BERLIN Zreitag 23. Zamar 1931 erschei>tttt»licha»terG»a»t«zs. Zugleich Zlbeudaosgabc de«.Dvrwirts". Betugjpreis beide Aatgabe» 85 Pf.»ro Woche. s.KOM. pro Monat. Ned aktiv««ad Txredition-, Berlin SWSS.Liadenstr. 2 10 Pf. Jtr. 35 B 19 48. Jahrgang A«|eißea»rett: Di« einspaltige Nonpareilleze ile «o Pf., Reklameteile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Vorwärtt-Verlag G. m. b.H., Berlin Nr.»75ZS. Fernsprecher: Dönhoff 292 bi« 297 Oer Tod im Schwarzen Meer Zwei Oampferkatastwphen- Bisher 50 Tote festgestellt Oeuischlands Forderungen London, 23. Januar. Nach Meldungen aus Ronstauza ereigneten sich gestern in» Schwarzen Meer zwei Dampferkatastrophen. Der russtfche Dampfer„Javaria", der von Ddeffa nach ttoustautinopel Überwegs war, ist währe»»d eines hef- tigeu Sturmes gesunken. Die gesamte Besatzung von 3 K Man» und 14 Passagiere fanden den Tod in den Wellen.— In der Nähe von Sinope ist ein tue- k i s ch e s Schiff ges«»rken. Man befürchtet, da st die gesamte Besatzung ertrunken ist. Nach einer weitere« Meldung sollen in der Nähe von Junguldak ein deutscher und ei» englischer Dampfer znsammengestoste« sein. Tie Namen der Schiffe, die beide schwer beschädigt wurden, sind noch nicht bekannt.' Amerika Hilst Demokratien— aber nicht Foschisienstaaten. New Bork. 23. Januar. fVigenbericht.) Die Berichte über französisch« Kreditpläne für Deutschland finden hier austerordentliches Interesse. Die führenden Blätter sehen in der finanziellen An» Näherung zwischen Frankreich und Teutschland ein unmittelbares Ergebnis der Genfer Aussprache Briand- Eurtius und eine sichtbare Entspannung der geladenen europäische» Atmosphäre. waS auch in der Friedens- erklärung der Austenmini st er ihren Ausdruck gefunden hat. Allgemein wird hervorgehoben, dast das Aufflammen des Nationalismus in Deutsch- l a» d wese»»tlich zur Abschnürung der i»tter»mtio- nalen finanziellen Hilfsbereitschaft beigetragen hat. Die erste Voraussetzung für eine umfangreiche finanzielle HilfSaktio» zugunsten Deutschlands sei das Vertraue» des Auslandes in die Stabilität der deutschen Demokratie, d. h. Abkehr Deutschlands von reaktionär-faschistischen Irrlehren. Finnlands Präsident. helsingfors. 23. Januar. Das Ergebnis der Urwahl zur Präsidentenwahl liegt fast voll- ständig q$r. Es stehen nur noch einige unbedeutende Wahlbezirke im nördlichen Finnland aus, die aber nichts mehr ändern werden. Es erhielten: Sozialdemokraten..... rd 252 iXXI Stimmen(89 Wahlmänner» Konservative(Soinhusvud).... 179000.l- tänzcrei, die in der Anwendung des dolus eventualis zum'Ausdruck komme, müsse ein Ende nehmen. Die Abstimmung wurde aus Dienstag vertagt. Die Saalschlacht am Friedrichshain Gegen hundert Leichtverletzte- Die ganze Gaaleinrichtung zerschlagen Disput mit Krank. ilniaugiicher Versuch am untauglichen Objekt. Koblenz, 23. Januar.(Eigenbericht. Am Donnerstagabend fand«ine von etwa 3(XX> Personen de- sucht« nationalsoziali st ische Versammlung statt, zu der die Mitglieder der S o z i a l d« m o k r a t i s ch« n Partei, der freien Gewerkschaften, dos Reichsbanners und des Arbeiter-Kultur-Kartells in beschränkter Anzahl Eintrittskarten er- holten halten. Rcichetagsabgeordneler Dr. Frank- München erging sich in zwcistüirdiger Rede in der bekannten wüsten Tonart in B« i ch i m p s u n ge n der deutschen Republik und der Sozial- demokratie. Ihm trat der Redakteur unseres Frankfurter Partei- blaites E i m s in einstündiger Rede entgegen. Trotz großen Lärms und-hc.it.tger Zwischenruf«, gelang es ihm, sich durchzusetzen, aber iabald er sich anschickt«, wst stichhaltigem Material die Angriffe Frank? zu widerlegen, wurde«? immer wieder nieder- gebrüllt. Die ganze Auseinandersetzung war fruchtlos. Es erwies sich wieder einmal, daß ein« sachliche Aussprache mit den Nazis in öffentlicher Versammlung n i ch t m S g l i ch ist. Schuß auf Schuß. Auch die Kommunisten knatlen auf Nazi«. Köln. 23. Januar.(Eigenbericht.) Die Kommunisten wollen für die Ermordung ihres Parteifreundes durch die Nationalsozialisten in dem Vorort Sülz Rache nehmen. Am Donnerstagabend nach 10 Uhr. als der Führer der nationalsozialistischen Stadtoerordnetensraktion und Re- dakteur des„Westdeutschen Beobachters", Grohe, im Beiwagen eines Motorrades von der Sladtoerordnetensitzung nach Hause fuhr, siel aus einem kommunistischen Demonstrationszug heraus plötzlich ein Schuß. Er galt wahrscheinlich dem nationalsozialistischen Führer, traf jedoch den Leuker des Motorrades in den Oberschenkel. Die Verletzung ist nicht lebensgefährlich. Räch dem Vorort Sülz, wo am Mittwoch der Kommunist er- tchossen wurde, marschierten am Dannerstagnbend verschiedene kommunistische Demobstnitionszüge. Die pariser Krise. Neue Mehrheit gesucht. Paris, 23. Januar.(Eigenbericht.) Die Regierungskrise soll durch Bildung einer Konzen- t r a t i o n e in e h r h e i t gelöst werden.„Petit Parisien" und „Matin" betonen, das Experiment Steeg habe trotz seiner Dauer von nur 40 Tagen gezeigt, daß di« alte Tardieu- Mehrheit doch nicht allmächtig fei. Nach der bürgerlichen Presse kann nur die Konzentration eine stabile Regierungsmehrheit bilden. Man rechnet damit, daß entweder Senator L a o a l oder der'Abgeordnete F l a n d i n mit der Regierringsbildung beauftragt wird. Zwei Mörder gesucht Bisher verdächtigte Personen waren unschuldig In der Untersuchung des Mordes an dem Geschastsführer Schmoller im Mercedes-Palast in Neukölln sind vom Publikum eine ganze Anzahl Personen mehr oder minder beschuldigt worden. Eine der letzten Meldungen ging von mehreren jungen Leuten aus und richtete sich gegen einen Vorführer p.. der angeblich Drohungen gegen Schmoller in einem Lokal ausgestoßen Kaden sollte. Der Vorführer ist bei der Kriminalpolizei erschienen «ad konnte überzeugend seine Unschuld nachweise tu Er hol eine neue Stellung gefunden und war zu der Zeit, als der Mord verübt wurde, in seinem Kino mit dem Abrollen des Films beschäftigt. Er kann deshalb auch nicht perfoueagleich sein mit dem geheimnisvollen Mann, der über die Bühne lief. Auch bei anderen Verdächtigten sind die Nachprüfungen ihrer Alibis bereits beendet und haben zu keiner Spur geführt. Auch die Auskläruog des Mordes an dem 80 Jahre alten Kauf- mann Jakob Frendcnheim ist noch nicht weiter vorgeschritten. von besonderer Wichtigkeit ist die Suche mich einem noch u n b e- Nach der gestrigen Versammlungsschlacht im Saalbau Friedrichshain zwischen Hakenkreuzlern und Kommunisten, bei der es nur dem rücksichtslosen Eingreisen der Polizei zu danken ist. daß die Massenschlägerei nicht noch schlimmere Folgen hatte, kam es auch später noch wiederholt beim Abzug der feindlichen Parteien zu bedrohlichen Situationen. Da die Polizei aber mit zahlreichen Mannschaften, Auto- und Radfahrerstreifen die Gegend patrouillierte, konnten weitere Zu- sammenstöße im Kein:« erstickt werden. So ist der Rest der Nacht wenigstens ruhig verlaufen. Die genaue Zahl der Verletzten konnte bisher nicht scstgestellt werden. Es sollen über 100 sein. Acht mußten in das Krankenhaus am Friedrichshatn, fünf weitere in dos Bethanienkrankenhaus eingeliefert werden. Ein Teil der Verwundeten konnte bereits wieder entlassen werden: die Verletzungen der noch in den Krankenhäusern Damederliegenden sind aber auch nicht allzuschwerer Natur. Daß die Hakenkreuzler von vornherein mit blutigen Zusammen- stoßen gerechnet haben, geht daraus hervor, daß sie in einer Saalecke eine regelrechte Sanitätssielle eingerichtet hatten. Es wurden auch zahlreiche Aerztc, die zu den Nazis gehören, beobachtet, die chren verunglückten SA.-Leuten gleich an Ort und Stelle Verbände anlegten und sie in Autodrofchken fortbringen ließen. Auch die Kommunisten brachten einen großen Teil ihrer Verletzten in Sicherheit. Eine Saalschlacht von diesen Ausmaßen ist trotz der politischen Berfolgung der Anhänger der radikalen Parteien in Berlin bisher noch nicht dagewesen. Die Einrichtung ist völlig demoliert worden, hunderte von zerbrochenen Stühlen und Tischen be- deckten den Boden. Der Sachschaden ist sehr erheblich,«s fragt sich nun, wer dem Oekonom den angerichteten Schaden ersetzt.— Insgesamt sind im Verlaufe des gestrigen Abends 4 0 P e r s o" e n. Nationalsozialisten und Kommunisten, wegen Waffen- besitzes, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Landfriedensbrnches und Widerstandes festgenommen und der politischen Polizei über- geben worden. Der Soldmacher«nd seine Geldgeber Hunderttausende für winzige Goldkörnchen München, 23. Januar. Zu Beginn des fünften Lerhandiungstages des Prozesses Taufend wurde als erster Zeuge der Bankdirektor Osthos s, jrühei in München, jetzt in Stettin, vernommen. Er hatte durch Bekannte von verschiedenen Erfindungen des Taufend erfahren und fuhr nach Aubing, um sich das sogenannte Zinkverfahren vorführen zu lassen. Nach dem Gutachten eines bei dem Versuch anwesenden Fachmannes gelang es aber nicht. Infolgedessen wurde ein Kredit- gesuch Tausends inangels entsprechender Sicherheiten durch den Zeugen abgelehnt. Später wurde dem Zeugen durch den Resc- rendar Rienhardt gesagt, dag man in Zlubing an ganz großen Plänen arbeite und daß auch General Ludendorfs bei der Sache sei. Am Tage vor der Gründung der„Gesellschaft 164" war der Zeuge in Gilching und Hot sich einen Versuch angesehen, bei dem auch Herr Mannesmann anwesend war. Das in München vor- bereitete Material hatte ein Zuschauer die Nacht über bei sich be- halten, damit nichts passieren könne. Das Ergebnis des Versuchs in Gilching war ein erbsengroßes Goldstück Osthofis Bank erklärte sich daraufhin bereit, der„Gesellschaft 164* 30 000 M. zu geben.?lngckl. Tausend erklärt dazu, daß er später mehr als den Kredit in Höhe von 30 000 M. zurückgezahlt habe. Der Zeug« bestätigt diese Angaben und erklärt, es fei möglich, daß es einige hundert Mark mehr gewesen seien. Zeuge Staatsminister a. D. Dr. L e n tz e. der ehematige Vor- stand der Deutschen Rentenbank in Berlin, bekundet: Mannesmarrn sei zu ihm um Rat gekommen, wie man die Erfindung Tausends dem vaterlande nutzbar mache» könne, ob man die Gokdfabrikotion im Znlandc oder Auslände errichten solle. Er, Lentze, habe sich zu- nächst skeptisch über die Erfindung geäußert, habe Mannesmann erklärt, wenn die Sache reell sei, sei es nicht gm möglich, die Vcr- wirklichung der Erfindung auf privatwirtschaftlichem Wege aus- zunutzen. Wenn der Staat die Erfindung ausnutzen solle, dann müsse die Sache schon wegen der Unsicherheit der politischen Verhält- niste und wegen des Druckes der Entente st r e n g geheim- gehalten werden. Der nächste Zeuge, Fabrikant Wolf, aus Dresden, trat aus Grund von Versuchen, die von Erfolg waren, mit 30000 Mark dem Verein bei. Dem Zeugen wurde von Tausend auch erzählt. daß man bei der Kiloproduktion angelangt sei. Er habe ober die Sache mit Mißtrauen aufgefaßt, da die Kilaproduktion nicht oezeigt wurde. In Freiberg habe Tausend keinen besonderen Arbeits- geist gezeigt: zu einer praktischen'Arbeit sei es nicht gekommen, da Tausend immer noch neue Anordnungen bezüglich der Errichtung seines Laboratoriums getroffen habe. Zeuge Kaufmann Tietgens aus Hamburg wohnte Vor- fllhrunge» in Frankfurt a. M. bei. Das Material zur Goldherstel- lung war bereits vorbereitet. Das Ergebnis sei ein Gold- lügelchen in Größe eines Streichholzkopses gewesen. Der Zeuge beteiligte sich daraufhin zusammen mit Freunden in Höhe vem 30 000 Mark an dem Unternehmen. Tausend habe auf ihn einen guten Eindruck gemacht.■■■-■ kannten jungen Mann. Kriminalbeamte waren unterwegs, um in den Lokalen der Nachbarschaft zu fragen, ob dort ein Gast. aus den die Beschreibung passen würde, verkehrt hat. Man hat ihn aber nirgends gesehen, er scheint in der Gegend der Heinrich-Roller- Strohe unbekannt zu sein._ Neue Hundesteuerordnung. Steuerermäßigung für Wachhunde— Kein Kettenzwang. Der Stadtvcrordnclenvcrsammluag geht soeben eine neue f> u n d e st« u e r o r d n u n g als Vorlage zu. die von der Finanzdeputation and dem Magistrat bereits beschlossen ist. Die neue Ordnung hält an den bisherigen Steuersätzen fest<60 M. für den ersten Hund, 120 M. für den zweiten. 180 M. für dritten, 240 M. für jeden weiteren Hund), ist in ihrem Ausbau besser gegliedert und bringt vor allem eine Aenderung von grundsätzlicher Bedeutung. Die neue Steucrorhnung ermäßigt die Steuer für Wachhunde grundsätzlich nur aus ein Viertel des nor- malen Steuersatzes. Die Ermäßigung wird nur unter der Bedingung bewilligt, daß der Hand als W a ch h u n d geeignet ist und tagsüber dauernd auf dem zu bewachenden Grundstück außerhalb des Wyhngebäudcs gehaiien wird. Die Bedingung des Änkettens am Tage ist also gefallen. Hunde, die in der Stube oder im Hause ge- holten werden, werden aber zur vollen Steuer herangezogen. Personen mit einem Jahreseinkommen bis zu 2000 M. erhalten auf Antrag einen Wachhund im Sinne der angeführten Bestimmun- gen steuerfrei. Reu aufgenommen in die Sieuetordnung sind dic Bestimmungen über die Z w i n g e r st e ti e r. Für Hunde, die nachweislich zu Zucht- zwecken gehalten werden, kann auf Antrag des Züchters eine Pauschalzwingersteiier entrichtet werden. Auszeichnung des Koliermeisters. polen ohrfeigt den Völkerbund. Warschau, 23. Januar. Tie nationaldemokratische..Gazeta Warszawska" be- richtet, daß dem ehemaligen llommaudanten des berüch- tigten Militärgefänguisses von Brest-Litowsk, Oberst Kostrk-Bjernazki, das Unabhängigkeitskreuz mit den Schwertern verliehen worden sei. Oberst Kostek-Bjer- nazki wird von der Opposition als der Hauptschuldige an der Marternng der in Brest-Litowsk eingekerkert ge- »vcsencn Politiker bezeichnet. Wer vermißt nicht an dieser'Auszeichnung die Ersetzung der Schwerter durch Knüppel oder Peitschen?! Militärpflicht der Staatenlosen! Warschau, 23. Iammr.(Ost-Expreß.) Dic Regierung will künftighin alle'Ausländer, die keine Staatsangehörigkeit besitzen, zum Heeresdienst heranziehen. Es handelt sich dabei um solche Ausländer, die /mch Verlust ihrer früheren Staatsangehörigkeit Polen zum Wohnsitz genommen haben. Falls dieser Plan Gesetz werden sollte, sp würden in erster Linie die zahlreichen russischen Emigranten in Frage kommen, die nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches nach Polen übersiedelt sind und dort als Staatenlose leben. Der Dienst in der Armee soll aber den Staatenlosen keine besonderen Rechte, vor allem nicht die polnische Staatsangehörigkeit gewähren. Oer britische Gewerkschastskampf. Auch Sie Liberalen in Opposition! London, 23. Januar. In der Debatte über das neue Gewerkfchastsgesetz betonte der konservative Führer B a l d w i n, daß es für die Konservativen m dieser Frage kein Kompromiß gebe. Er verlangte Ausdehnung der für die Beratungen verfügbaren Zeit, da es wegen dieses Gesetzes vielleicht zu Neuwahlen kommen könne und dic Wähler daher über die ganze Frage genau informiert sein müßten. Daraufhin machte die Regierung das Zugeständnis, daß außer dem Dienstag auch der Mittwoch für die Beratung zur Verfügung gestellt wird: am Montag steht das Ergebnis der Jndienkonferenz zur Debatte. Den Standpunkt der Liberalen in der Gewerkschaftsfrag« vertrat Abg. Birkett. Er übte an dem Gesetz sehr scharf« Kritik: be- sonders tadelte er, daß durch das neue Gesetz ein General streik gesetzlich zulässig erklärt würde. Für die Regierung antworiete Äricgsminister Shaw. Er griff die 1927 von den Konservativen eingeführten Bestimmungen an, die unter gewisien Voraussetzungen einen Arbeitszwang möglich machten. Die Gewerkschaften verlangten ihr Recht zurück, ihre eigenen Angelegenheiten selber zu verwalten, und sie dächten nicht daran, mit Machtbefugnisse Mißbrauch zu treiben. Enthastung indischer Kämpfer. London. 23. Januar. 163 politische Gefangene sind von der örtlichen Regierung in N a g p u r in der Zentralprovinz Indiens aus den Gesä»aniss.'n entlassen worden, alle die, die vor dem 30. November 1930 verurteilt waren und nichl gegen die neuen„Sicherheitsgesetze" verstoßen hatten._ Spanischer Siudenienstreik. An allen pochschulen. Madrid, 23. Januar.(Eigenbericht.) Der Gesatntoerband der spanischen Studentenvereine hat beschloisen, für Frettaz den Generalstreik zu proklamieren. Die Studenten oerlangen die Freilassung sämtlicher Pro- sessoren und Studenten, die bei den letzten Ilnrichen verhaftet worden sind. An der llnwersttät Madrid hatten Studenten einen Hörsaal besetzt und eine dort aufgestellte Büste des Königs entfernt. die sie zerschlagen wollten. Polizei verhinderte das. Schicksal eines wöhrungsreformalors. In Bialystok wurde der stüher« Regierungskommissar zur Bekämpfung der polnischen In- tlotion, W i s k o w s k i, wegen Betrügereien sowie Bernn- treuung von 80 000 Zloiy ins Gefängnis gesetzt. Danton im Film Ein Tonfilm von der französischen Revolution Danion ist zmn Pelden der französischen Revolution wie gc- schaffen, er hat die grohen Eigenschaften, die hinreißende Beredsam- tert. die konzentrierte Wucht der Tat, aber au 6) die Richc und Mäßigung, vor allem hat er die Fülle und Breite der Menschlichkeit mit- samt den Fehlern, die ihn liebenswert machen. So hat ihn Büchner m feinem klassischen Drama der französischen Revolution geieiert, so hat ihn Romain Rolland aufgefaßt, so hat ihn neuerdings Hennann Wendel in seiner„gestalteten Geschichte" uns wieder neu vor Augen gestellt. Seit der Revolution ist Büchners Drama in immer neuer Formung durch unsere Schauspielhäuser gegangen. Unsere aller- ersten Schauspieler haben sich an der Verkörperung Dantons ver- sucht. Kortner, der ihn aus der Bühne bereits meisterte, hat ihn jetzt im Tonfilm, der am Donnerstagabend im Mozartsaal vorgeführt wurde, auss neue gestaltet. Sein Danton ist der Held schlechthin, neben dem alle anderen Personen der französischen Revo- lution verblassen. Hans Goldberg glorifizierle ihn allzu sehr auf Kosten der anderen, und die Regie von Hans Behrendt folgt getreulich dem Manuskript, das vielfach Originaltexte verwendet. Wir sehen heute die französisch« Revolution nicht mehr mit den Augen der Heldenverehrung an. wir kennen den Klassenkampf, der sich in ihr abspielt, und sehen hinter den Menschen die treibenden Kräfte und in den inneren Kämpfen der Revolution die verschiedenen Interessen des Bürgertums. Der Film hält sich von diesen Unter- fcheidungen fern und gibt kräftig gestaltete Geschichte: ein lebendiger Atem der Revolution weht uns daraus entgegen. Wie ganz anders doch packt dieser Stoff als die skurrile Anckdoterei,. die aus deni Alten Fritz einen Popanz macht. Hier sind wirklich große Interessen der Menschheft auf dem Spiel, und das große Schauspiel, das sich mit tragischer Notwendigkeit abrollt, packt uns auch in feiner filmischen Form. Die Regie hat es verstanden, in einigen Haupt- szenen. so in dem Kampf um das Todesurteil des Königs im Kon- vcnt und dann besonders in der großen Verteidigungsrede Dantons (die unhistarischerweise sich im Konveiü abspielt, aber damit an Stoß- kraft gewinnt) den Zuschauer stürmisch mit fortzureißen. Aber auch in den ruhigeren Szenen(Danton und seine Luis«, den Beratungen im Wohlfahrtsausschuß, den Verhairdlungen mit dem Herzog von Koburg, in denen sehr witzig die ganze deutsche Rückständigkeit von damals verspottet wird), gibt es sehr viel anschauliches Material zur Charakterisierung der Zeit und der Menschen. Hier ist nicht der Raum, im einzelnen festzustellen, was uns in der Aufsassung der einzelnen Persönlichkeiten von dem Mamiskriptoerfasser trennt. Wir müssen in dem heutigen Filmbetrieb, der uns mit patriotischen Legenden oder besser gesagt Geschichtsfülschungen und einer rühr- seligen Verherrlichung eines abgestandenen Militarismus verseuch?, schon froh sein, daß überhaupt solche Themen vom Film gewählt werde». Fritz Kortner stellt einen Danton hin. der ein volles Bild von der gemaltigen Persönlichkeit gibt. Er ist in den großer., zum Teil wörtlich wicdergegebenen Reden fortreihenS und auch in der Erscheinung wird er dem kraftvollen Kerl gerecht. Seine Natur, die allen guten Gaben des Lebens.zugetan ist, die besonders die Liebe als köstlichsten Bestandteil des Daseins erfaßt, kommt bei ihm heraus. Hingebend und weich, dos lyrische Element betonend, gab Lucia Mannheim Dantons große Liebe Louise, die freilich nicht die jugendliche Frische einer Achtzehnjährigen hott«. Robespierrez Eisizkeit und Ideologie traf Gustaf Gründgens. Desmoulins Treue Gustav von Wangenheim. Granach konnte aus dem stiefmütterlich behandelten Marat nicht allzuviel herausholen. Werner Schott betont im Saint Just das Geckenhafte. Markante Figuren bieten Georg John als Fonquier-Tinville, Friedrich G n a ß als Henker Samson und Ernst Stahl-Nachbaur als Louis Capet. Es ist nicht der Revolutionsfilm, aber sin Reoolutionsfilml Republikaner sorgt dafür, daß die Gestalten und die Probleme, die uns erfüllen, den Film erobern! Wenn schon gestorben fem muß, ist es schöner, erhabener und vorbildlicher für die Freiheit auf der Guillotine zu sterben, wie Danton, denn als Muschkot für des Königs von Preußen Eroberungsgclüste Kriegsfutter abzugeben. D. Kammerspiele. Vicki Daum:„pariser plah id.a Eiirige Kunstgewerblerinnen der Galanterie enthüllen ihr Innenleben. Sie wollen nicht allzu früh arbeitslos werden. Da die Runzeln der Frauen sich leider nicht nur in die Fußsohlen ein- schreiben, müssen die Damen sich in den Schönheitssalon bemühen, in jene kostspieligen Kosmelikdestillen. wo weibliche Mumien zu Madonnen umgearbeitet werden. Die Kur ist natürlich teuer, und die Patientinnen gehören deshalb zur gehobenen Gesellschaftsklasse. Alles, was am Pariser Platz 13 verkehrt, ist finanziell I A. Thema des Sittenstücks? Das Leben der feinen Dame zwischen Echminkschatulle und Schlafzimmer einerseits und Massage und Amüsement andererseits. Mehr wäre nicht zu sagen. Die Liebes- piad« dieser Damen gehen etwas in die Quere. Manchmal ist auch das Herz beteiligt, aber diese Krankheit dauert nicht lange. Ein wenig Satire, sie kratzt aber nicht, sie streichelt nur. Die K a m m e r s p i e l e, die auf die Beteiligung am ernsten und sozialen Theater augenblicklich verzichten und auch das Gs- fellichansstück mit der schärferen Kritik nur dann zulaiien, wenn gute Kasscnrapporte garantiert sind, bringen eine hübsch« Aufführung. Schon der Schönhertssalon, all das Drehen und Kurbeln, Borhang- wehen und Hantieren mit geheimnisvollen Flaschen und Bürsten und Sawen ist spaßig. Drei Künstlerinnen, unter ihnen besonders Ida W ü st als geschwätzige, stets sprudelnde, überbeschäftigte Gelegenheit?- macherin für Alkovcnabenteucr und andere wichtige Verwickelungen. Sie bringt das heitere Leben auf die Bühne. Sie salzt und säuert die matte Karikatur ein wenig. Frau M c w« s und Litt Larvas repräsentieren das sentimentale Dc.menelcment. Zwei Männer- rollen sind da: der Geschäftsführer des tosmetischen Juststuts, halb Idealist, halb schofler Spekulant mit der Dummheit der Weibchen. Hans Moser spiest diesen Clown verbissen und beinahe so, daß er besser und beweiskräftiger als seine Rolle wirkt. Adolf W o h l b r ü ck ist der süße Junge des Stücks, ein Berliner Gigolo, der gern aus dem Dreck feiner seelischen Dürftigkeit heraus will, doch immer wieder entnervt in die Kissen zurücksinkt, die ihm gerade eine seiner Beschützerinnen glättet. Solche Stücke sind zeitlos, notwendig und doch wieder ganz über- flüssig. Sie gehören zum theatralischen Amüsierbetrieb. Sie sind die ewige Kolportage, die nicht auszurotten ist. Aber man stelle es sich nicht so leicht vor, derartiges zu produzieren. V i ck i Bau m hat viel Talent. Wenn sie nun»ach etwas schärfer, etwas mensch- sicher, etwas herzlicher und gewissenhafter an die wirklichen Lebens- dinge herankäme, dann würde sie eine tüchtige Jeitschriftstellerin sein. M. H. Anna Pawlowa gestorben. Anna Pawlowa, die berühmte russische Tänzerin, ist heute früh im Haag gestorben. Am 3. Februar 1868 in Petersburg geboren, erhielt sie ihre Ausbildung auf der ehemaligen zaristischen Ballett- schule. 1904 begann sie ihre Lausbahn im Petersburger Kaiserlichen Maricntheater, verließ aber Rußland schon vor dem Kriege, um Kunstrcisen zu unternehmen. Sie schloß sich dem Ballettensemble Diagiiews an, als dessen erster Stern sie neben der Karsavina und dem Tänzer Nijinskl glänzt«. Später zog sie mit einem eigenen Ensemble durch die West. Was die Pawlowa über dos Gros der üblichen Ballestänzerei erhob, war ihr« starke schauspielerisch« Begabung. Sic war eine große pantomimische Berwandlungskünstlcrin. Diese kleine, zierliche, gewichllos« Gummipuppe von urwüchsigem Temperament gestollete mit der gleichen Lirtuosität ein preziöscs Rotokofigürchen. das bürgerlich temperierte Pathos des Empire und bacchantische Wildheit. Fabelhafte Spitzentänze und schwindelerregende Pirouetten wirkten in ihren besten Nummern nicht mehr als leere Knallessektc, sondern waren dem Organismus der Kompositionen eingegliedert. Aber das höchste gab sie doch nur da. wo die künstleriscb« Gestaltung mit ihrer eigenen Natur zusammenfiel, wo sie ganz sie selbst, ganz wirklich und wurzelecht sein durfte. Ihre Glanzleistung war„Der sterbende Schwan", den Fokin für sie komponiert hatte. In diesem und in anderen Tänzen der Pawlowa jcierte die Anmut, Zartheit, Niedlich- keit und Eleganz des Rokoko ein« wunderbare Auferstehung. Di« Grazie, das gespreizte Kokettieren, das zierlich« Schöntun des galanten Zettallers wurde wach. Aber sobald die Erscheinung vorüber, das Bild zerronnen war, blieb nichts übrig, denn das Leben, das die Pawlowa lebte, liegt uns weltenfern, das Blut, mit dem sie ihre Gestasten füllte, war nicht dos Blut, das in unseren Adern rinnt, ihr Geist nicht der Geist unserer Zeit. Schon der Frauentypus, den st« verkörperte, erschien uns fremd, ließ uns kalt in seiner Geziert- heil. Geschraubt bort Unnatur, Afiektation. Die Erotik unserer Zeit wirbt und wirkt mit anderen Mitteln, und Erotik war im Grunde alles, was die Pawlowa wollte und gab. Wir heute leben in einer anderen Zeit. Und so mutzten und müssen wir bei aller schuldigen Anerkennung und Bewunderung der persönlichen Leistung dieser in ihrer'Art großen Tänzerin ihre Kunst als Ganzes ab- lehne». J. Z. Forschen und Finden in der atten Chemie Fn'edrichs-Tag der Akademie. Wie alljährlich beging die Akademie der Wissen- s ch a s t e n durch eine Festsitzung den Gedenktag der Geburt König Friedrichs H., des Erneuerers der unter seinem Vater verkommenen Akademie. Die Gedenkrede auf den König hielt der Vorsitzende Prof. Mar Rubner, wobei er im besonderen aus die Friedens- arbeit Friedrichs einging, durch die der Grund gelegt wurde zu der Entwicklung des Agrarstaates Preußen zu einem Industriestaat. Dann berichtete Geheimrat Konrad Buidach über seine im Austrage der Akademie unternommenen Forschungen zur neu- hochdeutschen Sprach- und Bildung sgeichichte, deren Ergebnisse in einem umfassende» Werk„Vom Mittelalter zur Reformation" niedergelegt sind, weiches Burdach gemeinsam inst einigen jüngeren Gelehrten mit Unterstützung der Akademie herausgibt. Der im vergangenen Jahr verstorbenen Akademiker gedachte der Kirchcnhistoriker Hans L l e tz in a n n, wobei er eine wann empfundene Gedenkrede auf Adolf o. Harnack hielt, dessen vielfältige Arbeiten zur Kirchengeschichie doch einen grohen einheitlichen Zug zeigen. Nach Harnacks Geschichtsauffassung kommt es nicht sowohl aus die einzelnen Personen und Tatjachen an, als vielmehr auf die Inststutionen(Einrichtungen), die als Niederschlag der treibenden Kräfte alles geschichtlichen Werdens zu betrachten sind. Den letzten Zweck aller Geschichtsforschung sah Harnack in «der Erziehung der Menschheit zum Dienst am Ganzen und zur ' Liebe des Nächsten. Den misscnfchastfichen Festoortrag hielt hierauf Prof. Karl Andreas Hosmann über„Finden und Forschen in der älteren Chemie bis zur