nen le t. er je er 444 233 et ir T 11 I IT, e 6 En its b₂ 35 gt But er ur he en ne ge 6t 17, ht in ei pie 1. 58 er. HE 3. 2. Nr. 156. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Vierteljährlich 3,30 Mart, monat: Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen tn der Post Bettungs- Pretstifte für 1891 unter Str. 6469. Vorwärts 8. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 8. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Der Panama- Kanal. sammtheit beschafft und, wo nöthig, auch in ihrer Verwöhnlicher Schacher und eine ordinäre wendung ausreichend kontrollirt worden sein. Man darf Geldschneiderei heraus. Und diese Habsucht verWenn von der sozialistischen Produktionsform ge- sich natürlich für die Zukunft diese Mittel nicht in Form wechselt man mit einem Trieb", seine gesellschaftliche sprochen wird, bei welcher der Unternehmergewinn weg- von papierenem oder gemünztem Gelde denken. Heute Pflicht zu thun! Weil die Bourgeois selber ohne Unterfällt, so meinen die Herren Philister mit überlegener Miene, aber trat die Aktiengesellschaft in Geltung, die nehmergewinn nichts unternehmen mögen, glauben sie, auch daß dann keine großen und glänzenden Unternehmungen beliebte Vereinigung, bei welcher der Kapitalist sein Geld Andere könnten ohne solchen keine gesellschaftlichen Pflichten mehr zu Stande kommen könnten und der Trieb" zur recht bequem werbend anlegen und, ohne dabei anders erfüllen. " Arbeit überhaupt abnehmen würde. Wir gestehen gerne als mit der Kouponsscheere mitzuwirken, die Zinsen ein- ,, Mit Sittensprüchen baut man keine zu, daß der kapitalistische Unternehmungsgeist Großes ge- streichen kann. Aber auch diese Form des Betriebes hat Eisenbahnen!" sagte einst der famose„ Ritter" von schaffen hat, aber gerade diejenigen, die dabei am meisten sich ausgelebt und eine wilde Spekulation, eine unersätt- Ofenheim ,, und auch keinen Panama- Kanal", und Schwersten gearbeitet, hatten am Unternehmergewinn liche Habgier bedrohen schier jede solche Ansammlung von werden Lesseps und Genossen hinzufügen. keinen Theil und hatten doch den„ Trieb" zur Arbeit. Kapitalien. Herr von Lesseps hat in den Kapitalisten Wir wissen wohl, daß man für„ Sittensprüche" taube Wie sich aber die kapitalistische Betriebsform ausgestaltet weitgehende Hoffnungen erweckt und sie haben riesige Ohren hat; um so bezeichnender für das Jahrhundert des hat, läuft jede größere Unternehmung Gefahr, Spekulanten, Summen gezeichnet, indem sie fest auf die Rentabilität Kapitalismus. Beutelschneidern und Schwindlern zum Opfer zu fallen, des Unternehmens vertrauten. gleichviel ob die Betriebskapitalien auf privatem Wege Aber es sollte anders kommen. Nicht nur, daß das oder mit Unterstüßung irgend einer Regierung aufgebracht Unternehmen auf Schwierigkeiten aller Art stieß und die worden sind. Arbeiter zu Tausenden von dem mörderischen Klima dahinPanama- Kanal, an dem schon so lange gearbeitet wird die Aasgeier auf die zusammengeflossenen Kapitalien. Als von jedem Menschen, die Zahlungen seinerzeit eingestellt wurden, hatte Herr von und dessen Zustandekommen Ein hervorragendes Beispiel dafür liefert uns der gerafft wurden Lesseps und Genossen stürzten sich wie Politische Uebersicht. von Berlin, 7. Juli. der die moderne Verkehrsentwicklung zu schäzen weiß, aufs Lesseps gerade fünfzehnhundert Millionen Die furchtbaren Unwetter der letzten Wochen haben dringendste gewünscht werden muß. In dem berühmten Franks verbraucht und an dem Kanal fonnten nur für recht handgreiflich die Nothwendigkeit der obligatoris Herrn von Lesseps, dem Schöpfer des Suez- Kanals, 690 Millionen Franks Arbeiten nachgewiesen werden, also schen Versicherung gegen Hagel und sonstige glaubte man den geeigneten Mann gefunden zu haben, noch lange nicht für die Hälfte. Unter den Ausgaben kommenen müssen jetzt an die öffentliche Wildthätigkeit sich Die zu Schaden Geum die Landenge zwischen den beiden Hälften von Amerika befanden sich 108 Millionen Emissionsgebühren; wenden oder Staatsunterstützung verlangen- und sind in zu durchstechen und somit dem Weltverkehr einen neuen diese Sunime hatten also allein die Herren Börsenden meisten Fällen zu Grunde gerichtet. Wären sie verAufschwung zu geben. matadore geschluckt. Als Geldverlegenheit eintrat, sichert und wäre die Versicherung obligatorisch und all Der Unternehmungsgeist" der Bourgeoisie hatte Lesseps bis zu 90 pCt. Zinsen für Darlehen gezahlt. gemein, so würde der Schaden sich auf die Gesammtheit ist aber nicht darauf gerichtet, im Interesse der allge- Von vielen Millionen konnte gar nicht belegt werden, vertheilen und der direkt Betroffene würde meinen Wohlfahrt zu arbeiten, sondern er trachtet nach wohin sie gekommen sind; Niemand zweifelt daran, daß seinem persönlichen Ungemach abgesehen nicht mehr be möglichst hohem Unternehmergewinn und nach reichlicher man sie in den Taschen von Lesseps und Genossen ver- nachtheiligt sein, als auch die nicht direkt Betroffenen. Man hat zwar gegen den wiederholt von den Sozials Verzinsung der angelegten Kapitalien. Als Wohlthäter schwinden ließ. demokraten befürworteten Vorschlag der obligatorischen der Menschheit lassen sich die kapitalistischen Unternehmer Es ist begreiflich, daß die Aktionäre Lärm machen, nebenher noch gerne beweihräuchern. Herr von Lesseps, aber sie reden immer von unbekannten Leuten, an die Versicherung gegen Hagel u. s. w. den Einwand erhoben, daß es ja Versicherungsgesellschaften zu diesem Zweck bereits der sich bekanntlich 1849 als Politifer nicht sonderlich das Geld gekommen sein soll. Die Bourgeoisblätter hegen gebe, und daß es Jedem freistehe, sich zu versichern. Allein rühmlich qualifizirt hat, ist der Typus eines solchen Unter- nicht den mindesten Zweifel, daß Lesseps sein und der es ist nun einmal Thatsache, daß nur Wenige sich in den nehmers. Den Panama- Kanal hat er nicht zu Stande Seinigen Vermögen riesig vergrößert" hat, vorhandenen Gesellschaften versichern und daß die Meiſten gebracht, aber er und Andere haben sich bei der allein man fügt immer tröstend hinzu, daß er fein sich auf ihr Glück und den Zufall verlassen. Für Häuser Affäre dermaßen bereichert, daß sich nun die fran- Schwindler, sondern nur Schwindlern in die Hände ge- haben wir schon die obligatorische Versicherung gegen zösischen Gerichte mit dem Panama- Kanal zu fallen sei. Dieses arme Lamm, Herr von Lesseps, das Feuer. Die Versicherung sollte aber unbedingt auch auf die Felder, Wiesen u. s. w. ausgedehnt werden und beschäftigen haben Schon 1888 ist noch nie ein Wässerchen getrübt hat! die Zahlungseinstellung der Panama- Gesellschaft erWir bedauern bei alledem, daß ein Mann, der so Naturereignisse ebensowohl in's Auge faffen, wie den durch den Schaden durch Hagelschlag wie alle sonstigen verheerenden folgt, aber bis jetzt haben die einflußreichen viel für den Weltverkehr geleistet hat, seine Laufbahn so Feuer. werden. französischen Finanzmänner und mit ihnen im Bunde die schmählich abschließt. Es ist dies aber kein Zufall; es Die Statistik lehrt uns außerdem, daß die Gewitter republikanischen Bourgeoisregierungen die Erhebung einer liegt in einem Syſtem. Die Bourgeois wirth- immer häufiger und heftiger werden aus Gründen, die DON allen Schwächen Anklage hinauszuzögern verstanden. Erst in diesen Tagen schaft ist der noch nicht genügend aufgeklärt sind, vermuthlich aber mit ist sie unvermeidlich geworden. Greisenhaftigkeit befallen und ihr soge- dem eisernen" Charakter unseres Jahrhunderts im ZuUnter einer sozialistischen Produktionsform würden nannter großartiger Unternehmungsgeist stellt sich in sammenhang stehen dürften. Der wohlfeile Trost bleibt uns zu einem solchen Unternehmen die Mittel von der Ge- diesem, wie in tausend anderen Fällen als ein ganz ge- falso nicht, daß Unwetter, wie dieses Jahr sie gebracht hat Feuilleton. Nachbruc verboten.] schütterung aber beraubte ihn der Sprache und nur mühsam brachte er hervor: Lisei das hast Du gethan um meinetwillen? Und so hab' ich auch Dich unglücklich ( 104 und elend gemacht? Lisei, ich ertrag's nicht." Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. Und was hat er mir zu vergeben?" grollte Ambros. " Iſt ſeine Hartherzigkeit und sein Haß gegen den Kaspar Larseit nicht Schuld an Allem?" " Ach ja, der Saß hat viel verschuldet," sagte die Schwester leise. Aber das hat der Vater nicht verschuldet, daß Du die arme Stafi so krant hast wiederfinden müssen. Du, mein Schmerzens- Brosi, ich muß es Dir ja sagen: Du ſelbſt haft den Fluch erfüllt durch Deine Untrene gegen sie. Und auch den Frieden in der Mühle hast Du dadurch gestört." Sie gab nicht nach: er mußte sie begleiten. Wie glücklich leuchtete ihr gutes Gesicht, als sie neben dem Bruder nach der Försterei hinunter ging. Ambros blickte nichts weniger als glücklich oder auch nur zufrieden. „ Nein, nein! Sei davon still," bat sie und zog ihn Er dachte an seine letzte Begegnung mit dem Vater vor wieder zu sich auf die Bank, legte ihren Arm um seinen dem Stern. Nacken und fuhr fort:„ Der Vater und der Hannes sind Der Klosterbauer saß in der Stube und rechnete. Immer miteinander ausgesöhnt und der alte Arigaya hat Dir ver- nur von dem Gedanken erfüllt, wieder ein reicher Mann zu ziehen, auch der Vater will Dir vergeben, das hat er mir werden, verbrachte er seine Zeit mit allerlei Spekulationen. an meinem Hochzeitstag' gelobt. Es braucht nur ein gutes Jetzt trug er sich mit dem Plane, die verfallene Mühle im Wort von Dir. Ach, Broſi, wie soll Dir unser himm- Bannwalde, an welche sich so unheimliche Sagen knüpften, lischer Vater Deine schwere Schuld vergeben, wenn Du an sich zu bringen und wieder in Stand zu setzen. Er nicht einmal zu Deinem leiblichen Vater sagen willst: ver- machte einen Anschlag und Vefa spann in einer Ecke, als Lisei froh erregt mit den Worten hereintrat:„ Vater, hier zeih mir?" ist der Ambros!" Ambros rang schwer mit sich. „ Die Leut' haben mir erzählt, was Du für ein tapferer Held geworden bist," sagte Liſei mit einem Lächeln. Beig's jetzt auch mir, indem Du Dein Herz besiegſt. Du kannst Dir vorstellen, wie unglücklich der Vater ist, daß er den Hof verloren hat; sei großmüthig!" " Bi Bater!" Sei " Jetzt gleich?" f Ambros.„ Ein anderes Mal! Es Alle guten Geister!" rief Vefa erschrocken und der Faden zerriß zwischen ihren Fingern. " Ja, hier bin ich! Grüß Gott, Vater," sagte Ambros mit fester Stimme, indem er auf den Tisch zuging. Ambros Der Klosterbauer sah ihn an, ohne den Bleistift aus der Hand zu legen. Er sagte kein Wort, preßte die Lippen zusammen und die Mundwinkel zogen sich herab. richtete sich unwillkürlich höher auf; im nächsten Moment jedoch streckte er dem Alten die Hand hin und sagte:„ Ver gieb mir!" Die Hand blieb unberührt. Die Bitte war freilich auch fühl genug vorgebracht worden. Ambros sank wie vernichtet in sich zusammen. " Ich sollt vor Dir niederknieen, Lisei," rief er. " Du, mein Herzensbruder," fuhr Lisei milde fort es denn um Deinetwillen!" und nahm seine Hand zwischen die ihrigen, darum hab' ich So laß' uns gehen," sagte sie und stand auf. " Wohin?" gemeint, daß ich Gottes Born versöhnen könnte und er Dir und uns Allen unsere Schuld vergeben würde, wenn ich ihm mein Herz darbrächte aus freien Stücken, und daß er barm herzig sein würde mit Stasi. Und so hab' ich dem Wolf eilt ja nicht." alles zu wissen thun lassen durch unsern Bruder Hannes, Ja, Brosi, es eilt," versetzte sie und holte ihm seinen Ach, Vater, was hast Du mir doch versprochen!" rief damit er mir mein Wort zurückgeben möchte, und er hat Hut. Du sollst Dein Herz nicht falt werden laffen. Und Lisei vorwurfsvoll. Da ist der Broji jetzt und bittet Dich mich freigegeben." glaubst Du denn, daß der Vater nicht weiß, daß Du um Verzeihung, wie Du es veriangt hast." Da legte der Klosterbauer seine Hand in die des Der Gedanke an Wolf füllte ihre Augen mit Thränen. wieder da bist? Was muß er denken, wenn Du heut' nicht Sohnes; aber er sagte kein Wort dazu und erwiderte auch sprang mit wogender Brust auf, seine Er- zu ihm kommst?" Ambros " Und voraussichtlich noch bringen wird, ganz abnorme Natur- rrscheinungen seien, die überhaupt nicht in Berechnung zu ziehen seien. Das ist ein Jrrthum. Und läßt sich auch nicht leugnen, daß das heurige Jahr in mancher Beziehung ein Ausnahmejahr ist, so muß doch mit der statistisch fest- gestellten Thatsache der stetig zunehmendenHäufig- keit und Heftigkeit der Gewitter(Hagelwetter, Wolkenbrüche u. s. w.) gerechnet werden.— »/Es ist kein Nothstand", meinte Herr Caprivi— die meiningische Regierung scheint jedoch anderer An- ficht zu sein. Ein Telegramm aus Schmalkalden besagt: „Die Regierung von M e i n i n g e n ordnete wegen de s schlechten Standes des Wintergetreides eine sofortige Erhebung an, ob genügendes Saatgut vorhanden i st." Mit anderen Worten, die meininger Regierung be- zweifelt, daß Saatkorn für die Bestellung der n ä ch st e n Ernte genügend vorhanden sei. Ein wuchtigeres Dementi konnte der Optimismus des Herrn Reichskanzlers nicht empfangen.— Die Hundstags-Kaunegietzereien über den„ D r e i- b u n d" dauern fort und bestehen jetzt vorwiegend in Phantasien über die Reise des deutschen Kaisers nach Eng- land. So viel scheinen die Herren Kannnegießer seit einigen Jahren gelernt zu haben, daß sie nicht mehr an der kind- lichen Auffassung festhalten, die Monarchen trügen V e r- träge mit sich in der Tasche herum und lenkten, als peri- patetische Politiker, die Geschicke der Völker auf Rundreisen. Allein, wenn der Wunderglaube an die sürstliche Rundreise- Politik auch durch die nüchternen Thatsachen einigermaßen be- einträchtigt worden ist, so herrscht doch noch immer die Meinung, das Verhältniß zwischen zwei Staaten wie England und Deutschland könne durch einen fürst- lichen Besuch wesentlich beeinflußt werden. So lesen wir jetzt, der deutsche Kaiser werde zwar keinen Bündnißvertrag abschließen, aber doch die Beziehungen der beiden Länder zu so inniger gestalten, daß die heiße Freundschaft so ziemlich das Gleiche sei, wie ein förmlicher Bündnißvertrag. Die betreffenden Kannegießer höherer und niederer Sorte haben offenbar keine Ahnung von dem parla- mentarischen Regiment, das in England nicht bloß ein Scherz oder ein Zierrath ist. Andernfalls müßte ihnen bekannt sein, daß der M o n a r ch in England keinerlei persönliche Politik treiben kann, und daß, was von dem einheimischen Monarchen gilt, selbstverständlich, womöglich in noch höherem Maße von einem fremden gilt. Die Reisen von Monarchen haben in England keine andere Bedeutung, als die von einfachen Privat- Personen.— Die deutschen Handelskammer-Sekretäre haben vorigen Monat in Dresden eine Konferenz gehabt, auf welcher u. A. der Beschluß gefaßt wurde, eine„ü b e r e i n- stimmende Wirthschafts- und Arbeiter- st a t i st i k" zu beschaffen. Bisher waren die Berichte der Herren Handelskammer-Sekretäre allerdings sehr bunt- scheckig und widerspruchsvoll, indem besagte Herren zum Theil durch sreihändlerische, zum Theil durch schutzzöllne- rische Brillen, allerdings in jedem Fall durch eine kapi- t a l i st i s ch e Brille ihre Beobachtungen anstellen. Die Wider- spräche, welche auf diese Weise zwischen den verschiedenen Be- richten sich geltend machten, boten natürlich der sozial- demokratischen Kritik mancherlei Handhaben, und dem möchten die findigen Herren Handelskammer-Sekretäre vor- 'veugen. Sie wollen zwar mcht ihre freihändlerischen und schutzzöllnerischen Brillen wegwerfen, aber ihre Berichte doch wenigstens so einrichten, daß in denselben kein Material ge- liefert wird, das von den bösen Sozialdemokraten ausgenutzt werden kann. Nun— mögen die Herren ihr Bestes thun! Wir hegen nicht den leisesten Zweifel, daß die Handels- tammer-Berichte künftighin noch etwas vorsichtiger werden zurecht gekocht werden als bisher, indeß wir wissen auch, daß die Wahrheit sich doch durchbohrt, und daß die Eiterbeulen der heutigen bürgerlichen Gesellschaft— die zur Abwechselung mitunter„die beste der Welten" genannt wird— durch keine Schönfärberei aus der Welt geschafft werden— und auch durch keine Baare'schen Schönflickereien. Jedenfalls ist dieser ebenso neue als unverschämte Versuch, die Statistik zu fälschen— denn darauf läuft die Forderung einer nicht den Druck, mit dem Ambros seine Hand umspannte. Steif und empfindungslos lag sie in der seinigen. Ambros wurde feuerroth. Lisei sah ihn bittend an und bittend wandte sie sich an den Vater, daß er doch nur ein Wort sprechen möchte. Ambros wartete darauf um der Schwester willen. „Du bist also wieder da ," sagte der Klosterbauer endlich.„Das ist ja denn gut." Er nahm den Bleistift auf, den er hingelegt hatte. Ambros drehte an seinem Schnurrbart und nach einigem Zögern sagte er:„Ich Hab' Dich in Deiner Ar- beit unterbrochen: ich will wiederkommen, wann Du Zeit hast." Lisei hielt ihn zurück. Ein Weilchen Zeit hätte der Vater wohl noch, äußerte sie und nahm diesem, der sich wieder über seine Zahlen gebeugt hatte, mit sanfter Ge- walt den Bleistift aus der Hand. Die Furcht, daß die Begegnung erfolglos verlaufen könnte, machte sie so kühn. Es zuckte auch der Zorn durch die Brauen des Kloster- bauers, jedoch sagte er nichts und lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. „Der Vater weiß, daß ich in ehrlicher Absicht her- gekommen bin," sagte Ambros,„und daß ich nichts von ihm begehr' als seine Vergebung dafür, daß ich die Stasi gegen seinen Willen geheirathet Hab'." „Ich habe freilich Keinem mehr'was zu geben; ich bin jetzt ein armer Mann," versetzte der Klosterbauer mit einem bittern Mitleid mit sich selbst.„Da muß ich Dir ja dankbar sein, daß Du Dich noch um mich alten armen Mann kiim- Nierst und Dich von der Lisei hast bewegen laffen, zu mir zu kommen." «O Vater!" rief Lisei schmerzlich. Er aber fuhr fort, indem er die Augen öffnete und einen feindselige!, Blick auf seinen Sohn schoß:„und hättest Du die Eckschlagerin ge- heirathet, war' alles anders gekommen." „Der Vater weiß, warum es halt nicht hat sein können," entgegnete Ambros mit mühsam unterdrückter Auf- wallung.„Um Deinetwillen thut es mir leid, daß der Klosterhof verloren gegangen ist. Mir ist er unheimlich ge- worden und ich Hab' nicht'mal nach ihm umgeschaut, wie „übereinstimmenden Statistik" doch hinaus— charakteristisch für die Vertheidiger und Lobredner des Kapitalismus.— Der Reich s-Anzeiger veröffentlicht das Ein- kommensteuer-Gesetz vom 24. Juni lL91.