BERLIN Soimerstag 5. Aebmar 1931 10 Pf. Nr. 60 B 30 48. Jahrgang erfch«t»ttS«ltch«uterS-ootag«. Zugleich Abendausgabe de«.vorwärts'. Bezugspreis beide Ausgab«» SS Pf. pro Woche, 3,60«JR. pro Monat. Redaktion und Expedition; BerlinSWeMindenKr.Z SfuUau�ajße xlei„Ibwasfa Anzeigenpreis: Die einspaltige Nonpareillezeil« SO Pf., Reklamezeile S M. Ermäßigungen nach Tarif. Postscheckkonto: Dvrwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin Nr. 37 536. Fernsprecher: Dönhoff 292 bis 297 Geständnis des Mordbuben Maurerlehrling Kollatz gesteht das Verbrechen an Schneider und Gras Verkehrseinschränkung in Berlin 22 Prozent Verkehrsrückgang bei der Straßenbahn ML«che». S. Febrnar. sEigenbericht.» Die ML«che»er Polizei teilt mit: Am 3. Februnr 1931 tamcbc i» de» Abendstunden an der bayerisch- österreichische» Grenze bei Rwsstel» ei« Man» ohne jede Ausweispapiere und mit geringen Barmitteln festgenommen. Er nannte fich Heinz Böhm aus Berlin. Die weitereu Erhebungen ergaben, daß der Fest- genommene personengleich ist mit dem von Berlin wegen Mordes verfolgte« Maurerlehrling Hans Kol- latz. Er gestand auch zu, den Totschlag an den Reichs- bannerleute« Schneider und Gras in der Nacht vom 81. Dezember auf 1. Januar begangen zu haben. Kollatz ist am 3. Januar aus Berlin ge- flöhe» und iiber Brandenburg, Qranieuburg, Mecklenburg. Magdeburg, Leipzig, München, jeweils unterstützt von Parteigenosse», au die bayerisch-österreichische Grenze gekommen. Der Festgenommene wurde auf Grund des erlassene« Haftbefehls dem Amtsgericht München über- stellt. Zwei der Täter unauffindbar. Durch die Verhaftung des Maurerlshrlings K o l l a tz steht eins der schänvlichsten Derbrechen der Nazimordtrupps vor der endgültigen Aufklärung. Immerhin hat es nahezu fünf Wochen gedauert, bis es der Polizei jetzt gelungen ist. einen der flüchtig«» Täter festzunehmen. Don den beiden anderen Mittätern, dem 24jähr!gen Kaufmann Rudolf Becker und dem 24jährigen Maler Max chauscht«, fehlt dagegen noch immer jede Spur. Es ist anzunehmen, daß sie ebenso wie der ver- haftete und geständige Kollatz durch die Provinz von Ortsgruppe zu Ortsgruppe der NSDAP, geflüchtet sind und verborgen ge- halten werde». Vielleicht ist es diesen beiden sogar schon ge- lungen, irgendwo die Grenz« zu überschveilen. Es ist jedenfalls nicht anzunehmen, daß das Mördertrio gemeinsam das Weile ge- sucht hat, sondern gleich von Berlin in verschiedenen Richtungen verschwand. Die Vorgänge in der Silvesternacht. Die gemeine Mordtat ereignete sich, wie erinnerlich, in der Eiloe st ernacht. Im Hause Hufeland st raße 31 unter- hielt Schneider ein Zigarrengeschäft. In der Wohnung, die hinter dem Laden liegt, feierte Schneider mit seinen Angehörigen den Anbruch des neuen Jahres. Im Nebenhaufe befindet sich ein Hakenkreuzlokal, in dem am selben Abend die Nazis eine Zu- fammenkunft hatten. Di« Hakenkreuzler hotten gegen Schneider und feinen 2ZjäHrigen Sohn Willi, der Mitglied des Reichsbanners war, wiederholt Drohungen ausgesprochen. Gegen Mister- nacht erfolgt« der erst« Uebersall der Goebbels-Horden auf das Ge- schäft. Mit Hilfe der Reichsbanners konnten die Angreiser jedoch vertrieben werden. Als um 3 Uhr Schneider und Sohn die Gäste zur Bahn brachten, benutzte ein Hakenkreuzler die Abwesenheit der beiden Männer, durch die unverschlossene Tür des Ladens in die Wohnung einzudringen. Der Bursche durchschritt die Räume und schüchtert« die anwesende Frau Schneider durch Drohungen ein. Als der Eindringling die Wohnung verlassen wollte, kehrte Willi Schneider gerade zurück. Ohne weiteres schoß der Hakenkreuz strolch den jungen Reichsbanner- mann nieder. Schwerverletzt brach Willi Schneider zusammen, bereits wenige Augenblicke später trat der Tod ein. Nach ein zweiies Opfer war zu beklagen. Der in der Nähe des Geschäfts stehende Herbert Gras wurde von einer Mörderkugel in den Kops getroffen und ebenfalls tödlich verletzt. Ob K o l l a tz die beiden Todesschüsse abgegeben hat, werden erst die näheren Ermittlungen ergeben. Bekanntlich wurde in der Mordnocht vieles durch den Führer des Ueberfollkommandos ver- säumt, mos zur schnelleren Festnahm« der Täter hätte führen '%nen. Das Verhör in München. Krunmalkommissar Herz von der Politischen Polizei des Der« liner Polizeipräsidiums traf heute früh in München ein, um das Verhör des verhafteten Hakenkreuzlers vorzunehmen. Kollotz ist vorläufig im A m t s g e r i ch t s g e f ä n g n i s uuieraebracht. Leider nxir bis zum Schluß des Blattes über das Ergebnis der eingehenden Vernehmung Näheres noch nicht zu erfahren. Der verkehr der städlischen verkehrsgefellfchafl ist gegenüber dem Zahre 1929 um etwa 22 Proz. zurückgegangen, während die velriebsleistung bisher um 11 Proz. gewin. d e r k war. Diese Minderung bezog sich im wesentlichen auf die Einsparung von Einseh. und Aahängewagen und auf Fortsall von Fahrte» im Spätverkehr. Da aber unbedingt eine Wirt- fchastlichkeit der Betriebsleistungen erreicht werden muß. so können weitere Anpassungen an den tatsächlichen verkehrsumsang, namentlich in den verkehrsschwachen Stunden, nur durch Um- grupplerung von Linien in denjenigen Straßenzügen erfolgen. i« denen eine Verminderung der L'wenzcchl ohne Schädigung der bestehenden Verkehrsbeziehungen vorgenommen werden kann. be. sonders wenn die U-Bahn ausreichenden Ersatz für die Straßen. bahn bietet. Im einzelnen beziehen sich diese Mohnohmen auf folgende Linien: Die Linien 38 und 88 werden zu einer neuen Linie SS Steglitz, Stadtpark— Schönholz vereinigt. Die Linie 88 wird auf dem östlichen Teil(Spcktelnuirkt— Köpenick) eingezogen. Linien 8. S3, 90, 176: Di« Linie 176 wird im Osten vom Molkenmarkt über Spandauer Straße, Königstraße, Alexanderplog, Landsberger Straße und Alle«, Röderftroße, Herzbergftraße, Siegfriedstraße, Frankfurter Allee bis Lichtenberg, Rofenfelder Straße geführt. Die Linie 8 wird an Stelle der Linie 176 von Möllendorfstrahs über Scheffel- straße, Eldenaer Straße, Liebigstraße. Weidenweg, Baltenplatz, Thaerstraße, Frankfurter Allee bis Königsberger Straße oerkehren. Auf der Linie 90 wird ein« Wagenfolge von 6 Minuten eingerichtet. Die Linie 53 wird eingezogen. Die Linien 32 und 61 werden zu einer neuen Linie 61 Reinickendorf, Teichstrohe— Steglitz. Stadrpark vereinigt: die Linie 32 wird zwischen Britz und Hedwigs- kirche, die Linie 61 zwischen Weißensee und Hedwigskircbe eingezogen. Zum Ersatz der Linie 32 wird die Linie 148 über Prinzenstrahe, Dresdener Straße, Neue Roßstraße, Roßstraße, Breite Straße, Schloßplatz, Königstraße, Spandauer Straße, umgeleitet: in Neu- kölln wird sie vom Schulenburgpark nach Kaiser-Friedrich-Straße Ecke Teupitzer Straße zurückgezogen. Linien 54 und 79: Di« Linie 54 wird vom Schönhauser Tor durch die Schönhauser Allee und Schivelbeiner Straß« bis Nordkapstraße geführt: bi« Linie 79 wird eingezogen. Linie 56 wird von Pankow, Lindenpromenade zurückgezogen und ab Schönhauser Allee, Ecke Danziger Straße durch die Pappel- allee, Krügerstraße, Langhansstrahe, Berliner Allee bis Weißensee (Schloß) geführt: die Linie 63 verkehrt raix zwischen Weißensee Die politischen„Tausend" GEFÄNGNIS HiTLER, OOEßßELS Hitler:.Verflucht noch mal, lieber Goebbels,— wenn nun auf politische Goldmacherei auch Gefängnis stünde?" (Schloß) und Britz. Die Linien 58 und 154 verkehren nur zwischen Spandau und Bahnhof Grohgörschenstraße. Linie 77 wird ein- gezogen, dafür die Wagenfolge auf Linie 177 aus 10 Minuten ver- dichtet. - Linie 41 wird in zwei Linien— Linie 41 Tegel— Maritzplatz und Linie 141 West-Reinickendorf, Berliner Straße(Ecke Scharnweberftraße) bis General-Pape-Straße— aufgeteilt. Linien 69 und 71 werden zu einer Linie 71: Friedenau, Südwest- korso— Weißenfee. Rennbahnstraße, vereinigt: die Linie 71 wird zwischen Lichterfelde-Süd und Berlin, Rathaus eingezogen. Die Linie 169 erhält die Nummer 69 und verkehrt zwischen Friedenau, Südwestkorso, und Johannisthal über Leipziger Straße, Spittelmarkt, Molkenmarkt, Spandauer Straße, Alexander- platz: Die Linie 2 wird eingezogen. Diese Maßnahmen treten am Montag, dem 9. Fsbruar, i« Kraft. Am gleichen Tage wird auf der U-Bahnstrecke Alexander- platz— Friedrich?! elde der bisher.zwischen Alexanderplotz und Bahnhof Frankfurter Allee bestehende 5- bis st-Minuten-Lerkehr werktags bis Friedrichsfelde durchgeführt, und die Omnibuslinie.X 19 wird vom Alexanderplatz durch die Alexanderftrahe und Kaiser- Wilhelm-Straße nach dem Schönhauser Tor geleitet und vom Neuen Rathaus in Schöneberg durch die Martin-Luther-Stroße, Haupt- straße und Werftraße nach dem Kaiserplatz in Wilmersdorf ver- längert. Das Llrteit gegen Tausend. 3 Jahre S Monale Gefängnis für den Goldmacher. München. 5. Februar.' Heule mittag fällte im Tansend-Vrozeß nach mehrstündiger Be» ratung das Gerich» das Urteil. Der Angeklagte Tausend wurde wegen fünf vergehen vollendeten und versuchten Betruges zu einer Gefängnisstrafe von drei Zahrca acht Monaten Ge- f ä n g n i» verurteilt. Dagegen wurde er in einem Falle von der Anklage de» Vergehens eines oersuchten Belruges freigesprochen. Auf die erkannte Strafe werden ein 3ohr acht Monate Unlersuchungshast angerechnet. Soweit da» Gericht zu einer Verurteilung gekommen ist. hat der Angeklagte die Soften des Verfahrens zu tragen, im übrigen fallen sie der Sloalskasse zur Last. Außerdem hat das Gericht beschlossen, Dr. Vuckeley. der als Zeuge nicht e-schienen ist. zu einer Geldbuße von 500 Reichsmart zu vcrurteilen, sowie zu den Kosten, die durch sein Ausbleiben verursacht worden sind. Da» Verfahren gegen Tausend wegen versuchten Bekuges im Falle Buckeley wird vorläufig eingestellt. Da» bei Tausend vor- gefundene Material wird beschlagnahmt. Neuer Schrecken in Neuseeland. Die Stadt Napier geräumt. London. 5. Februar. Anläßlich de» Erdbeben» hat die Regierung von Reufeeland an- geordnet, daß der nächste Sonnlag al» Trauerlag zu gelten hat. Am Freitag früh wurden weitere schwere Erdstöße verspürt. Zn Rapier wurden sofort sämtliche Gebäude geräumt. Die Räumung gestaltete sich sehr schwierig, da e» an geeigneten Transportmitteln fehlt und die Straßen durch das Erdbeben zum größten TeU zerstört sind. Die Regierung hat einen Ausruf an die Bevölkerung erlassen, der Heilsarmee, dem Roten kreuz und den Bfadfinderorganifationen sämtliche verfügbaren Transporimittel. sowie Rahrnugsmittel, Sleidnogsstücke usw. zur Verfügung zu stellen. Zu pelmerston wird fieberhaft gearbeitet, um fnnslausend Menschen unterbringen zu tönaen Rach Augeuzeugenbc richten ereignete sich da» Erdbeben gerade während der Schulzeil. Die Eltern eilten sofort zu den Schulen, um ihre Sinder zu suchen, iu vielen Fällen vergeblich. Als die erste» Erfchütteruvgen verspürt wurden, stiegen die Au- gestellten in den Geschäften und Büro» auf die Fensterbretter, um sich durch hioabspringen zu retten. Die Gebäude stürzten ober unter ihnen zusammen Stahlhelm vereinsamt. RchziS und Hugenberger wollen nicht die Pleite mitmachen. Di« Berliner rechtsstehende„Deutschs Allgemein« Zeimng", die es wisse» muß, schreibt zu der ablehnenden Haltung der R a t i o n a l s o z i a l i st e n und der Deutschnationalen gegenüber dem Volksbegehren des Stahlhelms folgendes: ,Lie Nationalsozialisten wollen den Nimbus ihrer „U n b e s i e g b a r k e i t� nicht durch ein Unternehmen aufs Spiel sehen, das in seinen Erfolgsaussichten natürlich umstritten sein wird. Di« Deutichnationalen andererseits haben mit so großen organisatorischen Schwierigkeiten zu käinpsen. daß sie ebenfalls Bedenken tragen, dos Nisiko eines neuen Volksbegehrens auf sich zu nehmen. Infolgedessen ist der Stahll>elin allein auf den Plan getreten, in der tteberzeuqung, bei der Deut- schen Volkspartei, der Wirtschaftspartei und dem Landvolk Unter- stüßung zu finden." Wie man dazu erfährt, haben trotz wiederholter Stahlhelm- bitten weder die Volkspartei noch die Wirtschastspartei bisher beschlossen, das Volksbegehren zu unterstützen. Vielmehr sei es, wie versichert wird, wahrscheinlich, daß weder die Voltspartei noch die Wirtschastspartei sich dem„von vornherein zu einer Niederlage verurteilten Unternehmen" anschließen würden. Kommunistischer Schwätzer verhaftet. Wegen Dorbereiiong des Hochverrats. M u u ch e«, 5. Februar. lEigeabcricht.) Ter Ntiinchener kommunistische Stadtrat Huber wurde am Dounerstagvormittag Wege« Hoch- Verrats verhaftet. CFr hatte in der Stadtrats- iikung am Tieustag erklärt, die Erwerbslose« müßten sich ihr Recht auf der Straße er- kämpfen, und mit der Waffe in der Faust müsse das deutsche Proletariat die proletarische Diktatur aufrichten. Der Verhaftete wurde dem Gericht über- geben. Kampf LM die Krippe. Oder die Schlacht im Parteibüro. In Hanau hat sich beim national soziali st ischen Parteibüro ein Kampf abgespielt, bei dem Hunderle von Hanauern die belustigten Zuschauer abgaben. Seit langem bestehen. wie der„Vossischen Zeitung" geschrieben wird, in der dortigen Orts- gruppc der Nationalsozialisten scharfe Differenzen zwischen dem Geschäftsführer Wörnlein, hinter dem die SA.