Nr. 112. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tn der Post Zeitungs: Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. M Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr vormittags geöffnet. fernspreder: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 14. Mai 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: nußt, da die Arbeitgeber nur ungern wollene Decken liefern aus und jugendliche Arbeiter aus Belgien in Furcht, daß sie ihnen gestohlen werden. in einem niedrigen Raume drei erwachsene Mädchen und zwei In einer Ziegelei hat der Gewerbe- Inspektor festgestellt, daß Burschen von 17 und 18 Jahren in den Bettstellen schliefen. In einem anderen Raume schliefen vier Wanderarbeiter mit der Frau des einen zusammen auf dem Heuboden. deutschen Ziegeleien ungebührlich überdiese Verordnung, die ziemlich energisch klang und die doch anstrengt und verwahrlost" würden. Aber auch allen Landräthen Mittelschlesiens Veranlassung gab, die Lage der Ziegler zu beobachten und wenn irgend möglich, für der anerkannten Mißstände allseitig zu Ein offizielles Geländnik. Hundert und aberhundert mal ist in unseren Partei blättern die Binsenwahrheit ausgesprochen worden, daß die energische Durchführung des bischens Arbeiterschutz vor allem an den aufsichtsführenden Behörden nicht die Stütze hat, die sie haben sollte. Für die Richtigkeit dieser In den Bezirken anderer Gewerbe- Jrspektoren sind die Ziegeleien Abhilfe Anficht liefert eine fürzlich erschienene Verfügung des bereits nicht zahlreich, aber auch dort sind mehrfach Uebertretungen der sorgen, hat nichts anderes zu wege gebracht, als' aß in mehrfach bekannt gewordenen Nimptscher Landrathes, des Herrn über die Arbeits- und Wohnungsverhältnisse der Ziegelei- Arbeiter diesem Jahre von neuem offiziell konstatirt werden mußte, Geheimrath v. Goldfus*), einen neuen, einen offiziellen Beweis. erlassenen Bestimmungen festgestellt. Sie bestanden zum theil in daß alles beim alten geblieben ist. Woran liegt das? Sie betrifft zwar nur die Ziegelei- Industrie des Nimptscher Beschäftigung von Kindern unter 18 Jahren, die vielfach von ihren Eltern zur besseren Aufsicht mit auf die Ziegeleien geKreises; ihr Juhalt ist aber zweifelsohne bezeichnend nommen und dort zu leichteren Arbeiten meist ohne Wissen Industriearbeiter an; die Ziegler find zu einem bedeutenden Die Ziegelei- Arbeiter gehören der untersten Klasse der für die ganze Art und Weise, wie die unteren Behörden, des Arbeitgebers- verwandt wurden, theils in Beschäftigung Induſtriearbeiter an; die Ziegler sind zu einem bedeutenden auf die es bei der Durchführung der Sozialgesetzgebung vor von Frauen mit Arbeiten, zu denen sie nach der Bekannt- Theile nebenbei oder gar vorwiegend Landarbeiter oder Kleinbauern. Sie stehen den tiefstehenden polnischen allem autommt, nicht nur in der Ziegel- Industrie und machung vom 27. April 1893 nicht verwendet werden durften nicht nur im Kreise Nimptsch, sondern auch in den übrigen oft nur zur Hülfe ihrer gleichfalls in der Ziegelei beschäftigten und russischen landwirthschaftlichen Arbeitern von allen Industriezweigen, und auf dem Lande überhaupt, zumal in Männer theils in Uebertretungen der über die Arbeitsdauer Industrie- Arbeitern am nächsten, und ihre OppositionsOstelbien, verfahren. Sie lautet: für jugendliche Personen und über die in den Fabrikräumen an- fähigkeit ist einstweilen noch gleich Null. Aus eigener zubringenden Aushänge"( III. 3 der Bekanntmachung vom Kraft können sich demnach die Ziegelei- Arbeiter nicht helfen; Nimptsch, den 22. April 1896. 27. April 1893) erlassenen Bestimmungen, theils in der Un- die unter ihnen allenthalben herrschende Schnapspest ver Die auf meine Verfügung vom 1. Juli 1895 I 4460 be- zulänglichkeit der den Arbeitern gewährten Lagerstätten. treffend die Wohnungs- und Arbeitsverhältnisse der Ziegelei- Ich setze voraus, daß seitens der Ortspolizeibehörden auf schlimmert ihre Lage. Der sozialdemokratischen und GewerkArbeiter erstatteten Berichte sprechen sich fast ausnahmslos dahin die von den Gewerbe- Inspektoren im Einzelfalle gemachten Mit- schaftsorganisation sind die Ziegeleien fast gar nicht zuaus, daß die vorgenommenen Revisionen und gemachten Ertheilungen sofort die erforderlichen Anordnungen zur Be- gänglich, da sie fast sämmtlich Anhängsel jener Rittergüter fahrungen zu besonderen Ausstellungen teine Veranlassung geseitigung der aufgedeckten Mißstände getroffen sind. sind, auf denen man bekanntlich Sozialdemokraten un geben hätten, und daß insbesondere die Bekanntmachung des Mit Rücksicht darauf, daß die große Zahl der Ziegeleien gestraft mit Kuüppeln bearbeiten und mit Hunden fortHerrn Reichskanzlers vom 27. April 1893( Amtsblatt S. 307)**) seitens der Gewerbe- Inspektoren nicht fortgesezt kontrollirt werden hetzen darf. sowie die Bestimmungen in§§ 115-119 der Gewerbe- Ordnung tann, ersuche ich die Ortspolizeibehörden des Kreises ergebenst, im allgemeinen berücksichtigt wärden. den Ziegeleien auch weiterhin die besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und durch häufige unvermuthete Revisionen bald nach Wiederbeginn des Betriebes in diesem Frühjahr die Befolgung der bestehenden Bestimmungen herbeizuführen. Gs empfiehlt sich, den Biegeleibefizern den Aushaug der gesetzlichen Bestimmungen in den Ziegeleien auszugeben. Demgegenüber baben die Gewerbe Inspektoren über eine Reihe von thatsächlich erheblichen Uebelständen in den Wohnungsund Arbeitsverhältnissen der Ziegelei- Arbeiter berichtet. So hat ein Gewerbe- Inspektor, welcher 65 Biegeleien besichtigt hat, bei 9 derfelben eine ungefeßmäßige Beschäftigung von Kindern festgestellt, bei 34 sind die Vorschriften der vorerwähnten Bekannt machung gänzlich oder theilweise unbeachtet gelassen worden, bei dreien sind Verstöße gegen die Bestimmungen der GewerbeOrdnung§§ 115-119 vorgekommen, bei 18 sind die Schlaf räume, bei 11 die für die Frauen bestimmten Aborte unzureichend gewesen, bei 49 sind verschiedene andere Verstöße gegen die Gewerbe- Ordnung( bezüglich der Arbeitsbücher, der Arbeitsordnungen und der Sonntagsruhe) zu seiner Kenntniß gelangt. An fämmtliche Ortspolizeibehörden des Kreises. I. 2528. Der königliche Landrath von Goldfus Geheimer Regierungsrath. Von den Besitzern der Ziegeleien kann man bei der Herrschaft der kapitalistischen Moral nicht erwarten, daß sie zur Verbesserung der Lebensverhältnisse ihrer Arbeiter auch nur das geringste beitragen; die Furcht, durch Befolgung der Vorschriften der Gewerbe- Ordnung das Mille Ziegel auch nur um wenige Pfennige zu vertheuern und den eigenen Profit auch nur um ebenso viele Pfennige zu fürzen, hat in den meisten schon längst alle Furcht vor Strafen für Gesetzesübertretungen ertödtet. Bleiben die Behörden. Daß die entfernt wohnenden Landräthe, Gewerbe- Inspektoren und Regierungspräsidenten nichts ausrichten können, eben weil sie von den Betrieben entfernt wohnen und den Unternehmern nicht täglich auf die Finger sehen können, ist eine dem Praktiker seit langem bekannte Thatsache. Sie können nur Vorschriften über Borschriften erlassen, um deren Befolgung können sie sich wenig oder gar nicht fümmern. Es ist wahr, einige Stellen der Verfügung lesen sich wie Säge aus dem Leitartikel eines Parteiblattes, oder, wenn sie nur besser stilisirt wären, wie Zitate aus Engels' Die Wohnungsverhältniffe der Biegelei- Arbeiter sind vielfach Lage". Und doch, wenn auch alle 35 Regierungspräsidenten sehr schlecht gewesen. Ein Bett oder gesondertes Lager ist felten Breußens, nicht blos alle Landräthe Schlesiens, ähnliche vorgefunden, meistens haben die Arbeiter auf einer Schütte Stroh oder noch energischere Verordnungen erließen, in den zu auf dem Boden oder auf dem Ziegelofen, nur ausnahmsweise ständen der Ziegeleien wird im wesentlichen alles beim in gesonderten Schlafräumen geschlafen. Zum Zudecken sind Die Haupfarbeit bei der Durchführung der Vorschriften meistens die eigenen Mäntel und Decken von den Arbeitern be- alten bleiben. Die Lage der Ziegler wird nämlich nicht etwa durch der Gewerbeordnung und sonstiger Verfügungen bleibt Herr von Goldfus hatte nach den Ergebnissen von die abgedruckte Verfügung zum ersten Male offiziell be also, wie bei den meisten anderen Betrieben, auch in den E. Richter's Bukunftsstaat" feinen Amtsvorstehern offiziell den rührt. Nach einer Verordnung des Potsdamer Regierungs- Biegeleien den Ortsbehörden überlassen. Die Ortspolizei. maffenhaften Ankauf und die Vertheilung dieses elenden Mach- präsidenten, des Grafen Hue de Grais vom Jahre 1891 behörden sind aber häufig ganz ungeeignet, den Vorschriften weites dringend empfohlen. Ferner hatte er 1893 den Amts- folgten die am 27. April 1893 vom Reichskanzler erlassenen ihrer höheren Behörden Nachdruck zu verleihen: entweder vorständen seines Kreises aufgegeben, die Aufführung von Gerh. Bestimmungen. Daß diese nichts halfen, wurde im vorigen wollen sie das nicht oder sie können es nicht; gewöhnlich verständlich ohne den betreffenden Bescheid seiner Fassung nach Jahre in einer Verfügung des Breslauer Regierungs- fehlt ihnen sowohl der Wille wie auch das Vermögen, präsidenten, des Herrn v. Heydebrand und der Lasa, zu Wandel zu schaffen. als auf höherer Weisung beruhend kenntlich zu machen".(!) **) Abgedruckt in der Reichs- Gewerbe- Ordnung, Anhang gegeben. Hatte doch damals sogar eine auswärtige, die S. 315-318 der Vorwärts- Ausgabe. belgische Regierung darüber Klage geführt, daß Kinder bückte, gab es ihr einen Stich quer durch's Kreuz. Um so ( Nachdruck verboten.) höher hob sie die Drischel und um so weiter holte sie aus, Was sollte der Bauer von ihr denken, wenn sie schon in der ersten Stunde müd' wurde! Und sie hielt aus. 25 Tene. Roman von Nicolaus Krauß. Der Bauer spuckte in die Hand, faßte die Drischel und holte aus. Gegen sieben Uhr steckte der Vülwat- Bauer seinen Wolltopf zur Scheune herein, verzog sein breites Gesicht zu einem gutmüthigen Lachen und fragte: Ho- ho- ho! Na, Flauger, sitzt der Teufel no allerweil auf Dein' Hohnabäuman?" Wer sind die ländlichen Ortspolizeibehörden? Die Amtsvorsteher. Was aber sind die Amtsvorsteher, wenigstens Dreschen her is... Aber g'halten hast Di ganz tüchii, Moidl. Wirst es schon noch g'wöhna... Jezt läßt d' Dir von der Bäuerin d' Blasen aufstechen und an Fad'n durchziehn und Dir d' Händ tüchti mit Inslat einreib'n... Wenn f' fragen sollt, wo i bin, sagst D': Wurf'n thut da Bauer.. Morgen werd'n ma schon weiter schaun..." Am anderen Morgen waren Lene die Arme bis zu den Schultern hinauf geschwollen, und die Hände sahen aus wie Schmalzkücheln. An ein Dreschen war nicht zu denken. Der Bauer kratzte sich mit der Pfeifenspite hinter dem rechten Ohr. „ Höllschinda u Fix- Laudon! Eiza mouß a Taglöhner Alsdann! Fang' ma an, in Gottesnama!" Beim dritten Schlag fiel die Lene ein. Und nun ging's weiter in gleichmäßigem Zwieschlag: Tapp- Tapp, Tapp Der Angesprochene hielt im Dreschen inne, ging hin Tapp, Tapp- Tapp, Tapp- Tapp Lene hatte das Gefühl, als wären ihre Kräfte mit und schlug dem Spötter den Thorflügel vor der Nase zu. einem Male gewachsen, als tehrte die Drischel von selbst Den draußen Stehenden hörte Lene noch im Abtrollen wieder zu ihr zurück. Erst allmälig merkte sie, daß das tollern: von der Holztenne herrührte; beim Lehrer war die Tenne Flauger, Flauger! Paß auf, daß er Dich net her! D' Steuer mouß i zahlen!..." aus geschlagenem Lehm gewesen, und jeder Schlag hatte amal berwischt. Ho- ho- ho! Der Teufel, ja, dös ist a matt geflungen, wie wenn man mit der Hand an eine gar a b'sonderer Kund!. Mauer schlägt. Immer früher kam Lene mit ihrem Tapp, bis der Bauer, nachdem man das ,, Stroh" einmal hinauf gedroschen" hatte, sagte: Der Flauger hing seine Drischel übers Loth und schneuzte sich in sein blaues Fürtuch". 3 ist Essenszeit, Moidl. Wenn dir d' Bänerin was schafft, gilt's, als hätt' ich's gesagt... Ein für Allemal Du bist viel zu schusserig Moidl. Dös is toan Tatt, und Du wirst 3' früh müd." Das Hinabdreschen" war viel schwieriger. Vor dem Aber mit dem Essen hatte es nicht so große Eile. Loth" fiel die gewölbte Tenne zu einer Rinne ab. In Zuerst mußte das Vieh versorgt werden. Die Bäuerin diese Rinne mußte man beim Dreschen treffen, sonst bogen zeigte der Lene, wie man den Kleeheuabfall für die Kühe sich die Halme über und man erhielt Wirrstroh, das nur brüht und die gedämpften Futterkartoffeln zerdrückt; der zum Einstreuen zu gebrauchen war. Lene hatte wenig Glück Bauer half ihr das Futter in den Kuhstall tragen. Und mit'm Loth; entweder schlug sie einen Fuß hoch an die erst, als auch die Ochsen abgefüttert waren, und die beiden Holzwand und der Flegel prallte auf die Aehren zurück, Schweine ihr Spülicht bekommen hatten, setzte man sich oder der Flegel kam nicht gerade in die Rinne zu liegen, zur Milchsuppe nieder. und das Stroh wurde noch mehr durcheinandergewirrt. " Das kannst net," meinte der Bauer. So werd ich's machen. Aber paß' auf, wie ich hin hau!..." Nach einer halben Stunde spürte Lene ein leises Rieseln, Zerren und Krappeln in den Armbeugen und ein zeitweises Zwicken. Dann fühlte sie, wie ihr die Muskeln des Ober armes mählich dicker wurden, und als sie sich einmal Nach dem Frühstück begann das Dreschen von neuem. Gegen Mittag hatte Lene Blasen an beiden Händen und am Nachmittag ließ sie plöglich, nachdem sie einigemal mit ihrem Flegel an den des Bauers gestoßen war, ihre Drischel fallen und brach in Thränen aus. " Hätt' mir's denken kinna," meinte der Bauer gelassen. Hab's ja schon beim ersten Drischelschlag g'seh'n, wo Dein Der Taglöhner fam, er hieß der Vicenzi ihr Mann" und war der beste Drescher im Dorfe. Jeden Abend zahlte ihm der Bauer den verdienten Taglohn aus. Das dauerte immer eine Viertelstunde. " " Na, Vicenz, was meinst D' denn, das D' freight?" Was asg'macht ist, Bauer..." „ Sua, sua!... Na, wos hab' i denn g'jagt... Vierzig u's Essen?" か Höher, Bauer!" " Fünf n vierzig?" " Noch höher!" " Am End' gar fünfzig? Na, Naz, dös kann i net g'sagt hab'n. Da müßt ma ja bankrott werd'n!" Der Taglöhner sah den Bauer mit einem halben Lächeln in's Gesicht. Na, wenn's asg'macht ist, muß i halt zahlen. Was g'sagt is, is g'sagt.. Der Bauer griff in die Tasche, holte langsam seine Tabaksblase hervor und begann aufzuzählen. Dös is a Zwanzger. Und a Sechserl macht dreißig... Nimmst a Kupferkreuzer? Alsdann. Vierzig Zwoa Bierkreuzerstückla; macht achtundvierzig... Sua da is " wvenn die sich es M " Deutsches Reich. im weitaus größten Theile Preußens, vor allem im ost- der Rest des Gesetzes erledigt. Eine Gesammt wurde. Der zweite Theil, d. h. der Schluß des Artifels, entelbischen? Das sind zumeist die Rittergutsbesitzer und abstimmung findet erst in der dritten Lesung statt. halte allerdings nur eine Kritik der Verurtheilung Witte's, es Pächter, oder doch Leute, die es mit den Rittergutsbesitzern Zu den" Petitionen" machte der Referent Paasche Wize sei aber rechtsirrthümlich, in dem ersten Theile lediglich eine bloße Referirung von Thatsachen zu erblicken. Der Sinn der und dergl. nicht gern verderben. Die Besitzer der Ziegeleien über die Behauptung selbständiger Konditoren, daß Mittheilung ist vielmehr der: der Grenadier hat das Allgemeine selbst also sollen in vielen Fällen dafür sorgen, daß in Konditoren und Bäcker jährlich 22% Mill. Bentuer Bucker ver- Ehrenzeichen erhalten, weil er Menschen getödtet hat. Das ihren Betrieben die Vorschriften der Gewerbe- Ordnung be- brauchten; er erhielt aber die Aufklärung, daß es sich um einen Reichsgericht verwarf jedoch die Revision der Staatsobachtet werden, sie sind also Richter in eigener Sache! einfachen Druckfehler( Zentner statt Kilo) handle. Etwas anwaltschaft. Was Wunder, daß, da die Amtsvorsteher in großer Zahl parlamentarisch Neues war es, daß die Mehrheit über die an der Erhaltung der gegenwärtigen Zustände interessirt Berathung der Petitionen alsbald den Schluß der Dis sind, sie sich für sozialpolitische Maßregeln nicht besonders fussion beantragte und beschloß. Das werden sich die- Die Arbeiterschutz- Heuchelei der bürgercrwärmen. Daß sie übrigens als Amtsvorsteher auch ihre Petitionsberechtigten, d. h. die deutschen Wähler, vermuthlichen Parteien. Unter diesem Titel hat die Buchhandlung eigenen gewerblichen Betriebe beaufsichtigen und relich merken. Vorwärts soeben die Verhandlungen des deutschen Reichstags vidiren dürfen, hätte schon längst für unstatthaft Freitag: Dritte Lesung des Zuckersteuergesetzes. vom 22. und 23. April d. J. mit einem Nachworte von A. Bebel erklärt werden sollen. In sonstigen Dingen ist, veröffentlicht.( Preis 15 Pf.) Es liegt im Interesse der Partei, Tas preußische Abgeordnetenhans nahm am Mittwoch diese Broschüre, welche die Treulosigkeit und Arbeiterfeindlichkeit itm eines Amtsvorstehers eigene den Gesezentwurf betreffend das Auerbenrecht der bürgerlichen Parteien anläßlich der Besprechung der Bäckereis Angelegenheit handelt, einer der benachbarten Kollegen bei Renten- und Ansiedlungsgütern in dritter verordnung des Bundesrathes im hellsten Lichte erscheinen läßt, der Vertreter. Daß auch die Vertretungen wenig nüßen Lesung an.§ 24 der Vorlage, welcher bereits in der zweiten massenhaft zu verbreiten. Der Werth der Schrift wird erhöht würden, sieht man daran, daß es vorgekommen sein Lesung zu lebhaften Debatten Anlaß gegeben hatte, und welcher durch das ausgezeichnete Nachwort Bebel's, dem es durch einen soll, daß sich die Vertreter gegenseitig mit der größten bestimmt, daß eine Rentenbankrente, so weit sie getilgt ist, auf Antrag auf Schluß der Debatte unmöglich gemacht wurde, zu Bereitwilligkeit die Sonntagsarbeit auf ihren Gütern, auch Antrag des Eigenthümers im Grundbuch gelöscht werden fann, einer Sache das Wort zu ergreifen, in der er unbestrittener wohl für den ganzen Sommer im voraus, erlaubt haben! wurde heute gegen die Stimmen der beiden konservativen Par- maßen sich die größten Verdienste erworben und vollkommene Indeß liegt die Sache zum theil noch anders. Die teien gestrichen, obgleich der Regierungsvertreter sich für Wieder Sachkenntniß bewiesen hat. ländlichen Amtsvorsteher können sich persönlich um ihre herstellung des§ 24 in der Fassung des Herrenhauses aussprach.- Für den Achtuhrschluß der Ladengeschäfte Amtsangelegenheiten meist nicht hinreichend kümmern. Hierauf wurde in zweiter Lesung ohne wesentliche Debatte der mehren fich die Stimmen. Der Münchener kaufmännische Gefeßentwurf betreffend Gewährung von Umzugs Verein Mercur" hat nahezu einstimmig folgende Resolution an Dafür haben sie dann ihre Amtssekretäre, die fie, tosten an Regierungsbaumeister angenommen und genommen: wenn sie sich auch die unangenehme Mühe des eine Anzahl von Petitionen erledigt. " Die heutige Mitgliederversammlung lehnt es ab, der Reso Unterschreibens ersparen wollen, auf dem Landrathsamt lution des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller betreffs vereidigen lassen. Diese Amtssekretäre aber sind unselbständig Ein Lichtblick in unserer Rechtspflege. Der Frank- Achtuhrschluß für Ladengeschäfte beizutreten; sie billigt im Gegentheil und abhängig von ihren Herren. Wie sollten sie es wagen, furter Eisenbahnschaffner Prozeß hat ähulich wie der vorauf die bezüglichen Vorschläge der Reichskommission für Arbeiterſtatiſtik unter Umständen gegen ihre Vorgesetzten vorzugehen? In gegangene Hamburger Prozeß ein polizeiliches Entdeckungs- und hält lediglich für einzelne Lebensmittelbranchen eine Ver vielen Fällen sind diese Sekretäre aber auch für die Vornahme verfahren zur Grundlage, das in vielen Fällen der Berleitung längerung bis etwa halb 9 Uhr für angezeigt; die Versammlung von Revisionen in Gewerbebetrieben gar nicht vorgebildet; sie zum Verbrechen verzweifelt nahe gekommen ist. Bei den Ver- hält einen thunlichst frühzeitigen Schluß der Läden schon aus wissen gar nicht, worum es sich dabei handelt, und handlungen in Frankfurt hat es sich nun herausgestellt, daß dem Grunde für geboten, damit auch die in den Detaile lassen alles seinen gewöhnlichen Gang gehen. Die die Polizei als Vigilanten einen gewissen Wieterling geschäften angestellten Kaufleute Gelegenheit zur Erholung und insbesondere zur Weiterbildung finden. Die in Berlin Amtsgeschäfte erledigen fie nebenbei; gewöhnlich liegt benutzte, von dem sofort durch die Vertheidigung feſt- in bezug auf Ladenschluß bestehenden Berhältnisse erscheinen der auf dem Landwirthschaftlichen gestellt wurde, daß er das Gewerbe eines Zuhälters beDer Play Gebiete, sie sind Rechnungsführer, Hofverwalter oder trieben habe, worauf der verhörte Polizeikommissar achsel- München liefert den Beweis, daß der Uchtuhrschluß mit einigen Inspektoren. Bei dieser Art der Amtsverwaltung machen zuckend entgeguete: Ja, wir müssen unsere Leute nehmen, Ausnahmen ohne dauernde Schädigung der Betheiligten durch übrigens einzelne Herren Amtsvorsteher, Amt- und Ober- wie sie find." Ein Telegramm giebt uns über das weitere zuführen ist." amtmänner nicht selten ein ganz nettes Geschäft; sie er- Berhalten des Gerichtshofes gegenüber dem polizeilichen In Magdeburg scheint sich in faufmännischen Kreisen halten z. B. für die Bestallung eines Sekretärs eine Ent- Vertrauensmann Wieterling und seinen Auftraggebern eine ernste Bewegung für den Achtuhr- Ladenschluß zu entwickeln. - Herr Stöcker hat auf das kaiserliche Telegramm an schädigung von 400 M., stellen dabei einen jungen Mann folgende Auskunft: au, der 300 M. bei freier Station oder noch billiger soBei der Vernehmung des polizeilichen Vertrauensmannes Herrn Hingpeter fich folgendermaßen vernehmen laffen: Wir möchten ihnen( den Worten des Kaisers) gegen. wohl die Obliegenheiten eines Wirthschaftsbeamten als auch Wieterling wurde festgestellt, daß derselbe ein wegen über nur folgendes als thatsächlich feststellen. Die Reichspolitik hat die des Amtssekretärs erfüllen muß! Bedrohung, Unfugs, Körperverlegung, schweren Diebstahls, Wider- anderthalb Jahrzehnte hindurch das christlich- soziale ProWerden deshalb von den Amitsvorstehern Berichte über standes gegen die Staatsgewalt, Beleidigung und Mißhandlung gramm verwirklicht. In den Motiven eines Gefeßentwurfes die in den Gewerbebetrieben ihrer Bezirke gemachten Er- mit mehrjährigem Gefängniß und Zuchthaus voru Kaiser Wilhelm'3 1. und Fürst Bismarck's Zeit illa bes fahrungen und über die Durchführungen der Bestimmungen sozialistische Element desselben als eine Weiterentwickelung der der Gewerbe- Ordnung verlangt, so darf man sich nicht bestrafter 3uhälter ist. Der Gerichtshof beschloß, von aus der christlichen Gestitung erwachsenen modernen Staatsidee Der gegenwärtig regierende Monarch selbst wundern, wenn, wie es die ersten beiden Absätze der Ver- der Vereidigung der Zeugen Polizeikommissar Kämpe, Schutz- rühmend erwähnt. fügung des Nimptscher Landrathes bezeugen, Berichte ein mann Willrich, Vigilant Wieterling und Zugrevisor Schäfer hat als Prinz Wilhelm die christlich soziale Thätigkeit als das Mittel zur Ueberwindung der Sozialdemokratie bezeichnet. gesandt werden, die den wirklichen Verhältnissen nach keiner Abstand zu nehmen, weil sie sich nach Ansicht des Gerichts der Der selige Wichern hat den christlichen Sozialismus Richtung entsprechen. Unterschlagung und der Anstiftung dazu schuldig als das Gegenmittel gegen den umstürzenden Sozialismus Dank den Nachforschungen der Reichenbacher Gewerbe- gemacht haben. empfohlen. In England und im deutschen Katholizismus ist Juspektion ist der Herr von Goldfus zu seinem Geständniß Die Enthüllungen über das Treiben des Herrn christlich- sozial eine fegensreiche Strömung, in Oesterreich eine veranlaßt worden. Es ist nun natürlich, daß dieses werth- Wieterling und seiner mit Polizeimarken ausgestatteten rustige Partei. Die christlich- soziale Bewegung in Berlin hat volle Geständniß aus Schlesien kommt. Schlesien ist zwar Kollegen, welche den entrüsteten Frankfurter Gerichtshof zu Hauptstadt kirchlich erobert und den Anstoß dazu gegeben und treulich mitgewirkt, daß die nach Goethe eine„ bedeutende" Provinz; es ist richtig, die dieser entschiedenen Stellungnahme gegen Lockspigelei bewogen gesinnten Bevölkerungsschichten durchzogen ist. von starken monarchisch Seitdem schlesischen Industrie- und Agrarmagnaten gehören zu den haben, können uns nur mit Genugthuung erfüllen. Es steht der christlich soziale Gedanke vervehmt ist, beherrscht der schwarzen Männern Deutschlands. Aber Schlesien ist diese Maßnahme in rühmlichem Gegensatz zu dem Ver- Umfturz politisch die Hauptstadt.