Nr. 113. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Attentat auf das Koalitionsrecht der Arbeiter. g Ein Att brutalster Unternehmer Willkür ist die Au 3= sperrung der 450 Stuhlmacher in Lauterberg am Harz. In der dortigen Sigmöbel- Industrie wurden seit Jahren die Löhne derart herabgesetzt, daß der Wochen- Durchschnittsverdienst der männlichen Arbeiter bei 60- und mehrstündiger Arbeitszeit die Höhe von 9 Mart taum erreichte! Wiederholt hatten die Arbeiter sich zur Abwehr weiteren Lohndrucks aufgerafft und auch vorübergehend günstigen Erfolg erzielt. Die Unternehmer wußten nun durch Versprechung von Lohnaufbefferung 2c. die Arbeiter zu überreden, aus dem Tischler beziehentlich Holzarbeiter Verband auszutreten, sodaß die Zahlstelle, welche im Jahre 1890 mit 250 Mitgliedern bestand, ganz einging. Statt nun die Lage der Arbeiter zu erleichtern, wurde sie immer mehr verschlechtert. Nicht nur, daß die Löhne auf das denkbar niedrigste Niveau herabgedrückt wurden, die Arbeiter mußten auch noch das Kleinmaterial von den Unternehmern kaufen und bis zu 100 pet. theurer bezahlen als die Waaren in derselben Qualität beim Händler erhältlich sind. $ Im Jahre 1898 wurde eine Zahlstelle des Holzarbeiter Berbandes errichtet, welche bis auf 158 Mitglieder anstieg, dann aber, infolge erneuter Versprechungen der Unternehmer, dem Eingehen nahe kam, so daß am Schlusse vorigen Jahres nur noch 18 Mitglieder zu verzeichnen waren. Diefer schlechte Stand der Organisation ermuthigte die Unternehmer zu einem neuen Borstoß, indem verschiedene derfelben in diesem Jahre weitere Lohnkürzungen vornehmen wollten. Nun aber gingen den Arbeitern die Augen auf, sie verlangten die alten Preise und Abgabe des Kleinmaterials zum Selbsttostenpreis. Gerade gegen die lettere Forderung stemmten sich die Unternehmer am meisten. Den Arbeitern aber gelang es in turzer Zeit, ihre Forderungen durchzusehen. Sie sahen endlich ein, daß es nur bei vereinter Kraft möglich ist, weitere Verfümmerung ihrer Lage abzuwehren, und so schlossen sie sich der Organisation an, so daß die Zahlstelle des Holzarbeiter- Verbandes für Lauterberg und Umgebung gegenwärtig 460 Mitglieder zählt und eine Zahlstelle des Metallarbeiter- Verbandes im Werden begriffen ist. Infolge dieses Anwachsens der Organisation fühlten die Unternehmer ihre selbstherrliche Stellung bedroht und ihre Wuth richtete sich nun gegen die Organisation. Sie legten den Arbeitern ein Schriftstück vor, von welchem sich schwer sagen läßt, ob die in ihm dokumentirte Anmaßung oder Gesegesunkenntniß größer ist. Das Schriftstück lautet wörtlich: 26 Wir, die Unterzeichneten, schließen hierdurch unter uns zur Abwehr gegen die von den Arbeitern unserer Fabriken geplanten Bestrebungen, unsere Interessen zu schädigen, den friedlichen Fortgang unserer Fabrikation zu hindern und die Ordnung und Ruhe zu stören, folgenden nach jeder Richtung hin rechtsgiltigen Vertrag, dessen Spize besonders gegen diejenigen Arbeiter gerichtet sein soll, welche dem sogenannten a ch verein oder irgend einer anderen derartigen Vereinigung angehören: 0 1. Bei Ausbruch eines durch Veranlassung eines Verbandes angeregten Streits in irgend einem Betriebe der Unterzeichneten, verpflichten sich die übrigen Kontrahenten, alle diejenigen Arbeiter ihrer Betriebe sofort oder nach erfolgter Kündigung zu entlassen, welche jenem Verbande angehören. Tene. Sonnabend, den 16. Mai 1896. 2. E3 wird allgemein folgender Passus in die Fabrikordnung sämmtlicher Betriebe aufgenommen: Arbeiter, welche einer politischen oder sozialen Vereinigung, ohne Vorwissen des Arbeitgebers, angehören, deren ausgesprochener Zweck dahin geht, zwischen Arbeitgebern und Arbeitern Unfrieden welcher Art zu schüren, tönnen sofort, d. h. ohne vorherige Kündigung entlassen werden. Sollte aus diesem Grunde mindestens die Hälfte der in einem Betriebe beschäftigten Arbeiter entlassen werden, so erlischt damit auch die Pflicht des Arbeitgebers bezüglich Einhaltung einer Kündigungsfrist den übrigen Arbeitern gegenüber, das heißt ein sofortiger Schluß der Fabrik kann vorgenommen werden. 3. Die Anzeige zur Aufnahme dieser Bestimmung in die Fabrifordnung ist, um sie rechtsfräftig zu machen, sofort von den Unterzeichneten einzeln bei der zuständigen Behörde einzureichen. Der Zusatz ist den Arbeitern selbst sofort durch Anschlag bekannt zu geben. 4. Alle in einen Ausstand eingetretenen Arbeiter können nur gegen Vorzeigung einer von der Ortsbehörde be= glaubigten Aussage, daß sie dem Verband, auf dessen Veranlassung der Streik hervorgerufen wurde, nicht mehr angehören, wieder eingestellt werden, in einem anderen Betrieb, als dem, welchen sie verließen, überhaupt erst nach Verlauf von sechs Monaten nach Beilegung des Streita. 5. Arbeiter, welche aus den in sub 1 genannten Gründen entlassen werden, follen von uns als streitende(!) Arbeiter betrachtet werden und beziehen sich auf diese die in sub 4 getroffenen Bestimmungen. 6. In jedem Betriebe können, von heute an gerechnet, Arbeiter nur dann neu eingestellt werden, wenn sie einem Fachverein irgend welcher Art nicht angehören, auch fich schriftlich verpflichten, daß fie, so lange fie in einem der betheiligten Betriebe arbeiten, einem solchen nicht beitreten wollen. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. zu zahlen, zahlbar vier Wochen nach erfolgter Aburtheilung. Strafgelder fallen dem Klarastift zu Lauterberg zu. 13. In einem Kontraventionsfalle ist jeder einzelne be rechtigt, gerichtlich den Strafantrag zu stellen oder einzuleiten. 14. Rechtsfragen können nur durch das Amtsgericht zu Herzberg a. Harz erledigt werden. 15. Dieser Kontrakt tritt mit dem 1. Mai 1896 in Kraft und ist giltig bis zum 1. Oftober 1897. Sollte eine Ver längerung desselben nicht erwünscht sein, so sind entsprechende Wünsche bis spätestens vier Wochen vor Ablauf dieses Kons trafts einer schriftlich einzuberufenden Versammlung zu unterbreiten. Andernfalls hat er für ein weiteres Jahr ohne weiteres Giltigkeit. 16. Dieser Kontrakt ist in zehnfacher Ausführung aus. gefertigt, gestempelt und vollzogen, zwei derselben befinden sich als Haupteɣemplare im Gewahrsam der Ortsbehörden zu Lauterberg und Barbis. So geschehen zu Lauterberg, Barbis, Oderfeld. bei Barbis, 1. Mai 1896. gez. Gust. Mannete, Haltenhoff u. 3eidler, F. G. Haltenhoff, A. H. Hillegeist, G. Jahns, Mojahn u. Meyer, Brunn u. Weiß, Oder. felder Stuhlfabrik von Fechner u. Kalt. wasser. Extra angeschlagen war in den Fabriken folgender Satz: „ Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß folgen. der Zusatz in der Fabrikordnung von heute an in letzterer aufgenommen ist, die Bestimmungen desselben treten am 21. d. M. in traft." ( Folgt Punkt 1 und 2.) Außerdem stand an der Tafel angeschrieben:„ Wer sich mit den Bestimmungen der sub 1-11 einverstanden erklärt, soll Donnerstag, den 7. Mai, bis abends 6 Uhr im Komtoir unter schreiben und sich sofort aus dem Verband abmelden. Nichts erklärung gilt als Kündigung." Die Arbeiter, gewißigt durch die früheren Erfahrungen, 7. Bei Ausbruch eines Streits verpflichten sich die unterschrieben nicht, worauf die Aussperrung in Szene gesezt Fabrikanten, weder mit sogenannten Volksversammlungen noch wurde. mit fremden Unterhändlern konferiren zu wollen, sondern alle Das ist der offenkundige Versuch, jede Bemühung ber Verhandlungen sind zwischen einem Ausschuß der Fabrikanten Arbeiter, das spärliche Koalitionsrecht auszuüben, rücksichtslos einerseits und einem Ausschuß von solchen Arbeitern anderer im Keime zu ersticken. In der Zeit, wo ein Mann wie Stumm feits zu führen, die bis zum Ausbruch des Streits in den in eine tonangebende Rolle spielen kann, ist es freilich ganz natürFrage kommenden Betrieben beschäftigt waren. lich, daß das Unternehmerthum selbst den tollsten Herrschaftsgelüften freien Raum läßt. Auch daß die Ortsbehörden von Lauterberg und Barbis durch die Aufbewahrung der Haupt exemplare" des Utases in dieser Sache verwickelt werden, ist bei dem Hang des Fabrikantenringes, Geseze zu mißachten, nicht 8. Frauen oder Angehörige von Streiten ben oder aus den in sub 1 angeführten Gründen Entlassenen solen während der Dauer des Streits in keinem Betriebe Beschäftigung finden. 9. Sonstige Modalitäten bezüglich Wiedereinstellung der wunderbar. an einem Streit betheiligten Arbeiter sollen gemeinsam von Mögen aber die Unternehmer und ihre Verbündeten thun den Unterzeichneten festgestellt werden und sich wesentlich nach was sie wollen, wenn die Arbeiterschaft einig ist, dem Umfange und den normalen Gründen für den Streit tönnen sie nichts ausrichten. Was den Stuhlmachern richten. 10. Jeder Unterzeichnete ist verpflichtet, erst allein auf gütlichem Wege zu versuchen, einen bei ihm ausgebrochenen Streit beizulegen, ehe er die Gesammtheit der Unterzeichneten zu Zwangsmaßregeln auffordert. in Lauterberg a. H. geschah, fann morgen einer beliebigen anderen Arbeiterkategorie gleichfalls widerfahren. Dadurch ist die gemeinsame Unterstützung der Lauterberger Stuhlmacher für die gesammte deutsche Arbeiterschaft von selbst gegeben. Das wichtigste ist vorläufig, den Zuzug nach Lauterberg fernzuhalten. 11. Tritt die Gesammtheit durch Befolgung dieser Abmachung in die Bewegung ein, so tönnen die Modalitäten Deutsche Arbeiter, agitirt nach dieser der Beilegung nur durch absolute Stimmeneinheit festgelegt werden. 12. Die Unterzeichneten verpflichten sich in jedem Kontraventionsfalle gegen die in sub 1-11 getroffenen Vereinbarungen eine Konventionalstrafe von 3000 m.( dreitausend Mark) ihm auf einmal einen Riß geben, und die Drischel war weg. ( Nachdruck verboten.)' n Flauger hat die Angst kriegt, sein Fluchen ist ihm ein g'fallen, da ist er auf die Knie g'sunken und hat zum Scheunthor hinausg'schrien: Seph, bleib liegen in Gottsnoma, da Teufel hat ma Drischel g'fonga!" Richtung hin überall, wo hin überall, wo ihr mit Holz arbeitern zusammenkommt, und laßt mit dieser Agitation nicht eher nach, bis die Arbeiterpresse melden kann, daß das Attentat des Lauterberger Fabrikantenringes auf das Koalitionsrecht der Arbeiter mißglückt ist! Die am Hoffenster stehende Bäuerin schlug die Hände über den Kopf zusammen. „ Jessas, Moidl! Der Bauer hat a Salbe 3' viel.. Lauf, Lene, lauf', u geh' ihm ja recht z' Händen!" " Roman von Nicolaus Krauß. Vor fünfunddreißig Jahren, oder ist's schon noch Und Lene lief und sprang, spannte die Ochsen aus, länger her, wie sein Weib im ersten Kindbett g'legend' nahm ihnen die schweren Stirnblätter" und die Stränge ist, hat er d' Arbeit allein net schaffen können. Er Von der Stunde an war's mit dem zeitigen Dreschen ab, trieb sie in den Stall, schüttete Stall, schüttete ihnen ihr hat müssen an Knecht hab'n. Aber der hat net viel kosten aus. Wie der Seph wieder abzogen ist vom Flauger- Hof, Futter auf und schob den Wagen in die Schupfe. dürfen. So hat er sich ein ausdienten Soldaten hat er die ganze G'schicht verrathen. Er ist auf die Balken, Als sie in die Stube kam, saß der Bauer auf einem g'nommen, der stücker fünfzehn Jahr drunten in Italien die über die Tenne gehen und Hohnabäuma" heißen, Stuhl am Tische, die Füße hatte er weit von einander g'wesen ist. Der hat Seph g'heißen, war a egerländer g'stiegen g'west, und wie der Bauer aufzogen hat, hat er gespreizt, die Hände in den Hosentaschen, und die schwere Kind, saufen hat er tönnen wie a Bürstenbinder, aber d' mit beiden Händen runter g'langt und die Drischel auf Flügelmütze saß ihm ganz im Nacken. Er machte ein Arbeit hat er, wie alle ausdienten Soldaten, auch net er eins, zwei hinaufg'rissen. Gesicht, als hätte er zum Großthuen und Aufschneiden einfunden g'habt. So hat er sie a beim Flauger net gar So, und dös ist die G'schicht vom Flauger- Bauer, dem genommen. ' viel z'rreißen wollen. Beim Bauer war's umkehrt. Dem Teufel und der Drischel. Der Seph ist lang schon g' ,, Na Weiber!" hub er an. Was guzz ös denn mi so wär's am liebsten g'wesen, der Knecht wär gar net schlafen storben an, wie d' Katz an Kaiser?... Wißt's was Neu's gangen. Aber mein Seph hat sich auskannt. Wenn der Beim Abendessen betrachtete sich Lene ihren Dienstherrn Da Flauger- Toni- halt aus! Der Herr Anton Flauger Bauer mit dabei war, hat er g'arbeit't, sonst net. genauer. Sie fand nichts Lächerliches an ihm. Zwar is da erste Bäck in da ganz'n Weanastadt. A Stadtfrack, Im Winter ist der Flauger schon ganz zeitlich dreschen sprang die Nase etwas scharf und kantig aus dem Gesicht, der neulig z' Wean drinna war, hat mir's im Wirthsgangen. Und, daß er was g'seh'n hat, hat er d' Latern aber das von tiefen Furchen zerrissene Antlitz machte mit haus verzählt Ja, fagt er, hat er g'sagt, u mitg'nommen. Mein lieber Seph hätt' sich gern noch auf seinen, beim Kauen besonders start hervortretenden Kiefern wenus nu lang dauert, wird er nu Bürgermeister a... die andre Seit'n g'legt, aber er hat aus'm warmen Bett auffa einen energischen selbstbewußten Eindruck. Die weit ab- und wißt's, wer der Herr Flauger ist? Was, da spizt's müssen. Sell hat ihn g'wurmt und g'ärgert. Lang hat er stehenden gewölbten Schultern und die ungeschlachten, von halt auf Weichsel?... An Flauger z' Mühlefsen san Bou fimulirt und überlegt, was er denn anstellen sollt, daß das einer Hornhaut überglasten Finger zeigten, daß der Mann ist er. U da Flauger, dös bin ich. Fir Laudon, nu a mal." zeitliche Aufsteh'n aufhören thät. Auf einmal is ihm was bei der Arbeit aufgewachsen, bei ihr groß und alt ge- Er riß die rechte Hand aus der Tasche und schlug einen eing'fallen. Haufen Silber- und Kupfermünzen auf den Tisch. Auftrag'n, Wirthshaus! Wir zahlen schon!.. Ja sua... Na ja... Aber Margheth,' s Geschäft hat sie g'macht Die ganz' Taschen ho i voller Geld, un in der Schreibtafel is a no mehr, u d' Steuer ho i zahlt, und da is Dein' Schmier', Margheth, die i Dir mitbracht hab'... Bin i neat a rechta Strahlkerl! Ja, u a paar Halbe Bier hab i trunken und a paar Bratwürstla hab i gessen... worden. Am anderen Tag hat er net g'wart't, bis der Bauer Am Montag war in Eger Getreidemarkt. Der Bauer Aufsteh'n!" g'schrieen hat, sondern is noch vorm spannte seine beiden Ochsen vor den gescheuerten Dung Flauger in d' Scheuer nüber g'schlupft. Der Flauger wart't wagen, warf den in der vorigen Woche gedroschenen Roggen und wart't, aber wer net kommt, dös ist mein lieber Seph. hinauf und fuhr nach der Stadt. Es war schon später Da fängt der Bauer zum Fluchen und Schimpfen an, wie Nachmittag, als sein Gefährt wieder durchs Hofthor a Türt. Und ganz allein wollt er zum Dreschen anrichten. rasselte. In d' Höh hat er den Drischlflegel bracht, dann hat's" Fix Lau- lau- lau- la- u don'" Politische Uebersicht. haus, außerdem sprachen 2. Desuisseaux, Demblou und Pastur Braunschweig, 15. Mai. Dent Landtage ging eine Vorlage zur Bewilligung von 2 200 000 Mart für Errichtung eines Anseele, van Rol und andere. staatlichen Kalifalz Bergwertes bei Remme Berlin, 15. Mai. Eine häßliche Störung der imponirenden und in würdigsterlingen zu. Jm Reichstage ging es heute bei der dritten Lesung Weise verlaufenen Feier, bildete ein Trupp Soldaten, der mit-Württembergischer Landtag. Mit gespannter des Zuckersteuergesetzes noch einmal heiß her. Genosse Schippel übte eine treffende Kritik an dem Gesetze, ins- Kolbenstößen sich Bahn zum Vorbeimarsch zu verschaffen suchte. Erwartung und nachheriger doppelter Enttäuschung verfolgten besondere prüfte er die Behauptung, daß die Konsumenten England und Transvaal. Aus der unangenehmen die Frominen im Lande die Diskussion über das Religionsbisher sehr gut gefahren waren und deshalb jetzt eine Lage, in die Herr Chamberlain sich durch seine unüberlegte reverfaliengefeß, das schon seit einigen Jahren die Gemüther cr regte und die Ausübung der landesherrlichen Kirchenregimentsstärkere Besteuerung des Zuckers ertragen fönnten. Das Rede für Rhodes und Konsorten versetzt hat, sucht er sich rechte im Falle der Zugehörigkeit des Königs zu einer anderen Sinten des Zuckerpreises sei kein Verdienst der Fabrikanten, die durch eine Depesche an den Gouverneur des Kaplandes als der evangelischen Kirche regeln sollte.( Bekanntlich ist der wahrlich bisher den Gewinn gehabt hätten, auf den innerhalb herauszuwinden. Die Depesche soll eine Antwort auf die König von Württemberg bis jetzt ohne männliche Nachkommen unserer kapitalistischen Wirthschaftsordnung die Kapitalisten bereits mitgetheilte Erklärung des Präsidenten Krüger und geht im Falle feines Todes die Krone an die katholische Anspruch hätten; am wenigsten sei es gerecht, die Kon- sein, in der er sich über die Haltung der englischen Linie über.) Die Tribünen waren während der dreitägigen Debatten fumenten, die schon bisher die Steuer trugen, zur Strafe Regierung im Laufe der jüngsten südafrikanischen Debatte von Gläubigen überfüllt; die Mehrzahl der Abgeordneten konnte und ganz treffend sagte der volksparteiliche Abg. Schnaidt, senkung fünftig noch höher zu besteuern. Die Thatsache, Präsident sei durch den abgekürzten Drahtbericht über die daß es den Kirchen nicht mehr darum zu thun ist, Macht und Herr für die durch die industrielle Entwicklung ermöglichte Preis- beschwert hatte. Chamberlain fagt nunmehr, er fürchte, der aber dem Wunsche der evangelisch Strenggläubigen nicht entsprechen daß die zu unterstützenden Interessenten im Hause mit Verhandlungen irre geleitet worden. Voreilige Urtheile über schaft zu erlangen, als ihre firchliche Lehre zu verbreiten. Endlich stimmten, ja den Ausschlag gäben, stellte er die andere Drahtauszüge aus Reden, die nur gehörig gewürdigt werden am dritten Tage kam es zur Abstimmung und wird das ganze gegenüber, daß die Empfänger einer Armenunterstüßung tönnen, wenn sie im ganzen gelesen werden, seien nicht an Gesetz mit 58 gegen 28 Stimmen abgelehnt, worauf unter nicht einmal zum Reichstage wählen dürfen. Die Rede gebracht. Im weiteren bestreitet Chamberlain, daß großer Bewegung und Heiterfeit eine Note des Staatswar sehr wirksam, freilich nur auf die schon überzeugten die Regierung Partei oder für Rhodes andere ministeriums verlesen wird, die die Mittheilung enthält, Er daß die Regierung den Entwurf des Gefeßes Gegner des Gesetzes im Hause und auf die Wähler draußen. Direktoren der Chartered Company genommen. Nicht auf die Mehrheit, die den Warner nicht an- hofft, der Präsident werde sich bei Ausübung der zurüdgezogen hat. Die frommen Evangelischen, die hörte, sondern ihn durch laute Unterhaltung zu übertönen Milde gegenüber den Verurtheilten von Pretoria nicht diesmal ihre Wünsche nicht erfüllt erhielten, werden zwar nicht suchte. Ebensowenig hörte fie den Abg. Barth an, der durch die Auslassungen unverantwortlicher Bersonen, bie ruhen, bis wieder ein Gesetzentwurf eingereicht wird und kann dann die nußlose Debatte auf Kosten der Steuerzahler wieder von das mit allen protektionistischen Fehlern behaftete Gesez Jameson's Einfall vertheidigen, beeinflussen lassen. Wenn neuem beginnen. drastisch mit jenen Abbildungen eines Pferdes verglich, das Präsident Krüger demnächst die Rede Chamberlain's im Karlsruhe, 15. Mai. Der Vertrag zwischen der badischen sämmtiche Pferdekrankheiten aufweist. Aus der Rede des Wortlaut zu lesen bekommt, wird er kaum zu einem andern Regierung und der Stadtgemeinde Karlsruhe bezüglich der Annationalliberalen Schulze- Henne ist nur erwähnenswerth das Urtheil kommen können als nach dem abgekürzten Draht lage eines Rheinstich- Kanals in unmittelbarer Nähe von KarlsZugeständniß, daß die Zahl der Interessenten im Hause bericht. Chamberlain hat ausdrücklich es abgelehnt, auf ruhe wurde vom Bürgerausschuß einstimmig genehmigt. Danach größer sei, als angenommen werde. Im Hammelsprung die Verwaltung der Chartered Company zu gunsten einer betragen die Gesammttoften 8 Millionen Mark, wovon Der Kanal mit Hafen wurde darauf die Betriebssteuer mit 143 gegen 121 Stimmen Amtsenthebung von Rhodes einen Druck auszuüben und der Staat 22 Millionen bezahlt. angenommen; zur Minderheit gehörten die bayrischen Zentrums- obendrein hat er erklärt, die Ziele der Rhodes'schen Politit soll bis 1. August 1899 fertiggestellt sein, vorausgesetzt, daß die mitglieder und der Abg. Mareour( ebenfalls Zentrum); die feien auch seine Ziele und Rhodes gehört nach Afrika. badischen Landstände ihre Zustimmung geben, woran übrigens nicht zu zweifeln ist. elsässische Abgeordneten-mit Ausnahme der beiden sozial- Was brauchte Krüger eigentlich noch mehr? demokratischen fehlten sämmtlich, diese Herren empfinden nur die speziellen Schmerzen der Elsässer. Für den Ausschluß der neugegründeten Fabriken von der Kontingentirung ergab sich eine noch größere Mehrheit. Namentlich ab gestimmt wurde beim Artikel II über den Antrag MeyerDanzig, die Konsum- Verbrauchssteuer nur von 18 auf 20, ftatt auf 24 M. pro 100 Kilo zu erhöhen. Die Linke stimmte natürlich für den geringeren Saz, der mit 154 gegen 119 Stimmen Annahme fand. So kommt denn der Fiskus schlechter weg als die Fabrikanten. Die Gesammt abstimmung über das Gesetz fand, da sich kein Widerspruch dagegen erhob, sofort statt. Resultat: 144 Ja, 124 Nein. So hat denn der Wähler die Bescheerung. Nächste Sitzung: Montag. Tagesordnung: erste Lesung der Militärvorlage. Straßburg i. E., 18. Mat. Die Direktoren des„ Elsässer" Dr. Müller- Simonis und Herrmann sowie der Redakteur Ferber wurden heute von der hiesigen Straffammer wegen Beleidigung des taiserlichen Ober- Schulrathes in Elsaß Lothringen sowie sämmtlicher Lehrer der höheren Schulen zu je 600 M. Geldstrafe verurtheilt. Anlaß zur Verurtheilung bildeten zwei Artikel über angebliche Jmparität. Ungarn. 11m= Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Vor der zweiten Strafkammer am Landgericht II hatte sich heute eine Frau Philippine Gläser, Frau eines Kutschers aus Deutsch- Wilmersdorf, wegen einer schweren Majestätsbeleidigung zu verantworten. Die Angeklagte besuchte im August v. J. ihre Nachbarin Frau Baumgarten, und er zählte derselben, daß sie und ihr Mann soeben wieder von einem neuen Schicksalsschlage getroffen worden seien. Budapest, 18. Mai. Abgeordnetenhaus. Ju Be Ihr Mann sei so lange ohne Stellung, sie selbst aber trant antwortung der Interpellation Sima und Visontat über gewesen, nun habe der Mann wieder Arbeit und da komme bie Straßendemonstrationen vom letzten Sonntag jezt die Einberufung zu einer Uebung, die ihren Mann erklärte der Minister des Innern Perczel, die Bewilligung zur wieder herausreiße aus seiner Stellung und so stünde das Abhaltung der Versammlung sei nur unter der Bedingung ertheilt Elend wiederum vor der Thür. Die Nachbarin meinte: worden, daß die Versammlung sich nach Schluß der Berathung Ja, das hilft nun einmal nichts; wenn der Kaiser rust, sofort auflöse und daß der Straßenverkehr ungestört bleibe. Da muß man ihm folgen! Dieser Trost hatte aber die Versammlung das nicht befolgt hätte, sei die Polizei, welche erfahren hatte, daß gegen die Jahrtausend Ausstellung und Das preußische Abgeordnetenhaus nahm am Freitag zu nur die Wirkung, daß sich der Aerger der Frau gegen die besigende klasse Kundgebungen im Gange seien, nächst den Gesetzentwurf betr. die Gewährung von Gläser zur Erbitterung steigerte und sie sich zu schweren gegen die besitzende klasse Kundgebungen im Gange feien, von Gläser zur Erbitterung steigerte und fie sich zu schweren energisch aufgetreten, die Maſſe habe aber den AuiUmzugstosten an Regierungsbaumeister in dritter Beschimpfungen des Kaisers hinreißen ließ. Die Sache forderungen Die Sache forderungen der Polizei feine Folge geleistet und die Unter solchen Berathung nach unerheblicher Debatte an, ebenso ohne Debatte wäre wohl gar nicht zur Anzeige gekommen, wenn sich die Polizeibeamten fogar angegriffen. den Nachtragsetat. Bei ben sodann zur Erörterung Angeklagte nicht später mit Frau Baumgarten entzweit und ständen hätte die Polizei mit aller Energie eintreten und aus stehenden Petitionen von Eisenbahn- Subalterns an diese einen Brief geschrieben hätte, der von den yn- Nothwehr von der Waffe Gebrauch machen müssen. Die beamten um Gehaltsaufbesserung entspann sich eine längere Debatte über den Vorschlag des Abg. Dr. Arendt( ft.), fläthigsten Redensarten stroßte. Der Gerichtshof hätte auch Interpellanten erwiderten, daß die Antwort des Ministers Der Minister des die Mittel für die Gehaltsaufbesserung der mittleren und fleineren auf das Zeugniß der einzigen Belastungszeugin fein ent- fie nicht befriedige und verlangten die Gin. Beamten durch Konversion der 4 proz. Staatspapiere auf- scheidendes Gewicht gelegt, wenn er nicht aus dem oben leitung einer Untersuchung. Innern antwortete hierauf, daß eine Untersuchung natürlich einzubringen. Die Petition wurde schließlich entgegen dem Antrage erwähnten Briefe den Schluß gezogen hätte, daß der An- geleitet worden sei und erklärte wiederholt, die Theilnehmer der der Budgetkommission auf Uebergang zur Tagesordnung der geklagten gemeine Schimpfreden wohl zuzutrauen sind. Das Versammlung hätten die vorgeschriebenen Bedingungen über Regierung als Material überwiesen: Montag: Antrag Wall Urtheil laute auf drei Monate Gefängniß. schritten und die Polizei habe aus Nothwehr gehandelt. Das brecht betr. Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker. Die von Frantjurter Blättern gebrachte Mittheilung, Haus nahm darauf die Erklärung des Minifters zur Kenntniß.Hermanustadt, 13. Mai. Die letzte Ehrung, die Jean Volders zu theil wurde, daß in der letzten Zeit in Frankfurt a. M. 40 VerDie„ Tribuna" veröffentlicht bewies wie tief die belgische Arbeiterklasse den schweren Verlust haftungen wegen angeblicher Majestätsbeleidigung eine Buschrift des hiesigen Bürgermeisters an den Rumänenfühlt, den Bolders Tod für sie bedeutet. Gin Leichenbegängniß, stattgefunden hätten, wird in einer Depesche des Wolff'schen führer Johann Ratiu, in welchem diesem mitgetheilt wird, daß Telegraphenbureaus angefochten. Es heißt darin, der die Abhaltung der auf den 15. d. M. hierher einberufenen wie es Belgien noch nie gesehen hat, ward Volders zu theil. Polizeibericht habe festgestellt, daß während der Zeit der Rumänen- Versammlung verboten wird, weil dieselbe gegen das Aus allen Gegenden des Landes strömten die Arbeiter herbei, um Festlichkeiten in Frankfurt auch nicht eine einzige Gesetz verstößt. Für die Nichtmagyaren und Sozialisten giebt es bekanntlich ihrem hochgeachteten aber auch inniggeliebten Führer das Verhaftung wegen Majestätsbeleidigung stattgefunden habe. legte Geleit zu geben. Aber auch viele Bürger folgten im Wie das Leipziger Tageblatt" erfährt, wurde in Frei- in Ungarn keine Versammlungsfreiheit. Die niedrigste burg in Baden der Buchbinder Jacobi verhaftet, gegen Zuge, in dem 150 Fahnen gezählt wurden. uns zu Gesicht gekommene Schäßung schätzt die Leidtragenden auf welchen die Untersuchung wegen Hochverraths und 60 000. Bahllos waren die Kränze, unter denen sich auch die wegen Majestätsbeleidigung, begangen gegen 10. den deutschen Kaiser, eingeleitet ist. Die Verhaftung steht von der deutschen Partei und von Berliner Parteigenossen geim Zusammenhange mit mehreren vor einiger Zeit in widmeten befanden. Gedenkreben hielten Gregoire Sérwy namens Baden vorgenommenen Haussuchungen wegen angeblicher der belgischen Partei, 2. Bertrand für die Redaktion des anarchistischer Umtriebe. Die Angelegenheit wird, wie das Peuple", Camille Standaert namens der Genossenschaft Volts Blatt hinzufügt, voraussichtlich in kurzer Zeit durch das Reichsgericht entschieden werden.-Moid!!... Lene!... Wo steckst D' denn? Glei kommst her!" Der Bauer begann in dem auf dem Tische liegenden Geld herumzuklauben und zu zählen. . Lene, " Fix Laudon, der Durscht!. . Eine... zwei Maaß... drei Maaß Bier nimm den großen Krug und spring ins Wirthshaus nüber... Aber gut's läßt Dir geben! " * ** * Deutsches Reich. Frankreich. Paris, 18. Mai.( Eig. Ber.) Die Stich wahlen des Mai haben den Sieg der Sozialisten vervollständigt. Im Pariser Gemeinderath gewinnen unsere Genossen 15 neue Sige. Die sozialistische Gruppe zählt, anstatt der bisherigen 18, 33 Mitglieder. Diese Verstärkung ist zum theil dem Umstand zuschreiben, daß eine Anzahl sozialistischer Radikaler sich zum reinen Sozialismus bekehrt haben. reinen Sozialismus bekehrt haben. Das ist ein deutliches An zeichen der wachsenden Macht der sozialistischen Ideen innerhalb der Pariser Wählerschaft, denn die sozialistisch gewordenen Wähler findes, die ihren alten halbsozialistischen Vertreter zu einem ganzen Sozialisten machen. Die übrigen Parteien find wie folgt vertreten: 20 Radikale und sozialistische Radikale, 13 Bourgeoisrepublikaner( bisher waren es 14) und 14 Monarchisten. Die sozialistische Gruppe ist somit die stärkste und sie wird ihren Einfluß noch mehr als bisher geltend machen können. Der offiziöse Telegraph hat also wieder einmal gelogen, indem er verkündete, die Zusammensetzung des Pariser Gemeinderathes bleibe dieselbe wie früher. Der Bundesrath bat in seiner am Mittwoch statt. gefundenen Sigung die Vorlage betreffend die Beschlüsse des Landesausschusses zu den Entwürfen von Gesezen für Elsaß othringen, betreffend die Gewerbesteuer und die Wandergewerbesteuer den zuständigen Ausschüssen überwiesen. steuer den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Den Gesetz entwürfen wegen Feststellung eines Nachtrages zum Reichshaus Die Lene holte den Krug und hielt die Hand hin. haltsetat für 1896/97, ferner wegen Aufnahme einer Anleihe für Es ist interessant, zu beobachten, wie die Bourgeoispresse, Drei Maaß... drei Maaß?" simulirte der Bauer Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres u. f. w., sodann wegen deren Aufgabe es ist, ihrem Bublikum die Wahrheit vorzuenthalten, weiter. Drei Maaß?... Du, Margheth, is dös net a Feststellung eines Nachtrages zum Haushaltsetat für die Schutz- um dessen Verdauung nicht zu stören, sich selber Lügen strafen weng z'viel?... Was?.. Was?... Net neinredn, hab i g'fagt. gebiete für 1896/97 wurde die Zustimmung ertheilt. muß. Während sie einerseits mit eiserner Stirn die sozialistischen .. Drei Maaß?... Bwei thäten' s auch... Macht Macht die sogenannte Ordnungspresse sucht das Erfolge leugnet oder abzuschwächen sucht, verlangt sie netto vierundzwanzig Kreuzer Na ja. Dös wär faiserliche Telegramm an Herrn Hinzpeter fortgefeßt gegen die andererseis den Zusammenschluß aller Ordnungsfreunde zum schon bald a Bfündl Fleisch... Moidl, nimm' s floin Christlich- Sozialen auszubeuten. So fordern die Hamburger Kampfe gegen die sozialistische Gefahr", und das Journal Nachrichten" schlankweg die Amtsenthebung der christlich- sozialen des Débats" ermahnt gar die Regierung zur Ernennung Krügl, i trint nur an Maaß." Lene hing den großen blechernen Krug wieder in die Geistlichen und die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" betitelt an Stelle des zurücktretenden Poubelle eines energischen, kampsbereiten" Seine Präfekten, und zwar deshalb, weil nunmehr die harmlosen Leute jetzt bereits als" Sozialrevolutionäre". Geschirrbank" und nahm einen kleinen thönernen vom Schade eigentlich, daß das Wort Reichsseind" so arg in Miß der reinste Sozialismus, der unverfälschte Kollektivismus voi Pflock. tredit gekommen ist. Würde sich auch ganz hübsch machen! Pariser Stadthaus Besis ergriffen hat" Lagerbier! Eine Maß Bier.. Hm! Ja! Vom Oberstaatsanwalt Herrn Drescher Eigentlich, wenn ich's recht überleg, tönnt' i heut' schon geht uns folgende Berichtigung zu: g'nug trunk'n hab'n... U, wenn d' Maus g'nug hat, schmeckt's Mehl bitter wieder a Werkatag.. Milch 4 D Stimmt! Ei was! I trink W " Die Fortschritte des Sozialismus im Pariser Gemeinderath veranschaulicht folgender geschichtlicher Rückblick. Im Mai 1882 In der am 14. d. M. herausgegebenen Nr. 112 des Vor- wurde zum ersten Mal seit dem Fall der Kommune ein Sozialist U morgen is wärts" befindet sich die Nachricht, daß dem antisemitischen in den Gemeinderath gewählt. In den allgemeinen Wahlen mal Redakteur Karl Sedlaket zur Verbüßung einer dreimonatlichen von 1884 werden 2 Sozialisten gewählt( darunter Baillant), denen Feftungshaft Ausstand bis zum 1. Juli bewilligt worden sei, sich durch Ergänzungswahlen zwei weitere Genossen zugefellen. um der Einholung der Wiener Gesinnungsgenossen beiwohnen zu Diese Nachricht ist unrichtig, da dem Redakteur Karl Seblaget ein Strafaufschub nicht bewilligt worden ist. Mit einem Ruck stand der Flauger auf den Füßen und streifte das Geld mit der einen Hand in die andere. Dazu fang er mit gröhlender Stimme den Kinderreim: D' Duadl hat g'fagt, d' Duadl hat g'sagt, D' Bucheckern fan gout; Klaubt sie z'samm', flaubt sie s'famm', Eina in mein Hout!" Die Lene mußte so lachen, daß ihr die Thränen in die Augen traten, und sie der Schlucken stieß. Auch die gleich müthige Bäuerin hielt sich die Seiten. Dann schlang sie ihre Arme von rückwärts um ihren Mann und gab ihm auf die linke, vom Dorfbarbier zerschundene Wange einen träftigen Schmat. Der Bauer riß vor Erstaunen die Augen auf, so weit er fonnte: So was war ihm seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Fast verlegen rieb er sich mit dem Aermel die Backe. Auf einmal that er wieder einen Jauchzer: Fix Lau- lau- lau- la- u- don!?... Wos? A Strahlter! bin i doch.. ( Fortfehung folgt.) fönnen. Die geehrte Redaktion ersuche ich mit bezug auf§ 11 des Breßgesetzes ergebenst um Aufnahme vorstehender Berichtigung in die nächste Nummer des Vorwärts". " Drescher Oberstaatsanwalt." Gleichzeitig erklärt die Staatsbürger- Zeitung", der wir die erwähnte Nachricht über Herrn Sedlazek entnommen hatten, auf grund einer ihr von maßgebender Seite" gewordenen Mit theilung: Herr Sedlahet hat bisher weder einen Aufschub erhalten, noch hat er ein dahingehendes Gesuch in der von uns angegebenen Weise befürwortet." Die Wahlen von 1887 bringen den Sozialisten 10 Sige ein. Schon damit gelangt die sozialistische Gruppe, deren Unterstübung den Radikalen nothwendig ist, zu bedeutendem Einfluß. Die Radikalen müssen ihr wichtige Bugeständnisse machen. Die Wahlen von 1890 verstärken die Sozialisten um zwei Mitglieder. Das Ergebniß davon ist, daß die Radikalen ganz mit den Bourgeois. Republikanern brechen, um mit den Sozialisten eine gemeinsame Gruppe Droits de Paris"( Die Rechte der Stadt Paris) zu bilden, deren Tendenzen schon mehr sozialistisch als radikal sind. 1893 wächst die sozialistische Gruppe auf 18 Mitglieder an, 1896 auf 33 Mitglieder. An stelle der gemischten Gruppe Droits do Paris" wird daher eine rein sozialistische Gruppe die führende Rolle übernehmen. Von den Stichwahl Siegen in der Provinz ist der wohner zählenden Stadt ille. Diese Hochburg der glänzendste wohl der Sieg unserer Genoffen in der 200 000 Gine Ja, wie ist denn der Irrthum der Staatsbürger Beitung" Opportunisten hat nunmehr einen Gemeinderath, in welchem 11 sozialistische Radikale blo3 entstanden? Das Blatt hatte doch die von ihm aufgestellte Be- 15 Sozialdemokraten und hauptung auf grund einer ihm angeblich direkt zugegangenen 10 Opportunisten gegenüberstehen. Dijon bekommt zum ersten Mittheilung des Herrn Sedlaget aufgestellt. Die Sache bedarf Mal einen ganz aus Sozialisten zusammengefeßten Gemeinderath. eben doch noch der Aufklärung. Limoges, wo die Sozialisten erst vor acht Monaten die Diesen großartigen Erfolgen stehen nur einige unbedeutende Werlufte gegenüber. So in Lyon, wo die Sozialisten- infolge ihrer Uneinigkeit und des Zusammengehens der Radikalen mit den Opportunisten von ihren bisherigen 13 Vertretern nur 2 durchgebracht haben. Die Stichwahl in Havre hat mit der Niederlage der Parteifreunde des Präsidenten Faure geendet. Es wurden 22 Radikale und 11 Opportunisten gewählt. Mehrheit erlangt haben, wählte 24 Sozialisten gegen das Zoos entscheiden lassen." Darauf fand die Loosziehung statt. Bothringen follen an folgenden Orten Kasernen gebaut 12 Bourgeoisrepublikaner. Toulon bleibt sozialistisch, Roanne, Das Ergebniß lautete: Barbato bleibt Abgeordneter von Gesjena; verden: Koblenz, Charlottenburg, Magdeburg, Paderborn, Elbeuf, Carcassonne, Vierzon, Saint- Savine, Perpignan, Cette im Wahlkreise Mailand V hat eine Nachwahl stattzufinden. Ihehoe, Hildesheim, Wiesbaden, Worms, Darmstadt, Münster i E., werden neu gewonnen. In Troyes, Albi und Aix wird der Barbato wird aber wahrscheinlich auch das Mandat von Mußig i. E., Weißenburg, Bitsch, St. Avold. Ferner ist noch opportunistische Gemeinderath durch einen aus Sozialdemokraten Cesena zurückweisen, so daß es auch dort zu einer Neuwahl an dem ordentlichen Etat betheiligt die Marineverwaltung mit In Cesena wird dann jedenfalls wieder 19 500 M. zur Erbauung eines Resselprobirhauses in Wilhelmsund sozialistischen Radikalen zusammengesetzten verdrängt. In kommen dürfte. Saint- Etienne gewinnen die Sozialdemokraten 16 neue Size, in ein Sozialdemokrat gewählt werden; unsicher ist der Mailänder haven und die Eisenbahnverwaltung mit 50000 M. zur Erweiterung Bordeaux 9. Wahlkreis, in welchem bei der letzten Wahl die Radikalen zu des Bahnhofes in Groß- Hettingen. gunsten Barbato's auf die Aufstellung einer eigenen Kandidatur Der außerordentliche Etat setzt sich zusammen aus 1 288 000 verzichtet hatten. Jetzt wollten sie den Advokaten Luigi Rossi Mark für die Post- und Telegraphenverwaltung zur Herstellung aufstellen, der jedoch die Annahme des Mandats verweigerte. einer neuen( vierten) Telegraphenverbindung zwischen Deutschs land und England, 5517 564 M. Zuschuß zu den einmaligen Türkei. ordentlichen Ausgaben der Militärkontingente und 2 000 000. Konstantinopel, 15. Mai. Nach Berichten aus Kreta für die Kolonialverwaltung als Zuschuß zur Bestreitung der herrscht dort infolge der Vertagung der Einberufung des Land: Verwaltungsausgaben im südwest- afrikanischen Schutzgebiet, der tages neuerlich große Erregung. Die Lage erscheint durch diese für die nothwendig gewordene Verstärkung der Schutztruppe un Jm obigen wurden die Ergebnisse aus den wichtigsten Ge Regierungsmaßregel jedenfalls verschlechtert, wenn auch nicht un- 400 Mann erforderlich ist. Von diesen insgesammt 11 626 614 m. werden gedeckt meinden angeführt. Insgesammt haben die Sozialisten na chmittelbar gefahrdrohend. Allgemein gilt als wünschenswerth, den bisher vorliegenden Meldungen in den Stich daß die Pforte ihre Verkündigung, daß der Landtag spätestens 108 820 M. durch Einnahme der Militärverwaltung und Der Rest wahlen 29 Gemeinderäthe behauptet oder neugewonnen, macht bis Mitte August einberufen werden solle, baldigst zur Aus- 2712 230 M. durch Matrikularbeiträge. zufammen mit den Ergebnissen der Hauptwahl über 100 Ge- führung bringe. 8 805 564 M. soll, wie ebenfalls vom Bundesrathe genehmigt Amerika. meinderäthe, wozu die ca. 1200 Gemeinden in den südlichen De worden ist, durch Aufnahme einer Anleihe flüssig gemacht partements hinzugekommen, wo die Sozialisten und Radikalen mit New- York, 13. Mai. Heute ist die gefeßliche Genehmigung werden. einer gemeinsamen Lifte siegten. In bezug auf das Gesammtergebniß zum Verkauf einer Strecke von 5000 Meilen der Northern muß man die von der Partei aufzustellende Statistit abwarten. Pacific- Eisenbahn und von 43 Millionen Acres des Soviel steht bereits jedenfalls fest, daß die ministerielle Statistit der Bahn eingeräumten Landes für den August d. J. ertheilt auf rein willkürlichen bezw. absichtlich gefälschten Angaben der worden. Präfekten beruht.Washington, 13. Mai. Das Komitee des Senat 3 Das Rabinet Meline für die Panamisten. für auswärtige Angelegenheiten berieth heute über Die radikalen und sozialistischen Pariser Blätter find mit recht den Antrag Morgaas, welcher darauf dringt, die tubanischen sehr entrüstet wegen der Nachricht, der neue Siegelbewahrer Dar- Insurgenten als triegführende Macht anzu lan babe beschlossen, den Pariser Staatsanwalt Athalin, den erkennen. Die weitere Verhandlung hierüber wurde bis zur Ricard eigens ernannt, um als unbestechlicher Beamter gegen die nächsten Sigung vertagt. Bande der Panamisten, Breßtorrumpirer, Eisenbahnschwindler energisch vorzugehen, feines Postens zu entheben. Athalin, schreibt Rochefort, tann über die Ungnade, die ihm droht, nur sehr er freut fein, denn sie bildet das glänzendfte Beugniß seiner Unabhängigkeit und Ehrlichkeit. Je offener das Kabinet Meline- Famine sich der hohen und höchsten Gauner annimmt, desto eher wird es mit seinem Latein fertig sein. Die Monarchist en, vor allem die Orleanisten, be gannen wieder zu hoffen. Sie glaubten, daß die Stellung der gemäßigten Republikaner zwischen Monarchisten und Sozialisten ihrer Sache aufbelfen werde. Ueber die einzuschlagende Taftit haben sich aber die Orleanisten entzweit, ihr Führer, der Herzog d'Audiffret Pasquier, ist von der Leitung der Partei zurückgetreten. Die monarchistischen Umstürzler scheinen also wieder am Ende vom Latein zu fein. Uebrigens sind die korrupten Republikaner der Republit weit gefährlicher als die hochver rätherischen Monarchisten. Paris, 13. Mai. Der Bericht der Prüfungskommission für den Entwurf eines Kanals vom Atlantischen Ozean nach dem Mittelmeere erklärt, daß der Kanal für den Handel und die allgemeine Schiffiabrt fast nutzlos sein würde und daß das jährliche Defizit bei einem Kostenvoranschlage von ungefähr 3 Milliarden Frants mindestens 75 Millionen Frants betragen würde. Das Projekt sei deshalb aufzugeben. kad po duit Trans Belgien. von Die Aufhebung der gemischten Tranfitläger, die in den Orten Tilsit, Thorn, Inowrazlaw, Berlin, Ruhrort, Duisburg, Elbing, Rosenheim, Leipzig, Freiburg, Elsfleth, Bremen, Vegesat und Hamburg bestehen, mit Ablauf des Septembers d. J. ist am Mittwoch vom Bundesrath beschlossen worden. Die in den Transitlägern vorhandenen Bestände an ausländischem Getreide müssen bis zum 1. November d. J. entweder unter Zollkontrolle in das Zollausland ausgeführt oder auf eine öffentliche Niederlage, ein Transitlager unter amtlichen Mitverschluß, ein anderes reines oder gemischtes Lager gebracht, oder aber in den freien Verkehr übergeführt werden. Partei- Nachrichten. sich eines Lagers der Aufständischen nach lebhaftem Widerstande Savannah, 13. Mai. Die Kolonne Prendergast bemächtigte derselben, wobei 30 Aufständische und 4 Spanier fielen. Eine Depesche des Imparcial" bestätigt die Nachricht, Die Mai- Volksfeste der Arbeiter Münchens, Nürn daß General Weyler sehr unzufrieden ist, infolge der berg 3 und Fürths, die wegen schlechten Wetters erst am Vorstellungen aus Washington nicht strenger Gericht über die 10. Mai abgehalten werden konnten, waren wie in früheren Jahren Flibustier halten zu können. Weyler halte es für nothwendig, so auch diesmal überaus stark besucht und verliefen in endgiltige Anstrengungen zu machen, um die Aufständischen in bester Weise. der Provinz Pinar del Rio zu vernichten. Die Correspondenzia de Espanna" hält die Entfendung neuer Ver= Die diesjährige Landeskonferenz für Meiningen I stärkungen in Höhe von 20000 Mann nach Ruba für und Koburg wird am 1. Pfingsfeiertage, nachmittags 3 Uhr, bringend geboten. im Rittergarten in Pößneck zusammentreten. Afrika. " # öffentlichen Schuld stellte heute der General- Staatsanwalt Kairo, 18. Mai. In dem Prozesse gegen die Kasse der die Anträge, daß der Gerichtshof der Kasse die Befugniß, über die Kaffenreserve in unvorhergesehenen Fällen zu verfügen, zuerkenne und daß dazu nur die einfache Stimmenmehr beit erforderlich sei. Das Urtheil soll am 1. Juni d. I. verfündet werden. Damit ist der Prozeß thatsächlich zu gunsten der Mehrheit der Kaffenverwaltung, also der Vertreter Englands und der Dreibundsmächte entschieden. bis Die italienische Sozialistenpartei sorgt mit löblichem Eifer für die Verbreitung der sozialistischen Jdeen auch unter Bartei macht gegenwärtig Genosse Rondani eine Rundreise den italienischen Arbeitern des Auslandes. Im Auftrage der durch die Schweiz und hält in allen größeren Städten jetzt in Bern, Basel und Luzern mit großem Beifalle aufge nommene Vorträge, worin er die italienischen Arbeiter ermahnt, sich zu organisiren. Die italienischen Auswanderer haben die Organisation in der That sehr nöthig; sie würde die italienischen Arbeiter, die bekanntlich zu Hungerlöhnen arbeiten, wie sie sich andere Arbeiter nicht bieten lassen, moralisch und materiell besser stellen und ihnen bei den anderen, besonders bei den deutschen Arbeitern, mehr Sympathie verschaffen. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Massanah, 15. Mai.( Agenzia Stefani") Ras Mangascha befindet sich mit 6000 Mann, die mit Gewehren bewaffnet sind, in Adiandai. Er setzt den Kampf gegen Schilet mit ge= ringem Erfolge fort. Ras Alula, der sich mit 2000 Ge wehren bei Adua befindet, hat ihm davon abgerathen, den Kampf Genosse H. Rohrlack in Berlin hat gestern in Plöken. Brüffet, 13. Mat. Repräsentantenkammer. Der anzunehmen. Ras Sebat und Agostafari befinden sich nord- see eine sechsmonatige Gefängnißstrafe angetreten. Ministerpräsident und Finanzminister de Smet de Nayer erklärte, östlich von Adrigat. Große und kleine Eingeborenenführer In Altona waren die Parteigenossen F. Ludwig der Kongostaat habe weder irgend einer Macht ein Bündniß an- fangen wieder an, den Italienern ihre Dienste anzubieten; und G. Heinrich der Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten angeboten, noch ein solches angenommen. sie die Märznummer des Süddeutschen Menelik hatte versprochen, Lebensmittel nach Tigre zu schaffen, geklagt, weil Die Kammer nahm mit 61 gegen 57 Stimmen bei allein die Provinzen, welche dieselben zu liefern haben, ver Postillons" verbreitet haben. Das Altonaer Landgericht erkannte in gleicher Sache wie das Landgericht in Halle a. G. 20 Stimmenthaltungen den Artikel 1 des Gesetzentwurfes an, weigern ihm den Gehorsam. Obgleich der italienische auf welcher die Garantie des belgischen Staates für Berpflegungsdienst sich gebessert hat, bietet derselbe noch Freisprechung, jedoch nur deshalb, weil nicht bewiesen sei, daß die Emission der Rongo Eisenbahn. Obliga. Schwierigkeiten dar. die Angeklagten den Inhalt der Nummer gekannt hätten. Die ttonen genehmigt.. Ungefähr 1800 Difiziere und Soldaten haben heute an Bord tonfiszirten Exemplare dieser Nummer werden vernichtet. Wegen eines der Leipziger Voltszeitung" entnommenen des„ Gottardo" die Rückreise nach Italien angetreten.- Artikels, betitelt Baterlandslosigkeit", war seinerzeit Genoffe Pretoria, 18. Mai. Der bisherige General- Kommandant Ströbel in Kiel als verantwortlicher Redakteur oer und Superintendent der Eingeborenen- Angelegenheiten Joubert Schleswig Holsteinschen Volkszeitung" unter Antlage geftellt, ist zum Vizepräsidenten der Südafrikanischen Republik vom Landgericht aber freigesprochen worden. Das Reichsgericht gewählt worden. hob das Urtheil wegen eines Widerspruchs in der Begründung Parlamentarisches. " Gefängniß. Das Gericht erkannte den Angeklagten diesmal für schuldig, weil die Tendenz des Artikels die Absicht auf Ehrentränkung erkennen lasse. Die Strafe lautete auf 4 Monate Gefängniß. England. Loudon, 14. Mai. Im Unterhause erklärt der Unterftaatssekretär des Aeußern Curzon, am gestrigen Tage sei die telegraphische Nachricht eingegangen, daß eine Anzahl armeni scher Gefangener in Aleppo freigelassen sei, hauptsächlich auf grund der Vorstellungen der englischen Regie- In Johannesburg find infolge des Rinderpest- auf. In der neuerlichen Verhandlung vor dem Kieler Landrung. Von einer Besetzung des chinesischen Hafens Tschifu Erlass es viele Bergwerke geschlossen, da der Kohlenverkehr ein- gericht beantragte der Staatsanwalt gegen Ströbel ein Jahr von seiten Rußlands sei nichts gemeldet. Der britische gestellt ist. Gesandte in Beting habe folgendes berichtet: Einer russischen Firma in Tschifu sei eine Konzession ertheilt worden, durch welche gewisse britische Uferbesizer ihre erworbenen Rechte als verlegt erachteten. Die chinesische In der Kommiffion für das Bürgerliche Gesetzbuch Regierung sei darauf aufmerksam gemacht worden, daß in eine wurden in der Freitagssigung, die von 10 bis 2 Uhr dauerte, solche Ronzession britischen Unterthanen gehörende Ländereien zunächst die Bestimmungen über die elterliche Gewalt zu oder Gebäude nicht eingeschlossen werden dürften, wenn nicht die britischen Unterthanen in die Einschließung einwilligten oder eine Entschädigung für das Aufgeben ihrer Rechte annähmen. Der britische Gesandte habe den Tsungli- Damen unterrichtet, daß die chinesische Regierung für jede Benachtheiligung von britischen Unterthanen erworbener Interessen verantwortlich sei.or Italien. Der von den sozialistischen Abgeordneten in Italien eingebrachte und von Andrea Costa begründete Antrag gegen die Afrikapolitik der italienischen Regierung hatte folgenden Wortlaut: " -Genosse Harbaum in Magdeburg, der Verleger der Volksstimme", ist mit der Beschwerde gegen seine Verhaftung abschlägig beschieden worden. Auch die Entlassung gegen Raution hat das Gericht abgelehnt. Die Verhaftung ist bekanntlich wegen angeblicher Majestätsbeleidigung erfolgt, die durch das Maibild der Boltsstimme" verübt sein soll. Soziale Mebersicht. Ende berathen. In Abweichung von der Vorlage wurden folgende Anträge angenommen: 1. der vom Freiherrn von Stumm au§ 1646 gestellte Antrag( für den auch unsere Genossen eintraten): Mit dem Tage der Wiederverheirathung ver Redakteur 3ielowsti von der Pfälzischen Post" hat liert der Bater die Nutznießung am Vermögen seiner vorigen Freitag, am Vorabend des pfälzischen Parteitages, eine Kinder"; 2. ein Antrag Frohme Stadthagen, die Bes einmonatige Gefängnißstrafe angetreten, die ihm vom Ludwigs stimmung in§ 1661 des Entwurfs zu streichen, daß eine un- hafener Schöffengericht auferlegt ist. Seinem Gesuch, ihm wegen ehe liche Mutter die elterliche Gewalt nicht erhalten solle, wenn des hoffnungsvollen Zustandes seiner Frau einen einmonatigen der Vater oder Vormund wegen Berschwendung oder Trunksucht Strafaufschub su gewähren, gab die Staatsanwaltschaft keine entmündigt ist( für den Antrag stimmte auch die freikonservative Folge. Partei); B. ein Antrag Gröber, der die Anhörung der Eltern und Verwandten verlangt, wenn die elterliche Gewalt aufIn Erwägung, daß für die legte Niederlage in Afrika nur gehoben oder eingeschränkt werden soll. Weitergehende Anträge bie Regierung verantwortlich ist, welche, indem sie die Verfassung u. a. auch der von unseren Genossen Frohme und Betreffe der Berufs- und Gewerbezählung vom Juni v. J. verlegte und das Land über den Charakter und die Bedeutung des Stadthagen gestellte die Bestimmung zu streichen, daß theilen die Berliner Politischen Nachrichten" mit, daß es noch Unternehmens täuschte, der militärischen Groberung eine vom die Mutter durch Wiederverheirathung ihre elterliche Gewalt geraumer Zeit bedürfen wird, ehe mit Veröffentlichungen über Parlament nicht gewollte Ausdehnung gegeben und ihrer Politik das verliert wurden abgelehnt. Alsdann ging die Kommission das Gewerbe im allgemeinen und über die Berufe im besonderen Blut und die höchsten Interessen der Nation geopfert hat; in zur Berathung der Bestimmungen über die rechtliche begonnen werden kann. Es ergab sich bei der entgiltigen Be Erwägung ferner, daß das afrikanische Unternehmen, welches nur Stellung unehelicher Kinder über. Die Berathung arbeitung noch die Nothwendigkeit einer ganzen Anzahl von der Kriegspartei, den Spekulanten und den politischen Aben- wurde wegen Beginns der Plenarsizung auf Sonnabend ver- Nachprüfungen. Bei der Bearbeitung des Bählungsergebnisses teurern Vortheil bringt, mit den wirthschaftlichen Bedingungen tagt. Wir werden in dem Bericht über die Sonnabendfißung werde besonders darauf geachtet, daß die Vergleichung mit den Italiens fich nicht verträgt und der Zivilisation Hohn spricht, eingehend auf die Stellung des Entwurfs und auf die Berathungen Ergebnissen der 1875 er und 1882 er Zählung erleichtert wird. beschließt die Rammer, sofort die Truppen aus Afrifa zurückzurufen der Kommission eingehen. und, nach dem Art. 47 der Verfassung, das Ministerium in Anklage Ju Breslau ist die Kommission, die von den Meistern und zustand zu versetzen." In der Begründung dieses Antrages hielt VIII. Kommiffion zur Berathung des Handwerkerkammer Gesellen des Tischlergewerbes zur Eindämmung der Als Gesezentwurfs. Andrea Costa ein furchtbares Strafgericht über Crispi ab. Als Sizung vom 15. Mai. Die Kommission Schleudertonturrenz und überhaupt zur Befferung der er, unter dem Beifall der gesammten Zinken ausrief:„ Das faßte einstimmig ben Beschluß, die Berathung des Entwurfs bis Berhältnisse dieses Gewerbes eingesetzt wurde, zu den Ergebnis afrikanische Unternehmen ist ein Straßenräuber- Unternehmen", aum Herbst zu vertagen; sollte jedoch der Reichstag im Juni oder gekommen, daß zunächst die Aufnahme einer Statistik nöthig ist. wurde er vom Präsidenten zur Ordnung gerufen. Costa beendigte Juli geschlossen werden, vorher noch eine Sigung zu halten, um Gine gegen 1000 Meistern und Gesellen der Orte seine Rede mit der Erklärung, daß die sozialistische Partei nur Sigung erklärte der Handelsminister Herr von Berlepsch: versammlung ist am 11. Mai diefer Ansicht einstimmig beieventuell eine Resolution anzunehmen. Gelegentlich einer Breslau, Festenberg und Trebni besuchte Tischlereiner Resolution über die Zurückberufung der Truppen aus Afrika G3 sei entschieden falsch, daß irgend welche Gegensäge im getreten. Es werden nun Fragebogen ausgegeben; die Frageihre Zufiimmung geben tönne. Staatsministerium bezüglich der Handwerkerfrage beständen. bogen für die Meister sollen von den Gesellen und -Begnadigt wurde der wegen Preßvergebens zu einer Daß der Entwurf für Zwangsorganisation des Handwerks noch Fragebogen für die Gesellen von den Meistern geprüft werden, Ichweren Gefängnißftrafe verartheilte Redakteur des italienischen nicht an den Reichstag gelangt sei, liege in der großen Schwierig so daß keinerlei Unzuträglichkeiten vorkommen können. Sozialistenblattes La Cotta di classe", Genosse Gaetano Ron- feit der ganzen Materie und ist kaum Hoffnung vorhanden, den Der Gemeinderath von Gent in Belgien nahm mit 20 chetti. Es heißt, daß das Ministerium Rudini mit Begnadi- Gefeßentwurf vor dem Herbst d. J. zur Berathung im Reichstag gegen 17 Stimmen eine Resolution an, wonach ein Minimalgungen die von dem letzten Amneftie- Erlaß noch offen gelassenen zu bringen. lohn und die zehustündige Arbeitszeit auf sämmtlichen städtischen Lücken ausfüllen will. Der Nachtragsetat zum Reichshaushalts- Etats, Bauten eingeführt werden soll. Die Wahltommission des italienischen der am Mittwoch vom Bundesrath genehmigt wurde, beläuft Parlaments beantragte die Ungiltigkeitserklärung der Wahl sich auf insgesammt 11 626 614 M., und zwar auf 2 883 550 M. De Felice's im vierten römischen Wahlkreise und die Festsegung an einmaligen Ausgaben des ordentlichen und 8 805 564 M. an einer Stichwahl zwischen De Felice und Odescalchi; im Plenum einmaligen Ausgaben des außerordentlichen Etats, denen nur An die Arbeiter Berlins und Umgegend! ift über den Antrag noch nicht berathen worden.( De Felice ist minus von 12 800 m. an fortdauernden Ausgaben beim Da der tarifmäßige Lohn der Tabatarbeiter gegenwärtig bekanntlich auch in Cafania gewählt). Ueber die beiden Mandate Kolonialetat gegenübersteht. Die einmaligen Ausgaben des in 220 Betrieben an 1216 Arbeiter gezahlt und augendes Abg. Barbato- der im 5. mailänder Wahlkreise und in ordentlichen Etats segen fich folgendermaßen zusammen: blicklich nur noch bei 80 Firmen mit 110 Arbeitern gestreift Cesena gewählt ist wurde in der Sigung vom 7. Mai eine Auswärtiges Amt 268 500 Mark, Kolonial. Ver- wird, so hat die am 13. Mai stattgehabte VersammEntscheidung getroffen. Zu Beginn der Sigung erklärte der waltung 180 000 Mart( Zuschuß zur Bestreitung der lung auf Antrag der Kommission beschlossen: Die Kammerpräsident Billa:, Da der Abg. Barbato, der in den Wahlfreifen Berwaltungs Ausgaben im Schußgebiet von Neu- Guinea), 2ohnbewegung insofern infofern als abgeschlossen Mailand V und Cesena gewählt ist, erklärt hat, daß er seinen Verwaltung Des Reichsheeres 2315 850 Mart. u betrachten, als teine neuen Meldungen von Entschluß, an den Arbeiten der Kammer nicht theilzunehmen, Diese Summe ist hauptsächlich für Kasernenbauten Arbeitseinstellungen mehr entgegengenommen aufrecht erhalte, und da er infolge dessen für keinen der beiden bestimmt, die durch die Umformung der vierten werden; dagegen verpflichtete fie sich, mit den noch Wahlbezirke sich entschieden hat, werde ich auf grund der Statuten Bataillone erforderlich werden. In Preußen und Elsaß im Ausstande stehenden auch ferner solidarisch pridnog die in pileunyihoter " B Don Gewerkschaftliches. 3u erklären und alles zu thun, daß auch diesen werden, iter anderen als eine der Hauptfragen die Altersver- 1 weist die Streifenden auf den Opfermuth, und die Zähigkeit der der tarifmäßige Lohn gezahlt werde. sicherung und die Versicherung gegen Arbeitsunfähigkeit. Viele Rottbuser Textilarbeiter hin, woran sich die Streifenden ein Bei Da der Beistand der gesammten Arbeiter Berlins und Um- Handlungsgehilfen- Vereine haben erklärt, an dem Kongreß theil- spiel nehmen sollten. Folgende Resolution gelangt nach Schluß gegend nöthig ist, um dem Rest der Tabafarbeiter den tarifmäßigen nehmen zu wollen. der Debatte einstimmig zur Annahme: Die heutige öffentliche Lohn ebenfalls zu erringen, beziehentlich den errungenen Lohn Vor furzer Zeit haben in Smorgon im Gouvernement Wilna Versammlung der streifenden Musikinstrumenten- Arbeiter vers auch zu behaupten, so appelliren wir an die Genossen, an alle dort arbeitenden 200 Strumpfwirterinnen die Arbeit pflichtet sich, unter allen Umständen an ihren Fordes die gesammte Arbeiterschaft, sowie an die eingestellt; für ihre anstrengende Arbeit erhielt bis jetzt eine rungen festzuhalten. Gastwirthe, Händler und Konsum Vereine Strumpfwirferin 80 Ropeken bis 1 Rubel( 1 M. 60 Pf. bis 2 M.) Berlins und Umgegend, sich die im heutigen pro Woche. Inseratentheil veröffentlichten Firmen genau au merken und dahin zu wirken, daß auch diese Firmen sich den übrigen bald anschließen werden, welche heute schon den tarifmäßigen Lohn zahlen. Die streifenden Schuhmacher waren am Freitag Vors mittag bei Cohn, Beuthstraße, versammelt, um den Bericht über den Stand des Streits entgegenzunehmen. Zur Zeit befinden Soziale Rechtspflege. sich nach dreiwöchentlicher Dauer der Bewegung 331 Arbeiter von 29 Geschäften im Ausstand. Bewilligt haben bisher 25 Ge Für Unfallverletzte besteht nach Annahme der zuständigen schäfte mit 169 Gesellen. Mit mehreren Meistern werden augen Gerichte die Verpflichtung, an der möglich sten blicklich Verhandlungen gepflogen, die voraussichtlich zu weiteren An die Tabalarbeiter richten wir das dringende Ersuchen, Wiederherstellung ihrer Arbeitsfähigkeit Bewilligungen führen werden. In der Diskussion wurde uns Meldung zu machen, wenn sie in Erfahrung bringen, daß innerhalb gewisser Grenzen mitzuwirken, z. B. erwähnt, daß verschiedene größere Geschäfte versuchen, irgend eine Firma noch unter dem Tarif zahlt oder von dem dadurch, daß sie die beschädigten Glieder durch Gebrauch die Arbeit von den kleinen Meistern fertig stellen zu lassen. bewilligten Lohn wieder Abzüge zu machen sucht. Gleichzeitig vor Steifheit und dergleichen bewahren und sie wieder an wie es scheint, werden die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung theilen wir noch mit, daß die obenerwähnte Versammlung be- Thätigkeit gewöhnen. Aus der Nichterfüllung dieser Ver- feineswegs streng beachtet. 3. B. wurde am vorigen Sonntag schlossen hat, die Steuer von 1 M. für Zigarrenarbeiter und Sortirer, pflichtung leiten die Genossenschaften das Recht her, den Ver- bei Breitsprecher, Neue Wilhelmstr. 13, gearbeitet, ohne daß die 50 Pf. für Wickelmacher noch ferner zu erheben, bis die Aus- letzten nur den Grad der Erwerbsunfähigkeit zu entschädigen, Behörde, die wohl Veranlassung nahm, die kontrollirenden ständigen untergebracht sind. welcher bei vorschriftsmäßigem Verhalten erzielt worden Arbeiter wegzujagen, dies inhibirt hätte. Eine Reso Die Lohnkommission.( Bureau: Weinstr. 11.) wäre. Das Reichs- Versicherungsamt hat jetzt in dem lution, welche die Streifenden zum Ausharren verpflichtet Achtung, Metallarbeiter! In der Mechanischen Werkstätte Rechtsstreit des Arbeiters Bartowiak entschieden, jener Grundsatz und die bisherige Tattik als die richtige bezeichnet, an von E. Merz u. Co. in Basel sind Differenzen wegen des sei noch nicht anwendbar, wenn die zu erwarten gewesene Besse der auch weiter festgehalten werden soll, fand einstimmige AnLohns, der Arbeitszeit, der Fabrikordnung und der Behandlung rung ausblieb, weil der Verletzte sich nicht entsprechend verhielt, nahme. Weiter wurde ein Antrag angenommen, diejenigen, welche der Arbeiter ausgebrochen, weswegen wir Former, Gießer, sondern erst dann, wenn in einem schuldhaften pflicht nach Beendigung des Streiks nicht wieder Arbeit erhalten, als Metalldrücker, Spengler, Schlosser, Dreher u. s. w. um Ver- widrigen Verhalten der Grund liege. Zur Feststellung eines Gemaßregelte zu betrachten und sie dementsprechend zu untervor solchen sei allem erforderlich, daß meidung des Zuzugs bitten. Die Arbeiterpresse wird um Abdaß dem Verletzten stützen. Beschlossen wurde ferner, ein Flugblatt zu verbreiten, von der Genossenschaft vorher rechtzeitig und ausin welchem den Kunden Aufschluß über die Zustände in diesem druck ersucht. Der Metallarbeiter- Fachverein in Basel. drücklich flar gemacht sei, welche Folgen die Weigerung, Gewerbe gegeben werden soll. Achtung, Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter ihm aufgetragene Arbeiten 2c. auszuführen, für ihn nach sich Verbandes! In Mr. 112 des Vorwärts" vom 14. d. M. giebt ziehen würde. B. waren wohl derartige Arbeiten von der be der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter bekannt, daß flagten Genossenschaft aufgetragen und auch vermittelt worden, die Metallarbeiter Berlins nur auf Sammellisten für ihr Vorstand hatte ihm jedoch keinerlei Vorhaltungen betreffs der den Unterstützungsfonds der Berliner Metallarbeiter zeichnen eventuellen Folgen der Unterlassung dieser Arbeiten gemacht. sollen, welche den Stempel des Vertrauensmannes Näther Das Urtheil des Schiedsgerichts, das dem Kläger bei der tragen; auch sollen bie Metallarbeiter nur solche Renten bemessung gewisse Unterlassungen angerechnet hatte, Unterstützungsmarken kaufen, die für den Unterstützungs- welche die Wiedererlangung eines höheren Grades von Erwerbs Fonds der Berliner Metallarbeiter bestimmt sind; die fähigkeit verhindert haben sollten, wurde darum vom ReichsMetallarbeiter hätten nur dann die Garantie, Versicherungsamt aufgehoben. Dasselbe sprach dem Kläger daß die gesammelten Gelder den Ausgesperrten nunmehr eine Rente in der Höhe des noch wirklich vor wirklich zu gute tommen. Indem wir hiermit unsere handenen Grades der Eriverbsunfähigkeit zu. Organisation vor der etwaigen Annahme verwahren, als ob die Gelder, welche zum Zwecke der Unterstützung gemaßregelter Kollegen von den Mitgliedern des Deutschen MetallarbeiterVerbandes innerhalb ihrer Organisation aufgebracht werden, Wegen Beleidigung eines Vorgesetzten war der frühere nicht den gemaßregelten Kollegen zukämen, fordern wir Laiernenwärter Adolf Hinz in Charlottenburg zu 6 M. unsere Mitglieder hiermit nochmals auf, nur Listen und Marken Geldstrafe verurtheilt worden. Er hatte den Laternenaufseher von der unterzeichneten Kommission zu entnehmen. Die Agitations- Müggenburg der Bestechlichkeit beschuldigt und den Beweis der Kommission des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Im Auftr.: Wahrheit vor Gericht so erfolgreich geführt, daß der AmtsV. Kurgas, Reinickendorferstr. 19. anwalt selber die Freisprechung beantragte. Das Gericht verurtheilte den Laternenwärter aber, weil nicht für festgestellt erachtet worden war, daß Müggenburg, wie Hinz behauptete, die Aeußerung gethan hatte, für Geld mache er alles. Auf grund erneuter Beweisaufnahme erachtete das Berufungsgericht auch diese Aeußerung des Müggenburg für erwiesen und sprach am 11. d. M. Hinz von Strafe und Kosten gänzlich frei. " Zur Bewegung der Lederarbeiter. In der Weißgerberei von Höhne in Halle a. S. sind Lohndifferenzen ausgebrochen. Sämmtliche Weißgerber dieser Fabrit legten die Arbeit nieder. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Lederfabrik von Heyl in Wandsbed befinden sich bereits die dritte Woche in einem Abwehrstreit: Der Streit der Weißgerber in Durlach i. B. dauert ebenfalls noch fort.- Weiter befinden sich die Lohgerber und sonstigen Lohgerberei- Arbeiter Kopen hagen3 im Ausstand. Sie ersuchen um strenges Fernhalten des Zuzuges. Die Tischler Wismars stehen in einer Bewegung um Abfchaffung von Rost und Logis beim Meister. Da es bis jetzt zu feiner Einigung gekommen ist, ersuchen sie um Fernhalten des Zuzugs. Jn Karlsruhe hatte der Schneider Wrage in einer Versammlung seiner Berufsgenossen Exemplare der Fachzeitung für Schneider" vertheilt, worin ein Aufruf zum Beitritt in die Organisation veröffentlicht war. Die Staatsanwaltschaft betrachtete infolge dessen die ganze Nummer als einen Aufruf, vor deffen unentgeltlicher öffentlicher Vertheilung es nach dem ReichsPreßgesetzes und dem badischen Einführungsgeseh nöthig gewesen wäre, ein Pflichtexemplar bei der Polizei in Karlsruhe einzureichen. Da laut Preßgefeß bei periodischen Druckschriften nur am Orte des Verlags ein Exemplar einzureichen ist, erkannte das Schöffengericht selbstverständlich auf Freisprechung des Angeklagten. Die Rosten des staatsanwaltschaftlichen Schnigers hat die Staatstaffe zu tragen. Gerichts- Beitung. Dem Sanitätsverein zu Kassel waren Ende vorigen Jahres zwei Versammlungen aufgelöst worden, weil diese nicht polizeilich angemeldet waren; ferner hatte die Polizei versucht, diesen meist aus Arbeitern bestehenden Berein unter das Vereins gesetz zu stellen. Die sowohl bei der königl. Regierung als auch beim Oberpräsidium eingelegten Beschwerden hatten feinen Er folg, vielmehr wurde dort das Vorgehen der Polizei als richtig anerkannt. Der Vorstand betrat hierauf den Weg des Verwaltungsstreitverfahrens und das Oberverwaltungsgericht erkannte die eingelegte Beschwerde als begründet an. Die Versamm lungen dieses Vereins brauchen mithin nicht angemeldet zu " werden. Wie eifrig man bemüht ist, die Bevölkerung von der Be rührung mit der Sozialdemokratie fernzuhalten, dafür legt ein Vorkommniß Beugniß ab, das sich am Sonntag, den 3. Mai, in Woltersdorf bei Mühlenbeck im Kreise Nieder- Barnim abspielte. In dem genannten Ort war in dem Kremzow'schen Lokale eine öffentliche Versammlung der Bauarbeiter einberufen und hatten sich die Versammlungs- Theilnehmer, da dem Wirth noch feine Schankerlaubniß ertheilt war, ein Fäßchen Bier mitgebracht. Das schien nun den 6 bis 8 Gendarmen, die zur Aufrecht erhaltung der Ordnung und Ruhe erschienen waren, ein so schweres Vergehen, daß der überwachende Beamte die Anwesenden aufforderte, das Lokal zu verlassen und damit die Abhaltung der Versamm lung verhinderte. Jedoch die Maßnahmen verfehlten ihren Zweck, da die Theilnehmer der Versammlung nach kurzer Pause zurückkehrten und eine zweite schon vorher angemeldete Ber fammlung eröffnet werden konnte. Wohl oder übel war hier gegen nichts einzuwenden und hatte somit auch Genosse Riesel Gelegenheit, seinen Vortrag, der die Tagesordnung der ersten Wenn die Behörde Versammlung bilden sollte, zu halten. immer ein so zahlreiches Aufgebot von Gendarmen bei unseren Versammlungen für dienlich hält, so kann das unserer Sache feinen Schaden zufügen, da die Bevölkerung so kleiner Drt schaften in eine wohl begreifliche Erregung gehalten wird, die neugierig einen jeden veranlaßt, selbst sich zu überzeugen, welche verbrecherischen" Pläne in solchen Versammlungen ausgeheckt werden. Depelthen und lehte Nachrichten. Minister des Innern Abmachungen von Interessenten aus Berlin, 15. Mai.( Berl. Corr.) Neuerdings sind von dem den Vororten empfangen worden, welche ihre Wünsche hin sichtlich einer Abänderung der kommunalen Organisation vor getragen haben. aber Die Unzuträglichkeiten, welche für größere Ges meinden, insbesondere solche von der Bedeutung Schöne bergs, aus ihrer Unterstellung unter die Lande gemeindeordnung sich ergeben, sind nicht zu verkennen; es soll daher erwogen werden, ob die Verhältnisse danach an Wegen Beleidigung des Freiherrn von Stumm ist gethan sind, Schöneberg und eventuell auch andere vom Landgerichte Erfurt am 10. März der verantwortliche Gemeinden zu Stadtgemeinden zu erheben. Redakteur der Thüringer Tribüne" und des„ Nordhäuser Volks- Was die Frage einer Eingemeindung von Bore blattes", Schriftseger Alexander Wiertelara, zu einem orten in die Stadt Berlin betrifft, so dürfen die einer Monat Gefängniß verurtheilt worden. Er hatte aus der allseitig befriedigenden Lösung dieser Frage entgegenstehen. Schwäbischen Tagwacht" in Stuttgart einen Artikel abgedruckt, den Schwierigkeiten nicht unterschätzt werden. Erörterungen in welchem das Auftreten des Freiherrn von Stumm im Reichs- hierüber sind nach verschiedenen Richtungen im Gange; tage gegen die Sozialdemokratie scharf kritisirt wurde. Nur Herr eine Entscheidung der Frage tann von Stumm hatte Strafantrag gestellt. Die Revision des nicht in nahe Aussicht gestellt werden. Falls Angeklagten, welche die Nichtanwendung des§ 193( Wahrnehmung man sich überhaupt zu einer Gingemeindung entschließt, würde berechtigter Interessen) rügte, wurde am Mittwoch vom Reichsvoraussichtlich nur seine solche in größerem Umfange und Die elfäffischen Textilarbeiter wollen bekanntlich eine gerichte als unbegründet verworfen. zwar nur von ganzen Gemeinden, in betracht kommen eigene Organisation ihrer Branche gründen. Zu diesem Zweck Das Bernsteinmonopol vor Gericht. Die Verhandlung können. Die Verleihung des Städterechts an einzelne Vorort versammelten sich die Bosamenter von St. Ludwig und Hüningen ist am Freitag wieder von der Straftammer zu Stolp i. P. auf gemeinden schließt übrigens eine spätere Eingemeindung derselben in Basel. Nach Anhörung eines Referats über den Ausgang genommen worden. Ein Telegramm meldet kurz: In dem nicht aus.. des Mülhauser Weberstreits fand eine Resolution Annahme, Prozesse gegen den Bernsteinwaaren- Fabrikanten Westphal stellte Berlin, 15. Mai.( Berl. Korr.) Der Minister für Handel worin man sich prinzipiell mit der Gründung eines besonderen der Staatsanwalt den Antrag auf Bestrafung des Angeklagten und Gewerbe hat dem Hause der Abgeordneten die Mittheil ung elfäffischen Textilarbeiter- Verbandes einverstanden erklärt und die Leitung der Mülhauser Textilarbeiter mit den nöthigen Vor- wegen wider besseres Wissen begangener Beleidigung und gemacht, daß der dort vorliegende Entwurf eines Gesetzes die Handelskammern zurüdgezogen arbeiten betraut. Auf Pfingsten ist eine Landeskonferenz der wissentlich falscher Anschuldigung" und beantragte auf grund der über Textilarbeiter des gesammten Elsasses nach Bühl einberufen, SS 185 und 186 des Strafgesetzbuches 1600 M. Geldstrafe event. worden sei. für je 15 M. einen Tag Gefängniß. Der Staatsanwalt führte Stolp( Pommern), 15. Mai.( W. Z. B.) Das Urtheil in in welcher die definitive Gründung des neuen Ver bandes vorgenommen werden soll. Diese neue Gründung ist der aus, daß in keiner Weise eine Bestechung von Beamten nach dem Prozeß gegen den Bernsteinwaaren- Fabrikanten Westphal lautet auf Freisprechung des Angeklagten. Ausfluß einer sehr gereizten Stimmung gegen den deutschen gewiesen sei. Hierauf trat Mittagspause ein. Würzburg, 15. Mai.( W. T. B.) Heute Nachmittag gegen Textilarbeiter Verband, dem die Elsässer bisher angehörten, wegen In Wien fanden am Freitag die letzten gerichtlichen Verder geringen Unterstüßung, die ihnen beim Mülhauser Streit handlungen wegen des Konflikts bei der Maifeier im Prater 3 Uhr brach im linken Flügel des föniglichen Schlosses Feuer zu theil geworden. aus, das den Dachstuhl der ganzen Länge nach bis zur Mitte Die Zahl der in der elsässischen Textil- statt. Drei Angeklagte wurden freigesprochen und neun zu des Hauptgebäudes zerstörte. industrie Beschäftigten wird auf 50 000 angegeben, von denen Strafen von 1 Woche Arrests bis zu 18 Monaten schweren Brüssel, 15. Mai.( W. T. B.) Die Kammer nahm mit aber kaum Tausend dem Textilarbeiter- Berband angehörten. Kerkers verurtheilt. Die Richter haben von der großen Macht, 61 gegen 55 Stimmen bei 20 Stimmenthaltungen die ganze Aur Lohnbewegung der Zeugdrucker in Greiz i. V. Gebrauch gemacht, der sich unserer Ansicht nach nicht durch die wird uns von dort berichtet: Die Forderungen der Drucker find Art der meist herzlich unbedeutenden Bergehen, sondern nur durch von 5 Firmen bewilligt worden. Die Arbeit wurde niedergelegt die politische Leidenschaft der Richter erklärt. Andernfalls hätten bei Liebig u. Pichler, R. Rieger, D. Rocker, Treuter u. Golle. Es streiten im ganzen 37 Mann. Zuzug ist fernzuhalten. An- fie Strafen von 1-2, Jahren schweren Kerkers nicht aus gesprochen. fragen und Geldsendungen sind an Franz Feustel in Greiz i. V., Reichenbacherstr. 8, zu richten. Der Schuhmacherstreit in Prag bauert fort. Bis jetzt haben 63 Meister bewilligt. Ueber 1000 Gehilfen stehen noch im Streit. Versammlungen. Der Jutereffenverein der Kistenmacher hielt am 8 Kongovorlage an. Rotterdam, 15. Mai.( W. T. B.) Die heute Nachmittag abgehaltene Versammlung der ausständigen Schiffsentlader lehnte einstimmig den gemeldeten Vorschlag eines der hervorragendsten Arbeitgeber ab. Der Ausstand dauert somit fort. die Wien, 15. Mai.( W. T. B.) Der Kaiser hat die Wahl des Antifemiten Strobach zum Bürgermeister von Wien bestätigt. Wien, 15. Mai.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus nahin restlichen Artikel der Wahlreform Vorlage in 10. d. M. eine Mitgliederversammlung in Cohn's Festfälen, zweiter Lesung in der Fassung des Ausschusses an. Paris, 15. Mai.( H. B.) Gestern Abend fand auf der Beuthstr. 22, ab. Zur Verlesung gelangte die Abrechnung vom Chauffee d'Autin ein blutiger Zusammenstoß zwischen Studenten Maskenball, die eine Einnahme von 220 M. und eine Ausgabe und der Polizei statt. Die Studenten, etwa 600 an der Bahl, von 116,75 M. ergab, mithin ist ein Ueberschuß von 113,25 M. " Aus Lüttich wird telegraphirt, daß der Ausstand in der Herstaler Waffenfabrit jetzt endgiltig beendet sei. Jm belgischen Bezirk Verviers dauert der Streit wegen vorhanden. Sodann wurden den Vereinsmitgliedern der Werk- hatten einen Zug arrangirt, um sich vor die Statue der Jungder Doppel- Webstühle fort. Nach Angabe bürgerlicher statt Liebheim noch je 3 M. zu der schon erfolgten Unterstüßungfrau von Orleans zu begeben und ein Nationalfeft zu Ehren ber Jungfrau von der Regierung zu verlangen. Die Polizei ver Blätter hatten die Tuchfabrikanten zuletzt den Arbeitern vorzugesprochen. hinderte den Aufzug und verhaftete mehrere Theilnehmer. geschlagen, selbst eine neue Enquete im Ausland über dieses VerDie ausständigen Musikinstrumenten- Arbeiter hielten Toulon, 14. Mai.( W. T. B.) Eine Explosion, deren fahren einzuleiten, und versprachen einstweilen die jetzigen Löhne aufrechtzuhalten. Die Arbeiter haben aber jede weitere Unter- am Mittwoch im großen Saale der Brauerei Friedrichshain eine Ursache unbekannt ist, entstand gestern an Bord des Kreuzers fuchung abgeschlagen und bestehen einfach auf der Beibehaltung öffentliche Versammlung ab, um sich über den Stand ihrer Be- Amiral Duperré" in der mittelsten Pulverkammer und verurdes jetzigen veralteten Fabrikationsverfahrens. Infolge dessen wegung zu informiren. Der Saal war bis auf den letzten Platz fachte einen Brand, welcher rasch gelöscht wurde. Ein Unfall dauert der Ausstand in den meisten Tuchfabriken fort. Nur zwei gefüllt und polizeilich abgesperrt. Nach einem interessanten Vor- an Personen ist nicht zu beklagen, doch herrscht hier große Er. größere Anstalten arbeiten noch; die anderen haben geschlossen trag des Schriftstellers Heinrich Schulz erstattete Arndt regung über den Vorfall. namens der Kommission Bericht über den Stand des Streifs. London, 15. Mai.( W. T. W.) Unterhaus. Chamberlain und lassen im Auslande, meist in Eupen, die abgeschloffenen Verträge ausführen. Dadurch ist die Lage in Verviers eine höchster theilte mit, daß nun auch die Firmen Neufeld, Hirschfeld und erklärte, der Gouverneur von Hongkong habe telegraphisch mite Dadurch ist die Lage in Verviers eine höchst Isenheim theilweise die Forderungen bewilligt haben, mithin also getheilt, daß die Offiziere des deutschen Postdampfers Hohen verhängnißvolle geworden. Mehrere große Geschäfte treffen 25 Firmen ihren Betrieb fortseßen. Im Streit befinden sich noch zollern" teine photographische Aufnahme der Forts angefertigt bereits Maßregeln zur Uebersiedelung nach der Aachener Gegend. 2600 Arbeiter und Arbeiterinnen. Blum geht näher auf den haben. Das ursprünglich über dieselben verhängte Urtheil, Andererseits ist der Tuchmarkt von Verviers wegen seiner Un Streit ein, indem er die Haltung der Fabrikanten dieser Branche welches auf neun Monate Gefängniß lautete, sei nach einem sicherheit sehr im Rückgange und es werden allmälig die großen mit der der Tischlermeister in Parallele stellt, er bringt dann neuen Verhör in eine Geldbuße von 100 Dollars umgewandelt Bestellungen immer seltener. den Bericht der legten Nummer des Fabrikantenorgans, der Musik worden. Aus Rußland. Der Verein für Unterstüßung ber privaten instrumenten Zeitung" über den Streit zur Kenntniß der Ver- Hull, 15. Mai.( W. T. B.) Aus dem alten St. Andreas Dienstthätigkeit in Nischny Nowgorod hat bei der Regierung um fammlung, in welchem die Publikationen der Lohntommission Fisch- Dock brachen heute große Wassermassen durch die DockfluthNahezu die Erlaubniß petitionirt, in Nisch uy Nowgorod während als unwahr bezeichnet werden. Redner bestreitet dies ent- thüren in das neue fast schon vollendete Dock ein. der Gewerbe- Ausstellung einen Kongreß der Vertreter schieden. Grundmann und Wustrow geißeln gleichfalls die denun- sämmtliche Schiffe wurden von den Ankern ges der Handlungsgehilfen von ganz Rußland einziatorischen Berichte der Unternehmerpresse und weisen die rissen, mehrere Fahrzeuge find gesunken, andere zuberufen. Auf diesem Kongreß werden verschiedene Fragen be Wahrheit des in der Arbeiterpreffe über den Streit veröffent- zerschmettert. Menschenverlust ist nicht zu beklagen; der Schaden treffend die Verhältnisse der Handlungsgehilfen behandelt lichten Materials durch die Unterstüßungslisten nach. Wustrow wird auf 2 Millionen Mart geschäßt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 113. Reichstag. 91. Sigung vom 15. Mai 1896. 2 Uhr. Am Bundesrathstisch: Graf von Posadowsty, von Hammerstein. Gingegangen sind ein Nachtragsetat zum Etat der Schuhgebiete von 1896-97, ein Nachtragsetat zum ReichshaushaltsEtat für 1896-97 und der Gesezentwurf, betreffend die Aufnahme einer Anleihe. Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung des Gesetzentwurfes, betr. Abänderung Gesetzes. Sonnabend, den 16. Mai 1896. Abg. Graf Schwerin( f.) erklärt sich gegen die Betriebsabgabe und beruft sich auf die Zuschriften aus dem Lande, welche dieselbe verurtheilen. Durch die Wiederherstellung derselben habe man die Vorlage entschieden verschlechtert. Redner verweist auf einen Antrag wegen der besonderen Behandlung der Melasse. 13. Jahrg. Die Abgg. Meyer Danzig und Richter beantragen, die Zuckersteuer auf 20 M. festzusetzen. Abg. Richter meint, daß aus den Einnahmen aus der Betriebssteuer und der besonderen Zuschlagssteuer und einer Zuckersteuer von 20 M. alles gedeckt werden kann, was an Abg. Lieber( 3.) weist darauf hin, daß das Zentrum noch Prämien gezahlt werden solle. Es sei nicht nothwendig, darüber einmal in eine Prüfung der Frage eingetreten fei, wie es den hinaus noch die Konsumenten zn belasten. Herren von der Rechten entgegenkommen könnte. Der Antrag Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich bitte, den Antrag des Grafen Schwerin zeige aber nicht einen gangbaren Weg, doch abzulehnen. Es kommt hierbei auf die finanziellen Interessen dagegen sei das Zentrum bereit, zur Erleichterung der Melaffe- der Einzelstaaten an, die unter allen Umständen gewahrt werden Entzuckerung das Kontingent um 2 pet. oder 340 000 Doppel- müssen. zentner zu erhöhen. In bezug auf die Betriebsabgabe stehe das Abg. Meyer- Danzig hält es nicht für zweckmäßig, im Inter des Zuckersteuer- Zentrum auf demselben Standpunkt wie in der zweiten Lesung. esse der Zuckerindustrie die Konsumenten zu belasten. Abg. Richter: Es ist ja schon eine Verbesserung, wenn der bei 21 M. Zuckersteuer eine Mehreinnahme von 6 Millionen Mark In der Generaldiskussion erhält zunächst das Wort Abg. Handel sich vor der Deffentlichkeit vollzieht.( Heiterkeit.) eintreten. Beckh( frs.Vp.), welcher als Vertreter des Südens sich gegen Melassezucker und Betriebsabgabe haben innerlich nicht das Abg. v. Stumm( Rp.): Eine solche Mehreinnahme würde die Vorlage erklärt, nur die Ausländer haben den Vortheil des mindeste mit einander gemein. Die Betriebsabgabe ist eine ich nicht für ein Unglück halten. billigen Zuckers. Redner verweist darauf, daß in den Gemeinde Strafe für gewiffe größere Fabriken und die Begünstigung des Abg. von Kardorff( f.): Die Zuckersteuer würde die Landstatuten die Bestimmung enthalten ist, daß derjenige, welcher an Melaffezuckers soll ein Besänftigungsmittel dafür sein. Der wirthschaft auch belasten und es kann doch nicht beabsichtigt einer Sache materiell intereffirt ist, sich an den Abstimmungen Reichstag sollte doch in seiner Mehrheit die Frage fachlich ent- fein, auf Kosten der Landwirthschaft die Reichstasse zu füllen. nicht belheiligen dürfe. Wenn für den Reichstag eine solche Be- fcheiden. Die Betriebsabgabe ist finanziell nicht gerechtfertigt, Staatssekretär Graf Posadowsky: Schon bei der Berathung stimmung gelten würde, würde das Gesetz schwerlich zu stande weil die Deckung der Liebesgabe schon durch die Erhöhung der der Militärvorlage wurde 1893 der Fortfall der Zuckerprämien kommen. Redner schließt mit der Eröffnung, daß namentlich Verbrauchsabgaben mehr als ausreichend bewerkstelligt wird, in Rechnung gestellt. Auf den Betrag dieser Prämien hat also seine bayerischen Landsleute bei ihrer ablehnenden Haltung bleiben und im übrigen hat sie prattlisch nur eine Veration die Reichstaffe ein ins quaesitum. Durch die Erhöhung der der großen Fabriken zur Folge, zumal Often. Prämien wird die Reichstaffe mehr belastet, die ohnehin schon Abg. Schultz Lupit( Rp.) will weder das Intereffe der Kon- Die Herren aus Süddeutschland, die über den Werth ein großes Opfer für die Landwirthschaft gebracht hat. fumenten noch das der Produzenten in den Vordergrund stellen, des gesammten Gesetzes mindestens im Zweifel find, sollten es Abg. Richter: Der Bundesrath will also auch noch etwas sondern lediglich das allgemeine deutsche Intereffe, welches die fich dreimal überlegen, ehe sie die Betriebsabgabe annehmen, die haben.( Seiterkeit.) Es wird damit graulich gemacht, daß er Erhaltung dieses wichtigen Industriezweiges verlangt. Gefchädigt gerade den neuen füddeutschen größer angelegten Fabriken sehr sonst die Vorlage ablehnen würde. Das glaube ich nicht, daß werden durch die niedrigen Zuckerpreise nicht die Fabriken, son- beschwerlich werden kann.( Beifall links.) der Bundesrath für einige Millionen zu haben ist; dazu denke dern die Rübenlieferanten, die statt 1 M. nur 40-50 Pf. für Abg. Graf Schwerin( t.): Die Behandlung der Melasse ich zu hoch von ihm. Eine Erhöhung der Verbrauchsabgabe un den Zentner Rüben bekommen haben. Die Gegner in dieser Frage und die Betriebsabgabe fompenfiren sich gewissermaßen. Ich 2 oder 3 M. ist doch feine Kleinigkeit bei einem Lebensmittel. fizzen nicht hier im Lande, sondern im Wettbewerbe der Nationen werde mit Rücksicht auf den Antrag des Zentrums gegen meinen Die Prämien sollten fortfallen, und die Reichskaffe sollte den fißen sie außerhalb Deutschlands. Deshalb sollte das Gesetz mög- eigenen Antrag stimmen.( Heiterfeit.) Vortheil davon haben. Aber wenn die Prämien forts lichst einstimmig angenommen werden. gezahlt werden, so ist doch dadurch nicht nothwendig eine Mehrbelastung des Konsums zu folgern. Die Eins nahmen betragen aus der Erhöhung der Konsumabgabe 12 Millionen und aus der Betriebsabgabe 21/2 Millionen. Die Rommission hatte 21 M. beschlossen ohne Betriebsabgabe und bei einer Prämie von 3 M. Infolge dessen kann jetzt eine Er mäßigung des Steuersatzes eintreten. werden. Abg. Pichler( 3.): Die 11 süddeutschen Zuckerfabriken kommen bei dieser Vorlage nicht erheblich in betracht; sie haben teinen erheblichen Vortheil von ihr, und dem geringen Bortheil stehen bedeutende Nachtheile gegenüber. Wir anerkennen die hohe Bedeutung der Zuckerindustrie für die Landwirthschaft, aber das Gesetz legt der Allgemeinheit große Opfer auf und bringt die Gefahr der Ueberproduktion mit sich. Deshalb werden meine näheren politischen Freunde gegen das Gesetz stimmen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Wenn der Antrag des Bentrums durchgeht, dann wird die Nachfrage nach Melaffe und deren Preis steigen. Ich persönlich würde dem Antrage des Zentrums den Vorzug geben. Ab. Lieber( 3): Bei wirthschaftlichen Dingen muß immer eine Vereinbarung gesucht werden, das weiß Herr Richter als alter Parlamentarier auch sehr gut. Bei der Frage der vierten Bataillone würde es Herr Richter wohl sehr übelnehmen, wenn wir die Berkoppelung mit der Militär- Strafprozeßordnung lediglich als einen Handel bezeichnen wollten.( Sehr richtig! rechts und im Zentrum.) Abg. Richter: Ich freue mich, daß Herr Lieber die Vorlage wegen der vierten Bataillone schon jezt mit einer Ehrenfalve begrüßt. Er hat damit fund gegeben, tund gegeben, wie die vierten Bataillone mit der zweijährigen Dienstzeit in Verbindung gebracht werden sollen.( Lebhafter Widerspruch rechts und im 3entrum. Buruf: Militär- Strafprozeßordnung!) Ich bin von Anfang an Gegner der Betriebsabgabe gewesen, bevor noch ein Anlaß vorlag, diese Frage im Zusammenhang mit diesem Gesetz zu behandeln. Bergeblich suchen Sie den inneren Zusammenhang mit dem Melasseantrag herzustellen. Den schon bestehenden Melaffe- Entzuckerungs- Anstalten wird die Abgabe auferlegt; diese werden geschädigt. Nur den in Zukunft erst zu Staatssekretär Graf Pojadowsky: Wenn durch die höhere Prämie für Raffinade die Ausfuhr derfelben steigt und die des Rohzuckers zurückgeht, so hat das Reich die Mehrausgabe au decken. Die Mehreinnahme aus dem steigenden Verbrauch an Bucker gehört doch dem Reiche ohne weiteres. Da der Zucker mehr ein Genußmittel der wohlhabenderen Kreise ist, ist eine Erhöhung um 1 M. nicht bedeutend. Die Steuer in Höhe von 20 m. wird in namentlicher Ab. stimmung mit 154 gegen 119 Stimmen beschloffen. Dafür stimmten die Sozialdemokraten, die beiden freisinnigen Gruppen, die Volkspartei, die Polen, die Mehrheit der Reichspartei, eine Anzahl Konservative und Nationalliberale, von dem Zentrum die füddeutschen Mitglieder fast alle und außerdem einige der norddeutschen; dagegen stimmen die Mehrheit der Nationalliberalen und Konservativen und die Antisemiten, sowie die oben be zeichneten Bruchtheile der übrigen Parteien. Abg. Schippel( Soz.): Das Zentrum befolgt auch heute wie in der Kommission den Zickzackkurs. Rechtfertigt denn die Lage des Zuckermarktes überhaupt eine stärkere Ausfuhrprämie? Die Ziffern der Ausfuhrstatistik und der Zuckerproduktion beweisen die Richtigkeit der in dem Caprivischen Gefeßentwurf von 1890 gemachten Behauptung, daß der deutsche Zucker bei ermäßigter Prämie dem prämiirten, namentlich dem französischen Bucker gegenüber nicht tonkurrenzunfähig werden würde. Seit 1890/91 hat sich unsere Buckerproduktion um 5 Millionen Doppelzentner gesteigert, die österreichische um 2,9, die französische um 1 Million. Andere Staaten sind bereit, ihre Prämien herabzusetzen, z. B. Holland. Warum sollen wir also zum Rampfe blasen? Anderen Staaten würde das nur ein Signal fein zu einer Erhöhung ihrer Prämien.( Lebhafte zu ftimmung links.) In Desterreich ist man schon am Werke damit. Desterreich und Frankreich tönnen errichtenden Anstalten kommt der Antrag zugute. viel eher ihre Prämien erhöhen, denn sie exportiren§ 65 wird mit der Betriebsabgabe angenommen und nur durch nur ein Drittel bezw. ein Zehntel soviel wie wir. die Bestimmung ergänzt, daß der Steuerzuschlag in Höhe des Die jetzige Betriebssteuer ist gegenüber der Regierungs- Ausfuhrzuschusses nur gezahlt werden soll von der das Kontingent vorlage und dem Antrage Paasche nur eine leere übersteigenden Zuckermenge, Dekoration; jene hätten wirklich die Ueberproduktion Im übrigen wird der Abschnitt über die Betriebsabgabe zurückgedrängt. Wie die Dinge jetzt liegen, wird die Liebesgabe unverändert nach den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt, Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich habe auch viele zu einer neuen tolossalen Ueberproduktion führen. Die Mehr- ebenso die§§ 70-72 über die Höhe der Ausfuhrzuschüsse. Die Depeschen bekommen, aber die Depeschengebühren betragen weniger, einnahmen des Reiches hat man durch Erhöhung des Kontingents§§ 78 und 74, welche sich auf den Höchstbetrag der Ausfuhrprämien als die Reichstasse Verlust erleiden würde bei Annahme des An und Herabsetzung der Verbrauchssteuer beschnitten und wenn bezogen, sind in zweiter Lesung gestrichen und bleiben gestrichen. trags Paasche. In den Lieferungsanträgen ist mit Rücksicht der konservative Antrag kommen und angenommen werden Die§§ 75-81 beziehen sich auf die Kontingentirung, sie darauf, daß über das Gesetz schon sechs Monate verhandelt wird, sollte: 17 Millionen Kontingent, 2,50 M. Ausfuhrprämie und werden zum theil unverändert und ohne Debatte angenommen; eine Bestimmung über die Konsumabgabe enthalten. Erhöhung der Verbrauchssteuer von 18 auf 20 W., so würde der zu§ 78 wurde ein redaktioneller Zusatz beantragt von dem Abgg. Reichsfiskus noch auf weitere 6 Millionen verzichten. Thut es Muller- Fulda. die Regierung, dann muß es um die Reichsfinanzen so glänzend Durch Zählung des Hauses wird dieser mit 158 gegen 100 bestellt sein( Sehr gut! links), daß wir im nächsten Jahre eine Stimmen angenommen. Mehrforderung zu erwarten haben. $ Zu Artikel III und IV beantragt Abg. Pa a fche einen Zusaß, wonach die nachweislich vor dem 14. Mai zur Lieferung vor dem 1. August 1896 verkauften Zuckermengen zum alten Steuersatz abgefertigt werden sollen. Es seien ihm verschiedentlich Depeschen zugegangen, in denen man sich über schwere Schädigungen beklagt. Abg. Paasche schlägt vor, solche Lieferungen zum alten Steuerfaße abzufertigen, welche nachweislich ohne Vorbehalt vor dem 14. Mai abgeschlossen sind. Nachdem noch Abg. Gamp( Rp.) den Antrag vertheidigt, wird derselbe gegen die Stimmen der Nationalliberalen und einiger Konservativen abgelehnt. Es folgt die Berathung der Resolution der Abg. Pichler( 3) und Genossen:„ Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, mit aller Entschiedenheit dahin zu wirken, daß durch internationale Bereinbarungen eine Beseitigung der Ausfuhrvergütungen für Bucker in thunlichster Bälde herbeigeführt werde." 3u§ 80, welcher das Kontingent auf 17 Millionen DoppelWas die Folgen des Gesetzes für die Arbeiter sentner festfest, beantragen die Abgg. Müller Fulda( 3.) und betrifft, so sind bis jetzt die Zuckerpreise gerade durch die Prämie Genossen folgenden Zusatz:„ Nach näherer Bestimmung des so tief herabgegangen, daß trotz der steigenden Steuer- Bundesraths fann das Gesamtkontingent zur Erleichterung der einnahmen die Konsumenten eigentlich noch ganz gut Errichtung neuer Fabriten, welche ausschließlich Melasse ent dabei gefahren sind, während die die Fabrikanten einen zuckern, bis um 2 pCt. des jeweiligen Gesammtfontingents übernormalen Verdienst gehabt haben durch die Subventionen. erhöht werden. Soweit eine solche Erhöhung eintritt, Wenn aber der Konsument die Steuer hat zahlen müssen, so liegt finden die Bestimmungen des§ 76 bezüglich der neu er- Dieselbe wird einstimmig angenommen. doch kein Grund vor, ihn nochmals zu schröpfen zur Entschädigung richteten Zuckerfabriken, die im ersten Jahre gar feine, oder bei Ju namentlicher Abstimmung wird darauf über das Geset des Fabrikanten für den beschränkten Abfah im Inlande. Wenn gesagt genossenschaftlichen Fabriken, die im ersten Jahre nur das halbe im ganzen abgestimmt; daffelbe wird mit 144 gegen worden ist, daß diejenigen, die direkt an diesen Liebesgaben Kontingent erhalten sollen auf diese Frage keine An- 124 Stimmen angenommen. Für das Gesetz stimmen die intereffirt wären, nicht das Recht haben sollten, mitzustimmen, wendung." Reichspartei, die Antisemiten, die Welfen und die Polen ges so entspricht das dem ganz natürlichen Empfinden aller derer, Abg. Röficke führt aus, daß früher die Melasse schlechter schlossen, die Deutschkonservativen mit Ausnahme der Abdie unparteiisch der Sache gegenüberstehen. Nach den Statuten behandelt werden sollte durch die besondere Melaffesteuer; jetzt geordneten Graf Schlieffen und von Staudy; die Nationaleinzelner Städte Ordnungen dürfen die Interessirten nicht folle zu ungunsten der Zuckerraffineure die Melasse begünstigt liberalen mit Ausnahme der Abgeordneten Bassermann, mitstimmen( Sehr richtig! links), auch nach dem Statut der werden. Die Raffineure hätten alle Ursache, gegen dieses Handels- Blankenhorn, Brünings, Brund, Pring Carolath, Klemm Stadt Leipzig zur Freude der Deutschen Tageszeitung" vom geschäft Proteft zu erheben; aber sie sind dazu garnicht in der Lage, Ludwigshafen, Franck- Baden, Fürst zu Fürstenberg und Siegle: Bunde der Landwirthe. Hier aber geben die Interessenten den weil das Geschäft im legten Augenblick gemacht wird. Gegen eine endlich das Zentrum mit Ausnahme der Abgg. Deuringer, Ed, Ausschlag( Sehr richtig! links). Wird ein armer Arbeiter solche Gefeßmacherei sollte man entschieden Widerspruch erheben. Gerstenberger, Hug, v. Lama, Lehemeier, Lehner, Lerno, Marbe, arbeitslos und bekommt eine Armen unterstützung, Man sollte einem bestimmten Industriezweig nicht eine Ron- Mayer- Landshut, Moriz, Pichler, Schädler, Schuler, Steininger, So darf er nicht einmal seine Stimme bei den allgemeinen turrenz anfladen, ohne ihm Gelegenheit zur Aufklärung zu geben. Stöcker, Wenzel, Wizlsperger und Zott. Gegen die Vorlage Wahlen in die Waageschale werfen.( Sehr gut! links.) Wird aber Abg. Müller- Fulda( 3.): Ich bedaure, daß Herr Rösicke stimmen außer den genannten Personen die Sozialdemokraten, ein reicher Rapitalist während einer Krisis 1-2 Jahre profitlos feine Gunst nur den bestehenden Melaffe- Entzuckerungsanstalten die beiden freisinnigen Gruppen und die deutsche Volkspartei und seht ihm das Reich öffentliche Almosen von Tausenden zuwendet und nicht dem Osten die Errichtung ähnlicher Anstalten geschlossen. und Zehntausenden pro Jahr aus, dann stimmen die Herren im gönnt.( Sehr richtig! rechts.) Schluß 61/2 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr Reichstage mit dafür.( Sehr richtig! links.) Das ist ein so Abg. Paasche( natl.) spricht fich in demselben Sinne aus.( Militärvorlage.) Klassischer Widerspruch, daß ich hoffe, daß die Interessenten ihre Staatssekretär Graf Pofadowsky: Jch fasse den Antrag Stimme nicht abgeben werden.( Beifall links.) bahin auf, daß die neu zu errichtenden Melaffe- Entzuckerungs Abg. Barth( frs. Vg.): Klagt man über die Nothlage der anstalten ihr volles Kontingent sofort im ersten Jahr erhalten sollen Landwirthschaft, dann wird kein Wort der Kritik gesagt.( Sehr und zwar zur Hälfte aus dem 2 pCt., zur Hälfte in dem gerichtig! lints.) An welchen Stellen man das Gefeß auch aufaffen wöhnlichen Kontingent; in weiteren Jahren erhalten sie ihr Berliner Partei- Organisationen mag, an allen Stellen ist es falsch. Sie kennen die bekannte Nach Kontingent dann ganz aus den 17 Millionen Doppelgentnern. bildung eines Pferdes, an dem alle Pferdekrankheiten dargestellt Abg. Müller Fulda bestätigt diese Auffassung als die sind. Diesem Bilde gleicht das Gesetz, welches alle pro- feinige. tektionistischen Fehler aufweist.( Große Heiterkeit.) Ich bitte das Gesetz abzulehnen. Abg. Schulze- Henne( natl.) hält es nicht für gerechtfertigt, diejenigen vom Stimmrecht auszuschließen, welche an einer Frage betheiligt find. Er tritt als Sachverständiger für die Vorlage ein und sucht namentlich die Ausführungen des Abg. Richter in der zweiten Lesung zu widerlegen. Redner weist an den Verhältnissen einer ihm speziell bekannten Fabrit nach, wie die Rübenpreise in den letzten 10 Jahren gesunken sind. Redner erklärt sich für das Gefeß, wie es sich gestaltet hat und fordert auch die Herren aus dem Often auf, trotz der Verschiedenartigkeit der Interessen für das Gesetz zu stimmen. Damit schließt die Generaldiskussion. Es folgen persönliche Bemerkungen. In der Spezialdiskussion findet über den Artikel I., Einleitung, eine Debatte nicht statt. Die Zählung des Hauses bei zweifelhafter Abstimmung ergiebt die Annahme des Artikels mit 142 gegen 121 Stimmen. Bu§ 65( Betriebsabgabe) beantragt Abg. Graf Schwerin( t.) die Wiederherstellung der Rommissionsbeschlüsse. = Abg. Richter: Es kommt jetzt darauf an, alle die Interessen gruppen mit einander in Harmonie zu bringen; die Beute ist vertheilt, man hat sich darüber verständigt; ob die Sache folgerichtig ist oder nicht, das Gesetz kommt auf grund dieser Beutevertheilung zu stande. Die Auflösung der vor Gericht. Die, wie fich lehthin herausgestellt hat, vom Polizeis kommissar Schöne erwirkte und vom Berliner Polizeipräsidenten vollzogene Auflösung der Berliner sozialdemokratischen ParteiOrganisationen unterlag der richterlichen Nachprüfung in einer Verhandlung, welche am Freitag, 15. Mai, vor der Il. Straffammer des Landgerichts I Berlin, der früheren Brausewetters § 80 wurde mit dem Antrag Müller- Fulda angenommen. Kammer, begann. Die Auflösung erfolgte durch Verfügung des Die§§ 82 und 83( Uebergangs- und Schlußbestimmungen) Polizeipräsidenten vom 29. Nov. 1895 auf grund des§ 8 der Ber werden genehmigt. ordnung über die Verhütung eines die gesetzliche Freiheit und Ordnung. § 84 bestimmt, daß die Vorschriften des zweiten und dritten gefährdenden Mißbrauchs des Versammlungs- und Vereinsrechts, Theils des Gesetzes( betr. die Betriebsabgabe und die Ausfuhr- und es wurden die sechs sozialdemokratischen Wahlvereine für zuschüsse) mit dem 31. Juli 1903 außer fraft treten. die sechs Berliner Reichstags- Wahlkreise, die Preßkommission, Abg. Graf Carmer( t.): Diese Bestimmung müßte die Agitationsfommission, die Lokalkommission und, wie die gestrichen werden, weil fie Industrie beunruhigt. Staatsanwaltschaft sich ausdrückt, der Verein der öffentlichen Wir wollen doch Alle Beseitigung der Prämien, Vertrauensmänner", sowie der Parteivorstand der sozialdemo ( Widerspruch und Heiterkeit links; Buruf rechts: Ja kratischen Partei Deutschlands vorläufig geschlossen. wohl!), es wird aber der Regierung die Waffe genommen, auf die anderen Staaten einzuwirken, wenn die Prämien 1903 fort fallen. § 84 wird gestrichen. Die 5. Straftammer des Landgerichts I hat dann am 11. De zember vorigen Jahres beschlossen, daß die erfolgte vorläufige Schließung bis zum gerichtlichen Erkenntniß in der Hauptsache fortzudauern hat. Die Anklagebehörde betrachtet die sämmt= Artifel II bestimmt, daß die Zuckersteuer von 18 auf 21 M. lichen vorbenannten Vereinen und Kommissionen als politische erhöht werden soll. Vereine und behauptet, daß sich alle eines Vergehens gegen das pveustische Vereuisgesetz schuldig gemacht haben, »'eil sie miteinander in Verbindung getreten seien. Die Wahlvereine hätten sich nicht auf die Vorbereitung von that- sächlich anstehenden Wahlen beschränkt, sondern seien außerhalb der Wahlzeit politisch thätig gewesen. Auch die Preßkoinmisston sei ein politischer Verein, denn sie halte über den„lokalpolitischen" Theil des„Vorwärts" Kontrolle zu üben. Die Agitations- konunisston für die Provinz Brandenburg hatte die Ausbreitung sozialdemokratischer Ideen auf dem Lande in die geeigneten Wege zu leiten. Die Lokalkommissio» ermittelte die Ga'stwirthe, welche ihre Säle zu politische» Bersamoilungen hergaben, veröffentlichte die Namen dieser Gastwirthe und warnte vor den andern. Die Parteileitung war nach den 13—16 des Organi- sationsstaluts, das auf dem Parteitage zu Halle 1890 genehmigt worden ist, eingerichtet und bestand aus zwei Vorsitzenden, zwei Schriftführern, einem Kassirer und sieben Kontrolleure». Sie besorgte die Partcigeschäfte, kontrollirte die Parteizeitungen, berief die Parteitage. Daß sich der Patteivorstard selbst als ein politischer Verein ansah, soll aus einem sogenannten geheimen Zirkular hervorgehe», das an alle Vertrauenspersone» vom Parteivorstande verschickt worden ist und bei den der Lrganisationsauflösung vorangegangene» Massenhaussuchungen hier und da gefunden worden ist. Von den Vertrauens- Personen aber sagt die Anklage, sie seien lediglich um das Gesetz zu umgehen geschaffen worden, oder um doch eine Verbindung zwischen den einzelnen Vereinen zu ermöglichen. In dem erwähnten Zirkular seien die Vertrauenspersonen allerdings ausdrücklich ge- warnt worden, mit den Wahlvereinen in Verbindung zu treten. In Wirklichkeit sei das aber doch geschehen. Das Material für das verbotene angebliche Jnverbiudung- treten der politischen Vereine hat die Polizei durch zahlreiche Spitzel beschafft, die eine große Anzahl von Zusammen- küuften und de» Verhandlungsstoff bei diesen Zusammen- künften a u s s p i o n i r t habe», außerdem sind als Be- lastungsnmterial Mittheilungen des„Vorwärts", Parteitags- Protokolle und vor allem eine Menge bei de» Haussuchungen be- schlagnahmte Listen, Quittungsbücher, Sammelbons w. herbei- geschafft worden. Ueber die Parteileitung ist„ermittelt" worden, daß auf dem Parteitage z» Breslau iin Oktober 1395 die Ab- geordneten Bebel und Singer als Vorsitzende, der Abgeordnete Auer und Pfannkuch als Schriftführer, der Abgeordnete Gerisch als K'assirer und der Gastwirth Theodor Mehner als i» Berlin ansässiger Kontrolleur gewählt ivorde» sind. Tie übrigen Kontrolleure wohnen außerhalb Berlins und deshalb bildete» die eben genannten Personen einen besonderen Vorstand. Da ihre Thätigkeit auf einem gemeinsamen Willen beruhte, so soll jeder einzelne auch für die gesammte Thätigkeit des Vorstandes verantwortlich sein. Der Vorstand habe von einer großen illnzahl Vereine Geldbeiträge in Empfang genommen, und feiner- seits wieder an andere Unterst ü tz u n g e» gewährt, sagt die Au- klage und zum Beweise verweist sie auf die vom Parteivorstand herausgegebene Uebersicht der offiziellen Beiträge der einzelnen Wahlkreise. Es liegt hier ein offenbarer Widerspruch vor, de» die Verhandlung sehr bald aufklären dürste. Denn die Beiträge aus den einzelnen Wahlkreisen sind freiwillige Geldspenden aus dem großen Kreise der Partei- Anhänger, deren Zahl 29 und 39 Mal größer ist als die Zahl der in den Wahlvereinen o r g a u i s i r l e n Mitglieder. Diese Mitglieder zahlen wohl auch Vereinsbeiträge, aber der Partei- vorstand hat sich natürlich in jeder Beziehung gehütet, von diesen regelmäßigen Vereinsbeiträgen nur einen Pfennig in die Parteikasse fließen zu lassen. Die Anklage sagt weiter. Gerisch rvar Kassirer, aber Auer und Pfannkuch hätte» öfters vertretungs- weise Gelder in Empfang genomtnsn. In derselben Weise wie jetzt Gerisch habe früher Bebel die Kaffengeschäfte geführt. Auch mit der Preßkommissio» habe der Vorstand Ver- biudnng unterhalten. Bei Auer sind Briese beschlagnahmt worden, aus denen diese Verbindung und solche mit anderen Vereinen hervorgehen soll. Bei Singer ist ein Schreiben des Arbeiter- Bildungsvereins Furtwangen beschlagnahint worden, ans das er eigenhändig die verrätherischen Worte geschrieben hatte:„Der neuen Parteileitung Überwiesen." Interessante Aufschlüsse werden die Polizeibeamten über die sogenannte K o r p o r e- O r g a n i s a t i o u geben müssen. Wie die Anklage ausführt, hat die Polizei nämlich ermittelt, daß neben der öffentliche» Organisation eine innere Organisation besteht, welche vor dem Polizei- Präst- dünn geheim gehalten, aber von den Ä e r- traue nspersonen geleitet wird. Diese innere Organisation soll für den Fall der Auflösung der öffentlichen Organisation gebildet worden sein und soll die Leitung der Partei-Angelegen- heilen auch sofort nach der Schließung am 29. November über- nommeu haben. Ihre geheime Thätigkeit soll sich auf die Ver- Handlung interner Partei-Angelegenheiten, auf die Verhandlung über Beschwerden privater Natur, die Verbreitung verbotener Schriften u. s. w., namentlich aber auf die Vorbereitung der Wahlen für die Vorstände und die Parteitags- delcgirten erstreckt haben. Die Vertrauenspersonen sollen vielfach zusammen gekommen sein und die Polizei hat 15 solcher Zusanimenkünfte ermittelt. Staatsgefährliche Dinge sind in diesen Zusammenkünften nicht verhandelt worden, sehr hänsig handelte es sich nur um die Bestellung von Diese- renten für Versammlungen oder um Beschwerden ganz privater Natur, die sich zur Erörterung in öffentlichen Versammlungen nicht eigneten. Andere als solch harmlose Verhandlungsstoffe hat nach der Anklage die Polizei nicht auszukundschaften vermocht. Immerhin muß der polizeiliche Apparat recht gut sunktionirt haben, denn es sind sogar polizei- liche„Vertrauenspersonen" ganz genau von Besprechungen unterrichtet worden, die in den Expeditions- und Redaktionsräumen des„Vorwärts" stattgefunden haben und es ist nicht nur der sogenannte Beralhnngsgegenstaud ermittelt, fondern sännntliche Theilnehmer der Besprechungen fignriren namentlich in der Anklageschrist. Den Vertrauenspersonen wird zur Last gelegt, daß sie sehr oft Versammlungen einberufen haben, an denen sich auch Mitglieder anderer Vereine betheiligt habe». Als sehr b e> lastend wird ihnen die Depesche ausgelegt, die sie am 2. September 1895 an die französischen Sozial- d e in o k r a t e n in Paris gerichtet haben. Die Anklage will ferner den Beweis liefern, daß an den Sitzungen der P r e ß k o m m i s s i o n regelmäßig Mitglieder des Partei-Vorstandes theilgenonimen haben. � Aus einem bei Antrick beschlagnahmten Schrifistück soll schließlich hervor- gehen, daß die Wahlvereiue einzelnen Vertrauenspersonen Geld- betrüge„zur Agitation" überwiesen haben. Auch das soll eine» Beweis für die Unterhaltung einer strafbare» Verbindung ab- geben. Die Anklage wegen Vergehens gegen das Vereiusgeseh ist nun gegen sämmlliche Mitglieder des Parteivorstandes, gegen die Vorsitzenden der Preß-, Agitations- und Lokalkommissio», gegen die Vorstände der sechs Wahlvereine und gegen sämmt- liche Vertrauenspersonen erhoben worden. Im ganzen zieren 47 Personen die Anklagebank, und zwar I. der Reichstags-Abgeordnete Ignatz Auer; 2. der Reichs- tags-Abgeordnete August Bebel; 3. der Reichstags- Abgeordnete Paul Singer; 4. der Parteisekretär Tischler Wilhelm Pfannkuch; 5. der Reichstags- Abgeordnete A l b i n G e r i s ch; 6. der Restaurateur Theodor Mehner; als Mitglieder deS Parteivorstandes. 7. Drechslergeselle Franz Hoch; 8. Buchdruckereibesitzer Karl D immick; 8. Glasermeister Karl Scholz als Vorstände der Preß-, Agitations- und Lokal- kommission. 19. Hausdiener A r thur Pohlitz; 11. Klempner Karl P e t e r m a n n, als Vorsitzender und Kassirer des Wahlvereins im 1. Wahlkreise; 12. Schneider August T ä t e r o w, 13. Bier- schänker F r i e d r i ch F e l g e n t r e ff, als Vertrauenspersonen im I.Wahlkreise: 14. Zigarrensabrikant Otto Älntrick, 15. Schuhmacher Ernst Lange, 16. Tischler Paul Griese. als Vorsitzender, Schriftführer und Kassirer im Wahlverein des 2. Wahlkreises; 17. Gastwirth Hermann Werner, 13. die Gürtlerfrau E m ni a S ch o l tz, 19. Tischler Wilhelm S ch l i ch t i n g, als Vertrauenspersonen im 2. Wahlkreise; 29. Gelbgießer O t t o K r ä k e r, 21. Arbeiter Oskar Mahle, 22. Töpfermeister Albert H a r n d t als Vorsitzender, Schrift- führer, Kassirer im Wahlverein des 3. Wahlkreises. 23. Tischler- geselle Wilhelm Georgi, 24. Tifchlergeselle Stephan Fritz als Vertrailenspersonen des 3. Wahlkreises. 25. Schank- wirth W i l he l m E r b e. 26. Tischlergeselle Adolf Runge, 27. Schankwirth O t t o Z a b e l als Vorsitzender, Schristführer und Kassirer im 4. Wahlkreise. 23. Schankwirth Heinrich B a u m g a r t e n, 29. Tischlergeselle Franz Thielke, 39. Strumpfwirker Robert Wengels, 31. Rohrleger Wilhelm G u r t s ch k e, 32. Schriftsetzer Franz Sckulze, 33. Schankwirth Hermann Bolze, 34. Näherin Ottilie Baader als Vertrauenspersonen im 4. Wahlkreise. 35. Zigarrenhäudler Robert Drescher, 36. Pantinenniacher Robert Richter als Vorsitzender und Kassirer des Wahl- Vereins im 5. Wahlkreise; 37. Maler P a u l H ü b n e r, 33. Schrifiseyer Karl T e u s e r t als Vertrauenspersonen im 5. Wahlkreise; 39. Schriftsetzer Eugen Ernst, 40. Zigarren- arbeiler Max Kiesel, 41. Arbeiter Emil Schumann. 42. Tischlergeselle Paul K r ö h n als Vorsitzender, früherer Vorsitzender, Schriftführer und Kassirer des Wahlvereins ini 6. Wahlkreise; 43. Schankwirth Johann P f a r r, 44. Schank- wirth Richard Aug» st i n, 45. Gerbergeselle Wilhelm Brink in an», 46. Barbier Karl Wilhelm H e l b i g. 47. Milchhändler Friedrich W a s ch o w s k y, als Vorstands- Personen im 6. Wahlkreise. Die beiden Frauen sind angeklagt, als Frauen einem politischen Verein als Mitglieder augehört zu haben. Historisches Interesse dürften die Vorstrafen einiger An- geklagten erwecken. So ist Abg. Auer 1873 wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung mit 39 Thalern eveut. 19 Tagen Gefängnis; bestraft worden; außerdem 1381 wegen Vergehens gegen das Sozialistengesetz mit 29 M. event zwei Tagen Haft, 1836 durch Urtheil des Landgerichts Freiberg wegen Theilnahme an einer geheimen Verbindung mit 9 Monaten Gefängniß. Bebel ist vorbestraft vom Bezirksgericht Leipzig wegen Verbreitung staatsgefährlicher Lehren mit 3 Wochen Gefängnlß. 2. Vom Schwurgericht Leipzig 1872 wegen Vorbereitung znm Hochverrath mit 2 Jahren Festung. 3. Vom Bezirksgericht Leipzig 1872 wegen Majestätsbeleidiguug mit 9 Monaten Gefängniß. 4. Vom Stadtgericht Berlin 1877 wegen Beleidigung des Reichskanzlers mit 6 Monaten Gefängniß. 5. Vom Landgericht Leipzig 1831 wegen Beleidigung des Bundesraths und Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen mit 2 Monaten Gefängniß. 6. Von dem- selben Gericht 1863 wegen Verächtlichmachung von Staats- einrichtuugen mit 4 Monaten Gefängniß. 7. Vom Landgericht Mannheim am 1. Juli 1386 wegen Vergehens gegen das badische Vereinsgesetz mit 15 M. Geldstrafe und 8. vom Landgericht Freiberg wegen Geheimbündelei mit 9 Monaten Gefängniß. Abg. Singer ist noch nicht bestraft, ebenso noch 21 der Mit- angeklagten. Tie übrigen sind sämmtlich wegen politischer Ver- gehen, Gewerbekontravention und groben Unfugs vorbestraft. Hauptzeugs wird der Kriminalkommissar Schöne sein, außerdem eine Anzahl Kriniinalschutzlenle. Den Vorsitz im Gerichtehofe führt Landgerichtsdirektor K a e l l e r, die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Drescher. Als Vertheidigcr fuugiren Justizrath August M u n ck e l und die Rechtsanwälte Wolfgang Heine und H e r z s e l d. Bemerkt sei noch, daß die angeklagten Reichstagsmitgliedcr auf ihr Recht, das Verfahren von der Genehmigung des Reichs- tags abhängig zu machen, verzichtet haben. Tie Verhandlung findet im großen Schwnrgerichtssaal statt. Tie Angeklagten werden außer auf der Anklagebank auf den Geschworenenbänken und auf Stühlen, die vor den Geschworenen- bänken stehen, placirt. Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Kaeller, eröffnet die Sitzung um DVt Uhr mit dem Aufruf der Angeklagten. Es sind säuimtliche 47 Angeklagte erschiene». Es werden die Zeugen aufgerufen. Nachdem sie auf die Be- deutung des Eides hingewiesen sind, werden sie für de» heutigen Verhandlungstag entlassen und auf morgen früh bestellt. Die Angeklagten werden zu den Personalien vernommen und bestätigen die Angaben der Anklage. Der Angeklagte Antrick berichtigt, daß er nicht unbestraft, sondern mit drei Tagen Haft wegen des Ausbringeus eines Hoch auf die revolutionäre Sozial- bemokratie vorbestraft sei.— Vors.: Wohl grober Unfug?— Antrick: Es ist wohl so bezeichnet worden. Vors.: Ich beabsichtige die Verhandlungen in folgender Weise zu leiten. Ich werde über die allgemeinen Gesichtspunkte den Abg. Auer befragen. Ich mache daraus aufmerksam, daß es sich hier lediglich um eine Ueberlretung des Vereinsgesetzes handelt und bitte die Angeklagten, alles politische zu vermeiden. Ich werde solches nicht dulden. Die übrigen Angeklaglen bitte ich, dem Verhör mit dem Angeklagten Auer genau zu folgen. Ich werde später jeden einzelnen nach seiner persön- lichen Thätigkeit fragen. Verlheidiger Jnstizrath Munckel: Ich mache darauf auf- uicrksam, daß nach dem Erüffnungsbeschluß der Tdatbestand des Z 8 des Vereinsgesetzcs nicht erfüllt ist. Der Z 8 verlangt die Feststellung des Handelns zu gemeinsamen Zwecken. Diese beiden Worte fehlen im Eröffnungsbeschluß, dieser handelt also von einem Vergehen, daß keines ist und ich bin der Meinung, daß wir nicht verhandeln. Staatsanwalt Schweiger: Ich gebe zu, daß die Worte„zu gemeinsamen Zwecken" fehlen. Ich halte das aber für so unwesentlich, daß deshalb nicht die ganze Verhandlung in Frage gestellt werden kann. Eventuell kann der Fehler ja durch einen Nachtrag wieder gut gemacht werden. Jnstizrath Munckel: Ich halte es für unzulässig, nach- träglich die Worte einzufügen, nachdem im ganzen Versahren mit keinem Wort die Rede davon gewesen ist. Außerdem halte ich die Feststellung, ob eine Handlung zu gemeinsamen Zwecken ge- schieht, für so wesentlich, baß ich das Eintreten in eine Ver- Handlung für unzulässig halte. Vors.: Haben die übrigen Herren Vertheidiger etwas an- zuführen? Nechlsamvalt Heine: Ich äußere mich zu dieser Sache nicht.— Rechtsanwalt Herzfeld: Ich schließe mich den Aus- führungen des Herrn Kollegen Munckel an. Vors.: Dann wird sich der Gerichtshof zur Berathung zurückziehen. Es ist uiizweifelhast, daß die Worte„zu gemeinsamen Zwecken" fehlen, dieser Mangel kann aber, wie das Reichsgericht wiederholt festgestellt hat, durch Ergänzung ausgeglichen werden. Wir haben die Ergänzung beschlossen und machen die Angeklagten aus den nunmehr veränderten rechtlichen Gesichtspunkt auf- merksam. Es fragt sich nur noch, od wegen dieser Veränderung eine Vertagung beantragt wird. Jnstizrath Munckel: Ich enthalte mich jedes Antrages auf Vertagung, mache aber darauf aufmerksam, daß eine Ver- änderung des rechtlichen Gesichtspunktes nicht stattfinden kann, wenn vorher gar kein rechtlicher Gesichtspunkt, keine strafbare Handlung vorlag. Vors.: Ich beginne also mit dem Verhöre. Die sechs Wahlvereine bilden hier die Grundlag« der Organisation?— Auer: Nein, die Grundlage bildet das Statut, das in Halle genehmigt worden ist. Hier in Berlin besteht in jedem Wahl- kreise je ein Wahlverein.— Vors.: Nun behauptet die Au- klage, es besteht neben der öffentlichen Organisation noch eine geheime. Geben Sie das zu.— Auer: Nein, das ist absolut falsch.— Vors.: Stehen an der Spitze der Wahlvereine Ver- trauensinänner?— Auer: Nein, im Gegentheil, sie haben mit der Führung der Geschäfte in den Vereinen absolut nichts zu thun.— Vors.: Wie steht es mit den Revisoren.— Auer: Sie sind keine dauernde Institution, sie werden gewählt zur Kassenkontrolle und üben diese von Zeit zu Zeil aus.— Vors.: Was halte die Agitation?- und Preß- kommission zu thun?— Auer: Die Agitationskommission hatte für die Ausbreitung sozialdemokratischer Ideen in der Provinz Brandenburg zu sorgen. Die Preßkommission hat eine gewisse Kontrolle über den„Vorwärts" auszuüben bezüglich der Ver- sammlungsberichte und der Inserate. Sie hatte über Beschwerden zu entscheiden. Die Lokalkommission hatte die Saalfrage zu regeln.— Vors.: Jeder Wahlverein hatte einen Vorstand?— Auer: Ja wohl, selbstverständlich.— Vors.: Wie regelle sich der Verkehr der Parteileitung mit den Wahlvereinen?— Auer: Die Wahlvereine standen in gar keiner Verbindung mit der Parteileitung. Wir verkehrten nur mit den Vertrauens» leuten, die unserer Anschauung nach mit den Wahlvereinen nichts zu thun haben.— Vors.: Wie steht es nun mit der geheimen Organisation?— Auer: Ich bestreite das Bestehen einer solchen. Hätte die Polizei auch nur geringe Anhaltspunkte für eine solche, so würden wir uns wohl hier nicht blos wegen eines Vergehens gegen das Vereinsgesetz zu verant- worten haben. Ich bitte beide Organisationen streng zu scheiden. die allgemeine Partei- Organisation, die sich auf das System der Vertraueusmäniier gründet, und die Organisation der Wahl- vereine. Der Vorsitzende verliest die Statuten der Wahlvereiue in den sechs Berliner Reichstags-Wahlkreisen. Vors.: Ist Ihnen etwas über die Aufbringung der Gelder in den Wahlvereinen bekannt?— Auer: Darüber geben die Statuten Auskuust. Ich bezahle meinen Beitrag, ich nehme an, daß auch die übrigen Mitglieder das thun. Es ist möglich, daß auch Feste arraugirt worden sind.— Vors.: Jedes Mitglied bekam ei» Mitgliedsbuch?— Auer: Jawohl, darin wurde der Monatsbeitrag gebucht.— Vors.: Wer sind die Vertrauens- Personen?— Auer: Die Vertrauenspersonen sind einzelne Per- sone», denen die Vertretung der Gesammtiiiteressen der Partei obliegt. Der Vorstand muß doch auch mit den einzelnen Partei- genossen verkehren dürfen. Die Parteileitung muß alio einzelne Vertrauensleute haben, um auf die Partei einzuwirken, da sie mit den Vereinen nicht in Verbindung treten darf. Die frei- sinnige Partei nennt diese Leute Korrespondenten, die deutschkonservative Partei ebenfalls Vertrauenspersonen. Ohne dieses System ist jeder politischen Partei die Thätigkeit unterbunden. Die Vertraueusmäniier sind ein Aushilssmiltel gegen das Vereinsgesetz.— Vors.: Die Anklage behauptet nun, die Vertrauenspersoneii sollten den Verkehr mit den Vereinen ermöglichen.— Auer: Mit den Vereinen suchte die Partei- leitung gar keine Verbindung, nur mit der Partei an sich. Ich mache darauf aufmerksam, daß die sechs Berliner Wahlvereine znsaminen nicht über 19 999 Mitglieder hatten, während die Partei an sich über 199 999 Mann verfügt.— Vors.: Die Anklage behauptet doch nun. die geheime Organisation bestände. um im Falle der Auflösung der öffentlichen Organisation die Geschäfte weiter zu führen.— Auer: Ja, das»st so eine Be- Häuptling in der Anklage, für die ich aber jeden Beweis vermisse. — Vors.: Die Anklage will de» Beweis für die geheime Organisation darin gefunden haben, daß sie verschiedentlich« Zusammenkünfte entdeckt hat.— Auer: Ich bestreite die Zu- samnieukünste nicht, es sind eben Zusammenkünfte«.ck hoc, um Dinge privater Natur zu besprechen, deren öffentliche Be- sprechung nicht angängig ist. Solche gelegentlichen Znsammen- künste kann doch keine Partei entbehren. Ich verweise aus die Vorgänge in der konservativen Partei, den Fall Hammerstein, den Fall Stockei; diese Dinge sind auch nicht in öffentlichen Versammlungen verhandelt worden. Das ist doch ganz natür- lich.— Vors.: Sie behaupten also, es waren nur gelegentlich« Besprechungen.— Auer: Jawohl.— Vors.: Was wissen Sie von denKorpore-Sitzungen?— Auer: Ich könnte sie ja bestreiten.ich gebe aber zu, in der Zeit des Sozialistengesetzes, wo öffentliche Ver- sammlungen unmöglich waren, nannte man die geheimen Zu- sammenkünste mit diesem wunderlichen Namen. Es ist möglich, daß jetzt, wo diese Zusammenkünfte ja erlaubt sind, der alte Name»och manchmal gebraucht wird.— Vors.: Die Ver- trauensleute sollen diesen Sitzungen vorgesessen haben.— Auer: Ich weiß das nicht, möchte aber bestreiten, daß es der Fall war. Bezüglich der geheimen Organisation möchte ich darauf hinweise», wie tböricht es wäre, eine geheime Organisation deshalb zu unter- halteff, um im Falle der Auflösung eines Vereins die Geschäste weiter zu sühreu, wo doch garnichts iin Wege steht, daß sich nach der Auslösung des einen Vereins sofort ein neuer Verein bildet. Ich meine, wir müßten dumme Kinder sein, wenn wir aus solchen Gründen den Apparat einer geheimen Organisation unterhalten sollten, der uns in die allerstärksten Kollisionen mit dem Gesetz bringen könnte.— Vors.: Die Vertrauenspersonen haben sich nun öfter geeinigt, so zur Abfassung einer Depesche. so zur Abhaltung von Arbeitslosen-Versammlungen.— Auer: Gewiß haben solche gemeinsamen Besprechungen stattgehabt. Wen» man aus solchen gelegentliche» Zusammenkünften bestimmter Personen gleich einen Verein konstruiren will, so sind wir ohn- mächtig.— Vors.: Es handelt sich nicht um vereinzelte solche Besprechungen, sondern um häufige Zusammenkünfte.— Auer: Ja, die Partei besteht eben und da findet sich oft Stoff und Gelegenheit zu solch gemeinsamen Besprechungen. Der Vorsitzende verliest das sogenannte geheime Zirkular, das den Vertrauenspersonen Anweisungen ertheilt, damit sie keine Verstöße gegen das Vereinsgesetz begehen. Angeklagter Auer be- kennt sich� als Verfasser des Zirkulars; ich bin überrascht zu hören, daß der Inhalt so ausgelegt wird, als wollten wir auf diese Weise nur das Gesetz umgehen. Nein, um das Gesetz zu rcspekliren, um die Verbindung mit den Vereinen zu vermeiden. haben wir die Vertrauensmänner eingerichtet und die Anweisung an dieselben erlassen. Ich verweise aus das Organisationsstatnt der freisinnigen Volkspartei und der deutschkoilservativen Partei, sie enthalten gleiche oder ähnliche Bestimmungen.(Angekl. verliest die betreffende Stelle.)— Vors.: Jawohl, es entstände hier aller« dings die Frage, ob nicht auch diese Stellen anders aufzufassen sind und ob nicht die anderen Parteien sich auch strafbar gemacht haben. Das iuleressirt uns aber nicht. Hier haben wir es mir mit Ihrer Partei zu thlin.— Auer: Jawohl. Ich wollte Ihnen nur zeigen, daß keine politische Partei, will sie sich nicht lahmlegen lassen, solche Bestimmungen in der Organisation enl« behren kann. Es tritt eine kleine Pause ein. Vors.: Die Anklage hält nun alle die schon bezeichneten Vereine für politische. Was ist Ihre Ansicht? Halten Sie die Wahlvereine für politische?— Auer: Jawohl, sie wollen ja Politik treiben.— Vors.: Wie steht's mit der Preßkonimission?— A u e r: Die Preßkonimission hat sich jeden» falls nicht für einen politischen Verein gehalten; ich halte sie auch nicht dafür. Sie hatte sich auch nicht um den politischen Theil des„Vorwärts" zu bekünunern. Ebenso halte ich die Agitatioiiskoiiiiuissio» nicht für«inen politischen Verein im Sinne des Gesetzes.— Vor s.: Nun aber die Parteileitung. Sie hat sich selbst als politischen Verein gehalten und ist deshalb einer Verbindung mit den Vereinen aus dem Wege gegangen und bat die Vertranensmänner iustallirt.— Auer: Wir geben nicht zu. daß die Parteileitung ein Verein ist. aber wir sagten uns, bei der bestehenden Judikatur ist es nicht ausgeschlossen, daß wir als Verein augesehen werden. Wir können nicht zugeben, daß ein kkollegium von 5 Männern schon einen Verein bildet, aber wir haben schon die wunderbarsten Anklagen und auch Erkenntnisse erlebt, daß wir uns sagten, Vorsicht ist hier sehr geboten. Vors.: Sie betrachteten den Passus im Zirkular nur als Vor- sichtsmaßregel?— Auer: Jawohl.— Vors.: Nun, balle» Sie die Verlrauensuiänner für einen Verein?— Auer: Nein. Sie »lögen öfters zusammengekommen sein, aber«inen Verein haben Sie nicht gebildet.— Vors.: Sie haben in dem Zirkular die Vertrauenspersonen vor dem Verkehr miteinander gewarnt?— Auer: Sie sehen eben, wie ernst es uns mit dem Zirkular war» ift. 1 Geld aus Wahlvereinen dabei war? Arbeitervereins M " Nach der Pause beginnt die Vernehmung Bebel's. Bors.: Nahrungsmittel entfielen. 3 will uns scheinen, daß es für eine alle Klippen zu vermeiden. Die Vertrauenspersoneu tennen was Wunder, Sie sind Borfizender des Parteivorstandes?- Bebel: Jawohl. Veranstaltung, die lediglich der Ernährung dienen soll, etwas fich aber nun im Laufe der Jahre alle, baß fie einmal zusammenkommen. Borsigender:- Vors: Woher kommt die Bezeichnung Vorstand, bedeutete viel ist, wenn mehr als zwei Drittel der Ausgaben auf anderes, Sie fennen die Thatsache der nach Paris geschickten sie eine besondere Art der Organisation? Nein, der Name als Nahrungsmittel, verwendet werden, zumal eine große Depesche? Auer: Jawohl, aus den Zeitungen. Ich halte bat sich so im Sprachgebrauch herausgebildet, er war nur ein Anzahl Personen ihre Thätigkeit dort unentgeltlich ausüben. diese Thatsache aber nicht für geeignet, deshalb auf einen Verein Theil der Parteileitung. Vorf.: Haben Sie Geld von Ver- Doch die Versammelten nahmen daran keinen Anstoß; sie Bebel: Ich war bis vor hatten über wichtigere Dinge zu sprechen. So betonte ein anwesender zu schließen. Vors.: Für sich allein gewiß nicht, aber die einen in Empfang genommen? vielen Besprechungen. Auer: Es sind das alles Zusammen 2 Jahren Kassirer und bestreite ganz entschieden, jemals Gelder Prediger, daß die Ernährung bei der ganzen Veranstaltung nicht tünfte aus dem Augenblick heraus geboren. Die Absendung der von Vereinen in Empfang genommen zu haben. Die Gelder das wesentlichste sei, sondern man müsse vor allem auch eine Depesche war eine Demonstration und die Vertrauensleute stammen von den Vertrauensleuten. Ich habe mehrfach von erziehliche Wirkung auf das Volt, das gespeist werde, ausüben. glaubten damit der Ansicht der Berliner Parteigenossen Aus- unpolitischen Gesangvereinen Gelder genommen, nie aber von Als hauptsächlichstes Mittel dazu empfahl er das Gebet. Wir druck zu geben. politischen. Vors.: Sie haben an den Sigungen der Preßschlagen vor, gemeinsame Morgenandachten zu veranstalten, und Bors.: Das wären so die allgemeinen Gesichtspunkte. tommission theil genommen. Haben Sie das als Vorstands nur denjenigen ein Mittagsessen zu verabreichen, welche sich über Auer: Ich möchte noch darauf aufmerksam machen, mitglied gethan. darauf aufmerksam machen, mitglied gethan. Bebel: Ich nehme teinen Anstand zu er ihre Theilnahme daran ausweisen. Sollte dies an dem heidnischen daß die Anklage nicht streng streng die Organisationen der klären, daß ich in meiner Eigenschaft als Vorstand an den Sinn der Bevölkerung scheitern, so könnte man den frommen Der Kindern ja Ermäßigungen im Preise gewähren. Wahlvereine und Wahlkreise auseinandergehalten hat. Sie Sigungen der Preßkommission theilgenommen habe. hatte die Oberkontrolle über das Partei- Organ, spricht von Geldern aus den einzelnen Vereinen und führt Vorstand Die ,, Volkseruährung", die Herr Abraham auf der Ge. zum Beweise dafür die Beiträge an, die von den Wahlkreifen ich mußte mich also dafür intereffiren, was die Preßkommission werbe- Ausstellung mit vielem Geschrei placirt hat, ist Gegenstand durch die Vertrauenspersonen an die Parteileitung abgeliefert beschloß. Es ist mir aber nicht im Traume eingefallen, die eines erbitterten Kampfes geworden. An das Unternehmen hatte worden sind. Borf.: Darauf tommen wir noch später. Hat Preßtommission als einen Verein anzusehen. Borf.: Sie fich bekanntlich eine vegetarische Küche angeschlossen, die unter einer der Angeklagten gegen die Darstellung des Abgeordneten waren auch bei Vertrauensmänner- Sitzungen zugegen? Bebe I: Aufsicht berühmter Vegetarier angeblich gut zeusfirt haben soll. Auer Einwendungen zu erheben?( E8 meldet sich niemand.) Jawohl. Es waren das ad hoc zusammenberufene Zuſammen. Am Sonntag ist diese Küche urplötzlich von Herrn Abraham geIch will dann also die Angeklagten einzeln vernehmen.-- och fünfte, in denen bestimmte Fragen, z. B. die Maifeier verhandelt schlossen worden, und zwar, wie es in dem" Vegetarischen Vorbestreitet, Obmann der Preskommission gewesen zu sein und giebt wurden. Ich habe auch nie die Vertrauensmänner für einen wärts" erbittert heißt, weil Herrn Abraham die Kontrolle zu Staatsanwalt: Es ist nun festgestellt, nur zu, daß er Mitglied sei, ebenso bestreiten Dimmick und Verein gehalten. äftig war; sie, die Vegetarier, hätten mehrfach die für ihre Scholz, Obmänner der Agitationstommission und der Lokal: daß die Wahlvereine wiederholt den Vertrauenspersonen Geld Küche gelieferten Robprodukte allerminderwerthigster Art bean. tommission gewesen zu sein.-Fr. Baader giebt an, sie sei zur Agitation überwiesen haben. Haben Sie sich denn niemals standet. Außerdem wird Herrn Abraham der wohl mit einigen nur Vertrauensperson für die Frauen gewesen, ihre Thätigkeit sei darum gekümmert, ob bei dem Geld was Sie erhielten, 3weifeln aufzunehmende Ausspruch nachgesagt, daß die carnivorische mit derjenigen der Männer nicht zusammengefallen. Bebel: Herr Abtheilung seines Geschäftsunternehmens eine Sauwirthschaft sei. Bors.: Ich beginne mit den Einzelheiten wieder Staatsanwalt, mir ist nie direkt oder indirekt mitgetheilt Die Vegetarier wollen nunmehr ein selbständiges Unternehmen beim Angeklagten Auer. Sie sind als Schriftführer gewählt worden, daß Geld aus den Wahlvereinen dabei sei. auf der Ausstellung gründen. worden? Auer: Ich bekleide diesen Posten seit 1890. Ich habe mich nicht darum gekümmert. Je mehr es war, desto Der Achtuhr- Ladeuschluß beschäftigte am Mittwoch eine Vors: Da die Kontrolleure über ganz Deutschland verstreut lieber war es uns.( Heiterkeit im Zuhörerraum.) Der Vorfind, so hat sich hier ein besonderer Parteivorstand gebildet. fißende ersucht um Ruhe und droht mit der Stäumung des öffentliche Versammlung der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur". Das einleitende Referat hielt Auer: Nein, er hat sich hier nicht gebildet, er ist als solcher Saales. schon gewählt worden. Vorf.: Die Anklage behauptet, Es folgt die Vernehmung des Angeklagten Singer, der Rechtsanwalt Bieber, der den Achtuhr- Schluß aus ethischen es habe sich aus der Parteileitung ein besonderer Parteivorstand sich in bezug auf die Organisation des Vorstandes ganz den Aus- Gründen forderte, das Korreferat Kommerzienrath Lissauer, gebildet, der mit der Parteileitung nicht ganz identisch führungen Bebel's anschließt. Er wiederholt noch einmal, daß der diese Forderung aus denselben Gründen verwarf. Herr Auer: Nein, das ist nicht richtig. Ich bin in Breslau die Angabe der Anklage, Vogtherr sei im Konkurs gewesen, Bieber dachte dabei an das Wohl der Gehilfen, Herr Lissauerschon als Schriftführer gewählt worden, wir fünf haben unsere falsch ist. Vogtherr hat für die Summe, die nicht 9000 m., er ist Vorsitzender des Vereins Berliner Kaufleute und Aemter schon vom Parteitag erhalten. Die Parteileitung fondern 4500 M. beträgt, Bürgschaft geleistet, die Summe Industrieller"-- an das Wohl der Geschäftsinhaber. Nebenbei Wors.: Sie hat Herr Lissauer auch ein warmes Herz für die Angestellten". besteht aus 12 Personen und wir fünf hatten die Geschäfte der auch selbst als Schuld anerkannt. Er rief freilich mit diesem Geständniß bei den als Gäste an Barteileitung zu führen. Vors: Sie haben regelmäßig waren auch bei Vertrauensmänner Sizungen zugegen? Sigungen abgehalten und der Kassirer hat Gelder in Empfang Singer: Jawohl. Ich kam als Vertreter eines Berliner wesenden Handlungsgehilfen stürmische Heiterkeit hervor. In und als Mitglied der Stadt- der Diskussion, die von dem Vorsitzenden der Achtuhr- Schlußs genommen. Aner: Jawohl. Wors.: Woher stammten Wahlkreises im Reichstage diese Gelder? Auer: Bon den Vertrauenspersonen, auch verordneten- Versammlung naturgemäß sehr oft in die Lage, mit Liga Herrn B. Heymann eröffnet wurde, sprachen die meisten von einzelnen Parteigenossen. Vors.: Haben Sie auch den Berliner Genossen zu verkehren. So habe ich auch einmal Redner für die Forderung. Gelder von Vereinen vereinnahmt? Auer: Nein, von Ver- nach einer Stadtverordnetensizung eine Anzahl Parteigenossen in Von Grieben's Reisebüchern sind in neuer Auflage so. einen niemals in der offiziellen Uebersicht des Partei- männer zugegen gewesen sein Bors.: Was sind das für Gelder aus den Rathskeller gebeten es mögen auch einige Bertrauens eben zwei Bände erschienen, welche Berlin und die Ges die um über die bevorstehende Agita- werbe Ausstellung behandeln. Letztere ist in der großen vorstandes stehen? Auer: Das sind Gelder, die von Ver- tion für die Stadtverordneten- Wahlen zu sprechen. Vors.: Ausgabe( Preis 2 M.) auf 64 Seiten Text beschrieben; auf etwa trauenspersonen eingegangen sind, mit den Wahlvereinen haben Bei Ihnen ist ein Brief des 150 Seiten Text findet sich in dem von Goldschmidt's Verlag diese Gelber nichts zu thun.- Staatsanwalt: Bestehen Furtwangen gefunden, auf den Sie die Randbemerkung ge- herausgegebenen Buche eine recht graziöse Darstellung der hauptdenn auch im Reich überall Vertrauenspersonen?- Auer: Jawohl, schrieben haben, der neuen Barteileitung überwiesen.- Singer: fächlichsten Sehenswürdigkeiten der Reichshauptstadt. Enta darauf beruht ja unsere Organisation.-- Vors.: Sind die Gelder, die Der Brief enthält ein Gesuch um einen Vertreter zur Agitation sprechend kürzer wird Berlin und die Ausstellung in der zum ausgezahlt worden sind, immer zu bestimmten Zwecken gegeben nach Furtwangen und war an den Breslauer Parteitag gerichtet, Breise von 1 Wt. erschienenen Miniaturausgabe behandelt. Beide worden oder nur zur allgemeinen Agitation? Auer: Ge- dessen Vorsitzender ich war. Ich bekam den Brief und habe Ausgaben sind mit übersichtlichen Haupt- und Spezialplänen Der Vermerk darauf gesetzt. wöhnlich zur Agitation. Ich erinnere mich aber auch eines be- den Sache ist eine ausgestattet. ftimmten Falles, wo die betreffenden Gelder zu einem bestimmten Folge gegeben worden, weil wir nicht mit Vereinen verkehren Zwecke gegeben wurden?- Bors.: Ist dieses Geld auch an den wollten. Ich meine, ich bin doch nur verantwortlich für das, Vertrauensmann gezahlt worden. Angeklagter Gerisch: was ich thue, nicht für das, was andere an mich schreiben. Das Geld ist an den Vertrauensmann Frizz gezahlt worden. Vorf.: Wie steht es mit den Sitzungen, wo über den Bier Angeklagter Singer: Ich komme einem Ansuchen dieses Herrn boyt ott berathschlagt wurde? Singer: Ich war Leiter nach, wenn ich hier erkläre, daß die Angabe der Anklageschrift, des Bierboykotts und mußte natürlich an den Sigungen theildaß der Herr in Konkurs gerathen sei, falsch ist. Vorf.: nehmen. Daß in einer solchen Sigung auch von der Gustav ist soeben erschienen. Die Ausgabe in sechs Farben kostet 2 M., Der Name des Herrn ist ja noch gar nicht genannt Adolf Broschüre die Rede war, ist mir absolut nicht erinnerlich. die in fünf Farben 1,50 M. Der Plan enthält ein Verzeichniß worden. Staatsanwalt: Ich habe aus Delikatesse Es kann nur so gekommen sein, daß der auch anwesende Chef der der Straßen und Sehenswürdigkeiten. für den Herrn den Namen nicht nicht genannt, nachdem Buchhandlung eine Mittheilung über die Broschüre nach Er= aber der Angeklagte Singer der Anklage den Vorwurf ledigung der Boykottfrage gemacht hat. macht, muß ich sagen, es handelt sich um den Reichstags Ab Angeklagter Pfanntach schließt sich den Angaben der geordneten Vogt herr, der in Vermögensschwierigkeiten war vorhervernommenen Angeklagten an. Er giebt zu, öfters verund dem 9000 M. gegeben worden sind, damit er nicht gezwungen tretungsweise Gelder für den Kassirer angenommen zu haben und war, offiziellen Konturs anzumelden. Quittungen daüber ausgestellt zu haben. Bors.: Geben Sie die Zahlung des Geldes an die Agrar- Angefl. Gerisch bestreitet ganz entschieden, auch nur einen Tommission zu? Jawohl.- Bors.: Wird die Pfennig Gelbes von den 2abah Die geleer in der Agrarkommission als Verein betrachtet, so wäre doch hier das Empfang genommmen zu haben. Die Gelder in der Uebersicht 13 Quer: Inverbindungtreten festgestellt. Auer: Ich bestreite den Ver- der Einnahmen aus den einzelnen Kreisen seien von den Ver. einscharakter ganz entschieden. Sollten wir mit der Agrar trauenspersonen der betreffenden Kreise gezahlt worden. Ich tommission, einer für die Bearbeitung einer bestimmten muß gegen die Behauptung der Anklagefchrift protestiren, in der Höhe wohl eine Verständigung zu erzielen sei, an die Stadt abFrage eingesetzten Kommission nicht verhandeln dürfen, es heißt:" Daß der Angeklagte Gerisch gewußt habe, daß das zulassen sei. Uebrigens sei für die Bebauung des Gartens von der dann möchte ich sehen, wie über: Geld von den Wahlvereinen herrührte." Das ist unwahr und Ministerial- Bauverwaltung bereits ein Plan ausgearbeitet worden. haupt eine Partei teiten soll.- Bors.: Hat wird durch die beschlagnahmten Kassenbücher widerlegt. Ich Bei dieser Gelegenheit machte Herr Miquel noch die für das der Vorstand an Sihungen der Preßkommission theil- bitte den Herrn Vorsitzenden, diese Kaffenbücher durchzusehen, er früppelhafte Ding, das sich Berliner Bürgerstolz nennt, wenig genommen? Auer: In corpore nicht, obwohl ich auch darin wird darin nichts finden, was die Behauptung der Anklage stüßt. schmeichelhafte Bemerkung, daß Berlin das, was es sei, lediglich nichts Strafbares gefunden hätte. Aber ich war oft bei Sigungen aus Vors.( die Bücher einsehend): Ich muß erklären, daß auch ich dem Hofe und der Errichtung des Deutschen Reiches verdante. persönlichem Interesse als Parteigenosse, der auch der Redaktion nichts für den Angeklagten Gerisch nach dieser Richtung hin des Vorwärts" nahe steht, zugegen. Belastendes in den Büchern finden kann. Haben Sie geheimen sogenannten Korpore Versammlungen theilEs werden mehrere an den Parteivorstand zu Händen an Auer's gerichtete Briefe verlesen, aus denen die Staatsanwalt genommen? Gerisch: Ich habe an viel Versammlungen schaft die Verbindung des Vorstandes mit Bereinen beweisen theilgenommen, nie aber den Eindruck der Heimlich will. Es handelt sich um Briefe geschäftlicher Natur. Auer er- feit gehabt. Bors.: Es sind zwei Beugen da, tlärt: Ich bin doch nur verantwortlich für das was ich thue, die Sie beobachtet haben. nicht für das, was mir andere an den Hals schreiben. fammlung theilgenommen Würden alle Briefe tonfiszirt, so würde sich fein im politischen Wahlvereins Vorsitzende Leben stehender Mann vor den Schlingen und Fängen genommen haben. des§8 im Vereinsgesetz retten können. Es handelt sich um geschäftliche Briefe der Hamburger Buchdruckerei und Verlagsanstalt, deren Inhaber die Abgg. Auer, Bebel, Singer und Förster Hamburg sind. Der Ausdruck Parteivorstand sei gewählt, weil die Inhaber mit dem Parteivorstand identisch sind. Angeklagter Bebel schließt sich diesen Ausführungen an und konstatirt, daß der Parteivorstand an sich mit der ganzen Sache nichts zu thun gehabt hat. Vorsigender und Staatsanwalt erklären nach diesen Bekundungen die Sache für aufgeklärt. -1 man V 1 & F Das Berliner Verkehrslexikon ist soeben im Verlage von Max Schildberger erschienen und enthält außer dem Adressen. verzeichniß und den Fahrplänen einen knappen, aber recht ins struktiven Führer durch die Gewerbe- Ausstellung. Kießling's großer Verkehrsplan von Berlin mit Vororten Eine Ausstellung, welche alle Gebiete des Jmpfwefens umfaßt, ist gelegentlich des 100. Geburtstages von Jenner, dem Entdecker der Schutzpockenimpfung, im Medizinischen Waarens Die Ausstellung bause, Friedrichstr. 108, veranstaltet worden. ist werktäglich von 10-7 Uhr bis zum 31. Mai geöffnet. Mit dem Finanzminister Miquel tonferirte am Mittwoch gint ground bus ausschusses, be fich aur Grhaltung tit Botanischen Gartens als öffentliche Schmuckanlage tonftituirt hat. Herr Miquel blieb bei seiner Ansicht, daß der Botanische Garten nur gegen eine angemessene Entschädigung", über deren Ein Boykott ist, wie ein Berichterstatter zu melden weiß, Händlerinnen in der Markthalle am Andreasplak verhängt worden, von zahlreichen Hausfrauen über diejenigen Händler und die ihre Kundschaft in gar zu grobem Ton behandelt haben. Der Boykott soll mit solchem Erfolg durchgeführt sein, daß der umgangston in der Markthalle bedeutend gesitteter geworden ist. Sie sollen an einer Ver an haben, der fämmtliche Mit Nücksicht auf den großen Fremdenverkehr will der und Vertrauenspersonen theil Magistrat in den besuchtesten Straßen die hölzernen Brunnen. Gerisch: Ich kann mich nicht gehäuse durch eiserne ersetzen lassen. Der Magistrat sei darauf erinnern. Der Angeklagte Wengels giebt Auskunft aufmerksam gemacht, daß die Bewohner der abgelegenen Straßen dahin, daß er und andere Parteigenossen zu einer Besprechung gleichfalls nicht ganz frei von ästhetischem Empfinden sind und eingeladen worden seien. Einige Genossen, die die Partei wohl ebenfalls die häßlichen hölzernen Brunnen durch eiserne reorganisation wollten, hatten diese Einladung bewirkt. Als wir ersetzt wünschen. zusammengekommen, habe ich es abgelehnt in irgend eine Der Adressbuch Kampf zwischen den Firmen August Verhandlung einzutreten, die auch nicht stattgefunden hat. Scherl und W. u. 6. Löwenthal ist nunmehr dadurch beendet Gerisch sei nicht anwesend gewesen. Angefl. Meiner hat eine Einladung zu einer Sigung der worden, daß lettere Firma sich nach einer Vereinbarung mit Vertrauensmänner und des Parteivorstandes erhalten, die bei Herrn Scherl entschloffen hat, das in ihrem Verlage erscheinende ihm beschlagnahmt worden ist. Der Angeklagte giebt an, daß alte Adreßbuch eingehen zu lassen. Herr Scherl theilt uns ferner Der Staatsanwalt überreicht noch mehrere Briefe. Gin die Einladung von einer Privatperson, Herrn Vogtherr, ergangen mit, daß der umfangreiche, auch sämmtliche April- Umzüge enthaltene Nachtrag im Laufe der nächsten Woche erscheinen uno Es handelte sich um die Brief rührt von dem Vorstand eines Vereins her und sein In- sei, nicht von einem Vertrauensmann. allen Käufern des Scherl'schen Adreßbuches gratis verabfolgt halt bezieht sich auf den Versand von Druckschriften. Auer: beregte Angelegenheit Wogtherr. Ich kann weder bestreiten noch zugeben, daß dieser Brief bei mir werden wird. Der Vorbestellpreis des Scherl'schen Aldreßbuches, Der Vorsitzende vertagt hierauf um 3/4 Uhr die Sigung auf welches also fortan das einzige Adreßbuch für Berlin sein wird, befchlagnahmt worden ist. Dem Inhalte nach ist er nicht bei Sonnabend früh 9 ühr. mir gefunden worden, denn ich habe mit der Druckschriften- Der Verhandlung wohnten auf der einen Gallerie der Ober- bleibt nach wie vo: 6 M. vertheilung nichts zu thun. Im übrigen muß ich sagen, es fann Staatsanwalt Drescher, Landgerichtsdirektor Rieck und doch vorkommen, daß einmal ein Verein an mich schreibt. Wenn viele Richter bei, in der anderen Loge fah man viele mir aus jedem solchen Briefe ein Strick gedreht werden Damen von Justiz beamten, die wohl gekommen waren, sollte, so geht das doch nicht an. Es kommt doch darauf um die Abgg. Bebel, Singer und Auer auf der Auflagebank zu an, was ich thue, nicht was andere mit mir thuen. fehen! Der Zuhörerraum war von Beginn bis Ende der Ber To Der Borsigende hält dem Angeklagten die Abhaltung handlung ebenfalls dicht gefüllt. mehrerer Sigungen in dem Expeditionslokal des Vorwärts", Beuthstraße, vor, an denen er theilgenommen habe, bei denen es sich um den Bierboykott handelte. Auer giebt Achtung, Schöneberg! Zur weiteren Flugblattverbreitung die Anwesenheit au, bestreitet aber als Mitglied des Parteivorstandes zugegen gewesen zu sein.- Borf.: Es soll in der betreffs Beitungsspedition mögen sich die Genossen Sonntag früh einen Sigung über die Gustav Adolf Broschüre, in 7 Uhr zahlreich einfinden bei Obst, Klauke, Klein, einer anderen über Arbeitslosen Bersammlung ver- Binger, Hoffmann u. Fröhlich. Bestellungen auf den handelt worden sein.- Auer: Verhandelt ist wohl ein Borwärts" und das„ Boltsblatt" sind bei diesen sowie beim falscher Ausdruck. Immerhin mag die polizeiliche Ber- Parteifpediteur 28 i 1 h. Bäumler, Belzigerstr. 59, G. IV. trauensperson manches er horcht haben. Es ist sehr leicht anzubringen. Der Vertrauensmann. möglich, daß der Leiter der Buchhandlung, als er die Partei- Das Lokal zum Waldkater am Tegeler Weg ist von der genoffen aus ganz Berlin sah, gesagt hat: Kinder, nächsten Tag Lokalliste zu streichen. erscheint die Gustav- Adolf- Broschüre, forgt für gute Verbreitung", Auf die in Charlottenburg, Augsburgerstr. 78 bei und daß man in einer anderen Sigung von der bevorstehenden Bredlow, am Sonntag Nachmittag 6 Uhr stattfindende BoltsArbeitslosen- Bersammlung gesprochen hat. versammlung, in der Frau Mesch referiren wird, sei hiermit be fonders hingewiesen. " Der Vorsitzende will eine kleine Pause eintreten laffen. Angett. Singer bittet den Vorsitzenden, die Verhandlung um 8 Uhr zu vertagen, da die Abgeordneten zu einer wichtigen namentlichen Abstimmung nach dem Reichstag müßten. Der Vorsigende bittet, bis um 4 Uhr dazubleiben, zu welcher Stunde er die Bertagung eintreten laffen wolle. Aida Pause. Tokales. Ein Werk christlicher Nächstenliebe, dem sich der Arnens fommissions- Vorsteher und Restaurateur Bode in der Bremer straße gegenwärtig hingiebt, bildet in Moabit den Stoff zu aller. hand Kommentaren. Am 23. November vorigen Jahres sind die Schuhleute August Budahn and Johann Doming wegen einer unerhörten Mißhandlung, die sie am Abend des 2. September an einer wehrlofen Frau und einem rubigen Bürger verübt haben, zu sieben resp. vier Monaten Gefängniß verurtheils worden, nachdem ihr abgefeimter Versuch, die Mißhandelten durch eine Denunziation wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu Fall zu bringen, mißglückt war. Diese Strafe ist bereits rechtskräftig geworden, doch haben bie beiden Vers urtheilten ihre Saft noch nicht angetreten. Daß ihnen die Strafe überhaupt im Wege der Gnade erlassen werde, darum bemüht sich jetzt mit außerordentlich lebhaftem Eifer der genannte Restaurateur, indem er bei den Hausbesitzern und Geschäftsleuten der Gegend Trepp auf und Trepp ab läuft, damit dem Gnadengefuch durch deren Unterschrift eine besondere Befräftigung zu theil werde. Der Gute stößt aber in seinem Bes mühen bet denen, die die Säbelaffäre des 2. September noch lebhaft im Gedächtniß haben, auf einen wenig mißverständlichen Widerstand. Mehrere Verkehrsstörungen find am Himmelfahrtstage In Angelegenheiten der Volksküchen des Herrn auf den eletrischen Bahnen vorgekommen. Gegen 12 Uhr mittags Abraham fand kürzlich eine Zusammenkunft verschiedener sich brach auf der Linie Zoologischer Garten- Gewerbe- Ausstellung dafür interessfirender Herren und Damen im Hotel zu den Vier die Buführungsstange eines Wagens und verursachte derartige Jahreszeiten statt. Bei der Rechnungslegung stellte es sich heraus, Störungen in der Leitung, daß der Verkehr eine Stunde Lang daß 87 000 m. verausgabt waren, von denen nur 12 000 auf stockte. Am Rottbuser Thor versagte auf der Strecke, die von : = den Linien Boologischer Garten- Gewerbe- Ausstellung und lieben Nebenmenschen in legalster Form ökonomisch um Die Maurer tagten am Mittwoch in einer gutbesuchten Dönhoffplatz- Gewerbe- Ausstellung gemeinschaftlich benutzt wird, bringen kann, wenn fite nur weniger fapitalfräftig öffentlichen Versammlung im Rolberger Salon, um sich über die um dieselbe Zeit der Strom, so daß schließlich auf jeder Seite find als Im einzelnen waren die Bilder, wenn Mittel und Wege zu verständigen, wie die neunstündige Arbeits sechs Wagen hielten. Wiederholte Versuche, weiter zu tommen, auch in grober Holzschnittmanier, so doch mit trefflicher Beob: zeit allgemein in den Geschäften, welche noch 10 Stunden Der Vertrauenss scheiterten, bis nach einer Viertelstunde der Strom start genug war. achtungsgabe gezeichnet. Ein entsprechender Theil des Erfolges arbeiten lassen, durchgeführt werden könne. Ueber zweihundert russisch- polnische Auswanderer gebührt auch der Darstellung, in welcher die Damen Schmidt und mann Kater hielt das einleitende Referat, in welchem er zunächst paffirten gestern Nachmittag Berlin. Es waren durchweg nur Arco und die Herren Schmitt, Bruck, Edmund und Hagmann die in den legten Tagen vorgekommenen Arbeitseinstellungen ers vor anderen treffliches leisteten. örterte. Eine derartige Taftit, wie die Einstellung junge Leute beiderlei Geschlechts, in der Mehrzahl Juden, zum auf dem Bau in der Rantestraße müsse unterbleiben, da fleineren Theile Christen. Sie waren sämmtlich für ein großes Kleine Theaterchronik. Die Eröffnungsvorstellung im dies nur eine Schädigung der Interessen der organisirten Maurer industrielles Unternehmen in der Nähe von New York ver- Olympia- Theater ist auf Dienstag, den 19. Mai verschoben im Gefolge habe. Der Kleinkrieg, die Bausperren müßten jetzt schrieben. worden. Im Schiller Theater kommt heute, Sonnabend, Durch die elektrische Straßenbahn in Spandau ist am Ohne Geläut" zur letztmaligen Wiederholung. Die Erstauffüh: mit Energie aber auch mit Umsicht und nach genauer Prüfung Mittwoch der Bureauaffiftent Köppen vom Feuerwerkslaboratorium rung von Viel Lärm um Nichts" mit Frau Klara Meyer als der Verhältnisse weiter geführt werden. Es sei nicht erforderlich, fo unglücklich überfahren worden, daß der Tod bald eintrat. Bast in der Rolle der Beatrice ist nunmehr auf Donnerstag, den meint der Referent, wegen jedes Streikbrechers 40-50 Maurer ausständig werden zu lassen, welche dann womöglich durch Dem Wagenführer soll keine Schuld treffen. Indifferente ersetzt werden. Darum sei es nothwendig, die Kommission vor jeder Arbeitseinstellung zu informiren, um im gegenseitigen Einverständniß zu handeln. In der Debatte, an welcher sich hauptsächlich Vorpahl, Legeler, Beyersdorff. Schigolsty und Silberschmidt betheiligen, wird die einzuschlagende Taktik in der Bewegung zur Durchführung des Neunstundentages " 21. b. M. festgesetzt. Die Polizeizenfur. In Melle bei Osnabrück verbot der Bürgermeister die Aufführung des Stückes„ Bismarckspende", welches die Zahlstelle des Metallarbeiter Verbandes dort zur Aufführung bringen wollte. regelmäßige Publikationen in der gesammten Arbeiterpresse herabKleine Mittheilungen von der Ausstellung. Stwa 45 000 zahlende Besucher hat die Ausstellung am Himmelfahrtstag ge zählt. Die Stufenbahn wird am Sonntag ihren Betrieb auf nehmen. Die elektrischen Boote haben am Donnerstag den Verkehr auf den beiden Seen begonnen. Kairo giebt Die ,, vereinigten deutschen sozialistischen Schulen von einer gründlichen Besprechung unterzogen. Besonders betont voll jetzt an auch Dauerkarten aus und zwar zum New- York" haben an Schriftsteller und Pädagogen, welche mit wird, daß die Kommission dafür sorgen solle, den Zuzug durch Preise von 15 Mark für Erwachsene und 8 Mart der religionslosen Schule sympathisiren, einen Aufruf gerichtet, für Kinder. In den letzten Tagen sind wieder fünf Personen in welchem sie um Beiträge( Fabeln, Parabeln, Gedichte und an den Kontrollstellen der Gewerbe- Ausstellung abgefaßt worden, furze Lesestücke, die in freiheitlichem und sozialistischem Sinne gewelche sich im Besitz geliehener Karten befanden; außerdem halten sind) bitten, welche in einem einfachen Lesebuch Aufnahme wurden zwei Personen angehalten, die im Besitz von Dauerkarten finden sollen. Zuschristen sind zu richten an den Sekretär der von Kairo waren und auf grund dieser, die einer bestimmten genannten Vereinigung, Otto Paeprer, 441 East 81 Str. New Art von Ausstellungskarten ähnlich sehen, sich Eintritt zu ver- York City. Die Vereinigung bittet die sozialdemokratische Presse schaffen suchten. Allen sieben Personen sind die Karten ab- Deutschlands, von dieser Mittheilung Notiz zu nehmen. genommen und die strafrechtliche Verfolgung ist eingeleitet worden. Beim Niederlegen eines eisernen Trägers für die elektrische Straßenbahn ist am Mittwoch Abend der Schlosser Lodde auf entsetzliche Weise in der Yorkstraße zu Tode gekommen. Der Träger fiel um und zerschmetterte dem Schlosser den Schädel, so daß der Tod sofort eintrat. Versammlungen. zumindern. Der Zentralverband deutscher Brauer( Zweigverein Prov. Brandenburg) hielt am 5. Mai bei Zubeil eine General versammlung ab. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrag des Kollegen R. Wiehle gelangten die eingelaufenen Anträge zuni Delegirtentage zur Berathung. Auf Antrag Richter's wurden sämmtliche Anträge der vorgerückten Zeit wegen dem Delegirtens tag als Material überwiesen. Bei der hierauf vollzogenen Wahl des Delegirten zum Verbandstage wurde Hodapp mit der Bec tretung betraut, weiter wird W. Richter als Vertreter des Vers bandsausschusses an dem Delegirtentage theilnehmen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Gübs Heinrich Schulz. Nordschule, Müllerstr. 179a: National- Defonomie. oft schule, Waldemarfir. 14: Redeübung.( Die wichtigsten Gefeße für die Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Bortrages.) Herr Allgemeine Nationalötonomie. Wesen der gesellschaftlichen Arbeit. Die ver fchiedenen Produktionsformen. Das charakteristische der tapitalen fiche Nationalöton omie. duktionsformi. Theorien zur Erklärung des Kapitalismus, klassische Marr' Fortführung und Kritik: Werth, Mehrwerth, Birtulation Die des Kapitals, Profit, Handelsgewinn, Grundrente. Tendenzen der freien Konkurrenz und der Gmanzipationskampf der better materialistischen Geschichtsauffassung) Herr Dr. Konrad Schmidt. tlasse. Die ötonomische Theorie von Marg in ihrem Verhältniß zur Die Echulräume sind zur Benuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pafewalferstraße 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 2r. Arbeiter- Raucherbund Serlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbufer Damm 78. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 29, Hamburg) Filiale Berlin 6. Heute Abend 9 Uhr bet Diete, Lothringerfstr. 67: Mitgliederversammlung. Desgleichen Filiale 4: abends 8% Uhr Mitglieder: Filiale 8: Mitglieders versammlung bei H. Gorn, kleine Markusstr. 10. Wichtige Tagesordnung. versammlung abends 8% ühr, Manteuffelstr. 46. Filiale Berlin 6: Sonntag, den 17. b. M., vormittags 10% Uhr, Acterstr. 123 Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstags- Wahlkreis Straffund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 17. Mat, vormittags 10 Uhr, bet inte, Südenftr. 36: Sigung. Gäste willkommen. bei Marten, Mitgliederversammlung. Die Tabakarbeiter und Arbeiterinnen besprachen am Mittwoch die bezüglich ihrer Lohnbewegung einzuschlagende Ein schwerer Unfall ereignete sich Donnerstag am Haupt- Tattit. Dechend gab einen Ueberblick über den bisherigen gebäude der Gewerbe- Ausstellung. Der Rohrleger Wilhelm Dreffel, Verlauf des Streits. Danach ist die Zahl der Streifenden, die hier Kopischstr. 3 wohnhaft, war an dem an der äußeren Mauer am 25. April 240 betrug, die sich auf 40 Geschäfte vertheilen, lang laufenden Dampfrohr mit dem Anziehen von Schrauben bis zum 3. Mai auf 169 in 29 Betrieben zurückgegangen und befestigt, als plöblich mit gewaltigem Knall das Rohr playte, find auch bis heute, mit Ausnahme eines Falles, teine neuen wodurch Dressel etwa drei Meter weiter fortgeschleudert wurde Meldungen von Arbeitseinstellungen mehr eingegangen. Soweit und sich beide Beine doppelt brach. Der schwer Verletzte wurde es der Kommission bekannt gegeben, arbeiten gegenwärtig nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Durch die 1216 Berufsangehörige in 220 Geschäften zu den neuen Tarif Explosion erlitten auch zwei andere, in der Nähe befindliche Ar- fäßen, während 104 Betriebe gleichfalls den Tarif bewilligt haben, beiter, wenn auch nur leichte, Verlegungen. ohne es erst zum Streit kommen zu lassen. Die Firmen, die nach Explosion. Als am Mittwoch Nachmittag gegen 5 Uhr dem neuen Tarif zahlen, seien nicht wie die Süddeutsche der Gehilfe Röste in der Fabrit für chemische und pharmazeutische Tabat- Zeitung" behaupte nur fleine mit einzelnen Arbeitern, Präparate von Riedel, Gerichtstraße 12, aus einem Glasballon sondern es befinden sich eine Reihe der größten Berliner Geschäfte Aether in eine leere Flasche füllte, explodirte plötzlich Flasche darunter. Der Erfolg der Lohnbewegung sei demnach nicht zu und Ballon, und in wenigen Sekunden standen die im Lager- leugnen. Allerdings hätten sich von den etwa 2000 in Berlin feller befindlichen Stoffe: Benzin, Benzol, Kollodium und Alkohol beschäftigten Tabakarbeitern und Arbeiterinnen 700 garnicht an in hellen Flammen. Wunderbarerweise hat sich der Gehilfe troß- der Bewegung betheiligt. Das wären aber die indifferenten Elemente, dem noch unversehrt retten können. Die Feuerwehr mußte mit die jederzeit den Bestrebungen ihrer Kollegen um Verbesserung drei Rohren eine Stunde lang Wasser geben. Eine Weiter- ihrer Lage fern ständen, und auf eine Heranziehung derselben verbreitung des Brandes war ausgeschlossen, da der Lagerkeller sei für diesmal nicht mehr zu rechnen. Daher mache sich eine feuerficher hergestellt ist. Uenderung der bisherigen Taktik nothwendig, und möchten die Versammelten geeignete Vorschläge machen. Drescher schlug Weil er längere Zeit arbeitslos war, hat der 40 Jahre vor, von jetzt an nur diejenigen Fabrikanten zu veröffentlichen, alte Maler Röseler aus der Ringstraße zu Friedenau sich am die nicht bewilligt haben, um dadurch einen Druck auf die Donnerstag die Pulsader geöffnet. Er wurde in ein Krankenhaus öffentliche Meinung auszuüben und dem kaufenden Publikum gebracht. einen Fingerzeig zu geben. Hinge und Börner tennVerhalten der Ueberfahren. In der Mittagsstunde wurde am Mittwoch zeichneten das Kapphuhn'schen Arbeiter, auf den Judenwiesen, in der Nähe der Gozkowsky- Brücke, der die e3 nur ihrer eigenen Schuld zuzuschreiben hätten, obbachlofe Arbeiter Ferdinand Marniowsti in hilflosem Zustande daß diese Firma die Forderungen nicht bewilligt hat. angetroffen und nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Schelle, der bei Kappuhn gearbeitet hat, bestätigte, daß dieser Seiner Angabe nach ist er durch einen Arbeitswagen überfahren bereit gewesen wäre, den Tarif zu bewilligen, wenn es nur die Arbeiter verlangt hätten. Leider sei es ihm und einigen anderen Kollegen nicht gelungen, die Mehrheit dieser Firma zum Vorgehen zu bewegen. Das Resultat der Debatte kam in folgender Re- ding: Raabe, Rolbergerstr. 23. solution zum Ausdruck, die einstimmig angenommen wurde: Die 8-10 Uhr kaffirt. Der Vorstand. Versammlung beschließt, die Lohnbewegung insofern als ab= geschlossen zu betrachten, daß keine neuen Meldungen von Arbeitseinstellungen mehr entgegen genommen werden; sie erklärt sich mit den zur Zeit noch Ausständigen auch ferner solidarisch Boykottirt haben die Bewohner der vornehmen Willen. und verpflichtet sich, alles zu thun, um auch für diese den tarif kolonie Wilhelmshöhe bei Raffel die Geschäftsleute und die mäßigen Lohn zu erringen. Schließlich betonte Drescher noch, handarbeitende Bevölkerung von Wahlershausen, weil eine Neudaß hiermit die Lohnbewegung feineswegs endgiltig beendet sei. wahl zur Gemeindevertretung nicht nach dem Wunsche der Be Es gebe verschiedene Fabrikanten, die noch nicht bewilligt hätten und sich einstweilen mit unzureichenden Arbeitskräften behelfen. fizenden ausgefallen ist. Von einem Vorgehen des Staatsanwalts Bei günstiger Gelegenheit werde man auch diese zum Nachgeben gegen diese Herrschaften hat man bislang noch nichts gehört. bewegen. Um die fernere Unterstüßung der Ausständigen zu er möglichen, sollten die Kollegen die Beiträge nicht vergessen. worden. Von einem Henwagen ist am Mittwoch der Zimmermann Joseph Klicke in der Invalidenstraße überfahren und so schwer verlegt worden, daß er in ein Krantenhaus gebracht werden mußte. Die Friedrichsgracht von der Gertraudtenbrücke bis zur Scharrenstraße vom Grundstück Nr. 17 bis zur Friedrichsgracht werden wegen Umpflasterung und Aufhöhung des Straßendammes vom 18. d. M. ab auf die Dauer von 5 Wochen für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Ans Furcht vor Strafe ist Freitag Morgen die 13jährige Schülerin Anna Rose aus der Pestalozzistraße 16 zu Charlottenburg verschwunden. Die Verschwundene, die anzuhalten die Eltern alle bitten, die sie betreffen sollten, hat blondes Haar und trägt ein blaues Kleid, eine gestreifte Schürze und schwarze Strümpfe. Witterungsübersicht vom 15. Mai 1896. Stationen. Hamburg Barometers ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 144449ALSAA( Stala 1-12) Swinemünde 754 WNW 758 N Berlin 757 MNW Wiesbaden. 763 NW München 765 Wien. 760 Haparanda 756 N Petersburg. 743 NNW Cort 768 N Aberdeen. Paris. 766 766 NNW SW 1 • • Wetter Temperatur nach Celsius ( 50.= 4° R.) Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr Melchiorstr. 15: Bersammlung: Fachverein der Uhrmacher u. verwandter Berufsgenossen. Heute abend 9 Uhr: Bersammlung. Bortrag des Genoſſen Pörſch über die Befeitigung des Privateigenthuine. Vergnügungsverein Vorwärts. Sigung abends 8 Uhr bet Scobel, Gubenerstr. 6. Touristenklub Ruf". Heute Abend 9 Uhr bet Becker, Dresdeners straße 58: Gesang, Aufnahme neuer Mitglieder, Gemüthliches Beisammens fein. Am Sonnabend, den 23. d. M.: Parthie nach Burg und Umgegend. Gäfte wiltommen. Freireligiöse Gemeinde. Montag, den 18. Mat, 8X Uhr abends, Alexanderstr. 27c, Englischer Garten: Beschließende Bersammlung. Achtung Maurer! Der Verein zur Wahrung der Jntereffen der Maurer Berlins und umgegend nimmt in folgenden Bablftellen Beiträge entgegen: N.: bet Geide, Swinemünderstr. 20 O.: bet Böhl, Rüdersdorfer straße 8; SO.: Roll, Waldemarstr. 61; S.: Briefe, Mittenwalderstr. 43; W.: Behrendt, Blumenthalstr. 5; Moabit: Holzbächer, Thurmſtr. 84; WedDort wird jeden Sonnabend Abend von Vermischtes. Wenn zwei daffelbe thun, so ist es nicht dasselbe. Diesem Fundamentalsaß der neudeutschen Rechtspflege will an scheinend auch die mehr noch durch ihr patriotisches AnpassungsDer Streik bei Lange u. Wundsch( Lurus- Papierfabrik) vermögen als durch ihre Kunstfertigkeit berühmte deutsche beschäftigte am 13. Mai eine gutbesuchte öffentliche Versaminlung Künstlerschaft Rechnung tragen. In der guten Stadt Uim der Steindrucker, Lithographen, Schleifer, Präger, Brägerinnen modellirt ein Herr Federlin eine Justitia, die für das neue und Berufsgenossen. Schöppte berichtete über die Unter- Gerichtsgebäude am Orte bestimmt ist. Die Göttin ist nach der handlungen mit der genannten Firma. Nach den Aus- Nr. 109 der„ Ulmer Schnellpost" recht sinngemäß mit unver führungen des Redners ist seitens der Deputation der hüllten Augen dargestellt. Wie anders wäre es ihr auch Arbeiter alles geschehen, einen friedlichen Ausgleich herbeizuführen, möglich, dem Rechtsgrundsatz des Justizministers v. Schönstedt ohne dies zu erreichen. Herr Wundsch wollte wohl den gebührend Geltung zu verschaffen? Druckern bewilligen, aber nicht dem Verlangen willfahren, wenigstens eine bestimmte Anzahl( 6) der ausständigen Unglück. Nachdem erst vor 14 Tagen ein Raubattentat auf ihn Der Herzog von Meiningen hat in Italien entschieden Prägerinnen sofort wieder einzustellen, um derenwillen haupt ausgeübt worden ist, ist er am Donnerstag bei seiner Ankunft in 11 sächlich die Drucker die Arbeiter niedergelegt haben. E3 12 handelte sich bekanntlich darum, daß den Arbeiterinnen Lohn Barenna auf steiler gepflasterter Straße gestürzt, hat sich das rechte Knie verletzt und wird voraussichtlich längere Zeit liegen reduktionen in Aussicht gestellt waren. Die Ausständigen müssen. sind ohne Ausnahme der Sache treu geblieben. Wundsch Eine Explosion, deren Ursache unbekannt ist, entstand am fuche fich jetzt, legte der Redner des weiteren dar, zu Bord des Kreuzers Admiral helfen, indem er anderen Firmen seine Arbeiten übertrage. Mittwoch in Toulon an Durch strengste Beobachtung sei festgestellt worden, daß folgenden Duperré" in der mittelsten Pulverkammer. Der darauf auss Fabriken Steine zugeschickt wurden: Hagelberg; Kuhner brechende Brand wurde rasch gelöscht. Personen wurden nicht 9 und Berger; Heimann und Schmidt; Büttner u. Co.; verletzt, jedoch herrscht hier große Erregung über den Vorfall. Hellriegel. Die bei Büttner beschäftigten Stein In Lemberg schneit es seit zwei Tagen. In gang Galizien drucker, Präger und Schleifer hätten bereits beschlossen, herrscht eine empfindliche Kälte. bedeckt 11 bedeckt bedeckt wolkenlos heiter 12 12 halb bedeckt 13 1 -0 16 woltenlos Schnee heiter 10 bedeckt wolfenlos Wetter- Prognose für Sonnabend, den 16. Mai 1896. Ein wenig fühleres, ziemlich trübes Wetter mit leichten Regenfällen und mäßigen bis frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. = PP der " Die Cholera in Egypten. Die„ Times" melden aus Kairo, daß eine große Anzahl von Europäern aus Besorgniß über das weitere Zunehmen der Cholera Alexandria vers läßt. Gestern sind 36 Neuerkrankungen und 22 Todesfälle vor gekommen. Briefkasten der Redaktion. in dem Moment gemeinsam die die Arbeit niederzulegen, Ju Triest schoß eine Wittwe, namens Auna Gonzaft, auf wo den Druckern die Ausführung Wundsch'scher Arbeit zu den Gerichtsadjunkten Dr. Persich und verletzte denselben un gemuthet werde. An der sehr lebhaften Debatte nahmen auch bedeutend am Kopfe. Der Adjunkt hatte die Annahme eines Arbeiter der in die Angelegenheit hinein gezogenen verspätet eingebrachten Refurses verweigert. Die Attentäterin oben erwähnten Fabriken theil; dieselben erklärten, wurde verhaftet. fich am Freitag mit ihren Mitarbeitern alt ver Kunst und Wissenschaft. ständigen. Ein sogenannter Privatandrucker( Hausindustrieller), National- Theater. Nach vieler Tage Qual brachte das welchem Herr Wunsch ebenfalls Arbeiten übertragen hat, gab National Theater vorgestern einmal ein Stück, über das nicht den Versammelten die Zusicherung, die Arbeit mit Rück furzer Hand der Stab zu brechen ist. Moderne Raubficht auf den vorgetragenen Stand Dinge nicht ritter", Geschichten aus dem Berliner Gewerbeleben, nennt sich auszuführen.( Bravo.) Der Vorsitzende Sillier sprach den ein dramatisches Wert, das Herrn Karl Pohl zum Verfasser hat. Wunsch aus, daß diesem Beispiel allerseits nachgeachtet werde. Der Autor hat wohl mit gutem Vorbedacht seine Arbeit nicht Er stellte fest, daß die Geschäftslage den Arbeitern zur Zeit als Drama bezeichnet, denn sie besteht aus einer Anzahl an- äußerst günstig sei und daß es auch an materieller Unterstützung einander gereihter Bilder, die zwar miteinander zusammen- nicht mangele. Folgende Resolution wurde gegen 3 Stimmen Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder sine Baht) hängen, aber doch des zum Drama erforderlichen einheit angenommen: Die Versammlung erklärt auf den Bericht des lichen Kerns entbehren. In diesen Szenen wird mit guter Kollegen Schöppte, nach wie vor an den gestellten Forderungen Beobachtungsgabe in wirkungsvoller Form die Geschichte eines festzuhalten. Unter feinen Umständen kann die Verder vielen fleinen Fabrikanten Berlins erzählt, die sich mit sammlung auf die von der Firma B. u. W. gewünschte Ausreblichem Kopfzerbrechen mühen, ihr Geschäft in Flor zu bringen, sperrung der Prägerinnen eingehen. Die Versammelten verpflichten 2 Wettende. Ein Physiker, dem wir Ihre Frage zur und doch durch jede Tücke ihrer Abnehmer zu Grunde gerichtet sich, sowie ihre nichtanwesenden, irgendwie in betracht kommenden Beantwortung übermittelt haben, schreibt uns: Der„ Augene werden können. Der Möbelfabrikant Krüger wird durch eine Kollegen und Berufsgenossen, alle von der Firma außer dem blick" als Name für ein bestimmtes Beitmaß ist mir noch nie Falle umgebracht, welche die Händler Neumann in ihrem Ge- Hause und an andere Fabriken vergebenen Arbeiten nicht anzu- vorgekommen; ich glaube sagen zu fönnen, daß er überhaupt schäftskontrakt aufgestellt haben; die gescheidten Geschäftsleute fertigen. Ferner verspricht die Versammlung, den von der Firma nicht existirt. Die Tertie als der sechzigste Theil der Sekunde bringen ihn zum Selbstmord, nachdem er einen Lieferungsvertrag für einen Brinzipienkampf erklärten Ausstand mit allen Mitteln mag wohl gelegentlich einmal eingeführt worden sein; daß man nicht hat innehalten können, und ernten dann mit leichter Mühe zu unterstützen." Die Wiedereinstellung der mit in sich ihrer in der Wissenschaft bedient, ist mir nicht bekannt; man anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends Dun 6-7 Uhr statt. bie Frucht seines jahrelangen Schweißes. Der Verfasser war nur so ben Ausstand getretenen Präger von Lange und fann Zeitmessungen unter Umständen bis auf Tausendstel einer ungerecht, derartigen Ehrenmännern besondere Bosheit unterzulegen; Wundsch wurde entgegen dem Verlangen mehrerer ihrer Sefunde machen, pflegt aber die kleinsten Zeiten als Bruch von die Gunst der wirthschaftlichen Entwickelung bringt es so mit sich, engeren Berufskollegen deshalb aus den Forderungen aus Sekunden zu schreiben( 0,001 Set.) und nicht in einer kleineren daß der salbungsvolle Christ gleich dem habgierigen Juden seine geschieden, weil dieselben anderwärts untergebracht sind. Maßeinheit( Tertien) auszudrücken. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 113. Abgeordnetenhaus. 72. Sigung vom 15. Mai 1896. 1 Uhr. Am Ministertische Dr. Miquel und Kommissarien. lich eröffnet ist" streichen. Der Antrag Ridert wird abgelehnt. Die Vorlage wird unverändert definitiv angenommen. Der Nachtragsetat, welcher 200 000 m. als erste Rate für den Umbau des pathologischen Instituts der Charitee fordert, wird debattelos genehmigt. Es folgen Petitionen. tönnten. werden müssen. der Sonnabend, den 16. Mai 1896. arbeitern als Staatsbeamte petitionirt wird. Diese Petition wird burch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Montag 11 Uhr: Nachtragsetat( 3. Lefung), Antrag Wa IIbrecht( natl.) betr. Bauschöffen- Aemter( 2. Lefung), Petitionen. Schluß 41/2 Uhr. Gewerkschaftliches. " = Dem 13. Jahrg. neue Marken ausgebe. Ferner ersuche ich alle diejenigen, die noch alte Refte zu begleichen haben, in türzester Zeit mit mir abzurechnen. Der Vertrauensmann. E. Robach. Die Töpfer Magdeburgs find in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern einen einheitlichen Lohntarif und Beschränkung der Attordarbeit. Einige Unternehmer haben diese Forderungen bereits anerkannt. Der Gefeßentwurf betr. die Gewährung von Umzug3: Poften an Regierungsbaumeister steht zur dritten Lesung. Die Vorlage stellt für die außeretatsmäßig beschäftigten Der Streit der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins Die bisher lokalorganisirten Hafenarbeiter Harburgs Regierungsbaumeister, soweit ihnen die Aussicht auf dauernde dauert fort. Die Zahl der Streitenden hat sich auf 2600 ver befchloffen den Beitritt zu dem türzlich gegründeten Verband der Verwendung ausdrücklich eröffnet ist, die Gewährung von Umzugs- mindert, da wiederum einige Firmen die Forderungen zum theil Hafenarbeiter Deutschlands. foften fest. Ein Antrag Ridert( frs. Vg.) will die Worte, " Soweit ihnen die Aussicht auf dauernde Beschäftigung ausdrück. bewilligten. Es sind dies die Firmen: Kunze u. Sohn, Die Junungs- Zimmerergesellen Tambachs und Umgegend Schulze, 2ubiz, Lubiz, Schmöckel, von Rohden, in Thüringen bekommen jetzt 18-20 Pf. Stundenlohn. Sie be holthaus, Groß, Grütte, Hoffmann u. Cie., Lohnerhöhung anzugehen. Anstatt die 1-2 Pfennige zu be Schübbe u. Cie., Dreyer u. Cie., Wiesner, Oberauftragten ihre beiden Altgesellen, die Unternehmer um 10 pct. erbst, Fürstenberg, Harmonie, H. Lift, Gütschow, willigen, wurde einer der Altgesellen entlassen, obwohl er bei Schmidt u. Sommerfeld, Westermeyer, Mittag, dem betreffenden Unternehmer schon vier Jahre thätig war, also Köhler, Hansen, Hirschfeld, Duysen, Neufeld gewiß ein tüchtiger Arbeiter ist. und Isenheim. Das Fabrikantenorgan, die JuftrumentenDie Differenzen in der Perlmutterindustrie Wiens Bei einer Petition um Aufbesserung der Eisenbahnwerkmeister Beitung" giebt sich im Bunde mit der Staatsbürger Beitung" find durch Vermittelung der Wiener Handels- und Gewerbedie lächerliche Mühe, den Ausstand als ein Machwert sozial tammer beigelegt. und anderer Eisenbahnbeamten- Gehälter bemerkt der Zwischen Exporteuren, Meistern und Abg. Dr. Arendt( frk.), daß eine Aufbesserung nur möglich beit erst seit kurzer Zeit in die Arbeiterkreise dieser Branche Arbeiter bekommen nunmehr in allen Werkstätten für gleiche demokratischer Agitatoren auszupofaunen, die die Unzufrieden- Arbeitern ist ein Lieferungs- und ein Lohntarif vereinbart. wäre, wenn die dazu erforderlichen Mittel aus Konversion der vierprozentigen Staatsanleihe gewonnen werden Eine eigentlich schlechte wirthschaftliche Lage der Instrumenten- zahlenden Meistern bisher 5-6 fl. wöchentlich verdienten, werden durch ſyſtematische Wühlereien künstlich hineingetragen" hätten. Arbeit denselben Lohn, und während sie bei den am schlechtesten Regierungstommiffar Geh. Rath Gerlach bemerkt, daß die unter dem Drucke der sogenannten Lohntommiffion, aus Furcht 9-10 fl., anstatt früher 8-9 fl. Die Handels- und Gewerbearbeiter sei nicht vorhanden, die Streifenden hätten sich nur sie fünftig 8-9 fl. bekommen, und in den besten Werkstätten verschiedenen Beamtenfategorien doch unterschiedlich behandelt vor dieser, der Bewegung angeschlossen. Auch behauptet die fammer ist bereit, auch bei fünftigen Differenzen ihre Dienste als Abg. Nickert( frf. Bg.): Diese Ansicht steht im Widerspruch Streit veröffentlichten Bublikationen feien unwahr. " Instrumenten Zeitung", die im Vorwärts" über den Einigungsamt zur Verfügung zu stellen. mit den Aeußerungen des Eisenbahnministers. Mit Herrn Arendt gegenüber erklärt die Kommission, daß sämmtliche Publika In Rotterdam dauert der Hafenarbeiter Aus stimme ich bezüglich der Konvertirung überein. Abg. Reichardt( natl.) wünscht auch die Petitionen, deren und den Thatsachen durchaus entsprechend, was aus den Lohn- soldaten sperren die Quais und Häfen zum Schuße der nicht tionen im Vorwärts" von der Lohnkommission eingesandt find it and unverändert fort. Bürgergarde, Polizei und Marines Erledigung durch Tagesordnung die Kommission beantragt, der büchern und Unterstüßungslisten jederzeit erweisbar sei. ausständigen Schiffsentlader ab. Die Streifenden halten ihre Regierung als Material zu überweisen; auf die Konvertirung Die Schuld an den Streit hätten sich die Unternehmer lediglich Forderungen aufrecht. Die Fuhrleute hielten unter Leitung Abg. Dr. Lohmann( natl.) spricht in gleichem Sinne; ver- Aussperrung der gesammten Arbeiter der Klaviaturbranche ver- fetten den Lohntarif fest. Wenn die Unternehmer diesen Tarif Abg. Dr. Lohmann( natl.) spricht in gleichem Sinne; ver- selbst zuzuschreiben, indem sie wegen ganz nichtiger Ursachen die der Liga der Schiffsentlader eine Versammlung ab quickt man die Konvertirungsfrage mit dieser Angelegenheit, so anlaßten. Die Streifenden sind gewilt, ihren Kampf mit aller nicht annehmen sollten, beabsichtigen die Fuhrleute, ebenfalls in hindert das beide. Energie fortzuführen. den Streit einzutreten. Die Ruhe ist nirgends gestört. Trotzdem Abg. Gothein( frs. Vg.) stimmt dem Abg. Arendt bei. Die hat man das Panzerschiff„ Kortenaer" zur Ueberwachung der Gehaltserhöhung muß durch Einnahmen gedeckt werden, dazu ist Maas beordert. Kriegsschiffe zur Verwendung gegen die eigenen die Konvertirung ganz geeignet. Erfreulich ist der Meinungs Landeskinder, das ist ein nettes Zeichen moderner Kultur". umschwung auf der Rechten, wo man früher die Nothwendigkeit John Havelock Wilson, ist aus Liverpool in Rotterdam Der Präsident der Union der englischen Schiffsentlader, der Gehaltserhöhung leugnete. Hat die Nähe der Wahlen diese Meinungsänderung bewirkt? eingetroffen, um die Angelegenheit des Ausstandes zu prüfen und die Mannschaften der fremden Schiffe zu bereden, daß sie nicht versuchen, die holländischen Schiffsentlader zu ersetzen. Auf Er suchen der Leiter des Ausstandes hat sich der Bürgermeister Von dem Abg. Kirsch( 3.) wird beantragt, die sämmt- Parquetbodenleger Berlins, Achtung! Den Kollegen zur Vermittelung bereit erklärt; einer der hervorragendsten lichen vorliegenden 26 Petitionen von verschiedenen zur Kenntniß, daß die Streitunterstüßung heute Vormittag Unternehmer hat infolge dessen dessen bereits einen freund= Eisenbahnbeamten- Kategorien, soweit jene durch Tages- 11 1hr bei Schöning, Köpnickerstr. 68, ausgezahlt wird. schaftlichen Vorschlag gemacht, der am Freitag in einer Verordnung nach bem Kommissionsantrage erledigt werden Der Vertrauensmann. sammlung der Ausständigen berathen wurde. Am Donnerstag sollen, der Regierung als Material zu überweisen. Den Metalldrückern Berlins zur Kenntniß, daß ich jeden waren einige hundert Arbeiter aus Bergen- op- Zoom eingetroffen, Das Haus beschließt nach diesem Antrage, jedoch mit Aus- Sonnabend Abend von 5-9 Uhr im Lokal bei Stehr, Rott- find aber nach Ansprachen der Leiter des Ausstandes wieder nach nahme einer Petition, in welcher um Anstellung von Eisenbahn- bufer- und Brigerstraßen Ecke, die Abrechnung vollziehe, auch Bergen- op- Zoom zurückgekehrt. braucht man nicht zu warten. Abg. Dr. Gerlich( frk.) weist diese Insinuation zurück. Vor drei Jahren standen wir vis- à- vis du rien; heute hat ja Herr Arendt die Deckungsmittel vorgeschlagen. Die Maurer Berlins und Umgegend werden von der Streitkommission der Breslauer Kameraden ersucht, energisch dafür zu agitiren, daß der Zuzug von Berlin unter: bleibt. Trotzdem die Arbeitsverhältnisse in Breslau nichts weniger als genügend sind, haben sich doch einige Streitbrecher aus Berlin eingefunden. Tabakarbeiter- Streik. Achtung, Arbeiter, Genossen! 4 und Den tarifmäßigen Lohn zu zahlen haben die nachfolgenden Firmen abgelehnt, resp. es wird nicht zum tarifmäßigen Lohn gearbeitet: Praußnih u. Mene, Mitinhaber Sprödowsky. Gefchäfte:| Greifswalder- und Heinersdorferstraßen- Ecke). Bonnmann,| Chausseestraße, Acker- und Elsasserstraßen- Ecke. Schenermany, Brunnenstraße, Fischerbrücke und Badstraße. Bockow u. Blaurock Belforterstr. 5. Max Jacobi, Strelitzerstr. 52. A. Hauffe, Brunnenstr. 144. Sonnabend, Alexanderstraße. Seeger, Putt( liefert für folgende Zigarrengeschäfte: Wertheim's fämmtliche Blücherstraße 60. Kottlow, Prenzlauerstraße 1-2. Joh. buferstraße 7. Bleckon u. Cron, Pallisadenftr. 27. Wolff, Bazar- Filialen; Anders, Langeftr. 95; Müller, Manteuffels Richter, Chorinerfiraße 28. Schätzer, Gneisenaustraße 98. Marienburgerstr. 3/4. Kalmus u. Co., Linienftr. 155. Saupe, und Waldemarstraßen- Ecke; Caspary, Wallnertheaterstraße; G. Keilpflug, Elsasserstraße 8. Wernicke, Brunnenstraße 84. Rottbuferstr. 6a. Litwig, Gipsstr. 16. Kolbe, Griebenowstr. 12. Schley, Landsbergerstraße 80; Blaurock, Frankfurter Allee; Grohme, Gollnowstr. 11. Kumhauer, Neue Hochstr. 9. Speyer- Kowalsky, Wrangelftr. 11. Kelt, Invalidenstr. 84. Bein, Reimann, Buckowerstraße; Voll, Schöneberg, Gleditschstraße. manu, Annenftr. 12. Joachimsthal, Chorinerstr. 6. Greiert, Kleine Alexanderstr. 7. Rose, Barnimstr. 17. Jensen, WeberRestaurateure: Schüler, Heiligegeiftstrafte; G. Neumann, Invalidenstr. 98. Gustav Kaphun, Inhaber vieler Bigarren- ftraße 25. Gehrmann, Brunnenstr. 64. Wolff, Schöneberg, Strausberger und Ecke Frankfurterstraße; Schulz, Landsberger läden. Guida, Rheinsbergerstr. 62. Dorendorf, Brunnen- Sedanstr. 31. und Pallisadenstraßen- Ecke; Mertens, Waldemarstraße; Haupt, straße 46, Stralsunder- u. Schönholzerstraßen- Ecke. H. Schmeißer, Ueber diese Geschäfte ist seitens der Unterzeichneten die Sperre verhängt! Gastwirthe, Händler, Arbeiter Berlins! Wir appelliren an Euer Solidaritätsgefühl! Helft uns zum Siege! Die Tohnkommiffion der Tabakarbeiter Berlins und Umgegend. Achtung! Kaufen Sie nur echte Branntweine, alten Nordhäuser, Cognak, Kum, Arrak 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26 Kleinverkauf von 10 Pf. ab. E Dost& Hilpert S., Kottbuser- Damm 10. Fabrik für Restaurations- Artikel. Billigste Bezugsquelle für Restaurateure. Bitte Preiskurante zu verlangen. Bitte genau auf No. 35 z. acht. Jede Uhr Hüte! Hüte! 50212* Den Genossen zur Nachricht, daß ich mein Hutgeschäft nach der Admiralftraße 16 verlegt habe und werde zu folgenden Engrospreisen verkaufen: Weiche Hüte von 2,00 M. an Steife Hüte 2,25. " Bylinderhüte 5,00 "" Müzen u. Stöcke billigst in großer Auswahl. Rob. Teipelfe, Hutmacher, Admiralftr. 16. Seine anerkannt vorzügl. Mehl= forten 3. Breife von 11-18 Pf. per Pfund, sowie alle Badzuthaten, repariren u. reinigen foftet empfiehlt zum Pfingstfest bei mir unter Garantie des Gutgebens nur 1 M.50 Pf. außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regulatoren und Wecker, alle Arten Retten, sowie Brillen und Pincenez. Carl Lux, Uhrmacher, 35, Chaussee- Strasse 35. Filz- und Seidenhüte billigste Quelle Berlins eigenes Fabrikat, daher billiger wie beim Zwischenhändler. Fabrit: Schillingstr. 35, part. Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahn: ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudel, Lausitzerplat 2, Elfafferfir. 12| 51032* P. Herrguth, Berlin, Müllerstr. 180. ( Weddingplatz.) Milchkübel, Kannen, Satten, Dezimal- u. Tafelwagen Kleine Markus- Straße Nr. 28 Jordan, Größte KinderwagenAusstellung. Eleg. Neuheiten zu reell billigst. Preisen Fabriklager: A. v. Langheim Oranienftr. 65. Mariannenstraße 35. Bon allen Schuhen u. Stiefeln in der Welt, Erhält man die besten für wenig Geld, Nur bei Schuhmachermeister Adomzent, Berlin, 660b Go will man's haben, da geht man hin. Reparatur schnell und sauber. künstl. | itu stl. Zähne. . Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. Theilzahlung pr. Woche 1 M. Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuh fabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Staligerstr. 13, Ecke Admiralstraße, Paster's Gesellschafts- Säle Hochmoderne Capes vertauft 50 pSt. billiger um zu räumen, nur nachmittags 14316 von 4-7 Uhr. Arbeitsstube Prinzenstr. 46 H. r. I. Möbl. Schlafft. als alleiniger Neue Königstrasse 7. 12. Casper, Mustauerit. 14, ether Säle von 100-400 Personen mit Garten für Festlichkeiten und am Kottbuser Thor. 50159* Versammlungen. 5013L* Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren Mart. Berndt's Würstelstube H. 2 Tr Arbeitsmarkt. Redaktion. 1 Mart. Garantie rein amerikanische empfiehlt nach wie vor allen Freunden und Bekannten ihren vorzüglichen Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. Journalist, anfangs 30er Jahre, seit Jeden Sonnabend von 6 Uhr ab: längerer Zeit Lokal- und Gerichts= 5023 L* Tabake. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pfg. 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Polsterwaaren ,. bel. Polster waaren ,. ff. Elsbeine. Für gute Biere ist selbst- berichterstatter einer größeren, fog. unreelle Waare empf. verständlich bestens Sorge getragen. Um parteiischen Zeitung, im Feuilleton Franz Tutzauer, zahlreichen Besuch bittet Martin Berndt, wefen hervorragend thätig, auch mit Oranien- u. Alexandrinenstraßen- Ecke. Expedition- und Annoncenwesen vertraut, sucht unter bescheidenen Ans Beschäftigung im Tischlermeister,[ 49922* Berlin SW., Blücher- Straße 14 Täglich, auch Sonntags vorm. von 7-9 Uhr: 4041L* Verkauf von gekochtem Rind- u. Schweinefleisch à 30-40 Pf. per Pfund. Rückenfett à 45 Bf. per Pfund. Verwaltung der Kochanstalt Central- Viehhof. Oranienburg. Waldhaus Sandhausen, nahe dem Lehnitz- u. Grabowsee, Fünfzehn Minuten vom Bahnhof rechts. Empfehle den Genossen mein Lotal zu Ausflügen. Daffelbe ist am Walde gelegen, mit großem schattigen Vor- und Hintergarten, gr. Pariser Tanzsaal. Konzertbühne, für Gesangvereine vorz. geeignet. I. Saal für Gesellschaften 2c. zur gefl. Benußung. 4696L J. Woyde, Gastwirth. Einziges Verkehrslokal der Genossen von Oranienburg und Umgegend. Restaur. Spree- Schloss Bes. Ernst Brüning. Friedrichshagen, Seestr. 23. Erstes Wasser- Lokal Friedrichshagens mit Dampfer Anlegestellen, großem Bairisch Bier Seidel 10 Pf., Berliner schattigen Garten, Saal, Kegelbahn. weiße 20 Bf., Qiuberboote I bis 3 1 Personen Stunde 50 Pf. 21262* Sänger's Ruh Gust. Haensel Beelitzhof( Wannsee) in 20 Min. vom Bahnhof Schlachtensee sowie Wannsee zu erreichen. Großer schattiger Garten, Kaffeeküche, Kegelbahn u. s. w. Vorzügl. Speisen und Getränke. ber expeditionswesen einer fozialoder demokratischen Zeitung. Grund: Konflikt mit seinem Verlage wegen politischer Tendenz. Gefl. Offerten unter Redaktion 100" an die Gyped. b. Ztg. erbeten. fabrit Liegnigerstr. 15. Farbigmacher sucht Goldleisten= 1482b Versilberer finden dauernde Bes schäftigung bei Hugo Nancke n. Co. Kartonarbeiterinnen, geübte, verl. Greiffenhagen, Dresdenerstr.76.[ 1439b Ich suche für meinen Sohn eine Stelle als Tischlerlehrling. F. Thran, Friedenstr. 101, v. 4 Tr. Rührige Acquisiteure 1442b 50562* in Berlin u. Vororten, bei höchster Große verdeckte Hallen u. Saal für Provision,( Abschluß- u. laufende) sucht Vereine und Gesellschaften stehen zur gut eingeführte alte deutsche FeuerVerfügung. Bei größeren Partien versich. Ges. Offerten sub 385 E. 0. Preisermäßigung. an Robert Exner n. Co., S. W. 68. Ritterstraße 50. Carl Ullrich, Buffetier. Urania. author of Tatours, 40.0 mi.Apollo Theater Arbeiter- Bildungsschule Für denJnhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum 48/49. Taubenstr. 48/49. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 16. Mai. Opernhaus. Die lustigen Weiber von Windsor. Neues Opernhaus. Bar und Zimmermann. Schauspielhaus. Hadasa. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Invalidenstr. 57/62, Lehrt. Stadtbahnh. Sternwarte täglich geöffnet v. 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Vorträge abends 8 Uhr. Näheres die Tagesanschläge. Deutsches Theater. Die Stigen Passage- Panopticum. der Gesellschaft. Leng Theater. Waldmeister. Berliner Theater. König Heinrich. Nenes Theater. Tata- Toto. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Hungerleider. Schiller Theater. Ohne Geläut. Belle- Alliance- Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. National- Theater. Moderne Raub ritter. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. und Concert- Garten Friedrichstraße 218. Dir. J. Glück. Das beste u. Humoristischste Programm der Residenz. Sonntag, den 17. April 1896: Vorstellung im neuen Hause der„ Urania", Taubenstraße 48/49: Durch den Gotthardt. Auftreten d. Hervorragendsten Eröffnung der„ naturkundlichen Ausstellung" vorm. 9 Uhr. Künstler. Raffeneröffnung 512 Uhr. Konzert 6 Uhr. Anf. d. Vorstellung 7/2 Uhr. Sonnabend, den 16. Mai 1896, Beginn der Vorstellung 10 Uhr. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, fowie an der Kontrolle zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet 6/2 Der Vorstand. zum ersten Male mit vollständig Am Sonntag, den 17. Mai 1896, in Keller's Festfälen, neuer n. glänzender Ausstattung: Nur noch kurze Die Spree- Amazone. Beit! Ein afrikanischer Gesangsposse in 1 Att v. A. Sennfeld. Mufit von Paul Lincke. W. Noack's Koppenstraße Nr. 29: Zweite große volksthümliche Soiree, arrangirt von Paul Friedrichs Harem Sommer- Theater. unter Mitwirkung bedeutender Künstler. Brunnenstr. 16. mit echten Bauch- Eröffnung der Saison tänzerinnen. Adolph Ernst- Theater. Das flotte Castan's Panopticum. Berlin. Alexanderplat Theater. Die fleinen Lämmer. Vorher: 3antteufelchen. Reichshallen- Theater. Spezialitäten- Das Borstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ohne Gelint. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Stühen der Gesellschaft. National- Theater. Große Frankfurterßraße 132. Direktion: Max Samst. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. 165 Friedrichstrasse 165. B phänomenales Naturspiel aus den Felsenbergen New- Mexico's! Illusionen Kasperle- Theater Damen- Kapelle- Irrgarten. Reichshallen Saal und Garten. Leipzigerstraße, am Dönhoffsplay. Täglich: Norddeutsche Sänger Roloffaler Erfolg von Alle fünf Barrisons Hochdrastisches Ensemble. Anfang Wochentags 8 Uhr, Entree 30 Pf. Sonntags 7 Uhr, Entree 50 Pf. Moderne Raubritter on 12-4 Uhr: Mittagstisch. oder: Wie's gemacht wird! Geschichten aus dem Berliner Gewerbeleben in 5 Atten( 8 Bildern) nach wahren Begebenheiten für die Bühne bearbeitet von Carl Pohle. Regie: Fritz Schäfer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Abonnenten haben freien Zutritt zu den Borstellungen. ympia Olympia Riesentheater Olymp Adolph Ernst- Theater. Merandertr., Ecke d. Magazinstr. 4000 Personen faffend. Die 2500 Qu. Bum 40. Male: Das flotte Berlin. Große Ausstattungs- Gesangspoffe in 3 Aften von Leon Treptow und Ed. Jacobson. am 24. Mai( 1. Pfingstfeiertag) mit vollständig neu engagirtem Schauspiel- u. Spezialitäten- Personal. Empfehle meinen schönen pracht vollen Garten( bis 1000 Personen faffend) mit Stonzert, Theater und Spezialitäten Vorstellung an Vereine, und Gewerkschaften zur Abhaltung von Sommerfestlichkeiten zu den toulantesten Bedingungen. Viktoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. An allen 3 Pfingsfeiertagen: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang Uhr. Anfang Uhr. Entree 50 Pf. Von Pfingsten an finden die Soireen der Stettiner Sänger wieder täglich( außer Sonnabends) in der Viktoria- Brauerei statt. Puhlmann's Vaudeville- Theater. Schönhauser Allee 148. Dir. E. Nadolny. Sonntag, 17. b. M.: Gr. Elite- Theater- Vorstellung. Im Saale: Tanz. Anfang 4 Uhr. Gartens Meter große Bühne ist von jedem Platz des Theaters aus vorzüglich zu überR fehen. Der Orient ist das größte Entree 30 Pf. Schaustück der Welt und es mußte daher in Berlin ein eigenes riefengroßes, gelegten, 1500 Personen fassenden Zur Eröffnung meines herrlich an12000 Du.- Meter fassendes Theater erbaut werden. Preise der Sitzpläge intl. Garderobe: Orchester- Loge M. 5,10, fabe ich alle meine Freunde und Be Parquet- Loge M. 4,10, Fauteuil. 3,10, fannten nebst werthen Familien zum Parquet 2. 10 Pf. Barterre- Siz( Mitte) M. 1,60, Parterre- Sonntag, den 17. d. Mts., ganz ergebenst ein. Siz( Seiten) M. 1,10, Entree zum Alt- Berlin Garten- Concert inkl. Parterre- Stehplay, soweit der Raum es gestattet, M. 0,50, Operngläser und Textbücher je 20 Pf. Ruplets und Quodlibets von G. Gör ß. Musik von G. Steffens. 2. Att: ,, Alt Berlin.". Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Zäglich: Nachmittags 5% Uhr: Aufzug zum Ringelstechen. Drei Musikkorps. Gemischter Chor d. Theaters Alt- Berlin. Boltsbeluftigungen. Seiltänzer. Bauberei ze. Irrgarten. Diorama 2c. 2c. Eintritt: 25 Pfg. ohne jede weitere Nachzahlung. Theater Alt- Berlin. Täglich 1 Vorstellung: abends 7 Uhr. Billetverkauf in den Niederlagen von Löser& Wolff und in der ZentralBuchhandlung( Rudolf Engländer), Zentral- Hotel, woselbst auch Textbücher zu haben sind. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Colonnaden. Gröffnung d. Sommer- Saison im neuen großen Garten. Täglich: Grosse Vorstellungen. Bon 6 Uhr an: Doppel- Konzerte von 2 Kapellen. 26 Elite- Nummern, u. a.: Die Perle aller Clowns Willy Aegoston, Der Rattenkönig Barna. Um 12 Uhr vormittags: Grosse Matinee. Bolossy Kiralfy's Orient. ( Eine Mission nach dem Osten.) Das größte Schaustück der Welt. Brachtvollste Ausstattung. Wunderbare Original- Mufit. Entzückende Scenerien. Unvergleichliches Ballet. Ca. 1000 mitwirkende Personen. Feenhafte Waffer- Schauspiele. Bweimal täglich Vorstellungen! von 5-7 und 9-11 Uhr Abends. 51072 Großer Saal zu Versammlungen, 3 Vereinszimmer und 2 Regelbahnen stehen zur Verfügung. Telephon Amt III Nr. 2440. Julius Wernan, Schwedterstrasse No. 23/24 Restaurant Restaurateur, zum Eichbusch Neue KrugAllee 4. Allee 4. Treptow Neue Krug 3 Minuten hinter dem Paradiesgarten. Großer Tanzfaal. Jeden Sonntag: Großer Ball. Zimmer für Vereine und Gesell 45702* Garten- Concert der 60 Mannschaften unentgeltlich. starten Kapelle. Eröffnung Mitte Mai. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/58( City- Paffage). Der Stellvertreter. Posse mit Gesang in 1 Att. Miss Galuba, die reizende Taubenkönigin, bas berühmte Barno Duo. Anf. Wochent. 8 U. Entree: 10. " Sonnt. 7 " $ 30 R.Winkler. " Reichsgarten Friedenstr. 20 ( Ede Höchst estraße). Täglich: Grosses Frei- Concert. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. NB. Meinen alten Kunden und Freunden zur Nachricht, daß ich mein Gartenlokal in dieser Saison wieder selbst bewirthschafte. Am 2. u. 3. Feiertag Früh- Konzert. H. Koslowski. Georg Schulmeistrat. Deutscher Porter. Ein Theil des Ueberschusses ist für die Textilarbeiter in Kottbus bestimmt. Anfang präzise 6 Uhr. Eintritt 30 f. Nach dem Konzert: Tanz.( Herren 50 Pf.) Derband aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 13. Juni 1896: E in den Gesammträumen der Grosses Sommernachts- Fest neuen Welt, Hasenhaide 108-114. Grosses Concert. Grosse Spezialitäten- Vorstellung. Großes Brillant- Land- und Wasser Feuerwerk. = In beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang Nachmittag 4 Uhr. Alles Nähere besagt das Programm, welches beim Eintritt zur Ausgabe gelangt. Billets inkl. Tanz à 30 Pf. find bei den Werkstatt- Vertrauensmännern, bei den Kassirern, in sämmtlichen Zahlstellen, sowie auf dem Arbeits[ 278/17] Der Vorstand. nachweis, Annenstr. 39, zu haben. Gewerbe- Ausstellung 1896. Spezial- Ausstellung KAIRO Von 7 Uhr abends ohne Gewerbe- Ausstellungs- Billet direkt v. Köpnicker Landstrasse u. v. Ausstellungs- Bahnhof zugänglich. Waffensammlung d. Chediwe. Ausstellungen egypt. Staatsbehörden.. Salon bedeutendster Orientmaler.- Hofkapelle des Chediwe in Uniform. Riesen- Arena: Monstreaufzüge v. ca. 500 Arabern etc. um 5 u. 81/2 Uhr nachm. Entree 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren Elitetag( Dienstag) 1Mk. die Hälfte. Dauerkarten: à 15 M. f. Erwachsene; Kinder unter 12 Jahren 8 M., Patzen Hoter Man irinkt das Bier der O Patzenhofer Brauerei, Berlin NO., auf der Gewerbe- Ausstellung in der ,, Spreewaldschänke" am Karpfenteich( in idyllischer Lage vis- à- vis von ( Alt- Berlin); auf der Internationalen Kunstausstellung( am Lehrter Bahnhof) im Haupt Restaurant und Braustüb'l. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Park. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hanskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn P. Nimscheck. Kaffeeküche 3-5 Uhr.- Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier gratis. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Regelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. H. Jmbs. Nen eröffnet! erofact! Kaiser Friedrich- Bad, Neu eröffnet! Dessert: n. Malzkraftbier I. Ranges. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, befond. f. Blutarme, Brustfr., Bleichs., Wöchu., Refonv. 2c. d. leicht betellonis betömml., nahrhaft träftigste Bier.- Ist blutbildend, desh. beff. Gesichtsfarbe. u. Gewichtszun. über- Mitten im herrlichen Laubwald gelegen mit großen Spielpläken. rasch. 14 Fl. drei, Am ersten Pfingstfeiertrag: F Grosses Früh Konzert, 50 Fl. zehn Mt. exkl. wozu ergebenst einladet Kaiser Friedrichstrasse 51. Mähe des Bahnhofes Charlottenburg. Ruffsch- Römisch-, Dampfkasten-, Lohtannin, Wannen-, Massage, fowie sämmtliche med. Bäder.- Damenbäder separat.[ 5187 F. Sandow. Annahme für sämmtliche Krankenkassen. E In Geb.( 1/4, 1/8, 1/16) 3. Selbstabz. wesentl. billiger. Allein. Ver sandtst. f. Berlin u. Provinz: Porterfellerei Ringler, Berlin, Brunnenftraße 152. Nicht Flaschenzahl, Qualität entscheidet! W. Magdeburg's Restaurant, zur Pferdebucht [ 51369*] W. Magdeburg. Treptam Restaur.„ Zum Karpfenteich". Täglich: Großer Ball. Trotz Ausstellung wird mit altem Brauche nicht gebrochen, Es können Alle nach wie vor bei Otto's Kaffee kochen. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Grünau. Hermann Otto. Grünau. FriedrichTh. Boltz' Festsäle, Gastwirthschaft G. Lindenhayn, traße 2. S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 4976L Garten Kegelbahn Kleiner Saal mit Piano Verkehrslokal des Empfehle meine Säle zur Abhaltung Arbeiter- Bildungs- und Gesangvereins. Speisen und Getränke in bekannter Güte. Gr. Weisse 20 Pf. 4/10 Bötzow Versand 15 Pi. von Festlichkeiten und Versammlungen. Musikinstrumenten- Arbeiter. Atung, Vergolder! Metallarbeiter! Sonntag, den 17. Mai, vormittags 9% Uhr, im großen Saal von L. Keller, Koppenstraße 29: Deffentliche Versammlung. B Zages Ordnung: 286/5 Monats- Versammlung der Filiale Berlin am 18. Mai, abends 8 Uhr, bei Berger, Annenstr. 16. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Delegirten vom Gewerk schafts- Kongreß. Der Stand unserer Bewegung und das Verhalten der Ausständigen. 2. Kassenbericht vom 1. Quartal. Pflicht eines jeden arbeitenden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkommission. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 18. Mai 1896, abends 8½ Uhr, bei Hirthe, Elisabethkirchstraße 14: 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Stellungnahme zu einem Sommerfest. 5. Verschiedenes. NB. Die Versammlung wird pünkt: lich um 8 Uhr eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 226/2 Den Parteigenossen der Schönhauser Vorstadt zur Nachricht, daß die Gewinne von Mitglieder- Versammlung. folgenden Zooſen: Nr. 30, 71, 74, 75, Tages Ordnung: 286/4 77, 103, 120, 131, 146, 180, 189, 197, 1. Vortrag( Referent wird in der VersammInng bekannt gemacht). 313, 343, 348, 367, 370 abzuholen sind 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Vereinsangelegenheiten. beim Genossen Karl Mars, KastanienAllee 95/96. Ebenso sind dort folgende gefundene Gegenstände abzuholen: ein Sonnenschirm, ein Paar Handschuhe, 220/9 Das Komitee. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen. Alte Jakobstraße 75: ein Armband. Todes- Anzeige. = Die Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes werden nochmals darauf aufmertfam gemacht, daß die Agitationskommission des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes zum Zwecke der Unterstüßung der Ausgesperrten vom 1. Mai Liften und Marten à 50 Pf. herausgegeben hat. Dieselben sind bei folgenden Kollegen in Empfang zu nehmen: Eugen Gabron, N., Kolbergerstr. 14, Stfl. 3 Tr.( fassirt Sonnabends bei Seidel, Gerichtstr. 19, abends von 8-10 Uhr.) Herm. Faber, W., Flotwellstr. 15 v. part. Zentralbureau, Fischerstr. 22. Robert Gabron, N., Kolbergersfr. 14, Dg. 4 Tr. Ferd. Strauß. N., Pantstr. 45a, Hof part. Karl Malow, N., Grünthalerfir. 67, 1 Tr. Aug. Roßlei, N., Gerichtstr. 44( tassirt Sonnabends von 6-8 Uhr bei Klein, Chauffeestr. 71). Friedr. Riewe, N., Buttbuferstr. 44 v. 1 Tr. Wilh. Blickwedel, N., Butibuserstr. 7 v. 3 Tr.( taffirt Sonnabends von 8 bis 10 Uhr bei Gnadt, Puttbuferstr. 32). Paul Dochow, N., Roloniestr. 113( faffirt bei Haberland, Bellermannstr. 87, Sonnabends von 8-10 Uhr). Emil Springer, N., Neue Hochstr. 18( fafsirt Sonnabends von 8--10 Uhr bei 110). 2Barmuth, N., Strefizerſt. 44 v. 8 Tr. Martin Hirsch, S., Gräfeftr. 34, Og. 3 Tr. Wilh. Berger, C., Klosterstr. 27 v. 3 Tr.( fassirt Sonnabends von 8-10 Uhr Gustav Richter, C., Seydelstr. 11 v. Tr.( kaffirt Sonnabends von. 8-10 Uhr bei Preuß, Neue Friedrichstr. 20). bei Tauchert, Waldemarstr. 16). Oskar Heidenreich, C., Nikolaikirchstr. 3, 3 Tr.( tafsirt Sonnabends von 8-10 Uhr bei Werner, Bülowstr. 59). Mag Böhm, SO., Reichenbergerstr. 137 v. 1 Tr. Friedr. Schlegel, SW., Golgstr. 2, 2 Tr. C. Bryczewski, NW., Beusselstr. 77 v. 2 Tr. Karl Hagen, NW., Sidingenstr. 1, Stfl. 4 Tr.( taffirt Sonnabends von 8-10 Uhr bei Döhring, Thurmstr. 72). Montag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, bei Herrn Th. Boltz, und Filzwaaren Industrie be. Wilkich, O., Koppenstr. 70, 1 Tr.( tafsirt Sonnabends von 8-10 Uhr bei Den Mitgliedern aller in der Hut: Otto Büchner, O., Andreasstr. 75 v. 4 Tr. Außerordentliche General- Versammlung. rinnen zur Nachricht, daß der Kollege schäftigten Arbeiter und Arbeite Tages- Ordnung: 1. Urabstimmung. 2. Mitgliedschafts- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. E Carl Fröhlich 26/5 gestorben ist. 86/14 Morih, Langestr. 65). Theodor Schulz, Rixdorf, Richardstr. 118, Sof 3 Tr. Emil Schwefel, Rigdorf, Thomasstr. 6-7 v. 2 Tr.( tassirt Sonnabends von 8-10 Uhr bei Kummer, Berlinerstr. 55). Kollegen! Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes, zeichnet Berbandes ausgegebenen Listen fund Marken. Siehe heutige Bekanntmachung Die Beerdigung findet Sonntag, den nur auf Listen, resp. entnehmt nur die von der Agitationskommission unseres unter Gewerkschaftlichem. Es bittet mit Hinweis auf die wichtige Tages- 17. b. M., nachmittags 3/2 Uhr, von Drdnung um recht zahlreiches Erscheinen der Mitglieder der Leichenhalle der Freireligiösen GeDer Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Die Mitglieder werden ersucht, heute Abend in den Zahlstellen zu er meinde( Pappel- Allee) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung erfucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. 285/13 Es ist nothwendig allwöchentlich abzurechnen. Die Agitationskommission des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. J. A. V. Kurgas, Reinickendorferstr. 19. Zentralverein deutscher Böttcher. scheinen, um ein Flugblatt in Empfang zu nehmen, da am Montag, abends starb infolge von Lungenentzündung Sonntag, den 17. Mai 1896, vormittags 11 Uhr, Andreasstraße 26: 8 Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26, eine Deffentliche Versammlung Am Donnerstag, den 14. Mai, vermein lieber, herzensguter Mann Carl Fröhlich. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der ( Pappel- Allee) aus statt. stattfindet. Tages- Ordnung: 1. Die Ehrlichkeit des Fabrikantenthums Zeichenhalle der Freireligiösen Gemeinde gegenüber der der Arbeiter. Referent: Kollege Karl Kurth. 2. Wie stellen fich die Kollegen gegenüber den Abzügen des Herrn Just? 8. Bericht und Abrechnung der Maifeier. 148/20 Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Fachverein der Stellmacher. Derlammlung am Sonntag, den 17. d. Mts., vormittags punkt 9/2 Uhr, im Lotale des Herrn Babiel, Rosenthalerstraße 57. Zages Ordnung: 10 161/2 arbeiter- Verband; eventuell Neuwahl des Vorstandes. 2. Verschiedenes. 1. Wie stellen sich die Kollegen zum Anschluß an den HolzCF Mitgliedsbuch legitimirt. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ersucht um reges und pünkt Der Vorstand. liches Erscheinen Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 18. Mai 1896, abends 8 Uhr, in Thiel's Salon, Fruchtstr. 36a: Bezirksversammlung für den Osten. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Bernstein. 2. Diskussion. 3. VerbandsAngelegenheiten und Verschiedenes. 278/6 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die nicht organisirten Kollegen sind als Gäste willtommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Deffentliche Versammlung 1440b Versammlung. Ersuche pünktlich und zahlreich zu erscheinen. H. Winter, Vorsitzender. 47/11 Achtung! Stuckateure. Achtung! bie tieftrauernde Wittive Große öffentliche Versammlung Um stille Theilnahme bittet Franziska Fröhlich. Zentral- Kranken- und Sterbe- Kommiffionen aufgestellten Tarif. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. der Tischler u. ( Verwaltung Berlin B.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Reinhold Bürkner den 17. Mai, nachmittags 3 Uhr, von Die Beerdigung findet am Sonntag hofes( Rollkrug) aus statt. der Leichenhalle des alten Jakobikircham 12. Mai verstorben ist. 181/15 Die Ortsverwaltung. die Todes- Anzeige. Den Puzern Berlins und Umgegend Trauerfunde, daß meine gute fireb am Sonntag, 17. Mai, vorm. 10 Uhr, bei Ebert, Kommandantenstr. 72. Tagesordnung: 1. Entgiltige Beschlußfassung über den von beiden [ 1443b Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht! Dem Lässigen steht kein Recht der Kritik zu. Die Lohnkommission. Mit tollegialischem Gruß Sutarbeiter u.-Arbeiterinnen Berl. Sonntag, den 17. Mai, vormittags 10 Uhr, im Schweizer Garten, Am Königsthor: = Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über die Verhandlungen mit dem Fabrikanten Verein. 2. Wie stellen wir uns zu den Beschlüssen des Fabrikanten- Vereins. Zuzug nach Berlin ist streng fernzuhalten. Die Lohnkommission. 86/13 ſame Frau in threm Berufe in de Achtung! Parquetbodenleger Berlins! Achtung! ( Keller's am 11. Mai, abends 9 Uhr, plöglich vom Tode ereilt wurde. Die Beerdigung findet Sonnabend Nachmittag 5 Uhr in Lichtenberg von der Leichenhalle aus statt. Sonntag, den 17. Mai, vormittags 92 Uhr, im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Ludwig Koch, Berkzeugschmied. Oeffentl. Parquetbodenleger- Versammlung. Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten Die Trauernachricht, daß meine liebe Frau 1444b Louise Groffer geb. möglich am 14. b. M. nach langjährigem schweren Leiden verstorben ist." $ Tages Ordnung: 1. Stand unserer Lohnbewegung. 2. Wie verhalten sich die Parquet bodenleger Berlins dem Angebot der auswärtigen Firmen gegenüber? Das Erscheinen aller Kollegen ist dringend erforderlich. 284/6 Der Vertrauensmann. Bildhauer Rixdorf's! Die Beerdigung findet am Sonntag, Montag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, in den Victoriasälen, der Holz- und Bretterträger sowie Bretterschneider der 17. b. M., nachmittags 4 Uhr, von Berlins und Umgegend. am Sonntag, den 17, Mai, vormittags 10%, Uhr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Zages Ordnung: 1. Unsere Lohubewegung. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Lohnkommission. der Leichenhalle in Wilhelmsberg aus statt. Der trauernde Gatte Erust Grosser. Für die vielen unendlich liebevollen Beweise herzlicher Theilnahme und die der überaus zahlreichen Krangspenden bei 3. der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes lieben Sohnes und Bruders Verwandten, Freunden und Bekannten des Entschlafenen unseren innigsten Dank. Die tiefbetrübte Wittwe, Eltern, Schwiegereltern und Geschwister. Verein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Bilhelm Meister sagen wir allen 138/18 Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. Mai, nachmittags 6 Uhr, Oranienstr. 51: Versammlung. Tages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Der Vorstand. Armaturenarbeiter! Montag, den 18. Mai, abds. 8½½ Uhr, im großen Saale von Cohn, Beuthstraße 20: Gr. öffentl. Versammlung sämmtlicher in Armaturen- Fabriken beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Der Stand der gegenwärtigen Lohnbewegungen der Metallarbeiter. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Herr Vommer, Hermannstraße 48-50: Oeffentl. Dersammlung. Tages- Ordnung: 28/3 1. Wie stellen sich die Kollegen zu der in Berlin bestehenden Organisation Bildhauer( Zentralverein der Bildhauer Deutschlands)? 2. Diskussion. Verschiedenes. Der Einberufer: 0. Meyer. Achtung! Nigdorf! Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Berband. welcher seinerzeit mit 2üttte und Linde zusammen gearbeitet hat, wird 2. um Aufgabe seiner Adresse gebeten von S. Hammacher, Andreashof. Büfe Dienstag, den 19. Mai, abends 8 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Rixdorf, Hermannstraße: Versammlung. Tages- Ordnung: 284/7 Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und werden die Kollegen ersucht, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Ortsverwaltung. Köpenick! Engros- Geschäft Oeffentliche Versammlung Gabriel Grüner Weg 112 prt. Herrenhüte: neueste steife Form des Sozialdemokratischen Arbeitervereins am Diensfag, den 19. Mai, abends 8 Uhr, In anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen erfucht, 1,50; 2,40; 2,80 bis 5,00 m.; welche im Lokale des Herrn Schulz, Schönerlinderstraße. zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstr. 44. 282/5 in allen Farben von 1,50 bis 3,50 M. Haarfilz 5,00 M. Kinder- und Knaben. Hüte in großer Auswahl. Elegante Cylinder von 5 bis 12 Mark. Tage Ordnung: 1. Bericht des Komitees über die geplante Dampferpartie. 2. Sonstige Vereinsaugelegenheiten. 7/15 Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Durch den Brand, welcher am 9. d. M. in meinem Engros- Lager stattfand, erleidet der Geschäftsbetrieb keinerlei Unterbrechung. Mein Vorrath an Hüten ist bereits durch die allerneuesten Formen reichlich ergänzt, und bitte ich meine geehrte Kundschaft wegen des großen Andranges vor dem Feste ihren Bedarf möglichst frühzeitig zu decken. Alvin Sussmann, Hut- Engros, Holzmarktstrasse 38. 001000 A. Spiro, Charlottenburg. Berlinerstraße 53. 1. Geschäft Berlinerstraße 53. Pf. Spezial- Reste- Geschäft: Kleiderstoffe: Wolle, Moulelin de lain, Batin, Herren- Hüte 65 PL Kaffun, Barchend, Gardinen. Woll- und Baumwollwaaren, Trikotagen, Teppiche, Läuferstoffe, weisse und bunte Wäsche. Wilmersdorferstraße 132. II. Geschäft Wilmersdorferstraße 132. Fertige Herren- u. Knaben- Garderobe. Grosse Auswahl in Arbeitersachen. Oberhemden, Kragen, Manchetten, Schlipse. A. Spiro, Charlottenburg. Hut- Engros- Geschäft Alvin Sussmann, Holzmarktstrasse No. 38. Grösste Auswahl der Hutbranche. Neueste steife Form ,, Elegant", prima Qualität 2,40, 2,80 Mart. Großes Sortiment weicher und steifer Schneidiger" Herrenhüte von 1,75, 2,00, 2,40, 2,75 Mark. 5131* Konfirmanden- Hüte, weich oder steif, von 1,00 m. an, bis 2,50 M. Hocheleganter Cylinderhut ,, Chic" 7,50 Mart. Sonntags von 7-10 und von 12-2 Uhr geöffnet. Hackescher Markt 4 J. Brünn ( Ecke Neue Promenade) Am Stadtbahnhof Börse, Nach beendeter Saison gelangen nunmehr zum Ausverkauf: 50281*. Teppiche! Gardinen! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! I zu aussergewöhnlich billigen Preisen! An den Fingern abzuzählen ist der Vortheil, den man beim Einkauf aus erster Hand hat! Waldemarstr. 44 parterre rechts im Comptoir, zwischen Elisabethufer und Adalbertstraße, ist die billigste Bezugsquelle für Herrenund Knaben- Filzhüte. Einzelverkauf zu Engrospreisen. Knabenhüte von 1, M. an Herrenhüte „ 1,50 " Cylinderhüte " 4, " " Haarfilzhüte " 4,80 " " Nur moderne fehlerfreie Waare! Größte Auswahl! Kein Laden. Auch Sonntags geöffnet. Einzelverkauf zu Engrospreifen. W Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. MACHT STARK EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE GESCH ERFURT SCHUHFABRIKER Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, aufe in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr.98/ 99 und Rosenthalerstr. 63164 verkauft. Jeder Käufer, der einen Versuch macht, wird mit dem gelieferten Fabrikat, das jeber Konkurrenz die Spize bietet, in Preis und Qualität zufriedengestellt. Unser Geschäftsgrundsatz ist: Geringer Verdienst, rascher Umsak. Jedem unserer Freunde kann die Waare bestens empfohlen werden. Damenstiefel von. 3,50, Herrenstiefel von M. 5,75, 4321L* in nur reeller Ausführung. In der Bellealliance- Straße bitte genau auf Nummer 98 zu achten. Bür die Gefchäftsleitung: Wilh. Bock. +700000000000 Fruchtweine Johannisbeerwein, weiß u. roth, Stachelbeerwein, Heidelbeerwein pro Glas DEUTSCHES REICH 10 PFENNIG Rofthalle 1/10 Liter. 1896 der Berliner Groß Destillateure Berliner Gewerbe- Ausstellung Eugen Neumann& Co. Elektrische Eisenbahn, Haltestelle 4. ( Marineschauspiele.) Möbel- Ausverkauf, paffendste Gelegenheit für Brautleute. In Confirmanden. bessere Hüte, enorm billig, verkauft das Fabrik- Komptoir 5051L* Barnimstr. 45, Müllerstr. 12c. Kastanien- Allee 101. Flick, Simeonftr.23.* Vereinszimmer mehrere Tage frei. Möbeltischlerei 1. Lager compl. Wohnungseinrichtungen von den einfachsten bis zu den elegantelten in jeder Preislage in solider Ausführung zu den billigsten Preisen empfiehlt 5012L* Julius Apelt, Tischlermeister, Skalizerstr. 6. Eigene Werkstatt im Hause. Echt Stonsdorfer Likör, ausgezeichnet im Geschmack à Liter 1,20 m. Echten alten Nordhäuser, Literfl. 1,10 M., 5 Liter à 0,90 m. Berliner Getreidekümmel, Literfl. 1,10 m., 5 Liter à 0,90 m. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzügl., 2trfl. 1,30. Medicin. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2,10 M. nempfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co., 6 a Bellealliance- Platz. 81 Neue Friedrichstrasse. 8 Oranienstr. 29 Genthinerstr. Niederlage in Potsdam, Bäckerstr. 7. Friedrich Garth, Schuhmachermeister, 4681L* 27. Brunnenstr. 27. Schuh- u. Stiefel- Lager. Maass- und Reparaturarbeiten- Werkstatt. Gute Waare. Mäßige Preise. Vorzüaliche Paßform. Reelle Bedienung. Parteigenossen! üte Kontrollmarke, H& nur mit Schirme, Stöcke, Kravatten. Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2 Ede Skalikerir. Große Berliner Schneider- Akademie 4653L* Berlin C., Rothes Schloß nur Nr. 1. Herren- Hüte 75 Pf. Seit 1880 in denselben Räumen. Größte und besuchteste Fachschule, meinem größten Möbelspeicher, Neue König- garantirt gründlichste theoretische und besonders praktische Ausbildung in der straße 59, follen ca. 200 Wohnungseinrichtungen, Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Neue Kurse am 1. und 15. jeden verstehen gewesene und neue Möbel zu jedem Monats. Unentgeltlicher Stellennachweis. Prospekte gratis. Lehrbücher zum annehmbaren Preise verkauft werden. Durch Selbstunterricht. Man beachte genau unsere Firma u. Hauseingang: nur Nr. 1. fehr große, billige Gelegenheitseintäufe ist es mir Die Direktion( früher Ruhn). möglich, schon ganze Wirthschaften für 90, 100, 300 Mart abzugeben. Thellzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspind 15 Mart, Kommoden, Küchenspind 12, Nußbaum- Kleiders spinden, Vertikows 30 Mart. Muschelspinden 35, Bettstellen mit Matratzen 18 Mart, Sophas 18, Säulenspinden, Kleiderspind, hochelegant 56, Trümeaur mit Säulen und Krystallglas 60, Herrenschreibtisch, Plüschgarnituren 60 Mart, Paneelfophas 75 Mart. Steppdecken, Tischbecken, Gardinen, Fenster 5 Mark. Gekaufte Möbel können drei Monate toftenfret auf meinem Aufbewahrungsspeicher lagern, werden burch eigene Gespanne transportirt, auch nach außerhalb. 4581LophastoffS Reste in Rips, Damask, Crêpe, Phantafe, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten Läuferstoffe Fabrikpreisen. Emil Lefèvre, Oranienstraße Berlin S., 158. M. J. Hahlo, Patentanwalt, Berlin NW., Karlstrasse 8. Patentnachsuchung und Verwerthung.[ 50149* Rath, Auskunft und Konferenzen kostenfrei. B Erste Referenzen im In- u. Auslande. Mustersachen. Vollständig fehlerfrei. Nur neueste Façons, extra prima Qualitäten, giebt zu enorm billigen Preisen ab Die Fabrik im Comptoir 50182* im Comptoir Grüner Weg 2, I, Reichenbergerstraße 166. im Comptoir Chauffeestraße 59, I., an der Nordd. Brauerei. Geöffnet bis abends 9, auch Sonntags. Frischen Maitrank 4780L* ausgezeichnet im Geschmack, à Flasche 50 Pf. excl. Johannisbeer- Wein, weiß und roth. Heidelbeer- Wein, Stachelbeer- Wein, ganz vorzügl. Dessertwein, à Fl. 75 Pf. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Alliance- Platz. 81 Neue Friedrichstr. 8. Oranienstr. 29 Genthinerstr. Niederlage in Potsdam, Bäckerstr. 7. M. Panknin, Balett und Anzüge für Herren Berlin SO., und Knaben, Kleiderstoffe, Wäsche, Gardinen, Teppiche, Betten, Möbel, ganze Wirthschafts- Einrichtungen, auf Adalbertstr. 91, Theilzahlung mit geringen An- und Ecke Oranienstraße. Ratenzahlungen bei L. Silberstein, Rosenthalerstr. 49 I. Putzund Modewaaren. 50112* Der heutigen Nummer des Blattes liegt ein Prospekt der Deutschen Co., Herren- Konfektion, Oranienstraße 40/41, für die Stadt- Abonnenten bei. Trauerhüte Compagnie Heitinger u. in großer Auswahl. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin,