BERLIN Areitag 19, Dezember 1930 erscheiuttSglich außerSonntazS. Zugleich Abendausgabe des.Dvrwürts". Belugsprek beide Ausgaben 8SPf. xroWoche, Z.eoM. pro Mvnac. Redaktion und Expedition; BerlinSW6S,Lindenstr.3 10 Pf. Kr. 594 B 296 47. Jahrgang AnieigenpreiCDie einspaltige Nonpareillezeile Sl> Reklamczeile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwärts-Verlag®. m. b.H.. Berlin Nr. 37 536, Fernsprecher: DönKoff 292 bis 297 Mßtrauensantrag abgelehnt Kläglicher Abfall deutschnationaler Demagogie Der Preußischetandiag lehnke soeben den deutsch- nationalen ZNißtrauenvanlrag gegen den Minister- Präsidenten D r a u n und den Innenminister Severing in namentlicher Abstimmung mit 224gegen132Slimmen bei zwei Stimmenthaltungen ab. Der Mijjlrauevsantrag war bekanntlich mit der Stellungnahme der beiden sozial- demokratischen Minister zum Verbot des Remarque-Films begründet worden. Das Resultat nahmen die Regierungsparteien mit Bei- fall auf. Auf der rechten Seite des Hauses hörte man Pfui-Rufe. Eine größere Debatte entwickelte sich über den Hauptausschuß- bericht, der die Annahm« des Staatsverlroges mit der Volksbühne empfiehlt. Abg. Dr Lauscher(Z.) betonte, es gäbe keine andere Möglich- keit, als di« gütlich« Verständigung mit der Volksbühne, um von dem alten Vertrag fortzukommen. Di« Kroll-Oper müsse wegen Unrentabilität geschlossen werden. Der neue Vertrag ge- währe der Volksbühne rund IVi Mill. Mark und sichere ihr bis 1S3b pro Jahr 54 000 Plätze in der Lindenoper. Abg. Dr. Rose(D. Vp.) wendet sich aus juristischen Gründen in längeren Ausführungen gegen den Vertrag. Im Ausschuß sei eine Klärung nicht erfolgt. Jnsbesondcrs seien die Vertreter seiner Fraktion nicht ausreichend zu Worte gekommen. Abg. König(Eoz.): Das Ziel der Auseinandersetzung mit der Volksbühne darf nichr sein, die Kroll-Oper zu schließen, sondern zu einer Der- ftändigung zwischen Städtischer Oper und Linden- o p e r zu kommen. Leider haben wir diese unsere Aussasjung nicht �durchsetzen können. Wenn jetzt die Leistungen des Staates an die Volksbühne kritisiert werden, so erinnern wir an das Entgegen- kommen der Volksbühne in der Kroll-Oper während der Zeit des Umbaues der Lindenoper. In Wirklichkeit ist dle Volks- bllhne bei dem neuen Vertrag der gebende Teil. Jedenfalls muß die Frage gesirüft werden, ob die Kroll-Oper trog des Vergleiches, vielleicht nach einem Vorschlag des Generalintendanlen Tietjen in Form einer gemeinnützigen Gesellschaft, weitergeführt werden kann. Abg Schulz-Neukölln(Komm.) wendet sich in sehr scharien Ausdrücken gegen den Vertrag. Auf Antrag des Abg. Riedel(Staatspartei) wird die Debatte unterbrochen rmd die Etatsberatung weitergeführt. Vor- gemerkt sind für diese Etatsdebatte bis jetzt noch zehn Redner. Die nationale Nebelkappe. Derichterstat...'--.1.Herr G o ldf chm i dt« Fable*■. �ftanst und' ■----------"strmtm:—, Herr Döscher(Boltswohlfahrt), Frl. Seifarth(Volkswohlfahrt) c) als Jugendlicher: Herr Wolff, ist über dem Bildstreifen: „Der Stahlhelm am Rhein" folgende Entscheidung verkündet worden: Die öffentliche Vorführung des Bildstreifens im Deutschen Reiche wird v e r b o ts n. Die Kammer nahm zur Kenntnis, daß die als Sachverständige gehörten Bertreter des Auswärtigen Amtes, des Reichswehrministe- riums und des Reichministeriums des Innern keine Bedenken gegen den Bildstreifen erheben. Die Kammer war der Ansicht, daß es für die Prüfung des Bildstreifens nicht nur darauf ankomme, ob die gezeigten Borgänge erlaubt und von den Behörden zugelaffen seien, sondern darauf, welche Wirkung der Bildstreifen bei einer öffent- lichen Vorführung auf die Zuschauer ausüben müsse. Hinsichtlich der Beurteilung dieser Wirkung konnte sich die Kammer dem Gut- achten her Sachverständigen nicht anschließen. Die Kammer kam bei Berücksichtigung der Wirkung vielmehr zu der Em- scheidung, den Bildstreifen auf Grund des§ 1 des RLG. zu ver- bieten, wegen der von ihm bei Zulassung zur öffentlichen Vorführung zu befürchtenden Gefährdung der Beziehungen Deutschlands zu bestimmten auswärtigen Staaten und wegen der gleichfalls zu besürchtenden Gefährdung der ö f f« n t- lichen Ordnung und Sicherheit. Was den ersten Verbotegrund betrifft, so war die Kammer der Auffassung, daß der Biidstreifen, der in der Hauptsache den Aufmarsch des Bundes Stahlhelm am 4. und 5. Oktober in Koblenz wiedergibt, in der Versammlung der uniformierten Massen, in den Parade- aufstellungen und Vorbeimärschen ein stark militaristisches Bild zeige, wenn auch jede Bewaffnung fehl«. Als Ganzes könne der Bildstreifen den unrichtigen Eindruck erwecken, als. ob große Teil« des deutschen Bolkes kriegsbereit feien und sich in«iner Kriegs- und Revanche st immung befänden. Dieser Ein- druck sei geeignet, die friedlichen Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbarn zu gefährden. Falls der Bildstreifen, was berücksichtigt werden müsse, im Ausland vorgeführt werden würde, oder falls er von Ausländern in Deutschland gesehen werde, lo müffe er ein durch- aus«inseitiges und unrichtiges Bild von dem deutschen Wesen und von der Stimmung des deutschen Volkes geben. Auch sei ein A u s l a nd s p u b l i k u m nicht in der Lage, zu unterscheiden, wieweit es sich bei dem Appell des Stahlhelms um Mitglieder eines politischen Vereins oderum Soldaten handele. Die rein« Bild- und Tatsachen- berichterstattung von dem Reichsfrontsoldatentag werde zudem durch die Einschaltung zahlreicher Zitate aus der nationalistischen franzö- fischen und der. saschiltischen Preise in eine ausgesprochene politische und außenpolitische Beleuchtung geruckt. Dadurch werde die oben gekennzeichnete Wirkung des Bildstreifens noch verstärkt. Was den zweiten Verbotegrund der Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit betrifft, so war die Kammer der Ueberzeugung, daß der Bildstreifen wegen der einseitigen Einstellung und wegen seiner Militär i s ch« n Grund- tendenz bei jeder öffentlichen Vorführung dazu führen müffe. die politischen und weltanschaulichen Gegensätze im Volke Zu verschärfen. Es müsse bei der gegenwärtigen und gereizten Stimnmng des Publikums mit Sicherheit damit gerechnet werden, daß es zu Kundgebungen und Eegentundgebungen und da- durch zu beträchtlichen dauernden Störungen der öfseiztlichen Ord- nung und Sicherheit kommen werde. Der Vorsitzende legte gegen diese Entscheidung Beschwerde ein, a»il.fi«'.ddie GMchten der SachlxrstäyHen nicht berückffckM h st. JäCi•<••.- i, 2- IM Das amtliche Protokoll, das der Presse nicht zugänglich gemacht wurde, wird im„Stahlhelm" veröffentlicht. Wir geben ihm hiermit die Publizität, die es verdient. Möge die Oberfilmprüf stelle nu» auch recht bald die Gründe mitteilen, aus Grund deren sie das Verbot aufhob. Die Oeffenllichkeit kann dann entscheiden, wo W wirkliche Volksstimmung und wo der politische Kalkül richtunggebend waren. Die Beisitzer der(unteren) Filmprüfstelle aber werden es sich in Zukunft überlegen, ob sie sich weiter zur Dekoration hergebe». Man wundert sich in der Rechtspresse darüber, daß die Filmbeisitzer es wagen, gegen die Gutachten von drei Regierungssiellen zu ent- scheiden, und es nicht einnwl für angemessen hallen, an diese Fragen zu richten. Man zeigt sich bekümmert darüber, daß die Kammer ohne die Sachverständigen in geheimer Abstimmung entscheidet. Der Kommentar zum Rcichslichtspielgesetz von Dr. Ernst S e e g e r, dem jetzigen Vorsitzenden der Filmoberprüsstclle, besagt aber:„Die Licht- bildzensur ist«ine Volks zen sur, die im Interesse des all- gemeinen Wohls und der Bolksgesundheit ausgeübt wird. Die Bei- sitzer haben den beamteten Vorsitzenden bei der Rechtsfindung zu beraten und zu unterstützen. Sie sind ebenso stimmberechtigt wie er. Die Beisitzer sind daher mehr als bloße Sachverständige im Sinne der Prozeßordnung; sie sind sachverständige Richter etwa wie der Handelsrichter." Und an anderer Stelle:„Selbständigkeit und Selb st Verantwortung sind die Wesenszüge dieser Spruch- behärden. Dadurch unterscheiden sie sich von den Trägern der früheren Polizeizensur, die lediglich Verwaltungsbehörden waren." Die Filmbeisitzer, die den.Film oerboten, sind also offenbar der Ansicht gewesen, die Rechte einer Voltszcnsur auszuüben, die nicht an ministeriell« Weisungen gebunden ist. Sie haben selbständig und mit Selbstverantwortung sich eine andere Meinung gebildet, als die Vertreter der Ministerien, die im Sinne ihrer Vorgesetzten zu handeln haben. Es widerspricht durchaus dem Geist des Film- g« s e tz e s, wenn das Votum der S a ch v e r st ä n d i g c n zur maßgebenden Richtschnur gemacht wird. Die Filmbeisitzer haben zusammen mit dem Vorsitzenden die Zensur auszuüben, die Sachverständigen sind nur anzuhören. Wenn die Filmbeisitzer weiter darauf hingewiesen haben, daß dieser Film die öffentliche Ordnung in Deutschland gefährde, so haben sie offenbar das Gutachten des Reichs» innen Ministeriums in Sachen des Films„Im Westen nichts Neues" vor Augen gehabt. Darin steht der Passus:„Das deutsche Volk ist in diesem Winter in einem Zustand so tiefer seelischer Not und innerer Zerrissenheit, daß alles abzulehnen ist, was geeignet ist, den inneren Zwiespalt noch zu vertiefen." Sie wären nach unserer Ausfassung den Aufgaben nicht gewachsen, zu denen sie berufen sind, wenn sie auf diese Gefahren nicht eindringlich hinweisen würden. Oder glaubt irgend jemand, vielleicht der Herr Minister des Innern, daß