BERLIN Zreltag 6. Zebwar 1931 tätlich avter G»««t«ss. Algleich Abend ein in allen Einzelheiten vorbereitetes Attentat. Direktor Zander und Reese wurden in das Eiisabeih-Krankenhans gebracht, wo R. gleich nach seiner Einlieserung gestorben ist. Der Znstand Zanders ist besorgniserregend, doch hoffen die Aerzle, den Schwerverletzten am Leben zu erholten. Wo bfellt der zweüiMann M Separatisten in der Pfalz. Sensationelle Besckuldioungen und Verhaftungen. Ludwigshafe«, K. Jlluuur. Gestern sind i» Kaiserslanter« nnb anderen psäl zische« Städte« zahlreiche Berhaftuuge« ehe- maliger G e p a ra t i st e« wegen Vorbereitung ziun Hochverrat erfolgt. Es handelt sich um das Wieder- aufleben der alten separatistischen Ziele auf Lostrennung der Pfalz vom Reich. Die Verhafteten solle« mit einer französischen Zentralstelle in Metz seit langem in Per- biadnng stehe«. Das bisher sichergestellte Material ist dem Oberreichsanwalt übergebe« worden. Die umfang- reichen Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen. Wir sehen uns zur Wehr. Unter Meiern Leitwort oercmstaliet der Deutschlandbuvd heule abend 20 Uhr«ine große öffentliche Kundgebung im Sportpalast. Als Redner sind vorgesehen: Reichsnri nister Dr. Dietrich. Staatsminifler Sri««« und Reichstogsabgeordncter Jos». Oer gerüffelte Nazivorsitzende. Seine Ordnungsrufe waren unberechtigt. Zu Beginn der heutigen Sitzung des Hauslzaltsausjchusjes des Reichstozes wurden die Einsprüche gegen die Ordnung»- rufe, die der nationalsozialistische Vizevorsitzcnds Reinhardt in der Sitzung vom 21. Januar den Abgeordneten Löwenthal. Rosenfeld und R'o ß m a n n erteill hatte, durch Mehrheitsbeschluß als berechtigt anerkannt. Der Ein- spruch der Abgg. Löwenthal und Rosenfeld wurde van den Sozial- denwkraten, Kommunisten und dem Zentrum, der Einspruch Roh rnanns auch von der Deutschen Voltspartei gebilligt. Welche Folge- rungen wird der vom Ausschuß gerüffelte stellvertretende Vorsiizendc mm ziehen? Aaiionalistensturm gegen Finanzhilfe. In Frankreich und in Deutschland Paris, 6. Zebraar.(Eigenbericht.) Die peleilignng gewisser sranzäsischer Großbanken an der Ausbringung des Zwischenkredil» von 28,5 W II- lionen Dollar für Deutschland hat selbfioerständlich die französischen Patrioten zum prolest aus den Plan gerufen. De? Abg. IranklinLonillon glaubte es sich schuldig zu sein, in einer Presseerklärung gegen diesen„schändlichen Vater- landsuerrat" zu Felde zu ziehen, der nur die Hiller. stugenberg und Senossen in ihren Rüstungen begünstigen könne. Der renk- Sonäre pariser Abg. vumat hat gegen die Anleihe eine Znier- pellnlion in der Kammer eingebracht. Auch er bezeichnet e» als «inen nyglaubllchen Skandal, daß man Deutschland, das sich bislzer seinen Reparationsnerpfttchknngen systematisch entzogen habe(!) und da»«mr an Krieg und Roowiche deute, auch noch Gelder zur Verfügung stellt. Dumat glaubt, daß die Kreditgewährung noch unter die verautwortlichkeit de» Rlinisterwms Steeg solle. Die Regierung Laval-Tardieu werde sich sicherlich eine Ehre daran» machen. derartig« vaierlaudsoerrSterischr.Tivanzoperattonen in Zukunft zu unterbinden. Dieser Enlrüsttmgssturm der französische» Nattono iifien findet sein« ergötzliche Ergänzung in der nicht geringeren Empörung. die die deutschen Patcntpatrioten bei dem furchtbaren Gedanke« an den Tag legen, daß sich Deutschland vom„Erbfeinde" überhaupt Geld leihen könnte. Diese Stinnnungsmache hat bereits die Wirkung. daß selbst in der Deutschen Volks Partei, also in der Partei des Reichsaußenministers, der über diese Frag« beretts verhandelt hat. di« schwersten Bedenken gegen«in» Finanzhilf« von Frankreich erhoben«erbe«. OerMorder unterwegs nachBerlin Kotlatz bestimmt einer der Mittäter Der unter dem Verdacht des Doppelmorde» au den Reichsbanner- lenlen Schneider und Gros in München festgenommene Maurer- lchrling Hans Hollah wird heule abend unter sicherer vewochnng von der bayerischen Hauptstadt die Aahrt nach Verlln antreten. * Ursprünglich wurde schon heute mü dem Eintressen des Der« hafteten in Berlin gerechnet,«s scheinen aber wichtige Gründe vor» zuliegen, die Kriminaltommiisar herbst Veranlassung gegeben haben. ' länger als beabsichtigt, in München zu verweilen. Die Berliner Fricks Klage „Nichts ist mehr tut der bayrischen pollzei? Jetzt verhaftet sie schon Nech Smörver." Polizei stand dem auffallend sreimütlgen Geständnis de» Aollatz von Anfang an etwas steptisch gegenüber und nach den letzten Meldungen aus München, soll der verhaftete hokentreuzler noch keineswegs den Doppelmord eingestanden haben. Die Münchener Polizei» d i r e k t I o n gibt dem Berliner Polizeipräsidium außerdem die Erklärung ab, daß sie keine amtliche Verlautbarung weitergegeben habe, nach der Kollatz ein Geständnis abgelegt hätte. Die Berliner Polizei ist der Ansicht, daß Kollatz weder für den Mord an Schneider noch an Graf direkt in Frage kommt. Dagegen steht seine Mittäterschaft an dem schändlichen Verbrechen so gut wie fest. „Fliegt aus der Partei Was gilt ein H tier�Wort? „Wer als Nationalsozialist sich bewaffnet und Gewalttä igkeiten begeht, fliegt innerhalb von 24 Stunden aus der Partei/ so äußert« sich vor einigen Monden Adolf Hitler, um den„völlig legeten" Charatter seiner Bewegung zu beweisen. — Das ist die Theorie. Die Praxis sieht folgendermaßen aus: Der Mörder Kol- laß. der die Genossen Schneider uno Graf erschoß, entfloh am 3. Januar aus Verlln und gelangte über Brandenburg, Oranienburg, Mecklenburg, dann Magdeburg. Leipzig, München au die österreichische Grenze. Auf dieser ganzen Flucht wurde Solloy von nalionalsozlalisiischen Parleigeaosscu beherbergt und mlk Geldmitteln uaterstühl. Er flog —- aber nicht aus der Partei, sondern an die Grenze! Frage: Was ist ein Hitler-Wort wert? Loepelmann, der Schimpfbold. Seine Verurteilung vertagt. Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts ll sollte heute mittag um 12-Vi Uhr eine Verhandlung gegen den nationaisozialisti. che» Reichstogsabgeordnel-n Studienrat Dr. Lo« p elma n n statt- sinden, und zwar wegen Beleidigung des Polizeipräsident� G ze- smski. Der Fall hat seinerzeit großes Aussehen in der Oesfentlichteit erregt. Dr. Locpelmann hatte Grzesinski. der damals preuß-her Innenminister war. in einer Rede als.Ludenbastard" und„lächer» llchen Bonzen' bezeichnec. Vom Schöffengericht war er zu 300 M. Geldstraf« verurteilt worden. In der Berufungsoerhandlung vor der Ferienstraftamrner des Landgerichts II hatte der Angelegt« Dr. Loepelmann erklärt, daß er den Minister nichi habe herab- setzen wollen, sondern daß er nur eine.chatsächliche Fest- stellung" gemacht habe. Die Strafkammer, unter Vorsitz von Landgerichtsdirektor Walter, ha t« das erste Urteil aufgehoben und Dr. Loepelmann auf Kosten der Staatskasse freigesprochen, weil die beleidigende Absicht nicht schlüssig gefolgert werden könne. Auf die vom Ersten Staatsanwalt Lautz eingelegt« Revision hat das Reichsgericht das Urteil der Ferienstrafkammer ausgehoben und die Sache zur nochmaligen Entscheidung an das Landgericht II zurückoerwicsen. Das Reichsgericht sag, es komm« nicht darauf an. was der Angeklagte beabsichtigt habe, son- dern wie seine Worte in der Oefsenllichkest aufgefaß. werden könn. ten. Cr habe damit rechnen müssen und auch damit gerechnet, daß man den beleidigenden Sinn der Aeußerung herauslesen würde. Der Prozeß ist aber in letzter Stunde ver.agt worden und auf den 20. Februar früh g Uhr anberaumt worden. Das Gericht hat den Prozeßbeginn auf eine früher« Stunde gelegt, damit der Angeklagte nicht den Einwand erheben könne, daß er durch«ine später« Terminsslunde an seiner Teilnahm« an den Reichstagsoerhairdlungen behindert werde. Nazi-Anwalt verdächtigt Richter. Am Donnerstag sollte sich vor der L l e g n i tz e r Großen Straf» kammer der bekannte nationalsozialistische Führer, Landwirt Richard Türk oerantworten. Er hatte auf einer nationalsozialistischen Propazandareis« in der bei den Nazis üblichen verleumderischen Weise den früheren preußischen Innenminister und jetzigen Berliner Polizeipräsidenten Grzesinski beleidigt. Zum großen Er- staunen aller republikanisch gesinnten Kreise hatte ihm da« Liegnitzer Erweiterte Schöffengericht seine Verleumdungen mit einem Frei» s p r u ch quittiert. Selbstverständlich hatie die Staatsanwaltsch ist gegen dieses völlig unverständliche Urteil Berufung eingelezt. Vor der Derufungskammer erklärte der Verteidiger Türks, Rechts cinwali Seiffert, jedoch, er müsse den Borsitzenden Land- gerlchtsdirektor Dr. Collenberg, den Landgerichtsrai Prüfer und den Beisitzer Schimmelpfenniz wegen des Verdachts der Be- fangenheit ablehnen. Er hielt ein« große Propcgandared« für die Nazioerleumder und erklärte, der Landgerichtspräsident und der Oberstaatsanwalt seien nach dem Urteil sofort ins Iustizministenum nach Berlin gerufen worden und hätten Anweisung erhalten, für eine Verurteilung in zweiter Instanz zu sorgen! So müßten die Richter, wie fast alle preußischen Richter, als befangen abgelehnt werden. Er tischt« dann noch einen Glvgauer Fall auf, in dem ein Nazi freigesprochen worden war. Zum Schluß wagte er es. sein« „Ausführungen" schriftlich zusammen mit einem Nazihetzblatt, das über den Fall schrieb, zu überreichen! Der Oberstaatsanwalt betonte mit Recht, daß durch die Ablehnung oller Richter einfach die Rechtsprechung sa- b o t t i« rt werden soll. Es sei unerhört zu behaupten, daß sich sämtliche preußische Richter nicht mehr als unabhängig fühlen könnten. chierauf trat die Beschluß-Strafkammer zusammen, um zu dem Ablehnungsantrag Stellung zu nehmen. Schließlich wurde nach mehreren Stunden der Beschluß verkündet, die Ver- Handlung zu o« r t a g« n. Die Akten sollen dem Oberlandes- gericht Breslau überwiesen werden, das dann über die Frage der Befangenheit entscheiden soll. Ein Blick ins drltie Reich. lFortleyung von der 1. Seite.) fügte er geheimnisvoll hinzu, in der Idee seien beide Organisationen gleich. Sie gingen nur bis zum Cnderfolg getrennte Wege. Auf vcsehl der parlei dürfe er den Mikgliedern nicht mehr verralen. Die NSDAP, habe eben das politische Ziel im Aug«, der Stahl- Helm jedoch das militärische. Man habe sich festgelegt,«och in diesem Zehre die Macht zu erobern, und zwar mit allen Mitteln. Er glaube, daß dieses Ziel noch in diesem Jahre erreicht werde. Sollte man sich wider Erwarten täuschen, so wäre das trostlos und man könne damit rechnen, daß dann für unabsehbare Zell eine NSDAP, bestanden hätte. Diese Ausführungen werden von unseren Gewährsleuten aufrechterhalten, auch wenn sie„berichtigt" werden sollten. Die Funktionäre der Partei haben Anweisungen, der marxi- stischen Press« möglich„Berichtigungen" aufzuhängen, die bekanntlich nach dem Pressegesetz nicht wahr zu sein brauchen. Auf einem SS.-Appell am 13 Januar, ebenfalls in Koblenz, hielt der Redner einen Vortrag„D i« SS. im kommenden Dritten Reich". Er verglich die SS. mit der ÄPll., der polili- scheu Polizei in Rußland. Die 55. sei das geHelme Vollstreckung»- orxuu gegen die Feinde der Ratioualsozlalisteu. Die SS. hätte ein sehr gutes Gedächtnis für diese Schurken und würde sich dies« für oll« Fälle zur Aburteilung merken. Im Fall einer Revo'uknn würden SA. und SS. innerhalb weniger Stunden zu mobilisieren sein und würden die Polizei erledigen können. Unsere nationalsozialistischen Gewährsleute bezweifeln, ob hinter diesen großen Worten der Wille zur Tat steckt. Zahlreiche SA.» und SS.-Leute seien dort nur. weil sie erwerbslos seien, und in den Organisationen einige, wenn auch nicht große, materielle Vorteile hätten. Eine geregelte Arbeitstätigkeit würde diese sungen Leute sehr rasch den SA.- und SS.