-Leute stehen, und dem Ortsvorstand. Die SA.-Leute sind wütend darüber, daß sie für ihre Arbest im Dienst der Partei nicht genügend entschädigt werden und sprechen in der Oeffentlichkeit von. den Borstandsmitgliedern als von„vollgefressenen Geldbäuchen". Die Differenzen führten zu einem Krach un Parteibüro, b« dem Wörnlein durch die SA.-Leute das Vorstandemitglied Iuwelenhändler Peter iu großem Bogen auf die Straße Hinauswersen ließ. Der Bezirksleiter Woweris wurde im Büro festgehalten, über den Tisch ge- legt und regelrecht verprügelt. Die von Peter zu Hilfe gerusene Polizei lehnte es ab. sich in diese„häuslichen Streitigkeiten" einzumischen, woraus die Leute vom Parteibüro sali an die Frank- wrter�(Bauleitung wandten, welche nun eine 21 Mann starke «A.-Staffel nach Hanau entsandte und durch diese in Abwesenheit Wörnleins das Parteibüro von den rebellierenden Hanauer SA.- Leuten säubern ließ. Das Büro wurde daraufhin geschlossen. Als Wörnlein bei seiner Rückkehr die Tür verschlossen fand. sammelte er wiederum sein« Kampsschar und stürmt« das Haus, um iein Hauptquartier wieder in Besitz zu nehmen. Wer seine Herrschast war von kurzer Dauer: die Frankfurter kamen mit ihren Leuten zurück und besetzten nun das Büro dauernd. Fluglinie Berlin— Nanking— Schanghai Erörterung im Lluterhauet. London, 5. Februar. Im Unterhaus befragt« der Abg. Malone den ilnterftacas- iskretär für Luftfahrt über die Einrichtung eines Luftdienstes Verlin— Nanking durch die Deutsche Lufthansa, ob er wisse, daß dem Büro des Handelskommissars der Vereinigten Staaten in Schanghai«in Luftsahrtsachverftändiger beigegeben worden sei, ferner welche Schritte unternoumien wurden, uin die Inleresscn der britischen Zivilluftfahrt im Ferne» Osten zu wahren. Unterstaatssekretär Montague erwiderte, vor wenigen Mo- iraben habe die chinesisch« Regierung mit der Deutschen Lusthansa die Einrichtung dieses Luftdienstes vereinbart und ein« deutsch- chinesische�Verkehrsgesellschast dazu sei im Entstehen. Der Flugdienst Bertin— Schanghai über Nanking sei zunächst auf die Beförderung von P o st beschränkt. Später werde er auch Passagier« befördern. Ter Abschnitt Berti n— P e k i n g der Rout« solle im nächsten Frühjahr eröffnet werden, aber wahrscheinlich werde der Lustdienst Peking— Nanking erst ein Jahr später aufgenommen werden können. — Eine Antwort aus den zweiten Teil der Anfrage ist in Vorberei- hing.— Auf den letzten Teil oer Anfrage erwiderte Montague, all« Vorschläge für eine Förderung der britischen LustfaHrt im Fernen Osten würden wohlwollend geprüft werden. Sparkommissar für die Akten. Me Regierung kennt die Beschlüsse des Reichstags nicht. Der Ausschuß für den Neichshaushalt erledigte in seiner Donnerstogsitzung den Haushalt des Rechnungshofes und des Reichsfparkommissars. Von den Nationalsozia- listen war ein Antrag gestellt,!»e ganze Institution des Spar- kommissars zu streichen. Die sehr eingehende Delxitte, in der für die Sozialdemokratie der Abg. Hein ig wiederholt das Wort er- griff, beschäftigte sich in der Hauptsache mit Orgcmisotionsfrogen und der Frage einer Erweiterung der Befugnisse des Reichsspar- kommissars. Im vorigen Jahre war eine Resolution Hei- mann und Genossen angenommen worden, in der oerlangt wird, daß gutachtliche Aeußerungen über*Fragen der zweckmäßigen Gestaltung, Vereinfachung und Verbilligung der Reichsoer- w a l t u n g, die der Reichssparkommissar auf Ersuchen der Reichs- regierung oder von sich aus abgibt, mit der Stellungnahme der 'Reichsregierung dem Reichstag und dem Reichsrat zuzuleiten sind. Zu dieser Resolution hat die Reichsregierung immer noch nicht Stellung genommen. Es wurde von den verschieden- ste» Seiten verlangt, daß eine solche Stellungnahme nun endlich, und ziuar in bejahendem Sinne stattfinden solle, damit Reichstag Nationalsozialistische Bildschänder Sie stechen einem Hindenburg-Bild die Augen aus und verbrennen es vor dem Schöfsengcrichl Verl in- Lichten. berg begann heule eine in mancher Hinsicht beachtlich« ver- Handlung. Zwei Rationalsozialisten sind angeklagt, sich des Verstoßes gegen dos Republikschuhgesetz schuldig gemacht zu haben; sie haben den Relchsprösldentea beschimpft, seinem Bilde die Augen ausgestochen und es oerbranul. Die„nallo- ualen" Männer und Frauen, die am 14. September das Schicksal Deutschlands in die Hände der Raiionalsozialisteu gelegt haben, dürfen auf diese Gesinnungsgenossen wahrhaft stolz seiu. Der Anklage gegen die beiden Natianaisozialisten liegt folgender Tatbestand zugrunde. Am. 4. Mai vorigen Jahres veranstaltete die Ortsgruppe der NSDAP, in Ahrensfeld, Kreis Niederbarnim. einen„Deutschen Abend": Berliner S2l.-Leute waren da.zu ein- geladen. Um fims Uhr nachmittags versammelten sich in der Lands- berger Straße etwa IS Mitglieder der Schalmeikapelle des Sturmes 5 und etwa ö Angehörige des Spielmaunzuges der Standarte 4. sämllich in der SA.-Uniformi sie wurden von einem Last- wagen abgeholt und los ging es nach Ahrensfeld. Hier wurden Ahrensfeldcr SA.-Leute aufgenommen, gleichfalls uniformiert, dar- unter auch der Angehörige der Schutzstaffel G ü n tz. Von Ahrensfeld ging es nach Blum berg, hier im Propagandamarsch durch die Ortschaft, dann wurde Rast besohlen. Das nächste Ziel war Mehrow. In der Schankwirtschaft von Meißner zerstreute man sich in den Gaststuben, im Saal und im Garten, lieber der Galerie des Saales hing ein großes H.indenburg-Bild, vom Wirt angeschafft sür den Turnverein �indenburg", der in der Schaut- Wirtschaft allwöchentlich tagte. Während der Spielmannszug krie- gerische Razimärjche aufspielte, schwoll die Brust der SA.-Leute vor lauter Heldenmut, zwei von ihnen begaben sich die Treppe zur Galerie hinauf, nahmen das Hindenburg-Bild vom Haken herab. trugen es durch den Saal in den Garten, gefolgt von weiteren zehn SW-Leuten, und steckten«s unter Rufen:„Das ist der Retter Oft- preußens" auf einen Baumast. Einer der SA.-Leute stach dem Bilde die Auge» aus, ein anderer bearbeitete seinen greisen Körper mit einem Stock, so daß ein Teil des Bildes zu Boden fiel, wieder einer versuchte, den hängenden Teil mit Streichhölzern anzuzünden, es gelang nicht: beide Teile wurden in Stücke z e r- rissen und angesteckt. Unter Lachen. Johlen und Rufen„Ver- rätor" wnrde das Bild zu Asel)«. Dann hieß es Antreten, und man rückte vom Kampfplatz, befriedigt ob des leichten Sieges, ab. Trotz mühevoller Nachforschungen war es schließlich gelungen, nur zwei SA.-Leute auf die Anklagebank zu bringen, den 24jährigen Schlächter Güntz, vorbestraft wegen gefährlicher Körperver- l e tz u n g und Unterschlagung, und den 2Zj ährigen Melker Schnak, zweimal wegen Diebstahls, Urkundenfäl- schuri g und Beilegung falscher Namen vorbestraft. Sie be- streiten, die Täter zu sein. Die beiden Angeklagten befinden sich in bester Stimmung: der Gärtner Schnack lacht über das ganze Gesicht, so daß er schließlich vom Vorsitzenden zur Ordnung gerufen werden muß: der srühere Schutzstasfelmann Güntz hält sich einigermaßen in der Gewalt. Dieser hoffnungsvolle Jüngling scheint überall dabei zu sein, wo awas los ist; in einem Landfriedensbruchprozeß wurde er seinerzeit freigesprochen� wegen der Teilnahme an der Nazireoolte im Polizeipräsidium erhielt er eine Geldstrafe. Mehr als einmal ist er in polirische Schlägereien verwickelt gewesen. Die Gesinnungsgenossen der Angeklagten, die als Zeugen aufmarschieren, haben natürlich von den Vorgängen im Garten der Schankwirtschost in Mehrow nichts gemerkt— ebenso wie der Angeklagte. Der größte Teil wollte die beiden Angeschuldigten überhaupt nicht kennen. Ein Zeuge will von der Vernichtung des Hindenburg-Bildes erst bei feiner Vernehmung im Polizeipräsidium erfahren haben, ein anderer während der Rück» fahrt nach Ahrensfelde. Unmöglich, behanpton olle, daß National- sozialisten die Hindenburg-Schändcr gewesen sein könnten: es seien ja auch Zivilpersonen dabei gewesen. Der Vorsitzende, Amts» gerichtsrat Köhler, will wissen, ob Nationalsozialisten ihrer politischen Einstellung noch überhaupt imstande seien, sich an einem Hindenburg- Bild zu vergreifen. Nein, erklärt der Zeuge. Staatsanwalt S t e e n i g: Ist Ihnen bekannt, Herr Zeuge, daß Goebbels wegen Beleidigung des Reichspräsidenten bsstroft worden ist? Zeuge: Ja. Die Lügen der nationalsozialistischen Zeugen haben kurze Bein«. Ihr eigener Gesinnungsgenosse, Mitglied der NSDAP, in Mehrow, Müllermeister am Orte, hält mit der Wahrheit nickst hinterm Berge. Seine Aussage wirkt wie eine Ohrfeige für die Nationalsozialisten. Cr hat am Tage nach der Hindcnburg-Schändung dem Gastwirt ein neues Hindenburg-Bild geschenkt, weil ihm die Angelegenheit äußerst peinlich war. Er hat die Vernichtung des Bildes mit eigenen Augen angesehen: wie es von zwei Rationaliazialiflev aus dem Saal gebracht, auf den Bouwast gespießt, in Stücke zerrissen und verbrannt wurde. Vorsitzender: Sie sind wohl selbst Nationalsozialist. Liegt Ihnen denn nicht daran, daß nur Dinge getan werden, d-e verantwortet werden können? Zeuge: Ja. Wie ist es denn zu erklären, daß Sie nicht einfach die jungen Leute am Kragen nahmen? Zeuge: Daran habe ich nicht gedacht. Vorsitzender: T« kann ich Sie aber von der großen moralischen Verantwortung nicht freisprechen. Zeuge: Ich habe es nur als Dummenjungcnstreich aufgefaßt. Vorsitzender: Da hätte auch der Stock nicht gegen die jungen Leute genügt. Hoben Sie denn nicht daran gedacht, daß es eine Mißachtung ist, das Bild des Reichspräsidenten zu zerreißen? Zeug«: Ich habe nichts gegen den verehrten Reichspräsidenten. Die SA.-Leute auf der Zeugenbank sitzen da wie begossen« Pudel. Während der Aussage des Zeugen haben sie durch ihre Mimik und durch einander zugeflüstert« Wort« reichlich, zum Ausdruck ge« bracht, daß es unerhört sei, wie hier ihr eigener Parteigenosse vor Gericht die Wahrheit sagt und sie in so unerhörter Weise belastet. und Reichsrot Kenntnis erhalten von den Arbeiten des Reichsspar- kommissars, der zur Zeit hauptsächlich nur für die Akten der Reichs regiening arbeite. Der nationalsozialistisch« Antrag auf Streichung wurde abelehvt. pilsudskis Lockspitzel. Ein zweiter Prozeß gegen Sozialisten. Warschau. 5. Februar.