— In das A l l e r h e i l i gst e der europäischen„Zivili sation" führt folgendes Wolff'sche Telegramm: Sofia, 6. Juli. Heute wurden die am Sonnabend be gonnenen Schießversuche mit Schnellfeuer-Kanonen des Grusonwerkes bei Magdeburg in Gegenwart des Kriegsministers, der Offiziers des Generalstabes, der Ar- tillerie und des Genie-Korps sowie anderer Notabilitäten auf nicht vorher fixirte Distanzen fortgesetzt. Von 30 auf der Scheibe dargestellten, in einer Entfernung von zwei Metern von einander liegenden Soldatenköpfen wurden 14 von Ringkugeln und Shrapnellftücken getroffen. Die ziveite Scheibe, welche zwei Feldkanonen darstellte, wurde in einer Distanz von 1800 Metern von 25 Schüssen getroffen. Die Schießversuche vom Sonnabend auf vorher bestimmte Distanzen ergaben ein vorzügliches Resultat bezüglich der Schnelligkeit des Schießens und der Treffsicherheit. Der Kriegsminister sprach bei dem nach den Versuchen eingenommenen Frühstück den Vertretern des Grusonwerkes seine vollste Zufrieden heit aus. Wie sturmisch muß das Herz eines deutschen Patrioten schlagen, wenn er liest, daß„deutschem Fleiße" es gelungen ist, den Massenmord auf eine solche Höhe rationeller Technik zu bringen!— „Sonst scheinen immer die Beamten die zuver- lässigeren Zeugen zu sein, hier dreht sich aber leider der Spieß einmal um". Diese Aeußerung that in diesen Tagen der Borsitzende einer hiesigen Strafkammer, Landgerichtsrath Braun, gegenüber einem Zeugen, der einen wegen Be- leidigung und Mißhandlung angeklagten SchutzmannZ zu entlasten suchte. Es handelte sich um einen der Fälle, in welchen ein Schutzmann die Abwehr von Insulten damit rächt, daß er den Spieß umdreht und den Jnsultirten noch obenein verhaftet und mißhandelt. Nicht immer kommt es vor, daß der Thatbestand so klar daliegt, daß der Schutz- mann unter Anklage gestellt wird, wie es in diesem Falle geschah. Die Zeugen, mehrere andere Schutzleute und Nachtwächter, mußten wiederholt vom Vorsitzenden zur Wahr heit angehalten werden und änderten erst daraufhin die ihrem Kollegen günstige Aussage. Der übereinstimmende Versuch der Zeugen zu Gunsten des angeklagten Kollegen läßt daraus schließen, daß ein solcher Fall mcht vereinzelt dasteht und daß die Aeußerung des Gerichls-Vorsitzenden, daß die Beamten sonst i m m e r die zuverlässigeren Zeugen zu sein scheinen, auf einer oft täuschenden Annahme beruht. Wir haben manche Verurtheilung gesehen, bei welcher der Aussage eines einzigen Beamten im Gegensatz zu einer ganzen Anzahl anderer Zeugen Glauben beigemessen wurde, weil der Beamte der zuverlässigere Zeuge zu sein schien, oder wenigstens dem Richter schien.— Ein Stückchen„Deutschenhetze" wird wieder einmal aus Prag gemeldet. Ein dortiger deutscher Profeffor mit dem allerdings undeutschen Namen Z y s l h a r z wurde in Gesellschaft seiner Frau, zweier Söhne nnd zweier Schwäger von mehreren Tschechen überfallen und mißhandelt. Sie wurden deutsche Hunde, deutsches Gesindel geschimpft, der Ruf ertönte:„Prügelt die Deutschen, schlagt sie todt!" und die sich ansammelnde Menge soll sich hierbei ganz gleichgiltig verhalten haben, bis die Polizei herbeikam und drei der Angreifer verhastete. Wäre die Geschichte in Deutschland passirt und wären die Angreifer gebildete deutsche" Studenten, die Angegriffenen aber Juden gewesen, nun so würde sie nur als ein Zeichen national- patriotischer„Schneidigkeit" gegolten haben. Jetzt aber wird dieser Akt der Rohheit, die wir selbstverständlich ver- dämmen, als ein besonders gehässiger Akt nationaler Ge- hässigkeit mit der größten Entrüstung von der nationalen deutschen Presse hervorgehoben. Nun, diese hat am wenig- sten ein Recht dazu. Unsere deutschen Nationalen sind eben tonangebend geivesen in der Verhetzung der Nationen und Rassen. Ungerächt ist noch heutezder am greisen Freiherrn von Aufseß verübte Todtschlag, und ähnliche Heldenstückchen deutscher Nationaler waren nichts Seltenes. Mit der Aus- Weisung taufender Ruffen und Polen ist in Deutschland der Sporn zur Nachahmung gegeben. Unsere„nationale" Politik der letzten Jahrzehnte war eine geradezu deutsch- ich heimgekommen bin. Er hat uns Allen kein Glück ge- bracht, auch Dir nicht Vater. Wie ein Sumpf, aus dem das Fieber kommt, hat er unZ Alle krank gemacht. Er hat alles vergiftet." Der Klosterbauer richtete sich steif auf seinem Stuhle auf und starrte ihn mit weitgeöffneten Augen an. „In dem Stück aber hast Du Recht: ja, ich bin um der Lisei willen hergekommen," fuhr Ambros nach einem tiefen Athenizug fort und heftete seine Augen auf die Schwester.„Denn ich weiß, ivas sie hingegeben hat aus Liebe zu Dir und zu mir, um uns Beide mit einander aus- zusöhnen. Ich hab's erkannt, jetzr, wo's für mich zu spät ist, was das wcrth ist, was die Lisei für uns hingegeben hat. Was will Dein verlorner Klosterhof dagegen bedeuten? Du hast mir die Hand gereicht und so inag's denn für jetzt gut sein. Es brauchen alle Wunden Zeit, um zu heilen, und alle Frucht, um reif zu werden." Der Klosterbauer sah mit zusammengezogenen Brauen vor sich nieder. Es nagte an ihm, daß er dagegen nichts vorbringen konnte. „Laß uns denn warten, Vater," sagte Ambros. „Adjes!" Er nickte der Schwester zu und ging nach der Thür. „Es hat Einer leicht verlieren, was er nie besessen hat," kam es jetzt grämlich bitter über die Lippen des Alten, in- dem er aufstaud. Ainbros, der schon die Hand nach der Thürklinke ausgestreckt hatte, wandte den Kopf zurück und rief mit anflammenden Augen:„Und Hab' ich nichts verloren? Und bist Du daran ohne Schuld? Aber wir»vollen nicht rechnen!" Die Thür siel hinter ihin zu. Vefa, welche, von ihm gänzlich unbeachtet gelassen, bis- her ganz still in der Ecke sich gehalten hatte, rief jetzt giftig:„Ist das ein Hochmüthigcr! Jetzt hält' blos noch gefehlt, daß der Klosterbauer vor ihm auf die Kniee hätte fallen müssen. Freilich, der Klosterhof ist für ihn ja blos ein Sumpf." Mit einem energischen Fußtritt setzte sie ihr Spinnrad wieder in Bewegung. feindliche. Gerade Deutschland hatte zu bedenken,� ba§ viele Millionen Deutsche im Auslande wohnen, und daß die nationale Hetze, die im Innern des Deutschen Reiches getrieben wird. Jene zu allermeist treffen wird. Was.- wir voraussahen, ist auch geschehen. Das Schicksal der Deutschen in Rußland ist besiegelt; in den russischen Ostseeprovinzen, in welchen sich die Deutschen Jahrhunderte lang als die Herren betrachteten, herrscht der russische Schrecken; die deutsche Sprache, Kirche und Schule sind mit der Vernichtung bedroht, und— o Gipfel deutschen National- stolzes!— wenn der von der russischen Despotie bedrängte Deutsche nach Preußen flüchtig wird, so kann er gewärtig sein, daß er. Dank dem famosen Bismarck'schen Aus- lieferungsvertrage, in die Hände der russischen Henker zu- rückgeführt wird. Zurückgedrängt und der Vernichtung preisgegeben ist das Deutschthum auch inAden meisten öfter- reichischen Staaten. In Böhmen galten früher die Städte und vor allem Prag als überwiegend deutsch. Freilich haben j sich die Deutschen dort vielfach den Haß der Bevölkerung zugezogen, da aus ihrer Mitte hauptsächlich die Werkzeuge genommen waren, mit denen das Metternich'sche Regiment die j Volksfreiheit mit Füßen trat. Und wie war die Stellung der gebildeten Deutschen in der böhmischen Hauptstadt, als die tschechische nationale Bewegung bereits zur Macht gelangt war? Das deutsche Studententhum in Prag, mitten in ihrer bedrängten Stellung, hatte so wenig Nationalgefühl, daß es auch j im feindlichen Lande das Korpsprotzenthum, wie mitten in Deutschland, gegenüber dem deutschen Bürger aufspielte. Da mußte denn wohl gegenüber dem nationalen tschechischen Aufschwung das Deutschthum den kürzeren zrehen; die V e r ä t h e r des Deutschthums waren eben dieselben, die vorzugsiveise mit ihrem deutschen Patriotismus prablen. s Während seit Jahrhunderten sich in unseren Nachbarländern die Vernichtung des Deutschthums vollzieht, berauschte man sich j im Deutschen Reich förmlich in den Phrasen von der großen Machtstellung des deutschen Naniens. Was in Oesterreich noch der Deutschenhetze Abbruch thut, das ist der Fortschritt der„vaterlandslosen" Sozialdemokratie; sie ist es auch, die den deutschen Namen, den die„nationalen" Deutschthümler schänden, zu Ehren bringt. Der trügerische Ruhmesschein unserer„deutschen" Politiker verbleicht immer mehr, und zugleich wird auchI klarer erkannt, was sie an dem Deutsch- thum verbrochen haben. So manche Ehrensäul« wird zur Schandsäule.— In Frankreich äußert sich der Klassenkampf in einer ungewöhnlichen Anzahl von Streiks. Don allen Seiten kommen Nachrichten von Arbeitseinstellungen. Und durch monströse Verurtheilungen, wie die unseres Genossen L a f a r g u e, wird der Klassenkampf nicht auS der Welt! eschafft, sondern im Gegentheil nur verschärft. Solche lrtheue sind selber drastische Beweise für die Erbitterung, welche der Klassenkampf angenommen hat. Die bürgerliche Gesellschaft ist nun einmal in zwei feindliche Lager getheilt, und der bürgerliche Geschivorene, der über den sozial- demokratischen„Agitator" zu Gericht sitzt, betrachtet sich in diesem Klassenkampf' als Vorkämpfer seiner, der be- sitzenden Klasse, der den Vorkämpfer der arbeitenden Klasse als Feind zu behandeln und um jeden Preis un- schädlich zu machen hat. Ungeheuerüche Urtheile, wie das am Sonnabend gegen Lafargue gefällte, bekunden blos die Jntensivität des Klassenhasses, von welchem die Vertreter der besitzenden Klaffen den Arbeitern gegenüber thatsächlich erfüllt sind, obgleich sie hartnäckig von„Har- monie" und„sozialem Frieden" phantasiren und den Klassen- kämpf und Klassenhaß für„Erfindungen" der bösen Sozial« demokraten erklären.— Ueber die spanischen Sozialdemokraten wird uns geschrieben: Dieselben arbeiten gegenwärtig an einer neuen, das ganze Land umfassenden Organisation der Partei, deren vornehmster Zweck darin bestehen soll, größere verfügbare Geldmittel für die im nächsten Frühjahre in Aussicht ge« nommenen Lohnkämpfe anzusammeln. Hiernach wird die Partei in sechs Provinzialverbänd« zergliedert, welche auf je ein Jahr einen Vorort erwählen, der die Verivaltung des Gesammtfonds übernimmt. Die Hauptorte der Verbände sind: Bilbao, Barcelona, Zaragoza, Madrid, Valencia und Malaga; bis zum nächsten Parteitag übernimmt Madrid provisorisch die obere Verwaltung. Im Ganzen ist die Lage Lisei trat vor den Vater, dem über die Worte seines Sohnes das Blut in die Wangen sich gedrängt hatte, faßte seine Hände und sah ihn mit einem langen vorwurfsvollen Blicke an.„Leb' wohl, Vater!" war alles, was sie endlich sagte. Der Klosterbauer stapfte in der Stube auf und ab. Plötzlich blieb er vor Vefa stehen und schrie sie heftig an, sie solle sich mit ihrem Spinnrade aus der Stube scheren; er könne das ewige Schnurren nicht leiden. Lisei hatte nicht vermuthet, daß die Brust des Vaters noch so viel Groll gegen Ambros barg, und nieder« geschlagen kam sie nach Hause. Das Eis zwischen Beiden hatte zwar einen Riß bekommen, aber wie viel Zeit würde es noch fordern, bis es schmolz, wenn es überhaupt je ' molz. Jerg beobachtete sie verstohlen; dem» ihm war bei der Rückkehr seines Schwagers nicht wohl zu Muth und um sie auszuforschen äußerte er hämisch:„Das Wiedersehen scheint ja recht erfreulich gewesen zu sein. Er hat Dich wohl rechtschaffen getröstet, daß Du seinen besten Freund geheirathet hast?" „Du unglücklicher Mensch, mußt Du denn jedes Gefühl verhöhnen?" seufzte Lisei, Ich Hab' keinen Trost von nieineM Bruder begehrt, denn wollt' ich mein Elend zu klagen an- äugen, wo fänd' ich ein End'? Aber ich bitt' Dich, Du nldcst Dir ja so viel auf Deine Klugheit ein, denke doch nach, ob es nicht Dein Vortheil ist, wenn Du Dich mit meinem Bruder gut stellst? Du hast jetzt Keinen mehr im ganzenThal, der Dir auch nur den kleinen Finger reichen möchte." „Als ob ich Einen brauchte," rief er geringschätzig. „Es könnte freilich Einer zuletzt unter allen den Narren einen Verstand verlieren." Es war in der That mit ihm so weit gekommen, wie Lisei sagte. Die Vigilthaler verziehen es ihm nicht, daß er zu Hause geblieben war, während sie ihr Leben für das Vaterland eingesetzt hatten. Keiner wollte ihm mehr Rede lehen, oder richtete das Wort an ihn. War er im Wirths« lause, so setzte sich Keiner an seinen Tisch, es mochte noch o voll sein, oder die Leute standen auf und suchten sich andere Plätze, wem» er sich zu ihnen setzte. Er«rjuchle 1 e e e 3 1 3 Gründe: Die Beklagte hat sich bei Kläger für die Zeit daraus erklären, daß das sozialdemokratische Agitatorenthum in vom 2. April 1891 bis dahin 1892 gegen Geben und Nehmen der That sich einem" Nothstand" gegenüber befand, denn womit eines Miethsgeldes im Betrage von 3 M. als Magd ver- hätte jenes agitiren und sich des Tages und Leibes Nothdurft miethet, diesen Dienst auch rechtzeitig angetreten, denselben verdienen wollen, falls nicht die Theuerungsagitation ihm zu jedoch bereits am 14. April 1891 wieder und zwar deshalb Hilfe gekommen wäre? Bei der sozialdemokratischen Agitation verlassen, weil: darf niemals übersehen werden, daß dieselbe eine Subsistenzfrage vieler Personen ist, und deshalb ist dieselbe auch stets anders zu beurtheilen, als diejenige anderer Parteien." a) beim Vermiethen ihr nicht gesagt sei, daß sie auf der in dem Lokale des Klägers befindlichen Verpflegungsstation Arbeiten zu verrichten habe und b. ihre Herrschaft die Müller'schen Eheleute fie mit Schlägen bedroht haben, sowie endlich Giebt es jemand in den höheren" Ständen, welcher dieser frechen Ableugnung des Nothstandes wirklich glaubt? Nun, dann empfehlen wir dem Gläubigen eine Villegiatur in irgend einer c. weil sie von der Ehefrau Müller in dem Familienkreise Hütte der armen thüringischen, sächsischen, schlesischen Bergbevöl derselben für eine Diebin ausgeschimpft worden ist. ferung. Wenn er dann das Brot zu essen bekommt, was in Kläger bestreitet, daß Beklagte in dem Bimmer der Ber- diesen armen Diftritten gegessen werden muß, zu einem Preiſe, pflegungsstation Arbeiten zu verrichten gehabt hat, giebt aber wie er sonst nur für Brot bester Sorte gezahlt wurde, so wird er zu, daß seine Ehefrau in Beziehung auf die Beklagte eine auf der Größe des gewissenlosen Schwindels sofort inne werden, mit Diebereien hinzielende Aeußerung gethan hat, wozu dieselbe welchem Blätter wie die Norddeutsche Allgemeine" ihr Publikum indeß dadurch Veranlassung gegeben habe, daß sie mehrere immer noch in den Bismarck'schen April schicken. ihrer eigenen Kleidungsstücke um ihren Leib herum versteckt an- die" Existenzfrage" betrifft, so begreifen wir allerdings, daß die gebuuden hatte, um sich heimlich aus dem Dienst zu entfernen.„ Norddeutsche Allgemeine" sich für dieselbe sehr interessirt. Seit Die von der Beklagten angeführten Gründe, der Welfenfonds die Pindter'sche Futterkrippe nicht mehr aus denen sie den Dienst verlassen hat, berechtigten fie fpeist, ist Holland und Pindter in Noth. Und daß ein Pindter teineswegs zum sofortigen Verlassen des alle anderen Menschen zu verpindtern sucht und aus allen anDienstes, ganz abgesehen davon, daß sie vom Kläger theilweise deren Menschen gern Pindter machen möchte, die gleich ihm vor bestritten werden:( cfr.§§ 136 bis intl. 142 der Gesinde- Ord- einer Futtertrippe stehen, daß ist psychologisch etwas sehr Na türliches. nung vom 8. November 1810). Sonach hat Beklagte ohne gefeßmäßige Ursache den Dienst verlassen und rechtfertigt sich diese Entscheidung aus§ 167 c und§132 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung Landesverwa vom 30. Juli 1888. Dfterwieck, den 22. April 1891. Die Polizei- Verwaltung. J. V.: Schröder." Und was Arbeiterbewegung. Friedland O.-S. Ein großer Theil der Arbeiter auf dem Ber Partei eine günstige; das entmuthigende Ergebniß der Rammerwahlen vom 1. Februar, welche trotz des kurz vorher verliehenen allgemeinen Stimmrechts noch kein Mandat für die Arbeiterpartei ergaben, wurde ausgeglichen durch den großartigen Erfolg der Maifeier. Selbst die der Arbeiterbewegung am feindlichsten gesinnten Organe der konservativen Grundbesizer und Fabrikanten mußten anerkennen, daß sich die Einmüthigkeit und die Disziplin die Disziplin der spanischen Arbeiter an diesem Tage in einem geradezu bewundernswerthen Maße gezeigt hat. Allerdings wurde in Rücksicht auf lokale Verhältnisse die Arbeit den ganzen Tag über nicht in allen Städten ausgesetzt, trotzdem fanden in allen Orten Spaniens, wo mehr als hundert Arbeiter in industriellen Betrieben beschäftigt sind, Versammlungen und andere Kundgebungen statt, in denen der achtstündige Arbeitstag als das wichtigste Ziel der Arbeiterbewegung bezeichnet wurde. Nach einer Schätzung des bürgerlich- liberalen Blattes El Imparcial" haben sich an dieser Feier des 1. Mai in Spanien 250,000 Arbeiter beiderlei Geschlechts betheiligt, und dabei kam es nur in Cadir zu einer unbedeutenden Ruheftörung, die aber nach einstimmigem Urtheil dem ungeschickten Verhalten der Polizei zur Last zu legen war. Der zweite große Erfolg aber bestand darin, daß sich die Arbeiter mit der Feier begnügten und nicht, wie seitens der Anarchisten beantragt war, abermals den Generalstreik versuchten, um schon jetzt den Achtstundentag zu erzwingen. Die auf dem Pariser Programm stehende sozialdemokratische Richtung, als deren einflußreichster Führer mit Recht Pablo Iglesias in Madrid angesehen werden kann, trug also in dieser einschneidenden Frage einen vollständigen Die Rechtlosigkeit des„ Dienstboten" seiner„ Herrschaft" hiesigen Dominium hat, wie die" Neiffer Zeitung" berichtet, die Sieg davon. Dies war allerdings auch sehr nothwendig; gegenüber wird durch die vorliegende Entscheidung deutlich Arbeit eingestellt, da ihnen der Lohn zu gering erscheint. Die denn erst jetzt konnte man in Ruhe an den inneren Ausbau gekennzeichnet. Der Dienstbote muß nicht nur die ärgsten Ausständigen sind beim Grafen Bückler- Burghauß schriftlich vorder Partei herantreten. Schon am 10. Mai zeigte sich wörtlichen und thätlichen Beleidigungen über sich ergehen stellig geworden um Gewährung höherer Beträge. Dem hierdurch der günstige Einfluß dieser besonnenen Haltung der Partei lassen, er wird von der Polizei aufgegriffen und zwangs- entstehenden Mangel an Arbeitskräften zur Bergung des Wiefengelegentlich der Gemeindewahlen, welche in acht Städten weise der Herrschaft wieder zugeführt, wenn er seinem un- ertrages soll durch Einstellung der Sträflinge des Gerichtsgefängnisses vorläufig abgeholfen worden sein! fozialdemokratischen Kandidaten Mandate für die Stadt- erträglichen Loose durch die Flucht zu entgehen versucht hat. Wenn letzteres wahr ist, welch schöner Beweis wäre das für verordneten- Versammlungen einbrachten, sodaß wenigstens Der Fall aus Osterwieck ist dabei gewiß noch nicht der die Größe des Wohlwollens, welches der Staat der Anfang dazu gemacht ist, den Wünschen der Arbeiter schlimmste in seiner Art; noch ärgere Fälle kommen vor, allen berechtigten Bestrebungen" der Arbeiter entin den öffentlichen