-Spielereien einer Revolutionsromantik entfremden. Beim Schwindeln erkappt. Morltz-Zarnow will sich herausreden und redet sich herein- Die Versuche des edlen Moritz-Zarnow. des Berfasie rs des Lügenbuches„Gefesselte Justiz", sein« von uns aufgedeckt« Der- gangenheit abzuleugnen, werden immer komischer und für ihn immer blamabler. Zunächst hat Moritz-Zarnow in der Rechts- presse glatt be st ritten, daß er in sozialdemokratischen Blä.» tern Artikel gegen die Offizier« veröffentlicht habe.* Er ha. behauptet, daß der von uns mehrfach zitierte Schimpfartikel gegen das all« Heer aus einem bürgerlichen Blatt nachgedruckt s.in müsse. Darauf veröffentlichten wir eine Zuschrift des Genosien Zimmer» mann von der„Mannheimer Volkcftimme", dem Moritz Im Jahre 1920 Material und Artikel gegen die Offiziere angeboten Hot. chierzu sendet uns Moritz durch seinen Rechts- anwalt Sack eine Berichtigung, die wir mit großem Vergnügen wiedergeben, da sie ein neues Dokument für die mangelnde Wahr- heitslicbe des Enthüllers Moritz ist. Sie lautet: Berichtigung zu der in Nr. 51 vom 30. Januar 1SZ1 unter der Ueberschrift„Held Moritz-Zarnow" veröffentlichen Nachricht: Es ist unwahr, daß ich mich als Zeuge über„Diebstahl auch der Offiziere des Frontheeres" irgendwem irgendwann ange. boten habe. � Wahr ist, daß ich aus meiner Tätigkeit im Felde gar keine '' Kenntnis solcher Bergehen hatte und daher auch keine bezeugen . kem n.e. Es ist unwahr, daß ich irgendwem und irgendwann jemals „Materi?! in Aussicht gestellt habe". Wahr ist, daß ich auf Wunsih und aus Irgendeiner Bsran- lassuno etwa im Frühjahr 1920 nur in der„Mannheimer Vclksstimme" über einen bestimmten Fall schlechter Wirtschaft- gesärieben habe. Wahr ist. daß ich jedes Verlangen auf weitere ähnliche Mit» arbeit abgelehnt habe. München, den 2. Februar 1931. Ewald Moritz. Moritz behauptet also runmehr, nur«inen Slrtikel über einen bestimmten Fall im Frühjahr 1920 für die„Mannheim:? Voltsstimme" geschrieben zu haben. Vor uns liegt im Original ein Artikel der„Münchener Post" vom 10. 5eplember 1921 m'l der llebe.schrisl„wer hat die Front erdolcht?" und gezeichnet von M. E. Moritz! Der Artikel enthält nicht einen, sondern viel« Fälle von Schlemmerei und Mißständen, kann also kein Abdruck des Mannhiimer Artikel» sein! Moritz, der zunächst jede Mitarbeit an der sozial» demokratischen Press« bestritten hat, ist also nunmehr schon in zwei Fällen— und damit gleichzeitig der Unwahrheit über- führt. Wir können ober noch mehr verraten: derselbe Moritz, der in der Rechtspresse behauptet, daß er niemals der Sozial» demokratie angehört, daß«r seine Enihüllertätigkeit nicht vom Partkistandpuntt, sondern„oom Standpunkt des al preußischen Beamten aus" betrieben hätte, ist im 5oinmer 1920 auf einem Magdeburger Lezirk-parkeltag — er wohnte damals in Wernigerode— al»„Varleigenosie Moritz" aufgelrelen, hat furchtbar über die verholte»« veamlen- schasl In den früheren kas:il!ch«n Proviantämtern gelobt und hat verlangt, daß mit diesen veronten sofort ausgeräumt werde! chierfür stehen uns Zeugen zur Verfügung. Außerdem können wir cherrn Moritz mich an«ine ganze Anzahl seiner früheren Ta en zurückerinnern. Aber wir wollen ruhig abwarten, was Herr Moritz weiter berichtigen wir», denn das gibt immer von neuem Anlaß, die Wahrheitsliebe dieses Justiz- reinigers zu charakterisieren. Lle�erschwemmungen in Queensland. IGOO Menschen obdachlos.- Häuser fortgeschwemmt. Condon, 6. Februar. Durch große Ueberschwemmungen sind in Queensland 1000 Menschen obdachlos geworden. Während der letzten 24 Stunden sielen 40 Zentimeter Regen. Die Negenfälle dauern mit unverminderter Heftigkeit an. Der Fluß Brisbane ist ungeheuer gestiegen, so daß man eine vollständige Ueberschwemmung Ccr Stadt Brisbane befürchtet. Visle Häuser sind bereits fortgeschwemmi worden. Die Statu tst von der Außenwelt abgeschnitten. Diel« Straßen stehen vollkommen unter Wasser, zahlreich« Straßenbahnwagen sind im Wasser stecken» geblieben. Di« Polizei hat« Hunderte von Menschen aus den Häusern zu befreien, um sie vor dem Ertrinken zu retten. All« Schiffe müssen den Hafen verlassen, weil sie durch die Trümmer stark gefährdet werden, die durch den Fluß mit reißender Ge- schwindigkeit herangeführt werden. Die KpO-Korruption von�Hatte. Wie der Hallefche Konsumverein ruiniert wurde. In der„Roten Fahne" muß Wilhelm Koenen, der eben erst noch den Kommunisten von Halle vorgerechnet hat. daß ihr Einfluß in der Arbeiterschaft gleich Null Komma nischt sei, den gläubigen Lesern erzählen, bei den halleschen Kommunisten sei alles in schönster Ordnung. Kann so und auch anders, je nach Bedarf. Das Blatt der. Brandler-Oppofition jedoch zerstört die Märchen- erzählungen der„Roten Fahne", es leuchtet hinter di« Kulissen kam- munistischer Genossenschastswirischast in Halle: „Während schon in den letzten Monaten der Zusammenbruch klar zu erkennen war, wurden Mitglieischast, Parteiorganisation. Lieseranten und Ocssentlichkoit ln übelster Weis« angeschwindelt. Obwohl es in einer solchen Zeit notwendig gewesen wäre, irden Groschen zusammenzunehmen, wurden für Gehälter. Spesen, un- sinnige Konserenzen der KPD., Verbraucherkongresse, Rote Migros- Agitatoren und wer weiß was Unsummen Geldes hinausgeschleu- dert. Geradezu ein Hohn auf die furchtbare Rot der proletarischen Massen ist es, dag sich die Cr- tinger, Härtel(die von der KPD. eingesetzten„Ge- nossenschastsleiter". D. Red.) und ihre Trabanten in Kaba- retts, Bordellen, Nepplokalen mit ihren Privat- s« k r e t ä r i n n e n noch in den letzten Wochen amü- slerten. In einem halleschen Kabarett kleidet« sich Ertinger im trunkenen Zustand als Z i ff a r« t t e n b o y an. Damit demon- strierie er wohl der Umwelt seinen Zulunstspzsten. K o r r u p- ten. skrupellosen, unverantwortlichen Elemen. ten hotten die Herrschaften in der Bezirksleitung der KPD. dt« Koenen und Kchliebs, die Bürokraten lui Zentralkomitee der SPD-. die Thälmann. Rsmmele. Schröter. Olisrdärster und Dahlem das Schicksal dir hallescben Genossenschaft. und der ebrlichen opferbereiten Mitgliedschaft überlassen" Der gleichen Quelle zufolg« sind durch den Zusammenbruch des Konsumoereins Halle Hunderle von Arbeitern um ihr« Spargeld« gebracht worden. Unter Umständen müssen st« sogar noch für den Konkurs haften. Auch zahlreich« proletarische Organisationen, die unter dem Einsiuß der KPD. Hall« stehen, so Sportler. Frei» denker. Internationaler Bund der Kriegsopfer usw., die zur Herausgabe ihrer Gelder an den Konsumverein gezwungen wurden, seien um ihr Geld geprellt. Genau so ergehe«» dem Konsumverein In Wittenberg und in Ammendorf, die 100 000 bzw. 13 000 Mark leihweise zur Verfügung gestellt hätten. Da» gleiche gelte von den Koiisumveooinen in Merseburg und Schwor, zenberg. Artist Urban vor dem Vernehmungsrichter. Der Artist U r b a n- N« l s o n, der in dem schweren Verdacht steht, den Mord an dem K nodirektor Schmoller im Mercedee-Palast verübt zu haben, diese Tat jedoch leugnet, wird heute dem Ver» nehnrungsrichter im Polizeipräsidium. Slmtsgerichtsrat Dr. Pieper, vorgeführt werden, und die Kriminalpolizei rechnet damit, daß der Vcrnehmungsrichter aus Grund der vorhandenen schwcrw egen�en Verdachtsmomente den Haftbefehl b e st ä t i g e n wird. Die Mordkommission setzt im übrigen ihr« Ermittlungen fort. Dem Galgen entronnen. Einem der achtundzwanzig Derwisch«, di« wegen de» reoolu» tionären 2lusstandes in der Provinz Smyrna zum Tode verurteilt worden waren und gestern im Morgengrauen in weißen Büßer» Hemden zu den Galgen an verschiedenen Stellen der Stadt Meneme» geführt wurden, ist es gelungen, dem Galgen, zu«ntrtnnen. Es ist der 2Sjährlg« Gefangen« Hussein, der sich plötzlich von den Henkern losriß, die Tsldatenkette dirrchbrach und trotz dem Kugelregen der Wach« im Dunkel der winkligen enge» Straßen entkam. Obwohl eifrig nach ihm gefahndet wird, hat ma» den Derwisch bisher nirgends aufspüren können. Roggendemagogie. Oeutfchnatunale wollen ihre Vergangenheit vertuschen In der letzten Sitzung des Untersuchungsausschusses des Reichstages für nie Rc,Zgenstützunz hat sich deuüich hs.ousgesteät, daß besonders die Deutschnationalen den Ausschuß nur dazu be» nutzen rnöchten, ihre demagogischen und agitatorischen Bedürfnisse im Kamps gegen ihren früheren Fradtionscollezen Schiele zu stillen. Besonders der deutichnmwnale Agrarier Stubbendorfs be- rängt sich hierbei und macht dazu verzweifelte Anstrengungen, die Be. antworlunz für all« Notstände der Landwirtschaft In den letzten Jahren dem Genossen Baad« in die Schuhe zu schieben. Warum bemüht sich der deutjchnationale Araeordnete Stubben- dorsf so än-gstlich vom eigentlichen Thema des Ausschusies abzukommen? Einfach deshalb. wei> Herr Stubbendorsf selbst Dreck am Stecken hat. Herr Stubbendorff, damals noch im trauten Derein mit cherrn Schiele, ist es nämlich gewesen, der sowohl 1928 und 1929 im Reichstag Anträge eingebracht hat, die den Zweck hatten, die Mittel der Deutschen Getreiüehandels- gefellschaft für«ine Allgemeine Roggenftützungsaktion von 30 Mil- lionen noch über 60 Millionen Mark hinaus zu erhöhen. In- zwischen sind den deutschnationalen Landwirten die Preise für G«- treid« nicht hoch genug gestiegen. Sie bemühen sich darum heut«, so zu tun als ob sie niemals eine planwirtschaftliche Organisation des Cetreidemarktes verlangt hätten. Als im Ausschuß der Genosse ch i l f e r d i n g l)«rrn Stubbendorsf auf den Widerspruch in seiner> Meinung vcm Jahre 1929 und von heut« aufmerksam machte, Hot es Herr Stubbendorsf vorgezogen zu schweigen. Und er schien auch keine Lust zu haben, auf eine sozialdemokratische Anfrage zu ont- morten, warum er sich plötzlich so scharf gegeneineGetreipe. Monopolisierung auegesprrchen hat, nachdem die Deutsch- nationalen doch stets mit zu den Befürwortern des Getreide- monopcls gehört haben. Di« Nationalsozialisten beweisen wie in allen Aus- schllssen des Reichstages, auch im Roggenausschuh, daß sie von wirt- schaftlichen Vorgängen keine Ahnung haben. Aber sie mochten auch nicht den geringsten Versuch, sich an das zu halten, was st« ihr Programm nennen. In ihrem sogenannten Programm wettern die Nationalsozialisten gegen den Zwischenhandel und setzen sich für eine straffe Organisierung der Wirtschast unter Ausschaltung des Handels ein. Im Roggenausschuh haben die Nazis a e st« e n eifrig gegen jedes G e tr e i d e m o n o p o l und für die Unterstützung des freien G e t r e i d e h a n d e l s ge- kämpft. Diese Unterstützung wird dem Getreidehandel um so un- erwarteter gekommen sein, als noch im„Angrlfj" vom 3. Februar zu lesen war. daß sich der Getreidehandel an der Rogzenstützung zu Lasten der deutschen Steuerzahler bereichert Hab«. Die wesentlichste Aufgabe des Roggenuntersuchungsausschusses ist es jetzt, die Diskussion so zu führen, daß sich der Ausschuß wirk» lich mit dem beschöstigt, wozu er eingesetzt worden i st. nämlich mit der Untersuchung der Roggenstützung. Die Sozi il- demotratie hat gestern im Ausschuß einen Vorstoß in dieser Rich- tung unternommen. G'.ncsse ch i l f e r d i n g oerlangte für die gestrige Sitzung ein« Einschränkung des nächsten Arbeitsgebietes auf drei Fragen, durch deren Beantwortung zunächst die erste Frag« nach der Zielsetzung der Getreidepolitik der Regierung geklärt wer- den kann. Dies« Fragen sind: 1. Kannte die bisherig« Zollpolitik trotz des drei Jahre hin« durch währenden enormen Roggenüberschusses auch nur«inl'er- maßen ausreichend« Preisoer häUnifs« auf dem Inlandsmarkt aewährleisten? 2. chä'te nicht die Beibehaltung de» Einfuhr» scheinsystem� das deutsche Doltsvermöaen schwer geschädigt, weil Roaaen und chaker aus dem Aus- landsmarkt verschleudert worden wären und Dänemark und flolland mit Hilfe des billigen deutschen Futtergetreides unsere eigene Beredelungs- Wirtschaft niederkonkurriert hätten? 