Nr. 111. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Zeitungs- Preisliste = für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Staum 40 f., für Vereins- und Werfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Soun und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quikkung. Bei dem Unterzeichneten sind im Monat April folgende Bei dem Unterzeichneten sind im Monat April folgende Parteibeiträge eingegangen: Altona, rothe Konfirmation 2,57. Achim, von der rothen R. 5, Berlin, Beiträge der Wahlkreife: 2. Streis 600, ( darunter Freiheit 4,-, Blaue Luft 8,10,.. 53,60, Unbekannt 101,40, Jule, Ritterstr., 35,65, 2. E. M. 300,-). 3. Kreis 700, 4. Kreis 1053,( darunter durch Neimann 10,-, Ueberschuß der Kranzspende der Arbeiter v. Pintfch 18,30, Kernspitze 30,-, Luftig 20,-. Tischler d. Werkstatt v. Böhling u. Hirsch 16, 1. Rate von d. Tischlern der Wollert'schen Werkstatt, Büschingstr. 7 10, Often, damit es besser werde 50,-. Puberkolonne Schmorz 3,-) 5. Rr. 300,-. 6. Kr. 2000,-( darunter B. V. Solo 5,-, Ganges brüder Moabit 50,-, Stromfir. 5 2,-, früherer Bezirk 612 4,38, Reibeisen- X- Strahlen 47,05, Knatsch 20,-, Bierprozente A. E. G. 25,-). Berlin, div. Beitr.: Fünf Hutmacher Königftr. 25 12, Maiglöckchen 30, M. B. 75,-. J. B. 25,- Wacketes 5, Werkstatt Malchin, Neue Grünftr. 10,80. Rothe Kindtaufe Schwedterstr. 3,20. Rothe Buchbinder, Grünftr. 5,-. Sächs. Genoffe in Moabit, Beitrag für März- Mai 60,-. F. G. 5, Millionenjule 7,-. Münter 3,--. S. G. W. 8,-. Mitgl. der U- Dr. 4. Rate 4,95. A. S.-, 50. Edler v. H. 5,-. Mittwoch, den 13. Mai 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Mit den Arbeitern Belgiens werden die klassenbewußten| schwerer Leiden in sich trug. Er, der sich nie nach Ruhe Der Schmerz um den Dahingang dieses beliebtesten Führers Organisator, Agitator zahllose Aufgaben zu erledigen hatte, Arbeiter der ganzen Welt an dem Grabe Volders trauern. sehnte, für den keine Arbeit zu viel war, der als Journalist, der französisch sprechenden Sozialdemokraten Belgiens wird er bedurfte der Ruhe. Die Partei hatte ihn gezwungen, gemildert durch die Thatsache, daß Jean Volders seit fast sich auf einige Zeit jeder Thätigkeit zu enthalten und drei Jahren der Arbeit für die Partei durch eine schwere fich in den Bergen der Schweiz Erholung zu schaffen, um Krautheit vollständig entzogen war. Noch nicht 41 Jahre nachher mit voller Kraft in die damals bevorstehende alt, starb er dahin. Wahlagitation eintreten eintreten zu können. Aber es war Von seinem 21. Jahre an war er für die Sache der zu spät, die ungeheuren Anstrengungen und Aufregungen Arbeiter thätig, zuerst im Kreise seiner Berufsgenossen, der der Wahlrechtsbewegung hatten den Keim der unheilbaren taufmännischen Angestellten, die er organisirte, bald aber Krankheit in Volders gelegt. Er gesundete nicht mehr, er auch in der politischen Bewegung. Als er in die belgische mußte in eine Irrenanstalt gebracht werden, die er erst im Arbeiterpartei trat, war sie ein kleines Häuflein meist Sarge verließ. unklarer, zwischen Anarchismus und Sozialismus Ein so dankbares, ja persönlich freundschaftliches Anschwankender Arbeiter. Heute aber ist die belgische denken werden wenige Voltsmänner mit ins Grab nehmen Sozialdemokratie diejenige aller Schwesterparteien, die die wie Jean Volders. Er war nicht blos der geachtete und stärkste parlamentarische Vertretung besitzt und die in erster seinem Werthe nach gewürdigte Führer der belgischen Linie genannt werden muß, wenn von den Erfolgen einer Arbeiter, nein sie alle hatten für ihn auch das Gefühl Partei in bezug auf Organisation der Massen, Schulung warmer persönlicher Freundschaft. Das bewiesen die BeJohannes 100,-. der Arbeiter und äußere Erfolge gesprochen wird. Soweit schlüsse aller belgischen Parteitage, die nach seiner ErRothe Hoch hierbei von Verdiensten einzelner gesprochen werden kann, frankung stattfanden. Spandau, Taufe 2,90. ohne Reiner wurde zeit, Schöneberg 1,45. Kommis P. E. 1,-. Gesammelt fo gebührt in erster Linie neben dem verstorbenen Caesar Sympathiekundgebungen für den erkrankten Genossen gezu einem Kranz v. F. M., Putlizfir. 9, 2, Arbeiter von de Paepe und Anseele, Volders in erster Linie die volle schlossen. . warme Schuster u. Bär 10,30. Brackel 400,-. Cottbus, S. 10, Anerkennung. Er war es, der die belgischen Arbeiter und vor Von der größten Freude, die Volders bereitet werden Charlottenburg, Rozhl. 140,-. Crimmitschau 200,- Friedrichs- allem die Bergarbeiter von der Haltlosigkeit der anarchistischen fonnte, erhielt er feine Kenntniß nieht, von den großen berg b. Berlin durch U. KR. 314,07. Falkenberg( Oberschl.) 2,-. Ham- Ideen überzeugte und ein gut Theil dazu beitrng, daß Wahlerfolgen, die alle Freunde der Arbeitersache aufs burg, Stammtisch Steindamm 5,-. Haftedf b. Bremen v. Gen. 25, Hamburg 8. Wahltr. 1000,-. Hamburg aus höh. Einkommen 20,- heute der Anarchismus in Belgien von feiner größeren Be- freudigste überraschten, und die niemand eifriger vorbereitet Hamburg 2. Kr. 1000,-. Hamburg, von drei Schneidern, deutung ist als in Deutschland und daß die Partei in voller hatte, erfuhr er nichts mehr. " . " Raiser Wilhelmstraße, 3,-. Höchscheid durch P. 3, Iserlohn, Einigkeit dasteht. Mit Caesar de Paepe und Bertrand Ist er auch geschieden viel zu jung, so war sein Hellmann 8,- Leipzig, 101- Spieler F. J. 1,50. Langenbielau gründete er den Peuple", der mit dem Voruuit" in Wert doch nicht umsonst gethan, fest gegründet ist die 100,-( barunter tothe Kindtaufe 2,-). München, Wald. Gent die publizistische Vertretung der Partei bildet. Er Organisation der belgischen Arbeiter, die Massen sind läufer 5, Mann im Mond 2000,- Magdeburg 1000,- organisirte die großen Demonstrationen in Brüssel, und er war erfüllt mit den Jbeen des Sozialismus, das Proletariat Neviges 15, Nürnberg 500,-. Neudamm 4,-. Delsnig i. V., einer der Leiter der Wahlrechtsbewegung, welche der Re- steht als eine zielbewußte, Achtung herausforderude Macht, rothe Kindtaufe durch H. 2,05. Paufa i. V., von Genossen 5, Nixdorf, Pußer vom Bau bei Loth 7,30. Rigdorf, Rozhl. 15, gierung und dem Parlamente die Erweiterung des Wahlrechtes als zweitstärkste Partei im Lande und im Parlamente da. Rigdorf, Musikfreunde, Maifeier 10,-. Reinsdorf bei Greiz, abtrogte. Aber auch in der Kleinarbeit der Partei stellte Daß hierum Jean Volders sich in erster Linie verdient gerothe Kindtaufe 2,30. Sanders! ufen bei Kassel, zielbewußte er seinen Mann ebenso wie bei den großen Aufgaben. Er macht hat, das danten ihm heute nicht nur die Arbeiter Arbeiter 16,50. Teltower Kreis, Steinfels 25,-, Treptow, war um die belgische Genossenschaftsbewegung eifrig be- Belgiens. Baumschulenweg 15,-, Ga. 40,-." Vorwärts", 1. Quartal 1896 müht, das Brüsseier Boltshaus verdankt auch seinem Eifer Die deutsche Sozialdemokratie nimmt an dem schweren 11 008,60. Werdau, rothe Hochzeit durch Kaltofen 6,-. mit seine Existenz und Blüthe. Eine Meisterleistung seines Verluste, der unsere belgischen Brüder getroffen hat, Hamburg- Eimsbüttel, den 9. Mai 1896. organisatorischen Talents war der internationale Kongreß wärmsten Antheil. Für den gefchäftsführenden Ausschuß: von Brüssel, der dank seiner geschickten Vorbereitungen und A. Gerisch, Eichenstraße 4, I. seines unermüdlichen Eifers den besten Verlauf nahm. So wie er sein taktisches Geschick in der Gewinnung der früher anarchistischen Bergarbeiter bewies, so verstand er es auch, die Reibungen zwischen Wallonen und Flamländer, die bei wird uns geschrieben: allen Parteien Belgiens stets eine große Rolle spielten, für Jean Dolders. Nous avons la profonde douleur de vous annoncer que Jean Volders est mort lundi soir à 812 heures. Pour parti ouvrier belge: Servy. Heute nach Mitternacht fam uns in vorstehenden Telegramm die erschütternde Nachricht, daß Jean Volders nicht mehr unter den Lebenden ist. Genosse Servy hatte uus im Namen der belgischen Arbeiterpartei gemeldet: 24 Ueber die Vorgeschichte der Peters'schen Gründungen die Sozialdemokratie vollständig aus der Welt zu schaffen. moralischen Hinrichtung im Reichstage, geäußert:" Jezt ſoll Dr. Peters hat zu einem seiner Freunde, gleich nach seiner Seine eigenartige Begabung, die Kräfte zusammen- ich wohl todt sein!? Haben die eine Ahnung! Ich besige aufaffen, bewährte er auch bei der Pflege der internationalen Beziehungen. Und mit recht wurde er umjubelt, als er mit Greulich, Stobson, Turati und Vebel am 6. August 1893 in Zürich nach dem herrlichen Demonstrationszuge, der dem Kongresse voranging, unter freiem Himmel zum Volte sprach. das Leben von neun Kaßen und falle immer auf die Füße." In der That, Dr. Peters hat immer ganz vortrefflich das Eine verstanden: sich in Szene aus eßen. Bisweilen sogar u vortrefflich und darum mit negativem Erfolge! Sein Sinsicht eine Lehre sein sollen. Aber Menschen von dem Eigen Pyrrhussieg über den Prinzen Arenberg hätte ihm in dieser dünkel und der Selbstvergötterung eines Peters lernen niemals Aber damals war schon seine Kraft gebrochen. Seine sich bescheiden. Darum hat Dr. Peters das alte Spiel von Voll tiefen Schmerzes geben wir Euch Nachricht, daß näheren Freunde hatten bemerkt, daß dieser Mann, neuem begonnen. Es ist außer Frage: dieser Mann, deffen Jean Volders Montag um 81/2 Uhr abends gestorben ist." der wie aus Eisen gebaut zu sein schien, den Keim Thaten jeden zivilisirten Menschen mit Abscheu erfüllen, hegt Tene. ( Nachdruck verboten.) Hagebuttenstrauch lief sie an, und in ihrer Angst und Wiesen unter seine beiden Söhne getheilt und dem schrie fie wie wahnsinnig, weil sie glaubte, Menschen- einen ein neues Gehöft aufgebaut. Roman von Nicolaus Krauß. Lene neigte sich über den Tisch, um besser sehen zu können. Da hatte er sie schon an der Schulter und zog sie an fich. Mit beiden Händen fuhr sie ihm ins Gesicht. Verfluchte Katz! Die fragt ja.. Wart'!.." Aber schon war sie ihm unter den Armen hervor. Einen Augenblick überlegte Lene, wohin sie sich wenden sollte. Zum Nebenstübel hatte der Bauer näher, und die Wirthin schlief. Da war sie mit ihren bloßen Füßen lautlos zur Thür hinaus und die Stiege hinauf. arme hätten sie gefaßt. Als ihr die rasselnde Aus der Zeit vor der Theilung stammten noch das Brust den Dienst versagte, blieb sie stehen. Sie wußte Wohnhaus und die Scheuer des alten Flangerhofes; wer nicht, wo sie war. Die Nacht war sternenlos und ein nach ihnen geurtheilt hätte, würde den Besitz des Bauers milchweißes Licht lag zwischen Himmel und Erde. sehr hoch überschätzt haben. Irgendwo rauschte das Wehr einer Mühle. Und wieder Zu dem Flauger- Bauer zog Lene im Herbst als Kleinlief sie aufs Geradewohl. Aus dem Dunst drangen die magd. Das war eigentlich nicht die richtige Ziehzeit, diese Umrisse einer alten Föhre, die mitten zwischen den Feldern fiel zwischen den Dreikönigstag und Maria Lichtmeß, aber stand. Jezt wußte Lene, wohin ihr Weg ging. Lene hatte es im Schulhause nicht mehr ausgehalten. Die beiden In der grauenden Frühe des Morgens flopfte und ältesten Mädchen der Lehrerin waren soweit erwachsen, daß schmetterte es an die Hausthür des Schulhauses in Mühl- sie das bischen Wirthschaft im Verein mit der Mutter Eine zeitlang blieb es ruhig. Schon glaubte Lene, der effen. Die Lehrerin, welche glaubte, ein Bauer sei auf den spielend besorgen konnten. In der letzten Kälberweis" Unhold wäre gegangen. Plöglich knarrte leise eine Stiegen- Tod trant, und der Lehrer solle kommen, um das hatte man auch die alte Rosl abgedankt; da sie zum Dienen staffel, ein Tappen kam herauf vermischt mit Keuchen. Das Testament aufzusehen, eilte in bloßen Füßen nach zu alt und gebrechlich war, mußte sie ihre HeimathsMädchen hatte sich auf den" Gang" hinausgeflüchtet, auf dem Eingange. Als sie die Thür öffnete, fiel ihr gemeinde, drüben am Fuße des Dillen, aufnehmen und im die plumpe Holz Veranda, die sich in Stockhöhe an der die Lene, völlig erschöpft und bewegungslos wie ein Holz- Armenhäusl unterbringen. Unter diesen Verhältnissen Straßenseite des Gebäudes hinzog, und in die äußerste flog, in die Arme. schämte sich Lene, ihren Verwandten länger zur Last zu Ecke gedrückt. Sie hörte, wie er drinnen ihr Bett durchfallen. An einen Nebenverdienst, durch Stricken oder einanderwarf und fluchte. Wenn er heraustrat, war sie Seph, bleib liegen in Gott'snoma, da Teufel hat Nähen, war nicht zu denken. Bald war sie bei allen verloren. ma d' Drischel g'fonga!" Botenfrauen ein bekannter Gast, und beſtürinte sie, Da erschienen ein Kopf und zwei blutunterlaufene Es durfte in einem Wirthshause nur der Hofnamen ob sie keinen Dienst wüßten. Einige Mal hätte Augen in der Thüröffnung. Mit einem Schwung war Lene Flanger genannt werden, und sofort verstummte die ganze fie in eines der Dörfer in der Nähe der Stadt über der Gangbrüstung. Als er sah, daß ihre Hände noch Gesellschaft. Für einen Augenblick. Im nächsten standirte ziehen können, aber die Lehrerin gab nie ihr an dem Balten flammerten, sprang er zu. Ein Schrei, Alt und Jung, alles, was eine Bunge hatte, ernst, feierlich Jawort. Der Vorfall im Gasthaus zu Zettenberg und ein großer Fetzen von des Mädchens Kattunjacke blieb und abgehackt den Vers von dem Bauer, dem Teufel und hatte sie mißtrauisch gemacht, sie wollte Lene noch ein in seiner Faust. Von unten ertönte das Poltern und dem gefangenen Dreschinſtrument. paar Jahre in ihrer Nähe haben, um über sie wachen zu Rasseln eines zusammenstürzenden Kleinholzhaufens. Im Flauger gab's im Land eine ganze Menge. Der aber, tönnen. nächsten Augenblick schoß die Lene über die Straße und von dem der Reim ging, saß zu Mühlessen auf einem Da erkrankte furz nach der Ernte die Frau des Flaugerverschwand im mannshohen Kornfelde. tleinen Viertelshof", der schon mehr ein Achtel war. Bauers an einem alten Fußübel, daß sie kaum das bischen Lange lief fie, ohne zu fragen wohin. Ihre Zehen stieß Früher war der Hof einmal ein ganzes Viertel" gewesen. Effen tochen konnte. Jetzt mußte der Flauger einen Dienstfie an Steinen und harten Erdschollen blutig. Einen Aber der Großvater des jeßigen Bauers hatte die Felder boten haben. Und eines Tages tam er selbst in die Schule 6. In den Jahren 1879 bis 1883 lebte Dr. Peters in England. Als er Ende 1883 nach Deutschland zurückkehrte, brachte er eine Idee mit, von der er die feste Ueberzeugung hegte, daß sie ihn zu Macht und Reichthum führen würde. " " P " " auch heute noch die Ueberzeugung, seine Position halten zu Vorträge. Er wußte von Afrika nicht mehr als jeder Zeitungs- 1200 000 m. als erfie Rate zum Bau eines Sammlungsgebändes tönnen. So muß man sich auch jetzt noch einige Zeit mit ihm leser erfahren haben fonnte; aber er sprach darüber in den hoch für das pathologische Institut der Charitee gefordert werden, beschäftigen, bis eine weitere Kritit seines Treibens überflüssig trabendsten Phrasen und empfahl Landstriche, die ihm völlig un- an die Budgetkommission. Aus der Debatte ist die Erklärung geworden ist. befannt waren, als geeignet zur Besiedlung durch deutsche Aus- des Abg. Hermes( frs. Vp.) von Wichtigkeit, wonach die Der Hängekommissar Dr. Peters, Nationalheld zur Dis wanderer. Das Gleiche geschah auch in den Prospekten der von Koch'sche Anstalt voraussichtlich der Stadt Berlin erhalten und position, ist der Typus des modernen Strebers. Rücksichtslos, ihm geleiteten Gesellschaft. an ein neu zu erbauendes Krankenhaus angegliedert werden zynisch, genußsüchtig. Eine zu Gewaltthaten neigende Natur, Was Dr. Peters gewollt hatte, war geglückt. Der Koup würde. Den leßten Punkt der Tagesordnung bildete die Beverschmähte er auch die Heuchelei zur Erreichung seiner war gelungen. Er stand jezt an der Spige einer sprechung der Interpellation der Freikonservativen, worin Zwecke nicht. Es ist höchst widerwärtig, wie er in seinem Werte fapitalfräftigen Gesellschaft und hatte die Mittel, in Afrika die Regierung gefragt wird, was sie zu thun gedenkt, um nach der über die Emin- Pascha- Expedition den gottesgläubigen Christen selber sein Heil zu versuchen. Ohne Zaudern ging er an Ablehnung des Lehrerbesoldungs- Gesetzes durch das Herrenhaus den herauszubeißen fucht. Aber er wußte eben, daß man das Deforum die Ausführung seiner weiteren Pläne. Er rüstete eine beabsichtigten Ausbau des Alterszulagesystems zu gunsten der wahren muß, wenn man in der heutigen Gesellschaft reussiren Expedition aus und zog nach Ostafrita. Nachdem er dort große Lehrer sobald als möglich herbeizuführen und die Mißstände will und ist daher allzeit ängstlich darauf bedacht gewesen, vor Sanderwerbungen- man frage nur nicht wie gemacht hatte, zu beseitigen, die sich aus dem Mangel einer gefeßlichen NeuDer Kultusminister der Welt als ernst zu nehmender Forscher und christlicher Kultur- fehrte er nach Deutschland zurück, um auf der nun gewonnenen regelung der Lehrergehälter ergeben. träger dazustehen. Mit unleugbarem Gefchick bat er dies lange Basis weiterzuarbeiten. Jetzt galt es, neue Kapitalien aufzu- Dr. Bosse erklärte, daß in der nächsten Landtagssession dem Jahre hindurch fertig gebracht, und spielt, Kolonialheld und treiben und eine neue Gesellschaft zu begründen. Peters ver- Hause ein neues Gefeß vorgelegt würde. Voraussichtlich wird Flottenschwärmer, noch heute den verkannten Jdealisten. stand es, den damaligen Leiter der deutschen Kolonialpolitik, der Landtag dann so zeitig einberufen, daß das Gesetz schon am Die Erkenntniß, daß Dr. Peters in moralischer Hinsicht ein Geheimrath Krauel für seine Absichten interessiren. 1. April 1897 in fraft treten fann. Ein kleiner häuslicher Streit erhebliches Manto aufweist, hat sich aber allmälig auch in Als er zur Bildung der Deutsch- afrikanischen Gesellschaft, Karl darüber, wer an dem Scheitern des Lehrerbesoldungsgesehes schuld tolonialen Kreisen Bahn gebrochen. Nur kommt man dort immer Peters und Genossen" schritt, hatten sich einige Finanzleute bereit sei, füllte den Rest der Sizung. Charakteristisch ist das Berhalten mit dem Einwand:" Er ist aber doch immerhin derjenige, dessen erklärt, der Gesellschaft beizutreten. Wie es heißt, des Finanzminifiers Miquel, der heute erklärte, daß die ReTüchtigkeit wir unsere ostafrikanische Kolonie verdanken." Ob hatte die Sehnsucht nach Orden und Ehrenzeichen fie gepackt. gierung den seinerzeit gestellten Antrag Sattler, der die Be man jemandem für die Erwerbung einer derartigen Kolonie Dr. Peters legte der Regierung eine Liste dieser Leute nebst den raubung der großen Städte verhindern sollte, nicht abgelehnt überhaupt Dant zu wissen hat, wollen wir hier nicht erörtern. Biffern der von ihnen gezeichneten Summen vor. Seine Vor- baben würde. Bei der Debatte über das Lehrerbesoldungsgeset Wir finden es aber lächerlich, einen politischen Abenteurer des schläge wurden angenommen und erfüllt. Das Geschäft war somit schwieg sich Dr. Miquel bekanntlich über das Verhalten der Rewegen zu rühmen, weil er Glück gehabt und sogenannte Erfolge perfekt geworden. So entstand die berühmte Deutsch- oftafrikanische gierung zu diesem wichtigen Antrage aus und trug dadurch Am Mittwoch erzielt hat. Wir brauchen uns indeß blos zu vergegenwärtigen, Gesellschaft, die viele Millionen verpulvert hat und heute auf wesentlich zur Verdunkelung der Situation bei. wie dieser Mann seinen Weg gemacht hat. dem letzten Loche pfeift. steht die dritte Lesung des Anerbengesetzes, kleinere Vorlagen und Aus welchen Gründen ist Dr. Peters denn nun in den Petitionen auf der Tagesordnung. Reichsdienst übernommen worden? Daß er weder in Afrika noch in Europa in irgend einer Stellung zu brauchen war, hätte hat den Reichsboten" veranlaßt, folgende Re Das Telegramm des Kaisers an Herrn Hinzpeter das Kolonialamt wissen können. Aber Dr. Peters war Dr. Peters hatte erkannt, welch' ein weites Feld für der Mann des Tages. Er verstand es durch seinen lofen miniszen z auszuframen: Unser Kaiser fagte in der bekannten Walderfee- Versamm Abenteurer und Spekulanten die englischen Kolonien waren. Er Mund, der gern renommirte, sich Geltung zu verschaffen. beschloß daher, nach seiner Rückkehr nach Deutschland dort für Dr. Peters betam als Reichskommissar ein Gehalt von 25 000., lung 1887: Gegenüber den grundstürzenden Tendenzen einer Die Jnangriffnahme einer praktischen Kolonialpolitik zu plaidiren, geleistet hat er in dieser Stellung nichts. Es müßte denn anarchistischen und glaubenslosen Partei sei der wirksamste Schuh in der richtigen Voraussetzung, daß dabei für ihn immerhin etwas fein, daß man ihm die Strangulirug der beiden Schwarzen von Thron und Altar die Zurückführung der glaubenslosen abfallen müßte. Glückte ihm der Koup, den er plante, nicht, zum Verdienst anrechnen wollte. Als Stationschef von Menschen zum Christenthum und zur Kirche und damit zu der so fonnte er immer noch sein Dasein wieder als Hauslehrer Marengu im Kilimandscharogebiete hat er es in fürzester Zeit Anerkennung der gefeßlichen Autorität und der Liebe zur friften. fertig gebracht, die vor ihm dort verrichtete Kulturarbeit völlig Monarchie zu suchen. Der christlich- soziale Gedante Um seine Idee" zu verwirklichen, suchte Dr. Peters zuerst illusorisch zu machen. In den letzten Jahren war Dr. Peters fei deshalb mit mehr Nachdruck als bisher zur mit einer politischen Partei Fühlung zu gewinnen. Als die überhaupt nur noch ein überflüssiges Ornament, aber man wußte Geltung zu bringen." Nationalliberalen sich zu spröde zeigten, ging er zu den nicht recht, was man Was mit ihm anfangen sollte. Diese Erinnerung ist nicht ohne Interesse, da Kaiser Konservativen. Bei diesen fand einen werkthätigen die er Landeshauptmannschaft am Tanganjitasee anbelangt, Wilhelm II. neuerdings an Herrn Hinzpeter telegraphirt Freund in dem Grafen Behr Bandelin. Ein anderer so hatte die Regierung zunächst garnicht daran ge hat: Christlich- sozial ist Unsinn!" Streber der konservativen Partei, Dr. Friedrich Lange, bacht, fie dem Dr. Peters zu geben. Dieser selbst hatte durch Der Volts- Zeitung" ist es höchst unbequem, vervollständigte das Kleeblatt. 3war bestand damals seine Freunde eine derartige Notiz in die Presse lanziren lassen, daß sie auf einer grundsatzwidrigen Bejubelung des kaiserin Deutschland schon ein Verein, der sich die Förderung und die Regierung war schwach genug, dieſer unverschämten lichen Telegramms festgenagelt wurde. Sie versucht sich in aller tolonialen Ziele zur Aufgabe gemacht hatte. Aber Forderung nachzugeben. Daß Dr. Peters alsdann die Stelle in diesem, dem Deutschen Kolonialverein", dominirten bereits nicht annahm, lag in seinem Plane. Für ihn sollte diese ganze einer Polemit gegen die Germania" durch die Ausrede zu andere Männer, die Dr. Peters nicht ohne weiteres verdrängen Sache nur eine billige und erfolgreiche Reklame sein. Denn helfen, daß sie nur ihrer Freude über die Aburtheilung des tonnte. Da es ihm aber gerade darum zu thun war, in seinem Dr. Peters hatte schon längst nicht mehr die Absicht, seine Herrn Stöcker Ausdruck gegeben, die Pastoren im all. Kreise die leitende Rolle zu spielen, so wurde die Begründung werthe Person in einen Winkel Afrika's zu verbannen. Er gemeinen" aber nicht gemeint habe. Schade um dieses eines neuen Rolonialvereins in Aussicht genommen. Zu diesem wollte fortan in Deutschland eine Rolle spielen. Das wäre Seiltänzerkunststückchen! Das umjubelte Telegramm erZwecke hieß es Mitglieder und Kapitalien zufammenbringen. ihm auch geglückt, wenn er sich nicht selber seine Grube gegraben wähnt zwar nebenbei auch Herrn Stöcker, kehrt sich aber in Dr. Peters, der damals in Hannover wohnte, lag fortwährend auf hätte. Die kolonialen Kreise, die ihn früher bejubelt hatten, der Hauptsache gegen die Herren Pastoren", die Politik Der Eisenbahn und suchte in Berlin, zusammen mit seinen Freunden, ließen ihn in dem Moment fallen, als er ihnen unbequem wurde, das Nöthige zu beschaffen. Inzwischen war dem aus Peters, Graf und lieferten ihn faltblütig feinen politischen Gegnern aus Messer. treiben, im allgemeinen. Die Ausrede ist mißglückt. Behr und Dr. Lange bestehenden Komitee noch ein vierter Herr Diesen wurde damals der Nath gegeben, sie sollten doch nicht die Das kommt davon, wenn man den Antisemitismus, wie die beigetreten, der bei diesem Schritt wohl nur von rein idealen Gesichts- Geschäfte seiner persönlichen Feinde besorgen und ihn lieber als Engländer sagen, on the brain" auf dem Brägen hat. punkten geleitet wurde. Es war das der Premierlieutenant a. D. das belassen, was er war, als der Pfahl im Fleisch des deutschen Kurella. In Hannover versuchte Dr. Peters damals Herrn Kolonialwesens. Es wäre aber unting gewesen, wenn man Die Umgestaltung der vierten Bataillone wird, v. Bennigsen, der bereits dem Kolonialverein angehörte, für diesem Rathe gefolgt sein würde. fich zu gewinnen, nicht ohne Erfolg. Swiftigkeiten zwischen dem Kolonialverein und Dr. Beters wenu nicht alle Zeichen trügen, eine neue Aera der MilitärIm Jahre 1884 wurde dann die Gesellschaft für deutsche batten gezeigt, wie wenig die einzelnen kolonialen Gruppen mit reformen, Militärvorlagen und Militärforderungen einRolonisation begründet. Männer von Ruf und Namen für die einander harmonirten. Jetzt freilich ist eine Rehabilitirung des leiten. Die Kölnische Zeitung", die auch zuerst Ent felbe zu gewinnen, war dem Komitee nicht gelungen. Hängekommiffars Dr. Peters ein Ding der Unmöglichkeit. Der hüllungen über die Flügeladjutanten Politik gebracht, Es werde nicht lange Dagegen hatte man die nöthigen Kapitalien aufgetrieben. Reichstag und das deutsche Volt haben gesprochen und gerichtet. räth auf der Hut zu sein. Und bas schließlich die Hauptsache. Der ältere dauern, so werde von derselben Stelle, die in Preußen Kolonialverein" und die jüngere, Rolonisationsgesellschaft" lagen in militärischen Fragen die Alleinherrschaft beanspruche, die sich in der ersten Zeit gehörig in den Haaren. Dr. Peters wurde Forderung auf weitere Verstärkung der Kom. von der Deutschen Kolonialzeitung" ordentlich mitgenommen, Berlin, 12. Mai. pagnien und die Rückkehr zur dreijährigen und er attatirte seine Gegner in der Kolonialen Korrespondenz" mit der ihm eigenen Rücksichtslosigkeit. Aber als Dr. Peters Jm Reichstage trugen heute bei der dritten nament- Dienstzeit erhoben werden. Unter der Stelle, die in Preußen in militärischen sab, daß man ihn zu seziren begann, erkannte er, daß er doch lichen Abstimmung, die in der Zuckersteuer- Berathung stattwohl den Kürzeren ziehen würde, und lenkte ein. Die feindlichen fand, abermals die Interessenten, die gestern bei der Fragen die Alleinherrschaft beansprucht", ist doch wohl das Brüder reichten sich die Hand, die Versöhnung wurde geschlossen. Betriebssteuer geradezu den Ausschlag gegeben hatten, den Gardekorps zu verstehen, das ja wohl auch in der Frage In seiner Gesellschaft war Dr. Peters das anerkannte Ober: Sieg davon, indem die Kommissionsbeschlüsse über die Aus- der Militärgerichtsbarkeit den Ausschlag gegeben haben soll. haupt. Er schwelgte förmlich in befriedigtem Ehrgeiz. Graf fuhrprämien mit 159 gegen 110 Stimmen( bei einer Die Mittheilungen der Kölnerin sind durchaus glaublich. Behr- Bandelin war nur das Aushängeschild; zu fagen hatte er Stimmenthaltung) angenommen wurden. In der Debatte Wir werden wohl bald ein ganzes Korps von Mars und nichts. Dr. Lange stellte sein kleineres Licht bescheiden unter den Scheffel, und Herr Kurella, den Peters in seiner großipurigen entfuhr dem Abg. Paasche( natl.) das Wort: Die Vorlage sei Negirssöhnen für die Heeres- und Marineverstärkung in die Art zum Großsiegelbewahrer ernannt hatte, plagte sich mit ein Nothgesetz für die nothleidende Zuckerindustrie. Nun sind Hörner stoßen hören. Dieses sollte also auch die Zuckerbarone- die industriellen Arbeiter rechnet Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. der Geschäftsführung des Unternehmens ab. jezt in weitere Kreise dringen und neue Anhänger ge- der kapitalistische Sprachgebrauch ja nicht zur Industrie Als einst die bürgerlichen Breßorgane die Niederkunft winnen. Peters reiste daher im Lande umher und hielt und ihnen hilft auch das Gesetz nicht- Nothleidende; der deutschen Kaiserin meldeten, gingen in Chemni die zuletzt gezahlten Dividenden lassen dies freilich nicht drei gute Freundinnen" von ihrer gemeinsamen Arbeit nach herüber und fragte nach vielen Umschweifen die Lehrerin, vermuthen. Dem§ 68, Extrabesteuerung der Melasse im Hause, wobei eine davon, den Fall besprechend, eine Aeußerung Nach Verlauf von ob sie ihm nicht die Lene anvertrauen wolle. Es sei auch Jnteresse der konkurrirenden Zuckerraffinerien, entstand ein über den Kaiser gethan haben soll. besser für diese, wenn sie zuerst in eine Kleine Wirthschaft scharfer und wohlgerüsteter Gegner in dem Abg. Rösicke. Vom ½ Jahren ging die Freundschaft in die Brüche, und nun eilte die eine von den Freundinnen zur Polizei und erstattete kommen würde, und bei ihm könnte sie mehr lernen als in Abg. Müller- Fulda( 3.) war die Streichung dieses Paragraphen Anzeige. Vorigen Mittwoch ist die ehemalige Freundin wegen einem großen Bauernhofe. Die Lene war sogleich ein beantragt worden; dieser Antrag wurde, nachdem er auch Majestätsbeleidigung zu drei Monaten Gefängniß ververstanden. Die erfahrene Frau aber fragte erst nach von zwei Vertretern der Regierungen befürwortet worden urtheilt worden. dem Lohn. Nach langem Hin- und Herreden wurde abgemacht: war, erledigt durch die Annahme eines Antrages Place, Dem Frankfurter Journal" zufolge wurden in den Lene sollte an baarem Lohn zwanzig Gulden erhalten, zur der nur innerhalb der Welasse verarbeitenden Industrie legten drei Tagen vierzig Verhaftungen wegen - Vermuthlich Kirweih ein Paar Schuhe und zu Neujahr zwei Hemden, Gleichmäßigkeit schafft, die Extrabesteuerung der Melasse Majestätsbeleidigung vorgenommen. zwei blaue Arbeitsschürzen und ein paar Stückel Hausseife. jedoch bestehen läßt. Darauf aber fiel der so umgestaltete bezieht sich die Mittheilung auf Verhaftungen, die anläßlich des Für den Rest des Jahres wolle er, der Flauger, noch über- 68 in namentlicher Abstimmung mit 162 gegen 106 Raiserbefuchs in Frankfurt a. M. vorgekommen sind. dies vier Gulden zulegen. Stimmen. Auch die steuertechnischen Paragraphen des zweiten Theils tamen dann im wesentlichen nach der Der Bundesrath hat in seiner am 11. d. M. Kommissionsvorlage zur Annahme. abgehaltenen Plenarsizung dem Gesezentwurf wegen Ab. Morgen: Fortseßung; ferner Novelle zur Gewerbe- änderung der Gesetze über die kaiserlichen Schußtruppen 9. Juni 1895, sowie dem Ju dem gestrigen Entrefilet ist infolge eines Druck- Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Japan nebst Konsularfehlers der Abg. Pichler als Redner genannt worden. Es vertrag die Zustimmung ertheilt. In den Gesezentwurf wegen Abänderung der Schuhtruppen- Geseze sind die Bestimmungen des sollte heißen: Abg. Richter. Gesetzentwurfs über die Wehrpflicht in den Schuhgebieten aufgenommen worden. " war An einem Sonntag- Abend im September trug Lene ihre Sachen in den Flaugerhof hinüber und trat den Dienst an. Als die Suppenschüssel leer war, leckte der Bauer seinen runden Blechlöffel fein säuberlich ab, rieb ihn zur Vorsicht auch noch mit dem groben Tischtuch aus und zog ihn dann durch ein Lederlein, das an's Tischbein genagelt war. " Morgen werd'n ma a weng dreschen," meinte er zu seiner neuen Magd. Ich muß a paar Mandeln abbauschen, d' Steuer steht vor der Thür." " Rannst denn a dreschen?" fragte die Bäuerin. Lene nickte. Wie oft hatte sie drüben beim Onkel mit der Rosel und einer Taglöhnersfrau zugeschlagen, daß die ganze Bansen" zitterte. Das war doch keine Kunst. Früh um fünf Uhr wurde Lene vom Bauer geweckt. hatte er gesagt, dann war er wieder mit schweren Tritten die Stiege hinabgetappt. Als das Mädchen hinabkam, stand er unter der Hausthür. ordnung. Denn bereits die Politische Nebersicht. Die * Deutsches Reich. Gewerbe- änderung 22. März see über vom 1891 Im preußischen Abgeordnetenhause wurde die heutige Sigung mit einer Niederlage der Regierung eingeleitet. Bu§ 24 Fürst Hohenlohe empfing nach Angabe der Freis. des Gefeßentwurfs betreffend Ausdehnung des Auerbenrechts auf Renten- und Ansiedelungsgüter lagerbot des Detailreifens aussprach. Der Fürst hörte Zeitung" dieser Tage eine Deputation, die sich gegen das der gestern mitgetheilte Antrag Gorfe vor, über den die sehr aufmerksam den Vortrag des Sprechers der Deputation an Abstimmung wegen Beschlußunfähigkeit des Hauses ausgesetzt und bemerkte darauf lafonisch, er begreife felbst nicht. werden mußte. Nach der Vorlage sollte der leere Platz im Grundbuch, der durch Tilgung resp. theilweise Tilgung der Rente wie man zu dem Berbot des Detailreifens ge= tommen fei. Zur richtigen Würdigung dieser denkwürdigen "' s nächst mal mußt' halt selber an's Aufsteh'n dent' entsteht, nicht zur Aufnahme anderweiter Hypothekenschulden Aeußerung bemerken wir, daß Fürst Hohenlohe- deutscher völlige Löschung sollte Reichskanzler ist. nur statthaben dürfen, wenn das Gut die Anerbenguts Der Bund der Landwirthe hat nebst Böckel eigenschaft verloren hat. Die darin liegende unerhörte Beschränkung der persönlichen Freiheit des Eigenthümers war der nunmehr auch den bisherigen antisemitischen Redakteur und Komm! tomm! daß ma vorm Essen noch vier„ Stroh" Linken und selbst dem Zentrum, das in letzter Zeit mit den Agitator Buchstein als Beamten angestellt. In Dels WartenAgrariern durch Dick und Dünn zu gehen pflegt, denn doch zu berg kandidirte Puchstein bei der letzten Reichstags- Erfazwahl runtabringa." Es war noch grau. Der Kettenhund hatte sich ganz in start, und obwohl der Regierungskommissar gestern darauf hin- als antisemitischer Kandidat. Zuletzt war er in Ruppin- Templin das Stroh seiner Hütte eingewühlt und gab im Borbeigehen gewiesen hatte, daß das Herrenhaus wahrscheinlich das Gesetz als Agitator für den antisemitischen Kandidaten Schüfert mit dem Antrag Gorfe zu Falle bringen würde, blieben die thätig. nur ein paar Knurrtöne vor sich. Drüben in der Scheuer Mannen diesmal doch fest. Der Antrag Gorke wurde mit einer Zur Frage des Achtuhr Ladenschlusses mußte der Bauer einen Thorflügel offen lassen, um Mehrheit angenommen, die sich aus den Parteien der Linken, schreibt der Freisinnigen 3tg." ein weitgereifter Kaufmann: In wenigstens etwas Licht hereinzubekommen. Sofort spürte den Polen und dem Gros des Zentrums zusammenseßte. Einzelne London besteht die Sitte, jedem Angehörigen eines Geschäfts Lene, wie sie eine Gänsehaut überkroch. Tapfer kämpfte sie die Stimmen dieser Partei hatten sich abgesplittert, darunter an einem bestimmten Tage der Woche von 5 Uhr abends an aufsteigende Bagheit nieder. Während sie nach dem Drischelstand natürlich der Busenfreund Dr. Miquel's, Frhr. v. Huene, der frei zu geben zur Erledigung der Privatangelegenheiten. Die ging, warf der Bauer aus der Bansen" über die manns- Leiter der Zentralgenossenschaftstaffe. Nach längerer Debatte Detailgeschäfte werden, und zwar freiwillig, durchschnittlich zwischen wurde sodann die zu dem Gesetz eingebrachte Resolution 7 und 8 Uhr abends geschlossen, während die Handlungen mit hobe Holzwand, die man das Loth" nennt, die Korngarben v. Arnim und eine Anzahl dazu gestellter Abänderungsanträge Lebensmitteln, Obst u. i. w. bis nachts 11 Uhr, ja im Sommer herüber. Gemeinschaftlich lösten dann beide die Stroh an eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen. Hierauf fogar bis 12 Uhr geöffnet sind. Die Befizer find felbft anwesend bänder und breiteten die Garben aus, je vier auf jeder Seite überwies das Haus den Nachtragsetat, worin 200 000 m. und wohnen meistens dicht bei dem Geschäft. Aehnliche Ver der Tenne. ( Fortsetzung folgt.) behufs allgemeiner Erleichterung der Volksschullasten und weitere hältnisse fand Einsender vor in New- York, Philadelphia, Wien · und Paris. Auch in der Schweiz ist es ebenso. Die Engros.p dem worden. " = ES ferner die Kontrafte Amerika. Spanien. dehnung des Imperialism" in Süd- Afrika gehandelt hätten geschäfte schließen in England Sonnabend Mittag ihre Bureaus. Madrid, 11. Mai. Die Cortes wurden heute eröffnet. Jene, welche den Einfall vertheidigten und unterstüßten und da Wegen Beleidigung der Rottbuser Richter In der Thronrede heißt es, zur Herstellung des nach auf eine großmüthige Behandlung der Rebellen drängter. wurde der Redakteur der Breslauer Volkswacht", Genosse Gleichgewichts sei es nöthig, bei dem Entschluffe, die haben teine Vorstellung von dem durch sie verursachten Unrech Gerhardt, vom Breslauer Landgericht zu einem Monat Einnahmen zu vermehren, zu verharren, obgleich die und Schaden." Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte zwei Monate Umstände dafür nicht günstig seien. Neue Opfer würden von Gleichzeitig wird aus Pretoria gemeldet, Präsident Krüger Gefängniß beantragt und den Gerichtshof ersucht, nicht den Steuerzahlern verlangt werden, diese Opfer würden aber zur habe in einer Unterredung mit dem Vertreter des Reuter'schen die Höhe der Strafe zu mindern, denn Entwickelung des Reichthums beitragen. Die Regierung sei Bureau" in Pretoria sein Erstaunen über die am Freitag im Angeklagten, welcher das erste Mal auf der entschlossen, energisch den öffentlichen Kredit aufrecht Unterhause erfolgte Vertheidigung Cecil Rhodes von amtlicher Anklagebant sich befindet, müsse die Freude an seinem zu erhalten, und werde eingegangenen Verbindlichfeiten Seite her ausgedrückt und erklärt, er hätte gewünscht, anwesend Beruf al3 Redakteur verdorben werden. gewissenhaft respektiren, besonders die mit dem ausländischen zu sein, um persönlich die Ausführungen einiger Redner widerSonst pflegte gegen die Milderung der Strafe die vorherige Kapital eingegangenen Verbindlichkeiten, ohne die Entfaltung des legen zu können. Die Behauptung über Intriguen zwischen Bestrafung geltend gemacht zu werden. Der Gedante des Bres nationalen Reichthums zu vergessen. An Gesegesvorlagen werden Transvaal und Deutschland sei nichts als leeres Geschwätz, lauer Staatsanwalts vervollständigt das Arsenal der zur Be- in der Thronrede angekündigt eine Reform des Retru Transvaal begehre mit allen in Freundschaft zu leben, für diesen tämpfung der Sozialdemokratie dienenden Waffen auf das tirungsgesetzes und der Bestimmungen über die Munizipal- neuesten Anschlag aber gäbe es feine Vertheidigung. Die, welche glücklichste. Fortan fann immer auf hohe Strafen plädirt und Provinzialverwaltung. ihn ausgeführt haben, müßten auch bestraft werden. werden. Vielleicht finden sich auch schließlich Richter, die dieser In bezug auf die Reformen für Kuba sagt die Dr. Jameson und Major White richteten einen Brief Breslauer Entdeckung durch ihre Erkenntnisse die Sanktion er Thronrede: an die„ Times", in welchem sie nachdrücklich in Abrede stellen, theilen. Nur irren die Erfinder dieser Waffe, wenn sie meinen, Der Aufstand ist auf Ruba ausgebrochen, nicht von Cecil Rhodes am 29. Dezember 1895 oder zu einer dadurch den sozialdemokratischen Redakteuren die Freude an ihrer weil die Aufständischen eine lofale Autonomie, anderen Seit ein Telegramm erhalten zu haben, welches sie Thätigkeit verderben zu können. sondern weil sie die Unabhängigkeit Ruba's anwies, ihre Streitkräfte nach Johannesburg in Bewegung zu In Löwenberg ist der Rektor Kopsch aus Berlin wollen. Ein Triumph der Aufständischen würde die fezen. Das entfräftet indeß nicht die chiffrirten Telegramme. am Sonntag von einer Bertrauensmänner- Versammlung der Zivilisation zurückdrängen und den Wohlstand des Landes ge freifinnigen Volkspartei als deren Reichstagskandidat proklamirt fährden; das kann Spanien nicht dulden. Spanien reicht den Zur Einschränkung der Einwanderung in Reuigen die Hand, ist aber vor teinem Opfer zurückden Vereinigten Staaten hat der New- Yorker Res Im Wahlkreise Schlettstadt im Glsaß wird sich geschreckt, um seine Autorität aufrecht zu er um das durch die Ungiltigkeits- Erklärung der Pöhlmann'schen halten, und wird auch vor teinem solchen Opfer zurück- präsentant Ma bany¸ einen Gefeßentwurf im Repräsentanten hause zu Washington eingebracht, der die bisherigen Maßregelu Wahl freigewordene Mandat ein harter Kampf entspinnen. Ob schrecken. Die Reformen werden im geeigneten Augenblick zur an Rigorosität weit übertrifft.§ 1 des Gesetzes lautet: Kein der frühere Bürgermeister von Schlettstadt, Landesausschuß- Anwendung kommen. Der Aufstand nimmt ab und wäre schon Bürger oder Bewohner der Ver. Staaten oder Ausländer darf Abgeordneter Spies, die Kandidatur, die ihm von flerifaler unterdrückt ohne die Hilfe des über die Lage auf Kuba ge Geite angetragen worden ist, annimmt, ist noch fraglich. Neben täuschten Auslandes und ohne die chimärische Hoffnung nafte mit Ausländern zur Vornahme irgend welcher Arbeiten er. ihm wird noch als Kandidat der Ultramontanen Pfarrer der Aufständischen, den Schuß einer Großmacht zu Geldbußen bis zu 1000 Doll. oder Haft bis zu einem Jahre Grünewald in Markolsheim genannt. Grünewald trat in langen. Die Enttäuschung, welche den Aufständischen in oder beidem zu bestrafen.§ 2. Keine Person, welche der letzten Zeit politisch sehr viel als Führer des Volksvereins dieser Beziehung zu theil werden wird, wird zur Herstellung das Bürgerrecht in den Ver. Staaten erworben hat für das katholische Deutschland in die Deffentlichkeit. Als Dritter des Friedens beitragen. Die Thronrede kündigt alsdann einen und später den Wohnsitz im Auslande aufschlägt, darf wird der Führer der elfaß- lothringischen Boltspartei, Rechts- Gefeßentwurf an betr. die Schaffung einer lokalen Finanz in den Ver. Staaten arbeiten, so lange besagte anwalt Blumenthal in Kolmar, genannt. verwaltung auf den Antillen, in welcher die Rechte Person im Auslande wohnt. Zuwiderhandlungen werden mit Spaniens aufrechterhalten werden. Die Beziehungen zu Aus Met wird der„ Voss. 3tg." geschrieben: In dem Auslande seien vortreffliche; in der forretten 100 bis 300 Dollar Geldbuße oder Haft von drei bis sechs militärischen Kreisen wird hier zur Zeit die Frage der Reform und freundschaftlichen Haltung der amerikanischen Republiken Kanada; man will den kanadischen Arbeitern verbieten, hier Monaten bestraft.( Diese Bestimmung richtet sich speziell gegen des Militärstrafverfahrens eifrig besprochen. tönne ein enges Band erblickt werden, welches dieselben mit tagsüber zum Arbeiten herüberzukommen.) Die folgenden Para verlautet, daß vor einiger Zeit von sämmtlichen Armeekorps ein Spanien verbindet. Der Präsident und die Regierung der Gutachten über die Angelegenheit eingezogen worden sei, wobei Vereinigten Staaten von Nordamerika hätten troß der Oppo§ 4. Personen, welche solche Ausländer zum Arbeiten in den graphen richten sich wieder gegen die europäische Einwanderung. auf das des XVI. Armeeforps ein ganz besonderes Gewicht gelegt fition eines Theiles des Landes wurde, weil hier vielseitige Erfahrungen in bezug auf die Anwendung schaft begeben, welche die beiden Länder seit dem Beginn der Gesetzes von 1891 mit Gelbbuße bis zu 1000 Dollar oder Haft sich nicht der Freund Bereinigten Staaten importiren, sind auf Grund des§6 des des bayerischen, öffentlichen Verfahrens bei der hier garniso- Republik verbänden. Die Thronrede kündigt nirenden bayerischen Besaßungsbrigade vorliegen. Die angestellten Erklärung bezüglich der Abgrenzung der Befizungen Rontraftarbeiter- Gefeß von 1885 ausgeschlossen sind), sollen in bis zu einem Jahre zu bestrafen.§ 5. Dienstboten( die von dem Erhebungen sollen, wie verlautet, in bezug auf die kleineren zwischen Spanien und Japan an und spricht sich schwere Bergehen aber zu gunsten des bayerischen Verfahrens tämpfen, aus. Schließlich werden die Vervollständigung weise in den Vereinigten Staaten arbeiten, sollen deportirt Straffachen zu gunsten des preußischen Verfahrens, in bezug auf lobend über das Heer und die Marine, welche auf Kuba Bukunft ebenfalls als Kontraktarbeiter betrachtet werden, wenn fie im Ausland engagirt sind.§ 8. Personen, die ungeseßlicher ausgefallen sein. Irgend ein Nachtheil für die der Ausrüstung, die Vermehrung der Flotte, werden. Kommen sie danach wieder, so steht darauf eine GeldDisziplin ist aus der Deffentlichkeit des Ver die Einbringung des außerordentlichen Budgets zur Er strafe von 2000 Doll. und Haft von zwei Jahren; die nämliche fahrens bei den hiesigen bayerischen Regimentern in teiner Weise zu tage getreten. Arsenale angekündigt." werbung neuer Schiffe und Reformirung der Strafe trifft die Arbeitgeber.