Bertretungskörpern Geltung zu verschaffen. und die Genossen würden sich ein Verdienst erwerben, wenn gegenbringt! Gleichwohl bedingen es die natürlichen Berhältnisse des sie. derartige Entscheidungen auf Grund der Gesinde- Ordnung Landes, daß für die nächste Zeit die Lohnkämpfe als die fammelten und mittheilten. Der Ruf: Fort mit den Gesindewichtigste Ausgabe angesehen werden, da der zwar leiden- ordnungen! wird uns bei der Landagitation gute Dienste schaftlichere, aber doch auch schneller erlahmende Charakter leisten, und er wird um so lebhafteren Widerhall finden, der füdländischen Arbeiter stets ein greifbares Biel vor Augen je mehr sich ähnliches Material darbietet, wie die Entschei zu haben wünscht. Deshalb muß die Partei zugleich die dung der Osterwiecker Polizeiverwaltung. Oberleitung der Streitbewegung in die Hand nehmen und Die Kreuz- Zeitung" faselt in Bezug auf die Zur Lage der Berglente bringt die in Gelsenkirchen ers durch eine richtige Organisation jede unnüße Zersplitterung Bollmar'sche Rede, dieselbe sei die Antwort auf gewisse scheinende Zeitung für die deutschen Bergleute" eine längere der Kraft zu vermeiden suchen, die leider in den letzten Versuche des Auslandes, denen Liebknecht nicht fern gestanden Ausführung, der wir folgendes entnehmen: Wir sind wieder Jahren mehrfach zu beklagen war. Man hat sich aber jetzt habe: die deutsche Sozialdemokratie zu einer Massen- Agitation genau auf dem Standpunkte der berüchtigten Arbeitersperre vom schon dahin geeinigt, daß die Arbeitseinstellungen im nächsten gegen den Dreibund zu veranlassen. Die„ Kreuz- Zeitung" Jahre 1889 angelangt. Der theilweise Unterschied, wenn von einem Jahre nur ortsweise vorgenommen werden dürfen. Wahr- foute doch wahrhaftig nachgerade gelernt haben, daß die solchen die Rede sein kann, beſteht lediglich darin, daß wir scheinlich wird zuerst ein größerer Bergarbeiterstreit in den deutsche Sozialdemokratie sich ihre Politik nicht von Außen wie zur Zeit der ersten Sperre müssen auch heute wieder maffenheute noch weit mehr Gemaßregelte haben, als damals. Genau bastischen Provinzen beschlossen werden, da hier die Lage vorschreiben läßt, und daß speziell auch Liebknecht in hast Bergleute und zwar erprobte und tüchtige Bergleute der Grubenarbeiter die denkbar schlechteste ist. Die Vor- energischster Weise derartige Versuche zurückgewiesen hat. um den Berg gehen, wohingegen Gevatter Schuster und Schnei frage freilich ist, ob die jetzt getroffene Organisation die Uebrigens ist es unseres Wissens in diesem Fall auch Nieder auf den Zechen in Arbeit gestellt werden. Genau wie gewünschte Ansammlung der Streiffonds ermöglichen wird. mandem in den Sinn gekommen, einen so albernen Versuch damals, verlangt man auch neuerdings außer der Abkehr noch zu machen. Und nun gar eine Massen- Agitation gegen den eine Extrabescheinigung von dem um Arbeit Anfragenden über Dreibund", den wir zu allen Zeiten als diplomatische Fehl den Grund feiner Entlaffung, resp. feiner freiwilligen Abkehr und muß diese Bescheinigung von dem Betriebsführer der Zeche, wo geburt betrachtet und bezeichnet haben. der Mann zuletzt in Arbeit gestanden, ausgestellt sein. uns ist noch in jüngster Zeit ein derartiger Fall zu Ohren gekommen. Aber wenn trotz allen diesen Chikanen die Leute wenigstens Ar beit erhielten. Doch weit gefehlt! Zu Hunderten müffen fieund zum größten Theile sind es Familienväter- weil arbeitslos, mit den Ihren von den kümmerlichen Brofamen des Mitleids und der Unterstützung leben. Wie unzureichend und bitter ein solches Vegetiren, den anders können wir es nicht nennen, für ehrenhafte, gern thätig sein wollende Männer ist, braucht wohl nicht weiter hervorgehoben zu werden. Ungeheuer lich aber bleibt dabei die Thatsache, wie Menschen, denen man nichts weiter vorwerfen kann, als den Versuch gemacht zu haben, ihre erbärmliche Lage zu verbessern, dafür dem Hunger und dem Elende überliefert werden. Warum verhandeln die rheinischantworten sie nicht einmal auf deren berechtigte Forderungen, als ob sie es mit Zuchthäuslern oder Aussäßigen zu thun hätten? Den Bergleuten wird fortwährend, wie zum Hohne bei ihrem Elende, noch maßloses Begehren" vorgeworfen, während gerade die Kohlen- Nabobs, wie die Verwaltungsberichte zeigen, wahrhaft unerfättlich in ihrer Profitwuth find."- Das Blatt stellt fchließ Der egyptische Ministerrath hat heute die neuen Gesetze betreffend das Bagabundenwesen und den Waffentransport mit den von dem gesetzgebenden Rathe beschlossenen Abänderungen endgiltig genehmigt. Hoffentlich erstreckt sich das erstere Gesetz auch auf burchgebrannte Bankdirektoren und ähnliche Vertreter der„ honetten" Gesellschaft. ihrer vorgestrigen Abendausgabe: Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" pindtert in dem " " Im offiziellen Organ der sozialdemokratischen Parteileitung, Vorwärts", ist zu lesen: Der Strohhalm, an welchem fich die Brotvertheurer antlammerten: nämlich daß die Kornpreise nun fallen und dadurch der Empörung über die Kornzölle die Spitze werde abgebrochen werden, ist von den Stürmen der letzten Woche weggefegt worden und das Gespenst der Hungersnoth, das einen Augenblick gebannt schien, nimmt mehr und mehr förperliche Gestalt an und rückt unheimlich in die Nähe. Oder ist der Wunsch nach höherem Sohn etwa tein berech tigtes Bestreben? Soziale tebericht. Der sozialdemokratische Programm= Entwurf fordert in seinem letzten Theile auch die Aufhebung der verschiedenen Gefinde Ordnungen, wie sie in den einzelnen deutschen Staaten noch aus dem vorigen Jahrhundert her in Kraft sind. Wie nothwendig die Aufhebung dieser hart an die Leibeigenschaft streifenden Bestimmungen ist, geht auch aus folgender Entscheidung der helfen kann nur die schleunigste Beseitigung der Korn- westfälischen Grubenbesitzer nicht mit den Arbeitern? Warum Polizeiverwaltung in Osterwiec am Harz hervor: zölle. Die Gefahr wird immer dringender. Jeder verlorene Tag bedeutet eine ungeheure Summe von Elend, das abgewandt werden kann und muß! Fort mit den Kornzöllen!" In der Gesinde- Streitsache des Gastwirths Adolf Müller zu Osterwieck, Klägers wider die Dienstmagd Marie Hahn in Halberstadt, Beklagte, wird dahin entschieden, daß die Beklagte Nachdem die Freisinnspresse bezüglich der Theuerungsgehalten, den Dienst bei Kläger fortzusetzen und deshalb sofort agitation ein Loch zurückgesteckt hat und man auf jener Seite einnach Empfang dieser Entscheidung unter Androhung einer zusehen beginnt, daß die Hungersnoth doch noch nicht so un- lich die Frage: Wie wird das enden und wer trägt dafür die Geldstrafe von 30 m., welcher im Unvermögensfalle eine mittelbar vor der Thür steht, scheint man das Geschäft von Verantwortung? Haftstrafe von einer Woche substituirt wird, in denselben sozialdemokratischer Seite allein fortsegen zu wollen. Vielleicht zurückzukehren. läßt sich dieses allen Thatsachen Hohn sprechende Verhalten der Acht, die über ihn verhängt war, Trotz zu bieten, ließ Aspern über Desterreich gebraut, in einem furchtbaren mordend pordrang und jeden Tyroler, der mit den Waffen fich prahlerisch vom besten Wein geben und führte laut an- Schlage sich entladen hatte. Erzherzog Karl war auf's in der Hand ergriffen wurde, sofort erschießen ließ. zügliche und höhnische Reden. Dummköpfe wären es, die Haupt geschlagen, ein Waffenstillstand abgeschlossen worden. Es war eines Nachmittags und die Leute überall auf sich für Desterreich todtschlagen ließen. Erst hege es die Ueber die Bedingungen desselben verbreiteten sich die beun- den Feldern mit der Kornernte beschäftigt, da ertönte in Tyroler gegen die Bayern und Franzosen auf und nachher ruhigendsten Gerüchte. Der Landrichter, Planta und Mutsch- St. Vigil die Sturmglocke.[ Bei ihren raschen, kurzen, ängftLieße es sie in der Batsche stecken. Mancher ballte ob solcher leitner fuhren nach Bruneck, um bei Beter Hueber nähere lichen Schlägen ließen die Leute Alles stehen und liegen und Reden wohl die Faust; Jerg erhielt jedoch keine Antwort. Erkundigungen einzuziehen. Dieser empfing fie mit sorgen- eilten nach dem Dorfplate. Von allen Seiten, von allen Er war für Niemand vorhanden. Selbst in der Kirche vollen Mienen. Andreas Hofer hatte geschrieben, daß der Hängen und Hügeln, aus allen Gehöften und Häusern kamen zeigte sich seine Aechtung. Niemand bot ihm das Weihwasser Waffenstillstand die Räumung Tyrols bedinge, aber kein sie herbeigeströmt, Männer und Frauen, und drängten in die oder nahm es von ihm an. Wo er stand, war er allein, Wort über eine Amnestie für die Tyroler enthalte. Kirche, deren Pforten weit offen standen. Hannes beflieg wo er saß, rückten die Nächsten so weit als möglich von Also das ist die Meinung im Hoflager?" bemerkte die Kanzel, einen Laufzettel des bärtigen Andrä in der ihm fort. Nichts aber ergrimmte ihn innerlich so, als die Herr" Bengerl mit einer tiefen Falte zwischen den Brauen. Hand, der eben an den Mutschleitner gekommen war. Hofer Anerkennung und Achtung, mit der er die Dörfler von der Man gratulirt dem General Chasteler, der davon gelaufen rief zu den Waffen. Der Waffenstillstand war gebrochen, Tapferkeit des Ambros reden hörte, und seitdem Ambros ist, im gnädigen Handschreiben, daß er Tyrol so standhaft Marschall Lefebvre im Marsche über den Brenner. Einem wieder in St. Vigil war, mied er Kirche und Wirthshaus. und ruhmvoll behauptet habe; aber alles, was Tyrol für Kourier desselben an den General Rusca war eine lange Ambros ließ sich unterdessen nur selten einmal sehen. Desterreich gethan hat, soll nichts gelten und das Land hat Prostriptionsliste abgenommen worden. Gr mied die Menschen, weil ihm sein Leid keine Freiheit für seine Opfer an Gut und Blut keine Dankbarkeit anzu- hr seht, wie die Sachen stehen, lieben Freunde," ließ. Ram er einmal in den Stern und das Gespräch sprechen." fuhr Hannes nach diesen Mittheilungen fort.„ Wir müssen wandte sich, wie es natürlich war, auf die jüngsten KriegsDennoch ist es des Hofers Meinung, daß wir den uns wehren, bis wir die Bayern gezwungen haben, fahrten, dann hielt er sich still. Ein Brahler war er Waffenstillstand halten müssen, wenn ihn der Feind hält," uns eine bessere Kapitulation zu geben. Lasset das Getreide nie gewesen, früher nicht in dem hochmüthig en Bewußt- sagte Hueber. Die österreichischen Truppen sind abberufen den Vögeln unter dem Himmel. Mag die Ernte verderben, sein seiner Ueberlegenheit über die Anderen, jetzt nicht, und die wenigen, die noch im Land gestanden, bereits abge- wenn nur das Vaterland nicht verdirbt und unser heiliger weil er erfahren hatte, daß Andere in dem Kampf gegen zogen. Mit ihnen sind die österreichischen Kommissare und Glauben. Das Vaterland braucht alle seine Söhne. Zu den Feind ebenso viel und mehr als er geleistet hatten. Regierungsbeamten geflohen und mancher Tyroler als Soldat den Waffen! Zu den Waffen!" Sein Vorsatz, in Desterreich Kriegsdienste zu nehmen, verkleidet, der die Nache des Feindes fürchtet. Sie wird" Zu den Waffen! Zu den Waffen!" riefen alle Anstand fest; jedoch verschob er die Ausführung von einem auch schwerlich ausbleiben, die Sache." wesenden begeistert ihm nach, die Frauen nicht ausgenommen, Tage auf den andern. Die Liebe zu Stasi hielt ihn in Man müsse ihr mit dem Schwerte in der Faust zuvor und das Gewölbe erdröhnte von dem Schall. Vor der St. Vigil fest. Aus aller Selbstsucht, Verblendung und kommen, rief der Oberförster mit seiner tiefen Stimme; Kirche trafen sich der Landrichter und der Oberförster. Ich Unlauterkeit hatte sich diese Empfindung mun frei gerungen jedoch Hueber versetzte kopfschüttelnd:" Dazu ist der Hofer ziehe mit," sagte der erstere, und Herr Planta:„ Ich auch, und durchglühte seine Brust. Wahrlich die Folgen seines nicht zu bewegen, denn er will sich nicht ins Unrecht sezen." das versteht sich." Sie drückten einander die Hand und unseligen Thuns fonnten ihn nicht härter treffen, als durch" Ja, im Recht müssen wir bleiben; gegen seinen Herr Zengerl sagte halb, halb sang er mit einer leichten das zu späte Erwachen seiner Liebe. Er half David fleißig Kaiser steht kein Tyroler auf," pflichtete ihm Mutsch- Bariante seines Lieblingsdichters: bei den Feldarbeiten, aber gegen Abend stand er regelmäßig leitner bei. Und sehen wir nicht das Leben ein, Nie wird uns das Leben gewonnen sein!" an der Hecke vor seinem Hause und schaute nach dem Kirch- Bur selben Zeit wurde aber bereits das Recht hofe hinunter. Stafi zeigte sich jedoch nicht. Wie er von vom Feinde unter die Füße getreten. Marschall Um den alten Arigaya bildete sich ein Kreis älterer seinen Geschwistern erfuhr, war sie zwar allmälig ruhiger Lefebvre war mit Bayern, Sachsen und Franzosen Männer und berieth die Errichtung eines Landsturms. Der geworden, allein vor dem Kirchhofe hatte sie Furcht: dort von Salzburg eingerückt und hatte schon, ohne sich Müller war ganz verjüngt. Auf seinen Vorschlag wurde ginge der Böse um. Und der Böse war er! an die Proteste Hofers zu kehren, Innsbruck besetzt, wo er beschlossen, alle Männer vom fünfzigsten Jahre ab aus allen Als er eines Tages in St. Vigil ein Geschäft hatte, wie in einer eroberten Stadt haufte, während der französische Ortschaften des Thales für den nächsten Nachmittag nach erfuhr er, daß das Kriegsgewitter, das seit dem Tage von General Rusca von Süden her plündernd, sengend und St. Vigil zu einer Versammlung einzuladen.( Forts. f.) Theater. Mittwoch, den 8. Juli. Lessing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Der Barbier von Bagdad. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Bellealliance Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend Theater. Berlin unter Wasser. Adolph Ernst Theater. Gigerln von Wien." Die Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Neue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Kinder- Fest Heute, Mittwoch, Konzert. von 4 Uhr ab: mit Gratis- Berloosung. lebendes Schaaf. Hauptgewinn ein Puppentheater. Bonbonregen. Wettrennen. Stangenklettern. Fackelzug. Spezialitäten. Zum Schluß Pantomime: Die lustige Schwiegermutter. Sozialdemokratische Volks- Versammlung Entree 15 Pig. und ein 2003 gut Gratispofterie erhalten 10 fg. am Donnerstag, den 9. Juli, Abends präzise 8½ Uhr zur Donnerstag: 1. Venezianisches Feuerwerk in 4 Abtheilungen. Der Brand Roms unter Nero. Naturwahr mit großem Personal aufgeführt. De Th. Keller's Hofjäger Hasenhaide Concordia. Große Spezialitäten 964 L Vorstellung. 436b Bergmannstr.- Ecke. Heute, Mittwoch, den 8. Juli 1891: Lehtes Großes im Feen- Palast, Burg- u. St. Wolfgangstr.- Ecke. Tages Ordnung: 1. Endgiltige Beschlußfassung über den Internationalen Arbeiter Kongreh zu Brüssel. 2. Diskussion. 3. Event. Wahl der Delegirten zu demselben. Alle Parteigenossen sind eingeladen. 836/11 Kinder- Fest on, Bahnenschlag, Sackhüpfen. Achtung! Gtabliffement Buggenhagen Rinder- Fest mit Gratis- Verloosung. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Muller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. Jetzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Großer Erfolg E des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. HO Roloffaler Jubel E der urkomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf.- Kaffeeküche ist geöffnet. Voltsbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. E Dienstag, den 14. Juli: Benefiz für Wilhelm Fröbel. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier find neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 Pf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 Pf. H.Schultze( mit'n B). Creunden und Genossen empfehle mein V Weiß- und Bairischbier- Lokal mit Bereinszimmer zur gefl. Benuzung. 432b Höppner, Mühlenstr. 50b. Arbeitsmarkt. Mamsells auf gute Damen- Jackets dyl. Humbold, Elsasserstraße 10a. Büchtiger Rehler wird sof. gesucht Straßburgerstr. 55, Hof pt. 480b Zigarrenmacher und Wickelmacher hei erhöhtem Lohn verlangt 443b H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4. Gr. Bonbonregen, Die Vertrauensleute. 21 M fi Achtung! fo et K Militär- Konzert. BALL. Oeffentl. Volks- Versammlung Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Abends: Großer Fackelzug bei bengalischer Beleuchtung des Gartens. Anf. 4 Uhr. Entree 15 Pf.( vorh. 10 Pf.) Kinderbillets nur an d. Kaffe. A. Froelich. am Freitag, den 10. Juli, Abends 8% Uhr, Stutz' Photographie- Atelier Stutz' Photographie- Atelier im neuen Saal der Spandauer Berg- Brauerei. Auch Sonntags. Landsbergerte. 82, nahe Alexander- Platz. Auch Sonntags. 1. Die Kornzölle und die Reichsregierung. Referent: Reichstags Spezialität: 1wktubinettider: Mk. 4,50. 12 Vint-, Bruft- od. u. wirklich. zusammen Zages- Ordnung: Abgeordneter August Bebel. Ein 1/2 Meter gr. Bild von 10 M. an. Aehnlichkeit, Haltbarkeit w. garantirt 2. Verschiedenes. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Lasalle, Marx u. A.) in Bigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken und Brochen. En gros. En détail. B. Günzel, Brunnenstr. 157, am Rosenthaler Thor. 880 L Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstrasse 3. Das erste Heft der Neuen Gesammt- Ansgabe von Ferd. Lassalle's Reden und Schriften tommt am Donnerstag, den 9. cr., Nachm. von 2 Uhr ab, zur Ausgabe, was wir den Bestellern auf diesem Wege zur Kenntniß bringen. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung, jeder Zeitungs- Spediteur sowie jeder Kolporteur entgegen. Verlag des Vorwärts" Berliner Voltsblatt Berlin SW., Beuthstr. 2. In unserem Verlage erschien soeben: Zu den Landtagswahlen in Sachsen. Von August Bebel. Preis 15 Pf. ( Der Reinertrag ist für die sächsischen Landtagswahlen bestimmt.) Der Verfasser entwickelt in der vorliegenden Broschüre die Gesichtspunkte, die für die Betheiligung der sozialdemokratischen Partei an den sächsischen Landtagswahlen bestimmend sind. Er bietet in ihr, neben einer Darlegung der bisherigen Thätigkeit der Parteivertreter im sächsischen Landtage, reiches statistisches Material, das, entsprechend benutzt, für die Wahlagitation außerordentliche Dienste leisten wird. Wir empfehlen den Parteigenossen die weiteste Ver breitung der Schrift und bemerken noch, daß dieselbe, in Rücksicht auf den Zweck, nur gegen Baarzahlung abgegeben wird. A. Gine junge Wittwe f. Stellung als Rohtabat A Goldschmidt, Wirthschafterin. Näh. Manteuffelstr. 51, 1 Tr. bei Däumichen. Bonbonkocher. 424b Perf. in ff. Dessert- u. Seidenbb. ge= fucht p. 1/8 oder 1/9 von einer ren. Buckerw. Fabrit. Bewährte Kraft wird auch als Theilnehmer aufgen. Bevorzugt, wer im franz. u. deutsch. Lab. bewandert. Offerten unter M. 2. Exp. d. Bl. 434b Ver Spandauerbrüde 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Breise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746) Freunden und Genossen empfehle meine preiswerthen Cigarren und Tabake, Benno Stabernack, Wrangelstr. 