(!) Diesen Thatsachen auch die Provinz der niedrigsten Tagelöhne Preußens, die halten des seligen Brausewetter, der in einem politischen gegenüber wird es doch schwer sein, das Wort„ Chriftlich- fozial Provinz, in der die Lebenshaltung der Arbeiter derjenigen der Prozesse die Behauptung, daß in Deutschland Lockspißeleien ist Unsinn" aufrecht zu erhalten. Wir glauben, daß die, polnischen und russischen am nächsten steht, ja strichweise vorkämen, rundweg für„ Unsinn" erklärte. Wir möchten nur welche es veröffentlichten, dem Vaterlande und der Monarchie unter dieser steht. wünschen, daß durch das Vorgehen der Frankfurter Richter fich geladen haben. Im übrigen habe ich bis jetzt geendet, wie teinen guten Dienst geleistet und eine große Verantwortung auf diejenigen ihrer Kollegen, die in politischen Prozessen zu ich angefangen habe. Ich bin derselbe geblieben und werde in Gericht sitzen, zu der nämlichen Auffassung und Handlungsweise alter Weise weiter arbeiten. Das Ende überlasse ich Gott!!" gelangen würden. Vor allem dürften sie sich nicht mit der Daß Herr Stöcker noch nicht vollständig geendet" hat, geht Berlin, 13. Mai. stereotypen Redewendung der Zeugniß ablegenden Polizei- aus folgender Mittheilung des Reichsboten" hervor: Der Reichstag brachte heute das Buckersteuergesetz kommissare abspeisen lassen, daß diese die Namen ihrer vigiliren- Die vereinigten Kreissynoden Forst i. L. und Spremberg unter Dach und Fach. Ganz setzte die den Interessenten den Gewährs männer nicht nennen dürften. Erst neulich in wählten den Hofprediger a. D. Stöcker mit großer freundlich gefiunte Mehrheit doch ihre Wünsche nicht durch. dem Berliner Prozeß gegen Hinge und seine 55 Genossen Majorität wieder in die Provinzialsynode." Was Herr Stöcker in der Defensive gegen das kaiserliche Betreffs des Verfahrens bei der Kontingentirung hatte Graf spielten die Aussagen eines solchen dunklen Ehrenmannes Carmen( f.) beantragt, daß auch die nach dem 1. Dezember eine Rolle. Herr Amts gerichtsrath Wenkowsky hielt es aber Telegramm geschrieben hat, kann auch von uns nur mit einer gewiffen Zurückhaltung fritifirt werden. Wir müssen indeß Ver 1895 errichteten Fabriken schon im ersten Jahre ihres Besteheus nicht für erforderlich, ein solches Zeugniß zurückzuweisen. Wer wahrung gegen die sonderbare Behauptung einlegen:„ Seitdem ein Kontingent zugetheilt erhalten, sofern ihre Theilhaber selbst bürgt uns aber dafür, daß das Zeugniß nicht auch auf einen der christlich- soziale Gedanke vervehmt ist, beherrscht der Umsturz ein ihrer Betheiligung entsprechendes Quantum Rüben Wieterling zurückzuführen war? Auch der Kriminal- politisch die Hauptstadt." Was Herr Stöcker den Umsturz" zu bauen und zu liefern verpflichtet sind. Für diesen An- kommiffar Schöne wird seine Leute nehmen, wie sie sind, nennt, die Sozialdemokratie nämlich, beherrschte bereits die Haupttrag, der es verhindern würde, daß den neuerrichteten genau so wie sein Kollege Kämpe. Hätten die deutschen stadt, als Herr Stöcker noch liebes Kind bei Hofe war. Fabriken der Eintritt in die Konkurrenz ungerechterweise lichter es sich von je zum unverbrüchlichen Gesetz gemacht erschwert wird, stimmten auch Sozialdemokraten und Frei wie die Frankfurter Richter, die Polizeizeugen auf Herz und sinnige. Er fand im Hammelsprung, bei dem die Nieren zu prüfen, so wäre wahrscheinlich so mancher wackere einmal „ Staatserhaltenden" durch die Nein Thür Mann nicht durch die Wieterlinge ins Unglück gestürzt marschirten, eine erhebliche Mehrheit. Danach wurde worden. Politische Meberlicht. A " " " Dem antisemitischen Redakteur Karl Sedlaßet ist seitens der Staatsanwaltschaft die Aufforderung zugegangen, die gegen ihn wegen Majestätsbeleidigung erkannte Festungsstrafe von drei Monaten auf der Festung Weichselmünde bei Tanzig am 4. n. M. anzutreten. Wie nun Herr Sedlaget der Staatsbürger- 3tg." mittheilt, ist ihm ein Ausstand bis zum 1. Juli bewilligt worden, um der Einholung Der Wiener Gesinnungsgenossen am 26.- 29. 11. M. beiwohnen zu können. " Verurtheilung eines deutschen Kapitäns in Hongkong. nu a Kreuzer und a halber. Weißt, Naz, an Halben Nach einer Meldung der" Times" aus Singapore vom 12. d. M. muß i Dir schuldi bleib'n. Kriegst ihn morgen mit.." wurden in Hongkong der Kapitän und der Schiffsarzt Nach drei Tagen war Lene wieder hergestellt, die des deutschen Postdampfers Hohenzollern" zu drei Monaten Das ist sehr human von der Staatsanwaltschaft. Ob sie. Bäuerin hatte an sie all die Salben verschmiert, mit denen 3wangsarbeit verurtheilt, weil sie mit einem photo- diese Humanität fünftig auch andern Leuten gegenüber bethätigen Gegen das wird? Wir erinnern uns, daß sozialdemokratischen Redakteuren sie sich selbst bediente. Lene half ihrem Dienstherrn beim graphischen Apparat die Forts besucht hatten. Einfassen" des gedroschenen und geworfelten Kornes und Urtheil ist Berufung angemeldet und für die Verurtheilten ist der Ausstand der Strafe verweigert wurde, selbst wenn sie ihrer Bürgschaft gestellt worden. Die öffentliche Meinung er- parlamentarischen Berufspflicht nachkommen wollten. Nun gar lernte von ihm das Häckselschneiden. Ging das Dreschen tlärt sich gegen den Urtheils spruch. Parteifeftlichkeiten! hauptsächlich in die Arme, so erhielten jetzt auch die Beine Es liegt zu nahe, daß die beiden Verurtheilten bei ihrem Aus Nuffisch- Prenken wird uns geschrieben: Beuthen etwas zu spüren. Die Kunst bestand darin, fast zu gleicher Besuche des Forts nur in unbedachter Weise dem PhotographieZeit mit dem linken Fuße das Trittbrett zu senken, mit der Sport fröhnen wollten. Hoffentlich wird deshalb die Berufungi. D.- Schl., den 12. Mai. Einen besseren Namen finden wir Linken das Stroh in der Halmbank" vorzuschieben und Erfolg baben. Möglich ist, daß die Verurtheilung durch das augenblicklich nicht für das Land der frommen Zentrumsgrafen mit der Rechten das schwere Messer kräftig und mit einem erfte Gericht auf eine Nachwirkung des Argwohne zurückzuführen und Grubenbesizer, für Oberschlesien. Recht deutlich spürt Ruck herabzudrücken. Lene wollte schier verzweifeln. Es ist, der sich bei den Engländern gegen Deutschland festgesetzt man hier, daß die Pferde der russischen Grenztofacken im nahen ging ihr gar nicht zusammen. Bald rutschte ihr der Fuß batte. Bei solcher Stimmung wird dann leicht in dem Fremden Grenzflüßchen ihren Durst löschen. Die preußische Proving ging ihr gar nicht zusammen. Bald rutschte ihr der Fuß ein Spion gewittert, wie das die Geschichte der Spionenriecherei Schlesien, speziell Oberschlesien, liegt entschieden zu nahe vom Trittbrett, dann schob sie das Stroh zu weit vor und in Deutschland und Frankreich während der letzten Jahre genug der Berathung der Berggejezz- Novelle 1892:" So lange an Rußland. Der Abgeordnete S3 mula sagte aus Anlaß beim Schneiden hielt sie den Oberkörper zu weit zurück, fie fam erwiesen hat. man unsere Schulen auf dem normalen(!) Stand fonnte zu wenig Kraft anwenden, und das Messer drang Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. hält, so lange man unferer Geistlichte it freies nicht durch die zusammengepreßte Strohschicht. Lächelnd Der Tischler und Redakteur Johann Snudat ist am 2ırken läßt, so lange findet findet der Sozialismus in nahm ihr der Bauer den dicken Messergriff aus der Hand. 17. Februar 1896 vom Landgericht Berlin I von der Auflage Oberschlesien teinen Eingang." Der Herr vergaß So mußt Du's machen, Moid!! Dann gehts" der Majestätsbeleidigung freigesprochen worden. In der Nummer 5 noch Schneidigkeit" der oberschlesischen Behörden Ein Ruck, und sofort erklang's in peinlicher Regel des Sozialist" vom 14. September 1895, die von dem Zigarren- rühmen, dieser Behörden, die als würdige Dritte das Dreiblatt mäßigkeit: Rrrtitsch!... Rrrt- itsch!... Rrrt- arbeiter Wiske verantwortlich redigirt wurde, war eine Notiz Schule, Kirche und Staat" ergänzen. Ja, diese oberschlesischen itsch!... Rrrt Rrrt itsch! abgedruckt, daß zu Labiau durch einen Gendarmen mehrere Arbeiter Behörden! Nur wenige wohlverbürgte Großtbaten der Staats Dann kam wieder die Lene an die Reihe. Es war getödtet und verlegt worden seien. Im Anschluß daran wurde und Kommunalbeamten Oberschlesiens feien erzählt. dann eine Bemerkung über das allgemeine Ehrenzeichen gebracht. Seitens der Generalitommission der Gewert zum Lachen. Witte wurde infolge dessen durch Urtheil des Landgerichts Berlin Ischaften Deutschlands wurde ein Mann namens Tusker Rrrrr. t- iiiit- sch- sch- sch- tsch... tschiii!... vom 12. Oftober 1895 mit 3 Monaten Gefängniß bestraft. In der beauftragt, für die für Oberschlesien in Frage kommenden Rrrrr... t- iiiit- sch- sch- sch- tsch.... tschiii! Nr. 19 des genannten Blattes, für die der Angeklagte Snudat verant Organisationen Beiträge in Empfang zu nehmen. SelbstverständAm nächsten Sonntag Nachmittag ging die Lene zu wortlich zeichnete, war unter der Rubrik„ Aus der Zeit" eine Notiz lich geschah das Vorgehen der G.-K. im Einverständniß mit den ihrer Tante. Beinahe ihre erste Frage galt ihrem jetzigen abgedruckt, des Juhalts, am 25jährigen Gedenktage der Schlacht Vorständen der Einzelverbände. Speziell für den Bergarbeiter Dienstherrn. Was es mit dem Flauger und dem Teufel von Mars la Tour habe ein Grenadier auf Posten Leute Verband hatte Tusker nicht einmal Mitglieder, sondern für ein Bewandniß habe. Die Lehrerin zögerte eine Weile, angeschossen; jetzt sei er Gefreiter geworden und habe auch lediglich Abonnenten für die Bergarbeiter- Beitung warum sigt denn unser Genosse Witte im Ge- Eines schönen Tages fommt T. nach Hause und findet seinen Schmunzeln und Lachen zu erzählen. " I, das ist eine steinalte G'schicht. Aber wahr soll sie fängniß? Das Gericht erachtete darin den Thatbestand der Aftenschraut vollständig ausgeräumt durch die Ben " J, das ist eine steinalte G'schicht. Aber wahr soll sie sein, wie d' Alten net einmal verzählt hab'n. Der Flauger Majestätsbeleidigung nicht für vorliegend, denn der erste Theil thener Behörde. Ein Verzeichniß der mitgenom= des Artifels referire lediglich Thatsachen, der zweite menen Gegenstände zu hinterlassen, hielt die Wohllöbliche war seit jeher a Knauser, und wenn er ein' Kreuzer aus- aber enthalte nur eine Kritik der Verurtheilung Witte's. Gegen nicht für nöthig. Und bis heute, 3 Wochen nach der Haussuchung, zahlen soll, so thut er heut noch, als that's ihm den Magen dieses Urtheil legte die fönigl. Staatsanwaltschaft Revision hat der Eigenthümer noch nicht die geringste Nachricht über unidrehen. ( Fortsetzung folgt.) ein, die vom Reichsanwalt für begründet erachtet und vertreten den Werbleib der ihm konfiszirten Requisiten! • als müßte sie sich erst befinnen, und begann dann unter das Algemeine Ehrenzeichen erhalten. Nun also so schloß zu werven. der Artikel • Zuster hat in sehr furzer Zeit nicht weniger denn 17 poli- 1 dem allgemeinen Sittengeset widerspreche und unter den heutigen| behördliche Organe" übergeben, die anderen sind mit Ber zeiliche und gerichtliche Sistirungen gehabt. Ist das des Güten" Rechtszuständen ebenso unnöthig als verkehrt sei, um die ver- urtheilungen zu Geldstrafen entlassen worden. Die Provokatoren nicht zu viel? letzte Ehre wieder herzustellen. G3 ist bei der Regierung glänzen hingegen in ihrer Macht. Wie eine solche Schneidigkeit wirkt, kann derjenige, der mit beantragt, das bereits bestehende Verbot des Duells zu verschärfen Das Ereigniß wird sein Nachspiel sowohl bei der Generals den Arbeitern verkehrt, leicht erfahren. Wenn zwei gewerkschaft und in den vorzugsweise dafür eingenommenen Klaffen feine versammlung des Magistrats als auch im Reichstage haben. lich oder politisch bekannte Leute auf der Straße sich treffen, Beseitigung auch noch auf anderen Wegen zu erstreben. Wenn sich über den Erfolg dieser Bewegung jetzt noch andann sehen sie sich zuerst scheu um, ob nicht das Argusauge Da die Unfitte des Duells auch in studentischen Kreisen fangs fein Urtheil abgeben läßt, so steht doch fest, daß der Idee eines Polizisten oder Grenzjägers ihnen die hochverrätheri- verbreitet ist, so halten wir eine Mahnung für angezeigt, der Sozialdemokratie dadurch ein nicht zu unterschäßender Bor schen Gedanken aus dem Kopfe tisteln will. Unsere Ge- obige Verhandlungen der deutschen Voltsvertretung zu beschub geleistet wird. noffen behaupten steif und fest, sie würden auf Schritt und herzigen. Den Studenten tommt keine Sonder Budapest, 12. Mai. Franz Sima und Visontai interTritt beobachtet. Dem Tuster soll die Beuthener Polizei mehr- ftellung in der Nation zu, sondern viel pellirten wegen der hier am legten Sonntag vorgekommenen mals schon nächtlicherweile Ehrenwachen in der Stärke von mehr ein Play an der Spige der guten Straßendemonstrationen. 5-8 Wann vor seiner Behausung postirt haben. Sitte und der wahren Kultur. Der Senat Ja, unsere Genossen scheuen sich. Mittheilungen an Freunde erinnert zugleich an die in unserer Hochschule bestehenden auf offener Postkarte zugehen zu lassen, da sie befürchten, die Disziplinarstrafen und wird gegen Zweikampfe, welche zu seiner Neugierde der Hermandad gehe sogar soweit, besagte Mit- Kenntniß gelangen, namentlich gegen solche mit tödtlichen Waffen, theilungen als für sie, die Polizei, beſtimmt, zu lesen. Große sowie gegen die ehrenkränkenden Handlungen, welche Veranlassung Mühe hat es uns gefostet, die Leute von dieser irrigen Meinung dazu geben, in Zukunft besonders scharf einschreiten. abzubringen. Ob unsere Ueberredungskunst aber auf die Dauer Karlsruhe, 7. Mai 1896. wirkt, vermögen wir nicht zu sagen. Genau so wie im Lande des Beherrschers aller Reußen" traut auch hier kein Mensch dem andern. Jeder befürchtet, von seinem Nächsten, und sei dies sein leiblicher Bruder oder Vater, verrathen zu werden. Und verrathen" wegen Verbrechen", deren Begehung zu den in der Reichsverfassung edem preußisch deutschen Staatsbürger garan jirten Rechten gehört! " Rektor und Senat. Baumeister." Desterreich- Ungarn. Bogsan wurde die auf der dortigen katholischen Sparkasse ges Temesvar, 13. Mai. In der Eisenindustriestadt Deutsch hißte ungarische Fahne herabgerissen. Der Thäter ist verhaftet Bogfan wurde die auf der dortigen katholischen Sparkasse ge bißte ungarische Fahne herabgerissen. Der Thäter ist verhaftet Allgemein scheint die Begeisterung für die Millenniumsfeier in Ungarn nicht zu sein.. worden. Frankreich. Paris, 13. Mai. Aus Algier wird gemeldet, daß sich zwei Unteroffiziere des 1. Regiments der Fremdenlegion infolge roher Behandlung seitens ihres Hauptmanns erschossen haben. - Der bekannte Bimetallist Cernuschi ist gestern gestorben. Gernuschi war ein vielfacher Millionär, der viel Geld für die Agitation der Bimetallisten verwandte und zahlreiche Schriften münzstatistischer Natur verfaßt hatte. - Graf de Mun, der Führer der Klerikalen in der Deputirtenkammer, ein Mann, der sich gerne einen christlichen Sozialisten" nennen ließ. zieht sich aus Rücksicht auf seinen Gefundheitszustand in's Privatleben zurück. England. Helfen wird der gutgemeinte Anschlag nichts, so lange die haben die Sozialisten bei den legten Pariser Paris, 13. Mai. Nach Frsistellung der Petite République" Anerkennung der Duellfererei Vorbedingung für das Reserve: Gemeinderaths wablen 166 000 Stimmen gegen offizierswesen und damit für das Fortkommen der jungen Techniker 111 000 Stimmen im Jahre 1893, also 55 000 Stimmen und sonstiger Beamten in der Staatskarriere bleibt. 8uwachs erhalten. Karlsruhe, 12. Mai. Der Bürgerausschuß genehmigte in seiner heutigen Sigung in namentlicher Abstimmung den Antrag München, 12. Mai.( Eig. Bericht.) Die„ befferen" liberalen des Stadtrathes, mit der Staatsregierung behufs Bau eines und auch ultramontanen Kreise mühten sich seit Monaten ab, Rhein- Kanals und Hafens bei Karlsruhe einen eine großartige Friedensfeier" für den 10. Mai vorzubereiten. Vertrag abzuschließen. Ju ziemlich unverschämter Weise wurde für ein FriedensDenkmal" gesammelt, und unter stressamen Kommunalbeamten, Staatsbeamten, Kommerzienräthen und solchen, die es noch Wien, 13. Mai. Der Eisenbahn- Ausschuß beschloß in feiner werden wollen, war ein„ patriotischer" Eifer eingeriffen, der gestrigen Sitzung, die Berathung über die Vorlage betreffend einer nüßlicheren Sache werth gewesen wäre. Das Fest hat nun die Verstaatlichung der Nordwestbahn auf unbestimmte Zeit zu stattgefunden, mit Grundsteinlegung, Festreden, frischgewaschenen vertagen. Festjungfrauen, geputzten und hinkommandirten Schulkindern u. f. w. Das ist eine neue Niederlage des Kabinets Badent. In Das Gros der Bevölkerung fümmerte sich indessen um den ganzen allen unabhängigen Kreisen erfuhr die Verstaatlichung der Nord: Spettafel garnicht. Was nicht hinderte, daß am Tage nach dem west bahn wegen der viel zu geringen Wahrung der StaatsFeste in sämmtlichen bürgerlichen Blättern die überschwäng- interessen die heftigsten Angriffe. lichsten Festberichte zu lesen waren. Doch nach Tische liest's sich Wien, 18. Mai. Der Landwirthschafts- Ausschuß beendete anders, denn heute bringen die liberalen Münchener Neuesten die Berathung der Regierungsvorlage betreffend die Erfünftägiger Debatte mit 423 gegen 156 Stimmen die zweite Loudon, 13. Mai. Das Unterhaus nahm gestern nach Nachrichten" einen zorubebenden Artikel mit der Ueberschrift richtung von Landwirthschafts- Berufsgenossen. Lefung der Unterrichts- Bill an. Ein patriotisches" Fest", in dem selbst für Münchener fchaften und nahm in namentlicher Abstimmung mit 12 jetretär Brodrick erklärte, das Kriegsministerium babe jüngst Der Parlaments Verhältnisse höchst merkwürdige Offenbarungen enthalten sind, gegen 8 Stimmen das Prinzip des Zwanges im Sinne das deutsche Segelschiff, Carl Booth" für Kohlentransport und der es verdient, in seinem wesentlichen Inhalte niedriger der Gesetzvorlage an. gehängt zu werden. Wir erfahren da zuerst, daß es Leute giebt, welche aus Ungeschicklichkeit, wenn nicht gar aus gemeinen selbst füchtigen Motiven, wie sie in den engen Seelen der Streber und Schmeichler zu wohnen pflegen", patriotische Feste veranstalten?, nein pfuschen". Terartige traurige Gefellen", meinen die N. N., feien mit am Werte gewesen, als das hiesige Friedens fest, sammt feinen„ Begleiterscheinungen" organisirt wurde". Die ganze Feier des 10. Mai habe sich lediglich zu einer Huldigung für den Prinzregenten gestaltet. Dagegen sei ja nichts einzuwenden. " ,, ver= schweigen, eine schimpflich feige Verleugnung dessen, " Desterreich Ungars sind zum 30. Mai einberufen, demnach dürfte - Die Delegationen, das gemeinsame Parlament die Erledigung der Wahlrechtsvorlage im Herrenhause erst im Hochsommer statistaden. Sonntag haben gegen die Polizei die Strafanzeige wegen Miß Die Einberufer der Wahlrechtsdemonstration am letzten brauches der Amtsgewalt erstattet. Die Polizei erklärt in einem Kommunique, daß nur aus Nothwehr von den Waffen Gebrauch " Es nach Kapstadt gechartert, da ein geeignetes britisches Schiff nicht Curzon erklärte, unter den auf Kuba zum Tode Ver verfügbar gewesen. Der Unterstaatssekretär des Aeußern urtheilten befinde sich ein Engländer, von dem es indessen heiße, daß er in den Vereinigten Staaten naturalisirt sei. Die über schlüssig mache, ob ein Fall vorliegt, der Anlaß zut Regierung müffe weitere Nachrichten abwarten, ehe sie sich dardiplomatischen Vorstellungen bietet. Curzon theilte ferner weiter mit, daß die Berichte des Konsuls Fizmaurice in Smyrna über gemacht wurde. die Niedermehelungen in Biredschik und Uria eingetroffen seien Auch dann nicht, wenn die Prinzregenten- Hymne" Worte enthalte, Boll in dem so hoch gepriesenen„ freten Ungarn" ganz entrechtet sich, daß die türkischen Behörden keine Maßregeln Budapest, 11. Mai.( Eig. Ber.) Die Schmach, daß das und dem Parlamente vorgelegt werden. Aus denselben ergebe ,, die an Stärke taum zu übertreffen find." Der Prinzregent wird von diesem Hymnus als„ Ebenbild Gottes" und" Stolz der is, mag manchem nicht vollständig vom Klaffenegoismus 8 um Schuße der Armenier oder zur Verhinderung der Menschheit" gefeiert. Aber dagegen muß, wer bayerisch und beherrschten Politiker in Ungarn auf den Wangen brennen und Gewaltthaten in Urfa nnd Bired schit getroffen haben; vielmehr deutsch fühlt, entrüsteten Protest erheben", daß bei dieser Feier so ist es auch gekommen, daß im Bürgerlichen Klub der sollen an der zweiten in Urfa stattgehabten Mezelelei die des Deutschen Reichs nicht gedacht worden sei, daß von Deutsch: Unabhängigen Achtundvierziger" in" anbetracht der Aus türkischen Truppen thätigen Antheil genommen haben. land, vom deutschen Kaiser, von dem Staatsmann, der das Reich gleichsverhandlungen mit Desterreich der Beschluß gefaßt wurde, Italien. gegründet und den Frieden geschloffen, nicht die Rede" ge- im Intereffe der Idee eines selbständigen unabhängigen Ungarns, wesen sei.„ Für sie fein Hoch, tein Surrab, ein ängstliches Ber- gleichzeitig mit einer Bewegung für das selbständige Bollgebiet die afrikanische Angelegenheit ist nach fünftägiger Nom, 11. April.