BERLIN Slenstag 13. Januar 1931 10 Pf. Nr. 2V BIO 4». Jahrgang erfchei«ttSslich«u<«rSo««tass. Zuglelch Abnldall�gab« d«.Vorwärts'. Ttpigsprei« btlde Susgabeu S-Pf. proWoche. pro Monat. Redaktion und Expedition; Berlul SW 63, Luldcaftr. 2 JJbwwfk fliteigetipteii: Di« einspaltig« Nonpareillezeil« 30 Pf.. Reklamezeile b M. Ermäßigungen nach Tarif. Poßscheckkootv: Vvrwärts-Verlag G. m. b. H.. Berlin Nr.»7üZ6. Zernsprecher: Dönhoff 292 bis 29? Nuggeschwader verunglückt Eine Katastrophe in England— drei Tote, zwei Verwundete Eine unsterbliche Hakenkreuzlüge London. 13.Zalmar. Die englisch� Lustflotle wurde m» Montag von zwei weiteren schweren Unfällen detrosfen. die drei Todesopfer und zwei verwundete forderten. Sin Geschwader von drei Flugzeugen mutzte an der Grenze von Lincowfhirr und Zlordkhampton not. landen. Eins der Flugzeuge mit vier Znsasten stieß gegen eine vcfchuug. durchbrach eine Hecke und überschlug sich auf einem Acker. Der Führer uud zwei Offiziere wnrdeu aus der Stelle g e t ö k« t. ein Mechaniker erlitt erhebliche Verletzungen. Die Leichen waren derart in den Apparat eingeklemmt, daß e» unmöglich war. sie noch In der Nacht zu befreien. Das zweite Flugzeug, da» in der ITohe landete, wurde schwer beschädigt. Einer der Znfasteu wurde verletzt; er mutzte 20 Silometer weit zum 8 ranken Hans getragen «erden. Die dritte Maschine kam uubefchSdigl davon. Die Flieger hatten offenbar bei«Anbruch der Dunkelheit die Rlchtnug verloren, j Die Landung wurde durch dichten Ztebel erschwert. Das deutsche Ansehen. Oder der deutsche Lausibub im Ausland. Nachdem di« Mbiyansur, ausgeübt von typisch rcaktmnören Ver- tretern der Cortriegsjeii, den Film Westen nichts Neuss" ver- boten hat, mhlen sich die' nationalsozialistischen Latisbuhen als Träger des deutschen Ansehens im Ausland/ Wenn das Auswärtige Amt und die Filmzensür nach ihrer Pfeif« tonzan, müflcn sie großen. wahnsinnig werden. Sie tragen nyn ihre Propaganda gegen den Rttnarque-Filrn ins Ausland. Badische Nationalsozialisten hoben der Direktion eines Baseler Kuws einen Drohbrief geschrieben, der die bubenhaste Unreif« der Berfasier ebenso zeigt wie ihren Mangel an Beherrschung der deutschen Sprache. Ein Student der Berliner Landwirischaftlichen.Hochschule ist nach Riga gereist, um dort mit sieben anderen Lausbuben einen Klamauk gegen den Rem-arque- Film zu vsrnastakten.' Die Kulturwerte, die dieser Förderer des deutschen Ansehens nach Riga exportiert«, waren Pfeifen, Knallkapseln und Stinkbomben. Die Rigaer Polizei hat für diese Kulturwerts weniger Berftändnis als das deutsche Auswärtig« Amt, das vor den weißen Mäusen des Herrn Goebbels kapitulierte. Die sieben nationalsozialistischen Laus- buben, die von der Rigaer Polizei verhastet wurden, reden in Riga von der„Ehre der deutschen Frontkämpfer', die Polizei in Riga aber stellt nüchtern fest, daß sie bei Ausbruch des Krieges noch nicht zehn Jahre all waren. Es sind diplomatisch« Dertreter ganz besonderer Art. die von den Nationalsozialisten zur Förderung des deutschen Ansehens ins Ausland ausgeschickt werden! Glaubt man im Auswärtigen Amt, wo man vergeblich«ine Gefährdung des deutschen Ansehens durch den Remarque-Film befürchtete, daß man durch Gestank das deutsche Ansehen fördere, und daß es der deutschen Ehre dienlich ist. wenn deutscher Nationalismus und Stink- bomben im Ausland unzertrennlich werden? An diesen Exzessen nationalsozialistischer unreifer Burschen im Ausland trägt das amtliche Deutschland die Schuld! Es hat vor ihnen kapituliert, und muß nun zusehen, wie die Herren von den Stinkbomben und den weißcn Mäusen aus dem deutschen Ansehen im Ausland herumtrampeln. Nicht wahr: Friedensliebe zeigen verirägt sich nicht mit dem deutschen Ansehen— wohl aber Stinkbomben, Knallkapseln und Pfeifen! Einstein für den Remarque-Film. Profeflor Einstein, der im Augenblick Amerika bereist und die unangenehm« Wirkung des Verbotes des Remarque- Films in Deutschland auf die amerikanisch« öffentlich« Meinung aus nächster Nähe beobachtet hat. hat der Presi« folgende Erklärung darüber ab» gegebrp: „Das Verbot dieses Filmes in Deutschland bedeutet ein« diplomatisch« Niederlage für unsere Regierung in dqn Augen der ganzen Welt. Diese? Verbot entblößt eine solche gefahrvolle Schwache der Regierung, die sich vor dem Schrei des Straßenmobs gebeugt hat. daß eine Rehabilitierung in den Augen der Well unbedingt zu verlangen ist.' Die schmutzige Verleumdung als politische Methode Da» Schösteagerichk Schövebcrg verurteilte heute den nakional- sozialistischen Laudtagsabgeordneleu Sube wegen Verleumdung de, früheren preußischen Zvvenmlnister» und jetzigen Polizei Präsidenten GrzeslusN zu 1000 Mark Geldstrafe. Zu diesem Prozeß wurde«lue der schmählichste» Lüge» widerlegt, die die Hakenkreuzpropagaoda gegen de»«Seuosien GrzeflnsN verbreitet hoch. Es handelt sich um die Vehauvkuwz. daß sich Grzesinski während eiues Esten», das ihm der Bremer Bürger. feual»ach fetner Rückkehr vom Zeppel>n-Flug nach Amerika gab. derart bezecht habe, kwtz er sich habe übergebe» müssen, und daß er durch eine Roll wand dem pubtikum habe uuflchlbar gemocht werden müssen. Diese Lüge ist au allen Ecken uud Enden Veutschlaods verbreitet morden. Auch die recht, stehende bürgerliche Presse hatte sich gierig daraus gestürzt. Vor Geriost ist sie l S u g st w i d e r» legt.«, ist auch nicht ein wahre» Wort daran. Herr Sube aber Hot sie«elter verbreitet, auch douu noch, als sie Ssfeulllch widerlegt war.«LrhaldenVartelapparalderllalloual. saztallsten eiugespannt, um deunoch den verleumduogsfeldzug meiterzuführeu. hier ist eis typisches Beispiel für Ne verleumderischen und hundsgemeinen Methoden, mit denen die tzakenkreuzpropaganda gegeu sozioldemokroNich« Führe« arbeitet. Die Geschtchte dieser Lüge zeigt, daß dl« RaNonastoziaststtsch« Partei auf Verleumdung und Lüge ausgebaut ist! & Herr Kube hast« am 4- April 1929 m Stettin die verleumderisch« Beleidigung' wiedergegeben. Herr Kube, dessen Immunität vom Landtag ausgehoben wurde. war persönlich erschienen. Er erklärte, Opfer einer falschen Information durch seinen Parteigenossen Kerl und den Abgeordneten Ziegelrückcn geworden zu sein, und daß er es bedauere. Der als Nebenkläger und Zeuge anwefeiche Polizei» Präsident G r z e s i n s k i dacht« aber gar nicht daran, sich mit dieser Erklärung zufrieden zu geben, und Rechtsanwall Landsberg als Grzefinskis Vertreter meinte, das Gericht möge nur in die Beweisaufnahme eintreten, da man sonst doch nicht sicher sein könne. ob dieselbe Verleumdung nicht noch einmal wiederholt werden würde. Im übrigen sei es für Herrn Sube charakteristisch, daß er in einer zweiten Versammlung in Stettin den überwachende» Polizeikommissar gedroht habe, daß er ihn wegen seiner Berichte nach Errichtung des Dritte» Reiches schon was zeige» würd«. Di« Beweisaufnahme war kurz. Aus den verlesenen Zeugen- aussagen ergab sich, daß Grzestnski nach seiner Ankunft an« Amerika vom Bremer Bürgermeister und einigen anderen Leute» begrüßt, sofort nach Bremen weitergefahren sei und im Hotel Exzelswr, in dem da» angebliche Gelage swttgestmden hoben svöt«. Äerhiwpt nicht zugegen gewesen sei. Stoatsanwoltschastsrat Dr. Fischer beantrogte wegen übler Nachrede au« dem§ 1�6 des StGB, an Stelle einer an sich ncc-? wirkten Gefängnisstrafe von sechs Wochen eine Geldstrafe in Höhe von 1S00 M. Als stroferfckiwerend falle ins Gewicht: erstens, daß der Angeklagte während der ganzen Zell kein« Gelegenheit genommen habe, dem Nebnkläger sein Bedauern über die über ihn verbreitete Verleumdung auszusprechen, und zmciims. daß dir radikalen Parteien sich mit Vorliebe der gehässigsten Angriffe gegen de» politischen Gegner bedient. Rechtsanwall Landsberg betont« ganz besonders die Absicht des Angeklagten, seinen politischen Gegner herabzuwürdigen. In welch unerhörter Weise der Angeklagte leichtfertig gehandelt hob«, erhelle daraus, daß er nicht allein die ihm von Kerl und Ziegelrücken zugegangene Information nicht nachgeprüft hat. sondern daß er in der Versammlung sich fälschlicherweise auf den Oberkellner des Hotels Exzelswr als seinen Gewährsmann be� rufen habe- Kube faich zu feiner Rechtfertigung nichts besseres als die angeblich gehäfssge polttifch« Kampfesweise Grzefinskis anzuführen. Er habe nicht die Absicht, dielen Prozeß zu emem politischen zu gestalten, der Staatsanwalt aber beweise durch die Höhe des beantragten Strafmaßes sein« politische Absicht. Sine tüchtig« Abfuhr erhiell gleich darauf Herr Kube vom Nebenkläger Arzcsinski. Welche Absicht der Angeklagte Kube Gin böser Konkurrent .Habt ihr gar keine Kaste mebr?� „flu, das arme Tier ist verhungcrt Sei iiir de» Austritt aus dem Völkerbund einzusetzen Hugmbcrgs Schnelldienst hofft jedoch, daß noch Gens die Entwick- lung der Volkspartei.zum stzakenkrcuz so weit vorgeschritten sein werde, daß die friedliche Zusammenarbeit der Brüning- Koalition zu Ende sein werde. Kapitalsverdoppelung ohne Kapital. Oer Zulassungsschwindel des Ttaphka-Syndikats. Paris, 13. Januar.(Eigenbericht.) Die parlamentarische Untersuchungskommission beabsichtigt in der nächsten Woche«ine neu« Skandalasfäre aufzugreifen, und zwar die der N a p h t a- G e s« t l s cho f t von B ak u. Dies« Gesellschaft ist 1017, kurz vor der Revolution in Rußland mit dem Sitz in Paris gegründet worden. Trotzdem sie durch die Umwälzung sämtlich« Anlagen in Rußland v« r l o r, brachte ste es fertig, im Jahre 192Z ihr Aktienkapital auf drei Millionen Franken zu vordoppeln. Ein Jahr darauf wurden ihr- Aktien zum Kurs von 3000 Frank zur Pariser Dörie zugelassen. Die Börlenzulasiung soll nun, wie der Abg Mandel in der Untersuchungskommission erklärte, von dem iozialistischen Abgeordneten Marius M outet bei dem ehemaligen Finanzminister Eaillqux erwirkt worden sein. Mandel beziffert« den Verlust, den die französischen Sparer an den Aktien der Raphta- Gesellschaft erlitten haben, auf miiGestens 600 Millionen Frank. Ein Ausschluß aus der Partei. Paris, 13. Januar.(Eigenbericht.) Die Disz-plinarkammisfion des sozialistischen Parteivcrbandes Im Deporiement Oise hoj den Abgeordneten U r y Mit dem Aus- schluß aus der Partei bestraft. Üry soll mit dem Lariser Bankier Benard, der inzwischen bankrott gemacht hat und wegen Unter- schlagung unter Anklage steht, in Perbindung gestanden haben und [oll kerner die privaten Interessen eines großen Grundstücksmaklers in Beäuvais unrechtmäßig begünstigt haben. Wie sich polen wehrt, polen feien in Deutschland unterdrückt worden. kvarsthau. 13. Januar.(Eigenbericht.) Die polnische Antwortnote besteht einer in der Presse veröffent- lichten Inhaltsangabe zufolge aus vier Teilen. Im ersten Teil wird grundsätzlich nachzuweisen oersucht, daß die Aktion der deutschen Reichsregierunz den Rahmen einer Mindcrheitenaktion über- schreite. Ihre Noten hätten daher den Eharokter einer umnittel- baren politischen?lktion und dadurch sei die leidenschaftliche Kam- pagne der deutsdzen Presse ermöglicht worden, die sich aus falsch« oder übertrieben« Tatsachen stütze. Im zweiten Teil wird in Er- widerung her deutschen Vorwürfe nachzuweisen versucht, daß die deutschen Minderheiten an der Ausübung ihres Wahlrechts nicht gehindert worden seien. Zugleich wird auch der Versuch gemacht, die Erregung während der Wahlkampagne zu erklären, und zwar durch die angeblich erfolgt« Terrorisierung der polnischen Minderheiten Deutschlands und die politisch« Aktion Deutschlands gegen den polnischen Staat, wobei die Treoironus-Rede herangezogen wird. Im dritten Teil wird auf die oberschlesischpn Zwischenfälle Bezug genommen, die als gewöhnliche Wahl- kra walle dargestellt werden: in anderen Ländern, u.a. auch in Deutschland, seien bz� Wahlen in letzter Zeit viel ernstere Zusammen- stoße vorgekommen. Zum Schluß weiden den Mitgliedern des Mlkerbundsrats olle Anordnungen der polnischen Bchörden bekannt- gzgeben. Selbstmord eines Veichswehrosfiziers. R akheaga,. 