§ 9. Alle EinwanderungsDie Gefeße über die Schuhtruppen in den deutschen Kolonien sollen nach einem vom Bundesrath gewerden, festnehmen und nach ihrem Heimathslande deportiren. Inspektoren fönnen Eingewanderte, die innerhalb zweier Jahre nach ihrer Autunft eines Verbrechens oder Vergehens überführt billigten Gefeßentwurf einer Abänderung unterzogen werden. Rehren sie zurück, so werden sie drei bis sechs Monate verhaftet Bisher unterstanden die Schußtruppen in bezug auf militärische Organisation und Disziplin dem Reichs Marineamt, in betreff und wieder deportirt. Eingewanderte Mädchen, die innerhalb - Die Zahl der bei den letten spanischen zweier Jahre fich der Prostitution ergeben, haben das gleiche zu der Verwaltung und Berwendung dem Gouverneur und weiterhin Wahlen abgegebenen sozialistischen Stimmen gewärtigen. Die republikanische Presse befürwortet zumeist der Rolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes. Hieraus ergab ist jegt amtlich festgestellt: Die Sozialisten erhielten in Madrid biese horrenden Vorschläge, während die demokratische, besonders sich ein Nebeneinanderbestehen zweier Organe sowohl an der Zentral: 3000 Stimmen, in Balladolid 82, in Oviedo 104, in Bilbao die deutsche, natürlich in einen Schrei der Entrüstung ausbricht. stelle wie in der einzelnen Kolonie mit beständigen Konflikten. Endlich 1700, in Alicante- Elche 450, in El Ferrol 800, in Jatiba 45, in G8 ist indeß kaum anzunehmen, daß solche unsinnigen Vorschläge, hat man sich jest entschlossen, die Leitung der militärischen und der Mataró 481, in Villanueva y Geltrú 89, in Burgos 36, wie der der Deportation trotz zweijährigen Aufenthalts, GefeßesBivilangelegenheiten in der Kolonie einheitlich zu machen. Bu in Velez- Malaga 220, in Gijón 26, in Coruna 42, traft erlangen werden. dem Zweck sollen nach dem Gesetzentwurf die deutschen Militär- in Balencia 88, in Malaga 62, in Palma 390, in Linares 88, personen der Schußtruppe, die bisher als abkommandirte An in Tortosa 67, in Saragossa 105, in Baracaldo 111, in Toledo 13. gehörige der Marine galten, vollständig aus dem Heer oder Die Ergebnisse sind unvollständig, zumal das Wahlresultat aus ber Marine ausscheiden. In Südwestafrika, wo eine Barcelona( Stadt und Außenbeziri) und aus Tetuán noch nicht der Bentralfelle für ArbeiterAnzahl früherer Mitglieder der Schußtruppe als Kolonisten an- vorliegt. Da die bedeutenden Sozialistengruppen von Tarragona, gefiedelt sind, sollen außerdem diese wie sonstige dort wohnende Santander, Cadiz, Vigo, Santiago, Castellón, Palencia, wehrpflichtige Reichsangehörige zur Ableistung der Wehrpflicht Manacor, Sestao, Granada, Manresa und anderen Ortschaften, im Schutzgebiete herangezogen werden. Diese Aussicht wird kaum wegen Mangels an Geldmitteln an dem Wahlkampfe überhaupt behandelte in ihrer zweiten und legten Sizung, welcher auch zur Auswanderung nach Südwestafrika ermuthigen. nicht theil nehmen konnten, geben die obigen Zahlen nur ein unvoll. zahlreiche Damen beiwohnten, das Thema: ständiges Bild von dem Anwachsen der sozialistischen Bewegung in Hilfskräfte in der Wohlfahrtspflege". Wien, 11. Mai. Heute wurden awölf Arbeiter Spanien. Aber selbst die angegebenen Bahlen find unrichtig; Thema war in zwei Theile getheilt: a) in Fabriken, b) in Ge versammlungen abgehalten zur Besprechung der man weiß ja, wie in Spanien Wahlen gemacht werden und daß meinden. Vorgänge vom 1. Mai sowie der vom Abgeordnetenhause die Regierung den einzelnen Parteien nur soviel Stimmen zu angenommenen Wahlreform. Die Versammlungen ver- weift, als sie gerade für paffend erachtet. Es sind in ganz liefen ruhig. Die meisten Redner erklärten unter heftigen Spanien sicher mehr als 15 000 sozialistische Stimmen abgegeben Ausfällen gegen die Antisemitenpartei, die Ruhe- worden, was in anbetracht des Umstandes, daß dort die sozia störungen vom 1. Mai seien von den anti- liftische Partei erst seit verhältnißmäßig furzer Zeit besteht und semitischen Organen von langer Hand vor von allen Seiten gedrückt und in ihrer Entwickelung gehemmt bereitet gewesen, und gaben der Ansicht Ausdruck, wird, als ein sehr erfreuliches Ergebniß bezeichnet werden man müsse die Wahlreform in der angemuß. nommenen Fassung atzeptiren, ben Kampf für das dirette, allgemeine, gleiche und geheime Arbeiterverfolgungen. Der Redaktion der in Wahlrecht jedoch um so entschiedener fort- London erscheinenden russischen Flugblätter wird aus Odessa befegen. richtet, daß dort teine Woche vergeht, ohne daß Verhaftungen Wien, 11. Mai. Die Statthalteret verfügte die unter Arbeitern verschiedener Kategorien vorgenommen werden. Auflösung von 19 akademischen Vereinigungen am 7. Februar sind dort 3 Schüler der jüdischen Handwerker( Burschenschaften, Berbindungen und Vereinen, darunter 10 Ber- schule verhaftet worden, am 18. Februar 4 und am 21. und 28. bindungen des Waithofner Verbandes), welche sich dem am je eine zur Intelligenz" gehörende Person. Später sind in der 1. März gefaßten Befluffe gegen bie Satisfattions- felben Stadt 15 Bäckergesellen und 11 Tabatarbeiter verhaftet fähigkeit der Juden angeschlossen hatten. Der worden. Polizeipräsident hebt in einer Verfügung hervor, daß eine ganze Desterreich. legung des tubanischen Konflitis werden von der spanischen Die Hoffnungen des spanischen Kabinets auf baldige Bei. Bourgeoisie nicht getheilt. Sie hat die Thronrede mit einem Fallen der spanischen Renten beantwortet. = Nußland. Bulgarien. Die 5. Konferenz ArbeiterWohlfahrtseinrichtungen. Weibliche Das fann, Dr. Münsterberg Hamburg berichtete über die: Weib lichen Hilfskräfte für Wohlfahrtspflege in Gemeinden". Derfelbe führte etwa folgendes aus: Bei der Erörterung der Frauenthätigkeit auf diesem Gebiete sei die Frage gar nicht abzuweisen, inwieweit dadurch neben der Hilfe für die Noth= leidenden ben darin thätigen weiblichen Personen zugleich ein Beruf und ein sie aus. füllender Lebensinhalt gegeben werden kann. Man müsse die Frage prüfen, inwieweit die fragliche Thätigfeit der beruflichen Ausübung bedarf und in welcher Weise die unerläßlichen Vorausfegungen jeden Berufes, die berufs. mäßige Schulung und Vorbildung zu schaffen fein würden. An der Hand der Berichte der Diakonissen- Mutterhäuser, des Baterländischen Frauenvereins, der badischen Frauenvereine und zahlreicher einzelnen Vereine zeigte der Referent, wie reich das Gebiet ist, auf dem Frauen wirksam sind und daß keine Thätigkeit in der Wohlfahrtspflege gedacht werden in welcher Frauenarbeit ganz mangelte. Gleichwohl fei das Maß der Betheiligung auf ben einzelnen Ge bieten sehr verschieden: reichlich, wenn auch durchaus nicht ausreichend in der Krankenpflege, fast ganz feblend in Arbeiterinnen schutes, verMaßregeln des schwindend gering auf dem Wege der Geburtshilfe und der ärztlichen Thätigkeit. Sebr unbedeutend sei auch die Pflege an Ge brechlichen und Krüppeln im Gegenfaz zu den Siechen, ebenso die Pflege an Gefangenen. Das Bedürfniß zu weiblicher berufsmäßiger Thätigkeit liege vor, es sei aber nothwendig, das BeRußland in China. Aus Shanghai wird tele- stehende, namentlich was die kirchlichen Genossenschaften betrifft, Wien, 12. Mai. Das Herrenhaus wies die Wahlreform- Borlagen einer fünfzehngliedrigen Kommission zu. graphirt: Der Agent der Russischen Dampfichifffahrts- Gesell nicht nur quantitativ fortzubilden, sondern vor allem auch Wien, 12. Mai. Der permanente Strafgesey- Ausschaft hat ein dem Hause Fergusson in Chefoo gehöriges Stück die gefammte weibliche Thätigkeit auf dem Gebiete der Wohl= schuß nahm einen von den Abgg. Pininski, Rutowski und Ge der Küste erworben, wie man vermuthet zu dem Zwecke, fahrtspflege qualitativ neu- und umzugestalten. In der ges aut bauen. Andere Häuser in Chefoo fammten helfenden Thätigkeit sei die Verhütung der Hilfsnoffen eingebrachten Gesetzentwurf an, in welchem strafrecht dort eine Mole haben hiergegen erhoben, Einspruch liche Bestimmungen über das Betreiben der chinesischen bedürftigkeit immer die erste und wichtigste Aufgabe. Indem die Auswanderungsgeschäfte erlassen werden. Der Betrieb Behörden haben aber auf Intervention der russischen Regierung Frau berufsmäßig zu helfen bemüht sei, helfe site nicht nur ohne Konzession wird als Uebertretung mit Arrest von 8 Tagen einem betreffenden Antrage des russischen Bizefonfuls statt bis 6 Monaten, die Verleitung zur Auswanderung durch gegeben. Täuschung oder falsche Vorspiegelung als Vergehen mit strengem Rußland thut alles, um in Oftafien festen Fuß zu faffen. sechsmonatlichen bis zweis eventuell dreijärigen Arrest und gleich- In England empfindet man das schärfste Mißtrauen gegen diese zeitig mit Geldstrafe bis 4000 Gulden bestraft. Absichten. gefchloffen. Kategorie von Studenten in ihrer Ehre empfindlich verlegt Sofia, 12. Mai. Heute findet der Prozeß gegen das worden sei. Heute wurden verschiedene Bereinslokale behördlich macedonische Blatt Prabo" wegen Beleidigung des Fürsten Ferdinand statt. Dasselbe hatte unter heftigen Diese Maßregel ist ein Denkmal behördlicher Konsequenz in Ausfällen gegen den Fürsten es als eine erbärmliche der Duellfrage. Nicht deshalb werden die antisemitischen Kriecherei bezeichnet, daß der Fürst dem Sultan Studentenvereine aufgelöst, weil sie das gesetzlich verbotene Duell die Hand getüßt hat. pflegen, sondern weil ihre Mitglieder sich mit Juden nicht Duelliren wollen!! Oftafien. Perfien. die einen den Bedürftigen, sondern gewinne felbst fie ausfüllenden und beglückenden Lebens. in ba It. So erweitere sich die Frage der weiblichen Hilfsthätigkeit zur Frauenfrage: aus spielender Liebhaberei solle ein Beruf werden und dereinst das bedürftige Weib an seiner Wien, 12. Mai. Das Abgeordnetenhaus fette heute Geschlechtsgenossin die beste Stühe und Helferin haben. bie Debatte über die Steuerreform fort und nahm Die Sage soll, wie aus Teheran über Petersburg der Ueber die Nothwendigkeit der Ausbildung und Heranziehung der Fabrit Wohlfahrt3. Artikel I der Vorlage, betreffend die Neuregelung der Erwerbs- Frankfurter Beitung" gemeldet wird, teineswegs eine weiblicher Hilfskräfte in steuer und die Einführung einer Rentensteuer und einer Personal- o beruhigende sein, wie offiziell dargestellt wird. Un pflege berichtete an der Hand des Heinze'schen Referats Einkommensteuer mit 161 gegen 53 Stimmen in der Ausschuß- ruhen sind zu erwarten. Der Mörder des Schahs soll in un- Geheimer Rath Post, indem er den unschäzbaren Werth menschlichster Weise gefoltert werden. faffung an.. Afrika. England. Italien. betont, " awar welchen die treue Arbeit aufopferungsfreudiger Schwestern und Helferinnen für eine Fabrikgemeinde hat. Die London, 11. Mai. Im Unterhaufe erklärte der StaatsHelferinnen in den Fabrikgemeinden müssen ihre Thätigkeit am sekretär für Indien, Lord Hamilton, es sei beschlossen worden, die Antwort auf sein Gintreten für die Chartered Company wonnen werden und darum müsse sich alles andere gruppiren. Präsident Krüger ist Herrn Chamberlain frankenbette beginnen, hier müsse das Vertrauen der Leute ge= die Garnison von Suatin durch indische Truppen zu erfeßen; die Garnison von Suatin solle, mit Ausnahme eines nicht lange schuldig geblieben. Der Staatssekretär der Süd- Die Stellung der Helferinnen müffe möglichst unab. Arbeitgeber" afrikanischen Diepublit hat das folgende Telegramm an den hängig sein, und Infanterie- Bataillons, nach dem Nilthale gehen. Gouverneur der Kapkolonie gerichtet: auch da, wo die gesammten Rosten der Einrichtung von legterem Die Blätter schreiben, die britische Regierung zeige getragen werden. Gegen niemanden sei der Are Rom, 12. Mai. Im Kriegsministerium glaubt man, daß noch immer Parteilichkeit für die Direktoren der Charbeiter so mißtrauisch, wie gegen feinen Ras Mangascha und Ras Sebat durch die Drohungen des tered Company und namentlich für Cecil Rhodes. Die Arbeitgeber, auch gegen dessen beste Absichten, und Generals Baldiffera bewogen worden sind, die Gefangenen frei- Regierung der füdafrikanischen Republik glaubt nicht an die je weniger die Hand und der Wille desselben zugeben. General Baldiffera dürfte morgen Adigrat räumen. Richtigkeit dieser Behauptungen; nach ihrer Ansicht ist die sichtbar hervortreten, desto rafcher gewinne - Bei den Gemeinderathswahlen in Santa Chartered Company die Quelle der Gefahr für ganz Südafrika. Der Arbeiter Vertrauen zu den WohlfahrtsSofia( Italien) trug die Liste der sozialistischen Kandidaten Die Stellung der Personen, welche um den Plan des Einfalls einrichtungen. Ob für Fabrikgemeinden die Anstellung einen vollständigen Sieg davon und schlug die crispinisch- gemäßigte vorher wußten und ihn unterstüßten, wird mit der Angabe ver von Diakonissen und Ordensschwestern oder von freien Gehilfinnen Kandidatenlifte.theidigt, daß sie auf diese Weise im Interesse und für die weitere Aus. vorzuziehen sei, tönne nicht generell beantwortet werden. liner Stellmacher: Streit sind, ersuchen wir, die Listen An die Referate fuüpfte sich wieder ein lebhafter GedankenGewerkschaftliches. bis spätestens Sonnabend, den 16. d. Mis., auf dem Bureau der austausch. Pastor Diestelt amp regte an, ob es nicht mög= lich wäre, Frauen mehr als bisher der Armenpflege der Aufruf an sämmtliche in der Leder- und Galanterie Gewerkschafts- Kommission abzuliefern. Die Lohntommiffion der Gemeinde einzugliedern und etwa auch weibliche Armen- brauche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Nur Stellmacher. J. A.: W. Schwarz, Kirchstr. 27. tommissions- Vorsteher zu schaffen. Frau Helene noch wenige Wochen trennen uns von dem Augenblick, wo wir Der Streif in der Schäftefabrik von 2oges und Lange glaubte, daß diese ganze Frage nicht ohne die ganze der Noth gehorchend, in den Lohnkampf eintreten werden. Die Wernecke in Bernau dauert unverändert fort. Der Fabrikant Schwerin, während Frau Lippmann betonte, daß merksam, wonach die Kollegen und Kolleginnen die Pflicht haben, schlägig beschieden, auf der andern Seite sucht er durch Annoncen ebenso wie in der Armenverwaltung die Frauen auch in den die Kommission mit allen zu Gebote ſtehenden Mitteln zu unter- Streitbrecher heranzuziehen. Wir ersuchen daher die Kollegen, Schul- und Waisenkommissionen gut ihren Platz ausfüllen stützen. In erster Linie ist die Kommission mit Geldmitteln reich sich durch solche Annoncen nicht verlocken zu lassen. Geldfönnten. Der Behauptung, daß es den Frauen an der genügen- lich zu versorgen, denn die Geschichte der Arbeiterbewegung sendungen und Zuschriften sind zu richten an A. Schneider, den Vorbildung fehle, um eine segensreiche Thätigkeit auf diesem lehrt uns alle Tage, daß Mittel dazu gehören, um einen Lohn Wallstr. 2 in Bernau. sozialen Gebiete zu entfalten, wurde von vielen Rednern wider tampf siegreich durchzuführen. Die Unternehmer rechnen auf Eure Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. sprochen und die Referate wurden noch vom Korvettentapitän Armuth, die sie durch die schlechten Löhne selbst erzeugen, Harms, Pastor Schlägel, Prof. Hige und vielen anderen ferner auf die Uneinigkeit der Kollegen unter sich selbst, die sich In Wittstock tagte am 4. Mai eine Versammlung von ergänzt. wiederum aus der Züchtung der Hansindustrie der Hansindustrie ergiebt. Textilarbeitern, um die Gründung einer Zahlstelle des Verbandes Wenn auch viele Unternehmer so thun, als ob sie mit den Forde der deutschen Teytilarbeiter vorzunehmen. Es traten auch sofort rungen der Arbeiter einverstanden wären, so denken sie in 70 Personen dem Verbande bei. Als der Herr Kommerzienrath Wirklichkeit doch anders; denn ihr Entgegenkommen für die Be- Wegener durch die Hirsch Duncker's chen davon unterwegung ist von dem Gedanken geleitet, daß es ja doch nichts richtet wurde, entließ er sofort die Gründer der Zahlstelle. Weitere wird, weil die Arbeiter nicht einig sind. Darum, Kollegen und Maßregelungen sollen folgen. Kolleginnen, zeigt ihnen, daß Ihr ernstlich gewillt seid, Eure 30 Sammellisten für den Kottbuser Streit sind aus Forderungen durchzusehen, benußt die günstige Geschäftszeit, unbekannten Gründen in Guben polizeilich beschlagnahmt beachtet zu diesem Zwecke die gefaßten Beschlüsse und erfüllt die worden. daraus erwachsenden Pflichten. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Partei- Nachrichten. " = Beim Maurerstreik in Döbeln i. S. handelt es sich um Die Fraktion der sozialdemokratischen Partei beschloß in ihrer letzten Sigung, die Partei auf dem nächsten internationalen Arbeiter- Kongreß in London durch die Abgeordneten Bebel, Liebknecht und Singer vertreten zu lassen. GeDie Kollegen in Offenbach, Wien, Leipzig, legentlich dieses Kongresses soll auch eine Konferenz der Ab- Dresden ersuchen wir, sich mit unserer Bewegung solidarisch einen Mindest- Stundenlohn von 32 Pf., den Zehnstundentag und geordneten unserer Partei in den verschiedenen Parlamenten zu erklären. Die Verhältnisse liegen dort so wie hier; wir leiden um die achttägige Lohnzahlung, welche Forderungen die Unterstattfinden speziell zu dem Zwecke, eine gemeinsame Verhaltungs- alle unter ein und demselben System; darum, Ihr auswärtigen nehmer nicht bewilligen wollen. linie für das Vorgehen in der Arbeiterschutzfrage festzustellen. Kollegen, appelliren wir an Euer Klassen- und SolidaritätsBeim Maurerstreik in Gera haben die foalirten Ziegelei gefühl, uns in diesem Kampfe zu unterstützen, denn unser Sieg befizer Partei für die Unternehmer in der Weise genommen, daß. Eines der Opfer des Effener Meineidsprozesses, der ist auch der Euere! wackere Genoffe Johann Meyer, ist, wie die RheinischUm es jedem Kollegen leicht zu machen, seinen Verpflich- sie an solche Bauunternehmer feine Biegel mehr liefern, die den Weftf. Arb. 3tg." meldet, im Buchthaus zu Hamm an einer tungen nadzukommen, machen wir darauf aufmerksam, daß in von den Maurern verlangten Zehnstundentag bewilligt haben. Lungenentzündung bedenklich ertranft. folgenden Lokalen Zahlstellen eingerichtet sind: Ju Dortmund ist der Tischlerstreit beendet. Ist Parteipreffe. Dr. David aus Gießen übernimmt 1. bei Berguer, Annenstr. 16, 2. Wählisch, Adalbert- auch fein voller Sieg erreicht, so haben doch selbst die Meister, von Mitte Juni ab die Redaktion der, Mainzer Boltsstraße 4, 3. Cohn, Beuthstr. 21, 4. Reichert, Friedrich- die die Forderungen nicht bewilligten, die Arbeitsbedingungen zeitung". straße 34, 5. Werner, Bülowstr. 59, 6. Gleinert, Müller- etwas aufgebessert. Aus dem Elsaß. Jn Straßburg trat am 10. Mai straße 7a( Wedding), 7. Schünemann, Stein- und GormannEine Konferenz der Schneider und Schneiderinnen die Landeskonferenz der Sozialdemokratie Elsaß- Lothringens zu- straßen- Ece, 8. Wiedemann, Blumenstr. 38, 9. Friederich, sammen. Die Theilnehmer waren privatim eingeladen. Die Eisenbahnstr. 20, 10. Summer, Rigdorf, Berlinerstr. 55; beider Hessen und Nassaus wird Sonntag, den 7. Juni, Verhandlungen, denen auch der Heichstags- Abgeordnete Bue b 11. beim Kollegen Höhe, Böckhstr. 8, Quergebäude 3 Tr., von vormittags 10 Uhr in Frankfurt a. M., im Lokal„ Zum beiwohnte, verliefen programmmäßig, abgesehen von der Bisite 12. bei Heindtke, Kottbuserdamm 39, Hof rechts 1 Tr. zu grünen Wald", Allerheiligenstr. 26b, abgehalten. eines Polizeikommissars, der sich aber beruhigt entfernte, nach jeder Tageszeit geöffnet. Die Zahlstellen sind regelmäßig Sonndent der Vorsitzende seinen Namen und die Tagesordnung an- abends geöffnet und zwar: Zahlstelle 1 von 7--9 Uhr, Zahlgegeben hatte. Während der ganzen Dauer der Verhandlungen flelle 10 von 9-10 Uhr, alle anderen von 8-10 Uhr. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck dieses hielten sich vor dem Lokal auf der Straße drei Geheimpolizisten auf; diese folgten den Theilnehmern nach Schluß der Berhand- Aufrufs gebeten. lungen noch bis in ein Wirthshaus. Die Lohukommission der Leder- und Galanterie- Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Bei den Gewerbegerichts- Erfahwahlen in der Klasse der Arbeitervertreter siegte die sozialdemokratische Liste mit 381 Stimmen über die Liste der Klerikalen, die nur 99 Stimmen auf sich vereinigte. Der Kongreß der Sozialdemokratie Toscanas wird am 17. Mai in Lucca abgehalten. vom 11 mit Die Maler Posens ließen im April den Meistern eine Reihe Forderungen durch die Lohnkommission unterbreiten; verStundenlohn für die Gehilfen und 25 Pf. für die Streicher, langt wurde u. a. der Zehnstundentag, 35 Pf. Minimal höhere Entschädigung der Ueberstunden und der Sonntagsarbeit, Abschaffung der Affordarbeit. Der Bunde3- Jnnungsmeister" Gustav Pohl erwiderte auf das Schreiben: Würde gern mit Aufruf an alle Arbeiter und Arbeiterinnen Deutsch Ihren Anforderungen einverstanden sein, wenn der Gehilfe 100, lands! Seit 14 Tagen stehen wir im Ausstand, um eine Ver- der Schmierer 50 M. Kaution hinterlegt, da ich sonst keine fürzung der Arbeitszeit zu Arbeitszeit zu erreichen. Diese Forderung Garantie habe für verpfuschte Arbeiten. Unsere Gehilfen ver ein großer Theil der dienen nicht 20 Pf. die Stunde, weil dieselben nichts ver Aus der Schweiz. Genosse Wassilieff, der verdiente ist umso mehr berechtigt, weil Pf. die Stunde Gründer und Leiter des Berner Arbeitersekretariats, hatte be- im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter, die Setzer stehen, mithin laß ich mir für 40 Maschinenmeister, diese Forderung schon be- Düsseldorfer Künstler kommen, und zu Streichern, auch tanntlich seine Entlaffung gefordert. Wie wir aus der Berner und mir ich Nun wir, die Hilfsarbeiter und Gerüstbauern bilde Dorje Knechte Tagwacht" zu unserer Freude ersehen, ist er von diesem Ent- willigt erhalten haben. Arbeiterinnen mit derselben Forderung herangetreten sind, 1,50 m. pro Tag aus. Für ferner bitte ich, mich mit schluß zurückgekommen und wird sein Amt fortführen. ruft man uns von Seiten der Prinzipale zu: Guer Vorgehen ist derartigen Dummheiten zu verschonen." Es versteht sich, daß in Posen an guten Arbeitskräften kein frevelhaft, so etwas ist in der Geschichte der BuchdruckerBewegung noch nicht dagewesen; mun, das kann nur ein Mangel ist. Abgesehen davon, wer trägt denn die Hauptschuld Anfporn für uns sein, fest zusammen zu stehen, und um das an mangelhafter technischer Ausbildung der Arbeiter? Zweifelzu fönnen, appelliren wir an Guer Euer Solidaritätsgefühl! los doch die Meister selbst, die, anstatt ihren Lehrlingen etwas Arbeiter und Arbeiterinnen beweist auch diesmal, ordentliches zu lehren, sie vielfach als weiter nichts denn als wie schon oft, daß Ihr mit für uns eintretet, wenn es gilt, eine billigste Arbeitskräfte ausnutzen. Verkürzung der Arbeitszeit zu erringen. Ein großer Theil unserer zufammen 900 arbeiten bereits Kollegen und Kolleginnen unter den neuen Bedingungen und 220 sind noch unterzu bringen. In 8 Druckereien haben die Prinzipale erklärt, Ju der Damen- und Kindermäntel- Branche hielten die die Ausständigen nicht wieder einzustellen, sie haben dafür Kommissionen der Konfektionsfirmen, der Zwischenmeister und Blumenmädchen und andere angenommen, welche angelernt werden der Arbeiter und Arbeiterinnen gestern eine gemeinschaftliche und so unsere gute Sache schädigen. An Euch richten wir die Sigung ab. Die Kommissionen der Kaufleute und Arbeiter beschloß dringende Bitte, die, welche an die Stelle der Ausständigen gezunächst über die Zulassung der neugewählten Fünfer- Rommission treten sind, auf ihr Solidaritätsgefühl aufmerksam 31 machen, der Zwischenmeister. Die während des Streits von den denn dadurch wird es nur möglich sein, daß wir unsere Der Streik der Metallarbeiter der Firma Bolzano, Zwischenmeistern gewählte Kommission ist fürzlich in einer Forderung voll zur Geltung bringen! Die Streit- Kommission Tedesco u. Comp. in Schlan in Böhmen dauert fort. Bersammlung aufgelöst und an deren Stelle eine Kom der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen.( Bureau: Da die Firma sich absolut nicht auf Unterhandlungen einlaffen mission aus Mitgliedern der Innung und des Ver Annenstr. 16). will, wollen die Ausständigen lieber anderwärts ihr Brot suchen, -Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In den Artikel„ Ein militärisches Kapitel", wegen beffen das Hamburger Echo" vom 19. April der Beschlagnahme verfiel, soll eine Beleidigung der Unteroffiziere der preußischen Armee enthalten sein. Boziale Ueberlicht. Kommission hatte als Bedingung gestellt, daß alle Entscheidungen " Gewerkschaftspreffe. In Wien erscheint seit 6. Mai ein neues Fachblatt, betitelt Freie Stimmen aus der Gehilfenschaft des Buch, Kunst- und Musitalien. handels". Jährlich erscheinen 10 Nummern. Bei direkter Zusendung durch die Post kostet das Blatt jährlich 1 fl. in Desterreich, 2 M. im Ausland. Redakteur und Verleger ist ugo Heller, Wien VI., Gumpendorferstr. 