85. ArtistischPhotographisches Atelier von Carl Graefe, Berlin S., Prinzenstraße 11, 963L Der Einberufer: G. Böhle, Spandau, Ackerstr. 12. Fachverein der Tischler( Often). Mittwoch, den 8. Juli, Abends 8½ Uhr, im Saale des Herrn Joël( früher Keller), Andreasßtraße 21. Grosse Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Die wirthschaftlichen Krisen und deren Beseitigung". 2. Diskussion. 3. Ernennung von Werkstatt- Delegirten. 4. Besprechung über ein im Herbst stattfindendes Tanzkränzchen. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Kollegen, da der Punkt 3 unserer Tages- Ordnung ein so hochwichtiger ift, ersuche ich alle Kollegen, welche noch ein Interesse an der Aufbefferung unserer elenden Lage haben, in dieser Versammlung zu erscheinen. 315/12 Aufnahme neuer Mitglieder.- Gäste haben Zutritt." Der Bevollmächtigte. Fachberein der Tischler( Süd- Osten). Mittwoch, den 8. Juli, Abends 8½ Uhr, in Uebel's Salon, Nannynstr. 27. Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag und Diskussion. 2. Unsere Statistik. 3. Ernennung von Werkstatt- Delegirten. 4. Borschlag eines Bevollmächtigten. Der Wichtigkeit der Tages- Ordnung wegen ist zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Bevollmächtigte. 315/3 Mitglieder- Versammlung des Vereins der Militär- Schneider heute, Mittwoch, den 8. d. M. Abds. 8½ Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandanten- Strasse No. 20 Tages Ordnung: 223/14 1. Prüfung der Fachschüler. 2. Verschiedenes und Fragetaften. Der Vorstand, Achtung! Maurer Charlottenburgs. Achtung! Am Sonntag, den 12. Jull, Vormittags 18 Uhr, im Lokal ,, Bismarckshöhe" findet eine Mitglieder- Versammlung der Krankenkasse der Maurer Steinhauer u. s. w. T Grundstein zur Einigkeit statt. Tages Ordnung: Wahl eines Bevollmächtigten, Schriftführers und der drei Revisoren. Kassenangelegenheit und Verschiedenes. Freie Volksbühne. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß ,, Die Räuber" nicht mehr aufgeführt werden. 241/6 442b Als letzte Vorstellung für das erste Vereinsjahr der Freien Volksbühne hat der Vorstand und Ausschuß beschlossen ,, Doppelselbstmord" von Anzengruber aufzuführen, und zwar an folgenden Tagen: Für die 1. Abth.( rothe Karten) am Sonntag, den 19. Juli; für die II. Abth.( grüne Karten) am Sonntag, den 26. Juli und für die III. Abth.( graue Karten) am Sonntag, den 2. August. Die Vorstellungen finden wie bisher im Ostend- Theater Nachm. 2/2 Uhr statt. Zur I. Abtheilung werden vom Freitag, den 10. Juli, ab noch einige Mitglieder aufgenommen an folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Cig.- Hdl., Admiralstr.40a| Niemeier, Cig.- Handl., Weberstr. 19 R. Baginski, Buchhdl., Dresdenerstr.52/ 53 Gumpel, Gig.- Handl., Barnimstraße. Alex Ochs, Cig.- Handl., Lindenstr. 59 Der Verein ,, Charlottenburger GeburtsHelferinnen“ Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung der Zentral- Kranken- u. Sterbesieht sich veranlaßt, im Interesse des Kasse der Maler( E. H.). Publikums und seiner Mitglieder be Filiale Süd fannt zu machen, daß vom 1. Juli ab am Donnerstag, den 9. d. M., Abends nachfolgend benannte Geburtshelfe- 9 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. rinnen für die Armenpravis der 438b hiefigen Stadt vom Magistrate bestellt worden find: 445b Frau Steinseiffer, Scharrnstr. 11c. Frau Gäde, Wilmersdorferstr. 34. Frau Egydi, Krummestr. 24. Der Bevollmächtigte. 1 Mark 75 Pf. Frau Jänike, Kurfürstenstr. 99. die to beliebten grünl. Sommer- Jackets, Um unliebsame Verzögerungen der 1 M. 50 Pf. Sommer- Waschhosen, empfiehlt sich den Freunden und Bartei- nöthigen Hilfe zu vermeiden, bitten wir Schulanzüge für Knaben von 2,75 M. genoffen zur Aufnahme von Portraits, die intereffirten Kreise der hiesigen an, liefert der Zentral- Bazar für Herren genossen zur Aufnahme von Portraits, Stadt, sich nur an vorbenannte und Knaben- Garderobe von Gruppen, Landschaft. u. Reproduktionen. Geburtshelferinnen zu wenden. [ 808 L Spez.: Vereine u. Gewerkschaftsgruppen Auch zu Gruppenaufnahmen bei Landpartien halte mich bestens empfohlen. llen Arbeitern bestens empfohlen: Stehbierhalle Holzmarktstr. 3. ,, Voltsblatt" liegt aus. 705437b R. Deter. Der Vorstand Julius Lindenbaum, des Vereins Charlottenburger Große Frankfurterstraße 139. Geburtshelferinnen". J. A.: M. Bohlmann, Vorsitzende. M. Mehl, Schriftführerin. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. rtlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Tüll- Gardinen 515L Fenster 2, 3, 4, 6 Mt., Stores 1 Mt. Hille, Zimmerstraße 86, Hof part Hierzu eine Beilage. S 9 b S t 3 et 1g Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 156. Mittwoch, den 8. Juli 1891. 8. Jahrg. Das„ Schwiksystem" im Staate in voller Bluth. Sin Winter sind die Fenſter geſchloſſen, Løfigkeit aller unſerer Gegner. Die Versammlung erklärte ein New- York. * # Frauen und Kindern. Heizofen für Bügeleisen ist gewöhn- grammentwurf und zeigte an diesem Programm die Programmlich und keine Möglichkeit für Entfernung der gesundheitsschädlichen stimmig ihr Einverständniß mit den Ausführungen des Redners Dünste vorhanden. Und diese Atmosphäre voll von Gestank und und schloß mit einem stürmischen Hoch auf die interDer„ New- Yorker Volkszeitung" entnehmen wir einen längeren Unreinigkeit im besten Falle wird unaufhörlich eingeathmet, wo- nationale Sozialdemokratie. Auszug aus den Mittheilungen der Fabrikinspektoren des Staates dieser Arbeitsräume sich einwurzeln und immer die Lebenszeit durch oft neue Krankheiten unter den unglücklichen Insassen Hannover, 7. Juli. In start besuchter Volksversammlung New- York über das„ Schwißsystem". Der Auſſaß dürfte auch für unsere Leser Interesse haben. Wenn in Deutschland von dem sowohl des Gesunden, wie des Kranken verkürzt wird. Es wäre wurde nach einem Referate Wurm's Heinrich Meister einSchwißsystem" bisher nur selten die Rede war, so liegt der wirklich schon schlimm genug, wenn dieser Zustand nur zehn stimmig als Delegirter zum internationalen Kongreß in Brüssel Grund nicht in dem Fehlen dieser ärgsten aller Ausbeutungs- fechszehn Stunden und oft achtzehn Stunden per Tag andauert, Stunden im Tage anhalten würde, aber, wenn dies vierzehn, gewählt. formen bei uns im Lande, sondern in dem bedauerlichen Mangel und sechs oder sieben Tage in der Woche und während eines Düsseldorf. Am Sonntag fand hier eine Demonstration einer gewissenhaften amtlichen Statistik, welche sich nicht Beitraums von sieben bis acht Monaten im Jahr, dann ist die statt, wie sie Düsseldorf noch nie gesehen hat. Schon so lange scheut, den Finger in diese tiefe Wunde des sozialen Körpers zu legen. Insofern sollte das Vorgehen der New- groß. Wenn jemals in diesem Lande eine Epidemie ausbricht, auch schon mit Lokalschwierigkeiten zu kämpfen, weil die Wirthe Insofern sollte das Vorgehen der New- Gesammtsumme an Gesundheitszerstörung geradezu unermeßlich wie es hier überhaupt eine Arbeiterbewegung giebt, hat man Yorker Fabrikinspektoren, die ihrerseits wieder dem Beispiel ihrer Dann werden diese„ Schwih" Shops als ein gewaltiger Faktor es nicht wagen, ihre Lokale zu Versammlungen herzugeben, inenglischen Kollegen folgen, ein Vorbild für unsere Gewerberäthe" sein, die hoffentlich Dank der Umgestaltung der Organisation der Shops hergestellten Kleider sind sehr dazu geeignet, Krankheiten man und das mit Recht, daß die Polizei die geheimnißvolle zur Verbreitung der Ansteckungskeime wirken. Die in solchen dem sie von gewisser Seite beeinflußt werden. Früher glaubte Gewerbe- Inspektion fünftig etwas mehr Beit zu solch' wichtigen, zu verstreuen, umsomehr als diese Waaren gewöhnlich von wohl- Macht sei, welche den Sozialdemokraten sozialpolitischen Untersuchungen übrig haben werden. = Mit diesen obigen und noch weiteren eindringlichen Argumenten forderten die Fabrik Inspektoren in ihrem Bericht eine folche Erweiterung der bestehenden Fabrikgesetzgebung, wodurch es diesen Beamten ermöglicht wird, dem Krebsschaden des Schwit"-Systems wirksam entgegenzutreten. Insbesondere verlangten sie zu diesem Zweck die Ertheilung von Vollmacht, um ein genügendes Maß von Luftraum für jede in einem Arbeitslokal beschäftigte Person auszubedingen und ebenso das Vorhandensein von angemessenen Ventilationsvorrichtungen." " Die„ New- Yorker Volkszeitung" schreibt: Der fünfte Jahresbericht der Fabrikinspektoren des Staates New- York für das Jahr 1890, der soeben in einem nahezu 700 Ottavfeiten umfassenden Buche zur Veröffentlichung gelangt ist, enthält in dem Abschnitt„ Arbeitsstunden"( S. 26-29) eine Reihe von Bemerkungen, welche zwar nichts wesentlich Neues bringen, aber dafür umsomehr Interesse als amtliche Konstatirung gewisser wichtiger Thatsachen beanspruchen dürfen. Es handelt fich hier um die überaus scheußlichen Sklavereizustände des " Schwiz" Systems, d. i. jene besondere Form der Ausbeutung des Arbeiters durch Nicht- Kapitalisten, durch Kontraktoren, die in Tenementhäusern grassirt. Und nicht blos in der Stadt New York herrschen solche Zustände, obwohl der Bericht nur allein von New- Yorker Tenementhäusern( Miethsfasernen) spricht: in einem großen Theile von Brooklyn, in Williamsburg, wüthet dieser Uebelstand des schrankenlosen AusSchindens von Arbeitern durch Schwitz" Bosse in nahezu ebenso großer, wenn nicht größerer Ausdehnung, als in den schlimmsten Tenementhaus- Distrikten der Metropole. Gleichzeitig müssen wir uns erinnern, daß während der letzten Jahre die Pest des Kontraktorensystems, insbesondere auf dem Gebiete der Kleider- Halberstadt. Am 5. Juli feierte die Sonntags- Zeitung" fabrikation, sich weit ins flache Land hinein verbreitet hat, in die ihren ersten Geburtstag. Interessant ist es, zu erfahren, was das Kleineren Städte und Ortschaften, und dies nicht blos im Staate junge Wesen in seinem ersten Lebensjahr erlebt hat. New- York. Jedenfalls stehen wir vor der sehr bemerkenswerthen Im ersten Vierteljahr harrte man vergeblich auf die VerThatsache, daß die kapitalistische Entwicklung, reich an Wider- folgungen, plößlich trafen sie ein. Im zweiten Vierteljahr gab es sprüchen, wie sie ja bekanntlich ist, in ihrem Fortschreiten Hand in 10 verantwortliche Vernehmungen, eine Haussuchung, eine BeHand mit wachsender Betriebskonzentration auf der einen Seite schlagnahmung, eine Verurtheilung zu 100 M. event. 20 Tagen wachsende Konzentrationsbewegung bis zum Ziele des Trust- Be- Gefängniß. Im dritten Vierteljahr gab es vier Vernehmungen triebs( Betriebs durch Unternehmer- Berbände) und auf der an- und drei Verurtheilungen von insgesammt 117,80 M. Das vierte deren ein ebenfalls start zunehmendes Umsichgreifen der beinahe Vierteljahr verlief am ungünstigsten. Es brachte ein: acht Vergänzlich ohne Rapitalbesitz sich vollziehenden fleingewerblichen nehmungen, eine Beschlagnahine, drei Strafmandate zu 63,60 m. Ausbeuterwirthschaft zu Tage fördert. Der Kontraktor und Sub- und 1 Monat Gefängniß. fontraktor, wie wir ihn z. B. in der Schneiderei, in der Zigarren" Korrespondenzen und Parteinachrichten. " wvar Diesem das Abhalten feiler Qualität sind und meistens an Leute verkauft werden, die von Versammlungen unmöglich machte. Jezt haben die nicht immer die Gelegenheit, selbst wenn die Neigung, dazu gegnerischen Parteien die Rolle übernommen, welche früher haben, gegen Ansteckung sich durch Reinlichkeit und gesunde die Polizei spielte, denn trotzdem anzunehmen ist, daß seitens Wohnung zu bewahren." der Polizei auf die Wirthe nach dieser Richtung ein Druck nicht mehr ausgeübt wird, hat die leidige Lokalfrage immer noch nicht ihre Erledigung gefunden. Die Genossen, kurz entschlossen, haben nun ein Grundstück bis zum Januar 1892 gemiethet, um auf demselben ihre Versammlungen unter freiem Himmel abzuhalten. Zum Sonntag verkündeten denn auch große rothe Plakate, daß auf dem in der Nähe der Zündhütchen- Fabrik belegenen Grundstück eine große öffentliche Versammlung ab gehalten werde, in welcher die Reichstags- Abgeordneten Bebel und Dreesbach sprechen sollten. Schon gegen 2 Ühr pilgerten die Arbeiter zu Taufenden heraus. Die Genehmigung war unter der Bedingung ertheilt worden, daß das Grundstück eingezäunt und Bedürfnißanstalten auf demselben errichtet würden. Wunsche wurde natürlich sofort entsprochen, am Sonnabend ar beiteten den ganzen Tag über mehrere Schreiner, schlugen Pfähle und spannten Drähte, gegen Abend kamen noch einige 30 Mann und waren die ganze Nacht hindurch thätig. Auf der Mitte des Platzes stand ein großer Rollwagen, der provisorisch mit einem Dache und von zwei Seiten mit Leinewand versehen war. Auf demselben ein schmaler Tisch angebracht, hinter auf welchen demselben standen sechs Gartenstühle, das und Bureau ein Polizeikommissar Puntt 4 Uhr Blaz nahmen. Der Einberufer, Genosse Erbert, verlas nach Eröffnung der Versammlung einige Telegramme, aus welchen hervorging, daß keiner der beiden angekündigten Referenten habe erscheinen können. Bebel versprach aber, in 14 Tagen zu tommen. Die lettere Mittheilung rief lebhaften Beifall hervor. An Stelle der beiden ausgebliebenen Redner hatte der Einberufer einige andere telegraphisch herbeigerufen, und erhielt zunächst Genosse Lehmann aus Dortmund das Wort zu der Tagesordnung:„ Die Getreidezölle und die Reichsregierung". Derselbe bemerkte einleitend: Industrie, im Baugewerke, vor Allem bei den Zimmerleuten, an Erfurt. Am letzten Sonnabend fand gegen Genossen Schulze Die heutige Versammlung beweise, wie Unrecht Diejenigen hätten, der Arbeit" sehen, das ist die modern- klassische Neu- Auflage des Hauptverhandlung vor dem hiesigen Landgericht wegen angeblicher welche behaupteten, daß Alles nichts nüte. Vor fünf Jahren Stlaventreibers der feudalen, mit ordinärer Peitsche handtieren- Untreue statt. Der Sachverhalt war folgender: Im Juni seien in der Nähe dieses Grundstücks etwa vierzig Sozialdemo den ,, Nigger drivers"(-Negertreiber"- Stlavenpeitscher). vor. Jahres sandten„ Rothe Handschuhmacher von Bad Ilmenau" fraten von der Polizei attackirt worden, weil sie eine VerJenes ambulante Werkzeug des südlichen Plantagenbesizers war 6 Mart 45 Pfennige ein, welche für die ausgesperrten Arbeiter sammlung unter freiem Himmel abgehalten haben sollten. felber nur ein Habenichts, und was anders als dies ist der in Hamburg bestimmt waren. Schulze erhielt den Betrag mit Es sei dies eine Folge des Sozialistengesezes gewesen, „ Schwitz- Boß"( Boß der holländisch Baas" Herr" noch fünf anderen Beträgen außerhalb des Geschäftslotals zu welches jetzt, dank der Sozialdemokratie, gefallen sei. Heute er der Unternehmer) in und außerhalb der Sphäre gestellt, hatte sämmtliches Geld zu seinem eigenen gesteckt und die örterten wir das, was damals verboten worden wäre, unter des Tenementhauses Der Rapitalismus hat-Postabschnitte in die Tasche verwahrt. Als er nach längerer vollster Deffentlichkeit und unter den Augen der Polizei. Es sei weit entfernt von Abschaffung der Stlaventreiber als Beit wieder in das Geschäftslokal zurückkehrte, gewahrte er den das ein Beweis, daß kein Opfer vergeblich gebracht werde. Der Spezies deren Zahl auch außerhalb des Bereiches der neu- Verluft der Postabschnitte. Das sofort angestellte Suchen erwies Redner erörterte sodann eingehend die Schädlichkeit der Getreidezeitlichen Zwingburg des großindustriellen Etablissements be- sich als resultatlos. Schulze schrieb sodann die Beträge nach dem zölle und wies durch Zahlen nach, daß ein Nothstand unzweifeldeutend vermehrt und blos die Façon der Peitsche modifizirt. Gedächtniß ein, hatte aber den von Ilmenau eingegangenen ver- haft vorhanden ist. Genosse Wesch aus Krefeld ergänzte die ge Angesichts dieser Erwägungen werden fene Aeußerungen der gessen, und da er den Betrag zu seinem übrigen Gelde gethan machten Ausführungen noch und fritisirte hauptsächlich das Ber von fapitalistischen Politikern angestellten Fabrik- Inspektoren, die hatte, merkte er den Ueberschuß von 6,45 Mark nicht. Erst halten der Zentrumspartei. Lücke- Köln sprach sodann noch über sich auf die Zustände des Kontraktoren- oder Schwitz- Systems be- mehrere Wochen später reklamirte der Absender wegen nicht- die Bismarc'sche Politik und brachte manches werthvolle Material ziehen, um so mehr für Beurtheilung dieser zeitgeschichtlich erfolgter Quittung. Schulze, dem der Absender unbekannt war zur Beurtheilung des indirekten Steuersystems bei. Mit der einökonomischen Institution ins Gewicht fallen. und der nicht wußte, daß er den reklamirten Bestimmigen Annahme der bekannten Resolution gegen die Getreideerhalten hatte, erbat sich die Zusendung des zölle und mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie Unsere Fabrifinspektoren berichten, daß wenigstens die auf trag Einhaltung einer Marimalarbeitszeit für jugendliche Arbeiter Postscheines. Erst Anfang Oktober ging ging dieser Post- schloß die imposante, von mindestens 8000 Personen besuchte unter 18 und Frauen unter 21 Jahren gerichteten Gesetzes schein in der Redaktion der Thüringer Tribüne" ein. Versammlung. Hoffentlich werden die Herren Wirthe und ihre bestimmungen: nicht mehr als 60 Stunden per Woche nur Infolge dessen erschien am 5. Oktober in der Tribüne" eine Hintermänner jetzt eingesehen haben, daß feinerlei Machinationen ziemlich geringem Widerstande von Seiten der Beschäftiger be- Brieftasten- Notiz ungefähr des Inhalts:„ Rothe Handschuh- im Stande sind, die Ausbreitung der Sozialdemokratie unter der gegneten, mit Ausnahme blos der Kleider- Schwiß"-Werk macher in Bad Ilmenau. Im Juni ging uns ein für die Ham- hiesigen Bevölkerung zu verhindern. stätten in der Stadt größere burger Ausgesperrten bestimmter Betrag von 6,45 M. zu, welcher New York.