Nr. 109. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwürts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Rauni 40 Bf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächite Mummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 10. Mai 1896. tünden soll. g geben!" Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Vertreter der anderen Nationalitäten, die in ihrer Die ungarische Millenniumfeier.| Magyarenthums über die Germanisirungs- und Bentra- bitterer als ein tausendfacher Tod. Einstimmig ersehnt es noch 1843 hätte das Deutsche Reich sein 1000- jähriges lifirungstendenzen der absolutistisch gesinnten Habsburger in dieser Stunde die Tage der osmanischen Hoheit zurück. Eine belegte Darstellung hat ausgewiesen, daß, was die Desterreicher Jubiläum feiern können. Deutschland fehlte aber damals nicht nur die Freiheit, sondern auch die Einheit, und so konnte des offiziellen Ungarns, d. h. der bevorrechteten Schichte der den Türken binnen eines halben Jahrhunderts an Tribut ge Wäre all' das richtig, was geschäftige Federn im Dienste in einem Jahre erpreßten, demjenigen gleichkomme, was man trag von Verdun abgeschlossen wurde, des Tages, an dem maßgebenden magyarischen Nationalität in unzähligen Schriften in heimischer und fremder Sprache zum Ruhme Und ebenso steht es mit den Ruhmredereien über die das fränkische Weltreich Karl des Großen in drei Theile, ihres Landes melden, so müßten alle, die an der Höhe der Freiheit, die in Ungarn ihr Heim fest begründet hat. In Frankreich, Deutschland und Lothringen Italien, zer- Kultur und an der freiheitlichen Entwicklung eines Gemein- Ungarn herrscht unumschränkt das magyarische Element. fiel, nicht gefeiert werden. Schwer lastete der Druck der wesens interessiert sind, an der Feier des ungarischen Gesammtheit die Majorität der Bevölkerung bilden, find Reaktion auf den deutschen Völkern, die in dem Millenniums theilnehmen. verhaßten Bundestag das einzige einigende Band sahen ein Band, das eine Fessel war. Wer für die hinter den ruhmredigen Redensarten bietet Ungarn so viel ausgeschlossen, die Stellen in der Verwaltung werden fast Aber dem ist nicht so. Hinter dem äußeren Glanze, vom Parlamente, diesem Stolze der Ungarn, fast vollständig. Einheit und Freiheit Deutschlands schwärmte, dichtete rückständiges, so vieles, einem freiheitsliebenden Kultur- ausnahmslos mit magyarischen Edelleuten besetzt. und schrieb, saß hinter Kerfermauern oder war von menschen widerwärtiges, daß demgegenüber die Geschichts- Terrorismus bei den Wahlen, die unter dem Hochdrucke Ein elendes Klassenwahlrecht mit einem unerhörten Spionen umgeben. Vereins- und Versammlungsrecht gab und Gegenwarts Fälschungen der Lobredner nicht bestehen der Behörden und allzuoft auch der es nicht, die Presse war der Zensur unterworfen. Jedes bleiben können. der bewaffneten Wort für das einige Deutschland war unterdrückt worden, feinen Nachhall hätte es im Volke finden können. Zu gut werden gefordert, weil, wie Moritz Jokai, der über alle und in den Selbstverwaltungskörpern. Willkürliche PolizeiDie Sympathien Europa's für Ungarns Jubelfeier und den Nichtmagyaren eine Vertretung im Parlamente Macht stattfinden, verwehren den Arbeitern, Kleinbürgern wachten Späher und Häscher. Wohl hat Friedrich Gebühr gefeierte ungarische Roman- Schriftsteller behauptet: Wilhelm IV., der redefreudigste der früheren Hohenzollern, des Tages von Verdun gedacht, als er den Ausbau des Jahrhunderte hindurch vereinigt das Christenthum in blutigen nach den Interessen des Großkapitalismus zugeftuztes Der katholische wie der protestantische Ungar vertheidigen maßregeln und drakonische Urtheile der Gerichte, sowie ein Kölner Domes mit einem großen Feste feiern ließ, und als Kriegen gegen die Eroberungsfeldzüge des mächtigen Jalam: er Breßgesetz hindern die Entfaltung einer demokratischen er einen Preis für höfische Geschichtsschreibung in jenen stürzt, er wird zertreten, unterjocht, aber er beugt sich nicht, er Boltsbewegung und einer unabhängigen Presse. Die Jahren schuf, aber seine Reden und Thaten wurden verläßt sein gefnechtetes Vaterland nicht, er sammelt Kräfte, bis selbständigen Aeußerungen der Nationalitäten, selbst im Volke nicht gewürdigt, weil er sich stets von momentanen er den tyrannischen Eroberer abzuschütteln vermag." die Ausbildung in der eigenen Muttersprache werden von Impulsen leiten ließ, nur zu oft das Gegentheil von dem Jeder, der die Geschichte Ungarns nur einigermaßen dem leitenden Volksstamme mit größter Strenge verfolgt. verkündete, was nachher sich erfüllte. fennt, wird über die unfreiwillige Komik dieser Tiraden Die Schulbildung liegt im Argen. Die Leistungen auf Dumpf und traurig, vergrämt war die Stimmung des staunen müssen. Die Wiener Neue Revue" bemerkt zu dem Gebiete der Wissenschaft und Kunst, die von gedeutschen Boltes, als das Millennium seiner nationalen Jokai's Auslassung: schäftigen Federn nun in den Himmel gehoben werden, Selbständigkeit sich erfüllte und fünf Jahre später er-„ Es ist doch allbekannt, daß die Ungarn in langen blutigen sind meist Nachahmungen westeuropäischer Vorbilder und bebte der deutsche Boden von der gewaltigen Voltsbewegung Kriegen an der Seite der Türken gegen die Desterreicher die gerühmten Koryphäen ungarischer Kulturleistungen wie des Jahres 1848. gefochten haben. Um die Türkenfriege spinnt sich ja überhaupt der berühmte Musiker Franz Liszt, der nie einen zusammenWie ganz anders feiern die Magyaren die Tausend ein ganzes Gewebe von traditionellen Lügen und Phrafen, hängenden ungarischen Satz sprechen konnte, und der bedas sowohl den„ Erbfeind der Christenheit" als die christ jahresfeier ihres Staatswesens. Lärmend und jubelnd lichen Befreier" in ganz anderen Farben als denen der tannte Wialer Munkacy, der früher den deutschen Namen begehen sie ihr nationales Feſt, die ganze Welt laden historischen Thatsächlichkeit darstellt. Aber selbst auf diesem Liebl führte, sind nicht Magyaren, sind Deutsche. Schwerer fie ein, mitzufeiern, sie künden in zahllosen Reden und wirren und dunklen Geschichtsgebiete ist die Wahrheit Druck des Magyarenthums hat auf die anderen im Lande Echriften ihre eigenen Verdienste um die Kultur ihres selten so grob gefälscht worden, wie in diesem Falle von Herrn wohnenden Nationalitäten forrumpirend gewirkt, die zwangs Landes und der Welt. Dr. Jokai. Wir wollen den festjubelberauschten Phantasten, der weise Entuationalisirung hat nirgends so große Dimen Traut man ihren Worten, so danken wir es nur die Ungarn als nimmerrastende Streiter wider das verhaßte fionen angenommen wie im modernen Ungarn. Zur Ungarn, daß heute in Wien, Berlin und Paris nicht der Türkenjoch darstellt, nur an ein paar der markanteften That- Schande der Deutschen muß gesagt werden, daß sie Sultan herrsche, daß heute nicht Muhamed's Lehre und fachen erinnern. Johann Zapolya kämpfte, mit den Türken ver- sich am leichtesten und in größter Zahl entnationalisiren bündet, gegen Ferdinand von Habsburg, und empfing aus Sultan Kultur an stelle der sogenannten christlichen in Europa maß: Soliman's Händen die ungarische Königskrone. Stephan Bocskay ließen. Die Magyaren, die so start auf ihre Kulturgebend sei. Sie preisen sich als Hort der Frei- trieb, wieder mit türkischer Hilfe, die Truppen Rudolf's 1. aus leistungen pochen, übersehen dabei gefliffentlich, daß heit und des konftitutionellen Systems, fie rühmen Ungarn hinaus und erzwang den Wiener Frieden von 1606. magyarisirte Vertreter anderer Nationalitäten die meisten ihre eigenartigen Leistungen auf dem Gebiete der Ebenso haben unter Bethlen Gabor's Führung türkische Bausteine zu der als spezifisch national gepriesenen Kultur Kunst, der Wissenschaft und der Literatur. Sie errichten Truppen wiederholt die faiserlichen geschlagen. Emmerich geliefert haben. sich selbst nicht nur zahllose papierne Denkmäler, nein Tököly die öfterals türkischer Heerführer in die Nicht besser wie mit dem Stolze auf ihre Kultur, verauch viele hunderte erzgegossene errichten sie in allen reichischen Erbländer ein, bestieg mit türkischer Unterhält es sich mit den Lobreden auf die Segnungen ihres Theilen des Landes, und zum Gedenktage legen sie den fügung den ungarischen Königsthron und zog mit dem Groß- parlamentarischen Systems. Wie das ungarische Parlament Schlußstein zu ihrem herrlichen monumentalen Parlaments- dem flammenden Manifefte, mit welchem Franz Rákóczy noch zu entsteht, haben wir schon klargestellt, gleich seiner forrupten bau, das im Style des Sizes des englischen Parlaments Anfang des vorigen Jahrhunderts feine Landsleute zum Auf- Entstehung ist die Korruption in den Reihen der Param breiten Donauftrome der königlichen Burg gegenüber stande gegen die Habsburgische Herrschaft aufrief, hieß es: lamentarier. Mehr noch als in Frankreich und in errichtet, spätesten Geschlechtern den Sieg des zähen Grausame Herrschaft ist einem freien, hochgesinnten Volke den Vereinigten Staaten ist ein Parlamentssiz in Ungarn 22 23 Tene. ( Nachdruck verboten.) Roman von Nicolaus Krauß. " brach vezier Kara Mustapha 1638 vor die Mauern Wiens. Und in „ Na ja! Ban Thoma- Schneida wird halt schon wieder einmal g'rauft!" Der Thoma- Schneider war, was die Bauern einen worten. Und von der Lene kam's an die Kinder und von schönen Wiann nennen: nicht zu klein und nicht zu groß, diesen an die Gäste, bis keiner mehr an sich halten konnte, untersetzt und fleischig; sein Gesicht war roth wie ein und das Schreien, Toben und die auf die Tische fallenden Winterapfel, die Augen groß, glänzend und rund wie Fauftschläge weit in die Nacht hinausschallten, daß die Einmal hatte Lene schon geschlafen, da war wegen Kugeln. Er verstand sich nicht blos auf das neumodische Leute im nahen Dorfe einander zunickten und meinten: eines zerschlagenen Bierglases ein mächtiger Streit los- Wesen", sondern auch auf die alte Tracht, die mälig vergebrochen. Endlich zahlte der Bauer, ging aber in voller schwand. Die alten Bauern, die sie noch trugen, schäßten Wuth fort. Am andern Tage trieb Lene wie gewöhnlich ihre ihn für den besten Schneider im Lande. Zweimal hatte die Mühlefsener Lehrerin im WirthsBiegen aus. Ohne daß sie etwas von dem Streit wußte, Wenn einer dieser hohen, hageren Männer im Wirths haus zu Zettenberg vorgesprochen, um sich nach ihrer Vergerieth fie auf den Grund und Boden des erbosten Bauers. hause erschien, machte sich Lene stets in der Nähe der wandten zu erkundigen. Sie hörte nur gutes. Mit einer Plöglich sprang dieser mit einigen Knechten hinter einer Schneiderbank zu schaffen, um ja kein Wort der Unter wahrhaft mütterlichen Würde und Zartheit verstand die Hecke hervor, pfändete die Ziegen vom Fleck weg und haltung zu verlieren. Wie hätte die ernste Tracht dieser Wirthin, von ihrem Dienstmädchen zu reden, so daß die nahm auch Lene zum Bürgermeister mit. Der Wirth mußte wortfargen Männer ihrem Vater stehen müssen! Diese Lehrerin jedesmal völlig getröstet nach Hause ging, mit der in die Tasche greifen und Ziegen und Mädchen wieder aus- hohen, ziegenledernen Stiefel, die sich wie ein feidenes Ueberzeugung, die Lene werde in Bettenberg gehalten wie lösen. Am gefährlichsten aber wurde die Sache für Lene, Tüchel um Bein und Wade schmiegten, die bockledernen ein eigenes Kind. In ihrer Arglosigkeit übersah sie dabei wenn die Ziegen ihren leckeren Tag hatten, und sich statt Pumphosen, der handbreite Hosenträger mit dem faust ganz, daß sie sich infolge Eingreifens der Wirthin nicht einan dem halbvertrockneten Grase der Hänge, an dem großen Huasenantoudara" in der Mitte, der wie Gold mal mit dem Mädchen unter vier Augen hatte aussprechen grünen Futterhafer der Bauern, an Kraut- und Rüben- glänzte, das grüngelbe Golla" und der dunkle, bis an die können, blättern delektiren wollten. Dann stand das Mädchen ganz Knöchel reichende Mantel. Und erst der steife, schubkarren- Die Lehrersfrau würde der Sache aber trotzdem besser verzweifelt auf einem Raine und schrie in ohumächtiger radgroße Hut mit den vielen und vielen Seidenband- auf den Grund gegangen sein, wenn nicht andere Sorgen Wuth, was es aus dem Halse bringen konnte. Schleifen! gerade damals fie vollständig in Anspruch genommen Wenn Lene nach dem Zwölfeläuten eintrieb", hatte Wenn der Thoma- Schneider nach auswärts„ anmessen" hätten. Ihrem Kaspar gefiel das Leben in der Stadt ganz ihre Dienstherrschaft meist schon abgegessen. In der Brat ging, nahm er stets sein Flügelhorn" mit, trog allen Ge- und gar nicht. Nach vielen Laufereien und Demüthigungen röhre fand sie dann, was man für sie übrig gelassen. Ein 3eters seiner Frau. Die Bauern, die ihn als tüchtigtn hatte Jakob Weiß die Freitische für seinen" Aeltesten vollBröckchen Fleisch war selten dabei, trotzdem jeden Tag Spieler kannten, lauerten ihn ordentlich ab, wenn er sein zählig beisammen. Jeden Mittag ging Kaspar in ein mehrere Pfund gekocht und gebraten wurden. Nicht einmal Geschäft erledigt hatte, zogen ihn ins Wirthshaus und anderes Patrizierhaus, in die Dechantei, zu den Domini von den Würsten, die sie oft noch am späten Nachmittag aus nöthigten ihn so lange, bis er spielte. Bald einer, bald fanern, und ließ sich seinen„ Eßtigel" vollfüllen. Uebers der schier zwei Stunden entfernten Stadt holen mußte, mehrere von ihnen sangen dazu die alten Egerländer Lieder, bleibsel waren das selbstverständlich, und da der ungefüge erhielt sie je einen Zipfel. Was nicht an die Gäste Schnurren und Schwänke, der bissige Bierzeiler flog hin Dorfjunge den anspruchsvollen Köchinnen nicht zu schmeicheln abgesetzt werden konnte, aß die Wirthin; sie kaute den und wieder, und es war ein Gedudel, Selächter verstand, erhielt er manches boshafte und verlegende Wort ganzen Tag, wenn sie nicht gerade schlief; diese Gewohn- und Gläserklingen oft die ganze Nacht hindurch. als Zugabe. Der Lehrer konnte für seinen Sohn nur die heit hatte sie in ihrer früheren Stellung als Zimmer Zu derselben Zeit tobte dann im Gasthause zu Wohnung bezahlen. Bei einem Flickschuster war Kaspar mädchen angenommen. Da sie sich mit nichts zu be- Bettenberg der Teufel der Eifersucht. Aber auch einquartirt; in derselben Stube, in der der Meister schäftigen wußte, war sie bald so dick, bequem und faul rein gar nichts konnte die Lene recht machen, nicht mit seinem Lehrbuben nagelte und nähte, wurde gekocht geworden, wie eine verwöhnte Kaze. Nur eines störte ihr einmal ein Glas Bier einschänken. Trepp auf und Trepp und geschlafen, arbeitete, schrieb und zeichnete der seelisches Gleichgewicht, die Eifersucht. ab wurde fie gejagt und geheßt, mit Schelt- und Schimpf- Student. Das Frühstück und Abendbrot lieferte ihm ein " bie Quelle der Bereicherung für den Abgeordneten, gegen überwies hierauf den Gesezentwurf betr. Die Ge= 1 Das Ergebniß hat den Sozialisten und Radikalen eine Bestechungen vermitteln die Anhänger der Regierung wie währung von Umzugstosten an Regierungs- große Enttäuschung gebracht. Im einzelnen haben fleine die Mitglieder der Opposition günstige Lieferungsverträge, baumeister an die Budgetkommission. Um dem Hause Verschiebungen stattgefunden, im ganzen bleibt das Verhältniß Eisenbahnkonzessionen, Stellen 2c. 2c. So untergraben die den lange entbehrten Genuß einer Währungsdebatte der Parteien, wie es war." Niemals ist frecher gelogen worden. Im Einzelnen" haben Abgeordneten selbst das Ansehen des so viel im Lande ge- zu verschaffen, sollte sodann der von den Konservativen, allerdings„ Verschiebungen" stattgefunden, aber es waren nicht rühmten und im Auslande überschäßten ungarischen Barlas Freikonservativen und einem Theil des Zentrums ein leine" Verschiebungen, sondern sehr große und sehr mentarismus. gebrachte Antrag berathen werden, welcher die Regierung wesentliche Verschiebungen, die den politischen Schwerauffordert, im Bundesrath alles zu thun, was in ihren puntt verlegt haben. Das Verhältniß der Parteien" bleibt Kräften steht, um durch ein internationales Uebereinkommen im ganzen" nicht wie es war", sondern es ist ein anderes geworden. Und die Regierung des ein festes Werthverhältniß zwischen Silber und Gold herzustellen ganz und zu sichern. Daß es den Bimetallisten mit ihren Be- Herrn Meline steht nicht mehr auf festem Boden, sie schwebt in ftrebungen nicht Ernst ist, sondern daß es ihnen nur darauf der Luft; und der nächste Sonntagmorgen mit seinen Stichwahlen, wird dem ankommt, von Zeit zu Beit einige Reden zum Fenster hinaus Stichwahlen, wird dem Kabinet Meline den Gnadenstoß versehen. zu halten, beweist der Zusazantrag Dr. Arendt und Bis zum heutigen Tag hat die französiche Regierung das Ers v. Kardorff, wonach für die hierzu erforderlichen inter- gebniß der Wahlen des 3. Mai hartnäckig todtgeschwiegen. nationalen Verhandlungen nach den Erklärungen des eng- Dieses Todtschweigen ist die glänzendste Anerkennung des lischen Kabinets vom 17. März 1896 die Initiative Eng- Sieges, welchen unsere Genossen in Frankreich, am vorigen lands abzuwarten ist. Ein gütiges Geschick bewahrte das Sonntag erfochten haben, und den sie am morgigen Sonntag Haus vor der üblichen Währungsdebatte; die Staats- vervollständigen werden. regierung war nicht vertreten und deshalb beantragten die Herr Meline Famine( Brotvertheurer) hat zu verAntragsteller selbst die Absehung ihres Antrages von der schiedenem anderen Bech auch das, eine Vergangen. Tagesordnung, welchem Wunsch das Haus einstimmig ent- heit zu haben, die jetzt ausgegraben wird. Zu den ihm Montag: Anerbenrecht für Renten- und An- unangenehmsten Ausgrabungen gehört die, daß er im siedlungsgüter. März 1871 zum Mitglied der Pariser Kommune gewählt ward, und das Mandat blos deshalb ablehnte, weil er törperlich ganz zerrüttet war, aber der Kommune die besten Wünsche( mes voeux bien sincères) über machte, damit die Republit befestige. heute von der" Petite Republique" veröffentlicht. Sein Brief, der das Datum des 30. März trägt, wird Glänzender Firniß um eine ganz wurmstichige Schale, bas ist das wahre Bild Ungarns in den durch Monate hindurch sich eng aneinanderreihenden Festtagen des ungarischen Millennimus. Aber nicht Ungarns Volk ist an den traurigen Buständen des Landes schuld. Eine kleine Schicht Bevor rechteter der Adel und das erst im Entstehen begriffene Bürgerthum trägt die Schuld daran, daß Ungarn in den 29 Jahren seiner Selbständigkeit alle Fehler der alten Kulturstaaten zur höchsten Entwickelung getrieben hat, ohne von den Vorzügen dieser Staaten etwas aufweisen zu können. Das ungarische Volt, auch die breite Maffe der Magyaren, ist gesund, bildungsfähig und wirklich freiheitsliebend. Von ihm hoffen wir, daß es sich bald seiner Bedrücker entledigt und das reiche Land zu einem Heim der Völker freiheit und des Friedens für alle es bergende Nationali- sprach. täten umwandele. ,, Ein Friedensjubiläum" nach den vielen Kriegsjubiläen! Heute, am 10. Mai, ist es ein Vierteljahrhundert, daß der Friede mit Frankreich in Frankfurt abgefchloffen ward. Der Friede ist ein schönes Ding. Doch es giebt Frieden und Frieden. Wurde der nach der Schlacht von Sedan und dem Falle des Kaiserreichs mit Frankreich geschlossene Frieden ehrlicher Friede, der nicht die Saat neuer Kriegsgefahr in fich trug, dann wäre der Sedanstag ein Jubelfeft für das deutsche wie für das französische Bolt geworden. Das Gemunkel von neuen Flottenplänen reißt nicht ab. Bald werden Worte zitirt, die bei Hofe gefallen sein sollen; bald bläst irgend ein unbeamteter Marine Enthusiast in sein Aegirshorn. So hat in Essen ein Kapitänlieutenant a. D. in einer Bersammlung des Alldeutschen Verbandes sich dahin ausgesprochen, daß der größte Theil unserer jetzigen Kriegsschiffe für den Ernst- Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. In Naumburg wurde der Schuhwaaren Fabrikant fall nicht zu verwenden sei. Unmöglich wäre das nicht. Nicht einmal Damenhüte M. A. Seiler aus Weißenfels von der Straftammer am werden rascher unmodern als Kriegsschiffe. Flugs sind die 7. d. M. zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Aber nach Sedan wurde der Krieg fortgesetzt, und zwar, Fachmänner gleich mit der Behauptung bei der Hand, es Deutsches Reich. nach dem er bis dahin für Deutschland Bertheidigungs- folgerung ist dann natürlich immer: Mehr Geld für unsere müsse nach neuen Modellen gebaut werden. Die Schlußfrieg gewesen, von deutscher Seite als Eroberungs- herrliche Flotte! frieg. Völker. Elfaß- Lothringen sollte den Franzosen abgenommen " * = Eine Enthüllung über die Gründe für die Zurückziehung des Zedlig'schen Schulgefeßentwurfs bringt der Reichsbote", indem er erflärt, das Gefeß sei lediglich werden. Nach unfäglichem Blutvergießen gelang dies Frank Salle und den Gaalfreis". Die wegen Gidesverweigerung Mitte Bischöfe zurückgezogen worden." Diese Behauptung sucht das Nenes vom Zeugnißzwang gegen das ,, Wolfsblatt für wegen der zu weit gehenden Bestimmungen über den Einfluß der reich wurde so heillos geschwächt und gedemüthigt, daß es am April in Zwangshaft genommenen fünf Personen der Ge- fromme Blatt dann durch folgende Ausführungen zu fügen: 10. Mai 1871 ben Frankfurter Frieden unterzeichnen schäftsführer der Druckerei, Jähnig, der Verleger unferes Blattes, Daß es nicht wegen seiner Grundlage des tonfessionellen mußte. Mit Zähneknirschen und dem Gedanken der Revanche. Groß, Gerichtsberichterstatter Ebeling, der frühere verantwort- chriftlichen Charakters der Volksschule zurückgezogen wurde, Frankreich benutte den Frieden, um sich zu erholen und seine liche Redakteur Lehmann und Redakteur Ad. Thiele- hatten ergiebt sich doch schon aus den desfallsigen Ertlärungen des verlorene Machtstellung wiederzugewinnen. Und noch ehe die gegen diese Maßnahme beim Regierungspräsidenten zu Merse- Minifters Dr. Bosse, und aus unseren zuverlässigen Infor. burg Beschwerde erhoben. Gestern ist endlich die Antwort eingegangen. mationen über die damaligen Vorgänge wissen wir, daß der Tinte des Frankfurter Friedensvertrages getrocknet war, tauchte Sie lautet auf Verwerfung der Beschwerde. Zugleich ist Kaiser damals gar nicht eigentlich die Absicht die Wolke der französisch russischen Allianz am die frühere Beschwerde, die sich gegen Verhängung einer hatte, das ganze Gefeß zurückzuziehen, sondern daß politischen Himmel auf. Und diese Wolfe ist dräuender und Geldstrafe wegen gänzlicher oder theilweiser Verweigerung der sich sein Widerspruch nur gegen jene Bestimmungen richtete und daß bräuender geworden; sie bedeckt noch heute den politischen fünf genannten Personen die Zwangshaft am 17. April durch Stimmungen überhaupt in den Entwurf hineingebracht hatte. Der Beugenausfage richtete, verworfen worden. Obwohl über die er es dem Grafen v. Bedliß übel nahm, daß derselbe diese Be Himmel und wirft einen ertältenden Schatten, der alles ge- ben Regierungskommissar Herrn Hermes ausdrücklich verhängt Kaiser war über das Rücktrittsgesuch des Grafen Zeblitz schmerzlich funde Wachsthum hemmt, auf das innere politische Leben der worden ist es war also teine bloße Androhung der Haft überrascht und hat ihn brieflich dringend gebeten, im Amte zu ist auch in dem heute eingegangenen Schreiben noch kein Termin bleiben, und zwar gerade deshalb, um das Schulgeset zu Der Frankfurter Friede war mit dem Schwerte geschrieben, hat. Es wird vielmehr in dem Schreiben den Beschwerdeführern raschung über das Entlassungsgesuch des Grafen seiner Umgenannt, bis zu welchem der Antritt der Zwangshaft zu erfolgen ftande zu bringen. Der Kaiser soll damals seiner Uebernur das Schwert konnte und tann ihn aufrecht erhalten. Er anheimgestellt, eine weitere Beschwerde an den Minister zu gebung gegenüber etwa in folgender Weise Ausdruck gegeben zwang Deutschland, seine Armee fortwährend zu vermehren, dem richten. Das wird geschehen. haben: Dentt einmal, der Minister Zeblis will ja sein Amt niederlegen, da muß ja das Schulgeset fallen, wie unangenehm Bolt immer schwerere Laften aufzuladen. Und die nothwendige Wer die Wahrheit nicht vertragen kann, ist und fühlt das ist, das will ich nicht." Daß Graf Zeblih troß jenes faiser Folge: Unzufriedenheit unten mit Unterdrückung von oben sich im unrecht. Die Sozialdemokratie vertuscht nichts fie lichen Briefes sein. Entlassungsgesuch aufrecht hielt, soll ben blieb nicht nicht aus. Der Kulturkampf, das Sozialisten- leugnet feinen Mißerfolg, fie beschönigt keinen Fehler und Miß- Kaifer sehr schmerzlich berührt haben." gesetz, die Verwandlung der Justis in ein Machtmittel für welche bie Bartei nicht verantwortlich gemacht werden scheinlich den Glauben erwecken, daß ein neuer Umschlag des griff. Und wo dies einmal versucht wird, ist es eine Thorheit, Durch diese Ausführungen will das Paftoren- Organ augenDer Gewalthaber, das Ueberwuchern des Militarismus, die Züchtung darf, denn es widerspricht den Grundprinzipien der Partei. Zickzackkurses zu einer Reproduktion des Bedlig'schen Entwurfes des Agrarierthums, die Bereicherung der herrschenden Minderheit Wir wissen, daß wir im Recht sind, und daß schließlich der führen werde. auf Kosten des arbeitenden Bolts und beständige Kriegsgefahr. Gefahr Erfolg uns nicht ausbleiben tann, auch wenn einzelne Partei- Die Beitung, Post", Berliner Organ des Freiherrn nicht eines Krieges zwischen zwei Staaten, nicht eines europäischen mitglieder noch so viele und grobe Fehler und Verstöße begehen; v. Stumm, veröffentlicht" das Telegramm des Kaisers, das Herr Krieges-nein eines elttrieges im wahrsten Sinne des darum ist es uns leicht, begangene Fehler und Wer v. Stumm in der Versammlung zu Neunkirchen gegen die Chriftlich. stöße einzelner Parteigenoffen unumwunden zuzugeben. Wir Wortes, ber die ganze alte Welt": Europa, Afien und tönnen das um so leichter, als bie Verhältnisse und Sozialen auszunuzen versucht hat. Es lautet: " Berlin, Schloß 28. II. 96. Afrika zum Schauplatz haben, und mehr Schrecken, unsere Feinde so gut für uns arbeiten, daß solche Fehler und Stöcker hat geendigt, wie ich es vor Jahren vorausgesagt Unheil und Mordgreuel verursachen würde, als irgend ein Berstöße ganz ohne Einfluß auf den Endausgang sind. Unsere habe. Politische Pastoren sind ein Unding. Wer Chrift ist, der Feinde find nicht in dieser glücklichen Lage- die Grundlage ist auch fozial", christlich- sozial ist Unsinn und führt zu SelbstKrieg der Vergangenheit ein Krieg, neben dem der deutsch ihrer Macht bröckelt zusammen, wird schwächer von Minute zu überhebung und Unduldsamteit, beides dem Christenthum schnur französische des„ glorreichen" Jahres 1870/71 das reine Kinder Minute, und das Interesse hindert sie die Wahrheit zu tracks zuwiderlaufend. Die Herren Paftoren sollen sich um die fagen. spiel wäre. die Abdantung. Das Intereffe Seelen ihrer Gemeinden fümmern, die Nächstenliebe pflegen, aber Das sind die Segnungen", welche die Pandorabüchse des Frankfurter Friedens über uns ausgegossen hat. Politische Ueberlicht. Berlin, 9. Mai. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Sonnabend in dritter Lesung den Gefeßentwurf betreffend Abänderung des Geseges über gemein schaftliche Holzungen vom 14. März 1881 und D und Denn wäre es argeht. swingt sie zu fügen. Das feben wir gerade jetzt wieder in zwei, den Vordergrund die Politik aus dem Spiele laffen, dieweil sie das gar nichts der öffentlichen Aufmerksamkeit einnehmenden Fällen: in Sachen der letzten Maifeier und der französischen Gemeindewahl des 8. Mai. Das Maifest der Arbeit soll ein Fiasko gewesen sein! freischt die bürgerliche Preffe der ganzen tapitalistischen Welt. Sie freischt es, weil sie weiß, daß das Gegentheil die Wahrheit ist. Aber bie Wahrheit zu sagen, wäre gefährlich bie" Dummen", die noch mitlaufen, würden das Mitlaufen sein laffen. Daffelbe Spiel mit den französischen Gemeindewahlen. Nach vier Tagen bartnäckiger Vogelstrauß- Politit hat die kapitalistische Presse sich dahin„ verschworen", zu schreiben: Literarisches. Laib Brod, den er sich jeden Sonntag von Mühlefsen holte. Jedesmal sprach er dann bei der Lene vor, die ein Stück des Weges neben ihm herlief und ihm zum Abschied Bur Naturgeschichte der Frankfurter Zeitung" und die paar Kupferkreuzer zusteckte, die sie von mitleidigen der bürgerlichen Demofratie, betitelt sich eine aus brei Artikeln Gästen als Trinkgeld erhalten. der" Frankfurter Volksstimme" bestehende Flugschrift unseres Im Winter fiel für Lene das Biegenhüten fort, ihre Genoffen Dr. Quard, in der dieser gegenüber den ihn fränfenden Lage verbesserte fich aber nicht im mindesten. Die Wirthin Infinuationen der" Frankfurter Zeitung" die Geschichte seines ließ sie nicht einen Augenblick aus den Augen. Bald waren Bruchs mit dem Hauptorgan der bürgerlichen Demokratie erzählt. die Hände des Mädchens geschwollen und über und über aufgesprungen. Trotzdem mußte es waschen, stricken, spinnen und in der zugigen Schupfe Reisig- und knorriges Stockholz hacken, halbe Tage lang, bis ihr die Arme wie erstorben herabsanten.' s Girghal wollte gar nicht herab von ihren Armen, und der Hans benutzte die Lene als Reitpferd. Am glücklichsten war diese noch, wenn sie dem Wirth bei seiner Schneiderei helfen durfte. Dann hatte ihr die ewig brummende und schimpfende Wirthin nichts zu sagen, und fie lernte manches von dem Manne, der sie stets gut und freundlich behandelte. Bald wurde die Wirthin so bequem, daß sie nicht einmal ein Glas Bier mehr einschenkte. Sie saß gern in der Schantstube, wenn Gäste da waren, und sie plauderte stundenlang, ohne daß ihr einmal der Faden abriß, aber niemals machte sie einen Finger frumm, und mochten sich auch die Durstigen die halbe Lunge herausschreien. Die ganze Last der Bedienung fiel auf Lene. Und sie mußte das thun, während sie auch noch die beiden Kinder auf dem Halse hatte. Die Fuhrleute und Knechte, die in der Schänke verfehrten, rülpften in ihren Reden und Streitereien manches derbe und ungeschliffene Wort hervor, aber der Lene trat teiner von ihnen nur im mindesten zu nahe. Die meisten schätzten es sogar für eine Ehre, wenn sich das sonst wort farge Mädchen mit ihnen in ein Gespräch einließ. Waren Bauern anwesend, so wachten sie mit Sorgfalt, die schier wie Eifersucht aussah, darüber, daß Lene nicht beleidigt wurde. ( Fortsetzung folgt.) " Eingelaufene Druckschriften. Wilhelm I. R." -8umkampfe gegen bie Bäckerschußverorb. nung. Unter den zahlreichen Unterschriften des Antrages der beiden konservativen Fraktionen des Abgeordnetenbauses betr. die Aufhebung der Bäckereiverordnung befindet sich auch der Name des Herrn Professor Kropatschef, des Chefredakteurs der Kreuz- Zeitung", der als Mitglied der Reichskommission für Arbeiterstatistik für den Bäckerei- Arbeiterschuß gestimmt hat. Er hat sich also auch löblich unterworfen. " 2 Gin weißer Rabe in dem Ansturm gegen den Achtuhr Ladenschluß. Die oberbayerische Handels- und Gewerbekammer sprach sich einstimmig für den Ach tuhr- Schluß der Ladengeschäfte aus. In dem Beschluß wird die Reform als eine Wohlt hat für die Angestellten und für die Unternehmer be zeichnet und der Antrag des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller", gegen die Vorschläge der Reichskommission für Arbeiterstatistik über den Achtuhr- Ladenschluß zu protestiren, entfchieden zurückgewiesen. " - 3ur Reichstags- Wahlin Halle a. S. Während die B. N. N." behaupten, die rechtstehenden Parteien würden dem Abg. Alexander Meyer bei der Ersagwahl einen Werkzeugmeister Köhne entgegenstellen, will das" Volk" in Erfahrung Soziale Pravis, Sentralblatt für Sozialpolitit"( Berlin, Carl Heymann's Berlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 82 folgenden lettenben Auffaz: gebracht haben, daß die Deutsch- Sozialen, Konservativen und der Der Reichstag und der Terminhandel. Bon Prof. Gustav Cohn. Aus Bund der Landwirthe den Oberbürgermeister Beck aufdem Notizentheil heben wir hervor: Die Prügelfirafe in Rußland. Bon stellen wollen, der im Falle seiner Wahl sich keiner Fraktion S. Werblunsti. Uebereintommen zwischen Druckereibefizern und ihren Gegern in Clermont- Ferrand. Arbeiter in der franzöfifchen Bündholz- anschließen, sondern wie Dr. Diederich Hahn" wild" bleiben für die Altersrente. 0 Industrie. Lehrlingszüchterei im deutschen Barbier- und Friseurgewerbe. würde. Kommunale Lehrwerkstätten in Bern. Städtisches Voltsbureau in München, 8. Mai.( Eig. Bericht.) Wegen eingetretener Ruhla. Errichtung einer städtischen Gärtnerei für Leipzig. Gasver brauch in 60 deutschen Städten. Altersversorgung der Arbeiter im familiärer Verhältnisse" ist Herr Landtags Abgeordneter Beck h Sennegau. Drtsitatuten über Lohnzahlung an Minderjährige. Stadt von seiner erfolgreichen" Reichstags Kandidatur im Wahlkreise magiftrat Hof als Arbeiterschuh- Behörde. Unterstügungstaffen im Ruhr Ansbach Schwabach plöglich zurückgetreten. So erklärt revier. Vorgehen des Gemertvereins chriftlicher Bergarbetter. Bewert verein( Hirsch- Duncker) der graphischen Berufe und Maler Deutschlands. fein Organ, die Südd. Landpost" in Nürnberg den eigenartigen Arbeitsnachweis durch Krantentassen. Serabſegung der Altersgrenze Vorgang. In Wirklichleit werden die Bauernbündler, denen der Altersversorgung in Dänemart. Wohnungsämter in Frankreich, Schweden und Belgien. Einführung des achten Schuls Stöckerianer par excellence und Militärfanatiker Beckh von jahres an den bayerischen Boltsschulen. nicht paßte, nun Scheitern des preußischen Lehrer- Anfang an doch das Uebergewicht besoldungs- Gefeges. Gewerbeschulwesen im badischen Landtage. Die über den muckerisch konservativen Klüngel des Wahlkreises Deutsche Handwerts- Enquête. Bon Prof. Cl. Neuburg. Vorgehen ber haben. Denn Thatsächlich soll auch. wie Biberacher Malermetfter gegen Mißstände im Submissionswesen. Swette erlangt Lesung des deutschen Börsenentwurfs. Breußische Zentral- Genossen- Privattelegramme der hiesigen Morgenblätter berichten, am nächsten Sonntag eine rein bauernbündlerische Kandidatur Neue Revue", Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Runft und proflamirt werden. Im liberalen" Lager herrscht auch liebliche öffentliches Leben Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 19( 7. Jahrgang) Konfusion, die" Freisinnigen" haben sich in letzter Minute auf vom 6. Mai 1896 folgende Auffäge: R. Schüller: Der internationale Frauentongreß in Paris; F. 6. ihre wahre Natur besonnen und wollen mit den Demokraten Geffcten: Talleyrand; J. Dért: Die Nationalitäten in Ungarn; B. Bauli: nicht gemeinsamen Weg gehen. Die Nationalliberalen haben, wie Heinrich von Treitschte; A. Steenbuch: Kuß; Kunst( J. P.: Künstlerhaus. 2. v. Wartenegg: Der Schah im Belvedere.) Miniaturbilder aus der Zeit. arbeiter- Batechismus. Eine sozialdemokratische Antwort auf das BreisAusschreiben des Pfarrers Weber zur Anfertigung eines Arbeiter Katechismus für evangelische Arbeiter von Richard Calmer. Berlin. Berlag: Expedition der Buchhandlung Vorwärts. 99 schaftstaffe. Witte, Karl, Pfarrer. Schneider Grüneberg und Sofprediger Stöder oder der gefälschte Brief. Berlin W. F. Fontane u. Gte. 1896. 51 Seiten 8°. Preis 50 Pf. bekannt, einen eignen Mann aufgestellt, und schließlich wollen auch die wenigen Zentrumswähler, gegen den Willen ihres Hauptorgans( dem der Abg. Beckh sehr gut paßte[!]) eine eigene Bahlkandidatur aufstellen. Den Demokraten dürfte der Krach der Borschußvereine in Schwabach außerdem recht viele Unannehmlichkeiten bereiten. Das konservative Organ in Nürnberg ist eifrig daran, den Fall für seine Zwecke aus. zubeuten, und zwar so unvorsichtig und dreift, als ob es nie mit man er event. Minifter erklärt, die Regierung habe Baldissera die Instruktionen des früheren Rabinets, wonach Adigrat räumen könne, erneuert. Was Raffala betreffe, so schließe er sich den Erflärungen des Ministers des Aeußern an. Der Minister verliest eine Depesche des Generals Baldiffera, in welcher derfelbe die Burückberufung mehrerer Bataillone nach Italien mit dem Vorbehalt sie im Oktober wieder nach Erythraea au senden, empfiehlt und sagt schließlich mit Beziehung auf die Tagesordnung Sonninos, die Ehre der italienischen Waffen sei unversehrt.( Sehr gut!) Um die Gefangenen gewaltsam zu befreien, würde es eines Vernichtungstrieges bedürfen!( Beifall, lebhaftes Händeklatschen.) sje Parlamentarisches. eine Hammersteiniade und einen frommen Notar Biehler ge- I worden, welche bis jetzt die britische, Herrschaft verwalteten. Ultimatum gesandt worden wäre, so würde daffelbe abgelehnt geben. Der Ruf des britischen Namens sei der ganzen Welt gegenüber worden sein und dies hätte zum Kriege führen müssen; dies Italien. gröblich bloßgestellt worden. Harcourt fragt, was die Regierung wäre ein Krieg vom Charakter eines Bürgerkrieges geworden, -Ueber die Lage in Afrika und die Auf- nunmehr thun werde; er erhebe jezt nicht die Frage, ob die der lang, bitter und tostspielig gewesen wäre und Gluth gaben in Italien sprach sich der Minister des Aeußern in der Chartered Company weiterbestehen solle, sondern, ob sie in den zu ewigem Kampfe zurückgelassen hätte.( Beifall.) Wir haben Deputirtenkammer folgendermaßen aus: Händen derjenigen Männer weiterbestehen solle, welche das niemals ein Recht beansprucht, uns in die Angelegenheiten Während der 5 Jahre, die seit dem Vertrage von Utschalli Bertrauen so start mißbraucht hätten. In dem Direktorium von Transvaal einzumifchen, aber wir beanspruchen das verflossen find, ist Abessyniens Macht ein militärischer Faktor der Gesellschaft scheine eine Reihe von Männern ehrlich zu sein, Recht zu freundschaftlichen Vorstellungen und freundschaftlichen geworden. Es ist natürlich, daß dieses Reich an der Grenze eine andere Gruppe scheine wohl fähige, aber nicht ehrliche Rathschlägen an den Präsidenten Krüger. Die Politit der Bu unserer Kolonie immer mißtrauisch bleibt und uns voraussichtlich Männer zu fein. Wenn die Chartered Company in den tunft erfordert Geduld. Wir brauchen Zeit zum Athemholen. an einem Tage anfallen würde, an dem wir in einen Händen dieser Männer weitergeführt werde, wie tönne die Re- Wenn Beit gegeben wird, die großen Wunden zu heilen, so europäischen Krieg verwickelt sind. So könnte der Tag kommen, gierung eine freundschaftliche Einigung mit Transvaal erhoffen? zweifle ich nicht, daß die öffentliche Meinung ein Arrangement an dem Abessynien ein gewichtiges Wort in einem europäischen Wenn die Leute, welche Transvaal angegriffen haben, durch den unterstüßen wird, welches das ganze Land in den Stand setzt, Kriege zu sprechen hätte.( Lebhafte Zwischenrufe.) Trogdem ist Suzerän Transvaals in ihrer Autorität weitererhalten werden, von seinen reichen Hilfsquellen Nutzen zu ziehen und die Bahn es unsere Pflicht, eine Politik der Sammlung zu verfolgen." wie könne man überrascht sein, wenn Präsident Krüger sich des Friedens und Gedeihens zu betreten." Der Kriegsminister vertheidigte den Entschluß der Regierung, anderswo nach Hilfe umsehe?( Rufe: Oh! Oh!) MachenTigre aufzugeben und auf das Protektorat zu verzichten. Der schaften dieser Art hätten das Schimpfwort vom persönlichen Herr Chamberlain hat gefprochen, als ob er als Rechts. Minister erklärte sodann, um einen Vernichtungskrieg zu führen, Albion" geschaffen. Der Kolonialminister Chamberlain erwiderte zunächst Gerichtshof der öffentlichen Meinung zu vertheidigen hätte. Er anwalt die Macher der politisirenden Jobbergesellschaft vor dem dürfte es zweier Jahre, 150 000 Mann und einer Milliarde betreffe der Chartered Company:" Cecil Rhode 3' jüngle scheute sogar vor dem zwar abgenußten, aber hin und wieder an Geld bedürfen und immer wäre der Erfolg noch nicht gewiß. Wenn der Eroberung Aktion wird allgemein verurtheilt, aber das darf nicht seine noch wirksamen Advokatenkniff nicht zurück, die Geschädigten Abeffyniens fchrittweise vorgehe, so würden dazu 5 Jahre und Bergangenheit vergessen machen. Wenn es nicht Engländer moralisch herunter zu machen, um die Unthaten der Schädiger 1/2 Milliarden nöthig sein. Der Minister weist auch die Absicht wie Rhodes gegeben hätte, würde die englische Ge- in einem milderen Lichte erscheinen zu lassen. Mehr als ein derjenigen zurück, welche der Offupation die Grenze Adigrat- fchichte viel ärmer, der britische Besitz viel kleiner sein. solcher fadenscheiniger Advokatentniff ist es nicht, was er über Adua geben möchten, welche er für weniger start hält als die Sowohl die Engländer wie die Afrikaner am Kap sehen die Undankbarkeit der Transvaal- Buren und dergleichen redete. Linie Mareb- Belefa. Die Friedensverhandlungen wurden ab- in Rhodes den größten Wohlthäter, den die Kapkolonie gebrochen, als Menelit übertriebene Ansprüche stellte. Die Re- je gehabt hat und sie sind nicht geneigt, ihn mit Härte zu be- Mann hinzustellen, der durch seine Länderräuberei sich die Wie wußte er dagegen den großen Jobber Rhodes als einen gierung werde alle Anstrengungen machen, um die Freilaffung der Ge- bandeln. Aber infolge der von der britischen Regierung ge- ewige Dankbarkeit Englands gesichert habe. Wenn der Plat fangenen zu erreichen. Das Ministerium beabsichtige weder jetzt noch troffenen Maßregeln ist Rhodes außer ftande, tünftig Unheil zu dieses Mannes auch ferner noch in Afrika sein soll, wenn sein in Zukunft Erythraea aufzugeben; es beabsichtige die Linie Mareb- fiften. Nicht ein Soldat kann ohne Zustimmung der Offiziere Biel das Ziel der Reichspolitik sein soll, so heißt das nichts Belesa als Grenze anzunehmen. Aus der Annahme dieser Grenze des Reichsheeres in Bewegung gefeßt werden, und wir würde sich vielleicht eine Periode der Waffenruhe und ein sind bereit, dem Präsidenten Krüger jebe Bürgschaft zu fein Anschlag auf das Transvaal geglückt wäre. Es heißt im weiter, als daß er eitel Verzeihung und Lob geerntet hätte, wenn modus vivendi mit beffynien ergeben. Außer Asmara sei es geben, die er billigerweise verlangen kann, eine Bürgschaft, voraus jeden ähnlichen Anschlag billigen, sofern er nur noch nothwendig, Senafe zu befestigen und eine gesicherte Ver- die jede Spur von Verdacht beseitigen würde. Ich habe geschickter durchgeführt wird und gelingt. Das mag Herrn bindung zwischen diesen beiden Orten und Massauah herzustellen. es abgelehnt, den Direktoren der Chartered Company über Dinge Chamberlain als eine großartige Reichspolitik vorkommen, Auf diese Weise würde man jeden Angriff zurückwerfen tönnen. Bath zu ertheilen, die sie auf ihre eigene Berantwortlichkeit hin und alle die Lords und Finanzbarone, die Theilhaber der Die festgesetzte Summe von 150 Millionen würde ausreichen, entscheiden müssen; doch halte ich es für billig, daß ihnen bei Chartered Company, sie werden ihm Beifall zujubeln; sein Verdenn man würde alsbald mit der Rückberufung der den gegenwärtigen Unruhen in dem Gebiete der Gesellschaft und halten zeugt aber von einer bedauerlichen Kurssichtigkeit, wie fie weißen Truppen ben Anfang machen fönnen. bei der Unmöglichkeit, sich über die Ansicht der dortigen nur bei einem in seinem Denken völlig verjobberten Politiker sich Der Bewohner zu vergewissern, mehr Zeit gelassen wird, um über herausbilden fann. Wir leben nicht mehr im Zeitalter ber Rhodes' Entlassungsgesuch zu berathen. Rhodes' Play, ob als Direktor oder als einfacher Aftionär, ift in Südafrika; bort kann Pizarro oder Warren Hastings. Das werben in England bie Schüßer des Herrn Cecil Rhodes ebenso erfahren wie in er am besten sein Verhalten in der letzten Zeit wieder gut Deutschland die Schützer des Herrn Peters.machen. Sobald die jeßigen gerichtlichen Verhandlungen durch= geführt sind, wird die Regierung auf grund der dadurch erlangten Kenntniß die Lage aufs neue prüfen. Die Regierung glaubt, ein geeignetes Verfahren wäre die Ernennung eines gemeinfamen Ausschusses beider Häuser des Parlaments, um den ganzen Welches Gütersystem soll für Eheleute im BürgerGegenstand einschließlich der Verwaltung der Chartered Company lichen Gesetzbuch gelten? Diese für die weitesten Kreise, zu untersuchen." insbesondere für die Ehefrauen hochwichtige Frage be Weiter ging Herr Chamberlain auf die allgemeine schäftigte am Sonnabend die Kommission für das Bürgerliche politische Lage in Südafrika ein. Maffanah, 8. Mai.( Agenzia Stefani.) General Baldissera er vorausschickte, daß die Situation ihm eine gewisse Rechtsgebiete in Deutschland ist heute der Rechtszustand auf Indem Gesetzbuches. Innerhalb Deutschlands und innerhalb der einzelnen hat Ras Mangafcha, Ras Sebat und Agostafari auf Burückhaltung zur Pflicht mache, fagte er:„ Das Haupt- diesem Gebiete ein außerordentlich bunter. Klassifizirt man gefordert, die gefangenen Italiener wieder in Freiheit zu sehen, im Falle der Weigerung würden ernste unsere Stellung als vorherrschender Staat 100 verschiedene Systeme, daneben noch viele Modifikationen giel jeder britischen Regierung in Südafrika ist, genau die einzelnen Syfteme, so kann man in Deutschland etwa Repreffalien angewandt werden. Ras Sebat und Ras Man( paramonst state) zu erhalten. Es macht nichts aus, ob wir der einzelnen Systeme häufig in ein und derselben Provinz, gafcha machten Ausflüchte. Agostafari lieferte die nächster Nähe befindlichen Gefangenen aus mit dem Ver- Charakter unserer Politit ist, daß die Politik und der Hannovers, herrscht selbst innerhalb ein und derselben Stadt ver in uns Suzerän oder Baramont nennen, aber der wesentliche zählen. Hier und da, zum Beispiel in einigen Städten sprechen, daß er die übrigen morgen zurücksenden werde. Die Einfluß Englands in Südafrika vorherrschend sein sollen. schiedenes Güterrecht, je nachdem die Eheleute dem Bürgerstand Bechandlungen mit Ras Mangascha und Ras Sebat dauern( Lauter Beifall.) Das zweite Ziel ist, einen befferen Stand angehören oder geadelt oder Juden sind: für die beiden legteren fort; inzwischen hat General Baldiffera Befehl gegeben, der Dinge betreffs morgen mit den Repressalien zu beginnen. einer Bereinigung und der Ein- gilt dasselbe Gütersystem. Soll diefer Wielgestaltigkeit gegen Will der italienische Oberbefehlshaber weniger die Regeln herbeizuführen. tracht zwischen den beiden großen Stämmen in Südafrika über eine einheitliche Regelung stattfinden? Liegt dies modernen Kriegsrechtes achten als die halbwilden Abessynier- Ereignisse war, daß das erste dieser Biele in Gefahr gebracht mäßigen güterrechtlichen Die beklagenswerthefte Folge der letzten im Interesse des Verkehrs und im Interesse der gleichStellung ber She? Welches Schweden. und die Verwirklichung des zweiten verzögert wurde; aber sie System soll eventuell als das maßgebende erachtet, bleiben die Ziele der britischen Politik.( Beifall.) Wir haben wie weit der Vertragsfreiheit freier Raum gelaffen werden? unsere Stellung in Südafrika durch verschwenderische Hingabe Die vielerlei Güterrechte laffen sich in vier große Gruppen zuDon Blut und Gut gewonnen. Ohne unsere An- fammenfassen: die allgemeine Gütergemeinschaft, die Errungenstrengungen könnte es faum ein Südafrika im gewöhn- fchafts Gütergemeinschaft, die Verwaltungs Gemeinschaft lichen Sinne des Wortes geben. Transvaal selbst verdankt und die Gütertrennung( Dotalrecht). Die erften drei Syfteme viel von seiner gegenwärtigen Sicherheit dem Vorgehen Eng- laffen durch die Eingehung der Ehe eine Aenderung des Eigenlands im Zulukriege. Indeffen", fuhr Chamberlain fort, England thumsrechts der Ehefrau eintreten. Die allgemeine Güterist völlig eines Sinnes, was die Aufrechterhaltung unserer Vor- gemeinschaft macht das beiderseitige Vermögen zu einem herrschaft in Südafrika betrifft. Das zweite unserer großen gemeinsamen, dessen Verwaltung dem Ehemann zusteht. Es gilt Biele, deren Erreichung zum dauernden Gedeihen von Südafrika für das Gebiet von etwa 11 Millionen Einwohnern. Die sa nada erfolgreich durchgeführt ist. In Kanada stehen zwei der Ehe Erworbene, theilweise auch die von der Frau ein unentbehrlich ist, ist die Herstellung desselben Zustandes, der in Errungenschaftsgemeinschaft- in der das während Stämme, die weniger eng verbunden sind, als der gebrachte Habe der Verwaltung des Mannes unterstelltes englische und der holländische zur Arbeit und aum gemeinsames Eigenthum wird besteht in Deutschland Kampfe Seite an Seite in vollkommenem Frieden, in für Gebiete mit etwa 14 Millionen Einwohnern. Die Ber Harmonie und Wohlwollen. Warum sollte man zu dem waltungsgemeinschaft d. h. die Systeme, welche gleichen Ergebniß nicht in Südafrika gelangen? In der Kap- das Eigenthumsrecht der Ehefrau insofern ändern, als fte folonie gehört die bolländische Afrikander Bevölkerung zu den während bestehender Ghe die Verwaltung und Nußung, bes loyalften Unterthanen. Mit dem Oranje- Freistaat haben wir fraulichen Vermögens dem Manne übergeben- herrscht auf einem die freundschaftlichsten und herzlichsten Beziehungen, obgleich die Gebiet das etwa 14 000 000 Einwohner umfaßt. Dem GüterNect gegen uns gekämpft haben. Burghers dieser Republik an Majuba- Hill und bei Langs trennungsprinzip( Dotalrechtssystem) endlich liegt der jekt fämpfen Gedanke zu grunde, daß die Ehe an und für sich keinen Einbie holländische und englische Afrikander gemeinschaftlich gegen fluß auf die vermögensrechtlichen Verhältnisse der Chegatten ausübt. Wilden in der Umgebung von Buluwayo. Transvaal allein ist und die Erreichung dieses wünschens- Einwohnern, in Deutschland, hat aber in Desterreich, Italien und In Es herrscht nur auf einem Gebiet von etwas über 3 Millionen werthen Ereignisses nicht gelungen. Und warum? Es find auf England tiefe Wurzeln geschlagen und wird in Frauenbeiden Seiten Fehler gemacht worden, und solange wir diese Petitionen dringend begehrt. Der Entwurf des Bürgerlichen Fehler nicht festgestellt haben, tönnen wir nicht hoffen, ihnen Gesetzbuchs stellt als Regel die Verwaltungs. erfolgreich abzuhelfen. Der Regierung, welche nach der Nieder- gemeinschaft auf, läßt jedoch eine vertragliche lage am Majuba- Hill der Wiederabtretung von Transvaal zu andere Vereinbarung zu und stellt Rechtsnormen auf, was gelten stimmte; habe ich angehört. Evelyn Wood theilte nach foll, wenn ein anderes System von den Ehegatten gewählt ist. einem Telegramme mit, er habe die Armee der Buren gänzlich Abgeordneter Freiherr v. Stumm tritt für das von den Frauen in seiner Hand; wir haben jedoch den Abschluß eines erbetene Gütertrennungssystem ein, desgleichen die Abgeordneten Waffenstillstandes angeordnet, der dann auch zu ftande tam. Kauffmann und Stadthagen. Bu gunsten dieses Die Konvention von 1881 war ein Att großherziger Politit, für Systems wird im wesentlichen geltend gemacht: Die sittlichen den kein Beispiel feitens einer anderen Nation unter ähnlichen Forderungen, welche sich bei der das ganze Leben umfassenden Umständen vorhanden ist. Ich wünschte, daß die ausländischen Bedeutung der Ehe aus derselben ergeben, dürfen nicht in Kritifer, welche uns unwandelbarer Selbstfucht und Angriffsluft Rechtsfäße umgewandelt werden. Ein solcher Versuch thue beschuldigen, unparteiisch die Geschichte dieser Vorgänge be- dem fitlichen Charakter der Che Eintrag. Die anderen trachten und sich die Frage vorlegen möchten, ob diese Großmuth Systeme beruhen im im wesentlichen auf dem Gedanken, Jm englischen Unterhause ist es zu einer Auseinandersetzung irgend eine befriedigende Erwiderung gefunden hat. Dankbarkeit ist daß der Ehemann Oberherr fei und feien geignet, über das Treiben der Chartered Company in Südafrika ge vielleicht zwischen Böltern nicht zu verlangen, aber mindestens könnte das Hörigkeitsverhältniß der Frau durch die Brotkorbsmacht zu tommen. Der Führer der Opposition, Sir William Harcourt, England loyale Beobachtung der festgefeßten Bedingungen verlangen, erhöhen. Die wirthschaftliche Entwickelung und damit das Er weist, wie wir den Londoner Telegrammen entnehmen, in seiner statt daß von 1881 bis faft aum jezigen Zeitpunkte fortwährend forderniß einer Selbständigkeit der Ehefrau, fordern gebieterisch Interpellation darauf hin, daß die ursprüngliche Ansicht Einfälle oder Drohungen mit solchen in Gedies System. Es werde doch in der That sonst das Eigens Chamberlain's, die Chartered Company und Cecil Rhodes seien bietsstrecken außerhalb Transvaals und auf thumsrecht eines weiblichen Wesens durch Che Abschluß der Betheiligung an dem Zuge Jameson's in feiner Weise schuldig, britisches Gebiet gemacht worden sind, welche alle völlig, und zwar zu ihrem Nachtheil, geändert. Die sich durch die chiffrirten Telegramme als falsch erwiesen habe. Beztere eine Verlegung des Geistes und des Buchstabens des Vertrages Ultramontanen sind gegen den Vorschlag der Einführung der hätten vielmehr gezeigt, daß die ganze Angelegenheit in Johannes- bedeuten.( Beifall.) Die Frage habe dabei zwei Seiten und wenn Gütertrennung, da sie gegen die Frauenbewegung sind und das burg und Kapstadt durch die Leute zusammengebraut sei, welche auf der einen Seite Rassentaß und Rassenmißtrauen vorhanden sind, gütergemeinschaftliche System für ein dem Wesen der Ehe entdie ersten und verantwortlichen Direktoren der Chartered Company so ist auch G.and zum Rassenmißtrauen auf der anderen Seite. fprechendes halten. Von den Nationalliberalen tritt v. Ben feien und welche die wirklichen Urheber und Leiter des Anschlages Ich übernehme nicht die Verantwortung für alle Klagen der nigsen dem Vorschlag des Frhrn. v. Stumm entgegen: ihn gewesen seien. Dr. Jameson sei nur ein untergeordneter Agent ge- Uitlanders, aber sie haben berechtigte Beschwerden, die als be- scheint wesentlich die Furcht zu leiten, daß eine Frau, deren wesen, man habe es deshalb in dieser Sache mit den Direktoren der rechtigt anerkannt sind von der öffentlichen Weinung, von Hol- Brotkorb vom Ehemann höher gehängt werden könnte, dem Chartered Company zu thun. Die Echtheit der chiffrirten Tele- ländern sowohl als Engländern in Südafrika und von der öffent Mann gefügiger sein wird. Eine Berechtigung der Frauen gramme stehe außer Zweifel und was die Stellung der Chartered lichen Meinung in Europa; diese Beschwerden sind eine Folge bewegung will er nur so weit anerkennen, als sie darauf abzielt, Company betreffe, so könne die britische Regierung, wie sie die der Gesetze, welche nach dem Vertrage von 1881 gefolgt dem weiblichen Geschlecht mehr Berufskreise zu öffnen. Gegen Autorität derselben geschaffen, ihr dieselbe entziehen, wenn die sind. Der höchste Wunsch Rhodes' war es, in friedlicher Weise die Stimmen der Freikonservativen( Pauli, v. Stumm), FreiHandlungsweise der Company unehrenhaft sei. Wenn die Re- eine Verbindung aller füdafrikanischen Staaten finnigen( Kauffmann und Munckel) und Sozialdemokraten( Frohme gierung aber sich zur Mitschuldigen der Company mache, zu einem gemeinsamen Biele unter dem Schuhe und Stadthagen) wird der Antrag v. Stumm abgelehnt und würde sie ebenso entehrt werden. Die niedrige Moral und der britischen Flagge herzustellen. Leider hat§ 1346 des Entwurfs angenommen.§ 1346 lautet wörtlich: der gemeine Ton der chiffrirten Telegramme sei emer feine Absicht nicht durchgeführt, aber" Das Vermögen der Frau wird durch die Eheschließung pörend( Beifall), ein schmußiges unfauberes Bild einer fein 3iel muß das Biel jeder britischen der Berwaltung und Nußnießung des Mannes unterworfen Jobber Reichspolitit.