetfteoß* TL Teilzahlung, 6 Monatsraten, elc. goiiic Serrenulstcr, -Paletots.»Anzüge ganz besonders bil- lige Preise. Maß- anzüge 95.—. In- lius Tabian. Maß- schneidere!, Aleranderstraße 13, Laden, Schöneberg, Sauvtstraße 158._ Wenig getragene Wintervaletots. Wintcrnlster. Buk. schenulster. Track- airzüge, Sinokingan- züge.Gehrockanzü-ze, ssackettanzüge, sür jede sfianr passend. Spezialität Bauch- anzüge. Spottbillig. Halpern, Rosen- thalerstraß« 4, eine Treppe. Chaiselongues 28,— MetallbeltstellelS/— Auflegemotraße 13,—. Sonstige Mö bel angemessene Preise. Teilzablung ausschlagfrei. Wo- chenraten, Monats- raten. Kassarabalt bis zehn Prozent, auch auf Anzablun ge». Kredite bis zwei Jahre. Mäßi- ger Tins. Katalog franio, Sauptge- schält: Stegliß Schloßstraße 107: 2, Geschäft: Reulölln, Leemannplaß 7: 3, Geschält: Belle- Allianee-Straße 95, Untergrundbahn: 4, Geschäft:»ottbusser Straße 23. aeaen- über Elileiänacr' Patent matraßen „Primissima". Me lallbetten. Auflege- matraßen. Cbaise- longues. Walter- Stargarberstraße achtzehn. KeinLaden Möbel- Schräger Berlin R., Kastanienalle« 45/49, qewäbrt bis 24 Mo- nate Kredit bei kleinster Raten- Zahlung. Schlaf- zimmer, Mahagoni. Birke, Eich«. 395- Speisezimmer. Ruß- bäum, Eiche. 425,—: Serrcnzimmcr, Bi. blwthek. 2.20 komplett 450,—; Küchen, weiß und lasiert, 68,—: Ruß- bäum- und Eiche- Ankleideschränke 98,—: Bettstellen: Woschwiletten, So- ras: Schreibtische, Ueber 200 Kimmer stets am Lager, vom einfachsten bis ZUM elegantesten in alle» Solzarten. Lang- jährig« Garantie,_ Schlafzimmer, Küchen in roh von 39,— an. lackiert und lästert bis zu 700.—. Max Berg ii.Eo.,Luiscnuferll, ssabrikgebiiude II- Oranienstraßc 138, Goßkowsklistraße 23, Ecke Alt- Moabit. Sicheren Kunden weitgehendste Sah- lungscrleiästerung ohne Preisanfschlag. Sleiser, preiswerte Möbel. Alexanderplaß. Möbel- Adelsman» nur «lexanderstraße vierzehn und Kolzmarktstraße achtnndseckzig verkauft jeßt zu noch nie dagewesenen Preisen! Schlafzim- mer, Mahagani, Birke, Nußbaum. Eiche nur 495--- Speisezimmer mit Kristallvitrine nur 335.—. Aparte Au- richteküchen 128,—- Ankleideschränke 85,—. Einzelmöbel zu Spottpreisen- Zloch ist es Seit! * t jeßt kauft, .;rt Geld! Diese Sonderangebote nur noch wenige Tage! Riesenauswahl! Langjährige Garan- tiel Bis 24 Monate KreditI lBitte genau Sieaßen und Saus- »ummern beachten, also nur Alexander. straße vierzehn und lolzmarktstraße acht. undsechzig.l_• Riiscuauswabl! Wichtig für jeder- mann. Täglich werden ver» kauft: guterhaltene Kleiderfvinden. Bertilos 24-—, Bett- stellen 22—, fflur- schränke. Waschtot- [etten 24,—, Chaiselongues 24,—, Kommoden 19,—, Bilcher- svinden, Schreib- tisckzc 32.