Phlogiston-Theorie von Stahl". Er legte dar, wie schon in der vorwissenschastlichen Zest außerordentlich viele chemische Tatsachen gefunden worden sind. Wie das Finden und Erfinden im Altertum zustande kam. läßt sich nicht mehr ermitteln. Aber an der Tatsache selbst kann gar nicht gezweifelt werden. Es gibt keine Nährstoffe und Genußmsttel, welche den Naturmenschen unbekannt geblieben wären, selbst die roheslen Wilden haben es verstanden und verstehen es auch heut«, die Pflanzengifte zu verwenden und haben immer auch die wirk- samsten herausgefunden. Anschaulich schilderte der Redner den mittelalterlichen Aberglauben der Alchimisten und Goldbereiter. die ja auch heute noch nicht völlig ausgestorben sind und immer wieder Gläubige auch unter den sogenannten Gebildeten finden. Die Chemie war damals eine vom Aberglauben durchsetzte Kunst, aber keine Wissenschaft, denn es fehlt« die alle Kenntnisse vereinigend« Ge- dankenarbeit, die zusommensasscnde Theorie. Die brachte erst der humanistisch-philosophisch gebildete Hallenser Professor Georg Ernst Stahl(tkök) bis 1734) mit seiner Lehre von„Plstogiston", dem unmerkbaren entzündlichen Feuerstoff, der bei der Verbrennung aus den Körpern ausgetrieben wird. Diese Lehre beherrschte das 18. Jahrhundert, während sie im 19. Jahrhundert und auch heute fast allgemein als vollständig irrig gilt, weil ja eine Verbrennung nur durch Zutritt von Sauerstoff möglich ist, wobei der brennende Körper um das Gewicht des Sauerstoffs schwerer wird. Man muß aber das nur qualitative Denken der Zeitgenossen Stahls beachten, welches durch die Phlogiston-Theorie'vollständig befriedigt wurde. Faßt man das Phlogiston als chemische Energie aus, so kann man erst Stahl gerecht werden und seine Lehre auch heute nach als gültig anerkennen. Stahls Großtat ist die Verbannung der Wunder, Zauber und des Aberglaubens, wodurch er der Begründer der wissenschaftlichen Chemie geworden ist. Kt. mit Leben. Selbst Dichtungen von Stefan Gearge erhielten in ihrer Wiedergabe noch einen Schimmer von Ursprünglichkeit. Aber es wäre doch erfreulicher gewesen, ein Programm von etwas schärferem Profil von dieser guten Sprecherin zu hören. Ih-e sprechlechnische Schulung und ihre Einsühlungssähigkest in zarteste Nuancierungen scheinen sie aus das Gebiet der reinen Lyrik zu ver- weifen. L— i. Ein Reichstagsbild von Annot. Unier den schönen farbig blühenden Bildern der sehr begabten Malerin Annot, die im Verein Berliner Künstlerinnen(Schöne- berger User 38) ausgestellt sind, erscheint am bemerkenswertesten eine„R e i ch s t a g s s i tz u n g". Bor stramm gefüllten Bänken spricht Genosse Brestscheid mit beschwörend erhabenem Arm. Das Eintönige dieses mäßig gebauten und schlecht ausgestatteten Riesen- raumes wird von der Künstlerin klug und geschickt durch die Sicht von oben herab, durch Betonung des blauen Bodenbelags und mannigfacher lustiger Farbenflecke von Heften und Büchern auf den Pullen der M. d. R. belebt und ins Interessante gewandelt. Ein gutes Bild und ein Zeltdokument, das wohl dos Schicksal ver- diente, an einer hervorragenden Stelle des politischen Apparates seinen Ehrenplatz zu erhalten. p. i. scb. Solide Mittelmäßigkeit. Lore Jentsch(Stadttheater Duis- burg-Bochum) und Aurel von Millos(Stadltheoter Hagen) gaben im Theater am Nollendorsplatz eine Tanzmatinee. Zwei begabte, ernste Künstler mit solider Technik und offenbar red- lichem Wollen. Aber ohne stUistisch« Zielsichcryest. Mischen moderne Ausdrucksformcn mst Spitzentanz und Entrechats Arbesten mehr mst dem Verstand als mit dem Gefühl. Schassen nichts organisch Gewachsenes, sondern konstruieren Errechnetes. Ihre Arbeiten „riechen nach der Lampe"— wie die allen Griechen sagten. Dringen daher nickst zum Herzen.'Manche hübschen choreo- graphischen Motive(„Ungarische Rhapsodie") und niedliche Schluß- atttüden(„Ecwrice") erfreuen. Aber das ganze geht nicht über die Mitcelstraße hinaus, die in der Kunst nicmals„die goldene" ist. I. 5. Toscanini wieder in Bayreuth. Im Anschluß an die ietzten Nachrichten über die diesjährigen Bayreuther Festspiele teilt der Verwaltungsausschuh noch mit, das an Stelle von Dr. Karl Muck. der aus Gesundheitsrücksichten seine Bavreuther Tällgteit ousveben muß. Arturo Toscanini neben dem„Tannhäuser" auch den„Parfifal" dirigieren wird. Musitalischer Leiter des„Ring" ist Karl Elmendvrif. Prof. Emil Orlik bält am 27., 20 Uhr. im Hörsaal der Kunst- b i b t i o t h e I, Piinz-AIbrecht-Siraßc 7». einen Bortraci„Res'« eines Malers in Japan" mit vielen Lichibildern. Der Portraa findet statt zugunsten der Woblfahrtstasse des Reichsoerbandes bildender Künstler .Gau Berlin". Karten zu i,— M. sind In dessen K-ichä'ISstelle Lutherstraße 46(nahe Kleiststraße) und an der Abendlaste«hälllich. Reziiaiionsabend von Frida M.Arnold Meistersaal. Frida Maria Arnold kommt aus Düsseldorf und fit in B«rlm eine Unbekannte. Sie hatte sich ein seltsames Programm zusammengestellt: Religiöse Lyrik mit einer kleinen Zugabe van klassischem Humor. Nichts Originelles, nichts Unbekanntes von Wert. In der Hauptsache Bewährtes. Bekanntes. Es gehört viel dazu, um dos Publikum für solch ein Programm zu erwärmen. Frida Maria Arnold besitzt die Fähigkesten dafür. Sie spricht Verse van Rilke mit klingender Inbrunst, schleift jedes Wort, eriülll es, erfüllt es Mit Zagdgewehr auf Menschen. Ein llnbeteiligker Mann von>: den Konnnunisten stürzten das Auto um. Der Angeklagte hatte unterdes aus dem Schrank in seinein Schlafzimmer sein P u r s ch- gewehr geholt und gab aus dem Fenster der Loggia zwei Schüsse ab. Einer der beiden Schüsse traf tödlich den Schau st eller Sohr. Der Angeklagt«, ein früherer Roßbacher, seit 1925 Mitglied der NSDAP., erklärt zu seiner Rechtfertigung, er hast« gefürchtet, die Kommunisten würden seine Wohnung stürmen. Die Zeugen wollen aber wissen, daß er die Schüsse aus dem Jagdgewehr abgegeben habe, nachdem sich bereits sämtliche Kommunisten entfernt halleu. Als die Polizei eintraf, versteckte der Angeklagte dos Keyrehr. Es wurde erst bei der Haussuchung gesunden. Der SA.-Führer ist gegen eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1900 Mark von der Unter- fuchungshast verschont worden. Zur Verhandlung ist eine große Anzahl Zeugen geladen._ Großfeuer in Spandau. Aus dem Lagerplatz der Hoch- und Tiefbausirma Lerche u. Rippert in der Staakener Str. 3 in Spandau wütete heute früh ein Großfeuer, das mehrere Schuppen mit Materialien in Asche legte. Di« Flammen sprangen auf eine angrenzende Montagehalle über, doch gelang es der Feuerwehr, den Brand auf den Dachstuhl der Halle zu beschränken. Wie die Noch- sorschungen ergeben haben, ist das Fauer gegen 7 Uhr früh durch Ueberheizen eines Ofens m der Wäckterbud« entstanden, vqn w" es sich nach allen Sesten mst rasender Schnelllgkest ausbreitet« ILetlec für Berka: Mild und größtcisteils bewölkt mit etwas Regen und lebhaften südwestlichen Winden.— Für vcuischland: Im größten Test des Reiches mild und regnerisch, auch im Osten Uebergemg zu Tauwetter. Die Landarbeiterlöhne. Wie sie seit 1927 gestiegen sind. Die wissenschaflliche Zeitschrift des Deutschen Landarbeiter- Verbandes, das„L a n da r b e i t e r- A r ch i u", bringt in Nr. t> eine tabellarische Uebersicht über die Entwicklung der Landarbeiter- löhne von IS24 ab. Die Uebersicht entkräftet ganz und gar die Behauptung der landwirtschaftlichen Unternehmer, die Land- arbeiterlöhne seien in den legten Jahren in unerträglicher Weise g e st i e g c n. Als erträglich stellen die landwirtschaftlichen Unternehmer die Löhne des Jahres 192? hin. Gegen 1927 sind nun die Gesaintstundenlöhne beispielsweise der Deputanten(Bar- und Deputailohn zusammengerechnet) ledig- lich gestiegen in Pommern, und zwar um rund 1 Pf., in der Proninz Hannover um rund Ich Pf., in Schleswig- H o l st e i n um rund Ich Ps., in der Provinz Sachsen um rund 1,2 Pf., im Freistaat Anhalt um rund 2 Pf., im Freistaat Sachsen um rund 0,8 Pf., Freistaat Thüringen um rund 1,7 Ps., Provinz Hessen-Nassou um rund 1,4 Pf., Provinz Rheinhessen um rund 8 Pf., Provinz W e st f a l e n um rund Och Ps., Freistaat Württemberg um rund 5 Pf., Freistaai Bayern uni rund 6ch Ps. Der Lohn der ostpreutzischen, mecklenburgischen, brondenburgi- schen und schlesischen Landarbeiter ist gegeniiber 1927 sogar g c- fallen. Der Rückgang beträgt: in Ostpreußen rund 0,7 Pf., in Mecklenburg rund 0,9 Pf., in Schlesien rund 0,1 Ps. Am stärksten ist der Rückgang in Brandenburg, wo er rund 4 ps. pro Sluude beträgt. Wie unter diesen Umständen van einer»unerträglichen" Steigerung der Landarbeiterlöhne seit 1927 geredet werden kann, ist unbegreiflich. Soweit die Löhne wirtlich gestiegen sind. ist immer noch die Frage, ob sie denn heute wenigstens aus- reichen? Das ist keineswegs der Fall. Sie reichen auch jetzt kaum zur Befriedigung der einfachsten Bedürfnisse aus und machen es dem Landarbeiter unmöglich, sich so zu bewegen, wie es schwer arbeitenden Menschen zukommt. Der Deutsche Landarbeiter-Verband wird immer wieder darauf aufmerksam machen. Verhandlungen in Schlesien gescheitert. Breslau, 23. Januar. Bor dem Schlichter der Provinz Niederschlesien, Ober- Präsident z. D. Philipp wurde am Donnerstag oerhandelt, da die Ilntcrnehme-r einen Lohnabbau von 20 bis 33 Proz. für die einzelnen Positionen gefordert haben. Di« Arbeiter, die sich auf Grund des Brotgesetzes durch die KOprozentige Ausmahlung und infolg« der gefallenen Produkten- preise in ihrem Deputat benachteiligt suhlten, fordern einen Ausgleich im Werte von zwei Zentner Roggen. vi« Berhandlungen führten zu keinem Ergebnis und wurden auf Anfang Februar vertagt. Es wird sich dann die Schlichter- kamnrer entscheidend mit dem Lohnstreit zu beschästigen haben. Für die Provinz Schlesien kommen 300 000 Arbeiter in Betrocht. Kommunistische Prahlerei. „EVMB. der bindert Streitbruchardeit.� Die kommunistisch« Sonderorganisation der Metallarbeiter verkündet« am Donnerstag in der„Roten Fahne", sie habe ver- hindert, daß in der Siemens-Eisengietzerei Siraikbrecherarbeiten aus Torgelow verrichtet wurden. Daß diese Prahlerei nicht ohne die üblichen Seitenhiebe auf„die reformistischen Betriebsräte" des Wernerwcrkes und den Deutschen Metollarbeiter-Berband, die DMB.-Bürokraiie" abgeht, versteht sich am Rande. Es ist daher notwendig, die Tatsachen sprechen zu lassen. Am gleichen Tag«, an dem dem Arbciterrat bei Siemens mit- geteilt wurde, daß in der Eisengießerei anscheinend Strcikbruch- arbeit gemacht werde, hal der Arbeitcrrat sich mit der Betriebs- leitung der Eisengießerei in Verbindung gesetzt. In der Veihand- lung mit derselben, in der auch ein lommunistischcs Arbeiterrats- Mitglied zugegen war, wurde festgestellt, daß es sich um Streik- arbeit handelt, und erreicht, daß diese Arbeit aus dem Betriebe gezogen wird und den Arbeitern, die die Streikorbeit verweigerten, keinerlei Schwierigkeiten gemocht werden. Wenn die RGO. hinterher, nachdem der Streitfall erledigt war, noch irgend jemand nach dem bestreikten Torgelow geschickt hat, um die strittigen Arbeiten„einwandsrei" alz Streikarbeit sestzu- stellen, nachdem sie bereits als Streikorbeit durch den Betriebsrot I«stgcstelll worden waren, so ist das schließlich ihre Sache. Der DMV. hat jedenfalls schnellere Wege, um Streikarbeit festzuttcllen. Daß die Belegschaft der Eisengießerei die Streikarbeu ablehnt, ist selbstverständlich, denn der weitaus größere Teil der organisier- ten Arbeiter gehört dem Deutschen Metollarbeiter-Berband an. Die Prahlerei mit einem Erfolg, den die„Reformisten" er- zielten, soll die eigene Unfähigkeit der RGO.-Verböndler verdecken, zugleich aber zur Reklame für den eigenen Laden dienen. Doch die Metallarbeiter merken bald, daß es mit dem Heldentum der Leute durch Beschimpsting des Metollarbeiier-Vcrbandes nicht weit her ist._ Oie KpV. Hai eiwas gelerni. Allerdings von den schlimmsten(Scharfmachern. In dem Streik der Maschinensetzer in der kam- mumstischen Eity-Druckerei sind nunmehr auch Mitglieder der sogenannten revolutionären Gewerkfchaftsoppositian von außerhalb noch Berlin kommandiert wordci», um hier als Streikbrecher sich zu betätiaen. Insgesamt sind es fünf Mann, die alle im Korl-Liebknecht-Haus unter- gebracht find. Sie«erb«, dort beherbergt, damit fi« mit den „saschistischen" Berliner Buchdruckern nicht in Berührung kommen. Ganz so, wie es die rückständigsten Scharfmacher zu tun pflegen, wem« sie zweifelhafte Elemente von außerhalb als Streikbrecher komn�en lassen. Hoffentlich dauert es nicht mehr lange, bis die KPD. das Polizeipräsidium um den nöligen Polizeischug anruft. MeiaNschiedsspruch Hagen-Schwelm. Zünf Prozent Lohnabbau. Hagen. 23. Januar. In dem Lohnstreit der Metallindustrie Hagen-Schwelm wurde am Donnerstag in Dortmund verhandelt. Unter dem Borsitz des Schlichters Prof. Dr. B r a h n fällte die Schlichterkammer nach zehnstündiger Verhandlung folgenden Schieds- spruch: Der Rohmentorif vom 1. März 1927 wird ab 1. Januar 1931 wieder in Kraft gesetzt. Der Spitzenlohn wird ob 23. Januar 1931 aus 78 Pfennig festgesetzt. Der Lohn- und Altersklassenschlüsscl des früheren Lohnobkommens bleibt bestehen. Sämtliche Sätze des Lohnschemas ändern sich vom gleichen Zeitpunkt ab entsprechend dem bisher angewandten Schlüssel. Der Manteltarif läuft vom 1. Januar 1931 bis 30. Juni 1931. Er kann zu diesem Termin mit einmonatiger Frist gekündigt werden. Die Arbeit wird am 20. Januar wieder ausgenommen. Die Einstellung der am Wirtschastskampf betelligten Arbeiter erfolgt nach Maßgab« der betrieblichen Möglichkeiten. Maßregelungen finden nicht statt._ Textilschiedsfpruch. Bochum, 23. Januar.