t. t де EE e80 m cte n 产品 名 70 en er, 両 et ng er's 绝 品 S B Die en ch Eft, 丁丁 号 】 Ob 50 55 nt en er nel ein hr en he fg. SL 22. ". # et Nr. 157. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 9 Redaktion: Beuth- Straße 2. t Aus den Berichten der Gewerberäthe für 1890. I. Donnerstag, den 9. Juli 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. unternehmungen und die Verstöße gegen das Gewerbe recht Die Zahl der beschäftigten Kinder überhaupt stieg im sich erweisen, welche der öffentlichen Feststellung und Abhilfe Regierungsbezirk Breslau um über 130 pCt., so daß im Ganzen fich jahraus jahrein entziehen. jetzt 1382 Kinder in diesem Regierungsbezirk beschäftigt Außerdem aber geht hieraus auch hervor, wie sehr un- werden. Auch die Zahl der arbeitenden Frauen ist erheblich mehr zureichend die eben erfolgte Gewerbe- Aufsicht in Preußen als die Zahl der Arbeiter insgesammt gewachsen. Während es im Jahre 1889 im genannten Regierungsbezirk In einem über 400 Seiten starken Bande zusammen- ist, indem an Stelle der bisher vorhandenen und an Zahl gestellt sind soeben unter dem Titel: Jahresberichte fo gänzlich ungenügenden, noch nicht 50, Gewerbe- Auf- 41 106 Arbeiterinnen gab, sind jetzt 45 638 gezählt worden. Demnach sucht sich also die Industrie, welche sowohl ber Gewerberäthe und Bergbehörden für fichtsbeamten nunmehr hundert und einige sechszig treten an Ausdehnung wie an Intensität erheblich wächst, in 1890" die Berichte der preußischen Fabrikinspektoren er- sollen. Schienen. Dieselben behandeln nach einem allgemeinen Ueber- Die Gewerbe- Aufsichtsbeamten werden dementsprechend steigendem Maße die billigen und billigsten Arbeitskräfte blick über die Thätigkeit der Gewerbe- Aufsichtsbeamten und reichlich dreimal so viel Gewerbebetriebe besichtigen können, dienstbar zu machen, während die theureren Arbeitskräfte, die Männer, mehr und mehr aufs Pflaster geworfen und über den Bestand der ihnen unterstellten Betriebe, die Zahl als bisher; das würde aber, selbst wenn die Zahl der zu die Schaaren der industriellen Reserve- Armee, dieses Grundder Arbeiter, die Ausstände, die Arbeitszeit, Kündigungs- beaufsichtigenden( gewerblichen Anlagen nicht bedeutend anfrist, Arbeitsordnung, den Schutz der Arbeiter vor Gefahren, wüchse, kaum mehr als ein Drittel der vorhandenen Fabrik: quells für die Uebel der privatkapitalistischen Produktionsund endlich die Maßnahmen, welche sich auf den Schutz der anlagen in den Kreis der revidirten Gewerbebetriebe ein weise, zu vermehren gezwungen werden. Die Männer der Arbeit hungern und verkommen in Nachbarn auf genehmigungspflichtigen Anlagen beziehen. beziehen; nun kommen aber zu den zu beaufsichtigenden immer größeren und größeren Zahlen auf der Straße und Von hervorragendem Interesse sind die Berichte der Fabriken noch die viel zahlreicheren kleingewerbAufsichtsbeamten für Schlesien und zuvörderst diejenigen, lichen Unternehmungen und einschließlich der Haus- die Weiber und Kinder plagen sich zu Tode, verkümmern und verelenden rascher und rascher im Staube und Qualm welche sich auf die Regierungsbezirke Breslau und Liegniß industrie hinzu; das Feld der Fabrikaufsicht erstrecken. Im Regierungsbezirke Breslau war die Zahl ist also ein ganz außerordentlich größeres geworden, wäh- der Fabriken. der Fabrikanlagen von 3210 auf 3697, also um 487, und rend die Zahl der Aufsichtsbeamten noch bei weitem nicht im Regierungsbezirke Liegniz von 2835 auf 3350, das ist so vermehrt worden ist, als es der Umfang der jetzt schon um 515 gestiegen. Beide Regierungsbezirke zusammen hatten der Fabrikinspektion unterstellten industriellen Gebiete eralso 7047 Fabrik- Unternehmungen aufzuweisen. Von diesen fordert. Im übrigen braucht man nicht etwa zu denken, find 605 Fabriken besichtigt worden, im Ganzen also gerade daß der Gewerberath für die Regierungsbezirke Breslau und Briefe aus Frankreich.") 10 pCt., während neun Zehntel aller Fabriken ohne jegliche Liegnik mit fammt seinem Assistenten etwa weniger geleistet Die Vorfälle in Fourmies und der Prozeß Turpin stehen mit Aufsicht geblieben sind. In jener geringen Zahl der be- hätte, als die übrigen Fabrikinspektoren, im Gegentheil muß einander in unverkennbarem Zusammenhange: wir sehen in ihnen fichtigten Fabriken haben sich nun schon zahlreiche Verstöße das hier zu Tage getretene Verhältniß der revidirten Bewei Bekundungen des bürgerlichen Patriotismus; in Fourmies gegen die Fabrikordnung feststellen lassen. triebe zu den der Fabrikinspektion unterstellten Fabrik- fchießen Soldaten auf einen unbewaffneten Boltshaufen, der bei In 19 Fabriken z. B. mußten Verfehlungen gegen die anlagen als das unter den gegebenen Verhältnissen einer Kundgebung begriffen ist; aber die Regierung sucht das, $ 8 134 ff. gerügt werden, nach welchen der Arbeitslohn in normale betrachtet werden; es haben sogar andere Gewerbe- was geschehen, mit dem Mantel des Stillschweigens vor der baarem Gelde auszuzahlen ist und den Arbeitern von den räthe, wie der in Oppeln, die Zahl der Revisionen noch Welt zu verdecken, aus Furcht, die Armee in Mißachtung zu Arbeitgebern keine Waaren kreditirt werden dürfen. nicht auf 10 pCt. gebracht, indem der letzterwähnte Ge- bringen, die Armee, diesen heiligen und unverleglichen Schild der und alle Deputirten, bis zu den bürgerlichen In einer Glashütte wurde die Beschäftigung eines werberath bei 2818 Anlagen nur 230 Besichtigungen zu Wege Radikalsten, verzichten frohen Herzens auf eine Untersuchung, die jugendlichen Arbeiters an einem Kollergange zur Zerkleine- brachte. das Militär blosstellen könnte. Ueberdies, da man hier eine rung von Chamotte, als von höchst bedenklichem Einfluß Die Zahl der jugendlichen Arbeiter hat sich in den Probe der Lebel- Flinte vor sich sah, die man, um mehr in der auf die Athmungsorgane desselben untersagt. In zwei letzten zwei Jahren ganz erheblich vermehrt, nämlich im Familie zu bleiben, auf Franzosen hatte machen wollen, so handelte anderen Glashütten waren Kinder in der Schleiferei, wenn Regierungsbezirk Breslau von 5158 auf 6490 und im Re- man sehr flug, wenn man die Resultate nicht näher ans Licht auch nur( angeblich!) aushilfsweise, beschäftigt. In einer gierungsbezirk Liegnig von 3969 auf 4396, im ganzen also zog es ist gewiß, daß die Erschossenen den Mund nicht mehr Flachsgarnspinnerei fehlten die vorgeschriebenen Bescheini- um 1759. Diese Zunahme ist weit bedeutender als in den geöffnet haben, um die Mordkraft der neuvervollkommneten Waffe Im Falle Turpin ist ein Erfinder der Ansicht, gungen des Arztes über die Körperbeschaffenheit der jugend- vorangegangenen zwei Jahren, wo sie nur 1198 betrug. zu preisen. lichen Arbeiter, von welchen die Beschäftigung bis zu Die größte Zahl von jugendlichen Arbeitern ist in der daß er vom Kommissorium der Armee für das Jahr 1889 nicht 11 Stunden abhängig ist. Ju 27 Fabriken fehlten die Textilindustrie, die nächstgrößte in der Stein- und Erd- genügend bezahlt sei was thun er wendet sich ganz einNah- fach an eine andere Nation und bietet ihr seine Erfindung, geAushänge, welche der§ 138 Absatz 3 verlangt. In mehreren Jndustrie beschäftigt, dann folgen die Industrie der Nah- heime Explosivstoffe, an. Herr Heinrich Fouquier versucht im Bigarrenfabriken waren die Ankleideräume nicht in vor- rungs- und Genußmittel, die Metallverarbeitung, die Fabrika" Echo von Paris" die zwei Seelen des Herrn Turpin: die des schriftsmäßigem Zustande. In zwei Glashütten mußte tion von Maschinen und Werkzeugen, die Holz- und Schnitz- Bourgeois und die des Patrioten einander gegenüber zu stellen. die Beschäftigung von Arbeiterinnen an Glasöfen gerügt stoffindustrie; die wenigsten jugendlichen Arbeiter( 10) be- Der Bourgeois hat eine Erfindung gemacht und möchte daraus schäftigt die Fabrikation der Heiz- und Leuchtstoffe, denen möglichst viel Geld schlagen: er wendet sich 1886 an das KomWie man also sieht, war die Zahl der durch die Fabrik- in großem Abstande( mit 100 und 102 jugendlichen Ar- missorium der Armee und bietet ihm seine Erfindung an; dieses inspektion zu Tage geförderten Uebelstände und Gesetzes beitern) die chemische Industrie sowie Bergbau, Hütten und*) Unser Freund Guesde ist seit einigen Wochen theils durch verlegungen in den einen Behntel der revidirten Fabrit Salinen folgen. Bemerkenswerth ist die große Zahl der anderweitige Arbeiten, theils durch den Stand ſeiner Gesundheit, anlagen schon eine sehr erhebliche. Wenn man nun bedenkt, im Kindesalter stehenden Mädchen, die zur Arbeit heran: an der Mitarbeit für den Vorwärts" verhindert. Bis zur Zeit, baß neun Behntel aller Fabrikbetriebe keine Besichtigung gezogen werden. Der Bericht erklärt dies sehr harmlos wo er seine Korrespondenz wieder aufnehmen kann, wird er durch erfuhren, so kann man sich ungefähr einen Begriff davon damit, daß Mädchen in diesem Alter viel verwendbarer einen anderen wohlbewährten französischen Genoffen vertreten. machen, wie zahlreich diejenigen Wängel bei unseren Fabrik- find, als Knaben. werden. Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 105 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Saweiche L. mußte seitdem das Bett hüten. " Red. d. Vorwärts." " Afra hatte ihren Mann nach der Kirche begleitet; bei Lisei sah sie nach Hause kommen und ging nach einer dem Hinausgehen war sie im Gedränge von ihm ge- kleinen Weile zu ihr, um von ihr Näheres über die Ursache trennt worden. Als sie sich nach ihm umsah, stand plößlich des Sturmläutens zu erfahren und was weiter geschehen Ambros vor ihr. Er hatte sie schon in der Kirche be- wäre. Sie fand Afra in der größten Aufregung. Das merkt. Seit dem Unglückstage in der Mühle hatte er Gesicht derselben war weiß wie ein Tuch, ihre großen Augen sie nicht wiedergesehen. Was er für sie empfunden, war gligerten wie im Fieber und ihre Brust drohte im stürmis in den bitteren Schmerzen über seine Untreue untergegangen. schen Wogen das Mieder zu sprengen. Sie ergriff Lisei Ihr Anblick mahnte ihn an sein Unrecht gegen sie, und am Handgelenk und rief: sie war schöner als je. Mit einem trüben Lächeln reichte er ihr die Hand hin. Sie wurde bleich, als er auf einmal " Ist er mir denn keine Treue schuldig?" " Du bist mit dem Ambros zusammengetroffen?" fragte " Ach, Afra, die Folgen seiner Untreue gegen die Gtast erfüllten ihn mit bitterer Reue, wie kann dabei seine Liebe Dir bestehen?" Aber ich lieb' ihn," schrie sie auf. " " Komm, sei doch ruhig," sagte Lisei sanft. Du armes Weib, ich kann ja mit Dir fühlen, wie weh das thut. Er zähle mir, was es zwischen Euch gegeben hat." Sie verfehlte aber ihren Zweck, Afra durch ein Aussprechen ruhiger zu stimmen. Denn diese rief: 11 Der Klosterbauer hielt sich grämlich in seiner Wohnung vor ihr stand. Im nächsten Moment überfluthete eine Blut- sie. welle das schöne Gesicht und Feuer schoß aus ihren prächtigen verschlossen. Der arme Jerg aber konnte an keinen Kriegszug denken. Augen. Sie sollte die Hand fassen, die mit ihrem Herzen zu Er hatte einen oder zwei Tage, nachdem der Landrichter gespielt hatte? In stolzer Haltung wandte sie sich von ihm mit dem Oberförster und Mutschleitner in Bruneck gewesen ab. Er warf nur noch einen Blick auf sie und langsam war, das Unglück gehabt, bei dem Aufbringen eines frischen entfernte er sich. Baumstamms in seiner Sägemühle sich zu verheben und Wie war das Leben wieder heiß durch ihre Adern gefluthet, wie hatte ihr Auge wieder aufgeleuchtet, als es ge " Der Spektakel geht also wieder los," äußerte er zu heißen: er fommt, er ist da! Nun war ja alles gut Schau, so elend bin ich gewesen, daß ich nicht hab' Lisei," als er das Wimmern und Heulen der Sturmglocke und mit glühenden Farben hatte sie sich das Wiedersehen vernahm. ausgemalt. Und dann war ein Tag nach dem anderen leben mögen: aber keine Rugel hat mich getroffen. Warum " Willst Du auch dies Mal wieder daheim bleiben?" vergangen, mit Hoffnung begrüßt, mit Enttäuschung be- hat Gott mich am Leben gelassen, wenn der Ambros mein fragte sie bekümmert. Läßt es Dich denn ganz kalt, was graben. Er liebte sie nicht mehr; er hatte sie vergessen! Herz verrathen sollte?" „ Er hat Dich nicht verrathen, das glaube doch ja nicht," die Leut' von Dir denken? Ich möchte vor Scham um Dich Es war das kein verzweifelter Ausschrei ihres Herzens gein die Erd' sinken. Steh' auf, nimi Deinen Stutzen und wesen. Nein, allmälig, ganz allmälig war der Verdacht versetzte Lisei. Nur zur Erkenntniß seines Unrechts ist er gebring' Dich wieder zu Ehren!" herangekrochen und hatte wie eine Schlange, Gift hauchend, kommen. Und mir dünkt, daß unser Herrgott den Tod von Dir Aber feine eisigen Ringe trotz allen Sträubens fest und fester um abgewehrt hat, um Dir Zeit zu lassen, damit auch Du Deine freilich, das wäre Dir lieb, wenn ich mich von der Tollheit ihr Herz geschlungen. Sie war zu stolz, um zu verrathen, Schuld bereuft wie er. Aus der Untreue erwächst kein anstecken ließe. Du denkst, es träfe mich wohl eine Kugel was sie litt und nie war eine Frage nach Ambros über Glück." ihre Lippen gekommen. Wie fonnte sie ihm den Verrath Afra sank auf den nächsten Sitz und brach in Thränen und Du wärest mich los." an ihrer Liebe vergeben? Daß er es auch nur zu ver- aus. Lisei ließ sie weinen; es war der beste Trost für sie. langen wagte! Sie streichelte ihr das Haar und nach einer Weile ging sie Rann ich denn ein Glied rühren? stöhnte er. Lisei richtete ihre schlanke Gestalt hoch auf und maß ihn mit einem verächtlichen Blick. nimmt sie an, bewilligt ihm eine ziemlich hohe Entschädigungs-| weiter entfernt von jeder patriotischen" Anwandlung ist, als ,, Die Armuth kommt von der großen Powertöh*) fumme, bemächtigt sich nun aber der Entdeckung, um sie weiter zu unsere: Das hat ihre unablässige Freundschaft mit der deutschen her," das hat schon Onkel Bräfig entdeckt. Von ebenso verbessern wir nennen dies: Diebstahl, einer im Handelsverkehr Sozialdemokratie, ihr Haß gegen den Derouledismus und die großer Bedeutung ist die Entdeckung der„ Magdeburgischen stehenden Sache( vol en matière commerciale in Deutsch- Revanche und endlich ihre eingefleischte Oppofition gegen jede Beitung", welche zur wirthschaftlichen Lage in den östlichen land: Delikt an Immaterialrecht( Autor-, Patent 2c.-Rechten); Annäherung an Rußland flar gezeigt. Sie mag andere Mängel von den Offizieren, die ein gutes Geschäft gemacht hatten, in aber auf einen Bourgeois ein und ein halber! Der Erfinder war haben, jedenfalls ist ihre internationale Gesinnung außer Zweifel! Provinzen schreibt:" Wenn es gelingen follte, diesem Gin unwiderstehlicher Strom treibt sie jener allgemeinen bedenklichen Auswanderungsfieber ein Biel zu sehen, feinem Spiele bemogelt worden; sie dachten nicht einen Völkerverbrüderung zu, die von Tag zu Tag in immer greifbarere würden die Klagen über den Mangel an landwirthAugenblick daran, daß der Bestohlene sein Recht geltend Nähe tritt: Auf dem Brüsseler Kongreß wird sie zuversichtlich schaftlichen Arbeitern bald verstummen." Und wie soll machen werde, er werde ja überglücklich und durch auf gediegenem Grunde errichtet werden! An den deutschen so- dieses gelingen? Das Mittel ist sehr einfach. Man aus damit zufrieden sein, dem Vaterland dies Opfer wohl wie den englischen Streits nimmt das französische Prole- mache den Arbeitern das Loos in der Heimath erträglich, gebracht zu haben. Indeß, der Bourgeois ist schlecht zu sprechen, tariat Antheil, wie an seinen eigenen. Der Streit von Calais daß es den Vergleich mit der Arbeiterlage jenseits des wo es sich um Geldangelegenheiten handelt; Herr Turpin, hat mit einem Siege geendet dank der Unterstützung der Tüll- Meeres nicht zu scheuen braucht. Bessere Löhne und dem man seine Erfindung nicht bezahlt hatte, läßt sie sich wieder arbeiter Nottingham's; Calais und Roubaix wiederum leisteten bessere Behandlung, vor allem auch die Beseitigung einer zurückgeben, um eine gewinnbringendere Verwendung von ihr zu den Webern von Manningham Hilfe, und schließlich die Lyoner Gesetzgebung, welche den ländlichen Arbeiter in knechtischer machen: er bietet sie fremden Staaten zum Verkauf! Glasarbeiter, die seit dem Februar dieses Jahres im Ausstand Im Prozeß und allem, was damit zusammenhängt, ist Herr befindlich sind, empfingen Beistand von der englischen Union der Abhängigkeit hält. Die vor 80 Jahren gegebene GesindeTurpin und sein Affozié Troponé verurtheilt worden; der Glasarbeiter. Der Streit der Omnibusbediensteten in Paris rief Ordnung herrscht noch heute, und die fortschrittlichen RitterProzeß hat einen General vor sich gesehen und Beamte des einen gleichen in London hervor und in beiden gingen die Arbeiter gutsbesizer Ostpreußens mochten an derseiben ebenso wenig Kriegsministeriums, mancher ist in ihn verwickelt, mancher durch als Sieger hervor! Die andern Ausstände, die auf allen Seiten als die konservativen rütteln. Aber das genannte Mittel, ihn kompromittirt worden! in Frankreich ausbrechen, hoffen wir es, werden, den Drohungen durch Besserung der Lage der Arbeiter die Auswanderung Aber alles ist nicht mehr als natürlich wenn Herr von des alten Freihändlers Yves Guyot zum Troß, den nämlichen zu hemmen, würde den Gutsbesitzern zu wehe thun; sie so spielt er nur seine Rolle als Minister, der beständig seine Bernard. erwerben Freycinet die Tribüne besteigt und seine Beamten zu decken sucht, Ausgang golferbrüderschaft wird den" Patriotismus" ersehen, brauchen Mittel, die Arbeiter an die Scholle zu fesseln, sie Handlanger beschirmen soll, besonders wenn sie verdächtig sind. der wohl früher seine Berechtigung hatte, jetzt aber nur noch die in der Rechtlosigkeit zu halten und dabei doch möglichst geEbenso breitete Herr Constans seinen Schild über die Menschen eine Bestimmung zu erfüllen hat: der Topf zu sein, in den ringe Löhne zu zahlen. Diesen Zweck glaubt die" Magdemegger von Fourmies und die Kammer wiederum ver- Wünsche und Launen, und die unantastbar heiligen Empfindungen burgische" werde das neue Rentengutsgesetz erfüllen. Es ist theidigte das Ministerium.