( Stock jobbing imperialism.) Regierung bleiben. Daher habe ich den Besuch( eingebrachtes Gut). Sum eingebrachten Gut gehört auch Pflicht der Regierung und des Hauses sei es, zu Strüger's gewünscht. Krüger selbst wünschte die Ein- das Vermögen, das die Frau während der Ehe erwirbt." erklären, was unter diesen Umständen gethan werden müsse. ladung, aber hinterher, als er fie erhalten hatte, gab er Durch Annahme dieses Paragraphen haben die Beschützer Bis jetzt habe Chamberlain eine Raschheit des Entschlusses und die Grundlage für die Erörterung an. Er weigerte sich, der schwachen Herren der Schöpfung vorläufig einen Sieg ereinen Muth gezeigt, der seiner Stellung würdig sei.( Beifall.) die Beschwerden der Uitlanders au besprechen und rungen. Er wird ibnen, wie aus einer Mittheilung Freiherrn Die Lage set beunruhigend. Der Einfall Jameson's und wünschte die Frage der Abfchaffung des Artikels IV der v. Stumm's zu ersehen war, im Plenum nicht nur von sozialder Matabili Aufstand hätten die Zukunft jenes Landes Konvention สิน erörtern, Punkte, welchen die Regierung demokratischer Seite streitig gemacht worden. Die folgenden Be schwer geschädigt. Ueberall in Süd- Afrika sei ein Gefühl des nicht zustimmen fonnte. Die Einladung ist dann auf Krüger's ftimmungen bilden einen Ausbau des im§ 1846 niederMißtrauens in die Treue und die Ehrlichkeit jener erzeugt eigenen Wunsch zurückgezogen worden. Wenn an Krüger ein gelegten Grundgedankens. Das Vermögen, auf welches Stockholm, 9. Mai. Der Reichstag beschloß heute in gemeinsamer Abstimmung mit 220 gegen 140 Stimmen die sogenannten Kriegstredite in der gegenwärtigen Höhe von 71/2 Millionen Kronen beizubehalten. Die Minderheit ftimmte für Herabfegung bis auf 4/2 Millionen und 61/2 Millionen Kronen. Afien. -Aufstände in Persien. Wie die„ Times" vom 8. Mai aus Teheran melden, haben in Schiras neue Unruhen stattgefunden. Dienstag Nachmittag seien mehrere Personen hingerichtet worden. Mittwoch wären die Lebensmittel sehr knapp, Die Bazare geschloffen gewesen. Afrika. Kairo, 8. Mai. Der Kalif( der sogenannte Mahdi) hat 1600 Mann nach der Landschaft Kordofan abgesandt, um den Aufstand einiger dortigen Stämme niederzuwerfen. Von Omdurman find Berstärkungen nach Raffala abgegangen. Gegen wärtig nimmt der Kalif eine Zwangsaushebung vor.Amerika. Savannah, 9. März. Das Kriegsgericht verurtheilte die an Bord des Competidor" gefangenen Freibeuter zum Tode. Eine weitere Depesche aus Havannah meldet einen bedeuten den Waffenerfolg der Spanier über Maceo, welcher dabei sehr große Verluste gehabt hat. 40 Spanier sind verwundet. Eine Frau als Geschworene. Aus der Evening Post"( Abendpost) von Denver, in den Bereinigten Staaten, ersehen wir, daß in Denver, der Hauptstadt des Staats Colorado, eine Frau, Mrs. M. A. Warren, zur Geschwornen gewählt worden ist, und in dieser Eigenschaft jezt an der Großen Jury des Staates thätig ist. In den Vereinigten Staaten haben Frauen schon das Richteramt geübt, aber ins Schwurgericht war noch keine gewählt worden. Das Beispiel muntert jedenfalls zur Nachahmung auf. Die Südafrikanische Jobber3 # Politik. Eben " # # bie ehemännliche Berwaltung und Nuznießung bes ehe- als fie bie Bläge derer einnahmen, bie für die Inter- 1 bemerkt ber Beuge, baß bie Ankunft von Mitgliedern ber fraulichen Vermögens sich nicht erstreckt, nennt per effen der gefammiten Gehilfenschaft kämpfen. Die ge- Königsberger Regierung den Angestellten von Stantien u. Entwurf in Uebereinstimmung mit dem geltenden Recht nannte Firma soll sich auch nach Hohenleipitsch gewandt haben, Becker früher als ihm bekannt waren, diese Herren haben aber Vorbehaltsgut". Sehr wesentlich ist, insbesondere nach um von dort weiteren Ersatz für die Streifenden zu bekommen, eigentliche Revisionen nicht vorgenommen. Er habe mehrfach die Ablehnung der Gütertrennung als Regel und nach Einführung was ihr hoffentlich nicht gelingen wird. Bei Eckard in Friedrichsberg Wahrnehmung gemacht, daß durch Baggerverlegung die Menge der Verwaltungsgemeinschaft, was zum Vorbehaltsgut gehören haben 8 Kollegen die Arbeit nicht eingestellt. Dieser Meister, der des gefundenen Bernsteins der Regierung nicht bekannt werden soll. Der Entwurf rechnet dahin gehörig: fonit als sehr human angepriesen wird, hat bis jeht noch nicht sollte.- Präs.: Was sollte wohl dadurch bezweckt werden?-Zeuge: 1.„ das, was durch Chevertrag für Vorbehaltsgut er- Veranlassung genommen, sich über die winzigen Forderungen Ich bin der Meinung, die Berheimlichung hatte den Zweck, zu tlärt ist", auszusprechen. Am Mittwoch fand eine Sigung der Meister bewirken, daß der Pachtpreis nicht erhöht werde. Rechts2. das, was die Frau durch Erbfolge, durch Vermächtniß statt, welche auch von den Streifenden je 1 Mann aus jeder anwalt Dr. Seelig: Diese Bemerkung ist nicht zutreffend. Der war besucht war; sie verlief indessen resultatlos. Heute Pachtvertrag von 1882 bis oder als Pflichttheil erwirbt oder was ihn unter Lebenden von Werkstatt 1890 gefchloffen und einem Dritten unentgeltlich zugewendet wird, wenn der Erb Abend ist wieder Verhandlung zwischen den Streifenden und den ist nicht mehr erneuert worden. Ober- Regierungsrath Knispel Taffer durch legtwillige Verfügung, der dritte bei der Zuwendung Meistern. Das Resultat diefer Sigung wird so bald wie mög- bestätigt das. Revisor Wolle deponirt ferner auf Befragen: bestimmt hat, daß der Erwerb Vorbehaltsgut sein soll, lich bekannt gegeben werden. Die auswärtigen Scheibentöpfer Geh. Rath Becker habe zu ihm einmal gesagt: er wolle von neuem ersuchen wir bis auf weiteres Berlin zu meiden. Der Vorstand pachten, er werde es aber bewirken, daß Baurath Dempwolff des Allgemeinen Vereins der Töpfer und Berufsgenossen Deutsch- und er( 3euge) aus ihrem Amte entfernt werden, da er mit lands. J. A.: F. Kaulich. solch chikanösen Beamten nicht arbeiten tönne. Der Schwager 3. das was an Stelle eines Theils des Vorbehaltsguts tritt oder was aus demfelben erworben ist. Von dem in Preußen jaft durchweg bestehenden und in .§ 1346 leider wieder angenommenen Grundsay, daß, was Zur Lohnbewegung der Töpfer im Reiche theilt der des Geh- Raths Becker, Schimmelpfennig, habe ihn einmal über die Frau in der Ehe erwirbt, dem Mann erworben wird, macht Zentralvorstand des Allgemeinen Vereins der Töpfer und Be- den Inhalt einer von ihm( Zeugen) erstatteten Beschwerde Mitder wis rufsgenossen Deutschlands mit, daß in Wittmund( Dit- tinem besondere für die Frau in der erwerbsthätigen Bevölkerung von friesland) die dortigen Kollegen, ohne zu streifen, einen Lohn einem amtlichen Schriftstück erlangt habe, antwortete Schimmel. großer Bedeutung ist. Es bestimmt nämlich§ 1349 des Eut zuschlag von 1,50 M. pro Woche erhalten haben. In alle a. G. pfennig: Sie wissen doch, mein Schwager arbeitet mit Millionen, wurfs: Vorbehaltsgut ist"( d. h. der Nuznießung und Ver- erhielten die Töpfer nach 14 tägigem Streit den Tarif vom Jahre der erhält von allen amtlichen Schriftstücken sofort Kenntniß. waltung des Ehemannes unterliegt nicht) was die Frau 1888 bewilligt, welcher einen Aufschlag von 20-25 pet. bedeutet. Rechtsanwalt Dr. Seelig: Die Sache erklärt sich dadurch, daß durch ihre Arbeit oder durch den felb In 3wickau bekamen die Töpfer ebenfalls den Tarif bewilligt; dem Geh.- Rath Becker von über ihn eingegangenen Beschwerden ständigen Betrieb eines Erwerbsgeschäfts er nachdem sie einmüthig beschlossen hatten, die Arbeit einzustellen. Kenntniß gegeben wurde. wirbt."§ 1354 bestimmt indeß recht kleinlich im Gegensatz Die Wertstubenarbeiter der Ofenbrauche in Kamenz i. S. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Sello wird ein Prome zu der diefem Paragraphen zu grunde liegenden Anschauung: brangen mit diversen Forderungen, betreffend die fanitären moria der Königsberger Regierung verlesen. Aus diesem geht Die ausschließlich zum persönlichen Gebrauche der Frau be- Mängel in den Fabriken, pünktliche Lieferung von Material hervor: Stantien u. Becker haben es durch Agenten zu verhindern ftimmten Sachen, insbesondere Kleider und Schmucksachen, unter- event. Entschädigung für Wartezeit, ebenfalls durch, ohne die Arbeit gewußt, daß die Grundstücke, die zu einer Entwässerungsanlage liegen nicht der Nutznießung." Wohl aber sollen sie der Vereinzustellen. in Rauschen, einem Nachbarort von Nortyken, nothwendig waren, waltung des Ehemannes je unterliegen. Ein An Der Tischlermeister G. Wegener in Deutsch- verkauft wurden. trag des Abg. Kauffmann, die hier benannten Gegen- Wilmersdorf bittet uns um Aufnahme folgender Erklärung: Arbeiter Kopp, ein alter ftoctauber Mann, befundet: Geh. stände sowie die der Berufs- und Erwerbsthätig-" Der im„ Vorwärts" vom 3. Mai über mich gebrachte Artikel, Rath Becker habe ihm die mündliche Versicherung gegeben: er keit der Frau dienenden Gegenstände von dem Ver- wonach ein Tischler deshalb entlaffen ist, weil er sich weigerte, werde ihm, sobald er arbeitsunfähig sei, eine monatliche Pension waltungs- und dem Nießbrauchsrecht des Ehemanns zu befreien, Bretter abzutragen, ist völlig unrichtig. Der betreffende Tischler von 9 M. zeitlebens gewähren. Geh. Rath Becker habe dabei diese Gegenstände alfo gleichfalls zum Vorbehaltsgut zu machen, hat hauptsächlich deshalb entlassen werden müssen, weil seine betont:" Der Staat giebt Euch 6 M., ich werde Euch 9 M. wird nach lebhafter Befürwortung durch die Antragsteller, die Leistungen die von mir täglich gezahlten 4 Mart Ab- monatlich Pension zahlen." Er( Beuge) habe aber nur 3 Jahre Abgg. Frohme, Stadthagen und Stumm angenommen. Das schlagzahlungen nicht erreicht haben. Ferner ist un lang die erwähnte Pension erhalten. Ein rekommandirter Brief, ist die einzige Verbesserung, die auf diesem Gebiet erzielt wird. richtig, daß 15 Tischler für 11/4 stündiges Bretterabtragen den er deshalb an den Geh. Rath Becker gerichtet, sei erfolglos Alle anderen Bestimmungen des Entwurfs von§ 1346-1566 2 M. erhalten haben. Beim Abtragen der in Frage kommenden gewesen. Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Sello: Jst anderen werden nach Ablehnung einer Anzahl Gegenanträge unverändert Fuhre waren nur 8 Mann betheiligt; 15 Mann brauchen zum Arbeitern diefelbe Behandlung zu theil geworden? Beuge: angenommen. Zur Annahme gelangte nach längerer Debatte noch Abtragen einer Fuhre Bretter keine 114 Stunden, denn die Jawohl, vielen. ein Antrag des Abg. Gröber, in dem Einführungsgesetz für die gleiche Arbeit ist am 6. Mai von 6 Mann in 1 Stunde 5 Min. innerhalb 20 Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzbuchs abzuschließenden oder zu ändernden Eheverträge Gebührenfreiheit festzusehen. Schluß um 4/4 Uhr nachmittags. Die nächste Sigung findet Dienstag 10 Uhr statt. Partei- Nachrichten. Die bürgerliche Meldung, unsere Genossen Bebel und Liebknecht würden zu Pfingsten dem Kongreß der ungarischen Sozialdemokratie beiwohnen, ist erfunden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen unerlaubten Anheftens von Plakaten haben in Finsterwalde drei Parteigenoffen Strafmandate über je 3 M. erhalten. Die Plakate betrafen die Maifeier. Soziale Webericht. Gewerkschaftliches. geleistet worden. Im übrigen haben sich die Leute gelegentlich des 1. Mai, als sie mich fragten, wie ich mich zur Feier des selben verhalte und ihnen erklärte, daß es ihnen, ohne daß fie Nachtheil für ihr Arbeitsverhältniß hätten, überlassen bliebe zu feiern oder zu arbeiten, mit dem alten üblichen Satz von 2 M. für das Abtragen einer Fuhre Bretter von vornherein einverstanden erklärt." Achtung! Lithographen, Steindrucker, Schleifer, Präger, Prägerinnen und Berufsgenossen! Der Streit bei der Firma Lange u. Wundsch in Berlin, Luxuspapierfabrik, Fennstr. 49, dauert unverändert fort. Sämmtliche Kollegen und Kolleginnen sind noch ausständig. Zuzug ist fernzuhalten. Der Vertrauensmann. 450 Stuhlmacher find in Lauterberg am Harz durch die Fabrikanten ausgesperrt worden. Zuzug ist streng fernzuhalten. Ein weiterer Zeuge ist Kaufmann Baumgart: Er hatte in Schwarzort ein Verkaufsgeschäft von Lebensmitteln. Er habe von hunderten von Arbeitern gehört, daß sie ihre Bedürfnisse lediglich in der Kantine von Stantien u. Becker kaufen durften. Im Zuwiderhandlungsfalle wurden den Arbeitern entweder die Waaren weggenommen, oder sie wurden mit Geldstrafe, zum theil auch mit Entlassung bestraft. Es wurden Posten ausgestellt, die die Arbeiter zu kontrolliren hatten, ob sie in anderen Läden kauften, daß drei Arbeiter, weil sie bei ihm gekauft hatten, entlassen bezw. in anderen Wirthschaften verkehrten. Es sei ihm bekannt, wurden. Die Arbeiter haben alsdann vielfach des Nachts ihre Waaren gekauft, um nicht abgefaßt zu werden. R.-A. Dr. Sello: Was veranlaßte wohl die Arbeiter, trog diefer Gefahren, die Waaren bei Ihnen und nicht in der Becker'schen Rantine zu faufen? Beuge: Weil fie bei mir alle Waaren besser bekamen.- Im weiteren bekundet der 3euge: Stantien u. Becker haben ihm seinen Brunnen absperren laffen. Er habe daher sich von der Baggerei sein Waffer holen Eimer weggenommen. Werth. Das Gewerbegericht zu Berlin ersucht uns um Ab- Der Ausstand des Personals der Mohr' schen Marlaffen wollen, Stantien u. Becker haben aber seinen Beuten die druck folgender Berichtigung: Unter Punkt 3 der am garine Fabrit in Bahrenfeld bei Altona dauert fort Altfizer Podzefa bekundet ebenfalls, daß ihm Geh. Rath geftrigen Tage veröffentlichten Mittheilung, betreffend den Aus- Bekanntlich wäre die Sache längst erledigt, wenn Herr Mohr, Becker eine monatliche Pension von 9 M. für Lebenszeit verstand in der Konfektionsindustrie, hat sich in der Gile zu unserem nachdem es zu einem Vergleich gekommen war, nicht eine sprochen habe. Nachdem er aber wegen zu hohen Alters entlassen Bedauern ein finnentstellender Fehler eingeschlichen. Der letzte Anzahl gerade der ältesten Arbeiterinnen, von denen einige war, habe er eine Pension überhaupt, auch troß mehrfachen Saz muß heißen: schon 16 und 18 Jahre bei ihm beschäftigt waren, ges Bittens, nicht erhalten. Gin Antrag auf Abbrechnung dieser Vernehmungen, die maßregelt hätte, indem er fie von der Wieder Musillehrer Medger: Er habe einmal bei italienischen mit größtmöglicher Beschleunigung täglich von 9-3 Uhr im einstellung ausschloß. Nußen hat er davon absolut nicht, denn Arbeitern, die die Gendarmerie wegen Kontraktbruches Köllnischen Rathhause vorgenommen werden, sowie ein Antrag über seine Margarinefabrikate ist der Boykott verhängt worden, auf Fällung eines Schiedsspruchs ist nach diesem Beschlusse von und die Arbeiterschaft Hamburg- Altona's und Umgegend führt verhaftet hatte, als Dolmetscher fungirt. Die Arbeiter gaben feiten der Parteien beim Einigungsamt nicht gestellt." an: fie feien von Stantien u. Becker unter allerlei Verdiesen streng durch. Es versteht sich, daß auch die Arbeiter sprechungen für leichte Erdarbeiten in Italien engagirt worden. anderer Orte, wo die Mohr'fe Margarine fonsumirt wird, der Die Versprechungen seien aber nicht nur nicht gehalten Sache nicht gleichgiltig zusehen; so haben in Berlin eine Anzahl worden, sie mußten auch noch bis an die Knie im Wasser stehend, Versammlungen sich gegen das Verfahren des Herrn Mohr aus: file entflohen.- Präs.: Ob diese Angaben auf Wahrheit be Vereins aller Tabatinteressenten Berlins und Umgegend behaupten in Hamburg- Altona über die Mohr'sche Margarine verhängten ruhten, haben Sie nicht untersucht? Beuge: Nein, aber Die Deutsche Tabak Zeitung" und der Vorstand des gesprochen, und der eben beendete Gewerkschaftstongreß hat den arbeiten. Dies hätten sie nicht ausgehalten und deshalb seien erstere in einem längeren Artikel daß sich an der Lohn- Boykott fanttionirt. bewegung der Berliner Tabatarbeiter die Mehrzahl der Arbeiter die Angaben machten auf mich den Eindruck der Wahrheit. Die Streittomission ersucht die Arbeiterschaft Deutschdas ausständige Personal der Mohr'schen Fabrit tam einmal mit dem Geheimrath Becker wegen eines Stück Der letzte Zeuge ist der Rittergutsbesizer Feistkorn: Ich nicht betheilige und daß die Firmen, die die Forderungen be- lands, das ausständige Personal willigt haben, nur die kleine Minorität bilde und wahrscheinlich in jeder Beziehung zu unterstützen. Briefe sind zu richten Landes, das ich von ihm gekauft hatte, in Differenzen. der Mehrzahl nach solche seien, die Familienangehörige, aber an I. Reiser, per Adresse S. Krell in Ottensen, Ecke Als ich ihm mit Klage drohte, sagte Becker zu mir: teine Arbeiter beschäftigen. Beides ist falsch. Der Lohntarif, Hohenesch- und Kl. Karlstraße, Geldsendungen an D. Thomsen Das können Sie sich sparen, ich habe die Bonitirungsbeamten alle um dessen Durchführung es sich handelt, betrifft überhaupt nur in Ottensen, Gr. Rainstr. 21. bestochen.( Große Bewegung.) Präs.: Sagte das Geh. Rath Die Erz- und die Getreide- Auslader im Hafen von Becker im Ernst? Bigarrenarbeiter, Sortirer, Wickelmacher, Deckblattmacher und Vertheidiger Beuge: In vollem Ernst. Abripper, nicht aber Kautabakspinner, Röllchenmacher, Rollen- Rotterdam haben die Arbeit eingestellt. Gestern verhandelte Rechtsanwalt Dr. Sello: Eine solche Aeußerung eines Geheimen macher, Backetschläger und ebenso nicht die in der Schnupftabat- eine Deputation derselben mit den Unternehmern. Die Hafen- Kommerzienraths muß Ihnen doch aufgefallen sein?- Beuge: branche sowie beim Rippentabat beschäftigten Arbeiter. Diese rechnet quais werden durch starke Polizeipatrouillen bewacht. Gewiß, in hohem Maße. Vertheidiger: Diese Aeußerung ist aber die ,, Deutsche Tabat- 3tg." mit. Die weitere Behauptung, daß die Der Zigarrenfabrikant Gustav Kaphun in Berlin, Firmen, die die Forderungen bewilligten, die eine Minorität Rönigsbergerstr. 16, ersucht uns um Veröffentlichung des folgen: Ihnen daher noch in vollſter Erinnerung? Zenge: Allerdings. Erster Staatsanwalt: Wann geschah diese Aeußerung? bildeten, ist ebenfalls nicht zutreffend. Die Lohnkommission hat den: Die in der Nummer 107 Ihres Blattes auf Seite 4 unter Beuge: Bor 31/2 Jahren. Der Zeuge bekundet im in ihren Angaben über den Erfolg nur die Firmen nicht in der Spizmarte Bum Berliner Tabatarbeiter- Streit" gebrachte weiteren: Geheimrath Becker hat einmal einen kleinen Bauern Rechnung gestellt, die nur Familienangehörige beschäftigen. Es Notiz, daß die Firma Gustav kaphun zu den von Streit gezwungen, sechs Morgen Wald, die dieser abgehauen hatte, fehlt uns für heute der Raum, um weiteres Material für die betroffenen Firmen neu hinzugekommen ist, ist unwahr. Von wieder anzupflanzen. Als ich zu Becker sagte: Herr Geheimrath, unrichtigkeit der gegnerischen Behauptungen zu veröffentlichen. Den in meinem Betriebe beschäftigten 88 Arbeitern, Wickel. Sie haben doch schon 20 bis 25 Morgen Wald abgehauen, ohne Bemerkt sei daher nur noch: der Klarste Beweis, daß die Lohnzur Wiederanpflanzung genöthigt worden zu fein, antwortete bewegung der Tabatarbeiter die angegebenen Erfolge wirklich dieser: Das kann ich mir auch erlauben, ich stehe mit den Herren gehabt hat, ist der, daß die Tabatarbeiter von der Berliner von der Regierung zu gut. Der Bauer muß aber unweigerlich Arbeiterschaft teine andere Unterstützung heischen als die Da Herr Kaphun nicht erklärt, daß er die von den Tabak wieder anpflanzen. Forstmeister Dossom, der die Aufsicht über selbstverständliche, ihren Bedarf an Tabat in den Geschäften zu arbeitern Berlins geforderten Arbeitsbedingungen eingeführt den Forst hatte, hat von Becker Gratifitationen erhalten. Ich decken, die ihren Arbeitern den Tarif bewilligt haben. habe, dagegen selber sagt, zwei Mitglieder seines Personals weiß allerdings nicht, ob Dossow damals noch im Amte war. würden die Arbeit niederlegen, so ist seine Berichtigung der in Ober- Regierungsrath Knispel bemerkt, daß Forstmeister Dossow Nr. 107 des Vorwärts" veröffentlichten Bekanntmachung der schon 1884 pensionirt war. Lohnkommission in der Hauptsache gegenstandslos. " macherinnen und Sortirern will ein einziger Arbeiter mit einer Wickelmacherin, nachdem er seinen Tabak aufgearbeitet hat, die Arbeit niederlegen, alle anderen arbeiten ruhig fort." " Gerichts- Beitung. Achtung, Metallarbeiter! Außer den in der Freitag Nummer des Vorwärts" genannten Berliner Firmen haben noch folgende ihre Arbeiter wegen der Maifeier bis zum 5. Mai ausgesperrt( worauf bekanntlich beschlossen wurde, die Arbeit nicht eher wieder aufzunehmen, bis Genugthuung gewährt sei): Sped, Dresdenerstr. 36, Haberlandt, Stallschreiberstr. 18. In der gestrigen Versammlung der Ringfabrikanten wurde be= Die drei Direktoren der Charlottenburger Kredit- Genossenschloffen, daß die Arbeit der vom Ausstand betroffenen Firmen schaftsbant, Danziger, 3tebardt und Pollatschet in den anderen Werkstätten hergestellt werden soll. Kollegen, find am Freitag im Einverständniß mit der Staatsanwaltschaft wir rufen Euch deshalb zu: macht die Augen auf! Der Vor- auf den Antrag ihres Vertheidigers, Rechtsanwalts Dr. Mendel stand des Berliner Metallarbeiter- Verbandes. Auf ferneres Befragen des Vertheidigers R... Dr. Sello fagt der Zeuge Feistkorn noch folgendes: Ich habe einmal im landwirthschaftlichen Ministerium in Berlin den Geh. OberRegierungsrath Tezlaff gesprochen. Dieser erzählte mir: Geheim. rath Becker verlange, daß das landwirthschaftliche Ministerium den Westphal verklagen solle. Er( Tetzlaff) habe den diesbezüglichen Brief dem Minister v. Heyden- Cadow vorgelegt. Letterer wollte ohne jede Raution auf freien Fuß gefeßt worden, da die bisherige einigen Tagen habe sich der Minister jedoch eines Anderen be= zunächst gegen Becker Strafantrag wegen Beleidigung stellen. Nach sorgfältige Untersuchung nichts ergeben hat, was die weitere Der Vorstand der Berliner Bau, Maurer: und Inhaftbehaltung rechtfertigen könnte. Die drei Angeklagten sonnen, indem er sagte:„ Ich will die Stellung des Straf Zimmermeister Junung hat den Baugeschäften die Aufforderung werden nunmehr darzuthun versuchen, daß sie selbst infolge der antrages unterlassen, Becker weiß sich ja doch aus allem herauszugehen lassen, ihm mitzutheilen, welche Löhne sie am 9. Mai Machenschaften einiger Genoffen zu den Hauptgeschädigten der zuminden, die Erhebung einer Anklage gegen Becker hätte daher den Maurern und Zimmerern zahlten und ob sie zehn Stunden Bank gehören. wenig 3wed." Die Verhandlung wird hierauf gegen 71/2 Uhr abends auf oder neun Stunden arbeiten lassen. In letzterer Beziehung Das Bernstein Monopol vor der Strafkammer zu Sonnabend vormittags 9 Uhr vertagt. Damit dürfte die wünschten die Herren noch zu wiffen, ob man die neunſtündige Stolp. Aus den Verhandlungen vom Freitag sind die Aus- Beweisaufnahme beendet werden und Montag die Plaidoyers Arbeitszeit für furze Zeit oder für die Dauer eingeführt habe. Er habe stattfinden. Zweck dieser Ausforscherei ist, festzustellen, ob die Angaben der fagen des Baggerrevisors Wolle bemerkenswerth. seiner vorgefeßten Behörde mehrfach Anzeige erstattet, daß der Maurer zutreffen, wonach der Neunstundentag und 55 Pf. Minimal aus der Fahrrinne herausgeschaffte Schlick wieder in die Fahr Depeschen und lehte Nachrichten. Stundenlohn auf ca. 350 Baustellen über 4100 Maurern bewilligt rinne fallen gelaffen wurde, so daß der Schlick oftmals überlief. worden sind. Die Herren von der Innung bezweifeln dasnatürlich. Die Fahrrinne verfandete infolge dessen, so daß mehrfach Schiffe die Nachricht der Rheinisch Westfälischen Zeitung", daß der Berlin, 9. Mai. Die„ Berliner Korrespondenz" bezeichnet Achtung, Zimmerer! Beim Zimmermeister Ad. Schlöpke, aufstießen.- Präs.: Hatten Stantien u. Becker durch dieses Wieder. Handelsminister vom Zentrum die Zusicherung erhalten hat, er Frankfurter Allee 143, haben am Sonnabend sämmtliche Zim- hineinfallenlassen des Schlicks irgendwelche Vortheile? Beuge: merer die Arbeit niedergelegt, weil von Montag ab die zehn- Ja, fie ersparten durch das Nichtwegschaffen des Schlicks Arbeits- dürfe im Parlament des festen Rückhaltes an der Zentrumsstündige Arbeitszeit wieder eingeführt werden soll. Wir ersuchen löhne. Präs.: Jit Ihnen bekannt, ob die Nichtwegschaffung frattion sicher sein, von Anfang bis zu Ende für erfunden. die Berliner Zimmerleute, den Platz zu meiden bis die Arbeitszeit des Schlicks auf Veranlassung oder wenigstens mit Wissen Rotterdam, 9. Mai.( W. T. B.) Auf einigen Schiffen ist wieder geregelt ist. Außerdem ersuchen wir unsere Kameraden, des Geh. Raths Becker geschah? 3euge: Das kann ich die Arbeit unter polizeilichem Schutze wieder aufgenommen sämmtliche Unregelmäßigkeiten sofort der Lohnkommission zu nicht sagen. Der Zeuge befundet im weiteren auf Befragen: worden, indem dort Leute von der Schiffsbemannung die Stelle melden. Die Lohnfommission. Es seien über die Wegschaffung der gewechselten Prähme auf der streifenden Auslader versehen. Eine Besprechung mit den Der Stand des Streiks der Berliner Scheibentöpfer Anordnung des Aufsehers Betereit falsche Bücher geführt worden. Arbeitgebern verlief ergebnißlos; einer derselben will den geist im wesentlichen derselbe wie bisher. Bedauerlich ist, daß bei Es habe außerdem eine Verschleppung der Spierentonnen statt. forderten Lohn zahlen, wenn sämmtliche Arbeitgeber das gleiche Krüger, Schönhauser Allee, zwei Scheibentöpfer die Ausständigen gefunden. Es sei richtig, daß die Angestellten von Stantien thun. Die Stimmung der Ausständigen ist erregt. er- u. Becker von beabsichtigten Revistonen bedeutend eher als er 31 ersehen suchen; mögen diese beiden recht bald Alexandrien, 9. Mai.( W. T. B.) Gestern sind hier an fennen, daß sie ihr eigenes Arbeiterinteresse vernachlässigten, Kenntniß hatten. Im weiteren Verlauf der Vernehmung Cholera 33 Personen erkrankt und 20 gestorben. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobeh, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. " 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 109. Lokales. Sämmtlichen Schülern und Schülerinnen der Gemeindeschulen, welche unter Führung eines Lehrers oder einer Lehrerin klassenweise die städtische Bade Anstalt in der Mühlenstr. 50 benutzen, soll nach Beschluß des Magistratskollegiums die Benuzungsgebühr erlassen werden. unHerr Stryck, der frühere Stadtverordneten- Vorsteher, der den Oberpräsidenten der Provinz bekanntlich als den" Borgesetzten" der Berliner Kommunalvertretung bezeichnet hatte, und deshalb sein Amt niederlegen mußte, soll von entwegt freisinniger Seite in der nächsten Sitzung der Stadtverordneten zu dem Amt eines unbesoldeten Stadtraths an ftelle des verstorbenen Herrn de Neve in Vorschlag gebracht werden. Sonntag, den 10. Mai 1896. 