13. Januar. Lniknant von Glasenapv. der im hiesigen«eiietreguneul Ar. 3 Vlhnst kok. Hai sich gestern früh in seiner Wohnung erschossen. Erst im Laufe des gestrigen Tage» entdeckte man die Tat de» jungen Offiziers, welche Gründe ihn bewogen, au, dem Leben zu scheiden. konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Der Selbstmord eines SA.-Manncs, der gestern abend vor dem Hause Abb recht st ratze 14 in Steglitz erschossen aufgefunden wurde, setzte in der vergangenen Nacht auch die Politisdze Polizei in Bewegung, da anfänglich vermutet wurde, daß der Nationalsozialist das Opfer eines Uebcrsalls geworden sei. Die von.Kommisiar Dr. Braschwitz angestellten Ermittlungen haben bisher folgendes ergeben: Der Tot«, ein 27jährigcr arbeitsloser Chauffeur Walter B ü r k n e r, wohnte bei seinen Eltern-n der Albrechtstrasze 14. Am Montag entfernte sich B. aus der elter- liehen Wohnung, um seine Erwerbsloscnunterstütznng abzuheben. Im Anschluß daran war er mit nationalsozialistischen Gesinnungs- genossen bis gegen 19 Uhr zusammen, wobei viel getrunken wurde. Als sich Bürkncr von seinen Freunden verabschiedete, wollte er seme Wohnung aussudzen. Einige Zeit später wnrde er dann vor dem Gen Sebastian in Revolte. Spanische Polizei beseht öao Gefängnis/ Sympathiestreik. Paris. 13. Januar.(Eigenbericht.) wie der„Petit Parisien" aus San Sebastian berichlct. hat die Regierung fämlliche Gendarmerie- und wilitärtruppcn alarmiert. Man befürchte seil Sonnabend, daß der General- streik jeden Augenblick ausbrechen könne. Eisenbahn- und Tele- phanllnicn seien überall mUilärisch überwacht. Ja San Sebastian kam e» am Montagabend zu Sympathie- kundgebungen für die verhaflelen Revolutionäre. Die alarmierte Polizei befehle in großer Stärke da» Gefängnis der Stadt, da man befürchlele, daß die Demoustrmrtcu einen Sturm auf das Gefängnis ausführen könnten, um die Gefangenen gewaltsam zu befreien. Sächsischer Gemeinde-Schiedsspruch. Rei mehr als 4V stundiger Arbeitszeit 6 pro;. Lohnabbau. Dresden, 13. Januar.(Eigenbericht.) Am Montag wurde hier von der Bezirksschiedsstelle für die Gemeindeorboitcr. die unler Vorsitz des Landgerichksdirettor» Roscher tagte, gegen die Stinimea der Arbeitnehmer folgender Schiedsspruch gefällt: Mit Wirkuag vom 1. Februar 1931 ab werden die zur Zeil bestehenden tariflichen Löhne um je sechs Prozent herab. gesetzt. Die Frauen- und Kinderzulagen sowie die Zulagen für die Städte Leipzig, Dresden und Chemnitz bleiben in der bisherigen höhe bestehen. Die Lohnkürzung darf nicht durchgejührt wordeu bei Arbeitern, deren wochenarbeilszeil 40 Stunde« und weniger beträgt. Diese Regelung kann mit zweimonatiger Kündigungsfrist zum Monalsschluß erstmalig zum 30. September l93l gekündigt werden. Die Erklämngsfrist beträgt eine Woche. Verhandlungen im Neichsbahnkonfliki. Reichsbahn fordert Verbindlichkeitserklärung. wie wir erfahren, haben die vertragschließenden Eisen- bohnerorgaui sationen de» Schiedsspruch über die A r b e i k s z e i t für die Reichsbahn einmütig abgelehnt. Dagegen hat die hanploerwallung der Deutschen Reichsbahngesell. schast ihre Zustimmung crtellt und die Verblodlichkeitserklarung beantragt. Der Reichsarbciisminister hat bereit» die R a ch o e r h a n d- lungen zu morgen vormittag angesetzt. wir hofjen, daß der Reichsorbeitsmiuistcr einen solchen Schiedsspruch nicht für verbindlich erklärt. Bestraster Gaboiageakt. Rachsplcl vom Etzemuitzer Straßcnbahnersireik. Chemnitz. 1Z. Januar.(Eigenbericht.) Der Straßenbahnerstreik in Chemnitz hatte am Montag sein erstes Nachspiel vor dem gemeinsamen Schöffengericht. Angsklazt waren drei Arbeiter im Alter von 18, 19 und 20 Jahren, denen vorgeworfen wurde, zur Unterstützunz der streikenden Straßenknrhner flüssigen Zement in die welchen der Straßenbohn- gleise gegossen zu hoben. Das Gericht verurteilt« die Angeklagten w?zen D i e h st a h l Z und versuchter Transportgefährdung zu je sieben Monaten Gefängnis. In der Begründung wird ausgeführt daß «in« Bewährungsfrist abgelehnt werden müffe, da diese «ine Müde bedeuten würde, die von der Oeffentlichkeit nicht verstanden werden könnte. Grundstück Albrechffiraße 14 mit durchschossener Brust tot auf- gesunden.— Die Untersuchung der alarmierten Politischen Polizei wurde mit aller Sorgfalt geführt, dabei stellte sich sehr bald heraus, daß es sich nur um einen Selbstmord handeln könnte. Dos Geschoß hatte den ganzen Körper durchschlagen; die Kugel wurde unweit der Leiche gefunden. Neben dem Toten lag auch die Pistole, aus dem ein Sdzuß abgefeuert worden war. Die Waffe wurde als Eigentum Bürkners, der Mitglied der NSDAP, und der SA. ist, erkannt. In der Tasche des Toten wurde außerdem noch «ine Patrone des gleichen Fabrikats und Kalibers wie das Todes- geschoß gesunden. Der Schuß mutz aus allernächster Nähe abgegeben worden sein, denn der Einschuß in der Kleidung weist starke Der- brennungsmale auf. Die weiteren polizeilichen Nachforschungen laufen darauf hin- aus, die Gründe zu der Verzweiflungstat zu ermitteln. I LlSA-Kriegsschulden verschwinden. In der Mitte des Lahrhunderts getilgt. New park. 13. Januar. Jm Zusammenhang mit den immer lebhafter werdenden Er- örleruugrn über die Revisioosjrage verdient eine Erklärung de» liuterflanlsfefrelärs im Schatzamt. O. G. Mills, besonderes Jnter- esic. wonach die gesamten inneren Kriegsschulden der Der- einigten Staaten, die sich im Jahre 19?0«och aus 24 Milliarden Dollar beliefeu, voraussichlllch fpäüffteus im Jahre 1949 bis auf den letzten Dollar getilgt fein wurden. Am 30. Jnnl 1930 hätten die inneren Kriegsschulden 1SL Milliarden Dollar betragen bei einer Vurchschniltsverzlnsung von 3, SO Prozent gegenüber 4.22 Prozent im Jahre 1920., Wünschelrute zu verkaufen! Ein J n f e r a l in einem Berliner Blatt, das stark aus dem Rahme» des Alltäglichen fällt:„Zwei Wünschelruten des verstorbenen Rutengängers Z. verkäuflich." Gibt es denn heute wirklich noch Wünschelruten? Und was ist cm Rutengänger? Dies dunkle Geheimnis zu lüften, begibt man sich gleich am nächsten Tage an die angegebene Adresse in der sicheren Erwartung, hier etwas ganz Ausgefallenem zu begegnen; aber alle romantisdzen Sensationsgelüste wanderten ins Massengrab. Am Plättbrett stand ein biederer Spreeathener, und während das dampfende Eisen ein schneeiges Wäschestück glätteten, gab er bereit- willigst Auskunft. Eine Wünschelrut« ist der gabeligc Ast eines H a s e l st r a u ch e s oder Kreuzdornes, der von Landwirten zum Aufsinden von Wafferquellen, Erzadern, Kohle usw. verwendet wird. Nun soll aber nur manchen Mens che» die Gabe eigen sein, durch gewisse ihrem Körper innewohnende magnetische Kräfte das Vorhandens-sm dieser geologischen Veränderungen festzustellen: der Vorgang selbst soll sich folgendermaßen abspielen: der also begabte Rutengänger sucht mit seiner Wünschelrute, deren Spitzen nach oben stehen, die Gegend ab, und im SRomeni, wo er sich dem durch unter- irdisch gelegene Wasserlaus«, Erzadern usw. veränderten Erdboden nähert, beginnen sich die Rutenspitzen zu drehen. In ganz Deutselfland soll es etwa sedzs solcher Rutengänger geben, die zu Forschungszwecken, insbesondere für wasserarme Gegenden, je nach Begabung, bis nach Afrika geHoll werden. Jedenfalls mißt man der Wunderwirkung der inserierten Rute allerhand Bedeutung bei, denn sie war bereits einen Tag nach Inserataufgab« zum Preise von 100 Mark verkaust: ein oft preußischer Landwirt hatte sie sid) zu eigen gemacht. So well die Erzählung aus der Praxis. In msisenschaftlichsn Kreisen steht man diesem Wuuderinstrumcitt weit skeptischer gegemiber. Man betrachtet die Wünschelrute als ein aus dem späteren Mittelalter übernommenes Stück Aber- glauben, und die preußische geologisch« Landesanstall legt gegen ihre Verwendung entschiedene Verwahrung ein. Im Minel aller galt die Handhabung der Wünschelrut« als eine besondere Wissen- schast; man glaubte verborgene Schatze, Erzadern, Wasserquellen, ja selbst Verbrechen entdecken zu können. Man brach die Rute unter gewissen Bedingungen und Formeln von dem zozwiesclten(gabeligen) Ast eines Haselstrauches oder Kreuzdornes oder machte sie aus Metall- draht' und unterschied mehrere Arten: Feuerruten, Springruten. Schlagruten usw. Bei Gebrauch kam es darauf an, ste unter Her- sagung der nötigen Formeln richtig in der Hand W halten; dann zeigte st« durch eine Bewegung, ob und wo die gewünschten Gegen- stand.; verborgen waren. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Wunschelrills in Deutschland wieder in Gebrauch gekommen; ein Gäbelzweig aus elastischem Halz, der in der Hgnd reizempfind- sicher Personen Empfindungen auelösen soll, die sich dann, begünstigt von"einein gemissen Spannungszustand, reflektorisch auf Hand und Arm übertragen, so daß sie in Schwankung geraten. Eine präzise wissenschaftlid)« Deutung konnte bisher nicht gegeben werden. Kepler und die Moskauer Akademie. Zu einer etwas verspäteten Kepler-Feier hatte dieser Tage, nach einem Moskauer Bericht, die Aommunistische Akademie eingeladen. Es dürste, außerhalb der Fachkreise, kaum bekannt sein, daß Ruß- laud im glücklichen Vesiß ungemein wertvoller Originalhandschriften des Johannes Kepler ist, die 1778 von der Kaiserin Katharina II. angekauft wurden: es find dies die berühmten Planetentascln„labuhe Rudolphinae*(1637), die„Harmcmices rnrnidi libri V(161g), Keplers Briefwechsel mit dem Jesuiten Johannes Tcremius(I6.ZÜ) v. o., die in der Bibliothek der Stern- warte zu Pulkowo(bei Leningrad) als kostbarster Schatz aufbewahrt werden und jetzt in der Moskauer Kommunistischen Akademie öffentlich ausgestellt sind. Auf der von der Naturwissenschaftlichen Sektion der Akademie veranstalteten Kepler-Feier kam der Haupt- referent auch auf den Mystizismus Keplers zu sprechen: für den späten Renaissancemenschen Aepler sei die Mystik ein Deckmantel gewesen, mit dessen Hilfe er sich dey Verfolgungen der Kirche«nt- ziehen wollte, wie in damaliger Zeit die Mystik überhaupt die beste Form des Protestes gegen die reaktionäre scholastische Schristgelehr- samkeit des Katholizismus war. Der Redner polemisierte ferner gegen den deutschen„Kepler-Bund", der den Kampf gegen den Materialismus auf seine Fahne geschrieben habe: aber gerade der materialistisch orintierte Sozialismus verehr« in Kepler, worauf Friedrich Engels in seinen Schristen wiederholt hingewiesen Hobe, den Begründer der modernen exakten Ratursorschung. Auch bei seinen astrologischen Versuchen sei Kepler stets bestrebt ge- wesen, empirisch-wissenschaftlich« Element« auszunehmen, um dem Obskurantismus der landläufigen Wahrsagerei entgegenzutreten. Die Tätigkeit der Vslksbühnen-Wandertheater Die Volksbühnenorganisation verfügt über fünf Wander- Kühnen, die sämtlich vollauf beschäftigt sind. Die Zahl der Vor- ftellungcn gegenüber dem Vorjahr am gleichen Stichtag konnte von 90 auf 112 erhöht werden und die Zahl der Spielorte wurde um vier Städte vermehrt. Die Arbeits- und Inszenierung»- dedingungen wurden verbessert: es gelang, Sonderoeranstaltunge» vorzunehmen und die Spielpianmöglichkeiten zu erweitern. In Ostpreußen und Westfalen ist der Wanderbühnenarbeit wertvolles Neuland gewonnen worden. Die Wanderbühnen Mitteldeutsches und Ostdeutsches Landes- thcater brachten zur Aufführung: Zuckmayer:„Katharina Knie" in 39 Orten 51mal,„die Woise" von Romain Rolland dO Auf- sührungcn, von Carpenter„Vater sein dagegen sehr" in 32 Orten 28:nal. Von einein Einakterobend konnten 48 Aussührungen statt- sinden, und„Gockel, Hinkel und Gackeleia" wurden 30mal auf- oefichrt. In Vorbereitung befinden sich ein« Komödie von Paul Schüret..Straßenmusik", und„Frau Warrens Gewerbe" von Bernard Show. Die Wanderbühne Lanbestheoter für Ost- und Westpreußen bespielt« rund 25 Gemeinden mit Malier«„Der Geizige",„Hcmneles Himmelfahrt" von Hauptmann,„die Schau. spieter" von Schmidtbonn und die„Andere Seite" von Sherrifj. Für die nächste Zeit werden Aufführungen vorbereitet von Klabunds �lreidekreis" und.M>arleys Tonte". Das Weftfälisch-Ostfriesifche Landestheater konnte 89 Bor- stellungen durchführen trotz der wirtschaftlichen Rot des von ihm bespielten Bezirkes, und das Schlesischc Landestheater tonnte mit der„Dreigroschenoper" von Brccht-Weill einen großen Ersolg«r- zielen, ferner bracht« es von Jeuchtwanger.