-Aber was wird bei alledem der vornehmen, kirchlich- gesinnten, dem vorigen Jahrhundert ent- ja möglich, daß eine Anzahl Leute sich mühselig abrackern aus dem Vaterlande? Dh. das hat hier nichts stammenden Klassen in einen Brei zusammengeworfen werden werde, um den Schein des Besizes eines Rentenguts zu zu suchen; hier handelt es sich um Fragen des Geldbeutels und können! des Ministeriums der Bureaukratie! Der Opportunist Fouquier und schließlich fein schließlich doch besseres Loos hat gut reden, daß Herr Turpin als Patriot gehandelt hätte, als die Hofleute auf auf den Gütern zu erringen. wenn er gefagt hätte:" Mag sein, daß man mir meine Erfindung Ins Gewicht wird die Zahl dieser Leute gewiß nicht fallen. gestohlen hat: Das ist noch fein Grund, sie dem Auslande anzuDas scheint auch die Magdeburgische" zu fühlen, und so bieten. Wenn es wahr sein sollte, daß man sich nichts als den verlangt sie einstweilen Mittel zur Abhilfe des augenblicklichen Ausgangspunkt zur Herstellung meiner Erfindung zurückbehalten Mangels an Arbeitskräften, und diese hofft sie von einer hat, so darf ich um so weniger das Ausland auf die Fährte zu möglichen Vervollkommnungen weisen- ich will ein unbekannter, fremder Arbeiter, die in dem letzten Kronrathe bereits in ein ruinirter Mann, aber frei von Gewissensqualen sein!" Das Berlin, 8. Juli. ist alles ganz schön und gut, aber der Herr Journalist muß uns Erwägung gezogen sein soll und den Oberpräsidenten von für sehr kindlich und unerfahren halten: wo hätte man jemals daß die Dinge nicht so gemüthlich verlaufen, wie sie einige Anlaß gegeben hat. Die aus Rußland und Desterreich Unsere Brotvertheurer fangen an zu bemerken, Schlesien und Posen bereits zu entsprechenden Erlassen von einem Bourgeois erzählen hören, der sich weigerte, für eine Anleihe in einem fremden, einem feindlichen Lande zu unter- Wochen lang geglaubt hatten. Als vor etwa einem Monat herangezogenen Arbeiter, über welchen jeden Augenblick die zeichnen, wenn gute Dividenden in Aussicht standen?- Jeder das warme Wetter mit fruchtbaren Gewitterregen eintrat, Ausweisung schwebt, werden eine Ruthe für den einheimischen ift bereit, alles zu thun, was ihm Vortheile einträgt: Herr Turpin die Saaten sich infolge dessen etwas erholten und die Korn- Arbeiter sein. Vielleicht aber wird auch andres erreicht, hat seine Zündstoff- Erfindung ausgeliefert, andere verrathen ihre preise einen kleinen Rückgang erfuhren, da schwoll den und die Flucht der deutschen Arbeiter aus den Ostprovinzen Handelsgeheimnisse, wieder andere rufen fremde Arbeiter, um Herren Brotvertheurern der Kamm, sie dachten, der Himmel, nur noch einen stärkeren Anstoß nehmen. Die Poloniihren einheimischen Gegner, das Proletariat, auszuhungern. Ser ihnen 10 Jahre lang freundlich gewesen, werde auch jetzt firung, welcher man durch so umfassende Gewaltmaßregeln, Der Patriotismus gleicht einem einem jener Doppel- Bilder, aus der Patsche helfen und die Bewegung gegen die Korn wie die Ausweisung der russisch polnischen Unterthanen, die zwei verschiedene Gesichter zeigen können. Wenn der Komödiant, der die Marionetten spielt, ihre eine Seite dem Wolke zölle zum Einschlafen bringen. Allein die Freude dauerte nicht steuern wollte, wird man jetzt wieder zum Schutze des zuwendet, so meint man ein Heiligenbild zu sehen, dem man lang. Aus den fruchtbaren Gewitterregen wurden ver- Großgrundbesitzes fördern, die Vorsichtsmaßregeln, von Ehrerbietung und jedes Opfer darbringen müsse. Jedes Be- heerende Unwetter, mit Wolfenbrüchen, Hagelschlag und denen gesprochen wird, werden in der Praxis bald hinfällig gehren nach Lohn oder Verbesserung der Lage muß vor der einen Windsbraut, in weiten Landstrichen wurde die Ernte werden, und die Auswanderung der deutschen und die Erwägung zurücktreten:" Seht ihr nicht, daß das Ausland aus zerstört und der Schaden ist so groß, daß der Gesammt- Einführung russisch- polnischer Arbeiter, das ist der ge diesem Streit Profit schlägt?" Die andere Seite, die der Bourgeoisie zugewandt ist, erscheint verhältnisse sich von jetzt an aufs Günstigste gestalten, be- Deutschland. ertrag der heurigen Ernte, selbst wenn die Witterungs- priesene Schuß der nationalen Arbeit" in viel heiterer! Sie sagt: Ihr wißt ja, daß das Vaterland sich trächtlich hinter den Schähungen des vorigen Monats in einem Zustande befindet, der es einem ganz wohl sein läßt! Verrathet drum und stehlt zusammen zurückbleiben muß. König Stumm läßt durch seine Organe, dem„ Bentralmachts wie die Bochumer Fabrikantensippe- die Baare und Genossen; machts wie Herr Ernte- Aussichten in Rußland, das heißt dem- vermelden. Zu dieser Kalamität kommen nun noch die schlechten verband deutscher Industrieller" seine allerhöchste Ungnade Turpin oder wie die Beamten des Kriegsministeriums. Ich heißt dem vermelden. Dieser Verband, welcher am schroffsten das will für euch nicht da sein; ich bin nur eine Waffe gegen das jenigen Land, auf welches wir mit unserem Be- egoistische Interesse der Großindustriellen vertritt und die Bolt, das an vielen Orten noch naiv genug ist, an meine Existenz darf an Roggen hauptsächlich angewiesen sind, da Arbeiterbestrebungen am feindseligsten bekämpft, hat dem die Vereinigten Staaten von Amerika Politische Lebericht. layeren Handhabung der Bestimmungen über die Zulassung zu glauben! neben Abg. Möller seine Huldigung als Dank für seine Thätigkeit Ein Glück, daß in dem Lichte der Füsilade von Fourmies und über Rußland das wichtigste Getreide- Exportland im Reichstage, die hauptsächlich auf die Abstumpfung der Arund der Untersuchungen im Prozesse Turpin Vaterland" und der Welt- fast gar keinen Roggen zieht. In einzelnen beiterschutz- Bestimmungen gerichtet war, dargebracht, und den Armee zum Mindesten von dem französischen Proletariat als das Theilen Rußlands herrscht bereits eine förmliche Hungers- Abg. Stumm, dessen Arbeiterfeindlichkeit doch gewiß keinem erkannt worden sind, was sie sind: als Werkzeuge einer Klasse! Die Arbeitermezelei hat dem Proletariat gezeigt, was es von der Armee, noth und, auch wenn die neue Ernte sich noch zu einer Zweifel unterliegt, hintangesetzt. Solcher Undank schmerzt; so wie sie in den Händen der Bourgeois ist, zu erwarten hat. Das Ver schwachen Mittelernte aufbeffert- statt daß es eine voll verdient hat Herr Stumm gewiß die Anerkennung des Zentral fahren, das laut dem Berichte des„ Vorwärts" in der deutschen ständige Mißernte giebt, wie in verschiedenen Gouvernements verbandes, aber er hat sie dadurch verscherzt, daß Armee angesichts eines bevorstehenden Kampfes mit den Arbeitern befürchtet wird, so ist an billige Getreide er das Innere seines kapitalistischen Herzens zu offen herauseingeschlagen worden ist, angesichts eines Kampfes, auf den Herr preise nicht zu denken, weil keine Vorräthe mehr vor- kehrte. Das Bild des Kapitalprozenthums, der Anmaßung von Caprivi sich vorbereitet und fast zu hoffen scheint, es hat handen sind. in ihrer unverfrorenſten Gestalt fonnte nicht martirter gein Frankreich schon einen durchschlagenden Erfolg davongetragen; es ist der Beweis geliefert, daß die neuen Waffen gegen eine der Theuerung vorhanden; und die Beseitigung der selbst hinſtellte. Unter solchen Umständen ist keine Aussicht auf ein Ende zeichnet werden, als es sich in der Person des Herrn Stumm waffenlose Menge vorzüglich wirken, gleichzeitig ist aber noch ein Rornzölle wird für das deutsche Volk zu einer immer Anderes erreicht worden: das französische Proletariat ist auf immer von jeder Zuneigung für die Armee und von jedem brennenderen Frage. Glauben an den Patriotismus" abgekommen! " Lasse man sich nicht durch den Dbstreichthum Herr Basly, ein Apostat der sozialistischen Arbeiterpartei, täuschen, der in mehreren Theilen Deutschlands die Brot ( was thut man nicht alles, um in die Kammer gewählt zu theuerung momentan weniger empfinden läßt für die werden schlägt aus der Rede Vollmar's, die in Frankreich Boltsernährung spielt das Obst nur eine ganz einzig der Bourgeoisie willkommen war, Gewinn, indem er die untergeordnete Rolle das Brot ist und bleibt der Behauptung versicht, die Arbeiter bedürften des Nationalitäten- Stab des Lebens", und soll das deutsche Volk nicht gefühls! Dies beweist zur Genüge, welche Fühlung dieser Nacheiferer Burt's, jenes englischen Arbeiters, der im Parlament unger leiden, so müssen die Kornzölle gegen das Achtſtundengesetz votirte, mit der Stimmung fallen, damit der künstlichen Bertheuerung ein Ende des französischen Proletariats hat!- Denn das müssen gemacht werde. Also wieder und wieder: Fort mit wir zu seinem Ruhme sagen, es giebt keine Arbeiterpartei, die den Kornzöllen! Das Bismarck'sche System wird von einem ameri tanischen Journalisten, Mr. Pulney Bigelow, der persönlich mit dem deutschen Kaiser verkehren soll, in einem Artikel über die Entlassung Bismarck's wie folgt charakterisirt: " Der größte Dienst, welchen der Kaiser seinem Lande vielleicht erweisen konnte, war eine Handlung, welche auszuführen sein armer Vater zu schwach gewesen war die Entlassung Bismard's. Es gehörte ein außerordentlicher moralischer Muth dazu, sich so bald von einem Manne zu trennen, dessen Größe *) Berkegertes französisch für pauvreté, was Armuth heißt. " und sie versetzte, von Mittewald wäre sie. Der Hofer hätte über die Schlucht herübergerufen, daß Einer dem Speckbacher sagen möchte, er solle morgen in der Frühe im Thal gegen Mittewald vorgehen. Die andern waren Alle müd', da bin ich über die Berge gesprungen," schloß sie. „ Also der Hofer ist dort?" fragte Speckbacher. " Drüben auf den Höhen zwischen Sack und Mittewald," versetzte die Botin. still aus der Stube. Afra suchte ihre Thränen gewaltsam Feind merkte denn auch bald an dem verstärkten Feuer, Woher? Was schaffst Du?" fragte Remenater, der den zu ersticken. Ambros war es nicht werth, daß sie um ihre welches er erhielt, daß seine Aussicht, den Uebergang über Weg wies, als er bei ihr angelangt war. Liebe weinte. Sie haßte ihn. D, wie sie ihn haßte. Und den Fluß zu erzwingen, um den er bereits stundenlang Es war eine stämmige Dirne von etwa 20 Jahren darüber flossen ihre Thränen nur noch heftiger. tämpfte, eitel wäre, und begann sich durch den Engpaß Um vier Uhr des anderen Morgens sammelten sich die nach Unterau zurückzuziehen. Schüßen und Landwehren auf dem Kirchenplage zum Aus- Wie ist Ihnen zu Muthe gewesen?" fragte der Oberzuge. Hannes ertheilte ihnen den Segen; dann brachen sie förster Herrn Zengerl, nachdem die letzten Schüsse gefallen auf, viele noch von ihren Angehörigen eine Strecke Weges waren.„ Gelt, das Herz hat Ihnen wohl bei dem Singen begleitet. Hier trug eine Dirne den Stutzen ihres Liebsten; der Kugeln wie einst bei ihrem Examen geklopft?" dort schleppte ein Büblein stolz das Gewehr feines Vaters. ,, Nicht daß ich wüßte," versetzte der Landrichter in Manches junge Paar hielt sich stumm und still bei den seiner langsamen Weise." Ich hatte mir die Geschichte Händen; Eheleute sprachen noch ein Letztes über ihre häus- bunter vorgestellt." lichen Angelegenheiten; eine junge Mutter reichte den Säugling zum letzten Kusse dem Vater; die ledigen Burschen fangen und jodelten und neckten die Mädchen, die ihnen eine schneidige Antwort nicht schuldig blieben. Sie wird auch wohl noch bunt genug werden," meinte Haspinger, der dazu gekommen war. " ich „ Und der Feind?" " Ja, was von ihm in die engen Wege da eingedrungen ist, davon ist wohl wenig nach Sterzing wieder zurückWie die Vigilthaler jetzt erfuhren, stand Marschall gekommen, sagte die Dirne, neben Speckbacher hergehend. Lefebvre bereits in Sterzing und der Feind, mit dem sie es Die Sachsen sind es gewesen. Die armen Menschen! Doch Ambros führte den Zug an. Er hatte von dem Vater zu thun gehabt, bildete die Spitze von dessen Vorhut. Bon muß fort. Ihr wisset Bescheid." nicht Abschied genommen. Verhau zu Verhau waren Speckbacher und Haspinger, zu Leichtfüßig lief fie voran und war bald verschwunden. Wozu?" hatte er auf den Vorwurf des Bruders ge- denen sich später Kemenater und Mayr gesellt hatten, Wie fürchterlich jedoch auch die Niederlage der Sachsen antwortet. Sein Herz weiß nichts von mir, wenn er mir durch die Schluchten und Engpässe kämpfend vor dem über- war die Schlucht trägt noch heute ihren Namen auch die Hand gegeben hat, und es ist gut, daß wir Beide legenen Feinde bis zur ladritscher Brücke, die sie verbrannt, der Marschall Lefebvre empfing die spärlichen Ueberreste nicht lügen mögen." zurückgewichen. Wäre Tyrol schon unter den Waffen ge- seiner Vorhut im hellen Zorn. Noch kannte er den VolksErnst und schweigsam führte er seine Schaar, zu der wesen, würde Lefebvre schwerlich über den Brenner gekommen frieg nicht aus eigener Erfahrung, und um drei Uhr am unterwegs die Schüßen von Monthan, bei denen sich auch sein," meinte Haspinger. Morgen des nächsten Tages brach er selbst mit der Hauptder junge Eckschlager befand, und die von Enneberg und „ Auch das hat sein Gutes gehabt," bemerkte Speckbacher macht auf, um die Engpässe zu forciren. Pleifen stießen. und zupfte an seinem militärisch gestuzten Schnurrbart. ,, Mir Als sie sich der ladritscher Brücke näherten, vernahmen dünkt, das Hauptkorps der Vorhut ist irgendwo stecken gefie ein starkes Schießen. blieben, sonst hätten wir hier heißere Arbeit. Der Andrä Schweigend rückten die Kolonnen zwischen den steilen " Habt Ihr geladen, Leut?" fragte Ambros und als wird es wohl festgenagelt haben. Und jetzt, Leute, schafft Bergwänden vor und manchem schlachtengewohnten Soldaten er ein allgemeines Ja zur Antwort erhielt, mahnte er zur Bäumte herbei, damit wir über die Eisack tönnen. Wir mochte das Herz stärker flopfen bei den immer häufiger aufEile. Fast lanfend erreichten sie die Brücke, da fanden sie müssen das Spundloch zustopfen, daß der Franzwein nicht tretenden Spuren des gestrigen Kampfes, den zermalmten Speckbacher, Haspinger, Kemenater und Peter Mayr von ausläuft." Leichen zwischen und unter den Blöcken, den zerschmetterten der Mahr im lebhaften Kugelwechsel mit einer Abtheilung Remenater aus Schabs machte die Wiederherstellung der Kanonen, Gepäckwagen, Munitionskarren, und manches Auge Bayern jenseits der Eisack. Die Brücke über dieselbe war Brücke überflüssig. Er wußte einen Pfad über die Felsen blickte scheu zu den Thalrändern hinauf. Da kam ein durch Feuer zerstört. Die Zahl der Tyroler war nicht zur Rechten und einen Abstieg bei Unterau, wo es eine Stocken in den Bug. Schüsse knatterten ihm entgegen; der groß und die Verstärkung, welche Ambros brachte, wurde Brücke gab. Ueber den Eniporklimmenden erscholl der helle Speckbacher war zur Stelle, und links und rechts knatterte mit lautem Hurrah begrüßt. Speckbacher klopfte seinem Jauchzer einer Frauenstimme. Von der untergehenden es von den Bergen und jetzt begannen auch die grauenehemaligen Ordonnanzoffizier mit einem grimmen, lautlosen Sonne in Gluth getaucht, stand droben eine weibliche Ge- vollen Steinbatterien von droben zu spielen. Sie hatten Lachen auf die Schulter und wies ihm die Stellung an, wo stalt und schwenkte den Hut. Ihre aufgelösten Böpfe teine Zeit verloren, die Schüßen, Mädchen und Frauen, er mit seinen Leuten in das Gefecht eingreifen sollte. Der flatterten im Winde, um frische Felsenblöcke an die Ränder des Absturzes zu " Heute werde ich Steine auf die Bauern werfen", rief er seiner Wirthin in Sterzing zu. ben Thron verdunkelte. Ich will nicht auf die Gründe ein-[ aus ein Korrespondenzen und Parteinachrichten. um der Anklageschrift beleuchten. ES wurde bei Nachdem Vorstehendes geschrieben, erhielten wir eine gehen, aus welchen der Schritt unternommen wurde, aber jeder den vorgenommenen Hausdurchsuchungen. eine in brief Nummer der Münchener Post" mit einem Artikel, in Deutsche, welcher an die konstitutionelle Monarchie glaubte, licher Form geschriebene literarische Abhandlung über den welchem Herr von Vollmar durch Citate aus Reden von war für denselben dankbar. Bismarck hatte die Maschen seiner Decadentismus( literarische Richtung in Frankreich:" Die Ueber- Bebel, Auer und Liebknecht beweisen will, daß deutsche Macht so fein gesponnen, daß Niemand mehr im Vaterland reifen". Red.) gefunden, und der Herr Staatsanwalt war glücklich, Sozialdemokraten sich schon früher gegen Landesverrath ohne seine Erlaubniß frei athmen konnte. Kein Blatt durfte einen neuen Beweis für seine Anklage gefunden zu haben, nämlich eine