13. Jahrg. " als irgend möglich bemeffenen Essenspausen zum theil 24, ja Angestellten, feien es Beamte der Ausstellung, von Privatgesells 28 Stunden. Wenn die Arbeiter nach solcher Anstrengung sich schaften, auch Ausstellern, ein aus vier Gängen bestehendes In Reinickendorf steht der Arbeiterschaft nur ein Ver- zum Schlafen legten, so wurden fie oft nach kurzer Zeit, höchstens Mittagessen für 60 Pf. zu liefern. fammlungslokal zur Verfügung. Deshalb ersuchen die Genossen aber nach Verlauf von sieben oder acht Stunden wieder an die An der Kontrolle der Ausstellung sind Freitag zwei von Reinickendorf die Berliner Genossen, bei Ausflügen das Arbeit geholt. In der letzten Zeit wurde der starken Hiße Personen angehalten worden, welche auf erliehene Karten Eintritt Lokal von Grunow, Nordbahnstraße, besonders zu berücksichtigen. wegen abends Uhr fünf zu arbeiten angefangen. Dann dauerte zu erlangen suchten. In dem einen Falle handelte es sich um Ju die Lokalliste ist nachzutragen Strewes, Birkenpark, Schönholz. die Arbeit ununterbrochen bis morgens 8 oder 9 Uhr. Eine einen Privatbeamten, welcher, mit der Arbeiterkarte eines bes Bekanntlich soll auf grund eines taiserlichen Erlasses Sonntagsruhe gab es nicht; in den fünf Wochen, welche die in deutenden hiesigen Fabriketablissements versehen, Zugang fuchte. fünftigbin für alle zu ertheilenden Bau- Erlaubnißscheine betracht kommenden Gesellen bislang bei der Firma beschäftigt Im zweiten Falle ist es ein Kaufmann, welcher die mit Photos eine bestimmte Gebühr, bemessen nach dem Steuerinhalt des waren, gab es am Donnerstag der vorletzten Woche eine einzige graphie versehene Karte eines ihm ähnlich sehenden Ausstellers Ruhepause, die von abends 11 Uhr bis zum nächsten Nach besaß. Ju beiden Gebäudes, erhoben werden. Der Magiftrat bält den Erlaß mittag 5 Uhr währte. Endlich erklärte einer der Arbeiter, daß schlagnahmt worden, die Personalien der Betroffenen fest Fällen find die Karten bea für nicht gesetzmäßig und glaubt, daß er mit den Artikeln 100 und 106 event. auch 102 der Verfassung im Wider er diese Ausbeutung nicht länger ertragen könne und zu arbeiten gestellt, und es wird sowohl gegen diese, als auch gegen spruch stehe, und fachlich, soweit er sich auf die Städte mit kgl. bestimmte, acht Tage im voraus. Als der Entlassungstermin strafrechtlich vorgegangen werden. Es wird ferner darauf aufaufhören würde. Ordnungsmäßig fündigte er, wie der Kontrakt die Verleiher der Karten wegen versuchten Betruges Bolizeiverwaltung beziehe, auch mit dem Polizei- Kostengesehe nicht vereinbar sei. Das Magistratskollegium hat daher auf berangekommen war, und der Vormann sab, daß der Arbeiter merksam gemacht, daß die Kontrolle jegt außerordentlich scharf Vorschlag der vorberathenden Subkommission beschlossen, eine fernere Arbeit zu leisten sich weigerte, ließ der Antreiber den durchgeführt wird, ferner, daß Arbeitgeber dafür verantwortlich Petition an den Landtag zu richten wegen Prüfung der Gesetz- Gesellen durch einen herbeigerufenen Gendarmen einfach arretiren. gemacht werden, daß mit den ihnen anvertrauten Arbeiterkarten mäßigkeit des erwähnten Erlasses. Auch sollen dem tgl. Polizei- Zum Glück verlangte der Festgenommene den deutschen Konsul in der Weise Unfug getrieben wird, wie in den oben geschilderten präsidium die betreffenden Erlaubnißgebühren nur unter Bor- 3u sprechen und dieser veranlaßte wenigstens, daß er unter Be- Fällen. Wohl mit Rücksicht auf solche Vorkommnisse veröffent behalt der Rückzahlung gezahlt werden. wachung eines Gendarmen in einem Hotel schlafen konnte. Am licht der Arbeitsausschuß folgende Mittheilung: Der über nächsten Morgen wurde er dann von einem anderen Gendarmen triebene Mißbrauch unserer Passirkarten zwingt uns zu nach dem Bahnhof gebracht und hier mußte er sich, ohne daß folgenden Maßregeln: Die sämmtlichen bisher ausgegebenen ihm vorher Gelegenheit gegeben worden wäre, den Passirtarten verlieren Sonnabend, 9. Mai, abends 6 Ühr, ihre Konsul weiter zu sprechen, auf seine Kosten ein Billet zur Giltigkeit. Von Montag, 11. Mai, morgens 6 Uhr ab, werden Rückfahrt lösen. Ob die übrigen Gefellen, die selbst- in unserer Betriebsinspektion neue Passirkarten, jedoch nur au verständlich auch eine derartige Ausschindung auf die Dauer solche Personen ausgegeben, die eine schriftliche Bescheinigung nicht aushalten können, gegebenenfalls in ähnlicher Weise des betreffenden Ausstellers beibringen, daß sie mit der Fertigbehandelt werden, weiß unser Gewährsmann nicht. Vermuthen stellung noch nicht vollendeter Arbeiten in der Ausstellung be läßt sich solches aber, denn der Belgrader Geschäftsführer der auftragt find; diese Bescheinigung muß von dem betreffenden Firma, ein Herr Kiekebusch, sagte gelegentlich der Abführung Gruppenvorstand gegengezeichnet sein. Ein Umtausch der alten des Gemaßregelten zu den übrigen Gefellen: Wer mich beleidigt, in neue Passirkarten findet nicht statt. Anträge auf Zusendung den lasse ich nach meinem Belieben so lange in die Festung von Passirkarten können nicht berücksichtigt werden, dieselben find von der Betriebsinspektion abzuholen." perren, als es mir gefällt. Das merkt Euch! In der Berliner Gewerbe- Ausstellung werden von heute Zur Feier des 200jährigen Bestehens der Akademie Wochentags vormittags: Konzert von 11/2 Uhr bis 1/2 Uhr, auszug von Kroll quer durch Berlin zur Gewerbe- Ausstellung an die offiziellen Konzerte an folgenden Tagesstunden stattfinden: hatten gestern Mittag die Studirenden der Akademie einen Festgeführt vom Berliner Philharmonischen Blas- Orchester( Orchester veranstaltet. Der Zug war prächtig und mit gutem Geschmack der Berliner Gewerbe- Ausstellung), Dirigent G. Baumann; zusammengestellt und fesselte selbstverständlich seiner Originalität nachmittags: Konzert von 4 bis 9 Uhr( Kapellen der Berliner willen aufs höchste das sonst nur an Soldaten- und Paradebilder Garnison) und von 5 bis 10 Uhr vom Berliner Philharmonischen gewöhnte Berliner Publikum. Der Veranstaltung lag der Ge Blasorchester. An Sonn- und Feiertagen finden die Vormittags- dante zu grunde, die verschiedenen Gruppen der Gesell Konzerte von 12 bis 2 Uhr und Nachmittags- Konzerte von 4 bis schaft Berlins, wie sie zur Zeit des großen Kurfürsten" 101/2 Uhr statt. Die bereits früher angekündigten populär- bestanden, vorzuführen, gleichzeitig aber auch in völliger Abwissenschaftlichen Vorträge in dem Hörsaal des Chemiegebäudes weichung vom Kostüm des 17. Jahrhunderts die verschiedenen ( gleich links vom Haupteingang 1, an der Treptower Chauffee) Gebiete der Kunst zu versinnbildlichen und zu verherrlichen. beginnen nunmehr am Montag, den 11. Mai. Bis zum 30. Sep- Der Bug wurde eingeleitet von einem berittenen Trompeterkorps tember wird dort täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feier in den Trachten vom Ausgang des 17. Jahrhunderts. In tage- ein Vortrag gehalten werden. 121 Vorträge aus allen Gebieten Karossen, die bunt mit Blumen geschmückt waren, folgten Ehrender Kunst und Wissenschaft, der Industrie und Technik von Ge- gäste von den Berliner wie von auswärtigen Hochschulen, und lehrten, Fachmännern und Industriellen find bereits angemeldet. Dann, jedesmal von Fanfarenbläsern in historischer Tracht ge Den ersten Vortrag, am 11. Mai, hat Professor D. N. Witt von führt, sechs aus Damen und Herren gebildete Gruppen. Sie der Technischen Hochschule übernommen, der über die Industrie stellten etwa dar die historische Entwicklung der Künste im alldes Glases sonst und jetzt sprechen wird Am 12. Mai spricht gemeinen, die Bildhauerkunst, die Kunst im siebzehnten Geheimer Medizinal- Rath Professor Dr. W. Waldeyer über den Jahrhundert, die Malerei, die Berliner Kunst vor 200 Jahren Aufbau des Nervensystems, am 13. Professor Dr. Lassar über und schließlich Gestalten der Dichtung vom deutschen Siegfried Volksbäder, am 15. Dr. v. Luschan über künftliche Verunstaltungen bis zur morgenländischen Tausend und Eine Nacht. des menschlichen Körpers, am 16. Profeffor Dr. Angerstein über Künstlerinnen und Künstler im Zuge suchten mit lebhaftem Be die Aufgabe des deutschen Zuruens. Der Vortragsfaal ist mühen ihre Gruppen so lebenswahr wie möglich zu gestalten amphitheatralisch aufgebaut. Dem Vortragenden ist die weit- und ernteten dafür auch lauten Dant bei der Zuschauerschaft gehendste Möglichkeit geboten, seine Vorträge durch Projektions- des sonst so prosaisch nüchternen Berlin. Der Festzug marschirte bilder, Experimente 2c. in interessantester Weise zu illustriren. nach Alt- Berlin, um sich dort für 20 Mart Entree Gevatter Die Vorträge beginnen pünktlich um 6 Uhr, der Eintrittspreis Kommerzienrath und Schlächtermeister zu zeigen, eine Idee, bie beträgt 50 Pf. nicht gerade nach jedes Künstlers Behagen gewesen sein wird. beträgt 50 Pf. Aber ein wirkliches Volksfest wäre bei der durch die soziale Ent Der Dienst der Gendarmerie auf dem Ausstellungs wickelung bedingten Entfremdung der Klaffen auch ein Unding gebände beginnt des Morgens um 6 Uhr und dauert bis nachts gewesen, ganz abgesehen davon, daß die königlich preußische 12 Uhr, um welche Zeit das Terrain von den Besuchern geräumt Akademie sowohl gegenwärtig wie auch früher in den mancherlet werden muß. Es werden dann die sämmtlichen Eingangspforten Fährlichkeiten ihres wenig fruchtbaren Daseins ein Ding ist und geschlossen und die Gendarmerie übernimnit den sogenannten war, das wahrlich nicht jedermanns Geschmack zusagte. So war Außendienst, d. h. eine größere Anzahl Gendarme befinden sich auf beständigem Patrouillengange um das Ausstellungsgebäude denn die Illusion, die das bunte Leben bei manchem wecken Das bisherige Kuratorium für die städtische Irren: Das bisherige Kuratorium für die städtische Irrenpflege ist zu einer selbständigen Verwaltungs- Deputation ums gestaltet worden und hat die Bezeichnung Deputation für die städtische Jrrenpflege" erhalten. " Für die Benutzung des Hafens am Urban sollen nach Beschluß des Magistratskollegiums folgende Gebühren erhoben werden: 1. für jedes Schiff, welches zum Laden oder Löschen anlegt 5 M., 2. an Standgeld für jeden Quadratmeter und Tag 1 Pf., 3. für die Benutzung eines Strahnes zum Ein- bezw. Ausladen für jeden Zentner 1/2 Pf. Zur Zeitung des Hafenbetriebes foll eine Kommission bestehend aus 3 Magistratsmitgliedern eingesetzt werden. An stelle des verstorbenen Markthallen Direktors Schrader hat das Magistratskollegium den Markthallen Oberinspektor Hankwiß gewählt. V Auf dem städtischen Schlachthofe sind im Monat April cr. 60 734 Schweine gegen 49 785 im April 1895 auf Trichinen untersucht worden. Davon find 6 Stück wegen Trichinen und 35 Stüd wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet zurückgewiesen worden. Der Putfedern- Fabrikant Hugo Brandt', Alexandrinenftraße 87 hierselbst, ist am 5. Mai cr. als gerichtlicher Sachverständiger für die Straußfedern- und Bußfedern- Fabrikation von dem tgl. Amtsgericht I hierselbst eidlich verpflichtet worden. Die Ferien der hiesigen Gemeindeschulen sind für das Jahr 1896 in folgender Weise festgesetzt worden: Pfingstferien vom Sonnabend, 23. bis Donnerstag, 28. Mai( eingeschlossen) Sommerferien vom Sonnabend, 4. Juli, bis Montag, 3. Auguft; Herbstferien vom Montag, 28. September, bis Sonnabend, 10. Oktober; Weihnachtsferien vom Montag, 21. Dezember, bis Der Ferienplan zeigt insofern gegen frühere Jahre Aenderungen, als der Montag am Schlusse der Sommerferien hinzugekommen ist und die Herbstferien von 10 auf 14 Tage verlängert worden sind. Sonnabend, 2. Januar 1897. Zur Warnung für Schlächtergesellen wird uns folgender Fall mitgetheilt. Die Exportschlächterei Kolberg u. Weber hierfelbst hatte zu Anfang vorigen Monats 16 Gefellen für ihre Filiale in Belgrad zu dem Wochenlohn von 60 M. auf fünf Monate engagirt. An die verheiratheten Gesellen zahlte die Firma den Lohn derart aus, daß die eine Hälfte des Geldes der hier wohnenden Ehefrau, die andere Hälfte aber dem Gesellen am Arbeitsort selber ausgezahlt wurde. Die Arbeitszeit, über die im Arbeitsvertrag flüglich keine Bestimmungen festgesetzt waren, war eine unbegrenzte. Sie dauerte mit Einschluß der fo fnapp herum. im Die im selben Augenblick verflogen, als das Spalier Straßenbilde fich gelöst hatte und im Gewühl Von den auf dem Gelände der Ausstellung An- der heutigen Alltäglichkeit jeder wieder seinen Sorgen und Ge gestellten, sowohl den Ausstellungsbeamten als auch Privat- schäften nachging. Eine Nuzanwendung hätte die Behörde aus beamten, ist bei dem Arbeitsausschnß Klage darüber geführt der Veranstaltung ziehen können, im Interesse des künstlerischen worden, daß die Preise für Mittagessen in der Ausstellung so Geschmacks! Die Polizei, die so oft das Jahr hindurch bei bedeutend seien, daß ein großer Theil des Tagelohns für dasselbe Hoffestlichkeiten und Paraden in geradezu erschreckend weitem Umaufgewendet werden müsse. Jezt hat sich dem Arbeitsausschuß fange von ihrer Befugniß, die Straßen für den Verkehr abzugegenüber der Inhaber des Restaurants Welt Musit im Ver- sperren, Gebrauch gemacht hat, hätte hier, um Den gnügungspark dazu verpflichtet, sämmtlichen in der Ausstellung fünstlerischen Gesammteindruck des Bildes nicht durch = indem nämlich Kohle zu Kohlensäure verbrennt, also eine Um- seiner Bewegung nothwendigen Strom aus einer Zentralstation Elektrische Eisenbahnen. lagerung der einzelnen Theilchen der Kohle und des Sauerstoffes erhält, in welcher eine oder mehrere große Dynamomaschinen Die Berliner Gewerbe- Ausstellung hat das unbestreitbare der Luft stattfindet, entsteht die gewaltige Wärmemenge, welche aufgestellt sind und meist durch Dampffraft angetrieben werden. Verdienst, die Entwickelung der Berliner Verkehrsverhältnisse in die schließliche Kraftquelle für die Maschine bildet. Aehnliche Ums Durch ihre Abhängigkeit von ein und derfelben Dynamomaschine schnelleren Fluß gebracht zu haben. Nach schwachen Anläufen lagerungen der Theilchen finden in den galvanischen Batterien statt, treten die einzelnen Wagen auch in eine gewisse Verbindung am Ende der siebziger Jahre wurde die Benutzung der Elek- in welchen Metalle in Säuren eintauchen; auch hier findet meist mit einander, so daß eine Störung des Betriebes in der Zentraltrizität für den Straßenbahnbetrieb wieder aufgegeben, und man eine langsame Verbrennung( Oxydation), ein allmäliges Busammen- flation alle Wagen in Mitleidenschaft zieht; es wäre gewiß hörte jahrelang nichts mehr davon. Als sich jedoch in den treten von Zink und Sauerstoffgas statt, wobei statt der Wärme wünschenswerth, wenn man die einzelnen Wagen vollständig achtziger Jahren die elektrischen Bahnen in Amerika start ent- ber elektrische Strom entsteht. Leitet man ihn in eine Maschine, unabhängig von einander haben könnte. Es schien, als ob man wickelten, tamen sie in verbesserter Form auch wieder nach in welcher er einen drehbaren Eisenring viele Male umfließt, so dieses Biel durch Anwendung der Affumulatoren oder SammlerEuropa hinüber; in den lezten Jahren wurde in einer ganzen versett er diesen in Drehung, so daß die Maschine als Motor batterien erreichen würde; es sind dies galvanische Batterien, Reihe von Städten, wie Hamburg, Breslau, München, Dresden u. a. dienen kann. durch welche ein elektrischer Strom, der sog. Ladungsstrom, elektrischer Straßenbahn- Betrieb eingerichtet; selbst so kleine Doch würde eine solche Erzeugung des elektrischen Stromes längere Zeit hindurch geschickt worden ist, wobei er nicht Städte wie Halle, wandten sich der neuen Betriebsart zu, eine sehr theure und daher nicht rationell sein. In anderer Art mechanische, sondern chemische Arbeit, die Trennung von Waffer während in Berlin die Pferdebahnen in gewohnter Art die Be- gewinnt man ihn, wenn man den Ring einer Maschine, wie sie stoff und Sauerstoff, geleistet hat. Die getrennten Gase sammeln wältigung des auwachsenden Verkehrs übernahmen. Es wurde oben erwähnt ist( Dynamomaschine), durch Aufwendung mecha- fich auf Metallplatten an, welche sie mit einer dichten Schicht zwar in den letzten Jahren viel von der Umwandlung ihres Be- nischer Arbeit in Drehung versetzt; dann werden die Draht überziehen, und in diesem Zustande können die Elemente triebes in elektrischen gesprochen, doch wurde kein ernsthafter windungen, welche den Ring umgeben, von einem elektrischen lange Zeit hindurch aufbewahrt bleiben; werden sie dann Anlauf unternommen; Berlin, welches von seinen wohlgesinnten Strome durchflossen, der seinerseits in eine andere Maschine ge- in geeigneter Weise verbunden, so vereinigen sich die Gase wieder, Bürgern gern die Stadt der Intelligenz genannt wird, brauchte leitet, diese wieder antreibt. Kuppelt man zwei derartige indem fie einen elektrischen Strom liefern, welcher einem Motor ja nicht die erste zu sein, welche die neue Betriebsform einführte. Maschinen miteinander, so dient die eine zur Erzeugung des zugeführt werden kann. So kann man die Arbeitskraft des Hier wollte man langsam, aber sicher vorgehen und erst abwarten, elektrischen Stromes, während die andere, welche den Strom erhält, elektrischen Stromes einer Zentralstation in vielen solcher wie sich anderswo die eingeführten Systeme bewähren würden; dann durch ihn in Bewegung gesetzt und angetrieben wird. Freilich kann Akkumulatoren ansammeln und nach Belieben und Bedarf an konnte man ja das beste von allen annehmen und den lieben man fragen, warum man denn nicht lieber die zweite Maschine, die die Motoren der einzelnen Wagen abgeben. Ein solches System Berlinern den elektrischen Betrieb zwar etwas spät bringen, aber doch als Motor dienen soll, gleich direkt durch Aufwendung elektrischen Bahnbetriebes bietet die beiden großen Annehmlichdafür in einer Form, welche eine Umänderung in absehbarer mechanischer Arbeit antreibt, wozu man diese Arbeit erst noch feiten, daß jeder Wagen unabhängig von jedem anderen ist und Zeit nicht wahrscheinlich erscheinen ließ. Daher wurde eine auf eine andere Maschine verwendet, in welcher fie in elektrischen daß keine besonderen Zuleitungen nöthig sind, um den elektrischen Kommission vom Magiftrat in die verschiedensten Städte geschickt, Strom umgewandelt wird, um dann erst in der zweiten Ma- Strom den einzelnen Wagen zuzuführen. Troydem ist es nicht welche mit dem von ihrer Mehrheit gutgeheißenen Bescheid schine, im Motor, als mechanische Arbeit wieder zu erscheinen; zu ausgedehnter Anwendung gekommen. Die Große Berliner zurückkam, daß in Berlin für das Verkehrswesen eigentlich doch denn sicher geht auf diesem Umwege ein Theil der aufgewendeten Pferdebahn Gesellschaft, welche vor zwei Jahren auf der Linie sehr gut gesorgt wäre und daß die Umwandlung des Pferde- Arbeit verloren, weil ja die Heibungswiderstände der ersten Großgörschenstraße- Moabit zwei solche Wagen eine zeitlang bahnbetriebes in elektrischen durchaus nicht eilig sei. Maschine überwunden werden müssen, und weil die Leitungs- laufen ließ, hat sie wieder aufgegeben und auch die Charlottenburger Wer weiß, wie lange die Berathungen noch gedauert hätten, bahn zwischen beiden erwärmt wird, beides Verrichtungen, die Pferdebahn- Gesellschaft, welche zwischen Bahnhof Charlottenburg wenn die Gewerbe- Ausstellung nicht dazwischen gekommen wäre. einen Theil der aufgewendeten Arbeit in Anspruch nehmen. und Hippodrom solche Wagen einrichtete, hat ihre Einführung Von ihr erwartete man eine ganz enorme Steigerung des Ver- Es giebt mancherlei Umstände, welche trotz dieses Verlustes an nicht verallgemeinert. Einerseits haben die Akkumulatoren ein kehrs und ging daher mit der Bewilligung zum Bau elektrischer verwendbarer Arbeit den geschilderten Umweg nüglich erscheinen sehr großes Gewicht, welches die Wagen unnöthigerweise mitBahnen freigebiger vor. lassen; wir wollen hier nur den einen erwähnen, daß man den schleppen müssen, und andererseits verursacht das Neuladen der Bei einer solchen ist zunächst die Frage zu entscheiden, Strom einer einzigen großen Dynamomaschine sehr vielen kleinen Batterien, wenn sie die in ihnen aufgespeicherte elektrische Kraft nach welchem System der elektrische Strom erzeugt und den ein- Motoren zuführen und so mit Hilfe der leichten und bequemen ausgegeben haben, so viel Umstände und Arbeit, daß den Bahnzelnen Wagen zugeführt werden soll. In dem Strom steckt ja Art, durch welche die Uebertragung des elektrischen Stronies sich gesellschaften der Betrieb nicht lohnend erscheint. Allerdings sind die Fähigkeit, mechanische Arbeit zu leisten, und diese tann selbst- auszeichnet, die an der Dynamomaschine geleistete Arbeit an die angeführten Bedenken nicht von der Art, daß sie die Ververständlich nur durch Aufwendung von Arbeit in irgend einer verschiedenen Stellen benutzen kann. Dies ist auch das System, wendung der Akkumulatoren für Straßenbahnen überhaupt als Form gewonnen werden. Eine Kraftmaschine gewinnt ihre welches im allgemeinen von den elektrischen Bahnen befolgt ausgeschlossen erscheinen lassen; an ihrer Verbesserung wird eifrig Energie oder Arbeitskraft durch einen chemischen Vorgang; wird: Jeder Wagen hat einen kleinen Meer, welcher den zu gearbeitet, und vielleicht erobern sie sich das ihnen bis heute 1 Pferdebahnen und andere Fuhrwerke fortwährend beeinträchtigen !u lassen, auch schließlich«in übriges thun und den Verkehr ür einige Stunden unterbinden können. Andererseits zeigte das gestrige Straßenbild allerdings zur Evidenz, daß keinerlei Nothwendigkeit vorliegt, die Paradeaufzüge des Militärs vor dem Straßenverkehr zu„schützen". Eine Eigenschaft, die an dem Festzuge der Künstler angenehm auffiel, verdient noch hervor- gehoben zu werden: Er machte fast garnicht in Mordspalriotismus und Fürstenverherrlichung. Wochen-Repertoire der Urania. In der neuen Urania in der Taubenstr. 48/49 wird die ganze Woche hindurch das neue wissenschaflliche Ausstattungsstück„Durch den Gotthard" gegeben werden. In der allen Urania in der Jnvalidenstraße spricht am Sonntag Herr Dr. Müller„Ueber das Hühnchen im Ei". am Montag und Mittwoch Herr P. Spieß„Ueber Photographie mit unsichtbaren Strahlen", am Dienstag Herr Dr. Scbwahn „Ueber die Erscheinungen der Gletscherwelt", am Donnerstag Herr Franz Görke„Ueber Bornholm", am Freitag wird Herr Direktor Dr. M. Wilhelm Meyer den Vortrag„Durch die Sierra zum Felsengebirge" halten, während Herr G. Witt am Sonnabend über„Die Sonne" reden wird. Dem Berliner Aquarium wurden während der letzten Tage aus den südlichen Meeren besonders für die Abiheilungen der wirbellosen Thiere neue und merkwürdige Arlen und Gattungen zugeführt. Die absonderliche Klasse der Moosthiere, sehr kleine, festsitzende und zu rinden-, oder moos-, oder blatt- und korallenähnlichen Kolonien verbundene Lebewesen, welche ob ihrer eigenthümlichen Organisationen ebenso an die Würmer als an die Weichthiere erinnern, hat zu den bereits vorhandenen Vertretern eine neue Art aus dem Mittelmeer, deren biegsame, hornige Stöcke groß, breitlappig und meist verzweigt sind, geliefert. Als eigenartige, durch Knospung und Theilung entstandene Thier- stöcke sind auch die Schwämme anzusehen, deren ungeheure Mannigfaltigkeit, deren Zierlichkeit und Schönheit die aus der Adria stammenden Arten, unter denen insbesondere ein an Korallen erinnernder prächtig rother Gitterschwamm ausfällt, erkennen lassen. Die Schluststeinlegung an dem Postament der Statue deS„Große» Kurfürsten" auf der neuen Kurfürstenbrücke hat gestern Vormittag staltgefunden. Die Brücke, welche bisher amt- lich„Lange Brücke" hieß(obwohl sie die kürzeste in Berlin war), heißt jetzt„Kursürsten-Brücke". Einen tragischen Abschluß hat wieder einmal ein Liebes- verhältniß gefunden. In der Siegesallee im Thiergarten wurde Hestern Morgen gegen 7 Uhr ein junges Mädchen gesehe», das ängere Zeit umherirrte und sich augenscheinlich über ein Vor- haben nicht schlüssig machen konnte. Plötzlich bestieg es die Gepäckdroschke Nr. 8529 und gab dem Kutscher den Auftrag, nach dem Roseuthaler Thor zu fahren. Kaum hatte sich die Droschke in Bewegung gesetzt, als in ihr ein Schuß knallte. Der Kutscher rief den Schutzmann Krüger vom 3. Revier, der ihm an der Bismarckstraße begegnete heran und theilte ihm mit, was er gehört hatte. Als der Be- amte den Wagenschlag öffnete, sah er das Mädchen in (einem Blute schwimmen. Es hatte sich einen Revolver- chuß in den Kopf beigebracht und war bewußtlos zusammengebrochen. Der Schutzmann setzte sich neben die Schwerverletzte und fuhr mit ihr nach einem Kraukenhaufe. Als man hier ankam, lag das Mädchen bereits in den letzten ügen und kaum war es aufgenommen, so starb es auch schon. ie Kugel war, wie man sofort feststellte, durch den Kopf voll- ständig hindurchgegangen, sodaß aus beiden Wundöffnungen das Gehirn heraustrat. Verschiedene Papiere, die man bei der Tobten fand, wiesen darauf hin, daß sie die am 11. August 1875 zu Weudisch-Buchholz geborene Stein- druckerin Christiane Valentin aus der Markgrafenstr. 64 sei. DaS stellte sich denn auch als richtig heraus. DaS Mädchen hatte hier bei der Schneiderin Frau Dassel gewohnt, war aber vorgestern von dort angeblich nach der Anguststraße ausgezogen. Gearbeitet hatte Fräulein Valentin bis vor acht Tagen in der Steindruckerei von Gerwe in der Rungestraße 13. Dann war sie zu Hause geblieben und von Tag zu Tag schwer- müthiger geworden. Wo sie sich seit vorgestern aufgehalten hat, ließ sich noch nicht feststellen. Christiane Valentin hatte seit drei Jahren ein Liebesverhältniß mit einem Kammergerichts- Referendar Alfred B., durch das sie sich ein Frauenleiden zuzog, gegen welches sie bereits zweimal in der Charitee Hilfe gesucht hatte. Hatte schon dieses Leiden das Mädchen sehr nieder- gedrückt, so war eZ vollends mit ihm aus, als es in der ver- f angenen Woche von dem gewiß für Ordnung, Religion und litte kämpfenden Ehrenmann einen Absagebrief erhielt. Das Ende war dann der Selbstmord in der Droschke. Mit dem elettrischen Betriebe der Wagen der Großen Berliner Pferdebahn-Gesellschaft ivill es noch immer nicht klappen und es finden täglich Störungen dadurch statt, daß die Stange». räder, welche an der Drahlleitung enllang laufen, abbrechen und die Wagen hierdurch betriebe unfähig werden. Die Beseitigung dieser Wagen aus den Geleisen ist stets mit großen Schwierig- leiten verknüpft, welche sich bei einem besonders regen Verkehr außerordentlich unangenehm geltend machen. noch ziemlich verschlossene Gebiet der Straßenbahnen doch noch. — Sieht man von den Akkumulatoren ab, so sind also besondere Zuleitungen nöthig, welche den elektrischen Strom von der Zentralstation, in welcher er erzeugt wird, zu den einzelnen Wagen führen. Um daS schon vorhandene Material möglichst zu benutzen, könnte man daran denken, hierzu die Schienen zu ver- wenden; die eine könnte den Strom dem Motor des Wagens zuleiten, die andere von ihm aufnehmen und zur Zentralstarion zurückleiten. Aber dies geht in keiner Weise, weil der Erdboden eine leitende Verbindung zwischen den beiden Schienen herstellt, so daß der Strom gar nicht den Weg durch den Motor im Wagen nehmen würde. Eher könnte man noch bei neu zu bauenden Bahnen diesen Weg wählen; in der That ist die elektrische Bahn, welche feit l88I in Groß-Lichterfelde vom Anhalter Bahnhof zur Kadettenaustalt fährt, so eingerichtet; der Radreifen nimmt den Strom von der einen Schiene auf und führt ihn dem Elektromotor zu, von wo er nach der anderen Seite wieder aus- tritt und durch die Schiene zum Maschinenhaus zurückkehrt. Bei einer solchen Anlaae müssen die Schienen gut von einander isolirt sein; diese Jsolirung ist bei längeren Strecken sehr kost- spielig, so daß es sich als billiger erwiesen hat, für die Zu- leitung des Stromes eine besondere Vorrichtung zu treffen und die Schienen nur zur Rückleitung zu benutze». Auf der elektrischen Bahn, welche Siemens u. Halske 1879 auf der Berliner Ge- werbe-Ausstellung ausstellten, geschah die Zuleitung durch eine zwischen den beiden Hauplschienen liegende gut isolirle dritte schiene; jedoch spricht hiergegen dasselbe, was gegen die Benutzung der beiden Hauptschienen einzuwenden ist, nämlich die Kosten der Jsolirung. Man ist daher von diesem System vollständig abgegangen und baut besondere Zu- leitungen entweder unter oder über der Erde. Wo es irgend angeht, wird die oberirdische Stromznführnng gewählt; die Ausführung derselben ist nicht überall dieselbe. Bei den jetzt in Berlin gebauten Bahnen hängt ein starker Leitungsdraht parallel den Schienen in der Luft, welcher von seitlich stehenden Säulen gelragen wird. An diesem Draht schleift eine an dem Wagen angebrachte Vorrichtung und führt den Strom zum Molor, von wo er durch die Schienen zum Maschinen- hauS zurückkehrt. Bei den meisten Berliner Bahnen, welche bis jetzt ausgeführt sind, bei den von Siemens und Halske gebaute» und betriebenen Linien Pankow— Gesund- brunnen und Treptow— Hollmaunstraße, sowie bei der von der Firma Naglo ausgeführten elektrischen Rundbahn auf der Gewerbe-Ausstellung besteht die Schleifoorrichtung in einem Unglücksfälle beim Ba« der Gewerbe-AuSstellung. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich Freitag Nachmittag auf dem Dache in der Jndustriehalle. Der dortselbst im Rudolf Hertzog'schen Pavillon beschäftigte Tischler S. stürzte, zerschlug das Glasdach des Pavillons und fiel i» diesen hinein. Er erlitt hierbei erhebliche Verletzungen am Kopf und mußte nach der Sanitätswache gebracht werden.— Gestern Vormittag erlitt ein Arbeiter dadurch zwei schwere Kopfverletzungen, daß eine nur mangelhaft befestigte Scheibe bei dem Pilsener Ausschank herunter- stürzte und ihm gerade auf den Kopf schlug. Er wurde ebenfalls nach der Sanitätswache gebracht. Ueberfallc» worden ist seiner Darstellung nach der Schraubendreher Wilhelm Seiffert aus der Jägerstr. 4 zu Rixdorf, als er in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend nach Hause ging. Auf dem Kotlbuser Damm erhielt er plötzlich von einem ihm unbekannten Menschen einen wuchtigen Stockschlag über den Kopf und wurde so erheblich verletzt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Zur Beseitigung hervorgetretener Zweifel wird bekannt gegeben, daß sowohl bei Benutzung der Arbeilerzüge A 5—8, wie der von Westend über den Nordring nach Potsdamer Bahn- hos Ringbahil und umgekehrt ohne Berührung der Station Srralau-Rummelsburg während der Berliner Gewerbe-Ausstellung verkehrenden Züge die Station Stralau-Rummelsburg als Zähl- station außer belracht bleibt. Es hat demnach eine Fahrkarte der ersten Preisgruppe— zweite Klaffe 15 Pf., dritte Klasse 10 Pf.— mit welcher die Fahrt in einem der vorbezeichnelen Züge beispielsweise in Schöneberg angetreten wird, Gilligkeit bis zur Station Zentral-Viehhof. Durch eine» Wagen der elektrischen Bahn wurde Freitag Nachmittag aus der Treptower Chaussee au, Schlesischen Busch ein kleines dreijähriges Kind erheblich verletzt. �Die Mutter des Kleinen saß auf einer Bank am Bürgersteig mit einer Freundin und plauderte und ließ ihr Kind unbeachtet aus dem Fahrdamm spielen. Das Kind lief direkt gegen einen zur Ausstellung fahrenden elektrischen Motorwagen, wurde von dem Schutzblech vor den Rädern bei Seite geschleudert und blieb besinnungslos auf dem Fahrdamm liegen. Großfeuer auf dem Bahnhof Gesundbrunnen. Gestern nachmittag 1 Uhr lief auf der Hauptfeuerwache in der Linden- straße die Meldung ein, daß auf dem Bahnhof Gesundbrunne» Feuer ausgebrochen sei. An der Südseite des Bahnhofsgeländes lagern auf der Böschung größere Mengen hölzerner Schwellen, die mit Theer imprügnirt sind. Ein Posten dieser Schwellen war, vermuthlich durch Flugfunken einer Zugmaschine, in Brand gerathen, das Feuer hatte sich rasch anderen Hausen mitgelheilt, und bald brannte das Schwellenlager in großem Umfange. Die Feuerwehr rückte mit zwei Dampf- und vier Handdruckschläuche» heran, hatte aber mit Schwierigkeiten insofern zu kämpfe», als die Schläuche von ziemlich weit her von den Hydranten der Brunucnstraße gespeist werden mußten. Für etwa 12 900 M. Schwellen wurden durch Verbrennen und Anbrennen unbrauch- bar. Um 2 Uhr waren die Löscharbeiten nahezu beendet. Durch Ueberfahren wurde Freitag Nachmittag der vier- jährige Sohn Bruno des Buchbinders Scheibe aus der Lausitzer- strabe39 getödtet. Als zwischen 12 und 1 Uhr ein mitStroh beladener Wagen der Fouragehandlung von Tannert durch die Reichen- bergerstraße fuhr, machte sich der kleine Scheibe an thn heran, um aus der Ladung Strohhalme herauszuziehen. Diese Unart kostete ihm das Leben. Der Knabe kam, während er mit dem Wagen mitlief, zu Falle und gerielh unter das rechte Hinterrad, das ihm über den Hals und den rechten Oberschenkel ging und ihn auf der Stelle rödtete. Die Leiche wurde in die Wohnung der Eltern gebracht. Die Maul- und Klauenseuche unter dem Milchviehbestande de? Mollereibesitzers Sleinicke, Raupachstr. 8, ist erloschen. Krankheit und Nahrungssorgen haben den 46 Jahre alten Arbeiter Louis Meyer aus der Pappel-Allee Nr. 11 in den Tod getrieben. Man fand ihn Freitag Nachmittag in einem Pferdestall des Grundstücks Mühlenstr. Nr. II mit einer Schnur an der Raufe hängend als Leiche auf. Wiederbelebungs- versuche, die ein hinzukommender Kriminalbeamter anstellte, blieben erfolglos. 41 SammelbouS vom 4. Wahlkreis, die auf dem Wege Weinstraße bis Audreasstraße verloren gegangen sind, wolle der Finder bei Franke. Friedrichsbergerstr. 11, abgeben. Kleine Mitthcilunge». Am Freitag Vormittag fiel auf dem Kaiser Friedrich-Platze die 16 jährige Luise Müller beim Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwage» hin und erlitt eine Gehirnerschütterung, so daß sie bewußtlos liegen blieb. Sie wurde nach dem Krankenhause Am Urban ge- bracht.— In der Mulackstraße mißhandelte der Barbier Joseph St. den 16 jährigen Lausburfchen Emil Neumann, weil dieser seinen Hund geschlagen hatte, derartig, daß der Knabe in Krämpfe fiel. Er erholte sich jedoch bald wieder und konnte seinen Weg fortsetzen.— Mittags versuchte vor dem Hause Reichenbergerstr. 59 der vierjährige Sohn des Buchbinders Scheibe von einem vorüberfahrenden Arbeitswagen metallischen Bügel, welcher am Wagen befestigt ist und an der Leitung entlang schleift; die Pferdebahn-Gesellschaft dagegen hat für die von ihr für elektrische» Betrieb eingerichteten Linien oologiscker Garten— Treptow und Döuhoffsplatz— Treptow die chleifvorrichtung von Thomson-Houston gewählt, bei welcher ein Stahlrohr vom Deck des Wagens zur Leitung führt; dieses Rohr drückt eine metallene mit einer Nut versehene Rolle fest gegen das Leitungsrohr, so daß der Strom durch die Rolle und das Rohr zum Motor geführt wird. Gegen die Einrichtung einer oberirdischen Stromznführung haben die Stadtverwaltungen mehrfach Einspruch erhoben, weil sie behaupten, daß das Straßenbild dadurch verunzirl werde und daß die eisernen Masten, welche für die Stromzuführung errichtet werden müßten, zu unerträglichen Verkehrsstörungen führen müssen. Auch in Berlin ist der Firma Siemens u. Halske für einen Theil der Strecke, welche von der Hollmannstraße bis zur Behrenstraße weiter geführt werden soll, eine unterirdische Stromznführung vorgeschrieben worden. Hier muß unter dem Schienenstrange des Geleises ein Kanal hergestellt werden, in welchem die Leitungen für die Zu« und Abführung des Stromes liegen. In der Linden- straße kann man gegenwärtig sehen, wie die Fahrschienen aus guß- eiserne Böcke gelagert und festgeschraubt werden; in diesen Böcken wird denn auch in passender Weise ijolirt die Stromleitung be- festigt. In dem Kanal, welcher aus Beton hergestellt wird, schleift an der Stromleitung ein Schiffchen, welches durch eine an der Unterseite des Wagens befestigte Vorrichtung den Strom zum Elektronwtor führt. Die Handhabung der Wagen ist die denkbar einfachste. Durch eine Kurbel kann eine Bremsvorrichtung in Bewegung gesetzt werden; durch eine andere wird der Motor in den Strom- kreis ein- und ausgeschaltet. Auch kann die Richtung, in welcher der Motor vom Strom durchlaufen wird, umgekehrt werden, wenn der Wagen möglichst schnell zum Stillstand gebracht werden soll. Mit der Eröffnung der Gewerbe- Ausstellung haben die elektrische» Bahnen ihre» Einzug aus den Vororten in die innere Stadt gehalten, und werden unzweifelhaft in verhält» ißmäßig kurzer Zeit die Pferdebahnen völlig verdrängen. Mit der Ver- befferung des Verkehrs, die an sich schon in ihnen liegt, bringen sie uns hoffentlich auch noch manche Verbesserung in den sonstigen Verhältnissen, die damit zusammenhängen, wie den Zehnpfennig- taris, billige Arbeiierwagen am Morgen und Abend rc., so daß die spätere sozialistische Verwaltung der Stadt auf diesem Ge- biete zunächst nur wenig zu ändern hat. Lt. Stroh herunter zu ziehen. Er fiel dabei hin, gerieth unter die Räder und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß er bald darauf starb.— Auf dem Grundstücke Gerichtstr. 61 stürzte nach- mittags der 41 Jahre alte Klempner Hermann Mutschke bei der Arbeit vom Dache eines neu errichteten fünfstöckigen Quergebäudes auf den Hof hinab und starb auf der Stelle.— In der Lolh- ringerstraße gerieth der ILsithrige Sohn des Porzellanhändlers G. beim Spielen unter die Räder eines Arbeitswagens und erlitt eine Quetschung beider Kniee. Wetter-Prognose für Sonntag, den IE. Mai I8K6. Etwas wärmeres, trockenes und vorwiegend heiteres Wetter mit mäßigen, zeitweise frischen östlichen Winden. Berliner Wette rbureau. Gerichts-�Zeitung. Tie Briefmarkenfälscher, die vor einiger Zeit in Rixdorf festgenommen wurden, hatten sich gestern vor der ersten Straf- kammer am Landgericht II zu verantworten. Angeklagt waren: 1. Der Buchdrucker Julius Rose, 2. Der Stall- meister Karl Krampert, 3. der Agent Hans Caro, sämmtlich in Berlin wohnhaft, und der frühere Privat» Postbote Paul Naumann aus Rixdorf. Der Gerichtshof er- kannte gegen Rose aus ein Jahr, gegen die übrigen An- geklagten auf je sechs Monate Gesängniß und je ein Jahr Ehrverlust. Mit Ausnahme des Caro, der nur einen Monat in Untersuchungshaft gesessen hat, wurden de» An- geklagten, die seit Ende November in Hast sitzen, je 4 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet. Gegen den pensionirteu Stationsvorsteher Karl Behrendt sollte gestern vor der zweiten Strafkammer des Land- gerichts I eine Anklage wegen Sittlichkeitsverbrechen verhandelt werden. Fünf Mütter waren mit ihren 6 bis 7 jährigen Kinder» als Zeugen erschienen. Die Verhandlung mußte vertagt werden. weil ver Angeklagte nicht erschienen war. Wie eine der Zeuginnen erzählte, soll er sich am Freilag Abend erschossen haben. Versammlungen. Bis auf den letzte» Platz gefüllt war der große Saal des Schweizer-Garten am Freilag Abend, woselbst die Hut- arbeiter und-Arbeiterinnen Stellung nahmen zur Aussperrung der Arbeiter der Noessell'schen Hut- sabrik sowie zur Arbeitsniederlegung bei Silber u. Brand. Einleitend bemerkte Lauschke, als im Februar der Kampf zwischen Arbeiter und Unternehmer der Hut- branche entbrannte, wurde vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts die Erklärung abgegeben, daß Maßregelungen für die Folge nicht wieder eintreten würden. Trotzdem sei die Verlraueusperson bei der Firma Silber u. Brand jetzt auf die Straße gesetzt. Sämmtliche Vorstellungen der Mitarbeiter, die Arbeit so einzutheilen, daß ebenfalls für den betreffenden trotz der augenblicklich schlechten Konjunktur Beschäftigung übrig bleibe, waren erfolglos. Da der Entlassene einer der älteren Arbeiter war, so konnte man nur anuehme», daß hier eine Maßregelung erfolgt sei. Daß man es direkt auf das Mitglied des Ausschusses ab- gesehen habe, beweise die Bemerkung des betr. Unternehmers, der seinerzeit schon andeutete, daß E. der erste sein würde, der auf die schwarze Liste käme. Bei der Firma N o e s s e l l verlangten vier Presser und Beschneider eine Lohnaufbesserung von 6 auf 10 Pf. pro Dutzend, weil ihre Arbeit komplizirter geworden mar und auch seit kurzem ein kleiner Aufschlag gewährt wurde. Der Fabrikant wollte sich jedoch nur zur Zahlung von 7 Pf. verstehen und deshalb weigerten sich die Arbeiter, diese Spezialarbeit weiter zu leisten. Hierauf kündigte der Fabrikant an, daß der Betrieb stehen bleibe, wenn die vier Presser nicht die bisherige Arbeit fortsetzten; weiter habe die Direktion erklärt, daß die der Organisation angehörigen Arbeiterinnen sofort gehe» können. andere aber die Arbeit fertig machen mögen. In der Diskussion, welche sich zu einer äußerst regen gestaliete, verwies man darauf, daß die Fabrikantcnvereinigung das Vor- gehen Noessell's nicht gut heiße, sondern es diesem selbst überlasse, die sich eingebrockte Suppe auszulöffeln. Färber- meister Werner, der das Vorgehen Noessell's in ein günstigeres Licht zu stellen snchl, wird von an- wesenden Arbeitern der Unwahrheit geziehen. Sämmtliche Redner, mit Ausnahme des letzteren plädiren für festen Zu- sammenschluß und erklären sich mit dem Vorgehen der Arbeiter einverstanden. In diesem Sinne gelangte eme Resolution zur Annahme, in der gleichzeitig der Lohnkommission die Befuguiß ertheilt wurde, eventuell mit den Fabrikanten zu unterhandeln. Vevmifchkes. Edisou'S Haifische. Man hat es Edison häufig übel ge- nomine» und falsch geveutel, weshalb er jede Klenitgkeit sofort patentiren läßt. Er selbst sagt darüber:„Ich erftnde viele Dinge, welche ich dem Publikum nur zu gern umsonst geben würde. Ich wage es aber nicht. Ich muß all die Dinge patentiren lassen, um mich vor Prozessen zu sichern. Es giebt eine Menge Haifische in dieser Welt, welche sich stets nach etwas Neuem umschauen. Sobald solch ein Haifisch hört, daß etwas Neues herausgefuude» worden ist, eilt er nach dem Patentamt, um zu sehe», ob es patentirt worden ist, so beansprucht er es sofort a!S seine Erfindung und läßt seinen Anspruch eintragen. Dann strengt er einen Prozeß gegen den wirtlichen Erfinder an. weil dieser an- gedlich fremdes Geisteseigeulhum sich angeeignet hat. Der Er- finder wird sagen:„Nun, ich bin der Erfinder". Hilft ihm nichts. man verweist ihn an das Patentamt, wo der Anspruch des Pieudo- erfinders schon aus dem Papier steht. Wen» nun der Erstuder sagt, er habe die Erfindung längst gemacht, ehe der andere aufs Patentamt wandelte, so hilft ihm das auch nichts. Es findet sich stets ein dunkler Ehrenmann, welcher beschwört, daß sein Brotgeber die Erfindung ein oder zwei Monate früher gemacht hat, als der wirkliche Erfinder angiebt. Es klingt lächerlich, aber es ist wahr, daß häufig junichen den Erfindern und den Haisischen Wettrennen nach den, Patentamt abgehalten werden. Die Haifische bekommen schnell Wind, wenn etwas erfunden worden ist. Ich und viele andere patentiren die meisten Dinge, um sich vor Prozessen zu wahre»." Ju Königsberg i. Pr. ist am Freitag Nachmittag nach 3 Uhr in einem der Stadl gehörigen Lagerhause ein Schaden- seuer ausgebrochen. Der Brand entstand in einem Räume. welchen die Firma Levithan u. Komp. gemiethet hat. Nach Aus- sage der Firma ist heute in diesem Räume nicht gearbeitet worden. Infolge deS scharfen Nordwestwindes wurde der Brand auf die andere Seite der Straße übertragen und ergriff vier in Fachwelt aufgeführte Speicher. Ein weiteres Umsichgreifen deS Feuers wurde durch die energischen Anstrengungen der Feuer- wehr mit Dampsspritzen ,c. verhindert. Immerhin dürfte der Schaden bereits 1'/» Millionen Mark betragen. Spvvchfcral. Die MrtrnMon Nelll die Benueuna de« E-rechiaalS, soweit«er Raum dafür abzugeben til, dem Aublilum zur Beiprechung von Angelegendetlen allgemeinen Julerefsei zur Bersüguna sie verwahrt sich aber glelchzeittg dagegen, mit dem Inhalt defielde» idenltfiztrr zu werden. Uns geht folgende Erklärung zur Veröffentlichung zu: Auf die Erklärung des Genossen B. H e y in a n n habe ich zu erwidern, daß an derselben nur wahr ist, daß ich zusagte. wenn es mir möglich sei, in der Versammlung der Liga für den Achtuhr-Ladenschluv zu erscheinen. Ich habe aber weder eine Zusage gemacht, rn derselben das Wort zu nehmen, noch habe ich meine Zustimmung gegeben, meinen Namen aus den Plakate» zu nennen. Um letzteres wurde ich gar nicht befragt. Berlin, den 9. Mai 1896 A.Bebel. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 10. Mai. Volks Vorstellung im Belle- Alliance Theater, nachmittags 1/23 Uhr: Maria Stuart. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Der Barbier von Sevilla. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Das rothe Kreuz. Sierauf: 1812. Deutsches Theater. Lumpacivaga bundus. Nachmittags 1/23 Uhr: Jugend. Morgen: Zumpacivagabundus. Lehng Theater. Waldmeister. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. König Heinrich. Nachmittags 22 Uhr: Stuart. Montag: König Heinrich. Nenes Theater. Tata- Toto. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Maria Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Schadowstr. -O Ecke der Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische, Quallen etc. Residenz- Theater. Fernand's E Passage- Panopticum. fontraft. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller Theater. Die Kinder der Exzellenz. Nachmittags 3 Uhr: Antigone. Montag: Das letzte Wort. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Faust. Montag: Die Räuber. 2 Theater Unter den Linden. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Die fleinen Lämmer. Borher: Zantteufelchen. Montag: Diefelbe Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Antigone( Frau Clara Meyer a. 6.); abends 8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. Montag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Das lehte Wort. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend Ermäßigten Preisen. Gastspiel des Frl. Clara Leno vom Berliner Theater u. des Herrn Richard Treu vom Stadttheater zu Ronstanz: Faust" Eine Tragödie in 6 Abtheilungen von Wolfgang von Goethe. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Gastspiel des Herrn Julius Jowin vom Stadttheater zu Leipzig: Die Räuber. Alt- Berlin Täglich: Nachmittags 5%, Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorps. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Boltsbeluftigungen. Seiltänger. Zauberei 2c. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pfg. ohne jede weitere Nachzahlung. Theater Alt- Berlin. Täglich 2 Borstellungen. Nachmittags 3/ Uhr u. Abds. 7/2 Uhr: Billetverkauf in den Niederlagen von Löser& Wolff und in der ZentralBuchhandlung( Rudolf Engländer), Bentral- Hotel, woselbst auch Textbücher zu haben sind. Adolph Ernst- Theater. Bum 84. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs Gesangsposse in 3 Aften von Leon Treptow und Ed Jacobson Görß. Nur noch kurze Zeit: Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerftr. 52/58( City- Paffage). Der Stellvertreter. Bosse mit Gesang in 1 Att. Miss Galuba, die reizende Zaubenkönigin, das berühmte Barno Duo. Unf. Wochent. 8 u. Entree: 10 f. " Sonnt. 7 " R.Winkler. Reichshallen " Saal und Garten. Leipzigerstraße, am Dönhoffsplay. Täglich: Norddeutsche Sänger Roloffaler Erfolg von Alle fünf Barrisons Hochdraftisches Ensemble. Anjang Wochentags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Sonntags 7 Uhr, Entree 50 Pf. Von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Ein afrikanischer Abonnenten haben freien Zutritt zu Harem mit echten Bauchtänzerinnen. Castan's Panopticum. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 109. Abgeordnetenhaus. 67. Sigung vom 9. Mai 1896. 12 Uhr. Am Regierungstische: Kommissare. Sonntag, den 10. Mai 1896. 0 13. Jahrg. Unser jeßiger Kampf bedingt also mit allen Kräften vor| mann Play; Bornthein, Bergstraße; Patschte, Karls Zuzug nach den stillzulegenden Bauten zu warnen. Es ist uns Gartenstraße. Hoch die Solidarität der Rixdorfer Arbeiterschaft! allen klar, daß in der jezigen Geschäftsperiode in Berlin der Verein deutscher Schuhmacher, Rixdorf. Neunstundentag errungen werden muß, sonst kommt er hier Die Tischler der Möbelfabrit von Ropta in Nach Erledigung einer Rechnungssache nimmt das Haus in diesem Jahrhundert nicht mehr. Von welch eminenter nach furzer Debatte einstimmig in dritter Berathung die Novelle Bedeutung es ist, wenn die Bauhandwerker, als immerhin etwas erford in Westfalen find, an Bahl 62 Mann, in den Auszum Gesetz über gemeinschaftliche Holzungen( Aus- weniger unter dem Druck des Unternehmerthums stehende Lohn- ftand getreten. Die Firma sucht in allen größeren Städten dehnung des Gesetzes auf die Rheinprovinz) an. arbeiter, Bresche legen für die Verkürzung der Arbeitszeit, das Deutschlands Arbeiter anzuwerben wegen Vergrößerung der Gewährung von Umzugskosten an Regierungs- burch, so ist das für das Baugewerbe allerorts ein großer Sieg. Es folgt die erste Berathung des Gefeßentwurfs betreffend bedarf für Euch sicher keiner näheren Auseinandersetzung. Gelingt Fabrit". Die Tischler Berlins werden ersucht, Zuzug Gewährung von Umzugstoften an Regierung 3- hier der Vorstoß, sehen wir den Neunstundentag in diesem Jahre fernzuhalten. Die Vorlage dehnt den§ 3 des Gesetzes von 1877 betreffend Es ist deshalb jedermanns Pflicht, für moralische Unterstügung die Umzugskosten der Staatsbeamten, und zwar die Bestimmungen der Maurer Berlins ganz besonders bei dem jezigen Rampf zu über die Umzugskosten der im höheren Staatsdienste außeretats forgen. mäßig beschäftigten Assessoren und Räthe auch auf die RegierungsBaumeister aus, soweit ihnen die Aussicht auf dauernde Verwendung eröffnet ist. baumeister. Die Vorlage wird nach unerheblicher Debatte einer besonderen Kommission überwiesen. Achtung, Bauarbeiter! Diejenigen Mitglieder der Zahlstelle Berlin des Verbandes der Bauarbeiter und Berufsgenossen, welche durch den Streit der Maurer in Mitleidenschaft gezogen worden sind, werden hiermit aufgefordert, heute, Sonntag vor mittags 10%/ 2 Uhr, im Lokal von Wilke, Andreasstr. 26, zwecks Regelung der Unterstützungsfrage zu erscheinen und das Mitgliedse buch mitzubringen. Der Bevollmächtigte. Haltet darum allerorts den Zuzug nach hier fern. Hier sind noch gegen 1500 Maurer arbeitslos. Dieses Heer noch zu vergrößern, fann fein Kollege wollen. Meidet Berlin, so lange hier nicht Friede geschloffen ist, dann werden auch wir zum Für Glasschleifer! Die Firma Kurt Ziegler in Siege gelangen. Doch die Solidarität der deutschen Maurer, Dresden, Pfotenhauerstr. 59, läßt durch den Werkmeister Es folgt die erste Berathung des Antrages Albers hoch der Neunstundentag! Mit follegialischem Gruß und Hand- Max Richter mittels Annoncen in den Beitungen, namentlich 11. Genossen betr. Her stellung eines festen Währungs- fchlag Die Lohnkommission der Maurer Berlins. J. A.: H. denen der Provinz, Schleifer suchen; es handelt sich dabei für verbältnisses zwischen Silber und Gold. Der Silberschmidt, Neue Friedrichstr. 44, Restaurant Röllig. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge- bie fie wegen der Maifeier entlassen hat. Die Kommission. die Firma darum, Ersatz für die 16 Glasschleifer zu bekommen, Antrag geht dahin, das Haus wolle erklären: daß das Schwanken des Werthverhältnisses der beiden Edel- beten. J. A.: Otto Graf. metalle seit Aufhebung der französischen Doppelwährung An die Arbeiterschaft Berlins! Dienstag, den 7800 Mitglieder zählt in Berlin gegenwärtig der 1893 sich als eine Schädigung der Interessen Deutsch 12. Mai, abend 3 1/29 Uhr, werden in der Nord- deutsche Scheider- und Scheiderinnen- Verband, lands erwiesen hat; und die Regierung auffordern: im Bundesrathe alles zu thun, was in ihren Kräften steht, um durch deutschen Brauerei und Joel's Festsälen zwei darunter befinden sich 6500 weibliche Mitglieder. An die Haupt ein internationales Uebereinkommen ein festes Werthverhältniß große Volksversammlungen abgehalten, wo August Hinge 2950 m. abgeliefert. Der Bestand der Berliner Lokalkaffe beträgt taffe des Zentral- Verbandes wurden für das erste Quartal d. J. zwischen Silber und Gold herzustellen und zu sichern. Ein Antrag der Abgg. Arendt und v. Karborff will und Adolf Hoffmann über das Thema sprechen: Die 764,87 W. Das Unternehinerthum hat jetzt mit einer geschloffenen Ein Antrag der Abgg. Arendt und v. Kardorff will tuhr- Schluß- Bewegung dem vorstehenden Antrage die Worte hinzufügen:" Für die Achtuhr- Schluß Bewegung und die Berliner Organisation zu rechnen, die im stande ist, sich gegen die Herabhierzu erforderlichen internationalen Verhandlungen ist nach den Bevölkerung. Die Arbeiter Berlins werden ersucht, in segung der Lebensbedingungen ihrer Berufsgenossen zu wehren. Die Schneider und Näherinnen möge der Erfolg ihrer Drs Erklärungen des englischen Kabinets vom 17. März 1896 die diesen Versammlungen zahlreich zu erscheinen, um sich ganisation anspornen, dieselbe immer kräftiger und wirkungsInitiative Englands abzuwarten." öffentlich mit den Handlungsgehilfen solidarisch zu erklären und voller zu gestalten. Abg. Arendt( t.) bemerkt zur Geschäftsordnung: Die Herren als Konsumenten ihre Zustimmung zum Achtuhr- Schluß zu geben. Finanz- und Landwirthschaftsminister find beide, durch Reisen verhindert, nicht anwesend. Es handelt sich hier um eine zu Der Vertrauensmann der Berliner Kaufleute: Alb. Wilde, wichtige Frage, welche wir nicht gern in Abwesenheit der Lindenstr. 