der überwiegende Teil des deutschen Volkes sich die Grvßmanns- sucht und die Vaterlandsretterei des Stahlhelms, der sich in diesem Film als„geistigen Kämpfer" aufspielt, gefallen lassen wird, wenn «r befürchten muß. daß diese Militärprotzerei uns in den Augen des Auslands unabsehbar schaden wird? Es sind früher wiederholt Filme von legalen und illegalen Auf- Märschen des Stahlhelms verboten worden, mit denen er Propa- ganda treiben wollte. Es ist kein Grund einzusehen, warum ernst« und gewissenhafte Männer jetzt anders Endeln sollten, weil das Auswärtige Amt und das Innenministerium ihr« frühere Praxis mit einem Male aufgegeben habe», Arbeitsrecht und Metallarbeiterkampf. In der Vereinigung Sozialdemokratischer Juristen sprach vor kurzem im Muschelsaal des„Rheingold" Genosse Dr. Ernst Fraeukel über„Die orbeitsrcchlliche Bedeutung des Kampfes in der Berliner Bletallinduslrie". Er vcr- suchte nachzuweisen, daß nicht der Braunssche Schiedsspruch rechtlich die wirklich einschneidende Bedeutung für die Herabsetzung des Lohn- Niveaus der Berliner Metallarbeiter gehabt hätte, sondern die darauf folgenden M a s s e n k ü n d i g u n g c n der A k k o r d l o h n s ä tz e durch die Unternehmer. Der herabgesetzte Lohntarif regelt nur die Mindestzeitlöhne, die nur für rund 13 Proz. der Berliner Metall- arbeiter praktische Gellung hoben. Im M a n t e l t a r i f ist zwar das Minimum des Akkordlohnes auf 113 Proz. der Akkordbasis, d. h. des Zeitlohnes, festgesetzt, aber beim Stücklohnakkord, in dem rund 73 Proz. der Berliner Metallarbeiter arbeiten, ist die Akkordlohn- Vereinbarung rechtlich eine private Abrede zwischen Unter- nehmer und Arbeiter, die Bestandtell des Einzelarbeitsvertrages wird. Ist auch die Akkordgrundlage gesenkt, so berührt die Tarif- änderung doch nicht das in jedem Einzelfall über Tarif liegende Akkordlohnabkommen. Der Akkordlohn hätte also nicht zu sinken brauchen, denn dieses Einzelabkommen kann nur durch Kündigung erlöschen. Die noch vor dem 13. November in den VBMI.-Betrieben erfolgten Mossenkündigungen der Akkordlohnobkommen durch An- schlag im Betrieb tragen, da sie zum Zwecke des Abschlusses anderer Abkommen ausgesprochen werden, rechtlich den Charakter einer Aussperrung. Die Arbeiter haben dadurch, daß sie bei den Berliner Akkord-Massenkündigungcn nach dem 13. November im Betrieb blieben, stillschweigend die neuen Akkordsätze anerkannt. Ob das aber am 15. Januar 1931 wieder geschieht, wo nach dem Braunsschen Schiedsspruch der Zeitlohn(die Akkordgrundlage) erneut sinkt, ist»och unbestimmt. Praktisch ist diese Frage bisher nur in der Bielefelder Metallindustrie nach dem Oeynhausener Schiedsspruch gc- worden. Dort lagen dieselben ManteUarifocrtragsbestimmungen und dieselben Massenkündigungen der Akkordlohnabkommen vor, und die Arbeiter antworteten darauf mit Verlassen der Betriebe. Die Gewerkschaft, die die Streikenden als Ausgesperrte unter- stützte, wurde von der Unternehmerorganisation wegen Tarif- bruchs auf Schadenersatz verklagt. Das Verfahren schwebt vor dem Berliner Arbeitsgericht, ein Zwischenbescheid spricht zum Teil für die Auffassung der Gewerkschaften. Anders ist es bei den sogenannten Minuten-Akkord- löhnen, wo jedes Arbeitsstück seinen Gegenwert in„Lohn- Minuten" erhält. Dort liegt von vornherein die Absicht vor, ein festes Zahlenverhältnis zwischen Akkordlohn und Akkordgrundlage zu schaffen, das auch bei geändertem Zeitlohntarif erhallen bleiben muß. Das Referat löste ein« lange Diskufston ans, in der es auch an Widerspruch gegen die Auffassung des Genossen Fraenkel nicht sehlle. Verschlechierie Krisenfürsorge. Unterstützung von i l V8 M. auf 4,22 M. herabgesetzt. Ein 68 Jahre alter Witwer L., Fuldastraße in Neukölln, der eine Invalidenrente von 30.39 Mark monatlich bezieht, erhielt bis- her 13,73 Mark Krisenunterstützung mit einem Abzug von 4,67 Mark, so daß ihm 11,98 Mark wöchentlich ausgezahlt wur- den. Jetzt bekommt er 13,29 Mark Krisenunterstützung abzüglich 8,93 Mark, wonach ihm nur noch 4,27 Mark bleiben, 6.81 Mark weniger wöchentlich als bisher. Das bisherige Monatseinkommen wurde also von 98,31 Mark auf 68,89 Mark, um 29,31 Mark herabgesetzt. Der Mann, ein Tischler, bemüht sich vergeblich um Arbeit. Er zahlt 18 Mark Miete, so daß ihm noch etwa 39 Mark monallich zum Leben und zur Kleidung bleiben. Bisher reichte sein Einkommen notdürftig aus, jetzt aber reicht es nicht mehr. Er fragt vergeblich, weshalb er um soviel schlechter gestellt wurde. B-ranwortl. Hlr die Rciuiltion: Ära»,«lLH», Berlin; Anzeigen: Th.«locke, Berlin. Verlag: Borwiirts Perlag G. m. b.$.. Berlin. Druck: Borwärlo Buch- bruckerei imi Verlagsanstalt Baul Singer& Co. Berlin EW SJ. Lintenlirake S. vier,» 2 Beilage». CARISCH-KAFFEE Pfund von M 1.90 w, 4.40 i Carisch-Festkaffee i Pfand M 4.00 :..... i i � �; CAR1SCH-TEE in allen Geachma cksri chtungen Pfand 6.00 6.60 7.00 7.60 8.60 10.60 12.60 Mut in 50 0, 125 t-»od 330 g- Packungen Bei Entnahm« von Pfund eine elegante Teedose gratis Familien-Mischung el«-Pfd.-P*ta M 1.10 Die 3 Weihnachts-T afein Schmelz-, Spciscmocca-, Milch- Nuß- Schokolade zusammen A'TC 300 g in Gelatine- Umhüllung M"•• � Carisch- Präsent- Pralinen in geschmackvoller Festpackung» O'TS zaz g Inhalt 375 g Inhalt M 2*90 Kinder- Spar- Automaten mit Schokoladen-Füllung»■% CA Stück M 1•c'u Feinster Baumbehang Schokolade........ Pfund M 1.30 gemischt......... 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Dezember K I N O-T A F E L ÜGG a Potsdamer Strohe 38 W S. 7. 9 Uhr Stg ab 3 Uhr Kriminalkomödie: Das gcsiohlcne Gesicht mit Max Adalbert Rheinstrahe 14 VV. ab 5 Uhr Stg ab 3 Uhr Liebe und Champagner mit Ivan Petrovicfa» Camilla v. Hollay Casanovas krbe mit A. La Fayctte. Maiy Delschaft Odeon, Potsdam er Str. 75 W. 5,7, 9 Uhr Stg. ab 3 Uhr Ein Walzer im Scblafcoupe m. Lacie Englisch, Fritz Schulz Turmstrahe 12 sV'ab 3 u. Kriminalkornödie Das gestohlene Gesicht mit Max Adalbert Alexanderstr. 39-40 (Passage) Den ganzen I ag geöffned l.cutnanf warst da einst bei den Hasaren m. Mady Christians, Georg Alexander c Westen Primus-Palast �sTäbs'is Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretenstr. Tonfilmschwank: Drei Tage Mittel- arrest m. Lucic Englisch» F. Schulz Max Adalbert» Fe ix Dressart Friedrichstadt A Franziskaner Georgensrraße(Ecke Friedrichstraße) Ab Freita?, den 19. Dez.— 4 Tage: Um U. 2. 5, 8 und 11 Uhr Das Wolgamädchen mit Evelyne Holt» Igo Sym u. a. Um 12, 3. 6 und 9 Uhr Sirohwirwer-Tonfilmgroteske:... und so ein GlQck bannst du nur haben! mit Siegfried Arno» G. Alexander Um 12.45. 3.45 6.45 und 9.45 Uhr Ich lebe tür dich! mit Licn Deyers. Wilhelm Oicterlc u. au Die Kamera 3. /�"uw Unter den Linden 14 Wurlilzorgel Frl. Else m. E. Bergner, Bassernann. Der Frost, russisches Märchen « Ho.u.t j Artushof-Lichtspiele Perleberges Straße 2") Film- and Oübnensdian Wochent. ab S' i, Sonnt, ab S Uhr Die Warschaner Zitadelle.— Liebelei mit Evelyne Holl.— Beiprogramm W 6.45, 9.00, U. Stg. ab 4.45 U Farbentonfilm; Welt-Kino \lt-Moabit 99 Rothanl. der Todeskampf einer Rasse mit Ricbard Dia. Jugendliche Zutritt Kant-Lichtspiele Kamstr 54(an der Wilmersdorfer Str.) W. 5, 7, 9 05 Uhr Stg. ab 3 Uhr Kriminaltonsprechfilm; Das gestohlene Gesiebt in. M. Adalbert Schlüter-Theater Schlüterstr. 17 Beginn: 5. 7, 9 Uhr Stg. 3 Uhr: Jugend-Vorstellung Tonfilm; Madi mir die Welt sam Paradies mit GSsta Erle mann, Anita Dorris.— Kampf am die Frau(6 Akte) W Atrium Beba-Palast �paTuhr Sonnabends u. Sonntags 5, 7, 9,15 Uhr Kaiserallee, Ecke Berliner Straße Tonfilm- UrauffOhrung; Der falsche Feldmarschall mit Vlarla Bnrlan, Roda Roda, Fee Malten, H. Frank (Tonfilm-Humoreske).- Tonbcipro- graram. Jugendliche haben Zutritt! Titania Schönebg. s�Ibl Hauptstraße 49 100 proz. Tonoperettel O alte BarsdienheiTlidikeit mit W. FGtierer.— Beiprogramm Jugendliche haben Zutritt Kronen-Lichtspiclc Rheinstr. 65 W. 7, 9 Uhr Sonnabend, Sonntags 5. 7, 9 Uhr Tonsprechfilm: VÄler und Söhne mit K. Rittoer.— Micky Mauz ■ W Titania-Palast JfgSÄ.'u. Steglitz, Schloßstr.5. Ecke Gutsmuthsstr. Tonfilm, Uraufführung! Ein Mädel von der Reepe* bahn mit Trade Öcrliner. Olga Tscbechowa Tonbeiprogramm W Zehlendorf-Hitta> Wochentags 7. 9.10 Uhr Sonntags 5. 7. 9.10 Uhr Potsdamer Str. 50 Stg. 2.30: Jgd-Vorst Tonfilmoperette: Lompcnbali mit C. de Vogt» Kampers Tönende Woche Marlenclor��*� Mä I i riariendoncr Wochen tg. L ia"Aorl uchtspiele ab 7 Uhr Chausseestr. 305 Tonfilm!' Komm zu mir zum Rendezvous mit! Lucic Englisch— Oer blaue Expreß! Zeli Tampelhof Tivoli Berliner Str. 97 Beg 5, 7. 9, Stg. ab 3 Uhr: Jug.- Vorst- lOOpror ronfilm: Llrbling der GUter mit Emil Jannlngs, Renate MSIIer Tonbeiprogramm SiMwcstan Lichtspiele Südwest Blücherstr. 12 W. 5. So. ab 3 U. Das entzückende Lustspiel; Die Wocbenendbraat mit Elga Brink Ehe aal Probe.— Fox-Ton woche Film-Palast Kammersäle Tel tower Str. 1 W. 5, 7. 9. Stg. ab 3 Uhr 100 proz. Tonfilm: Da. alle Lied mit LH Oagorer Flock and FHcky an! der Jagd ■ SHdan g Primus-Palast Am Hermannplatz, Urbanstr. 72/76 Wochent 6.45, 9. Sonnt 3. 5,7,9 Uhr E. A Duponts Tonfilm: MeBKbea Im KSflg mit Hetarldi George, Fritz Kortner, Conrad Veldt Aul der Bühne: Ba-Wc-La(Im Wandel der Zeiten) Th. am Moritzplatz Beg: Wtg 5, 6 30, 9 Uhr Stg. ab 4 Uhr Crankall mit Grete Mosheim Blonde Mädchen mit LooUe Brooks m NeuKBIIn i Mercedes- Palast Hermannstraße, Ecke Jägerstraße Anfang: Wchtgs. 6.45, 9. Stgs. 3, 5, 7. 9 U 100 proz Tonfilm: Er oder ich mit Harry Plel Auf der Bühne: Samson Breitbart (Der stärkste Mann der Welt) ICsslnsl« Wochent 6,45. 9 L. rVUKUK Sonntags 3. 5. 7. 9 U. Kottbusser Damm 92 lOOproz. Tonlilm! Dolly macht Karriere mit Dolly Haas, Kart Gerron, Altred Abel Tonbelprogramm Pvr-�lairsf Wochent 6.45, 9 U CXCCISlOr Sonnt 3, 5. 7. 9 U. Kaiser-Friedrich-Straße>91 Tonfilm 1 Krim nal-Tonfilm; Das gestohlene Gesiebt.— Tonbciprdgramm Sonnabend.) Uhr: Jagend-MIrebenrorsielliing Stern, Hermanmtra�« 49 Wochentags 6 45. 9. Sonntags 3, 5. 7. 9 U lOOproz. Tonfilm: Das alte Lied mit LH Dagover, Uen Deyers Mldiy Maas.— Bdpregri SOdestm Filmeck Skalltzer Straße, am GSrlitzer Bahnhol Beginn Wochentags; 6.30 und 9 Uhr Sonntags: 3, 5, 7, 9 Uhr 100 proz. T onoperette: Ein Barscbcnlied ans Heidelberg mit WUly Forst Beiprogramm Bfihnenscbsn Luisen-Theater Reichenberger Str. 34 Anf. W: 6 30 u. 9 U. Stg. 3, 5, 7, 9 U. Tonfilm: Die fliegende Flotte mit Ramon Novarra.— Bflhnenscbau Jugendliche haben Zutritt Stella-Palast Köpenicker Straße 11—14/ Wochtgs. 6.30, 9 U. Sonnt 3, 5, 7, 9 U. lOOproz Kriminaltonfilm: Der andere mit Fritz Kortner, Helnrtdi George Beiprogramm BflbnenrdiaD Urania Tonil Im-Variete W. 6 45, Stß 3 U. Wrangelstraße 11(an d. Köpenicker Str.) Die Warschauer Zitadelle mit V. Varconl» Katharina Knie, Carmen Poul.— Kapelle.— DQhnenschau Sternwarte— Treptow Sonnabend 8 Uhr, Sonntag 4, 6, 8 Uhr: Oer heilige Berg Film aus dem Hochgebirge Nortfoatcn „Elysium" Prenzlauer Allee 56 W. 5.15, 7. 9.15. S 3.15,5. 7.15. 9 15 Uhr Heuny-Porten-T on-Sprechfi 1 m: Kohlhiesels Töchter Gr. Bühncnschao.— Tönende Woche Jugendliche haben Zutritt Sonntag 315 Uhr Gr. Welbnachis- lugd.-Vorst, jed. Kind ein Geschenk Flora-Lichtsp. LAa,iedesb4or/ffr Wochent. 6.30, 9 U. Sbd. 5 U, Stg 3 U. Tonfilm: Oalfe Barschcnhcrrlidikeit mit Werner Futter er Illusion mit Conrad Veldt ■«"«»"» Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Besinn der ersten Vorstellungen Wochen'g. 6 3ü, Sbd. 5, Stg. 3 Uhr Einbruch im Bankhaus Reicheubach mit Evelyne Holt Beiprogramm Auf der Bühne: Bruno Kästner» Lies I Tlrscb in ihrer lustigen Szene. Tonfilmfieber Luna-Filmpalast � z Qr. Frankfurter Str. 121 Tonfilm: Vafer und Söhne mit Rod. Rittner.— Unter den Indianern Sfld- amerikas.— Bü: W. Bosson» Clown Schwarzer Adler X,™» Woch. 5. 7. 8.45, Stg. 3. 5. 7. 8.45 U. 100 proz. Tonfilm: Gigolo, dendiSne arme Tanzlentnaot m. Anita Dorrii Tönende« Beiprogramm Comcnius-Lichtspiclc Memelcr Str. 67 Anf.; 6Vj, 9 U. S. ab 5 U. Großtoniilm i We»ttronl 1918 mit Kamper«. G. Dicgl. Gr. Bclprogr. Concordia-Palast Andreasstr. 64 W. ab 5 U.. Stg. ab 3 U. 100 proz. Tonfilm; Er oder idi mit Harry PleL— Ehe.— Beiprogrami jugendliche haben Zutritt Viktoria Lichtbild Th. Frankfurter Allee 48 Woch. 5, 7. ca 8.45, Stg. 3, 5. 7. 8.45 U. 100 proz. Ton-. Sprech- u. Gesangfilm Gigolo, der«diöne Tanzlea In an t W Wou-tlehtonberfl"k Kosmos-Lichtspiele Lückstraße 70 100 proz. Tonfilm; Beginn 5, 7, 9 U. Der keawbe Jotci mit Harry Lledlke Dazu da» tönende Beiprogramm W Friodrlctizfelef U Kino Busch All-Friedrichsfelde 5 Beiprogramm Wo« eine Fran Im Frfihting Irlaml mit Gesang, Kort VcspcrmaD Es tat«Ich was In Hollywood Schloßpark Film-Bühne Berliner Allee 206— 210 Bfibnenschan Großtonfilm: Zwei Welten. Rönbcr der Unterwelt.— Ab Montag: Land des Lächelns mit Tauber ■ Horde«. O AlhAmhrA Müllerstraöe 136, /YiliailLLira ecke Seestraße Tonfilm; Der keusche Josef mit Harry Liedtke. E. Brink.— Pat und Patacfaon als KonstschOizcn. Vom 22.-24. weg. Renovierung geschlossen Pharus-Lichtspiele Müllers tr. 142 W. 5. 7. 9 U 100 proz. Tonfilm: Der Greller mit Harn, Alber«. Dazu das tönende Beiprogramm PROGRAMM für die Zeit vom 19. bis 22. Dezember Marga-Lichtspicle Schulstraßc 29 100 proz. Ton operette Die CsikosbaroneE m. Grell Theimcr Emst Vcrcbc«.— Wenn ein Weib den Weg verliert mit Marlene Dietrich Prater-Lichispiel-Palast Kastanienallee 7-8 W. ab 5. Stgs 3!/j U. König von Paris m. Ivan Pctrovich Dflrten wir schweigen. Böhnenschau Mila-Lichtspiel-Palast Schönhauser Allee 130 W. S1«, S. 41.i Tonoperette Die Lindenwirlin mit KltheDorMh Beiprogramm. Gr. Bflhncnsdiaa Filmpalast Puhlmann Schönhauser Allee 148 W. 5, S. 31; U. Kriminaltonfilm: Der Andere mit Kortner, George, K. ▼. Nagy. Schwere Jangen- leldile Mädchen Panko * Palast-Theater Breite Straße 21 a W. 6J0. 9, Stg. 4. 6.30. 9 100 pioz Tonfilm; Nor am Rhein mit Oaisy d'Ora, Igo Sym, Trno« ran Allen. Beiprogramm Tivoli» Pankow Berliner Straße 27 W 6J0. 9 U.. Stg. ab 4 U. lOOproz Tonfilm: Camilla Horn and 36 Prominente i Die groftc Sehn- »acht. Beiprogramm � Nleetcrtenanhamen> Film-Palast ISöSi»«» Blankenburger Str. 4 So Z1/* Jgd.-V. Wochtg 6.30, 9 U.. So. 4 30, 6 45. 9 U Tonfilm: Dolly macht Karrlere mit Dolly Haas» A. Abel. Lustiges Bei- Programm ** Filmpalast Tegel f'SSe 2f' Stgs. 2 U-Jgd.-Vorst. W. 6. Stg. 4« U. Tonfilm: Walzer Im Schlafcoupö mit Fritz Schulz» Lucie Engilsh. _ Lustig. Bclprogr� Auf Tobls-App. „Kosmos" Filmbühne Hauptstraße 6 Beg. 6 Uhr, 4'.30 Uhr Die unvollkommene Ehe mit Basier Keaion. Bühne: Lllipotancr-Revuc. Union-Theater Hauptstr.3 stg. 2 Jgd.-V. W o, 8*/2, Stg. 4»/«. 6�. 8*4 U. Schloß der Liebe m. Iv. Peirovich. •Die Schlange von Paris m. R. Novarro W~WennIgsdor>""fc Fiimpalasi s«. vXkf'v. Berliner Straße 59 Stg. 2U.(ug.-V'orsL Tonfilm: Da« alte Lied mit LH Da- gorer, Bclprogr. Auf tOangtilm. ?&eita£e Freitag. 19. Dezember 1930 MvÄbimd StaJaaUaA�h lifeäfA Von innen gesehen Wohnraum und Lebensraum im Lande des Eisens Gs spricht sehr deutlich für den starken, gleichmachenden Druck des Kapitals, daß es weder im französisch-luxemburgischen Erzbecken, noch im lothringischen Kohlenbecken trotz der dichten Zusammen- ballung von Arbeitermossen aller Nationen und aller Kulturgrade jemals zu ernsthaften Reibereien gekommen ist. Nur innerhalb der italienischen Arbeiterschaft hat es in den letzten Jahren Gewalttaten zwischen faschistischen und antisaschistischen Parteigängern gegeben. Im luxemburgischen Teil des Erzbeckens sind(1928) 28 913 Arbeiter beschäftigt, davon sind 17 023(60 Proz.) Luxemburger, 10 000 mehr als 1913, während die Zahl der Ausländer mit 11022 stabil blieb. An erster Stelle stehen die Italiener mit 3522 Arbeitern, es folgen die Deutschen mit 3161, die Belgier mit 1614, die Franzosen mit 864. Der Rest von 1879 Arbeitern verteilt sich auf verschiedene Nationen, hauptsächlich Polen, Jugo- slawen und Tschechoslowaten, die die Italiener verdrängt haben. Es dominieren also überwiegend die Deutschsprachigen und andererseits die Arbeiter gleicher Kulturstufe. Ganz anders liegen die Verhältnisse auf der französischen Seite. Hier war es mir nicht möglich, genaue Zahlen zu erhalten. Sowohl in Nancy, auf der Präfekwr, wie in Paris in der Zentrale des Arbeitsamts, weigert« man sich, die genauen Zahlen anzugeben. Man gäbe derartig« Zahlen auch französischen Journalisten nicht. Der Grund dürste vorwiegend politischer Natur sein. Die streng„nationalen" Fadritherren wünschen nicht, dah man weiß, sie beschäftigen vorwiegend Ausländer. Bor dem Krieg(1910) waren allein im Erzbecken von Briey von rund 45 000 Arbeitern 25 000 Ausländer, die 18 verschiedenen Nationen angehörten. Im ganzen Departement Meurihe-el-TRoselle gab es über 57 000 Ausländer, die überwiegend in der Schwerindustrie beschäftigt waren. An erst«? Stell« kamen di« Italiener mit 32 068, dann folgten die Belgier mit 10586, di« Deutschen mit 9400, di« Luxemburger mit 3581 usw. Di« Deutsch«» sind fast ganz, di« Belgier und Luxem. burger zu einem Teil, aber auch di« Italiener sind ersetzt worden durch Spanier, Portugiesen, Polen, Jugoslawen usw. Das Lölkergemifch spottet hier jeder Beschreibung. Im Moseldepartement sind in den Kohlengruben 29 342 Arbeiter beschäftigt, in den Erzgruben 15 731,'in den Hütten 37 688, ün Maschinenbau 6400. Das macht allein 89161 Arbeiter. Das Verhältnis zwischen Ausländern und Einheimischen ist ungefähr das- selb« wi« in Luxemburg, doch dürfte der Anteil der Deutschen höher sein. Für die sogenannten Grenzgänger gibt«s ein besonderes Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich, das di« Beschöf» tiguna von Deutschen in den ftanzösischen Grenzdepartements(und umgekehrt) sehr erleichtert. Auch gibt es einige Wusend Reich-. deutsch«, die schon vor 1918 hier beschäftigt waren. Berücksichtigt man das Völkergemisch und dessen Zusammen- setzung im Departement Meurthe-et-Moselle, dann wird einem manches verständlich. Ich besichtigte die B a d e e i n r i ch t u n g eines Hüttenwerks, das 3200 Arbeiter beschäftigt. - Zur diese ZZ00 Arbeiter gibt e» insgesamt 15 Brausen(Benutzung dreimal wöchentlich unentgeltlich) und 2 Wannen(Benutzungsgebühr 75 Cent.). Ich staune. Di« Arbeit ist sehr schmutzig. Im Ort gibt es kein Bad und auch nicht in den Arbeilerwohnungen.„Reicht denn das aus?" Der Dadewärter lacht und zeigt auf«in« schwarze Tafel. wo die Besucherzahl aufgeschrieben ist: 1068 in der vorherigen Woche.„Well es ziemlich warm war. Oft sind es weniger, selten mehr. Es siiü>.imm«r dieselben." TauseiÄ» in einer Woche. Immer dieselben. Und die anderen 2200?(Vorausgesetzt, es sind nicht noch mehr, die ni« kommen. denn unter den 1000, die sich abbrausen oder baden, machen wahr- scheinlich manch« Gebrauch von der Erlaubnis, dreimal wöchentlich das Bad zu benutzen). Cit« von Lexy in der Nähe von Longwy. An der Straß« im Rücken eines Walzwerkes stehen eine Anzahl elender Holz. barocken, denen man ansieht, daß sie aus irgendwelchen Brettern irgendwie zusammengenagelt worden sind. Wir treten ein. Ein halb» dunkl«r, durch ein kleines Fenster ungenügend«rleuchteter Raum, 3X3 Met«r im Geviert, kaum 2 Meter hoch. Zwei schmale, schmutzig« Betten, ein Tischchen, zwei Stühle,«in kleiner Wand- schrank, die Diel« grauschwarz, die Wände von undesinierba.'er Farbe, ein kleiner, runder Ofen. Vor dem Tischchen sitzt ein junger ikalienischer Arbeiter und schreibt einen Brief. An die Familie daheim. Er spricht nur einige Brocken französisch Er und sein Kollege zahlen für diesen Verschlag 60 Franken monatlich „Im Winter", sagt Thonelier, der Sekretär der Sektion des Metallarbeiterverbandes, als wir wieder ins Auto stiegen,„da brennen manchmal die Baracken reihenweise nieder. Sie schützen schlecht vor Kälte und werden daher überheizt." „Wem gehören diese Aarack«n?" „Irgendeinem betriebsamen Italiener, der seine Landslcute aus. beutet." Die Polizei schließt beide Augen, denn es sind nicht genügend möblierte Zünmer(Preis 80 Franken monatlich) im Ort zu haben und die Fabriken haben nicht genügend Ledigenheime errichtet. Das Ledigenheim einer Fabrik. Eine keifende Ita- lienerin betreut die Zellenbewohner. Eigentlich sind es gar keine Zellen, denn die dünnen Holzwände, die die langgestreckten Korridor« in kleine Zellen teilen, reichen nicht bis zur Decke. Die Zellen find 2 X l.SO Bieter„groß". Ein schmales Bett, ein kleiner Tisch, ein kleiner eiserner Wandschrank, «in 51l«id«rhaken. Steinfliesen, Zentralheizung im Korridor,«in gemeinsamer Waschraum, der füret iva2SZ«li«n5 Wasser. Hähne enthält. Di« Bettwäsche wird alle 14 Tag« gewechselt. Das Ganz« macht eher den Eindruck eines Gefängnisses. C!t4 von H u m o n t bei Longwy. Ein Reihenhaus chen, zwei Zimmer und große Küche. In den Zimmern stehen sieben Betten, in der Küche«in rohgezimmerter Tisch,«in« Holzbank, zwei Stühle. Das sind dle Möbel. Hier wohnt«in« Italiener- familie. Der Vater und zwei Söhne orbeiten in der Fabrik. verdienen jeder 32 bis 35 Franken pro Tag. Der ein« Sohn ist gerade zu Haus«. Er hinkt. Hat vor zwei Iahren«inen Unfall er- litten.„Der Arzt der Fabrik," erzählt uns der junge Arbeiter, „sagte mir:„2>u bist arbeitsfähig." Es wurde immer schlimmer. Vor Schmerzen konnte ich es nicht mehr aushalten. Aber der Arzt:„Du kannst orbeiten." Da fuhr ich nach Luxemburg ins Krankenhaus. War sechs Wochen in Behandlung, wurde operiert. Für mein Geld." Er zeigt uns eine Rechnung über 800 Franken. Thonelier klärt ihn auf, daß er einen anderen Arzt hätte aufsuchen, Ersatz der Kosten verlang«» können. Da aber Luxemburg Ausland ist, dürfte der Arbeiter um s«in Geld kommen. Thonelier will sich des Falles annehmen. Ein typischer Fall, wie hilflos dies« ausländischen, unorganisierten Arbeiter— und wie skrupellos die Werk» zeug« der„Fabrik" sind. In Ioeuf, im Becken von Briey. Das Zzeim eines französischen Arbeiters. Drei Zimmer und Wohnküche. Dater und Sohn arbeiten in der Fabrik. Sie haben Schicht bis 14 Uhr. Hier sieht«s sauber und wohnlich aus. Di« vierköpfige Familie fetzt sich zu Tisch. Es gibt den in Frankreich traditionellen pst an leo, d. h. zunächst Fleischbrühe, in das Weißbrot geschnitten wird, dann das gekochte Rindfleisch, dazu die in der Suppe gekochten Gemüse, reichlich Weißbrot und Rotwein. Der Mann klagt. Die Miete ist plötzlich von 25 auf 45 Franken erhöht worden, dazu die Steigerung der Lebens- Haltungskosten, die erhöhten Sozialbeiträge(bisher gab es eine Fabrikkass«), was zusammen eine Lohnkürzung von 100 Franken im Monat oder 10 Proz. des Lohnes ausmacht, obwohl die Löhne nominal unverändert blieben. Tarifvertrag gibt e» nicht, die Organisation ist infolge der kommu- vlslischen Spaltung zusammengeschmolzen. Das Heim eines Kohlenhauers in Merlenbach im Mosel- departement. Genau wie das in Ioeuf, nur mit dem Unterschied, daß hier die Familie deutschsprechende Lothringer sind und der deut- sche Eim'chlag in Sitten und Gebräuchen uiwerkennbar ist. Der Mann, der Leiter der Ortsgruppe des Bergorbeiterverbandes ist, hält drei Zeitungen, darunter die sozialistisch«.Ffreic Preste" von Straßburg. Bis 1920 waren die Arbeiter zu 95 Proz. ge- werkschaftlich organisiert. Dann kam die kommu- n i st! s ch e S p o l t u n g. Die Kommunisten zogen die ganz« Orga- nisation zu sich herüber. Es blieb nur ein Häuflein Unentwegter, die durch die Schule der sozialdemokratischen Partei und der freien Gewerkschaften Deutschlands gegangen sind und für die der„Bor- wärts" immer noch„das Zcntralorgan" ist. I e tz t s i n d d i c Arbeiter bis auf«inen kleinen Rest von Schreiern den Kommunisten wieder davongelaufen. Ganz langsam nimmt der sreigewerkschaflliche Bergarbeiterverband wieder an Mitgliedern zu. Frohlockend berichtet man mir, daß es am Abead vorher zum erstenmal seit langen Iahren gelungen war, eine öfsent- lich« freigewerkschaftlich« Versammlung in Ruhe zu Ende zu sühren. daß die Kommunisten in ihrer Versammlung am Tag« vorher nur fünf Besucher hatten, während in der fteigewerkschaftlichen Versamw- lung immerhin 60 Personen waren. Vorläufig braucht 5)«rr de Wendel freilich noch nicht um seine Alleinherrschaft bange zu sein. Es ist gut, nützlich, höchste Zeit, daß der Internationale Gewerkschaftsbund den Versuch unternimmt, die 200 000 Arbeiter zu organisieren, ihnen Rückhalt, Hossnung und Lebensfreude zu geben. Aber ob es gelingen wird? Das Problem müßt« von beiden Seiten, von der Wirtschaft- lichen und der politischen Seite angepackt werden. Solange die sozialistische Partei sich nicht der Gemeindevertrc tungen bemächtigt haben wird, hängt jede gewerkschasttiche Orga- nisation in der Luft. Solange Abgeordnet« und Senatoren die Fabrikherren selbst oder deren Werkzeuge sind, werden die Koni- mistare, Präsekten und Unterpräfekten die Wünsche der Fabrikherren erfüllen. Hier harrt der französischen Partei ein« verhältnismäßig leicht zu erfüllende Aufgab« und ein« reiche Ernte. Di« Arbeit der sozialistischen Partei,— dies ist die Schlußfolgeruiig, die ich aus meinen Beobachttingen ziehe— ist die Voraussetzung und die Grundlage des gewerkschaftlichen Erfolges.). Stcincr-luIIicn. Spiele und Spielzeug Noch etwas für den Weihnachtstisch Auch Kiirderspiele und-spielzeug sind dem Zeitgeschmack unter- warfen. Zinnfiguren tverden einmal hauptsächlich als Gestalten irgendwelcher historischer Epochen, ein paar Jahre später vielleicht als Indianer begehrt, und die militaristische Erziehung der Jugend schuf den Wunsch nach den zeitgemäß gekleideten Zinnsoldaten. Das harmlose mechanische Spielzeug, das die Eltern heute für ihre Jungen kaufen, hatte einen weniger lzarmlosen Vorläufer: zu Goethes Zeiten gab es aiif der Frankfurter Meste kleine Guillotinen zu kaufen, mit denen man Puppen köpfen konnte, und der Herr Gclzeimrat Goethe schrieb aus Weimar an seine Mutter, sie möchte doch für seinen Sohn August solch kleines Mordwerkzeug kaufen. Doch Frau Rat antwortete ihrem geliebten„izätschelhans" mit einem entrüsteten Brief. Aber diese barbarischen Spielereien, die Kanonen, Geioehre und Säbel ebensogut wie das kleine Fallbeil, sind Mvdenauswüchs« einer Industrie, die allzu geschäftig die Schlagworte des Tages für ihre Zwecke auszuwerten sucht. Di« Kinder kämen nicht von selber auf solche Wünsche. Man weckt sie erst künstlich bei ihnen, in dem man ihnen diese Spielereien vorführt. Ganz anders liegen die Ding« bei technischem Spielzeug. Was das Kind im täglichen Leben bewundert, möchte es auch in feine Welt hineinziehen. Und wenn der Junge so weit ist, sich Hebekröne uftd Aufzüge, Flugzeug« und Luftschiffe selber zu bauen, so machen ihn Anleitung und Material zu diesem Bau sehr viel glücklicher als der fertiggekauste Gegenstand. Das Verständnis für die Welt des Kindes, das heute er- freulicherweise immer allgemeiner wird, führt dazu, daß die Nach- irage noch' solchem Material zum Selbstschcflsen beständig wächst. Leider sind die Kosten hierfür meist sehr hoch, besonders dann, wenn es sich um Arbeit für bastelgsübte Jugendliche handelt, die technische Ansprüche stellen. Manchem dürften daher drei Vastelbücher will- kommen sein, die mit verhältnismäßig geringen Kosten den Bau von Modell-Motorbooten und-Segelflugzeugen sowie den Bau eines Projektionsapparates, den man auch zur Vergrößerung von Photos benützen kann, ermöglichen. Allerdings setzen alle drei Hefte tüchtige Handfertigkeit, gutes Hand- werkszeug und technische Begabung bei den jugendlichen Bau- meistern voraus. Motorboote und Segelflugzeug werden wohl meist nur in gemeinsamen Handfcrtigkeitzstunden unter fachmännischer Anleitung hergestellt werden können. Beim Projektionsapparat, dessen einzige kostspieligen, aber natürlich unvermeidlichen Zutaten der Linfenfatz darstellt und der ein praktisch sehr brauchbares und stabiles Instrument werden kann, wind die Hilfe eines geschickten Vaters genügen. Die Anleittmg zum Motorbootbau kostet 2,75 TO.; die beiden anderen Hefte je 1,50 M. Aber bereits die ganz Kleinen wollen selber produzieren. Nicht jedes Kind ist so glücklich, in einem modern geleiteten Kindergarten zn geeigneter Beschäftigung angeregt zu werden. Da kann ein Buch H'lfe bringen, das ber Mutter zeigt, wie sie ihr Kleinkind beichäs- tigen kann. Es ist von Johanna Huber und lxifzt„Das B u ch der Kinder beschäftignnge n" Leider ist es ziem- lich teuer: es kostet 5,50 M. Aber wer Geld genug hat, feinem Kinde Spielzeug in dieser Preislage zu kaufen, sollte lieber daraus verzichten und sich das Buch anschaffen. Nach leiner Anleitung lai'sen sich für den Weihnachtstisch des Kleinkindes aus einigen Hausabfällen— Garnrollen, Korken. Streichholzschachteln usw.