„ Jede Straßburg, 30. Juni. Nachdem, wie bereits berichtet, die Fabrit in diesem Staate, welche früher 66 oder noch mehr Stun- durch ein Versehen nicht quittirt worden ist. Wir holen dies den Arbeit per Woche forderte, ist jetzt nur noch 60 oder hiermit nach und werden, da die Aussperrung in Hamburg auf den 29. Juni angesetzte Voltsversammlung nicht genehmigt weniger Stunden in Betrieb, und die Aussagen der Besitzer beendet ist, den Betrag den ausgesperrten Bigarrenarbeitern in worden, weil Dreesbach- Mannheim referiren sollte, bewilligte die folcher Fabriken gehen dahin, daß hierbei die Produktions- Eschwege überweisen." Diese Brieftasten Notiz veranlaßte die Polizei dieselbe auf wiederholte Gingabe endlich ohne Dreesergiebigkeit sich vermehrt, anstatt vermindert hat." Abgesehen hiesige Polizeibehörde, der Staatsanwaltschaft dieselbe zu über- bach". So konnte denn gestern Abend die Versammlung stattDon Dringlichkeitsfällen, so sagt der Bericht, feien Verlegungen weisen und Anzeige wegen Unterschlagung zu erstatten. Der finden nach zehn Jahren die erste öffentliche sozialdemokratische des„ Sechzigstundengefeges" im letzten Jahre verhältnißmäßig Amtsanwalt erhob auch richtig die Anklage. In der Schöffen- Volksversammlung im spießbürgerlichen Straßburg! Der große felten vorgekommen, und wenn, durch Warnungen oder durch gerichts- Berhandlung, in der die Sache zuerst zur Verhandlung Saal des Gesellschaftshauses war dicht mit Hörern gefüllt, als gerichtliche Verfolgung seitens der Inspektoren wirksam abgestellt fam, wurde kein Urtheil gefällt. Das Gericht erklärte, eine unter dem Vorsitz Böhle's die Sigung eröffnet wurde. Zuerst Unterschlagung liege nicht vor, der Angeklagte sei nicht verpflichtet sprach Genosse Hufenbeck zu Punkt 1 der Tagesordnung Die Daß diese Angabe der Jnspektoren in so allgemeiner An- gewesen, dieselben Geldſtücke zur Ablieferung zu bringen, welche bevorstehenden Gemeinderathswahlen". Er fritisirte treffend" das wendung auf sämmtliche industriellen( mit Ausnahme der Schwitz-) ihm die Post übergeben, dagegen lasse es die Frage offen, ob eine Walten des ausscheidenden Gemeinderaths, der lediglich aus BeBetriebe eine start schönfärbende sein muß, erhellt schon daraus, Veruntreuung vorliege; darüber zu entscheiden, entziehe sich jedoch sitzenden, Beamten und sogar Professoren bestehend, für die daß, wie der Bericht hervorhebt, die Thätigkeit der Beamten dieses der Kompetenz des Schöffengerichts. Es überwies daher die Arbeiter und das Kleinbürgerthum absolut nichts gethan habe. Departements bei Weitem nicht hinreichte, um die ihnen zu- Sache an das Landgericht. Hier plädirte der Veertreter der Nach eingehender Schilderung der Mißstände und des in gewiesenen Bezirke auch nur für den Zweck erstmaliger Bisitation Staatsanwaltschaft für Freisprechung, das Schöffengericht habe sich Arbeiterkreisen herrschenden Glends forderte er auf, nur den, vod Beanstandung von Mängeln zu decken, während, wie das in einem Rechtsirrthum befunden. Der Vertheidiger, Herr Rechts von der sozialistischen Partei aufgestellten Kandidaten die Stimme Dorliegende Dokument ebenfalls eingesteht, in einer beträchtlichen anwalt Dr. Weydemann, schloß sich den Ausführungen des zu geben.( Allseitiger andauernder Beifall.) Ueber den zweiten Anzahl von Beanstandungsfällen bem betreffenden Inspektor nicht Staatsanwaltsvertreters an und bedauerte noch, daß die Polizei Punkt: Das Programm der sozialdemokratischen Partei zu den genügend Beit übrig blieb, um burch wiederholte Bisitation sich eine solche Sache zur Anzeige gebracht hatte. Wenn jedes der hiesigen Gemeinderathswahlen referirte Genosse Böhle. obieber von Ausführung seiner Anordnungen zu überzeugen, artige Versehen strafrechtlich verfolgt werden sollte, würden sich Programm ist folgendes: 1. Beseitigung des Oftroi. 2. Unentoder aber durch Strafantras vor Gericht dem Gefeße Nach sonderbare Konsequenzen ergeben. In seinem eigenen Bureau finde fich geltlichkeit des Boltsschul- Unterrichts und der Lehrmittel. 3. Ginachtung zu verschaffen. 3 ist nun zum Voraus eine offenbar fast täglich bei der Kassenrechnung ein Plus oder ein Defizit. richtung von Warm- Bade- Anstalten. 4. Uebernahme aller naheliegende Wahrscheinlichkeit, daß die Thätigkeit der In- Das Gericht erkannte auf to ft en lo ſe freifrechung, auch städtischen Unternehmungen, wie Bauten, Trambahn, Beleuchtungsspektoren schon in der erſten und erst recht in der zweiten oder die Auslagen des Angeklagten werden auf die Staatskasse über wesen 2c. durch die Gemeinde; Einführung eines Maximal- Arweiteren Visitation sich entschieden vorwiegend auf die größeren nommen. Dem Angeklagten fei keinerlei Verschuldung vorzu- beitstages von 10 Stunden und eines Minimal- Lohnes für sämmtEtabliſſements beschränkte, und zwar einfach deshalb, weil diese werfen, als ihm ein vorgefomniener Irrthum klar geworden sei, liche von der Gemeinde beschäftigte Personen; Erbauung gesunder 5. Deffentlichkeit der Gemeinderathgrößeren Betriebsanstalten die leichter auffindbaren und leichter habe er den Fehler sofort beseitigt, deshalb sei er nicht nur frei Arbeiterwohnungen. zugänglichen sind; vor Allem aber deshalb, weil dort mit gesprochen worden, sondern ihm auch die Rückvergütung der Aus- Sigungen. Jede einzelne der sehr mäßigen Forderungen von B. eingehend begründet und dabei fanden geringstem Zeitverlust erfledlich nennenswerthe Untersuchungs- lagen zugesprochen worden. Verschwiegen darf nicht bleiben, daß die Angelegenheit seiner die jetzt herrschenden Mißstände ausreichende Beleuch " Items", in dieser oder jener Richtung, aufgearbeitet werden tönnen. Was also an dieser Botschaft von verwirklichter Durchführung Zeit von faft der ganzen nationalliberalen, tonfervativen und tung. Besonders in den Wohnungsverhältnissen der hiesigen des Sechzigstundengeſetzes überhaupt Wahres ist, das dürfte wohl freifinnigen Presse Thüringens in einer geradezu schänd Arbeiter herrschen schauerliche Zustände. Gegen die ungerechtig zum weitaus größten Theile nur den Fabrit Etablissements lichen Weise zu Ungunsten des Genossen Schulze ausgebeutet feiten des zeitigen Steuersystems hat sich der Gemeinderath völlig insolvent erhalten, da er nur aus Begüterten zusammengesetzt ist, größeren Stiles zu kreditiren sein. Natürlich wird kaum ein einziges der betreffenden Blätter denen es nur recht sein kann, wenn der Arbeiter, der HandIn Betreff der„ Schwih" Shops( Shop= Laden, Geschäft) erklärt der Bericht, daß es nicht möglich sei, denselben gegenüber seine Verläumdungen, mit welchen nahezu jedes die Nachricht werker, der Kleinkrämer und Schankwirth ein ganzes Behntel ihres geringen Einkommens für Steuern hergeben müssen, wäh das Gesetz ohne Vermehrung der Inspektoren zur Geltung zu von der Erhebung der Anklage ausschmückte, zurücknehmen. rend das mittlere Rapital mit 1/2 pCt. und das große vielleicht bringen. Das Geschäft des Schwitzers" so heißt es da- Halle a. S. Die Staatsanwalt hat gegen das Urtheil, mit 1/10 pCt. zur Steuerleistung herangezogen ist.( Tosende Zuwird an entlegenen Blägen, in Schlaftammern und Hinterzimmern betrieben, sodaß es schwierig ist, einzutreten und das Vorhanden welches den Redakteur des hiesigen" Boltsblattes", Richard Stimmung.) Nicht genug damit, daß der jetzige Stadtrath aus sein eines solchen Geschäftes zu fonstatiren. Erfolgt eine Wifi- Julge, von der Anklage freisprach, durch Veröffentlichung des Leuten besteht, die kein Verständniß für die Lage der arbeitenden tation, so verlegen sich Boß und alle Hände" aufs Stillschweigen Artitels Mittelalter" mehrere Bevölkerungsklassen gegen einauder Klassen haben, drängen sich diesmal sogar Elemente hervor, die geradezu mittelalterliche Ansichten vertreten. So der Baron von und Achselzucken und wollen nichts verstanden haben, auch wenn aufgereizt zu haben, Revision beim Reichsgericht angemeldet. Müllenheim- Rechberg, ferner der Professor Theobald Ziegler, ein man durch einen Dolmetscher zu ihnen spricht. Nichts Breslau, 6. Juli. Am gestrigen Sonntag sprach Wilhelm fanatischer Anhänger des verflossenen Reichskanzlers und wüthenDon Stlaventreibern( taskmasters) dazu bringen, dem Liebknecht hier in der Kontordia" vor einer tausendköpfigen der Verfechter des Paßzwanges. Von solchen Erzreaktionären Geseze Rechnung zu tragen. Die fleinen, schlecht ventilirten Buhörerschaft. Er erläuterte in 1/ 2stündiger Rede die Prinzipien hat die Bevölkerung nichts Gutes zu erwarten. Wer deshalb Bimmer, in denen fie arbeiten, sind überfüllt mit arbeitenden der Sozialdemokratie, besonders im Hinblick auf den neuen Pro- seine Interessen mannhaft und richtig vertreten baben will, der worden. anderes, " als beständiges Austundschaften wird diese Art worden ist. = wurde 4 Das das * hat nur unseren Kandidaten, die auf das Programm der sozial- sich zusammengefunden, was aus den„ besseren Ständen"| Desinfektion dieser Pläge noch nicht stattgefunden hat, eine Unter demokratischen Partei eingeschworen sind, feine Stimme zu geben. Schiffbruch erlitten, aber noch einen allerlegten schwachen Rest lassung, die sich jedem Vorübergehenden, mehr aber noch den in ( Brausender Beifall.) Nach einer kurzen Pause wurde die Dis- von Kraft besitzt, der zur Erringung eines neuen, wenn der Nähe Wohnenden in der lästigsten Weise bemerkbar macht. kussion eröffnet und drei Gegner gelangten zum Wort. Die auch unbedingten Verzicht gebietenden Lebens eingesetzt werden Allen diesen Interessenten wäre es erwünscht zu erfahren, nach Herren Großbourgeois hatten aber nicht gerade ihre schlauesten foll. Es begegnen sich hier Studenten, vorzugsweise Theologen, welchen Grundsäßen diese Desinfizirung stattfindet, oder ob sie Köpfe hergesandt, oder wenn doch, dann müßte es mit der Prediger, Lehrer, Aerzte, Kaufleute, Künstler, Offiziere, fast durch überhaupt nicht mehr stattfindet. In letzterem Falle würden Weisheit der Bourgeoisie gar traurig aussehen! Zuerst betrat weg, besten" Familien entstammend, allesammt geistig veranlagt". Maßnahmen im gesundheitlichen Interesse nöthig sein. erhobenen Hauptes ein Jüngling im Gehrock das Podium. Er Damit glaubt der Verfasser offenbar den gewünschten Beweis er entpuppte sich als ein vom geistlichen Vorstand des katholischen bracht zu haben und ist jedenfalls überzeugt, daß nunmehr die Ganz entsetzlich schmerzt es, wenn einem Ralt ins Auge Jünglingsvereins angelernter Sozialistenvertilger. Er mußte Besißenden" die Mittel reichlich fließen lassen werden für die gespritzt ist; man verfällt dann unwillkürlich auf frisches Waffer, bald unter ungeheurer Heiterkeit der Versammelten abtreten. Arbeiterkolonien der besseren Stände"! Er fennt offenbar seine um die Schmerzen durch Auswaschen des betreffenden Auges zu Auf ihn folgte der kaiserliche Landesbibliothekar Herr Dr. Hottinger. Pappenheimer und wird möglicher Weise in seiner Voraussetzung lindern. Nur zu bald wird man dann gewahr, daß man damit Herr Hottinger ist ein Vertreter der hier sehr häufigen Beamten sich nicht getäuscht sehen, denn so lange die Bemittelten" ver- just das Gegentheil erreicht und durch das Auswaschen mit spezies, welche anstatt sich mit ihrer amtlichen, vom Volfe be- mutheten, daß die Gäste" der Arbeiterkolonien lediglich herunter- frischem Wasser nur die Schmerzen vermehrt hat. zahlten Stellung zu begnügen, in Politik macht und sogenannten gekommene Arbeiter seien, waren sie für dieses Institut wenig zu Bei allen derartigen Vorkommnissen thut man immer am Patriotismus verbreiten will, aber nur Verwirrung anrichtet. interessiren". Was soll man solchen Volkes" wegen auch erst beften, sich Raths von solchen Leuten zu holen, bei deren Beruf Interessant ist aus seiner Rede die Mittheilung, er tomme in einen Finger frumm machen!" Schade um's Geld! denn das sind solche kleinen Unfälle am häufigsten vorkommen, sie wissen in der der Woche mit 20 M. bequem aus, denn er nähre sich von dem ja doch nur Vagabunden, Strolche, Sozialdemokraten, Leute, die Regel schnell Abhilfe. so überaus wohlschmeckenden Kommisbrot und trinke dazu Wasser nicht Lust zum arbeiten haben! Diesen noch irgendwie helfen So kennen die Bauhandwerker für obigen Fall fein besseres und Dünnbier. Wenn Jeder das so halte, so sei in kurzer Zeit zu wollen, das wäre eine falsche Humanität! Da es sich aber Mittel als das Zucker wasser. Seine Anwendung hat sich die soziale Frage glänzend gelöst. Die Versammlung hörte mit um Heruntergekommene aus den besseren Ständen", aus den allenthalben bewährt. Dadurch, daß der Zucker sich mit dem unverbrüchlicher Geduld die Ausführungen des Kommisbrot" besten" Familien handelt,- ja" Bauer, das ist ganz etwas Ralt verbindet, wird die äzende Wirkung und Schädlichkeit für apostels an. Nur als er nebenbei noch ein Wort für seinen anderes! Da gebietet es schon der Anstand, ein Uebriges zu das Auge aufgehoben. Freund von Müllenheim einlegen wollte, wurde ihm flar ge- thun. So macht, daß seine Rolle hier zu Ende gespielt sei. ist der Lauf der Dinge in der heutigen Als besten der Welten und diese Anschauung charakterisirt Die Hiobsposten von den furchtbaren Gewittern der Letzter der Gegner" erschien dann noch der Ex- Lyceal- die heutige Gesellschaft! In ihren Augen fängt der Mensch vorigen Woche aus der Provinz kommen erst jetzt. An der Havel lehrer Grimmi. Derselbe predigte Versöhnung und Sphären- erst beim Baron oder Lieutenant, mindestens aber beim„ Sechs- von Werder bis Brandenburg haben die Gewitter entfeßlich ge harmonie. Auch seiner Rede Bächlein mußte plöglich Dreier- Rentier" an, da der Geldsack heute nicht mehr ignorirt bauft; fast jeder Ort fann einen Blizfall oder auch mehrere auf den Lauf hemmen vor dem Entrüstungsausbruch der anwesenden werden kann; der vierte" Stand, der Arbeiterstand, das Pro- weisen, so Phöben, Rezin, Remniz, Göß, Ferrch, Werder, Caputh Elsässer, als er behauptete, das Oktroi sei eine französische Erb- letariat ist in den Augen der„ Besitzenden" ein Gegenstand der und Glindow. Auch hier zeigten die Gewäffer vielfach ab schaft, die aus liebenswürdiger Rücksicht auf die Bevölkerung Geringschäßung, obgleich das Fundament des heutigen Gesell- gestorbene Fische. Bei Brandenburg wurde ein Bauerngehöft von der deutschen Regierung beibehalten worden sei. Zum schaftsbaues. Dem Arbeiter giebt man nur widerwillig das durch Blitz angezündet und in Asche gelegt. Bei Klein- Kreuz traf Ueberflusse spießte Genosse Böhle die Naivitäten der drei bürger- Unentbehrliche für harte Arbeit; dem Arbeitslosen, dem ohne sein der Blitz eine Windmühle, ohne einem Gefellen, der unten am lichen Kampen noch recht sichtbar auf. Mit der Aufforderung, Verschulden in Noth gerathenen Arbeiter, dem„ Lumpenproletariate" Bock stand, mehr als den bloßen Schrecken beizubringen. An der nur für die Kandidaten der sozialdemokratischen Partei zu versagen die„ Besitzenden" die Unterstützung" selbst in Gestalt der Eisenbahn unweit Jelrig fuhr der Blih in eine Bahnwärterbude stimmen, und mit einem brausenden Hoch auf die internationale Arbeiterkolonie. Sie mögen ins Gefängniß, ins Zuchthaus und eine Telegraphenstange, welche er beide zerstörte. Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. Den tiefen wandern, in die afrikanischen Kolonien. Für jene aber, die einst Eindruck der bedeutenden und glänzend verlaufenen Versamm der guten Gesellschaft" angehörten, die trotz ihrer Entstammung unter dessen Bewohnern vielfach besprochen. Im Hause Stephans Ein räthselhafter Selbstmord im Stadttheil Moabit wird lung geben spaltenlange, recht objektiv gehaltene Referate der der" besten Familien", troh ihrer geistigen Veranlagung" u. s. w. unter dessen Bewohnern vielfach besprochen. Im Hause Stephan ernsthaften bürgerlichen Blätter( Els. Journal" und" Straß- meist durch eigenes Verschulden ins Lumpenproletariat hinab- straße 5 wohnt seit einem Jahre der 34 Jahre alte Postschaffner burger Bost") wieder. Nur die sich sonst spinnefeindlichen Blättchen, gesunken sind, muß gesorgt werden, sie sind selbst in der Arbeiter- oenig mit seiner Frau und einem 7 jährigen Sohn, welcher unparteiische"" Tageblatt" und das ultramontane folonie noch etwas Besseres", als der zerlumpte Arbeiter, fie die Gemeindeschule besucht. Ein Zimmer hatte er an einen be Schmutzblatt„ Der Elsässer" sind diesmal einig in verzerrten und müssen noch zu nützlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft jahrten Junggesellen abvermiethet. Mit dem Beginn der Schul gefälschten Berichten.( Ueber den Ausfall der Wahl berichteten gemacht werden. Und wie? Der Verfasser sagt:„ Ernste, den ferien sandte Hoenig Frau und Kind zu nahen Verwandten auf wir schon in vorger Nummer. Red. d.„ V.") Körper anstrengende, den Organismus aufrüttelnde und auffrischende das Land und war nach der Rückkehr vom Bahnhof ganz be Plauen, 3. Juli. Veröffentlichung eines Theiles aus Aften mittel, mit denen die Wunderkuren gemacht werden." Wie denn? von einem Ausflug erst spät in der Nacht nach Hause zurück, Arbeit neben einfachster, aber kräftiger Verpflegung bilden die Heil- fonders aufgeräumt. Der Chambregarnist kehrte am Sonntag eines noch schwebenden Verfahrens( Theile der Anklage der die vordem so mißachtete ernste, rechtschaffene Arbeit, sie wird fand aber, als er sein Bimmer mit dem Schlüssel ge Staatsanwaltschaft Plauen) führte heute den Redakteur des an den eigenen Sprossen der besseren Stände" als Heilmittel öffnet hatte, dasselbe verriegelt. Alles Klopfen war ver noffen Wittich, und den Genossen Schaupner auf die Anklage- Den Werth der Arbeit zu erkennen, die Arbeit achten und schätzen alten Herrn nichts weiter übrig, als die Nacht in einem Gast Leipziger Wählers" und des" Bogtländischen Boltsblatts", Ge- angewendet, mit dem Wunderkuren erzielt werden? Wie seltsam! geblich, das Zimmer, aus welchem ein Lebenszeichen nicht wahrzunehmen war, wurde nicht geöffnet. Es blieb daher dem bant. Der Letztere hatte einem von ihm Anfangs ungenannten zu lernen, müssen die besseren Stände" erst verlumpen, zum Manne eine Anklageschrift gezeigt und dieser( der später von ihm Strolch und Vagabunden werden durch eigenes Verschulden, wie hause zuzubringen. Am frühen Morgen ließ er das Zimmer genannte Bertrauensmann Schlosser) hatte jene Notiz an die es die Proletarier werden durch Verschulden jener. Wahrlich, es durch einen Schlosser gewaltsam öffnen, es war aber Niemand Redaktion des„ Vogtländischen Boltsblattes" geschict, welches sie wäre besser, die besseren Stände" tamen bei Zeiten zu dieser Kloset erhängt vor. Dem Anschein nach war der Selbstmord, darin. Erst nach einigem Suchen fand man den p. König im abdruckte. Der Beuge Schlosser, den Schaupner später als Gin- lehtgewonnenen Einsicht, sie machten sich klar, daß Nichtsthuer, für den ein Motiv absolut unerfindlich ist, bereits am Sonntag fender der Notiz genannt hatte, beanspruchte den Schutz des§ 54 Schlemmer und Prasser feine„ nüblichen" Mitglieder der mensch Abend ausgeführt worden. Die so jah zur Wittwe gewordene der Strafprozeßordnung und Entbindung von der Zeugenanssage, lichen Gesellschaft find, daß allein derjenige ein Recht hat, sich zur Frau ist sofort benachrichtigt worden; vielleicht vermag sie Licht um sich nicht selbst zu belasten. Da indessen seine Strafthat ver- guten Gesellschaft" zu rechnen, welcher eine nützliche Thätigkeit in dieses Dunkel zu bringen. Die Leiche des Selbstmörders ist jährt war, bekannte er sich, nachdem ihm dies mitgetheilt worden entfaltet. Dann würde es nicht nöthig sein, die Bemittelten" erst in das Obduktionshaus geschafft worden. war, zur Thäterschaft. Nun wurden die beiden Angeklagten frei- durch den Hinweis auf die Arbeiterkolonie der" besseren Stände" in das Obduktionshaus geschafft worden. gesprochen, Schaupner, weil nicht ersichtlich war, daß er die für diese Institution des Klassenstaates zu intereffiren", dann Einfendung verursacht habe, und weil er sie nur zugelassen hatte würde diese möglicher Weise überflüssig werden, wie die ganzen wird uns noch berichtet: Krüger war seit längerer Zeit bruft Zum Tode des Goldleisten- Fabrikanten Robert Krüger unter der Bedingung, daß nichts Strafbares dabei sein dürfe, Arbeiterkolonien hinfällig werden, sobald die Arbeit erst zu ihrem leidend. Seine Ehefrau erfuhr eines Tages von einer Lumpen und Wittich, weil nach einem reichsgerichtlichen Erkenntniß in Rechte gelangt, das ihr gebührt. einem solchen Falle nach Ermittelung des Thäfers der Redakteur sammlerin, daß dieselbe einen Wunderdoktor wisse, der aus einem außer Verfolgung zu sehen ist. In Sachen der Feuerbestattung hatte sich bekanntlich die franken Rohrleger Schent, Koppenstr. 