2. Herren Minister verhandeln möchten. Dazu kommt, daß bei An die Maurer Berlins! Das Vorgehen der Kollegen der Begründung unseres Antrages eine Kritik des Ver= haltens der Staatsregierung in betracht gezogen werden auf dem Bau Alexandrinenstraße ist von Erfolg gewesen; nach muß. Es erscheint uns daher nicht angebracht, in Ab- 1/ 2tägigem Kampfe bewilligte der Unternehmer. Dieser Sieg ist ein Beweis, daß, wo nur der feste Wille vorhanden ist, die In Eichwald bei Teplitz stehen die Arbeiter der dortigen wefenheit der Minister zu verhandeln, ich bitte daher, den Kollegen auch etwas erringen. Es wird von vielen Unternehmern Werkzeug- Fabrik wegen einer 8-55 prozentigen Sohn. Gegenstand von der Tagesordnung abzusehen. Abg. v. Eynern: Ich sehe nicht recht ein, weshalb das der Versuch gemacht, die 10stündige Arbeitszeit wieder einzu- herabsetzung im Streit. Sie richten an die deutschen Argeschehen soll. Denn wenn einfach die Initiative Englands ab- führen, besonders von den Innungsmeistern. Weiſt dieſes An- beiter die dringende Aufforderung, durch strenge Vermeidung gewartet werden soll, dann ist die ganze große Debatte über innen entschieden zurück; zeigt, daß Ihr nicht mit Euch spielen flüffig. Aber wenn die Antragsteller die Absetzung des Gegen diktiren läßt, daß man Euch nicht wie willenlosen Wefen des Zuzugs ihr Theil mit dazu beizutragen, daß der Streit ges standes wünschen, so sind wir dazu bereit. barf, wie frohnden müßt, furz wonnen wird. lange Thr uns selbst, aber auch unferen Kollegen in Deutschland schuldig, die erwartungsvoll cuf uns blicken. Darum steht fest! Reiner fange wieder um 6 Uhr an, und die es thun und für die alten Forderungen noch arbeiten, fie mögen sich aufraffen und die Aufgabe erfüllen, die am vorigen Sonntag die Versammlung gestellt hat. Wirkt für den Neunstundentag und führt ihn auch bei Euch ein! Ueber alle VorVon der Arbeiterbehandlung in Oftelbien. Aus Pofen fommniffe auf den Bauten, welche Lohnabzüge, Arbeitszeit- wird der„ Charl. N. 3." geschrieben: Aus Verzweiflung hat der Berlängerung, Aussperrungen u. dgl. betreffen, ist sofort der Arbeiter Johann Sieminsfi aus Kowanowo am 3. April d. J: Aus unterzeichneten Mittheilung zu machen. Die Lohnkommission drei dem Gutsbesiger Busse zu Kowanowo gehörige Wirthschafte Nach langwieriger Geschäftsordnungsdebatte wird der Gegen- handelt wie muthige Männer und vertheidigt Euer gutes Wir sind das stand von der Tagesordnung abgesetzt. Montag 11 Uhr Anerbenrecht zweite Lesung. Schluß 14 Uhr. Gewerkschaftliches. An die Maurer Deutschlands! Der Streit der Berliner Maurer ist seit dem 3. Mai in ein anderes Stadium eingetreten. Es wird auf jedem Bau, auch dort, wo nicht bewilligt ist, die Arbeit aufgenommen und sobald der Maurer Berlins. die Kollegen auf einzelnen derselben über ihr Wollen und Können einig sind, legen sie die Arbeit wieder nieder und halten den Aufruf an die Arbeiterschaft Rigdorfs. Seit 22. April Zuzug nach diesen Bauten fern; es ist also der kleine Krieg in bester stehen die Schuhmacher im Ausstand. An eine Beendigung und empfindlichster Form. Es sind die Innungsmeister, die sich unseren des Streits ist noch nicht zu denken, da die Unternehmer alle Forderungen bockbeinig gegenüberstellen; auf vielen ihrer Bauten, Hebel in Bewegung seßten, um Streifbrecher heranzuziehen und wo die Fertigstellung der Arbeit drängte, mußten sie bewilligen, andere dadurch die Bewegung illusorisch zu machen. Wir richten nun versuchen aber schon wieder, sich zurückzuziehen. Aus sicherer Quelle an Euch die dringende Bitte, uns in unserem Kampf zu unter: erfahren wir, daß sich diese Herren gegen Konventionalstrafen ftüßen. Es liegt in Eurer Macht, uns zum schleunigen Siege verpflichteten, entweder nicht zu bewilligen oder die Bewilligung zu verhelfen, indem Ihr uns Eure Solidarität dadurch beweist, wieder rückgängig zu machen. Nur schade, daß sie nicht den Markt beherrschen, denn die meisten Arbeiten führen hier die sogenannten Baulöwen oder Strohmänner aus, welche meist, wie man zu sagen pflegt, weder Geld noch Schlafstelle haben. Sonntagsplandevei. bei den Firmen arbeiten zu lassen, wo unsere gerechten For derungen bewilligt sind. Es sind dies folgende Firmen: F. Thies, Prinz Handjerystraße; 2. Körner, Faltstraße; Schimansky, Prinz Handjerystraße; Heufelder, Her In Harburg hat der gestern erwähnte Beschluß der Volksversammlung und der Aufruf im Volksblatt", die klassenbewußten Arbeiter und Arbeiterinnen sollen sich nicht an Straßenaufläufen betheiligen, die Wirkung gehabt, die zu erwarten war. Die Massenansammlungen auf den Straßen haben vollständig aufgehört. Ein Streik der Hausmädchen ist in New York ausgebrochen, wie aus einem dem Londoner Daily Chronicle" zueine neue Erscheinung in der Arbeiterbewegung. gegangenen Telegramm hervorgeht. Es ist dies auch für Amerika Gerichts- Beitung. gebäude in Brand gesteckt, indem er einen Lappen mit Petroleum getränkt, angezündet und in eine Scheune geworfen hat, wodurch diese sowie zwei Stallgebäude niederbrannten und ein Schaden von über 12 000 Wt. entstand. Die Angaben des Angeklagten, der vor dem hiesigen Schwurgericht glaubhaft schildert, wie er dazu gekommen sei, die That zu verüben, wurden von dem Distriktskommiffar Bierbock aus Obornit bestätigt. Danach hat Sieminski mit seiner Familie wochenlang im Obornifer Krankenhause am Flecktyphus frant gelegen. Als er entlassen wurde, bat er seinen Dienstherrn Buffe, ihm die 21 Zentner Kartoffeln, die er noch zu bekommen habe, zu geben. Busse weigerte sich, so daß der Angeklagte in Gegen wart der Wirthschafterin aus einem Stalle von den für das Vieh bestimmten Kartoffeln eine Metze voll genommen hat, nur um den Feierlichkeiten um Feierlichkeiten! In Staat und Stadt! Hie Kairo, hie Alt Berlin u. s. w. Hier staunt meine Pracht, Es geht hoch her bei uns, auch in Berlin! Immer luftig, heißt hier meinen einzigen echten Kunststil" an. So kann es noch Würziger Tannenduft erfüllt die Gassen der alten Stadt die Parole, und jeder Tag bringt neuen Festesrausch und neue kommen, daß das wirklich Gediegene und Ursprüngliche in eine Frankfurt am Main. Sie haben den halben Tanus geplündert. Glorie. Das wäre in der That schlimm, wenn der Sommer Aschenbrödelstellung gerathe. Man tönnte meinen, man stände mitten in der Weihnachtszeit. Des Ruhmes für Berlin anders eingeleitet würde. Der erste Einen unfreiwilligen Ausrufer und Helfer haben die KirmeßUeber und über mit Reisiggewinden und Fähnchen bedeckt ist sonnige Maientag hat das eminente, noch nie dagewefene, Beranstalter in feinem geringeren Mann erhalten, als in Herrn Frankfurts ehrwürdiger Bau, der Römer", und der patrizische unübertroffene und unübertreffliche Kulturwerk draußen Stöcker, dem Hofprediger a. D. Herrn Stöcker und den Seinen Gasthof zum Schwan ist der Mittelpunkt der heutigen Feier- in Treptow, das Weltwunder unserer Tage mit freund will es durchaus nicht in den Sinn, daß eine so glänzend lichkeiten. Auf dem weiten Exerzierfeld von Tempelhof, dem ge- lichem Glanze verklärt, der erste Flieder schießt in Blüthen, moderne Kulturthat, wie die im Part zu Treptow, auch die weihten Boden und Sinnbild neupreußischer Größe, nahmen die und da sollte nicht ein Zauberfest davon Kunde bringen? Das Begleiterscheinungen unserer Hochkultur zeitigt, Welch Jammern Feste mit braufendem Pathos ihren Anfang, unter jungem Grün Bauberfest stellte sich pünktlich ein; in dem Schock von Feierlich- und Augenverdrehen wieder. Wie eindringlich warnte man in nahmen sie in der alterthümlichen Krönungsstadt am Main feiten apart in seiner Art. Die künstlerisch thätige Jugend der Synodalversammlung vor der fürchterlichen Prostitution, die ihr Ende. Vom Dom zu Frankfurt wird früh morgens am Berlins hat es veranstaltet und in lustiger Maskerade zog man im Ausstellungsgebiet und in dessen Nähe sich breit machen 10. Mai dröhnendes Glockengeläute das Jubelfest ankündigen. nach einer Hauptmasteradenstätte im vergnüglichen Treptow, tönnte. Ans Polizeipräsidium und ans Landrathsamt will man Wir sind heute, da Feierlichkeit sich an Feierlichkeit drängt, an nach Alt- Berlin. Kirmeßtreiben in der Kirmeß, das giebt mit heißen Bitten herantreten, die Profiitution ja nicht an das das stolze Pathos auf öffentlichem Markt gründlich gewöhnt. wenigstens einen einträchtigen Klang. Wer sich an dem Kirmes Ausstellungsgelände heranzulassen. Herr Stöcker sprach herzBompose Prunkauffäße lösen einander ab; aber der geschäftigen treiben betheiligen wollte, der mußte freilich tief in den Säckel beweglich, als er einen Gang vom Stettiner Bahnhof nach äußeren Erregung will die Volksseele nicht in freiem, jubelnden greifen. Allein man konnte doch die hohe Genugthuung der Friedrichstraße schilderte. Und dazu noch die Gefahren, Entzücken folgen und steif bleibt aller Aufwand von Pracht. haben, als Baungaft auf der Straße dem bunten die der Moral auf der Ausstellung drohen! Er und feine Ja, damals, vor fünfundzwanzig Jahren, da athmete man Aufzug beizuwohnen, ber gewiß in seiner Märchen- Synodalbrüder erinnerten mit ihren Seufzern an die verwichenen in weiten Volksfreifen, die heute eines anderen belehrt wurden, pracht" draußen in Treptow neue Reklame für Wunder Tage, da man in Berlin und in der Provinz in dem Männertief in Freuden auf. Gewißheit war geschaffen, daß der furcht- an der Oberspree bedeuten wird. Märchenpracht und bund zur Bekämpfung der Unzucht eine moralische Heilsarmee bare Krieg nun wirklich zu Ende sei. Nühmend gedachte Feenzauber, das sind nämlich die Lieblingsworte, mit denen zu gründen gedachte. Damals zogen Wanderredner unter Stöcker's man der verlorenen Brüder, die heimgefunden hätten zur Mutter- marktschreierisches Gebahren die Sommerpaläste aus dünnen Oberaufsicht in die Provinzstädte und riefen dreimal Wehe über das erde. Im Ueberschwang der Gefühlsseligkeit zweifelte man nicht Brettern und Pappe bezeichnet. Und neue, wilde Reklame thut ruchlose Berlin, das Paris an Verlotterung überbiete. Damals daran, in ein paar Jahrchen die verloren gewesenen deutschen wirklich noth; den übertriebenen Fanfarenstößen zu Anfang be- schlug Stöcker in ungezählten Versammlungen seine moralischen Brüder im Elsaß auch innerlich wiederzugewinnen. Eine Fülle gegneten nüchterne, heimische und auswärtige Beurtheiler mit Schlachten in Berlin. Damals führte noch Graf Hochberg, der von Anekdoten ging durch die Presse; der Wasgau mit seinen fühler Bedachtsamkeit; und selbst ein Mann, wie der national- tönigl. Theaterintendant den Vorsitz im bußfertigen MännerWäldern, Burgen und Rebengeländen wurde romantisch verklärt; liberale Schriftsteller Dernburg, den man gewiß nicht anti- bund. Es half alles nichts. Keine Beschwörung fruchtete, es sollte bewiesen werden, daß Altelsaß eigentlich niemals auf- preußischer oder antiberlinischer Instinkte zeihen kann, mußte der die Prostitution wich und wantte nicht. Herr Stöcker gehört hatte, dütsch" zu empfinden. Und zu den jetzigen Jubel- Wahrheit die Ehre geben und den geschmacklosen Ueber- hat etwas Don armen Kellnerinnen vernommen, die agen, die rauschend vorüberziehen, geben die Reichstags Ver- treibungen gegenüber bekennen: Was in Chicago in Treptow unschuldige Besucher" verführen. Drum also los handlungen eben einen bitter ironischen Klang. Die wieder gefehen, das wäre wäre der Hauptsache nach Industrie- Ausgezetert zum Heil der Unschuld. Das Zetern wird nicht helfen; gewonnenen Brüder lassen sich ihr neues Glück nicht diktatorisch auf- ftellung gewesen; und der Vergnügungspart war ein sie wird nicht weichen und wanken, die vielgescholtene, häßliche zwingen; sie sind undankbar gegen das Heil, das ihnen widerfahren, Annex, ein Anbau, hierzu. In Berlin sei es umgekehrt. Hier Prostitution. Wird sie vom Portal I verjagt, zum Portal II und man muß sie straff, preußisch straff halten, wie unartige Kinder. erscheine die eigentliche Ausstellung wie ein Annex im Verhältniß wird sie hineinschleichen, wie es das siebenmal geheiligte GeDas ist der Schluß aller Weisheit in dem Prozeß, das Elsaß wieder zum überwältigenden Spektakelstück und Vergnügungsrummel. schäftsintereffe verlangt. Was wäre der Vergnügungsrummet zugewinnen; und die nicht von heißer Ungeduld beseelt waren, Das ist eine andere Sprache, als die überhitte vom unendlichen ohne gefällige, füße Waare? Auf die Kellnerinnen fährt man Die verlorenen Brüder ans treue, deutsche Herz zu drücken, sie Kulturfegen, vom epochemachenden Sommer 1896, von Feen- los, und die Wirthe, die heimlich schmunzelnd fördern, was sie müssen heute unwirsch bekennen, wie es Graf Lirum- Stirum im händen, die nie Geschautes offenbar werden ließen. Die Banner- öffentlich bestreiten, muß man doch schüßen, im Interesse des Parlament that: Was sind fünfundzwanzig Jahre im Leben träger der Reklame aber meinen: Geschäft ist Geschäft. Aus- glänzenden Kulturwerks, der ruhmvollsten Berliner That. annektirter Völker? Eine Kleinigkeit! Da hat es oft schon rufer gehören vor die Schaubude und die Schaubudensprache Eins gehört zum andern, wesentlich und nothwendig. Herr länger gedauert, bis annektirte Länder,- man spricht nicht ist auf die Naiven berechnet. Sie vergessen dabei nur das eine: Stöcker und die Seinen meinen es gut mit den Spekulanten fich amalgamirt 3hr grober Anreißerton schädigt, was vielleicht wirklich schön anf der Ausstellung. Sie mehr von wiedergefundenen Brüdern erschreckendes haben. warten. Wir haben Zeit, wir können Mögen und ernsthaft sich darstellen wird, wenn die Ausstellung erst voll- Sündenbabel. Das ist es gerade, womit man die Naiven födert. die Brüder im Elsaß unter Ausnahmezuständen unter Ausnahmezuständen lang endet ist. Plumpe Marktschreierei erweckt nothwendig Mißtrauen, Man will doch die Sündhaftigkeit bis in ihre geheimsten SchlupfLiebe für Preußen Deutschland heranreifen. Widerspruch und schließlich Hohn. Die wüthige Profitmacherei winkel verfolgen können. Man will sich mit eigenen Augen Für heute übertönen Glockenklang und feierliche Choräle ihre indessen, die sich auf die einzelnen Schau- Objekte gestürzt hat überzeugen, wie weit die Verworfenheit reiche; und man überunbequemen Klagen und Mahnungen; wie die Ueberfülle der und bangt, ob sie auch gehörig einheimſen wird, kümmert sich zeugt fich. Das kommt von der„ ollen, ehrlichen Entrüstung" Festtage das Unbehagen überstimmen sollte, an dem Europa's nicht um ernfte Erwägungen. Sie hat in Voraussicht auf den der Stöcker und Genossen. Alpha. Nationen franken und das uns das moderne Kulturgewächs, den glorreichen Sommer 1896 Opfer gebracht, sie will sie mit Wuchersam zur waffenstarrenden Frieden gebracht hat. V und er zinsen wieder hereinbringen. Darum der ohrenbetäubende Lärm: malen ein Hunger der Rinder zu stillen. Busse zeigte ihn wegen Diebstahls| Braut, Phantasie im Bremer Rathsteller.( Rroll):[ bie Zitelrolle als Gaft spielen. Abends geht das Lustspiel an und gab ihm keine Arbeit mehr. Am 1. April vermiethete Mignon. Sonnabend: Die lustigen Weiber von Windsor. Die Kinder der Exzellenz in Szene. Montag tommt zum ersten fich der Angeklagte bei dem Gutsbesitzer von Schmude in( Kroll): Bar und Zimmermann. Sonntag: Don Juan.( Kroll): Mal Das letzte Wort, Lustspiel in 4 Atten von Franz v. Schön. Golembowo, wo er vom Regen in die Traufe tam. Da Herr Carmen. Montag: Zum ersten Male: Jugo. Schauspiel- than, zur Aufführung; Dienstag und Donnerstag finden die ersten von Schmude es nicht für nöthig gefunden hat, den An- haus. Sonntag: Wiederholung des Festspiels: Das rothe Wiederholungen dieses Stückes statt. Mittwoch und Freitag wird geklagten und dessen Sachen durch einen Wagen abholen zu Streuz. Lebende Bilder. 1812. Montag: Die Räuber. An Antigone mit Frau Meyer gegeben. Die letzte Wochentags- AufIm Lassen, begab sich der Angeklagte am 2. April nach fang 7 Uhr.( Franz von Moor: Herr Aloys Weyranther führung von Ohne Geläut findet Sonnabend ftatt. Jm Golembono, unt von seinem neuen Dienstherrn einen vom Stadttheater in Düsseldorf als Gaft.) Dienstag: Gin Theater Unter den Linden wird die neueſte Operette Wagen zu erbitten. Als Antwort versezte der Gutsherr dem Sommernachtstraum. Mittwoch: Faust. Faust. Anfang 7 Uhr. Sullivans Der Großherzog geprobt. Die erste Aufführung dürfte Angeklagten Schläge ins Gesicht, daß ihm vier Zähne( Mephistopheles: Herr Aloys Weyranther als Gast.) Donnerstag: faum vor dem 20. Mai stattfinden. Das Friedrichwackelten und er einen derselben auf dem Heimwege nach Doctor Klaus. Freitag: Die franke Zeit. Sonnabend: Hadasa. Wilhelmstädtische Theater spielt auch diese Woche den Rowanowo verlor. Hier war inzwischen die Wohnung für einen Sonntag: Don Carlos. Anfang 7 Uhr. Montag: Der Revisor. Hungerleider. Jm Bellealliance Theater findet heute anderen Arbeiter geräumt und die Sachen des Angeklagten in Im Deutschen Theater ist Lumpacivagabundus außer für Nachmittag als Voltsvorstellung unter Regie von Herrn Türk einen Schweineftall gebracht worden. In dem Schweinestall hat Sonntag Abend auch für Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, eine Aufführung von Schiller's Maria Stuart statt; abends 8 Uhr die Familie mehrere Tage und Nächte zubringen müssen. Da sowie nächstfolgenden Sonntag und Montag angefeßt. Frau Sorma folgt das Ausstattungsstück Die Reise um die Erde in achtzig die Kinder vor Hunger weinten, bat der Angeklagte Herrn wird in dieser Woche nur Dienstag in Liebelei auftreten; dazu wird Tagen.- Fräulein Clara Leno sowie Herr Richard Tren Busse, ihm wenigstens einen Zentner Kartoffeln zu geben, zu Hause gegeben. Sonnabend geht neu einstudirt Jbsens Schau- gastiren heute wiederum im National Theater in Goethe's feine Bitte war aber vergebens. Nun ging der Angeklagte spiel Die Stüßen der Gesellschaft in Szene. Als Nachmittags- Fauft. Die Vorstellung geht zu bedeutend herabgesetzten Preisen wieder zu seiner Familie zurück und sagte zu seiner Frau, Borstellungen sind für heute Sonntag die Jugend, für den nächst in Szene. Morgen( Wtontag) tritt Herr Julius Jrwin vom Stadter werde jetzt sich und der Familie ein Unterkommen ver- folgenden Sonntag Die Weber angefeßt. Der Spielplan des theater zu Leipzig als Gast in Schiller's Räuber( Rarl Moor) auf. schaffen. Hierauf beging er die Brandstiftung und ging dann Lessing- Theaters wird in dieser Woche ausschließlich durch Die Leitung des Olympia- Riefentheaters, das man am nach Obornit, wo er sich den Behörden stellte. Der als Zeuge Wiederholungen der Operette Waldmeister von Jahann Strauß, Himmelfahrtstage zu eröffnen hofft, hat zur rascheren Orientirung vernommene Gutsbesitzer von Schmude wird darauf aufmerksam mit Frau Kopaczy- Karczag und Herrn Steinberger als des Publikums den von ihr ausgehenden erklärenden Textbüchern gemacht, er branche die Frage, ob er den Angeklagten geschlagen Gast, beherrscht. Dr. Oskar Blumenthal und Direktor José einen übersichtlichen Theaterplan eingefügt, der bereits in der habe, nicht zu beantworten, weil er sich sonst vielleicht selbst Ferenczy haben einen Vertrag für ein Operetten- Ensemble Ausstellungs- Agenda" enthalten ist. Der Zuschauerraum enthält einer strafbaren Handlung, nämlich der Körperverlegung be- gaftspiel auch für das nächste Jahr abgeschlossen und für dieses über 500 Logenplätze, an 1000 Fauteuils, etwa 1500 Parquet- und zichtigen müßte, worauf der Zeuge erklärte, daß er nicht ant- gleichfalls auch Frau Julie Kopaczy- Karczag verpflichtet. Parterre- Size und nahezu 1000 Stehpläge In Berücksichtigung worten wolle. Die Geschworenen billigten dem Angeklagten Im Berliner Theater wird heute Nachmittag Schiller's des Umstandes, daß der Zuschauerraum ein großes Parquet ohne natürlich mildern de Umstände zu und der Gerichtshof verurtheilte Maria Stuart zum erften Mal wiederholt, abends geht zum Ränge bildet und das Damenpublikum deshalb genöthigt ist, die ihn zu 2 Jahren Gefängniß. 75. Mal Wildenbruch's König Heinrich in Szene. König Heinrich Kopfbedeckung abzulegen, hat die Direktion nach dem Muster des wird in dieser Woche ferner wiederholt am Montag, Dienstag, Schiller- Theaters die Einrichtung getroffen, jedem Billet gegen Donnerstag( nachmittags und abends), Sonnabend und nächsten die Zuschlagszahlung von 10 Pf. eine Anweisung anzufügen, die an Sonntag( nachmittags). Mittwoch findet eine Wiederholung von der Garderobe gegen die laufende Nummer umgetauscht wird. Schiller's Maria Stuart statt. Das vieraktige Lustspiel Cornelius Das neue Programm des Apollo Theaters hat einen Theater Wochen Chronik. Opernhaus. Sonntag: Voß von Franz v. Schönthan wird Freitag, 15. Mai( 34. Abonne- guten Erfolg zu verzeichnen. Besonders werden die Komiter Lohengrin. Anfang 7 Uhr. Montag: Der Barbier von Sevilla. Imentsvorstellung) zum ersten Male wiederholt. Das Schiller Bender, Steidl und Martow ausgezeichnet, ebenso der Jongleur Die Puppenfee. Dienstag: Bajazzi. Cavalleria rusticana. Theater bringt heute, Sonntag, nachmittags eine Aufführung Salerno und der Handkünstler Arras. Demnächst wird die AusMittwoch: Der Troubadour. Donnerstag: Fidelio.( Kroll): von Antigone. Auch in dieser Nachmittagsvorstellung wird stellungspoffe Die Spree- Amazone hinzutreten. Die Hugenotten. Anfang 7 Uhr. Freitag: Die verkaufte Frau Klara Meyer, Ehrenmitglied der königlichen Schauspiele, I Theater. Louis Keller's Festsäle( gr. Gaal), Koppenstr. 29. Sonntag, den 10. Mai 1896: Ausschneiden. Gr. Konzert und Theater- Borstellung Dank. zur Feier des 6. Stiftungs- Festes des Interessen- Vereins der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Solidarität"( M. d. A.-S.-B.), Dirigent R. Lange, sowie der Gesellschaft Strzelewicz". Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht. Nach der Vorstellung: TANZ. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 5 Uhr. Anfang präzise 6 Uhr. Billets à 30 Pf. find bei allen Vorstands- und Komiteemitgliedern, sowie im Arbeitsnachweis, Jahns, Holzmarktstr. 13( Telephon: Amt 7 Nr. 1656), zu haben. 36/3 Mitglieder haben bei Vorzeigung des Mitgliedsbuches ein Billet frei. Das Komitee. Brauerei-Ausschank Stralau. Heute Sonntag zur Eröffnung der Saison: 50322* Grosses Concert und Spezialitäten- Vorstellung HF von 60 neu engagirten Kunstkräften. Im elektrisch beleuchteten Saale: Groker Ball. 2 Min. entfernt von d. neuen Uebergangsbrücke vom Bahnh. Treptow nach Stralau. Zweites Geschäft: Mulenhalle, Friedrichstr. 112 b. Einzig in seiner Art, größte Sehenswürdigkeit Berlins. Vorzügliche Küche. Helles, Münchener und Lichtenhainer. Es labet ergebenst ein F. Kalbhenn, Norddeutsche Brauerei. Chaussee- Strasse 58( am Wedding). In dem großen schattigen, 6000 Personen fassenden IF Konzertgarten Täglich Gr. Konzert der Indianer- Kapelle ,, Wild- West:" Außer Mittwoch u. Sonntag, an welchen Tagen Doppel- Konzerte stattfinden, freies Entree. Von 2-6 Uhr steht die neu komplettirte Kaffeeküche zum Familien- Kaffeekochen zur gefälligen Benutzung. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Mittwochs, Sonnabends und Sonntags: Grosser Ball im Saal. Schweizer Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain, Heute, Sonntag, den 10. Mai: Garten- Konzert. Theater. Spezialitäten Vorstellung. Im neuen Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Moabiter Klub- Haus, Entree 30 Pf. No. 9. Beusselstrasse No. 9. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Musit, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil. Berufsmufifer. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Vergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung.-Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- BierLokal. Großer Mittagstisch mit Bier 60 Pf. 2 Vereinszimmer sind noch einige Tage zu vergeben. C. Fischer. 4957* Waldemarstr. 75. Vereinshaus ,, Süd- Ost", geb. Sonntag: Gr. Ball. Jed. Ferner empfehle ich meinen Saal, 500 Personen fassend, zu allen Seit einem Jahr litt ich an Jochias. Durch Münsel's Loh- Tanninbäder wurde ich vollständig geheilt. Haebringer, Rechnungsrath a. D., Potsdam. Dank. Ich erkrankte an Gicht und chronischem Gelenk Rheumatismus. Münsel's LohTanninbäder haben mich vollständig davon befreit. Hugo Bogenmehl, Cigarrenfabrikant, Pankow. Münsel's Loh- Tanninbäder Ansbacherstr. 19, Wallstr. 70, Neu Kölln a. W. 6-8 u. Pankftraße 32 • heilen sicher und radikal jeden " Achtung! Achtung! Konfektionsschneider! Montag, den II. Mai, abds. 81/2 Uhr, in Bötzow's Brauerei, am Prenzlauer Thor: Große öffentl. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen in der Herren- und KnabenkonfektionsBranche dem Wortbruche der Konfettionäre gegenüber? 2. Diskussion. 3. Wahl einer Lohnkommission. Kollegen zeigt Euern Opfermuth und erscheint alle. 1366b Der Einberufer. Große Versammlung jämmtlicher Krankenkassen- Mitglieder am Dienstag, den 12. Mai, abends 81/2 Uhr, in Ahren's Brauerei, Moabit, Thurmstrass Vortrag des Dr. med. Hirschfeld über: Warum muß die Naturheilmethode bei den Krankenkassen zugelassen werden? 13526 Der Vorstand des Vereins für Naturheilkunde und Gesundheitspflege Charlottenburgs. Achtung! Putzer! Achtung! Herren- Fußpartie am Donnerstag, den 14. Mai mit Begleitung des Gesangvereins ,, Gemüthlichkeit" nach Grünau. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof 7,20 Min., Görliger Bahnhof 7,30 Min. Um recht zahlreiche Betheiligung bittet im Auftrage der örtlichen Ver waltung [ 134/20] Der Bevollmächtigte. Stuckateure! Am Himmelfahrtstag findet vom Fachverein eine Fußpartie nach Tegel statt. Treffpunkt morgens 7 Uhr, am Nordbahnhof Bernauerftraße. Nachzügler mittags 1 Uhr in Tegel bei Rentner, Spandauerstr. 15. Die Fachvereins Versammlung am Montag, den 18. Mai, fällt aus und findet die Generalversammlung am 8. Juni statt. Der Vorstand. J. A.: Jänide, Dunderstr. 14. Orts- Krankenkasse der 289/2 Arbeitsnachweis und Verkehrslokal der Musikinstrumenten- Arbeiter[ 50478* Rheumatismus, Steindruder und Lithographen bei Gicht, Jschias, alle Haut-, Blut und Frauenkrankh., veraltete Geschlechtsleiden, Folgen von Quecksilberkuren, Magen, Nerven, Nieren- u. Blasenl. Loh Bäder für Krankent. täglich für Damen u. Herren. Inhaber d. Annonce das erste Bad 1 Mark. Dank. Litt 2 Jahre an Kniegelent. waffer Entzündung und hatte furchtbare Schmerzen. Münsel's Loh Tanninbäder haben mich in furzer Zeit gebeilt. Apel, Kirchhofs- Inspektor an der Sophien- Kirche. Dank. Durch Blutvergiftung trat bei mir eine rechtsfeitige Lähmung ein. Durch Münsel's LohTannin- Badekur wurde ich vollständig geheilt. Debm3, Kaufmann, Ostrowo i, P. Profpett gr. u. franto. E gebrauchte, fauft Burow, Festlichkeiten und Bersammlungen; im Mai ist derselbe noch an Sonnabenden Möbel, Stosenthalerstr. 18. an Vereine zu vergeben. 14955] Hermann Brüder. zu Berlin. Der in der Generalversammlung vom 18. November 1895 beschlossene Na ch= trag 4 zum Statut, betreffend die Er höhung des Krankengeldes auf die früheren Säße für alle fünf Selaffen (§ 12), ist unterm 29. April er. vom Bezirksausschuß genehmigt und tritt am Montag, den 11. d. M., in fraft. Berlin, den 9. Mai 1896. 18866 Der Vorstand. M. Stuhlmann, Borf. Stuckateure! Montag, den 11, Mai, abends 7 Uhr, bei Ebert, Kommandantenstr. 72: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über die beiderseitig.Kommissionsverhandlungen. 2. Unſere gegenwärtige Lage. 3. Er lebigung wichtiger Angelegenheiten. Erscheint alle pünktlich. 1376b Die Kommission. Allen Freunden und Bekannten, sowie meiner werthen Nachbarschaft die ergebene Mittheilung, daß ich das 國際 Restaurant Maunynftr. 78 Anton Böker. Geschäftsverlegung. Allen Freunden und Genoffen zur Nachricht, daß ich mein 13266* Weiß- u. Bairischbier- Lokal von Puttligstr. 9 nach. Puttlitzstrasse 10, Ecke Salzwedelerstrasse, verlegt habe. Vereinszimmer für 50-60 Personen mit Piano steht zur Verfügung. J. Pfarr. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob Strasse 75. 4976L* Amt I, 1082. Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein neueröffnetes Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, Frühstück, Mittag und Abendtisch. Hermann Schimkäse, 50162* Oranienfir. 49. Gesellschafts- Haus 35, Swinemünderstr. 35. Jeden Sonntag: Ball. Säle für Versammlungen. Gesellvon Herrn Franz Bee B. Rottbuser- schaften vergebe auch Sonntags den damm 62, fäuflich übernommen habe. unteren Saal, 200 Personen fassend. Es soll mein eifriges Bestreben sein, NB. Den geehrten Vereinen empfehle meinen werthen Gästen stets mit guten ich zu Sommerfesten Garten und Bühne Speisen und Getränken dienen zu unter toulanten Bedingungen.[ 49692* tönnen und ihnen den Aufenthalt in meinem Lokal recht angenehm zu machen. Um regen Zuspruch bittet 13396 Emil Hoppe. Empfehle meinen 49640* Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch, 8. Liebehenfdjel, Mariannenstr. 48. Frauen! Männer! Volks- Versammlung in Weißensee am Montag, den 11. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale von Heling, Langhansstr. 106. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Die Margarine und der Zucker vor dem Reichstage". 2. Diskussion. 2/7 Bur Deckung der Roften Tellersammlung. Es ist Pflicht eines Jeden, dafür zu agitiren, daß diese Versammlung zahlreich auch von Frauen besucht werde. Die Einberuferin Frau Werner. 750 Achtung! Schneider und Näherinnen! Wer dem Arbeiter seinen Zohn nicht giebt, ist ein Bluthund. Jes. Sirach, Kap. 34, 2. 27. Montag, den 11. Mai 1896, abends 8. Mhr: Zwei grosse öffentliche Protest- Versammlungen der in der Herren- und KnabenAchtung! Konfektionsbrande beschäftigten Schneider und Näherinnen. Für den Osten: Joël's Festsäle, Andreasstraße Nr. 21. Für den Norden: Gründel's Salon, Brunnenstraße Nr. 188. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Friedrichsberg und Umgegend. Bolksversammlung am Dienstag, den 12. Mat, abends 8 Uhr, Frankfurter Allee 193 bei Spitzig. Zages Ordnung: Der perfide Vertragsbruch und die unerhörte Treulosigkeit der Herren- und KnabenKonfektionäre. Referenten: 1. Timm und Frau Ihrer. Kollegen und Kolleginnen! Durch unerhörten Treubruch haben die Prozzen der Konfektion sich der von ihnen übernommenen Verpflichtungen entledigt. Gure Pflicht ist es, in diesen Versammlungen vollzählig zu erscheinen, 165/3 Die Fünfer- Kommission. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Klees( Magdeburg) über: um Stellung zu dem brutalen Att der Unternehmer zu nehmen. Das Bürgerliche Gesetzbuch und das Familienrecht." 2. Diskussion. 2/8 Zur Deckung der Kosten Zellerfammlung. Zahlreiches Erscheinen, namentlich der Frauen, erwartet die Einberuferin Fran Swenn. Groke öffentl. General- Derlammlung Achtung! Weissbier- Brauereiarbeiter. aller Maurer Berlins n. Umgegend. Donnerstag, 14. Mai, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Große öffentliche Versammlung fämmtl. in den Weißbier- Brauereien beschäft. Arbeitnehmer. Zages Ordnung: 68/8 Montag, den 11. Mai, abends 8 thr, im Lokale der Berliner Bockbrauerei, am Tempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Die gewerkschaftliche Organisation und die Lage der Arbeiter in den Bauten zur Durchführung zu bringen? 2. Diskussion. 