Regierungsmaßregel kritisiren, ohne die Rache Bismarcks daß die Angeklagten sich zum revolutionären Decadentismus be- ausgesprochen haben. Aber wer hat denn das bestritten? befürchten zu müssen. Richter und Advokaten, Beamte aller fennen. Man kann kaum das Gefühl des Mitleids für den Und was hat es mit dem Urtheil über die Vollmar'sche Klassen, sogar Lehrer, Geistliche und Universitäts- Staatsanwalt unterdrücken, wenn man lieft:" Die Angeklagten Opportunitäts- Rede zu thun? professoren mußten entweder Bismarckianer sein oder sonst haben sozialistische Progaganda getrieben, indem sie solche Werke alle Gedanken auf Beförderung aufgeben. Die Erörterung ihren Kollegen ausgeliehen haben, wie Spencer„ Die Prinzipien öffentlicher Angelegenheiten war eine Farce geworden und die der Soziologie", wahrscheinlich darum, weil die Worte Sozialismus bedeutendsten Gelehrten wurden gerichtlich verfolgt, wenn sie und Soziologie etwas Gemeinschaftliches besitzen. Die AnklageBismarck's Unfehlbarkeit in Frage zogen. Man durfte nicht schrift machte geltend, daß die Angeklagten sich zum revolutionären länger nach der Wahrheit forschen, sondern mußte die Bis- Sozialismus oder Anarchismus bekannt haben und es tostete viel marc'schen Lehren annehmen." Mühe, bis man den Leuten das Gehirn öffnete und klar machte, Es ist manches Wahre hierin. Aber es ist noch nicht Sozialismus und Anarchismus feien so verschieden wie Be die ganze Wahrheit bei Weitem noch nicht die ganze. Ereigniß für die Angeklagten, als Graf Taaffe während des wußtsein und Bewußtlosigkeit. Es war wirklich ein freudiges Tübingen, 6. Juli. Etwas noch nie Dagewesenes, eine Die Mittel, welche der Ex- Hausmeister anwandte, um sich Brozesses im Parlamente der Sozialdemokratie Anerkennung zollte, von sozialdemokratischer Seite einberufene öffentliche Versamman der Gewalt zu erhalten, und die Familie, in deren daß sie den Anarchismus gänzlich verworfen habe. Bis dahin lung fand gestern Nachmittag im Gasthaus zum Adler hier statt. Namen er die Diktatur ausübte, in seiner Gewalt zu haben, behauptete der Gerichtshof, Marrismus und Anarchismus seien 3war hatte das hiesige Lokalblatt, die Tübinger Chronik", ein erinnern an die Praktiken des alten Römerreichs und des identisch, denn wie der Staatsanwalt sich ausdrückte, tönne von sämmtlichen hiesigen Wurst- und Käseverkäufern seines For Byzantinerreichs in den Epochen der größten moralischen er mit seinem Verstande nicht begreifen, wie eine Expro- mates halber hochgeschätztes Organ, die Aufnahme einer dies Fäulniß. Der Geschichtsschreiber der Aera Bismarck muß priation der Expropriateure ohne Blutvergießen stattfinden könnte. bezüglichen Annonze verweigert, allein es war trotzdem gelungen, noch kräftigere Nerven, ein noch unbarmherzigeres Sezir- Das Gescheiteste, was der Gerichtshof während der ganzen Ver- durch Plakate für das genügende Bekanntwerden der Versammmesser und eine noch wuchtigere Geißel besigen, als Tacitus.- bandlung leistete, war die Ausschließung der Oeffentlichkeit, angeblich lung zu sorgen, so daß wir immerhin auf einen befriedigenden weil von vielen revolutionären Dingen gesprochen werden sollte, Besuch der Versammlung hoffen durften. Daß aber der Besuch Die Urabstimmung über die schweizerische thatsächlich aber darum, um möglichst die eigenen Geistes- und ein so massenhafter werden würde, wie es schließlich in der That der Fall war, das hätten wir allerdings nicht erwartet: schon Verfassungs- Reform hat, wie wir schon furz Wissensmängel vor dem breiten Publikum zu verstecken. Die Lage des Gerichtshofes war gewiß keine beneidenswerthe, wenige Minuten nach der für die Versammlung anberaum.en berichteten, eine beträchtliche Majorität von Ja! er als die Angeklagten mit großem Scharfsinn nacheinander in Beit waren die uns zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten bis geben( nach der uns vorliegenden, noch unvolI- theoretischen Auseinandersetzungen das Gebäude der Gesellschafts- hinaus auf den Hausflur derart überfüllt, daß mit dem besten ständigen Zusammenstellung der Züricher Post" und Wirthschaftsordnung als morsch bezeichneten. Willen kein Plätzchen mehr aufzutreiben war, so daß die Später168 308 Ja gegen 116 824 Nein). Es ist dies Noch ein Umstand verdient an dieser Stelle Erwähnung: tommenden schaarenweise wieder umkehren mußten. Von Reutwesentlicher Fortschritt, durch welchen dem schweizerischen nämlich das Vorgehen des akademischen Senats. Wie schon bekannt lingen war eine große Anzahl Genoffen erschienen, Volte das Initiativrecht zur Verfassungs- ist, wurden drei Angeklagte im vorigen Jahre für drei Semester ebenfalls der Versammlung anzuwohnen; dieselben zogen relegirt, den Uebrigen Rügen ertheilt. Man sollte doch glauben, sich jedoch vor Beginn der letzteren größtentheils zurück, Revision gesichert wird. der akademische Senat, welcher sich aus Männern der Wissenschaft um den Ortsangehörigen Platz zu schaffen. Unter den namentlich die akademische Jugend sehr Die Vereinigten Staaten scheinen mit Bezug zusammensetzt, werde wenigstens treu den rechtlichen Stand- Zuhörern war namentlich auf die Aufhebung des Verbots der Einfuhr von amerika- punkt non bis in idem wahren. Allein hier haben wir es mit start vertreten; die Versammtung selbst, welche über zwei Stun einer verkehrten Welt zu thun. Der akademische Senat, welcher ben währte, nahm einen durchaus würdigen und geordneten nischem Schweinefleisch abermals Schritte gethan zu haben, bei der Disziplinaruntersuchung den Angeklagten unter Ehren- Berlauf: in größter Ruhe, mit sichtbarem Interesse, lauschte die und zwar sehr dringende. Einem Telegramm aus Paris wort versicherte, die Bekenntnisse derselben würden über die massenhafta Zuhörerschaft den Ausführungen des Referenten, zufolge theilte der französische Ackerbau- Minister Dorelle Schwelle der Senatskanzlei nicht hinauskommen, war so freund- Genossen Agster, demselben verschiedenfachen, reichlichen Beifall in dem gestrigen Ministerrathe mit, daß die Vereinigten lich und übersandte, nachdem er in seinem Wirkungstreis schon zollend. Der einzige Zwischenfall beftand darin, daß einer der Staaten die Aufhebung des Verbots der Einfuhr von die Angeklagten bestraft hat die Disziplinarakten dem Kreis- anwesenden Studenten, ein faum 20 Jahre altes Bürschchen, den Referenten in einem Zwischenruf als junger Mann" titulirte, amerikanischem Schweinefleisch nachgesucht hätten, und rich gerichte zur weiteren Amtshandlung. Faßt man das Resultat der ganzen Affäre zusammen, so welche unpassende Bemerkung von Seiten des Referenten sofort tete an den Minister des Innern das Ersuchen, den HygieneRath zu befragen, ob die Aufrechterhaltung des Einfuhr- ergiebt sich Folgendes: 1. Sämmtliche Angeklagten haben sich in nachdrücklichster Weise und unter Zustimmung der ganzen Berzum Marrismus ausdrücklich bekannt und bieten angesichts ihrer sammlung gerügt wurde, so daß sich der Betreffende nachträglich verbots noch nothwendig sei. Intelligenz eine Gewähr für die rasche Entwickelung des Sozia- felbst noch veranlaßt fühlte, wegen jener Aeußerung um Ent? Angeklagten frei. 3. Der Gerichtshof hat vieles gelernt, was aus des Redners entgegenzutreten, aber unter dem Hohngelächte Galizien. 2. Das Urtheil des Gerichtshofes sprach alle schuldigung zu bitten, worauf er versuchte, einzelnen Ausführungen der Motivirung des Urtheils zu entnehmen ist. vieler Anwesenden gründlich heimgeleuchtet bekam. Da einr Der ganze Prozeß machte den Eindruck eines Inquisitions- sonstiger Gegner sich nicht zum Worte meldete, so wurde nach prozesses und sicherte den Angeklagten die allgemeine Sympathie. einem furzen Schlußwort des Referenten, worin er besonders auch die akademische Jugend aufforderte, sich durch die Lektüre der „ Tagwacht" 2c. mit dem Sozialismus näher bekannt zu machen, Durch die Zeitungen geht eine telegraphische die imposante Versammlung geschlossen. Dieselbe hat also, wie Notiz, Herr von Vollmar habe in einer zweiten Rede gesagt, unsere Erwartungen weit übertroffen, und können wir seine vielbesprochene Opportunitätsrede vertheidigt und damit Sicherheit darauf rechnen, daß der gestrige Tag gute Früchte Ueber den Verlauf des Prozeffeg gegen bei gesagt, Bebel und Liebknecht hätten sich früher seitigen und uns auch in Tübingen eine Anzahl neuer Freunde zuführen wird. studentische Anhänger der Sozialdemokratie in Krakau, ebenfalls zu Gunsten des Dreibundes ausgesprochen- und der mit der Freisprechung der zehn Angeklagten endete, wenn die Partei nicht auf die Straße gehen wolle, müsse sie Zeit, 6. Juli. Am heutigen Tage fand vor dem hiesigen schreibt man uns von dort unterm 6. Juli: praktische Politik treiben und an die gegebenen Verhältnisse an- Schöffengericht die Verhandlung gegen den Redakteur des" BoltsDer vorjährige Konflikt zwischen der hiesigen Studenten- knüpfen. Nun, praktische Politit" hat die deutsche boten", Genossen Adolf Hoffmann, wegen angeblicher Beleidigung schaft und dem akademischen Senat, welcher so drastisch in den Sozialdemokratie zu allen Zeiten getrieben, und auch an des Gendarmen Rendel statt. Der Gerichtshof erkannte auf Tetzten Tagen vom Abg. Pernerstorfer im Abgeordnetenhause ge- die gegebenen Verhältnisse angeknüpft- sonst wär sie nicht 50 m. Geldstrafe event. 10 Tage Haft. schildert wurde, fand sein Nachspiel in dem soeben zu Ende gewas sie ist. Freilich praktisch und praktisch ist zweierlei, und Krimmitschau, 3. Juli.„ Das fann nur in Krimsche führten Prozesse. Die vom Senate relegirten Studenten, wie aufgelöften was für einen Optimisten praktisch ist, kann einem paffiren", war früher hier sprichwörtliche Redensart, seit einmal Ausschußmänner der gleichzeitig der gleichzeitig alolemischen Lesehalle hatten sich vor der Anklage wegen Ge- kritischen Kopf, der den Augenblick nicht für die Ewigkeit ein überwachender Beamter eine Fachvereins- Versammlung auf heimbündel ei zu vertheidigen. Wir wollen hier die wichtig hält, sehr unpraktisch erscheinen. Wenn Herr v. Bollmar löfte mit der Begründung: Weil's bald um 12 Uhr ist." Auch ften Momente dieser dreiwöchentlichen Verhandlung hervorheben, sich bezüglich seiner Ansichten über den Dreibund auf Bebel jetzt noch fann man sagen, daß dieses Sprichwort begründet ist, da dieselben die traurigen Verhältnisse, unter denen wir leben, und Liebknecht bezieht, so spielt ihm dabei sein Gedächtniß benn bereits ist wieder etwas wirklich Neues vorgefallen. Ein einen Streich. Bebel hat unseres Wissens ähnliche An- von dem Vorstand des Wahlvereins angemeldeter Vortrag, in zu charakterisiren vermögen. Der 20 Bogen starte Anklage- Akt macht die Angeklagten für fichten niemals geäußert. Und Liebknecht ganz sicherlich welchem Herr Reghäuser von hier über„ Antisemitismus" sprechen wollte, konnte trotz des zahlreich erschienenen Publikums nicht stattfinden, weil man höre!- die Amtshauptmannschaft die die vorjährigen Studentenexzesse verantwortlich und deduzirt auf Grund der Auslaffungen des Studentenorgans" Oguesto", daß nicht. Bei dieser Gelegenheit sei noch erwähnt, daß die ,, Frei- Anmeldung nicht erhalten habe, obgleich dieselbe von dem Bordie Angeklagten eine geheime feste Organisation besitzen mußten, welche ihnen die sozialistische Agitation ermöglichen sollte. Diese sinnige Beitung" Liebknecht, der am Sonntag in Breslau stand 86 Stunden vorher durch eingeschriebenen Brief bewirkt geheime Organisation soll nach der Meinung des Staatsanwalts sprach, dort sagen läßt:" Es sei Herrn v. Vollmar nur worden war. Nun, vielleicht hat der Wahlverein bei diesem eine Filiale einer Warschauer oder schweizerischen Zentralisation passirt, was schon jebem Sozialdemokraten Malheur wenigstens das Glück, Postentschädigung zu bekommen. Der Vortrag findet nun Sonnabend, den 11. Juli, statt. er habe habe einmal dummes Zeug gewesen sein, mit welcher die Angeklagten in Verbindung standen. Wir geben das, weil es ein Wiz Diese Meinung der Staatsanwaltschaft sollen einige Polizei passirt sei: fozialistische Broschüren und wissenschaftliche Werle, für die die fein soll. Wenn Herr Eugen Richter Wize machen denunziationen, wie auch mehrere bei den Angeklagten gefundene gesprochen." Staatsanwaltschaft kein Verständniß hat, bekräftigen. Wie weit will, dann geht es ihm, wie dem bekannten Thiere, wenn mögen einige Säße es sich auf's Eis wagt. Es ist anzunehmen, daß amerikanischerseits auch an die deutsche Regierung ein ähnliches Ersuchen gestellt worden ist. Wir wollen nun einmal sehen, ob die Liebe zum nationalen" Schwein bei den französischen oder bei den deutschen Fleischvertheurern stärker ist. Oder richtiger: in welchem von beiden Ländern die Macht der Fleischvertheuerer größer ist. Auf dem Gebiete der Brot vertheuerung haben die Deutschen sich bis jetzt bekanntlich entschieden stärker erwiesen. die Ignoranz derselben reichte, rollen. Fort! Fort! Fort! * * * ** Dresden. Einer unserer thätigsten und stets opferbereiten Barteigenoffen, der Zigarrenfortirer Robert Meyer, genannt Beier- Meyer, ist im Alter von 38 Jahren gestorben. Die Genoffen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. wehre um und schlugen mit den Kolben auf die Bayern und Franzosen. Ambros machte sich mit seinem Schwerte wie ein Nun kamen sie heruntergesauft, die gewaltigen Pfarrer zogen an der Spize ihrer Gemeinden aus, und wie Blöcke, hüben und drüben, alles in ihrem Bereiche ver- in St. Vigil, so bildeten sich auch anderwärts Landsturmstümmelnd, tödtend, zerschmetternd, zerquetschend, begrabend. Kompagnien. Ein Sturm der Begeisterung durchbrauste das Wilder Jubel auf den Höhen antwortete dem entsetzlichen ganze Land, und Schaaren auf Schaaren kamen herange- Würgengel in kaltblütiger Wuth Bahn durch das Gewühl. Geſchrei in der Tiefe, dabei schlugen die Kernschüsse der zogen. Vom fünfzehnjährigen Buben bis zum Greife, Bauern Da stieß er auf den Oberlieutenant von Reigenstein, er Tyroler unaufhörlich von allen Seiten in den gedrängten und Knechte, Herren und Diener, Edelleute und Städter, war inzwischen zum Hauptmann aufgerückt, und' bei Feind. Das war der Volksfrieg in seiner fürchterlichsten Alle hatten zu den Waffen gegriffen und wer keinen Stuten dem Anblick seines alten Gegners fam etwas wie Freude Gestalt und dem Marschall gefror das Herz vor Grauen. oder keine Muskete hatte erlangen können, der führte Mor- über ihn. genstern oder Dreschflegel, Sense oder Hellebarde oder Bike, Jetzt können wir unsern Span ausfechten," rief er Still und ernst zogen die Sieger über das gräßliche und selbst mit Keulen von hartem Eichenholz sah man dem Hauptmann zu, der sich gegen die Angriffe eines hagern Schlachtfeld. Die Schlucht war eine Hölle voll Aechzen, Manchen bewaffnet. Hofer hatte sein Hauptquartier in dem alten Mannes wehrte und eben zu einem Stiche ausholte. Stöhnen, Jammern, Schreien und Verzweiflung, so daß Gasthause zum Schupfen, an der Bergstraße ober der wild Ambros sprang dazu, um den Degen mit seinem Gäbel selbst das härteste Herz davon erbebte. Tagelang ging die schäumenden Ruz, genommen und dort musterte er die wegzuschlagen. Es gelang ihm nicht und der tapfere Alte Gisack mit Zeichen. Der Marschall zog über den Brenner vorüberziehenden Streiter und ließ ihnen durch seine brach zusammen. Es war Arigaya. Doch Ambros hatte nicht Zeit, nach ihm sich umzusehen. Mit flammenden Augen zuric. In Innsbruck erfuhr er, daß das bayrische Korps, Ordonnanzen ihre Stellungen anweisen. Grüß Dich Gott, Andrä!- Grüß Gott, Hofer!-wandte der Hauptmann sich gegen ihn. welches er in das obere Jnnthal geschickt hatte, um Hofer in den Rücken zu fallen, bei Pruz und Landeck eine ähn Hurrah! Hoch, unser Oberkommandant soll leben!" Go brauste es fort und fort mit dem Bergwasser um die Wette liche Niederlage erlitten wie er. und die Trommeln schlugen, die Pfeifen quiekten, die zer beulten Trompeten schmetterten. Von dem General Rusca fehlte ihm jede Nachricht. Es war aber in diesem Augenblicke ganz Südtyrol gegen den Wütherich in Waffen und zwei Tage später traf in Sterzing, wo Sofer einstweilen sein Hauptquartier auf, geschlagen hatte, die Nachricht ein, daß er aus dem Lande getrieben wäre. Ein Sonntag war es, da ließ Marschall Lefebvre alle feine Feuerschlünde ihr Gifen gegen den Berg Iſel ſpeien, der von den Waffen der Tyroler blinkte. Wieder kommandirte Speckbacher Seid ihr denn Alle da?" schrie er, denn die Klingen kreuzten sich wie Blize. Im nächsten Augenblicke erhielt der Hauptmann von einem Dritten einen Kolbenstoß vor die Brust, so daß er zurücktaumelte und eine Stimme rief: Mit dem Büttel rauft sich kein ordentlicher Kerl. Jezt schmeck, wie die Schläg' thun!" Und che noch der Halle mann von Reizenſtein sich zur Wehr ſehen konnte, schmetterte " den linken, Haspinger den rechten Flügel und Hofer im ihn ein zweiter Kolbenschlag nieder. Ah, das thut wohl," sagte der Mann mit einem tiefen Die Streitkräfte, welche Hofer, Speckbacher, Haspinger, Bentrum. Wenn der französische Marschall vor Begierde Remenater und Peter Mayr in der Eile hatten aufbringen brannte, die Scharte an der Gisack auszuwegen, so glühte Aufathmen. Es war ein Holzknecht aus St. Vigil, eins fen können, waren zu schwach, um den Sieg gegen den Marschall in der Bruſt der Tyroler das Berlangen, heute die Miß- Opfer der summarischen Justiz des Auditoriums Stiermane Lefebvre verfolgen zu können. Man mußte die weiteren handlung, die sie vier Jahre lang von den Bayern und" Ich hatt's ihm geschworen." Mit geschwungenem Stußen Zuzüge abwarten und sich darauf beschränken, die wichtigsten Franzosen erduldet hatten, voll zu rächen. Die von den warf er sich wieder in das Gewühl, Stellungen des Brenner zu besetzen. Remenater mit seinen Soldaten Wrede's begangenen Schandthaten, die GewaltAmbros trat zu dem Müller. Ein brechender Blick In dem Schuße einer Busterthalern und Ambros mit den Vigilern unter thätigkeiten Rusca's, der Bruch des Waffenstillstandes durch und das Auge des Alten ward starr und verglast. Gin ihm bezogen den vorgeschobenen Poften. Speckbacher Lefebvre hatte ihre Erbitterung aufs Höchste gesteigert. Auf leiser Schauder fiberkam Ambros. Er beugte sich über ein übergab jein Kommando an den Rothbart und eilte selbst der ganzen Linie sing der Feind zum Sturm vor, aber das Todten und drückte ihm die Augenlider zu. Dann hob er über die Berge, um die Zuzüge zu beschleunigen. Es Feuer, das ihn empfing, war mörderisch und mörderisch ihn auf und trug ihn ein wenig bei Seite, damit die Zeiche waren eben die Ernte- Arbeiten, welche die Leute zögern wüthete es fort. Es war eine schreckliche Sicherheit, mit nicht im Gewühl zertreten würde. ließen, und dazu kam, daß Viele mit den Heerden in den welcher die Tyroler schossen und mancher Feind stürzte von umgestürzten Kanone Legte er ihn nieder. Hochalpen sich befanden, wohin das Sturmläuten aus den zwei, drei Kugeln zugleich in die Brust getroffen. Und Thälern nicht drang. Nun aber loderten die Nothfeuer auf mit diesem mörderischen Feuer gingen nun ihrerseits die allen Bergen und riefen die Sennen zu den Waffen und in Tyroler vor und wichen nicht vor den Sturmtolonnen, den Thälern mahnten die Geistlichen die Säumigen. Viele die ihnen entgegen geworfen wurden. Sie kehrten die Ge( Fortsetzung folgt.) Theater. Donnerstag, den 9. JuIt Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Vorher: Die drei Pintos. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Orpheus in der Unterwelt. Bellealliance- Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend Theater. Berlin Waffer. unter Konzert- Garten des Ostend- Theaters. Große Frankfurterßtraße 132. Montag, den 13. Juli: Großes Sommerfest veranstaltet von Mitgliedern der Sozialdemokratische Volks- Versammlung Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Tischler. am Donnerstag, den 9. Juli, Abends präzise 8½ Uhr, im Feen- Palast, Burg- u. St. Wolfgangstr.- Ecke. Tages Ordnung: Grosses Konzert Adolph Ernst Theater. Dieu. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten 1. Endgiltige Beschlußfaffung über den Internationalen Arbetter Gigerln von Wien. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. sowie des Ihn'schen Gesangvereins ,, Humor" Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes. Concordia. Große Spezialitäten- Die von demselben auszuführenden Gesänge sind dieselben wie beim Vorstellung. Sommerfest des Arbeiter Sängerbundes. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr geöffnet. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Etablissement Buggenhagen 3m Tunnel: Tanz. Serren, welche sich am Tanz betheiligen, zahlen 30 Pf. nach. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 Billets vorher à 25 Pf. sind zu haben bei E. Röhn, Lichtenbergerstr. 15, Quergeb. I, F. Thielke, Straußbergerstr. 16, vorn III, E. Lutter, Breslauerstraße 14, Hof II und W. Lorenz, Roppenstr. 43e, sowie in sämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen. Großes Sommerfest= des 459b F. Muller. Fachvereins d. Musik- Instrumenten- Arbeiter Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Sonntag, 12. Juli, im Gartenlokal des Hrn. Lehmann, Schwebterstraße 23. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Konzert u. Sommernachts- Ball. Die Raffee- Küche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Jedes Kind, durch Erwachsene eingeführt, erhält am Eingang eine Stocklaterne gratis. Der Fackelzug beginnt bei Anbruch der Dunkelheit. Billets im Vorverkauf 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu beziehen. Das Komitee. 375/14 Bartdame. Verband d. deutschen Gold- u. Silberarbeiter Vitreo ift Coars, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Meu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. und verw. Berufsgenossen. Großes Sommerfest Kongreß zu Brüssel. 2. Diskussion. 3. Event. Wahl der Delegirten zu demselben. Alle Parteigenossen sind eingeladen. 336/11 Die Vertrauensleute. Arbeiter- Bildungs- Schule. Freitag, den 10. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Saale der Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Vierter Cyclus- Vortrag des Herrn G. Ledebour über ,, Rassenkunde und Urgeschichte", behandelnd:„ Die Rassenelemente der europäischen Völker". Diskussion. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäfte zahlen 20 Pf.[ 400/8] Der Vorstand. Kartell der Berliner Bau- Arbeiter. Oeffentliche Versammlung der Bau- Arbeiter Berlins im Saale der Aktien- Brauerei Friedrichshain. am Sonntag, den 12. Juli, Vorm. 92 Uhr, Zages Ordnung: 1. Die Ziele und die Zwecke des Kartells der Berliner Bau- Arbeiter und die Stellung der einzelnen Körperschaften zu demselben. 2. Die Stellunge nahme zum internationalen Arbeiterfongreß in Brüssel. 3. Die Erfahwahr Ausschusses. Da die Versammlung um 2 Uhr geschlossen sein muß, ersucht um pünktliches Erscheinen in der Brauerei Friedrichshain vorm. Lips für ein Mitglied des Ausführungs- Ausschusses. 4. Die Rechnungslegung des am Sonnabend, den 11. Juli 1891, arrangirt von der Zahlstelle Berlin. Großes Konzert im großen Saale: ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Zeitung des Dirigenten Hrn. Gartmann. Während des Konzerts Ball Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Außerdem für Herren: Großes Preis- Regelschieben von 8 bis 11 Uhr. Für die Damen: Launige Unterhaltungen mit Gewinnen und Preisen und verschiedene Kinderbelußtigungen. 452b Der Ausführungs- Ausschuß des Kartells der Berliner Bau- Arbeiter. J. A.: C. Thieme, Zöpfer. Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgeg. am Donnerstag, den 9. Jult, Abends 8½ hr, Raffee in Kannen& Ranne 40 Bf.= 2 Portionen, à Bortion= 2 Taffen. im Konzerthause ,, Sanssouci", Stottbuser- Straße Nr. 4a. à Anfang des Konzerts 4 Uhr. Ob Schön! Ob Regen! Moabiter Gesellschaftshaus programme à 30 Pi. find in allen mit Blakaten belegten Handlungen, bei Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. WF Großer Erfolg E des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel E der urtomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter sämmtl. Vorstandsmitgliedern u. außerdem bei Hrn. Robert Reiche( BigarrenGeschäft), Prinzessinnenstr. 31 u. bei Hrn. L. Honning, Holzmarktstr. 8 zu haben. 160/11 Das Komitee. Brauerei ,, Feldschlösschen" Müllerstraße 142. Sonnabend, den 11. Juli 1891: Großes Sommer- Fest, veranstaltet vom Fachverein der Steinmetzen Berlins, Plaz 50 Bf.- Kaffeeküche ist geöffnet. verbunden mit dem Stiftungsfest des Gesangvereins der Steinmeken Voltsbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. B Dienstag, den 14. Juli: Benefiz für Wilhelm Fröbel. Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon n. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und bas Photographische Atelier find neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 f. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Eagerbier, à Seidel 10 P1. H. Schultze( mit'n 1). E Irdbeer- Bowle, Flasche 75 Pf., Glas 15 Pf.; Himbeersaft, 2tr. 1,50 M.; Med. Ungarwein, Fl. 1,50 u. 2 M.; Rothwein, Fl. 1,50 M.( Orig.- Abz.) Franz Beyer,[ 954L Brinzessinnenstr. 15. Empfehle allen Arbeitern mein Weiss- n. Bairisch- Bierlokal Gollnowstr. 6. 458b A. Deschner. Vereinszimmer mit Piano ist auf mehrere Tage zu vergeben Brizerstr. 22. NIVERSAL METALL P AV & Co Schutzmarke. 1Z POMADE ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG. goldene u silberri 413b 892L ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Grosses Konzert, ausgeführt von Berufs- Musikern unter Leitung des Dirigenten Herrn Loppe. Während und nach dem Konzert Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pfennig. Freunde und Gönner sind freundlichst eingeladen. Das Komitee. 286/16 Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt" Berlin SW., Beuthstrasse 2. In unserem Verlage erschien soeben: Was die Sozialdemokraten find und was sie wollen. Von Wilh. Liebknecht. Neue berichtigte und vervollständigte Auflage ( die zweite in Deutschland). Preis 10 Pf. ( 100 Exempl. M. 7,50, 500 Exempl. M. 30, 1000 Exempl. M. 50.) Der Werth der vorstehenden Schrift als Agitationsmittel ist überall bekannt: in wenigen Wochen ist eine 20 000 Exemplare starte Auflage abgesetzt worden, was am besten für ihre Brauchbarkeit nach dieser Richtung hin spricht. Berliner Arbeiter- Bibliothek. Herausgegeben von Max Schippel. Soeben erschien Heft 14 der II. Serie: Die deutschen Buchdrucker in ihren Kämpfen gegen das Kapital. Bon Walther May- Leipzig. Die in der ganzen Welt rühmlichst bekannte„ Helm- Putz- Pomade" ist Zu beziehen durch die bekannten Kolporteure und Buchhandlungen, nur unser Erzeugniss. Dosen mit anderen Helmen und nicht mit fowie durch die Expedition, Elisabeth- Ufer Nr. 55. Wiederverkäufer unserer Firma weise man als hohen Rabatt. werthlose Nachahmungen zurück. Rolporteure gesucht. Zages- Ordnung: 1. Die Resultate der jezigen Lohnbewegung der Maurer Berlins und das Verhalten der Arbeitgeber dem gegenüber. 2. Wahl der Delegirten zur Konferenz. 3. Gewerkschaftliches. Maurer Berlins! Erscheint Alle! Der Vertrauensmann: Albert Käppel. 235/18 Achtung! Maurer Charlottenburgs. Achtung! Am Sonntag, den 12. Juli, Vormittags 11 Uhr, im Lokal ,, Bismarckhöhe" findet eine Mitglieder- Versammlung der Krankenkasse der Maurer, Steinhauer u. s. w. Tages- Ordnung: Wahl eines Bevollmächtigten, Schriftführers und der drei Grundstein zur Einigkeit statt. Revisoren. Kaffenangelegenheit und Verschiedenes. Deffentliche Versammlung 241/6 aller in der Schriftgießerei und in Messinglinien- Fabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Freitag, 10. Juli, Abends präz. 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über den Kampf um die Verkürzung der Arbeitszeit. Ref.: cand. phil, H. Peus. 2. Diskussion. 3.. Die Zustände in den einzelnen Offizinen. 4. Verschiedenes. 460b Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Mitglieder- Bersammlung der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Berlins am Sonntag, den 12. Juli, Vormittags 11 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Richard Baginski über Kapital und Arbeit. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten: Wie normiren wir unsere Beiträge? 4. Verschiedenes und Fragetaften. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 129/7 Der Vorstand. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Glasarbeiter Berlins ber und Umgegend 457b am Montag, den 13. Juli, Abends 8 Uhr, im, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bea richt der Delegirten der Streit- Kontrolltommiffion. 4. Verschiedenes.- Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Der Einberufer: Adolf Richter. Fachv. d. d. Tischler. Sterbe- Kasse Freitag, den 10. Juli, Abends von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien- Gesellsch. Sonntag, den 19. Juli 1891, Bormittags 9 Uhr, im Lokale des Herrn Stümke, Aderstraße Nr. 123: General- Versammlung. Tagesordnung: 81/2 Uhr, in Norbert's Restaurant, Beuthstraße 21/22: Vorstandssitzung mit Hinzuziehung der Statistischen Kommission. 315/14 Ich habe meine Wohnung von 1. Jahresbericht pro 1890/91 und Bericht der Revisoren. 2. Festsetzung Brandenburgstraße 80 nach der Entschädigung des Vorstandes und Bellealliance- Play 12, II. der Revisoren. 3. Neuwahl von drei ausscheidenden Vorstands- Mitgliedern. verlegt. 238M Es scheiden aus: Der Rendant Herr Dr. med. Georg Müller. Englich, der Schriftführer Herr Dittmann und der stellvertretende Vorfigende Serr Ziemann. 4. Neuwabi Lassalle's Reden und Schriften Das Quittungsbuch legitimirt. Um pünktliches Erscheinen ersucht 447b Der Vorstand. J. A.: Aug. Acke, Borf., Müllerstr. 184, II. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. nur vom ,, Vorwärts" liefert die 943L Buchhandlg.v. R.Kohlhardt Mariannenstr. 34, frei ins Haus.? Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 157. Mai. Unterm„ neuen Kurs". 30. Königsberg. Der Redakteur Arnold Röckner vom ehem.„ Königsberger Voltsblatt" von der Anklage wegen Aufreizung(§ 130) freigesprochen. Juni. 29 N B " 1. Leopoldshall. Genosse Märtens wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen 3 Monate Gefängniß. * Sangerhausen. Genosse Herrling wegen GottesTäfterung 14 Tage Gefängniß. 2. Sebnik. Grundstücksbesizer Fr. E. Oppelt wegen Aufhängung einer rothen" Fahne und eines solchen Kranzes 15 M. Geldstrafe event. 3 Tage Haft. 4. Berlin. Maurer Schwerdtfeger wegen angeblich verbotener Rollette vom Schöffengericht freigesprochen. 5. Frankfurt a. M. Genosse E. Nöller, früher Redakteur der„ Märt. Volksstimme" wegen Polizeibeleidigung 200 M. Geldstrafe. Magdeburg. Genosse H. Lux, Redakteur der„ BoltsStimme", wegen Beleidigung 50 M. Geldstrafe; Staatsanwaltsantrag 3 Monate. Der Drucker von der gleichen Anklage freigesprochen. Magdeburg. Genosse Köster, Redakteur der„ Voltsstimme", wegen Beleidigung 3 Monate Gefängniß. Schweidnitz. Genosse M. Baginsti, Redakteur des Proletarier", wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 6 Monate Gefängniß. Nordhausen. Genosse Schulte, Redakteur der„ Thür. Tribüne" vom Landgericht wegen Beleidigung 2 Monate Gefängniß. Genosse Gradnauer, Redakteur der 6. Dresden. " " " Sachs. Arbeiter- 3tg.", wegen Beleidigung des Hänichener Steinkohlenvereins 200 M. Geldstrafe event. 20 Tage Gefängniß. Berlin. Genosse C. Baate, Redakteur vom„ Vorwärts", von der Anklage wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen freigesprochen. und Dresden. Buchdruckereibefizer Paul Kluge Zigarrenmacher Anton Seidel wegen in einem Flugblatt für die fächsischen Landtagswahlen enthaltener Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen ersterer 6 Wochen, letterer 2 Monat Gefängniß. 7. Zwickau. Schuhmacher Rothe aus Kirchberg wegen Pfarrerbeleidigung 6 Monate Gefängniß. 8. Halle. Genosse Ige, Redakteur des Volksblatt", von der Anklage wegen Aufreizung vom Landgericht freigesprochen. Staatsanwaltsantrag 6 Monate. 0. Gelsenkirchen. Die Genossen Rubach und Kuth wegen Aushängens einer rothen Fahne 8 und 14 Tage Gefängniß. " Charlottenburg. Maurer Beyer von der Anklage der unbefugten Rollette freigesprochen. 11. Leipzig Entritsch. Genosse Scheffel sowie die Vorstandsmitglieder des Konsumvereins wegen Schankvergehens zu je 3 M.; Ersterer überdies noch wegen Verhöhnung eines Gerichtsbeschlusses zu 1 Tag Haft verurtheilt. Er gab auf Befragen an die Ehre zu haben wegen Geheimbündelei mit 4 Monaten Gefängniß vorbestraft zu fein. 12. Frankfurt a. M. Genosse M. Fischer, Redakteur der Voltsstimme", wegen Polizeibeleidigung 30 M. Geldstrafe. 13. Leipzig. Genosse Goldba ch wegen Vergehen gegen die§§ 103 und 104 der fächsischen Armenordnung vom Landgericht gleich der Borinstanz zu 20 M. bezw. 5 Tagen Haft verurtheilt. to Verden. Redakteur Watermann von der„ Nordd. Boltsstimme" wegen Landrathsbeleidigung zwei Monate Gefängniß. 14. Nen Hohenschönhausen. # Maler Weiland wegen Beleidigung eines Wahlvorstandes vom Schöffengericht eine Woche Gefängniß. 15. Rudolstadt. Der Redakteur vom„ Saalfelder Volksblatt" wegen groben Unfugs, angeblich begangen durch einen Aufsatz über den Tod Luther's, 150 M. Geldstrafe. " Berlin. Bier Genossen des 5. Wahlkreises von der Anflage eines Vergehens gegen das Sozialistengeset( Wahlflugblätter- Verbreitung) vom Amtsgericht I freigesprochen. Sämmtliche Roften, inkl. die der Vertheidigung, der Staatskaffe. 16. Dresden. Genosse Scholz wegen unerlaubter Rollekte 14 M. Geldbuße event. 2 Tage Haft; Genosse Herrmann freigesprochen. 2 " B Osterfeld. Genosse Marschall vom Schöffengericht wegen unerlaubter Kollekte 10 M. Geldstrafe. Leipzig. Das Reichsgericht verwarf die von Frau Wilhelmi gegen das sie wegen Beschimpfung der christlichen Religion zu 2 Monat Gefängniß verurtheilende Erkenntniß des Landgerichts Hagen eingelegte Revision. Donnerstag, den 9. Juli 1891. Juni. 10 21. Zeit. Redakteur Hofmann vom„ Voltsboten" wegen Lehrer- Beleidigung 30 M. Geldstrafe event. 6 Tage. Dresden. Buchdrucker Hünig wegen Vergehens gegen das Volksschulgesetz( er hatte seinen Sohn von der Schulfeier zu Königs Geburtstag zurückbehalten) und ungebühr lichen Benehmens vor Gericht 10 M. Geldstrafe und 1 Tag Haft. Das Strafmandat für das erstere Real hatte auf 3 M. gelautet. 13 Meißen. Genoffe A. Kühne I wegen unerlaubter Geldfammlung vom Schöffengericht 15 M. Geldstrafe event. 5 Tage Haft. = 8. Jahrg. Bestrebungen der Sozialdemokratie alles das abzuziehen, was berechtigt und der kräftigen Unterstützung( wirklich uneigennütziger Leute) werth" ist, so würde sie gefunden haben, daß etwas Gemeingefährliches gar nicht übrig bleibt. Die vornehmsten Mittel" zu unserer Bekämpfung können wir übergehen; sie sind nichts Neues und auch schon geschickter vorgetragen worden. Lokales. Zu der heute im Feen- Palast stattfindenden Ver 22. Zeit. Die Genoffen 2e opold und Dippold wegen angeblich verbotener Kollekte( Eintrittsgeld- Erhebung zur Versammlung) vom Schöffengericht freigesprochen. Altenburg. Genoffe Vogenis von der Anklage der ſammlung ersuchen wir unsere Parteigenossen dringend, wegen Uebertretung des Vereins- und Versammlungsgesetzes vom der Wichtigkeit der Tagesordnung zahlreich und pünktlich zur Stelle zu sein. Schöffengericht freigesprochen. 7 2 Kaiserslautern. Genosse A. Kapp wegen Gendarmenbeleidigung vom Schöffengericht 14 Tage Gefängniß. Das ,, Berliner Tageblatt" regt sich darüber auf, daß wir 23. Düsseldorf. Die Genossen Besch und Held von der im Anschluß an die Versammlung im Feenpalast die Berichti Anflage wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz frei- gung eines Genossen abdrucken, der von sich glaubte, daß ihm in gesprochen. Die Strafmandate hatten auf 60 und 40 mt. dem Bericht eine falsche Wendung in den Mund gelegt war. Ueber den Geschmack und über die Bereitwilligkeit, auch den gelautet. Gegner zum Wort kommen zu lassen, wenn ihm ein vermeirit aber das liches Unrecht geschehen ist, läßt sich nicht streiten namentlich auf seine Informationen so unendlich stolz ist, meint, Berliner Tageblatt", welches mit Recht auf seine Redaktion ind daß unser Blatt wegen der Aufnahme einer Berichtigung nicht genügend redigirt sei. 19 6 Monate. Die Genossen Trenkhorst und Krone Deffau. wegen angeblicher Aufforderung zu einer verbotenen Kollekte vom Schöffengericht freigesprochen, Gen. Kugel wegen verbotener Kollette 15 Mt. ev. 5 Tage Haft. Langenbielau. Genosse Baginsti vom Landgericht 6 Wochen Gefängniß wegen Pfarrerbeleidigung. 1. Instanz Magdeburg. Genoffe M. Baetge wegen Preßvergehen 100 Mr., Genosse Bremer wegen Polizeibeleidigung 50 Mt. Geldstrafe. 24. Leipzig. Die Berufung des Rechtsanwalt Hoffmann gegen das schöffengerichtliche Urtheil, welches ihn wegen Beleidigung zu 300 M. Geldstrafe verurtheilte, vom Landgeriche verworfen. " 61 ข 12 20 Dortmund. Bergmann Siegel wegen Beleidigung des Vorstandes des Bochumer Knappschaftsvereins vom Landgericht 6 Wochen Gefängniß. Dortmund. Genosse Lehmann, Red. der Freien Presse" wegen Polizeibeleidigung vom Landgericht 4 Wochen Gefängniß. " Mannheim. Der frühere Redakteur der Volksstimme" Genosse F. Thies vom Schöffengericht wegen Beleidigung eines Fabrikmeisters 20 M. Geldstrafe. Dresden. Tischler Pfeiffer wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen 4 Wochen Gefängniß. Von 7 Wochen Untersuchungshaft wurden nur 14 Tage angerechnet. 25. Helle a. S. Genosse Mittag wegen Beleidigung eines Gerichtshofs 1 Monat Gefängniß. Kassel. Der Kassirer des sozialdemokratischen Wahlvereins wegen Vergehens gegen§ 10 des Gesetzes vom 12. Mai 1851, angeblich begangen durch Verkauf von Karten zur Maifeier, 3 M. Geldstrafe. 19 " Metz, Die Genossen Reißer und Großholz wegen unerlaubter Rolportage je 50 M. Geldstrafe. Allerdings zu jenen lichten Höhen der Auffassung haben wir uns noch nicht emporschwingen fönnen, daß wir Ereignisse journalistischen Thätigkeit gehört zu den Spezialitäten des schildern, die niemals stattgefunden haben. Diese Art der wird seinen Traditionen auch dann nicht einmal untreu, venn Mosse'schen Organs, und das Blatt mit den 72 000 Abonnnenten es von der Sozialdemokratie spricht. So läßt es sich in seiner gestrigen Morgenausgabe folgendes vorflunkern: Interessant ist, daß nach Herrn Liebnecht der Wlann, der vor Jahresfrist au der Spitze der Jungen" stand, Dr. Wille, damals noch nicht genügend ist die Parteiverhältnisse eingeweiht war. Jezt ist er Liebkr lecht's Freund geworden und auf dessen dringenden Wunsch in den Parteivorstand eingetreten. Von dieser Umstempelung eines Jungen" zum„ Alten" wußte man bisher noch nicht das Geringste. Diese hochsensationelle Mittheilung wird dadurch keineswegs wahrer, daß sie von den im Ulstein'schen Verlage erscheinenden Auge eines verkrachten Juristen erblickt natürlich Alles schärfer, parteilofen und parteiischen Drillingen aufgewärmt wird. Das wie die Sehwerkzeuge gewöhnlicher Sterblicher, und da ist es in dieser glorreichen Weise ans Tageslicht befördert werden. Das denn kein Wunder, wenn die geheimsten Vorgänge einer: Partei Lachen ist gewiß eine feine äußerliche Kunst, aber der Nacht am besten- der zuletzt lacht. Bartei einzutreten, und wird nach menschlicher Voraussicht diesen Herr Dr. Wille denkt nicht daran, in den Vorstand der informirten freisimmigen Organe natürlich nicht, sich und ihren Ehrgeiz auch niemals haben. Aber das hindert diese wohlauhelfen. 26. Cotta. Fabritarbeiter M. von Briegnik wegen Lesern in der geschilderten Weise über die Sauregurkenzeit hinweggroben Unfugs 10 M. Geldstrafe event. 2 Tage Haft, weil er am Grabe seiner Frau unter Niederlegung eines Kranzes fagte:„ Leb' wohl, Frau, es giebt kein Auferstehen, es giebt kein Wiedersehen!" " Effen. Berginvalide Schöttler und der Redakteur des Effen. Berginvalide Schöttler und der Redakteur des Allgemeinen Beobachters" wegen Beleidigung des General fetretärs Buect in Berlin 4 und 3 Wochen Gefängniß. Bockenheim. Genosse Brandt wegen sog. groben Unfug Strafmandat über 30 M. Landsberg a./W. Maurer ut aus Berlin wegen Majestätsbeleidigung 2 Monat Gefängniß. 27. Gotha. Redakteur Joos vom„ Gotha'schen Volksblatt" wegen Beleidigung eines Militärvereins- Vorsitzenden unter Einbeziehung eines auf 8 Tage Gefängniß lautenden Urtheils wegen Beamtenbeleidigung eine Gesammtstrafe von 1 Monat 6 Tagen. " Effen. Redakteur E. Ausbrink von der„ Gelsenkirchener Arbeiterzeitung" wegen Beleidigung eines Zechendirektors 2 Wochen Gefängniß. Staatsanwaltsantrag: 6 Wochen. 30. Gelsenkirchen. Genosse R. Mattern wegen Flugblattvertheilung ohne polizeiliche Erlaubniß 6 M. Geldstrafe ev. 2 Tage Haft. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Herr Stephany, der große Schweiger, hat nunmehr in der Angelegenheit des Redakteurs Mary das Wort ergriffen. Wir theilen hiermit die Meinungsäußerung des in letzter Zeit so viel genannten Herrn mit, um den Lorbeerkranz, mit welchem er sein Saupt umwunden hat, um ein Blatt zu vermehren. Herr Stephany erklärt folgendes: . Bon meinem Urlaube zurückgekehrt, erwidere ich auf die öffentlich verbreitete Behauptung des Herrn Mary, daß er aus der Redaktion der Vossischen Zeitung" entlassen worden, weil er Jude sei, folgendes: 1. Ich habe demselben nicht deshalb gekündigt, weil er Jude ist. In der Redaktion der Bossischen Zeitung" find Bekenner des christlichen und jüdischen Glaubens thätig. 2. Die Kündigung des Herrn Mary ist durch mich felbständig erfolgt, weil seine Leistungen für die Vossische Zeitung" mir unzulänglich erschienen. Berlin 8. Juli 1891. Friedrich Stephany. Im Anschluß hieran übersendet uns Herr Paul Mary folgendes Schreiben: Der geehrten Redaktion des Vorwärts" theile ich ergebenst mit, daß ich gegen die Freisinnige Zeitung" Klage auf Grund der§§ 186 und 188 R.-Str.-G.-B. erhoben habe und den Besitzer wie den Chefredakteur der„ Vossischen Beitung" als Zeugen vorschlagen werde. Ich beabsichtige, durch dieses Vorgehen gerichtlich feststellen zu lassen, wann der Chefredakteur der Vossischen Zeitung" die Ünwahrheit gesagt hat, ob im privaten Gespräch mir gegenüber am 22. Mai oder in der Erklärung, welche er heute in der ,, Vossischen Zeitung" veröffentlicht hat. Paul Marx. Es steht also vorläufig Behauptung gegen Behauptung. Herr Frankfurt a. M. Der Vorstand des Schneider- Kranken- früherer Redakteur des in Basel erscheinenden Internationalen Stephany war in legter Zeit mehrfach als vielgewandter Zeuge Laſſen- Bereins sowie Gastwirth kühmayer wegen an- Buchdruckerverbandes", ist von ber hiesigen Polizei ausgewieſen thätig; er wird wohl auch in dem Prozeß Mary sich und seinen geblicher Bolizeiſtunden- Uebertretung freigesprochen. Die worden und mußte heute die Stadt verleen turtin hatte, nach Brotgeber zu schüßen wissen. Sein Gedächtniß wird ihn in Strafmandate hatten auf je 3 M. beziehungsweise 20 M. dem er vor Kurzem aus Stuttgart ausgewiesen worden war, hier diesem Falle hoffentlich nicht im Stich lassen. eine Stellung gefunden." Herr Martin ist, weil er Ausländer 17. Balingen. Die Genossen Rebstock und 2orch wegen angeblichen groben Unfugs( Tragen rother Kravatten) vom Schöffengericht freigesprochen. Iauteten auf 10 M. " " " gelautet. Geldstrafe. Die Strafmandate Frankfurt a. M., 6. Juli. Die Frankfurter Zeitung" meldet: Der Schriftseyer François Martin, ein geborener Luxemburger, in den Buchdruckerkreisen bekannt als Gründer und Ein Zum Kirchenbau in der Schönhauser Allee. Iserlohn. Genoffe Lehmann, Redakteur der Freien ist, schon in mehreren Orten Deutschlands ausgewiesen worden, Breffe" vom Schöffengericht wegen groben Unfugs 20 Mt. dessen ungeachtet tritt er immer wieder von Neuem agitatorisch Nothstand besteht doch in Berlin, und das ist- ber tirchliche öffentlich auf und erleidet dasselbe Schicksal. Die Konsequenz Nothstand. Nicht etwa, daß die Kirchen arm wären oder die Getha. Der Redakteur des„ Gothaischen Volksblattes", wäre anerkennenswerth, brängte sich nicht, infolge der Gr: Geistlichen Noth litten, o nein! Die Wohlgenährtheit der Genoſſe Joo 3, wegen Beamtenbeleidigung vom Schöffen- fahrungen, welche namentlich unseren Genossen in der Schweis meisten der geistlichen Herren läßt einen derartigen Schluß nicht mit demselben Herrn gemacht haben, die Vermuthung auf, Herr zu; vielmehr gleichen sie dem Abt von St. Gallen, dem, wie der gericht 1 Woche Gefängniß. 18. Dortmund. Genosse G. Gerlach aus Unna wegen Be- Martin provozire folche Ausweisungen, um auf Grund feines Dichter erzählt, das Beten und Fasten nicht schlecht bekommen Gesicht, drei leidigung eines Rechenbeamten 6 Wochen Gefängniß, Märtyriums auf die Silfe der Genoffen rechnen zu können. Die iſt, indem wie Vollmond glänzte ſein feistes Gejtant, pret Genossen dürften gut thun Herrn Martin gegenüber die Grenze Männer umspannten den Schmerbauch ihm nicht!" Die Kirchliche Noth besteht lediglich in der Kirchenneth, d. h. es sind nicht Kirchen genug in Berlin, in dem Sünden- Babel Berlin, um alle des Nothwendigen nicht zu überschreiten. die Frommen zu fassen, die nach der geistlichen Kost lechzen, wie sie in den Kirchen dargeboten wird. Und allerdings, wer den fonntäglichen Kirchenzettel studirt und nach gut einstündiger Arbeit mit diesem Studium glücklich zu Ende gekommen ist, der Staatsanwaltsantrag 5 Monate. Frankfurt a. M. Verschiedene Trägerinnen der Bolts ftimme" wegen angeblicher Verbreitung von Druckschriften ohne polizeiliche Erlaubniß( Probenummern) freigesprochen, da eine solche nicht erforderlich sei. Oldenburg. Kürzlich hat hier eine Kreisfynode getagt, welche im„ geistigen Kampfe" gegen die Sozialdemokratie auch 1. Die Kreissynode hält die Sozialdemokratie für eine Ge19. Celle. Arbeiter Bennede, Redakteur Seiler der nicht beiseite bleiben wollte. Sie refolvirte sich über uns so: " Geller Zeitung" und Schriftsetzer Rehle wegen Bestrafe. und von den beiden Leztgenannten im Versammlungs- von ihr aber das Streben, die soziale Lage der unteren Stände müssen: Ja, es sind zu wenig Kirchen in Berlin! Mit Freude amtenbeleidigung, begangen in einer Arbeiterversammlung, meingefahr, der mit allen Kräften zu begegnen ist, unterscheidet wird sich selber mit gutem Gewissen das Eingeständniß machen bericht reproduzirt 50 M., 10 M. und 15 M. Geld zu verbessern, welches berechtigt und der kräftigsten Unterstützung und Genugthuung wird er daher auch sehen, wie viel zur werth ist. 2. Die Kreissynode empfiehlt als vornehmste Mittel, Linderung dieses Nothstandes bereits gethan iſt und noch geMülheim a. Rh. Genosse Holzsieven aus Thurn den verderblichen Grundsätzen der Sozialdemokratie entgegenzu- fchehen foll. Wo nur irgend ein Plätzchen frei ist, slugs wird wegen groben Unfugs( Trommelns bei der Maifeier) vom wirten: a) Belehrung in Wort und Schrift und Verbreitung guter ein Kirchlein hingesetzt, und bald wird in Berlin fein Platz mehr Bücher, durch welche der chriftliche Glaube direkt und indirekt zu entdecken fein, auf dem nicht ein Gotteshaus steht. Und die 20. Berlin. Rebatteur sa a te von" Zandgerichte fren Stände in Wort und That; 9) Hebung und treue 28 ahrnehmung fie toen, die nichts wiſſen wodden von den vielen the und die Der firchlichen Armenpflege; d) sorgsame Pflege des kirchlichen nicht nur einen zukünftigen ideellen, sondern auch einen viele Geistliche werden an ihnen Brot und Beschäftigung finden, Achim. Fabrikarbeiter Wilhelm Rössel wegen Gen- und christlichen Lebens überhaupt, insbesondere auch des cheist- zukünftigen und gegenwärtigen materiellen Werth besitzen. Wie Wenn die Kreissynode sich die Mühe gegeben hätte, von den wie viele Küster, Organisten, Balgentreter u. s. w. werden An" darmen- Beleidigung in einer Versammlungsrede 14 Tage lichen Familienlebens. Gefängniß. Die Lokalkommission für Adlershof ersucht uns mitzutheilen, daß die Borussia- Brauerei ihren Saal zu Versammlungen bergiebt. Arbeiterbewegung. Die Lohnkommission der Heizer und Trimmer ftellung finden, wie viele Arbeiter finden jetzt schon lohnende| Schiffern dar. Auf der Mitte desselben standen zwei junge Leute I soweit zurückbatirt, daß die Marke noch einmal zu benußen war. Beschäftigung bei den Kirchenbauten, lohnende Beschäftigung und im Alter von 18 und 20 Jahren aufrecht in einem Spitzboot und Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten Herz beider Verangenehme Arbeit, ganz den Wünschen der Sozialdemokraten, die vergnügten sich durch Schaukeln des Bootes. Sie spreizten dabei gehen für überführt und beantragte gegen denselben eine nichts thun, aber viel verdienen wollen, entsprechend. Zwar die Beine und brachten durch das Hin- und Herbiegen das kleine Geldstrafe von 300 M. Für den irre geleiteten Lehrling wird von den Maurern behauptet, daß gerade auf den Kirchen- Boot derartig ins Schwanken, daß es plötzlich umschlug und genüge ein Verweis. Der Gerichtshof hielt das Vergehen bauten die schlechtesten Löhne bezahlt werden, zwar haben die beide Insassen ins Wasser fielen. Da beide des Schwimmens gegen das Stempelsteuer Gesetz nicht für hinreichend erSteinmegen beim Bau der katholischen Kirche auf dem Garten- untundig waren, schrien sie jämmerlich um Hilfe, die auch sofort wiesen und erkannte dieserhalb auf Freisprechung. Dagegen play, dem früheren Galgenplay, schon gestreift, doch das ist alles erschien. Leider war es aber des starken Stromes wegen nur sei der Angeklagte des Betrugs zweifellos überführt und bei der auf die bekannte Begehrlichkeit der Arbeiter zurückzuführen, die möglich, den einen der Verunglückten zu retten, während der Strafabmessung sei mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte nie zufrieden sind mit dem, was ihnen ihre Brotherren in so andere, der durch den Strom bereits unter eine Bille gerathen feinen Lehrling zu einer verwerflichen Handlung angeleitet und humaner Weise gewähren! Auf so einem Kirchenbau zu arbeiten, war, seinen Tod in den Wellen fand. Der Gerettete, welcher ihn auf Abwege gebracht habe, weit über den Antrag des Staatsist eigentlich an und für sich schon ein Vorzug, ganz besonders ist bereits bewußtlos geworden war, wurde in eine nahe gelegene anwalts hinausgegangen und auf 500 M. event. 50 Tage Gedies aber der Fall auf dem Kirchenbau an der Schönhauser Allee, Wirthschaft gebracht, mit trockenen Kleidern versehen und dann fängniß erkannt worden. Der Lehrling wurde freigesprochen, da woselbst den dort beschäftigten Maurern außer den sonstigen An- nach der Wohnung seiner Eltern in Friedrichsberg geschafft. Der ihm geglaubt worden sei, daß er zur Zeit der That noch nicht nehmlichkeiten, die das Maurergewerbe in heutiger Zeit mit Ertrunkene war der Sohn eines in Friedrichsfelde wohnenden die erforderliche Einsicht besessen habe. fich bringt, noch eine besondere Annehmlichkeit bereitet wird. Mechanikers. Alle Montag Morgen um 6 Uhr nämlich, wenn die Maurer versammelt sind, um nach genossener Sonntagsruhe neu gestärkt das Schaffenswerk der Woche zu beginnen, flopft der Polier an die Baubude und die Maurer treten zum Appell an.„ Zum Werke, das wir ernst bereiten, geziemt sich wohl ein ernstes Polizeibericht. Als am 6. d. M. Mittags der Tischler Wort", läßt Schiller in seiner Glocke" den Meister sagen, und wie dieser hält nun ein Stadtmissionar oder ein ähnlicher geist. Köhler auf dem Grundstück Wiesenstraße 12 sich mittelst eines Bremerhavens veröffentlicht im Hamburger„ Echo" folgende licher Herr eine erbauliche Ansprache an die versammelten Ar- Taues von einem etwa 5 Meter hohen Bretterboden herunter Bekanntmachung: beiter, die gebührender Weise mit Gebet eingeleitet und beschlossen laffen wollte, stürzte er auf den Hof hinab, so daß er besinnungsDer Streit der Seizer und Kohlenzieher wird und die in ihren Ausläufern darauf berechnet ist, Mitglieder los liegen blieb und nach der Charitee gebracht werden mußte. ist be endet; der Lloyd hat die Forderung betreffs Auflösung für den christlichen Verein junger Männer in den Reihen der Abends trank ein dreijähriges Mädchen in der Wohnung des Vereins fallen gelassen und sah sich sogar gezwungen, uns Maurer zu werben. Ist die Ansprache beendet, dann erfolgt erst seiner Eltern in der Cuvrystraße 11 aus einer auf dem Tische folgende Bugeständnisse zu machen: der Namensaufruf der Arbeiter und kommt es nicht darauf an, legungen, daß es nach dem Krankenhause Bethanien gebracht dürfen. stehenden Flasche Schwefelsäure und erlitt so schwere innere Ver- 1. Wenn Gründe vorhanden, nach jeder Reise abmustern zu wenn es erst ein Viertelstündchen später an die Arbeit geht. werden mußte.- Auf dem Hofe des Grundstücks Strelitzer- 2. Die Statuten der Seemannskasse sollen dahin geändert Die verlorene Zeit wird wieder eingebracht durch die geistige straße 13 wurde am 7. d. M. Bormittags ein Droschkenpferd werden, daß vom Tage der Abmusterung Jeder weitere vier Etärkung, welche den Maurern zu Theil geworden ist. Diese ſchöne Sitte ist auf einem Kirchenbau gewiß am Plaze. Ob plöblich scheu und lief mit dem Wagen gegen den noch nicht ge- Wochen Ansprüche an die vorbenannte Kasse zu stellen bediese auf allen Kirchenbauten eingeführt, ist uns leider nicht be- öffneten Flügel der Hausthür, so daß der Führer desselben rechtigt ist. 3. Ueberstunden dürfen nicht mehr nach Belieben eines eintas nt. Jedenfalls würde es sich aber empfehlen, dieselbe auf vom Bock geschleudert wurde und hierbei einen Bruch des allen Bauten zur Einführung zu bringen, sie würde gewiß gute linken Oberschenkels und des rechten Unterschenkels erlitt. zelnen Maschinisten gemacht werden, sondern hat über NothEr wurde nach der Universitäts- Klinik gebracht. Vor dem arbeit der Kapitän zu entscheiden. Frühte tragen. Hause Lessingstr. 19 wurde zu derfelben Zeit das Pferd vor einem Bu einem echten und schönen Arbeiterfeste gestaltete sich Arbeitswagen anscheinend vom Roller befallen, schlug um sich und das vom sozialdemokratischen Wahlverein für sprang dabei über die Deichsel. Bei dem Versuch, das Pferd den 2. Wahlkreis am Montag, den 6. d. M., in Keller's wieder an seinen Platz zu bringen, wurde der Kutscher zur Erde Hofjäger abgehaltene Sommerfest. Kurz nach 5 Uhr begann gestoßen und durch Huftritte am Kopf und am Fuß bedeutend in dem mit rothen Fahnen, Bannern und einer Büste Lassalle's verlegt. Nach Anlegung eines Verbandes wurde er mittelst dekorirten Garten das Konzert, welches unter der Leitung des Droschke nach seiner Wohnung gebracht. Mittags fiel ein DachHerrn Gartmann von dem Musikverein" Firmitas" ausgeführt decker auf dem Hofe des Grundstücks Nostizstr. 48 etwa 4 Meter wurde. Die Gesangvereine Frühlingsluft"," Harmonia"," Kreuz- hoch von einem Hängegerüst herab und erlitt außer einem Bruch berger Harmonie"," Liedesfreiheit" und" Waldkapelle" sorgten, unter des Vorderarmes anscheinend innere Verlegungen, so daß seine Leitung des Herrn Loheit, für die gesangliche Unterhaltung. Die Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich Leistungen der sechs angeführten Vereine( Mitglieder des Arbeiter- wurde. Im Thiergarten sprang Nachmittags eine FrauensSängerbundes waren großartige und riefen lebhaften Beifall hervor. person bei der Rousseau Insel ins Wasser, wurde jedoch noch Um 71/2 Uhr wurde der Saal zum Tanz geöffnet. Die Eintretenden lebend herausgezogen und nach der Charitee gebracht." waren freundlichst überrascht. An der linken Seite wehten die beiden mächtigen rothen Banner des 1. und 2. Wahlkreises mit der Jaschrist Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" herab, gekrönt von der leuchtenden, weißen Büste Lassalle's. Nicht weit davon hing ein anderes älteres Banner, welches die Ausgewiesenen begrüßte. Von den Kronleuchtern hingen rothe Fahnen herab. Rechts, vor dem Orchester, war ebenfalls eine bronzirte Lassalle- Maurer Wilhelm Jezorte gestern vor der 1. Straffammer des Wegen einer Majestätsbeleidigung stand der Genosse Büste, reich von Fahnen umgeben, angebracht. An den Wänden verkündeten einige roth behangene Stellen, daß sich darunter wohl Landgerichts I. Diese Sache wurde bereits in dritter Instanz manches für ein demokratisches Auge nicht Angenehmes befand. Ueber verhandelt. Der Sachverhalt ist folgender: Am 12. Juli 1890 300 rotte Fahnen und anderer Dekorationsstoff waren im Garten und fand das Richtfest des Neubaues Chausseestraße 24 statt. Bei Mainz. Eine Mitgliederversammlung des Fa ch vereins Saal verbraucht worden. Die dekorativen Arbeiten leitete und führte diesem Fest wurden verschiedene„ Hochs" ausgebracht. So z. B. zum großen Theil selbst aus unser Mitglied Genosse Müller, auf den Bauherrn, den Bauunternehmer, auf dessen Ehefrau und der Maurer löfte denselben auf und beschloß den Eintritt in Um 9 Uhr war ein großer Kinder- Fackelzug. Die hellrothen, mit auch auf den Kaiser und die Kaiserin. Am darauffolgenden den Zentralverband. dem Nainen des Vereins versehenen Stoclaternen machten sich Tage fand im Wedding- Part eine Versammlung der freien Ver- Paris, 7. Juli. Eine Anzahl Arbeiter der hiesigen Werksehr gut. Bald darauf sprach Genosse Rizler einen selbst vereinigung der Maurer statt, in welcher unter Verschiedenem Genosse stätten der Orleansbahn bisher 326 von 1300- befaßten Brolog, mit welchem der offizielle Theil der Feier schloß. Jezorte gesagt haben soll: Die Maurer Berlins möchten doch schlossen, infolge mehrerer Entlassungen zu streiken. Die Theilnehmer blieben noch lange zusammen. für die Zukunft solchen Mumpig wie die Richtfeste unterlassen. Der überwachende Beamte hatte in seinem Bericht aber gesagt: kolonialwaaren- Branche beschloß gestern Abend, ihre Paris, 8. Juli. Eine Versammlung von 3000 Gehilfen der solchen M...... bei den" u. s. w. Daraufhin war Jezorte im November v. J. zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt Forderungen den Prinzipalen schriftlich zu überreichen und dieworden. Es wurde Revision eingelegt und das Reichsgericht vernichtete jenigen auf den Inder zu sehen, welche dieselben ablehnen. das erste Urtheil, unter Zurückverweisung der Sache an die erste Instanz. In dem gestrigen Termin erfolgte Freisprechung des Angeklagten, da es als nicht erwiesen erachtet wurde, ob das Wörtchen„ wie" oder" bei" gesprochen worden sei. Es kam dem Angeklagten daher besonders zu Statten, daß er sowie seine Genoffen schon des Defteren aufgefordert hatten, von dem Mumpit der Richtfeste Abstand zu nehmen. Die sämmtlichen Kosten wurden der Staatskasse auferlegt. Drt Gerichts- Beitung. 4. Streitigkeiten, die an Bord vorkommen, werden nicht, wie bis jetzt dem Seemannsamt zur Bestrafung vorgelegt, sondern, wenn es dem Schiffsführer nicht möglich ist, dieselben selbst zu schlichten, der Agentur zur Entscheidung unterbreitet. 5. Die am Streit Betheiligten werden in keiner Weise gemaßregelt. Es haben auch am 1. und 2. Juli bereits 100 Mann die Arbeit aufgenommen, binnen 14 Tagen werden wohl Alle untergebracht sein. Der Verein zählt über 1100 Mann und wir wirken jetzt dahin, daß sich jeder fahrende Heizer und Kohlenzieher demselben anschließen muß, wenn er es nicht vorzieht, die Seefahrt aufzugeben. Betreffs der Lohnerhöhung erhielten wir von Herrn Direktor Lohmann das Versprechen, daß, sobald der Schiffsverkehr ein nur etwas günstiger wird, er von selbst dahin wirken wird, daß die Heuern in entsprechender Weise erhöht werden. Zum Schlusse noch unsern besten Dank für die Vertretung unferer Angelegenheiten vor der Deffentlichkeit, die uns eine Hilfe zum Siege geworden sind. Der Kampf war ein heißer, zumal die pekuniäre Unterstützung von auswärts eine spärliche war. Wir schließen in der frohen Hoffnung, daß einst die Stunde schlagen wird, wo sämmtliche Arbeiter den Sieg über die Macht des Kapitals davontragen werden." New- York. Ein Rellnerorgan ist hier gegründet worden. Dasselbe erscheint in deutscher und englischer Sprache unter dem Titel„ Waiters- Journal". Die Redaktion befindet sich in New- York City, 385 Bowery. Soziale Uebersicht. Erfurt, 5. Juli. Von der hiesigen Gewehrfabrik Ein ,, wahrheitsliebender" Erfurter Schuhbourgeois " 1 Ueberdies wolle Unter dem neuen Kurs. Am Dienstag, den 8. d. M., Vormittags gegen 10 Uhr, fand bei dem Genossen Fr. Zubeil, Naunynftr. 86, eine umfangreiche Haussuchung statt. Kaum hatte der Genoffe Zubeil sein Lokal verlassen, um einige nothwendige Gänge zu besorgen, erschien ein Kommissar mit 9 Beamten der politischen Abtheilung. In erster Linie wurde der vordere Thorweg mit 4 Mann und die Hausthür vom Seitenflügel mit einem Mann besetzt, ein Mann faßte vorne im Lokal Posto und der Herr Kommissar und die übrigen drei Männer nahmen die eigentliche Durchsuchung vor. Es blieb kein Fleck der gesammten Räume verschont, sämmtliche Kisten und Kasten, Küche, Hängeboden, Keller, Garten, selbst der ganz verschwiegene wurde nicht verschont und Eine Auflage wegen Betrugs beschäftigte gestern die auf ihren Inhalt 89. Abtheilung des Schöffengerichts in längerer Sizung. Auf geprüft. Auch die Sachen Des Personals wurden Durchsucht. Von einem der Herren wurde dem Haus der Anklagebank befanden sich der Kaufmann Heinrich Herz Diener unter großer Butraulichkeit die Brüderschaft als angeb: Betruges in einem Falle beschuldigt waren. Dem Angeklagten einem der Herren wurde dem Haus- und dessen Lehrling Martin Hirschbach, die des gemeinsamen wurden gestern 700 Arbeiter gekündigt. Diener unter großer licher Landsmann angeboten, wenn er mittheilen würde, wo sich Herz wurde außerdem zur Last gelegt, daß er in drei Fällen hat in die ebenso wahrheitsliebende", den schienenflickenlassenden die Packete mit den Liederbüchern befänden; leider konnte diesem bereits gebrauchte und entwerthete Wechsel- Stempelmarken noch kommerzienrath Baare als Muster aller Ehrlichkeit und Moralität Wunsche nicht entsprochen werden, da solche nicht vorhanden einmal in Verwendung genommen habe. Die Anzeige ist von früheren preifenden Kölnischen Zeitung" folgenden, seinen innigsten Herzenswaren. Länger wie eine ganze Stunde dauerte die schwierige Lehrlingen und Handlungsgehilfen des Angeklagten Herz erstattet wunsch ausdrückenden Bericht geliefert: und schwere Arbeit. Beschlagnahmt wurden ein Liederbuch und worden, welche in Unfrieden von ihm geschieden sind. Herz, der in mehrere Briefe. Das man eingehend gesucht hatte und keinen Aus der Provinz Sachsen, 17. Juni. Die von Fleck verschonte, beweist, daß sich die Herren nach geschehener der Kurstraße ein Sammet- und Seidenwaarengeschäft betreibt, hat einer Anzahl ausständiger Schuhmacher nach dem unglücklichen Arbeit am Brunnen reinigen mußten. Wundern muß man sich, nach der Aussage der Belastungszeugen im Wechselverkehr eigenthüm Verlauf des Ausstandes mit Hilfe des Genossen" Bock aus Arbeit am Brunnen reinigen mußten. Wundern muß man sich, lichen Geschäftsgrundsätzen gehuldigt. Während er den ganzen Juhalt Gotha in Erfurt gegründete Genossenschaftsfabrik scheint nicht daß ein solch großes Aufgebot von Beamten nothwendig ist, um der Anklage bestritt und sich als ein Opfer der Rache seiner gerade besonders gute Geschäfte zu machen. Die Genossen machen bei einem Genossen eine Haussuchung vorzunehmen. ehemaligen Bediensteten hinstellte, legte der Mitangeklagte Hirsch die Erfahrung, daß zum Betriebe eines größeren Fabrik- EtablisseEin mißglückter Mordversuch hat zum Selbstmord des bach ein offenes Geständniß ab. Vor etwa zwei Jahren sei er ments doch nicht blos Arbeiter nöthig sind, sondern auch dieThaters geführt. Dem Vorgang liegt verschmähte Liebe zu Grunde. als 15jähriger Knabe zu Herz in die Lehre gegeben worden. jenigen Leute, die angeblich nichts thun und sich dafür vom Bis vor wenigen Wochen diente Mohrenstraße 42 die 20 Jahre Etwa 14 Tage nach seinem Eintritt habe sein Prinzipat ihm fauren Schweiße der Arbeiter nähren. Schon hört man, daß alte Köchin Anna Seidel, welche daselbst einen nahezu 19jährigen eines Vormittags gefagt, daß im Laufe des Tages ein Kunde die in jener Fabrik beschäftigten Arbeiter darüber klagen, Frizz Wielandt kennen lernte. Dieser war auf einem Neubau in kommen würde, um einen fälligen Wechsel einzulösen. Diesen daß es dort noch viel schlimmer hergehe, als bei den übel der Taubenstraße beschäftigt und wohnte Marienburgerstraße 21. Wechsel folle er, der Lehrling, jezt schon an sich nehmen. beleumbeten kapitalistischen Arbeitgebern. W. versprach der S. die Ehe, die Lettere aber wollte auf ein Wenn der Erwartete erschien, so würde er, Herz, dem Lehr- jeder befehlen und keiner sich unterordnen, wodurch eine Liebesverhältniß nicht eingehen, weil ihr bezüglich des Charakters ling den Auftrag geben, schnell zum Gerichtsvollzieher zu fortlaufende Kette von Zwiftigkeiten entstehe. Wir wünschen ihres Liebhabers durch eine in der Linienſtr. 88a wohnhafte Tante gehen, zu versuchen, den bereits zum Protest geben Theilhabern alles gute, aber wir freuen uns, daß die Ge desselben ungünstige Nachrichten zugegangen waren und verzog gebenen Wechsel wieder herauszubekommen. Der Lehrling noffen am eigenen Leibe die Sorgen und Beschwerden erfahren, bald darauf aus der Mohrenstraße zu dem Gastwirth Hauschild, folle aber nur bis zur nächsten Straßenecke gehen, die den Leitern größerer Betriebe niemals erspart werden." Friedrichstr. 115. Am lezten Freitag nun erschien der verschmähte dann zurückkehren und den Wechsel mit dem Bescheide Zum Glück ist das Kapitalisten- Organ, die Köln. Zeitung", Bräutigam in der Wirthschaft und verlangte in ungestümer Weise abgeben, daß der Protest zwar noch nicht erhoben sei, aber den und deren Moral in aller Welt so bekannt, daß, um die Wahrdie S. zu sprechen. Das Mädchen wies das Ausinnen durch noch bereits 1 M. 50 Pf. Kosten bei dem Gerichtsvollzieher er heit zu finden, man das Gegentheil von dem anzunehmen braucht, ihren Dienstherrn zurück, welcher denn auch 2. aus wachsen seien. Am Nachmittage kam der Kunde, der den Wechsel was in der Köln. Zeitung" steht. Die fauftdicke Lüge hat keinen feinem Lokal entfernte. W., welcher sich mit einem Revolver am Morgen nicht hatte einlösen können, zu Herz, um seinen Ver- anderen Zweck, als der im besten Aufblühen begriffenen deutschen bewaffnet und zweifellos die Absicht hatte, seine Geliebte pflichtungen nachzukommen. Dieser zuckte bedauernd die Achfeln, Schuhfabrik den Kredit abzuschneiden, was leider" dem Lügenzu erschießen, falls sie bei ihrer Weigerung, ihm anzu- wobei er die unwahre Mittheilung machte, daß der Wechsel be- bold nichts nüht, denn zum Glück haben es die Erfurter Bourgehören, beharre, schlich sich nun auf den Hof, von wo aus er reits dem Gerichtsvollzieher zum Protest übergeben sei. Nun geois trotz allem erdenklichen Eifer nicht fertig gebracht, die Einblick in einen Raum hatte, den die S. ab und zu betreten spielte sich die Szene genau so ab, wie sie zwischen Herz und Leder- 2c. Lieferanten davon abzuhalten, mit der Fabrik Gemußte. Plößlich trachte ein Schuß, welchen W. nach der Rich- dem Lehrling verabredet war, der Kunde wurde um 1 Mark schäfte, ja gute Geschäfte zu machen. Daß die Arbeiter in tung hin abfeuerte, wo die S. zu sehen gewesen war. Die Kugel 50 Pf. geschädigt. Der Angeklagte Hirschbach versicherte, der Fabrik nicht so wie in den Bourgeoisfabriken behandelt verfehlte ihr Ziel und W. war alsbald verschwunden. Am daß er damals keine Ahnung davon gehabt, daß er etwas werden, und ihre Wünsche nicht in devoter Unterwürfigkeit vorSonntag darauf versuchte er, durch einen besonders zärtlich ge- Unrechtes thue, er sei aus einer kleinen Provinzialstadt und habe zubringen nöthig haben, ist richtig, daß aber nicht jeder befehlen haltenen Brief seine Braut in die Wohnung der Tante zu locken, damals eine so hohe Meinung von seinem Chef gehabt, daß es will, dafür ist gesorgt. In der deutschen Schuhfabrik ist auch mit welcher er vorher einen scharfen Auftritt wegen der von ihr ihm gar nicht in den Sinn gekommen sei, derselbe könne Unrecht tein einziger Mann, der sich vom Schweiße der Arbeiter ertheilten Auskunft gehabt hatte. Wahrscheinlich waltete hierbei thun. Später sei ihm von Herz ein ähnlicher Auftrag geworden, nährt, denn jeder erhält nur seine Arbeit bezahlt, jene nichtsdie Absicht ob, entweder die S. umzustimmen oder sie mit der damals hatten ihn die älteren Lehrlinge aber bereits auf den be- würdige Einrichtung ist nur ein Vorzug der Privatfabriken. Zante zugleich umzubringen, denn aus dem Brief geht fannten Schwindel" aufmerksam gemacht und er habe seinem Zum Schluß fei dem verlogenen Stribifax, der an der hervor, daß er einen unauslöschlichen Haß auf seine Prinzipal gefagt, daß er es nicht mit seinem Gewissen vereinigen deutschen Schuhfabrik fein gutes Haar läßt, ihr dann aber alles Tante, als die Urheberin feines Unglücks, geworfen hatte. tönne, derartige Aufträge zu erledigen. Der Angeklagte Herz Gute" wünscht, zu seinem und seiner Hintermänner Aerger mitDas Mädchen aber ließ zu seinem Glück die Einladung behauptete, daß er von dieser ganzen Geschichte nichts wisse, er getheilt, daß die Fabrik infolge des bei der deutschen Arbeiterunbeachtet. Um Tage darauf erschien W. wiederum in müsse aber annehmen, daß er dem Gerichtsvollzieher wirklich die schaft