(Eigenbericht.) Der Schlichter in Dortmund hat den Schiedsspruch für die rechtsrheinische Textilindustrie vom 30. Dezember 1930, der den Ecklohn für Arbeiter von 09 auf 04 Pfennig und den für Arbeiterinnen von S2,S auf 49 Pfennig senkt, für verbind- l i ch erklärt. Pon diesem Abbau sind 4S 000 Arbeitnehmer betroffen. Erfolg des Madrider Vuchdruckerstreiks. Paris 23. Januar. Wie aus Madrid berichtet wird, ist im Buchdruckcrstreik eine vorläufige Einigung erzielt worden, die eine vorläufige Erhöhung des Tagewhnes um l'A Peseten für die Arbeiter und � Peseta für die Lehrlinge vorsieht. S-rantworll. wr die Rcdakiion: Serbert Lepere, Berlin: Zl>u>«igen: r». Sloäe, Berlin. Berlno: BorroSr!« Lerle« iS. m. d. S.. Berlin. Druck: Borwäri» Bucki- druckrrei und Brrlaasanstal! Paul Liniier& Cd. Berlin£2B 68, Lintenkrane S. Sierr» I Beilane. (Sezirft Jlorden-Cfien GEBRÜDER GROH Gegründet 1882 Butter/ Käse/ Eier Kolonialwaren aller Art in allen Stadtteilen GroB-Berlins «« J, L. Lindenberg& Co. Q. m. b. K NO 18, Große Frankfurter Straße 60-61 Glas- Porzellan- Steingut Großhandlung Lieferant nur an Wiederverkäufer! Restaurant„zum Atlantic am Bahnhof fiesundbrunnen Behmstraße 5-7 Wäsche nach Gcwlchl Damplwäschcrci Merkur, Berlin O 112 Fraakforler Alle« 907 Fcrnipr.: Andrea« 2830 Inh. Aug. Bachmann Mitgl. d. SPD. 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Aber scl)on vor dein Tode dieses geilt- vollen Schöpsers eines urwüchsigen ch a n d w e r k e r k o m m u n i s- vi u s hatten dessen heftige Anklagen gegen das Privateigentum viel an durchschlagender Kraft verloren� den» der.lhandwerksgesell«, aus dessen Seele der Weitlingsche Koinmuriismus geboren war, war nicht niehr der eigentliche Trager des Sozialismus. Die Industriearbeiter des Rheinlandes und Westfalens folgten der i�ahne Ferdinand Lassalles, der, in seinen theoretischen Jdecngöngen stark von Karl Marx beeinflußt, den Sozialismus als das notwendige Glied einer über die Bourgeoisie hinaus- führenden ökonomisch-sozialen Entwicklung betrachtete. Schon ein Vierteljahrhundert vor dem Tode Weit- lings war in Brüssel der Kampf zwischen dem primitiven chandwerkerkommunismus und dem wissenschaftlichen, ganz aus der ökonomischen Entwicklung gestützten Sozialismus zwischen Weitling und Marx ausgefochten worden. An diesem Kampf beteiligten stch am 30. März 1846 unter anderem Karl Marx, Friedrich Engels, der Russe Annen« k o w. Scb. Seiler, Gigot, Edgar von W e st p h a l e n, Wc y d e m e y c r. lieber diese Zufannnenkunft hat Wilhelm Weitliirg einen ausführlichen Brief an Moses Heß gc- schrieben, in dem die großen Gegensätze zwischen ihm und Marx klar herausgehoben wurden. Weitlings Mißtrauen und Schwarzseherei gegenüber Marx kommen in diesem Schreiben klar zum Ausdruck. Marx hatte ent- schieden nicht die Absicht, Westling aus einem geplanten Verlags- unternehmen, für dos Weydcmeyer, ein allzeit hilfsbereiter Freund von Marx, zwei reiche Kommuinften glaubte schon gewonnen zu haben, herauszudrängen, wohl aber wollte er ein« grund- sötzliche Auseinandersetzung mit dem„Handwerkerkommunismus", dem philosophischen Kormnunismus und seinem„wissenschaftlichen Komnmnismus� und weiter mit dem konfpiratorifchen Treiben kommunistischer Geheimbündler herbei- führen. In dieser Hinsicht hat der Brief an W. Weitling einen wirklich historischen Wert. Wir bringen ihn hier wörtlich zum Abdruck. P. Karnpffmcyer. ...... den 31. März 1946. Lieber Heß! Wir waren gestern Abend einmal wieder in pleno versammelt. Marx brachte jemanden mit, den er uns als einen Russen vor- stellte,"und der den ganzen Abend kein Wort sprach. Die Frage war: Wie ist am besten in Deutschland Propaganda zu machen? Seiler hatte dieselbe gestellt, er erklärte aber, er könne auf die Erläuterung derselben diesen Abend nicht eingehen, es könne sonst manches Delikate berührt werden usw. Marx trieb vergebens an'S.(?). Beide wurden aufgeregt, Marx sehr heftig. Endlich erläuterte letzterer die Frage. Das Resümee war: 1. Es muß eine Sichtung in der kommunistischen Parthey vor- genommen werden. 2. Die kann bewerkstelligt werden dadurch, daß man die nicht hinein tauglichen kritisiert und sie von den Geldquellen trennt. 3. Diese Sichtung»st jetzt das Wichtigste, roos im Interesse des Kommunismus gethan werden kann. 4. Wer die Macht hat, sich bcy den Geldmönnern Autorität zu oerschaffen, der hat auch die Mittel, die Anderen zu ver- drängen und thut wohl, sie anzuivenden. 5. Der ,�)andwerk«rtommunismus", der„philo- fophifche Kommunismus"(diese Unterscheidungen hat Marx zuerst gebraucht oder ivcr sonst, ich nicht) müssen bekämpft werden, das Gefühl muß verhöhnt werden, das ist blos so ein Dusel, keine mündliche Propaganda, keine Eon- ststuirung von geheimer Propaganda, überhaupt dos Wort Propaganda auch in Zukunft nicht mehr gebrauchxn. 6. Bon der Verwirklichung des Kommunismus kann zunächst nicht die Rede sein, die Bourgeoisie muß erst ans Ruder kommen. Es distutirten hier sehr heftig Marx und Engels gegen mich. Auch Weydemeyer sprach einiges Ruhige. Gigot und Edgar�kein Wort. Heilberger gegen Marx vom un- parthciischcn Standpunkt, ganz zuletzt Seiler, ditto, doch mit einer bewundernswerten Ruhe und Bitterkeit. Ich wurde heftig, Marx überbot mich, besonders zuletzt war alles in Aufruhr und sprang hin und her im Bürcau. Besonders aus mein resume fuhr Marx auf. Ich sagte nämlich, so nach geht aus unserer Diskussion »veiter nichts hervor, als daß Derjenige, welcher Geldmittel findet, auch schreiben kann, rvas er will. Die Zuversicht, mit»»»elcher im Sinne von vier einige Aeuße- rungen fielen, machen mich muthmoßen, daß mich der Marxsche Einfluß bey dein projectirten Berlagsu»»ternehmen beseitigen wird, und daß ihn eine Nachricht darin vielleicht bestärkt hat. Daß nun Marx und Engels mich principlich heftig krttisiren werden, ist gewiß. Ob ich mich»»»erde vertheidigcn können wie ich wünsche, weiß ich nicht. Ohne Geldmittel kann Marx nicht krttisiren und ich mich nicht vertheidigen, doch im Notfalle wird es auch nichts auf sich haben,»venn ich dazu kein Geld habe. Ich glaube, Marx und Engels roerden sich durch ihre Kritik selbst krttisiren. Ich sehe in Marxens Kopf weiter nichts als eine gute Encyklopädie, aber kein Genie. Sein Eiryluß ist ein durch Persönlichkeiten gemachter. Reiche Leute machten ihn zum Redakteur, voilä tant. Allerdings haben aufopfcrirde reiche Leute«in Rech» in den Schriften, die sie unterstützen wollen, zu sichten oder sichten zu lassen. Dies Recht liegt ja in ihrer Wacht, das thun zu können, aber der Schriftsteller hat auch eine Macht, wenn er auch noch so arm ist,»tzimlich die seine Ueberzeugung nicht dem Einflüsse des Geldes.zu opfern. Der Einheit, sie zu opfern, dessen bin ich fähig. Ich legte meine Systeniorbcitcn zurück, als ich von allen Sellen sich dagegen Stimmen erheben sah Wer als ich in Brüssel vernahn», daß die Systemgegner gerade die großartigste Systemarbett in wohlbezahllen Uebersetzungen vornahmen, da vollendete ich meine auch und machte den Versuch, sie an den Mann zu bringen. Wenn diese nun nicht »intcrstiitzt wird, so ist das ganz in der Ordnung, wo man durchaus das beabsichtigt, was man Sichtung nennt. Ich. Efel. glaubte bisher, wir thüten besser, alle unjev« Eigenheiten gegen unsere Fechd« m maabta, und diese Elgeah-tt-n bejouders zu illlterstützeu. I vrelch« in diesem Kampfe Verfolgungen hervarrusen. Ich glaubt«, wir täte», besser, aufs Volk zu wirken und hauptsächlich einen Theit desselben zur Verbreitung unserer volksthllmlichcn Schriften zu konstituieren. Doch dieser Ansicht sind M. und E. nicht und darin werden sie von ihren reichen.Anhängern bestärkt. Nun gut! Sehr gut! Ganz vortrefflich! Das sehe ich kommen. In öhnlichc»» Fällen war ich schon öfter und immer fiel es zum besten der Sache aus. E. Hot ichan wieder in Frankfurt geschrieben auf ein Stück Papier, einen halben A... iv. groß, kostet 1 fr. und enthält wir, daß wir die für die Polen versprochenen 20 frs. schicken sollen. Ich habe keine versprochen, sondern nur die Möglichkeit der Samm- lung und die ungefähre Summe in Aussicht gestellt. Ich lege die eine Hälite des Wisches hierbei. Oder das ganze. Es wird wohl nicht mehr Porto kosten. Dein W e i t l i n g. Parzellierung des Grundbesitzes Aus dem Nachlaß von Marx und Engels Der folgende Artikel ist der Handschrift„Sankt Mar" entnommen. Marx und Engels setzten sich hier mit Max Stirners nai»,en Anschauungen über die Parzellierung aes Großgrundbesitzes auseinander. Sie zeigen die materialisti- schen Grundlagen auf. die zur Zerschlagung des Großgrundbesitzes führen roerden. Die sozialistische Bewegung muß von den Städten aus das Land»übergreifen, um so den Neincn Grundbesitzer in die allgemeine Bewegung der Arbeiter- klasse einzugliedern.. J. P. Mayer. Zuerst wird hier also die ganze Bewegung der Parzellierung, von der Sankt Sancho nur iveiß, daß sie das Heilige»st, aus einer bloßen Einbildung erklärt, die ,i>ie Politiker"„sich in den Kopf ge- fetzt haben". Weil„die Politiker"„Respekt vor dem Eigentum" ver- langen, daher„möchten" sie die Parzellierung, die noch da, zu überall durch das Nichtrefpektieren des fremden Eigentums durch- gefetzt»vorden ist!„D i c Politiker" haben„zum Teil eine unglaubliche Parzellieruno" wirklich„herbeigeführt". Es»var also die Tat der„Politiker", daß in Fraickreich schon vor der Revolution, wie noch heutzutage in Irland und teilivcise in Wales, die Parzellierung in Beziehung m»f die Kultur des Bodens längst bestand, und zur Einführung der großen Kultur die Kapitalien und alle übrigen Pe- dingungen mangelten. Wie sehr übrigens„die Politiker" die Par- zellierung heul, zutage durchführen„möchten", kann Sancho daraus ersehen, daß sämtliche französischen Bourgeois nnt der Parzellierung, kowohl weil sie die Konkurrenz der Arbeiter unter sich»»erringert, wie oiis politischen Gründen unzufrieden siird: ferner dar»us, daß sämtliche Reaktionäre(was Sancho schon aus des alten Arndt„Er- innerungen" ersehen konnte) in der Parzellierung weiter nichts sehen als die Verrvandlung des Grundeigentums in modernes, industrielles, vevjchacherbares, entheiligtes Eigentum. Aus welchen ö k o n o- mischen Gründen die Bourgeois diese Verivondlukrg durchführen müssen, sobald sie zur Herrschaft kommen— eine Berwaniüung, die ebensogut durch die Aufhebung der den Profit überschießenden Grundrente wie durch die Parzelliening geschehen kann—, das ist unserem Heiligen hier nicht u>eiter auseinanderzusetzen. Ebensowenig ist ihm auseinanderzusetzen, wie die Form, in der diese Verwind- lung geschieht, von der Stufe abhängt, worauf die Industrie, der Handel, die Schiffahrt usw. eines Landes stehen. Die obigen Sätze über Parzellierung sind roetter nichts als eine bombastische Ilmschrei- bung des einfachen Faktums, daß an verschiedenen Orten,„hie und da" eine große Parzelliening existiert, ausgedrückt in der kanoni- siereichen Redeweise unseres Sancho, die auf alles und nichts paßt. Im übrigen cnihaüen Sanchos obige Sätze nur die Phantasien des deutschen Kleinbürgers über die Parzelliening, die für ihn allerdings das Fremde,„das Heilige" ist... Das„Aufkaufen" des kleinen Grundbesitzes durch die großen Eigentümer findet nach Sancho statt, weil der„Respekt vor dem Eigentum" in der Praxis nicht stattfindet.— Zwei der alltäglichsten Folgen, d. h. Konkurrenz, Konzentration und Akkaparenient, über- Haupt die Konkurrenz, die ohne Konzentvation nickst existiert, erscheinen hier unserem Saiicho als Verletzungen des bürger- lichen, in der Konkurrenz sich bewegenden Eigentums. D»s bürgerliche Eigentum wird dadurch schon verletzt, daß es existiert. Man darf nach Sancho irichts kaufen, ohne das Eigentum anzu- greifen. Wie tief Sankt Sancho die Konzentratton des Grund- besitzes durchschaut hat, geht schon daraus hervor, daß er nur den augenscheinlichsten Akt der Konzentration, das bloße„Auskaufen", darin sieht. Inwiefern übrigens die kleinen Eigentümer dadurch aufhören, Eigentümer zu fein, daß sie Taglöhner werden, ist, nach Sancho, nicht abzusehen. Sancho entwckclt ja selbst höchst feierlich gegen Proudhon, daß sie„Eigentümer des ihnen verbleibenden An- teils am Nutzen des Ackers", nämlich des Arbeitslohns, bleiben.— „Es will mitunter etii>as in der Geschichte gesunden werden", daß abwechselnd der große Grundbesitz den kleinen und der kleine den großen verschlingt, zwei Erscheinungen, die sich für Sankt Sancho friedfertig in den zureichenden Grund auflösen, daß„in der Praxis die Leute nichts respektieren". Dasselbe gilt von den übrigen viel- fachen Gestalte» des Grunde, genttuns. Und dann das weise„hätten die kleinen Eigentümer" usw.! Im Alten Testament kdamit bezeichnen Marx und Engels ironisch den ersten Teil von Stiniers Buch„Der Einzige und fein Eigentum") sehen wir, wie Sankt Sancho nach spekulativer Manier die Früheren Ersahrungen der Späteren bedenken ließ: jetzt sehen wir. wie er sich noch Kannegießermanier darüber beklagt, daß die Früheren rächt die Gedanken der Späteren über sie, sondern auch seinen eigenen Unsinn nicht bedachten. Welch« Schulmeister-,.B escheihenheit". Hätten die Terroristen bedacht, daß sie Napoleon auf den Thrpn bringen »vürden— hätten die engltlcbcn Barone von Rumymgde und der Magno Charta bedacht, daß Z8äg die Korngesctze abgeschafft werden würden— hätte Krösus bedacht, daß Rothschild ihn an Reichtum übertrefsen würde— hätte Alexander der Große bedacht, daß Rotteck ihn beurteilen und sein Reich den Türken in die Hände stillen würde — hätte Hegel bedacht, daß er aus eine so„kommune" Weise von Sankt Sancho erploitiert werden rrmrde. hätte, hätte, hätte! Bon welchen„kleinen Eigentümern" bildet stch Sankt Sancho denn«In zu sprechen? Bon den eigentumslosen Bauern, welche durch Zer- schlagen des großen Grundbesitzes erst zu„kleinen Eigechütnerst"! wurden, oder von denen, die heutzutage von der Korizelitratwu I ruiniert werden? In beiden Fällen sieht Sankt Sancho sich so ähnlich wie ein Ei dem anderen. Im ersten Falle schlössen sie sich ganz und gar nickst vom„großen Eigentum" aus, sondern nahm es icdcr ivweit in Besitz, als er von den anderen nicht ausgeschlossen wurde und Vermögen hatte. Dies Vermögen aber omr nicht das Stirnersch! tMimmnistische Vermögen, sondern ein durch ganz empirische Verhält- nisse bedingtes, z. B. durch ihre und die ganze bisherige Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft, die Lokalität und ihren größeren oder geringeren Zusammenhang mit der Nachlmrichait, die Größe des in Besitz genommenen Grundstücks und die Zahl derer, die es sick, aneigneten, die Verhältnisse der Industrie, dos Verkehrs, die Kommu- iiikationsmittel und Produktionsinstrumente usw. Wie wenig sie stch ausschließend gegen das große Grundeigentum»»erhielten, geht schon daraus hervor, daß viele unter ihnen selbst große Grundbesitzer nnirden. Sancho macht sich selbst»wr Dciitschlond lächerlich mit seiner Zumutung, diese Bauern hätten damals die Parzellierung, die noch gar nickst existierte und die damals die einzig revolutionäre Form für sie n»or, überspringen und mit einem Satze in seinen mit sich einigen Egoismus sich lancieren sollen. Von seinem Unsinn gar nicht zu sprechen, war es ihnen nicht möglich, sich kommunistisch zu organisieren, da ihnen alle Mittel abgingen, die erste Bedingung einer kommunistischen Assoziation, die gemeinsame Bewirtschaftung diirch-ufiihrcn, und da die Parzellierung nur eine der Bedingungen »»»nr, welche das Bedürfnis für eine solche Assoziation später hervor- rief. Ueberhaupt kann eine kommunistisch« Bewegung nie von» Lande, sondern inmier nur von den Stödten ausgehen.— Im zweiten Falle,»venn Sankt Sancho von den niinicrten kleinen Eigen- tümern spricht— haben diese immer noch ein gemeinsames Interesse mit den großen Grundeigentümern gegenüber der ganz besitzlosen Klasse und gegenüber der industriellen Bourgeoisie. Und falls dieses gemeinsame Interesse nicht stattiindet, sehtt ihnen die Machst, sich das große Grundeigentum anzueignen, weil sie zerstreut wohnen und ihre ganz« Tätigkeit und Lebenslage ihnen eine Vereinigung, die erste Bedingung einer solchen Aneignung, unmöglich macht und eine solche Bewegung wieder eine viel allgemeinere voraussetzt, die gar nicht von ihnen abhängt. Sprach Engels tschechisch? In der tschechischen Zeitschrift„Delniclca O.-vcta"(Arbetter- Akademie) beschäftigt sich Genosse I. Stolz mit der Frage, ob Friedrich Engels tschechisch sprach. Er bejaht das und führt aus: „Noch Jahren fand ich den Beweis dafür, daß Engels nicht mir tschechisch sprach, tschechisch las, sondern sogar di« tschechische -Hebt rfe-tzun g des k vnrnru n i fri s ch e m M an i f rftte s kor- rigiertc. Die erste tschechische Ucbcrsetzm-ig des kommunistischen Manifestes vollführte der erst unlängst verstorbene Genosse R a- dimsky, der stch an Engels um die Erlaubnis der Uebersetzung roanbbe und auf den Rat Victor Adlers hin Engels um Durchsicht der Uebersetzung ersuchte. Victor Adler hatte dem Uebersetzer geraten, die Uebersetzung nur getrost an Engels zu schicken, da Engels die tschechische Sprache beherrsche und die Arbeit bestimmt durchsehen und korrigieren werde. Radimsky befolgte diesen Rat. Engels hat ihm denn auch daraufhin he'ter erwidert wenn ihm Adler eingeredet habe, daß er, Engels, das Tschechisch« beherrsche, dann habe er etnws geslvnkert. Er sei froh,»venn er unter ZuHilfe- nahm« eines Wörterbuches etivas tschechisch lesen könne: aber er solle ihm nur die Uebersetzung schicken, er»vcrde sich ganz gern wieder im Tschechischen üben... In der ersten Ausgabe der Ueberfetzang des kommunistischen Manifestes veröffentlicht Radimsky zwar das Engelssche Schreiben, in dem Engels seine Einwilligung zur Uebersetzung gibt, aber dies Schreiben ist dort nur unvollständig Der Absatz, in dem Engels er-wähnt, daß er tschechisch könne, fehlt.----- Es war auf irgendeiner internationalen Gewerkschaftsberatuiig, wo ich mit M. Beermann aus Wien zusammentraf und zufällig über Engels zu sprechen begann. Ich»ragte ihn, ob er nicht im Jahr« 1893 in der Lersammlung bei Dreher war, aui der auch Engels sprach. Beermann meinte bejahend, er sähe Engels noch im Geiste vor sich: eine größere, schlanke Gestalt, den Kops umrahmt von einem graumelierten Bart. Gleich darauf»ragte ich, ob er tschechisch sprach. Beermann bejahte. Engels sprach da- mals in der oben erwähnten Versammlung in allen österreichischen Sprachen und auf Ersuchen der tschechischen Genossen auch tschechisch. Biel sagte er angeblich nicht. Er entschuldigte sich, daß er kein Redner, und daß die tschechische Sprache verflixt schwer sei... Und ein dritter Zeuge bestätigte mir Engels' Kenntnisse der tschechischen Sprache. Es ist dies Genosse S ch a l l e r. einer unserer ersten Pioniere der Gecoerkschaftsbewegung... Er ist der letzte der tschechischen Delegation, die am Internationalen Kau» greß in Zürich 1893 teilnahm. Er denkt noch oft daran, wie außer anderen Delegierten auch er und Steiner neben Engels saßen, und wie Engels mit ihnen sprach und dann und wann einige tschechische Worte dazwischen warf... Und dann unterhielt er sich mit ihnen über die Verhältnisse der tschechischen Arbeiterbewegung... Neben den Kriegswissenschaften beschäftigte sich Engels mit Vor- liebe mit Philologie.„Engels schlingt in zwanzig Sprachen", sagte einmal lachend irgendein Kommunard. Die geringsten Einzelhetten waren ihm wichtig. So las er zun» Beispiel seinem Freund M e s o, kaum daß er aus Spanien kam, den Ro- mancero laut vor, um sich in der Vetovumg zu üben. Engels' Kennt- nisse der europäischen und auch östlichen Sprachen waren unglaub- lich groß. Marx' Schwiegersohn Lafargue erzählt, daß, als er aus seiner Flucht nach dem Sturz der Kommune mit Mitgliedern des Rationalrats der Internationale in Spanien zusammentraf, sie ihm berichteten, daß sie im Sekretariat des Hauptrates für Spanien e i n gewisser Angel vertrete, der das reinste K a st i g l i a n l s ch schreib«. Der Angel»»»ar kein anderer als Engels F r a n c i a. der Sekretär des Nationalrats für Portugal, bekam von Engels Briefe in einem einwandfreien Portugiesisch;«ine hübsche Leistung, meint Laiargue, luern» man die Einzelheiten und Abweichungen dieser Sprach« vpn der italienischen, die Engelz ebcnjo vollkommen beherrschte, u» Betracht zieht... Unterwegs nach Clevelazxd Sepzclif einer Hob e�fnln? i ven Trccmp 7. „U here shc comes frean?* „Wo kommt es Her?" „From Detroit. It is an auto-boat." „Von Detroit. Hot Autos geladen"! sagte der Alte an meiner Seite. „Hm, Detroit. Muß auch ganz schön sein. Vielleicht gar Arbeit." Der Kahn kam sacht den schmalen Kanal heraus, glitt an dem kleinen«teinlai oorbei, auf dem wir saßen, und oerschwand links hinter der dicht am Wasser stehenden Bahnhofsholle. Die Männer auf dem Kai. teils mit, teils ohne ihren Willen außer Arbeit, rauchten ihr« Zigaretten, meistens selbstgerollte. sprachen wenig, starrten ins Wasser oder nach der geizig mst Gras bewachsenen Steimnch«. Im übrigen genossen sie die Ruhe dieses heißen Maiennnttags. Ab und zu oerschwand einer, um sich zur Abwechselung irgendwo in den Schatten zu hauen. Ich zu dem Allen: „Wo kommst du den» her?" „Bon Clevelond, gestern remgekommen." „Gehst du heut' wieder raus?" „Nein, werd' ein paar Tage hier bleiben. Und du?" „Gestern von Binghampston gekommen." „Wohin?" „West!" Wir waren eilte gemischte Gesellschaft, dort am 5kai. Ein paar bobos, auch tramps genannt(Vagabunden, die ganz Amerika ihr eigen nennen: im Gegensatz zum deutschen Kollegen nie zerrissen, zerlumpt gehen, rasiert, sauber), zwei Seeleute, die auf den riesigen amerikanischen„lalres"(Seen) fuhren und aus Heuer warteten, und noch ein paar verachtete„city bonis"(Stadtstrolche). Vielleicht 10 Meter hinter uns standen drei livriert« Neger, die trinkgeldhungrig ankommenden Passagieren das Gepäck ab- nahmen und nach dem rechts am Pier liegenden Dampfer schleppten. Sie sahen ims gor nicht. Der Kasten fuhr wahrscheinlich auch nach Detroit. Ich steckt« mir«ine„Lame!"(amerikanische Zigarettenmarke) an und bummellc die am Kai endende Hauptstraße hinauf, zur Stadt zurück. Am„Kuba.faeK" vorbei, an den„rooms for workingrnen" (Zimmer für Arbeiter), am Seemannshcim und wie diese Elends- löcher sonst noch hießen. Man konnte dort für 10, 25, 35 Cent oder ganz„verschwende- risch" für SO Cent schlafen. Selbstverständlich„mit", d. h. mit Wanzen. Das war das einzig bemerkenswerte an den Löchern. Di« Elendsquartiere sind überall dieselben, dreckig, finster, mit dam beklemmenden Gestank von Räumen, in die nie frische Lust hineinkomnu. In diesen Buden bringt der größte Teil der unoerheirateten Arbeiter lein Leben zu. Sie arbeiten an Dämmen, an der Eisenbahnstrecke, in der In- drustrie oder wo immer sie gebraucht werden. Sie fluten nach jeder Außenarbeit immer wieder in die großen Städte zurück, zurück in den Dreck. Sie müssen dorthin, weil sie immer dort gelebt haben, und es einen anderen Weg auch nicht gibt. * „Halloh, Jack, which is the street to Niagara-Falit?" „Hallo. Jack, wo geht's nach den Magarafällen?" „Was. willst du laufen?" „Sicher, es ist nicht mein« erste Meile." „Es sind gegen 30 Meilen(engl.) hin und zurück!" „Was, 30 Meilen?" „Sicher, die Straße hier geht gerade hin. Du kannst aber mit der Straßenbahn fahren, 1,50 Dollar hin und zurück, wenn du Geld host." Ja, Geld halle ich noch, es war ja nicht so lange her, seit ich meinen letzten„jc>d" aufgab. Für heute war es zu spät Wir buimnellen zusammen weiter. Er war Kanadier, ein ruhiger, etwas scheuer Kerl. Eine lang« Lalle. Paar Zoll länger als ich. Kein« Arbeit drüben. Da war er über die Brücke nach hier gekommen. Abgebrannt.„Broke". Das Geld hatten sie ihm angeblich im Massenquartier geklaut. Wir gingen zusammen essen. Der„poliee.man", der im„iunch- room" aß und mit der Kellnerin poussierte, nickt« meinem Kanadier freundlich zu. Da schien wohl doch was wahr zu sein an der Klauorei. Im staatlichen Arbeitsnachweis war schwerer Le- trieb. Eine Menge Arbeitsuchender. Die Beamten hallen.Hall" zu tun: Immer wieder mußten sie sagen: nichts zu machen; heute nichts. Ich drückte mich zur Farm- Abteilung durch. .choizfäller?" „Nein, iartn.banll. Was zu tun?" „Ja, hier will ei» Farmer eine Hilfe, mit melke n." „Wieviel Kühe?" „Acht Kühe!" „Rein, nichts für mich." Es drängte ja auch nicht. Solange meine Dollars nicht alle waren, gab ich meine Freiheit so leicht nicht auf. Am Morgen gondelte ich durch ziemlich öde, wiesige Gegend zu dem zivilisierten Wunder der Niagaras äll.", mtt ihren gepflegten Rasenflächen, Sitzbänten, Ansichtskarten und verheirateten Bc- suchern. Meistens würdevollen, älteren Personen, die, als sie noch Ein- drücke empfangen konnten, dem Dostor nachranMen und jetzt den Salat ansahen, weil man es gesehen haben und es auch schön sein soll. -» Ich war schon über 2 Tage in B u f s a l o und mußte sehen, daß ich wieder hinauskam. Versuche, mtt einem Schiff wegzukommen, waren Platten. Ein Qftizier des Passagisrboots. dem ich beteuerte, daß ich ein verdammt guter Arbeiter wäre, sagte: er könne nichts tun. Und auf dem auto-boot fuhr ich nrit dem Aufzua nach unten, um bis Detroit dort zu bleiben; aber der Vorman-n halle mich ge- sehen, trotzdem ich mich nur kurze Zett auf dem Deck herumgedrückt hatte, uud holte mich wieder rauf. Das Ausladen der Autos ging unverschämt schnell. Der Aufzug rasselte nach unten, der Auslader mit seinem Wagen mit Gas auf die Plollfonn, scharf in die Bremse getreten, der Aufzug rasselt nach oben. Gas, runter von der Plattform, im Rückwärts- gang bis an die Rceling, Borwärtsgang rein, die Rampe hinunter in die Halle.' Die nächsten Tage fanden mich wieder auf der„roaä"(Straße). Die schmutzig-grauen Häuser. Häßlichkett in jedem Fenster hockend, der Fabrikvorstadt L. hatte ich bald Himer mir. Meine Arbetts- nachfrage in der Bethlehem-Stahl-Corporation und einer mächtigen Zementfabrtk waren-zwecklos gewesen. Ich trat auf das harte Betonband der Autostraße, das, Zuoerläfsizkett, begeisternde Brette, unbesiegliche Stärke ausströmend, bald zwischen mächtig»», zahllosen Weingärten hinlief, bald dicht am E r i e s« e dahinglitt, unaufhörlich bis Cleveland. Auto um Auto summte, rauschte, klapperte vorbei. Aber ich hatte Pech. Die Sonne brannte und ich ging Meile um Melle. An einer Wegbiegung kaut mir aus der anderen Straßenseite mit schleppenden Schritten ein aller, heruntergekommener Mann entgegen. Sich mit seinem roten Taschentuch den Schweiß von de? Stirn wischend, fragte er mit müder Stimme: „Hallo, Bruder, wie weit nach L.?" „Acht bis zehn Meilen, denke ich." Sich immer wieder mit dem Taschentuch über die Stirn wischend, wo doch gor kein Schweiß mehr war: „Noch acht bis zebn Mellen." Er drehte sich langsam weg, steckte das Tuch wieder ein, holte die Mütze aus dem Genick und ging weiter, mit diesen schleppen- den, so müden Schrttten. Die Gestalt war in bestürzende Traurigkeit gehüllt, daß ich mich fassungslos wegdrehte und meinen Weg weiter latschte. Später flel mir ein, ich hätte ihm doch ein paar Dollar geben können. Ich halle doch noch gegen 25. Vielleicht hätte es ihm oc- halfen. Und wenn ich manchmal an ihn denke, so empfinde ich immer wieder ein Schuldgefühl. Kurz nachher nahm mich ein feiner Wagen mtt, der zum Golf- platz fuhr. Es waren nur ein paar Mellen, dann tippelte ich wieder... eRuch tKinder im Traum Das Leben der Kinder ist heute von vielen Seiten durchforsch: worden und ein Kind kann kaum mehr etwas tun, denken, unter- lassen oder unterdrücken, worüber die moderne Psychologie nicht erschöpfend Bescheid wüßte. Mehr als die Gelehrten wissen aber die Dichter. Und wenn es einem von ihnen cinfälll, den verwirr- ten Wachtraum von Kindern autzuschreiben, dann kann eine Dich- tung entstehen, die mehr Aufschluß über Kinder enthüls als die Wissenschaft. Ein solches Buch ist dem amerikanischen Dichter Christopher Morley mtt seinem Roman.Kinder im Traum"(Verlag Bruno Casstrcr, Berlin) gelungen. Es sst ein bezaubernd leichter Roman, der aber keineswegs leichte Lektüre ist. Das Werk ist so von Geist, Traum, Wirklichkett und Unwirk- lichkeit durchsetzt, daß nur ein guter Leser die Zarthetten und WunderU chlciten ganz genießen kann, die in den unerwartetsten ?lugeiiblicken der Handlung zutage treten. Aber nicht das allein macht das Besondere dieses Buches aus. Die natürliche Harm- losigkeit, mit der hier die verborgenen Geheimnisse des Kindes ausgesprochen werden, wirkt ganz unamerikanisch. wenn nicht eben doch unser alter Freund Babbit, der amerikanische Realitätenhändler von Sinclair Lewis, mit feinen krampfhaften Versuchen, so recht leben-! oll zu sein, oft aus den Gesprächen und Handlungen der Romanpersonen herausschauen würde. Das Wesentliche de» Buches ist nämlich eine überaus reizvolle Lyrik besten englischen Ursprungs. Gewiß erinnert der Dialog mit seinem leichten Ge- p lau der und seinen vielen nicht- sagenden Liebenswürdigkeiten an die saubergewaschene Unterhaltung englischer Weekendstücke. Aber die bedeutsamen und wie aus dem Traum gesprochenen Wahrhei cn bestimmen den Charakter de- Buches so sehr, daß sich der Leser wie in einen Sommernachtstraum versetzt jühlt. Schon dt« Idee des Buches ist ganz reizend. Kinder sind bei einer Geburtstagsgesellschaft zusammen und werden in ihrem lustigen und naiven Spiel und Plaudern durch die Tapsigkett der Erwachsenen, durch ihre Schulmeistere� wie durch ihre wichtig, suerische Freude an den ganz naiv herauskommenden Einsällcn „ihrer" Kinder im tiefsten gestört. Wie gräßlich sind diese Er- wachsenen! Was für Sklaven die Kinder! Und min geht das. was in den Kindern zuinnerst existiert, in einen Wachtraum über, der den eigentlichen Roman ausmacht, alle Kinder sind Erwachsene, haben ihre Häuser, ihre Familien, ihre Sorgen, ihre Liebel ten, ihr« Kindheit lebt wie eine Erinnerung weiter fort, und alle leben nun plötzlich wie Erwachsene, die sie so gerne sein wollen, da- Leben ihrer Kiitdhett fort, sind dabei selbst schon so unausstehlich wie Er- wachsene, deren Gehaben sie unwillkürlich imitieren, das sie aber auch verbessern, da sie seine Unerträglichkeit kennen. Fragt man sich freilich, wie diese Kinder einmal sein werden, wewl sie w'rk- lich erwachsen sind, so fällt die Antwort nicht sehr günstig aus. Man könnte voraussagen, daß sie das Produkt ihrer schlechten Er- Ziehung sein werden, aber daß sie doch mich versteckte Schönhettcn besitzen werden, wie die Menschen selbst, wenn nur der Dich er an sie herantritt und sie offenbart. Dieser Roman ist ein zartes musikalisches Capriccio, dessen meisterhaft abgewogene Ucbcrsetzung durch E. L. Schiffer besonderen Dank verdient. Felix Ltö-sinser. •• «« FÜR DEN KLEINGÄRTNER Vorkeimen der Frühkartoffeln Anfang Februar kann man mtt dem Vorkeimen der Saat- kartosfeln beginnen Man legt sie, das spitze Ende nach oben, in 6— 7 Zentimeter hohe Kästen, in die man eine 2— 3 Zen-imeter hohe Schicht ganz schwach angefeuchteten Torfmull gebracht hat. Die Kästen werden im srostfreien Keller aufbewahrt. Haben die Keime die Länge von etwa 1 Zeittttneier, so wird der Kasten mtt Torfmull ausgefüllt und 2 Zentimeter hoch badeckt. Einige Wochen vor dem Auspflanzen feuchte man diese Decke an und hatte sie mäßig feucht, was eine gute Bewurzelung hervorruft. Das Aus- lösen der vorgekeimten Kartoffeln muß recht vorsichtig geschehen. am besten erst auf der Pflanzstelle selbst. Man kann dem ab- gestandenen Wasser zum Feuchchalten auch ein wenig Kunstdünger, 20 Gramm auf 1 Kilogramm Torfmull, zusetzen. Vom Salatsaatgut Auf dem Gebiet des Salat- worden einige neuere Sommer- s a l a t e empfohlen Da sst die Sorte B o h e m i a(weißes Korn). die bei der größten Hitze nicht schießen soll. Das Watt sst leicht gekraust, die Köpfe sind fest und von gelb-grüner Färbung. Ihr zur Sette steht Laurenz ioner Salat, von größter Festig- kett und langandauernder Haltbarkeit, in der Farbe ebenfalls gelb- grün. Die Ernte soll im letzten Jahr klein gewesen sein. P a b st' Hitzkopf sei als drirter genannt, mit goldenem Herzen, äußerst widerstandsfähig, bildet feste Köpfe innerhalb 60 Tagen von der Aussaat. Pfitzers Wunder von Stuttgart sst eine süd- deutsche Einführung, bildet feste, glatte Köpfe von gelber Farbe. Auch Stuttgarter Dauerkopf, ferner Laibacher Eis- f a l a t— verlangt guten Boden und reichlich Wasser, muß auch sehr weit gepflanzt werden, mindestens mit 40 Zentimeter Ab- stand— und seine Verbesserung Riesen-, Kristall-, schließt sich früher als der Eissalat, sowie brauner Trotzkopf(innen aber goldgelb) und verbesserter gelber Trotzkopf- seien genannt. Daß daneben noch zwanzig und mehr großköpsige Sommersalate angeboten werden, darf bei der Beflissenhett, mit der jede größere Samenfirma ihre eigene Spezialität haben will, nicht wunder nehmen. Der Herkunft wegen möge noch?l u st r a l i- scher Kopfsalat genannt werden; er bildet keine besonders festen Köpfe, ist aber schon im Stadium des Wachstums zart und wohlschmeckend, so daß er genossen werden kann, zumal in der salatarmen Zeit. Bei den frühen L a n d s o r t e n ist die Auswahl nicht so groß; Mai tönig sst wohl noch immer der beliebteste wegen seiner Schnellwüchsigkeil, auch als Kastensalat gut zu gebrauchen, nur ntuß man ihn in einem lauwarmen oder kalten Kasten ziehen, da er wenig Wärm« beansprucht. Auch M a! w u n d e r ist für Schutz durch lallen Kasten dankbar; eine Frühsehrsnussaat darf nicht später als im März erfolgen Andere Früh'o ten sind Bis- marck. Rudolphs Liebling, Gloria, Erfurter Dickkopf, Deutscher Unvergleichlicher. Als Treib sor ten stehen zur Verfügung: Verbesserter Kaiser Treib sowie B ottners Treib, daneben steht Maikönig Treib und als neuere Sorte Viktoria, eine Verbesserung von Maikönig. Man rühmt ihr Größe der Kopie und schöne gelbe Farbe nach. Was die Kultur betrifft, so sind die Aussaaten für Treibsalat bereit- ab Januar zu machen. Ein Pikieren der Sämlinge solcher frühen Aussaaten ist dringend anzuraten. Ianuarsämlinge sollten sogar zweimal pikiert werden. Für Freilandanbau sät man im März aus; es empfiehlt sich je nach Bedarf alle 2— 4 Wochen neue Aussaalen zu machen, doch läßt man gern die heißen Monate Juni und Juli ohne Swten. Im Freien werden die Frühsortcn ans 30 Zentimeter Entfernung gepflanzt, die großen Sommcrforten auf 35— 40 Zentimeter. Je freier der Salat im Lande steht, desto schöner entwickell er sich. Akklimatisierung von Gemüsesamen Bei Bestellung von Gemüfesamen achte man darauf, daß deutsche Saat geliefert wird, die durch diesen Ursprung schon den Beweis liefert, daß sie dem deutschen Boden und den Wetter- verhällnsssen sich angepatzt hat. Daß selbst innerhalb Deutschlands große Verschiede nheii unter den einzelnen Gegenden besteht, sst bekannt, und nicht jede Sorte, die für West- und Süddeittschland ihre Vorzüge hol. eignet sich für den kälteren Osten. So ist zu bogreifen, daß in dem bekannten L i e g n i tz e r Genüssebauquartier Versuche angestellt werden, um anderswo erzielte Samenverbesse- runge» auch für das östliche Klima wirksam zu machen. Eine Samenhandlung hat u. o. Zuchlstämmcn aus dem sächsischen Anbau- gebiet angekauft und diese Stämme züchterisch weiter bearbeitet behufs Akklimatisierung des Saatgutes, speziell hinsichtlich der Dürrewiderstandsfähigkeit bei Weiß- und Rotkohl. Wenn solche Versuche in verschiedenen Anbaugebieten vorgenommen würden, müßte der Gemüseanbau an Sicherheit gewinnen. Bei zwei Ge- müsearten: den Tontaten und den Steckzwiebeln, sollte man jeden- falls nur deutsches Saatgut vcrweuden und sich nicht durch das schöne Aussehen bestechen lassen. Bienenfutterpflanzen Unter den Sommergewächsen findet sich eine ganze Anzahl. deren'Anbau dem Bicnenwirt willkommen sein muß, da sie gern von Bienen beslogen werden. Wir nennen die Scidenpflanze (-Vsclopias syriaca), das Roitissen(Anbrietia Leiditlinii), das zu den roizensten Frühlingsfelsenpflanzen gehört, die Riesenbalsamine slwpatjou� glanduligera). über mannshoch werdend, die goldgelbe Bartonie(Bartonia aurea), das Sommer-Beraißmeinnicht(Cyno- friossum), der Drachenkopf(Dracocophalmn rnoldavicurn), ein von den Bienen besonders bevorzugles Gewächs, den Goldbecher (EschsdioUria), von dem man eine Mischung heranziehen kann. die Steinpappel(Malopc grandiQora), die graublaue Phacelia fanacctifolia, gleichfalls als beste Biensn'ullerpslanze bclaiutt, wo- auch von dar dalvia horminura coerulea, dem Blaubart, aill, ferner das Seifenkraut(Kaponania multiflora), und von den Klee- arten kommen namentlich Esparsette(Hedvsajuni. Trifolium suavcolens), wohlriechender Klee, Serade lla(tZmitbopus sati-vus) und Wundklee(Anthvllis vulneraria) in Betracht. Di« Ansucht mehrerer Bienenfuttergewächse empfiehll sich, da ja mit der Ver- schiedenheit der Blütezett, sowie mit etwaigem Versagen der einen oder anderen Pflanze gerechnet werden muß.'Daher operieren große Samenhandlungen ein Saatgut, das eine Mischung der oben ge- nannten und noch einiger anderer Sommerblumen darstellt. 'ARBESTEH TUSSBALL Wcrbeveransialiung in Friedricfasfeldc Der fommenbe Sonntag steht kn Zeichen der großen Fuß- und Handballveran staltung auf dem Städtifchen Sport- platz in der Treskow-Mee in Friedrichsfelde� Der Arbeiter-Turn-- und Sportverem Friedrichsfelde hat zu dieser, seiner ersten Ver- anstaltung ausgerufen. Um 11 Uhr gehen die Handballspiele los, denen sich dann ab 13 Uhr zwei Fußballspiele anschließen. Im ersten Spiel stehen sich Lichtenberg I 2 und ASV.-Neukölln 2 gegen- über. Um 14 Uhr 3l> treten dann Eiche 1 und Butab 1 auf den Plan. Beide Mannschaften leisten für ein wirkliches Propaganda- spiel sichere Gewähr. Weitere Spiele: Herzfelde gegen Lichtenberg II. Kapel 1 gegen Volkssport Neukölln 2. Lichtenberg I gegen ASV.-Neukölln in Lichtenberg, Hauffstraße. Eiche 1b gegen Sokol. Freie Scholle gegen Saxonia. Pankow gegen Strausberg Cladow gegen Osten. Nowawes gegen Wacker 3l>. Drewitz gegen Nauen 2. Brieselang gegen Potsdam. Union 28 gegen Britz 88. Friedenau geg-n Eintracht.— Zweite Mannschaften: Herzfelde gegen Lichten- berg 71. Eich« gegen Butab. Pankow gegen Borussia. Cladow gegen Osten. Nowawes gegen Pankow 3. Briefelang gegen Potsdam. Friedenau gegen Eintracht. Beginn der Spiele: 1. Männermannschaften 14 Uhr, 2. Männermannschaften 12 Uhr IS. FT.-Karow 2. Mannschaft sucht noch Gegner zum Sonntag auf Gegners Platz. Eilangebote: Heut« ab 21) Uhr unter Tel. Buch 8248. Arbeiierhockey In der Gruppe A spielen am Bormittag, 11 Uhr. auf dem Platz Ost. Laskerstr., BfL.-Oftring und Athletik-Sportllub. In Mariendorf spiest die dortige Frei« Turnerschaft Groß-Berkin gegen den Sportverem Moabit um 15 Uhr. Hier ist die Frage nach dem Sieger sehr offen. Freie Turnerschast Groß-Berlin Nordring empfängt Pankow zum fälligen Serienspiel in der Schönhauser Allee, 15 Uhr. Hier wie im Spiel Ostring dürite den Platzvereinen der Sieg nicht zu nehmen sein. In den anderen Gruppen spielen FTGB. Nordring 2 gegen Athletik-Sportklub 2. 12L0 Uhr, Schön- Häuser Allee. VfL.-Ostring 2 gegen FTGB.-Pankow 2, Platz Ost- Nummelsburg, Laskerstr.. 9.30 Uhr. FTGB.-Martendorf 2 gegen Sportverein Moabit 2 um 12 Uhr in Mariendorf. VfL.-Ostring 3 gegen FTGB.-Nordring 3 um 8 Uhr, Platz Ost. Im Gesell» s ch a f t s s p i e l treffen sich Vostssport-Neukölln und FTGB.-Osten 1 in Mariendorf, 13.39 Uhr, Bolkspark. Bei den Frauen ftndet nur ein Spiel statt: FTGB.-Nordring und Volkssport Neukölln sind die Gegner um 14 Uhr in der Schönhauser Allee. Momag, 26. Iamiar findet in der Kreisgeschästsstelle nm 29 Uhr die Schieds- richterprüfung statt. Weisse Feien in Rainfalerhof Der Deutsche Metallarbeiter-Verband hat vor einigen Iahren das frühere Stöckers che Hospiz, das durch Feuersbrmfft fast vollständig niedergebrannt war. erworben, und auf seinen Grundmauern ein der heutigen Zeit entsprechendes Hotel errichten lasten. Es liegt auf einer geschützten Alpe, etwa 1999 Meter über dem Meere an Raintal. Von Gar- misch-Portenkirchen führen zwei Weg« zum Raintaler Hof. Der eine führt durch die Parinachklamm, der andere, kürzere, aber bedeutend anstrengendere, ist der sogenannte„Hohe Weg", der den Wanderer in eineinhalb Stunden den Raintaler Hof erreichen läßt, einen idealen Aufenlhostsort für Erholungsuchende. Von hier aus kann man die schönsten Ausflüge machen. Herrliche Wege führen zum Krcuzeck, der Hochalm, durch das R a i n t a l und die Höllentalklamm. Schon der kleinste Aufstieg lohnt die Mühe mit Ausblicken auf die langen Ketten des Wettcrftein- und Karoendsl- gebirges. Der Untornehmirngsiisitige kann sogar in einer zwei Tages- tour der Zugspitze einen Besuch abstatten. Im Winter gibt es für geübte Skiläufer«ins Menge Abfahrien und für Anfänger ein dankbares Uebungsgeländs. Die schönsten Monate sind Februar und März. Der Reichsaus schuh für sozialistische Bildungsarbeit hat seine erste Reise im März d. I. zum Rain- taler Hof vorgemerkt. Allen Genossinnen und Genossen sei dieses Reiseziel aufs wärmst« empfohlen. l'LEUckF drei Lebensrettungen durch den Arbciter-Wosserretiungsdienst Der Arbeiter-Wasserrettungsdienst des Arbeiter- Turn- und Sportbundcs gibt seinen alljährlichen Bericht für das Jahr 1939 heraus. Ihm zufolge wurden auf 295 Rettungswachen 129 837 Wachstunden Dienst geleistet. 5294 erste Hilfeleistungen sowie 1979 Lebensrettungen zeugen von der Tat- und Hilfs- berestschast der Arbeiter-Waflersportler. Konnten durch diese 1979 Lebcnsrellungen ebenso viele Familien vor dem Verlust ihrer Mitglieder bewahrt werden, so mußten auch leider in 55 weiteren Fällen die angestellten Wiederbelebungsversuche aus Anordnung von Aerztcn eingestellt werden, da bei diesen Personen das Leben bereits erloschen war. Dia vorstehenden Zahlen stellen ein großes Stück, Sozialismus der Tot* dar, die bisher wohl unübertroffen in der Geschichte der Sportbewegung dasteht. Nach einer angestellten Berechnung über die Tätigkett des AWRD. im verflossenen Jahre leisteten durchschnitt- lich 44 Rettungsschwimmer pro Tag je 8 Stunden Dienst, bei welcher Gelegenheit sie täglich 14 erste Hilfeleistungen gewährten und außer- dem pro Tag 3 Lebensrettungen zu verzeichnen hatten. Zu den Dienststunden von 129 837 kommen noch 972 Stunden der Hochwaflerschutzabteilungen. Berufsfahrer auf Rollen Nachdem kürzlich die Amateure den von Mar Hahn konstruierten Zehnrollen-Apparat mit Erfolg ausprobiert hatten, ließen es sich bekannte Berufsfahrer nicht nehmen, ebenfalls in den Pracht- sälen am Märchenbrunnen mit einer eigenen Veranstaltung auf- zuwarten. Der Besuch war gut. Hauptpunkt des Programms bil- dete ein 59-Kilometer-Mannschastsrsnnen, das«ine Beute Lehmann-Wisfels wurde. Die beiden Berliner über» rundeten im Verlaus des Rennens das übrige Feld und stellten so ihren Sieg sicher. Im O m n i u m trafen sich Dusse-Schuffenhaucr und Kach-Mietho. Hier behaupteten sich überlegen Busse-- Schussenhauer. Die den Abend einleitenden Handicaps fielen an E h m e r und S i e r o n s k i, während im Mal- fahren Schussenhauer den ersten Platz zu belegen wußte. Schließlich ein Verfolgungsrennen zwischen Mieth« und Wistel, das reich an spannenden Momenten war und mit dem Siege M i e t h e s endete. Boxabend Polizei-Sport-Verein Sellen war«ine Veranstallung der P o l i z e i b o x e r so gut besetzt, wie der letzte Kampsabend, der in den Germaniasälen durch- geführt wurde. Mit besonderem Intereste wurde dem Start von Gaikowsti und Pautz entgegengesehen, die sich in Gemeinschaft mit ihren Äolleaen Sünna, Thörey und Donner demnächst nach der englischen Hauptstadt begeben, um an den englischen Polizeimeister- schoften teilzunehmen. Pautz schlug Daniel(Hermes) knapp nach Punkten. Einen überzeugenderen Punktsieg errang Gai- k o w s k i über den Hermesmann S ch e u i n g. Etwas überraschend kam die kw.-NiLd«rlage des Maccabäers Fried mann. Der SchwergewichUer B ü n t i n g setzte ihn in der zweiten Runde über die Zeit auf die Bretter. Donner und Thörey blieben ohne Kamps, da ihre Gegner wegen Erkrankung nicht antreten konnten. In den übrigen Begegnungen siegten Gerhard(Hermes) über Kraspowitz, Räune über Wahrnad(Sparta) und Krall(Hermes) über Fügner durch Disqualifikation in der zweiten Runde. Unentschieden endete das Treffen zwischen Weder und Kalinasch(Westen). Ich lerne Wintersport! Es ficht ja so aus, als ob wir nun doch etwas vom Winter zu erwarten haben. Bekannte, die über Wachnachten und Neujahr im „Gebirge" waren, erzählen reine Räuberpistolen: Der Schnee liege überall einen halben, an vielen Stellen sogar einen ganzen Meter hoch. Donnerwetter, man kann sich das in Berlin kaum vorstellen. Unsere Straßen sehen wie geleckt aus, keine Spur von Schnee. Aber der Unterschied kommt sicherlich daher, daß dos Gebirge eben höher als unser, in der norddeutschen Tiefebene gelegene, nur 36 Meter hohe Äreuzberg ist! Aber Wintersport ist fein, sagen sie alle, also: Ich lerne Rodeln! Ich habe das zu Haufe gemacht mit dem Rodeltursus. Ich nahm ein Plättbrett, legte es mit dem einen Ende auf einen Stuhl und auf einer Fußbank, auf berlinisch„Rutsche", fauste ich immer hullerdibulla auf dem Plättbrett hinauf und hinab. Nebenbei gejagt, wir wohnen parterre, ich habe also keinen Hausgenosten durch meinen Lärm belästigt. Mullerweile hatte ich schon schöne Fortschritte gemacht. Da wollte ich Kurve nehmen. Leider hatte das Plättbrett keine überhöhlien Kurven. Mit einem Male HastenichgeseHen, bums. krach, kippt die ganze Rodelbahn um und ich liege unter dem„Wintersport" begraben. Voller Schreck kommt mein« Frau aus der Küche gelaufen und sieht die Bescherung. Trotz lebhafter Auseinandersetzung(ihrerseits!) war sie nicht davon zu überzeugen, daß der Wintersport eine herrliche Sache sei und rannte in die Küche zurück, wo mittlerweil« das Fleisch auf dem Feuer einen eigentüm- lichen Geruch angeuommen hatte. Das Rodeln hatte ich nun glücklich hinter(eigentlich über) mir. Nun noch schnell einen Trocken skikursus. So ein Trocken- k u r s u s ist nicht etwa ein Kursus, wo es nichts zu trinken gibt, etwa wie in Amerika. Im Gegenteil, man bekommt gewalligen Durst davon. Auch nicht, wo mit lrockenen Schneeschuhen geübt wird. Vielmehr ist das«in Kursus ohne«chnee! Entweder in einem Saal bei einem Lehrer oder zu Hause auf dem Teppich nach einem Lehrbuch. Ich kaufe mir also das bekannt« Buch:„In sechs Tagen perfekter Sliläufer" von Zllois Schneehcrger: der Name des Autors reizt« mich! Schon immer habe ich über den Winterssiort so meine eigenen An- sichten gehabt. Das ist nämlich nicht so einfach, wie alles aussieht. Manche treiben ja diesen Sport, bloß weil er Mode geworden ist, andere wieder, weil es der Arzt verordnet hat. Wer ebenso gut könnte er ja Holzhacken verordnen. Das ist auch gesund, aber nichts für die feinen Leute und dann können sie auch nicht verreisen. Wer also heute Wintersport treibt, fördert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch sein Ansehen. Das mir vorweg. Ich nehme also mein Lehrbuch zur Hand, mit der anderen schnalle Ub mir b-e Bretter an(„Bretteln" sagen sie in Schlesien, wo mein« Mutter her ist!). Nun übe ich das Gleiten. Da der Teppich hübsch sanft und eben ist, weder Baum noch Strauch im Wege stellen, macht das noch Spaß. Dan» heißt es, nicht die Ski heben, zum Ausfall leicht das Knie beugen, nicht so steif stolzieren wie ein Storch!" Jetzt wirds schon schwieriger. Aus der vierten Seite wird der Unterschied zwischen hartem, losem und klumpigem Schnee auseinandergesetzt. Das hat Alois offenbar von den Berliner Straßenfegern gelernt. Jetzt markiere ich einen Abhang, wieder mit dem Plättbrett.„Die Schnee- schuhe zusammen, den«inen vor, die Knie locker, den Blick voran" heißt es. Breitspurige den Körper zurückgebeugt, übe ich und schon liege ich auf der Erde. Nattirlich war ich verkehrt gefahren. Am zweiten Tag übe ich„Berganschrctten". Beine heben und nicht rück- wärtsgleiten. Ich nehme also meine Stöcke zur Hand und üb« den Treppenschritt. Rauf auf die Rutsche, von der Rutsche auf den Stuhl, vom Stuhl auf den Tisch und wieder zurück. Das ging ganz gut, nur die Bretter waren zu lang, ich habe erst den Schreibtisch und dann das Vertikow von den Nippsachen abgefegt dabei. Als ich dann schließlich beim„Kristiama"(kommt von Oslo, Norwegens Hauptstadt!) und beim„Telemark" mit den Skispitzen im Teppich hängen blieb und mit dem Kopf durch die Türfüllung sauste, kündigte mir meine Frau die Sportgemeinschaft. Sie sprach was von verrücktem Kerl, der sich lieber um die Kinder bekümmern solle und so und da habe ich den Wintersport aufgegeben. Aus den Skis werde ich Blumenbretter machen! Nachts träume ich jetzt sonderbar« Dinge: Ich mache im Kursus weitere Fortschritte. Ich fahre einen steilen Abhang hinab, kann mich nicht halten, die Vierradbremse oersagt, und ich rutsche statt auf den Brettern mehrere hundert Meter auf dem Rücken den Hang hinuter. Überschlage mich und lande schließlich kopfüber in einer tiefen Schneegrube. Nur die Bretter sehen noch heraus. Der Schnee kommt in den Hals, in den Mund, die Ohren und in die Aermel. Fürchterlich! Ich strample mit den Beinen und suche mich zu be- freien. Endlich wache ich in Schweiß gebadet auf und find« mich, fast am Ersticken, ganz unter der Bettdecke. Zum Glück mir«in Traum.— Dann am Steilhang. Vor mir ein Kamerad, in dessen Skispuren ich fahre. Steine und Büsche, die nicht ausweichen. Plötz- lich badet er sich im Schnee, ich sause auf ihn raus und fahre ihn mit den Spitzen durch Mütze, Hos«, Rock und Weste, werde aus der Bahn geschleudert, kann mich nicht halten, sehe Sterne, nichts als Sterne und bums, lande ich mit dem Kopf gegen einen Kaktusbaum. Heiliger Brahma, sieg« ich nicht mit dem Kopf auf dem Bettvorleger, mst den Beinen noch im Bett. Wie kann man nur s o träumen? Wer nach obiger Beschreibung etwa noch Lust verspüren sollte, sich im„Gelände" wester zu vervollkommnen, bstte, ich habe nichts dagegen. Bloß— Wintersport ist nichts fürs Zimmer! Ski-Heil! Euer Paulchcn. We?treleordt«brt im Motorboot Die Versuchsfahrten, die der englische Rennfahrer Kay« Don mit dem Motorrennboot„Miß England II" auf dem Neogh-See bei Belfast unternahm, waren von bestem Erfolge begleitet. Nach- dem Kaye Don schon bei der ersten Ausfahrt Geschwindigtciten von 85 Meilen in der Stunde erreicht hatte, brachte er es am Donnerstag bei einer neuerlichen Ausfahrt auf eine Geschwindigkeit von rund 199 Meilen(169,9 K i l o m e t e r) in der Stunde und überbot mst dieser Leistung bereits den bestehenden Weltrekord des mit der„Miß England II" tödlich verunglückten Sir Henry Segravc, der auf 98,7 Meilen stand. Bei den augenblicklichen Fahrten Kaye Dons in Belfast handelt es sich lediglich um Versuche für die im Aiärz i-i Buenos Aires stattfindenden offiziellen Weltrekordangrisje. Natursreunde-Diskustion: Laienspiel. In der heute, Freitag, 29 Uhr, in der Geschäftsstelle, Iolumnisstraße 14/15, ftastfindcnden Berliner Bildungskonferenz der Naturfreunde werden nicht nur die nächsten Veranstaltungen besprochen. Im Mittelpunkt steht eine Diskussion:„Was ist Laienspiel und wie kann uns Laien- spiel in der Gruppenarbest nützen?" Neben den Vertretern der Abteilungen sind auch sonst Interessierte herzlich willkommen. Boxmeisterschaslen in der weslsalcnhalle. Anläßlich des am l. Februar in der Dortmunder Westfalenhalle stattfindenden Box- abends werden die„Größten" und die„Kleinsten" um den deutschen Meistertstel streiten. Nach dem Tressen um die deutsche Schwer- yewichtsmeifterschast zwischen Hans Schönrath-Krefeld und Hein Müller-Köln wurde nun auch der Kampf um die Flieg« n- qewichtsmeistcrschaft zwischen dem Titelhalter Willi Metzner-Köln und dem Dortmunder Schäfer abgeschlossen. In dem Rahmenprogramm trifft Hans Seifricd-Bochum auf den guten Belgier Eamille Desmedt. Christmanv schwer gestürzt. Der bekannte Frankfurter Rem»- fahrer Willi Christmann hat beim Training auf der Bahn in der Festhalle zu Frankfurt a. M. einen bösen Sturz getan. Neben Rückenquetschungen zog er sich einen Schlüsselbeinbruch zu. so daß seine Teilnahme an dem am 39. Januar beginnenden 4. Frankftirtcr Sechstagerennen nicht möglich ist. z» der Scneraloersammlung des BZ«, grelheit»7, e. wurde der Bs» stand flir 1081 wie wlat«nvahlt: 1.«ortftcnd« Hugo Lock: 1.«alstercr un» Kcfchäftsflldrer Richard schul?, Belforti-r Str. 12: 1. Schriftfllhrcr Walter Ostr�ynsti: Technischcr Leiter Wolter Eicke. Bernauer Str. III.— Die Bade- abende finden statt: Montaqs AZö Uhr. Donnerstaqs 10 Ulir. Schwimmirst am 28. Januar, 15 Uhr, Sderberaer Strafte. Arbeiter�chiltiendund, Ott«: nippt«tili«,«dt. Charlottrubura. lZreitaa. 28. Zanuar, 2» Uhr, Ucbunasahtnd btl Sandmann. Wtstflllilche Str. 42. Besprechung. Iuatndabteilung: Montag, 36. Januar, iO'/j Uhr, Jugendheim Svreestr. SO, Zimmer 2. ZZSB.. Buir! eharlotttnhurq. Sonnabend. 24. llanuar, 20 Uhr, Zahrts» Versammlung aller Abteilungen bei Iamin, Sophie-Sharlotte- Ecke Bvtsdamrr Strafte. 3«i« Schwimmer tKroft-Berlin. Kaiiptausschuftfthuna Montag, 20. Januar. A Uhr, Grschitftsstellt. Lauptvorstand 1 Stunde früher, llebungsstunde aller am Lunadad Beteiligten Eonntag, 25. Januar, Stadtbad Lichtenberg, Subertus- strafte: grauen, weibliche Jugend und Mädchen 0 Uhr: Männer, männliche Jugend und iinabin 11 Uhr. Alteroriegenoersammlunq des Sesomtpercins Sonnabend, Zt. Januar, zo Uhr,«beschästsstelle. teanio-Rot Sroft, Berlin, e. Sockeyabteiluna. Sonntag, 26. Januar, Wanderung nach Eriner— Wolterodvrf. Treffpuntt s Uhr Rtadei- Ecke Isruchl- straft«. Gäste herzlich»ingeladen. Radfahrer,.Solidarität». Touren Sonntag, 25. Januar. 1. Hit: Bellchti- gung SIt-BerlIn. Start 10 Uhr Spi'telmarlt.— 2. Abt.: Botanischer Garten. Start IL Uhr ohne Rad Eingang Unter den Eichen.— Z. Abt.: Start und Tour wie 2. Äbt.-v«. Abt.: Treplower Sternwarte, S'art'lSZS Uhr Bahnhof Treptow.— Abt. griedrichohain: Müggelsee. Start 10 Uhr Schlesilcher Bahnhof.—-Zlbt, Moabit: chauptfeuerwache Lindenstrafte, Start Schmidt, Wicles- stvafte Ii» Uhr.— Ahr. Eteglth-Lichterfeld«: Beftchttaung de» Isenerwehrmuseums, Start Sie Uhr Steglift. Rathaus.— Abt. Reinickendorf: Besichtigung der Ge» werkfchaftsfchule in Bernau, Start wie oerabredet.— Rennfahrer Berlin-Mitte: Tour Adlershof f.ftiege), Start 12 Uhr Goldene Stuoet.— Sonstige Veranstaltungen in der Woche vorn 20. bis 31. Januar. 2. Abt.: 30. Januar. 30—-.E Uhr, Heimabend im Jugendheim Waffertorftr. 0.— Abt. Isriedrichslmin: 25. Sannai, SRore-Thcatet. Natten heim Kassierer. Start 21 Uhr. 27. Januar. 20 Uhr, Jugendheim Ebertyftr. 12.— Abt. Steglift-Lichterselde: 30. Januar, 20 Uhr. Saalfahren, Schule Sieglift, Isriesenstrafte.— Abt. Mahlsdorf: 2!>. Januar, 20—22 Uhr, Eaalfahren, Lotal Anders, Bahnhosstrafte.— Abt. Weiftdnsee: 26. und 2S. Januar, 20 Uhr, Saalfahren. Schule Weiftensee, Gustav-Adolf-Strafte. Touristen»««in.Die Ratursreunde», Zentrale Wien. Zsreitag, 23. Januar. 28 Uhr. Achtung! Bildungsionferen� Iohannisstr. 15. Jede Abteilung mnft vertreten sein.— Abt. Charlottenbura: Spreestr. 30:„Die nationale Israge in der Internationale». Sountog, 25. Zanuar: Kelten— Brieselang, 6,00 Uhr Stettin er Lorortbahnhos.— Iugendgruppe bumboldthain: Bant- Ecke Wielen. strafte:„Aus eigener Kraft».— isallboot-Abt.: Baden Gartenstrafte sMitglieds- oustveis).— Abt. Brift: Badeabend.— Abt. Südost: Brifter Str. 27:„Eid- geschichte unterer Heimat» sLichttnIdcr).— Abt. Trernow: Essen str.„Bon der Höhle ium Steinhaus».— Bhowgemeinschaft Abt. Osten: Israntfurter Allee 30?: �Kunstlichtaufnahmen».— Bhotoaemeinschoft Abt. Neukölln: Veralte. 20. Acht. Binetaplaft: Lorfting- Ecke Graunstrafte.:„Das gute Buch».— Montag, 26. Januar, 20 Uhr. Bhotogemeinschast: Zohanniaftr. 15: Wetrbemorb„Heimaui- nahmen".— Malgemeinschaf»: Wrangelstr. 126.— Esperanto: Tilsiter Str. 4.— Zährten. Abt. Isriedrichsdain: 24. /Ä. Zanuar Uederssr. 17.35 Uhr Stettiner Bahnhof.— Pr-„»lauer Berg: Sonntag. 