1. Welche Maßregeln haben wir zu ergreifen, um den Neunstundentag auf allen Weißbier- Brauereien. Referent B. Pörsch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. WF Alle in folgenden Weißbier- Brauereien beschäftigten ArbeitDie Kollegen von folgenden Bauten sind besonders noch eingeladen: Kaiserin Augufta- Kaserne, Küraffiernehmer werden dringend ersucht, in der Versammlung zu erscheinen: 1. Breit- Kaserne, Arrefthand und Tivoli. Jeder Kollege, dem es ernft mit der Verbesserung seiner wirthschaftlichen Lage haupt; 2.. Möwes; 3. E. Lehmann. ist, muß erscheinen. · Die Lohnkommission der Maurer. Zur Deckung der Untosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer: Schüler. Rirdorf. Arbeiter und Arbeiterinnen! Montag, den 11. Mai, abends 8 Uhr: Arbeiter[ 185/3] Zentralverein der Bildhauer. Bildungs- Schule. Dienstag, den 12. Mai, abds. 8 Uhr, Annenstr. 16: Große öffentliche Versammlung Bekanntmachung in den Victoria- Sälen", Hermannftr. 49/50. Tages Ordnung: 205/12 - Anschlagwesen und Die Streits am Drte. Gewerbeschiedsgericht. Aufstellung von Säulen in Rigdorf. Folgende Gewerkschaften sind besonders eingeladen: als Baugewerbliche Hilfsarbeiter, Böttcher, Buchdrucker, Holzarbeiter, Rutscher und Backer, Maurer, Maler, Metallarbeiter, Möbelpolirer, Schuhmacher, Schmiede, Stein feger, Textilarbeiter, Sattler, Tapezirer, Tabafarbeiter, Töpfer, Zimmerer. Das Gewerkschaftskartell. J. A.: Jul. Vieweg, Bergstr. 182. an die Mitglieder. Die für beide Schulen gemeinsam neueingerichteten Fortschrittskurse beginnen; in Nationalökonomie am Montag, Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Herrn Walded Manaffe über:" Sind Kriege nöthig?" Geschäftliches und Verschiedenes. 28/11 Ferner machen wir die Mitglieder auf die am 17. Mai stattfindende Exkursion nach der Urania, den 11. Mai( Lehrer: Dr. Alfred Vortrag über die Röntgen'schen X- Strahlen, aufmerksam. Billets& 50 Pf. Bernstein); find bei den Kollegen Rubbert und Koswig zu haben. Der Vorstand. in Rede- Uebung am Montag, den 18. Mai( Lehrer: Heinrich Schulz). Nur Schüler, die an den betreffenden Unterrichtsfächern im vergangenen Winteraufgenommen.. Lederarbeiter( Portefeuiller)! halbjahr theilgenommen haben, werden Grosse öffentliche Versammlung Der Unterricht findet mit Rücksicht Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 11. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Linke, Jüdenstraße 36/37: ständigen, Schullokalen bei Hoffmann, Vertrauensmänner- Sigung der Drechsler. am Montag, den 11. Mai, abends 81/2 Uhr, in Henke's Salon, auf die weite Entfernung zwischen den Naunynftr. 27, Zages Ordnung: 1. Maßregelung des Kollegen Weinschild von Heymann u. Co. 2. Vorschläge der Lohnkommission. 3. Verschiedenes. 1864b Achtung! Schuhmacher! Achtung! Alexanderstr. 27c( Vereinszimmer) statt. Beginn 9 Uhr, Schluss 101/ a Uhr. Am Donnerstag, den 14. Mai, fällt der Unterricht des Himmelfahrt- Festes wegen in beiden Schulen aus. Statt dessen findet Zages Ordnung: B Die gegenwärtige Lage und unsere nächsten Aufgaben. Bezirksversammlungen: Deutsch( Südostschule) Dienstag, den Wedding und Gesundbrunnen am Montag, den 11. Mai, abends 71/2 Uhr, 12. Mai, im Lokale von Streit, Naunynstrasse 86, und Geschichte( Nordin Bernhard Raabe's Salon, Rolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Die Schule, wie sie ist und wie sie sein soll. Referent: Genoffe Metzner. Montag, den 11. Mai, vorm. 9½½ Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Schule) Dienstag, den 12. Mal, im Lo- 2, Distuffion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Große öffentliche Versammlung. F Zages Ordnung: Die Lage des Streiks und die angekündigte Entlaffung der im Streit befindlichen Arbeiter. 170/6 Achtung! Parquetbodenleger! Achtung! Der Vorstand 6/1 kale von Gleinert, Müllerstr. 7a, statt. der Arbeiter- Bildungs- Schule. Verband der Bäcker Deutschlands. Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 11. Mai, nachm. 51/2 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Dienstag, 12. Mai, nachmittags 3 Uhr, 284/4 Deffentliche Parquetbodenleger- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Die Lage unseres Streiks. 2. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Achtung! Achtung! Mechaniker u. Berufsgenossen Hente, Sonntag, den 10. Mai, vormittags 11 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27e: im Alten Schüßenhause", Linienstr. 5: Regelmäßige Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Moabit am Dienstag, den 12. Mai, abends 8 Uhr im Lokal der Frau Moabit Blentz( früher Schmidtke), Stromstraße 28. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Bernstein über Geschlechtskrankheiten". 2. Diskussion. 8. Verbandsangelegenheiten. Hierzu sind die Kollegen der Werkstatt Beichert, Bwingliftr. 22, sowie die Maschinenarbeiter von Weiß u. Maus eingeladen. Vertrauensmännerversammlung für Rosenthaler- und Schönhauser- Vorstadt: Mitglieder Versammlung. Montag, den 11. Mai bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. Zagesordnung: 1867b 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über„ Zunft wesen im Mittelalter. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Liegt es im Interesse der Gesellschaft, das Koft- und Logiswesen Backstubenordnung) beim Meister abzuschaffen? Der Vorstand. Achtung! Große öffentliche Versammlung Gravenre, Ziseleure der Mechaniker u. Berufsgenossen. 2824 2ages Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand des Streiks. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen! Erscheint Mann für Mann in der Versammlung! Der Vertrauensmann der Mechaniker. Die Versammlung in Kaufmann's Variété findet nicht statt. Täschner und Kofferarbeiter! Filiale Ill des Verbandes der Sattler und Tapezirer. Dienstag, den 12. Mai, abends 8 Uhr, Alte Jakobstr. 83: Versammlung. Tages Ordnung: 287/15 Der Vorstand. Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 14. d. M. ( Himmelfahrtstag): nach Erkner, Fangschleuse. Herrenpartie Fangene. morgens 8 Uhr. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof 74/20 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Achtung! Steglit und Friedenau! Zur Beachtung für die Beitragsammler. Für nächste Woche finbet bie Markenausgabe Mittwoch, den 13. d. M., abends 7-10 Uhr bei Kunze, Reichenbergerstr. 50, v. I. statt. 284/ 2* Die Ortsverwaltung. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 10. Mai 1896, abends 7 Uhr: im Lokale des Herrn Hoffmann, Alevanderstraße 27c( großer Saal): 57/9 Versammlung. Vortrag der Genossin Frau Mesch über Frauenpflichten und Frauens rechte!" Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz für Mitglieder und eingeführte Gäfte. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Achtung! Achtung! Oeffentl. Korbmacher- Versammlung am Montag, den 11. Mai, abends 81/2 Uhr, Annenstr. 16. Tages Ordnung: 1. Gründung des Verbandes der in der Korbmacherei beSchäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. 2. Wahl des Vorstandes. 98/17 3. Aufnahme der Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um Erscheinen aller Kollegen ersucht Der Einberufer. 205/11 Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Der Arbeiter Bildungs- Verein von 1. Bortrag des Kollegen Saffenbach. 2. Lohn- und Arbeitsver Steglitz und Friedenau veranstaltet am hältnisse in unserer Branche. 3. Verschiedenes. Himmelfahrtstage eine Herrenpartie. Abmarsch früh 8 Uhr vom„ Gam brinus", Stegliz, Ahornstr. 15a, für Achtung! Charlottenburg. Achtung! Oeffentliche Bauarbeiter- Versammlung Nachzügler Treffpunkt Beelighof. am Dienstag, den 12. d. M., abends 8 Uhr im Lotal ,, Bismarckshöhe Wilmersdorferstraße 39. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Krenz- Hamburg, 2. Diskussion. Es ist Pflicht eines jeden Bauarbeiters in dieser Versammlung zu erscheinen. 80/12 Der Einberufer. Die Parteigenossen, welche dem Verein nicht angehören, können sich ebenfalls der Partie anschließen. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Ernst Sudrow, Steglig. Dienstag, den 12. Mai, abends 812 Uhr, bei Freigang, Schützenstraße Nr. 18/19: KS Versammlung. S Lages Ordnung: 1. Dekorations- Uebungsstunde. 2. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein, 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. Kollegen, erscheint pünktlich! Gäste willkommen. 179/15 Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Als Werthpapier aufzubewahren! Ich zahle keine Ladenmiethe! Für Geschäftsräume, wie mein Etablissement, bestehend aus 3 Etagen eines Grundstücks von 50 Ruthen Flächeninhalt mit 29 Räumen, bestehend aus Sälen und Zimmern 22 Schaufenstern- 39 elektrischen Bogenlichten, ca. 120 elektrischen Glühlampen, ausgestattet mit allen Annehmlichkeiten der Neuzeit, wird meinem Umsatze angemessen in Berlin- bis 60000 Mart- miethe bezahlt. Die kleinere Hälfte meines Hauses bringt mir an Miethe weit darüber hinaus, wie ich hypothefarische Zinsen und Abgaben zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem freundlichen Leser als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei der Größe meines Umsatzes noch billiger wie bisher und bedeutend billiger wie meine Concurrenz verkaufen kann. Mein Etablissement, welches sich in furzer Zeit zu einem der ersten emporgeschwungen, wird sich nun unter den obwaltenden Umständen in meinem eigenen Hause in noch fürzerer Zeit zu einem der allerersten gestalten. furzer Zeit zu ein Schuhwaaren nie dagewesenen billigen Preisen zut bei mir noch unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweckschr leicht zu fein- nicht erfüllen würden. Diese Artikel sind als solche auch die reellſten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder.- Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. der gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages geschieht, ist Francatur ausgeschlossen. Lesern, welche fich auf diese Zeitung beziehen, versende von 15 Mark an franco auf meine Kosten. Nichtconvenirendes nehme im Originalzustand zurück, jedoch tritt letzterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nutzen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spanne hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme feine Garantie. Für den Versand von Schuhwaaren, Herren- Fußbekleidung! Prima Kalbleder- Besatz- Zugstiefel mit partem alb- Glacé: Gin Glatte Rossleder- Halbschuhe mit zwei Seiten- Gummizügen, fräftige durchgenähte Sohlen, mit Keil, Lederkappen, Leder: brandsohle, Lederfutter, sowohl als Haus-, Turn-, und Straßenschuhe geeignet Mk. 3,40. Besatz- Halbschuhe, von Roßleder mit Gummizug. Zierlicher Knopfbesatz und, Cordeltappen, derbe Strapazirschuhe mit folider genagelter Sohle, hohem oder niedrigem Absatz. Mk. 4,50. Dieselbe Ausführung zum Schnüren oder mit Gummizug, nur leichter und gefälliger, mit genähter Sohle und markirtem gelbem Rand, unter Garantie für beste Haltbarkeit Mk. 5.-. Besatz- Halbschuhe von feinem prima Roßleder zum Schnüren oder mit Gummizug mit durchlochten Zierkappen und Knopfbefat. Sauber auf Rand genäht, tadelloser Siz, Mk. 6,50. Prima Satin- Kalbleder- Halbschuhe in vorstehender Ausführung Mk. 7,50. Herren- Segeltuch- Schnürschuhe* mit durchgenähter Ledersohle, Lederabsatz u. Lederkappe Mk. 4. Dieselben mit durchgenähter Gummisohle.. Mk. 3,75. Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe in spiger u. eckiger Façon mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe u. Lederbrandfohle u. Lederfutter Mk. 5.85. 9 . Glatte Rossleder Zugstiefel mit reinen Lederzuthaten, streng solide genagelte Sohlen, niedrige oder hohe Abs fäße Mk. 5,-. Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Besatz, Cordeltappen und Knopfverzierung. Mk. 5,25. Dieselben mit glattem Oberleder, leichterer Ausführung mit genähter Sohle und markirtem gelben Rand, beste Haltbarkeit Mk. 5,50. Dieselben mit Besaß, Cordeltappe, Knopfverzierung in leichter Ausführung mit genähter Sohle und martirtem gelben Rand, sowohl als Strapazirstiefel wie als Sonntagsstiefel zu empfehlen Schaftstiefel von fernigem Rindleder mit derber, Sohle, Handarbeit Renommir- Stiefel Mk. 5,75. genagelter Mk. 5, mit Gummizug, von geschmeidigem, prima satinirtem Roßleder, auf Rand genäht. Wer mit Maßstiefeln viel Ungelegenheiten hatte, wird erstaunt sein über die außerordentlich bequeme und gleichzeitig elegante Paßform dieses Stiefels Mk. 6,75. Prima satinirt Rossleder- Besatzstiefel mit Quertappe in spizzer u. eckiger Façon auf Rand genäht, elegant gearbeitet Mk. 7,90. Schnürstiefel aus gleichem Leder, mit französischen Agraffen, Besatz und eleganter, aufgesetter Querkappe, in beliebter, eckiger Cavalierform, beste Handarbeit Mk. 9, Prima Kalbleder- Zugstiefel aus dem Kern ge= schnitten, nicht zu vergleichen mit vielfach offerirten Kalbleder- Zugstiefeln, die aus abfälligen Theilen der Haut herrühren. Sauberste Handarbeit, sammetweich, das angenehmste, leichteste Tragen für empfindliche Füße Mk. 9,25. Ia faz, aufgesetter, durchlochter Querkappe, tadellose Handarbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. Karlsbader Kalbleder- Zugstiefel mit zwischengelegter Doppelsohle, vornehmste Façon- Handarbeit. Rühmlichst bekanntes Fabrikat Mk. 11,25. Lederpantoffel mit Abfagflect, durchgenähter Ledersohle Mk. 2,40. Cord- Pantoffeln mit Filafohle Mk. 0,50 Plüschpantoffeln mit durchgenähter Ledersohle und Absatzflect -O Rossleder- Knopfstiefel, 11 Snopf hoch, reine Leberzuthaten, gesteppte Spizkappe, durchgenähte Kernsohle Mk. 5,75. 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Braune Ziegenleder- Promenadenschuhe, ausgeschnitten in obiger Ausführung Mk. 3,25. Dieselben mit Lederabfah Mk. 4.Kalblack- Salonschuhe, das Bollkommenfte anEleganz, tein Wachsoder Ledertuch, in denkbar bester Ausführung Mk. 3,25. Dieselben Schuhe in schwerer Ausführung, mit reinem Lederabsatz Mk. 3,85. * * • . • Nochmals verweise ich auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Kalbleder- Lackschuhen und solchen, die, von Wachs- und Ledertuch angefertigt, vielfach als Lackschuhe verkauft werden. Prima Rossleder- Halbschuhe zum Schnüren, Ralblackblatt, burch genähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Leder futter Mk. 5,25. Dieselben zum Knöpfen Mk. 5,50. Rossleder- Halbschuhe, zum Schnüren, mit durchgenähter Sohle, Lederkappe und Lederfutter. Mk. 4,10. Echt Ziegenleder- Strandschnürschuhe in spiker u. runder Façon, mit durchgenähter Ledersohle, Lederkappe, Lederbrandsohle u. Lederfutter Mk. 4,50. Dieselben zum Knöpfen Mk. 4,75 Satin- Kalbleder- Halbschuhe, zum Schnüren oder zum Knöpfen, auch mit Kalblackblatt, auf Rand genäht, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Ausführungen zum gleichen Preise von Mk. 6,25. Zugstiefel von 60 er Lasting,* 13 cm hoch im Gummizug, mit Lackseiten leder, Lederkappe und durchgenähter Sohle Mk. 3,35. Dieselben* mit eleganter Zier- Lackspige Mk. 3,60. • . Rossleder- Zugstiefel, solid und dauerhaft, mit Herzblatt, 13 cm. hoch im Zuge, genagelt, Lederkappe und Lederbrandsohle, überhaupt mit reinen Lederzuthaten angefertigt Mk. 3,90. Dieselben 15 cm hoch im Zuge, genähter Sohle mit martirtem Rand Mk. 4,75. Rossleder- Zugstiefel, sehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Bordernaht und Lackspizkappe, auf Rand genäht, in denkbar zuverlässigster Ausführung. Mk. 5,75. 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Der Tischler Storch aus Grünau wegen Be leidigung von Militärpersonen 1 Monat Gefängniß. 2. Berlin. Die Schneiderin Frl. Dziengelewski wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 14 Tage Gefängniß. " Wegen gleichen Vergehens und thätlicher Beleidigung Schneider Donath 3 Monate Gefängniß. Antrag: 6 Monate. 7. Döhlen. Genosse Graf wegen Beleidigung eines Direktoré einer Glashütte 200 M. Geldstrafe. 8. Berliu. Wegen Beleidigung eines Priesters Genosse Pichocki1 Monat Gefängniß. 17 " " " " Erfurt. 3 Monate Gefängniß Genosse Güldenberg wegen Majestätsbeleidigung. Lüdenscheid. 50 M. Geldstrafe Genosse Gehres wegen Verstoß gegen das preußische Preßgeseh. Stade. Gleiche Strafe wie vorstehend Genosse Thiel. Harburg wegen Verstoß gegen§ 17 des Preßgesetzes. Brandenburg. Die Genossen Wolfgang- Branden burg und Muckrath- Luckenwalde in der Berufungsinstanz wegen Beleidigungsdelikte je 200 M. Geldstrafe. Silbersdorf. Drei Genossen wegen Verübung groben Unfugs je 10 M. Geldstrafe. = 9. Zwickau. Der Bergarbeiter Ott aus Wilkau wegen Gotteslästerung 8 Monate Gefängniß. 11. Cottbus. Wegen Beleidigung Nichtstreifender Schneider. meister Berger 2 Wochen und Genoffe Jahn 10 Tage Gefängniß. 13. Dresden. Genosse Wittrich wegen Beleidigung des sächsischen Ministeriums drei Monate Gefängniß. Brandenburg. Ein Monat Gefängniß Genosse Speichert wegen Beleidigung seines früheren Arbeitgebers. " " Erfurt. Wegen Verübung groben Unfugs in zwei Fällen Genosse Wiertelarz 170 M. Geldstrafe. 14. Breslau. Genosse Neukirch wegen des gleichen Delikts wie vorstehend, 20 M. Geldstrafe. " " ., Halle. Acht Tage Gefängniß Genosse Weißmann wegen Verrufserklärung. Dresden. Genofje Müller aus Pirna wegen Beleidigung eines Schußmannes einen Monat Gefängniß. Lübeck. Wegen des gleichen Vergehens Genosse Fein 14 Tage Gefängniß. 16. Erfurt. 50 M. Geldstrafe Genosse Wiertelarz wegen Zeugnißverweigerung. " Potsdam. Genossen Plöse und Schröder, beide aus Luckenwalde, wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, ersterer 50 M. Geld- und letzterer drei Wochen Gefängnißstrafe. Rudolstadt. Wegen Majestätsbeleidigung Gen. Wage= mann in Saalfeld 3 Monate Gefängniß und wegen Bürgermeisterbeleidigung 100 M. Geldstrafe. 17. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Kunert in Berlin wegen Majestätsbeleidigung 3 Monate Gefängniß. Hamburg. Genoffe Bock wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz 3 M. Geldstrafe. " " Berlin. Der Drechsler Ehlers wegen Vergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordring 4 Wochen Gefängniß. 18. Lübeck. Wegen Beleidigung eines Polizeibeamten Genosse Friedrich 2 Monat Gefängniß. Antrag: 100 Geldstrafe. " . Sonntag, den 10. Mai 1896. 18. Langendreerholz. Fünf Genossen wegen Vergehens gegen das Vereinsgeseh je 15 M. Geldstrafe. " " Zwickau. Genossen Schmidt und Sachse je 10 M. Geldstrafe wegen muthmaßlichen Sammelns, und zwanzig Genossen je 50 Mart Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. 21. Berlin. Wegen Majestätsbeleidigung Genosse Jahn 4 Monate Gefängniß. Berlin. In der Berufungsinstanz die Genossen Voigt und Bort aus Rummelsburg wegen Vergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung je 1 Woche Gefängniß. Das erstinstanzliche Urtheil lautete auf je einen Monat Gefängniß. " • 23. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genoffe Rauff mann Harburg, 4 Monate Gefängniß wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen. Breslau. Wegen Beleidigung des Fürsten Pleß, Genosse Neukirch 1 Monat Gefängniß. " Erfurt. Genosse Wiertelarz wegen Bürgermeisterbeleidigung 2 Monate Gefängniß. " Ludwigshafen. Einen Monat Gefängniß Genoffe Bielowski wegen Beleidigung der Direktionsräthe der pfälzischen Eisenbahnen. " " 1 = Potsdam. In der Berufungsinstanz Genosse Wolf gang Brandenburg und Mutrasch- Luckenwalde, je 3 Monate Gefängniß wegen Beleidigung eines Geistlichen. " Erfurt. In der Revisionsinstanz Genosse Wiehle wegen Beleidigung der Polizei 100 M. Geldstrafe. " Halberstadt. 20 M. Geldstrafe Genosse Künne wegen Beleidigung des Abgeordneten Liebermann v. Sonnenberg. Leipzig. Wegen Verübung groben Unfugs Genosse Ritter aus Stahmeln 1 Woche Gefängniß. 24. Magdeburg. In der Berufungsinstanz wegen desgleichen Vergehens Genosse Lantau 14 Tage Gefängniß. 25. Berlin. Genosse Jacobey wegen Beleidigung von Unteroffizieren 150 M. Geldstrafe. " Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Neukirch in Breslau wegen Beleidigung eines Steigers 3 Monat Gefängniß. Friedrichstadt. Wegen Bergehens gegen das preußische Breßgesetz ein Genosse 5 M. Geldstrafe. " Magdeburg. 50 M. Geldstrafe Genosse Haarbaum und desgleichen ein Wirth wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. " 27. Hamm. Zwei Genossen wegen Verstoßes gegen das preußische Vereinsgesetz je 30 M. Geldstrafe. 28. Deffan. Wegen Beschimpfung der protestantischen Kirche Genosse Gehre 2 Monate Gefängniß. Berlin. In der Straffache gegen Hinge und Genossen wurde wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes auf eine Strafe von 15, 30 und 50 Mart Geldstrafe, insgesammt 1050 Mart, erkannt. 13. Jahrg. Versammlungen. Berliner Gewerkschaftskommiffion. Die Delegirtenversammlung, welche am Freitag tagte, wählte an stelle des aus gefchiedenen Vergolders Höpfner den Bildhauer Winkler in den Ausschuß, und nahm sodann die Berichte über die gegen wärtigen Streits entgegen. Ueber den Au 3 st and der Tabak: arbeiter theilte Börner mit, daß eine Geldunterstügung von der Gewerkschaftskommission nicht verlangt werde, weil der Verband der Tabatarbeiter Deutschlands in ausreichender Weise die Streifenden unterstütze. Dagegen erwarten die Tabakarbeiter eine moralische Hilfe insofern, als sie von allen Arbeitern verTangen, daß sie ihren Bedarf nur in solchen Geschäften einfaufen, die nur unter tarifmäßigen Bedingungen hergestellte Fabrikate führen. Die Delegirten möchten nach dieser Richtung hin ihren Einfluß in ihren Gewerkschaften geltend machen. Ent schieden zu tadeln sei das Verhalten vieler fleiner Fabrikanten, die Sozialdemokraten sein wollen, es aber noch nicht für nöthig befunden haben, der Lohnkommission mitzutheilen, ob sie die tarifmäßigen Löhne zahlen. Unter diesen befinde sich auch ein bekannter agitatorisch thätiger Parteigenosse, der, obwohl gelernter Tabatarbeiter, Organisation der Kaufleute angehöre. Ohne Debatte wurde folgende Resolution angenommen: Die Versammlung erwartet von den Berliner Ar. beitern, daß sie die Tabatarbeiter in ihrem gerechten Lohnkampf moralisch unterstützen und nur solche Fabrikate taufen, die zu tarifmäßigen Bedingungen hergestellt sind. der Ueber die Lohnbewegung der Packetfahrt Ans gestellten wurde berichtet, daß dieselbe durch Vereinbarung mit der Direktion beigelegt und die Forderungen der Angestellten dex Hauptsache nach bewilligt seien. Für die Organisation habe diese Bewegung großen Erfolg gehabt, denn von den 750 Angestellten haben sich 650 dem Verein der Handelshilfsarbeiter angeschlossen. Dir berichtet über die Bewegung der Buch bruderei hilfsarbeiter für Einführung des Neunstundentages: 75 Druckereien haben die Forderungen bewilligt, 15-20 verhalten sich noch ablehnend und hat hier am Freitag der Streit begonnen, der schon so gut wie gewonnen ist. Unterstützung von der Gewerkschaftskommission wird nicht ges fordert. Nachdem Klara Bien diesen Bericht noch ergänzt hatte, vird der Streik sanktionirt. Ueber den Streit der Musikinstrumenten= Arbeiter berichtet Fischer, daß infolge der großen Zahl der Streifenden die eigenen Mittel der Gewerkschaft bald er. schöpft sein würden, um so mehr, als die MusikinstrumentenArbeiter die Streiks anderer Berufe mit ihren Geldern unterstüt haben. Er beantragt daher, diesen Streit nicht nur moralisch, sondern erforderlichenfalls auch materiell zu unterstützen. Der Antrag wird angenommen. 29. Bremen. 75 M. Geldstrafe Genoffe Rhein wegen Be- ma cher und ersucht um Sanktionirung, sowie moralische und leidigung des Redakteurs eines bürgerlichen Blattes. 30. Rigdorf. Wegen Bergehens gegen das Vereinsgefeß Genoffe Voltmann 25 M. Geldstrafe. " " 群 Berlin. Genosse Kaspar aus Steglitz wegen Beleidigung eines Gendarms 50 M. Geldstrafe. Bautzen. Die Genossen Schurz, Müller und Rähe aus Gersdorf wegen Berübung. groben Unfugs je 15 M. Geldstrafe. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Hofrichter ( Köln) wegen Beleidigung des Arbeitshaus Direktors in Brauweiler 3 Monate Gefängniß. Magdeburg. Wegen Verstoßes gegen§ 130 bes Straf Gesetzbuchs Genosse Schulz Berlin 2 Wochen Gefängniß. Bamberg. Drei Monate Gefängniß Genosse Hart Forchheim wegen Majestätsbeleidigung. Insgesammt wurden erkannt auf 4098 Mark GeldHamburg. Bier Monate Gefängniß ein Schneider 6 Jahre, 2 Wochen und 4 Tage Gefängnißstrafe. wegen Majestätsbeleidigung, begangen durch Wirthshausflatsch. Solingen. Genosse Franzen wegen BürgermeisterBeleidigung 150 m. Geldstrafe. Antrag: vier Monate Gefängniß. Hamburg Eimsbüttel, den 8. Mai 1896. Eichenstr. 