( Eig. Ber.) Die Debatte über die Wahlrechtsfrage aufzuwerfen. wofür so viel theures, deutsches und bayerisches Blut Wahlrechtes ein von Desterreich wirthschaftlich und politisch ſtimmung zu den von den Ministern abgegebenen Erklärungen Die Anschauung, daß nur unter der Herrschaft des allgemeinen Dauer mit einer Abstimmung geschlossen worden, welche die Zu geflossen ist." Schließlich theilt bas entrüstete Blatt noch die luftigen Thatsachen mit, einem Reduer feien deutsch Ungarn zu stande gebracht werden könne, tam unter diefen heit nichts zu wünschen übrig gelaffen. Die vorgeschobene bis auf das gemeinsame Herrscherhaus unabhängiges ausspricht. Diese Erklärungen der Minister haben an Bestimmt. patriotische Stellen" aus feiner Rede herausgestrichen worden; Bezirksinspektoren hätten sich abgemüht, die Leute zu Politikern zum Durchbruch und man entschloß sich, nebst der Festung Adigrat wird, nachdem die dortige italienische Besazung beschwören, nur bayerische, keine deutschen Fahnen auszuhängen". Anerkennung des allgemeinen Wahlrechtes zu verlangen. Unter ziehen sich hinter die alte Grenze der italienischen Kolonie, Forderung des selbständigen Zollgebietes auch im Parlament die befreit ist, demolirt und geräumt; die italienischen Truppen Die Absicht dieser Entrüstung ist nicht ganz flar. Nach dem Festberichte desselben Blattes hat der erste Bürgermeister, Herr der Führung Gabriel Ugrons wurde ein Hunderter- Komitee ge- Die Flüsse Mareb und Bolesa zurück; diese Grenze wird bildet, dem CB Zur Aufgabe gestellt wurde, nach befestigt. Borscht, ein Meister überschwänglicher und byzantischer Zehn bis zwölf italienische Bataillone sollen Phrafendrescherei, sich in den blumenreichsten Windungen ab- dieser Richtung Veranstaltungen zu treffen. wurden demnächst nach Italien zurückgebracht werden. Mit Abessynien auch kein sonstiger gelobt über die Reichsherrlichkeit, er hat weder des zu diesem Zwecke auch die Sozialisten zur Berathung wird vorläufig fein Frieden und Kaisers vergessen, noch des großen Staatsmannes". Da eingeladen, die erklärten, gegen ein felbständiges Ungarn, Vertrag abgeschlossen, doch wird darauf gerechnet, daß die thatbliebe also noch die Annahme" übrig, das nationalliberale in welchem auch Aussicht gegeben ist, daß das Volks sächliche Einschränkung des italienischen Besitzes auf die alten Pamphlet richte sich gegen gewisse Hoffreise, von denen das wohl, soweit es in einem fapitalistischen Staate überhaupt Grenzen einen modus vivendi mit Abessynien ermöglichen werde. Gerücht geht, daß sie eine angeblich herrschende Berstimmung aber nicht veranlaßt fühlen, direkt für eine solche Agitation eine geführten italienischen Gefangenen aus der Schlacht von Adna denkbar, Berücksichtigung finde, teine Einwendung zu haben, sich es bleibt nur die Frage der Befreiung der nach Schoa abgegen Berlin zu nähren bestrebt seien. Pifant ift dabei auch, daß das Hauptorgan des Zentrums, die Augsburger Post- sutreten; jedoch für den zweiten Punkt, die Forderung des all- übrig; es wird versucht werden, diese Befreiung durch ein Löse geld zu erwirken. Vergebens bemühte sich der Crispi'sche Anzeitung", sehr befriedigt von dem Verlaufe des Festes ist. Es sei gemeinen Wahlrechtes mit allen Kräften einzutreten. ,, vom Prinzregenten und vom Erzbischof sanktionirt" gewesen Die vom Komitee mit einem Umzug veranstaltete Volks- hang, eine Beschlußfassung über die afrikanische Politik überund rbayerisch"( d. h. wohl partikularistisch?) verlaufen. versammlung im Interesse des selbständigen Zollgebietes unter haupt zu verhindern oder durch den Vorschlag einer Vorschiebung Doch überlassen wir das fröhliche Spiel schlauer Kombination der auf den 10. Mai angefeßten Kundgebung für das allgemeine zu einem neuen abessynischen Kriege zu legen. Die Erklärungen freiem Himmel ist unter bescheidener Theilnahme abgelaufen. Zu der italienischen Grenze bis zu der Linie Adigrat- Adua den Keim und politischer Topfguckerei den Herren von der bürgerlichen Wahlrecht hat die Leitung der sozialdemokratischen Partei umfassende der Minister wurden mit 278 gegen 183 Stimmen gutgeheißen; Presse. Und konstatiren lediglich: Der Reichsjubiläumsjubel Vorkehrungen und eine lebhafte Agitation entwickelt. Es versammelten und auch die Minorität von 133 Stimmen gehörte nicht aus. hat sich hier gründlich zu Tode gewurstelt. München, 12. Mai.( Eig. Bericht.) fich am Zollamtsring und Kalvinplatz die sozialdemokratischen schließlich dem Anbang Crispi's an; es sind in derselben die Am Pfingstmontag Arbeiter, wovon 36 organisirte Branchen. Die Versammelten, Stimmen von etwa 15 republikanischen und sozialiſtiſchen Depusoll, wie wir schon früher berichteten, in Ansbach die ca. dreißigtausend, zogen mit einer rothen Fahne an der Spize, tirten einbegriffen, welche gegen das Ministerium gestimmt hatten, Generalversammlung des Bayerischen Bauernbundes der zuvördert die von der Stadt Begléa eigenst heraufgekommenen weil sie die völlige Räumung der Kolonie wünschten. Auf diese stattfinden. Dabei wird es sich entscheiden, ob die angestrebte 260 Mann Bauern und Feldarbeiter folgten, an welche batte di Rudini aus politischen Gründen nicht eingehen zu können Ginigung mit dem Bayerischen Bürger- und Bauern sich 50 Sozialisten aus Hodmező- Vásárhely reihten. Sie zogen erklärt, obwohl er selbst aussprach, daß Italien vom Besize d. i. der demokratischeren oberbayerischen über den Museumring und der Kerepeser Straße auf den dieser Kolonie niemals einen Nugen haben werde. Auch gegen Gruppe zu stande kommen kann. Inzwischen treibt die Neuen Marktplatz", wo drei Rednertribünen aufgestellt waren. Die Versegung des Ministeriums Crispiin An= Letztere eine sehr lebhafte Agitation in Oberbayern und Sier haben mehrere Reichstagsabgeordnete, darunter Ugeon lagezun and prach sich di Rudini aus; er bielt hält in bisher immunen Zentrumsorten gutbesuchte Versamm Gabor, Polonpi Géza, Holló Lajos, Meszlényi, Profefforen, dafür, daß die Veröffentlichung der offiziellen lungen ab. So fand am 10. ds. Mts. in Puchheim eine sehr Universitäts hörer, Schriftsteller und Journalisten das Wort Grünbücher eine solche Maßregel eigentlich start besuchte Bauernversammlung statt, in der einem vom Zen ergriffen, und in mehr oder weniger gelungener Weise vom überflüffig mache. Auch würde ein Anklagebeschluß, wie trum entsandten Geistlichen unter einhelligem Beifall der Bindler bürgerlichen Standpunkte aus die berechtigte Forderung des auch Cavallotti von der äußersten Linken anerkannte, von der von den Rednern derart heimgeleuchtet wurde, daß er nach vor allgemeinen Wahlrechts begründet. Besonders hervorzuheben ist gegenwärtigen, unter dem Einfluß Crispi's gewählten Kammer liegenden Berichten einem begoffenen Pudel gleich" unter dem die Rede des pensionirten( gemaßregelten) Ministerialsekretärs wahrscheinlich nicht zu erlangen gewesen sein. Das wichtigste Gelächter der Bauern abziehen mußte. In dieser Versammlung Stafits, der in scharfen Worten das gegenwärtige System ver Ergebniß der Entscheidung, zu welcher die Afrikadebatte geführt gab der einflußreiche Agitator Dr. Kleitner bezügl. einer event. dammte und in warmen Worten für die vöuige Gleichberechtigung hat, ist dies, daß die abessynische Frage, welche seit zwei Jahren Einigung mit dem bayerischen Bunde die folgenden Erklärungen ab: des Volkes nach jeder Richtung eintrat. in Italien jedes andere politische oder wirthschaftliche Interesse Eine Einigung mit dem Bund, der ganz in das Fahrwasser des Von den Sozialisten sprachen die Genossen Radi, zurückgedrängt hatte, von jest ab aufgehört bat, den Mittelpunkt Bundes der Landwirthe, dieser anderen Firma für die konser Botanyi, K. Szabo, Josef und Teszarsz, die in tiaren der italienischen Politik zu bilden; Italien kann fünftig seine vative Junkerpartei, zu gerathen droht, ist nur mit Vorsicht Worten unter stürmischem Jubel der Anwesenden den Kräfte näherliegenden Zielen widmen. anzunehmen. Der bayerische Bauernstand muß eine selbständige Stant punkt der Sozialdemokraten erläuterten. Es wurde Rom, 12. Mai. Die„ Tribuna" meldet aus Massauah: große Bauernpartei werden und darum ein Programm erhalten, eine Resolution angenommen, die das Hunderter Komitee Das Militärgericht hat heute den Anklage beschluß gegen welches die nöthige Garantie bietet, daß der Bund nicht in das beauftragt, für die Durchführung des allgemeinen Wahlrechts im General Baratieri erlaffen. Major Salsa preußische fonservative Lager geleitet wird." Die Versammelten Reid stage zu wirken und im ganzen Lande eine Agitation im wird noch immer von Menelit gefangen ge. nahmen diese Erklärung mit großem Beifall entgegen. gleichen Sinne einzuleiten. Die Demonstration war eine aushalten. Stuttgart, 12. Mai. Die Kammer der Abgeordneten gesprochen sozialdemokratische, andere Theilnehmer verfchwonden lehnte heute nach dreitägiger Debatte das Gefeß betreffend die vollständig in der Wlasse der mit rothen Abzeichen geschmückten Theil der heutigen Sitzung war der Entwickelung der von Nom, 12. Mai. Deputirtentammer. Ein großer Religionsreversalien mit 55 gegen 29 Stimmen die Bestimmung Arbeiter. Die Anzahl der am Plage Versammelten kann auf Gapollotti und Woratori gestellten Anträge betreffend die Vorlage der Regierungsvorlage ab, nach welcher der Eintritt von drei 50 000 Köpfe veranschlagt werden. evangelischen Geheimräthen oder Ministern von Amts wegen in Schon am Versammlungsplate provozirte die Polizei, indem die oberste evangelische Kirchenbehörde im Falle der Thron- fie unter der Leitung des Polizeirathes Urs die rothe Fabue ab besteigung eines fatholischen Königs erfolgen soll. Die Demo- verlangte, diese jedoch nicht erhielt und durch das Einschreiten fraten und das Zentrum ftimmten gefchlossen für die Ablehnung. der Abgeordneten veranlaßt wurde, sich zurückzuziehen. Beim Hierauf wurde ein Restript des Königs verlesen, durch welches Abzuge fam es dann zu blutigen Schlägereien, da die das Reversaliengesetz zurückgezogen wird. Polizei mit gezogenen Säbeln auf δας Volk ein und ihnen die Fahnen und Standarten ab: Eine Neuwahl im dritten württem. drang E3 tam zu ungefähr 20 schweren Verlegungen, bergifchen Reichstagswahltreise soll wegen schwerer forderte. von denen auch die Polizei einen Theil abbekam. Die auss Erkrankung des demokratischen Vertreters des Kreises nothwendig ländischen in Budapest weilenden Journalisten hatten Gelegen werden. Bei der Hauptwahl erhielt der Demokrat Haag, der in der Nachwahl siegte, blos 5859 Stimmen. 8423 Stimmen fielen heit, vom Klublokal der Journalisten am ersten Stock die heldenauf den nationalliberalen, 2277 auf den flerifalen und 4950 baiten Thaten der ungarischen Polizei in Augenschein zu nehmen. gegen Grispi dem Parlament vorzulegen, denn ein Höherer als In Kreisen auf den sozialdemokratischen Kandidaten.- Brutalität der Polizei, die es nun zur Berherrlichung und größeren Karlsruhe, 11. Mai. Am schwarzen Brett" der hiesigen Ghre" der Millenniumsfeier schon zum zweiten Wale zum Blut Technischen Hochschule befindet sich folgender Anschlag: vergießen am 1. Mai bei den Steinbrucher Ziegelarbeitern und jetzt Durch einmüthigen Beschluß des Reichstages ist vor turzem bei der Wahlrechtsdemonstrationbrachte. Zwei Arbeiter sind der das Du eil als eine Einrichtung gebrandmarkt worden, welche Staatsanwaltschaft wegen begangener Gewaltthätigkeiten gegen bund 08 über verschiedene der Akten über die Untersuchung gewidmet, welche auf Auadministrative Dienstzweige im Minifterium des Innern angestellt ordnung des Ministerpräsidenten Rudini wurde. Die Entwickelung der Anträge gab Anlaß zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen den Angeordneten Imbriani und Beroni, sowie Cavallotti und Galli. Die Sigung mußte unterbrochen Ministerpräsident udini lehnte eine voll untersuchung ab und erklärte, daß nur diejenigen Theile ständige Veröffentlichung der Atten über die zur Veröffentlichung gelangen würden, welche das Parlament iverden. intereffiren tönnten. Rudini hütet sich wohl, das Material zu einer Anklage Crispi, der König selbst, würde dadurch aufs bösartigste kompromittirt werden. Rom, 13. Mai. Die von Ras Mangascha gefangen gehaltenen Italiener, vermuthlich 150 an der Zahl, find von diesem noch nicht freigelassen worden. " Bulgarien. Sofia, 13. Mai. Der Prozeß gegen den Redarteur des macedonischen Blattes Bravo" wegen Belei: digung des Fürsten Ferdinand ist vertagt worden. " Griechenland. Athen, 13. Mai. Die aus Kreta bier einlaufenden Nach richten lauten wieder äußerst beunruhigend. Es sollen wieder viele Morde begangen sein. Wie es heißt, will die Behörde den Belagerungszustand erklären, welche Maßregel zum offenen Aufruhr auf der Insel führen dürfte. Die Nachrichten aus Athen über Vorgänge in Kreta find mit großer Vorsicht aufzunehmen. Asien. = " " Das Versammlungen. Crispinische Mache. Bei den Unordnungen in möge den Gefängnißaufenthalt überstehen, ohne dauernden daß die Erzielung möglichst günstiger Arbeitsbedingungen nac in Palermo wurde die Einwirkung der Crispinischen Agenten Schaden zu leiden, noch mehr am Plage ist als sonst schön. einer Entscheidung des Herrn Oberpräsidenten vom 20. März offen aufgeweckt. Unter den 17 Verhafteten befindet sich auch der Wegen verschiedener Notizen über den Konfektionsarbeiter: 1896 ein politischer Gegenstand sei. Die in Frage kommenden Grundbefizer und Provinzialdeputirte Ritter Salvatore Culone, streit war der verantwortliche Redakteur des„ Volksblatt für Organisationen werden diese Auslegung des Begriffs Politit der Vater des bekannten Crispinischen Parteigängers und Kor- Halle", Genosse Weißmann, vom Schöffengericht zu nicht stillschweigend hinnehmen, sondern Beschwerde führen. respondenten des Hauptorgans der Anhänger Crispi's, der I Woche Gefängniß verurtheilt worden, weil er ben Die Aussperrung der 450 Stuhlmacher in Lauterberg Riforma". § 153 der Gewerbe- Ordnung verlegt haben sollte. Das Landgericht als Berufungsinstanz hob dieses Urtheil auf und erkannte am Harz ist auf das Verlangen der Fabrikanten zurückzuführen, wonach die Arbeiter eine behördliche Bescheinigung gegen Weißmann auf 7 Tage Haft wegen groben Unfugs. darüber beibringen sollen, daß sie keinem Verein„ politischer Genosse Groß sollte durch Verbreitung der Märznummer oder gewerkschaftlicher" Art angehören und sich bei Strafe des Süddeutschen Postillon" zu Gewaltthätigkeiten sofortiger Entlassung verpflichten, solchen Vereinen, die dazu aufgereizt haben; das Landgericht erkannte auf Freisprechung. dienen, das„ gute Einvernehmen" zwischen Fabrikanten und Arbeitera Auf Antrag des Staatsanwalts war die Sigung nicht öffentlich. Oberstaatsanwalt Drescher so beleidigt fühlte, daß er Klage 11 M. pro Woche verdient; dazu kommt, daß der Lohn nur alle Den Hammerstein- Artikel, wodurch sich der Berliner zu stören, fern zu bleiben. Dabei sind die Arbeitsverhältnisse in Lauter bach die denkbar elendesten. Durchweg wird im Afford 7 bis 9 und hob, die zu dessen Verurtheilung führte, hat jetzt die hannoversche die Arbeiter das zu verwendende Material, als Politur, Lack, gegen den Redakteur des hannoverschen Volkswillen" er: 14 Tage oder 3 Wochen ausgezahlt wird. Außerdem müssen sich Volkswillen" durch Ueberstreichen mit Druckerschwärze vernichten leute versichern, übersteigt der Preis diefer Materialien zuweilen Polizei fogar im gebundenen Belegexemplar des Leim und Glaspapier vom Fabrikanten noch faufen. Wie Fach lassen. Gegen dieses Verfahren soll Beschwerde geführt werden. Das dreifache des Einkaufspreises. Den Fabrikanten ist der Sogar dem„ Hannov. Kourier", dem Moniteur des Herrn Ramm mächtig geschwollen, da das Stuhlgeschäft zur Zeit nicht v. Bennigsen, scheint der Vorfall zu arg zu sein. Voltsblatt für Harburg" hatte an der recht florirt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Shanghai, 12. Mai. Nach der„ North- China Daily- News" Spitze des lokalen Theils ständig die Mittheilung gebracht: Herr wurde die englische protestantische Missionsstation in F. Fuhr, Gambrinus, hat die Harburger Arbeiterschaft beschimpft Riangyin angegriffen. Die Gebäude sind verbrannt worden. und sich ihren Besuch verbeten". Fuhr strengte Ziviltlage wegen Die Missionäre fonnten sich retten. Beleidigung an, der beklagte Redakteur Thiel wurde jedoch so- Eine von zirka 2000 Personen besuchte öffentliche Russisch Chinesische 3. In der Londoner City" wohl vom Amtsgericht wie von der Zivilfammer des Land: Versammlung der Kellner, Köche und Berufsgenossen, die wird behauptet, daß es sich beim Ankauf eines Küstenstriches in gerichts in Stade freigesprochen. Später nahm sich die Staats in der Nacht vom 12. zum 13. Mai tagte, beschäftigte sich aberTschifu durch die„ Russische Dampfschifffahrts.Gesellschaft", der anwaltschaft des Herrn Fuhr an und erhob gegen die Redakteure mals mit der Plazirung und den Arbeitsverhältnissen in den in England Aufsehen erregt hat, um nichts weiter als ein gewöhnliches Thiel und Rauffmann und gegen den Verleger Weniger Anklage. gastwirthschaftlichen Betrieben der Berliner Gewerbe Ausstellung. faufmännisches Geschäft handle. Das Haus Fergusson u. Co., welches In der Verhandlung vor der Strafkammer in Stade führte der Wie das Bureau der hervorgehenden Versammlung, welches bes als Vertreter aller führenden Bankhäuser und Dampfschifffahrts- Staatsanwalt aus: Die erste 20-30 malige Veröffentlichung der auftragt war, Verhandlungen anzubahnen, die private Stellen Gesellschaften in China, darunter auch der„ Russischen Dampf- erwähnten Notizen sei zweifellos in Wahrung berechtigter vermittelung in der Berliner Gewerbe- Ausstellung zu verhindern, Schifffahrts- Gesellschaft", fungire, babe das fragliche Grundstück Interessen geschehen und wäre keine Beleidigung; die fort berichtete, hat sich dasselbe zunächst an das Berliner Gewerbe vor einiger Zeit zum Verkaufe ausgeboten und, wie es scheine, währende Wiederholung mache aber eine Beleidigung daraus. gericht gewandt, mit dem Ersuchen, vermittelnd einzugreifen, um habe nunmehr die russische Gesellschaft dasselbe angekauft. Das Gericht entsprach der Anklage im wesentlichen und ver- eine Verständigung mit den Arbeitgebern wenigstens in der Frage Allerdings sei diese Gesellschaft von der russischen Regierung urtheilte Thiel und Kauffmann zu je 500 Mart, Weniger zu der Stellenvermittlung herbeizuführen In anerkennenswerther Weise subventiroirt. 100 Mark Geldstrafe, sowie alle drei zu den üblichen Neben hat der Vorsitzende des Gewerbegerichts, Assessor Dr. v. Schulz, strafen. nachdem ihm die Schäden der privaten Stellenvermittelung Afrika. -Wegen Beleidigung des Baumeisters Jahn, Vorstand der feitens der Beauftragten geschildert wurden, sofort Schritte unterIn der englischen Kaptolonie macht sich Bauberufsgenossenschaft, Sektion Gera, wurde vom dortigen Land: nommen, um die in betracht kommenden Bächter zu einer gemein eine Bewegung gegen die Chartered Company geltend. gericht Genosse Hermann Seifarth als verantwortlicher famen Sigung einzuladen. Nach wochenlangen Bemühungen war Giner Depesche aus Kapstadt zufolge brachte im Rap- Redakteur der Reußischen Tribune" zu 2 Monaten es endlich Dr. v. Schulz möglich, an einen Theil der Bächter, es Parlamente Merriman den Antrag ein, eine Adresse Gefängniß verurtheilt und wegen Beleidigung des Lehrers Mehr hatten nur 15 Bächter der Einladung Folge geleistet, im Sinne an die englische Regierung zu richten mit der Bitte, die in Schleiz zu 1 Monat. Die Strafe wurde in 2 Monate der Antragsteller zu apelliren, nur die Vereinsbureaus bei Bedarf Entziehung oder die Abänderung des Freibriefes der Südafrikas 2 Wochen zusammengezogen. an Arbeitskräften in Anspruch zu nehmen. Inwieweit die Pächter Gesellschaft in Erwägung zu ziehen. Merriman bedauerte, daß Frau Martha Rohrlad aus Berlin ist am 8. Mai im allgemeinen sich um die Wünsche der Arbeitnehmer tümmerten, Rhodes in den letzten Vorgängen eine so wichtige Rolle gespielt aus der Landes- Strafanstalt Voigtsberg bei Delsnig ist V. ent- war aus den Ausführungen des Referenten Pötzsch zu ersehen. habe. Der Hauptübelthäter sei die Chartered Company, welche lassen worden, nachdem sie die mehrmonatige Gefängnißstraße Der Redner mußte fonstatiren, daß noch nicht einmal dies sich der Korruption schuldig gemacht habe. Dr. Harris gehöre verbüßt, die ihr wegen Beleidigung des sächsischen Fabrikinspektors jenigen Pächter, die an der Sigung theilnahmen und das Vers neben Gardner Williams auf die Anklagebant. Es sei ein Siebdrat auferlegt worden war. sprechen abgaben, sich der privaten Stellenvermittelung nicht zu Standal, daß nur die Werkzeuge, nicht der Hauptanstifter ver - Der Magistrat von Augsburg hat dem Genoffen bedienen, ihr Versprechen hielten, sondern ihr Personal nach wie folgt würden. Die Sicherheit Südafritas erheische die Ent- Gebeleier die Anmeldung einer Parteiversammlung mit dem vor von den sogenannten Kommissionären bezogen. Trok der ziehung des Freibriefes. Die Debatte wurde hierauf vertagt. Bemerken bestätigt, daß bei Eingaben an den Magistrat nicht Petitionen, welche bereits im vorigen Jahre an den Berliner Der Berichterstatter des Daily Telegr." in Pretoria die Formel" hochachtend", sondern gehorsam" anzuwenden Magiftrat, an den Arbeitsausschuß und an die Generalpächter berichtet über eine am Sonntag Abend mit dem Präsidenten fei". Danach scheint der Rechtskundige des Augsburger Magistrats der Berliner Gewerbe- Ausstellung gerichtet waren, die private Krüger gepflogene Unterredung, in deren Verlaufe auf Hochachtung teinen besonderen Anspruch zu machen; aber Stellenvermittlung in der Ausstellung zu verbieten, werden jezt ihn der Präsident ermächtigte, die beständig gegen seine Gehorsam zu verlangen hat er selbstverständlich kein Recht. die verschiedenen Gehilfenvereine mit Aufträgen faft Regierung erhobene Beschuldigung, daß sie eine ge= gar nicht berücksichtigt, dagegen die Privat Stellen heime Verständigung mit Deutschland eingegangen vermittler nicht nur aus allen Gegenden Deutschlands, fei, als völlig unbegründet zu bezeichnen. Dr. Leyds' Be= sondern auch im Ausland mit den Engagements betraut. Dadurch fuch in Berlin sei ganz unamtlich gewesen; er habe dort nur Ruter den Kottbuser Textilwaaren Fabrikanten be sind hunderte von Kellnern, Kellnerinnen und Köchen von Wien, Aerzte zu Rathe gezogen. Die Geschichten von geheimen Ver- ginnen sich jetzt die Nachwehen des Streits in Gestalt von Frankfurt a. M., Köln, Breslau, Hamburg, München 2c. heranträgen und der Einwanderung deutscher Militärpersonen ins Konkursen fühlbar zu machen. Nachdem erst kürzlich die gezogen, die theilweise, um die enormen Unkosten zu decken, Transvaal bezeichnete der Präsident als niederträchtige Lügen. das letzte Stück in das Leihhaus zu Firma Eckert u. Nyebölle auf Verfügung des Amtsgerichts ge- gezwungen waren, löscht worden ist, find die Tuchfabrikanten Gebr. Linde, Gustav bringen. Die meisten Unternehmer waren außerdem rücks Amerika. von Kellnern und Schubert und Otto Schulze in Konkurs gerathen. Nach der fichtslos genug, die doppelte Anzahl New- York, 11. Mai. Der Gouverneur hat endlich die sog.