—. Büfetts 75,—, Trnmcaus 29,—. Standuhren 68,—. Große Aus- wähl in Klubsesseln, Flügeln, Pianos, 300 Teppiche, Kit- ckieneinrichiungen 48,—. Riescnaus- wähl, alles spott- billig. Spciscziin. mer, gutcrhalten, komplett Herrenzimmer, fast neu, kompl. 225,—, Sp-isrzimmer.wcni- gebraucht. Drei Metcr-Bitfett, kom. plett 590.-. Schlaf- zimmer. fabrikneu, komplett 268,—, Wohnsalon, wenig benutzt, 195- W" Zwei Simmer Mit Küche: Speise. zimmer, kankastsch Nußbaum, Bttrine mit Schiebetüren, Tisch, 4 Stübic.. Apartcs Echlafziln- nicr. Eiche mit Ruß- baum.Innenspieqel, Fristertoilette. Stuhle, Hocker. Große Küche. Kom- plett 1380 3)1. Rio- rißHirschowiß, Südosten, Skalißcr- straße 25, Lochbahn Kottbnsser Tor, Gleiscr, gute Möbel. Alexan- dervlaß,_ Küche» un-d Einzelmöbel aller Art in großer Auswahl zu bil- liqsten Preisen kin» den Sie im Möbel- haus Osten. An- dreasstraße 30, ge. genstber Markthalle. Diwandeckea 6,—, Wandbehänge 4,—, Pappelallee 12. 2,— Bochenrate. Chaiselongues 20,-, 25,-, 30- 35,—. Bettkasten 48,—. Pappelallee nur 12: Pankow, Schmidtstr. 1. 31a. tenzahlung._ Bilia: Eichen-Büfett 230�-. Schreibtische 90--, Bibliotheken 145,-, Ankletdeschrank 105,—. Riesenauswahl. Innungsmeister Pohl, Acker- straße löQ._' Li»lpian»s, überaus vreiewert, Pianvsabrik Link. Brunnenstraße 35.' Teilzahlung. Komplette Simmcr, Einzelmöbel billig. Wenger, Marstlius- straße acht. Nähe Alexanderplaß. Teilzahlung! Teilzahlung! Teilzahlungl kulant, billig, reell. Möbel-Misch. Große Frankfurtcrstr. 43)46 Preiswerte Röbel. Schlafzimmer. Birke poliert. 186 breit, komplett 665.—. Spelfezimmer. Ma- bagoni poliert, mit BItrine. Bisse» 180 breit, komplett 595,—. Kerrenzim- mee, Eiche. Biblio- ihek 219 breit, kom- plett 485,—. Kilchen, lästert, mit Lino- leum. 130 breit, komplett 187,—. Ankleideschränke mit Spiegel, 150 breit, 105.-. Plüschsofas 92,—. fflnrgardeeo. den 19,—. Federböden 9,—. Auflagen 10--. Weitere gün. stige Angebote in einfachen und beste- ren Einrichtungen sowie Einzelmöbel. Riefenauswahl. 2500 Quadratmeter Geschäftsräume. Mö- bel-Magazin, Kaupt- gefchäft Invaliden. straße 128 und 131, Siettiner Bahnho«. Stammhaus Rüge- nerstraße 13._' Sleifee, 800 Simmer am Lager. Alexander- plaß,___ »affaläuferl Aufgepaßt! Goldbirkc-Schlafzim- mer, 130 breitl Aus- poliertl 795,—, Eiche, Rußbaumab- feßung, 180 breit. bochelegant, 495 Mark. Speise, im- merl Alles rund! 180 breit. Front Kaukastfch-Nuß- bäum. Rindleder- stühle 475,—. Mö- belbaus Neander- ftraße elf._ Möbelkatalog Nr! 3Z-K«n»lou-rstr. f-chs� Gebranchte Möbel Ecke Llnienstraße, preiswert abzugeben. ....'—»—-- lom Prenzlauer Tor. llliesenauswahl. Mö. Tifchlermstr. Flßner,- S-r��nbahnlinien bel-Magazin. Inva. Gleiser. Alexanderplaß. Metallbettcn, . komplett 24,—. Pap- ____.____. An-ipelallee nur 12; tike Möbel, darunteri Pankow, Schmidt- Biedermeier-. Ba- siraße l. Ratenzah- rock- und andere- lung._ Stilmöbcl, sowie Patentmateaßen. komplettes Bieder. Polsteraussagen 9,-, meicrzunmer fpott. Pappelallee 12, Pan. b-ll-g. 100 Küchen, xaw. Schmidtstr. 1 entzückende Modelle.----- Gebrauchte Stargardts 48,-. Möbc Plüfchsofas wie neu 59,—. Pap- Su Möbel Schmidt, Ihr erster Schritt, Möbel Schmidt Katalog gratis. Möbel Schmidt. Bernauerstraße l Musik- lnilfumsuli Lombardspeicher, nur�lü Elsässerstr. 5. Schöne i 2.«o. 61, 62, 71, Schlafzimmer von 72, 73, 74, 174. 475.— an. 180er Autobus 8, 12, 14, Speisezimmer lom. 90. Untergrundbahn plett 500,—. Lerrcii.......' zimmer und Küchcu, riickstckitslos herab- geseßte�Peeile.__ Seltene Gelegenheit in Eckilaszimmer, Speisezimmer.spott- billig. Große Frank. fmterstraße 87. Lok. grund Schönhauser Tor. Mübel-KuMerling. Kgstanienallce 56. Speisezimmer, Leder- garniluren. Standuhren. Riesenaus. wähl. Spottpreise. Sahlungserleichte- rung. lidenstraße 131 Möbelhans Stein, Wcinbergswcg 24, verkauft preiswert Schlaft:nmer47Z,—. Cpeifez!mm«r375.—, Ankleideschränke mit Spiegel 190.—. Nußbaumbissett, Küchen. Polster- waren. Sabin ng?- erleichternna.* Piano»— Flügel. Riesenlager. Bech. stein. Blütbner. Steinwan. Schweck,. iten. Salonvignos 275,-. 890.-, 425,-. gebrauchte Abend. roth. Potsdamer- straße 74____ Lindström- apparate. Parlophon- Koffer. Schrankavparate. Tisckiapparaie. Qdeonvlatten, Ra- lcu.-ahIung.Woälcn- rate 3.—, Koffer- apparate 12,— auf- wärts, Tiflbapva- rate 8,— oukwäits Werner, Adalbert- straße 9.' Elektrisch« Pianos 7 00-- an, Handspielpiano, neu und aespielt. Ratenzahlungen, abgebaute Preis«. Vierlina, Piano. fabrik. Kottbusscr- straße 5._ Sprechinas chinen. Größte Auswahl Berlins. Koffer. apparate 12-—: 15--: 20.—: Schrankapvarate 45--: 55,—: 65.—: Tischapparate 10,—: 15,—; 20,—. Machnow, Weinmeister- straße 14._ Gebrauchte Piano» 75,—: 100,—: 120,—: 150--; 175,—: 250,—; 375,—; 420,—; 430,— sowie großes Lager von neuen. Lang- jährige Garantie. Bestchtiguna des reichhaltigen Laaers lohnend. Ratenzah- lung. Serer. Brun- nenftraße 191, eine Treppe, Rosenthalcr Pl-ß._ Schrankgchäus« zum Selbstcinbau von Sladio und Grammophon, 30,—, verkauft Tischlerei, Klavier verlau-ft oder per- mietet privat. Ra- dioncßgcrät, Gas- babcafen wird in Sahlung genommen. Bis 11 Uhr. Jacob, Ekb-rirldcrstr. 26 I. Bandonionlager, Pianoakkordeon», Fachbcratung. Ab-' zahlverkauf. Unter- richt. Ackerstraße 38. Piano. kreuzfai»«, 200,—, Teilzahlung. Piano- Haus Alt-Äoabit 86c..Vorwärts"- Leier Rabatt._' Erammovbone 10.