(Eigenbericht.) Vor dem Warschauer Kreisgericht begann der zweite Prozeß gegen neun leitende sozialistische Partei« funktionäre, darunter zwei frühere Abgeordnete. Di« Anklage behauptet, daß diese Funktionäre Vorbereitungen zu einem be» waffnsten Umsturz getroffen hätten, der anläßlich der Straßendemonstrationen am 14. September in Warschau geplant ge- wesen sein soll. Im Verlauf dieser Demonstrationen wurden zwei Personen von der Polizei erschossen. Einer der.Hauptbelastungszeugen ist der aus dem unterbrochenen Attentotsprozeß bekannte Polizeispitzel und Provokateur Vurzycki. Die Handgranate, die während jener Straßendemon- stration explodierte, stammt, wie zahlreiche Entlastungszeugen bestätigen, von einem von der Polizei angestellten Provokateur. Zu dem Prozeß sind über IM Zeugen geladen. Die Verhandlungen dürften mindestens eine Woche dauern. Teilgeständnis über die Folterungen in Luzt. Im Senat bracht« die Opposition die fürchterlichen Mißhandlungen zur Sprach«, denen im Gefängnis von Luzk(Wolhynien) dm vielen verhafteten Kommunisten und Ukrainer ausgeletzt waren. Natürlich wurden auch Brest und andere Gefängnisse erwähnt. Dazu sagte der Innenminister General Slaooy-Skladkowski, die Beschuldigungen entsprächen im allgemeinen nicht den Tot- sochen; im Fall« Lstzk müsse er jedoch zugeben, daß bort nicht alles in Ordnung gewesen sei. Daher habe er gemäß dem Aistrag der Untersuchungskommifsion (die erst nach der Genfer Debatte eingesetzt worden ist!) sämtliche in Betracht kommenden Polizei beamt«n„hinausgeworfen". Mordversuch im v-Zug. Ein« schwere Bluttat hat sich in der vergangenen Nacht gegen 1 llhr im Stuttgarter v- Z u g ereignet. Zwischen den Stationen Bietigheim und Mühlacker wurde in einem Abteil der tschechojlowatische Staatsangehörige Zareslav Dvdek schwer verletzt aafgesunden. Wie die Untersuchung ergab, hatte er einen Kopfschuß erhalten und mußte noch dem Krankenhaus gebracht werden. Als Täter, der den Mordversuch an ihm verübte, kommt sein Reisegefährte und Landsmann Wladislav Äollovs in Betracht, der am 22. April 190£ geboren ist. Kall aus hatte eine Fahrkarte nach Karlsruhe und verließ den V-Zug in Mühlacker. Er wird von den Kriminalbehörden jetzt gesucht. Da der an- geschossene Dudek noch nicht vernommen werden konnte, weiß man nichts über den Grund zu dem Mordversuch. Der oerfolgte Kallvus ist 1,6, 1— 1,70 Meter groß und schlank, hat volles blondes Haar und fällt durch sehr abstehende Ohren aus. Bön seiner Bekleidung weiß man nur, daß er hellgrau« Knickerbocker- trug. Stach einer weiteren Meldung konnte der Täter heute morgen auf dem Bahnhof Mühlacker festgenommen werden, Der ?lugeschossene wurde noch dem Krankenhaus Pforzheim gebracht. Der Täk«r gab beim Verhör lediglich sein« Perivnatien an, ver- weigerte aber über die Tat selbst jede Aussage. Di« Klärung der Angelegenhest bleibt also der weiteren Untersuchung vorbehalten. Die Wahrheit mißöittigt! Eine Kundgebung der Vojtsparie!. Leipzig. 5. Fsdrnar. Der frühere Oberbürgermefjler von Leipzig, Dr. R o t h«, hat in der„Neuen Leipziger Zeitung" seinen Eindruck über den Film„Im Westen nichts Neues" v-röffsnllicht. Die Ge- dankengänge Dr. Rothes gipfelten darin, daß der Filminhalt auch uom vaterländisch deutschen Standpunkt aus nicht getadelt werden könne. Die„Neue Leipziger Zeitung" haste jich bei der Aeroffenr- lichung besonders auf die Zugehörigkeit Dr. Rothes.zum„recht«« Flügel der Volkspartei" berufen. Dazu tectt f-tzt di« Leipziger Volksparlei mit: „Der in der„Neuen Leipziger Zeitung" vom 2L Januar erschienene Aufsotz„So mar der Krieg", der in der Presse verschie- deutlich als das Urteil eine? auf dem rechten Flügel dar Deutschen Volkspartei stehenden politischen Führers kommentiert wurde, ist von Herrn Onerbürgernrnstcr a. D. Dr Rothe Leipzig ohne Fühlungnahme mit der Deutschen Volkspartei zur Veröffentlichung gebracht worden. Da di« in oieser Atchand- lung zum Ausdruck gekommene Beurteilung des lllemarque-Filnis „Im Westen nichts Neues" und die daraus abgeleitete Ableh- nung des Zensurverbotes nicht der volkspartei- l i ch e n Auffassung entspricht, muß dieser Artikel vom nolks- parteilichen Standpunkt aus bedauert und mitzbüliat weroen." Das Geständnis ist gottvoll: Wenn jenwnd der Wahrheit die Ehre gibt, so muß dos„ohne Fül.'ungnahme mit der Deut- schen Volkspartei" gesckzehen. Auf jeden Fall entspricht dies« Wahr» hell nicht der„volksparteilichen Austassunz" und wird deshalb miß- billigt. Achtzehn Giundsn ÄniechLNsfitzung Obstruft on der Konserpetiven. London, 5. Februar. Die ilnterhaussitzung. in der über die zum A r b e it s b e s ch a f- fungsprogramm der Regierung gehörend« Vorlage über di« Verwertung landwirtschasllicher Grundstück« beraten wurde, gestaltete sich hauptsächlich infolge der Obstruilipnstaktik zu einer Dauersitzung. Das Haus, das Wil.wsch 2.4ä Uhr nach- mittags zusammengetreten war, ging erst heute früh Z.4a Uhr auseinander. Epanische Hochschulsperre. Auf einen ganzen Xjökö*. Madrid, 5. Februar.(Eigenbericht.) Durch Verordnung des Königs sind sämtliche Universitäten in Spanien für einen Monat geschlossen worden,„um die Rückkehr zu normalen verfassungsmäßigen Verhältnissen zu erleichtern" und damit jede Störung der ösfentlichen Ordnung bis zu den Neuwahlen am 6. März vermieden werde. Der Kultusminister erklärte, daß er P r o k e st d e m i s s i o n e n von Professoren gegen dos Dekret nicht annehmen werde. Der Präsident des-Ob ersten Rates für östentlichen Unterricht hat fein Amt niedergelegt. Der Belagerungszustand ist ausgehoben, die Zensur den Zivil- gouverneuren übertrogen worden. Der republikanische Parteisekretär L« r vu r, der am- 26. De» zembex anläßlich der Aufstandsversuch« verhaftet worden war, ist in Freiheit gesetzt worden. „Vor bestimmten Personenkreisen" Von Robert Breuer Die Kniffe der Verleumder. Wie sich die Montz-Zaruow und Konsorten herauszureden suchen. Die Beschlagnahme des Verleumderbuches hat auf der Rechten das erwartete markierte Entrüstungsgeschrei ausgelöst. Konsequenz ist nie die starke Seite der Herrschaften gewesen Erst haben sie sich gebrüstet, ihr Sudelwerk sei unangreifbar, da niemand etwas dagegen zu unternehmen wage. In Wirklichkeit haben sie sich entgegen allen anständigen Gepsiogenheiun gehütet, die angegriffenen Personen von dem Erscheinen der Schrift zu b<- n a ch r i ch t i g e n! Man hat nicht einmal der großen sozialdemokratischen Presse die sonst üblichen Besprechungsexemplare zugehen lassen! Auf diese Weise hat es natürlich einige Zeit ge- dauert, bis die Angegrissenen von dem Tatbestand Kenntnis erhielten. Jetzt gehen einige der Angegriffenen vor.— und mm ist es auch wieder nicht recht! Ob man schweigt, ob man sich gegen die Verleumdungen zur Wehr setzt—. für diese Herrschasten beweist man immer nur seine„Angst". In Wirklichkeit zeigen die Preh- kommemare der Rechten, wie sehr man sich dort vor einer gerichtlichen Untersuchung der in dem Buch aufgestellten Behauptungen fürchtet. Well man die Verleumdung nicht beweisen kann, verkriecht man sich jetzt hinter der Ausred«, daß„sieben Juristen" das Buch vor Erscheinen geprüft hätten. Geprüft— möglich! Aber auch gebilligt? Die Herren nom„Tag" und der„Deutschen Zeitung" mögen sich einmal zu dieser Frage recht genau äußer». Haben wirklich alle Juristen der Rechten, denen man das Buch vor Erscheinen vorgelegt hat, denInholt für richtig und unbedenklich erklärt? Htahrscheinlick wird Gelegenheit sein, in dem kommende« Prozeh die Zvristew, denen diese Schmähschrift vorgelegen hat. zeugen. eidlich darüber zv vernehmen, welch«» Urteil sie über seinen Inhalt abgegeben haben. Für uns ist es geradezu undenkbar, daß die zum Tell hervor- ragenden Juristen der Rechten, die an den Unter- suchungsausschüssen des Landtags teilgenommen und die durch ihre Slftuwabgabe die Festsiellungen dieser Ausschüsse betrösligl und gut. geheißen haben.— daß etwa dies« Äunsten hinterher die gleichen Ausschüsse und ihr« Beschlüsse unwidersprochen als Instrumente parteiischer Rechtsbeugung beschimpfen lassen, denn sie würden sich und ihreTötigkeit ja mit beschimpfen! Sin mysteriöser photoauitrag. Iu den Derleumderkreisen schcim man eine neu« Hetze vor- zubereiten. Am Mittwoch wurde Genosse Ä u t t n e r von einer Photographenanstost in der Ioachimstalcr Strohe, die auch Preß- photos zu liesern pflegt, mit der Bitte angerufen, sich von ihr photographieren zv lassen. Aus sein« Weigerung erklärte das Büro, daß leine Photographie ausdrücklich gewünscht worden sei. Durch Rückfrag« stellt« Kuttner als Auftraggeber und Hinter- mann des Phowbüros fest— den Verlag 3. F. Cehniann in München, bei dein das Marih. Zarnowfche verleumderbuch ersdjienen ist! Man kann sich leicht vorstellen, was dieser edle Verlag, der mit dem nationalsozialistischen Parteiveilag Eher in München in engster Fühlung steht, mit der Photographic gewollt hat. De- kommen hat er sie freilich nicht! Kronkreich sott Oeuifchland Helsen. Sin Appell öerriofc. Parts. 5. Februar.(Eigenbericht.) Der cheinaligc Mimstcrpräsidsnt Herriot tritt in der„Er« Rouvelle" ebenfalls dafür ein, daß Dsutichland eine energische Krisenhilfe zuteil werde. Er schreibt:„Der Schlüssel zur ganzen europäischen Situation liegt in der Verständigung Deutschlands und Frankreichs. Kommt dies« Einigung zustande, so ist nichts zu fürch- ten. scheitert sie, so ist nichts zu hoffen. Was müßte geschehen, wenn der Dowm der veronuftigen. den die Reichsregiernng und die vcrnüvsligcn Parteien gegen die lleberschwemmung der nakiono. lisklschcn Demagogie ansgcrichtel haben. eines Tages reißen würde? Es handelt sich nicht mehr darum, zu wissen, ob Deutschland Fehler begangen hat mit seiner über- triebenen Rationalisierung. Dnitschland ist krank. Das ist die Tatsache, an der sich nicht rütteln läßt. Deutschland hat in seineu politischen Parteien der Linken noch einen guten, ver- mnfftigen?lr.zt zu seiner Pflege. Wenn man ihm helfen könne, wäre e» eine gute Tot, denn man würde dadurch die Eingriffe der b l u t g rer i g e n Chirurgen o-nneiden." Der Dorschlag d'Ormessons in der„Europc Rouoelle", Deutsch- land in den beiden nächsten Jahren SV Prozent der Dl>ung-Zahlun- gen zu erlassen, nndet zwar Hcrriots Zustimmung un Prinzip, doch würde.Herriot, wn Eingriff» in den Houng-Plon zu vermeiden, eine „sinsachere und direktere Art der Finanzhilfe" an Deutschland vorziehen. Immerhin sei es unbedingt nötig, daß ein Wirt- fchafts- und Finanz vertrag mit Deutschland abgeschlossen werde, schließt Herriot, damit Deutschland die nötigste Hilse in der Krise erhalte und damit auch die R ü st u n g S r i v a l i t ä t(!) zwischen ihm mü> Frankreich zu Ende komme. Steigender Geburtenüberschuß in Krankreich. Paris, 5. Februar. Di« Bevölkerungsstatistik weist die Zahl der Lebendgebur- ten w Frankreich im Äahre 1930 mit 188 701 auf gegen 180831 im Jahre 1929 und die Zahl der Todesfälle im Jahre 1930 mit 144 318 gegen 149 327 im Jahre 1929. Der Geburtenüberschuß betrug im Jahre 193V also 44 383 gegen 37 504 im Jahr« vorher. „politische Hochstapler" verboten. Nene Glanzleistung der Kriek.polizei. Gera. 5. Februar.