„ Voffischen Zeitung" werden weitere Zahlungseinstellungen, die Kellnerinnen einzustellen als sie überhaupt beschäftigen können, Größere New- Yort- Bill", wodurch die Städte New York, hauptsächlich eine Folge des Textilarbeiter- Ausstandes seien, be- um so für alle Vorkommnisse geschüßt zu sein. In der Diskussion. Brooklyn, Williamsburg und die übrigen Nachbarstädte zu einem fürchtet. die sich bis zum frühen Morgen ausdehnte, wurden Verträge Gemeinwesen vereinigt werden, unterzeichnet. Partei- Nachrichten. · 0 Soziale Ueberlicht. Gewerkschaftliches. An die Maurer Berlins! Der Textilarbeiter- Ausstand war aber, soweit es sich um den mit 10 bis 15 M. monatlichen Gehalts erwähnt. In den meisten Maffenausstand handelt, eine Folge der Massen kündigung, Fällen giebt es feine oder eine ungenügende Kost, dagegen sind die, der Fabritantenring vorgenommen hatte, und daß Strafen in beträchtlicher Höhe, Ersatz für Bruch und fehlendes der Ausstand so lange dauerte, daran trägt ebenfalls der Silberzeug allgemein üblich. Was in dieser Beziehung geleistet An die Parteigenossen von Tempelhof, Mariendorf Fabrikantenring die Schuld, weil er sich auf keinerlei Ausgleich wird, ist daraus zu ersehen, daß der im Ausstellungshotel, und der Umgegend! Das unlängst vom Arbeiter- Bildungseinlaffen wollie. verein verbreitete Flugblatt mit der Aufforderung, sich der einzig Erwägung einigermaßen zugänglich. Zum Schluß erwies er sich vernünftigerer( Pächter: Direktor vom National Theater, Herr Samst) giltige Die späte Erkenntniß Vertrag als gemäßigt bezeichnet wurde. Dieser Vertrag, der wie für unsere Ortschaften in betracht kommenden Organisation an zuschließen, hat leider nicht die erwünschte Wirkung gehabt. Da müssen aber, wie man sieht, eine Reihe Firmen mit dem Verlust die meisten gesetzlich ungiltig ist und, wie alle anderen, von Die Textil Industriellen Rechten für die Angestellten nichts enthält, bestimmt in seinen die Beiträge so gering find( 20 Pf. monatlich) und bei länger anberer Orte mögen sich die Rottbuser Er- Paragraphen unter anderen folgendes: Der Kellner darf wäh= al3 3 Wochen dauernder Arbeitslosigkeit oder Krankheit auch noch fahrungen zur Warnung dienen lassen, nament- rend der ganzen Dauer der Ausstellung nicht kündigen. Hin erlassen werden, so glauben wir, daß nur Intereffelosigkeit und lich solche, die nicht besonders gut mit Kapital ausgerüstet sind. gegen nimmt sich Herr Samst das Recht heraus, den Kellner, mangelnde Erkenntniß ihrer Klassenlage der Grund ist, welcher Ihr Interesse weist sie darauf hin, sich mit den Arbeitern zu wenn dreimal Beschwerden über ihn eingegangen sind, fofort zu die Parteigenossen der Organisation fernhält. Wir rufen einigen, nicht aber den Großfabrifanten Unterstützung zu leisten, entlassen. Strafen sind festgesetzt von drei Mart bis zur diesen deshalb zu: Sucht Euch im engsten Zusammenschluß in denen sie vielmehr ihre gefährlichsten Gegner zu sehen haben. vollen Höhe der Kaution, die fünfzig Mark beträgt, und mit Gleichgesinnten über Eure wahren Interessen Aufklärung zu gleichzeitige Entlassung. An Gehalt zahlt Herr Samst monatlich verschaffen, um im kommenden politischen Kampfe nicht isolirt In Mart. Um unter folchen vielversprechenden Bedingungen bei dazustehen. Hierbei muß auch auf einen Uebelstand hingewiesen Herrn Samst arbeiten zu können, haben die Kellner an den Kome werden, der unseren Parteiverhältnissen zum Nachtheil gereicht. missionär 20 Mart Vermittelungsgebühren zu bezahlen. Von Wir haben in Tempelhof und Mariendorf keinen Saal zu Ver- Kollegen! Die Arbeitsniederlegung bei Lachmann einem Redner wurde behauptet, daß die Angestellten in der Aus. sammlungen zur Verfügung. Durch festes Busammenhalten aller u. 3auber ist mit Erfolg durchgeführt. Zwei Tage hielten stellung Kairo, für die einmalige Benugung eines Klosets 5 Pf. Parteigenossen ist es aber möglich, auch hierin Wandel zu die dort beschäftigt gewesenen Kollegen den Zuzug vollständig zu bezahlen haben. Eine Reihe anderer Mißstände wurde lebhaft be. schaffen. Auch aus diesem Grunde fordern wir alle noch nicht fern, worauf sich die Unternehmer am Dienstag Abend gezwungen sprochen und kritisirt. Einstimmig gelangte eine Resolution zur Ans organisirten Parteigenossen auf, dem Arbeiter Bildungs- faben zu erklären, daß auch in Zukunft nur neun Stunden genahme, in der die Versammlung dem Vorfizenden des Gewerbegerichts Verein für Mariendorf und Umgegend bei arbeitet werden soll sowohl in der Behrenstraße, wie auch auf ihre Anerkennung für seine Bemühungen ausspricht. Gleichzeitig zutreten. Gleichzeitig machen wir auf die am 17. d. Mts. dem Bau Leipziger- und Charlottenstraßen- Ecke. verurtheilt die Versammlung entschieden die Handlungsweise der in Marienfelde bei Zeutschbein stattfindende Bersammlung auf- Der Bau Schüßenstraße liegt noch vollständig still. Pächter, insbesondere derjenigen, welche ungeachtet ihres Vers merksam.( Siehe heutiges Inserat.) Der Vorstand. Anders dagegen der Bau Rante straße bei Matheus. sprechens vor dem Gewerbegericht sich der Privat- Plazeure be Hier haben die Kollegen sich nicht sehr tapfer benommen, dienten, und sogar ihre Gehilfen, troydem ein Ueberschuß an denn schon am Dienstag nahmen 10 von denen, die am Montag Arbeitskräften am Blaze vorhanden ist, von auswärts bezogen. die Arbeit niedergelegt hatten, dieselbe wieder auf; es ist nur Ferner protestirt die Versammlung energisch gegen die Arbeitsdem unsolidarischen Verhalten dieser Kollegen zu danken, wenn verträge gewiffenlofer Unternehmer, die die Gehilfen vollständig hier der Wille des Unternehmers zum Durchbruch gelangt. rechtlos machen und geeignet sind, sie in jeder Weise auszunußen. Auf dem Bau Ecfe der Werner- und Bismarck- Allee in der Die Versammlung fordert schließlich die Berufsgenossen zur Wahrung Kolonie Grunewald haben bei der Firma Held u. Frante ihrer Intereffen dringend auf, sich den Fachvereinen anzuschließen. gestern Morgen die Kollegen, 14 an der Zahl, einmüthig die Des weiteren wurde eine Kommission von 5 Personen gewählt, Arbeit niedergelegt; sie fordern den Neunstundentag. welche die Aufgabe bat, die Mißstände, die im Gastwirths gewerbe, insbesondere in den Betrieben der Gewerbe- Ausstellung vorhanden sind, der Deffentlichkeit durch Flugblätter und durch die Presse zu unterbreiten. In allen Geschäften sollen Ver trauensmänner von den dortselbst Arbeitenden ernannt werden, die der Kommission über die Arbeitsverhältnisse genauen Bericht erstatten. Den Berliner Parteigenossen hiermit zur Kenntniß, daß unferer Partei in Freienwalde a. D. nur der Saal von Fleischmann, Eberswalderstr. 7, zu Versammlungen über laffen wird. Das Boltsblatt" liegt aus bei Danz, Marktstr. 7. Vereine, die Freienwalde besuchen wollen, werden gebeten, dies vorher bei Robert Schiele, Alt- Riez 4, anzumelden. In Eberswalde stehen uns an Lokalen zur Verfügung: Hagewald, Eisenbahnstr. 66; Freier, Jüdenstraße; Schern bed, Restaurant zur Mühle( letteres Lokal ist sehr schön geTegen und hat zwei Kegelbahnen). Das Voltsblatt" liegt außer hier noch aus bei Koch, Eisenbahnstraße, und bei A. Schulz, Bittoriastraße. Der Braunschweiger Volksfreund" feiert am 15. Mai das Jubiläum feines 25jährigen Bestehens. Der vierte unterfränkische Parteitag wird am 28. Juni in Schweinfurt abgehalten. Wiener- und Laufigerstraßen- Ecke stellten gestern Mittag 40 Kollegen die Arbeit ein; sie verlangten die Entlassung eines Maurers, der während des offiziellen Streits sich mit den Streifenden nicht solidarisch erklärt hatte. genommen. Wir ersuchen die Kollegen um solidarisches Verhalten. Die Lohntommission der Maurer Berlin 3. Zum Scheibentöpfer- Streik in Berlin ist mitzutheilen, daß es der Firma Krüger, Schönhauser- Allee, nicht gelungen ist. Depeschen und letzte Nachrichten. Aus Elfa- Lothringen. Nicht in Straßburg, wie wir Ersatz für die Streifenden aus Hohenleipisch zu erhalten. Die gestern auf grund einer Wittheilung von dort berichteten, son- Kollegen im letzteren Orte erklärten sich, nachdem ihnen der Dresden, 13. Mai.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Dern in Markirch haben unsere Genossen bei der Sachverhalt flar gemacht war, mit den Streifenden solidarisch. Der Verkehr am Elbquai, Dresden- Altstadt, ist wieder aufGewerbegerichts- Wahl den glänzenden Sieg über die Klerifalen erfochten. Markirch ist eine kleine, tief in einem Buzug ist bis auf weiteres streng fern zu halten. Frankfurt a. M., 13. Mai.( W. T. B.) In dem Prozeß Vogesenthal gelegene Der Streik der Schuhmacher Nixdorfs dauert un Industriestadt, bisher der Klerus die Herrschaft in Händen hatte. Der Wahl- verändert fort, da die Arbeitgeber alles mögliche versuchen, wegen der Fahrkarten- Unterschleife beantragte der Staatsanwalt ausfall zeigt, daß der Sozialismus auch an den Vogesen Streitbrecher heranzuziehen. Wir ersuchen dringend, Zuzug fern: gegen den. Hauptangeklagten Schaffner Müller 8 Jahr Zuchttein Halt macht. In Mülhausen wurde am Montag eine zuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck haus, gegen die übrigen Angeklagten mit Ausnahme des Schaffners öffentliche Versammlung, wo Reichstags- Abgeordneter Bueb gebeten. An die Lohnkommission gingen an Unterstützung ein; Jung, gegen den er die Anklage fallen läßt, Gefängnißstrafen referirt hatte, deshalb aufgelöst, weil in der Diskussion ein Metall- Berband der Zimmerer Nixdorfs 14,50 M., was obigem hiermit von 17 bis 3 Monaten. Der Gerichtshof vertagte die Urtheilsa arbeiter das Wort nahin, während der überwachende Kommiffar dankend quittirt. Die Lobntommission. J. A.: Karl verkündung auf den 16. b. m. nur Textilarbeiter sprechen lassen wollte. Die Versammlung war Bobza, Prinz Handjerystr. 11 bei Schütz. eine allgemein öffentliche unb das Verhalten des Beamten daher unberechtigt. Beschwerde ist erhoben. " סטן Die Maurer in Rathenow haben fast bei allen Meistern die Forderung von 33 Pf. pro Stunde bewilligt erhalten. Nur die Firma Grüneberg hat noch nicht bewilligt.. Wien, 13. Mai.( W. T. B.) Das Rektorat der czechischen Universität zu Prag erließ anläßlich zweier gegen die ungarische Millenniumsfeier gerichteter Kundgebungen der Studenten, unter Androhung strengster Bestrafung, eventueller Relegirung, eine Warnung, solche Kundgebungen ferner zu veranstalten. Antwerpen, 13. Mai.( B. H.) Vor dem hiesigen Handels gericht begann gestern der Prozeß der norwegischen Regierung gegen die Herstaler internationale Waffenfabrik wegen verspäteter Lieferung von 20 000 Gewehren. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur 2orenz von der Rönigsberger In Hildesheim sind außer den Filialen der Töpfer und Vollstribüne" hat am 3. Mai die zweimonatige Ge- Lederarbeiter noch folgende gewerkschaftliche Organisationen von fängnißstrafe angetreten, die ihm wegen Majestätsbeleidigung der Polizei zu politischen Vereinen erklärt worden: Holzarbeiter, auferlegt ist. Weitere zwei Monate, herrührend aus einer anderen Metallarbeiter, Fabrit- und Hilfsarbeiter, Tabatarbeiter, SchuhBeleidigungsfache, stehen ihm in Aussicht. Leider ist die Gesund- macher, Schneider, Maler, Bildhauer, Textilarbeiter, Sattler und heit des Genossen Lorenz nicht die beste, sodaß der Wunsch, er i Zapezirer. In allen Fällen heißt es, wie wir bereits mittheilten, hier an der Cholera 62 Personen, 22 starben. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Alexandrien, 18. Mai.( W. T. B.) Gestern erkrankten Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 112. Reichstag. 90. Sigung vom 18. Mai 1896. 2 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Posadowsty. Graf Die zweite Berathung des Zu dersteuergesetzes wird fortgesetzt und zwar bei den Benimmungen über das Verfahren bei der Kontingentirung der Zuckerfabriken. Donnerstag, den 14. Mai 1896. 13. Jahrg. erzeugung durchschnittlich hergestellt ist. Das Betriebsjahr, in diesem Zweck einige Tage länger arbeiten will als das Plenum. welchem die Kontingentirung vorgenommen wird, wird, abgesehen Ebenso will die Kommission wieder am 2. Juni anfangen, um von der erstmaligen Kontingentirung hierbei nicht berücksichtigt. wo möglich auch nach den Ferien einige volle Tage zu ihrer Diese lettere Bestimmung will Abg. Graf Udo Stolberg Verfügung zu haben. Eine längere Erörterung fand alsdann streichen, weil sonst die neuen Fabriken günftiger gestellt würden statt über die Frage, ob es möglich sei, das Bürgerliche Gesetzals die alten, welche ihren Betrieb erweitern. buch noch im Plenum während dieser Session zur Verabschiedung Abg. Rösicke( wildliberal): Als gestern Herr Richter be- zu bringen. Von einer Seite wurde diese Möglichkeit im Hinmerkte, daß die Bestimmungen über die Prämien nicht an- blick darauf, daß im Sommer ein beschlußfähiges Haus nicht genommen wären, wenn die Betheiligten sich von der Abstimmung zusammenzuhalten sei, verneint. Abgesehen jedoch hiervon, so Nach§ 75 soll die erstmalige Feststellung der Kontingente ferngehalten hätten, rief mir Herr Gamp zu: Das haben Sie wurde von demselben Redner ausgeführt, dürfe ein so wichtiges unmittelbar nach Verkündigung des Gesetzes für das Betriebs- bei der Brausteuer ebenso gemacht. Damals waren im Reichs Gesetz nicht durchgepeitscht werden; das würde aber geschehen jahr 1896-97 erfolgen und alle bestehenden oder vor dem tage die Abgg. Goldschmidt und ich als Betheiligte anwesend. müffen, wenn die Berathung im Plenum in der Absicht, möglichst 1. Dezember 1895 in ihrer Herstellung begriffenen Fabriken um- Eine Abstimmung hat aber überhaupt nicht stattgefunden schnell fertig zu werden, vorgenommen würde. Es läge kein fassen. Die späteren Kontingentirungen finden bis zum 1. No-( Hört, hört! links); wenn sie stattgefunden hätte, hätte Grund vor, das Gesetz gerade jetzt fertig zu machen. Die Bes vember eines jeden Betriebsjahres für das darauf folgende Be- ich es für meine Pflicht gehalten, mich daran nicht zu betheiligen. rathung im Herbst würde eingehender und überlegter sein können, triebsjahr statt. ( Hört! hört! links.) Uebrigens handelte es sich damals um eine während es einen sehr schlechten Eindruck machen würde, wenn Abg. Müller- Fulda( 3.) will in die Kontingentirung hinein- Belastung der Brauereien und hier handelte es sich um eine Be- die Fertigstellung des Gesetzes an einem beschlußunfähigen ziehen alle Fabriken, ob sie nur Rüben, Rüben und Melasse oder lastung der Konsumenten zu gunsten der Fabriken.( Hört, hört! Reichstag scheitern würde. nur Melasse verarbeiten. lints.) Durch die Vorlage wollte Mitteldeutschland dem Der Redner spricht den Wunsch aus, der Präsident möge Abg. v. Podbielsti( t.) beantragt einen Zufat, dahin Osten einen Schlag versehen, unter der geschickten diese Anschauung sofern diefelbe von der Majorität der gehend, daß diejenigen Fabriken, welche theilweise ihre bisherigen Führung des Herrn v. Staudy ist es aber umgekehrt ge- Parteien getheilt wird- zur Kenntniß des Reichskanzlers regelmäßigen Rübenbauer von der Lieferung der Rüben auskommen. Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. bringen und die Regierung veranlassen, von ihrer Absicht Abschließen, auf Antrag der ausgeschlossenen Rübenbaner eine ent- Das Gesetz ist nicht ein Gesetz zum Schutz des Besitzstandes ge- stand zu nehmen. Von anderer Seite wurde lebhaft dafür sprechende Verminderung ihres Kontingents erfahren tönnen. worden, sondern zur künstlichen Veränderung des Besißstandes, plaidirt, die Berathung des Gesetzes im Plenum vorzunehmen. Abg. v. Podbielski( t.): Die Landwirthschafts- nicht ein Gesetz gegen die Ueberproduktion, sondern zur Die Möglichkeit hierzu sei vorhanden; bis Mitte Juli könne Tammer der Provinz Brandenburg hat sich gegen Förderung der Ueberproduktion. Redner spricht, nachdem er das die ganze Vorlage ausgiprochen, namentlich wegen früher gegen die Interessen seines Wahlkreises gesprochen habe, der Befürchtung, daß die Kaufrübenbauer rechtlos werden. Die jetzt im Interesse feines Wahlkreises gegen§ 77, weil dadurch Fabriken haben vielfach schon Rundschreiben erlassen, daß sie die- die Zuckerfabriken seines Wahlkreises geschädigt würden. jenigen Rübenbauer, die sich jetzt auf einen für die Fabrik vor- Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Antrag des Grafen theilhaften Lieferungsvertrag einlaffen, in erster Linie bei der Stolberg würde die Kontingentirung näher an das Betriebsjahr Vertheilung des Kontingents berücksichtigen wollen. Gegenüber heranrücken, das ist aber gerade von der Landwirthschaft nicht folchen Maßnahmen müssen wir die Rübenbauer schüßen. gewünscht worden, die vielmehr die möglichst frühzeitige Fest ftellung des Kontingents wünscht, um ihre Dispositionen wegen des Rübenbaues danach zu richten. Auf eine Anfrage des Abg. Müller- Fulda( 3.) bemerkt Staatssekretär Graf Posadowsky: Nach dem Zuckersteuergesetz gehören auch die Melasse- Entzuckerungsanstalten zu den Zuckerfabriken; da alle Zuckerfabriken fontingentirt werden, so werden auch die Melaffe- Entzuckerungsanstalten kontingentirt. Abg. Gamp( Rp.): Die Durchführung des Antrages des Herrn v. Podbielski wäre wohl möglich, wenn der Bundesrath mit der Entscheidung der Einzelfälle die Landesbehörden oder die Provinzial- Steuerbehörden beauftragen würde. Abg. v. Komierowski tritt namens der Polen ebenfalls für ben Antrag v. Podbielski ein. § 75 wird nach weiterer unerheblicher Debatte unter Ablehnung aller Anträge unverändert angenommen. Nach§ 76 sollen die neuen Fabriken im ersten Jahre gar fein Rontingent, im zweiten die Hälfte des ermittelten Kontingents erhalten. Abg. Graf Carmer( f.) will den genossenschaftlich gegründeten Fabriken, deren Theilhaber selbst ein entsprechendes Quantum Rüben liefern, schon im ersten Jahre die Hälfte des Rontingents geben. Abg. Gamp( Rp.) beantragt, den neu gegründeten Fabriken ein Rontingent nur insoweit zuzutheilen, als dadurch den bei der erstmaligen Kontingentirung betheiligten Fabriken das Ge sammtkontingent von 17 Millionen Doppelzentnern nicht getürzt wird. Abg. Graf Carmer( t.) hebt hervor, daß die Bestimmung des§ 76 wohl gegenüber den Aktien Zuckerfabriken am Platze sei, aber nicht gegenüber den Landwirthen, welche sich zuſammenthun, um eine Zuckerfabrit auf gemeinschaftliche Kosten zu errichten. Sie fönnen nicht ein Jahr lang die Zinsen für das Rapital entbehren. Die Freifinnigen hätten in der Kommission für seinen Antrag gestimmt, sie sollten es auch im Plenum wieder thun. Abg. Gamp( Rp.) hält den§ 76 für eine Ungerechtigkeit gegenüber den Landestheilen, welche jetzt am Rübenbau noch nicht theilnehmen. Mein Antrag will den alten Fabriken ihre Produktion belaffen, die neuen aber an dem Kontingent theil nehmen lassen, namentlich soweit der Zuwachs in betracht tommt. Allenfalls tönnte ich mich mit dem Antrag des Grafen Carmer begnügen. guten man Willen Werk vollendet sein. Wenn der Reichstag diese Vorlage erledige, so sei Aussicht vorhanden, daß wegen der Justiznovelle bis zum Herbst vertagt werde, während es sonst nicht ausgeschlossen sei, daß die Session geschlossen werde und die Kommissionsarbeiten für die beiden großen Geseze wenigstens theilweise zwecklos gemacht seien. In den weiteren Bes wurde rathungen mehrfach ausgesprochen, daß Versuch machen den möge, um den zu zeigen, daß es jedoch im höchsten Grade zweifelhaft sei, ob es gelingen würde, die Berathungen zum Abschluß zu bringen, da erfahrungsgemäß nach Mitte Juni die Reichstagssigungen ungenügend besucht werden. Bu einer Be schlußfassung gelangte der Seniorenkonvent nicht. Die definitive Entscheidung wurde bis zur Beendigung der Kommissions= berathung vorbehalten. Die Rommission hofft ihre Arbeiten so § 78 trifft Bestimmungen über die Kontingentirung der zu fördern, daß die zweite Berathung im Plenum etwa am Fabriten, welche sich nicht im Betriebe befunden haben oder bei 20. Juni beginnen kann. denen eine Betriebsstörung stattgefunden hat. Abg. Meyer Danzig( Rp.) widerspricht dem Abg. Rösicke und empfiehlt den Antrag des Grafen Udo Stolberg. Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der Freifinnigen und einiger Konservativer wird der Antrag Stolberg abgelehnt und§ 77 unverändert angenommen. der der git es, zur Abg. Rimpau( natl.) beantragt folgenden Zusatz: Auf Die Kommiffion zur Berathung über das Bürgerliche Antrag werden, wenn eine Zuckerfabrik vertragsmäßig den Gesetzbuch beschäftigte sich auch in ihrer Sigung am Mittwoch Betrieb dauernd zum Zweck der Vergrößerung anderer Zucker- mit der Berathung der Bestimmungen über die elterliche In Abweichung vom fabriken im Laufe der letzten vorangegangenen drei Betriebs- Gewalt. Entwurf gelang daß die Bestimmung in§ 1612, Mutter jahre eingestellt hat, die für die vergrößerten Fabriken die des Kindes sein nicht berechtigt einen Betrag erhöht, Vertretung soll, zu ermittelnden Zuckermengen um welcher wurde auf bringen. Ferner Buckererzeugung eingegangenen Fabrit zur Streichung entspricht. Die Fabriken dürfen jedoch nicht mehr als 30 Kilo Anregung des Abg. Gröber, im Gegensatz zum Entwurf, dem meter von einander entfernt sein. Vater auch für den Fall, daß er sich nicht wieder verheirathet, die Pflicht auferlegt, ein Inventar über den Nachlaß seiner Frau aufzustellen. Ein Antrag unserer Genossen, der für nichtschuldig erklärten geschiedenen Mutter, der die Sorge für die Person ihres Kindes überlassen wird, auch das Recht zur Vertretung ihres Kindes zuzubilligen, wurde mit 11 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Gleich falls fiel ein Antrag des Abg. Stumm, die Nutznießung des Vaters an dem Vermögen seines Kindes einzuschränken. Zur Annahme gelangte ein Antrag Frohme- Stadthagen, der Nutznießung der Eltern die zum persönlichen Gebrauche des entziehen. Die Nutznießung an dem Vermögen soll nach dem Kindes und die zur Ausübung eines Erwerbs oder Berufs erforderlichen Gegenstände zu Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, daß der Antrag nichts Bedenkliches habe, wenn genau festgestellt werde, daß er nur auf die Zeit vor Geltung des Gesetzes sich bezieht. Abg. Placke( natl.) beseitigt dieses Bedenken dadurch, daß er in dem Antrag Rimpau die drei Jahre 1893/94, 1894/95 und 1895/96 als diejenigen ausdrücklich bezeichnet, auf die sich der Antrag bezieht. § 78 wird mit diesem veränderten Antrage Rimpau an genommen. durch die oberste Landes- Finanzbehörde nach näherer Bestimmung Nach§ 79 soll die Feststellung der Kontingente endgiltig des Bundesraths erfolgen. Abg. v. Staudy beantragt das Wort„ endgiltig" zu streichen Entwurf endigen, wenn sich das Kind verheirathet. Jedoch und eine Berufung an den Verwaltungs- Gerichtshof des be- soll dem Vater die Nuynießung verbleiben, treffenden Landes, oder wo ein solcher nicht besteht, an die ordent- wenn die Ehe ohne die erforderliche Gin lichen Gerichte zuzulassen. willigung geschlossen wird. Ein Antrag Frohme. Abg. v. Komierowski will die Kontingentirung nicht Stadthagen, den gesperrt gedruckten Say zu streichen, blos nach dem Rohzuckerwerth, sondern auch als Kon fiel mit 13 gegen 8 Stimmen. Eine längere Debatte riefen die tingentirung der Zuckerrüben- Anbauflächen erfolgen lassen. Redner Bestimmungen des§ 1643 hervor. Dieser Paragraph soll gegen motivirt den Antrag mit der Fürsorge für die Rübenbauer Mißbrauch des Erziehungsrechts VorUebergriffe der Fabriken. tehrungen treffen. Er lautet: gegen Abg. v. Standy sieht in dem Antrage Komierowski dasselbe Prinzip, das dem abgelehnten Antrag Podbielski zu grunde lag und spricht sich für denselben aus; er empfiehlt ferner, ein geordnetes Verfahren für die Beschwerden gegen die Kontingentirung einzuführen. einen " Wird das geistige oder leibliche Wohl des Kindes das durch gefährdet, daß der Vater das Recht der Sorge für die Person des Kindes mißbraucht, das Kind vernachlässigt oder sich eines ehrlosen oder unjittlichen Verhaltens schuldig macht, so hat das Vormundschaftsgericht die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßregeln zu treffen. Das Vormundschaftsgericht fann insbesondere anordnen, daß das Kind zum Zwecke der Erziehung in einer geeigneten Familie oder in einer Erziehungsanstalt oder einer Besserungs- Anstalt untergebracht wird. Minister v. Hammerstein: Ein Gegensatz zwischen dem Osten und den anderen Provinzen besteht durchaus nicht; es werden nicht einige Landestheile günstiger behandelt als andere. Wenn in Hannover oder Sachsen neue Fabriken gegründet werden sollen, so unterliegen fie denselben Beschränkungen. Einen direkten Verlust leidet eine neugegründete Fabrit nicht, denn es entgeht Staatssekretär Graf Posadowsky: Es ist mir zweifelhaft, ihr ja nur die Ausfuhrprämie. Der Antrag Gamp würde die ob das Ober- Verwaltungsgericht eine kompetentere Behörde zur alten Fabriken bei ihrem Kontingent belassen und den Zuwachs Entscheidung dieser Streitfälle wäre, als die oberste Landes lediglich den neuen Fabriken überlassen. Ich weiß nicht, ob Finanzbehörde. Aber nach der Verfassung steht die Erhebung das ein gerechtes Verfahren ist. der Zölle und Steuern den Einzelstaaten zu. Wir können nicht Abg. Richter( frs. Bp.): Die heutige Diskussion zeigt, wie hier so nebenbei eine Aenderung eintreten lassen in diesen staats- Das gleiche gilt, wenn das Kind sittlich verwahrloft und zweischneidig das Gesetz für die Landwirthschaft ist. Die Anträge, rechtlichen Verhältnissen; das müßte mindestens durch ein nach der Persönlichkeit und den Lebensverhältnissen des Vaters welche diese Zweischneidigkeit beseitigen wollen, erinnern etwas besonderes Gesetz gemacht werden nach vorgängiger Verhandlung anzunehmen ist, daß die elterliche Erziehungsgewalt zur Besserung an die Quadratur des Birkels. Bom Standpunkt der freien mit den Einzelregierungen. des Kindes nicht ausreicht. Ronkurrenz müssen wir für den Antrag des Grafen Carmer Beide vorliegenden Anträge werden gegen die Stimmen Hat der Vater das Recht des Kindes auf Gewährung des stimmen, weil die Kommissionsbeschlüsse das Entstehen neuer des Abg. v. Staudy, der Polen, der Freisinnigen und Unterhalts verlegt und ist für die Zukunft eine erhebliche GeFabriken erschweren. Ich bedauere nur, daß der Antrag des Sozialdemokraten abgelehnt und§ 79 unverändert angenommen. fährdung des Unterhalts zu besorgen, so kann dem Vater auch Grafen Carmer nicht weiter geht und allen neuen Fabriken Die übrigen Bestimmungen über das Verfahren bei der die Vermögensverwaltung sowie die Nutznießung entzogen werden." einen Antheil am Kontingent zusichert. Man ist be Kontingentirung, die Uebergangs- und Schlußbestimmungen und Abg. Gröber beantragt: Absatz 2 als zu weitgehend zu strebt, die Vortheile dieses Gesetzes den Rübenbauern zuzu- die Artikel II und III( Feststellung der Zuckersteuer auf 21 M.) wenden. Der Antrag des Grafen Carmer will die Rübenbauer werden ohne Debatte genehmigt. schüßen gegen die Fabriken, welche die Kaufrüben schlecht be- Artikel IV enthält Bestimmungen über das Inkrafttreten des handeln. Die Rübenbauer können sich dann selbst zusammen- Gesetzes. thun zur Einrichtung einer Fabrit. Alle diejenigen, welche bisher platonisch für die Rübenbauer eingetreten sind, müssen diefem Antrage zustimmen. Der Antrag Gamp drückt das nicht richtig aus, was der Antragsteller will, er sollte seinen Antrag für die dritte Lesung verbessern. Abg. Paasche beantragt, das Gesetz bezüglich der Vorschriften über die erstmalige Kontingentirung, sowie über den Eingangszoll und die Zuckersteuer sofort nach seiner Verkündigung, im übrigen mit dem 1. August 1896 in traft treten zu lassen. Der Antrag wird angenommen. Abg. Paasche berichtet über die Petitionen. Nach längerer Diskussion wird beschlossen, die Abstimmung Staatssekretär Graf Posadowsky bestreitet, daß die neuen Fabriken einen Verlust erleiden. Der Antrag des Grafen Carmer würde leicht zu umgehen sein; man könnte Rübenbauer als über die Petitionen der dritten Lesung vorzubehalten. Aktionäre vorschieben, während in Wirklichkeit die Gründer Schluß gegen 6 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 2 Uhr. Kapitalisten sind, um auf diese Weise sofort am Kontingent( Dritte Berathung der Zuckersteuer- Vorlage.) theilzunehmen. Je mehr das Entstehen neuer Fabriken Parlamentarisches. Die streichen. Frohme und Stadthagen beantragen, den auf die Besserungsanstalten bezüglichen Passus zu streichen. bestehenden Besserungsanstalten seien in Wahrheit Ver. schlechterungsanstalten. Es müsse durch ein besonderes Gesetz der gesammte Unterricht und die gesammte Erziehung geregelt werden; bei der Gelegenheit seien auch die Institute der sogenannten Besserungsanstalten zu regeln. Ferner aber sei ein Busaz zu Sat 1 erforderlich. Es könne der erste Satz des § 1643 seitens religiöser und politischer Fanatiker und Streber mißbraucht werden, sobald solche als Richter fungiren. Die Recht= sprechung in Preußen habe im Gegensatz zu einer konstanten dem Gesetz fonformen früheren Rechtsprechung die Gewissensfreiheit der Eltern aufs ärgste mißhandelt und freireligiös denkende Eltern gezwungen, gegen bessere Ueberzeugung ihre Kinder an dem Unterricht in einer Religion, der die Eltern fernstehen, theilnehmen begünstigt wird, defto geringer geringer wird das Kontingent zu lassen. Vielleicht zwänge ein fanatischer protestantischer der alten Fabriken, dann werden die Prämien geRichter auch Eltern, ihre Kinder nicht am fatholischen Religions schmälert, dann wäre es der kürzere Weg, die Prämie zu unterricht theilnehmen zu lassen u. dgl. Es sei diesen rechts= reduzieren und das Kontingent zu erhöhen. Rüben können über- Der Seniorenkonvent des Reichstages hat in seiner widrigen Zuständen gegenüber die Gefahr naheliegend, ein vor den daß all gebaut werden, aber wenn neue Fabriken entstehen, dann gestrigen Berathung überraschenderweise beschlossen, Richter fich auf grund 1643 des§ werden sie die Preise drücken. Pfingstferien noch die dritte Berathung des Zuckerstener- Gefeßes, maßen werde, einem Vater das Erziehungsrecht abzusprechen, Abg. Gamp zieht seinen Antrag zu gunsten des Antrages sowie die erste Berathung des Gesetzes betreffend die Präsenz weil der Vater das Kind in einer anderen Religion erziehe, als stärke des Heeres( Vierte Bataillone) zu erledigen. Alle Welt der Richter aus Heuchelei, Liebedienerei, Streberei des Grafen Carmer zurück. Abg. Graf Carmer ändert seinen Antrag dahin, daß die hatte angenommen, daß die Ferien am 14. d. M. beginnen werden. Fanatismus wünsche. Noch gefährlicher liege die Sache Fabriken, welche er begünstigen will, Kaufrüben im ersten Jahre Dieselben werden nun am 19. d. M. beginnen. Ueber die Dauer auf politischem Gebiet. In der Gegend von Frant nicht verarbeiten dürfen. der Ferien wurden verschiedene Vorschläge gemacht. Von mehreren furt am Main habe ein Amtsrichter sich unterstanden, Der Antrag des Grafen Carmer wird mit 122 gegen Seiten wurde an dem früheren Beschluß, die Sitzungen am Eltern das Erziehungsrecht zu nehmen, weil sie ihre 16 bis 93 Stimmen angenommen. Für denselben stimmen die 2. Juni wieder aufzunehmen, festzuhalten, während 18 Jahre alten Kinder nicht von der Mitgliedschaft an einem Freisinnigen, Sozialdemokraten, ein großer Theil der beiden der Präsident geneigt war, die Ferien bis zum 5. Juni auszu- sozialdemokratischen Turnverein abhielten. Diesen dem Recht, fonservativen Gruppen, die Antisemiten, die Polen, ein Theil dehnen und ein Theil sogar erst am 8. Juni die Plenarsizungen der Billigkeit und der Sittlichkeit ins Gesicht schlagenden der Nationalliberalen und des Zentrums; die Mehrheit der wieder beginnen lassen wollte. Da eine Einigung nicht erfolgte, und die Familie schwer schädigenden Beschluß habe gar das LandNationalliberalen und des Zentrums stimmt gegen den Antrag. so wurde es dem Präsidenten überlassen, dem Hause einen ge- gericht bestätigt. Sie beantragten deshalb folgenden Zusatz: Mit dem Antrag Carmer wird§ 76 angenommen. eigneten Vorschlag zu machen. Der frühzeitige Beginn und die" Jedoch ist das Vormundschaftsgericht nicht berechtigt, das VerNach§ 77 wird das Kontingent jeder einzelnen Fabrit nach etwas längere Ausdehnung der Ferien geschieht in Rücksicht auf halten des Vaters in religiöser oder politischer Hinsicht der Zuckermenge ermittelt, welche von der Fabrik in den letzten die Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch, welche die erste oder die Einwirkung des Vaters auf das Kind nach diesen Richtungen drei Betriebsjahren unter Weglassung der niedrigsten Jahres. Berathung des Gesetzes vor Pfingsten beenden und zu hin als einen Mißbrauch, eine Vernachlässigung oder als ein ehrloses alt= oder " Die Kommission vertagte sich sodann um 2 Uhr auf Freitag um 10 Uhr. Es wurde beschlossen, nach Pfingsten bereits am 2. Juni wieder zuſammenzutreten, während das Plenum erst am 5. Juni eine Sigung nach den Pfingstferien abhalten soll. Die oder unsittliches Verhalten zu erachten. Weder die Regierung Verschiedene Wirthe in Treptow, welche sich durch die s Wegen Einsammelns von Waldmoos ist gegen mehrere noch ein Mitglied der Kommission leugneten, daß in im Gebiete des Ausstellungsterrains nothwendig erfolgte Sperre Grunewaldbesucher, die in dem Verdachte stehen, das Sammeln den angeführten Fällen zu unrecht den Bätern das der Treptower Chaussee geschädigt fühlen, haben einen Rechts gewerbsmäßig und ohne Erlaubniß betrieben zu haben, StrafErziehungsrecht genommen fei. Indeß sei gegen miß- anwalt beauftragt, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, durch anzeige erstattet worden. bräuchliche Rechtsprechung fein Kraut gewachsen. Sämmt welche die Chaussee wieder eröffnet werde. Die Leiche einer unbekannten Frauensperson wurde gestern liche Kommissions Mitglieder, einschließlich der toleranten" Freisinnigen, lehnten jedoch den Tas photographische Monopol", das vom Arbeits- Abend gegen 8 Uhr an der Ebertsbrücke aus der Spree ge Antrag ab, dokumentirten also, daß sie die Anwendung ausschusse der Gewerbe- Ausstellung dem photographischen Verzogen. Es fehlen an ihr das linke Ohr und ein Theil der linken bande verpachtet worden ist, führt immer wieder zu unliebsamen Wange. des§ 1643 als eines Kampfmittels gegen die Erörterungen und Szenen. Herr Moritz Bacher hat jede bildSozialdemokratie nicht ausschließen wollten. Selbst: Eine große Fenersbrunst brach in der Nacht zum Mitts liche Wiedergabe seines hiftorischen Trachtenpavillons ausdrückverständlich wird der Antrag wiederholt werden. Zur Anwoch in der Prinzessinnenstraße aus. Als um 3 Uhr die Feuers nahme gelangte hingegen der Antrag auf Streichung des zweiten lich verboten und nur dem" Bazar" eine photographische Unter- wehr an der Brandstätte anlangte, stand der Dachstuhl des lage für seine Zeichnung zugestanden. Als Herr Bacher am Absatzes des§ 1643. Dienstag Mittag diese Aufnahme vornehmen laffen wollte, erhob Borderhauses Prinzessinnenstr. 2 in hellen Flammen. der photographische Verband, der jenes Monopol für die Nachbargebäude waren gefährdet und die Wehr mußte mit drei Summe von 10 000 m vom Arbeitsausschuß erhalten hat, Ein- Bügen von mehreren Seiten angreifen, bevor die Gefahr beseitigt spruch dagegen und stellte einen Platzbeamten auf, der event. mit war. Die Entstehungsursache konnte nicht ermittelt werden. Gewalt Herrn Bacher an der photographischen Aufnahme seines Das revidirte Handels Gesetzbuch wird in der Pavillons hindern zu wollen erklärte. Herr Bacher wandte sich vom Reichs- Juftizamt festgestellten Fassung nach Pfingsten an den Arbeitsausschuß und erklärte, dieser habe unter feinen im Buchhandel erscheinen. Auf diese Weise will man den Umständen das Recht, die Aufnahme seines Pavillons, die ihm weitesten Kreisen Gelegenheit geben, ihre Kritik an dem Ent- allein zustehe, an eine fremde Photographengesellschaft zu ver- Stationen. wurfe zu üben. Gleichzeitig wird dieselbe den Einzelregie- taufen, vielmehr habe er sich jede Reproduktion als Eigenthümer rungen zur Begutachtung zugehen. Auf grund der eventuellen allein vorbehalten. Herr Bacher weigerte sich, die verlangte Einwände wird, wie man dem„ Hannover'schen Courier" Abstandssumme zu zahlen. meldet, eine nochmalige Prüfung vorgenommen und die Novelle Die städtischen Fluß Bade und Schwimmanstalten Swinemünde dann im Herbst dem Bundesrathe zugestellt werden. Diesem liegt werden Sonnabend, 16. Mai, früh Uhr, wieder geöffnet. Kinder Hamburg schon jetzt die Novelle, betr. die Zwangsvollstreckung in das ununter bewegliche Bermögen, vor. Es wird ihm als dritte Präsidial- unter zehn Jahren werden nur in Begleitung Erwachsener zum Berlin Baden zugelassen. vorlage im Herbste noch die revidirte Grundbuchordnung zugehen. Im nächsten Frühjahr ist dann die Fertigstellung der Zivilprozeß und der Konkursordnung zu erwarten. M " 200 000 M. für die Kolonien. Der neue Nachtragsetat zum Reichshaushalt soll nach der Freisinnigen 3tg." auch noch 200 000 m. verlangen zur Uebernahme der Schutzgebiete der Neu- Guinea- Kompagnie in die Reichsverwaltung. = Witterungsübersicht vom 13. Mai 1896. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (-) REDDE441312 Wetter 761 NND 5 764 M 5 761 NW 5 heiter wolfenlos bedeckt Wiesbaden. München 766 NW 765 NW 5 wolkig heiter 759 WNW 759 N 748 WNW 773 NNW 772 NNW 770 NNO • Er nahm als deutscher Reichstags- Abgeordneter nicht mehr an Ahlwardt sagt in seiner( in New- York erschienenen) Schrift: Wien. den Verhandlungen des Reichstages theil, weil die Parteien sich Haparanda. aus Furcht vor seinen Enthüllungen dahin geeinigt hätten, ihn Petersburg nicht zu Worte kommen zu lassen. Auch seine bisherigen Parteifreunde, Werner, Zimmermann und Konsorten seien von den Juden gekauft" und nur noch zum Schein Antisemiten. Cort Aberdeen. Baris. halb bedeckt halb bedeckt heiter Temperatur nach Celsius 820224416 heiter bedeckt 12 wolfenlos 13 Berliner Wetterbureau. ( 50.4° R.) Zweijährige Dienstzeit. Die Freisinnige Volks Cholera nostras foll als Todesursache an dem Straßen- Wetter- Prognose für Donnerstag, den 14. Mai 1896. partei hat in einer in Gemeinschaft mit der Deutschen Volts- bahututscher Hafeloff aus Potsdam festgestellt worden sein, welcher Theils heiteres, theils wolkiges Wetter mit ziemlich frischen partei abgehaltenen Fraktionsversammlung beschlossen, in den am Freitag bortselbst unter verdächtigen Erscheinungen erkrankte nördlichen Winden, fühlerer Nacht und wenig veränderter TagesGesetzentwurf über die Umformung der vierten Bataillone die und am letzten Sonntag im städtischen Krankenhause verstarb.temperatur, eine oder unerhebliche Niederschläge. Aufnahme eines Paragraphen zu beantragen, welcher die zwei In der Stadt hatten sich bereits beunruhigende Gerüchte über jährige Dienstzeit dauernd einführt, und von der das Auftreten der asiatischen Cholera verbreitet. Zustimmung der Regierung zu diesem Beschluß ihre Stellung zu der Vorlage abhängig zu machen. Bekanntlich gilt gegenwärtig die zweijährige Dienstzeit nur bis zum 1. April 1899 und erlangt die dreijährige Dienstzeit von selbst wieder Geltung, wenn bis dahin nicht eine anderweitige Gesezesbestimmung erlassen ist. Lokales. Achtung, dritter Wahlkreis! Heute, als am Himmelsfahrtstage, ist ein Familienausflug nach Köpenick, Pferdebucht. Treffpunkt morgens 10 Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof. Fritz Genficke. Einer der trenesten Anhänger unserer Partei, der Maurer Fritz Gensicke in Mariendorf, ist uns am 10. d. M. im Alter von 38 Jahren nach jahrelanger Krankheit durch den Tod entrissen worden. Genficke hat drei Jahre lang zur Zufriedenheit seiner Wähler die Sozialdemokratie im Gemeinderath vertreten, nachdem er vorher schon in stiller Agitation die Interessen der Arbeiterschaft Mariendorfs nach Kräften gefördert hatte. Von Freunden wie von Gegnern seines geraden Wesens wegen gleich geachtet, sichern alle, die ihn kannten, ihm ein ehrendes Andenken. Unser Genoffe läßt eine Wittwe und vier Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren zurück. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Feldstraße, aus statt. Kreisen aufgefallene Blatt im Verkehr mit anderen Redaktionen von 40 000 Prenzlauer Allee verübt worden. An den Vorgärten der Häuser Eine Flegelei ist in der Nacht zum Mittwoch in der von Nummer 1 an befinden sich hohe eiferne Träger, an welchen die Hausnummer angebracht ist. Diese Träger sind nun, wahrscheinlich von dort herumlungerndem Gesindel, vollständig krumm gebogen worden. Von den Thätern fehlt jede Spur. Die 22. Maftvich- Ausstellung ist gestern auf dem Zentralviehhof eröffnet worden. T In der Industriehalle der Gewerbe Ausstellung verunglückte am Dienstag Nachmittag gegen 5 Uhr der 26 jährige Tischler Heinrich. Er war in Gruppe II mit einer Aenderung an einem Schraute beschäftigt und stand auf einer Leiter, von welcher er das Gleichgewicht verlierend, plötzlich herunterstürzte. Hierbei scheint H. erhebliche innere Verlegungen erlitten zu haben; er mußte zunächst nach der Sanitätswache getragen und von dort aus nach dem Krankenhause gebracht werden. Gerichts- Beifung. Wegen Herausforderung zum Zweikampf mit tödt lichen Waffen, bezw. wegen Kartellträgerei, standen heute der Korrespondent Schwarz und der Schriftsteller Linsemann vor der achten Straffammer des Landgerichts 1. Der Sachverhalt wurde von den Augeschuldigten unumwunden eingeräumt. Schwarz, der im Bleichröder'schen Banthause an gestellt ist, war von einem seiner Kollegen durch Verbreitung un wahrer Verdächtigungen beleidigt worden. Seine Bemühungen, den Beleidiger zu einem Widerruf zu bewegen, waren erfolglos. Er ließ ihn darauf durch den zweiten Angeklagten auf Pistolen fordern. Der Geforderte lehnte rundweg ab. Wie die Sache zur Kenntniß der Behörde gelangte, kam in der Verhandlung nicht zur Sprache. Der Angeklagte Schwarz erklärte, daß er auch ein Gegner des Duells sei, aber da er österreichischer der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft mit einer Equipage beantragte gegen jeden Angeklagten einen Monat Festung, der Ein Zusammenstoß eines elektrischen Motorwagens Difizier sei, wäre ihm nur die Wahl geblieben, entweder zu fordern, oder ſein Portepee zu opfern. Der Staatsanwalt fand Dienstag Nachmittag in der Nürnbergerstraße am Nollenborfplatz statt. Dortselbst wurden mit einem neu eingetroffenen Berichtshof erkannte gegen Schwarz auf zwei Wochen, gegen Wagen Probefahrten unternommen, als plößlich das Pferd einer Linsemann auf eine Woche Festungshaft. vorbeifahrenden Equipage scheute und direkt auf den Motor- Vor einer Abtheilung des hiesigen Schöffengerichts wagen losjagte. Das Thier gerieth unter den Wagen, wurde kam gestern wieder einmal der Fall vor, daß der Borsigende es überfahren und auf der Stelle getödtet. für angebracht hielt, den anwesenden weiblichen Zuhörern an beim zu geben, den Saal zu verlaffen, da wahrscheinlich Dinge berührt werden müßten, die für die Ohren anständiger Frauen nicht paßten. Trotz dieses Hinweises rührte sich niemand von der Stelle. Nach kurzer Baufe meinte der Borsigende:" Ich nehme an, daß alle anständigen Damen den Zuhörerraum verlassen haben, so daß wir uns nun nicht mehr zu geniren Eine in Berlin bislang ziemlich nubekannte Neuheit Selbstmorde zweier Greise. Erhängt aufgefunden wurde scheint die„ Deutsche Warte", jenes durch die Ausnutzung ihrer der förperlich schwer leidende 90jährige Rentier Karl Bernhardt Spediteure, durch ihre eigenartigen Reklamen und durch den von in der Wohnung seines Schwiegersohnes in der Bendlerstraße; ihr begangenen Diebstahl an geistigem Eigenthum auch in weiteren ferner der 82 jährige Tischlermeister Friedrich Blume in seiner einführen zu wollen. Am 17. April hatten wir uns lustig Wohnung Neanderstr. 15. darüber gemacht, daß diese Zeitung in ihrer Nr. 101 mit Unglücksfälle durch Ueberfahren sind gegenwärtig mehr brauchen!" Die anwesenden Frauen schlugen die Augen au einer ,, verbürgten" Abonnentenzahl herum- wie je an der Tagesordnung. In der Nacht zum 12. d. M. Boden aber sie blieben sigen. geschrien, in der zwölf später Stunden herausgegebenen Nr. 102 gerieth vor dem Hause Staligerstr. 124 der 40jährige Arbeiter aber bereits mit einer solchen von 50 000 renommirt hatte. Es Albert Mage in der Trunkenheit unter die Räder eines Wagens lag auf der Hand, daß uns bei einem derartigen kolossalen Bu- der elektrischen Straßenbahn und erlitt eine so schwere Ver- Beginn wir gestern furz aus Frankfurt a. M. berichteten, wachs unwiüfürlich das Kapitel vom unlauteren Wettbewerb in letzung am rechten Fuße, daß seine Ueberführung in das Krankenden Sinn fam. Das hat nun die Deutsche Warte" dermaßen haus am Urban erforderlich wurde. Durch einen übermäßig in Harnisch gesetzt, daß sie uns wegen Beleidigung verflagt hat. schnell fahrenden Geschäftswagen wurden gestern Nachmittag in Wir sehen dem Prozeß mit ziemlicher Gelaffenheit entgegen, wenn der Dranienstraße die 80jährige Wittive Rosalie Ehrenreich und wir es allerdings auch auffällig finden, daß ein Blatt wegen einer die 69 Jahre alte Almofenempfängerin Agnes Schwarz, als sie solchen Kleinigkeit zum Kadi läuft, die ehrenrührige Beschuldigung beide den Straßendamm überschritten, umgerissen, überfahren und des Diebstahls aber ruhig einsteckt. erheblich im Gesicht verletzt. lokal. " Dem Prozeß gegen 15 Eisenbahnschaffuer, über dessen liegen folgende Borgänge zu grunde: Während der Untersuchung wider die Schaffner Quafebarth und Genossen und Huppfeld und Genossen wegen der großen Fahrkartenunterschleife, die in den Jahren 1893-1895 in Hamburg vorgekommen waren, ente stand der Verdacht, daß auch von Frankfurt a. M. aus und durch dortige Bahnbeamte Billetunterschleife stattfänden. Der Polizeikommissar Kämpe in Hamburg erhielt deshalb nach vor herigem Einvernehmen mit den betreffenden Eisenbahnverwal tungen den Auftrag, diefes Treiben an Ort und Stelle aufzu decken. Er begab sich deshalb Anfang Januar d. J. in Begleitung des Kriminalschutzmanns Willrich und eines Vertrauensmannes daß er Unser Unternehmerthum. Gine furiose Ueberraschung In einem Gasthofe in der Friedrichstraße hat sich am haben die Inhaber der Fabrik von Frister, Lindenir. 23, die Dienstag ein Fremder erschossen, der sich fälschlich als Förster Herren Engel und Hegewald, dem Restaurateur Preuß in der v. Bandolin in das Fremdenbuch eingetragen hatte. Lindenstraße bereitet. Das Lofal des Wirths liegt dem Geschäft, Banunglück. Auf dem Grundstück Ranonierstr. 26 wurde nach Frankfurt a. M. Von der Eisenbahnverwaltung wurde ihm in welchem sich die Arbeiter bekanntlich im Ausstande befinden, gestern der beim Abbruch des Hauses beschäftigte Arbeiter der Zugrevisor Schäfer aus Köln beigegeben. Unter falschem gerade gegenüber und die Streifenden beobachteten von dort her Georg Machenoth, als er sich dem Verbot des Leitenden Namen auftretend, ermittelten die Beamten, daß zahlreiche EisenDaran nahmen die Herren Engel und Hegewald Anstoß, entgegen in einem Raum des Erdgeschosses zum Mittagessen bahnbeamte in der Wirthschaft von Krause am Hauptbahnhof in und sie richteten daher an den Wirth folgendes Schreiben:„ Bei niedergelassen hatte, durch die herabftürzende Decke theilweise Frankfurt verkehrten, unter ihnen die Angeklagten Müller, Burkhardt, Heimlich und Horne. Sie gingen daraufhin mehrere Ihnen verkehren frühere Arbeiter von uns, die jetzt streifen und verschüttet und am Oberschenkel verlegt. Tage hintereinander in das Lokal und bemerkten, indem Ihr Lokal als Beobachtungsposten benutzen. Wir ersuchen Sie, An den Folgen einer Verbrühung ist der 21/ 2jährige fie fich mit Angeklagten befreundeten, daß diese den Leuten dies zu verbieten, sonst sehen wir uns genöthigt, der Sohn Wilhelm des Restaurateurs Schulze aus der Mendelssohn ganz offen von ihren verbrecherifchen Handlungen sprachen. Revierpolizei davon Mittheilung zu machen. Achtungsvoll: traße 16 gestorben. Frau Schulze tochte am Sonntag Vormittag Besonders der Angeklagte Müller erflärte, Engel u. Hegewald."- Da nun Herr Preuß leider nicht in der Spinat ab, während ihr kleiner Sohn in der Küche herumlief. infolge der Fahrkarten Unterschleife schon wiederholt gute, Lage ist, seinen Gästen zu verbieten, zum Fenster hinauszusehen, Unglücklicherweise ließ die Frau das kochende Waffer in einem Geschäfte gemacht habe. Sämmtliche Angeklagte erboten sich auf so werden sich die Herren Engel u. Hegewald schon von der größeren Gefäße am Fußboden stehen, während sie den gekochten Verlangen, die beiden Beamten als Paffagiere ohne Fahrkarten mitRevierpolizei die nöthige Belehrung holen müssen. Spinat unter der Wasserleitung durchwusch. Plöglich gerieth zunehmen. Es wurde zunächst am 8. Januar diesen Jahres eine Seiner Sache sehr unsicher ist offenbar der Vorstand des der Kleine rückwärts an das Gefäß, fiel hinein und verbrühte Fahrt mit Müller nach Köln a. Rh. unternommen. Die beiden Krimi Vereins aller Tabafintereffenten für Berlin und Umgegend", sich schwer am Rücken. Infolge der fürchterlichen Schmerzen nalbeamten mußten kurz vor Abgang des Zuges auf den Bahnhof kommen, wo sie der Bahnsteigschaffner Horne, der verständigt war, indem er zu einer großen" Protestversammlung gegen den Acht bekam der Verunglückte Krämpfe und starb alsbald. Uhr- Ladenschluß nur alle diejenigen selbständigen GeschäftsObdachlos. Mittwoch Vormittag wurde vor dem Hause ohne Billets durch die Sperre ließ. Müller hieß sie dann in ein inhaber der Tabak- und Bigarrenbranche einlädt, die mit Brißerjir. 31/32 der obdachlose Schlosser Ernst Richter mit Frauenkupee 2. Klasse steigen, indem er das Schild, Frauen" verdeckte. ihm in der Ablehnung des Ladenschlußzwanges über einer angeblich von einem Falle herrührenden Verlegung am Bald nach der Abfahrt erschien der Angeklagte Burkhardt in dem einstimmen". Diese Form der Einladung ist selbstverständ- Kopfe aufgefunden und nach dem Krankenhause am Urban ge- Stupee, verdeckte auch das Innenschild Frauen" und verließ das Ablich nur gewählt worden, weil eine große Zahl von Geschäfts- bracht. Auf dem Blücherplatz wurde gegen Abend die obdach- theil, ohne nach den Billets zu fragen. Zwischen Mainz und Bingen leuten der Tabakbranche dem Achtuhr- Ladenschluß Sympathie lose Wittwe Lina Heber schwer kraut und hilflos angetroffen öffnete Burkhardt nochmals das Rupee und theilte mit, daß in entgegenbringt. Eine unter solchen Umständen zustande ge- und in die Charitee gebracht. Bingerbrück Fahrkartenrevision stattfinden würde, es sei deshalb tommene Protestversammlung hat natürlich keine Bedeutung. Lebensüberdruß infolge von Krankheit hat die 55 Jahre nöthig, in Bingen Karten zu lösen. Er erhielt darauf von Ginberufer der Versammlung sind Herr Gustav Kaphun, alte Maurerjrau Bauline Lehfeldt aus der Naunynstr. 42 Willrich einen Geldbetrag von 20 M. und brachte darauf zwei der, beiläufig bemerkt, auch den Lohntarif der Berliner Tabak in den Tod getrieben. Die Frau, die unheilbarem Siechthum Fahrkarten zweiter Klasse Bingen- Köln. Diese wurden in Köln arbeiter noch nicht anerkannt hat, und der unvermeidliche verfallen war, erhängte sich am Dienstag Nachmittag in ihrer beamten mit den beiden Geheimpolizisten verschiedene Wirthan der Bahnsteigsperre abgenommem Jn Köln befuchten die Babus deutschfreisinnige Wanderapostel Dr. Heinrich Fränkel. Wohnung mit der Waschleine an einem Mauerhaten. schaften, unter anderen die als Buhälterkneipe bekannte In der Eingemeindungsfrage soll der Minister des Von einem Einbrecher wurde in der vorgestrigen Nacht Restauration Schuster, Marzellenstraße, und es wurde alsdann Innern zwei Deputationen aus den Vororten gegenüber sich dahin der Gastwirth Woges in Schöneberg verwundet. Der Gin verabredet, daß die beiden Beamten abends wieder mit nach geäußert haben, daß er bereits Veranlassung genommen habe, brecher hatte sich gegen 12 Uhr nachts, nachdem das Geschäft Frankfurt a. M. zurückfahren sollten. erneute weitere Verhandlungen anzuordnen. Er sei der Ansicht, bereits seit einer Stunde geschlossen war, durch Eindrücken einer weisung, fich zwei Bahnsteigfarten zu kaufen und stiegen daß die Eingemeindung in größerem Umfange stattfinden müsse, Fensterscheibe in einem Nebenraum Zugang zum Gastzimmer mit ihnen in das Frauenfupee, das sie zur Hinfahrt um für die Folge allen weiteren Schwierigkeiten von vornherein verschafft, erbrach die Kaffe, in der sich jedoch nur wenig bennzten, wieder ein und zwar auf Gebeiß des Angeklagten vorzubeugen. Die Eingemeindung von Schöneberg werde, selbit Wechselgeld befand und ließ sich alsdann gastlich nieder. Er Burkhardt. Kurz vor Bonn brachte dieser zwei Fahrkarten, ein bei Beschleunigung der Angelegenheit, immer noch vier bis fünf durchtonete Speisen und Getränke, wurde jedoch hierbei so übermäßig Retourbillet 2. Klasse Frankfurt- Köin für Willrich und eine RückJahre dauern. laut, daß der Gastwirth, welcher in der hinter dem Laden befahrtkarte 3. Klasse Frankfurt- Mayen, beide vom 6. Januar. Dreiräder will ein hiesiger Unternehmer auf öffentlichen legenen Wohnung schlief, erwachte und in die Gaststube eilte. Rommt jemand, sagte Burkhardt, so erklärt, der Revisor habe Plätzen an das Publikum verleihen; die Gebühr soll für die Der Einbrecher sprang aus dem Fenster in den Garten und ge- revidirt. In Bingen übergab er dem Genossen Willrich's eine ersten 15 Minuten 10 Pfennige, für je fernere 10 Minuten rieth hier mit dem ihm nachfolgenden W. in ein Handgemenge, Rückfahrtkarte Mainz- Saarbrücke vom 8. Januar mit dem 5 Pfennige betragen. Es find 230 Standpläge mit 1200 Fahr im Verlaufe dessen der Gastwirth durch Schläge mit einem stumpren Bemerken: Da, wenn einer kommt", und sodann vor Mombach rädern in Aussicht genommen. Die behördliche Genehmigung Gegenstand zu Boden geschlagen wurde. Die Hilferufe des Ueber das Retourbillet Frankfurt a. M. Mainz vom 7. Januar. steht noch aus. fallenen lockten Straßenpassanten herbei, denen es schließlich ge- Für diese Fahrt erhielt Müller 12 M., von denen er 2 M. lang, den Einbrecher festzunehmen und zu überwältigen. In dem dem Horne einhändigte und den Rest mit Burkhardt und felben wurde ein schwerer Junge", der schon wegen Einbruchs Heimlich, der den Zug als Packmeister begleitet hatte, theilte. Aehnliche Wahrnehmungen machten die Kriminalbeamten auf vielfach vorbestrafte Schlosser Werner erkannt. Der nengewählte Direktor der städtischen Gaswerke, Herr Bauiuspettor Streichert, ist am Montag in sein neues Amt eingetreten. " T Sie bekamen An weiteren sechs Fahrten mit den übrigen Angeklagten. Durch| Ermittelung der Schuldigen irgendwie provokatorisch| Verurtheilung mit einem Stuhl nach dem Vorsitzenden der Strafden fortgesetzten Verkehr mit den Bahnbeamten und diese sieben vorgegangen bin.( Seiterfeit.) Ich habe mich streng tammer in Ravensburg warf, ohne jedoch diesen zu treffen, erFahrten wurde der Verdacht bestätigt, daß die Fahrkarten- Unter- von Provokationen ferngehalten, weil das ungefeglich ist hielt wegen dieses Bergehens eine Strafe von einem Jahr Ge Schleife seit langer Zeit in größerem Umfange bewerkstelligt und ich das für unmoralisch halte.( Erneute Heiterfeit.) fängniß. wurden. Der Angeklagte Müller soll dies auch gelegentlich den Der Zeuge erzählt dann, wie er die Angeklagten fennen beiden Hamburger Beamten zugestanden und bemerkt haben, daß lernte. Müller habe ihm die erste Fahrt nach Köln an die betreffenden Bahnbeamten alle mit einander in Verbindung geboten. Es sei eine schöne Reise und er habe schon ständen, daß insbesondere auch die Limburger und Wiesbadener Billets bereit, auf die hin die beiden Herren fahren könnten schiede in der modernen Kulturwelt wohl mehr zu tage als in Nirgendwo treten die ungeheuerlichen KlassenunterSchaffner mit ihnen unter einer Decke steckten. Als er, Zeuge, dann eingewendet habe, daß er doch nicht ohne Vermischtes. Die Dienſtag Morgen 8 Uhr eröffnete Sigung beginnt mit Fahrschein durch die Bahuneigsperre kommen werde, habe Müller der Personenbeförderung auf der Eisenbahn. Ein Bild von den der Feststellung, daß sämmtliche Angeklagte den Dienfteid ge- geiagt, er würde an der Sperre Bescheid sagen. Am andern werden, liefert eine Schilderung, die wir in der„ Germania" Bequemlichkeiten, die dem zahlungsfähigen Reisenden geboten leistet haben. Nach dem Eröffnungsbeschluß werden be- Morgen habe er dann die Fahrt angetreten, sei in der geschilderten finden. Gs heißt in dem Blatt:„ Der Nord- Expreßzug, der am schuldigt: 1. die Angeklagten Burkhard, Müller, Heimlich. Weise mit Fahrscheinen versehen worden und schließlich nach Sonntag feine erste Reise von Ostende nach Petersburg machte, Horne, Wolf, Renneisen, Seug, Brechtel, Schlening, Bernius, Köln gekommen, wo er Müller 6 M. und seinem Kollegen noch führte neun hochelegante und luxuriös ausgestattete Wagen mit Schmidt, Preß II und Wagner des Verbrechens im Sinne der§§ 332 ein Weingelage gegeben habe. Rechtsanwalt Meyer: Fit und 385 St.-G.-B.( Berletzung der Dienpflicht durch An- jemals in der Wirthschaft von Krause Ihnen freie Fahrt abfertigung länger, als vorausgesehen, verweilen müssen, sich. Er hatte in Lüttich und in Herbesthal bei der Zollnahme von Geschenken.); 2. die Angeklagten Burkhard, angeboten worden? Beuge: Ja. Rechtsanwalt Meyer: Von Bis Königsberg Heimlich, Müller, Schmidt, Seng, Jung II, Herrmann und Breß II wem? Beuge: Das weiß ich nicht mehr. Rechtsanw.: Bon odaß er 85 Minuten einzuholen hatte. hatte er bereits eine halbe Stunde gewonnen. Der Ses Vergebens gegen§ 350 St.-B.( Amtsunterschlagung). wem und woher bekamen Sie das Geld? Zeuge: Darüber Bug bestand aus drei zweiachsigen und sechs vierachsigen Wagen. Es folgt die Vernehmung der Angeklagten. Der Angeklagte verweigere ich die Aussage. Rechtsanw. Meyer: Es Bug bestand aus drei zweiachsigen und sechs vierachsigen Wagen. Müller wird zunächst befragt über die erste Reise der beiden scheint mir doch sehr wichtig, daß wir über diesen Punkt näheres Bom Küchen- und Gepäckwagen tritt man in den prachtvoll aus Geheimpolizisten noch Köln. erfahren. Was haben Sie denn für ihre Thätigkeit in dieser An- für etwa 36 Personen, der zur Souperzeit dicht besetzt war, und Er legt dar, daß er diesen Leuten zwei Billets zweiter Klasse gelegenheit erhalten? Beuge: Darüber muß ich erst meine vorgesetzte in dem eine flotte angeregte Unterhaltung von einem Tische zum vom Schalter besorgt und die von ihnen später empfangenen Behörde befragen. Rechtsanw. Meyer: Haben Sie von dem anderen herüber und hinüber flog. An ihn schlossen sich die langen 10 Mark als Trinkgeld für verschiedene Bemühungen Polizeikommissar Kämpe Anweisungen bezüglich der Weingelage mit aller Bequemlichkeit und splendid eingerichteten Personene angesehen habe. Auf das Verlangen, Auf das Verlangen, fie frei zurück bekommen? Wurde Ihnen gefagt, wieviel Sie für solche Gelage und Schlafwagen an. Geräuschlos durchschreitet man die mit zu befördern, habe habe er geantwortet, daß das nicht ausgeben duriten? Beuge: Nein. Rechtsanwalt Meyer: Hat er Teppichen belegten Gänge, auf die aus breiten großen Spiegelglas anginge. Das Trinkgeld habe er, wie üblich mit anderen gegen die Gelage Einspruch erhoben? Zeuge: Er hat gesagt, scheiben das Tageslicht fällt. Die einzelnen Abtheilungen au Beamten getheilt. Der Präsident geht sodann die übrigen sechs es solle nicht provozirt und nicht zu viel dafür ausgegeben zwei und vier Plägen sind lauschige Kabinets mit stilvoller Reifen der beiden Geheimpolizisten durch und befragt die bei werden. Rechtsanwalt Meyer: Ich mache den Gerichtshof dar röthlicher Dekorirung. In einem Koupee saß eine Dame, am jeder Reise in betracht kommenden Beamten sehr eingehend nach auf aufmerksam, daß der Zeuge fagt, Kämpe habe ihm bedeutet, breiten Klapptische mit ihrer Korrespondenz beschäftigt, und gab den Einzelheiten und insbesondere nach der Art und Weise, wie es solle nicht zu viel für die Gelage ausgegeben werden, die Auskunft, daß der Wagen während der Fahrt so ruhig liese, die beiden Geheimpolizisten vorgegangen sind. Fast sämmtliche während Kämpe vorhin bekundet hat, von den Gelagen fei daß sie bequem ihre Briefe schreiben tönne. Ein geräumiges, Angeklagte bestätigen, daß sie die von den Geheimpolizisten an- teine Rede gewesen und es sei dafür nichts gezahlt worden. elegantes Waschtabinet mit Douche- Apparat, ein sehr gemüth gebotenen Gelder als Trinkgelder angenommen haben, auch Präs.( zum Zeugen): Noch eine Frage, hatten Sie zu allen licher Rauchsalon, schließlich die zierlichen Gepäckwagen fielen daß fie der Einladung der Beamten zur Theilnahme an Fahrten, die Sie mit den Angeklagten unternahmen, giltige besonders auf, die wie die anderen Wagen ebenfalls die BeGelagen gefolgt sind. Es folgt die Vernehmung wegen der bei| Billets gelöst? Zenge: Nein, nicht zu allen. Rechtsanwalt den Angeklagten vorgefundenen verschiedenen Fahrtausweise, der Meyer: Ich und meine Kollegen wohl auch verzichten aufwänden trugen." Man vergleiche mit diesem raffinirten Luxus zeichnung Nord- Expreß" in goldenen Lettern auf den Außeneinfachen Retourbillets und Kupons zu Fahrscheinbeften. Die An- die weitere Vernehmung eines solchen 3eugen, die Qualen, unter denen der reifende Proletarier in den Jammergetlagten machen über die Herkunft dieser Fahrtausweise ver- der ganz unglaublich erscheint. Es tritt sodann die schiedene Angaben. Theils wollen sie diese von Reisenden be- Mittagspause ein. Nach Eröffnung der Nachmittagssigung wird fästen der vierten Wagenklaffe zu leiden hat. tommen, theils bei der Abgabe vergessen und theils gefunden nochmals der Kriminalschuzmann Willrich vorgerufen. Der Aus Sebastapol wird berichtet: In der Angelegenheit haben. Der Angeklagte Müller wird dann über ein Gespräch Vorsitzende unterzieht ihn nochmals einem eingehenden Verhör, des Zusammenstoßes der Schiffe Benderaklia" und„ Kozebue" verhört, das er mit dem Geheimpolizisten Willrich geführt an dem sich auch die Vertheidiger betheiligen. Bei dem erkannte das Seegericht gegen den Kapitän der Penderaklia" haben soll. Der Polizist bat angegeben, daß Müller weiteren Verhör der Angeklagten wird festgestellt, daß auf Verweis, gegen den Wachtoffizier desselben Schiffes auf fich gerühmt habe, einmal 16 blinde Passagiere" von der Zeuge Willrich bei seinen Fahrten ein Schreiben drei Monate Gefängniß; der Kapitän des„ Roßzebue" wurde Frankfurt a. M. nach Limburg a. d. L. mitgenommen zu seiner Behörde mit sich führte, in welchem er freigesprochen. haben. Müller bestreitet, diese Aeußerung gethan zu dem Schutze der in Frage kommenden Eisenbahnhaben. Es beginnt die Zeugenvernehmung, die einem Bericht verwaltungen empfohlen wurde, ferner, daß der Zeuge der Voff. 3tg." zufolge folgenden Verlauf nahm: Zunächst wird jedesmal vom Zugrevisor unterrichtet wurde, wann er auf seinen der Kriminalkommissar Kämpe aus Hamburg vernommen. Er Kontrollfahrten ein Billet lösen sollte und wann nicht. Bon hat die Ermittelungen bei den Hamburger Fahrkartenunterschleifen einem Zeugen, Beamten und Privaten, wird bestätigt, daß geleitet. Als der Verdacht entstand, daß auch in Frankfurt Angeklagte alte Fahrkarten als neue verkauften. Ein Zeuge, Unterschleife stattjänden, erhielt er Auftrag, mit dem Kriminal- Bureangehilfe Welter aus Limburg, bestätigt, daß der angeklagte Schuhmann Willrich zusammen weitere Ermittelungen anzustellen. Bahnsteigschaffuer Jung eines Tages zwei Herren( die beiden Von der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wurde ihm der Geheimpolizisten) ohne Billets durch die Sperre geführt und Zugrevisor Schäfer mitgegeben. Präs.: Was sollte Herr Schäfer ihm bedeutet habe, daß die beiden höhere hessische Beamte seien. Denn bei Ihnen thun? Beuge: Er sollte mir in technischen( Ueber den Verlauf der Verhandlung am Mittwoch siehe Fragen Auskunft gehen. Präf.: Sie haben sich an der Er unter" Politit".) mittelung der schuldigen Beamten nur in so weit betheiligt, als Sie dem Schuhmann Willrich Instruktionen gaben? Zeuge: Ja. Willrich und sein Vertrauensmann kamen jedesmal, wenn fie mit den Schaffnern zufammen gewesen waren, zu mir, erstatteten Bericht und erhielten ihre Instruktionen. Präs.: Wer war der Vertrauensmann des Willrich? Beuge: Gin Polizeivigilant Wieterling. " O Wissen Sie auch, daß der Wieterling ein bestraftes riß der Junge aus, weiteren Schlägen zu entgehen, den anderen " Eingelaufene Druckschriften. " von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Die g' Verlag) ist soeben das 33. Heft des 14. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Heinrich v. Treitschte. Staatsstreich und politischer Massenstreit. Bon Parvus.( Einleitung. 1. Der neue Kurs. 2. Die Abschaffung des allgemeinen Wahlrechts.) Neue Strömungen in der polnischen sozialistischen Bewegung in Deutschland und Desterreich. Von Rosa Luxemburg.( Schluß.) Marr und der wahre" Sozialismus. Feuilleton: Das Ende vom Stede. Eine Geschichte von Konrad Telmann.( Fortsegung.) von der Gleichheit, Zeitschrift für die Jntereffen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Die B' Verlag) ist uns soeben die Nr. 10 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Um den lteben Profit. Stellungnahme der deutschen Genossinnen zum internationalen Sozialisten- und Gewerkschaftstongreß zu London. Resolution zum internationalen Sozialistens und Gewerkschaftstongreß in Aus der Bewegung. Wie eine sosialistische Gemeindeve waltung für die proletarische Jugend sorgt. Bur amerikanischen Frauenbewegung. Die Arbeiterinnen- Organisationen und der fünfte Österreichische Parteitag. Feuilleton: Aus Hunger. Bon Dorothee Goebeler.. Kleine Nachrichten. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1896 unter Nr. 2887) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestell geld 65 Pf.; unter Streuzband 85 Pf. Jnferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Von Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Das System BadenisStrobach. Bon K. Die Sprachenfrage in Böhmen. Bom Reichsrath- Abgeordneten Dr. Friedrich Pacát. Eisenbahn- Berstaatlichung in Desterreich und Preußen. Bon Otto Wittelshöfer. Der römische Grenzpfahl in Deutschland. Bon Dr. S. Frankfurter. Der Kampf wider die Unzucht. Dr. Ottokar v. Perger. ihn Krugel Das jüdische Weib. Von Dr. Moriz Güde mann. Münchner Frühling. Bon Alfred Gold.- Oper. Von Dr. Die Woche. Bücher. Heinrich Schenker. Revue der Revuen. dem Elternhaus. Erinnerungen von Josef Rant Von A. Schafheitlin. Preis 1,50 M. Berlin, Rosenbaum u. Hart, Berlagsbuchhandlung. 1 Aus London. Abermals ein Prügelpädagoge. Wegen Mißhandlung 29. Februar 1896 vom Landgericht Graudenz zu 30 W. im Amte wurde der Lehrer Wilhelm Krugel in Schäferei am Geldstrafe verurtheilt. Während der Turnstunde sah der Angetlagte, daß sich der Schüler Orlowsti nicht betheiligte und Rechtsanwalt Meyer( zum forderte ihn auf, zu turnen. Der Knabe weigerte sich, da er Bengen): Wissen Sie, daß der Vertrauensmann einen lahmen Fuß habe. Krugel glaubte das nicht und riß den des Willrich, also der Polizei, ein Bubälter Knaben, dessen Worte er für eine Ausrede hielt, an den Ohren. von der Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" ift soeben das 84. Geft erschienen. war? Beuge: Ja. Wir müssen unsere Leute Als der Junge nunmehr erklärte, er habe auch böse Ohren, nehmen, wie sie sind. glaubte der Angeklagte dies wieder nicht und versetzte ihm ein Rechtsanwalt Meyer: paar Ohrfeigen. Um Beuge: Nein, das höre ich heute zum Schülern verfolgt von wurde jedoch Subjett war? und eingeholt, worauf ersten Male. Rechtsanwalt Meyer: Haben Sie Anweisungen über die Gelage mit den Schaffnern gegeben? Beuge: Nein, ich in ein Schulzimmer hineinzog, zuerst wieder mit einigen Ohr habe es Willrich überlassen, wie er sich mit den Leuten bekannt feigen traftirte und dann über eine Bant zog, worauf er ihm machen wollte. Rechtsanwalt Meyer: War der Zugrevisor mit einem Stock mehrere Hiebe fiber das Gefäß verfeßte. Ein zelne dieser Schläge trafen auch ohne den Willen des Angeklagten, Schäfer, der heute hier als Sachverständiger vorgeladen ist, jedes wie das Gericht feststellte, auf den Kopf des Jungen, der sich bei Mal zugegen, wenn Willrich und sein Vertrauensmann, der zu hälter, Bericht erstatteten? Beuge: Ja. Rechtsanwalt Meyer: ber Prozedur erklärlicherweise nicht ruhig verhielt, vielmehr inErstattete Willrich nur über technische Sachen Bericht, oder auch folge der Schmerzempfindung am Gefäß mit dem Kopfe wiederüber die anderen Sachen? Beuge: Ueber alles. Rechtsanwalt holt in die Höhe fuhr und sich bei dieser Gelegenheit auch durch Meyer: Aber dann kann doch hier der Zugrevisor Schäfer nicht Anstoßen an eine Kante der Bank einen Bahn herausstieß. Das als Sachverständiger vernommen werden. Präs.: Ich glaube Urtheil wurde vom Reichsgericht aus formalen Gründen aufauch, daß das anzufechten ist. Hierauf wird der Kriminal- gehoben und die Angelegenheit kommt daher nochmals zur Verhandlung. schußmann Wilrich in den Saal gerufen. Er wird zunächst unvereidigt vernommen und bemerkt vor seiner Ver- Schwer bestrafte Drohung. Der Schuhmacher Jof nehmung: Ich möchte zunächst hier bestreiten, daß ich bei der Rättich von Herbertingen, welcher vor einiger Zeit nach seiner Für denJuhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 14. Mai. Opernhaus. Die Hugenotten. Morgen: Die verfaufte Braut. Phantasien im Bremer Nathskeller. Neues Opernhaus. Der Freischüß. Morgen: Mignon. Schauspielhaus. Dottor Klaus. Morgen: Die franke Zeit. Deutsches Theater. Lumpacivagabundus. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Lessing Theater. Walomeister. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Berliner Theater. König Heinrich. Nachmittags 2, Uhr: König Heinrich. Morgen: Cornelius Voß. Neues Theater. Tata- Toto. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Das lehte Wort. Freitag, abends 8 Uhr: Antigone ( Frau Clara Meyer a. G.). Adolph Ernst- Theater. Zum 38. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangsposse in 3 Akten von Leon Treptow und Ed Jacobson. Kuplets und Quodlibets von G. Görß. Musik von G. Steffens. Residenz- Theater. Fernand's Ehe- 2. Aft: ,, Alt Berlin." fontraft. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Das letzte Wort. Morgen: Antigone. Belle- Alliance- Theater. Die Steise um die Erde in 80 Tagen. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Moderne Raub ritter. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den finden. Die Fledermaus. Morgen: Dieselbe Borstellung. Anfang 71, Ubr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alt- Berlin Täglich: Nachmittags 52 Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorps. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Voltsbelustigungen. Seiltänzer. Zauberei ze. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pfg. ohne jede weitere Nachzahlung. Adolph Cruft- Theater. Das flotte Theater Alt- Berlin. Berlin. Die Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. fleinen Lämmer. Vorher: Zant teufelchen. Morgen: Dieselbe Borstellung. Täglich 1 Vorstellung: abends 7 Uhr. 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Wir bestätigen den Empfang ihrer Buschrift, in der Sie ertlaren, daß Sie sich, auch als Berichterstatter, niemals als Redakteur des Vorwärts" ausgegeben, daß Sie feit der Zeit, wo Sie kein Berichterstatter mehr sind, sich auch nie als solcher hingestellt haben und ferner, daß die dieser Tage be rühite Angelegenheit privater Natur ist. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Eintritt 50 Pf. Apollo- Theater Naturkundliche Ausstellung und Concert- Garten täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Wissenschaftl. Theater Das beste u. humoristischste Programm der Residenz. abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Auftreten d. hervorragendsten Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. Saal und Garten. Leipzigerstraße, am Dönboffsplay. Täglich. Reichshallen Heute, am Himmelfahrtstag, Anfang 7 Uhr. Entree 30 Bf. Res. Play 50 Pf. 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Die Vorlage betr. das Anerbenrecht bei Renten. und Ansiedelungsgütern steht zur dritten Lesung. Regierungskommiffar Oberregierungs- Rath Dr. Hermes be tämpft ben§ 24, wie er durch die Annahme des Antrages Gorte in zweiter Lesung sich gestaltet hat.( Löschung der Rente soweit fie getilgt ist, auf Antrag des Eigenthümers.) Auch nach heutigem Recht wird die Rente gelöscht, sobald sie ganz getilgt ist; eine theilweise Löschung ist unzulässig; es würde am besten sein, den § 24 ganz zu streichen, oder die Kommissionsvorlage wiederher Abg. Dr. Schilling( t.) beantragt Wiederherstellung der Rommissionsbeschliffe. Der Antrag Schilling wird abgelehnt und auch der § 24 nach den Beschlüssen zweiter Lesung beseitigt; der Paragraph fällt also ganz fort. Buftellen. Die Vorlage wird im einzelnen und in der Gesammt abstimmung angenommen. Es folgt die zweite Lesung der Vorlage betr. bie Gewährung von Umzugatosten an Regierungs- Baumeister. Die Budgetkommission empfiehlt unveränderte Annahme ber Vorlage. Dieselbe wird nach kurzer Debatte unverändert angenommen. Es folgt die Berathung von Petitionen, die von keinem Freitag 1 Uhr: Umzugskosten für Regierungs- Baumeister Freitag 1 Uhr: Umzugskosten für Regierungs- Baumeister ( 3. Lefung), Nachtragsetat betr. 200 000 m. für das pathologische Institut( 2. Lesung) und Petitionen. Jnteresse für unseren Leserkreis sind. Schluß 33/4 Uhr. eingeführt. Donnerstag, den 14. Mai 1896. 1 - Wegen Agitation für die Maifeier ist vom Kölner Polizeipräsidium der aus Defterreich gebürtige Schloffergefelle eopold Rupta aus Preußen ausgewiesen worden. Ein Arbeitsgenoffe hatte ihn denunzirt! Arbeitsgenoffe hatte ihn denunzirt! endet. Ihre Forderung, der Behnstundentag, ist fast überall beDie Schmiede Dresdens haben ihren Streit siegreich bewilligt worden. Nur die sogen. gelbe Straßenbahn Gesellschaft hat sich lieber anderes Personal gesucht, als ihren früheren Arbeitern die kleine Erleichterung zu gewähren. Der Leipziger Schuhmacherstreit ist für beendet erklärt. An der Bewegung haben sich insgesammt 294 Mann, und zwar Schaftarbeiter, betheiligt; davon arbeiten 217 unter den neuen Bedingungen, die übrigen sind abgereift oder haben anderweitig Arbeit gefunden. 13. Jahrg. Soziale Rechtspflege. Ueber das Ende des Hafenarbeiter Ausstandes in schlechterte. Die Interessen der Arbeiter sind diesseits wie jen Stettin berichtet der Boltsbote", daß sich, mit Ausnahme der feits der Vogesen dieselben, möge das angesichts der Pariser. Dampfer- Kompagnie, sämmtliche Stauer zur Anerkennung des Weltausstellung kein einziger deutscher Arbeiter vergessen! neuen Tarifs bereit erklärten. Die mit Annahme dieses Zarifs Aus England berichtet die Frantf. Zeitung", daß im verbundene Lohnerhöhung beträgt durchschnittlich 15 pet. Die Maschinenbaugewerbe wieder eine Aussperrung. Buder und Sadgutträger, Raufmanns und in Sicht ist. Am Sonnabend haben die Vereinigten Firmen an Speditionsarbeiter beschlossen, 4-5 m. Tagelohn- und der Nordostküste den Mitgliedern der Gesellschaft der Maschinen50-60 f. für Ueberstunden zu fordern. bauer für den 25. Mai gekündigt. Zunächst werden davon nur 25 pet. der Arbeiter betroffen, allein die Aussperrung soll in gleicher Weife fortgefeßt werden und am 15. Juni allgemein fein, falls nicht bis dahin die Differenz erledigt ist, welche den Anlaß zu der Maßregel bot. Es war zwischen den Fabrikanten einen Schilling fofort und einen weiteren Schilling vom 1. Septbr. und den Maschinenbauern verabredet worden, daß die lehteren Lohnerhöhung bekommen sollten. Nachdem dieses Abkommen gen. troffen war, erfuhren die Fabrikanten, daß die Maschinenbauer unter Abänderung ihrer Statuten Leute in ihren Verband aufgenommen hätten, die nach ihrem Lohn und nach ihrer Beschäftigung an geblich nicht hineingehörten. Sie weigerten sich nun, auch diese Beute an der Lohnerhöhung theilnehmen zu lassen, zumal die felben, da sie unter 30 Sh. Lohn beziehen, auch keinen Lohnabzug erlitten hatten, und beschlossen ferner, auf die Gesellschaft der Maschinenbauer die Lohnfäge anzuwenden, über die sie mit Aus Mainz wird uns geschrieben: Einen schönen anderen Arbeitern übereingefommen waren. Dagegen protestirten Sieg haben die Bauarbeiter in dem benachbarten Orte Momba ch die Maschinenbauer und erklärten, am 5. Mai die Arbeit in den erfochten. Am vergangenen Montag war es, als sämmtliche Werkstätten am Tees einzustellen, wenn die Unternehmer das mit Arbeiter des Bauunternehmers Franz Josef Meirler wegen Lohn- ihnen abgeschlossene Abkommen nicht innehielten. Lehtere haben differenzen die Arbeit einstellten. Sie forderten regelrechte Ein- wiederholt vergeblich eine schiedsgerichtliche Entscheidung der baltung der zehnftündigen Arbeitszeit und denselben Stundenlohn Streitfrage vorgeschlagen und haben nun die allmälige Auswie die Bauarbeiter in Mainz. Obwohl Herr Meirler erst vor sperrung der Maschinenbauer an der ganzen Ostküste beschlossen. wenigen Monaten mit Hilfe der Arbeiterstimme zum Mitglied Der Konflikt ist ihnen sehr unangenehm, da sie im Augenblick des Gemeinderaths gewählt worden war, weigerte fich derfelbe, zahlreiche Aufträge zu erledigen haben. die Forderungen zu erfüllen, und sämmtliche 27 Maurer und Taglöhner stellten die Arbeit ein. Sie fanden rege Unterstützung bei den Boziale Neberlicht. hiesigen organisirten Arbeitern und wurden fast alle bei hiesigen Bauunternehmern in Arbeit gebracht. Am Sonntag fanden Arbeitszettel hat auch das Gewerbegericht in Höch ft a. M. vor einem Gemeinderathsmitgliede Verhandlungen zwischen den Gewerbegericht. Hotelportiers dürfte der Ausgang Ausständigen und dem Bauunternehmer statt, welche zur Be- eines Rechtsstreites besonders intereffiren, mit dem sich die Einen Dienstboten- Orden will die königl. Landwirthschafts- willigung fämmtlicher Forderungen führten. Bewilligt wurden: Kammer 6 unter dem Vorsitz des Assessors Böhlau zu befaffen gesellschaft für die Provinz Hannover einführen. Bekommen sollen zehnstündige Arbeitszeit; Ueberstunden sollen nur in Nothfällen hatte. Der Portier W. war vom Hotelbesitzer Behrens plötzlich den Orden diejenigen Dienstboten, die einer und derselben Herr- gemacht werden; der Stundenlohn für Maurer, welcher feither entlassen worden, und hatte darauf eine Klage auf Lohnentschädigung fchaft 25 Jahre lang treu gedient haben. Sonderbar, daß Leute wischen 25-35 Pf. betrug, wurde auf 87-42 Pf. festgefeßt; beim Gewerbegericht angestrengt. Der Beklagte behauptete, zur von auch nur einigem Verstand auf solchen Firlefanz verfallen für Tagelöhner wurde der Sohn pro Stunde von 22-24 Bi. auf fofortigen Entlassung des Klägers berechtigt gewefen zu sein, Tönnen. Wenn die königliche landwirthschaftliche Gesellschaft 25-28 Pf. erhöht; Nachtarbeit soll pro Stunde mit 75 Pf. be- weil derfelbe unterlassen habe, ihm von dem Aufenthalt der Provinz Hannover ihren Wiz darauf richtete, daß zahlt werden. Die Lohnzahlung soll wöchentlich und zwar auf einer Dame zweifelhaften Rufes im Hotel Mittheilung Alle Streikenden zu machen. 2. machte demgegenüber geltend, daß die sogenannten Herrschaften" fünftig ihr Gesinde beffer der Baustelle vor Feierabend erfolgen. bezahlen und ihm wöchentlich einen Ruhetag, gesunde tönnen die Arbeit wieder aufnehmen und das freie Koalitions- der Beklagte die fragliche Dame anscheinend sehr genau werden. Bei zukünftigen gekannt hätte; wenigstens habe sich der Chef im Zimmer ders Schlafräume, hinreichende nahrhafte Rost, sowie menschen- recht soll nicht beschnitten würdige Behandlung gewähren, dann würden viel mehr etwaigen Streitigkeiten versprach der Unternehmer direkt mit dem selben längere Zeit aufgehalten. Beklagter bestritt dies. Das Berfonen als jetzt sich häuslichen Dienstleistungen widmen und Vorstande des Maurerverbandes verhandeln zu wollen. Der Ver- Gericht verurtheilte ihn, die Entschädigung zu zahlen. bei einem und demselben Dienstgeber viel länger aushalten als trag foll Giltigkeit behalten bis zum 31. März 1897, jedoch nur Kläger wäre nicht verpflichtet gewesen, den Prinzipal auf Verbandsmitgliedern gegenüber. Eine Maurerversammlung er den angeblich zweifelhaften Ruf der angeblichen Halbweltlerin heute. Durch die Ordensstifterei wird das nicht erreicht. flärte fich mit diesen Abmachungen einverstanden und den Streit aufmerksam zu machen. Beklagter hätte dies umsoweniger ver Krankenkassenwesen. Der Krankenkasse der Arbeiter- Ver- für beendet. Nur durch die Organisation war es möglich, einen langen tönnen, als der Kläger, wenn er sich irrte, in die Gefahr einigung von 1867( G. H.) in Hamburg ist vom Reichskanzleramt so raschen und intensiven Erfolg zu erringen. Am Montag gerathen wäre, wegen Beleidigung bezw. Verleumdung einer anvon neuem die Bescheinigung ertheilt worden, daß fie, vorbehalt: wurde der schriftliche Vertrag bei der Bürgermeisterei Mombach ständigen Dame strafrechtlich verfolgt zu werden. lich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 unterschrieben. Gegen Lohnentschädigungsklagen der Maurer. und des Krankenversicherungs- Gesetzes genügt. Beim Schreiner- und Lackirerstreit in Neu fen, die obne vorherige Kündigung entlaffen worden waren, burg handelt es sich, wie das„ Offenbacher Abendblatt" mit wandte der Beklagte Angerer ein, die gefeßliche Kündigungsfrist theilt, um den Behustundentag, 10 pet. Auischlag für Stück- und fei ausgeschloffen gewefen. Die Kläger gaben zu, daß sie sich Tagelohu und um 15 M. Mindestlohn für die Lackirer. Der allerdings im August 1895, als sie zuerst bei Angerer in Arbeit Achtung, Metallarbeiter! Die gegenwärtigen Lohn bisherige Tarif stammt noch aus dem Jahre 1882; seit dieser traten, mit dem Kündigungsausschluß einverstanden erklärt bewegungen der Berliner Metallarbeiter erfordern eine wöchent- Beit sind die Möbel bedeutend verbessert worden; infolge dessen hätten. Diese Abrede habe jedoch, meinten Kläger, mit liche Unterstüßungssumme von 10 000 M. Aus diesem Grunde werden an die Leistungsfähigkeit der Arbeit jetzt viel größere dem 21. Dezember 1895 ihre Giltigfeit verloren, denn an diesem beschlossen die 4 Versammlungen am 7. Mai, jeden Metall- Ansprüche gestellt als früher. Die Unternehmer erklärten die Tage feien sie entlassen worden. Als sie am 8. Januar 1896 arbeiter zu verpflichten, pro Woche 50 Pf. zum Unterstüßungs- Forderungen für zu hoch, wollten aber bestimmte Antwort erst beim Beklagten wieder zu arbeiten angefangen hätten, wäre aber fonds der Berliner Metallarbeiter" zu zahlen. Im Juferaten am Pfingstmittwoch geben. Die Schreiner und Lackirer saben von einem abermaligen Ausschluß der Kündigungsfrist nicht die theil des heutigen Vorwärts" Stellen befannt hierin die Absicht, die Angelegenheit zu verschleppen und legten Rede gewesen. Der Beklagte widersprach dem nicht, indessen gegeben, wo die Kollegen Marken à 50 Pfennige, sowie deshalb die Arbeit nieder. Sie ersuchen nun die Berufsgenossen betonte er, daß die Kläger eigentlich nur die Arbeit aus. Sammelliften erhalten fönnen. Ueber die gesammelten um Vermeidung des Zuzuges und um Unterſtügung. Alle gefekt" hätten und daß der frühere Kündigungsausschluß Gelder muß jeden Sonnabend abgerechnet werden. Wir erwarten Sendungen sind zu richten an Jean Seel in Neu- Isenburg in bis zur Entlaffung am 8. April 1896 rechtskräftig geblieben wäre. daß die Kollegen laut Beschluß der Versammlungen nur auf Hessen, Ludwigstr. 89. Die zuständige Kammer 3 unter dem Vorsitz des Assessors Vob. Listen zeichnen, welche von dem unterzeichneten Vertrauensmann verurtheilte aber den Beklagten wegen un me yer abgeftempelt find, sowie nur Marken kaufen vom Agitations zur Gewährung ber verlangten und Unterfügungsfonds der Berliner Metallarbeiter", ba nur berechtigter Entlassung Entschädigungen. Da die Kläger am 21. Dezember dann die Kollegen die Garantie haben, daß die gesammelten Gelder wirklich den Ausständigen zu gute kommen. 1895 Buch und Karte bekommen bätten, sei ihr Wiedereintritt in den Betrieb des Beklagten am 8. Januar 1595 als Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses auf. Metallarbeiter: Otto Näther, N., Anklamerstr. 44. zufassen, für das die Kündigungsfrist befonders hätte ausvorm. F. W. Hilfe bein wird uns geschrieben:" Der Verein der Aufschrift ausgehängt worden sei:„ Die Arbeit ruht bis zum Von der Verwaltung der Berliner Weißbierbrauerei gefchloffen werden müssen. Daran werde auch nichts durch die Thatsache geändert, daß am 21. Dezember 1895 ein Platat mit der Brauerei und Bierverlags- Hilfsarbeiter Berlins und Um2. Januar auf dem Bau." gegend theilt in gestriger Nummer mit, daß wir einen Arbeiter entlassen hätten, weil derfelbe den 1. Mai gefeiert hat. Die Sache verhält sich anders. Der betreffende Arbeiter ist am 1. Mai ohne zu fragen fortgeblieben. Am 2. Mai wollte er die Arbeit wieder aufnehmen, darauf ließ ihn der Direktor zu sich ins Comptoir rufen und fragte ihn, ob er es einem Vorgesetzten mitgetheilt habe, daß er am 1. Mai nicht kommen würde. Darauf bekam der Direktor die Antwort: da brauche ich doch nicht erst zu fragen, das ist doch selbstverständlich. Wegen dieser Aeußerung ift der Arbeiter entlassen worden." Gewerkschaftliches. Der Vertrauensmann der Berliner Die Maler und Tünchermeister Mannheims haben es abgelehnt, das Gewerbegericht als Einigungsamt über die Diffe rengen mit ihren Gesellen entscheiden zu laffen. Die Silberschläger Schwabachs in Bayern stehen nun die sechste Woche im Streit. Die Meister sollen von den meisten Fabrikanten und Kauleuten pro Buch 7-8 Pf. mehr zugesichert bekommen haben, während sie 10 Pf. Bulage fordern. Den in Abrede. Die Ausständigen ersuchen um strenges Fernhalten Arbeitern und Arbeiterinnen gegenüber stellen sie aber die Zulage des Zuzugs. länder, die zu Pfingsten in Leoben stattfinden sollte, ist unvorDie Bergarbeiterkonferenz der österreichischen Alpenbergesehener Hindernisse wegen bis zum 15. und 16. August verschoben worden. Der Beharrliche Verweigerung der Arbeit. Der Hausbiener G. wurde von dem Hotelbefizer Behrens plöglich entlassen, weil er es abgelehnt hatte, einem weiblichen Gaste des Hotels die Sticfel Die Einführung des Taxameters hat die Pariser zu putzen. Er machte deshalb einen Lohnentschädigungsanspruch beim Gewerbegericht geltend, in dem er betonte, es nicht Kutscher in Harnisch gebracht. Sie veröffentlichten gegen den nöthig gehabt zu haben, einer Halbweltsdame die Stiefel zu reinigen. betreffenden Beschluß des Gemeinderaths folgende Kundgebung: Kläger wurde abgewiesen. In seinem Berhalten liege that Man hat uns den Taxameter zum 1. April 1899, also zum fächlich eine beharrliche Weigerung, die ihm obliegenbe Vorabend der Weltausstellung versprochen. Alle Pariser Arbeit zu verrichten, und damit ein Grund zur sofortigen Ent Arbeiter erwarten mit Ungeduld die Aus laffung. Die Meinung eines Hotelhausdieners über den Ruf Für die Textilarbeiter in Rottbus gingen bei ber ftellung, von der fie erhoffen, daß sie ihre einer Dame fei nicht maßgebend; fie für maßgebend zu erachten, Berliner Gewertschafts- Kommission noch folgende finanzielle Lage günstiger gestalten wird, Beiträge ein: denn von allen fünf Erdtheilen werden die reichen Besucher herbei: daß hieße bedenklichen Konsequenzen Thor und Thür öffnen. Broletarier", Dberlangenbielau, 6. State D. R. 60,65. A. Bebel 10strömen und eine reiche Ernte ist dadurch in Aussicht gestellt. 49 Lehrlinge in Colmar waren beschuldigt worden, sto 2h. Wächter 10,-. Für einen Vortrag d. Dr. Freudenthal( Bund der ge felligen Arbeitervereine) 12,- Bon einigen auf dem Stiftungsfeit( Bund Und von einer so günftigen Gelegenheit sollen wir Droschten dadurch strafbar gemacht zu haben, daß sie die Fortbildungs ber geselligen Arbeitervereine) 7,60. Lithographen und Steinbruder Berlins, tutscher allein ausgeschlossen sein, indem man unfere Einnahmen ver- schule nicht besucht batten, obschon sie noch nicht 18 Jahre alt 2. Rate 150,-. Deutscher Arbeiterverein Bern, Schweiz, 20,-.. Klimt, Ebersbach in Sachsen, 3. Rate 15,10. Zacirer Berlins 50,-. Swet Sattler, mindert? Man sollte uns wahrhaftig nicht für derartige Dumm waren und für sie die ortsstatutarische Verpflichtung zum Besuch Stephanstraße 2,-. Turnverein Fichte, V. Männerabtheilung 10,50. Teller töpfe halten. Im Jahre 1889 erhielten wir im Mittel 2 Frts. der Schule bestand. Sie wurden jedoch in allen Instanzen, ain fammlung am 1. Mai, vormittags, Adlershof, 7,21. Beberwaaren für eine Fahrt von den großen Boulevards nach der Porte 11. Mai auch vom Straffenat des Kammergerichts unter fabrit Alexandrinenstraße 54, 4. Rate 5,50. Buch und Steindruckerei Rapp. Im Jahre 1900 würden uns nach dem famosen Zayas folgender Begründung freigesprochen: Der§ 142 der von 5. S. Hermann, 8. Rate 21,35. Tempelhofer Fischzug 1,70. Dommodell 11,-. Einsetzer Blockhaus- Ausstellung 4,-. Buchbrucker von meter für eine Fahrt vom Zentrum von Paris nach Gewerbe- Ordnung laute in seinem 1. Absatz:„ Statutarische Be Julius Bahlte, 7. Rate, 3,50. 2. Zellerfammlung ber Bersammlung der der Place de la Concorde nur 15 Sous( 75 Cts.) zustimmungen einer Gemeinde oder eines weiteren Stommunalverbandes Lebens- und Genußmittelbranche bet Nteft am 1. Mai 18,45. Bauanschläger Der freien Bereinigung Berlins 10,-. Ueberschuß vom Kranz von Kirchner kommen. Wie viele Fahrten müßten wir da täglich machen, um tönnen die ihnen durch das Gesetz überwiesenen gewerblichen 2,10. Gemüthliches Betfammenfein der Gulli'schen Möbelpolirer bei Raben- unsere und unserer Familie Lebensunterhalt zu verdienen? Gegenstände mit verbindlicher Kraft ordnen. Dieselben werden schneider in Rigdorf 6,55. Seßer der Buchdruckerei Schrinner, der halbe Nicht ein Kutscher wird diese Maßregel gutheißen. Wie ein nach Anhörung betheiligter Gewerbetreibender und Arbeiter abZagelohn vom 1. Mat, 18,-. Ueberschuß vom Herrenabend des Stattlubs Mann müffen wir uns erheben und den Verräthern der Syndikats- gefaßt, bedürfen der Genehmigung der höheren VerwaltungsBrüderlichkeit 2,50. Bierprozente der Möbelpolirer von Gulli, Wafferthorftraße 63, 5. Rate, 6,25. Gesammelt von Mitgliedern der Gefangvereine tammer zurufen:" Burück! Es lebe die Ausstellung! Es lebe die behörde u. s. w." Wenn hier von der Anhörung der betheiligten Apollonia, Sängerchor der Töpfer 9,70. Bentral- rantentaffe der Tischer Arbeitsfreiheit! Nieder mit den Verräthern und ihrem Taya- Gewerbetreibenden und Arbeiter gesprochen werde, dann sei der Berlin E. 3, Nansen", 4. Rate, 8,50. 1. voltsthümliche Soiree bet eller meter!" Wir beanspruchen das Recht, uns von den Fahrgäsien Satz nicht nur instruktioneller Natur, sondern seine Be von Paul Friedrichs 20,-. M. Millarg, Annenftr. 16 part. nach Uebereinkunft( de gré à gré) bezahlen zu lassen." Das folgung bedinge die Giltigkeit des betreffen Das angezogene Ortsstatut vom unter dem Vorsitz des Bürgers Guépin vereinigte Droschten den Ortsstatutes. tutscher- Syndikat stellte darauf eine Tagesordnung auf, in welcher Oftober 1891 fei nun zwar vom Bezirksausschuß bestätigt gegen den Beschluß des Gemeinderaths energisch protestirt wird worden, dessen ungeachtet aber doch ungiltig, weil vor seinem und derselbe als den Stand des Droschkentutschers vernichtend" Erlaß die betheiligten Gewerbetreibenden und Arbeiter nicht vorher gehört worden seien. Mangels eines. rechtsgiltigen hingestellt wird. Bei dieser Gelegenheit möchten wir die Arbeiter Deutschlands, neueren. Orisstatuts wäre allerdings das ältere Statut vom insbesondere Berlins, ersuchen, sich durch Arbeitsangebote fran- Jahre 1886, welches die fragliche Verpflichtung auch enthalte zösischer Unternehmer oder ihrer deutschen Agenten nicht nach und vor dessen Erlaß die Betbeiligten zu Worte tamen, paris verlocken zu lassen. Wie schon in der Publikation der noch als zu recht bestehend anzusehen, indessen enthalte Pariser Rutscher angeführt ist, erwarten die Arbeiter der Seine- dasselbe teine Strafbestimmung. Die darauf bezügliche stadt von der Weltausstellung eine Besserung ihres Looses. Strasbestimmung sei zwar in einer Polizeiverordnung niederDie Maurer Breslaus beschlossen, den Generalstreit durch Sollte viel Zuzug aus Deutschland eintreffen, so würden sie ihre gelegt, aber um deswillen nicht giltig und anwendbar, partielle Streits zu ersetzen. Es wird infolge dessen die Arbeit Löhne nicht nur nicht erhöhen können, sondern es wäre leicht weil das Polizei- Verwaltungsgesetz die Polizei zum Erlaß ders überall da aufgenommen, wo die Forderungen bewilligt werden. I möglich, daß das Unternehmerthum ihre jezigen Löhne noch ver- lartiger Verordnungen nicht befuge. Somit könnten die Lehr In Brandenburg hat der Hutfabrikant und Stadtrath Meinicke den Entscheid des Einigungsamts abgelehnt, das von den bei ihm in den Streit getretenen Arbeitern angerufen In Harburg ist der Streit bei dem Delfabrikanten T h Bri burch einen Vergleich beigelegt worden, den der Syndikus Denice zu stande brachte. worden war. Eine Konferenz der Steinarbeiter Schlesiens wird am 24. Mai in Bunzlau abgehalten. Agitation, Organisation und Presse sind die Hauptpunkte der Tagesordnung. -finge troh ihres ungefeßlichen Berhaltens in diesem Falle nicht fammer zu Eberswalde zu einer Geldstrafe von 100 m. event.| Sonntagsruhe habe den schlagenden Beweis dafür geliefert. bestraft werden. Diese Entscheidung ist von weittragender 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. Da sich Gegner nicht zum Wort melden, gelangt folgende Bedeutung. Plenste hatte ein Dienstmädchen, welches eigenmächtig den Resolution einstimmig zur Annahme: Die Versammlung hält die Reichs- Versicherungsamt. Eine gefährliche Schlaf- Dienst verlassen hatte, nach dem Rathhause fiftiren laffen. Hier gefeßliche Regelung der Arbeitszeit der Handelsangestellten und ftelle hatte der Futterknecht 2. auf einem Gute inne, deffen wurde dem Mädchen eine Verfügung übergeben, nach welcher es eine Berkürzung ihrer Arbeitszeit für dringend nothwendig. Zur Bestzer er diente. Hoch oben an der Decke des Stalles flebte bei Vermeidung einer Geldstrafe von 30 M. event. einer Woche Schließung der kaufmännischen Betriebe um 8 Uhr giebt die ein Verschlag, und darin mußte er während der Nacht hausen. Haft zur Rückkehr in den Dienst aufgefordert wurde. Da sich Versammlung ihre Zustimmung, da bis um diese Beit jeglicher Er vermochte das Schlafzimmer" nur durch Benutzung einer das Mädchen aus gewissen Gründen weigerte, wieder zur Bedarf der Konsumenten gedeckt sein kann. Das Bureau wurde Leiter zu erreichen, die sich oben nur lose anlehnen ließ. Als Herrschaft zurückzukehren, wurde gleich an Ort und Stelle, ohne beauftragt, diese Resolution beim Reichstage und Bundesrath 2. eines Morgens im Dunkeln heruntersteigen wollte, glitt er ab Die Rechtstraft der Verfügung abzuwarten, leinzureichen. " vom in und schlug mit großer Wucht auf die unter ihm befindliche Krippe, die Pfändung vollzogen, und nach deren fruchtlosem Ausfalle Die zweite Versammlung bei Joel in der Andreasstraße war wodurch seine Arbeitsfähigkeit in der Folge start vermindert das Mädchen sofort in Saft abgeführt. Erst nach nur von 60-70 Personen besucht. Adolf Hoffmann legte in wurde. Die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft wie auch deren Verlauf von etwa 27 Stunden erklärte sich die Inhaftirte sur seinem Referate die Gründe für die Nothwendigkeit und BeSchiedsgericht wiefen den Anspruch auf Unfallrente, den 2. bann Rückkehr in den Dienst bereit, worauf sie aus der Haft entlassen rechtigung der Forderung des Achtuhrschlusses dar, und führte geltend gemacht hatte, mit der Begründung ab, daß der Unfall wurde. die Haltlosigkeit der gegen denselben vorgebrachten Einwendungen des Klägers nicht bei Ausübung einer landwirthschaftlichen In Wien verurtheilte am Montag das Landesgericht wegen den Anwesenden vor Augen. Jastrow führte den schwachen Betriebsthätigkeit passirt sei. In dem nunmehr eingelegten des Konflikts bei der Maifeier im Prater 11 weitere Angeklagte Besuch der Bersammlung ben auf Umstand zurück, Rekurse betonte L., daß er an jenem Unglücksmorgen die Lager zu Strafen von 3 Tagen einfachen Arrests bis zu 8 Monaten daß die in dieser Frage interesfirten Handlungsgehilfen am Erscheinen verhindert statt zu dem Zwecke verlassen hatte, das Vieh zu füttern. Damit schweren Kerters. Lettere Strafe wurde gegen einen 16jährigen durch den späten Ladenschluß habe er um 4 Uhr beginnen müssen, um welche Beit es an Lehrling ausgesprochen, der gegen die Polizeiwache und gegen find, während ein Hausdiener die Angelegenheit und Vogel dem Tage noch pechfinster gewesen sei; er habe sich nicht das Swoboda'sche Lotal Steine geworfen haben soll. 2 Angeklagte Standpunkt seines Berufes beleuchtete in der Lage befunden, den steilen Weg zu beleuchten wurden freigesprochen. eingehender Weise ausführte, daß auch die selbständigen Ge und bei ber Gefährlichkeit der ganzen Einrichtung Am Mittwoch verurtheilte das Landgericht, wie ein Tele- fchäftsleute, die leider in Berkennung der wirklichen Verhältnisse fönnte man sehr leicht abstürzen. Das Reichs- Versicherungsamt gramm meldet, 14 Angeklagte zu Strafen von 6 Wochen einverurtheilte die beklagte Berufsgenossenschaft zur Rentenzahlung. fachen bis zu 2½ Jahren schweren, durch Fasten verstärkten Das Retursgericht sprach aus, daß dem Kläger deshalb die Rente gebühre, weil der Unfall zurückzuführen sei auf gefähr liche Einrichtungen der ihm durch seinen Beruf zugewiesenen Lagerstätte. Bum wenigften sei der Fall von der Leiter theilweise den Betriebseinrichtungen zuzuschreiben, und das genüge für die Annahme eines Betriebsunfalles. Gerichts- Beifung. " Wegen Betruges war der Herausgeber der Moabiter Nachrichten", Redakteur Oswald Knorr zu Berlin, zu 80 m. Geldstrafe verurtheilt worden. Er sollte dies Bergehen seinem Drucker gegenüber begangen haben. Die Berufsinstanz sprach Knorr vorgestern frei. Kerkers. Versammlungen. zumeist gegen den Achtuhrschluß sind, das größte Interesse an der Einführung desselben hätten, daß auch der Einwand, die jungen Leute würden die freie Zeit in den Kneipen verbringen, hinfällig sei; im Gegentheil habe er die Wahrnehmung gemacht, daß die Handlungsgehilfen seit Einführung der Sonntagsruhe solider geworden seien. Zum Schluß gelangte eine Resolution zur Annahme, die dem Sinne nach der oben erwähnten entDer Achtuhr- Ladenschl: bildete den Gegenstand der Verspricht. handlungen zweier Volksversammlungen, welche hauptsächlich für Die Drechsler hatten am 11. Mai eine Bersammlung der die Konsumenten am Dienstag einberufen worden waren. Die Vertrauensmänner anberaumt, in der aus 74 Werkstätten Ver Volksversammlung in der Norddeutschen Brauerei war nur mäßig treter erschienen waren. Es wurde beschlossen, daß in der besucht. Der Referent, Kaufmann Hinge, erblickte in seinem einleitenden Vortrage den Beweis dafür, daß das Publikum wohl Arbeiter in der von ihm vertretenen Werkstatt beschäftigt sind, nächsten Versammlung jeder Vertrauensmann angiebt, wie viel mit dem Achtuhr- Ladenschluß einverstanden sei. Redner erörtert Arbeiter in der von ihm vertretenen Werkstatt beschäftigt sind, wie viel von diesen organisirt, wie lange die durchschnittliche nun eingehend die einzelnen Borschläge der Reichs Arbeitszeit währt und wie hoch sich der Berdienst beläuft. fommission, sowie die Stellung der bürgerlichen Par teien zu dieser Angelegenheit. Nachdem er bie ein In der Freien Vereinigung der Händler sprach am zelnen Phasen der gesetzgeberischen Thätigkeit für die 8. Mai Genosse Heidemann über die Bedeutung der gewerkschaftEin Stenerprozeß des Juspektors der Markthalle V Handelsangestellten wie für die Bäcker einer gründlichen Kritit lichen Organisation. In der Diskussion wurde allgemein kon gegen den Berliner Magistrat, der dieser Tage das Ober- unterzogen, betont er besonders, daß sich etwa auftauchende statirt, daß der Verein gute Fortschritte macht, und ließen sich Berwaltungsgericht beschäftigte, ist für die städtische Schwierigkeiten, wie der Achtuhrschluß am Sonnabend, für das mehrere von den Anwesenden als Mitglieder aufnehmen. Verwaltung insofern von großer Bedeutung, als in Frage stand, arbeitende Volt mit leichter Mühe beseitigen lassen, wenn die ob der betreffende Die Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: SüdBeamtenqualität besigt oder Arbeiter endlich einmal darauf dringen, ihren Lohn am Freitag oft- Schule, Waldemarstr. 14: Nationalotonomie.( Die Marrs nicht. Bom Bezirksausschuß war bem Kläger diefelbe zu erhalten. Auch hier bei diesen winzigen Reformvorschlägen Engels'schen gehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Herr Dr. Alfred Bern= zugesprochen und dahin erkannt worden, stein. daß nicht zeige sich, daß nur die Sozialdemokraten ganz dafür eintreten, wichtigften Gefeße für die kunft des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau fein ganzes Einkommen, fondern nur das halbe zur während alle übrigen, selbst die Freifinnigen nicht dafür zu haben eines Bortrages.) Serr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur BeGemeindeſteuer heranzuziehen sei.( Steuerprivileg der Beamten.)| sind. Es liege an den Handelsangestellten, ihren berechtigten nugung der Bibliother und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials ſchon von Der Magistrat brang beim Ober- Verwaltungsgericht mit der Forderungen durch unermüdliche Agitation und Aufklärung Revision gegen diese Entscheidung nicht durch. Die besondere Geltung zu verschaffen. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Bedeutung dieses Ausganges der Sache liegt darin, daß der zweistündigen Vortrag fand eine kurze Diskussion statt, in Markthallen Inspektor nach Lage des Gesetzes nunmehr wird welcher Habanz und Guttmann das Wort ergriffen. Der letztere verlangen können, als lebenslänglich angestellt begrüßt die Absicht der Einführung des Achtuhrschlusses auf das betrachtet zu werden. freudigste, da auch die Geschäftsinhaber davon profitiren. Das Publikum werde sich bald an diese Bestimmungen gewöhnen, es müsse nur allgemein dazu erzogen werden. Die Einführung der # Wegen Vornahme einer ungefehlichen Verhaftung wurde der Bürgermeister Plenste von Biesenthal von der Straf Ostbahn- Park, Rüdersdorferstraße 71. Montag, den 25. Mai( 2. Pfingstfeiertag), Morgens 4, Uhr: Grosses Früh- Konzert arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises unter Mitwirkung des Jhn'schen Gesangvereins u. f. w. Um zahlreichen Besuch ersucht 216/8 Freund's Inselgarten Der Vertrauensmann. Empfehle allen Vereinen, Gesellschaften 2c. mein idyllisch gelegenes Achtung! VI. Wahlkreis! Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am 11. b. Mts. unser Genosse, der Tapetendrucker 220/8 Friedrich Lunau verstorben ist. Die Beerdidung findet am Donnerstag ( Himmelfahrt), nachmittags 81/2 Uhr, Nord Schule, Müllerftr. 179 a: Rede Uebung.( Die 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigenber Ad. Neumann, Bafewalterſtraße 3. Alle Aenderungen im Bereins talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffer, aber Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, kottbuser Damm 72. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands. Freitag, den 15. Mat, abends 8% Uhr, bet Röllig( Restaurant), Neue Friebrichstraße 44: Bortrag. Gäfte willtommen. Mukkklub Freie Brüder". Sigung am Freitag, abends 9 Uhr, Elisabethstr. 29. Agtung! IV. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 25. Mai( 2. Pfingstfeiertag): Grosses Pfingst- Früh- Concert in der Brauerei Stralau. vom Moabiter Krankenhause nach dem Arrangirt von Parteigenossen des vierten Wahlkreises. Johannes- Kirchhof bei Plößensee flatt. Um recht zahlreiche Betheiligung ers fut Vocal- Concert Der Vertrauensmann. ausgeführt von den Gesangvereinen Borar, Edelweiß, Collegia und Treue( M. d. A.-S.-B.) Verein der graphischen Arbeiter Volksbelustigungen. Von früh 5 Uhr ab im großen Saale: und Arbeiterinnen Deutschlands Billets 20 à Pt. find an den bekannten Stellen zu haben. Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 80 Pf. nach. ( Filiale Berlin). Todes- Anzeige. Am Montag, den 11. Mai cr., ver Lokal zu Sommerausflügen. Dampfer- starb das Mitglied, der Tapetenbrucker Pichelswerder. Frühstücks- Haltestelle. Bei Kremfern wird Brückenzurückgang vergütet. Detonom: Brauerei Pichelsdorf Arthur Stark Gr. Concert. Anfang Entree Im tiefen Gr. Ball. 4hr. frei. .Prachtfaal: Garderobe fret.- Kaffeeküche den gangen Nachmittag geöffnet. Regelbahnen. Helles Bier 4/10 Ltr. 15 Pf., Markgraf en- Bräu 4/10 Ltr. 20 Pf. Sanssouci", Schmargendorf, Rublaerftr. 20121, Ruhlaerstr. 20121, ( nh.: Alfred Malitz.) direkt am Wald gelegen, großer Tanzfaal, Kaffeeküche, große Spielpläge, Boltsbeluftigungen aller Art. Borzügliche Speisen und Getränke, solide Preise. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Am Himmelfahrtstag: Frei- Concert und Ball. Schönhauser Allee 103. Jägerhaus Neu renov. schatt. Garten( 6000 Personen fassend), gr. Tanzsaal, 4 Regelbahnen, Kaffeeküche v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Die Leute, die am Weiterbestehen des Impfawanges interessirt find, veranstalten am 15. Mai eine Jubelfeier zum Andenken an bie Erfindung des englischen Barbiers Jenner. Als berechtigte Demonstration gegen die so traurige Jubel= feier veranstaltet die unterzeichnete Centrale am Freitag, 15. Mai, abends 81/2 Uhr, im großen 2000 Personen fassenden Festsaale von Joël, Andreasstraße 21, eine Trauerfeier. I Dieselbe foll furz und erbaulich sein und niederschmetternd für die Anhänger des englischen Barbiers Jenner, den Erfinder der Impfung. Aus dem interessanten Programm heben wir hervor: Trauerrede, Gefangvorträge eines hiesigen Gesangvereins, Mitwirkung einer Rapelle. Alle wahren Volksfreunde müssen sich an dieser Demonstration betheiligen. Lasset uns endlich mit Ernst und Energie den unglaublich thörichten und Menschenleben zerstörenden Impf- Wahnglauben beseitigen. Deutsche Impfgegner- Centrale. 1415b Im Auftrage: P. Heideman, Sollmannstraße 22. Tellersammlung zur Deckung der Unkosten. Fahrrad Pneumatic, neue, eleg., leicht.Maschin., Milchkübel, bie als Muster diente, Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Jordan, enorm billig zu vert., 1 jährige Garantie. 13716 Schulte, Wrangelstr. 81 I. Kleine Markus Straße Nr. 28 Lunau. Die Beerdigung findet am Donnerstag, ben 14. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Moabiter Krankenhaus statt. Wir verlieren in ihm ein treues, jederzeit tüchtiges Mitglied. 102/12 Die Verwaltung. 1430b Danksagung. Allen Kollegen, Berwandten und Be fannten, welche meinem lieben Mann die legte Ehre erwiesen, sage meinen innigften Dank. Die trauernde Wittwe Ida Fluche nebft Rindern. Bur geft. Mittheilung, daß der 29. Juni, der 2. Auguft und der 18. Oktober frei geworden sind, da ein katholischer Arbeiterverein diese Tage abgesagt hat. 51018* Vereine, welche gewillt sind, an oben genannten Tagen Festlichkeiten in meinem Lokal veranstalten zu wollen, bitte ich, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Telephon: Amt III Nr. 2440. Julius Wernau, Restaurateur, Schwebterftr. 23/24. Allen Parteigenoffen empfehle meine Glaserei u. Bildereinrahmung. Lager aller Arten Bilder in Stahl. und Kupferstich, Delgemälde u. f. w. Bilder und Büsten von Engels, Lassalle, Marg u. s. w. in allen Größen. Nach auswärts bitte Preisliste zu verlangen. Ganz besonders zu empfehlen Festbild vom 1. Mai. Carl Scholz, Glasermitr., Wrangelstr. 32. Strickmaschinen aus der Dresdener StrickmaschinenFabrik sind die besten und ein leichter Erwerbszweig für Männer, Frauen u. Pofam.- Geschäfte. Erlernen leicht und gratis. Arbeit mird nachgewiesen. Berkauf zu Fabrifpreisen. Lager bei dem Vertreter M. Homburger, Heiligegeiftstr. 49, Berlin. 48462* Anfang 4 Uhr Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen: Die Arbeiterschuhgesek- Henchelei der bürgerlichen Parteien im Reichstage. Nach dem stenographischen Bericht der Reichstags- Debatte über die Bundesraths- Verordnung zum Schuhe der Bäckerei Arbeiter am 22. und 23. April 1896. Mit einem Nachwort von August Bebel. Preis 15 Pfg. Porto 5 Pfg. Seit Jahren tragen bei Wahlen 2c, alle bürgerlichen Parteien ihr arbeiter: freundliches Herz zur Schau, ohne bisher ihr Versprechen auf wirksame Arbeiterschußgefeße erfüllt zu haben. Daß sie im Ernste baran gar nicht denken, das beweisen diese Reichstagsverhandlungen. Mit Ausnahme des Zentrumsrebners haben alle Bertreter der bürgerlichen Parteien sich gegen diese Schuhvorschriften ausgesprochen, und wie bei der Butunftsstaats- Debatte Eugen Richter Arm in Arm mit Stöcker gegen die Sozialdemokratie donnerte, so gingen hier Graf Bismard und Richter einig im Kampfe gegen die Bertürzung der Arbeitszeit- auf 12 Stunden. Zur gewerkschaftlichen und politischen Agitation beftgeeignete Broschüre. Soeben in zweiter Auflage erschienen und für die Massen Verbreitung bestimmte Schrift: Arbeiter- Katechismus Eine sozialdemokratische Antwort auf das Preis Ausschreiben des Pfarrers Weber in M.- Gladbach. Preis 10 Pfg. Von R. Calwer. Porto 5 Pfe. Diefe Schrift widerlegt in einfacher Darstellung die landläufigsten Vorurtheile und Einwände gegen die Sozialdemokratie und behandelt in verschiedenen Raptteln diefelben Fragen vom sozialdemokratischen Standpunkt aus, welche der im Sinne des Herrn v. Stumm chriftlich- soziale Pfarrer als Preisaufgabe zur Beantwortung gestellt hat: Pflichten des Arbeiters gegen sich, Frau und Kinder, gegen feine eigenen Klaffengenoffen, gegen die Gesellschaft, gegen Religion, Baterland, Kaiser und Reich 2c. Um die Verbreitung in den Kreifen zu er möglichen, die noch völlig indifferent der Arbeiterbewegung gegenüberstehen, ist ber Preis auf 10 Bfg. festgefegt; für Vereine und Komitees, welche die Schrift zu Agitationszwecken in größeren Bosten beziehen, wird dieser Preis noch wesentlich herabgesetzt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 18. Mai, abends präzise 8 Uhr, im Lokale des Herrn Henke, Naunynstr. 27: Versammlung für den Bezirk Südoften. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Ewald über: Das Vereinsgefeh." 2. Dis. fuffion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht des wichtigen Vortrages ist ein pünktliches und zahlreiches Erscheinen unbedingt erforderlich. Die Ortsverwaltung. Morgen, Freitag Abend, bei Schöning, Röpnickerstraße Nr. 68: Sitzung der Ortsverwaltung. 284/5 Adhtung! Schuhmacher. Achtung! Freitag, den 15. Mai, vormittags 9½ Uhr: Große öffentliche Versammlung 170/7 in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 20/21. Tagesordnung: Bericht über die Lage unseres Streifs. Die Agitationskommission der Schuhmacher Berlins. Achtung! Maurer. Achtung! Freitag, den 15. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn( kleiner Saal), Beuthstr. 22: Baudeputirten- Sitzung. Die Lohnkommiffion. Um regen Besuch bittet NB. Den Kollegen zur Kenntniß, daß bis Sonnabend, den 16. Mai, die Streife resp. Arbeitberechtigungskarten nur noch abgestempelt werden und zwar im Bureau Neue Friedrichstr. 44. Am Himmelfahrtstage ist dasselbe von morgens 9 bis 11 Uhr ebenfalls geöffnet. 135,8 Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. Achtung! Weissbier- Brauereiarbeiter. Donnerstag, 14. Mai, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Achtung! Sonnabend, 16, Mai, abends 9 Uhr, Oeffentl. Versammlung bei Feind, Weinstr. 11: der! Gonntag, den 17. Mai, uachm. 5 Uhr, im Saal n. Garten von Zubeil, Bund der geselligen Arbeitervereine Berl. und Umg. Lindenstraße 106: Bundesversammlung. Zages Drdnung: Kupferschmiede Berlins name neuer Bereine. 3. Bundes angelegenheiten. 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über: Gesundheitspflege. 2. AufTagesordnung: Vor und nach der Versammlung Frühlingsfeft unter Mit 1. Welche Vortheile hat uns die wirkung der Musikvereine Münstermann, Bautenschwengel und Lohnbewegung gebracht? Hoffnung, des Mundharmonika- Vereins Vorwärts, sowie verschiedener Sänger und Sängerinnen und Detlamatoren. Von 3 Uhr ab: Kaffeekochen. Entree: 10 Pf.( Vereinskarte legitimirt.) 2. Unsere fernere Stellung zum Gewerkschaftsbureau. 3. Bericht über den Dispositionsfonds. Erfahwahl von zwei Bezirkslasfirern. 4. Verschiedenes. Tischler- Verein. 1414b Sonnabend, 16. Mai, abends 9 Uhr, heiten. Melchiorstr. 15: 199/7 Der Vorstand. 43/14 Die Vereine werden gebeten, vom Stiftungsfefte abzurechnen; die mit Beiträgen im Rückstande ersuchen wir, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Achtung! Achtung! Gr. öffentl. Versammlung Versammlung der Händler und Händlerinnen Vereinsangelegen Der Vorstand. Ferdinand Ewald's Restaurant, Schönleinstrasse 6, empfiehlt sich Freunden und Genossen. ff. Weiß- und Bairisch- Bier. Saal zu 220 Personen noch an einigen Tagen in der Woche frei. Jeden Sonntag: Unterhaltungsmusit. Zwei Kegelbahnen. Zur Eröffnung meines herrlich angelegten, 1500 Personen fassenden Gartens lade ich alle meine Freunde und Bekannten nebst werthen Familien zum Sonntag, den 17. d. Mts., gang ergebenft ein. Has Berlins und Umgegend am Freitag, den 15. Mai, abends 8 ihr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Lages Ordnung: 1. Die Berliner Gewerbe- Ausstellung und der Kleinhandel und die Gewerbe- Novelle. Referent: Herr F. Ewald. 2. Diskussion. 3. Die Antworten des Polizeipräsidenten von Berlin und des Regierungspräsidenten von Brandenburg. 4. Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, ihre Strafmandate behufs einer Statistik mitzubringen. 14296 Achtung! Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitationskommission. J. A.: Otto Schulte, Thurmstraße 18. Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Charlottenburgs. Sonnabend, den 16. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des„ Türkischen Belt", Berlinerstraße 53: Achtung! Großer Saal zu Berfamm: Große öffentl. Versammlung lungen, 3 Vereinszimmer und 2 Kegelbahnen stehen zur Verfügung. Amt III Nr. elephen Just 118 912. 2140. Julius Wernau, Restaurateur, Schwedterstrasse No. 23/24. Große öffentliche Versammlung sämmtl. in den Weißbier- Brauereien beschäft. Arbeitnehmer. Berlin Westen n. Schöneberg. Tages- Ordnung: 68/8 Empfehle mich den Genossen zur pünktlichsten Lieferung des Vorwärts, Volksblatts Wahren Jakobs, Postillons, der Nenen Zeit, sowie der gesammten Partei- Literatur. 1. Die gewerkschaftliche Organisation und die Lage der Arbeiter in den Weißbier- Brauereien. Referent B. Pörsch. 2. Distusfion. 8. Verschiedenes. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Alle in folgenden Weißbier- Brauereien beschäftigten Arbeit nehmer werden dringend ersucht, in der Versammlung zu erscheinen: 1. Breit haupt; 2. Möwes; 3. E. Lehmann. Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. Der Einberufer: Schüler. Achtung! Maurer! Atung! Sonntag, den 17. d. M., vormittags 10 Uhr, bei Brochnow, Sebastianstr. 39: Mitglieder Versammlung des Bentral- Verbandes der Maurer Deutschlands, Liliale Berlin II. Tages Ordnung: 7/12 1. Vortrag. Referent: Kollege Bömelburg( Hamburg). 2. Diskussion. 3. Wahl eines Bevollmächtigten sowie zweier Hilfskassirer( Moabit u. Süden). 4. Berschiedenes.- Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Metallarbeiter! Laut Beschluß der Versammlungen vom 7. Mai hat jeder Metallarbeiter pro Woche 50 Pfg. an den Unterstützungsfonds der Berliner Metallarbeiter 282/5 zu zahlen. Zu diesem Zweck können Marken und Sammellisten bei folgenden Kollegen entnommen werden: Im Norden: Wilh. Stähr, Basewalterftr. 11, 3. Ging. 2 Tr.( derselbe faffirt jeden Sonnabend, abends von 8-10 Uhr, bei Marten, Ackerstr. 123. Jm Süden: Otto Gunther, Boechstr. 47( derfelbe tafsirt jeden Sonnabend, abends von 8-10 Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11). Im Often: Alb. Heyue, Langeftr. 75. Im Weften: R. Gabriel, Schöneberg, Grunewaldstr. 121. In Moabit: M. Becker, Stefanftr. 28, 2. Stopsack, Former, Sorauerstr. 18. R. Heinrich, Gürtler, Wienerstr. 61. F. Zimmermann, Klempner, Bücklerstr. 55. Rolack, Drücker, Rigdorf, Herrmannstr. 166. G. Eisenblätter, Schraubendreher, Eisenbahnstr. 33. C. Methner, Rohrleger, Bücklerstr. 7. Paul Quast, Schloffer, Höchftestr. 4, Aufgang C, 8 r. rechts. G. Schwarz, Mechaniker, Charlottenburg, Schloßstr. 39( berselbe kaffirt jeden Sonnabend, abends, bei Schönemann, Stalizerstr. 7). L. Hüpenbecker, Nadler, Sebastianstr 35. Kollegen! Zeichnet nur auf Listen, welche mit dem Stempel des Vertrauensmannes der Metallarbeiter versehen sind, kauft nur Marken vom Unterstützungsfonds der Berliner Metallarbeiter! Nur dann habt Ihr die Garantie, daß die gesammelten Gelder wirklich den Ausgesperrten zu gute kommen. Die gesammelten Gelder müssen jeden Sonnabend abgerechnet werden. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstr. 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kirschnick( Berlin). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zum Schluß reichhaltige Ausstellung der neuesten Verpackungs- und Schmiermittel. 1425b Der Einberufer: P. Melzer. Achtung, Textilarbeiter! ( Filiale I Berlin.) Sonnabend, den 16. Mai, abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) Diskussion. 3. Wahl des Vergnügungskomitee. 4. Verschiedenes. 197/15 Die Kolleginnen und Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünkt lich zu erscheinen. Der Vorstand. Nebenbei bemerke, daß ich den Botenfrauen für nur einmalige Morgentour 2. schon seit Jahren denselben Preis bezahle wie die Partei- Speditionen. 51220* Ferdinand Kleinert, Berlin W., Lügowstraße 118. Männer- Gesangverein,[ 1427b Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. 15 Mann, fucht tüchtigen Dirigenten Freitag, den 15. Mai, im Lokale des Herrn F. Zubeil, für Donnerstag. Offert. mit Honoraranspruch sub M. G. Grp. d.„ Vorw. ,, erb. Restaur. Spree- Schloss Bes. Ernst Brüning. Friedrichshagen, Seestr. 23. mit Dampfer- Anlegestellen, großem Erstes Waffer- Lokal Friedrichshagens schattigen Garten, Saal, Regelbahn. Bairisch Bier Seidel 10 Pf., Berliner Weiße 20 Pf., Ruderboote 1 bis 3 Personen Stunde 50 Pf. 21262* von Gine Belohnung 1000 Mart, wenn nicht jede Wanze mit dem Rest durch das unter Lindenstraße Nr. 106: Mitglieder- Dersammlung. Die Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. Tempelhof. Der Vorstand. J. A.: C. Behrend. Mariendorf. Sonntag, 17. Mai, nachm. 31/2 Uhr, bei Teutschbein- Marienfelde: Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins. 2.- D.: Vortrag des Stadtv. Gen. Bruhns. Distuffton. Fragetaften. Gäfte stets willkommen. Der Vorstand. Achtung! Zimmerer! Marienfelde. allen Umständen sichere Banzen- Fluid auf der Stelle getödtet wird. Fl. 50 Pfg., Mt. 1,00, 2,00, 3,00. Sprizapparat 50 Pfg., oder wenn nicht alle Schwaben fammt Bent dem sicheren 2.- D.: 1. Neuwahl eines 1. Schriftführers. 2. Bereinsangelegenheiten. Tode verfallen sind, bei bloßer Be. 3. Vortrag. Die Mitglieder werden dringend ersucht pünktlich und zahlreich rührung mit Poudre Martial, einzig Der Vorstand. J. A. E. Ob st. sichere Vernichtung. Packet 50 Pfg., u erscheinen. ( ehemals Verein der Bimmerer Berlins u Umg. Sonntag, den 17. Mai, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 21-22( großer Saal): Mitglieder- Versammlung. t. 1,00, 2,00, 3,00( 4,00 pro fo.). Volksgarten Weimann's Volksgarten). Unter Garantie erhältlich nur direkt beim Erfinder Otto Reichel, Eisenbahnstraße 4. Wir bemerken, daß jede schriftliche oder telephonische Bestellung in ganz Berlin frei zugesandt wird. Restaurant zur Erholung! Köpenick, Caulsdorferstr. 3. 5 Min. v. Bahnhof am Wege nach der Pferdebucht. 51008* freundlicher Garten, billige Breife, Labe hiermit 8. Besuch ergebenst ein, Vereinszimmer, Familien können Kaffee fochen, selbstgebackenes Brot, RiesenMickley. landbrotstullen. Fritz Wilke, Andreasstr. 26 4754L* ( nahe Schles. 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