3. Konnte die Umstellung von ausländischer Gerste auf dent» scheu Eosinroqgen dem freien Handel überlassen bleiben oder mutzte hier durch dst Einschaltung der öffentlichen Hand 5)ilfs geleistet werden? Nachdem durch diefe frzlaltemokratifche Fragenstellung die Grundlage für die gestrige Arbeit des Untersuchungsausschusses ge> geben war. nahmen die anwesenden Sachverständigen Stellung. Der Dertreter de» Getreidehandels Artur Lehmann und her Vertreter des Deutschen Landwirtfchaftsrat» Schindler entwickelten dabei vollkommen gegensätzliche Auffassungen. Während der Sachverständige des Getreide- Handels Hand st« Hand mst Herrn Stubbendorsf Propaganda'ür die Beibehaltung der E>nsuhrsch«>ne macht«, die den Ein- und Auoluhrbandel«e'entlsch iördern, wanM« sich der Vertreter des deutschen Landwlrtschaftsrats gegen eine Abstellung unserer Getreidezollpolitik auf das Ewfuhrscheinfystun. * Der Untersuchungsausschuß des Reichstag» für die Roggen- stütznnz setzte am Freitag sein« Dertzäudlungen fort. Reichs- ernährunosminlster Schiel« erläutert« aussühriich dl« zwischen der Deutschen Getreidehandelsaesellschalt und der Getreide-Industrie. :wd Sommissions A.-C. bestehenden Abmachungen. Aus den Berliner Konzertsälen Musikrundschau/ Von Klaus prtngsheim Oer �evoluiionär im Akienfchrank. Sine Festnahme mit Hindernissen Brerlau, 6. Februar. Der steckbrieflich gesuchte Funktionär der KPD., der Angestellt« Werner B r o d d e, der sich fest längerer Zeit unangemeldet in Breslau aufhielt, wurde heute mittag in den Räumen der Bezirks- leitung der KPD. s e st g en o m m« n. Den dort erscheinenden Polizeibeamten leistete Brodde bei der Verhaftung Widerstand, und er versuchte zu fliehen. Nachdem Verstärkung eingetrossen war, wurde festgestellt, daß Brodde in den Räumen der Bezirksleitung nicht mehr zu sehen war. Es fiel aber auf, daß inzwischen ein A k t« n s ch r o n k der Bezirksleitung mit Siegeln des Landtags- abgeordneten Wollweber verschlossen morden war. Da begründeter Verdacht bestand, daß Brodde in diesem Schrank Unterschlupf gesucht hatte, vcranloßte die Polizei, daß der Schrank auf- gebrochen wurde. Brodde wurde in der Tat im untersten Fach dez Schrankes entdeckt. Er leistet« nun seiner Ber- Haftung keinen Widerstand mehr und wurde ins Pollzeigeiängnis übergeführt.| Ans der Hast enklasse«. Auf Grund einer Hoftbelch werde find die im B u n z l a u e r Landsriedensprozeh zu je 2 Iahren Ge- Sfängnie vernrteilten Angeklagten Gottwald und Rsimann und der u 3 Iahren G:fängNtS oerurteilr« AngeUogte Ttamitz au» der Saft entlassen«vorden. Ave drei waren nach der Verkündung de» Urteil», das insgesamt auf viel« Jahn« Sefä�is lautete, in Haft genommen worden. USA. und Liberia. Das amerikanisch« Staatsdepartement nahm die Einladung des Völkerbundes an, sich an der internationalen Kommission für da» Studium oon Methoden zur Abschaffung der Sklaverei in Liberia und zur Besierunq der dortigen sanitäre«« Verhältnisse zu beteiligen. S tuation der neuen Musik In internationalem Rahmen sollt« der musikalische Fortschritt— und mit den lebendigen Kräften neuer Musik sollte die internationale Verständigung gefördert werden: so etoa hieß das Aktionsprogramm, mst dem bald nach dem Kriege die ÄGRM.,.International« Gesellschaft für Neu« Musik", ins Lcben trat. Programm eines Zioeifrontenkampses, wenig ist davon übrig geblieben: zum Erstaunen wenig, denn die Gegnerschaft der künstlerifchen und nationalen Reaktion hat sich gewiß nicht ausrosten lassen. Aber nicht nur, daß der Musik- und Musikeraustaufch zwischen Völkern und Kontinenten längst nicht mehr der Anreguikgen eines Vereins bedarf. über dessen Wirkungsbereich er mzwischen wieder west hinaus- gewachsen ist: der Wandel der Zest zeigt sich gerade auch aus dem Gebiete des musikalische» FortschristS. der heute in der Tat keiner mehr ist, also auch nicht mehr mst vorstößerischen Parolen propagiert werden muß. Man hatte davon in den ersten Iahren, die auf die Dürre des Krieges folgten«in bißchen zu viel Ausheben» gemacht. Au» der grundlegenden Veränderung der Lage hat die IGNM. ihre Konsequenzen gezogen, aus der kämpferischen rückt sie in ein« «her repräsentative Position. Das erste Kammerkonzert, das in diesem Winter die Berliner Ortsgruppe in der Singakademie ver- anstaltet, wirbt mst der Plakatwirkung ber anerkanntesten Namen von heute: Schönberg, Hindemith. Strawinsky. Die Versuche der noch Unbekannten, der nur vermöge ihrer Unbekannthest Neuen, die Arbesten der Mitläufer interessieren nicht mehr: jedenfalls nicht mehr um der Neuheit oder um des Mstlaufen» willen.„Fortschrist" Hot aufgehört eine«mpsehlend« Qualität zu sein. Der nächste Schritt, wir werden es nicht ändern, heißt Reaktion: die Umkehr. die zwangsläufig auf Enstäufchung folgt. Aber es gibt doch«ine Erstausführung an diesem Abeird, und da sich's um ein Werk van Arnold Schönberg handest. gäbe es wohl auch Grund genug, erbsttert zu kämpfen: für oder wider. Doch ber Grenz, und Sonderfall, den das Schaffen Schönbergs darstellt, dieser musikalisch nicht zu erklärend«, doch einstweilen auch nicht mehr weiter zu klärende Fall, vermag das Publikum solcher Konzerte nicht wie«inst zu erregen. Ein Grüppchen Eingeweihter, verstärkt durch eingeweiht Tuende, entdeckt die neue Suste für sieben Instrumente als ein heiter-vergnügliches Tönespiel ohne tiefere Bedeutung. Die übrigen, deren Ohr sie als Nicht musik ablehnen, respektieren mst Recht die Persönlichkeit des Komponisten, und die Aufführung, für die Dr. F r i tz G t i e d r y. als Dirigent die unerhörten Schwierig- keiten der Partitur mit bewunderswerter Ucberlegenhest meisternd, die suggestiv« Kraft seiner Musikerantorstät einsetzt, weckt lebhaften. unbestrittenen Beifall, der allen Beteiligten gilt. Hindemsths Viertes Streichquartett und Strawinsky» Bläser-Oktest, beides Werte, die sich heute durchaus unsensationell und nach Schönberg vergleichsweise gefällig anhören, repräsentieren aus charakteristisch« Art einen ge- wordenen Zustand. Entwickluirgs- oder Uebergangszuftand der Mustk, an dem es in der Tot Grundsätzliches kaum noch zu erkämpfen gibt. Daß ein Werk der neuen Kammermusik, nachdem es(einen Dienst als Novität erfüllt, vielleicht seinen Saisoneisolg gehabt hat. nach Jahren in einem Konzertprogramm erscheint, der Fall blieb in dieser Periode stürmischer Scheinentwicklung ungewöhnlich. Pir freuen uns, das zwelleilige Streichquartett von Philipp I a r n a ch an einem Abend des vartresslichen Peter-Quartetts im Bechstemsaal wieder zu hören. Der Name begegnet uns selten: Iarnach, der deutsch erzogen« Spanier, gehört zu denen, die langsam produzieren und wenig oerösfenllichen, zu den Musikern, die Zeit brauchen, und deren Werk Zest hat Dieses Quartett, ein Sfück erlebter, inspirierter, durch gearbesteter Musik, entstanden mitten in heftigsten Richtungskämpfen, dokumentiert fein« Herkunft aus dem Bezirk einer schöpferischen Persönlichkeit. Zu wem, Eello-Konzerte Kein Mißverstand�, nicht an Cellokonzertabenden mangelt es. obgleich sie festen genug sind. Don der Not der Solistenkonzerte und Konzertsolisten war n«ulich hier die Rede: sie bestünde nicht, wenn an Solistentonzerten oder Konzertsolisten Not wäre. Aber der Cellist, der berufen wird, den Solistenplatz im typischen Sinfonie» ionzert einzunehmen, leidet unter dem Mangel an Literatur, aus der er zu wählen, oder richtiger, fast nicht zu wählen hat. Es fehl! an Cellokonzerten. Aber es gibt heute so viele Komponisten. die mit ihrem Talent nichts anzufangen wissen: hier fänden sie Gelegenhest, sich nützlich zu machen. Gaspar C a s s a d o, der hervorragende Künstler und Virtuose seines Instruments, hat zur Selbst» Hilfe gegriffen und Franz Schuberts Arpezgione» Sonate, ohne dem Stil des Werks Gewalt anzutun. zu einem wirkungsvollen, donkboren Cellokonzert verarbeitet und damit zugleich ein wertvolle« Musikstück für den Konzertsaal gewonnen: ein halbvergesscnes Stück, Schubert hall« es für ein eben neu auf- kommendes, bald wieder außer Kurs gesetztes Sasteninftrument. „Arpeggione", komponiert,— nur halb vergessen freilich: vor kurzem hat Nikolai G r a u d a n, der ausgezeichnete Solocellift der Philharmoniker, es an seinem Celloabend als„Sonate" gespielt. Nun hören wir es mit begleitendem Orchester, im Rahmen des Sechsten Philharmonischen Konzertes: am selben Abend eine reizvolle Neuheit,„Sommerabend" von Zoltan Kodaly, und als Hauptlwmmer Tschaitowslys 4. Sinfonie: unter Furt» wängler in einer Wiedergabe von hinreißender Großartigkeit. Acht Tage zuvor, im 2. Sonde« konzert des Philharmonischen Orchesters, Haydns„Schöpfung", mster Mstwirkung des Bruno» Kittelschen Chors. Diese Furiwängler-Abende in der Philharmonie, um es nur summarisch zu sagen und oft Gesagtes zu wiederholen, sind auf der Höhe wie je, hier ist von Absterben des Musiklebens nichts zu spüren: nichts van den Nöten der konzertierenden Musiker: nichts von Sorge» und Problemen der Schaffenden. Ein deutscher Grotestfilm. Gloriapa'ast' Im Sloriapalaft wird„Der Mann, der feinen Mörder sucht" gespiest, ein Tonfilm, der Anläufe zv einer deutschen Grotesk« macht.(Groteskfilme find fönst«in Vorrecht der Amerikaner.)) Das Thema ist etwa» unerquicklich. Ein junger, netter Mann aus den besten Verhältnissen, der sich nur vor Schulden nicht mehr auskemu. beschließt, seinem Leben«in Ende zu machen, in der moralischen Erwartung, daß seilt« Lebensversicherung sein« Gläubiger befriedigen whd. Ein Einbrecher unterbricht ihn in seinem Vorhaben: die Herren freunden sich einander an, gehen einen Vertrag miteinander ein, wonach der Ganove bi» zum nächsten Mittag die Sache erledigen wird für 15 000 M.. die ihm au» der Lebensoersichernng vermacht werden. Bis soweit ist die Angelegen. hest ganz seriös behandelt warben, der Witz liegt in der Situation und im Text. Es folgt dam, eine Ruhepause der Handlung, indem ausführlich das Leben in einem Nächst okak vorgeführt wird. Da» ist zwar filmisch, aber wenig neu. Der Selbstmörder lenst dort ein junges Mädchen kennen, die es sich nicht nehmen läßt, ihn vor den Folgen seines Kontraktes bewahre» zu wollen. Der Ganove gibt sich die größte Müh«, sein Wo« zu halten, aber all« seine mst den verschiedensten Misteln unternommenen Versuch« schlagen fehl. Er gibt auf und verkauft seiiren Vertrag an Jim. Der junge Mann aber flieht jetzt vor feinem Mörder, und«» ergeben sich eine Reihe grotesker Situationen. Schließlich weiß er keine ander« Sicherheit als im Gefängnis. Natürlich gerät er an den Inn. der mit ihm «taen Ausbruch macht und ihn nun noch rechtzeitig in seiner Woh- nung killen will. Durch die Bemühungen des Mädchens zahlt die Versicherung«ine Abstandssumme an den Mörder, und da? glücklich« End« ist da. Das ulkigst« an der Sache sind die Sitzungen eine» Ganovenkstrbs.Weiß« Weste", der sich als Gesangverein betätigt. Hier hat Robert S i o d m a k allerlei Regieeinfälle, während der Film im ganzen die rein optische Groteske noch wenig erschließt. Friedrich Holländer hat die Musik beigesteuert: Heinz Rüh- mann und Lien Deyers bilden«in nette», sympathisches Liebespaar. Raimund I a n I t s ch e k und Hermann Speelmans geben die beiden interessanten Berbrechertypen. r. „Oie Fremde." Tauenhien. Für unser» Geschmack ist Alexander Duma« veraltet: dennoch konnte man sich für«inen Tonsilm sein« Routin« nutzbar machen. Alexander Duma» konstruierte absonderliche Menschen- schlckfal«. Der Film aber kennt weder Menschen, die ihr Schicksal meistern wollen— noch solche, die sich ihrem Schicksal ergeben. Für sein« Manustriptversasser sind die Menschenschicksale nur die Der- onlassung, ein paar los« aiieinanderhängende Theaterszenen zu fabrizieren. „Die Fremde", die in der Hochzeitsnacht ihren reichen, sie liebenden Mann verläßt und durch da» Leben abenteuert, ist und bleibt un» fremd. E» gibt kein« Entwickelung. es gibt kein« Schluß. solgeru»?, wir