„Kalkutta 4- Mai", „Karhärina Knie" und„Dt« Freier" von Eichendorff zur Auf. führung. Für d-n Rest der Spielzeit tan« die mirtschoftlich« Fundierung jäinrlicher Wanderbühnen als gesichert bezeichnet werden. „Die �egimenisiochter." Asilmer Theater. Die Studioaufjührunz des Schifchauerdamm» hat sich als zugkräftig erwiesen und soll sich jetzt in,„Berliner Theater" aus einer größeren Bühne o«wirken. Alle Weg-, die dazu führen, die alte Oper zu aktualisieren, sind willkommen. D'e Rüsten haben sie am radikalsten beschritten: die Bühne ist bei ihnen in ein« Art Zirkus mjt akrobatischen Austritten verwandelt, Tendenz ist dam alten Text- titsch aufgepfropft. Die Regissciir« des Schiffbauerdammtheaters Radenalt und Reinking gehen nicht so weit. Aber sie wissen dos S-enenbild mit Hisse der Drehbühne zu verlebendigen, und der Text- bearbeiter Vambenz gibt einen neuen Rahmen in einem Phantasie- südamercka. Und die Musik? Theo Mackeben, der hier im Borliner Theater größere Orchestermöglichkeiten ausnützt, rettet Donizettis immer nach interessierende Partstur, macht eine Anleihe hei einer anderen Oper von ihm und befeuert das Tempo. Dos Experiment, das aus d«? bald leisen, bald stärkeren Parodie seine Reize bezieht, deutet seinen Erfolg der überaus sympathischen, hei- teren, stimmbegcrbtcn und auch burschikosen Regimentstochter der Maria E l s n« r, der popriderten SKarchefa der Hesterberg, der guten Darstellung und nicht zuletzt den grotesk-ulkigen Tänze». — r. Die wichtigste Entdeckung über den Urmenschen. Der de- rühmt« englische Prähistoriker Professor Elliot Smith ist jetzt von einer Reise nach China zurückgekehrt, die er zu dem Zweck unternommen hat, um die vor einiger Zeil in einer Höhle in der Nähe von Peking gefundenen llpbcrrcstc des Urmenschen zu unter- suchen. Smith hält diese Funde für die wichtigst« Entdeckung, die bisher überhaupt auf diesem Gebiet gemacht worden ist. Die Ueber- reste sind nach seiner Ansicht Millionen Jahr« alt und werden ein« sichere Grundlage geben, um die Geschichte des Urmenschen zu er- ferschen,„Lei der Untersuchung an Od und Stell« gewann ich einen überwältigeichan Eindruck von der Wichtigkeit der Erkennt- niste, die dadurch gesichert werden", sagte er.„ Das Material ist wichtiger als all« Ueberreste, die bisher über die Entstehung des Menschengeschlecht»«ltdeckt worden sind. E» ist Nicht nur das �rsße Alter der Skelette, sondern die Tatsach«, daß nyn die Lücke zwischen den bisher bskonnien Typen, besonders dem Psthecanthropus von Java und dem Piltdown-Schädel, überbrückt ist. Di« Schädel sind Niel primitiver als alle andern und stehen der direkten Entwirf- wnzslmi« zum modernen Menschen näher." Siesennliaen in Südafrika entdeckt. Nach einem Bericht der Zeitung„On» Vaterland" In Pretoria sind südlich von Gobabis in Südafrlka an den Ufern eine» ausgetrockneten Flusses, der frü- her augenscheinlich«in Siedenfwß des Nosob war. mächtige Ruinen gesunden worden, die größer sind oip die berühm cn von Simbabwe: si« befinden sich auch in einem besseren Erhaltungszustand. da sie wahrscheinlich lange Zest vom Wüstensand bedeckt waren. Der Entdecker Roger Jackson vertritt die Anficht, daß die Rssisien von einer Stadt herrühren, die in serner Bergangenheit«in Durch. gangspuntt für den Handels von Diamanten, Rubinen. Topasen und Lapislazuki.zwischen Simbabwe und Sofala an der West- tüpe war. I Die Krise des Wirischastswunders Oie Atopie des goldenen Zeitatters in Lt.(3. A.— Preisstürze.— 6 bis 8 Mittionen ohne Arbeit. -low Jork, im Januar.(Eigenbericht.) Amerika hat das Jahr 1939 ohne Bedauern, ja mit einem er- leichterten Aufatmen scheiden sehen. Was heute über der amerika- nstchen Union an Sorgen. Röten und Kümmernisten liegt, verknüpft sich eng mit dem vergangenen Jahre und feinem verhängnisvollen Ring von. Geschehnissen, die weit über Börsen- und Spekulanten- kreijc hinaus Millionen von Arbestern, Angestellten und Kleinbauern in ihren Bann zogen. Auch diesmal sind die wahren Opfer der Krise, � deren erstes Angeichen das Krachen des Börse ngebälks gewesen war, diejenigen, für die Wallstr«et nur ein Schlng-tvort und ein vager Begriff bedeutete. Mit Haus und Heim und Existenzen haben sie die Störungen eine» wirtschaftlichen Räderwerkes bezahlen müssen, dessen Rlcchanismus sich ihrer Kontrolle entzieht. Ilm sich über die omedkanische Wirtschaftskdfe in ihren innigen Wechselwirkungen mit den internationalen Deprosstonserscheinungen überhaupt ein Bild zu machen, muß man sich ihr« Vorbedingungen und chr« lawinenadigen Auswirkungen vorerst nüchtern vor Augen sichren. Eine der ausgesprochensten Charaktedstiken der Krise war die U e b e. r r a s ch u n g und das völlige Ungersistetse'm, mit den, die amerikanische Wirtschaft der kieranfegsndeit Sturmflut entgegontrat. Wohl nirgendwo hatte sich der Glaube, daß Wirtschaftskrisen einer vergangenen Periode angehörlen, so sehr Bahn gebrochen als gerade in Amerika. Wirtschaftskreise, die nrst Prosperitätsschlagworten gewissermaßen großgezogen worden waren, hotten die einfachsten Wirtschaftsgesetze in die Ecke gestellt und sich nickhalllos der Illusion verkauft, daß in'Amerika eine Art wirtschaftlichen goldenen Zeitalters angebrochen fei. Die Erinichtsrunz im Jahre 1939 mußte um so fühlbarer sein. Zwar war es dchtig, daß schon das letzte Vierteljahr 1929 böseSturm- zeichen gezeigt hatte, d!« jidi zu Börsenzusammenbrüchen und ihren unvermeidlichen Rückwirkungen auf dos Wirt- schaftsleben der Notion verdichteten. Aber niemand der angeblichen großen Wirtschaftslouchten Amerikas glaubte an eine anhaltende und sich ständig schärfer auszeichnende Unterhöhlung der wirtschaftlichen Tragfläch« der Nation, ein Glaube, der überdies an der vorüber- gM>cndenErholungim ersten Vierteljahr 1939 starke Nahrung fand. Hatte doch die im Schatten der Börsenkrachs beträchtlich ge- funken« I n d u st r i e p r o d u k t i o n in diesen Monaten einen nennenswerten Auftrieb erfahren uiid Besserungen gezeitigt, die. wie bei der Stahlindustrie, bis zu 43 Prnz. giirgen. Auch die Börse» zeigten ähnliche Erholungsgeichen, so daß selbst nrnn Publllumsstandpuickte die Prophezeiung eines baldigen Krisenendes gerechtferligt erschien. Trotz dieser Hoffmmg?- signale blieb eine latente Nervosität bestehen, die sich in oll- gemeiner Kaufzurückhaltung äußerte und durch Krisenftichworte aus dem Auslände nicht unbeträchtlich gefördert wurde. Gerade wer sich darüber Aar ist, daß Wirtschaftskrisen nicht nur nüch- lerne Rechen- und Produktibnsexempel, sondern das Ergebnis bestimmter Geistesverfossungea und tiefliegender seelischer Faktoren sind, wird dieser Frage in einem Laude, das unverantwort- lich«n Wirtschaftskräften fest jeher den erdenklich größten Spiel- räum gelassen hat, mehr als vorübergehende Bedeutung beimessen. Im April kam dieses nervöse Unbehagen gleich einem schleichenden Fieber wieder zum Ausbruch, das bis heute allen Helloevsuchen hartnäckigen Widerstand entgegengesetzt hat. Zahlen sprechen über- zeugender als es alle Worte können. Di« Presse der Stapel- a r t i k e l fielen im Jahre 1939 um 18�1 Proz. und erreichten damit den Preistiefstand von 1916. Der weizenpreis ging um 45';1 proz. zurück, Baumwolle siel um 45% Proz., Kupfer um 47% Proz. und Gummi um 55 Proz. Die Bundesregierung bezifferte die dadurch eingetretene Wert- Verminderung des amerikanischen Ernteertrages auf über 2,4 M i l l- liarden Dollar oder 27,5 Proz. weniger als der Ernteertrag des Jahres 1929. Die Stahlproduktion ging um 14 Mil- lionen Tonnen oder 27 Proz. zurück, die Au to p r odu kti o n um über 1.5 Millionen Wagen oder 38,5 Proz. unter der Produktions- zitier 1929. E i f e n b a h n f r a ch t e n schrumpften um 29 Proz. auf die Ziffer des Jahres 1922 ein: die Nettoeinnahmen der Eis<>n- bahnen waren 39 Proz. geringer als im Borjahre. Weizen sank auf das Preisniveau des Jahres 1996, Baumwolle erreichte den Preistiefstand der Kriegspanik von 1914. Börsenkurs« fielen 44,3 Proz. und erreichten den Tiefstand vom Januar 1927. Aus- wärtige Bonds waren stark durch die revolutionären Erschütterungen in Südamerika und nicht zum wenigsten durch den deutschen Wahl- aussall beeinflußt, der sich nach wie vor ungünstig auf die Geistesverfassung der amerikanischen Finanzweli auswirkt. Der omerikonifchc Exporl zeigte gegenüber dem Vorjahre eine« Wertrückgang von 75 Pro;, und einen Mengenrückgang von 70 Pro;.. während Importe wertmäßig zwar um 39 Proz., mengennüihig aber nur um 15 Proz. schrumpften. Und die unmittelbaren Auswirkungen dieser Tatsachen aus die amerikanischen Massen? Trotz aller Fest- stellungsschwierigkeiten der gesamten Arbcitslosenzahl. die wechselnd zwischen 6 und 8 Millionen geschätzt wird, kann gesagt werden, daß der allgemeine Beschäftigungsrückgang in den Industrien rund 15% Proz. ausmacht. Das ist der niedrigste Beschöftigungs- stand seit dem Jahre 1922, in welchem die Arbeitsanfstellungen des Labor Bureau begonnen wurden. Kommt noch hinzu, daß außer schönen Redensarten sehr wenig für die Schassunz neuer Arbell?