regen Solidaritätsgefübles mit den von den Fabrikanten dem Hause Friedrichsstraße 115, lief auf dem Flur in großer Gebühren in der angegebenen Höhe habe zahlen müffen. Die elend behandelten Ausgesperrten sehr gute Geschäfte macht. Erregung auf und ab und zog, nachdem er etwa eine Stunde Beugen bekundeten übereinstimmend, daß Herz auch andere Lehrlang die S. vergeblich erwartet hatte, einen Revolver, mittels linge in derselben Weise abgerichtet" habe. In Betreff der dessen er sich einen Schuß in die rechte Schläfe beibrachte. Noch Wechsel- Stempelmarken behaupteten die Zeugen, daß der lebend wurde er in die Charitee überführt, ist dort aber bereits Angeklagte Herz feine eigenen Akzepte, die von ihm eingelöst schaft, nicht nur, um sie, wenn es ihr möglich sein sollte, um gestern Morgen verstorben. wurden, vorsichtig von der Marte zu befreien pflegte und die Geldunterstützung zu bitten, sondern gleichzeitig, um den deutschen letztere dann auf den Wechsel eines Kunden klebte. Um ein über- Glasarbeitern, Webern und Metallarbeitern ein Bild von der einstimmendes Datum zwischen der Marke und dem Ausgabetag Lage zu geben, in welcher sich ihre Arbeitsbrüder in Frankreich zu erzielen, wurde der von dem Kunden zu akzeptirende Wechsel befinden. Eine aufregende Szente bot sich am Dienstag Nachmittag den mit ihren Fahrzeugen im Rummelsburger See liegenden Ans Paris wird geschrieben: Wir richten den folgenden Appell an die deutsche Arbeiter: Achtung, Möbelpolirer! Der Verband der Möbelpolirer Werlins und Umgegend veranstaltet am Sonntag, den 12. Jult, einen Ausflug ytt Familie nach Mariendorf zu dem Genossen Schensch. Abfahrt Morgens 7 Uhr vom Schlesischen Bahnhof. Arbeiter- Retourbillets 30 Pfg. bis Tempelhof. Auch Bferdebahn Dönhoffplay- Mariendorf. Gäste willkommen. Siehe Annonce am Sonnabend. Das Streben der französischen Unternehmer ist darauf ge- Inörgeln, sondern offen hervortreten an kompetenter Stelle, vor tritts der Kollegen zum Zentralverband der Maurer Deutschlands richtet, die Syndikate( Gewerkschaften und Fachvereine) wo möglich den Parteitag, vor die Wähler 2c. Man dürfe das Prinzip mit wurde beschlossen 98,25 M. der Parteikasse zu überweisen; das aus der Welt zu schaffen. Es ist eben hier wie in Deutschland: der Taktik nicht verwischen. Im Reichstage müsse agitirt übrige Geld wurde zur Unterstützung eines franken Kollegen ver die Bourgeoisie hat wohl erkannt, welche Gefahr ihr von diesen und daneben praktische Politik getrieben werden. Die wendet. Darauf folgte die Wahl des Vorstandes der LokalSyndikaten droht, und will ihnen ein Ende machen troß der Taktik der Fraktion sei auf dem letzten Parteitage verwaltung. Es wurden gewählt: 1. Bevollmächtiger H. Stahnschwächlichen und nur zur Hälfte guten Maßnahmen, welche mit allen gegen eine Stimme gut geheißen worden. Steglitz; 2. Bevollmächtigter G. Leh- Steglig; 1. Kassirer die Regierungen in ihrer Furcht getroffen haben! Genosse Biester spricht unter großer Unruhe der Versamm W. Werner- Friedenau; 2. Kassirer A. Schwergtfeger- Steglitz; So verwarf zum Beispiel der Senat den Antrag von Herrn lung gegen die Fraktion. Die Rede v. Vollmar's sei nicht zu ent- Schriftführer W. Nähring- Steglitz; Revisoren: G. BuchwaldFelix Martin, der ein strafrechtliches Einschreiten gegen jeden schuldigen. Auf den Achtstundentag legen wir tein so großes Friedenau, H. Eisenberg- Stegliz, W. Schulz- Steglit. Als ZahlArbeitgeber forderte, welcher einen Arbeiter wegen Zugehörig Gewicht, wie es die Fraktion zu legen scheine. In ökonomischer stellenlokale wurde für Steglitz das Restaurant zur Börse und feit zu einem Syndikat entließ, und doch ist dies das gute Recht Hinsicht sei derselbe ganz wirkungslos. Er könne überhaupt nur für Friedenau Frenkel's Gesellschaftshaus bestimmt. Von Erdes Arbeiters seit dem Gesetz von 1884! Der Senat ist eben jetzt etwas nützen, nicht aber erst nach Jahren. Das Programm richtung von Herbergen und Arbeitsnachweis wurde bis zur durchweg aus Kapitalisten und Großgrundbesitzern zusammen- fei ihm nicht radikal genug. In demselben werde das Wahl- nächsten Versammlung noch Abstand genommen. Darauf schloß gesetzt und bildet so ein noch weit reaktionäreres Ganze denn die recht erst mit 21 Jahren erstrebt, statt mit 18, wie er meine. der Vorsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf Kammer. Früher wurde das Wahlrecht mit 20 Jahren gefordert. Um ein das gute Gedeihen des Zentralverbandes. Ein Anfinnen dieser Art ist es, gegen welches sich jetzt Jahr sei man also schon zurückgegangen. Die Entscheidung über Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbe Ster( Ging. die Glasarbeiter von Lyon, Cognac( Charente) und Toulouse zu Krieg und Frieden solle dem Parlamente zustehen, und sulfskaffe 29) Hamburg. Sonntag, den 12. Jult cr., Bormittags 9 Uhr, wehren haben: den Ersten gegenüber weigert man sich den 1886 nicht dem Volke. Da zeige fich, daß die sozial- mitglieder- Bersammlung im Moabiter Rafino( lges), Wilsnad erstraße 63vereinbarten Tarif noch weiter innezuhalten, den beiden Letzten demokratische Partei eine parlamentarische Partei ge= Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Vortrag des Herrn Dr. Sommerfeld. 3. Bericht des Delegirten Herrn J. Redner von der General- Ves sammlung. untersagt man Syndikate zu gründen! Die englischen Verbände worden sei, die sich von ben bürgerlichen nicht mehr 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht bringend der Vor. dieser Branchen haben 800 Franks Hilfsgelder geschickt und die unterscheide. Die„ Jungen" unterschieden sich von den Alten" stand der Filiale Berlin 9: A. Hübner, Stromstr. 49. französischen Glasarbeiter gebeten, mit ihnen in Beziehung zu durch ihre revolutionärere Taktik. Die Jungen" seien Genossen, treten. Wir hoffen, daß dieses Beispiel, wenigstens in seinem die unter den heutigen Verhältnissen mehr zu leiden haben. Auch letzten Theil denn wir wissen in welche traurige materielle Genosse Goldberg wandte sich gegen die Fraktion und den Lage die deutschen und österreichischen Arbeiter herunter gedrückt Parteivorstand, welche in letzterer Zeit besonderes Gewicht auf sind bei den Verbänden des Festlandes Nachahmung finden den Parlamentarismus legen. Dieser sei nur zu Agitationsmöge! zwecken zu benutzen. Auch wünschte er, daß die Genossen im Reichstage eine schärfere Sprache gegen die Regierung führen. Nicht solle Revolution gepredigt werden, aber es gehe zu langsam vom Flecke. Es sprachen noch ferner die Genossen Kannegießer, Stadthagen, Schneider und Niederauer. Stadthagen legte unter Beifall der Versammlung dar, daß nach dem eben Gehörten Biester und Goldberg allein auf dem Standpunkt stehen, den sie angeben zu bekämpfen: Auf Nachmittags 3 Uhr, in der Große Frankfurterfir. 99 ,,, Frankfurter Biergerade ihre Ausführungen zeigten, daß sie eine Umgestaltung der hallen". ,, Wahrheit", Markusstraße 31." Heine" in Rixdorf, Gesellschaftsordnung wesentlich durch den Parlamentarismus Gde nesebeck und Hermannstraße, Restaurant" Beyler. Gäste willfommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. für richtig halten. Nichts als ihre Behauptungen seien bei ihnen, Süd- Ost", 8% Uhr bei Tolksdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder " radikal". Gegen eine von Niederauer eingebrachte Reso- eingeführt, haben Butritt. Lese- und Diskutirklub Fester WiIIe", lution, die ihr Mißfallen über die Taktik der Fraktion aus- Abends 8 Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführt sprechen sollte, wendeten sich Stadthagen und Keßler. haben Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. UebungsDie Resolution wurde darauf zurückgezogen. Reßler betonte stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor„ St. im Schlußwort, daß Alle im Prinzip einig seien. Die Aus- urban", Annenstraße 9, bei Prog. Gesangveretn Unverzagt", führungen waren mehr persönlichen Charakters. Infolge eines Röpenickerstraße 127a, bet Rüfter. Gesangverein, ornblume", Blumenzur Annahme gelangten Schlußantrages erreichte die Debatte lauerstr. 27, bet Tempel.- Gefangverein Frühlingsluft", FlottwellVorher hatte Genosse Fritsche den Kassenbericht pro 2. Quartal erstattet. Derselbe ergab eine Einnahme von 258 m. 3 Pf., eine Ausgabe von 159 M. 75 Pf., einen Bestand von 98 m. 28 Pf. Beschlossen wurde noch, am Sonntag über acht Tage eine Familienpartie zu veranstalten. Nähere Bekanntgabe erfolgt. Wir lassen hier den Aufruf folgen, den der Generalsekretär des Bundes der Gewerkschaften und Fachvereine Frankreichs ( Fédération des syndicats et groupes corporatifs ouvriers de France) erlassen hat: Genossen! Euer Solidaritätsgefühl, das uns eins sein läßt mit allen Euren Brüdern in der Arbeit und im Glend, rufen die Arbeiter folgender Gewerke an: 1. Die Gasarbeiter von Lyon, seit 6. Februar 1891 im Streit, weil die Arbeitsherren den 1886 zugebilligten Tarif umstoßen wollen. 2. Die Glasarbeiter von Toulouse; dieselben stehen seit dem 31. Januar 1891 aus, weil man ihren Verdienst schmälern wollte und die Festsetzung eines Tarifs verweigerte. 3. Die Glasarbeiter von Cognac, seit dem 1. Januar 1891 im Streit, weil der Leiter einer Fabrit sich weigerte, die Syndi fate anzuerkennen, und weil eine Deputation von fünf Mitgliedern entlassen wurde. 4. Die Weber von Abresle in Streit, weil ein Arbeitsherr die Zahl der täglichen Arbeitsstunden vermehren wollte. 5. Die Metallarbeiter von Lille in Streit, um die Entlassung eines durch sein rohes Auftreten verhaßten Werkmeisters durch zusetzen. Adressen für Zusendungen für die Lyoner Glasarbeiter: Lyon, la Bourse du travail; für die Glasarbeiter von Cognac( Charente): au citoyen J. B. Crine, rue du Pons 108, Cognac( Charente); für die Glasarbeiter von Toulouse: Toulouse, Bourse du travail; für die Weber von Abresle( a. d. Rhône): au citoyen Jacquet, rue de Paris 5, Abresle( s. Rhône); für die Metallarbeiter von Lille: au citoyen Autier, rue du Molinel 66, Lille( Nord). Wenn unsere deutschen Brüder den französischen Ausständischen auch keine Unterstützung zuzusenden vermögen, sollen sie doch ja bem Beispiele der englischen Unionen folgen und sich mit ihnen in Verbindung fehen; es ist von allerhöchster Wichtigkeit für jeden später zu schließenden Bund, daß ſeſte Beziehungen zwischen den Arbeitern derselben Gewerte unterhalten werden. Versammlungen. ihr Ende. Verband deutscher Barbier-, Friseur- und VerrückenmacherGehilfen, Zweigverein Berlin. Seute, Donnerstag, den 9. Juli, Abends 10 Uhr, Wanderversammlung bei Feind, Weinstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Gin Rückblick auf das Jahr 1890. 2. Wie verbessern wir unsere Lage? 3. Distussion. Verein ehemaliger Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute, Sigung. Beginn 9 Uhr im Restaurant Schweißberger am Schlesischen Thore; ehemalige Schüler der 85. Gemeindeschule als Gäste willkommen. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Verein ,, Bolts= Abends und Frauen) bildung"( Männer 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee Nr. 28. Lese- und Distutirklub Wa ch " Gesangverein der Berliner Schmiede", Bres Gesangverein straße 5, bet Bartel. Brezelschluß", Annenstr. 16, bet Reßner. Arbeiter- Gesangverein" Weiße Rose", Reinickendorf, Gesangverein Morgenroth 1", Nummels= Residenzstr. 101, bei Carus. Dorfglödlein", Wilmersdorf, burg, bei Henke. Gesangverein Brandenburgischefir. 106, bet Gräs. Gefangverein, cho 2", Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Gefangverein Ginigtett"( Hutmacher), Pappel- Allee 3-4. Gefangverein 3utunft 1", Stegliz, Restaurant Bildebrand. Gesangverein Harmonte", Tempelhof, Dorfftr. 10, bet Gerth. Gesangverein Kreuzberger Sarmont e", Lindenstr. 106. Gesangverein Beilchenblau", Rottbuser Damm 74. Sängerchor der Töpfer Berlins, Brunnenstr. 38, bei nabt. Gesangverein bei Weit. Euphonia", Köpnickerstr. 68, Gefangverein„ Blaue Gefangverein 8utunft 2" Mieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. ,, Ostpreußischer Männer= Schleife", Bankow, Schönholzerstr. 10. gefangverein", Fischerfir. 41, bet Stockfisch. Gesangverein ,, Edelweiß, Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Gefangverein Borar", " Seeger'scher Gesangverein", Admiralftr. 38, bei Bülow. Blumenstr. 46, bei Weick. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat tub, üdwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderte, Pallisadenftraße 47. Stattlub, Revolution". Jeden Donnerstag und Sonnabend Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben qurant 8½ Uhr Abends ab Sigung im Restaurant Langestraße 70 bei Bogasch. Lübeck'scher Turnverein, Männer= Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Turnvereinsten", Lehr Berliner Die Behandlung der Arbeiter im Münchener Brauhaus( Johannisstraße) seitens des Herrn Direk tors Arndt bildete die Veranlassung zur Inszenirung einer öffentlichen Versammlung, welche am 7. Juli im Feen- Palast unter dem Vorsitz des Herrn Rack wit stattfand. Es hatten fich ca. 300 Personen eingefunden. Zunächst nahm Herr Höppner, bis vor kurzem Maschinenmeister im Münchener Brauhaus, das Wort, um den Anwesenden die Vorkommnisse, welche zur Einberufung der Versammlung geführt haben, mitzutheilen. Danach foll Direktor Arndt, welcher sich bekanntlich durch sein Verhalten während des Brauerstreiks und des damit verbunden gewesenen Bierboykotts sowohl bei den Brauern, wie auch beim großen Arbeiterpublikum eine gewisse Sympathie zu erringen verstanden Männer- Gesangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, hatte, sich Angehörigen seines Personals gegenüber zu gröblichen Gneisenaustraße 88. Offenbacher Sängertrans", Uebungsstunde Beleidigungen, auch solchen thätlicher Natur, habe hinreißen von 9-11 im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Gäste willkommen. laffen. Verein, 3ic 3 a c", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches GesellschaftsEs sprachen zu der Angelegenheit die Herren Rack wig, Müller, Abends 8% uhr, in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jatobstraße Nr. 89. haus, Fichteftr. 29. Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Thomae, Julius, 3ubeil, Steinmar, Manne, A. Konrad, Gesangverein" Dorfglödlein" Wilmersdorf, Brandenburgischestr. 106 Wiener, Liefländer und Preuß. Theils suchten die bet Gräß.- Gefangverein,.Blaue Schleife", Pantow, Schönholzerstr. 11 bet Pfropfenverein Bedding", Abends 8% Uhr bei K. Selterhoff, Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. lings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 68a. Turngenossenschaft, 1. Lehrlings- Abtheilung, Abends 8-10% 1, im Leffing- Theater, Bantfir. 9-10. " Privattheater- Gesellschaft Soffnung", Abends 8% Uhr, im Verein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeGäste will tommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei Verein ehemaliger Ehemalige Schüler der Tambourverein ungfern= Ostpreußischer Männer Gesangverein. Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste willkommen. Schüler der 85. Gemeindeschule. Seute Sigung. Beginn Uhr im Restaurant Schweißberger am Schlesischen Thore. 85. Gemeindeschule als Gäste willkommen. tranz", Weidenweg 12. Jeden Donnerstag von 9-11 Uhr Abends in der Fischerstraße 41 bet Stockfisch Gesangsstunde. Landsleute find willkommen. tommen. " Vermischtes. Köln, 8. Juli. Eine entsetzliche Nachricht meldet Die Sozialdemokratie richtet hier ihr Hauptaugengewissenhafte Telegraph von hier: Der sozialdemokratische Wahlverein für den 5. Ber: Redner den Direktor Arndt zu entlasten, theils zu belasten. Alle Kuhnert. Vergnügungsverein, a price", Ab. 9 Uhr, Sizung mit Damen liner Reichstags- Wahlkreis hielt am 7. d. M. eine gut besuchte Redner waren sich aber darin einig, daß die gepflogenen Er- im Marienbad", Badſir. 85-86," Saal 1 2r. Bergnügungsverein Betl Generalversammlung ab, in welcher es bezüglich der zur Tages- örterungen fein ganz klares Bild gegeben hatten und deshalb hen", 9% uhr, Stzung mit Damen bei Bülow, Admiralstraße 38. Gäste willordnung stehenden Frage: Was können wir auf dem Boden der eine Kommission zu wählen sei, welche die Angelegenheit zu prüfen tommén. Klubhaus, Ohmgaffe 2. Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler heutigen Gesellschaftsordnung erringen?", über welche Genosse und dann öffentlich Bericht zu erstatten habe. Gin dahingehender der 98. Gemeindejchule, Abends 9 Uhr, im Geselschaftshause„ Ostend". Reßler referirte, zu langen und lebhaften Debatten kam. Antrag wurde angenommen und dann die Herren Steinmar, Rüdersdorferfir. 45. Stedner legte unter Bezugnahme auf die vor etwa sechs Jahren Otto, Polter, Preuß und Konrad in diese Kommission schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bet Gaeger, Grüner Weg 29. in Desterreich stattgehabten Berathungen des Arbeiterschutz- Gesetzes, gewählt. Unterm Punkt„ Verschiedenes" schilderte Herr Otto welches in mancher Beziehung noch besser als das unsrige und die Arbeitsverhältnisse der Brauer; er beklagt sich darüber, daß nur gegen den heftigen Widerstand der Bourgeoisie von der Re- jetzt in der Vereinsbrauerei in Rigdorf anstatt 10 Stunden lang gierung durchgebracht worden sei, klar, daß nur die Furcht vor von Morgens 1/24 Uhr bis Abends um 1/28 Uhr gearbeitet werde dem Proletariat die herrschenden Klassen bewegen könnte, den und man dann des Nachts noch 1 Stunde aufstehen müsse. NachRauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, KrautsArbeitern etwas zu gewähren, wie s. 3. Fürst Liechtenstein sehr dem ferner Herr Preuß die mißlichen Verhältnisse, die im straße 48. Rauchtlub ernspiße", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, Rüderscharakteristisch zum Vortrag gebracht habe. Diese Furcht fei auch Arbeitsnachweiswesen herrschen, kritisirt hatte, wurde die VerRauchtlub,& ollegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirthsin Deutschland vorhanden und diese Furcht habe Fürst Bismarck fammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Dorferstr. 8. haus, Staltherstr. 41. Rauchklub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Rauchklub Arcona", Abends 9 Uhr Reichenberger1.3. veranlaßt, das Recht auf Arbeit zu versprechen und die Die Posamentiere Berlins hielten am Dienstag Abend Breslauerstr. 27. straße 71. Sozialreform" zu veranlassen. Auch die kaiserlichen Februar Bund der geselligen Arbeitervereine Berlina und Umgegend. Erlaffe machten den Arbeitern Versprechungen, denen aber die eine öffentliche Versammlung unter dem Vorsitz des Kollegen schreiberstraße 60. Bergnügungsverein Schneeglödchen", 9 Uhr bei herrschenden Klassen, welche nicht gutwillig auf ihre Macht zu Nolting ab. Nach einem Vortrage des Genossen Rohrlack über Donnerstag: Geselliger Klub„ Blau Bettchen", 9 Uhr bei Förtsch, StallPrivat- Theater- Gesellschaft ,, Fidelio", 9% Uhr verzichten gedenken, ebenfalls energischen Widerstand entgegen Arbeiterorganisationen und Unternehmerverbände wurde der Birt, Straußbergerfir. 8. Mufitdilettantenverein, nimo" bei Schmidt, Vergnügungsverein ,, Grüne ich e", Solmsstr. 1. fehen. Nur durch materiellen Zwang oder durch die Furcht vor Gründung einer Filiale Berlin des Zentralverbandes der deut- Wrangelfiv. 141. Theaterverein Selmerding", Köthenerstr. 11. Bergnügungsverein ſolchen seien die herrschenden Klassen zu konzessionen an die Arbeiter weite Punkt her Tagesordnung Distuſſion rait dem dritten, bet attausbergerfir. 5. Privat- Theater- Gesellschaft, umor" alle zu bewegen. Im Programm wären verschiedene Punkte, welche schen Posamentierarbeiter und-Arbeiterinnen verbunden. Hierzu hilaritas elmer bin Privat- Theater- uud Pantom. die sozialdemokratische Partei auf dem Boden der heutigen Ge- sprachen die Kollegen Berger und Scranewitz. Es wurde hervor- 14 Tage bei Wohllebe, Alexandrinenſtr. 114. fellschaftsordnung erstrebe. Eine große Täuschung sei es, zu glauben, daß dies zu erreichen wäre. Thorheit sei es im anderen gehoben, daß man sich durch die Auflösung der Filiale Frankfurt Gesellsch. Fieseler Geist", Adalbertfir. 8, bet Schneider. Gäste willstände bei den Firmen Zedler, sowie Davidsohn wurden beFalle, auf den Gendarmenmarkt gehen zu wollen, um Revolution nicht solle abschrecken lassen, hier eine Filiale zu gründen. Mißzu predigen. Die Sozialdemokratie fämpfe einen geistigen Rampf, feuchtet und zu reger Agitation aufgefordert, da in Berlin mit und diesen fürchten die herrschenden Klassen, nicht die dievolution. feinen 400 Posamentenarbeitern und 2000-Arbeiterinnen der Diese Angst vor der Ausbreitung der Aufklärung sei vorhanden, Boden für eine Vereinigung voll und ganz vorhanden sei. Des ob nun 1 oder 60 Abgeordnete im Reichstage sigen. Nur durch Weiteren kamen die früheren Vereinigungen, der Fachverein" und die Mittel der Aufflärung, der Belehrung könne die Sozialdemo- bie Freie Vereinigung" zur Erörterung und schließlich wurde die fratie siegen und müsse demzufolge jedes Mittel, die Reichstags- Gründung der Filiale einstimmig beschlossen. Hierauf schritt tribüne, die Presse, Versammlungen 2c., hierzu benutzt werden. man zur Wahl des Vorstandes der Filiale. Gewählt wurden die der Auf diese Weise werde Revolution gemacht. Auf dem Boden Kollegen Nolting, Wilfe und Born. Den 4. Punkt der Tagesder heutigen Gesellschaftsordnung sei diese nicht umzugestalten, ordnung bildete die Abrechnung vom Maifonds und die Ab- merk auf die Gesangvereine, um diese für ihre Sache zu auch nicht durch den Parlamentarismus. Deffenungeachtet habe rechnung der Agitationskommission. Der Maifonds ergab eine gewinnen. Der sozialistische Gesangverein„ Lyra" in Köln er dieser einen Werth als Mittel zum Zweck, als Agitationsmittel Einnahme von 80 M. 60 Pf., wovon 30 M. nach Hamburg gesandt und läßt einen Aufruf zur Bildung eines rheinischen Arbeiterund zur Abwehr noch größerer Bedrückungen. Was auf dem 25 M. zum Kongreß in Pößneck beigesteuert wurden, während man Sängerbundes, welcher durch freundschaftlichen Berkehr der Boden der heutigen Gesellschaftsordnung zu erringen sei, folle den Rest der Berliner Agitationskommission überwies. Die Ab- Vereine untereinander, Beschaffung von Arbeiterliedern sowie man nicht über-, jedoch auch nicht unterschätzen. Zu einer Mehr rechnung der letzteren stellt sich wie folgt: Einnahme 117,25 m., durch noch näher zu besprechende Vorschläge den Arbeiterheit der Sozialdemokratie im Reichstage würden es die Ausgabe 87,40 m., bleibt ein Bestand von 29,85 M. Die Revi- Gesangvereinen eine würdige Stellung innerhalb der soziaherrschenden Klassen nie kommen lassen, eher die Arbeiter foren bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung und die Ver- listischen Partei anweisen soll. Am 12. dieses Monat findet gänzlich von der Wahl ausschließen. Deshalb dürfe man fammlung entlastete den Kassirer. Das frühere Mitglied der zu diesem Zwecke eine Delegirtenversammlung in DüsselDanach scheint den Philistern jeßt sogar der alte Kalauer: nicht zu große Hoffnungen auf den Parlamentarismus fezen. Streit- Kontrollkommission hat sein Amt niedergelegt, an dessen dorf statt. Eine Utopie fei es, zu glauben, daß durch den Parlamentarismus Stelle wurde Kollege Sander gewählt. Darauf forderte Kollege die heutige Gesellschaftsordnung umgestaltet werden könne. Auf Berger zur Unterstützung der Agitationskommission durch Geld- öse Menschen haben keine Lieder!" keinen Trost mehr zu welche Weise dies geschehen werde, vermöge noch Niemand zu mittel auf. Dann gab Rollege Alschner einen ausführlichen Be- bieten. Köln. Die hiesige Maler- und Anstreicher- Innung Alles' vorbereitet sein und den Schwerpunkt auf die Propaganda Fabrikanten Wagner gegen ihn angestrengt war, aber vor dem hat sich in ihrer Generalversammlung mit 73 gegen 6 Stimmen fagen, die Zukunft könne Niemand voraussagen. Man müsse auf richt über den Stand der Beleidigungsklage, welche feitens des legen. Nur dadurch sei etwas zu erreichen.( Beifall.) Genosse Schiedsmann beigelegt worden ist. Eine Resolution, welche sich aufgelöst. Neuwied, 6. Juli. Gestern Nachmittag verunglückte der auf Kannegießer übte eine abfällige Kritik an dem Vortrage, welcher mit der Angelegenheit Werner contra Bebel befaßt, wird als viele Widersprüche enthalte und nichts enthalte, was nicht schon nicht zur Tagesordnung gehörig nach kurzer Diskussion zurüct dem hiesigen Werke Germania" beschäftigte Verzintmeister seinerseits den bekannt in letzter Zeit zu Tage getretenen Optimismus in Bezug auf den diejenigen Mitglieder der freien Vereinigung, welche ihren Pflichten Frisen auf schreckliche Weise. Der Mann fiel in einen mit Parlamentarismus. Bisher sei durch denselben noch nichts voll nachgekommen sind, ohne Einschreibegebühr in den Verband kochender Verzint masse gefüllten Reſſel und ver Wesentliches erreicht, nicht einmal die Regulirung der Wahl aufgenommen werden, ferner mitgetheilt war, daß die Zahlstelle brannte. Trier, 6. Juli. Die Revision der Stationskasse foulemus. Qui pie Stärte im Parlament tönne man sich nicht Alte Jakobstraße Nr. 66, befindet, wurde die Versammlung getreife. Die Hauptsache sei die Agitation, nicht der Parlamen des Verbandes fich im Arbeitsnachweisbureau der Posamentiere, Der Stations- Vorsteher Hierling ist der Unterschlagung geständig. schlossen. allein verlassen. Närrisch sei es aber andererseits, unter den Wählik, 6. Juli. Die durch Urtheil der Strafkammer des heutigen Verhältnissen Revolution predigen zu wollen. Genosse Eine öffentliche Versammlung der Maurer von Steglitz, Stadthagen: Man solle Thatsachen vorbringen und nicht mit allgemeinen Rebensarten immer der Fraktion einen Knippel Friedenau und Umgegend tagte Freitag, den 3. Juli im Kur- königlichen Landgerichts zu Naumburg a. G. unterm 18. JeEnt- hause zu Friedenau unter dem Vorsiz des Kollegen Stahn bruar b. I. gegen den Gemeindevorsteher Louis zwischen die Beine werfen. wirksamen Agitation sei die Reichstags( Steglitz). Unterm ersten Punkt der Tagesordnung erstattete geißling hierselbst wegen Bergehens gegen§ 108 R.-Str.-G.-B. faltung einer tribüne, Alle Abgeordneten hätten nach Möglichkeit ihre Kollege Brinkert Bericht über die Abrechnung vom Generalfonds.( Fälschung des Wahlresultats) erkannte GefängnißSchuldigkeit gethan. Gefalle etwas nicht, so solle man nicht Dieselbe ergab einen Baarbestand von 128,10 M. Infolge Weber- strafe von einer Woche ist laut kaiserl. Ordre vom 10. uni Der beste Plaz zur Trier links der Mosel ergab einen Fehlbetrag von 5000 M. im Gnadenwege erlaffen.- Daß wie das Weißenfelser| vier Mörder, fagte einem Zeitungs- Berichterstatter gegenüber, er Ich habe weder jemals zur freisinnigen Partei gehört nocy Kreisblatt" schreibt in der Gemeinde Wählig große Freude hätte über die Sache viel zu sagen, wenn ihm nicht Still- jemals gegen die Sozialdemokratie gesprochen. herrscht, erlaubt sich der Zeiger Boltsbote" zu bezweifeln. schweigen auferlegt wäre. Er fügte hinzu, daß sich die Szene wie Konrad Goldberg, Ackerstr. 145. Literarisches. Kiel, 4. Juli. In der gestrigen Stadtverordneten- Versamm- bei Remmler in der Praris in jedem Falle wiederholen werde. Lung stand die Frage der Aufhebung der Getreide: Jeder der Hingerichteten habe zwei Schläge erhalten. Ein zölle auf der Tagesordnung. Der Stadtverordneten- Vorsteher anderer Zeuge giebt folgende Darstellung der Szene: Die mit avies darauf hin, daß die Kollegien schon 1879 gegen die Korn- schwarzen Röden, dunklen Beinkleidern und weißen Hemden bezölle vorstellig geworden seien, und sprach sich für eine Er- leideten Verurtheilten wurden unter Aufsicht Dr. Macdonalds mäßigung der Getreidezölle aus. Schließlich wurde mit großer befestigt. Als die Vorbereitungen beendet waren, nahmen die Nebenwerke und Nachträge) erscheinen jetzt in einer wohlfeilen gebunden und an ihrem Kopfe und rechtem Bein je eine Elektrode Schopenhauer's Parerga und Paralipomena"( d. h. Majorität der folgende Antrag des Redakteurs Niepa an- Gehilfen eine Kanne Salzwasser und einen feuchten Schwamm Ausgabe, vollständig in etwa 10 Lieferungen à 60 Pfennig, bei genommen: Das Stadtverordneten- Kollegium beschließt, den Magistrat aufzufordern, eine Petition an den Reichstanzler den zur Hand. Auf das Zeichen der Doktoren, daß Alles in Ord- Moris Boas, Berlin, herausgegeben sowie mit Einleitung und Stadtkollegien zur Beschlußfaffung vorzulegen, in welcher die nung sei, ging die Prozedur vor sich. Sofort spannten sich die Anmerkungen versehen von R. von Röber. Die„ Parerga und Suspension der Getreidezölle mit Rücksicht auf die in Kiel be- Rörper der Hingerichteten gegen die Fesseln, jede Muskel zuckte, Paralipomena", welche zum ersten Male 1851" herausgegeben fonders fühlbaren allgemeinen Theuerungsverhältnisse und in als ob der Delinquent eine furchtbare Anstrengung mache, zu entwurden, sind Schopenhauer's lehtes und zugleich sein gelesenstes Rücksicht auf die zahlreiche Arbeiterbevölkerung in unserer Stadt tommen. Die Ränder der Bande drangen tief in das Fleisch und populärstes Wert. Sie sind wegen des allgemein verständals dringend geboten bezeichnet wird. ein und die Haut wurde purpurroth. Der Eindruck dieser lichen Inhalts und der fesselnden Schreibart am meisten geeignet, Szene auf die Zuschauer war ein geradezu schauer- den Laien zum näheren Studium der Schopenhauer'schen Philo Borna. Da es nicht möglich war, bei der Steigerung licher. Nach Verlauf von zwanzig Sekunden war die sophie, welche gewöhnlich kurz als„ Pessimismus" bezeichnet wird, der Weizenpreise die Dreierbrötchen noch kleiner herzu- trampfhafte Muskelbewegung beendet, der Körper er: anzuregen. tellen, als vordem, so fiel laut Beschluß der Bäckerinnung der schlaffte. Einen Augenblick schien es, als ob Slocum, wie Die vorangeschickte, kurze, aber vortrefflich orientirende Einalte Brauch, nach welchem bisher zwei solcher Brötchen für fünf feiner Zeit Kemmler, wieder zum Leben erwachen würde. Raum leitung über Schopenhauer's Leben und kulturhistorische BePfennige verkauft wurden, und es kosteten nunmehr z. B. sechs eine Minute nach dem ersten elektrischen Schlage tam zwischen deutung, sowie die zahlreichen erklärenden Anmerkungen und Brötchen 18 Pf., statt 15 Pf. Weil der Verkauf dieser Brötchen den Lippen und durch die zusammengepreßten Zähne des Hin- Uebersehungen fremdsprachlicher Zitate und Ausdrücke erleichtern zu billigerem, als von der Innung normirtem Preise von letterer gerichteten ein rauschender Ton hervor, ein aus der Lunge fom- die Lektüre. Der größte Theil unserer„ Gebildeten", welche mit fogar unter Strafe gestellt worden war, so stieß diese Maßnahme mendes Pfeifen wie ein leiser Seufzer. Sofort schloß Dr. Mac- dem pessimistischen Philosophen vertraut zu sein behaupten, vernicht nur bei einzelnen Innungsgenossen, sondern auch im donald zum zweiten Male den Strom und bei dem zweiten dankt feine Bekanntschaft mit ihm überhaupt nur den„ Parerga Publikum auf heftigen Widerstand und führte sehr bald zur Auf- Schlage begannen Fleisch, Beine und Kopf zu rauchen, die und Paralipomena". Sie verdienen aber auch in den Kreiſen hebung dieser Vertheuerung. Nun soll der Spieß umgekehrt Muskeln hörten auf zu arbeiten und der Körper brach derart in unserer Leser Beachtung, wenngleich Schopenhauer die absolute werden, indem bei der städtischen Polizeibehörde Erörterungen fich zusammen, daß er zu Boden gefallen wäre, wenn er nicht Wahrheit natürlich ebenso wenig gefunden hat, wie sie irgend darüber in Gange sind, ob nicht auch hier, gleichwie in den von den Banden gehalten worden wäre. Nette Bestien, diese ein Anderer gefunden hat oder vielleicht jemals finden wird. meisten anderen sächsischen Städten eine Brottage am Plage wäre. frommen Yankees! Ob solche Menschenquälerei auch in ihren Wien, 8. Juli. Der Handelsminister verfügte anläßlich der Gebetbüchern steht? Cholera fälle in Aleppo und Massauah eine siebentägige Beobachtung der aus dem Golf von Alexandrette zwischen Karatasch Burnn und Ladikieh( mit Einschluß beider Punkte), sowie der aus den Häfen des Rothen Meeres ankommenden Schiffe. = Aursterdam, 8. Juli. Nach soeben eingetroffener Kabelnachricht sind gestern die ersten 10 Kilometer der Niederländisch Südafrikanischen Eisenbahn im Anschluß an die Delagoabaibahn im Transvaalgebiete dem öffentlichen Verkehr übergeben worden. Die ganze erste Theilstrecke bis Nelspruit soll noch vor Ablauf dieses Jahres in Betrieb tommen. Neapel, 7. Juli. Der aus dem Vesuv hervorströmende Lava- Erguß ist fortwährend im Zunehmen. Gestern wurde in Frosolone ein heftiges Erdbeben verspürt. Amerika. Bei sehr heftigem Sturme scheiterte am Montag auf dem Mississippi ein Dampfboot, wobei etwa dreihundert Personen umgekommen sind. Sprechlaal: Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzu: Sntereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt deffelben identifiziert zu werden. Zur Klarstellung. Verschiedentlich aufgefordert, bitte ich die Redaktion des Vorwärts" Nachstehendes zu veröffentlichen: In der sozialdemokratischen Volksversammlung am 3. Juli ( Feenpalast) polemisirte Kollege Wiesemann gegen die Vorschläge der Fraktion zum 1. Mai. der am 1. Mai bei Orschel stattgehabten öffentlichen SchneiderDemgegenüber habe ich zu erklären, daß Herr Wiesemann in und Schneiderinnen- Versammlung nicht nur die Vorschläge der Fraktion empfahl, sondern in geradezu überflüssiger Weise die Feier am 1. Mai bekämpfte. Unbegreiflich daher sein Auftreten in jener Voltsverfammlung und charakteristisch für diese Person der Opposition. Der Vertrauensmann der Schneider Berlins und der Provinz Brandenburg: J. Timm. * New- York, 7. Juli. In Brunswick( Staat Georgia) hat die Entdeckung des gelben Fiebers große Aufregung unter Der Bevölkerung verursacht. Zwei unverkennbare Fälle wurden gemeldet. Die Einschleppung geschah trotz der QuarantäneMaßregel durch den Steuermann eines ausländischen Schiffes, fammlung im Feenpalast in der Nummer des Vorwärts" vom Berichtigung. Nach dem Berichte über die Volks- Verdas am Sonnabend dort im Hafen lag. Der Mann starb am 7. Juli hat Herr Täterow von mir behauptet, ich hätte bis vor folgenden Tage. Kurzem noch zur freisinnigen Partei gehört und immer gegen die New- York, 8. Juli. Dr. Daniels, einer der Zeugen bei Sozialdemokratie gesprochen. Diese Behauptung des der gestern stattgehabten elektrischen Hinrichtung der Herrn Täterow ist unwahr. Wegen vorgeschrittener Saison verkaufen wir jetzt alle SommerKleiderstoffe bedentend billiger. 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