8. Ebendaselbst befindet sich die Administration. eins selbständiger Schneidermeister gewählt worden. Diese Die Lohnbewegung der Schuhmacher Berlins ist in- als zu den früheren Bedingungen in Arbeit treten. Sie bitten der Gesammtkommission von den Vorsitzenden der Innung und sofern in ein neues Stadium getreten, als die von den Meistern die deutschen Arbeiter aller Branchen des Maschinenwesens, der Gesammtkommission von den Vorfißenden der Innung und in der Mittwochs Versammlung beschlossene Entlassung sämmt- ihnen, den tschechischen Berufsgenossen, sowohl durch Fernhaltung des Vereins selbständiger Schneidermeister begutachtet sein müssen. licher Gesellen, welche nicht innerhalb dreier Tage die des Zuzugs wie durch finanzielle Unterstüßung treu beizustehen. Hiergegen erklärte sich sowohl die Vertretung der Kaufleute wie Arbeit wieder wieder aufnehmen würden, uunmehr thatsächlich Gelder sind zu senden an die österreichische Gewerkschafts. auch die der Arbeiter. Die neugewählte Kommission der Zwischenmeister gab schließlich die Erklärung ab, daß sie die ge- erfolgt ist. Diese Maßregel ist aber lediglich ein Schlag fommission, per Adresse Hueber, Wien VI, Kopernikus in's Wasser und zeigt deutlich die Verlegenheit der gaffe 12. meinsame Geschäftsordnung und die Vereinbarungen vom 20. Febr. Meister. Die hochmüthigen Schuhmachermeister der FriedrichDie Handlanger und Maurer in Biel( Schweiz) haben ihren atzeptiren würde. Von dem Vorsitzenden der Kaufleute wurde stadt bitten nun um die Unterstützung der kleinen Innungs- Streit nach mehrwöchiger Dauer erfolgreich die Mittheilung gemacht, daß der Vorsitzende der früheren Kom Kollegen, auf die sie sonst mit Geringschätzung herabsehen. Wir beendet und bereits am vorigen Donnerstag mittags wieder miffion erklärt habe, daß diese Vertretung sich als aufgelöst wiffen nicht, ob diese kleinen Meister ihren so günstig gestellten die Arbeit aufgenommen. Erkämpft wurden der Behustundentag betrachte. Die aus der Innung und dem Verein der Schneider- Konkurrenten beistehen werden, ersuchen aber alle bei denselben Stundenlohn von 35 bis 45 Gts. für Steinbrecher, von 45 bis meister gewählte Kommission wurde darauf als legale Ver- beschäftigte Kollegen, ihr Augenmerk darauf zu richten, welche 55 Cts. für Maurer, für weniger geübte Maurer 35-45 Cts., für tretung der Zwischenmeister anerkannt. Nachdem entschied die Arbeit sie machen. Wir appelliren an ihr Solidaritätsgefühl, Handlanger von 32-40 Ets., für Pflasterburschen von 22-30 Cts.; Kommission auf grund der gemeinsamen Geschäftsordnung als jede fremde Arbeit zurückzuweisen. Daß die Meister zu solchen der Lohnaufschlag für Ueberzeitarbeit beträgt 25 pet., für Arbeiten Schiedsgericht über Streitigkeiten und Zuwiderhandlungen gegen Mitteln greifen, beweist die Unhaltbarkeit ihrer Lage und sichert im Wasser je nach der Art der Arbeit und der Jahreszeit 50 Gts. die Beschlüsse vom 20. Februar. Von den Vertretern der Ar- uns den glücklichen Ausgang des Lohnkampfes. Die bürgerlichen bis 1. Fr. per Tag. Lobuzahlung ist aller 14 Tage. Die vor beiter waren zehn solcher Fälle der gemeinsamen Kommission Zeitungen, allen voran die„ Vossische", stroken von unwahren läufige Dauer der Uebereinkunft beträgt ein Jahr. Sämmtliche unterbreitet. Von den Vertretern der Meister lag nur ein Fall Berichten über unsere Bewegung. Ihre Versammlungsberichte Streifende sind wieder einzustellen. Die Handlanger hatten vier, zur Entscheidung vor. Von den beklagten Zwischenmeistern find tendenziös entstellt. Unter anderem schreibt diefe Presse, die Maurer drei Wochen gestreift. Sie sind mit ihrem Erfolg waren die Herren Lehmann, Liegnigeritraße, Nebeling, daß die Gesellen auskömmliche Löhne von durchschnittlich zufrieden. Auch die Bauunternehmer wie das Publikum find Staligerstraße, Köpp, Kottbuserdamm, Riez, Paſewalter 30 m. die Woche und darüber bezögen. Demgegenüber können froh, daß der Streif beendet ist. straße, Schweizer, Boyenstraße, und Petersen, Staliger wir nachweisen, daß der erste Arbeiter des kaiserl. Hoflieferanten Ju Stockholm streiten die Hafenarbeiter. straße, nicht erschienen. Den klagenden Arbeiterinnen wurde Auschrat einen Jahresverdienst von 890 M. hatte und ein anheimgegeben, in diesen Fällen ihr Recht beim Gewerbegericht bevorzugter Gehilfe des Schuhmachermeisters Gottwald, zu suchen. Bei den übrigen Fällen handelte es sich um Lohn- Unter den Linden, einen solchen von 998 M. Um die differenzen betreffs der Vereinbarungen vom 20. Februar. elenden Löhne aufgebeffert zu bekommen, blieb den Schuhmachern Depeschen und lehte Nachrichten. Die Kommission entschied in allen Fällen, daß diese kein anderes Mittel als der Streit. Wir werden diesen Kampf Leipzig, 12. Mai.( Privat- Mittheilung des Vorwärts") Differenzen von den betreffenden Meistern nachzuzahlen für unsere gerechten Forderungen auch fernerhin mit allem Die gestern Abend hier von ungefähr 2000 Buchdruckern absind. Ebenso wurde Die Firma Rosenbaum u. Nachdruck durchführen. Das Streitbureau befindet sich wie gehaltene Versammlung war in ihrer Grundstimmung für die Gronheim, deren bevollmächtigter Vertreter erklärte, sich bisher im Restaurant Freigang, Schüßenstr. 18/19. Sendungen zurückziehung des Gehilfenvertreters von den am 15. d. M. stattdem Schiedsspruche zu fügen, verurtheilt, einer Zwischen sind zu richten eben dorthin an August Adamczeck. Die findenden Tarifverhandlungen als richtigste Antwort darauf, daß die meisterin die entstandenen Lohndifferenzen nachzuzahlen. Das Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. Leipziger Innung und andere Prinzipale die Versprechungen des Objett betrug in diesem Fall gegen 300 M. An die Maurer Berlins! Den Kollegen zur Kenntniß, Prinzidalsvertreter, ab Anfang Mai den neuen Tarif einzuführen, Zum Kapitel der schwarzen Listen. Die Berliner Metall- daß am Montag auf folgenden Bauten die Arbeit niedergelegt nicht eingehalten haben. Die Versammlung nahm eine Reso waarenfirma R. Frister( Inhaber Engel und Heegewald) hat worden ist: Behrenstraße bei achmann u. Zauber lution des Kollegen Gasch einstimmig an, wonach der Tarif 17 Mann, Rankestraße bei Mathens 35 Mann. Auf beiden mur von Jahr zu Jahr zu gelten hat und die Unter Bezugnahme auf Ihre Mitgliedschaft zu dem Verband Bauten sollte von Montag ab wieder 10 Stunden gearbeitet Schaffung eines Tariamtes und einer tariflichen Neben der Berliner Metall- Industriellen, sowie der von der Vertrauens werden. In der Schüßenstr. 14 wurden 5 Kollegen Montag früh organisation( gemeinsame Kasse und Arbeitsnachweise, ständige tommission am 2. April bezüglich der Freigabe des 1. Mai gemaßregelt; die anderen 13 Mauver legten am Mittag die Tariftommiffion) aufs entschiedenste abzulehnen ist, weil die ich mir, gefaßten Resolution II erlaube Ihnen um= Arbeit hin, nachdem der Polier sich entschieden geweigert hatte, Pflege des Tarifwefens Sache der beiderseitigen Organisationen seitig ein Verzeichniß der von mir ursächlich der Mai feier entlassenen und gesperrten Arbeiter zu übereichen. Ich bitte die Gemaßregelten wieder einzustellen. Wir ersuchen alle Kollegen sei. Der Gehilfenvertreter Riedel legte, da er die Durchsehung Sie höflicht, die für Fälle, wie vorliegend, maßgebenden Be- um solidarisches Handeln und strenges Vermeiden des Zuzuges dieser Resolution für aussichtslos hielt, fein int nieder, ere Die Lohukommission der flärend, daß er den Verhandlungen nicht beiwohuen( Lebhafter schlüsse des Verbandes prompt zu beachten und vor allen Dingen nach diesen Arbeitsstätten. Beifall) und auch die Konsequenzen des Beschlusses ziehen und teinen der Genannten in Ihrem Betriebe aufzunehmen." seine übrigen Aemter niederlegen würde. ein Zirkular versandt, worin es heißt: Maurer. Diesem Zirkular beigefügt ist eine gedruckte Lifte, auf welcher Der Verein der Brauerei und Bierverlags- Hilfs. der Rotterdam, 12. Mai.( W. T. B.) Die Polizei, eine Abca. 100 Personen unter Angabe des Spezialberufs, des Geburtsarbeiter Berlins und Umgegend theilt uns mit, daß theilung von 80 Marinesoldaten und die Bürgergarde, welch orts und Geburtstages verzeichnet sind. Direktor der Weißbierbrauerei vormals Hilfe bein, Die Firma R. Frister hat als Telegrammadresse 2ucifer Roppenftr. 68, wo im vorigen Jahre der 1. Mai freigegeben Berlin. Sie führt diefe Telegrammbezeichnung mit recht, worden war, diesmal einen Arbeiter entlassen habe, weil dieser denn 100 Menschen dauernd brotlos machen, weil sie einmal den 1. Mai feierte. lettere um 5 Uhr früh unter die Waffen gerufen worden war, sperren sämmtliche Quais und Häfen an der Maas ab, damit die nichtausständigen Schiffsentlader unbehelligt arbeiten fönnen. Die Ausständigen durchziehen alle nicht abgesperrten Theile der im Jahr einen freien Tag haben wollen, das ist unzweifelhaft Eine internationale Konferenz der Lederarbeiter wird Stadt. Ernstliche Unruhen find bis jetzt nicht vorgekommen. etwas sehr boshaftes. Aber wie Lucifer stets das Böse am 8. August in Berlin im Wiarienbad, Badstr. 35/36, ab- Alexandrien, 12. Mai.( Meldung des Reuter'schen will und doch das Gute schafft, so wird auch die Firma gehalten. An diese schließt sich am 9. Auguft und folgende Tage Bureaus Gestern sind hier 22 Bersonen an der Cholera ge= R. Frister durch die barbarische Ausnübung der kapitalistischen die Generalversammlung der Lederarbeiter Deutschlands an. storben; 28 an Cholera erkrankte Personen befinden sich noch in Macht ganz besonders mit dazu beitragen, daß die Metallarbeiter Berlins sich in immer größerer Zahl der Organisation anschließen, Die Delegirten der Gewerkschafts Kommission, welche ärztlicher Behandlung, 3 sind geheilt. In Kairo ist kein weiterer um vor den Uebergriffen des Unternehmerthums Schuß zu finden. Inoch im Besige von Sammellisten für den jüngsten Ber Cholerafall zu verzeichnen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Truck und Verlag von Max Vading in Berlin. 3 Hierzn 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 111. 6081 Reichstag. = Eingegangen sind zwei Gefeßentwürfe wegen Aenderung des Gesetzes von 1891, betr. die kaiserliche Schuytruppe für Deutsch Ostafrita, und des Gesetzes von 1895, betreffend die kaiserlichen Schuhtruppen für Südpest Afrika und Kamerun; ferner der Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Japan. D 4 Mittwoch, den 13. Mai 1896. V " " 13. Jahrg. von Saison" haben, ihre Arbeiter mühelos und ohne Lohnerhöhung beschaffen. Im Bericht für 1891/92 wurde auf diesen vortheilhaften Umstand direkt hingewiesen, indem die Behauptung, daß für 1891/92 fich eine weitere Steigerung der Löhne nicht als nothwendig ergab", damit zu begründen versucht wurde, daß selbst in den Wintermonaten bei steigendem Betriebe stets eine ausreichende Anzahl von Arbeitskräften zur Verfügung stand". Die Verwaltung der städtischen Gaswerke billigt, wie es scheint, den Grundsatz privater Arbeitgeber, die bei ihren Arbeitern jedes Gelüst nach Lohnerhöhung mit dem Hinweise auf das übergroße Angebot von Arbeitskräften zu unterdrücken suchen. soweit eine derselben vor dem Inkrafttreten des Gesetzes an-[ wesen." Der Bericht für 1893/94 brachte eine ziemlich gleichgelegt ist. lautende Bemerkung. Sie soll beweisen, daß die Löhne der Abg. Röficke wendet sich gegen die Kommissionsvorschläge, städtischen Gasanitalts- Arbeiter hoch genug sind. Etwas offener 89. Sigung vom 12. Mai 1896. 2 Uhr. welche die Melasse- Entzuckerungsanstalten belasten, die Entlastung äußerte sich über diesen Punkt der Bericht für 1892/93: Die da die letzten Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Gcaf Posa- neuer ähnlicher Fabriken verhindern und dahin führen werden, Lohnfäße seien nicht geändert worden, seien, dowsly, v. Hammerstein. daß die Rübenzucker Fabriken keinen Absah mehr für Lohnerhöhungen„ vollständig , vollständig ausreichend" gewesen die zu jeder Zeit für den Betrieb der Anihre Melasse finden werden. An der Erhöhung der Ausfuhr- um erforderliche Anzahl von Arbeitern 811 den prämie haben die Melasse- Entzuckerungsanstalten fein großes ftalten Interesse, weil sie nicht exportiren. Es würde allem die Krone verschiedenartigen Leistungen einstellen zu können". Hierin liegt aufgesetzt werden, wenn man einen besonderen Fabrikationszweig das Eingeständniß, daß man auch bei der Verwaltung der städtischen Gaswerke die Löhne für hoch genug hält, solange sich der Zuckerindustrie noch besonders besteuern würde. Abg. Müller- Fulda( 3) schließt sich diesen Ausführungen noch Arbeiter genug finden, die dafür arbeiten wollen. Nun ist Die zweite Berathung des Zuckersteuer Gesetzes an und beantragt die Wiederherstellung der Regierungsvorlage. aber gerade bei den Gasanstalten durch die Art ihres Betriebes Staatssekretär Graf Posadowsky bittet, für die Wieder dafür gesorgt, daß kaum jemals Mangel an Arbeitern eintreten wird fortgefeßt, und zwar beim§ 70, Ausfuhrzuschüsse. Nach der Vorlage sollten dieselben betragen für rohen Zucker herstellung der Regierungsvorlage zu stimmen, denn es sei nicht fann. Im Sommer, wenn die Zahl der Arbeitslosen sich ver von 90-98 pet Buckergehalt 4 M., für raffinirten Zucker von Zweck des Gesetzes, eine Differenzirung einzuführen hinsichtlich ringert und das Angebot von Arbeitskräften nachläßt, entlassen der einzelnen Produktionsarten. Eine besondere Besteuerung des die Gasanstalten einen Theil ihrer Arbeiter, weil sie ihren Be mindestens 991/2, pet. Zuckergehalt 5,25 M. und für alle übrigen Melaffezuckers wäre ein Eingriff in die Interna der Industrie. trieb einschränken; im Winter dagegen, wenn sie wieder mehr Abg. Placke( natl.) empfiehlt seinen Antrag, welcher allen Arbeiter einstellen müssen, strömt ihnen ein Heer die Prämien auf 2,50 M. bezw. 3,55 M. und 3 M. herabgesetzt. Bucker, der aus Melaffe gewonnen wird, gleichmäßig be- Arbeitsuchenden zu. Sie können sich also, auch wenn sie Abg. Barth( frs. Vg.): Die Prämie war eine Begünstigung handeln will. der Ausfuhr. Jetzt ist die ganze Prämie nur eine Art LiebesAbg. Graf Schwerin( f.) erklärt sich namens seiner Freunde gabe. Die Zuckerfabrikanten werden die Möglichkeit haben, einen auch gegen eine besondere Besteuerung des Melassezuckers. um 22 Miuionen höheren Ertrag von ihrer Produktion zu er= Abg. Meyer- Danzig( Rp.) hält es doch für nothwendig, die zielen. Die Konsumenten bezahlen diese Liebesgabe; das ist nackt Melasse- Entzuckerungsanstalten nicht in den Genuß der erhöhten und bloß die Liebesgabe, für die es gar feinen stichhaltigen Prämie zu sehen, sondern bei dem jeßigen Zustande zu laffen. Grund giebt, jedenfalls nicht in der gegenwärtigen Preis- Badischer Ministerialdirektor Scherer spricht sich ebenfalls lage. Seit 20 Jahren haben wir zwei große Buckerkrisen für die Wiederherstellung der Regierungsvorlage aus. gehabt, 1884-85 und 1894-95. Die erstere iſt nicht Abg. Richter( frs. Vp.): Es müsse alles abgelehnt werden, so schnell vorübergegangen, wie die lettere; sie hat trotzdem selbst der Antrag Blade, der nicht die Melaffebesteuerung beeinen Ausschwung der Zuckerindustrie nicht hindern können; die feitigt, sondern nur die Verschiedenartigkeit derselben; der Antrag Dividenden der Zuckerfabriken erreichten eine geradezu sprichwört würde eine Strafe darauf setzen, daß man die Rüben möglichst Irrthümlich scheint die kürzlich durch die Blätter gegangene liche Höhe. Von einer permanenten Krisis kann man also garnicht entzuckert durch weitere Bearbeitung der Melasse. Das ist ein Mittheilung zu sein, daß die Polizeibehörde eine Verkürzung der reden. Man sollte mit der Erhöhung der Prämien wenigstens warten, kulturwidriges Vorgehen. Der Antrag des Grafen Schwerin Arbeitszeit der Omnibus- Angestellten erwirkt habe. bis später einmal eine Produktionskrisis wirklich vorhanden ist. Redner würde ein Extrem nach der anderen Richtung sein, denn er wie uns von Beamten der Neuen Berliner Omnibus. bestreitet, daß Deutschland am Weltmarkt nicht mehr konkurriren könne. würde eine Prämie sehen auf die Entzuckerung der Melasse und Aktiengesellschaft berichtet wird, ist von einer VerDeutschland war bisher schon der Hauptlieferant für den Welt- die Ueberproduktion noch mehr vermehren. martt; wenn es seine Prämien erhöht, wird Frankreich folgen In namentlicher Abstimmung wird der§ 68 nach dem An- fürzung oder Erleichterung des Diensies bislang in keiner Weise und ebenfalls eine Erhöhung der Prämien eintreten lassen. Graf trage des Abg. Blacke mit 162 gegen 106 Stimmen abgelehnt. Die Rede gewesen. Die Angestellten des ersten Wagens haben Posadowsky hatte nichts dagegen einzuwenden, daß die Für denselben stimmen die Reichspartei und die Polen geschlossen, morgens 5 Uhr 15 Minuten auf dem Depot zu sein. Kontinentalen auf ihre Kosten den Engländern billigen Zucker die Deutschkonservativen mit Ausnahme der Abgg. Graf Schwerin, Dann beginnt die Reinigung der Scheiben, des Messingliefern. Frankreich fann für sein kleines Exportquantum viel Graf Limburg und v. Plötz, die Nationalliberalen mit Aus zeugs und der Lampen, welche Arbeit 5 Uhr 45 Minuten eher eine höhere Prämie zahlen als Deutschland für seine nahme der Abgg. Baffermann und Blankenhorn. Gegen§ 68 beendet sein muß. Darauf fährt der Wagen nach dem Halte. platz, von wo Punkt 6 Uhr die Abfahrt beginnt. Die Fahrten neunfach so große Exportmenge. Die Erhöhung der Prämien stimmen die Sozialdemokraten, die beiden freisinnigen Gruppen erreichen abends 10 Uhr 30 Minuten ihr Ende, und wenn der wird die Produktion vermehren und damit die Preise und die Volkspartei geschlossen, das Zentrum mit Ausnahme der drücken und schließlich wird auch die inländische Produktion Abgg. Strzoda, Szmula und Wenzel, die Antisemiten mit Aus: Wagen in's Depot gebracht und die Abrechnung erfolgt ist, hat die zwölfte Stunde gewöhnlich schon begonnen. Entsprechend durch die verkehrten Maßregeln geschädigt werden. Bei einem nahme der Abgg. Liebermann von Sonnenberg und Müller- später haben die folgenden Wagen ihre Touren beendet; die letzten solchen Gesez, bei welchem man jedem Betheiligten nachrechnen Waldeck. tann, wieviel Vortheil er davon hat, sollte man doppelt vor: Angestellten verlassen um 1/21 Uhr nachts das Depot. Die Arbeitszeit der Kutscher und Schaffner dauert mithin ohne von einer Mittags= fichtig sein, damit das Volk nicht zu dem Glauben kommt, daß die politische Moral im Sinfen begriffen ist.( Zustimmung oder sonstigen längeren Bause unterbrochen zu sein, gegen a cht. zehn Stunden täglich. Das Mittagsessen muß in einer der acht links.) oder zehn Minuten währenden Haltepausen hinuntergewürgt werden. Eine derartige Ausbeutung findet statt bei einem Ge halt, das sich für Schaffner anfangs auf 75 M. und für Kutscher auf 80 M. monatlich beläuft. Freie Tage haben die Kutscher erwähnt und darauf fommt es hauptsächlich an.( Sehr richtig! Die Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch berieth fünf und die Schaffner vier im Monat! Hat die Behörde rechts.) Der Kartoffel- und Getreidebau rentirt nicht mehr, die in ihrer Sigung am Dienstag die" S 1465-1609 des Entwurfs. teinerlei Machtmittel zur Hand, um es zu verhindern, daß die Landwirthschaft ist auf den Rübenbau angewiesen, der bei den Die Paragraphen bis 1546 betressen das Güterrecht, die bis Neue Omnibus- Gesellschaft sowohl mit der Gesundheit der Anniedrigen Zuckerpreisen auch nicht genügende Erträge giebt.§ 1566 die vermögensrechtlichen Folgen der Chefcheidung, gestellten als, was doch mindestens ausschlaggebend sein sollte, Die Beschränkung des Rübenbaues würde hunderte von fleißigen§ 1567 und folgende regeln die Vormundschaft, die Alimentations durch die unverantwortliche Ausbeutung der Leute auch mit der Händen auf dem Lande arbeitslos machen. pflicht der Verwandten(§§ 1519-1593) und die recht: Sicherheit des Publikums ein geradezu frevelhaftes Spiel treibt? Agb. Meyer- Danzig( Rp.) schließt sich dem Vorredner an. Abg. Graf Bernstorff- Uelzen( Welfe): Wir sind sonst keine liche Stellung der ehelichen Kinder(§§ 1594-1680). Für die Gewerbe- Aufsichtsbeamten hat jetzt der Minifier Freunde solcher fünstlichen Mittel, aber wir sind der Meinung, ſtellte Abg. Gröber eine Reihe Anträge, die auf eine noch daß die Zuckerindustrie und der Rübenbau besonders einer Unter- größere Abhängigkeit der Kinder von den Eltern abzielten. Die für Handel und Gewerbe Ausweistarten herstellen lassen, welche flüßung würdig sei. Die Vorlage ist darauf berechnet, einer Anträge wurden abgelehnt. Eine Reihe Anträge, die die in Zukunft von den Beamten der ganzen Monarchie zu führen Genossen Stadthagen und Frohme stellten, um und auf denen folgende Anordnungen enthalten sind: Nach den wiederkehrenden Krisis die Spizze abzubrechen. der Mutter Der des Vaters Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung stehen dem GewerbeAbg. Paasche( natl.): Die Prämien reizen zur Ueber die elterliche Gewalt produktion an und diese bringt die billigen Preise für die Kon- gleichzustellen, wurden gleichfalls( gegen ihre Stimmen und die Aufsichtsbeamten bei Ausübung ihres Dienstes alle amtlichen sumenten. Hätten wir höhere Prämien, so würde man sich mit der Freikonservativen abgelehnt. Auch der Antrag, folgenden Befugnisse der Ortspolizeibehörden, insbesondere das Recht zur jederzeitigen Revision gewerblicher Anlagen zu. Sie sind vorFrankreich und Desterreich schneller einigen über die Abschaffung ungeheuerlichen Absatz des§ 1566 zu streichen: behaltlich der Anzeige von Gesezwidrigkeiten zur Geheimhaltung der Prämien. Aber wir hatten bisher nichts zu bieten. der amtlich zu ihrer Kenntniß gelangenden Geschäfts- und Abg. Richter( frs. Vp.): Wenn die an der Sache interBetriebsverhältnisse der ihrer Revision unterliegenden Ans efsirten Herren Reichstags- Abgeordneten sich gestern der AbDie Kommission vertagte um 2 Uhr ihre Berathungen auf lagen verpflichtet. Die amtlichen Revisionen müssen die Arbeitftimmung enthalten hätten, dann wäre die Betriebssteuer Mittwoch. Wahrscheinlich werden in dieser Sigung bereits die geber zu jeder Zeit, namentlich auch in der Nacht, während gefallen.