— an. Schall- platten 0,50 an. Su- beborteile, Reparaturen, Plattenumtausch billigst,»ö- penickerstraße 183». Grammophone, Schrankapvarate kaust man billig Tischlerei Bastian- straße 11. Gesundbrunnen. Hossmann Piano». Stammhaus aegruu dct 1887, Pianos, Flügel, Harmoniums 100 Instrumente, Auswahlxinerkanntc Tonschönheit, Preis. Würdigkeit, günstige Teilzahlungen. Reue Pianos 900 Mark, gebrauchte 400 Mark an. stets Gelegen hcitskäulc. Alle In. strumcnte Gegenrech. nuna. Pianoforte. fabrrk Georg Loff- mann S. m. b. S., Berlin SIB 58, Leip. zigerftraße 57 iSpit- tellnarktt [ Radio ] Radio avvsvate. «ass�käufer erhalten bis 20 Proz. Ra- batt. Schönrbera I, Schließfach U. Anoden, Neunziger 4�, Sunderter 4,50, Sparröhrcn 2L0. Apparate Teil- zahlung. Schönlein- j RUimasciims»| MMaeMfa Platinadfcklle. Löt� «2E84«Hrj1»11- Blei. Queck. S?± 84' �älber,Silberschme-,e. Littaner Nähmaschine» ftlr Saushall und Ge- werbe. Scittrale: Höchstestraße 39. Ber- kaufs stellen: Lands. bergerstraße 28, Große Frankfurter- straßcZO.Warfchauer» straße 21, Rüders» dorferstraße 40, Bößowstraße 12, El- bingerstraßc 81, Prenzlauer Allee 213, Danzigerstraße 7, Wiätertstraße 70, Weißenburgerstraße 84. Sonuenburgcc. straße 8, Brunnenstraße 29, Müller. straße 13, Gerichtstraße 21, Ottostraße 18, Moßstraße 16, Potsdamer straße 103, Bellc-Alliance- Straße 78, Skalißcr» straße 99. Reichen- bergerstraße 169. Ur. bonstraß« 112, Kom- mandantenstraße 40. Charlottenburg: Kantstraße 57, Span- dauerstr. 3. Lichten- berg: Marktstr. 7. Sohenschönhauien: Berlinerstr.71. Neu- kölln: Bcrlinerstraße 84,Steinmeßstraßc37, Hobrcchtstraße 28. Obcrschönewcide: Wilhclmincnhof- straße 14-. Nieder- schöneweide: Hassel- werdersteaße 9. Friede ich» Hägen: Friedrichstraße 44. Wen ßenfee: Berliner Allee 38. Pankow: Bcrlinerstraße 13. Reinickendorf: Pro- vinzftraße 105. Tcm. pelhof: Berlinerst raß» 78. Tegel: Berlinerstraße 88, Spandau» Pots- damcrstraß« 10. «ehlleiste» Sperrhol, Bretter Fußboden Äl BcrNner Kehlleisten. und Eperrholz-Kon- tor G. m. b. H. Ror. den: Chausseestr. 91, Tel. Wedding 0282. Norden Schönhauser Allee 42. Tel. Sum. boldt 990. Osten: Andreasstraße 55, Tel. Könlgst-dt 7493. Osten: Andreas- straße?k, Tel. Mo. rißploß 2286. Est- den: Wassertor» straße9. Tel. Moriß- plaß 2286. TISI'wZI'ÜI Kanarienbähne billig, flotte Sänger. Ueberbringer der Annonce lOPro. zent Rabatt. Pollack. Neukölln, Eaalestraße ZI. G uep- semeuenes Stcuerberatuna. Revisionen. Einrichtungen usw. und Hgusverioaltuuaru übernimmt Albert Müller. Iannowiß 3852. Schmidstr. 37. Wäscherei Belle, Köpenick, Garten- :raße 59E, wäscht illig. Großer De. zug OJO. Damentag. Hemd 0,15, Serviette 0,06. Abholung Don. nerstag. Anfertignog sämtlicher Damen- oarderobe»»ach Maß. billige Preise. Borchert. Schneider- meistcrin, Etettiner- straße 90, I._ Fanprsuep Gebrauchte Fahrräder 15,—, 20,—. 25,—. SO,—, 35,—. Machnow, Weinmeisterstr. 14. 4500 Klnberrädcr, 9 PO: 13,—; 19,—; 25,—■ Machnow, Wein- Meisterstraße 14. Laternen Goldschmelzerei Christionat. Köpe- »ickerstraße 39. Saltestelle Adalbert- straße._• Glühstrumpfasche kauft Blstmel, El- sässerstraße 25-, pJl Strickmaschine, Oer, gut erbalten, kauft Kersten, Cbar- lvttenbucg/Herschel- straße Z b._® S-Hngebiffe, Edelmetallbruch, Oueckstlber, Sinn, Blei. Silberschmelze. Christionat, Köve- Nickerstraße 20» (wlanteusfelstraß-), lllllöPPILlll j[ Berlitz School, Leipzigerstraße 110, Kurftirstrndamm 26». remde Sprachen. Sirkel: 12 Teilneh. mer, monatlich 12 Niark. vierteljährlich 3V Mark, zahlbar in Raten. Eintritt je- derzeit. Ionger Engländer unterrichtetEnglssch, bestemmohlen, Echnellmethod«. Stunde 50 Pf. Kö- nigftadt D. 7238. Rudolf Mass«. Kö- nigstraße�l9._ Abitueium, Einjähriges. Direktor Dr. Fackelmanns Anstalt, Hohen. zollerndamm 198._ Schnellfördernde Prioatzirkel, Kurzschrift. Maschinen. schreiben. Buchhai 200,- 250,-, 300,-, 350,- ■100,—, gebrauchte Klaviere. Teilzahlung. Lerer. Prin- zenft-aße neunzig.' Piano«. gebraucht, 175.—, 325.—. 375,—. Teil. zahlung. Thür, KottbusscrDamm 6t � JLtu±tbfjon wng Bucher�soc id'»g-ich. Erndelitr l. Ped-lrn IchO, Bor. derrädcr 8P0, SchSnlewstraße 2.* Garten. LaaDa und saikon W-Senrndhäuser. dovpelwandig, von 390.— 011, und Lau- benmaterial liefert A. Christ. Frieden- au. Rembrandt. straße. Eingang Körnerstraßc.'■ Soittelmarkt £ed*aif£be Privatschul« Dr Werner, Regie- rungsbaumeister, Berlin. Reander. straße 3. Maschinen. bau. Elektrotechnik, Hochbau, Tiefbau, Steiumeßläiule. Heizuugstechnik.' Dcteklivbüro Etaschel, Chaussee. straße 77. Fern. sprecher Wcdding 7886. BeobachtUn- gen. Ermittelungen. Auskünfte allcrvtts. veiltverkeiip Geschäft»«-»» sucht aus privater Saud 269— 300 SR. Sicherheit vorhan- den. Offerten unter K. 55 Pofiamt Neu. kölln, Sobrechistraßc 10 000 R. sucht auf sschere Svvothe! zur Boll- cndung eines Ein- familienhaufes. Sicherheit«eniiaend vorhanden. Gefällige Nachricht an di« Ex- pedition dieses Blattes, Neukölln, Eiegftiodstr. 28,29, unter F. 1 erdeten. Süpotheken, Baugeld er, Zwischen Iredite. Privatgeld ab 1009 M. vergibt sofort günstigst Bankgeichäft Westers, Friedrich. straße 179(U-Bahn Französisch« straße). Rramanrzeuge| «rdie »erk-Fil'-fe Berlin, Wilhelm- straße 29, ist«röff- »et. Spezial-Ardie- Werkstatt. Erlaß- teillager/ Aus- stellung der 31er Modell«. Ardi«. Kundendienst. «UeiiLPSien s Pfondwäscherci Drosscher Fleiß. Waldemarstr. 64-. Oberbaum 3740. Schrankfertig« Wäsche Pfund 632, Oberhemden 0H5. Wäscherei Franz Welkisch, Köpenick, Pestalozu. straße 12, gegrün. bei 1902, übernimmt sämtliche Wäsche zum Waschen und Plätten. Nur im Freien getrocknet. Bezüge 0,30. Laken 0,25, Herrenhemd 0,20, Damenhemd 0,15. Abholung Dienstag. Donners- tag. Telephon: r. 4 Köpenick 0861. Waschen. Plätten. Svauucn. Norde niväsäiem, Fcldstraße 10. Köpenicker Dampfwäscherei .Charlotte", Grü- naucrstraße 33-, Telephon F 4. 0687. wäscht ohne An- wcndung scharfer Mittel, trocknet im Freien. Billigste Preisberechnung. Abholung täglich. Preisabbau. Wäfckzereibetrieb Erna Butzkc. Köpe nick. Parristusstr. 24 Telephon: F. 4 1516. liefert tadel- lole Saus- u. Leib- wüsche. Schonende Bclulndluna. im Freien getrocknet. kein Bcrtausch, Wäsche versichert. Bezug 28. Damen. leibwäscho 15. Hand- tuchö. Oberhemd 55, Abholung Mittwoch, Donnerstag. Auw. Genossen. die Wäsche nur zur Dampswäscherei „Merkur", Berlin O. 112. Frankfurter Allee 307, Andreas 2820. Preisliste per- langen. Freie Ab- halung täglich durch Automobile. Mit- glied SPD. u. NB. Ueberroschuna. Di« ersten billigsten Nelibanwohnunaen, Iii Simmer 48,—; 2 Simmer 56,— M. an. Neukölln, Tem- pelhof, Schöncbcrg, Pankow, Lichten- berg. Abstandsfrei, ohne Vermittlung. Wohnsekretariat, Kommandanten- straße 61. Möbliert«« Sinnner vermietet billig Prill. Man- bachufcr 26. E Möbliert« Simmer. 1 auch 3 Personen. Ehe- ruskerstr. 9, 11 l.. am Bahichof Schöne- berg. G Leerzinnner. Waimwasser./Bat»-. Kilchenbenutzuna vermietet Funk. Neukölln. Jonas- straße 47. vorderztmoeer. mäbliert/W,—, elektrisch. Essener str. 27. drei Treppe» rechts. Möbliertes Simmer sofort zu vermieten, 9fähe U-Bahn Laupt- straße. Eoetting. Schüncberg. Trae- gcrstraße 3, Ecke Rubensstraße, vorn links I Trapp«. Zeviamsiisn Logier heim und Schlafstellen. Sauberste Betten, luftig- Simmer. Eveifcfaal, Radio ufw. Dufchcnbädcr. 5zb Woche an. Brückenftrahc lOvll. an Ianiwwitzbrückc. Iannowiß 1327. Stube, Küche gegen größere Einzimmerwohnung Abstand. Moraß, Seckmannufer 8. MleigsLULlia Möbliert« Simmer(eigene Fe- der»), Kiickginbe- nußuna. möglichst Bad, sucht besseres junges Ehepaar, kinderlos, 1. Ja- nuar. Preisangebote unter R. 34„Bor- wärts". Lindenstr. 3 Sisiiengasuciia| Syndikus. Jurist, kautions- fähig. 32 alt. frei. Auch-ußerbalb. 13 472 AI-. Berlin W. 85. 1. DGiitisotep aeflaiiieyp gesuciii! Wir suchen zum alsbaldigen Em- iritt für die„Volksstimtne" in Frankfurt a. 51 einen 1 politischen Redakteur, der auch den«nrt- schaits-pol tischen Te 1 und Qe- werkschahsfragen mit zu bcai- beiten hat. Es kommt nur eine erste Kraft in Frage, eine Kraft, die über teichejournalistische Fähigkeiten und Erfahrungen in der modernen Arbeiterbewegung verfügt. Bewerbungen unter An-at-en der bisherigen Täli. kelt und der Qehaltsansprüche sind bis zum S.Dezember 1410 einzurc chen an den Vot sitzenden der PicSkom- mission, bezirkssekretär Martin Hirdcs, Frankfuit a. M., OioEer Hirschgraben 17 I. Unserer Heutigen Stadtauf löge liegt ei» Prospekt der Firma A. 1 Berlin, betreffend.Du MIHge Badi rar Wcilmadifen' Sei, worauf Leser besonder« Hinweisen. Wertheim. wir»ufere