4, I. Der geschäftsführende Ausschuß. aus und Hammacher berichtet über den Streit der Schuh materielle Unterstügung. Die Versammlung beschließt deingemäß. näther erklärt, daß die Metallarbeiter gegenwärtig nicht in der Lage seien, anderen Gewerkschaften Gelder zuzuwenden. Sie hätten ihre Lohnkämpfe bisher immer aus eigenen Mitteln durchgeführt und auch augenblicklich mehrere Streits ihrer Gewerkschaft mit Geldmitteln zu unterstützen. Millarg die gleiche Erklärumg giebt bezüglich der Bolje arbeiter ab und meint ferner: die Holzarbeiter könnten die Taktik der Schuhmacher nicht billigen, die einen Streit angefangen hätten, ohne erst ihre Organisation zu bes fragen. Die Schuhmacher hätten zunächst an den Ausbau ihrer Organisation denken sollen. Hamma cher entgegnet, daß die Leiter des Streits der Organisation angehören, sich der Tragweite ihres Vorgehens wohl bewußt wären, und nach reiflicher Erwägung zum Streit gerathen hätten. Mit der Organisirung der Handarbeiter seines Berufs, die zum größten Theil Heimarbeiter feien und keine Fühlung miteinander hätten, gehe es nicht so leicht, wie bei den Arbeitern großer Betriebe. Den Vorwurf Millarg's weise er entschieden zurück. Darauf erwidert Millarg, daß nicht er allein, sondern auch andere Delegirte derselben Meinung wären. Von den Hutmachern wurde mitgetheilt, daß denselben in zwei Fabriken ein Streit in Aussicht stehe, für den jedoch vorläufig feine Unterstügung verlangt wird. Ferner nimmt die Versamm Von der Gewerbe- Ausstellung. Diese Vorstellung ist irrig; der Feuerungsraum dient nur dazu, direkt zum Hauptgebäude wenden, das durch eine glänzende um in dem gesonderten Verbrennungsraum, in welchen das Aluminiumfuppel weithin sichtbar ist. Tritt man hinein, so ist Die Veranstaltungen, welche das Amüsement der Besucher Feuerungsmaterial gar nicht hineingelangt, eine ungeheure man zunächst überrascht, auch hier wieder Modelle von Schiffen bezwecken, herschen in Treptow unzweifelhaft vor; da sind die Hiße zu erzeugen. Außerdem ist für steten Luftzutritt zu sehen, an welchen die Ausstellung überhaupt sehr reich ist. Schaustellungen von Kairo, die Theater Alt- Berlin und Neu- gesorgt, so daß die in den heißen Raum kommenden Leichen so- Da ist zunächst das große Schiff, welches der Bremer Lloyd aufBerlin, unzählige Restaurants und manches andere. Doch fehlen fort einen vollständigen Verbrennungsprozeß durchmachen. Die gebaut hat, um die innere Einrichtung eines großen Dampfers auch ernstere Ausstellungen keineswegs. Einen wissenschaftlichen nicht verbrennlichen Theile, die sogenannte Asche, bleibt, soweit zu zeigen; doch ist das Zwischendeck wohlweislich fortgelaffen Mittelpunkt der ganzen Gewerbe- Ausstellung bildet das Archens fie von der Leiche herrührt, auf dem Boden, von wo sie dann worden. Dafür ist in dem Innern eine große Anzahl von hold'sche Fernrohr, an welchem freilich noch viel gearbeitet in einer Blechbüchse gesammelt und in einer Urne verschlossen Modellen der verschiedensten Schiffstypen ausgestellt. Eine ähn rerden muß, bis es soweit fertig gestellt ist, daß es vom Publi- werden, während die Asche der übrigen Gegenstände, der Ge- liche Sammlung findet man dann im Gebäude der Fischereifum besichtigt werden kann. Da es sich hierbei um einen Bau wänder, mit denen die Leiche umhüllt ist, des Sarges, falls er Ausstellung, wo die gewerblichen Zwecken dienenden Schiffe vorganz neuer Art handelt, wie er noch niemals aufgeführt worden aus Holz bestand, durch den heftigen Luftzug fofort weggeblafen herrschen. Diese Ausstellung scheint mir begreiflich und zweckist, so ist es verständlich, daß die Herstellung etwas längere wird; die menschlichen Ueberreste dagegen, welche zumeist aus dienlich; unverständlich aber war mir, warum ich im Gebäude für Beit beansprucht, als ursprünglich vorgesehen war, verständlicher ziemlich schwerem phosphorsauren Kalt bestehen, widerstehen dem gesunde Schuleinrichtungen 2c. eine Anzahl großer Schiffs jedenfalls, als bei vielen anderen Unternehmungen unserer un- Luftzug und bleiben an ihrer Stelle. modelle bewundern mußte, und ebenso stutte ich, als ich, fertigen Ausstellung. Doch auch gerade in seinem gegenwärtigen An den Wänden des fleinen Gebäudes find verschiedene wie gefagt, auch im Hauptgebäude beim Eintritt rechts und Bustande bietet der Bau des Fernrohrs manches Interessante. Schaustellungen angebracht, welche einige Vortheile der Feuer- lints etwa 20 schöne Kriegsschiffe gewahrte. Doch verlor sich Er ist soweit gediehen, daß der Plan des Ganzen deutlich hervor- bestattung vor der bei uns noch üblichen Erdbestattung hervor meine Verwunderung, als ich darau dachte, daß ich in einer tritt; die große nach dem Himmelspol gerichtete fog. Polar- heben sollen. So zeigen mehrere Abbildungen den häßlichen Zu Berliner Ausstellung war und daß Berlin ja auf dem besten Aye liegt bereits im Innern des festen Grundpfeilers und an stand der Leichen, welchen fie allmälig im Grabe annehmen, um Wege ist, sich zu einer bedeutenden Seestadt zu entwickeln. ihr ist eine Art mächtiger Glocke befestigt, jedoch mit der offenen dadurch Abschen vor dieser Bestattungsart zu erregen. Eine An das Hauptgebäude schließt sich die Maschinenhalle an. Seite nach oben, deren Inneres den Beobachtungsraum um- andere Veranstaltung wendet sich an den Geldbeutel. Ein aus Betritt man sie, so gewahrt man zunächst eine Ausstellung von schließen wird. Gegenwärtig wird sie mit einer großen Silber gefertigter 3ylinder, dessen Grundfläche die Größe eines A. Borsig. Neben einigen fleineren Maschinen stehen zwei große äußeren Hülle umgeben, welche die Last der noch Markstückes hat, zeigt durch seine Länge die Kosten an, welche Lokomotiven neuester Konstruktion und eine große Dampfmaschine, anzubringenden schweren Stücke von der Are abnehmen eine anständige Bestattung verurfacht; Berlin nimmt hier die welche mit einer von Siemens u. Halste gebauten Dynamound vermittelst einiger Rollen, auf denen sie durch Entlastungs- erste Stelle ein, während die Bestattung in Hamburg, Gotha maschine gekuppelt ist. Auch hier treibt die Dampfmaschine die böcke läuft, direkt auf den Grundpfeiler übertragen soll. Denn und anderen Städten, die ein Krematorium( Ofen zur Zeichen lettere an, welche den elektrischen Strom für die Beleuchtung die Aye muß mit möglichst geringem Druck auf ihren Lagern verbrennung) befizen, erheblich billiger ift. verschiedener Restaurants liefert. ruhen, um ihre Richtung unverändert beizubehalten; man darf Von diesem Gebäude weiter wandernd treffen wir ein ihr daher nicht die schweren Lasten aufbürden, welche noch hinauf- Häuschen, in welchem die schon oben genannte Firma G. Hoppe fommen. Zunächst ist das eine etwa 250 Zentner schwere Traverse, eine Reihe Elektromotoren ausgestellt hat. Es sind dies Dynamoauf welcher das lange Rohr, das etwa 65 Bentner wiegt, mitsammt maschinen, in welche ein elektrischer Strom hineingeleitet werden seiner Hülle aufmontirt wird. Dieses Rohr, welches nebst den übrigen soll, wodurch der mit Draht umwickelte und vom Strom um genannten Theilen von der Maschinenbau- Anstalt G. Hoppe in floffene Ring der Maschine in Drehung versetzt wird. Diese ständlich diese Art der Kraftübertragung gegenüber der Gartenstraße angefertigt ist, liegt bereits seit dem 1. Mai Drehung wird dann zu weiteren Bewegungen benußt; die ge- elektrischen ist, welche durch dünne Drühte geschehen und daher auf dem Ausstellungsplay, wo es von den Besuchern angestaunt nannten Maschinen z. B. sollen Pumpen antreiben. Doch sind an den verschiedensten Stellen Motoren leicht in Bewegung wird; einen weit imposanteren Anblick wird es gewähren, wenn fie bisher nicht im Gang zu sehen, weil der Anschluß an die feßen kann. Aus diesem Umstand haben ja auch manche es in die Luft hinausragend sich frei und leicht nach allen Seiten Leitung, welche ihnen den Strom liefern soll, noch nicht fertig flugen Sozialpolitifer geschlossen, daß dem fleinen Gewerbe ein bewegen wird. gestellt ist. neuer Aufschwung bevorsteht; denn auch die kleinen Unternehmer Wendet man sich vom Fernrohr aus südlich, so sieht man Treibt man folche Maschinen mechanisch an, so erzeugen fie tönnten den Strom so billig erhalten, wie die großen, und mit das kleine, aber doch ernste und würdige Gebäude, welches der ihrerseits elektrischen Strom. Diese Benugung von Dynamo- fleinen Motoren fonkurrenzfähig bleiben. Wie irrig die Meinung Verein für Feuerbestattung ausgestellt hat. Im Innern des maschinen kann man noch etwas weiter füdlich in dem Maschinen- ist, erhellt auf den ersten Blick. Sollten wirklich eine Anzahl selben befinden sich mehrere Modelle von Defen für Leichen- haus sehen, welches am Wasser stehend die Maschinen beherbergt, fleinerer Motoren rationeller arbeiten, als ein großer, so wird verbrennung, welche auseinander genommen werden können, so die für Alt- Berlin und das Theater Alt- Berlin den elektrischen der Großunternehmer eben eine größere Anzahl kleiner Motoren daß man die innere Einrichtung vollständig übersieht; um ein Strom liefern. Eine große Dampfmaschine treibt hier zwei von arbeiten lassen und dabei alle die Vortheile ausnutzen können, besseres Verständniß zu erzielen, erläutert ein Angestellter des Siemens u. Halste gebaute Dynamos, die bei ihrer raschen Um die das größere Kapital ihm gegenüber dem kleineren gewährt. Vereins die Theile eines solchen Modells im einzelnen. Vielfach drehung den Strom erzeugen, welcher durch Drähte fortgeleitet Auch lehrt ja die tägliche Erfahrung zur Genüge, was es mit glaubt man, daß in diesen Defen die Leiche direkt in einen wird und an den verschiedensten Stellen das hellste Licht hervorbringt. der Rettung des Klein- Gewerbes durch die elektrischen Motoren Feuerungsraum gebracht und in die Flamme geschoben wird. Von hier kann man sich durch den südlichen Wandelgang auf sich hat. Eine andere Dampfmaschine treibt eine Weue, welche über eine große Seite des Saales reicht; von ihr werden dann durch Uebertragung mittels eines Lederriemens eine ganze Reihe von Werkzeugmaschinen, die industriellen Verrichtungen der verschiedensten Art dienen, angetrieben Man sieht sofort, wie um der " Tung Renntniß von den Streit in der Zuguspapterfabrik von 1er namentlich die gesammte Versicherungsgesehgebung, den auch nur ein Schlag Schlag ins Wasser gewesen, so müsse Wundsch u. Lange. Schuh für Frauen und jugendliche Arbeiter, die Sonntags- doch die große Arbeitslosigkeit im Bimmerergewerbe, Millarg berichtet darauf über die Maifeier. Die Babl ruhe und den zwölfftündigen Marimalarbeitstag für welche nach Beendigung der Arbeiten für die Ausstellung einber durch Arbeitsruhe Demonstrirenden betrug vor 2 Jahren 12000, Bäckerei Arbeiter einer eingehenden Beleuchtung unterzieht. I getreten sei, Bedenken erregen. Solle der Beschluß vom 1. Ma, im vorigen Jahre 19 000, während sich an den Vormittags- An der Diskussion betheiligen fich Bauer und Eichelhardt. In an der neunstündigen Arbeitszeit und dem Stundenlohn von versammlungen in diesem Jahre 32 411 Personen betheiligten. feinem Schlußwort bemerkt der Referent, daß in allernächster 55 Pfennig festzuhalten, durchgeführt werden, dann müßten die Rechne man davon die zur Zeit Streilenden ab, so bleiben Zeit in der Kommission für Arbeiterstatistik über die Verhältnisse Kameraden einig zusammenstehen; vor allem wäre es aber nothimmer noch etwa 27 000 übrig, die durch Arbeitsruhe die Mai- der Bureau- Angestellten referirt werden wird, eine Enquete sei wendig, daß diejenigen Berlin wieder verließen, welche durch die feier begingen. Diefelbe set also eine durchaus würdige gewesen, jedoch zur Zeit nicht angängig, da die Kommission mit Arbeiten Ausstellung von auswärts angelockt worden seien. Nach und fönne man mit dem Resultat sehr zufrieden sein. Im An- zu sehr überhäuft sei. Sodann wird eine Resolution aus einer äußerst lebhaften Debatte wurde folgende Resolution schluß hieran theilt Mäther mit, daß die Maifeier den Metall- genommen, in der die Anwesenden sich mit dem aufgestellten angenommen:" In Erwägung, daß seit Beendigung industriellen Gelegenheit gegeben habe, 460 Arbeiter in Regulativ einverstanden erklären und nach der die Versammlung der Ausstellungsarbeiten 24 Fabriken auszusperren, und daß infolge dessen ein er die ein großes Neberangebot er die Unterstellung der Bureau Angestellten unter bitterter Kampf ausgebrochen sei, die Arbeitskräften vorhanden ist und daß infolge dessen die der namentlich die Gewerbe- Ordnung verlangt. In einer weiteren Resolution ver- Unternehmer versuchen, daß fürzlich Errungene zu durchbrechen, Former und Gießerei- Arbeiter in Mitleidenschaft zöge. Da pflichten sich die Anwesenden, sich der Organisation anzuschließen. beschließt die Versammlung: Alle diejenigen, welche durch die biese aber zu 95 pet. organisirt seien, so wäre die beste Aussicht, Bum zweiten Punkt der Tagesordnung erstattet Eichelhardt den Ausstellungsarbeiten nach Berlin gezogen wurden, ob verheirathet die Kühnemänner zum Nachgeben zu zwingen. Bezüglich der Bericht der Agitationskommission. Als Mitglieder der Agitations- oder unverheirathet, werden ersucht, wieder abzureifen und dadurch Neuwahlen zum Gewerbegericht, die im September dieses Jahres fommission werden neu gewählt Kaspar, Rüger, Schermaßti, den ortsansässigen Kameraden den Kampf zu erleichtern. Das Fahrgeld stattfinden, theilt Millarg mit, es habe den Anschein, als wolle Danziger, Gichelhardt, Schulz und Schreck. Kaspar erstattet wird in der noch zu bestimmenden Höhe gezahlt und die Fabr man bei diesen Wahlen von gegnerischer Seite einen Borstoß sodann Bericht über seine Thätigkeit als Mitglied der Gewerf. tarte von einem Kommissionsmitgliede gelöst." Ferner wurde be wagen. Deshalb mögen die Gewerkschaften dafür sorgen, schafts- Kommission. Neugewählt werden in lettere Danziger als schloffen:„ Die Lohnkommission wird beauftragt, sofort eine Liste der daß ihre Mitglieder sich in die Wählerlisten eintragen Delegirter und Schulz als Stellvertreter. Bangeschäfte berauszugeben, welche die getroffenen Vereinbarungen laffen, welche im Juli ausliegen. Stein ersucht um Abrechnung der noch rückständigen Sammellisten vom Streif auf neunstündige Arbeitszeit und 55 Pf. Stundenlohn nicht inne Der Verband der Handels- Hilfearbeiter hielt am halten. In diesen Geschäften darf fein Berliner Zimmerer in Holzbearbeitungsmaschinen Arbeiter. In dieser In dieser Ver- 5. b. M. feine Mitgliederversammlung ab. Zunächst ehrte die Arbeit treten. Jeder Gemaßregelte erhält nach wie vor die festfammlung fehlten die Delegirten der Arbeiter auf Holz- Versammlung in der üblichen Weise das Andenken des ver- gesetzte Unterstützung. Die Sammlungen zum Agitationsfonds und Kohlenplägen, Barbiere, Gärtner, Röche, Maler, torbenen Mitgliedes Kray. Im Monat April hatte der Verein werden in der bisherigen Weise fortgesetzt, und zwar hat jeder Militär- Mühenmacher, Müllerei Arbeiter, Portefeuille- Arbeiter, das erfreuliche Resultat zu verzeichnen, daß 679 neue Mitglieder, Arbeitende 50 Pf. pro Woche zu zahlen. Jeder Gemaßregelte Posamentiere, Schirmmacher, Stockarbeiter, Tapezirer, Xilographen zumeist Packetfahrtangestellte, dem Verbande beitraten. Am hat eine Streitkarte zu lösen." Anstelle des abreisenden Genossen und Schlächter. Himmelfahrtstage veranstaltet der Verein einen Familienausflug Radzuhn wählte dann die Versammlung Th. Fischer zum Ver Herr Emil Marold theilt uns in einer längeren Be- Matinee in Aussicht genommen. Schuhmann ersucht die Mit Informationen fest, daß die angebliche Anwerbung von deutschen, nach der Pferdebucht und am aweiten Pfingstfeiertag ist eine trauensmann. Zum Schluß stellte Hinrichsen auf grund persönlicher richtigung in bezug auf den Versammlungsbericht der Knopf- glieder, die Kongreßlisten baldigit abzurechnen. Die Zahlstellen von speziell Berliner Zimmerern für die Ausstellungsarbeiten in arbeiter in Nr. 103 des Vorwärts" mit, daß alle in der Ver- Mataschefsky und Sarniß sind verlegt und die bei fammlung geschilderten Mißstände in seiner Fabrik nicht vor- Strause aufgehoben. Unter Verbands- Angelegenheiten plaidirte Architektenbureau, das nach einer dem Redner von zuständigster Paris( Ausstellung 1900) lediglich Schwindel sei. Jm handen sind. Grauer für eine rege Agitation zur Erringung der Sonntagsruhe Seite gewordenen Auskunft täglich an 60 Bimmerer aufsuchten, Weshalb find die Arbeiterschutz Gesetze nicht auf die und Verkürzung der Arbeitszeit, indem er auf die Vorschläge der um sich anwerben zu lassen, wisse man absolut nichts von AusBurcan Angestellten ausgedehnt? So lautete das Thema, Kommission für Arbeiterstatistik, betreffend den Achtuhr- Laden- trägen zur Anwerbung deutscher Bauarbeiter. über welches der Reichstags- Abgeordnete Molkenbuhr in der schluß, hinweist. Grauer wünscht vom Verband für diese Fragen öffentlichen Bersammlung der Bureau- Angestellten, die am Freitag eine größere Agitation. Polis erwidert, daß der Vorstand schon in der Brauerei Königstadt stattfand, referirte. In lezter Beit, so lange zu dieser Agitation Stellung genommen, das weitere müsse führte Redner aus, ist viel von Arbeiterschutz- Gesetzen gesprochen man aber dem Vertrauensmann überlassen, derselbe wird dann worden und es hat sich hierbei gezeigt, daß bei einer ganzen die öffentliche Agitation einleiten, wenn der Kongieß der HandelsReihe von Leuten, die sonst recht oft ihre arbeiter- hilfsarbeiter gesprochen hat. freundliche Gesinnung zur Schau tragen, auf das heftigste Etwa 500 Zimmerer versammelten sich am 7. Mai bei auch gegen die unscheinbarsten Reformen opponirt wurde. Lips, um den Situationsbericht ihres Bertrauensmannes Radzuhn vormittags 10 Uhr: Vorstands- Sißung im Reſtaurant zum„ Bruder Heinrich" Dabei sind immer noch ganze Arbeiterkategorien von dem Ar- entgegenzunehmen. Der Redner theilte mit, daß verschiedene beim Landsmann H. Nathmann, Bülowjtc. se. beiterschutz ausgeschloffen. Unter letzteren befinden sich die Firmen ihre Bewilligungen des Neunstundentages 2c. wieder abends 8% Uhr bei Hensel, Brunnenstraße 173: Herr Gampe über:„ Die BeBureau- Angestellten, bei denen in bezug auf die Arbeits zurückgezogen hätten und sogar die Innung sich für die all- handlung jugendlicher Berbrecher und das Prinzip der bedingten Berverhältnisse ein geradezu anarchischer Zustand Distussion. Gäste willkommen. Redner geht sodann näher auf die Arbeiterschutz- Geseze ein, indem lins Zeug gelegt habe. herrscht. gemeine Wiedereinführung der zehnstündigen Arbeitszeit lärmend Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGei der fragliche Beschluß derselben gesellschaft. Heute Sahltag Acterstr. 123 bet Marten. Wollene Damen- Kleider- Stoffe. Einfarb. Panama- Stoffe, alle Farben, doppeltbreit Meter 50 Pf Reinwollene Kammgarn Beiges, doppeltbreit Meter 70 Pf. Auf die Mittheilung über eine noch nicht dagewesene Offerte Neinw.Frühjahrsstoffe, engl. Geschmack, doppeltbr. 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Marke Royal- Bock, ca. 11 cm Ig., ca. 5 cm Umfg. An dieser Cigarre Der Porto- Ersparniß wegen empfiehlt es sich, von diesen Marken weidet sich das Auge ihrer schönen Form wegen und der Gaumen Originalpackete von 100 Stc. zu beziehen. an dem milden Wohlgeschmack; aus Brasilianischen und Ostca. 5 cm Umfg., 2x 50 geb. spanische übersättigtsten Rauchers befriedigen. Des geringen Nicotin Berpackung, angenehm würziger Geschmack und Aroma, per gehalts wegen in sanitairer Beziehung sehr zu empfehlen. 100 Std. Mk. 2,25. pr. 100 Std.. Mk. 4,50. ca. 11 cm Ig., ca. 6 cm Umfg., sehr schöne im Geschmack, pr. 100 Std. Mk. 2,50. Marke Exquisita, ca. 10% cm Ig., ca. 5 cm Umfg., tostete früher bei mir 3,50, jezt nur per 100 Std. Mk. 2,75. - Sanft wie der Ton der Flöte, ein Nippsächelchen, an dem Auge und Gaumen sich ergözt. Wer sich im Concert oder Theater 20 Minuten dem Genuffe einer edlen Mischung rein überseeischer Tabake hingeben will, empfehle ich diese Cigarre aufs Beste. In 4 echten Cedernholzbehältern à 25 Std. Per 100 Std. Mt. 3,00, jede Cigarrentasche ersehend- Originalfiste 200 Std. enth. Mk. 4,50. Marke Sarasate( Havana), Ein Gemisch von so hervorragenden Marke San Fernando, ca. 10 cm lg., ca. 5 cm Umfg., groß Eigenschaften, das der raffinirteste Raucher nicht unter 10 Pfg. Trabucos Façon, eine Saloncigarre von großartigem Aroma, Marke Regenerativ- Cigarre, ca. 10%, cm lg., ca. 5 cm Umfg. Eine tagiren wird; ca. 9% cm Ig., ca. 5 cm Umfg. pr. 100 Std. Mk. 6,50. per 100 Std. Mk. 3,15. Marke Manilla, ca. 10%, cm lg., an der Brandfläche circa Cigarre, die man dann raucht, wenn keine andere schmeckt. Marke Servantes, fräftige, vollwürzige Havana- Cigarre, circa 5 cm Unifg., pr. 100 Stck. Ihres entzückenden Aromas und Geschmacks wegen, unterstützt 11 cm lang, 5 cm Umfg., deren Werth den sehr geringen Preis bei Mk. 3,50. Viele Staucher haben Abneigung gegen Manilla- Zabat, weil durch die außerordentliche Milde, reizt diese Cigarre zum In Weitem übertrifft. Diese Cigarre ist namentlich demjenigen zu der Geschmack desselben seiner Schwere und Schärfe wegen haliren, d. h. den Rauch zu schlucken. Früher verkaufte ich empfehlen, der sich dem Wohlgeschmack einer kräftigen, vollAugen und Gaumen belästigt. Nichts von alldem hat diese dieselbe um 20 pet. theurer, obgleich die jetzige im Geschmack empfehlen, der sich dem Wohlgeschmack einer fräftigen, vollCigarre; abweichend von der echten Manilla ist sie von der die ehemalige weitaus überragt. pr. 100 Std. Mk. 5,25. würzigen Cigarre hingeben will. Sie ist von berauschendem Aroma und kann troß ihrer Größe mit Cigarren zum doppelten außerordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten Zuper- Marke Caesar Regalia, ca. 13 cm Ig., ca. 5 cm Umfg. Eine Preise verglichen werden, pr. 100 Єtd.... Mk. 7,50. lässigkeit im Brande und von föstlichem Aroma.- Insbesondere Brafil- Cigarre, worin fich milde Würze und feinstes Aroma paart. ist diese Cigarre auch Statspielern zu empfehlen, da sie erstlich Diesen Tabak habe ich nicht weiter zu empfehlen nöthig.( Ge- Marke Calderon, Savana, Handarb.( Metzsche Presse). Decke Hasehr sparsam und von außerordentlich zuverlässigem Brande ist. wicht pr. 1000 Std. ca. 20 Pfd.) Trotz der kolossalen Größe vana- Blätter- Auslese, feinste La Cruz des Almas- u. Havana- Einl., ( in Papier verpackt) pr. 100 Std. Mk. 5,00. wird diese Cig. sowohl in Bezug auf ihre ideale Form, wie Brand Marke Universal, ca. 11 cm lg., ca. 5 cm Umfg., Salon- u. Brome- Marke Raphaëli 3, Bockfaçon, ca. 10 cm Ig., ca. 5% cm Umfg. und Geschmack bei jedem Kenner den Gipfel des Wohlgeschmacks naden- Cigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und GeAus feinstem Vorstenlanden u. Bahia- Felix zusammengefeht, habe hervorrufen, außerordentlich milder Geschmack; sie parfumirt schmack. Steigert den Genuß, je mehr man davon raucht ich die Gig. mit meinem Namen bezeichnet, weil ich in dieser jeden Salon und ist besonders nach jedem Diner zu empfehlen. per 100 Std. Mk. 3,75. Mischung das Allerbeste zu liefern glaube. Bei voller Würze Bei letterer Marte, welche aus einer aufgelösten Gig.- Fabrik Marke Extra Specialität, ca. 11 cm Ig., ca. 5 cm Umfg., Torpedo ist sie mild und saftig, ohne die Respirations- Organe im Ent herrührt, geht bei der Calculation 33% pet. verloren. Façon, aus den edelsten St. Felix- und Ostindischen Tabaken ferntesten zu belästigen. pr. 100 Std.. Mk. 5,25. ca. 10 cm Ig., ca. 5 cm Umfg., pr. 100 Std...Mk. 9,-. 83 • · . . An • Jacques Raphaeli, Berlin, jetzt spandauer Brücke No.2 Mein Etablissement ist Wochentags bis 10 Uhr Abends und Sonntags während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet, Mein Inferat, Schuhwaaren, Garderobe, Hüte für Herren und Knaben betreffend, fiehe Seite 4, 2. Beiblatt. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 4. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 109. TG Sonntag, den 10. Mai 1896. = ziehen auszuüben und das um so mehr, als B. in der Zeitung einer anderen pommerschen Stadt ein ähnliches Juferat erlassen habe. Auch habe das Inserat nicht etwa blos den Kunden des Klägers gegolten, so daß auf ein Entgegenkommen diefen gegen über geschlossen werden könnte. Seine ganz allgemeine Fassung zeige, daß es B. auch darauf angekommen sei, neue Kunden heran zuziehen. 13. Jahrg. Soziale Rechtspflege. durch welche ihm untersagt wurde, im Orte die Heilkunde aus- daß es eine für den landwirthschaftlichen Betrieb gleichgiltige zuüben. Die Behörde berief sich auf§ 56a der Gewerbe- Handlung sei, Katzen einzufangen. In seiner Rekursbegründung Gewerbegericht. Vertrags- Abänderung. Die Ordnung, nach welchem die Ausübung der Heilkunde im Um führte der Kläger dann aus, daß es in seiner Heimath ortsüblich Rüchenfrau S. beanspruchte von dem Restaurateur Schulze einen berziehen verboten ist, insoweit der Ausübende für die Heil- sei, Kazen zu verschenken. Die Landwirthe überließen sich die Lohnrest, der nach ihren Angaben sich dadurch angesammelt tunde nicht approbirt wurde. Bohn focht die Verfügung im Ver- überflüssigen Thiere gegenseitig im Interesse der Landwirthschaft. haben sollte, daß sie am Wochenschluß nur immer 6 M. erhielt, waltungsstreitverfahren erfolglos an; er wurde in allen Instanzen Das Reich 3.- Versicherungsamt gab dem Rekurse statt während ihr angeblich 7 M. für die Woche zugebilligt waren. abgewiefen. Das Dber Verwaltungsgericht führte aus, es gehe und verurtheilte die Genossenschaft zur Rentengewährung. Es Die Rammer 6 des Gewerbegerichts wies die Klägerin mit aus dem Inserat die Absicht hervor, die Heilkunde im Umber ließ unerörtert, ob das Einfangen der Katze eine Thätigkeit ge folgender Begründung ab: Nach ihren eigenen Ausführungen wesen sei, die im landwirthschaftlichen Intereffe erfolgte; habe die Klägerin bei der Entgegennahme des Lohnes immer nur immerhin erkannte es aber das Vorliegen eines Betrieb3. gefagt, sie wolle 7 M. haben, sie habe das Geld jedoch dann unfalles an. Ein solcher sei deshalb anzunehmen, weil die aller ruhig eingesteckt und weiter gearbeitet. Bestand wirklich ein dings erst durch den Raßenbiß ermöglichte Infektion bei der Bertrag auf 7 M. Wochenlohn, dann habe sie sich durch jenes Ausübung einer landwirthschaftlichen Betriebsthätigkeit, bem Verhalten des Rechtes begeben, Nachforderungen zu stellen, denn Dreschen, vor sich gegangen sei. Ohne das durch diese Arbeit durch dieses Verhalten sei der Vertrag aufgehoben worden und vermittelte Eindringen schwärender Stoffe in die offene Wunde ein neuer Vertrag, nämlich ein solcher auf 6 M. Wochenlohn zu stande gekommen. Wollte sich die Klägerin das Nachforderungs: Landwirth Hulshorst wurde, als er eine geschenkte Kaze in einen Die Folgen eines Kazenbiffes als Betriebsunfall. Der wäre der operative Eingriff nicht nöthig gewesen. recht vorbehalten, dann hätte sie das ganz ausdrücklich Ead steden wollte, von dieser in die Hand gebiffen. Er beachtete thun müssen. 4 stallion ess Briefkasten der Expedition. die Wunde zunächst nicht, sondern fuhr in seiner Arbeit, dem Für Heilkundige, die nicht approbirt sind, ist eine vom Ausdreschen von Getreide, fort. Bald machten sich jedoch die Laufigk. Der diesseitigen Antwort etwas zuzufügen, lehnen 3. Senat des Ober- Verwaltungsgerichts gefällte Anzeichen einer Blutvergiftung bemerkbar, und es mußte, um wir ab. 2. G. 100. 1. Nur in Höhe eines Vierteljahres. Entscheidung bedeutungsvoll. 1. Der Naturheilkundige schlimmeres zu verhüten, ihm die Hand abgenommen werden. 2. Der Versuch schadet nichts sehr zweifelhaft ist aber die Bohn aus Kolberg hatte in der Treptower Zeitung" ein Sein Anspruch auf eine Unfallrente wurde von der zuständigen Zuständigkeit des Gewerbegerichts in diesem Fall. N. St. Inserat erlassen, daß er sich in Treptow a. d. T. an bestimmten landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft und auch von deren 1. Das Auskunftsburau ist wegen der unwahren AuskunftsTagen aufhalten und in einem näher bezeichneten Hotel zur Aus- Schiedsgericht zurückgewiesen. Das Schiedsgericht erfannte wohl ertheilung dem Geschädigten verantwortlich. 2. Nein.- R. 3. übung der Naturheilkunde zu sprechen sein werde. Die Polizei- des Klägers Behauptung, die Kazen dienten dem landwirth- 1. Schriftlich. 2. Der Fiskus kann dasselbe pfänden, was jeder andere verwaltung von Treptow erließ darauf an ihn eine Verfügung, schaftlichen Betriebe, als richtig an, jedoch war es der Meinung, Gläubiger pfänden kann.-1000. Nein.-J. R. Schwerte. Ja. 均 Um meine Lokalitäten erweitern zu können, war ich gezwungen, den Nachbar- Laden mit den darin befindlichen Waaren, bestehend in Schirmen, Handschuhen und Cravatten anzukaufen. Diese Artikel werden von mir nicht weitergeführt und stelle daher die noch vorhandenen großen Waaren- Vorräthe zum vollständigen Ausverkauf. Der Verkauf obiger Waaren beginnt am Montag, den If. 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Die Ausverkäufe, die nur darauf berechnet waren, das Publikum irrezuführen, find faft gänzlich, nachdem ich ihre unlautere Handlungsweise aufgedeckt habe, wenigftens in meinem Stadttheil, von der Bildfläche verschwunden. Wie schon im vorigen Jahre, so nehme ich auch jetzt wieder, bei Beginn der Sommer- Saison, Veranlassung zu betonen, daß reelle Waaren reelles Geld fosten. Denn immer wieder versucht es die eine oder andere Firma, dem Publikum Sand in die Augen zu fireuen und Waaren als gut und billig zu empfehlen, die jeder Fachmann trog der billigen Anpreifung immer noch als viel zu theuer erkennt. Deshalb richte ich an das verehrliche Publikum im eigensten Intereffe die Aufforderung: stets nur in renommirten Geschäften zu kaufen. Ein zufriedener Kunde ist die beste Empfehlung. Der langjährige gute Ruf meiner Firma ist eine Folge der gewissenhaften Bedienung meiner weit verbreiteten Kundschaft. Somit gehört auch mein Geschäft zu den bestrenommirtesten des Süd- Ostens. 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Ich lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume und ausgeftelten Waaren ein und gebe mich der Hoffnung hin, daß die Ueberzeugung von der wirklich reellen Bedienung, der vorzüglichen Qualität meiner Stoffe und dem tadellosen Siz der Kleidungsstücke meinem altrenommirten Geschäft viele neue Kunden zuführen und so meinen Sieg über die unreelle Konkurrenz in dieser Gegend zu einem vollständigen machen wird. Hochachtungsvoll Karl Zobel, Herren- und Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpnickerstr. 121, Auf der Berliner Gewerbe- Ausstellung: Gruppe II, Saal C, Nr. 60%. Edhe Michaeikirchstraße. Goldarbeiter H. Gottschalk, 37. Admiralstrasse 37. Uhrmacher Reichhaltigste Auswahl in Gold-, Silber-, Alfénidewaaren, Uhren, Regulatoren, Wecker. Felfe, billige Preise. Preisliste von Trauringe, 2 Dukaten schwer, reell 900 gestempelt, 20 Mark. Carl Stier Fabrik für Herren- und Knaben- Garderobe. 168 Oranien- Straße 168, zwischen Adalbertstraße und Elisabeth- Ufer. A. 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