15 wohnhaft, einen wahren Noffen. Die sächsische Polizei wird immer nervöser. Jetzt felbe möge bei den Staats- und Reichsbehörden wegen Gestattung los besser anschlagen, als„ Rochen seine". Nachdem Schent die hiesige Freireligiöse Gemeinde an den Magistrat gewandt, der- Athleten gemacht habe. Zu diesem Arzt, meinte die Lumpender- sammlerin, möge Herr Krüger nur gehen, die Kur würde zweifel ist hier sogar eine Versammlung verboten worden, in welcher Ge- der fakultativen Leichenverbrennung vorstellig werden, um letztere Vorzüglichkeit der an ihm vollzogenen Rur hervorgehoben, wurde noffe Goldstein aus Dresden über die Getreidezölle und die eventuell auch im Interesse der Stadtgemeinde verwerthen zu der von ihm als in der Fehrbellinerstr. 9 wohnhaft bezeichnete Reichsregierung" referiren sollte. Das Verbot erfolgte auf Grund können. von§ 12 des flassischen sächsischen Vereinsgesetzes, welcher ParaBom Magistrat ist jetzt darauf die folgende Antwort ein- Adreßbuch von 9-12 Uhr genannten Sprechstunden aufgesucht. Wunderarzt F. A. Thierlay von Krüger während der im graph die denkbar bequemste Handhabe zu Bersammlungsverboten gegangen: bietet, indem er solche erlaubt, wenn eine dringende Gefahr Der Doktor faßte den Patienten an die Arme, erklärte ihn für Auf das gefällige Gesuch vom 8. Juni d. J. betreffend die abgemagert und verpflichtete sich, ihn von seinen Leiden zu für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit" angenommen Einführung der Feuerbestattung erwidern Namens des Magistrats befreien. Die Kur war eine sehr komplizirte: es sollte ein sog. werden kann. wir ergebenst, daß die großen zur Zeit faum überwindlichen Lebensweder angewandt werden, außerdem sog. Gewitteröl und Was eine vorsichtige" Polizei aus so einem Paragraphen Schwierigkeiten, die einer Erlaubniß zur Feuerbestattung in Burgunderwein, dann noch Watte und eine Art Zwangsjacke. zu machen versteht, zeigt jenes Verbot. Preußen entgegenstehen, aus den Verhandlungen, welche der be- Der Wundertünstler erklärte dem Kranten, ihn in Kürze aufsuchen zügliche Verein zu Frankfurt a. M. erst kürzlich gepflogen, deut zu wollen und seine Experimente zu beginnen. Natürlich", lich hervorgehen! meinte er, tomme ich nur, wenn fein Gewitter am Himmel " Der Magistrat von Berlin hat wiederholentlich, zuleht durch steht; denn ballen sich dort Wolfen zusammen, so hilft mein Verstattung des Baues einer Urnenhalle auf städtischem Terrain, Wunderöl nicht." Die Besuchzeit wurde auf Anfang der vorigen zu erkennen gegeben, wie er der fakultativen Feuerbestattung Woche festgesetzt; der Dottor erschien aber nicht, weil Blitz auf durchaus nicht feindlich gegenüber steht. Zunächst wird er sich Blitz vom Himmel herniederzuckte. Tags darauf wurde in mit der Feststellung zu beschäftigen haben, ob für die städtische der Krüger'schen Wohnung ein großer Karton mit Watte ab Verwaltung die Feuerbestattung überhaupt verwerth gegeben, dafür die Summe von 3,50 M. dem Boten ein bar, ob fie rathsam, und wie sie auszuführen sei. gehändigt und es traf gleich nachher der berühmte Mann Der erhebliche Rostenpunkt spielt hierbei eine bedeutendere Rolle ein. als gewöhnlich vermuthet wird. Das Beispiel von Mailand, Körper gewaschen und dann durch den Arzt mittelst des Der Kranke wurde zunächst von von seiner Frau am dessen Bestattungswesen im April d. J. unsererseits unterfucht Lebensweckers behandelt; es war dies eine dem Schröpfen worden ist, paßt für Berlin sehr wenig. Magistrat. Rommission für das Bestattungswesen. Friedel. * Offenbach. Der Redakteur des Offenbacher Abendblatts", Genosse Friedrich Bender, wurde wegen Beleidigung des Stadtverordneten Wilhelm Grünwald in Offenbach in drei Fällen zu 100, 80 und 20, insgesammt 200 M. bezw. insgesammt 40 Tagen Haft sowie zur Erstattung der nothwendigen baaren Auslagen an den Kläger und zu den Kosten des Verfahrens verurtheilt. Das Recht der Urtheilspublikation im„ Offenbacher Abendblatt" wurde dem Kläger gleichfalls zugesprochen. 0 " Offenburg, 1. Juli. Die Schwurgerichts Session für das Britte Quartal war eine Eintagefliege; so furz sie war, ohne eine Antlage gegen den sozialdemokratischen Vollsfreund" scheint es feine Tagesordnung mehr zu geben. Schließlich, als der andere ähnliche Prozedur, durch welche der Rücken, die Brust und die und erste Fall( Brandstiftung) wegen Prüfung des Delinquenten Beine des Leidenden zerfleischt wurden. Auf die Wunden wurde auf seinen defekten Geisteszustand ausgesetzt werden mußte, bildete das Gewitteröl gestrichen, der Patient in Watte gehüllt, mit Redakteur Zielowsti die einzige verdächtige Person, derenwegen meterlangen Binden bewickelt und mit einer Jacke bekleidet, welche die 30 Herren Geschworenen aus den entferntesten Orten des fast allen Kulturländern bereits mit großem Erfolg und vor Schmerz sich aus dem Fenster stürzen wollte, 5 Tropfen des Das wird ja interessant werden, wenn sich gegenüber der in vorn zugenäht wurde. Außerdem mußte der Gepeinigte, welcher Schwarzwaldes und Rheinthales hier zusammengekommen waren. großen Ersparnissen praktisch ausgeübten Feuer- Dels in einer Tassee schwarzen Kaffees zu sich nehmen. Sodann Die Anklage behauptete, der Redakteur Bielowski habe durch bestattung der Magistrat hinsekt um„ festzustellen", ob die Feuer- wurde der Burgunder erwärmt, von welchem Krüger stündlich ein Aufnahme einer Korrespondenz aus Aue bei Durlach einen Gen- bestattung darmen beleidigt. Der inkriminirte Artikel war ein objektiv ge- rathsam überhaupt verwerth bar", ob fie Glas trinken sollte. Diese Kur sollte fechsmal wiederholt wer haltener Versammlungsbericht ohne formelle Injurie, es wurden fein artig verschwiegen, wie die„ unüberwindlichen Schwierig Bu einer Wiederholung ist es jedoch überhaupt nicht gekommen: und wie sie auszuführen" sei!- Dabei wird den, um die Genesung herbeizuführen, und fostete jedesmal 15 M. nur dem nachträglich die Versammlung kritisirenden Gendarmen feiten" bei uns doch nur in der„ Muckerei und Stöckerei" zu der Behandelte war bald nach der Entfernung seines Beinigers Worte in den Mund gelegt, die er, wie es sich schon in der Vor- suchen sind, welcher sonst ihre Kirchhofs- Pfründe arg beschnitten von seinem Leiden befreit; denn er verschied unter den gräß untersuchung herausstellte, nicht gesagt hat, wohl aber vernünf- werden dürfte, und um das zu verhindern, sollen lieber noch lichsten Schmerzen. Die Leiche ist gestern Abend zwecks Obduktion tigerweise gesagt haben fonnte. Eine Frau hat sie ausgesprochen, fernere Opfer an Geld und Gesundheit gebracht werden! und durch ein Mißverständniß tolportirte man sie im Dorfe als nach dem Schauhause überführt worden. Lokales. die Worte des Gendarmen. Der Korrespondent hat also, wie es Einen Häuserschmuck, der entschieden mehr anheimelt, zeugenmäßig nachgewiesen wurde, bona fide berichtet, der Re- als aller Stuck und Malerei, entbehrt Berlin fast vollständig dorf am letzten Sonntag ein Ziegeleiarbeiter auf grauenhafte Im Sumpf erstickt. Im Mellener See ist dicht bei Glaus dakteur konnte an der Wahrheit des Berichts nicht zweifeln. Nach mir meinen die Blumenbretter auf den Fenstersimsen, ein Luxus, Weise im Morast versunken. Derselbe badete mit noch einem einer gewandten Vertheidigungsrede des Rechtsanwalts Schneider den sich wohl auch der unbemitteltste Mann erlauben könnte, Arbeiter und kam in den Sumpf. Der Andere reichte ihm zur sprachen die Geschworenen ein Nichtschuldig aus. Die ziemlich wenn er eben dürfte. Die Gründe für das Verbot des An- Hilfe feinen Arm, wäre jedoch beinahe selbst ertrunken, wenn hohen Roften dieses Prozesses trägt die großherzogliche Staats bringens von Blumenbrettern sind ja stichhaltige, nur sollte man nicht noch zur rechten Zeit ein anwesender Soldat vom Eisen taffe, d. h. die badischen Steuerzahler. in solchen Dingen fonfequenter vorgehen. Wird dem Armen bahn- Regiment ihm Beistand geleistet hätte.- Gin ähnlicher nicht erlaubt, ein Blumenbrett außerhalb seines Fensters anzu- Fall trug fich am Tage vorher in derselben Gegend zu. Der bringen, so sollte dem Reichen auch verboten werden, seine Rutscher Lieschte von der Selle'schen Ziegelei in Gallinchen ist Baltons mit Blumen und Zierpflanzen zu besetzen. Das Unzu- auf ebenso gráßliche Weise ums Leben gekommen. Derselbe war trägliche, was hieraus entspringt, ist in beiden Fällen dasselbe, beauftragt, mit noch zwei Arbeitern acht Pferde zu baden; es genau dasselbe, ja es werden die Passanten auf der Straße durch waren bereits drei Pferde fertig, als Lieschte mit dem vierten, das Begießen der Blumen auf den Balkons noch weit mehr be welches er ritt, plöglich in einer tiefen Stelle in dickes Moor Eine Arbeiterkolonie der besseren Stände". Unter lästigt, als dieses von den Blumenbrettern her der Fall ist. Die gerieth und mit dem Pferde versant. Das Zegtere tam noch dieser Ueberschrift veröffentlicht die" National Zeitung" eine Wassertropfen, die von den Balkons herunterfallen, sind getränkt einige Male zum Vorschein, war jedoch in sehr kurzer Zeit ers Reklame der Berliner Arbeiterkolonie, dieser bekannten Muster- mit Staub und dem Witterungszersatz des Gemäuers; solche stickt. Hilfe war von Seiten der beiden anderen Arbeiter mittelst anstalt, die von dem durchsichtigen Verfasser des Reklameauffages Tropfen lassen auf Hut und Rock der Straßenpassanten Flecke Stangen oder Leinen absolut unmöglich, da fich der traurige als einzig in ihrer Art, vielleicht einzig in der Welt" bezeichnet zurück, die unter Umständen die betreffenden Kleidungsstücke Vorfall in wenigen Minuten abspielte. Die Leiche des Lieschte, wird! In gewiffem Sinne mag ja derselbe mit dieser Tirade ruiniren können. Die Baltonbefizer müßten dann jedesmal welcher Familie hinterläßt, ist bald darauf angeschwemmt recht haben! Der augenscheinliche Zweck der Reklame ist der, was ja leider noch vielfach versäumt wird zur Rechenschaft worden. die besigenden Klassen mehr für diese Musteranſtalt zu„ intereffiren", d. h. dieselben zu veranlassen, fleißiger ihre Taschen zu herum feine Gossen angebracht, die ja sehr gut zur Hauptgosse gezogen werden. Warum sind überhaupt um die Balkons Einige Aufklärung hat die Angelegenheit bezüglich des in öffnen für den Klingelbeutel der Berliner Arbeiterkolonie, denn geleitet werden könnten? Allerdings würde dies ja nicht zur der Nacht zum Sonntag im Thiergarten mit einem Schuß in jede gerettete Seele foftet etwa 250 M." Um nun diesen Zweck Verschönerung des Hauses beitragen, andererseits aber brauchten der Schläfe aufgefundenen jungen Mannes bereits gefunden. Er zu erreichen, wendet der Verfasser folgendes Mittel an. Er sagt: die Passanten den Baltons nicht immer, wie einem Fuder Heu, ist dies der am 30. Dezember 1865 in Breslau geborene, in dem Als Entschuldigung der Bemittelten" dient die Ausrede, nach aus dem Wege zu gehen. Und erst kommt doch das Nützliche Hause Kochstr. 25 bei den Eltern wohnhaft gewesene stud, phil dem Aushängeschild der Berliner Arbeiterkolonie" laffe sich nicht und dann das Angenehme! vermuthen, daß unter ihren 200 Gästen 190 der guten Gesellschaft" angehörten." Um nun den Bemittelten" diefen falschen Die Anwohner der Droschkenhaltehläge und der AusGlauben zu nehmen, sagt der Verfasser weiter: Die Stätte ist gangspunkte für die Omnibuslinien führen Klage darüber, daß einzig in ihrer Art, vielleicht einzig in der Welt. An ihr hat in diesem Sommer, troß der großen Hize der letzten Tage die Heinrich Frenkel, welcher seine Studien bereits soweit beendigt hatte, daß er im Examen begriffen war. Es war das einzige Kind seiner Eltern. Der 77 Jahre alte Vater, welcher seit längerer Beit erblindet ist, hatte seine ganze offnung auf den Sohn ge fetzt. Wenn nun auch den Eltern tein Beweggrund zum Selbstmord 1 1 D Inter en in macht. nach ob fie ürden Nuge affer, es zu Damit mit am Beruf der jeres fich dem für der Savel ge auf puth ab höft traf I am der bude vird hanfner cher be hul auf be tag cüct, ge Der nicht Dem Saft mer and im *** word, tag Dene Licht ift ger cuft Den nem Oren Den fel bie arde mete im cht. für zu jog. und acte. hen ch" mel mein gen auf in ab ein ann am des fen bie rde mit che her des ann ein Der M. en: ers ion uss afte zem zur enn en her Der ift var es en, por och er elft rige Ste mt igt ige cer ge Se in in Er em mil. Sonnabend überbekannt ist, so dürfte ein solcher doch angenommen werden. Der jetwas zu erwidern, in die Zigarrentiste gelangt, eine Hand-| Religionsverspottung die Erregung eines öffentlichen ergernisses junge Mann, welcher am Freitag bis spät in die Nacht hinein voll herausgenommen und sie dem Schuhmann nebst einem vermißte und der Karte die Qualität einer Urkunde nicht beizugearbeitet hatte, verließ die elterliche Wohnung am Markstück gegeben. Dann habe Polke den Beamten mit legen vermochte. Der Angeklagte betheuerte, daß er die frag gegen Mittag in etwas erregter Stimmung in das Hinterzimmer genommen, 100 sie fast eine liche Karte nicht geschrieben habe, daß sonach die Schreibund ist seitdem nicht wieder von den Eltern gesehen worden. halbe Stunde verblieben wären. Die Fenster seien nicht verhängt fachverständigen fich absolut geirrt haben müssen. Als Schreiber Die Nachfragen über den zu Hause vergebens Erwarteten führten worden. Der Polizeilieutenant erklärte, daß poffe einen geradezu der Karte hat sich bei dem Beleidigten, sowie bei dem Angeklagten nur zu dem Ergebniß, daß er am Sonnabend Abend in Be- demoralisirenden Einfluß auf die Beamten ausübe und es sei der Bureaugehilfe Thiede gemeldet. Derselbe, als Zeuge gegleitung eines noch nicht ermittelten Herrn sich in dem Bierhaus betrübend, daß Poley jetzt die schweren Folgen tragen müsse. laden, bekundete zunächst uneidlich, daß er die Postkarte Bum Bilfener" an der Ecke der Zimmer- und Charlottenstraße Die Vertheidiger, Rechtsanwälte Kaufmann und Dr. Gotthelf, geschrieben und abgeschickt habe. Auf derselben habe er aufgehalten hat. Dunkel und der kriminalistischen Feststellung stellten den Antrag, eine Auskunft vom Polizei- Präsidium seine Handschrift ein wenig verstellt. Der Zeuge vorbehalten bleibt noch der Umstand, wie der junge Frenkel, Darüber einzuholen, daß den Beamten während der Weihnachts- reicht dem Gerichtshof das Konzept zur Karte und welcher nur ganz geringe Mittel bei sich führte, in den Besitz der zeit gestattet sei, von der Erstattung einer Anzeige wegen der in eine später später gefertigte Abschrift derselben, bei welcher Waffe gekommen ist, da er eine solche nicht besaß, ferner wo sein tede stehenden Uebertretung Abstand zu nehmen und der Ge- er seine Handschrift allerdings nicht verstellt habe. Die SchriftGeld, die fehlenden Militärpapiere und sonstige Zeugnisse, sowie richtshof folgte dem Antrage und vertagte den Termin. stücke zirkuliren bei den Mitgliedern des Gerichtshofs, welche feine Nickeluhr mit Nickelfette, welche Gegenstände er von Hause mitgenommen hatte, verblieben sind. Es muß bei der Vorausdieselben kopfschüttelnd weitergeben. Der Zeuge erbietet sich, Um zehn Pfennige hat sich der Handlungskommis Otto seine Aussage zu beschwören. Der Sachverständige Schulze redet fegung eines Selbstmordes die Beraubung der Leiche statt Silbermann eine Anklage wegen Betruges zugezogen, welche bis- demselben dringend davon ab, da er es für ganz unzweifelhaft gefunden haben. Vielleicht kommt mehr Licht in die Angelegen her in zwei Instanzen in der umständlichsten Weise verhandelt erachtet, daß der Angeklagte die inkriminirte Postkarte geschrieben heit, wenn der Begleiter aus dem Pilsener Bierhaus sich bei der worden ist. Am 28. Mai vor. I. wurde der Angeklagte mit hat und da die vom Zeugen überreichten Schriftstücke ganz anPolizei meldet. einem ungiltigen Fahrschein auf der Stadtbahn betroffen. Er bere Züge trugen und von einer Uebereinstimmung beider Handwar von Rummelsburg nach dem Bahnhofe Alexanderplatz ge- fchriften auch nicht eine Spur vorhanden sei. Der Zeuge bleibt Der Schwimmkorb Moses' in neuer Auflage. Aus fahren mit einem Schein, der für die umgekehrte Richtung ge- aber bei seiner Bezichtigung und beschwört seine Aussage. AnMittenwalde wird folgendes Vorkommniß berichtet: Am Donners- fauft und schon benutzt war. Der Inspektor wollte ihn in die gesichts dieser beschworenen Aussage hält der Staatsanwalt die tag Nachmittag, als zwei Reisende in einem Gespann die Notte- vorschriftsmäßige Strafe von sechs Mart nehmen, der Angeklagte Anklage nicht aufrecht und beantragt Freisprechung des kanal- Brücke passirten, bemerkten dieselben einen mit zwei kleinen erklärte aber, daß er so viel Geld nicht bei sich führe und nun Angeklagten, auf welche der Gerichtshof auch erkennt. Demnächst Kindern besetzten Kinderwagen im Kanal. Schnell entschlossen wollte der Beamte die Sache auf sich beruhen lassen, wenn der wird sich nun Thiede wegen derselben Beleidigung zu verant sprang der eine vom Wagen, stieg ins Wasser und brachte den Angeklagte nur 10 Pf. für ein nachträglich zu lösendes Billet worten haben. Wagen mit den beiden noch lebenden Insassen ans Land. Die zahlen wollte. In unbegreiflichem Eigensinn verweigerte Mutter der beiden Kinder hatte den Wagen an dem abschüssigen Rande des Kanals stehen lassen und war in einen Laden gegangen; wahrscheinlich ist infolge von Bewegungen der Kinder der Wagen die Kanalböschung hinuntergerollt. Ohne das recht zeitige Erscheinen und die Entschlossenheit des Herrn wäre, da infolge der vielen Gewitterregen der Wasserstand des Kanals besonders hoch ist, ein Unglück wohl schwerlich verhütet worden. Theater. Silbermann auch dies und nun wurde Anklage wegen Betrugs erhoben. Vom Schöffengericht wurde er freigesprochen, da man die Fahrscheine auch im Borrath taufen und sie ebenso gut für die Rückfahrt wie für die Hinfahrt benutzen kann, es auch nicht für erwiesen erachtet wurde, daß das fragliche Billet bereits einmal benutzt worden war. Der Staatsanwalt legte Berufung ein und zum gestrigen Termine waren zwei Bahnhofsinspektoren Gutachten des Betriebsamtes eingeholt worden, um den Beweis und zwei Billetverkäuferinnen geladen, außerdem aber noch ein worden, um den zu führen, daß der Fahrschein bereits einmal benutzt worden war. Dieser Nachweis gelang durch die auf dem Fahrschein befindliche laufende Nummer. Es mußte schon Tags vor der Anhaltung des Angeklagten verkauft und benutzt worden sein. Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts auf eine Geldstrafe von 20 m., ev. 4 Tage Gefängniß unter Auf hebung des ersten Urtheils. Boziale Ueberlicht. Die bergische Stahlindustrie geht nach einer Meldung der Kölnischen Beitung" immer mehr zurück. Wenn es nicht Industrie eine sehr ernste Beit. Es gingen bereits viele gelinge, neue Absatzgebiete zu eröffnen, komme für die dortige Arbeiter mangels genügender Beschäftigung müßig. Und das alles trotz des Segens der Schutzölle"? wollten. " Die Der Tischer P. Alisch aus Luckenwalde wird um Angabe Die Generaltommission. Versammlungen. Polizeibericht. Am 6. d. M., Morgens, wurde ein PostSchaffner in seiner Wohnung in der Stephanstraße erhängt vor gefunden. Vor dem Hause Poststr. 1 fand Vormittags ein Susammenstoß zwischen einem Mörtelwagen und einem dort haltenden Rollwagen statt und gerieth hierbei der den letzteren beaufsichtigende Arbeitsbursche Schmidt mit dem Bein zwischen lands veröffentlicht folgenden Situationsbericht: Der Ausstand Die Generalkommission der Gewerkschaften Deutsch das Rad und die Bordschwelle, sodaß er bedeutend verletzt der Schuhmacher in Barmstedt ist am 28. Juni eingetreten. wurde. Er mußte nach der Charitee gebracht werden. Als zu derselben Zeit der Rangirmeister Heinrich auf dem haben 109 Genossen die Arbeit eingestellt, von denen 46 verheiHamburger Innen- Bahnhofe einen in der Fahrt befindlichen Zug Als ein angenehmer Hauswirth zeigte sich der Maurer warten die Genossen ein günstiges Ende ihres Kampfes, da sie rathet sind. Wenn es gelingt, den Zuzug fern zu halten, so erbesteigen wollte, gerieth er mit dem Bein unter die Räder und Wilhelm Nagel, welcher gestern unter der Anklage des Arrest fast ausnahmslos kleine Arbeitgeber als Gegner haben. Der wurde so schwer verletzt, daß er nach dem Augufta- Hospital gebracht bruchs und des Hausfriedensbruchs vor der 91. Abtheilung des Ausstand in Göppingen soll beendet sein, doch liegt authentische werden mußte. In einem Gasthofe wurde Bormmittags ein Schöffengerichts stand. Der Angellagte hat im Osten der Stadt ein Nachricht nicht vor. Ebenso liegt es mit dem Streik der Heizer Technifer mit einer Schußwunde in den Schläfen und Abends Haus gebaut, welches zumeist von Arbeiter- Familien bezogen wurde. und Kohlenzieher in Bremerhaven. Es sind dort in den letzten auf dem Flur des Hauses Friedrichstr. 115 ein unbekannter etwa Der Arbeiter M. fonnte am 1. Januar die pränumerando zu leistende Tagen Unterhandlungen angeknüpft worden, doch verlangte die 30jähriger Mann ait einer gleichen Verlegung aufgefunden. Monatsmiethe nicht auftreiben, er bat den Angeklagten, noch Direktion des Lloyd für die theilweise Bewilligung der Forde Beide wurden noch lebend nach der Charitee gebracht. Vor etwas Nachsicht zu haben, und diese Bitte wurde ihm auch gerungen der Arbeiter die Auflösung des Fachvereins. dem Hause Leipzigerstr. 66 wurde Abends ein Handelsmann von währt. Wenige Tage darauf erhielt M. eine gerichtliche Auf- Streifenden lehnten dieses entschieden ab.-In Liegnitz und einem Omnibus überfahren und erlitt einen Bruch des Ober- forderung, die fällige Miethe fernerhin nicht mehr an den Ver- Bernburg tamen eine Anzahl Former zum Ausstand. In ersterem schenkels, so daß seine Ueberführung nach der Charitee erforder- miether, sondern an den Administrator Röhlecke zu zahlen, da der Drte wegen Maßregelung eines Kollegen, in letterem Orte wur lich wurde. Als zu derselben Zeit der Arbeitsbursche Döring Erstere seinen Berpflichtungen gegen die Hypothekengläubiger den die Leute entlassen, weil sie sich eine geradezu brutale Be mit einem anderen Knaben auf dem Felde östlich der Liebigstraße nicht nachgekommen war. Mitte Januar zahlte M. darauf die mit einem geladenen Terzerol spielten, entlud sich plötzlich ein Miethe an den Administrator. Wenige Tage später erschien der handlung seitens des Ingenieurs der Fabrit nicht gefallen laffen Schuß, welcher Döring traf. Schwer verletzt wurde derselbe nach Angeklagte bei M. und forderte die rückständige Miethe. dem Krankenhauſe am Friedrichshain gebracht.- Am 7. d. M. Als er erfuhr, daß die Zahlung bereits an den Administrator Mitteln Ersatz für die ausstehenden Arbeitskräfte gesucht, dochy Für letzteren Ort wird seitens des Fabrikanten mit allen wurde ein Drechslermeister in seiner Werkstatt in der Sebastian: geleistet sei, wurde er in hohem Grade erzürnt. Um straße erhängt vorgefunden. Am 6. d. W. fanden zwei sich zu rächen hob er sämmtliche Thüren und Fenster aus und hoffen wir, daß die Former nicht gewillt sind, ihre Genoffen zu M. ersehen, um gleich Sklaven gemißhandelt zu werden. Auch in Brände statt. fümmerte sich nicht um das Jammern der Frau, daß sie mit ihren Aschersleben famen 17 Former zum Ausstand, weil ihnen zuge Kindern doch bei Winterzeit nicht in den offenen Räumen muthet wurde, Arbeiten, die aus der Bernburger Fabrik her fizen könne. Als am Abende der Ehemann M. von der Arbeit stammten, herzustellen. Auch von diesem Orte ist zuzug feruzu nach Hause kam und die Bescheerung fah, eilte er zum Admi halten. nistrator und zur Polizei, aber erst nach Stunden gelang es, den Angeklagten zu bewegen, wenigstens einen Raum wieder mit Im Leffingtheater brachte am Sonnabend das Ensemble- Fenstern und Thüren zu versehen, sodaß die Familie während der seiner Adresse ersucht, bezüglich Abrechnung über die Maimarten. Gastspiel der Angelo Neumann'schen Operngesellschaft für Berlin Nacht ein Unterkommen hatte. Am folgenden Tage wurde der eine Novität zur Aufführung: Die drei Pinto 3. Komische Angeklagte gezwungen, sämmtliche Thüren und Fenster wieder Oper in drei Aufzügen von Karl Maria von Weber. Um für einzuhängen. Im Termine behauptete der Beschuldigte, daß er die wohl selbstempfundene Sünde, die man dem großen Namen die Thüren und Fenster habe ausbessern lassen müssen, eine Ausangethan, die Absolution zu erhalten, fügte der Bettel bei, daß rede, die der Vorsitzende für„ albern" erklärte. Der Staatsandie tertliche Fertigstellung dem Enfel des großen Todten, die walt hielt beide Vergehen für erwiesen und beantragte eine Gemufitalische dem Kapellmeister Gustav Mahler zufalle. S. M. fängnißstrafe von sechs Wochen. Der Gerichtshof hielt einen ArrestK. von Weber hat nur eine fleine Reihe von Szenen musikalisch bruch deshalb nicht für vorliegend, weil der Angeklagte troß der Freie Vereinigung der Berliner Maurer. Eine ordent vollendet, kaum einen der auf drei veranlagten Elfte; deshalb über sein Haus verhängten Administration seiner Besitzrechte nicht liche Mitgliederversammlung fand am 2. d. M. in Orschels Lokal, hatte Meyerbeer s. 3. aus Pietät für den Todten und mit Rück- entäußert worden sei. Wegen des empörenden Verhaltens des Sebastianstr. 39, statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung ver ficht auf seinen eigenen guten Ruf, die Vollendung der Entwürfe Angeklagten müsse die Bestrafung wegen Hausfriedensbruchs aber las der Kassirer die Abrechnung für das zweite Quartal 1891. abgelehnt. Mahler unterzog sich dem Auftrage des Enkels, aber eine strenge sein. Es wurde hierfür auf 14 Tage Gefängniß Darnach weist die Kasse einen Bestand von 190 M. 82 Pf. auf. unsterblich macht ihn diese Bearbeitung nicht. Für den musika erkamit. lischen Werth dieser Weber'schen" Oper ist es bezeichnend, daß Im Vergnügungsfonds befinden sich 197 M. 94 Pf. Nachdem die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung konstatirt hatten, man, ohne den Charakter zu stören, ebenso gut den dritten Aft Am 2. Juli d. I. fand vor dem hiesigen Schöffen- wurde der Kassirer entlastet. An Stelle des ausscheidenden Rean die Stelle des ersten sehen oder mit dem zweiten beginnen gericht die Verhandlung gegen den früheren Kassirer der Ethischen visors Kollegen Karge wurde Kollege Wilhelm Balm gewählt. Kollege tönnte; und wenn die Handlung es gestattete, würden die Gesellschaft, Herrn A. Banter, wegen Unterschlagung statt. Franz Schulz verlas dann und zwar im Auftrage des AusWeber- Verehrer sogar am besten wegkommen, wenn sie den Aus der Verhandlung ging Folgendes hervor: Am 6. April 2c. schusses den Rechenschaftsbericht desselben, woran sich die Ersatzzweiten Att zuleht zu hören bekämen; in Bearbeitung der jetzigen fand Kassen- Revision statt, bei welcher ein Fehlbetrag von 229 M. wahl zum Ausschuß schloß. Gewählt wurden die Kollegen Franz Schlusses abgesehen von der dramatischen Unmöglichkeit des 49 Big. entdeckt wurde. Diese Summe wollte die Frau Panter Schulz und Wilhelm Redanz. Im Verschiedenen beschloß die Verist der Abfall am Ende zu unangenehm störend, am Nachmittage desselben Tages auf dem Wege zu einem Pfand- sammlung die Regelung einer Landpartie dem Vorftande zu übertrotzdem oder vielleicht gerade, weil auch noch die aus den leiher, um bei demselben genannten Betrag in größere Münz- lassen, und nahm dann einen Antrag an, welcher befagte, den Ronzertprogrammen bekannte herrliche Aufforderung zum Tanz" forten umzuwechseln, verloren haben. für heute angesetzt gewesenen Bortrag nicht stattfinden zu lassen. als Balleteinlage hinzugenäht war. Freilich, wenn man überDa jedoch Frau Banter 3 Wochen vorher aus der Ethischen Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung. haupt das Recht eines solchen musikalischen Leichenraubes an- Gesellschaft als Mitglied ausgestoßen worden war und Herr erkennt, muß man auch zugeben, daß die Mahler'sche Bearbeitung Banter geäußert hatte, daß die Ethische Gesellschaft nun auch Die Lohukommission der Berliner Zimmerer hatte für wenigstens voll im Weber'schen Geiste gehalten ist; alles Fehlende wieder mit 6 Dreier aufhören müsse, wie sie angefangen habe, den 3. d. M. eine öffentliche Gewerkschafts- Versammlung nach wurde aus anderen Weber'schen Kompositionen entlehnt und lose so wurde Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft hat Frau dem Joel'schen Saale einberufen. Die Versammlung war be miteinander verbunden ein musikalischer Fadenschlag, aber Banter mit unter Anklage gestellt. Die Angeklagten erklären sich stimmt für die Stadttheile Often und Südosten und hatte in tein fertiges Gewand.- Die Aufführung war tadellos, frisch für nichtschuldig. Nach kurzer Verhandlung beantragte der erster Linie den Zweck, die Bedeutung des Beschlusses der und lebendig, die Chöre geradezu musterhaft. Stimmlich über Staatsanwalt die Freisprechung. Generalversammlung der Zimmerer Berlins vom 21. Juni d. J. ragten Frl. Frant und Herr Perluß ihre Mitglieder, an Bei der Urtheilsverkündigung hob der Vorsitzende hervor, daß flarzulegen. Kamerad Lehmann, welcher diese Aufgabe überSpiel Frau v. Rettich- Piet; Herr Ghrl utrirte seinen Frau Panter in höchstem Maße der Unterschlagung verdächtig nommen hatte, hob in seinem Referate hervor, es sei nothwendig dummen, ungeschlachten Landjunter zum Tolpatsch und Herr sei, jedoch wegen nicht genügender Beweise freigesprochen für die Berliner Zimmerleute, wieder Vertrauen zu fassen, nachSieglitz hätte bei seiner hübschen Gesangsleistung nicht nöthig werden müsse. dem dasselbe infolge der bedauerlichen Vorkommnisse bei der gehabt, dem Balletmeister ins Handwert zu pfuschen. Der Besuch Die Kosten wurden der Staatskasse auferlegt. Lohnkommission, welche den Streit im Jahre 1889 geleitet und war, auch für eine Première, sehr mäßig. die Geschäfte geführt hatte, sehr stark erschüttert worden sei. Eine sensationelle Verhandlung fand vor der Straf- Demzufolge wären alle benkbar möglichen Maßnahmen fammer des Amtsgerichts zu Eberswalde statt. Angeklagt vorgesehen worden, daß bei der am 21. d. J. aus war der Redakteur der Oberbarnimer Post", D. Hemfler, der Allgemeinheit der Berliner Bimmerleute gewählten wegen Beleidigung des Redakteurs der Eberswalder 8tg.", Lohnkommission derartigen Unregelmäßigkeiten vorgebeugt Adolf Lemme. Der Antlage lag folgender eigenthümlicher werde. Die Darlegung des Geschäftsplanes der Lohn- Kommission Thatbestand zu Grunde: Auf ein Ausschreiben zur Besetzung überzeugte die Versammlung, daß das Erforderliche geschehen. Gesch Anklage wegen Bestechung bezw. wegen Annahme einer Stelle als Borbeter der jüdischen Gemeinde Die Bedeutung der Wahl einer Lohn- kommiſſion, welche aus IV. Gechenken in dienſtlicher Eigenschaft wurde geſtern vor der zu Eberswalde während der Hauptfeiertage im vorigen Herbst, beiden Richtungen zusammengefekt set, liege flar auf der Hand. IV. Strafkammer des Landgerichts I gegen den Kaussmann Otto erhielt der Vorstand der Synagogen- Gemeinde eine Postkarte etwa Diese Wahl beweise, daß die Berliner Zimmerer gewillt sind, Polke und den Schuhmann Poley verhandelt. Der erste An- folgenden Inhalts:„ Ich bewerbe mich hiermit um die aus- alle bisherigen Streitfragen zurücktreten zu lassen vor der Hauptgeklagte ist Inhaber des Garderoben- Geschäfts Bum Kleider- geschriebene Stelle als Vorbeter, zu welcher ich mich, wie frage, der Magenfrage, und daß sie wieder mit vereinten Kräften Pascha" in der Rosenthalerstraße. Am Nachmittage des 7. Dez. ich in meinen polemischen Artikeln gegen den Fürsten für die Aufbesserung der traurigen wirthschaftlichen Lage der vor. Js. waren die Schaufenster des Polfe'schen Geschäfts nicht Bismarck dargethan habe, habe, besonders geeignet erachte. Bimmergesellen wirken wollen. Diese traurige wirthschaftliche vorschriftsmäßig verhängt. Der Schuhmann Poley betrat den Sollte auf mich nicht reflektirt werden, dann empfehle Lage sand durch den Referenten eine eingehende Beleuchtung, ebenso Laden und soll hier von Polfe eine Handvoll Zigarren und eine ich für die vakanten Posten die Herren Großmann, die sozialistische Arbeiterbewegung, welcher die Berliner Zimmer Mark erhalten haben, um, wie es auch geschehen, von der Er- Hornemann und Lautenschläger. Adolf Lemme, leute mit Leib und Seele angehören und die jedwede Streitfragen stattung einer Anzeige wegen Sonntagsentheiligung Abstand zu Redakteur der Eberswalder Beitung". Die genannten unter sich von selber ausschließen müsse. Der vorgedachte Beschluß, nehmen. Zwei von Polke entlassene Handlungsdiener haben die Personen gehören dem Agitationskomitee der freisinnigen welcher die alte Einigkeit unter den Berliner Zimmerleuten Sache zur Anzeige gebracht. Die Beschuldigten bestritten ihre Partei an. Auf Betreiben der Vorstandsmitglieder der jüdischen wieder herstelle, sei auch in seiner Einwirkung auf das UnterSchuld und gaben eine ganz andere Aufklärung über den Sach- Gemeinde, welche in diesem Schreiben eine Religionsverspottung nehmerthum nicht zu unterschätzen. Darum erwartete Redner, verhalt. Der Schuhmann Boley habe Dor längerer erblickten, beauftragte Redakteur Lemme, dessen Namen auf so daß alle Kameraden mit Energie hinter dem gefaßten Beschlusse Beit in dem Polfe'schen Geschäft einen Ueberzieher schlimme Weise mißbraucht worden war, seinen Rechtsbeistand, stehen und die Lohnkommission mit allen Kräften in ihrem Be getauft und auch einen Kollegen zu demselben Zwecke dorthin Rechtsanwalt Dr. Flatau in Berlin, den Fall bei der Staats- ftreben unterstüßen werden, bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen geführt. Später habe Polen erfahren, daß sein Kollege billiger anwaltschaft in Prenzlau anhängig zu machen. Verschiedene vom zu erringen. getauft habe, wie er, er will an jenem Nachmittage in das Angeklagten im Besitz des Lemme befindliche Schriftstücke wiesen In zweiter Linie hatte die Versammlung den Zweck, einen Bolte'sche Geschäft gegangen sein, um sich darüber zu beschweren. auf diesen als den Verfasser der inkriminirten Postkarte hin, und Vertrauensmann für diesen Bezirk zu wählen und legte der Polte habe ihm dann einige Zigarren und eine Mark gegeben, die zum Handschriftenvergleich aufgerufenen Schreibfachverständigen Referent auch die Bedeutung dieser Wahl dar. um ihn zu entschädigen. Die Belastungszeugen blieben bei ihrer Kanzleirath Seegel und Hoftalligraph Schü in Berlin be- Nach einer weiteren Distusston wurde hierauf zum Vers vor der Polizei gemachten Aussage stehen. Der Schutzmann habe gutachteten mit voller Bestimmtheit, daß der Angeklagte trauensmann für den aften und Südosten Kamerad Seefeld den Laden mit den Worten betreten:" Herr Polfe, es ist nicht der Schreiber der inkriminirten Karte sei. Die Staatsanwalt gewählt. erlaubt, Waaren während der Kirchzeit auszuhängen und die schaft erhob daraufhin die vorstehend bezeichnete Beleidigungs- Mit einem Hoch auf die gedeihliche Entwickelung der Fenster unverhüllt au lassen." Der Angeredete habe, ohne anklage im öffentlichen Interesse, indem fie andererseits bei der Bimmererbewegung wurde sodann die Bersammlung geschlossen. Gerichts- Beitung. " " Nachdem Kollege Haunig noch zum Abonnement der Neuen Tischler- Zeitung aufgefordert hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Arbeits- Nachweis bei Jungnidel, Wienerstr. 11. Herberge bei Stramm, Ritterstr. 123. Nächste Versammlung am 20. Juli. Pfeifentlub, a stania". Zagt jetzt jeden Eine öffentliche Versammlung der im Vergoldergewerk| lichem Tagesbillet fahren und werden ebenfalls im selben Lokal| Otto Sabel. Gäste willkommen. Mittwoch von 9 Uhr ab Brizerstr. 22. Gäste willkommen. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand am 4. Juli erwartet. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs unter dem Vorsiz des Herrn Gerent statt. Zum 1. Punkt der stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein, iebes: bei Hente. Gesangverein Freya, Tagesordnung, Berichterstattung des Delegirten über die Thätigfreiheit", Blumenstraße 38, ( Gem. Chor), Alte Schönhauserstraße, Bögow's Brauerei. Gesangverein feit der Berliner Streit- Kontrolkommission, erhielt Hr. Wilki Hilaritas", Hochstraße 32 a, bet Wilfe. Gefangverein Deutsche das Wort. Er wies hauptsächlich auf die Neuerung, die MarkenEich e", Blumenstraße 46, bei Went. Vorwärts" 2, Schönhauser sammlung hin und forderte die Anwesenden auf, dazu Stellung Allee 28, bet Kuhlmen. Gesangverein„ Echo" 1, Pantom, Schulzeftr. 28. Gefangver Gesangverein Lerche",( Hutmacher), Elisabethkirchstr. 