- Möglichkeiten getan wird und sich der Kampf gegen das täglich wachsende Massenelend nur in der Form privat« Wohltätigkeit auswirkt, so ist das Bild Amedkas komplett. Es ist nicht erhebend und nichts, woraus sich die angeblich so weit voraussehenden amerikanischen Wirtschastsführer und Industriekapitäne etwas«in» bilden können. Das Jahr 1931 wird schlüssig zeigen, ob und wie sich Kapttal und Arbest in Amerika mit dem zwangsläufigen Kreislauf der heutigen Gesellschaftsordnung auseinanderzusetzen oermögen. Die deutsche Grönland-Expedition Oer erste wiffenschastliche Bericht. Die Deutsche Jnlandeis-Expedstwn nach Grönland unter Führung von Prof. Alfred Wegener, die von der Rotgememschast der demschen Wissenschaft ausgerüstet worden ist. hat«inen aewissen Abschnitt ihres weitgestecktcn Programines erreicht. Sie Hot die drei vorgesehenen Forschungsssistionen auf Gröilland errichtet: im llmanak-Distrikt der Westküste, am Scoresbysund der Ostküste und in der Milte des Inlandeises. Die Expedstion ist. wie man sich erinnert, am 1. April 1939 mit 14 Teilnehmern von Kopenhagen abgereist. hat in Island Pferde an Bord genommen und sich, nachdem die ungewöhnlich tiesen Temperaturen in Grönland das Freiwerden der Fjorde und damit den Transport verzögert hatten, zum letztenmal in der Urnanok-Bucht den Hauptteil ihrer Teilnehmer vereinigt. Wie Dr. Haushofer in der„Zeitschrist der Gesellschaft für Erdkunde" berichtet, wurde dort mst großen Sprengungen der Durchbruch durch das Fjordeis möglich. Dag gesamte Gepäck wurde am Kamarujuk-Gletscher on Land gebracht und in wachen- langer Arbest über oen Aletscher hinausgeschafft. Der Autstieg voll- zog sich planmäßig, auch die Motorschlitten tonnten ohn« Unfall über den Gletscher hinausgeschafft werden. J» drei Gruppen gingen dann Hundeschlittentransporte zur Mitt« des Inlandeises— jeweils 499 Kilometer von der Ostküste und der Westküste entfernt. Die Wegmarkierung alle 590 Meter durch schwarze Fahnen bewährte sich hervorragend. Aich die Fahrten mst den Propellerschlitten bewährten sich gut. Das Wintergepäck wurde planmäßig auf die Höhe des Gletschereises hinausgeschafft: auch der Weitertransport auf dem Inlandeise erfolgt« mst Hilfe der Ären- länder, die zum erstenmal von einer wissen schasllichen Expedition veranlaßt werden konnten, auf das Inlandeis mstzugcheir. Erst von der vierten und letzten Hundeschlsttenreise zur Versorgung der Winterstation, die unter Führung von Wegener abging, kehrte ein Teil der Grönländer unterwegs wegen Wettersturzes um. Wegener, Löwe und mehrere Grönländer gingen zur Station„Eismitte" weiter, um deren Wiltterverforgung endgültig zu sichern. Di« Ostgruppe der Expedition unter Führung von Kopp ging selbständig auf einem dänischen Schiff nach dem Scoresbysund. Auch dort lagen die Eisverhältnisse ungewöhnlich ungünstig. Schwer« Stürm« rissen die beiden Motorboote, die die gesamte aerologische Ausrüslpng trugen, von chrer Trosse, so daß man mit ihrem Verlust rechnen mußte: glücklicherweise konnten beide Boote am folgenden Tag« wieder eingefangen werden, ohne daß Wesent- liches von ihrer Ladung verlorengegangen war. Endlich war die Landung in der Nähe des Südtaps an Jameson-Land möglich. Die Ostgruppe hat die Aufgabe, an ihrer Station wissenschaftliche Benbachtungen zu machen und den Weg für die Osthälfte der Ueber- qnerung von der Station„Eismitte" zum Scoresbysund zu erkunden. Im ganzen haben die ungewöhnlich ungünstigen Witterungsverhäll- nisse der Expedstion nicht geringe Schwierigkesten bereitet. Trotz- dem konnte bisher der größte Teil des Programms erfüllt werden: es ist damst zu rechnen, daß olle drei Stationen imstande sind. während des Winters chr Bcobachtungsprogramm durchzuführtn. Otto Nagel. Alles bloße Agressioe hat Nagel in seiner Kunst zugunsten einer objtktiaen Darstellung des Volkes aufgegeben. Die Aus- siellung bei Hartberg zeigt chn als einen ganz reifen, feiner Mittel sicheren Maler: heftig« Farben fehlen ebenso wie inhaltlich« Tendenz. Das tiefe Schwärz und das Grau, die seine Bilder erfüllten, sind so stark und im Ausdruck so gesteigert, daß sie schon an sich wie ein Snmbol der Hoffnungslosigkeit wirken. Hinzu kommt die bewußte Einfachhest der Kamposition und eine primitive Starrhest aller Gestalten und Gebärden, die einen unauslöschlichen Eindruck von Resicnatifl!� und Hoffnungslosigkeit erwecken. Hier ist der Schilderer des Arbeiters, der Porträtist des proletarischen Lebens in wuchtiger Monumentalität. Visionen wie die der„Parlbank", der zum „Schichtwechsel" lautlos sich schiebenden Arbeitermassen, des„Stein- trägers" auf der Letter, der„Briefträger" und so vieler anderer Gestalten aus d«n, Norden Berlins sind unvergeßlich, sie brennen sich dem Gedächtnis mit der unheimlichen Gewali d«r Wahrhaftigkeit i ein. Da ist nichts als Feststellung: so ist das Leben der„Ler- dqmmten dieser Erde": ein erschütterndes Bekenntnis zum vierten Stande, ein Armausbresten: Kommt het zu mir. die chr mühselig ■ und beladen sind. Und gerade die Härte und Phraseittosigkest der Darstellung, dos beinahe graphische Kontrastieren von hellen und I dunklen Flächen, wirkt überzeugend; künstlerisch um so stärker, als Nagel an mehreren Beispielen, wie„Nordhasen" und der aus- gezeichneten„Frühschicht" beweist, daß er auch das rein malerische Handwerk beherrscht. Die West, die Käthe Koilwitz so herzergreifend in graphischer Technik darstellt, ist hier ins Monumentale des lebensgroßen Bildes erhaben und mst dem gleichen tiefen Gefühl für die soziale Not. p. k.«cb. vi« neu« Sovderscheni in der Postwertzeichenabi eiiuua des Reichspostmuseums bringt ein« Zusammenstellung von 70 Briefmarken der verschiedensten Länder, zu der«» Verausgabung spart- l i ch e Veranstaltungen den Anlaß gegeben haben. Besonders anschaulich wirken di« ungarische Ausgabe von 1925 und die Olympia demarksn der Niederlande von 1928. Aus ihnen sind fast alle Sportart«» dargestellt. Wie aus den Erläuterungen zu den einzelnen Markenausgaben hervorgeht, mußte für manch« Marke außer dem Postwert noch«in Zuschlag bezahlt werden, der den spart- lichen Veranstaltungen zugute kam. Das Tftuseum für RTeercsknnÖe hat eins neue Abteilung ein- gerichtet, die die Instrument», Methoden und Ergebnisse neuer Tiefseeforschung vorführen soll. Der Hauptteil der Instrumente stammt von der langjährigen Expedstion de» deutscheu Forschpngs- schijfes„Meteor" im Süd lest des Atlantischen Ozeans. Zu de» Kowwerfpleleu gebt oJ9 nächste okrNousMrung»Pariser Matz 1?" von Pickt Bau» in der Siegte Gustaf Glündgen» tu Szene. In den Händen einer Kupplerin Die Schicksale einer Dreizehnjährigen Es geschah In tmr letzten Zelt wiederholt, daß schulpslich»- tige Madchen ohne ersichtlichen Grand verschwanden, noch einigen Togen ober von selbst zu ihren-Altern zurikff ehrten. Wo sie sich in der Zwischenzeit aufgehalten haben, offenbaren sie viel- leicht chren Eltern, die Oefsentlichkeit' aber erfährt selten etwas davon. In der weitaus größten Zahl der Fälle handelt es sich um ein hormloses cherumtreiben auf Rummelplätzen und in Ber- gnügungsstätten. Weniger einfach liegt aber«in Fall, der jetzt zur Kenntnis der Polizei gekommen ist. Eine lZ Jahre alte Erna aus Tempelhof hatte sich vor einiger Zeit mehrere Tage aus der Wohnung' der Eliern entfernt. Das Mädchen wurde- als vermißt gemeldet, kehrte aber von selbst zurück. Es hat sich nun herausgestellt, daß das Mädchen einer gewerbs- mäßigen Kuppler in in die chändc gefallen war. Diese Per- son ist 25 Jahre alt und unter dein Namen„Tante Käthe" bekannt. Sie traf Erna aus der Straße, lud die Drelzehn jährig« zu einem Kinobesuch ein und bewirtete sie. So faßte das Kind Zutrauen und folgt« der Anisorderung, am nächsten Tage die„Tante" am U-Bahnhof zu erwarten. Die Kupplerin nahm das Mädchen mit in ihre Wohnung und schickte es später zu Bekann-ten, wo es sich„vorstellen" fallt«. Von diesen Gängen kehrte Erna zu der „Tonte" zurück, blieb bei ihr einige Tage und verließ das gastliche cheim, als es ihr unheimlich zu wevden begann. Der Dater er- stattete Strafanzeige und das Kind kannte den Kriminal- bcomten auch zeigen, wo es überall gewesen war.„Tonte Käthe" wurde festgenommen und dem Richter vorgeführt, gegen die anderen Frauen wird«in Verfahren eingeleitet werden. Wem gehört der Südpol? Amerika, England, Norwegen streiten sich um Äesitz. Vashingion, 1Z. Januar Kurz nach der Rückkehr der von Byrd geführten Südpafctpo-i dition brachte Senator Tydings einen Gesegentwurs«in, durch den die Südpolargcgendcn, die Vyrd aufgesucht hatte, als a m e r! k a- N i f ch e s Hoheiisgcbtet erklärt werden fällten. Die b r i- tische Regierung hatte aber bereits bei Byrds Ausreife dar-- auf hingewiesen, daß Großbritannien einige der um den Pol ge» lagerten Territorien als der britischen Souveränität unterstehend, betrachte. Jetzt erklärte der norwegische Gesandte Vachke in einer Rundfunkrede, kein Land habe so starke Wirlschaftsinteressen in den Südpolargegenden wie Norwegen, außerdem beanspruche �sein Land auf Grund der Forschungsreise von Lmundsen für den Fall, daß eine Austeilung des. Landes um den Südpol wirklich beabsichtigt weide, für sich ein Vorrecht. Außer der von Amundfen bereisten und von diesem für Norwegen i» Besitz genommenen Südpolor- gcgend stünde dem norwegischen Staat auch das Territorium zu beiden Seiten der von Amundscn eingeschlagenen Route zu, und zroar das Gebiet südlich des Edward- VII.-Landes einschließlich des Königin-Maud-Gebirges, ja, bezüglich des Edward-VII.-Landes müsse sogar darauf hingewiesen werden, daß Prestrud, ein Mit-. glied der Amundsen» Expedition von IS11, diese Gegend erforscht und für Norwegen in Vesitz genommen habe. Seit 1892 treibe Nor- wegen in den Südpolorgegenden ausgedehnte Walfischfängereien und nock» 1980 Hab« eine Expedition unter dem Konsul Ehristensen dort Neuland entdeckt und von diesen Gebieten— Königin-Maud- Land und Kronprinzesstn-Martha-Land— Besitz ergriffen. Norwegen habe also, so führte der Gesandte aus, wohl begründet« Recht« am Südpol, wenn es auch grundsätzlich ernste Bedenken gegen eine Aufteilung der Gebiete um den Nordpol und den Südpol an einzeln« Staaten oder Überhaupt gegeil eine politisch« Austeilung hege._____ Schmutzige Reklame. Unternehmer prahlt mit Ausbeutung. Di« Firma Alb in Wurlitzer in Mark neukirchen in Sachsen offeriert Berliner Firmen, die Hochfrequenz- gerät« herstellen, Kästen für diese Apaprate, und zwar in einer Form, die selbst manchem llnternehmer die Schamrote ins Gesicht treiben dürste. Warum kann die Finna Wurlitzer Waren an- bieten zu einem konkurrenzlos niedrigen Preis? Folgender Satz in der Offerte gibt darüber Aufschluß: „Durch mein« Heimarbeiter, die täglich mehr als 16 Stunden arbeiten, Wn ich in der Lage. Ihnen das vorteilhafteste Angebot unterbreiten zu könuen. uod Vorteile mutz man prüfen, um sich uicht selbst Schaden zuzusügev." Daß heut« noch ein Urrternehmer Heimarbeiter täglich sechzehn und mehr Stunden beschäftigt und wahrscheinlich hundsmiserabel bezahlt, ist an sich schon ein Skandal. Daß er sich aber dessen noch rühmt, ist der Gipfel niedriger Gesinnung— soweit man hier von Gesinnung noch sprechen kann. Die Gewerbeauffichtsbshörde in Martneutirchen L Sa. wird sich den Betrieb dieser Firma unbedingt einmal näher ansehen müssen. Wysocki. bischer Staatssekretär im polnischen Außemmnisterium. ist- zum außerordentlichen Gesandten und bevvllmächtigtcn Minister bei der Reichsregrerung ernannt worden. Lombard-Schwindel vor Gericht Verpfändete Zimmereinrichtungen, die gar nicht existierten. Nach fast zweijähriger voruulerfuchuug. die durch die ua. ordentliche Buchführung außerordentlich erschwert morden war. be- gönn vor dem Schössengerichl verllu-ZNItte der Prozeß wegen de» Zusammenbruches der ZVareulombard- und Lager- fpelchcrel S. m. b. h. M. Schlewiufty v. Co. Das Unternehmen war auf genau derselben schwindelhaften Grundlage ausgebaut wie das Lombardhaus Bergmann, und es arbeitet« nach genau denselben Methoden. Angeklagt sind die Kaufleutc Max Schlewinsky, Hans Lewin und Paul Berliner wegen Betruges, schwerer llrkundenfäl- schung, Untreue und Konkursv erbrechen s. Das Unter- nehmen wurde in einem fünfstöckigen Geschäftshaus« in der Dircksen- straß« betrieben und war unter der obigen Firma im Jahre 1926 gegründet worden. In die Firma waren Unternehmungen ähnlicher Art. wie Schlewinsky sie zusammen mit seiner Ehefrau Selma seit 1911 betrieben hatie, einbezogen worden. Die Untersuchung Hot ergeben, daß nach Bergmannschem Muster Waren verpfändet worden waren, di« gar nicht norhandcu waren. Das Unternehmen beschäftigte sich ausschließlich mit der Lombardierung von Zimmereinrichtungen. Als im Februar 1928 der Zusammen- bnich erfolgte, ergab sich, daß 750 Zimmereinrichtungen die teilweis« vielfach verpfändet waren, gar nicht vorhanden waren. Die Firma ließ sich von völlig vermögenslosen Tischlern Blankvlombardschein« und Blankoakzepte geben. In dies« Lombard- schein« wurde eine beliebig« Anzahl von Zimmern, die in Wirklich- ksit nicht existierten, als lombardiert«ingesetzt. In anderen Fällen wurde die Zahl der auf den Lombardschemen ausgestellten Zimmer beliebig erhöht. Die Wechsel worden zum Teil über höher« Summ«» ausgefüllt, als mit den Tischler» vereinbart worden war. Durch das Angebot hoher Zinsen, durchschnittlich 35 Prozent im Jahr«, ließen stch zahlreich« Leute zur Hergäbe von Geldern verleite». Ws Sicherheit erhielten sie die gefälschten Lombardschein« und wertlose Wechsel. Die Hauptgeldgeberin war die G«- sellschaft„stolscuia", die das Unternehmen finanzierte, und die sich gegen Verluste bei der..Valerländifchen Kredit-Dersicherungsgefell- schaft" versichert' hatte. Die„Holsana" hatte ein« Viertelmillisn Kredit« gegeben. Infolge der Verluste ist auch die.Vaterländisch« Kredit-Dersicherungsgesellschast" zusammengebrochen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf 450000 Mark. Die Verhandlung wird das Gericht, unter Vorsitz von Amts- gcrichtsrat Keßner. bis Sonnabend beichäftigrn. Die Anklage ver- tritt Staatsanwaltschaftsrat Dr. Grünberg, während die Bertetdi- gung in den 5?änd«n der Rechtsanwälte Dr.' Pin dar und Dr. Wy- godtzinfki liegt. Zur Verhandlung sind 50 Zeugen und mehrn« Sachverständige geladen._ Oer Waffenfund in der Georgenkirchstraßm Im Haufe G« o rg c n k i r chst r a ß« 64, in der Näh« des Mzxwiderplatzes, wurde gestern durch Beamte der Poliiischen Polizei, wie heute früh bereits kurz berichtet,«in geheimes Waffenlager ausgehoben. Auf dem Bich«» wurde in Kisten verpackt folgendes gefunden und beschlagnahmt: 3 Insanteriegewehre, 4250 Schuß Infanten«munitum, 6 Maschinengewehrschlösser und «ine Anzahl Maschinengewehrgurte. Der im gleiche» Haus««oh- nende Besitzer der verborgen gehaltenen Waffen, ei» Kutscher Wörtel, der den Kommunisten nahe stehen soll, ist festgenommen worden. Die Ermittelungen der Politischen Polizei gehen weiter. Der sächsische Znuemniuister Richter stürzt«..infolge der Glätte. aus. dem. erlitt einen Bruch des Unterarmes. Innenminister nhof in Zittau und lvr ei- Zell vorn 13. bis 13. Januar K I N O-T A F E l PROGRAMM fflr die Zell vom 13. bis 15. Januar mo\a Potsdamer Strafe 35 v. S, 7, 9 Uhr S- 3. 8, 7. 9 Uhr Verllnesrf. Drei Tetfe Mittclerreei mit Prtte schätz, üicle EvStüdi Rhcinstraijc 14 Kelche) W. ab MS Uhr S. ab'3.15 Uhr Der SpraB« ta» Glddt mit Carmea Boot. Außerdem: Aehton« I Zog la Cefabr I 7 Akte mit MUlon SiUs OdeOD, Potsdamer Sir. 75 W. S, 7. 9 Uhr S. 3, 5, 7, 9 Uhr Va Baoqne mit Ul OafoBer Eine Krimlnaikomöaie Turmstrafjc 12 s w.'u: Va Baooae mit l>n Dagover Eine Krlminarkomödie Alexanderstr. 39-40 (Paiiage) Den ganzen rag geöffnet! Dolly m.idbt Kuriere mit Dolly Hoadp Alfred Abel E Weaten M Primus-Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretenstr. 3- Monat I Drei Ta«e Mlttclarresl mit Frilz Sthoir, Lade EnglUdi E Frledilchstaclt--� Franziskaner Georgens raBc(Ecke FriedrlchstraBe) Stummes 3-Stunden Programm II, 2, 5, 8 und 11 Uhr; Oer Ring der Baladere von Lola Krensberg Ii 3, 6 und 9 Uhr: Ncaestc Kaitar- and Wodsensdtaa Tempi, Bilder a.«L atrik. Tierwelt 1. 4 7 und1 10 Uhr; Die goldene Pelledte Die Kamera 4 s.L�uw Unter den Linden 14 UrauffDhrung! AbrQsiaglT Erde, von A Dowshenko ■ He.B.« 1 ArtushofwLicfatspielc Perlebergei SnaSe 39 Film* ond BtUmensduu* Wocnent. ab S'-ii. Sonnt ab s Lhr gamton und Oallla m. Maria Cards "'" i MMdiea» lies Oere» Welt'Kino Ä 100 pro«. Tonschwank Vlt-Moabit 99 6,45, 9.05 3. S.7,9 Der gröBre Lacherfolg: Mltiefarrest mit Fr. Schals. L. Eng- Drei Tage ilr. U Eng- Usch— Mtdcr Mau*— Fodonwocfae CSSSS3 Kant'Lichtspielc Kan-str 54 tan der Wilmersdorfer Str.) W. 5, 7, 9 Uhr Stg. ab 3 Uhr Tonoperette: Der Rampelmann mit Max Hansen— Tön. Beiprogramm Schlüter-Theater SchlOterstr. 17 Beginn: 5, 7, 9 Uhr Stg ab 3 Uhr: Jugend-Vorstellung Tonoperette: Wie werde Ich reldh und glCchlidi.— Ehrstreik m. Maria Pandler, Georg Alexander � wllwinrsdorF��� Atrium Beha-PaUd Kaiserallee, Ecke Berliner StraBe Sonnabend und Sonntags 5, 7.9.15 Uhr Tonfilm-Urauftührang; Kaiser licixhcn m. Liane Haid. Walter Janssen, Ollr Gebauer, Henry Bender, Rejste Hans Tiatner ToatUmbeiprogramm d Scbanebera fc Titania Schdncbg. HauptstraBe 49 100 ptpz. Tonlustspiel: Drei Tage Mlllelarresl mit F. Schulz, Bretsart, Lude Englisdi— Beiprogramm G FrtnUonau Kronen-Lichtspicle Rheinscr. 65 W. 5, 7, 9 Uhr Sonn ags ab 3 Uhr Tonfilmschwank: Drei Tage Mittel, arrest mit F. Scholz, Lucio EngJscfa >«teant«> Titania-Palasl �.tSo�ü Steglitz. SchloBstr. 5. Ecke Gutsmuthsstr Tonfilm-UrauffOhrun•: Schneider Wibbel m. Paul Henkel* Thea Grodyn— Tonbe programn, Jugendliche haben Zutritt f Nur noch kurze Zeil! >»oblnndorf-Mlttn> Twlf Wochenuss 7, 9 Uhi AcC" Sonntags 5. 7. 9 Lhr Potsdamer Str. 50 Stg. Zä); Jgd.- Vorst Tonfilm: Das gestob ene Geslchi m. Kaz Adalbert— Tonwodbc TempRlhof Tivoli Berliner Str. 97 Beg 5. 7. 9. Sonntags 3 Uhr Jug.-Vorst. 100 proz. Tonpoese: Der groSte Lacherfolg Drei Tage Mittel arrest mit Fr. Sdrulr, Bressart— Belpragr. N""ScSwnstno> Lichtspiele Sudwest Biücberstr. 12 W. 5. So. ab 3 U- 2 GroBfiimc: Der Tag der Vergeltung— Wenn der Junge Wein bUbl Foxlonwoche Film-Palast Kammersäle Teltower Str. 1 W. 5, 7, 9. Stg ab 3 Uhr Tonposse Wien, da t adt der Lieder mit Morgan. Arno— Beiprogramm ■—"* PrimuS'Palast Am Hertnannplatz, Urbanstr 72/76 Wo 645 U, Sonnt ab 3 U Ton-Sprechfilm Oer Herr auf Desfellung mit W. Forst, Paul Harbiger, Else Eist her Bühne; Willy Rosen, der bekannte Komponist am Flügel Udostnn Filmeck Skalltrer StraBe. am Gdrlitter Bahnhof Beginn Wochentags: 630 und 9 Uhr Sonntags: 3, 5, 7, 9 Uhr Tonfilm» Das Land des Uchehn mit Richard Tauber BOlmenscfaan Jugendliche haben Zutritt Luiscn-Thcatcr Kelchen berger Str. 34 Anf. W. 630U.9 U. Stg. 3, 5, 7, 9 U. f 00 proz. Tonfilm; Das gestohlene Gesiebt mit Max Adalbert Belpregn Th. am Moritzplatz Beg.; ttocbtg ab 5 Uhr, Stg. ab 4 Uhr Tonfilm: Flachsmapn als Erzieher mit A. Brenn, Chari. Ander Die, Mansie Frau der Staaten (B WuRBIIn j Mercedes- Palast HermannstraBe 212, Ecke Jägers treBe Werktags 6s/i Uhr, Sonntags 3 Uhr 100 proz ronfilm; Oer Hampehnai mit Max Hansen Gelprogramm— DObnenscbaa Kukuk M«r!«ndor» Mm_ I I narlendorter Woche mg l ja-U uditspiele ab 7 Uhr Cbausseestr. 305 Hokuspokus m Ullan____ FrUacfa— Toobci Programm loonroz. Tonfilm; Harvajr. Willy Wöchent 645. 9 U. Sonnt. 3, 5, 7, 9 U. Kottbusser Damm 92 100 proz. Tonfilm; Die blande Nach Igall rn.Etse Elsther ronbeiprogr, E2 w 1 er /SS* Wochent. 643, 9 U. CrJECCUlOr Sonntags 3, 5, 7, 9 U Kaiser-Friedrich-StraBe 191 100 proz. Tonposee: Drei Tage Mltfel- arres mit Fritz Schulz Beiprogramm Stern, HermannstraBe 49 iVochentags 6 45. 9. Sonntggs ab 3 Uhr 100 proz Tonfilm: Alranno m. BcIgftfeHeim.Albortflamui uizun Tonbci Programm Stella-Palast Köpenicker StraBe 11—14 Wochtgz. 630. 9 U Sonntags ab g Uhr Die groBe Tonoperette: Die Licbcsp rede mit Maurice Cberalti Beiprogramm- Sternwarte- Treptow Mittwoch 5 Uhr: Kampf um die Pole Vortrag mit Lichtbildern Donnerstag 8 Uhr. Spanien, Film „Elysium Prenzlauer Allee 56 W. 5.15, 7.9.15. S 3.15,5, 7.15, 9 15 Uhr Tonposse: Lanbenkolonle m Ptcba, Kämpen— Bühne; Ami" wellen- Foxtonwodw Luna-Palast Woch. ab 5 Uhr Stg. ab 3 Uhr Gr: Frankfurter Str. 121 Drei Tage Mlllelarresl Bühne: Theater MtautL Menseben Schwarzer Adler Iii«« Woch. ab 5 Uhr, Sontttg ab 3 Uhr 100 proz Torfilm: Susanne Ordnung mit Trans v. Alten Tonbclprogramm Comcnius-Lichtspiclc Memeler Str. 67 W 630,9 U- Stg abü U. Zweimal Hock seit mit Liane Haid (Tonfilm)- Die grohe Kiaderrcme (Tonfilm) Concordia-Palast Andreasstr. 64 W. ab 5 U.Stg ab3 U 100 proz Tonfilm: Eine Freundin, so goto hg wie dal mit Anpj Ondra • Revue: Lebe, uSc. lacke I Pharus-Lichtspielc M0IIerstr.U2 W.S,7.9U� Stg. 3, 5, 7,9a 100 proz. Tonfilm: Alraune mit Brigitte Helm. Albert~ Tonbetprogramm Prater-Liditspiel-Palast Kastanienallee 7� W. ab 6 Stgs 3l/ä Lt Der KapitZn d. Garde m-L. Ja Plante Die leichte Jsabeli mit Lee Pairy Bühne; Luise a. Vleky Werkmeister Mila-Licfatspid-Palast Schönhauser Allee 130 W.5»9, S. 4' z Tonoperelte; Wie werde Ick reich und«lOckllckT Tonfilm— BQhnen schau Flora-Lichtsp. TigL 630.9 u, Sbds. 5 U, Stgs. ab 3 U, Tonfilm Menscken Im KIBg mit Fritz Kortoer. Veldt, H. George— Rluber der Unlexwvll ■ 0»«*"■ (xcrmania-Palast Frankfurter Alle* 314 Beginn der ersten Vorstellungen Wochen gs. 630 U. Sbds 5, Stgs 3 U. lOOptoz. Tonfilm; Die singende Stadl mit Brlglite Halm, Jan Ktepara, Georg Alexander Auf der Bühne: Bapison Breitbart der Biiikste Mann der VeH Vlktoria-Lichibild-Th. Frankfurter Allee 48 Woch. S, 7. ca 8.45. Stg. 3. 5. 7. 8.45 U. OroBtonflm; Melodie dez Herzens mit Oita Parle, WUly Frilsck Mlcky Mao* � W«M-iicht*«fcarg Kosmos-Lichtspicle LCckstraBe 70 Beginn Woch. 5, 7, 9 U. Sbowboal, das Komödiantenschiff Zarte Schul ern mit Laura la Plante BObneusckaa' > jfiuttrlckzfoklu> Kino Busch Alt-Friedtichsfelde Beiprogramm Was kleine MSdcken Irlumeu Jonny brentki Geld m. R. la Rocqnc Beiprogramm Schloßpark FUm. Böhne Berliner AUee 206—211* Bflhnciischan Tonsprechfllmr ffOO Worc Deutsch mit PäI vrad Pa achon— Beiprogr. Bühne: Dollynoff-BeTue ■ W« Bekämpfung des vorzeitigen Alterns und der Alterskrankheitcn geäußert, und es verlohnt wohl, einig« Grundgedanken seiner Aus- sührung?» nech einmal mitzuteilen. Fürbringer unterscheidet zwischen Altern und Greisen- tum. Den Beginn des normalen Alterns setzt er etwa UNI dos SV. Jahr, den des Greisentunrs um 10 bis 20 Jahre später an. Der Alternd« mutz als Gesunder angesehen werdev. sofern nicht die Alterserscheinungen vorzeitig eintreten. vi« körperlich?« Anzeichen des Alterns sind eure allmählich einsetzende Abnahme der Körper- grötzc, Runzelbildung(bei Frauen auch Lenkung der Brüste), haar- ausfoll, geringere Widerstandsfähigkeit gegen Aronkheiten, Abnahme der motorische» Leistungsfähigkeit, Schwächung des Seh- und Hör- vermögen?. Reben dies« äußeren Erscheinungen treten meist noch die Störungen des Zirkulationssystems infolge Arterio- sklcrose: hoher Blutdruck, gespannter Puls. Herzempiindlichkeit, Un- ruhe, Hitzegefühl, Kopfschmerz, Ohrensausen, Schlaflosigkeit und Der- dauungsstärnngen- Doch ist der hohe Blutdruck für sich allein(etwa läO Millimeter) eine Normale Erscheinung dieses Altersabschnitts und nicht notwendig mit Arteriosklerose verbunden. Ein« gewisse Ansälllgkest der Lunge infolge Atrophie d»s Lungengewsbes tritt an Bedeutung hinter den Zirkulationsstörungen zurück. Ein wich- tigeres Merkmal des Alterns ist dagegen die Rückbildung der Geschlcchisfunktioncn, insbesondere die noch Abschluß des männlichen Klimakteriums etwa zwischen dem Gl. und 70- Jahre ein- setzend« Altersimpotenz. Diese Erscheinung bericht hauptsächlich aus der Abnahm« der hormonalen Absonderung.der Geschlecht-drüsen. Unter den psychischen?lltersanzeichen steht an erster Stelle die etwa mit SV Iahren«insetzende Gedächtnisschwäche, in erster Linie für Namen und Zahlen, aber auch für Fr,mdworta. Trotzdem ist«s wiederholt beobachtet worden, daß geistig lebhafte Personen noch in hohem Alter fremd« Sprachen erlernt habe». Desgleichen geben uns die häufig vorbondenc Alteregesprächigkeit. die zunehmende Interestelosigkeit und ähnlich« nicht selten« leichte psychische Störungen noch keine Berechtigung, auf«ine g«s«tz- mätzig« Int«lligenzab nähme des Alternden zu schließen. Denn zahlreich« Geisteshcroen haben noch in hohem Wer gewaltige Leistungen vollbracht. Fürbringer»ennt Humboldt und Goethe, und wir fügen von neueren Beispielen noch Freud hinzu. Immerhin läßt die geistige Beweglichkeit und Unternehmungslust im Alter noch. Fragen wir nun: Vir kann man das vorzeitige Aller« bekämpfe«?. so verweist hier F ü r b r i n g e m-tzuerft auf den bekannteu Alts- sprach R u b n e r-s„Das- Geheimnis, dos Leben zu oeziäygern. besteht darin, es nicht zu verkürzen." Es handelt sich alja hier um«ine vorwiegend hygienisch« Wsgab«. Als wichtigstes Erfordernis einer gefunden Lehens- weise ist von Fürbr>ng«r. namentlich für die sitzenden Berufe, immer und immer wieder die Bewegung genannt worden. Astl zweckmäßigsten sind oeleHentlichc lang« und behaglich« Wände» r u n g« n in de? frischen Nato. Wir bedürfen ihrer chie d'S täglichen Brotes. Fürbringer seihst ist noch als Achtzisi«hriger durchschnittlich wöchentlich zwornal 10 bis?0 Kilometer marschiert. Auch dos geschäftig« herum wusan der Hausfrau in chrer Wohnung kann diese Wanderungen(schon wegen de« Mangels an frischer Luft) nicht ersetzen. Mätziges Bergsteigen kann dem Mernden nichts schaden. Der Skisport ist wegen seiner größere» Strapazen für alt« Leute weniger geeignet. Dagegen sollt« das.Schlittschuh- l a n f e n und das Schwimmen, soweit von Jugend auf gewohnt, ouA im Alftr ruhig beibehalten werden. Rur darf der Eislauf nicht bei übermäßiger Kälte betrieben werden, und beim Schwimmen muß sich der Alternde besonders vor plötzlichem Sprung in, kalt« Wasser hüten, namentlich nach dem Essen oder in erhitztem Zu« stände- Nützlich ist auch regelmäßige Gymnastik, die in mähigem llmsavge, zweckmäßigerweise verbunden mit täglicher Büriten- mossage, bis ins Hobe Mer hinein geübt werden kann. Fast ebenso wichtig wie reichliche Bewegung ist eine vernüuskige Ernährungsweise. Hier heißen die beiden Hauptforderungen: Stets für gemischt« Kost. also Abwechslung, sorgen und in der Nahrungsmenge Maß halten. Namentlich wirkt eine zu starke Derfottung unbedingt lebensverkürzend. Streng« Rohkost oder strengen Vegetarismus hält Fürbringer nicht für günstig. Auch hätten mäßig«? Rauchen und mäßiger Älkoholgenutz(bei Nichtfklerotikern) keine abträglichen Wirkungen hinsichtlich des Wers: doch sind hierin natürlich lieber- trcibungen, insbesondere der Genutz konzentrierter Spirituosen, un- bedingt zu vermeiden. Diese hygienischen Lorschristen gelten für die Bermeidung des vorzeitigen Eintritts des physiologischen Alterns. Aus einem anderen B'all steht die Bekämpfung der regelrechte« Literskrankheiten. von denen wohl die A r t e r i o s t l- r o s e. die Lungenerweiterung (das Lungenemphysem) und die Degenerierung der Gelenk« (Arthritis ckekorm�ns) die wichtigsten sind. Die Zlrteriosklerose ist«ine Abnutzung der«chlaqadern durch physikaliiche, chemisch«»nd bisweilen auch infektiöse Schädi- gitngen, die sich anatomisch als ein Elastizitätsverlust infolge Ent- eriung des inneren und mittleren Gefätzrohres darstellt. Als ur- sächlich fördernd können für diese Krankheit vor allem erblich« Ver- eniagung und gewisse Lcbensgewohnhesten, wie Bewegungsmangel kweniger wahrscheinlich das Gegenteil, körperliche Ueberanstrengung) und Alkohol, und Tobaknnßbrauch angescb-n werden. Di« klinische» Beschwerden der Artcriosklsrosc wurden schon oben angegeben. Alles, was zur hygienischen Lebensführung und zur Ber- meidunz vorzeitigen Alterns gesagt wurde, gilt auch iür die The- rapi« der Arterioskkerose. insbesondere die Bewegung in frischer Luft inklusive seichten Bergfieigen?. Auch Aufenthalt im hoch- gebftgc ist kentgegen früheren Ansichten) keineSmegp. untersagt. Si'ohnr«Rh Tabak find auf das äußerste«inzuschbgnksn, kür leicht verdauliche, fleisch, und solzorw« Kost und gut« Stuhlregelurig ist Sorge zu tragen. Meditani-nte(Herztonika, Sedativ« und Schlaf- m'.tteh sollten'nur in schweren Fällen Anwendung finden. Kommt p, zur arteriosAerotischsn Gehirnertrankung. so ist aller- künsiiiene Allen Usus Versuche mit Zellen aus meiallsaizen llioch immer muh die menschliche Weisheft vor dem Geheimnis der Zelle haltmachen, denn hier verbirgt sich das Rcüsel des Lebens, dunkel, ungelöst! Bisher hat es allen Enchüllungsversucheu mühelos widerstanden— wir wissen, was di: Zelle ist, wir kennen ihre Form in hundert Spielarten, wir wissen, wie sie sich fort- pflanzt und wie sie sich ernährt, ober wir kennen die Kräfte nicht, welche sie zu allen Leistungen befähigen. Leben künstlich erzeugen — uralter Traum der Menschheft— würde bedeuten: lebens- fähige Zellen künstlich herstellen. Man kann nun wirklich Gebilde willkürlich erzeugen, di« den ledenden Zellen in sehr vieler Hinsicht völlig gleichen. Solche künstlichen Zellen lassen sich vor allem aus Mctallsalzen bilden, wenn man dieselben in bestimmt« Lösungen bringt. Es entstehen dabei schlauchartige Gebilde, welche wachsen, sich ganz ähnlich wie Zellen ernähren, sich verästeln und zu Zellgebäuden aufbauen. Die Substanz des eingeworfenen Kristalls muh nun die Eigenschaft haban. mit der Snbstanz zusammen einen unlöslichen Niederschlag zu geben, wenn sie solche Zellen liefern soll. Es entwickeln sich dann di« tinrstsichen Zellen etwa solgend«r»u?ß«n: Der Kristoll löst sich in der Flüssigkeit ein wenig an der Oberfläche; dabei entsteht durch die Reaktion mit dem Salz in der übrigen Läsung«in« den Kristall einschließende Niederschlagshaut. Diese ist nur durchlässig für die verdünnte Lösung autzerhalb, nicht aber stör die konzen.rierte Lösung im Innern. Infolgedessen saugt der im Innern befh-ttfich« Krislall, der gleichsam auch eine konzentrierte Lösung darstellt, Wasser ein und didurch steigt dar Druck ümerhalb der Riederschlagshaut so lang«, bis diese an der dünnsten Stelle. d. h. an der Spitze einreißt. An dem Riß bildet sich neue Nieder- schlogshaut und der Prozeß wlederholt sich. Auf dies« Weise ent- stehen in kurzer Zeft(5— 10 Minuten) schlauchartigc Gebilde, „Zellen". Es gibt die verschiedenartigsten solcher Zellgebilde, je nach dem verrvendeten Metallsalz oder dar Lösung. Au, Kupferc�orid in Wasserglaslösung entstehen die bla-ugrünen Kupserzellen, aus Eisen- chlorid die braunen Eilenzellen. Die künstlichen Gebilde zeigen eine Drihe von(Eigenschaften, die lebhaft an lebende Zellen erinnern. So können z. B. die Silikatzellen in gewöhnlichem Leitungswasser die Form von Süßwasserorganismcn annehmen, während sie in. solzigem Seewasser eine ganz andere, Meerecorganismcn ähnliche Struktur auirehmen. Auch in der Art des Wachstums finden sich gewisse, Aehnl ch- kcuen mit lebendigen Zellen. Dr. F. S ch e m i n z t y, Wien, konnte durch Experünente zeigen, wie Kupserzellen einen ganz charqkteristi- schen Entwicklungsgang durchmachen. Sie haben eine„Jugend. form",„altern" schließlich und zerfallen dann. Durch Abkühlung ließ sich dieser„Lebenslmn" verlängern und die Entwicklung verzögern, durch Erwärmen wurde er beschleunigt. Ganz außerordentlich interessairt ist aber der CmsUiß des Lichts auf das Leben dieser künstlichen Zellen. Es traf die überraschende Erscheümng zutage, daß durch Licht st rahlen die Alterserscheinungen zurückgehalten werhen können. Di« Entwicklung wird gehemmt, die Zellen bleiben nicht nur klein und behalte» die jugeirdlich-durchfichtige Fornr, sondern es zeigen sich auch Farbänderunge». In erster Linie sind es die chemisch wirksamen Strahlen, welche solche Farbänderungen bewirken, wa!,- reud die Wärmestrahsen den Lcbensprozeß der Zellen beschleunigen. ohne sonstige Abweichungen vom Normalen hervorzurufen. Läßt man Licht, und Wärmestrohlen gleichzeitig auf die künst- liehen Zellen einwirken, so hemmen di« Licht strahle» den Einfluß der Wärmestrohlen, es zeigt sich also auch hftr der?lntogoni?milS der Strahlen, dar in der Biologie eine so groß? Rolle spielt.. Auch für unsere» Körper würde die ein« oder fte ander« Strahlenart allein schädlich sein, so aber iorgtn die ül roviö- leiten Strahlen dafür, daß die Wörniestrahlen kein Unheil anrichten können und umgekehrt. Di« Lichtstrahlen bräunen die ftaut, und die Farbe ist gleichzeitig ein Schutz gegen die Wärme. Die Wärnr.'strahlen aber sorgen für gifte Bkutzirftrlotion. damit nicht dieselben Zellen allzu lange dem Einfluß der kurzen Strahl-'N ausgesetzt bleiben. Also merkwürdige Achnlichkeften zwischen den labendigen und den künstlichen Gebilden. Noch nicht Lebe» sst es, was da er- zeugt wurde, aber gut nachgeahmtes Leben und es läßt sich nielleicht vieles für d!« Erkenntnis des Lebendigen davaus lernen. Dr. H. Rebmanr. Hellung KranKer NOrparhöiuen zwei neue Wege des medizinischen Fortschritts .....■. 5.::, Trotz des hohen Standes der modernen Ehirurgie, die immer kunstvoller und kühner selbst in den verwickeltsten Fällen Hilfe zu schaffen weiß, ist es natürlich, das höhere Ideal der medizinischen Forschung, zu heilen, ohne schneiden zu müssen. Wenn man ein i Magengeschwür, eine Krebsstell c oder einen Tubertelherd beseitigen j könnte, ohne den Organismus mft dem Ehirurgenmsfler verletzen zu> müssen, so würde das wohl das höchst« Ziel der ärztlichen Kunst bedeuten. Aus der Zusammenarbeit von technischer Physik und maderner ärztlicher Forschung sind in letzter Zeft zwei Methoden«ntstandö», die neu« Wege suchen, im Organismus zu beobachten und kranke Stellen zu heilen, ohne den Organismus selbst zu beschädigrn. So ist es in elfjähriger Arbeit I. S t u tz i n gelungen, einen Apparat zu konstruieren, mit dessen Hilfe man auch In den verborgensten Körperhöhsen kinematographische Aufnahmen machen kony. Di« Verdauung im Magen, die Bewegung der Darm- wände, Entzündungszi'ständ« in der Hornblase und ähnliches, läßt sich jetzt auf den Filmstreifen bannen, die verborgensten Borgänge im menschlichen Korper, die noch nie bisher ein menschliches Auge erblickt hatte, werden ofienbcrr. Natürlich waren zahllos« Schwierigkeit«» zu überwinden, bis diese Mschofcf praktisch brauchbar werden konnte. Die größte bestand darin, ein« genügend kleine Lichtquelle zu suchen, di« aieichzeftig genügend stark ist. denn im Körper sst es dunkel und der Film braucht«in sehr helles Licht. Andererseits darf dos Beob- achtungsrohr, das In den Körper eingeführt vnrd, nicht zu dick sein, sonst verletzt cs. Infolge der notwendigen Kleinheiten der Linsen verschlucken diese einen großen Teil des Lichts beim Durch- gyng durch das in das Organ eingeführte Rohr. Dies« Linsen sind aber wiederiim unentbehrlich, damit das Filmbild scharf wird. In mühevoller Arbeit gelang es fchliehlich, die Linsen entsprechend zu motivieren und die Lichistärke so zu verbessern, daß brauchbare Auf- nahmen gelangen. Ein« fast noch weiiergehende Erfindung gelang vor kurzem dem Berliner Gynäkologen Stephan West mann. Dieser konnte ein« Vorrichtung konstruieren, durch welch« die inneren Körper- höhlen mit ultraviolettem Licht bestrahlt werden. das in ihnen selbst erzeugt wird. Bisher konnte man kranke Stell«» im Innern des Körpers nur sehr oberflächlich von außen bestrahlen. Man hafte zyxlr versucht, um die uftravtolatteu Strahlen in die inneren Organe hineinzubringen, mittels Spiegelungen ultra- violettes Licht an die. betreffenden Krankheftsherde heranzuprodu- zieren. Der Nutzen blieb jedoch aus, wefl eben selbst bei Verwendung von Quarz spiegeln die Wirksamkeft der ultraviolette» Strahlen verloren ging. Nach dem Dersahren von Westmann wird nun durch eine in den Körper einführbare Funkenstrecke innerhalb der Körper- böhle selbst ultraniolott.es Licht erzeugt. Diese Funkensireck« befindet sich in einer Quarzröhr« an der Spitze eines langen dünnen Rohres. das entsprechend dem Bau der Körperössmmgen, in die es eingeführt werden soll, geformt ist. Zum erstenmal ist hiermit der Bersuch gelungen, gewisse inner« Organ«, auch wenn sie nur durch eng« Kanäle erreichbar sind, der direkten Einwirkung der segensreichen Strahlen auszusetzen. Bevor Westnuum die Einwirkung des von seinem Apparat aus- gestrahlten Lichts auf Krankheitsprozesi« experimentell nachprüfte. mußt« er natürlich wissen, mit welcher Stärk« er die betreffenden Körperhählen bestrahlen durfte, ohne Verbrennungen herbei, zu- führen. Umfangreiche Tierexperimente führt««r zur Feststellung der richtigen Dosis durch. Dann erst, nachdem er wußte, dqß feine Strahlen unschädlich sind, ging er dazu über, sie auf Krankheitsherde einwirken zu lassen. Die Art der auf diese Weise zu behandelnden Krankheften ist noch unabsehbar. All« Körperhählen sind in den Bereich der Strahlenwirkung gerückt. Nicht nur Magen, Magendormkaiial und Harnblase, sondern auch Kehlkopf. Nase und Ohren kommen in Ae- trachi. Nicht nur heilende, sondern auch die narbenerweichende Wirkung der ullravioletten Strahlen kann dabei nützlich werden. Ein wcftes Feld bleibt ferner der desinfizierenden Wirkung des ultra- violetten Lichts offen, das in der richtigen Dosis unter gewissen Um- ständen alle Baklerien in einem bestimmten Bereich tötet. Neuer- dings hat Dr. Westmann die Anwendungsmöglichkeiien seines Appa- rates dadurch weseiullch verbessert, daß er durch Auswechselung der Funken st reck« auch andere Strahlenarten von den ultra- roten bis zu den Grenzstrahlen erzeugte. Die Forschung steht hier noch durchaus am Anfang. Dr. L. Albert. dings im Gegensatze zur Bewegungstherapie Ruhe und Schonung am Platze. Das Alters« mphyfem der Lunge rührt von einer Atrophie des Lungengewebes und dem damft verbundenen Elasti- zitätsoerluft her. Der Brustkorb wird starr, die Einatmung kurz, die Ausatmung verlängert und erschwert, und bei körperlichen An- strengungen trft nicht selten Atemnot auf. Meist entsteht die Krank- Heft aus dem chronsschen Bronchialkatarrh. Für d'e Therapie dieser.Krankheft sst hinreichender Wärmeschutz in der kalten Jahreszeit, vor allem aber Aufenthalt in reiner Lust wichtig. Das Aussuchen eines wärmeren Klimas Ist für den Patienten, der es sich leisten kann, empfehlenswert. Nützliches leisten auch die speziell« Kadertherapie und die Inhal ationskurcn mit alkalischen, salinisiheit vnd schwefelhaltigen Quellen. vi« letzte der genannten Wterskrankheiten, die Artbritis äeiormanz, sst ebenfalls ein« Abnutzungskrankheit, die. ausgehend vom Gelenttnc-rpel. di«. knöchernen Gelenkenden, die Sstcrael- ans Knscheichaut, Sehnenscheiden und Schleimbeutel befällt, welch« durch Zerstörungen und Wucherungen, wie im Röntgenbild festzustellen ist- mißgestaltet und bisweilen unbrauchbar gemacht werden. In- solgedesfen treten Schmerzen bei der Bewegung und Versteifungen der Glieder auf, die nicht selten zum Gebrauch der Krück« zwingen. Di« Therapie dieses Gelcnkleidens erfordert yor allen Dingen Schutz vor Kalle und Nässe(trockene und warme Mohmmg!), wenn möglich Reifen in warmes Klima. Eine eiftfprechende Bc- wegungsthcrapie ist in den meisten Fällen durchaus angebracht, ebeisso Heißlufttherapie und Diathermie unb besonders Bäderkuren («arme Wasser-, Schwefel-, Sol-, Moor-, Schlamm und Sanbbäder). Eine besonder« DiA braucht der Patient nicht einzuhallen. Doch wird der Erfolg der Bebandlung bei dieser ziemlich schweren Er- kronkung meist wtr in einer vorübergehenden Besserung und Ber- langsamung des Krankheitsprozesses liegen. Wer jedoch die obigen hygienischen Ratschläge beizeiten' hetolgt, wftd vor dem Aller» uiÄ> in den meisten Fallen eutch vor den Alterskrankheften kein« allzu großen Befürchtungen zu hege», brauchen. Bwüä Bolra. Tagungen Im Arbeitersport Radfahrer und Athleten X>tc Bundestag des 2£rbci£errab-= und Ärastfahrerbundes L.olidarUSt findet in diesem Jahre in München statt. Der Delegiertag der Ortsgruppe Gros,-Berlin behandelte am Sonntag eine Reihe zu stellender Anträge die sich zum Teil sehr lebhost sür die Förderung des Kraftfahrwesens innerhalb des Bundes, dann aber auch sür den Ausbau der W o h l f a h r t s- und Unter st ützungs einrichtungen einsetzen. Auch die Bundes- zeitung soll noch mehr als bisher den Interessen und Wünschen der Arheiterkraftfahrer Rechnung tragen. Die Werdemaßnahmen sollen verstürlt werden. Alters- und Jnoalidenrentenempsänger, ebenso Kriegsbeschädigte, sollen nach mindestens zehnjähriger Mitgliedschaft im Falle von Arbeitslosigkeit von allen Beiträgen befreit werden. Vertreter des Bundeshauses Frischauf, Rhode-Osjenbach am Main, trug dem Preisabbau dadurch Rechnung, daß von jetzt ab die Mitglieder bei Einkäufen in der Berliner Frischaus-Filiole, Oranienburger Straße 67. S Proz. Rabatt erhalten. Eme Reihe von Anträgen sportlicher Natur wurde ohne Diskussion an- genommen. Der Ortsgruppentagung schloß sich eine gemeinschast- liche Delegiertenversammlung mit den angrenzenden Bezirken(2. und 2l.) an. Gauvorsitzeiider S e e g e r berichtete über die Notwendig- leit der Zusammenlegung und Neugliederung des Gaugebiets. Man hofft durch diese Maßnahme eine weitere Senkung der Derwaltungs- kosten und gleichwohl bessere Propagawdamöglichkeiten zu erreichen. Die parteipolitischen Quertreibereien haben längst ausgehört. Ein starker Mitgliederzuwachs ist wieder zu verzeichnen. Das Gausaalsportfest am 7. März in der..Neuen Welt" wird ein rad- sportlichez Ereignis ganz besonderer Art werden.■ * Der diesjährige Kreistag der bmibestreuen Arbeiter« a t h l« t« n des 4. Kreises Berlin und Brandenburg, der am Sonntag im Bereinshaus des Artistenvereins.Einigteil" tagte, gab ein schönes Bild innerer Stärke und Geschlossenheit. Das er- heblich erweiterte Arbeitsprogramm dieses Jahres zeigt, daß die Arbeiteratbletcn stärker als vordem am Wiederaufbau ihrer Organi- fation tätig sind. Und vorwärts geht«s! Die Boxabteilung des Sportvereins.Lunch" ist wieder zum Arbeiter-Athletenbund zurück- gekehrt und Hot sich der Sportoereinigung Lichtenberg angeschlossen. Bei dem Berliner Sportverein„Berolina", der dem kommunistischen Sportoerband angehört, fanden schon zwei Abstimmungen statt über den Anschluß an den Arbeiter-Athletenbund. Auf dem Kreislag waren 13 Lereine(drei fehlten) mit 16 Dele- gierten und 7 Vorstandsmitgliedern vertreten. Es war ein gutes und erfolgreiches Jahr, berichtete Heinrich, aber eine noch weit größere Fülle wird neben dem sportlichen Wollen die Tätigkeit der Athleten in diesem Jahr steigern. Dank der umsichtigen Führung und der hohen Aktivität des Kreises ist auch bei der großen Arbeitslosigkeit der Mitgliederbestand auf der Höhe geblieben, ja es ist sogar möglich gewesen, die Rechen zu stärken. Ausgiebig de- handelte Heinrich die Bundesangelegenheiten des Jahres. Die Aus- spräche über die Vorbereitungen für den Bundestag in Augs- bürg bewiesen die überaus rege Aktivität der deutschen Athletik- � bewegung. Zu den Borschlägen des Bundes für ein neues Statut wurden einige Ergänzungen vorgeschlagen, in erster Linie d i e Jugendpflege betreffend. Als Berliner Delegierter zum Bundes- tag wurde F r o h n e bestimmt. Ferner wurden die technischen Vor- arbeiten zur Wiener Olympiade besprochen und durch Vor- schläge ergänzt. Die Mannigsalligkeit der Arbeit des Sportkartells würdigte ebenfalls Heinrich. Den Kassenbericht gab Frohne, der in einer Zeit schwerster Wirtschaftskrisen mit gutem Geschick die Geschäfte des Kreises führt. Sportwart Höhne konnte in feinem technischen Bericht von einer erfolgreichen Arbeit berichten. Einige neue technische Dorschläge des Sportwarts sollen auf dem Bundestag zur Beratung unterbreitet werden. Für die sich außerordentlich gut entwickelnd« Boxsport- sparte gab Mehlbaum den Bericht, den Lrülla für die Artisten abschloß. Die Vorstandsmitglieder wurden alle«instimmig wieder- und neu hinzugewühlt. Vorsitzende wurden wieder Hein- rich und Brülla, bestätigt wurden auch die Kassierer Frohne und Hippe. Als 1. Schriftführer fungiert Weyhe. 2. Schriftführer ist Schinske. Die technische Leitung verbleibt bei Fischer. Sportwart Höhne übernahm auch die Arbeit eines Jugcndleiiers, die Artistik verblieb ebenfalls wieder bei Brülla. Boxleiter sind Mehlbmim und Hinze, Jiu-Jitsu Fischer und Liidemann,(Brandenburg) übernahm die Leichtathletiksparte. Ein neuer Frauensport „USA.«Ball" beißt er! Ainerika, das Land des Sports, wartet mit einem neuen Ballspielsport auf, der besonders für die Frau geeignet und gedack)t ist. Dieser neue Sport,„II S A.- B a l l" genannt, ist eine Kombination vom Tennis-, Hockey- bzw. Fuß- und Faustballspiel und kann auf verschiedene Arten gespielt werden. Die Hauptvorteile sind Training des gesamten Körpers, Entwicklung besonderer Ge- schicklichkeit, Konzentration und Beherrschung des Körpers und wenig Mittel, wenig Gelände und keine vorgeschriebene Partnerzahl. USA.-Ball kann eine Frau allein und ebensogut mit 26 oder 40 Personen zusammenspielen. Das erforderliche Gerät besteht aus einer Art Tennisschläger und eineni Tennisball' Der Schläger ist jedoch etwas anderes. Das straff gespannte Netz des Tennisschlägers ist locker. Es dient zum Auffangen des Dalles, gewissermaßen als Korb. Aus diesem wird durch einen Sck)wung der aufgefangene Ball in einen oberhalb des Schlägerrohmens aufsitzenden Wurflorb gespielt, in dem der Ball sicher sitzt und nun in ziemliche Höhe geworfen werde» kann. So können Hoch- und Weitwürfe bis zu SO und 100 Metern erzielt werden. y Mit diesem Instrument können verschiedene Arten des USA.- Ballspieles geübt werden. Die Spielerin kann den Ball an eine Wand werfen und mit dam Netz auffangen, den Ball in den Abwurf- korb wippen und wieder an die Wand schleudern und auffangen. Das ist das eigentliche Trainingsspiel, um sicher Wersen und Fangen zu lernen. Es kann auch ein größerer, stabiler Fangkorb ausgestellt werden und als Ziel diene», eine Schießzielscheibe, ein Korb, ja sogar auch einige Partnerinnen, die versuchen, vor dem Ball zu fliehen. Wester Hochwursübunge», Weitwürfe über ein gesteckte- Ziel oder eine gezogene Schnur hinaus, Torball, wobei ein Tor aufgestellt und von einer Gegenmannschaft verteidigt wird, selbst d'e Spielregeln des Handball oder Faustball. Schlagball und Tennis können mit dem neuen USA.-Jnstrument gespielt und geübt werden Es ergeben sich sehr abwechslungsreiche und interessante Spiel- Momente. USA.-Ball kann auf dem Tennisplatz, der Wiese, dem Fußball- und Sportplatz, vor den» Wochenendhäuschen, auf der Waldwiese und am Strand gespielt werben, ja selbst im Winter können größere Turnhallen dem Training dienen! I» Amerika wurden sofort Klubs gegründet, die einen starken Zulauf erhielten, und in Kürze werden die ersten Wettspiel« statt- finden, die beim Publikum schon heute größtes Interesse gefunden haben, wie alles Neue. Nicht ganz zu Unrecht oermutet man auch, daß der Tennissport, der bei uns in Deutschland auf dem besten Wege ist, Volkssport zu werden, einen nicht ungefährlichen Konkurreicken im USA.-Ball gefunden hat, zumal die Eigenart der Frau bei diesem neuen Spiel ganz besondere Berücksichtigung fand. Freude, Aesthetik der Bewegungen, allseitige KörperdurchbiDung, rhychmische Deschwingthest und Mannigfaltigkeit der Anwendungsart sind die Hauptmomeiste. Wie wär's, wenn sich die Techniker im Arbeiter- spart mit diesem Spiel beschäftigen würden? liildefjzrck G. Fritsch. Drei Eishockey-Großkampftage Die Kanadier im Sportpalast Die kanadischen lKshockeygäste sind am Sonntagabend in Berlin eingetroffen. Die Weltmeister werden auf ihrer Europa taurnee ihre ersten Spiele im Sportpalast am Dienstag, Witt- wsch und Donnerstag austragen. Manitoba gitt als die berufene Mannschaft, den Weltmeister- schastsistel zu verteidkgen. Man geht nicht fehl, wenn man die Spielstärke des Manitaba-Teams noch bedeutend höher einschätzt als Di« der CEM.