25. Zanuar, nach Ertner. Treffpuntt ZZH Uhr Bahnhof Erkner. Zseeie Wosserfahrer„Anfwärt«». e. S. Sonntag, 25. Januar. Wanderung Tegel— Schulgendorf— Hermsdorf. Treffpunkt 10 Uhr Straftenbahnendhaltestelle Tegel. isTSB., Bezirk Lichtenberg. Sonntag, 25. Zanuar. 1« Uhr, Iahresgeneral- verfammluna bei Wegener. Israntfurter Allee 236. »Solldarität», ltrastfahrer. Veranstaltungen am Sonntag. 2». Januar. Abt. ssriedrichhai«: Wellpanorama, 15 Uhr Andreasstrafte fSchulel.— Abt- Norden: Besichtigung der Sternwarte, 181- Uhr Unterführuna Bahnhof Trep- mw.— Abt. Eharlottonburg: Besichtigung des Isahrradhaufes„Isrisch auf», 10 Uhr Wilmersdorfer Str. 21. Freitag, 23. Januar. B c r I i d. !6.05 Oberposirar Härtung; Die Berliner Stadt-Rohrpost- 16.30 Wiener Unierhaltungsuiusiit. 17.30 Das neue Buch. Ernst Kahn: Der internationale Geburlensireift. botietat»« Verlag, Frankfurt a. M.(Mikrophon: Prof. Dr. Qrotjahn.) 17.40 Aus der Werkstatt des Operndramaturgen.(Dr. Julius Kapp.) 18.05 Brei er und Hensellng: Für und wider die Astrologie. 18.50 Volkstümliche Kammermusik aus Rußland. Einleitende und verbindende Worte: Wladimir Vogel. I. Russische Volkslieder(bearb. von Goedicke). Für eine Singstimme. Violine, Cello und Klavier. 2. Russische Volkswelsen(bearb. von Krassew). Für Violine und Klavier. 3. Jewcsscjew: Russische Melodien. Für eine Siogstünmc und Cello. 4. Vogel: a) Taut: b) Autmarsch(Klavier). 5. Russische Volkslieder(bearb. VOM Goedicke). Für eine Singstimme, Klavier und Cello.(Alexandra Dolina, Sopran; Sofie Selzmann. Flügel: Hermann Salmon, Violine: HcrmmiM Weil. Cello. 19.40 Interview der Woche. 20.00 Ouer durch das Haus des Rundfunks. Ein beweglicher Freitagabend. 3i00 Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. Anschließend: Abendunterbaltnng. KBoigswusterhaMsen. 16.00 Prot. Walter Schönlehen: 25 Jahre preußische HafardornkmalpOeie. 16.30 Lelpllg: Konzert. 17.30 Stud.-Rat Georg Thiel: Das Fliegen und die Naturgesetze. 18.00 Dr. Veit: Wandel der Wirtsehaitsausfassnng in England. 18.30 Gh. Reg.-Rat Dr. W. Peiser: Vom Sklaven der Antike zum moderneu Arbeitnehmer. 19.00 Englisch iür Fortgeschrittene. 19,30 Wlsscnscbafilicher Vortrag für Tierärzte. prcitag, 23. 1. Staats-Oper Unter d. Linden 144. A.-V. 20 Uhr Tosca Ende(!.221!sUhr Staats-Oper Im?Irh der Ripuhlll V-B. 20 Uhr Rigoletto Ocflenll. Ksrtinrtriii'. Ende 2Pk Uhr Freitag, 23. 1. staut Oper Bismarckstr. Turnus II 20 Uhr oon Pasquaie Ende g.22h» Uhr Staatl. Schaosph. iam Gfndirnniiiarkll. 124 A.-V. 20 Uhr Ein besserer Herr Ende n. 22 Uhr KaatLMiiller'Ilieater.Oiarltlig. 20 Uhr Don Carlos Ende nach 23 Uhr Tigl. S B.«'° I Sonnt. 2, s.S. t11 | Alu. C. 4 SOS* 1 I. VonUllun« SO Pf. Sil 1 M. II. und III. VontoUum 1 blo, M. 1« Alf* Jaek—m-«tri» nia* Boleth* mw. Reichshallen-Theater Wmds 1«.| Somitjg Hrimittsg mn ehr steniner sanger Das grandiose Januar- Programm! Nachm. ermäSigte Preise Dönhoff- Brettl: 10 gioOe Variert-aummtnil Tanzl Kapelle Hans Sixtus. W'n»«p » Garten» 8 15 Uhr. Zentr. 2819. Oaudien erUiiit. Codonas* Lcitze! Baracetas* 5 Songs Brcker's Bären schau USW. Sonnabend und Sonntag je 2 Tontellungeo 4 und 8" Uhr. t Uhr kleine Pr. TolüsblUine Thutir an BOlovplatz. 8 Uhr Hans Albers Liliom von Franz Molnar Rigii; Karl Heinz Hartifl Staatl.Sdiiller-Tb. 8 Uhr: Don Carlos Theater am Schltlhauardamm 8 Uhr DieQDadratur des Kreises Staatsoper Am Pl.d Republik 8 Uhr: Rigoletto Neues Theater — am Zoo■— 1 An Bi buh. Zoo. StpLSSSA Täglich S«/. Uhr Der gr. Lacherfolg! Wiederauftreten fiuido Thieischer Das otlentiiche aergernis Preise 1 bis 8 M. Komische Oper 8'd Uhr Reppina Operette von Robert Stolz. Deotsdies meater 8 Uhr Elisabeth von England ton Fem Bruckner Regie: Heinz Bilperl Kammerspiele SV« Uhr; Pariser Platz 13 von Vicki Baum Regle: Gustif Grüadgeos Die Komödie 8'/« Uhr Die Fee Tun Franz Uolnar Regit: Stefan Hndu Deutsches Kflnstler-Theal. Barbarossa 3937. SV« Uhr Zorn goldenen Anker mit KStbc Dorna Snnntag, 25. Jan. 4 Ohr Premietmlieatnicg .Zun goldenen Anker" Halbe Preise. Renaissance- Theater Steinplatz 6780 8'ij Uhr muo die Kuh milch gehen? nit Albert Bassennano APbdtGf f Deckt euren Bedarf in Eisenwaren, Werkzeugen, Haus- u. Küchengeräten bei Ernst Wiese Berlin O 34. Frankfurter Allee 16 Zimmer 1 Bett M.7.-b.ll.- 2 Bett 1 4.- bis 22.- BadM.3, Salon 10 lertln HOTELtAaMK EXCELSIOR HAUSYäTMd iugungf Restaurant Berlins DETRIEB KEMPINSKlO zur Miete W50,Ansbacberstr.l Tbeaterd. Westens Täglich 8'/4 Sensationcller Opcrctlcncrfolg! Viktoria undihrHusar I*lax FrOsdike Ton waren. Sdcelnäud an tgras Am KSoigtdamm I essing-Tlieatei Täglich 8«;. Uhr Mamsell iiiloudie Operette von Hcrve Erika t. TbeRnm. Max Adalbert Rietropollheater Täglich 8'.'« Uhr Richard Tauber in; schön ist die tuen Operette von Lehär Lustspiemaus Kurt GOtZ Täglich SV: Uhr Der Lügner u. nie nenne Kleines Theat. Heute SV« Uhr Pr«ail*ra Olga Tsthediowa liebe- Kaufmann, Klubertan jader Art liefert preiswert Paul Gollatz ••nnal»■•bort H«]tw Marlannenotr. 3 FS. Obarboua 1303 CASINO-THEATEH Lothringer Strafe 37. luuittfHmiiiiuniMniiiuuiiuiHinuiniiiiimiiinimttmnnutnn Unwiderruflich nur bis 30. Jannar: Biederleute nnd ein erstklassiger bunter Teil. Soanabcnd, 51. Jannar zum 1. Male OnKel KUlm ans Nenruppln GuUchrin 1— 4 Person en Faute Uli I�Z M, Sessel 1.75 M. Sonstige Pr.: Parkett 75 Pf.. Rang 60 PI. Bamawsk}- Bühnen TbcaKr In der Slresemainsir. e1,« Uhr Amphitryon 38 Komödie von Jean Giraudoux Inszenierung: Victor Barnovskj Komödienhaus 8"« Uhr Cocktail von fnllmneli« u.Benatzky Berliner Theat. SV« Uhr Die üegimeDlsloditer von Donizetti Genossen! 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SV« Uhr Sonntags lud 3V> Uhr .Das macht uns keiner nach' da:« Dutspiel Ciaire waidotti tlladim. enräßigtr Prtiu! Inlerieren brinr« ERPOLG! THEATER i«A0 MIR ALS PA' AST ragl.f /t Morkur 990 1,3877 Auf den Fleok Kleine Preise Arnold Scholz U-Bahn Hcrraannplatz Hasenheide 108-14 Täglich Gr. Bockbierfest 7 KapeZlen. neue Oekoralloncn, bayr.Bedlcnon Einlas: Wochentags 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Sonnabends u. Sonntags: GR ALPENBALL. THEATER Gro«. Frankfurt«: Siran« 132 Ü-Babn: Strausberger Platt Täglich S.IS Uhr Sonnabends 7 o. 10.15 U. Sonnlag« 2.50. 5.45 u. 9 U. Je Dollaipiträ" Berliner Tageblatt schreibt: .JCine biittblanke, von Hans Rose geleitete Aufführung. in die auch der Verwohnte getrost hineingehen Kann. denn die Rose» bieten etwas auf der Berliner Operottenbübne Seltenes: fleißig gepflegte Eniemble- kunst." Familien- Nachmittage Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, 630 0.30 bl« l.so Kafleepanse! Kaffe»» mit Kuchen 0.30 M. FILIALEN: BOCHUM BREMEN BRESLAU ORESOER FRANKFURT AM. Hamburg SPA U PROGRAMM für die Zelt vom 23. bb 26. Januar KINO-TAFEL PROGRAMM für die Zeit vom 23. bis 26. Januar ©oia Potsdamer Strafe 38 W. 5, 7. 9 Uhr S. 3, 5, 7, 9 Uhr Einbrecher mit Ullan Harr er. Willy Frltsdi Rhcinstraljc 14 W. ab 5.15 Uhr S. ab 3.15 Uhr Da» belltgc Schweigen Der Kampf um den Mann, 6 Akte, mit Alice Hediy, Georg Alezander Jugendliche haben Zutritt I Turmstrage 12 �.7.9 u Verlängert! Einbrecher mit LUlan Hanrey, Willy FrlUch Odeon. Potsdamer Str. 75 W S, 7. 9 Uhr S. 3, 5, 7. 9Uhi Drei Tage Mlttelarrett mit Felix BressarL Lacte Englisch« F. Schulz Alexanderstr. 39-40 (Patsage) Den ganzen lag geöfinet! Tonfilm-Lustspiel: TlageZ-Tangct m. t. Vercbe«. F. Kamper», K. Stern« j We.t.H» Primus-Palast Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretensir Uraufführung Student sein... mit F. Baumann Bühne(715. 9.1» Uhr); Willy Boren g Frledrfchttaat M Franziskaner GeorgenstraSe(Ecke FriedrlchstraBe) Das groBe 3-Stnndcn-Programm: Uni II. 2, 5, 8 und II Uhr: Im Praler blühen wieder die Bäume Um 12. 3, 6 und 9 Uhr: Neueste Kultur- und Wochenschau T onfilm: Ein Mädel von«1er Rccperbahn(Menschen im Sturmi Die Kamera uV Unter den Linden 14 3. Woche verlängert! Uraufführung: Erde— Bdprogr. ■ Ho.b.t M Artushof-Licfatspielc Ptrleberget StraSt 29 W 3 5.75, S. a. 5 U Film- und bühwrnwhan Pat mad Paiadkaa tm Praler Dte Herrczli ofsage— Betprogr. nr.iA. u";—_ wochent 6.45, 9.ai W eil-ÄinO Sonntags 4 45, 7, 9 \It-Moabii 99 100 proz. Tonschwank Der größte Lacherfolg! 3. Woche: Drei Tage Mltfelarrest mit L. Englisch— Micky Maus— Foxionwoche Kant-Lichtspiele Kamstr 54(an der Wilmctsdorfer Str.) W. 5, 7. 9 Uhr Stg. ab 3 Uhr Tonkriminalkomödie: Hans in a'Ien Gassen mit H. Alber»— Beiprogr. Schlüter-Theater Schlüterstr. 17 Beginn: S, 7. 9 Uhr Stg ab 3 Uhr: Jugend-Vorstellung Tonoperette: Das Land des Lächelns mit Rieh. Tauber— Micky Maus— Fox-Tonwoche— Jugendliche Zutrittt � utllmertdorT W Atrium Beba-Pala«! 7�5°Uhr Kaiscrallee, Ecke Berliner Straße Sonnabend und Sonntags 5, 7. 9.15 Uhr Tonfilm-Uraufführung: Die Firma heiratet Regie: Karl Wilhelm mit Ralph A. Roberts, Charlotte Ander, Qhsk. Karlweis, Ida Wüst Tontilmbciprogramm � M Titania Schönebg. rtauptstraße 49 100 proz. Tonfilm? Schneider Wibbel m Paul Henkels, W. Zllzer- Grones Beiprogramm W Friedenau, M Kronen-Lichtspiele Rheinstr. 65 W. 7, 9. Sonnt, ab 5 Uhr. Tonfilm-Lustspiel: Der Herr ant Bestellung mit Willy Forst— Tom Mix mit seinen neuen Tricks > StCgElt« B Titania-Palast�SÄ Steglitz, Schloßstr. 5. Ecke Gutsmuthsstr 100 proz Tonfilm: Hans In allen Gassen m H. Albers, Camilla Horn, Betty Amana,G. DieHl, M. Adalbert, P. Heidemann— Tonheiprogramm �"""lehlencforip-MiUe TaIi Wochentags 7. 9 Uhr Sonntags 5, 7, 9 Uhr Potsdamer Str. 50 Des großen Erfolges wegen verlängert: Drei Tage Miltelarrest— Tönende Woche— Sonntag 2.30 Uhr Jugend- Vorstellung; Der Nohn der welchen Berge mit Louis T ren er_ g HarlMnclerF p Vfn( i clzricndonci Wochentu l Ja-v#l u itt! 100 proz. Tofipotse Der fzl«91 f'Oproz Tontilm- Han* In allen Gatten m Han» Alber» Tonbetprogramm Stern, Hermanmtra�e 49 Wochen lags 6,45. 9, Sonntags 3. 5 7, 9 U. 100proz. Topflim: Hnn» In allen Gatien m. H, Albert, Camilla Horn Tonhef programm SOdosten Filmcck Skalitzer Straße, am Görlitzer Bahnhol Beginn Wochentags: 6J0 und 9 Uhr Sonntags; 3, 5, 7, 9 Uhr 100 proz Tonfilm: Oer Herr ant Be- «telloag mit Willy Forst Beiprogramm— Bühne Luisen-Theater Reichen berget Str. 34 Anf. W. 630 u. 9 U. Stg. 3. 5. 7. 9U. 700 proz. Tonposse: Der falsche Feld- maitdtaU mit Vlasta Buriao BflhnentchaD Jugendliche haben Zutritt Stella-Palast Köpenicker Straße 17—14 Wochtgs. 6.39, 9 v. Sonntags ab 3 Uhr 100 proz. Tonfilm Schneider Wtbbel mit Panl Henkel», Wolfgang Zllzer Beiprogramm— Bfihnentchao Jugendliche haben Zutritt Sternwarte— Treptow Sonnabend 4 8. Sonntag 4, 6, 8 Uhr; Naank, Naturfilm aus dem Lande der Eskimos „Elysium Prenzlauer Allee 56 W. 5-15, 7. 9.15. S 3.15,5, 7.75, 9 15 Uhr Tonfilm: Haas In allen Gatten mit Han» Alber«, C. Horn Bühne— Foxtonwoche Flora-Lidhtsp. Wo. 630, 9, Sbd. ab 5, Sonnt ab 3 Uhr. Tonfilm: Han* in allen Gatien mit Han» Alber», Camilla Horn Beiprogramm Achtung I Nene Anfangszeiten i ■ 0't*"■ Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Nur 4 Tage! Beginn der ersten Vorstellungen Wochen'gs. 6 30 U. Sbds 5. Stgs 3 U. 100 proz. Tonposse: Der zweite Hauptmann v. Köpenick iDcr falsche Feldmarschall) mit V. Barian, Roda Roda. W. Bamlow Beiprogramm— Gr. Varletöscbau Lima-Palast �gc5bajbuhUrhr Gr. Frankfurter Str. 121 Tonfilm: Taufend Worte Deutsch mit Pal nnd Patachon Bühne: Gustl Beer mit Ensemble in Zille-Szene Pharus-Liditspicle Müllerstr. 142 W.5,7.9U� 5� 3.5,7,911. 100 proz. Tonfilm: Kaferueuxauber mit L. Englisch, Fr. Schulz, O. Sima Tonbeiprogramm Schwarzer Adler Xii« w Woch. ab 5 Uhr, Sonnig ab 3 Uhr Riesenerfolg! Zweite Woche; 100 proz Tonposse: Drei Tage Miltel- arr»t mit Lude Englisch. Fr..Scholz Mldcy Maas Beste Tonwiedergabe! Prater-Licfatspiel-Palast Kastanienallee 7-8 W. ab 5. Stgs SVa U. Lnxusweibchcn mit Hans Alben, Lee Parry Unter AuMchloch der OcHentlichkett Bühne: VarlclöfdiÄU ComeniuS'Lichtspiele Memeler Str. 67 W 6.30, 9 U. Stg ab 5 U. Tonfi �mopcretten-Revue: mit CbarloBe Ander Gutes Beiprogramm Nor Du Concordia-Palast Andreasstr. 64 W. ab SU«, Stg. ab 3 U. lOOproz. Tonfilm: Der Weg nach Rio m. Maria SoWeg Bühne: 45 Minuten Varicl6 Viktoria Lichtbild Tb. Frankfurter Allee 48 Woch. 5. 7. ca 8.45, Stg. 3, 5, 7. 8.45 U. Tönend: Der Ko� mit Greta Garbo Beiprogramm— BesteTonwiedergabe D Weu-»cht«nb«r9 Kosmos-Lichtspiele Lückstraße 70 Beginn Woch. 5, 7, 9 U. Tonsingspiel; Die blonde Nachligall m E. Elster'Eine kleine Mondsche nfahrt)— Micky Man» Kino Busdi Alt-Priednchsfeldc Beiprogramm Licbesma kt mit A. Paulig. G. Lind Steckbrieflich» erfolgt! m. Clara Öow Schloßpark Film- Bühne Berliner Allee 206— 27 u Bühnentchao Tonfilm: Tingel- Tongcl m Kampers. Pinafeff, Ve ebes Beiprogramm ■ wor,len � Alhambra Wochent. 5. 7. 9 U., Sonnt 3, 5. 7. 9 U 100 proz. Tonfilm: Eine Freundin so goldig wie du mit A. Opdra, S. Arno Micky Mau*— Tonwoche Mila-Palast DühÄ.o Schönhauser Allee 130 W. 5. S 3 U. Riesenerfolg! 2. Woche verlängert.- 100 pro? Tonfilm: �aofenitrel«�» am Rbeln mit Verebe«, Arno Bühne: Lotte Hradi, der Liebling der Berliner, in ihren Parodien Dazu zwei weitere Attrcküouen Filmpalast Puhlmann Schönhauser Allee 148 W. 5, S. 3� U. Drei Tage Mittelarrest Beiprogramm Bühne: 4 Herrmanns Panko w— g Palast-Theater Breite Straße 21<> W 6 J0, 9, Stg. 4, 6.30. 9 100 proz Tonfilm: Die«Ingende Sladi mit Brigitte Helm, Jan Ktepnra, Georg A exander D&hnenschea Jugendliche Zutritt g MiedertghBnhauien g Film-Palast Ä;«en Blankenhureer Str. So 2>: Jgd.-V. Wöchig 6.30, 9 U. So 4 30. 6.45. 9 U. Fonfilmschwank: Drei Tage Milfel- arrest— Reicbhali. Beiprog' amm > Tea«i O filmpalast Tegel Äf Stgs. 2 U« Jgd«- Vorst W. 6. Stg. 4"4 U. Ton film schwank Der falsche Feldmarschall mit Roda-Roda LusL Beiprogramm Tobis- Apparat Union-Theater Hauptstr.s W 6, fr-, stg. 4V«. 6,i. S5.'« U Stg. 2 U. Jgd.-V Die Fahrt in» Verderben Gebelmnls Im Zirku» Barrey mit Harry Fiel Henniasdort � filmpalait Slg. Betüncr Straße 59 Stg. 2U. lug.-Vor«!. Tonfilm; Der Tan» gebt weiter mit Oictrrle— 5eeiB*na»Uebdtcn