14. zu nehmen. Die Vergolder und Vergolderinnen seien verpflichtet, ein der Steinmegen", Johannesstraße 20, bet Müller. Gesangverein sich an den Sammlungen zu betheiligen. Diese Ansicht theilten " Freiheit", Bülowstr. 59, bei Hämmerle. Gesangverein Morgens Der Fachverein der Schlächtergesellen Berlins und roth" 2, Charlottenburg, Rosinenstraße 3, bet Grischow. Gesangverein der alle Redner, die zu der Angelegenheit sprachen. Nur meinte Herr Mehring, daß die Vergolder und Berufsgenossen in An- Umgegend hielt am 5. 5. M. seine Generalversammlung ab. Kürschner, Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig.- Gefangverein„ Südost" 2 Cuvrystraße 16, bei Ziemer. Gesangverein Johanni", Rüdersdorfer betracht der großen Opfer, welche sie während der verschiedenen Nachdem der Kassirer, Kollege Aurin, den Kassenbericht für straße 45, Gesellschaftshaus Ostend. Gefangverein Alpenrose( Gem. Gesangverein„ Grescendo", Streits in lezter Zeit gebracht habe, vorläufig von einer Be- das verflossene Quartal erstattet und die Revisoren die Richtig: Chor), Jüdenftr. 55, bei Trischmann. Offenbacher Sängerfrans" theiligung Abstand nehmen möchten. Nach Schluß der Debatte feit der Abrechnung bekundet hatten, ferner der Kassirer entlastet Wrangelstraße 141, bei Schmidt. Gefangverein Freies Lied" 1, Frank Gesangverein ,, Gleichheit", Bernauer gelangte ein Antrag zur Annahme, in dem die Vergolder 2c. sich mit worden war, hielt Genosse Rohrlac einen Vortrag über das Ritterstr. 105, bet Strauſe. den neuen Beschlüssen der Streif- Kontrollkommission einverstanden Thema: Arbeiterorganisationen und Unterstraße 72, bet Gasper.- Gefangverein ,, Sanges Iuft", Bülowstr. 69, bei nehmerverbände", welcher den lebhaftesten Beifall der Gründer. Brandenburger Männergesangverein", Branden erklären und sich zur Befolgung derselben verpflichten. burg a. H., bei Mengert.- Gefangverein 8ufriedenheit", Nostizstr 29, Als Delegirter zur Streif- Kontrollkommission wurde an Anwesenden fand. In der Diskussion beleuchtete im Anschlusse an bet Sahn. Gefangverein Morgenroth" 3, Reichenbergerstr. 16, bei Gesangverein„ Steinnelfe", Gerichtstr. 10, im Restaurant. Stelle des ausscheidenden Herrn Wilkki Herr Gerend ge- die Darlegungen des Referenten Kollege Ga ßmann die Ver- Bayold. wählt. Die Regelung der Sammlung vermittelst der Fünfpfennig- hältnisse in der Schlächterinnung und hob besonders hervor, Steinfeger- Sängerchor", Schwedterstr. 17, bei Wolter. verein, yra" 1, Raupachstr. 6, im Restaurant. er dadurch, daß marfen wurde ihm übertragen und ihm anheimgegeben, sich event. daß der Fachverein in seinen Ver- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. bedeutend sammlungen politische Themata erörtere, die Hilfe der Agitationskommission zu sichern. zur Mittwoch: Bergnügungsverein Fidele Brüder", 9 Uhr, bet kühn, Schön indem es leinftr. 5. Vergnügungsverein" Proletariat", bet Stehmann, Melctors Es gab dann Herr 2int die Abrechnung der für den kranken Aufklärung der Kollegen beigetragen habe, Verein Fridolin", 9% Uhr, bei Wolff, Brunnenftr. 85a. Kollegen Pulver veranstalteten Sammlung. Gesammelt wurden nur der Politik möglich vermöge der sei, die wahren Theaterverein„ Blumenlese", bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60. darnach insgesammt 109,75 M., von denen nach Abzug der Unkosten Ursachen der Krebsschäden aufzudecken, an denen der heutige Ge- verein, Ataste", 9 Uhr, bet Stehmann, Melchiorstr. 15. 105,60 m. dem Kollegen Pulver übergeben wurden. Herrn Lint sellschaftskörper franke. Wäre diese Aufklärung schon allen Bergnügungsverein, Bultanta", 9 Uhr, bei Meißner, Gartenfir. 162. wurde Decharge ertheilt. Kollegen zu Theil geworden, so würden diese bereits eine geregelte Hierauf gab Herr Bösch den Kassenbericht des Agitations- Arbeitszeit haben, statt dessen sie noch immer, wie alle in der Romitees. Die Einnahmen betrugen danach inkl. des am 28. März Lebensmittel- Industrie beschäftigten Arbeiter, unter dem Drucke vorhandenen Bestandes von 6,15 M. bis zum 24. Juni 74,10 M., einer unmenschlich langen Arbeitszeit seufzen. Deshalb forderte " furterstr. 81, bei Weis. straße 15. Sprechlaal. Gefang Theater Theater- und F. A. Rautenberg, Prinzessinnenstraße 22, vorn 4 Tr. die Ausgaben in derselben Zeit 74,27 M. Somit war ein Defizit Redner auf, jederzeit die Versammlungen der Gewerkschaft rege Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Naum dafür abzus von 0,17 M. vorhanden. Am 1. Juli befanden sich, die Aus- zu besuchen. Kollege Blumenschein beleuchtete in längeren geben ist, bem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen gaben der letzten Tage des Juni von den Einnahmen, welche Ausführungen die mißlichen allgemeinen wirthschaftlichen Verhält- Interesses zur Berfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem auf ihrer Einwirkung das Schlächtergewerbe Inhalt desselben identifiziert zu werden. Diese gebracht, abgezogen, in Händen Bösch' 3 0,40 m. Nach nisse dem seitens der Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung be- und ermahnte die Kollegen, sich der Organisation an- Unterzeichneter erklärt hiermit, daß die Aufforderung im stätigt worden, wurde auch Herrn Bösch Decharge ertheilt, wo- zuschließen. Ein Streiflicht auf die im Schlächtergewerbe Vorwärts, Berliner Volksblatt", nach der Adresse des Herr durch die Grundlosigkeit eines Gerüchtes, Bosch habe 15 m. herrschenden Verhältnisse liefere die Thatsache, daß der ganze Max Müller, Tischler, nicht wegen Geldangelegenheiten geschah, unterschlagen, anerkannt ist. Diese Abrechnung sowohl wie der Vorstand des Fachvereins gemaßregelt, d. h. arbeitslos gemacht sondern um eine nothwendige mündliche Aussprache mit dem Be dann ebenfalls von Herrn Bösch gegebene Rechenschaftsbericht worden sei! Nachdem der Referent in seinem Schlußworte noch- treffenden zu erhalten. Ich bedauere nur, daß es von Verschiedenen über die Thätigkeit der Agitationsfommission rief eine längere mals die Nothwendigkeit, die Pflicht, sich der Organisation an- falsch aufgefaßt wurde. Diskussion hervor, in der verschiedenartige Meinungen über die zuschließen und dieselbe so zu stärken, daß dieselbe jeden Streik Thätigkeit der Kommission laut wurden. überflüssig mache, vor Augen geführt hatte, schritt die GeneralVersammlung zur Verhandlung über den nächsten Punkt: Vorstandswahl. Hierzu war ein Antrag gestellt worden, dahingehend, die Vorstandswahl auszusehen und zu diesem Behufe eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Dieser Antrag fand Annahme und findet die außerordentliche Generalversammlung am 19. d. M. statt. Nachdem erfolgte die AusBelzig, 1. Juli. Bei einem Feuer im Westhoff'schen Haufe gabe von Billets zum Stiftungsfeste des Fachvereins am in der Nacht zum Montag ist der 35 Jahre alte Buchdrucker 26. Juli bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, sowie die Aufnahme neuer Mitglieder. Mit einem dreifachen Hoch auf das fernere gehilfe Oito Schule in seinem Zimmer verbrannt Gedeihen des Fachvereins der Schlächtergesellen Berlins und Umgegend schloß die Versammlung. Unterm Punkt ,, Verschiedenes" wurden zunächst zwei Bittgesuche oon franken Kollegen um materielle Unterstügung verlesen. Es wurde beschlossen, die franken Kollegen zu unterstützen und die Ausführung dieses Beschlusses dem Agitationskomitee zu über tragen. Hierauf ergriff Herr Wilki das Wort, um sich gegen Unschuldigungen in Bezug auf seine Thätigkeit als Kassirer des Streiffomitees, welches den Methiow'schen Streit zu leiten hatte, zu vertheidigen. Seine Ausführungen riefen eine sehrunruhige Debate hervor, die nm ca. 1/23 Uhr Nachts durch Annahme folgender Resolution beendet wurde: Die Versammlung erkennt die Ausführungen des Kollegen Wilkti inbetreff des Methlow'schen Streits voll und ganz an und weist jeden ferneren Angriff auf seine Person energisch zurück." 1 Aйe Vermischtes. Würzburg. Das Militärbezirksgericht verurtheilte den Lieutenant Andreas Löw vom 7. Infanterie- Regiment Bamberg wegen Wechselfälschung im sachlichen Zusammenhange mit Betrug unter Annahme mildernder Umstände zu vier Monaten Gefängniß und Entfernung aus dem Heere. Wien, 7. Juli. Der oberste Sanitätsrath nahm von dem Alexandrien zur Verhütung der Einschleppung bet von der türkischen Regierung und dem Sanitätsrathe in Oeffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Versammlung am Montag, den 13. Jult, Abends 39 Uhr, in der Reffource, Kommandantenstraße 57. Herr D. Völkel referirt über den Werth des Kontrollmarken- Systems". Ferner wird die Handlungsweise des Herrn Sürma, Buschneider im Kaiser- Bazar, Der Bildungsklub der Hausdiener hielt am 3. Juli bei seinen Arbeitern gegenüber zur Sprache tommen. Weiter referirt Kollege Beyer, Neue Grünftr. 14, seine Versammlung ab. An Stelle des 2. Pfeiffer über die Schneider- Werkstätten in Blößensee und Alt- Moabit. am Erscheinen verhinderten Genossen Jul. Türk referirte Genosse Herren- konfettion- und der Damenmäntel- Branche, sowie alle Militär- und Be Kollegen und Kolleginnen aus der Maß- und Tagschneider Branche, aus der Rohrlack unter reichem Beifall über die moderne Strafgefeß- amten- Lieferungsschneider sind eingeladen. Die Versammlung wird pünktlich Cholera aus Ostindien, Abessynien, Massauah und besonders gebung. Nach der Diskussion, in welcher mehrere Kollegen für und eröffnet, um einem allzu langen Tagen derfelben vorzubeugen. wider die einzelnen Ausführungen des Referenten sprachen, erstattete Kollege Dopatta den Bireljahresbericht. Daraus ergiebt sich, daß im Monat März eine Einnahme von 22,25 M. erzielt wurde, während die Ausgabe 20 m. betrug, bleibt mithin ein Bestand von 2,25 m; im April betrng die Einnahme 9,30 M., die Ausgabe 1,60 M., der Bestand 9,95 M.( einschließlich des Bestands von 2,25 M. aus vorigem Monat); im Mai belief sich die Einnahme auf 17,30 M., die Ausgabe auf 18,55 m., bleibt ein Defizit von 1,25 M., welches von dem Bestand der vorigen Monate( 9,95 M.) in Abrechnung kommt; demnach bleiben übrig 8,70 M., davon ab 55 Pf. an Rollegen Lamprecht bezahlt, ist mithin ein Ueberschuß von 8,15 Mart im Vierteljahr erzielt worden. und Geal, Rirbott, Berlinerstr. 136? Mitglieder- Bersammlung. Zages: merksame Beobachtung des weiteren Verlaufs der Epidemie be Freie Gemeinde Risdorf. Mittwoch, den 8. Juli, Abends 8% Uhr, in Aleppo getroffenen Maßnahmen Kenntniß und erklärte eine auf ordnung: 1. Wahl eines Delegirten zur Bundesversammlung, sowie Ergän- hufs rechtzeitiger Vorkehrungen im Inlande für nothwendig. zungswahl zum Borstand. 2. Gemeinde Angelegenheiten und Verschiedenes. Tripolis, 6. Juli. Die Theilstrecke Myli- Tripoliz Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen der peloponnesischen Eisenbahn Myli- Kalamata, als Fortsetzung beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin). Mitglieder Versammlung am Mittwoch, den 8. Jult, Abends s½ Uhr, in Säger's Salon, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Wach über die Entwicklung des Kapitals". 2. Abrechnung vom 1. Quartal und des Arbeitsnachweises. 3. Abrechnung vom Maskenball und der Dampferpartie. 4. Verschiedenes und Fragetaften. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Mitglieder werden ersucht, ihren Pflichten nachzukommen. Ostpreußischer Männer- Gesangverein( Dirigent: Droes). Jeden Donnerstag til der Fischerstr. 41 von 9-11 Uhr Abends Gesangstunde. Bands leute find ivillkommen, der fünftigen internationalen Linie ist heute eröffnet worden. New- York, 6. Juli. Gin furchtbarer Wirbelsturm wüthete heute morgen in Batonrouge in Louisiana und zerstörte mehrere Häuser, darunter die Regierungsgebäude. Die Mauern des Strafgefängnisses stürzten ein, wobei eine größere Anzahl von Strafgefangenen das Leben einbüßte, Bisher sind 8 Todte und 28 Verwundete unter den Trümmern hervorgezogen worden. Sozialdemokratische gefe- und Diskutirhlubs am Mittwody. Eine unter Verschiedenem vor sich gegangene Debatte, in New- York, 17. Juli. Im Gefängniß Sing- Sing wurden Vorwärts", Abends 8 Uhr, Sigung im Lokale des Herrn Nöhn. welcher es sich um die Berichterstattung des Schriftführers Naunynftr. 88. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. heute die zum Tode verurtheilten Mörder Slecum, Smile, „ Nord" Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. Eman: Wood und der Japanese Jugiro mittelst Elektrizität handelte, führte zur Annahme eines Antrages, laut dessen der Gaste hingerichtet. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. Schriftführer das Protokoll über die fragliche Angelegenheit in bipation", Abends& Uhr bei Wagner, Neue Stönigstr. 89. Frete Denter", 9 Uhr bei Haugt, Böthstr. 12 nächster Versammlung ausführlicher zu bringen hat. Dann er- Gäste will tommen. folgte Schluß der Versammlung. die aus Die hiesige Zahlstelle des Verbandes deutscher Korb macher hielt am 22. Juni ihre Monatsversammlung ab, mit der Tagesordnung: Stellungnahme zur Organisationsfrage. Nachdem aus der„ Neuen- Tischler- Zeitung" der von der Generaltommission vorgeschlagene Entwurf betr. der Organisation verlesen war, führte Kollege Carl in längerer Rede die Vortheile einer solchen Vereinigung, zugleich aber auch dem Entwurf speziell für die Korbmacher hervorgehenden Mängel den Anwesenden vor Augen. Er beleuchtet namentlich die finanziellen Opfer, denen gegenüber die meisten Korbmacher in folge ihres augenblicklich andauernden schlechten Verdienstes faum im Stande wären, eiten Wochenbeitrag von 15 Pf. zu leisten, wozu nach dem Entwurfe womöglich noch das Abonnement auf 2 Gewerkschaftszeitungen komme 2c. Nachdem noch einige Redner in demselben Sinne gesprochen, wurde folgende Resolution angenommen: willkommen. " " " 1 Antwort wird nicht ertheilt. Gäste willkommen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein„ Pause: beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. Gesangverein offnung", Moabit, Abends 19 Uhr bei Jiges, Wilsnackerstr. 63. Briefkaffen der Redaktion. Wännergesangverein„ Sa ngestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefi Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, Brüderstr. 26. Alexanderstr. 37, Ecke Kaiserstr., 1 Tr. Gesangverein Alpenglühen" 8% ühr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, Genosse Vogtherr ersucht uns um Aufnahme folgender willkommen. Bitherflub Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, Kaiser: Quittung: Tambourverein straße 25b, Ece Aleranderstraße. Gäste willkommen. Durch Genosse August Bebel sind mir 100 m. als Beitrag Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowstr. 9.Männergesangverein„ Edelweiß", Abends 8% Uhr, bei Schneider, Belforter- des Herrn Fürsprech Leibfried in Luxemburg für die Arbeiter straße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bildungsschule übermittelt worden. E. Bogtherr, Stephanstr. 27a ,, Offenbacher Sängertrans", bei Krause, Nitterstr. 105. Sch., Spandan. Ihre Annonze toftet 5,20 M. tommen. 8. Männer- Abth., Abends " 10 Uhr im Turnsaale des Königstädt. Gymnaf.", Glifabethstr. 57-58. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 100. Das Gesetz vom 29. Juli 1890 ist am 1. April d. J. Berliner Zurngenossenschaft. 5. Männerabth. Abbs. von 8-10 ühr; in Kraft getreten. Die Einführung des gewerblichen Schieds Zurnlofal Mariannen- Ufer 1a. von 19 bis gerichts ist fakultativ und in Berlin noch nicht beschlossen. Die 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50.- Turnverein ,, Dsten", MännerAbtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. hiesige Gewerbedeputation ist jedoch aufgehoben. Die Klagen Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stall- gehen sofort an das ordentliche Gericht. schreiberstr. 60.- Theater- u. Vergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Berren, welche ge- zulässig, wenn der Schuldner dem Gerichtsvollzieher ein Armuth P. R. L. Eine Pfändung wegen Gerichtskosten ist auch neigt sind, dem Verein beizutreten, fönnen sich daselbst melden Die Versammlung erklärt sich mit der von der General- oder beim Borsigenden M. Sieste, Ackerstraße 13, Sof Treppe. attest vorzeigt. Der Kleiderschrank unterliegt, da er nicht für den Rommission vorgeschlagene Gründung eines Holzarbeiter Ver- Bollad- klub„ uftige Brüder", Abends 8-10% thr im Restaurant Gebrauch des Schuldners oder seiner Familie unentbehrlich ist, Verein Fidele Brüder", Schönleinstr. 6 bandes einverstanden, unter unbedingt größtmöglicher Berückterbald, Dresdenerstr. 38. der Pfändung. bet G. Stien. Gäste willkommen. Bergnügungs- Verein Proletariat", sichtigung der an die Mitglieder gestellten finanziellen Sigung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorstr. 15, Hof part. Gäste will Blankenh. Sie müssen, wenn Sie eine Erhöhung der Un Opfer. Der Delegirte hat sich hauptsächlich daran zu halten." Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Roppenstr. 40 e.- fallsrente beanspruchen, binnen 4 Wochen seit Zustellung der Ent Im Verschiedenen stellte Kollege Karl den Antrag behuss Beselliger Berein" Freiheit" Abends 8% uhr, bet menoffe Leininger; scheidung Berufung auf schiedsrichterliche Entscheidung zu Händen Gäste, Damen Herren, willkommen. Kontrollirung der Statistikbücher dieselben zur nächsten Versamm- gnügungsverein" Ponum", " Bonum", Abends 8% Uhr bei Schröder, Steglitzer- des Vorsitzenden des Schiedsgerichts einreichen. Verein straße 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. lung ausgefüllt mitzubringen. S., Brandenburg. Das Werkzeug eines Arbeiters unter ber Soldiner", Abends 8½ Uhr bei Mutte, Friedrichsbergerstr. 24. Kollege Reddemann beantragte, am 12. Juli eine Land- Berein„ kreusfiber", Sigung mit Damen bet Doberstein, Mariannen liegt der Pfändung wegen ausgeklagter Forderungen. partie mit Damen nach Grünau zu unternehmen. Die Kollegen straße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", Muskan 100. 1. Eine Versammlung unter freiem Himmel Nord bedarf der polizeilichen Genehmigung. Einberufer kann auch ein sind hierdurch speziell dazu eingeladen. Abfahrt vom Schlesischen Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Bahnhof spätestens 7 Uhr 21 Minuten mit Arbeiterbillet. Hin- riedrichsberg.- Rauchlub wultan" abends 9 Uhr bei Ahmer, nicht am Orte Wohnender sein. 2. Wenn die Mutter für ihr Rückfahrt 30 Pf. Treffpunkt in Schmidt's Volksgarten, Grünau, mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen.- Nauchflub Frisch gewagt", Arbeiten beim Sohne nur freie Station, nicht auch sohn erhält unweit vom Bahnhof, von da aus weiter. Es ist sehr zu und Abends von 9-11 Uhr, Poſenerstr. 5 bei Rockendorf. Rauchtlub, Ohne so ist sie nicht aitersversicherungspflichtig. wünschen, daß sich fein Kollege von dieser schönen und zugleichua ste", Abends 9 Uhr, bet Schlüter, Kleine Martusstraße 10. 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