wissen wirtlich nicht, was sie auf der Leinwand zu suchen hat. Oder fallt« dieser ganze Film blaß gedreht morden sein, damit Gerda Maurus ein paar extravagant« Toiletten tragen kann? D>« arm« Gerda kann einem überhaupt leid tun. si« mochte so gern« hochdramarisch« Wirkungen erzielen, aber sie darf nur schön fein. D« Regisseur Fred Sauer, der bereit» anständige Arbesten geliefert hat. gesälst sich diesmal in einer gezierten Art, di« unbedingt lacherlich ist. Heinz S a l s o k r. Peter Boß und Harry Hardt' läßt er den resolutln Man», den schönen Lieb- hober und den laoanten Bösewicht so spielen, wie der klein« Moritz sie sich oorstsllt. Di« Photographen haben vorzügliche Eignung für» Lachkabinest: denn si« sehen di« Darsteller mehr als einmal durch «insu Zerrspiegel. Di« Bauten sollen Eleganz vortäuschen, dorm» hat man in menschliche Wohnungen Türen eingesetzt, di« höchstens für Girafsenställ« in Betracht kämen. Bei diesem Film handelt e» sich um ein« deutsch-französisch« Gemeinschaftsarbeit, die einen mst Grauen vor der Ietztze'st und der Zukunft erfüllt. e. b. Theater für Schüler. Kleists»KZlhchen von Heilbronn", Auf Veranlassung der Deputation für das Schulwesen wurde in der Komischen Oper Kleists.Läthchen von Heil- b r o n n" für Berliner Schüler ausgeführt. Emil Lind haste aus diesem Schauspiel einer romantischen Liebe ein primitives Epektokelstück gemacht, in dem nur gelegentlich das Liebespaar Käthcheu und Graf vom Strahl sichtbar wurde. Sonst lärmten Ritter und Rittertrosse über die Bühne, nebensächliche Bilder dehn:«» sich in endloser Breit«, alles schien für die Schaulust der finsterste» Provinz hergerichtet. Dabei zeigten die Schauspieler sprachliche» und darstellerisches Können, das von einer geschickten Regle unschwer.« die Bahn echter Kunst hätte gelenkt werden können. Laut Theaterzettel stammte das Bühnenbild von Emil P i ch a n, wahrscheinlich schuf«r aber nur die Entwürfe zu den wichtigsten Szenen, in denen mit Hilf« von Prcsettionsbildern' die Handlung in ein« visionär-schemenhafte Umwelt gestellt wurde. Daß er gar die Gipsengel-Bision in das eindrucksvolle Blld der brennen- den Burg hineinkitschte, möchte man ihm gewiß nicht zutrauen. Toni van Eyck war ein sehr farbloses Käthchen: weder die hinreißende Liebe, noch die schlicht« Einfalt des Heilbronner Vürgermädchens tonnte sie gestalten. Mit hysterischem Getue und naio-umvahrem Gelispel ist man kein Kleistsches Käthchen. lieber- ragend, erschütternd im Spiel, obschon auch ihm di« Möglichkest zu Nüancierungen bei dieser Aufführung genommen war, zeigte sich Hans Rehmann als Graf Wetter vom Strahl. Es ist gewiß schön, erwerbslosen Schauspielern durch solch« Schulausführungen künstlerssche Arbeit und Verdienst zu geben— und alle Darsteller, außer den beiden Hauptpersonen, waren Er» werbslose. Alle bowiesen, daß solche Arbelt sehr lohnend und er» frenlich werden kann. Nur: diesmal wurde sie es nicht. Tes. Jim Westen nicht» Neues" im Grenzgebiet. Der auch im Soor- gebiet verbotene Remarquä-Film wird jenseits bor tranzösischen Grenze, i» Lorbach(Lothringen) ausgeführt. Sonderzüg« aus dem Saargcbiet werden eingelegt und mehr als 4000 Bestellungen aus Deutschland und dem Saargcbiet sind bereits eingegangen.— Auch von den deutschen Orten an ber holländischen Grenze wird gemeldet. daß Sonderzügc viele Deutsche nach Holland bringen, die sich dort den Remarquä-Film ansehen wollen. Berichtigung. In den Bericht über Marcellus Schiffers Schnell- reou« haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Es soll nicht heißen vom Pomp der früher gewohnten u n sorbigen, sondern bunt farbigen Revuen: und in da, ander« Extrem ist nicht irgendein unbekannter Fischer abgerutscht, sondern der Revueautor S ch» f f e r. „vooaband-iigel'' lchlen- Itf" Sllsred Brikrie deute. Kreitag abend. S Ubr. auf Sm'adi'Ng der VolkSbübne P. S.'m üMirflerfoal de« Natdau'e«, (SlNfiarg Kürnpl»atze. 6 nlatzlailen zun» P> eile von 0,60 M. am Zaaleingang. JAt Ilvvewde» grosse verantlaltet vom 6. d« 28 in der Kunüfliibe, Sionedager Ufa ist, eine Ausfiellung von Ärbestui de» Äalei» H an g« l« r. Ein« ZLdrvng durch da» Druyche Btnfrotn veraatzallet dl, Poltsdükn:» Sonntag, den 8. li'T, Ubr.' Die Leititng bat Dr. firi» Schiff. Nnla':« kalten zum Pieile von o.-ö gv in der«»eschistsftell» der LalksbÜdne. Linünslrake 227. in der BollSdübnen.'öuchhairdlunz. Köpen Icker Straze tv, und im«.d. DmenHtensiratze ZIM. Berlins Kriminalität 1930 Folgen des Elends— SA Prozent aller Mordfatle aufgeklart üoüier haben, wie freilich Kenner her Verhältnisse nicht ander,; erwarten konnten, die Beroisontlichunaen des Berliner BaUvivräsi« diums über die Kriminalität in her Reichshauvtstadt eine weiter an- steiIenhe Ziffer auszuweisen. Die Gründe iieqen aus her ftandi in her Tatsache,. daß ein> Piermillinnenstaht runh SOO 000 E r- m c r b Z l a s e itat, ist h'e Gninhlaac sür ein? Bermebruna der„B�r- brechen aus Gewinnsucht" gegeben. Diese Tendenz zeigt sich in besonderem Mafte bei der Gruvne des Raubes und der räuberischen Ervressung.-ftier haben wir 415 Fälle des Jahres 1929 gegen 546 Fälle sür 1939: das bedeutet eine Steigerung vnn etwa 33 Prn.z. Aehnlich liegen die Dinge beim Diebstahl: die Dissen, 65154 s 1929s und 73975 (1930) stehen sich gegenüber. Es besteht kein Zweifel, daß die Ber mehrung dieser Verbrechen auf das allgemeine wirtschaftftche und soziale Elend ,zurürkzufül?ren ist. Die Steigerimg in der Zahl der T ö tu n g s d c l i k t e ist er- freulicherweise erheblich geringer. Die Ziffern stiegen vnn �14 aus 118. stjervon sind Morde 45 gegenüber 32 des Vorjahres. Gewisse Vorfälle in den letzten Wochen,, wie die langsam« Aufklärung im Falle der E r m o r d u n g der R« i ch s b a n n e r k a m c r a d e n Schneider und Graf und das scheinbare Versagen der Polizei in der furchtbaren Folge der drei Mordtaten an dem Äinadirekttr S ch m o l l« r, dem Händler Fre Udenhain und d«m Autobesitzer Panik haben in der Berliner Bevölkerung eine gewisse Beun- ruhigung über die Fähigkeiten der Mordkomnujsionen unserer Kriminalpolizei hervorgerufen. Demgegenüber muß festgestellt wer- de.n, daß die Zahl der aufgeklärten Morde im Benchtsiahre 93 Proz. gegenüber 94 Proz. im Jahre 1929 betrögt, d. b. fast ebenso groß ist. Die Zahl der aufgeklärten Mordversuche. Totschläge und Totschlags- versuche weist die Rekord zisier von 100 Proz. auf. interessant ist weiter die Abnahme der Anzeigen wegen U n-> zu ch: und Notzucht. Hier sinkt die Zstser gegenüber dem Vorjahre von 496 auf 353 Fälle. Das ist so zu erklären, daß sich hier bereits das Gesetz zur Vckämpiung der Geschlechiskrankbeiten in der Richtung auswirkt, daß gewisse Bestimmungen sittenpolizetlicher Art geändert wurden und so aus dem Bereich der polizeilichen Nach- fnrfchungen berausrallen.* Leider stieg die Zahl der Anzeigen üb-r unzüchtige Handlungen mit Kindern von 834 auf 967. Hier«ine Erklärung ,zu finden, ist für den Außenstehenden außerordentlich schwer. Es bleibt ,zu bemerken, daß mit der Arbeit innerhalb Groß- Berlins die Tätigkeit unserer Kriminalpolizei keineswegs erschöpft ist. Sehr oft wird Derfin von auswärtigen Polizeiverwaltungen zur Mitwirkung an der Aufklärung schwieriger Kriminalsälle herangezogen. So sind z. B. durch Mitwirkung der Berliner Kriminal- Polizei allein in den Regierungsbezirken Potsdam-und Frank- s u r t a. d. O. 4 Morde, 2 Mordversuche und 6 Raubüberfälle ausgeklärt worden. Allgemein läßt sich sagen, daß die Ausklärungs» Ziffern bei den schweren Straftaten denen des Vorjahres sa'st gleichen. Bei den Raubüberfällen zeigt sich eine begrüßenswerte Steigerung der aufgeklärten Falle um 13 Proz Ein Vergleich mit anderen Verwaltungen ist schwer. Mit Recht»eist da» PäRzerprSsStan im„Wegadftr brach Ht darauf hin, daß.die durch die wirtschaftliche und soziale Ausamm«»- setzung der Bevölkerung bedingte verschiedenartige Kriminalität der großstädtischen und ländlichen Bevölkerung sowie die verschieden» artigen örtlichen Verhältnisse erfahrungsgomäh niemals gleiche Erfolg? der kriminalpolizeilichen Tätigkeit in den Großstädten und auf dem Lande ermöglichen". Die Industrie schranki ein. Zeche Baldur will 500 Arbeiter entlassen. Dortmund. 6. Februar. Die H o e s ch- K ö l n- R« u« s s e» A.- G. stir Bergbau und Hüttenbetrieb, Dortmund, hat beim» Demobilmachungskommisiar Antrag auf Einschränkung des Grubenbetriebs det Zeche Baldur in Holsterhausen gestellt. Von diesen Maßnahmen werden rund 300 Arbeiter betroffen werden. 6 proz Lohnkürzung in der Eeidenindustrie. Durch den staatlichen Schlichiungsausschuß wurde m den Lohn- streiligkeiten der Krefelder Seidenindustrie ein Schiedsspruch gefällt, durch den der abgelaufene Gesamtarifvcrtrag für Textilarbeiter und -arbeiterinne» wieder in Kraft gesetzt wird mit der Maßgabe, daß, abgesehen va» den Sonderregelungen für einzeln« Berufsgruppen. die Zeitlöhne, Akkordrichtsätze und tariflichen Aktordstücklöhne um 6 Proz.„ermäßigt" werden. Diese Lohnkürzung soll mindestens bis 15. April gelten. Veraniwortl. für die Redalüon! Kerbcrt Berlin: Airuigen: TA. Stocke. Berlin. Verlas: Varwär!« Verlast G. m. b.£>., Berlin. Druck: Varn>ärt» VllS- bruckerti und Berlaasanftalt Paul Sinacr& Co. Berlin£3 68. Lindenilrake 3. dierjn 1 Seilo««. � ßißifis-Jhtssiggr t z 2 r> <■ m v) CO o oe O b. < Z o CO »- tt 5 z C z u o G (föezirfc yi&mden-€jien BilfiJlfiVYTE ffiCISftlNora»» BERLIN SW 68/ WILHELMSTRASSE 106 TELEFON; ZENTRUM 3205-3207/3284 Golz& Barts Metallwarenfabrik Badewannen Spastische �7 NO 18, PallUadeniirdhe 83 kankurrenslas! _ Rollfilm-Klappkamera PXfl. tedcrbezue mit Aplana* 1:8 in Vario wSeCFUl, nur 20"i; i2 nur 1.80;10 la Postkarten nur 0«0 Verlang Sie unsere Liste V Koste nl egründet 1900' Berlin 65. cnausseestrasse 69. SiempelfabriK Werner& Schade Berlin N, Kastanienallec 43 FcrnsprechanschluB Humboldt 101 1-101. liefer' Kaaistsiuk- oni Mefaiistkmpel promn! SahJnnss« erlelcntorung Fenster- und Gebdude Reinigungs Gesellschaft in.b.H. 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Billard besichtigen Sie meine Ausstellung[R.21, Zahlungserleichterung ohne Aufschlag, bei Kassa 5°/« Tischlermeister Berlin N, Chausseestr. 60 JULIUS KIWI f ddeilage Freitag, 6. Februar 1931 SivAtotift ShnlauLQaSe\bfv>aS& Katastrophe 1918 Wie es sum Susammenbruch kam/ von Reif sathe Kein« politische Frage ist seit Kriegsende in Deutschland so leidenschaftlich umstritten gewesen, wie die Möglichkeit oder Npmög- lichkeit des Weiterkämpfens ini November 1918. In den politischen Tageskampf hincingezerrt, hat sich statt der historischen Forschung sehr schnell� die Demagogie dieser Frage bemächtigt, und es entstand jene berüchtigte Dolch st ablegende, mit der auch heutigentags noch immer erfolgreicher Menschenfang bei Wahlen getrieben wird. Die.'Feststellungen des parlamentarischen Unter- suchungsausschusses über die Ursachen des Zusammenbruchs und das amtliche Material über die Vorgeschichte des Watfenstill- ftandes hat die Dolchstößler bei ihrer robusten Veranlagung wenig gestört. Jetzt aber ist ihnen ein Gegner erstanden, den sie von dieser Seite her sicher nicht erwartet hätten. Das R e i ch s a r ch l v, das seit zehn Iahren an der Geschichte des Weltkrieges arbeitet und in Einzeldarstellungen seit 1920 ein monumentales Werk von 38 Bünden „Schlachten des Weltkrieges"(Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg) herausgegeben hat, behandelt in dem soeben verösscnt lichten letzten Band„Die Katastrophe des 8. Aug u st 1918" jenen dramatischen Kamps vor A in i e n s(zwischen Albert und Mareuil), der zum erstenmal dem Gegner ein rapides Nachlassen der Kampfkraft des deutschen Heeres offenbarte. Der militärische Bearbeiter, Major T h. von B o s e, gelangt dabei über die Ursachen der Katastrophe zu einem Ergebnis, das die Behauptungen von einem Dolchstoß der Heimat endgültig in das Reich der Fabel verweist: „Als sich der Abend des 8. August über das Schlachlfeld der 2. Arme« herobsenkte, war die schwerste Niederlage des deutschen Heeres I e i l K r i e g s b e g i n n zur vollendeten Tot- loche geworden. Die zwischen der Somme und der Avr« vom feindlichen Angriff getroffenen Stellungsdivisionen waren fast restlos geschlagen.... Der G e s a m t o e r lu st aller im Bereiche der 2. Armee verwandten Einheiten ist aus«fäll— 700 Offiziere und 26 000— 27 000 Mann zu schätzen. Mehr als 100 Gejchütze sowie ungeheure Mengen an Maschinengewehren und sonstigem Kriegsmaterial waren verloren gegangen. Bis zu 11 Kilometer Tieie erstreckte sich der feindliche Einbruch in die deutsche Front."(Neichsarchiv.) Ludendorff und die Wahrheit Wo lag die Ursache dieser schweren Niederlage? Die völlig überraschte Oberste Heeresleitung sandte sofort Gcneralstabsofsizicre auf das Schlachtfeld, die als Frontsremde ihr Urteil in einem völligen Versagen der.Kampftruppen zusammenfaßten. Luden- d o r f f sagt hierzu in seinen Erinnerungen:„Die Stellungsdivisionen ließen sich vollständig überrennen. Der auf das Schlachtfeld eist- sandte Generalstabsoffizicr hatte mir den Zustand der... Divistonen derart geschildert, daß ich tief betroffen war." In diesem Zusammen- hang erwähnt Ludcndorff auch, daß eingreifenden deutschen Regi- inentern von weichenden Mannschaften Worte wie„Streik- b r e ch e r" und.„Kriegsverlängerer" zugerufen worden feien, die in der Dolchstoßlegende immer wieder ihren Niederschlag fanden.■■- Die völlige Ucberraschung der Obersten Heeresleitung über diese Niederlage ist einzig und allein dadurch zu erklären, daß sich sowohl die weit von der Front entfernten und ohne lebendige Fühlung mit der Kainpftrupp« stehenden hohen Stäbe wie auch ganz besonders die Ober st e Heeresleitung selbst über die Kampskrast der Front blauen Dun st vorgemacht hatten. Immer wieder stößt man bei Ludendorffs Betrachtungen über die Lage an der Nordfront auf die Behauptungen, daß von Flandern bis Amiens(Heeres- gruppe Rupprecht von Bayern) durchweg verhältnismäßig frische Truppen lagen und in den Monaten April bis August 1918 die Kämpfe— von einigen Wettereckcn abgesehen— keinen besonders schweren Eharoktcr besahen. Diese Auffassung steht in schärfstem Widerspruch zu den Ereignissen. Wer in den Monaten Mai bis August vor der englisch-fronzösischen Generalaffenstv« an der Front Kemme!(Flandern)— Arras— Albert— Amiens— Mont- didicr im Stellungskrieg gestanden hat, wird nur mit Schaudern an diese Zeit zurückdenken. Weit auseinandergezogcn standen die in den Frühjahrsoffensiven zusammengeschossenen und von der Grippe dezimierten Dioisione» zunächst ohne Gröben und Unter st ände einem Gegner gegenüber, der in Erwartung weiterer Angriff« mit massivsten Artillerie- und Fliegermasten und Eni Bereich des vainaiDhuii Eine Reise nach Island Eiskalte feuchte Luft weht über das Meer. Die Sonne ist Himer dicken Wolken und Rodel versunken. Meer und Küste, Himmel und IlLasser haben ihre llmrijse verloren— sie verschwimmen in wesen- !»s«m Grmu Geisterhafte klingen die Kommandowarte unsichtbarer Menschen durch die Stille. Und dann stapft der Posldampser aus dem Hafen L e i t h, der Barswdt Edinburgs, hinaus in die trübe graue See, deren Wcllenkoininc von weißem Schaum bedeckt sind. In einschläferndem Rhythmus neigt er sich bald nach Backbord, bald nach Steuerbord. Er hebt und senkt sich auf und ab, auf und ab Auf der offenen See pfeift der Sturnr. Er stemmt sich dem Schiff entgegen, er packt es wild und ungestüm von der Seite, um es aus feiner Bahn zu werfen. Aber die Maschine ist stärker als der Sturm. Sic mahlt sich vorwärts durch Gischt und wogenden Wellengaug, durch eisigen Röbel und brausende See. Der Nebel geht in strömenden Regen über. Unmöglich, sich auf Deck aufzichallcn. Durchnäßt, zerMist, gepeitschi von Sturm und Regen, flüchtet man in die Kabine. In der Nacht wird das Meer ruhiger. Ein paarmal tritt der Mond durch die Wolken und beleuchtet phantastische Wolkensetzen. Aber gegen Morgen erwacht der Sturm von neuem, und der Regen prasselt auf das Verdeck. Die Felseninseln der F ä r Oer sind passiert, als die ersten Sonnenstrahlen die Passagiere aus ihren Kabinen locken. Nebclwolken steigen in die Höhe, und ein zarter leuchtender Himmel wird sichtbar. Aber nirgends der Saum einer Küste, nirgends ein Anzeichen von Land—»ur Himmel und Wasser. Gegen Abend wird plötzlich in der Fern« ein seltsamer weißer Schleier sichtbar. Ist es Nebel? Ein seltsames Walkengebilde? Es kommt näher, gewinnt Farbe und Form. Ein Alick auf die Karte— kein Zweifel, wir find in der Nähe Islands, und der zarte geheimnisvolle Schleier ist nichts anderes als das Schncegobirge der Südseite, der V a t n a j ö k u l l der Wasserferner, von dessen Gletscher mächtige Ströme und Flüsse gespeist werden. Langsam bricht Dunkelheit herein, langsam verschwimmen die letzten Umrisse de- Gletscherfeldes und der Insel, gerade als sie sich dem Blick deutlicher offenbaren wollten. Vergeblich sucht das Auge die Nacht zu durch- dringen, um das Land zu erkennen, das für die meisten von uns die Erfüllung eines jahrelangen Traumes bedeuten soll. In öden Unioersitätsräumen, beim Einpauken isländischer Laut- und Formen- lebre in den altnordischen Uebungen und endlich bei der Lektüre dc>' Söaur. der großartigen isländischen Prosaerzöhlungcn und der Dick- tunaen der Skalden war die seltsame ferne Insel im hohen Norden immer lebendiger, immer vertrauter geworden Sic hatte die erst lo nüchternen sprachwijscnschaftlichen Studien mit reizvollem, zauber- haftem Leben erfüllt— wir alle standen in ihrem Bann und hatten nur den einen Wunsch, den Schauplatz uncrbörter Naturgewalten und riesenhaft anmutender, geheimnisvoller Geschehnisse mit eigenen Augen zu sehen. Und nun ist das Ziel langer Jahre nahe, nur wenige Stunden trennen uns noch vom Reich des Vatnajökull. Die Phantasie vcr- gißt die Gegenwart, sie überfliegt ein Jahrtausend Sie sieht alt- gelchnäbelte Schiffe schwer bepackt und beladen durch das Nordmeer fahren. Norwegische Kleinkönige führen sie, stolze, starrsinnige Bauern, die sich nicht einem Landcskönig beugen wollen und die Heimat verlassen, um auf dem fernen Island sich einen eigenen Freistaat zu gründen. �Sie nehmen Norwegens Bolls tum und Kultur mit sich, und in der Dämmerung cndloier Wintertage erzählen sie sich uralte Mythen und formen aus neuen Erlebnissen Rommio und Novellen, die so hart, so realistisch und ungeschminkt sind wie sie selbst. Die Sögur entstehen, eine Prosrlitemtur, die nirgends in der germanischen Literatur ihresgleichen hat... Lichter schimmern,- sie kommen näher und näher. Menschen stehen winkend am Ufer. Wir landen in der R a u ch b» ch t, in der einst, vor einem Jahrtausend, die ersten Ansiedler ihre Schiffe bargen. Aar uns liegt Reykjavik, Islands Hauptstadt. Auch hier, in der einst weltenfernen Eiirsamkeit hat die Zivi- lisation ihren Siegeszug angetreten. Die moderne Technik schwingt das Szepter. Immer mehr verschwinden die ölten Holzhäuser, um dem Steinbau Platz zu machen. Warenhäuser, elektrisch beleuchtete Läden mit europäischen Reklamebildern sind entstanden. Wenn man im Auto, das auch hier längst das moderne Verkehrsmittel geworden ist, durch die Straßen fährt, an den Ba-saltgebäuden des Parlaments und des Doms vorüber, so könnte man glauben, sich in irgendeine», mittelgroßen Städtchen des Festlandes zu befinden. Und doch ist Reykjavik nicht mit irgendeiner typischen euro- päischen Kleinstadt zu vergleichen. Denn hier ballt sich zusammen, was in Island an geistigen Strömungen, an wissenschaftlichen, künst- lerischcn, weltanschaulicheii, politisch«), Richtungen besteht. Hier ist das geistige Zentrum des Landes, die Heimat der Maler und Bildhauer, der Gelehrten und Politiker Neuislands. Was Paris für Frankreich bedeutet, das ist Reykjavik iür die Nordinsel mit ihren weiten Lavafeldern, ihren.fern voneinander liegenden Ge- haften, ihren reißenden, eiskalten Strömen, ihren Schrecken und Einsamkeiten— die Leuchte, nach der sie schauen, das Zentrum, das sie von der Einöde, vom Alltag erlöst. Die Universität in Reykjavik ist der Stolz des Voltes. Als sie vor etwa zwei Jahrzehnten aus den vorhandenen drei Fatul- täten, der theologischen, medizinischen und juristischen, zu einer „Haskali", einer Universität europäischen Stils, umgestaltet wurde, da nahmen die Fischer, die draußen auf dem Meer ihre Netze werfen, um die Schwärme der Heringe cinzu sangen, die Bauern, die tief im Innern der Insel auf den alten Häfen der Vorfahren hausen, begeisterten und freud'g-n Anteil an dieser Gründung der ersten isländischen Hochschule. Hier hat die Kultur noch keinen Ab- grund zwischen Hand- und Kopfarbeit aoschaffen. und der isländische Bauer ist oft genug gebildeter als der„gebildetste" europäisch« Intellektuelle, denn er ist noch nicht entwurzelt, er steht in unlös- barem Zusamnienhang mit dem Boden, dem er entstarmnt. Die meisten isländischen Studenten sistd Bauern- u n d F i s ch e r s ö h n c. Ost üben sie diesen Beruf selbst aus, um sich das Geld zum Lebensunterhalt und Studium zu verdienen. Sie sind Werkstudenten, ohne sich dadurch degradiert zu fühlen oder in das entgegengesetzte Ertrcm zu verfallen, sich wegen dieser Tüchtig- kcit als zukünftigen Führertypus, als eine besonders zeitgemäße Elite ihres BolBs zu empfinden. Es bedarf nicht einmal einer halben Togesreiie. um diese? geistige Zentrum hinter sich zu lassen, um Neuisland völlig zu ver- gesten. Auf weiten, von Lavahöhen umgrenzten Hochebenen, deren dunkle Farbtöne einen seltsamen Gegensatz zu dem Grün einiger Wiesenslächen. dem Lichtblau der Wasser, den zartweißen Dampf- wölkchen der Geysir bilden, versinkt alles, was mit geistiger Problematik zusammenhängt. Ohne Wege, ohne Brücken, gefahrvoll, unheimlich, trostlos, primitiv und doch hinreißend ichm und lockend ruht das Land— zeitlos, rätselhaft, geheimnisvoll wie vor einem Jahrtausend. Dr. Elsa Möbus. frischer Infanterie sie unter zermürbendem Dauerfeuer hielt. Die weit auseinandergezogenen Karnpfbataillone wurden durch unab- lässige Teilon griffe ständig in Atem geholten. Nirgends ist die langsame Zermürbung dieser ganzen Front plastischer dargestellt als in E r n st Jüngers:„Wäldchen 123". Wie die tatsächliche Kampskraft der am 8. August überrannten Divisioneil beschaffen war. zeigen die Berichte verontworwngs- bewußter Frontoffizicre. 22. Juli.„Ich taimjici wiederholtem stärkerem Angriff nicht gewährleisten, daß die Stellung gehalten wird."(Maior Picht I./IR. 148.) Ein anderer Bataillonskommoudeur:„Die Stirn- mung war bei uns allen gedrückt. Wir wußten, daß wir auf verlorenem Posten standen." Dazu sagt der Regi- mentskommandeur:„Die Bataillonskoinmandeure erheben ernstliche Bedenken, die Stellung mit den durch Kampf und 'Arbeitsdienst überanstrengten Truppen bei stärkeren Angriffen halten zu können. Dazu kommt der'Ausfall an Offizlereu und die. Z c r s p l it te r u ii g in dem breiten Regimentsobschnitt." Darauf antwortete das Generalkommando:„Falls nicht neue Kampfhandlungen eintreten, wird das Regiment in der Lage sein, die Verhältnisse im Abschnitt wieder zu festigen." Genau so schlimm sah es bei den anderen Divisionen und aoch bei der Artillerie aus. „Das Regiment ist völlig abgekämpft..., so daß ein Versagen zu erwarten ist.... Der Pferdeziistand ist so. daß das Regiment zur Zeit bewegungsunfähig ist. (Bericht des Koinmandeurs Feld-Art.-Regt. S8 vom 6. August.) Wie ausgebrannt die Iiisanterieregimenter waren, zeigen die Kampfstärken von drei verschiedenen Divisionen. Zum Vergleich ist die Kriegsstärke eines Bataillons mit 1200 Mann und die durchschnittliche Großkanipfstärkc 1916/17 auf 700 bis 800 Mann anzusetzen. Es betrugen die Bataillonsstärken dci der4I.Rel.-Dw. 4.1. Res-Dw. � Ih-Ins-Dw. lWestpreußen) Gewehre«„«liw Gewehre uReflmleni Gewehre «Berlin) Inf.-Rsg 18... 255 Inf-Reg 201. 183 . 118... 286„„ 202. 155 „ 152... 104,. 203. 165 «WefNalen) Inf-Reg 13. 268 .. 15. 276 ,, 53. 309 Die sorglose Heeresleitung War nun weiiigstcns von der Armeeleitung alles geschehen, um bei der Zcrmürbung der Truppe sscbcrräschüngsaNgriffe auszu- schließen?--Nichts daoaiy �die Meldungeii-'vvir'vorn über Tank-:< geräufche usw. wurden hinten verlacht!! Ein General st abs-' offizier vom Gencralkommando sagt hierüber in seinen Auf-, zeichnungen: „Das 3l r m e e o b c r k o m m a ii d o spottete über die immer wieder, hervortretende Nervosität der Grabentruppen. wenn von T a n ks die Rede ist. Da kam im Lagebericht der Heeresgruppe die Nachricht, ein Flieger habe... eine Kolonne vaii etwa 100 Tanks gesehen. Ohne Kommentar! Nicht einmal. die Ausforderung, die Ohren zu spitzen!!... Das Oberkommando' war von«nner erstaunlichen Sorglosigkeit." Es läßt sich leicht über Taiiknct-vosität spatten, wenn man nicht selbst gezwungen ist, holbblind im dichten Nebel gegen diese feucr- speienden Panzerungcheucr mit Gewehr und Handgranate kämpfen zu müssen. Wußte"der Führer der 2. Armee, der Kaoallcriegenerol v. d. Marwitz, überhaupt, daß es wi, 18. Juli eine T a n k- fchlacht bei Villers Eotterets mit jchwerstcr Krifis ge- geben hatte? Unfaßlich ist auch die Feststellung des Rcichsorchivs, daß die Kampferfahrungen von Villers Eotterets mit dem neuen Angriffsverfahren— völlige Verncbelung, nur minutenlanges Ver- nichtungsfeuer, Masseneinsatz schwerer und leichter Tanks(350), Aussparung der sich haltenden Kampflinien und Angriff von hinten usw.— den Truppen der 2. Armee am 8. August noch völlig unbekannt waren. Wenn daher der Gencralstabsosfizier Luden- dorsfs am Abend nach der Niederlage bei der Armeelcitung mit de» Worten empfangen wurde: „Das größte Unrecht, das man begehen könnte, wäre/ die Truppe für die Niederlage verantwortlich zu machen.'" so spricht aus dieser immerhin anerkennenswerten Ehrlichkeit zweifellos das b ö s e G e w i s s e n der schweren Unterlassungssünden. Aber eine andere wichtigere Frage drängt sich auf. War noch dem schweren, schließlich aber auch noch glücklich parierten Schlage Fachs bei Villers Eotterets überhaupt noch ein„schwarzer Tag" wie der 8. August notwendig, um nunmehr alle Kräfte auf sparsamste Verteidigung umzustellen? Die Kriegskritik kommt hier zu einer schweren Verurteilung der Obersten Heeresleitung. Eine der besten Kritiken(„Kritik des Weltkrieges." Von einem Generalstäbler) dieser Art gelangt zu folgendem Urteil: „Die Oberste Heeresleitung mußte(»ach dem 18. Juli) er- kennen, daß sie den Krieg nicht mehr angriffsweise ciitsckeiden konnte... Es mußt« sich zwingend die Notwendigkeit der Frontverkürzung große» Stils ergeben, um Auf- srischung der vom Meer bis zu den Argonnen erschöpften Front und Ausscheiden von Operationsreservcn zu ermöglichen." Das ist nicht geschehen und die Ausgabe des Marnebogens (vgl.„Vorwärts" 1931, Nr 14 und 16) ist nur als völlig unge- nügende Teilmaßnahme zu bewerten. Dieser notwendige, wenn auch.-. schwere Emschluß der Heeresleitung hätte, abgesehen von der Scho--- nung der Truppe, auch die polltisch wertvolle Folge gehabt, daß die Heimat bereits im Sommer auf. den tödlichen Ernst der Lage hin- gewiesen worden wäre und nicht durch die völlig überraschend Waffenstillstandsforderung der Heeresleitung im September nieder geschmettert wurde. D« Ende Dieser 8. A u g u st war, das ist für die Lage an der Westsroni das Entscheidende, noch dem blutigen Auftakt von Villers Cotteretc die Brandfackel, die von Dpern bis Verdun die ganze Westsroni in Flammen setzte. Vom August bis zum November gab es den Begriff Ruhepause und Erholung für die deutschen Divisionen nicht mehr. Durchbrüche mit vernichtender Niederlage im freien Feld konnien zwar immer noch im letzten Augenblick verhindert werden, aber die Kampf» In den Schneewüsten SMriens Ewe Schlittenfahrt— Von Otto Benzin Meine Krmnde, die Altaier Jcn nördlichen bewaldeten Altai bewohnen die L« r g» o l t 0 j e r,«tn urwüchsiges, hartes Gebirgsvolk. Ihr Heim ist die spitze Mrtihiilt«, deren einzelnen Streben mi. Flechtwerk, Baum- rindcn und Sand bedeckt sind. Das rleben spielt sich meistens vor den chütten ab. Dort prasselt ein Feuer und wird von den Söhnen und Töch.crn der Berge, Pfeis« rauchend, umlagert. Si>e verfertigen aus Birkenrinde Schale» und fast sämtlich« Haus- gerate. Di« Männer trogen noch den mongolischen Zopf, der verstohlen aus der Pelzmütze hervorlugt. Die Kleidung besteht durchweg aus Hundesellen, die mit gedrehten Pferdehaaren zu- samengearbeitet werden. Die Kinder sind nur mit einem kurzen Hemd beklcidet. Den Frauen liegt die Haus- und Feldarbeit ob, während ots M ä v n e r für die Jagd leben. Teilweis« strht man sie noch mit Speeren auf die Bärenjagd ziehen, nicht selten gewahrt man P s« i l und Bogen. Ihr« Go theit entnehmen sie der Natur, auch wird das Pferd, ihr treuestcr Hausgenosie angebetet. �Besonders inn Rande der Taiga findet man solche Götterbilder. Sie nennen es Dialera, ein an Baumstämmen aufgehängtes Pferd.fell. Der Schomann. der Priester der Altajer ruft seine Gläubigen durch den dumpfen Ton einer Trommel zusammen. Er trägt einen langen ftaftan, über und über mit Fransen von Stoff und Fellen behängt. auch fehlen ihm nicht Ketten au» Quarz. Der Quarz spielt im Leben der Altajer eine große Roll«. Es ist der Schmuck für die Lebenden und für dag Grab. Verständlich ist es. dag sie für das weiße Gestein eine Vorliebe haben, wo sie doch nur düstere Landschaf. abgesehsn von sichten BirkenstäinMen. umgibt. Auf einem kleinen Plateau liegen die Friedhöfe, mit einer Mauer von gesammelten Felsbrocken eingefaßt. Die Toten wer- den auf die Eide gelegt und mit Steinen bis zu einer be. rächt- lichen Höhe bedeckt. Man sieht teilweise Grabhügel von mehreren Metern Höhe, deren oberen Rand eine weiße Quarzschicht ziert. Spä herbst beherrscht den Altai. Rot färben die Rosensträucher die Berghänge und vercinzell blüht ein letztes Veilchen. Das Korn wird mit Sicheln gemäht und von Pferden gedroschen. Di« flinken Tier« werden hintereinander gebunden und im Kreise herumgetrieben, so daß un er ihren Husen die Körner aus den Lehren springen..Armes Dolk� möchte man sagen, wenn man schch dürstige Ernte sieht. Aber Zufrietenheit liegt auf alen Ge- stchtern. Zufriedenheit ist bei ihnen beheimatet, und das mit Rech. denn sie dürfen hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Die Natur gibt ihnen eine Lebensmögiichteit. Sie sind ein V o l k m i t R a u m. Lustig vappcrt am wilden Gebirgestrom eine Mühle, zu deren Sietnen die AUajer das Getreide auf Pferderücken schaffen. R cht romantisch wirkt das primitive Mühlenhaus, besten Pfosten der schäumend« Gischt umspült. Nicht lange mehr wird sich das Mühlenrad drehen. Bald er- starrt her Winter da« Wasser und zwingt den Muster zur Ruhe. Des Morgens sind die Bäche schon mir einer Eisschicht überzogen. Der erste Schnee fällt. Di« Hasen verfärben sich. Das Vieh wird in den Hof getrieben, wo es hinter hohen geflochtenen Zäunen vor den Wölfen sicher ist. Noch gibt es einige Tage Arbeit für die truppen schmolzen in dem feurigen Kessel rapide zu- sammew stirb worin bestand der noch verfügbare deutsche Ersatz? Sollt« die Kriegsindustrie weiterarbeiten können, so bestand er einzig nur allein in Verwundeten und dem letzten Jahrgang HWO, der erst zur guten Hälfte tSJohrealt war. In der historischen Regierungssitzung vom 17. O t- tober ISIS erklärte in Ludendorffs Namen Oberst Heye, daß an der Westfront Isil deutsche Divisionen ständen. 28 Divisionen hätten nur Bataillonsstärken von 200— 300 Mann, die übrigen ständen sich auf 100— 500 Mann. In der Sitzung vom 3. N o- vember 1S18 erklärt« Ludendorfss Nachfolger. General G r a e n e r, die durchschnittlichen Baraillonsslörken stellen sich bei uns auf etwa 300 Mann, bei den Franzosen auf 600 Mann, den Engländern auf 700 Mann und den Amerikanern aus 1200 Mann. Da> letztere ist sogenannte volle Kriegsstärke. Man fragt sich al» Frontkämpfer entsetzt, woher die Oberste Heeresleitung ihre Informationen genommen hat? Wo gab es im Oktober lv18 überhaupt noch ein Bataillon deutscher Jnfan- terie, das 200 Gewehre zählte? Die Regiments- geschichte» reden hier eine ganz andere Sprache. Um nur einige, aber durchaus typische Beispiele anzuführen, zitieren wir aus der Geschichte des 3. Garderegiments zu Fuß: 24. 3uli. Das I. und III. Bataillon hatte sich vollständig zerschossen und die Kompagnien zählten im Durchschnitt noch12Monn!! Es war ein trauriger Anblick, diese wenigen Leute mit den oboezehrten Geü�tern und obgerii'enen, verdreckten Umsvrmcn zu sehen. sRach Auffüllung mit Ersatz im 0k ober): Da» Regiment... war in den Argonneschlachlen völlig erlchöpst. Die Kompagnien zählten im Durchschnitt noch 10 M a n n. Da»„Balalllon" kelle noch 30 Gewehre. Am folgenden Tag lS. Oktober) wurde... das Bataillon auf 2 Lastautos!! verladen* Ein anderes Beispiel: 4. Oktober. Das ehemals so stattliche Regiment bestand noch der Eambraischlacht noch aus 3 schwachen Kompagnien, einem Maschinengewehr und einem Mincnwerferzua— Bataillons- störte also etwaöOMann—.(Geschichte des Jnf.-Reg. 64.) Man könnt« diese Beispiele aus den verschiedensten Regiments- geschichten verhundertfachen. So und nicht anders war der Zustand der.Kampfregimenter, die in Wirklichkeit nur noch kleine Gruppen völlig abgestumpfter, körperlich und seelisch völlig heruntergakom- mener Menschen tarstellte. Die Dolchstoßlegende, die von der Erdolchung eines bis zum Schluß„siegreich kämpfenden Heeres� durch eine ruchlose Heimat fabelt, stellt eine der gröbsten und infamsten geschichtlichen Lügen aller Zeiten dar. Wohl hat es einen Dolchstoß in den Rücken der zerfetzten blutenden Kämpfer von 1918 gegeben. Da» war der Dolchstoß jener ge- sunden kriegsoerwenvungsfähigen Heimkrieger. die den tödlich ermatteten Frontkämpfer nicht durch Einsatz ihr«r Person st sitzten, jener Heim- trieger, deren größter Teil sich heut« nicht nationalsozialistisch genug gebärden kann. Heimkrieger jener Art. wie sie sich einer nur allzu geduldigen Mitwelt präsentiert in uatio- palsozialist Ische ii Führern vom Schlage der Frick. Goebbels. Reuen klow, Lube und Feder. Eingeborenen. Auf Schütten wird das mühsam geworbene Heu und Stroh vor die Hüte geschafft und zu großen Mieten aufgestapelt. D« Freiheit für Mensch und Tier wird auf Monat« eingedämmt. Nur einmal täglich wird da» Bieh, wenn ein Bach in der Olähe ist, zur Tränke getrieben, solange es das Eis gestattet. Sonst ist Heu und Scroh seine Nahrung und«in Maul voll Schnee sein Trank. Winterruhe liegt aus Mensch und Tier. Die Macht der Natur zwingt diese Nomaden, sast ein halbe, Jahr lang seßhaft zu sein. Oer Schnee fällt Ich betrachte den Schnee al» wahre Gab«. Gibt es doch nun Wasior in Hülle und Fülle, was im Sommer nicht der Fall war. Das Naß wurde gehütet wie bares Geld. Beschweilich und mühsam mußt« es mtt dem Pfeive weither geHoll werden. Allzubald habe ich es achten aelsrnt und lieber aus eine wöchentlich« Reinigung — von einer täglichen nicht zu reden— verzichtet, um die nötige Flüssigkeit zum Rasieren zu erübrigen. Jetzt liegt der Schnee vor der Tür. man kann sich pflegen, nur darf man bei dem langsamen Schme'zpro-eß nicht die Geduld vertieren. Dicht eingehüllt ist die Natur. Die Felsen haben ihr rauhes Aussehen verloren. Ei» reines Weiß bedeckt die Hänge und läßt die Sonnenstrahlen an den Schneeknstallen brechen. Weiß« Land» schafi, eine Reinheit, in die man nicht den Fuß zu setzen wagt. Zln den Felsbrocken lassen di« Schneehasen, deren dunkle Lössel- spitzen an dos graue Sommerkleid«rinnern, sich hie Sonne aus den Balg scheinen. Noch finden sie«in« Rinde und einige dürre G äs- chen. Wenige Wochen später können sie nur mit großer Mühe über den meterhohen Schn« hoppeln. Mit dem scheidenden Sonnenstrahl rollt sich die Quecksilbersäule wie ein Igel zusammen. E» wird grimmig kalt. Mollige Wärm« empfängt einen in der Kabache und ein fettiger Duf von Borschtsch belebt den sast eingefrorenen Geruchssinn. In der Herd- ecke hocken die Kleinen der Fcnnille und verteidigen schon zeitig ihr warmes Nachtlager. Das Feuer knistert und knackc, eine rechte Stimmung zum Plautern.„Großvater*, da» Oberhaupt dreier Ge- nerationen, führt di« Unterhaltung, nur wenige sprechen russisch: die Kirgisenzung« herrscht vor. Beizeiten sucht sich jeder cin Plätzchen in der Herdnähe, und nach einem Spelcoini cottchi— Gute Nacht, schlummert der Gastfreund inmitten der Gastgeber. Heimreise Wir rüsten zur H e i m r e i s«. Wenn auch der Schnee weiter« Bodenuittersuchungcn noch gestattet, so kann doch der Körper mit der eisigen Kälte nicht recht„wann* weiden. Gepackt sind die Schlitten, es geh. gen Westen, in die weiße Steppe Sibi- ri«ns oder, wenn das G-schick es will, in den weißen Tod. Nicht wahr sährt man in der landesüblichen Troika. Heute.schatten* die Russen nur mit zwei Pferden. Kurz sind di« Tage, und am frühen Nachmittag muß man sein Quartier beziehen. Auf dem Hofe bleiben die dampfenden Pferdchen. an deren Leibern morgen» lange Eiszapfen hänge«. Es sind hart« und anspruchslose Tiere, treu« Begleiter der Menschen. Jetzt heiß' es de» Bollmond ausnützen und in aller Frühe die Reise unter das Krummholz bringen. Weit ist der Weg bis S« m i p a l a- tinsk. und in der Steppe werden uns Schneestürme erwarten. Grell leuchtet der Mond, den ich von meiner nordischen Heimat her kenne. Aber sein Licht ist ein helleres in den gleißenden Schnee- bergen._. Kilometerweit führt di« Schllltenfahrt über die Eis- schollen de» Jrtisch. Seine Eisfläche ist der Haupto-rkehrs- weg im Wn er. Kein Berg, keine Schlucht stellt sich in den Weg. Mehrmals überqueren wir ihn: nicht vollstäTidig vermochte der Frost seine träge fließenden Master zum Erstarren zu bringen. Aus offenen Stellen dampft das Master. Weiter geht di« Fahrt über Schnee und Eis. Im Osten ver- schwindet di« lange Kette der wildzerklüfteten Berg«. Kaum er- lennbar ist der sonst alles überragende D s« l u ch a. der Schnse blendet zu sehr, um an seinem Gipfel noch einmal mit den Augen zu oerweilen. Vor un» endlos weiße Steppe. Di« Nacht bricht herein, noch ist kein Quartier erreicht. Munter traben die dampfenden Pferde. In der Fern« dumpfes Heulen der Wölfe. Schaurig klingt es durch die stille Nacht. Leise gleit:» die Schlitten über di« weiße Karawanenstraße. Schalten huschen vorbei. Sind es Büschel hohen Steppengrases oder Wolfsleibsr? Man schwebt durch ein« Traumlandschaft. Wie eine Vase wirkt ein Schlitten in dieser schneeigen Unendlichkeit. Im Schne-simm Die Sonne wird verdunkelt, schwarze Wolken verdecken sie. „Der weihe Tod*, schreit mein Kutscher. Ein eisiger Schnee- stürm peitscht die Flocken ins Gesicht. Es brennt wie von N-deln zerstochen. Nicht vermögen die Pelz« und Filzstiefel die Lö per- wärme zu bewahren. Bon Zeit zu Zell wird den ste ig trabenicn Pferden das Eis au» den Nüstern entfernt. Doch bald sind sie wieder von neuem vereist. Stärker wild der Sturm, man ist dem Erstarren nahe. Eine Weiterfahrt hat keinen Zweck. Rasch wer- den dl« Tiere ausgespannt, die sich sogleich mit der Hinterhand in den Wind stellen. Wir kriechen hinter di« Schlitten, wo uns bald eine Schneewehe von der eiskalten Luft abschließt. Man fühlt sich wieder behaglich und verharrt einig« Stunden, bis di« Sonne uns entgegen- oder gar auslacht. Tagelange Fahrt. Nur selten kommt man durch ein Dorf. Am Horizont wird«in großer Dunstkreis sichtbar. Etwa wieder ein Schneesturm? Aber da» Wölkchen sieht hannloser aus. Es ist die in den Atther fliehende Wärm« einer Stadt. Semi- pcsatlnsk rückt näher. Man fährt über die Gleise der Turksib- bahn. Am Abend est« ich in eine? Stolowoja«ine Portion Schaschlik(am Spieß gebratenes Hammelfleisch) mit Reis und Rosinen. Es war meine letzte und zugleich mein Abschieds- essen bei dem gastfreundlichen Bolle der Kirgisen, den Herren der Steppe. e Buch "Dreimal„kleine&ormM Zwei neue Bände Alfred P o l g a r sind im Crnst-Rowohll- Verlag erschienen. Der eine nennt sich„Bei dieser Gelegen. h e i t*. der ander«, die gesiebten Arbellen von neun vorangegangenen Bänden enthaltende„A u s w a h l> D a n d*. Polgar ist ein Schreib- meiste? von höchster Kultur, ein wunderbarer Zerpflücker der Dinge, «in unbestechlicher Durchleuchter deck seelischen Substanz. Seilt« große Kunst: Mit geschlissenem Wort Gestalten und Ereignisse auf ihr« einfachste Formel zu reduzieren, dorthin, wo das Maximum an Wahrhett und da» Minimum an Phrase ist. Höchst« literarisch« Artistik steht hier im Dienst« höchster Natürlichkeit, nämlich jener. die geistig geworden und das gerade Gegenteil van Schollenduft. romantik ist. Lcckerblsien besonderer Art sind di« kleinen Arbeiten, in denen Poigar an die traditionellen Gemütswerte bürgerlicher Literatur sein« tödlich« Skepsis heranträgt. Daß Weihnachten nun bald kommt, merkt er an Verschiedenem:„Auf der Äraß« liegen in Haufen geschlachtete Nadelbäume, getrocknete» Herzblut klebt an ihrer Rind«. Aus den Schaufenstern der Kunsthandlungen v«r- schwinden unzüchtige Darstellungen, und die„Mitternachtsmette im Gebirge* erscheint.* Auch die Landwirtschost ist ihm nicht geheuer. „Dem herzigen Lämmchen kraut der Landwirt sanft das Haupt und steckt chm mit gutem Worte Malestauden ins Maul. Anderen Tage? schneidet er dem herzigen Lämmchen mtt einem herzig«» Messer die Gurgel durch.* Weniger delllat im Formalen al» Polgar, aber oft genug amüsant, pointiert und kurzwellig im Stofflichen ist ein anderer Oesterreicher: Anton Kuh. von dem bei Knorr u. Hirth in Mün- chen«in« Anekdoten- und Kurzgeschichtensammlung unter dem Titel „Der unsterblich« Oesterreicher* erschienen ist. Alt- Oesterreich und Neu-Oesterreich dort, wo es am österreichischsten ist und am österreichischsten spricht, im Spiegel kleiner Begebnisse. Am beziehungsreichsten und lustigsten ist die Neujahrsrede jene» Besoffenen. dem Kuh 1913 am Heurigentisch in Wien begegnet sein will und der da, mit gebrochener Zunge philosophierend, die öfter- reichisch« Zukunft haargenau prophezeit«: Den Krieg, den Zerfall des Staates, di« Revolution, die Inflation:„Also mir amal, mir Oesterreicher, mir san hin... da gibt» kan Kaiser nimmer... mir wern republikanisch... die Dynastie verziagt si... mir krlagn an Präsidenten... an Sozi... bis zur Grenz wird a Stund sein... Ltzgersdurf kommt an Ungarn... In Rußland schmeißen? den Zaren außi... Der deutsch« Kaiser, der fliagt o dauni... Wie teuer i« heut a Rindfleisch? 24 Kreuzer? Dös tost amal glei 20 000 Kro- nen...* Man lächelt« und rückte weg, wie der Besoffene also sprach. H»n» Bauer. PÜI? DEN KLEINGÄRTNER Kleintierhof Im Februar Der Frühling steht wieder einmal vor der Tür, und da heißt es denn auch auf dem Kleintierhof überall nach dem Rechten sehen. Bald werden im Ziege»stall die sungen Lämmer blqkxn und sorgiästigster Pflege harren. Sie müssen oor allem vor Kälte geschützt werden und genügend Aufbaustosse in ihrem Futter oorftnden. Am besten füttert man gutes Heu. Hafer(jedoch nicht zu reichlich), Rüben und überläßt ihnen die ganze Milch ihrer Mütter, die natürlich auch noch sehr pflegebedürftig sind. Bei der Geburt ist größtmögliche Reinlichkeit unerläßlich: denn nur zu leicht kann man durch Unsauberkeit das Muttertier infizieren oder gar einer Dlutoergiftung aussetzen. Die Hände sind, ebenso wie etwa verwendete Geburtswerkzeug«, mit dreiprozentigem Kreolin- wosser zu desinfizieren und nach dem Abwaschen einzuölen. Bor der Geburt gebe man nicht zuviel Tränk«: sorge aber dafür. daß die Tiere neben der üblichen Nahrung auch phosphorsauren Kalk bekommen. Nebenbei darf die Körperpflege nfep vernachlässigt werden. Man entfern« das überflüssige Horn von den Hufen und sorg« für regelmäßige, sanstes Striegeln. Jede- Schlagen und Stoßen der Muttertiere ist unbedingt zu vermeiden. Im Kaninchen st all kann man di« Paarung setzt schon go- statten, wenn man über gute, geschlosiene Ställe verfügt, anderen» falls warte man noch etwas. Tiere, die sich im Haarwechsel Minden, sind vorerst für die Zucht nicht zu verwcnd.'N. Im S ch w e> u e st a l l achte man daraui, daß die trächtigen Tiere keinesfalls fettbildende Nahrung erhalten: es besteht sonst Ge- fahr, baß die Würfe nicht viel wert sein werden. Das empfehlen»« werteste Futter ist Wurzelgewächse, Leinkuchen, Pferdebohnen, Fleisch-, Fisch- und Schwarzmehl, gedämpfte Kartoffeln und saure Milch. Man kann auch Gerste, Weizenkleie und Rüben füttern. Im Taubenschlag müssen die Brutkäfig« gründlich gereinigt und mit kleingeschnittenem Heu und Stroh, da» man zweckmäßig vorher mit der Hand etwas zerreibt, ausgelegt werden. Mitte Februar kann man die bisher getrennten Geschlechter zusammentun, wenn man Ansang Mai flugfähige Jungtiere haben will. Hatte man c-ie Tiere bisher nicht nach Geschlechtern getrennt, so muß man sie jetzt noch aus vierzehn Tage auseinanderwn, bevor man mtt der Zucht beginnt. Auf dem Hühnerhof stt es dann nur ratsam, schon im Februar Glucken zu setzen, wenn man über«inen warinen Stall für die Auizucht verfügt. Wer viel Hühner aus seinem Grundstück"•ölt, sollte setzt die Zuchtslämme zusammenstellen, K. h. die Hennen von denjenigen Hähnen absondern, von denen kein Nachwuchs gewünscht wird. Dabei ist zu beachten, daß man erst vierzehn Tage nach'er Absonderung die Gewähr dafür hat. daß die Bruteier so befruchtet sind, wie man es wünscht. In den C n t, n» und Gänsinepern last« man nie mehr wie ein Ei siegen. Bei der Anlage der Nester denk 5 man daran, daß die Tiere mtt Vorsiehe dort brüten, wo sie gelegt haben. Da» Legenest soll allo nach Möglichkeit später auch das Brutnest sein. Will man gut beinichtetc Eier haben, lo achte man darauf, daß ein Erpel nie mehr al» acht bis zehn Enten und ein Kanter icke mehr als fünf Gänse zu betreu«, hat.tel7unarn usw. sind leider bi» beule noch nicht olle einaeoanacu. Wer den auzqefiiMcn straoeboften bis deulc noch nicht an seinen Nar-rNvor. übenden aboepebe» hat, sende ihn sofort direkt an die Geschöstsstcsle des ltanpi» kartells: Votiert veblschläaer, Berlin Zt. w. Najwrrtblirchstr 4«. Telcvbou: D I, Weddina 3977. Die Vrrteiluna der Drleaiertenzolllrn ist abbänqia von der Zlnaabe aus den Itroaedoaen. Wird der graaedoaen Pichl eingesandt, s» kann auch keine guweisuna der Deleaierten ersoloen und der Verein, die stlb- leiluna, der Ve.urk«der die Gruppe verliert durch dieses Bersäumnis da«' D«I«aoiionsrccht. Dien»taa, 17. gebruar, ZSUi, Uhr. Porstiindekonleren, aller angeschlossenen Vereine. AdteUunaen, Gruppen, Bezirke usw. in Boael»?sesi» sälen, Brltckenstr. 2. Alle Vereine, Adleilunaen usw. baden die Buiibfchreibeit mit onbänaendem Ausweis bekommen. Ohne diesen Ausweis kein 3u!ri!t. Die Vorschriften de» Ausweise» lind aber nur*u beachten. FTGB. Vereinsjuaenb: gunkrionllrkonferen� Gonnabend, 7 gebrua--. 1QM Uhr. in der Geschäftsstelle, Lichtenberaer Eir. Z.— Bezirk Aorden«ll: Lonnabend, 7. gebruar, 20 Uhr, gabresverlammluna bei Boewer. Gwinemstnder Ecke Zkamler Strape.— Treibt Lörprriullur! Di« Veranstalluna finde# Sonnabend, 7. Februar, im Echulkinv. Bankilr. 20, Ecke Wiesenitrass«, slart und bietet u. a. Gnmnastik.«inen Lichldilderoortraa»Der nackte Leib" und ein Laienspiel. Tinlritt»kart«n zum Preise von 8S Pf. stnd an der Abendkasse ,u habe». Fußdallivterelsealra iv Moabit und kbarlotteadura. Der«inziae bundes. treue ffuübollverrin in beiden Vezirkcn. die Duüballabteiluna der s?TGB.- Gbarloitendura. nimmt»och Mitaliedcr auf. Meldunqen an Geich Haustein. NW. 87. Zwinalistr. 7. Ten»i»-Zt»t Giost. Berlin, t. L., Hotkeizadteilunp. Gonntag, 9. Februar. 29 Uhr, Madai. Gckr ssruchtstrasie. Treffpunkt zur Tahrt nach ssstrstenwalb«. Weiterwandcrunq mit»Tennis-? o: Türstcnwaldc". Nachtlialer bis tOVj Uhr Volksbaus, gllrftenwalde. Gonnadend. 7. Februar. ZS Udr, Nreisaeschäftsstelle. Glsässer Gtr. 98—98, Hoekenaen-ralversaimnluna. Wassersportler de» 1.«reifes. Alle Teilnehmer zum Saldlaul treffe» sich Gannta« um 12'/, Uhr im Stadionaebäude, Volksvorl Rehberne. Di« Vereine bringen ihre roicn Vereinsfahnrn mit. Dt«»Ratursreunbe-, Abt. Wcdbinn. Eonnta« Rodeln. Treffpunkt 7� Ilbr Bdf. Wcddinq. R-ds-hrer,.Eolidarität-. Tonren für Soiintaq, 9. Februar. 3. Abt.: Herz. fclde, Start l» Uhr Rohde. Diefsenbachstr. Z9.— 3. Abt.: Gternwaeie Treptow. Start 17 Uhr Bhf. Treptow.—». Abt.: Tour..Ziel am Start IS Übe Schreib«!, Triftstr.«Z.— Abt. grlcdrichsdain: Unterhaltunasabend, Start l8 Uhr Horn, gorndorfer Str. 9.— Abt. Moabit: Wintcrfahr! für Rad, und Motorradfahrer. Slart 1.5 Uhr. Ziel am Start.— Ad!. Reinickendorf: Wanderunp Birtcnworder und Umaeaend. Start VS Uhr Bhk. Echbnliol,.— Abt. Stealip.Lickitcrfclde: ssuütour nach Potcdam, Star: 9 Uhr Stcolip.— Rennfadrcr Berlin. Ritte: Echänerlinde, Start 9 llbr LSniastor.— Sonftiq« Vrraastaltrnoeu in da, Woche vom». bi» lt. Tebruor. Achtunq, Adtcilunasleiterl Die Gintritt»» karten und Plakat« zum Taufest stnd umsehend in der Gauaefcho-tsstell», G. Eeefter, Berlin v. St, Romintener Ell. so, abzuholen.— Der Bundcsfilm läuft nicht, wie bekannt, am ä. März im Bezirk grirdrichsbain, sondern im Werbcmonat April. Datum wird noch betanniaeaeben.— 3. Abt.: 13. ge- bruar, 29 Ubr, iZunitionärststuna bei Rbode.— Abt. �riedrichobain: 19. ge- bruar. 1919 Ubr.«raftfahrersipuna bei«iilchust. Petresburacr G:r. d. Pi. iko» bruar Dunktionärstpuna ebenda.— Abt. Dcistcnsec: 9. und 12. gebruar. Reipenfabrer-Uebunasflunden Turnhalle Weinens««, G>istav.AdoIr-Straste.— Rennfahrer Derlin-Mit:e: 9. sZebruar Badcabend Stadtbad Gartenstr.0�... m. 36.- Heprenzimniep-Tiscb. ä f� m. 35.- Kiicbensiuhi.............. m.a.ao meiaiibeii............... m. ig.- Ganz besondere Gelegenheiten: Kompl. Kücnen,..n0r m. 145.- AnHieiflescPPanH. SSSÄT mlt m. Wäschcabtcü. u. Inncnspiegcl, gebeizt, nur III» I uüa AnKieieeschranK. 0?"»« s'voiim m 1715 Türen, Wäscheabtfil. u. Innenspiegel, nur•II- 1 1 w.' AnHieidescPronH, r�ommltwa�Ar- m«»c abtcilung u. gesdil. Spiegel.....nur III« lUMc� Verkaat gegen Barsehlaeg Steglitz, Albrechtstr. 12 Ecke SchQlzenstraOe PROGRAMM für die Zeit vom 6. bb 9. Februar KINO-TAFEL moQ Potsdamer Sfrafpe 35 W. 3, 7, 9 Uhr S. 3, S, 7, 9 Uhr Tonfilmlustspiel: DlePrlvatsekrclÄrlB mit ReBaie Möller, Felix Brcssarf, Hermann Thlmfg Rheinsfrafjc 14 Ka(lln.Elche, W. ah 5.15 Uhr S. ab 3.15 Uhr Die elf SdiilledicB Offlxlere mit Caralll« v. Hollaj. Ernst Röcker», Albert Sielnrödc, 7 Akte Fflr Jugendliche freigegeben I Odcon, PolidamerStr.TS W. 5, 7, 9 Uhr S. 3, 5, 7, 9 Uhr Ihre MafesMt die Uebe mil Ktlhe ». Nagj-. k Lederer, R. A. Roberts, Turm strafe 12 fafwu" Thre Majestät die Liebe mit KSibe ▼. Nagy, Fr» Lederer, R, A. Reberls Alexanderstr. 39-40 (Passage) Den ganzen Tag geOffnet! Einbrecher mit LUlan Harrey, Willy Frliscfa B W.stan M Primus-Palast W 5.16,7.15,9.15 S.ab3 13, 5.15,7.13, 9 15 Potsdamer Str. 19 Ecke Margaretensir. Uraufführung der Aafa-Tonlilm-Ope- rene: Oer Betfelsfadent mit Heinz Bollmann, Fritz Sdialz, fsrnlta Nnvotna. Trans vaa Aalten, Paul Wesleimeler. Regie: Victor Janson E Friedrichstadt"h Franziskaner abT?guh?lmm. Oeorgensiraße(Ecke FriednchstraBe) 3-Stunden-Programm: Um II, 2. 3. 8 und II Uhr; Dia keusche Söaderta mit Collcea Moore, NeU Hamilton u. a. Um 12. 3. 6 und 9 Uhr: Neueste Wochen- und Knltnrschan und ein TonITmsketsch in deutscher Sprache Um ti30. 3 30. 6JO und 9.30 Uhr; UnterwelUonfilm: Der Tanz gebt weiter Die Kamera z. �'uhr Unter den Linden 14 Mensch der Masse. 3 fange Herzen Sonnabd H'/cUhr Nachtvorstellung: GedScfatnUfcicr für Edmund M ei sei Trauermarsch d. Masch v. G. Thomas Teile a-foiemkln. Der blaae Eznrcb Die ktetec Msraabe- T- Moabit Artushof-Lichtspicle Pcrlebcrger Straße 29 W a. 5. IS, S. a. 5 U. Film- und Döhnenschaa Das hellige Sdiwelgen Leiden,«hatt m. Ullan Harvey, Otto Gehfihr Nariendorf Welt-Kino Woch?nt MS' � Sonntags ab 4 Alt-Moabit 99 1U0 proz. Tonfilm Tiagcl-Taagel mit Elb. Pinafeif, Kampers, Verebes— Fox-Tonnrodbc k Cbartottanburg1 W Kant-Lichtspiele Kamstr. 54(an der Wilmersdorfer Str.) W. 5, 7, 9 Uhr Stg. ab 3 Uhr Tonoperette: Die Marqulae ▼ Pompadour mit Anny Ahlers Schlüter-Theater SchlDterstr. 17 Beginn: 3. 7, 9 Uhr Stg ab 3 Uhr: Jugend-Vorstellung Lachen ohne Ende über Tonlustspiel: Zaptensfarclch am Rhein m. Ch. Sosa, 8. Arno, H. Möwe— Beiprogramm g Atrium Beba-Palaat Kaiserailee, Ecke Berliner Straße Sonnabend und Sonntags 5, 7, 9.15 Uhr Uraullührung! Tonfilm-Operette: Der Bettelsiodent mit Hans Heinz Bollmann, Fritz Scholz. Jarnlla Novofna, Trans ▼. Aalten, Paol Wesleimeler— Tön, Beiprogramm d Schönabarg 1 Titania Sdhönebg. Hauptstraße 149 100 proz. Tonlustspiel Eine Freondln so goldig wie da mit Anay Ondra. Brcssart Arno Ton beiprog ramm W ��rIaSäna>��"k Kronen-Licht&piclc Rheinstr. 63 W. 7,9. Sonnabds.. Sonn:gs ab 5 Uhi: Tonlustspiel: Sdmeider Wibbel mit P. Henkels- Grofjes Beiprogramm Jugend), haben Zutritt W Staglit«" B Titania-Palast Steglitz. SchloBstr. 5, Ecke Gutsmuth&str Urauiführung! 100 proz. Toniilm! Der Liebcsarzt mit Harry Liedlke, Oloa Gratia, Fritz Schulz, Radolt Leltingcr. Regie: Erich Schönte, der Dazu das tönende Beiprogramm y_Ji Wochentaps 7, 9.10 Uhi ak�äa Sonntags 5. 7, 9.10 Uhr Sonntag 2>h Uhr: Jugendvorsteüung Potsdamer Str. SO Tonfilm; Sdmeider Wibbel— Ton« bei Programm— Wochenscbaa Jugend L haben Zutritt Ma I i Martcndorter Wochentg. L la- tal Uditspiele ab 7 Uhr Chausseestr. 305 100 proz. Tonfilm Der Weg nach Rio mit Maria Solreg, Kort Gerron Toabelprogramn Tempclhof XlVOll Berliner Str. 97 Beg. 5, 7, 9, Sonntags 3 Uhr; Jug.-Vorst 1 00 proz.T onfilm: DiePrtvatsekreiäi in mit Renate Möller, Felix Bressart T onbeiprogramm B SUdwesten■ Lichtspiele Südwest Blücherstr. 12 W. 5, So. ab 3 Uhr 100 proz. Tonlustspiei: Laobenkolonfe mit Kampers, Pidia Lästige Mmikasten Beiprogramm— Tonwodic Füm-Paiast Kammersäle Teltower Str. 1 Freitag 7 u. 9 Uhr Kriminalkom. Engelbrecht spricht zu dem Film; Im Kampf mit Acm Verbrcchcrlnm Sonnabend ab 5, 7. 9, Sonntag ab 3 Uhr Das Liebesllcd mit Renate Möller, Ckostar Fröhlldi a sadbn a Primus-Palast Am Hermannplatz, Urbanstr. 72/76 Wo 6.45, 9 U., Sonnt, ao 3 U Wegen Rieseneriolg verlängert Der gioße Ton-Sprechfilm: Der Weg nach Rio(Mädchenhändler) mit Maria Solycg, Oscar Ho molka, Kart Gerron Auf der Bühne; Große Internationale Böhneaschao Th. am Moritzplatz Beg: Wochtg ab 5 Uhr, Stg. ab 4 Uhr Tonkomödie: Sdmeider Wibbels Oer Ku� m. P. Henkels, Greta Garbo ■ wunaim B Mercedes- Palast Hermannstraße 212, Ecke Jägcrstraßc Werktags 6*4 Uhr. Sonntags 3 Uhr 100 proz. Tonfilm: Die Firma heiratet mit CharL Ander, Oskar Karlweis beiorogramm— ßöhnenschaa Kukuk Wochen t. 6.45, 9 U Sonnt. 3, 5, 7. 9 U. Kottbasser Damm 92 100 proz, Tonfjim: Ihre Mafesill die Liebe mit KSlbe von Nagy, Franz Lederer— Tonbci Programm F-sreKirtr Wochen». Mt, 9 u ErcwCClSlOr. Sonntags 3, 5,7,9 ü Kaiser-Friedrich-Straße>91 laOproz-Tonfilm- DlePrlyatsekreiArin mit Renate Müller— Tonbelprogr. Stern, Kermaniutra�e 49 Wochentags 6,45, 9, Sonntags 3. 5. 7. 9 U. lOOproz- Tonfilm: Ihre Mafeslftl die Liehe mit Köthc von Nagy, Franx Lederer— Tonbeiprogramm a SOdecfw a Filmeck Skalitzer Straße, am GörliUer Bahnhol Beginn Wochentags: 6.30 und 9 Uhr Sonntags: 3. 5, 7. 9 Uhr T onoperette: Ihre Mafeztöt die Liebe mit Klihe ▼. Nagy, Franx Lederer, Sxöke Szakall— Böhacnzchan Luisen-Theater Reichenberger Str. 34 Anf. W. 6 30 u.9 U. Stg. 3, 3. 7, 9 U. 100 proz Tonposse; Drei Tage Mittel- arrest mit Lade Englladt Beiprogramm— Böhnensdiaa tC PROGRAMM für die Zeit vom 6. big 9. Februar Stella-Palast Köpenicker Straße>1—14 Wochtgs. 6.30, 9 v. Sonntags ab 3 Uhr lOOproz. Kriminaltonfilm: DerMana, der den Nord beging mit Conrad Veidt, Heinrich George, Trade voa Molo— Tönendez Beiprogramm Böbnensdian Sternwarte— Treptow Sonnabend 8 Uhr, Sonntag 4, 6, 8 Uhr: Slam, das Land der wetgen Elefanten (Film) g Nordoztaei � „Elysium Prenzlauer Allee 56 W. 5.15, 7. 9.15, S. 3.15.5. 7.15, 9 15 Uhr Tonfilm: Die Prlvaizekretörln mit Renate Möller Böbnenzchan— Foxtonwoche flora-Lichtsp. LAÄ!r Wo. 6.30, 9. Sbd. ab 5. Sonnt ab 3 Uhr. Tonfilm: Der Weg nach Rio mit Maria S rlveg. Kort Gerron Die Bande der Wölfe Germania-Palast Frankfurter Allee 314 Beginn der ersten Vorstellungen: Wochemgs. 630 U. Sbds 5. Stgs 3 U. Der große Ufa-Tonfilm Einbrecher m. LH Karvey.W.Frltsch, Ralph Arthur Robert», H. Röhmann Beiprogramm Bühne: Er lat doch der Fapa nrit Lun�Palast Gr. Frank-furter Str. 121 7 onfilm: Die Marquise tob Pompadour m. Annv Ablers, W. Ji Bühne: Georg Erich Schmidt s.g.Caba3Uhr,r Pharus-Lichtspielc MQIIerstr.142 W.5.7.9U., Stg. 3.8.7.911. 100 proZ-Tontflm; Kostöber In» Glück mit Jenny Ingo, Fritz Schnlz. Szöka Szakall- Erde, der große Russenfilm von A Dowshenko Schwarzer Adler Woch. 5, 7, ca. 8 45, Sonnig 3, 5, 7, ca 8.45 Dtc fliegende Flotte mit Ramon Nova rr i o Gastspiel Erik Döllen laßt eine Taube mit einer goldenen Uhr um den Hais ins Publikum fliegen und erhält derjenige die Uhr, bei dem sich die Taube niederläßt Jugendliche haben Zutritt Concordia-Palast Andreasstr. 64 W. ab 5 U., Stg. ab 3 U. Feuert ransport(Episode aus dem zaristischen Rußland) Bühne: Ausstattungs• Revue: Reetz drebt ein Ding Viktoria Lichtbild Tb. Franklurter Allee 48 Woch.* 5. 7. ca 8.45, Stg. 3, 5. 7. 8.45 U. lOOproz. Tonfilm: Das Lied Ist aas mit Ltane Haid, Willy Forst Mlcky Im Gespensterbaas D Nnu-Llchterbnrg"k Kosmos-Licbtspiclc Lückstraße 70 Beginn Woch. 5. 7. 9 U. Nur 4 Tage! Sonnt 3. 5, 7. 9 U lOOproz Tonpösse; Drei Tage Mittel- arrest mit Lade Englisch Tonbeiprogramm Kino Busch MIÄ All-FriedrichsfcldC|0 Beiprogramm Nor eine Nacht mit Ciivc Brook Rivalen im Weltrekord m Bob Sioll WelOens Schloßpark Film- Bühne Berliner Allee 206—210 Tonlustspiel Die Firma beiratet Der große Russenfilm: Erde Tonbe iprog r am m Merd*n A 1 h 41 m Fl?*z% Müllers Ii aße 136, /Vinamura Ecke Seestraße Wochen!. 5, 7. 9 U, Sonnt 3, 5, 7. 9 U Tonfilm: Der Mann, der den Mord beging mit Vetdt, George Tonbd Programm Prater-Lichtspiel-Palast Kastanienalice 7-8 W. abS, Stgs.3>/, U. 2 Erstaufführungen; Froertransport, gr. Russenfilm•— Lachendes Leben ßü: Madame Salome und Ihr Revue- Ballett Mila-Palast Schönhauser Allee 130 W.5. S. 3 U. lOOproz Tonfilm: Das Lied ist ans mit Liane Haid, Willy Forst Böbnenscbaa Filmpalast Puhlmann Schönhauser Allee 148 W. 5, S. S'/aU. Tonoperetie: Lentnanl warst du einst... mit M. Christian» Beiprogramm— Bühne: H» Pldsa, Hella Torregg, H. Pieper m Pankow k Palast-Theater Breite Straße 21a W. 6 JO, 9, Stg. 4, 6J0. 9 Tonfilm: Der Herr anf Bcsiellonfl mit Willy Forst Bühnenschan— Beiprogramm � HlgraeMchanhauiaw� Film-Palast SÄK«» Blankenburger Str. 4 So 2'/i Jgd.-V. Wochtg 6.30, 9 U-, So. 4 30, 645. 9 U. Tonfilm: Der talsdie Feldmarsdiall mit Roda-Roda— Roa-Roa, der Sdirei der 5 rhu»acht ■ T*«*'» Filmpalast Tegel«SeJ l'" Stgs. 2 U- Jgd.- Vorst w. 6. Stg. 4», 4 U Operetten-Tonfilm-Revue Nor dn, Farbeaton- Beiprogramm— Sport« treffen DeaUeblend— Japan, To�io Union-Theater Haaptstr.3 W 6, 8'i. Stg, 4V«, b>». 8'« u. Stg. 2 a Jgd.-V. Held des Tages mit Max Scfameling Das alle s allbans m. O. Tjchrchowa G Hownlftsaert> Filmpalast Stg. Ä*-8Va Berliner Straße 59 Stg. 2 U. lug�Vont. Ton-Sorechfilm: Er e%A*v Ich? mit I