(Eigenbericht.) Der Führer des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Otto Hörsing, sprach am Mittwoch in Gera in zwei ge- wattigen Kundgebungen gegen Faschismus und Haken- kreuz zu vielen Tausenden van Republikanern. Während der Rede im größten Saale Geros kam es zu einem Zwischenfall mit der Frick-Polizei, oft ein Polizist Hörsing verbieten wollte, van den Rationalsoztalisten als„p o l i> t i feb e Hochstaple i-" zu sprechen. Rur durch die vorbildliche Difziplm der Geraer Arbeiterschaft wurde vermieden, daß dieser Zwischenfall schlimmere Folgen hatte. Dom Bericht der Zeitschrift des Arbeiter-Licht-Lunhes„Dos Reue Bild" über dos 5>cmptr«serat des Genossen Breuer über die brennende Frag« der Filmzensur entnehmen wir folgende Ans- führungen: Zum Wesen einer jeden Zensur gehört die Willkür, nach der sie ihr« Sprüche fällt: dies schon darum, weil olle Gesetzesbeslimmun- gen, die dem Zensurspruch zugrunde liegen, kautschukortig sind. Jede Zensur kennzeichnet sich durch eine Verkoppelung von Recht- sprechung und Verwattungsmaßnahwen. Verwaltungsmaßnahmen aber sind keine autcmaüschen Borgänge, sondern Anwendung be- stehender Wochtverhältniss«. Penvaltungsmaßnahmen sind taktische Borgänge. Die Sprüche der Filmzensur, in solchem Zusammen» hang betrachtet, sind nicht Dokumentationen des Rechtes, sondern Quersummen aus Rotwendigkellen der parlamentarisch kontrollierten und beeinftußtcn Verwaltung. Die Verbote der letzten Zeit kenn- zeichnen unwiderlegbar solche Abhängigkeit der Filmzensur von der gegebenen politischen Situation. Da es unwahrscheinlich ist, daß in absehbarer Zeit dies« politische Situation sich wesentlich verändern dürste, da also damit gerechnet werden muh, daß die sogenannt« Rechtsprechung der Fllmzensur auch weiterhin eine Zweckmäßigkeits- exekutiv« der politischen Notwendigkeiten sein wird, darf die Frag« aufgeworfen werden: ab kein« Möglichkeit besteht. Filme, die aus politischen Gründen verboten werden müssen, für bestimmt« Kreis«, die sich durch den betreffenden Fllm nicht verletzt fühlen, zur Zlufführung zu bringen. Eine Händhabe zu solcher Milderung der Verwaltungsdiktatur bietet der Z 2 des bestehenden Filmgesetzas, während der gleiche Paragraph in der Fassung der vorliegenden Novelle deutlich erkeimen läßt, daß auch der Gesetzgeber über solchen� Ausweg aus der Unerträglichkeit der politisch notwendigen Der- waltungswilllür bereits nachgedacht hat. Der§ 2 des bestehenden Gesetzes lautet:„Bildstreifen von wissenschaftlicher oder künstlerischer Bedeutung, gegen deren un, beschränkt« Dorsührunz Bedenken gemäß§ 1 vorliegen, können zur Vorführung vor bestimmten Personenkreisen zugelassen werden." In der vorliegenden Novelle soll der§ 2 die nachstehend« Fassung erhalten:„Bildstreifen, gegen deren unbeschränkte Vorführung Ver- sagungsgründe aus§ la vorliegen, können zur Vorführung vor bestimmten Personenkreisen oder unter beschränkenden Dorführungs- Marcettus Schiffers Schnell-Revue. Nelson-Theoter. Das neu« Programm des kleinen Nelson- Theaters am Kurfürstendomni besteht aus einem Kabaretieil und einer Mar- eellus-Schifter-Revue. die der Verfasser„Schnell-Revue" nennt. Das ist eine richtige Bezeichnung, sie müßte sogar„Sehr-schnell-Revue" heißen. Es ist sozusagen mir eine halbe Portion, die er uns da serviert. Als Marcellus Schisser mit seiner ersten Revue herauskam, da herrschte noch Hochkonjunktur dieser Art von Theateruntevhal- tung. Alle rechneten es ihm damals hoch an, daß er unter reichster Verwendung von Geist und Witz die Winiawrbühnenschou erfand und damit größeren Genuß nerschasste, als es der größte Pomp der sonst gewohnten unfarbigen Revuen vermochte. Diesmal ist Fischer ins andere Extrem abgerutscht. Sein„Sie werden von uns hören" ist nicht einmal mehr«ine Mi- niäturrevue, sondern nur ein mittelmäßiges Kabareti Programm. Ein paar Zeiterscheinungen werden angemeckert: der Fliegerinnen- rummel, der sogenannte Preisabbau, der Goldmacher Tausend, der Inventurausverkauf. Manches mit Esprit und manches ohne. Und .zum Schluß gibt es ein musikalisches Erinnernngshörbild, Nelsons Schlager vom„Ladenmädel" bis zum„Nachtgespenst". Das hat Nelson schon mal gemacht, und damals war es viel besser, denn da brachte er ein« richtige musikalische Schau, etwas zum Hören und zum Sehen, mährend Nelson jetzt die Bühne leerstchen läßt und nur zwei Flügel in Gang setzt. Dos Beste an der Revue sind zwei Nummern, die M o r g o Linn, dt« unvergleichlich«, dos linke Auge halb geschlossen und dadurch an Marlene Dietrich erinnernd, mit unerhörtem Schmiß vortrögt:„Aus Dafke",„Sex oppegl". Aber diese beiden Nummern gehören gar nicht zu dieser Renne: sie sind nicht neu, sondern seit langem bewährt. Aus dem übrigen Programm sind die lustige Conference des .Mar Ehrlich uwi der Käte Erlholz hervorzuheben, ferner die sehr erfreuliche Genia N i k o l a j e w a, die mit überlegener Rou- tine alles mögliche kopiert und parodiert, und die reizend« Georgia Lind, die es versteht, dumme Chansons non max k o l p e durch ihren Vortrag zu einem kleinen Genuß umzugestalten. Di« imisi- kalische Untermalung der Revue stammt von Walter Gronostag, von dem wir auch schon besseres gehört haben. llrnst Dfgner. Deutsches Bildungsideal. Sin Rochwort zum.größten Museum der Welt". Sehr geehrter Herr Dr. Paul F. Schmidt! Sie waren so freundlich, auf meinen an dieser Stell« er- schienen«» Aufsatz„Das größte Museum der Welt" ebenfalls an dieser Stell« einiges zu erwidern. Ich muß vorausschicken, daß ich manche Ihrer Bemerkungen voll und ganz unterstreich«. Ich muß ober auch gleich anfügen, daß dieselben in keiner Wesse meinen Aussatz tressen. Ich habe ausschließlich von'naturwissen- s ch a s t l i ch e n Sommwngen gesprochen: während Sie ebenso ausschließlich von Kunstmuseen sprachen. Sie werden mir ohne weiteres zugeben müssen, daß das an sich schon zwei sehr schwer vergleichbare Ding« sind. Ich würde mich wohl gehütet haben, etwa zwei Museen nach der Zahl oder dem Alter»der der Größe der Bilder zu ver- gleichen. Für naturwissenschaftliche Sammlungen siegt das etwas anders. Hier spielen Umfang und Vollständigkeit schon«ine ganz andere Rolle. Es ist für«in Völkerkundemuseum durchaus nicht umvesenttich, ob es etwa von den Funden einer bestimmten Epoche etwas enthält oder nicht. Aber. Herr Dr. Schmidt, ich habe auch die wenigen Zahlen, die ich angeführt habe, um die Größe des„American Museum os Natural History" zu illustrieren, durchaus nicht zum Kernpunkt meines Artikels gemacht. Ich habe im Gegenteil geschrieben:„In der Organisation der Sammlungen und in der Art des Gebotenen unterscheidet sich das„American Museum" nicht so sehr— höchstens durch die Fülle— von unseren Somnllungcn. Wesentlich anders ober sind die Methoden, mit denen die Sammlungen dem Pubsikum zugänzlich gemocht werden." Und dann habe ich mich cusschließlich mit dielen Methoden beschäftigt, well ich durchaus der Meinunz bin, daß man bei uns von ihnen lernen kann. Ich gebe bodinzungen zugelassen werden." Es fällt sofort in die Augen. daß die Novelle die einschränkende Kennzeichnung„von wissen-schaft- sicher oder künstlerischer Bedeutung" für solche Film«, die unter Umständen vor hestirnnilen Pecsonenkreisen zugelassen werden können, wenn die unbeschränkte Vorführung verboten wurde, fort- gelassen hat. Der neue 2 ist also weitgehender zugunsten etwaiger Zulassung verbotener Filme. Man darf darum an- nehmen, daß der Gesetzgeber, wie oben schon angedeutet wurde. das Bedürfnis für die Ermözlichung eines tolerierenden Ausnahme» Verfahrens erwogen hat. Daran hat er recht getan. Und wenn auch kaum anzunehmen ist, daß bereits damals, als die"Novelle entstand, der Gesetzgeber an die Milderung so grober Zweckmäßig keiten, wie das Verbot des Reniarque-Films«ine ist, gedacht hat, so sollt« er doch jetzt, wenigstens für die Praxis, aus der dämmern- den Erkenntnis eine entschlossen« Tugend machen: es sollt« b e- stimmten Personen kreisen die Vorführung v«r» botener Filme gestattet werden. Und man sollte hierbei nicht engherzig verfahren. Als ausschlaggebend« Kriterien für solche Filme, die zur öffent. lichen Vorführung nicht freigegeben, wohl aber bestimmten Personen- kreisen überlassen werden, könnten das Strafgesetzbuch und da» Republikschutzgesetz gellen. Es würde also durch die hier angeregt« Methode nicht etwa einem Film, der zu strafbaren Handlungen auf- fordert, oder der zur Gefährdung der Sicherheit von Staat und Verfassung anreizt,«in Freibrief erteilt werden. Wenn aber eine auf dein Boden der Verfassung und der Gesetze stehende Organisation. die genügend Garantie für die Innehaltung ihrer Verpflichtungen bietet, eine» Filln, wie wir ihn hier meinen, zur Ausführung vor ihrem.chesttmmten Persvnenkveis" anfordert, sollte ein« Muß- bestimmung den betreffenden Bildstreifen freigeben. Auch die für solche Praxis zu formulierenden Anweisungen werde» einen gewissen Kautschukcharakter haben: bei einigem gute» Willen und bc! einigem Verständnis für die geistigen Bedürfnisse und das'geistige Recht großer Teil« des deutschen Volkes könnt« es immerhin möglich sein, durch solche beschränkte Freilassung.wer- botener" Filme die unter politischem Druck sich auswirkende Ver°> waltungsdiktator der rechtlich verbrämten Filmzensur für einig« Zeit(die Zeit des gestörten Gleichgewichts) erträglicher zu machen. ohne weiteres zu. daß unsere Kunstimiseen unter der zweifellos ausgezeichneten Führung von Geh. Rat. W a e tz o l d t in letzter Zeit große Erfolge hatten. Es ist aber auch notwendig, bei den von Ihnen angegebenen Zahlen zu berücksichtigen, daß erst die Eröffnung des Pergamon-Museums und der Museumsneubauten dies« Kunst- instllute wirklich populär gemocht hat. Um«in anderes Beispiel zu nennen: Das Museum für Meeres» künde, das fest einiger Zell außerordentlich viel durch Dcranslallung populärwissenschaftlicher Vorträge für die Popularisierung der von ihm vertretenen Wissenschasten wt, hat in wenigen Monaten sein« Besucherzohl fast oerdoppeln töimen. Im übrigen werden auch Sie. Herr Dr. Schmidt, nicht bestreiten. daß die Miiseumspolitik— als eine Teilfrage der Nolksbildungs» arbeit— zu den schwierigsten aber auch wichtigsten Fragen unserer Zeft gehört. Die grundlegende Diskussion über die Frage der Volksbildung steckt vielleicht' erst in ihren Anfängen, ist jedenfalls in gar keiner Weise abgeschlossen. Es kann daher nur pon Borteil sein, sich mit den Methoden und praktischen Ergebnissen anderer Länder.zu beschäftigen. Dazu Anregung zu geben allein war der Zweck meines Artikels. Erzeb-nst Dr. P. Lücke. „Der �ebesarzi." Titania-Polafi. Selbst ein nahezu strafbar bescheidenes Publikum möchte noch immer gerne einen kleinen Zusammenhang zwischen Filmtitel und InHall haben. Doch sogar dieser Folgerung trägt die Tonfilm» industr!« nicht mehr Rechnung. lieber Hyrry Mortimer werden ein paar Thcateranekdoten er- zählt, die Erich S ch ö n f e l d e r als Regisseur illustriert. Er saßt seine Arbeit auf als einen Räumungsousverkauf aller Albernheiten mit einer Spekulation auf ein gutes Prooin.zgefchäft. Damit wird er sich wohl gründlichst verrechnet haben, den» mancher Theater- verein in der tiefsten Provinz, der sich aus Dilettanten zusaimnm- setzt, spielt heute wenigstens einigermaßen Theater. Der Film sollte eine hundertprozentig« Reklame für Harry L i« d t k e wenden. Aber er schadet diesem, einst für den stummen Film recht brauchbaren Darsteller, ganz enorm. Haben die Photo- graphen den schönen Harr» doch viel zu realistisch ausgefaßt, was ihm nachgerade gefährlich wird. Zudem klingt feine Stimme blechern. Ueberhaupt dröhnt einem jedes gesprochene Wort gleich einem Trompetenstoß in die Ohren. Fritz Schulz gab man nichts Rechtes zu spielen, und D i n a G r a l l a slellle man sehr unvorteil- hast heraus. .Harry Liedtke erschien auf der Bühne, was einem merklich un- zufriedenen Premierenpublikum Veranlassung gab, ansiandshalber Beifall zu klatschen. e. b. Die gräßke Strick- und Wirkoadel der Well. Ein« 2 Meter lange Strick- und Wirknodel wird aus der Großen Technischen Messe Leipzig 1931 im richtigen Betriebe vorgeiührt an einem Modell, das 3 Meter hoch ist. Diese Strick- und Wirtnadel stellt Maschen von SO Zentimeter Große her und zwar so langfzin, daß man den oan.zen Vorgang des Strickens und Wirkens genau verfolgen kann. Dieses Modell, dos Fäden von 3 Zentimeter Stärke verarbeitet, dient zur lehrmäl-iqen Daistellung der Maschenbildimg beim Stricken und Wirken. Eis Ailm-vortrags-Abcnd„Stumm oder ISaeadk-', zu dem Ti.-ektor& Küntber rom Stadt giUrsieminar(bricht, findet am 6., 20 lldr, im?inl der Veili-Lchule. Lfuefeomftr. 1/2 tunweit Sladtbabnbof Bellevue). al??-r» aniialluna der Aatholijchen VoltKhochschiil« BerN» statt. Karten zu CO Ps. an der Abendkasse. VI« Rochlvorslelluva der Genosjenschait Deutscher Sübnenangehöriger« der Städtlscken Lper.Don Daequale" finde! am 10., 21 Uhr. statt. Die sür den 3. gelösten Karten behalten ihre Güttigieit. Dr. Zltols Lehse spricht am 14., 20 Uhr, über„Sachlichkeit und Herz» lichkell'(Die Stellung des Menscken im n-.uen Bauen), mit LichtdUder», üützowstraze Sick. Vle volksbühsc bereitet all nächste Vmniere die Aussübi ung von Franz ElokoiS.Kelellschajt der Menschenrechte- unter der Regie von Hans Rodenberg vor. Da» Nawrvorbilo. Am S.. 20 Uhr. Mit Dv Alois I. Schardt Halle)>m iliatmeii der i» der Siaollickcn Annstbiblioldek nerovstalleten Vortragsreihe„Probleme heutiger Malerei" einen Hichtb'ldei Vortrag Wer dos Tbeina, D a S R a tu r v o r t i I d". Der Vollrag findet im Hbriaak der Staatlichen. Sfmrftoibliotfjcf, Prwz.Albrcchtstr. 7a, statt. Soziallasten nicht zu hoch! Opel in Rüffelsheim übernimmt neue Goziallasten di« bekanntlich der am«- Motors gehört, schreibt Die Finna Adam Opel A.- Gl ritanifchen Automobilfirma General uns: „Durch einen Gruppen- Lebe nsverjicherungs- Vertrag, den die Adam Opel A.-G. mit der Phönix A-G. ab- geschlossen hat, ist die gesamte volljährige Belegschaft einschließlich der Beamten mit 12M Millionen Mark versichert worden. Zum Eintritt war für den einzelnen weder eine ärzt- liche Untersuchung erforderlich, noch wurde eine Einschränkung in bezua auf Alter oder Gesundheitszustand gemacht. Opel teilt die Kosten der Versicherung mit seinen Angestellten und Arbeitern der- ort, daß die von diesen zu zahlenden Prämienonteile verschwin- dend gering sind. Die Gruppenoersichevung erhöht den Wert des Einkommens des einzelnen durch billigsten Versicherungsschutz fiir seine Angehörigen um ein Erhebliches. Die Auszahlung der Versicherungssumme erfolgt jeweils an die von jedem Angestellten und Arbeiter bei Eintritt in die Bersicherung zu benennenden Begünstigten." Zunächst verdient eine Totsache hervorgehoben zu werden. Die deutschen Unternehmer vagen immer über di« hohen Sozial- lasten, die sie angeblich konkurrenzunfähig machen gegenüber dem Nu stand, besonders gegenüber der amerikanischen Industrie. Do haben wir nun ein typisches amerikanisches Großunternehmen, das t a r i s l i ch g e b u n d c n ist und die Tarislöhne zahlt. Daneben zahlt die Firma natürlich auch oll« Sozialabgoben usw., die jedes andere deutsche Unternehmen zahlen muß. Zu diesen Soziallosten übernimmt die Finna Adam Opel A.-G. nunmehr noch ein« weitere Versicherungs- last jetzt in den schweren Krisenzeiten!— und widerlegt damit schlagend dos Märchen von den zu hohen Soziallasten. Natürlich macht General Motors nichts, aus reiner Menschen- liebe. Die Mitteilung ist auch so unbestimmt gehalten, daß es unmöglich ist, zu ihr Stellung zu nehmen. Es geht daraus nicht hervor, ob die Versicherung so abgeschlossen ist, daß die Versicherten ihre Ansprüche nicht verlieren und sich eventuell weiierversichern können, wenn sie bei der Firma Opel nicht mehr beschäftigt sind. Es bleibt weiter völlig im Dunkeln, ob es sich um eine Alters- rente Hondell, ob um«in« Sterbekosse oder um eine kombinierte Versicherung, wie hoch die Beitragsanteile, wie hoch die Versicherungssumme des einzelnen ist usw. Bon der Beantwortung dieser Fragen hängt es ob, ob man die Versicherung begrüßen kann oder ablehnen muß. Nur eines ist sicher: zu den bestehenden Soziallasten ist die Firma m der Lage noch neue Soziallastcn auf sich zu nehmen. Einigung im Gchuhmacherhandwerk. Neuer Tarifvertrag. Im Tarifstreit der Schuhmacher hatte der Schlicht un gs- o u s s ch u ß bekanntlich einen Schiedsspruch gefällt, der den Geltungsbereich auf die S ch o j t« m a ch e r e i e n ausdehnte, die Entschädigung für Furnituren für die Heimorbeiter von IE Proz. auf 8 Proz. reduzierte, alle Agoorbeiten unter Rubrik.»genagell" setzte, mit Ausnahme solcher, die neben dem Kleben mit Rand ein- gestochen werden, und die Akkordsätze für Reparaturen bei Herren- absätze um 10 Pf, bei Damen- und Kinderabsätze um 5 Pf. reduzierte. Die Innungen hallen den Schiedsspruch abgelehnt, die Gewerkschaft die Verbindlichkeit beantragt. Am 4. Februar fanden Verhandlungen vor dem Schlichter statt, die zu einer endgültigen Einigung führten. Die Parteien er- klärten den Schiedsspruch als angenommen, mit der Maßgabe, daß 1. die Akkordsätze für Reparaturen bei Herrenabsätzen nur um 5 Pf., bei Damenabsätzen nur um 3 Pf. reduziert werden, 2. die übrigen Akkordsätze für Reparaturen sich um 3 Proz. ermäßigen mit Ausnahme der Agoorbeiten, die sich noch dem Schiedsspruch regeln. Damit ist für das Schuhmacherhandwerk Berlins ein neues Tarifverbältnis mit Wirkung ob g. Februar, gültig bis zum 30. Juni 1331. zustandegekommen. Der Konflikt im Einzelhandel. Der Arbeitgeberverband im Berliner Einzelhandel hat den Schiedsspruch, der für die H a n d e l so r b e i t e r einen Lohnabbau van Moz. bringt, a n g e n o in m en und seine Verbind- lichkeits.ertlärung beantragt. Von den Handelsorbellern war der.Schiedsspruch vor allem deshalb abgelehnt worden,. weil!er einmal noch einen viel größeren Abbau der Löhne vorsieht, als die Gehälter der A n g e st e l l t e n des gleichen Gewerbes vor wenigen Wochen gekürzt wurden, und der Lohnabbau zudem noch zwei Monate vorher in Kraft tritt als der Gehaltsabbau bei den Angestellten. Di« Verhandlungen Über den Antrag der Unternehmer auf Ver- btndlichkeitserklärung des Schiedsspruchs sind am Freitag. Hoffent- lich gelingt es dem Schlichter, zwischen den Parteien noch eine Ver- st ä n d i g u n g herbeizuführen. Die Handelearbeiter sind jedenfalls entschlossen, den Lohnabbau, selbst falls er durch die Verbindlichkeits- crklärung des Schiedsspruchs wirksam werden sollte, zu gegebener Zeit in den Betrieben wieder ruckgängig zu machen. Ausländische Arbeiter in der Schweiz. Behördl che Genehmigung erforderlich. Die Schweizerische Gesandtschaft in Deutschland teilt mit: Di« Lage auf dem A r b e i t s m a r t t hat sich in letzter Zeit auch in der Schweiz ungünstiger gestallet und macht es daher den schweizerischen Behörden zur Pflicht, die fremdenpolizeilichen Bestimmungen den bestehenden Berhältnissen«ntsprechend zu Hand- haben. Ausländer, die in die Schweiz einreisen wollen, um da- selbst Arbeit anzunehmen, werden daran erinnert, daß Stellenantrüt ohne ausdrückliche Bewilligung der Fremdenpolizei- behörden verboten ist. Gesuche um Aufenthaltsbewilligung 'zwecks Stellenanttitt sind vor der Einreise bei den zustäudigc» Konsulaten, für den Konsulatekreis Berlin bei der Schweizerischen Gesandtschaft in Berlin, Fürft-Bismarck-Stroßc 4, einzureichen. Wenn Berlin einkaust. Die Giadt als Mossenverbraucherin.— Beträge, die in die Millionen gehen. Welche riesenhaften Lebens mittelmassen eine Weltstadt wie Berlin für ihre Krankenhäuser und ähnlichen Anstallei, jährlich einkauft und verbraucht, und ein wie riesenhaftes Geschäft den Lieferanten daraus erwächst, zeigt eine von der Stadt Berlin öffentlich ausgeschriebene Submission. Für die Zeit vom 1. April 1931 bis zum 31. März 1332 werden da Angebote verlangt für je 75 Tonnen weiße Bohnen und Linsen, für je 150 Tonnen Erbsen und Reis, 45 Tonnen Haferflocken, 110 Tonnen Grieß, 500 Tonnen Zucker, 317 Tonnen Marmeladen, Fruchtsäfte, Mifchobst und Pflaumen, 120 Tonnen Teigwaren, 40 Tonnen Röstkaffee, 6 Tonnen Tee, 40 Tonnen Kakao, 250 Tonnen Salz, 75 Tonnen Essig, 2500 Kisten kondensiert« Milch, 150 Tonnen lobende und«isgepackte Fische und schließlich 6 Mil- ßonMT Stück Eier. Das sind Beträge, die hoch in die Millionen gehen. Unter Berücksichtigung der Gi�ößenverhältnisse ist es in jeder Stadt und jeder Gemeinde in Deutschland genau so wie in Berlin. Die..Städte vergeben natürlich-nicht nur Aufträge-jär Beschaffung von Lehensmittesti. Hat aber jemals jemand, g e hö r t, daß die Händler und Kapitalisten, die von diesen Geschäften prosi- Heren., die große..Bede utpn.g der ösfentlichen Aufträge für das Wirtschaftsleben und auch den Profit der Kapitalisten an- erkannt hätten? Davon ist nicht die Rede. Um so selbstverständlicher aber wird über die ilnerträglichkeit kommunaler Steuerlasten ge- klagt, mit denen. ein großer Teil dieser Aufträge bezahll werden muß. Die Massenhaftigkeit solcher Aufträg« macht es übrigens be- greiflich, weshalb das deutsche private Handelskapital mit solcher Ge- wall gegen die Mitgliedschaft von Gemeinden in den Konsum- vereinen anrennt, die begreiflicherweise die Städte billiger versorgen können. Rettungskorb statt Sprungtuch? Auf dem Hof der hauptseuerwehrwache in der Lindenstraße fand kürzlich die Vorführung eines neu- artigen Rettungsgeräles statt, das es ermöglicht, auch kranke oder sonstwie in ihrer Bewegung behinderte Personen, Dokumente, kulturwerte usw. schnell und gesahr- los aus brennenden Gebäuden zu retten. Aus leichtem Metall ist ein kleiner Rettungskorb gebaut worden, der sich nach Art eines Aufzuges auf den Feuerwehrleitern schnell auf- und abwärts bewegen läßt. Dieses neue Rettungs- gerät soll in erster Linie das nicht ganz ungefährlich« Sprung- tuch ersetzen, zu desien Bedienung 16 bis 20 Beantte notwendig sind. Die Versuche ergaben, daß der Rettungskorb sich leicht und sicher handhaben läßt und einwandfrei funktioniert. Der ganze Apparat läßt sich bequem in einem Feuerwehrsahrzeug mitführen. Der Vorführung, bei der es sich zunächst um eine privat« B« r a n st o l l n n g des Herstellers handelle, zu der di« Feuerwehr Ort und Geräte bereitwilligst zur Verfügung stellt«, wohnten mehrere Branddirektoren sowie Vertreter mehrerer Behörden bei. Ob der Rettungskorb in seiner jetzigen Art zur Einführung bei der Feuerwehr gelangen wird, ist allerdings noch fraglich. Es ist dies ein er st er Versuch und noch Ansicht von Feuerwehrfoch- leuten ist es nicht ausgeschlossen, daß bei einigen Aenderungen und Verbesserungen, di« noch notwendig erscheinen, der Rettungs- korb im Feuerwchrdienst Verwendung finden kann. Oer Mann hinter dem Vorhang Artist Urban beim Lokaltermin von verschiedenen erkannt. Kurz nach Mitiernachi, nachdem auch die letzte Vorstellung lange vorüber war und Zwischenfälle nicht mehr zu erwarten waren, wurde im vlercedc». Polast ein Lokaltermin ab- gehalten. Die Begleitumstände wurden genau so rekonstruiert, wie sie am Tatabend gewesen waren. Die großen Samtvorhänge der Böhne wurden wieder so zugezogen wie damals. Die Stühle wurden so hingestelll, wie die Musiker der Tangokapelle sie gebraucht hatten. Hinter dem Samtvorhang bleibt noch ein zwei Meter breiter Gang, durch den am Mordabend der geheimnisvo'le Mann gelaufen war. Bekanntlich waren zunächst drei Zeugen er- mittest worden, die dos Vorüberloufen gesehen hatten: der Be- leuchter, der Orgelspieler und ein Page. Wie damals begab sich der Beleuchter auf seinen Platz und stellte den Scheinwerfer ein. Dann mußte der verhaftete Artist Urban hinter dem Vor- hang vorübergehen. Der Beleuchter, der über seine Wabr- nehmung dann befragt wurde, glaubte, in Urban den Mann van damals wiederzuerkennen. Seine Angaben sind nicht mit Sicherheit zu verwerten, da der Beleuchter hoch steht und den Laufenden nur von oben sehen konnte. Als zweiter Zeuge kam der Organist heran. Er ist seiner Sache ziemlich sicher. Da? geht schon daraus hervor, daß er am Mordabend den Vorüberlaufenden mit den Worten „Guten Abend, U rb a n" begrüßte. Als Antwort hörte er nur. „Tag! Tag!" Er wollte den Eiligen noch fragen, was er im Theater tue, doch war der andere schon vorüber. Bei dem Lokal- termin saß er an seinem Instrument und die 13 Personen defilierten an ihm vorbei. Mit Sicherheit fand er Urban heraus. Ausschlaa- gebende Bedeutuno hat die Bekundung freilich nicht, da der Organist den Artisten von seiner früheren Tätigkeit her kannte.— Völlig sicher ist aber der Pag e. Er hatte, wie früher schon berichtet, den Mann von der Bühne kommend zur Tür gehen und diese laut klappend zumachen hören. Er ging ihm sogar nach, um ihn zurecht- zuweisen und folgte ihm ein Stück auf die Straße. Von Wichtigkeit ist noch ein vierter Zeuge, der im Lauf« der Ermittlungen gefunden wurde. Es ist ein älterer Herr, der in den Künstlerkreisen d�r „B ü h n e n v a t e r" genannt wird. Ohne zu zweifeln bezeichn-'e der Bühnenvater den Artisten als den geheimnisvollen Mann. Mit Rücksicht auf die Folgen, di« von diesem Lokaltermin abhängen, wurde er ohne Uebereilung und mit größter.Sorgfalt durchgeführt. Um 2� Uhr morgens wurde Urban wieder dem Polizeigewabr. sam eingeliefert. Er wird im Laufe des heutigen Tages nunmehr dem Richter vorgeführt werden.____.... �.... Kommunisienkrawall in Rordböhmen. Drei Tote, acht Schwerverletzte in Oux. Prag, 5. Februar.(Eigeubericht.) Am Mittwoch nachmittag wurden auf dem Stadtplah ln Drx im Verlauf einer kommunistischen Erwerbsloseudemou- st ratio» 4 Arbeiter getötetund Z schwer verletzt. Die Arbettslosendemonstration der Kommunisten war von der Polizei verboten worden. Als die Kommunisten trotzdem eine Demonstration organisierten und versuchten, von Lodowitz au- nach Dux zu gelangen, besetzte i« Gendarmerie alle Zugänge zur Stadt. Die Menge nahm schließlich unter Führung des kommunistischen Senators Siran ski gegen die Gendarmerie eine bedrohliche Hallung ein. Stranski selbst versuchte, dem Cendarmeriekomman- danten die Waffe zu entreißen. Der Kommandant gab daraufhin Befehl zum Schießen. In A s ch wurde die Arbeitslosenkundgebung der Kommunisten gleichfalls von der Polizei verboten. Als sich ttotzdem zahlreich« Kommunisten auf dem Marktplatz einfanden, räumt« die Gendarmerie den Platz mit dem Gummiknüppel. Dabei wurde ein Gendarm durch Steinwürf« verletzt. Auch mehrere Demonstranten erlitten Verletzungen. Die Gendarmerie nahm 50 Personen fest, darunter sämtlich« Führer der Ascher Kommunisten. Berantwortl. NIr die Red-r-wn: Serdert Le»er«. Berlrn:«n, eigen: Tb. SloSe. Berlin. Berta«: Borwäri, Berlag ffi. m. b. S..«erlin. Druck: Borwar!» Bu,!,. druckerei und B-rlags-iistalt Paul Singer& Co. Berlin SW tS, Lindenftraft-». Hierzu> Beilage. Donnerst., 5. 2. Staais-Cper Unter d. Linden 157. A.-V 20 Uhr Spiel oder Ernst Polowser ranze Die VetloDugg Psi der Laierne Ende n.iZuhr Staats-Oper Am Platz der Reaablik. 114. R.-S l9l/3 Uhr Die Ucmzett des Fioaro Oettntl. Keritaignut Ende g. 22 Lhr Donnerst, 5. 2. Stadt, cper Bismarckstr. Turnus IV 20 Uhr Das Rheingold Ende 22,A Uhr Staat). Schausuh. lan Cudansaniml. 135 A.-V. 20 Uhr Nathan der Welse Enden. 22*4 Uhr Mi.lchiller-Ttieater.Qiarittio. 20 Uhr NORA. Ende 2isr* Uhr CASIÜIO-THEATER Lothringer Strahc§7 (■tniiiuiiniii im iiiiuiiiiiii hui iiiiii im iiiiiuiuiiiiMiwuntstdUMi Man lacht Trän®n Ober Direktor Hans Berg in dem neuen Schlager Onüet HUJin aus Neurupu'n Dazu ein neuer bunter Teil. Gull drein 1—4 Personen Fauteuii I�S M. Sessel 1.75 M. Sonstige Pr.i Parkes 13 PI, Bang 50 PL GROSSES SCHAUoPlELHAUc Tagt. 8 Uhr. im weisaan mul Stg. nachm SUhnOntinalbeseizung btlllae Pre se Re« e: Erik Charell. SeulM TDeatef 8 Uhr Elisabeth von England eon Fem Brucknor Regie: Belm Hilgifl Kammerspleie SV» Uhr Pariser Piatx13 von vMcki Baum| ligi«: Gustaf Gnrodgtot Di« Komödie 8Vi Uhr Die Fee m Franz Molnar Regie: Stefan Rodt. URANIA Hoign, Freitag. G. Für. abends 8"< Uhr iiiBidisul.Latiowslr.16 Mein Körper o. J seine Erziehung" demonstriert dartt die Ma-XUmt-Sdrcle Vorn ag Prof Giese .GreBstadtmeosdi und OroBstadttörper" Der neue Bombenerfolg: „Die schöne Helena" im ROSE THEATER Grote Frankfurter SiraBa 152 BUIclikiaK; Alex. 3422a.3494 Wocher. tag-Beginn S-ISUhr Sonnabdb.iUhru 10 15Uhr Sonntags 2J0, 5.45 u. 0 Uhr Preise ▼on BO Pf. bis 3 H. In der Hauptrolle: T.-auts, Hana und Willi Rosa. GQIIIch, Kanlsch, Mlkulskl». a. Zumngseinquartierung Kommendan 0 lan, tag. Mittwoch u. Donnantao 5.30 Uhr nachm. ■um letzten Male. Kreit«»««ehm. 6.30 Uhr Premiere: Jas Partüm oieioef Frair Lustspiel von Leo Leus mit Lonl Pyrmont, Jlse Voll- bom, Hilde Oreyer, Hans und Willi Rom. Erich Wilde. Preise tob 30 Pf. hie 1.00 M. 20 Misoten Kaffeepause. Kaffee mit Kuchen 80 Pf. Bier mit Salzbrot 25 Pf. 7tägigcr Vorverkauf, täglich vqn 1 1—1 Uhr vorm. und von 4— Dbr abends. Piscator-DOhne (WaMner- Theater) Alex. 4592-95. Täglich St/, Uhr „Tai Yang erwacht11 von Friedrich Wolf Regie: E Piscator. Oentsehes Rünstler-Theat. Barbarossa 3937. 8>/i Uhr Zum goldenen Anker Hill Käme Donm Renaissance- Theater Steinplatz 6780 81b Uhr muo die Kuh Milch gehen? reit Albert äasserauiin Theater am Sdnnbaaerdamm Norden 5813 u. 0281 Täglich 8 Uhr jUeber 60 mal: | DerpSslgstspielertolz! Die Quadratur des Kreises Preise r. 0.75— 7 M. metropoi-lheater Täglich 8',. Uhr schon ist die Welt Operette von Lehät RidreriTüilier, Gittar Alpar Schütiendori Sonntags 4 Uhr Kleine Preise SdiOn ist die Well Theat«. Kotiu. Tor Rottboiet Str.«. ISgl 81 Uhr auch So nt. nchm. J.UItr llile- Sander wie immer der llr« e Brtol.it EidlossLselutarmt Neues Thealer Are Balm!!. Zol Slpl. 655< Täglich 8-/, Uhr Der gr. Lacherfolg! Wiederauftreten Guido Thielscher Das ottentnehe Aergernis Preise I bis 8 M. Täglich 8'/. Uhr Soaitag'»Z ood 8'/« Uto Viktoria undihrHusar Haij Losaff. DriWsldt. Dosdij. IM HfflSLN# iipng* Hesiaurant Berlins BETRIEB /ffe KEMPIHSKlO Tägl 2 Vorst! 5 u. Uhr Barbarossa 9256 Badm. 50 Pf. da Z IL abends I bis G> S Andren Xieel Staberio de Tstronrcnoi. Ilteldlr. a aey um. | Tägl. S g.»is Sonn. 2, s 1. 1" I Alex. E 4. 8066 Nehm. 50 Pf.— t M., abds. 1-2 M Jiruno Xethter, tlgyo Xarsen JCwnJIlorrm. iOOWandetiaabcnaew. Reichshallen-Theater Abends|T| Snnntag Hadmirtag l*1»! Uhr Du große Lach-Prograrara der Stettiner sanger Nachm. ermäßigte Preise! Volles Programm! Oönhott- Brettl; ...... Berlins beliebtestes Farti.-Varietd mit Tanz!(ifeOt ani Siitu. W"nt«är - Garten> B 15 Übt Zwitr. 2811 üantben erlaubt. Dia Codonas sind prolongisMi 2 canlii/ T Utrefln/ licua " S Cntsoi an. {Beilage Donnerstag, 5. Februar 1951 SivMimh QuJaukOeß* d* I. Aussprach«: Partei itnö Zlrbetterbilöaag Äev ermann: Die Di6k«ssion als VilKungSmitlel Jeder SoziaLst ein Funktionär! Wenn wir diese letzte Zielstellung ziigrundelegen, dann müssen wir an die Arbeiterbildung Zwo: Forderungen stellen: sie muh sich an die Mass« wenden, eine Vielheit zu erfassen suchen, und sie muh im Inhalt so oer- schiedenarng und mannigfaltig sein, wie es Menschentypen gibt. Z>en eimgen, wenigen Genossen mit angeborener Führer- anlage braucht unser« Sorge nicht zu gelten, die gehen schon in- stinktsicher ihren Weg. Es ist wie in der Schule: der Lehrer mag es noch so dumm anfangen, es sitzen Kinder in seiner Klasse, bei denen er es nicht verhindern kann, daß sie etwa- lernen, linser Bemühen muh den Vielen gelten, die Hilfe, Anleitung und Er- munterung nötig haben, denen wir zeigen müssen, wie man sich ein Wissen erwirbt, wie man. sich ein Können aneignet. Und da der Mensch am erfolgreichsten aus dem Gebiete arbeitet, dem seine Neigung gilt und zu dem er besondere Anlagen uiw Fähigkeiten mitbringt, so müssen unsere Bildungseinrichtungen reichhaltig genug sein, die inannigfachen Veranlagungsrichtungen zu erfassen. Damit ist sicher leicht eine Organisationssorm der Arbeiterbildungsarbeit zu verbinden, die den verschiedenen Gruppen der tätigen Genossen in Staat, Kommune, Partei usw. stets willige und befähigte Mit- orbciter zuzuführen vermag. In der„grohen" Großstadt mag man einen Teil der Auf- gaben an Sondereinrichtungen(Volkshochschute u. ä.) abgeben: denn es wird unter diesen sicherlich solche geben, auf die wir unsere Genossen mit gutem Gewissen hinweisen dürfen. Die Arbeiter. bildung in der„kleinen" Großstadt ist hier schon mehr auf sich selbst gestellt. Ganz anders jedoch liegt es in den Mittel- und Kleinstädten. Hier ist die Arbeiterschaft ganz aus sich allein angewiesen. Denn der andere dort ansässig« Kulturträger, der sich meistens„Berein für Kunst und Wisienschaf," nennt, ist so eindeutig, daß der Fall ohne weitere Erörterung als erledigt be- trachtet werden kann. Unter den vielen Möglichkeiten, Arbeiterbildung zu treiben, soll um der eingangs gegebenen Zielsetzung willen auf die D i s- kusfion besonders hingewiesen werden. Diese Art stand am Anfang unserer Bewegung, stand da als das primitivste, einfachste. natürlichst« Bildungsmittel. Doch hat dieses Mittel auch heute überall dort seine Bedeutung, wo es sich darum handelt, lebendige und aktive, willige und wendige Funktionäre unserer Bewegung zu schaffen. Funktionäre als Masienerscheinung, als Aufgabe für jedermann. Schon an gewählten Dertretern in Parlamenten jeg- licher Art, in Ausschüssen, Kommissionen haben wir einen erheblichen Bedarf, wenn wir nicht auf den unfruchtbaren Weg geraten wollen, von einigen Leuten alles besorgen zu lassen. Jeder Partei. genösse ein Funktionär! Das aber ist Aufgabe für die Arbeitzrbijdung, wenn wir- an die Werbemöglichkeite» in den Be- trieben und in Vereinen denken. Sachkenntnis ist sicher erste Bor- aussetzung: die Genossinnen und Genossen müssen die Dinge kennen, für die sie eintreten wollen, mit denen sie für den Gedanken des Sozialismus werben. Doch kann dos nicht genügen. Zur Sach- kenntniz muh die geistige Beweglichkeit, die kämpferische Geschick- lichkeit kommen, sich mit dem Zaudernden oder auch mit dem Gegner aupeinandersstzen zu können.',' Fünf Jahre hintereinander habe ich mit Eltern über Fragen Stadtrat Max Vetersi: moderner Erziehung?- und Schularbeit Diskussionsabende veran- staltet. 30 bis 40 Väter und Mütter fanden sich Woche für Woche hindurch ein paar Abendstunden zusammen. So wie den Teilnehmern die Probleme aufstießen, so wie sie ihnen im eigenen Tun als Aufgabe erschienen waren, so wurden sie zum Gegenstand gründlicher Aussprachen gemacht. Einleiiende Referate waren nicht die Regel, sondern die Abende begannen mit der Fragestellung, zu der meistens eine kurze Illustration des Leiters oder eines Teilnehmers trat. Keiner Frage, auch nicht der un- bequemen, sind wir aus dem Wege gegangen. Manche Antwort ist kaum mehr als ein neues Fragezeichen gewesen. Wir haben uns aber auch nicht mit weisen Philosophien geholfen, sondern uns immer bemüht, auf dem Boden der Wirklichkeit zu bleiben. Aber niemand ist bei dieser Arbeit müde geworden.. Es war die — immerhin nicht alltäglich«— Erscheinung festzustellen, daß die Besucherzahl mit Fortgong der Arbeit regelmäßig stieg. Der End- erfolg? Nicht etwa so, daß nun Festredner für Pädagogik ihr Un- wesen gelrieben hätten, aber so, daß Funktionäre einer modernen Erziehung in großer Zahl vorhanden waren, Leute, die wußten, was sie wollten, die bei Fragen und Einreden anderer— auch der Gegner— ihren Mann stehen konnten. Als sich nach dreijähriger Pause vor kurzem einmal wieder ein Kreis pädagogisch Interessierter zusammenfand, waren die- jenigiUl, die durch jene Schulung gegangen waren, die Anreger, die Wortführer, die gleich auf das Wesentliche vorstießen und Nebensächliches und Allgemeinheiten abwehrten. Sie waren beut- lich die Aktiven. Solche Art wird auch sicherlich heute noch in der allgemeinen Arbeiterbildung gut« Dienste leisten können. Man sammle die in einer besonderen Richtung Interessierten und gebe ihnen Ge- lcgenheit zu lernen, aktiv, selbständig, lebendig und wortgewandt aufzutreten. Immer wieder kann man bemerken, daß Leute mit Wissen und Erfahrung davon keinen öffentlichen Gebrauch zu machen verstehen, zum Schaden der Gcsamtbewegung, die oft genug Schwätzer ertragen muß, die nichts können und doch reden. Schüch- ternhcit hält jene Menschen zurück. Das Rednertalent der„Prominenten" jagt ihnen Furcht ein. Also erste Aufgabe dieser Ar- beiterbildung: Mut machen. Minder wertigkeits- gefühle ausrotten. Es darf nicht ankommen auf die elegonie Formung des Wortes. Es schadet nichts, wenn wir anfangs auch einen ganzen Ab erd lang auf Nebenwegen herumirren. Es ist kein Unglück, wenn die Hauptpunkte nicht Stück für Stück ihre Erledigung finden, wenn kein wohlformuliertes Ergebnis heraus- gekommen ist. Wichtiger ist: sprechen mögen, beweglich werden, zupacken lernen, sich und sein« persönliche Erfahrung ruhig nebe» die des andern setzen. Wenn wir so wie Kinder fast spielerisch uns auf dem geistigen Kampsfelde ohne Aengste tummeln gelernt haben, dann gehen wir allmählich zu immer präziseren Formen der Diskussion über, stellen ein Referat— und nicht ein Beispiel wie früher— an den Ansang, bezeichnen das Wesentliche von vornherein oder arbeiten es formuliert am Schluß heraus. Aber die Kontrolle steht immer da» über. Versogt Sie Diskussion, hat nur noch ein einzelner und nicht mehr die Vielheit etwas beizutragen, s»: sind wir auf einen Abweg geraten—, wohlverstanden bei dieser besonderen Aufgabe. Dann heißt es. sich innstellen, wieder einfacher werden, Gesichtspunkte natürlicher fassen, nienfchlicher sprechen und olles, was nach Ge- le.hrsainkeit riecht, abtun. Nicht so sehr, was man dabei lernt, sondern w i« man es lernt, ist der Ertrag der Arbeit. Freude an der Beschäftigung mit geistigen Dingen wächst, geistige Massen für den Kampf un» unser Ziel werden geschmiedet oder besser noch, geschärft. Es ist bequemer. Borträge zu veranstalten, für den Redner sowohl wie für die Zuhörer. Womit allerdings die Notwendigkeit von Referaten als Mittel der Anregung und der Aufklärung, der Berichlerstattung und der umfassenden Darstellung nicht bestritten werden soll. Aber vlenn man hört, wie Menschen, die Fortbildung treiben wollen, immer nur nach Referaten verlangen, wenn man zur Antwort bekommt,„worüber Sie sprechen, das überlassen wir Ihnen", wenn der ganze Fortbildungslehrgang aus einer reichen Folge von Borträgen besteht, dann wiro hier Unbildung an- gebahnt, und nicht Bildung. Es ist immer gut, sich ab und an zum Einfachen und Natürlichen zunickzusinden. Das eröffnet Kraftquellen und schützt vor Be» stiegenheiten. Auch ist diese primitive Form der Fortbildung über- all möglich, in der Kleinstadt wie in der Metropole: denn sie ist beweglich genug, sich auf alle möglichen Notwendigkeiten einzu- stellen. Aber was wichtiger ist, sie wendet sich an die Bielheit, an die Massen, an jedermann, und ist gewillt, aus jedem Parteigenossen einen fähigen Werber zu machen für unsere Ziele. Arthur Holdstem: Der Gegensatz der Auffassungen über das Wesen der Arbeiter- bildung ergibt sich naturgemäß aus dem vorhandenen und sich ständig vertiefenden Gegensatz bestimmter Grundanschauungen über Wesen und Bedeutung des Sozialismus und der Arbeiterbewegubg schlechthin. Es ist darum kein Zufall, daß in dem Aufsätz von B. Hart ig(„Abend" vom 22. Januar 1031) der Zusammenarbeit von Arbeiterbildungsschuls und„geeigneten öffentlichen Institutionen" so eifrig das Wort geredet wird. Die Forderung nach der Arbeitsteilung zwischen sozialistischer und öffentlicher(soll wohl richtiger heißen: bürgerlicher) Bildungsorbeit wird allerdings Bleibt bei öer Funktionärfchule! Genosse Decker möchte offenbar aus der Arbeiterbildungsschul« eine Art Bildungsbazar machen, der ein« mögliHst starke 'Anziehungskrast auf die große Masse der Arbeiterschaft misiibt. Er verrät mit seinen Anregungen eine völlige Bcrkennung des Zwecks dieser Bildungsstätte der Berliner Arbeiterschaft. Seine Anregungen sind auch keineswegs neu. Die vierzigjährige Geschichte der Berliner Arbeiterbildungsschule weist zahlreiche, in gewissen Zeitabständen immer wiederkehrende grmrdfätzliche Auseinanderfetzungnen über die eigentlichen Ziele der Anstalt auf. Bor mehr als zwei Jahrzehnten warf der damalige Anthropofoph Rudolf Steiner auch die Frage nach der Er- fassung des ganzen Menschen auf. Long« Zeit beschäftigte die ge- samte Hörerschaft der Meinungskampf, die die beiden inzwischen verstorbenen Lehrer Rudolf Steiner und Max Grunwalb, der Bertreter der streng marxistischen Richtung, temperamentvoll führten. Trotz der persönlichen Hochschätzung, der sich Steiner oll- gemein erfreute, und trotz seiner ungewöhnlichen Rednergabe wurde» seine Ansichten von der übergroßen Mehrhsit der Schüler abgelehnt, imd ohne Haß.zog er sich von der Schule zurück, nin seinen Weg zur Weltberühmtheit anzutreten. Auch der ehemalige Theologe Maurenbrecher, der nach Auflösung der Nationolsozialen Partei zur Sozialdemokratie gekommen war lund der nach dem Weltkrieg als Alldeutscher gestorben ist), entfzsselte grundsätzliche Auseinandersetzungen über die Aufgabe der Schule. Er wurde aber schon von den Schülern selbst widerlegt. Bei allen Diskussionen über das Programm der Schule setzte sich immer wieder— und das scheint mir das gel st ige Fundament dieser Schule zu sein— die nach einigen, Suchen der ersten Jahre festgelegte Zielsetzung dieser Bildungsanftall durch, wie sie mit seltener Treffsicherheit Kultusminister Grimme an ihrem vierzig- jährigen Gedenktage formulierte: Die Arbellerbildungsschule wollte und will nicht Lücken, die die Dolksichulbildung beim Arbeiter ge- lassen hat, ausfüllen(ein lückenloses Wissen gibt e- überhaupt nicht>, sondern sie will einen neuen Menschen, den sozialistischen, an Geist, Willen und Haltung, l)eranbilden. Sie will eine Schule für Funktionäre der sozial! st ischon Arbeiterbewc- g u n g sein. Damit, mit dieser Zielsetzung der Schule, ist zugleich itr Kreis der Schüler umrissen: sie will und soll nicht Massen- anstatt sein. Als Wissensgebiete, die von dieser Bildungsstätte vornehmlich ,zu behandeln sind, kommen die in Frage, die di- Gnmdlnaev des politischen. Kampfes bilden: Nationalökonomie, Gescllschastsmissen- schast. Geschichte, wozu selbstverständlich Geschichte der Arbeller- bewegvng gehört. Sie find Kl behandeln von, Standpunkt des von Marx und Engels gegründeten wissenschaftlichen Soziolisnms aus. In dieser wissenschaftlichen Forschungsmethode des historischen Ma- teriolisimis liegt der fundamental« Unterschied dieser Einrichtung von allen anderen Bildungestätten des Bürgertums. Die moderne Arbeiterbewegung, je mehr sie sich als Kulturbewcgung verzweigt hat. hat immer weitere Bildungsousgaben im Lauf« der Zeit er- l>alten. Die Gewertfchasts- und Genossenschastsbemegiing, die Frauen-, Jugend- und Kindersreundebewegung, die Arbeitersport- und Naturfreundebeweaung und die verschiedenen anderen Kultur- gruppen haben jede für sich besondere Bildungsorgane geschaffen, die ihre spezifischen Aufgaben selbst erfüllen kennen und wollen. Diese Differenzierung der proletarischen Bil- d.iinqscrbeit ist ein Zeichen geistigen Fortschritts. Der Versuch einer Zentralisierung könnte gar zu leicht zu einem geisttötenden Mechanisinus führen. Die Bielgestaltigkeit der modcrnen Arbeiterbewegung verlangt eine vernünftige Abgrenzung der Aufgaben, uni nicht Kraft und Mittel unnötig zu vergeuden. Das Nebeneinanderarbeiten der ver- schiedencn Zweige der Bewegung ist historisch bedingt und darum nicht zu vermeiden. Vermieden werden muß aber eine Ueber- schneidung der Aufgaben. Das kann geschehen, wenn jeder Zweig sich auf die ihm zukommende Aufgabe beschränkt. Dazu kommt, daß dank dem Einfluß der Partei in Kommune und Staat manche Bildungsaufgabe, die früher von den Arbeiter- argaiiefationen erfüllt werden mußt«, heute an die öffentlichen Organe des Staates und der Koinniuv.cn abgetreten werden konnte Für die Arbeit auf dem Gebiete der Kunst, der Musik, des Bücherei- weiens insbesondere, brauchen heute keine Mittel der Arveiter- Bewegung mehr ausgegeben werden Und wir sollten unsere Macht ausnutzen, um die öffentlichen Organe zur Ausgestaltung ihrer Bikdungsarbeit in unserem Sinne anzuspornen. In diesem großen, weitverzweigten Gebiete der Arbeiterbildung lonn die Arbeiterbildungsschul.' nur die zentrale Aufgabe habe», den politischen Führer heranzubilden. Eins Erweiterung des Äufgabenkreises der Arbeiterbildunngsschule noch den persönlichen Bedürfnissen der einzelnen Menschen könnte nur ihren Charakter als Funktionärs chule verwischen. Je intensiver sie sich auf das Wesent- liche der Arbeiterbewegung konzentriert, um so erfolgreicher wird sie ihre besondere Aufgab« für die Partei erfüllen. Zahlreiche Ge- vossen, die heute im politischen Leben, der Arbeiterbewegung, der Kominunne oder des Staates auf exponiertem Posten stehen, ver- danken chr geistiges Rüstzeug der Arbeiterbildungsjchule. Möge sie auch weiterhin ihrem Charakter als Funktionärschule der Partei treu bleiben. beinah« zwingend in dem Augenblick, wo man da? Werden eir»« besonderen p r p l e t a r i s ch- s« z i a l i st i s ch e n W e üt-> an schauung verneint. Positive öder negative Hallung in dieser Kardinalfrage beeinflußt entscheidend die Einstellung zu allen Fragen sozialistischer Bildungsarbeit. Denn je nachdem, ob ich das Wesen des Sozialismus historisch-matenöltstisch oder bürge» lich-idcologisch betrachte, werde ich auch zu entgegengesetzten Bildungsidealen gelangen müssen. Es ist ja wohl als bekannt vorauszusetzen, daß materialistische Dialektik in der Wirksamkeit des Klassenkampjes den eigentlichen Hebel der Menschheitsgeschichte erblickt. Das bedeutet zunächst ein- mal, daß es dem Sozialismus nicht so sehr aus die letzte Aus» heutung des Weltprozesses, das heißt guf die Ergründung der absoluten Wahrhell ankommt als pielmehr auf die Berände» rung der Well, das heißt der ökonomischen und gesellschaftlichen Berhällnisse. Aus solcher Betrachtung der Dinge, die bereit? ein wesentliches Element sozialistischer Weltanschauung enthält, resultiert unmittelbar die Aufstellung ganz konkreter Bildungsziele. Denn wenn ich nicht auf die Interpretation des Seienden, sondern auf die Gestaltung des Werdenden den Hauptakzent lege, so werde ich im Hinblick auf die Ziele der Arbciterbildung erklären Müssen: Wir wollen den Lernenden auf keinen Fall„Bildungssolot", als» kein Durcheinander bürgerlicher und jazialistischer Denksormen servieren. Unsere Aufgabe in der Arbeiterbildungsschule besteht vielmehr darin, aus die Aktivierung des politischen Denkens uvd Wollens, das heißt auf die Entfaltung proletarischen Klassenbewußt« seins, hinzuarbeiten. In organischer Verbindung mit dem Klassenkampfgedanken steht des weiteren für die materialistische Dialektik iin Vordergrund die Erkenntnis eines einheitlichen Weltbildes, die Erkenntnis nämlich, daß Oekonomie und Ideologie nicht voneinander zu trennen sind. Der Beweis, daß noch jede aussteigende Klasse eine eigene „Ideologie", das heißt Weltanschauung aus sich heraus gebildet hat, ist historisch mühelos zu führe». Oder will man behaupten, daß die Philosophie eines Diderot, d'Alembert oder Helvetius in Frank» reich, die Dichtung eines Schiller, Goethe oder Lessing in Deutsch- land— es sind in beiden Fällen Kristallisationspuiikte bürgerlichen Klassenbewußtseins— mit der Weltanschauung des damals ver- wesenden Feudalismus auf eine Gleichung zu bringen wären! Oder ist gar im Ernst daran zu denken, daß die modernen Proletarier als Klasse, denen die Beseitigung des bürgerlichen Privateigentums als historische Aufgabe zufällt, eine solch« Umwälzung bestehender Grundoerhältnisse fertig bringen sollten— ohne eine grundlegende Aenderung des gesellschastlichen Bewußtseins! Ganz abgesehen von derartigen Perspektiven gibt es ein viel nähsrliegendes Moment, das auf die Herausarbeitung einer be- sonderen proletarischen Weltanschauung unmittelbar einwirkt. Das ist der Arbeitsprozeß in der großkapitalistischen Wirtschaft, der durch seine charakteristischen Arbeitsmethoden— im Gegensatz zur vorkapitalistisch-individuellen Eigenproduktion— die Entwicklung zu kollektivistischem Denken erzwingt. Dieser Entwicklung zum Kollektivismus können sich die Proletarier als Gesamtheil»ie und nimmer entziehen, eine Erscheinung, die in steigendem Grade auch aus die sogenannten„Stehkragenproletarier" zutrlfst. Der Zwang zum Kollektivismus bildet indes nur die eine Seite des kapita» listischen Arbeitsprozesses. Ein mindestens ebenso wichtiger Faktor ist in der T e ch n i k der heutigen Produktionsweise zu erblicken. Die nahezu absolute Vorherrschaft der Maschine in der tapitglistischen Wirtschaft mußte nachdrücklich die proletarische Denkweise beein» flussen. Denn die Maschine, als Symbol mechanistischer Kausalität, hat in stärkstem Maß« zur Erschütterung metaphysischen Denkens beigetragen, hat einer bestimmten materialistischen Betrachtung?- weise den Boden bereitet. Daß dieser etwas primitive Materialis« mus keineswegs mit dialektischem Materialisnius verglichen werden kann, besagt an sich noch gar nichts. Das Wesentliche beruht auf dem offenkundigen Zusammenhang zwischen Oekonomie und Ideologie. Das gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, daß man proletarisches Dewußtscin als ganzes ins Auge faßt. Dann kommt man allerdings nicht umhin, von einer im Werden bc- griffenen proletarischen Weltanschauung zu spreihen. Wie könnte es auch anders sei»! Dermins eine ist doch wohl klar: Wer dafür eintritt, daß Sozialismus mit Weltanschauung nichts zu tun habe, muß auch die sich daraus ergebenden Schluß- solgerungen in Kauf nehmen, als da sind: Man kann in ökonomischer iiinsicht Sozialist sein und sich gleichzeitig zu jeder beliebigen Weltanschauung bekemie». Mit anderen Worten: Der„nur-öko- nomische" Sozialist kann als solcher ideologisch Anhänger von Tolstoi(„Ihr sollt dem Uebel nicht widerstreben!"), er kann auch Anhänger von Schopenhauers weltosrneii»endem Buddhismus sein, er kann serner die Idee des„Usbermenschen" ä la Nietzsche an- erkennen oder sich mit der ebenso individualistischen Gedankenwelt eines Ibsen einverstanden erklären! chier erleben wir in der Tat die Quadratur des Kreises, wenn proletarischer Sozialismus und bürgerlicher Individualismus zu einer„Synthese" oerschmolzen werden. Natürliä) können wir auf Schritt und Tritt die Wahr- nehmung inachen, daß die Proletarier von heute mehr oder weniger noch in bürgerlichen, teilweise sogar noch in vorkapitalistischen Traditionen befangen sind. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß zwischen bürgerlicher und werdender proletarischer Weltanschauung ein Abgrund klafft. Uebrigcns, war es nicht Friedrich Engels, der die gesamte Geschichtsepoche bis zum Beginn des Sozialismus als die„Vor- gcschichte der Menschheit" zu definieren sich veranlaßt sah! Wenn also das vorsozialistisch« Stadium gewissermaßen als prähistorische Angelegenheit betrachtet, wenn weiter die Entwicklung zum Sozialis- mus als„Sprung von der Notwendigkeit ins Reich der Freiheil" gewertet wird, so ist damit wohl über das Wesen des Sozialismus alles nur Denkbore und Wünschenswerte gesagt. Notabene— geht der Schöpfung des.„Kapital" und der Abfassung der gesellschafts- wissenschaftlichen Schriften von Marx und Engels die Auseinander- setzung mit der„Deutschen Ideologie", das heißt der Angriff auf die Weltanschauung des Bürgertums voraus! Das freilich muß begriffen und anerkannt werden. Erst dann erhält die Diskussion über die Probleme d�r Art eiterbildung«inen Sinn. Denn aus dieser allgemeinen Anerkennung folgt die konkret« Abgrenzung bürgerlicher und sozialistischer Bildungsziele. Daraus näher einzugehen, bestebt leider mit Rücksicht auf den Raum im Augenblick keine Möglichkeit. Wirtschaftskrise und Arbeitersport Von Adolf Buck Auf allen Tagungen des Arbeitersports kommt zum Ausdruck, daß die Not der Zeit auch auf den Sportvereinen außerordentlich schwer lastet. Es ist durchaus richtig, daß die Ausübung des Sports von den wirtfchaftspolitischcn Verhältnissen abhängig ist. Daraus ergibt sich, daß die Ursache der die Entwicklung der Sportverein« so hemmenden Verhältnisse— das gilt auch im allgemeinen für die Arbeiterbewegung— die ungeheure Wirtschaftskrise ist. Wir haben kein Mittel, die bestehende Krise zu beseitigen und wissen nicht, ob ihr Tiefstand schon überwunden ist. Es ist jedoch eine falsch« Aussassung, daß- die kapitalistische Ge- sellschaft unmittelbar vor dem Zusammenbruch steht, sie wird sich von dieser Krise erholen und eine Zeit der Konjunktur wird wieder einsetzen, die später von einer umso schärseren Krise abgelöst werden wird. Das sind wiederkehrende Erscheinungen des kapitalistischen Wirtschaftssystems, in dem die Produktion nicht nach den Bedürfnissen der Menschen geregelt wird, sondern die Höhe des kalkulierten Pro- fites ausschlaggebend ist und Produktion und Konsumtion nicht in Einklang gebracht werden kann. Die Positionen der kapitalistischen Wirtschaft sind stark erschüttert, auf die Dauer ist diese Wirtschasts- form nicht zu halten, deshalb wlrd die Arbeiterklasse in Zeiten guter Konjunktur zum Angriff übergehen müssen, um im Endziel die kapitalistische Gesellschaft zu überwinden. Die Krise hat die sozialen Fragen in den Vordergrund gerückt und hier ist ein Gebiet, das die Arbeltersporller besonders beachten müssen. In dem Maße, wi« Sorge. Kummer, Not und Elend anwachsen, wird die Arbeiterschaft �kampsgeschwächt. Wirtschaftliche Not dar Sportler schafft Finanznot der Sportvereine und deren Verbände. Deshalb kommt es in erster Linie für die Arbeitersportler darauf an, daß die Opfer der Krise, die Erwerbslosen, oersorgt und ä u s- reichend unterstützt werden Sportvereine und erwerbslos» Sportler müssen dagegen geschützt sein, daß. sie nicht durch die Not dek Zeit gezwungen sind, wertvolles Eigentum und Sportgerät« zu verkaufen. Die Erhaltung und dar Ausbau der Sozialpolitik ist deshalb von größter Bedeutung auch für die Arbeitersportler. Darum »Nüssen sie mithelfen, daß die politischen und wirtschaftlichen Kämpf« «rfolgreich geführt werden können, um so mehr, da ja auch die in der Produktion noch Beschäftigten von der Krise betroffen werden. D«r Lohnabbau ist in vollem Gange, die Kraft der Gewerkschaften reicht vielleicht aus, um abzubremsen.(Die Kommunisten haben durch ihre Wahnsilmspolitik der Roten Gewerkichaftsgründnng die Äampskraft des Kopitalismus gegen die Arbeiterklasse ungemein gestärkt.) Die ganze Wucht der Krise und alle arbeiterfeindlichen Maßnahmen lasten fast unerträglich auf die arbeitende Bevölkerung, vom Preisabbau ist nichts zu verspüren. Der Grad der Krise bestimmt aber auch die politischen Erscheinungen, ohne Krise wäre ein so großer Rutsch nach Rechts nicht eingetreten. Wesentlich hat den Aufstieg der Rationalsozialisten die Konmnistische Partei gefördert, da sie alle Mittel anwendet, da» Vertrauen zu den Arbeiterorganisationen zu erschüttern, und mit den gemeinsten Beschimpfungen und Ber- lcumdungen gegen die Sozialdemokratie und die Gewarkichoften wütet. Der Nationalsozialismus bedroht ebenfalls die Arbeitersport- bewegung. Wirtschaftsnot und das Anwachsen der Nationalsozialisten erhöhte die Finanznot allüberall. Einschränkungen der Beihilfen für den Sport im Reich, den Ländern und Gemeinden, erhöhte steuerliche Belastung sind die Auswirkungen der Zeitverhältnisse, unter denen der Sport leiden muß. Bon sich aus können die Arbeitersportler zur Ueberwindung dieser?Wtz«it nichts unternehmen, die Stärkung der Arbeiterklasse und ihrer Organisationen ist deshalb oberstes Gesetz. Im Kampf gegen die Feinde der Arbeiterklasse giß es die Kräfte mobil zu machen, je besser die Arbeitersportler Partei und Gewerkschaften unter. stühen, um so leichter wird der Arbeitersport die Not der Zeil überstehen. Die Demokratie ist der Boden, auf dem die Kämpfe für Arbeitsrecht und sozial« Freiheit geführt werden können, deshalb ist die Er- Haltung der Demokratie ein Teil des Kampfes gegen die Reaktion. Dar Arbeitersport bekämpft den Nationalismus des Dritten Reiches der bürgerlichen Sportler und stellt fein« ganze Kraft zur Heber- Windung der faschistischen Gefahr der Arbeiterklasse zur Verfügung. Die Arbeitersportler wissen, daß die Arbeiterklasse unüberwindlich ist. Die gegenwärtige Krise ist nur ein Zeitabschnitt im großen Ringen für den Sozialismus. Die Arbeitersportler marschieren in Reih und Glied mit der sozialdemokratischen Bewegung. beide Fehler, doch war Elsa glückücher als ihr Konkurrent urt> blieb Siegerin. Der Ueberlegene war freilich der sich sichtbar Mühe gebende und mächtig schnaubende Scoiastolo. Als die schmarzrot- goldene Fahne hochgezogen wurde, jubelte das Publikum Beifall. Bei den folgenden Eignungsprüfungen für Domenreitpferde wurde ein derartiger Radau entfaltet, daß das Publikum beinahe kopfscheu wurde. Z)r. Diem ohne„Sachkenntnis" Zwischen der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik und dem Deutschen Reicheausschuß für Leibesübungen gibt es wiederholt Meimnrzsverschiadenheiten. So erklärt« Dr. Diem, der General- sekretär des RAfL. in den Bekanntmachungen des RAfL.,„daß olympische Siege aus dem normalen Sportbetrieb heraus- wachsen sollen, da sie sonst ihren Sinn verlieren würden". Prompt antwortete die DSB. in ihrem Pressedienst:„Die verschiedentlich ver- breitete Ansicht, olympische Lc istimcen könnten aus dem Betrieb der Breiten arbeit Herauswachsen, entbehrt jeder Sachkenntnis." Dieses Urteil des Fachverbandes ist nicht nur für Dr. Diem selal, sondern auch für die Oeffentlichkeit aufschlußreich: denn„Breit«:'- arbeit", da» war ein« Zeitlang das beliebteste Schlagwort des RAfL. bei der Stimmungsmache für die olympischen Spiele in Los Angeles. Das Urteil Dr. Diems ist demnach ein Fehlurteil?! Campbell auf Wellrekordjagd Der englische Rennfahrer Campbell ist gegenwärtig aus dem Strand« von Daytona Beach in Florida am Werke, um mck seinem 1400?5>-Usberreiuuvageu„Blauer Bogel ll" den 1£)2g von Sei» grave mit Z71-Sruuden-Kilometer aufgestellten Automobil-Schncllig- keitswellrekord zu verbessern. Verschiedene Probefahrten zeigten, daß die Maschine fahr wohl in der Lage ist. das Erforderliche zu leisten. Bei der ersten Probefahrt wurden 200 Meile»<321 Kilometer) registriert, beim zweuen Versuch zeigte der Geschwindigkeitsmesser sogar 240 Meilen, also-Stunden-Kilometer. Jedoch handelte es sich dabei noch um Fahrte,» ohne offizielle Zeittontrollc. so daß eine Rekordanerkennung nicht möglich ist. Wassersportler dehn- Waldlauf Die Arbcilcrsporüer in den Rehbergen Am kommenden Sonntag findet de? Waldlauf der Wafsersportsparte(Ruderer. Kanufahrer, Schwimmer) des 1. Kreises im Arbeiter-Turn- und Sportbund statt. Di« Veran- staltung beginnt um 14�2 Uhr im Dolkspark Rehborge. Den Auftakt geben die Frauen in ihrem 1000-Meter.Lauf, dann folgen die Jugendlichen mit einem 1ö00-M«t«r-Lauf. Als letzt« starten die Männer, um die 3000-Metor-Strecke zurückzulegen. Start und Ziol ist vor den Tribünen der Hauptkampfbahn. E beteiligen sich oon den Schwimmern die Dereine Rawawes, Bornstedt, Faltensee, Schwimm-Union und Neptun mit insgesamt 55 Teilnehmern. Von den Wasserfahrern RV. Vorwärts, RA. Collegia, RV. Butab, FrRB. 1913, FTGB.-Ruderbezirk und Kanu- bezirk, FrK.-Union, Fr. Faltbootfahrer Berlin und erstmalig die Wassersportabkeilung des Reichsbanners als Gast. Nach den Läusen findet«in Handballauswahlspiel zwischen Ruderer und Konufahrer gegen die Schwimm«? statt. Die.Mannschaftsaufstellung sieht folgendermaßen ai/s: E ch« i m m e r: Sibuelde- M-nzc!rs und Usqebuiu,. Treis» punkt s Uhr Bhf. Tahnedors. Ardeitor Tur». und Tportlnuid, 1. Itui«, t. Bezirk. Set RcttundssckwiottNe» futfuo beplnntz am 5. gcdruar, 20 Uhr, Im Zuoendbeipi Dossestratz«!n Lichten. bera. Meldunaen werben dort anaenomuien. Tür die weidlichen Mitdliedcr aller Sparten Uber 1t DaDre findet Monlaa. 9. ssebruar. 20 Uhr,«ine ssrauen- versammluna bei Weaener, Lichtender!,. Frankfurter Mee ZSS, statt. !yenni»'9tat®ron BetUn, r. 99. Seteiiuaenecatoecfammlunj» Dien-taa. 10..Tchruot. 19V, Uhr, im Lehrervereiushaus.— 90,1. FriÄrickohain: Ad- trilunosaenerotpertoinmluna Tonner�top, 5. Februar, 29 Uhr, Im WerneuSener Schlatz.— Abt. Lichtenbeoa: Ahtellunokwerfammluna Frel'ao,«. Februar. AI Uhr, de! Weaener, Frankfurter Alle» 2)0.-» 9ldt. Brenolaucr Bera: Ab» teiluno�oersammluna Donnerotaa. 5. Februar, 29 Uhr. im Spvrtrestaurant, uaiitianstratze._ I ö weller für Berlin: AtcholterAer Frost. Zeitweise ausklärend- Kein« oder unr unbedeutende Schneefälle.— Alle Deutschland: Im Nordosten strenger, im übrigen Deutschland micker Frost, nur strich» weise etwas Schnee. HonnarstoK, 5. Februar. Berlin. Ifi.bS H. H. Bj«r; Theater cintor Mauern. 16.90 Tiia-Tee-Maaik. 17.39 Dr. med. Wollt onl Sau-Rat Dr. Brate: BansehtlOe. 1800 Rivalen der Menschheit(Hermano Budtislaa-ski). 18.29 Oedicht« Ip Prosa(Ör. Hoflmann lUrelsch). 18.49 Kars von Bend»; Freitamm d«.Monats Februar. I9.0Ä Chorgeslnt».„Summen der Völker in Liedarn." 19.28 Sprach SM Odo am Mikrophon. 19.5i Städtische Oper. Charlouenburg:„Das Rheincdld" von Richard Waener. Dir.: Dr. Frifz Stiedrv. 22.09 Wetter», Tajes- und Sportnachrichten. Anschließend bis 0.39; TammoSik. Köuitswusterbausen. 16.90 Schul rat Au tust Sadowski Wie denken onsere ForttildUapsacheier Uber die ländliche FerthiiduAcsschulc? 17.39 Mersmann: fliusmustk. 18.90 Oh.-Stud.-DIr, I.udw. Eib: Ans dem Lebjn eines deuUcheo Arttcs la West-Kanada. 16.30 Dr. Haiamann; Theater und Kultur. li.On Hans Rcimanü' Hellere Bilduut. 19.30 t>r, Kahf: Die Wirkur. e des Winterfrostes 1928/29 auf die WaldMnme. 29.00 Köln: Aus Werken von Puccinl. .1 00 Reicliswirtschtftsrat Berlin: Z'iT Volksiesunduns durch Se'.bithille, Ltg.: Univ.. Prof. Dr. Brauer, Köln.