( Sört, hört! links. Lebhafter Widerspruch rechts. Bestimmungen über die rechtliche Stellung der un des Betriebes gestatten. Wer die Gewerbe- Aussichtsbeamten an Burufe: Die Biersteuer!) Von der nothleidenden Bucker ehelichen Rinder zur Berathung gelangen. Unsere Ver- der Ausübung der ihnen obliegenden Revisionen hindert, wird, industrie sollte man doch nach den jetzt bekannt werdenden treter haben eine Reihe Abänderungsanträge auch zu diesem Ab- sofern er nicht nach§§ 113 und 114 des Strafgesetzbuches Abschlüssen nicht mehr reden. Redner führt eine Fabrik schwerere Strafen verwirkt hat, mit Geldstrafe bis zu 30 n. fie schnitt gestellt. an, welche so gute Geschäfte gemacht hat, daß ste Abg. von Frege( t.): Der Vorredner hat die Verhältnisse Der Zuckerfabrikation und des Zuckerexportes wohl gauz richtig dargestellt, aber von der Lage des Rübenbaues hat er nichts Die§§ 66, 67 und 69 werden ohne weitere Debatte mit einigen redaktionellen Aenderungen genehmigt. Um 64 Uhr wird die weitere Berathung auf Mittwoch 2 Uhr vertagt. Parlamentarisches. E3 zwischen einem unehelichen Kinde und dessen Vater besteht teine Verwandtschaft" wurde von der Kommission abgelehnt. " = ftatt 6000 Morgen im abgelaufenen Jahre im bevorstehenden Die Petitionskommiffion des Reichstags beschäftigte sich und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 8 Tagen bestraft. Jahre 6800 Morgen mit Rüben bebaut. Die Rübenbauer sind in der letzten Sizung unter anderem mit der Petition eines Ueber die Lage der Kellnerinnen auf der Ausstellung zur Hälfte an den Zuckerfabriken als Attionäre betheiligt. Wird hiesigen Frauenvereins", welche die Zulassung der verbreitet folgender Vorfall einiges Licht: Der Restaurateur durch die Kontingentirung eine Beschränkung des Rübenbaues Frauen zum Universitäts- Studium befürwortete. Brichner, wohnhaft in Berlin, Fidicinftr. 39, hat in der Aus= eingeführt, so haben darunter in erster Linie Kauf- Rübenbauer zu Der Referent Abgeordneter Vogtherr hatte die Hinzustellung Kairo ein Restaurant, in dem er bayerische Kellne leiden. Die Zuckerpreise steigen, die Produktionskosten vermindern ziehung eines Regierungskommissars beantragt, um den rinnen beschäftigt. Unter anderen waren auch Fini Haffner und sich durch die Fortschritte der Technit. Die Engländer haben den Vor- Standpunkt der Reichsregierung, namentlich in bezug auf Amalia Reisinger für ihn durch die Kommissionäre Wolf und Der Aschauer in München augeworben worden, und zwar theil, daß sie auf Kosten der deutschen Steuerzahler den Zucker die Universität Straßburg i. Elsaß, fennen zu lernen. so billig haben, daß, wer in London ein Pfund Thee kauft, ein Referent stellte sich durchaus auf den Standpunkt der Petition, unter folgenden Bedingungen: Jede Lohnentschädigung wurde Pfund Zucker zugeschenkt bekommt.( Heiterkeit.) 30 Millionen welche das natürliche Recht der Frauen auf diesem Ge- ausgeschlossen, jedoch verpflichtete sich Brichner, freie Rost zu ge Mart beträgt die Belastung der Konsumenten, zum theil zu biete verlange. Der Regierungs Rommissar erklärte, daß währen und für ein billiges Nachtlager Sorge zu tragen. Die gunsten des Fistus, der auch einen Schnitt dabei macht. Des- die Reichsregierung dem Studium seitens der Frauen Reisekosten hatten die Mädchen selbst zu tragen. Sie wurden halb ist eine Herabsehung der Konsumabgabe von 21 auf 20 M. nicht abgeneigt sei, die Frage unterstehe jedoch nicht der verpflichtet, einige Tage vor dem 1. Mai sich in Berlin vordurchaus angebracht. Kompetenz des Reichs, auch die Universität Straßburg sei zustellen und bayerische Kostüme mitzubringen, die sie sich Laudes Universität und ein solches Gesuch, wie das vor- auf ihre eigenen Kosten zu beschaffen hatten. ihnen von unterzeichnete Vertrag lautete auf die liegende, sei an die betreffenden Landesbehörden zu richten. Die Debatte ergab u. a. die Thatsache, daß auch die Dauer der Ausstellung. Falls sie bis zum Schluß aushielten, preußische Unterrichtsverwaltung dem Gegenstand der Petition sollten sie Extragratifitationen von 50 bis 100 m. bekommen. nicht abgeneigt sei; da fernerhin kürzlich in Berlin a cht junge Besonders hatte eine Postkarte Brichner's die Kellnerinnen vor Mädchen das Abiturienten- Examen mit gutem Er allem verlockt, nach Berlin zu kommen; es war darauf zu lesen, folge bestanden haben, wird auch die preußische Unterrichts- daß man hier viel Geld verdienen könne, und daß er glaube, den verwaltung sich vor die Frage gestellt sehen, wie sie sich praktisch zum Mädchen einen täglichen Verdienst von 10 M. garantiren zu können. Damit schließ die Diskussion. Abg. Richter hält entsprechend der Bemessung der Prämie auf 2,50 M. eine Verbrauchsabgabe von nur 20 M. für gerechtfertigt. Der Ju namentlicher Abstimmung wird§ 70 mit 159 gegen 110 Stimmen angenommen. Für denselben stimmen ge schlossen die beiden konservativen Gruppen, die Antisemiten, die Welfen und die Nationalliberalen, ferner das Zentrum mit Ausnahme von ca. 20 bayerischen Abgeordneten, welche zum theil gestern gegen die Kontingentirung gestimmt haben. Gegen den§70 stimmen die Sozialdemokraten, die beiden freisinnigen Gruppen, die deutsche Boltspartei und die Polen. Der Abstimmung Universitätsstudium weiblicher Studenten verhalten soll, nachdem Nachdem diese am 25. April eingetroffen waren, wurden sie bis zum enthalten hat sich der Abg. v. Schöning. sich bereits zwei deutsche Universitäten, Heidelberg und 1. Mai verschiedenartig beschäftigt, wofür ihnen nur etwas Kaffee Nach Art. II. soll die Verbrauchsabgabe von 18 auf 21 M. München, den Frauen geöffnet haben. Da die thatsäch- und ein paar Brutterbrode als Entgelt gereicht wurden. Vom erhöht werden, während die Vorlage eine Erhöhung auf 24 M. lichen Verhältnisse den Erklärungen des Regierungs- Kommiffars 1. Mai ab begann dann ihre eigentliche Berufsthätigkeit. Aber formell Recht vorgesehen hatte. geben, trat in der Berathung der auch jetzt gingen ihre Erwartungen nicht in Erfüllung; sie wurden Das billige Logis, welches ihnen Wunsch hervor, wenigstens eine offizielle Erklärung der vielmehr arg enttäuscht. Regierung im Plenum herbeizuführen, und wenngleich die in der versprochen war, bestand in einem einfenstrigen, sogenannten Kommission laut gewordenen Stimmen sämmtlich der Petition Berliner Zimmer im Hause des Brotgebers",( man denke: in der fie mit noch vier ihrer zustimmten, konnte doch nur der Uebergang zur Tages- Fidicinstraße) und dies mußten ordnung beschlossen werden und wurde der Berichterstatter mit Kolleginnen sich theilen. Jede hatte pro Nacht 60 Pfennige zu Abfaffung eines schriftlichen Berichtes an das Plenum bezahlen, wofür sie dann noch wie gnädig!- zur und von auftragt! der Ausstellung in einem von Brichner besorgten Kremser fahren durften. Dann ließ das Publikum febr auf sich warten, so daß der Triutgelder Verdienst, auf den die Mädchen angewiefen waren, fast gänzlich ausblieb. Herr B. ließ sich herbei, jeder 40 M. Vorschuß zu geben. Die vertragsDie Parteigenoffen des vierten Berliner Reichstags: mäßige Kost wollten ihnen auch nicht recht bekommen; sämmtAbgg. Placke und Genossen beantragen, die Abgabe in Höhe der Hälfte des Ausfuhrzuschusses nur zu erheben von dem Wahlkreises werden ersucht, sich zu der am Himmelfahrtstage liche Kellnerinnen und Büffetmamsells führten darüber Klage Bucer, der innerhalb des Kontingents gewonnen wird; der stattfindenden Herrenpartie zahlreich einzufinden.( Siehe und einige wiesen das Essen überhaupt zurück. Der Chef wurde darüber hinausgehende würde also nach§ 65 mit dem Zuschlag Art. II wird unverändert angenommen. Nach§ 65 hat der über das Kontingent hinaus hergestellte Buder einen Zuschlag von der Höhe der Ausfuhrprämie zu entrichten. Diese Bestimmung wird angenommen. Nach§ 68 der Kommissionsbeschlüsse soll der aus Melasse gewonnene Buder eine Abgabe entrichten von der Höhe der Hälfte des Ausfuhrzuschusses. = Juferat.) Tokales. darob noch böse und meinte, wem es nicht schmecke, der könne in voller Höhe der Prämie belastet werden. Zu den Löhnen der städtischen Gasauftalts Arbeiter gehen, erst müßten aber die Schulden, nämlich der Vorschuß zurückAbg. Müller Fulda( 3.) beantragt, den§ 68 der Rom- wird in dem neuesten, das Jahr 1894/95 behandelnden Bericht gezahlt werden. Als am 6. Mai das Effen gar zu ungenießbar war, missions- Beschlüsse zu streichen und dafür den§ 68 der Vorlage des Magistrats über die Verwaltung der städtischen Gaswerte wandten sich die Mädchen an einen Gendarmen, der sie an den in anzunehmen, wonach mehrere in der Hand desselben Besizers bemerkt: Die seit 1. April 1890 bestehenden Lohnfäge haben Kairo angestellten Arzt wies; legterer wollte sie hinwiederum zum befindliche innerhalb einer Entfernung von zehn Kilometern von auch im Rechnungsjahr 1894/95 eine Veränderung nicht erfahren, bayerischen Gesandten schicken, ohne selbst etwas in der Sache zu einander belegenen Fabriken als eine Fabrit angesehen werden, und sind zu diesen Sägen stets Arbeitskräfte zu beschaffen ge- thun. Dieser Umstände wegen verzichteten die beiden oben " Witterungsübersicht vom 12. Mai 1896. Statione 11. Wetter Temperatur nach Celsius ( 50.4° R.) genannten Mädchen auf eine behördliche Verfolgung der Sache. Jeinen öffentlichen Vortrag halten über: Ameisenpflanzen", ver- daß die Thiere scheuten und durchgingen. Hierbei wurde der oben Sie zogen es vor, einigen Freundinnen in der Gewerbe- bunden mit Demonstrationen. Am Sonntag, den 17. Mai, vor- auf der Ladung fizende Kutscher herabgeschleudert, gerieth unter die Ausstellung ihr Leid zu flagen und bei ihnen anzufragen, mittage 10 Uhr, findet eine Besichtigung des Botanischen Gartens Räder und erlitt außer einem Rippenbruch ziemlich schwere Ber ob diese sie nicht anderweitig unterbringen könnten. Zum Un- statt unter Führung des Direktors Herrn Geh. Regierungsrath legungen am Ropfe. Er wurde nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Beim Ausbessern der Vorgartenmauer des Hauses Waterloo. glück ging die Karte als unbestellbar zurück und fiel dem Herrn Professor Dr. Engler. Ufer 6 wurde der Maurer Welt aus Mariendorf von einem Brichner in die Hände; derselbe entließ darauf die Aufsässigen", Unter den heißblütigen Söhnen der Wüste und den Blutsturz befallen, der bald darauf den Tod des Mannes zur und jagte fie, so wie sie standen und gingen, das heißt im Der als verloren gemeldete Sohn des Tischler. bayerischen Nationaltostüm, auf die Straße, nachdem Anwohnern des Nils, den Arabern und Aegyptern, entstand, Folge hatte. er zum Zwecke der Wiedererlangung feiner 40 m. vergeblich die wie die Voff. 3tg." meldet, am Montag Mittag in Kairo in meisters Poetttow hat sich heute Vormittag in Schöneberg wieder Polizei in Anspruch genommen hatte. Der betr. Reviervorstand ver- den Unterkunftsräumen aus Eifersüchtelei und wegen der Ver- angefunden. zichtete darauf, sich in Privatangelegenheiten zu mischen. Die pflegung eine große Prügelei, an der sich schließlich mit Ausnahme Kleider und Wäsche der Mädchen behielt B. zurück. Glücklicherweise der Sudanesen fast sämmtliche dortige Afrikaner betheiligten. Die hatten diese in Charlottenburg Bekannte, sonst wären sie voll sich über eine Hand voll Reis in den Haaren liegenden Männer ständig obdachlos und mittellos gewesen. Die eine mußte sich bearbeiteten einander in Ermangelung von Waffen, die ihnen erit ein Jacket borgen, um wenigstens etwas gegen Budringlich wohlweislich abgenommen sind, mit Händen, Füßen, Zähnen feiten auf der Straße geschützt zu sein. Das Gewerbe- und Gegenständen, die ihnen gerade zur Hand waren. gericht war die letzte Zuflucht beider. Hier Hier wurde Die Dolmetscher- Aufseher richteten, wie das Blatt weiter meldet, ein Vergleichsversuch gemacht, nachdem Assessor v. Schulz und mit ihren Peitschen(), mit denen die rabiaten Kampfhähne der Vertreter der Klägerinnen, Herr Weigert, dem Beklagten sonst wohl zur Vernunft(!) gebracht werden können, nichts aus tüchtig ins Gewissen geredet und ihm die gesetzliche Unzulässigkeit und riefen die Feuerwehr zu Hilfe, vor der die Fremdlinge Swinemünde feiner Handlungen, auch der Unterschlagung jener Karte, plausibel einen heillosen Respekt haben sollen. Die Feuerwehr holte fich Hamburg gemacht hatten. Der angestrebte Bergleich fam dann auch zu aus der Wienge, die sich wie besessen geberdete, die ärgsten Berlin stande. Der Beklagte verpflichtete sich, jeder Klägerin Schreier heraus und sperrte sie ein. Dies half; ohne weitere Wiesbaden die halben Anschaffungskosten ihres Nationalkostüme mit Maßregeln wurden dann die beiden Parteien getrennt. Sie München 25 Mart und die Reisekosten dritter Klasse für Hin- mußten nun aber noch besonders beaufsichtigt werden, damit die Wien. und Rückfahrt зи sowie die erstatten, einbehaltenen Prügelei nicht noch einmal losging. Sachen im Werthe von je 200 M. herauszugeben und auf die Wiedererstattung des Vorschusses zu verzichten. Das Geld wurde unter der Bedingung hinterlegt, daß die Billets zur Rück fahrt vom Gericht zu besorgen und den Mädchen mit dem Rest auszuhändigen feien. Das Gericht wird, wie wir hören, bei allen in betracht kommenden Behörden Schritte thun, um ähnlichen Vorkommnissen wie dem berichteten vorzubeuge 1. Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 111| 2| 2aw( Stala 1-12) woltig heiter wolfenlos wolkenlos wolkenlos 15 184212626 764 NW 3 halb bedeckt 767 765 MNM WNW 5 13 4 769 N 769 0 767 Still 751 N 4 heiter 774 M 774 770 N NND heiter bedeckt woltenlos 15 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 13. Mai 1896. Kühleres, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter mit etwas Regen und frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. " Haparanda. Betersburg Von der Gesellschaft Ideal" erhalten wir, unsere Gort.. geftrige Notiz betreffend, eine Buschrift, in der mitgetheilt wird, Aberdeen. daß nachträglich von folgenden Unternehmungen auf der Aus: Paris. stellung den Idealheften ein Rabatt zugesichert sei: Goldenes Buch( 30 Pf.), Aposteluhr( 20 Pf.), Theatrophon( 30 Pf.), Musterstall ( 30 Pf.). Auch stehe die Gesellschaft noch mit dem Hippodrom, dem lenkbaren Luftschiff und dem Riesen Fernrohr in Verbindung. Die Gesellschaft macht uns ferner auf den für Arbeiter allerGroße Unzufriedenheit herrschte, wie uns von Angen- dings ziemlich problematischen Vortheil aufmerksam, daß die zeugen berichtet wird, am Sonntag Nachmittag auf der Halte Hefte auch an Elitetagen Giltigkeit bätten, daß sie bei stelle Baumschulenweg an der Görliger Bahn. Mit Genug. Schippanowsti nicht zu dem Behnpfennig- Platz, sondern zu dem Das Schiller Theater hält getreulich sein zu Anfang ge thuung hatte man vor acht Tagen wahrgenommen, daß endlich Dreißigpfennig- Platz berechtigten, sowie ferner, daß bei Hagenalle fahrplanmäßigen Züge dort hielten, nachdem man lange beck und den Marineschauspielen der Eintrittspreis 50 Bf. be- gebenes Versprechen, bald Sophokles, bald die seichten deutschen vergeblich darum petitionirt hatte. Als dann Anschläge der trage. Hierdurch erhöhe sich der Werth der Idealhefte ent- Lustspielfabrikanten zu Wort fommen zu lassen. Nach der Antitgl. Eisenbahndirektion erschienen, nach denen aus Anlaß der Berliner sprechend. gone" gab es am Montag eine Auffrischung des vor sechs Jahren Gewerbe- Ausstellung am Sonntag, den 10, Mai, und demnächst an den im Lessing Theater aufgeführten Lustspiele„ Das legte In einer öffentlichen Versammlung ist am Montag Wort" von Franz v. Schönthan. Es giebt an schönen Maifolgenden Sonn- und Festtagen bis auf weiteres noch besonders Abend um 9 Uhr die Frau des Schneiders Hoch aus der Blumen Abenden an sich schon befömmlichere Genüffe, als sie das Theater bezeichnete Sonderzüge verkehren und auf allen Zwischenstationen straße zu Friedrichsberg gestorben. Die Frau wohnte einer meistens bietet. Aber am Montag schien man von der Bühne halten sollten, und die ankündigten, daß außerdem auf allen Pußerversammlung in Keller's Sälen in der Koppenstr. 29 bei, des Schiller Theaters herab allen denen, die, noch winterlicher GeVorortstrecken eine größere Anzahl von Bedarfs- Sonderzügen vor- brach plöglich ohnmächtig zusammen und starb bald darauf banken voll, den herrlichen Frühlingsabend geschwänzt hatten, gesehen seien, die bei starkem Berkehr zur Beförderung gelangen Wahrscheinlich hat ein Herzschlag ihrem Leben ein Ende gemacht. Warnung und Strafe zugleich ertheilen zu wollen. Das letzte würden, glaubte man fogar an eine noch weitergehende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. Viele Leute nun, die sich aus diesem oder jenem Die Gerichtsschreibereien der Zivilkammern des Land- Wort" ist zum Sterben langweilig. Seichte Figuren, wie Grunde am Sonntag die Ausstellung nur von außen ansehen gerichts I hier sind von dem Gerichtsgebäude Neue Friedrich sie nur im Lustspiel der Moser- Schönthan'schen Richtung vorfonnten oder wollten, pilgerten nach Baumschulemweg weiter in traße 15/16 nach dem Hause Schicklerstr. 1 verlegt. tommen, gar tein Wit, frostige, unlebendige Handlung, meist der sicheren Erwartung, von dort nach Berlin zurückfahren zu ein mattes Spiel und Zwischenpausen von geradezu quälender tönnen. Dazu tamen Ausflüger von anderen Richtungen, sodaß gestern ihren Sommerfahrplan begonnen. Es gelangte eine neue Geheimrath, dessen Standesdünkel zwar eine Schießprügelei Die Nene Berliner Omnibus Aktiengesellschaft hat Sänge. Wahrlich, man konnte froh sein, als der alte abgedankte sich eine große Menschenmenge vor der Haltestelle zusammen- Linie vom Spittelmarkt zur Gewerbe- Ausstellung( Kairo) zur Er- billigen, aber das Liebesglück seiner Kinder verdammen muß, doch fand. Zwischen 4 und 5 Uhr harrten mindestens 1000 Personen öffnung. Die Wagen halten am Spittelmarkt vor dem früheren endlich eines besseren belehrt war und seine Sprößlinge als der Beförderung. Da wurde zu aller Erstaunen um 41/2 Uhr die Feuerwachtgebäude und durchfahren die Gertraudtenstraße, glücklich Verlobte beglückwünschte. Aus dem Ensemble ragte Fahrkarten Ausgabe gänzlich eingestellt, wie einige Fahrgäste Mühlendamm, Fischerbrücke, Inselstraße, Köpnickerstraße, Herr Pauly als abgefeinter Aftenmensch durch ein hübsch wahrgenommen haben wollen, auf grund einer Depesche an den Schlesischestraße, Köpnider Landstraße bis zur Ausstellung. pointirtes Spiel hervor. Fräulein Lanius,[ die eine weltfluge Vorsteher der Haltestelle. Niemand wurde mehr befördert, alle( Kairo.) mußten zu Fuß nach Berlin zurückkehren. Die Erbitterung Auf der Linie Kreuzbergstraße- Stettiner Bahnhof ist für darüber war um so größer, als Büge von Niederschönweide leer die ganze Tour der Einheitspreis von 10 Pf. eingeführt worden. antamen und ohnehin gezwungen waren, zu halten, weil fie zum Ausstellungsbahnhof die Einfahrt nicht frei hatten. Tobsüchtig wurde am Montag Abend der 36jährige Drechsler Man war der Meinung, daß es doch nicht angehe, Günther auf dem Terrain der Gewerbe- Ausstellung. Er wurde au gunsten der Gewerbe- Ausstellung so ohne weiteres und so mit Mühe nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Schroff in den Vorortverkehr einzugreifen, daß selbst die fahrplan mäßigen Züge, auf die man wenigstens sicher rechnen zu können glaubte, tausende von Ausflüglern einfach im Stiche ließen. Die Königliche Eisenbahndirektion vermochte uns auf Anfrage eine Aufklärung nicht zu geben; die betreffenden Anordnungen müssen also von einer anderen Stelle ausgegangen sein. 4 = Schadenfener. Zweimal hat es am Dienftag Morgen im zweiten Quergebäude des Hauses Mariannenstr. 31/32 gebrannt. Dort liegt im 4. Stock eine Werkzeugfabrik. In der Fabrik war um 3 Uhr 5 Minuten Feuer ausgebrochen, das aber mit einem Rohre von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Um 5 Uhr 3 Minuten brannte es an derselben Stelle wieder, die Flammen In der Gewerbe- Ausstellung wurde am Montag der ergriffen diesmal das Pappdach. Nummehr mußte die Feuerwehr Hörsaal, welcher an das Chemiegebäude angeschlossen ist, mit mit einer Dampf- und zwei Handdrucksprigen in Thätigkeit treten, einem Vortrage des Herrn Prof. Witt über die Industrie bis es nach anderthalbstündiger Thätigkeit gelang, den Brand zu des Glases eröffnet. In diesem Saale soll täglich, aus- löschen. genommen an Sonn- und Feiertagen, in der Zeit von 6-7 Uhr Sonntag Abend verunglückte in der Gartenwirthschaft von gegen ein Eintrittsgeld von 50 Pf. ein Vortrag aus dem Gebiete Reinhardt, Hasenhaide 57, der sechsjährige Sohn des Gastwirths der Wissenschaft, oder Kunst, oder Industrie stattfinden, Beise dadurch, daß beim Gebrauche eines dort aufgestellten Kraft au welchen fich eine Reihe hervorragender Vertreter der messers die sogenannte Schnecke aus den Schienen sprang, dem verschiedensten Zweige ohne Honorarforderung bereit Senaben auf dem Kopf fiel und ihm einen Schädelbruch zufügte. erklärt haben. Von den Tausenden, welche in der Aus- Das Kind wurde nach dem Krankenhause gebracht. stellung waren, hatten sich in dem großen, für etwa 500 3uhörer eingerichteten Raume noch nicht ganz 100 Personen eingefunden, unter denen sich wohl auch noch 10-20 an der Veranstaltung persönlich betheiligte Herren befanden. russische Baronin zu spielen hatte, mißhandelte leider die deutsche Sprache durch ihren angeblich ausländischen Akzent ungebührlicher als nöthig gewesen wäre. Recht flott spielte auch Frau Levermann, desgleichen ist ein jüngeres Mitglied des Schiller- Theaters, Fräulein Krauß, zu loben. Die übrigen Mitwirkenden hielten fich mehr oder weniger an der Grenze der Mittelmäßigkeit. Gerichts- Beitung. wird durch die hannoversche Sabbathordnung vom 25. Januar Alles, was einer würdigen Sonntagsfeier zuwider ist, 1882 mit Strafe bedroht. Als im Sinne dieser Berordnung einer würdigen Sonntagsfeier zuwider wurde unseren Genossen Schwabenbach, Schulz und Normann eine Flugblattverbreitung angerechnet, die sie eines Sonntags in verschiedenen Ortschaften Hannovers' vornahmen; Schöffengericht und Straffammer verurtheilten aus diesem Grunde die beiden wegen Vergehens gegen jene Sabbathordnung und gegen§ 366 Nr. I des Strafgesetzbuches. Begründet wurde das Urtheil wie folgt: Die Angeschuldigten hätten Flugblätter vertheilt, deren politischer, sozialdemokratischer Inhalt sofort zu erkennen gewesen sei. Eine solche Handlungsweise sei aber wohl geeignet, die andächtige fonntägliche Stimmung der Empfänger zu stören. In der That hätten sich auch ver schiedene Leute darüber geärgert, daß fie am Sonntage solche Bei der Arbeit ist gestern der 43 Jahre alte Maurergeselle Schriften bekamen. Die Verurtheilten legten nunmehr beim Karl Welf aus Mariendorf gestorben. Als der Mann nach Kammergericht Revision ein. Sie machten unter mittags um 13/4 Uhr vor einem Hause Waterloo- User damit be- Berufung auf Entscheidungen höchster Gerichtshöfe geltend: schäftigt war, die Mauer, die das Borgartengitter trägt, auszu- Schon der Begriff Störung der Feier der Sonne beffern, befam er plöglich einen Blutsturz, brach zusammen und und Festtage" laffe erkennen, daß mit den im§ 366 Nr. 1 des verstarb auf der Stelle. Strafgesetzbuches genannten Anordnungen nicht Vorschriften gemeint feien, die ausschließlich den Schuh der Einzelperson in ihrem Anspruche auf Sonntagsruhe bezwecken. Vielmehr habe das Gesez sicher nur solche Gebote im Auge, die sich gegen Be einträchtigungen der allgemeinen Sonntagsruhe als solcher richteten, und zwar nur gegen Beeinträchtigungen, welche Für uns von Interesse war auch eine Bemerkung, welche Todtgefahren ist am Montag Abend der Schuhmacher Otto burch Lärur, oder Erregung von Aergerniß oder sonstwie na ch außen wirkten. Die äußere Heilighaltung des der Vortragende einfließen ließ, als er von der Herstellung der Hoffmann aus der Gerichtstr. 35. Der Mann gerieth an der Sonntags zu stören und zu beeinträchtigen feien aber Spiegel, der Belegung der Glasplatten mit Quecksilber, der Waisenbrücke unter einen schwer beladenen Rollwagen. nur Vorgänge geeignet, die nach außen wirksam wären und Giftigkeit dieses Stoffes und seiner Ersetzung desselben durch Schußmann des 21. Reviers glaubte noch Lebenszeichen in ihm beren störender Charakter unmittelbar in die Erscheinung Silber sprach. Er führte an, daß man die Benutzung des au bemerken und brachte ihn daher mit einer Droschte in die träte. Der Straffenat des Kammergerichts hob die Vorentscheidung Quecksilbers und die dadurch bedingte kurze Lebensdauer Charitee. Als man jedoch hier antam, war Hoffmann bereits auf und wies die Sache in die Borinstanz zurück. der betreffenden Arbeiter lange Zeit für ein noth- toot. Der Wagen hatte ihm das Kreuz vollständig zerschmettert. Anwendung der Sabbathordnung und des§ 366 Nummer 1 wendiges Uebel der Industrie gehalten habe, und Ein ,, Eutenfabrikant", welcher Zeitungen Berlins und des Strafgesetzbuchs habe thatsächlich zur Voraussetzung, daß es fuhr dann fort: Nothwendige ebel ber In der Umgebung mit falschen Nachrichten versorgte, ist in der Person sich um Störungen der allgemeinen Sonntagsruhe handle, dustrie existiren nicht oder sind doch außerordentlich eines Krankenwärters Dopp ermittelt. D. erschien in hiesigen die äußerlicher Natur feien. Die Strafkammer werde nachzu felten. Die beschränkende Hinzufügung zeigt, daß auch der und Vorortsredaktionen, stellte sich als Schiffseigener vor und prüfen haben, ob etwa durch die Art, wie die Blätter vertheilt Bortragende sich noch nicht zu der Anschauung durchgerungen erzählte fabelhafte Unglücksfälle und Katastrophen, welche er er- wurden, eine allgemeine Wirkung nach außen hin erzielt worden hat, daß sein erster Satz ganz allgemeine Geltung hat, und die fei. Die lediglich persönlich- innerliche Beeinträchtigung einzelner sog. Nothwendigkeit von Uebeln der industriellen Thätigkeit sei nicht maßgebend. lediglich in der Profitfucht der Unternehmer nicht aber in der Natur der Dinge begründet ist. Der Vortrag selbst war außerordentlich interessant und lehr reich. Herr Prof. Mitt erläuterte au schönen Projektionsbildern die Herstellung der verschiedenen Glasforten, welche im wesent lichen aus Riefelsäure mit gewissen Metalloryden bestehen und Die durch die elektrische Bahu am Sonntag auf der deren verschiedene Eigenschaften, die er zum theil an Experimenten Köpenicker Landstraße Getödtete ist als die am 20. Juli 1829 gevorführte. Eingehend verweilte er bei dem wichtigen Kühlprozeß, borene Wittwe Maeß aus Friedrichsberg bei Berlin rekognoszirt deffen Ausführung für die schließlichen Eigenschaften des fertigen worden. Der Unglücksfall ist, wie durch Zeugen erwiesen, durch Glafes von außerordentlicher Bedeutung ist; bei den großen die eigene Schuld der M. veranlaßt worden. optischen Gläsern dauert derfelbe mehrere Monate. funden hatte. Ein Die Das Berliner und Rigdorfer Nowdythum benutte die letzten schönen Mai- Abende dazu, um sich, wie es ja auch in den 600 M. Geldstrafe legte die sechste( Berufung3-) StrafVorjahren üblich war, in der Hafenhaide ein Stelldichein zu fammer am Landgericht I dem Kaufmann Emil Buchholz für Bahnhof Ausstellung. Es dürfte bisher wenig bekannt geben, und dort in hergebrachter Weise nach Herzensluft allerlei das Vergehen auf, daß er seinen Mitmenschen statt der ver sein, daß der am 27. April eröffnete Bahnhof Gewerbe- Aus- Unfug zu verüben. Sowohl am Sonntag als auch am Montag langten reinen Naturbutter ein Gemisch verabreichte, welches zur stellung nicht als offizielle Station gilt und deswegen bei Bes Abend wurde aber den Rittern von der Ballonmüße seitens des Hälfte mit Margarine verfälscht war. Die Berufung war rechnung des Fahrpreises außer betracht gefeht ist, insofern, als Publikums, der aus den Fabriken heimkehrenden Arbeiter und seitens der Staatsanwaltschaft eingelegt worden, nachdem der übliche Fünfftationen- Tarif nach dorthin eine Giltigkeit nicht der Beamten ein so warmer Empfang" zu theil, daß sie es vor- das Schöffengericht ein freisprechendes Urtheil gefällt hatte. hat. Alle Fahrkarten, die bis nach Treptow Giftigkeit haben, zogen, schleunigst zu verduften. Der Angeklagte besitzt in dem Hause Thurmstr. 59 ein gelten auch nach Bahnhof Gewerbe- Ausstellung, sodaß beispiels Buttergeschäft, das sich schnell aus kleinem Anfange zit weise Personen vom Alexanderplatz aus für 10 Pf. bis nach Polizeibericht vom 12. Mai. Gestern früh fuhr auf dem bedeutendem Umfange entwickelte, da die Preisnotirungen des Bahnhof Ausstellung als sechste Station fahren können. Ebenso Moltenmarkt der 23 jährige Student Ernst Reimer mit einem Angeklagten wesentlich billigere waren, als diejenigen anderer haben alle Monatstarten, die nach Bahnhof Treptow lauten, 3weirad gegen einen Mann, stürzte infolge dessen zu Boden und reeller Großhändler. Einer von diesen hielt es endlich für geauch von Bahnhof Ausstellung Giltigkeit. wurde von einem gerade vorüberkommenden Arbeitswagen über- rathen, der Sache auf den Grund zu gehen; eine durch seinen fahren. Er erlitt dabei einen Bruch des linken Unterschenkels. Reisenden aus dem Geschäfte des Angeklagten eingeforderte Vormittags erschoß sich der beschäftigungslose zwanzigjährige Butterprobe tam gerichtlicherseits durch den Chemiker Dr. Handlungsgehilfe Richard Baßfreund in seiner Schlafitelle, Neue Jeferich zur Untersuchung und es stellte sich heraus, Eine vierte Feuerwache ist seit einigen Tagen auf dem Grünftr. 25a.- Einen Selbstmordverfuch aus Liebesgram daß diefelbe aus einem Gemisch von gleichen Theilen Butter Gelände der Ausstellung errichtet worden. Dieselbe befindet sich beging nachmittags die fiebzehnjährige Näherin Anna H. in und Margarine bestand. Der Angeklagte, der hauptsächlich im Nordpart, und zwar in der Nähe des Fischereigebäudes. der Wohnung ihrer Schlafwirthin, Stralsunderstraße, in- tleinere Kaufleute, Grünframhändler 2c. zu feiner Kundschaft Auf sämmtlichen Feuerwachen haben jetzt auch Samariter der dem fie fich die Pulsader der linken Hand öffnete. Nach zählte, machte trotz seines zweifelhaften Fabrikats ein derartig Feuerwehr Dienft. Anlegung eines Verbandes wurde sie nach dem Krankenhause ge- gutes Geschäft, daß er schließlich 3 Wagen und 5 Pferde zum Am Tonnerstag werden für den Besuch der Aus- bracht. Beim Abspringen von einem durch die Hofjäger- Allee Ausfahren der Butter benugte. Seine beiden Kutscher wurden Am Donnerstag werden für den Besuch der Ausfahrenden Pferdebahnwagen fiel mittags der Arbeiter Georg aber Hauptbelastungszeugen gegen ihn. Sie wollten beide stellung in Berücksichtigung des Himmelfahrtstages 50 Pfennige Bohlsdorf hin und zog sich erhebliche Verlegungen im Gesicht zu. gelegentlich durch ein Kellerfenster belaufcht haben, wie der Ana Entree erhoben. Der Elitetag für diese Woche fällt demnach au?. Als nachmittags der 38jährige Kutscher Paul Schwabe mit geklagte mit Hilfe feiner Familienangehörigen die Mischung der In der Deutschen Gesellschaft für volksthümliche seinem mit Brettern hoch beladenen Arbeitswagen über die Schle beiden Fettforten vorgenommen hatte; zugleich fonnten fie Naturkunde wird am Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr, fische Brücke fuhr, kam der Wagen auf der abschüssigen Straße in bestätigen, daß die Kunden häufiger Zweifel an der Reellität der im Bürgersaale des Rathhauses Herr Professor Dr. Schumann schnellere Bewegung und kam den Pferden an die Hinterbeine, so Waare hatte verlauten lassen. Buchholz selbst bestritt seine 147 000 Besucher hat die Gewerbe- Ausstellung am Sonntag dezählt. Schuld und suchte die Glaubwürdigkeit der Belastungszeugeu an-| Roscher in einer von Pohle verfaßten, gegen den Hofrath Pollini p Die türkischen Preszustände sind noch schlimmer als die zutaften; er hatte hiermit jedoch wenig Glück. Während der gerichteten Broschüre zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. deutschen und lassen selbst die Mittheilung offenkundiger ThatStaatsanwalt zwei Wochen Gefängniß gegen ihn beantragte, hielt Dem Beleidigten wurde außerdem die Publikationsbefugniß zu- fachen gefährlicher als bei uns erscheinen. Ein Konstantinopler es der Gerichtshof für angebracht, wegen der bisherigen Un- gesprochen. Blatt, die Osmanische Post", berichtet über die Ermordung des bescholtenheit des Angeklagten von einer Freiheitsstrafe Abstand In Wien hat vorm Landesgericht der Prozeß begonnen, Schah von Persien in folgender Weise:" Gegen Mittag verließ der Schah sein Palais, um einen Spaziergang zu machen; er zu nehmen, dafür aber eine recht hohe Geldstrafe festzusetzen, die auf 600 M. bemessen wurde. Zugleich wurde auf Publikation zwischen Maidemonftranten und Polizei angestrengt ist. Bis wurde von einem plöglichen Unwohlfein befallen und gab eine jetzt wurden vier Personen zu Strafen von 10 Tagen bis halbe Stunde darauf seinen Geist auf." 3 Wochen Arrests verurtheilt. des Urtheils im Berliner Lokal- Anzeiger" erkannt. Dermischtes. 0 Der Masseumörder Holmes, welcher nicht weniger als Der meineidige Polizist. Das Schwurgericht in Halle a. G. 27 Morde in Philadelphia und in Chicago verübt hat, wurde, wie verurtheilte den bisher noch im Amte gewefenen Polizeisergeanten aus Philadelphia berichtet wird, am Freitag dort hingerichtet. Une H. Möbius aus Hettstedt wegen wissentlichen Meineides zu mittelbar vor seinem Tode erklärte er, daß er nicht einen einzigen 81/2 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Der Staatsder ihm zur Last gelegten Morde verübt habe. Zwei Frauen anwalt hatte 5 Jahre Zuchthaus beantragt. Der 29 jährige, in Uniform auf der Antlagebaut erscheinende Angeklagte ist früher Aus Kiel wird uns geschrieben: Der jüngste Marine- zimmer feien allerdings infolge der an ihnen verübten Operation in Oschah in Sachsen wegen Diebstahls mit 3 Lagen Gefängniß, unglücksfall macht infolge seiner höchst eigenartigen Begleit gestorben. Vor einigen Wochen redete er allerdings anders. dann in Dresden wegen Unterschlagung im Amte( Aneignung umstände das allgemeinste Aufsehen. Auf der unmittelbar vor der Damals erklärte er, er habe von Geburt an einen ununterdrück der Uhr eines Gefangenen in seiner Eigenschaft als Gerichts: Torpedowerkstatt in Friedrichsort gelegenen Schießbrücke, von baren Blutburst. Unter diesem Triebe, gegen den er nichts ausdiener) mit 6 Monaten Gefängniß und 3 Jahren Ehrverlust, welcher neue Torpedos eingeschossen werden, befand sich u. a. richten tönne, habe er sogar seinen eigenen fleinen Knaben verferner in Magdeburg als Nachtwachmann wegen Jagdvergehens ein bis auf die fehlende Sprengpatrone scharf geladener stümmelt, wenn auch nicht ermordet. Holmes ging talt und geDie Spreng Patrone paßt nicht recht faßt dem Tode entgegen. Der Beweggrund seiner Verbrechen nit 80 M. Geldbuße oder 6 Tagen Haft vorbestraft worden. Torpedofopf. Im März 1894 wurde er trotzdem als Polizeisergeant binein, weshalb in der offenstehenden Hülfe des Torpedo fcheint gewesen zu sein, die Versicherungssumme seiner Opfer su eine Lötharbeit verrichtet werden muß. Kaum erlangen. fahren star eine ganz geringfügig at deigen Mai hat der Arbeiter mit dem glühenden Lötkolben die Hülse berührt, Briefkasten der Redaktion. vorigen Jahres den Bergmann Graumann behufs Feststellung als auch schon der Inhalt explodirt, den Arbeiter zerreißt und seiner Persönlichkeit verhaftet und bei seiner Zeugenvernehmung auf der Brücke selbst seine verheerende Feuerwirkung entfacht, wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahy erklärt, den Graumann vorher nicht gekannt zu haben. Durch so daß die darauf befindlichen Personen Noth haben, zu ent eine Reihe von Zeugen ist das Gegentheil bewiesen; Möbius fliehen. Und am Ende der Brücke, d. i. in nächster Nähe der hatte mit Graumann sogar vor dem betreffenden Auftritte, der Werkstatt, wo mehrere Hundert Arbeiter beschäftigt sind, befindet auf die Veranlassung des Gastwirths Atenstädt zur Verhaftung sich ein mit scharfen Torpedoköpfen gefüllter Wellblechschuppen, des Graumann geführt, mit legterem Bier getrunken. Die aus der glücklicherweise schnell entleert werden konnte. Würde der gebliche Ausschreitung Graumann's war übrigens so unerheblicher Juhalt explodirt sein, dann wäre von der Torpedowerkstatt und Art gewesen, daß in zweiter Instanz seine Freisprechung erfolgte. Der danebenstehenden Matrosenartillerie- Kaserne nicht viel stehen Bemerkt wurde zu dem Urtheile gegen Möbius, die Strafe habe geblieben. Uebrigens gab die Explosion insofern noch zu nicht unerheblich bemessen werden dürfen, weil der Angeklagte unglaublichen Gerüchten Veranlassung, als mehrere heftige nicht unerheblich bemessen werden dürfen, weil der Angeklagte Donnerschläge erfolgten, die aber durch das Explodiren leerer als Beamter Meineide geleistet habe. und mit Luft gefüllter Torpedokörper herrührten. Vor der Straffammer des Landgerichts zu Frankfurt a. M. begann heute die Verhandlung gegen 15 EisenbahnSchaffner, welche beschuldigt sind, jahrelang einen ausgedehnten Fahrkartenschmuggel betrieben zu haben. Den Vorsitz führt Land gerichtsrath Fechner. Die Verhandlungen werden voraussichtlich zwei Tage in Anspruch nehmen. Die Angelegenheit Pollini vor den Hamburger Nichtern. Nach dem Hamburgischen Korrespondenten" wurde der Schriftsteller Hugo Pohle wegen Beleidigung des Polizeiraths Dr. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 18. Mat. Opernhaus. Der Troubadour. Schauspielhaus. Faust. Deutsches Theater. Lumpacivagabundus. Heming Theater. Waldmeister. Berliner Theater. Maria Stuart. Nenes Theater. Tata- Toto. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Schiller- Theater. Antigone. Belle- Alliance- Theater. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. National- Theater. Moderne Raubritter. Theater Unter den Linden. Der Vogelhändler. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Berlin. Alexanderplak Theater. Die tleinen Lämmer. Vorher: Zant teufelchen. Das Hochwasser der Elbe ist in Dresden wieder so weit zurückgegangen, daß die Straßentörper wasserfrei sind. Aus den meisten Kellern wird das Wasser erst in den nächsten Tagen weichen, wenn nicht, wie vielfach geschieht, Lokomobilen oder Pulsometer die Wäffer auspumpen. Ein weiblicher Uebermensch. Der Pfälz. Courier" berichtet folgendes: In Eichelberg bei Pressath in der Oberpfalz hat ein Bauernmädchen im Wirthshaus 21 Seidel Bier getrunken und dann noch den Wirth durchgeprügelt! Adolph Ernst- Theater. Zum 87. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangspoffe in 3 Aften von Leon Treptow und Ed Jacobson. Ruplets und Quodlibets von G. Gör. E Musit von G. Steffens. 2. Aft: ,, Alt Berlin." Anfang 72 Ubr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Olympia Riesentheater Alexanderstr., Ecke d. Magazinstr. 4000 Personen fassend. Die 2500 Qu.Meter große Bühne ist von jedem Platz des Theaters aus vorzüglich zu über sehen. Der ,, Orient" ist das größte Schaustück der Welt und es mußte daher in Berlin ein eigenes riesengroßes, 12000 Qu.- Meter fassendes Theater erbaut werden. Preise der Sitzplätze intl. Garderobe: Orchester- Loge M.5,10, Parquet- Loge M. 4,10, Fauteuil M. 8,10, Parquet 2. 10 Pf. Parterre- Siz( Mitte) M. 1,60, ParterreM. " 1 anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Von Herrn Karl König erhalten wir folgende Zuschrift: Auf die Briefkasten Notiz in Nr. 110 des Vorwärts" unter der Spigmarke Kröhl und Genoffen bemerke ich: Was den Vorgang am Sonnabend in dem Zokal Admiralstr. i betrifft, so iſt es mir garnicht in den Sinn gekommen, mich als Redakteur des Borwärts" aufzuspielen. Wenn bei dem einen oder dem andern Gast von meiner früheren Thätigkeit als Berichterstatter her diese Meinung vorhanden war und ausgesprochen worden wäre, hätte ich sofort dem widersprochen. Um sich ein richtiges Urtheil über mein Vorgehen zu bilden, ist es nöthig, sich über die Borgeschichte der fraglichen Angelegenheit zu informiren."- Für die Redaktion bleibt die Angelegenheit, wie sie war. " F. H., Zwickau. Uns bekannt. Abdruck bei uns würde einige Monate Plößensee bedeuten. N. S. 100. Uns ist nicht bekannt, daß es sich empfehlen würde, in Paris, Wien oder Amerika gegenwärtig Arbeit zu fuchen. Ueberall wird über große Arbeitslosigkeit geflagt. R. P. 100. Der betreffende muß sich an einen Arzt wenden, der die Orthopädie als Spezialität betreibt. Saal und Garten. Urania. Reichshallen Leipzigerſtraße, am Donhoff play. Norddeutsche Sänger Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Nur noch kurze Beit! Ein afrikanischer Harem mit echten Bauchtänzerinnen. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Sitz( Seiten) W. 1,10, Entree gum Castan's Panopticum. Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Borftellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Antigone ( Frau Clara Meyer a. G.). Donnerstag, abends 8 Uhr: Das lehte Wort. National- Theater. Große Frankfurterüraße 132. Direktion: Max Samst. Garten- Concert inkl. Parterre- Stebplay, soweit der Raum es gestattet, M. 0,50, Operngläser und Textbücher je 20 Pf. Bolossy Kiralfy's Orient. ( Eine Mission nach dem Osten.) Das größte Schaustück der Welt. Prachtvollste Ausstattung. Wunderbare Original- Musit. H Entzückende Scenerien. Unvergleichliches Ballet. Ca. 1000 mitwirkende Personen. Feenhafte Waffer- Schauspiele. 3weimal täglich Vorstellungen! von 5-7 und 9-11 Uhr Abends. Garten- Concert der 60 Mann starken Kapelle. Volks- Vorstellung zu bedeutend Eröffnung Mitte Mai. ermäßigten Preisen. Moderne Banbritter Apollo- Theater oder: Wie's gemacht wird! Geschichten aus dem Berliner Gewerbe leben in 5 Aften( 8 Bildern) nach wahren Begebenheiten für die Bühne bearbeitet von Carl Pohle. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. und Concert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück Sensationeller Erfolg! Salerno, Rolph Arras, Robert Steidl, Alt- Berlin Henry Bender, Fedor Markow Täglich: Nachmittags 5%, Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorps. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Boltsbeluftigungen. Seiltänger. Bauberei zc. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pig. ohne jede weitere Nachzahlung. und sämmtliche Kunstkräfte 1. Ranges. Raffeneröffnung 612 Uhr. Konzert 7 Uhr. Anf. d. Borstellung 8 Uhr. In Vorbereitung: Die Spree Amazone. Gesangsposse in 1 Akt, mit vollständig neuer Ausstattung. Das 165 Friedrichstrasse 165. Bärenweib phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle Irrgarten. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Eröffnung d. Sommer- Saison im nenen großen Garten. Täglich: Grosse Vorstellungen. Bon 6 Uhr an: Doppel- Konzerte von 2 Kapellen. 26 Elite- Nummern, u. a.: Die Perle aller Clowns Willy Aegoston, Der Rattenkönig Barna. Um 12 Uhr vormittags: Grosse Matinee. Kolossaler Erfolg von Alle fünf Barrisons Hochdrastisches Ensemble. Anjang Wochentags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Sonntags 7 Uhr, Entree 50 Pf. Von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Abonnenten haben freien Zutritt zu pden Vorstellungen. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage). Der Stellvertreter. Posse mit Gesang in 1 Akt. Miss Galuba, die reizende Taubenkönigin, bas berühmte Barno Duo. Anf. Wochent. 8. Entree: 10 f Sonnt. 7 " R.Winkler. 30 Reichsgarten Friedenstr. 20 ( Ede höchste straße). Täglich: Grosses Frei- Concert. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. NB. Meinen alten Kunden und Freunden zur Nachricht, daß ich mein Gartenlokal in dieser Saison wieder selbst bewirthschafte. H. Koslowski. Arbeitsnachweis und Verkehrslokal der Musikinstrumenten- Arbeiter[ 50472* bei Maungur. 78 Anton Böker. Restaurant zur Erholung! Köpenick, Caulsdorferstr. 3. 5 Min. v. Bahnhof am Wege nach der Pferdebucht. 51002* Lade hiermit z. Besuch ergebenst ein' freundlicher Garten, billige Breise Bereinszimmer, Familien tönnen Raffe fochen, selbstgebackenes Brot, Riesens landbrotstullen. Mickley. Zähne v. 2 M. ev. Theilz. Frau Olga Jacobson, Invalidenftr. 145. großart. Auswahl, billigit, Kinderwagen, Bidigt, viele An erkennungen, Musterbuch gratis und franko. Theilzahlung gestattet. Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 und Brunnenste. 6. Knaben- Stoffund Wasch- Anzüge sehr billig. Hoffmann, Veteranenftr. 14. Zu Landpartien empfehle meinen eleganten Kremser zu billigen Preisen. 1397b M. Strahl, Ritterstr. 119. Große Betten 12 M. ( Oberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit ge reinigten neuen Federn bei Gustav Luftig, Berlin S., Brinzenstraße 46. Breis lifte toftenfrei. Viele Anerkennungs fchreiben. Monatl. v. 10 M. an Theilzahlung. liefert elegante Anzüge nach Maah Tomporowski, Schneidermeifter. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Billigste 226 Quelle Allen Freunden u. Bekannten empf. mein aller Art fertiger Herrenbekleidung und Weiss- u. Bairisch- Bierlokal n. Maaß. Kohn's& cfladen, Linienstr.226. Sonntags guter Mittagstisch Fritz Leuchert, Tischt., Grimmstr.3. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 4976L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen. 4 Säle su Bersammlungen und Festlichkeiten unentgeltlich zu vergeben. ,, Englischer Garten", Aleranderftr. 27c. Sänger's Ruh Guft. Haensel Beelizhof( Wannsee) in 20 Min. vom Bahnhof Schlachtenfee sowie Wannsee zu erreichen. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. au, Theilz. wöchentl. 1 W., wird abgeholt. Bahn sieben, Babnreinigen, Nervtödten bet Bestellung umsonst. Gudel, Lansigerplaz 2, Elsafferstr. 12 Milchkübel, Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Jordan, Kleine Markus- Straße Nr. 28 BF Möbelgeschäft feit 22 abren bestehend, mit guter Kundschaft, ist umständehalber billig zu verkaufen. Zu erfragen bei Mertsch, Annenstr. menftr. 13. 1403b Bither oder Guitarresp. zum Begleiten für Mandoline. E. Gangloff, Nixdorf, Kaiser Friedrichstr. 6.[ 1402b Mühlenstraße 8, Großer schattiger Garten, Kaffeeküche, Regelbahn u. s. w. Borzügl. Speisen nahe Oberbaum, ist ein freundlicher und Getränke. 50562 Laden nebst Stube und Zubehör, für Große verdeckte Hallen u. Saal für jedes Geschäft passend, billig zu ver Vereine und Gesellschaften stehen zur miethen. Bei größeren Partien Preisermäßigung. Carl Ullrich, Buffetier. Puhlmann's Berfügung. Theater Alt- Berlin. Groß. humor. Künstlerfonzert. Vaudeville- Theater. Jeden Sonntag, auch Himmelfahrt Schönhauser Allee 148. Dir. E. Nadolny. Täglich 1 Borstellung: abends 7 Uhr. Luhm's Restaurant, Mohrenstr. 37. Donnerstag, 14. d. M.( Himmelfahrtstag) Billetverkauf in den Niederlagen von Auftreten des 4jährigen Wilson als Löser& Wolff und in der Zentral Coupletfänger. Buchhandlung( Rudolf Engländer), 14046 ,, Zum Glühlichterl“ Gr. Elite- Theater- Borstellung. Brandenburg- Strasse Nr. 54. Im Saale: Flick, Simeonftr.28.* 4 Uhr. Zentral Hotel, wofelbft auch Textbücher Vereinszimmer porre Sage frei zu haben find. Tanz. 48432* Bärwaldstr. 52 find 8 tl. Wohn. v. 1-2 Zimmern mit Gartenbenutzung billig zu vermiethen. 1410b Vereinszimmer für 25 Personen noch 49812* Max Pönitz. Möbl. Schlafstelle fofort Neu- Kölln am Wasser 4, 2 Tr. I. 14016 Naunynstr. 32, Schlafft., sep. Bolle. Schlafstelle vermiethet Ww. Gosiniat, 14096 Waßmannstr. 35, v. 4£ r. Anfang goreng, Sommar, 17.0. Deinige Tage frei. Entree 30 Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 und Deutsche Fischerei- Ausstellung Deutsche Kolonial- Ausstellung Kairo* Alt- Berlin Vergnügungspark. * 1. Mai bis 15. Oktober. Gewerbe- Ausstellung 1896. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr abends ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet von der Kasse Köpnicker Landstrasse und von Bahnhof Ausstellung" zugänglich. Waffensammlung d. Chediwe. Ausstellungen egypt. Staatsbehörden. Salon bedeutendster Orientmaler.- Hofkapelle des Chediwe in Uniform. Riesen- Arena mit Monstre- Aufzügen zu Fuss und zu Pferde v. 500 Personen. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Elitetag( Dienstag) 1 Mk. Saisonkarten pro Person 15 M. Kinder à 8 M. Maurer! Gr. öffentl. Versammlung der Maurer Berlins u. Umg. am Mittwoch, den 13. Mni, abends 8 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstraße Nr. 23. Tages Ordnung: 1. Welche Maßnahmen haben wir zu ergreifen, um den Neunstundentag auf allen Bauten zur Durchführung zu bringen? 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch ersucht Dem Gastwirth Wilh. Lange, Landsberger Allee 27, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! dreimal 1406b Regelflub Krenztrumpf. Wilhelm, wir fingen Dir auch ein Lied, Wir haben mächtigen Bier- Appetit. Todes- Anzeige. Die Lohnkommission. 185/7 Achtung, Musikinstrumenten Arbeiter. Mittwoch, den 13. Mai, nachmittags 42 Uhr: Oeffentliche Versammlung der streikenden Kollegen Am 10. März verstarb unser braver im gr. Saale der Brauerei Friedrichshain. Genosse, der Maurer Fritz Gensicke in Mariendorf. 205/14 Die Beerdigung findet Donnerstag Nachm. 4 Uhr in Mariendorf statt. Um rege Betheiligung bittet Der Vertrauensmann. Tages- Ordnung: Der Stand unserer Bewegung. Fronten außer dem Hause machen folgende: Goltz, Eisenbahnstraße. Müller, Liegnigerstraße. Richter, Rüdersdorferstraße. Sauer, Elisabethstraße. Gruner, Louisen Ufer. Nöthling, Naunynstraße. Ulitsch, Elisabeth- Ufer. Allen Freunden und Bekannten die Heinze, Naunynstraße. Schulz, Rigdorf, Hermannstraße. Seasfass, Rigdorf, traurige Nachricht, daß mein Mann, der Winnewisser, Oppelnerstraße. Meier, Naunynstraße. Fiebig, Forſterſtraße. traurige Nachricht, daß mein Mann, der Wanzlichstraße. Kuhnert, Hirdorf, Jägerstraße. Winkelmann, Andreasstraße. Droschenfuscher Wilhelm Meissner Hähnel, Lausigerstraße. Ochsen, Köpenickerstraße. Menger, Reichenberger. am Sonntag Abend plötzlich am Herzstraße. Scheidt, Riydorf, Berlinerstraße. Reinke, Forsterſtraße. Köppel, schlag verschieden ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den Manteuffelstraße. Hildebrandt, Wißmannstraße. Stahlbaum, Maybach- Üfer. 13. Mai, nachmittags 3 Uhr vom Trauer- Stramm, Hermannstraße. Nehr, Mariannenstraße. Nagler, Wienerstraße. 13. Mai, nachmittags 3 Uhr vom Trauer: Franz, Forsterstraße. Menke, Pantow, Wollantstraße. Jahnke, Elbingerhaufe, Pappel- Allee 22, statt. Dies zeigt tiefbetrübt an 14086 Straße. Hoppe, Gneisenaustraße. Schramm, Staligerstraße. Reckner, ForsterLouise Meißner, geb. Markgraf straße. Buntzeck, Große Frankfurterstraße. Dieselben werden zu obiger BerGelegenheitskauf, Berstellungswerth in enorm großer Auswahl nach beendeter Engros- Saison werden jetzt unter n.Eltern, Schwiegereltern u. Geschwistern sammlung eingeladen. Damen- Mäntel! Damen- Mäntel, Kragen, Capes, Jackets, Regenmäntel. P* Hiemit allen Freunden und Be C Einzeln verkauft. Landsbergerstr. 59, 1 Tr.( kein Laden.) taunten die traurige Nachricht, daß An die Töpfer Berlins! Grossartige Fernsicht hat man mit meinem Fernrohr ,, Komet" Preis per Stück in Etuis nur 5 Mk. 3-4 Meilen klar zeigend, mit 6 achromatischen Linsen und 3 polirten Messing- Auszügen, Körper mit solidem Lederbezug, alle Theile zum Auseinanderschrauben. Ganze Länge ausgezogen 35 cm, zusammengeschoben 12 cm. Jedes Fernrohr, welches nicht gefällt, nehme per Nachnahme zurück. Walter Kirberg Lede bezug Zur Beachtung. Von der Concurrenz werden Fernrohre schon zu Mk.3,20 angeboten, dieselben sind jedoch aus Papier, enthalten auch keine achromatischen Linsen, sondern ganz gewöhnliche Gläser. versende meinen Umsonst Prachtcatalog über alle Arten Fernrohre, Feldstecher, Luper, Microscope etc. fowie über Solinger Stahlwaaren und Waffen. Walter Kirberg Grafrath- Central bei Solingen. Fabrik in Stahlwaaren, Waffen und Optik. Man achte genau auf meine Firma. von Becker, Schloffer, Kinderwagen, Weltgeschichte Ranke 2c., Brehm's Kranken-, Sportund Leiterwagen Thierleben, Lixifa von Brockhaus und Kinderklappstühle, Meyer, Bücher jeder Wissenschaft kauft 2c. Theilzahl. geft. Antiquariat Kochstraße 56. A. W. Schulz, fprecher IV, 895. 1. Geschäft: Brnunenstr. 95, gegenüber Humboldhain. 2. Geschäft: Brunnenstr. 145, Ede Rheinsbergerstraße. Musterb. grt. u. frf. Fernspr. Amit III. Nr. 1767. Klagen, Eingaben, Unfallsachen, Bugger, Steglizerſtr.65. Seine anerkannt vorzügl. Mehlforten z. Preise von 11-18 Pf. per Pfund, sowie alle Backzuthaten, empfiehlt zum Pfingstfest 5103* P. Herrguth, Berlin, Müllerstr. 180. ( Weddingplay.) Arbeitsmarkt. Achtung, Putzer. Fruchtweine Johannisbeerwein, weiß u. roth, Stachelbeerwein, Heidelbeerivein DEUTSCHES REICH 10 FFENNIG Rosthalle 1/10 Liter. 1896. der Berliner Groß- Destillateure Berliner Gewerbe- Ausstellung Eugen Neumann& Co. Elektrische Eisenbahn, Haltestelle 4. ( Marineschauspiele.) Fern 66 mein lieber Mann und guter Vater, der Kutscher Siegfried 14076 Auf die Annonce in Nr. 92 d. Bl. sieht sich die Kommission veranlaßt, Meske, am 9. d. M. nach sechs- folgende Erklärung abzugeben: Es ist unwahr, daß sich der Fachverein ges wöchentlichem, schwerem Krankenlager nöthigt fah, sich aufzulösen wegen Mangels an Mitgliedern, sondern nur weil sanft entschlafen ist. die Mehrzahl der Berliner Kollegen es gewünscht hatte, beide Vereine, die am Drte bestehen, aufzulösen; dieses hat der Fachverein der öffentlichen Berfammlung gegenüber gethan, dagegen die Filiale aber nicht, und geben diefes daher den Kollegen somit nochmals bekannt, um die Beschlüsse der öffentlichen Versammlung hoch zu halten. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 13. d. M., nachmittags 52 Uhr, von der Leichenhalle der St. Georgen Gemeinde, Landsberger Allee, aus statt. Die zeigen tief betrübt an Die trauernde Wittwe nebst Sohn. Todesanzeige. Hiermit allen Genossen des 4. Berliner Wahlkreises die traurige Nachricht, daß der Genosse 216/7 Rixdorf: Centrum: Höllig, Neue Friedrichstr. 44. N.: Nöhr, Anklamers und Zahlstellen sind folgende:$ 0.: Karl Thieme, Elisabeth- Ufer 52. Streligerstraßen- Ecke. Charlottenburg: Colbo, Grünstr. 12. Thomas, Bergstraße. Schöneberg: Obst, Grunewaldstr. 110. Die Kommiffion. Schöneberg und Westen. Siegfried Meske am Donnerstag, den 14. Mai( Himmelfahrtstag), abends 6% Uhr, am 9. d. M. nach sechswöchentlichem Krankenlager, im Alter von 59 Jahren, verstorben ist. bri Obst, Grunewaldstraße Nr. 110: Derlammlung 6' Die Beerdigung findet am Mittwoch, des Deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes Berlin. den 13. d. M., nachmittags 51/2 Uhr, von der Leichenhalle der St. GeorgenGemeinde, Landsberger Allee, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Allen Freunden u. Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Tapetendrucker Friedrich Lunan am 11. Mai an der Darm- und Lungenschwindsucht verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag( Himmelfahrt), den 14. Mai, nachmittags 31/2 Uhr, vom Moabiter Krankenhause aus nach dem Johannes- Kirchhof beim 14126 Plögensee statt. Marie Lunau geb. Wilde nebst Kindern. Zur geft. Mittheilung, daß der 29. Juni, der 2. August und der 18. Oktober frei geworden sind, da ein katholischer Arbeiterverein diese Tage abgesagt hat. Tages Ordnung: Die gegenwärtigen Arbeiterkämpfe und ihre Bedeutung. Referent 162/19 Kollege J. Timm. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Bevollmächtigten. 000000000000 Das Beste ist immer das Billigste! Dies trifft auch ganz besonders zu beim Einkauf von Waschartikeln! Dr. Thompson's Seifenpulver hat seinen feit ca. 20 Jahren bestehenden Ruf als vorzüglichstes Wasch- und Bleichmittel glänzend bewährt. Man erzielt bei dessen Anwendung blendend weiße Wäsche ohue Bleiche, erspart viel Mühe, Zeit und Geld und schont die Stoffe mehr, als bei jeder anderen Waschmethode. Nur echt mit der Schuhmarke ,, Schwan". Zu haben in den meisten Seifen, Droguen- und Kolonial. 30 587* waaren- Handlungen. Möbeltischlerei 51018. Lager compl. Wohnungseinrichtungen 5012L* Vereine, welche gewillt sind, an oben von den einfachsten bis zu den elegantetten in jeder Preislage in folider genannten Tagen Festlichkeiten in meinem Lokal veranstalten zu wollen, Ausführung zu den billigsten Preisen empfiehlt bitte ich, sich mit mir in Verbindung Julius Apelt, Tischlermeister, Stalizerstr. 6. zu setzen. Telephon: Aunt III Nr. 2440. Julius Wernan, Restaurateur, Schwedterstr. 23/24. Achtung! 4. Wahlkreis. Donnerstag, den 14. Mai( am Himmelfahrtstage) findet eine Herrenpartie Resterhandlung. Wegen Lohndifferenzen auf dem Bau 66. der Gebrüder Friken, Straße 15 in billig Ne fte zu Knaben- Anzügen von Charlottenburg, find 2 Kollegen gemaß- 1 M. Große Anzüge von 7 M. an, regelt worden. Der Zuzug anderer bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. Treffpunkt morgens 7 Uhr Kollegen ist von diesem Bau fern zu Einsegnungs- Anzügen. Große Ausstatt. zuhalten. 1356 wahl in Baletotstoff., sowie zu Mänteln, Schlesischer Bahnhof, für Nachzügler Die in der Versammlung vom Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide.[ 49919 Uhr bei Lindenhayn in Grünau, 216/6 10. d. Mts. von Kollegen behauptete Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch Friedrichstr. 2. Um rege Betheiligung ersucht Thatsache vom Bau Langwigstraße 4 angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge. Der Vertrauensmann. ist nach eingehender Recherche der 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Lohnkommission als erledigt zu be trachten. Die Lohnkommission der Putzer. Möbelpolirer! Bei Just, Blumenfir. 30, haben die Rollegen wegen Lohnabzug die Arbeit niedergelegt. 148/19 Der Vorstand. P Teleph. Amt IV. 1597. C000000000 ortièren M. J. Hahlo, Restbestände 2 bis 8 Chals, à 2,50, 3, 4, 6 bis 15 Mark. Probe- Chals bei näherer Angabe franco zu Diensten. Portièren- AbBus Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Eigene Werkstatt im Hause. Echt Stonsdorfer Likör, ausgezeichnet im Geschmack à Liter 1,20 m. Echten alten Nordhäuser, Literfl. 1,10 M., 5 Liter à 0,90 m. Berliner Getreidekümmel, Literfl. 1,10 m., 5 Liter à 0,90 m. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzügl., Ltr. 1,30. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 m. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., 6 a Bellealliance- Platz. 81 Neue Friedrichstrasse. 8 Oranienstr. 29 Genthinerstr. Niederlage in Potsdam, Bäckerstr. 7. ( ehemals Volksgarten Weimann's Volksgarten). Badsfrake 56. Täglich: Große Spezialitäten- Vorstellung, Theater und Konzert. Rutschbahn etc. 5096L Die Direktion. Verwerthung.[ 50142* Kaffeeküche, Familientanzkränzchen, Karouffels, Würfelbuden, Rath, Auskunft und konferenzen kostenfrei. G Verrieglerinnen werden vert., auch Pracht- Katalog bitbungen at. u. ft. Erste Referenzen im In- u. Auslande. zum Erlernen. Gohrte, Fliederſtr. 3. Teppich- Emil Lefèvre, Schreiner, tüchtige, auf bessere Sitzmöbel, Garnituren, gesucht. M J. Oettinger, Möbelfabrik, Stuttgart. Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. Möbel u. Polsterwaaren ,. reelle Waare empi Franz Tutzauer, Tischlermeister,[ 49922* Berlin SW., Blücher- Straße 14. Freunden und Parteigenossen empfehle mein 1411b Bigarren- u. Tabakgeschäft. Führe nur reelle Waare aus hiesiger Fabrik, deffen Juh. tarifmäßige Löhne zahlt. Otto Rasche, ReichenbergerIftraße 160, nahe der Mariannenstraße. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 hr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 111. Abgeordnetenhaus. Mittwoch, den 13. Mai 1896. 13. Jahrg. diese Verhandlungen mit unterschrieben, sind es uun, welche sich| sie führte den Beranlassern die schon daraus entstandenen Kon weigern, die Abmachungen einzuhalten. Redner bedauert sequenzen ernstlich vor Augen. Mit überwiegender Majorität es, daß seiner wiederholten Aufforderung, die Differenzen wurde die Resolution angenommen. = 70. Sigung vom 12. Mai 1896. 12 Uhr. vor dem Gewerbegericht einzuflagen, nicht stattgegeben Eine gut besuchte Maurer Versammlung tagte am Am Ministertische Miquel und Frhr. v. Hammerstein wurde. Wie unangenehm dies den Herrn Konfektionären ge- Montag Abend in der Bock- Brauerei und beschäftigte sich mit und Kommissarien. wesen wäre, zeigt Redner an dem Verhalten der Firma der Lohnbewegung, die wie Silberschmidt ausführte In Fortsetzung der zweiten Berathung des Gesetzentwurfs M. B. Rosenthal. Als sich bei dieser Firma mehrere Kolleginnen bei weitem günstiger verlaufen ist, wie man es im Hinblick auf betr. das Aner benrecht bei Renten und Ansiede bereit erklärten, die Differenzen einzuklagen, habe der Herr die sechsjährige uthätigkeit der Organisation und die Streitig Iungs Gütern wird zunächst über den Antrag Gorte( 3) sich diese Arbeiter per Rohrpost eingeladen, jedem 2 M. gegeben, feiten innerhalb derselben hätte erwarten können. Bunächst zu§: 4 der Vorlage abgestimmt. Der§ 24 der Vorlage beſtimmt, 5 Pfennig pro Anzug zugelegt und dann schleunigst unter habe die Bewegung etwa 8000 Maurer aus ihrer Gleichdaß eine getilgte Rente nur gelöscht werden kann, wenn das schreiben lassen, daß keiner etwas von ihm zu fordern habe. giltigkeit aufgerüttelt und ihnen Interesse für die gewerkschaftGut die Anerbenguts Eigenschaft verliert. Der Antrag Gorte Obwohl die Konfektionäre sich bereit erllärt hatten, an den Er- lichen Bestrebungen eingeflößt; ferner wäre durch den Umstand, will, daß die Rente, soweit sie getilgt ist, auf Antrag des Eigen hebungen vor dem Einigungsamt behufs Feststellung eines festen daß gegenwärtig etwa 4500 Maurer statt 10 nur noch 9 Stunden thümers im Grundbuch gelöscht wird. Dieser Antrag wurde Minimaltarifs theilzunehmen, sind sie zu den letzten Sigungen täglich arbeiten, für 500 Kollegen, die bei der 10stündigen Arbeitsheute gegen die Stimmen beider konservativer Parteien und überhaupt nicht mehr erschienen. Den Herren waren die Erzeit überzählig gewesen wären, Arbeitsgelegenheit geschaffen. Nun einiger Zentrumsmitglieder angenommen. Es werden so hebungen von Beginn an läftig, weil hierdurch erst einmal die sei einstweilen alles daran zu setzen, um das Errungene festzuhalten. dann die vorliegenden Resolutionen, welche die Regierung erbärmlichen Verhältnisse öffentlich festgestellt und die Kon- Die Junung habe bekanntlich ihre Mitglieder gegen Konventional zu einer weiteren Ausdehnung des Anerbenrechts veranlassen fektionäre einzeln an den Pranger gestellt wurden. Selbst der strafe verpflichtet, den 10- Stundentag beizubehalten, resp. wieder sollen und worüber die Debatte gestern bereits begonnen hatte, Herr Beisitzer Weigert, ein Unternehmer, hat hier die Forde einzuführen. Auf mehreren Banten, wo infolge dieses Beschlusses heute weiter debattirt. rungen der Arbeiter als vollständig forrekt, ja als noch nicht wieder 10 Stunden gearbeitet werden sollten, wären die Kollegen Außer den bereits gestern mitgetheilten Resolutionen eingehend genug bezeichnen müssen. Die Konfektionäre drängten leider schwach genug gewesen, sich diesem Verlangen zu fügen, während von Arnim( t.) mit dem einschränkenden Amendement nun das Einigungsamt, einen Schiedsspruch herbeizuführen. auf anderen Bauten aus diesem Grunde die Arbeit niedergelegt wurde. Herold( 3) und der Resolution Arendt( frt.) liegt noch Das Einigungsamt lehnte dies ab, beschloß die Erhebungen fort: Jeyt müsse demnach in erster Linie der Kampf gegen diejenigen Untervor ein neues Amendement Frhr. v. Huene( 3.) zu der zusetzen und gelangte nach langwierigen Verhandlungen über den nehmer, welche die bewilligten Forderungen wieder rückgängig Resolution von Arnim, wonach die Einführung des An- Minimaltarif zur Aufstellung eines Tarifs mit sechs Positionen. machen wollen, geführt werden. Um ein planmäßiges und erbenrechts nur da, wo bereits entsprechende provinzielle Ge- Die Konfektionäre bezeichneten nunmehr jede weitere Verhand- erfolgreiches Vorgehen zu ermöglichen, sei es unbedingt nöthig, wohnheiten vorhanden sind, in Aussicht genommen werden soll. lung für aussichtslos und das Provisorium für aufgehoben. daß die Kollegen auf den Bauten untereinander Fühlung beBei der Abstimmung werden alle vorliegenden Refolutionen Hedner betont, daß Herr Rosenbaum, der den Verhandlungen halten, und sich andererseits durch einen auf jedem Bau zu be und Amendements, gemäß dem Antrage Rickert( frf. Wg.), mit beiwohnte, sich sogar von seinen Arbeitern unterschreiben stimmenden Deputirten mit der Lohnkommission in Verbindung einer besonderen 21er Kommission zur Vorberathung ließ, daß sie nicht mehr auf den Tarif bestehen und sie mit dem, setzen, damit diese überall, wo es erforderlich ist, ungesäumt einüberwiesen. was er ihnen zahle, zufrieden sein wollen. Redner bedauert, daß die greifen kann. In der günstigen Bauperiode des Hochsommers Arbeiter ohne weiteres auf vollständig rechtmäßige Forderungen werde man dann mit erneuter Kraft einen zweiten Borstoß gegen verzichteten, die juridisch unanfechtbar sind und die jederzeit vor die Unternehmer wagen, um das Hauptziel der Berliner Maurer, dem Gewerbegericht eingeklagt werden können. Die Zwischen den Neunstundentag, zur allseitigen Durchführung und dauernden meister der Knabenbranche haben in dieser Angelegenheit eine sehr Anerkennung zu bringen. Nach einer regen Diskussion wurde schäbige Molle gespielt; während sie auf der einen Seite für beschlossen: Jeder arbeitende Kollege hat wöchentlich 1 M., wer iträubten sie sich ganz entschieden gegen die Aufstellung eines, unter 50 Pf. zum Etreitfonds zu zahlen. Lohntarifs zwischen Arbeiter und Zwischenmeister. Hat langte folgende Resolution zur einstimmigen zur einstimmigen Annahme: sich doch durch die Erhebungen herausgestellt, daß ein Wochen- Die Versammelten verpflichten sich, mit aller Energie an der lohn von 9 M. bei 12-13stündiger Arbeitszeit zu den Selten neunstündigen Arbeitszeit festzuhalten und jedem Versuch der heiten gehört. 6-7 M. Lohn wird schon als hoch bezeichnet. Arbeitgeber, die bewilligten Forderungen wieder rückgängig zu Jent, und das betont Redner, dürfen sich die Arbeiter nicht machen, mit Entschiedenheit entgegenzutreten. Die Versammelten verhehlen, ist gegen dieses Vorgehen nichts zu machen, aber ge- nehmen mit Entrüßung Kenntniß von dem Beschluß der rüstet muß jetzt werden, in der stillen Zeit müssen die Vor- Innungsmeister, den Neunstundentag nicht zu bewilligen, resp. arbeiten gemacht werden, um zu gegebener Zeit wieder desto wieder 10 Stunden arbeiten zu lassen. Demgegenüber verpflichten besser losschlagen zu können. Es wird auf alle Fälle wieder im sich die Maurer Berlins, überall, wo an dem Neunstundentag Herbst der Streit ausbrechen. Die Sympathie der bürgerlichen gerüttelt wird, die Arbeit niederzulegen, und da, wo noch zehn Kreise ist nach diesem Vorgehen der Konfektionäre in verstärktem Stunden gearbeitet wird, den Neunstundentag einmüthig zu Maße auf seiten ver Arbeiter. Nachdem die Arbeiter jetzt er fordern. Alle Vorkommnisse auf den Bauten, wie Maßregelungen, fannt haben, daß sie mit einer Sippschaft von Unternehmern zu Androvung von Abzügen sind der Lohukommission sofort, thun haben, die jedes Ehrgefühls bar sind, ist es ihre Pflicht, Arbeitsniederlegung auf Zehnstunden Bauten möglichst schon ihre Organisation zu stärken, um zu gegebener Zeit das zu erringen, vorher zu melden. Die Abstempelung der Streit- und Arbeitswas man ihnen jetzt in so brutaler Weise entzogen hat.