— bereits allerlei Herrlichkeiten anfertigen. Und das Kind kann diesen Srielzengschatz durch eigene Produktionen immer weiter vergrößern. Buntpapierarbeiten für etwas größere Kinder— etwa 6- bis 8jährige— lehren zwei Hefte:„B u n t p a p i e r r e i ß e n" sind „Lustige A u sf chn e! de k unst". Den Vorlagen zum Bunt- xapierreißen sind gummiert« farbige Glanzpopierblätter gleich bei- gegeben, so daß also keinerlei weiteres Arbeitsmate riql nötig ist. Das Heft ist künstlerisch wertvoller als die hübsche und wirklich „lustige" Ausschneidekunst, wird aber nicht sehr phantasiebegabicii Kindern weniger als diese bieten können.(„Ausschneidetuust" 1,20 M.;„Vuntpapierreißen" 1,50 M.) Größeren Mädchen, die an„W eben" und„B a st a r b e i t e n" Freud« haben, dienen zwei Hefte— Preis je 1,50 M.— mit Vorlagen. Doch ist zum Weben noch ein Webekamm(Preis 1,20 M.) oder ein Webercchnwii (Preis 2 M.) nötig. Ein Arbeit-kasten„V a st w e b e n aus r u n d e r S ch e i b e" ist mit 2 M. viel zu teuer bezahlt.„F« n st e r- bilder zum Selb st kleben" nennt sich ein Heft, das Papp- tafeln mit schwarzen Umrissen zum Ausschneiden und sarbigc Seiden- papierblätter zum Unterklebcn enthält. Die Vorlagen sind sehr ge- schmackvoll. Größere Kinder können später ähnliche Bilde? selber erfinden. Auch eine Anzahl neuer Spiele zeigt deutlich den Einfluß der Gegenwart, wenn man fle etwa mit den Spielen der Bortriegszett vergleicht. Zinnsignren, die nie stehen wollten und die leicht zerbrachen, sind aus den Spielen ganz verschwunden: farbenfrohe gedrehte Steine in de« verschiedensten Formen ersetzen sie. Das auegesprochen« Gesellschafts-ilnterhalwngaspiel gibt es nur noä, für die ganz Kleinen: ein„Bilderlotto" und ein„Bilder- domino"(je 1,50 M.), beide mit guten kindlichen Bildern, die auch als erste Zeichenvorlogen dienen können. Tüchiige ABC- Schützen will ein„Rechenlotto"(2,50 M.) erziehen, das sich im Zahlengebiet von 1 bis 12 bewegt. Ein Quartettspiel„S ch n a p p" '(1 M.) setzt mit seine» umfangreichen Spielregeln dagegen schon etwa-! größere Spieler voraus, ohne in seinem Bildmaterial daraus Rücksicht zu nehmen. Di? übrigen Spiele, von denen hier gesprochen werden soll. lassen sich in zwei Gpuppen trennen: vier sind Gesellschafts-G?duld- spiele; eins ist ein lustiges- Kinderbrettfxiel, das schon einige Kon: binationsfähigkeit erfordert. Das stumpfsinnige Würfelspiel mit de» endlosen Spielregeln ist ganz verschwunden: es war für Kinder berechnet, die gedankenlos spielen wollten, und die es nicht gelernt Hutten, mit kameradschastlichen. Anstand zu verlieren. Wenn auch nur einer gewinnen konnte, so gab es doch unterwegs an den einzelnen Nummern kleine Gewinnchancen: man gewann zehn Spielmarken oder fünf: und an Feterlagen statt der Spiel- marken vielleicht sogar Süßigkeiten. Die neuen Spiele„25 i e w i l d e L a g d",„P e n g",„M i r kann k e> n e r"(je 2 M.) und„N i r" (1,25 M.) haben alle eine entfernte Verwandtschaft mit dem be- kannten„Mensch, ärgere dich nicht". Wenn die Kinder lernen, diese Spiele mit guter Laune durchzuhalten, so ist spielend ein gutes Stück Erziehungsarbeit geleistet. Daß sie immer wieder gern zu ihnen greifen werden, dafür sorgt die hübsche Aufmachung der Spiele. Ganz neuartig ist das sehr einfache Brettspiel „Dioletta". dos geistig regen Kindern viel Freude mach.» kann Vier Bücher für Sechs- bis Zehnjährige, die aber mehr dem Spiel und der Beschäftigung als der Lektüre dienen iollen. sind die(Einführungen in die Tierwelt von W. S ch n e e b e l i „S to ch e l i g r l",„Vom Reh",„Eulerich" und„Tier spuren im Schnee". Jedes Heftchen tostet fest gebunden 1,20 M. Es erzählt in etwas naiver Form, ober immer richtig und für ein Kmd verständlich vom Leben des betreffenden Tieres und regt dadurch zur Naturbeobockstimg an. Die„Spuren im Schnee" sind für Kinder geeignet, die Gelegenheit haben, solche Tier- spuren im Freien aufzusuchen. Die einsacken Bilder des Buche-- sind brauchbare Zeichenvorlagen.— Alle Spiele und Bücher sind im Verlag von Otto Maier, Ravensburg, erschienen. Drucke E. Sclitii■. ßlfepxi tDOLgcn cm: &i3xieherpevsänlichlieiten Zu allen Zeiten hat es einige wenige Menschen gegeben, die die Gabe besaßen, Kinder mit Erfolg zu erziehen und die bei den Kindern meist auch sehr beliebt waren und sind, und daneben die große Menge derer, die günstigstenfalls aus Mangel an Interesse der Erziehungsarbeit gänzlich fern stehen, die aber leider auch vielfach den Ehrgeiz haben, trotz mangelnder Begabung und Befähigung zum Erzieher Kinder heranbilden zu wollen. Was sind das für Menschen, denen die Gnade, Erzieher zu sein, zuteil wurde? Zu allererst müssen sie selbst erzogen sein, eine keineswegs leicht zu nehmende Vorbedingung, da ja in An- bctracht der Seltenheit guter Pädagogen auch wirklich gut erzogene Menschen ziemlich selten sind. Sodann muß man vom Erzieher vor allem weitestgehende A u f r i chl i g k e i t gegen sich und andere verlange», weil nur durch solche Ehrlichkeit Gerechtigkeit geübt und das Vertrauen der Jugend erworben und erhalten werden kann. Ein weiteres wichtiges Erfordernis ist. daß der Erzieher sich dauernd beweglich erhält, daß er die Fähigkeit besitzt, nicht einzurosten, sondern selbst ständig ein Lernender zu sein, ein Schüler der Wissenschaft und vor allem ein Schüler des Lebens. Die nach uns kommende Generation findet ja nicht mehr die Welt vor, die wir einst als Kinder und Jugendliche vorgefunden haben. Unsere Jugend steht vielmehr einer Welt gegenüber, die von unserer Generation beeinflußt und verändert worden ist, und die sie einst selbst wieder verändern wird. Wir müssen deshalb als Erzieher, wollen wir nicht anders die innere Verbindung nüt der Jugend völlig verlieren, immer in der ersten Reihe alles Neuen stehen, soweit es wirklich wertvoll und tragfähig für die Zukunft ist. Zum Glück besitzen ziemlich viele Eltern diese Fähigkeit, mit der Jugend wieder jung zu werden, und das ist auch der Grund, warum verheiratete Menschen mit Kindern so hmisig schneller mit der Zeit mitgehen als kinderlose Ehepaare oder Unverheiratete. Viel schwieriger sst es schon gerade für die Eltern, den eigenen Kindern gegenüber, eine andere Voraussetzung zum Erzieher zu erfüllen. Der gute Erzieher soll nämlich die seltene Fähigkeit hcsitzsn, zu seinen Zöglingen„D i st a n z� halten zu können, d. h. er soll zu ihnen eine sachliche und keine gefühlsbetonte, keine mit dem Vorunteil der Liebe oder des Hasses beladene Einstellung besitzen. Das ist nun für Eltern das Allerschwcrste, weil wir natur- gemäß dazu neigen, in unsere Nachkommen alle möglichen eigenen unverwirklicht gebliebenen Wünsche und Gefühle hineinzulegen. Da kann mir scharfe Selbstbeobachtung und Selbstzucht helfen, getragen von jener starken Verantwortung, die den Zögling stets ernst nimmt als einen Mitmenschen zwar minderer Erfahrung und minderer Intelligenz, aber gleichen Rechtes auf Leben, Gesundheit und Entfaltung seiner schöpferischen Eigenart. €in'BrauseTzopf Frage: Ich habe eine Tochter von l8 und einen Sohn von 1!1 Jahren. Meine Tochter ist sehr folgsam und gehorcht, wenn ich befehle. Mit meinem Sohn ist kein Auskommen mehr. Er ist arbeitslos und in der Sozialistischen Arbeiterjugend. Allen Ratschlägen und Vorhaltungen über sein Betragen setzt er ein loses Mundwerk entgegen. Seine Zeit vertreibt er sich mit Büchcrlesen oder Oft ist cjc von morgens bis spät in die Nacht nicht zu Hause. Felder führt er ungehörige Unterhaltungen über sexuelle Fragen. Auch- gehört er.der Frei-Körperlulnlr-Bewegung an. Da ich meinem Söhn davon allraten wallte, ist er zu einem anderen Genossen gezogen. Wie gewinne ich meinen Sohn für die Familie zurück? Antwort: Hier hat es wohl bei Ihnen ein wenig an der nötigen Beweglichkeit gefehlt, rasch genug mit der Zeit mit- zugehen, um wenigstens den Einflüssen moderner Kultur- strömungen Verständnis entgegenbringen zu können, die auf Ihren Sohn günstig einwirken können. Aus Ihren Zeilen ergibt sich der Anschein, als ob sie die Erziehungsarbeit doch etwas zu eng auf- fassen. Es ist sehr schön, wenn Ihre 18jährige Tochter gehorcht, sich also nach Ihren Wünschen richtet. Aber einem immerhin schon erwachsenen Menschen kann man auch als Vater nicht mehr ohne weiteres„befehlen". Sie sehen, wie weit sie mit diesem bedingungslosen Gehorsamsoerlangen bei Ihrem Sohne kommen. Ist das, was sie„loses Mundwert" nennen, nicht manch- mal auch berechtigte Kritik? Haben Sie das schon einmal nachgeprüft? Bedauerlich ist allerdings die Arbeitslosigkeit gerade in diesem Zlltcr. Darin liegt inuner eine gewisse Gefahr, daß der noch nicht genügend gefestigte Jugendliche die Disziplin verliere. An diesem Hebel können Sie aber unter den heutigen Wirtschastsverhältnissen kaum etwas ändern, und es bleibt Ihnen nur übrig, andere Bindungen als die der Arbeit für den Jungen anzustreben. Da ist doch die Sozialistische Arbeiterjugend zunächst einmal eine sehr willkommene Hilfe. Sie sollten die Zugehörigkeit Ihres Sohnes zu dieser Organisatiori, die in unendlicher Kleinarbeit große kulturelle Aufgaben erfüllt, mir begrüßen! Auch Bücherlesen und Schlafen sind keine schädlichen Beschäftigungen. Es kommt nur darauf an, daß beides mit Maß und Ziel betrieben wird, namentlich ist beim Lesen die Auswahl der Bücher sehr wesentlich, damit nicht ziel- und planlos alles durcheinander gelesen wird. Wenn Sie hierin nicht selbst genügend beschlagen sind, so veranlassen Sie Ihren Sohn, einen geschulten Funktionär des Arbeiterbildungs- wesens(Arbeiterbuchereien!) zur Beratung aufzusuchen. Bezüglich des Schlafens wollen Sie bitte mich bedenken, daß der Jugendliche in diesen Entwicklungsjahren(Entwicklung und Wachstum sind mit 19 Jahren noch keinesfalls abgeschlossen) bedeutend mehr Schlaf braucht als ein Erwachsener(durchschnittlich noch 9 Stunden). Wenn Ihr Sohn von geschlechtlichen Dingen in einer un- gehörigen(zotigen) Form spricht, so ist das ein Zeichen, daß die bisherige Erziehung nicht vermocht hat, ihm den Ernst und die Schönheit des Liebeslebens in der geeigneten Weise nahezulegen. Aber vielleicht tut er das gar nicht, und Sie meinen am Ende, daß alle das Sexuelle betreffenden Unterhaltungen für einen der- ortigen Jugendlichen„ungehörig" sind. In diesem Falle wären Sie im Irrtum. Der junge Mensch von 19 Iahren, dessen eigenes Trieb- leben längst erwacht ist, und der in diese Welt voller Sexualprobleme ernster und scheinbar ernster(in Wirklichkeit oft geschäftlicher) Art gestellt ist, hat natürlich ein großes Interesse daran, für seinen Teil einen gangbaren Weg aus all diesem Durcheinander zu finden. Wir glauben Ihnen gern, daß es Ihnen schwer fällt, Ihrem Sohn d a r i n e i n B e r a t e r z u s e i n. Ist doch im Grunde das Sexual- Problem des einzelnen in einer Zeit derartig starker sozialer Um- wälzungen gar nicht durch allgemeingültige Berhaltens- normen zu lösen. Wir müssen alle abwarten, welche neuen Lebens- formen die neue Zeit der nächsten Generation uns bringen wird. Auch die Frei-Körperkultur-B.ewegung ist nichts Böses. Im Gegenteil, ihr wertvollster und aktivster Strom geht von proletarischem Lebensernenerungswillen aus, ist getragen vom Willen zu Licht und Luft für die Bewohner der Mietkasernen. Bas leidige ftfägelknabbevn Frage: Wir haben einen vierjährigen Jungen. Seit dem dritten Lebensjahr knabbert er die Fingernägel ab. Wir müssen feststellen, daß es trotz aller gütlichen Einflußnahme schlimmer statt besser wird. Einen Arzt haben wir befragt. Dieser sagte uns, es ist nicht weiter schlimm und wir sollen dem Jungen Hand- schuhe anziehen. Solange das Kind ständig unter Beobachtung ist, unterläßt er das„Knabbern", ober nur die geringste Richtbeaus- sichtigung gibt gleich den Anlaß zu knabbern und mitunter so stark, daß es blutet. Neuerdings muhte ich feststellen, daß der Junge mit den Fingern an seiner Nase„h e r u m s p i e l t". Wie können wir es ntin erreichen, daß der Junge das Knabbern unter- läßt? Hängt er mit irgendeiner Krankheit zusammen? Antwort: In diesem Alter kann das Nägelknabbern noch eine„Angewohnheit" oder auch schon eine Art Zwangsneurose sein. Jedenfalls bieten diese„Kinderfehler" autoerotischcr, d. h. stark mit ihrem Körper beschäftigter Kinder, dem Erzieher die aklergrSßts« Schwierigkeiten. Vielleicht gab eine schwere Erkrankung des Kindes mit drei Iahren die Veranlassung, sich mehr mit ihm zu beschästigen als der Erziehung zuträglich gewesen wäre. In diesem Falle wird es wohl mit dem bloßen„Abgewöhnen" nicht mehr zu machen sein» und man sollte einen Hcilpädagogen zu Rate ziehen, dessen Ziel allerdings auch ein Umgewöhnen durch Verzicht zugunsten der Wünsche der geliebten Crzieherpersonen sein wird. Wie Kinder den Ted seben Fragen: 1. Dürfen Kinder vom Sterben der Eltern sprechen? � 2. Dürfen Kinder vom Beerben der Eltern sprechen? Antwort: Daß Kinder vom Tode der Ellern und gar»och vom Sterben sprechen, mag wohl den Eltern sehr pietätlos erscheinen, ist aber in keiner Weise als ungehörig anzusehen. Den Erwachseneu ist es freilich unbehaglich, an ihren eigenen Tod erinnert zu werden, und das ist auch wohl der Grund, warum sie derartig? Gespräch? von den Kindern nicht gern hören. Außerdem mischen sich in solchen Fällen noch Gefühle unbewußter Schuld und Reue gegenüber den eigenen Eltern beim Erwachsenen ein, die ihm eine sachliche Stellung- nähme noch mehr erschweren. Der gerechte Erzieher sollte aber immer daran denken, daß namentlich dem kleinen Kind« der Tod in seiner wirklichen Er- fcheinung noch gar nicht recht vorstellbar ist. Das kleine Kind stellt sich zu den Verstorbenen noch ähnlich wie der Primitwe: Der glaubt, die Toten wären auf einer fernen Insel, wohnten bei den Gräbern oder in den Wolken oder seien in Tiere verwandelt. Und das Erbrecht ist doch gewiß eine so schwierige Materie, daß man dem Kinde sicherlich nicht zutrauen kann, es lzabe davon schon klare Begriffe. Außerdem sterben wir ja wirklich alle, und die Erwachsenen in der Regel früher als die Kinder. Also warum sollten wir den Kindern die Wahrheit verbergen? £ Buch 3)er Jlufflieg Im Dietz-Verlag erscheint soeben die dritte Zluflage von Franz Klühs' Führer durch die Geschichte der deutschen Arbeiter- bewegung. Das Büchlein führt mit Recht den Titel„Der Auf- stieg". Die Taffache, daß sich eine dritte Auflage als notwendig erwiesen hat, zeigt, daß das Bündchen bereits seinen Weg gemacht hat. Unsere jungen Genossen, deren Kenntnisse von der Geschichte unserer Bewegung meist sehr dürftig sind, jeder Arbeiterbildner weiß es, finden in Klühs Arbeit eine gedrängte Zusammenfassung der deutschen sozialistischen Bewegung von ihren Anfängen bis zur unmittelbaren Gegenwart. Auch der Ausgang der Reichstagswahl vom 14. September wird bereits berücksichtigt. Ein besonderer Ab- schnitt ist dem Umfang und der Vielfall unserer parteilichen und gewerkschaftlichen Organisationen gewidmet, aus dem der Aufstieg der Partei und ihr Anwachsen als gesellschaftliche Macht beut- lich wird. dl. Jlnna Seghers Unter dem Titel„Auf dem Wege zur amerikanischen Botschaft" erschienen im Verlag Gustav Kiepenheuer-Berlin vier in den Jahren 1926 bis 19M entstandene Erzählungen von Anna Seghcrs, deren Erstlingswerk„Aufstand der Fisther vorf Sankt Barbara" 1928 den Kleistpreis erhielt. Die Erzählung „Auf dem Wege zur amerikanischen Votschaft" ist mehr ein« psycho- logische Studie, in der die Empfindungen einiger gedanken- und urreilsloser Mitläufer einer Socco-Vanzettt-Demonstration(wohl zu unrecht als die typischen Repräsentanten der„Masse"«mp- funden) geschildert werden. In„Die Ziegler" wird der Uner- gang einer kleinstädtischen Kleinbürgerfamiiie gestaltet, die Arbeits- losigkeit allmählich auf den Standard des Unterproletariers herab- drückt.„G r u Ketsch" ist die Geschichte eines ärmlichsten Hinter- Hauses, durch das unheilstiftend im dämonischen Zwitterlicht des Verführerisch- Unheimlichen die Gestalt eines Binnenschiffers geistert. In den„Bauern von H r u s ch o w o" wird von dem Bc- sreiungskainpf eines Karpathendorfes berichtet, das, nach Kriegs- ende der alten Feudalherren lcdig, die übernommenen Wald- im* WeideMtze gegen die Staatsgewalt verteidigt. Die große Kunst Anna Seghers ist es, auf knappstem Raum das Wesen einer Menschengemeinschaft(niedergehende Klemstadt» Hinterhaus, Bauerndorf, Demonstrattonszug) Gestalt werden zu lassen. Das Vielerlei kleiner Einzelschicksale, zum ersten Male von Georg Kaiser als Nebeneinander auf die Bühne gebracht, über- zeugender schon von Ferdinand Bruckner in seinen„Verbrechern" gezeichnet, verschmilzt in diesen Dichtungen zu einer vollkommenen Einheit, so daß Klassenschicksal einer Gemeinschaft und Einzel- schicksal gleichermaßen erschüttern. Eine schöpferische Sprache, tiefstes Durchdringen der Proletaricrpsychs und starkes Empfinden für Gefühle und Stimmungen machen Anna Seghers außergewöhnliche Begabung aus. Weltanschaulich steht ihre Kunst aus dem Boden eines �absoluten PMtjtismsts,. aus dein fiid) kein Ausweg sichtbar wird, wenn am Abschluß der Erzähtunss ihr Woy schuk in den„Dauern von Hruschoivv" mit der Sense bewaffnet nach Moskau pilgert. Lepcrc. •• 09 FÜR DEN KLEINGÄRTNER ■uiomiuiiiuiuiiniutiBmiiuiniiiiiiiiiuiiniimiimniiiiuuuiiiiinimui;miiiiiiiniiinitniiiuiiiiiiuuimiuniinniiiiiiiiumuiuuimHiuiiuiuinuiiiiininnuiiimuuiiiimintiiiiiRiniiiiinniiiiiiiinniiinii Schweres Ackerland zu lockern Fast alle Gemüsearten fühlen sich mir in einem gut gelockerten Boden wohl. Ist das Land zu schwer und fest, so sollt« man im Winter über das Liegenlassen in rauher Scholle noch ein Uebriges tun: man wirft von dem Boden Reihenhügel auf, etwa einen Abstand von einem Meter hallend. Die Erde muß möglichst locker ausgesetzt werden, damit der Frost gut eindringen kann. Auch stärkeres Kalken ist zweckdienlich Man dünge mit Pferdemist, Thomasmehl und Kainit. Futter- Nähr- und Heilpflanzen Seit altershsr hat man die Heil- und Nährkräuter geschätzt, und es wäre falsch sich von diesen in der Natur kostenlos dar- gebotenen Nähr- und Heilmitteln abzuwenden, zumal sie auch vielfach von den Haustieren als Leckerbissen geschätzt werden und wohl geeignet sind, das Einerlei des Futters zu unterbrechen. Salat und Spinat sind wohl diejenigen Gemüse, bei denen am ehesten ein„Ersatz" geboten werden kann. Löwenzahn- salat erfreut sich ziemlicher Beliebtheit, und als Futter für Kaninchen und Hühner verdient der Löwenzahn größte Beachtung. Die Gartenmelde wird als Spinatersatz gegessen, desgleichen eine englische Art des Sauerampfers. Große Bedeuffing hat der Sauerampfer als Kraut zur Frnhlingsfuppe und zur Her- stellung von Soßen. Die Melde selbst ist ein vorzügliches Vieh- futter, ebenso die Taube Nessel, der Hederich den man freilich jetzt mit Kainit von den Feldern oertreibt. Der auf den Wiesen aufschießende Pferdekohl wird von Pferden und Kaninchen gern gefressen. Beifuß und Salbei, die sich verwildert vorfinden, sind alz Würze für Gänse, Würste usw. beliebt. Auch die sonst so wenig geschätzte Brennessel hat ihr Gutes: im Frühjahr füttert man die jungen Gänse damit, den Schweinen reicht man sie gebrüht, und getrocknet stellt sie Winterfutter für Gänse und Ziegen dar. Die früh aufsprießende S u in p f d o t t e r- blume ist ein Ersatz für die teuren Kapern: die jungen Blüten- knospen werden in Oel und Cssig eingemacht. Groß ist die Zahl der Pflanzen, die für Heilzwecke sich dar. bieten. In dem Gebrauch dieser Hausmittel liegt keine Kur- Pfuscherei: es lzandell sich meist um sofortiges Eingreifen gegen Erkrankung van Hals oder von Verdauungsorganen. Wer freilich im Schafgarbentee ein Allheilmittel erblickt, um die schwerstetz inneren Erkrankungen zu behandeln, ist in der Erkenntnis des kranken Menschen nicht weit vorgeschritten. Bon der schon gc- nannten Salbeipflanze wird aus den jungen Trieben ein Tee hergestellt, mit dem Gurgeln bei Halsschmerzen Linderung vcr- schafft. Baldrian dient zur Beruhigung des Magens und des Herzeus, Spitzwegerich, mit Blättern des kleinen Huf- l a t t i ch s und Kandiszucker gekocht, ist ein gutes Heilmittel gegen Husten. Auch Zwiebel mit Kandis gekocht hilft. Kamillentee wird gegen Baiichschmerzen gebraucht; vielfach wird er aber auch als Genußtee getrunken. Pfefferminze ist ein zu Medizin- zwecken angebautes Gewächs, das sich aber auch verwildert vor- findet. Der Pfesferminztee hat womöglich eine noch größere Ge- meinde als der Kamillentee. Wir möchten diese kurze Charakteristik der nur die Mühe des Einsammelns verursachenden Gewächse mit dem Schwarzen Holunder beschließen, der ebenfalls in dem „Fliedertee"(von den getrockneten Blüten hergestellt) ein Mittel gegen Bauchweh gibt und auch als schweißtreibendes Mittel ge- braucht wird. Die schwarzen Beeren liefern Mus. Immer mehr Sorten Einem der Samenkataloge für 1931 ist zu entnehmen, daß aus dem Gebiete der Buschbohnen zur Verfügung stehen: grünschotige mit Fäden 32 Sorten und ohne Fäden 11 Sorten. Auch die gelbschotigen weisen immerhin stattliche Zahlen auf: 12 bzw. 8 Sorten. An Erbse n sind vertreten: Markerbscn 17, Schalerbsen 28, Zuckererbsen 9 Sorten. Salat weist 42 Sorten, Rabies 25 Sorten auf. Sollte dies wirklich nicht des Guten zu viel sein? Iil einem anderen Angebot von Sämereien sind zu 11 älteren Sorten von Tomaten 4 neue für Hauskullur aus englischer Zucht angeführt. Neuere Sorten kosten das Doppelte oder Drei- fache der älteren Sorten: ist auch der einzelne Betrag ein nicht allzu hoher, so fuumncrt sich doch der Gesamtbetrag zu einer immer- hin stattlichen Summe. Nachrichten darüber, ob die neuen Sorten sich für unseren Boden und unser Klima allgemein eignen, kommen viel zu spät au die Ocffentlich- keit. Hier hätte der Reichsverband eine gute Gelegenheit, seinen Mitgliedern einen merllichcn Dienst zu erweisen. Serienspiele am Sonntag Arbeiter'Fu�- und Handball und Hockey Sit der 1. Klasse der Handballer tresfen sich in Abteilung A FTGB.-Wedding(1. Männer) und FTGB>-Nord ring um 10 Uhr im Dolkspark Rehberge. Wedding wird sicher einen hohen Tor- unterschied herausholen. In Abteilung B fährt Schoneberg 1 nach Nowawes und spielt um HVs Uhr gegen die dortigen 5)andballer. Schöneberg hat die besseren Aussichten. An S e r i e n s p i e l e n der unteren Klassen finden statt: Freienwalde gegen Schwedt in Angermünde und Finow gegen Eberswalde. 3. Bezirk, 2. Klasse: Wedding 3 gegen Bornstedt 1 um 11 Uhr im Bolkspark Rehberge, Rathenow gegen Potsdam um 13 Uhr in Rathenow. 3. Klasse: Nowawes Z gegen Siemens- ftadt um I3s4 Uhr in Nowawes. 4. Bezirk, 2. Klasse, 1. Gruppe: FTGL.-Süden 2 gegen FTGB.-Neukölln 2 um 10 Uhr auf dem Dominikusplatz. 2. Gruppe: Trebbin 1 gegen FTGB.-Friedenau 2 um IV Uhr in Trebbin. 1. Frauengruppe: Schöneberg gegen Neu- kölln um 9 Uhr auf dem Dominikusplatz. Sehr stark ist wieder die Tätigkeit in Gesellschaftsspielen. Die wichtigsten sind bei den Männern: Tegel gegen Weißensee(Schwimmer): FTGB.- Kanu gegen Schwimmunion: Velten gegen FTGB.-Nordorst: Tennis- Rot 1 gegen Berlin XII(3): Friedrichsfeld« 1 gegen Charlotten- bürg(Kleingärtner): Friedrichsfelde 2 gegen Schweifsterne: Bohns- dors gegen FTGB.-Südost: FTGB.-Nordring(Sportler) gegen Ruderverein Vorwärts": Zehlettdorf gegen Reichsbanner-Nowawes: Bernau gegen Schönow: Fichtenau gegen FTGB.-Lankwitz: FTGB.- Rosenthal gegen Berlin XII; Rosenthal 2 gegen FTGB.-Pankow 1; Köpenick 1 gegen Wedding 2: Köpenick 2 gegen ASC. 1: Kalk- berge 1 gegen Wilmersdorf 2. Frauen: Köpenick gegen ASC.: Wedding 2 gegen FTGB.-Stralau: FTGB.-Norden 1 gegen FTGB.- Mitte; Tennis-Rot gegen Heimigsdorf. Dreimal Minerva-Liditcnbcrg I Zum dritten Male stehen sich in der laufenden Fußball- s e r i e die genannten Mannschaften um die Entscheidung in der Bezirksmeisterschaft gegenüber. Wohl haben die Minervaleut« in beiden Serisnspielen gezeigt, daß sie den Lichtenbergern technisch und spielerisch überlegen sind. Durch unglückliche Zufälle, die sich in der letzten Runde ergaben, stehen sich beide Mannschaften ober punkt- gleich. Wer wird nun endgültiger Sieger sein? Anzunehmen ist allerdings, daß es Minerva auch in diesem Spiel wieder schassen wird. Die Neuköllner haben auf jeden Fall Gelegenlicit zu zeigen, daß«in anderer Verein als Bezirksmeister nicht in Frage kommt. Das Spiel beginnt um 13.43 Uhr auf dem Sportplatz in der Lück- ftroße in Lichtenberg.— Auch das Vorspiel zu diesem Meisterschafts- kämpf sindet einige Beachtung. Der Bezirk Neukölln-Britz der FTGB. trifft um 12 Uhr im Wiederholungsspiel auf Herzfeide. Die Herzfelder sind drauf und dran, in der zweiten Klosse des 1. Bc- zirks die Meisterschaft zu machen. Wird es den Neuköllnern noch gelingen, diese Absicht zu vereiteln? Auch im 2. B« z i r k wird am Sonntag die Entscheidung um die VeMrlsmeisterschaft fallen. In Pankow, Kissingen st raße, stehen sich um 13.3V Uhr der Meister der Odergruppe, Neuenhagen. und der Berliner Vertreter, Karow, gegenüber. Nach der Papier- form sollten die Karower den Sieger in diesem Treffen stellen. Eine Ueberraschung ist hier allerdings auch nicht ausgeschlossen. weitere Spiele: Kagel gegen Schöneberg 2. Borussia gegen Schwrifsterne. FTGB.-Ostcn gegen Strausberg. Wildau gegen Friedersdorf. Potsdam gegen Cladow. Rathcnow-Süd gegen Rathenow. Jeserig gegen Brandenburg.— Zweite Mannschaften: Potsdam gegen Cladow. Wilmersdorf gegen Nauen. Butab gegen Ketzin. Brieselang gegen Werder 88.—Jugend- mannschaftin: Minerva gegen Lichtenberg I. Saxonia gegen Brandenburg. Beginn der Spiele: 1. Männermannschaften(wo nicht anders angegeben) 14 Uhr. 2. Männermannschaften 12,13 Uhr. �ugendmannschasten 1V.3V Uhr. An alle Fußballvercine ergeht die Aufforderung, ihre Weih- nachts spiele bis spätestens Montag an F. Mauz, Redaktion des„Vorwärts", Lindcnstr. 3, zu melden. Di« Resultate sind am 2. Feiertag bis 18 Uhr entweder an Dönhoff 292(Maitz) oder Wcidendamm 4123(Geschäftsstelle) bekanntzugeben. Hockey Im Kampf um die Punkt« findet das Haupttreffen der Herbst- ferie statt: die FTGB.-Nordring und Ostring werden um die Führung streiteit. Beide Mannschaften sind bisher ungeschlagen. Dem bis- herigen Ergebnis nach dürfte Nordring etwas besser sein. Auf jeden Fall ist ein hochinteressantes Spiel zu erwarten. Beginn 14 Uhr in der Schönhauser Allee. Am Vormittag um 1V.3V Uhr treffen sich in Pankow, Kissingen- straßc, die dortige FTGB. und Maricndorf. Die Gäste dürften hier den Sieger stellen. Der Athletik-Sport-Ciub und Neukölln treffen sich im Neuköllner Stadion um 14 Uhr. Dieses Spiel ist voll- kommen offen, es dürft« die Mannschaft gewinnen, die am besten das Tempo durchhält. Von den Frauen kommen Pankow 2 und Ostring um 9.3V Uhr in Pankow zusammen. Die Haupttreffen in den Gesellschaftsspielen sind: Tennis-Rot 1 und FTGB.-Ostring 2. Ostring dürfte hier ein kleines Plus in der Spielstärke haben, ob sie aber gewinnen könne», soll das Spiel llärcn. Beginn IV Uhr, Platz Ost. In der Schönhauser Allee treffen sich um 12.3V Uhr Nordring 2 und Sportverein Moabit 1. Das Spiel ist vollkommen offen. Ein weiteres Spiel von Interesse findet um 8.3V Uhr aus dem Platz Ost statt. Hier wird sich zum erstenmal die jung« Mann- schaft des Bezirks Osten der Freien Turnerschast Groß-Berlin in einem Spiel gegen Tennis-Rot 3 erproben. Weitere Spiel«: Athletik-Sport-Club 2 gegen Tennis- Rot 2, 12.30 Uhr, Platz Ost. Sportverein Moabit gegen FTGB.- Nordring 3, 14 Uhr im Tiergarten. FTGB. Mariendorf 2 gegen Pankow 2 um 19.30 Uhr in Mariendorf. �VeiKnaditsLeier im DAC Herrcnfahrer bescheren Berufsfahrer Der Deutsche Auto-Club gab gestern im Zoo ein Weih- nachtsfest für erwerbslose Berufskraftfahrer und deren Kinder. Be- reits in den Mittagsstunden versammelten sich an 700 Kinder vor dem Zoologischen Garten und wurden von Geheimrat Heck und seinen Assistenten geführt. Besondere Fütterungen der Raubtiere und Vorführungen im Affenzwinger amüsierten die Kinder, von denen der weitaus größte Teil zum ersten Male den Zoo sah. Dann begann im festlich geschmückten Marmors aal das Fest. lieber övv erwerbslose Berufskraftfahrer, die auf republikanischem Boden stehen, wurden von der Damcnabteilung des Klubs bewirtet und mehr als die doppelte Anzahl von Kindern beschert. Der Präsident Dr. Brandt hielt die Festrede und be- tonte die Notwendigkeit zum sozialen Verständnis gerade in der von Not und Wirren zerrissenen Gegenwart. Der Deutsche Auto- Club und seine Mitglieder bekennen sich zu dem sozialen Gedanken des Aolksstaates, der in der Weimarer Verfassung Ausdruck sindet, und das heutige Fest, das Herrenfahrer den Berufsfahrern geben, sei nur ein Anfang und solle Vorbild auch für die anderen Auto- klubs sein. Dann ergriff Luchert vom Gesamwerband das Wort zu einer Dankrede. Er erklärte, daß die hier versammelten Berufs- kraftfahrer es besonders dankbar begrüßt hätten, daß das heutige Fest ohne die bei anderen Organisationen übliche agitatorisch« Re- Name angckündgit worden sei. Die freiorganisierten Berufskrast- fahrer anerkennen die soziale Gesinnung der Mitglieder des Deut- scheu Auto-Clubs und seien für die dargebrachten Geschenke dankbar. kreebbeit oder§ 51? Anbiederungsversuche der Kommunisien Der kommunistische Sportverband, die„JG.", will am 31. Jn- imar und 1. Februar in Jol�mtacorgenstadt. im Erzgebirge ein Winterspörtfcst abhalten und hat sich an die dortige bündcstreue Arbeiter-Wintersportinteresfengemeinschafk gewendet, um deren neu- erbaute Sprungschanze benutzen zu dürfen. Das zeigt so recht die dummfreche Art, die die kommunistische JG. anwendet, um zum Ziel zu kommen. Ihre Veranstaltung hat den Zweck, den Spaltungskeil in die bundestreue Bewegung in Johanngeorgenstadt zu treiben, und dazu sollten die Johaimgeorgen- städter Arbeitersporllcr den Spaltern die eben erst mit vereinten Kräften erbaute Sprungschanze zur Verfügung stellen! Die Kommunisten s i n d a b g e b l i tz t. Die Arbeiter-Wintersport- interessengemeinschast hat das demagogische Ansinnen der Spalter einstimmig abgelehnt. Für die Ablehnung haben a u ch d i e kam- m u n i st i s ch c n Mitglieder der Iohanngcorgenstädter Arbeiter- Wintersportinte ressengemeiirschast einschließlich des kommunistischen Vorsitzenden Friedrich gestimmt, vtun wird das Kesseltreiben der KPD. gegen ihre Mitglieder in Johanngeorgenstadt losgehen, um sie für die Spalterpläne gefügig zu machen. Erfolg wird sie nicht haben. �crbefette der FTGB.-Kindcr Ein in der Hauptsache lportliches Programm bringt der B e- zirk Pankow der FTGB. bei seiner Kinderfeier morgen, Sonnabend, die um 2v Uhr in der Turnhalle Görschstraße(Eingang Neue Schönholzer Straße) beginnt. Der Besuch der Eltern ist besonder? erwünscht. Eintritt frei. Einen ähnlichen Werbctag in neuzeitlichem Stil veranstaltet der Bezirk NoTdring der FTGB. unter Mitwirkung seiner Sängerriege für seine Kinder in der Turnhalle Schönfließer Straße 7 am SomUag, 21. Dezember, in der Zeit von 16—19 Uhr. Auch hier werden den Eltern bei freiem Eintritt fröhliche Stunden durch frohe Kinder geboten. Hertha-BSC. verlor einwandsrei— sagt der Untersuchungsausschuß! Das Ehrengericht des Verbandes Brandenburgifcher Ball- spielvereine trat in Berlin zusammen, um die Ursachen der 7: V- Niederlage des deutschen Fußballmeisters Hertha-BSC. gegen Norden- Nordwest zu prüfen. Bekanntlich war das Verfahren vom Obmann des Spielausschusses sowie von sämtlichen am Spiel beteiligten Spielern beantragt worden. Nach mehrstündiger Verhandlung kam das Ehrengericht zu dem Ergebnis, daß nicht der geringste Beweis sür ein unkorrektes oder unsportliches Verhalten des Vorstandes und der Spieler vorliegt, die sensationelle Niederlage des Meisters also vollkommen einwandfrei war.— Der große Meisteroerein hat also das große Glück gehabt, einwandfrei gegen einen weniger spiel- kräftigen Verein zu verlieren. Aus zu neuen Lorbeeren! Wintersportgeräle auf der ÜB ahn. Auch in diesem Winter soll, wie im Vorfahr, die Beförderung von Wintersportgeräteu aus der U-Bahn versuchsweise zugelassen werden. Rodelschlitten, die länger als 1,8V Meter sind, müssen von der Mitnahme ausgeschlossen werden. Selbstverständlich können nur solche Sportgeräte aus der U-Bahn befördert werden, die von Schmutz und Schnee befreit sind. Eine endgültige Regelung konnte bisher nicht getroffen werden, weil bei der milden Witterung des vergangenen Winters nur sehr wenig Rodelschlitten und Schneeschuhe befördert wurden. Sollte sich ein reibungsloser Verkehr bei der Beförderung mit Wintersportgeräte:: auf der U-Bahn ergeben, so wird diese Maßnahme für die Folgezeit eine Daucreinrichtung werden. „Solidarität-'. Conntaa, 21. Dczcmber, betkiligen sich alle Abtrilimaci! an dcr Niindaebuna im Lumboldthai», 12 Uhr. Fahren und Banner mitbrina".. Seihnachtgfeicrn sindc» statt: l. Abt.: 2.',.?-.,cmber, Kolibri-Eestsiil«, Schö»-- bcr».— 3. Abt.: 25. Dezember, Uulisch. Neukölln. Lobrechtstr.«2.— 6. Abt.: 27. 3V,;fi»bct, l!> Uhr. bei Zelt,.«opeuhageuer Str. 77.— Rennfahrcrabtci- lumi Mitte: 25. Dezember, 10 Uhr, Gemerkschaftshauo, Kegelbahn..— Abt. islmrlotteuburg: 2t. Dezember, 16 Uhr, Epandauer Bock.— Abt. Schönebcra: 25. Dezember, Kolibri-sZestsäle, Martin-Luther-Str. 6g.— Abt. Trcptow-Baum- schulcmrcn: 20. Dezember, 20 Uhr. Restaurant Maricntal.— Abt. Weigensee: 26 De/tember, 20 Uhr, bei Nagel, Pistorluostr, 27.— Abt. Erirdrichshain: i-Taqe.Iuaeildtour, Start 25. Dezember, Petersbursur Plah. Jfreie Kanu Union«roß.Zerlin 6.!>., Abt. Laocl. Sonntag. 27. De- zember, Treffpunkt aller Mitglieder v Uhr im Bootshaus, Elcischer, Spandau, Götelstr. 75,?u Spiel und Sport. Der Arbeiter-Sport-Kegelklub„Vorwärts" kegelt iedcn Freitag um 20 Uhr bei Wolf, Sartenstr. A4. Säfte willkomme». Rudcroerein.Sollegia" Sharlottenduep. Generalversammlunst 77. Januar, 7t Uhr, in Gatow, Restaurant.„Zur Linde". Weihnachtsfeier am 7. fsciertaa in Tiefwcrder. sZrcitoa, 26. Dezember, und ssreitaci. 2. Januar, ist keine Listun«. ASV. Schoneberg. Fuhballobteiluall. Zur Aufftclluna einer Alters-, sow:c einer 3. Männermannschaft werden noch einifte Spieler gesucht. Anmeldung Freitaas. ab 20 Uhr. bei Lochaeschurh. Mllhlcnftr.!>. Touristcovcrcin»Die Naturfreunde". Zentrale Wien. Zreitag. 7«. Dezember. Zl> Uhr. Abt. Charlatteubura: Sprecftr. 20...Weltwirtschirftslrise"(Referent: R. Gourlandl. Ref. im Internationale» Arbeitsamt. Sonnabend, 20. Dezember, Iulklapv in Brieselang. Abfahrt 13,47, 79.20 und 20.77 von Spandau- West.— Sumboldtbain(Iu-icnd-iiuppc): Pank. Ecke Wiesenstrohe. Muftkatischc Plaudereien. Sonntag, 21. Dezember. Grunewald. Treffpunkt 8 Uhr.— galt- dootableilung: Brihcr Str. 27. Sonntag, 2t. Dezember. Tegel.— Abt. Britz: Cbaussecstr. 46. Schallplatte».— Abt. Siidost: Briher Sir. 27. Barlesiinit heiterer Grzahlunften.— Abt. Treptow: Glsenstr. 3. Wintersonnenfeicrswnde. — Pholoocmeinschast. Abt. Osten: ffrankfurter Allee 307.— Photoaemcinschaft, Abt. Neukölln: Berflftr. 20.— Sonnabend, 20. D-»e»ber. tW» llhr. Abt. Norden: Sonnenburper Str. 20. Weihnockftsseier. Eonntog. 21. Dezember, Erkner.— Montaq, 22. Dezembee, 20 Uhr. Photogemeinschaft: Iahannisstr. 15. — Mal-ftmeiuschast: Wranqelstr, 726.— fahrten am Sonnta«, dem 21. De- zember: Abt. Weddinp. Ganq durch dos Arbeitsmuseum. Tresspunkt 0 Ubr See Ecke Müllerstrahr.— Abt. griedrichshaiu: Weihnachtsfeier im Iupend- heim Tilstter Str. 4. 79 Uhr.— Osten lInaendaruppe): Wintersonn-nw-nde. Trlsfpunkt 7>b Uhr..-- Abt.'Neukölln: lkrpctal. freitsx, 19. Dezember. Berlin. 16.05 Konzert. 1. C. L. Müller: Drei Lieder(Marie Fiocke-Maieniaun, Sopran; Flüeel: der Komponist). 2. C. L. Müller: Rhapsodie O-Mol! für Piano- forte(der Komponist). 3. C. L. Möller: Zwei Ocsänge(Marie riocitc- Hatcmann). 16. ,70 Vorscschlcluliclie rundstätten in Aegypten(Dr. Elise BaumsärtcP. 17.00 Blasorchester-Konzert. 18.50 Praktische Bücher.(Mikrophon; Dr. Schwab.) 19,00 Arbeitsmarkt. 19.05 Dr. Engen Nesper: Anschaflunz preiswerter Rundfunkgeräte. 19., 70„Panama", von Wilhelm Herzog.(Sprecher: Der Autor.) 20.00 Wovon man spricht 20.30 Ouerschnltt„Bank bdn", Oper von Erkel Ferencz. Dir: C; 1. 22.15 Wetter-, Tages- nnd Sportnachrichten. AnscMielicnd: Abcndunterbaltung. Königswusterhausen. 16.30 Leipzig; Konzert. 17.30 Dr. Herz: Historisch-politische Bücher. 18.00 Dr. A Dir: Die Kolonien als industrielles Absatzgcbici. 18.30 Prof. Dr. Becker: Europäisierung der Islamischen Welt. 19.00 Englisch für Fortgeschrittene. 19.30 Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 20.00 Hans Zchrcr; Das erschütterte Volk. 1ÜR JUNGE HERREN: ßlaumclicrterWoll-Chcviotmit AC fcinemGrätenmuster,Gr.40 M. tO" HERREN-ULSTER aus dunkl.blaugrauem Cheviot, rein w. strapazierfähige Qualität Oy*" ULSTER- PALETOT blau- und steingrauer Cheviot q q reine Wolle, elegant abgefüttert Oy" WINTER- PALETOT a. eleg. dunkelgrauem Shetland, a ä � tailliert m. blindem Knopf paar 1 U O"* H E RREN-U LSTER aus dunkelgrauem Shetland,� q ganzvorrgl.durdigewebteWare 1 aLo" Leineweber Das Haus das vteden anzieht EöIIn.FisdiRtarkt 4-4/ Bruancnstrafie 171 Winfer-Ulsfer für Jung und Ali Ob Sie einen hübsdien Knabenmantel suchen oder einen flotten Ulster für junge Herren, ob Sie einen soliden Paletot benötigen oder einen feschen Straßen- Ulster, ob Sie klein oder groß, schlank oder korpulent sind, unsere Auswahl ist unerschöpflich. 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