-Mannschaft, die im Vorjahre überlegen sämtlichen europäische» Mannschaften das Nachsehen gab. Die einzelnen Mitglieder der Mannschaft sind folgznde: Putee Tormann, Mc. Dey Lerleidiger, Williamson Verteidiger, Mc. Kenzie rechter Stürmer. Pideock linker Stürmer; ferner Dr. Wotson, Mc. Collum, Morris Frank, und Dr. Hill An dem Turnier nehmen folgende Mannschaften teil: 1. die Kanadier, 2. europäische Auswahlmannschaft, 3. deutsche National« Mannschaft, 4. Berliner Schlittschuh klub erste Mannschaft, 3. Verein für Bewegungsspiele Königsberg(Ostdeutscher Meister), 6. Verein für Turnen, Spiel und Sport,„Brandenburg", 7. Sport- klub Charlot enburg. 8. Berliner Schlittschuhklub 2. Mannschaft. Die Wettspielfolge sieht folgende Begegnungen vor: Dienstag, 13. Januar, Kanada gegen Berliner Schlittschuhklub: anschließend Brandenburg gegen Sportklub Charlotienburg(Ausscheidungsspiel zur Berechtigung sür die Teilnahme an der deutschen Meister- schaft). Msttwoch, 14 Januar: Kanada gegen deutsche National- Mannschaft; anschließend VfB. Königsberg gegen Berliner Schl'st- fchuhklub zweite Mannschaft, Donners-tag, 15. Januar: Kanada gegen Europa-Auswahlmannschast; anschließend VfB. Königsberg gegen VjT., SuS. Brandenburg. Der Beginn der Kämpfe ist täglich auf 20.13 Uhr festgesetzt. Arbeiter-Athlctcn in Basel Bei dem in Basel ausgetragensn Mannschafts kämpf im Ringen zwischen dem Krastsportoerein Lasel und der ersten Mann- schaft des Athletiksportoercins Heros Freiburg konnten die Heros-' Ringer ihre letzte Niederlage gegen den Schweizer Meister ganz aufheben. Mit dem Resul ot 11: 17 wurden die Freiburger ge- schlagen. Die erste Runde ergab 10:4 sür Basel, die zweite Runde ergab mit 7:7 Punktgleichstand. Wenn die Freiburger. die gleich nach der Bahnfahrt zum Kampf antraten, eine kurze Ruhepause gehabt hätten, wäre ein besseres Ergebnis erreicht worden. immer große Sorgen gemacht, was ober nicht auffiel, weil die meisten Mstglieder selbst Turner waren. So entstand die Bundesschule in Leipzig, und der Bundestag in München beschloß weiter, ein besonderes technisches Lehrblatt, den„Vorturner", herauszugeben. Der technische Hauplleiter des Bundes, Georg B e n e d i x, übernahm die Leitung und hat sie bis heute mst gutem Erfolge durchgeführt. Im September 1S21 erschien die erste Nummer Der Erfolg war über Erwarten graß. Die ersten vier Nummern mußten nachgedruckt werden, um allen Anforderungen gerecht zu werden. In kurzer Zeit hatte der.LZorturner" ein« Auflage von 36 000. Der reiche Bilderschmuck aus allen Uebungs- gebieten erläuterte das gebotene Uebungsmaterial. warb immer neue Leser. Die großen Feste in Leipzig. Frankfurt, Nürnberg spiezelten sich schon im voraus in ihren mannigfachen Darbietungen. Volks« tänze und Spiele— im Bild gesehen— feuerten zum Nachüben an. In den ersten Nummern sehen wir noch Marnwrgruppen, Pyramiden und ähnliches Schönheitltche„ohne Zweck". Bei den Freiübungen zum Bundesfest in Leipzig 1922 erscheinen die Männer noch in langen weißen Hosen mst Gürtel und Turnhemden mit langen Aermeln. Aber dann wurden die neuen Gedanken und Probleme auf dem Gebiete der Leibesübungen vom„Vorturner" und der Bundesschule eifrig ventiliert. Aus duser Gemeinschaftsarbeit entsprang dos neue Turnen mit seiner Vielseitigkeit, jetzt fast in den entlegensten Orten eingeführt. Der Bilddruck und der Uebungsstoff kommt monatlich überall hin, wo die Organisation sonst nicht hinreichen könnte. So begrüßen wir den„Vorturner" als einen Lahnbrecher füt das Neue und Schöne und wünschen ihm gute Erfolge im neuen Jahrzehnt. Ivaldlaus in hirschgarten. Der„Bereut für Leibesübungen, Ostring" veranstaltet jeden Monat einmal einen Waldlauf und er» wartet, daß alle Bereine ihre Interessenten zur Teilnahme ver- anlassen. Der erste Waldlauf findet statt am Sonntag, 18. Januar. und führt durch schöne und abwechslungsreiche� Waldwege. Start IS Uhr direkt vom Lokal-„Waldburg", gegenüber dem Bahnhof Hirschgarten. Die Läuse werden in entsprechende Altersklassen ein- getellt und führen über eine Strecke von 2 bzw. 4 bis 5 Kilometern. Vorherige Meldungen sind nicht erforderlich, es wird erwartet, daß alle Teilnehmer sich um 14 Uhr im Lokal einfinden. Tourist--»««-»„Di« Rajurfr-u-'d«-', g-atralc Air». i3. Za-u-u. 20 Uhr.«bt. Krlc-driwsS-in: ffrantfurte««ll-- ZM, G-n-ralv-rsommilln-l. Abt. Sdcbimiu: Ovenbockwr Str. ja. Gcnccalllersammtun«.— Abt. Mittr: -lohailn-sstr. 15, ,.A»l Zib-in unb medai' tLtchtdilber).— Abt. Norden: Sonnen. buifler etc. 20, Seitsret Abend.— Abt. Aenkijlln, Iuoendacunpc: glugkaken- steige 6S— Abt. Weddin-i-Gesur.dbrunne»: Willdenowsic. 5,„Etwas vom Theotee".— Abt. Sumdoldstain: WiUderonjste. 5,„1. M. M. OT."— Natur. lundlich-«Meitunq: Iohaunisstc. 13. Arbeiisabend.— Rittwoch, 14. Iannar, 2« Uhr. Inaendgriw?« Osten: Sccntfuitcr Allee 307,„Sercrtmna" tDr. Li>n>:r.. steint.— Photoacmeinschaft Abt. Mitte: Iohannisstt. 15, Dienziai,, 13. Januar, 20 Uhr.— D-n-eestog. 13. Ian-m«, 20 Uhr. Abt.-gch'-nberq: Äunterstr. 44.— Abt. Sichieiltade: Ii-;, Uhr bei D-Hlam. Bahnhof- E-l- Eolhstraße. ffahetsn. 6c tiefste.— Bhowa-mainstaft Abt.«otd-n: Bant. Eck« Wiefensttage,„{fteud« am Bild".— Streitfardicftct: 10 Uhr bei Wrifienberaet. ssteilu-tathstt. 9, votn 1?t.— Wandolinenotchestett 19 llht Aohannisstr. 15.— Abt. Prei» lauet Ben,: Don., iget Etc. 62, Baracke n,„Da- norddeutsche fslachlaird".— Abt. Südwest: Potckstr. 11. Sefanasoband.— Abt. Neufölln: Bctüstr. 20, GanetaluetsauunIilNlt.— Abt. Tietaarten: Ücbttcr Sit. 18-19. Genetalvet- fammlim«.— Abt. Spandau: Li-rd-nufet 1.— Abt. Weifcensee: V-ltorius- sttaste 24. jta®».. So-rtabteilu-a Nordrtug. Seut«. IahtrsvetsammUina aller Ab- teilunuen um 20 Übt bei Zinfec, S-bönfli-ket Str. 1. Der Enutnast-labend für SpotNetinnen und da» Kaufttainin» füt Wannet füllt aus.— Urauen. Motaen, Miuivo-H.bet«ptod. Äflifet-sTtid-tich-Sttcft".— Ernpp« L-chtc-ierg. Eenerosversammluna Sonn'aff, 18. Za>li:a», 16 Übt, fstaickfutlet Allee 236. bei Wsflenet.— sitaaen-Eanelaltetsa-omlroa dt» Beteln» Sonnabend, 17. Ianuat. 30 llht. tu der S-schäfl--stelle. t. Beeiri.»Irstetstirnen: B«,dN,I»htfwnde 18. Ianuat. 0 llht. Salle Neichcnbetaet Eck- ffoeftet Sita je. Anschließend Sißunz. Dia Sonnabend. veianstaltunit fällt au». B-llofpert RrnIöllr�Brist. Witteilunasblottausaabe in allen lltbunasstätten. auch den NindstaMeilunoen! Berwalkunasausschuß: Sißuns 14. Ianuat bzi Biattini,«aifer-sstiedtich. Eck« Nofesgetsttaße. iO Jahre»Voriumcr Ein Jubilar im Arbeitersport Heule ist alles„Tempo". Ein Jagen und Hasten. Wer bemerkt werden will, muß schreien! Grob und kantig schiebt sich alles in den Vordergrund, um gehört und gesehen zu werden. Dos Geruhsame ist unmodern, alles ist Zweck. Die Aesthetik ist ein Möbel ans aller Zeit, das man sich gelegentlich betrachtet, um festzustellen, welchen Luxus sich die alle Zeit leisten konnte— damals, als man noch Zeit hatte. Was ist heute schön? Was zweckmäßig ist. Was ist zweckmäßig? Was nüchtern und real gerade aufs Ziel geht, ohne Verzierung und Schnörkelei. Diese Realistik ist heute schön. Wer eine ander« Meinung hat, ist veraltet und wird mitleidig betrachte!. Das baben auch die Turner und Sportler begriffen. Sie haben eine Zweckgymnaftik, die den Körper von allen Sesten und bis zu den innersten Organen durchknetet, ein Geröteturnen, bei dem immer die Hauptsache ist, welchen Zweck die Hebung für den Körper hat. Sllles muß einen Zweck haben, dann ist«s schön. Doch nun zu dem Jubilar. Nach dem Kriege strömten große Massen dem Arbeitersport zu, die Mitgliederzahl näherte sich in kurzer Zeit der halben Million. Dieser Zustrom an„Neulingen" wurde natürlich freudig begrüßt.?lbcr die Sache halle insofern einen Haken, weil die Neulinge kein« oder doch nur wenig Vorturnet �mil- brachten. Der Außenstehende wird fragen, ob denn diese sogenannten Borturner wirklich so unbedingt nötig sind, oder—- modern aus- gedrückt— ah sie einen„Zioctf" haben. Es gibt doch keine„Vor"- Fußball-, Handball-, Hockeyspieler, man hat auch noch nie davon gehört, daß„Vor"läuser und-springor notwendig sind. Aber ihr habt wohl schon alle etwas von„Eigenarten" gehört, die so mancher Ehose anhaften. Das ist auch beim Turnen so. E i n e T u r n- abteilung ohne Borturner ist wie die Suppe ohne Salz. Das dürfte jo einigermaßen verstSndlich fein. Aber wir wollen es noch wissenschaftlich erläutern. Es gibt nämlich Jndivtdual- und Kollektiusports. Bei den Jndioidualsports(gußball, Welllaus, Rudern und Motorradfahren) muh jeder selbst wissen, was er zu machen hat. Beim Kallektivspart(Turnen, Gymnastik) macht eine Mehrzahl von Personen gleichzeitig oder nacheinander die gleiche Hebung. Es muß also einer da sein, der„vorturnt". Aus dieser � Eigenart des Turnens ergibt sich die Notwendigreit,«inen großen � Funktionärapparat an Vorturnern zu haben. Sonst„klappt' es nicht. Mit seinen 300 000 Mllgliedern ohne genügend Vorturner kam der Bund in eine prekäre Loge. Die Turnsparte hat dem Bund schon i Mldau. Der Zahlabend fällt aus. Dafür Sonnabend, den 17. Januar. 19 Uhr. Generalversammlung im Lokal Artur Schulze, Bergcafe, Hoherlehme. Erscheinen aller Parteimitglieder ist Pflicht. Welter für Berlin und Umgegend. Ziemlich trübe mll einzelnen leichten Schneefällen, Temperaturen nahe bei Null.— Für Dcufsch- lond. Im Osten und Süden teilweise heiteres Frostwetter, in West- und Mitteldeillschland leichte Schneefälle. Temperaturen nahe bei Null. vievztsz. 13. jaauar. Berlin- 16.03 Pr. mcg. Beyer: Der Schmetp unser bester freund. 16.30 KünsiIer-Nacbn-ucns des Klindwort'a-Scliirwenlsa-Kontervjtoriunis. I. Hsn- dcl: Sonate G-MoU für tue) Celli und Klavier. 2. Casparini: Arie .„Aurellln vaso". 3. Hlcdei: Passacaaüa für Violine und Cello. 4. Scarlatti: Cantate. 5. Mozart: Trio B-Dnr, op. 15, Nr. 1.!. Satz- 17.30 Der Ozeanfiug in Fantasie und Wirklichkeit. Gespräch zwischen Wolf- partf von Gronau und Peter Supf. 18.00 Blicherstunde. Eaaljsche Edmane. Am Mikrophoa: Dr. Fleischer. l'-.AO Prof, C- MatscjoB; Deutsche Technik im Ausland. 18,53 Arbeitsmarkt. 19.6b Dnlerhaltunssmusik. 19.45 Filme, die man nicht dreht. Zusammenstclluiir: Duo. 3O.31) Anton Gabele: Eigene Werke. 21.00 Tages- und Sportnachrichten- 2t. 10„Die Geschichte vom Soldaten" von leor Strawinsky. Sprecher: Kail Ebert Funk-Orchester. Dir.: Scherchen. 22.15 Dr. Josef Bäuscher; Politische Zeitanesscbau. AnschüeBeud Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Könifsvusterhauses. 16.00 Ursula Scherz und W. Wauer; Künstlerische Handarbeiten. 16.30 Lslpzt»; Konzert. 17-30 Mersmann: Clnftthrune in die neue Mnsik., 18.00 D. G. Dehn: Typen der werktatisen Jtfjend- 13.30 Prof. Dt. Günther: Leuchtende Atome. 19.00 Französicch tür Aufänser. 19,30 Dr. A. Rüstow: W|e kommen die Preise instand:.~ 30.00 Bre-.lju:..Heimat ip Schlesien'". 31.10 Hamburg: Kleines Konzert. 33.50 Hanpos'cr; UntsrhaitapzikonzSTL und Tlnzfunk.' S-eTer.tmnriT. füt bis Nebaf'ion: BeeSeti Lep.z«. Sctlin; tojflaen:?!>. Glocke, SSecIln. Setin«: Botmäii« Berla« ffl. m. b. 3. Berlin Druck: Bormürtä Buch« druckeiei urh SexloascnfUllt Paul Sinacr 4 Co Set: in£93 68, SinhenflMSt 2. Hierzu 1 Beilage.