( Leb- berechtigungskarten erreicht am Sonnabend, den 16. d. M. ihr hafter Beifall.) Ende. Die Kommission ist bis auf weiteres nur durch 4 ihrer Mitglieder während des Tages im Bureau vertreten. Es folgt die erste Lesung des Nachtragsetats( 200 000 M. zum Umbau des pathologischen Instituts). Auf eine Anregung des Dr. Friedberg( natl.) bemerkt der Finanzminister Miquel, daß die allerdings bedeutende Summe von 200 000 M. nöthig ist, wegen des ungünstigen Baugrundes der für das Institut gewählt werden muß. Der Umbau der Charitee wird dadurch nicht gehindert. Wohl aber thut Gile noth, damit der verdienstvolle Schöpfer des Instituts, Herr Geheimrath Virchow noch die Neuordnung in dem neuen Institut besorgen und leiten kann. Die Vorlage geht an die Budgetkommission. Es folgt die Interpellation v. Tzschoppe und Fehr. v. 3edlig( frk.): Was gedenkt die Staatsregierung zu thun, um nach Ablehnung des Lehrerbesoldungs Gesetzes durch das Herrenhaus den beabsichtigten Ausbau des Alterszulagen- Systems für Lehrer baldigst herbeizuführen und die Mißstände zu beseitigen, die sich aus dem Mangel einer gesetzlichen Neuregelung der Lehrergehälter ergeben? Nach der Erklärung des Kultusminister3 Dr. Bosse, die Interpellation sofort namens der Regierung beantworten zu wollen, begründet Abg. Dr. v. Tschoppe( frt.) seine Interpellation, indem er den Gang der Verhandlungen im Herrenhause darlegt; er wird hierbei wiederholt vom Präsidenten aufgefordert, jede Kritit der Thätigkeit des Herrenhauses zu unterlassen, da eine solche nach den bisherigen Gepflogenheiten beider Häuser nicht üblich sei. Kultusminister Dr. Bosse erklärt, daß die Regierung das Scheitern der vom Abgeordnetenhause mit großem Fleiß durchgearbeiteten Borlage tief beklage im Interesse der Lehrer. Allein die Regierung gebe das Ziel nicht auf und werde dem Landtage beim nächsten Zusammentritt eine entsprechende Vorlage zu gehen lassen. Lohntarife zwischen Konfektionär und Zwischenmeister eintraten nur drei Tage in bet Boche gearbeitet hat, nicht In der Diskussion versuchten Frau Dmoch und Frau Gubela unter lebhaftem Widerspruch der Versammlung die so oft schon zurückgewiefenen Verdächtigungen gegen die Fünfer Kommission noch einmal in die Diskussion zu ziehen. Nachdem Timm und Stubbe die Verleumdungen gegen die Fünfer- Kommission energisch zurückgewiesen, gelangte folgende Resolution zur Annahme: am = ge Saale des Keller'schen Etablissements eine öffentliche Bersammlung Die Puter hielten am Montag Nachmittag im großen ab, mit der Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand unserer Lohnbewegung und der Staud des Streits in Deutschland". Dietrich referirte namens der Kommission über den Verlauf der Die Konfettionäre der Herren- und Knaben- Konfektions- Lohnbewegung. Die Forderungen der Puzzer bewilligten nach Industrie haben bei dem letzten Streit zugesichert, die Uebelstände diesem Bericht 183 Arbeitgeber auf 187 Bauten, die Mehrzahĺ Auf Antrag des Abg. v. Eynern( natl.) erfolgt die Be zu beseitigen und ihren Arbeitern die nur irgend möglichsten durch Namensunterschrift, ein kleinerer Theil durch abs sprechung der Interpellation. und weitgehendsten Zugeständnisse zu machen. Üm so schnöder geschlossene Kontratte. Auch bei den Firmen, bei welchen Abg. v. Eynern( natl.) legt dar, daß die Schuld des und brutaler ist aber das jezige Vorgehen dieser Unternehmer, die Unterschrift nicht abgegeben wurde, seien die Streitige An diesem Lohn Scheiterns der Vorlage im Herrenhause lediglich in der Schädi- welche die von ihnen selbst vorgeschlagenen Lohnerhöhungen und feiten zum größten Theil beigelegt. gung der Großstädte seinen Grund hatte, die das Gesetz au- Minimaltarife zurückgezogen haben. Die Versammlung erklärt tampfe betheiligten sich 1715 Kollegen, von welchen sich 1638 Arbeitsberechtigungsfarten ausstellen ließen. Birta 1400 strebte. Wir haben fortgesetzt vor der Enteignung des Besitzes dieses Vorgehen als offenen Vertragsbruch mit den Ein Theil der der Großstädte gewarnt und wir können für das Scheitern der 19. Februar d. J. vor dem Einigungsamt des Berliner Puger haben ihre Pflichten voll erfüllt. Die Ver indifferenten Kollegen, welche jetzt kommen und sich Karten ausBorlage nur diejenigen verantwortlich machen, die auf diese Gewerbegerichts eingegangenen Vereinbarungen. mit verpflichten sich, Warnungen nicht hören wollten. Kommt die Vorlage wieder, fammelten dahin stellen lassen wollten, mußte von der Kommission abgewiesen aller Energie Die Puzzer dann mag die Regierung aus dem, was geschehen, eine Lehre zu wirken, daß gerüstet wird, um zu geeigneter Zeit den Kampf werden, da sie bis jetzt der Bewegung fernblieben. ziehen. für Erringung der nothwendigen Eristenzbedingungen aufnehmen tönnen mit dem Verlauf der Bewegung zufrieden sein, troß der Minister Miquel weist darauf hin, daß doch auch in diesem zu können. In der machtvollen Entfaltung ihrer Organisation ohnmächtigen Versuche der Meister, die Errungenschaften zu Schanden Hause nationalliberale Mitglieder, eingedent ihrer patriotischen sehen die Versammelten nur die nöthige Gewähr, sich vor solchen zu machen. So beabsichtigten die Buzmeister eine Organisation zu Pflicht, die Vorlage angenommen haben.( Sehr richtig!) Der brutalen Ueberfällen der Unternehmer schüßen zu können und schaffen, da sich gegen die Zwischenmeister der Hauptkampf richte. Antrag Dr. Sattler war für die Regierung nicht unannehmbar. verpflichten sich, gefchloffen für Stärkung des deutschen Schneider Die Sperre sei verhängt über die Bauten, bei welchen die Puymeister das Rüstzeug liefern und zu Theilzahlungen arbeiten aber er hätte leicht das Scheitern der Vorlage in diesem Hause und Schneiderinnen- Verbandes zu wirken. zur Folge haben können. Auch in Zukunft wird große Zurück. Im gleichen Sinne wie Genosse Timm refe- laffen, fo 3. B. bei Scharf, Bau: Köpnicker- und Pfuelsir., haltung bei den einzelnen Fraktionen nöthig sein, wenn das rirte Frau Ihrer in der zur selben Zeit stattfindenden Ver- Landsberger Allee- und Petersburgerstr.- Ecke, Landsberger Allee 49 Gefeß zustande kommen soll. Herrn von Eynern's Stellung fammlung bei Gründel in der Brunnenstraße. Ju der Diskussion und Pantstr. Ferner Pugmeister Langnick, Pestalozzistr. and erschwert das Zustandekommen der Vorlage.( Sehr richtig!) tennzeichnete 3 ander die unsauberen Mittel, mit welchen die Straße 12 a Ede( Charlottenburg), Handjerystr. 72, Friedenau, Diese tann nur zu stande kommen, wenn das ganze Unternehmer gegen die Arbeiterinnen zu operiren sich erdreisten; Düppel- und Grunewaldstr. Ecke( Steglit). Puzmeister Hensel, Haus von dem Geiste beseelt ist, die Vorlage zu stande Frau Glauko schrieb ein gut Theil der Schuld daran dem Bredowstr. 21 und Düppelstr.( Steglitz). Bogel theilt mit, daß bringen zu wollen. Wir werden, wenn im Herbst der Landtag rückgratslosen Verhalten der Schneidermeister zu, sie tabelte scharf die Einnahme bisher girta 9188,59 M. und die Ausgabe 2889,75 9. zusammentritt, sofort mit der neuen Vorlage kommen, so daß die vielfach vorkommende Thatsache, daß kinderlose Frauen, deren betrage, mithin verbleibe ein Bestand von 6248,84 M. Gine auch materiell die Lehrer feinen Schaden haben werden. Männer nachweislich 27 M. Durchschnitts- Wochenlohn verdienen genaue Abrechnung erfolge erst nach der Wahl der Revisoren. In ( Beifall.) ( periodisch, so gelegentlich der Ausstellungsarbeit, auch noch der Diskussion geht Dähne auf die Lohnbewegungen in den kleineren würden, indem fie für Städten ein, die allgemein zur größten Zufriedenheit verlaufen sind. Abg. Rickert( frf. Vg.): Der Herr Minister Miquel hätte weit mehr) zu Lohndrückern vielleicht das Schicksal der Vorlage wenden können; hätte er die jeden Preis arbeiten und den allein dastehenden Arbeiterinnen Im Schlußwort appellirt Dietrich an die Solidarität all er Buzer 11 Millionen hergegeben, die Rechte, deren Lieblingskind Herr die Arbeitsgelegenheit beschneiden. Ferner tadelte sie die Ge- und spricht die Erwartung aus, daß diejenigen, denen die Forde liefern zu senden, um bei Einrichten frischer Arbeit bevorzugt zu Fonds, die Arbeit einstellen. Ein Antrag, diejenigen Kollegen, die Regelung der Gehaltsfrage in einem allgemeinen Schulgesetze werden. Lewin befürwortete die von der Referentin vor- welche gemaßregelt werden, mit 4 M. pro Tag zu unterstützen, gewünscht, halte auch heute noch diesen Standpunkt für den geschlagene Resolution, welche den gleichen Wortlaut hatte, wie wurde angenommen. Ferner beschließt die Versammlung, die richtigen, werde aber zum Zustandekommen der Vorlage gern die in der anderen Versammlung. Frau Schiffler befundet Rommission weiter bestehen zu lassen. Bei der Erfahwahl wurde mithalten. zu den Praktiken der Firma Rosenbaum, daß der Firmeninhaber Dietrich in dieselbe gewählt. Die Versammlung beschließt, dem Die Abgg. Dittrich( 3.), v. Jedlitz( frt.) und Bartels( t.) nach Kenntnißnahme von dem öffentlichen Vorgeben der Arbeiter Generalfonds der Maurer 1000 art und der Berliner sprechen namens ihrer Frattionen die Bereitwilligkeit aus, an gegen sein Nichtworthalten, alle bei ihm beschäftigten Meister Gewerkschaftskommission für die streikenden Gewerkschaften dem Zustandekommen der Vorlage mitzuarbeiten. zur Unterschrift eines Schriftstückes bewog, wodurch die 500 Mart zu überweisen. Die Putzer Wanzke, Hartwig und Die Riet wurden zu Revisoren gewählt. Abg. Eynern zweifelt nach den Erklärungen des Ministers Meister auf die festgesetzten Prozente verzichteten. nicht an dem Zustandekommen der Vorlage. bisher recht sachliche Debatte versuchte Wiesemann, Die Lederarbeiter( Portefeuiller) hatten sich am 11. Mai Damit ist die Besprechung beendet. der inzwischen mit einem Trupp seiner Gesinnungsgenossen bei Hente versammelt, um zur Maßregelung ihres Kollegen Nächste Sigung morgen 11 Uhr: Anerbenrecht, Umzugstoften erschienen war, auf persönliches Gebiet zu lenken. Er schwärmte Weinhold durch die Firma Heymann u. Co. Stellung au für Regierungsbaumeister, Petitionen. noch immer für das Weiterführen des Streits, nannte die Ver- nehmen. Nach dem Bericht des Referenten G. Schmidt ist Schluß 34 Uhr. handlungen vor dem Einigungsamt Abschwächung der Forde Weinbold wegen feines Wirkens für die Organisation, in der er rungen, und verlangte Abänderung der Resolution betreffs des als Werkstatt- Bertrauensmann seine Arbeitsgenossen vertrat, und Organisationsanschluß- Passus. Ein gleichgesinnter Kollege wegen seines Eintretens für eine vortheilhaftere Lohuregulirung sekundirte ihm, schimpfte auf die Fünfer- Kommission, die gekündigt worden. Redner legte die einzelnen Umstände näher Die Schneider und Schneiderinnen waren am Montag ganz eigenmächtig gehandelt, und die Bewegung auf ein bar. Von feiten der Organisationsleitung ist nach reiflicher Abend einer Aufforderung ihrer Fünfer- Kommission entsprechend paar Jahre hinaus verdorben habe; hauptsächlich war es der Prüfung der Angelegenheit über die Fabrik die Sperre verhängt in zwei Versammlungen, bei Gründel, Brunnenstr., und in Joel's nichtanwesende Timm, über den er die Schale feines Bornes aus- und die einmüthige Arbeitsniederlegung der dort beschäftigt ge= Festsälen, Andreasstraße, erschienen, um angesichts des persiden goß. Kullit hielt sich mehr fachlich, ertlärte sich aber gegen wefenen Arbeiter und Arbeiterinnen, die sich mit dem GemaßVertragsbruchs und der unerhörten Treulosigkeit der Herren- und die Annahme irgend welcher Resolution. Joseph verurtheilte regelten folidarisch erklärten, gut geheißen worden. WeinKnabentonfektionäre über das weitere Vorgehen der Arbeiter zu den Berrath der Konfektionäre und befürwortete die einstimmige bold führte dann aus, daß er nicht, wie Heymann angegeben, berathen. In Joel's Festfälen referirte Timm. Die Be- Annahme der Resolution. Frau Alex erflärte im Namen der innerhalb der Arbeitszeit agitirt habe. Wie berechtigt sein der dingungen, so führte Redner aus, die es nothwendig machten, Kollegen und Kolleginnen, daß die Fünfer: Kommission ganz Bestreben, die Hilfsarbeiter Firma miteinander in zu bringen, gewesen sei, gehe daraus den diesjährigen Streit beizulegen, sind ja allgemein bekannt. genau im Sinne ihrer Auftraggeber gehandelt habe und deren un Fühlung zu bringen, daß die Grospreise für ein und dieselbe Arbeit Die Konfektionäre hatten sich damals vor dem Ginigungsgetheiltes Vertrauen weiter genieß. Sollte es zu einem abermaligen vor, amt verpflichtet, die 121/2 pet. Zuschlag zu gewähren Kampf fommen, so würden dieKollegen und Kolleginnen nur die alte an bis zu 6 M. differirten. Einzelne Leute von Heymann aufgestellten Minimaltarif innezuhalten. Die erkannte Fünfer- Kommission mit der Leitung betrauen. Jin weiteren u. Komp. bätten es bei beinahe 15stündiger Arbeitszeit nur auf Herr Hellmuth als Konfektionäre erklärten in der seinerzeit angenommenen Re- stellte sie an Wiesemann und Genossen die Frage, warum sie denn fuapp 12 M. die Woche gebracht. jolution, daß fie gewillt seien, der Arbeiterschaft nach befter ihrem damaligen Beschlusse gemäß nicht weiter gestreift hätten; Wertmeister der genannten Firma suchte das Interesse des Ge Möglichkeit zugeftändnisse zu machen. Es kam hierdurch zu den die Frage blieb seitens der Befragten unbeantwortet. In ihrem schäfts zu wahren, sowie auch die im Laufe der Debatte gegen Einigungsverhandlungen, die mit dem vorgenannten Bergleich ternigen Schlußwort verurtheilte die Referentin ganz entschieden ihn( Hellmuth) erhobenen Vorwürfe zu entfräften. Der Liebe endeten. Gerade die maßgebendsten Ronfektionäre, die zum theil diese fortwährende Quertreiberei wegen der Organisationsform, Müh war jedoch umsonst und gelangte fodaun folgende Resolution Miquel ja ist, hätte nicht widerstanden. Lieblingskind Herr logenheit vieler Meister, junge Mädchen deshalb zum Ab- rungen zurückgezogen werden, sofort, gestügt auf den gesammelten Abg. Graf Limburg( t.): Die konservative Partei habe zwar und einen Versammlungen. her: " : einstimmig zur Annahme: Die Versammlung erklärt sich mit dem sammung beschloß jedoch, auf Abänderungen resp. Reduzirungen| Vororten, die bereits eine Parteispedition befizen. In der sehr Vorgehen der Kollegen und Kolleginnen von Heymann u. Komp. in den Positionen des Tarifs nicht einzugehen. Vielmehr sei lebhaften Diskussion erklärten sich mehrere Redner wohl in einverstanden und verpflichtet sich zur finanziellen und moralischen es Pflicht der Herren Fabrikanten gewesen, durch Abänderungs: Prinzip für die Gründung einer Parteispedition, glaubten aber, Unterstügung der Ausständigen. Die Versammelten erkennen vorschläge in den gemeinsamen Sigungen ihren guten Willen zu daß das Unternehmen noch nicht genügend gesichert sei. an dem Falle Heymann u. Komp. die Nothwendigkeit der bethätigen. Der Antrag, als Antwort auf den der Kommission Hierauf gelangte ein Antrag, die Parteispedition vom 1. Juni Organisation und verpflichten sich, derselben baldigft bei- angegangenen Bescheid sofort den Generalstreit zu proklamiren, in traft treten zu lassen, mit großer Mehrheit zur Annahme. autreten." Zum zweiten Punkt der Tagesordnung:" Vorschläge wurde mit großer Majorität abgelehnt. Gin Streitbrecher, der Als Parteispediteur wird Genosse Bäumler gewählt. Zum Schluß der Lohnkommission" nahm Heinte das Wort. Derselbe den Klavierarbeitern gegenüber unsolidarisch handelte, wurde aus fordert Meiling die Anwesenden auf, sich mit Interesse an der empfiehlt namens der Kommission, von der Forderung der Versammlung hinausgewiesen. Weiter wurde bekannt ge- Sache zu betheiligen und sich auch an der Bertheilung des einer 33 prozentigen Lohnerhöhung abzugehen und die im Herbst geben, daß jeder Streifende sich mindestens alle zwei Tage im Flugblattes, das zu diesem Zwecke verfaßt wird, recht rege zu zu stellenden Forderungen anderweitig festzustellen. Die Streifbureau, Köpnickerstr. 68, zit melden hat. betheiligen. Dasselbe wird am Himmelfahrtstage früh 7 Uhr Kommission sei der Meinung, daß die Arbeiter jeder Werkstatt Das Rixdorfer Gewerkschaftskartell hatte am 7. Mai von den bekannten Stellen aus vertheilt. Die nächste Versammbezw. Fabrit sich gesondert über die Forderungen einigten und eine öffentliche Versammlung einberufen. Die Tagesordnung lung des Arbeiter Bildungsvereins findet am Montag, den zwar nach dem Prinzip, daß jeder Artikel so bezahlt werden lautete: Die Streits in Berlin und Umgegend. Schuhmacher 18. Mai, statt. müsse, daß der Arbeiter ohne fremde Hilfe bei zehnstündiger Klemner berichtete über den Streit in seiner Gewerkschaft. oft schule, Waldemariraße 14: Geschichte.( Neuere Geschichte von der Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% thr: SüdArbeitszeit 21 M. die Woche verdienen könne. Außerdem solle Redner appellirt an die Arbeiterschaft, nur in solchen Geschäften Reformation bis zur Gegenwart mit besonderer Berücksichtigung der Entfür Hausarbeiter ein zehnprozentiger Ausschlag für ihre be- zu kaufen, wo die Forderungen der Arbeiter bewilligt sind. wickelung des Sozialismus und der politischen Parteien Deutschlands) Herr sonderen Unkosten gefordert werden. Die Versammlung beschloß: Sierauf schildert Niemrich den Streit der Musikinstrumenten- Dr. E. Pinn. Nordschule, Müllerstraße 179a: Deutsch.( Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz. Die Die Anwesenden erklären fich mit den Vorschlägen der Arbeiter, Münder giebt über den Verlauf der Lohnbewegung der Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichhaltigen BettKommission einverstanden und machen es einem jeden Kollegen Treibriemen- Arbeiter Auskunft und Trupke berichtet über die schriftenmaterials schon von s ühr an geöffnet. zur Pflicht, einen Mindestbeitrag von 10 Pf. pro Woche an die bevorstehende Bewegung der Buchdrucker. In bezug auf den Lohnkommission zu entrichten, und um ferner einem Lohnkampf Ausstand der Tabalarbeiter befürwortet Hepner, nur in den Das erforderliche Rückgrat zu geben, verpflichten sie jeden, denjenigen Geschäften den Bedarf zu decken, die im Vorwärts" von bestehenden Organisationen beizutreten und für dieselben kräftig der Lohnkommission als diejenigen bezeichnet werden, wo der aufzu agitiren." gestellte Lohntarif anerkannt ist. Nicht anwesend waren die Vertreter der Zimmerer, Töpfer, Kutscher, Packer und Böttcher. Eine sehr gut besuchte Versammlung der streikenden Varquetbodenleger beschäftigte sich mit der Lage des Streiks. Eine gut besuchte öffentliche Volksversammlung für Heß berichtet, daß die Situation im wesentlichen unverändert sei. Schöneberg, tagte am 9. Mai bei Obst in der Grunewaldstraße. Bewilligt haben zwei weitere Firmen. Der Bewegung haben sich Dieselbe beschäftigte sich mit der endgiltigen Beschlußfassung be außer einigen Kollegen der Firma Ende sämmtliche huss Gründung einer Parteispedition. Genosse Stöster als ObBarquelbodenleger Berlins angeschlossen. Alsdann gelangte das mann der Kommission gab zunächst einen ausführlichen Bericht Schreiben der Fabrikantenkommission zur Verlesung. Die Ver- über die geschäftliche Lage des Unternehmens in den einzelnen 11 Gegründet im Jahre 1879. " Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigenber Ad. Neumann, Pafewalferstraße 3. Alle Aenderungen im VereinsArbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. Allgemeine Kranken- und Sterbekaße der Metallarbeiter, Filiale Rirdorf. Morgen: Besichtigung der Riefelfelder in Osdorf. Treffpunkt in den Bahlstellen morgens 6½ Uhr. Die regelmäßige Versammlung findet am Sonnabend, den 16. Mai, abends 8% Uhr, bet Preßler statt. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Heute abends 8 Uhr: Zufammenkunft im Kommandanten- Garten", KommandantenVerein der Plätterinnen und verwandter Berufsgen. Berlins Donnerstag, den 14. Mai, vormittags 9 Uhr, in der neuen Urania, TaubenBillets sind noch bei Frau Schulz, ftraße 9. 48-49: Sondervorstellung. Barnimſtr. 36, Hof 3 Tr., sowie am Tage der Vorstellung in der Urania zu haben. Julius Lindenbaum Streng fefte in Zahlen gezeichnete Preise. an der Fruchtstrasse. 139 Gr. Frankfurterstr. 139 an der Fruchtstrasse. Aelteffes und größtes Geschäft in Herren- Garderoben nur eigener Fabrikation. Spezialität: Anfertigung nach Maass, Zuschneider im Hause. Was ich durch Vermeidung marktschreierischer Reklame erspare, kommt meinen Kunden durch entsprechend billigere Preise beim Berkauf zu gute. Für streng reelle Bedienung bürgt der langjährig bekannte gute Ruf meines Geschäftes. 4686L An den Fingerne abzuzählen ist der Vortheil, den man beim Einkanf aus erster Hand hat! Waldemarstr. 44 parterre rechts im Comptoir, zwischen Elisabethufer und Adalbertstraße, ist die billigste Bezugsquelle für Herrenund Knaben- Filzhüte. Einzelverkauf zu Engrospreisen. Knabenhüte von 1, M. an Herrenhüte 1,50 Cylinderhüte 4, " Haarfilzhüte 4,80 " " "" " Nur moderne fehlerfreie Waare! Größte Auswahl! Kein Laden. Auch Sonntags geöffnet. Einzelverkauf zu Engrospreisen. Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. MACHT STARK GESCH. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, aufe in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr.98/ 99 EINIGKEIT GESETZL SCHUHFABRIK ERFU DEUTSCHE und Rosenthalerstr. 63164 verkauft. Jeder Käufer, der einen Versuch macht, wird mit dem gelieferten Fabrikat, das jeder Konkurrenz die Spitze bietet, in Preis und Qualität zufriedengestellt. Unser Geschäftsgrundsah ist: Geringer Verdienst, rascher Umsatz. Jedem unserer Freunde kann die Waare bestens empfohlen werden. Damenstiefel von M. 3,50, Herrenstiefel von M. 5,75, in nur reeller Ausführung. 4321L* In der Bellealliance- Straße bitte genau auf Nummer 98 zu achten. Wilh. Bock. Für die Geschäftsleitung: 00000000 Größte KinderwagenAusstellung. Eleg. Neuheiten zu reell billigst. Preisen Fabriklager: A. v. Langheim Oranienſtr. 65. A. Engler 14 Veteranenstr. 14 Charlottenburg. Mit heutigem Tage eröffne hier, Wilmersdorferstr. 132, ein Geschäft, in dem ich führen werde Fertige Herren- u. Knaben- Garderobe, Spezial- Herren- Artikel und lämmtliche Artikel für Arbeiter. E3 wird mein Bemühen fein, meine werthen Kunden stets gut und reell zu bedienen, dagegen meine Hauptbedingung" billig, nur feste Preise gegen verkauft vom heutigen Tage an billiger Baarzahlung. als jede Konkurrenz: 10 000 Baar Herrenstiefel 5, 6, 7,8,10 9. 5097L Strand- u. Kellnerschuhe, außergew. bill. Stnaben, Burschen- Stiefel 4,50-6 m. 3000 Baar Herren- Hausschuhe, Plüsch 3 M., gemustert 2,75, 8000 Paar DamenStiefel von 4,50-8 m., 6000 Paar Mädchen- Knöpfftiefel und Halbschuhe von 2-5 M. Bitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten. Nur 14 Veteran enstraße 14. Möbel- Ausverkauf, passendste Gelegenheit für Brautleute. In meinem größten Möbelspeicher, Neue KönigStraße 59, follen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu jedem annehmbaren Preise verkauft werden. Durch sehr große, billige Gelegenheitseintäufe ist es mir möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, 300 Mark abzugeben. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 15 Mart, Kommoden, Küchenspind 12, Nußbaum- Kleiders spinden, Bertitows 30 Mart. Muschelspinden 35, Bettstellen mit Matratzen 18 Mart, Sophas 18, Säulenspinden, Kleiderspind, hochelegant 56, Trümeaux mit Säulen und Krystallglas 60, Herrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Paneelfophas 75 Mart. Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Gekaufte Möbel fönnen brei Monate tostenfret auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werden durch eigene Gespanne transportirt, auch nach außerhalb. 4581LHerren- Hüte 65 Pf. Confirmanden. bessere Hüte, enorm billig, verkauft das Fabrit- Komptoir 5051L* Barnimstr. 45, Müllerstr. 12c. Kastanien- Allee 101. Den Herren Schuhmachern em= pfehle meine 50072* Maak- Steppevei. Gutes Leder! Saubere Arbeit! Billigste Preise! A. Loewenthal, Lederhandlung und Maaß- Stepperei, SW., Mariendorferstr. 13. A. Spiro, Wilmersdorferstraße 132. Bur Frühjahrssaison verkaufe ich meine Schuhwaaren nach wie vor zu den bisherigen alten ausserordentlich billigen Preisen und zwar: Herrenstiefel: von den einfachsten bis zu den elegantesten, nur bekannt gute Qualität M. 4,75, 5,50, 6,50, 7,75 u. s. w. Damen- Zug-, Knöpf- und Schnürstiefel M. 4,50, 5,40, 6,30, 7,20 u. s. w. Ball- u. Gesellschaftsschuhe, feinte Ausführung von M. 2,50 an. Ganz besonders mache ich auf mein sehr großes Lager von Einsegnungsstiefeln zu außergewöhnlich billigen Preisen aufmerksam. Versandt nur gegen Nachnahue oder vorherige Einsendung des Betrages. Illustrirte Preislisten gratis und franko. S. Selbiger, Schuhfabrik, Berlin NO., Landsbergerstr. 40, Jaekel's NormalKinderstühle, I verstellbar als hoher Stuhl und als Fahrstuhl mit Spieltisch, hell und dunkel von 9 Mk. an. 33/15 Ecke( Lietzmannstrasse. Kinderpulte für jedes Alter einstel bar, ärztlich empfohlen. Verhindern Kurzsichtigkeit und Schiefwerden der Kinder. Preis von 18 Mk, an. Preislisten über ,, Holzwaaren" hell und dunkel lackirt gratis und franco. R. Jaekel's Patent- Möbel- Fabrik, Berlin SW., Markgrafenstrasse 20, Ecke Kochstrasse. Mode- Bazar Guttman, . 6667. Landsbergerstr. 6667. Es kommen in dieser Woche zu Fabrikpreisen zum Verkauf: Waschechte Blusen, neueste Façon 1,65 M., Waschechte Kattune, neueste Muster, Elle 27 Pf. Waschechte Cachemire, Imitation, Seide Elle 44 Waschechte Battiste in all. Farben f. Blusen Elle 50 Damen- Sonnenschirme 2,45 M., Sinder dito. 42 Damen- Staubröcke. 1,75 M., " " " Garnirte u. ungarnirte Hüte zu d. bekannten bill. Breisen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin,